Ur. 9. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzelle oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächte Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnand Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benih- Straße 2. Finckenstein kontra Drescher. Eine neue Wendung hat das Nachspiel zum Fall Hammerstein durch eine Antwort des Grafen Finckenstein auf die vom Oberstaatsanwalt Drescher gegen ihn im Prozeß Rauch erhobenen Beschuldigungen genommen. Die Kreuz- Zeitung" druckt heute einen augenscheinlich nach dem Stenogramm gearbeiteten Bericht des Hannoverschen Couriers" über die Prozeßverhandlungen ab. Im Anschluß daran veröffentlicht sie folgende Erklärung des Grafen Findenstein: " " " Sonnabend, den 11. Januar 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: nebst zwei Wechselafzepten vorgelegt worden, dessen Unter-| nicht einzusehen. Ebenso muß der weitere Vorwurf, daß die schriften, soweit sie von mir herrühren sollen, gefälscht Depesche vom 27. Juli an den Freiherrn v. Hammerstein denworden sind. Da unter dem fraglichen selben veranlaßt habe, sich seitdem versteckt zu halten, un Vertrage auch die Unterschrift des Frhru. zutreffend erscheinen. Denn der Oberstaatsanwalt Drescher an ihn ergangenen von Hammerstein steht, ist derselbe am Sonn hat selbst bekundet, daß nach einer abend, den 27. Juli, telegraphisch zur Er Mittheilung des K. K. Bezirksamt Innsbruck flärung über diese Thatsache aufgefordert auf seine erst am 29. September erlassene De worden, jedoch ohne daß dieser Aufforderung pesche der Frhr. v. Hammerstein sich bis vor drei bis heute genügt worden wäre." Wochen, d. h. also bis etwa den 8. September, thatsächlich sogar noch in Siftrans aufge= halten hat. Wir ersuchen daher um gefällige weitere Veranlassung in dieser Angelegenheit. J. A.: Graf Find v. Findenstein. Diese Anzeige ist denn auch am 2. August bereits bei der töniglichen Staatsanwaltschaft eingegangen. Nach der Ansicht des Herrn Oberstaatsanwalts Drescher ist die Anzeige zweideutig und räthselhaft" gewesen. Ich fühle mich daher von einem etwaigen Vorwurfe, der Am 21. Juli 1895 ist der Kaufmann Flinsch bei mir in mich in dieser Angelegenheit treffen tönnte, in jeder Beziehung Graf Finckenstein. Trossin gewesen und legte mir einen Vertrag aus dem Jahre 1890 frei. Berlin, den 9. Januar 1896. vor, dessen Unterschrift, soviel ich mich erinnere, wie folgt lautete: Verlag der Neuen Preußischen Zeitung", Graf Finckenstein. Im In der vorstehenden Erklärung sucht der Herr Graf Diese Bezeichnung dürfte angesichts des Wortlauts der An- die schweren Beschuldigungen, Auftrage: Frhr. v. Hammerstein." In diesem Vertrage war davon die Oberstaatsanwalt die Rede, daß der Verlag der Neuen Preußischen zeige in Verbindung mit der Thatsache, daß ich selbst, der sie Drescher gegen ihn erhoben hat, zu entkräften und sich rein Zeitung von Flinsch ein Darlehn von 200 000 m. für Zwecke unterschrieben hatte, bereits am 25. Juli vernommen worden war der Kreuz- Zeitung" erhalten habe. Ich ersuchte Herrn Flinsch um und den Papierlieferungsvertrag dabei erwähnt hatte, wohl kaum zu waschen. Er erzählt uns viel, scheitert aber wie alle die Erlaubniß, von dem Vertrage eine Abschrift nehmen zu dürfen. zutreffend erscheinen. Würde die Staatsanwaltschaft damals Leute in ähnlichen Umständen an den Zahlen und Daten. Flinsch verweigerte dies. Am 25. Juli fand alsdann meine erste irgend eine Aufklärung für nöthig erachtet haben, so wäre selbst. Seiner eigenen Darlegung nach erhielt er am 21. Juli ger chiliche Vernehmung statt. Ich habe dem betreffenden Richter verständlich nichts einfacher gewesen, als daß sie mich sofort ver- durch Flinsch Kenntniß von dem famosen Darlehnsauf alle an mich gestellte Fragen ohne jeden Rückhalt ge- nehmen ließ, während dies erst am 9. September, verhältniß", wartete erst eine gerichtliche Vernehmung 11 a ch Eingang der am 25. Juli ab, ließ dann noch zwei Tage antwortet und auch bezüglich des Papierlieferungs- Vertrages also über fünf Woche n nach der eigenen Aussage des Oberstaatsanwalts Drescher Anzeige geschehen ist. Nicht genug aber damit, daß verstreichen, Nicht genug aber damit, daß verstreichen, und forderte am 27., aljo nach Ver entsprechende ausführliche Angaben gemacht. diese so dringliche Angelegenheit betreffs meiner Bernehmung fo lauf von sechs Tagen, Hammerstein teleDaß ich damals nicht bereits die in Frage stehende Fälschung lange ruhte, erging, batirt vom 17. September, ein Schreiben graphisch auf, sofort über dies Darlehusverhältniß ausdrücklich erwähnte, wie dies alsdann nach der umgehend auf des Herrn Oberstaatsanwalts an mich, dessen Eingang wie Auskunft zu geben". Das sofort" ist köstlich, nachdem den 1. Auguft anberaumten Komiteesizung in Gestalt einer ent- folgt lautet: sprechenden Mittheilung an die Staatsanwaltschaft geschehen ist, sechs mal 24 Stunden vergendet worden sind. erklärt sich daraus, daß ich selbstverständlich eine solche Anzeige erst nach Rücksprache mit dem Komitee im Auftrage desselben erstatten konnte. Da, wie gesagt, p. Flinsch sich weigerte, mich eine Abschrift von dem Vertrage nehmen zu lassen, und ic) bei einer so schwerwiegenden Angelegenheit nicht auf mein Gedächtniß allein angewiesen sein wollte, erging an den Frhrn. v. Hammerstein am 27. Juli nachmittags die telegraphische Aufforderung, sofort telegraphisch über dies Darlehnsverhältnis Auskunft zu geben. Auf diese Depesche ging die telegraphische Nachricht ein, daß Frhr. v. Hammerstein zu seinem Frankfurter Rechtsanwalt gereift ſei und in wenigen Strafanzeige von 1. Auguſt auch noch am 17. September nicht Tagen selbst in Berlin eintreffen werde. Da dies jedoch bis zur Komiteefizung am 1. August nicht geschehen war, ist alsdann an demselben Tage folgende Anzeige an die tönigliche Staatsanwaltschaft mit eingeschriebenem Brief abgesandt worden: " Berlin, 1. August 1895. Der föniglichen Staatsanwalt schaft mache ich im Namen des Komitees der Neuen Preußischen Zeitung" die nachfolgende Mittheilung: Am 21. Juli ist mir durch den Herrn Ferdinand Flinsch Lindenstraße 70 ein Vertrag d. d, Berlin, 29. Juni 1890 Pestalozzi. 8 um 150. Geburtstag des großen Volksfreundes. Schon lange, ach! seit meinen Jünglinge. jahren wallte mein Herz, wie ein mächtiger Strom, einzig und einzig nach dem Ziel, die Quelle des Elends zu stopfen, in die ich das Bolk um mich her versunken seh." In der fürzlich veröffentlichten Erklärung des Komitees der Kreuz- Zeitung" ift mi.getheilt, daß dasselbe Veranlassung genommen habe, die Unterlagen für ein strafrechtliches Einschreiten gegen den Frhrn. v. Hammerstein der Staatsanwaltschaft zu über geben. Bislang ist indessen eine hierauf be. Mittheilung des Romitees bei zügliche mir nicht eingegangen; wohl aber habe ich bereits anfangs Juli cr. Veranlassung genommen, Amt 3 wegen den in den öffentlichen Blättern damals gegen den Freiherrn v. Hammerstein erhobenen Vorwürfen näher zu treten von Da ich aus diesem Schreiben entnehmen mußte, daß die zur Kenntniß der Staatsanwaltschaft gelangt war, ist darauf von mir dem Herrn Oberstaatsanwalt eingehender Bericht er stattet worden. Natürlich antwortete Hammerstein nicht; und Graf von Finckenstein wartet nun geduldig vier weitere Tage, bis zum 1. August, und erst dann entschließt er sich zu einer Mittheilung an die Staatsanwaltschaft.( Siche den obigen Brief vom 1. Auguft.) Ist es so dem Grafen Finckenstein auch keineswegs gelungen, die gegen ihn aus dem Hanover'schen Prozeß her vorgehenden Vorwürfe der Verschleppung der HammersteinSache völlig zu entkräften, so hat er doch Thatsachen zur Sprache gebracht, die eine sofortige Rückäußerung des Oberstaatsanwalts Drescher dringend erforderlich machen. Werkwürdigerweise ist diese Seite der Sache den meisten bürgerlichen Zeitungen, z. B. der„ Voss. Ztg." und dem Tageblatt", cutgangen. Nur die Nationalzeitung" schreibt, in diesem Falle mit anerkennenswerther Objektivität, über die erstaunliche Verzögerung des Erlasses eines Verhaftungsbefehls bis zum 9. September: Wie unter Berücksichtigung dieser Thatsachen der königliche Oberstaatsanwalt Drescher bei seiner Vernehmung als Zeuge und angesichts weiter der Thatsache, daß er unter völliger Ignorirung der Anzeige vom 1. Auguft und meiner zweiten Vernehmung vom 9. September 1895 erst am 17. September ,, Allerdings ist in der Anzeige Hammerstein nicht ausdrückweiteres Material eingefordert hat, sich dahin äußern kann, daß lich als der Fälscher bezeichnet, aber einen etwaigen Zweifel und mußte die Staatsanwaltschaft sofort meinerseits die Sache verschleppt und verzögert sei, vermag ich hierüber konnte führen und dem Stück Dedland Erträge abzugewinnen, wobei der unaltische Mann Schiffbruch litt und ein gut Theil des Gingebrachten seiner 1769 geheiratheten trefflichen Frau, Anna Schultheiß, einer begüterten Züricher Kaufmannstochter, zubrockte, wie man zu sagen pflegt. ,, Das ist nämlich der Unterschied zwischen einen Schelm, der Vogt ist( Verwaltungsbeamter im Auftrag eine großgrund. besitzenden Patrons) und einem andern, der es nicht ist der Gid, den er auf sich hat, und der Eid, den seine Kreaturen schwören, wird zu einem Schilde, mit dem er alle Verbrechen becken kann. Wo er diesen Echild vorhält, da werden seine Lügen zur Wahrheit und die Wahrheit seiner Widersacher zu Lügen." 1775 errichtete er, nachdem er die elende Lage des länd: lichen Proletariats gründlich kennen gelernt hatte, eine Armenanstalt für Kinder, in der er Rousseau's Grundsäge natur Pestalozzi. gemäßer Erziehung zu verwirklichen suchte, nicht ohne sie in Das Buch machte ungeheueres Aufsehen, sein Verfasser war Die Schweiz begeht am 12. Januar 1896 festlich den 150. Ge- dem Sinne wesentlich zu berichtigen, daß er das Erziehungs- mit einem Schlage eine europäische Berühmtheit geworden und burtstag eines ihrer größten Bürger, den Johann Heinrich geschäft als bewußte Kunstthätigkeit betrachtete, welche die natür- fand auch sein volles Vertrauen in sich selbst wieder. Nebenher gingen volksverständlich geschriebene Aussäge für Pestalozzi's. Er ist zu Zürich als Sohn eines Arztes geboren, verlor liche Entwickelung des Kindes zu fördern habe. aber seinen Bater schon in seinem sechsten Lebensjahre und wuchs, wie Nun lebte er ganz den gegen 50 Proletarierkindern, die er das Schweizerblatt" und das„ Voltsblatt", sowie die weitere er selbst sagt, unter seiner Mutter und deren Gehilfin Aufsicht sich sozusagen von der Straße auflas und pflegte, fleidete und Erzählung, Christoph und Else"( 1782) in Druck. Letztere Er als ein Weiber- und Mutterkind" auf, was offenbar auf die in seiner Weise belehrte, fie anleitete mit Bewußtsein zu sehen, zählung, weit weniger realistisch", wie man heute zu sagen Entwicklung feines ganzen Naturells von wichtigem Einfluß war. su hören und richtig zu sprechen", weiter aber auch Handfertig. pflegt, ist voll von wohlberechtigter Kritik ungesunder BoltsDas tief entwickelte Gemüthsleben, wie auch die Unfähigkeit, teiten sich anzueignen. Pestalozzi flagte sich selbst später an zustände und auch heute noch recht lesenswerth. mit den rauhen und falten Thatsachen des geschäftlichen und des bei begeisterten Erziehen oft zu bemerkenden Fehlens, praktischen Lebens sich kräftig abzufinden, das alles hängt sicher zu höheren Stufen des Unterrichts vorzuteilen, ehe die mit seiner Jugenderziehung ohne Leitung einer männlichen Hand niederen begründet sind". Er gerieth in Schulden, die Gönner zusammen. Auch seine lebenslang bewährte findliche Frömmig- des Unternehmens zogen fich zurück und 1780 mußte dasselbe feit nicht Kirchlichkeit! scheint mütterliches Erbe zu sein. eingehen. Die Echrift Die Abendstunde eines Einsiedlers" Tegen In früher Jugend zeigte sich aber auch schon sein glühendes Zeugniß ab von der Niedergeschlagenheit des fühnen Rejor Gerechtigkeitsgefühl, sein eifriger Zorn über Unterdrückung jeder mators nach diesem Unfall. Las Buch befundet aber weiterhin Art; als Mitglied des von Lavater, Goethe's Jugendfreund, ge- auch die innige Theilnahme mit den Leiden des armen Volfes, gründeten Freundesbundes" fand Pestalozzi Gelegenheit, diese die in wuchtigen Säßen sich aussprach, die einen echt sozialEentweise zu bethätigen bei den Angriffen des Bundes auf reformatorischen Geist athment. schlechte Pfarrer, den Zunftmeister Brunner und den ungerechten Landvogt Gruber. " Ein satirischer Aufsatz über das Bestreben gewisser militärbegeisterter Züricher, die bisherigen„ krummen Wächter vor dem Nach seiner Vorbereitung durch die Lateinschule bezog Rathhause" mit wohlgedrillten Soldaten zu vertauschen, erregte Pestalozzi die Universität, um Sprachen und Theologie zu in der Handschrift die Aufmerksamkeit des Malers Füßli, der studiren. Ein Lachkrampf, der ihn bei Gelegenheit seiner Probe- darin das Talent Pestalozzi's zum Volts Schriftsteller richtig erpredigt auf der Kanzel überfiel, ließen ihn die Theologie an den kannte. Nagel hängen und sich dem Rechtsstudium zuwenden. Dieses Man gab Pestalozzi einen diesbezüglichen Wint und er schrieb befriedigte ihn freilich auch nicht, es hinterließ nur eine die erschütternde Tragödie einer von einem schuftigen Vogt in literarische Folge, das Büchlein Pestalozzi's über Gefeß- Noth und sittlichen Verfall gebrachten Dorfgemeinde, nach dem gebung und Kindermord"( Zürich 1783). Juristische Deduktion im Vordergrunde stehenden Ehepaar Lienbard und Gertrud" be findet sich in dieser glühend beredten Abmahnung Abmahnung von titelt, die zugleich einen Hymns auf den Erzieherberuf des Weibes Hinrichtungen der Kindesmörderinnen freilich wacker wenig. darstellt.( Zürich 1781-85*). Bergebens fließt das Blut deiner Kindermörderinnen, Europa! Der Hauptreiz des Buches besteht in seiner bis dahin nie Laß deine Herrscher aufheben die Ursache ihrer Verzweiflung, so dagewesenen Naturtreue und der Schilderung des Lebens der wirst du ihre Kinder erretten!" Das ist der Hauptinhalt des Allerärmsten und in den glühenden Zorn über deren Verderber. verhältnißmäßig umfangreichen Werkchens. Ein Saz aus dieser Volkserzählung mag eine Witterung geben, was Pestalozzi den Lesern für ein Gericht vorfette: Eine schwere Krankheit sowie das Studium des Rousseau'schen Natur Evangeliums" bestimmten Pestalozzi, Landwirth zu werden. Er faufte 1768 ein Grundstück nahe dem Dorfe Birr und nannte*) Billigste Ausgabe: Reclam's Universal- Bibliothet Nr. 434 sein Anwesen Nauhof. Dort suchte er neue Stulturen einzu. bis 487. Das Hauptwert des großen Volksfreundes Pestalozzi aber ift eine Schrift, die man nicht mit Unrecht Rousseau's, Gesellschaftsvertrag" an die Seite gestellt hat. Das Büchlein ist betitelt: Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Ents wickelung des Menschengeschlechts"; es erschien im Jahre 1797. Rousseau's Einfluß auf das Denken, das sich hier offenbart, ist auf jeder Seite erkennbar. " " Die Reaktionäre und Mucker aller Spielarten bekommen in dieser Frucht dreijähriger Arbeit, nach vieljährigen Vorfiudien geschrieben, eine Menge gar harte Nüsse zu fnacken. Man hat sich damals durch das Mittel des Todtschweigens dagegen gewehrt ( vergl. G. Hunziker, Rousseau und Pestalozzi, Basel 1885), die spätere Kritit nennt das Werk verworren", jedenfalls um von seiner Lektüre abzuschrecken. Pestalozzi sucht darin die Fragen zu beantworten, was der Mensch ist 1. als Werk der Natur, 2. als Werk der Gesellschaft ( des Geschlechts"), 3. als Werk seiner selbst. Die Antwort lautet im ersten Falle: ein Thier, im zweiten: ein Bürger, ein Wesen, das von seiner Thierfreiheit so viel dran giebt, als sein Wohlbefinden ihm zu erheischen scheint oder als ihm durch das bestehende gesellschaftliche Recht abgedrungen wird; im britten ein sittliches Wesen, das in sich die Widersprüche seiner Thierheit und der Gesellschaft durch Selbstzucht und Selbstver vollkommnung auszugleichen fähig ist. Aber auch auf der höchsten Stufe der Ausbildung läßt sich die materielle Natur, die Thierheit des Menschen nicht weg. disputiren, jedenfalls ist die Sittlichkeit für Pestalozzi das Aller subjektivste, Persönlichste, was es giebt. So ist ihm auch das gesellschaftliche Recht ganz und gar kein fittliches Recht, sondern eine Modifikation( Abänderung, Gestaltung) des thierischen". neuen " Angesichts der Erklärung des Grafen Findenstein| kommt". Weblan gerieth schließlich derartig in Wuth, daß erleine Sünde wider die gefchlechtliche Gittlich. erscheint es sehr bedauerlich, daß dieser nicht als Zeuge zu der verfügte; Etecké solle ein Strick um den Leib gelegt, über Bord teit verblaßt oie schwärzeste That, d. h. wohlgemerkt, nur, wenn Straffammer- Verhandlung in Hannover geladen war. Eine dem geworfen werden, so daß er die Wassertaufe erhalte. Eine Ver- die Unsittlichkeit" offenbar ward denn im Geheimen zweiten Theil seiner Erklärung entsprechende Aussage wäre, nehmung des Etecké hat nicht stattgefunden. Einem Polizei- und Verschwiegenen, da feiert Venus noch heute Triumphe. falls Oberstaatsanwalt Drescher sie nicht etwa widerlegen konnte, soldaten, namens Glassar, der den Gehorsam verweigert hatte, Der Kampf zwischen dem unzähmbaren Naturtrieb und den vielleicht für das Urtheil gegen den , Sittlichkeit" hat unserer an ließ Wehlan zwanzig Siebe geben, daß es durchkommt", Forderungen der konvenionellen getlagteu fozialdemokratischen Redatteur alsdann ließ Wehlan den Glassar in Retten legen, ins Gefängniß modernen Gesellschaft jenen eigenthümlichen Geisteszustand gis von Belang gewesen. Jedenfalls wird die hiesige Staats- sperren und ordnete an, dem Glasfar uur Bananen und Wasser schenkt, den wir Prüderie" nennen. Ein unheilvoller, anwaltschaft auf die Angaben des Grafen Finckenstein nicht zu verabreichen, und zwar nur so viel, daß er nicht verhungere. Würde und Wahrheit vernichtender Geisteszustand, aber ein schweigen dürfen." Weiter hat Wehlan bei einem Streifzug gegen aufständische natürlicher Sproß der gesellschaftlichen Entwicklung. Hauptsächlich wird Herr Drescher sich noch näher Neger drei Gefangene gemacht. Ein Koch der Wörmann'schen Und hier haben wir wohl den Schlüssel zum Verständniß darüber äußern müssen, wie die Staatsanwaltschaft dazu Faktorei begünstigte die Flucht eines dieser Gefangenen. Wehlan des Potsdamer Urtheils gefunden: weil Wehlan teine Un tam, jenen Finckenstein'schen Brief vom 1. August einem ordnete an, daß die zwei Gefangenen und der er sittlichkeiten" begangen hat, weil er nicht, wie weiland wähnte Roch todtgeschlagen werden. Die drei sein Kollege Leist, sich Pfandweiber nächtlicherweile in buhles Untersuchungsrichter als Sache Flinsch" zu übergeben und dieses wichtige Aktenstück der Sache Gefangenen wurden unter Büffen und Stößen and Land gerischer Luft herbeischleppen ließ darum ist er würdig und Hammerstein" zu schleppt, so daß sie dadurch schon halbtodt waren. Alsdann wohlgeschickt, in Ghren graue Haare als deutscher Beamter entziehen. Stellt man sich selbst wurden sie durch Stöße ins Genick und Schläge zu bekommen. Die Prüderie der modernen Ges einmal auf den Boden der Drescher'schen Auffassung, auf den Kopf getödtet. Die drei Leichen, die ganz fellschaft hat ihn gerettet, deren äußerliche Wohlanständig daß der Brief zweideutig war, so war er doch jeden- entfeßlich aussahen, blieben bis zum folgenden Tage am Strande feit sich so schön verträgt mit dem Lob des„ verschwiegenen falls nicht eindeutig belastend für Herrn Flinsch, liegen. Lafters". sondern mindestens ebenso belastend für Herrn v. Hammer- Das alles hat die Anklageschrift vorgebracht, das hat die Ist darum das Urtheil gerechter? Ist es überhaupt nur stein. Herr Drescher hat aber selbst erklärt, daß die Staats- Verhandlung bewiesen; und doch haben die Scheußlichkeiten, die gerecht? Das mögen Leute entscheiden, die mit feststehenden anwaltschaft nur auf die Suspension Hammerstein's, die von dem Vertreter der Staatsgewalt, dem Legationsrath Rose Moralitätsbegriffen an die Lösung solcher Fragen herantreten. als Rohheiten bezeichnet wurden, wie man sie von einem Uns genügt es, einmal festzustellen, daß es aus dem Geiste der am 9. Juli erfolgte, gewartet habe, um energisch gegen gefitteten Menschen nicht für möglich halten sollte" und herrschenden Klassen geboren ist, und daß es zum anderen in ihn vorzugehen. Wie konnten da der nämlichen Behörde noch doch haben nicht sie den Grundton der Verhandlung ab- Wolfe feinen Widerhall finden konnte, weil eben das Volk Zweifel aufstoßen, ob vielleicht auch auf grund des Fincken gegeben. Mit aller Gewalt wurde dagegen der strenge anderen Geistes ist. Da ist ein Streit unnüß, wo ein gemeinstein'schen Briefes vom 1. August neue Anklagemomente aber gerechte" Mann in den Vordergrund geschoben: als ob famer Kampfesboden fehlt. gegen diesen sowieso schlimm verdächtigen Mann sich ergaben? seine Robbeiten zarte Echattirungen waren, durch die die Was nun die weitere Behandlung der Sache anlangt, fo Momente, die die Ueberweisung des Finckenstein'schen Briefes Konturen des strengen aber gerechten" Mannes nur um so müsse der Staatsanwalt sich noch mit ihr befassen, wenn die an den Untersuchungsrichter in der Hammerstein- Sache rathsam deutlicher hervortreten sollten. Es giebt einfach keinen Ausdruck Neger als Menschen im Sinne unseres Strafgesetzbuches anmachen? Da mußte Unzweifelhaft hat Wehlan nach der Anerst bei Finckenstein um nähere für das Verhalten eines Mannes wie Wehlan in unserer Sprache; erkannt würden. Erläuterung gebeten werden und mittlerweile wanderte der er hat sich ſittlich von unserer Gemeinschaft losgelöst, er hat sich flagefchrift gegen folgende Paragraphen des Reichs- StrafgesetzErläuterung gebeten werden und mittlerweile wanderte der jenseits von Gut und Böse gestellt und ist deshalb für unser buchs sich vergangen: Brief in eine andere Rubrik hinein. Die Auskunfts- Bolt into mmensurabel geworden. Solche abgetrennten§ 211. Wer vorfäßlich einen Menschen tödtet, wir wenn erlangung bei Finckenstein verzögerte sich aber bis zum Glieder eines Organismus sterben, fie verdorren und vergehen... er die Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt hat, wegen... ordes -9. September durch dieses, durch jenes Hinderniß! mit dem Tode bestraft. Das spricht nicht für den kriminalistischen Scharfsinn und die kriminalistische Schnelligkeit der Berliner Staatsanwaltschaft. Weitere Aufklärung ist dringend erforderlich. Vielleicht wird sie dadurch herbeigeführt, daß das Reichsgericht dem Revisionsantrage unseres Genossen Rauch stattgiebt. Wehlan. Den patentirten und uniformirten Vertretern von Ordnung, Sitte und Religion wird dieser Name noch lange unangenehm in den Ohren flingen. Nicht genug, daß der schneidige Assessor, des Deutschen Reiches Vizekanzler in Kamerun, durch unerhörte, fchauerliche Grausamkeiten den deutschen Namen schändete, er fand auch noch deutsche Richter, die seine Verbrechen äußerst milde beurtheilten zum einen Falle Wehlan kam so der andere. Und der eine ist genau so charakteristisch, genau so bemerkenswerth, fordert die forgfame Betrachtung genau so wie der andere. A13 Grundlagen zu dem Disziplinarverfahren gegen Wehlan dienten seine, unseren Lesern aus dem Prozeßbericht hinlänglich bekannten Thaten; solche Abscheulichkeiten pflegen sich dem Gedächtniß eines mitfühlenden, entrüsteten Menschen mit eiferner Schärfe einzubohren, und wir brauchen deshalb nur das allerwesentlichste turz zu rekapituliren: Aber wie kamen, so fragt man unwillkürlich, wie kamen die Richter in Potsdam zu einer so ungleich milderen Auffassung der Verbrechen Wehlan's? Wie konnten sie ihn für würdig halten, noch ferner ein ihnen gleichberechtigtes Mitglied der Beamtenhierarchie zu sein? Haben sie denn kein Gefühl für die umfaßbaren Leiden der armen Kameruner, die durch ein Gesetz geschützt find gegen die Brutalitäten ihrer weißen Beiniger? Haben sie in ihrem Herzen teine Regung mehr für die ergreifende Lehre von der Gleichwerthigkeit aller Krentur, die Menschenantlig trägt? O, daran zweifeln wir nicht; die Herren sind Christen, sie sind Beamte von empfindsainer Ebre, sie sind getreue Ausleger des Rechtes. eine Sache § 339. Ein Beamter, welcher durch Mißbrauch seiner Amtsgewalt oder durch Androhung eines bestimmten Mißbrauchs derselben jemand zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung widerrechtlich nöthigt, wird mit Gefängniß bestraft. § 340. Gin Beamter, welcher in Ausübung oder in Veranlassung der Ausübung seines Amtes vorfäßlich eine Körperverletzung begeht oder begehen läßt, wird mit Gefängniß nicht unter drei Monaten bestraft. Ist die Körperverlegung eine schwere, so ist auf Buchthaus nicht unter zwei Jahren zu erkennen. § 343. Ein Beamter, welcher in einer Untersuchung Zwangsmittel anwendet oder anvenden läßt, um Geständnisse oder Aussagen zu erpressen, wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren bestraft. § 345. Gleiche Strafe( Buchthaus) trifft den Beamten, welcher vorsätzlich eine Strafe vollstrecken läßt, von der er weiß, daß sie überhaupt nicht oder nicht der Art oder dem Maße nach vollstreckt werden darf. unsere schwarzen Brüder" find recht los; über das Büchtigungs. Aber gerade das Recht versagt in diesem Falle, denn recht in unseren Kolonien und über die Grenzen eines solchen Büchtigungsrechtes giebt es keinerlei Vorschriften, was für Schneidige Kolonisatoren den unzweifelhaften Vorzug hat, daß sie feine verlegen können. Darum sind auch im Disziplinar. verfahren derartige Ausschreitungen unserer afrikanischen Kulturstüßen so schwer faßbar: einer bezeugt immer dem andern, daß es ohne Schläge" nicht gebe, daß die Welchen Verlauf nun auch die Sache weiter nehmen mag: Schindereien, I andesüblich" seien und so fort mit Grazie. Der Fall Wehlan wird immer ein bedeutungsvolles Beichen für Das heißt eigentlich nichts anderes, als daß die farbigen Bewohner den fortschreitenden fittlichen Berfall der Bourgeoisie bleiben. deutscher Rolonien eigentlich noch unter Stla venrecht stehen, baß fie noch als Sachen, nicht als Personen gelten; und Daß selbst unsere politischen Antipoden ähnlich urtheilen nun, die kann man mißhandeln, schlagen, ver- wie wir, geht aus einem telegraphisch übermittelten Leitartikel nichten, furz mit ihr machen was man will. Darum können auch der Kölnischen Zeitung" hervor. Derfelbe wendet sich in überaus Es wird Weblan zur Last gelegt, daß er durch Folterung Bergehen, wie die Wehlan's, vor einem Disziplinar- Gerichts scharfer Weise gegen das Urtheil des Disziplinar- Gerichtshofes zu Geständnisse erzielt habe. Gin Polizeijoldat namens Agatje war bof nie fo strenge bestraft werden, als wenn sie gegen rechtlich Potsdam im Prozeß Wehlan, wodurch den Deutschen die Schamröthe beschuldigt, einen Koffer gestohlen und den Inhalt an einen Neger verkauft zu haben. Agatje wurde aufgefordert, den Mann geschützte Subjekte begangen wären: die Richter haben Geseze ins Gesicht steigen müsse, wenn man sich vorstelle, daß im Auslande die sittlich rechtliche Denkungsweise des deutschen Volkes zu nennen, dem er die Sachen verkauft habe. Da Agatje be- anzuwenden, nicht zu schaffen. theuerte, daß er den Mann nicht kenne, so ordnete Wehlan an, Agatje Aber sie sind nicht nur Jinder und Ausleger des Rechtes nach den Entscheidungsgründen dieses Urtheils beurtheil werden folle fo lange mit einer Flußpferbpeitsche gepeitscht sie sind auch Angehörige einer bestimmten Gesellschaftsschicht, sie fönnte. Das Urtheil werde vom auswärtigen Amte bestimmt werden, bis er den Mann nenne. Nach einigen Tagen wurde find einer Konvenienz unterworfen, gegen die alle Gebote angefochten werden. Die Köln. Btg." betont, es wäre ihm gemeldet, daß das Schlagen nichts nüße. Darauf befahl der Religion an Kraft zurückstehen, sie sind unbewußt die Träger wünschenswerth zu erfahren, auf grund welcher gesetzlichen oder Wehlan, dem Agatje noch täglich zehn Hiebe zu geben. der unserer Gesellschaft eigenthümlichen Sittlichkeitsbegriffe. Ein völkerrechtlichen Vorschriften der Gerichtshof ein Tödtungs. Ein Boy, der im Verdacht stand, dem Angeschuldigten in der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit höchst recht des Angeklagten angenommen habe. Wehrlose Ge. Bigarren gestohlen 811 haben, wurde mit zwanzig bemerkenswerther Prozeß hat dahin geführt, daß wir fangene zu tödten, sei eine Sitte verthierte ber Begriffe Sittlichkeit neben dem Hieben bestraft. Gin Roch hatte ein fettes Huhn gestohlen. dem allge Barbaren und wilder Naturvölfer. Die ganze Wehlan ordnete an, daß er 15 Tage lang 15 Hiebe erhalte, und meinen noch einen besonderen Inhalt geben, nämlich Angelegenheit bilde eine der traurigsten Episoden in zwar so, daß es durchkommt". Der Gouvernementsdolmetscher ben der geschlechtlichen 3urüdhaltung". So ist der deutschen Kolonialgeschichte. Etecté hatte Kleidungsstücke, baares Geld und Spirituosen ge- ein unittliche 3 Mädchen", das sich dem Manne hingiebt, stohlen. Dieser wurde von Wehlan mit Fußtritten regalirt. und mag die höchste Sittlich feit es treiben; so spricht man Politische Webersicht. Wehlan hat außerdem verfügt, daß Etecké 15 Hiebe von der Unsittlichkeit auf dem Lande" und meint nicht damit mit Berlin, 10. Januar. einer Gummipeitsche. einem Instrument, die schreckliche Ausbeutung ländlicher Proletarier und Prolemindestens ebensolche Schmerzen wie die Flußpferd- tarierinnen, sondern die den Lebensgewohnheiten schlichter Lente Der Reichstag konnte auch heute die schläfrige Stims peitsche verursacht, erhalte, und zwar, daß es durch entsprechenden geschlechtlichen Bustände. Und gegen mung nicht abschütteln, die bleiern über der gestrigen " Die Ideologen werden freilich entrüst et ausrufen: wo bleibt Daß wachsender Besitz in der Hand einzelner die Massen da die göttliche, die sittliche Weltordnung, der Rechtsstaat und arm macht, sei unumstößlich wahr, aber:„ Auch das ist wahr, wie die schönen Dinge alle heißen. Aber wenn man wirklich wenn die Folgen dieses Volksverderbens sichtbar werden, so wirft man logisch denken und mit beiden Füßen fest auf dem Grunde der die Schuld auf diejenigen, die verdorben worden sind, und nicht gegebenen und beobachteten Thatsachen stehen bleiben will, so auf diejenigen, so verdorben haben, und immer fortfahren bleibt einem nichts übrig, als jene schönen Sachen: sittliche zur Befriedigung ihrer Selbstsucht und ihrer Gelüste tausend Weltordnung, Rechtsstaat u. f. w. für überlebte Begriffe Umstände zu veranstalten, cinzulenken, durchschlüpfen zu lassen zu erklären, über deren Inhalt alle Menschen unter und sogar mit Gewalt zu erzwingen, durch deren Dasein das einen Hut zu bringen ein schwer Stück ist. Alle Volt immer von Schlechtigkeit zu Schlechtigkeit, von Verderben solche Begriffe tristallisiren sich aus den Tausenden zu Verderben, von Niedrigkeit zu Niedrigkeit herabfinten muß." Wenn aber irgendwo in dem, was für gesellschaftliches Recht erklärt wird, die darin vermummte Thierheit der Macht haber vom Volte erkannt werde, so entstehe Empörung. Er drückt das so aus: und Millionen von finnlichen Einzelerfahrungen, die jeder in Natur und Leben, in sich selbst und in der menschlichen Gesellschaft macht. Das, was uns allen erkennbar gemeinsam ist, bleibt am Ende doch die materielle Seite unseres Wesens und Daseins, die irdische, leibliche oder wie Pestalozzi sagt: thierische Seite.*) Das mag verletzend klingen, ist es aber nicht. Von unserer animalischen Natur, wenn das Fremdwort beffer tlingen mag, bezeichnet es doch diefelbe Sache!-fönnen wir nicht abstrahiren, nicht absehen, sie ist da und zwar weit fefter faßbar, er fennbar und beurtheilbar wie alle ideologischen Begriffe, die sich beiläufig ganz folgerichtig aus den materiellen Dingen und ihrer Beobachtung durch unsere Sinne in ihrer Entwickelung erkennen laffen. Der Grund der Unterwerfung des Menschen unter das gesellschaftliche Recht ist nach Pestalozzi Selbstsorge"; Lebens fürsorge nennt es Lippert und führt auf diese alle sittlichen Begriffe zurück, die nach ihm deshalb nicht primär, sondern sekundär sind. " " Wenn der Mensch einsiehet, daß er durch sie( die gefeßlose Macht) rechtlos ist, so macht es ihm keine Freude mehr, für sie rechtlich zu sein. Ebenso wenn er einfiehet, daß das gesell schaftliche Recht für ihn feine Kraft hat, so bekümmert er sich auch nicht drum, ob es für einen anderen Kraft habe, er nähret also unter diesen Umständen immer Gefühle, die ihn dahin lenken, wenn der Fall da ist, im Strom der Empörung mit zufchwimmen und in der Thierprobe, wer der stärkste im Lande sei, seine Rolle mitzufpielen." " An anderer Stelle heißt es: Wenn die Macht einmal zur Untreue versunken und das Unrecht des Wortbruchs mit taltem Geschwäß zu übertünchen gelernt hat, so ist das Recht des Menschengeschlechts von der Erde gewichen." Von der Wichtigkeit und Nothwendigkeit der steten Kritik des Gesellschaftszustandes und des gesellschaftlichen echtes ift unser Autor ganz felfenfest überzeugt: B auf die Leichtigkeit der Eingriffe in die Tasche der Bürger." Was ist aber davon die Folge? " Der Mißbrauch der Macht planzt sich beim ungebrochenen Thiersinn des Menschen von Anfang an hinüber in den geselligen Zustand und verwildert denselben. Das ist das ewige Gesetz, daß sich das sterbliche Wesen immer zum Uebergewicht seines Thiersinns und seiner Thierkraft lenkt und daß der Mensch, der mächtig und thierisch zugleich ist, zu der Schwäche seines Geschlechtes(= zu den Schwächeren) sagt: Du bist um meinetwillen da. An den Retten der Macht, die fein Recht kennt, sinkt der Mensch wieder zu aller Inbehilflichkeit und Gefühl. losigkeit seines verdorbenen Naturzustandes herab, dann nähert sich die Auflösung der Staaten durch das Allgemeinwerden des iuneren Gefühls des Sansculottismus". Mit dem Sprüchlein: Die Religion muß dem Bolte erhalten bleiben, weiß Pestalozzi dagegen auch nicht3 rechtes anzufangen: Die Religion", meint er, muß Sache der Sittlichkeit sein, als Sache der Macht ist sie ihrem Wesen nach nicht Religion, und das Finanzgeschrei der durch ihre philosophischen Irrthümer und durch ihre politischen Gewaltthätigkeiten bankrott gewordenen Staatstünstler, daß wir wieder zur Religion zurückgestimmt werden müßten, dieses Finanzgefchrei einer Staatskunst, die, nachdem sie das Menschengeschlecht auf das Aeußerste gebracht hat, sich nun auch selber auf diesem Aeußersten findet, wird uns, so wie es ist, weder zur Religion, noch zur Sittlichkeit, noch irgend wohin bringen. Wir sind durch die Gewaltsamkeit und das Naturleben ihrer Eelbstfucht selber aller Empfänglichkeit für ihre Großmutter. Der dem Staat und seiner Macht sich Unterwerfende hat fünfte beraubet worden und wären nun, wenn wir auch wollten, nach Pestalozzi Anspruch an eine weise Organisation des bürger- Freilich ist es wahr, wenn das Volk rechtlos ist, so ist das nicht mehr im stande, an( heute: auf) diesem Seil, das sie uns lichen Erwerbs, an gefeßliche Sicherstellung der niederen Rechte, heitere( schweizerisch für: flare) Denken über diesen Gegenstand selber verächtlich gemacht haben, für sie forthin zu tanzen und an gesicherte und allgemeine Boltsbildungs Anstalten, an Schuh ihm und der öffentlichen Ruhe gefährlich. Wenn es aber nicht für sie forthin Brot zu verdienen." eines jeden, dem Armen möglichen Erwerbs, an gefeßlicher rechtlos ist, sondern ein Recht hat und Formen des Rechts, die An anderer Stelle lesen wir: Beschränkung der Reichen in jeder gemeines schüßen, so darf es denn auch über diesen Punkt heiter denken. Die Masse des Volkes hat keinen Begriff von seinem gefell schädlichen Benugung ihrer Fonds". Das gesellschaftliche Recht sichert den Fortschritt der menschlichen schaftlichen Recht also auch keinen gesellschaftlichen Willen; Eigenthum und Besitz auf fittliche Wurzeln zurückzuführen, Veredelung ebenso allgemein, als ihn Rechtlosigkeit allgemein und Bertleisterungsmittel unserer bürgerlichen Entmannung find stille stellt. Daher nimmt immer in dem Grade, weder ein Ersatz des mangelnden bürgerlichen Rechtes, erklärt Pestalozzi für unmöglich. Eine ursprüngliche Rechtmäßigkeit des Besißstandes oder als die Rechtlosigteit in einem Lande groß ist, ein Fundament einer wahren gesellschaftlichen Ordnung und eine Möglichkeit, den ursprünglich rechtmäßigen Besißstand zu auch die sittliche Abstumpfung zu." die Gewaltordnung, die die Macht nicht für das Menschens sondern, vermag ich mir nicht zu denken." Aber wie stehen die Dinge in Wirklichkeit? geschlecht, sondern für ihren Dienst einrichtet, ist noch schlimmer als das Unding, das uns die Here gekocht hat." " noch Zu solchen radikalen Folgerungen fommt unser Denter gemäß seinem Grundsatze: Nur Betrüger und Betrogene berühren die Ursachen nicht, wenn von Wirkungen die Rede ist. Wir hören auf mit Anführen, am besten wäre wohl eine vielleicht gekürzte Neu Ausgabe dieses hochbedeutenden Werkes des großen Anwalts der Enterbten. Die Frage nach dem Ursprung des Besitzes, erklärt Pestalozzi" Das gesellschaftliche Recht weiß, daß aller Menschen Augen weiter, gehe uns auch weiter nichts an,- aber wie er gefeben, aller Menschen Ohren hören, aber auch aller Menschen braucht wird und wie er gebraucht werben Köpfe denken sollen, nach ihrer Kraft und nach ihrer Nothdurft. dürfe, das geht uns unendlich viel an". Mit Eus gesellschaftliche Unrecht dagegen meint, feine Augen sehen dem Besitz müsse die Nußnießungsbeschränkung für alle, seine Dhren hören für alle, und sein Schädel dente wachsen und dabei handle es sich mehr um Grundsäge als für alle. un Almosen, mehr um Rechtsgefühl als um Spitäler, mehr um Das gesellschaftliche Recht gründet die Selbständigkeit des Selbständigkeit als um Gnaden". Staates auf die Selbständigkeit der Bürger und der Reichthum Höchst interessant müßte auch eine Vergleichung der Arbeit des Staates( wir würden heute sagen: der Nationalreichthum) Pestalozzi's mit Schiller's ästhetischen Briefen ausfallen, die auf den sicheren Wohlstand der Individuen. Aber die gese offenkundig auch start von Rousseau beeinflußt sind.. Doch ist lofe Gewalt gründet die Selbständigkeit des hier dazu nicht der Raum vorhanden. Ebenso wenig dazu, Staates auf den willenlosen Gehorsam eines Pestalozzi's unsterbliche Verdienste um das Erziehungs- und Irechtlosen Bolts, und den Nationalreichthum Boltsschulwesen zu würdigen. * Man vergleiche dazu Goethe'3 prächtigen Ausspruch, daß Religion, Verfassungen u. dergl. polirter Nationen" nichts find als Draperie( Gewandung), von der man höchstens fagen tann, wie sie der Nation ansteht". " Börsen.debatte velegen und sogar die Duelle des Meyers rechtigten Forderung widersetzen, so würde das Transvaal J In Frankfurt a. Wt. wurde am 9. Januar der schen Witzes zum Vertrounen gebracht hatte. Die Börsen- wahrscheinlich a n die europäischen Mächte Schlosser Genosse Waldmann wegen Majestätsreforn." zieht nicht mehr, weil die Börse selbst appelliren. beleidigung von der Strafkammer zu drei Monaten SIL sehr zieht, und weil die Hauptschimpfbolde Wie berechtigt diese Forderung ist, geht aus einem Gefängniß und sämmtlichen Kosten verurtheilt. Der entweder selbst, oder in der Person von Freunden, Sündenregister hervor, das das radikale Daily Chronicle" Staatsanwalt selbst hatte Freisprechung beGenossen, Kollegen oder gar Führern" die Macht und die der Chartered Company und Sir Cecil Rhodes vorhält: antragt. Waldmann legte sofort Revision ein. Die VerHeize der bösen aber mitunter sehr freigebigen Zauberin ,, 1. Dr. Jameson, der Anstister des Zuges, war der Haupt- handlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Tennen gelernt haben. Kurz, die Debatte war wieder lang- beamte der Chartered Company; 2. feine Streitkraft war start, n einem ähnlichen Falle, bemerkt zu dieser Mittheilung weilig. Erst nachdem die zwei ersten Redner des heutigen Tages: führte Schnellfeuer Geschütze und konnte nur in einem gewissen die Frankfurter Volksstimme", erkannte vor einigen Wochen der nationalliberale Euny und der Zentrumsmann Frißen Beitraume zusammengebracht werden; 3. Oberst Rhodes, Cecil die Strafkammer gegen die Frau des Genossen Mühlberg Rhodes' Bruder, befand sich in Johannesburg während der die Geduld der kleinen Zuhörerschaft durch gähnenverursachende Ausländerbewegung, und man nimmt an, daß er mit diefer enge auf Freisprechung. Gemeinpläge auf die härteste Probe gestellt hatten, gelang Fühlung batte; 4. perr Rhodes ist einer der geschäftsführenden es unserem Redner Schoenlant durch seine sachkundigen, Aufsichtsräthe der„ Consolidated Gold Fields of South Africa", Das Audenken Pestalozzi's, des großen Erziehungsdas Wesen der Börse beleuchtenden, vielen in deren Geschäftsräumen nach einem Telegramm des Vertreters Reformators, an seinem 150. Geburtstag dem 12. d. M. nach Richtungen hin scharf treffenden Ausführungen die des Reuter'schen Bureaus aus Johannesburg, 31. Dezember, die die des Reuter'schen Bureaus aus Johannesburg, 31. Dezember, die Debatte auf ein höhres Niveau zu erheben und für Anwerbung für einen bewaffneten Aufstand gegen bie burische würdig zu feiern, rüstet man sich überall, wo die Bedeutung des cine balbe Stunde die Aufmerksamkeit des allerdings Regierung vor sich ging, wobei den Leuten 1 Litr. als Sold nebst Mannes, erkannt wird, der, neben Robert Owen, bahnbrechend bei weitem nicht beschlußfähigen Hauses zu fesseln. Der Bewaffnung und Ration zugesagt wurde. Das sind anerkannte war für die moderne, vom neuen, neueren und neuesten Kurs in Acht und Bann gethane Pädagogik. Fortschrittler Fischbeck, der nach dem Sozialisten das Wort Thatsachen." Ueber den weiteren Verlauf der Angelegenheit liegen ergriff, predigte das orthodore Evangelium des Heiligen noch folgende Telegramme vor: Manchester, verhielt sich jedoch auch so allgemein als möglich, noch folgende Telegramme vor: sodaß sein Nachfolger und Antipode, der Antisemit Liebermann von Sonnenberg, kein Angriffsobjekt fand und seufzend erklärte, fich objektiv und ganz ruhig" verhalten zu wollen, was bei Herrn Liebermann von Sonnenberg bedeutet, daß er keine Juden verspeisen und nicht schimpfen will. Wenn aber Herr Liebermann von Sonnenberg feine Juden frißt und nicht schimpft, ist er zum Sterben langweilig. Und so bewerkstelligte diese seine Ankündigung eine phänomenal schnelle Leerung des Hauses. " Und Herr Liebermann von Sonnenberg war noch langweiliger, als die fliehenden Kollegen befürchtet hatten. Für heute war das Haus unfähig, weitere Redner anzuhören. Und nach einigen Bemerkungen des ReichsbankDirektors Koch und des Ministers v. Berlepsch, und einer Reihe von persönlichen Bemerkungen vertagte sich das Haus bis morgen, wo die Börsendebatte fortgesetzt und zu Ende geführt werden wird. vom Deutsches Reich. - Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Sigung bie Ausschußanträge, betreffend die anderweite Einbringung des Entwurfs eines Gesetzes über Abänderung der Gewerbe- Ordnung, mit einigen Abweichungen angenommen. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen: der Reichstagsbeschluß zu der Denk schüssen wurden überwiesen: der Reichstagsbeschluß zu der Denkschrift, betreffend die Ausführung der seit dem Jahre 1875 er laffenen Anleihegesetze, der Entwurf einer Verordnung wegen Er gänzung der Verordnung vom 16. Auguft 1876 über die Kautionen. der bei der Militär- und Marineverwaltung angestellten Beamten, ferner die Vorlagen, betreffend die Behandlung der abgestempelten Schuldverschreibungen der russischen zweiten Staats Brämien anleihe von 1866. In Pestalozzi's Geburtsstadt Zürich wird eine großartige Feier vorbereitet und die Errichtung eines Denkmals geplant. London, 9. Januar. Nach einem amtlichen Telegramm Robinson's an Chamberlain telegraphirte der Verwalter Freilich das beste Denkmal ist das Wirken im Geiste Pesta de 3 Matabelelandes gestern, daß die Gerüchte von feind- lozzi's und die Austreibung der Dunkelmänner, welche die von lichen Bewegungen in Rhodesia gegen Transvaal vollständig un- ihm ausgestreute Saat zu zertreten und den Kultus der Rohbegründet seien. London, 10. Januar. Sir H. Robinson theilt hierber beit an Stelle der Erziehung zur Humanität zu sehen bemüht telegraphisch mit, daß Präsident Krüger in seiner Antwort find. auf die von Chamberlain auf Anordnung der Königin von England an ihn gerichtete Depesche erklärt, es sei seine ernste Absicht, I a meson und die anderen Gefangenen den englischen Behörden auszuliefern, damit sie durch die englische Regierung zur Strafe gezogen würden. Er werde seine endgiltige Entscheidung über diese Angelegenheit bekannt geben, sobald Ruhe und Ordnung in Johannesburg wieder hergestellt seien. Präsident Krüger bittet Robinson, der Königin die Versicherung seiner Hochachtung und den Dank für ihre Worte zu übermitteln und sendet der Königin seine ehrfurchtsvollen Grüße. London, 10. Januar. Das Neuter'sche Bureau" meldet aus Pretoria vorgeftrigen Datum, Daß infolge Der Reichstag ist der Börsendebatte müde. Das der Bögerung des Reformfomitees i m Rand Thema kam unter ganz anderen Bedingungen auf die( dem Golddistrikt), das Versprechen der Entwaffnung feiner öffentliche Tagesordnung, und die jetzige Temperatur Leute auszuführen, sich der englische Agent De Wet unterscheidet sich von der damaligen wie Winter wieder nach Johannesburg begeben hat. Zur Beit tagt sich Regierungs Rommission, um von Sommer. Ein Sommervergnügen im Freien läßt sich nicht im Winter fortsetzen. Und dazu kommt noch über führung der Unterwerfangs Bestimmungen zu vergewissern. von der Horst ist zum Bundesraths Bevollmächtigten für das De Wet wohnt den Sigungen der Kommission bei. Ungefähr Königreich Preußen und der Staatsminister, Wirkt. Geb. Rath den Wassern der Börsenreform schwebt seit Monaten 10 000 Buren sind unter den Waffen und werden nicht eher in von wegnern zum Bundesraths- Bevollmächtigten für das FürstenHammerstein's Geist. die Heimath zurückkehren, als bis die Angelegenheit endgiltig ge- thum Schaumburg- Lippe ernannt worden. Morgen: Fortsetzung der heutigen Tagesordnung und regelt ist. - Folgende Berichtigung sendet uns mit ganz un Margarinegeset. Ein Vertreter der Beitung Pretoria Preß" ist amtlich be- nöthiger Berufung auf§ 11 des Preßgefeßes Herr Dr. Hempel, Zwei Nachwahlen aus dem Reichstage haben nachrichtigt worden, daß die Regierung der südafrikanischen der Verleger der„ Tägl. Rundschau": Die vom Vorwärts" in seiner diesjährigen Nummer 6 aufRepublik alles mögliche thun werde, um den Betrieb der gestern stattgefunden. Es liegen vorläufig blos Theil- minen zu fördern, deren Besitzer daher nicht nöthig hätten, gestellte Behauptung, daß Herrn v. Stumm in einer Brieftaftenresultate vor. Aus Metz wird uns depeschirt: von 8379 ihre Interessen zu gunsten einer Echaar von Aufwieglern zu Antwort der Täglichen Rundschau" Dank für irgend eingeschriebenen Wählern der Stadt Meh stimmten blos opfern. welche Bemühungen von dieser ausgesprochen sei, beruht 3658. Hiervon erhielt unser Genosse Martin 1446, Eine Flotte her, damit wir die Herren der auf unwahrheit; die einzige Notis, welche auf Herrn der Protestlerisch Klerikale Pierson 1849 Stimmen. Welt werden!" brüllte vorgestern ein„ Patriot" namens v. Etummi bezug nahm, war vom 12. Dezember vorigen Jahres Aus 28 Gemeinden liegt noch kein Resultat vor, in den Wislicenus in Leipzig bei einer Versammlung des„ Ver- und lautet:" D. N. Geh. Kommerzienrath Freiherr v. Stumm übrigen erhielt Martin 3094, Pierson 7394 Stimmen. bands Allteutschland" zur Besprechung der Transvaal- Dant." In derselben wird also einem Herrn D. N. Dank für Halberg, Berlin, Kaiserhof. Für Ihre Bemühungen freundlichen Bei der Hauptwahl 1893 erhielt der Elsässer 9895, ein Frage und des kaiserlichen Telegramms. Mit diesen un feine Bemühungen ausgesprochen und ihm die Adresse des Herrn antisemitischer Randidat 3407 und Liebknecht 3458 vorsichtigen Worten hat der allzu offenherzige Patriot" das v. Stumm mitgetheilt. Geheimniß der plötzlichen Begeisterung auch der Reaktionäre für die Buren ausgesprochen. Stimmen. Aus dem Kreise Diedenhofen Bolchen wird un gemeldet, daß bisher blos die Resultate von 300 Gemeinden aus den 420 des Wahlkreises vorliegen. In diesen erinelt Genosse Schleicher 1067, der Regierungskandidat Charton 1948. Nach dem Wolff'schen Bureau hat Charton bisher 6369, Schleicher 1876 Stimmen erhalten. In Bolchen Diedenhofen erhielt bei der Hauptwahl der Elsässer 15 033 Stimmen, ein reichsparteilicher Kandidat 3979, der sozialdemokratische Kandidat 504 Stimmen. Wir haben also einen sehr großen Stimmenzuwachs zu verzeichnen. dort eine " " " der Aus Die übrigen in dieser Sigung gefaßten Bundesraths- Beschlüsse haben wir schon in unserer letzten Nummer gemeldet. haben wir schon in unserer letzten Nummer gemeldet. Der preußische Minister des Innern Freiherr von der Recke " M -G - Der Reichstags Abgeordnete Dr. Otto Böckel, der ehemalige Chefredakteur des Bodeck'schen, Deutschen Volksrechts", hat mit einem Herrn H. Möbius am 1. Januar d. J. eine neue Zeitung gegründet: Boltstämpfer", unab hängige Wochenschrift. Der„ Vollstämpfer" ist das Organ des " Deutsch- wirthschaftlichen Verbandes" und erscheint wöchentlich. Somit zerfallen jetzt die Antisemiten in fünf Gruppen. Spalten sich Böckel und Möbius, so haben wir die sechste u. s. w. - Der Eichsfelder Hausirhandel. Aus Leine. felde, 8. Januar, wird der Germania" geschrieben:„ Kürzlich hielt der zum Schuße des Hausirhandels gegründete Eichsfeldische Handelsverein seine Generalversammlung ab. In dieser Generalversammlung erklärte der Landrath Frank aus Worbis, daß der aufirhandel für das Eichsfeld eine wirth. Wenn ein feindlicher Diplomat frank wurde, pflegte Talleyrand zu fragen: Warum ist er frank? Und wenn unsere Chauvinisten und Reaktionäre plötzlich einen nationalen Begeisterungssturm veranstalten, dann fragen wir: wozu die Komödie? was führen die Leutchen im Schild? Prozesse, Sankt Sedan und den Militarismus schwärmenDaß unsere für Absolutismus, Majestätsbeleidigungsden Patrioten" für die Buren, die keinen König und kein herrliches Kriegsheer haben, nicht schwärmen können, das versteht sich von selbst. Was ist ihnen Setuba?" Was Die Südafrikanische Republik, wie die amtliche Be- ist ihnen Krüger und seine Republik? Die Schwärmerei ist zeichnung des Transvaals lautet, ist nur insofern tein also blos Heuchelei und Maste, um irgend einen licht schaftliche Mothwendigteit fei, und daß die völlig unabhängiger Staat, als sie zur Genehmigung ihrer scheuen Zweck zu verdecken. Und das Schreckenstind gegen den Haufirhandel erhobenen Beschuldigungen die Eichs Verträge mit fremden Mächten der Genehmigung der Wislicenus von Allteutschland" hat das Geheimniß, oder felder nicht beträfen. Dazu bemerken wir, daß wir immer erklärt englischen Regierung bedarf. Von verschiedenen Seiten wenigstens einen Theil deffelben verrathen. Der bekannte baben, das beste Borgehen gegen den Haufirhandel sei der Vorverlautet jetzt, die Regierung zu Pretoria beabsichtigt die große Flottenplan soll verwirklicht, im Nebel der Trans- schlag des bayerischen Bundesraths Bevollmächtigten, den Haufir Aufhebung dieser Klausel des Vertrages von 1884 vaal- Begeisterung uns eine Milliarde d. h. tausend handel von der Bedürfnißfrage abhängig zu machen. Damit zu verlangen, da die englische Regierung es nicht millionen für neue Schiffe aus der Tasche geholt würden voraussichtlich auch die Eichsfelder einverstanden sein verstanden habe, sie vor einem Angriff durch englische werden. Nun, sollte man es wirklich im Reichstag damit fönnen." Mit letzterer Ansicht täuscht sich die„ Germania". Die„ AbUnterthanen zu schützen. Sollte England sich dieser be- versuchen Herr Bennigsen hat schon eine bestellte Inter- hängigmachung von der Bedürfnißfrage" kommt thatsächlich auf pellation in der Tasche so haben wir einige Feuersprigen eine Abhängigmachung der Hausirer von den niederen PolizeiDas von ihm 1798 gegründete Erziehungshaus zu Stanz mit mit eiskaltem Wasser. Organen hinaus. Und was das heißen will, darüber wird 80 Rindern aus der Hefe des Voltes" erlag den Kriegsläuften Die Herren Patrioten" haben übrigens noch andere jeder Eichsfelder Hausirer sein eigenes selbständiges Urtheil und den Ränken einer gegnerischen Partei, worauf sich Pestalozzi Pläne. Deutschland soll und das ist das alte Jdeal haben. Da fann ihm die politifirende Geistlichkeit als Schulmeister nach Burgdorf begab. æ Die mehr nur erzieherischen Schriften Wie Gertrud ihre unserer junkerlichen Hochtories Deutschland soll mit fein für ein U vormachen. Im Eichsfeld wie in vielen Rinder lebrte"( 1801), Buch der Mütter( 1803)," Anschauungslehre dem unheilbar verbürgerlichten England, dem Mutterlande anderen ärmeren Gebirgsgegenden Deutschlands spielt das der Zahlenverhältniffe" gefielen vielen Menschenfreunden und des Parlamentarismus, in Streit verwickelt, und Ruß- Haufirgewerbe eine große Rolle im Voltshaushalt. Bahlreiche Eichsfelder ziehen mit dem Packen auf dem Rücken jahraus Erziehungsbefliffenen gar wohl. Weniger seine politische Haltung land, dem Hort der Steaktion, in die Arme getrieben jahrein durchs Land. Die werden Augen machen über die Beals aufrechter Demofrat und sein Buch:" Ansichten über die werden. scheerung, die ihnen ihr ultramontaner Abgeordneter durch das Gegenstände, auf welche die Gesetzgebung Helvetiens ihr Augen- Sehr flug ausgesonnen. Allein leider heißt es auch Eintreten der Zentrumspartei für reaktionäre Schußmaßregeln mert vorzüglich zu richten hat"( 1802). hier: es ginge wohl, aber es geht nich. An dem England, im angeblichen Interesse des Handwerks einbrocken will. Die Das Volk schickte ihn dafür vertrauensvoll als Wortführer das schon vor länger als 70 Jahren die Heilige Allianz Partei kann sich eine der strenggläubigsten Bevölkerungen Deutſchfeiner Argelegenheiten zum ersten Konsul Bonaparte nach Paris. Der Frau von Krüdener zu Fall brachte, wird auch die lands auf solche Weise entfremben. buchfee( 1804), nach 3ferten, deren hohe Blüthe um 1818 und Heilige Allianz des Herrn Knackfus zu schanden werden. den Verfall durch innere Zwifte zwischen den Gehilfen des Aus Trani, 10. Januar, wird telegraphirt: Die AntlageMeisters, zum guten Theil auf dessen unpraktisches tammer hat sich heute Nachmittag für die Auslieferung Wesen und Mangel an Unteroffiziersqualitäten zurückzuführen, des Freiherrn v. Hammerstein ausgesprochen. tönnen wir trot unserer lebhaften Neigung dazu hier nicht Jetzt ist noch die Genehmigung des Appellationsgerichts, schildern. dann die des Justizministers und des Ministers des Innern er1825 fiel das Werk zusammen und als gebrochener Mann forderlich. Darauf wird durch das Ministerium des Aeußern zog sich Pestalozzi nach Neuhof zu feinem Sohne zurück, legte in die Genehmigung der hiesigen deutschen Botschaft mitgetheilt; einem Buch:" Meine Lebensschicksale als Vorsteher meiner Er- von da ab dauert es voraussichtlich noch acht Tage, bis die Ausziehungsinstitute in Burgdorf und Iferten", das mit dem lieferung wirklich erfolgt. Echwanengesang" im gleichen Jahre 1827 erschien, Rechenschaft über sein Gesammtwirken ab. " Die Wanderungen der Pestalozzi'schen Anstalt nach MünchenEr starb zu Brugg bei Aargau am 17. Februar 1827. Für den Sozialpolitiker find die Werke Pestalozzi's, felbft mehrere der pädagogischen, eine schier unerschöpfliche Fundgrube unendlich feiner Beobachtungen, und sollten einmal nach dieser Richtung gründlich bearbeitet werden. - Gine erfolglose Agitation für den Antrag Ranig betreiben seit Monaten im Auftrage des deutschen Bauernbundes in der Provinz Schleswig- Holstein der Wanderprediger Herfurth und der frühere nationalliberale Dr. Hahn. Letzterer macht auf dem flachen Lande Stimmung für den harmlosen" Antrag Kanig, der nur einen mäßigen Getreidepreis" erzielen will. Aber wie die Zahl der Provinzblätter eine größere wird, die sich als Gegner bekennen, so müffen die Herren vom Bund auch sehr häufig aus dem Munde der Landleute hören, daß fie mit der Kanikerei Chronik der Majeftätsbeleidigungs- Prozesse. Aus nichts zu thun haben wollen. Der Landmann ist dank der eifrigst betriebenen sozialdemokratischen Landagitation über viele Dresden wird geschrieben: Die Sucht überall Majestäts Thatsachen aufgeklärt, die dem Bauernbund sehr unliebfam find beleidigung zu wittern, hätte beinahe in Dresden wieder ein und seine Waffen verrosten läßt. Für unsere Partei hat diese Opfer gefordert. Der Arbeiter Saalftant saß in Thatsache den Vortheil, daß im allgemeinen die sonst dem einer Kneipe mit einer Anzahl Leute zusammen, als die Bauernbund sehr zugethane Anhängerschaft sich sehr verkleinert Rede auf den Prozeß Liebknecht kam. Dabei mag sich der und daß von den Abtrünnigen vielen ein Licht darüber aufgeht, Erziehungswesen noch heute: aber Pestalozzi würde boch heute sich scheunigst ein Denunziant in der Person des zählen haben. Weithin bemerkbar und tiefgreifend ist sein Einfluß auf das Mann etwas ungeschickt ausgedrückt haben, und nun fand daß sie als Kleinbauern zuin klassenbewußten Proletariat sich zu vieles, gar vieles noch eben so verderblich und erbärmlich finden wie zu seinen Lebzeiten. Im praktischen Lehren thut es ihm heut Barbiers und Bierausgebers Fin 3. Saalfrank wohl gar mancher Echulmeister zuvor: aber wo ist die abgrund- wurde verhaftet, am anderen Tage aber sofort nach dem richterthefe, uneigennißige Liebe? die brennendheiße Theilnahme für lichen Verhör wieder entlassen. Jetzt ist nun das Verfahren gegen ihn eingestellt worden. Möge dieser Fall wieder Daß die Mucker ihm das wahre Christenthum" absprechen, zur Warnung dienen. ift nicht zu verwundern; er war fein Gott und etwa der An3 dem Großherzogthum Baden, In preußischen Regierung wohlgefälliger Regulativmann. Aber stark angetruntenem Zustande hatte der- Die Hamburger Behörden auf der Antreffend sagte Alberti in seinem Lebensbild des gewaltigen 31 Jahre alte Fabritarbeiter Johann Doher archisten bag. Infolge einer Denunziation bei der StaatsReformators: wenn er feine Religion hatte, so war er ganz in Achern in einer dortigen Wirthschaft eine unehrerbietige anwaltschaft ist bei einem hiesigen Weinhändler Nieschlag und Religion im edelsten, im humanen Sinne. Das Proletariat hat alle Ursache, bes edlen Mannes allzeit Bemerkung über den Großherzog von Baden gemacht. Er dem früheren Redakteur der" Holzarbeiter- Zeitung", Müller, eine wurde dafür von der Strafkammer in Offenburg zu Haussuchung nach anarchistischen Schriften abgehalten worden. Nach Angabe des Denunzianten sollten die Genannten an2 Monaten Gefängniß verurtheilt. die Nermsten des Volkes? dankbar zu gedenken. M. W. -Größere Aufmerksamkeit auf Frren. anstalten. Die Regierungspräsidenten sind vom Minister der Medizinal 2c. Angelegenheiten ersucht worden, über die Weiter entwickelung der öffentlichen Anstalten für Geistestranke, Jdioten und Epileptische fortlaufend zu berichten. So ganz ohne Frucht ist also für die Reform des Jrrenwesens die Kontrolle durch die„ Deffentlichkeit" nicht geblieben. archistische Schriften. Schriften in Masse über ganz verbreiten. Bei Den Turchsuchungen V = ganz Deutschland| vorher aber seinen Glat ins Neine bringen will. Infolge der Gerichtshof aber dem einzigen Belastungszeugen Knoll vollen ist jedoch nicht geäußerten Wünsche wurde das Programm der Budgetfommission Glauben schenkte und für die Schuld des Angeklagten auch das offene eine einzige anarchistische Schrift zu Tage gefördert worden. geändert und soll am nächsten Dienstag der Postetat, später der Geständniß spreche, welches derselbe unmittelbar nach Entdeckung Allem Anscheine nach handelt es sich bei der Denunziation Etat des Auswärtigen Amts und dann der Militäretat in der des Verbrechens vor dem Oberinspektor Jüngel abgelegt hat. um einen Racheaft. Der Staatsanwalt, der nach dem Kommission berathen werden. Einige Ileine Sachen will man Der Angeklagte habe in der freventlichsten Weise, die Pflichten Ergebniß der Haussuchungen das gleiche zit vermuthen noch morgen, Sonnabend, erledigen. verletzt, welche ihm sein Amt auferlegte, von mildernden Um scheint, hat deshalb den davon Betroffenen zugesagt, daß sie nach Abschluß der eingeleiteten Untersuchung den Namen des De- der Bekanntmachung vom 5. Februar 1895 über daher auf zwei Jahre Zuchthaus und mit Rücksicht Die Bekanntmachung, betreffend Abänderungständen fönne daher keine Rücksicht sein. Das Urtheil lautete nunzianten erfahren sollen. Ausnahmen von dem Verbote der Sonntags: auf die Ehrlosigkeit der Handlung auf vier Jahre Ehr -In Hamburg giebt es teine Polizeispiel arbeit im Gewerbebetriebe vom 25. Ottober 1895 per Iust. Angeklagter erklärte sich bereit, die Strafe sofort anzu mehr. Dieselben sind durch eine Verordnung der Polizeibebörde ging dem Reichstage zu. Der Inhalt der Verordnung ist treten. endgiltig abgeschafft. Nach dieser Verordnung sollen nämlich folgender: Vater Baader verurtheilt! Den Hammerstein lassen Sie die Subjekte, die im Volksmunde Fünfgroschen- Jungens" heißen, In der Tabelle, welche der Bekanntmachung vom 5. Fe- laufen, aber anfändige Bürger belästigen Sie!" Diese Worte in der Republik Hamburg fortab den offiziellen Titel Außen: bruar 1895( Reichs Gefeybl. S. 12), betreffend Ausnahmen sollte unser 83jähriger Parteigenosse Baader zwei dienftthuende Diätare" führen. Werden die Nichtgentlements von dem Verbote der Sonntagearbeit im Gen erbebetriebe, bei Siminalschubuten entgegengeschleudert baben, die von dem aber jetzt stola sein! gefügt ist, sind in der Spalte 3 zu Ziffer 7( Bessemer- und Thomas- Kriminalfommissarius Schöne beauftragt waren, am großen Stahlwerke, Martins und Tiegelguß Stablmerke, Puddel- und Köllertage in seiner Wohnung eine Haussuchung abzuhalten. zugehörige Walz- und Hammerwerke, sowie Hochofen Gießereien Die Tochter des Greises, Genoffin Ottilie Baader, war, wie so der Gruppe A( Bergbau, Hütten- und Ealinenwesen) die Worte: manches andere tüchtige Mitglied unferer Partei bei der Die den Arbeitern zu gewährende Ruhe hat mindestens politischen Polizei urplötzlich in den Verdacht des Bergehens zu streichen. zu dauern: für jeden Sonntag abwechselnd 24 und 48 Stunden." gegen das Vereinsgesetz gekommen und aus diesem Grunde war auch sie bei der großen Aktion ant 25. November Nach der Bekundung der beiden Be noch festgehaltene Annahme, der Entwurf des Bürgerlichen amten sei unser alter Genosse bei dieser Gelegenheit sehr erregt Bürgerliches Gesetzbuch. Die bis in die vorige Woche bedacht worden. Gesetzbuches tönnte einem aus Reichstagskreisen fundgegebenen gewesen. Nachdem er seinem Unmuth durch die Eingangs erWunsche entsprechend zum 18. Januar im Reichstag eingebracht wähnten Worte Luft gemacht hatte, hielt er dem einen Beamten ein werden, muß jezt, wie die„ Münchener Allg. 3tg." schreibt, als Paar Frauenschuhe mit dem Bemerken dicht unter der Nase: er hinfällig bezeichnet werden. Die lezte Berathung im Ausschuß möge doch nachsehen, ob vielleicht etwas darin verborgen sei. des Bundesraths hat hinausgeschoben werden müssen, bis sich den Hut des anderen Beamten, den dieser auf das Bett gelegt das preußische Staatsministerium zu dem Entwurse, resp. ber batte, warf er auf den Fußboden, und nach Beendigung der Frage gewisser Abänderungen schlüssig gemacht hat. Das soll Durchsuchung gab er seinem Enkel den Rath, sich die Kerls in der laufenden Woche geschehen. recht genau anzusehen, damit er sie auf der Straße wieder erfenne". Auf die Strafanzeige der Beamten hatte sich Baader gestern wegen Beleidigung zu verantworten. Der Staatsanwalt müssen; das Recht müsse aber gegen Jung und Alt zur Ans bedauerte, einem Greise gegenüber einen Strafantrag stellen z Für die sächsischen Justizbehörden ist am 1. d. M. eine Geschäftsordnung in fraft getreten, welche folgenden Bassus enthält: Im amilichen Verkehr mit dem Publikum hat sich jeder Beamte unausgesetzt vor Augen zu halten, daß jedermann den Anspruch zu erheben berechtigt ist, von der Behörde in anständiger, ruhiger und höflicher Weise behandelt zu werden, und daß dem Ansehen und der Würde der Behörde, sowie der Achtung vor dem Beamten selbst nichts so sehr schadet, wie ein unangemessenes Verhalten gegen das Publikum. Der Beamte hat hieran selbst dann zu halten, wenn er in die Lage kommt, zurechtweisungen zu ertheilen. Das anerkennbare Interesse der Rechtsuchenden ist überall, wo es nicht mit der Rücksicht auf eine Gegenpartei unverträglich erscheinen fellte, nach Kräften zu fördern. Es darf auch nicht der Schein aufkommen, als ob ein ordnungsmäßiges Angehen der Justiz behörde als eine mißliebige Behelligung empfunden werde. Das ist eine sehr nachahmenswerthe Ermahnung, die auch von den preußischen Justizbehörden gelesen und beachtet zu Schweiz. werden verdiente. Die Kommission des Reichstages zur Vorberathung tag zusammentreten. Die Resolution, in der die vorläufige Verder Handwerkskammer- Vorlage wird am nächsten Donners tagung der Vorlage beschlossen werden soll, wind, wie die" Post" in Erfahrung gebracht hat, von den Abgg. Dr. Hize und Letocha( 3.) eingebracht werden. wendung fommen. Er beantragte 30 M. Geldstrafe eventuell 6 Tage Gefängniß. Der Angeklagte vertheidigte sich in der Zürich, 9. Januar.( Eig. Bericht.) In der Beurtheilung der Prinzenraub Geschichte, über die zur Stunde noch patriarchalisch- ruhigen Art, die dem Greifenalter eigen ist. Ec feine amtliche Mittheilung vorliegt, geht die Presse ziemlich Reichs Invaliden fouds macht der Börsen- Courier" fremder Papiere und fremder Wohnräume immer verwerflich Ueber Freiherrn v. Hammerstein a13 Hüter des fuchte dem Gerichtshofe auseinander zu sehen, daß das Durchstöbern auseinander. Während eine Anzahl Blätter auf grund der bisher folgente Bemerkungen: Das Mitglied der Reichsschulden- Kom- fei, selbst wenn es durch Polizeibeamte geschähe, und daß das erfolgten privaten Darstellungen der Meinung ist, daß zu einer mission, für welches nunmehr eine Neuwahl stattzufinden hat, Wort„ Kerl" gar nicht beleidigend sei. Es gebe, meinte er, auch diplomatischen Aktion für die Schweiz teine Veranlassung vor: heißt nämlich Hammerstein. Die fonservative Partei hatte„ gute Serle", ja sogar Pracht- Kerle", und das Wort werde erst liegt, verlangen wieder andere Blätter, daß bei Italien auch für den verantwortungsvollen Posten eines Mitgliedes der zur Beleidigung, wenn ein beleidigendes Adjektivum hinzutrete. energische Schritte gethan werden sollen. Wenn wir feine ein großes Reichsvermögen mitverwaltenden Kommission ihren Der Gerichtshof schloß sich dieser Ansicht nicht an, sondern ver reichsdeutschen Lockspitel dulden mochten, schreibt der„ St. Galler Hammerstein als würdig genug erachtet. Der Kommission liegt urtheilte den Angeklagten zu 20 M. Geldstrafe event. vier Tagen Stadt- Anzeiger"," so finden wir auch italienische Lockspigel die Aussicht über die Reichsschulden- Verwaltung, die Verwaltung Gefängniß. ebenso wenig verträglich und wenn wir Prinzen oder Fürsten des Reichs Kriegsschatzes, Verwaltung des Reichs- Invalidenteine größeren Rechte zuerkennen, als anderen Menschen, so be- fonds, sowie über die An- und Ausfertigung, Einziehung stein und seiner Genossin Bock gegen das Urtheil des Schwurs Das Reichsgericht hat die Revision des Mörders Springs danern wir es gleichwohl, daß König Menelit, der seine Ver und Vernichtung der Reichs- Banknoten und Reichs Rassenfcheine gerichts zu Prenzlau verworfen. wandten an eine unserer Bildungsstätten fandte, so sehr geob. Die Angelegenheit gewinnt noch dadurch ein erhöhtes Inter- gerichts zu Prenzlau verworfen. täuscht worden ist. Nicht nur die Gewalt", sondern in der That effe, daß einen Monat lang der Schlüssel zu den Schätzen des auch die" Lift" ist zu verpönen und auch nicht den Reichs- Invalidenfonds in den Händen des Herrn v. Hammerstein Schein einer Zustimmung zu dem Vorgehen italienischer lag. Zum Glück reicht ein einziger Schlüssel nicht aus, um den Briganten darf ein ehrenhaftes Bolt auf sich kommen lassen." Das Blatt verspricht sich wohl wenig Erfolg mehr von einer diplomatischen Intervention, nachdem man die Sache so weit hat gedeihen laffen, aber gleichwohl bält es die Erhebung eines Prorestes in Rom für zweckmäßig. Es bleibt abzuwarten, was der Bundesrath in der Sache thun wird. " Desterreich Im böhmischen Landtage, wo ein flein wenig mehr Versöhnungsluft zwischen Deutschen und Czechen herrscht, kam es bei der Wahl der Budgetkommission zu Differenzen über das Verhältniß der Parteien bei Besetzung der Kommissionen. Das Ergebniß war, daß Czechen, Deutsche und Großgrundbesitzer je acht Mitglieder in die Budgetkommission entfenden sollen. Der Beschluß ist vor allem charakteristisch für die parlamentarische Macht des Großgrundbesitzes. Die Errichtung einer Universität für ihre Eprachgenoffen wird in Mähren gleichzeitig von Deutschen und Ezechen gefordert. Frankreich. Paris, 10. Jannar. Eine Meldung aus Bordeaux, der zufolge Arton teine, irgend einen Abgeordneten tompromittirende Briefe oder Papiere besige, wird von verschiedenen Blättern wiedergegeben. Libre Parole" fügt diefer Mittheilung hinzu, daß Arton seine Papiere nur nicht preisgeben wolle. Die Regierung fönnte aber, wenn sie wirklich Licht in den Panamaskandal zu bringen wünsche, Arton zum Sprechen bewegen. Türkei. Konstantinopel, 10. Januar. Ein Jrade des Sultans ordnet die Bildung einer Hilfskommiffion unter dem Vorfiße des Sultans behufs Unterstützung der durch die letzten Ereignisse heimgesuchten asiatischen Vilajets an. Die Hilfsleistung wird Türken und Christen zu gute kommen. Ruhe herrscht im ganzen Reiche, wie von türkischer Seite der Nordd. Allg. 3tg." gemeldet wird. Wir trauen dieser Sache ebenso sehr wie den deutsch- offiziösen Mel Dungen der Nordd. Allg. 3tg." Ruba. Siegesnachrichten werden wieder von den Spaniern verbreitet, aber sie sind, wie die folgenden aus Madrid eingetroffenen Depeschen beweisen, recht bescheiden geworden. Die Nachrichten lauten: Die Insurgenten fiecten 30 Häuser in Rocca in der Proving Matanzas auf Kuba in Brand. Ein Bataillon Marine- Jufanterie griff sie an und schlug sie in die Flucht. 5 Millionen Silber und eine Million Gold sind nach Cuba geschickt worden. Tresor zu öffnen. Es gehören vielmehr vier Schlüssel dazu, von denen zwei von Kassenbeamten, einer von einem Bundesraths Mitglied verwahrt wird und der vierte von Monat zu Monat unter den Kommissionsmitgliedern zirkulirt. Zur Entnahme von Papieren aus dem Reichs- nvalidenfonds müssen also vier Per: fonen gleichzeitig erscheinen. Andernfalls wäre der Tresorschlüssel in den Händen Hammerstein's eine Gefahr für das Deutsche Reich gewesen." Bundesrathes. Heute wurde im Reichstag das offizielle VerVerzeichniß der Mitglieder des Reichstages und des zeichniß der Bevollmächtigten zum Bundesrath und der Mit glieder des Reichstags nebst Fraktionsliste für die IV. Session der 9. Legislaturperiode( 1895 96) ausgegeben. Unter den ersteren finden wir noch den Minister des Innern von Köller, an dessen Stelle jedoch lant amtlicher Mittheilung an den Bundesrath getreten ist. bereits sein Amtsnachfolger Freiherr von der Recke von der Horst Partei- Nachrichten. Gewerkschaftliches. theilt uns zu der gestrigen Berichtigung der Schuhwaarenfirma Die Agitationskommission der Schuhmacher Berlind F. R. Oblert( Nachfolger A. Siegert), Berlin, Swinemünderstraße 53, folgendes mit: Die wahrheitsgetreue" Be richtigung bedarf nothwendigerweise einer Korrektur. Die Firma behauptet, daß Lohndifferenzen bei ihr nicht vorgekommen wären, doch erklären die Arbeiter einmüthig, daß Herr Ohlert an Sonnabend, den 4. d. M. einen Abzug bis zu 35 Pf. pro Dutzend in Aussicht stellte. Daß die Arbeiter danach etwas renitent wurden, verständlich. Als man fah, daß sie einig waren, ließ man den indem sie sich diesen Abzug nicht gefallen lassen wollten, ist selbstSohnabzug fallen, doch das" Karnickel", Kollege Hildebrandt, soll nun hinausgeschoben werden, weil er stets die Interessen der Arbeiter gewahrt habe. Ohne Hildebrandt wird aber keiner ber Arbeiter wieder anfangen. Wenn die Firma ferner behauptet, die Arbeiter feien unfleißig gewesen, so ist darauf zu erwidern, daß sehr oft das zur Arbeit nöthige Material nicht vors handen war. " In Bremen hat der Buchdruckereibesiger Sahlmann, der das Bremer Tageblatt" druckt, seinen Segern die naive Zumuthung gestellt, aus dem Verbande auszutreten. Er ver Der Kampf gegen die sächsische Reaktion. In Gablenz langte auch noch schriftliche Erklärung, daß sie andernfalls sofort referirte Genoffe Franz Hofmann über: Tas Landtags- entlassen werden könnten. Die Seger wiesen das Anfinnen Wahlrecht in der zweiten sächsischen Kammer". Der Referent energisch zurück, worauf ihnen das Arbeitsverhältniß gekündigt erläuterte sehr ausführlich die Bedeutung des Wahlrechts für wurde. Wie unser bremisches Parteiorgan mittheilt, fö..men nur Lohn das arbeitende Volk und wies darauf hin, daß das Volk reduktionsgelüfte Herrn Sahlmann veranlaßt haben, den Austritt überall seine Stimme erheben und gegen die der Setzer aus dem Verbande zu verlangen. geplante Aenderung des Wahlrechts flammenden Protest einlegen müsse. Den Redner lohnte für feine treffenden Ausführungen brausender Beifall. Hierauf wurde Depeschten und lehte Nachrichten. eine entsprechende Resolution einstimmig angenommen. In Delsnig und Lauteri 3 fanden gut besuchte Protestversammlungen statt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur Ilge von der Leipziger Volts. zeitung" hat Aufforderung erhalten, am 13. Januar die rechtskräftig gewordene Gefängnißfirase anzutreten. Wien, 10. Januar.( B. H.) Nach einer Mittheilung des Extrablattes" nimmt die in Serajewo herrschende Typhus. Epidemie eine sehr bedenkliche Ausdehnung an. Auch in Konstantinopel sollen bereits mehrere hundert Erkrankungen an Typhus unter der Zivil- und Militärbevölkerung vorge kommen sein. Budapest, 10. Januar.( B. H.) Wegen maßloser(?) Anin Harburg hatten im Auftrag einer Bolteversammlung eine Arbeitslosen nicht stattfinden. Die Erbeitslosen setzten ihre DeDie Parteigenossen Fr. Schneider und Ottawa griffe gegen die Regierung fonnte heute eine Versammlung von Eingabe beim Magiftrat gemacht, worin über die schlechten monstrationen dann auf der Straße fort, sodaß die Polizei mit Trinkwasserverhältnisse der Abtswasserkunst, durch die eine einem starken Aufgebot gegen die Krawalle einschreiten mußte. Typhus- Epidemie hervorgerufen worden ist, Beschwerde geführt Acht Ruheftörer wurden verhaftet. war. In dieser Eingabe sollten sich die beiden Parteigenossen ungehöriger Ausdrücke bedient haben; sie erhielten ein polizei- zufolge am Donnerstag nach Petersburg reisen. Eine Audienz Belgrad, 10. Januar.( B. H.) König Milan soll Gerüchten liches Strafmandat über je 15 M., weil sie den§ 72 des beim Baren soll ihm bereits bewilligt worden sein. hannöverschen Polizei Strafgesetzes übertreten hätten. Das Schöffengericht war anderer Meinung, es sprach beide frei. Ein Münterprozeß in Aussicht. In der Nr. 34 der Rheinischen Zeitung" in Köln vom 9. Februar 1895 erschien unter der Ueberschrift ,, Auf der Suche nach Material" Nach Mittheilung des Marschalls Martinez Campos hat ein Artifel, in welchem Vorkommnisse in einer Arbeitslosen der General Estragne die Insurgenten mehrmals eingeholt und Versammlung in Essen, sowie in der Bergarbeiter Versamm deren Nachhut befchoffen. Den Infurgenten wurden große Ber- lung zu Baufau, welche später den Prozeß und die Verurtheilung Infte beigebracht und einige gefangen genommen. Japan. Yokohama, 10. Januar. Ein Adressentwurf an die Krone, welcher die Regierung wegen des Rückzuges aus Liaotong tadelt, wurde vom Parlamente mit einer Mehrheit von siebzig Stimmen abgelehnt. Nach Formosa werden bedeutende Verstärkungen gefandt. Afrika. 3wischen den Italienern und Schoanern fand ein Treffen statt, dessen Ausgang ein Zurückweichen der Italiener feine Entscheidung gebracht hat. Die feindlichen Armeen stehen aber so nahe aneinander, daß eine entscheidende Schlacht in den nächsten Tagen erwartet werden kann. Der Italia militare" zufolge verfügt General Baratieri in Adigrat über 15 000 Mann und 28 Feldgeschüße; außerdem sind 5000 Mann von Maffauah nach Adigrat unterwegs. Die italienische Regierung bereitet noch weitere Truppensendungen vor, sie befürchtet den Sieg der Schoaner.-10 Parlamentarisches. Paris, 10. Januar.( W. T. B.) Der unter dem Pseudonym Jacques St. Cère bekannte Journalist und Mitarbeiter des Figaro", Rosenthal, ist unter der Anschuldigung der Ekpreffung in der Angelegenheit Lebaudy verhaftet worden. hier wegen des Angriffs auf Makalle. Trotzdem derselbe zurückRom, 10. Januar.( B. H.) Fieberhafte Erregung herrscht gewiesen worden, befürchtet man dennoch, daß Makalle fallen und Menelik fofort nach Arum und Adua vorgehen werde. von Schröder und Genossen wegen Meineids im Gefolge London, 10. Januar.( W. Z. B.) Nach einer Meldung hatte, geschildert wurden. Wegen dieses Artikels wurde des" Reuter'schen Bureau's" aus Perth( Australien) vom gestrigen auf grund der§§ 185, 186 und 200 des Strafgesetzbuches lager entdeckt sein. gegen den verantwortlichen Redakteur A. Hofrichter Tage soll in Nullagene( Nordwest- Australien) ein großes Diamanten und§ 20 des Reichsgesetzes über die Presse Anklage erhoben. Die Verhandlung findet am Montag, den 10. Februar, vor Prozeß, in welchem der bekannte Gendarm Münter eine Rolle mittags 10 Uhr, vor der II. Strafkammer in Köln statt. Dieser spielen dürfte, bildet eine neue Variation der zahlreichen Münter Beleidigungs- Prozesse. Er unterscheidet sich aber von seinen Vorgängern dadurch, daß diesmal nicht nur Herr Münter, fondern die Polizei- Organe und die Gendarmerie des Regierungsbezirkes Arusberg im allgemeinen durch Behauptung nicht nach weißlich wahrer Thotfachen beleidigt sein sollen. Der Prozeß dürfte interessant werden. Gerichts- Beitung. " erklärt die Meldung der New- York World" aus Caracas, nach London, 9. Januar.( W. T. B.) Das„ Reuter'sche Bureau" vollständig unbegründet. welcher Venezuela fich im Revolutionszustande befinde, für dauert fort. Die Kaufleute weigern sich, mit deutschen KaufLondon, 10. Januar.( B. H.) Die Heze gegen die Deutschen leuten zu arbeiten beziv. entziehen letzteren die bereits ertheilten Aufträge. Dies Verhalten wolle man so lange beobachten, wie die Unfreundlichkeit der deutschen Regierung gegenüber England währt. In Blätterzuschriften wird sogar öffentlich vor Bes stellungen bei Deutschen gewarnt. Johannesburg, 8. Januar.( W. T. B.)( Meldung des Reuter'schen Bureaus"). Die Stadt ist wieder ruhig und nimmt hr gewöhnliches Aussehen an. Die Börse wurde wieder geöffnet, Wegen Sittlichkeitsverbrechens unter Mißbrauch der der Markt ist fest, jedoch findet wenig Geschäft statt; auch die Amtsgewalt hatte sich gestern der Gefangenenauffeher Hermann Kaufläden find allgemein wieder geöffnet. Regierungsbeamte Heine Il vor der 2. Straffammer am Landgericht II zu verant- sammeln, ohne Widerstand zu finden, die Waffen ein, wobei sie worten. Derfelbe war beschuldigt, am 21. November v. J. von dem„ Reformkomitee" unterstützt werden. in der Strafanstalt PIögensee an dem jugendlichen Johannesburg, 10. Januar.( W. T. B.)( Meldung des Zur Etatsberathung. Auf Wunsch des Staatssekretärs Strafgefangenen Knoll ein Verbrechen wider die Sitt Reuter'ichen Bureaus"). Zweiundzwanzig Mitglieder des des Auswärtigen Amts ist die Berathung seines Etats bis Ende lichkeit verübt 811 haben, nachdem er den jungen Reformfomitees", Larunter der Bruder von Sir Cecil nächster Woche vertagt worden, weil seine Zeit durch die Menschen durch wiederholte unfittliche Gespräche für seine Ab- Rhodes, Oberst Rbodes, Sir Drummond Durbar, Lionel Phillips Transvaal- Affaire zu sehr in Anspruch genommen ist. Dagegen fichten gefügig gemacht hatte. Die Verhandlung fand unter und Dr. Sauer, wurden in der vergangenen Nacht unter der betreibt der Staatssekretär für die Post mit löblichem Eifer die Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Aus der Urtheilsverkündung Beschuldigung des Hochverraths in ihrem Klub verhaftet und Berathung seines Etats, weil die Postexzellenz, an den Folgen einer des Vorsigenden Landgerichts- Direktors Rend hoff ging hervor, darauf nach Pretoria gebracht. In Johannesburg herrscht Operation laborirend, dringend eines längeren Urlaubs bedarf, daß der Angeklagte die That in Abrede gestellt hatte, daß der weiter Ruhe. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Truck und Verlag von Max Bading in Berlin. " Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 9. Reichstag. 12. Sigung vom 10. Januar 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: v. Berlepsch, Nieber Bing, Roch. Die erste Berathung des Entwurfs eines Börsen geseges und des Entwurfs eines Gesetzes, betr. die Pflichten der Raufleute bei der Aufbewahrung fremder Werthpapiere wird fortgesetzt. Sonnabend, den 11. Januar 1896. 13. Jahrg. reform Vorlage als fühle Beobachter gegenüber, da Judikatur und in der Verwaltung. In einer sächsischen Strafwir dech die Erbschaft des Kapitalismus cum bene- tammer hat ein Prozeß stattgefunden, in welchem der ficio inventarii antreten. Ich bedauere nur, daß die Bertheidiger erklärte, er werde event. zum Beweis der Wahrprinzipielle Seite der ganzen Frage von einem heit der Ausführungen seines Klienten, eines Redakteurs, die Redner eingehend behandelt ist. Ich will nicht über die Be- stenographischen Sizungsberichte des Reichstages vorlegen. deutung der Börse für die kapitalistische Welt wiederholen, was Darauf sagte der Vorsitzende: Ja, bestehen Sie wirklich auf der man in jedem Buch über Nationalökonomie liest. Wir Vorlegung der Berichte? Ich muß bekennen: weder ich noch find alle darüber daß die Börse ein Faktor meine Beisiger fönnen stenographiren( Große Heiterkeit). Er der verderblichen fapitalistischen Entwickelung ist, daß die mußte erst darüber aufgeklärt werden, daß die Berichte gedruckt Produktenbörse Kauf und Verkauf der Produkten regelt, daß die werden. Daß aber alle staatliche Beaufsichtigung nichts nüht, Abg. v. Cuny( natl.): Meine politischen Freunde sind nicht Effektenbörse dem Anlage suchenden Kapital Gelegenheit zur An- hat sich in Desterreich gezeigt, wo der Staatsfommissar seit 1854 gescunen, die Börse zu verhindern an der Erfüllung der ihr ob- lage giebt, das Kapitalbedürfniß der Staaten und gemein- besteht, denn dort hat es die Krachs von 1873 gegeben, ferner liegenden wirthschaftlichen Ausgaben, sie sind der Ansicht, daß nüßigen Unternehmungen befriedigt, daß die Börse das Organ ist, den Bontour Krach und manche anderen Krisen und schließlich die Vorlage nicht geeignet ist, die Börse zu beschränken, sie das Zahlungsgeschäft im Staate und unter den Staaten zu regeln, den schwarzen Sonnabend vom 30. November 1895 mit 71 ſtillen beffen, daß die Vorlage einen Anfang machen wird mit der noth- daß die Börse eine Zahlungsausgleichung vermittelt darüber Insolvenzen. Wer da glaubt, daß durch den Staatskommissar wendigen Besserung der mißlichen Verhältnisse, welche sich heraus- sind wir alle einig. Ich will nur einige sozialpsychologisch sehr hierin etwas gebessert wird, der muß auch glauben, daß eine gestellt haben. Es wäre vielleicht zu prüfen, ob nicht die Be- interessante Momente stizziren. An fagt Klapperschlange unschädlich oder ein Tiger zahiner gemacht wird stimmungen, welche von dem Bundesrath erlassen werden Friedrich Engels, sehen wir den Weltmarkt im Reflex dadurch, daß man zu der Generalversammlung der Aktionäre follen, in das Gefeß aufgenommen werden können. Der Bundes- des gegenwärtigen Effektenmarktes. Es geht mit diesem des Zoologischen Gartens einen Schuhmann zuzieht.( Große rath ist zu recht wichtigen Beschlußfassungen berufen, bei welchen Reflex wie mit dem Reflex im Innern des menschlichen Heiterfeit.) Ganze Staaten machen es nicht besser als einzelne feineswegs blos das Interesse der Börse in betracht tommt. Ter Auges, die Strahlen gehen durch eine Sammellinse, und Spekulanten. Italien hatte ausdrücklich erklärt, teine Bins. Börsenter minhandel greift tief in die Verhältnisse der Land- tas Bild, das sich darstellt, ist umgefehrt. Der Handel mit Pro- reduktion einzuführen, um es nach 4 Wochen doch zu thun, die wirthschaft und der Industrie ein; es wäre also recht und billig, dukten richtet sich nach dem Geldhandel, der einer eigenen Portugiesen haben nur 30 pet. bezahlt, sodaß sie noch hinter renn nicht blos die Vertreter der Börse, sondern auch Bewegung folgt, zwar beherrscht ist durch die Gefeße der dem Kommerzienrath Anton Wolff zurückstehen, der wenigstens die Vertreter der anderen Erwerbszweige, welche in betracht Produktion, aber innerhalb dieser Abhängigkeit eigene mit 50 pet. abgeschlossen hat. Temmen, bei der Entscheidung über die Boischriften über den Gesetze hat, und diese Bewegung hat ihre eigenen Interessant ist auch der Einfluß der Börse auf Terminhandel mitwirken. Nun sollen aber 2,3 der Mitglieder aparten Phasen und beeinflußt die Wege der Produktion die Presse. Panamismus giebt es nicht nur in Frankdes Börsenausschusses von den Börseninteressenten gewählt Es handelte sich bei der Eroberung von Indien 2c. nicht etwa reich, sondern überall, wo es Kapitalismus giebt, da giebt es werden, es werden vorwiegend Vertreter des Börseninteresses um den Export, an den damals niemand dachte, sondern um den auch Panamismus. Er darf nicht init Patriotismus als ein nur gen ählt werden, sie würden das Uebergewicht haben. Meine Import von Indien. Welche Tolofjalen Wirkungen übten aber französisches Gewächs betrachtet werden. Ich berufe mich auf politischen Freunde bitten die Kommission, die Frage einer diese Eroberungen auf die ganze Industrie, und der Export die Sachverständigen, Herrn Russel und andere aus der Enqueteanderen Zusammensehung des Ausschusses in Erwägung zu ziehen. nach diesen Ländern hat est die Großindustrie geschaffen. fommission dafür, daß das Verhältniß der Börse zu der Presse Zur Frage des Ehrengerichts nehmen meine Freunde Der Geldhandel sichert sich allmälig die Herrschaft über ein auf einem sumpfigen Untergrund steht. Da fagt einer aus: die eine freundlichere Stellung ein als die gestrigen Redner der Produktionsgebiet nach dem andern, Industrie, Verkehr 2c. In Presse sei in erster Linie ein Gewerbe; der Eigenthümer will Konservativen. Mit einer Bestimmung aber sind wir nicht ein- der ganzen Eisenbahnpolitik der Vereinigten Staaten einen Ueberschuß erzielen und ist darauf angewiesen, gut be. verstanden. Es soll da, wo nicht ein Ausschuß besteht, die richtet sich zum Beispiel der ganze Betrieb der Eisenbahnen bezahlte Inserate zu bekommen. Daher werden die Gesammtheit der Börsenbesucher zur Wahl des Ehrengerichts nach den momentanen Geldoperationen der Jay Gould Emissionsbanken von Agenten zur Zeit von Emissionen förmlich berufen sein. und Vanderbilt, die dem Interesse der Bahnen an sich bestürmt, und wenn die Zeitung die Inserate nicht Bezüglich der Zulassung fremder Werthpapiere ganz fern liegen. Diese Thatsachen sind da, und Sie erhält, dann erscheint bald ein miß liebiger Artikel in ihr. find meine Freunde auch der Meinung, daß Vorsichtsmaßregeln haben sich mit diesen Thatsachen abzufinden, daß der Geldhandel, G3 werde geradezu ein Truck ausgeübt auf die Emissionsinstitute, nothwendig sind. der Effektenhandel, der an der Börse seine höchste Potenz hat, den Zeitungen Inserate in weiterem Umfange zuzuwenden, als Gine wichtige Frage ist auch die Stellung des Kommissionärs. immer größeren Einfluß gewinnt auf das wirthschaftliche es sonst geschehen würde. Redner verliest nach einige Aussagen Die Vorlage will demselben zum theil den Selbsteintritt ge- Leben, auf die ganze bürgerliche Gesellschaft. Dieser Prozeß anderer Sachverständiger, die sich in ähnlichem Sinne äußern. flatten, wie es das Handelsgesetzbuch zuläßt. Anders liegt es ist nicht aufzuhalten. Herr Fritzen betont selbst, wie das Die Mittel, die Gunst der Presse sich zu verschaffen, gehen aber bezüglich des Maklers, der jetzt selbst nicht eintreten fann. Auffangen der kleinen und mittleren Betriebe sortschreitet. Die hinunter bis zum flingenden Gold. Es ist aufs tiefste zu beWie soll eine Aenderung des bestehenden Rechts herbeigeführt Börse ist das Varemeter, an dem wir die wirthschaftlichen Ber- dauern, daß die Enquetekommission nicht das Recht hatte, unter wert en? Er darf sich dabei aber nur innerhalb gewisser Grenzen hältnisse ablesen können, sie ist der Spiegel der Weltmarktver- dem Zwang des Eides zu vernehmen, dann hätten wir wahrbewegen und unterliegt ja auch der Aussicht der Börsenorgane. hältnisse. Lieser Mechanismus ist so fonstruirt, daß, so scheinlich noch ganz anderes zu hören bekommen. Diese Kor Der Lieferungshandel ist von großer Wichtigkeit für das lange Sie die tapitalistische Gesellschaft ruption ist ein immanenter Bestandtheil unserer wirthschaftliche Leben; er soll nicht gestört werden. Aber ha ben, Sie auch die Börse haben. Dieser Prozeß ganzen kapitalistischen Wirthschaft. Es wird die öffentliche bie gegenwärtige Ausdehnung Börsenterminhandels fann nicht aufgehalten werden durch Polizeimittelchen, nicht durch Meinung gehandelt wie Weizen, Petroleum und alte Lumpen schädigt namentlich die Landwirthschaft, und deshalb billigen Gesetze. Die Umgestaltung dieser wirthschaftlichen Bewegung ist und diese Beziehungen sind vorhanden von den kleinsten Börsenmeine Freunde die staatliche Regelung desselben. Ein Theil nicht aufzuhalten, durch keine Macht des Himmels und der Erde, blättern bis hinauf zu den scheinbar angesehenften. Diese Zumeiner Freunde ist der Meinung, daß der Terminhandel in ge- weder durch Herrn Bronsart v. Schellendorff, noch durch den stände sind so skandalös, daß ich es bedaure, daß die Straf wiffen Produkten überhaupt verboten werden müsse; sie wollen Erzengel Michael, nicht einmal durch Herrn Prosessor Knackfuß. bestimmungen des Entwurfs nicht schärfere geworden sind und cs der Entschließung des Bundesraths überlassen( Heiterfeit.) Diese Zustände haben das Eigenthümliche, daß sie die daß man es nicht versucht hat, Strafbestimmungen zu prüfen, für welche Artikel der Terminhandel iogenannten Auswüchse und Uebelstände erzeugen, aber diese für diese täufliche Presse Presse einzufügen. Radikal aller. ausgeschlossen werden soll. Ein Theil meiner Freunde sind nichts Abnormes, sondern eine natürliche Konsequenz der dings wird man das Uebel nicht beseitigen können. ist auch bereit, dem Bundesrath die Befugniß zu geben, über die fapitalistischen Wirthschaft. Aber die Börse ist ein böser Onkel, Im Frankfurter Aktionär" vom 8. Dezember vorigen Jahres Lieferbarkeit der Waaren Vorschriften zu erlassen, und sie hoffen, daß nirgends wird mehr gemogelt, als auf dem Turf und an der konnte man lesen, daß der Leiter des Handelstheils eines ersten der Bundesrath von dieser Befugniß einschneidenden Gebrauch machen Börse. Deshalb treten wir für die Börsenreform ein; ich betrachte Berliner Blattes und eines viel gelesenen Börsen- Wochenberichts wird. Es muß der Benutzung von nicht lieferungsfähigen Waaren eine diese vorläufig als eine Abschlagszahlung, als das Zugeständniß, seit einiger Zeit Berichte geschrieben habe, die den thatsächlichen gewisse Echrante gezogen werden. Gerade der Börsen- Termin- daß etwas faul ist im Staate Tänemark. Eine Großthat ist die Verhältnissen merkwürdig widersprachen. Ein Berliner Fachblatt handel giebt Anlaß zu dem Unfug, der mit dem Börsenspiel Vorlage nicht, sondern eine Gelegenheit gefeßgebung, an der beschuldigte den Verfasser, daß er sich habe kaufen lassen. Als getrieben wird. Namentlich die Urtheile des Reichsgerichts unsere deutsche Legislatur überhaupt frankt. Wenn Savigny darauf keine Rechtfertigung seitens des Angegriffenen erfolgte, haben darauf hingewiesen, daß die Termingeschäfte oft reine noch lebte, würde er nicht lengnen fönnen, daß unsere Gesetz hat sich der hochgeachtete Juhaber des Blattes veranlaßt gesehen, Differenzspiele gewesen sind. Es giebt aber anch Termingeschäfte, gebung den Beruf der Gelegenbeitsgefeßgebung feinen langjährigen Mitarbeiter, der nebenbei auch Privatdozent welche eine gewisse wirthschaftliche Berechtigung haben, und diese hat. Wir hatten den Fall Heinke und sofort erschien ist, zu entlassen. Der Verleger dieses hervorragenden Blattes trägt Geschäfte wollen wir nicht hindern. Ein ideales Mittel ist ja das die lex Heinze, es geschah das Attentat auf den Präsidenten einen in der klassischen Literatur sehr berühmten Namen. Das Blatt Börsenregist er nicht, es sprechen manche Bedenten dagegen. Carnot und sofort legte uns die Regierung das Umisturzgesetz gehört zu den honettesten Berliner Zeitungen, aber wir sehen, Wir sind natürlich prinzipiell Freunde des zweiten uns vor- vor, 1891 verfrachte eine Reihe Bankiers, jüdische und chriftliche, daß auch diese Blätter nicht davor sicher sind, daß sich solche gelegten Entwurfs, betreffend die Aufbewahrung von und 1896 fleigt die Börsenreform aus der Versenkung herauf. Herren in den Handelstheil einschleichen. Der Herr ist sofort erthpapieren. Aber es wird nöthig sein, das Gesetz Nach den Vorverhandlungen mußte man annehmen, die Vorlage von seinem Verleger entlassen worden, und dieser Verleger hat noch etwas auszubauen, namentlich eine Kontrolle dafür ein würde sein wie ein Tiger, ein reißendes Thier, und jeßt, da wir zuführen, daß wirklich der Kommissionär die Werthpapiere ge- fie vor uns sehen, ist sie fein Tiger, höchstens ein Tiger, der das sondert aufbewahrt. Redner beantragt die Verweisung der Vor- Pfötchen giebt. Die Vorlage scheint mit einer gewissen leichten lagen an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Hand in den Regierungsbureaus ausgearbeitet zu sein. = Abg. Fritzen Düsseldorf( 3.): Einem Börsenkommissar fonnte ich zuerst feinen Geschmack abgewinnen. Er erinnerte mich immer an die früheren Staatskommissarien bei Attien Gesellschaften, die eine sehr unbedeutende Rolle spielten. Aber ich habe mich überzeugt, daß der Kommissarius doch eine große Bedeutung hat. Er hat verschiedene Befugnisse der Börse gegen über und wenn der Bundesrath überhaupt für die Börse irgend welche Verordnungen erlassen soll, so braucht er den Kommiffarius, welcher das Bindeglied zwischen der Börse und dem Bundesrath bildet. Der Prozeß der Aufsaugung der Provinzialbörsen durch die Berliner Börse ist sehr bedauerlich. " prompter und rascher gehandelt als das Kreuz- Zeitungs"-Romitee. Derselbe Kultusminister Bosse, der gegen die Privatdozenten Jastrow und Krause vorgegangen ist, hat sich mit diesem Fall nicht beschäftigt. Der betreffende Herr, nämlich Moriz Meyer, ist Durch die ganze Börsenenquete- Kommission zieht sich wie ein Dozent an dem Technikum in Charlottenburg und es ist ihm sogar rother Faden der eine Gedanke: der Staatskommissar von dem Könige von Preußen vor einiger Zeit der Titel Profeffor muß eingeführt werden. Die Gegner sagten: was nußt uns verliehen worden. Um gegen diesen Herrn vorzugehen, brauchte der dieser Beamte? In Desterreich haben wir das Staatskommissariat Minister Bosse nicht einmal das Gutachten des Prof. Hinschius. gehabt ohne Erfolg. Und in den Motiven steht:" Bereits das So steht es in bezug auf Kapitalismus und Presse, und aus österreichische Gesetz vom 1. April 1875 enthält die Institution diesen Thatsachen ergiebt sich die Nothwendigkeit einer viel eines bei jeder Börse zu bestellenden Börsenkommissars". Nun, schärferen Formulirung von Bestimmungen, welche die Bedas ist gar nicht wahr. In der Enquetekommission wurde gegen ziehungen der Börsianer zur Presse auf das entschiedenste treffen. den Kommissar eingewandt, daß der Börsenkrach von 1873 statt In der Börsenkommission hüllten sich die Sachverständigen in gefunden habe mit dem Börsenfommissar. Dagegen wurde aus Echweigen, als sie vom Borsigenden über das Verhältniß der drücklich erklärt: damals gab es teinen Börsenkommissar und man Presse zu Börsenunternehmungen befragt wurden. Das genügt. Für die Emissionen eine 3entral stelle zu schaffen, war der Ansicht, daß dieser erst 1875 eingeführt sei. Er besteht Ich komme nun zu der Frage des Termingeschäfts. wäre sehr bedentlich; es müßte doch eine Reichsbehörde sein aber bereits feit 1854. Diese Unkenntniß der thatsäch- Gegen die Terminregister haben wir selbstverständlich nichts und sie würde eine zu große Verantwortung auf sich nehmen lichen Verhältnisse in Desterreich ist gerade teine besondere einzuwenden. Es hat durchaus nichts Verletzendes, daß müssen. Bezüglich der Haftung der Emissionshäuser wird die Empfehlung für den Verfasser der Motive, und ich habe jeder, der solche Geschäfte macht, sich in dies Register einschreiben Kommission darauf sehen müssen, daß die Beweislast für die mich gewundert, daß selbst der Reichsbankpräsident Koch, den läßt. Wer spielt denn eigentlich? Die Termingeschäfte sind viel Geschädigten so geregelt wird, daß ihnen der Beweis auch ich als schneidigen Wertheidiger der Goldwährung schäße, und älter, als man glaubt. In der deutschen Geschichte des preußiermöglicht wird, damit sie wirklich zu ihrem Recht kommen. die Professoren Cohn und Schmoller in der Kommission das schen Hofhistoriographen Prof. Treitschte lesen wir, daß in den Redner bemängelt dann die Vorschriften über die Emission in nicht gewußt haben. Und wo war denn dabei Herr Gamp, der Jahren 1840-1844 Männer aus allen Ständen, selbst Offiziere einzelnen Bunften. zehnmal mehr fragt, als ein Sachverständiger beantworten in Uniform, berühmte Künstler und Gelehrte sich in dem Börsenob Der Termin handel in Waaren und namentlich in fann? Unser verehrter Kollege Richter irrt, wenn er in gebäude drängten, um sich an diesem Börsenspiel zu betheiligen. Getreide hat zu großen Mißbräuchen geführt. Wie man in dem seinem neuen ABC- Buch Herrn Gamp als den Löwen Ünd heute ist es gerade so. Der Bantier Ropizti sagte Registerzwa ng etwas Bedentliches finden kann, daß begreife der Vorlage bezeichnet, bezeichnet, Herr Gamp ift tein Löwe, auf die Frage, wer sich am Terminspiel betheilige, ich nicht. Eine Einschränkung des Terminhandels in gewissen sondern höchstens ein fchlafender Löwe.( Heiterkeit.) daß so ziemlich alle Kreise ab und zu am Termingeschäft sich Werthen ist sehr zu wünschen; ich erinnere an die Zechenaftien. Es ist vielleicht von Nuzen, wenn ich Ihnen aus dem Börsen- betheiligen. Der Frankfurter Bankier Sulzbach) sagte in der Besonders wichtig ist die Bestimmung über die Lieferbarkeit der Enquetebericht einige Sachen über diesen Staatskommiffar vor: Kommission, es sei ganz unmöglich, das Privatpublikum zu hindern Waaren. Wenn strenge Bestimmungen über die Lieferbarkeit des lese. Da sagt Herr Prof. Schmoller, zum Börsenkommissar brauche zu spielen. Wenn jemand spekuliren wolle, dann spekulire er Getreides erlassen würden, so würden große Mengen von Getreide man ja feinen Assessor zu nehmen. Das könnte ja ein pensionirter eben. Vor einiger Zeit sei zu ihm, als er gerade verreisen wollte, überhaupt nicht an die Börse gelangen. Ich für meine Person Minister oder Unterstaatssekretär, ein Mann in vornehmer und ein General gekommen und habe ihm ein Summelsurium von halte den Getreide- Terminbandel für unentbehrlich in wirth- selbständiger Stellung sein. Bei der Ueberproduktion hierin wird Papieren gezeigt, die er gekauft habe. Er habe dem General schaftlicher Beziehung, aber wenn ich mich überzeugen sollte, daß ja ein Mangel nicht eintreten.( Heiterkeit.) Vielleicht hat Herr gesagt: Erzellenz, das sind teine Papiere für Sie der General die Nachtheile des Terminhandels größer find, als die Vor- Schmoller damals schon geahnt, daß der sehr geschätzte Polizei habe nicht einmal ein großes Vermögen gehabt, vielleicht theile, und ein großer Theil des Volfes hat diese Meinung, so minister, Herr v. Köller entlassen würde. Ich denke eine halbe Million gehen Sie an die Börse, verkaufen würde ich mich auch dazu entschließen, den Terminhandel ganz nicht fo hart und grausam über den Börsenkommissar, Sie die Papiere und faufen Sie preußische Konsols. die Sachverständigen. damit Ich bin ganz ein Er wisse nicht, zit beseitigen.( Zustimmung rechts.) Das Börsengesetz wird, wie der General es gethan habe. wenn es die unsoliden Geschäfte und Emissionen unterdrückt, verstanden, daß ein solcher eingeführt wird. Im Gegen: Ein anderer Fall ist noch interessanter. Zu den Sizungen des es den Terminhandel einschränkt, eine erhebliche theil: es müßten noch viel mehr Kommissare eingeführt Staatsraths, welcher über die Branntweinsteuer und den Antrag Berminderung der Einnahmen aus der Börsensteuer zur Folge haben. werden. In der kritischen Zeit, der letzten halben Stunde, find Kanit verhandeln sollte, wurden bekanntlich auch Praktiker und Aber der wirthschafliche Vortheil, die Fernhaltung zweifelhafter an der Berliner Börse nicht weniger als 30 Matlergruppen Sachverständige eingeladen, auf deren Urtheil der Kaiser in seiner fremder Werthpapiere und die Einschränkung des Börsenspiels thätig, von je 2-3 Mann. Da würden doch mindestens eben Ansprache im Staatsrath einen großen Werth gelegt hat. 3n würden diesen Nachtheil weit überwiegen. Mit dem Depotgefeß so viele Kommiffare nothwendig sein, wenn sie leisten sollen, was diesen Theilnehmern gehörte auch der Rittergutsbesitzer Neyma, bin ich einverstanden; aber es müßten die Vorschriften des Ge- von ihnen verlangt wird. Dieses Produkt, welches Sie Staats- ein Anhänger des Antrages Kaniß. Dieser Herr ist ein gewerbs= sezes noch erweitert werden dahin, daß jedem Deponenten ein fommissar nennen, ist zwar nur etwas halbes, aber es steckt mäßiger internationaler Differenzspieler, der auch den von dem Nummernverzeichniß seiner Papiere gegeben wird. Redner spricht doch was Gutes darin, denn der Staat hat das Recht Minister von Berlepsch als unmoralisch bezeichneten Eindie Hoffnung aus, daß die Vorlage verbessert an das Haus und die Pflicht zu kontrolliren. Was für ein Material| wand wenn des Differenzspiels erhebt, er im Verlust zurücfkommen werde. steht aber für solche Stellungen zur Verfügung? Man ist. Dieser Agrarier hat nicht nur in Deutschland, sondern auch Abg. Schoenlank( Soz.): Die Debatte macht den Eindruck, wird wieder einen Juristen nehmen, denn diese verstehen in Paris und Budapest spekulirt und auf Differenz gespielt. Er als ob die Freunde der Vorlage gar feine rechte Freude daran ja alles; und doch denken über die Befähigung des jungen Nach erhob z. B. den Einwand des Differenzipiels gegen eine Pariser haben und die Gegner sich feinen besonders tiefen Echmerzen wuchses der Juristen manche recht eigenartig; so Herr Bosse, Firma und um loyal zu sein, wie er sich in seinem Echreiben darüber hingeben. Ich will den Ton der Debatte nicht ändern, Numerius Negidius und Aulus Agerius. Sie wissen ja selbst, ausdrückte, auch gegen eine deutsche Firma. Als es sich aber wir Sozialdemokraten stehen ja Der ganzen Börsen wie übel es bestellt ist mit den praktischen Erfahrungen in der darum handelte, einen Nugen von 20 000 M. einzuftreichen, hat wenn = richtet. er diese Loyalität nicht bewiesen, sondern den Gewinn ohne unter allen Umständen flimmen und wir werden abwarten, ob spiel verbracht hat. Die Genossenschaft ist zusammengebrod, en jeden Einwand afzeptint. Dieselben Kreise, die einem die Konservativen, welche die Handelsverträge als schlecht be- und die armen Bauern find haftbar gemacht worden; sie werden Offizier, der seine Ehrenschulden nicht decken kann, die Pistole zeichnet haben, weil die Sozialdemokraten dafür geftimmt haben, wahrscheinlich sämmtlich von Haus und Hof vertrieben werden. in die Hand drücken, gewinnen es über sich, einen auch das Register als schlecht betrachten werden, weil die Sozial- Es näre politisch flug, wenn die Regierungen diese Opfer des Einwand gegen ihre Verpflichtung zu erheben, welchen der demokraten dafür stimmen. Die Agrarier schimpfen auf die Börse nur, Börsenspieles unterstüßen würden. Die Verlockung zum BörsenMinister v. Berleps ch als eine höchst unmoralische Handlung wenn die Getreidepreise niedrig sind; aber auf die unmoralischen spiel sollte als Verbrechen bestraft werden. Die Gerichte sollten bezeichnet. Es geht eben nicht mehr mit dem Pharisäismus, daß Manöver der Spiritusspekulanten sind die Agrarier nicht böse veranlaßt werden, von betrügerischen Handlungen der Börsenman die Achseln zuckt über die Verlotterung der Börsen in Paris, gewefen. Man spricht immer von der Volfsernährung und thut besucher den Börsenvorständen Mittheilung zu machen, damit die London, Wien, New- York n. s. w. und vor den Uebelständen so, als ob die Kaufleute, welche fremdes Korn einführen, die betreffenden von der Börse ausgeschlossen würden. Der dauernde an den heimischen Börsen die Augen schließt. Der Kapitalismus Boltsernährung schädigen. Tas Wort von dem Kornwucher ist Ausschluß würde die schlimmste Strafe für die Jobber sein. ist die natürliche Ursache dieser Erscheinung, und die Herren, die nicht gefallen gegenüber einem Kaufmann, sondern gegenüber einem Gegen das Depotgefeß ist mit Ausnahme fleiner formeller Bemit der Börse in Verbindung stehen, müssen es sich auch Führer der Agrarier. Die Feindschaft gegen die Börse ist ein denken nichts einzuwenden. Unsere Petroleum- Interpellation gefallen lassen, daß sie mit gefangen werden. Diese Uebelstände Ausdruck des Haffes des Junkers gegen den Kausherrn. soll von Sachverständigen mit Hohngelächter aufgenommen find so groß geworden, daß man sich nach dem Palliativmittelchen Je mehr die Wohlhabenheit des Bürgerstandes zunimmt und die sein. Daraus würde auch ein Vorwurf gegen Herrn der Börsenreform umsieht. Wenn Sie aber nicht die Ursachen Junker, die sich den modernen Verhältnissen nicht anpassen tönnen, v. Bötticher folgen, der uns doch damals Antwort gegeben hat. treffen und die Quelle verstopfen, so muß es doch beim alten in ihrer Stellung zurückgehen, desto mehr verlangt man nach der Es wäre interessant, wenn Herr v. Bötticher sagen fönnte, was bleiben. Das Uebel wird alsdann in modifizirter Form wieder Hilfe des Staates. Ein leiner Theil des Volkes drängt sich die Regierung über die Frage denkt. Es hätte vielleicht in das fehren, Die volkswirthschaftlichen Zeitfragen", das Organ der in den Vordergrund und wird mit Aemtern und Ehren- Gesetz eine Bestimmung aufgenommen werden können, welche die Bolkswirthschaftlichen Gesellschaft, deren Hauptvertreter das stellungen überhaupt ausgezeichnet, während während die große Ringbildung verhindert. Daß die Petroleumpreise schon gesunken Diosturenpaar Barth und Alexander Meyer ist, haben Menge des Volkes immer mit neuen Lasten bedacht waren, war fein Grund, die Interpellation zu unterlassen. Herr es selbst zugegeben, wie schlimm es mit der heutigen wird, ohne an Einfluß zu gewinnen. Ein solches Ausnahme- Fischbeck fennt die Reden der Sozialdemokratie noch nicht genügend. fapitalistischen Gesellschaft und mit dem herrschenden Konkurrenz- gefeh gegen einen Stand ist nur möglich in einem Etaate, wo Sie mißt mit verschiedenen Maaßen, fie hat ein Janus und Schwindelsystem bestellt ist. Wenn wir nun die Börsen- die Edelsten der Nation bevorzugt werden vor dem gesammten gesicht, welches auf der einen Seite die Züge des Herrn reform unterstüßen und für das Prinzip derselben eintreten, so Bolt. Redner erklärt schließlich, daß seine Freunde für das Einger, auf der anderen Seite die des Herrn Schoenlank machen wir uns teine Jüusionen, daß damit eine große bedeut. Depotgesetz stimmen würden. trägt( Seiterfeit), die freilich eine gewisse Familienähnlichkeit same Reform geschaffen wird. Aber eins wird man merken: haben. Die Sozialdemokratie hat jetzt das Bewenn die Börsenreform Börsenreform Gesetz wird, wird sie des= Abg. Liebermann von Sonnenberg( Reform P.): Wir dürfniß, sich als eine harmlose() Reform halb von Nußen fein, weil alle solche Dinge eine haben seit Jahren für eine Reform der Börse gesprochen und partei(!) aufzuspielen. Herr Schoenlant vertrat diese Schärfung des öffentlichen Gewissens herbeiführen nach werden seit einigen Jahren von der agrarischen Bewegung unter Richtung. Herr Singer sagte aber vor mehreren Jahren, daß der Richtung, daß es so nicht weiter gehen könne, daß nur durch flüßt. Wir wären aber mit unseren Anforderungen nicht durch die Sozialdemokratie gegen die Börse nicht vorgehe, weil dieselbe Beseitigung des Kapitalismus andere, beffere Zustände geschaffen gedrungen, wenn nicht die Stimmung des Volkes uns recht ge dazu diene, die bürgerliche Gesellschaft zu zer. werden können. Vorläufig begnügen wir uns hier mit der geben hätte. Wir freuen uns über den Entwurf, wir seßen. Zur gründlichen Reform der Börse gehört noch eine Börsenreform. Der Kapitalismus ist des organi- werden ihn zu verbessern suchen. Wir sind noch nicht eingeweiht Reform des Handelsgesetzbuches und eine Reform der firt, er ist trant, und schlechte Aerzte würden in alle Pfiffe und Kniffe der Börsenjobber, aber mit gesundem Reichsbank. Möge die Vorlage der Anfang sein, 11111 wir sein, wenn wir ihm nicht das falmirende Menschenverstand kann man sich doch ein Urtheil über die die Auflösung der bürgerlichen Gesellschaft infolge der jüdischPulver dieser Börsenreform verschreiben.( Wei- Börse bilden und dieses Urtheil muß schließlich überwiegen. liberalen Gesetzgebung aufzuhalten, um die Gesellschaft zu stärken fall bei den Sozialdemokraten.) Heute fühlt jedermann den Einfluß der Bürse. Die Handels-, gegen die Angriffe der verbündeten rothen und goldenen InterGeschäfts- und Geldkrisen, die sich schnell auf einander folgen, nationale.( Zustimmung rechts.) Abg. Fischbeck( frs. Wp.) spricht namens seiner Freunde das ziehen alle Volksfreise in Mitleidenschaft; der Mittelstand Reichsbankpräsident Koch: Ich will nur ein Mißverständniß Einverständniß mit einigen Theilen der Vorschwindet, das Proletariat wächst an. Niemand ist der berichtigen. Der letzte Redner hat aus meinen gestrigen Ausführungen Iage aus, einige organisatorische Bestimmungen, wie die Aus- Börse gegenüber seines Vermögens sicher. Man ist der dehnung der Befugnisse der Handelskammern zur Beaussichtigung Meinung gewesen, daß man den Schwachen schützen muß. ein Scheitern der Börsenreform in Aussicht gestellt. Zu solchen entnommen, ich hätte infolge der Vorschläge des Grafen Kanit der Börse, die Bestimmungen über die Kursmakler seien zu Jede Maßregel gegen die Börse rief sonst immer großes Erklärungen bin ich weder ermächtigt, noch hat das in meiner billigen. Auch für das Depotgeset würden die Frei- Geschrei hervor, man sprach von der Auswanderung; leider At sicht gelegen. Ich habe nur warnen wollen, schärfere Bea finnigen stimmen, weil diese Verhältnisse dringend einer Re- haben die Herren die Prophezeiung nicht erfüllt. Noch bei der frimmungen in den Geseßentwurf hineinzubringen, und habe ge gelung bedürfen. Aber nicht einverstanden seien seine Börsensteuer war das Geschrei ein großes. Jetzt ist es ver- fagt, wenn das dennoch geschieht, wird es in weiteren Stadien Freunde mit dem Staatskommissar, weil ein staatlicher Beamter hältnißmäßig still, wohl deshalb, weil man mit Herrn Barth dem Entwurfe Nachtheile bereiten. Zu diesen Vorschlägen gehört garnicht im ftande sei, die Börsenverhältnisse zu beurtheilen. In denkt, das Gesetz wird nicht viel schaden. Die Vorlage muß ver- feineswegs das, was von dem Grafen Kanit und Herrn Gamp der Börsenkommission fragte ein Sachverständiger, ob denn die bessert und verschärft werden. in bezug auf den Staatskommissar angeregt ist. Von den dem Reichsbank Direttoren geeignete Persönlichkeiten für die Kommissar- Der Begriff der Börse hätte festgestellt werden sollen, Staatskommissar zu übertragenden Befugnissen wird das Schicks stellen seien. Der Reichsbank- Präsident verneinte das. Wer soll das hätte mehr genügt, als der ganze Staatskommissar. Wenn sal des Entwurses nicht abhängig sein. Es wird ja denn für eine solche Stelle geeignet sein? Wenn der Kommissar die sächsische Regierung, die gezeigt hat, daß sie sich vor den schwer sein, die mit all den nöthigen technischen für die Ordnung der Börse sorgen soll, dann werden die Börsenmächten nicht fürchtet, eine gute Börsenordnung für Leipzig und juristischen Kenntnissen ausgestatteten Korporationen selbst dafür garnicht mehr eintreten. Für den Börsen- schafft, so kann dadurch gutes geschaffen werden. Der Staats: Männer für das Staats- Kommissariat zu fommiffar tre ten dieselben Leute ein, welche bei den Handwerks- fon missar muß in feiner Stellung gefräftigt werden; er finden, aber man darf vertrauen, daß die Regierung, der ja fammern meinten, daß es ohne Beamte garnicht zu gehen scheine. muß der Aufsichtsführende werden, und wenn ihm eine große Auswahl zu Gebote steht, geeignete Männer finden Redner bemängelt die Bestimmung, daß das Schiedsgericht nur dazu Hilfskräfte zur Verfügung gestellt werden müssen, wird, wenn sie auch nicht ihr Augenmerk auf die zu ganz anderen dann zuständig sein soll, wenn beide Theile Kaufleute seien. Tas natürlich nicht aus den Kreisen der Försenbesucher selbst. Nicht Zwecken vorgebildeten Wiitglieder des Reichsbank- Direktoriums Berliner Börsen- Schiedsgericht genieße ein großes Ansehen. A cnn die Börse soll geschützt werden, sondern das Publikum vor der einem Nichttaufmann gestattet sei, bie Entscheidung des Echiets- Ausbeutung durch die Börse. Deshalb hat man in den Börsengerichts zu verwerfen, so werde daraus schließlich nur eine Ver- ausschuß Elemente eingefügt, die nicht zur Börse gehören; aber Minister v. Berlepsch: Ter Abg. Schoenlank hat dem schleppung entstehen. Nicht einverstanden ist Redner ferner mit den die Börsenelemente bilden die Mehrheit. Hoffentlich nimmt die preußischen Kultusminister vorgeworfen, daß er bei der Auswahl der Bestimmungen über das Matlerwesen, die gut gemeint seien, Regierung immer an, daß die Interessen der Börse Tozenten nicht mit genügender Borsicht verfahre und hat durchleuchten aber praktisch kaum durchführbar sein würden. Es besteht eine erst in zweiter Linie gewahrt 311 werden verdienen. loffen, daß der Minister nicht genügend darauf achte, daß solchen große Bewegung gegen die Emission ausländischer Beim Ehrengericht fehlt wie er die Definition des Begriffs Börse. Personen nicht Vorwürfe gegen ihre Ehre gemacht werden können. Anleihen. Man sollte dieser Bewegung nicht ohne weiteres Die Premer Börse, die ehrsamen hanseatischen Großkaufleute, Gr erzählte, daß an der technischen Hochschule in Berlin eine folgen, sondern man sollte prüfen, ob denn wirklich die Emissions- find nicht zu vergleichen mit den Jobbern an der Terminbörse. Persönlichkeit angestellt sei, die von einer Beitungsredaktion des häuser irgend welche Schuld trifft. Die Verhältnisse in Portugal, Wenn fleine Prügeleien vorkommen, wenn die Herren fich tippen", balb entlassen sei, weil sie gegen Bezahlung dafür gesorgt habe, Griechenland und Argentinien waren zur Zeit der Emission dann nag ein Ehrengericht entscheiden; wenn aber das Publikum taß schlechte Aktien im Handelstheil des betreffenden Blattes der betreffenden Anleihen ganz anders, als sie jetzt ge- geschädigt wird, dann muß ein anderer Gerichtshof vor empfohlen seien. Es ist richtig, daß an der technischen Hochschule worden sind; die Banken konnten die Verschlechterung der Ver- handen sein. Zum Schuß des Publikums muß der Entwurf in Berlin ein Privatdozent angestellt ist, von dem später in hältnisse nicht voraussehen. Die staatliche Beeinflussung hat nur noch nach manchen Richtungen hin ergänzt werden. Zeitungsnachrichten stand, daß er gegen Bezahlung schlechte Schaden gestiftet. Ais Fürst Bismarck der Reichsbank die Be. Auch bei der Feststellung der Börsenpreise fehlt die Aftien empfohlen habe. Die Anstellung ist aber längst vor dem leihung russischer Werthe verbot, da wurden diese Papiere ver- Definition des Begriffs Börse; denn die Preiss ststellung Beitpunkt geschehen, wo diese Thatsache bekannt geworden ist, und tauft und die Leute tauften sich hochverzinsliche auswärtige beim ehrlichen Geschäft ist eine andere als beim Differenz ebenso ist die Ernennung des betreffenden Professors längst Papiere, an denen sie nachher Verlu ste erlitten. Aber wenn spiel, 100 allerlei Gerüchte im Umlauf gesetzt werden; vor dem Bekanntwerden dieser Thatsache erfolgt. Herr Schoens man die Verluste zusammenrechnet und das, was an hat man doch neulich erst den angeblichen Rücktritt des Reichs lont hat es ausdrücklich anders dargestellt, daß nämlich die Anausländischen Werthen verdient ist, so wird immer noch fanglers estomptirt zu Kurstreibereien. Bedauerlich ist, daß die stellung trotzdem erfolgt sei.( Widerfaruch bei den Sozialdemo mehr verdient als verloren sein. Die Geschäftsleute wissen Kursmakler durch eine Hinterthür das Recht erlangen, selbst ein- fraten.) Ich habe das ganz ausdrücklich aus seinen Ausdie Eigenschaften eines Werth papieres besser be zutreten; die meist jüdischen Matler werden diese Hinterthür führungen gehört. Bei der Anstellung lag gegen die Ehren urtheilen als die die Staatsbea mten. Die Herren, welche fleißig benußen. Herr Fischbeck hat die Emittenten griechischer haftigkeit der Persönlichkeit nicht das mindeste vor. Sobald der hier ihre Stimmen erheben für das deutsche Kapital, das sind und argentinischer Papiere in Echutz genommen; selist wenn Kultusminister von den Zeitungsnachrichten Kenntniß erhielt, ist dieselben Herren, welche in Paris vom französischen Präsidenten Gewinn und Verlust ausgeglichen sein sollten, so fragt sich der betreffende amtlich vernommen worden und sind die empfangen worden sind, welche durch den Bimetallismus doch, wer hat gewonnen und wver verloren. Wenn nöthigen Schritte eingeleitet worden. Herr Schoenlank bat das deutsche Rapital eines großen Theils seines Werthes kleine Leute ihr Kapital verloren haben und große Bankiers also dem Kultusminister unberechtigten Vorwurf berauben wollen, welche die deutsch en Gläubiger schädigen Millionen gewonnen haben, so ist das eine Schädigung des gemacht. Er hat ferner den unberechtigten Borwurf erhoben, wollen. Wenn die Regierungen etwas Praktisches thun wollen, Nationalvermögens. Es sind mir Mittheilungen gemacht worden daß das Gesetz leichter Hand ausgearbeitet sei. Ich habe viel. dann sollten sie rund heraus erklären, daß sie mit den über die Verluste in griechischen Papieren, die mehr Recht ihm vorzuwerfen, daß er leichter Hand Vorwürse bimetallistischen Kippern und Wippern nichts zu thun haben mich doch veranlassen, die Regierung ชน mahnen, gegen einen preußischen Minister gerichtet hat, die thatsächlich wollen, damit würde mehr geleistet als durch die Bestimmungen ebenso schneidig wie in Transvaal auch Griechen nicht begründet sind.( Beifall.) über die Emissionen. land gegenüber aufzutreten; denn ein genügendes Ein Vertagungsantrag wird angenommen. Die Einschränkung des Zermin handels wird Aequivalent i st die nichtgesetzliche Aus= Persönlich be ft reitet Abg. Singer, daß er in Börsenvon denjenigen verlangt, welche den deutschen Markt möglichst lieferung eines Verbrechers nicht.( Buruf links.) fragen eine andere Stellung eingenommen von dem Einfluß Des Weltmarktes befreien möchten. Gefeßlich war sie nicht, aber ich freue mich darüber, wie jeder babe als der Abg. Schoenlant. Der Abg. Liebermann Man sagt allerdings immer, ben legitimen Handel wolle ehrliche Mann, der will, daß der Verbrecher seine Strafe erhält. v. Sonnenberg habe vergessen, daß es sich in der von ihm man nicht schädigen; man spricht immer nur von dem Gine mangelhafte Auffaffung vom Staat zeigt sich darin, daß zitirten Rede nicht um die Börsenreform, sondern um die BörsenUnfug des Terminhandels, der nach Belieben die Preise feststelle noch besonders bestimmt ist, daß Reichs- und Staats Steuer gehandelt habe und daß er, Redner, damals namens seiner und die Landwirthschaft schädige. Wenn man auf den Handel anleihen nicht zurückgewiesen werden würden. Ein Staat schimpft und auf die gesunkene Grundrente hinweist, dann sollte fann sich einer solchen Kommission nicht unterstellen. Ber- Fraktion ausdrücklich erklärt habe, sie sei hauptsächlich gegen die Börsensteuer des Zweckes ihrer Verwendung wegen. Er habe, man nicht vergessen, daß die Kapitalrente noch viel mehr ge- beffert werden müssen die Vorschriften über die Haftung wenn nicht schon damals, so später erklärt, daß, wenn die vers sunken ist. Auf theoretische Untersuchungen über den Termin- der Emissionshäuser. Wenn Herr Echoenlank von Panamismus handel einzugehen, ist überflüffig; jeder, der die wirthschaftlichen spricht, so hat er großentheils recht. Aus der Börsenenquete heißene Börsenreform tommen werde, er für dieselbe stimmen Verhältnisse fennt, weiß, daß er nothwendig ist. Es giebt geht hervor, daß bei der Begebung der portugiesischen Monopolallerdings auch fachverständige Industrielle, welche z. B. den anleihe. 100 000 m. zur Vertheilung an die Berliner Presse per fenntniß der Börsenverhältnisse irgend einen Schluß für die Abg. Gamp fann nicht zugeben, daß seine angebliche UnTerminhandel in Rammzug beseitigen möchten. Aber andere wendet worden find. Tie deutsche Handelsgesellschaft Sachverständige sind der Meinung, daß das nicht geschehen darf, zahlt den Leitern mehr Unzweckmäßigkeit des Börsenkommissars zulaffe. Zantiemen wenn nicht auch die anderen Länder den Terminhandel ab als 600 000 m., an den Pensionsfonds für ihre Be werde es gelingen, Herrn Fischbeck für diesen wichtigen Posten schaffen; denn sonst würde Deutschland in bezug auf den Kamm amten nur 50 000 m. Redner verweist auf die zu gewinnen.( Heiterkeit.) zug vom Auslande abhängig werden. Aussagen des Herrn Dr. Müller über die Preßbetheiligung. Abg. Schoenlank: Der preußische Handelsminister hat Daß das Spiel an der Börse getrieben wird, beflagen Herr Müller sei auch von den Banfiers angegangen worden, meine Ausführungen mißverstanden und objektiv unwahr dars wir auch; wir haben auch dagegen gestimmt, daß der Betheiligung anzunehmen; er habe es aber abgelehnt. Aehnlich gestellt.( Oho! rechts.) Es ist mir nicht eingefallen, zu sagen, Staat durch die Lotterie der Spielwuth Borschub leinet. feien die Aussagen des Börsenberichterstatters des Berliner daß etwa nach der Mittheilung des betreffenden Blattes der Aber die Vorlage schafft das Geg entheil dessen, was sie schaffen Tageblatt", Wiener, der ebenfalls jede Betheiligung abgelehnt Herr zum Profeffor ernannt worden sei. Ich habe ausdrücklich will. Statt der Spielwuth einen Riegel vorzuschieben, sagt der babe. Es sollte allgemein bekannt werden, daß die Börsen gefagt, der Kultusminister Bosse hat in durchaus Staat: Jhr, die ihr spielen wollt, tommt her zu mir; ladet nachrichten der Presse nicht viel Vertrauen verdienen. Das nicht zu rechtfertigender Weise sich in die 150 M. Registergebühr und 25 M. Jahresgebühr ab, dann könnt Zentrum, welches fich von Gründungen fern gehalten Angelegenheiten der Privatdozenten Arons ihr spielen, so viel ihr wollt und der Staat wird euch hat, follte danach trachten, daß nicht solche Nach- und Jastrow gemischt, und gefragt, ob er auch auch noch schützen, daß euch nicht der Einwand des richten umlaufen, wie in einer Broschüre, in welcher in diesem Falle einschreiten werde. Er habe es in diesem Falle Differenzspiels gemacht gemacht werden Tann. Das ist ja der Juden verschiedener betrügerischer Manipulationen nicht nöthig, ein Gutachten von Prof. Hinschius zu erfordern. reine Ablaßhandel.( Zustimmung links.) Wo bleibt die sa uldigt werden; es wird da dem Dr. Traut von der Wenn der Handelsminister mir insinuirt, ich fönnte mein Steno= Moral und das Recht, ivenn das Verbotene dem Kölnischen Boltszeitung" vorgeworfen, daß er in Verbindung gramm vielleicht nachträglich ändern, so weise ich dies als un jenigen erlaubt wird, der 25 M. bezah It? Die Berechtigung des stehe mit einem bekannten Börsenmanne. gerechtfertigt zurück. Er fann sich aus meinem Stenogramm Terininhandels wird anerkannt. Aber beim Terminhandelsregister Bezüglich des Termin handels haben wohl die Weizen vor der Korrektur überzeugen, daß ich den Sachverhalt objektiv wird gar fein Unterschied gemacht zwischen denen, welche des proben, die Herr Gamp vorgelegt hat, gezeigt, daß es unerhört richtig wiedergegeben habe. Ich möchte ihn bitten, nicht gegen Terminhandels zu ihrem Geschäfte bedürfen, und denen, welche ist, welche Waaren man als lieferungsfähig betrachtet. Mitglieder des Hauses so leichterhand Anschuldigungen zu er blos spielen. Das ist eine Schädigung des ehrlichen, soliden Für den Terminhandel und das Tifferenzgeschäft hat heben, die er nicht beweisen kann.( Lachen rechts.) Kaufmannes, dem man zumuthet, sich in ein Register ein- man ebenfalls feine genaue Tefinition gefunden, trotzdem tragen zu lassen, in welchem die Spieler verzeichnet sind. Die Spielgeschäfte ungeheuren Echaden Echaden anrichten. Sehr Abg. Liebermann v. Sonnenberg bleibt dabei, daß der Wenn Herr Gamp einen Unterschied machte zwischen den Ehren- dankenswerth ist die Einrichtung des Börsenregister 3, das Abgeordnete Singer in der erwähnten Rede ganz allgemein die männern Frenzel und Mendelssohn und den andern Vertretern ergiebt sich schon aus dem Angriff des Herrn Fischbeck auf das prinzipielle Stellung der Sozialdemokratie zur Börse überder Berliner Kaufmannschaft, so habe ich zu bemerken: Ehren- Regifter. Wenn die Standesgenossen des Grafen Kanig, wie Herr haupt, nicht zur Börsensteuer festgelegt habe. Auch hier habe männer sind die Herren; wir haben Herrn Frenzel das auch zu Sirger fagt, wirklich om Börsenspiel betheiligt sind, so ist das die Sozialdemokratie wieder einmal ihr Janusgesicht gezeigt. erkennen gegeben, daß wir ihn wieder zum Vorsitzenden Börsenregister sehr zweckmäßig, denn es wird die Herren zwingen, Echluß 61/4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr des Handelstages machten. Darum handelt fich dem Börsenspiel fern zu bleiben und sich dadurch vor Schaden zu be-( Fortsegung der abgebrochenen Tebatte, schleuniger Antrag betr. nicht, sondern um Meinungsverschiedenheit en; man fonnte wahren. Einer Ergänzung bedarf auch noch der Abschnitt Straf- Einstellung des Strafverfahrens gegen den Abg. Schmidt- Franknicht zugeben, daß die Meinung, welche die Herren bestimmungen". Der Fall, den Graf Kanis angeführt hat, wird furt, Margarinegesetz.) an Gehalt und " " be= vertreten hatten, den Anschauungen der Berliner Kauf- übertroffen von einem anderen Fall, wo der Kassirer einer Gemanuschaft entspricht. Gegen das Register werden wir nossenschaft im Hessischen 300 000 m. wahrscheinlich im Börsenwerde. einen Vielleicht Tohales. gelegter Verband größeren Blutverlust verhinderte. Ueber das jedoch der Militärfistus Givspruch erhoben, weil das Tempel Sonstige Algemein befinden des Patienten erfahren wir, daß er an hofer Feld als Truppen- Gyerzierplatz öffentlichen Zwecken diene Unfer Parteigenoffe Stephan Hellwig ist am 3. dieses einer hochgradigen Hysterie leidet und von Wahnvorstel.und deshalb nach dem Kommunalabgaben- Gefeß überhaupt Monots 33 Jahre alt an der Proletarierkrankheit gestorben. Iungen verfolgt wird, die jedoch nur zeitweise auftreten. nicht besteuert werden dürfe. Die beiden Gemeinden aber Sellwig war in der deutschen wie in der polnischen Arbeiter Eine diefer Vorstellungen, an denen hysterische Krante häufig gründen ihr Besteuerungsrecht auf eine Kabinetsordre aus bewegung ein tapferer und treuer Kämpfer; die polnische sozial- leiden, ist die Einbildung, daß eine Heilung ausgeschlossen dem Jahre 1834, die bestimmt, daß Plätze 2c., die öffentlichen Demokratische Parteiorganisation verlor an dem Dahingeschiedenen sei und sie allmälig aber sicher der völligen geistigen Um Zwecken dienen, nur dann nicht zu besteuern sind, wenn sie schon einen tüchtigen und redegewandten Agitator, der gewerkschaft nachtung entgegengehen. Daß derartige Patienten in ihrer bei ihrer Erwerbung steuerfrei gewesen und auch mit dem Recht lichen Bewegung leistete er gleichfalls opferwillige Dienste. Hell- Verzweiflung häufig Selbstmordversuche begehen, ist psychologisch der Steuerfreiheit gekauft worden sind. Dies soll aber nach der wig wird am Sonntag Nachmittag 3 Uhr auf dem freireligiösen leicht erklärlich. Herr Brausewetter wurde nun veranlaßt, nach Behauptung der beiden betheiligten Gemeinden auf das Tempel Friedhof in der Pappelallee beerdigt. Berlin zurückzukehren, und ist jetzt in der Anstalt des Dr. Scholinus hofer Feld nicht zutreffen. So haben denn Schöneberg wie Bestalozzi Feier. Heute Abend findet das Stiftungsfeit in Pankow untergebracht." Tempelhof die für den Uebungsplah bisher fällig gewesenen der Arbeiter- Bildungsschule in Verbindung mit der Erinnerungs- Mitgliedern der zweiten Strafkammer zur Zeit neuerdings noch ziehen lassen. Von dem Fiskus ist aber Klage erhoben worden. So der Lokal- Anzeiger". Wie wir erfahren, sind von den Werthſteuerraten vom Militärfistus thatsächlich exekutivisch einfeier für Pestalozzi in Keller's sämmtlichen Festsälen, KoppenStraße 29, statt. Es sei hiermit noch einmal auf das Fest, das, zwei andere Herren frank geworden. Für den automatischen Verkauf warmer und falter GeVerkauf warme soweit aus dem Programm und den Vorbereitungen bis jetzt Wilhelm II. will, wie wir in bürgerlichen Blättern lesen, träute wird gegenwärtig von einer Gesellschaft ein Lokal in der ersichtlich, durchaus dem Geiste eines Pestalozzi würdig verlaufen in der Marine- Abtheilung der Berliner Gewerbe- Ausstellung das Leipzigerstraße eingerichtet; die Eröffnung desselben ist für den wird und sich mit den entsprechenden Veranstaltungen bürger- Modell der Rennyacht Meteor" ausstellen. Das Modell soll 1. Februar in Aussicht genommen. Man erhält dort gegen Einlicher Kreise reichlich meffen kann, hingewiesen. Hoffentlich steht massiv aus Silber getrieben angefertigt werden. wurf eines Behnpfennig- Stückes in den betreffenden Automaten ein zahlreicher Besuch des Festes seitens der Berliner Arbeiterschaft zu erwarten. ie nach Wunsch Kaffee, Thee, Chokolade, Wein, Rognat, Liför, fowie belegte Brödchen. 10 Zur Lokallifte in Nigdorf. Auf dem am Sonntag ver breiteten Flugblatt fehlt das Lotal Stolzenberg, welches der Arbeiterschaft ebenfalls zur Verfügung steht. Den Parteigenoffen von Steglitz und Friedenau zur Nachricht, daß in Steglitz die Lofale Schwarzer Adler, Tieste, Albrechtstr. 125, Gambrinus bei Schellhase, Ahornstr. 15a und Borsdorf, Schloßstr. 66a der Arbeiterschaft zur Verfügung stehen. Die Lokale sind durch Plakate fenntlich. Ju Friedenau steht der Arbeiterschaft seit dem Brande des Kurhauses kein Saal zur Verfügung, was namentlich die Vereine beachten wollen. Die der Arbeiterschaft offen stehenden Restaurationen sind ebenfalls durch Plakate zu erkennen. an die Grober Unfug. Die ehemalige Geliebte des Freiherrn v Hammerstein, Fräulein Flora Gaß, ist, wie berichtet wird, von dem Juhaber eines Gigerl- Café in der Gegend der Lindenfast ausschließlich von der Lebewelt besuchten Lokal Rassirerin passage zu Reklamezwecken außersehen worden. Sie soll in dem Zu der angeblichen Aeußerung des Minifters Dr. Boffe über die Beschäftigung jüdischer Lehrkräfte veröffentlicht der Börf.- Cour." folgendes Schreiben des Ministers an den Vorstand der hiesigen jüdischen Gemeinde: Berlin, den 27. Januar(?) 1895. meinde in seiner Eingabe vom 17. Juni d J. an die Verfügung Die Befürchtung, welche der Vorstand der jüdischen Ge des hiesigen föniglichen Provinzial Schulfollegiums vom werden. 15. Mai d. I. tnüpft, sind, wie ich nach wiederholter genauer Den Zigeunern, die schon seit längerer Zeit das Polizeis Ermittelung des Sachverhalts festgestellt habe, nicht be- Präsidialgebäude beherbergt, scheint das Leben im Gewahrsam gründet. Das von der hiesigen städtischen Schuldeputation nicht besonders zu behagen. Die an eine ungebundene Freiheit sämmtlichen im Gemeindeschuldienst der Stadt gewöhnten Leute fühlen sich unter ihren gegenwärtigen Berhält jüdischen Lehrerinnen gerichtete Schreiben vom 6. Juni d. I. nicht recht wohl. Der Hauptmann Peter Stöcka ist davon ganz Berlin beschäftigten, noch nicht definitiv angestellten nissen, die immerhin einer Art von Gefangenenleben entsprechen, das in den betheiligten Kreisen Beunruhigung hervorgerufen hat, Im Rothen Haufe ist der Freisinn bekanntlich in drei beruht auf einem Mißverständnisse der oben bezeichneten Ber- rank geworden. Er wurde allmälig so schwach, daß er sich Gruppen gespalten. Zwei diefer Gruppen, welche sich der Füh- fügung des föniglichen Provinzial- Schulkollegiums, welches durch gestern entschließen mußte, ein Krankenhaus aufzusuchen. rung der Herren Justizrath Meyer und Chariteedirektor Spinola eine weitere Verfügung dieser Behörde vom 29. September d. J. Sonderbare Gerüchte werden seit zwei Tagen in der erfreuen und zusammen die Majorität der Stadtverordneten aufgeklärt worden ist. Es hat sich nur darum gehandelt, daß Gegend des Dönhoffplayes und der Leipziger Kolonnaden über Versammlung bilden, haben am legten Donnerstag ein glänzendes bei Heranziehung von Vertretern oder Vertreterinnen für be- den Verbleib des allgemein bekannten Zeitungsspediteurs Auguft Pröbchen politischen Anstandes und kapitalistischer Unentwegtheit urlaubte oder erkrankte Lehrerperfonen im Gemeindeschuldienst Schulze verbreitet. Schulze hatte seit vielen Jahren seinen Stand abgelegt. Gegen Ende des verflossenen Jahres hatte die Ver- der Stadt Berlin der Vertreter auch demselben Bekenntnisse an- an den Kolonnaden und erfreute sich der Kundschaft vieler Gafts fammlung zehn Mitglieder deputirt, um in Gemeinschaft mit gehört, wie derjenige, dessen Vertretung er übernimmt. Der Gr- wirthe und Raufleute des Bezirks. Bis zum 7. Januar bat Sch. fünf Stadträthen über den Erwerb der Berliner Elektrizitäts- laß meines damaligen Herrn Amtsvorgängers vom 8. Juli 1875 die Beitungen, für deren Lieferung ihm meist für ein Bierteljahr werke mit der Aktiengesellschaft für die Stadt zu berathen. wird durch die bezügliche Anordnung überhaupt nicht berührt." im voraus bezahlt worden ist, richtig bestellt; seit dem genannten ( gez.) Boffe. Tage ist Sch. verschwunden und es sind alle von den Kunden Das sieht allerdings etwas anders aus als die gestrige Mel- angestellten Nachforschungen resultatlos geblieben. Vielfach wird dung der Staatsbürger Beitung", wenngleich uns auch diese angenommen, daß der verschwundene Spediteur infolge von Beschränkung völlig zwecklos erscheinen will. Familienzwistigkeiten sich ein Leid angethan hat. " = Trotz des damals erhobenen Widerspruchs wurde die sozialdemo fratische Fraktion bei der Zusammensetzung dieser Deputation übergangen. Die dritte Gruppe der Versammlung, die neue Fraktion der Linken, die sich der demokratischen Forderung der Gleichberechtigung nicht verschließt, hatte später in Befolgung des Grundsatzes, daß bei wichtigen und prinzipiell bedeutungsvollen Fragen alle Die neueste Militär Voykottlifte enthält im ganzen Theile der Versammlung schon bei den vorbereitenden Verhand= 116 Lokale aufgezählt, deren Besuch den Militärpersonen vom lungen betheiligt sein sollen, durch den Austritt eines ihrer Feldwebel abwärts verboten ist. Auf Berlin fommen 105 Lofale, Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion einen Sitz in der auf Charlottenburg 8, auf Schöneberg, Reinickendorf und Kommission eingeräumt. Bei der am letzten Donnerstag Friezenau je eines. Selbstverständlich stehen alle Restaurationen, vorgenommenen Ersazwahl wurde der von deren Besitzer als Sozialdemokraten bekannt sind, auf der Boykottden Sozialdemokraten zu ihrer Vertretung delegirte Stadtv. Singer Berlin als Urlauber, Burschen, Abkommandirte 2c. aushalten. liste, welche auch für Militärpersonen Geltung haben, die sich in an stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes vorgeschlagen. Die Wahl eines Sozialdemokraten ging jedoch den liberalen Bor Buwiderhandelnde werden unnachsichtlich mit Arrest bestraft und fämpfern der Aktiengesellschaften gegen den Strich, und meiſtentheils von ihrem Kommando abgelöst. die sonst feindlichen Brüder vereinigten sich, um zu hinter- Einen eigenartigen Boykott hat der Gastwirth Gorm, treiben, daß ein Gegner der privattapitalistischen Kl. Markusstraße 10 über sich ergehen zu lassen. Seit langen Ausbeutung städtischen Eigenthum 3, von den Zeiten sind seine Restaurationsräume bei öffentlichen Wahlen als hinter verschlossenen Thüren ftatifindenden Berathungen Wahllokal benutzt worden, sowohl bei Reichstagswahlen wie bei Kenntniß erhält. Und siehe da, der Streich gelang. Landtagswahlen. Auch bei der demnächst Die Leiche der Frau Vaske, die zur Feststellung der Todesurfache gerichtsärztlich geöffnet worden ist, hat die Staatsanwaltschaft zur Beerdigung bereits freigegeben. Die beiden Kinder Edmund und Hedwig scheinen die Folgen der Karbolvergiftung rasch zu überwinden. Ihre Besserung macht andauernd gute Fortschritte. 55 jährigen Appreteurfrau Eveline Bachmann aus der KurfürstenDer Schueefturm hat am Donnerstag Nachmittag der straße 71 schweren Schaben gebracht. Die betagte Frau ging mit ihrer Tochter gegen 11/2 Uhr durch die Karlstraße, als plöglich das Unwetter sie zu Boden warf. Sie zog sich so erhebliche Verletzungen zu, daß sie in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. In einer Droschke hat sich ein Liebespaar erschossen, und zwar der 32 jährige verheirathete Koch Arthur Weber, SebaſtianBater Besitzer einer Restauration in Schöneberg ist. Aus einem straße 67, und die 20 jährige Verkäuferin Camilla Ramm, deren hinterlassenen Schriftstück geht hervor, daß beide den Entschluß hinterlassenen Schriftstück geht hervor, daß beide den Entschluß gefaßt hatten, gemeinsam in den Tod zu gehen. Als Motiv der längerer Zeit in Stettin in Stellung und hatte dort die Bekannt That wird unglückliche Liebe angenommen. Weber war vor schaft der Namm gemacht, mit der er alsbald ein Liebesverhältniß anknüpfte, das hier in Berlin fortgesetzt wurde. Es wird an genommen, daß Weber zuerst seine Geliebte und dann sich selbst erschossen hat. Die Leichen find von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden. Während 37 Stimmen für Singer abgegeben wurden, lagswahl im IV. Berliner Kreise follten die attfindenbenenanes fanden sich 61 Freisinnshelden, die sich den Teufel um Herrn Gorm zu diesem Zwecke wieder Verwendung finden; kurz Anstand und Gerechtigkeit scheerten, sondern die günstige vor Weihnacht erschien ein Wagistratsbote in der Restauration, um Gelegenheit benutten, um noch einen Sitz in der Kommission sich zu erkundigen, ob das Lokal zum 21. Januar frei wäre. Am für ihre Partei zu ergattern. Da es sich um Verhandlungen vergangenen Montag kam der Bote wieder, aber nicht, un, wie mit den Berliner Elektrizitätswerken dreht, welche dank des der Wirth gedacht hatte, den Vertrag endgiltig abzuschließen, ihnen gegen Zahlung eines Trintgeldes verliehenen fondern, um die Mittheilung zu überbringen, daß der Magistrat Monopols 122 pet. Dividende für ihre Aktionäre aus das Lofal diesmal nicht benutzen wolle, nachdem einige Wahler der Benutzung der Straßen Berlins herauswirthschaften, so die Meinung ausgesprochen hätten, daß die Räume unpassend schien zur Bewältigung diefer Aufgabe den 61 Gelofacts wären. Die Herren, die so plötzlich zu dieser Entdeckung ge vertretern ein mit Aktiengesellschaften ganz besonders verlangten, sind einige Innungsmeister, die den Wirth schon lange trauter Rollege am Plage zu sein. Und so erhoben denn aufs Korn genommen hatten, weil er als Sozialdemokrat in der die wackeren Freisinnsmannen den erst vor wenig Tagen in Boykottzeit ringfreies Bier geschänkt und am Abend des St. Sedan- Einem Schlaganfall ist am Donnerstag Mittag der Polizeidie Versammlung eingetretenen Justizrath Munkel, welcher tages fein Fenster nicht mit Lichtern ausgeputzt hatte. hauptmann Westphal auf seinem Bureau im Präsidialgebäude in fünf verschiedenen Aktienunternehmungen die tantiemen Der Magistrat hat in diesem Falle gewiß nach bestem Wissen erlegen. reiche Würde eines Aufsichtsrath3 bekleidet, auf und Gewissen und ohne Voreingenommenheit gehandelt, aber eine den Schild, damit er jeden Verfuch, die Berliner Elektrizitäts- etwas nähere Prüfung hätte die Frage doch verdient, warum Donnerstag Nachmittag um 51/2 Uhr ein unbekannter Mann in Vor den Augen vieler Vorübergehenden sprang am merke in ihrer dividendenschaffenden Thätigkeit zu stören, im denn das Lokal, das selbst bei Reichstagswahlen groß genug war, unmittelbarer Nähe des Potsdamer Bahnhofes in den LandwehrKeime zu ersticken helfe. jetzt bei der Landtagswahl, die spurlos an der großen Mehrheit fanal und ertrank, da ihm niemand Rettung bringen konnte. der Bevölkerung vorüber geht, urplößlich für unpassend befunden Die Leiche wurde von der Strönung weggetrieben und kam nicht Die Thatsache, daß Herr Sanitätsrath Dr. Edel die " " worden ist. wieder zum Vorschein. Der Vorgang spielte sich so blitzschnell ab, daß niemand den Lebensmüden so genau gesehen hat, daß er eine Beschreibung von ihm geben könnte. Es fehlt daher an jedem Anhalt zur Feststellung der Persönlichkeit. Strafanträge gegen den Vorwärts" und die Moabiter Nachrichten" zurückgezogen hat, giebt u. a. der Staatsb. 8tg." Anlaß Ein neuer Affumulatoren- Wagen verfehit seit Donnerstag zu der Frage, wie sich die Staatsanwaltschaft nunmehr auf der Pferdebahnstrecke Berlin- Charlottenburg, und zwar auf zu der Edelschen Angelegenheit stellen werde. Diesen Frage der Theilstrecke Charlottenburg Knie- Pferdebahndepot. Der Wagen stellern fei geantwortet, daß die Staatsanwaltschaft sich unseres ist hübsch ausgestattet und wird im Innern durch vier elektrische Wissens bereits mit der Sache befaßt hat, und zwar gleich Glühlampen erleuchtet In ähnlicher Weise werden auch die dem 18 Monate alten Knaben Erich des Schuhmachermeisters Ein betrübendes Unglück ist vorgestern Abend um 72 Uhr nachdem der Vorwärts" Ende 1898 die Angriffe gegen Perrons erhellt; das Signallicht besteht aus elektrischen Schein Berger zu Strausberg zugestoßen. Während Frau Berger frank die Edelsche Frrenanstalt gebracht hatte. Die ftaats- werfern, ist weithin sichtbar und erhellt die Fahrstrecke auf darniederlag und der Mann an seinem Schuftertische arbeitete, anwaltliche Untersuchung, die angesichts des Umstandes, daß erit große Entfernung. Die Atfumulatoren, die unter den Sitzen fam der Kleine an den Vater heran und machte sich bei ihm zu sehr spät gegen den Vorwärts" die Beleidigungsklage erhoben angebracht sind, bedürfen zu einer zwölfstündigen Fahrt einer schaffen. Plöglich fiel, als der Kleine da stand, ein scharfes wurde, wohl eine beträchtliche Zeit in Anspruch genommen haben einmaligen Speisung; die Bewegungsfähigkeit ist befriedigend. Schustermesser vom Tische herab und drang dem Knaben in das muß, scheint aber, ähnlich wie im Mariaberger Fall, der An- Die Batterie ist für eine Tagesleistung von etwa 110 Wagen linke Auge. Berger brachte das verunglückte Kind sofort nach flagebehörde keinen Anlaß gegeben zu haben, gegen Herrn filometer fonstruirt, vermag jedoch 150 Wagenkilometer zu leisten. Berlin in ein Krankenhaus; hier erkannte man jedoch bald, daß Sanitätsrath Dr. Edel einzuschreiten. Es wurde vielmehr gegen Die Betriebskosten stellen sich bedeutend billiger, als beim Pferde das verletzte Auge nicht zu retten war. den Vorwärts" von der Staatsanwaltschaft im öffent betrieb; man hat indeffen bisher von der Einführung der lichen Interesse Anklage erhoben. Diese wurde hinfällig, Akkumulatoren für Straßenbahnbetrieb Abstand genommen, weil weil Herr Edel, voller Edelmuth, den von ihm gestellten Straf- es noch keinen Affumulator gab, welcher bei einmaliger Ladung antrag zurückzog, als seine Versuche, die Angelegenheit durch elektrische Kraft für einen Tagesbetrieb aufzuspeichern vermochte. einen Bergleich aus der Welt zu schaffen, an unserem Widerstande Die Batterie selbst besteht aus 124 Elementen, die unterhalb der gescheitert waren. Damit erledigte sich auch das Einschreiten Sigbänke im Wagen eingebaut sind. Von hier aus führen Kabel Stationen. Eine uns aus Char- den elektrischen Strom zu dem unter dem Wagen zwischen den der Staatsanwalt gegen unser Blatt. Tottenburg zugehende Meldung, die wir nicht weiter fontrolliren beiden Axen befindlichen Motor, welcher durch die auf dem fönnen, besagt, daß Herr Sanitätsrath Dr. Edel beabsichtige, sein Berron angebrachten Steuerapparate bedient wird. Amt als Stadtrath niederzulegen. " " Witterungsübersicht Barometer vom 10. Jaunar 1896. reduzirt auf stand in mm, d. Meeressp. - คดี Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) 3521 BAB 3 Wetter halb bedeckt Schnee heiter Temperatur ( 5°. 4° R.) 778 WSW 6 778 WSW 780 G -8 780 NNO 778 ND 5 778 761 NNW NO 3 2 757 NNW heiter bedeckt wolfenlos bedeckt bedeckt 10 11 -10 -5 • 787 NO 2 woltig 3 784 NW 3 . 781 NNO wolfig wolfenlos 4 -6 Zum Bauschwindel. In den meisten Berliner Vororten Swinemünde. Ein Loblied auf die Gemeindeschule Berlins stimmt haben im Jahre 1895 die Zwangsverkäufe von Grundstücken zu Hamburg die National- Zeitung" gelegentlich der Meldung an, daß im genommen. Nur in Potsdam hat eine auffällige und in Rix- Berlin ganzen 231 661 Schulkinder in Berlin vorhanden sind. Nachdem dorf eine geringe Berringerung der Zahl der Subhastationen Wiesbaden das nationalliberale Blatt ganz ernsthaft die manchesterliche stattgefunden und in Friedenau ist die Zahl gleich geblieben. München Platitüde vorgebracht hat, daß es feinem dieser Schüler verwehrt nach amtlicher Aufstellung wurden im Jahre 1895 gezählt in Wien sei, sich zu den Höhen des Lebens hinaufzuschwingen", meint Charlottenburg 218 Subhastationen( gegen 179 im Jahre 1894), Haparanda. es:" Die Organisation unseres Schulwesens bietet dazu die Weißensee 82( 80), Rigdorf 41( 46), Schöneberg 91( 57), Bankow Petersburg Hand. Die Berliner Gemeindeschule nimmt sich des begabten 19(-), Wilmersdorf 40( 28), Friedenau 15( 15), Steglig 16 Cort und strebfamen Jungen an. Sie übergiebt ihn der Fortbildungs( 18), 3ehlendorf 3( 2), Lichterfelde 20( 13), Tempelhof 5( 2), Pots Aberdeen. und Fachschule. Sie stattet ihn mit Stipendien aus und läßt dam 11( 38). " ihn auf höhere Schulen übergehen. Ueberall giebt es Freistellen, In Schöneberg ist durch eine Polizeiverordnung das Unterstützungen und Hilfe." Wir wollen der National Klopfen von Teppichen, Sonnen von Betten u. s. w. auf den Zeitung" ihr anrüchiges Loblied zu gute halten, wenn es ihr nach der Straße zu belegenen Fenstern und Baltonen bei 9 W. gelingt, uns einen einzigen Berliner Gemeindeschüler herbei zu Strafe verboten worden. In Berlin besteht eine solche Ber schaffen, der im ftande wäre, auch nur seine liebe Muttersprache ordnung bekanntlich schon längst. zu benutzen, ohne daß er die gräulichsten grammatikalischen und orthographischen Fehler beginge. Paris. . Wetter- Prognose für Sonnabend, 11. Januar 1896. Winden, zunehmender Bewölkung und geringen Niederschlägen. Gelinderes Wetter mit mäßigen bis frischen westlichen Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Schwieger- Brauns, wie gestern berichtet, zum Gegenstand ihrer Der neue Rembrandt im tönigl. Museum, den Frau Angriffe gemacht hatte, kostet nicht, wie gestern irrthümlich von uns mitgetheilt worden 200 000 M., sondern 500 000. Der Kampf um das Tempelhofer Feld. Zwischen dem Militärfiskus und den Gemeinden Tempelhof und Schöneberg Von dem bekannten Vorsitzenden der zweiten Straf- ist es auf grund des neuen Kommunalsteuer- Gesetzes zu einem kammer am hiesigen Landgericht I, Herrn Landgerichtsdirektor Streit über die Besteuerungsfähigkeit des Tempelhofer Feldes Brausewetter, wird nunmehr im Lokal- Anzeiger" vom gekommen. Nach dem Kommunalsteuer- Gefeß haben, wie Freitag Abend die folgende Neuigkeit berichtet: fast sämmtliche einzelnen Gemeinden, auch Schöne Landgerichtsdirektor Brausewetter hat in der Nerven Heil- berg und Tempelhof den gesammten Grund und Boden anstalt des Dr. Gnauck in Pankow, wo er sich seit einigen Wochen ihres Gemeindegebietes mit einer Grundstücks- Werthsteuer Der Dichter Paul Verlaine ist, wie gestern bereits in aufhielt, einen Selbstmordversuch gemacht. Der Kranke belegt. Zu diesem Grund und Boden gehört nun auch das einem Telegramm aus Paris berichtet worden, am 8. Januar versuchte sich mittels eines Instrumentes am linken Handgelenk Tempelhofer Feld, das die Gemeinde Tempelhof, soweit es in gestorben. Er war im Jahre 1840 in Metz geboren und trat die eine der beiden Pulsadern zu öffnen, doch ihrem Gebiete liegt, mit 33 000 M. Werthsteuer, die Gemeinde schon mit 20 Jabren zum ersten Male in die Oeffentlichkeit brachte er sich nur eine leichte Wunde bei, so daß ein sofort an Schöneberg mit 80 000. eingeschätzt hat. Hiergegen hat durch seine„ Poèmes saturniens", die 1865 erschienen. Bes a Gerichts- Beifung. er fonders belamit winde Verlaine durch die Gedichte der Fêtes| Revision geltend, daß nach Paragraph 1 Abf. 1 des Vereins-[ verbindung anderweitig befeßt ift; durch solche mechanische galantes" und die„ Bonnes chansons". In seinem Peyrou" geseges von allen den Versammlungen bei der Polizeibehörde Signalvorrichtung wären die Telephoniſtinnen von der Pflicht legte er Erinnerungen an seine Jugendzeit, die in Anzeige in welchen zu machen ift, ,, öffentliche An- befreit, die Mittheilung, daß ein Anschluß nicht vermittelt und das wäre eine Montpellier verbrachte, nieder. erörtert oder berathen Eine unglückliche Heirath gelegenheiten werden sollen", werden kann, mündlich zu machen und der deutsch französische Krieg unterbrochen fein daß aber die Zusammenkunft am 20. Mai 1895 nicht von immerhin nicht unbedeutende Erleichterung. In Boston hat Schaffen bis zum Jahre 1874, wo„ Les romans sans vornherein der Vorlesung aus der fraglichen Broschüre man zu diesem Zweck jetzt die Einrichtung getroffen, daß in den paroles" herauskamen. Ein langer Aufenthalt in dem Cart gewidmet gewesen sei. Der Wortlaut der angezogenen Bestimmung gedachten Fällen ein Graphophon, das ist eine Art Phonograph, häuserkloster La grande Chartreuse ließen die Gedicht- lasse als Voraussetzung der Anmeldepflicht erkennen, daß als Zweck so mit dem Anrufenden verbunden wird, daß diesem der Sammlungen Sagesse" entstehen. Er schrieb dann noch„ Prêtres der gemeinten Versammlungen im voraus die Erörterung Apparat einige Male zuruft:„ Die Leitung ist besetzt, bitte rufen maudits, Amour et Bonheur etc. Den größten Theil seines oder Berathung öffentlicher Angelegenheiten bestimmt gewesen Sie nach 5 Minuten!" Lebens verbrachte der Poet in Paris, wo er in einem bescheidenen sein müsse. Da diese Voraussetzung hier fehle, könnten die An- Schueeftürme in Ungarn. Aus Dedenburg wird berichtet: Garçon Logis des Quartier Latin wohnte. geschuldigten auf keinen Fall bestraft werden. Die Vorlesung Infolge der andauernden großen Schneestürme ist die Kommunis bätten sie nicht voraussehen tönnen. Das Kammerfation mit den tnchbarten Orten unmöglich. Der Verkehr auf gericht entschied dahin, daß die Angeklagten von der Südbahn ist be eits eingestellt. Der Bug nach Steinamauger Der Anschuldigung der Uebertretung des§ 1 des fonnte gestern nicht mehr abgelaffen werden. Von weittragender Bedeutung speziell für die organi- Vereinsgesetzes freizusprechen feien, obwohl es fich Jufolge einer Explosion im Expreßzug, der gerade den um eine politische Bersammlung handelte. Durch sirte Arbeiterschaft ist ein Urtheil des Straffenats des Kammer: bie Vorlesung fet die vorher nicht politische zu einer politischen Tunnel unweit Waterford pafsirte, wurden, wie aus 2ondon gerichts, welches am 9. Januar gefällt wurde. Es handelte sich um eine Auslegung des§ 1 Abs. 1 des Vereinsgefeges. Gegen Versammlung geworden. Vorher sei die Anmeldung nicht nöthig berichtet wird, am Freitag mehrere Reisende sehr schwer verletzt diesen und den§ 12 des genannten Gesetzes sollte sich der gewesen, da der vorausbestimmte Zweck der Versammlung und einige Wagen zertrümmert. lediglich auf die Abrechnung und ein geselliges Sardinische Räuberromantik. Aus Cagliari wird vom Gastwirth Gabbert dadurch vergangen haben, daß er in sich als dann durch die Vor- Donnerstag berichtet: Eine Bande von Verbrechern machte einen seinen Räumen eine Versammlung duldete, in der öffentliche Beisammensein erstreckte, und erörtert wurden, fei Raubeinfall in Jerza; dieselben tödteten drei Personen und ver Angelegenheiten erörtert wurden, ohne daß dieselbe polizeilich lefung öffentliche Angelegenheiten angemeldet worden war. Genosse Lindeke sollte sich der Ueber die Anmeldung nicht mehr möglich gewefen. Straffällig hätten wundeten einen Gendarmen schwer. Erdbeben. Dem Reuter'schen Bureau in London wird tretung des gleichen Paragraphen dadurch schuldig gemacht haben, sich G. und 2. nur gemacht, wenn von vornherein die daß er in dieser unangemeldeten Versammlung als Redner Absicht bestanden hätte, die Versammlung zur Er aus Teheran gemeldet: Nach hier aus Aserbeidschen Nachrichten fanden eingegangenen nordin Khalkhal, fungirte. Die betreffende Versammlung" vom 20. Mai v. J. örterung öffentlicher Angelegenheiten auszunügen. lich von Mianch, zwei heftige Erdbeben statt. Durch das war in Wirklichkeit eine jener Zusammenkünfte von Parteierste Erdbeben, welches sich in der Nacht vom 2. Januar genossen des 6. Wahlkreises, zu denen die betreffenden lediglich ereignete, und welches außerhalb des Distriktes nicht verspürt der gemeinschaftliche Zweck führte, ihre Wahlvereinsbeiträge zu bezahlen: ein sogenannter Bahlabend", verbunden mit Entlastung der Telephonistinnen. Die Telephonistinnen wurde, wurden das große Torf Zanjabad vollständig und andere zwanglosem geselligen Verkehr. Am fraglichen Abend ließ der gehören zu den durch ihre Dienstthätigkeit am meisten an- Dörfer theilweise zerstört; dreihundert Personen verloren bei Beitragssammler sehr lange auf sich warten und so entschloß gestrengten Beamtenkategorien. Eine Erleichterung der Arbeit dem Erdbeben das Leben. Der zweite Erdstoß sand in der Genosse Lindeke sich, einen Abschnitt einer Liebknecht'schen Bro- dieser Damen ist daher, sobald sie sich durchführen läßt, schon Frühe des 5. Januar statt und wurde in einer Ausdehnung schüre: Was die Sozialdemokraten find und was aus Humanitätsgründen geboten; dazu kommt, daß jede solche von über 100 Meilen wahrgenommen. Die kleine Stadt Goi sie wollen", vorzulesen. Der Lotal Inhaber wandte Entlastung den Telephonbenutzern direkt zu gute tommt. Aus mit 1000 Häusern wurde vollständig zerstört, viele Dörfer nichts dagegen ein. Die Angefchuldigten wurden diesen Ursachen hat man in Amerika mehrfach versucht, wurden stark beschädigt. In Goi allein tamen 800 Personen Abonnenten durch mechanische Einrichtungen ein um das Leben. Auch große Mengen Rindvieh und Safe find vom Schöffengericht freigesprochen, vom Land- den gericht aber verurtheilt. Ihr Vertreter machte in der Zeichen zu geben, wenn die von ihnen gewünschte Telephon- umgekommen. " " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 11. Januar. Opernhaus. Tannhäuser. Schauspielhaus. Hungerloos. Deutsches Theater. Weh dem, der Berliner Theater. Faust. Leffing- Theater. Romtesse Guckerl. Neues Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Bekehrung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Gefallene Engel. Vermischtes. Adolph Ernst- Theater. Apollo Theater Bum 20. Male: Frau Lohengrin. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Schwank mit Gesang in 3 Aften von Die pikanteste aller Soubretten Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Bum 83. Male: Die kleinen Lämmer. Baudeville in 2 Akten von 2. Barney. BF Nach Urtheil der gesammten hiosigen Presse dio beste Novität dieser Saison. Vorher: Fortunios Lied. Operette. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Der Widerſpenſtigen Central- Theater. Zähmung. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplah- Theater Die kleinen Lämmer. Vorher: Fortunio's Lied. National- Theater. Kean. 3scheus, das Waldmädchen. Theater Unter den Linden. König Chilperich. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor Alte Jakobftr. 30. Sonnabend, 11. Januar 1896: Zum 127. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofor. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten- Walhalla- Theater Vorstellung. Reichshallen- Theater. Spezialitäten Oranienstr. 52( dicht am Morigplay). Vorstellung. Täglich: Eine Stunde im 20966 Dora Parness. Signor Salerno d. beste Jongleur d. Gegenwart Sergeant Simms mit seinen 12 Negerjungen. Ferner 40 Künstler I. Ranges Rasseneröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Concerthaus Sanssouci Rottbuserstraße 4a. Scute, sowie jeden Sonntag Soiree der altbeliebten und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Maysel, Urania Deutscher Anstalt für volksthümliche Holzarbeiter- Verband. Naturkunde. Am Landes Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Kaiser- Panorama ( Passage). Neu! Zum ersten Male! Eine interess. Wanderung durch Lissabon. Dritte Reise durch das malerische Thüringen. Eine Reife 20 Pf., Kinder 10 Pf., Abonn., 8 Reifen, nur 1 M. ( Zahlstelle Berlin.) Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Stephan Hellwig am Mittwoch, den 8. Januar, an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Zeichenhalle des freireligiösen Friedhofs( Pappel- Allee) aus statt. Um rege Betheiligung bittet 8016 Die Ortsverwaltung. Am 9. d. M. verstarb nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann und Castan's Panopticum. Castan's Panopticum. suter Bater, der Gastwirth Friedrichstr. 165. Julius Hoppe, im 48. Lebensjahr. 21185 Neu: Theatrum mundi! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. Januar, nachmittags 8 Uhr, ( Mechanisches Welttheater.) von der Leichenhalle des St. Jakobis Im Jlusions- Saal: Allerseelen. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Die Neu! Erholungsreise. Pietro, Britton, Steidl, Neu! Krone, Röhl und Schrader) Anfang Uhr.- Entree 50 Pf. Schiller- Theater. Zukunftsstaat.ries Programm! ( Wallner- Theater.) Der Sonnabend, abends 8 Uhr: Widerspenstigen Bähmung. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Zum ersten Male! Onkel Bräßig. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Breisen. Gastspiel des Herrn Hans Preger Dom Stadttheater zu Mainz. Reau. Schauspiel in 5 Aufzügen von Alex. Dumas. Deutsch von Randolf. Regie: Mar Samst. Zum Schluß: 3schens, das Waldmädchen. Morgen nachm. 4 Uhr: Gr. KinderVorstellung. Robinson Crusoe. Abends: Der Trompeter von Säkkingen. Zum Schluß: 3fdeus, das Waldmädchen. In Vorbereitung: Opfer der Großkadi. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pi. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Koloffaler Beifall! Prinzess Neu! Colibri. I Nen! James Wunderausstellung Hirschfeld und Tochter. Paoly- Truppe( 5 Personen). 4 Geschwister Zora, 3 Gebrüder Hanlon. Die urkomische Stutzki. Die Kunstschüßen Valmor Morell Stuart. Sonntage 6 Uhr. Anfang{ Anfang Wochentage 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Referv. Pl. 50 Pf. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenv. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Passage- Panopticum. Großes Konzert Täglich um 512 und 8 Uhr: Affentheater und Circus. 30 Affen, 30 Hunde, 12 Pferde, Esel, Ziegen, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Sonntag, Dienstag und Donnerstag nach der Vorstellung: Großer Ball. Empfehle meine hocheleganten Säle für Vereine, Privatfestlichkeiten zu den tulantesten Bedingungen. Montag: Victoria- Brauerei. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pi. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Mittwoch: Moabiter Stadttheater. Neuer Circus. Circus Busch( Bahnhof Börse). Sonnabend, 11. Jan., abends 71/2 Uhr: Gala- Sport- Vorstellung 3fchens, das Waldmädchen. Außerdem: Ein hippologisches Potpourri von 100 Hengsten, in Gruppen dress. 11. vorgef. v. Dir. Busch. Conver sano II, echt Lipizaner Schimmelhengst, dress. und ger. v. Herrn Foottit- Burghardt. Mme. 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Wenn ( Eigener Bericht.) ,, befferer Spießbürger": Wenn Sie derartige unerhörte Uebergriffe nun ein böses Mißtrauen auch vor der ehrwürdigen Gestalt München, 9. Januar." für alle Zukunft verhüten wollen, so bleibt Ihnen nichts unseres Superintendenten nicht mehr Halt macht, so sehen wir Bei überfüllten Tribünen wurde heute die Intervellation übrig, als fich unserem Kampfe gegen den Militarismus anzus hier etwas von dem„ Widerhall", den der Erlaß des Oberkirchenbez. des Vorfalles im Pschorrbräu in der Abgeordnetenkammer schließen, so aber haben Sie allen Grund, sich an die Brust zu raths im Lande findet, und der bier als ein anderer erscheint, verhandelt. Ueber die Debatte felbst wurde bereits telegraphisch schlagen und auszurufen: mea culpa, mea maxima culpa!" als der Oberkirchenrath so zuverlässig gehofft au haben scheint. berichtet, es erübrigt noch, einige das allgemeine Intereffe berührende Seitens eines Abgeordneten des Bauernbundes wurde ein Antrag Gin giftiges Mißtrauen gegen alle amtlichen Momente turz hervorzuheben. Die Entrüftung, welche wie jede auf Beseitigung der militärischen Ehrenbezeugungen in öffentlichen Vertreter der Kirche, als wären sie nur Ge. spießbürgerliche Rundgebung sehr bald verschwinden wird. zeigt Lokalen angekündigt. Diesem Antrag ist wohl die Zustimmung bilfen der Reichen, insbesondere der Stumm und seiner immerhin, daß auch dem„ befferen Publikum" nach und nach aller Parteien, mit Ausnahme des pfälzischen Nationalliberalismus Gesinnungsgenossen, wird aus dem beflagenswerthen Erlasse neue die Augen aufgehen über den militärischen Wechselbalg, den es sicher. Die Reichsraths Rammer wird indessen dafür sorgen, daß Nahrung ziehen, und den Boden, den die Kirche im Volke hat, in bürgerlichem Reservelieutenants Enthusiasmus großgepäppelt er nicht Gesetzestraft erlangt. ruhelos gernagen und zerstören. Das erfährt unser verchrter hat. Und wir verstehen, wenn auch mit berechtigter Schaden- Während im Sigungsfaale die Verhandlung stattfand und Generalsuperintendent nun schon am eigenen Leibe. freude, den Schmerz des Kriegsministers über die be allerlei Betheuerungen vom guten Einvernehmen zwischen Da ich gerade an dem Erlaß des Ober- Kirchenrathes bin, denkliche antimilitärische Strömung", die sich in Wirths Militär und Zivil dahin flossen, hatten wir Gelegenheit im so will ich auch ein anderes Gerücht noch verzeichnen. Jene haus- Plakaten wie: Bier werden teine Honneurs ge- Rorridor oben vor dem Eingang zu den Tribünen eine fleine Stelle des Erlasses, welche von der Erfolg. macht" oder: Unteroffizieren ist der Eintritt verboten" 2c. Szene anzusehen, die gewisse militärische Ansichten sehr hübsch losigkeit des Auftretens der Geistlichen in von tompro dokumentirt. Herr Professor Quidde, der Möchtegerndemokrat illustrirt. Ein bayerischer Kavallerie Offizier mit der Müße auf Versammlungen spricht und nud Hans Dampf in allen politischen Gaffen, welcher mit der dem Kopfe, wollte in die refervirte Loge eintreten. Ein Landtags- mittiren" redet, wird hier gleichfalls indirekt Jirigkeit des smarten Geschäftsmannes das Spießbürger- bote machte den Herrn darauf aufmerksam, daß er auf Stumm zurückgeführt. So erstaunlich, wie ste enifeßen über bedrohtes Ordnungsbürgerleben und Ent- auf der Tribüne, die doch einen Bestandtheil des Sigungssaales auf den ersten Blick erscheint, ist diese Rombination weihung geheiligter ,, befferer" Biertempel parteipolitisch bilde, die Müze abzunehmen habe. So? die Müze abnehmen? freilich nicht. Es ist nämlich, wenn ich nicht irre, vor ausschlachtete, hat fich aber allmälig doch so viel Nein, die nehme ich nicht ab. Doch, Herr Lieutenant, da drinnen der lehten Reichstagswahl Liebinecht im Saargebiete eine und hat Menschenkenntniß erworben, um zu wissen, daß die be- dürfen Sie die Müße nicht aufbehalten. So, nicht? Nun, gewesen und große Versammlung dort sagte Entrüftung feines geliebten Publikums nicht lange dann gehe ich. Sprach's und schwebte stolz ab mit der Müße auf gehalten. Der einzige, der den Muth fand, ihm ente genug vorhält, um acht Tage nach dem Begebniß eine gutbesuchte dem edlen Haupte, das unbemüht zu sehen tem Zivilhausen der gegenzutreten, war Pfarrer Eybisch von Neunkirchen. Versammlung im Münchener Kindlfeller zu stande zu bringen. Volksvertreter nicht gegönnt wurde. Der direkte Erfolg feines Auftretens war gering, er wurde Und der Caligula- Mann äußerte diese seine Meinung in der von einfach niedergeschrieen und später im Vorwärts" mit Hohn ihm arrangirten Reklameversammlung auch öffentlich und unbehandelt. Trogdem hatte sein Auftreten ohne Frage einen verhohlen. Daß der bürgerliche Entrüstungsspiritus wirklich moralischen Erfolg, wie jedes ehrliche und muthige Auf bereits start zum Teufel gegangen, bewiesen auch die Reden der treten nie ohne einen solchen ist. Welch einen Eindruc liberalen" Münchener Interpellanten Schwarz, Seyboth hätte es gemacht, wenn niemand ich sage niemand und des in seinen alten Tagen zum erbaulichen Giertänzer um entwirft im christlich sozialen„ Volt" ein Rorrespondent des im ganzen Königreich Stumm es gewagt hätte, Liebknecht Wir geben die für unfere entgegenzutreten. Und nicht von gewandelten Abg. v. Stauffenberg. Allgemeine Redens- Blattes aus der dortigen Gegend. Liebknecht überwunden, von bestellten Radaubrüdern nicber. arten über das nothwendige Einvernehmen zwischen dem herr- Leser wesentlichen Theile desselben wieder, bitten aber, die Quelle, sondern lichen Kriegsheer und dem braven Zivilpublifum, teine Kritik der wir den Bericht entnehmen, vor Augen zu halten. Er lautet: geschrieen wurde der tapfere Geistliche. Gerade das hat bei des Systems, ein Haften an Aeußerlichkeiten, ein: Wasch Piarrer Lenke hat in seiner berühmt gewordenen Unter- vielen Arbeitern die Auffassung hervorgerufen, daß man den mir den Pelz, aber mach ihn nicht naß. Da war redung mit dem Freiherrn v. Stumm von einem Eystem der Eindruck einer Rede des beliebten Geistlichen gefürchtet habe und der Zentrumsredner Dr. Daller viel glücklicher, er fand Gewalt, des Denunzirens und Spionirens zu reden den Muth darum nicht gewagt habe, ihn zu Wort kommen zu lassen. Aber wenigstens ein paar Worte für die Bedrückung der Völker durch gehabt, was über seiner späteren fleinmüthigen und devoten felbft angenommen, das Auftreten des Pfarrers Eybisch häite die Militärlaften und wußte fich auch, allerdings mit der Haltung doch nicht vergeffen werden sollte. Wohin dieses teinen Erfolg gehabt, so ist man umfomehr berechtigt, an Taner führt, läßt ID D führt, läßt sich im Saars fragen, waren benn üblichen bayerisch patriotischen Maivität, die antimilitärische System auf die die Könige und Strömung" daraus zu erklären:„ daß der Militarismus die gebiete, das ja feit lange unter dem System der festen Fürsten des Saargebietes, die sich immer Sonne ist, um den die bürgerlichen Organisationen wie fleine Hand", wie es der Freiherr wohllautend bezeichnet, steht, in rühmen, daß fie„ ibre Arbeiter vor der Sternlein freifen müssen" und daß solche Vorfälle symptomatisch einer für Psychologen interessanten Weise beobachten. So find Sozialdemokratie bewahrt hätten? Bo war für die Entwickelung sind und nicht aufällig fommen wie ein für die Begriffe von politischer Freiheit, welche der Normal vor allem der Löwe des Saargebietes, als Sternschneuzen". Die Interpellation lautete: bürger des Soarthales hegt, und für seine politische Unreife die Liebknecht in seine Höhle tam? Warum konnte I. Ist die fönigl. Staatsregierung in der Lage, den Sad Gerüchte äußerst bezeichnend, welche fortwährend hier auftauchen Liebknecht aus der Höhle des Löwen hervor. verhalt betreffs der während der Sylvesternacht in der Gaft- und geglaubt werden. Sobald irgend eine sozialgeben wie ein siegreicher Held? Die Arbeiter wirthschaft zum Pschorr" in München stattgehabten Vorfälle politische Auffaffung oder gar Bestrebung, erzählten später, es feien einige Subalternbeamte der Grube bekannt zu geben? 11. Welche Maßnahmen gedenkt die Kriegs wenn auch in der allerbescheidensten Form, und einige Werfsbeamte aus Neunkirchen zu der Versammlung verwaltung zu treffen, um derartige unerhörte Uebergriffe für fich bemerkbar macht, welche von der durch den tommandirt gewesen, um die anwesenden Arbeiter aus. alle Zukunft() zu verhüten? Begründung: Die Ans Freiherrn gebilligten abweicht, so tauchen aufpioniren und zu denunzieren". Aber von den fragen erklären sich durch den Hinweis auf das Vorkommniß, fofort Gerüchte auf, daß die Vertreter der streitbaren Herren war niemand zu sehen, und der welches in der Nacht vom 31. Dezember vorigen Jahres in demselben Maßregelungen ihrer vorgefegten Bearbeiter fagt sich: Sie batten nicht die Kurage". erwähnten Gasthause sich ereignet, und welches, herbeigeführt durch hörde zu gewärtigen hätten. Augenblicklich spricht Sie ließen den muthigen Pfarrer allein und gaben dann in der das Verhalten eines Sergeanten und das Einschreiten einer man wieder sehr lebhaft davon, daß einige Herren, welche als Stumm'schen Saar- und Blies Zeitung" ihr überlegenes Urtheil Militärpatrouille, eine tiefe Erregung in allen Bevölkerungs- Echwarmgeifter" gelten, demnächst ihre Versetzung nach Pose- dahin ab, daß sie im Jutereffe der Würde des Geistlichen( oder treisen hervorgerufen hat. Unterzeichnet hatten die liberalen" mucfel, Inowrazlaw oder einem anderen lieblichen Eilande eine ähnliche gönnerhafte Wendung) gewünscht hätten, das Abgeordneten von München I: Altinger, Hänle, Maison, bilben, ein föniglicher Landratb fönne fich dazu bergeben, bruckte das mit Behagen ab. Der Es giebt Leute, die sich ein- Hervortreten desselben wäre unterblieben. Borwärts" C3 ist aber eine jämmer Schwarz und Seyboth. werden. Von der Antwort des Kriegsministers muß gesagt werden, zum Vermittler Stumm'scher Wünsche zu Ja liche Weise, erst den muthigen Mann im Stich zu daß sie das Bestreben zeigte, einem noch mehr. Der an das" Eystem der festen Hond" gewöhnte laffen und ihm dann hinterher mit so viel es eben dem Beifall des einseitig erzogenen Militär möglich, nach allen Seiten gerecht zu Caarbürger glaubt es auch, wenn ihm erzählt wird, daß Stumm vornehmen" Fußtritt unter Einen Professor, der wahrscheinlich nie fein. Er gab sowohl den Helden 3ech, wie den wachhabenden bei Gelegenheit einer Jagd in Fechingen vor mehreren Wochen wärts" zu geben. Lieutenant Schäffer unter Ausdrücken harter Kritik über den Regierungspräsidenten von Tier scharf ge eine Pistole geführt und sehr kurzsichtig ist, unter Verlegung deren Benchmen, preis, wie er sich auch ehrlich über das macht" babe, gegen einige Beemte vorzugehen. Ganz neuerdings chriftlicher Grundsäge vor die Pistole fordern, ist freilich leichter, Publikum entrüstete, das es wagte, den Unteroffizier 3e ch aus. endlich raunen sich die Leute ins Ohr, der Freiherr werde dem als Liebknecht Rede stehen. Und seine Arbeiter durch das von aulachen. Uud wenn ea auch ftart ans Komische nächst bei dem Oberpräsidenten in Koblenz zu Tisch sein Herrn Lenze gekennzeichnete Syftem vor der Sozialdemokratie grenzte, als Herr von Asch auf die trefflichen Aus- und bei dieser Gelegenheit auch den General Super- bewahren, ist freilich öffentlich weniger fompromittirend, als in führungen Grillenberger's bin erflärte, die ach, so intendenten der Diheinproving treffen. Daß der Freiherr einer Bollsversammlung, in der nicht die Anhänger die Majorität schußlofen Militärs! wollten sich nicht soweit herunterdrücken beabsichtigt, auch diese auf seinen Schleifstein zu legen und sind, gegen Liebknecht fechten. laffen, blos geduldet zu sein, blieb auch hier wieder das Auf- scarf zu mache u", ist für unser Publifum selbstverständlich. Toch um auf den Erlaß des Ober Rirchenrathes zurüc treten des bayerischen Kriegsministers das eines anständigen Weil dergleichen leere Gerüchte thatsächlich geglaubt werden, zukommen, so denkt man hier, daß der Beispiele, wo Geistliche Mannes, der weiß, daß er der Volksvertretung Rechenschaft zittert alles vor Stumm's Macht, und die Furcht in fozialdemokratischen Versammlungen fich kompromittirt" schuldig ist. Das wirkliche Verständniß der Situation ift aber, der vor ihm ist noch größer als feine Macht. Es liegt haben, faft teine bekannt geworden sind, und meint, der heutige Tag bewies es wieder, zu den Sozialdemokraten geflohen. wie ein magischer Bann auf dem ganzen Saargebiet, der es schmählich im Stich gelaffene Pfarrer Eybisch habe Modell Was Genosse Grillenberger in einstündigen Auseinandersetzungen ermöglicht, daß ein Privatmann eine geradezu unerfigen müssen für den Erlaß des Ober- Kirchenrathes. Bezeichnend fagte, wie er an den Symptomen das System schonungslos börte Gewalt ausübt. Tarum glaubt man natürlich für unser Publikum ist dabei besonders, daß man Stumm tritifirte, das dürfte an der Hand des Sylvestererempels im Pschorr auch, daß Landräthe, Regierungs- und Oberpräsidenten und dann hinter allem sucht und ihm sogar den Einflu bräu doch manchem Zweifler jezt als das einzig richtige erscheinen. erst recht Generalsuperintendenten sich diesem Bonne nicht ent- auschreibt, einen, vielleicht den wichtigsten Passus des obertirchenräthlichen Erlasses Und bei der Stimmung, die in weiten bayerischen Voltskreisen ziehen könnten. 27 22 11 Clotilde. " " erwarten haben. Nicht? Sehen Sie doch dort, wie das arme Mädchen ( Nachdruck verboten.) heult. Ich lasse meine Braut nicht verhaften." In diesem Augenblick wurde Friedrich von den beiden Dienern angefaßt. Roman aus der Gegenwart von H. M. M. von Walthausen. Dr. Langenberg beantragte, die Leiche des Majors müffe ausgegraben werden, um festzustellen, ob dieses Gift in dem Körper sich vorfinde. Hanne wurde nochmals verhört. Unter Schluchzen gestand sie ein, etwas von dem Wohlriechenden aus der großen Flasche genommen zu haben, aber schon vor längerer Zeit. Ich fand das kleine Fläschen leer damals beim Ausfegen am Boden liegen," erzählte Hanne weinend, machte es rein und goß etwas von dem Gutriechenden hinein. " „ Ach lieber Herr!" stieß Hanne weinend hervor und sant in die Knie vor dem Assessor: Lassen Sie Friedrich nicht anfassen und fortschleppen, lassen Sie uns hier!" Friedrich sah mit stechenden Augen kaum, wie Hanre fuiete, fühlte taum die Hände der beiden Männer, als ihn eine wilde Wuth überfiel. Mit furchtbarer Kraft stieß er beide Fäuste empor und traf jeden der Angreifer so gewaltig im Gesicht, daß das Blut aus Mund und Nase rann. Dann stürzte er auf Hanne zu und bemühte sich, sie mit den kreischenden Worten emporzureißen:" Nicht knien vor solchen Menschen!" Gönnermiene " " einen „ Vore Hanne bot einen Anblick zum Erbarmen. Die hellen Thränen rannen ihr aber die Wangen, als sie an Sie hatte noch so viel zu der Kirche vorüberschritt. ihun bis morgen, und jetzt dieser Aufenthalt. Daß man sie für länger einsperren könnte, das war ja nicht möglich. Friedrich sagte sich freilich, daß er seine Widerseßlich teit wohl mit ein paar Wochen Arrest würde büßen müssen. Als beide im Gefängnißhof anfamen, wollten sie mit einander sprechen, es wurde ihnen untersagt. In getrennten Bellen wurden sie untergebracht und in diesen öden, dumpfen Stäumen fanden sie reichlich Zeit, über ihre unglückliche Lage nachzudenken. Die Leiche des Majors war ausgegraben worden. Bei der nochmaligen Sektion erklärten die versammelten Aerzte deu mit anwesenden Gerichtspersonen: Vergiftung durch Arsenit. Und die anderen Kästchen und Büchschen?" fragte der Richter. Tiefe Worte beleidigten den Assessor Händrich so sehr, Die hatte der englische Major früher schon zurück- daß er racheschnaubend bei sich schwur: Ter muß verurtheilt Man betrachtete nun das Brambach'sche Dienstmädchen gelaffen. Ich habe sie, anstatt wegzuwerfen, aufgehoben, werden, eher ruhe ich nicht! Er rief noch zwei Gerichts- Hanne als die Verbrecherin, trotz seines Leugnens. weil so hübsche Bildchen darauf waren. diener herbei. Wie tommen Sie denn zu dem Perlmutter- Borte- Friedrich wehrte eben die sich wieder ermannten monnaie und den Goldstücken?" fragte der Beamte weiter. Diener von sich, da murde er schon zu Boden geworfen, Dies hat mir der englische Major in die Hand gedrückt, die zwei anderen Gerichtsdiener stürzten sich auf ihn und als ich ihm ein Glas warmes Wasser brachte." den vier starken Männern gelang es erst, den Tollwüthigen zu binden. Daber sollen Sie sich ja sehr lange verweilt haben und in demselben Glase hat man von dem Jhalte des Arsenitfläschchens vorgefunden. Haben Sie das Fläschchen ausgegossen um Parfüm hineinzuthun? Hanne sagte ganz verwirrt: ich weiß von nichts, ich bin unschuldig." Das wird sich erst ergeben," erwiderte der Assessor. Die Verdachtsgründe sind so schwerwiegender Art, daß ich Sie beide fofort verhaften muß." Hanne that einen lauten Schrei. " Verhaften?" schrie Friedrich, warum benn?" " Eben weil Sie das Warum fennen und nichts wissen wollen." Das geht aber nicht, wir heirathen morgen." " Danach fragen wir nicht," sagte der Assessor, indem er zwei Gerichtsdienern winkte. Daß Friedrich ihr bei dem Morde geholfen und den Raub begangen haben mußte, war außer Zweifel; nur wollte er noch immer nicht gestehen, wohin er das Geld aus der Kassette versteckt. Es wurde daher eine hohe Belohnung dem zugesichert, der das Geld fände oder zur Wiedererlangung helfe, bes ziehungsweise über den Verbleib desselben Andeutungen bringe. Tem Assessor war dieses Auflehnen gegen die öffents liche Gewalt noch ein Beweis mehr, daß er recht habe. " Führt sie fort," befahl er den Gerichtsdienern, wir wollen Allen Bankiers und Polizeibehörden wurde das Verihn zahm machen und sie bekennen lehren. Ich habe mich zeichniß der gestohlenen Werthpapiere und Geldsorten zu nicht geirrt. Wir haben den Raubmörder und seine Ges gestellt. Die Untersuchungen und Verhandlungen über hilfin, die Giftmischerin." dieses Doppelverbrechen waren von umfänglicher, Langwieriger Art. Aber sie hatten doch wenigstens allen Verdacht von der Brambach'schen Familie abgewendet. Hanne und Friedrich mußten geführt werden. Hanne war halb ohnmächtig aus Angst und Jammer. Friedrich tounte vor Schmerz kaum gehen. Man hatte ihm die Arme so fest noch hinten gebunden und verschnürt, daß er oft laut aufschrie. Es war ein trauriger Aufzug, der sich im frühesten Morgengrauen durch die Straßen bewegte. Am Tage vor ihrer Hochzeit gingen Hanne und Friedrich au der Kirche vorbei ins Gefängniß. Georgine war froh, in Ernestine ein nettes, brauchbares Dienstmädchen gefunden zu haben. Sie war still und bescheiden, und was die Hauptsache, von auswärts, tannte also die sich fürzlich im Hause abgespielten Begebenheiten nicht. Brambach bebauptete zwar, daß die blonde Lands pommeranze Chriftl", wie er das neue Mädchen nannte, als perfette Köchin noch viel zu wünschen übrig lasse. veranlaßt zu haben. Auch das int bezeichnend für ben Widerhall", den der Erlaß findet. Wir fürchten, das Echo des Erlaffes wird tros des Beifalls der Mittelparteien und der Schadenfreude des Freifinus und der Sozialdemokratie noch manches mal Töne an das Ohr des Oberkirchenrathes bringen, nach denen er nicht verlangt hat. Soziale Uebersicht. " Wohnungsverhältnisse der Arbeiter in Mannheim. 1 Die Schuhmacher Prage riften fich aut einem all. Gelegentlich einer Breßpolemit über die Wohnungsverhältnisse gemeinen Ausstand, der im Frühjahr unternommen der Arbeiter in Mannheim veröffentlicht das dortige Tage- werden soll. Ein Streiffomitee ist bereits ernannt, das an Flatt", ein bürgerliches Organ, Theile eines Berichtes einer einem neuen Lohntarif arbeitet. In einer von 500 Personen Sachverständigen Kommission, die die Wohnungsverhältnisse der besuchten Schuhmacherversammlung am 6. Januar sprach ein Stadt untersuchte. Es heißt darin u. a.: Redner die Befürchtung aus, daß der allgemeine Ausstand vor Besteht Wohnungsnoth hier in Mannheim? Wenn man Abschaffung des Siggefellen- Wesens aussichtslos fei. Die günstige claubt, diese wichtige Frage einfach dadurch abihun zu tönnen, Stimmung für den Streit wurde aber dadurch nicht erschüttert. daß man eine Anzahl leerstehender, gesunder Arbeiterwohnungen Die Schuhmachergehilfen glauben ihre Forderungen, die sich auf Neber die Handwerkerfrage äußert der Obermeister der aufzählt, fo ift dies ein großer Irrthum. Die Frage muß viel fürgere Arbeitszeit und böheren Lohn beziehen werden, um fo Tischlerinnung in Magdeburg in einer fleinen Schrift mehr lauten: Sind hier genügend gefunde Wohnungen zu einem sicherer durchsetzen zu fönnen, als das Leder billiger geworden, Tischlerinnung in Magdeburg in einer kleinen Schrift für den Arbeiter erschwingbaren Preis zu haben? Für die Meister aber bie Echuhwaaren zu böheren Preisen weiter zur Erhaltung der dortigen Innungs- Fachschule einige fehr vernünftige Gedanken, denen allerdings die prinzipielle Schärfe, wie ungesund halten wir aber eine Arbeiterwohnung, 1. wenn in verkaufen. Zur befferen Organisirung des Ausstandes werden demselben Raum gekocht, gewaschen und geschlafen werden muß, von nun an wöchentlich vertrauliche Versammlungen der Werk das ja erklärlich ist, fehlt. Es heißt da: Man mag über 2. wenn auf eine erwachsene Person weniger als zwölf Rubit- ftätten- Vertrauensmänner veranstaltet werden. Zwangsmaßregeln, Schußgeseze denten wie man will, welche jezt meter und auf ein Kind weniger als sechs Rubifmeter Luft mit erneuter Energie von den handwerklichen Verbänden verEine Versammlung schweizerischer Bierbrauerei- Befizer, langt werden, eines steht unumstößlich fest, daß es nur Verlegen- fommen, ohne daß dieser Luftmangel durch außergewöhnlich die am 9. Januar in Diten tagte, beschloß in Beziehung auf heitsmittel sind, durch welche man die innerlich wühlende Krank- gute Ventilation ausgeglichen ist, 3. die auch durch das Gefeß die Lohnbewegung ihrer Arbeiter für den Fall eines Bierboykotis heit äußerlich zu verdecken anstrebt, gehoben; beseitigt werden die verbotenen Kellerwohnungen und den ebenfalls schon fitten- oder eines Ausstandes energischen Widerstand. " betrübenden Zustände durch derartige Schuhmaßregeln niemals, polizeilich beanstandeten Belag von Schlafräumen. Es find dies gewiß sehr bescheidene Anfo.derungen und weit Organisationen schweizerischer Verkehrsangestellter. wird eine wirkliche Genesung herbeigeführt. Körperliche Kräfte entfernt wie solche früher manchen Versammlungen und Schrift wollen wegen Gewährung von Ruhetagen bei der eidgenössischen nur in der freien Entwickelung der persönlichen geistigen Kräfte von den praktisch nicht erreichbaren Utopien, Die wefischweizerischen Postillone haben sich organisit und tönnen heute feine Vorrechte mehr erwerben, einzig und allein ist es die Intelligenz, wodurch ein Kulturvolt feine führende ftellern vorgefchwebt haben. So lange aber fogar diefe be- Poftdirektion vorstellig werben. Daffelbe haben auch die bernis Stellung erwirkt und dauernd erhält. Die geistigen Kräfte eines tafernen wie die sogenannte Epinnerei, Ritterburg u. a. gethan. Auch diese verlangen fürzere Arbeitszeit und mehr scheidenen Anforderungen nicht erfüllt sind, so lange Mieths: fchen Trambahn Angestellten und Briefträger Boltes nicht verfümmern zu laffen, im Gegentheil zur böchsten tafernen wie die sogenannte Spinnerei, Ritterburg u. Ausbildung zu bringen, muß als eine besonders dankbare und hier bestehen, so lange auch die fleine Statistik des hiesigen Ruhetage und auch mehr Lohn. lohnende Aufgabe bezeichnet werden. Diefelbe tann aber nur in nur ein Zimmer hatten, nicht widerlegt ist, so lange geftellten. Auf Einladung des Vorstandes des Eisenbahn- VerWöchnerinnen- Afyls, wonach unter 340 Familien 211 Familien Lohnbewegung der schweizerischen Eisenbahn= Ander umsichtigen Erziehung der Jugend zum Ausdruck kommen, es ist ferner die Preise der Arbeiterwohnungen im allgemeinen andes sind die Vertreter der schweizerischen Bahngesellschaften daher der Schule und ganz besonders dem Fachschulwesen, welches derart hoch geschraubt sind, daß der Kubikmeter der geringsten, i Bern zusammengetreten, um über ihre Stellungnahme zur die sachliche Ausbildung des Handwerkerstandes anzuftreten hat, die weitestgehende Beachtung und Unterstügung zu gewähren, engsten Arbeiterwohnung anderthalbmal to theuer ist, als wohnbewegung zu verhandeln. In der gleichen Sache findet auch der Kubikmeter eine Lebensfrage von der allergrößten Bedeutung. Von dem m3 guter, geräumiger Arbeiterwohnungen, fo eine Konferenz mit dem eidgenössischen Eisenbahnbepartement Augenblick an, wo der jugendliche Handwerkerftand befreit wird lange endlich der Stubikmeter in den Arbeiterwohnungen über statt. Danach scheint ein gemeins m 3 Vorgeben der Unters von dem allfeitig als unbrauchbar bezeichneten Abenbunterricht, ber Wohlhabenden so lange ist hier für den Arbeiter nehmer nach dem Anfrage des Ichweizerischen Eisenbahnhaupt viel theuerer bezahlt werden muß, als in den Wohnungen dagegen am Wochentag die zu feiner theoretischen und zeichne: Wohnungsnoth vorhanden und ist die Gemeinde nicht nur aus fönigs Guyer Zeller nicht durchaus ausgeschlossen. rischen Ausbildung nöthige Beit erhält, ist das sichere Fundament humanitären, sondern auch aus hygienischen Gründen verpflichtet, bürgerliches Blatt Schreibt zur Sohnbewegung ber Eiseneiner gefunden Entwickelung angebahut, der erste Schritt einer bahn Angestellten fi Igendes: ift aufsteigenden Bewegung gethan." zweifelhaftes Verdienst, gegen eine Bewegung anzutämpfen, die find, eine beffere ökonomische Stellung verschaffen soll, indem 20 000 Männern, welche sämmtlich Kinder des eigenen Landes doch allbekannt ist, daß das, was wir entbehren und uns aba darben sollen, zum größten Theil ausländischen Börsenjobbern Um allen Mißverständnissen vorzubeugen, - helend einzuschreiten." Mannheim ist eine der modernsten und beftgebauten Städte Teutschlands und hat noch lange teine großstädtischen Berhält nisse: die Echlußfolgerung daraus ist sehr einfach zu ziehen. " Ein Ueber die Nationalität der westfälischen Grubenarbeiter bringt die Frankfurter Zeitung" nach der vom Oberbergamte in Dortmund veröffentlichten Zusammenstellung der Berhältnisse der Bergleute folgende intereffante Mit Landwirthe. In der Settion dieses Kongresses für Berathung zu gute fommt." Die Landarbeiterfrage auf dem Kongreft der russischen theilung: des Verhältnisses zwischen Unternehmern und Arbeitern in der wollen wir bemerken, daß dies bürgerliche Blatt in der Bon den im Oberbergamtsbezirt Dortmund beschäftigten Landwirthschaft plagten die Meinungen heftig aneinander. Schweiz erfcheint, die deutsche Bourgeoisie also nicht file Personen stammen 97,7 pet. aus Preußen. 1,29 pt. entfallen Während ein Theil der Redner über die Unbotmäßigkeit der diefe außerordentlich vernünftige Erklärung verantwortlich aus auf andere Bundesstaaten, 2,71 pet find Ausländer. Aus West- Arbeiter flagte und das Verlangen aufstellte, daß ihnen als machen ist. falen selbst entstammen 67 242( 42,46 pCt.), aus dem Rheinlande Bässe Arbeitsbücher dienen sollen, in welchen die Arbeit 31 997( 20,20 pet.), aus Hannover 2480( 1,57 pt.). Singegen geber ihre Bemerkungen eintragen dürfen, und daß die minister Doumer in seiner Ansprache an die Delegirten Die Gewerkschaften," fagte der französische Finanz entfallen auf ft und Weft preußen 20 096( 12,69 pt.), jenigen Arbeitgeber, die fontrattbrüchige Arbeiter Bofen 9839( 6.21 pet.), Schlefien 9435( 5.95 pt), beschäftigen, strafrechtlich verfolgt werden follen(), fagten Nizza u. a.: erschrecken immer noch einige Menschen, Man der Gewerkschaiten und gegenseitigen Hilfsgesellschaften von Beffen- Nassau 8412( 5,81 pt.). Fremdsprachlich waren die anderen, daß anständige Löhne das beste mittel fürchtet Uebertreibungen, ja selbst Ausschreitungen von ihnen; rund 23 000 Main n. Hierunter waren 1849 Anfeien, sich vor einem Kontrattbruch der Arbeiter gewiffe Leute scheinen sogar soweit zu gehen, eine Freiheit, tie alphabeten. Von den Zugezogenen waren zwei Drittel fatholisch, nur ein Drittel evangelisch. Ben den Fremdsprachlichen fich ern; zu dem Schuße der letzteren fet eine gefeßliche doch nothwendig ist, für gefährlich zu halten. Man vergist baben sich 60 ret. mit Nichtbeuifchen, 40 pet. mit beutfchen Bersicherung gegen Unfälle, wie auch die Einführung eines zu sehr, daß der Gebrauch aller Freibeiten eine Ackerbau Inspettorates erforderlich. Mädchen verheirathet. Das polnische Element ift namentlich Knebelung der Arbeiter durch Arbeitsbücher mit 79 gegen Wert eines Tages find. Irrthümer und Fehler sind im Nachdem die Erziehung und eine Lehrzeit verlangt, die nicht das im Kreise Gelsenkirchen vorherrschend; auf diefen ent- 58 Stimmen abgelehnt worden, fallen allein 10 000, auf Redlingboufen 7000. Das Tierftalter Hesolution angenommen, die das nicht ganz glückliche Sie sind ein Beichen der Schwäche. Sie verschwinden in dem wurde die folgende Anfang unvermeidlich, aber sie laffen fich wieder gut machen. Der Bergleute war: bis zu 5 Jahren 64 800, 5-10 Jahren Resultat eines Kompromisses zwischen beiden 27 200, 10-15 Jahren 23 100, 15-20 Jahren 16 000, 20 bis Gettion vertretenen Dichtungen ist. Es ist erwünscht, daß feit ist nicht von den Starten zu befürchten: in der Maße, als die Kräfte sich entwideln. Die Gewaltthätiga 25 Jahren 13 100, über 25 Jahre 14 200. Biervon waren 49 500 Arbeitsvermittelungs- Bureaus eingerichtet werden und daß die bie Storfen haben das Gefühl ihrer Berantwortlichkeit; im noch auf demselben Werke thätig. Belohnung der landwirthschaftlichen Arteiter für langjährigen gleichen Maße, wie sie fich ihrer Rechte bewußt werden, werden Dienst, wie auch die Alters- und Unfallversicherung für sie ein fie fäbig, ihre Pflichten zu begreifen." geführt werden soll; auch ist die Entwickelung von Artelen ( rbeitergenoffenfchaften) zu begünstigen unter der Bedingung, daß die ganze irtel für den Kontrakt bruch eines ihrer Mitglieder baftet." Arbeitsvermittelung. Die Arbeit vermittelungsstelle in Dresden hat im vergangenen Jahre 8680( 8078 mehr als im Jahre 1894) Perfonen und zwar 2188 männlichen und 6447 weib. lichen theils dauernde, theils vorübergehende Arbeit nachweifen tönnen. Seit dem Bestehen dieser Vermittelungsstelle haben im ganzen 85,261 Personen Arbeit erhalten. Die Nachfrage bei den männlichen Arbeitsuchenden war bedeutend höher als das Angebot der Arbeitgeber. Bei den weiblichen Arbeitsuchenden, bei welchen sich die Arbeit größtentheils auf Waschen, Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche fiber Scheuern, Aufwartungen 2c. erftredt, war nur in den ersten Togen Ausstände oder Ausspeisungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden jeder Woche die Nachfrage nach Arbeit höher als das Angebot Der Arbeitgeber. Gewerkschaftliches. Drganisation tragen. Bum Streit der Tischler und Hilfearbeiter in der Der Sonntag als Wahltag hat sich bei der Gewerbe- ampftischlerei des Bauunternehmers Fr. Scheffler gerichtswahl in Würzburg außerordentlich gut bewährt; das Jahren, als dieser Betrieb noch handwerksmäßigen Charakter in Brandenburg wird uns mitgetheilt: Schon vor vier beweist folgender Saß aus einer gegnerischen Beitung: hatte, herrschten dort Verhältnisse, die zu einem Streit Un der fonntägigen Wahl der Arbeiterbeifiter zum Gewerbe- Schiedsgericht zeigte sich eine unerwartet zahlreiche Be inhabers scheiterte. Nachher wurde der Maschinen. theiligung der Arbeiter, wodurch wohl am besten das große Interesse derfelben an dem Zustandekommen des Gewerbegerichts dokumentirt ist." Er selbst hatte die Stelle des Hausburschen durch eine martialische Persönlichkeit ersetzt, die später seinen Diener vorstellen sollte. Jean Barbo war mit dem Marchese Terani als Roch und Lakai im Bade gewesen, hatte, nachdem sein Herr als geheilt das Bad verlassen, durch die Zeitung eine Stelle gesucht und Brambach hatte ihn engagirt. Er war also ebenfalls fremd im Hause, wie in der Stadt. Brambach ließ ihn zwar noch keine Livree, aber eine Bedientenmüze tragen. 22. Der Vorstand des Eäcilien- Vereins theilte in einem artigen Schreiben Georgine mit, daß sie sich wegen ErFrankung einer Ehrendame schon jetzt vorbereiten solle, ihre freundliche Zufage zu erfüllen. und äußerten hier ihre Zweifel, daß in Berlin solche Ungefähr zur gleichen Zeit, wo diese Nachricht in die Presse fam, fonnte man auch lesen, daß in Deutschland einer von den wenigen Männern in der Regierung, die den modernen Arbeiters organisationen gegenüber Berständniß zeigten, Herr v. Rotten burg, seinen Abschied nehmen wird. eine Gerichts- Beitung. und Ause man müßte eigenta Die Beleidigungsklage, die Frau Lina Morgenstern gegen den Metafteur der Jugendschriften Warte", Lebrer Paul Biegler angestrengt hat, tam heute vor dem hiesigen Schöffens Mun be" hatte die Jugendschriften- Warte" als Organ der gericht( Vorfizender: Amterichter Jänide) zum vorläufigen Abschluß. Unter dem Titel: Gin Wort aus berufenem führten, der leider an dem starren Sinn des Geschäits Jugendliteratur aus einem vom Dir. Albrecht Görth zu Juster von den Lehrervereinen niedergefeßten Prüfungsausschüsse für betrieb eingeführt. Infolge beffen farken die Löhne fort burgherausgebenen er" Erziehung gefeßt, so daß sie heute überous niedrig sind, und das unter der abgedruckt. In letterem wird mit Keulenschlägen gegen der Mädchen" einen ganzen Abschnitt Regie eines Werfmeisters( Schidlowsky), der selber früher hervorragend in der Arbeiterbewegung thätig gewesen ist und deren Werte als verderblich für die weibliche Jugend verurtheilt ganze Reihe von Jugendschriftstellerinnen gefämpft, feinerzeit fogar den großen Tischleistreit in Dresden geleitet werden. Es wird von Weibern" und weiblichen Schmierern" bat. Ueber die Ursache des jetzigen Streifs wurde in einer Ber: gesprochen, beren fades, phantastisches, füßes und schließlich fammlung der Holzarbeiter Brandenburgs folgendes angegeben: hömmelndes Geschwäg" bei der weiblichen Jugend eine leicht Der Bauunternehmer Scheffler, der Bauarbeiten für Berlin finnige gebantenlose Sinnlichkeit hervorrufe, sie zum Haschen und liefert, hat durch seinen Werkmeister vier Arbeitern befohlen, Jagen, nach Genuß, su Liebeleien zc. anrege und ein frivoles nach Berlin zu fahren und dort Ginfezarbeiten zu verrichten, Epiel mit den heiligsten Gefühlen des Menschenherzens treibe. erschien, um so mehr, als nicht einmal die sogenannten Montage frauen feien der weiblichen Jugend gefährlich, sie huldigten jedoch zu einem Lohn, der den Arbeitern doch gar zu niedrig Derartige Schmierer aus den Reifen der Frauen und Jung gelder gezahlt werden sollten. Als nun am 27. Dezember v. I. einer verächtlichen Lebensanschauung, J. die Arbeiter reifen follten, begaben sie sich in das Komptoir lich die Hilfe der Sittenpolizei gegen fie anrufen, niebrige Preise gezahlt würden. Der Techniter legte ihnen darauf oder sie verdienten, wie jener verrätherische römische Schulmeister Berträge vor, die Herr Scheffler mit Berliner Einfegern ab der Sage von der verführten Jugend mit Ruthenhieben aus dem Lande gepeitscht zu werden. Bu jenen Schriftstellerinnen geschlossen habe; diese sollten beweisen, daß die Preise, welche wurden namentlich auch Luise Büchner und Lina Morgenstern man zahlen wollte, den Berliner Preisen entsprächen. Der Vorftand der Brandenburger Filiale des Teutschen Holzarbeiter ausdrücklich gerechnet und bezüglich der letzteren auf ihre Novelle verbandes erhielt Kenntniß von diesen Verträgen und fandte zwei Liebe und Leid"( früher Blüthenleben" betitelt) verwiesen. Der Bazar hatte schwachen Besuch gehabt und daher Kollegen nach Berlin, um die Angelegenheit zu untersuchen. Im Frau Lina Morgenstern hat wegen der in dem Artikel ent geringe Erträge erzielt. Man sann auf Mittel, das Inter- Verein mit den Berlinern wurde nun festgestellt, daß es den haltenen Beleidigungen sowohl gegen Direktor Görth, als auch effe für die vornehme Bettelei zu erhöhen. Brandenburgern unmöglich ist, die betreffenden Arbeiten zu den gegen den Redakteur Poul Ziegler die Klage erhoben. Erfterer Nach vielen Bemühungen war es gelungen, bas Breifen, die Herr Scheffler zahlen wollte, auszuführen, weil dabei ist inzwischen vom Schöffengericht zu Leipzig in erster Justanz Rönigspaar zu der Gewogenheit bereit zu finden, den taum so viel verdient würde, als zum eigenen Unterhalt der 840 M. Geldstrafe veruntheilt worden. Der Angeklagte Biegler beftritt die Aficht der Beleidigung. Als Redakteur ein 3 Bazar zu besuchen. Tieses Ereigniß wurde in der Zeitung Arbeiter in Berlin nöthig ist. Während der Berliner Tour hätten Drgans der deutschen Lehrerschaft, in welchem die schlechte mit großen Lettern folgendermaßen verkündet: Dem von Berliner Kollegen durch die billigen Preise schwer geschädigt Recht, ein herbes Urtheil eines berufenen Bädagogen abzuhruden. ihre Familien daheim darben müffen. Außerdem würden die Jugendfchriften Literatur befämpft werbe, fei es fein ques den Damen der hohen Aristokratie veranstalteten Bazar worden sein. Herr Scheffler, dessen Attordpreise übrigens von Liebesgaben zum Besten der verwundeten Krieger noch bedeutend niedriger fein follen als die in Branden- verständlich der Kritik unterwerfe, dem Angellugten ober des Frau Morgenstern erklärte dagegen, daß sie sich selbits wird eine seltene Auszeichnung zu theil theil werden. burg üblichen-die Differenz soll mitunter fogar Das allbeliebte Königspaar wird heute den festlich 50-60 pGt. betragen!- wurde nun um 25-30 pet. Erhöhung Recht bestreite, fie persönlich zu beleidigen und als die Eräge in geschmückten Bazar mit seinem hohen Besuch beehren. der Preise angegangen. Er wies die im Auftrag der Weilstatt perächtlicher Lebensanschauungen zu brandmarten, gegen die Es steht daher zu erwarten, daß dem schönen Liebeswerte bei ihm vorstellig gewordenen Arbeiter jedoch mit dem Bemerken eigentlich der Schutz der Sittenpolizei anzurufen fet. Ihr im zahlreich noch viele Wohlwollende zugeführt werden, um ab, daß er sich feine Preise machen lasse; die Beschwerdeführer Jahre 1869 erschienenes Buch Liebe und Lebeu" fei ibe dem erhabenen Beispiele zu folgen. Die Berkaufsstelle, Giteit, an bem, wie schon gestern erwähnt, 18 Mann betheiligt es schildert ihr Baterhaus und ihre Jugend und habe das hätten sowieso ihre Entlaffung bekommen. Darauf begann der Erstlingswert und eigentlich eine Eelbstbiographie, denn welche bisher von Baronesse von der Mühlen, welche leider sind. Die bereits erwähnte Versammlung der Brandenburger Holz. Bestreben, die weibliche Jugend zur Sittlichkeit, Selbstbestimmung erfrankt ist, verwaltet wurde, haben mit dankenswerther arbeiter ertlärte sich in einer Refolution durchaus zu gunfien Prozeffes zahlreiche sympathische Kundgebungen für dieses Buch und Berufstreue anguspornen. Sie babe gerade infolge dieses Berciwilligkeit Frau Kommerzicnräthin Brambach und der Ansständigen und gegen die Edeffler'iche Birma, die durch von Pädagogen und aus den Reihen deutscher Frauen erhalten deren Techter Fräulein Clotilde Brambach übernommen. ihre Lohnbrückerei den übrigen Firmen eine nicht zu billigende Georgine traute ihren Augen taum, als sie erst durch Stonfurreng bereite. Die üblich, hat Herr Echeffler schleunight und theilweise dem Gerichte zugestellt. Jenes Buch fei auch weder die Beitung erfuhr, daß auch ihre Tochter für ein so hohes den Echuß der Polizei erbeten und erhalten; natürlich bewahren für Echulmädchen oder Backfifche, sondern für die reifere weibe liche Jugend geschrieben und es sei nicht loyal, im Jahre 1394 die Ausständigen, wie es fich für alle flaffenbewußten Arbeiter Ehrenamt herangezogen wurde. Da galt es denn Clotilden geschmackvoll heraus zu schickt, ihre Kaltblütigkeit und hoffen, daß fie durch muthiges schriebenes Werk loszugehen. Bus Sachverständiger war der mit farfem Beleidigungsgeschüß gegen ein vor Dezennien ges Ausharren ihrer gerechten Sache zum Siege verhelfen werden. fgl. Regierungs Schulrath Dr. WaBoldt geladen. Diefer puzen. Und das verstand Georgine. Aus Aachen wird berichtet, daß bie Weberei von Arnold äußerte sich dabin: Die ganze weibliche Jugendschriften- Literatur In ihrer naiven Unschuld strahlte Clotilde wie eine Fee, die Anmuth und Liebreiz mit freundlichen Blicken u. Sch II sich infolge Vermittelung der von ihrem ausständigen sei seit 20-30 Jahren ein Spekulationsobjekt geworden und es Personal angerufenen Behörden bereit erklärt hat, den größten werde darin in großer Ueberproduktion weit mehr auf den ausstreut. Brambach konnte sich an seinen Liebling nicht fatt zustellen. G3 hätten daher am letzten Dienstag 89 von 105 Solche Jugendschriften, soweit sie Tendenzschriften feien, follten heil ber Weber unter ihnen günstigen Bedingungen wieder ein- Markt gebracht, als die weibliche Jugend verdauen könne. Es sehen. Er war jetzt stolz auf das Kleinod, das er in Webern die Arbeit wieder aufgenommen.- Ju der Fabrik der den 3wed haben, die jungen Mädchen zu felbständigen Persön Clotilden sein nannte. Gebrüder Wallach ist aufs neue ein Ausstand aus- lichkeiten herauszubilden und ihnen zu zeigen, daß sie im Leben ( Fortsetzung folgt.) gebrochen. Die Firma hat darauf die Weber entlassen. noch andere als gesellschaftliche Pflichten zu erfüllen haben. Er " Versammlungen. ba bei den anderen Tei de balb ein Gegner der herrschenden Richtung, der so: Röthing zu einem Monat Gefängniß und Deutschland groß und es gäbe Arbeiter genug darin; Herr Steins genannten Badfisch Literatur. Liebe und Leid" enthalte nun 1500 Mart Geldstrafe event. weiteren 100 Zugen Ge- lein sei mit feinen Maßnahmen ja auch ganz gut gefahren. So aber lediglich eine Liebesgeschichte zwifchen einem eben erst der fängniß verurtheilt. Röthing hat nach der Beweisaufnahme von der Vertreter der Firma. Thatsache sei, daß die Aussperrung Schule entwachsenen Mädchen und einem polnischen Flüchtling. Oftern 1886 bis zum November 1895 folgende Gewürze ver- fchon längere Zeit vorbereitet gewesen wäre, denn schon seit Es werde lediglich von Liebe gesprochen und das Liebes- fälscht: Bieffer mit 8-10 pCt. Stielen, 10-12 pet. entöltem Wochen fei nichts mehr eingeäschert worden. Dadurch, daß jene Leben zwischen den beiden jungen Leuten dargestellt, Anis, Balmkerne, Mohnöttuchen, gestoßene Linfen und Frank 15 Arbeiter wieder angefangen baben, sei eine Einwirkung auf die während die neuere Richtung dieser Literatur den jungen furter Schwarz( Ruß); Nelten mit 332 pet.. entölten Nelfen Verhältnisse der Römer'schen Fabrit vorläufig aussichtslos. In Leserinnen ernste Hinweise auf ernste Lebensfragen giebt. Außer und Nellenstielen, Bimmt mit Abfallen von geringerem Bimmt, der Diskussion wurde das Verhalten der 15 Arbeiter vielfach einigen Stellen, in welchen von Frauenpflicht und Frauenwürde Zucker und Bitronenschalen; Saffran, der 80 Mart pro Kilo scharf getatelt, ferner wurde die Arbeiterfreundlichkeit, die der die Rede sei, habe er in dem Buche der Klägerin ähnliches nicht foftet, mit 30 pet. Safflor wilden Saffran und gelbem Firmen- Inhaber bei der vorjährigen Feier des hundertjährigen gefunden. In einer ganzen Anzahl von Stellen wurden aller Oter; Ingwer mit 50 pet. entöltem Ingwer; Piement Bestehens der Fabrif zur Schau trug, mit der Aussperrung in dings auch moralische und Sittengeseze aufgestellt, aber der oder Neue Würze mit 25 pt. entölten Wachholderbeeren und Vergleich gebracht. Schließlich nahm die Versammlung einVerfasserin sei es nicht gelungen, diese in die Charaktere zu ver- Meltenstielen, Muskatblüthe mit werthlosen Bombayblüthen, ftimmig eine Refolution an, worin zunächst gefagt ist, daß die weben. Berächtliche Lebensanschauungen der handelnden Per- Zwiebad mil Paniermehl. Diese Gewürze wurden im gemahlenen Firma D. Römer- Pankow die Aussperrung der Arbeiter dazu fonen zeigen fich nicht, andererseits aber müsse er doch sagen: Buñande verkauft. Korriander, Anis, Kümmel und Fenchel- benutzte, ben vereinbarten Lohntarif zu durchbrechen und sich in auf Mädchen, die eben ins Pubertätsalter treten, tönne förner hat er durch Zusag von entölten Gewürzen gleicher jeder Hinsicht gefügige, untern ürfige Arbeiter zu schaffen. Dann ein Buch, welches auf 2-300 Seiten fortgesett von Gattung gefälscht. 1890 oder 1891 hat er aus alten Birnen, heißt es weiter:„ Die Versammlung erklärt es als eine verfehlte Liebe rede, verwirrend wirken. Er könne auch nicht Pflaumen und geigen Pflaumenmus hergestellt; da dies röthlich Sache, Maßnahmen zu ergreifen, die dazu angethan sein könnten, die leugnen, daß er manche fade, füßliche Aeußerung aussah, wurde es mit Ruß geschwärzt und als prima türkisches früheren Lohn- und Arbeitsverhältnisse wieder herzustellen, da herausgefunden habe. In den aufgeführten moralischen Säßen Pflaumenmus verkauft. Die gefälschten Gewürze hat er an fast die Hälfte der arbeitslosen Kollegen die Arbeit bedingungslos fiecte zweifellos ein fittlicher Ernst, er vermisse aber die Kleintaufleute als präparirte" Gewürze verkauft, das Publikum wieder aufgenommen haben. Die Verfammelten verurtheilten die einfache, gefunde, schlichte Frömmigkeit. Was die Bestrebungen blieb felbstverständlich hierüber im Unflaren. Rötbing entschul. Handlungsweise dieser Kollegen, die die Bedeutung der Organis der Ausschüsse zur Kritik der Jugendliteratur betrifft, fo feien digte sich damit, daß er nur das gethan babe, was in allen fation noch nicht begriffen haben, auf das entschiedenste; ste diese an sich sehr verdienstlich. Auf eine Frage des Rechts Geschäften gleicher Branche getban werde Die erblicken darin eine Schädigung der übrigen Kollegen und eine anwalts Gebhardt gab der Sachverständige zu, daß das qu. Verurtheilung erfolgte nur für die in den letzten fünf Jahren Verlegung des Solidaritätsgefühls. Die Versammelten halten es Buch ganz in dem Rahmen der damals herrschenden An- verübten Fälschungen, weil die vor dieser Zeit verübten gäl für ihre moralische Pflicht, die Opfer der Aussperrung zu unterschauungen sich halte. Damals hatte die Literatur für die schungen verjährt waren. flützen und erklären, unentwegt für Aufklärung und für die Ors weibliche Jugend immer etwas Weiches, Lyrisches, Sentimen ganisation weiter zu agitiren." tales an fch. Die von ihm bevorzugte neuere Richtung set Bum Schluß fimmte man einem Antrage an, wonach die ezft neuen Datums. Frau Morgenstern bekämpft albrei Straffer'schen Gemaßiegelten noch diese Woche unters einzelne Ausführungen des Schulraths und bat wiederholt darum, In einer Volfeversammlung, des 2. Kreises, die am flüßt werden sollen. ihr in dem Buche auch nur einen einzigen Satz zu zeigen, der 9. d. M. im Lokal Königsbof tagte, sprach Genosse Antrick in als unfittlich" oder verderblich" gelten fönnte. Als zweiter einem 21/2 ftündigen Vortrag über die gegenwärtige politische der Bimmerer bielt Genoffe imm einen lehrreichen Vors In der hiesigen Rahlstelle des 8entralverbandes Sachverständiger trat Prediger Richter Mariendorf Enge. Er gob in großen Bügen ein Bild der politischen trag über die Lage der arbeitenden Slaffen Deutschlands. Names auf. Diefer erklärte es für ungebeuerlich und unverantwortlich, Situation des Jahres 1878, schilderte die Kampfesweise, die die rad Bruhns theilte dann u. a. folgendes Vorkommniß mit, daß gebildete Leute, die Edles auftreben, eine Frau wie die damalige Regierung gegen unsere Partei anwandte, Klägerin, die Jahrzehnte hindurch bestrebt sei, das weibliche Ge- verglich dann die heutige Eituation mit der von 1878, die den Vorabenden der drei großen Feste üblich sei, hätten am und das sich auf der Gewerbeausstellung zugetragen habe. Wie es an schlecht für den Einst des Lebens tauglich zu machen, mit be auffallende Aehnlich keit beider betonend. Wie indessen das Weihnachtsheiligabend die bei einer Attiengesellschaft arbeitenden leidigenden Ausdrücken persönlich beral zufchen. In Herrn Ausnahmegefeß nicht im stande gewesen sei, die Sozialdemokratie Bimmerer zwei Stunden früber als sonst Feierabend gemacht. Göith's Buch würden 49 hervorragende Schriftstelle zu vernichten, fo werde man auch mit der jetzt beliebten Kampf- Der Polier sei nicht zu finden gewesen. so Der Bausührer, rinnen als Schmiererinnen" an den Pranger geftelt, weise, die in der Schließung der Organisation, der Anwendung der hinzu gefommen wäre und sie gefragt habe, warum gegen welche die Sittenpolizei eigentlich schüßen müßte. weierlei Rechts u. f. w. bestehe, unsere Partei nicht aus der sie schon Feierabend machten, Tie in jener Kritik enthaltenen Ausdrücke gegen die Klägerin Welt schaffen. Rebner schloß mit einem warmen Appell an die Firmen doch auch noch gearbeitet würbe, sei mit der Erklärung, feien unzulässig, ganz unverdient und einfach der Eache un Anwesenden, troß aller Drohungen und Verfolgungen fest zu daß der frühzeitige Feierabend so üblich wäre, zufrieden ge würdig. Nachdem Rechtsanwalt Gebhardt für die einander zu stehen. Hierauf wurde die Versammlung mit einem wesen. Der Polier, der inzwischen gefommen, habe sich aber Klägerin, Juftigrath Winterfeldt für den Beklagten und fäftigen Hoch auf die Sosialdemokratie geschlossen. gegen die Ziminerer Rebensarten erlaubt, die nicht wieberzugeben dieser noch selbst gesprochen, erging das Urtheil dahin, daß der In einer Volksversammlung des 6. Wahlkreises, die wären. Am dritten Feiertag hätten dann 11 Mann wegen des Angeklagte zu 150 M. Geldstrafe zu verurtheilen und der am Donnerstag im Publmann'schen Calon für die Schön früheren Aufhörens Feierabend bekommen. Der Redner bea Klägerin die Publikationsbefugniß zuzusprechen fei. Ton und hauser Borladt abgehalten wurde, sprach Genoffe Timm dauerte, daß die übrigen Zimmerer fich wenig um diese Maß. Jhalt des Artikels deute auf die beleidigende Abficht hin, das unter lebhaftem Beifall über das Thema" Die Eogialdemokratie regelung gefümmert und rubig weiter gearbeitet bätten. abgegebene Urtheil sei unzutreffend, zu einer solchen Kritit biete im Rampfe mit der Regierung". In der Diskussion wurden die Döring theilte mit, er babe bei derfelben Firma angefangen. nach Ansicht des Gerichts das betr. Buch nicht den geringen Ausführungen des Sieferenten durch äther wirkungsvoll er. Der Polier babe ihm erklärt, die Gesellschaft habe eine eigene Anlaß. Die Kritik müsse vor der persönlichen Ehre anderer gänzt. Augustin, Wagner und Koopmann forderten Krankenkasse, der jeder ihrer Arbeiter angehören müsse. Personen Halt machen und nur mit Rücksicht darauf, daß der noch die Parteigenoffen auf, für regeren Besuch der Verfamm feien ihm ebenfalls Beiträge abgezogen worden. Nun sei ihm Angeklagte von idealem Streben beseelt sei, babe der Gerichtshof lungen Eorge zu tragen. Eine Resolution, wonach sich die Ver- ein Unfall am Auge paffirt; der Polier wäre nicht zu von einer empfindlichen Freiheitsstrafe abgesehen, sammlung mit den Ausführungen Timm's einverstanden erklärte finden gewesen, und auf der Unfallstation babe man Wie man wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt und es den Genoffen zur Ehrenpflicht macht, für weitere Ver ibm gefagt, er folle nach Hause geben. Jetzt habe er erst dreimal wird. Ein ganz eigenartiger Fall von Majestätsbeleidigung ge- breitung des Vorwärts" zu wirken, wurde einstimmig an- nach seinen Krantentaffenbüchern schreiben müssen( das der langte am 9. cr. zur Kenntniß des 8. Straffenats des Reid 3 genommen. Mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie Bentral- Krantentaffe fei seinerzeit auch einbehalten worden); gerichts. Das Landgericht Ghemnitz bat am 15. Oftober v. 3 ging die Versammlung auseinander. endlich seien die Bücher angekommen. Bu feinem Erstaunen habe ben Althändler Franz Otto Weinig aus Hartmannsdorf bei Vom Vertrauensmann der Lederarbeiter waren alle in er da erfahren, daß die eigene" Kaffe, von der der Polier geBurgstädt wegen Beleidigung des deutschen Kaisers zu fieben der Leberfabrikation beschäftigten Arbeiter zum 9. Januar zu fprochen, bie Meyer'sche Orts Riantenkaffe war, und deren Monaten Gefängniß verurtheilt und außerdem auf Gineiner öffentlichen Bersammlung nach Ublig' Lokal in Rendant habe ihm auf seine Anfrage nach dem Krankengeld erziehung der zu der Beleidigung benuzten der Badftraße berufen. Es galt darüber Beschluß zu fassen, widert: Was er eigentlich wolle? Er sei freiwilliges Mitglied Raiserbüfte erkannt. Der Angeklagte batte an sein Wohn- welche Maßnahmen zu ergreifen feien gegenüber der Aus- und habe erst in sechs Wochen Anspruch auf Krankengeld. Weiß haus für ſein Pferd einen Stall angebaut und über diesem Stalle sperrung der Kollegen bei der Firma D. Römer in Bankow. behauptete, daß bei der Firma Friedrich( Maurer- und ein Schlafzimmer für sich und feine Familie angebracht. Ha a be, der bort beschäftigt gewesen, schilderte den Heigang Bimmermeister, Stargardterstraße) auf der Ausstellung auch Auf ein vorspringendes Gesims des Pferdestalldaches hatte er die fo: In der Römer'schen Fabrit waren 46 Arbeiter beschäftigt, Sonntags gearbeitet werde. Zum Schluß erörterte die Versamma Büfte des Kaisers gefeßt, die er vor einer Reihe von Jahren die angeblich wegen Arbeitsmangels sämmtlich am 2. Januar lung innere Vereinsangelegenheiten. einmal erworben hatte. Der Amtsbauptmannschaft Rochlig ers entlassen nurden. Ter eigentliche Grund sei aber Revanche der schien diese Dachzierde unziemlich und sie veranlaßte Meinig, die Firma für den vorjährigen Streit. Von den 46 Ausgesperrten Büste herunterzunehmen. In der Ausstellung der Büste und in feien 36 organisirt; 3 wären abgereist und 2 anderweit in Arbeit verschiedenen Aenßerungen, die jedoch eine direkte Beziehung zum getreten. Bebauerlicherweise bätten am 9. Januar 15 der EntKaiser nicht hatten, ist vom Landgerichte die Majestätsbeleidigung lassenen wieder bei Römer angefangen, ohne dem diingenden erblickt worden. Daß der Angeklagte Sosialdemokrat wäre, urathen Gehör zu fchenken, wonach sie den Versammlungs wie behauptet worden war, fonnte nicht festgestellt beschluß abwarten follien. Bon diesen 15 gehörten 11 erft feit werden. Das Gericht erblickte in der Aufstellung der Büste über dem Pferdestalle eine verächtliche Kundgebung, eine vorber nicht in der Fabrit befchä tigt gewefene,( nicht organis ganz turzer Zeit der Organisation an; außer ibnen feien 4 ober Berhöhnung und Verunglimpfung, nicht eine Ehrung des Kaisers, firte) Arbeiter bei Römer in Arbeit getreten. Unter solchen Umständen wie der Angeklagte behauptete. Dazu kommt," heißt es u. a. tönne die Fabrit ihren Betrieb fortsetzen. Der Vertrauensmann Arndt im Urtheil, die Räntesucht des Angeklagten und feine mindestens füigte ergonzend hinzu, daß die Ausgefperrten ihm gleich am verdächtige politische Stellung". In der Revision bee folgenden Tage von der Entlaffung Mittheilung machten. Seiner Angeklagten wurde bestritten, daß in der Aufstellung der Büste Pflicht gemäß habe er mit den Firmeninhabern zu vermitteln geschon eine Majestäte beleidigung gefunden neiden fönne. Auch fucht, was jedoch gänglich resultattoe geblieben wäre. Der Ver- Arbeiter Bildungsschule. Jm letzten Halbjahr 1895 die Einziehung der Büfte fei ungerechtfertigt.- In treter der Firma, Herr Eichhols, hobe Arbeitsmangel als Grund gingen ein: Gefd.ente: Matinee Ueberschuß des Ges.- Vereins diefem lepteren Buntte that der Reichsouwalt der Revision bet. der Entlaffung vorgefa üst; Daß alle Arbeiter entlassen Büderlichkeit" 10,-, Dir. Hoffmann sum Sommerfest 5, Auf Einziehung babe nicht erkannt werden dürfen, da die Büfte wurden, sei gefchehen, um Beibereien zu vermeiden; nötbig fei Perfonal vom Vorwärts" 10,-, Nordschule, Bierforb, nicht das Werkzeug, sondern das Objekt refp. Substrat der Be nur die Entlaffung eines Theiles gewesen. Auf weitere Vor- Vichelsdorf 1.80, Nordschule, Rieselfelder 1,15, Schulze leidigung gewefen fei. Das Reichsgericht erkannte auf Aufflellurgen habe Herr Gich bola erklärt, daß, wenn die Arbeiter 200,- 2. in 2. 100,- Arthur Mitschkowski 65,-, hebung des gesammten Urtheils und verwies die Sache wiederfämen, er diejenigen, die ihm gefielen, wieder einstellen merit. Auftion einer Celfarbine bei Streit 4,85. Gefangverein an das Landgericht Leipzig. In der Begründung wurde bem würde. Gegenüber der Vermuthung, daß es fich bierbei ir obl ffnung", Norden, 10,- 2 Mitgl. der Freien Volksbühne" Zweifel Ausdruck gegeben, ob das Landgericht Chemnih fich des darum handeln solle, den Lohntarif nicht inne zu halten, habe 75. Dupont 3,- Böttcher 5. Ueberschuß der Tellers U terschiedes zwischen Verlegung der Ehrerbietung und Belei Serr Eichholz geäußert, er fei nicht der Wann, der fich von fammfung der Kr.- K..Bers. von 2 Löwe durch Böbelmeyer 8,-. digung im gewöhnlichen Sinne bewußt gewesen sei. feinen 2.beitern Borfdriften mochen laffe. In feiner Müller 200,-. Tellersammlungen: bei Grünbel 16,60, bei Reller Nahrungsmittelverfälschung en gros. Wegen Nahrungs. Fabrit wolle er Herr im Hause fein. Im Sommer hätten die 6,60, bei Cohn 4,25, im Wedding Park 5,35, in Süd- Ost 9,30, mittelfälschung wurde am 9 Januar vom Landgericht Leipzig Arbeiter gefireitt, jegt würden sie( die Firmeninhaber) einmal bei Gründel 9,20, bei Bolt 16,90, im Kolberger Salon 11,80, der Inhaber der Firma Röthing u. Komp., Landesprodukten und freiten; im übrigen gefalle ihnen der Geist der Leute durchaus Eumma 704.25. Danfend quittirt für den Vorstand: H. Königs, Rolonialwaaren en gros, Raufmann Traugott Franz Ostar nicht mehr, sie seien viel zu„ tect" geworden. Außerdem fei Raffirer, Dieffenbachstr. 30. fälen, Koppenfiabe 29 ftaufindenden Stiftungsf.ftes fällt ber Unterricht in Arbeiter- Bildungsschule. Wegen des heute Abend in eller's Feftbeiben@chulen aus. Fachverein der hrmacher und verwandter Berufegenomen Berline und merernd. Com abend abends 9 Uhr orbentliche Generalverfammlung im Botal von King u. Co, Alte Jakobftr. 88. Bortrag des Genoffen Bitfin über: Florian Geyer". Theater- und Vergnügungsverein„ Tarragona". Sonntag abends& hr Gigung im Lokal des Herrn§. Dr- ßler, Barnimſtr. 16. Gefellidaft Olymp". Sonntag, den 12. Januar 1896, abends 7 Uhr, Invalidenft 139 bei Rießdorf. Nach ber Sigung Fidelitas. Privat Theatergesellschaft gilly". Comitag Abenb 6 Uhr Sigung bet Fidelitas. Schermer, A.tonaplas 1. Besprechung über den nächen Masrenball. Nachher Tischler- Verein. Heute Abend Uhr Melchiorstraße 15 General- Ver. fammlung. " Briefkasten der Redaktion. 0 Ueberall Pakete à 10 mit ca. 200 Gr. Inhalt. Man prüfe alles und behalte das Beste! Volls Kraft- Kaffee Volks- Kraft- Kaffee 25/19 ift vermöge feiner gefundheit'iden Geftandtheile, feiner Billigkeit und feines Wohlgeschmackes nimmt dem indischen Kaffee feine Schädlichen Wirkungen und ist durch diese und seine souftigen hervor. ragenden Eigenschaften auch Heberall Packets à 10 Pf. mit ca. 200 Gr. Inhalt. der beste Kaffe- Ersatz. DRI der beste Kaffee Zufatz. Keine Hausfran möge es uuterlassen, mit dem Volks- Kraft- Kaffee cinen Versuch zu machen, der Erfolg wird es reichlich lohnen! Weitere Niederlagen werden vergeben durch die Hauptniederlage von A. Glaeser, SW. 47, Wartenburgstraße 28, Fernsprech- Anschluk Amt VI. 2177. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Berband d. Sattlern. Lapezirer. Achtung! Charlottenburg. Achtung! ( Zahlstelle Berlin.) Versammlung Sonntag, den 12. Januar 1896, vormittags 10 Uhr, Sonnabend, den II. Januar, bei Keller( großer Saal), Koppenstr. 29: bei Meier, Müller ft r. 7. 158/4] Die Ortsverwaltung. Außerordentliche Generalversammlung. Allgem. Kranken- u. Sterbekasse 1 Tages Ordnung: Beschlußfaffung über die zu stellenden Forderungen. Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. Mitgliedsbuch Die Ortsverwaltung. legitimirt. Die Zahlstellen des Verbandes befinden sich: Für den Norden: Ruppinerftr. 44 bei Raabe. Tresckowftr. 24 bei Schmidt. Lothringerstr. 67 bei Dieke. Schivedterstr. 31 bei Liske. Müllerftr. 7a bei Gleinert. Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. Thurmftr. 83 bei Holzbächer. Birkenstr. 28 bei Buge. Für den Often: Friedrichsbergerstr. 19 bei Winkelmann. Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Frankfurter Allee 90 bei Zabel. Roppenstr. 47 bei Lorenz. Langeftr. 65 bei Tempel. Landsberger Allee 27a bei Lange. Für Süd- Oẞ: Cuvryftr. 25 bei Erbe. Ritterstr. 123 bei Stramm. Naunynftr. 86 bei Streit. Grünauerstr. 3 bei Golz. Sonntag, 12. Januar, vorm. 10 Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Grosse öffentliche Versammlung aller Gewerkschaften. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Gewerbegerichts.Wahl. Referent Das Wahlkomitee. der Metall- Arbeiter. Genoffe Faber. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. ( E. H. 29) Hamburg, Filiale 1. Mitgliederversammlung Görliger und Sorauerstraßen- Ecke bei Sonntag, den 12. Januar 1896, Tolksdorf. vormittags 1012 Uhr, im Lokal Zubeil, Lindenstr. 106. Bücklerstr. 55 bei Schilling. Dieffenbachstr. 31 bei Gaule. Tagesordnung: 1. Raffenbericht der Manteuffelstr. 69 bei Brödenfeld.( Da- Monate November u. Dezember. 2. Neu selbst befindet sich auch die Biblio- wahl eines Bevollmächtigten. 3. Vers thet der Drechsler.) Röpnickerstr. 194 bei Reichert.( Daselbst werden täglich abends Beiträge entgegen genommen.) Für den Weften: Gneisenauftr. 35 bei Rosse. Culmstr. 36 bei Raumann. Belle- Allianceplatz 6 bei Hilscher. Für Friedrichsberg: Friedrich- Karlstr. 11 bei Heinicko. Für Rummelsburg: schiedenes. [ 119/2 204/12 Rixdorf. Sozialdemokratischer Verein Vorwärts. Dienstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Kummer, Berlinerstraße 55: General Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Wurmi Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Entstehung der kapitalistischen Produktionsweise. 2. Diskussion. 3. Kaffen. Mitgliedsbuch legitimirt! Die Ortsverwaltung. Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder u. verwandter Berufsgenossen zu Berlin.( E. H. Nr. 24.) abends 8/2 Uhr, Sonnabend, den 18. d. Mts., Rant- und Türrschmidtstraßen- Ede bei Generalversammlung Schröder. Jeden Sonnabend: Zahlabend. Alle Werkstatt- Angelegenheiten sind zu melden bei dem Roll. Wiedemann, Annenftr. 39, auf dem Arbeitsnachweis, oder an den Vorsitzenden der Werkstatt Kontrollkommission, Kollegen Grunert, Manteuffelstr. 64. Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 12. Januar 1896, im Königstadt Casino, Holzmarkt- Straße 72: Anatomischer Vortrag des Naturarztes Hrn. D. Grundmann " über:, Ein Blick in das Innere des Menschen." ( Mit Experimenten an einer lebensgroßen Figur.) Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Anfang des Vortrages pünktlich 6 Uhr. Zahlreiches Erscheinen erwünscht.- Gäste willkommen. Verband der Möbelpolirer. Versammlung 24/16 am nächsten Montag, abends 8 Uhr, Badstraße Nr. 12. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Kurth. 2. Bericht vom 4. Quartal. 3. Ver schiedenes. 146/15 Die Kollegen werden ersucht, die Rontrolltarten für das Jahr 1895 auszufüllen und heut Abend in den Zahlstellen oder morgen Sonntag, vor mittags 10 Uhr, bei Keller, Koppenftr. 29, mitzubringen; daselbst findet eine öffentliche Versammlung statt.( Siehe Inferat von gestern.) Ferner laden wir die Kollegen sowie Freunde des Verbandes zu dem am 25. d. M. bei Nieft, Weberstr. 17, stattfindenden Maskenball ein. Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Der Vorstand. bericht. 4. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 5. Vereins232/11 angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Mitglieder werden auf§ 6 Abs. b aufmerksam gemacht. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand, Der nächste Theaterabend findet Sonntag, den 26. Januar, statt. Belle- Alliance- Theater Sonntag, 12. Januar 1896, nachmittags 3 Uhr: Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Einmalige Aufführung: im Englischen Hof, Neue Roßstr. 3. 230/13 Zages Ordnung: 1. Kaffenbericht pro IV. Quartal 1895. 2. Jahresbericht pro 1895. 3. Bericht des Vorstandes. 4. Entschädigung der Revisoren laut§ 27 des Statuts. 5. Wahl eines Revisors. 6. Vortrag des Herrn Dr. med. Paul Bernstein über: Rathschläge für gesunde und frante Tage. 7. Staffen angelegenheiten. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder erforderlich. 24/17 Fr. Freudenreich, Bruno Gröblehner, I. Wafferthorst. 14i.2. Vorsitzender, ißmannst. 18'1. Kafirer, Rixdorf. Buchdrucker- und Schriftgiesser- Verein für Rixdorf- Britz. Sonntag, 12. Januar, vormitt. 111/2 Uhr, in den Victoriafälen, Hermannstr. 49: Versammlung. Tagesordnung: 35/6 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Görte. 3. Diskussion und Berschiedenes. Sämmtliche Buchdrucker und Schrift gießer Rigdorfs nd hierzu eingeladen. Der Vorstand. Aufforderung! Der Hutmacher Emil Kaften, Die Räuber. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Karl Moor Micka Preger( Stadttheater in Nürnberg). Franz Moor. Julius Türk. . B Kosinsky. Carl Weffelsty( Stadttheater in Hamburg). Amalie... Hedwig Margot. Schweizer.. Ernst Clefeld( Nationaltheater). Rarten à 60 Pf. sind in den bekannten Geschäften zu haben. Beginn der Verloosung und Eröffnung der Kaffe 2 Uhr. Sonntag, 19. Januar: Außerhalb der Gesellschaft.( Novität!) Große Berliner Schneider- Akademie Berlin C., Rothes Schloß nur Nr. 1. Seit 1880 in denselben Räumen. Größte und besuchteste Fachschule, garantirt gründlichste theoretische und besonders praktische Ausbildung in der Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. 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Jede Uhr repariren u. reinigen fostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1.50 f. außer Bruch, fleine Reparaturen wird. Referent Reichstags- Abgeordneter Georg Horn( Löbtau). 2. Diskussion.billiger. Großes Lager neuer und 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vertrauensmannn. 73/5 gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren und Wecker, alle Arten Retten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, Fachverein d. Musikinstrumenten- Arbeiter 35, Chaussee- Strasse 35. General- Versammlung am Montag, 13. Jannar, abends 8 Uhr, Oranienftr. 51. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1895. 2. Ergänzungswahlen der Kommissionen. 3. Jahresbericht des Vorstandes und der Kommissionen. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Mitgliedsbuch legitimirt. 148/18 NB. Die Rollegen werden ersucht, mit den Matinee- Billets und den Streitlisten abzurechnen. Achtung, u. 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