Morgenausgabe Nr. 69 A 35 46. Jahrgang VSchenMch 82 moeaMch 8,60 5*. (tn voraus zahlbar Postbezug 4.32 M. «tnfchl Bestellgeld. Auslandsadonn»« Oitnt 6.— M pro Monat. C««florwirt«* erlcheim wochentLg» lich zwermal. Sonntags und Montag» einmal, die Äbendausgaden für Berli» und im Handel mit dem Titel.Der Abend". Inuftmrt» Beilagen.SJolf und Zeit" und. Kinderfreund". Ferne» .Unterhaltung und Dillen"..Frauen» stimme"..Technik".Blick in die BüchenveU" und.Sugend-Vorrvürts� Berlin«« Vowsvla« Evantag 20 Februar 192? Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts 20 pf. Die e f n i p ö rt i p t Nonp-.retllezelk« 40 Pfennig. Reklame eile l».— Reichsmark.„Kleine Anzeige»' das enge» druckte Won 25 Pfennig(zulässig zwe� tettgedruckte Dorte). iedes weitere Wort L Pfennig. Stellengesuche das erste Won l5 Pfennig, zedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 18 Buchstaben «ädlen für zwe« Worte. ÄrbeirsmartI Zeile 60 Pfennig Familtenanzeigen Kl» Ab~" ng Familtenanzeig Kbonnenren Zeile 40 Pfennig. Anz< abnahm» im chouptgefchaft Linde» llroße 2. wochentägl. von 6'/, vi» 17 llhe» Aentealovgan der SozialdemoteatisGen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Uindenstratze 3 Fernlrrrchrr: könbost WZ— LSI Telesramvi-Sbr: Sozialbemokra« villi» Vorwaris-Verlag G.m.b.H. Bnstlldickirmio' verlin 37 636— vanftento; Bant der flibettix. HngeftcDttti und Beamien Wallfti SS Dtttonio-Eelilllchai,. Tevosiientaiii Ltndenstt L Die Gachverständigenkonferenz. Erste Geschastsflhung Moniag. Paris, 9. Februar.(Eigenbcrichl.) Die Nlilgiiedcr de» Sachverständigcnkomilee». das die endgül- lige Feflsehung der Reparationszahlungen volberelten soll, sind im (sk bände der Lank von Frankreich zn ihrer ersten Sitzung zusam- wengetretea. Man Hot die Frage des Vorsitzes und der Arbeits- Methoden behandelt und u. a. beschlossen, die Verhandlungen bi» zu ihrem Abschlutz geHelm zu führen. Die Rlitglieder des Komitees haben sich schriftlich zum absoluten Schweigen verpflichtet. Die Oessenlli6)keit soll von ihren Beschlüssen erst erfahren, wenn eine Einigung erziell ist. 9 Dieses Vorgehen hat dos ein« Gute für sich, daß die Arbeiten nicht durch Polemiken und Pressetombinalionen gestört werden. Die Frage ist nur, ob dagegen Geheimhalwng ausreichender Schutz ist (Es gibt in ollen Ländern Blätter, die in Ermangelung authentischer Meldungen sich ihre Informationen erfinden und die Kontro- vers« wird um solch« Kombinationen nicht minder heftig sein, als wenn es sich um amtliche oder halbamtliche Kommuniques handeln würde. Auf der anderen Seite verhindert die Geheimnis- krämerei jede wirksame K o n! r o l l e. Die beteiligten Länder wer- den ein«» Tages mit den fertigen Beschlüssen überrascht werden, die sie anzunehmen oder abzulehnen haben. Der Bankier hat dem Poliliker das hesi au» der Hand ge- aommea uad die inlernalionale Finanz enischeidel über die Geschicke der Völker. Da? Komitee, in dem 7 Länder mit je zwei Haupt- und zwei Ersatzdelegierten oertrelen sind, hat den Umfang eines kleinen Par- laments. Das ist für die Arbeit nicht sehr oorteilhaft, denn es ist sehr viel schwerer, einige 20 Sachverständige, von denen soder von dem Bewußtfein der eigenen Autorität durchdrungen ist unter«ine gemeinsam« Formel zu oereinigen, als ein halbes Dutzend. Es scheint deshalb bereits erwogen, zu werden, die Ersatz dele- gierten nur„als stille Beobachter' zuzulassen, oder aber die Kon- serenz von Ansang an in mehrer« Unterkommtssionen auf- zulösen. Ein Arbeitsprogramm ist bisher nicht aufgestellt worden, es dürften die ersten Sitzungen fast ausschließlich der gegenseitigen Information dienen. Mehrere Delegationen hoben umfang- reiche Exposes angekündigt und besonder» die Deutschen f-beinen sehr fleißig« und gründliche Vorarbeit geleistet zu haben. Die deutschen Delegierten haben mehrer« Kisten Denk- jch eisten und sonstiges Material nach Paris mitgebracht. Die vereinbart« volle Unabhängigkeit der Sachver- ständigen, die nicht an Instruktionen ihrer Regierungen gebunden sind. ist keineswegs buchstäblich zu nehmen. Die hauptsächlichsten Gläubi- gerländcr haben ihre M i n d e st f o r d e r u n g seit langem formu- liert und offiziell bekanntgegeben. Es ist wohl nicht anzunehmen, daß Ihre Sachverständigen darüber einsach zur Tagesordnung über- gehen werden. Sämtlich« alliierte Regierungen verlangen von Deutschland die Aufbringung der von ihnen an die Vereinigten Staaten geschuldeten Summen, Frankreich und Belgien dar- über hinaus noch einen Betrag für die Kosten des Wieder- aufbaue». Die deutsche Schuld wird also voraussichtlich in zwei Teile zer- legt werden, von denen der eine zur Deckung der Inleralliierlen Schuld, der zweite als Entschädigung für die zerstörten Gebiete bestimmt fein wird. Der Gegenwartswerl wird von den Sachverständigen auf eiwa lS Bliiliardeu berechnet und dafür wäre eine Reduk.ion nur zu erwarten, wenn Amerika sich zu einem Rachlaß seiner Forderunzen an die europäischen Schuldner bereit finden würde. Noch der Stimmung in den Bereinigten Staaten ist damit, wenig- steus für die näcksten Jahre, kaum zu rechnen. Frankreichs Kosten für den Wiederausbau betragen etwa IS Milliarden, die Belgiens sind zum größten Teil durch sein« Priorität aus die früheren deutschen Zahlungen bereits gedeckt. PoincarS hat keineswegs die Ge- samtheit der Diederausbautosten reklamiert. Infolgedessen dürfte man bei der Festsetzung der deutschen K a p i t a l s ch u l d auf den Betrag von SO bis 32 Milliarden kommen. Wie hoch in Zu- kunft die deutschen Jahresraten sein werden, hängt in erster Linie von der Dauer der Zahlungen und von der Höh« des Diskontsatzes sür die eventuelle Früherzahlung ab. In Frankreich steht der Gedanke im Vordergrund durch Flüssigmachung einiger Milliarden Mark die letzten 20 bis 25 Annuitäten der alliierten Schuld an Amerika zurückzukaufen und damit die Gesamtdauer der inter- nationalen Finänzverpflichtungen auf 30 bis 35 Iabr« zu verringern. Ob es möglich sein wird, hängt vor allem von den Dispositionen und der Aufnahmesähigkeit der großen internationalen Geldplätz« ab, aus denen dl« deutschen Obligationen untergebracht werden müssen. Das Präsidium der Konserenz ist dem Amerikaner Owen D o u n g angeboten worden. Sollte er ablehnen, dann wird vor- aussichtlich einem der beiden englischen Delegierten der Vorsitz angeboten. Barrikaden in Bombay. Nicht Religionskampfe, sondern Hungerrevolten! Bombay. S. Februar. Aus allen Testen der Siadl werden Unruhen gemeldet. Die Stimmung der Bürger ist durch die Angst, der sie s e i t m e h r e r e a wachen ausgesetzt sind, sowie durch das allgemeine gegenseitige Mißtrauen außerordenllich oedrückt. Die Plünderungen gehen weller. Zusammenstöße erfolgen unaushörllch. heule vormillag haben die Truppen an zwü Stellen geschossen, wodurch sechs Personen getötet und 40 Personen ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Die Schießereien singen am Räch- miklag wieder an. vis jetzt sind S0 Leute sestaenommea. Die Mehrzahl der heule ve? letzten und Getöteten lind Hindu». Die Gesamtzahl der Talen wird mit t l 0 und die der Schwer- verletzten mit 600 angegeben. 3m Eingeborenenviertel ist jeder Geschäftsverkehr unterbunden. Die Kämpfe haben sich aus den Rorden von Bombay erweikerl. Die britischen Behörden haben eine außerordnekliche Verstärkung der Garnison veranlaßt. Ansammlungenüer versprechen wir gleichzeitig, am Gedeihen und an lxr Festigung der Republik weiter zu arbeiten Unser wackeres Reichsbanner ist uns da eine wertvolle Stütze. Wir schaffen dl« Zukunft, die sich imsbouen muß und wird au? dem großen Gedanken des Friedens, der Frcilicit und d«r Gerechtigkeit. Die Zentrumsabgeordnete Frau Ministerialrat Helene Weber sprach über die Aufgaben der Frauen In der deinokratischen Republik. Der demokratische Reichstagsabgeordnete Ernst L e m- m«r vortrat die republikanische Jugend. Er verlangte vom Reichs- lag mehr Staatsgeist und weniger Fraltionsgeist. Gegen die Feind« der Demokratie, die heute wieder laut schimpfen und damals am Aufbau nicht mltarboiteten, zeugt am besten die Tot von Weimar. In wenigen Monaten wurde hier mehr gebaut, ol« Jahre kaiserlich absolutistischer Mißwirtschaft zerstört hatten. Genosse Paul L ö b e schloß die außerordentlich gut besucht« Kundgebung mit einem Hoch auf dle deutsch« Republik. Der Polizeipräsident von Frankfurt. Der bisherige Polizei- Präsident von Altona, Steinberg, ist zum Nachfolger des verschiedenen Polizeipräsidenten Zimmermann in Frankfurt o. M ausersehen. Steinberg ist Sozialdemokrat und stammt aus der Gewertschafts- bewcgung. 1927 wurd« er in die politische Abtellling des Berliner Polizeiprädiums als Regierungsrat berufen. Diesen Posten b«- lleidete er bis April 1928, wo er zum Polizeipräsidenten von Altona r mannt wurde. Wer liegt in Aikolskoe begraben? Die vaterländische Geschichte und der Präsident des Landesfinamantts. In Nr. SS teilten wir mit, daß ein Finanzbeomler bei der Prüfung für den mittleren Dienst die Frag« beantworten sollte: „Wer liegt irt NIkolskS begraben?" Der Prüfling wußte«» nicht und zog sich damit den ernsten Groll des prülsnden Oborinspektor» zu, d«r den Unwissenden schließlich darüber ausklärt«, daß irgend«!» Prinz Sigismund von Hohenzollern dort begraben liegt, von v«m weder Lied noch Heldenbuch melden. Die Angelegenheit ist bereit» Gegenstand«ner von der Repu- blitanischm Beschwerdestell« erhobenen B«schw«rd« giw«s«n. Der Präsident de» Sandesfinanzamt«» Berlin. Herr Dr. Kufe, hat persönlich di« Beschwerde beantwortet— und den hobenzollernsesten Examinator voll und ganz gedeckt. Sein Bescheid ist so charakteristisch, daß wir ihn im Wortlaut wiedergeben: „Es Ist zutreffend, daß dl« Prüfungsordnung für den«in- fachen mittleren Dienst«ine ausdrücklich« Vorschrift dahingehend. daß vaterländisch« Geschichte gevrüst werden muß. nicht enthält. Eine derartig« Vorschrift smoet aber Erwähnung in dem Abschnitt, bei der Borprüfung für den gehobenen mittleren Dienst, und da o» sich nicht etwa um zwei Prüfung«- ordnungen, sondern um eine einheitliche Prüfungsordnung handelt, lag für den prüfenden Obersteuerinspektor kein Anlaß vor, di« vaterländische Geschichte nicht als Prüfungsgegenstand anzusehen. Uebrigens ergibt sich ein« Pflicht, dieie» Prüiunasgegenstand nicht außer acht zu laslen, auch au» Ziffer IS d«r Prüiungtvrimung, wo gesagt ist, daß die Anforderungen der mündlich.',, Prüfung aus das Bildungsziel der Volksschule, wo vaterländische Geschichte gelehrt wird, abzustellen sind.' Wie ich bereits in meinem Schreiben vom. 2. Januar zum Ausdruck gebracht habe, liegt für mich keinerlei Anlaß zu der An- nahm« vor, daß die Prüfungen irgendwelche politisch«» Tendenzen erkennen lassen. Solche werden ganz selbstverständlich in der von mir geleiteten Behörde nicht geduldet, und wie diesmal — nach der mir gegebenen Schilderung in einer ganz harmlosen Form— ältere Geschichte geprüft ist, so wird bei einer anderen Prüfung die der neuesten Zeit behanoeU werden. Dr. Kufe." Dieser Bescheid ist«in« offensichtlich« Verhöhnung der Republik. Di« Frag«, ob für die Prüfung.Waterländlsche Geschichte" vorge- schrieben ist oder nicht, bildet einen relativ nebensächlichen Punkt. Unmöglich kann— so oder so—„Vaterländische Geschichte" heutigen- tag» dahin aufgefaßt werden, daß hohenzollernsche Genea- logie getrieben wird und daß gar die Begräbnisstätten(!) ganz unbedeutender Sprossen diese» Hause» auswendig gelernt werden. Für einen republikanischen Finanzbeamten ist di« Kenntnis de» Be- gräbnisortes eines Prinzen Sigismund ebenso gleichgültig wi« die Kenntnis des Friedhofs, auf dem die Großmutter des Herrn Finanz- omtsprästdenten Dr. Kufe begraben liegt. Wir erwarten, daß der Reichsfinonzminifter diesen hohenzollern- begeisterten- Finanzamtspräsidmtei, Dr. Kufe in unzweideutiger Weise rektifiziert. Oer übliche Kreispruch. Wiederholte Beschimpfung der Rtpubllk— keine Be« schimpfllng. Der wegen Beleidigung und Beschimpfung mehrfach vorbestrafte Herausgeber der„Mitteldeutschen Presse" in Stahfurt. de? ehe- malige Lehrer Hottenrott. war vom Schöffengericht Braun- schweig vor einiger Zeit wegen Republikbeschimpfung zu sechs Monaten Gefängnis oerurteilt worden. Hottenrott hart«, um sich zu brüsten, in seinem völkischen Hetzblatt einen provozieren- den Schriftsatz van neuem abgedruckt, den er vor fünf Jahren in einer anderen Prozeßsache an d-n Staatsgerichtshof ge- schickt hatte. Auf die Berufung des Angeklagten sprach die Groß« Straf- kammer des Landgerichts Braunschweig jetzt Holt«nrott frei, indem sie sich der Begründung de« Verteidigers anschloß, daß in einer Bemerkung, die der Staatsgerichtehos selber habe, passieren lassen, nicht fünf Jahre später eine Beschimpfung der Republik ge- fanden werden könne. Ein seltsamer Gedankengang! Wall der Stoatsgerichtshof vor fünf Jahren die Sache»6 sc!» ge'eat hat, vielleicht, weil er es unter seiner Würde hielt, auf Herrn Hotten- rott« Schimpfereien zu reagieren, ist die Beschimpfung für alle Zeiten immumsiert. Di« Republikschau der Justiz treibt scltsgme Blüten.__________ Deutscher Steuertvirrwarr. Angesicht» der Verbandlungen über das Si�eroercinh«::- llchungsgrsetz sind die Ergeoniss« der großen Steusrskstisti! de? Jahres 1925 von ganz besonderer Bedeutung. Diese Ergebnisse zeigen, wie wir dem demokratischen Zeiwngsdienst entnehmen, d'e ganze Zerrissenheit de» deutschen Steuersystems. Heute noch besteht in Bayern ein« Bauplatz steusr, tn Württemberg eine Gas st euer, m Oldenburg ein« Viehbestands st euer, und in Brauns chweig ein« Wildbret st euer! Noch kurioser aber sind, wie jetzt festgestellt worden ist, die Gemeindesteuern. So gibt e« z. B. nach der Steuerstatistik in einigen Gegend«! von Mecklenburg-Schwerin noch ein«„H a u i vorsprungsteuer", die alz Luxussteuer für gewisse Verschöne- rungen des Hauses gedacht ist. Es gibt weiter eine„Spionen- st euer", durch die der gläsern« Spion besteuert werden soll, mit dessen Hilfe man die Vorübergehenden auf der Straße kontrollieren kann. E» gibt weiter in einigen Gegenden noch eine Begrab- n i» st« u« r, eine Fenstersteuer und sogar eine Spül- t l o s« t t a b g a b e, di« typisch für das deutsche Steucrchoos sind. Ostfriedenspatt unierzeichnei. Ohne Litauen. Moskau, 9. Februar.' Im Bolkskommissariat des Auswärtigen fand heute di« Unter- Zeichnung des Protokolls statt, durch das der Kellogg- Pakt zwischen Sowjetrußlond, Polen. Rumänien. Estland und Lettland vorzeitig in Kraft gesetzt wird. Dle Unterzeichnung wurde durch eine Rede der stellvertretenden Volkskommissar» des Auswärtigen, L i t w i n o w. eingeleitet, auf di« der polnische Gesandt« in Moskau, Patek, antwortete. Die litauische Regierung läßt erklären, daß sie zur Unterzeich- nung nicht eingeladen, ihr auch der Text offiziell nicht überreicht worden sei. Kämpfe in Weißrußland. Bauern gegen Kommunisten. Warschau, 9. Februar.(Eigenbericht.) Wie aus W>. l n a gemeldet wird, ist es in den letzten Tagen in Rußland unweit von Witebsk zu schweren Kämpfen zwischen den Dauer-., und den kommunistischen Behörden gekommen: im Grenz» bezirk Witebsk seien Gerüchte über den bevorstehenden Sturz der Kommunisten und den Einmarsch der Polen verbreitet, die von gegenrevolutionären Organisationen aufgegriffen und zur Aufhetzung der Bevölkerung gegen die Sowjets ausgenutzt wurden. In mehreren Fällen wäre es dabei zu schweren Kämpfen gekommen. Das Haus des Sowjetvorsttzenden in dem Dorfe Dobrsgory soll überfallen und dstnollert, fünf Kommunisten getötet, lZ schwer verletzt worden sein. Troßkl ist nicht in Konstontinopel, nielmehr noch in Rußland. R a d e k und R o k o w s k i sollen nach Suchum in Kaukasien über- geführt worden sein, tn sie unter dem sibirischen ftlima sehr gelitten haben. Eingeschnurie Kauskrast. Sozialdemokratische Kritik im agrarpoltttschen Ausschuß. Die SozmQemokrati« hat, nunmehr als Regierungspartei, entsprechend ihrer bereits vor einem Jahr als Oppositionspartei eingenommenen positiven Haltung, im Ausschuß für Durchführung d es. landwi r tsch af tli ch�n Notprogramms erneut ihre Z'nftimmung zu den Grundsätzen dieses Programms und den daraus sich ergebenden finanziellen Konsequenzen ausgesprochen. In der letzten Sitzung des genannten Ausschusies übten die Sprecher der Fraktion, die Abgeordneten Peine- Verlin und B« rg ma n n- Hamburg, scharfe Kritik an der Pasiivität und Ideenlosigkeit der agrarischen Kreis« selbst, die immer noch in Zöllen und Subventionen das Allheilmittel sehen. Die sachlichen Aus- führungen der Sozialdemokraten wurden von den Vertretern der anderen Parteien und der beteiligten Ministerien mit größter Auf- merkfamkeit entgegengenommen. * Abg. Peine bezeichnet« die Erwerbslosigkeit und die damit verbundene Einschnürung der Massentauftraft als einen Hauptgrund der mangelnden Nachfrage nach Fleisch, Butter, Eiern, Milch usw. Wenn 2 Millionen Erwerbslose mik ihren Angehörigen pro Woche und pro Sops nur ein Pfund Fleisch mehr als heute kaufen könnten, gäbe es kein lleberangebot an Schlachtvieh mehr. Mir haben keine lleberproduktion, sondern eine Unter« konsumtion. Der Laiüttvirt fordert: Laßt kein Fleisch und Vieh aus dem Aus- Ic.nd herein. Muß nicht da der erwerbslose Arbeiter mit dem gleichen Recht verlangen� Kaust keine ausländischen Autos, keine Fordtrekter mehr, sondern die guten und ebenso billigen deutschen Wagen und Trekker? Minister a. D. S ch i e l e(Landbund) bestritt in einem Zuruf die Berechtigung dieser Gleichstellung! Der Landwirtschaft, führte Peine weiter aus, fehlt es an Orga- nifation und Initiative. Was soll man dazu sagen, wenn an einem einzigen Tage planlos, ohne Bestellung. 700 Waggon Kartoffeln auf dem Berliner Markt erscheinen? Oder ivenn die Kartoffeln für 2.20 bis 2,60 M. pro Zentner angeboten werden und im Kleinhandel schließlich 6 bis 5 M. kosten? In der Geflügelzucht sehen die Aussteller statt auf Leistung viel mehr auf Form und Gefieder. Hier und in tausend anderen Fragen sollten die berufenen Orga- nisationen der Landwirtschaft ihre Mitglieder so beraten und diszi- plinieren, wie es die Konsumgenoifenschaften ihren Käufern gegen- über durchgeführt haben, anstatt die Bauern gegen den neuen Staat aufzuwiegeln...... Abg. Beck(Z.) gab die Mängel in der Organisation der Land- Wirtschaft unumwunden zu. Positive Borschläge zu einer Aenderung dieser Verhältnisse brachte er nicht vor. Abg. Bergmann(Soz.) ging in längeren Ausführungen auf die Schwierigkeiten des Meh- und Fleischabsotzes ein. Er sordert« eine auf genauer zentraler Marktbeobachtung beruhende planmäßige Beschickung der großen preisbitdenden Viehmarkte. Eine Sperrung der dänischen Einsuhr müsse schon deshalb auf Schwierigkeiten stoßen, weil die Seestädte in d-n von der früheren Regierung geforderten Seegrenzschlachthäusern mindestens 40 Millümen Mark on Baukapital investiert hätten. Di« Einfuhr von Auslandsvieh sei noch dem Material des Ministerium? selbst kaum höher als vor dem Kriege(9,4 gegenüber 8,4 Proz.).- Die verbsrgsne Wahrheit. Vis Qteratenbühac macht. Sozialpolitik. Au? der sozialdemokratischen Fraktion des Sächsischen Landtag? wwd un» geschrieben: ,/In Nr. SS der„JMtbühnc- vom Jahrgang 1928 wurde w'e Kmderousbeutung in der sächsischen Staats-Grstselfabrit Eteinach mit den schlimmsten Einzelheiten kritisiert und anschließend gesagt: ..Wir wissen nun alle, wer Kinder zugrunde richtet— der frei staät Sachsen muh sich sagen lassen, daß er inder schmählich ausbeutet, wie es der sibkimm st« Kapitalist auch nicht übler tun könnte. Die Abgeord- n« t e n werden schon«inen Weg finden« um diese Wahr- h e i t ihren Wählern zu verbergen," Unsere sächsische Landtagssraktivn griff sosort den Fall aus. um die Mißstände zu beseitigen, stellt« ober überraschenderweise fest, daß es im Freistaat Sachsen sine Staats-Srisfelsobrik nicht gibt. Steinach liegt überhaupt nicht in Sachsen. Da die sozialdemokratischen Abgeordneten nicht zu denen ge- hören, dse„schon«inen Weg finden, um diese Wahrheit zu verber- gen", so bat die Fraktion die„Weltbichne", die kleine Angelegenheit zu berichtigen.. Aber siehe da: die„Weltbühne" weigerte sich, den einfachsten Regeln journalistischer Anstendspslicht nachzukommen und schwieg sich aus. Wir vermuteten einen Vriesunsall und nvshnten höflich ein zweites Wal.. Nichts zu machen! Die Staats-Gnffelfabrik und die Kinderaus- boutUng blieben auf Sachsen sitzen. Nun sind viele sachsisch« Partei- Mitglieder auch Leser der„Weltbühne" und fragten mit Recht, wes- halb die SandteasitaEtion dem Skandal von Steinach nicht steuere. Also erging ein dritter Brief an die„Weltbühne", diesmal petjönllch an Herrn v. vssietzky gerichtet. Alles erfolglos! Die„WeMchne" ist nicht zu bewegen, der Wahrheit die Ehr« zu geben! Und aus das Pressegesetz haben wir verzichtet." Ltngarn— Tm?ei- Arabien. Die Bewaffnung der Wahabiten. Amman, 0. Februar.(Eigenbericht.) Wie aus der Düste kommend« Reisende berichten, sind die waha- bitischen Beduinenstämme mit Waffen und Munition ungarischer Herkunft ausgerüstet, die über die Türkei nach Arabien gelangt sind. Diese Fernwirkung der türkisch- ungarische» Annäherung, hinters der als Mitteismann. Mie bei allen Intrigen der Balkan- und Orientpolitik. Italien steckt, bestätigt von neuem die Tatsache einer faschistischen Einheitsfront, die nach einheitlicher Direktive zusammen arbeitet, um nach dem Vorbilde Rußlands die Stellung der alten Kolonialmächte durch«ine Stärkung des asiati- ichen Nationalismus zu untergraben und um bei dieser Ge- legenheit für sich im Trüben fischen zu können. Sevennz im Mnisterium für die besetzten Gebiete. Reichs- mnenminister Severins, der von dem Reichspräsidenten mit der 'Wahrnehmung der Geschäfte des Ministeriums für die besetzten Ge- biet« beauftragt wurde, hat gestern fein Amt angetreten. Titel und Orden. Orr bayerische Staat verleiht feinen Untertanen Titel. Oer Oresbener Hunde, üchterverein verleiht an preis« gekrönte Hunde Orden. Die bayerischen Titel werben durch VerfassungsNage angefochten. »Llnd so a Eauviehch, so a mistiges, behält sei Orden!" Nilsudskis Verfassungsreform. Am die Miliiärherrschast zu stabilisieren. Warschau. 9. Februar.(Eigenbrich l.) Anläßlich des 10jährigen Bestehens des polnischen JJarlnwenks hielt der sozialistische Sejmmarschall Daszynski eine Festrede, in der er kurz die Entwicklung des polnischen Parlamentarismus schll- derle und mik Nachdruck erklärte, daß die parlamentarische Demo- kratle eine Lechen« Notwendigkeit Polens darstelle. Die Debatte über die versaslnngsrefonn müsse frei von irgend- welche u D rohungen und auswärtigem Druck fein. Mit de« Beginn dlesier Diebatle kst nllerdtngs erst im Herbst zu rechne«, * Der Verfassungsentwurf, den der Regierungsblpck im Parlament eingebracht hat, bedeutet die Kampfansage de» Pllsudskt» l a g e r s an alle übrigen Parteisn: der Entwurf stM gewissermaßen die Fortsetzung des Staatsstreichs Pilsudskis im Mai 1926 dar. Damals begnügte sich Pilsudski, die tatsächliche Staats- gewalt an sich zu reißen, er ließ aber die Instanzen, die bis Mai die Gewalt innehatten, vor allem das Parlament, in ihren Rechten. Rur, daß sie sie nicht ausüben konnten: seit bald drei Iahren herrscht die unbegrenzte Gewalt Pilsudskis und feiner Leute, die er an die Spitze des Landes und aller öffentlichen Einrichtungm gestellt hat, und das Parlament ist»ollkommen kaltgestellt, Selbstverständlich widerspricht dieser Zustand der geltenden demokratischen Verfassung. und oft genug hat es inzwischen scharfe Konflikte zwischen Exekutive und Legislatioe, offene Verstöße der Regierung gegen die Vcrsassung gegeben. Der Regierung war ihre diktatorisch» Stellung aus innen- und außenpolitischen Gründen um so bequemer, als sie diesen Zustand hinter einer demokratisch- parlamentarischen Dekoration verbergen konnte und überdies für sämtlich» Mißstand»(beispielsweise: vnge- nügenbe Beamtenentlohnung) in dem Sejm einen Blitzobleiter besaß. Im Parlament verlief jeder Protestversuch der zu schwachen Oppo- sition ergebnislos und die Tätigkeit des Parlaments hatte keinerlei praktischen Wert; die vom Sejm beschlossenen Budgets wurden von der Regierung skrupellos überschritten(1927�-28 allein beim Kriegsministerium um 70 Millionen Zloty), die Rechnungs- a b s ch l ü j s» wurden dem Parlament nicht vorgelegt und drückt dos Parlament einmal einem Minister sein Mißtrauen aus oder faßt einen Beschluß, so veröffentlicht die Regierung diese Be- schlösse emsoch nicht im Gesetzblatt, so daß sie nicht rechtsträsttg werden! Gegen diese Mißbräuche und gegen die Vergewaltigung der demokratischen Verfassung aus außerparlamentarischem Boden anzu- kämpfen— dazu fehlt der Opposition die physische Kraft— das Militär ist nach wie vor die Hauptstütze der Regierung. Um min diesen Zustand zu legalisieren, ist der neue Dersassungs» entwarf vom Regierungsblock vorgelegt worden. Pilsudski hat an der Ausarbeitung des Projekts persönlich teilgenommen. Wahr- scheinlich paßt ihm das Dauerschachspiel mit dem Parlament schon lange nicht mehr. Er selbst würde sich vielleicht, erblickte er dadurch die künstige gesunde Entwicklung Polens, nicht scheuen, zum parla- mentarisch-demokratischen System zurückzukehren. Die„Pilsudskistea" aber, mit denen Pissudski die Macht geteilt ha«, können ihre Zukunft nur durch einen Zustand sichern, da den„Legionären" und„pilsudskislen" die tatsächliche Leitung des Landes in die Hand gegeben. sie auf die höchsten Perwalttmgsämter, in die Aussichtsräte, in die Klubsessel der Dankdirektoren, in die höchsten militärischen Posten gebracht hat. Auf welche Weis« will nun der Verfassungsentwurf die Macht- stellung der Legionäre sichern? Vor allem dadurch, daß er dem Staatspräsidenten nahezu die gesamte Staatsgewalt aus- liefert: gesetzgeberische Initiative, Einspruchsrecht gegen Gesetze, die tm Parlament beschließt,«uflösungsrecht gegen das Parlament, ja sogar das Recht soll er bekommen, unter Umgehung der Ge- richte Abgeordneten ihre Mandate zu entziehen: er soll«in Drittel des Senats ernennen und schließlich soll er Dekrete mit G»- setzeskrast erlassen können. Daß dem Parlament das Recht der Haushalts p r ü f u n g übrigbleibt(b!e parlamentarischen Gesetzcsbe» schlüsse haben nur dann Aussicht. Rechtskraft zu erlangen, wenn sie der Regierung passen), ist unter diesen Umständen nur eine For- malttäl. In der Praxis soll der Staatspräsident nämlich so ort Ney- wachten ausschreiben und die Oppositionellen Abgeordneten ihren Mandats verlustig erklären können, bis er ein passendes Parlament nach faschistischem Muster erhält: die Opposition wird aus der legalen politischen Tätigkeit verdrängt werden Verlangt da» Parlament den Rücktritt eines Ministers, so soll der Staatspräsident, wenn er nicht nachgeben will, das Parlament auflösen können. Die Wahl des Staatspräsidenten soll das Volk unter mir zwei Kandidaten treffen, von denen der eins vom zurück-, tretenden Stoatspräsidenten oder dessen Stellvertreter(dem M>- nisterpräsidenten, bisher der Sejmpräsident), der andere vom Parka- ment ernannt wird. Das Volk wird nur unter zwei Kandidaten zu wählen haben, no» denen beide Vertrauensleute d»s alten Regimes sein werden. Das Milttär soll also ungehindert weiterregieren können, die Opposition dagegen für immer nieder- gedrückt werden! Die polnische Linke hat stets auf den: Standpunkt gestanden. daß> nur ein demokratisches Polen existenzfähig ist. Doppelt hart wird daher der Kampf um die neue Verfossun.q sein, zunächst in der parlamentarischen Debatte, unter Umständen aber auch außerhalb de» Parlaments. Das Pilfudsli-Lager irrt, wenn es glaubt, daß die polnischen Sozialisten und das demokratische Lager in Polen vor dem Kampf um die Demokratie die weiße Fahne hissen werden. Oer pariser Riesenschwindes. Gedächtnisschwund eines wichtigen Zeugen. Paris. 9. Februar.(Eigenbericht.)' Auf die Serie d«r Verhaftungen im Skandal der„Gazette du Franc" scheint die Serie t« Haftentlassungen zu folgen. Dtr Baron Chevilly wurde bereits auf freien Fuß gesetzt. Der Baron de Courville, der bei seinem hohen Alter infolge der Gefängnishaft an einer Herzschwäche leidet, die jeden Tag feinem Leben ein Ziel setzen kann, wurde ebenfalls entlassen. Der Unter- suchungsrichter veranlaßt« heute nachmittag einen früheren Buch- drucker der inzwischen eingegangenen Zeitung„Rumeur" des verhafteten Direktors Slnquetil, auszusagen, daß Anquetil tat- siühlich vom Ackerbau m i n i st e r Hannössy 130 000 F ranken erhatten habe. Der Zeuge erklärte jedoch nur, Anquetil habe sich seinerzeit in Geldjchwierigkeiten befunden, und plötzlich seien reich« Geld ströme geflossen. Er wisse aber nicht, woher. Als Frau Hanau dieses berichtet wurde, fordert« sie, mtt dem Buch- drucker konfrontiert zu werden und rief:„Ich will ihm dos Ge- d ä ch t n i s s ch o n a u f f r i s ch e n." Entflohen und in der Schweiz eingebürgert. Giaru». 9. Febrwrr. Der Regierungerat des Kantons Glarus beschloß, den>n St. Gallen in Untersuchungshast befindlichen Pariser Bankier P a c q u» m e n t. her von einem altglarner Geschlecht Bachmann abstammt, als Glarner Bürger anzuerkennen, da die Erneuerung seine» Bürgerrechts im Jahre 192S rechtqzültig voll- zogen war. Einem Auslief ernngsbegehren Frankreichs wird nicht entsprochen werden. Sollt««ine Möge aus Paris eingehen, so würde sie in der Schweiz zur Verhandlung gelangen. E nmale!ns des Parlaments. Ein lehrreiches Buch. Voll XVUKollll �eil. Die Pariameiite haben ihr eigenes ABC und ihr eigenes Cin- inaleins. Kann man die Bestimmungen der Verfassung über die Rechte und Pflichten des Parlaments und die daraus aufgebaute Geschcistsordnung als das ABT bezeichnen, so sind die des Haus- haltsrccht das Einmaleins. Das parlamentarische ABC und Einmal- eins ist nicht ganz so einlach und leicht zu erlernen wie die parallelen Lehrfächer, in denen der ABC-Schütze der Volksschule zuerst unter- richtet wird. Sie sind eine Wissenschaft für sich. Es soll Parka- montaner geben, die diese Wissenschast nicht �rit der wünschenswerten Gründlichkeit erfaßt haben. Der einfache Staatsbürger findet sich noch weniger darin zurecht. Und doch ist es für die politische Schulung eines Volkes, für die Ausübung der staatsbürgerlichen Rechte»nd das praktische Ergebnis des parlamentarischen Betriebes von aller- größter Wichtigkeit, die Grundlagen genau zu kennen, auf denen sich die parlamentarische Arbeit abspielt. Ein Berufener hat sich ein großes Verdienst erworben, indem er diesem Kapitel ein besonderes Schriftchen gewidmet hat. Es ist Hugo He,mann, seit fast zehn Jahren Vorsitzender des Reichs- haushaltsausjchusses und darum ausgerüstet mit allen Dctailkennt- nissen des Hauehaltsrechts, der in einem populär gehaltenen Büchlein Grundlagen, Inhalt und Bedeutung des Reichshaushalts beleuchtet. („D er Reichshaushalt, Grundlagen, Inhalt und Bedeutung' von Hugo Heimann, Verlag von I. H. W. Dietz Ncchf. G. m. b. H., Berlin.) Das Schristchen, das nur 41 Druckseiten umfaßt, sollte mindestens im Besitz jedes Parteifunktionärs- fein, aber auch jeder Wähler und jede Wählerin kann aus ihm eine Fülle von Belehrung über die tiefere Bedeutung des Wahlrechts schöpfen. Der einfachste Mensch, der von den Finesien des Parla- mentsbctriebcs keine Ahnung hat, braucht sich nicht zu scheuen, dies Büchlein, in die Hand zu nehmen, denn es ist so schlicht, Aar und verständlich geschrieben, daß zu seinem Verständnis keinerlei Vor- lcnntnisse erforderlich sind. Heimann stellt mit Recht an die Spitze seiner Darstellung den Satz, daß das Finanz- und Etatswesen von Reich. Ländern und Gemeinden die Grundlag« bildet, auf der jedes Wirken dieser öffent- lichen Körperschaften sich aufbaut. Von der Ausstellung. Beratung, Durchführung und Nachprüfung des Reichshaushalts hängt unendlich viel für die Gestaltung der ganzen Staatswirtschast ab. Mit Recht weist Heimann darauf hin, daß schon die großen Etatsreden der sozialdemokratischen Führer Bebel lind Singer lang« Zeit hindurch das Kernstück der politischen Agitation der Sozialdemokratie bildeten. Nun können freilich Etatsreden sich mit allen möglichen Fragen des öffentlichen Lebens beschäftigen und oft werden sie beherrscht von den großen richtunggebenden Fmgen der Innen- und Außenpolitik. An diese allgemein« Kritik schließt sich dann die Spezialkritit an den einzelnen Derwaltungezwelgen an. Dazu sind genaue Kenner der einzelnen Materien erforderlich. Schon in den Anfangszeiten sozialdemokratischer Parlamentsarbeit haben sich auf einzelnen Gc- bieten anerkannte Autoritäten herausgebildet. So genosien Grillenberger und Molkenbuhr als Kenner der Sozial- Politik hohes Ansehen bei Regierung und Parteien. Inzwischen hat sich besonders in der Nachkriegszeit, die eine vollkommene Neu- Erledigung de Die Debatte Im Landtag sprach nach Minister Grzesinski, dessen Rede wir bereits im Abendblatt veröffentlicht haben, Abg. Dr von Kries(Dnat.): Eine Aenderung der Disziplinarbestimmungen ist dringend notwendig. Die reichsgesetzliche Regelung dürfte man nicht abwarten. Preußen scheint seine Machtbefugnisse so lange wie mög- lich ausrecht erholten zu wollen,(l) Abg. Zendrehky(Komm.) beschwert sich über das Vorgehen der Polizei gegen den Rotfrontbund Di« verfassungswidrigen Beschränkungen der kommunistischen Agitation würden immer stärker. Abg. Kolirt(Wirtschp.) forderte mehr Staatsaufträge für das Handwerk. Der unzulässige Warenhandel in den öffentlichen Gc- bäuden müsse unterbunden werden Abg. Nuschke(Dem.): Die Umgangsformen der Polizei haben sich erheblich gebessert. Das Dsmonstrationsverbot liegt im wohlverstandene» Interesse der betroffenen Verbände. Wenn die Deutsche Volkepartei die Anträge gegen„Auswüchse' aus dem Ge- biete des Theaters und der Literatur unterstützt, sollte sie sich der Kämpfe der Rationalliberalen gegen die Lex Heiutze er- ordnung aller gesetzlich geregelten Materien erfordert«, die Parla» mentsarbcit in einem so starken Maße erweitert, daß es für den einzelnen zu einem Ding der Unmöglichkeit geworden ist, auch nur in groben Umrissen sich die notwendigen Kenntnisse zur Beurteilung der auftauckienden Probleme anzueignen. Die gesamte parlamentarische Arbeit wird darum heute unter die Spezialisten der Fraktionen aufgeteilt und vielleicht fällt den Spezialisten für den Reichshaushalt dabei die wichtigste Aufgabe zu. Ein besonderes Reichsgesetz, die Haushaltsordnung, enthä't die Bestimmungen über die Ausstellungen des Haushalts- planes, feine innere Gliederung»n den ordentlichen und den außer- ordentlichen Haushalt, in fortdauernde und einmalige Aurgaben. Dies mit ausführlichen Kommentoren versehene Gesetz bildet den Wegweiser für die ganze Beratung des Haushaltsplanes. Ein Leit- gedonke der Haushaltsortrnung Ist der, daß dauernde Ausgaben nur mit dauernden Einnahmen gedeckt werden dürfen. Ein anderer Grundsatz besagt, daß Ankochen in der Regel nur für werbende Zwecke auszunehmen sind. Oberstes Gesetz aber tst. daß das Parlament alle Einnahmen, auch solche, die nicht aus Steuern fließen, und alle Ausgaben b e s ch l i e h t und kontro'liert. Das Parlament muh weiter darauf achten, daß die beschlossenen Ausgaben genau nach dem im Haushaltsplan umschriebenen Verwendunge- zweck ausgegeben werden. Zu diesem Zweck muß es für Klarheit und Durchstchligkoit der gesamten Etategestaltung sorgen. Das Par- lament muß z. B. verhüten, daß die Möglichkeit, unter einem be- stimmten Titel bewilligte Ausgaben als„übertragbar' zu bezeich- nen. d. h. ihre Verausgabung ganz oder zum Teil erst im nächsten oder übernächsten Haushaltsjahr zu gestatten, von der Bureaukratie zu einer unkontrollierbaren Fondswirtschoft mißbraucht wird. Die- selbe Gefahr besteht hinsichtlich der Möglichkeit, gewisse Titel für gegenseitig„deckungssähig' zu crk'ären, also Auegabemirtel, die für den einen Titel nicht gebraucht werden, für den anderen zu oer- wenden. Diese Mißbräuche sind im Laufe der Jahr« besonders s Polizeietats. im Landtag. Innern. Das künstlerische Schaffen darf unter keinen Umständen angetastet werden. Die Vielseitigkeit des deutschnationalen varlei Vorsitzenden, der aus der einen Seite SittNchkeit predige ond ans der anderen mit onsiitlichen Filmen Geschäfte mache, tst nicht zu Übertressen. (Hört, hört! links.) Abg Vonsick(Ehr.-Nat. Laucrnp.) Solange man noch in der demokratischen Republik lebe, müsie den Beamten auch gestattet werden, sich dem Stahlhelm und überhaupt den Verbänden anzuschließen, die ihrer Anschauung entsprechen. Nach Beendigung, der allgemeinen Aussprache oerlangte Abg. Zacher«(Soz.) bessere Unterbringung der Polizeibeamten. Auf ein« Frage der Kommunisten antwortete M nlsterialdirektor Alau-ner, daß beim Innenministerium Fonds, die nicht der Kontrolle unterständen, nicht vorbanden seien. Dienstag, den lss. Februar, 13 Uhr: Handelsetat. in der Reichswehrverwaltung in hohem Grade eingerissen, und nun ist es die Aufgabe des Reichstags, sie wieber zu beseitigen, was leider nicht mit einem Schlag gelingt. Hat doch selbst der General- agent für Reparationszahlungen beanstandet, daß dos System. Aus- gabeermächtigungen von einem Jahr auf das andere zu übertragen, die Möglichkeit einer genauen Kontrolle der Regierungsmaßnahmen erschwere. Im Haushalt für 1327 waren nicht weniger als 704,6 Millionen als übertragbar bezeichnet. Nur die genaueste Haushattskontrollc bietet eine Sicherheit gegen Korruptions- erjcheinungen, wie wir sie beim Phoebus-Skandal erlebt haben. Ueber alle diese und zahlreiche weitere Einzelfragen des Haus- ha'tsrechts unternchtet leicht verständlich die Heimannsche Schrift. Sie erklärt zugleich dem Laien die zahlreichen Fachausdrücke, die in den Berichten über parlamentarische Verhandlungen vorkommen. Das alles geschieht nicht in der Form trockener Wiedergabe von Gesetzesbestimmungen, sondern ist gewürzt mit politischen Randglossen, beruhend auf den reichen praktischen Erfahrungen des Der- fassers. Sehr wertvoll sind seine instruktiven Bemerkungen über die Reparatlonsverpslichtungen, über die Gliederung der Einnahmen in Massenbelastungen, Besitzbelastungen, Dertehrssteuern und sonstige Einnahmen, über den Finanzausgleich zwischen Reich, Länden« und Gemeinden»sw. Aue allen diesen Gründen ist dem Büchlein roeiteste Berbreirung zu wünschen. Seiner Schdißbemcr- kung kann«»neingeschränkt zugestimmt werden: .Da» Schicksal der werktätigen Vevölkervnq ist eingeschlossen in die Zah'nreihen des Haushalls, und jede Veränderung beein- flußt zum Goten oder Lösen das Los des einzelnen und der Masse." vrranMwrN!» wr Pelitit- Ca« WirNibatt-®. HPnartti?««: Geaarkschaitsdcwegunz. 3, 8«»«»»': iftuiQetoti: Tt Zohii Lchitow»«!; Lokales and äonfttetfl. gri»«»,»«« UnKiaM Ct#1»«» länülirti in Berlin Betlafl; Sorrocrrs-lirrlag S in d K Berlin Druck: ti«rwärI«.Bul>'dr>ickenl and tZcrlaas-'nslal«?a»> Einarr a fo Berlin S® SS Lindenllrakli 1 Situs 3 vril-aen and„SatertaUaaa»ad ffiiflra*. n-llsck ICher. XrkfW'"-n, 130/200 ÖSO —--— Oo aTsft'* 00 �25 K,sse„bezufl l50 Stuben- und s�OlS« poa. e.d, so/eo=. 1 5° n Küchonh.nd.O«h.r � C40'.lUUÄUV; 1«5 loken.....„,„350 I San.. 050 S�ü/O- Holbstoro Laken a o k walObunt kariert, 140/1» ei»**« m. non dgeorbeneieni Me'|| qq Imn iT,e> u Soine modetarbls 1■ Hau.««eh. 140/215 cm 03"__... �fibuel kariert, 140/11» cm voll-». 145/225.- —------ Überschlaglaken 785 Bademantel q00 reich."«"'''?,'�o7?0 gemauerter fremenlotl.VOO ß„ r n I e r 0 n g. 1 50/250# Kissen em 3** .. ErbstOII-Halbstore c• 475„ ,„gon.e. tkansueiaen, O trosTun-»»—----- m.teso"'»' 1350' Maeterung mode'o'blO• � Klöppel■ Ein«"* H e/\ , d 5 p 1'*« 1 emdhoso Sllckorel- Ansatz Jm*** lachtWemd 11 S I> e k e r e 1 Ocq d Klöppelipitte Sjaw chlafanzug o r b 1 9 Boll»«. Rqq Ii langen Rrmeln JW A/äSCHESTQFFE IVIodapolam040 MakobatUt 070 Linon .,, jJ«ll>»ro5Cbe 80 cm 0.70 130 cm 1.20 Garnitur Tcghemd and Beinkleid, reich ml« Stickerei and Volene.-tln»a« u Spitze engllkch d a r c h gehend(»opellee 10 75 Schlafanrug Herrensocken schweUcrVoItvol«, 25 f„rkol Oder flon.tl � kamelfarbig. ee'ouMe«,>s.her«rrag.75 Seriell 195 , arbig»der»chwan Schlafanzug IQ50—- 8, rn b. r 9 k« 1 d•" Oberhemdenstoff. Reinscld. Nachthem Zephir, rein Mako,».. Crfepo de Chine, Hand-«Ä-Q TrlkoleM«.»cm I 03 r;ick.,Hondhohl».a- Spitzen***<* .. Servierkleid Büstenhalter■ ,gNa 0 e' Orell,»ore Oys,,. ram Knöplen. 4 Haltet Mt** HOUSklela alnlarblger o d• f G um m i»ehl 0 p t e r,„.»leelit»« Zephir A Z3 otne Stangen. 4 Holte- O/»«* Nr. 69» 46. Jahrgang Sonntag. 10. Februar �929 Unsere Filmexpedition Die zähe, zielbenmhke Arbeit der Sozlaldemokrakie auf dem Gebiete der Kommunalpolitik und der Wohl- fahrlspflege im Filmbild seffzuhallen, war der Zweck einer Aufnahmereise, die durch ganz Deutschland führte. Verlin war der Ausgangspunkt. Die Weltstadt mit ihrem Riesenoerkehr— Straßenbahn, Autobus. Untergrundbahn, Swdtbahnl Der sozialdemokratische Verkehrs- ftadtrat brachte alle Beförderungsmittel unter einen Hut und schuf den Zll-Pfennig-Einheitstarif. Im Film zu zeigen, wie dadurch den schaffenden Menschen der Großstadt der oft weite Weg zur Arbeit erleichtert und verbilligt wird, war der erste Gegenstand unserer Arbeit. Mutig stürzten wir uns in die brandenden Wogen? immer waren wir da, wo es Berlin gerade am eiligsten hatte. Tage- lang ließen wir uns von den Berkehrsfluten hin und her trogen, bis alles eingefangen war, was dem Kurbelmann wichtig erschien. Dann drückte man uns ein erstaunlich umfangreiches Adressen- Material in die Hand: Empfehlungen an parteigenössische Staats- und Kommunalbeamte, Landräte, Bürgermeister und Stadträte, Senatoren und Beigeordnete in allen Ländern des Reiches. Mit einem Auto, das vor 25 Jahren seinen letzten Schönheitspreis erhalten haben mochte, rollten wir ab. Ringsherum war der Wagen mit Kisten von aufsehenerregendem Umfang behängt, in denen Jupiterlampen verstaut waren. Das gab dem Bchikel die„schnittige" Form. Unter der in vielen kleinen Koffern verteillen Apparatur hatten sich die Teilnehmer der Expedition im Innern des Wagens verkrochen. Die vornehmste Unterhallung während der Fahrt be< stand darin, in jeder Kurve die schwankenden Gepäckstücke mit Händen und Füßen von sich zu halten. Ein sinnvolles Gesellschaftsspiel. Bald sandte man jedem oorübersahrenden Eisenbahnzug neidische Blicke nach. Der Reihe nach gab es Außendienst: das bedeutete, mit der Landkarte in der Hand neben dem Chauffeur sitzen und von Zeit zu Zeit an Wegkreuzungen auf die falsche Landstraß« zu führen. Auch das war— besonders nachts und bei regnerischem Wetter—- äußerst anregend. Als wir nach zwölf st ündiger Irrfahrt in einem schlesischen Gebirgsstädtchen aus dem Wagen kletterten, um uns einige Stunden Bettruhe zu gönnen, überfiel uns ein gelindes Grauen: viele Wochen sollten wir so auf der Landstraße oerbringen Sias SSergstadion in Wlichelsladl — durchs Riesengebirge in die Sächsische Schweiz, nach Thüringen, über Nürnberg und München durch das Allgäu zum Bodensee, durch den Schwarzwald an den Rhein, durch das rheinische Industriegebiet nach Hamburg, durch Schleswig-Holstein bis an die dänische Grenze und zurück durch die Lüneburger Heide— das war die Reiseroute, die vor uns lag. Würde unser Raketenauto durchhalten? Das war unsere zweite bange Frage. Oer erste Arbeitstag entschädigte für die Strapazen der Reise. Kaum hatten die Genossen die Ankunft der Filmleute erfahren, streckten sich uns überall hilf- reiche Hände entgegen. Herrlicher Sonnenschein begünstigte die Außenaufnahmen in einem Erholungsheim sür Pro- letarierkinder— von der Arbeiterwohlfahrt geschaffen. Die Jungen und Mädel gerieten außer Rand und Band:„Wir werden gefilmt...1" Einen Hohlwangigen, mit tiesliegenden Augen frage ich, ihm die Bonbontüte hinhaltend: Wo bist du her?— Aus Walden- bürg!— Was ist dein Dater?— Grubenarbeiter...— Es galt noch das Innere des vorblldlichen Heimes festzuhalten. Während der Regisseur und Operateur die Außenaufnahmen drehen, haben die Beleuchtungstechniker die Lampen aufmontiert. Der Ruf„Licht!" ertönt und ein begeistertes„Aah!" kommt von allen Kinderlippen, als hätten wir ihnen den schönsten Weihnachtsbaum angezündet. Der Raum erstrahlt in Uebertagshelle. Die Kinder sind die Schau- spieler. Wir achten streng darauf, daß sie sich in gewohnter Weise in den Räumen bewegen, damit wir klare und ungestellte Bilder vom Tun und Treiben in diesem Heim mit nach Hause bringen. „Licht aus!" ist der Ruf, der anzeigt, daß die Arbeit beendet ist. Eine stärkend« Mahlzeit aus der Musterlüche— inzwischen ist es Abend geworden, wir besteigen unseren Karren und fahren wieder durch die Nacht. 3tt allen Gegenden Deutschlands trafen wir auf solch« Heime für Arbeiterkinder. Di« landschaftlich am schönsten gelegenen boten dem Kameraauge be» greiflicherweise die dankbarsten Motive. So gab es reichliche Kurbel- arbeit in der Sächsischen Schweiz im Schloß S e d l i tz, im A u g u st- B e b e l- H e i m bei der Festung Königstein, im S ch w a r z- wald, am Rhein, an der Nordseeküste, in der Lüne» burger Heide— überall Luft, Licht. Sonn« und Lebensfreude, überall wirken sozialistisch« Helfer im stillen und trachten, die Schäden, die der Krieg gerade dem proleta- rischen Nachwuchs zugefügt hat. auszumerzen. Auch der arbeiten- den Jugend gilt die Sorg« der Sozialdemokratie. In muster- gülligen Jugendheimen und -Herbergen, in behaglichen Lehrlingsheimen— alle unter der Leitung geschuller und auf die Psyche der Jugendlichen eingestellter Genossen— waren wir gern gesehene Gäste und trafen überall auf begeisterte Filmstars. Moderne Badeanftallen, Vorbild- liche Sportplätze, zum großen TeU aus eigenen Mitteln der Arbeller- schaft für die Jugend errichtet. Geradezu vernarrt war der Kurbel« mann in das Bergstadion in JCudwtg Sfranh Sftelm hei Irlberg im SchtvarsinaUi M i ch e l st a d t im Odenwald, eine Anlage von erstaunlicher Großzügigkeit, durch die Initiative eines sozialdemokratischen Bürger- meisters dieser kleinsten Stadt geschaffen. In Celle hat sich die Ar- betterschaft ein großes, zweistöckiges Sportheim errichtet. Nach Feierabend und an Sonntagen, wochenlang oft bis in die spät« Nacht hinejn. stellten sich die Genossen, Bauhandwerker und andere frei- willig und ohne Entlohnung zur Arbeit, um ihr Haus zu bauen. Aber nicht nur auf proletarische Jugendpflege hatten wir unser Augenmerk zu richten, auch von der Wohlfahrtspflege an der er- wachsen«» Arbellerschaft sollte die Kamera erzählen. Da waren neben Erholung«- und Allersheimen Alkoholentziehungsheime und Lungenheilstätten. Daß sich die Sozialdemokraten auf die Bedin- gungen der modernen Wirtschaft verstehen, wissen wir längst. In einer allen Pattizierstadt hatten die Kaufmannsgenerattonen die Möglichkeit und den Borteil einer Hafenanlage bis auf den heutigen Tag übersehen oder die Kosten gescheut. Die Sozialdemokratie schuf diesen Hafen aus den Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge. Siedlungsbauien stand als ein anderer wichttger Hauptpunkt in dem Ausnahmepro- gramm. Imposante Häuserblocks in größeren Städten, von A r- beiterbaugenossenschaften errichtet— in kleinen Orten mit sozialdemokratischer Berwallung schmucke Siedlungshäuser. Eine Gemeinde mit nur 700 Einwohnern legte sich Neubauwohnungen j und eine moderne Wasserleitung zu. Die Lösung des Wohnproblems läßt sich die Partei überall da, wo sie auch nur den geringsten Ein- sluß hat, sehr angelegen sein. Schon um Gegensätze aufzuzeigen, sind wir auch an traurigen Bildern, beschämend für die„Sozial- Politik des Bürgertums", nicht vorübergegangen. Baracken, durch die der Wind pfeift, alle, ausgediente Güterwagen, sind einem großen Industriewerk im Hannoverschen als Wohnungen für seine Arbeiter gut genug. Aber unter dem Einfluß der sozialistischen Gemeinde- Verwaltung ist in diesem selben Ort vor kurzem ein ansehnlicher Siedlungsblock mll modernen Kleinwohnungen erstanden. Man tat noch ein übriges und errichtete eine Schule, in der die Lehr- und Lernmittel frei sind. Besonders reizten den Filmoperateur die Sied- lungen, die sich der Landschaft harmonisch angliedern und durch künstlerische Formen in der Anlag« auffallen. Diele dieser Bilder beweisen, daß die Erbauer neben der Zweckmäßigkeit auch die Gc- 20] Ro> yfuiH tutet Revolution.. Von GetltAci MectmAnn Nosiat Drinnen setzt ein Scharren von Stühlen, darauf die räsidentenglocke, dann eine tiefe, laute Stimme, die mandem das Wort zu erteilen schien. „Nanu!" Der Stenograph legte das Ohr ans Schlüssel- ch.„Der stellvertretende Vorsitzende leitet die Versamm- lng an Stelle Oehlkes. Also muß sich die Rede des Herrn )n Gloß mit Oehlkes Person befassen!" Der Schreiber knöpfte der Vorsicht halber seine Weste jeder zu. „Hören Sie? Gloß redet weiter. Gloß— gerade der zweigsame Gloß gegen Oehlke..." Drinnen unterbrach eine aufgeregt zitternde Stimme m Redner.„Das ist Oehlke!" flüsterte der Lauscher. Vernehmlich rief der stellvertretende Präsident den Ab- »ordneten Oehlke zur Ordnung. „Der Präsident selbst zur Ordnung gerufen! 5koch nicht igewesen! Was ist los?" Gerade bei einem nochmaligen Zwischenruf Oehlkes und nem zweiten Ordnungsruf des Präsidenten öffnete sich die ür. Der erste Stenograph trat schwitzend heraus, der zweite ng hinein, rasch die Äacke überwerfend. Man hörte ein lar Worte des Abgeordneten von Gloß:„An der prsön- chen Wichtigkeit des Bergrats Zincken ist ja auch nicht ge- veifelt worden. Aber seit acht Iahren herrscht nur eine timme gegen Herrn Zincken, der auf die unerhörteste !eise... also unmöglich, daß nach dem plötzlichen Wechsel :s Richters und des Verteidigers alle Zeugen nur Gutes .. Wahrheit..." Die Tür wurde wieder geschlossen und erschluckte da« Weitere, „Was gibt's drin?" fragte der Schreiber den Einge- tretenen. Der öffnete das eine Fenster, das zur Saale hinaus- ging: aber keine Kühle drang ein, nur stickiger Geruch faulenden Wassers.„Der Abgeordnete von Gloß wirft dem Richter, der die Verhandlung gegen den Bergrat Zincken führte, und dem Abgeordneten Oehlke Zeugenbeeinflussung vor. Er spricht mit einer Sachkenntnis, als hätte er sein Leben lang das Bergwerkswesen studiert. Man ist allgemein erstaunt: ein Adliger— und greift die Regierung an! Es hätte sicher schon einen Tumult gegeben, wenn's nicht so scheußlich heiß wäre." Aber den Redenden drin schien die Hitze nicht anzu- fechten. Seine Stimme kämpfte sich frei, sie wurde laut und hallend, manchmal verstand man einiges.„Bergmeister Koch ermordert... aber entsetzlich und dennoch wahr... den armen Leuten... kein anderes Mittel als Selbst- Hilfe... Hunger... Skelette..." Und dann rief Gloß laut in den Saal: ,„.. aber seit Einführung des Zincken- Kochschen Systems in den Gruben ist das durchschnittliche Alter der armen, gedrückten Bergleute in Anhalt-Bernburg von siebenundfünfzig Jahren auf siebenunddreißig ein Viertel heruntergegangen." Der Stenograph wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Nickt wunderlich bei der Hitze!" stöhnte er gefühllos. Drinnen jedoch schien man die Sache wichtiger zu nehmen.„Woher wollen Sie das wissen?" hörte man Oehlke laut rufen. Papier knisterte.„Ich habe hier die Totenlisten..." Das Geräusch einer Unruhe drang durch die Tür. Gloß sprach weiter:„Ohne Wissen des Iustizminister» nicht mög- sich... Akten einsehen... das Volk hat ein Anrecht darauf..." Man hörte Trosegk« Stimme. Gloß erwiderte mit ruhiger Schärfe. Nach kurzer Zeit wurde die Tür von drinnen mit hartem Ruck geöffnet. Trosegk trat schnell heraus und auf den Schreiber zu. Er war sehr blaß: seine Stirn wies keinen Schweißtropfen auf. „Zu Ihrer Instruktion!" sagte er leise und hastig.„Ein Abgeordneter verlangt Einsicht in gewisse Akten. Sie werden—" „Wo siegen sie, Herr Baron?" fragte der Schreiber rasch.„Ich bin in zehn Minuten— .hierbleiben sollen Sie!" herrschte Trosegk ihn an.„Die Akten hole ich selbst— aus bestimmten Gründen— Sie würden sie nicht finden. Also bitte, verfolgen Sie die Sitzung!" Der Schreiber unterdrückte mühsam ein Kopfschütteln und ging in den Sitzungssaal. Trosegk war sich unten in seinen wartenden Wagen. Nach kurzer Zeit beugte er sich zum Kutscher vor:„Fahren Sie nicht durch die Stadt. Den Schloßberg hinauf!' Und als die schwitzenden Gäule die Steile mühsam überwunden hatten:„Nicht in den Hof fahren. Vorm Tor halten!" Schon als der Wagen bremste, schritt Trosegk schnell an der salutierenden Wache vorüber, an der Seite des Schloß- Hofes im Mauerschatten entlang, durch ein kleines Pförtchen zu einem Altan, der den Blick ins sonnenzitternde Tal frei- gab. Dort, in einem Liegestuhl mit Sonnendach, fand er die Herzogin. Sie sah scheu um sich. Niemand war zu entdecken außer ihr und Trosegk.„Nun?" fragte sie leise, mit schmalem Lächeln. „Bist du schon bei ihm gewesen?" fragte er zurück. „Noch nicht." „Warum nicht?" fuhr er grob, unbeherrscht heraus. Sie sah ihn heiter überlegen an. Sie liebte es, wenn er so bäuerisch war und derb.„Ich mag keine Politik in solcher Hitze," sagte sie leichthin. Er trat nahe an sie heran. Seine Hand krallte den Stuhl.„Du mußt zu ihm, sofort. Wir müssen schneller sein als der Landtag." „Als der Landtag? Läuft der Landtag fort?" „Der verrückte Adsige aus dem Harz, der Herr von Gloß. läuft Sturm. Gegen mich. Wegen der Untersuchung gegen den Bergrat Zincken. Vielleicht beschließt der Landtag in diesem Augenblick, mich unter Anklage zu stellen." „Dich unter Anklage stellen? Der Landtag?" Sie lachte leise auf.„Was kann das dir schaden!" Er«ftampfte mit dem Fuße auf.„Solange er nicht unterschrieben hat, mehr als du denkst. Alles steht auf dem Spiele. Ich bitte dich: Geh!" Sie sah sein zuckendes Gesicht und stand lässig auf. „Hast du das Papier?" fragte er. Sie zog ein Schreiben aus dem Kleide, zeigte es ihm stumm und ging.(Fortsetzung folgt.) setze der Lefihetlk tm Nvye dehseven. Wochensong zogen»t? s»«t» nuzdern« Kgeuner««her. Für die Strapazen der vielen Rächt. fahrten in unbekannten Gegenden entschädigte uns die Gastfreund- Ichast der Genossen. Jeder wußte, daß hier einmal der Kamer». inann im Dienste des Proletariats wirkte und jeder war bemüht. seinen Teil dazu beizutragen, daß diese Bilder gelangen. Mit berechtigtem Stolz wurden wir immer wieder von den Ge- iwfsen auf die großen und kleinen Erfolge ihrer unermüdlichen Arbeit für das Wohl der Allgemeinheit hingewiesen: Dos schufen wirk Hans Fuhrmann. Venzinexplosion in der Wohnung. Verhängnisvoller Leichtsinn. Durch grobe Leichtfertigkeit wurde gestern abend im hause Swinemünder Straß« LZ wieder eine schwere Benzinexplosion verursacht. Zu der im vierten Stockwerk gelegenen Wohnung des Polizei- liauptwachtmeisters Sch war die ITjahrige Tochter Dorothea in der Milche mit dem Reinigen eines Kleides beschäftigt. Das junge Mädchen benutzte zu diesem Zweck«inen Liter Benzin, den si» in«ine Waschschüjset goß. An dem Küchevtisch, auf dem«ine brennende Petroleumlampe stand, saß hie um ewige Jahre ältere Schwester, die in einem Buch« las. Plötzlich erfolgt« eine heftig« Detonation. Die Benzingas«, die sich im Laufe der Zeit ent- wickelt hatten, hatten sich an der offenen Fl» mm« der L am p« enzöndet. Eine meterlange Stichflamm« durchschoß den Raum. Durch den gewaltigen Luftdruck wurde die Tür mit dem Rahmen herausgerissen und auf den Flur geschleudert. Ein Teil der Seihenwand stürzte krachend zusammen. Dorochea Sch„ die wrn der Stichflamme erfaßt worden war, tag mit brennenden Kleidern auf dem Fußboden. Gttstesgcgenwärtig holte die Schwester, die wir .durch ei» Wunder unverletzt geblieben war, eine Decke herbei, un» es gelang ihr, die Flammen zu ersticken. Die alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer, das die Kücheneinrichtung erfaßt hatte, nach kurzer Zeit löschen. Die verletzten Mädchen erhielt«« von Fsuerwehrsama. l itern die erste Hilfe.' Mit der Bekämpfung eines gefährlichen Brandes war die Feuer. wehr gestern nachmittag in der I o h o n n. G e o r g- S t r a ß e 19 in Wilmersdorf beschäftigt. Dort waren m einem Logerraum Theater kulisfen in Brand geroten, und das Feuer drohte auf das dartiherkegende Stockwerk überzugreifen. Unter großen Lnftren» fMNZe« gelang es der Feuerwehr, die unter starker vualmentwicklung sehr zu leiden hatte, den Brand durch starke» Wastergeben auf seinen Herd zu beschränken. Die Aufrsunmngsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Ein gefährlicher Auiler. Er kann kein Auto stehen losten. Ein milder Autochauffaur fuhr am Freitag abend um 7 Uhr Ulexanderplatz eine» 42 Jahre allen Kaufmann Franz Arndt AU» tec Riede rbarmwstr. 5 so heftig an, daß tr tau Rücken. 8 davontrug. Als der Bursche sah. was er angerichtet hatte, sprang er vom Führersitz des Privatwagens und versuchte sein Heil io der Flucht. Ein Schupowacht. meister konnte ihn aber festnehmen. Der Ertappte ist aus dem P»liqHpräfidii«n schon sehr gut bekannt. E» ist«in IS Jahr« aste? Fravz Müller au» her Libauer Straße. Im-November». I. «tschien tr abends mit einem Revolver iu der Hand am Schaller wie festgestellt wurde, aus einem Auto in der Joachimsthaler Straß« gestohlen und wollte sie an die Kassiererin verkaufen. Mutier ist schon öfter in einer Anstalt gewesen, aber immer wieder tichassen wlpden. Er kann zwar nicht fahren, aber auch kein Sfiftfi fteben lassen, da» er ahn« Aussicht sieht. Den Privat. matt, den er gestern führt«, hatfe er kurz vorher einem Ksillmersönger vor dessen Wohnung gestohlen. Der Langer wollte verreisen. Sein Choufseur war in die Wohnung hinaufgegangen, um Gepäck zu holen. Dielen Augenblick benutzt« Müller, um mit bem Wagen zu oerschwinden. Da» ist der acht« Wagen, den er gestohlen hat. Hoffentlich wird der ge- Meingefährtich« Bursche nun einer Anstalt übergeben, Strafe würde bei ihm dach mchts nützen.__ Umtaufe des„König-Wilhelm-Turms". Ein von der Stadtverordnetenversammlung im Nktobe� jgW gefaßter Beschluß ersuchte den Magistrot, den im Grunewald auf dem Karlsberg an der Havel stehenden Aussicht�- iiirm künftig»Grunewaldturm" zu nenne». Di« Dermal- tung des Kreises Teltow, die por einigen Jahrzehnten diesen Turm errichtete, nannte ihn damals„König. Wilhelm. Turm*. Jetzt hat hie Verwaltung der is tatst Berlin darüber zu bestimmen, ob jener Name beibehalten werden soll oder nicht. Dcr Magistrat will dem Ersuchen der Stadtverordnetenversammlung folgen und hat die tlmtausimg in.Grunewaldturm' beschlossen. Die Beifetzuug Hünefelds. Unter starker Anteilnahme ihm nahestehender BevSlkerungs- fchichten fand gestern die Beisetzung des verstorbenen Ozeanfliegers von Hünefeld statt. Aus dem Wenstendkrankenhou», von wo sti« Lejch« nach dem Dom in der Nacht zum Sonnabend übergeführt war. wehten die schwarzrotgoldene und die schwarzwelße preußisch« Fahne halbmast. Im Dom hielten di« Flieger Hermann Koehl, ffi rnunalbchörden und der Diplomatie teilnahmen, wurde der Sarg im Steglitzer Friedhos übergeführt und dort beigesetzt. iete Kränze mit Schleifen in den Farben des Reiches und Das Urteil gegen„Immertreu" -10 und 5 Monate Gefängnis für Leib und Las. Da» Schöffengericht verurteilte Hestern nachmittag den Angeklagten Ceih wegen einfachen Lnndftiedeasbr�hs in Tateinheit mil Raushandel zu t0 Monaten(Sesängnis. den Angeklagten Las wegen einfache« Landsriedensbrnchs zv öMonaten Gefängnis. Beiden Angeklagten wurde je elu Monat der llnterjuchuugshast angerechnet. Die übrigen sieben Angeklagte« wurden aus kosten der Staatskasse freigesprochen. Roch der Utteilsverkündung wurde von Amtsgerichtsrat Sponer der Beschluß des Gerichts verlesen, haß der Angeklagte Las, der zu fünf Monaten Gnfäugnis oerurteill worden ist, aus der Haft zu entlassen fei und daß der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben werde. Dagegen soll der Angeklagte L e i b, der nach Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft noch neun Monate Strafe zu verbüßen hat, nur gegen SlellllogeiuerLaution von 5 0 0 M a r l srei gelassen werden. Darauf traten sofort nach dcr Sitzung die Bereiusfreunbe von Leib zusammen und veranstoUeten unter sich eine Sammlung, durch die sie sofort die Kautionssumme auf- brachte«, die an der Gerichtskass« hinterlsyt wurde, so daß Leib ebenfa», tm Lauf« des gestrigen Nachm'ttag» auf freien Fuß gesetzt werden konnte. Die von dem Verteidiger Hohnes beantragte Auf- erlegung der Berteidiguagskosten auf die Staatstasie und die Zu- bifligung einer Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungs- Haft wurde vom Gericht abgelehnt. Au» der Verhandlung fei Höhn««icht als unschuldig hervorgegangen, sondern er sei wie die übrigen mit verurteilten Angeklagten lediglich mangels aus- reichenden Beweise» freigesprochen worden.— In der Urteilsbegründung führte Amtsgerichtsrat Sponer aus. es sei einwandfrei festgestellt, daß die Zinunerleute sich nach der ersten Schlägerei Unterstützung erdeten hätlen. Di« Maurer seien nicht als harmlose Passanten herübergekommen, sondern zur Hilseleistung. Zu gleicher Zeit aber seien in Autos und auf andere Weise in dem gegenüberliegenden Lokal von Rauhut, in dem sich die„Immertreu'- Leute verjammell hallen, eine große Zahl von anderen Personen eingetroffen, so daß da» Lok-ll gedrängt voll war. Das Ericheinen der Maurer war das Signal zum Uebersall. Zwischen den beiden Vorfällen bestehe ein Zusammenhang, was aus den Racherufen und der Aufforderung, den Ring anzurufen, hervorgehe. Auch der lieber- fall des Maurers, der von der Straßenbahn heruntergeholl wurde, fei als ein Anhängsel der anderen Vorgänge zu betrachten. Das Vorliegen eines Landfriedensbruchssei damit erwies e n. Dagegen habe sich kein Anhalt dafür erbringen lasien, daß der Derein „Jmmerkren'" von vornherein geplant hat. Schulnies aus dem Zunft- lokal mit Gewall herauszuholen, und daß die Teilnehmer der Expedition schon Waffen mitgebracht Höllen. Durch die Verhandlung sei es nicht gelungen, di« Tendenzen de« Vereins„Jinmertreu' einwandfrei festzustellen. Zweifellos besteh« aber zwischen den Ver- einen des Ringes eine Intevesiengemeinschaft. Zwischen den Leuten im Lokal und der Menschenmenge, die stch zusammengerottet Halle, bestand«ine Verbind llng, und e» bestand auch die Abficht, Gewalt- tällgteiten zu oerüben, denn es wurde geschossen, und es wurden Scheiben eingeschlagen. Damit lag zweifellos Landfriedens- bruch vor. Preußens, sowie in den Vereinsfarben de»„Stahlhelm' und anderer Verbände wurden niedergeleflt. Zahlreich aufgebotene Polizei sorgte für die notwendigen Absperrungen, die ohne Reibungen durch- geführt werden tonnten Leider bog die Amoefenheit vieler rechts- radikaler Abordnungen die Trcnierseier für den toten Flieger, der sich durch seinen persönlichen Mul und sein« friedenssreunblichen Reden auch bei Andersdenkenden Sympathien zu gewinnen oer- standen hatte, zum Teil in eine parteipolitische Beranstoltung um. Kohlenzulage für Roileidende. El« von der Stadlverordnelenversamwlnug ein. gesetzter Ausschuß zur Prüfung der Frage einer Erhöhung der Sohlenralion für Erwerbslose«vd für Unter. stützuvgsempsäoger hat beschlossen, der Stadlverordnelen. Versammlung folgenden Beschluß zu empfehlen: Die Versammlung ersucht den Magistrat, in Aubetracht der ungewöhnlichen Kölke den bisherigen Kohlenempsängern eine Sovdrrznwelsnng von Sohle» für den ZNanal Februar in der höhe des er. halten«« monallichen Quantums zu verabfolgen Sine unangebrachte Herabsetzung. Zu der«Vossischen Zeitung' vom Freitag hat ein sonst ernst zu wertender Schriftsteller sich über den Berliner Osten aus- gelassen. Man liest dort mit Erstaunen Sätze wie:«Bis zur Janno- witzbrücke etwa reichk dos Berlin, das wir kennen und in dem wir leben.'Dahinter beginnt eine fremd« Stadt, es beginnt das. was der Bürger mit Gruseln als Unterwelt bezeichnet.' Der Mann scheint in seinem Berliner Leben noch nicht weit gekommen» zu sein, denn sonst müßt« er wissen, daß es sich hier um Stadt- viertel des ältesten Berlin handelt, die nach dem Plane des Ober- bürgermeisters und der„Bossischen Zeitung', die ihn in diesen Fragen besonders unterstützt, zur neue» Berliner City geschlagen werden sollen. Wenn aber in der letzten Zeit der Umkreis des Schlesischen Bahnhofs durch die bedauernswerten Dezember-Vorgänge in der Oesfentlichteit als verrusen hingestellt wird, so wollen wir doch daran erinnern, daß die etwa 40 Gannooenvereine, die es in Bcr'in gibt, in allen Bezirken beheimatet sind. Sie haben ihre Fest« Uftd Vergnügungen im„feinsten' Westen(sogar am Kursürstendamm) ebenso' wie im Osten und Norden. Im Interesse der Arbeiter- bevölkerung, die in übergroßer Mehrheit im Berliner Osten wohnt und sich schwer kämpfend ehrlich durchschlägt, sind die Wendungen der„Vos fischen' entschieden zurückzuweisen. Die Berallgemcine- rung, die ans die gesamte Arbeiterbevöltenmg des Berliner Ostens die Bezeichnung„Unterwelt' ausdehnt, zeugt nicht von politischem und fbzialem Verantwortungsbewußtsein. Weiterhin sei ober auch darauf verwiesen, wie schwer es der Kommunalverwallung auf diese Welse gemacht wird, in der OessenllichkcU Anerkennung für ihre durchgreifende soziale Arbeit zu erringen. Gerade in diesen Stadtvierteln hat es doch die Beztrksverwaltung bereits durch Beschlagnahme zweifelhafter Quartiere für Wohnungszwecke, durch Verweigerung der Schankkonzessionen, wo sie offensichtlich der Völlerei und dem Verbrechertum dienen würden, verstanden, in wellem Maß« eine Befreiung de« Bezirk» von dunklen Existen- zen zu erwirken! Di« Stadtverordneten haben ihre nächste Sitzimg am Don- nerstag um Uhr. An der Spitze der wieder sehr reichlichen Tagesordnung steht die Fortsetzung der Debatte über die Fürsorgeerziehung. Tragödien im Eis. Die nordische Fischerei aufs schwerste betroffen. Am 31. Januar mochten sich, wie der„Revaler Bote' berichtet. vierSeeleut« im Motorboot„Aida' aus„Reoal noch Wrangels Holm aus. Unterwegs wurden sie auf dem Meer« von einem starken Sturm überrascht, wobei das Boot von den Wellen in die Nähe von Kasperwiek abgetrieben wurde. Hier blieb e» im Eise stecken. ZweiMann der Besahung st a r b« n infolge der Kalle, die beiden anderen versuchten, das feite Land zu erreichen. Einer von ihnen konnte in völlig erschöpftem Zustand« von den örtlichen Bewohnern und Grenzwächtern an Land befördert werden. Der zweit« wurde mit einem Schlitten«ingeholl, er starb jedoch bald darauf. Die ..Aida' hatte, wie bemertt wird, den Hafen heimlich verlassen, nach- dem ihr von der Hafenbehörde die Erlaubnis verweigert worden war »> Ein Fischer ausKaugern war auf das zugefrorene Meer hinausgegangen, um die Eisverhältnisse zu prüfen. Er kehrte nicht zurück, und die Nachforschungen sind vergeblich gewesen. Es ist des- halb anzunehmen, daß � der Fischer in eine(Eisspalte g e- raten und ums Leben gekommen ist. •-:•*''' Der anhallende scharfe Frost, der die dänischen Ins ein völlig mtt einem Eispanzcr umgibt, wächst sich' zu einer Kala? strophc für die dänische Fischerei, der große Teile des Volkes angehören, aus. Gerade in dieser Zell sollten die Fischqr ihre Hauptverdienste haben, ober schon fett Wochen liegt die Fischerei der Inseln vollkommen still. Die Fischer haben überhaupt ftl ch t S zu tun, und die gefangenen Fischbsstände sind längst verbraucht, so daß fast nicht ein einziger Fisch mehr im Handel zu haben ist. Nur in Nord- und Westjütland hoben die Fischer noch Gelegenheit, aufs Meer hinauszufahren. Für alle Jnselfischer bedeutet dos Stillliegen eine Katastrophe, deren Ende überhaupt noch nicht ab- zusehen ist._ Oer Familienmörder gesteht. Wie die Landeskriminalpolizei Görlitz mitlelll, hak der Massen- mörder von Rahen, der 17jährige Dienstknecht vi i e r s ch. am Sonnabend nachmillag ein Geständnis abgelegt. Die hauplschuld an der Mordkat schob er aus einen Aliltäler, den Land- wirllsohn Johann Sora aus Rahen, dessea völlige Unschuld aber Inzwischen nachgewiesen worden ist. Bei Rliersch wurden außer dem Fahrrad des Ermordelea und einem ledernen Geldbeutel mik Inhalt noch ein Trauring und drei Uhren gefunden. (�EG.-Lagerhaus i« Chemnitz eingeäschert. In der Nacht zum Sonnabend entstand in der Fabrik dee Großelnkaufsgesellschast deutscher Konsumoeveine in Chemnitz ein Feuer. Aus einem Seitengebäude schlugen meterhohe Flammen. Noch ehe die Feuerwehr elngreiscu konnte, brannte das ganze Ge- bände lichterloh. In der Fabrik lagerten Wirtschastsartikel, die in Stroh oerpackt waren. Durch das leicht brennbare Veipackungs- Material hatte das Feuer schnell« Nahrung gefunden. Die Feuer. wehr griff mit vier Löschzügcn ein, konnte aber nur die angrenzen- den Gebäude schützen. Ein Gebäude i st v o I l st ä n d i g niedergebrannt. Der Warenschaden beträgt über eine halbe Million Mark. Das Gebäude und Warenlager waren versichert. Ein kleinerer Schaden entstand in der neben dem Brandherd siegenden Kässeesabrit der GEG. Die Ursache des Brandes ist noch ungsklärt. BettstßUen-Ausnahmetaa WWW ui» loöledcr- mofratzc. w«>B od« echwarz, 80X185 »ll Zuat3dsr7na«p»tM,«wofwNpmetrat*». 26 qam Süsel, � P mm gcäclil. je 1 M es« na- HB Stafrlrobr. Xes- � M jj M [Sei ECKE Strj «Biadeln u» nopj. Fn#- Ml, Wtl» Oier, sokwar�äouso »ingstangep Kugela reich «er jiert,«U•< ictwau.«•* 1-90 UföftUt F I Bettcnliws. j Hessing« KinderHetall- Bettstelle Bettstelle «in* SM»«hklepph». ef A ■P§ weiß tocklert. 70x140| tzA.TS litaiäp S�enBismarcK�Sj Bogenfoi Iii, mit 2ug- Mereutntzew«0x190 MM Natratzei» für Klede rb»tUlall««»n S.j« w für«rote Beffstellon. Stollia mit Koitklssen von««M.K« Dom preußischen Landkreisiag. Kommunale VerfaffungSreform, Finanzausgleich. Der Gefamtoorstand des Preußischen Landkreis- ta g e s beschSftigte sich mit den schwebenden Probien�n der Ä r« i s- v e r s a s s u» g. Fragen des Finanzausgleichs, des Lulksschullaflew ausgleichs und ähnliche finanzpolitische Fragen wurden einer ein- gehenden Besprechung unterzogen. Der Borstand beschäftigte sich auch mit Denkschrift des Preußischen Städtetages. Es wurde beschlossen, aus die in der Dentichrist enthaltenen Angriffe demnächst in einem Memorandum zu antworten. Der Vorstand des Landkreistages bebouert, daß durch die Ausführungen in der Denkschrift des Städtetages ctn Ton in die Auseinandersetzungen über ernsteste Probleme der Kommunalpolitik hineingetragen ist, der dem Gedanken der Selbstverwaltung nicht förderlich sein kann. Siedwngslustige, Vorsicht! Wiederholt ist in der Presse warnend ausgeführt worden, daß beim Erwerb ncuparzelliertcn Geländes zur Be- b a u u n g äußerste Lorsicht anzuraten ist. Die schweren Ent- täuschungen und Schädigungen vieler Siedler n lachen es nötig, diese Warnung zu erneuern. Vom Rathaus« aus wird setzt wieder daraus hingewiesen, daß nicht selten für das von den Siedlern zu bebauend« Gelände ein amtlicher Bebauungsplan noch gar nicht vorliegt. Niemand sollte Gelände taufen, bevor beim zuständigen Bezirksamt eine endgültige Austunft über die Bebauungsplanverhäll. nijse eingeholt worden ist. Nur dann kann der Siedler vor der un- angenehmen Ueberraschung, leine B a u e r l a ub n i s für dos von ihm erworben« Gelände zu erhalten, bewahrt bleiben. Die geringe Mühe, die ihm aus der Auskunfteinholung entsteht, schützt ihn vor Schaden.__ lyeqcn die Verkehrsordnung. Die Derkehrsordnung enthält auch Bestimmungen über den Straßenhandel. So ist rn einer ganzen Reihe von Straßen der Handel verboten, bei anderen sind einschneidende B<� stimmungen, die gewährleisten sollen, daß durch den Straßenhandel der Berkehr nicht beeinträchtigt wird. Dadurch ist aber den Händlern die Möglichkeit genommen worden, an guten Verkaussplätzcn ihre Waren feilzubieten. Die Neuheiten Verkäufer des Reichsoerbondes ambulanter Gewerbetreiben- der nahmen in einer Protestoeriommliing gegen die Behinderung des Straßenhandels Stellung Der Weih« Saal im„Ro'ertfhoier liof war am Freitag stark besucht, in den Referaten und in der Diskussion kam die st a r l e Empörung gegen diese einschnei- denden Bestimmunaen zum Ausdruck. Ynsbesondere wenden sich die Neuheltenverkäuisr dagegen, daß Ihnen verdaten wird, ans bahneigenem Gelände zu handeln und daß sie eine p o l i z ei l i ch e G e- n e h m i g un g haben müssen, wenn sie auf Märkten handeln wollen. Bisher hat das Bezirksamt einen Standjchein ausgegeben und damit waren alle Berpjlichtungeu de» Händlers ersüllt. Di« Industrie it euheitenverkäuser wiesen darauf hin, daß eine große Zahl von Erfindungen erst durch die Erklärung der Neuheitenverkäufer den W«g ins Publikum gesunden hat. Aleiben die Bestimmungen, so ist damit zu'rechnen, daß eiirmal die Neu- heitenverkäuser der Wohlfahrtspflege anHeim- fallen und auch die N e u h e i t e n i n d u st r i e einen b e- deutend geringeren Absatz haben wird. In einer Eni- scbließung wurde eine mildere Auslegung der Bestimmungen der Aerkehrsordnuiig verlangt. Werbekonz?rt des Schupochors. Die kleine Bühne der G e r m a n i a- F e st s ä l e, Ehaussee- srraße, mit ihrer waldigen Szenerie stand unter stärkstem Schupo- auigebot. Sie reicht« kaum für die Fülle der anwesenden Musiker, das Orchester, dahinter eine große Schar weihgekleideter Mädchen und dann die gesanpliche männliche Beistärkung. Unier der Leitung ihres bewährten Führers Janot Roskin wurden liebe, alle Volks- lieber„ein Blümlcm auserlesen",„Untreue" a capella gesungen. dann solgt« mit Orchesterbegleitung„iroher Mut" aus Preziosa und, siast de» ursprünglich vorgesehenen Straßdurgliedes. der Kirchenchor aus„Rosamunde". Immer wieder freut man sich der gutdifzipli- nterten Säugerschar, deren Leistungen von dem zahlreich erschienenen Publikum auch gebührend gewürdigt wurden. Den Abschluß des gesanglichen Programmieiles bildete Strauß ,Lünstlerlzl>»n", dies? Perle unter den Chorwerlcn, die die Zuhörer zu nicht enden- wollendem Beiioll hinritz. Die.Solisten des Abends waren Cdi h Fiedler, eine Pianistin von Rang, die Chopins Ss-Dur-Polonaife und Scharwenkas KonzertjEtüde mit sauberer Technik und gutem Bortrug zu Gehör brachte, und Grete Hansens die in dem Mendels- sohnschen Koreley-Finale" ein Kabincttsstiick kultiviertester Ge- sanoskimst bot. Nach dem Kon-crs hielt ein Festball die Anwesenden noch lange i» fröhlicher Stimmung beisammen. Treptow-e�ternwarte. Wie das Blaneiarlum im Westen der Stadt, so sorgt die Trep- tow-Sternwarte im Osten sür Verbreitung astronomischen Wissens, freilich in anderer Wehe, lo daß beide Einrichtungen sich gewisser. maßen ergänzen. Im Planetarium werden unabhängig vom Wetter die gesamten Hünmelserscheinungen und die Veränderungen, welch« Hunde, Katzen, Kaninchen. Als Abschluß der.Grünen Woche" versammelten sich in den Ansstellnsgshalle» am Kaiferdamm eine Unmenge von ynnden, Katzen und Kaninchen. Unter den Hunden sielen vor allen anderen die Vertreter der großen Rassen auf. So viele deutsche Doggen, Bern-' Harbin er usw. sah man selten auf einmal. Diese stabilen Kerle haben die Eignung, ein ganzes Gehöft zu bewachen, für die Etagen- wohnung und selbst sür das Siedlungshaus mit den kleinen Zimmern und dem winzigen Garten kommen sie nicht in Betracht. Zudem muß ein Mensch, der sich eine deutsche Dogge hält, unbedingt mit Tieren umzugehen verstehen, denn sonst wird diese Hunde- hastung zur lebensgefährlichen Spielerei. Natürlich waren auch alle anderen Hunderassen, vom Schutzhund bis zum lebenden Spielzeug, oertreten. Unter ihnen waren sehr interessant, weil sie in der Großstadt selten gesehen werden, die K a n> n che n t e ck el. die vornehmlich von Forstern gehalten werden. Ebenso waren die Chow-Ehow, die. obwohl sie aus Magdeburg kamen, einen ganz erotischen Eindruck machten, und die Skqe-Terrier recht eigenartige Erscheinungen. Die letzteren sahen mst ihrem drolligen Haarbehang aus, als ob sie sin Maskenkostüm anhätten und in Berlin Karneval seier» wollten.— Aus dem Katzen geschlecht waren die ganz vornehmen, die sogenannten Edelkntzen, zur Ausstellung erschienen. Einige von ihnen sind da« andauernde Bcwundertwerden schon ge- wöhnt, werden sie doch von Ausstellung zu Ausstellung geschickt. Auf diese Weise sollen sie den Menschen die Augen für die Schön- heit der Katzen öffnen. Hoffentlich gelingt es ihnen, auf ihren Prp- pagandafahrten, die Liebe zur einfachen Katze zu fördern, denn dap wäre nötig. Edelkatzen sind nämlich, soweit sie überhaupt ver- käuflich sind, ziemlich teuer, fordert man doch 50 M. und noch mehr für das Eremplar.— Dabei wurden große Widdertoninchen. über 10 Pfund schwer, als richtige Nutztiere für 16 M. das Stück verkauft. Die Kaninchenausstellung war überhaupt«ine wahre Sehenswürdigkeil. Von jeder Rosse, mochte es sich nun um die bunten Japaner, die pechschwarzen Alaska oder die fchnee- weißen Riefen handeln, gab es Prachtexemplare zu sehen. Eine Kcjährige alleinstehende Frau erschien von weither mst einem Kinder- wagen, um ihre 14 prächtigen Angorakaninchen nach der Ausstellung .zu bringen. Sie hatte nichts als ihre Tiere, die sie redlich und mit Verständnis pflegte. kür die Frauenfeierstunde am Sonnabend, J6. Ftbiuar, 19 Uhr, in der Stadthalle, Klostcrstraüe. sind noch Karten nim Preise von 30 Pf. das Stück im Frauensekretariat, Littdensfr, 3. t Hof. 2 Treppen, Zimmer Ja, lu haben am Eternerchimmel NN Laufe eines Monats, eines Jahres und auch mehrerer Jahre sich vollziehen, in naturgetreuer Nachbildung bald rascher, bald langsamer vorgeführt, in Treptow kann man, allerdings nur bei klarem Himmel, einig« markante Erscheinungen selbst beob- achten, kürzlich zeigte dos Riesenfernrohr den Besuchern " Mnden Pl~ WM �" W» m_>zu'. lest stnks. da das Fernrohr die Bilder umkehrt— standen vier Sicht- den strahlenden Planeten Jupiter, auf dessen Scheibe deutliche Streifungen wahrzunehmen waren. Rechts von ihm— in Wirkkich. Pünktchen, die vier nächsten seiner neun Monde, die zum ersten Male vor fast 320 Jahren Gallls in dem damals eben erfundenen Fernrohr erblickte. Dieses„Sonnensystem im Kiemen" gast ihm als eins überwältigende Bestätigung von der Wahr hell de» kopennka- nischen Weltsystem, für dessen Anerkennung er gekämpft und gelitten hat. Im Lortragssaake der Sternwarte sprach Fräulein Dr. von Schulze-Gävernitz über„Die Ursprünge imseres Weltbildes" Sie führte die Hörer in iesselnder Weise von dem mythischen Denken -über Erde und Welt zu den Anfängen der astronomischen Erkenntnis bei den Babyloniern, Aegyptern und Griechen. Skala im Februar. Ein gutes, künstlerisches Programm, ober ohne besondere lleberraschnnaen. Eon Eolleano vollführt allerlei Waghalsig- leiten auf dem Drahtseil und seinen Vorwärts« und Rückwärtssallo den macht ihm sicherkkch so schnell keiner nach. Barbara k a M a y ist eine Kontorsionistin von hohem Rang. Mit spielerischer Grazie mid Geschick dirigiert sie Kopf und Gliedmotzen, wohin es ihr gerade beliebt. Drei smart« Neger, die.3 Eddies, steppen mit Virtuosität im grauen Cut und Hornbrille. Amac, der Mann M dem Karientrick, läßt hinter überdimensionalen Spielkorten seine -Assistentin uneutwogt-chen.Wlatz-. wechssw... Schließlich..läßt. er sie,: durch Revolvers ckuiß ganz verschwinden und hast an ihrer Stelle einen Rock in Händen. Low-Skajas wohlgepflegte schön« Stimme schwelgt im süßesten Piano und ihre prächtigen Kostüme geben den würdigen Nahmen. Trotzdem hat diese an sich hoch- künstlerische Leistung im großen Variete nicht den starken Erfolg, weil das Publikum eben mehr aus das lebendige, wechselnde Bild, also aus das Sehen, reagiert. Herbert unh Schüller sind ein paar knstige Wandermusikantcn, P r e s c o und C a m p o famose Exzentriker. Sidney Irarey und B e s s i e H a y, ein Tanz- paar, dessen wohlgeschulte Beine leider weder Neues, noch Apartes zu jagen wissen. Herzerquickend in ihrer drolligen Blödelet die 4 B r o n n e tts, Clows im Stile der Fratellinis. Elile-Sänger. Da» Februnr-Progrowm der Elite-Sänger am Kottbusser Tor bringt als Einleitung ein Potpourri von Bernhard Croe, in dem die Sänger Gustav Rieß und Kurt Hohensel« be- sonders gut hervortreten. Eugen Beckers singt das.Lied eures Lunggesellen", das besonders bei den anwesenden Unbeweibten leb- hasten Letsall firrdet. Als„Schwarzwaldmädel" gefiel Hans Rens, als Gast„Emil Stein, das tanzende Unikum", der Wann, der scheinbar keine Knochen hat. Damit auch die liebe Sckzupo nicht zu kurz kommt, gibt der unverwüstliche Schorsch Ruselli ein stürmisch belachtes Intermezzo„Aschermittwoch" von Max Neimmim zum besten. Der zweit« Teil de» Abends bringt eine musikalische Ein- richtitng von Bernhard Croö„Das Volksliederbuch", indem der Sprecher Mox Noumonn feine Zuhörer mit lernen Worten ans Herz areift uitd für sich gewinnt. Schorsch Ruselli-tl» sächsisch« Type hat eine tresfliche und gut gelungene Parodie„Wenn der weiße Flieder wieder blüht". Ms Abschluß folgte eine an Ver- Wicklungen reiche Original-Lurleske vo,, Mar Neumann..Lei)- manns" genannt, in der die Mitglieder ihr Bestes gaben. Alles in allem ein gut gelungener Abend? Ein neues Vautenirocknungsverfahren. Bisher litt die Bautätigkeit, besoitders während des Winters. durch dos langsame Trocknen der Neubauten. Bei den Bauten vor dem Krieg« maß man diesem Umstand wenig Bedeutung bei. Man nannte die ersten Mieter in einem Neubau auch„Trocken- wohner", weil sie oftmals für einen vollständigen Mieierloß während der ersten Monate die Wohnungen trocken wohnten. Heute, wo bei dem teuren Baugeld Zeitverlust auch Geldverlust bedeutet. kommt da» neue Bautrocknungsverfahren m Anwen- düng, dos der Presse an«Inen, Neubau des Kais er-Wilhclm-Instituts in Dahlem von der.,Deubau".Gelellschast vorgeführt wurde. Während man sich sonst behelfsmäßig mst offen aufgestellten Kok«-- körbtn in den Steubauten begnügt, die wegen ihrer gesundheitsschädigenden Gefahren für die Bauarbeiter und wegen ihrer Feuergefährlichkeit verboten sein sollten, wird hier auf einem fahrbaren Herd, der vor dem Reubau Aufstellung nimmt, die Heißluft mittels gewaltiger Röhren in den Neubau hineingedrückt. Es genügt, daß man bei der technischen Konstruktion des Ofens darauf hinweist, daß sämtliche Kohlenoxydgase, die zu schweren Vergiftungen führen, aus der Heißluft entfernt werden. Lediglich cin leichter Schweseldunst macht sich bemerkbar. Der abgedichtete Bau wird unter Ueberdruck gefetzt, so daß die heiße, kohlensaure- hgltige Luft durch das Mauerwerk nach außen ge- trieben wird. Hierbei verdunstet sie das mecho irisch anhaftende Wasser, verursacht das schnelle Abbinde» des Mörtels und ver- dunstet das dadurch entstehende Wasser ebenfalls Noch den Slus- führungen des Dipl.-Jng. Lösche bei der praktischen Vorführung trocknet ein Neubau in vier bis acht. Tagen voll- ständig aus. Die Bauten können also drei bis vier Monome früher als sonst bezogen werden, was die Kosten für die Austrocknung um ein Vielfache» aufwiegt.___■' Johann- Strauß- Konzert in der..Neuen Weit". Bor vollem "Hause dkrigie'Ke Johann' TETFfa&%"äuF Mien, efn nähet Verwandter des„Walzerköntgs", da» Berliner Konzertorchester im großen Saale der„Neuen Welt". Als Einleitung gelängte die Ouvertüre zur Oper„Eine Nacht in Venedig" zu Gehör, dann folgten liebe bekamtte Melodien. Ouvertüre zum„Zigeunerbaron", „Geschichten aus dem Wiener Wald",„Fledermaus" und„An der schönen blauen Donau". Zum Schluß kam der„Radetzky-Marsch". Stürmischer Beifall dankte dem Dirigenten, der veranlaßt wurde, immer von neuem zu wiederholen. Am kommenden Mittwoch, dem 13 Februar, findet ein zweites großes Jahcmn-Straiiß. Dirigenten- Gostspiel im gleichen Saale der„Neuen Welt" statt, es nennt sich „Wiener Operettenabend". Anschließend daran kommt dann das übliche große Bocklriersest, hos durch Belustigungen aller Art, Prä- miierungen usw. dos Publikum in stimmungsvolle Fafchingslaune versetzt..... konsumgenosievschafllicher Irauenlehrgcmg. Am Montag, dem 11. Februar, in der Aula des Leibniz-Gymnaslums, Berlin SO.. Mariannenptatz 27/2S, spricht Heinrich Pen», M. d. R., über„Gemelirwirtschaftliche ktapitalbikbuiig". Die Teilnahme am Kursus steht allen an der Äenoss enjchaftsb ewegun g mter- essierten Frauen offen'und ist völlig kostenfrei. Die Vorträge wer- den niinahmt von. nrusikglischciz Darbietungen. Beginn der Veran- stoltung 71»; Uhr abends. Machen Sie doch Ihre Liköre sechst. Es macht Ihnen Freude. Sie sparen Geld, und Sie wissen, was Sie trinken, aber nur, wenn Sie die echten Reichel-Cssenzen verwenden. So können Sie auch den köstlichsten Likör für wenig Geld kennenlernen und probieren Reichel-Essenzen sind in Drogerien und Apothitlen zu haben, daselbst auch Dr. Reichels Rezeptbüchlein umsonst, wenn vergriffen, kostenfrei durch Otto Reichel, Berlin SO. Eisenbahnstr 4. jftndei3 Knaben* Halbschabe Masrechtaf ona. n-u»«l. Gi-M-M Für Knabent Rindbox» Knaben- i tiefe! S 90 boTHSK kam».............. Glau» Bosccü-Knabcn-Stiefel-4 A90 Irttag» Währung..... OrtM« SM»* V Bieg. Ladt-Halbschuhe"4"f 90 moderne Form............ Gt6s»e 56-50 JL X Boxcalf-Halbscbuhe'i'J50 b—eoöta am« Qu«iiiä... GrOuc 36-39 Saft Lack-Halbschuhe H A 5C «Jeaaote kenn.............. CrOnc 36-39* de? mmnnmumnmiiiimnimmiiiiiiiiiuHmBt £ Damen- Strümpfe, ScMcnöat, beaondnt(«In- S maich g. mit Doppelsohl« and HeChlcrMg««»»W»» 79 £ w«U» und alle Modefarben......................—- «U* und alle Modefarben. Damen-Strümpfe, ttemberg. WasdatfcKseel-fi«. elasilsthe o. 4 » rsiarlü. 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KJO: Für den Landwirt. 15 30: Märchen. 15: Finnland im Winter. 16.30: Bahnensterne anl der Schallplatte. 17; Fremdensitzung der Kölner Karnevals-Gesellschaft. 15-30: Die Beziehungen zwischen Löhnen, Preisen ond Konjnnktur. 19.30: Das Wunder des Fernempfangs. 20: Abendunterhaltung. 31: Lieder. 21.30: Der Schriftsteller. Danach: Tanzmusik. DentachlandModer; 20: Unterbaltnngsmusfk. Montag, II. Februar: 13: Uebertragung des Kölner Karnevalzuges. I5JO: Masse und Persönlichkeit. 15: Die Jagd in ihrer Beziehung za Tier- und Naturschutz. 15.30: Konzert. 17.30: Richard Huelscnbeck liest ans seiner Novelle..Afrika in Sicht". 18.10: Sprachliche Plaudereien. 18.30; Englisch für Anfänger. 19: Nene Bcamtenansschflsse in der Schutzpolizei. 19-30; Die Stellung der deutschen Industrie auf dem Weltmarkt. 20: Sendespiele;„Rosenmontag" von Otto Erich Hartleben. 23.15: Uebertragung von der Redoute im Löwenbräu- heiler. Manchen. Danach: Tanzmusik. 0.30: Nachtmusik. Dienstag, 12. Februar: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 18.30; Internationale Wasserballspiele. 16: Stunde mit Büchern. 16.30; Ho�o Ball. 17: Untcrhaltones- musik. 18.30; Matthias Qrönewald. 10: Die kontinentalen rernsprechnetze der alten und ieuen Welt. 19.30: Sozialpolitische Umschau. 20;„Pi-Pa-Po**, fastnachtsball in einem Berliner Atelier. Mittwoch* 13. Februar: 15.30: Briefmarkensammlunccn als Aasstellungsobiekt. 16: Neuzeitliche Staats- und Qesellschaftstheoricn. 16 30; Juscndböhnc. 17; Unterhaltungsmusik. 18.10: Das Geheimnis der Drüsen. 18.35: Volk und Recht 19: Eldorado — die Heimat der Deutschen in Argentinien. 19.30; Die Rationalisierung des Wirtschaftslebens. 20;„Faust-Szenen** für Solostimmen, Chor und Orchester von Robert Schumann. An&chlieBend: Tanzmusik. Donnerstag. 14. Februar: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt 15.30t Die amerikanische VölkerstraBe. 16: Die Weltanschauung großer Dichter. 16.30: Konzert. 17.30: Rezitationen. 18.30: Probleme der Weltwirtschaft. 19.30; Uebertragung Oper am Platz der Republik:..Hoffmanns Erzählungen**» Oper von Offenbach. Danach: Tanzmusik. Freitag, 15. Februar: 15.38: Moderne Vcrkanfsfragcn. 15: Die Sportschan des Monats. I5.3Q; Lieder zur Laute 17: Unterhaltungsmusik. 15.18: Fremdsprachliche Vorträge: Spanisch. 18.35: Logisches und magisches Denken. 19: Chemie des täglichen Lebens. 19.38; Der Beruf des evangelisehen Geistlichen. 28: Mozart. 21: Günstige Berufsaussichten. 21.30: Literatur der Gegenwart. 21.30: Konzert Dentichlandsendcr: Sonnabend, 16. Februar: 15.38: Von deutscher Kulturarbeit In China. 15: Medizinisch-hygienische Plauderei. 15.30: Hermann Stehr zum 65. Geburtstage. 17: Unterhaltungsmusik. 18.30; Krlsenunterstützung und Wohlfahrtspflege. 19; Musik im heutigen Weltbild. 19.38: Die fnnge Generation. 20; Mit dem Mikro durch Berlin. 22: Uebertragung Wellenbad Lnnapark: Länderwasserballspiel, Danach: Tanzmusik. Dcntschlandsender: 29: Die Stunde des Landes. 21: Orchesterkonzert Königswusterhausen. Sonntag, 10. Februar: Ab 8.55: Uebertragung aus Berlin. 15.30; Uebertragung aus München. 16: Nationalhymnen der Völker. 16.30: Uebertragung aus Berlin. 19; Schlesien und Schlcsier. 19.30: Ernst Bertram. Ab 20s Uebertragung aus Berlin. Freie Sozialistisdie Rodisdiule Sonnabend, den 16. Februar, 19% Uhr, im Sitzungssaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. 3 Vortrag der Genossin Wally Zeplert .Wegweiser zum sozieiismus*. Karten zum Preise von 50 Pfennig sind an folgenden Stellen zu haben; Bureau des Bczirksbildungsaussrhusses, LIndenstr. 3,2. Hof links, 2 Treppen; Arbei'erjueend GroB-Berlin, Lindenstr. 3, 1 Hof links, 2 Treppen; Buch handlungj. H, W Dietz Nach'., LIndenstr. 2; Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten. Wallsfr. 55; Deutscher Holzarbeiter-Verband. Am Köllnischen Park 2; Verband der graphischen Hilfsarbeiter. RitterstraSe Ecke Luisenufer; Zigarrengeschält Horsch. Engelufer 74 25; AIA-Ortskartell Engelufer 24/25, Gewerkschaftshaus; Ver ag des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker, Dreibundstr.3; Zentral verband der Angestellten, Belle-A'liance-Sfr.7. Montag. 11. Pehrrnn 16; Frinzösisch(knlturlnindUch-ütefariÄclie Stunde), mt: Uebertragune aus Berlin. 17.30; Rationelle Freizeitgestaltung. 18; Humor im Lied. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Henry Ford und die Landwirtschaft. 19.20; Wcrkmeisterlehrgang für Facharbeiter. Ab 20; Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 12. Februar: 16: Jugendpsychologie und Bildungsarbeit. 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Die wichtigsten Haasschädlinge und ihre Bekämpfung. 18: Neuere Haas-: musik für Klavier. 18.30: Französisch für Anfänger. 19; Der Fernsprecher bis zum Weltkriege. 19.25: Der deutsche Süden. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Mittwoch. 13. Februar: 16; Lektüre einer englischen Zeitung in Untersekunda. 16.30: Übertragung aus Hamburg. 17.30: Das Verhältnis von Sozial- und Wirtschaftspolitik. 18: Hermann Burtc zum 50. Geburtstag. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter. 19.20: Einführung la das Verständnis von Musik. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, Ii. Februar: •16: Hygiene der Strafen für kranke Kinder. 16.30; Uebertragung aus Berlin. 17.30:, Die Zuständigkeit der Arbeitsgerichte. 18: Schweizer Dichter. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Zeitgemäße Betrachtungen über die Förderung deutscher Moorkultur in Vergangenheit und Zukunft. Ab 19.30; Uebertragung aus Berlin. Freitag, 15. Februar: 16: Berufsberatung. 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Der Transferschutz und seine Bedeutung. 18; Wie liest man philosophische Texte. 18 30: Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wcrkmeisterlehrgang für Facharbeiter. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Acrzte. 20: Uebertragung aus Berlin. 21; Von Taylor bis zu Hoovcr. 21.30: Dcutschlandscndcr: Konzert 22.45: Bildfunkversuche. Sonnabend, 16. Februar: 16: Aus dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Die Zukunft der Wartestandsbeamten. 18: Studienreise junger Arbeiter ins Ausland. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55; Nordafrika. 19.20: Die musikalische Grundlage im Leben unserer Zeit. 20: Deutschlandsender: Stunde des Landes. 21: Konzert Ab 22: Uebertragung aus Berlin. Hast Du irgendwo ein Laster, ra Kolet"- Pflaster Jedoch achte dabei immer auf den Patentschutz.Schlimmer Finger". Seit 80 lahren käuflich in Apotheken ä 45 Pf. 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I«r f QC 1 Person J.t J 2 Personen'-7-7 Kaffeeservice.««« o« 9 Teile, 19: 8 Personen O.ZO Kaffeeservice to r* 16 Teile, för 12 Personen U-Ov Kaffeeservice 29 m T afelservice L?p««n. 24.50 Tafelservice 48 M Tafefservice u72P«wa 95 M Butterdose Roeennmet« 1.95 O bsttelIerF Ä'Sö Pf. 48 Pt Tassen 32pf_ 00.j-32.48pt dekoriert Fabrikat Roseotbat Frühstücksgedeck Q Tttt« und Teilet Kaffeeservice 9 Teile, t9r 6 Personen I I. I D Kaffeeservice 30 Teile, IBr 12 Personen-J-J-OU Tafelservice �p�oni? 48 m Tafelservice 10c hjc ,7- 77 Teile, f. 12 Person. 125blSi75M Kaflaagetcblrr JloUatralfett* Kaffeekannen 80 2.65 Teekannen.. 1.45 w, 2.10 Zuckerdosen.. 85 S, 1.25 Zuckerschale..v. 18 PL Milchtöpfe 35 Pf, bis 75 pl T asse•........ 65 PL Mokkatasse.... 45 Pf. KuchenteUcr.... 1.20 T abfett....... 80 Pf. Teller...... 45 Pf. 65 Pf. Butterdosen 1.25»ro« 1.75 Eierbecher..... 20 PL Talelf etcblrr„Flora", Fabrikat Rotenthai, not Leipzig« Str. Speiseteller tief tLfiach 1.45 Dessertteller.... 85 PL Kompotteller... 60 PL Terrinen... 12 M 15.50 Kartoffetscküsscln 3.95 7.75 Sauciere...... 5.95 Salatschüsseln 2.40 4.50 Platten oval 2.60 3.50 5.95 Für Gastwirfsdiaften: Tassen hnlbsfnrk Halbporzdlan 22 Pf. SieinQni „Margot", Handmalerel Schalentasse... 65 Pf. Kaffeekannen 1.45 b. 2.95 Teekannen.. 1.70 1.95 Zuckerdosen. 85. 95 pl Milchtöpfe•. 70 bis 80 pl Kuchentefler.... 1.45 Brotkorb...... 1.95 Butterdosen75 Pf. t"'« 1 60 Teller tief od. flach.. 42 PL Dessertteller... 32 Pf. Kompotteller...-25 Pf. Platten oval. 1.70 bis 2.95 Sauciere....... 2.15 Terrinen... 4.30 6.45 Kartoffelschüssel, ie. mit Deckel<3. i 3 Salatschüsseln-.n. 0r rund 60 b. 85 PL Harisieingni mit kleinen Fehlern Speiseteller"tJSt*- 18 PL Dessertteller weiß. 12 PL Kompotteller weiß. 8 PL Speiseteller 24 PL Dessertteller bunt. 18 PL Kompotteller bunt. 12 Pf. 3auclercn weiß u. bunt 30 Pf. Brotplatten waT�bLt 12 pf. Wasdigarnituren Steingut, 5 Teil« Fehlern,"f mit Pellergejd � Weinglasgarnitur„Erika" mit gravierter Kante LfkörglaSSSp'. Portweinglas 58«. Rot- und Rheinweinglas 65«. Römer--. 75«. Sektglas.. 85«. Bier- und Teebecher— 50«. Bielkristall„Sonnen schliff" Kompotteller t«% em otu�bme,,».. 275 Kristall-Römer......... Srs Traubenspüler............ 5a» Vase 675 Schale Sn Steingut mit Fehlern Salatschüsseln Qc Setz 8 Stflck, welB"3 rL Tafelservice*6®«.�« 5.75 Gestelle 2.75 Mllchkannenseu«stock 85 PL Küchengarnitur 7-- 22 Teile,«inlerblg 1. 1 0 Wasserkannen ir Waschschüssefn dein a. bunt, v«sctaled. G Zöllen 75 pl ÜJ{ 2 9S«xl. OUsnzgoW] SCHUSSCin i nc o qc ei feobeinf arbig 3.tsJ Z.OD Waschschüsseln« 2.25 Waschgarnituren 2 Teile, Kfug o 7c ml» t qc «. Schflssol, bunt O.IO Oold Elmer mn!'sN>. ellendel» 4.25 Welngliaer„Gerda", gnlllocblerte Kante Rotweinglas.... 38 Pf. Portweinglas... 36 PL Likörglas...... 32 PL Glosworen Bierbecher 10 PL Bierbecher matt Band 12 PL Bierkrug 85 PL Käse- od. Butterglocke, ,c fcscUlllea t»O Käseglocke gepreßt 55 pl T ablett p«»i«.«■4�2« a> 45 pl Likörglas Pa*'tt£aJat' 8 PL Aschschale«» 55 pl Vase blau Kunstglas.. 28 PL Predglattervlce„Amerika", PIMcbenpreaaang Kompottschalen25wil.75 Kompotteller Hl an 25 pl KuchenteUcr 31 cm J.95 Butterglocke....]�0 Käseglocke.... 2.40 Wasserbecher.. 25 PL Er. 69• 46. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag-lO. Februar 1929 UWWÜWHP�1—* Kümmert Euch um die Milch! Kraffe Mißstände in der Berliner Milchverforgung— Grundlegende Reform ist notwendig. Im Haushall aller Beoölkenmgstlossen spielt die Milch eine sehr große Rolle, ganz besonders sür die Ernährung von Kindern und Kranken. Der Berliner Milchverbrauch ist verhältnizmägig gering, denn er beträgt nur 0,30 Liter pro Kops gegenüber 0,43 Liter in Hamburg und 0,75 Liter zum Beispiel in Bern. Immerhin aber werden tagtäglich in Berlin ungefähr 1300 000 Liter Milch ton« lunriert. Obwohl die hygienische Milchversorgung«wer Diermillionen- üadt ein Wutschafts- und Organisationsproblem ersten Ranges ist, herrscht gerade über die Berliner Milchversorgung bisher wenig Klarheit. Es ist daher sehr zu begrüßen, daß im vergangenen Jahre m Berlin eine S t u d i e n g es el l s cha s t sür die Mllchversorgung Berlins gegründet wurde, deren Arbeitsergebnisse nunmehr in der ausgezeichneten Schrift von Dr. Karl Brandt..Der heutige Stand der Berliner Milchverjorgung" vorliegen. Das nachstehende Schaubild zeigt anschaulich, wie die Milch aus über t'.OO Kilometer entfernten Orten Pommerns und Mecklenburgs in immer stärter werdenden Kanälen nach Berlin hereinströmt. 0er fktnbafyn-MilefKtrom noch Bertin der eStktJtvffiTöGÖL'ng g? gfer Rdcbsbahndrrcktfon ßerön Wem» man die Wichtigteil und den jährlichen 140-Millionen- Wert de« Berliner Milchperbrauchs bedenkt, sp verlohnt es sich wohl einmal, nachzuprüfen, wie e» Dr. Brandt tut, ob die Berliner Milch- Versorgung wirklich hen Ansprüchen moderner Technik. Rationalisierung und Hggiea« eotspricht. Rund 76 Vroz. des Berliner Milchoerhrauch» kommen chgsich teils so« Produzenten, teils von den Molkereien per Bahn noch Berlin, �ast der ganze Rest wird von Berliner Kuh, Haltungen erzeugt, nur«in kleiner Teil wird per Fuhrwerk nach Berlin gebracht. Do es an«wer systematischen Organisation der Berliner Mllchversorgung völlig fehll, herrscht dauernd, und zwar im Sammer mehr und im Winter weniger, ein unverbrauchter großer Milchüderschuß tn Berlln, der innerhalb der Stadt verarbeitet«erden muß. Bereite diese dauernde„MUchschwemme" muß als schwerer und kostspieliger Mißstand bezeichnet werden, denn die nach Berlin zur Verarbeitung gelangende Mllch ist durch Transport chandetsuntpsten usw. derartig verteuert, daß ihre Per. arbelluna nur mit Lerlust möglich ist. Dieser Lerlust wiederum wird auf den MUchpret, ausgeschlagen. Berlin hat es also nicht sertiggebrocht. den Kilchzufluh entsprechend dem Verbrauch zu regulieren und A u z g l e i ch st e l l« n auf dem Lande zu schassen, wie dies in größeren Provinzstädten. Insbesondere in Mannheim bereits in vorbildlicher Weise geschehen ist. Auch in der Ausnutzung der MUchwaggons, in der Einführung von Milchtankwagen usw.. ist die Berliner Milchverforgung gegenüber anderen Weltstädten noch als sehr rückständig zu bezeichnen. Dabei ist die Preisspanne. die der Berliner Milchhandel für seine Bemühungen um die Milch- Versorgung beansprucht, keineswegs gering. Ilicht weniger als rund 30 Millionen Mark jähllich fließen sür Transport. Lcarbcilung. Vertrieb, und nicht zuletzt als Gewinne in die Tasche de» Milch- Handels. Zm Verhältnis zu anderen Städten ist die Milchverschleiß. spanne in Berlin am höchsten. Sic betrug im Zahre IllZS pro Liter Milch durchschnltlllch 11 VU während sie beispielsweise in Hannover. Leipzig. Würzburg und anderen Städten nur rund 8 Ps. betrug. Dabei muß erwähnt werden, daß die Berliner Konsum« vereine ihr« Milch bei gleicher Qualität um einige Pfennige billiger verkaufen als der private Milchhandel. Ist die Milchhandelssponn« in Berlin schon verhältnismäßig hoch, so sollte man wenigstens annehmen, daß für dieses hohe Eni- gelt alle notwendigen hygienischen Maßnahmen getroffen werden, und daß die Milch nur in bester Qaalitäk oy die Berliner Berbraucherschast geliefert wird. Das Gegenteil ist jedoch vielfach der Fall Berells die Totsach«, daß«0 Proz..der nach Berlin gelieserieo Milch noch in H o l z s ö s s e r n. die in keiner Großstadt der Welt mehr sür den Milchtransport verwendet werden, gebrach! werden, deutet vorauf hin, daß die Milch nicht in hyglenllch emwandsreiem Zustand nach Berlin kommen kqnn. Es kommt hin- zu. daß sür richtig« Milchbehandlung beim Erzeuger vielsach die»oraussetzungen und Keiintnifle fehlen. Die Folge ist, daß ein Teil der Milch berells in leicht ongesöuertem Zustände noch Berlin kommt. Bach den Untersuchungen der Mllchstudieugesellschasl befände, fich an eine« Kllchtag etwa 70 Pro,, von 257 IlMchprobe« bereit» in starker Säuerung. Eine weiter« Fotge der unhygienischen Milchbehandlung vom Produzenten bis nach Berlin ist auch der kolossal hohe Batteriengeholt der Milche Während in Amerika bereit» Milch mit mehr als 200 000 Bakterien pro Kubikzentimeter nicht mehr als Frischmilch bezeichnet werden darf, betrug die Keimzahl der im Jahre lS2S unoebarbeltet nach Berlin kommenden Produzentenmilch durchschnittlich 10,1 Rillionen, also etwa das Fünftigfache der Höchstgrenze in Amerika. Wenn auch diese Milch noch in Berlin verarbeitet wird, so wurden doch auch bei nahezu 300 Proben von K l e i n v e r t a u s s m i l ch bei gewöhnlicher Markt- milch ein Durchschnittsbakteriengehalt von 1.7 Millionen, bei Flaschen« mllch von 1.1 Millionen festgestellt. Groß ist außerdem der Schmutzgehalt der nach Berlin direkt vom Erzeuger eingeführten Milch. Nach Untersuchungen des Hauptgesundheitsamtes wurden im Jahre 1026 von nahe« zu 13 000 Proben mehr als ein Drittel als unsauber beanstandet. In stereotyper Einsörmigkeit findet sich in jedem Monatsbericht des Hauptgesundhettsamtes der Satz �der Sauberkeitszustand war wiederum außerordenllich mangelhaft, nahezu die Hälfte oller unter- suchten Proben mußte beanstandet werden*. Zu einem Einschreiten gegen den Vertrieb solcher Milch haben dies« Feststellungen aller» dings nicht geführt, da die Kontrollstelle des Hauptgesundheitsamtes hierzu n i ch t b e f u g t ist. Es scheint grotesk, daß die Milchkoulrolle des Haupigefundheilsamles zu 60 Prcz. vorn Milchhandel selbst bezahlt wird. Daß die Feststellungen des Hauptgesundhettsamtes bis- her keinerlei Folgen gehabt haben, dürft« mindestens zum Teil auf diese Abhängigkeit zurückzuführen sein. Die in den über 2000 Berliner KuhstLlle« erzeugte Milch unterliegk überhaupt keiner ernsteren Kontrolle. vor allem keinem Pasteurisierungszwang. Während bei der Zufuhr von auswärtiger Milch wenigstens durch Pasteuri- sieren(Erhitzen) das Einschleppen von Typhuebakierien verhindert wird, kann durch die unkontrollierre Milch der Berliner Kuhstnll« jederzeit großes Unheil entstehen. Besonders deutlich wird das auch au« einer Stellungnahme des Berliner Gesundheitsamtes, da« schreibt:„Ohne die Pasteurisierung der eingeführten Milch wäre Berlin im vergangenen Jahre kaum von einer Typhusepedemie verschont geblieben.* Die nach Berlin eingeführte Milch hat durchschnittlich«lnen F e t t g e h o l t von 2,9 bis 8 Proz. Nach zahlreichen Proben der Milchstudiengesellschaft wurde beim Miichverkauf ein durch« s ch n i t t l i ch e r Fettgehalt vou 2,7 Proz. festgeftelll Zahlreiche Proben enthielten jedoch weniger als? Proz. Fett, sind also eigent« lich nur Magmnllch. Es muh doch sehr zum Nachdenken anregen, wo die Abnahme des Fettgehalte» der»ingejühnen Milch bis zum Kleinhändler zustande kommt. Es scheint dabei allerhand künstlich nachgeholfen zu werden. Gründliche Reform kul noti Um den skandalösen Zustand der Berliner Milchverforgung rest- los zu schildern, reicht der Raum nicht aus. Schon die hier kurz Die Elendskurve von 1913— 1923. l l*» i r»' 1 i. T"!''?""!'"i—-r--i* «!<««i e,, f« t», �— 1—'— Dle Milehtafabr ging aaf'/# zurück. skizzierten Mißstände uwchen eine grundlegende Neuorgonisierung der Berliner Mllchversorgung dringend notwendig. Es ist dazu nicht nur«rsorderlich, daß eine obligatorische Kontrolle. Reinigung und Kühlung der Milch beim Erzeuger eingeführt und der Transport verbessert wird, sondern auch vor allem, daß die blslier zersplitterte Milchkontrolle in Berlin zusammengefaßt und ganz wesentlich vor« schärst wird. Die sür den Ausbau einer Milchkontrollsiclle tn Berlin notwendigen Geldmittel find im Verhältnis zu der durch Qualilätsmilchlieferung möglichen Berbrauchssteigerung und zu dem unerläßlichen Gesundheitsschutz der Berliner Bevölkerung und insbesondere der Kinder nur gering. Nach allen bisherigen Erfahrungen wird es nicht genügen, de» Berliner privaten Milchhandcl, der bisher verjag! hat, mit der Durchführung einer Neuorganisation der Milchversorgung zu be-- trauen. Dielmchr werden sich die Stadt und die Kon°- sumentenorgonisationen entscheidend in den Neunusbau der Berliner Milchversorgung einschalten müisen. Ei liegt hier wieder eins der vielen Beispiele vor. in dem sich die Privatwirtlchaft al» unsähig zur Lösung großer Organisationsfragen zeigt. Nur eine großzügige Milchplonwirtichait kann die Berliner Milchverforgung auf«inen Stand bringen, der modernen hygienischen Anforderungen genügt. Eo verdient das Textittapital. ii% Dividende bei der Augsdurgm' Kammg«n»ipi«nersi. Wie es mit der angeblichen Notlage der Tertilindustriellen, die jetzt zu einem großen Schlag gegen die Textila rbeiterschaft ausgeholt haben, in Wirtlichkeit bestellt ist. zeigt der Abschluß de» Augsburger Kammgarnspinnerei. Ln der Ausstcht». ratssitzung dieser Gesellschost wurde beschlosien, für 1926 wiederum eine Dividende yon 14 Proz. wie im letzten Jahre an die Aktionäre auszuschütten. In den vorhergehenden Jahren ent- wickelle sich die Dividende dieses Unternehmens von 10 über 12 auf 14 Proz,» Da Geschäftsbericht und Bilanz des Unternehincns noch nicht bskonntgegeben sind, läßt sich die Gesamtentwicklung bei der Augsburger Kammgarnspinnerei noch nicht übersehen. Es kennzeichnet jedoch die gute Lage dieser Gesellschaft hinreichend, daß es die gleich hohe Dividende wie für das Hochkonjunkturjahr 1927 auszahlen kann. Welchen bedeutenden Aufschwung die Gesellschaft in der stürmischen Konjunktur des vorletzten Jahres nahm, geht daraus hervor, daß es seine Produttion gegenüber 1926 um rund 20 Proz. und gegenüber der höchsten Fried ensproduk« t i o n sogar um 24 Proz. steigern tonnt«. E» wurde aber nicht nur an den höheren Umsätzen, sondern noch besser an den herausgesetzten Preisen verdient, denn die Umsatz» Ziffern von 1927 logen um 29 Proz. über denen des Vorjahres und»m 169 Proz. über den Umsatzergebnissen von 1913. Wenn die Gesellschaft in der Lage ist. für löZ3 wieder die sehr hohe Dividende von 14 Proz. auszuschütten, muß es ihr im vorigen Jahre nicht weniger gut ergangen sein, obwohl auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft auf der letzten Generalversammlung Anfang des vorigen Jahres die Entwicklung in der Textilindustrie sehr pessimistisch hinstellte. Die T e x t i l- a r b« i t« r ober werden sich angesichts der herausfordernden Hal- tung de« Textittapitals die Abschlüsse der einzelnen Unternehmungen noch weit genauer ansehen al» bisher. Ausbau d-rReichskrastwirtschafi S proz. Dividend«.- tleber 2 Milliarden KWh«Strom« erzengvng. In dem jetzt oerössentlichten Geschäftsbericht der Elektro, werte A.-G., des 60 Millionen starken Reichsunternehmens, kommt der Erfolg des vor einem Jahre abgeschlossenen Elektro« sriedens zwischen dem Reich, Prsußen und dem gemischtwirt- schaftlichen Srohumernehmcn, der RHeinisch-Westsälische Elektrizitätswerke A.-G.. zum Ausdruck. Di« Bedeutung des Abkommens !'0M Januar 1923 lag hauptsächlich in der Abgrenzung der Ver- sorgungsgebiete und engerer Zusammenarbeit in den Grenzgebieten. wodurch dauernder Konsliktsstoff au« der West geschasst und der Weg für eine rationellere Grotzelettrowirtschast frei gemacht wurde. Di« anhaltend« Steigerung der Stromerzeugung und des Slromabsatzes Hot sich im letzten Jahr kräftig fort- gesetzt und In den eigenen Werten konnte die Stromerzeugung zwei Milliarden Kilowatt überschreiten. Infolge des überaus starken Strombodarfs, dessen weiteres Anwachsen nach den abgeschlossene» Lieservertrögen zu erwarten ist, wurde eine beschleunigte Fertigstellung der schon im letzten Jahr begönne- nen Erweiterungsbauten und darüber hinaus ein weiteres umfang- reiches Neubauprogramm erforderlich. Das Großkraftwerk Zfchor- newitz wird nach der Inbetriebnahme der Reuanlagen im Herbst dieses Jahres über eine Gesamtleistung von 440 000 Kilowatt. versagen. Di« gesamte installierte Leistung der Elektrowerk« wird sodann 700 000 Kilowatt betragen. Da sich die Golpa-Gruben der steigenden Stromerzeugung mit erhöhten Förderleistungen anpasse« mußten, wuchs die Braunkohlenfördenmg um mkhr als 17 Proz. auf 4,5 Mill. Tonnen. Als wichtigst« neue Stromlieferungsverträge sind die Abschlüsse mit der Reichsdahn zur Belieferung der Stadt-, Ring- und Vorortbahn und mit dem Elektrizitätswerk Schlesien zu nennen. Die Stromlieferung nach Berlin wurde auf Grund eines neuen Abkommens mit der Berliner Städtische Elektrizitätswerke A.-G. erhöht und der Vertrag bis 194? ver» längert. Wesentlich beeinflußt wurde die Steigerung der Strom- abgäbe durch die Erweiterung des Vertrages mit der Bayerische Stickstosfwerte A.-G. und neue Abschlüsse mit dem Iarbentrust und dem Frankfurter Metalltonzern zur Belieferung der Bielcselder Wertsanlagen dieser Gesellschaften. Auch an der Gründung der Ostkroftwerk A.-G. in Eoscl, das als Gemeinschaftswerk für Oberschleflen und Teile von Niederichlesien auf oberjchlesischer Kohle errichtet werden soll, Hai stch das Rcichsunternehmen beteiligt. Matt verspricht sich von dieser Anlage große wirtschaftliche Vorteil« gegenüber her Errichtung oder dem Ausbau yon Scnderkrastwerken. Der Reingewinn erhöhte sich im letzten Jahr von 5,1 auf 52 Mill. Mark, nachdem 6.4 gegen 6,2 Mill. Mark abgeschnebea wurden. Da die Kosten sür die neuen Anlagen im Laufe des Jahres 28 Millionen überschritten und außerdem noch fast 10 Millionen in weitere noch unfertige Neubauten gesteckt wurde». reichen die Mittel der 1928 aufgenommenen Amerika-Anleihe von 20 Mill. Mark nicht mehr zur Finanzierung des vorgesehenen Bau« Programms aus. Es wird daher das Kapital zum 1. April mm 60 auf 90 Mill Mark herausgesetzt, wodurch der Gesellschaft bei einem Uebernahmeturs von 145 Proz. für die Viag, da« Spitzen»- unternehmen der ifieichswerke, mehr als 40 Millionen nen« Mitt-l zustießen. Neues vom Arbeiismartt. Eaigegengesehte Bewegungen in Brandenburg und in der Ttordmark. Dl« rückläufige Bewegung der Ardettsmarttlage im Be-- reiche des Landesarbeitsamtes Brandenburg hat sich in der Berichtswoche(zum 2. Februar), durch die anhaltende Wlnterwitto- rung begünstigt, zwar noch weiter sortgesetzt, doch gegenüber den Vorwochen verlangsamt. In der Berichtswoche fiel die Zahl der Arbeitsuchenden um 4893 aus 385 124. d. h. 1,25 Proz., gegenüber einer Abnahme von 115 gleich 0.0H Proz. in der Vorwoche. Innerhalb des Landesarbeitsamtrs Brandenburg verteilen sich, die Arbeitsuchenden auf Berlin mit 244 225. auf die Provinz Brandenburg mst 126 708 und auf die Grenzma'ck Posen-Westpreußen mit 14 191 Personen. Die Zahlen der H a u p t- Unterstützungsempfänger hoben sich in der Berichtswoche nur unwesentlich perändert. Im Bezirk des Landesarbeitsamte» R o» d M a r k ist die rück- läufige Bewegung aus dem Arbeitemarkt immer noch nicht zum Still« stand gekommen. Die Zahl der Arbeitsuchenden nahm in der Be- richts.woche vom 31. Fanuar bis zum 6. Februar noch um 4185 auf 172 821 z u. Die Zahl der Hauptunter st ützungsempfän- g e r st i« g in der Arbeitslosenversicherung um 1420 aus 104 584 und nahm in der Krisenunterstützung um 156 aus 8500 ab. Diese Verschlechterung des Arbeitsmarktes ist ober fast ausschließlich als Aus- Wirkung des wieder stärker einsetzenden F r o st e s anzusprechen ■*■ W■ '''JPt ■■ M'' ■jCÄ!. ?. M r. - trao •r? .%*«• Rückcnsdimcrzcn? ■' v;'..-:.w'.!.i' i."»...■ w�-:-..'"j»luVA »».".'>>,�i •«•■.:•"'f. 1 � ß � persil, 63NN Kats ein Ende! Persil— das alle mühsame Arbeit überflüssig macht! Persil— das durch einmaliges kurzes Kochen der Wäsche taufrische, blütenweiße Reinheit gibt! Nutze den Fortschritt! NutzePersil! Kein Vorwaschen! Kein Reiben und Bürsten! Auf j£ 272 bis 3 Eimer Wasser 1 Paket Persil nehmen! Persil immer kalt auflösen! ,VV \? o* 0®0 o o%'"o 90' o, o0».'«o. I»? � J** o v• v o o 1° o o•»oo!> Ä 0„.vö«.?o«>?-.- >*0O.V0.»--??». >.».-»o? Xo«!äst jauchzend hinein. Bald summt dos Wasser, und diese Melodie mischt sich mit dem Jauchzen de« Windes und dem Zitherspiel unseres Wirtes zu anheimelnden Liedern. Der brav« dicke Kachel- ofen schaut traut in das Zimmer, heiter glänzen die wten Kleidchen der beiden kleinen Wirtskinder aus den: tiefbraunen Holz der Wand, und ihre kugelrunden Äugen staunen in das Lampenlicht. Dann steht die Suppe aus dem weiß gescheuerten Tisch, und die beiden Mädchen sehen sich schalthast beim Löffeln an und nennen mich' ebenso schalkhaft einen Engel. Schließlich aber kommen sie wieder aus dos kalt« Zimmer zu sprechen: dort schlafen?— Unsere Wirtsleute lachen, und die Wirtsfrau versichert noch einmal die be- s-ndcr« Wärmkrast ihrer Federbetten. Rein, die Fräulein würden nicht frieren, wenn sie dazu noch jede«inen Stein ins Bett bekämen. Einen Stein ins Bett?— Ratürllch«inen Stein ins Bett. jede einen solchen Ziegelstein ins Bett, der jetzt aus dem Ofen steht. An einem solchen warmen Ziegelstein könnten sie sich die ganze Nacht wärme», ja, sieht er nicht schon schön warm ans, dieser dunkel- rote Ziegelstein? Der Tag dämmert durch mein eisblinnendnrchwobenes Fenster. als ich ausgeschlalen aus meinem Bett springe und frierend in meine durchkälteten Kletder fahre. Ich eil« die Treppe herunter, um meine Begleiterinnen im anderen Haus zu wecken. Als ich aber die Haus- tiir aufreiße, ist sie mit einer Schneemauer versperrt. Scherzend reicht mir mein Wirt eine Schaufel. „Wenn Sie sich nicht hindurchsresien wollen, müsien Sie sich e-ben hindurchgraben.' Ich grabe nnmter-im Schnee, und bald kann ich durch ein Loch b'ii Himmel sehen und nicht lang« danach darüber hinwegschauen. Gegenüber stößt eben auch eln Kopf aus einem Schneeberg und weiter unten noch einer. Mein Ausgang ist frei und ich trete«lig hinaus, um... im Augenblick bis an die Brust im Schnee zu oersinten. Spottend springen ein paar Dorsjungen auf Brettern hinzu und Helsen mir heraus.— Run bin ich klüger geworden und hole mir auch erst mein« Skier. In dem Zimmer meiner beiden Freundinnen zeigt da» Thermo- meter jetzt zehn Grad Kälte. Sie lachen mir aus ihren warmen Federn zu. wie ich schlotternd mein« Hände reibe. Rasch hole ich ihnen warmes Wasier und rat« ihnen auszustehen, ehe e» gefriert Als die Sonn«, rot angelaufen, über den violetten Höhen empor- kriecht, stellen wir uns wohlig durchwärmt vom Kasfee auf die flinken Hölzer. * Di« Stunden sind durchwoben mit den märchenhaften Ein- drücken des Gebirgswinters: jetzt blicken wir in dos nebelerfüllte Tal, über das sich die weißen Hauben der Berg« wie Inseln er» heben. Hauchdünn verschwimmen ihre blasien Konturen in oem blaßblauen Himmel. In rascher Schlußfahrt geht es, noch um- fangen von diesem feinen Bild, zu Tal. hinein in da» klein« Grenzdors. .Besetzt, antreten,' wieder schollt un» die Melodie de» gestrigen Abends entgegen. Antreten zum Teller fasien, antreten zum Suppe nehmen, antreten zum Zitronenwasier. Wir ergattern un» jeder ein« dampfend« Schüsiel au» dem nächsten Waschkesiel, in dem die Suppe braut und löffeln sie draußen im Stehen. Tin Zitherspieler setzt sich vor die Tür und spielt un» lustige Welsen. Ei« kleine« Mädchen geht mit einer Mütze sammeln. Lochend wirst man ihr Münzen zu, und lochend fängt sie st« aus. Lachend gehen die Menschen in das voll« Gasthaus, und lachend kommen sie wieder heraus. Di« Menschen lachen olle im Erinnern an diese sausende Tal- fahrt. Wr müsien jetzt wieder den Berg hinaus. Aber dann winkt wieder«in« neu« Abfahrt. Und so geht es fort bis zum Abend... Dann drängen die schneebestäubten Echneeschuhläufer in ganzen Kolonnen dem Marktplatz der kleinen Gebirgsstadt mit den knatternden Batterien der Lutobusie, dem viel zu engen Bahnhof mit den endlosen Schlangen der Züge zu. Spät erst taucht die große Stadt auf. Diesmal auch sie im Schnee. So endet die Ballade der SchneefchuhlSufer. Helmut Häntzsch«. Versilbertes ffiadenasser i Die moderne Wissenschaft schafft Märchen, die den orientalischen Verfassern der schönsten Aladinade Ehre machen würden. Ein wenig Silber ins Badewasier, namentlich wenn es sich um groß« Bassins öffentlicher Anstalten handelt— und die gefährlichen Keime über- tragbarer Krankheiten sind getötet. In einem bei Bergmann (Dtünchen) erschienenen Buch behandelt Dr. Georg A. Krause die keimtötend« Wirkung geringer Metallmengen in Lösung. Man kennt die Erscheinung: Wirst man einen Kupferpfcnnig in ein Bassin, worin sich Algen befinden, so werden die,« meist in kurzer Zelt vollständig eingehen. Es handelt sich hierbei um erstaunliche Wirkungen von sehr geringen Mengen, wie sie die(von der Schulmedizin bisher verachtetes Homöopathie immer schon be- hanptet hat. Gewissermaßen so: Die einzelnen Atome des Metalls scheinen«Ine gar nicht von ihrer Mass«(die gering ist) abhängige Wirkung auszuüben, eine Wirkung, die vielleicht im Zusammenhang steht mit der im steien Zustand verdünnter Lösung möglichen heftigen Elettronmwirkung aus dem Gebiet der Metallatomr her- aus..Neu« Wege zur Wassersterillsierung' nennt Krause sein Buch, tn dem er z. B. berichtet, daß sich sehr leicht täglich lü Mil» lionen Keime pro Kubikzentimeter töten lassen durch eine Lösung von 15 Tausendstel Millimeter Silber pro Liter Wasser. Dös be- deutet«inen großen Erfolg. vi« erste vlondine. Bei den Ausgrabungen in Gizeh hatte Dr. Reisner vom Bostoner Museum im Jahre 1926 ein Bild der Königin Hetepheres, einer Tochter de» Pharao Eheops, de» berühmten Erbauer» der berühmten Pyramide, gefunden, das zu seiner Ueberroschung eine Frau mit hellgelben, kurzgeschorenen Haaren darstellt«. Auch die Kleidung beansprucht« deshalb besonderes In- teress« weil das Schulterstück des Obergewondes bis zu den Öhren hinaufreicht«..Es jcheint kaum zweifelhaft,' heißt es in dem von Dr. Reisner herausgegebenen Bericht,.daß die dargestellte Frau blonde» oder rotes Haar hatte und damit unter dem schwarzhaart« gen Dolt de» Zeitalters der Pyramiden einen besonderen Typ oer- körpert«. Möglicherweise hotte sie von ihrer Mutter, die wir nicht kennen, oder von einer noch früheren Ahnsrau das Blut eines frem- den Stammes übernommen.' Dies« Hetepheres II. darf im übrigen nicht mit der Hetegheres I.. der Mutter des Eheops, verwechselt werden, deren Grab und Totenausstattung Dr. Reisner schon früher freigelegt hatte. Die hellfarbige Königin war deren Enkeltochter und darf als die erste geschichtlich beglaubigte Blondine gelten. SClaws Oberg er: OtOUGVe II IIIIII 01* SEu seinem 50. Todestag Die französische Revolution von 1789 bringt da» Bürgertum polltisch zur Macht. Da» folgend» 19. Jahrhundert ist davp» erfüllt, auch dem kulturellen Leben neu« Prägung aufzuerlegen. Di« bildend« Kunst findet nicht bloß anderen Inhalt, auch dle Formen und Dar. stellungsmittel wandeln sich. Da» bürgerlich« Porträt und die romantische Landschaft gehen voran. Die Erfindung des lithogra- phischen Druckverfahren» kommt hinzu, um die Erzeugnisse der Graphik leicht und billig verbreiten zu können. Kein Wunder, daß diese„demokratische' Kunstart Zeitereignisse und Zeitgestallen tn chren Kreis«inbezieht. Das politisch bewegte Jahrhundert, da» in seiner ersten Hülst« in Frankreich vier Regierungssormen an sich vor- überziehen sah, schafft« auch die politisch« Kunstform: die Karikatur. Da» war Daumier, der an die Stelle eintöniger Figuren«nt- täuschter nopoleonischer Soldaten, tausendmal abgewandelter Genre- szenen nun den zeitgemäßen Bourgeois setzte und in Reinkultur vor- stellte, ihm sein« selbststchere Pose raubte und nachsah, was übrig blieb. Longe bevor der Kapitalismus sich voll entsallet hatte, begriff Daumier, einer der größten Künstler seines Jahrhunderts, dessen Geist mit all seinen Manifestationen und hielt ihn in seinen Blättern und Bildern fest. In seiner Formensprache hat er den Impressionis- mus und selbst den Expressionismus vorweggenommen. Zu dem Schlage der sarkastischen Südsranzosen gehört er: 1810 kam er als Sohn eines kleinen Handwerkers, eines Glasers, in Marseille zur Welt. Die Röte einer harten und mittellosen Jugend lernt« er zur Genüge kennen.— Die korrumpierten Zustände unter dem Regime des Bürgerkönig» Louis Philipp«, Speichelleckerei. Niedertracht und Cliquenwirtschaft hatten auch die Gegner diese» Systems die Dolkssreund« auf den Plan gerufen, die sich um die satirisch« Zeitschrist„Li Caricature* sammelten. Hier trat auch der 22jährige Daumier mit seinen Zeichnungen hervor und macht« sich schnell einen bekannten Namen. Aus diesen Arbeiten für den Tag und die Stunde erstanden die unsterblichen Figuren Daumiers, die noch heut« in nichts an Lebendigkeit verloren haben.(Eine wohl- feil« und in der Wiedergab« hervorragend« Neuausgab« in fünf Bänden veranstaltete der Paul-List-Berlag, Leipzig.) Hier tritt der König selbst auf als Harlekin, als Seillänzer, chinesischer Götze oder als gefräßiger Papagei; unverkennbar sind die feisten Züge seine» Bankiergesichtes. Daran reihen sich die Minister, die Deputierten. die unbekümmert verfressenen Richter und die ganz« Galerie der Zeitgenossen, die das Volk aussaugen. Di« Zensur griss bald ein. verbot die Zeitschrift, und der „Cbarivari*, der an ihr« Stell« trat, mußt« die Form seiner An- klagen mäßigen, erhalten blieb jedoch ihre Tendenz. Statt dieser und jener Machthaber, deren Züge jeder kannte, trat nun der Typus des Bourgeois auf, der in den verschiedensten Situationen als Rechts- anwalt, als Journalist, Geldoerleiher, Wahlkandidat usw. vorgeführt wurde. Am bekanntesten ist die erfundene Gestalt des Robert Macaire geworden jener unsterbliche Betrüger van dem es in dem Text zu Daumlers. Lithographien heißt:„er ist dle Verkörperung unseres selbstsüchtigen, geizigen, lügnerischen, prahlerischen und. sagen wir es nur ruhig, auf Schwindel eingestellten Zeit.' Damit bekam Daumiers Kunst etwas Allgemeingültiges. Der Bürgerkönig und die Figuren von 1835 vergingen, die eben zitierte Selbstcharakteri- sierung der Epoche paßt auch auf manche andere. Daumiers Blätter werden zünden und verstanden werden, so- lange es ein benachteiligtes, in seiner Lebensentsaltung gehemmtes Volk gibt, das dos gewissenlose Treiben der faulen und besitzenden Schichten täglich mitansehen muß. Aber da, allein würde noch nicht ihren künstlerischen Wert begründen. Der lieAt w dem genialen Strich des Meisters: ein« verdutzt« Miene,»ine wegwerfende oder heuchlerisch-leer« Gest« der Hand als Form herausgerissen, über» deutlich dem Eichwarz-Weiß der Fläche»ingesögt, und von diesem Grundzug« aus da» Ganze rhythmisch belebt, sa daß«an bis ta die letzten Strich« hinein die Erregung spürt. Das macht auch die geheimnisvolle Wirkung seiner gemalten Bilder aus, für die die Zeilgenossen kein Auge hatten, weil er ihnen um fast ein halbes Jahrhundert vorauseilte. Weil er an der nüchternen gegenständ- lichen Abbüdung sich nicht genügen konnte, sondern im-' Zusammen- und Gegeneinanderspiel von Farben und Formen ebenso starken Ausdruck und Aufruf weckte wie in den Lithographien, in denen das Inhaltlich« naturgemäß stärker hervortritt. Eins dieser erstaunlichen Bilder heißt„Die Revolte'. Da leuchtet au» einer Gruppe vorwärtsdrängender Menschen, nur die Oberkörper sichtbar, ein Mann im gelben Kittel heraus, der de» edlen Kopf mit dem entschlossenen Gesicht zu seinen Mitkämpfern zurückwendet, sie sammelnd und überschauend. Vorwärts weist sein beleuchteter Arm mit der ausgebreiteten Hand, an der alle Finger wie Zacken in das unklare Grau, was davorliegt, hineingreifen. Dieser Arm mit seiner durchdringenden Diagonale gibt der ganzen Komposition Richtung und Haltung. Hier spürt man Kraft und Stoß aller derer, die das Auge mehr ahnt als erkennt, die vom Dunkeln ins Helle wollen, die die Welt umwälzen. Dieser Daumier ist eigenttich erst in unserem Jahrhundert eni- deckt worden von Malern und Liebhabern, die der Kunst nicht mehr bloß die Abbildungen der gegenständlichen Welt zuteilten, vielmehr ihr« innere Ordnung und Organisierung dargestellt wissen wollten. So erlebten Goya, Daumier und oan Gogh ihre Auferstehung, diese verkannten großen Außenseiter von Anfang, Mitte und Ende des vorigen Jahrhunderts. Daß sie inhaltlich Und gesinnungsmäßig „links' standen und Volkstümliches malten, läßt ihr« Aktualität nur stärker spüren. Zu ihren Zeiten waren sie alle drei in ihrer Wirkung geschmälert, Daumier so sehr, daß er noch in reifen Iahren und hohem Alter von bitteren materiellen Sorgen gequält wurde. Als der stet» aufrechte Mann am 11. Februar 1879 noch nzehr- sähriger Blindheit starb, folgten kaum zehn Personen seinem Sarg«. der im Armenbegröbnis beigesetzt würde. Niemand entsann sich he» Vater» der politischen Karikatur, die namentlich in Frankreich einen wichtigen Faktor des öffentlichen Lebens darstellt«, niemand de» Mannes, der die verspielte Kunst mit der Wirklichkeit wieder zu- sammengeführt hatte, niemand des gewaltigen Malers, der die künstlerischen Wege für das nächste Jahrhundert norauswies, nie- wand des großen Menfchendeuters, der den Bürger durchschaut hatte und Künftiges, Bessere» darüber hinaus sah. Qrenmen der&orschung Die kürzesten Wellen, von denen man Kenntnis hat, sind die bekannten Kohlhörsterschen Weltraumstrahlen, die kürzer als die Gammastrahlen und als die Röntgenstrahlen sind, nämlich etwa hundert Millionstel Millimeter. Die längsten Wellen sind die au» der Elektrizität bekannten, für Funkgroßstationen verwendeten von rund 39 000 Metern Länge. Das sichtbare Gebiet der Lichtstrahlen umfaßt hierin die Wellen von etwa 4 bis 8 Zehntausendstel Milli- meter. das ganze optische Gebiet enthält etwa 18 solcher Oktaven. das ganze uns bekannte Wellengebiet rund 59 Oktanen. Aber was umfaßt ein Wellenbereich von 599 Oktaven— 5999 Oktaven? Wir kennen die ganze außerhalb der genannten Grenzen gelegene Welt nicht, können auf keine Weise bisher direkt oder indirekt etwas daraus nachweisen. Und doch ist dort, bei den hyperkurzen Wellen. wahrscheinlich die Antwort auf eine alte wisienschnftliche Frag» zu finden: Woher kommt die Schwerkraft? Denn da man Im Gebiet der optischen und elektrischen Wellen reinen Anhaltspunkt für die Verursachung der Schwere gefunden hat, so besteht die Möglichkeit. daß Schwer« und Trägheit durch«ine noch unbekannte, äußerst kurzwellige hart« Weltraumstrahlung hervovgernse, find. iNGEiHAROT? I m i v, v j 1"''*:Mf. x-'['"'■<■'■■; 1!] Pi'V'•■'"■'l.•■•'••-»■'■■. ♦y�:'.'/"■' rJiM- K4 VyÜ ehtäfy pilmttAif J f piitgcbrntitci?. QtioJitnfd ßicr ßiündliciie pdibiiciung «' und_, ' richttzdries» it» TqAiq»«'A>rqä<-t>alK»!d«u. oitvritutzang tu StibttuUrpMASs durch Ztilnakmi am{f4muat(rcid;t. der in grldrdlich«,»r,uiachmn« Zdr-r �,r«i>i�!n ÄrdrUeu drftrdd Adichlukprv img fänn»» Si« #»»«mit«mnmtlnän odltiirn, wrrudr« au«. ».rn.r'V�'�V Ad«,«, i«»!rk) durch dir SriMWul??» 'Kl)»»hrl»fr tri Mrliird« Hu'ttu.«btnl»(nmwii.in Ich« 'rn„t> sprachlich» und muntoWfnichiatHirti« AuBdildun« """«wÄÄW» »»»«??»'«-»- R«,«-- -rTo,tTt gp�sr «1«!°"�? K °Si«K sSäf."" Betten » K nlei kr»BN. PpUt«'. ich ifiHB nsrTCK�»« ■"«1 Pllvl»««.»«tBKuh'J. PvbHh un4 laftr Sehefilin tosnfider w. 68 SptiM* van Ui**«n Herr*»« Vöp 175—»a Schlaf» tfmmar von A64W an »R>»,«aw« HP» iS!mwl«r 1�,-t M. W»n« AtiiMliimng tehlL»orditn|l« 6>* iiprosptkt BI�((r«'Baion ■■ M/tn-wm UKDVOLK m% UHDVOtK Vfe»;«:.«rs»tznnz«u» Sem Ungarifchen Bin M.%>;«».) 3)08 Mond der SOO tUokteen Der Kaktus ist bei uns«in« verschroben« Luzuspslanz«. di,«» trotz aller Lieb« und größter Mühen nur zu einem rlenden Kranken- hausdasein bringt. Die eigentliche Schönheit und Großartigkeit der Kakteen kann man nur in Mexiko kennen lernen, wo si« auch in der Glut der Wüsten sich zu mächtigen Gewächsen entwickeln. Eine anschaulich« Schilderung dieser Kakleenwunder und her Rolle, die sie im Lande spielen, bietet Karl von Schumacher in seinem soeben bei Orell Füßli In Zürich erschienen Werk.Mexiko und die Staaten Zemralamerikos". Es gibt in Mexiko über SÜO verschiedene Äakteenarten. und dazu werden noch immer neue entdeck«. Da findet man Amergkakteen, die nicht größer werden als ein kleiner Finger, Kugellakteen. di« wie groß« stachlige Kürbisse aussehen. Riesenkatteen. deren grüngerippter stachliger Stamm baumhoch in die Luft ragt, vrgelkokteen, dl« ihre Stämme nebeneinanker empor- recken, so daß si« den Pfeifen einer Orgel gleichen. Leuchterkakteen. deren Farm den siedenannigen Leuchtern ähnelt, und Schlangen- kakteen. deren Zweige sich ringein und winden wi« ausgestört« Nattern. Noch seltsamere Formen aber findet mm» in den zerkküfteie» Flußtälern, die sich gegen den Stillen Ozean lenken, so z. B. in der großartigen Londschost zwischen El Organon und Oaxoca. An alle» Hängen und aus allen Borsprüngen stehen Kakteen, kriechen aus allen Felsritzen, reihen sich auf den Berggraten, scheinen in Hausen di« Hänge zu stürmen und find doch alle wie durch Zauber m du: groteske Phantaftik ihrer Formen gebannt. Selbst lvenn sie blühen. werden diese Pflanzen kaum freundlicher, und ihr« zarten Blumen scheinen nicht zu ihnen zu gehören, sondern Schmetterling« zu sein. die sich aus sie verirrt haben. Unheimlüb ist die Öebensfrüft dar Kakteen: sie trotzen den dörrenden Sandstürmen, und wenn sie einmal niedergebrochen werden, so schlägt ihr Stamm an der Stelle. wo er die Erde berührt, sofort wieder Wurzeln, aus denen sich ein neuer Kaktus cmporrrckt. Aber trotz ihres starren Aussehen- sind die Agaven und Käk- teen keineswegs menschenfeindliche Pflanzen, sondern treu« Freunde des Mexikaners, dem sie, ähnlich wie die Dattelpalme dem Araber oder dte Kokospalme dem Sudseemjulaner, alles bieten, was er zum Leben braucht. Die Sisal-Agaoe,.Pucatans grünes Gold" ge- nanrrt, gibt dem Bewohner ihre Fasern, aus denen er Teppiche unu Watten webt, di« er an die Amerikaner verkauft zur Anfertigung von Säcken und Stricken. Aus den jungen Bloiisiheideu des Nopal. der auf Mexikos Wappen erscheint, wird ein wohlschmeckendes Ge- müs« bereitet. Di« Frucht der Agave, die in Mexiko Tuna heißt, ist überaus schmackhost und Hai die mertwiirdige Eigenschaft, sich immer kühl anzufühlen, selbst wenn sie in der glühenden Wüste gepflückt wird. Dann gibt es den seltsamen Kaktus Peyote. der zu den stärksten Crregungsmitteln gehört, jedes Gefühl van Hunger und Durst nimmt und so erstaunlich wirkt, daß die Eingeborenen dieser Pflanze göttliche Ehren erweisen. Der Biznogakakius birgt ein richtige» Wasserreservoir, das durch Stacheln jo abgeschlossen ist, daß weder ein Bogel noch ein anderes Tier zu dem kostbaren Naß gelangen kann, das schon vielen Wüstenwatchereru das Leben gerettet hat. Aus den Blättern der Cebadilla, einer kleinen. Listigen, aschgrauen Agave, gewinnen indianische Heiikünsiler ein wirksam:- Gegengift gegen die Bisse gistsger Schlangen und gegen die Stiche der Skorpione. Aber alle diese Pflanzen übertrifft an Bedeutung ond Wert die Maguea ein? Pflanze des mexikanischen Hochlandes. dl« sich über Riesenoeb!«te ausbreitet:»von gewinnt ans ihr Me- kafi«, brennt sie zu Branntwein, macht Papier»ich Essig au» ihr: ihre Fasern werden gesiochten und ihre horten Blätter dienen dem Indianer als Schindeln zum Decken seiner Hüte. Selbst dl« Mayueo- Würmer, fast fingergroße weiß« Larven, werden gelammelt und sorglSliig gebraten. El»« neue Expedition«ach der Wiege der ZNenschhcil. Der bekannte amerikanische Paläontologe Roy Champman Andrews wird im April eine neue Erpcdition nach der Mongolei antreten. wo er schon so viele merkwürdige Funde, darunter auch die viel besprochenen Dinolauricrelcr, gemocht hat. Sein Ziel ist es, in der wetten mongolischen Wüste..di? Wiege der ineirichlichen Kultur" nachzuweisen und don di« Uoberreste des primitiven Menschen seb- zu stellen. Bei der letzten Expedition hat er oll« Vorbereitung'' getrofsen, um setzt ein« systematische Durchforschung de» Gebietes vorzunehinrn. Außerdem will er die Knochen de»„größten Säuge- tteres". die er ausgegraben hat, nunmehr nach Amerika überführe!:. denn das Gewicht dieses Ungcheuers war so groß, daß er«s nicht mit sich nehmen konnte. Der Gelehrte sogt«, daß man trotz de? Unbilden des Wüstenwetrers und der von Banditen drohende» Gefahren in d«? Mongolei sehr viel ruhiger und friedlicher leb« als in New Hör». f «»niatunvt Ii» J i «WtBWi »Cein'» »$5# --*'«mitt 1«,»! o(f« r i c r e: la frisdicsic Vollmilch in b«Jt«r. fettreichster Oualjcht. dl« nif dem seh«II ten Wter vom Cracuo«>- m-n Verbtauc>-- ohne Lageiung und Stapelung'dadurch l—J Ts«« Sltert gebracht w.rd. AoBerdem offeriere: ia H. elereikoUer(Keine Mischuare), sowie ■■ da« rniflch an« wcilUn H«.», '' Achten Sie bitte beim Emkanl aal meine Firma.. ««i Meierei Friedrich sha�en, AdamUai«. /7si) und in den Richtlinien des AsA-Bundes vom 3. Juli 1924. Hiernach darf kein freigewerkschaftlicher Angestellter oder Arbeiter offene oder verschleierte politische Listen aufstellen, aus solchen Listen kandidieren oder für solche Listen stimmen! In die Listen der freien Gewerkschaften dürfen keine Kandidaten aufgenommen werden, die u n o r g a n>- siert oder nicht freigewerkschaftlich organisiert sind. Nach den oben genannten Beschlüsten darf für jeden Betrieb nur eine frcigewerkschastiiche Liste aufgestellt werden. Wie im Vorjahre lautet auch diesmal die Wahlparole: Für wirkliches Mitbestimmungsrecht der Arbeiter und Angestellten durch die Betriebsräte und durch die Gewerkschaften! Gegen die Werksgemelnschaften und gegen die Zer- splitterung der Kampfkraft der Arbeiterklasse! Für den Ausbau des Arbeitsrechts, für den Ausbau des Tchlichtungswesens! Die freigewerkschaftlichen Spitzenkörperschasten Berlins und alle ihnen angeschlossenen Verbände oerlangen von ihren Mitgliedern, j daß sie sich in ihren Betrieben nachdrücklich dafür einsehen, daß ein Wahlvorstand bestellt und die Wahl durchgeführt wird. Sie erinnern daran, daß das Mitbestimmungsrecht der Arbeiter und Angestellten im Betriebe, insbesondere das Einspruchsrecht gegen ungerechtfertigte Entlassungen, allein durch die Betriebsräte geltend gemacht werden kann. Ohne Betriebsrat kein Mitbestimmungsrecht, ohne Betriebsrat kein Entlassungsschuü! Sie weisen weiter darauf hin. daß die Unternehmer wieder dazu übergehen, gelbe Werksvereine zu gründen, daß unter der Maske von Werkssportklubs und Werkssportveranstaltungen der frei- gewerkschaftliche Geist ertötet und werksgemeinschaftlicher Geist groß- gezogen werden soll. Man versucht damit in die Arbeiter- schaft einen Keil hineinzutreiben, der sie spalten und ohnmächtig machen soll. Der Geist der Werksgemeinschaft soll die Arbeiter und Angestellten dahin bringen, freiwillig auf ihre gesetz- lichen Betriebsoersastungsrechte zu verzichten. Der große Kampf in der nordwestlichen Eisenindustrie an der Ruhr beweist weiter, daß die Arbeitgeber auch nicht vor Gewaltmitteln zurückschrecken, um die Arbeitnehmerfchast Deutschlands wieder unter ihre Knute zu be- kommen. Die Antwort aller freigewerkschastlichen Arbeitnehmer lautet: „Nun erst recht!' Weder durch freundliches Entgegenkommen noch durch nackte Brutalität werden sich die sreigewerkschaftlichen Kollegen abschrecken lasten, ihre Pflicht bei den kommenden Betriebsrätewahlen zu tun. Nur die sreigewerkschaftlichen Be.- triebsräte garantieren dafür, daß der Geist der Werksgemeln- lchaften, der Werkssporteinrichtungen und ähnlicher gelber Gewächse am Boden geHallen und nicht über den freigewerkschastlichen Geist der Arbeiter und Angestellten triumphieren wird. Arbeiter und Angestellte! Die Betriebsrätewahlen sind nicht weniger wichtig wie jede Parlamentswahl. Tut E u r e Pflicht! Mgemeiner Deutscher Gewerkschastsbund. Orksausschuh verlin. Allgemeiner freier Angestelllenbund, Orkskartell verlin. Die Arbeitszeit bei der Reichsbahn. vienstdaoervorfchristen und Betriebssicherheit. Der im Sommer 1928 angesichts der Eisenbahnkatastrophen zur Beruhigung der Oesfentlichkeit eingesetzt« Untersuchungs- a u s s 6)U h hat tn seiner Denkschrift über d»« Bciriebssicherhcit der deutschen Reichsbahn zum Ausdruck gebracht, daß neben der Ber- besterung her technischen Anlagen und der Modernisierung der Be- tricbsfühnlng die Durchführung der Borschläge auf dem Gebiete der Personalwirtschost notwendig sei und daß deshalb eine Revision der Dienstdauervorschriften vorgenommen werden müsse. Damit wurde die seit Jahren vom Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands vertretene Auffassung bestätigt, daß die dienstliche Ueberlastung des Personals, von dem die Betriebssicherheit in erster Linie abhängt, eine dauernde und wesentliche Gefahrenquelle bildet. Die gegenwärtige Regelung der Arbeitszeit des Betriebs- und Fahrpersonals ist unerträglich. Die Mehrheit des schwer arbeitenden Personals hat eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 54 Stunden zu leisten und eine wöchentliche Schichtzeit bis 93 Stunden. In einzelnen Dienstzweigen geht die durch- schnittliche planmäßig« Arbeitszeit sogar bis 56 Stunden wäclzentlich. Diese Zahlen sind der amtlichen Statistik der Reichsbahn. entnommen. Dabei ist zu beachten, daß zu der planmäßigen Arbeits- und Schichtzeit in zahlreichen Fällen noch Ueberschreitungen der Arbeitszeit bei Zugoerspätungen, Betriebsunfällen usw. hinzu- kommen. Man bedenk«: ein großer Teil dieses Personals hat 16 stündig« Dien st schichten zu leisten! Die von den Eisenbahnergewerkschaften verlangte allgemeine Herabsetzung d-r tatsächlichen wöchentlich«» Arbeitszeit um 3 Stunden und die Begrenzung der wöchentlichen Schichtzeit von 66 bis 89 Stunden wurde von der chauptverwaltung mit der Be- ha-uptung abgelehnt, daß die Durchführung dieser Forderungen«ine Mehrbelastung von 160 Millionen bringen würde. Vom Einheit?- verband der Eisenbahner wurde nachgewiesen, daß die Mehrbelastung bei Wiederverwendung von 16 000 Wartegeldempfängcrn auf 22 bis 30 Millionen Marl vermindert werden kann. Das jetzt vorliegend« Verhandlungsergebnis über die Aende- rungen der Dienstdouervorschristen läßt Uar erkennen, daß die Haupwerwaltung der deutschen Eisenbahn nicht gewillt ist, die Kon- sequenzer. au» den Feststellungen des Untersuchungsausschuste» zu ziehen. Die Oesfentlichkeit und der Reichstag als Hüter der Jnter- esten des reifenden Publikums werden gut tun, das widerspruchsvolle Veihalten der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft in der Frage der Betriebssicherheit einer sorgfältigen Nachprüfung zu unterziehen._ Moskau bai abgewirifchastet. Auch bei den C stier>, Tape, irrern und portefeuistern. .Gestern fand' in Berlin im Derband der Sattler Tapezierer und Portefeuiller die Urwahl der Angestellten der Ortsverwaltung statt. Hier war bis vor zwei Iahken der erste Bevollmächtigt« noch ein Kommunist. Bei der Wahl im Jahre 1927 war die Stimmen- disferenz noch ein« ganz geringfügige: Amsterdam 1362, Moskau 1343. Im Vorjahre war der Vorsprung unserer Genosten schon erheblich größer. Die Liste Amsterdam erhieht 1523, die Liste Moskau 1137 Slimmen. Bei der gestrigen Wahl erhielt Liste Amsterdam 1609, Liste Moskau 1045 Stimmen, oder 60,62 Proz. aller abgegebenen Stimmen erhielt die Lifte Amsterdam, während Moskau sich mit 39,38 Proz. begnügen mußte. Unsere Genosten, in dem sicheren Gefühl ihrer Ueberlegenhett, hatten diesmal im Gegensatz zu den Kommunisten es verschmäht, irgendeine besondere Agitation zu entfalten. Das Ergebnis hat ihnen recht gegeben: Die Sattler. Tapezierer und Portefeuiller lehnen es in ihrer großen Mehrheit ab, der KPD. Lorspanndienste zu leisten. Der Erfolg ist um so erfreulicher, weil er in steter Ausbauarbeit errungen wurde. Nur so weiter! Christlich-nationales Fiasko. Eine.Akston" für die älteren Angeflettten. Im„Deutschen" wird über die„Einstellungsaktion des Deutsch- nationalen chandlungsgehllfenverbandes in Mitteldeutschland" zu- gunsten der älteren Kausmannsgehilfen berichtet. Der DchB. wollte beweisen, daß«r etwas für die älteren Ange- stellten tut. lind was tat er? Er versandte an 808 bedeutende Firmen und an 43 Arbeitgeberverbände Eingaben, begleitet von Bewerbungsschreiben von älteren stellenlosen Angestellten, mit der untertänigsten Bitte, die Bewerbungen zu berücksichtigen. Und was war das Ergebnis dieser„SlktimT? „Die gesamte Oesfentlichkeit wird sich für das Ergebnis dieser umfassenden Maßnahme interessieren." So sagt der„Deutsche". Das Ergebnis sieht so aus: Von den 808 Firmen haben insgesamt nur 45 geantwortet, von 43 Arbeitgeberoerbänden 22 den Empfang der Eingab« bestätigt. Dann heißt es: „vis zur Stunde haben wir doch in keinem einzige» Falle den bündigen Nachweis über die Einstellung von Vewerbern auf Grund dieser Einstellungraklion." Das ist ein klares Eingeständnis des Fiaskos. Wir haben nie geglaubt, daß man mit Eingaben an die Unternehmer und mit Bückiingen, mit dem Appell an das gute Herz der Arbeitgeber. verbände und ähnlichen„Aktionen" der christlichnationalen Arbeiter- bewegung Eindruck aus Unternehmer machen kann. Mit solchen Mätzchen macht man sich höchstens lächerlich. Auch die demagogischen Schimpfereien auf die Sozialdemokratie werden den Kohl der älteren Angestellten nicht fest machen. Auch dieses Agitationsmittel wird zu einem Fiasko führen. Metattarbeiter gegen Schiedsspruch. Vorbereitungen zum Kampf in Wörttenberg. Bei der Urabstimmung der organisicrten Metallarbeiter Wärt- tembergs in den Betrieben, die dem Verband Württembergischer lliietallinidustrieller angeschlossen sind, haben sich mehr als 93 Pro- zent aller Abstimmenden für die Ablehnung des Schiedsspruches ausgesprochen. Dieser geschlostene und seste Wille lollte den Unter- nehmern und den staatlichen Behörden, die sich nrit der Frage der Verbindlichkeitserklänmg des völlig unzulänglichen Schiedsspruches zu befassen haben, zu denken geben. Die Organisationsleitungen werden nun zu der durch die Ur«, abstimiming geschaffenen Lage Stellung nehmen und ihre Maß- nahmen treffen. Dabei werden sie sich ebenso wenig von der unter- nehmersreundlichen bürgerlichen Presse wie von dem hysterischen Geschrei der Kommumstenpresse beeinflusten losten. Die Metall- arbelter haben in der Vergangenheit stets ihre Verstöndigungsbereit- schaft bewiesen: jetzt sind es die Unternehmer, die zu beweisen haben, daß sie verständigungsbereit sind. Sind sie es nicht, dann ist ein scharfer Kampf unvermeidlich. Die Wirkung der Gialin-Parole. Auch bei den Buchbindern unten durch. Die Duchbinderbranche im Verband« der Buchbinder und Päpierverarbeiter hielt am Donnerstagabend im Gewerlscholtshaus ihres Iohresverfannnlung ab. Wie der Branchenleiter, Genoste Herzog, in seinem Geschäftsbericht mitteilte, war die Befchä'ti- gung in den Lohnbuchbindcreien im Vorjahre, besonders ober während der Sommermonate, nicht sehr gut. Ueberaus gut beschäftigt waren dagegen die Derlagsbuchbiudereicn, die teilweise doppelt soviel Ar- beiter und Arbeiterinnen beschäftigten als im Jahre 1927. Der außer- ordenttich gut« Beschäftigungsgrad in den Verlagsbuchbindereien war aber begleitet von einer U eb e r st u n d e n w i r t f ch a f t. die äst- inals keine Grenzen mehr kannte und in den meisten Betrieben zu einem Dauerzustand wurde. In der Frage Ueberarbelt ist sowohl von den Unternehmern als auch von der. Arbeite rfchaft schwer ge- siUtdist worden. Genosse Herzog schilderte dann eingehend die Lohn- und M a n t e l t a r I s b e w e g u n g e n Jn den einzelnen Gruppen und Betrieben der Buchbinderbranche und zog hinsichtlich der Erfolge dieser Bewegungen den richtigen Schluß, daß die Er- gebnist« die Arbetterschaft bester befriedigen würden, wenn nicht noch so viele Berussangehörige abseits der Organisation ständen. Jn der Diskustion langweilten die„Oppositions"rsdner die Ver- sammlung mit ihrem inhaltslosen Ge-schwätz. Die Versammlung sollle ein Generalstunn auf die.reformistische" Branchenleitung werden, endet« aber mit einer Niederlage Moskaus. Alle Flug- Matter, Zeitungsnotizen und Fraktionssitzungen der sogenannten Op- Position haben nicht vermocht, den Moskauern zum Siege zu ver- helfen. Die geheime Abstimmung ergab die Wahl der von den Funktionären vorgeschlagenen Branchenleitung mit ungefähr sieben- sacher Mehrheit gegen die kommunistischen Vorschläge. Somit hat sich die stärkst« Branche im Buchbinderverband fast restlos los- gesagt von den Leuten, die in den Lersammlungen das groß« Wort führen, in den Betrieben aber sich recht bescheiden ausführen. Gin neuer Gewerkschastsfilm. Dem Film des Tertilarbeiterverbandes und dem jüngst uranf- geführten Vilm des Bergbauinduftriearbeiterverbandes hat jetzt auch der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter am Sonntag einen Berbandsiilm folgen lasten, der im Admiralskino zum erstenmal abrollte. Dieser„Film gewerkschasllicher Bildungs- arbeit" bietet einen intt�estanten Aueschnitt aus der Entwicklungs- geschichte des Verbandes. Im Mittelpunkt der filmischen Handlung steht ein Funktionär- kursus der Berbandsschule in Buckow In der Märkischen Schweiz. Man steht eine Schar lernbegieriger Verbandsmitglieder, dem Alltagsleben enthoben, in zwangloser Gemeinschast mit ihren Lehrern in die Gewerkschaftsmalerie eindringend. Jn Trick- zeichnungen marschieren aus der Schiefertafel neben dem Unttr- richtenden Zahlenkolonnen auf, die das Wachetum der Organisation leicht faßlich vor Augen führen. Erinnerungen an die Zeit Bio- marSscher Unterdrückungspolitik huschen auf der Leinwand vorüber, und schließlich macht die Lerngemsind« sich aus den Weg nach Berlin. Der Film nermittett dann Einblicke in die Tätigkeit der Ana«' stellten des chauptbureaus, führt den Beschauer weiter in rascher Folge durch die städtischen W'erke und Betrieb«, die zum Organisationsheroich des Verbandes der Gen-einde- und Staats- -irbeiter gehören, und beleuchtet somit blitzartig das gesamte Organ!» sationsleden. In sprudelnder Lebendigkeit zieht das alles am Auge vorbei, ohne ermüdend zu wirken. Kein Bild wirkt gestellt, so daß nian ohne Ueberlreibung sagen kann, daß dieser Film eine erstklassige Kopie des gesamten inneren Organisationcbetriebes ist. Ein geringer Mangel ist allerdings der, daß nur sehr wenig« Aufnahmen die vielseitige Berufstätigkeit der Berbandsmitglieder zeigen. Mein der Film soll ja hauptsächlich nur die gewerkschaftliche Bildungs- arbest und das Werden der Organisation aufzeigen, und in seiner Beschränkung auf diesen Zweck wird dos Ziel vollkommen erreicht. Der sowohl technisch als auch künstlerisch einwandfrei« Film wird dem Verband« der Gemeinde- und Etaatsarbeiter sicherlich neue Freunde und Mlkämpfer gewinnen. Leipziger Straßenbahnerstreik beigelegt. Leipzig, g. Februar.(Eigenbericht.) Im Verlauf der Urabstimmung des Fahrpersonals der Straßen- bahn über die Lohrworschläg« stimmten 55 Prozent für Wiederaufnahme der Arbeit. Di« Abstimmung des technischen Personals ergab ebenfalls eine Mehrheit für den Abbruch des Streiks. Der Betrieb der Straßenbahn ift am Sonntag wieder aufgenommen worden. SpO.-Metallarbeiter? Donnerskag, abends 7 Uhr. ln den Sophiensälen. Sophien- ftraße l?/!S, Vollversammlung aller SpD.-INelallarbeiler. Tagesordnung: l. Stellungnahme zu den Anträgen. 2. Neuwahl des Fraktionsvorstandes. Zulrilt nur mit Partei- und Verbandsbuch. Der Fraktionsvorstand. Berliner Gewerkfchastsfchule. Am Dienstag, dem 12. Februar, abends 7 Uhr, ist wieder ein Arbeitsrechlücher Informationsabend für Betriebsräte im Saal 3 des Gewerkschastshauses, Engewfer 24/25. Leiter des Abends ist der Genosic Dr. B r o e ck« r vom Vorstand des All- gemeinen Deutschen Gewertschaftsbundes. All« freigewerkschastlich organisierten Arbeiter- und Angestellten- Betriebsräte werden um rege Beteiligung ersucht. Di« Teilrnihme ist kostenlos. «5®. ftetwlnxti Ob«rsl»«ii: 1» Uhr im V,rtehr»bunb-z, Eng-luker 24—25, Ausgang N, pt. Vortrag:„i jn den Sorneval".— vftlret«: 15 Uhr im Jugend',-im L'tou trag:.Lustiges Fasching« ich»".— Stark,«.d«a — Einfühtung er Str. 18. Bvr. ...___________...T lchdu» Devl'chland".— Morgen. Montag,® fitzung int]£% Uhr un«Zke-v-rkschaslshaus. Gng-lus-r 34—25. 1 Zrrpp». �uaendoruvve des?entralverbandes der Zlnaestellten Sonntag, finden fosgend« Vcretrerar>«! t. Hot. 2 Zrrv«echt», zu rschta» Achtung, Sreis- und Abteilunzsleitcrinnen für Agitation! Wir bitten die karten für die Frauen»Frlerstusda an Dan na band, den 18. Februar,»u. Uhr, In der Stadthalle, ftlostrrftratze, bi» späteste«, 14. Februar, im Froueusekretariat abzurechurn. All« bis zu diesem Tag« nicht zu rückgegcbenen karten find z» bezahlen. Da, Frantaseiretariat. » 5. Krei, Frlcdrich-hai». Montag. 11. Februar, 1SV- Ulli, kreievorfiand». fitzung mit den Abteilungsleitern in den Eomcniussälcn, Memeler Str. 87. g, 7. krei» Ebarlottrnburg. Soaa«r»tag, 14. Februar, 1»'� llh», kreisvertreteroersammluag bei Schellbach, KSrfgin. Elisabeth. Str. 8." flradcr Baal. T-geaordnu-q:»«richt de» kieisuorstandr». de, Kasfierer,? owl« der Ausschüsse und Kommissionen. Aussprache, Reuwadl de« Kreis» »orstandr», de, kommissious. und Ausschußmitglieder. Mandat« und Baaleiugaug vorzuzeigen. gllcds-u-meise find am 8. krei, Wllmersdors. Montag, 11. Februar, 20 Uhr, bei Ihscnfelb. Uhlank. stroße 74. Sitzung des erweiterten krelsvorstande». Aeußerst wichtig« Tagcsodnung. All« Abteilungen müssen vertrcten sein. 1». Krei» fiedlendars. Montag, II. Februar, 2« Uhr, B Im Lokal;-3 Lindcnpark, Berliner Straß« Ecke GartrnNraß«', Kreiamitali-deruer. f-Z sammlung. Bortrag:„Da» Vreußisch« Konkordat' Zlesereut: Stadtschul, i»* 11. Krei» SchSncberg. Montag, 11. Februar. 20 Uhr, II. Vortrag in der kommunalen Vortragsreihe bei W'll, Martin-Luther-Str. 80. Vortrag: „Finanz, und Steuerpolitik und der Etat der Stadt Verlin'. Neferent: Dr. V'chard Lohmann— Dien»t»g, 12. Februar, 2# Uhr, Kreissuukti». »äruersammlnug bei Will, Martin-Luthrr-Str. 80. Stellungnahme zur polt. tischen Kap» usw. 12. Krei» Steglid. Montag, u Februar. 20 Uhr, Krei»vorfiandsfitzung an bekannter Stelle. 18. Krei, r-mpelhas. Montag, U. Februar. 20 Uhr, Fraktionsfitzung, Dorf. straße 42. 14. Kreis Neukölln. Die Kreissunktionürn-rsammlung mit dem Genossen Engel» bert Graf als Referenten findet am Montag, 18. Februar, in den..Passage- Feitsäl-n", Bergstraße, statt. 11.«re'a T'-ptom. Montan, II. Februar. 101h Uhr.»ei Th'ete. RieberschSn«. weide, Nerlln»r Str. W. Kreisnarftandsfiduna mit den Abteilungsleitern. II. Krei« Köueuick. Bilb«ng,ai>»chs»ß. Vorbercitungsunterricht für die Fugend- weihe findet nicht, wie angegeben. NM Donnerstag, sondern ied-n Dienstag von II hi» 18 Uhr im Iupendb«>m, kilpenick. Grünaurr Str. 5, statt. Nächster Unterricht Dlcnitag, 1'. Februar. Anmeldungen werden dort nach entaeaenaenommen.— Am M-ntgg, II. Februar, tiudet kein» Kreis. vorstandsktzung statt. Gllmtllche Mitglied-r de« Kreise« beteiligen sich an der Pvfsiihri'ng der..Wonderratten' im K?u»n'cker Stadttheater. 17. Krei» Kichtenbeeg. Montoa. 11. Februar. 10 Uhr,>m Arbet'-gmt. Schreiber» Hauer Straß«. Funktionärlonferenz. Vortrag des Genossen Max Sievers über dos �lonkordat'. Henke, Sonntaq. 1». Februar: 8. Abt. Achtung! Eint»Itt»kgrtrn für die beutiae F'lmveranstalwng der Kinderfreund« find noch zu haben bei Dobrohlaw. Ewinemvnder Str. II. 85. Abt. Iewpe>h»f. B-sucht die kuge«dansk»>nua im R-al»u«ugIs«m Zemuel- hos,»»Iteriu.Au>rist«.St,. 1020!«I» Ausstellung ist vom 1». bi« l7. Fe- bruar täglich»SN 17 bi» 21 Uhr geöffnet, auch Sanutag«. Eintritt frei. Morqea, Montag. 11. Februar: 1. Abt. Illsh Uhr bei Snieael. Ackerstr. 1. Fvnktianärfidun». 7.«dt. IS>� Uhr bei Bärwalde, Stblegelstr. 8. Funktionärfitzung. 0. Abt. Illli Uhr bei Hühner, Wilsnacker Ltr. 84, Funktionärsttzung. Wichtig« «.«t. IS'-j Ubr bei Schmidt, Wiclefstr. 17.... 18. Abt. iSlh Uhr bei Lausch, Bredovsrraßl. Ecke Dieb sttzung. llraß», FunstionZrr Tagesordnung. »eMzIjllilWZSmiüMlii'ijK-wIlli fiionlsg. den tt. Februar.? Uhr Zusammenkunft der Kreisblldungsobleute Im SlfruneMlinmer des Brandenburser Bureau«. Undensfrafie 3, 2. Hof. 3 Treppen links. Alle Kreise müssen vertrefen sein. Arbeiterbildungsschuld 5. Breis(Friedridealiaia)! Freitag, den 15. Februar, im/, Uhr, In der Schule Petersburcer Str. Beglno des komm analen Korso*. Der Leiter der kommu' alpolltischen Zentralstelle. Max Fachner spricht Ober .Vcraralhm» und Varfataag.' Der bereits angekündigte Zentralkursus tQr Laienrichter, Schaffen, Belsitz-r im Jugendgericht, Schiedsmänner und sonst an der Rechtspflege Interessierter soll am MItt-wocb, dem 20. Februar, IP1; Uhr beginnen. Folgende Themen sollen behandelt verdan: S>-*i«maült des Rechts. Gerlchtsvertassung. Strafrecht. StratproreSi echt Mieuect Arbeitsrecht. Wirt-chal sreent Fürsorgerecht lugrndre'ht— Jurend- st'afreeht. Srrafvol' ug.— Am Mittwoch, dem 20 Februar, spricht Genosse Dr. Kort Roacofeld über„ELnfültrong la da* Weseo der Laiccg» riebt*- barkell". Meldungen an das Bureau des Berlrksblldungsausscbusscs, Lindenstraße 3, 2. Hat, 2 I reppen. lltzung. ..... 17. Abt. 10' j Uhr bei Dose, Rordhafen 8, Funftionirsttzung. 20. Abt. 20 Uhr bei Pose. Äolonieslr. 15, Funktionärsttzung. 22. Abt. lll'-a Uhr bei Senkel. Utrcchter Str. 10. Funktionärsttzung. 21. Abt. IlhA Uhr bei Grunewaldt. Kameruner Str. 1». Funktionärsttzung. 24. Abt. igsh Uhr bei illärner, Jwmanuelkirchstr. jt. Funktionärsttzung. 27. Abt. 10fi. Uhr bei Reetz, Sennenburoer Str. 1, Funktionärsttzung. 20. Abu 20 Uhr bei Burg, Prenzlauer Allee 180, m'chtig« Funktionärfitzung. Z0. Abt. ISs» Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindcnstr. 8, Funktionär» 40. Abu Ächtung! Di« Funktionärsttzung kindet dicsmol um 20 Uhr bei Bött» cher, Leqelbcrger Str. 0. statt. Sämtliche Bozirkssührer müssen erscheinen. 4L Abt. 20 Uhr Funktionärsttzung mit der Abt-ilung-leitung dei Livfert, Mariendorser Str. st. 42.-kbt. 10'- Uhr klei»ierodorff. Urbanstr. 8. Funktionärsttzung. 42. AbL 20 Uhr hei strevv, Planufcr 75, Funktionärsttzung. 44. AbL Die Funktionärsttzung fällt au»......_. 45. Abt. IZitz Uhr bei Florkowski. Grünauer Str. 21 san der»rücke!. Für* tionärsttzung. 48. Abt. 20 vbr bei Eichhoht, Euvrvftraße. Funktionärsttzung. 47. AbL ISld Uhr dei Sesche. Wrangelstr. 21. Ecke Pückl-rstraß-. Funktionär. 4». Abt�Die Funktionärsttzung fällt in diesem Monat ans. Die Bezirkslührcr laden zum Mittwoch, 18. Februar, ein._. Eharlottenbueg. 52. Abt lil'o Ubr bei Bob», Kaiserin-Auausta-Alle« 52. Funk. tionärsttzung.— 68. Abt. 20 Uhr bei Lierlch.«antstr. 82. Funktionärsttzung. Die Bezirkskasllerer werden besonder» dazu»ingeladen. 88. Abt. Rarlendors. lOVj Uhr bei Niendorf. Ehaussoestr. 10. Funktionärsttzung. 88. Abt. Lichtenrade. 20 Uhr dri Schieber!. Verliner Str. 18. Borftandssttzuna. Neukölln. 01. AbL 20 Ubr bei Balewski. Voddinstraße. Eck- Fs-rstroß» Fl.,!«. tionärsttzung.-»4 Abt. t»>h Uhr bei Schrdber, Strinmetzstr. 52. Funk-io. närsttzung.— 05. Abt. lS>h Uhr bei Pflanz, Prinz.Handscrn-Str. 78. w ch. fige Funktionärsttzung mit der Abteilunnsleitung und den K-wm:sIion«n.— 88. Abt. 1g'4 Ubr bei Teich,«nriebeckstr. 185. Funktionärsttzung. 0». AbL Britz-Buckaw. 10'i Uhr im Buschkrug, Rudow»! Sir. 4». Funktionär. 141. Abt�Rcleathol. IZth Uhr bei Frisch«. Niederstraß-. Funktionärsttzung. Dienstag. 1Z. Februar: 8. Abt. 20 Uhr Funktionäruerfammlung bei Rickert. Stelnmetzstr. 88a 111. Abt. 20 Uhr bei Sandow. Flensburaer Str. 8. Funktionärsttzung. 40. Abt. IS'h Uhr llci ssuno. Dreibundstr. 11. Mitgliederversammlung. Bar» trag:..Unser« Politik in der Berliner Stadwerordnrtenversammlung.' Referent: E�dwcrordneter Dr. Erich Witte.._ 85. Abt. Tempelbss. 2. und 5. Bezirk: ssahlabenb bei Pommerening, Berliner Straße 100, 20 Uhr. Fraueaveranstaltungea. I. AbL Montag. II. Februar. ISii Uhr. In.Bllttnrr» Festsälen'. Schwedtee Straß« 28, große Fraurnveranstallunq mit unterhaltendem Programm. U. a. Rezitationen des Genossen Seurv Reiff._._ 18.«bt. Montag. 11. Delruar. 19U Uhr. bei Krüaer. Suwt-nstr. 84. Vortrag der Genossin Elvira Krüger:„Tie Geschichte unserer roten Fahne. ZI.«bi. Montag. IL Februar. IS'-H Uhr. bei Goldschmidt. Stolpische Str. 88. oemütliche» Beisammensein..... 81. Abt. Flieden««. Dienstag. 12. Fellruar, 19V4 Uhr bei»labe, Sands erv. strebe 80/61, Vortrag:„Die Frau in der SirtschafL' Referentin: Genossin Käthe Kern. ZungsozlalisteiL Gruppe Eharlotkenburg. Heute. Sonntaa. 14 Uhr, Treffpunkt am Wilhelm» vla» ,"M Besuch de- W>t'<'"le.— Msnt<". IL Februar. 20 Uhr. im Jugendheim. Rosinenstr. 4. Diskussion über die Tehrfrag«. Vereinigung sozialdemokralischer Studiereuder. Montag. II. Februar. Juristische Arbeitsgemeinschaft. Dberregierungsrat Joachim spricht Uber„Reform des Schlichtungswesen»".— Dienstag, 12. Fe» brvär, Kundgebung Im Herrenhaus, Leipziger Str. 8, NVA Uhr. Reich»inn-n. minister Severing spricht Uder.Koalitionspolitik'.— Donnerstag, 14. Februar, Marxistische Arbeitsgemrlnschafi. Genosse Mezger spricht über das„Akku- mulationsrodlem'.— Freitag. 15. Februar. Tagespolitisch« Arbeitsgemcin. schaft. D/pl.. Kaufmann H. Bloch spricht über„Aktuell« Fragen der soz'al. dcmokratischeu Agrarpolitik'.— Dienstag, 12. Februar, Turnabend in der Turnhalle Dorotheeustraße von 18—10'-» Uhr.— Tonnerstag. 14. Februar. Zletriebswirtfchaft, Mittwoch 17— l» vbr: FranzSstfch. Sonnabend 11—18 Uhr: Kanimännifch üechnen, Sonnabend 18', Z— 15 Uhr: Englisdt. Sonnabend 15 bi» 17 Uhr Buchhaltung. Sonnabend 17—10 Uhr.— Die Arbeit: finden im Bund, Aldrechtstr. 11, statt. Arbettsoem�nschnfk der Sladerfreunde. «erbebe, sei«est»». Kursusebsnb de» Reichmnesschuffes für Sozialistilcke Btldungeardeu am Montag, dem IL Februar. 20 Uhr, im Augendhenn Zipsi""' straße. Krei» Steglitz. Dienstag. 12. Februar. Treffe« Im Hei». Albrechtstr. 47, ovo 17 bi» I? Ubr. Krci» Rrnlölln. Heutige kreisveranstaliuna: Mufiknachmittag von 18 bis 1» Uhr im Jugendheim. Steinmetzftr. 114: Ausgeftalrung: Gruppe Birke. Znftru.. ment« mitbringenl— Montag, U. Februar, von 17 bi» 1» Ubr. Kusammeukunft aller Roten Falken im Jugendheim, Bergstr. 20. zur Ausgestaltung das Eltern» adeuds. Geburkskage. Zubiläeu usw. 88. Abt. Unsere« bewährte» Geno llea Frauz H» i»» k H und sei»»« Frau. Wlberstr. 82. bi« beste» Glückwünsche z»e Silberhochzeit. 41. AbL Unserem lieben,»erehrt«» Geuofie» Karl Schuster zu seiue» 80. Geburtstag« die herzlichste» Gluckwüusche de» Abteil»»«. «Sterbetafel der Groß- Berliner Partei> Organisation 8. AbL Unlcr« Senosstn W.»reuzberg ist verstorbeu. Ehr» ihrem Andenlen. Die Einäscherung findet Montag, 20>z Uhr, im Krematorium Gericht- straße statt Um zahlreiihe Beteiligung wird gebeten. HMmm Sic's nkMü! 3 billige Isßem Als Äbsdilub der Wintersaisonl Für schlankste und stärkste Figuren? _..____ Scal-Elektrilc_ fetzt Pelzmäntel letzt iso.- 250.- Fchzickd Jugendm&ntcl Jetzt 155»" 10S." Plüschmäntel Peczanicti Gaxelle Seal 40," HO," Stoftmäntel mit und ohne Pelz Ottomane engl. Charakferstoff Persianer 275.- 315.' 1Z5.- Jetzt 450.- OOO.- Relsemuster bis 5O0|« ermäQlgt Wollplflsdi Krimmer 40.- InilHerfe PeizmÄnles Extra-Abteilung: Trauer-Magazin Velour 391- 40- SS______ Modelle» Stoff» u. Plüsdfcmäntel in 5 Serien 19.- 39..-- 17.- 29.- 45.--- 18.- 35.- Jetzt SS.- 4».- SO.- 7S.- O».- iLllMlSe Met eiMWA Sportkostüme mit n. ohne Pelz, jeizi 20.- 45,' 69,'* Kleider auch für Konfirmanden IS,- 32.' 49,' Gro&e Auswahl, fesche Formen, bekannt für billigste Preise! 1. 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Poladaaar Fiats NoUaodoH 2095-96 NccbeBUgs 7,• ISBüttM* US* Saaitif% 7, 1 TUBIUSSB Ecka StromitTaSe Hansa«881 WochaBUgs 7,• UBBttg 6,7.»» ULEUNüESPL Alexanders tr.46- 48 Kupferiraben 4936 Woebentagt 7,• Sonntag 5. 7, S «ktmtiMittsHfMiraiiiiinitniifii KÖHlSmor Schanh. Allee 10-11 Norden 6067 «oehtBUgs 7,• BaBirtaj 6 7,» 1 1„n»9 1 9» t n««»»«»»»« 9 7»I«»«»»»II WtiPMMS WeinberO». 16-18 Norden 1865 WKBiBU(t 7,» Sonnts» 6. 7,» FBlEDSIGHSHADi Ecke Bauow.u. ICinlftiadl 556* WcckeBtag* 7, t »nniiag», 7,» IHSSEHSEE Aa Antons lala m toBBUs«.7,» Hsgrti letzter Ttg Tmdt HsilBräori rnnsU md&lpar«fl Pola MeOrl Dl« Uetisöialtsj «urldiaupielertii ttiiiiniuMuiin Der Nasa mit dem Laobinui Der neue Berbort- Liopreit-film uztiHiitHH i itt 1 1 1 ni i im imiim Die Bflebse 4er Paaflcra riMWSöKiäd Norma sücarer Die Komfidlanfin Modi, kiün ncntt «wwwjiiimwuwwtmiwwi Ein ärsb am Nordpol ntnfi. kttralBlrKt Toa�MdWii Fron Winis Der mta Na alt Geriuefe- ist vwtelleve» QlM eeimr Waterloo iBtodl tatn Mrttt' i nitiin in tif9iaiit iiitiiiiini im PrtaUteHeim Der Skandal in Bcdsn-Baden BOhnenschau| lirtMIINIIIIIIUIIIIIIIIIIHUIIMK UrauffOhrung Ue insooen TcOabnadso BOhnennohau; „»««t,», 9t«, f,t>ittt«i9»il 177,6,1 UfUHAt-LUrft. LlUaa Willi Frltsd ffir Her Pimkl BQhnensehnu irnn'BiiwtiiinMliinnM»'""" trete Nesse;« Die Siebielui- llhrlften kboiiAttiea-Beli BOhnenschau. Berliner Blkk-TrlO N BUkAllB. W Uhoatr.M/ni TSclleb 8 Clir Dienstag, den 12. Februar 50*£usUg& WUwe 50 x Ttleteopai aosueckaufi! FßlTZI MASSARY Max Mensen Walter JanhuUn. Ctehi Elte««, Hann Junkcriuann. Willi SehAflers. Ebels- bactier, Krit j;-r. Heppnei-, Marqaltas- SUtor«, t'rlnco, Bonnly Girls, Jackson• Boys Gasustassstattnng: Frol. Ernst Stern REGIE: ERIK CHÄRELl Heute letzter tag [aas flteWBnBHBBsnenBBBOBHn o.Scnntaas 8achn.4U. Alts iskebs r. 10 32, tcke OrgnienstrsOe»ocdiii 4ll- ® Wnrbn-Wochn ah Sonntag, d. 10. Febr. bis 16. Febr. J ■o Täglich ausverkaufte Häuser;» - In Berlin und Hamburg Ii e § I u N d lllllil 11 1 Operette von Gsston Briese und Oaaria Burghardt Park, statt 4.50 nur 1.-, Log. statt 12.- nur 9. ■" Gflltlg lür 1-4 Personen ™*TW Anseid SdioU Hasenhelde 10814 Gr.Bochblerfesf; Gr. Aipcnball 7 Kapallon Einlaß* Uhr. 50 eoynrioche Madi. Dienst ap, den t» Ffünur 1019 Gtro�e Sdiveincbrsierel I PrSmJlctuod des gröblen eMtaren Perlincr PfnunknAciis. 7 Geldprrisr 40.— vnd 24. Rm. 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J Oeutsdiüf MelallarDeiter-Mhil Verwaltungsstelle Berlin Todesanzelse Den Mltelicdcrn snr Nachricht, bek unser Kollege, der Vcrarbeiur Friedrich Rosengarth geh. 3L August 1884, om 7. Februar gestorben ist. Ehre seinem Snbenfcal Die Ewiischerung findet am Montag, dem n. Februar, 12 Uhr. im Krematorium Wtlmersdors, Der- iiner Straße, swtr. Siege Beteiligung erwartet Vi« Ortstecioaltanp Am 9. Februar, morgens Ö UHr aer» schied nach iangem schweren Leiden im ere gut» liebe Malter, E-bwieger- und Sroßmuttee AugllZts Roslzoer geb. Ueebe Im Alter VON 70 Jahren In tiefer Trauer zeigen tneses an Frieda»eeieanaaa, geb. Hoelznet Sorte, AnuA, Helene, Töchter Paul KeckmanB Heins. Die tfinSfchiruiiß findet am Mit'» woch. dem iKFebrnannbendsSt/iUhr im Kreniatorium Bln.-Aanmschulr!l- weg. Rtf"' eilst rate, ftoit. Am 7. Fedruai»erftard nach langem. ichweeem Leiden, mein iiedee Mann. umer guter Baier, Sroßboter und echwiegernaier Belnricb Ebeling im 79. Lebensjahre. Im Semen der Hintertrieb enen FtkberHe Ebeiing Erkner. AhornaUee i Die Eutäscherung findet am Dienetag. dem 12. Feoruar, abend» 7>/z llhr. im ftaematortum Baumsthuienweg. Sief* hoieftrafte 221. statt Am 8. Fedenor starb plShtich und nnerwaelet meine liebe Frau, unsere gute Mutier. Schmiegerrrnttter und Schwester, Frau Helene Kayser geb. Merten» iE: 03.£efc«nö(al)te. Im Siemen der j inierdUebenen Genrz Kayser T-mt-eihor, Saiser-WilheiuiTStr. 21 stnäicherung findet am Jkmnrtatog. ottn 14 Februar, nachmwags ö Uhr. im Krem Boumidmienweg. statt Für tue oteten«ewetie heez.tcher Teilnahme bei der DestaUunz nlewes sieben Mann? Oskac Colell fagen mit allen Freunden und Be> rannten. Reichsdannerkamerehcn und Venoffen otelen Danf _ Witwe goleil imb Tochter. Freitagabend starb nach kurzer Krankheit und schwerem Kampf meine innigst geliebte Praa Leni Hehr geb. Semraa Dies«Igen tiefbetrflbt an: Werner Hehr als Gafte und WSlfcfaen. Martin Semran als Vater Die Geschwister und Sdi wiegereifern Eeriin-Brlfe. Be.i n-Sch!neberg. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 13. Februar, um 1� Uhr von der Karekle des St.-Matthlas-Frlednofes, SQdende, fchöreberger StraSe, aus statt, Am 7. Februar oerschied nach langem, schwerim Leiden meine gute. liebe Muttir, unsere llebe SchwSgerin und Tante Olga Ehrlich geb. Stelnitz 3m Namtn der Hlnletblledenen »an» Gbeitcb Bliu-Reuki! lin, den S. Februar Di, Einäscherung findet am 12 Fe. bruar.>7'', Uhr. Im Kremalorium Berlin- Banm'chulenweg. Kteshal.«» straffe 221, noa. Hierduroh erfülle icji dia trauiige Pflicht. den Tod meiner lieben Munter I rran Anhuste loewenstefo I geb. K ehdto$ ! mitzuteilen. Im Kamen aller EinterbUebenen Dr. Georg locwensieln j B!n.-I»1clitenbe;-c. im Febraax 1920 Wühetmsfr. i6. Von Beilaidsbcsuohen bitte icli aban» ►ehaa. Die Bei�etzunje ist bereite erfolpt Ster&eüasse 56 Berlin Dienstag, den IS. Februar, abends 7 Uhr Fhams-Üle.MiUlersJr.«4*. parlerre Gcncml-Vcrsamm ung Tagesordnung! f. Oeschäfisbeticlrt. ?. Kassenhencht .3. B racht der Revisoren. « Voostandtw h. 3. Wahi der Revisoren. f. Verschiedenes. Anträge. ! j Zuirlti nur«ir Mitglieder. MHgllcds- boeh ist vorzuzeigen. Ihn rege Betest' eng wird gebeten Der Vorstand. L A. R. Bergemann Berit» N«. Transvaalstr. 15. m. | Metallbetten 12" j RlnCeröß«,, riwlselenn. 20.-, Palst.- ; staliimatr.. Solas s R teazsüluns HAHr Serlin. Pappelallee I. |i Uvftll Pankow» Schmldtstr.l [ Der bckdnunlldisle Kaulabah Ist Kapitän, 15 D.2üPfg Vkf. Fordern Sie in denOrschi ten aasdrOct lieb diesen 3 „Was Ist denn das ffir ein merkwürdiger Stein in deinem Ring?- „0. das is das Hübnerange der berühmten F'lm- dlra Mla Man. Ich habe Ihr im Seebade mit einem Lebewoblpflaster ausgeholfen, und als Erio erung schenkt« sie mir diesen Ringt- *) Oemelnt ist natürlich das berühmte, von vie'en Arrrren mpfohlene Huhneranref Le»ewo!.l und Ltb-wcHI* 'dailennch.Iben. Blechdose(8 Pfias'er 75 Rfg., Leuewohli P ifcbnd negen emp ind'jche rü8e upd FullscrmoiB, Schachtel 12 CäJer) 50 Pfp-eihältlich In Asptheicen ürid Droger eri. Wenn Sie keine Enttäuschungen erleben wollen, ver angen Sie ausdrücklich das echte«bewohl In dechdosrn und weis« andere, angebltoi».ebenso gute" Mittel zurück. Jlr. 69» 46. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 40. Februar 4929 Anträge zum Parteitag in Magdeburg. Bericht des Parteivorstandes. Hamburg. Der Parteivorstand wird ersucht, die Agitation für eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit in die Hand zu nehmen, damit auf dem nächsten internationalen Arbeiterkongreß diese neue Forderung an die kapitalistische Welt beraten und gegebenenfalls beschlossen werden kann. München. Unsere Werbewochen sollen in Zukunft im Frühjahr obgebalten werden. Hannover. Die Werbewoche für die Presse wird in den herbst. die für die Partei ins Frühjahr verlegt. Regensburg. Die Werbewoche für die Partei findet alljährlich in der ersten Maiwoche, die Werbewoche für die Presse jeweils im September statt. Hannover. An Stelle des bisherigen Mitteilungsblatts für Funktionäre ist eine allgemeinverständliche Zeitschrift heraus- zugeben, die die politischen Tagesfragen in Theorie und Praxis untersucht. Die Zeitschrift wird den Parteifunktionären unengeltlich geliefert. Essen. Die Parteikorrespondenz ist allen Parteifunktionären unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. In Anbetrocht dessen, daß der größte Teil der Parteifunktionäre ein sehr geringes Einkommen bat, ist es ausgeschlossen, daß die Funktionäre die Kosten für das Abonnement tragen können. Ohne Orientierungsblatt würde es den Funktionären aber nicht möglich sein, die Agitation so zu betreiben, wie es das Interesse der Partei erfordert. Berülkstchtigt möge noch werden, daß die Kommunisten mit reichem Materiol versehen sind und der Kamps mit diesen erfolgreich nur dann betrieben werden kann, wenn auch unsere Genossen mit Agitationsmaterial aufs beste versehen sind. Hamburg. Der Parteitag empfiehlt der Parteivresse, die Zeitschrift „Der Kinderfreund", herausgegeben von der Reichsarbeitsgemein- schaft der Kinderfreund«, sämtlichen Parteizeitunaen beizulegen. Leipheim a. d. D. Es soll eine Kommission ernannt werden, die die Frage einer neuen deutschen Kolonialbetätigung zu prüfen und dem nächsten Parteitag darüber Bericht zu erstatten hat. Ahlen. Die Ausführungen im Heidelberger Programm über Kultur, und Schulpolitik sind zu streichen und an dessen Stelle ist wieder der Punkt S des Erfurter Programms zu setzen. Trier. Parteivorstand und Parteiausschuß werden beauftragt, baldigst klare Richtlinien für die beamteten Parteigenossen, ins- besondere über ihr Verhältnis zu den Gewerkschaftsorganisationen herauszugeben. Berlin. Der Parteitag wolle beschließen, daß Mitglieder der SPD., für deren Beruf freie Gewerkschaften bestehen, einer freien Gewerkschaft angehören müssen. Dresden. Die Kolporteure und Zeitungsausträgerinnen sind mit in die Unterktützungskasse der Zcitungsbetriebe aufzunehmen. Reudamm. Bisher war es üblich, die ersten Stellen der Kandi- datenlisten zu den Reichs- und Landtagswahlen in den verschieden- sten Wahlkreisen mit Berliner Genossen zu besetzen. Der Parteitag wolle beschließen: in Zukunft müssen mindektens die drei ersten Kandidaten ig dem betreifenden Wahlkreis ansässig.sein. Düsseldorf und M. Gladbach. Die-Mitarbest an gegnerischen politiscben Zeitungen ist allen Mitgliedern der Bart«! untersagt. Stolpmünde. Der Parteitag erhebt gegen die Beförderung des republikfeindlichen Landrats v. Gilsa mm Oberrew�ungsrat Einspruch. Auf die parteigenWschen Minister ist einzuwirken, daß sie sich in ihrer Personalpolitik nur von sozialistischen und republi- konischen Grundsätzen leiten lassen. Wolmirstedt. Von der Partei besoldete Funktionäre können nicht als stimmberechtigte Mitglieder zu den Reichs- und Bezirks- Parteitagen gewählt werden. München. Der Parteioorstand möge auf den Verlag Dietz-Berlin dahingehend einwirken, daß 1. die Literatur des Dictz-Verlages zu volkstümlicheren Preisen als bisher erscheint, und 2. endlich längst vergriffen« Werke der Parteigeschichte neu aufgelegt werden. Zum Organisaiionsstaiui. Leipzig. Der Parteitag beauftragt den Parteivorstand, das Rechtsverfahren unserer Partei einer eingehenden Rochprüsung zu unterziehen und dem nächsten Parteitag ein« entsprechende Vorlage zur Abänderung des Parteistatutes vorzulegen. Di« Abänderung soll das Rechtsverfahren einfacher und über- sichtlicher gestalten. Die Unterscheidung zwischen Berufung gegen eine Entscheidung und Rekurs find zu beseitigen oder statutarisch unzweideutig festzulegen.- Für das Verfahren sind die Befugnisse der Untersuchungskommission und des Schiedsgerichts sowie die Rechte des Angeschuldigten möglichst genau festzulegen, so daß in jedem Falle der Anschein vermieden wird, als sei der Angeschuldigte dem guten Willen oder Wohlwollen des Vorsitzenden der Untersuchungs- kommission ausgeliefert ist. Es ist festzulegen, unter welchen Bor- ausfetzungen dem Angeschuldigten bei den Verhandlungen vor einer Untersuckpingskommiision oder vor einem Schiedsgericht das Wort zur Geschäftsordnung verweigert werden kann. Bei Untersuchungen gegen Vorstandsmitglieder einer Organisation muß der Anschein vermieden werden, daß der Vorstand, dem die betroffenen Mit- glieder angehören, in eigener Sache entscheidet. Im besonderen müssen statutarische Sicherungen geschissen werden, die es ausschließen, daß nach der Entscheidung der Unter- i'uchungskommission oder des Schiedsgerichts ein« Organisations- leitung ohne Wiederaufnahme des Verfahrens und ohne Gehör des Angeschuldigten die gefällte Entscheidung von sich aus vcrschärst. Duisburg. In 88 des Orgamsationsstatuts sbeschlossen auf dem Parteitag 1924 in Berlin) ist für„Bezirksleitung" Bszirksparteitag zu setzen, so daß der erste Satz des Z 8 lautet: Die flöhe der Wochen- beitrüge wird für jeden Bezirk vom Bezirksparteitag festgefetzt: er bat das Recht, für seinen Bezirk oder für einzelne Ortsvereine die Beiträae je nach Maßgabe der wirtschaftlichen Verhältnisse zu regeln. Bieleseld. Im Organisationsstatut erhält der Z 8 im ersten Teil folgende Fassung: 5 8 Die flöhe der Wochenbeiträg« wird für jeden Bezirk von der Bezirksleitung(Bezirksvorstand) sestgefetzt: sie hat das Recht. für ihren Bezirk, für einzelne Ortsvereine oder für einzelne Gruppen die Beiträge je nach Maßgabe der wirtschaftlichen Verhältnisse zu regeln. Ahlen Der Parteitag beschließt für das ganze Reich einen einheitlichen Wochenbeitrag von 13 Pf. für all« Lohnempfänger bis zu 200 M. monatlich. Darüber hinaus sind die Beiträge stufenweise zu erhöhen. Freilal(Bezirk Ostsachsen). Der Parteitag wolle sich dafür ein- setzen, daß Richtlinien geschaffen werden, noch denen finanziell leistungsfähige Genossen zu den finanziellen Lasten der Partei- bewegung in größerem Maße als bisher heranzuziehen sind. Düsseldorf. Im Parteibeitrag liegt in Zukunft«in Anteil für die von der Partei betreuten Organisationen: Arbeiterwohlfahrt. SAI., Kinderfreunde. Ein Sonderbeitrag für diese Organisationen fällt fort. Beuchen(O.-S.) In Anbetracht dessen, daß die. Partei sich in er- höhtem Umfange vor Aufgaben kommunalpolitischer Art gestellt sieht, die Durchführung der Bildungs-, Agitations» und Wahlarbeit aber vorwiegend Aufgabe örtlicher ParteUnstanzeu ist. wird be- antragt: Der Anteil der Ortsvereine am Parteibeitrag Ist von bisher 20 auf 25 Proz. zu erhöhen. Beuchen(O.-S.) Der Parteitag wolle prüfen, ob sich die Zu- geHörigkeit zum Verein für das Auslandsdeutschtum mit der Partei- Mitgliedschaft vereinbaren läßt. Bericht der Wehrprogrammkommission. Entwurf der vom Parteioorstand eingesetzten Kommission. l. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands verwirft den Krieg als Mittel der Politik. Sie fordert friedliche Lösung aller internationalen Konflikte durch obligatorische Schiedsgerichte, Demokratisierung des Völkerbundes und seine Ausgestaltung zu einem wirksamen Instrument des Friedens. Sie ist entschlossen, gemäß den Beschlüssen des Brüsseler Kongresses der Sozialistischen Arbeiter-Internationale vom August 1928 den stärksten Druck, selbst mit revolutionären Mitteln, gegen jede Regierung auszuüben, die es ablehnt, sich einem Schiedsspruch zu unterwerfen und zum Kriege schreitet. II. Als Mitglied der Sozialistischen Arbeiter-Internationale kämpft die Sozialdemokratische Partei Deutschlands für vollständige Ab- rüstuncz durch international« Abkommen. Die Abrüstung wird nur dann dem Frieden dienen, wenn sie nicht eine einseitige Verpflichtung ist, wie sie den Besiegten des Weltkrieges durch oie Sieger auferlegt wurde. Rur zwischen gleich- berechtigten Nationen ist dauernder Friede zu erreichen. Der Deutschen Republik ist die historisch« Mission zugefallen, Dorkämpferin der internationalen Abrüstung zu sein. Diese Mission kann sie nur dann erfüllen, wenn sie die ihr aufgezwungenen ein- seitigen Rüstungsbeschränkungen nicht überschreitet und nicht durch Versuche, sie zu umgehen oder zu verletzen, anderen Mächten Grund oder Porwand zur Ablehnung internationaler Abrüstungsüberein- kommen und zu noch stärkeren Rüstungen liefert. Eine Verpflichtung der deutschen Republik, die ihr auferlegten Rüstungsbestimmungen ohne Rücksicht auf Ihr« politisch« und mili- tärische Zweckmäßigkeit auszuschöpfen, erkennt die Sozialdemokra- tische Partei Deutschlands nicht an. III. Der wirksamst« Schutz der deutschen Republik beruht auf einer deutschen Außenpolitik, die auf die Perständigung der Völker und die Erhaltung des Friedens gerichtet ist. Roch droht aber die Machtpolitik imperialistischer und faschistischer Staaten mit konterrevolutionären Interventionen und neuen Kriegen. Deutschland kann als Aufmarschgebiet mißbraucht und wider Willen in blutige Verwicklungen hineingerissen werden. Solange diese Gefahren bestehen und solange sie nicht durch sozialistische Regierungen, wenigstens, in den wichtigsten Ländern zum Verschwinden gebracht werden tonnen, Ist die deutsche Republik genötigt, zum.Schntze der Selbstbestimmung ihres Volkes- efn« Wehrmacht aufrechtzuerhalten. Die Wehrmacht kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn sie in ihrem Denken und Fühlen mit dem Volk verbunden ist und sich— im Gegensatz zu allen militaristischen Tendenzen, die auf die Be- herrschung des Staates durch das Militär hinauslaufen— als dienendes Glied in die demokratisch« Republik einordnet. Um die Reichswehr in diesem Sinne umzugestalten, stellt die Sozialdemokratische Partei Deutschlands insbesondere folgend« Forderungen: 1. Kontrolle des Reichstags über alle Verträge der fleeres- Verwaltung. 2. Keine Subvention an Privatfirmen, die mittelbar oder un- mittelbar illegalen Rüstungen dient. Z. Verbot der Bestrafung von Veröffentlichungen über illegale Rüstungen. 4. Gesetzliche Bestimmungen zur Sicherung einer unparteiischen Rekrutierung. 3. Beseitigung des Bildungsprivilegs für das Offizierskorps und gesetzliche Festlegung eines Mindestkontingents für den aus dem Mannschaftsstande zu entnehmenden Offiziersersatz. 6. Sicherung der staatsbürgerlichen Rechte der Soldaten. 7. Schutz der Rechte der Soldaten durch ein« von ihnen gewählte Personalvertretung. 8. Demokratisierung des Disziplinarrechts und des Militärftraf- rechts. 9. Republikanische Lehrkräfte und Lehrbücher beim Unterricht. 10. Verbot der Verwendung militärischer Kräfte bei Konflikten zwischen Kapital und Arbeit. IV. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands bekämpft die immer stärker hervortretende Absicht führender Militärs aller Länder, völkerrechtliche flemmungen der Kriegführung, die in jahrtaufende- langer Entwicklung Gemeingut geworden sind, gänzlich zu beseitigen und den Zukunftskrieg rücksichtslos über die fleeresfronten hinweg gegen die Zivilbevölkerung zu kehren. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands brandmarkt diese barbarische Absicht und fordert die Neufestigung des Völkerrecht« im Sinne der flumanität. Insbesondere fordert sie Verbot des Gaskrieges und der Verwendung von Batterien zur Kriegführung. ' V. Die sozialistischen Forderungen können nur verwirNicht werden durch die gemeinsamen und energischen Bestrebungen der orgoni» sierten Arbeiter, durch die unablässige Aufkläning der Arbeiter über die Ursachen und Gefahren der Rüstungen, durch Erziehung und Unterricht im Geiste des Friedens, um auch die moralische Ab- rüstung vorzubereiten, und durch den gesteigerten politischen und wirtschaftlichen Kampf des Proletariats gegen die herrschenden Klassen bis zur Verwirklichung des Sozialismus. Das sozialistische Endziel bildet eine Gesellschaft ohne Aus- beutung und Unterdrückung, also ohne Klassen und ohne Klassen- kämpfe, eine Gesellschaft ohne Streben nach Ausdehnung von Aus- beutungsgebieten, also ohne Rüstungen und ohne Kriege. Der Sozialismus ist die Macht, die der Welt den dauernden Frieden bringen wird. Plauen beantragt: A. Grundsätzliches. I. In der kapitalistischen Epoche trögt jeder Krieg stets den Charakter des herrschenden Imperialismus. Deshalb bekümvst die Sozialdemokratie vor wie nach Erklärung eines Krieges die Bourgeoisie als die für seinen Ausbruch verant- wortliche herrschende Klasse, mag auch der Krieg jeweils als Der- teidigungskrieg oder als Krieg zum Schutze der Neutralität oder der Demokratie bezeichnet werden. Sie verweigert daher auch alle Mittel zur Führung eines solchen Krieges und bekämpft alle Bor- berestungen dazu. Darum lehnt die Sozialdemokratie im kapitalistischen Staat die Mittel für die Wehrmacht ab und kämpft für Beseitigung dieser Wehrmacht. II. Die Sozialdemokratie sieht ihre Aufgabe darin, den Gegensatz zwischen dem Proletariat und der Wehrmacht als dem Macht- instrument der Bourgeoisie aufs schärfste zu betonen, denn dl« Wehr- macht ist nicht nur dazu bestimmt, den außenpolitischen Interessen der Bourgeoisie zu dienen, sondern sie wird auch gegebenenfalls bei entscheidenden Auseinandersetzungen zwischen Proletariat und Bourgeoisie zur Niederhaltung des Proletariats benutzt. III. Dem Beschluß der Sozialistischen Arbeiter-Internationale in Brüssel folgend, ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ent- schlössen, den stärksten Massendruck auch in seiner revolutionären Form, gegen iede deutsche Regierung anzuwenden, die im Falle internationaler Konflikte zum Kriege schreitet. Wird ein Krieg in der kapitalistischen Epoche trotz der«nt- schiedensten Gegenwehr der Sozialdemokratie nicht verhindert, so muß die Sozialdemokratie sich für die sofortige Beendigung des Krieges einsetzen und mit allen Kräften und allen Mitteln dahin streben, die durch den Krieg herbeigeführte wirtschaftliche und politische Krise zum Sturz der kapitalistischen Klassenherrschaft aus- zunutzen. IV. Landesverteidigung ist für die Bourgeoisie Verteidigung ihrer Klassenherrschaft und ihrer Klasseninteressen. Landesverteidigung ist für das Proletariat Kampf um die Be- freiung des Landes von der flerrschaft der Bourgeoisie. Der Sturz der Bourgeoisie und die Uebernahme der Staats- macht, die Beherrschung der Produktion und der Verkehrsmittel durch das Proletariat und ihre Verwendung im proletarischen Interesse sind die einzige Voraussetzung dafür, daß das Proletariat für die Landesverteidigung eintritt. Die Vorbereitung und Schulung zu dieser Aufgabe, d. h. die Wehrhastmachung des Proletariats, gehört zu den wichtigsten sozialpädagogischen Aufgaben der prvle- tarischen Klasse. V. Durch die technische Entwicklung ist der Schwerpunkt der mili- tärischen Kraft in die Produktion und das Verkehrswesen gelegt. Damit wixd das Proletariat als der nicht uniformiert« und nicht in militärischen Verbänden zusammengeschlossene Teil der Bevölke- rung zum eigentlichen Träger der Kriegführung. Beide Momente zusammen garantieren für den Fall der Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat die volle Wehrkraft des proletarischen Staates auch ohne die Uebernahme einer Reichswehr und materieller Vorratsrüstungen vom bürgerlichen Staat.->- Andererseits ist der bisherige Begriff der Abrüstung durch die technische Entwicklung überholt. Der Abbau von Truppenkörpern und die Verminderung der Waffen und der unmittelbar zur Krieg- führung dienenden technischen Mittel Hedeuten entweder gar keine. oder doch keine wesentliche Derminderimg der Wehrkraft Ein« solche wäre nur zu erreichen durch Schwächung der Produktivkrast der Gesamtwirtschaft, ein Weg, den das Proletariat nicht betreten kann. Vor die immer bedeutungsloser werdende und wesentlich nur noch zu Täuschungsmanövern der Bourgeoisie verwandte Forderung nach„Abrüstung" ist daher— unbeschadet der Ablehnung auch oller direkten Wehrausgaben— die Forderung nach Kontrolle der ge- samten Produktion durch die Organisation des Proletariats in den Vordergrund zu rücken. Der Kampf um die Durchführung dieser Forderung schafft ein-. mal wesenllichc Voraussetzungen dafür, daß das Proletariat im Fall der Eroberung der politischen Macht imstande ist, die gesamte Pro- duktion möglichst reibungslos in den Dienst seiner Verteidigung zu stellen, und ist andererseits gleichzeitig wesentliche Voraussetzung für die Eroberung der politischen Macht und ihre Erhaltung nach der Eroberung. So zeigt sich, daß die Stellung des Proletariats zur Wehrfrage untrennbarer Bestandteil des proletarischen Klassenkampfes ist und nach Form und InHall durch die Bedingungen des gesamten Klassenkampfes bestimmt ist. L. Aktionsprogramm. Di« ideologische und organisatorische Sammlung des deutschen Proletariats auf dieser Grundlage ist Aufgabe der Sozialdemokrat!- schen Partei Deutschlands. Zur Förderung dieser Sammlung führt sie den dauernden Kampf: 1. gegen den Mißbrauch des Begriffs der Abrüstung, ins- besondere gegen die falsche Behauptung von der Wehrlostgkeit des heutigen Deutschland: 2. um die parlamentarische und gewerkschaftliche Kontrolle aller Industrien und Verkehrseinrichtungen, in erster Linie derer, die unmittelbar zu Kriegszwecken eingesetzt werden können: Z. um die parlamentarische KoMroll« der Reichswehr und Marine und aller Verträge, die die fleercsverwaltung und ihre nachgeordneten Stellen abschließen: 4. um die flerabsetzung der Ausgaben für den Wehretot bis zur völligen Beseitigung aller Rüstungsausgaben: 5. um die Abschaffung der Kriegsflotte: 6. um ein Verbot der Wehrverbände: 7. um die Aenderung des bestehenden Rekrutierungssystems: um die Einstellung der körperlich Tauglichen durch Auslosung auf Grund freiwilliger Meldungen: 8. um die Entnahme der Offiziere aus den Mannschaften: 9. um das Recht der Soldaten auf Wahl einer Perfonalver- tretung zum Schutz ihrer Rechte: um die Sicherung der staatsbürgerlichen Rechte der Soldaten: um die volle Koalitions- freiheit und das Mitbestimmungsrecht für die Soldaten: 10. um ein Verbot der Verwendung milstärischer Kräfte bei Kon- slikten zwischen Kapital und Arbeit: ll. gegen alle Subventionen aus öffentlichen Mitteln an die Privatindustri«, soweit nicht die vollständige parlamentarische und gewerkschaftliche Kontrolle der subventionierten Betriebe gesichert wird: um die Ablehnung der Zuwendungen für die Luftschiffahrt: 12. um die Beseitigung derjenigen strafgesetzlichen Bestimmungen. die illegale Rüstungen schützen. Hanau a. 7N„ Kaiserslautern und Suhl beantragen: A. Grundsätzliches. L Die Sozialdemokratisch« Partei Deutschlands will dem bürger- lichen Staat die Mittel zur Führung von Kriegen nehmen. Das kann nicht allein durch die sogenannte Abrüstung— das heißt durch die Beseitigung von Truppenkörpern und Waffen und der unmittelbar zur Kriegführung dienenden technischen Mittel— erreicht werden. Vielmehr ist dazu die ständige und. lückenlose Kon- trolle aller zu Kriegszwecken geeigneten Produktionsmittel des Landes durch die Organisation des Proletariats notwendig.> II. In der kapitalistischen Epoche trägt jeder Krieg stets den Eha- rotter de» herrschenden Imperialismus. Deshalb lthnt die Sozial» Jbemofrafte feb« Kr?« ab. mag er auch bei seinem Begiim ai» N«. teidigmlgskrieg oder als Krieg zum Schutze der Neutralität bezeichnet werden. Die Sozialdemokratie lehnt darum auch im kapitalistischen Staat die Mittel für die Wehrmacht ab und kämpft für die Beseitigung dieser Wehrmacht. Dies muß die Sozialdemokratie auch aus innerpolitischen Grün- den tun. weil die herrschende Klasse die Wehrmacht bei allen Aus- einandersetzungen zwischen Proletariat und Bourgeoisie zur Nieder- Haltung der LrbcÜerklaffe benutzt. lll. Dem Beschluß der Sozialistischen Arbeiter-Internationale in Brüssel folgend, ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands entschlossen, den stärksten Massendruck, auch in seiner revolutionären Form, gegen jede deutsche Regierung anzuwenden, die im Falle internationaler Konflikte zum Kriege schreitet und es ablehnt, sich einem Schiedsverfahren zu unterwerfen. Wird«in Krieg in der kapitalistischen Epoche trotz der ent- schiedensten Gegenwehr der Sozialdemokratie nicht verhindert, so macht sie ihren Mitgliedern die entschiedene Kriegsdienstverweige- rung zur Pflicht und ruft die gesamte Arbeitnehmerschaft zur Soli- darität auf. ferner muß die Sozialdemokratie sich für die sofortige Beendigung des Krieges einsetzen und mit allen Kräften und allen Mitteln dahin streben, die durch den Krieg herbeigeführte wirt- schaftliche und politische Krise zur Beschleunigung des Sturze» der kapitalistischen Klassenherrschaft auszunutzen. rv. Die Sozialdemokratische Partei Deutschland« stellt immer wieder den Klassengegensatz in der kapitalistischen Gesellschaft in den Vorder- gruckd de« politischen Kampfes. Sie ist sich bewußt, daß der Bour- (jeeiste die innen- und außenpolitisch von ihr nur für ihre Klassen- mteressen gebrauchten Wehrmittel entwunden werden müssen, und daß es zugleich notwendig ist. diesenigen proletarischen Machtmittel zu schaff«, deren die werdende sozialistisch« Gesellschaft zu ihrer Verteidigung bedarf. S. Aktionsprogramm. Ohne von dieser prinzipiellen Stellung der Wehrmacht im kapt» taststischen Staat sder Reichswehr) gegenüber abzugehen, fordert die Sozialdemokratie für die Gegenwart, um die Reichswehr ihres Charakters als Machtinstrument der herrschenden Klasse zu entkleiden: 1. Keinerlei Mobilisierung ohne Parlamentsbeschluß. Parla- mentarische Kontrosse der Reichswehr. i. Herabsetzung der Ausgaben für den Wehretat. 3, Abschaffung der Kriegsflotte. A. Verbot der Wehrverbände. 5. A ende rung des besiehenden Rekrutierungssnffem«. Einste!- lunq der körperlich Tauglichen durch Auslosung. ss. Beseitigung des Bildungsprvvilegs für da« Offizierkorp». 7. Wahl einer Personalvertretung durch die Soldaten zum Schutz ihrer Rechte. Sicherung der staatsbürgerlichen Rechte der Soldaten. & Demokratisierung des Disziplinarrecht» und de» Militär- strofrecht«. fl. Planmäßige Förderung de« Frled«»gedanke«s auf all« Volks- und böher« Schulen. lll. Verbot der Verwendung militärischer Kräfte bei Konflikten zwischen Kapital und Arbeit. ll. Parlam«tarische Kontrolle aller Verträge der Beere»- Verwaltung. 12. Parlamentarische Kontrolle aller Industrien und Verkehrs- «inrichtungen, die zu Kriegszwecken«inaesetzt werden können. 12 Keine Subvention« aus öffentlich« Mitteln an die Privat- industrie, die zu illegalen Rüstung« mißbraucht werdm könnten. Ablehnung der Zuwendungen für die Luftschiffahrt. 14. Beseitigung derjenia« strafgesetzlichen Bestimmungen, die illegale Rüstungen schützen. Leipzig und Chemnitz beantragen: A. Grundsätzliches. I. In der kapitalistischen Epoche trägt jeder Krieg stets d« Charakter des herrschenden Imperialismus. Deshalb bekämpft die Sozialdemokratie vor wie nach Erklärung eines Kriege« die Bourgeoisie als die für seinen Ausbruch verant- wortliche herrschende Klosse, mag auch der Krieg jeweils als Verteidigungskrieg oder als Krieg zum Schutz der Neutralität bezeichnet werden. Sie verweigert daber auch alle Mittel zur Führung eines solchen Krieges und bekämpft alle Vorbereitungen dazu. Dorum lehnt die Sozialdemokratie im kapitalisttsch« Staat die Mittel für die Wehrmacht ab und kämpft für Befestigung dieser Wehrmacht. Das kann nicht allein durch die sogenannte Abrüstung— da» heißt durch den Abbau von Truppenkörpern und die Verminderung der Watten und der unmittelbar zur Kriegführung dienenden tech- nischen Mittel— erreicht werden. Vielmehr ist dazu die ständige und lückenlose Kontrolle aller zu Kriegszwecken geeigneten Pro» duktionsmistel des Landes durch die Organisationen de» Proletariats notwendig. II. Di« Sozialdemokratie sieht ihre Aufgabe darin, den Geoensatz zwischen dem Proletariat und der Wehrmacht als dem Macht- Instrument der Bourgeoisie auf» schärfst« zu betonen, denn die Wehrmacht ist nickt nur dazu bestimmt, den außenpolstischen Inter- essen der Lourgeoste zu dienen, sondern ste wird auck gegebenenfalls bei entscheidend« Auseinandersetzungen zwischen Proletariat und Bourgeoisie zur Niederhastung des Proletariats benutzt. III. Beschluß der Sozialistischen Arbeiter-Internationale in Brüssel folgend, ist die Sozialdemokratisch« Partei Deutschlands ent- schlössen, den stärksten Massendruck, auch in seiner revolutionären Form, gegen jede deutsch« Regierung anzuwenden» die im Falle mternationaler Konflikte zum Kriege schreitet. Wird ein Krieg in der kapitalistischen Epoche trotz der«t- schiedensten Gegenwehr der Sozialdemokratie nicht verhindert, so muß die Sozialdemokratie sich für die sofortige Beendigung des Krieges einsetzen und mit allen Kräften und allen Mitteln dahin streben, die durch den Krieg herbeigeführt« wirtschaftlich« und politische Krise zum Sturz der kapitalistischen Klassenherrschaft auszunutzen IV. Landesverteidigung ist für die Bourgeoisie Verteidigung ihrer Klassenherrschaft und ihrer Klasieninreressen. Landesverteidigung ist für das Proletariat Kampf um die Be- frenmg des Landes von der Herrschaft der Bourgeoisi«. Durch die technische Entwicklung ist der Schwerpunkt der Landes- Verteidigung in d>« Produktion und in das Verkehrswesen gelegt, die mit der Kriegserklärung in vollem Umfang in den Dienst der Kriegführenden gestellt werden. Damit wird das Proletariat als der nicht uniformiert« und nicht m militärisch« Verbänden zu- sammengesihiossene Teil der Bevölkerung zum eigentlichen Träger der Kriegführung. Der Sturz der Bourgeoisie und die Ueberncchme der Staatsmacht, die Beherrschung der Produktton uno der Verkehrs- mittel durch das Proletariat und ihr« Verwendung rm proletarischen Interesse sind d'e einzige Voraussetzung dafür, daß das Proletariat für die Landesverteidigung eintritt. Die Vorbereitung und Schulung zu dieser Aufgabe, d. h. die Wehrhaftmachunq des Proletariats. gehört zu den wichtigste« sozialpädagogischeu Aufgaben der prole- tarischen Klasse. B. Aktionsprogramm. Ohne von dieser� prinzipiellen Stellung gegenüber der Wehrmacht im kapitalistischen Staate(der Reichswehr) abzugehen, fordert die Sozioidemokrati« für die Gegenwart: 1. Parlamentarisch« Kontrolle der Reichswehr und Marin« und aller Verträge, die die Heeresverwaltung und ihre nachgeord- neten Stellen abschließen. 2. Dauernd« Kampf um die Hembsespmp ba Aas«»« für den Wehretat bis zur völlig« Beseittgimg aller Rüswng». ausgaben. 3. Abschaffung der Krieg sttatt«. 4. Verbot der Wehrverbände. S. Acnderung des bestehenden Rekrutierung ssystems. Einstellung der körperlich Tauglichen durch Auslosung auf Grund frei- williger Meldungen. 6. Entnahme der Offizier« au» den Mannschaft«. 7. Wahl einer Personaloertretung durch die Soldat« zum Schutz ihrer Rechte. Sicherung der staatsbürgerlichen Rechte der Soldaten. Dolle Koalitionsfreiheit und Mitbestimmungsrecht für die Soldaten. 8. Verbot der Verwendung militärischer Kräfte bei Konflikten zwifchen Kapital und Arbeil. 9. Parlamentarische und gewerkschaftliche Kontrolle aller Indu- strien und Verkehrseinrichürngen, die zu Kriegszwecken ein- gefetzt werden können. 19. Keine Subventionen aus öffentlich« Mitteln an die Privat- industrie, die zu illegalen Rüswng« mißbraucht werden könnten. Ablehnung der Zuwendungen für die Lustschiffahrt. 11. Beseitigung derjenigen strafgesetzlichen Bestimmungen, die illegale Rüstung« schützen. Berlin. A. Entschließung zur Vertagung de» Wehr» Programms. Der Entwurf der Richllinien zur Dehrpolitit wird an die Piogrommkommission zurückverwiesen. Die Programmkommission wird beauftragt, dem Entwurf eine Fassung zu geben, die auch für die Gegenwart d« entschieden« Willen der Partei zur Abrüstung und zur Beschränkung des Wehr- etat» klar zum Ausdruck bringt. Der entsprechend geänderte Entwurf ist erst auf d?m nächsten Parteitag zu verabschieden. B. Eventualantrag zu den Kommlssi»»«rtcht- linien der Wehrpolitik. Abschnitt I und die drei ersten Absätze von Abschnitt II der Richtlinien über die Lbriistungspolitik bleiben erhalten. Satz 2 und Absatz 2 des bisherigen Abschnitts III werden gestrichen. Der Ab» satz II wird wie folgt fortgesetzt: .Der wirksamste Schutz der deutsch« Republik beruht auf einer deutschen Außenpolittk, die auf die Verständigung der Völker und die Erhaltung des Friedens gerichtet ist. Deshalb erkennt die Sozialdemokratische Partei Deutschlands«ine Verpflichwng der deutschen Republik, die ihr auferlegten Rüstungsdestimumngeu ohne 1 Rücksicht auf ihre politische und militärisch« Zweckmäßigkeit auszuschöpfen, nicht an, sondern fordert den planmäßigen Abbau der militärischen Rüstung Deutschland» au» eigenem Willen unter be» sonderer Berücksichtigung der sozial« und sinanziellen Verhälttnsi«." Abschnitt III beginnt wie folgt: .Solange eine Wehrmacht besteht, ist«» die Aufgabe der Sozialdemokratisch« Partei, allen miiltaristischen Tendenzen, die cnif hie Beherrschung de» Staates durch das Militär hinauslaufen, «tgegenzuarbeiten. Um die Wehrmacht zu einem zuverlässig« Instrument der sozialen und demokratisch« Republik umzugestalten, stellt die Sozialdemokratische Partei Deutschlands insbesondere folgende Forderungen aus.'(Hier folgen die zehn Forderungen der Richt- linien.) c. Antrag zum Bau de» Panzerkreuzer» A, Der Parteitag billigt die Halwng der Reichstagsfraktton de- treffend den Bau des Panzerkreuzers A. Der Parteitag beschließt: Die 2. Rate für den«au de« Panzer- kreuzer« A ist von der Reichstagsfraktion wie von d« Partei- genössischen Kabinettsmitgliedern abzulehnen. D. Entschließung zur Uebernahm« von Reich»- wehrangehörigen in den Reich»-, Staat»- und Gemeindedien st. Der Bezirksparteftag fleht in der umfangreich« unbegrenztm Ueberweisung von Versorgungsanwärtern in Beamtenstell« eine ernste Gefahr für«inen sozial und technisch gut vorgebildet« Nach- wuchs von Beamten und Angestellten in den Berwalwngsstellen. Er steht ferner in diesem Verfahren«ine wesentliche Beeinträchtigung der Selbstverwaltung. Er verlangt, daß die preußische Sandtagsfraktion dahin wirkt. daß den Selbstverwaltungskörperschaft« kein Versorgungsanwärter gegen ihren Willen aufgezwungen wird. Reichstags- und Landtags- fraktion sollen ferner«in« gründliche Veränderung des BersorgunM- anwärtersystems in dem Sinne herbeiführen, daß Reichswehr- und Polizeiangehörige zeitig genug geschult und ausgebildet werden, um in den allgemeinen Wirtschaftsprozeß übertreten zu können. Bochow. Zu den Richtlinien der Wehrkommistlon wirb beantragt: Absatz 1 und 2 bleibt bestehen. Absatz 3 soll lauten:,,, Der wirksamste Schutz der Deutschen Republik beruht auf einer deutschen Außenpolitik, die auf die Verständigung der Völker und die Erhaltung des Frieden« gerichtet ist. Solange die Sozialdemokratie nicht in der Lag« ist, die allem ig« Herrschaft über die staatlichen Machtpositionen zu erreichen und damit auch die jetzige Wehrmacht im kapitalistischen Staat« nicht be- toitigen kann, ist sie bestrebt, die Reichswehr chres Charakters als Machtinstrument der Bourgeoiste zu«tkleiden. Um die Reichswehr in diesem Sinn« umzugestalten, stellt die SPD. insbesondere folgende Forderungen: 1. Kontrolle des Reichstages über all« Perträge der Heeres- Verwaltung. 2 Zivile Behörden für inner« Verwaltung der Reichswehr. 3. Herabsetzung der Ausgaben für den Weheetot. 4. Abschaffung der Kriegsflott«. 3. Verbot der Wehrverbände. 6. Keine Subventionen an Privatfirmen, die mittelbar oder umnittekbar illegalen Rüstungen dient. 7. Verbot der Bestrafung von Deröffenttichung« über illegal« Rüstungen. 8. Gesetzliche Bestimmungen zur.Sicherung einer unparteiischen Rekrutierung. 9. Befeittguna de» Bildungsprivileg» für das Offizierskorp». Der Offiziersersatz ist restlos den, Mannschaftsstand« zu entnehmen. 10. Gleichstellung der politischen Rechte der Soldaten mit den« aller übrig« Staatsbürger. 11. Schutz der Rechte der Soldaten durch Anerkennung der Koaliliansfreiheit im Sinn« ungehinderter gewerkschachicher Betätigung. Wiedereinführung der au» freier, geheimer und gleicher Wahl hervorgeangenen Soldatenräte, tue das Recht der Klag« gegen mißliebig« Vorgesetzte und der Einsichtnahme bei Beförderungen haben. 12 Demokratisierung de» Disziplinarrecht» und de» Militärstraf.. recht«. 12 Republikanisch« Lehrkräfte und Lehrbücher beim Unterricht. 14. Verbot der Verwendung militärischer Kräfte bei Konflikten zwischen Kapftal und Arbeit. Absatz 4 und 5 bleibt bestehen. Hamburg. Zu de» Gittzelforberungen des Wehrprogramms wer- den folgende Ergänzung« beantragt: 1. Kontrolle des Reichstages über alle Angelegenheiten der Reichswehr und über all« Berträg« und Abmachungen der Heeresverwaltung. 2. Verstaatlichung der Rüstungsindustrie. 3. Gesetzlicher Schutz der Untergebenen gegen Mißbrauch der Dienstgewaft durch Vorgesetzt«. Bremen. Absatz 1, 2 4 und 5 soll bestehen bleiben. Im Absatz 3 ist die Art der Begründung für eine Wehrmacht nicht glück- lich, weil sie der Auffasiung breiter Arbeitermassen nicht gerecht wird und iu«wem gewissen Widerspruch zu dem Absatz 2 steht. Die Wehrniacht. die mit all« Mitteln zu ein«? wahrhast republi- kanischen ausgestattet werden muß, hat ihre Existenzberechtigung auch in der tzwtwendigkeit einer inneren Schutziriipp« der Republik. Die Restvblikanisserung der Reichswehr ist eine der wichtigsten Aus- gaben. Di« übrigen Forderungen im Absatz 3 sollen bestehen blei- ven. Eine scharfe parlamentarische Kontrolle ist dringend geboten. Genlhin. Die Partei lehnt jede weitere Bewilligung von Mitteln zu Rüstungszwccken ab, auch die weiteren Raten für den Bau des Panzerkreuzers. Die Partei scheidet aus jeder Koalition aus, in der sie gezwungen wäre, Mittel zu Rüstungszwecken z» bewilligen. Die Partei lehnt grundsätzlich jede Beteiligung Deutsch- lands an einem Kriege ab. Absatz 2 III ist zu streichen. Darmstadt. Bor Verabschiedung eines Wehrprogramms ist die Stellung der Partei zur Frage der Kriegsverhindeung zu klären. Insbesondere ist die Frage zu beantworten: Welche Haltung emp- siehtt die Partei den Parteigenossen für den Augenblick, in dem Feindseligkeiten unter Beteiligung Deutschlands zum Ausbruch kommen, ohne daß ein Schiedsverfahren vorangegangen oder zur Durchführung und zum Abschluß durch ein« Schiedsspruch ge- kommen fft? Bis zur Verabschiedung eines Wehrprogrvmms find in ein«, Aktionsprogramm die Forderungen zusammenzufassen, die vom Standpunkt unserer Partei an die WÄ>rmacht bor Republik zu stellen sind. Söslln. 1. Abs. 3 wird mit Ausnahm« des ersten Satzes gestrich«. m Gestrichen wird ferner der Absatz 4 des Wehrprogramms. 2. Ebentualantrag: Bei Ablehnung de» erst« Antrages: Ein- jetzung einer Kommission durch dm Parteitag. Zurückverweisung des Entwurfs an diese Kommission und Entscheidung der Wehrfrage auf dem nächsten ordentlichen Parteitage. 3. Der Reichstagsfraktion wird aufgegeben, jsd« Etat für die Reichswehr abzulehnen. Düsseldorf. Absatz Z der Richtlinien im Entwurf de» Wehr- Programms ist zu streichen. Alle Genossen, insbesondere die Parla- mentarier und Minister, sind verpflichtet, die Mittel für die Wehrmacht abzulehnen und den systematischen Abbau der Reichswehr in Angriff zu nehmen. INeißen. Bei der endgültigen Gestaltung de» Wehrproblems sind folgende Gesichtspunkte zu derücksichtigen: 1. Einfügung eines 3. Absatzes in den Abschnitt I, der die Sozial- demokratie verpflichtet, einen trotz der entschiedenen Gegen- mehr der organisierten Arbeiterklasse ausgebrochenen Krieg mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu beenden, der krieg- führenden Regierung jede polittsche und materielle Unterstützung zu verweigern, ste vielmehr energisch zu bekämpfen und national und internattonal dahin zu wirk«, daß der Friede wieder hergestellt wird. 2 Der Abschnitt III ist im Absatz 1 durch Formulierungen zu ergänzen, die die neueren Erscheinungsform« des Hoch- tapttalismus, seine stärkere internationale Ler- flechtung, die ihm innewohnenden imperialistischen Tendenz« der Bildung von Mächtegruppen Zwecks Beherrschung von Rohstoffquellen, Behauptung und Reuerschließung vo» Absatzgebteten charakterisieren. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, daß die früher vielfach schematisch gebrauchte Formel der Landesverteidigung heute unter anders gearteten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, weltpolitischen und militärischen Bechällnissen nicht mehr anwendbar ist, dennoch aber Gefahren für die Deutsche Republik, für die deutsch« Arbeiter- klaffe mit ihren demokratischen und sozialistischen Errungen schaffen durch konterrevolutionäre Interventionen und faschistisch« Machtpolitik bestehen, Abwehrmöglichketten somu geschaffen werden müssen. Di« bestehende Reichswehr kann die Sozialdemokratie jedoch nicht als eine demotrattsch-republikanisch« Wehrmacht bezeichnen. Z. Die 1V Forderungen zur Umgestaltung der jetzig« Reich»- wehr müssen bei Punkt 6 angesichts der neuen militärtechnischen Entwicklung, die den Soldaten zum mUttärisch-industriellci, Facharbeiter macht, eine Ergänzung dadurch erfahren, daß die Schaffung einer gewerkschaftlichen Berufsorganisation der Soldaten verlangt wird.' Bei Punkt 7 muß nicht nur eine Personaloertretung zum Schutze der Rechte der Soldaten, sondern Soldatenausschüsse(Sol- datenräte) mit einem Mitbestimmungsrecht der Sol- d a t e n geschaffen werden. Ferner ist ein parlamentarischer Staatssekretär im Reichswehr- Ministerium zu fordern. Jegliche Flottenaufrüstung ist abzulehn« und energisch zu be- kämpfen. Mannheim. Der Partettag wolle beschließen, den Wehr- programmentwurs zurückzuziehen. Die Hattung der Sozialdemokratischen Reichstagsfraktton ist durch die Beichlüsse der Sozialistischen Internationale festgelegt. Rheindahlen. Das im Entwurf verankerte Bekenntnis zur „nationalen Wehrfähigkeil' fft grundsätzlich abzulehnen. Nicht der Deutschen Republik, sondern der Sozialistischen Internattonale ist die historische Aufgabe zugefallen, Vorkämpserin der internationalen Abrüstung und des Weltfriedens zu sein. Sie steht in den militärischen Rüstungen«ine Lebensiiolwcndigkett das Prioat- kapitalismu», um seine Herrschaft aufrecht.zuerhallen, eine dauernde Gefahr für den Frieden und den stetigen Ausstieg der Arbeiterklasse. Um diese Gefahren zu beseitigen, wird vom Parteitag gefordert: 1. systematischer Abbau der Reichswehr und Reichsmarine: 2. in Verbindung mit den freien Gewerkschaften Kontroll« der Rüstungsindustrien; 2 Organisierung der Kriegsdienstverweigerung. Frankfurt(Oder). Die Notwendigkeit einer republikanischen Wehrmacht zum Schutze der Neutralität und zur Erfüllung etwaiger völkerrechtlicher Berpslichtung« gegen internationale Rechts- und Friedensbrecher wird besaht. Die Form der Begründung im Entwurf zu 3, Abs. 1 und 2, wird abgelehnt. Wiemelhausen. Di« Sozialdemokratisch« Partei hat dem bllr- gerlichen Staate die Mittel zur Führung eine» künftigen Krieges zu verweigern. Sie hat die Beseitigung von Militär, Waffen und technischen Mitteln zu verlangen und die Durchführung dieser For- derunp zu überwachen. Sollte dennoch ein Krieg ausbrechen, so bat die Svzialdemo- kratie sich mit allen Mitteln und Kräften für Beendigung des Kriege» einzusetzen. Schon jetzt hat die Partei für Kriegsdienst- Verweigerung zu wirken. Rügenwald«. Di« Sozialdemokratische Partei erachtet« als chre Pflicht, alles zu tun. um den Militarismus im eigenen Lande zu beseitigen, für die gänzlich« Abrüstung und friedliche Lerständi- aung mit ollen Völkern einzutreten und mtt allen Mitteln drohend« Kriegsgefahren zu bekämpfen. Sollte dennoch jemals ein Krieg ausbrechen, so haben all« Mitglieder den Kriegsdienst zu v«r- wejgern. Hannover. In Abs. III hinter„stellt dl« Sozialdemotratffche Partei Deutschland» folgende Forderungen' soll es heißen: 1. Schaffung eines klaren übersichtlich« Reichswehretats, ohne übertragbare Positionen. Beschränkung auf die notwendig- sten Ausgaben. 2 Verweigerung der Mittel für dm Neubau von Panzer- kreuzern und Kreuzern. Forst. Die Notwendigkeit einer demokratischen Landesverteidi- gung wird anerkannt. Der Formulierung des Artikels III Absatz 1 und 2 des Entwurfs wird widersprochen. Den 10 Punkt« der Forderungen ist einzufügen: Entmilttarisieruna der Heeresleitung. Küstrin. Der Entwurf im dritten Teil Ist abzulehnen. Jeder Sozialdemokrat hat im Falle eines Krieges den Kriegsdienst zu verweigern. Darmstadt. Der Parteitag lehnt eine grundsätzliche Festlegung der Partei aus den Willen zur Wehrberettschast ab. Gegenüber der Gefahr eines Krieges, die trotz aller htter- nationalen griebensfidjerungen in der kapitalistischen Gesellschaft unvermindert weiterbesteht, sieht der Parteitag die oberste Aus- gäbe der Partei in der Verhinderung des Krieges in jedem Falle und mit allen Mitteln. Die praktische Mitarbeit der Sozialdemokratie im heutigen Staat ist durch die Stellung der Partei zur Äoalitionspolillk, wie sie der Kieler Parteitag festgelegt hat. ganz allgemein geregell. Eine grundsägliche Festlegung aus einem einzelnen staatspolitischen Gebiet ist darum nicht notwendig. Deshalb ist der Entwurf der Kommission, der eine grundsätzliche Festlegung der Partei aus Wehrberellslhaft darstellt, abzulehnen. Es wird die Zurückziehung des Entwurls vom Parteitag gefordert. Di« für die parlamentarische und agitatorisch« Arbest der Partei erforderlichen Richllinien zur Wehr- und Rüstungsfrage sind in der Entschließung des Brüsseler Kongresses der Sozialistischen Internationale zur Abrüstungsfrage niedergelegt. Die praktischen Gegenwartsforderungcn der Partei zur Demokratisierung der Wehrmacht der Republik können in einem Aktionsprogramm zu- sammengefaßt werden. Königsberg l. Pr. Die Beschlußfasiung über die Nicht- linien zur D c h r p o l i t i k ist zu vertagen, um den Parteigenossen vertiefte Erörterung dieser noch nicht spruchreifen Frage zu ermöglichen. Zum Kommissionsentwurf werden folgende Aen- derungen beantragt: 1. Zu Abschnitt 2. Absatz 4, den Zusatz:„Sie fordert vielmehr Einschränkung der Ausgaben für cheer und Flotte.' 2. Zu Abschnitt 3 Anfügung der beiden Forderungen: 4. Reichs« tagskontrolle über die zu Kriegszwecken dienenden oder geeigneten Produktionsmittel. 2. Militärische und industrielle Mobillnachung nur durch Reichsgesetz. Frankfurt a. ZN. Ziffer III de» Entwurfs ist zu streichen. Eventualantrag: Falls der Parteitag der Ziffer III des Entwurfs zum Wehrprogramm zustimmt, wird beantragt, als Ziffer IV einzufügen:„Die Sozialdemokratisch« Reichstags- fraktion ist verpflichtet, den Etat der Reichswehr so lange a b z u- lehnen, bis der Reichstag diesen Forderungen für die Um- gcstaltung der Reichswehr zugestimmt hat und ihre Durchführung gewährleistet ist. Die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei sind zur Kriegsdienstverweigerung verpflichtet. Frankfurt a. AI. Das Wehr Programm ist von der Tagesordnung abzufetzen. Die Soziatdemokrotie mutz in allen Ländern die Arbesterschaft dazu aufrufen, ihre volle Kraft gegen den Kriegs und fitr den Frieden einzusetzen. Darüber hinaus ist die deutsche Sozialdemokratie verpflichtet, von der zweiten Jnteruatio- nale einen Sonderkongreß zu fordern, auf dem Fragen„Krieg und Frieden' eingehend erörtert und bindende Beschlüsse darüber gefaßt werden, wie der Kriegsgefahr entgegengewirkt werden kann. Auch sind auf diesem Kongreß die Maßnahmen zu beschließen, die im Falle eines Kriegsausbruches von allen der Internationale an- geschlossenen Organisationen gegen den Krieg zu ergreifen sind. Absatz 3 der Richtlinien der Wehrkommission ist zu streichen. kaiserslaulera. Der Abschnitt 3 Absatz 1 und 2 muß aus d«n Richtlinien verschwinden oder«Ine grundlegende Umgcstal- wng in dem Sinne erfahren, daß der Inhalt des Wehrprogramms nicht mehr als DeckschiL» für kapitalistische Aufrüstungspolitik be- nützt werden kann. ' Oppau. Das vorliegende Wehrprogramm ist abzulehnen. wolmirfkedt. Die internationale Arbeltertlasse hat sich die Auf- gäbe gestellt, jeden Krieg mst allen Mitteln zu verhiichern. Aus diesem Grunde wird die Wehrhaftniachung der Deutschen Republik abgelehnt. Die Sozialdemokratische Partei und ihre Reichstagssrattion sowie ihre Winister haben mit aller Emirgie einzutreten für: 1. die Aushebung des Neichswchrministerliims;", 2. den Abbau der Reichswehr:''".........■ 3. den Abbau der Reichsmarine: 4. Jede Bevorzugung von Wehrmachteangehörigen b«i der Einstellung in den Dienst des Reichs, der Länder, Kommunen und sonstigen Verwaltungen hat zu unterbleiben. Köln a. Rh. Der Entwurf des Wehrprvgramms ist«ine geeignete Grundlage für die Diskussion aus dem Parteitage. "Ale Ergänzung zum 1. Satz des Enttvurses:„Die SPD. ver- wirft den Krieg als Mittel der Politik' schlagen wir solgende Ab- änderuug vor: „Die SPD. verwirft in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der Sozialistischen Arbeiterrnternationale jeden Krieg, gleichgültig, ob er als Verteidigungskrieg hingestellt wird oder nicht.' Im Abschnitt 2 beantragen wir eine Einschiebung: der Satz 2 des 3. Absatzes hieß im Entwurf:.Fliese Mission kann sie nur dann erfüllen, wenn sie die ihr aufgezwungenen...' Wir beantragen«lnzuschieben:„unter dem starken Druck der sozialistisch organisienen Arbeiterschast.. so daß der Satz lauten würde:„Diese Mission wird sie nur dann«rsüllen können, wenn sie. unter dem starken Druck der sozialistisch organisierten Arbeiter- schast die ihr aufgezwungenen einseitigen Rüstungsbeschränkungen nicht überschreitet.� Lochum. Jedes Wehrprogramm ist abzulehnen. Bei Ausbruch eines Kriege» soll die Parteileitung einen Ausruf erlassen, der jede Krieasdienstlelswng sowie jede Arbeit an Kriegsmaterial verbietet. AI.-Gladbach. Absatz 3 der Richtlinien im Entwurf des Wehr- Programm» ist zu streichen. Alle Genossen, insbesondere die Par- lamentarier und Minister, sind verpflichtet, die Mistel für die Wehr. macht abzulehnen und d«n systematischen Abbau der Reichswehr in Angriff zu nehmen. Bei der eventuellen Schaffung eines Aktionsprogramms zum Wehrprogramm ist auch die Forderung nach einem parlamentarischen Slaatssekretoriat beim Wehrministerium zu stellen. Worms. Der 3. Absatz ist�u streichen. Im 1. Teil soll dl« Ergänzung hinein, daß der Völkerbund zu einem wirksamen Instrument des Friedens„im Sinne des Genfer Protokolls' aus- gestaltet wird.* Don der Erkenntnis ausgehend, daß angesichts der fürchterlichen Wirkungen der modernen Knegswajsen{Giftgas, Luflschiss«, schwere Artillerie) ein« Landesverteidigung im engen Rahmen Europas mehr und mehr unmöglich wird, wird verlangt: schärfste Hervorhebung unserer programmatischen Forderung.Llldung der Dereinigten Staaten von Europa'. Die zehn Forderungen zur Umgestaltung der Reichswehr bilden «ine geeignet« Grundlage für die Ausarbeitung eines wehrpolitischen Aktionsprogramms. Die Ablehnung des Wehretots wird solange verlangt, bis diesen Forderungen Genüg« geleistet worden ist. Altona. Der Absatz III des Wehrprogrmmnentwurfs soll fal- gcnde. vom zweiten Satz ab umgeänderte Fassung bekommen: Der wirksamste Schutz der deutsche» Republik beruht aus einer deutschen Lußenpalitik. die aus die Berstöndigung der Völker und die Erhaltung des Frieden* gerichtet ist. Indem sich dl« Sozial- demokrvtie entschieden zum BölkerbundspaNe bekennt, nach wäibm internationale Streitigkeiten auf dem Wege der Verständigung vei- gelegt werden sollen und nach welchem ein Friedensbrecher Gegner aller Völkerbunksstaaten wird, anerkennt sie gleichzeitig die Rot- wendigkeit, im Falle eines gegenwärtigen völkerrechtswidrigen An- griffs eine erste Selbsthilfe, eine erste Notwehr, ausüben zu müssen, um Land und Leute an den Grenzen zu schützen. Für diese Fälle der Notwehr wird eine Wchrmacht noch auf long« Zell un- eMbehrlich sein, wie auch im innerstaatlichen Leben trotz vollkommen geregelter Gerichtsbarkeit ein Notwehrrecht im Falle eines gegenwärtigen rechtswidrigen Angriffs besteht. Die Reichswehr ist umzugestalten und zu erziehen, damit sie ein zuverlässiges Organ zum Schutz« der Verfassung der Republik wird. Um die Reichswehr im Sinne einer solchen Außen- und Innen- Politik umzugestalten, stellt die Partei insbesondere folgend« For- derungen:{solqen die Forderungen im Wehrprogramm). 2. Nach III, Zisser 9 ist hinzuzusetzen: Di« Farben der Reichs- wehr sind fchwarzrotgold._ Bericht der Reichstagsfraktiou. Berlin, vertsdorf. Darmssadt. Dresden, Erfurt. Esten, yamtarz. Gornhausen, Kastel, Kaiserslautern. Lüneburg. München. Nürnberg. Nienburg. Roxheim, Urberach. Wellen. Worms und Zittau haben sachlich gleiche, nur in der Form etwas differenzierende Antrag« gestellt, die im Berliner, Hamburger und Zlltauer Antrag hier zusammengefaßt sind: Berlin. Die Reichstagsfraktion wolle die D«rellchelllichung der Invalidenversicherung und die Angestelltenoersicherung anstreben. Bei der großen Notlage der alleren Arbeller und Angestellten ist mit Nachdruck von der Rcichstagsfraktion zu fordern, daß sie sich«insetzt für: 1. Erhöhten Schutz gegen Entlassungen. 2. Maßnahmen zur Eingliederung in den Produktionsprozeß. 3. Herabsetzung der Alteisgrenze der Invaliden, und Angestellten- Versicherung auf 69 Jahre. 4. Erhöhung der Renten. 5. Herabsetzung der Jnvaliditätsgrenze von auf SO Proz. 6l Gewährung von Witwenrente auch ohne vorliegende In- Validität. Für die im Erwerbsleben stehenden Jugendlichen werden aus- reichende Schutzbestimmungen gefordert. Hamburg. Die soziallemakratische Fraktion de« Deutschen Reichs- toges wird ersucht, die Möglichkeit der Krankenversicherung(Wellen Versicherung) zu schassen für diejenigen, denen bisher als Familien. ongehörigen eines verstorbenen Mitglied«» die Leistungen der Krankenoersicherung zugänglich waren. Zittau. Alle über 60 Jahre alten Arbeiter und Angestellten find aus dem Arbeitsprozeh herauszunehmen. Die Rente Ist zu erhöhen. Eine Erhöhung der Beiträge ist möglichst zu oermeiden, dafür aber ein« Vereinfachung der Berwaltung vorzunehmen. Ausdehnung der Krisenfürsorge auf alle Berufe und Ausbav derselben zu einer ollgemeinen Reichsarbeitslosenfürsorg«. Erweite- rung des Schubes für allere Arbeiter und Angestellte. Hambura. Die Re'chstagsfraktion wird ersucht, dahin zu wirken, daß das Reichsgesetz über die Arbeitsvermittlung und Arbeitslose»'- Versicherung dahingehend geändert wird, daß der Instanzenzug für die Genehmigung gemeindlicher Notstandsarbellen wesentlich abgekürzt wird. Limburgerhof. Es wird gefordert: 1. daß zur Steigerung der Leistungen der deutschen Sozial- Versicherung die Invaliden-, Angestellten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung zusammengelegt wird: 2. daß auch das Reich aus allgemeinen Steuermitteln größere � Zuschüsse: zur Erhähang der Leistungen-Zuschießt. Als nächste Maßnähmen fördern wir:... J. 1. Verbot aller Maßnahmen, die eine weitere Zersplitteruna in der Organisation der Versicherungsträger der Sozioloerstche- rung bringt, besonders das Verbot der Gründung neuer Krankenkassen: 2. Ausbau der Leistungen der Krankenversicherung, insbesondere Einführung der Familienversicherung als Regelleistung: 3. Einbeziehung aller Gehalts- und Lohnempfänger in alle Zweige der Sozialversicherung: 4. Erhöhung der Leistungen der Invalidenversicherung: 5. Bereinheitlichunq der Bezugsbedingungen für Inoalidenver- sicherung und Angestelltenoersicherung, ebenso der Witwen- und Waisenrenten aus der Invaliden- und Angestelltenver- sicherung: 6. Erweiterung der Bezugsdauer der Arbeitslosenversicherung. Urberach. Die Fraktion möge aus eine Bereinhelllichung der sozialen Bersicherungen und auf die Abschaffung der Innung«, und Betriebskrankenkassen hinwirken. - Urberach. Der§ 110 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes ist dahingehend zu ändern, daß die Wartezeit von 7 Tagen in Wegfall kommt und die Unterstützung sofort bezahlt wird. Meitzendorf. Das Gesetz über eine Sondersürsorge bei berufs- üblicher Arbeitslosigkeit vom 24. Dezember 1928 enthält für die da- von betroffenen Berufsgruppen«ine unbillig« Härte und schwer« wirtschaftliche Schädigung. Die Partei muß sich mit größter Energie dafür einsetzen, daß diese» Sondergesetz sobald al» möglich ver- schwindet und die durch dieses Gesetz geschädigten Berussgruppen den anderen Arbeitsberufen wieder gleichgestellt werden. Nürnberg. Die Arbeitslosenversicherung ist wieder auf den Stand wie vor dem Gesetz für die berussüblich« Arbeitslosen- Versicherung zu bringen. Berlin. Die Reichstagsfraktion wird beauftragt, für die Aus- dehnung der Knsentürsorge auf alle Beruf« für die Dauer der Er- werbslösigkeit Sorge zu tragen. Leipzig. Der Parteitag beauftragt d!« Reichstagsfraktion dahin zu wirken, daß die Versicherungspslichigrenz« bei den Krankenkassen erhöht wird. Kaiserslcrakern. Es wird gefordert, daß die sozialdemokratisch« Reichstagsfraktion alle Anstrengungen macht, um da» für die de- trosfenen Dwölkerungeschichten ganz untragbare Gesetz betreffend die Sonderfürsorge bei berufsüblicher Arbeitslosigkeit wieder zu Fall zu bringen. finiserslautern. Das Arbeitszeitgesetz muß so schnell wie möglich beraten werden. Es muß bestimmt werden, daß die 48stündige Ar- beitszeit in sechs Tagen geleistet wird. Kaiferilantern. Die Reichstagsfraktion soll alles daran setzen, daß die Reichsregierung die Ratifizierung des Washingtoner Abkommens zur Tatsache werden läßt und von der Ermächtigung des Art. 14 keinen Gebrauch macht. Mainz. Kleinbauern, die bis zu 10 Hektar Land besitzen, sollte e« freigestellt sein, sich iu der land- und sorstwirtschafllichen Berufs genvssenschaft zu versichern. Zu? Invalidenversicherung solle» für verpflichtet werden, damit den Kleinbauern im Aller eine Rente zusteht. Kastel. Die Reichstagsfraktion wird ersucht, der großen Ber- elendung der breiten Massen durch Herabsetzung der Zölle, Abschlüsse von Handelsverträgen, weiteren Ausbau der Sozialpolttik entgegen- zuwrrken. Hamburg. Der Parteitag ersucht die Reichstagsfraktion. fiid für eine schleunige Erledigung des Berufsausbildungsgesetzes einzusetzen und dafür einzutreten, daß folgende Forderungen erfüllt werden: 1. Die reichsrechtliche Neuregelung der Berufsausbildung muß alle Lehrlinge, Arbeiter und Angestellten in Handwerk, Handel, , Industrie. Land- und Hauswirtschaft erfassen und nicht nur das Lehrlingswesen, sondern auch die Arbeits- und Anlern- Verträge Jugendlicher einbeziehen. 2. Es hat den Ländern die lückenlose Einführung und Durch- führung der gesetzlichen Berussschulvsllcht(Artikel 143 RV.) innerhalb der gesetzlichen Arbeitszeit und ohne Lohnciubuße zur Pflicht zu machen. 3. Es hat Sicherungen für Regelung de? Arbeitszelt, des Ar- beitsschutzes und der Arbeitsfürförge für alle Jugendlichen 4. Be/�der� Durchführung des Gesetzes ist die Gleichberechtigung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zweifelsfrei zu sichern. Kaiser slaulern. Di« sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat ihre Zustimmung zum endgültigen Reichshaushaltsetat 1929/30 von folgenden Voraussetzungen abhängig zu machen: Ausreichende Er. höhung der Bermögenssteuer und wirksame Umgestaltung der Erb- schaftssteuer, strikte Ablehnung jeder Erhöhung de« jetzigen Satzes der Umsatzsteuer, Verabschiedung eines Reichsgejetzes vor oder gleich- zeitig mit dem Etatgesetz, das zur wirksamen Bekämpfung van Steuerhmterziehungen die Offenlegung der Steuerlistcn bestimmt. Begrenzung der Gesamtausgaben für Heer und Marine aus eine Höchstsumme von 500 Millionen Reichsmark unter Ablehnung jeg. kicher Mittel für Fortführung der Ponzerschiffsbauten. Kaiserslautern. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion soll im Reichstag«inen Jnitiativgesetzentwurf einbringen, der grundsätzlich die Unvereinbarkeit von Parlamentsmandat und Geschäfts- tästgkeit»och folgenden Gesichtspunkten zum Ausdruck bringt: ») Kein Abgeordneter des deutschen Reichstags oder der deutschen Länderparlamente kann Direktions- und Aussichtsratsämtc? bei Gesellschaften oder anderen Einrichtungen übernehmen, die ganz oder teilweise vom Staat ader einem Land nnterstünt werden oder sonst von ihm abhängen, noch kann et irgendwelche Tätigkeit in Finanz- und Krediigesellschaiten ausüben, insbesondere durch Unterzeichnung von Prospekten. Werbe- schriften finanzieller, industrieller oder Hondelsunterneh- münzen. b) Das parlamentarssche Mandat erlischt in den Fällen unter s) kraft Gesetzes. Berlln. Der Parteitag möge beschließen: 1. Di« SPD.-Fraktion des Reichstage» möge«inen Gesetzes- ontrog einbringen, welcher die Höhe der Gehälter der im öffenrlichen Dienst Tätigen in den oberen Gehaltesrufen wo- sentlich herabsetzt und ein« Ausgleichung der Gehälter der im öffentlichen Dienst Tätigen herbeiführt. 2. Bis zur Erreichung dieses Zieles ist grundsätzlich von den varteigenössischen Beamten. Augestellten und Abgeordneten oer Teil de« Einkommens aus öffentlich«» Witieln. welcher noch Abzug von Aufwandsentschädigungen und Kinderzu- lagen monallich 1000 RM. überschreitet, an die Parreilgsse abzuführen. Weiter« Abzüge von der Höchstemkommenegrenze von 1000 RM. haben stattzufinden unter besonderer Berücksicht'- 2 mg der wirtschaftlichen Verhältnisse des einzelnen— Elrt- sigkeit, bei Abgeordneten Wohnsitz am.Tagungsort der Körperschaft, zu der er gewählt ist. Schon bestehende Be- stimmungen: welche weitergehende Abzüge festsetze», bleiben durch die Annahme obigen Antrages, der ein Mmdeftrnaß der Abzüge festsetzen soll, unberührt. Wir erwarten, daß die von der Arbeiterschast oder der Partei Ins Leben gerufenen Körperschaften und Unternehmungen— Parteiorganisationen. Gewerkschaften, Genossenschaften, Arbeiterbank usw.—, die oben angeführten Grundsätze in ihren Organisationen sinngemäß in Anwendung bringen. Essen. Unsere Fraktion im Reichs- imd Landtag« möge sich dafür einsetzen, daß im Kultusetat größere Mittel für die Begabten- bilfe«ingestellt werden. Bei Bewilligung der Begabtenhilfe ist die Festsetzung einer unteren Einkommensgrenze in Betracht zu ziehen. Kaisersloulern. Dem Reichstag ist sofort ein Gesetzentwurf zu unterbreiten, in welchem Höchstpensimiers für Minister, Offizier« usw. festgesetzt werden. Unter keinen Umständen darf der monatlich« Höchstsatz über 1000 M. hinausgehen. Wo zurzeit höhere Pensionen bezahlt werden, sind dieselben zu kürzen. Außerdem muh gesetzlich festgelegt werden, daß«in Ruhen der Pension eintritt, sobald das sonstige Einkommen des Pensionärs «ine gewisse Höhe erreicht. Dies« Höh« zu bestimmen, überlassen wir unserer Reichstagsfraktion, wollen aber nicht vergesse» darauf hin- zuweisen, daß bei den Kriegsbeschädigten die Rente anfängt-u ruhen, sobald das sonstige monatliche Einkommen desselben 350 M. übersteigt. Miillheim(Baden). Die Pension der Beamten darf in keinem Falle den Betrag von 8000 M. im Jahr« überschreiten. Wenn ein Pensionär ein Privateinkommen besitzt, das 3000 M. im Jahr« übersteigt, soll die Pension um die Hälfte de« Betrages. der da» Privateinkommen von 6000. M. übersteigt, gekürzt werde n. Kaufbeuren(Bayern). Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion möge im Reichstag gegen die �Doppelverdiener sowie gegen die hohen Offizierspensionen erneut Stellung nehmen. Die hohe Arbeits- losenzifser dürste der beste Beweis für dl« Notwendigkeit der Durch- siihrunjj dieser Maßnahme sein., Lüneburg. Die Reichstagsfraktion wolle dafür eintreten, daß alle Pensionen über 10 000 M. auf dies« Höchstsumme herabgesetzt werden. Dresden. In Erinnerung an den blutigen Einmarsch der Reichs- wehr in Sachsen und in der klaren Erkenntnis, daß jede militärisch« Macht in der prioatkapitakistischen Wirt- schuft lediglich ein Instrument kapltalifttscher Willkür ist, sei es nach außen, sei es vor allem gegen die eigenen unter der kapitalistischen Herrschaftsform schwerleidcnden Nolksgenossen, daß der Wehrctat in seiner riesigen Höhe angesichts der großen Notlage der Wohnt», gs- losen, Rentner, Kriegsopjer usw. eine unverantwortlich« Verschwen- dung darstellt, daß alle militärischen Rüstungen Drohungen sind und al» solche den Kultursorts chriit gefährden, fordert der Unterbezirk Groß-Dresden die sozialdemokratischen Abgeordnete» zur schärfste» Steuungnahme gegen ied« Mittelbewilligung für Heer und Marine auf. Meißen. Der Parteitag fordert di« Erhaltung und den Ausbau das Mrö.erschutzes und ein großzügiges, auf weite Sicht berschnend-s rnotttXjffmy Die Zigare He der ZIgareHen Uaus&eromafin;ZigarettenfabriML-Q: Dresden-N isIndusMeadändg 1'• Wohmmgskxmprogramm, er spricht sich gegen jedwede Mietsteige- rung aus. Kassel. Der Parteitag wolle beschließen, die Genossen in der Reichs regte rung und der Retchstagsfraktion werden dringend auf- gefordert, ein Reichsenteignungsgesetz und damit verbunden ein Reichsstädtebaugesetz und ein Reichswohnungsgefetz dem Reichstag zu unterbreiten. Leipzig. Der Parteitag beauftragt die Reichstagsfraktion, die in der Industrie und sonstiger Wirtschaft Schwerverletzten bei Per- teilung der Mittel aus der Mietzinssteuer ssog. Bardarlehen) den Kriegsbeschädigten gleichzustellen. Dresden. Der Unterbezirk Groß-Dresden beantragt, daß der Parteitag Stellung nimmt zur Wohnungsfrage, sich im besonderen ausspricht für die Erhaltung und den Ausbau des Mieterschutzes, für ein großzügiges, auf weite Sicht berechnetes Wohnungsprogramm und gegen jedwede Mietsteigerung. Nürnberg. Die Wohnsteuer ist zum vollen Betrag zu Wohnungs- bauten zu verwenden. Gersdors. Die Partei fetzt sich mit ollen parlamentarischen Mitteln dafür ein, daß zur Behebung der Wohnungsnot mit äußerster Beschleunigung ein Wohnungsbauprogramm aufgestellt und durch- geführt wird, wodurch innerhalb von fünf Iahren die Wohnungsnot, die laut statistischen Erhebungen festgestellt ist, beseitigt sein muß. Die Finanzierung erfolgt durch die Mietzinssteuer, die zu lüg Proz. zu verbauen ist. Berlin. Das Berechtigungswesen ist in Deutschland so aus- geartet, daß es dem Aufstieg aller Begabten und Tüchtigen, die nicht die höher« Schule besuchen tonnten, unüberwindliche Schranken zieht. Darum ist in Reich, Land und Gemeinde der Abbau aller, viel- fach durch gehalts. und standespolitische Gründe hochgetriebenen Vorbildungsforderungen zu fordern. Auf die berufsständischen Vertretungen und Organisationen des Handwerks und Gewerbes ist vom Staate im gleichen Sinne ein- zuwirken. Als wirksamstes Mittel ist die Einstellung der Verleihung von Berechtigungen von allen Schulen �u verlangen, da sie ohnehin mit dem Wesen der modernen Schule mcht in Einklang zu bringen ist. Essen. Der Beschluß des Kieler Parteitage-: „Die Beteiligung der Sozialdemokratie an der Reichsregierung hängt allein von der Prüfung der Frage ab. ob die Stärk« der Sozialdemokratie im Volke und im Reichstag die Gewähr gibt, durch Teilnahme an der Regierung in einer gegebenen Situation bestimmte, im Interesse der Arbeiterbewegung gelegenen Ziele zu erreichen oder reaktionäre Gefahren abzuwehren." ist wahrzumachen. Di« nach der Wahl gebildete Regierung, in der unsere vier Ministergenossen wichtige Ministerien besetzt haben, hat die Genossen nicht befriedigt. Es wird erwartet, daß den Forderungen der Arbeiterschaft mehr als bisher Rechnung getragen wird. Weiterhin ist zu prüfen, ob und wie weit«in Zusammengehen mit bürgerlichen Parteien trägbar ist. Berlin. Jeder Vertrag mit der Kirche in Form von Konkordaten ist abzulehnen und zu fordern, daß die im Lezirksverband gewählten preußischen Abgeordneten gegen das in Preußen vorbereitete Kon- kordat stimmen. Allenburg. Jedes Konkordat ist abzulehnen, gleichviel, ob durch btn Entwurf eines solchen ausschließlich finanziell« oder auch schul- politische Ansprüche der Kirchen befriedigt werden sollen. Düsseldorf. Der Parteitag erklärt es für unvereinbar mit den Interessen wie auch mit den Aufgaben der Partei, daß die Genossen im preußischen Kabinett und der Landtagssraktion einem Konkordat zusammen. Auch ein Konkordat, in dem die Schulsragen nicht be- rührt werden, bedeutet wegen seiner mittelbaren Auswirkung auf da» gesamte Kulturleben ein« ungeheure Gefahr. Der Parteitag be- schließt, daß die Genossen verpflichtet sind, nicht nur gegen jedes Konkordat zu stimmen, sondern auch im übrigen den Bestrebungen der Kirche auf diesem Gebiete energisch entgegenzutreten. Luckenwalde.. Der Parteitag verurteilt die geheimnisvolle Art mrd Werfe, in der tnit den Kirchen über Vertragsabschlüsse verhandelt «iqb, Er lehnt jedes Konkordat ab. Für die Uebergangszeit sind befristete Derttäge, welche die Staatshoheit nicht gefährden, völlig ausreichend. Recklinghausen. Di« Partei ist nach ihrer programmatischen Einstellung verpflichtet, gegen die Forderung der kirchlichen Macht mit staatlichen Mitteln anzukämpfen. Auf Grund dessen ist jedes Konkordat abzulehnen, welches der Kirche neue Machtpositionen gibt und das Erziehungswesen der kirchlichen Aufsicht unterstellt. Allenburg. Der Parteitag beauftragt die Reichstagsfraktion, die Reichsregieruna durch Reichstagsbefchluh an die in Artikel 138 der RV. dem Reiche auserlegte Pflicht zu erinnern, Grundsätze für die Auseinandersetzung zwischen Landeskirchen und Ländern aufzu- stellen. Eventuell hat die Fraktion einen Jnitiativentwurs dem Reichs- tag vorzulegen.» Nienburg a. d. Saale. Der Ausbau des Südflügels zum Mittel- landkanal ist mit Rücksicht auf die große Erwerbslosigkeit und im Hinblick auf die wirtschaftliche Belebung, die mit dem Ausbau der Wasserstraßen verbunden ist, tunlichst zu fördern. In Verbindung damit muß auch der Stichkanal nach Leopoldsholl Tatsache werden und die Inangriffnahme dieses Kulturwerkes beschleunigt werden. Bremerhaven. Die geltenden gesetzlichen Bestimmungen über die Ausübung des Wahlrechtes der Seeleute werden den bestehenden chwierigen Verhältnissen nicht gerecht. Der Parteitag wolle be- chließen, die Reichstagsfraktion zu beaustragen, dahin zu wirken, laß die gesetzlichen Bestimmungen über die Ausübung des Wahl- rechtes der Seeleute so geändert werden, daß möglichst allen See- leuten auf bequemste und unkontrollierte Weise die Abgabe der Stimme ermöglicht wird. Hamburg. Die Reichstagsfraktion möge sich mit aller Kraft dafür einsetzen, daß aus dem heute geltenden befristeten Pachtschutzgesetz ein Dauerpachtschutzgesetz wird. Das Douerpachtschutzverhältnis ist auszudehnen auf landwirtschaftliche Betrieb« bis zu 5 Hektar. Enger l BJ. Angesichts der drückenden Finanznol der meisten Gemeinden wird gefordert, daß die freien Berufe zur Gewerbesteuer herangezogen werden. Berlin und Kaiserslautern. Der Parteitag ersucht die Reichs- togsfraktion, sich energisch für die Offenlegung der Steuerlisten«in- zusetzen. Berlin. In letzter Zeit häufen sich die Gerichtsurteile gegen Sozialdemokraten und andere, freigeistig« Frauen und Männer wegen Gotteslästerung wieder ganz bedeutend Im 10. Jahre der Republik glauben die Gegner freiheitlicher Kultur ihre kulturreaktionären Ziele durchsetzen zu können. In weiten Kreisen der Bevölkerung hat diese Tatsache Empörung her- vorgerufen. Wir erheben hiermit schärfften Einspruch und verlangen von der Fraktion und der Parteipresse, daß, mehr wie bisher, gegen das Muckertum Stellung genommen wird. Berlin. Der neue Strafrechtsentwurf mit seinen verschärften und erweiterten Bestimmungen über Hoch- und Landesverrat hat bei den Parteimitgliedern große Besorgnis hervorgerufen, weil zu befürchten ist, daß sich die neuen Verschärfungen aus diesem Gebiet« bei der reaktionären Einstellung der Justiz mehr gegen linksgerichtete als andere Elemente auswirken werden. Es wird erwartet, daß die Partei ihren Einfluß geltend macht, um das Strafgesetz von diesen reaktionären Bestrebungen reinzu- halten; keinesfalls darf das Strafgesetzbuch Gegenstand des Kuh- Handels bei der Bildung einer Koalitionsregierung sein. INeiningen. Von den Vertretungen im Parlament und in der Regierung wird erwartet, daß sie sich mit allen Mitteln dafür«in- setzen, in das I m p s g e s e tz die Gewissenskloufel aufzunehmen. Wenn dies zurzeit nicht erreicht werden kann, dann sollen sie mit aller Energie dasür eintreten, daß wegen Vergehung gegen das Impsgesetz nur eine einmalige Bestrafung erfolgen kann und niemand durch alle Jahr« wiederkehrende Strafen zum Impfen gezwungen wird. Salzwedel-Gardelegen. Verschiedene Ausführungen des Reichs- Ministers der Finanzen, Genossen Hilferding, lassen erkennen, daß der Etat ein Defizit von rund 600 Millionen zeigen und daß aus diesem Grunde die Beschließung weiterer Steuern notwendig werden wird. Es erscheint angebracht, aus die Mißstände bei der Veran- lagung und Erhebung der Retchssteuern hinzuweisen, nach deren Beseitigung sicher ein« gewaltig« Reduzierung des Defizits eintreten wird. Es wird um Schritt« der Beseitigung der Mißstände gebeten. Berlin. Im Interesse der Freizeitbewegung aller Hand- und Kopsarbeiter beschließt der Parteitag, dafür einzutreten, daß nicht nur Uferstraßen und Promenaden, sondern all« zur Erholung geeigneten Ufer und im Interesse der Volksgefundheit Wälder unter besonderen Schutz gestellt werden. Berlin. Di« Genossen in führender Stellung, besonders die Ge- nassen in den Reichs- und Länderregierungen, sind zu verpflichten, bei besonders wichtigen Entschlüssen zuvor die Fraktionen, Part«- vorstand und'Parteiausschuß zu hören. Genthin. Die von der Partei gestellten Minister haben vor Ent- cheidungen von großer Trogweite(z. B. Panzerkreuzer, Ruhrschi eds- pruch) sich mit den Fraktionen zu verständigen. Sie dürfen aus keinen Fall in wichtigen Entscheidungen die Fraktionen vor voll- endete Tatsachen stellen. Ein derartiges Verhallen ist als Partei- schädigend zu bezeichnen. Luckenwalde. Die Reichswehr ist«In stark verbrauchender aber Nicht erzeugender Faktor, aus diesem Grunde ist die Verminderung der genehmigten Rüstungen der Reichswehr durchaus notwendig. Die dadurch freigewordenen Mittel sind für soziale Ausgaben zu verwenden. Luckenwalde. Der Parteitag stellt Im Jahre der Gemeinde- wählen fest, daß zur Erkämpfung der polittschen Demokratie«in« freiheitliche Verwaltungsresorm Voraussetzung ist, hierzu ist u.a. als geeignetes Mittel die Umstellung der heutigen Hoheitsverwaltung der Länder zu einer Selbstverwaltung der Gemeinden überall da zu erstreben, wo die Gemeinden in der Lage sind, ihre Angelegen- hellen selbständig als eigene oder Auftragsangelcgenhell zu ver- walten; eine schematische Uebertragung der Selbstoerwoltungs- angelegenheiten auf die Kreise ist zu verwerfen; eine einheitliche Rahmengesetzgebung des Reiches hat die gemeinsame Regelung der Gemeindeangelegenheiten(Finanzen, Personalfragen und Berord- nungen) zu vereinfachen und zur Einfügung in den demokratischen Volksstaat zu bringen. Worms. Gegen die vom Reichsfinanzminsster beantragte Bier- steuererhöhung werden die schwersten Bedenken erhoben, es wird erwartet, daß der Parteitag gegen die geplante Biersteuererhöhung Stellung nimmt. Die Krau in Politik und. Wirischast. Düsseldorf. Die„Genossin" erscheint in Zukunft nicht mehr ick der letzten Hälfte, sondern in der ersten Hälfte des Monats, bannt die„Genossin" dort, wo sie obligatorisch allen Genossinnen zugestellt wird, diesen sofort bei der Kassierung am Anfang des Monats aus- gehändigt werden kann. Berlin. Die im Zentralverband Deutscher Konsumvereine zu- sammengeschlossenen Konsumgenossenschaften sind die gegebene Wirt- schaftsorganisation der arbeitenden Frau. Es wird jeder Frau, die der SPD. angehört, zur Pflicht gemacht, sich der örtlichen Konsumgenossenschaft anzuschließen, um so mehr, als die Kommunisten versuchen, die Genossenschaften durch Massenemtritt (doppelte Mitgliedschaften usw.) in ihre Hände zu bekommen. Berlin. Um das Ziel des Sozialismus— tüe Umwandlung der kapitalistischen Privatwirtschaft in die sozial« Gemeinwirtschast— zu erreichen, bedarf es ebenso wie der Mitarbeit des Mannes auch der der Frau, die in Deutschland zwar politisch gleichberechtigt, aber wirtschaftlich und sozial unfrei geblieben ist. 11� Millionen Frauen stehen heute im Erwerbsleben, davon sind 3,7 Millionen verheiratet. Insbesondere diese letzteren aus dem Erwerbsleben zu verdrängen, erscheint vielen als ein Mittel zur Behebung der Erwerbslosigkeit. Die Verdrängung der Frau aus dem Betrieb, ihr Ersatz durch den Mann ist heute ziffernmäßig wie arbeitstechnisch unmöglich und widerspräche auch dem von der Sozial» demokratie aufgestellten Grundsatz des Rechts der Frau auf Er- werbsarbeit. Deshalb anerkennt der Parteitag, entsprechend dem Beschluß der SAI. in Marseille 1G2S und gestützt aus das Heidelberger Programm das gleiche Recht der Frau aus Erwerbsarbeit. Arbeitersport und Sozialdemokraten. Erkner. In Orten, wo Arbeitersportvereine bestehen, die der Zentralkommission für Sport- und Körperpflege angeschlossen sind, dürfen Parteimitglieder nicht Mitglieder bürgerlicher oder wilder Sportvereine sein. Hamburg. Bei der Erörterung der Ziffer 7 ist gleichfalls der Frage des Werksports und der Zugehörigkeit der Mitglieder des Arbeiter-Turn- und-Sportbundes zur Sozialdemokratischen Partei die nötige Aufmerksamkeit zuzuwenden. Hamburg. Di« Aufgaben der Körperkultur im Dienste des Sozialismus können nur im Arbeitersport gelöst werden. Daher ist es vornehmste Pflicht eines jeden sporttreibenden Parteimitgliedes, sich dem aus sozialistischem Boden stehenden Arbeller-Turn- und -Sportbund anzuschließen. Jena. Parteimitglieder, die in bürgerlichen Sporwereinen Mit- glieder sind, können nicht Funktionäre der Partei sein. Ausnahmen können von Fall zu Fall durch die Bezirksvorstände zugelassen werden. Rositz.„Die Mitgliedschaft in bürgerlichen Sportverbänden ist unvereinbar mit der Mllgliedschast in der Partei.' Sonstige Aniräge. Dresden. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands prüft die Verwendbarkeit und Verwertungsmöglichkeit der Wellhiifssprache Esperanto für die Verbrellung und Stärkung des Sozialismus. München. Der Partellag empfiehlt: a) allen Mitgliedern, insbesondere den Funktionären, für die Verbreitung des Esperanto und seine Einführung in den Schulen zu wirken: b) dem Parteivorstond, zum 9. Weltkongreß proletarischer Esperantisten(in Leipzig August 1929) einen Delegierten zu entsenden;.....•••' � c) der.International«" die Sprachenschwierigkeiten durch Auf. nähme des Esperanto zu den„offiziellen" Sprachen beseitigen zu Helsen; 6) der„Internationale" die sozialistisch gesinnten Esperantisten durch Herausgabe einer Monatsschrift zu sammeln und ihre Kräfte für die Arbeit aus internationalem Gebiete zu ver- werten. Düsseldorf. Der nächste Parteitag findet in Düsseldorf statt. Mainz. Der nächste Partellag findet in Mainz statt. Die Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin stellt im Februar 1929 in ihren Verkaufsräumen Wegelystraße 1 am Stadt- bahnhof Tiergarten— werktäglich von 9 bis 18 Uhr— eine große Anzahl von weißen und bematten Porzellanen zum Verkauf, die kleiner Fabrikationsfehler wegen mit Nachlaß abgegeben werden. Es befinden sich hierbei Figuren, Vasen und Blumenflaschen, Dosen und Schalen, Einzelteller und Tassen, sowie komplette Tafel-, Kaffee- und Teeservice. Es wird hierdurch Liebhabern von Berliner Porzellan reichlich Gelegenheit geboten, schöne Stücke zu äußerst günstigen Preisen erwerben zu können. lischdeckcii 180/225, aas reinleinenen geklärtem Damast 12 Eitra weites DamenlieiDil aas feinen Stoffen mit a Handklöppelspitze nnd Handhohlsaum, band- I gestickt..... nur Passendes Nachüieind LOS hierzu, in derselben Weise| ▼erarbeitet P.95 An* anierm rcichiortiertea Lager tür Bettw Siehe! 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Aus unserem Blescnlager für Badcmänlel, das auch für extra starke Figuren stete Passen- des vorrätig hält: Damen Badeinäitiel m. gesogenen Bfiaehen■■ ««rS.75 Hoenbohntimnel gebaut 400 erz. gebjrgijche Bergleute und die gleiche Zahl von Handlangern ar, beiteten an dem bei dem Dorfe Oberau, zwischen Riesa und Dresden gelegenen Bauwerk, dessen Herstellung die für damalige Zeiten recht beträchtliche Summe von 330 000 laiern verlchlong. Cin zeitgenössischer Bericht schildert recht lebendig die Fahrt des festlich geschmückten Eröffnungszuges Die untenroische Galeric war durch eine unzählbare Menge Lömpchen erleuchet und die hohen Ge- wölbe hallten von dem alten Bergmannsgruß„Glück auf"' wider, mit dem die Bergleute, die aus beiden Seiten Spalier bildeten, den Zug begrüßten. Die ersten Tunnelbaut«« In Preußen wurden von der Rheinischen Eisenbahn unternommen, deren im Jahre 1841 vollendet« Harultstreck« Sä in— Aachen die Anlag« von drei Tunnel» erfo.uerlich machte. Außer zwei längeren Tunnels, dem Königs» d o r f e r und dem Nirmer Tunnel, wurde noch der kurz«, mir 50 Ruten lange Jchenberger Tunnel bei Eschweiler gebaut. Den ältesten Cisenbahntunnel Bayerns weist die am 1. Oktober 1844 eröfsnete Strecke Nürnberg— Bamburg aus. die den Burgberg bei Erlangen. in einem 1050 Fuß langen Gewölbe durchbricht Die beiderseitigen Mündungen de« Bauwerk» �--.ückte man mit„zwei bayerischen Löwen von kolossaler Gestalt" und mit zwei Sphinxen. In Württemberg erheischte da» schwierige Gelände schon aus den ersten Strecken de» Staatsbahn- netzes die Anlage von fünf Tunnels. Den Zugang in das Stutt- zarter Tal erschnoßen die Tunnels auf der Prag und unter dem Schlosse Rosenstein. die im Jahre 1848 dem Berkehr übergeben wurden: drei weitere Tunnel» erbaute man auf der Wasserscheide bei M o u I b r o n n, aus der Schwäbischen Alb bei Beimerstetten und auf der sogenannten Nordbohn bei Kirchhe'M am Neckar. Die drei ältesten Tunnel» der badlschen Bohnen endlich weist die Strecke Freiburg— Basel aus: sie durchbohren die I»l»rieg»l de» Jsteincr Klotzes. Der Durchbruch de« ersten dieser Tunnels wurde am>5 November 1845„vermittels mebr als 200 Sprengschüssen" bewerkstelligt, die beiden anderen wurden erst im folgenden Sommer vollendet. Gegenwärtig zählt man aus dem deutschen Eisenbahnnetz in»- gesamt 241 eingleisige und 378 zw«-glelsige Tunnel«. deren Gesamtlänge mit 224 205 Metern, etwa der Entfernung Frankfurt a. M.— Köln entspricht. Die tunnelreichsten Gebiet« Deutschland, sind die Reichsbahndirektionsbezirk, Kar!« ruh« mit 113 Tunnel« von 42 580 Metern Gesamtlänge und Elberfeld mit 71 Tunnels von 30183 Metern Gesamtlänge. Der Anteil der unterirdischen Strecken betrögt im Rrichsdurchschnitt 0,4 Proz., in den Direktionsbezirken Karlsruhe und Trier jedoch 12 Proz. bzw. 2,1 Proz. der Gesamtlänge aller Strecken. Vereinigung sozlaidemoKratlscner studlerenaer Oeffenuiche KundinDiiDg am Dienstaff, dem 12. Februar 1929, 2 Oh, Uhr, im Sitzunsssaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipii er K r 3 Vartrae, Koa)iiion«polMik.— Referent: Reiduinnen- minitler Gen. Carl Severin�. Unko.-aenöe.trag 20 Pf. fBrehm.) Das oft von S tu benoogelh altern gebrauchte Argument daß nur die überzähligen Männchen der Singvögel gefangen würden, die für die Fortpsianzung nicht vonnöten seien, ist nicht stichhaltig. Die Ueber.zohl der Männchen ist nach den neuesten Forschungsergebnissen nicht erwiesen. Auch die verallgemeinernde Behauptung, daß der gefangene Bogel sich besonders wohl fühle, ist nicht richtig. 70 Lichtbilder nach Aufnahmen, die fast ousschließ- lich an Stubenoögeln gemacht sind, illustrierten vortrefflich die Aus» sührungen des Vortragenden._ .Trrt« Son»»s»>che Höcht»«!«. Der ans Montaa. den lt. Februar, an» gelehtc KtusuSabend des(Menofsrn N a v d I a I i iällt wegen Verhinderung des Reserenten au«. Der nächst« Abend findet am 18. Februar, wie üblich, statt. ve,Irt»HItd»»g,a«»sch«tz«roh-verNn. Die nächste Vorstellung findet am Sonntag, dem L4. Fedruar. nachmittag« pünktllch lt.lb Uhr. im Staat- lichen Sckiller-Theater. Lhoiloltenburg, Vismai ck> Ecke Grolmanstr. statt. Zur Ruflübrung kommt.Der Londoner verlorene Sohn'. ein Sckanipiel in b Akten(12 Bildern»»an William Tbakelveare. Karlen a 1.50 11. in den Vorwärtstpedilionen. im Zigarrengelchäst Horich, Engel. »ser 14—15. Im araph Hilssai beiler, Verband. Rilierstr. l. in der Buch- Handlung.BmwSrts», Slrdenftr. 1, im ZdA. Belle Rvlanee Str. 7—10, bei den Funklioräien der Krell« und Adlestungen und im Bureau de« Bil» dungsausschuste«. Lindenstr 3, 1. Hos II, Zimmer 8. kem«edeuten ranmlee». Im Austrage de« VolksbildunaSamt» Prenzlauer Berg lpii»« heute abend 8 Uhr im Saal« de« Bezirtiaml», Damliier Straße 64. Dr. Klau« Berger über.vaumler", den Vater der sozialistischen Karikatur. 3' der Zuhballverein Neukölln T spielt beute, 15 Uhr, aus der Tempel» hoser Freifläche an der Steinmeeiti asji gegen Germania Pankow l. Eine Artental»» gestlnde». Inhalt u. a. ein Paar Plattfiißelnlageu. .ttanoslstrahe. Adzuhalen in der»«»rwSrt-'�vedition Treptow, Grägstrahe. Vortrage, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". G«'4. Zel>astu»»klr 3?IZS. Kot 2 Tr. «anntag, II. tzetninr.«anunrftan». Sämtlich« lbondballsplel» tollen »US. Achtung Spielstihrer, Schiederichterturlu» Dlonlaa 44. ffebruar, 20 Ufr, iw Saudureou—«»ntag, 4l. Aebrua». Prenzlauer Berg. Zugcnd. Jeden Mniitag Brrsammluna in der weltlichen Schule, Sonnendurgrr Eirahe, \ nimrt 47, 4 Treppe. 0»»u»d«rg. Jugend I. So Uhr Heimabend, Porckstr 44.— i Lienmag, 42. firbrnar. Prrn, lauer»reg. Spllvrrsammluna de, Zungdanner» .» Altersbeim. 20 Uhr. Wahl de» Iuaenvlr.ter» und der Funttionär«. greuz- bar». Sporlabend I» Uhr, �Turnhalle«nelsenaustr. 81. fing 4 veranstaltrt am Geheimen Sanitätnrat Dr. Albert Moll, Berlin W. 15. tturfiirfieirdamm iZ> erbeten. Zteichebunp Deutscher Mieter e. B. Verband Berlin r. B. Zurlftischer Beb» trag am Mittwoch, dem lZ. ficbruar, 20 Uhr, im Krrllner ifiathau», Saal 109. Die Gestaltung des Arbeitsplatzes. rArl>tit»gemeu»jchast Deutscher Betnebsinzemeure(ADB.s Imm«r amhr begirmt man itl modern tzeioiteten Betrieben alt» Trüriden der Wirtschaftlichkeit der Gestaltung des Arbeitsplätze» besonder« Asfmetksamkeit zu widmen. Die körperlich» Arbeitsleistung soll aus «n Minimum herabgesetzt werden: gute Zugöngllchkeit de« Arbeit»- platze», der für alle Transportmittel ohne Umwege erreichbar sein soll, muß gefordert werden. In den Fabrikationsräumen selbst sind alle lichtoerzehrenden Einrichtungen zu vermeiden sEinbmiten, Piememmtriebe). Handgerecht« Aufstellung der Arbeitsstücke«M Arbeitsplatz sowie Förderbänder, ohne die eine rationelle Fließ- arbeit kaum denkbar ist. sind ebenso wichtig wie die richtige Stellung des Arbeiters zum Werkstück. Daß die sitzende Stellung bei richtiger Anordnung der Arbeitsstücke energiesparend wirkt wird noch viel Kl wenig beachiut Auch dos Derkzeua ist handgerecht anzuordnen. utw Strom. Gas. Wasser und Preßluft sollen desgleichen in Näh« fem. Für da» Bureau gelten sinngemäß die gleichen Forderungen. Vogelschutz und Ttubenvoqelhaltung. In d«r Vortragsreihe über Bogelschutz ulid Pogetheg«, vervn» staltet von der Staatlichen Stell- für Raturdenkmaipflege in Preußen, sprach Dr. O. Heinrvth. der Leiter des Berflner Aquariums, über„Vogelschutz und Stuben oogelhaltuNg" und führt« etwa s»Ige Ildes aus: Das Wegfangen einer beschränkten An- zahl von Singvögeln schädigt mit wenigen Ausnahmen den Bestand an heimischeii Alten nicht. Tatkräftiger. wirNicher Schutz gebührt den Großvög«ln(Raubvögel. Kolkrabe, Uhu, Ttapve, Kra» nich. Graugans, Kormaran usw.). Die Nützlichkeit der meisten Kleinvögel wird überschätzt, viel« fressen ebenso viele nützliche wi« schädliche Infekte» und verzehren.zahlreiche Kerbtiere, die anrtfchaft- lich belanalos sind. Der Wert der Stubenvogelhaltung liegt darin, daß„der Liebhaber.zum Beobachter nfird. d«r Beobachter zum Freund« und Beschützet d«r Vögel, diese endlich zum Forscher". Bennta». 17. ff-bruar. in Z:abk, Kestsälen, fiichtcstr. 2». ein Winterfest. Bezina 4« Uhr. crinlakkartei- im 75 Bf. iin« bei«amcrad Wendt, Iunkerstr. 10. zu baten. grledrlMehaln Perlen fllr den..Ball per Bepublitaner" ln der Bhil- Harmonie find bei dem Kameraden ibwenberg zum Preise von 4,50 M. im Botaedctii zu haben.(Blununfti. 64.) Berliner«etelllchaft fS« Pfmbe! Kurfitrstendamm 45, Tonnerstag, Markus. übe: die»Deibfelwiriung. BeobachtungsA ein» Porträ-materrn-. l seel, und Nörper; eraraklern logisch» Anmeihung vsn(5 listen an Herrn Eingang?üdeiifirahe. Ä escrcnl: Herr Necktsoiuvalt Dr. Hans Leoi. Zieferat: .Da, Recht auf Schönheitsreparatnrcn". Elntrittsrarti n find in der Geschäfts- stell«, Pptsbamsr Etr. SS, und tn allen Bezirlsgeschäftsftcllen unentgeltlich Gedenkartikel können peinlich s«in,««lm die Persönlichkeit de« Jubilars allmählich in Vergessenheit gerät oder im Lauf« der Zeit problematisch geworden ist, und dann braucht man auch nicht«inen 95. Geburtstag sestlich zu begehen, wenn der zu feiernde Greis bereit» feit 17 Jahren tot ist. Aue diesen Erwägungen heraus erübrigt sich die Gedenkrede auf den Romanschriftsteller Felix Dahn. Allerding» zieht sich der Referent Lippmann sehr geschickt und anständig aus der Afläre. Er vermeidet«inen enthusiastischen Hymnus. Eigentlich lobt er nur die unnxchrschemiich« literarische Fruchtbarkeit Dahns, sonst erklärt er Ihn als den Erfüller einer komischen bürgerlichen Sehnsucht nach Heldentum und läßt durch- blicken, daß dieser Vorgang, Hurrapatriotismus in die Literatur zu verpflanzen, alles andere«her als begrüßenswert ist. Dadurch ge- winnt der Vortrag an Interesse, denn er wird zu einem Beitrag der Geschichte börgerlicher Dummheit, zu einer Kritik, die nur begrüßen«. wert Ist. Anerkennenswert bleibt die Vorlesung Gert Frickes au« Romanen, die die Jugend von einem optimistischen Standpunkt de- trachtet, aus Speyer»„Kampf der Tertia" oder au» Kipling» „Staaks und Genosien". Wenn auch der Lortragende zuweilen zu dramatisch und zu betont verniedlichend lieft, ist da» Ganze immerhin erfreulich. Abends rauschen unentwegt Märsche über den Hörer, und während Geza Komor sich mit semer Kapelle in Jazz entsesielt, singt der italienische Tenor Plttaluga von der Mailänder Skala«in Arienprogramm aus der Deutschen Welle. P.S. zu haben. Äciii' cbucb de» Nriepobesöädlzten, griegeteilnehmee und Hiulct&Iicbcnaw „Bezirt Dedding". Mitplitderversammlung am Dienetag, 42. Aebrnar, 20 Uhr, im Lokal Batz»nhoscr, Thanficestr.«4. fienttalinstltut säe grziehnrg und Unterriift, Berlin ffl. SS, Potsdamer tag, 28. gcbruer, 20 Uhr, berichtet ssriiiileir Dchwcrtfeger Über das Kell- cezichunAeheim Schloß Ketschendorf de, Deutschen»mm, zur ffllrsorge fllr lugendliche Psychorathen.— Doline»,tag. l4. Mörz, 20 Uhr, derichtet Zräuiein ve malt. Perl« Uder da, Hellee,!«huua,h«im Haue Riesenbli« der Stadt B-r. Nn.— Sauuerstai, 24. März, 20 Uhr, berichtet ssrau Annemarie Wolfs» Richfer über ihr SeIIerziehunp»heiw iu Frohnau. Gesamtieilnehmerkartrn 5 M., Sinzelkarien 450 M. Fllr in der Ausbildung Begriffene gegen Äu» weis und bei vorheriger Sammeldestellung starten zum halben Preis in der Geschäftsstelle des ÄentraUnftituU für Grziehung und Unterricht. Berlin D. 85. Potsdamer Str 120. Fernruf: stu-fllrft S91S-SS20. Arbeiter.Abstinenten.Bund, Gruppe Weftcu. Montag. 11. Februar, 1»H llhr. Jugendheim llhorlottenburg, Spreestr. SS. Dageeordnuna: Vortrag:.Der Mo» hrlismus im Lichte der medizinischen Dissenschaft". A Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Serlio awiendunaen für diele ItiidrN nsi e» dar ZnaendletrrtaelM. Seelw GW 6». Hind-nOrad«, heute. Sonntag. 10. Februar: «Schönhauser Borstadt: Echdnsließer Str. 7. 1»>z llhr Heimabend. Tue.» schuhe und Instrument« mitbringe».— Lichten breg.Mtttc: Museumsbesuch. Treffpunkt»>4 Uhr Bahnhof Elralau-Bummeloburg. Der Heimabend, Scharn- Weberstraße, fällt au».— Liit-terfelde: Wichtige ffunklienärverlammlung 20 Uhr Bromenadenstr. 40.— Lankwitz: Gemeindeschule Schulstraße, Lichtbilderoarirag: „Hans Balufchek, ein Maler des Proletariats".— Steglitz: Heim Älbrccht» ftroße 47. l» Uhr.«unter Abend.— Sehlendert: Schule Potsdamer Str. 5—7. Bunter Abend.— Friedrichshagen: Heim Friedrichstr. 87, Heimabend.—> plelniarndos-vst: Heim Lindauer Straße, Heimabend. Werdedezirk Mitte: Beteiligung am Filmabend der stinderfreunde in de« stulwrabteilung de« Deutschen Metavarbeiteroerbaad««, Linienstr. 407. Treff- »unkt I54s Uhr Dosenthaler Platz, Normaluhr. Serdebczlrk Nrulertu: 10 Uhr Heim stanner Straß«. Heben der Statisten- 1» Uhr edendort Vortrag:.Upton Sinclair". Morgen. Montag. 11. Februar. 19% Uhr: Der Gingkrel«»dt pünktlich 13% Uhr Im Heim Lindenftr. 4. Galunddeunnen II: Heim vrthftr. 10. Vortrag:.Das Wehrprogramm"— FaNptatz I: Schul» Sonnenbupger Str. 20. Vertag:.cklnfUbung in den Sozia» lismus".— Fallplatz ll: Schul» Sonnenburacr Str. 20. lO-MInuten-Neferais. — Schtzuhanser Berstadt: Schule Sonnenburger Etr. 20. Vortrag:„Jack Lenden"— pharletienburn: Seim Nossnenstr. 4, Heimabend.— Wilmers» deel: Heim Wilhelmsaue, Mitglicderpersammlung.— Banmschnleuweg: Hei:» ürnststr Itz. Dage-polttische Fragen. Werbe bezirk Mitte- Alle Gruppen holen um 18 Uhr Ihre Bücher von her Schule Glp-str. 28». Die Gruvpenlisten stnd mitzubringen. Werbebezirk Schtznedera: Werbehezirksnorstand-dtzuna nstnktlich I»>b Uhr Im fie'm Saupf str. 15. Bo'kstanzkursvS. Schule Mühlenstraß-. Werbebezirk AeukkNn: Bewegunoechor füllt aus. Turnabenb. Wander. u>w Spzelleitrrrursue in der Schule Lesfingstraße. Tambourkorps im Heim Lohn- straße. � Vneffasten der Redaktion. K. St. 185. 4. Die Beiträg« find an die Allgemein« Vriskr-Pkenkasse ab- zuführen. 2. Ein Beitritt kommt nicht In Frag«. DI» Neichsverficherungsanftalt nimmt die Veiträg» nicht an.— L B. Der 8»iige braucht keiner Beligions« gemeinfchaft an-ugchiiren.— E«.25. Die Mieter waren nicht berechtigt, sich an die Steigeleitung anzuschließen. Sie müssen fich entwed-r an den stost-n beteiligen oder b'r Stomentnobwe einst-Ven.—«. B. 32. T'e Unvanidenreuta MUß bertickitchtigt werden.— A. t. 10«. 1. Nach unserer Anficht kann au», Kriegs» und stipilbeschädiaten, die es ocriliumt haben, den Antrag auf Er. hähung der steuer'reien Lohnbeträge zu stell-n. Erstattung de« Unterschiedes zwischen der einbrhalteneil Steuer und de» Steuer»»rlanaen, hi» fich«raibr- wenn di, Steuer unter Berüiffichtigimg der erhähten Freibeträgr berechnef wird. Leaen Sie gegen den ahlehnerden Belcheid de« Finanzamee« Beruiuna e:n. 2 Wir empfehlen di» Vorlegung der«teuerkgrte. Aus dem Vermerk ist allerding, der Mrad der«rwerbsbeschränkim»»rfichtlich.— E. G. Der An- trag auf Bewilligung de« Armenrecht« und Be-ordnuna«in»» Amogit» kann nur von Ihrer Frau gestellt weri-n. Sie kann»i« Stellung eine, solchen«a- trage« ablehnen und zunächst von filmen lue vorschußweise?ahiung der stost-u verlangen Ob fihn-n von der Gemeindebebärde»in Armutszeugnis erteilt uurndin wird, ist--«eif-ihgst. Der Antrag auf Ausstellung eines Arniut�eug- Nesses kann be-'m Be»irk-amt iWofiifghrtsamtf od-r bei d-m fllr d'- Wohnung de» Antragstellers zuständigen Wghlfahrt-kommiffivn-vorsteher gestellt n-erd-n. —».«. Ihr» Dachleo behält den Anspruch auf Sehalt, jedoch nicht über die Dauer von« Wochen(46 Tagen, hinaus. 0 wetk-rd-richl der«fientfichen wetlerdieuststells Ttzerstu and'>m-«gen!» iNnchbr. verb.i. Meist heiter und sehr kalt, östlich« Winde.— PSr veaf'ch- laad: Vestitch der Elb« sehr ftrenzer. ior Kesten meist mäßiger fitcft. Ltellenwett« neblig. JchMjtnzclrtzan Behagen greift der tzigarettenraucher nach der ,Sn»er vorfindet für wirklich schän, Gegenstände, wird er erst recht in den Geschäft-.� .Enver Ben Gold" verlangen. Stach Beerdigung de, Weißen Woche veranstaltet di» Firma Werth, im in ihren vier Geschäften einen großen Glas- und Porzellanperkauf. Wieherunc kämmen grpße Sendungen w«:ßcs Gebrauchsporzellan, hochwertige Bofenthal- Fabrikat», fein« Lteingutworen zur Auslage und defander» fei auf da« ho- liebte Bleikristall„Sanncnschliff" hingew esen. Sämtlich« Artikel werden zu Extrapreisen»erkauft und da fich auch Dg fei. und staffeeserpice, Trinkgarni- tue«». Waschferviee usw untce den angebotenen Artlkeln hefinden. wird allen denen, die fich demnächst ein eigene« Heim«inrichten wollen, diese günstige, ktaufgelegenheit belonder» rmptdhlen. Zn den.Driha"-Möd«Ihävfeen wird letzt während den billigen Schlafzimmer- tagen wirklich Kerrorragendr« gedoten. Allen Freunden eine« fchdnen behag» liche.......... MM""l nungseinrichtung anzuschaffen. Gediegene.Driha"-Mi!del nur Eliasser etc. ST, nahe Oroienburger Sei, und Brunnenstr. SS, nah» Znvalideuftraß«. Zwanglose Befichtigong. �0»- »K«' �-neuiV____ OV 39 ,•»••••* A ,n jzla"* Cr*1*'" 52' " 52.- 33--"_ W,T**Wr�»ee 3» Bia"«» �" s O "mmM WMMUMU-MM Cicnsfog. bta 12. Seiimac, abends ? Ahe, In Ba/.'crs KestiSIen iZnhav«> mute), webecstc. 17 Branck'evversammlung söm licher Kollegen Schmiede aus den G oh-. Millek-, Fuhrwerks-, Vrauerei-, Znnungs-, Schrauben- und Ziielenbelrieben sowie säm! liche der Schmiedebranche ange- sck>isssenen Karosseriearbeiler. Tagesordnung: I Verbands» anaelegenheiten 2. Branchenangelegen heben 3. Verschiedenes. Zahlreiches Ericheinen wird erwartet. Btontag. den 11 Sedmac« abends O Ahe. im neflancant„Qaifcfdiet Hos-, Rofenlhalec Slcafee 40 41 Versammlung Taaesoronnna: l. Die witifchast� Nche Lage der Berliner Optilergehilfen >c erent: Kollege Masse«. 2 Dislulsion Kollegen, er cheint vollzählig n dieier Ber ammlung! Es geht um Eure ur» eigensten Jmeressen In der Zeit vom 7. April bis 4 Vl-t 1829 findet ein Kur US ivr Betrled, täte und ssunttionäre au« der Metall- Industrie statt. Die Sollegen, die gewillt sind, an diesem Kursus teilzunehm. n. müssen ihre Bewerbungen bis spätesten« Mittwoch, den 13. Februar d. I., an den Deutschen Metallarbeiter-Berdand, Ber. waiwngsftelle Berlin, z. H. des Kollegen M. Urich, eingereicht haben Dieser Bewerben, muß beigefügt sein «in kurzer Le denslaus und der Sniwickiung»- gang de« Kollegen und welche Tätigkeit er zur, eil im Beir ebe und Illr den Deutschen Metallarbeiter-Verband ausübt. See- gleichen find Angabe« über Aller, AamUienstand und Berus notwendig Spielplan unserer UnttncadteUnng. Zn der Woche vom ll. bis 17. Febrnar l. Faust. T Eleltr scher gweimaschinenpslug aui dem Felde. 3. Humore» e. Zu der Boche oo« 18. bis 23. Febrnar 1. fi 182. Die Minderjährigen. S Wie entsteht eiue Diadezpatrone 7 3. Sumoiesle In der Woche vom 23. Febrnar dl» Z. März: 1. Die Tiagödi» de« Zar«Hauses. 2. Au« der Reichegesundhellswoche. Vorsicht! chelahrl 3. Kumoreste Zn der Boche oo« 3. bis Id. März: 1 Die Iungternreise de» Kap Arkona 2. Großer Fräsfilm. 3 Humoreske. Anfragen wegen Besuch und Uederlafiuna der Abteilung sind telephonisch oder schrlft- lich an di» Kulturabteitung» richten. __ via Octsnecmaltnng. Das Gebot der Stunde ist der Eintritt in den Erd* ood Fencr- BestattimdSTereiii GroD-Beriin ,2, W35, Steglitzer Straße 66 Fernsprecher; Nollendorl 3168/69 to KBolierde Schlafzimmer besontiUersbilllä f HOBEL- INDUSTRIE CLAUS GRUNER BsrUn-LicntoQ&srg. ppanwurter Allee IIS (Estie IM. uiuangnmg) Isdiias »IM Ida«. nr ilr ichn ,» ran k-i-lt|t m n l< II steil. 3 ,« «-3 ie:».«»» I-Il Itwi lli l, Ii l»!» lies ll»»i>iid et tie!I tbln. mum eießsol Kanlieni ist dafür bekannt Sie erhalten bei mir des gediegenen ttstz Amng � Paletot SHbolTan«. KwerrteH« Rtmue, Ctn- elmäbel billig, venaer. Marfilius» trade 8 sAleraoderptagi. Große Frank» iurterstraßi kechsundsstnizta.' 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