Morgenausgabe Nr. 71 A 36 46. Jahrgang WVchentNch 83 Pf. mov«Mch M. tm voraus zahlbar. Pcftdezug 4L2 W. «tnschl V«stellgeld. Äuslandsabonne» ««m 6.— VI ors Monat. Der„Convirts* nldjetni wochentb� kch zweimal. Sonntags und Montag» «inmol. die Adendausgaden für Berlin vnd im Handel mit dem Titel.Der Abend" Ollustmrte Beilagen.Bolk vnd Zeit" und.Kinderfreund''. Ferner .Unterhalwng und Wissen"..Frauen» frimme".Technik".Blick in die Büchenvel!" und.Iugend-Borwätt»" P- ▼"V VW+- Nerliner VoWbla« Dienstag 12. Jebmak 1929 Groß-Lerlin 10 P{. Auswärts 15 pf. SU< i n 1 p« l n 0 e �onpcte nfiezeiU Pfennig. Reklame«Ue i.— Reichs- «ark.„Kleine A»»zeigeu" das«ttge» druckte Wort 25 Pfennig(zuläjsig zwe» fettgedruckte Worte), jedes weiter? Wor» .2 Piennig. Stellengesuche das erü« Wort 13 Pfennig, jedes weitere Wort Pfennig. Worte über 13 Buchstaben Zahlen für zwei Worte. Ardeitsmarkt Zeile 6tt Pfennig Familtenanzeigeu sü» Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen» «niiahme im Hauptgeschäft Linda»- (trage 3. Wochentag!, von S'/s Iii 17 lltzr. Jentrawvgan der Goztaldemokvatifchen Oartei DeuUOUmds Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstratze 3 gernsprechrr- DönbosI 298— LS? Telegramm-Ldr.: Soziali>rmokial Villi» Vorwäris-Verlag G.m.b.H. Vostlchicktonio: Berti» 37 536—©anflonto: Bant der Ardeiier. Nngistellien vnd Beamtin Wallftr. KS Tiskonio-Gelellichait. Depositinkasli Lindinsir! Oer Friedensschluß von Ztom. Auferstehung des Kirchenstaates. Rom. lt. Februar. Um Montag mittag wurde Im Papslsaal des apostolischen Sateran-Polastes der Vertrag zwischen dem Vatikan und dem italienischen Staat uulerzeichaet. serner das die Beziehungen zwischen Staat vnd kirSz« regelnde Konkordat und ein sinanzielles Abkommen. Als vcoollmächtigle der Vertragsparteien waren Mussolini und der päpstliche Staatssekretär Kardinal Gasoarri erschienen. Der Vertrag legt die Souveränität und llnabhängig- keit de» Papste» sest. Das Konkordat bringt den religiösen Orden and Kongregationen weitgehende Freiheiten. Das päpstliche Territorium wird zu einem Miniatur st aat erweitert. Italien zahlt eiae einmalige A b s i n d u n g für da, lS70 e n l e i g- nclc Kirchengut. Ein umfostender Auszug aus den Verträgen ist sür Dienstag der Oefsenllichkeit angekündigt. Das allgemeine ökumenische Konzil das seit tS70 nicht getagt hat. dürfte in den nächsten Jahren sortgcsehl werden. -» Mit diesem Vertragsabschluß rückt der Vatikan wieder in die Reihe der weltlichen Mächte ein Man kann annehmen, daß das Papsttum von den Rechten eines Staates sparsamen Gebrauch machen wird. Das päpstliche Organ in Rom rechtfertigt in einer Sonderausgabe die Kleinheit des Kirchenstaates und die Nlchterlonoung eines Korridors flum Meer damit, daß die moralische und juristische Garantie der Sicherheit dieses ytaatsbcsiges durch seine Erweiterung auch nicht vergrößert würde. Oer Papst verteidigt das Abkommen. Rom, tt. Februar. Zur Zeit der llntcrzcichnung hielt der P a p'st im Vatikau eine Rede an die römischen S t a d t p f a r r e r. In dieser Rede sührie Pius XI. u. o. aus. der neue Friedensschluß zwischen Italien und dem.heiligen Stuhl garantiere dem Papst wahre und volle Souveränität, wie sie seinem AnN gebühre. Das Konkordat mit 5talicn regele die Beziehungen zwischen dem heiligen Stuhl und Italien, die so lange Zeit im argen gelegen hätten. Einzel- h e i t c n über die beiden Dokumente könnicn aber nicht mit- geteilt werden aus Rücksicht aus den Staat, wie auch darauf, daß sie— erst nach der Unterschrift der beiden Souverän« m Kraft treten könnten. Diejenigen, die geglaubt hätten, der Papst werde schon morgen nach dem Pontifikalhochamt den Apostolischen Segen urbi et orbi(der Stadt und der Welt) erteilen, seien daher ini Irrtum. Der Papst ging dann auf die italienische und aus- ländische Kritik ein, die an seiner Haltung geübt worden sei. Diese Kritik, so erklärte er, richte sich gegen seine Person, denn e r allein sei für dos Geschehene verantwortlich. Zuerst sei gefragt worden, ob der Papst nun die anderen Mächte bitten werde, ihre Zustimmung zu erteilen, oder Garantien sür die neue Loge zu geben, hierzu erklärte er, daß er den befreundeten Mäch- t e n zwar Mitcilung von dem Geschehenen gemacht habe, doch ohne eine Zustimmung und ohne Garantien zu verlangen. Diese Garantien könnten dem heiligen Stuhl eher durch den göttlichen Beistand und durch die loyale Haltung des italienischen Volke» zuteil werden. Die heutige geographische Karte beweise, wie wenig die Garon- ticn indischer Mächte zu beöeulen hätten. Weiter besprach der Papst den Entwurf, daß er zu viel oder zu wenig verlangt hatte, und sagt«, er habe absichtlich so wenig verlangt, um dadurch zu zeigen, daß der Vater mit seinen Kindern unterhandle und um ihnen die Prüfung leicht zu machen. Ferner habe er die Besorg- nijse wegen einer größere» Gebietsabtretung hintanhalten und Klagen gegen dieses Abkonnnen von vorn- herein enikrästen wollen. Dadurch habe er auch bewiesen, daß ihn kein weltlicher herrschaslsrnhm geleitet habe, sondern, daß er sich mit dem erforderlichen Mindestmaß sür seine geistliche Unabhängigkeit begnüg«. Zudem müßte man sich bewußt sein, daß dieses kleine Gebiet unendliche Kunst- ichötzc bewahre und besonders auch den Leib des heiligen Petrus, wodurch dos Gebiet überaus lostvcr werde. Gegenüber den Kritiken wegen der zu zahlenden G e ld e n ts ch öd i g u n g sei zu bemerken, daß auch die geistlich« Mission zu ihrer Erhaltung des Geldes bedürfe. Es sei daher ganz am Platz«, daß er auch bei dieser Gelegcicheit die Spenden zum Petcrspfennig entgegen- nehm«. Beginn der pariser Konferenz. Nochmals Gchweigeverpflichiung. Paris, lt. Februar.(Elgenbecichl.) Am TNontagnachmittog trat die Sachverständigcnkonserenz zu ihrer ersten ordentlichen Sitzung zusammen und zwar im Hotel König Georg V.. da sich die Räume im Hotel Astoria als nicht ausreichend erwiesen. Die Kihung begann um 2 Uhr unter dem Alagnesiumlicht der KInooperoteure und Prestephotographen. Die Sachverständigen mit den Ersatzmännern traten hieraus unter Ausschluß der Oessentlich- keit in ihre Beratung ein. Das Komitee hat die mehrfach vorgeschlagene Bildung eine» Generalsekretariats, dessen Leiter der frühere Generalsekretär der Reparationskommission. Smith, sein sollte, a b- gelehnt. Der Amerikaner Bäte. Sekretär de» Präsidenten p o u n g. wird zugleich Sekretär de» Komitee» sein. Das Komitee besaßt« sich zuerst mit der Frage, ob die vierzehn hilssdelegicrlen| regelmäßig an den Beratungen teilnehmen sollen. Die Sachverständigen verpslichletcn sich am Montag nochmals, über die Verhandinngen da» strengste Stillschweigen zu wahren. Oer amtliche Bericht. Paris. 1l. Februar. Das über die erste Sitzung ausgegebene Kommunique berichtet u. a.; Aus einen nom Gouverneur Moreau gestellten, von Dr. Schacht unterstützten einstimmig angenommenen Antrag bc- schloß der Ausschuß folgende Drahtung an General Dawcs abgehen zu lasten:„Der zweite Sachverständigenau-schuß übermittelt zu Beginn seiner ersten in Paris abgehaltenen Sitzung General Dawes den Ausdruck seiner Hochschätzung und Verehrung und verleiht det Hoffnung Ausdruck, ebenso ersprießlich« Arbeit leisten zu können wie die, die im Jahre 1924 unter dem Borsitz des Generals Dawes vollbracht morden ist.", Die Räume Im Hotel George V, wurden zum offiziellen Haupt- guartier und ständigen Derhandlungsort des Ausschusses bestimmt. Weiter wurde einstimmig beschlossen, daß keine Sitzungs- Protokolle ge führt, sondern daß nur die Beschlüsse schriftlich niedergelegt werden sollen. Da in der ersten Sitzung lediglich eine vorläufige allgemeine Aussprach« über die tünstigen Arbeiten geführt wurden, nahmen an der Sitzung die stelloerirclenden Delegierten nicht teil. Nach Festtegung der formalen Fragen legte Gouverneur Moreau den französischen Standpunkt hinsichtlich der bevorstehenden Arbeiten in Kürze dar. Anschließend äußerten sich die übrigen Delegationen, und zwar Sir Josiah Stamp für die britische Delegation, Pirelli sür die italienische, Francqui für die belgische, Morl sür die japanische, Morgan sür die amerikanische und Dr. Schacht sür die deutsche Ddagation. Daran schloß eine weitere Besprechung unter heraus- arbdtung einzelner Punkte, die auf der nächsten Sitzung zu be- bandein fein würden. Das Komitee vertagt« sich sodann aus Diens- lag ll Uhr vormittags und beabsichtigt, bis aus weiteres wachen- täglich um 11 Uhr vormittags und um 3 Uhr nachmittags Sitzungen abzuhalte». Die Kämpfe in Bombay. Nach rußigerem Sonntag neu entbrannt. London, 11. Februar.(Eigenbericht.) Tie in Bombay am Sonnabend uerkündeten Ans- nahmebestimmungen habe« zu einer vorübergehen- de» Entspannung geführt. Am Montag kam es jedoch wieder zu neuen Zusammenstößen, bei denen zahl- reiche Personen getötet und verletzt wurden. Tie Gesamtzahl der Teten ich auf 123. die der Schwer- verletzten auf 753 gestiegen. Zahlreiche Personen der- lasten fluchtartig Bombay, so daß Sonderzüge ein. gelegt werden mußte». Moskaus Außenpolitik. Auf den Wegen der internationalen Sozialdemokratie. 3m Auswärtigen Amt in Moskau versammelte der amtierende Volkskommissar Litwinow am Sonnabend die .Herren Minister und Bevollmächtigten der Republiken Est- la n d ,Le t t l a n d und Polen sowie des Königreiches Rumänien� um sich, um mit ihnen gemeinschaftlich das Protokoll über das sofortige Inkrafttreten des K r i e g s v e r z i ch t v e r t r a g e s zu unterzeichnen. Lit- winow begrüßte seine Gäste„mit großem Vergnügen", wie er sagte und die amtliche Nachrichtenagentur alsbald in die Welt hinaustelegraphterte. Jeder, der an der Entwicklung des Kriegsvcrzichtgedankens im vergangenen Jahr teil- nahm, wird die freudige Genugtuung des bolschewistischen Staatsmannes teilen. Ist es doch seiner Initiative gelungen, auf den goldenen Tafeln der neuesten. Weltgeschichte in die gleiche Zeile seinen Namen einzumeißeln, auf der die übrigen Väter des Kricgsoerzichtcs: Strescmann. Zaleski, Briand und Kellogg geschrieben stehen. Auch das übrige, daß Litwinow namens der Regierung der USSR. seinen Gästen noch sonst amtlich zu sagen hatte, entstammt dem Geist der Friedenspolitik, wie sie sich allmäh- lich im Laufe der letzten Jahre unter dem Druck der Kriegs- folgen und aus der Angst vor einem neuen Weltkrieg inner- halb der zivilisierten Menschheit durchsetzt. Die Einladung der Sowjetregierung an ihre wesentlichen Nachbarstaaten. das allgemeine Inkrafttreten des Kriegsverzichtvertrages nicht abzuwarten, sondern ihn sogleich durch die Untcrzeich- nung des nach seinem Urheber sogenannten Litwinow-Vro- totolls zugleich in Kraft zu setzen, ist deshakb„in erster Linie als.Kundgebung des Friedenswillens der Sowjetunion zu betrachten". Litwinow bediente sich damit des IafgmiS der in Washington. London. Paris, Berlin und Warschau zur Herrschaft gekommenen Ideologie. Wenn er dann hinzufügte, daß„jede solche Abmachung von effektiver Bedeutung ist, sofern sie zur Verwirklichung des Abrüstungs- gedankens beiträgt", so war das ein Satz, wie ihn die Welt aus den Noten und Reden Dr. Stresetnanns—• jenes von den deutschen Kommunisten als Imperialisten gescholtenen Staatsmannes— her kennt, und wenn er gar erklärte, daß er„für die ernsthafteste Friedensgarantie die Abrüstung hält. die eine wirkliche Garantie der moralischen und formellen Verpflichtungen zur Wahrung des Friedens ist." so liest sich das wie Sätze aus den Beschlüssen der sozialistischen Inter- nationale, oder gar, um das slblimmsts zu sagen, aus einem Leitartikel des„Vorwärts". In der Tat sind die Staatsmänner Moskaus drauf und dran, von ihren eigenen An- hängern in den Ländern, wo die Demokratie ihnen die Frei- heit des Wortes verstattet, als Handlanger der Bourgeoisie verdächtigt zu werden. Es ist kein Zufall, daß in derselben Zeit, in der durch die Inangriffnahme der Reparationsendlösunq für Dcutichloud die Periode der Nachkriegszeit zu End« geht, auch die Sowjet- union Anschluß an die herrschenden nolit'tchen Tendenzen der übrigen Welt findet. Die bolschewistische Revolution wollte zwar einmal diese ganze Welt auf den Kons stellen, indem sie die Demokratien durch die Kammunistische Partei umzu- stürzen versuchle und hier und da noch versucht. Die dcmo- kratisch organisierten Staaten reagierten vielfach damit, daß sie die politischen Deziehungen zur Sowjetunion noch nicht wieder-aufnahmen.(Tichechostowakei, Belgien. Holland und ganz Ainerikai oder sie auch wieder aufgaben(England, China). Der Bolschewismus war auf die Dauer so wenig imstande, die Demokratien zu stürzen, wie die Demokratien. dem BÄschewismus den Garaus zu machen. So ist ein volitisches Gleichgewicht zwischen diesen beiden Systemen eingetreten. Mehr und mehr gehen sie dazu über, sich ihre gegenseitige Achtung zu bezeugen. Amepikaniiche Journalisten sitzen seit Iahren in Moskau. Der Sowjstbank- Präsident wird nicht inehr als Iuwelendieb und Safe- einbrecher betrachtet und in Sing-Sina festaejetzt, sondern sitzt als Ebrcnaast in Frack und weißer Weste bei den Banketten, die ihm die New-Dorker„gute Gesellschaft" gibt und toastet auf die qeschcfftlichen Beziehungen zwffchen den beiden großen zukunftsreichen Ländern. Da kann selbst der alte Reichtum Englands nicht zurückbleiben. Er überwindet fein Schaudern vor den Zerstörern des Privateigentums. Der Reichsoerbaud der britischen Industrie entsendet in eini- gen Tagen eine Delegation, um die Absatz- und Anlagever- hältnisse in der Sowjetunion.zu studieren. Die prinziviellen politischen Gegensätze zwischen Bolsche- wismus und Demokratie tret-n so mehr und mehr zurück. Die wirtschaftlichen Gesetze des internationalen Lebens beginnen sich allmählich durchzuletzen. Die Sowjet- union sieht ökonomisch keinen anderen Weg. als den, den alle kapitalsarmen Länder gegangen sind: sich von den ka- -ntalsreichen befruckt-n zu lasten Und mährend d'e deutsche Arbeiterbewegung Schritt für Schritt den Bolksstaai er- obert. ihn sogar aegen aufrühreriiche Industrielle einzusetzen und in Rf'ch. Ländern und Kommunen die Alleinherr- schaff des Kapitalismus zu brechen oermag, hat in Ruß- fönt der Ausverkauf kommunaler Anlagen und Anlage rechte und staatlicher Konzessionen begonnen. Die Sowjet union entrinnt nicht dem Schicksal, zum Absatz- und Kapitals anckagsgebiet der kapitalistischen Umwelt zu werden. Diese ökonomische Zwangssituation wirkt auch auf die politische Lage zurück. Die Sowjetregierung behauptet zwar ihre politische Selbständigkeit, aber das Dogma der proletarischen Souveränität mutz sie allmählich abbauen. Die ersten Schritte nach Genf tat die Sowjetregierung zwar, um dort aufzutrumpfen. Die Teilnahme an der Abrüstungskonferenz sollte ihr noch oratorifche und agitatorische Triumphe vsr- schaffen: übriggeblieben ist davon nur das Gefühl, daß es einmal genug war, dort radikale Phrasen aufzustoßen. Je länger, desto mehr ringt sich die Sowjetregierung zu der Er- kenntnis durch, daß sie sich am besten behauptet, wenn sie den Anschluß an die herrschende Friedenspolitik findet. So kam es erst vor kurzem zu einem Vertrage mit Deutschland, in dem regelmäßige Zusammenkünfte ver- cinbart wurden, um auftauchende Schwierigkeiten nach den Methoden des Völkerbundes aufzuklären und zu überbrücken. Ebenso wirkte sich der Zwang der Scllbstbchauptung gegen- über dem Kcllogg-Pakt aus. Litwinow und die Seinen haben zwar ihn zuerst als ein„Bündnis" der kapitalistischen Staaten gegen die Sowjetunion gesehen. Sie haben dann gemeint, daß der Kriegsverzichtvertrag scheitern . werde, weil sie das Klasseninteresse derKapita- l i st e n an der Ausschaltung des Krieges untereinander nicht erkannten. So hat die choffimng, wieder einmal entlarven zu können, ihren Borschlag an ihre westlichen Nachbarn mit hervorgerufen, den Aellogg-Pakc vor den anderen Mächten zu ratifizieren. Aber ihre Interessen trieben sie bis zu dem Litwinow-Protokoll fast stürmisch weiter. Ihrem„Friedens- willen" muß alles daran liegen, daß Polen und die anderen Nachbarn keinen Krieg beginnen können, ohne einen Vertrag zu verletzen und sich ins Unrecht zu setzen. Zwar hat mit ihrem ersten Schritt in Warschau die Sowjetregierung gleich- zeitig das Manöver versucht, Polen und Rumänien zu trennen: als Polen aber nicht allein, sondern nur mit Ru- mänien und den baltischen Staaten zur Unterzeichnung bereit war, da war auch das willkommen.„Um des lieben .Friedens willen" hat Moskau durch das Litwinow-Protokoll seinerseits Rumänien gegenüber auf den Krieg als Mittel der Politik, Bessarabien wiederzugewinnen, verzichtet. Zum ersten Male seht der bolschewistischen Revolution hat ein Per» treier Rumäniens amtlich den Boden der Sowsetunion be- treten. Moskau treibt„Verzichtspolitit" im Geiste von Lo- carno. um den Frieden an seinen Grenzen zu sichern. Bon alledem freilich verstehen die deutschen K o m m u» nisten kaum das geringste. Sie sind noch Gefangene des Schlagwortes vom Äriegsbündnis der Kapitalisten gegen die Sowjetunion. Sie haben im Reichstag gegen den Kriegs- verzicht gestimmt. Ihr eigener Antrag auf namentliche Ab- sümmimz hat urkundlich diese ihre Abstimmung festgelegt. Kriegsverzicht bedeutet für Deutschland, daß das Recht des Rsich-rages, Krieg erklären zu dürfen, eingeschränkt und ab- aeschafft wird. Es ist eins verfassungsändernde Mehrheit im Reichstag dafür zustondegekommen. Die Kommunisten aber beben dafür gestimmt, daß eine Bürgerblockmehrheit und Bürgerblockregierung das Recht behielt, gegen das Schlich- tpugsoerfahren des Völkerbundes einen Krieg zu erklären. Die Einschränkung des Rechtes auf den Krieg ist gegen die deutschen Kommunisten zustandeqekommen. Sie Haben aus ch«ß gegen die Sozialdemokratie mit den Nationalisten gegen den Frieden gestimmt. Moskaus Außenpolitik aus dem Interesse des bolsche- ivistischen Staate» Heraus aber geht die Friedenswoge, die in allen Ländern die Sozialistische Internationale gebahnt bat. Mit Kellogq-Pakt und Litwinow-Protokoll haben die Moskauer Machthaber ein Gesellenstück sozialdemokratischer Außenpolitik fertiggebracht. Die Meisterorüfunq werden sie dann ablegen, wenn sie den anderen in Genf offen liegenden Vrotokollen zur Sicherung des Friedens, der obliga'torischen Schied ssprechung und dem Schlichtungsverfahren des Völker- bündes beitreten. Die Entwicklung geht so zwangsläufig in dieser Richtung, daß wir den Teilnehmern des nächsten Welt» kongresies der Komintern es rechtzeitig ans Herz legen möchten, sich ideologisch auf eine solche Situation vorzu« bereden. Prügel staii Hilfe. Kommunistische Ratschläge für Erwerbslose. Per kommunistische Reichsivgsabgeordnete I a d a s ch bat kurzlich im Reichstag die Erwerbslosen aufgefordert, die Lebensmittelläden zu stürmen. Herr Iadasch wünscht sehnlichst Zusammenstöße zwischen den Erwerbslosen und der Polizei, damit eine„revolutionäre Situation" entsteht, so wie er und seine Freunde sie verstehen. Herr Iadasch hat am 22. Januar auf einer söge- nannten Bezirkserwerbslosenkonserenz in Leipzig gesprochen und verkündet: „Das Erwerbslvsenproblem ist meiner Auffasii�ng nach der Angelpunkt zur neuen revolutionären Dell« in Deutschland, ja, der Angelpunkt der Revolution in Äsutschlaich überhaupt!" Um diese„neue revolutionäre Welle" herbeizuführen, be- tätigen sich die I a d a s ch und Co. als Provokateure. Iadasch sprach in Leipzig:„Ueberall, wo man die Rathäuser gestürmt hat, hat man auch organisatorische Fortschritt« aemacht" Er empfahl den Erwerbslosen, sie sollten den Beamten des Arbeitsamts und der städtischen Behörden .chi« Disoge so polieren, daß sie ausseh« wie ein Beefsteak oder Königsberg« Klops". Es ist das reinste Lockspitzeltum! Die Erwerbslosenreoolution der Iadasch und Co. ist als Revolution gegen dt« Arbeiter gedacht. Iadasch forderte in Leipzig auf, eine eigene Organisation der Er- werbslosen mü Markensystem und Registrierung zu schaffen. er will also Erwerbslos« und Gewerkschaften auseinander- reißen, will Arbeiter gegen Ardeiter ausspielen. Also sprach er: „Man muß die schlafenden Massen mitdemHolzhammer auf den Schädel schlagen." „Die Arbeiter, di« zu lange in den Setrieben gearbeitet baden, müssen herausgeholt werden mit dem Knüppel ayf dem Hosenboden." Prügel— das ist das einzige Rezept der Kommunisten für d'.e Erwerbslosen. Prügeleien mit Beamten, Prügeleien auf der Reichstagstribüne. Prügeleien der Arbeiter unter- einander, nur Prügel müssen es sein. Es ist die Methode des Anarchosyndikalismu». Hilfe für die Erwerbslosen. Oer Ausbau der Krisenfürsorge.— Was die Sozialdemokratie erreicht hat. Unter der Führung der Sozialdemokratie sind in der letzten Woche im Reichstag wesentlich» Verbesserungen der Krlesenfürsorge beschlossen worden. Mit Auenahm« der Deutschnaiionalen, die sich der Stimm« enthielten und damit wiederum einen Beweis lieferten, daß sie jedem sozialen Fortschritt feindlich gesinnt sind, haben alle Parteien diesen Verbesserungen zugestimmt. Auch die K o m in u n i st« n und die Zentrums- abgeordneten. Das ist um so bemerkenswerter, weil beide Parteien in der Debatte die Sozialdemokratie heftig angegriffen hatten und diesen verleumderischen Feldzug nun in der Presse fortsetzen. Zur Steuer der Wahrheit sei deshalb der Kampf um die Ausdehnung der Zknsensiirsorge und die Haltung der Sozial- demokratie noch einmal kurz dargestellt. Schon im Sommer des vorigen Jahres ist auf An- trag der Sozialdemokratie der Kreis der von der Krisensilrsorg« betreuten Erwerbslosen wesentlich erweitert und durch eine Ver- ordnung des Rcichsarbeitsmtnisters Wissel! die Unterstützungs- dauer allgemein von 20 auf 39 Wochens in besonderen Fällen auf 52 Wochen verlängert worden. Bei der ungeheuer gestiegenen Er- werbslostgkeit genügen aber diese Maßnahmen nicht mehr. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion stellte des- halb folgenden Antrag: Die Reichsregierung zu ersuchen, 1. die Krisenfürsorge auf alle Berufe auszudehnen. 2. die Bezugsdauer für die Krisenunterstützung allgemein auf 52 Wochen zu verlängern, Z. die Bezugsdauer der Krisenunterstützungsernpsänger, die über 40 Jahre alt sind, auf die ganze Dauer der Arbeitslosigkeit auszudehnen. Die Sozialdemokratie wollte mit diesen Anträgen zwei Ziele erreichen, die grundsätzlich« Ausdehnung der Krisenfür- sorge auf alle Berufe sowie die Verlängerung der Dauer des Bezugs der ftriscnuiiterftiitzung. Das erste Ziel wurde in vollem llmsange errelchi. Der entsprechende Teil de» sozialdemokralischen Antrage» wurde ang«. nommen. Allerdings hat die Regierung dazu den Vorbehalt gemocht, daß diejenigen Berufe, die bereits in die Sonderfürforg« sür berufs- übliche Aideitolofigkeit eingegliedert sind oder bei denen«In gün- stiger Arbeitsnmrkt vorhanden ist. nicht unter die Kriscnfüfforge fallen sollen. Aber das schränkt die Bedeutung de» sozialdemokratischen Antrage« nicht ein, weil die Regierung sich grundsätzlich mit der Ausdehmcng der Knsensürsorge ojjf alle Beruf« einoefftanden erklärt hat und sie nur dort nicht vor- nrhmni will, wo im Augenblick sin unmittelbarer Anlaß nicht ge- geben ist. Trotzdem hat das Zentrum, dos nach seinem un- begründeten Austritt aus der Regierung sachliche Beweggründe überhaupt nicht mehr kannte, gemeinsam mit seinen neuen Freunden, den Kommunisten, der Sozialdemokratie daraus schwer« Vor- würfe gemacht. Es hat dabei nur vergessen, daß es als Regierung»- parte! genau dieselbe Haltung«innahm wie die SoziaLlemokrati« und daß früher unter dem Reichsarbeitsminister Brauns genau so ver- fahren yurrdo wie jetzt. Dos zweite Ziel, Vertängervng de« Bezuges der Krisen- unferststtzung� ist allerdings nicht lm vokTen Umfang er- reicht worden. Di« Sozialdemokratie oerlangte die allgemeine Verlängerung der Bezugsdauer für die Krlsinunterstütz'mg auf 52 Wochen ioib die unbeschränkt« Verlängerung sür Unterstützungs- «mpfänger, die über 40 Jahr« akt sind. Segen dies« Anträge mochte die Reichsregieruvg finanzielle Bedenken geltend, und zwar ein- schließlich des Zentrums minister!! Guerard. Unter diesen Umständen hätte es den Erwerbslosen gar nichts genützt, wenn der ursprüng- liche sozialdemokratische Antrag durch die Unterstützung d«r Oppo- sitionsparteien angenommen worden wäre. Wollt« man den Er- werbglosen sofort helfen, so mußte man nach einer Teillösung suchen. Sie wurde durch den Beschluß gesunden, daß die Unter- stfltzungsdauer in der Krisenfürsorg« bis zum 4. Mol 1 9 29 ausgedehnt und die bereits ausgesteuerten Arbeiter und Angestellten wieder in die Krisen- fürsorge einbezogen werde i». Damit ist für die Zeil bis zum 4. Mai das erreicht worden, was die Sozialdemokratie allgemein und unbeschränkt erreichen wollte. Wäre das Zentrum noch in der Regierung, so würde es die Beschlüsse des Reichstags als eine soziale Großtat preisen. Da das Zentrum aber während der Verhandlung über die Krisenfürsorge aus der Regierung aus- trat, so zeigt sein Verhallen ein unehrliches Doppelspiel. Ursprünglich sachlich mit der Sozialdemokratie einverstanden, macht es jetzt der Sozialdemokratie zum Vorwurf, daß sie die beiden letzte» Teil« ihres Antrages zugunsten des Kompromißvorschlagez. der die Billigung der Regierung fand, zurückgezogen hat. Es be- zichtigt die Sozialdemokratie der Unausrichtigkeit und Unehrlichkeit. obwohl die Sozialdemokratie nichts anderes tut, als was drei Tage vorher die Zustimmung des Zentrums gefunden hatte und was in unzähligen Fällen vorher das Zentrum ebenfalls getan hatte. Da da» ganze Ziel auf einmal nicht zu erreichen war. be- gnügte sich die Sozialdemokratie mit einem Zugeständnis, das im Augenblick für den einzelnen Erwerbslosen genau dieselbe wirkunz hat. Selbstverständlich ließen sich auch die Kommunisten die Gelegenheit nicht entgehen, die Sozialdemokratie auf das heftigste zu beschimpsen und den ursprünglichen Antrag der Sozialdemokratie zur Abstimmung zu stellen. Er mußte abgelehnt werden. weil seine Annahme den Erwerbslosen nichts ge- halsen haben würde, sondern lediglich zur Folge gehabt hätte, daß auch die Zugeständnisse unausgeführt blieben, die von der Sozialdemokratie durchgesetzt worden waren. Aber gerade das zeigt deutlich, wi, bodenlos unehrlich di? Kommunisten sind. Ursprünglich war der sozialdemokratische Antrag nach ihrer Meinung„Arbciterverrat", und nur die tammunistischen Anträge sollten geeignet sein, di« Lage der Erwerbslosen zu besten,. Später hatten die Kommunisten ihre eigenen Anträge vollkommen vergessen und„kämpsten" für die Annahme das soztaldcmokra- tischen Antrages, den sie vorher als„Arbeiterocrrat" be- zeichnet hatten. Trotz des Massenaufgebots von Demagogie, bei dem das Zentrum kaum noch hinter den Kommunisten zurückbleibt ist daher unbestreitbar«in positiver Erfolg für die Er» werbslosen festzustellen Durch die Initiativ« dar Sozialdemo- krati« wird die Knsensürsorge auf weitere Berufs ausgedehnt, er- hallen die bereits Ausgesteuerten und vor der Aussteuerung Stehen- den«rnsut den Anspruch aus Unterstützung. Fast drei Millionen Mark monatlich wendet da? Reich künftig mehr für die Krisenuntcr- ftkitzung auf al» bisher. Diese» Ergebnis ist erzielt worden durch das Zusammenwirken der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion mit den sozialdemokratischen RUnlstern und trotz aller Klärung»versuche, die die neue Oppo« sillonekoalikoa. bestehend ans Zentrum und Kommunisten, unter. nommen hatte. Gegen das Eidesunwesen. Vi« Vorschläge deck Reichckjufiizministeriumck. Amtlich wind mitgeteilt: Seit längerer Zeit sind in der Oeffent- lichkeit Klagen über das Usbermaß der Eide, di« im Zipil- und Strafprozeß geleistet werden» laut geworden. Schon der Straf- rechtsausschuß des vorigen Reichstages hat deshalb in einer Eni- schließung«Ine möglichst weite Einschränkung der Eid«»leistung»er, lairzi. Der Entwurf eines Einfichrungsgesetzes zum Allgemeinen D«ut- schen Strafgesetzbuches, den der Reichsminister der Justiz dem Reichs- kabinell zur Beschwfjsossung vorgelegt hat, soll diesen Klagen durch ein« grundsätzlich« Neuordnung des Eideswesens abhelfend Nach dem Entwurf ist der Zeugeneid mir noch in wenigen eng begrenzten Fällen vorgesehen, in allen ülbrigm Fällen wird er durch ein« uneidlich« Bekräftigung, deren Amvendungsgebiet auch noch gegenüber dem des Eides im gellenden Recht erheblich ringe- schränkt ist, ersetzt. Die seit langer Zeit umstritten«, insbesondere in der R«chts- Wissenschaft lebhaft erörtert« Frage nach der StrafbarteU de? sah r- l ä s si g e» Falscheides wird den Rechtsausschuß de» Reichs- tages in der nächsten Zeit beschäftigen. Unter Berufung auf die Regelung, di« die Frag« im österreichischen Recht gefunden hat, gehen die Bestrebungen dahin, di« Strofbarkest de» fahrlässigen Falsch- eides stark einzuschränken. Der Reichsminister der Justiz hat in fach- licher Usbersinstimmung mit diesen Bestrebungen dem Ausschuß einen Borschlag unterbreitet, der darauf abzielt, das fahrlässige Verhalten bei der Abgab« gerichtlicher Aussag«» nur noch in einem gegenüber dem gellenden Recht wesentlich einze- schränkt«« Umfang« unter Straf« zu st-llea. Oeuffch-öffemichische Konferenz. Keine Entscheidung über die Todeckstrafe. Aoi ersten Verhondlungstage der in Dresden zusotmnen- getretenen deutsch-öfterreichifchen Strofrechtstonferrnz wurd« die wesenllich« Frag« der Strafmündigkeit erörtert. Ein sozial- demokratischer Antrag verlangt die Heraufsetzung des Strafmündigkeitsalters von 14 auf 16 Jahre. Die Entscheidung hierüber wurde ausgesetzt, weil innerhalb der deutschen Delegation eine Einigung noch nicht erziel! werden konnte. Da- gegegen bestand Einmütigkeit zwischen den deutschen und den öfter- reichischen Delegierten darüber, daß für dos Strafoller von 18 bis ZI Jahren besonder« Bestimmungen getroffen werden müssen. Auf deutscher Seite besteht die Absicht, die Stroffälligkeit dieser Altere- gruppen grundsätzlich dem Jugendgericht zu überweise«, wogegen die Oefterroicher Bedenken erheben. Infolgedessen wurde auch hier die Entscheidung zurückgestellt. Die Konferenz einigte sich dahin, daß der Begriff„Angehörige" im Sinne des Strafgesetzbuches auch Anwendung auf Verwandtschaft oder Schwägerschaft finden soll, die durch uneheliche Geburt«nt- standen sind. DI« Frage, ob bei Ueberschrestung der Notwehr eine Strafmilderung obligatorisch oder nur fakultativ«intreten soll, wurde im letzteren Sinne auf Antrag der Oesterreicher angenommen. Dos schwierige Thema der Todesstrafe wurde Zwar in der Aussprach« gestreift, ein« Entscheidung darüber jedoch solange aus- gesetzt, bis die deutsch« Delegation hierzu bindend Stellung ge- nommen hat. Die Abstimmung innerhalb der deutschen und der österreichischen Delegation erfolgt durch Stimmführer der einzelnen Parteien. Die deutschen Stimmen sind derart verteill, daß den Sozialdemokraten zehn, den Deutschnotionalen fünf, dem Zentrum vier, den Kommu- nisten und der Deutschen Volkspartef und der Winschastepartd je eine Stimm« zustehen. Bei den Oesterreicher führen die Christlich- Sozialen acht, die Sozialdemokraten sieben, di« Großdeutschen und der Landbund je eine Stimme. Es bleibt bei der Haßparole. Der Berliner Stahlhelm veranstaltete am Sonntag in der Reichehauptstadt einen Generalappell. Die deutschnational« „Deutsche Zeitung" gibt den Verlauf der Veranstaltung unter der Losung wieder:„Liebe dem Volk— Haß dem Cyste m!" Haß dem System! Mit anderen Worten, es bleibt bei der Fürstenwalder Porole des Stahlhelms. Mr sragen deshalb: Wie lange dürfen von der Republik beschäftigte und im Stahlhelm organisierte Beamte das verfassungsrechtlich festgelegte System noch hassen? Entweder hasten sie dieses System oder sie dienen ihm. Beides zugleich kann es nicht geben! Kredite für Kleiumahnungsbau. Das Reichskabinett erledigte neben anderen laufenden Angelegenheiten den Entwurf eines Gdetzes über di« Bereitstellung von Krediten zur Förderuirg des Kleinwohnungsbaues, der numnedr dem Reichsrat zu- geleitet wird. Der deutsche Konsul in Leningrad, Graveastein. ist an den Folgen einer Bauchfellenizündung m der Umversitäiskiimk g e- st o r b« n. Pletschkaltl«, jener litauisch« Sozialdemokrat, der seinerzeit vom Wllnogebiet aus den Sturz der litauischen Diktatur vevsuchls, ist— nach einer Ostexpreßmeldung— auf Verlangen des Kownoer Partei- Vorstandes aus der Leitung der sozicidemokratischen Emigranten ausgeschisden und mußte aus polllisch« Tclligkell für die nächste Zell verzichten. Schwarzseher oerbannt, frei nach Wilhelm II., P rimo de R i v e r a dyrch Besrimmunaen, wonach mit Verhaftung be- droht wird, per öfsenttich kam Lande Unheil voraussagt oder die Minister und hohen Behörden herabsetzend kritis ert. Die „Verlllimdcr" und Ungiückepropb-ten erhallen bis zu llicgenHaft und können daneben noch vor Gericht gestellt werden. Außerdem wird Schließung aller Vereine, die pdlitifche Dis» kussioaen halten, dekretiert. Tagung der Internationale. Weltpropaganva für Abrüstung. London, 11. Februar.(Eigenbericht.) Am Montag vormittag trat in London die Exekutiv« der sozialistisiben Arbeiterintcrnationale zusammen. Anwesend sind: Delom(Argentinien). Bauer(Deutschösterreich), de Srourfer«, Roosbroeck(Belgien), Cz e ch(Sudetendeutscher), Soukup(Tschecho- skowakei), Wels. Chrispien, Stelling, Schisf(Deutsch- land), Renaudel, Longuct(Frankreich), Goarjaladze(Georgien), Morrcison, Brockway, Gilles(Grosibritannien), Blicgen, Wibaut, Albarda de Roode(Holland). Modigliani(Italien), Abramowitjch, Suchomlin(Ruhland), Hansion. Möller(Schweden), Grimm (Schweiz), Lindström(Iugcndinternationale), Lawrence(Frauen- komitee): die dänische Sozialdemokratie hatte wegen der un- mitielbar bevorstehenden Gcineiitdewahlen einen Vertreter nicht entsandt. Den Vorsitz führte an Stelle des erkrankten Präsidenten der Internationale, Henderson, der holländische Delegierte Blicgen. Einleitend erstattet« Sekretär Adler und Kassierer Roosbroeck Berichte, mit denen sich die Exekutive nach kurzer Debatte einverstanden erklärte. Die Konferenz begann danach die Beratung über Stellungnahme zur Abrüstungskonferenz und Organisation der Abrüstungspropaganda. Das einleitende Referat erstattete A l b a r d o- Holland, der auf dem Brüsseler Kongreß Vorsitzender und Berichterstatter der Abrüstungs- tommission gewesen ist. Der Exekutive log ein Brief Hendersons vor, in dem er sich aus prinzipiellen Gründen gegen die allzulange Bekleidung des Vorsitzenden durch eine und dieselbe Person wendete und, angesichts seiner langen Betätigung als Vorsitzender wünscht, das Amt des Präsidenten der TAI. niederzulegen. Die Exekutive beschloß cinstimmig, Henderson zu ersuchen, die Wiederwahl anzu- nehmen. Kassierer van Roosbroeck- Belgien und Sekretär Adler wurden einstimmig wiedergewählt. Gchuh den M'nderheiisvölkern ? London, 11. Februar.(Eigenbericht.) In der Debatte über die Abrüstungsfrage sprachen u. a. Renoudel-Frantreich und Herbert M o r r i s o n- England. worauf die Einsetzung einer Kommission bcschlosien wurde, die auf Grund des Entwurfs Albarda arbeiten soll. Im Namen der M I n d e r h e l t e n k o in m I s s I o n der SAI. legte Bauer- Wien eine Entschließung vor, die nach kurzer Debatte angenommen wurde. Sie lautet: „In Erwägung, daß die Entrechtung und gewaltsame Unterdrückung der nationalen Minderheiten«in« der Hauptquellen des Völkerhasses und damit ein« ständige Bedrohung des Friedens ist, erinnert die Exekutiv« der SUI. an die Beschlüsse der Kongresse von Hamburg und Marseille und stellt im Hinblick auf die bevorstehende Beratung des Völkerbundes folgende Forderungen: 1. Der völkerrechtlich« Schutz der nationalen Minder- hellen ist auf alle national« Minderheiten, besonders auch auf die von dem völkerrechtlichen Schutz ousgcschlosienen deutschen und slawischen Minderheiten in Italien auszudehnen.... 2. Der völkerrechtliche Schutz der nat. ovalen Minderheiten. Üt in dem Sinne zu erweitsin. daß den in geschloffen«» Gebieten siedelnden nationalem Minderheiten demokral'.sche Selbsivcrwalluvg tu ihren Gebieten, den ZsrfpMerten Gleichberechtigung und Freiheit des Gebrauchs chrer Sprach«, sowie der Entwicklung ihrer Schul« und Kultur oerbürgt wird. Die Methode des Völkerbundes zur Prüfung der Beschwerden der nationalin Minderheiten ist vor allem durch Schaffung eines besonderen ständigen Organs des Bölterbundes zu diesem Zwecke wirksamer zu ge- stalten.� Die Exekutiv« behandelte hierauf nach einem Bericht von de Brouckere- Belgien dos Problem der st o a t c n l o s e n Per- innen. Der R-fcvent betonte, daß hier vielfach eine wahrhost tragische Situat'on eingetreten ist. die aus die Berschiedenhell des Staatsrechtes, auf gewisse Bestimmungen der Friedensver- träge, aber vor allem aus den bösen Willen gewisser Regierungen zurückzuführen ist, die mißliebigen Staatsbürgern ihre Bürgerrechte berauben und andere Regierungen daran bindern, den Emigranten dieser faschistischen Staaten ein neues Staatsbürgerrecht zu gewähren. Es wurde eine Aufforderung an die Parteien gerichtet, in ihren Ländern zur Lösung dieser Fragen bei- zutragen. polnische Schulpolitik. Eystemai sche Vernichtung der nichtpolnischen Schoten! Zn der Sesmdeballe über da» llutcrrichksbudgek erklärte der Ukrainer welyranowitsch.doßvonfrühcrbeskehenden 3062 ukrainischen Schulen nur noch 711 bestehen. Hingegen hätte man 1615 doppelsprachige Schulen eiöfsne». in wirNichkeit rein polnische Schulen. Der deutsche Abg. Atta führte iebhasle klagen über die polnische Schulpoltiik. dl« bisher 8 0 J5 r o}. des deutschen Schulwesens ln Polen vernichlel habe. Das Zlak'cnalUälenprobiem könne man in Polen nur durch Berwirkllchuvg des Grundsahes der ftulluroulonornie lösen. Auch der deu.sche sozialistisch« Abg. Zerbe stellt« fest, daß die deutsche Minderheit in Polen nicht die Möglichkeit hat, ihre Kultur svei zu entwickeln, obwohl das von der Verfassung gewährleistet worden sei. Der Unlerrichlsminister behauptete, daß die Schaffung besonderer Schulen für jede Minderheit eine Gefahr für den Staat enthalte. Diese Schulen würden einen Herd des Rationalismus bilden, der geeignet fei. das friedliche Zusammen- leben der Völker zu gefährden. Wie man fleht, scheint da» Zdeal des polnischen Kultusministers noch immer trotz der von Polen unter- schrieb ouen Bestimmungen des Minderheltenschuhes die Politik der Polonifierung zu sei». Die Weißrussen rufen den Vöiferbynd an. Die Weißrusimsuhrer des Wilna gebietes bereiten für die Märztcgung des Völkerbundes ein umfasiende« Memorandum über die Lage der Weißrussen in Polen vor. Fünf Todesurteile In Konftantinopel. Im Prozeh gegen ZS Zlngellag:«, denen*ur Last geloK wurde,«inen Gehsunbund gebildet zu haben, um Mitglieder der türkischen Regierung und andere Amtspersonen zu«rmvrden und das jetzige Regime zu stürzen. wurden süns Angeklagt« zum Tode verurteilt, 16 zu Gefängnisstrafen von verschiedener Dauer. Büttenrebs. Motto: Was ist eine politische Reatt'Wtk »Wenn ich Euch sage, liebe Freunde:»der pitter zahlt für uns alle", faßt das ruhig als eine politische Realität auf." »Aber erst, wenn der pitter gezahlt hat." preußische Iustizreform. Beratung im Landtagsausschuß. Im Haupkausschuß des Preußischen Landtags begann die Be- raiung des Iustizhaushalts Nach dem Berichterstatter Dr. Grztmek (Dem.) ergifs Iustizminister Schmidt das Wort. Er wies auf die Not- wendigkeit sparsamer Wirtschaft in der Justiz hin, die durch Ratio- nalisierung und Modernisierung des Geschäftsbetriebes, durch Anschasfung geeigneter Bureaumaschinen usw. gefördert worden ist. Ini Widerspruch zu dem Beniühen der Verwaltung, an hochquolifi» ziertem Personal zu sparen, steht allerdings die dauernde, er- schreckende Zunahme des Nachwuchses. Di« Zahl der Rechtsstudenten ist in Preußen seit 1913 von 6000 auf 13 600 gestiegen Für eine bessere AusbUdiiiig der Richter und Staatsanwält«, namentlich auch auf sozialem Gebiete, sorgt die Justizverwaltung ständig. Besonders erfreulich ist Di« steigende vcteiligung von Arbeitern am Schöffen- und Geschworenenamt. «ine Folge dahinzielender Erlaffe des Justizministeriums. Der Prozentsatz der Arbeiterschöfsen stieg seit dem Vorjahre bei den Schöffengerichten von 2? auf 31,5 Proz., bei den Stroskammenr von 28 auf 28,8 Proz., bei den Schwurgerichien von 19.5 auf tA Proz.— . J. odesurteile sind im vergangens« Jahr« seit dar Hinrichtung aas Böttcher nicht mehr vollstreckt worden: ihr« Zahl ist erheblich zurückgegangen, fett 1925 von 83 auf 30. Besonders Sorge macht die Zusammenlegung der drei Barliner Landgericht« und die dringend nötige bessere Unterbringung des Berliner Arbeitsgericht». Zum Schluß wies der Minister die Angriffe der Rechts- presse gegen den Kammergerichtevräsidenten T i g g a s wegen de? Disziplinarurteils über Köllingchoffmann energisch zurück. Bigges fei zurzeit der best« Mann, den die preußische Iustizverwalwng habe. Abg. Kuttner(Goz.) sagte Unterstützung seiner Partei bei der Unterbringung.des Berliner Arbeitsgerichts in würdigeren Räumen zu. Nimmermehr darf das Arbeitsgericht»in Stiefkind der Justizverwaltung sein. Erfreulich ist di« Zunahme der'Schössen und Geschworenen aus dem Arbeiterftandc, doch muß auch der jetzige Zustand noch verbessert und namentlich cine gerechter« Entschädigung für den Derdienstaussall her« beigeführt werden. Im Gegensatz zu früher, wo die Deutschnotio- nalon nur Lob für die Justiz halten, arbeben sie jetzt die jchärfften Angriff« auf die Richter und Gerichte, die ihre biechtsprechung der republikanischen Staatsverfassung onpasien. Zu dem Borwurs, daß die Republik die. Unabhängigkeit der Gerichte gefährde, stellt der Redner fest, daß sämtliche Staaten mit diktatorischer V«r> fassung, also Italien. Spanien, Polen. Iugoffawien usw., in den letzten Iahren die Unabsetzbortoit der Richter beseitigt haben. Zum Magdeburger Fall Kolling-Hoffinann wünscht der Redner möglickst eingehende Beratung der deutschnationalen Anfrage. Dann werde sich zeigen, mit welch unglaublicher Verantwortungs- losigkeit hier leeres Gerede und haltloser Klatsch zu- sammengetrageu wird, um den unschuldigen Haas von neuem zu verdächtigen. wenn aucki ein Teil der Richter seine Pflicht, die republikanische Staateverfass-mg zu schuhen, endlich einzusehen bcoinnt, so o e r- sagt doch dieser Schuh besonders in weiten Gebieten des Ostens und auf dem Lande. Beschimpfungen, wie, Ludenrepublik, Mostrichfahne, Saurepublik, Soustallrepublit usw." werden teile gar nicht, teils mit lächerlich geringenSlrascn gesühnt. Besonders skandalös ist die Außer- rerfolgungsetzung des Stoblhelmführer's Düsterberg: die Bor- sitzenden der betresfenden Kammern sind erst in den letzten Iahren zu Landgerichtsdirektoren befordert morden! Auch Republt» kanern wird gegen Beleidigung und Mißhandlung, io gegen Tatung nicht der nötige Schutz zuteil, wie eben«rff das viel zu milde Urteil des K o t t b u s s e r Schwurgerichts in Sachen der Mordtat von W e l z o w zeigt Ebenso ist es nicht zu billigen, wenn die Staatsanwaltschaft gegen Hakenkreuzter einzuschreiten ablehnt, die in Flugblättern und SffentNchen Reden zum Aufhängen der Juden auffordern. Der Breslauer Generalstaatsanwalt hat z. B. das Ein- ichreiten verweigert mit der„Begründung", daß der Ausdruck„an den Galgen!" nur auf ein von der Nationalsozialistischen Partei erstrebte» znkünfliges Gesetz hindeute, wonach Wucherer mit dem Tode bestraft werden sollen! Dagegen verfahren die Gerichte gegenüber Agrariern, die zum Steuer st reik auffordern unh Finanzämter stürmen, mit solcher Milde, daß die Finanzbeamten sich völlig schutzlos suhlen. Welter rügte der Redner, daß eine vor zwei Iahren für Fälle von besonderer Härte beschlossena Gebühren- « r m ö ß l g u n g fast ausschließlich den„notleidenden" Vereinig- ten Stahlwerk en zugute gekommen fft. Ihnen ist ein Gebühren- n-chlaß von Wt Millionen Mark gewährt worden. Wie die jetzige Bilanz des Stahltrusts ausweist» beträgt sein Reingewinn da? Hundertfache dieser Summe. Bei den Bergschädenprozessen in Oberschlesien treibt die Justiz ungesund« Verschlepp ungs- politit, die zuungunsten der Geschädigten und zugunsten der großen Zechen wirkt. Der Redner detonte, daß die Sozialdemokratie bereit ist, mitzuarbeiten, damit ein gesunder moderner Geist in Rechtspflege und Strafvollzug einziehe, nicht bloß aus rein ethischen Erwägungen. sondern auch, weil sich gezeigt hat, daß zur Bekämpfung der Krimi- nalität und zur Hebung der Voltsmoral das ethisch höherwertige Mittel der Besserung auch das wirtsamere Mittel ist. Abg. Dr. Deerberg(Dnnil.) rückte auffällig von de» Angriffen der Press« seiner Partei auf den Präsidenten T i g g e s ab. Die deutschnationale Anfrage in Sachen Källing-Haffmann suchte er mit der Begründung zu retten, daß sie nur den Zweck habe, die gegen das Magdeburger«chwurgerichlsnrteil kursierenden Gerüchte aus- zu klären. Im übrigen polemisierte der Redner gegen die angeb- liche Verhöhnung der Justiz durch das moderne T h e a t s r. so durch das Stück„Verbrecher" non Bruckner. Deerbergs Rade klang in ein Plädoyer für den Oberleutnant Schulz aus. Nachdem für das Zentrum der Abg. Riehl und für die Komm«- nisten der Abg. Obuck gesprochen hotten, äußerte sich Iustizminister Schmidt. De»?luzsüh'ungen Kuttners üder das Bersog-n des Republikschutzes bei vielen Gerichten pflichtete der Minister b e i und betonte, daß im Ministerium diese Urteile auch nicht v e r- stanffe'v würden. Die Stellungnahme des Preußischen Richter- v«r«ns.im FaU Düsterberg begrüßt der Minister. Dem Abg. Dcer berg erklärt der Minister,'daß für dos Mittisteriurn bei seiner Beurteilung des Falles kein Anlaß gegeben sei, den vborleutnant Schulz aus der Haft zu entlaffbn. Die Unschuld des Schulz steh« keineswegs fest, außerdem sei zu bedenken, daß durch die Umwand- luno der ToUsstrose in Freiheitsstrafe und deren Verkürzung auf IVt Jahre Schulzschon zweiGnadenerweiserrfahren hat. In der Rcagdeburgcr Rtordsache fft noch Kenntnis des Ministers eine Beteiligung dritter Personen an der Mordtat des Schröder in keiner Weise festgestellt. Wenn aus der mündlichen Bearündung des Disziplinarurteils über Källing-Hoff- mann eine solche Meinung des Disvplinarhoscs eutnpminen werde, so müsse dos aus einem Mißverständnis beruhen. Unbeschadet der noch zu erwartenden schriftlichen Urtcilsbcanivdung glaubt der Minister sagen zu können, daß auch der Kroße Disziplinarhos auf dem Standpunkt steht, daß das Magdeburger Schwurgericht-urteil gegen Schröder vollkommen zutrifft. Für die„Verbrecher" von Bruck- ncr fand der Minister Worte der Verteidigung und An er- kennung. Es sei di«? Drama kein bloßes Tsndenzstück gegen die Justiz, seine sittliche Absicht und Wirkung sei doch nicht zu ver- kennen.______ i2© MNionen für Ostpreußen. Die finanziellen Auswendunaen von Preußen und Reich. Von zuständiger Seite wird eine Uebersicht über die Gesamt» leiswngen des Reiches und Preußens für die vstprsußenhilse be- könnt gegeben. Danach sind vom Reich und Preußen zur Verfügung gestellt worden insgesamt 170,48 Millionen Reichsmark. Diese Summe gliedert sich in 78 Millionen Reichsmark, die das Reich und Preußen als verlorene Zuschüsse, als Kredite und im Interesse dar Lastensenkung gegoben hat. Der Anteil Ostpreußens der unter Garantie des Reiches und Preußens aufgenommenen Ausländsanleihen der Landesbanken für zweite Hypotheken beträgt 30,48 RUUiov-n Rrichomark. Zehn Millionen Reichsmark sind als Reichszuschuß zur weiteren Fortsetzung der Umschuldungsaktion bewilligt. Von den mit Unterstützung des Reiches und Preußens zur Ausgabe gelangenden 60 Millionen Reichsmart Nennwert landwirtschaftlicher Pfandbriefs sind di-cher ausgezahlt worden 45 Millionen Reichsmark. Durch Kursausglsich der Zuschüsse verbilligte Industriehypotheken verlangten Mittel in Hölze von zehn Millionen Reichsmark. Diese Uebersicht ist der Be- weis dafür, daß die Reichsregievung und die preußisch« Staatsregie- rung an finanziellen Aufwendungen für Ostpreußen getan haben. was sie tun konnten. Telegrammzensur m Frankreich. Kommunist»scher Nerichl von der Zensur zusammengestrichen Paris, 11. Februar. Die.Humanitä" hält sich darüber aus, daß ein Tele gra mm, das ihr Korrespondent in Bordeaux vor einigen Togen an di.? Zei- tung sandte, in Paris zensuriert worden ist. Das Telegramm habe 1068 Worts umfaßt, während der Zeitung nur 610 Worts zugestellt wurden. Es fei vor allem ein Passus heraueqestrichcn worden, m dem mitgeteilt wurde, daß die streikenden Metall- arbeiter, die unter Absingung der International« vor einer Ka. ferne vorbeimarschierten, von d«n Rekruten mit Leisallsklatschkn begrüßt worden seien. Die �umanitä" protestiert gegen eine solche Wiedereinführung der Zensur. W SM > enorm b!i]Z*W U�ringen� K? ■Äsen <»Wer4rf zum' V; "TV,. DameoEaiiilsMe Bchwediseb Imitiert, mit Manschette.......... Paar 95» »ZWI-ISMaillÜS Led«r Imitiert, moderne Man- ■cbette................. Für I45 Dm-HaDMotie i« gestrickt, reine Wolle... Paar A Omes-Banilsctglic z85 Wnschlerent. pper,2Perl- mattkntpfe. waecitbar mit Waieer und Seite. Paar Dameo-HaadsMe Triirot, durchgehend gel üttert, 2 Druckknöpfc.......Paar 1 95 vWkllMSZÄvkö m Kappa-Stcp per, mit Umschlag- 90 atanscbette..,...... ..Paar 1 KlDiier-HaBÖSÖililißQS gcstr�reine WoUeJaarlt4C, W w Pf. KiBdsr-ßanÄnliö 1 s Trf kot, durchgeh. gefätt. 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Schiller-Theater, Cbarltb. 20 Uhr GAS Tlglleh 8 ehr Heule zum 5 O.Hai 50 X£usüge Witwe 5Ö*7tletcopol ausvec&aufi! FRITZI MASSARY Max Hansan Walter Jankuhn. Ceekl FVIeat, ITane Jankermann, Willi SeliAIVere, Ebeln- kaeher. Krüger, Hcppoer, Marquftta- Sletcrs, Frlsrn, Boaaty Ktrle, Jackson» Boys QesAataasslactang: Prof. Ernst Steru REGIE: ERIK CHARELL j>ca aul Elcktrolal frlanon-Th. rägiieh SVi Uhr Das Haus der Lasier O'oshiwara) Lesslng-Theater 8 Uhr xatkarlRB Pale. Renaissance- Thealer Htrdmbrrgvt. 1 Td.: ieitpl. 901 o. 2583 84 •"/i Uhr. Zum 44 Male:»V«l)hi Ol. W.tt.rfolg.kemSdi. „Das große ABC" von M.vrctl Paznol Rep Ensl. Burtono. Ii PritnlireibKiiB. rheaiar a. Koltbusser f or m KottbusserStr.6Tel.Mpl. 16077 TSgiicti 8 Uhr, auch Sonnlag Olm naebm. 3 Uhr(ermaa. Preise W, Eiila- Sänger PaseltlngS'Prosramm I Emil t ein. der beliebte Komiker und Tanrhunwist als Gast llchimS am 16. Februar Rote-Kreuz- Geld-Lotterie für den Provlnrlaiverband Oroß-Beriin 3342 Geldgew. und 2 Prämien Im Gesamtbeträge von ISOOGhf. Höchst ewlnn Hauptgewinn und Prämien 8000 2000 5000 lOOO Itote-Kren.- CA Glffleksbrlef C Celli» Lotte 31» Pt mit 19 Losen 3 M. Zu haben in den Lotv-Pinnahmen und bekannten Verkaufsstellen. EbbiI. IWiiller A Co. Berlin SW19, Jerusalemer StraBe 18. TT «Uhr !!m: Febr.-Pragr.! Zum SchluB: i'raDj Wm ran 30 EitoarM �asetarinn an Im *•«-. iMälmtliie ifral Noll. IS7e 16 Uhr »er Sternhimmel im Winter 1 Uhr fflars und seine Ratsei 70 Uhr Werden n.ver- seben d. Sterne Volks bttoiie ineiier»Mlitglitf 8 Uhr DasMadlins der Verstaut Regie Jörgen Fehling Theaier aa sstinbaisrdaan 8 Uhr Die ßni-Gnsthn- Opff Thalia- Theater 8 Uhr Oelransclt ilaall. SAiller-Tb. 8 Uhr GAS r:. i, seünmrtna Täglich 8 Uhr 3ie OrBl-lirBSflim- ßm Paulsen, Valetti. Ander, Gerron, SchauloB, KUhl Lvovski. Katntnerspiele r/orden 12.11 8. Endenach tO's. JwueD ersdiieani" Komödie von Edouard Bourdek Regie Forster Lannaga. ileottdiK Thsater Norden 12319 8 Uhr. Ende 10». U. Litzti Tanti|R|! DleVerbredicr Schauspiel von FerdinandBruckner Regie: HeinzHilpert Mittw. u Donnerst geschlossen Freita». d. 15. Febr. abends~'h Uhr Zum 1 Male Die lotigia Weiber na W.aiter Die horaödle 3ismarck 2414/7516 S'/t Uhr, Ende io1)'» „Olympia M von Franz Molnar „ Regie Forster Lanna�a- Theafr 4ik JiUkk. Eck, ureoinstr- Fäfflich SV« ühr Sonntag auch< ühr len husw Ihr« Kand.madama Ein Spiel von Liebe und Lenz mit dem gieichnam.Schlager Rund fu nkhörei Mike Preise Szriisir Tuaiir DirektHeinz Herald wharloiieaslraiie 90 A. 7. Dönhofl 170 Täglich 8 Uhr 8 Uhr 3 X Hochzeit (Abie's Irish Rose) MLIHOE d'/« Uhr 1 1.« UBinlinrnt SdifiD a. sdiidi brambr-EOhDen Theaier n der Xlai,, ritzet S trete 6''« Uhr Rmlte Im ErilßhanBShaDL Schauspiel von P. M. Lampe I. KoinSdi.nh.iis 8>> ihr Qsid ant StraBe v. Bernauer u. Oesterreicher Aieihh rmaici Täglich S'VUtv Lady tDtndar- meres raener von Ölkur Wilde .nndroek Hechv, Klirdcr, Hardt, Mameloek n. Müller Dtech. gOestler-Tb. 8'/. Uhr Der Zinker t. Edgar WalUes tobdi Uta htAitn Preise�— if�tark I niaMi am «oliondorfplat? Täglich 8 Uhr Jetlchen Gebert Singspiel von Walter Kollo •'.Dstspielhms Fnedrichatr.236 Bergmann 2922/23 Täglich 8''. uh GaldoThlelserr Weßkenö im P&rafies Ptiüharmonte Uhr Wagner-Abd. Vs Philharm.Orch Blrtß. rrol. I. Prttwcr unter von r ßef«. Mitwirk. WlhC i Gu'mann R oss-Thsatet irJna>WnrSt.l|i Ck Uhr Die Fledenuis Fhalla-Tbeater •resdener>tr. 72-. 8 Uhr „OelraoscIT UM»™ Aneld»eholi iaaea.eida IM/1« BPOßes BocKblerfest un> Fa3tni»chtsbtill SriaiSAwetnAraierei. PrUnilinm«es grlBieo c Uta reu Berliser PiaiDknUens. 3 Oeldpreitet 7>, SO n. 24 Mark 7 Kapellen/ 50 bapr. Madl. Einlal 6 Uhr. CASANOVA ALFRED JERGER 4. ei Fried, Trude üdtke. Aß-y Ahlara, trey Jalad, La Jaea «iak.latd e, Serda Kepley, Ana Markte,«iaehae tre. Pich. 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Trosegk schauerte leise zusammen. Selbst seinem ge- sunden Hirn graute vor dem langsamen Zerfall dieses Kranken.„Und was. glauben Sie, könnte helfen?" „Ich weiß es nicht. Vielleicht eine Operation." „Sie haben recht," sagte der Baron aus einer ganz an- deren Gedankenrichtung heraus, als Kügelgen annehmen konnte.„Man wird dieser Möglichkest vielleicht einmal nähertreten müssen, früher oder später." Des Kammerherrn Stimme wurde jetzt unwillkürlich leiser.„Das Unheimliche ist. daß Durchlauchts krankhafter Zustand sich mit einer gewissen— einer gewissen Hellsichtig- keit zu verbinden scheint." Trosegk lachte herzlich.„Sie sind eben doch ein Künstler, Herr von Kügelgen. Memoirenschreiben verdirbt! Phan- tasterei!" „Aber Sie wissen ja selbst," erwiderte Kügelgen ohne Empfindlichkeit,„wie Seine Durchlaucht damals vor dem sogenannten„schiefen Calm" erschrocken ist." „Well das Scheusal so häßlich ist— natürlich." „Und einen Tag später fiel er vor dem Anblick des Dres- dener Kapellmeisters in Ohnmacht." Trosegks Hand winkte abwehrend.„Der war auch k-in Adonis. Seine Durchlaucht scheinen empfindlich gegen Häß- lickkeit. Außerdem sollen sich die beiden doch ähnlich gesehen haben." „Gewiß. Warum aber haben S°ine Durchlaucht das zuerst bemerkt? Und dann wissen Sie ja, daß sich das sächsische Kabinett nach dem Verbleib des Kapellmeisters Wagner erkundigt hat. Er steht im dringenden Verdacht, das Dresdener Hoftheater in Brand gesteckt zu haben. Er ist ein Revolutionär!" „Und nun nehmen Sie an. daß der schiefe Calm das Bernburger Hoftheater in Brand stecken wird?" „Das gerade nicht. Aber daß auch der schiefe Calm ein Revolutionär ist," sagte Kügelgen. noch immer leise, gleich- sam ängsllich. Und als Trosegk lächelte:„Jedenfalls war er es, der neulich die Waldauer Arbeiterfrau mit Gewalt vor dem Gstängnis rettete. Daraus sollen dann die schrecklichen Peinsichkeiten bei der Illumination entstanden se'n." „So so— richtig— ja, sehr interessant. Wir konnten nicht gegen ihn einschreiten. Es lohnte sich nicht, das Volk aufzureizen." „Er hat's ja auch gewiß gut gemeint," entschuldigte Kügelgen, dem nichts ferner lag, als jemanden zu schädigen. „Aber jedenfalls wittern Seine Durchlaucht doch seine Feinde— oder zumindest die Feinde der herrschenden Ord- nung. Wittern— ich kann es nicht anders nennen." Das dunkle Blau hinten am Himmel breitete sich, zog näher, bekam gelbliche Ränder, wurde ein feuchter, schimm- liger Fleck am Mauerwerk des Himmels. Trosegk wurde unruhig. „Der Kapellmeister Wagner," spann der Kammerherr seine Idee weiter,„ist doch auch auf rätselhafte Weise aus Bernburg verschwunden. Keine der Torwachen entsinnt sich, ibn beim� Herausfahren gesehen zu haben. Er soll in Paris lein." „Die Torwachen werden geschlafen haben, und er wird zu Fuß gegangen sein." sagte Trosegk kurz und wandte sich zum Gehen..Äm übrigen können Sie ja mal darüber nach denken, ob die Gabe Seiner Durcblaucht, seine Feinde zu wittern, politisch auszunutzen ist. Es kommt nicht auf das an, was wahr ist. sondern auf das. was nützt. Nur das praktisch Verwendbare, das Nützliche ist das wirklich Wahre." „Sagt der Politiker!" lächelte Kügelgen. „Sagt der Politiker, gewiß... der gute Politiker! Adieu. Herr von Kügelgen! Ich habe zu tun!" Trosegk eilte mit unruhigen Schritten in seine Amts- zimmer hinauf. Sein Justitiar, ein graues Männchen namens Bley, wrang devot vom Stuhle. „Notieren Sie mal rasch," saate Trosegk flüchtig,„unter den aufrührerischer Gesinnung Verdächtigen den Namen Calm. Der schiefe Calm. sagt man hier. Ermitteln Sie näheres. Aber vorsichtig." In seinem Zimmer ging er unruhig auf und ab. Ab und zu sah er durcbs Fenster zum Zimmer des Herzogs hin- über. Friederike blieb lange. Nach einer Meile klopfte es. Aber es war Kerften.„Ich höre eben, daß Sie hier sind, Herr von Trosegk?" Kersten setzte sein gewohntes ironisches Lächeln auf.„Haben unsere Volksvertreter, so genannt, weil sie dem Volke den Weg zur Freiheit vertreten— angesichts der Hitze schon Schluß ge- macht?" „Im Gegenteil. Sie haben einen Dauerredner engagiert." „Wen denn um Gottes willen?" „Sie raten es nicht. Den Herrn von Gloß." (Fortsetzung folgt.) Lampel und sein Werk. Was beide wert sind. Das Lampel?che Buch Hungen in Not� hatte die kommu. nistische Fraktion der Stadtverordnetenversammlung zu der Anfrage veranlaßt, was der Magistrat zu tun gedenke, die in dem Buch geschilderten Mißstände in der städtischen Anstalt Struveshof zu beseitigen. In der Begründung zu dieser An- frage rückte die Sprecherin der kommunistischen Fraktion von dem Menschen Lampel ab. Aber der Mann und sein Wert sind ein- ander gleich. Beide sind mit Vorsicht zu betrachten. cherr Lampel hat selbst seinem Buch da- Urteil ge- sprachen, als er in einer öffentlichen Versammlung der Volks- bühnenjugend(nach einer Notiz der„Vossischen Zeitung" in Nr. 31 vom 18. Januar 1929) erklärte, Struveshof sei eine der besten Anstalten, die es gibt. Es liegt im Interesse des schwierigen Prob'ems, an das sich Lampel heranwagte, und des Publikums, das diesem Problem mit Recht starkes Interesse ent- geoenbringt, die in seinem Buche angewandte Methode näher zu beleuchten. Sie ist für den Leser, der Sachlichkeit und ernsthafte Behandlung der schwierigen Frage erwartet, unerträglich. In seiner Kritik an dem Erziehungspersonal in Struveshof ergeht sich Lampel in kleinlichster Erwähnung persön- licher Eigenarten. Er läßt den Direktor der Anstalt als Dirigenten des Gesangschors sich„strecken, winden, seltsame Figuren beschreiben und wibben". Die Mitglieder des Chores sind Marionetten, die fest am Draht des direktorialen Spiekers hängen. Spöttelnd be- schreibt Lampel ihre Gesichtsverzerrungen beim Singen, obwohl ihm bekannt ist, daß verschiedene Sänger im Kriege erlittene Kiefer- und Schädeloerletzungen haben. Die Jungen von Struves- Hof waren für jede ihnen durch den Chor gebotene Abwechslung dankbar und sangen die Lieder in ihren Gruppen nach. In einem Bericht über eine Erzieherkonferenz fällt die gleiche übertriebene Beschreibung des Verhaltens der Teilnehmer auf. Der Gegenstand der Konferenz, die Vorkommnisse in der ausgelösten Anssalt Rasten- bürg, war den Teilnehmern bekannt. Die zwischen Schmerz und Zorn hin- und herpendelnde Gemütsbewegung des Direktors über- trägt sich nach Lampels Schilderung natürlich aus die Erzieher, die wie die Marionetten aus den kleinsten Wink reagieren. Bei einem fällt ihm ein.zynisches" Lächeln, das einer harmlosen Zufälligkeit entsprang, das nach L. aber den Ausführungen des Direktors galt. auf. Die Sucht Lampels, Unzulänglichkeiten zu entdecken, tritt bei jeder Gelegenheit hervor. Lampel verfällt auf dieselben Methoden, die er einst als politischer Denunziant anwendete. Es ist notwendig, eine Parallele zwischen seiner früheren Ent- hüllungstätigkeit und der jetzigen zu ziehen. Lampel hat«in sehr bewegte» Leben hinter sieh. Vom März bis August 1919 war er Kommandant eines Straßenpanzerwagens im Korps L ü t t w i tz. Im Jahre 1929. einige Zeit nach dem Kapp-Putsch, gab er sich für einen sehr radikalen Revolutionär aus und bewarb sich um die Mitarbeit an einem sozialdemokratischen Parteiblatt in Sachsen. Daraus wurde nichts, aber im Februar 1921 erschien Lampel auf der Redaktion der.Leipziger Volkszeit- ung" und erzählte freudestrahlend von seiner Anstellung in der thüringischen Lande»polizei. Lampel wurde dann ein eifriger Bekämpser der Orgesch und ein kühner Entdecker ihrer Wafsenlager. Als solcher entwickelte er dieselben Fähigkeiten, die er jetzt bei seinen Ermittlungen in den Fürsorgeerziehungsanstalten' an den Tag legte. Er verdächtigte ein« Reihe von Personen ohne jede tatsächllche Grundlage. Seine vorgesetzte Behörde tonnte mit seinen Angaben nichts anfangen. Zehn Tage nach seinen Ver- dächtigungen wurb« Lampel dann aber der Held des Taaes für die Weimarer„Orgefch-Spitzelzentrale". Ganze vier Wochen später diente er der rechtsstehenden Presse als Kronzeuge für die Verdächtigungen republikanischer Politi- ker und Beamter. Er beschuldigte den Chef der thüringischen Landespolizei Müller-Brandenburg der Vorbereitung einer Verschwörung gegen das Reich Das Reich sah sich ver- anlaßt, gegen Thüringen eine Untersuchung wegen Hochverrats einzuleiten. Als es aber daraus ankam, unter Eid auszusagen, war Lampel verschwunden! Die republikanische Presse jener Zeit stellte Lampel eiiistunmig das schlechteste Zeugnis aus. Auch die„Rote Fahne" nahm wieder- holt gegen ihn Stellung. Die Tätigkeit Lampels beschäftigt« auch den Thüringischen Landtag, lieber die Beantwortung einer von der Linken des Thüringischen Landtags an die Staatsregicrung gerichteten Anfrage über Lampel erstattete die„Rote Fahne" vom 11. Juli 1921 Bericht. Sie gab die Antwort des Regierung?- Vertreters so wieder:„Es sei der thüringischen Regierung ir.cht möglich, gegen Lampel vorzugehen, den auch sie für den Versager der Artikel(über die hochverräterischen Umtriebe in Thüringen im „Miesbacher Anzeiger" und der„Deutschen Zeitung". Die Red.) halte, da Lampel unter dem Schutz des§ 51 stände. Er befindet sich in einer die freie Willensbestimmung ausschließenden geistigen Umnachtung. Ws Beweis dafür verlas Ministerialdirektor Jahn ein längeres ärztliches Gutachten über Herrn Lampel. Ein beweg- tes und zerklüftetes Leben tat sich auf. Vom Kaufmann zum Theo- logiestudenten. Filmstatisten. Lüttwitz-Freischärler, Arbeiter in einer Holzleistenfabrik, Redakteur in einem Iagdblatt« usm Der Krieg zerstörte den Geisteszustand de« Herrn, so daß er hochoradia seruell annormal, ausgesprochen sexuell pervers sei. Die»Rote Fahne" fügte dem als ihre eigene Schlußsolgerung hinzu:.Jetzt schwe gt das reaktionäre Gesindel, denn derartige Feststellungen bereiten Verlegenheit. Eine solche Aufklärung war zu erwarten denn es scheut die Reaktion sich nicht, vor der Benutzung der übelsten Kloo- ten, wenn sie nur dazu dienen, Stoff zu liefern zur Diskred'dierung des Kampfes der Arbeiterklasse." So beurteille die„Rote Fahne" damals den Mann, der heute ihr Gewährsmann für die Benrtei- lung einer Anstalt ist, die einer von einer Sozialdemokratin geleite- ten Verwaltung untersteht. Ein Mann wie Lampel ist nicht in der Lage, Ausschluß über Qualitäten von Erziehern zu geben. Ebensowenig ist er befähigt, das zu erreichen, was er als Zweck der Wiedergabe des Iungenberichts angibt, nämlich unser Wissen zu bereichern über die Frage:„Wie mall sich ihre Umwelt in den Köpfen dieser Jungen? Was geht in ihren Herzen vor und wo steckt ihre Rot?" Einer solchen Zielsetzung können nur freiwillige Niederschriften dienen. nicht so'che, bei denen die Schreiber eine Tendenz voraussetzen, um so mehr, da sie gegen Veraütung in Form von Ziaarellen oder in Barbeträaen bis zu einer Mark bestellt werden. Eine völliae A"f- kläruna über die seelische Verfassung Jugendlicher werben aber auch freiwillige Berichte nicht bringen. Es bedarf schon einer länaeren Uebuna als einer siebenwöchiaen Praktikanten,«sst, um der Mitwelt den erforderlichen sachlichen Blick für die Probleme zu geben. Lampel würde sicherlich aus den Wolken fallen, wenn ein oder der andere Jung« jetzt auf den Gedanken käme. Einze'heiten aus mit Lampel unter vier Augen geführten Gesprächen zu erzählen und wir dafür dieselbe GlaubwürVokeit verlangten, d'e er van uns erwartet. Wer Anspruch darauf erhebt, zu den schwierigen Fronen der Fürsorgeerziehung gehört zu werden, muß den Beweis der Zuständigkeit durch sich selbst erbringen. Lampel konnte ihn nicht erbringen, weil ihm dafür die Vor- aussehungen fehlen. � i;.,i. Vaier, Mutter und Sohn tot! Die furchtbaren Folgen eine« Gasrohrbrvchs. Frankfurt a. 11. Februar.(Eigenbericht.) 3a dem Hessichs«n Städtchen Neu-Isenburg ereignete sich in der Nacht ein Gasrohrbruch. Das ausströmende Gas drang in zwei Häuser. Die Familie Spät. Vater. Mutter und ein IZjähriges Kind, lag heule früh t o t in den Letten. Der neunjährige Sohn der in dem anderen Hause wohnenden Familie Möller wurde eben- falls getötet. Neun weitere Perso.nen mußten in das Ossenbacher Krankenhaus eingeliefert werden. Ihr Zustand gibi teilweise zu L edenken Anlaß. Das furchtbare Unglück ist aus das Platzen eines Haupt- gasroh res, das unter dein Marktplatz der Stadt liegt, zurück- zuführen. Die entweichenden G-sse strömten die Rohrleituizgen ent- lang in die umliegenden Keller und Häuser..Eine Frou aus dem Haufe Marktplatz 3, die ihre Milch vom Fensterstein hereinholen wollte, erlitt durch das Einatmen der Gase einen O h n m a ch t s- a n f a l l. Als ein herbeigeholter Arzt die Vergiftungsursache fest- stellte, schickte man sich an, die Bewohner des Erdgeschosses des Hauses auf die Gefahr auftnertjom zu machen. Da aus alles Pochen keine Antwort erfolgte, wurde die Tür gewaltsam geöffnet. Die Familie Möller lag bewußtlos teils auf dem Boden, teils in den Bettem Der neunjährige Sohn war bereits erstickt. Die Mitglieder einer Familie Würz, ebenfalls Pater, Mutter und Sohn, lögest bewußtlos in ihren Dellen. Ein offensbchendes Fenster im Nebenizimmer hatte sie vor dem raschen Tod gerettet. Sechs der in das krankenhau» ln Offenbach Eingelieferten bürsten kaum mit dem Leben davonkommen, darunter die gesamte Familie würz. Das schwere Ausmaß der Katastrophe hat seine Ursache mit in den außer- ordentlich engen und beschränkten Wohnoerhält- Nissen der Betroffenen, die sämtlich Arbeiter und teilweise Mit- glieder der Sozialdemokratischen Partei sind. Als Beifüger durch Oeuifchland. Eia seltsamer Heiliger auf der AnNagebanl. . Der Heilige Erispinus stahl Leder, um den Armen Stiefel zu liefern: der Kaufmann Reinhard L i e b s ch e r suchte in ganz Deutschland— in etwa 49 Städten— Aerzte, Rechtsanwälte, Stauf» laute usw. heim, entlockte unter Vorspiegelung falscher Tatsachen de» Hausangestellten Geldsummen in Höhe von 5 bis 369 M., im Laufe von IV} Jahren im ganzen 29 999 bis 25 999 M. und— verteilte das Geld unter die Aermsten der Armen. Das behauptete er wenigstens gestern vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte. Liebscher, der dreizehnmal vorbestrafte Zucht- Häusler, hat ein weiches Herz: als er, selbst ein gehetztes Wild, aus Furcht vor der Polizei auf den Bahnhöfen nächtigte, gab er den hungernden und frierenden Mitmenschen sein Letztes hin. „Haben Sie denn gar nicht daran gedacht," fragte der Borsitzende, „daß die Hausangestellten, denen Sie ihre Ersparnisse fort- nahmen, auch zu den Armen gehören?"„Nein, Herr Vorsitzender, die haben es doch tausendmal besser als die Unglücklichen: und dann wird die Herrschaft den Mädchen bestimmt das Getd wiedergegeben haben." Der Zuchthäusler Reinhard Liebscher hat sich in diesem Punkte geirrt. Unter den 249 Geschädigten— über ein halbes Tausend nennt der Angeklagte selbst— ist in der Anklageschrift nicht allzuoft die Herrschaft genannt: als leidender Teil sind hier die Haus- angestellten, die Stütze, die Köchin, die Jungfer, die Wirt- schotterin, der Hausmeister, bezeichnet. Jene dachten gar nicht daran, für den Reinfall ihrer Angestellten aufzukommen. Liebscher oerstand es aber vorzüglich, die Leute einzuwickeln. Cr bringe. sagte er, ein Paket im Auftrage des Bestellers und müsse sofort das Geld haben. Hegten die Hausangestellten Mißtrauen, so läutete er den Besteller an, natürlich fiktiv. Und er erhielt die ge- forderte vumme aus den Ersparnissen oder vom Wirtschaftsgeld. Unter Umständen begnügte er sich mit einem Teil und hinterließ das Paket. Es enchielt«alz, Mehl, alle Kataloge, Butterbrotpapier und dergleichen mehr. In München besuchte er u. a. einen Staatsminister und einen Bankdirektor, in Köln den Oberlandes- Gerichtspräsidenten und so fort. Mehr als 59 Aerzte und Juristen hatten sich in Berlin seines Besuches zu erfreuen. Das ist aber das eigentümliche bei diesem Mann: Man kann ihm nicht richtig böse sein! Wenn er so intelligent mit seinen klugen Augen dasitzt, hat er etwas Einnehmendes. Für ihn spricht auch sein Schicksal. Sein Vater hatte ein Verlagsgeschäst in Dresden. Er war Trinker und sorgte schlecht für die Familie. Der Junge, Kousmannslehrlina, griff in die Portokasse, weil die Mutter zu Hause nichts zu essen hatte: er griff ein zweites Mal für sich selbst, kam als Sechzehnjähriger vor Gericht und erhiell eine Woche Gefängnis mit Bewährungsfrist. Seiner Stellung ging er oerlustig und wurde Fabrikarbeiter. Seinen ganzen Wochenlohn gab er der Mutter. Um einmal am Bogel- schießen teilnehmen zu können, nahm er vom Vater ein Buch, brachte es zum Lehrer der Fortbildungsschule und ließ sich von der Hausangestellten eine Mark geben. Das war sein« r st e r Betrug dieser Art. Seitdem kam er nicht mehr davon los. Das Gericht hatte den Anstaltsorzt vom Zuchthaus als Sach- verständigen geladen. Weshalb sollte Liebscher geisteskrank sein? Er ist nur Psychopath, sagte der Arzt, und ein äußerst raffinier- ter Mensch. Im Zuchthaus macht er den Beamten die größten SckwierlgkeiteTl. Charakteristisch für sein Wesen seien u. a. die Glückwünsche gewesen, die er zu Neujahr den Beamten gesandt habe. Einem jeden war ein Bibelspruch zugedacht, und der Pfarrer hatte die Ausgabe, den Text zu finden. So lautete z. B. der Bibelspruch für den W i r ts ch a f t s i n f p e kt o r:„Deine Speise ist eitler Fraß und ich speie sie aus", für den Direktor: „Du Heuchler, du siehst den Splitter im Auge deines Nächsten und de» Balken nicht in deinem eigenen Auge" usw. Diese Bibelkennt- nisse brachten Liebscher 14 Tage Arrest ein. Das Gericht verurteilte diesen seltsamen Heiligen zu 5 I a h r e n 1 Monat Zuchthaus und zu 5 Jahren Ehrverlust. Ein Jahr restlicher Zuchthausstrafe und 3'e Jahre Gesangm's hat er außerdem noch zu verbüßen. Vielleicht doch etwas zu viel! Ein Beitrag zur Gtrasrechtsreform. Der Sittlichteitsverbrecher von Lichterfelde. Gestern behandelte das Amtsgericht Berlio-Lichter- j et d e gegen einen Menschen, der zu Anfang dieses Jahres in jener Gegerch sein Unwesen trieb. Sein letztes Verbrechen, das ihm zum Üvsrhängnis wurde, beging er in der Nacht vom Z zum 3 Januar. Die Frau eines Polizeioffiziers wurde am Kranaldplatz von einem jüngeren Mann belästigt, achtete aber seiner nicht. Der Mann oerf.algle sie jedoch und griff sie an der Ecke der Kies- und Lorenzstraße erneut an. Er schlug sie nieder und schleppte sie ein Stück weller bts zu einer einsamen Kirchhoffsmauer. Es kam zu einem heftigen Kampfe und schließlich ergriff der Manu die Flucht und entckam. Ungefähr eine Woche später wurde er in der Person des 26 Jahre allen früheren Kutschers und jetzigen Schuhmachers Erich G r ö n k e ermiUell und festgenommen. Er bestrill zunächst alles. Sein Midi aber fiel zusammen. Einige Tage später legte der Ber- hastete ein Geständnis ab und gab noch zwei weiter« Not- zuchtsversuche an jungen Mädchen zu. Grönke, der wegen NotzuchtSoersuches schon vorbestraft ist, erhiell für die drei Kalle eine Gesamtstrafe von 6s» Iahren Zuchthaus. Selbstverständlich muh das Publikum vor Menschen vom Schlage Grönkes unter allen Umständen geschützt werden. Es erhebt sich aber die Frage, ob dieser Schutz durch eine noch so lange Zuchthausstrafe tatsächlich gewährleistet wird. Kehrt der Gesetzesbrecher, durch den Aufenthall im Zuchthaus be- stimmt nicht geläutert, ins Leben zurück, wird er sich mll großer Wahrscheinlichkeit neu« Derbrechen zuschulden kommen lassen. Gerade bei rückfälligen Sittlichkeitsoerbrechern ist genaue st e Untersuchung auf den Geisteszustand des Rechtsbrechers notwendig, deren Ergebnis vielleicht die dauernde Internierung wegen gemeingefährlicher Geistes- krankhelt zur Folge hätte. Derarfige Erwägungen werden sicher auch bei den Beratungen über da» neue Strafrccht eine große Roll« spielen. Jugendarbeit. Eine Ausstellung in Tempelhof. Im Verwaltungsbezirk Tempelhof veranstaltet das Bezirksjugendamt zusammen mit dem Ortsausschuß für Leibesübungen und Jugendpflege eine Jugendausstellung Durch sie sollen die Jugendlichen und die Eltern darauf hingewiesen werden, wie die Organisationen für die Jugend ihre Arbeit be- treiben und was auf diesem Gebiet das Jugendamt tut. An der Ausstellung haben sich Organisationen der verschie- densten Richtungen beteiligt. Vertreten sind neben anderen auch die Sozialistische Arbeiterjugend, die Freie Gewerkschastssugend, die Freidenterjugend, die Freie Turnerschast,-die Reichsbonnerjugend, die Kindersreunde, die Jugendpflege der Kleingärtner. Gegenüber den beteiligten Organisationen ist volle Neutralität gewahrt worden. Man erhält willkommene Gelegenheit zu einem Einblick in das Leben und Treiben der Verbände, so daß die Entscheidung erleichtert wird, wie ein Jugendlicher sich zu den einzelnen Verbänden stellen soll. Das Bezirksjugendamt ist vertreten mit lehrreichen Darstellungen der Arbell in Jugendfürsorge, Berussberatung, Wander- und Herbergs- wesen, Spiel- und Sportpflege usw. Zur Eröffnung der Ausstellung, die am Sonntag ihre Pforten öffnete, waren erschienen Mitglieder des Bezirksamtes und der Bezirksocrsaimnlung, Vertreter des Jugendamtes anderer Be- zirke, Vertreter der Jugendorganisationen und auch der Lehrerschaft. Stadtrat Ewald,' dar Leiter des Bezirksjugendamtes und des Ortsausschusses, wies aus die Ausgaben des Jugendamtes hin. Nicht als Behörde will es angesehen werden, sondern als Helfer der Jugend, dem sie Vertrauen eillgegenbringen darf. Diese 2lus- stellung. die ein Bild von der Arbeit der Verbände und des Jugend- amtss glbt. ist für Tempelhof ein erster Versuch. Sie bietet reiche Anregung und verdient hoher, rege besucht zu werden. Untergebracht ist si« im Tempelhoser Realgymnasium, Kaiserin-Aiigusta»£tr. 19'20. Der Zutritt ist kostenlos. Die Ausstellung oleibt geöffnet bis einschließlich 17. Februar(Sonntag) täglich 17— Sl Uhr. Vier Streckenarbeiter getötet. Am Montasi nachmittag ereignete sich in der llläh« de» Bahnhoss Breslau-Nikolaitor ein schwerer Eisenbahnunsall. dem vier Eisenbahnarbeiter zum Opfer sielen. Ein Trieb- wagenzug fuhr In eine aus sechs Mann bestehend« Kolonne non Eisenbahnunterhalwngsarbettern, von denen vier sofprt ge- tötet wurden. Die Kolonne hatte offenbar infolge der durch den außergewöhnlichen Frost besonders starken Dampsentwicklung eines Zuges, der auf dem etwas tiefer gelegenen Nachbargleise fuhr, das Herannahen des Triebwagens nicht gesehen und durch die Ohren- schützer auch nicht hören können. Wieder ein Kaufhausbrand. Zwei Personen verletzt.- kottbus, 11. Februar. Im Kaufhaus Bodanjki brach heute nachmittag gegen 2 Uhr in der Abteilung„Puppen und Emailewaren" beim Austauen einer gefrorenen Leitung insolge Explosion der dazu benutzten S p i r i t u s la m p e Feuer aus. Die Flammen fanden in den Materialien und ihren Strohoerpackungen reiche Nahrung, jo daß innerhalb weniger Minuten die ganze Etage in Flammen stand. Die Bekämpsung des Brandes war wegen der starken Rauchentwicklung und wegen der herrschenden Kälte sehr schwierig, ein Uebergreisen des Brandes auf die Nachbar- grundstücke wurde aber oerhindert. Ein im 3. Stock wohnender Mieter, auf dessen Wohnung die Flammen bereits übergegriffen hatten, trug schwere Brandwunden davon. Er wollte sich durch einen Sprung in das Sprungtuch retten, wurde aber durch Ausschlagen aus einen Balkon schwer verletzt. Seine Frau konnte über die Rettnngsleiter geborgen werden, erlitt jedoch gleichfalls Verletz ungen. Beide mußten dem städtischen Krankenhaus zu- geführt werden._ Ltnfere Arbetterfamariter. Die unermüdlichen Helfer vom Arbeiter-Sam arfter» Bund, Kolonne Berlin, haben am Sonntag ihren Bezirkstag im Gewerkschaftshaus abgehalten. Die Kolonne Berlin hat nach der Säuberung von bun-dcssci)ädlichen Mitgliedern einen großen Aus- schwung genommen. Di« Arbeitssreudigkeit der Mitglieder hat es der Kolonne ermöglicht, zu allen Beranstattungen der Partei und Gewerkschasten zahlreiche Helfer zu stellen, und mit Ausopferung haben die Helfer ihren Dienst versehen. Der Geschäftsbericht, den die Genossen Machnigki und Zi c ae r gestern gaben, zeigte die gesunde Entwicklung der Bewegung. Die Partei hat bei 2273 Ber- anstaltungen Helfer angefordert, die 18184©icnftfttmden geleistet haben. Auch die Gewerkschaften, die Behörden und Sportorganii.:- tlonen haben sich Helfer von der Kolonne angefordert. In 4Ö000 Dienststunden Heien die Samariter an den Wasserstraßen in der Umgebung von Berlin zur Hilfeleistung berettzestanden. Die Finanz- läge ist gut. In diesem Jahr soll noch ein weitere» R« t t u u g s- b o o t angeschafft weiden, bei Saatwinke! soll ein Bootshaus«r- fteheir. Die Kwlonne rechnet bannt, daß auch die Behörden zu diesem Bau die Mittel zur Verfügung stellen worden. In 26 Samariter- kursei' sind im Berichtsjahr 399 Bunde smilglied-er ausgebildet Eirw Statistik zeigt die großen Erfolge. Durch das schnell« und energische Eingreifen der Samariter und Rettungsschwimm« konnten viele Menschen dem Tode entrissen werden. Allem dl« Rettungsschwimmer haben 65 Ertrinkende gerettet, bei denen we Wieder- velebungsversuche erfolgreich waren. Nach einer eingehenden Diskusston übe? den Geschäftsbericht und Anträge wurde der gefeinte Vorstand einmütig wiedergewählt. Im Vorderhaus hcrmanuftraße 124 in bieukölln geriet gestern nachmittag der D a ch st u h l aus anbekannter Ursache in Brand- Branddirektor Pozdziech rückte mit drei Löschzügen an. Nach ver- hältnismäßig kurzer Zeit gelang es. da« Feuer zu lokalisieren. Hilfe für unsere Kleinen. Die Reichsoersicherungsanstalt für Angestellte beteilig: sich, wie das Organ des Zentralverbandes der Angestellten „Der freie Angestellte" mitteist. feit mehreren Jahren auch an der fjeilsürjorge für Kinder der Versicherten einschließlich der Waijenrentenempfänger und der Kinder von Nuhe- geldempfängern im Alter von 6 bis Ifi Iahren. Sie führt diese li>eilsü! sorge nicht selbst durch, sondern überläßt die Durchführung den Fürsorgeaintcrn(Wohlfahrtsamt, Gesundheitsamt, Jugendamt und dergleichen). Krankenkassen. Vereinen, Arbeitsgemeinschaften und sonstigen Stellen, die der Bekämpfung der Tuberkulose dienen und die sich im Rohmen dieser Bestrebungen mit der Entsendung von Kindern befassen. Die Beteiligung der Reichsoersicherungsanstalt an dieser Hell- fürsorge für Kinder erfolgt in der Weise, daß sie eine» angemessenen Zuschuß zu den Kosten des Heilverfahrens gewährt. Das Heilverfahren beschränkt sich auf tuberkulöse, tubertu- losgefährdete, skrofulöse und rachitische Kinder. Bedingung für die Gewährung eines Heilverfahrens ist, daß durch ein von einem Facharzt auszustellendes ärztliches Zeugnis der Nach- weis erbracht wird, daß es sich um ein behandlungsedürftiges Kind bandest, bei dem Aussicht auf völlige Heilung oder weitgehende Besserung der genannten Krankheiten besteht. Die Gewährung eines Zuschusses erfolgt nur, wenn ein entsprechender Antrag vor Anlrill der Kur gestellt wird. Angestellte, die unter den gegebenen Voraussetzungen von der Möglichkell der Kinderheilfürsorgc Gebrauch machen wollen, müsien sich an die zuständigen Fürforgeämter. Krankenknsien usw. wenden. Anträge auf Gewährung eines Zuschusses sind von der entsendenden stelle direkt an die Reichsversicherungsanstalt für Angestellt«, Berlin-Wilmersdorf, Ruhrstraße 2, zu richten. Freie Sozialistische Hochschule. Der nächste Vortrag der„Freien Sozialistischen Hochschule" findet am kommenden Sonnabend, dein 16. Februar, 13!� Uhr, im ehemalige» Herrenhaus, Leipziger Str. 3, statt. Die Genossin Wally Zepler spricht über das Thema:„Wegweiser zum Sozialismus." Karten zum Preise von öl) Pf. sind zu haben im Bureau des Bezirksbildung»- misschustes, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Treppen, bei der Arbeiterjugend Groß-Berlin, Lindenstr. 3, 2. Hof, 2 Treppen, in der Buchhandlung I. H. W. DIctz Rachf., Lindenstr. 2, und bei den anderen bekannten Stellend Mit den Slärungen des Boxhagener Senders wird sich eine Protest Versammlung befassen, die der?l r b e i t c r- Rad o-Bund am Millwoch, dem 13. Januar, abends 19 J» Uhr, in den Comeniussälen veranstaltet. Referent ist Genosi« M. Felix Mendelsohn. das voltsbINmngsaml Neukölln deronkialtet am Donnerötaa, dem 14 Februar. LOIlbr, leinen zweiten Vortragsabend über zeit- genöllü-be Maler. Dr. Klau« Berger lpricht tm ltödttschen Saal, Berg» strabe Z47, über Käthe Kollwib. Ein reiches Lichtmalerial ergänzt den ?oitrag. Ter Eintrittspreis beträgt für Mitglieder der Kunstgemeinde 025 M., für(Säfte 0.40 M. Karten in den durch Anschlag bekannt gegebenen Zahlstellen der Kunstgcmeinde Neukölln. vir Ardeiterbildonzischnl« veranstaltet beute. Dienstag, 12. ftebroar, im 2. Srei» Setniifenfcort,(kemeinde'chule in Wittenau. Roicnthaler Straße. K crrmlinollurtus, Reserent Stadlarzt Dr. K o r a ch, Thema:.Kommunale Gesundheitspflege/ parieinachrichien für Groß-Berlin stet»-- da»««ztrlilekemirtm - Po«, i Xtev- recht», i« richte» SS.«K Ohr J tiÄspaeteuag. 3«.»dt. 1914 Uhr bei Bei-Iich, Weiße uburzcr Str. 1. Bortrag:.Sie pvli- tische Lage'. Referent Hans Bauer. ??.«i 19% Uhr gahlabende bei gcuae, Milaftr. 5. Mehlberg,«andnstr. 6. Reetz, Sonuenburzer Sit. 1. Woohsmana. Sleunstr. 10. Glanz, ttopen. Hagener Str. Z7. Bericht vorn Bezirksporteitog. 28. Abt. 19% Uhr Zahlabende bei Maatz, Prenzlauer All« D2. Barielt, Siirther Str. 19. Iäueckc, Hagenauer Str. 9. Rcchenberg. Choriner Str. 49. Aundel, Naslanienallec 29,90. Meyer, Oderderger«ir. 99. Die Mitteilung». olStter können von Ptnner, Tresckowstr. 90, abgeholt werden. 29. Abt. 19% Uhr im Altersheim, Daaziger Sir. 62, Bericht dorn Bezirk». Parteitag. Etatutcnbcratiing. vhr Zahlabende in de« bekannt e» S-tzale». Bericht sam Be, «ivienduuge» für dies« Rubrik sind Verl in SV«. Liudenitratzr 9. ° h�ee.�«haussceste. U. RrösDitglschetv-riammlnng.'«»üsag?''.zi»-a». 'O'''' firetfi Selch!»» Zreitog, 15. Februar. U% Uhr, " tusscestr. U, R»i-»!tgli«»«t»eriau'------ Reserent Knrt Heiulg, M. d.». - l �-tjatn-tHt- t— 7. Wtei» ebarlvttendueg. Engere Borstandssitzung nrit den Genossen der 3e!wngskommisfivn im Rathaus, Limmer 1, 191a Uhr. 10. Kreis Köpenick. Bildnngsauslibuh: gommilnalcr nuvsus. Bortragsabeich ht" fällt in dieser Woche 'geholt. Dr. Richard Lohmann tider.Etat, und Steuerre aus. Der Abend wird am Schluß des kturfus n< Heute. Dienstag. 12. Februar. 74. Abi.-lchlenborf. 1S% Uhr Funktlonärsstzung bei Schnarre, Potsdamer Straße. 99.?lbt. Renkilv. Versammlung aller SPT-ktonsummitglieder der 120. Ber. kaufsstelle bei Schauer, Treplower Str. 90. Mitgliederversammiungen und Zahlabende. Morgen. Mittwoch. 13. Februar. l. Abt. 19% Uhr im Hackeschen Hof, Noscnthaler Str. 40—41, Lichtbilder. »ortrag:.Bcrusskranlhtitc» der Arbeiterschaft." Referent Dr. Meyer- Brodnitz. 2. Abt. 29 Uhr bei Ohngemack.»ommondanienstr.«9, Bortrag:.Inter. essontcs Uber den Reimshaushalt." Referent Otio Faust. !. Abt. 19% Uhr im Saal l des Gewerischaftshauscs. Engclufer St— 29, Bor- trag:„Dir letzten �chn Jahre." Referent Wilhelm Landa. 4. Abt. 19% Uhr bei Stommel, Reue Friedrichstr. 1, Bottrag:„Sozio Item». kratie und jtonkordat." Referent Stadtverordneter und Rettor Gustav 5. Abt Bar der Abteilunasversammlung Besuch der neu eröffncten Bücherei in der Brunneu stratzc. Anschließend 20%, Uhr Mstgliederversammlnng im Rosenthalcr Hof, Rosenthalcr Str. 11—12. Vortrag:„Die Forderungen der Partei out lommunalem Gebiete und ihre Durchführung. Referent BUrgerrneistcr Schneider. 6. Abt. 19% Uhr bei Büttner, Schwcdter Str. 29, Bortrag:„Sozialtema. kratie und Zlonkordat." Referent Blired Domdey. 7. Abt. 19% Uhr Zahlabende. Döll, Bergsir 71. i nmlde. Schlegelstr. tz. Bortrag:„Unser Wehrprogramm." �Referent Ge»»ssi 19>„ Uhr Zahlabende. Döll, Bergsir. 7l. Reserent E. Riese. Bär. . Schlegelstr. tz. Boriraq:„Unser Wehrprogramm." Referent Genosse rnnoe. Nt'be, Strelitzcr Str. bö. Vortrag:„Soziale Bohnungspolitlk." Referent Otto Most. Architekt. Brira», Piluastr. l. Neuser, Bönen(it. 19. Abt. Der Zahlabcnd bei»lose ist verlegt in die Lützowllausi, Llltzowsir. öl- Vortrag:»Die politische Lage." Referent Hermann Wäger. Ferner gah). abcnde uin 20 Uhr bei Meyer, Lützowslr. 7. Bericht über den Bezirlspartei- tag. Rcfrrent Genosse Appclt. Seiler, SIcinmctzstr. 29. Borlrag:„Die volitische Lage." Referent Franz von Pulttamer. Leuschncr, Elsholzstr. 5. Bericht vom Bezirlspartcilag. Politische Lage. Referent Michael Sirschberg. Richert, Steinmetzstr. 96-, Bortrag:„Die Britische Arhrllerpartei." Refe rrnt Wilhelm Floerke. 9. Abi. 19% Uhr im Artushof. Perlebcrger Etr. 29, Vortrag:„Kommunal. volitik." Referent Stadtrat Julius Bcthge. 10. Abi. 20 Uhr bei Borr, Kirchsir. 19, Bortrag:„Die Psychologie der Jugend und ihre Erziehung zur Gemeinschaft." Reierent Heinrich Hellwig. 11. Abt. 19% Uhr bei Berger, Levctzomstr. 21 Ecke Zaqowstraße. Bartrag: Lic Umbildung der Reichsregierung." Reserent Gerhard Kramer. 12. Abt. 19% Uhr bei Nachtigall� Beiißelstc 92, Bortrag:»Innen- und außen. politische Streifzüge." Referent Adolf Wuschick. 19. ödt. 19% Uhr im blaue» Saal des Patzcnhofer, Tiirmstr. 25, Bvrtrag: ..Strukturwandlungen in der deulschcn Bolkowirtschaft." Referent Stadt. rat Karl Wermulh. 1t ilOt. 19% Uhr Zahlabendc bei Gottschalk, Putbusser Str. 24. Stork, Put- busser Str. 14, Ulch Schulz,»raunstr. 41. 15. Ab«. 19% Uhr Zahlabendi bei Dohm, Linelaplotz 7. Kurkowski. Feldstr. 9. Berichterüatrung vom Bezirksrarteitoz. 17. Abt. 19z: Ubr Zahladcnde bei Schreiber. Tristste. W Lerfszi. Tegeler Ecke Lvnarstraße. und Reuenkirch, Triftftr. 49. ltz. Abt 19% Uhr Zahlabende in den dekannten Lokale». Zah labende Sachs«, Bortrao:„Allgemeine und frei« Wohlfahrt." 1». Abt. 19% Uhr gemeinsamer Zahlabend in der Grauen Schul«, Gvtenburger tu Abt/' 18% Uhr Kablabenbe bei Brossu». Oudenard« Straß« Eck, Reinickendorfer Strotze. Referent Paul Pctzel. Vöhm, Marstr. 18. Referent Dr.. Grnnwo'h Dan mc, Schulstr. 24. Referent Richard Ladner. Hilmann, Nazaretkkirchstr. 41. Ri'crcnt Paul Ambrosius. Kroll. Utrechter Str. 21 %r. Leroin. Menar, Prinz-Euaen-Str. 7. Referent Bernhard Klein.. Schrsdel. Antvnstr.». R-ferrnt Fritz Lulow. Wtvclt. Schulstr. 114. Refe. rent Otto Marinutb. Schob-. Adolfstr. 12. Referent Richard Büttner. 32. Abt. 19% Uhs Katlabsnde bei Bartsch, ffehmarnstr U Loschke, Amwerpener Straße 9. BorkowIZti, Brüsseler Sir. 49. Senkel, Utrcchter Str. 10. H-rm-, ?nü?orür. 20«...,— �, 23. Abt. 19% Ubr Kahlabend mtt Bortrag: LewandowsN, Seestr. 104:„Unser «amvf um die Macht", Genosse Lösche: Grunewald. Kameruner Str. 19, Woblfabrt-aufgaben d«r Kvmmnne", Genosse Hinsel: Gutichow. Transvaal. straße 29...Arbeiterhaushntt � Not der Landwir'schafst-. Genosse Turß: Tictzc, Darwßsir. 9, Gen Dr. Lewin: Mollnau. Müll-rstr. e2a,.�ssohnung». fragen", Genosse Blaschzik: König, Otavistr. 97,»Arzneiwucher und Pro- letariat", Avsth�ler Genosse Herlitz. 24. Abt. 19% Ubr.«wtpven-ahiabende. 1. Gruvve: Roßner, ImmanueMrch. straße 2b, Bortrag:..Wirts»as>-fr-a-n". Referent Senoss« Winner. 1» Gruvve: O'bkschläaer. Winsstraße Eck- Christburger Straß«. 2. Gruppe: Ssgri, RablonMste. 9,«ortroa:-Der Aufbau unsere» Etat«". Referent FeiNi Fliga. 3. Gruppe: nosse» Zessar». lg, Eoruun»Eni na»Si r. 51. Bvrtraq de» Ge» 9«. Abt. 19% Uhr Zahlabendc. Bezirk 90. 91: Pohst. Schröter, Pappelallee 94. 97: Schmidt, Pappclallee 80. 98—99: Haffmann, Lychener Str. S. 114—120: Wahnlopf, Eormcn.Eylva.Str. 123. 121—123: Scitlcr, Knzowstr. 10. 124— 124«: Rieberyall, Earmen-Enloa-Str. 22. 31. Abt. 1»% Uhr Zahlabendc bei Goldschmidt, ötolvischc Str. 38. Meißner, Schivelbetner Straße. Schwarz, Bornholmcr Str. 8. 32. Abt. gahlabende 19% Uhr folgende Lokale. Gruppe Wartmann in Schmidt» Gcscllschaftshaus, Fruchtstr. 38«. Gruppe Tröder bei Kleinitz, Breslauer Str. 25. Grvpp« Duchoianu bei Drescher, Etralauer Platz>>. Gruppe Meister bei Kränier, Rarkusstr. 16. Suppe Fiedtkau bei Kromp. Hardt, PauI-Singer-iStr. 49. Referat:„Irrwege im SetzuaUeden." Reierent ihcnosse Schiemann. Der Zahlobend der Gruppe Kluge findet erst am Donnerstag bei Baientin, Krauiftr. 96, statt. 33. Abt. 19% Uhr Gruvvcuabendc bei Werwlla, Hoffmann unb Abraham. Tagesordnung: Der Bezirlsparteiwg. 3t. Abt. 19% Uhr gahlabende w Eomcniuefälea, Memeler Etr. 67. Referent Bruno Theek. Heese, Memeler Sir. 69. Referent Genosse Lau. Lokal Ro. mintener Str. 7. Referent Genosse Kaunetzty. Lotal Eadiner Str. 10, Bor. Str. 109. 92—64: . Schreiner» W.WW.____ W allen Zahl. äbcnden Be rillst vom Bezirtsparteitag. 97. Abt. 19% Uhr Zahlabendc. U Bezirk: gepke, Ebertyftr. 7. 2., 9. Bezirk: Ierafch, Sbertystr. 10. 4., S., 6. Beziri: Ralchke, Matternstr. 14. 38. Abt. 19% Uhr Zahlabcnbe In sämtlichen Bezirken au bekannter Stelle. In alle» Zahlabenden Referat«. Bi, zum 24. Februar führt Senoss» Otto Grünler, Koppcnstr. 4«. vorn IV, die Geschäfte der Abteilung. 39. Abt. 19% Uhr Treulieb, Wilhclmstr. 114, Berichterstattung vom Bezirks. parteilag. 26« Abt Zablwvege» ftlllh tz Uhr im Lokal ,Z»M Mohren", Zerulalrmrr Sieatze 9, Vortrag!.Verl!» in der Zukunft." Referent Genosse Pantee. 41. Abt. Um 20 Uhr gahlabende tu folgenden Lokale»! 1. Gruppe: Restaurant Södel, Tempelhofer Ufer 6. Bczirlsoerordneten.Borstcher Gerber spricht über:»Die Sozialdemokratie in der Bergangenhrit und Gegenwart." 2. Gruppe: Restaurant Beinhof, Brlle.Alliance,Etr 74». Bericht vom Bc- zirksparteiiag. Referrnt Senoss« Betnnrek. 3, Gruppe: Restaurant Fechner, Fidicinstr. 4. 4. Gruppe: Restaurant Schuster, Ehamissoplatz 4. 5. und 6. Gruppe: Restaurant Lutz-, Bcrgmannstr. 99. 7. und». Gruppe: Rrstou- «rat Schult, Mariendorfer Str. 6. 42. Abt. 19% Uhr gahlabende bei Hvehlk«, Bergmannstr. 69. Seibaal Willi. bald.Aleris.Str. 5. Bogler, Mittenwalder Str. 16. Wiersdorfs, llrdai 46. Abi.»% Uhr bei Burckharit,«örkttzer Str. 32.«btrkwnssv-rsammlmet. Die Zubilare werden um zahlreiches Erscheinen gedeieu. V 47. Abi. 16% Uhr gahlabende. Bezirk 82. 89: Lokal Tünp«, Zn�Ich!� 60. tlung de...._______ I__ Bezirk 98/100: Eiedeulopf, Muekauer Str. 95, Borivag:»Di« Krantcnver, stcherung der Arbeiter und Angestellten." Referent Bezirksverordneter Karl Sieoert. Bezirk 101—105: Lokal Lehunran, Muskauer Str. 1 Eck» gcughos -rillst des Genossen Karl Iacodi vom Bezirkspartcitaa. n Gliestngs Festsälcn, Wassertorstr. 68, Mitglt ederpersamm- straß«. Beri> 4«. Abt. 20 Uhr in -rieht Mlung. Bericht vom Bezirtsparteilog. Eharlottenbneg. 51. Abt. 19% Uhr gahlabende. 1. Gruppe: Schellbach, Königin. Elisabeth-Str. 6, Vortrag:„Die wissenschaftlichen Grundlagen de» Sozialismus." Referent Rudolf Abraham. 3. Gruppe: Dörr«, Danckilmannst. ltz. Obiges Thema. Reserent Simon Katzenstei». 2. Gruppe: Zahlabend mit Bortrag tm Lokal Sophie-Charlotten-Str. 88.— 52. Abi. 19% Uhr bei Rifch, Kailcrin.Augusta.Alle« 81. Vortrag:„Der Mensch der Zukunft." Refe. rem Gottlicb Reese.— 53, Abt. 20 Uhr Zahlabende: 1.— 2. Bezirk: Bei Refere �>W»M pirrenz. 3— i Vczlrt: Bei Lux, Huttcnstr. 26. 5�-6. Bezirk: Bei Steininger, outtcnstr. 34.„Arbeiteoabstinenienbeu - 54. Abt.« Uhr gobiabendc im �....------------..... Möller, Franklinstr. 1». Berich» vom Bezirtspartciiaq und Siellungnahme zum Kreisvertretertag.— 55. Abt. 19% Uhr bei Reimer, Wilmersdorfcr Straß« 21, Vortrag:„Der Kampf um die weltliche Schule." Referent Wil. Helm Schmücker. Bericht vom Bezirtsporteitog. Parteiangelcgenheiten.— 56. Abt. 19�2 Uhr Zahlabendc. t. und 3. Ärupp«: Ltersch. Santstr. 62. 2. Gruppe: Ioetowiack. Hvlgrndorffstr. 29. Reuwahl der Abteilungsleitung. — 57. Ab». 20 Uhr gahlabende. l. Gruppe: Arndt, Kantftr. 5t. Borlrog: .Fürforae tn Preußen." Referent Genosse Bychelderg. 2. Gruppe: Thunack. Wielandstr. 4, Vortrag: fugend in Rot." Referent Dr. Bernseid.— . Abt. 19% Uhr im Ranke.Haus, Rankestr. 4, vorn IV, Bortoag: �latholi» zismus und Sozialismus." Rcscrent Dr. Rudolf Zoppen. Bericht vom Bc. ung." Referent Genosse Durghardt. »dheim Rosinenstr. 4 und bei zrilsporieitag. 39. Abt. Spandan. 20 Ubr tm Lokal«önig. Pichelsdorf«! Str.«8. Bortrag: Wiersdorff, Buhr, Blücherstr. 98. 63. Abt. 19% Ubr Zahlabende in den bekannten Lokalen. ' Zah llrbanstr. 6. Bezirk USUS»: bei ' Referent 44. Abi. 19% Ubr in der Schul«, Marianneustr. 47, Bericht über de» Bezirke- parteitag. Aussprach« über das Wehrproyranun. Braun, Bärwaldstr. I Abt. 19% Ubr giblM»MWW>»W»>W»» Frankenliaufer, Iahustr. 15, Bortrag:„Unser Sehrprogromm." Maximilian Lange. Abt. Spandau. 20 Uhr im Lokal König. Pichelsdorlec „Die Wehrfrage." Referent Franz Joses FurtwSngler. 62. Abt. Siemc-sftabt. 20 Uhr im Lokal Morsanbt, Roniundamm-Allee, Ab- teilunqsversammlung. 67. Abt. Grunewald. 20 Uhr im Bahnhofsrestanrant Wnrzbachor, Bortrag: „Das Konkordat." Referrnt Georg Müller. 66. Abt. H-lenfee. 20 Uhr bei Sandmann, W-ftfstlifche Str. 62, Bortrog: „Preußen und das Konkordat." Referent Rekwr Richard Schröter. Wilmersdorf. 79. Abt. 20 Ubr bei Kroibs, Holsteinische Str. 60, Aussprache üller den Bezriksparteitag und de» Parteitag in Magdeburg.— 71. Abt. 20 Uhr bei Lau, Sildegardftr. 14. Bortrag: Pflichte» und Rocht« der Krankenkassen. Refcrent: Richard Engelhardt.— 72. Abt. 20 Uhr bei Rosenauer. früher Sengcbnsch. Laubacher Straß« Ecke Barzinrr Straße. Bortrag: Die Frau in Politik und Wirtschaft. Referentin: Käthe Kor«. 79. Abt. Schmargendorf. 20 Uhr im Deutschen Haus. Breite Str. 34, General. veriammlunq. Torstandsneuwahlen. 76. Abt. Dahle«. 20 Uhr bei Schilling. Dahkopt-Sorf. fehl wichtige Mit. {lUeberve rsmu atUt N8. lneberg. 77.«bi. 80 Uhr gablabend. 4. Bezirk: Lokal will. Martin-Liitber. straße 69. Vortrag: Da» Wehrprogramm. Referent: Dr. Gerhard Luckow.— 78. Abt. 19% Uhr gcmeinfamer Zahlabend. 1. und 2. Bezirk: Wondtk'. Bahnstr. 25, Borlrag:.Arbeitslosen-ersich-runa und«ri- senfürsorge." Referent Genosse Echlink».— 8. und 4. Bezirk: Rosen- thal, Ebersstr. 66. Bortrag: PoUtifch« Tageofraae». Referent: Dr. Shajes. 79.«bi. 19% Uhr Zahlabend,: 1. Beziick: Arndt. Bautzen» Str. 10.— 2. Bezirk: Srunow, Geßlerstr. 13.— 8. Grupve: Ritsch, Siegfriedstr. 9.— �Vas sagt 6er Bär? LINCN r 9 \:i�y Kl**' � M Wnv füN pÄ/ßV m & :£ Ä in Nu. m M t Ov m. m Was wäre das Leben ohne die fröhliche Feschingszeii, in der Prinz Cernev-el sein Zepter schwingt! Doch neben ihm regiert als weitere 0Freudespenderin die Stunde •MöseMMano Berlins meistgerauchie 4$ Cigarette 4. W« 6. Sejitf; 9»|, Eeionstr. 17.— 7, JVjirt; Podszn«, Sachsen- 6am*t 40.— 8. Scüitt: Siedlung Lindenbof im Ledmenhe.m.— In allen Iahlabenden Berlckite vom Kreioverteter- und Bezirlsvarteitag.— 80. Abt. 19V4 Uhr im Helmholtz-Gnmnasium, Rubensstraße, Vortrag: Partei- und Regierungspolitil. Referent: Richard Meier.— Dieienigen Mitglieder, welche nach Magdeburg fahren wollen, werden gebeten, ihre Adressen noch »or dem IS. Februar dem Genossen Hans Wessel. Frecgeftr. 81. anzugeben. Evtl. Meldung auch am Mittwoch in der Mitgliederversammlung.— 82. Abt. Stcgliß. UM Uhr Iahlabende. 1. bis 4. Venrk: Schellhaas«, Ahornstraße Iba.— s. und 0. Dezirl: Sclir, Bismarckstr. KZ, Bortrag: Steuer- fragen.— 7. Bezirk: Lokal in SUdende, Lichtcrfeltcr Str. l.— 8. Bezirk: Lokal..Iaubcrfranz", Berg» Ecke Lauenburger Straße.— 9. Bezirk: erst am Sonnabend, 1K. Februar, um W Uhr, Geselliger Fahlabend. Mussk, Reziw- tioncn. Tanz. Bei Wernicke. Berlinickeftr. 1. 88. Abt. Lichterfclde. 12M Uhr bei Schmidt, Hindenburgdamm Ecke Roonstraße. Bortrog: Di« Weimarer Verfassung. Referent: Dr. Rogge. 88. Abt. Zempelhof. 20 Uhr Iahlabende, l. Bezirk: Lokal Iiegner, Borussia. siraße 70. Referent Gerlach: Schulpolitische Fragen.— 8. und 4. Bezirk: Lokal Gräbert, Alcrichstr. ZI, Ecke Ottokarstraße...Kommunale Arbeit". Referent: Burgemeister.— S. Bezirk: Lokal Schäfer, Ringbahnstr. 12. Referent H. Schlarvc:„Die Jugendbewegung."— 7. Bezirk: Lokal Wanzlich, .. Eschersbeiincr Ecke Oberlandstraßc. Jugendpflege und Jugendfürsorge. 81. Abt. Maeiendorf. 20 Uhr Iahlabcnde. l., 2. und 7. Bezirk: Reurnaner, Echöneberger Str., Vortrag: Moderne Jugendfürsorge. Referent: Stadt» amtmann Westohal.— 8. bis 6. Bezirk: Niendorf. Ehausseestr. 19. Bortrag: Die politische Lage. Referent: Dr. Alcrander Schönbcrg.— 8. bis 10. Be» zirk: Schräder. Fricdenstr. 6, Bortrag: Die politische Lage. Referent: Georg Richter.— Außerdem Bericht vom Bezirksparteitag durch die Genossen Grapentin, Günther und Kllter. 87. Abt. Marienkeldc. 20 Uhr bei Schuster, Kirchstr. 68, Vortrag: Stadtvolk .. und Landvolk in der deutschen Repukklik. Referent: Otto Albrecht. 88. Abt. Lichtenrade. 20 Uhr in der Schule, Roonstraße. Mitgliederversammlung. Neukölln. 89. Abt. 19�6 Uhr Iahlabende. 1. bis 5. und 7. Bezirk: Grommeck, Sanderftr. 10.— 6., 11. und 12. Bezirk: Brandt, Bfliiger» Ecke Nansen- straße.— 9., 10., 18. und 10. Bezirk: Fischer, Kobrechtstr. 64. Bericht vom Bezirksvarteitag.— 99. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlungen in folgen» den Lokalen: 18. Bezirk bei Rüdiger, Lohmühlenstr. 86. Referent: Genosse Decker.— IS. und 26. Bezirk bei Zahn, Fuldastr. 4S. Referent: Genosse Dr. M-ndelsohn.- 16. und 25. Bezirk bei Echönfisch. Weichselstr IS.- 17. und 24. Bezirk bei Lehmann. Tellstr. 8.-22. Bezirk bei Klemt. Berliner Straße 101'.— 28. und 36. Bezirk bei Echabeiko. Weichselstr.».— 84. und 48. Bezirk oei Kleniß, Flughafcnstr. 7.— 85. Bezirk im Zdealkassn», Weichselstr. 8, Referent: Gen. Grabe. Zn allen Bezirken Bericht vorn Bezirksparteitag.-»2. Abt. Iahlabende finden pünktlich 20 Uhr Natt für die Bezirke 14, 29 und 80 im Lokal Sauter. Harzer Str. 88, Dortrag: Sozial» vcrssisierung. Gen. Backhans.— Bezirke 27 und 28 im Lokal Sikorra. Schandouer Str. 1 Ecke Elbestraße.„Der Bezirksparteitag".— Bezirke 82 und 88 im Lokal Künig. Wildenbruch- Ecke Weserstraße, Vortrag: Aufgabe» und Tätigkeit des Neuköllner Wohnungsamtes. Gen. Stadtrat Waldheim.— Bezirke 31, 44, 45 und SS im Lokal Wolf, Kais-r.Friedri.z Uhr Iahlabend«. Bezirk �79. 89 uiid 92: Tußki. Leincstr. 1, Bortrag des Gen. Willi Großmann.— 90., 91. Bezirk: Eturmecke. Wartdestr. 47. Vortrag: Di- wirtschaftsvoliiische Lage. Referent: Ealo Koppe.— 104., 105. und 106. Bezirk:«rüaer. Emser Str. 87, Bortrag de, G-n. August Seitmann. M. d. L. Zn sämtlichen Iahlabenden Bericht vom Bezirksvarteitag.— 98. Abt. 19M Uhr Iahlabende. 108.. 109. und 110. Bezirk: Teich. Knesebeckstr. 185.— 111.. 112. und 11». Bezirk: Böcker. Delbrückstr. 55.— 114. und 115. Bezirk: Borowiack. M-ri-nAorker Weg 7.— Statutenberatnng in asten Iahlabenden. 99. Abt. Briß-Buckow. 19� Uhr Iahlabende. 1. Bezirk: Linden park. Chaussee. straße 19.— 2. Dezirk: Lecker, Ehausseestr. 96.— 8.. 5. und 6. Bezirk: Gutschmidt. Büraerstr. 4849. Vortraq: Die Elektrizitätsversorgung oon Mroß-Berlln. Referent Stadtrat Rudolf Schlichting.— 7. Bezirk:«roß» Siedlung. Lokal Buschkrug. Rudower Str. 49. Sozialdemokratie und Wehr. Macht, Fortsetzung der Aussprache.— Buckow. Lokal Discher, Chaussee» straße 12. J01. Abt. Treptow. I9V4 Uhr Iahlastend«. 1. Bezirk' Lokal norm. Stephan, Graeßstr. 1.— 2. Bezirk: Lokal Krüllstr. 1.— 8. Bezirk: Elseneck. Kiefholz» Ecke Elsenstraße.— 4. Bezirk: Lokal Veermannstr. 10.— 5. Bezirk: Falken- Hagen. Reue Krunallec.— Zn asten Iahlabenben Bericht vorn Bezirks- Parteitag, im 4. Bezirk: Sozialverstcherung, Referent: Gen. Livinski. 198. Abt. vberschZneweib«. 19'4 Uhr Iahlabende. 1.. 2. Bezirk: Lokal Knappe, Wcstendstr. 17, Bortrag des Genossen Georg Stiealiß.— 8.. 4. Bezirk: Lokal Winkler, Wilhelminenhofer Str. 82h, Referent: Will» Schneid.— 5., 8. Be- z>rk: Lokal Emmerich, Wilhelminenhofer Str. 64, Referent: Will» Roggerer. Thema in allen Iahlabenden: Die wirtschafisvolitifche Lag«. 194. Abt. Ri-d-rschön-weid«. 1915 Uhr im Lokal BrückenNause. Brücken str. 15, Bortrag: Preußen und da» Konkordat. Referent: Stadtverordneter und Lehrer Hans Wovwod. 1». Abt. Adlershof. 20 Uhr im Lokal Lehngut, Ledanstr. 8. Portrag: Sozial- dcinokratie und Reichshaushalt. Referent: David Etetter. 166. Abt. Zohannisthal. 1915 Uhr im Lokal Botha. Stubenrouchstraße. Vortrag: Die Umbildung der Rcichsregierung. Referentin: Clara Bohm-Schuch, M. d. R. Alt-Glienicke. Falkenberg. 1914 Uhr im Lokal Iostian, Alt-Glienlcke, Köncnicker Ecke Grünauer Str. Vortrag: Einheitsstaat und Berwoltunas- reform. Referent: Mar Gillmeister. Parteianoeleaenheiten und Ber» schieden»?. Die Vorstandsmitalicder lomme» um 19 Uhr zusammen. 108. Abt. Köpenick. Die Iablabend« fallen in diesem Monat aus.— Dafür ... geeitaa, 15. Februar. Zabresverfammlung. HO. Abt.«riinan. 20 Uhr bei Werne«. Kövenicker Str. 125. Bortrag: Webrfrag« und Sozialdemokratie. Referent: Sann, S. Kamm— Reuwahl der Ab- teilunasleitiiug. Ist. Abt. Bohnsdorf. 20 Uhr bei Seimann, Waliersdarfer Str. 100. Iablabend. Lichtenberg. 114. Abt. 1914 Uhr Iahlastende. 4. Gruppe: im Lokal„Ium Propeller�, Grvvhius- Ecke Zrenenstraße, Bortrag: Die Wahlrechtsreform. Referentin: Elvira Krüger.— 1. bis 8. Gruppe: Scheufke. Erossenei Str. 14. 115. Abt. 1914 Uhr Iahlabende. 1. Gruppe: Stöber, Zunnstr. 28. Vortrag: Die Konslimbewegunq. Mit Lichtbildern.— 2. Gruppe: Lohann. Zun». Ecke Oderstraße.— 3. Gruppe: Radtke, Mügael- Ecke Scharnweberstraße.— 4, Gruppe: Seipke, Kronvrinzenstr. 47. Zn allen Gruppen Bericht vom Bezirksparteitag.- 116. Abt. 1914 Uhr bei Albrecht. Barbagener Str. 62. Bortrag: Unser Wehrvrogramm. Referent: Dr. Norbert Marr.— 117. Ab. Schule, Lückstr. 00, Bortrag: Der Kampf um die weltlich« Schule. Referent: Wilhelm Miethke.— 118. Abt. 1914 Uhr bei Tempel. Gildrunstr. 7. Vor- siMss: Politik. lind Wirtschaft. Referent: Eduard Iachcrt. M. d. L.— 119. Abt. 1914 Uhr im Gesangssaal des Lyccum». Rathausftr. 8. Bortrog: ..v"Soziale Gcrichisbilfe". Referent: Rcgierungsrat Krebs. 129. Abt. Fricdrichsfelde. 20 Uhr in Wiehe» Gesellschaftsbaus,«ilhelmstr. 88. Znvaliden. und Unfallversicherung. Referent: Gen. Schubert. 121. Abt. Karl-Horst. 20 Uhr im Deutschen Saus, Stolzenfels straße, Bortrag: Staat u»d Politik. Referent: Gen. Scheffel. M. d. R. 122. Abt. Bieeborf. 20 Uhr Iahlabend bei Porath, Mar-ahner Str. 81. 12Z. Abt. Kaulrbors. 20 Uhr in der Schüßenklause, Hönower Str. 5, Portrag: „Die Baumwolle, ihre Entstehung und Berarbeitung." Referent Genosse Bolcke. 124. Ab». Rahl-dors. 1914 Uhr Iahlabeude bei Ander«, Bahnhofstr. 87: Lokal Nordstern, Hönower Str. 49. Bericht vom Bezirksparteitag. 125. Abt. Weißens««. 20 Uhr in der Borusssa-Braucrei, Berliner Allee A4, Bortrag:„Kommunalpolitik." Referent Stadtverordneter Ernst Arndt. 127. Abt. Hohenichönhanse». 1914 Uhr im Berliner Hof. Berliner Str. 99, Vortrag:„Unser Gehrprogialnm." Referent Carl Eitle, M. d. R. 126..'189. Abt. Pgnlow. 19' i Ubr Iahlabende. 1. Bezirk: Lokal Roack. Kaiser» Friedrich�tr. 58. Parteiangrlegenheiten. 2. Bezirk: Echweizcrhütt«, Mar milianstr. IIa. Vortrag:..KommunalpolitisGes." Referent W:lli Wal ff. Bezirk: Kühne, Mühlen», Ecke Brennerstraße. Bortrag:„Die Iusaimnenarbeit der Rarte! und Gewerkschaft." Referent Friß Saar. 8. Bezirk: Drener. Kissingenstr. 4. Vortrag:„Die Revarotionsregeiun« »nd die wirtschaftliche Lage Deutschlands." Referent Dr. von Ungern- Sternberg. 4. Bezirk: Klemm, Berliner Str. 119. Bortrag:„Was er» warten wir vom Magdeburger Parteitag?" Referent Dr. Alfred Korach. 6. Bezirk: Reumonn, Damerowstraße. Vortrag:„Außenpolitisches." Referent Georg Raible. 7. Bezirk: Sängerheim, Florastr. 98. Bunter Abend. 8. Bezirk: Forsthaus, Wollankstr. 115. Bortrag:„Bas wird in England?" Referent Paul Bernstein. 9. Bezirk: Huth, Wollankstr. 81. Äorrrag: „Kulturfragen." Referent Arthur Rachow. Seiueredorf. 20 Uhr Iahlabend bei Schulz, Tiniusstr. 60. 181. Akt.»Riederschönhauien. 29 Uhr im Lokal Saasfovti, Norden 9, Bunter Abend mit Liedern zur Laute. Rezitationen sGlaßbrenoer, Wilhelm Bnfch), Lichtbilder« uiw. Eintritt frei. «-»i»« Blankenfelde. 29 Uhr im Lokal Müller, Schildower Str. 3, Mitglieder» »erfammlnng. 132. Abt. Blankenburg. 20 Uhr bei Klug, Dvrfstr. 2. Neuwahl der Abteilung, leitung. Bericht vom Bezirksvarteitag 138. Abt. Buchholz. 20 Uhr hei Rossack, Hanptstr. 71. gahlabend. Reuwahl de» Vorstandes. Bericht vom Bezirksvarteitag. 184. Abt. Bncki. 20 Uhr im Lokal Göpfert. am Bahnhof, Vortrag:„Bcrwal- «ungsreform". Referent Albert Falkenberg. M. b. R. 1X7. Abt. Reinickendorf-Oft. 19'.4 Uhr Iahlabende. 1. Bezirk: Kemnitz, Graf» Rödern-Allce. 2.-6., 10., 11. Bezirk: Rochhaus, Restdenzstr. 156. Referent Genosse Scholz. I.Ii. Bezirk: Sleinboch, Schillerpromenadc 48. 12./14. Be. zirk: Spindl«. Hansa». Ecke Seestraße. 1Z./1K. Bezirk: Neumann. Pan. kowcr Alle», Eck« Provinzstraß«. 17./21. Bezirk: Ww. Brückner, Provinz- straße. 137.«bt. R«4nickenborf.«est. 20 Ahr im Polkghaus, Scharnweberstr. U4, g» nuinfame» Iahlabend für alle Bezi�e. Bericht vo» Bezirkaparte itag. 199. Abt. bei»Mors.» Uhr im Lokal Okrent. Berliner, Elke Bahnhosstraße. Bortrag:„Die Aufgaben de» Magdeburger Parteitages." Referent Theodor Kotzur. 139.«dt. Tegel. 20 Uhr im Alten«rua, Houptstr. 14. Tagesordnung: Bericht vom Kreistag. Bericht vom Bezirlsparteilag. Oertllche Parteiangelegcn. heiten. 14«. Abt. Barstgmald«. 1914 Uhr im Lokal Wottfchach, Ernststr. 1, Vortrag: „Innen, und außenpolitisch« Tagesfragen." Referent Redakteur Wolfgang Schwarz, Bericht vom Bezirksparteitag. Parteiang-Iegenheit-n. 140» Abt. Wittenau. 20 Uhr im Lokal Schul», am Bahnhof, Mitgliederver- fammlung. Referent und Thema werden in der Mittwoch-Morgenausgab« bekanntgegeben. 141.«bt. Rofenthal»nd«iederschinhauIen.Sest. 20 Uhr gahlabent im Lokal Sofmann, Edelweißstraße. 143.»bt. waibmannslnst. 20 Uhr Im Lokal Schmifchke, Waidmannstr. 4, Bor- trag de» Genossen Ott» Iiska. Zlrbeiterwohlfahrt. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Donnerstag, 14. Februar, 19 Uhr, Aktenausgabe an bekannter Stelle. Um allen Helfern die Möglichkeit zu geben, an dem Bor- trag des Jugendamtes teilzunehmen, werden die Abteilungsleiterinnen gebeten, das Material in Empfang zu nehmen. 7. Kreis lhaelottenbneg. Freitag, 15. Februar. 20 Uhr, Rathaus Ehar. lottenburg, Iirnrner 2, Sitzung aller in der Wohlfahrtspflege tätigen Genossen und Genossinnen. Tagesordnung: 1. Neuwahl. 2. Referat Jude: an: Fortsetzung des I. Bortrage» über„Die Ardeitslofenoersicherung und Wohlfahrtspflege". Zungsozialisten. Gruppe Tempelhof-Morienbses! Dienstag. 12. Februar, 20 Uhr, im Jugend- heim Germoniastr. 4—6, Bortrag:„Brobleme der internationalen Arbeiter- bewegung." Achtung, Gnppenleitr»! Heute, Dienstag, 12. Febrnor, pünktlich 19 Uhr, im Bnn», Albrech tstr. 11,»ruppeatonferen».—»chtnng! Der Arb«!t»-»,fchuß kommt»« 1814 Uh» ebenbort znsammen. Gruppe Lichtenberg: Heut«, Dienstag, 20 Uhr, im Jugendheim Gunter- straße 44, Bortrog:„Außenpolitische Fragen." Geburlskage, Jubiläen usw. 24.»bt. Z»»»II« Rüstigkeit vollendet heut« unsere»enosfln Frieda Kitt«, Winsst». 54, ihr 60. Lebensjahr. Unier« deste» Wünsche für ihre» ferneren Leben»»««. Sozialistische Arbeiterjugend Groß'Verlin wnsendnagen(Or»lese Rubelt imr an das Z-sevdsetrrtaeta» Berit» GW 06. Ilndensseat«> Magdebnrgfaherel Sonnabend, 16. Februar, 18 Uhr, in der Aula der Schule D-nziger Str. 28, Ueben de, Brwegungochors. Alle Magbeburgfahrer müssen erscheinen. heule. Dienstag, 19% Uhr. KSÜnifcher Park: Tagesvolitisch« Rundschau. Wir tagen bis auf weileres nur Dienstags im Heim Landsbrrger Str. 50.— Gefundbruuue» I: Heim Goten. burger Straß«.„Bub und Mädel."— Webding-Roed: See», Eck« Turiner Straße.„Jugend und Militarismus."— Arnsmald« Platz: Rastenburger, Eck- Wehlauer Straße.„Moderne Romanliteratur."— Rordosten: Danziger Str. 62 (Baracke 8>.„Die Frau und der Sozialismus."—»eißeuiee: Parkstr. 88. „Max. Barthel. Abend"— Wirlher Platz: Kastonienalle« 82.„Gistgaskrieg."— Schänebe», I: Hauptstr. 15..Tagesvolitisch« Fragen."— Schineberg IV: Hanptstr. 15.„Die seelische Rot der Jugend."— Britz Ii Ehausseestr. 48. „Tagespolitisch« Fragen."— Renkäll» I: Sander., Ecke Hodrecktstraß«. „Moderner Eozialiam«,,."— Reuköll» in: Flughafen str. 68:„Bub und Mädel." — RenUL» lV: Schierkestr. 43.„Unsere Gegner."— Reukill» V: Böhmisch« Straße 1— 4;„Proletarische Außenpolitik."— Neukölln VT: Schule Hertzherg. platz.„Wirisck.aftsdcmokratic."— Reulöll» Vll: Saiscr.Friedrich.S!r. 208.„Die Frau im Erwerbsleben einst und jetzt."— Neukölln VIII: Rütlifchule.„Einführung in den Eozioiiemus."— Köpenick: Grünauer Str. 5.„Jack London."— Reinickendorf-Ost: Lindauer Straße.„Soziale Einrichtungen Wiens."— Buch. bolz: Berliner Str. 19. Vortragsabend.— Pankow HI: Sörfchstr. 14.„Eezuelle Fragen."— Weddiag. Da» Johann. Strauß. Konzert in d« Rrneu Welt hat solch begeistert« Auf- nähme gefunden, daß am Mittwoch, dem 18. Februar, 20 Uhr beginnend, ein zweiter Etrauß-Abend veranstaltet wird. Inr Aufführung gelangen die belieb. ten Phantasien und andere Piessen aus Strauß' eiuzigschänen Operetten. Zn Anbetracht de» zu erwartenden starken Andrangs zu dem Konzert, ist-ine baldige Lösung oon Porverkaufskorten dringend anzuraten(Musikhaus Balding, Bergstr. 43; Musikhaus Astra, Sottbuss« Damm 69. Für Ihr Kind- vor der Schule an rauhen Wintertagen dies heiße, nahrhafte Frühstück— Zur Schule— eilig— hinaus in die rauhe Morgenluft! Oft ohne sachgemäße ürnähning—- Schaden für das ganze Leben kann daraus entstehen... Jetzt mit einem Teller Quäker Fomdge zum ersten Frühstück— in 3 MinuUn fertig, dampfend, wohlschmeckend, nahrhaft— wird Ihr Kind die langen Schulstunden besser Qbersteben, ebenso frisch und munter heimkehren wie es morgens fortging. 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Der„Vorwärts" hätte längst Anlaß gehabt, sich mit Herrn Dr. Stolper. dem Herausgeber des./deutschen Volkswirt", aus- cinoirderzusehem Wir haben es bisher unterlassen, well sich Herr Dr. Stolper gegenüber Vertretern von Anschauungen, die den seinen nicht entsprechen, mit dem herzlich unoerhüllten Varwurs der Jgno- ranz begnügte.(Seit« 364/65, Seite 591 des„D. B.".> Wer sich selbst nicht als ökonomischen Luftikus zu betrachten braucht, braucht solche Vorwürfe nicht tragisch zu nehmen. Aber Herr Dr. Stolper l>at im„Deutschen Volkswirt" von« 8. Februar(Wirtschaftskrise, S. 591 ff.) non deni Umschlag der deutschen Wirtschastsdepressio» in«ine Wirtschaftskrise gesprochen »nd hat dasur drei Ursachen genannte Kapüalnot. Lohnerhöhungen, Steuern, die ober eigentlich, da die Steuererhohungen»och nicht praktisch geworden sind, noch Herrn Stolper aus ein« zurückzuführen sind, nämlich auf die Lohnerhöhungen. Herr Dr. Stolper meint, daß die deutsche Wirtschafisdepression zur Krise ausgeartet mrd daß dafür niemand die Verantwortung trögt als die ohne Rücksicht aus die Kapitalnot forlgesehteu Lohnerhöhungen. Eine solche Feststellung im gegeiiwärtigen Augenblick einer zweisellosen Do- pression hat politische Bedeutuirg! denn Herrn Stolpers mit wilder Publiziftenleidenschast hinausgesckilcudcrtes ,chie Lohnpolitik sei an allem schuld" ist im gegenwärtige» kritischen Augenblick von [olchem Gewicht, daß die zweifellos vorhandenen Tendenzen zu einer Politik des Lohndrucks durch wissenschaftliche Autorität gestützt erscheinen mW zu gefährlich«» Auswirkungen ermuntert werden können. Um dieser möglichen Folgen, nicht um Herrn Stolpers willen. muH also diskutiert werden, was Herr Siolper meini. Wir oerzichten nun auf di» Diskussion einiger an sich interessanter Fragen, die im Anschluß an Stolper» letzten Artikel„Wirt- ichaststrise" oufzuwersen wären. Etwa der Frage, warum der heutige wirtschaitliche.Zustand als Krise statt ols Depresslo-., anzusprechen ist, und der anderen, tonjuntturtheoretlsch sehr interessanten Frag«, warum Herr Stolper ein« Krise einer vorhandenen De- pression folgen läßt, statt daß di- Krise der Depression vorangeht- Heme ist die These der notwendigen Kauskraftfteigcrung als wahr- scheinlich richtiger Lösungsversuch des deutschen Wiederaufbaues überhaupt die Angeklagt«, und fo ist die Auseinandersetzung mit Stolpers Theorie wichtiger als die Diskussion von Einzelfragen. die interessant sein tönen, aber vom politischen Thema abliegen. Hern» Stolpers Theorie finden wir nun am klarsten— mit ollgemeiner Berufung auf die Wissenschaft, die aus sachlichen Gründen in der derzeitigen Entwirf- lungsphase der deutschen Wirtschaft aus der Seite der UMernchmer sei— in dem Artikel„Umemable Wirtschaft" im„Deutschen Volks- wirt" vom 4. Januar, S. 427 ff. Hier heißt es: ..Eine wirlsckosl. in der die Kapitalbildung zu gering ist, darf nicht ihren Konsum ouswcilcn. Die Höhe des Konsums drückt sich vor'illem in der Höhe der Reallöhne, das Maß der Kopüolblldung drückt sich im L i n s s u H aus. Welchen Kapimlzin» ein« Wirtschaft oerträgt, richtet sich nach ihren Ertragsmöglich- ketten... Weder die Ertragsmöglichkeitcn noch der Kopitalzins sind vom Dillen dar UMernchmer bestimmbar. Steig: der Kapital- zin» über die DurchschirsttsrentabUitöt der Wirtschott, dann ist die imauxbleU'liche Folge, dal, neue Investstioircn unterbleiben müssen, daß die Wirtschaft einschrumpft, konkurrenzimiähig wird, daß damit Arbeitermasien frei geseist werden und auf den Lohnstandard der Beschönigten drücken..."„Aber was ist Dnrchschniitsrenta- bilität der Wirtschaft?" Rentabilität ist nach Stclper nicht gleich- bedeutend mit Dividend«. Eine höhere Rentabilität ist nicht zu erzielen, wenn man etwa die in Gatdbilanzcn sestgesegten Kapi- talien herabsetzt.„Will der Unternehmer richtig rechnen, so muß er immer nach dem totsächlichen Aufwand, niäst nach der buchhalterischen Bewertung fragen... Die Rento- bilität dieses Auwxindes allein ist mft dem augenblicklichen Kopltalzins vsnünstigermcise vergleichbar... Mit anderen Marlen: Meon med soweit kapitalauswand nicht einen Ertrag verspricht, der mindesten? dem gellenden kapllalzlns entspricht, sterben Wirt- schllstgzwcigc ab." Wir hoffen, daß Herr Dr. Stolper dieses Zitat für ausreichend repräsentativ für seine Theorie erachtet, sofern Zitat« überhaupt� zufriedenstellen tonnen. Wir akzeptieren... Sicher zur Freude von Herrn Siolper wollen wir nun sofort feststellen, daß uns der solgendc wichtige Satz ,.f o st" richtig erscheint, der Satz nämlich:„Will der Unternehm-r richtig rechnen, so muß er immer nach dem totsächlichen Auswand, nicht noch der buchhalterischen Bewertung fragen." Wir akzeptieren auch den. die Theorie Stolpers nicht unbedeutsam einschränkenden folgenden Satz: „Die Rentabilität dieses Auftoandes allein ist mit dem augenl'lick- lichen ZinssuH oernünjtigcrweise vergleichbar." Dies« beiden Sätze sind, wie gesagt,„fast" richtig. Es muß nämlich die Einschränkung gemacht werden, daß mit dem augenblicklichen Kapitalzins immer nur neuer, nickst auch ohne weiteres aller Auswand vergleichbar ist(warum, sagen wir später), und daß in seinen Ertragschancen falsch kalkulierter neuer Süifwand(Fehldi»Positionen und Uober- kapazüät) in seiner negativen Ertragsiorm de» Verluste? bzw. noch nicht zu erwirtschaftender Abschreibungen rmt dam herrschenden Kapstalzin» überhaupt nicht verglichen werden darf,, wenn di« Frage der Rentabstität gestellt wird. Wir hoffen, daß Herr Stolper eine unzureichend« Kapitolbrldung infolge solcher Fehl- bis Positionen und unkaufmännischer Uebivdimu/ionierung als Argument gegen eine Reallohnsteigerung nicht geltend machen will. Wir wollen Herrn Stolper— hoffentlich wieder zu seiner Genugtuung— ein weitere» Zugeständnis machen. Als neuen Auf. wand bezeichnen wir Investitionen, di« etwa im Zuge der Ratio. nalisierung einer Industrie, also im beute noch lortdouernde» Sa- nierungszustand großer Teile der deutschen Wirtschaft gemacht werdcir Hier gibt es in der Tot, unter Abzug der Verlufte, aus Fehtdikpofftionen und unkaufmännifcher Ueberdimensionieruug eins untersteeit diese heute noch fehlt, selbst in der Hand. Aber man lasse die Arbeiterschaft, der bestenfalls der Vorwurf zu langen Zögorns mit der Ertämpsimg einigermaßen erträglicher Reallöhne gemocht werden kann— kaufmännische Vernunft lernen Unternehmer notleidender Industrien nur unter Druck, zum Druck gehören auch steigend« Löl)ne— ungeschoren mit der Bchmiptnng, ihr Lohnkampf verlstnder« die Kapitalbstdung, erhöhe den Kapitalzins,«istfessele Krisen oder erzeuge gar neue Arbeite-- loslgkeit. Di« Boraussetzungen, von denm Herr Dr. Stolper ans-. geht, di« Begründung seiner These sind ausreichend schief und falsch. damit auch seine Theorie schief und falsch ist. So liegt Herr Dr. Stolper angesichts der heutigen Wi-ederaufbauprobieme mir seinen Anschauungen schief. Man kann das bedauern, aber an dieser Tatsache ist nicht» zu ändern. G.Klingelhöfe r. Harpener Berghau-Kapitalerhöhung. 10- Mllionen- Dollar- Anleihe.-10 Millionen M. Wondelaktten. Die Harpener Bergbau A.-G., der jetzt von Silverbarg be« J herrschte groß« Ruhrzechentrust, braucht neues Kapital. Er hat '. nüt amerikanischen Banken einen Vertrag gesckstossen, der 20 Mite lionen Dollar«inbringen soll, von denen aber nur lü Millioiien 1 Dollar vorläusig mobil gemacht werden. Die 10 Millionen Dollar werden mit b Proz. verzinst und mit 90 Proz., also 10 Proz. unter Pari, im Ausland zur Zeichnung sofort ,msgel«gt. Die Anleihe ist also ziemlich teuer. Die ausländischen Schuldverschreibungs- bcsitzer erhallen da? Recht, auf je Mt) Dollar ObiigaUvnon eine Ikicift.MarteAttte später zu beziehen. Di« Harpener Bergbau A.«®, hat infolgedessen eine Erhöhung ihr es Kapitals um 19 MWoven Mark vorgesehen, womft da« Aktienkapital sich aus U9 Millivnan Mark steigern würde. Reichichank hak meller mcuig z« wn. Der Wocheinmsweio Reichsbank vom 7. Februar zeigt«inen Rückgang der Wechselbestände um 65 9 auf 1797,2 Millionen, der Lombarddarlehen um 57,5 am 44,4 Millionen. Die fremden Gelder auf Girokonto sind um 7S.4 auf 501 P Millionen gestiegen. Angesicht» dessen, daß mi Februar dl« Inanspruchnahme der Reichsbauk gewöhnlich wieder steigt, ist die äußerlich vechällmsmäßig gering« Eistlastung noch dem außergewöhn lich schwache» Januar höher zu bewerten. Die Goldbestände sickd mit 27 Z9,1 Millionen unneranoert, die Bestände an deckungssähige» Denii«» zeig«, mit 140 R ein«» Rückgang um HD Millionen. Die Golddeckung der Roten mit 64,4 Proz., km Rotendcckung durch Gpte und deckimgsfähige Devisen ist mit 67,7 Proz. retordmäßig hoch ge--- blieb«»,! Das tägliche Schlachtfeld. Kampf dem LtnfattieufeZ! An fwc Aeit vnm 24. tfefcnwr htf 3. März firiu'.t im gon.zo» Deutschen ein«'H;« i chs>)j n f a tt nc rb ü tu n g r> m.o che iRuwo) statt» um durch'.'/urffäruna urch Pelekritnq alt«. Baoölt«- rung�rmte Mr mteilsiven �«tämpfung der Urchillqesachr.m onpu- i�ojmen. K? ist leider eine äußerst traurige, aber fcitftcfjcnde Xat- sr-elrid und Ekend sich hinter ihnen verbirgt. Im Berlog' von R e i m a r, ch o b b i n g find vor kurzem als 46. Sonderheft zum.NeichsardeitsbltÄt� die Iab-rtisb'e richte der gewerblichen Be r ut s g e p o s s e n s ch a f i« n über die Unfallqerbutung im Jahre fllZ7 erschienen. Ueber lM> Tertseüen timfaßt dieses Sammelwerk, in dem ßt> gewerbliche Becufsgenaiicn.- ichasten die Verlustlisten für ihren Aufsichtsbereich zu'amnten gestellt und mit mehr oder weniger zutreffenden Bemerkungen r>e rieben haben,.jyih'en wirken im allgemeinen ermüdend»nd werde,, viel. fach in Artikeln illüchna überlesen. Die Aahlen, die im hlachsteben- den angeführt werden musjeit, verdienen eine eingebende Betrach» tiing. denn sie spiegeln die Tragik ich der. die mit dem Schäften der Millionenarm»' der Werttätigen verbunde-n ist. Den 66 gewerblichen Beruizgenosieitschtfrei? unterstauden im Jahre l'.-L7 insgesamt 967 Z6g. Betriebe mit 10698 71.13 oersicherten Versonen. Im Jahr« l026 waren im Bereiche dieser Berus sgenosjen- s haften nur 8Z4 306 Betriebe titil 0 162 443 Versicherten vorhanden, mitbin 62663 Betrieb« und l 636 260 Versicherten weniger al? 1927. Die. Vermehrung der Betriebe der Versicherten ist zweifellos aus den Kovjunktitrum schwung und. die dadurch eingetretene heffere Beschäftigung im Jahre 1927.ytrürfzusübren. In einem ganz anderen Verhältnis als die Zalst der Betrieb« imb der Versicherten ist. sc doch die.-fohl der gemeldeten Unfälle.gegenüber dem Jahre 1926 gesuegeiu Van 614 905 llnsAlen ,926 ans 862 484 I« Zahre 1927. Im Jahre 1927 siich demnach 38,63 Vroz. mehr Unfälle g«. meldet worden als 1926, während die Bahl der Versicherten wtr um 16B7 Proz. gestiegen ist.tf oll Meldungen die 'Auswirkung des zweiten CBeießes über Äenherutig in her Unfall Verhütung nom 11 Juli 1926 angegeben, wonach alle Unfälle, auch die geringfügigsten, gemeldet werden müssen. Als Beweis dafür führt man den Rückgang der entschädigungspflichtigen Unfälle gegenüber 1926 an. . Ueber das M i ß n e r h ä l t n i s zwischen den gemeldeten und den entschädigungspflickstigen Unfällen könnten die?lrbe!terse?retäre., die sich täglich mit den Versicherungsträgern herumschlagen, die beste ?litskiinft geben, die nicht gerade sehr günfrig für die Bentisgenossen- ' chasten ausfallen würde. Es toll zugegeben werden, daß die enge- führte Gefcßesänbening eine der Ursachen der vermehrten Unfall- Meldungen ist. Doch auch den Beruisgeimiienschasten w-ird«s- nicht unbekannt sein, daß zwischen Arbellsmkensitäk und Uniall Häufigkeit «fn« Dechsefwirkung besteht. Die Aniorderunaen. die heute und auch schon 1927 an die Lsfftimgssähigkeit der Arbeiter gestellt werden, sind ganz ander« als noch vor wenigen Iahmr Das Arbeitstempo bringt«S mit sich, daß der Arbeiter oftmals in cht gXfe Vorsickusmaßregeln bei feiner Arbeit beachtet. Gewiß fft es richtig, daß man von den Arbeitern die Einhailitmj der UnfoXl- rerbütungsDorichrfffert genau so fordert wie von den Underuehmern. Man sollte alier auch verstehen, warum viele Arbrirer. nickt alle Vorsicht wallen lassen und sollte vor allem nicht so sehr den Leicht- sinn, der zu Schaden gekommenen Arbester betone». So gleich- gültig seßt der Arbester sein einziges Vermögens die Arl-eilskraft. nicht auss Spiel, wie man aus den Berichren der Beruisgenvisen- schastsn entnehmen könnte. Die meisten gemeldeten Unfälle aus taufend versicherte wiesen 'olgende Benissgeiwssenschasten auf: Brauerei- und Mälzerei-B.-G..---202,— gegenüb. 174,— i.1. 1926 ch litte n» und Walzwerks-B-G....--- 164,47. 136,16„■, Schlesische Eisen- u. StaHl-B-G..--164,46. 129,18.. FuHrwerks-B-G....... 1 02,93, 1 0ZL9.» Nordostdeutsch.Eisen-u.Stahl-B.-G--- 148V6. 123,14». Rurdwestdeut che..„-B-G.— 146,76. 112,10., Großhandels- und Lagere!-B.-G.---133,91. 116,30,. Die wenigsten Unfälle aus 1000 Versicherte meldeten die Süd- deutsche Textil-B.-G.. und zwar 21.33 gegenüber 17.18 im Jahre 1926 und die Tabul-B.-G. mtt 21,63 gegenüber 16,16 im Jahre 1926. ' Die letztere Hot auch die geringste Zahl von Todesfällen zu verzeichnen, nämlich 0,01 auf 1000 Versicherte gegenüber 0,02 im Jahr« 1926. Die meisten tödlichen Unfälle pro 1000 der Versicherten ereigneten sich in folgenden Berufsgeiwssenichoften: Elb-Schisiahrts-D-G.....-- 2,79 gegenüb 2,05 i. I. 1926 i'Öcftöeut'che Bimrsn schifsahrts-B-G.- 2,72„ 1,93„„ See B-G..........-=2,41. 4,16., ssahrzeug- und Restsierhaltungs-B-G.-- 1,47„ 1,26... Djtd lutsche Bmnenschifftzhrts-B.-G..= 1,48 0,64..- istihrwerls-B-G........---1,22. 1.26... chütten- und Walzwerk s-B-G...«=0,88., 0,87,,. Mull.srei-B.-G..... 0,8?. OBS..» Stein bruchs-B-G........---OVO. 0,80... Brauerei- nnd Mälzerei-B-G... OZO. 1,00... Abgesehen von den verhältnismäßig Hohen Tödeezohlen für die 'Schiifahrfs-B.-G., die größtenteils aus Rawrgewalt«, zurftckzuführen sind, zeigen die andere» Zahlen, daß in vielen Industrien die Um r al lg«fahr außerordentlich groß fit. Wie schon einmal erwähnt, flktd« man>n dei: metsten Berichten die lakonische Wendung:.Di« überwiegende Zahl der Unfälle ist durch eigenes Verschulden d« Betroffener! herbetgesühn worden." i.-.f ijvrTuxr. dorm auch meist thm# FÄle«mqefüÄt. wo Arbeiter diese oder jene Rorschrfften rächt beachtet und~ sedensalls nach der Darstellung— fahrlässig gehandelt!>ab«n. Einige Seiten weiter liest man dann aber auch gegentri.llge. Bemorkirngen, wie.zirat Bei spiel, daß die Schutzmaßnahmen für die Arbeiter den Stempel der Rotdürftigkeit trogen, die Unternehmer nicht den gute« Willen zeigen, unfafllechntsch für ihre Betriebe viel Gell» auszugeben, an Treibriemen. Rädern, Srasimaschinen Schuhoorrichtungev sehlev. Wer schon einutol johrelliirg in einem Betrieb gearbeitet hat, wird ohne' weiteres zugeben müssen, daß mancher Ilv'all vermieden werden konnte, r-vmn die Uniallnerbütungsvorschristen genau eingehalten würde». Sicher, ist auch, daß sahrelanq« Arbeit an gefährlichen Maschinen den Arbester gegenüber den Gefahren ab- '' U m p f t. Ült-er die Unternehmer und Belriebslester als wahre Musterknaben hinzustellen, wie es nielsoch geschieht, ist doch etwa? zu abwegig. Aus den chunderten von Unfälle, t, die in den Be richten dargestellt sind, seien hier nur einige herausgegriffen, die au i die Einwirkung von E l.« kst r i z i tat znrückzn'uhren sind. Di-?se Unsälle zeigen, daß man selbst den Lichtstrvm von 220 Volt in seiner Gefahr für hie Menichen nicht uist«rschätzen dort. So wird berichtet, daß ein Montagearbeiter. mit einer Eisenketi? die scheid haste Stelle einer Lichtleitung berührte und einen tödlichen elektrischen Schlag bekam. Ein Elektromonteur wollte aus einem Isofierrohr mit einer Zange den Lichtleitungsdraht ziehen, hatte aber rächt bemerkt, daß der Llchticherlte.r wieder eingeschaltet worden war. Beim Anfassen des Drahtes erhielt er einen tödlich wirkenden Schlag. Ein. anderer Arbestsr wurde beim Aefidrehev einer Glühbirne vom Strom gdötef. obwohl die Lampe räch! lchadhaft war: er hatte anscheinend die Messingfassung der Lampe derührt! Ein besonders tragischer Unfall durch elektrischen Strom ist folgender: Ein Dreschmchchinenardeiter war bei der Arbest plötzlich tot umgefallen. Als-Todesursache wurde Herzschlag, angenommen. Dem Bürgermeister, der sich nach dem Vorgong' erkundigte, sagte man,. daß der Arbeiter, gerade den Elektromotor einschalten, wollte, und dabei ramie.l. Der Bürgermeister wollte nun den Motor selbst einmal einschallen und i i e s ebenfalls tot' zur Erde. Die Untersuchung zeigte, daß die Zuleitung schadhaft war, und das Motorgehäuse dadurch unter Spannung stand, die aber auch nur 220 Volt betrug. Diese Unsalle zeigen, daß man im Haushalt, in. dem euch nur Strom von 230 Best verwandt wird, äußerst v o r i i ch t i g sein muß. Die viel verbreitet« Anficht, daß der Strom im Lichileitungs- netz der Wohnung auf den Menschen nicht tödlich wirken könne,. ist irrig. Da? Gleiche gilt auch für unsicher« Leitern, sie nicht nur sehr viele Unfälle in der Industrie, sondern auch schon manchen schweren Unglücksfall im Hau-hakt zur Folg« gehabt haben. Sehr aufschlußreiche Angaben enthält der Bericht der Berufs- genosseuschaften hinsichtlich der Uel>erwachung der Betriebe zur Durchsithrung der Unfallverhsttungsrorschriften. Man findet dort Industrien angeführt, in denen im Lause des Berichtsio-Hres nur 26 Pro z. der Betrieb«, ja sogar nur 10 Vroz. und noch weniger besichtigt wurden! Zinn Teil ist das darauf zurückzuführen, daß viele Kleinbetriebe vorhanden sind, die teilweise auch noch sebr west verstreut liegen,.zum anderen aber auch daraus, daß die technischen Aussichtsbearräen mit Bureauarbeiteu überhäuft sind. Die Gewerk lchasten verlangen schon fest Iahren, daß die Zahl der.technischen Ausfichtstaimthn.oermehrt, wird, und daß ai»ch geeignet« Arbester aus den Lririehen dgzit Herangezogen iperden, Zum Schluß' sek' hoch auf.einige'Mängel in de? Zusamchev- stellunq der Iohresberichte hingewiesen. So findet man darin keine G e so m t zu s o m m e n st e ll u n g der vorhandenen Betriebe, der Z-alst der Versicherten, der gemeldeten, entschädigten und tödlichen Unsälle. Dann berichten die Berussgenostenjckiasten nickst noch einem einheitlichen Schema, so daß z. B. eine Berussgenossenichaft mir die Zahl der eraschädigten Todesfälle, die andere wieder die der gemeldeten und eräjchädiglen Todesfall« angibt usw. Schließlich sind auch noch einige Zahlen nertausckst, was leicht zu falschen Schlußfolgerungen führen kann.'Alles in allem muß gesagt werden, daß es dringend notwendig ist, kein Mittel.zu scheuen, dos geeignet er- scheint, die Unsallgefahr einzudämmen. Es muß mehr als bisher versucht werden, dahin zu streben, daß die Unfallgefohr herabgemindert wird nnd nicht allsährlich so nieke Familien um ihren Er- nährer trauern mütfen. Hoffentlich bringt uns die Relchsuräall- verhüttingswoche diesem Ziele ein wesentliches Stück näher. � Otto Schindler. «Schluß mii Organisatiouszerstörern! Die Fabrikarbeiter wollea durchgreifen. Die Berliner Fahrikarhestex hielten am Sonntag im Gewe.rk- säiaftshaus ihre Iahresgeneralversantmlung ob. De- Bevollmächtigte, Genosse B. ü ck e r, erläuterte zunächst kurz den gedruckt vorgelegten i Geschäftsbericht, der Über die erfolgreiche Tätigkeit der Ortsner-? waltung unterrichtet. Dos Vermögen Nu Lokolkosie Hot sich im Laus« des Vorjahres non<33 428 Mark auf 64 787 Mark erholst. Die Fluktuation in der Mitglieder bewegung war allerdings auch im vorigen Iohre verhÄtnisinäßig groß, tvos, wie einige fRebner* mit Recht betonten, nicht zuletzt auf die wüste Hetz« der Kommunisten gegen die Organisation in den Versammlungen und anderen Veranstaltungen zurückzuführen ist. Immerhin tonnte die Ortsverwaltung am Schluß des Borjahres fast 600 Mit- g l i c d e r in ehr buchen als Ende 1927. Lohnbewegungen wurden insgesamt 27 für 13 989 De- ichästigte in 164 De trieben geführt, durch die eine Lohnerhöhung von 41 127 MäN pro Woche oder 2 138 660 Mark pro Jahr erzielt wurde. Genosse Rücker ging dann näher aus die Vorkommnisse bei den letzten Delegiertenwahlen ein und stellt« unter der Zustimmung der übergroßen Mehrheit der Versammlung fest, daß in diesem Wahl- komps von der sogenannte»„Opposition" bewußt mit Lügen und VeÄeumdungeii operiert worden sei, um die Gewerkschaftsbewegung zu schädigen. In diesem Zusammenhang rechnete er auch gründlich mit den Kommunisten wegen ihrer neuen„Taktik" bei den Betriebs- vätewahlen ab und bracht««ine Entschließung ein, gegen die nur ■ein einziger von den 42 anwesenden Kommunisten zu stimmen wagte. In dieser Entschließung werden di« Berhandsmitglieder aufgefordert,. nur freigewerkschaftliche Kandidaten. liste« aufzustellen und jede Gemeinsckjaftskandidatur mit Anders- oder Ultorganisierien o bzvleh nen. In der Entschließung beißt es dornt zum Schluß: „Die Generalversammlung erwartet von der Ortsverwoltung, daß si« die Insteholtuitg dieses Beschlusses auss strengste über- wacht. Jedes. Mitglied, das auf Listen gewählt wird, die nicht dem Leipziger Beschluß entsprechen, darf von der Organisation nicht alz Funktionär anerkannt werden. Gegen Mitglieder, dik als Kandidaten oder sonstw'e«ks Förderer solcher Listen gegen ein» ireigeiverktchaitliche Litte auftreten, br.t die Orisoeriochtung mit ollen statutarischen Mitteln wegen ihrez oerbandstchad-gend-n Verhaltens vorzugehen." In der Dtskuision gingen die Heiden Oppofitionsredner äul olles wSgstche, nur wicht auf he» Gafchästsbericht. ein. linset« Genossen blieb e« die"AirhvtJrt nicht schirfbig. Ein« schallend« Ohrfeige e» hielten die Moskauer Sendlings besonders durch die Annahme«in«: Entlcksiießung,' für die sogar ein Teil ihper Anhänger stimmt« und in der der Orksverwaltung dos vollste Bertroueu ausgesprochen wurde. Der Schwerpunkt dieser Entschließung liegt.i» ibrem Schlußsatz, der folgendermaßen lautet: ,Lie Generalnersammlung ist weiter der Aussossung� daß es keinem Mitglied der Organisation erlaubt, stein kann, in der von den Führern der sogenannten„Opposition" gepflogenen Art die Organisation und deren Funktionäre böswillig und verleumderisch herabzusetzen. Sie erwartet von Haupwarstand und Ortsver- waltung, daß sie diesem Treiben ein Ende machen und die entsprechenden Bestimmungen des Statuts mit olle? ' Schärte zur Anwendung bringen." Die zum Schluß vorgenommene Wahl der-Ort-sver» waltung ergab mit erdrückender Mehrheit die Wiederwahl de? bewährten„Resormistetz".' Mst der' gl eichen Mehrheit- würden auch die bisherigen Mitglieder des Gewerkschoitsrates wiedergewählt. Konsiiki in der Zigarrenindustrie. Der Reichstorif gekünvigt. Die Tabakarbeiterverbände haben den Relchstarifvertrag für die deutschi'Zigarrenherstellung zum 31. März gekündigt und dem Reicheverband deutscher Zfaorrenhersteller Forderungen zu einem neifcn Xarifabtzlhluß unternreitet. Dl« Torifverhondluiigen werden sich aller VoraM-ücht nach sehr schwierig gestatten. Die ZVortsühver des RdZ. stimmen bereits das ichon sö oft gehone Klogelwd von der„schlechten Lage" der Zigarrenindustrje on und weisen aus verschiedene Betr: ebsfriO» legungen und Zusammenbrüche aller Firmen hm. Auch die große Zahl der Arbeitslosen und Kurzarbeiter wird hervorgehoben. Roch den bisher norüegenden amtlichen' Zahlen ist zedach der'Zigarren- verbrauch im vergangenen Jahr nicht' geringe? gewesen als im Jahre 1927. Allem Anschein nach sind Arbeüslosigkeit- und Kurzerbell vor allem eine Folge der Rotionalisierungsnwßnohmen. Der groß« Reivigungsprozeß bat natürlich auch die Zigorrenindustne nicht geschont. Daß dapei Firmen unter den Schlitten kamen, die sich nicht umstellen konnten, kann nicht überraschen. Im RdZ. sind Gruppen vorhanden, die es auf c-in Scheitern der Verhandlungen und damit auf ein Scheiieni des Reichstarifvcrträges ankommen lassen wollen. Der Deitische Tabatorbeitcrverbarb ist jedoch für alle Fälle gerüstet. Tarifkündigung in den Walzwerken. Am Sonntag fand im i&erbauhstjoufe Linienstraße eine gut« besuchte außerordenttickse Branchenversamiril'iug.der Walzwerk-, Blei-, Draht-, Kabel- und Papierrohrarbeller statt, die Stellung nahm zur Kündigung des Gruppen- und L-oHiitgrü?.• Der Branchenleiter Max Schoodt sprach zunächst über Ratio«- nälisierung tmd Mechanisierung in der Berliner Metallindustrie. Sckoodt berichtete dann über den Konflikt der StangenzieHer, der nach langwierigen Verhandlungen.b e i g el« gt ist.'Danach ist. Stangen.zieh«n ahne Einrichter nach Gruppe 2 zu bewerten, wo dies bisher nicht gel ch eben, ist die Dtfsere.n.z jett Inkrafttreten.des.Lohn- tarises nachzuzahlen. Er wies dann' auf die Schwierigkeit«? über di« Eingruppierung hin, die durch d-e.Unternehmer hervor- gemsen worden sind. Wegen dieser ewigen Streitigkeiten müsse versucht werden, die Bestimmungen über die Eingruppierung genauer festzustellen. Einmal aus diesem Grunde und zum anderen wich da die Lohize des Lohptarises zu niedrig, sind, empfahl er K.ü N d i- gung des Lohübaris«.»:--....-..... Roch einer eingehenden Diskussion, in der"unter anderem das Verhalten der Betriebsleitungen in bezug auf Bewertungs- und Eni- lohnungssragen scharf kritisiert wurde, wurde lieschlosieii, der Der- malliing zu empfehlen, das Lohnabkommen.zu kündigen, wozu noch in der nächsten Zeit eine Funknonärkonsereu; Stellung zu nehmen l�at. Etwaige Abänderungen wegen Umgruppierung müssen bis zum 16. Februar dem Branchenleiter überwiesen werden. Zur Bedeutungslosigkeit verurteilt. Eine schwere Niederlage erlitten die Kommunisten be! den Wah- len des Bronchen- und Agitotionskomstees der Ortsverwallung des ?ttetallark>eüerv«rbandes in Leipzig. Es wurden 86 Vertreter der 'Amsterdamer Richrang und 14 Vertreter der kommunistischen R'ch- ttmg gewählt. Die beideit kommunistischen Führer Langer und Lieberasch, die zehn Jahre lang Verwaliungsnertreier waren, sind nicht' wiedergewählt worden. E>PO Metallarbeiter? Donnerstag, abends?- Uhr. In den Sophiensälen, Saphiew fttofj« ir-US. D o l l v e r s a m w l u r. g aller SUU.-BlefoU-trbritf«. Tagesarfmutig: t. f(ellungnahme zn den Anträgen.?. Beuwahl des Jroftionsvcirftandcs. Zutritt nur mit Dottel- und Derhandsbuch. Der Fraktion svorstand. Sei deu Dohnvcrhandlungen für dir Reichs- und preußische» Slaatsaroester am Motttag wurde von den Regierungsvertretern vorgeschlagen, die gekündigten Lohittaxise auf unbestimmte. Zxtt pr verlängern Diesem Borschlag wurde jedoch von den Otrgam- tolionsvertreiern cmfchtchcrr widersprochen. In längerer Begründung haben sie die Rotwendigkeit einer sofortigen Lohnerhöhung nachgewiesen. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden. Die B«- Handlungen wurden, vrrtagt. Verband der Buchdiadec und Papieeverarbeiler Deutschlands. Oelsoerwaltung Berlin. Delegiertenwahlen zur Geiteralversamm- lung für die Kloiiibetriebe und Einzelmitglieder. Siehe Inserat in dieser Nummer. Zn der sächsischen Pflasterstein- und Schotteriuduslrie habcit d'e Arbeitgeber die Lontarisc gekündigt. Sie wollen die Lohne, besonders die Akkordlöhne, um 10 Prozent ab» bauen, lieber 1 2 000 Steinarbeiter werden von den Kündi- gungen betroffen. Achtisi-a, P»lll»ibr«»te: Donncrskoa. AI Ubr, im Gellllschaftshaus 5-z!>rr grei-edk. Plil�davirr Ltr S(ÄLii« Potsdoiiicr Platz), wimtig? j-g Pcl zeibcqKarnvcrfommIu'-a. lager-otbitung: 1.„?"«« Wchrprobl«».� Z Stefcant Gcr- risse H. Strädet. M. b. R. 3: Aus-'prach--. Zotzlreichcn ra Br-diSi rrmattet Di- QiBeitfsmeinJdjaft i»*. Polivlbaamie». Steiy, Pasch, Pctiuucf, Daliisw. Souttc, iteiber, öcükI. ktzd»�reieGewerkscbaKs-�usenöGros?-Berliq eöitr. Dienstag, 19'- Ilde, tagen Sie Drupp-ir: Spa-Sa»: esruppee« !tm KtLdti Iugent-seim.'Llndeeufee t. LSns- Abend..— Zxtrtom: htatzs 5.£t«sl- und Toti�abent ssMeCfutiei Air»: rSruvpcnhciin Stiii-t. Iiigeiidtzetm Litauer Sit. 18 Bartrag:. Das Werk'i»n Karl Marz."— Sü-Sten» Ixtfl: Srnppenheim.6ng-ri,Sb?'m Tossestr. 33. Tbrtrag:„Das. rdchlichwng». itesen.". S!e».?l>*tei>Krg! Zugendß»:»(b-mte-fe.«t. Pertrag-„Die Zi»> rvenbiak-'t'gcivetkfchottl-chee 7>ugci.-da.rd>-ll-' t ZubkNÄarnppe des?enlra>verka.3des der Angefielljen ■ fitirf».■ Dienstag ftriet fnlaende Setonftoltunfl Natt: SlotStoefk Zngenbber» Lehrtet Str. IS— 14. Sfcrtrag;- Sex. Zuaeeb." SefttmÄn Mo-rdt SchuI�Frentzi-t. AAssen Unterhaltung unö Jßeonid Andreiem: 3)lC S-fäiSBC £inff ZHsintPnilsw&hMiinff/"«•*<1*™ xtuswcb™ nh*rirngm ran vim*»»»� Um halb sieben wai' ich überzexgt, sie würde fnmmeti, und ich war verdammt vergnügt. Mein Mantel war nur eben zugehakt und blähte sich im kalten Winde, und doch, war mir nicht kalt. Ich trug meinen Kops stolz zurückgeworfen, und meine öludentenmühe loh ganz hinten im Nacken. Mejne Augen blickten die vorüber gehenden Männer herabiassend und verwegen, die Frauen heraus tordernd und zärtlich an: denn obwohl ich schon seit vier Tagen nur sie allein liebte, so war ich doch noch so jung und mein Herz so überjchwänqlich, daß ich auch gegen andere Frauen nicht gänzlich gleichgültig bleiben konnte. Und meine Schritte waren schnell, kühn � und schwebend- Um dreiviertel sieben waren an meinem Mantel schon zwei ltnöpse zugeknäpit, und ich blickte bereits mir noch die Frauen an, jedoch nicht mehr he.raussovdernd und zärtlich, sondern eher mit Widerwillen. Mir kam es mir noch auf'« in« Frau an— dir übrigen hätte der Teufel holen können: sie störten m»r und ner- liehen durch ihre vernzeintliche Aehnlichkeit mit ihr meinen B«- megungen mir Unsicherheit und schroffe Rastlosigkeit. Fünf-Minuten vor sieben- wurde mir heiß. Fwci Minuten nor sieben wurde mir kalt. Punkt sieden kam ich zit der Ueberzeugung. daß sie nicht kommen wende. Um halb neun war ick dos badauernswertest« Geschöpf der Welt. Der Mantel war ganz zugeknäpit. der Kragen Hochgeschlogen! und die Mütze tief auf die blaugewordene Nase herabgezogen. Das haar an den Schläfen, d«r Schmirrbart und-die Augenbrauen waren weih bereift, utid die Zähne schlugen leicht auseinander. Nach meiner Ichlorrenden Gangart und dem gebeugten Rücken hätte man mich si'ir einen noch ziemlich rüstigen Greis halten können, der von einem Vetüch in sein Altersheim zurückkehrte. Und an alledem war sie schuld!. Oh. daß doch der Teufel... Nein, nein, nicht doch: vielleicht hat man sie nicht iortgelassen, oder sie ist krank— oder gestorben. Sie ist gestorben!— und ich Elender fluch«! • „Auch Jewgenia Rikolajewna ist heute dort," sagte zu mir ein Kamerad, ebenfalls ein Student, sagte es ohne jeglichen Hinter gsdanken: konnte er doch nicht wissen, daß ich von stecken bis halb neun>n der Kälte auf Iewgenia Nikolajewno gewartet hatte. „So, so!" erwiderte ich tiefsinnig, im Innersten meiner Seele aber war da schon wieder plötzlich das„oh, daß doch der Teuiel..." Dort— das heißt in der Abendgesellschaft bei den Poloiow?. Die Polos ovis sind Leute, bei denen ich noch nie verkehrt habe. Heute aber wende ich hingehen. „Memc• Herrenr rief ich also vergstügt aus:'t,Es- ist' fetzt Karneval, und alle Menschen stich fröhlich— laßt drunt auch, uns fröhlich fein!� „Doch We?" antwortete betrübt der eine. „Doch wo?" unterstützte ihn ein anderer „Wir maskieren uns und fahren von Haus zu Haus," schlug ich vor. Eine halbe Stunde später sammelten wir in der Stadt alle Einsomen, alle sich langweilenden Studenten, und als unser zehn vergnügt hüpfende Teufelskerle bei lammen waren, fuhren wir nach einem Friseurla-den, der auch einen Kostümverleih hatte, und füllten ihn mit Kalle, jugendlichein Ucbcrmut und Gelächter an. Ich muhte irgendeine düstere, schöne Permummung mit leichter Betmischung erhobener Trauer haben, und so bat ich: „Geben Sie nur das Kostüm eines jpnnifchen Edelmannes." Es muh das ein sehr hochfeudaler Edelmann gewesen sein: denn ich nerfchmand restlos in seinem Gewand und nihlte mich darin gänzlich ciiisam wie in einem gerämnigen und menschenleeren Saal. > Ich stieg also aus dem Kostüm heraus. und bat um etwas anderes. „Wünschen Sie vielleicht einen Clown? Bunt mit■ Schellen?" „Einen Clown!" riei ich verächtlich aus.- „Nun, dann einen Banditen. Berwcgene.r Hut und Dolch." Ein Dolch!— Das paßte zu meinen Absichten, dachte ich. Leider war der Bandit, dessen Kleider man mir gab. noch nicht ganz nolljährig. Aller Wahrscheinlichkeit nach war er nur ein aus Ab- wege geratener achtjähriger Knabe gewesen. Sein Hütchen kuckeckte nicht einmal meinen Hinterkopf, und aus leinen Samthofen- mußte man mich herauszerren wie aus einer Tierfall«. Das Pagenkostüm war picht geeignet—' es war geflickt wie ein Tigerfell. Eine Mönchskutte war voller Löcher. „Was ist denn mit dir? Es. ist schon spat!" drängten l mich meine schon vermummten Kameraden. Es blieb nur mich ein Kostüm— das eines vornehmen Chinesen. .„Her mit dem Chinesen!" winkte ich mit der-Hand, und man gcck ckir den Chinesen. Das war eine verteufelte Sache. Bon dem Kostüm selbst will ich schon gar nicht reden. Ich übergehe mit Schweigen d'e idiotischen bunten Stiesel, die mir zu klein waren, io daß ich mir halb hineinkam, indes sie in ihrem übrigen, weieni. lichsten Teil als zwei unverständliche Auswüchse zu beiden Seiten der Füße abstanden. Schweigen will ich auch von dem rosa Stoff- fetzen, der meinen Kopf als Perücke bedeckt« und mit Schnüren an den Ohren befestigt wurde, so daß sie sich spitzten und wie die Ohren einer Fledermaus aussahen. Aber die eigentliche Maske? Das war, wenn man sich so ausdrücken kann,«in« abstrakte Phnsiognomik. Sie hatte Nasen, Augen und Mund, und alles das stimmte, befand sich an seinem richtigen Platz, ober es war in ihr nichts Menschliches enrhallen. Selbst im Sarge kann ein Mensch nicht so gelalsen aussehen. Sie drückte weder Trauer noch.Heiterkeit, noch auch Erstaunen aus— sie drückte buchstäblich gar nichts aus. Sie blickte einen gerade und ruhig an— und ein unbändiges Lachen befiel einen. Meine Kameraden wälzten sich vor Lachen auf den Diwanen, ließen sich entkräftet auf die Stühle fallen und fuchtelten mit den. Händen.-■:•«li»'- „Das iviick die«igmÄlfle Maske fem,"-�«pien.p«-' V' Ich selbst war nahe am Wefnerr, als ich äb«r'eilten Blick in dest Spiegel warf, befiel auch inich das Lochen. Ja, das tnir!d die originellste Maske fein, dachte ich.> „Unter keinen Umständen die Masken ablegen!" verabredeten unterwegs die Kameraben.„Geben wir uns das Ehrenwort." „Ehrenwort! Ehrenwort!..." (Schluß folgt.) klein— vielleicht ein Taschentuch? Ein rotes Soziolistenherz gab Echo auf da- riesige rnte Banner neben dem Uankeetuch und dem Schwarzotgold— Hot, der Rnmmy möchte jubeln: da, im Lüfteschist, da lebt ein Gleichgesinnter, er hat gewinkt— er hat verstanden. Dam!, pimm-pamm-piss— hier sind sie, hier schlagen sie, hier fesseln sie. er biutet— armer, armer Rummy, die Pinkerton-Police ist hier: auf dem Dach— Rummy ist gefesselt, gleich mit ihm zur Polizei, ein Revolutionär ist er— über dem wohlhabenden geard- neien New Port hat er das Banner der Revolten, die Flagge der Unordnung wehen lasten— rot, shocking, entsetzlich: Sozialismus, Bolschewismus, Anarchismus— Rummy: Rummy: ein Berbrecher. er hat das windelreine saubere Schild von New Pork mit Blut besudelt. Door Comradef Armer Genoste! Und dennoch— wutiger treuer Rummy: hier unser« Hand: Solid-irität! Solidarität! Rot« Bonner über aller Welt! Rnmmy vorm Untersuchungsrichter. Wo hatten Sie, Angc-- llagter, denn so schnell die rote Fahne her?— Och, sagt Rummy, das war ein rotes Dejorationswch. von den Tribünen, äuf denen neulich der republikanische Kandidat zum White House sprach.— So, und das" Deknratwnstuch gab dann das Banner?— Surely, sicher, schön. Rummy nor den Expreßrichtern: Urteil: Drei Monake Gefängnis. wegen Beleidigung der öffentlichen Meinung: wegen Schändung der öffentlichen Luft— die Öffentliche Meinung ist national und.die Luft über New Pork hat so zu sein, wie der geldschwere, herrschende Nationalismus es befiehlt. - Rummy brummt. Drei Monate?— Kleinigkeit. Rummys Herz ist voller Jubel, fein Streich ist ihm gelungen— und aus der hinteren Gondel des Zeppelins hat ei» rotes Taschentuch gegrüßt— der Sozialismus schreitet, nein: Er fliegt schon— die ersten raten Tauben— aber wartet nur: bald kommen die Schwärme der roten Möwen, der Falken, der Bustarde, der Sperber und der Adler! Die Welt wird doch rot— den kleinen drei Monaten des Freundes Rummy zu Trotz. Und dieses Wissen vom Siege der sozialen Idee. das ist das stille Lächeln und der Rotroscnstrauß in der engen Polizei. zelle von New Pork. Rummy, wir grüßen dich: Dein Herz ist unseres. Solidarität! Max Dort». UnbemujUe Tierquälereien Unbewußte Tierguälereien kommen viel häufiger vor, als man denkt. Da viele Menschen im Interesse ihrer Lieblinge gern Ba- lehrung annehmen, so dürften einige Bemerkungen darüber am Platze sein. In Konditoreien kam, man es nielsall) erleben, daß Besucher sich als große Tierfreunde aüffpielen, indem sie den uni Zücker betteln- den Hund des Besitzers überreichlich damit beschenken. Besonders Kindern macht es eine. unbändige Freud«, dem Tiere immer und immer wieder ein-.Stück zm sieben, nachdem as feine Kunststücke ge... zeigt hat,-Mw sind- Meh«e?e Fäll» bekannt,- wv.Hunde M dop elendesten Woisi zugniNde gegangen' sind,. nur weil sie v'vn hen Gästen zü-1 öde gefuttert worden waren.'Bit Besitzer kOiiiite" gegeit seine Gäste nicht einschreiten, well er sie sich sonst vertrieben hätte.' Umgekehrt hat ein Haustier den Instinkt des wilden Tieres leider verloren.?Lährend es nicht bekannt ist, daß ein wildes Tier sich überfrißt, und ein Wildhund sicherlich keinen.Zucker anrührt, sind unsere verzärtelten Großstadthundc degeneriert, was sie durch ihr«' Darlisbe für Süßigkeiten bekunden. Ueberhaupt ist der Grundgedanke vieler Tierfreunde und bs- sonders nieler Tierireundinnen ganz irrig, wenn sie meinen. Man müsse ein Tier in Walte wickeln und ihm das Beste.zu fressen geben. Die Folgen blechen dann auch nicht ans. Wer hat nicht schon.die verzogenen dickwanstigen Köter gesehen, deren Herrin gewöhnlich eine ältere Dame ist? Mit Bedauern sieht man, welche Formen der bei der natürlichen Lebensweise so schöne Tierkörper unter solcher widersinnigen Pflege annimmt. Windhunde bekommen dicke Bäuche, die gerade bei ihnen einfach ekelhaft sind. Hier kaim man nicht mehr von Tierfreundinnen, sondern muß nun Tiernärrinnen reden, Eine solche Ileberfiftterung ist eine Rersündigung gegen das Tier, das es in Wahrhell nicht gut hat, sondern gequäkt wird. Man vergleiche damit die Hunde, die«in tierkundiger Förster hält. Kein Lot Fleisä) ist zu viel an ihnen, und die Muskeln sind straff wie Eisen, so daß sie einen prächtigen?l«iblick gewähren. Unermüdlich sind sie den ganzen Tag auf den Läufen', überhaupt. kennen sie keine Müdigkeit, sobald es zur Jagd geht. Sie gehorchen aufs Word Hunger und Durst müssen sie als etwas Selbstnerständ«' liches ertragen. Viele Jagdhunde haben übrigens eine solche Leiden« jchoft für die Jagd, daß' sie das Futter stehen lassen, sobald man sich zum Aufbruch rüstet. Eine gefühlvolle Tierfreundm würde die je Behandlung als roh und grausam bezeichnen, während sie in Wahr hell die einzig vernünftige ist- Iedes Tier will sich in dem ihm von der Natur angewiesenen Gebiet betätigen. Hunde und Pferde wollen laufen. Kann, man einem Hunde nicht die erforderliche Bewegung geben, so lall man wenigstens- solche Rassen wählen, die nicht viel Auslauf brauchen, wie Dachshund«, Boxer usw. Eine Katze in der Großstadt in der Wohnung zu halten, ist genau genommen auch eine Tierquälerei. Sie ist und bleibt ein Raubtier, dem die vorgesetzte zurechtgemacht« Speise nicht annähernd so behagt wie eine gefangene Maus. Hierzu kommt, daß man in Großstädten die Kotzen gewähnlich mit Pferdefleisch füttert, da» ihnen auf die Dauer gar nicht bekommt. Weil die Katzen in zoologischen Gärten, gewöhnlich auch mit Pferdefleisch gefüttert werden, leben sie regelmäßig nicht lange. Auf di« seinen Gmichsnen.cn der Hunde und der anderen Haus« fiers wird gewöhnlich wenig Rücksscht genommen. Apotheker, Drogisten und Zigarrenhändler sind gewöhnlich sehr erstaunt, wemi man sie daraus aufmerksam macht, daß für den Hund der Aufenthalt im Geschäftslokal ein» Qual sein muß. iVü sich der Hund endlich daran. gewöhnt.,>0 ist es aus Kosten der Rase geoangcn. Besonders häufig kommt es vor, daß man stärkduftende Gegenstände— z. L.- mit Tabakstaub-imprägnierte Decken— den Hunden als Loger. anweist. Gewöhnlich sterben dann die Tiere bald. Bereits wir Menschen bekommen von manchem Insektenpulver Kopischmerzen. Wen kann sich daher vorstellen, wie sehr darunter ein feinnafipes Geschilpt leiden muß. Di« Tiere verabscheuen alle künstlichen Gerüche weit mehr als die in der Natur vorkommenden. Deshalb leiden auch die Bferde außerordentlich unter den Auspütf» gasen dar Automobile-■■' �" . Vorstehende Vlymenlese dürfte wohl einen. Beweis dafür liefern, daß auf' dem Gebiet der NerpsteA»' noch-vj«l gesündigt wird.. Dr Tb Woikenkmlmer und ffiummy beflaggt dos Sfarlop Building Diese? liier ist Rummy. Rummy? Teufel, ein scharfes: mar- kante? Gestckt. Was arbeitet Rummy? Rummy ist graphischer Hilssorbeiter.... beim„Stortop". Der„Stortop".ist die größte Zeitung New?lörf9, erscheint täglich in rund l's Millionen Exem- plaren. Bitte' zweimal täglich! Rnmmy. ZS Jahre alt. Vater von vier Kindern und Mann von einer Frau und Sobn von einer alten Oma. Alle werden vom Lohne Rummys ernährt. Ihm selbst reicht der Lohn kaum für eine Pfeife Tabak. Aber der Tabak ist schließlich nicht Rummy? Possion. RS? Was denn? Trinkt er? Bei Leibe nicht. Er denkt! Rummy ist ein Stück Philosopb, ein Anatom ist er— er schlachtet die Welt—- und schaut hinein in die tiefsten Nieren und Herzen. Die Leidenschost Rümmiis ist— der Wissensdurst. Sicherlich. New Park Eity Iesses, was für em Lärm. Das braust die Straßen hin— wie— wie— schlimmer als Lützows wildeste Jagd. Auf den Straßen, unter den Straßen, über den Siraßen— Hundert- tausende von Menschen wälzen sich in dickflüssigen Strömen neben- einander hin. Eoblecars, Elektrische, U-Bahn, Highbahn— und heute soll gar noch'n Ballon über New?)ork City hmwcgsliegen. Was?'n Ballon? Ja.'ne Zigarre,'n Spargel— der Zeppelin. Rrrr— die Motoren— sie rasseln ichon. Rummy: hurry up! Und Rummy jäbri im Stanop-Building mit dem Auszug Nr. 13 die 126 Stockwerke hinauf— nun ist er oben— am höchsten Top der. ,,Startop"-Zeitung, des„Sternblattes"— lesen Sie bitte das Neuest« aus allen Kontinenten: vom Mars, Mond und Jupiter non Sirius, Plirius und Denus—„Startop" weiß alles! 1!4 Willionen Auslagen— nicht vergessen: täglich zweimal! Das Startop-Building. Der Zeirungsturni, neben anderen Türmen: Wolkenkratzer sagt der Dolksmund— alle über hundert Meter hoch. Da« Startop-Gebäude aber ist non allen Kratzdie.- _ das höckste Hochhaus. Manchmal umtanzen seinen Turm- top die gräuseiden gewandeten leichten Wolkenjungfern, wenn der Sturm den Fiedelbogen zieht. Rummy. was machst du? Er pariert Order. Rummy flagat— er beflaggt den Zxitungspalast— zur Ehre des Lüftespargels: Gruß an den leichten Reiter: den Grafen Zeppelin! Dre, Fahnenstangen. Dick wie«in Mannsbein— Mit Ketten und Winden hißt Rummy die Stars and Stripes, Amerikas„freies" -Sternenbanner: bohoch' Einmal. Zweimal— die nächste Flagge: Schwarzotgold! Ei. sein, junge deutsch« Republik über dem alten New Bork, lieber dem reich«, New Bork, lieber dem mächtigen New Bork. Zweimal. Dreimos. Da« dritte Banner— am Mast rn der Miste— aber. Teufel noch, mal: Rummy. was tust du? Blies dst- der Höhenwind da« Lickt in der Laterne deines Schädels aus? Ttoxrmm— da«.>na« d« da an dem Maggenwast hinaiffh-ht. da« ist— ja. was? Wie? Wo? Ei. so seht doch hin: Rotes Tuch. Feiiertuch! Renowtionäres Blut. Rummy— bist du Sozialist? Woher hast du die Flagge der Freiheit? Wer gab dir diese Order? Do könnt ihr lange frogen— Rummy hört euch nicht, ans seinem Antlitz liegt ein-serner Glanz— wie«in Geheimnis. Rummy stiegt der Zeit um einhundert Jahre voraus— in seinen Enkeln lebt er schon— die werden eines Tages über New Pnrk stehen, wf« er heute-- neben dem vielfach stotternden roten Tuch: Gemeinschaft wird sein der Schlüssel zu ollen Türen: zu den Fabriken, zu den Bureaus. zu den Kausleulen, zu den Zeitungen� zu den Banktresors— ja: selbst zu den Herzen! Uebcr New ffsorf wehen die freien Banner des Sozialistischen Zeitalters. Keine Waffen mehr: Friede und Freude bei allen Menschen— greifen da nicht von Europa her Hände herüber— ei, gewiß doch— und Rummys Hand wird riesengroß: millionenfach wird seine 5)and— und Millionen Hände van drüben: Europa ver- brüdert sich dem Uankeeland— welter. der Ring wächst: Rummys Herz ist ein Zirkel— weit— weit schlägt der seinen einenden Kreis — Assen. Afrika. Australien: alles im Bunde: Ring der Völker aller West, rote Nelken über jeglichem Menschenherzen— rrrr— surrrr, schnurrrr— Rummy erwacht aus seiner Träumerei— das Flugschiff, der Zeppelin— gerade fährt es über„Startop-Building" hin- weg— hoi, thre« Clieers tor the Air-Ridcr— dreimal Hoch für den Grasen, den freien Borxeiter in den hohen Lüsten: Zeppelin! Zeppelin! Und— was ist denn das? Hat das Lüfteschiff den Herzens- schrei des Rummy gehört? Sein Hoch, sein Hurra, seine rbre« Checrs? Sicher— oder— die drei Flaggen?'Wie sie im Wind« knattern— die biauweißroten Stars and Stripes: das Vankeebanner, und daneben so lustig bas junge mutige Schwarzrotgold, aber wie Blitz und Flamme das rote Tuch, das Banner der Revolution, das Herz des kommenden sozialen Zeitalters! Zeppelin— was machst« — er knackt mit seinen Flossen— er schwenkt die Flossen— ein rieftger Fisch in himmlischer See, ein silberner Kabliau— er schwenkt um: im Kreise, einmal, zweimal, dreimal— er grüßt mit jedem Zirkel die drei Floggen— oder— wie? Rummy we'h nichts— er versteht- nichts— er kann nicht— und doch weiß er alles, und doch versteht er in einem Sekundenblitz: hie Kreisung des Zeppelins über New Bork, die gast nicht ihm, dem einsamen unbedeutenden'Hilfsarbeiter der Presse— diese Schnörkel des Lüstekrcuzarz galten der C>ty: dem reichen, überreichen Herzen New Porks, gasten der Bourgeoisie— aber das andere, das gast dem Rummy, niemand vnu-ganz item Bock wird das. gesehen Hoben— außer ihm. dem Rummy selbst: a»» der hinteren Mpwrm- gmckel de« Luftschiffes grüßte ein ganz«eines rotes Tuch, winzrs Äsmcnol— dsr SRurttyfuitf bslchert ihn uns reickLich. Wir würben uns gewiß nicht darüber'.»«Nagen wenn wir in diesem harten Winter braht'o« ausgiebig mit Frohsinn und Lachen versorgt wurden. Wer wirb»on dieser Faschingsvcranstaltung erheitert? Vielleicht die Rhcintäiuder. bis am Radio sißend, von einem heimatlichen Kling berührt werden. Eigentlich sollte man annehmen, bah auch sie an- spritchsnoller sind. Im bunten Kanrevatstreiben lachr in.rn wol� auch wer recht billige Scherze, aber wenigstens über die Art, in der sie vorgebracht werden. Der Rundsunthorcr ober, der am Sonntag der„Fremdensitzung der Kölner Karnevalsgesellschost* solgte. suhlte sich schwer enttäuscht. Dieser hescheiben« Faschingshurnor war kaum wert, per Rundfunk über fast ganz Deutschland oerüreiiet au werden. — hübsch wirkten die Liederbarbietmigen am Abend, die Ursula van Diemen brachte. Ihr Heller Sporan traf besonders gut den rühren- den Ton der mittelalterlichen Volkslieder. Tes. IMMMI>ZlM-MiU! «»tun«' LekliebsM Wie es sich für den Rosenmont-ag gehört, geht.F a r t l e b e n s Offiziersbroma„R o s e n m o n t a g" inaeni U S!»«e. länittid) in Beetin. öfele«: Loewaris-Leela« S m d ch. Berlin Druck: Boewäris-Buitidruckerei wid Serlaainnltalt Paul Linaer ll ffo Berlin SB Lindenftraße 3 Klerzu! Beilagen vnt» �lnterhaltung und Biffen". Gewknavsmg S. Klasse ZI Preußisch-Stiddelllsche Klassen-Lottrrie. Obn» Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich bebe Sewiuue gefallen, und zwar f« einer aus die Lose gleicher Nummer tu den beide» Ablelluugeo I und U Z. Fiehmigsiag U. Februar ISZS In der Vonnittagsziehunz wurden Gewinne Sber 120 M. gezogen 2 Gannme v» 10000 Ml. 22007_____ 14 s-winn. 3000 SN- 68697 121646 128660 138321 148710 202864 394813 1 8 Genitm« n 2000 an 48181 62044 69911 98317 120322 124174 168218 194573 311262 38»«winn« m 1000 W. 10408 47612 104973 126318 129698 138989 1 43500 160186 176044 105659 196919 203007 211262 227682 231133 257788 312792 342770 349133 82 Gewinn« ja 500 M. 27333 30405 46224 53480 67064 71791 85707 89553 94794 1 01 931' 103858 104984 10S42S 119000 127457 135251 138916 142053 157892 182282 166302 179149 183203 100309 235520 244990 245336 263802 257919 264225 324584 329992 331480 333483 340781 378556 379467 381384 383898 388477 388189 262®«B>inn« in 300 M. 232 4392 7807 9907 1 1 592 14989 1646S 17906 -------------------------...0j 47081 5,4� 57159 s 101441 112671 115164 126077 132328 13283S 133733 137671 138101 ---------------- 32 160686 187980 162328 162667 163707 184713 63 176870 179190 181678 188039 191 846 196100 140923 148179 160432 167423 170328 176863____________-----------------, 197527 204692 206900 203160 203843 209815 220912 222254 223612 224722 226332 227611 22804, 220826 2334Z6 235024 237687 239484 340603 248408 250864 254Z63 2�5473 260471 370312 271116 272998 376304 278990 281618 288370 286809 297025 299528 306444 313007 315022 31677« 320226 323344 324677 327931 328110 332616 39,9033 333338 335690 342481 344272 362793 362346 376232 376372 376707 381576 381790 389558 383060 384376 335139 386920 392337 393161 394468 396790 397978 In bei Nachmlttagsziedvng wurden Gewinne über 150 M. gezogen s»«wt»n, i» 26000 an 1 1 3953 2 S-NNNN»|U 5000 Dt. 191 730 10 G-Wi-N«»o 3000 M. 81106 98103 146942 293223 374350 10®«tetnr.« in 2000 M. 36384 43027 131369 161148 265616 28 Gewinn« tu 1000 Dt. 29968 53533 60202 115823 221199 328247 240443 265116 298523 301452 343052 376>87 397714 80»««Inn« f- 500 M. 3396 47,0 641« 9626 21613 26264 290'S 62706 76962 79264 82827 126691 130604 184920 146220 148680 163365 165523 182241 182919 200093 201413 214604 229841 237894 §41610 242286 243567 259259 264928 282093 293804 299020 319620 22112 336032 345033 334453 384236 393862 194»«VINN, in 300 Dt. 871 10674 11123 12280 14623 18887 19093 20369 51960 22430 33453 36009 40279 42960 44601 47142 67055 60410 70544 71179 73643 74135 77413 78784 94977 97074>04830 107163 107264 108537 108648 II0S52 113790 116010 116199116859 120390 129143 141850 143830 160726 158207 158767 160601 166460 179717 188639 187890 191706 200042 202047 204880 210269212062 214497 214723 220003 221492 222122 227970 237616 241779 24320Ü 246747 247661 248180 249113 261500 263684 259149 267037277423 277595 232724 300233 507030 315081 316201 321269 929610 335293 347358 381720 356697 355737 357381 360766 364257 360079 370636 373032 373728 377417 380696 381116 396464 399723 Im Gewinnrade verblieben 1 2 Prämien zu 500000. Z Gew.zn 500000, 2«it 30000(1, Z zu 200000, 3 zu 100000, 4 zu 75000, 6 zu 50000, 12 tu 25000, 80 zu 10000, 160 zu 5000, 398 zu 3000, 710 zu 1542 zu 1000, 4100 zu 500, 10738 zu 300 Mark. verband der BuchWnder und papieruerarbaiter Deutschlands Qrtsvarwaftung Berlin Bertis M. 16. lagaluter t« u,». ztmnwp)«. Oelegierten wählen m und iZmze.ii dw Membetmbe Itglloder. Laut O-MNaint 6 IS(ck) iv»d di»*.Mietri«b« Bis«hl. fdMi.fUlrf) öier Mitgli»0«r nuan.niea ulrgin und aut t« Mn. ilalieS«r«in Deltgierier und et» Hmioeitr'ter zu wSh»n ?u dieiiin?w«ck- vcrdtu nnchli'benl.« Pitirlsvttsamm. tungen«tnb«iu-n. di« von»!nem DenvaUungsiuitglled ge- I.tl»i werden. Diele Bezirteversammlunge» find am Mittwoch, dem 13. Jebrufft, nachmittag« 5 Uhr. ffl» kommen iQr die einzelnen Beztrl« olgende Loial» in Frage Svckvotooi Z r 4 n I>» b, Dilhelmftrafi» 11«. SUckoato» i Bureau Sngeln-ee 21/» II nrotrum i« a ß t> a u t e n. Siallick.reiderstraße 13. die»S i-.rt. WUllerftraße 163. 2 a n e» o t 6 d u n(i in allen Bersammtungan: Wahlen der Odegierira zur Generalversammlung. Zn«ndeiaachi der Dt-btigk«it der Veifammluuae» tfi ein tmn»awch saw»m»»-ndit<""*' viel Sie Beir edsritle» geltschrtfi Nr. 3 ist trfdiitnen und tonn gegen Vorzeigung der Lcgittmatumskarte de« Pelrtedsrols-Ob. manne« m unterem Bureau, Zimmer S. täglich dt« 4 Uhr, Freitags dls 7 Uhr. entgegengenommen werden. Die OecttanensmNnncC'Naafetcii) der Walzwertarbeiter fallt am Donnerstag. dem U Februar, au» vi» Ottsenmalluaa. gPSST Meihe -xiff fgifflif1 � j OrtSkrankenkasse für die Gewerbe der Tischler und Vianosortearbeiter i zu Berlin. Bekanntmachung. Der nom Vorstand am 25 Neodr. 1925 und«om Nusschuh am 13 Dezember 1328 befchloficnen Neuiafiung der Lagung wurde vom Lbeeverlicheriingeamt Berlin 4M«. Februar 1329 die Genehmigung i«, wie.fiuftimmung«nein. Druckftücke lind uach einer Woche Im i fiafienlolal erhält ick Berlin, den 12. Februar 1929. Ose vorftanS. Fr. Mecrstach. Sorfifienber. K. Ehrlich, Lchri'tiiihrer. «ÄsIlzMilef-sesliö iI Vervaliun sstell« varlw biarbrui Den Mitglieder» lur Nachricht, daß unfrr Solleg». der SIohrI»g»rhelf«r Lpdrslm PIsum geb. 17 Ztonember 16.il. am 20. Za- mwr gefiorden ift CEHrt leisem ütbatfat'. Sit Einäscherung hat bereits statt» geiunden. Di» Or>»»»ri»ioltn»g Am Freitagen«»«, tiedruar. ver, schied Unier Mder Bat«. Schwieger- ower und Großvater Gustav Frentxel im 7i. Ledens ahre. Um ftwe« Sei eid bitten tkrickl Zreutzsl. Irl»«» �"»now. Keltz AI viitller, geb. F Berit»' Pan'ow, den 9. Fedniae 1929. Echuiltr 6. Einäicheenng Mittwoch, 19. Februar. 17.15 Uhr. Im itremaiortum Gerichl- Ilraße. Klein« Halle geb. Quizow. iller, geb. Frenget. Maller.�«»» Nach langem, schwerem Leiden ver, schied sanit am 16 Aedruoe. vor- 1 mittags 9 Uhr, mein« veb« Frau und gutes Mmlch-n. uniere Uei» 1 Tochter, Schwesler. Schwiegertochter, j Schwägerin und Tante Leina Schilke geb. Vinte» im Alter von 13 Jahren. Im Name» der trauernden Hinter- dlied-»en c*rl«dtüte D1n..Lichtelirade. den It. Februar I9ZS. Eisdiung IN. Ztr. S. Einäscherung findet Donnerstag den II. Februar, nachmiitag,»"..Uhr, im Ztrsmaiorinm Säumschuieuweg Aiesholzitraße. fiätt. vavlltagltng. Für die vielen Bewciie herzlicher Teilnahme und der vielen Blumen- soendeu bei der Sinäscherungsseicr meiner lieben Freu Anna Josewski Kg- ich mxf diesem Weg« ollen Freunden, Bekannten, Verwandten. Partei- graoliinnen. Parietgenofien und «ollezen meinen herztichfien Dank. »tvckrlcd Jotewtld Blau kendurg. Feeilchlinitraß« 33 Im Alter von 50 Jahren verstarb plötzlich Uvck unemariet nach schweier Op ralion am S. Febrcar mem lieber Mann, unser treusorgenfier vattr Emü Thiele Die» feigen zchtnerrerfünt an Fr« Luis« Thiele, ceh. Thieme und Kinder. Di« EJnlaehanrng findei am Donnerstag, dem 14 Februar, raehmi tass 1 Uhr, im Krema- torium WilmersdoH Start. Staat iMkan n 16 1« n t'«■ OHne Antanuui* TanÄ retenl St«in's TWWb*emBfl MOMtt Verkäufe SScSseVer.Xeppich«, oder andere kleinere Schzuheitefehler. Bauet« Sonderpr, e». 7X3 1!>�- M. BouciS L'»,ib«rpr. ra- M. Zaucl« Sonderpe. ea. ZX4 M. Smvrna Sonberpe.«o 3X9 1»,— SR, entptna So über vr.«- 3x1 U»-— 3*. L»ts«e. Berltv, tvlUmsw. Straß» 133. Das Wunder der neuen Lösungsmittelseife! Selbst Fett- und Qel- schmutz wird durch das Benzit gründlich gelöst Durch.Arbeit an Maschine und Motor wird der Wascheschmutz immer fetthaltiger. Dieser Fettschmutz und die Verschmutzung durch Schweiss und Staub können mit gewöhnlicher Waschseife nicht beseitigt werden. Da hilft Ihnen nur Benzit-Seifc— die'Lösungsmittelseife. In der Benzit-Seife ist das Waschvennögen schäumender bester Kernseife verbunden mit der unwiderstehlichen Lösungskraft des Benzits. Das Benzit durchdringt den festen Fettpanzer und löst mit vorsichtiger Energie den Schmutz aus den Gevebc- poren. 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