Morgenausgabe Jlr.45 A 23 46, Iahrgang WöchentNch 88 DL mo�aMch S.rtOÄ tm voraus zahlbar Postbezug 4.32 M. »tnschl Bestellgeld. Auslandsadonne» ment K.— M pro Monat. Ver �Vorwärts' erscheint wochentSg. lich zweimal. Sonntag» un:« Montag» einmal, die Abendausgaben für Berlin und tm Handel mit dem Titel.Der Abend". Illustrierte Beilagen.Volk und Zeit" und„Äinderfreund-. Ferne» .Unterhaltung und Willen"..Frauen» ft'mme"..Technik".Blick in. die Bücherwelt" und.Iugend-Dorwart»' Berliner Solssvlatt Souutag 27. Januar 1929 Groß-Äerlin 15 pf. Auswärts 20 pf. C\t e t n f» o Itt g e Nonp�.reillezetl« <0 Pfennig. Reklame eile!».— Reichs» mark.„ZUeine Anzetgeu� das enge- druckte Wort 2b Pfennig(zulässig zwet lettgedruckte Worte). iedes weitere Won .2 Pfennig Stellengesuch? das erst» Dort 15 Psenmg. jedes weitere Wort 50 Pfennig Worte über 15 Buchstaben zählen für zwe, Worte Arbeitsmartt eile 60 Pfennig Familienanzeigen fül idonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen» annahm? im L>auptgeschöft Linden» braß? 3.«ochentägi. von v'/z dt» 17 Uhr. Jentralovgan der Sozialdemokratischen Kartei Redaklion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenslrahe 2 RentfrKibfr S'önboft 292— 897 telegramm-Adr Eo,ialdemok?ai verli» Vorwäris-Verlag G. m. b. H. Volllldeckionio 0crltn Z7 KZö- Bankkonro- Sank£*i iflrbeitti. flnsefteDita »nfc Pfontten Wölls» 65 Tiikomo-Gelelllcha». Depositentalle Lindenstr 8 Oemobiimachung in China. Oer WMe zum inneren Zrieden. Nanking, 26. Januar. (Vom Sonderberichterstatter des WTB.) Die Konferenz der � militärischen Führer ist geschlossen worden, nachdem sie ständige Kommissionen-eingesetzt hatte, die die Aus- führung der Konserenzbeschlüsse über die Zioilbeschästi- gung der entlassenen Soldaten und die Reorganisation des Heeres und der Finanzen überwachen sollen. In den Schluh- reden oersicherten die Führer, daß sie entschlossen seiech die Be- schlüsse auszuführen und damit die Grundlage für den gesamten Wiederaufbau des Landes zu legen. Das Gesamtergebnis der Konferenz darf trotz offensichtlicher erheblicher Schwierig- leiten für die Ausführung der Beschlüsse als erfreulich bezeichnet werden, weil, selbst wenn einzelne Militärs nicht ge- willt sein sollten, die Beschlüsse auszuführen, oder die Ausführung durch Mangel an Geld verzögert weiden sollte, die Konserenz und die Entwicklung der Dinge in jüngster Zeit überhaupt eine noch kürzlich nicht vorauszusehende psychologische Atmo- sphäre geschaffen hat, die die anfangs widerstrebenden oder der neuen Entwicklung ungläubig gegenüberstehenden militärischen .>> Führer in ihren Bonn zu ziehen begonnen hat, und die, falls der innere Frieden anhält, auf die Dauer stärker werden dürfte als ein etwaiger Widerstand einzelner. ZwifchenfaN in Hankau. Hankau über Tokio, 26. Januar. Ein japanisches MarincsoSxit erschoß einen Chinesen. als.dieser sich einem japanischen Panzerkreuzer nähern wollte. Es kam zu einer Kundgebury vor der japanischen Konzession. Bier japanische Geschäftslokale wurden zerstört und geplündert. Die japanische Regierung hat beschlossen, ein Minen- boot nach Hankau zu entsenden. Ausnahmegesetz gegen Kommunisten. Nanking, 26. Januar. Die Nankingregierung hat beschlossen, ein Ausnahme- gesetz zur Bekämpfung des Kommunismus herauszugeben. Jede Verbindung mit dem Konmrunisnrus wird unter Todes- ftrafe verböte» Kommunisten werden aus der Armee und dem Staatsdienst ausgeschlässen. Chinesischen Bürgern wird ver- > boten, die Sowjetunion zu b e s u ch« n. Sie proiesiieren gegen alles. Nehmen ist seliger, denn geben! In der„Grünen Woche" der deutschen Landwirte erfährt man auch, wie die Organisationen der deutschen Landwirtschaft zu den aktuellen Röten' des Slaqtes stehen. Dex d e u l s ch e L ä n h w i r t- schaftsrat hat das finanzielle Notjahr des Deutschen Reiches so gewürdigt, daß e� gegen alles' ist, was die deutsche Reichsregierung vorschlägt: Gegen die Vermögens- und Erbschaftssteuer, gegen die Bier- und Branntweinsteuer, gegen das Steueroereinheitlichungs- gesetz und gegen die geringe noch bestehende Steuerfreiheit der öffent- lichen Unternehmungen. Das ist natürlich das leichteste, was sich tun läßt. Aber da kürzlich die sieben gewerblichen Spigenoerbände der Unternehmer auch schon alles abgelehnt hatten, hätte sich der deutsche Landwirtschastsrat, dem sich natürlich der Landbund, außerdem die von D». Hermes geführten Bauernvereine, sowie die landwirtjchaft- lichen Genossenschaften(Raisfeisen und Reichsverband) angeschlossen haben, auch die beschlossene Entschließung sparen können. Die Er- klärung hätte genügt, daß er sich als achter Spitzenoerband den sieben Unternehmeroerbänden anschließt. Politik ist das keine, jon- dern ein Verzicht aus Politik, der Leute und Verbände allerdings nicht gut kleidet, die bei Reich und Staat immer nur die Hände aufhalten. Bayerische Vereinfachung. Ersparn.s: noch nicht eine MUHon? München. 26. Januar.•(Eigenbericht.) In Bayern spielt die Frage der Staatsverein- fachung seit Jahren ein« besonder« Roll«. Mit ihr sollte die große Unzufriedenheit besänftigt wsr?en, die breit« Schichten der Bevölkerung über die Aufblähung des bayerischen Berwaltungs- apparatcs ergriffen hat. Durch die Maiwahlen im vergangen Jahre wurde die erst« Bereinfachungsaktion der Regierung Held aufgehalten: denn die wegen der Vorlage entstandenen Kvalitioneschwierigkeiten drohten ihr vor einem Iah?« zum Verhängnis zu werden. Jetzt hat Dr. Held auf der Grundlage seiner früheren Vorschläge eine neue Vorlag« ausgearbeitet, die in den nächsten Wochen die Regierungsparteien beschäftigen wird. Diese Vorlage charakterisiert sich dadurch, daß der früher vorgesehen« Aemterabbau jetzt auf ein viel geringeres Maß beschränkt werden soll. Nach dem vorjährigen Entwurf sollten z. B. 61 Amtsgerichte auf- gehoben werden, währeird es jetzt nur 45 fein sollen Dos Kompro- miß, mit dem allen koalitionspolitischen Schwierigkeiten aus dem Weg« gegangen werden soll, erkennt man aber am besten daran, daß die großen Behörden in Gestalt der acht Kreisregierungen bestehen bleiben sollen, obgleich nach neueren objektiven Urteilen drei vollständig genügen würden. Di« Einsparungen durch die jetzt geplanten Maßnahmen be- Ziffern sich aus»och nicht einmal«ine Million für dos Jahr!_ Zeitungspleite des Kafchismus. Stärkster Leserschwund. Malland, 26. Januar.(Eigenbericht.) Die Auflagen der Italienischen Zeitungen, die unter dem saschi- ftischen Regime ständig zurückgingen, sind ganz besonders im ver- flosienen Jahr gesunken. Der„M e s s a g e r o" druckte 1922 noch 150 000 Exemplare, heute 50 000. Das„G i o r n a l e d I t a l i a" hatte«in« Auflage von 500 000, heut« nur noch 10 000; die Auf- lag« des„Cprri�re bella Sera* ging von 700 000 aus 300 000 zurück, feür den offiziösen„31 P o p b l o d'Jtalia* mußte das Abonnement sogar obligatorisch 4?klärt werden, um(die Auflage ausrechcerhalten.zu können. Vor dem Marsch aus Rom verkauften 592 ZeitungsverkSufer in'Rom täglich im Durch- schnitt 400 000 der'»«rschiedenslen. Zeitungen, Heus« werden durch-. schnittlich nur n p ch. 1 4 0. 0 0 0 am Tage verkauft. Schweizer Liebesdienst. Basel, 26. Januar. Der Schweizer Bundesrat hat die für Ostern im KaNtön T e s s i n von den Kommunisten geplante Kundgebung gegen den Faschismus verboten. Gleichzeitig hat sich der Bundesrat noch einmal mit dem Einreisegesuch des italienischen Geschichtspröfessors Salve- m i n j beschäftigt, der in Lugano zwei'Vorträge halten wollte. Der Bundesrat bleibt dabei, daß er gegenwärtig eine Einreise nicht für erwünscht halte. Professor Salvemini lehrt gegenwärtig an der Universität London italienische Geschichte. Oie Rote Armee wird gereinigt. Ausschluß der Oppositionellen. kowno, 26. Januar.(TU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, ist der Kampf gegen die trotzkistische Opposition noch nicht beendet. Die Parteileitung hat an- geordnet, sofort sämtliche trotzkistischen Elemente aus der Roten Armee und Marine zu entferne w Di« politische Leitung der Roten Armee mit dem Führer Bubnow an der Spitze hat schon entsprechende Maßnahmen für den Ausschluß � der Trotzkisten aus der Partei getrossen. Was das weitere Schicksal der Führer der trotzkistischen Oppo- sition, Rakowski(ehemaliger Botschaster in London und Poris). S o s n k o w s t i(leitender Redakteur der„Prowda") und Karl R a d« k(Komintern) betrifft, so verlautet, daß sie bis aus weiteres In der Verbannung bleiben werden, weil die Führer dieser Oppo- sition erneut ihre Sympathien gegenüber Trotzki und dem Trotzkis- mus geäußert hoben._ Amanullahs Anmarsch. Angeblich 40 Kilometer vor Kabul. Kairo, 26. Januar. Wie aus Kabul gemeldet wird, mobilisiert Habibullah alle seine Streitkräfte gegen Amanullah. Habibullah befürchtet einen Umsturz in Kabul und hat deshalb eine besonder« Wache für das Schloß gebildet. Der Gegner steht 40 Kilometer von Kabul. Amonullah hat Kandahar verlassen und sich an die Spitz« seiner Truppen gestellt. Habibullah in Rot. London. 26. Januar. Der Umschwung, der sich in Afghanistan vorbereitet, wird durch neuere Meldungen bestätigt. Die Widerstände gegen Habibullah ver- mehren sich derart, daß man einbaldigesEnde seiner Herrschaft voraussagt. In verschiedenen Teilen Afghanistans ist es zu neuen schweren Kämpfen zwischen den Anhängern Habibullahs und den ihm feindlichen Stämmen gekommen, wobei seine Gegner erhebliche Fortschritte machten. Mahmud Khan, ein Mitglied der königlichen Familie, steht in der Umgebung von Kabul, und es wird berichtet, daß Habibullah seine Abdankung zugunsten dieses Thronprätendenten erwäge. Rotz'ahrLSTS. Wer arbeitet für die Erwerbslosen? Das Wort„Notjahr 192ö" hat für die Arbeiterschaft schwere und ernste Bedeutung. Sie empfindet die Not un- nzittelbar. Die Arbeitslosigkeit steigt, mit der Arbeits- losigkeit die Not. Die Wirtschaftsentwicklung ist auch für die Arbeiterschaft eine sehr schwere Sorge geworden. Am Ende vorigen Jahres war jeder fünfte-der in den Gewerkschaften organisierten Arbeiter als oollarbeitslos anzusprechen, und gegen die Zeit vor einem Jahre ist die Vollarbeitslosigkeit der Gewerkschaftsmitglieder um 3t) Prozent, die Kurzarbeit sogar um über 10) Prozent gestiegen. Mit dem besonders harten und anhaltenden Winter läßt sich diese gestiegene Ar- beitslosigkeit nicht mehr erklären. Die Konjunktur ist scharf zurückgegangen. Die W i r t s ch a f t s d e p r e s s i o n ist da, und wenn man auch noch nicht sagen kann, wie schwer sie sein wird, so wird sie doch mit Sicherheit sehr hartnäckig sein. Wir werden also auf lange Zeit hinaus mit einem großen Prozent- satz von Arbeitslosen, d. h. für einen großen Teil der Ar- beiterschaft, mit einer sehr schlechten Lebenslage und für Staat und Gemeinden mit großen neuen Wohlfahrtslasten rechnen müssen. Die Archeiterschaft weiß, was das für sie be- deutet. Es bedeutet neue und sehr schwere Kämpfe. um die Lebenslage der Arbeiterschaft nicht in unerträglicher Weise verschlechtern zu lassen. * Die Situation wird für die Arbeiterschaft noch durch politische Momente sehr erschwert. Der Druck der Re- v a k a t i o n e n Hai sich um Hunderte von Millionen yex.- schärst. Der Neichshaushalt braucht neue Einnahmen. Die deutschen Unternehmer haben ibre Konsequenzen aus der Lage schon gezogen. Für den Arbeitskampf an der Ruhr, für die ihm vorhergehenden Massenaussperrungen in fast allen großen Industrien war der Kampf gegen das Schlich- tungssystem nur eine Maske für den in Zukunft beabsichtigten scharfen Druck auf die Löhne. Für den Reichs- verband der deutschen Industrie hat Professor Dr. S ch u m- peter mit seiner Theorie von der in Deutschland getriebenen Ueberkonsumtion, für die Vereinigung der deutschen Arbeit- geberverbände hat Professor B e ck e r a t h mit seiner Theorie von der Unterkapitalbildung die geistigen Waffen für den zu erwartenden Lohndruck der Unternehmer geliefert. Die Unternehmer denken allen Ernstes daran, das beweist die kürzliche Erklärung der sieben Spitzenverbände, i'ch nach allen Kräften von den neuen Steuerlasten zur Zahlung der Reparationen zu drücken:-sie wollen entweder überhaupt keine Steuererhöhung, wenn sie aber kommt, wollen sie die Abwälzung auf die breiten Massen. Die Arbeiterschaft soll also nach dem Willen der Unter- nehmer einmal weniger verdienen, dann soll sie noch mehr zahlen. Es ist selbstverständlich, daß die Arbeiterschaft sich ihrer Haut wehren muß. Sie wird einen schweren Kampf führen müssen um die Verteidigung ihrer Lebenshaltung, der zugleich ein Kampf für die Verteidigung der Kaufkraft sein wird. Da der Kampf um Lohn und Kaufkraft, deren Hochhaltung allein zur Ueberwindung der Wirtschaftsdepression führen kann, ein politischer Kampf ist, wird sie den Kampf auch mit politischen Mitteln führen müssen. Das Schlichtungswesen darf nicht, wie es das Ziel der Unternehmer ist, zur Senkung der Massenkauf- kraft mißbraucht werden, sonst verliert das Schlichtungs- wesen jeden wirtschaftlichen Sinn. Da die Kaufkraft der Löhne auch durch Preissenkungen erhallen oder erhöht wer- den kann, muß die st a a t l i ch e K a r t e l l p o l i t i k z«r Senkung der Preise beitragen. Die deutschen Unternehmer haben im Jahre 1928 mindestens wieder so viel verdient, wie in dem guten Konjunkturjahr 1927. Die unvermeidlickO neue Steuerbelastung restlos auf die Arbeiterschaft abzuwälzen, ist ungerecht und wirtschaftsschädigend. Auch diese Abwälzung muß im politischen Kampf unmöglich ge- macht werden. * Der Ernst der wirtschaftlichen Lage hat eine trübe partei- politische Begleiterscheinung. Je größer die Not der Er- werbslosen, je höher das Ansteigen der Arbeitslosenziffern. um so freudiger wird die Stimmung der kommunistischen Drahtzieher, die für den Ernst der Lage und die Not der Ar- beiterschaft noch nie Verständnis gezeigt haben. Sie haben inzwischen gelernt, daß Steigen der Erwerbslosenziffern nicht den unmittelbaren Zusammenbruch des kapitalistischen Sy- stems und die bolschewistische Revolution bedeutet— aber sie erblicken heute wie einst in der Zunahme der Arbeitslosigkeit eine Gelegenheit, um Verwirrung und Spaltung in die Ar- beiterbewegung zu tragen. Die kommunistische Parteileitung hat Anweisungen für ihre Funktionäre herausgegeben, die auf die Vorbereitung eines sogenannten Reichserwerbslosentages abzielen. So wie während des Ruhrtampefs die famosen Kampfausschllsse der Kommunisten gebildet wurden, so sollen jetzt Erwerbslosen- ausschüsse ins Leben gerufen werden. Der Zweck dieser Aktion ist nicht, den Erwerbslosen zu helfen, sondern den kommunistischen Drahtziehern. Man darf die kommunistische Deutscher Monarchismus. Oeutfchnationales Durcheinander am 21, Januar. Die unsteten und flüchtigen Konservativen von 1318 sind beute die getreuen Gratulanten Wilhelms von Doorn. Traf W e st a r p hat telegraphiert: „Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät bittet die deutsch- nationale Reichstagsfrattion, in dankbarer Treue ehrerbietige Glückwünsche darbringen zu dürsen.' Eine Versammlung der deutschnationalen Hugenberg- schen Richtung in Hamburg nahm folgende Entschließung an: „Heber 1000 anläßlich des 70. Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm II. versammelt« deutsch« Männer und Frauen fordern die Rückkehr Seiner Majestät in die Heimat. Es ist des deutschen Volkes unwürdig, dieses ungeheure Un» recht länger zuzulassen. Das Recht jedes Deutschen, im Vaterland« zu leben, kann auch dem Kaiser, der in 30jähriger Regierungszeit nur das Edelste de« Deutschen Reiches und Volkes gewollt hat, nicht vorenthalten werden.*1 Das.ungeheure Unrecht' haben die Deutschnationalen unter Westarps Führung am 27. Mai 1927 bekräftigt, als sie die Bedingung des Republikschutzgesetzes einschließlich des Kaiserparagraphen um zwei Jahre durch die.Lex Westarp' beschlosien. Wo war damals die „dankbare Treue' des Grafen Westarp, wo waren die wacke- ren Hamburger Deutschnationalen, die heute die Rückkehr Wilhelms fordern? Der deutsche Monarchismus ist so ehrlich wie die deutsch- nationalen Glückwünsche voll„dankbarer Treue' für Wil- belm. Die Wahrheit hat allerdings im Verkehr Wilhelms mit seinen nächsten Anhängern nie eine besonders wichtige Rolle gespielt! Arbeit unter den Crw«b,;losen nur im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Zustund der kommunistischen Partei be- urteilen. Einst hofften die Kommunisten, die Massenarbeits- losigkeit werde zu einem rsoolutümären Ausbruch führen, dessen Woge sie an die Macht bringen, würde— heute sehen die kommunistischen Führer in der Pot der Erwerbslosen nur noch ein Mittel, um ihre Position in den Fraktions- kämpfen innerhalb der kommunistischen Bewegung zu ver- bessern. Sie stellen sich den Erwerbslosen gegenüber, als wollten sie ihnen helfen— in Wahrheit aber betreiben sie eine Politik der Provokation. Das Mittel dieser Provokation sind die unwürdigen Szenen, die sie systematisch in einer Reihe von Stadtparla- menten herbeigeführt haben, angefangen von der Sprengung durch Lärm bis zum regelrechten Ueberfall mit Stinkbomben. Das Bild ist überall das gleiche-- unten im Saale sitzen die kommunistischen Drahtzieher und dirigieren den Spektakel, den von ihnen bestellte Tribüneubqsucher veranstalten. Der Lärm an sich ist nach kommunistischer Auffassung revolutionär. Da derartige Szenen mit der Zeit notwendige Abwehrmaß- regeln hervorrufen müssen, ergibt sich die Gelegenheit, auf den gegenrevolutionären Charakter der Stadtparlamente hin- zuweisen. Jede Abwehrmaßnahme gegen bestellt« kommu- nfftische Lärmmacher läßt sich dann lescht als Unterdrückungs- Maßnahme gegen notleidende Erwerbslose umfälschen. Das Mitgefühl und die Solidarität dar gesamten Arbeiterschaft mit den Erwerbslosen sollen mißbraucht werden, um kommu- nistische Schamlosigkeiten zu decken. » Schon bei diesen Methoden tritt die Verantwortungs- losigkeit der kommunistischen Politik hervor. Sie steigert sich bis zur Absicht. dieErwerbslosenaufdieStraße z u t r e i b e n und Zusammenstöße zu provozieren. Die all- gemeine Parole der kommunistischen Zentrale für ihre Er- werbslosenaktion lautet:„Gemeinsam müssen Betriebstätige und Erwerbslose auf die Straße gehen und in machtvollen Demonstrationen aufmarschieren.' Wir hatten bisher ge- glaubt, daß die engste Solidarität zwischen Erwerbslosen und Betriebstätigen in den Gewerkschaften herbeigeführt würde I Wir verstehen aber vollkommen, daß die Kommunisten an der Eroberung der Gewerkschaften von innen heraus oerzweifeln. nachdem von 100 Mitgliedern der freien Gewerkschaften noch nicht zwei Kommunisten sind. Diese„machtvollen Demonstrationen' haben ein beson- deres Ziel, das die..Rote Fahne' mit folgendem Satz an- deutete:„Zörgiebels Verbot der Straßendemonstrationen wird angesichts des Steigens der Erwerbslosenziffern zu einer öffentlichen Gefahr.' Die Leitung der kommunistischen Partei braucht Zusammenstöße mit der Polizei, um ihren Mitgliedern wie ihren Herren in Rußland die allein echte revolutionäre Gesinnung zu beweisen. Es ist dieselbe Strupellosigkeit, die um der inneren Diffe- renzen in der KPD. im Jahre 1921 den Märzputsch in- szenierte, und im Jahre 1927 um der Differenzen in der russi- schen kommunistischen Partei willen den Aufstand von Kanton. Der Unterschied ist nur der: 1921 und 1927 gelang es den kommunistischen Provokateuren, ihr Verbrechen durchzu- führen bis zur blutigen Katastrophe, während diesmal, wie wir zuversichtlich hoffen, es beim Geschrei, der Aufregung und dem bösen Willen der Drahtzieher bleiben wird. Die Er- fahrungen mit den kommunistischen Methoden und die Lehren der großen polstischen und gewerkschaftlichen Kämpfe der letzten Zeit sind auch auf die Unorganisierten unter den Er- werbslosen nicht ohne Eindruck geblieben, auf die die Kom- munisten jetzt ihre ganze Hoffnung setzen. Was praktisch für die Erwerbslosen geschieht, ist der Er- folg sozialdemokratischer Politik— die kommunistische Radau- politik hat noch keinem Arbeitslosen Arbeit und Brot gegeben! • Das verwerfliche Spiel der Kommunisten mit den Erwerbslosen wird lediglich die Kluft zwischen der Kom- munistischen Partei und der Arbeiterschaft vertiefen— es wird den politischen und gewerkschaftlichen Kampf der organisierten Arbeiterschaft um ihre Selbstbehauptung im Notjahre 1929 nicht entscheidend schädigen können. Auch die Unorganisierten begreifen schließlich, daß man mit Radau- szenen, mit Stinkbomben und mit Provokationen politische und gewerkschaftliche Kämpfe größten Ausmaßes nicht ge- Winnen kann— das Wachstum der Gewerkschaften wie der Sozialdemokratie legen Zeugnis davon ab, daß immer größere Massen zu der Einsicht gelangen, daß die gerechte Empörung über die drückende Not sich nicht in aufflackernden und vergehenden Demonstrationen des Augenblicks Lust machen darf, sondern daß sie in das Bett steten festen organisierten Willens zur Besserung einmünden muß, wen» der Kampf der Arbeiterschaft zum Erfolge führen soll. Gicherheii auf See. Deutsche Bemerkungen zum britischen Vorschlag. 1S1< ist ein Weltvertrag über den Schutz de« menschlichen Lebens auf See geschlossen worden. Im September 1S27 hat Großbritannien vorgeschlagen, den Vertrag zu revidieren und dazu eine Wellkonferenz in London abzuhallen. In einem Memoran- dum stimmt jetzt die Reichsregierung den britischen Erweiterungs- vorschlagen zu, wünscht eine Verbessevung der Seestraßenordnung und stellt folgendes zur Erwägung: Di« Segelschiffe mit Hilfsmotor unterliegen, wenn sie Segel gesetzt haben und zugleich ihren Motor benutzen, den für Dampsfahrzeuge bestehenden Ausweicheregeln. Namentlich größere Motorsegler können aber diese Regeln infolge ungünstiger Wind- Verhältnisse häufig nicht oder nur unter Gefährdung der eigenen Sicherheit befolgen. Es möchte zu prüfen sein, ob diese Fahr- zeuge, wenn sie neben den Segeln den Motor in Betrieb haben, als Segelfahrzeuge gellen sollen. Die Vertragsregierungen sollen sich verpflichten, die erforder- lichen Maßnahmen zu ergreifen, um zu»er hindern, daß den fremden Schissen, die sich in ihrem Hoheitsgebiet aufhallen, strengere Vorschriften auferlegt werden, als sie in diesem Ver- trage und seiner Vollzugsordnung festgelegt sind. Die deutsche Regierung empfiehll der britischen Regierung unter Berücksichtigung der Stellungnahm« der anderen Regierungen in Anlehnung an den Vertrag von 1014 einen neuen Vertrags« entwurf zum Schutze des menschlichen Lebens auf See aufzustellen und den eingeladenen Regierungen möglichst baK> zu übersenden. Ein ehemaliger„Vorwärls'-Redakteur namens David soll nach einer Mitteilung kinkskomwumstischer Blätter in die Redaktion der „Roten Fahne* eingetreten sein. Uns ist ein ehemaliger„Vorwärts*- Redakteur dieses Namens nicht bekannt. Drei Fraktionen auf einmal! Ein vorläufiger Rekord. Jrankfurt o. Iii., 26. Januar.(Eigenbericht.) Einen eigenartigen Rekord hoben die Kommunisten in der Stadtverordvelenversnmmlung in Hanau a. M. aufgestellt. Schon seit einer Reihe von Jahren bestanden hier zwei kommunistisch« Stadtverordnetensraktionen. Nunmehr sind von der KPD. drei ihrer auf dem rechten Flügel stehenden Stadtverordneten aus- geschlossen worden, die sich ebenfalls zu einer Gemeinschaft zu- sammengetan haben, so daß jetzt in Hanau drei kommu- nistische Stadtverordnetensraktionen bestehen, die sich einander heftig bekämpfen. Wann die nächste Fraktion kommt, steht noch nicht genau fest. Aber sie befindet sich schon auf dem Marsche. Kommunistische Groieske. Hannover, 26. Januar.(Eigenbericht.) Infolge Ausscheidens eines kommunistischen Stadtverordneten aus Amt und Würden entstand bei den Kommunisten große Auf- regung, wer von der Vorschlagslist« nochrücken sollte. All« aus der Liste folgenden Kandidaten wollten gern dos Amt übernehmen, aber so leicht genießt niemand das Vertrauen der Thälmann-Elique, die gegenwärtig das Szepter schwingt. Man einigt« sich schließlich auf den nächsten aus der Liste stehenden Namen. Wie er heißt, ist nebensächlich. Interessanter ist— und darüber lacht ganz Hon- nover—, daß der neue kommunistische Stadtverordnet« gar nicht mehr Mitglied der KPD. ist und längst den kommunistischen Staub von seinen Füßen geschüttelt hat. Da» macht aber den Thälmännern offenbar nichts aus. Ein Nichtmstglied ohn« eigene Meinung ist ihnen lieber, als ein Mitglied mit Meinung.' Schwarzes Waffenlager. Auf eiuem mecklenburgischen Gutshos entdeckt. Rostock, 26. Januar(Eigenbericht.) Die„Mecklenb. vollkszeitung' meldet: Auf dem Gute Ober- h o f bei Klütz ist ein Daffenlager entdeckt worden. Gefunden und beschlagnahmt wurden zirka 35 Gewehre, 11 Maschinenpistolen. 1 Maschinengewehr und einige 1000 Schuß Infanterie, und Maschinengewehrmunittm. Es ist wieder eimnal«in Waffen» versteck der früheren„Schwarzen Reichswehr'. In derselben Gegend wurde vor einigen Iahren oon Roßdach-Leuten ein Fememord begangen. Als Täter wurden damals die Roßbacher Schöler und Lehn vom Schwurgericht Schwerin zum Tode verurteilt und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Schaumburg- Lippe und Preußen. Neue Verhandlung über Anschluß. Der Kleinstaat Schauenburg-Lipp« hatte schon vor einigen Jahren den Anschluß an Preußen oorberellet. Im letzten Augenblick warf eine geringe Mehrheit bei der L o l k s a b st i m- m u n g die sämtlichen Vereinbarungen um, und der Kleinstaat mußt« trotz Finanznot„souverän* weiter wirke». Neuerdings ist an den Reichsminister des Innern der Antrag gestellt worden, die Wiederaufnahme der Lerhand- lungen wegen des Anschlusses von sich aus angubahnen. Der Reichsminister des Innern hat aus Wunsch Schaumburg- Lippes mit dem Studium der dortigen wirtschaftlichen und politi- schen Vechällnisie den Ministerialrat im Reichsministerium des Innern Dr. Kaisenberg beaustragt. Dieser ist jetzt in Bückeburg gewesen und hat mit der Landesregierung, den Führern der:r Landtag« vertretenen politischen Parteien sowie mst Vertretern fce wirtschaftlichen Verbände, der Beamten, der Gewerkschaften usr über die verschiedensten den Anschlußgedanken berührenden Frage i Fühlung genommen und sich über die bestehenden Wünsche un>' Ansichten unterrichtet. Seine Eindrücke wird der Kommissar den: Reichsminister des Innern alsbald mitteilen. Beamie mit Wariegeld. Das Gesetz über ihre Rechtsverhältnisse. Der Ausschuß für den Reichshaushalt setzte in seiner Sonn- abendsitzung die Beratung des Gesetzentrourses über Aenderung der Rechtsverhältnisie der W a rt e g e ld e m p s ö n g« r fort, ohne sie jedoch zu Ende führen zu können. Im Art. 4 des Gesetzenttvuises wird bestimmt, daß bei der Festsetzung der Pension eines einstwei! ig in den Ruhestand versetzten Beamten die Zeit, während der er sich einstweilig im Ruhestand befunden hat, ohne im Reichs- oder Landes- dienst oerwendet zu sein, zur Hülst« angerechnet wird. Hierzu war ein von mehreren Fraktionen unterzeichneter Antrag eingegangen, der statt der Wort«„zur Hälfte angerechnet* die Worte setzen will „voll angerechnet*. Gleich nach Beginn der Verhandlungen wurde beschlossen, die Beratungen für eine Stunde zu unterbrechen, um den Fraktionen Gelegenheit zu geben, untereinander und mit der Reichsregierung über strittig« Punkt« zu einer Verständigung zu gelangen. Nach der Wiedereröffnung lieh die Reichsregierung erklären, daß sie bezüglich der mitgeteilten Bestimmung zurzeit an ihrer Borlage festhalte. aber das Ziel Im Auge behalten werde, bei der endgültigen Fassung des Beamtenrechts die volle Anrechnung wieder einzuführen. Zu allen Artikeln und Paragraphen lagen zahlreiche Anträge vor. Als die Verhandlung in den Nachmittagstunden abgebrochen wurde, war die Beratung über den ersten Artikel noch nicht ob- geschlossen. Es soll versucht werden, Dienstag vormittag die Der- Handlungen endgültig abzuschließen. Gegen deutsche Sachlieferungen. Proteste französischer Industrieller. Part«. 26. Januar.(Eigenbericht.) Gegen die deutschen Raturalienlieferungen sind neuerdings wieder einige Protest« aus der französischen Industrie erhoben worden. So weist der Verband der Drahtsabri- kanten daraus hin, daß unter Umgehung der französischen Fabrikation 2100 Tonnen Stacheldroht und 2900 Tonnen Drahtge- web« für die Pioniertruppen aus Reparationskonto in Deutschland bestellt worden seien. Ebenso beschwert sich die Drahtseil» Industrie darüber, daß die französischen Flugzeugfabriken fast 99 Prozent ihres Bedarfes in Drahtseilen in Deutsch- land gedeckt haben. Eupen-Malmedy nach W Jahren. Oer belgische Arbeitsminister spricht vor leeren Nänten. Malmedy. Ende Januar. Gelegentlich einer Dienstreise nach den.neu belgischen" Kreisen Eupeu und Malmedy zur Untersuchung der sozialen Not- stände sprach der belgische Arbellsmiaister Hey mau hier in einer Wählerversammluag� der Ehrlfilich-Ve- mokrallschen Partei, der er angehört. Die versamm. lung war nur von knapp 100 Zuhörer« besucht.(Die Stadt zählt well über 5000 Einwohner. Red.) ver Minister erwähnte zu Vegina seiner Rede, daß er al s Flame für die Lage der Eupen- Malmedyer volles verstäudai» Hab«, daß er aber k e i w« Versprechungen geben tonne. „Der Landbote' in Malmedy weist anläßlich dieser Aus- führungen darauf hin, daß die Malmedyer, wie der schwache Be» such der Versammlung beweise, kein Vertrauen mehr zur katholischen Partei Belgiens hätten, auch nicht zu threm linken christlich-demokratischen Flügel. Das Anwachsen des Sozio- l i s m u s in Malmedy, dem nicht bloß gut katholische Arbester. sondern Tausende von Mittelständlern und Bauern ihre Stimm« gegeben hätten, sei auf das Schutdtonto dieser Partei zu schreiben, die sich den berechtigten Heimattnteressen oersag«. Oer Endkampf vor zehn Iahren. Dieser Vorgang und seine Kommentierung durch den b ü r g e r- lichen„Landboten* beleuchteten grell die Stimmung, die nach zehnjähriger belgischer Herrschaft in diesen abgetrennten Ge- bieten herrscht. Hinzuzufügen wäre noch, daß das Anwachsen des Sozialismus in diesen rein katholischen und vorwiegend landwirt- schaftlichen Bezirken nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist. daß unsere belgischen Genossen, unter Führung des jungen Abgeordneten vom Wahlkreis Lervier»(dem Eupen-Malmedy an- gegliedert sind) Max Somerhausen. als einzig« offen für da» Selbstbestimmungsrecht dieser Zwangsbelgier ein- treten. Ueber die Anfänge der belgischen Herrschaft und den Hoffnung?- losen Kampf der Bewohner um ihre Zugehörigtest zu Deutschland erhalten wir vom Genossen Karl Behrens. Oberzollsetretär in Berlin» Pankow,«ine anschauliche Darstellung, aus der wir Nach- stehendes entnehmen: 21(5 nach und nach von den Frtedensbedingungen in den beiden Grenzstädten Malmedy-Eupen und Umgebung etwas bekannt wurde und insbesonders, daß diese beiden Kreis« mit urdeutschen Bewohnern von Deutschland losgerissen ur�» den Belgiern zu- geteilt werden sollten, da erst zeigte e« sich, wie treu und deutsch die zu Anfang des Krieges von einigen Truppenteilen verkannten, da- her geschmähten Wallonen waren. Ein Schrei der Cutrüflung noch dem Retter, der möchtig genug wäre, diese« Unglück zu ver- hüten, ging durch die Bevölkerung. Ein verschwindend' kleiner Teil, darunter ein Millionär mst Anhang, arbeiteten für den Anschluß an Belgien, um b« damaligen Vorteile der belgischen Währung zu erlangen. Ein Herr I. und ich beriefen eine Versammlung ein. In dieser Versammlung wurde ein Beschluß gefaßt, in dem zum Aus- druck gebracht wurde, daß die Bewohner von Malmedy und Eupen gebracht. Es war gleich- In Malmedy gab es vier, deutsch bleiben wollen. Dieser Beschluß mit der Anschrift„An den Herrn Präsidenten Wilson" wurde von einer Mittelsperson nach Holland zur Post gebracht. Wilson erwies sich aber auch nicht als der Retter. Eine Antwort ist nie ein- gegangen Zu einer zweiten Versammlung auf dem Gereonsplatz in MalmSdy hatten wir uns als Redner den da- maligen Parteisekretär in Köln a. Rh. jetzigen Polizeipräsidenten von Berlin, Genossen Zörgiebel, kommen lassen Die ganze Bevölkerung war auf den Beinen, ober das erlösende Wort der Befreiung konnte auch Zörgiebel nicht geben. Sein« Rede hatte zwar unter der rein katholischen Bevölkerung im Sinne des Sozialismus einen tiefen Eindruck hinterlassen. Nach der Versammlung berieten wir, d. h. Zörgiebel. F. und ich, und beschlossen, in dem katholischen Malmedy eine sozio- listische Gruppe zu bilden, was auch geschah. Ein Ruhen konnte es nicht geben, es begann die Kleinarbeit. Den General der englischen Besatzung bat ich mehrere Male oer- geblich, doch noch eine Versammlung abhalten zu dürfen. Endlich durch Fürsprache des Londrats Freiherrn v. Korff, bei welchem der General wohnte, wurde ich gerufen und stand nun vor dem Allgewa'tigen:„worüber wollen Sie sprechen?" Meine Antwort war:„Das Thema soll lauten:„Kgnn ein Katholik Sozial- d e mo k r a t sein?"— Der Engländer erwiderte: .Sie dürfen aber kein wort gegen die Entente sprechen. sonst werden Sie verhaftet!" Ich frage noch, ob sich auch die Landbevölterang beteiligen dürfe: auch das wurde ertaubt. Froh, eine Versammlung abhalten zu dürfen, verließ ich das Landratsamt. Waren doch diese Ber- sammlungen ein überaus geeigneter Wertmesser für die Ge- fühle der Deutschwallonen. Erwähnt sei hier, daß die Beoölke» rung kasernenmäßig um 8 bzw. 9 Uhr zu Haus« sein in u ß t e, was am Dersammlungsabend nicht möglich war. Nun galt es, Zettel zu schreiben, um den Versammlungsabend bekannt- zugeben Schwierigkeiten beim Anbringen dieser Zettel bereiteten uns die Bcsatzungstruppen nicht, abgesehen von kleinem Geplänkel mit den wenigen zu Belgien haltenden Einwohnern. Ich hatte gleich den zweiten Tag nach der Unterredung mit dem General für die Versammlung festgesetzt, aus Furcht, die Erlaubnis könnte zurückgezogen wenden. An diesem Tage, gegen 12 Uhr, erschien der G e ndar m eri e o b erwa ch t m ei ste r bei mir und er» klärte im dienstlichen Ton: Der englische General läßt Ihnen sagen, die Versammlung dürfe nicht unter freiem Himmel ans dem Gereoneplah stattfinden. sondern nnr in einem geschlossenen Raum. Dies hatten die Belgienfreunde fertig bedeutend mit einem direkten Verbot. in Beoerce und Montbijou je einen Saal. Was das zu besagen hat in einer rein katholischen Gegend zur damaligen Zeit, einen Saal für sozialistische Versammlungen zu bekommen, kann nur der empfinden, welcher gleiches miterlebt hat. Ich sammelte schnell einige zuverlässige treue Leidensgefährten. Jeder bekam seinen Auftrag, die Saalinhaber zu bearbeiten. Es handle sich doch nicht allein um eine sozialistische, sondern doch auch um eine rein deutsche Sache. Um ö Uhr erschien ein Trupp der Getreuen. an deren Gesichtern schon zu erkennen war, daß sie was erreicht hatten. Sie oerkündeten, daß wir den Saal in der Weyerstraße haben könnten, er werde bereits dazu hergerichtet Nun wurden an den Zugangsstraßen am Gereonsplatz unausfätlig die Besucher der Versammlung nach dem Saal beschieden. Aus dem Wege zur Ber- sammlung kam der Bi�rgermeisier und sein Sohn mir etzk- g?ff?n. Dieser, ein ehemaliger Kriegsgerichtsrat, sprach zu mir: ..Herr B. nicht allein Sie, sondern auch mein alter Dater wird v« r- haftet, wenn Sie gegen die Ihnen gestellten Bedingungen sprechen." Ich beruhigte beide Herren. Ein massiger Anblick in der Nähe des Saales. Der kleine Saal konnte die Volksmassen nicht fassen. Die Fenster waren schon ge- öffnet, damit die vraußenstehenden auch hören konnten. Hier tonnte ich die Einigkeit des Proletariats feststellen, zu welchem sich auch in der bedrückten Zeit der Mittelstand rechnete. Als ich den überfüllten Saal betrat, bot sich mir ein eigentümliches Bild: Osszicre der verschiedensten Länder unserer ehemaligen Feinde, darunter auch Militär im Dienst f Schotten) mit Bajonetten. Ruhigen Schrittes be- trat ich das Rednerpult, richtete einige Worte der Begrüßung an alle Anwesenden und auch nach draußen, begann dann mit meiner oben angedeuteten Rede. Inmitten der Red« verglich ich Jesus mit dem Sozialismus und sagte, daß ouchunterseinen Jüngern ein Verräter war, so wie unter den Malmedyern einige, wenig« Verräter sind, die ihre Briefe immer mit treu- deutschem Gruß geendet, jetzt aber auch„kreuzige ihn" schreien. Unsere ehemaligen Feinde würden an diesen Verrätern auch keine Freude haben. Ein Beifallssturm durchbrauste den Saal und auch von draußen erscholl der Beifall. Mitgerissen von dieser Begeisterung klatschte auch einer der fremden Offiziere Beifall. Me ich meine Rede beendet hatte, überreichte mir ein Herr seine Visitenkarte und bat ums Wort. Ich las den Namen und aus dem Untertitel ersah ich, daß ich einen Abgeordneten der bel- gischen Kammer vor mir hatte.(Die Belgienfreunde hatten sich diesen als Gegenredner mitdemAutoaus Brüsselkommen lassen.) Ich erteilte ihm unter der Bedingung das Wort, daß er nichts gegen das jetzt unterdrückte Deutschland und auch nicht für die Lostrennung Malmedy und Eupens von Deutschland sprechen werde, andernfalls ich ihm sofort da» Wort entziehen würde. lDenn mir war ja auch verboten worden, für das Verbleiben bei Deutschland zu sprechen.) Hiermit war den Verrätern der Gift- zahn gebrochen. Die Rede des Abgeordneten gab zur Wortenziehung keinen Anlaß. Die Versammlung schloß ich mit Worten der Z u v e r- s i ch t aus die eigene Kraft des deutschen Volkes. Sichtlich erfreut war der Bürgermeister, als er mich nach der Versammlung frei und ahne Ketten wiedersah. Ein Oberlehrer der dortigen Lehranstalt hatte in einem Artikel des kleinen Kreisblattes seiner Empörung darüber Lust gemacht, daß ich Jesus als Sozialist bezeichnet hatte. Die Auflage kam nur zum Teil zur Ausgabe. Der Oberlehrer entschuldigte sich persönlich bei mir. Das war aber die letzt« Versammlung. Nachdem durften kein« Versammlungen mehr abgehalten werden. Am 12. August 1919 nahmen die Belgier das Gebiet von Malmedy und Eupen in Besitz. Ich hob« Malmedy am 28. Juli 1919 verlassen, es drohte mir die Haft durch die Belgier. Hätte die Abstimmung gerecht und ohne jeglichen Druck vor sich gehen können, dann wären Mal- medy und Eupen niemals an Belgien gekommen. Kommunistische Heldenlaufbahn. .Sobald ich in Freiheit komme, gehe ich zvm Roten FrontkämpferbunV!" .Siebenmal vorbestraft! Er muß unser Führer werden!" .Jetzt zeige Dich Vein-r Vorstrafen würdig' Entführe einen.Vorwär«s"-Redatteur!" .Arm in Arm mit Dir fordere ich mein Jahrhundert in die Schranken!" Von deutscher Justiz. Die Republik noch immer schuhlos. Falsch? Gerüchte über Rlieiserhöhung. Amtlich wird mitgeteilt: Gegenüber den immer wieder auftauchenden Gerüchten über eine bevor st ehende Mieterhöhung stellt der Reichs- ardeitsminister in einem Rundschreiben an die Landesregierungen fest, daß eine Erhöhung der gesetzlichen Miete von der Reichs- legierung nicht in Ausfichtgenomme» jei,_____ Don einem Berliner Schöffengericht fft am Sonnabend ein evangelischer Pfarrer, der sich als Schimpfbold gegen die Republik erwiesen hat. zu drei Monaten Gefängnis oer- urteilt worden. Das Berliner Gericht war der selbstvsrständ- lichen Ansicht, daß das Gesetz zum Schutze der Republik nicht nur ein Fetzen Papier sein dürfe, und daß die heutige Staatsform das Recht habe, sich gegen so blöde Beschimpfungen, wie sie der evangelische Pfarrer einem Kardinal nachgesprochen hatte, nachdrücklichst schützen müsse. Bon diesem Einzelfall abgesehen sind die Erfahrungen mit Gerichten und Berusungsgerichten aus diesem Gebiet« nicht ge- rode ermutigend. Wir erinnern nur an die erst vor»inigen Tagen veröffentlichte Tatsache, daß der Stahlhelmführer Düsterberg sowohl vom Amtsgericht wie vom übergeordneten Landgericht Prenzlau straffrei gelassen wurde, trotzdem er dieselben beschimpfenden Behauptungen gegen die Republik ausgesprochen hatte wie der erwähnte eoangelische Pfarrer und der katholische Kardinal. Aber auch sonst ist im Land« oft die Republik und sind vor allem ihr« Farben schutzlos jeder Lümmelei ausgesetzt. Erst dieser Tag« wurde uns«in besonders charakteristischer Fall mitgeteilt. Der Braunschweiger Museumsdirektor Dr. v. Franken- berg hatte im Sommer vorigen Jahres auf der ostfriestjchen Insel Baltrum aus dem Wall seiner Strandburg ein« Fahne in den Reichs- färben aufgezogen, die einzige im weiten Umkreis. Eines Dar- mittags gingen zwei Badegäste unmittelbar an dem Badezelt vor- über, und der ältere von ihnen sagte, indem er die Frau v. Franken- berg ansah, mit lauter Stimme:„Das ist die einzige Fahne, die einzig« Iudenfahn« hier!" Die Aeußerung geschah in so provozierendem Tone, daß die Besitzer der Strand!, urg keinen Augenblick an ihrem beschimpfenden Charakter zweifeln konnten. Frankenberg stellte die beiden, erhielt aber nur die höhnische Antwort, ob er denn ein Jude seil Der Name des Schimpfhelden mußte erst durch«inen Gendarmerie. beamten festgestellt werden. Es handelt« sich-- wer konnte auch daran zweifeln?— um einen ehemaligen Offizier, einen Major a. D. Karl Georg Vogler, Berlin, Lefsingstr. 44, ivohn- Haft. Gegen Vogler wurde Strafanzeige wegen Beschimpfung der Reichsfarben und Beleidigung Frankenbergs erstattet!. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage, und jetzt fand die VerHand- lung vor dem Schöffengericht in A u r i ch statt. Das Schöffengericht sprach jedoch den Herrn Major von beiden Anklagen frei, indem es erklärte, es fei schwer zu entscheiden, ob es ein« Beschimpfung der Reichsfarben fei, wenn man fig als„Iudenfahn e" bezeichne! Denn die Juden feien Staatsbürger, die die Republik besonders verehrten, und der Schöpfer der Reichsoerfassung. Preuß, wäre auch ein Jude gewesen. Die Tat sei zwar öffentlich geschehen, aber der Herr Major habe nicht das Bewußtfein der Oeffentlichkeit ge- habt. Zwar habe er die Frau Frankenberg beim Sprechen a n g e» sehen, doch könne dies auch geschehen sein, ohne sie zu be» merken... Shylock würde angesichts dieses Urteils sagen:*£) weiser, o gerechter Richter!" Wenn von preußischen Gerichten so salomonische Urteile gesprochen werden, kann man in Mecklenburg natürlich nicht zurückbleiben. Wie uns aus Güstrow gemeldet wird, hatte der natio-nalsozialistifch« Agitator Dr. Wolfs aus Lütchendors den so- zialdemolratischen Ministerpräsidenten von Mecklenburg- Schwerin, Schröder, öffentlich als„Idioten" bezeichnet. Das Amts» g e r i ch t in Malchow verurteilt« ihn deshalb zu 200 Mark Geld. strafe. Wolff ober kannte das Berustingwevsahren. Di« von ihm angerufen« Strafkammer in Güstrow hat ihn jetzt nach um- fangreicher Beweisausnahrne freigesprochen. Fortsetzung nach Belieben! Polizeipräsident Zimmermann. Infolge Herzleiden gestorben.( Frankfurt a. Rl„ 26. Januar.(Eigenbericht.) Im Alter von 57 Jahren ist heute nacht der Polizeiprä- s! d e n t von Frankfurt am Main. Josef Zimmermann, seinem schweren Herzleiden erlegen. Zimmermann, einer der be- kanntesten Frankfurter Sozialdemokraten, war bis' zu seiner Er- nennung als Landrat in Höchst Gauleiter des Molerver- bandes sowie Stadtverordneter und bekleidete verschiedene andere Ehrenämter der Partei. Seine Ernentmng zum Landrat von Höchst erfolgt« am 1. Mai 192l. Im Ruhrkrieg wurde er von dort aus- gewiesen. Am 8. April 1926 zum Polizeipräsidenten von Frank- furt ernannt. Er hinterläßt eine Witwe und drei Kinder. Kirchenbann in Güdfrankreich. Interdikt gegen ein Dorf. Pari», 26. Januar. Dem„Temps" wird berichtet, daß der Erzbischof von A ix den Pfarrer von Nartentane seines Amtes enthoben Hot, weil dort am 16. Januar die Bewohner der Ortschaft bei der Beerdigung eines Mitglied« der„Action franyaise", den» auf Grund bischöflicher Der- fügung die kirckfliche Beisetzung versagt worden war, in die Kirche zogen und dort ohne den Pfarrer eine Totenfeier abhielten. Der Erzbischof hat außerdem verfügt, daß Taufen, sonstige kirchlich« Feiern und Messen nur noch in den Kirchen der Nachbardörfer abgehalten und' daß die Glocken der Kirche von Norbentane nicht mehr geläutet werden dürfen. Nach dem„Temps" soll die Bevölkerung beabsichtigen, am kommenden Sonntag unter Protest in die Kirche einzudringen. Libllolhekhaus für den Reichstag. Der Planungsausfchuß des Reichstags beschloß am Sonnabend, daß der Wettbewerb für den BaueinesBibliotheks- und Bur»augebäudesfürden Reichstag nunmehr schleunigst ausgeschrieben werden soll. Allerdings sollen dabei neue Gesichtspunkte maßgebend fein. An dem Plan des engeren Wettbewers soll festgehalten werden. Zu den schon bestimm- ten Preisträgern sollen aber neue, noinhofte Bautiinstler hinzu- gezogen werden, die von dem Reichsousschuß für Preisausschreibe» benannt werden sollen. Fürstin Vülow gestorben. Di« Gattin des früheren kaiserlichen Reichskanzlers Fürsten Bülow ist im Alter von 80 Jahren in Rom gestorben. Die Verstorben«, von Geburt Italienerin, hatte in der Glanzzeit Bülows auch in Berlin eine bedeutend« Rolle gespielt. Weltausstellung 1922 in Ehikago. Der amerikanische Senat nahm eine Entschließung an. die den Präsidenten ermächtigt, die Länder der Welt zur Beteiligung an der im Jahre 1923 in Ehikago stattfindenden Weltausstellung einzuladen. Die Entschließung ging dem Präsidenten zu. von der rumänischen Grenzpolizei verhaftet wurde— als Kommunistenführer— der greife Mitbegründer der Sozialistischen Parte! Rumäniens, Alerander Dobrogheanu Gherea. Er war aus ungesetzliche Weise von Rußland nach Rumänien gekommen. Als er aus der Post eine Depesche ausgeben wollte, fiel dem Be- amten der falsche Bart Ghereas aus. Der jetzt Verhaftete ist seinerzeit in Abwesenheit zu 20 Iahren Zuchthaus verurteilt worden. TÜR GRÜNEN ■\ TV MEHR WIRTSCHAFTLICHKEIT BEIM AUFBAU DES HEIMSI ETATHEIM-WOHNUNGEN_ Die folgende Obersicht ist als Anregung der«Etatheim-Wohnberatung» für d e Aufstellung eines Einrichtungsetats zu betrachten und stellt Einrichtungsmöglichice ten dar. Dabei ist jede Positon in sich geschlossen, kann einzeln durch meine Abteilung für Wohnungseinrichtungen bezogen und beliebig mit anderen Positionen kombiniert werden. WOHNUNG I Möbel Wohnzimmer A, Speisezimmer B. Schlafzimmer C. Küche III..... FÜR 2 PERSONEN Beleuchtung Dekor Hon ca. 1336. M ca. 2000. M ca 445 M. ca. 634. M. ..flg. ca. 65.-M. 5 flg. ca 86. M. 3flg ca. 45.- M. ca. 16.-M, ca 4jö. M. ca 268. M. ca 335. M. ca 25 M. GESAMTSUMME ca. 6700.- Mark WOHNUNG II FÜR 2 PERSONEN Möbel Beleuchtung Speisezimmer D... ca 2355. M. Herren-WohnzirrmerEca. 1759. M. Schlafzimmer F... ca. 1730- M Küche III....... ca 634.- M. 8fh. ca 2 0. M. 8 flg. ca. 65.- M. 4flg ca 66.- M ca I6.-M. Dekoration ca 198. M. ca 22f.-M. ca 153. M. ca. 25.- M. GESAMTSUMME ca. 740O.. Mark WOHNUNG III Möbel Wohnzimmer G, Schlafzimmer F, Küche 1.... i FÜR 2 PERSONEN Beleuchtung Dekoration ca.2n5.-M. 12 r.erz 152.-M. ca. 436.- M. ca 1730-M. 4. Ig. ca. 66 M ca I50.-M. ca 765.- M ca. I3.-M. ca. 32.-M. GESAMTSUMME ca. 5400.- Mark WOHNUNG IV FÜR 4 PERSONEN Möbel Beleuchtung Schlafzimmer H Kinderzimmer I. Speisezimm r K Wonnzimmer L Küche II..... ca.3134.-M. 4flg. ca. ca. 9 5-M. ca ca 4 90-M. lOflg. ca ca. 3 15-M. ca. 95-M7 4-M 38.- M. 98.- M 18.-M. Dek: ration CÖTSO�M" ca 168-M ca.-.07-M ca. 379- M. ca.'- 5.-M . ca. 846- M. ca. GESAMTSUMME ca. 137CO.- Mark WOHNUNG V Möbel Speisezimmer M. Schlafzimmer N. Tochterzimmer O Küche I...... FÜR 3 PERSONEN ca. 41 35- M. ca.l900-M ca. 9-8-M. ca 765- M. Beleuchtung "6 flg. ca 1257X47 4hg. ca. 65-M. ca. 61.-M. ca. 18.-M. Dekoration ca 207- M. ca.l50-M. ca.'69-M. ca. 32.-M. GESAMTSUMME ca. 6600.- Mark Auf Wunsch ZahSungserlsichtorungen! ANGEBOTE KLE I DU NÖ UND WÄSCHE , Zt.,. 1' v.~? » mrm ' W» � • V-•■ N ... Sv-. �>..>K ; � W H ■ W-■ W' ■■■ 1 .•>W> . Ä. c» BERLINC2• SPANDAUERSTRASSE'KONIGSTRASSE'GEGRÜNDET 1815 Verkäufe Teppiche! Websehler-Teppich 2 X S 19-— Mark, fehlerfreie Ware 2X.'. 29,— Mark. Webfehler. Teppich 2'.!,X B'b Z8.- Marl. fehlerfreie Ware 2!4 X B'-b lä,— Mark. Webfehler-Teppich Z X 1 iT,— Mark, feh ersreie Ware 9X4 SS,— Mar!. Körner, Berlin, BoisdamerstraAe 2t>k. Hansnunlmrr beachien.• Betten-criauf! Sieuel 9.751 15,— 19.501 Prachtvolle 27Lij! Banerndelten V2.— i Taanige 97�01 Kinderbelten ».751 Scltwälchel Znlelt«! spottbillig »ind gutl Keine Lombardwaren Leih- Haus. Brunnenftraü»<7' Beachtenswert! Den'fche« Trvvichhaus Emil Lelevre feit ISS? nur Dranitn llrahc 158. Keinerlei Bcliiehumgcn wr ähnlich klingenden ffirma.-vkoti achte an' Bornamcn Emil' Bettfrdern ab ffabrik. graue Rupi- ledern Plund 50 Picnnig an. Betliedern. Damplrcin'gung Neu: Bellledern. Wäsche. Bett edrrnfabrik Schwan, Brun» nenstraße 152 ssabrilgcdäude. K-aarVahähne, Uholglucke, Echockel- stamm 6,—, Weibchen 1-—. Kanarien. gllchicrei Nilich, iSubenerstrabe 90, Quer» gebäude. Bckleidiingsstückr. Wasche ui* ,«betragene Herr> ngaroerobe. Spegiait- tat Bauchfiguren, fpottbillia. Naß, Gor- «naunftrafi» 25/26.«rüder Mulackitralle' Pelzwareu aus dem Spezialgeschäft vom KUrschnermeistcr, Ab 14. Januar: Jnventuransvcrlaüf, 90 Proz. Erinaö- guno. Nicsenlager, Pelzmäntel 110,—, Pel, lacken 69,—. ctunls 50,—, Wolf, ssuchs 25,—, Bubikragen 8,— an, r>>e. paraturen preiswert. R. Mick>aclis, Beriin Z.O., Große Frankfurter Etr. 99, I. Etage. | Wenig getragene Iackettanzllge. teil» gut Seide. 18,—. Tmokinganziigc. Bauch. anzuge, Tatllenmäntei, Paletots, stau- nend billig Geiegtnhritskäuse in neuer Herrcngarbcrobe Leihhaus Nofenthaler Tor. Linicnklraße 209—204. Ecke Noten. 'Halerstran» Keine Lomdardwar» 'Nadel Ausfallend billig! Schlasziinmer, «cht Eiche.>80 breit, mit Fassonspiegel, voll verarbeitet. 985—. Polierte Echlai- Zimmer, Mahagoni, langjährige Garan- tie, 690,— Speisezimmer,«cht Eiche. 200 breit, ganz schwere Ausführung, komplett 545,—. Herrenzimmer, 220 breit, gediegene Arbeit, komplett 585,—. Standuhren 88.— Anrichtclllchen. sieben. teiiig, 95,- Ankleideschrllnle. tonrnirrt. 150 breit. dreititrig, auf Pianoband. mrt Facette. spicgcl. Wäscheabteilung, 128,—. iour- liierte Bettstellen 42.—, Waschkommoden mit weißem Marmor, Farettefpiegel, 75.—. Nachttische 15,-, Apotheken 12,-. Soiaz 85.—, Ruhebetten 18,—. Dipioma. tcn 52.—. Lierzugtische 78.—. Niesen. auswahi in kompletten Ausstattungen und Einzelmöbel Zohlungsericichtcrun. gen Beoucme Anlieferung durch«ige. nen Fuhrpark Selegeiiheitl Bstfelt 75,—. Nußbaum. Schreibtische 95.—. Plstschioia mit Umbau 68,—. Kleiderschränke 18,—, Bcrtlio 15,-, Waschtoiletten mit Marmor 14,—, Küchen 24,—. Bettstellen 15,— Hauptgeschäft: Möbel. Magazin, Invalidenstraße 191. Laden, am Etertincr Bahnhof Stamm» Speisezimmer, Eich«, innen Mahagoni, modernes Blliett. große Anrichte, 925,—. extienes Schlafzimmer. Spicgelschrank, dreiteilig, komplett, mit Sviroiboden 495,-. Anrichickllchcn 145.—, Einzel» mödel enorm billig, Moebel-Boebel, Morihvlah, Fabrikgebäude_' Bilder, Oelgemälde, Stilleben, Land. schafien, Blumenstllcke. Mllller, Ber. naucrstr. 90._ Teilzahlung! Teilzahlung! Teil).' kulanl, billig, reell Möbei-Mifch, Große Frankiurterstralle 45— 48* Fra Mrt-llbett-u mit Auslagen 24.—. Ghaiselongucs 25,— an. Ehaiselongue- decken 8.50.. Wandbehänge 4�0,. Patent. matraß-n lOr—. Polsteranflagen, Wochen. abzahlung 9,—. Göhr, Papl-riallrt! 12: Pankow, Schtnidlstraß- �* Möbel-Udelsmann, nur Holzmarkt. straßc 11 und 88. Irren Sie stch nicht in der Hausnummer! Nur II und 88. Trog spottbilliger Preise 24 Monate Kredit! Schlaszimmer, echt Eiche. 575,—, Speisezimmer 585,—, Herrenzimmer 445,—, Kllchrn 80,—, Ankleideschränke 85.—, Langjährige Garantir. Sri Bot- Zahlung Pabattl_' Sie zahlen in kleinen Raten ohne Anzahlung iiir Pianos, neu und ge- braucht, große Auswahl. Pianohaus, Königgräherstr. 81.__ Baodonionlaqer. Spezialberatung, Ab- zahiverkaul� Fachunterricht__ Ackerstr. 98. Klaviere 150,—, 975,—, 575,—, ge- braucht! große Auswahl in neuen, lang- jährige Garantie, weitestgehende Iah- lungscrlcichterungcn. Besichtigung loh- nend. Kottbuster Damm 84, 1 Treppe iHermannplatz).__ Piano. 250,—, 975.—, gebrauchte. TeilMhlung. Herer. Prinzcnstr. neunzig, Grammophon«>0,—, Schrankapparat« 70,— an, Schallplatten 0,50 an, Platten. Umtausch. Neparaturen. Erkagteile billigst. Köpeiuckerstraße 188» gjinstigslrn Fahluiigsbedingungcn. Auch stets Gelegenheiten in wenig gebrauch- ttcn Pianos. Auch Mictpianos. Peano- sabrik Mai Seiler u. Co.. Sertraudien- � ftraße 29.' M. Strahlendors, Koch- und Haus- Haltungsschule mit Töchterheim, Berlin, Königgrätzrrstraße 44. Gew.ssenhalte Ausbildung in allen Fächern der Haus- Wirtschaft. Schulgeld monatlich 20 M, Tages- und Abendkurse.___ Fnschneidrschnl«. Hirsch'sche-Privat, gegründet 1859, Inhaber Andrea» Dah- ringer. Berlin<£., An der Stechbahn 2. Dnmenschneiderei. Herrenschne drrei. Wäschcschneid'rei, Nähiurse, Mode- zeichnen, Hausschneiberei. 20 M. Tele- phon: Kupkergraben E. II. 1859._ Schnellsöeder-d- Privatzirkel. Kurzschrift. Maichtncnschreibrn. Buchhaltung. Bllcherreoiior Aulich. Eendelstraße 1, Sviltelmarit_ Vergnügungen Eolibr-Säle. Schöneber«, Martin- Luiher-Straße 89, täglich, außer Man- tags und Dienstags, großer Ball der re.ieren stngenb' Leihhaus Morihplag 58». Berkaui von Kavaiier-Zbarderooe. teils aui Seide. Jackett». Frack-, Smokinganzllge, Dadar- diiirmäntel, Baulhanzllge, illr lebe Figur passe f. ö Ertra-Äiigccole«Ur neue Gar- derobe. Peizjacken 50.—. Pelzmäntel 95.-, Sportpelze 85.—. Gehpelze 100.—. Keine Lombardwarel• Stau-euerregenb! Pelzmäntel 75-—! Peizjacken 50.—! Edtlfllchie lllnizehn! Skunkskragcn! Ricl.'n-Sondervcriaufl Prachrttpv.che lllnizehn! Brücken! Di- vandecken! Gardinettlagerl Anzüge 2V,— I Paleiots! Monatsgarderobe! Federbetten Stand 25—1(Reine Ler- sahware.) Zotlzahlung! Psandicih- Perkquishaus! Schönhauser Allee 115, .Z'ordring.)_ Wenig getragene Frackanzllge. Smo. ringaitzllge. Gchrocka tzllge. Jackett- anzllge. Gummimäntel. Eutawananzüge. Dabardtnrmäntel. Eooeltcoatpateiol», illr jede Figur passend. Sp Z.aiität: Bauch- anzllge lvoitbillig. G scllschaiisonziigc werden verliehen. Halpe in, Rosenthaler- straße«. 1. Etage.» Haus: Nllgencrstraßc 19._ Ehaiselongue» 25,—. Metallbetten, Auflcgematrahen, Patentmatratzen 9,75, Walter, Stargarderstraße achtzehn._ Möbelkäulei merke Keedit nnd bar Möbelbazar, große Ausmabl, kleine Preise! Beispiel«: Schlaszimmer 455. Sveisczlmmer 945. Herrenzimmer 280, Spicgcischränke 118 Anrichtckllchcn 75, klcidcrlchränke 48. Lolzbettstellcn 48, Ehaiselongue» 28 MetaNbcttstcllen 18. Auflegematratzen 19 Sonst ge Möbel entsprechende Preise Teilzahlung auiichlagsrei. Wochenratrn Monatsraten Kleine Anzahlungen, Kassa-2 abatte bis zehn Prozent Kre- dite bis zwei Jahre. Neukölln, Her- mannplatz 7: Steglitz, Echioßstraße 107: Belle. Zilliance-Etraße 95. Untergrund- Babnboi__• Möbel-Kamerling, Kastanienallee 56. Speisezimmer, Ledergarnituren, Stand- Uhren. Niesenauswahl. Spottpreise/ Fahlungserleichterung._ Mrtallbette»— Ehaiselongue«. Einlegeböden für Holzbetten. Eigene Pol- sterei. Teilzahlung. Speztalgeschäft Jipvel, Moabit. Bremerstraße 71.* Möbelkredit. Bei kleiner Anzahlung und niedrigen Monatsraten liefert Möbeltischlerei Windhorst polier!« und eichene Schlafzimmer. Speisezimmer. Herrenzimmer, weiße und lästerte Küchen. Nußbaum- Ergänzungsmöbcl. Nußbaum englische und moderne An- kleidcschränke. Bettstellen. Waschtoiletten. Nachttische. Ausziehtische. Stühle. Sofas. Nuhebetten usw. gut und billig Liele Gelegenheitskäufe Sehenswerte Möbel- schau. Zwanglose Bestchligung erwünscht. Musterbuch gratis. Möbeltischlerei Wind- Horst. Brunncnstraß« nur 182 lgelde Firmenschilder) Gute Möbel Mr wenig Geld Speise- zimmer, schwer Eiche, komplett 495,—, Schlafzimmer, elegante Ausführung. 495.—, 595,—, Kücheneinrichtungcn, Einzcimödcl, große Auswahl, bekannt bill'ge Preise, bequeme Zahlungsweise. Dembitzers Möbelniedcrlagen, Friedrich- straße 7«Hallcsches Tor). August. straßc 47(Nähe 2-oscnthaler Tor)._ Radio Aaadea 9,30, Aceu 3j0. Sparröhren ILO. Apparate Teilzahlung. Dreh- kondens 1,20. Schönieinftraße 2._* Radiogeeät«, Lautsprecher veriaust ganz billig wegen Geschäftsaufgabe. Nagel, Tempelhof, Hoh«n»oNernkorfo 10. RänmsTCKinen Bis 5» Marl Vergütung reell. Als Anzahlung bei Kauf einer Nähmaschine, da ohn« N-isende und Vertreter arbeite. Kleine Raten. Sämtliche Snstrm«. Darunter Phönix, Dllrkopp, Naumann, Adler. Postkarle genügt. Flanter, Nähmaschinengelchäft, Nicht- hosenstraße 24.__ leilzahluna. Komplette Zimmer Ein- zelmöbel billig. Lenaer. Marstliu»- straße 8 lAIeranderpIatzi. Groß« Frank- kurierstraße 4»ia.__• Echt Mahagoni Schtakzimmer. ea. Möbelhau» Stei», W-inlxrgsweg 24. Besonders günstiges Angebot: Schlaf- zimmer 475,—. Speisezimmer, Nuß- baumbllfelt», Anlleideschränke mit Spiegel 105<—. Küchen, Polstermöbel. Zahiungs«rleichterung._ 1025 M. Möbelhaus Osten, Andreas. straße 90. gegenüber Markthall«. Elnlsdimz zu den Praktischen Vorführunsen dar bekannten und bewährten Gasherde, Brat- und Backöfen Protos» Turbo. Waschers der dl« Wilsch* wfischt, spait und lelnnnffurtig schleudert, und dst Protos» Waschautomaten eowle eBrntllener eonetlgen nauewlrt* achattltcna» Apparate und Meechlnep täglich 11 bis 7 Uhr Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten £(Raddaft& Co. | Ldpzlcer StraOc SU-XSS| Jetzt ist'» Feit. Möbel zu kaufen. Ni« wieder ist die Gelegenheit fo günstig. Umiassende Läger von 800 modernen Zimmereinrichtungen in allen Preis- lagen und Geschmacksrichtungen. Samt. liche Einzelmöbel. Ein« Bestcht'gung überzeugt Sie. Prachtkatalog 99 kosten. los. Albert Gleiser, Mö.»!-a''r k A.-G., Alexanberplatz. Alexanderstraß« 41, 42, 49.. Möbel.R»Ie»b«rg. vberbaumstraße 1 liefert zu äußerst billigen Preisen Schlaf-. Speise-, Herrenzimmer. Küchen, Ankl« beschränke, Betistellen sowie Ein- zelmöbel. Weitgehendste Zahiungser- leichterung. Muaiktnsirumenke Linkpiaaa». überaus oreiswert Biano- »abrik Link Brnnnenftroß' 95 "Sprechmalchinea in neuesten�Äusfüh. rungen mit vorzüglich«? Tonwiedergabe liefert von 29,—. Schrankavparatz von 98,— zu den bequemsten Naienzahiun. gen. Stets die neuesten Plattenaufnah. men. Pianosabrik Mar Seiler u. Co.. Gertraudtenftraße 28._• Pnisaxrt» Piano» modernster Herl stellnng Taufende im Gebrauch, glln- stigste Bedingungen, stet» Gelegenheiten Ott» Loitersdorf. Mllnzstr-ße 18. Nähe Alerandrrpiatz._________ Für 25,— monatlich liefern wir so- fort ein neue. Piano mit langjährigem Garantieschein, gebrauchte Pianos auch vorrätig. H-rer, Brunnenstraße 191, 1 Treppe fTosenthaler Platz). Ziep-, raturbedüriiige Instrumente werden in Zahlung genommen._ Bandonion«. Lang«. UHNg. weltbe- rühmt Fabriklager Fabrikpreise Teil- Zahlungen, kleine Anmhlung. Musik. weigel, Adalberlstraße 91.' Größte Leistungsfähigkeit verbürgt Er- folg. Durch Zusammenschluß und lieber- nähme einiger Generalverirelungen de- kanntester Markennähmaschinen und durch den großen Ersoig unserer neuen Berkaufsmethode stnd wir in der Lage, sämtliche Nähmaschinen zu den billtg- sten Fabrikpreisen abzugeben. Wir lie- fern ohne Anzahlung leb« Houslzalt-, Persenk, und Geweroemaschlne binnen 24 Stunden. Wir kommen Ihnen bei Erwerbslosigkeit und Zahlungsschwie- rigkeiten weitestgehend entgegen, so daß es jedem möglich ist. bei uns eine Näh- maschin« zu erwerben. Stick, und Slopfunterricht im Hau!« des Käufers kest nlos. Die erste Rate von 2,50 M. im März fälliz. Kommen Sie zu uns oder sorbern sie Benreterbesuch. Wir beraten Sie gern unverbindlich. Sie Wieden auf jeden Fall zufriedengestellt w«rd«n. Berliner Rähmaschinen-Per. trieb Norden, Kastanienallee IS-l?; Neukölln, Neuierstraße 28; Osten, Pros. kauerstraße 94._ lechn ich« Privatschule Dr. Werner. egierungsdauMeifter. Berlin, Neander. ..ruße 9 Maschinenbau. Elektrotechnik. 'Hochbau, Tieidau. Eteinmetzschule. Hei- �zitngslechnik. Technikerkurse, Meister- kürse. Pollerkurse' Arbeiterabiturient gibt Englisch. Französisch und dergl. Stunde 1 M. Meier, Bilhelm-Stolze-Straße 28, II._ K nberpflege. und Hauswirtschafts- unierricht erteilt d'e bewährte Privat- Haushalrschule Fröbel-Oberlin-Institut. Inhaber PoUak, Wilhelmstraße 10. De: Besuch befreit von der Pslichtfortdil- dunflsschuie� Eintritt jederzeit.____ vormittagsschnle, Abendkurse. Abitur. Obersekunda. Direktor Danz-aer» Bar. lxreitungsanstalt. Alte Iakobstraße 124. Gitschinerstraßr 1.' Verschiedenes Tischlerei-Genossenläast. Zur vortetl- Hasten UebernaHme eines bestehenden Betriebes werben noch einige Genossen mit je ea. 1000 M. Einlage gesucht. Näherest Echwietring, Dottistraße 20, Lichtenberg 1992. vubertusläle. Schönholz. Im grösiten. über l00tt Personen lassenden Lalliaai der elegante Nundtanz_' Bllttuer, Festsäl«, Inhaber H. Späeii. Schwedter''raße 29. Eäl« zu Beranstai- langen und Persammlung-n lür Per- eine und Gewerkschaften sowie Kegel- bahnen zu vergeben.' Vermietunsen Dr. Mario Pravo, Nechtsanwalt. Zi- vilprozesse, Handelssachen. Buenos Aires. Calle Parana 948.__ Sälch« nach»«wicht. Haldteocken zu- rück per Pfund nur 22 Pfennig, trocken zurück nur 27 Pf-nnig. Dampfwäscherei ..Merkur", Frankfurter Allee 307. Andreas 2820._' Detektiodurra» Etaschel. Cbaussee strasie 77 Fernwrech-r Norden 7888 Beobachtungen. Grmittelunaer Aus- künite allerorts. Nach wie vor kaufen Sie am vorteil- haftest.'n bei Nichter, Brunnenstraße 52. I, Ecke Bernauerstraßr. Telephon: Hum- boidt W65, weil Sie alle anderen an- el-otenen Borteil« bei mir mindeft.'ns oben. Nur bekannte Marken-Näh- Maschinen zu Fabrikpreisen abgebe, alle Lnsteme, also groß» Auswahl habe. Erste Bäte in 8 Wochen, langiährihe Garantie. Unterricht frei. Schule in jedem Stadtteil. Alt« Maschin« wird hoch angerechnet. Unverbindlich bestch- tigen oder Postkarte schreiben. Darum nur Brunnenstraße 52. Kaufgesuche Zahagebisse. Platinablälle. Zinn- Metalle. Oueckstider. Silderlchmelze Goidschmelzerei EHristionat. kooentcker- strasie.99 iHaltestelle Adaldertstrasie�' Briefmarie». Münzen tauft Großmann. Iobannisstrasie 4* Zadea. bisse. Id-Imerallbrnch Queck Kfber. Kinn. Blei. Stlberschmelz« EHristionat kivenickerstrosie 20««Ran- teuffelfiTOsift• Klaviere tauft{afett gen privat Bergmann K07• Unterricht Beelitz School. Fremde Sprachen Leip- zigerstraße 110. Kurfürst-ndamm 28s. Ecke Fasanenstraße. Einzel- und Zirkel- Unterricht. Eintritt jederzeit.* 18 000 Niklamezettel 9,—. Buchdruck». rei Schmitz. 9 omintenerstraße 20.' «ischereibetrieb. Jede lpaisame Hausirau läßt ihre Wäsche nur in Köpenick waschen, weil sie es billig. sauber und pünktlich bekommt. Großer Bezug 90. Damrnhemd 15. Abholung Donnerstag. kubaicki. Köpenick. Grü- nauerstraße 45. Telephon: Köpenick 567 (M. SPD.)________• .Nardenwäscherri". sseldstraße 10«Nahe Hussttenstraße). Tadellose Wäsche billig. Habe» Sie Stöfs? Fertige Anzllge in- klusiv« Zutaten nach gi rauem Maß für 87,—. Bon unseren Stoffen, gute in. und ausländisch« Qualitiien, kür 100,—. Biete Ihnen Teilzahiung in 8 Monatsraten. Gut» Berarbeituna!»- wie tadelloser Sitz garantiert. Maß- atel-er EH'c. Sebastianst-aße 76«Moritz. platz) und Potsdamerstraße 4Za, Eingang Steglitzerstraße.» V/oKnungen Wohnungstauslb. Betsiner Zimmer, Küche. Diele. Nähe NordrlnL'FrkkbBis- miete 29,—. Elektrisch. Gas. g«gen 2 bis 8 Zimmer, vorn. evtl. Bad, Ballo:. Peripherie oder Borort. Offerten: Vorwärts, Sreifenhagenerstraße 22. /Irdeitsmarht Stellenangebote «orarbeiter, energischer, mit ge- nauen Kenntnissen her Aireisenbronche. möglichst Autogenschneider, sosort gesucht Bewerbungen unter Sch. 1. an Vorwärtsfiliale Belzigerstraße 27. Für ein am 1. April d. Z. zu errichtendes Nechtsschutzsekretariat für den Regierungsbezirk Köslin (Ostpommrrn) wird«in erfahrener tÜI aefucht. Bedingung ist mindestens 5 jährig« Mitgliedschaft, gründliche Kenntnis de» modernen Arbeits- rechts und der sozialen Gesengebung, erwünscht ist Kenntnis des biirger- lichen Rechts Beweri unaen mit Angabe der Dehaltsansprüch« stnd bis zum 3. Februar d. I. etnzu- reichen an A. Zabel» Stettin Breite Straße 9. IL Große«nnerfkanlsdie Automobil- fabrtk in Derlm sucht sofort perfcble NälunasclitneR- Neclianikcr Angebote unf.O.ITondleExpe- d.hon des Vorwärts, Lindensir. 3 Wir suchen für unser Haus Wilmersdorf er Strafte facht undiges Verkaufspersonal männlich und weiblich für alle Zweige der Lebensmittelbrandie. Vorstellung tiur 9-10 Uhr vormittrigs. verden«ofort ingestellt. Mc'- dunj. zwi cn n und 6 Uhr nach.nitiags. Vorwurfs Re nidiiLiioil Od f Provinzstr. 5. Nr. 4S» 46. Jahrgang Sonntag, 27. Januar �929 Den folgenden besinnlichen ilbriß aus seiner Tätigkeit Linter dem Schusle» tisch gibt vn, ein nachdenklicher Vertreter dieses Gewerben Der gut« Hans Sachs, am Tage Schuster und abends Poet, wird kaum geahnt haben, daß unser edles Schuhmacherhandwerk einmal so auf den chund kommen würde, wie es heule der Fall ist. Es gibt tatsächlich kaum einen Schuhmacher, der sich im wirklichen Sinne des Wortes noch so nennen könnte, es müßte denn ein ganz alter sein, der nor 30 Iahren gelernt hat. denn heut« lernt selten jemand«inen Schuh oder Stiefel von Grund aus neu machen, es ist alles Maschinen- resp. Fabritarbeit, und es gibt demzufolge eben nur noch Polk- oder Flickschuster. Aus diesem Grunde hat sich aber auch das äußer« Bild geändert, das man früher von dem alten, ehrsamen Schuhmachermeistcr Halle. Da saß er im tiefen Äcller mit dem bekannt«» braunen Tropfen an der Nase, mit hän- gendem Schnurrbart und der Brille auf der Nasenspitze, so daß «r bequem über die Nase hinweg sehen und die seine Kellertreppe hinabstolpernd« Kundschaft mustern kannte. Heute sitzt er meist in einem Laden mit großem Schauscnster, hinter dem nicht nur er, sondern meist noch ein junger, flotter Geselle sitzt, und übt sein« edle Kunst aus. Es kommt wohl auch ab und zu vor, daß er in höheren Regionen schwebt, wie Hans Sachs, aber der„Spiritus" ist dann nicht von der Art des großen Schusterpoeten, sondern er ist meist von „Kohloaum" und äußer» sich dann auch, dementsprechend.. Indessen soll zur Ehre der. heutigen Schuster festgestellt werden, daß sie den ehemaligen Handwerksbrauch, Montags„blau" zu machen und sich dann ein niedliches Aeffchen anzuichmaren. zum größten Teil ab- gelegt haben. Sehen wir indessen von diesen kleinen Schwächen ab und gehen etwas näher auf das„Gefchäslliche" eines solchen Polkschustcrs «in. so läßt sich auch hier feststellen, daß sich in den letzten 30 Iahren manches gewandelt hat. Geklebte Schuhe, die man stolz.Aga" nennt, gab es derzeit noch nicht, es war da- mals alles reell genähte oder genagelte Ware! ebenso gab es keine Holzobsäye, die zur Verdeckung ihrer Schande— möchte man bald sagen dick mit Lack überzogen oder mit dünnem Leder beklebt waren, es war eben gutes- reelles Leder, an dem Reparaturen auch noch wirklich sachgemäß ausgeführt werden konnten. Heute kommt so eine.Dame" mit krnmmgetretenen Luxusfchuhen, natürlich mit Pompadour-Absätzen, die beinahe bis zur Hälfte niedergelatscht sind, daß die Fetzen von dem Lederüberzug wie Troddeln daran herum- hängen, und flötet süß:„Ach, lieber Meister, machen Sie mir doch zu morgen wieder mein- Schuhe gerade, ich will zum Ball gehen." Was will nun der arme Polkschuster machen? Die Grobheiten, die er einem so lüderlichen Frauenzimmer sagen möchte, mvß er sich schon verkneifen, und er setzt sich dann hin und polkt und bastelt, daß solche„Gurken" nachher einigermaßen wieder wie Schuh« aussehen. Kaum hat er ein solches Stück Arbeit aus der Hand gelegt, da erscheint ein Kutscher mit massiven Schaftstiefeln, an denen eine halbe Fuhre Mist vom Liehhos sitzt, und wünscht die durch dauernde Nässe abgefaulten Sohlen wieder befestigt zu erhalten. Derartige„Batten" fliegen, wenn es nicht sonst ein guter Kunde ist, mit einem herz- haften Fluch in die Ecke und harren dort der Dinge, die da kommen sollen. Auch das Färben der Luxusschuh«'für Damen ist so ein Kapitel für sich. Man vergißt dabei eben immer, daß ein aus- gesprochener Luxusschuh kein Siroßenschuh ist. mit dem man durch jede Pfütze waten kann. Da aber die Großstadt bei Regenwetter meist ein einziger Morast ist, so sehen hellfarbige Schuhe— und die Damen können sie beim Kaufen nicht zart genug kriegen— in allerkürzester Zeit noch dreckiger wie rumänische Gänse aus. Nachdem dann allerlei Künste daran probiert sind, sie wieder einigermaßen sauber zu bekommen, wobei das Uebel meist schlimmer wird wie es vorher war, dann werden sie zum Schuster gebracht zum Färben. Aber nicht etwa schwarz— wie könnte denn eine seine Dame mit schwarzen Schuhen und modseidenen Strümpfen gehen?—, sondern es soll auch wieder eine recht elegante Farbe werden, was aber meist durch die Behandlung mit den verschiedenen Urbins, Erdöls usw. ausgeschlossen ist, da ein Durchfärben des Leders durch die Wachsschicht nicht möglich ist. also nur eine Farbe in Frage kommen kann, die dick oben ausgeschmiert wird und dann bei der nächsten Gelegenheit abblättert. Vielfach wird denn auch das Färben, außer in Schwarz, von den Schuhmachern abgelehnt. Dann wieder kommt Großmutter und bringt ihre„Pariser", unter welche sie Leder- sohlen haben möchte, damit sie auch einmal damit auf die Straße gehen kann. Von den H e r r e n st i e f e l n, die im Laden als „Rondarbeit" gekauft und teuer genug bezahlt wurden, ohne eine Spur von Rand- oder Rahmenarbeit zu zeigen, soll nicht viel Auf- Hebens gemacht werden: diese werden mit Eisennägcln(Teks) zu- sammengewichst und können abfahren. Die am liebsten gesehenen Kunden kommen indessen von der Straße herein und wollen gleich auf die Reparatur warten. Ihnen gleichen die Kunden, die Pferdegeschirre, Schul», appen, Hosenträger und dergleichen genäht haben wollen. Mitunter hat aber auch der Polkschuster Gelegenheit. Mensch zu sein. Kommt so ein Elends- wurm mit Holzpantinen und den Schuhen in der Hand, den einzigen, die er sein eigen nennt, und bittet in beweglichen Worten uni so- sortige Reparatur. Was soll der Schuster da machen? Den heiligen Crispien, der das Lsder gestohlen hat, um den armen Leuten die Schuh« zu machen, kann er freilich nicht nachahmen, aber er wird seinen: Heizen einen Stoß geben... Rohiah einer RevolulioH. Von Gerlt&ei HeeetttAHM Moslat Er kam ihr nicht wesentlich näher, bis Schlamm um die Hufe ihres Pferdes spritzte: hier begann Sumpf, sie mußte rechts umbiegen und am Rande der Nässe entlangreiten. Er wählte die Diagonale; als sie sah, daß er nicht mehr weit war, schlug sie mit einer jähen Bewegung das linke Bein über den Pferderücken und ritt im Herrensitz, um schneller galoppieren zu können--- In ihm stieg einen Augenblick lang das Begehren auf: er wollte seinem Pferde leicht auf den Hals schlagen, um es anzufeuern, und griff derb in das schweißnasse Fell; es stieg und hätte ihn fast abgeworfen: da hatte er sich wieder in der Gewalt. Friederike hörte hinter sich da» Schnauben seines Pferdes. Sie wußte: er war dicht heran; aber sie sah sich nicht um: ließ die Zügel ganz locker, saß nach rückwärts ge- neigt, genoß tief dies Jagen, tiefer dies Gejagt werden— sie hatte den Reiter noch nicht genau erkennen können, wollte ihn jetzt nicht erkennen ein Menlch ritt da um das Weib. irgendein Mensch, um sie. ein Mann und ein Pferd,«in Zentaur vielleicht— einmal jauchzte sie hell, unbeherrscht auf: w'eder hörte sie. daß ibr« eigene Stimme häßlich klang. w-nn sie laut war— da? riß sie ein wenig«»rück in Würde u�d B-herrlcbung. ober sie sprengt« weiter, obgleich sie hmter. fast neben sich den Ruf des Mannes hörte:„Geben Sie sich gefangen. Durchlaucht!"' „Rein!" wollte sie zurücklachen da stieg ihr Pferd fäh aufwärts, schreckschnaubend, stand steil auf den Hinter- deinen, sie mußte die Hände in die Mähne kämpfen— vor ihr war Wasier, ein Weiher, mit dem dunklen Schimmer der Tiefe-- Trosegk hatte ihr Pferd am Zügel gepackt, zog es lang- sam herum, ohne zu reißen— e» stand hart neben dem Wasser. Er sprang ab und half ihr mit schwerfälliger Eleganz herunter. Durchlaucht sind gefangen. D>« Jagd P zu Ende. „Ach— Sie. Trosegk," sagte sie zwischen erregten, lang- sam verebbenden Atemstößen.„Wo sind die andern?" „Ich fürchte: sehr weit. Durchlaucht. Durchlaucht sind so früh und so geschickt vom Wege abgebogen, daß nur ich—" „Die anderen scheinen sich von Ihnen durch Temperament — Sie sich von den anderen durch Klugheit zu unterscheiden. Oder vielleicht nur durch Bauernschlauheit. Ihr Barone hier- zulande seid ja alle adlige Bauern, sozusagen." Sie setzte sich in das am Ufer schon volle, tiefgrüne Gras. Er stand neben ihr. an«inen Baum gelehnt. Ihr Auge glitt über feine gedrungene, jedoch nicht kurze Gestalt: sie zog un- willkürlich Vergleiche mit den schmalen, überschlangen Adligen anderer Höfe und mit Alexander Carl, dem immer müden, blassen Herzog von Anhalt-Bernburg... „Erzählen Sie mir etwas," forderte sie hastig, als sie sich bei ihren Gedanken ertappte. „Was befehlen Durchlaucht?" ,�vas sollten Sie wissen... aber sagen Sie mir meinet- wegen zunächst, was das hier für ein sonderbarer Teich ist. So runo, so klein, so klares Wasser?" „Das hier? Das ist der Blas." „Blas? Ein merkwürdiges Wort. Und niemand weiß, wie er entstand, der Bläs?" „Die alten Weiber wollen so allerhand wissen." „Was wissen die alten Weiber? Erzählen Sie!" Der unromantische Trosegk begann widerwillig: das Wort war nicht seine stärkste Waffe.„Sllso da soll mal, vor langer Zeit, drüben bei Plötzkau, ein Ritter vom Pfuhl ge- haust haben. Ein tapferer Ritter, ein Raubritter. Der ver- liebte sich in die Frau des damaligen Grafen von Bernbura so, daß er sie eine» Tages raubt« und auf seine Burg führte. «Und der Graf? Was tat der Graf?" ..Nichts. Der Ritter vom Pfuhl hatte Mut, und der Graf von Bernburg war ein Schwächling." In Friederiken« Stirn stand wieder die Steilheit.«Und die Frau ging mit?" Er holte sie ja mit Gewalt. Sie blieb auch bei ihm." „Liebte sie ihn denn?" „Davon weiß ich nichts. Aber sie soll sehr lebenslustig und ein schöner, kräftiger Mensch gewesen sein, und der vom Pfuhl war es auch. So zwei vertragen sich schon, glaube ich." „So? Das glauben Sie? Das ist alles so einfach, was ihr hier glaubt.. .. Sie war aber auch sehr ehrgeizig und machthungrig, und sie zwang ihn. noch mehr Fehden zu führen und alle Warenzüge zu überfallen, damit-sie reicher würden. Das tat Oer Radfahrer in der Giraßenordnung. Die neue Slraßenordnung für Berlin, die am 23. Ianuar in Kraft geirrten ist. enthält auch eine Reih« Sander- bestimmungen für den Radsahrverkehr. Das meiste davon galt schon bisher, aber auch einiges Tlfae ist hinzugekommen. Eine Auswahl der wichtigsten Bestimmungen sei hier wiedergegeben. Jedes Fahrrad»ruß Glocke, Bremse und Laterne haben, das versteht sich von selbst. Fortan wird auch Rücklicht(oder Blink- scheide) verlangt. Gegenstände darf der Radfahrer nur mitführen, wenn sie seine Bewegungsfreiheit nicht beeinträchtigen und Menschen oder Sachen nicht gefährden. Wo besondere Radfahrweg««ingerichtet sind, darf er nicht den Straßendamm benutzen. Nor Grundstücken muß beim Ein- und Ausfahren das Fahrrad über den Bürgersteig (die Straßenordnung nennt ihn jetzt„Gehbahn") geführt werdcn. Fohrzeuge, die nicht Schritt fahren, darf ein Radfahrer nicht über- holen. Er darf sich niäst an Fahrzeuge anhängen. Hunde dürfen nicht an der Leine mitgeführt werden. Wettfahrten in den Straßen sind verboten. Der Radfahrer nmß. wo es die Sicherheit des Verkehrs erfordert, durch ein deutlich hörbares Glockenzeichen sich recht- zeitig bemerkbar machen. Er darf ober nicht„zwecklose oser belästigende" Glockenzeichen geben, sagt die Etraßenordnung. Die für die Radfahrer einschneidendste Vorschrift ist die Beschränkung des Radfahrverkehrs in den Ver- kehrsstraßen erster Ordnung. Diese sind an Werktagen zwischen 8 und 19 Uhr in der Längsrichtung für die Radfahrer im Durchgangsverkehr gesperrt. Straßen(und Plätze) erster Ordnung sind: Äugustc-Viktoria-Platz, Charlottenstraße zwischen Behrenstraße und Unter den Linden, Friedrich-Ebert-Straße zwischen Lennestraße und Potsdamer Platz, Friedrichstraße zwischen Weidendammbrücke und Krmifenstraße, Gerttaudtenstrahe, Hitzigstrahe, Jnvalidenstraße zwischen 5)essische Straße und Borsigstraße, Jerusalem«? Straße zwischen Hausoogteiplatz und Leipziger Straße, Ioachimslhafcr Straße Mischen Hardenbergstraße und Äugsburger Straße, Kemperplatz, Königgrätzer Straße zwischen Potsdamer Platz und Kölhener Straße, Königstrahe, Leipziger Straße, Leipziger Platz(Durchfahrt im Zuge der Leipziger Straße), Malkenmarkt, Mühlendamm, Nettei- beckstraße. Neue Promenade zwischen Zwirngraben und Hackescher Markt, Potsdamer Platz. Potsdamer Straße zwischen Lützowstraße und Potsdamer Platz, Schillstraße zwischen Nettelbeck- und Wichmanirstraße, Spandauer Straße zwischen Molkenmarkt und Kömgstraße, Spittelmarkt, Stralauer Straße zwischen Molkenmark! und Iüdenftraße, Viktoriastraße zwischen Kemperplatz und Margaretenstraße. ,2)as Verbot, diese Straßen und Plätze zu befahren, wird den Radfahrer mitunter zu sehr unerwünschten Umwegen nötigen, auf die er sich schon vor Beginn seiner Fahrt präparieren muß. llmgestaltung des Platzes am Kottbusser Tor. Der Platz am Kottbusstr Tor reicht für den zunehmenden Straßenverkehr nickst mehr aus. Durch den Bau der Untergrund- bahn Gesundbrunnen— Neukölln und des großen Umsteigebahnhof-- Kottbusser Tor ist«in» UmgestalMng de? Platzes nötig geworden. Die Skalitzer Straße soll aus ihrer Südseite an der Ein- mündung zum Platz verbreitert werden. Hier ist bereits dos große Miethaus auf dem Eckgrundstück zwischen Kottbusser Straß: und Admiralstraß« niedergelegt worden. Bei der Neubebauung wird die neu« Baufluchtlinie innegehalten werden. Ans diesen� Grundstück stand vor Jahrzehnten ein von der sozialdemokratischen Partei viel benutzter Versammlnngssaal, die Wirtschaft„Zur Linde". Das alte Haus wurde vor 1884 abgebrochen. Die Stadlverordnelen haben in dieser Woche wieder zwei Sitzungen, eine außerordentliche am Dienstag um 18 Uhr und die ordentliche am D o n n e r s t a g um Uhr. Die Tages- ordnung für beide Sitzungen zusammen bringt 62 Verhandlung?- gegenstände. er auch, alles gelang, und er wurde der Mächtigste weithin, obgleich er nur aus simplem Landadel war. Er nahm Schloß Bernburg im Sturm und vertrieb den Grafen. �Dann machte er sie zur Herzogin. Seither soll es Herzöge geben in Bernburg." X „So. Und was wurde er?" „Ich weiß nicht. Gewiß ihr Kanzler." Das Gesicht der Herzogin war sehr ernst, die Lippen schmal gekniffen.„Soviel also kann vorgehen in diesem kleinen Lande!" sagte sie halb in sich hinein. Trosegk schwieg. In seinen klugen Bauernschädel zog ein Verstehen ein. Er sah auf sie hinab, sah diesen breit- schultrigen, kräftigen Körper, der doch die Haut so straff über die Knochen spannte, daß man die Linien der Schulterblätter sah. Und wie trocken war diese Haut, ohne Feuchte... er mußte an eine gewisse Art adliger Pferde denken, die selbst nach langem Lauf noch nicht schwitzen, weil sie fast kein Fleisch haben, die ausgetrocknet von Leidenschaft und die schnellsten Renner sind. Er begriff plötzlich die mühsam verhaltenen Ehrgeize dieser Frau, die aus dem großen Lande Dänemark kam. In den winzigen Staat Bernburg. Zu Alexander Earl, dem schwachsinnigen Herzog. Er ahnte, wo das Ziel ihrer Sehnsucht sein mußte... unwillkürlich straffte sich seine Gestalt. Sie hatte lange ins Wasser gestarrt. Ihr Gesicht war fast weiß geworden. „Hatte sie Kinder von ihm?" fragte sie endlich, leicht zitternd. „Ja. „Sie lebten also doch wohl glücklich?" „Demnach ja, Durchlaucht." Bei dem Worte„Durchlaucht" zuckte sie zusammen. Das Gesicht furchte sich wieder.„Und was hat das alles mit dem Bläs zu tun?" „Das kommt am Ende der Gesckichte. Eines Tages nnrn fich erhoben sich die Städter und Bauern gegen den Ritter vom Pfuhl, stürmten seine Burg und erschlugen ihn." „Sie erzählen nickt gut. Herr von Trosegk. Sie erzählen das letzte sogar schrecklich trocken." �„Ich kann es nicht besser, Durchlaucht— Soll ich weiter erzählen?— Also, sie ging dann vor Gram als Nonne in das Kloster München Nienburg: den Turm von Nienburg sehen Durchlaucht dort links. Von dort kam sie Nacht für Nacht an diesen Ort und weinte über ihre Schuld und über ihr Unglück. Aus ihren Tränen wurde der Bläs." (Fortsetzung folgt.) Nie angeklagten Zuchthausbeamten Die Girafgefangenen belasten sie weiier. Soanenburg, 2K. Januar. Im weiteren Verlaus des Prozesses gegen die angeklagten Zucht- hausbcamten wurden dieZustände in der Schneider st übe des Zuchthauses noch einmal eingehend erörtert. Und zwar handelte es sich um Beschuldigungen gegen Oberwachtmeister Länger, der zwei Drillichjacken„hintenherum" erhalten haben soll, was der Be- amte jedoch bestritt. Di« Zeugenaussagen ergaben kein klares Bild darüber, ob die Darstellimg Längers richtig ist, wonach er diese Jacken bei dam Werkmeister ordnungsgemäß bestellt habe, die Notiz aus seinem Bestellzettel aber aus unbekannten Gründen unterblieben sei. Charakteristisch war, daß sowohl der Werkmeister, wie mehrere als Schneider tätige Gefangene bestätigen mußten, daß für Länger wiederholt Röcke weggelegt, daß sie aber immer wieder von unbe- kannter Hand gestohlen wurden, bis schließlich Naumann ihm durch Paasch zwei Drillichjacken überbringen ließ. Ein ehemaliger Strafgefangener, der wegen nicht weniger als 23 Einbrüchen 11 Jahr« Zuchthaus zu verbüßen hatte und im von- gen Jahre begnadigt wurde, war von dem Geschäftsführer Benario der Firma Schwarzschild gegen Zusicherung höheren Arbeitslohnes mit der Aufsicht über die Schneiderstube betraut worden, hielt sich aber van dem Treiben seiner Mitgefangenen zurück, weil damals schon seine Begnadigung bevorstand. Immerhin veranlaßt« die Er- örterung dieser ganzen Zustände bei den Schneidern den Verteidiger zu der Feststellung:„Der Gefangene Paasch scheint im Zuchthaus ein geachteter Exportkaufmann gewesen zu sein, für den die ganze Schneiderstube arbeiten mußte." Als zum Fall Länger wiederum der Mörder P o l l m e r vorgeführt werden sollt«, kam der Beamte, wie schon am gestrigen Verhandlungstage, mit dem Bescheid zurück, Vollmer weigere sich, zu erscheinen, da er fürchte, vom Gericht erschossen zu werden. Der Gefängnisarzt bestätigte, daß dieser.�Lebenslängliche" allen Aussichtspersonen diese Befürchtung erzähle, gab aber der Auffassung Ausdruck, daß Vollmer nur markiere.— Wie Paasch dann wester bekundete, sei einer von den ersten Beamten, der mit dieser ganzen Geschichte angefangen habe, der Wachtmeister Weber gewesen, der es.besonders arg" getrieben und sich ganz offen Drillichjacken,-Hosen und Wäsche in Gegenwart des Werkmeisters eingepackt und noch einen Mantel über den Arm genommen habe. G r ü n i n g belastete den Wachtmeister Weber, von dem Paasch noch behauptete, daß er sich einmal aus einem Schrank sieben große' Reitbesätze angeeignet habe und daß er überhaupt alles gebrauchen konnte, mal für sich, mal für seinen Jungen. Demgegenüber be- kündete ein Strafgefangener namens M a r o w, der als Kalfaktor im Sonnenburger Zuchthaus tätig ist, daß dieser Beamte sich nur ein kleines Stückchen Wildleder aus einem Arzneischrank genommen habe. Das habe Steinbock gemerkt und daraufhin Weber sofort mit sieben Restbefätzen in seine Liste eingetriigen mit dem Bemerken: „Es kommt ja nicht so genau darauf an." Ebenso habe Steinbock einem Wachtmeister Schmärs«, der bei den Gefangenen in seiner Zell« ein Paar seidene Damenstrümpfe beschlagnahmte, daraufhin sechs Paar Damenstrümpf« in der Liste notiert. Unter allgemeiner Spannung gab der Vorsitzende dann erneut den Befehl, den joMndllchen Mörder Steinbock hcreinzilführiii Bald darauf betrat dieser„Lebenslängliche", der wegen seiner Isolierhaft schwarze Anstallstleidung trägt, den Saal. Vors.:„Na. Steinbock, haben Sie sich e« überlegt, wollen Sie aussagen?" Steinbock:„Jawohl, ich habe so Verschiedenes gc- hört, wie die Beamten hier gegen uns vorgehen." Paasch:„Sag' nur ruhig, Du weißt es von mtr." Steinbock:„Paasch hat mst mir durch das Fenster gesprochen, und das kann ich hören" Stein* bock bestätigte dann, daß Wachtmeister Weber sich sieben Rest- besäße angeeignet habe und erklärte auf Beiragen des Vorfitzenden, daß er seine Liste in der Form angelegt habe, daß er Fall für Fall nach allem, was er gehört habe, eingetragen habe. Die Frage, ob er das auf Betreiben von Paasch getan habe, verneinte der Gefangene. Nachdem Steinbock auch noch die belastenden Aussagen Paasch» gegen den Wächtmeister Beer bestätigt, dagegen seine früheren Le- schuldigungen gegen den Oberwachtmeister Kläre zurückgenommen hatte, wurde der Fall des Inspektors H i n k e l erörtert, der nach der Anklage sich ein« ganze Aussteuer, vom Pelzmantel bis zur Flieger- Haube, teils fiir geringes Geld, teils ohne jedes Entgest besorgt haben soll. Die Gefangenen Paasch, Grünin g und Stein- bock belasteten den Inspektor. von dem Paasch erklärte, daß er überhaupt alles gebrauchen könne. Graffunder habe auch geäußert, daß Hinkel ein ganzes Kommissions- lager von Allwaren erhalten hätte. Das sei den Gefangenen aber nicht ganz richtig vorgekommen, um so mehr, als auch das Gerücht umgegangen fei, Hinkel habe von dem Geschäftsführer Benario der Firma Schwarzschild 50 M. erhalten, damit er davon Kautabak für die Gefangenen kaufen sollte. In Wirklichkest aber haben die Ge- fangenen nicht das geringste bekommen. Inspektor Hinkel be» stritt schr entschieden die Beschuldigungen der Gefangenen, ins- besondere auch die Behauptung des Paasch, daß er neben dem ord- nungsgemäh gekauften Pelzmantel sich noch einen zweiten hinten- herum habe geben lassen. Dann äußerte sich der Bevollmächtigt« der Firma Schwarzschild, Benario. über die Verhällnissc in dem Altverwertungsbetricb in Sonnenburg, wobei er betonte, daß die Firma nach dem Vertrag mit der Justizverwaltung verpflichtet gc- wesen sei. Waren aus diesem Betrieb an die Beamten der Straf- anstatt und deren Angehörigen abzugeben. Die Berkaufssperr« sei von der Firma»erhängt worden, weil Graffunder infolge der zahlreiche» Transporte von Heeresgut völlig die Kontrolle verloren habe. Die Rechmingen für die gelieferten Sachen feien erst später ausge» stellt worden, weil sich die Festsetzung der Preis« noch etwas ver- zögerte. Noch längeren Auseinandersetzungen über den Allverwer- stingsbetrieb wurde die Verhandlung auf Dienstag vormittag Ist Uhr vertagt. Der Montag bleibt fitzungsfrei. * Am gestrigen Sonnabend ist im Zochlhaas Sonnenburg ein großer Haufen von allem heeresgut ein- geliefert worden, das von dem Berliner Srimiualnssistenlen Zauer vor einiger Zeil bei dem Gastwirt Siebert in Souneuburg beschlagnahmt worden ist. Es handelt sich um ansehnliche Mengen von Dederhofen. lluisormröckeu. Hosen. Mänlel. Drillichzeug. zum Teil ganz neuer Wäsche, Schnür, und Reitstiefeln. Diese waren aus dem ehemaligen AUverwertungsbekrleb in dcr�- Strasanstalt soll der Gastwirt für insgesamt 20 Al ark und' eine Wurst von dem früheren Werkmeister Graffunder er- warben haben....... Kampf gegen den Schnee. Rodelbahn am Gronewaldsee polizeilich gesperrt. Die Berliner Städtische Straßenreinigung hat den Kampf gegen den Schuck mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln aufgenommen. Allein 300 Schneepflüge wurden gestern in den verschiedene» Stadtteilen eingesetzt. In erster Linie wurden die Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt gesäubert. Unaufhaltsam durchfuhren Motorschneepflüge und Lastautos, die vorn provisorisch mit Schneeschaufeln versehen waren, die Straßen. Da aber in den gestrigen Abendstunden abermals starker Schneefall«intrat, ist die ganze Arbeit ziemlich umsonst gewesen. Insgesamt wurden gritern mit dem Stamm der Sttaßenreinigung SvllO Mann zur Säuberung der Fohrdämme eingesetzt. « Am Sonnabendoormittag ist die Rodelbahn am Grun«. waldsee van der Polizei aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Die Bahn überquert einen Fußgängcrweg am Rand« des Sees, und es sind in letzter Zell, wie wir mehrfach berichteten, an dieser Stelle wiederholt Unglücksfälle vorgekommen. Da nun bei den außerordentlich günstigen Wintersportverhöltnissen im Grüne- wald am Sonntag ein starker Andrang erwartet wird, hat die Polizei die Schließung der Rodelbahn angeordnet. Verhaftung in der Wechselfalscheraffäre Der zweite Prokurist in Berlin ergr.ffea. Wegen der Wechselschwindelrien im Bankhaus Löwenberg mur- den, wie seinerzeit berichtet, der Inhaber Dr. Lewin, der Mittnhabsr und Prokurist Rappeport und der zweite Prokurist Ewald PI o n t a g. der in der Stuben rauchstraße zu Lichterfelde wohnte. gesucht. Der Kriminalpolizei ist es gestern gelungen, Montag in einem Pensionat im Zentrum der Stadt zu ermitteln vnd fest- zunehmen, ebenso den Prioatchauffeur Roppeports namens Rege. Nachdem die Vorgänge bei Löwenberg ruchbar geworden waren, wurde auch Rappcport vorläufig gehört. Weil er wußte, was ihm bevorstand, jo verschwand er mit seinem Privatauto. Auch Montag und der Chauffeur Rege waren in Berlin nicht mehr zu finden. Gestern tauchte nun dos Auto in der Garage wieder auf und so war Rege bald ermittell und nach ihm Montag. Rappeport hatte den Prokuristen auf eine„Geschäftsreise" in seinem Wagen mitgenommen. In einer größeren Praoinzstadt versetzte er Montag und den Chauffeur. Er redete ihnen vor, daß er in der Stadt Geschäfte zu erledigen habe, wies sie an, im Hotel auf ihn zu warten, kehkte aber nicht wieder zurück. Die Versetzten stellten fest, daß er mit der Eisenbahn die Stadt verlassen hatte. Wahrscheinlich ist er bereits über die Grenze entkommen. Montag und Rege fuhren nun, schon weil sie ohne Geld waren, nach Berlin zurück. Beide wurden gestern dem Uittersuchungsrichter vorgeführt, der in Verbindung mit der Kriminalpolizei noch eine Durch- suchung der Bankräum« vornahm und dabei ein« weiter« Anzahl gefälschter Wechsel auf hiesige und auswärtig« Banken be» schlagnah mte. Der Betrag der Fälschungen ist bisher auf etwas über Z Millionen festgestellt. Oer Potsdamer Kameradenmord. y Montag Plädoyers im Äumberth. Prozeß. Gestern wurde' die Beweisaufnahme im S o l d a t e n m o r d> prozeß Dumberth vor dem Potsdamer Schwurgericht geschlossen, nachdem annähernd 80 Zeugen vernoinmen worden sind/ Die Braut des Angeklagten, die von ihm ei» Kind ernwtet, will Dumberth auch heiraten, wenn er zu einer schweren Strafe verurteilt wird. Darauf springt Dumberth auf und ruft:„Ich will lür mein Kind sorgen, wie es ein anständiger Mann tut. Wer ich löse das Verhältnis mit der Zeugin." Die Braut hatte ihrem Bräutigam ins Gesicht gesagt, daß er der Täter sei. Daraus bekam sie zur. Antwort:„Du willst dir wohl die lOl» Mark vom Staatsanwalt verdienen." Ein Skatbruder bekundet, daß der Ange- klagte einige Stunden nach dem Mord«inen sogenannten Lachs auf drei Glas Bier nnt größter Seelenruhe gespiell habe. Ms die Eltern des Angeklagten den Gcrichtssaal betreten, weint dieser laut auf.' Dater Dumberth schildert den Sohn als ä u ß e r st jäh- zornig. Er ist von acht Kindern das älteste. Der Bürgermeister der Heimatstadt des Angeklagten berichtet, daß die Dnmberths alle als heftig und jähzornig bekannt seien. Den Beamten der Berliner Mordkommission hat Dumberth nach langem Ringen ein Geständnis abgelegt. II. a. sagte er zic einem Beamten: Noch im Hinsinken gab ich dem Gelfert einen Schlag über den Kopf. Am Montag werden die Plädoyers beginnen. Vom v-Zuz zermalmt. In der Nähe des Stellwerkes Südend« ereignete sich gestern abend gegen 18 Uhr ein schwerer Unglücksfall. Der 31jährige Bahnarbeiter Iahann F e l d h a h n aus der Dennewitzstraße 26 war dort mit dem Reinigen einer Weiche beschäftigt. Bei dem starken Schneetreiben bemerkte F. den von Halle kommenden V.Zug nicht und wurde überfahren. Einige Zest später wurde die schwer oerstümmelt« Leiche des Unglücklichen an der Unfallstelle aufgefunden. Die Erössnung der„Plaza", des Varietes im Ostbahnhnf am Küstriner Platz, ist nunmehr auf Freitag, 1. Februar, definitiv fest- gesetzt. Der Vorverkauf(Ist bis 6 Uhr) hat begonnen. Wochentags iäglich 2 Vorstellungen 5 und 8.15 Uhr. Sonntags 3 Vorstellungen 2.15, 5 und 8.15 Uhr. In allen Vorstellungen das vollständige Er- öffnungsprogramm nnt Ist internationalen Attraktionen. Eintritts- preise: 1. Vorstellung wochentags und Sonntags 50 Pf. bis 1 M., 2. Vorftelluna wochentags und 2. und 3. Vorstellung Sonntags 1 M. bis 2 M. Keine Mieteerhöhung. Gegenüber den immer wieder austauchenden Gerüchten über «ine bevorstehende Mieterhöhung stellt der Reichsarbelt»- minister in einem Rundichreiben an die Landesregierungen fest. daß eine Erhöhung der gesetzlichen Rliete von der Reichsregierung nicht beabsichtigt sei. Großfeuer in Krankfuri a. d. O. Frankfurt a. d. O.. 26. Januar.(Eigenbericht.) Ein Riesenfeuer,, wie es Frankfurt kaum seit Iahren zu ver- zeichnen hatte, brach heute, Sonnabend, um Ist Uhr, in der Stärke- und vextriusabrik v o n K ö h l m o n n in der Goepelstraße, aus. In der Fabrik, in der bereits Nachtschicht gearbeitet wurde, erfolgte plötzlich um 18Bst Uhr aus bisher noch ungeklärter Ursache ein« Ex- p l o s i o n. in der Staubkammer. Di« im Betrieb beschäftigten Ar- better, ungefähr 2st an der Zahl, hörten plötzlich einen Knall und flüchteten sofort auf den Fabrikhof. Zu gleicher Zeit wurde der Da chst u h l des Hauses in die Luft geschleudert und riesige Stichflamen schlugen zum Dach hinaus. Die sofort alarmierte städtische Berussscuerwchr rückte mit sänttlichen zur Verfügung stehenden Gerätewagen und Motorspritzen an. Die Fabrik war in w« lügen Minuten ein Flammenmeer und brannte bi» auf die Grundmauern nieder. Der Sach- und Materialschaden dürfte sehr erheblich sein. Personen sind nicht verunglückt. Die verdorbenen Queischkarioffeln. Eine Massenvergifiung mit fchmuhigen Folgen. In Rotterdam bildet das Tagesgespräch eine Massen- Vergiftung, von der 55st Teilnehmer an einem von der Perjo- naloereinigung einer Lebensversicherung veranstalteten Festessen be- troffen sind. Erfreulicherweise sind die Krankheitssymptome durch- weg leichter Natur, so daß alle erkrankten Personen in wenigen Tagen wiederhergestellt sein werden und. soweit sie das Krankenhaus aufgesucht haben, zum größten Test bereits ent- lassen werden tonnten. Trotzdem hat der Vorfall durch die Begleitumstände ungeheures Aufsehen erregt. Einmal konnte die Dersicherungsgesellschaft ihren Betrieb nicht öffnen, weiter ist das Tivoli-Theoter, das die Teilnehmer des Festessens später aufgesucht hatten, durch stark« Beschmutzung der Gänge und Räume schwer mitgenommen. Nach den Angaben von Augenzeugen hat sich gestern abend während der Theateraufsührung im Zuschauerraum eine förmllche Panik ent- wickett, da ungefähr 600 Zuschauer sich zum großen Erstaunen der Schauspieler erst vereinzelt, dann gruppenweise, schließlich in ge- schlo>sener Masse von den Sitzen erhoben und fluchtartig nach den Ausgängen stürzten, wobei es in den Vorräumen zu h e f t i. gen Szenen kam. Der sofort alarmierten Polizei und dem Perso. nal des städtischen Gesundheitsdienstes bot sich in den Gängen des Theaters ein unerfreulicher Anblick. Alle Toilettenräume llböi-bkttdkM) Oirniti, zum Knöpfen, C ca. 130*200 3-/a Oberbettbezug Linon.m.kl.Web-__ fehiern, 130X200�.95 Ueberlaken Wäschestoff, mit imü Wickel ä jour, C qe ca. 150 x 250 J'50 Bettlaken ungebleichter Nessel,'' 4 ac ca. 140x210 I � Bett Dowlaa saum, � ca. 150 x220 3-05 Kissenbezug mit Itnguert«». artigen(Und Kissenbezug mit Stickerei- Einsatz,«.80x80 8.75 breit, Meter für Bettlaken, 4 140 cm br., Meter 1.48 Nachthemd Barchentlaken f/errtu) nur Prinzenstr. Eck» SebästianstraBe) A n e mit Klbppelspitz». A.&9 Taghemd Prinzanstr. Ecke Eebasliar.str.) mit Stickerei 95pf waren überfüllt, crB# Gänge furchtbar beschmutzt, An de» Wände« lehnten überall Personen, die, mit heftigem Brechreiz kämpfend, nach Atem rangen. Auch der Plag vor dem Theater befand sich in solchem Zustand, daß er von der Feuerwehr mit Schlauch- leitungen gesäubert werden mußte. Die Polizei hat eine strenge Untersuchung eingeleitet. Alle Speisenreste in dem betreffenden Restaurant wurden beschlag. nahmt. Man führt die Vergifmngserscheinungen auf verdorbene Quetschkartoffeln zurück._ Wmierkuren. Die größte Wirkung der Sonnenstrahlen, de. sonders der ultravioletten, fällt in die Winter» m o n o t e, wo die Luft am reinsten und die Besonnung am inten- sivsten ist. Ihr« Wirkung auf den schneebedeckten Höhen zusammen mit den anderen Vorzügen des Höhenklimas ist eine Quelle der Ge- mudung für Kranke und Erholungsbedürftige. Die Reinheit der Höhenluft erreicht zur Winterszeit ihre höchste Vollkommenheit. Der »allende Schnee nimmt alle Unreinheiten mit sich und bewirkt, daß die Luft fast ganz bakterienfrei ist. während die Schneedecke die Unreinheit des Badens verhüllt und jede Staubbildung verhütet. Wie rein dann die Luft ist, geht daraus hervor, daß die Schneedecke wochenlang ihren weißen Glanz behält. Run kann man ohne Ueber- treibung von einer Sterilität der Luft reden. Die günstigen Eigenschaften des Höhenklimas begünstigen die Respiration, besonders die Ausatmung, denn diese erfährt, wenn sie in einem luftdruckverrninderten Raum mit trockener reiner Luft erfolgt, eine Erleichterung. In dieser Erleichterung liegt eine der rww'egendsten günstigen Bedingunoen des Höhenklimas, was bisher viel zu wenig steachtet wurde. Man spricht vorwiegend von der Einaimung, während man der Ausatmung weniger Gewicht beilegt. Ein« tiefe, kräftige Ausatmung ist aber für die Einatmung Vorbe- dingung, denn zuerst muß die verbraucht«, kohlensäurehaltig« Luft aus der Lunge heraus, bevor diese sich mit sauerstoffhaltiger frischer Luft anfüllen kann. Der Funktion der Haut kommt«ine det Funktion der Lunge ähnlich« Aufgabe zu. Auch diese dient dar Entfernung gewisser Ausscheidunasprodukte. weshalb man auch von einer Haut- atmnng spricht. Wie die Lungcnatmung, so geht auch die Atmung der Haut in einer reinen, trockenen Luft von vermindertem Luftdrucke le'chter und besser vonstatten. Reben dieser Tätigkeit hat die Haut noch die Aufgabe, die Körperwärme zu regulieren und die Wärme- bilanz herzustellen. Durch- Verweichlichung, besonders durch den Aufenthalt in warmen, finsteren und dunstigen Räumen, ferner durch die zu wannen Kleider, welche die Lust von der Haut abschließen, geht dies« Funktion der Haut verloren und Erkältungs» und Ueber» bißungskrnnkheiten sind die Folgen. Die biologische Wirkung der Sonnenstrahlen ist eine verschiedene, je nach der Strahlenart. Die roten und ultraroten Strahlen dringen in die Tiefe und üben ein« Durcbwärmung des Körpers aus. Sie wirken besonders bei allen krankhasten Körperzuständen. bei welchen durch Blutarmut, Zirku- lotionsfchwäche und durch mangelnd« Stoffwechsel«ine verminderte Wärmebildung stattfindet. Je kurzwelliger die Strahlen werden. besonders die ultravioletten, desto weniger«erden sie von der Haut durchqelasien. sondern absorbiert, wodurch die schützende Bräunung der Haut hervorgerufen wird. Diesem Vorgänge in der Haut wird eine Reizwirkung auf das Blut, eine Anregung der Zirkulation, der Atmung und des Stoffwechsels zugeschrieben. Das zeigt sich in Der» mehrung des Aovetites, einer Besserung des Schlafes und Hebung des Allgemeinbefindens., Aul den den höheneigentümlichen sonnigen Herbst folgt oft ganz unvermittelt mit einem Schneefall od«r Frost der Winter. Die Kälte wird aber in der trockenen Höhenlust, welche eine gute Isolierung aeaen Wärmeverlust« bildet, viel besser ertragen, als in der feuchten R'ederung. Die winterliche Scbneedecke bewirf t_ ein« Reflexion tWiderftrohkung) der Sonnenstrahlen von den Schneefekdern der Berghange von allen Seiten her, was wieder ein« Steigerung der Sonnen Wirkung hervorruft... Deshalb sind Frelluft- und Sonnenbäder tn der reinen Höhenlnst unter Einwirkung der natürlichen Höhensonne ein vorzüglich« Mittel, den Körper zu kräftigen, abzuhärten und gesund zu erhalle». NestroyAbeud. Im Stohmen des vom B ol k sb ild nng s a mt Char» lottenburg veranstalteten Vortrogszyklus.Di« deutsch« Di tunz Oesterreichs" widmete Florian Krenzl vom Oesterreichis Deutschen Volksdund im Charlottenburger Rathau, Johann Restroy. bem Altmeister österreichischen Humors, dem philosophisch ange. buuchten Posseirreäßer des vormärzlichen Wien,«in warmes Ge- denken. Johann Nestroy. im Jahre 1801 als Sohn eines Rechts» anwalts in Wien geboren, studierte erst Iura, sattelte dann aber nm und wurde Sänger. Aus dem Sänger wurde ein Schauspieler, der sich aniänglich, wie all« Innger Thalieus. zum großen Tra- göden beniien fühlt« und sich nur unwillig der leichten Muse in die Arm« warf, dis ihn sein erster großer Erfolg zimi großen. vielleicht größten Komiker seiner Zeit stempelte. Mit Leib und Seele Schauspieler, ichrieb er eigentlich seine»stück« nur. um für sich und seinen Kollegen Wenzel Scholz Rollen zu schassen. Nach Dichterlorbeeren gelüstet« es ihn weirig, er sagt auch in einem Stuck:.Bis zum Lorbeer veriteia i' mi' nct." Nestroy war der Begründer des realistischen Dollsstückes. Sein Herz gehört« immer wehr den Unterdrückten und wenn er auch nicht gerade iitr sie «ine Lanze brach, er fühlte, wi« sie fühlten. So sagt �der Trödler zu seiner Frau in.Zu ebener Erde und im I. Stock":.Warum sich die Reichen imer nur wieder Reiche einladen tuaty täten's die Armen einladen, dann hätten doch wenigstens oll« z' essen." Auch mit den Prädikaten„armer Teufel" und„armer Narr" ist er nicht einverstanden.„Als ob's bei die Reichen nur lauter m # Frauen und Wehrstage. Eine Kunktionärinnenversammlung. In«teer sehr gut befuchten Funktionär i.nuenver- s a rn m l u n g der Sozialdemokratie Berlins sprach in den Rest- denzfestsälen am Alexanderplotz Reichstagsabgeordneter Genosse Franz Künstler über dos Wehrprogramm der Por» te i. Er wies darauf hin, wie nicht nur in Deutschland, sondern auch interkiational die Stellung der deutschen Sozialdemokratie zur Wehrsrage größte Austuerksamteit hervorruf«. Die Bedeutung unseres Wehrprögramms sei nicht nur von tagespolitischer Natur. Im Augenblick wurde die Wchrfrag« in den Vordergrund gedrängt durch'die Panzerkreuzerdebotte, und es war die So- zialdemokratte, die durch ihren Antrag im Reichstag mll der vor- trefflichen Rede des Genossen Wels die Einstellimg des Panzer- kreuzerbaues forderte. Mit Recht! Nichts beweist dies besser als die Groenerfch« Denkschrill. Zeigen sich doch in chr Ansätze zu jener Geheimdiplomati«, die vor dem Kriege über Deutschland so viel Verderben bracht«! Heute ist die Reichswehr durch ihre lange Dienstzeit eine zwar klein«, aber in höchstem Maß« durchgebaute und mustergüllig« Wehnnacht Vereint mll ihrem Bundesgenossen, der Industrie, kann sie das Führermaterial für«in Mittionenheer stellen, das die Sehnsucht aller Bürgerlichen einschließlich der De- mokratcn ist. Deshalb auch ist der Reichsrvehretat heute über- füttert, während soziale Fragen vernachlässigt wer- den. Künstler erscheint es unmöglich, noch heute aus der Reichs- mehr ein republikanisches Machtinstrument zu bilden, da zum Bei- spiel totsächlich von 4000 Offizieren 741 dem alten oder jungen Schwertadel entstammen. Zudem stellt ja der ß 2 der Bestimmungen über die Heeresergäuzung dem Kompagnteches atchsim. bei der Reueitfftcllung persönliche Beziehungen auszunützen. Die Forderungen unseres Erfurter Programms nach einem Milizheer hält Künstler für überholt. Er bedauert es, daß wir in Magdeburg über ein Wehrprogramm, nicht aber über ein Abrüstungs- Programm beroten worden. In dem Entwurf unserer Kow Mission zur Prüfung des Wehrproblems hall er den Artikel 8, wonach gegen die Machtpolitik irnperialtsiischer und faschistischer Staaten die deutsche Republik genötigt sei. zum Schutze der Selbst- bestimmung ein« Wehrmacht aufrechtzuerhalten, für besonders de- denklich Dieser Artikel sei so vieldeutig, daß man damit machen könne, was man wolle. Er müsse fallen. Di« Sozialdemokratie sei der Vortrupp der Abrüstung, der olle Kräfte für den Befreiungskampf des Proletariats brauche. In der Diskussion erklärt« sich ein« große Zahl der Red- neritmen für ein glattes Rein gegenüber jedem Milttäretat. Doch wurde auch auf die Gefahr hingewiesen, die aus einer solchen Ein- stellung ftir die Regierungsfähigkell der Sozialdemokratie im Rahmen der gegenwärtigen Parlamentsmehrheit erwachs«. Genosse Künstler führt« in semem Schlußwort aus, daß die Sozialdemo- kralle keiner Regierungskoalition mit bürgerlichen Parteien gnund- sätzliche Forderungen opfern dürfe. Im dritten Teil der Tagesordnung wurden die Wahlvor- s ch l ä g e ftir die zum Magdeburger Reichsparteitag zu delegieren- den Genossinnen ausgestellt. Es werden Genossin Kern mll 143 und Genossin Wurm mll 94 Stnnmen aufgestellt. Es erhielten die Genossinnen Bohrmann 88, Rewald 27. Sche n k a» lowski.7 iinb L i l j« b« r g 5 Stimmen. Engel und lauter ganz Gffchell« geben tuat," meint er. Er war und blieb aber immer der Kasperl unter den Philosophen oder der Philosoph unter den Kasperln. und Hebbel, dessen„Iitdllh" er in einer blutrünstig-schaurigen Travestie arg zerzauste, nennt ihn einen Possenreißer, den niemand ernst nehmen darf. Der Vortragende los aus des Dichters unveröffentlichten Nachlaßwerken, so die er- wähnte ,3udith"-Parodie.Chimäre", einen Monolog aus dem Jahr« 1848 und noch ein« ganze Reche launig-heiterer Sachen, hinter derem derbe» Witz allerhand Lehenswahrhell steckt. Racheaki mit Höllenmaschinen. Oer Verfertiger verhastet. Der Derferttger und Absender der Höllenmaschinen, die. wie gemeldet, an verschiedenen Stellen Thüringens aufgetaucht sind, ist. wie das Thüringische Landeskriminalamt mitteilt, in einer Krankenanstalt Thüringen'? ermittelt und festgenom- men worden. Der Täter, ein Schlosser Pflug aus Apolda. hat bereits«in volles Geständnis abgelegt. Er behauptete, nur 5i« drei Höllenmaschinen zum Versand gebracht zu haben, die bereits gefunden worden sind. Seinen Angaben nach hotte er mll den Empfängern seinerzeit persönliche Differenzen und hat sich auf dies« Wesse rächen wollen. Um seine Spur zu verwischen, hat er nach der Tot die Krankenanstoll aufgesucht. Was Fran Metzelthin aus Rem Park über ,.Di« häuslichen Verhältnisse in Amerika" erzähll, ke- ställgt nur die allbekannte Tatsache, daß man jen- seit? des Atlantik vernünftiger imd besser lebt als bei uns. Es herrscht dort ein klareres Licht, der Schein traulicher Petroleum, lampen, die Gartenlaube sind nicht beliebt. Allerdings spricht die Dame aus Reib Port banptsächlich von den bürgerlichen Schichten. Die Annen würden dieses Bild eines in Vernunft gebadeten Peru- dieses nur verunstalten und verzerren. Von größter Notwendigkeit für den Berliner ist«s aber, zu erfahren, wie es sich eigentlich mit dem Babylonischen Turm oerhielt. Schlaflos« Nächte hat man über dem Problem vergrübelt, ob wssächlich Nebukadnezar II. oder etwa schon Homurabi mll ihren Fingerchen den Mörtel ziisammengerührt haben. Run, man kann wieder ruhig schlafen. Pros. Dr. Andra c ist selbstverständlich nicht in der Lag«, ganz genaue Daten anzugeben, aber rückt das Problem auf eine beruhigend wissenschaftliche Grund- läge. Matt sieht daraus, daß der Rundsttitk.zeitgenössische Sorgen Hot. Marianne Alfermann, ehemals Koloratursängerin der Berliner und Frankfurter Oper, scheint sich jetzt definitiv der Operette verschrieben zu haben. Sie.singt am Abend«in paar Schlager von Lehar und Knopf, da hier keine schwierige Koloraturen und Kadenzen vorkommen und mir die Mittellage entscheidend bleibt, kllngt diese Sllmme schön, mit dunklem Timbre, nur die Höhe ill problematisch. Er folgen darauf„Dialoge der Weltliteratur", und zwar Dialoge Lessings und Fontonelles. Alles sehr schön. Aber muß es ausgerechnet der Somiabendabend fein? Weiß denn die Funkstunde immer noch nicht, wie sie das Weekend illustrieren soll? F. S. Oer Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt e.Ä., Berlin SW. 61, Belle-Alliance-Platz 7/8(Telephon: Dönhoff 8188). tritt am 26. März zu seiner Z. Reichssttzung in Frank» f u r t/ M a i n. Dolksbildungsheim, zusammen.— Außerdem findet dort am 27. und 28. März die Reichskonferenz„Ausbildung" statt. Zur Behandlung stehen folgende Themen: 1. Der Stand der sozialpädagogischeiv Ausbildung": 2. linser« Forderungen an die berusliche Ausbildung in der Wohlfahrtspflege a) Besondere Fragen sozialhygienischer Ausbildung, d) Wohlfahrtspflegerisch« Ausbildung und Laufbahn des mittleren Beamten, c) Wirtschaftsschulung und Wohlfahrtspflege, ck) Akademiker und Wohlfahrtspslege, e) Forderungen an die Leistungen der Ausbildungswerkstätten: 3. Demo« kratisierung der Wohlfahrtspflege. Die Teilnehmerkarten werden vom Hauptausfchüß ausgegeben. Es wird gebeten, Anmeldungen dorchin erfolgen zu lassen. Zuschriften über Zimmerbestellungen sind unmittelbar an den Bezirksausschuß ftir Arbeiterwohlfohrh, Frankfurt/Main, Allerheiligcnstr. 57. zu richten. Vezirtsttldvngiansschvß. Heut«, pünkMch Zsi. Uhr nachm.. tut Staail. Echillertheater, Char lottenburg. Borstellwtg:.Ein besserer Herr», Lustspiel von Hasenclever. verlere«. Verbandsbücher be» ZdA., da schadenersatzpflichtig, wird m» Rückgabe gegen Belahnuug an Walter Frenzel, Lanzesir. 24 III, gebeten. Vnefkasten der Redaktion. «. V. vrnbtfteatze. 1. Der Steigerunzssatz für iede. erdnungsmStziz menietc Beitragsmarte beträgt in der 4. Lohnklafle t« Pf. und rn der 5. fiichnflofft, 27 Pf. 2. Maßgebend sind die geleisteten Beiträge. 2. 100 000 M. gleich SL0 GW. Die.- Aufrechnung van«vartaffenguthaben erfolgt nach, einem besonderen.Lmtepr,. mll dos wü. ober wegen Ä'nuurmaKgel» nicht näncr,-«in,- gehen länncn.— M..ttz z.. Während zweier Jahre müssen mindesten!» 30 WachenbeiteSge-entrichtet Bierden. d. H. 20. 1. Rein. 2. Rur wenn Ei». vom Dabninrgaamt daju ermächtigt worden find. 3. Ja. 4. Wenden Sie sich an das. Wohnunosamt lSchlichluiigstomm-ffion). Sie lännen aber auch Klage beim Amtsgericht gegen den Vormieter erhoben. Wir empfehlen, Mnächst das Wohnungsamt anzurufen.— K. a. Die Wertzinvachssteuer geht von dem Ge. famwerlaufspreis aus. Sie beträgt bis zu 30 Pro,, des Unterschiedes zwischen Ginftande. und Verkaufspreis. Dem Einstandspreis werden die Unlastcn für den Erwerb, Aufwendungen für Bauten und dauernde Verbesserungen bin, zugerechnet.— R.®. 22. Setzen Sie sich sofort mit der Gesellschaft in Ver. bindung. Sie wären besser weggekommen, wenn Sie seinerzeit Ihre A n sprüche angemeldet Härten.- O. X. ff.>. 20.40 W. 2. 38,10 W. Wetterbericht der Sffetitlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend IRachdr. verb.l: Meist trübe mit Schneeiällen. Geringe Milderung des lerofte«.— Air Deutschland: Nirgends wesentlich« Llenderung w der Wetterlage. Die Poradieedettenlobrll M. Steiner n. Sahn steht stch gezwungen. .•>> innegehabten Verkaufsräume Leipziger Str. 123» auf. »nb bezieht zum t, April die neu eingerichteten Lolalitaten Leipziger che 30 szwischen Charlotten, und Ma rlgrafen straße>, Infolge dieser un» illtrn Geschaftsverlegnng findet ab Montag, dem 28. Januar, ein Räu- Ihre seit iJ Jahren innegehabten Verkaufsräume Leipziger. Str. 123- auf» -£5..............'' stgi ..ilac iteftt ... mungs-Ansoerkauf statt, in dem zu besonders preiswerten Einkäufen Gelegen heit gebaren wird. ltral gewo z-bracht. Ein baldiger Versuch in diesen Sorten sei empfohlen, ha die N»st» bestände schnell»ergriffen sein' dürften. Für bi« Leitung der Anfang jsebrnar zur ErSffnung gelangenden neue» Verkaufsstelle im Westen Berlins, ru her Dudapefter Str. 0, hat die Daimler- Venz- Aktiengesellschaft den in weitesten automobilistischev Kreisen bekannten Herrn Karl Otto engagiert. Herr ü'to ist Mitbegründer der Firma Rudolf Caracriola u. Co. G. m. b. H. geweseir. Dl« Firma Bernhard Loset®. m. 6. H., Heilkränterhan«, Berlin R. 24. Elsasser Str.«, feiert am 3t. Januar ihr 001 ährige« Bestehen. Bernhard Lauer sen. stellte als erster den heute weltberühmten Bernhaih Lauers Harzer Gedirgste« her. Durch d'e Dotkraft de» Inhabers wuchs das Unternehmen»u dem heute im Zu- und Auslande bekannten Heilkräuterhaus empor. ku unserer PIODELB.-ABTEI1.IJMO für Abemfl- u. GeseUschaHs-Kleicler sin« wiederam die oeueoten llodesehdpfnngea, dr runter Wunder- wer ke»n Elegant ud Oetehmick eingetroffen. So: ehe berrllebe» Kleider werden saust nur I» I-ntnO- XteUer» angefertigt. Loste» aber bei un» nur einen Drndttell de« sonst üblichen Prelsea Die rieeenhafto Auswahl unseres Lagers für Winter- Pläniel bietet Mäntel jeder Art. mit und ohne Pelzwerk, von einfachen bis ru den ele gantesten, für jeden Geschmack und jede Figur auch für sehr starke Damen zu denkbar niedrig. Preisen. Hochelegante Seidenpliisdi Mäntel In ansgezefebneter Verarbeitung, ganz auf elegantem Futter, In grofier Auswahl von 49t Kleidsames und gediegenes Woll-ffieid -aus vorzüglicbcm Eloctr*- Papillen, in moderner Verarbeitung, mit Gleckcn- rotk und reich besticktem Zicrkjagcn und-Man- schcttcn, OürteJ mit Schnalle, In vielen Farben und auch in den größten Weiten vorrätig 29: Herrliche« Crfipe-SatiD- mit weit geschnittenem Glockenrock, kein. Crdpe- de-Ohine-Kragcn ou ebeu- eoIchcnFcchtmanBchctten, mit Pcrlkno�fgarnierung. Das reizende Kleid aus dem beliebten fließenden Stoff kostet. in modernsten Farben vorrätig nur 39: Bestechend schöne« OesellsduMlelfl aus reinseidenen Spitzes mit feinem Cröpc-Geor- «ette- Unterkleid, reicher andgarnlerung ond ßtrassagraffe. Die Trä� gerin dieses schönen i�nd eigenartigen Kleides wird in Jeder Gesellschaft Bewunderung erregen. In zwei Ausführungen vorhanden. 49.59.- Bildschöne Original WicnerStrick- Komplcts »US vorrflsllch. HeterUl, In oioderniter Verarbeitung, dreiteil. 32.- Strickkleider die unentbehrlichen Kleidungsstücke für w�chsel- voIIe Witterung, in unübertrefflicher Auswahl. Prak tlscbes Strickkleid aus weiph. Material i 15: Der fesche u. praktische Trcnch-Coal- Mantcl UNS nsverwiletllebem All» vettere toll, ähr treu« Usglelter»M e» In Sturm und I P.« Regen nur*• Die beliebten ksrierias kunstseidenen Redenrnfinlel ein trejff lieber Schutz ftr nasse Witterung id. 15. /kebSungü als Auftakt für unsere WeiQe Woche! WERTHEIM Leipziger Str.(Vareand-AbL) Könlgatr. Roaenthaler Str. Moritzpletz ßzxtra- L!MW!!I!W»IM»M!WW«Är IWMilMMIMWMIIM Montag bim Mittwoch{SJS? Seldenstofffe Marocain fagonnä 4QI. aparte Druckmuster, Kunstseide, Mtr.• Crßpe de Chine ZT 4ao gute Qualität, viele Farben, Meter• � Satin Grenadlne elegante mattglänzende Seide, m A qa großem Sortiment.... Meter � w Damen-Cord gute Qualität, ca. 70 cm breit, Mtr. Kinder-Kleider Kinderkleid Faltenfonn, Länge 45-85 cm, Länge 45 cm Jede weitere Größe 75 PL mehr 1ss 625 (tr Jugendl. Kleid bedruckt Waschsamt, Gr. 38-42 I � Oü Trikotagen 425 Sso 6 90 850 Kieiderstofffe Waschkunstseide QKm entzückende Druckmustsr, Mtr. O w PI Woll-Musselin bedruckt, 4QB. mod. Dessins, ca. 80 cm bn, Mtr.' Reinwoll. Melangen für Sport- u. Reisekleider, Q tc ca. 100 cm breit, Meter dL*»0 Mantelstoffe*Ä«t--„n auch mit Abseite, ca. 140 cm breit Lä s v Damenkleider Normalhemd wollgemischt Unterbeinkleid He%n wollgemischt für Ä Herren � SO 2 io Schlupfbelnkleid qk fiir Damen, fein cerioof w U PL 4io für Damen, fein gerippt Damen-Unterkleid Kunstseide, gute Qualität Damen-Hemdhose 4.. gerippt I � Sportkieid Trikot-Melange, Größe 42-48 Flottes Kleid Trikot Charmeuse, Gr. 42-46 Frauenkleid Glockenform, Größe 42-48 Nachmittagskleid Reinseidener Crtpe-Satin, mit QR.« Spitzenkragen und Manschetten Lä L/ Ivl 1275 1775 1850 85 Handschuhe für Damen Schweden imlt mit Manschetten, farbig Trikot Glaceleder imit. Steppnähte, farbig, gute Qualität Glaceleder Pf. farbig o. schwarz, 4.. gute Qualität I 40 175 farbig, mit Q ftA Manschetten O 90 DareenhlUe Frauenhut große Kopfweiten ZwelSpitZ mit Stickerei Damenhut neuzeitliche Verarbeitung mit Strohborte, V3iOCI\e farbige Unterkrempe Korsette Strumpfhaltergürtel Jacquard-Batist, weiß u. rosa, mit 1 Spitze und 4 abknöpfbaren Haltern> Hüftgürtel Site im Rücken zum Schnüren, mit 4 auswechselbaren Seidenhaltern Hüfthalter KSÄSt„ gummi, Mechanik und Rücken- X oe schnürung, 4 Halter...... O OO Gummi-Schlüpfer farbig, gestreift, ca. 30 cm breit � � WelBwaren Kleidergarnitur mit Valenc.- 4_c Kunstseide, Owe Spitzen gam. I/O zweifarbig£. /0 Cr§pe de Chine-Schal reine Seide..bedruckt Gr, 22X120 cm 30X130 cm 4SX150 cm 70 245 Pamenstrlimpffe Damenstrümpfe qKdiI Kunstseide oder Seidenflor � � Damenstrümpfe 4 Seidenflor• Damenstrumpfe 4 QA künstliche Waschseide' Damenstrümpfe jSÄ künstLWasdi- o O seide, Silber /i 45 Gold O 25 Damenstrümpfe nQr. Kunstseide, mit Flor plattiert«x Herren-Socken Herrensocken qr-, farbig gemustert*7 s/ rt Herrensocken 4 f.f. Seidenflor, farbig gemustert' Lederwaren Geldtasche SÄ«Op, Moirefuttcr. 2 Abt, 7 cm lg. w W ru Geldtasche JS«, Lederfutter, 2 Abt, 10 cm Ig. Beuteltasche verschiedene Lederartea 175 M 590 Woche 375 Vorverkauf Mittwoch} den SO. Januar 245 mit Falte u. Schlaufe, 20 cm lang � Tacr*ho mit Reißverschluß,_ I aSUnü solides Leder. K om 2 Abt u. Klappe, 18 cm lang** Beuteltasche Ä. Kßa mit Inneobügcl, 22 cm lang � r Es entschlief im 63. Lebensjahr sanft nach hartem Kampf mit seinem schweren Herzleiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- und GroSvater, der Steindrucker Richard Henckel in tiefer Trauer Emma HmrVcl, geb. lohn, Marttn Vogel, Vogel, geh. Henckel. Berlin 5131. Ackerstraße 121. Die Einäscherung findet am Montag, dem 2S. Januar, I6>', ka>/z) Uhr, im Krematorium Gerichtstrafe statt Am 21. Januar verschied infolge Grippe mit Lungenentztfndung völlig unerwartet unser lieber Freund und Kollege, der Maschinenmeister Erdmann Henschel ehrenamtlicher Kassierer der Berufskrankenkasse sowie Vertrauensmann des DWV, Ortsverein Berlin 31(BEWAG-Meister). Wir verlieren in ihm einen treuen Kameraden und Funktionär, der jederzeit in pflichteifriger Arbelt das Beste für seine Kollegen sowie für seine Betufsorganisfion erstrebt bat. Der verstorbene Freund wird nach lange schmerzlich vermißt werden unj hat sieh selbst einen Denkstein in den Herzen seiner Kollegen gesetzt Im Namen des Vorstandes Dwwtscher Werkina zler-Varbaad Ortsverein Berlin 31. Die Einäscherung erfolgt am Montag, dem a. d. M. 17,30 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf, Berliner Straße 101/102. Danksagung Aüz Me eitlen Beweise tnuiger Teilnahme bei beut Heimgänge meines lieben Mannes und Vater, sagen wir aßen Serwaab.en, Freunden und Bekannten, der OrtsnerwaUnng und de» Angestellten des Deutschen Melallardeiteroerbandes. der 21. Adleilnng de, Dahl- verein, und dem Bezirksamt Dedding. befonbecs dem Herrn Otto H a n t f e für die tiefempfundenen Borte herzlicfaeii Dank Berlin 92 65, ben 37. Januar 1939 Wilwc Elsa Behrend und Sohn Malplaqnetstr. H/16 CMQM&fm ihnen geaiegene neuzemiona Tailzahlung 24Monatal Erste Kniende Monatsrate mirz Elsasser Str. 37 � Brunnenstr. 33 nana oramenburgar Tor nahe imalldenatraBa Dentidier Hetaliarlieiter-TErtiaiiil Versaltungsstelle Berlin. Tedasansaigan Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Aollege, der Schlosser Max Klinkert geb. 4 Juli ISf.ö, am 32. Sannst gestorben tfL Die Sioäscherunz findet am Montag. dem 38 Januar. 15 Übt im Arematorinm Iberichtstraße statt Am 33. Zatmar starb unser Ärtfege, der Schlosser Oskar Nagel geb. 14. September 1858. Sie Einäscherung findet am Mon- iag, dem 28. Januar. I9>/» llhr. im Arematorimm«eeichtstraße statt. Ehre ihrem»Rbenkeal Siege Beteiligung erwartet via Ortaorrmaitnag. Qank»agaag. Fllr die vielen Beweise. Teilnahme und die zahlreichen spenden beim Heimgang unserer .ieixm Mutier Christine König sagen mir allen Derwandien. Freunden nnd Bekannten, insbesondere A«rrn Pfarrer Ejchier sllr die trostreichen Borte am Sarge der Beriiorbenen unseren herzlichsten Dant Berlin O 34. Aopernikuastr. 16. Ertcb König n Danbameana. Wir die herzlich« Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Manne» e�uxust tteisa lagen wir allen- Verwandten Und Bekannten unseren herzlichen Dand Harte Hei»« Sota nmd SehwiegerteeWer. ranffagang. F»r die vielen Beweis, heeMcher I Teilnahme bei der Trauerseier meines r Heben Mannes sage ich allen Stiegen. sowie der In nunaskranfenfafse. der Innung und dem Denti che» Vertehr». tmnJb meines heimlichsten Dant. Fr«« Fried« tritmfdf nebst Äinbet L Hiermit sagen tote ffc Uta Dell- na�me deimHinschetden rnisere» lieben Harald Hackaw bot Sollegen netn gaugewetchbirnd und den«enoksen van de, SPD. unseren herzlichsten Dan!. Familie «---- 1»�.,.«,, *ö2im mmeniDfö, Ääpenlaet Landstraße%C. T SteppeecVe« I e 12 Monat,. rat*1 Steln*s WWc»W> ■strache so Vrrtagggn Sit onirtt BETTFEDERN BERLIN N 54 RosenthalarstraOa 9 1 SSaKottbuMrOsmm 88/89 1 irtofrrj von M. 30-~ eufv f reist Nr. 42 a. Motu grell» üasehlissana 0-30. SarupftB 0-80, 0*50 Waffl, gamoft od. gaschlissan 380, l*UO Oaunan........ 5«O Kissen, gefüllt.. Unterbett, gefüllt. Oberoett, gefeilt 410. 3-70, 9-80, 8-70, 11-40, 9-35. Steppdecke. 1"SÄH 36- 2*45 5 55 6*95 BaUfeaarnrUnlga� Sehenswerte AnssteDung der neuesten Kttctaen and ReCormschrSnke SonderverkauS Tom AS. Janamr bis S. Fabruar- Wihreni diatt Xaii«ergüfe ich bei Barkauf 10% Rabatt* Selb, gümäge KaafgelegaAek auch für tpäUren Bedarf. Koslenlote Lagerung. Felix Fleischer Kücheambbalfabrilt «a dar Oraadaoar Straaa«. Alte Jakob«tr. 75 CntorgrandbaJixi Insclbräcfce. Nr. �6» 46. Jahrgang s!» Sonntag 27. Januar 1929 ADIEÜ STANDARD 6 Die preiswerteste Ö—V-sitzicfe 12/50 PS Qualitäts-Pullmann-Limusine der Welt!______ Ganzstahl-Karosserie edler Linie! A dlerwerke _ v. Berlin: D GW I 1»V ß Teleionr. Unter den Linden|2/13 rvl 1. V-r V-XV-X V-X» olWrrli» Bergmann 7000/Belle.Alliancestra«se6 Ueberall vertreten Parteitag 1929. Am 10. März in Magdeburg. Der Parteivorstand beruft hiermit den diesjährigen Parteitag zum 10. März und folgende Tage nach der„Stadt- Halle" in Magdeburg ein. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Bericht des Parteivorstandes. a.) Allgemeines. Berichterstatter: Hans Vogel. d) Kasse. Berichterstatter: Konrad Ludwig. 2. Bericht der Kontrollkommission. Berichterstatter: W i l h e l m B o ck. 3. Bericht der Wehrprogramm- Kommission. Bericht- erstatter: Wilhelm Dittmann. 4. Bericht der Reichstagsfraktion. Berichterstatter:(steht noch offen). 5. Die Internationale. Berichterstatter: Arthur C r i s p i e n. 6. Die Frau in Politik und Wirtschast. Berichterstatterin: Marie Juchacz. 7. Arbeitersport und Sozialdemokratie. Berichterstatter: Karl S ch r eck. 8. Wahl des Parteivorstandes und der Kontrollkommission. 9. Erledigung der Anträge, soweit sie durch die vor- stehende Tagesordnung nicht erledigt sind. Der Parteitag setzt sich zusammen aus den in den Bezirks- verbänden gewählten Delegierten, der Vertretung der Reichs- tagsfraktion, den Mitgliedern des Parteivorstandes» des Parteiausschusses und der Kontrollkommission. Anträge für die Tagesordnung des Parteitages werden nur behandelt, wenn sie von Parteiorganisationen gestellt und spätestens bis zum 5. Februar beim Parteivorstand ein- gereicht sind, damit sie laut Organisationsstatut§ 13, Absatz 2 spätestens am 9. Februar im„Vorwärts" veröffentlicht werden können. Zum Parteitag gestellte Anträge müssen jeder für sich auf ein besonderes Blatt Papier, einseitig beschrieben und mit der Angabe, zu welchem Punkt der Tagesordnung ge- hörig, versehen sein. Wegen Wohnungsbeschaffung müssen sich die Delegierten rechtzeitig beim Lokalkomitee melden. Adresse: Otto Winzer, Magdeburg, Regierungsstr. 1. Gastkarten für den Parteitag werden von dem Lokal- komitee in Magdeburg ausgegeben; Zutrittskarten für die Berichterstatter der Presie nur vom Parteivorstand, Berlin SW68, Lindenstr. 3. Der Parteivorstand. Ein zentrales Bildungsorgan. Umgestaltung der„Bücherwarte". Der Wunsch nach Schaffung eines zentralen Bildungsorgans hat den Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit veranlaßt, ein« Un�estoltung und Erweiterung der.Bücherivarte" und„Ar- beiterbildung' vorzunehmen. Als Hauptorgan erscheint ab Januar 1329 in einer Stärke von 32 Seiten die bisherige„Arbeiterbildung" unter dem neuen Titel„Sozialistische Bildung", während die„Bücherwarte" in einem Umfange von 16 Seiten als ständig« Beilag« mitversandt wird. Ferner� wird als zweite Bei- läge in ein«r Stärke von 8 Seiten die ,.S o z i a l i stt s ch e Er- Ziehung" als Organ der Arbeitsgemeinschast sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen und der Reichsarbeitsgemeinschast der Ä inderfreunde mit herausgegeben. Diese Zusammenfassung macht es möglich, sämtliche Gebiet« sozialistischer Kultur- und Brldungs- arbeit in einem Organ zusammenfassend zu behandeln. Das soeben erschienene Jamiaicheft der Zeilschrift welcher Weise die Redaktion dieser Aufgabe gerecht zu werden gedenkt. Die„Sozialistische Bildung" bringt einen programmati- ichen Artikel von Anna Siemsen über„Extensive und inten- sioe Bildung", in dem die Hauptsragen sozialistischer Bildungsar- beit klar und eindeutig umrissen werden. Karl Schröder zeigt �jn feinem Artikel„Lessing und die Arbeiterklasse" die Verbindung zwischen Lessings Kritrk und den Kulturaufgaben der Arbeiterklaffe in der Gegenwart aus. Friedrich Wendel unternimmt in seinem Artikel„Der Gotteslästerungsparagraph" einen energischen Vorstoß gegen die steigende Welle des Muckertums. Carl M i e r« n d o r f f liefert in seiner Dortragsdisposition„Wehr- Problem und Militarismus" gutes Material zur Erörterung des Wehrprogramms. Professor Bruno Iltis schreibt einen mter- essanten, mit zahlreichen Literaturhinweisen versehenen Aufsatz über ..Rassenforschung und Rassenfrage". Erwin Marquardt gibt einen Bericht über den ersten Lehrgang der Arbeiterhochschul« in Harrisleefeld. Martin Gleisner behandelt die namentlich für Praktiker außerordentlich wichtige Frag« der Zusammenfassung der Künste in der Festgestaltung. Zeitschriilewschau. Filmschau und Glossen schließen das inhaltsreiche Heft ab. In der Beilage.Bücherworte" werden die wichtigsten Reu- erscheinungen aus dem Gebiet« der erzählenden Literatur. Erziehung, Geschichte, Politik, Sexualwissenschaft, Wirtschaftspolitik und Wirt- ichaftswissenschast besprochen.— In der„Sozialistischen Erziehung" behandelt Dr. Kurt L ä w e n st e i n in einem programmatischen Artikel die wichtigsten Aufgaben sozialistischer Pädagogik in der Gegenwart. Olga Essig bringt wertvolles Material zum kam- wenden Berufsausbildungsgesetz und Hermann Lücke deckt in irbarf pointierter Weise die alldeutschen Propagondamethoden des „Arbeitsausschusses deutscher Verbände" aus, die sich in starkem Maße auch in den Schulen bemerkbar machen. Trotz des erweitenen Umfanges ist der Preis unserer zentralen Bildungszeitschrfft unveräbdert geblieben. Er beträgt vierteljährlich 1,50 Mark. Einzelnummern kosten 75 Pfennig. Der Bezug erfqlgt am besten durch das zuständige Postamt bzw. durch die Buchhand- hmg I. H. W. Dietz, Lindenstraße 2, sowie durch sämtliche„Bor. wärts"-Sp«dition«n. Probenummern stellt der Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit. Berlin SW. 68, Lindenstrah« 3, gern zur Verfügung. Amol hilft bei Rheuma. Ischial. Hexenschuß Nerven« u. Erkältungsschmerzen. Karmelitergetst A in» l tfl tn allem Avoiheten u. Drogerien nbättllkß poUllsffle Funhitonär innen! Freitag. 1. Februar, 19H Uhr. in den Musiker-Festsälen (Börsensaal), Berlin C 25, Kaiser-Wilhelm-Str. 31, Funkllonärinnen- konserenz. 1. Referat der Genossin Marie Juchacz, M. d. R.: „Die Frau in Politik und Wirtschaft." 2. Diskussion. 3. Ber- schiedenes.— Zutritt haben die politischen Filnktionärinnen(Kreis- und Abteilungsleiterinnen für Agitation, die Mitglieder des Frauenausschusses, die weiblichen Mitglieder der Kreis- und Abteilungsvorstände, die weiblichen Bezirks-, Stadt-, Landtags- und Reichstagsabgeordneten), stü« sich am Saaleingang durch blaue Funktionärkarte und Mitgliedsbuch, oder durch den Abgeordneten- ausweis und Mitgliedsbuch legitimieren Türkontroll«: 19. Kreis (Pankow). Das Frauensekretariat. Vereinigoiig sozlaldcmokrafidier lnrisfen. Konferenz am Dienstag, 29. Januar 1929, 29 Uhr, im Reichs- tagsgebäude, Saal 31, Eingang Portal 5. Thema:„Die arbeitsrechtlichen Lehren des Ruhrkampfes." Referenten: Genoffen R.-A. Dr. Fraenkel und Min.-Rat Dr. Flatow.— Parteigenössische Juristen und Gewerkschastssekretöre als Gäste willtommen. Der Vorstand. I. A.: Rüben. AiHf llsacmeliiHluill soz. Lehrer o. Lchrcrlmicn. Bexirh firo#- Benin. Generalversammlung am 29. Januar 1929, abends 7 Uhr im Köllnischen Gymnasium(U-Bahnhof Jnselbrücke): 1. Geschästs- bericht: Gen. Ernst Schultz. 2. Kassenbericht: Gen. Feuerstack und Jung. 3. Wahl des Borstandes.— Um 29 Uhr: Vortrag mit Licht- bildern:„Zur Berusspsychologie de» Industriearbeiters." Ref.: Gen. Mn-Rat Professor Woldt. Arbeiterbildungsschule. In dieser Woche beginnen folgende Einführungskurs«: Dien». lag. den 29. Januar: 4. firds(Prenzlauer Berg):„Europäische Probleme". Dr. Gregor Bienstock, Danziger Straße 64, 19s4 Uhr. 19. kreis(Pankow):„Entwicklung der republikanischen Staats- Verfassung". Prof. Dr. Strecker. Gemeinschast-schule Niederschön- Hausen, Blankenburger Straße 71/72.— Donnerstag. 31. llauuar: 4. kreis(Prenzlauer Perg):„Sozialistische Erziehung". Prof. Anna Siemsen. Danziger Straße 64, Zimmer 311, 19% Uhr. Elternbeiräte und Helfer der Kinderfreunde seien besonders auf diesen Kursus aufmerksam gemacht.— 7. kreis(Charlotlenburg): „Politische Probleme". Dr. Dora Fabion. Jugendheim, Rosinen- stroße 4. Freitag. 1. Februar: 12. krei»(Steglitz):.Larl Marx ökonomische Lehren". Dr. Gregor Bienstock. Lesehalle der Stadt- bücherei, Grunewaldstroß«. 29 Uhr.— Slnmeldungen in den Kursusabenden. HörgeL» für jeden Kursus 2 Mark. Ewlendungen für diese Rubrik find Btllla TW Lwdeuitratz« 3, parteinachrichten Groß-Berlin stets au da»«ezirkMetreiortal 2. Kot. 3 Treu recht».<« richte» t ttrel» z» ti«. Sitzung de» erweiterten tircisvorstanies mit den Delegierten zum Bezirksparteitag am Mittwoch, dem 30. Januar, lSZtz Uhr, bei Dobrah- law, Swinemitnder Str. 11. 3. Ärei» Wedding. Di« für den 27. Januar vorgesehene ffilmvoesührung der ttinderfrcunde findet erst am Sonntag, dem 3. Februar, 10 Uhr, in der Alhambra, Müller. Ecke Ecestratze. statt. Die gelöste» karte» belMlrc» ihre Gültigkeit. 3. ftreis Wedding. Dienstag, 29. Januar, 19VH Uhr, ttreiamltgltrder- rl »ers-mmlnng im Patzenhoser,«hansscestr, 64. Barteaq-.Sozialdema. S trat e und Koukardat". Referent: Dr.«urt Löwenstein, M. b. 9L I I I I I 4. kr«!» Prenzlauer Berg. Mittwoch, 30. Januar, IS Uhr, Sitzung de» er- weiterten kreisvorsiandes bei klug, Danziger EU. 71. , i 3. krei» Fricdrichshain. Dienstag, 29. Januar, 19 Uhr, in de» A»..: !: derasfestsälen, Pndrrasstr. 21, kreism tglicdeenersammlung. Portrog: t; W„Da» Wehrprogramm-. Resercatin: Tony Sender. M. d. R. Di»lulst»n. y 12. Krei» Steglitz. Heute, Sonntag, 27. Januar, Schw'mmsest der Freien Schwimmer de» 12. Bezirks ir"-—.<-■-._..~ ginn 15 Uhr. Die Genossen 13. Krr'» Tempelhaf. Am Dienstag,..______________ bildungsausschusses bei Niendorf. Martendorf, Chaussceflr. IS. 14. krei» Reniella. Montag, 28. Januar, lg Uhr.>m Rathaus, Fraktians» sttzung. II. Krei» Köpenick. Montag, 28. Januar, Igfh Uhr, wichtige Kreisvorstonds- sstzung in Köpenick an bekannter Stelle. 21. Krei» Reinickendars. Nachste Sitzung des erweiterten Kreisvorstandes am Dienstag, dem 23. Januar, im kleinen Sitzungssaal des Rathaujcs zu Wittenau. Saunabend, II. Februar, findet in der Stadthalle Klosterstratze, um 10ZH Uhr, eine Fraura-Feierftund« statt. Genossin Prof. Anna Siemsen. M. d, R„ spricht über:„Frauenleben in Europa". Gesang, Musik u. Rezitationen geben der Feier einen künstlerischen Nahmen.— 14 Karten sind bei den Kreis, und Abteilungsleiterinnen für Agitation ffss und im Frauensekretartat de» Beziiksvcrbandes Berlin der KPD., � Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Treppen, Zimmer 3a, zum Preise von 30 Pf, zu haben. 7». Abt. Schineberg. Sämtliche Delegierte zum Kreisvertretertag müssen pitznkt- Itch um 20 Uhr im Gefellschaftehans des Westens anwesend sein.• Morgen. Montag. 28. Januar: 42. Abt. Ab 1IH Uhr Abrechnung der Bezirksfichrer bei Hoehlke, Bergmann, stratze KS. Dienstag, 29. Januar: 38. Abt. IZu der am Dienstag, 23. Januar, 13 Uhr, in den Andreasfestsälen. Andrrasstr. 21, stattfindenden Kreismitgliederverfammlung laden die Be» zirksMhrer ein. 13. Abt. Staaken. 20 Uhr im Lokal Müller(früher Wolff), Spandau«! Straße, Mitglicderoersammlung. Bortrag:„Das Wehrprogramm". Referent: Stadt- verordneter Hermann Lempert. Ilt. Abt. Bohnedorf. Die Genossen werden darauf hingewiesen, baß die Hundes» treue Freie Turnerfctaft Groß-Berlin, Bezirk Bohnsdorf, Dienstag, um 18 Uhr, eine«iadeeabtrilung eröffnet, in der Turnhalle, Schule. Mittwoch, 80. Januar, 13 Uhr, Barstandssstzung bei Srimann, Waltersdorfer Str. 100. Um 20 IWr M tgliederoerfammlung ebendort. Tagesordnung: Wahl eine» Delegierten zum Bezirksparteitag. 127. Abt. Sobenlckönhausen, Kplonie Beiße Taub«. Mittwoch. 30. Januar, 20 Uhr. Zahre»hanpt»erlamml»ng im Lakai Rutzkg, Dingelstitdter Str.»5. F rauenveranslal»ungen. 1. Krei, Mitte. Dienstag, 23. Januar, ISM, Uhr.»ei Spiegel. Ackerstr. 1, Funktionärinnensstzung. Neuwahl der Kreisleiterin. 4. Kreta Prenzlauer Berg. Mittwoch. 30. Januar. 20 Uhr, im Ledigenheim, Pappelallee IS, Äreisfrauenabend. Vortraq der Genossin Marie Ansorge. M. d. R., Über:„Das Waldenburger Elendsgebiet." Frauenveranstaltungco am Montag, 28. Januar: *• Hbt. 19H Uhr bei Brandts, Stralauer SU. 10. BorUag des Genossen Paul Brendel Über:„Doppelte Moral". Außerdem Neuwahl der Frauen- abendleiterin. ?6'-. lSZH Uhr bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11. 1. Abend der Arbritsgemrinschaft der Genossin Käthe Kern:.Wandlungen der Wirtschaft und ihr Einfluß auf die Stellung der Frau." • S."* 19� bei Richert, Steinmetzstr. 3Sa, BorUag der Genossin Mathilde Wurm, M. d. R., Über:»Die Frau im Erwerbsleben." 14. Abt. 19H Uhr im.Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünder SU. 42, Vortrag der Genossin Gerda Weys über:.Jugendnvt."(Was die Erwachse- nen nicht wissen und was junge Menschen dazu sagen.) 17. Abt. IgsZ Uhr bei Loefftz, Tegeler Str. 50. Vortrag der Genosstn Marga- rete Echenkalowski Uber:..Gehört die Frau ins Haus?" 32. Abt. 19?'2 Uhr im Lokal Brüsseler Str. 42, Bortrag der Genossin Lieebcth Sübner-Riedger stber:.Unser Schulprogramni." Außerdem Reuwahl der Leiterin. 25. Abt. Genossinnen, unser Frauena»end hat bereits am Monwg, 21. Januar, stallgcfunden. 21. Abt. 20 Uhr bei Keiles, Prenzlauer Allee 233, Bortrag des Genossen Wil- Helm Miethke Uber:.Unser Weg zum Sozialismus." 27. Abt. 20 Uhr bei Reetz, Sonnenburgcr Str. 1, Vortrag de» Genossen Kunst- mann über:.Schule und Familie." 32. Abt. 13!-! Uhr bei Kromvhardl. Paul-Singer-Str. 43, Frauenabend. Auf der Tagesordnung steht: Reuwahl der Letterin. 34. Abt. 13'- Uhr im Lokal Gubener Str. 13. Bortrag de» Genossen Dr. Ger- Harb Lüchow üsser:„Die Konzentrationsbewegung der IndusUie." An- schließend Zieuwohl der Leiterin. 31, Abt. 1314 Uhr bei Busch, Tilstler Etr, 27, Bortrag des Genossen Dr. Mar Schütte über:„Der Kampf um die Todesstrafe." 37. Abt. 13!4 Uhr im Lotal„Potzenhofer", Landsberger Allee(oberer Saal), Bortrag der Genossin Klara Bohm-Schuch, M. d. R.. über:.Di« Frau in der Erwcrbsardeit." 41. Abt. IgZH Uhr bei Böttcher. Kogelberger Str. 3, Bortrag des Genossen Fritz Mjcheei über:.GroßNadtgefahre» für die Jugend." 41. Abt. 20 Uhr bei Bade. Ittterbogcr Str. 7, BorUag des Genossen A. Prietzel Über:.Die Erziehung der Jugend zum Sozialismus." Gie husten ja so schwer' Achten Sie rechtzeitig auf alle Anzeichen, damit sich kein Bronchial- katarrh oder keine Grippe entwickeln kann. Täglich mehrmals 15 bis 29 Tropfen von den echtenReichelsHusteniropfen.der kräftige», schmerz- lindernden HustevmediztN. die bei Heiserkeit. Schleimanhäuiung, Rau- heit und Trockenheit im Halse rasch auflösend und reizstillend wirkt. ~u haben in Apotheken und Drogerien, aber echt nur mit Marke edico und der Firma Otto Reichel, Berlin SO, Eisenbohnstraße 4 Oer„Vorwärts" ist das Dlatt der Kopf« und Handarbeiter? Abonniert den„Vorwärts"! Ausfüllen und elnseudeu an den Verlag de»»vorwärts*. Berlin S2B SS. Lindeujtrabe 3. <2.»it. Sl> Uhr bei Söhll«. Brrgmamrftr. 9t. Bortra» be« Genosse» Shirt Neef über:.Dl« Auswirkung der Preispolitik auf de» Arbeiterbousbalt." Außer- dem Reumaiil her Leitung. «. Abt. 20 Uhr bei Wolf. Gräfeltr. 29, Vortrag de, Genossen Ad. Soffmann. Thema:„Die Arbeiterbewegung heute und vor SO Jahren." 4t. Abt. tölh Uhr bei Gwald. Slaliher Str. 12». Vortrag de, Genossen Sri» Hauch über:.Die Sinderrepublit am Uedersee." Wahl der Frauenabend» leitertnnen. 4» Abt. 1S>4 Uhr bei Adam, Lllbbener Ecke SSrliher Straße. Heiterer Frauen- abend. Musik, Rezitationen, Gelang. Die Siöpenicker Arbeiterjugend hat ihre Mitwirkung zugesagt. M. Abt. 19 H im.Alexandriner". Alexandrinenltr.>7». Zack-London-Abend. Vortragender Genosse Arthur Reichardt. Tharlattenburg. Zt. Abt. 19>o Uhr bei Schellbach. aSnigin-ClUabetH-Ttr. 6, Vortrag der Genossin Veidler über:„Wo, muß die Frau von der Fall- Politik wissen?"-«7. Abt. Ig'/h Uhr im Lokal.Soelhe-S-k". Goethe- s-i- Leibnizstraß«. Bortrag der Genossin Dr. Ronstanze Glaser über:.Frauen- arsseit im Lichte der Seelenforschung." W. 7»., 7t.»nb 72. Abt. Wilmersdorf. ISsh Uhr bei Rroiß. Holsteinisch« Str. SO, Vortrag des Genossen Henro Reiff llter: weitere» aus der schönen Litera- Renköll». St. Abt. 20 Uhr bei Gromeck, Sanderstr. 10. Bortrag der Genossin Margarete Hartig über:„Arbeiterdichtung." Anschließend gemütliche» Bei- sammensein.—»t. Abt. 19% Uhr bei Lüd decke, Fontane- Ecke Rarls- gartenstraße. Bortrag de, Genosse» Echmidtbauer über:.Der Rampf um die weltlich« Schule." Igt. Abt. Irepto«. 20 Uhr bei Zanke, Riefholzftr. 21, Vortrag de, Genossen Ad. Asstcr über:.Crziehung zum Friedenswillen." 102. Abt. Vanmschnlenw?«. 19% Uhr bei Haß, Baumschulenstr. 72. Bortrag dl» Genossen Architekt Otto Mos» über:„Die SPD. und da« Wohnung»- bauprogromm." Aeuwahl der Leiterin. UL Abt. Zohanai»»al. 20 Uhr bei Botha. Stubenrauchstr. 12/1».«ortrag de, Genossen Friß Oberüber. Thema:„Arbeiterschaft und Rirche." II». Abt. Lichtenberg. 20 Uhr bei Rretschinski. Pfarrstr. 13, Bortrag dar Genossin Glse Echeissenhuber ober:„Ehereform." 131. Abt. Niederschönhause». 20 Uhr in der Gemeinschaftsschule, VUmarckstr. XL Bortrag de» Genossen Rurt Rießmann über:»Moderne Frauenberuf« und ihr Deg dazu." Außerdem W'blen.»_ 132. Abt. Blank»burq. 19% Uhr bei Rlu», Dorfstraße. FrauenaSdnd. Thema und Referentin werden in der Montaaauigab« de»„Abend" bekanntgegeben. IM. Abt. Tegel. 19% Uhr im Jugendheim. Bahnbofstr. IS. Bt'Nter Abend. Bortragender Genosse Sosemann:..Lachend«» Alt- und Reu-Berlin." An- schließend gemiitllche» Pcisammensein. Ri'chen ist kkitte mitzubringen. Abt. 139» Tegel„Freie Schill«". 20 Uhr im Schollenkrug Vortrag der GenoMn Hertha Gotthelf über:„Die bürgerliche und die proletarisch« Frauen- bew«g»no."__■ 1«. Abt. Borsigwalde. 20 Uhr bei«oißach. Ernststr. 1.«ortrag dm Genossin Helene Michaeli» llberr.ko,%Xstische Gesinnuna»oflege in der Fom lte." Abt. t<0». wi tenau. 20 Uhr im Lokal Schulz s-m Bahnhof Wittenaus. Vor- trag der Genossin Lisa Albrecht über:.Hit Frau und dt« Ardeitarfport- beweg ung." Araoenveranstalkungeu am vieustag, 29. Zaauar: 4t Abi. 19% Uhr kn der Waldemarstr. 77 Vortrag de» Senossea Dr. Sichln- Herr:„Wirum und wie lesen wir Frauen den wirtschaft»polUisch«n Seil de».Vorroürt»"." Reuwahl de» Leiterin. Renkill». 90. Abt. 20 Uhr bei S siabeira. Weichs, 1- Eck, D-»auNraße.«artra» des Genossen Kahn über:„Lchulfraaen."— 93. Abt. 20 Uhr hei Teich, Rnesebeckstr. 1S5, Vortrag der Genossin Rsitbe Rem über:.Die Frau der neuen Seneiation." n. Abt. Velß. 20 Uhr im Lokal„Bulchkrua". Rudower Straße, Vortrags de, Genossen Reltvr Kon» Wonwod über:.Soziallftllch« Rommunalpollttk. 11». Abt. Llchtrnberg. 20 Uhr bei Mohr. Reue Bahnbofstr. 2«. Bortrag der Genossin Erna Rress« über:„Die bürgerliche und die vraletarllche Frauen. bewegun�." 127. Abt. Reinlckenbars-West. 20 Uhr l«.BoUshau»". Sch-rnwederstr. 114. Bartraa des Genossen Lehrer Rurt Lücke über:„Der Rampf um dt« weit- lich««schule." Arauenveranstaltungen am M'ttwoch. 30. Zaauar: »2. Abt. Neulil!». 19% Uhr»ei Wolf. R-is«r,Fri-brI». Eck-»ofeggerstraß«. Vortrag der Genossin Dr. K Wegscheidel über:.Gesundbeitlub« Erziehung der Jugend."_.._.._ m. Abt.«ie»t>»rt. 28 Uhr bei Vorath, Marzahner Str.»1.»ortrag der«e. nossia Else Scheibenhuber:»Die Frau der Gegenwart. Frauenveranstaltungen am Donnerstag. 3t. Zaauar: «. Abt. Friedrich» Hage». 20 Uhr bei Sch-Iz. Friebrichftr.«1. Vortrag der Genassin Kenn» Rewold über:»Die bürgerliche und die proletarische Frauen- tewegung." Abt. 124» Mahledaef-Süb.» Uhr hei D raber. Uhl-ndstr. 1». Vortrag der Genossin Marie Runert, M. d. 9L, über:„Wir Frauen und da» Wehr- 141.«bt�R-senthal. 20 Uhr bei Effing. Edrtwelßstr. 5, Vortrag der«enassin SUiid« Rern über:.Di« Frau der neueu Generation." Bezirksausschuh für Arbeiterwohlfahrt. 1». Rrri» Vanl-w. Dienstag. 29. z-nuar, 19% Uhr. bei Meier. Türkische» lt. Breite Straße, Generalversammlung der Arbeiterwahlfahrt. Geschäft»- licht. Rasscubericht, Neuwahlen Verschiedene». Zungsozialisten. »W»« veißense«. Montag, 28. Zanuar. 20 Uhr. im Jugendheim Park. ftraße 98. Vortrag:»Di, Entwicklung der Gesellschaft.— Gr»»»« Webding. Geluadbrunnen. Dienstag. 29. Januar, Besuch der RreUmitgliebernersanun- lun, im Paßenhoser, Ehausseestr. 84. Vereinigung sozialdemokratischer Studierender. Montag. 28. Zanuar. Juristisch« Arbeitsgemeinschaft Rau.Freunb spricht über �ariswesen— Dienitog. 29. Zanuar, Medizinisch« Arbeitsgemeinschaft. Dr. Z. Marx spricht über:„Sozialistische Forderungen zur Zugendiürsorge".— Mittwoch, 30. Zanuar, Ausspracknabend: Engelbert Gras spricht Uber:„Unsere Stellung zu Cowjeirußlaird" issortseßuna)._ Donnerstag, 31. Januar. Warxisti. sche Arbeitsgemeinschaft. Genasie Schäser spricht über:„Mehrwert".— Frei. tag, 1. Februar, Taaespoliiisch« Arbeitsgemeinschaft. Genosse Berdowtiß spricht über:„Wehrproblem.— Die Arbeitsgemeinschaften finden um 20 Uhr im Bund, Albrechtstr. 11, statt.— Turnabend am Dien-taa. dem 29. Januar, um IS Uhr— 19% Uhr, t» der Darotheenftraß« /Turnhalle).— Sportnachminag. Donnerstag. 81. Januar, 14—15% Uhr im Poststadion.— Handelshochschule Berlin. Fachlich« ArbeiUgemeinschaften Im Bund, Albrechlstr. II. Betrieb»- Wirtschaft Mittwoch. 17—19 Uhr Französisch Sonnabend. 11—13 Uhr. Raus» männisch Rechnen Sonnabend 13%— iz Uhr. Englisch Sonnabend, 13—17 Uhr. Buchhaltung. Sonnabend, 17—19 Uhr. Mittwoch. 30. Jaonar: ISJB: Moderne Verkaofrtrwa. rem KinhneUe er» ehe» Ht Tabeitalaae- bekSrnpfune. 16.30: JaxwdbQhne. 17: Teemosik. 18.10: Sindselui klle Blsrnea- snd 0 artenfreunde ISJ8: Neue Fonnen der Lebensversicherung. ItM: örund- Utsechen des Wirtschaftsleben«. Jt: Ucbertragung Theater de» Westens; .Friederike". Singspiel von Franx Labir. Danach Tancnntik. Donnerstag. 31. Januar: 1230; Die Viertelstunde rtr den Landwirt- 1330; Zw61l Jahre anter der alten und der neuen chinesischen Regierung. 16: Vom Bau nnd der Funktion unterer Nerven. 1630; Ukrainische Musik. 1738:..Bekenntnisse". 18.10: Der deutsche Qartenbau. 18: Der technltche und der primitive Mensch. 1839: Schule und. Internationale Kulturpolitik. 20:„Das pochende Hcrt", Hörspiel von Qnnold. 2230; Fnnktanznnterrieht. Danach Tantmusik. Freitag, 1. Februar: 18.30: Die Anllösnng der Che in Ihren wirtschaitlichen Folgen. 16: Die Bedeutung des Reit- und Fahrturnlersports. 1630: Unterhaltungsmusik. 18.10: Italienisch. 1835: Die dentsche Jagdausstelluni: 1929. 18: Wirtschaftliche Filmprobleme. 1830: Die Kometen und Meteore. 28: Schubert und sein Werk. 21: Ernährung des Arbeiters und der Arbeiterfamilie. 2139: Musik der □egenwart. Sonnabend. 2. Februar: 1831: Medxinisch-hygienlsche Plauderei. 16: Internationale» Reil-«nd Fahrturnler. 16.30:„Wir vom Film", von Stefan Lorant 17: Kontert. 1830: Ooetho nnd Cckermann. 18: Die hanptsichlicbsten Leistungen nnd Fortschritte Mittwoch, 30. Januar: 16: Bildungsmöglichkeiten ad BNdungawrge im frantöslsehej! Unterricht. 1630; Uebertraennt aus Hamburg. 1739: Di» deutsch» Hochseefischerei. 18: Dichterstonde. I8J0: Franiösisch isir Fortgeschritten«. 1838: Werkmeister- lehr gang für Facharbeiter. 1830: Lastlag ad das Theater. Ab 18.40: Ueber- tragung aas Berlin. Donnerstag, 31. Januar: 16: Erglehungsbersta*. 16 86: Ueberfrarang ans Berlin. 1730: B lieher- stnnde. 18: Drei erfolgreiche Romane. 1839: Spanisch für Fortgeschrittene. 1838: Die volks-wirtsehaftliche Bedeutung des Walde» in den österreichischen Alpen. 1830: Der reisende Kanfmann als Werbeheller. Ab 29: Uebertragung aus Berlin. Freitag, 1. Februar: 16: Aus dem Zentralinstitnt für Eniehung und Unterrichl. 1639: Ueber- tragung aus Leipzig. 1739: Die deutschen Ostseehifcn. 18: Wie liest man philosophisch« Texte? 1830: Englisch für Fortgeschrittene. 18.85! Werk- meisteriehrgang für Facharbeiter. 1830: WlsaenachaUIlcher Vortrag lir Aente. Ab 20: Uebertraguns aus Berlin. 22.48: Bildlunkversnche. Sonnabend, 2. Februar: 16: Wissenschaft und Bildung. 1639: Uoderlragnng ans Hamburg. 17 30; Anteilnahme der Beamtenmassen am Organisationsleben. 18: Studienreise lunger Arbeiter ins Ansland. 1839: Spanisch für Anilnger. 1838: Der ethische Wert der Jagd. 19.29: Znm lOOJlhrigen Qebnrtstag Altred Brehms. Ab 20: Uebertrazung ans Berlin. Arbetttigemeinschafl der Kinder freunde. Ree'» Siegliß. Dienstag. 29. Zanuar, von 17—18 Uhr, Treffen im Heim, Albrechtstr. 477 Rrei» SchSaehera— Rot« Fallen. Im Iuaendheim Kauptstr. 18 /Sudeten. landzimmer). Dienstag, von 17—19 Uhr, FalLnvollversammIung. Donnerstag. nan 17%— 19% Uhr, Basteln. Freitag, van 18—20 Uhr. Bolkstanzkurfus in der Turnhalle Tempelhuier Weg. Sonnabend. 2. Februar, und Sonntag. 8. Februar. Fahrt nach Rremmen. Anmeldung M» Donnerstag. warte bergplaß. 28.?anx hafenftr. 89. 29. Abt. Lnfesem liebe» Genosse» vor einigen Tage» begangene» 78." Gllickirünlcho. Geburtslage. ZubttSen usw. riß»üller. 97—08,|» feinem die herzlichsten s Sterbetafel der Groß> Verllaer Partei. Organisatiöü� 38. AHL Am Dienstag. 22. Zanuar. verstarb«ach«ehr al« bOjllhriger Par. trim'tgl'edichaft unser Genosse Max Rlinkert im Alter von S» Jahren. Ehre feinem Andenken. Einäscherung SRoricg, 28. Zanuar. 13 Uhr. im Rrrmatorium Gerichtstraße. und theoretischen Unterricht.— Reinickendorf. Montag. 28. Zaun -Versammlung der Rameradechaft Wittenau, bei Schul», Dprsaue.— Sozialistische Ardeiierjugeod Sroß-verlio «nfendunaen sile di-f» Rodest aar a bas Znoendtefreooriae Sorstn«W»9. cindmOeosi, 9 Funktlonärversammluug. Marga. Montan, pünktlich 19% Uhr. im«lßnnnaso Kronzberq, Porcksteaße IL. Erich Diendauer spricht übt Verbard de» Sazialiftische» Arbe?«rj»g«nd»ah sein«»ächs FnnUioaär darf sehlen. lack»'« Bertrk«a» e» r da» Thema:.Der nächst»» Ansgnbrn." stri» GUMnastlkknrs», und B-w»4. SedasitanNr Z7IZ8. So' 2 Tr. Wilmersdorf Fahrpre platz. Ansi Röpenlck. sein mit Angehörla Rameraden anderer stoeneu Sport- im Restaurant Btldclmshof. gsen. Ecl-lligr» Beisammen- Dreokaw- Ecke Blücherstraße. __________________ Romerodschasten sind herzlich eing-Iat�n.«anrorfmad. Die Sanitäts-Abteilun, Berlin veranstallet ab l. Februar«urse� Erste Ktlse lspiele in .._____■_______ WW■| Januar, Gene- ralversammluna de» Ortsverein» und Reumahl de«� Borstand«». 20 Uhr im alle: chließend gemütliche» Beisammensein w Baniow. Rameradschaft Riederschönhausi Angehörigen im Lokal Bolfsschlucht. D I anderek Romerodschasten find herzlich .... �»....it».«bteilung Berlin»« ran stallet ab 1.-----—.- und Leben»rettu im. Anmeldungen sind»o richten an Rameraden Z. 0 lin S 42. Dasi-rtvistr-ße 38. TV. H-ndb-llspikler. Die Handballj Kirschgarlen fallen heute au».— 6b»rlottendnrg. Dienstag. 29. Ianuo Sei Dienstal Wöhrenl ab$0 Uhr Echm mm?n im Wellenboh �unapart—«a» neabtetlnag. der Wintermonate jeden Dienstag bei Beck, Uitrstr. I, praktischer -----"•—" tuar. 10 Uhr. Tiergartc».. _____ H__________ fyax. Avminius- hallen. Bremer Str. 72. Referat:'»Reichsbanner 1929". Erscheinen ist Kilichi. «einkaNberschRhemoerein»«publik t.«.««Un.Branhe»»«» EM»nt»a> 17. Januar«psrtplatz Fr ehrtck-, selbe. Ab 9 Ubr letztmaNge» Ernschieß-N der Mannsch-sien aller beteiligten Ort»»erei»e Mr de» 1. ffrtniort— strenzbem. Schleen auf dem Schießplatz Fr,rt>rich»s»?be.— Renköll»-Britz. 9—11 Uhr Schießen im Schützenhau» Reukrlln.— Röpenlck svrtsoerein). Ab 10 Uhr Uedung»schießen im Reftouvant Wildelmshaf. am Bahnhof Krrschgarte». iingnfchießen im Restaurant Wilhelmshas. Arbeite r-Abstinenten-Vund,»mppe West«». cheim EharlvNenburg. Svreestr. 59, Ausamme llkuni der Arbeiter. Adstinenz-Beweauna. Gebnrtenrsickgana' nrb Engeuil spricht der Bern! im Jugendhe Der Sinn" Ueber Montag. 28. Januar. 19% Uhr " st. Tageordnung: igana und Enge»» spricht der Bererbungesarscher Bio» fessvr Dr. Muckermao» am Rittwach, dem 30. Januar, 20 Uhr. in der Aula der vberrealschula Steglitz. Elisenstr. 8. Eintritt frei. Verbanö für Zreiöentertumunö Feuer- bestattung E. V./ vezirk Sroh-VerUn Mitgllrll Sir RtlckjckarteikStzemginschast frelgeistlger DerbSnSr. WMIlWMM Kreiöenkec- Jugenöweihen Am 17. w>S i4. März 19t9 fiuöen öle JtrlStnlgr-Jutztnfitntfhen in l? erlin un60ot orten potL Oorittrttnngdunltcrtdilt sinS im(Sonft. juc ntu yinzutomminSi wrrSin Sie Untrrrtchicktt.rmen nachgeholt. Müttir tmS oSierl Loht639: Konzert. 1730; Novellen. I8.lt: Sprechllche Plandereies. 1839: Englisch tOr Anfänger. 1930: Ueberiragung Städtische Oper Charlotten bürg:»JCönlgtklndec". Musikmär eben von Humperdinck. Danach Tansmnsik. Dienstag, 29. Januar: 1230; Die Viertelstunde kür de» LaadwirL 183#: An indische» PSrrteahSfen. 16: Stunde mit Büchern. 1630t Unterhaltungsmusik. 18.40; Deutschland in der WeltvirtschalL 19; Das Entstehen der Weltwirtschaft und das Hineinwachsen Deutschlands. 1930: Draht- und Funktelegrephle über Land und Meer. 20; Abendunterbaltong. 21: Fred Antenne Angermayer. 213a: Der Journalist spricht.., Deetschlandseoder: 29: Konzert. im Fluglahr 1928 und die Aussichte» für da» Jahre 1929 1930: Die Be. deutsnz des Berufs im Lebe». 21: Brehm-Feier. 2230: Finktenzunterrtchl. Danach Tanzmusik. Konisswusterbausen. Sonntag, 27. Januar: Ab 838: Uebertranrne tss Berti». 18: für sack wider die Todesstrafe. 19: Pompe» wie es deckte, lebte»ad schaffte. 1938: Masoree. 28: Sonder- Veranstaltung für den Deutschlendsender: Uebertrigung Boethovenaaai-Berlin: Konzert Ab 21: Uebertraguag aus Berlin. Montag, 28. Januar: 16: Französisch(kulturkmidllch-merartsehe Stunde). 1638: Ueberirarntt aus Berlin. 1739: Allvater NIL 18: Mssik rar Zeit Leasings. 1830: Englisch für Anfänger. 18 Mi Leadarbeitsringc eis Mittel der Sdbsthllle. Ah 1930: Ueberiragung ans Berit». Dienstag, 29. Januar: 16: Berufe Im Holzgewerbe. 163»: Uebertrarma eas Leipzig. 1739: Der Silherluchs und seine Zucht. 18; Moderne Hausmusik lür Klavier. 1830: Französisch für Anfänger. 1838: Was ist Soziologie? 1939: Dreht- und Funktelegraphie über Land und Meer, 29: Ueberiragung ans Berlin. 21s Natin- nalhyaraen der Völker. Ab 2138: vebertraguag tss Berlin. 22.45: Büdfnnk- versuche. �tngelharüt »ä, Unterhaltung unö �Nissen Anton Schnack: JHt Glocke aus den Echukfälen klang zum zweiten Mal« aus d«n Platz herunter, der am Meere lag. Johannes griff mich am Zlrm und zog mich zur Seite:„Siehst du es. da kommt ein rotes Schiff! Gleich wird der Seeräuber Störte- bitter die Totenkopffahne hissen!" Dabei deutete«r weit hinaus. wo sich Himmel und Meer in einem violetten Dunststreifen bc- rührien. Du Irrer, dachte ich. Seine Zlugen glühten, er war erregt, «r schien das Schiff wirklich zu sehen; aber ich sah nur da» Meer, ein paar Wolken, ich sah nur Wasser. Ich ahnte, was in seiner Seele lebte; ich kannte sein wildes Blut. das durch Gesetze, Erziehung und Furcht unterdrückt und gefangen gehalten wurde. Manchmal sagte er es selbst. Dann stieh er uns zur Seite, sprang aus einen Hafenstein und schrie:„Nein, ich bin kein Großsprecher, alles ist wahr, was ich sage. Ich stamme von Seeräubern ab. Einen, den Tom, haben die Hanseaten an eine Schiffsrahe gehängt; er hat dretundzwanzig fette Kaufmannsschisf« gekapert und in Dampf ausgehen lassen. Er hat den Brautschatz der Prinzessin Melisande erobert. Er hat vierzehn Frauen gehabt. Da ertönte die Glocke, die messingene Glocke im Hut« des Schul- turmcs. zum dritten Mal«. Aus dem Schiesergebälk flatterte ein Tauben- und Möoenschworm, der dort oben nistete und in dem alten Treppenhaus auf dem Eichenbalken saß. Im Treppenhaus war das erste Fenster au» rotem Glas, das zweite Fenster aus grünem, das dritte Fenster aus blauem. Bor diesem blauen Fenster saß auf dem Gebälk die weih- und schwarz- gesprenkelte Möwe Mimi wie ein verzaubertes Wesen und un- ergründlicher Spuk. Da war es wieder Johannes, der mir sagte:„Glaube mir, das ist kein Vogel, das ist kein Tier. Da» ist das Symbol der Schwer- mut, das ist die hockende Trauer. Du wirst sie erkennen, wenn du dich nacht» herausschleichst, am besten wählst du«ine dreizehnte Nacht und ein« Vollmondnacht dazu. Da ist auch diese Möve Mimi nicht der schweigende, in sich gekuschte und lauernd« Vogel, der dein« ent- gegengeworsenen Brotkrumen mit Flügelschlägen aus der Luft fängt oder, Kopf unter dem Flügel, sich von den Streifereien und der Fisch- jagd über dem Meere und den Dünen erholt.... Dies« Vögel, die Möven. haben ihre Geheimnisie, mein Lieber, mehr als die Schleier- eulen. die Nachtkäuze und Naben 1" Ich trat mit Johannes in das Tor der Schul«. Es war kühn und großartig und hatte in der Mitte ein Wappen mit Bischof-stab und einem Pelikan, der mit dem Schnabel sich Flaum von der Brust reißt. Das war kein Tor zu einer Schul«. Da« war d«r Ein. gang zu einem Schloß der Verwegenheiten, der Laster, der Abende und der nächtlichen Grausamkeiten. Aus den Schulannalen wußten wir, daß hier einmal«in« Burg war, die viele Male erstürmt und belagert wurde und ein halbe« Dutzend Feuersbrünste aus sich gespien hatte. Die Lehrer standen im Kreis im Treppenhaus, das fünfmal nach link» und fünfmal nach rechts die Treppe zeigte, wie sie sich in die Höhe hob. Wieduwilt, der Lehrer der Geschichte, stand in der Mitte. Sein rotes Haar leuchtet« wie der Kopf eines Fuchse». Lueasien, der un» im Französischen unterrichtet«, spielt« mit seiner Uhr und betrachtet« si« unablässig. Neben ihm stand der melancholisch« und stirnrunzelnd« Lehrer der Mathematik Ree». Cr hatte scharfe und dunkle Augen, die die Geheimnisie der Diagonalen und Winkel durchspähten und bewunderten. Johannes, der mit mir auf«in« Schülergruppe zuging, die im Hintergrund« schwatzt«, hielt sich ganz nahe an mich gedrängt, um mir etwas zuzuflüstern, ober er stieß tn diesem Augenblick einen kleinen schrillen und irren Schrei au«, der mich mehr erschreckte, als ein zuckender, klatschender Vogelkörper, der au» dem Treppen. hause heruntersaust« und vor dem Kreis der Lehrer auf das Stein- Pflaster prallte. Im gleichen Augenblicke siel«in weißer, an der Spitz« blutbefleckter Stock mit Geklapper aus die erst« Trepp« und sprang, etwas abseits wegschießend, einem Schüler auf den Fuß. Johannes Stimme durchschnitt die Stille und die Verwunderung, die alle Lehrer und Schüler befallen hatte. Sie schrie, daß dies die flandrisch« Möve sei. die Seeräubermöve, die verzaubert« Möve, die heilige Möve Mimi. Ich sah sie liegen. Ueber den Hals hatte sie«in furchtbarer Schlag getroffen, der fast den Kopf vom Hals getrennt hatte. Ein paar Blutstropfen quollen leise und sickernd in dl« Steinfug«» zu dem unsichtbaren Blute der Märtyrer, der Geschundlmen. der Gefangenen und Verschleppten, deren G«bein vielleicht noch unter den Steinen modert«. Johannes war als der erste auf den verstümmelten Vogel zugestürzt.„Sie ist wtl" sagte er heiser. „Wer ist es gewesen?" schrie die Stimme Wieduwilt». Ein« Gruppe von Schülern stürzte mit ihm an der Spitze die Treppe hinauf aber Johannes und ich blieben vor dem Vogel stehen, der, d«m traditionellen und heiligen Gastrecht entgegen,«r- schlagen worden war. „Sieh Ihre zusammengezogene Krall« an." flüstert« mir Johanne« zu,„ist si« nicht dl« Hand einer gemarterten Helligen?" Ich sah nichts als einen rohen Akt von Verwegenheit und Grausamkeit. Eine Sekunde lang schwankte ich, ob Ich dies« Verwegenheit nicht bewun- dern sollte, die den von un» all«n geliebten und gehätschelten Vogel tödlich niedergeschlagen und ihm noch da« Mordwerkzeug nach- geworfen hatte. Aber dann zog es doch mein Herz auf die Seit« der ermordeten Kreatur. Der Vogelleid blieb tat. Auf die Augen trat d«r Haüch des Todes, und die milchweißen Lider schoben sich darüber. Der zer- schmetterte Kops schwamm im Blut, und d«r P«dell kam mit Schaufel und Hacke, hob die Möve an den grauen Füßen aus und brachte sie in den Garten, wo der große Nußbaum stand. Von oben, aus den Fenstern sahen wir ihn den Rasen abstechen, die Hack« klirrt« auf ein paar Steine, der Spaten stach ein Loch aus, und die Möve Mimi kam zwischen ein�paar dickte Wurzeln zu liegen. Johanne» flüstert« mir zu.„Sie wird herauskommen, glaub« es mir, nach sieben Tagen und sieben Nächten wird sie glühend und leuchtend aus dem Boden steigen. Sie wird den Mörder zeigen. auf seiner Stirn« wird ein große» Blutmal stehen!" Ich saß in der Bank und grübelt«. Vor mir saß Johannes und neben mir die Schülerin Renate Ali Als ich gerade dacht«: dieser Mord war Grausamkeit, stieh mich Renate an. g« ihren Augen und tn der Art des Anschauens sah ich das Wissen und da» Ge- ständnis. Ich frag sie leise:„Du weißt e». wer es war?" „Ich weiß es. aber schweige!..- „Dar« schön, wie dt« Möve fiel?" fuhr sie fort.„Ah. ß» schwankte herrlich durch das Dunkel des Schachte» hinunter. Als Die cMöve sie am grünen Fenster vorbeifiel, wurde sie für eines Blitzes Kürze grün, als sie durch den Lichtschein des roten Glases stürzte, dünkte st« mich wie«in riesiger Blutstropfen. Ich hörte sie fallen, ich hörte auch ihren dünnen Schmerzenspsisf. Roch nie ging mir ein Schrei oder eine Musik so fies und gut ins Herz..." Ich starrte si« gespannt an. Si« sagte weiter:„Was wußtet ihr von mir. Lächerlich, wie man einen Vogel so mit Liebe und Geheimnissen umgeben kann. Ihr saht im Auge dieses blöden Tieres Verzauberungen, Schwermut. Träum« und Abenteuer. Aber ich habe ihr auf den Kopf geschlagen. und e» war nichts anderes darin als ein bißchen graues Hirn und rotes Blut. Seid mir dankbar, daß ich euch euer blödes Symbol zertrümmert habe. Bewundere meinen Mut, der im Angesichte der Lehrer euer Heillgtum zerschmettertel..." Ich schwieg noch immer, es wurde mir nur kalt unter der Haut. „Nie," flüsterte sie fort,„hätte ich gedacht, daß die Tat mich so erschrecken und ergreisen würde. Ich bin kaum von der Treppe hinweggekommen, an meine Füße hing sich eine schmerzliche Schwäche. Ich versteckte mich in der Turmtüre, ging die Wendel- treppe hinunter und mischte mich unt«r euch. Ich wollte mit dem Schlag euch alle treffen. Cure süßen, wilden Knabengesichter, alle wollte ich euch treffen, schlagen, verwunden, allen wollte ich wehtun, allen wollte ich«Inen blutigen Striemen ins Gesicht zeichnen. Vor allem dir!— So, nun gehe hin, wenn du Lust hast, und verrate mich!" Ich verriet sie nicht. Mun£en*: 3>egeyter Tonrcolng. End« Januar ISA. Durch schwarz angerauchte Häusermeere der Favrikftadt Tourcoing bei Roubaix komme ich zu einem kleinen Häuschen, in dem Albert Inghels wohnt, der stellvertretend« Bürgermeist«r von Tourcoing und frühere Abgeordnete unserer Partei in der Kammer. Schon vor 42 Iahren hat Inghels bei Adolphe Degeyter, dem ISIS verstorbenen Komponisten der.Internationale", die dreißig monat- lichen Centimes für die Parteikasi« erhoben. Denn Adolph« war stets Mitglied unserer Partei, während Pierre Degeyter. sein Bruder, niemals Parteimitglied war. Pierre war Nationalist. Er, der sich jetzt als Kommunist großtut. Hai stets nur patriotische und nationalistische Lieder gesungen. Ich frag« Inghels, ob es möglich ist, daß Pierre an der„Inter- nationale" wenigstens eine Melodie, ein Melodieteilchen ebenfalls komponiert hoben könne. Aber Inghels lacht zur Erwiderung: „Pierre? Diefer Nationalist? Der mit seiner Behauptung, Kom- pomst der.Lnternotionale" zu sein, nur Geld oerdienen wollte und auch verstandcn hat, Kapital daraus zu schlagen? Lesen Sie hier diesen Aktenbogen!" Inghels gibt mir einen großen AkteNdogen, und ich«rfehe daraus: Nachdem es Pierre Degeyter 1903 gelungen war,«in sogenanntes.Lriginalmanufkript" an Iäan Baptist« Clement für 200 Franken zu verkaufen, verlangte er 1311 aus dem Prozeßwege di« Zahlung der Urheberrecht«: 10 000 Franken! Die Klag« war gegen die Druckeroibesitzerin Hayard gerichtet, welche di« Musik der„International«" von Adolphe Degeyter veröffentlicht hatte. Am 30. Ottober 1911 fand die erste Gerichtsuntersuchung in der Angelegenheit statt. Der Prozeß rollt« sich bald darauf im allen Revolutionssaal des Pariser Zivilgerichts ab. Für Adolphe» Recht«, also für Frau Hayard, trat der sozialistische Abgeordnete Jules Uhry auf. für Pierre der Anwalt Dorgevilla Uhry erklärte dem Gericht, daß es 1888 zwei sozialistische Parteien gab, auch noch 1903, als Pierre zum erstenmal Ansprüche gellend macht«, und zwar di«„Ptrti ouvrier francal»*, deren Mitglied Adolphe war(Führer: Jules Guesde) und„Parti sociaiist« franyais* (Führer: I«an Iaurös), der Pierre später uahestand, ohne jodoch ihr Mitglied zu sein. Erst 1903 fand die Einigung beider Parteien statt Drei Zeugen erschienen für Pierre Degeyter. über deren konfuse Aursogen di« Pariser Richter mit einer Handbewegung hinweggingen.. Für Adolphe dagegen erschienen sein« sämtlichen Verwandten, ferner Inghels, Delory(der Bürgermeister von Lille). Die eigene Schwester Pauline Casioret(sie starb 1927), deren Galle noch heute das Harmonium besitzt, aus dem Adolph« die hinter- nationale" einübt«, sagte auch, man habe die Brüder Adolphe und Pierre manchmal in Lille verwechselt, und so entstand bei Pierre durch Autosuggestion der Gedanke, er könne der Urheber der Musik der„Internationale" sein. Vor mir liegt ein Originalbrief von Louis Laborre. der mit Paul Bergot zusmnmen zu Adolphe Degeyter 1888 ging, um ihn zu bitten, die„Internationale" in Musik zu setzen. Der Brief, datiert vom 22. Oktober 1911, lautet:„Ich protestiere gegen jede etwaige falsche Auslegung meiner Aussagen. Ich war selbst dabei. wie Adolph« Degeyter auf seinem Instrument versuchte, die Musik für die.Internationale" zu machen." Am 17. Januar 1914 wurde das Urteil verkündet: Adolphe Degeyter ist zweifellos der Komponist der,.International e". Aber 1921, also sieben Jahre nach dem Urteil, und fünf Jahre nach dem Tode seines Brader», legt Pierre Degeyter Berufung ein! Infolge des Krieges war die Berafungssrist noch nicht ver- jährt. Bor der vierten Kammer des Pariser Berufungsgerichtes beginnt am 23. November 1922 der zweite Prozeß Degeyter. Pierre war mit seinem Anwall Havet allein. Bon der Gegenseite' war niemand erschienen. Dos Urteil von 1914 war zu klar, und man wollte Herrn Pierre keinen moralischen Kredit geben durch Beteiligung an der Komödie einer Berusungsverhandlung. Das nutzte dieser geschickt aus. Er legte einen Brief vom 27. April 191ö vor, in dem Adolphe einem Neffen geschrieben haben soll:„Ich habe niemals Musik gemacht, am allerwenigsten di« Musik zur „Internationale". Wenn ich je etwas anderes behauptet habe, so geschah dos auf Beranlaffung von Delory, der oft zu mir kam." Ich lese dies« Stelle laut, fehe auf und schau« Inghels an, der vor mir sitzt. „Adolphe Degeyter kpt so wenig Musik gemacht," sagt mir Inghels.„daß er wenige Tage vor feinem Tode sich bei mir über die Ränke seines Bruders Pierre beklagte. Er hat so wenig Musik gemacht, daß er mir das wirkliche Originalmonufkrlpt d«r.Internationale" 18SS übergeben hat Ich sandte es 1310 an Renaudel für die Sonderausgab« der.Humanitä du Nord", die zehn Monate lang erschien. Renaudel hat das wirkliche Originalmanuskript sicher heut« noch. Ich treffe bald mit der Familie Degeyter in einem Eafä zu Lille zusammen da werden wir den Fall dieses seltsamen unbekannten Neffen untersuchen, um schnellstens Revision gegen da? Urteil voll 1922 einzulegen. Aber was Pierre wollte, hat er doch nicht erreicht. Auch durch das Urteil von 1322 wurde ihm kein Schadenersatz zuerkannt. Das Gerichtsurteil, dessen beglaubigte Abschrift Sie ja hier vor sich sehen, ist so oberflächlich gemacht, daß in ihm der 13. Februar 1913 als Todesjahr von Adolphe angegeben ist Anfang Februar dieses Jahres werde ich eine Broschüre mit dem Titel:„Die Wahrheit über die Musik der Internationale" veröffentlichen; Bracke wird das Vorwort dazu schreiben. Soeben sucht« ich Pierre Renaudel in der Kammer auf, un> ihn zu fragen, ob di« Angab« von Inghels, er Hab« dos wirllich« Orginalmanufkript der.Internationale" von Adolphe Degeyter. lrrtumsfrei ist Renarrdel versicherte mir, daß er das Manuskript zu Haus« habe und es gerne demnächst an Inghels zurücksenden werde. stich, stach: Der 3iulissenscMeber Am Ende des vorigen Jahrhunderts bestand noch an etlichen Theatern di« Einrichtung der Kulissenwagen; auf diesen waren dl« Kulisien fest aufmontiert, so daß man einjach verwandelte, indem mau den außen aus der Szene gehenden Wagen zurückzog und den anderen aus di« Szene schob. Einfachste technische Einrichtung! Leicht« Anforderungen an den Mann, der dies« Apparat« zu de- dienen hatte, der den schönen Titel Kulisienschieber trug, aber neben- bei noch Beleuchter, und Requisitendienste versah. Mit den steigenden Anforderungen an die Dekoration griff auch die Technik auf der Bühne um sich. Das Bühnenhaus wurde er- höht: über dem Bühnenbodcn entstand der gewalltg« Schnürboden. Di« Kulisien wurden paarweise mit der sogenannten Sosfit« in Bögen zusammengefaßt und für die Berwandlungen bereit geHallen. Und heut«? Man schiebt auf großen, breiten Wagen ganze Dekorationen hin und her, versenkt, heb« die Bühne in ihrer ganzen Breite und Tiefe. So hat es noch außen den Anschein, als ob die Arbeit auf der Bühne«ine leichte und recht einfache ist Aber das ist nicht der Fall; denn irgendwo müssen die großen Aufbauten doch zusammengestellt werden; und nicht jedes Theater besitzt eine Dersenk- oder Schiebemaschinerie, und mich Drehbühnen sich recht rar. Meistens müssen immer noch unter recht schwierigen technischen Bedingungen die Ausbauten und Umbauten oonstatten gehen. Die Ansprüche, die an die rein körperlich« Tüchtigkeit gestellt werden. sind nicht gering. Treppen, Brücken aus Holz stabil gebaut bis zu 4 Meter Höhe müsien hin und her getragen werden, Dekorations- teile. Bäum«, Wände, Türm« von 6 bis 8 Meter finden sich nicht selten an größeren Theatern. Kein ungeschulter Mann kann solche Arbeit verrichten: er würde samt seiner hohen Wand beim Transport bald die Balance verlieren und«in unentwirrbares Durcheinander anrichten. In der Mchr- zahl besteht da» technische Personal aus gelernten Tischlern, da deren Handwerk am häusigsten im täglichen Betrieb Verwendung findet. Aber in der Praxis müsien di« technischen Hilfskräfte viel mehr können. Jeder Arbeiteram Theater muß eigentlich ein Meister sein. Ein seder muß da» Bühnenbild im Kopf haben, an dem gerade gebaut wird; wohin der Gegenstand gehört, den er trägt, weiß jeder. Der technische Inspektor darf dann nur noch die genauen Maße beachten. Zwar arbeitet man im Theaterbetriebe nicht acht Stunden hinter- einander wie in anderen Berufen. Es gibt immer wieder lange Wartezeiten zwischen den Akten; aber in den Biertelstunden, in denen aus der Bühne eine Dekoration abgebaut und eine neue auf- gestellt wird, herrscht äußerste Anspannung. Von einem falschen Ansetzen, einem schlampigen Hinstellen hängt eben nicht nur der künstlerische Eindruck eines Bildes, der reibungslose Verlauf einer Szene ab. sondern viel mehr, nämlich Gesundheit, ja Leben der Dar- steller. Ein« schlecht befestigte Wand, eine nicht sicher angebrachie Stütze, eine nicht geprüfte Unterlag«,«ine mangelhast gesicherte Trepp» haben schon schwere Unglücke verursacht. Ganz zu schweigen von den komplizierteren Maschinerien wie Versenkung, Fliege», Schwimmen. Diese werden von besonders geschulten Technikern bedient. Bei allen Leistungen im Bühnenbetriebe bestehen drei Grundvoraussetzungen: Schnelligkeit. Exaktheit, Geräuschlosigkeit. Wie jeder Künstler ist auch der Kulissenschieber ein Theaternarr. Er arbeitet nicht nur für das tägliche Brot, sondern aus Liebe zur Kunst, aus Anhänglichkeit an das Theater. Ich kenne keinen Ar- beiter, der nicht die Werte des Spielplanes. Inhalt, Musik. Bilder. genau im Kopse hat, sein Stichwort oft besier weiß als mancher Solist. Während der Ruhezeiten, den Akten, findet man oft die Neulinge, mit Textbüchern bewaffnet, den Handlungsgang studieren. Mit Eifer verfolgen sie den Auftritt von neucn Mitgliedern oder Gästen und bilden sich ein Urteil, auf das man sich unbedingt ver- lasien kann. Ihr« Meinung ist nicht immer liebenswürdig, di« Ausdrucksweise nicht immer technisch einwandfrei, aber prägnant und schlagkräftig und— sie stimmt. Ueber Eigenheiten der einzelnen Abteilungsmitglieder wie Bühnenbau, Lorhang, Versenkung, Schnürboden ließe sich viel schreiben. Und wenn man gar erst di« Elektriker. Schlosser und die anderen Hilfskräfte, die zu dem gewaltigen Apparat eines modernen Theaters gehören, in die Betrachtung einbeziehen wollte, so müßt- man schon ein Luch schreiben mit dem Titel: Was der Theaterzettel verschweigt. Atiom Detmold: S)rei , Alfons Petzold starb am 2«. Januar IS2Z. Das junge Jahr wirft die ersten Blüten in die Felder und bestellt mit festlich grünem Laub die Baumhallen des Landes. Zart« Winde voll Grasdust und Erdgeruch wandern durch die winterengen und steindumpfen Strahen der Stadt. Wie lockende Buhleriunen bleiben sie vor den Fabriken, Geschäftshäusern und Warenmagazinen stehen und raunen mit blühendem Munde den Arbeitern, Schreibern, Näherinnen und Ber- käufern ins Ohr: „Morgen ist ein Sonntag, da soll der Tau auf den Blumen eure frohen Gesichier spiegeln, so wie heute der Werktisch euren müden, traurigen Schatten aufnimmt. Wir schreiten euch voraus und wecken die Wege zu eurem Empfang. Kommt nach! Wenn morgen in früher Stunde die Sonn« winkt, müht ihr der leuchtenden folgen. Sie hat noch niemand betrogen und alle königlich beschenkt, die ihr vertrauten." Ein weicher, rötlicher Nebelflaum sinkt hinter dem Rücken dreier Wanderer auf die sonntagerwachende mächtig« Stadt. Bor ihnen glänzen die Felder in der Sonne wie weiße Papier- flächen im Geleuchts einer Lampe. Die drei Wunderer— jugendliche Arbeiter— tragen stolze, freie Herzen über die Straßen, die fernen Waldhügeln entgegen- lausen. Alle ihre stumpfe Kleinmütigkeit ihre schüchterne Demut vor dem alltäglichen Leben haben sie in der Werkstatte zurückgelassen. Das ganze Gepäck ihrer Seele ist fröhliche Erwartung! Was wird ihnen die herrliche Sonne für köstliche Dinge schenken? Jeder Schritt bringt sie der Erfüllung näher. Dies fühlen sie und die Freude weckt in ihnen die Erinnerung an ein Wanderlied, das sie in ihrer Knabenzeit gelernt hatten. Sie singen es in den hellen Morgen wie siegreiche Landsknechte. Seit ewiger Zeit ist nur der Wanderer der einzige wirklich freie Mensch. Und wenn sie durch die Fremdheit der Länder schreiten und nur der Sonne und den Sternen Untertan sind, dann reichen sie sich in freier Gleichheit die Hände: Der König und der Vagabund. Wandern verbrüdert uns. j Der Pfad führt über eine hügelige Wiese. ! Auf ihrer Höhe steht, sie beherrschend, ein gewaltiger Apfelbaum. Er steht in völliger Blüte. Springt der spielende Morgenhauch in sein Geäst, schaukeln die Millionen Blüten an ihrem Gestiele, so, als wären es ungezählte hellfarbige Falter. Zu seinen knorrigen Wurzelfüßen plätschert sanft und gelösten ein Wäflerlein den Hügel hinab. Die feuchte, üppige Erde trägt eine Unmenge Blumen in den starken, daseinsfreudigen Wuchs des Frühlings. Sternchen» Sonncnräderchen, Täschchen, Kelche zahllose Formen, die in allen Farben glühen, wie sie schöner und eigenartiger kein Mädchengel>irn für seine Stickmuster aussinnen kann, klettern, tanzen, springen, wjmpeln über das satt« Grün des Grases. Da leuchtet.das blaue Laternchen des Enzians dem spitzbübisch schleichenden Akelei ins Gesicht, der mit dem Haß des Zwerges den tühn.'n, stolzen Rittersporn anschielt. Eine Schar Tymiane schlingt um eine Aurikelsonne einen opfernden Reigen, zu dem eine einsame Glockenblume Gebet läutet. Aber der freche Hasenfuß in ihrer Nähe ist Atheist und unter. hält sich mit der Klatschbase Psefsermünz über die Güte des letzten Taues, der noch in dem Haar des silbernen Seidelbastes hängt. Mit vor Entzückung verschleierten Blicken beschaur der erste Wanderer diese Versammlung verzauberter Nixen, Prinzessinnen, Jungfrauen, Königinnen und Feen und sagt zu seinen Begleitern: „Brüder, wandert allein weiter! Ich will hier bleiben, wo sich mir der höchste Sinn des Lebens, die Schönheit, in so köstlicher Fülle offenbart!" Er setzt sich unter den flüsternden Apfelbaum, stützt den Kopf auf seine Hände und trinkt mit dürstenden Augen die Pracht der Blumen, indes die beiden anderen dem Walde zueilen, der in der Ferne träumt. Von einem Baum zum anderen wirft ein durchsichtiger Blätter- samt seine leise rauschenden Falten. Ilnd weicher, grünbrauner Samt bespült mit trockener, knistern- der Flut, in der jeder Laut wie ein schwerer Gegenstand zu oersinken scheint, die Füße der Wanderer. Es ist wie in einem weirwändigen kühlen Saal zur Dämmer- zeit. Alle Töne, die von außen an den Wald stiegen, prallen an dem Laube seiner äußeren Bäume ab und stürzen sich zu Tode. Und so geschieht es auch dem Lichte. Das tropft nur hier und da in winzigen Perlen von Blatt zu Blatt, von Ast zu Ast, rinnt in dünnem Fstterstrahl die wetterzer- knitterten Stämme hinab und bildet im Moose kleine flimmernde Lichtteiche, in denen Insekten in ihrer Lautlosigkeit gespenstig hin und her kuschen. Ein Kuckuck ruft? In der Mitte des Waldes steigt verfallenes Brunnengemäuer auf. Sein rieselnder Quell versinkt in ein noch dunkleres Sckweigen, als es sonst in dem Walde webt. Auf einer zeitzernagten Tafel oberhalb des Auslanfes stehen die Warte:..Wer aus mir trinkt, will bei mir verweilen, kann mit mir gliickhaft Leben teilen: Ein Leben, das nicht kennet Ziel und Zeit. Und das der Weise nennt Einsamkeit" Da sagte der zweite Wanderer:„Bruder, wandere allein weiter! Ich will hier bleiben, wo mir der tiefste Sinn des Lebens, die Einsamkeit, offenbar wird." Und er setzt sich auf den verwitterten Brunnenrand und trinkt mit dürstender Seele die Still« des Raumes. Der andere Wanderer lächelt und geht einem griingoldigen Strahl nach, der in der Laubtieke aufglimmt. Ein Wald, hundert Wiesen, hundert Wiesen, ein Wald. Manch- mal in einer Talmulde oder an einem gemäßigten Abbang ein Dorf. ein Marktflecken, darüber Kirchalocken singen. Oben in der Perlmutterbläue des Himmels eine langsam dahinziehende Kamulus- wölke. Unten ein Wanderer, der schweigenden Schrittes durch die Wiesen, Wälder und Dörfer schreitet, der Sonne zu. die auch das Ziel der segelnden Wolken ist. Das Herz des dritten Wanderers singt:„Wolke, rote Wolke dort oben! Halte in mir den heiligsten und stärksten Sinn des Lebens wach: Die große Sehnfucbt nach dem Lichte in der Ferne! Wolke, rote Wolke dort oben! Gleich dir will ich ein Sonnensucher sein. daß ich auf der endlichen Straße den Weg zur Ewigkeit finde! Wolke, rote Wolke, dort oben, Schwesteilein in der Himmelshöhe, ich grüße dich!" Au« Sein wobttilltn Dandchen, jz« i m-> t Welt", erschienen im Bertag per Wiener Verlagsbuchhandlung. TTo bleibt das Gold? Immer neue Mengen von Gold und Silber werden aus dem Crdinnern Möge gefördert, aber nie ist es gelungen, festzustellen, wo diese Ausbeute geblieben ist. Große Mengen dieser-edlen Metalle wurden den mächtigen Königen des Altertums ins Grab mitgegeben und verschwanden auf diese Weise aus dem sichtbaren Bestand der Welt. So sind ungefähr für 8 Millionen Mark Gold verloren gegangen. Außer wertvollen Goldgegenständen wurden erst kürzlich Gold und Edelsteine im Werte von 40 Millionen Taels aus den Gräbern der chinesischen Kaiser geraubt. Man hat nun berechnet, daß in der Zeit von 2000 o. Chr. bis 1492 n. Chr. für 35 Milliarden, von 1492 bis heute aber für 60 Milliarden Mark Gold und Silber aus der Erde gewonnen worden sind. Wohin sind nun diese 95 Milliarden gekommen? Der Goldbestand von Europa und Nordamerika beträgt augenblicklich 19 Milliarden, der an Silber 15 Milliarden, in Südamerika und Australien gibt es Gold im Werte von 3i>e Milliarden. Insgesamt besitzt die Welt heute für 37!� Milliarden Gold und für 19 Milliarden Silber, wovon 12 Milliarden in Form von Geld, 19 Milliarden als Schmuck oder Werkstoff vorhanden sind. Ueber den Rest läßt sich nichts Näheres ermitteln. Soviel steht aber fest, daß jährlich für 300 Millionen Mark Gold und Silber oerschwinden, während Gold im Werte von 800 Millionen Mark neu in Umlauf gelangt. Nach neueren statistischen Berechnungen gibt es in Indien für Tä Milliarden Gold in Form von Geld urtd Schmuck. In China und Vorderasien wurde allein von 1852 bis 185? Silber im Wert von l�j Milliarden Mark vergraben. Ito sieht das größte Gestirn? Nach den neuesten Untersuchungen von Prof. O. Struvc ist der spektroskopische Doppelstern„27 Cams major", über i>as man erst jetzt unifangreichere Beobachtungen und Berechnungen angestellt hat, das größte Gestirn. Sttuve hat eine Umneng« von Spektrograimnen der Perkes- und Licksternwarle aus den Iahren 1907 bis 1927 be- arbeitet und festgestellt, daß zunächst zwei Welrkörper— sie feien A und B genannt— mit einer Umlmrfzeit von vier Monaten um- einanderkreisen. Dieses System A-f B bewegt sich nun wiederum als Ganzes um einen dritten Weltkörper C, und zwar mit einer sehr großen Umlaufzeit. über die noch keine endgüttige Zahl ange- geben werden kann: immerhin wurde gefunden, daß die Dauer eines Umlaufes zwischen 3 und 14 Iahren liegt. Dieser Stern C, der nur wenig lichtschwächer als das System A-j-B ist, hat außerdem noch einen unsichtbaren Begleiter v, der ihn in etwa acht Tagen einmal umkreist. Im ganzen besteht also dos System 27 Canis major aus vier verschiedenen Sternen. Außerordentlich überraschend und mit allen theoretischen Aussassungen nicht in Uebereinstimmung zu bringen ist nun die ungeheuerliche Größe des Doppelstern- systems. Wenn die Bahnberechnungen richtig find, dann beträgt die Gesamtmasse der vier Weltkörper mindestens das 950fache der Sonne, oder jeder Einzelstern hätte die Masse von etwa 240 Sonnen! Nach den bisher gültigen Theorien sollte aber ein Gestirn nicht mehr als die 50sache Sonnenmasse betragen können, wenn es stabil fein will. Ob nun das Gesetz, das früher von Eddington auf- gestellt worden ist, falsch ist oder ob die errechneten Massen nicht stimtnen. das werden weitere Forschungen hoffentlich bald klarlegen: denn ein solch gewaltiger Widerspruch zwischen Theorie und Beobachtung darf nicht bestehen bleiben. ANGEBOTE Glettv. AvMel Tsnclisjsiler ÄV rantie, Ternlckelt........... O Ifftrhnr ni.Zuleit., Menfi.Tern., RuuuCI 2 Jahre Garantie, Q75 1'/»Ltr 10,75,1 Ltr.9,75,1 jLtr.O Biöeleisen SÄÄ 750 leitung u. Änfstellvorrichtung/ echinn... 9,75, 6,75, Heizkissen•ÄVÄ 950 Beizsonnen n'.Ä�o (iirantte, Rampen NacklüscUampen�ln� ra so WaTlerlafflnenÄn�:?50 Scblalzimniersciialen 79o kompl.m. Aafh&ngang,9,75,/ Herrenzimmer* Kronen Speiscxlnuncr- Krnnan moderneAnefahr.,-» 1 00 UulICUmitSeidenBchlnn 03 Stablwaven Nesser o.6abelnstaok25pt SollnHerBeslecke�SOpf. SoiinUesleckeSb&95p(. Semüfelöffel s».95pi. EamenlWl 95?.. Svargelhebtts. 95?, KaffttkanntnQe -wei«* Porzellan... � Pf. Teelanntn QC weUs Porzellan..., Pf. Tassen weiss Porzellan.... 25» Wasch- M| gotnjintmS!?;4 VovzeUan rcitontorm, wclaa Spelseleller nach ,6.«». 38?., Abendtirolleller...... 23? Karlolleistbflsseln225295 Sancleren........ 95?, I65 von 5 Plan Festonfsrm, Goldrand Snslso.slier.le. od. flach 50?.. Abensibrollellcr..:..42pf. Salalieren............. 95?, Bralenplallen......... 95?,. Sancleren.............. 95?� Mokkatansen�n mit Mattgoidhenkcl...... vlJPf* GedeckeÄmi gß. 1 Teller, m.M&tigoldbenkel 95. Snfitn�z•59 Goldrand fea 4�7 9 Tassen �tGoli- Teller China Man. 19 om.. Schoholadea- 445 485 '** Steingut, m. Deckel Kröge rr Taf eiser vicefpfrs"' 24502850 Tafelservice iuÄrand... 98°° 50 Kaffeeservice« pe"?onen430 590 Kaffeeservice«�"�«.12°° üntbenleller»alkrwall, Schlenderstern 12°"'sTbUfi 1450 ftOIHOOttellrr hl,llirl,«all..... Sedlenderstem 275 B1sachai( 300 lSA(nH*»A«t Bleikristall, 078 Blumen- Q7S «SulUlirCall ca. 1- cm........ Schleuderetern O sohl!..— Akorflaschen 5°° 690 MtschaMartlkel EmaMewaven Iackiert.mnd. d)8S ÄSOZ es Dekore, Reibemascbfnen-.«sl LeMiner....... es, 65?. 285 3 25 «■so,-»r 1,28,95, /D Pt Wannen VOTrä�5. 3,25 —■,4>0, CJ9, SchmonnpleiÄU�S? KasseroUen�ÄSOp,. 90 Waschtüple ä�ts Vaschrober 12,73,10,75 8° Wasch! fisser 12,50,10,50 950 Mfilleinier mit 1 Wannen««1$,. o,& cm 95?.. Wasserkessel�"'� 2°° Kasserollen miretie?m.95Ft Vürftenwavon iitssbur-9anfileher.,459 5?. Rossbaarbesen M 225 Schrnbher. 50. 3-. 25?.. Abstönlier....... 50, 95?! Aennel Ifillbrelleres.SOpf. P!8:irrellcrÄ3,75. 290 Wäscheleinen 95pt Beiiia Kfiliinuücre-Eäder rem<120 n.nili Uchte, lüit. 11,00, l St. I le£fi-2deIUiimen BB43:eiIs en pr.Badestftckc.'jSt 1.40, ISt. W vPf. Bsjsii Edcltunen-Eaiissalz ca Doppeldose 95 Pf.. Dose �VPZ. SG�südeltauicii-rsdeaikttiia sprudelnd. Packung mit CA 10 6tflck 95 Pf., 5 Stück D\J?t üikcr-Fidit�BidüI-rztrikt oa exkl.,5ltpS7..£1 ksl.M.lsg v V?l. Bosdi-Xrtstall-Le(8 as besonders mild... 5 Stück �3 Pf. Kerzseile garantiert rein, h idiogel a 200 g FriKcbgew./ VPf. f ümlaiTerjnllaSEL'BBlnilTBr Af\ 3 Pakete a. 1 Pinnd....... �VVPL Feio.le StUeBÜsdiea oa auseewoseu...... P.und Owp., Iidtira-Giunnil-Wannna<8iiea«so gute ktnal. Sl. 3,50,£,20, 2,90, 4m MvaVatvavey Essbesleche......... Paad25 Esslällel......... Stack 50?« Kalleeliiiiel...... salt der landwirtschaftlichen Verwaltung sind viel ruhiger ver- laufen, als die Heerschauveranstaltungen des Reichslandbundes draußen im Lande zur Lorbereitung der Grünen Woche. Die Reden, die dort gehalten wurden, die in der nächsten Woche wieder in Berlin gehalten werden, finb seit Iahren dieselben. Einerlei. ob wir im Reich oder in Preußen ein« Regierung der Rechten oder der Linken oder der großen Koalition haben— einerlei, ob in der Reichsregierung— wie bis vor kurzem— ausgesprochene Vertrauensleute des Landdundes sitzen wie Herr Schiele: immer ist die rote Regierung in Berlin an der schlechten Lage der Landwirtschaft schuld! Und immer werden JöIIe, Stoatssubventionen und Steuernachlöjs« gefordert. Die deutsche Sozialdemokratie hat immer anerkannt, daß die Lage der Landwirtschaft heute schwierig ist, und daß die Lasten des verlorenen Krieges und der Reparation«», die ollge- in ein die deutsche Wirtschaft bedrängen, sich bei der Laich Wirtschaft besonders verhängnisvoll auswirken— vor allem durch die Kapital- knappheit und die hohen Zinssätze für Real- und Personal- kredite. Auch muß die Landwirtschast einen Teil ihrer Produk- tionsmittel zu Preisen kaufen, die verhältnismäßig viel teurer find als die Preise für Agrorprodukte. Vor ollem aber ist j«S>e Kalkulation unmöglich geworden, da die Preise für die wichtig- sten agrarischen Erzeugnisse seit 1924 außerordentlich stark ye- schwankt haben. Das gilt nicht nur für Roggen, Weizen, Schweine und Rinder, deren Preise bei uns wesentlich durch die Weltmarkt- preise beeinflußt werden. Auch die Kartoffel, deren Preis sich wesentlich im Inland« bildet, hat infolge großer Ernteschwonkungen außerordentlich wechselnd« Preise gehabt. Aus allen diesen Grün- den ist die Verschuldung der Landwirtschaft von 1924 bis 1929 stark gestiegen und viele Betriebe stehen vor dem Ruin. Trotzdem ist es unrichtig, daß die gesamte Land- Wirtschaft, wie man es in Agitationsverfammlungen immer wieder behauptet, unrentabel ist und weder Zinsen, noch Steuern zahlen kann. Die kürzlich veröffentlichte«ingehende Untersuchung der Preußenkass« hat freilich gezeigt, daß ein Teil der Groß. betriebe im Osten schwer gefährdet ist, und daß ohne eine Gejamtligurdierung, bei der es ohne mannigfachen Besigwechsel und ahne erhebliche Verluste nicht abgehen wird, die lrmd wirtschaftliche Produktion in diesen Kreisen nicht aufrechterhalten weiden kann. lieber die Lage der bäuerlichen Betrieb« gibt es leider kein ähnlich umfasiendes Material, und es wird auch schwer sein, solches zu beschaffen. Sicher leiden auch heute viel bäuerliche Betriebe Rot. Doch dars man jagen, daß es heut« noch in allen Teilen Deutschlands eine große Reihe von Großbetrieben Und bäuerlichen Betrieben gibt, � die kerngesund sind. Die Redner der SoztaDemokratie im Preußischen Landtag, vor allem der Ge- nasse Heilmann, haben bei den Landtagsverhandlungen gezeigt, daß die sozialdemokratische parte» Ourchgreifendes für die Landwirtschast tun wiU. Und das mit Recht! Einmal nimmt die Partei lebhaften An» teil an dem Schicksal der 2.6 Millionen landwirtschast. licher Arbeiter und der zwei Millionen Bauern, die alle— mit Frauen und Kindern— in harter Arbeit bei Wind und Detter um ihr tägliches Brot ringen. Andererseits sind aber auch die Industriearbeiter in hohem Maße daran interessiert, daß Bauern wie Landarbeiter von ihrer Arbeit auskömmlich leben können. Denn diese Bevölkerungskreise kaufen industrielle Massen- artikel, die der Industriearbeiter herstellt. Sinkt bei schlechter Lage der Landwirtschaft ihre Kauskraft, so muß sich das durch einen Rückgang der industriellen Beschäftigung bemerkbar machen, und den Industriearbeiter trifft mit voller Wucht die damit verbundene Arbeitslosigkeit. Soll der Landwirtschaft geHolsen iverden— und ihr muß g e- Holsen werden—, so ist eine große Reihe von Maßnahmen not- wendig, die an dieser Stelle nicht im einzelnen erörtert werden können. Zwei große Aufgaben sind aber jedenfalls b«- sonders wichtig und dringlich. Einmal muß gegenüber den zahlreichen Zusammenbrüchen, die sich in Ostpreußen und Pommern ankündigen, dafür gesorgt werden, daß die hoffnungslos überschuldeten Be» triebe nicht auch zahlreiche gesunde Betriebe mit- reißen, was infolge der engen BerflechNing in den Landschaften und Genosienschosten bestimmt zu erwarten, ist. Andererseits aber mutz, um die Landwirtschast von dem Albdruck der Preisschwankungen zu befreien, alles daran gesetzt werden, um st abilere Preise zu er reichen. Natürlich kann man Preisschwankungen nicht völlig ausschalten. Aber es müßte möglich sein, sie abzuschwächen— jedenfalls bestimmte Mindestpreise zu sichern. Ein« Belastung der Konsumenten wäre dadurch nicht zu besürchten. Im Gegenteil würde eine solche Stabilisierung die Preisspanne zwischen Erzeuger- und klein- Handelspreisen verringern. So könnten dem Landwirt höhere«ad dem Soasumenlen geringere preise gesichert«erden. Dt« Arbeiter und die kovsumeuleu in den Städten haben als» dasselbe Interesse wie die Lauern und Landarbeiter. Bei den Verhandlung« im Praußischen Landtag wüßt« die deutschnationalen Landbönbltzr. ln« immer allein die landwirtschast- lichen Interessen zu oertreten vorgeben, zu dies« Hauptproblemen n'chts Rechtes zu sagen. Das zeigte sich einmal bei der Erörterung der Krise im Osten. Der Präsident der Preußenkass« hat vor kurzem— in Anlehnung an«ine Aeußerung der preußischen Staats» regierung vom Februar 1928 und an Vorschläge des Cnqueteaus- schusses, den« auch führende Landdund Mitglieder zugestimmt haben— eine besondere Aufnahmeorganisation empfohlen. Sie soll die Aufgab« Hab«, die zusammenbrechmden Güter aus dem Markt zu nehm« und sie entweder der Siedlung zuzuführen oder eventuell noch eigener, möglichst kurzer Zwischen- bcwirtschostung au andere Landwirte weiterzugeben. Der Land- bund und seine Vertreter im Parlament wissen demgeg«üb«r nur über drohend« Staatssozialismus zu zetern und eine sehr nebel- Haft-.Besitzerhaltungsaktion' zu fordern, die offenbar wahllos allen guten und schlechten Landwirten zu» gute kommen soll. Und bei dem Kampf geg« diese Ausnahmeorganisation kommt es sogar dazu, daß d«r Präsident der Pommerschen Landwirtschaftekammer be st reitet, daß in Pommern der Großgrundbesitz vorherrscht und daß es dem Großgrundbesitz in Pommern wirtschaftlich besonders schlecht geht. Man wird gut tun, sich diese Feststellung« von beruf«« Seite zu merken. Me bei dieser Haltung der Landbundführer der Güter- markt schließlich gestützt werden soll, weiß noch niemand. Biel- leicht behäll der Genosse Hellmann recht, der dm Deutschnationalen vorausgesagt hat, sie würden ine Regierung noch kniefällig um die Aufnohmeorganisation bitten. Wie steht e» aber mit dem Problem der Preisbildung? Auch darüber war von dm Landbundleut« nicht» zu hören. was der Bedeutung der Frage gerecht geword« wäre. Man fordert Zölle und nochmals Zölle— obwohl der Genosse Heilmann im Landtag an der Hand der Landbundkorrespondenz(!) nachmessen konnte, daß die Zölle auf Brotgetreide im Wirts chasts- jähr 1927/28 in manch« Monaten überhaupt nicht, in anderen Mo» naten nur zu 10 bis 15 Proz. wirksam geworden sind. Im übrigen aber wußte man gegenüber den Vorschlägen zur Festigung der Preise, die der Genosse Dr. Baad« mehrfach gemacht hat und die von den Rednern der Sozialdemokratischen Partei vertreten wurden, nur die Erfahrung« der Zwangswirtschaft zu beschwören. um die Landwirte gruselig zu machen, obwohl diese Vorschläge mit der Kriegszwangswirtschaft ungefähr so viel Aehnlichkeit haben wie e in Affe mit einer Kuh. . Ein einziger unter d« anerkannten Führe« der Land- wirte, der Präsident der Preußssch« Hauptlandwirsschoftskammer, Herr Brandes, hat in der letzt« Zeit dm Mut gehabt, das Problem grundsätzlich anzupacken und hat den Gedanken eines Ein- 25 Milliarden Außenhandel. Sinkende Einfuhrüberschüsse.— Sinkender Außenhandel über die Grenzen überhaupt. Eine zuverlässige Beobachtung des Außenhandels in den letzteb Monaten 1928 wäre aus Gründen der. richtig« Konjunkturbeurtei. lung sehr wichtig gewesen. Das.Statistisch« R-ichsomt hat. leider gerade in diesen' M'oitat« ünbräuchbärb Ziffern geliefert, so daß die grundsätzlich vielleicht begrüßenswert« Umstellung der Außenhandels- «rhcbungen hier zeitlich sehr ungelegen kam. Die Ziffern von Oktober und November waren gar nicht vergleichbar, die jetzt ver- öffentlichten'Ziffern für Dezember sind es wahrscheinlich auch sehr bedingt. Die reine Wareneinsuhr wird vom Statistischen Reichs- amt für Dezember auf rund 1101 Millionen beziffert, die reine Warenausfuhr(ohne Reparationssachliese«ngen) auf 978 Millionen. Es ergibt sich danach sür Dezember«in Einfuhrüberschuß von rund 123 Millionen Mark. In seiner Veröffentlichung über den Dczemberaußenhanbel hat das Statistische Reichsamt die durch die Umstellung der Erhebung seit Oktober veranlaß'« Fehler auch sür Oktober und November zu berichtigen versucht. Es ergibt sich danach für die letzte Quartalsentwicklung 1928 folgmdes Bild: 1928 Okt. Nov. Dez Einfuhr........... 131 4 1173 1101 Mill M. Ausfuhr(ohne Sachleistungen für Rep.) 1125 1010 978. Einfuhrüberschuß........ 189 163 123 Mill. M. Gesamtvolumen........ 2439 2181 2079 Mill. M Der Monat September hatte bekanntlich ein« so geringen Einfuhrüberschuß gebrocht, daß unter Berücksichtigung der damals noch zu hoch bemessen« Einsuhr und zu gering bemessen« Aus- fuhr die Außenhandelsbilanz als aktiv anzusehm war. Dem- gegmüber ist die Entwicklung im letzten Bierteljahr unter Berück- sichtigung der Tatsache, daß das letzte Werteljahr gewöhnlich einen saisonmäßigen Anstieg des Außenhandels bringt, für die Konjunk- turbeurteilung sehr interessant. Es ergibt sich nämlich, daß der Gesamtumsang des dmssch« Handels über hie Grmzen im Oktober zwar noch sehr groß war. bis Dezember aber sehr schnell»m 360 Mill. auf 2079 Mill. zurückgegangen ist, und zwar so stark zurückgegangen ist, daß nur in d« beid« Monaten Mai und Juni 1928 ein geringerer Umfang des Außenhandels zu verzeichnen war. Gleichzeitig Ist der Einsuhrüberschuß beträchtlich zurück. gegangen. Da gleichzeitig im deutsch« Inland in dieser Zeit die Beschäftigung sicher nicht gestiegen ist. ist die Vermutung g e- rechtfertigt, daß die rückgängige Entwicklung des Außen- Handels die Depressionsentwicklung in der Wirt- fcha ft bestätigt. Das Statistische Reichsamt gibt auch, nachdem es für die Monate Januar bis September die noch erforderlichen Berichti. gung« durchgeführt hat. die Ziffern der Jahresbilanz für den Außenhandel bekannt. Es betrug danach 1928 1027 1926 1925 die Einfuhr.,. 13643.7 13801,3 9 701 6 11744,0 Mill M. die Ausfuhr. 1178'.? 10375.7 9929,9$030,5,, Einfuhr- bzw. Aus-' fuhr-lleberschuh—1858.0-3425,6 ft. 228.4—2813,5 Mill. M Gesamtvolumen (O. Rep.)... 25429,4 24177,0 19631,4 20674,5 Mill M. Der Gesamtumfang des deutsch« Grenzhandels— ohne Goch- leistung« für Reparationen— betrug demnach für 1928 2 5, 43 Milliarden, was seit 1926 eine auhervrdentlich starke Ent- Wicklung bedeutet. Der Einfuhrüberschuß beträgt 1,86 Milliarden. gegenüber dem Konjunkturjahre 192? etwas mehr als die Hälft«. Eine Gesamtwürdigung des deutschen Außenhandels im Jahre 1928 werden wir in den nächsten Tagen versuchen. Leider wird gerade für 1928, wo man exakter zu arbeiten hoffte, die Arbeit des fuhnnonopols für Brotgetreide, Schweine und Rindvieh in die De- hatte geworfen. Aber diese Ossenherzigkeit ist ihm offenbar schlecht bekommen. Denn bald nachher brachten die Blätter eine Notiz, die nur als ein Rückzug vor der durch feine Darlegungen beun- ruhigt« Landbundprcss« gedeutet werden konnte! So steht der Landbund den wirklich großen Stuf- gaben hilflos gegenüber. Besitzerhaltssonds und Zölle! Mit diesen alten Rezepten will er der heutigen Rot begegnen. Kein Wunder, daß die bäuer» lichen Organisationen, die, wi« die deutsche Bauernschaft, sich ihrer Verantwortung bewußt sind, davon nichts wissen wollen, und daß z. B. in Schleswig-Holstein die Bauern dem Landbund den Rücken kehren. Gegenüber den verkalkten Landbundmethoden kann die Sozial- demokratische Partei jedenfalls darauf hinweisen, daß das Kieler Agrarprogramm vom Mai 1927 einen neuen Weg vorzeichnet, der Erfolg verheißt. wir müssen zu einer planmäßig« Organisation de« Absähe« und zur Ausschaltung der schlimmsten Preisschwankungen für die wichtigsten Agrarprodukle. wie Brotgetreide. Milch und Molkerei- erzengnisse. Schweine, Rindvieh und kartofsetn, kommen. Dazu ist erforderlich, neue konstruktive Wege zu wandeln. Die Sozialdemokratische Partei ist bereit, diese Wege zu gehen. Ob sie zum Wohl der Landwirtschast gegang« werden tonnen, hängt davon ab. ob die Landwirte selbst den Mut ausbringen, nnbe- kümmert um die hetzred« der Landbundsöldlinge, die nichts gelernt und nicht, vergessen haben, dies« weg ebenfall» zu geh«. M i t Brandreden gegen die rote Republik ist der Landmirtschast nicht zu helfen, sondern nur durch ver- skändnisvolles Zusammenarbeit« der ländlich« produz« len, der Bauern und Landarbeiter, mit den Konsum«!«, der« wichtigste Schicht die sozialdemokratisch« Arbeiter, Angestellt« und Beamten mit den ihnen nahe stehend« Gewerkschaft« und Genoss«schafi« darstellen. Statistischen Reichsainies als besonders unexakt zu beurteil« sein, Die Ausfuhr ist auch im Dezember noch nicht richtig er- faßt ward« und in der Aufarbeitung des statistisch« Materials lieg« Unzulänglichkeiten vor, die niemand« erfr««. kömi«. 760 Millionen Siemens-Llmsatz. Auch im»aufenden Lahre guter Auftragsbestand. Der Druck der Konkurrenz hat doch sehr oft ihr Gutes. Sa hötle die Siemens-Verwoltung freiwillig ihr sorgsam gehütetes Umfotz-Geheimnis der deutschen Oeffentlichkcit nie preisge- geben, wenn sie sich nicht durch das Vorgehen ihres großen Konkurrenten, des AEG.-Kon, Zerns, dazu gezwungen gesehen hätte. Jttuf' der gestrigen Generalversaminlung sah sich daher Herr v. Siemens veranlaßt, die U m s ä tz e für das Betriebsfahr 1927/28 bekanntzugeben. Sie belaufen sich bei Siemens-Schuckert auf reichlich 500 Millionen Mark und bei Siemens u. Halske auf etwa 250 Millionen Mark, jedoch sind hierin nur die Stammwerke und die Tochlergefcllschaften beteiligt, die zu 100 Proz. in den Händen von Siemens sind. Die anderen großen Beteiligungen, wie die österreichischen Siemcns-Wcrke, die Ver. Signalbau Zl.>G. und die Siemens-Planiowerkc sind nicht mit einbegriffen. Das Gesamtkapital der beiden Siemens-Konzcrne— Halske und Schuckert— konnte m dem letzt« Betriebsjahr also etwa drei- einhalbmal umgeschlagen werden, wobei, wie gesagt, ein nennenswerter Teil der Umsätze von Beteiligungen nicht erfaßt ist. Auch der zurzeit vorhandene Auftragsbestand wird noch als reichlich bezeichnet— bei der AEG. wurden sie mit 385 Millionen Mark angegeben—, fo daß Siemens hofft, auch im lausenden Jahre � ohne größere Produktionseinschränkung« auszukommen. Nach dem Betriebsstand bei den beiden deutschen Elektroriesen zu urteilen, ist ein größerer Rückgang der Elcktrokonjunktur in Deutschland auch für 1929 nicht zu erwarten. Die Reichsbank Hai immer weniger zu tun. In der Woche zum, 23. Januar sind die Wechselbestände der Rcichsbank weiter um 108,7 auf 1548,4 Millionen, die Lombarddarlehen sind um 15,0 auf 40,7 Millionen gesunken. Gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres sind das 530 Millionen Wechselbestände weniger und gegenüber Ja- nuar 1927, wo der Diskont auf 5 Proz. ermäßigt wurde gegenüber tzZ-S Proz. von heute, nur 168 Millionen mehr. Gleichzeitig sind der Rcichsbank in der dritten Januarwoche wieder 173,3 Millionen fremde Gelder zugeflossen, die keine Zinsen verlangen. Die Reichs- baut hat also herzlich wenig zu tun, obwohl sie erst vor vierzehn Tagen den Anreiz zu ihrer Inanspruchnahme durch die Kreditver- billigung verstärken mußte. Der Notenumlauf hat mit 3809,3 Millionen die Viermilliardengrenze wieder unterschritten. Die Goldbestände allein decken mit 2729.2 Millionen die umlaufenden Noten mit dem ungeheuren Prozentsatz von 71.6 Proz. Unter Hinzunahme der 163,5 Millionen deckung»- sähigen Levis« sind die Noten sogar mit 75L Proz. gedeckt. Der Januar bringt für die Reichsbant gewöhnlich ein schwächeres Geschält. Die Beschäftigung der R/uchslxm* ist aber so gering, daß sie wohl ball», um nicht ganz aus dem Geschäft zu kommen, ihre Kredite weiter verbilligen, d. h. den Diskontsatz weiter senken. muß. Neuori«üeruvg der polnisch« Schweioeausfuhr. Am t Mär, wird eine polnische Verordnung in Kraft treten, die neue Aus» fuhr z ö l le für Schweine vorsieht und zwar nach den offiziösen Warschauer Nachrichten in Höhe von 30 Zloty für da» Schwein, �lebend oder geschlachtet, und 50 Zloty für 100 Kilogramm frisches Schweineschmalz. Verarbeitetes Schweinefleisch ist zollfrei. Bekanntlich hat Polen nicht nur mft Deutschland, sondern auch mit Oesterreich und der Tschechoslowakei««sthaste Kontroversen über die polnisch« Schweineausfuhr. Di« Schweineausfuhr lag bisher» den Händen der Exporteure, die. mangels eines Zusammenarb eitans, sich verschiedentlich auf den Auslandsmärkten unterboten. Das soll nun durch das neuerrichtete Export syndikat, welches für seine gesamte Aussuhr Zollfreiheit genießt, geändert werd«. Der , Ausfuhrzoll soll offenbar Exporteure unter den Hut des Syndikat» zwingen. Gewerkschastspolitik der KPD ilnsin«, Phrase und Haaswursterei. Halle. 2S. Januar.(Eigenbericht.) Die beiden leitenden Angestellten der Ortsverwaltung Halle d?S Metallarbeiter-Verbandes. Paul D r e s ch e r und Georg K ö n i g. ge- hörten bisher der KPD.'an. Sie muhten bei allen Lohnkämpfen nach der Pfeife der kommunistischen Bezirksleitung tanzen. Die Folge war. daß sie wiederholt i» Differenzen mit der Bezirks- leitung des Metallarbeiter-Verbandes gerieten. Während der letzten Tarifvcrhandlungcn des Metallarbeiter- Verbandes in Mitteldeutschland weigerten sich Drescher und König wiederum, die Parole der KPD. auszuführen und stellten sich auf die Seite der Bezirksleitung. All« Versuche der KPD., sie zur Umkehr zu bewegen, scheiterten. Dagegen überreichten sie der kommunistischen Parteileitung eine Erklärung, in der es heißt, daß sie„die Beschlüsse des 4. Kongresses der russischen Gewerkschafts» internationale und' des 6. Kongresses der kominunistischen Jnter- nationale und damit zugleich die Linie der Partei nicht vorbehalllos und bedingungslos anerkennen und. soweit die Gewerkschofts- f r a g e in Betracht kommt, a b l s h n.e n". In der gleichen Erklärung bezeichnen Drescher und Konig die Forderungen der KPD. als Unsinn. Phrase und Hanswursterei. Zum Schluß erklären sie noch:„Weiter lehnen wir das Ansinnen, bedingungslos ttktter Anerkennung unserer Fehler zu kapitulieren und unser« Funk- ttonen der Partei ztir Verfügung zu stellen, mit aller Konsequenz ab." Die KPD. hat Drescher und König nunmehr a u s g« s ch l o s- s e n. Welchen politischen Weg die beiden gehen werden, steht noch nicht einwandfrei fest. Sicher ist jedoch, daß dl« Hallesche Metall- arbeiterschast auf dem besten Weg« ist, sich von den irrsinnigen Parolen der Karmnunisten freizumachen und daß der Aus- schloß ihrer beiden Führer, die natürlich an der Spitze der örtlichen Bewegung bleiben und mit der Bezirksleitung des Deutschen Metallarbeiterverbandes zusainmenarbeiten werden, ein weiterer Schritt zur gesunden gewerkschaftlichen Konsolidierung in Holle ist. Die KpO. bei den Kumpels. Jon 100 Organisierten stimmen drei für die KPV. Este», 26. Januar.(Eigenbericht.) Die Ortsvermaltungswahlen im Verband der Berg' bachndchtriearbeiter haben auiss neue die E i n fl u ß l n i i g k e it der Kommunisten bestätigt. Bon 1460 Zahlstellen wurden in 190 Zahlstellen kommunistische Sonderlisten ausgestellt. Da- von entfielen 74 auf das Ruhrgebiet, wo es 378 Zahlstellen gibt. 88 entfielen aus das Saargebiet, wo es 29 l.Zahlstellen gibt. In den anderen Gebieten gab es nur wenige Zahlstellen mit kommunistischen Sonderlisten, so«n Bezirk Zeitz 7 von 69, Waldenburg 4 von 36. Harborn l von 154, Köln 2 von 61. München 5 von 43. Lugau 9 von 23. In de» Bezirken.Hannover, Rardhaufen, Senstenberg, Gleiwitz, Aachen und Zwickau gab es van 385 Zahlstellen keine einzige mit kommunistischen Sonder- Bisten. Während im Vorjahre in 89 Zahlstellen die kommunistisch« List« siegte, waren es diesmal 81. 81 von insgesamt 14691 In 74 Zahlstellen wurden noch einzeln« Kommunisten mitgezählt. Die kommunistischen Stimmen machten an der, Ruhr 3,92 Proz., in Saarbrücken 4M Proz., Im ganzen Verband Z Pro;. der Mitglieder mrs. Der Einfluß.d-r tSPD. ist also weitek'Mück- gegangen.___. Im übrigen werden diese.Revolutionäre" im Verband stramm am Zügel gehalten, so daß sie keine statutcn« widrigen Seitenprünge machen können. Die letzte Rcichskonferenz des Verbandes, die in diesen Tagen in Berlin stattfand, beschloß einstimmig, einen Zohlst«''envorstand abzusetzen, der über «ine Entschließung hatte abstimmen lasten, in der eine außerhalb des Verbandes stehende.Kampsleitung" für die kommend« Lohnbewe- gung verlangt wund«. Gegen Mitglieder, die sich in ein« solch« Äampfleitung wählen lassen, wird das Ausschlußverfahren eingeleitet. Auch bei den Gasiwirtsgehilfen abgewirtschaftet Bei den Hotel-, Restaurant- und Cafeangestellten haben die Kommunisten gänzlich abgewirtschaftet. Was die sogenannte.Opposition" nach außen hin von ihrer.Stärke" be> hauptet, ist weiter nichts als ein ängstliches Verbergen ihrer B c- d e u t u n g s l o s i g k e i t. Ihrer Niederlage in der letzten Funktionörkonserenz, wo. sie ganze fünf Stimmen gegen die.reformistischen" Dorschlög« für die besoldeten Funktionäre der Ortsverwaltung aufbrachten, folgte «ine noch größere Blamage in der Generalversammlung. Die„Opposition" in Stärke von 23 Mann stimmte geschlossen gegen die Wiederwahl der bisherigen Bevollmächtigten und Kos. sierer, erklärte aber, daß sie es nicht für opportun halte, Gegenvor- schlage zu machen. Die Trauben waren ihnen zu sauer. Sie waren einfach nicht in der Lage, auch nur einen einzigen Gegenkandidaten. vorzuschlagen. Die bisherigen Bevollmächtigten und Kassierer erhielten 1 27 Stimmen und stützen sich somit auf das Vertrauen der erdrückenden Mehrheit der Berliner Gastwirtsangestellten. Ganz verdutzte Ge- sichter sah man jedoch in dieser Generalversammlung bei den Kam- mumsten, als sie sich nach der Unterstützung eine« der üblichen aus der Kleinen Alexanderstraße gelieferten Airträge umsahen. Dieser Antrag wurde nur von 2 Delegierten unterstützt und konnte wegen der fehlenden fünf Stimmen nicht zur Abstimmung gebracht werden. Die Berliner Gastwirtsangestellten haben ihrer Organisation einen Unterbau gegeben, der fast srei von Schwamm ist. Sie dürfen aber nicht eher ruhen, bis auch die letzten Spaltpilze be- seitigt sind. Auslehr bei den Sattlern. Jahresversammlung der Tapeziererbranche. Die zweitgrößte Branche des Sattler-, Tapezierer- und Porte- feuiller-Verbandes hielt nunmehr als letzte ihre fällige Iahresver- sammlung ab. Hohle als Bronchenleiter konnte in seinem Jahresbericht der stark besuchten Versammlung die gute Entwicklung aufzeigen, die im Berichtsjahr bezüglich der Lohn, und Arbeits. Verhältnisse sowie der inneren Organisation eingetreten ist. Mit berechtigtem Sto,lz konnte er feststellen, daß, nachdem im vergangenen Jahr der ausschlaggebende Eimluß der kommunistischen Leitung gebrochen wurde, eine Gesundung der Branche nach innen und außen die Folge war. Der Mindestlohn konnte im Be- richtxjahr um 10 Pf. auf 1,30 M. erhöht werden. Die Mitglieder- zunahm« betrug trotz ungenügender Beschäftigung rund 200. Durch einwandfreie gewerkschaftliche Referate wurde dos Niveau des bis- hex ganz«mseitig kommunistisch beeinflußten Versammlungslebens geHobe». In der Debatte versuchte der frühere langjährige kommunistische Branchenleiter die Phrasen vom Schlichtungsschwindel usw. ausge- rechnet in dieser Branche an den Mann zu bringen. In bekannter Manier wurde das angeblich so revolutionäre Abc der kommunisti- schen Gewerkschaftsabteilung serviert. In wenigen Worten konnte der Bevollmächtigte. Osten, die ganz unehrliche und gewerkschofts- feindliche Handlungsweise der nach einem bestimmten Diktat handelnden kommunistischen Geister in der Branchenleitung auf- zeigen. Demonstratio von der Versammlung unterstützt, tonnte er zmn Ausdruck bringen, daß der komnmmstische Spuk im Verband mit Einschluß der Topeziererbranche vorüber ist. * Bei den nachfolgenden Neuwahlen zur Branchenleitung wurden sämtliche Funktionäre mit Einschluß der Ortsverwaltungs- delegierten mit großer Mehrheit von den Kollegen der Amsterdamer Richtung gestellt. Die bisher noch verhandenen kommunistischen Reste in der Bronchenleitung fielen durch. Die Branche hat nunmehr endlich reinen Tisch und den Weg frei- gemacht für ernste Arbeit. Somit sind in allen Bronchen des Verbandes, mit Ausnahme der Ledermöbelbvanche. wo der letzte koimmmistisch« Branchenleiter noch keine Jahresversammlung zu- sammenbringen konnte, die Neuwahlen vollzogen und überall, zum Teil einstimmig» im Sinne Amsterdams entschieden. Abrutsch bei den Textilarbeitern. Ein« neu« Pleite der Kommunisten bracht« der Au«- gang der Vertreterwablen im Vößnecker Tertil- gebiet. Gest dem Iabre 1924 baben die Kommunisten in Pößneck die Leitung des Deutschen Textilarbeiterverbandes infolge«ines wilden Streike nicht mehr in der Hand. Jedes Jahr baben sie nun die verzweifeltsten Anstrengungen«■ macht, um den Verband dort wieder unter den Apparat der KPD. zu stellen. Bei den Ver- treterwahlen. die vor einigen Tagen stattfanden, rechneten sie be- stinirM damit, die Leiiuna wieder zu erobern. Es baben iedocb bei den Wahlen kaum 2 0 Proz. für die kommunistischen Vorschläge gestmmrt. Die wenigen kommunistischen Delegierten, die etwa 10 Pro*, der Gesamtdelegierten darstellen, wurden, wie die Orts- grupve Bößneck vom Deutschen Textilarbeiterverband mitteilt, von den Amsterdamer Mitgliedern wieder in Vorschlag gebracht und auch gewählt, so daß die auf dem Boden des Berbandsstatuts stehenden Bersammlunasbesucher selbst entschieden haben, welch« Kommunisten als Generalverfammlungsvertreter fungieren dürfen. �eichskonferenz der Rergarbeiier. Stellungnahme zum Schlichtungswesen. lieber die Dorarbeiten zur internationale» Kohle«» regelung sprach Dr. Berger. der Volkswirt des Verbandes. Er tellte über den weiteren Berlauf der Kohlen- Verhandlungen mit. daß zunächst die in Gens begonnenen Arbeiten fortgesetzt werden. Im Februar kämen die Bergleute vor dem Wirtschastskomitee des Dölkerbundes zu Wort: im Mai tage der We Ist wirtschaftsrat, um zu dem Bericht des Wirtschaftskomitees Stellung zu nehmen. Auch der Völker» b u n d s rat habe sich demnächst mit den Genfer Ergebnissen zu beschäftigen und über die Art und Weis« der nächsten Schritte in der Kohlensrage zu beschließen. Im. Frühjahr trete schließlich der K o h l e n a u s s ch u ß des Derwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes zusammen, um den im Oktober vergangenen Jahres in Warschau beschlossenen Bericht des Direktors über die Möglich- reiten einer Vereinheitlichung der bergbaulichen Arbeitszeit ent- gegenzunehmen. Die Bergarbeiter betrachten eine derartig« Ber» einheitlichung als einen notwendigen Bestandteil der allgemeinen Kohlenvcrständigimg. Das Vorstandsmitglied August Schmidt besprach die Tak- tik des Verbandes bei Arbeitskämpfen. Der Der- band führte 1928 insgesamt 85 Bewegungen mit 1.36 Millionen beteiligten Arbeitern. Davon betrafen 20 Bewegungen die Ar- beit-zeit und 65'Lohnfragen. Bei den Lohnfragen gab es 33 D e r- einbarungen und 12 Schiedssprüche. Von den SchiSds- sprüchm wurden 3 von Amts wegen, 4 auf Antrag der Unternehmer und 3 auf Antrag der Arbeiterorganisationen für verbindlich erklärt. In der Arbeitszeitfrage gab es 8 Vereinbarungen und 12 Schiedssprüche, von denen 8 auf Arbeiterantrag. 3 aus Unter- nehmerantrag und 1 von Amts wegen für verbindlich erklärt wurden. Nach einer eingehenden Darlegung der Nerbcmdstaktik für kam- menlde Bewegungen besprach Schmidt auch die Fragen des S ch l i ch- tungswesens und stellte dabei für den Verband die Forderung auf, daß an dem bisherigen Schlichtungswesen festgehalten werden müsse. Im Anschluß an das Referat Schmidts nahm die Reichs- konferenz am Sonnabend folgende Entschließung an: „Der Bergbauindustriearheiter-Verband HAt grundsätzlich den Abschluß von Kollektivverträgen zwischen den Tarif- Parteien für die beste Bürgschaft einer ruhigen Wirtschaftsentwick- lung. Dieser grundsätzlichen Einstellung des Verbandes stehen die versteckten und auch äsfenllich zum Ausdruck gebrachten Tendenzen aus Unternehnwkreisen gegen den Kollektivvertrag entgegen. Im Interesse der Arbeiter und des Staates überhaupt kann auf das Schlichtungswesen nicht verzichtet werden. Alle AnMisfe auf das- selbe sind zurückzuweisen." ltm Severings Schiedsspruch. Dortmund, 26. Januar.(Eigenbericht.) Ende der nächsten Woche sollen neue Besprechungen zwischen den am Tarifvertrag für die Metallindustrie Nordwest be- teiliaten Parteien und. dem Reich?innenminist«r Severing über die Klärung der sich aus der Durchführung des Severingschen Schiedsspruches ergebenden Streitfragen erfolgen. Ein genauer Plan steht noch nicht fest, da dos vom Reichsivnenminister angeforderte Unter- lagenmaterial noch nicht in vollem Umfange vorliegt. Unorganisierte imponieren nicht. Der Konflikt in der württembergischen Metallindustrie. Die Lohnbewegung in der württembergischen Metallindustrie führt« bis jetzt zu keinem Resultat. Die ParteiverhaiÄiluügen, die dieser Tage stattsanden, blieben ergebnis- los, da die Unternehmer auch nicht zu dem geringsten Zugeständnis bereit waren. Au» einer Aeußerung des Geschäftsführers des In- dustriellenverbandes, des früheren Gewerbeinspektors Baurat Fischer, war zu entnehmen, warum die Unternehmer von einem Entgegenkommen nichts Mise««ollen.- Herr Fisch« behauptete, daß von den 70 000 in Betracht kommenden Arbeiter»„nur ein Drittel" organisiert sei. In Wirklichkeit ist das Organisation-- Verhältnis wesentlich besser. Immerhin gibt die Aeußerung den Arbeitern einen deutlichen Fingerzeig, auf welchem Wege sie ihren Forderungen von vornherein einen größeren Erfolg zu sichern vermögen. Stahlhelm-Agitation. Mit Genehmigung der Geschäftsleitung der Ravenäschen Be- triebe macht der Stahlhelm am Schwarzen Brett Propaganda. Der Stahlhelm will seine Mitglieder„auch in den einzelnen Be- trieben" in Werkgruppen zusammenfassen, ,�u ihrem� eigenen wirl- schoftlichen Schutz. Er ist großzügig, der„Bund der Frontsoldaten". Nicht nur ohemalige Frontsoldaten, sondern„jeder unbescholtene Deutsch« über 17 Jahr« kann Mitglied werden". Alle auf nationalem Boden stehende Angestellte und Arbeiter bei der Eisengroßhandlung R a v e n e fordert er auf, sich zu einer Beisammlung in den �insiedler-Bierhallen" einzufinden. Welche Vorstellungen der Stahlhelm mit dem Begriff des „nationalen Bodens" verbindet, daß sein„nationaler Boden" nicht der Boden der republikanischen Lerfassung de» Reiches ist. das nerlchmemt er. Der Stahlhelm ist reaktionär bis auf die Knochen und deshalb kann er bei vernünftigen Arbeitern und Anaestellten keinen Anklang finden. Doch eben des- halb ist er b« Unternehmern wie Raven« gut gelitten, zumal er einen Zwiefpalt in die Reihen der Arbeimehmerschaft der einzelnen Betrieb« zu bringen sucht. Iahresrückschau der poliere. Der Bezirksverein Berlin des Polier». Werk» vnd Schachtmeisterbundes hielt am Mittwoch in den„Sophien- säfen* feine Jahres-Generalversiumnlung ab. die von etwa 300 Mit- gliedern besucht war. Der 1. Borsitzende. Genosse Fösler. gab in seinem Geschäftsbericht für das vergangen« Jahr zunächst«inen kurzen Rückblick aus di« sozialpolitische und wirtschaftliche Entwicklung im Vorfahre und schildert« dann di« einzelnen organisatorischen Begebenheiten. Der Organisation ist es gelungen, für die Poliere und Schachtmeister im Lause des Dvrjahres eine Erhöhungder Tariflöhne um rund 8 Proz. durchzusetzen, so daß der taris- liche Wochenlohn für Poliere zurzeit 91,50 Mk. beträgt. Der Mit- gliederstandhat sich im Laus« des Borjahres von 955 auf 1003 erhöht. Genosse Fösler betonte mit R«cht. daß dieser Mitglieder- bestand nicht befriedigen kann« und daß«s einer intensiven Agitation bedarf, um die nicht» oder andersorganisierten Poliere und Schachtmeister der freigewerkschostlichen Organisati«, zuzuführen. Der Berichterstatter ermahnt« zum Schluß noch die Bundesmitglieder, auf die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschristen zu achten und die Tätigkeit der BauarbeiterschutztounnlAou tatkräftig zu unterstützen. Die Versammlung befutAete Ihr EinverstSndal» mit der Tätigkeit des Borstcudes dadurch, daß sie auf jede Diskussion zum Geschäftsbericht verzichtete. Das Vertrauen zur Orgalüsationsteituna kam auch in den anschließenden Wahle» klar zum Susdruck. E i n st i.m m i g gewählt wuvden zum 1. Vorsitzenden Genosse Fösler. zum 2. Vorsitzenden Genosse Mickeley. z» Kassierern di« Genossen Georg Scheibe und Adolf Hopp« und zu Schrift- sichrem die Genossen Paul F o t h uUd Otto L« r ch, Äenso ein- stimmig wurden auch die Beisitzer, Revisoren und die verschieden«, Komwifsionsmitglieder gewählt. �„.V Berliner Gewerkschaftsschule. Achtung! Arbeiter» und Augefiellteubetri« btrSft! Am Dienstag. 28. Januar, abend« 7 Uhr, im Saal 3 de» Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25, d«r nächste ArbeUsrechlliche Znforma Ii ons- Abend für Betriedsröke. Wichtige arbertsrechtlich« Themen können von den Besuchern selbst aufgeworfen und zur Besprechung gestellt werden. Alle frei- gewerkschaftlich organisierten Arbeiter, und Angestellten-Betriebs rät« werben gebeten, sich zahlreich zu beteiligen. Di« Teilnahme ist kostenlos. SPD..F«kti»»»«, Sattler.. Tapezierer- mnt P»rtrfe»Mer>««- W Saude»! Montag. IS Uhr. UN»«Berkschaftoha n», wichtige Fraktion».|r/i g nersommlung. 63 W«chtteng. SPS.K-lMrSeitrr, vezitt eiSafte»! Montag.» Uhr, bei fi k-i Lier. Raunnnstr. S, wichtig« Lersannnlung aller Parteigenossen. Mit. �.3 iä. oliedsbuch vlitbrinaen. Der«BcifceaooliMu|2 D«chtnng,«rbe t««t NorSast! Mittwoch. ISiZ Uhr, bei«lesssn. ßv Etargarder Str. 3. wichtige B-riammlun, aller SPD..Sen»ssev, Tage». K orbnung: I. Bottrag i>«,»«Nossen«. Ho lg über:„Unsere Ansgaaen in der Zukunst". 2. Verschiedenes. Parteianowei, ist mitzubringen, g Der Fraitioneoarftanb. Zuaendgruppe des'Zentralverbandes der Angestellten Heute, Tonntag. IS Uhr. trefsen sich alle Zugendmitglieder im Gr- werkschaftshau«, Engelufer 24— 25. Zur Aufführung gelangt da» Schmökersoiel von Ofterroth. Anschließend Musik und Volkstänze,— Morgen, Montag, finden falaend« Veranstaltungen statt: Zegel-Aeiniikendors. Jugend heim Zicinickcndaif-Ost. Hindauer Etraße sBaracke). Herinann-Lijn»Abend. Leiter: Georg Heilbrunn.— Wedding. Jugendheim Turiner Ecke Tcestraße. Aussprache:„Spiritismus und Hypnose".— Vörden: Jugendheim Kastanien. ollee 81, Vorirag:„Eine Reis» um die Welt». 1. Abend.— Lichtenberg. Jugendheim Gunlerstr, 44, Vortrag:„Meine England reise�. Referent: F. Weigelt,— Urban. Jugendheim Hobrechtstraß» Ecke Sandetstraße. Heitere Dichtungen und Erzählung»».— Tempelbos. Jugendheim Germaniostr. 4—«. Wir leien ans„eigenen" Werken.— Eharlettendnra. Jugendheim Rosinen. str, 4. Vortrag:„Bon der Hauswirtschost zum Welthandel�. Referent: Heinz Mann.— Achtung! Am Connabenb, dem 2. Februar. 1914 Uhr. veranstaltet die Ortsgruppe anläßlich der Gaujugendaussprach« ein« Zngendlundgebnng im Reichswirtschaftsrat. Bclleouestr. Id. Einlaß nur mit namentlich ausgestellten Eintrittskarten gestattet. Verantwortlich stir Politik: Dr. Cni»eye«: Wirtschaft:®. Nliagelhiiirr: Gewerkschaftsbewegung: 3- Tteioee: Feuilleton: 0. H. Däfcher: Lotale» and Tonstiaes: Feist Rarstiibt: Anzeiaen: Tb.»lecke, sämtlich in Berlin Lerlag: Vorwärts-Bertag GmbH,, Berlin Druck: Vorwärts-Buchdruckeret und Berlaasonttalt Paul Singer o Eo Berlin SW«8 Lindcnstraße ll Hier»» 3 Beilage»»ab„ll»t«rtzalt»»g»ab Wisse»". EU Düi SHAMPOO erhöht natürlichen Haarglanz L pARFUMfiRIE»ELIPA« A�G.. LEIPZIG Seo ,t. i luciim�saisca fofe aar 95 pf. 1�20«vd 230 »NC » die neaestcn Schlag«. Einst Ieht Ebenso Mnfikplatten nachstehender Marken zu Original-Preisen: Homocord/ Grammophon/ Brunswick/ Columbia Odeou/Parlophon/Sela usw.!« bekannter Auswahl GroßvertrleS» der Orfglnal- am®-Nnsttappantfe mit Holz, und Saxophon- Tonfuhrung� Anschaffung durch nnserRatensyftem sehr erleichkert. NSjährtge Facherfahrung bürgt für Oualitätoniore.! Äataloge gratis. Für Reparaturen erst« Fachleute.' Zh rem Sprech apparat fehlt eineSlectro-Schalldose für elektrisch aufgenommene Platten, erst diese macht de« ctvoll. Apparat besonders wertvoll. Kaufen Ei«»och heute, Preis M. 16.—. Alt« Schalldosen nehme» mir au. Erwerbe» Sie den sicher funktionierende« autovtatische» »Ex�- Ausschalter, paßt in. feden Apparat, Preis M.— Original- Serownadeln«SS."SlJSt platten, Alben und platten- Koffer ».Aufbewahrung«.Schonung der wertv. Platten in viel. Preislogen. Eigene Verkaufsstellen: Badstroß« 67./ Brunnenstroß e 25/ Frankfurter Alle« 4S Echiffbauerdam« 1, Ecke Friedrichstraße/ Grünauer Straße S Kottbusser Damm 12 a/ Reinickendorfer Straße 117/ Schön- hauser Allee 136(im Haus« der Mila-Festsäle)/ Turmstraße 79 Warschauer Straße 63/ Weißensee: Berliner Allee 21. »cht«» Sie ge»a» auf»asere cha»<'St«»»aree» E> chweizsrMusikhaus Größtes Gpezisl- Geschäft Groß-BerlinS Zentrale: Berlin SO 16, Michaelkirchstraße 19 Telephon: Iaanowitz 1102 (> Theafer, Lichtspiele usw. Sonnu.g.d. 27. 1. Staols-Oper jncei o. umaen A.-V. 24 18»/, Uhr StaalsOper v n HLd. Kepuoi. R.-S TS 19«/» Uhr [an Sonntag, 0.27!. StidL Oper B smarcustr. Turnus n 19'/, Uhr JONDF spielt anf iiaatl.idiiliei-TMter.Cliaflt!)!!. 20 Uhr D;r Uudoner orlome Sohn Mefropol-Tbealer -« Uhr- �- Lustige Witwe mit FRITZI mASSARV Hn Hansen Eflaet, iankuhn, Junkermann. tckacffera, Marqulta Slatera, Bnauty Girls, Jackson Boys Gr.§diaiispieitiaiis »unr Casanova ALFRED JERGER Emma Starm Erl»4, Sklera, Ueake,(erde, La Jana, Wlnkelstam, Kupfer, Anw, Ben- dew, Uorgan, RlankenKoro, Ptcha Zwei Charell- Inszenierungen Gosamtausstattung Prof. Emst Stam. In beiden Theatern Sonntag 3 Uhr Nacbm.-Vorstellung zu kleinen Preisen IDeoiet des Mens rag»ch r/i uot Wiederausireten! Richard Tauber w Friederike Franz Lehar dirigieitl Käthe Dorsch Richard Tauber Dorsartaul ununterbrochen. I geöffnet. I «äffe be» e-nzeu Tag ge Teleph. SteinpluB SZl n. 7108. 1 l noinlsono Lpsr(8' 4)1 I Nach erfolgreich. Uraarbei'ung:f Paradies I süssen ftttuen!! Sonntag 31: Uhr VolUilndli'. Vorsiellunj iu halball Preisen Parkett 4,50. Bang MO ML Borlin-llflitenliero 6a n«) str. Programmwechsel Das neue Circuaprogramm. Sonntag. San 27. Januar isia 2 X 3°° und 8» Uhr vormlitad 10 bis 12 Uhr öffenl- lidsc Probe, Ticncbaa u. Konzerl ».9" V Winter Qarren 1® Uhr RaadiCB erlaabl| DreiCeclonas und weitere Variete-Neobciten j Heute 2 Vorstellungen 80 und 8 Uhr.»*> Kleine reise Renaissance- Theater TaU Steinplatz 901 u. 2593 84. TEg ich 9>.« Uhr „Das große ABC" Regie: Gust. Härtung. stg, nehm, 4 Uhr: KranUMflO 0*sV�AIaian«w aOSJ M�HO»« ERÖFFKUK6 Freitag, den 1. Februar 5 und 8" Uhr: Das sensationelle Eröffnungs- Programm! nn Intereatlonaie Variett- H n IU Attraktionen f. Weltruf IU Eintritt sptnisa: t.TtnMIng 50 bhi 1.">. IVerstelijpj l.'H, bis 2.* H Beginn der Vorstollungen: Wochentags S und 8.15 Uhr Sonntags 2.15, 5 u. 8.15 Uhr Dur Vurvurkauf hat bugonnen. T4gl. 10-6 Uhr an dsrThutorkaaae. WiMSuW Dame»'Sin«3-bT«���� I adtnhe. g, den tnr*»- LX» _.Lwfk. Jp»" 0 Damen-4-»™ a�ahJ ______ 1 w une3Tc!dil€r ÄU3.. BorWSe DAmen-L*�' S Absalx. ta de» veaau*_. Mk ............. � v- m «-«.en-LMk- S�Stesto AnstühnmS« Wl Herren- ohne s�s-rÄ,. voiüstittluie rttatir intilragmi 3 Uhr 8 Uhr DasMBdlans der Vorstadt Regia JBrgeu Pebllng ' TMster UM soutibaaeniamii 3 Uhr Der Held des Westerlendes 8 Uhr Dit Drel-GrostiiRi- Thalla Theater 3 und 8 Uhr Oelransch Staat). Sdiiller-Tli. 8 Uhr nr- 18. in litulfbHenliBB Täglich S Uhr Sonntag, den 27. Jannar mlitof U � Dhr. Oper -»»Ulsan. Valem, Ander, Gerron, Schaufuß, Kühl. Lvovski. Heute 3 Uhr Der Held des Wetterlandes WM meater Norden 1231» 8 Uhr, Ende l<>->/« U. DieVerbredter Schauspiel von FerdinandBruckner Regie: HeimHilperl Kammerspiele Norden l23lu 8, Ende nach lO'i U. Komödie von Edouard Bourdek Regie Forstet uarinaga. Jie Komödie Hsmarck 2414�7516 Uhr, Ende iov» „Olympia" von hr�nr Molnai Forster Carinaga- MlLES-SEVÜt ..SdiOn und sdddf" ( i. n sdnuraiipiiisi Täglich «>,« Uhr 1 aeuie Sonntag L Vorstellungen lUbra.SV'tlltr. NaO- mittan du enn Itr- >>»i>etal>,lke>pnu«a �oew-Üttumpft dl« gutes QoeWacStrampte «o allen Torben oen ersdiicnerv Preis 2 Mark. Sdinitönuster za bezieben durdb: Konsum-Genossenschaft Beilin u. Umgegend G.m.b.H. Berlins 42, Oranienstr. 164/65 WJ LANDWIRTSCHAFT/ GARTENBAU IMKEREI/ FORSTWIRTSCHAFT 26. JAN./ 3- FEBRUAR JAGD/ SCHIESS-SPORT ANGELSPORT 26. JAN./ 10. FEBRUAR GEFLÜGELSCHAU: 26.-29. JANUAR KANINCHEN- ü. RASSEHUNDSCHAÜ 9.-10. FEBRUAR AUSSTELLUNGSHALLEN AM KAISEROAMM O e 9 f f tt c 1 täglich von 9 ficht vorm. bis 7 ficht abends. Sonnabends und Sonntags von S Uhr vormittags bi« 9 Uhr abends. Stotetttspret« f ,50 RM. Atnalil schult-lasenheme 199/1« Grones BocKGiertest und Grollor Aipenhaii 7 Kapellen-#0 bayr. Medeln. Einlaß 4 Uhr. Dienstag, tt. 35. Januar 153» Bro&e Sdureinebraterei. PrEmllernDg dn ibnlidisign Uanieo-ZwlillnqR. 3 Oeldprf.te; I-, 4» o. r> MerV. rhealer a. Kottbusser i or Kojtbusser Str. h Tel. Mp'. 16077 Täglich 8 Chr. auch Sonntag nachm. 3 Uhr(ennäß. Preise' Elite- Sänger Äriof; Krac£i s Volkspreise M k. O.SO b. 2.'.;0, Loren?,-£C mm- ateicnsnaaian- anea>er koends r» 1 Sonniap nachm. m siemner sanier Das wundervolle Januar- Programm I Nachm. halbe hrease» volles Pro» ramm. '�OOJ OÖn hof f- Bnatt) Vaifieli y Koijxeriy Ti Ibeata. Uctilspiela asw. afith lolgeails M BNMRSÜM lafMatoio 1S3- 156 Am Lchnioer Platz Brabant 2400-02 Woetentags 7, P* Sonotag i, 7,•» B. 5 Barb.»771 Woclieilagt 7", t" Saartag 7».»u ßLOH'S PALAST a. d. Gedicbtoisk, Blam. 9035, S55S Vocbantag* 7",&- tonnabend uod Saantag 5», 7", a>° iUiiiMiiMiiiniii«niiiiiui KKSFOPiS(EKDAHSi Kurfürsten dam tn26 Bismarck 6179 Wocbeotagt 7� 3onrtao 5", 7», 9" uiHUiiiiiiiMiiinHiiiiiitaiiiin CFA-PAVILLON am Nollendorlpl. i Lima» 3455 da». 8376 Ugllck S», 7», S" Kannerlichtspleie a. Potsdamer Plata Nollcndorl 2095-96 Wochentagj 7,» Son.'.iheaJ und Sonnlag S, 7, 9 llUllllllltl'-'n TiBMSTRASSE Eck« Stromstraße Hansa 4883 WocheBtag» 7, 9 Bonntag 5, 7, 9* iniiiHiiiiiiiiiiiniiiiiiuiimiii ALEMHDEBPL Alexandersfcr.46-48 Kupfer graben 4936 Brocbentags 7, 9 Bcnntag S. 7, 9 iMHiiuuiiinmioanitt KDHSS7A0T Scbönb.Allee 10-31 Nordes 8067 Bochentaga 7, 1 Sonotag 5, 7, t Weinberjsw. 16-18 Norden 1865 Bockeotaga 7, 1 Sonntag 5, 7, k ItlHSmllllllllltlkllNIIIIMIIIIII FBIEBRICHSHAIN Eck« Bätzowatr. KSnifatidt 5564 Wochentag» 7,( Sonntag 5, 7. S WEISSEKSEE Am Astonplatz Weiaaeaaa« 319 Woekeattit 7, S Sonntag S, 7, S ff Boote letzter Tai rarujnippa BErtrud BodaivlaiB Ibdhj tootlie'rt Brt&iüeBelm Der SkBDdai in Baden- Baden BetBiErliiiialiluuck Dritte Bocke Wlnös Der erste Fllra mit Geräusch- eed Klang-Clfektea — Magkoskop— Lillao flanei Willi Frttscb Ihr dunkler Punk! johaima TOB Orleaiu IdisniU. Basen WM» Ein ifirai» am Nordpol Hjenffl. haben WM» Brioiiieaeiin Der Skandal In Baden-Boden aetK; EiKtWutknak Der(rohe BElmsöell iiiiiiniiiiiiiiioiitiuiHmtiimi Koroid Uoj« Oarold. tier Pc di softe] Bahne: lasvass Eli-Ballt» Inäendi haban inttiH Das«rnfiinal einer flroPCB Uebe lobanaa von Orleaiu UtendL babec WMB Sreia Km« Das göttlidieVeii) BOhnenschau Reinhild Schanzet im dsm Tatsbncb alnax lun�esclks Die ioiic KomteO Bllhnenachau Hanl Liedtke Oer tasmingf- prlnz BOhnenschaui Der Kenml um Hatterkon BOhnanseliaa w Lnstspielbsos Friedrichstr,.2J6 Bergmann 290/23 Täglich SV« Uhi GnifloTliielsöier In Weekend im Paradies Lessinfl-The» tsr 8 Uhr RatnorlBa knie. ose-Theater jr.Frankfaner St.132 2«.«R Uhr DornristlieD 5'/« und 9 Uhr Die Fledermaus R Dtsch. KUnslier-Th. SV* Uhi Der Zinker v. Edgar Wallass fcchth Rila Matttlas Preise 1—'0 Mark PlanMtra zu In '»ilag. MtostfesMi Snh Noll. 1578 16 Uhr Der Sternhimmel im Winter 18 Uhr mers und seine Rätsei >" Uhr Werden u. Vergehen d. Sterne Ptillharmonle Vit Um KONZERT des Philharm.Orch. Dirig Prof. 1 Prüwer Sanatorium ÄltKeiöe ftfolgtrifhe Jjfijkumi CpruOertaftcT im Hanfe Audgezeichnete Derpfiegung Mäßige vrelse SriiznASizhvr-SlwuritM a*— e»tpniy-u«— tZanotoriumÄlttiridk 9>U4r. Berliner IBIk-TrlO Maukölln.'Öß' uibnitr.74/7Bl MefiaHbelten 12" EindeTbetL. Chsiselono. 28.-, Polst.- Siabimalr.. Solas u u tenzabUmg /Xjt.hr Berlin, Pappelallee 12 0V1II Pankow, Schmidtstr l Pfänderversteigerung. Sie in den Monaten April, Mai. Znni 1228 verfitzten Pfändtr kommen, soweit >ie nicht erneuert worden lind, vom Montag, dem 4. Februar 1228, S Uhr vor- Mittage ad. Zägerftr- 64,*ut Berfteigernng. und zwar in nachstehender Reihenfolge- Fahrräder. Bilder deiannler Meister. Dopvelgläfer n»d sonstige Gegenstände der Opli!. ikleider, Peizweil. Wäsche- Juwelen. Gold» und Giibrrsachen. Staatliches veihaml. Oeffentllche Aufforderung zur Abgabe ooa Steuererktärnngen tftc die ArShIahrsaerantagaag 1928 Die Eteuererilärungen für die Einkommen- Heuer, Sbtpccichaftftcucc und Umsatzsteuer sind in der Zeit not» 11. biß 28. Zebraar 1829 unter Benutzung der vorgeschri, denen Bor» drucke abzugeben. Steuerpflichtige, die zur Slbgade einer Erklärung vsrpfliäitet find, erhalten vom Finanzamt ewen Vordruck zugesandt- Die durch das Tinkommen- steueri'efetz, lkörperschaststeuergesefl und Umiatzsteuergesetz degriindele Verpflichtung. eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn ein Bordruck nicht übersandt ist, bleibt un berührt; erforderlichenfall» haben die Steuerpflichttgen Vordruck» vor Ablauf der ErkiärungSsrist vom Frnanzamt an zufordern. Berlin, den 4. Januar 1922 ver Präsident de» Laudesfiiuttizawts Berlin. KkI!d.IN,NZ Sport-Jacken ZfiSi l££L£0"*: II60 Damen-Untertailian weis eestnekt. G65 Taschentücher»eis— �Dotrend O70 Malerkittel 390...• Malerhosen 250 Kellnerjacken............. 2" Berufsmantel für Damen b. Herren.. 535 Operationskittel 65CAer2temante] 5 25 Frijeurmäntel............. 7" Strandhosen Ksper.......... 575 BAER SOHIN t Berlin i 4, nur Chausseesfr. 29-30 Bis zu 50% ermSBlSte Preise 1 Posten Einzelmöbel: Wasehkomznodea mit und ohne*- Marmor Frlaiertoüettem, ' Sessel,"ßillhle. Höcker, Trtben, Garderoben- W»d ,-�Väsche•flcbraakt-. Äa. hlÄchtfhöke:/,.;;_____ 1 Posten Bettstellen, leicbt Wj£ch*df}rt 1 Poffca Steppdecken, ccti klpineg Soßfin 1 Posten Matratzen. CinzeUtflcke f Posten Kinder-Betten, in Bolz vnd MetaS "gtigeb K l Posten Korbmöbel, mit kleinen FehUrn \\ Wj tllv ScbUrzimmer-Eiarichtangea. Komplott. iradiesbettenfabrik SBeginn IHonlag, 28. Jmmtar IM Sf einer � Sohn A.G. Berlin Wd Leipziger-Strasse 123a Divandecken besonaers preis werF. volle öroßen KelirnapflQ. Wollmolf Handf-onse gerreue Kopien von Perser Teppicnen s&19.50l76f»9?- MM i 98.- �149; U 45 AS?- AZIi Z154' ZW ZM fahrlk und Lager Sebeftian taftaler Str. DD Speise- von 275.— an Herren- von 278.— an Schlaf- Zimmer von 360.— an Weiße Woche! Ueberraschend billig Beginn am so. Januar Nur beste Qualität bei Gottesmann, nw.Turmstr. 58 Z»'«« EINIGE BEISPIELE: Hcmdentudi. Linon.«> brett... Lmomso breit.. Damast» breit. Damast t« breit. Dowlak 180 breit .. Mtr. 68 55 33 n ., Mtr. 95 75 35" Mtr 1-50 t-M 35 pt Mtr. L65 3.55 1,15 Mtr. 2.50 2.10 1,73 . Mtr. t.95 1.65 1,43 Lmon-Garnituren 2 kI�T" 8.00 Köper-Bar dient 80 M«er»5 65 Damast-Hand tüch.Tl�j'iVijs 85 n Gerstenkorn-Handtuch, 28 p'- Voll- Voile Crepe de Chine Cröpe de Chine d%npÄ.. Helvelia reine Seide, doppeltbreit. Woll-Moussclinc!o g'S" Mtr. Popelin re,B#W0,M« Di—, reine Wolle. 13ü cm breit ItipS Mir 6.75 5.9« Satin-RldlC S5 cm breit.. Mkr. Atlas f. Maskenkostüme Mtr. Etamin Zwirnw"e' ,5U cm 75 1.15 3.40 1.90 2.50 1.95 1.95 4.45 2.45 95 pt 58 p Besonders preiswerte Angebote in sämtlichen Wäschestoffen für Leib- u. Bettwäsche, fertige Beltgarnituren, Tischtücher, Kaffeedecken und Handtücher. Crßpe de Chine, Crepe Georgette, Crepe Satin, Duchesse sowie alle Arten Seiden- U. Wollstoffe. Nie wiederkehrende Gelegenheit zur Ergänzung u. Neuanschaffung. I Bekanntmachung. Am Donnerstag, dem 31. Januar 192», vaini tt) Uhr, werde» in der Ttaatiichen Piaadkammer, Berlin, Iägerstr.»4, loi- >»nde Segen' ändi melftdielend gegen barzahiung zwangodersteigerl: I Anzug. Pelrkragea, 1 Schreib- maschtne, dir. Möbel, Teppich, Bracken, BcleoditaBgskOrper, 4 AnlhrazUSfcn. Derstn, den 25. Januar 1929. »ollstrechin�sftellen der Finanzämter Im Bezirk de« Lanbesfina-zamts Berlin. » Kmderbclien. Tvltier, 5chi»fzunm-r. Lh,"»:- mt longu««n Priv.re, tz.ieezovi?. Sallln 267 Ii-! s EisenmflhaiiahrlH Suhl etnurj Ä"- Betten � SMwUiattzJ�äSariBii oame» u-fieir chenen ö. Humoristische. 6o> ttrtlch» liegt, werd. in uns Snrraii genommen. Milgiied» schast d SVD ist 23». dinaung Auskunst d S schäl»stell Senofle Paul Krause, 0 3i Kochhannstr, 18 Blnnenspendeti edez Am liwem vre«mer I-aul Sollst». vorm. llter kprn «»rsannUHtrsfle 3 tdt fllounnnfirofe Ami MoritzpL 10303 tzaia,- ititil v Iii Isdilas » lill. nei »4 Iii»,»n, iiiti. in!, Niel» «Iii«»»»» twm fllli iniitt,i mtln. JnoHiltm liihrW» otitimn>< liltnun. krztl. emptoblen. mtitwi'il. t�.-tt- t-4. ,Bn*a- Iii. 13.>«,!' [ Bellledcrn Adolf Pohl Dresdanar StraBe IS (FahrlKgebiude) ] Hemel MüMei-BnM Ciea.lag, Ben 29. Januar, nachm. 5 Uhr. in den»UrminhaUan-, Mammandankeaslr. 88/89 Branchenversammlung aller Mekallschleifer. Galvaniseure. hissarbeiler und-arbelleriuueu. Tagesordnung: I. Dortrag: Be» ruiserlranlungen und Ardelterschutzgeletz Referent: Kollege Paul gtppkl. 2. Die- lusston 3. Branchenangelegenhetten uud Beischtebene». Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Jeder Berufsangehörige ist verpflichtet, zu erscheinen._ Ct.nelag. den 29 Januar, nachm. 8 Ahr. tm Lokal �«tt» Gehelmrat»- kneip«-, Zernsatemer 5 traf,« 8 SM- Versammlung-rm der Goldschmledegehilsen. Tagesordnung: I. Vortrag- 2 Di»- kussion. 8 Veidandsangelegenhetlen. gahlreicher Besuch wird erwartet. Mang! HlefollßtDelfet iw Der Bvrsland bat den Beschluß gefaßt, daß für die Eleltromonteure in der Zeil vom lt. März bis 30 März Illlg ein Kursus au,- der Wirtschaflsschute in Dürrenberg stattfinden.oll- Kollegen, die sich für diesen Kursus de» werden wollen, müflea ihre B'werbung«. schreiben di» späiesten» 2 Februar an die Bem!n he, Deutschen Verwalluugslielle Metallardeiter. Verbandes, z, H. Kollegen Mar llrich. einreichen. des witofleffeMle � � DEiüflföetfmiifie Mlg itDtt! CUnstog, den 29. Jannar Altttm.ch, den SO. Januar Donnerstag, den 82. Januar finden in der geit von>0- 1 Uhr zweck» Sinteitu.g der Wahlkörrrr im Paterre. faat de» Verbandshause, am Schalter t di, 3 die Eintragungen statt. Achtung? Achluog? Kolleginnen und Kollegen! Herr Mi. Nister, airai Professoi woldt hält rm nni* errichteten Institut für Betrtedssozialogie in der Techniichen Hochschule In Berit» mehrereVorlefungen über folgend eThemen: I. Besen und Werden in der Mdschineu» bauwirlschast. 2. Der Arbeitsprozeß im Maschinenbau. 3- Beirtedssuhrung und Bettiedsver» waltuna 4. Die Aufgabe der Bettiebsüberwachuntz. 5 Amerilaniomus im Maschinendan. Die Borlesungen deginnen Antang Februar und umsasien zehn Dorirag»» abende am Dienetag und Donnerstag ab >L>, bis 21-/. Uhr Die Teilnehmergebühr beträgt 10 M Infi. Es handelt sich UM eine Bortragsrelhe für Werfstaitprallller und empfehlen wir besonders ivichen Hörern die Teilnahme an den deachienswenen Vorlesungen, die ichon an Kursen der Sewerlsdiastsichnle, der Voilshochschule oder der Dürrenderger Wittschaltsschuie teilgenommen Haben- Meldungen und Auskunft im Bureau d?» Berdandehausr», Linienstr. 83/85, Zimmer 4. Spielplan nnserrr fioUnrabtclIung. Z» derWoche tum OS.Zanaar dtsZ-Febrnar: 1. Lava. 2. Gchußweise, Aufstellen eine» Mäste» für KXfOOO-Zoit.Lettung. S. Humoresle Z» ber Boche»am 4. bta>0. Februar: I- Unter der Gönne de« Süden,- Z Eiettiifch angetriebener Trocken- bagger 3 Humoreske Z» der Boche vom 11. bis 17. Februar: 1- Faust. 2- Eieftr scher gweimaschinenpflug auf dem Felde- S. Humores-e Zn der Boche vorn 18. bw 23. Februar: 1. fi 182- Die Mwderjädrigen. 2 Wie entsteht eine Diadezpairone 2 Humoreske Anfragen wegen Uederlasiung und Besuch der Adletiung sind lelephonifch vde, schrift» ich an die Kuituradleilung(Bureau Liuiensiraße 83 85. stimmet 20, zu richten. SU Ortnnermatenng. Einem TeU unserer hantigen Auslage liegt»in Prospekt der Ja- A. Stcidcl, SchönhauHir Allee 45«, bei. betreff, lenaer- tvuderengrbvt, woraus wir unser« Leser besonder» hinweisen.