Morgenausgabe Tit. 73 A 37 46. Iahrgang «»«Nim«»V. Wiorta*».««. bn voraus zahlbar. Voltbezug IX M. «wicht BfftrDgtlb. Ausland, abonue» menl 6.— M. pro Monat. Der.Sarain,* erichelnr wochentZg- tich zweimal, konnlag» und Monlag» einmal, die Abendausgaben für Berit» und lm Ltandel mit dem Tltel.Der Abend'. Jllustriene Beilagen»BoU und Zeit' und.Kinderireund'. Ferner .Unierhalwng und Willen',.grauen- stimm»'..Technik'.Blick In die Bücherwell" uud.Sugend-vonpirt»' f> yrr'W* VerUner Vottsblatt Mittwoch 13. Februar f929 Groß-ÄerUn 10 Pf. AusWärts 15 pf. Dfe einspaltige Nonpareille�?lle tÄ Pfennig Reklame eile 5— Reiche mark.„Kleine Anzei-jea� d-is ettge- druckte Wsrt 2b Pfemritz(zu lässig zwei fettgedruckte Worte). jed?s weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort IS Pfennig, jedes weitere Wert Iv Pfennig. Worte über 15 Bvchstaben «aqlen für zwei Worte. Ardeitsmarlt Aeile 6V Pfennig. FamMenanzeigen für Abonnenten Zeile 4Q Pfennig. 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Februar IgZg In London tagende Slhung der Exekutive der Sozialistischen Arbeiterlnlernattona'.e erwartet, dah die vor. bereitende A b r ü si u n g s k o m m i s s i o n des Völkerbundes ihre A steilen a l l e r s ch n e l l st e n s zu einem erfolgreichen Abschlvh bringt, damit die allen Völkern der Erde feierlichst gegebenen ilbrösiungsversprechen durch einen allgemeinca ver. trag endlich ihre Erfüllung finden. Die Slhung erklärt, dah die Sehnsucht der Völker nach dem Flieden bei den R e g i e r u n g s. verlrciern in Genf Ihren Ausdruck finden muh, damit die Organisation des Friedens wahrhaft zustande komme." Außerdem wurde ein Aktionsproaramm beschlossen, das u a. folgendes' vorstehtr 1. Aufforderung an die sozialistischen Parteien, Organisationen und evtl. abzuhaltenden Bolksoersonrwlungen in den einzelnen Län» dern, dl« oben erwähnte Adresse gleichfalls zu beschließen und an die vorbereitende Abrüstungskommission nach Genf zu senden. 2. Ausarbeitung eines gemeinsamen Planes für eine Aktion zugunsten der Abrüstung nach Fühlungnahme mit der G e- Werkschaftsinternationale! Aufforderung an die Jnter- nationale G e n o s s e n s ch o f t s a l l i a n z, sich der Bewegung für die Abrüstung anzuschließen. 3 Gemeinsame Prüfung der Mittel durch TAI. und JGB.. um den diesjährigen Maifeiern noch mehr als sonst den ßchärakter einer Friedensdemonstration zu verlcihen. 4. Gemeinsam« Borberitung von Demonstrationen der soziolisttscheii Parteien und Gewerkschaften anläßlich des IS. Jahrestages der Kriegserklärung. S. Borberitung eines Abkommens zwischen JGB. und SAI. mit dem Ziel einer gemeinsamen Aktion anläßlich der B ö l k« r- bundsversammlung im September in Gens. Im weiteren Berlauf der Sitzung unterbreitete L o n g u? t im Namen der französischen und der tschechischen Delegation folgende Resolution über Südilawien. die einstimmig angenommen wurde: „Das südstawisch« Volk gehört zu jenen Nationen, die für ihre nationale Befreiung und Einigung das größte Opfer gebracht hoben. Ganze Jahrhunderte unter der Fremdherrschaft, in sechs Staaten ge- teilt, nach drei Balkankriegen und nach dem Weltkriege, nach dem Verlust von Millionen ihrer Bolksgenossen haben die Südslawen zu. letzt durch eine nationale Revolution ihr« Einigung im ein- heillichen südslawischen Staat gesunden. Aber in einet Zeit, in der doz faschistische Italien seine Anstrengungen verstärkte, die reaktionären Nachbarstaaten Südslawiens— Bulgarien, Ungarn, Albanien— unter seine Führung zu bringen, und Südslawien einzu- kteisen, hat die höfische und militärische Clique in Belgrad die Demokratie in Serbien gespalten und zu korrumpiere« gesucht. und die Gegensätze zwischen Serbien und Kroatien ausgenützt, um schließlich die politische Freiheit in Südslawien zu vernichten, alle Rechlsgrundlagen zu zerstören und den Absolutismus auszurichten. Dieser Absolutismus Hai wie alle politischen Parteien auch die sozialistische Partei ausgelöst. Er hat die Arbeiterklaste aller Möglichtcit legalen Kampfes beraubt, während er gleichzeitig mit den Unternehmsrverbändsn übcr die Revision der Ar- beiterschutzgesetzc verhandelt. Angesichts dieser Tatsache sendet die Erekutioe der SAI. der Arbeiterklasse Südslawiens ihren Groß. Sie erklärt ihre volleSolidarltätmit den Sozialdemo. traten Südslawiens und fordert alle sozialistischen und Arbeiter- Parteien aus, die südslawische Sozialdemokratic zu unterstützen in ihrem Kampf für die Wiederherstellung der Demokratie." Henderson führt den Vorsitz weiter. London, 12. Februar.(Eigenbericht.) Die Exekutive der SAI., die ihren erkrankten Vorsitzenden ArthurHenderson einstimmig ersucht lzatte, trotz seiner grund- sätzlichen Bedenken die Wiederwahl zum Vorsitzenden anzunehmen, erhielt eine Antwort Hendersons, in der es u. a. heißt! „Es hat!« mir geickneaen. daß die Zeit für meinen Rücktritt von einem Amt, das ich so lange ausgeübt habe, reif und der Augenblick gekommen ist einem anderen Platz zu machen Es scheint, daß diese Ausfassung von meinen Genossen nicht geteilt wird. Unter diesen Umständen bin Ich bereit, diesem Wunsch« nachzukommen und den Vorsitz, den man mir neuerdings über- tragen, für eine weitere Äm'tsperiode anzunehmen." Die Exekutive nahm den Entschluß Arthur Hendersons, den Bor- sitz bis zum nächsten Kongreß weiterzuführen, mitlebhafterGe- n u g t u u n g zur Kenntnis. Die Exekutive beschloß noch ein um- fangreiches Dokument zugunsten der Politischen Gefangenen. in dem u. a. darauf hingewiesen wird, daß die von der Sowjet- regierung zu Hunderten und Tausenden verhafteten und nach Sibirien und Zentralasien verbannten politischen Gefangenen gezwungen sind, mit einer Unterstützung von 13 Mark monat- l i ch zu vegetieren. Es kommt hinzn, daß diese Häftlinge von den Gewerkschaften und aus den Genossenschaften ausgeschlossen sind. Dadurch wird Ihnen jede Erwerbstätigkeit ge- n o m m e n, ihre Versorgung mit Lebensmilleln ist äußerst er- f ch w e r t. Di« Exekutive wird im Juli in Zürich wieder tagen. Negierungssieg in Warschau. Alle Opposi'tonckantroae avgelehnt. Warschau, 12. Februar.(Eigenbericht.) In der dritten Lesung des Etats enthielten sich die polnischen Sozialisten und die übrigen Linksparteien der Stimme, da sie, wie Tliedsjalkowsti erklärte, in der Ablehnung de» Haashalt» noch nicht die Erreichung ihre« Zieles, nämlich die Wiederelnsehnng des Parlament arisch-demokratischen Systems, erblicken, ver Kamps um d'eses Hauptproblem, da» seit dem vlaiumsturz das politische Leben Polen« beherrsche, werde vielmehr erst bei der verfaflungsdebatte aurgetragen werden. Sämtliche Antrüge der Linksparteien aus Verminderung des stehenden Heeres, Verkürzung der Dienstzeit und Kürzung der Heeresausgaben, sind abgelehnt worden. Sozialdemokratie und Verfassungsverscheden hatte, daß die Beratungen völlig geheim- bleiben sollten, haben die inzwischen veröffentlichten Sensationsmeldungen die' Delegierten davon überzeugt, daß dieies Verfahren seine Schattenseiten hat. Es soll daher täglich ein Kommunique herausgegeben«verdcn. Die Pariser bürgerliche Presse fordert die Alliierten zur Her- stellung einer Einheitsfront gegen Deutschland auf. Die Gläubiger, heißt es, müßten sich sotidarisch erklären, sie dürften nicht ii« Uneinigkeit verfallen, dann würden sie den Sieg davon- tragen. Die Sachverständigen inachen glücklicherweise nicht den Eindruck, als sollte die Sachlichkeit und Einfachheit, mit der sie beraten, der französischen Oeffentlichkeit den Beweis liefern, daß nun wirklich die Zeil der gegenseitigen Bedrohung vorüber ist und di« Herstellung des Friedens das Gegentcll einer Einheits- front gegen Deutschland erfordert. Eine solche hätte auch angesichts der Verschiedenheit der Auffassungen, deren Ausgleich die Ausgab« der Konferenz bildet, wenig Aussicht uild Sinn. Wenn die Franzosen die Notwendigkeit der Erfüllung der Forderung auf Deckung ihrer Schulden und eines Teile ihrer Wicderaufbaukssten be- tonen, wenn Dr. Schacht bereits darauf, hingewiesen hat, daß Deutschland auch im allgemeinen Interesse nicht über Gebühr b e l o st e t werden dürfe, so drückt der Amenkaner, dem im Bewußt- sein ihrer eigenen Parteilichkeit gerade von Deutschen und Franzosen gern ein wenig die Führung überlassen wird, dem ganzen die Atnio- sphäre einer zwanglosen geschäftlichen Regelung auf. Pierpont Morgan äußerte sich bereits gestern so und eine Batterie Selterwosserflaschen, die gestern im Konferenz- saal in der Gegend der Amerikaner ausgefahren wurde, konnte über- dies wie ew Symbol wirken: es wird vermutlich etwas Wasser in den Wein aller Teilnehmer gegossen werden. Debatte über deussche Steuern und Löhne. Paris. 12. Februar.(WTB.) In der heutigen Sitzung des Reparotionsausschusses machte Reichsbankpräsldent Dr. S ch a ch t längere aygenieine Ausführungen, an die sich ein« Diskussion schloß, in der einige Einzelsropen näher erörtert wurden, so auch die Frage der St«V«rbelastung in Deutschland und die Frage der Arbeiterlöhne. Diese Fragen und einige andere, die Dr. Schacht angeschnitten hatte, werden morgen weiter behandelt werden. Ein amtliches Eommurriqu« ist haut« nicht ausgegeben worden. Zusammenhänge. Oer Goldmacher Tausend und seine Freunde. Der Schwindler Tausend, de? unter der Vorspiegelung, Gold herstellen zu können, viele zahlungsfähige Leute hineingelegt Hot. hat auch in Bremen eins„Goldfabrik" besessen. Die Liste der daran beteiligten Leute ist sehr lehrreich. Das Geld gab der millionenreiche Konsul A H e l d, ein Hauptgeldgeber Ludendorfjs. Gefchäfissührsr der Goldfabrik war ein Herr Wilhelm Krose, damals Oberleutnant und Adfutairt des Frei- karpsführers Taspari. Herr Kros« setzt sich mit besonderer Wärme für den�F ememörder Fuhrmann ein. Zmeiter Geschäftsführer war Herr Fritz Küchenmeister au» Freiöerg in Sachsen, derselbe Mann, dem bis STutfr gehörte, aus dem heraus Wallher Raibenou meuchlings erschossen wurde. Am Betrieb ange> stellt war der Stielsohn Ludendorffs. Der groß« Luhendprsf selbst besichtigte unter der Maske eines Gcheimrats«viederholt den Betrieb. Cm kommunistischer Geistesriese. Dom natürlichen und annatürlichen Kapitalismus. Die kommunistische Zentrale ist im Alleinbesitz der allein echten Lehren des durch Lenin verbesserten Marxismus. Jeder ihre An- ; Hänger ist ein Gckstesriese der sozialistischen Theorie gegenüber den > sozialdemokratischen Theoretikern, die Marx niemal, verstanden und - vom Sozialismus keine Ahnung haben. Glücklicherweise sorgt die kommunistische Zentrale für die Aus» ! breitung der allein echten Wahrheit. Wie— das erzähst die Brairdleristische„Arbeiterpolittk': „Fritz F renken ist Sekretär des Unterbezirk? Düsseldorf uyd Mitglied de? Preußllchen Landtags. Als getreuer Knappe der Thätmann-Zenirole hält er Jetzt Kurie über das Pro» grornm der Ao in muni st ischen Internationale a» Dabei entschlüpfte ihm jüngst folgender Fundomentalsatz: „Der Kapitalismus ist unnatürlich und weil n unnatürlich ist, muß er oerschwinden. Wäre der KapftaUsmus na t ü r l« ch. dann brauchte ernichtzuvexschwinden.' Das Auditorium staunte. Es staunte aber bei nachfolgender Szene noch viel mehr. Frenke» wurde von einem Genossen ae- fragt, wo s denn eigentlich eine These sei. Frenke«« nimmt zwar alle Thesen bestimuiigslos an, aber was denn «igenilich so eine These für ein Ding ist, das wußte e r n i ch t. Er gab deshalb die Frage an die Versaimnelten weiter. Darauf erklärte ein Genosse: „Eine These ist eine Behauptimg.' Jetzt ist Frenke» glücklich, zu wissen, daß«ine These ein«„Be- hauptung' ist. Einige Minuten darauf fragte ein airderer Genosse, was eine Synthese sei. Bei Frenke» brach der Angst- schweiß aus. Er hakt« keine Ahnung. Da die anwesenden Ge- noisen beharrlich schwiegen, gab Franken selbst die„Erklärung'. Sie lautet wörtlich: „Ja, Genossen, über das Wart Synthese ist sich die Wissenschaft selbst noch nicht im klaren.' Wir sind restlos erschlagen und geben ohne«veiteres zu. daß wir den Unterschied zwischen natürlichem und unnatürlichem Kapira- lismus bisher noch nicht verstanden hatt«««. Ob der„natiiiliche Kapitalismus', der nicht zu verschwind«» braucht, die Rep ist— wer weiß es? Wir werden es niemals lernen, und deshalb werden wir immer vom Genüsse der höchsten Weisheit der Kommunisten ausgeschlossen bleiben. Sozialdemokraiische Koalitionspolitik. Ein Vortrag von Carl Severins. In der Vereinigung Sozloidemokraftscher StudiereiÄer sprach gestern im Sitzungssaal des ehemaligen Herrenhauses Reichsinnen- minister Earl Severing über Koalitlonspolitik. Noch den Wahlen zur Notioimloerianrnlung— so führte Severing aus— war dir damalige Mchrheftsswialdemokrati«. auch zu» sammen«nft den Unabhängigen, in der Minderheit. Sie mußte, um so«n«hr, als die Unabhängigen«in« Beteiligung on der Regierung ablehnten, eine Bundes- und Arbeitsgemielrsschrst mit Demokraten und Zentrum bilden. Wem die Sozialdemokratie damals«ine Minderheftsregierunq gebildet Höfte, wäre auf ihr allein die Derant- wortung für den Frieden von Versailles gefallen, das RerfoffungS' werk märe gefährdet morde:« und wer. weiß, ab die Sozia'.demokralie allein den Kopp. Putsch Höfte bezwingen können. Ackrniich liege« die Ding« in Preußen. Auch hier«st die Sozialdemokratie in dcr Minderheit. Aber dadurch, daß Sozialdemokraten 1323 d>e wichtigsten Posten inn« haften, wurde dos Chaos gebannt. Eine starke Partei wie die Sozialdemokratie darf nicht abseits stehei«. Si» muß dabei sein,«venn im neuen Deutschland regiert wird. Da» Ideal ist. daß wir allein die Mehrhell der Stimmen in den Parlamenten hinter uns haben. Tann bin ich der Letzte der di« AllelNverci ntwortung für die Partei ablehnt und Koalitionspolll'Jk treiben mochte. Solange wir aber gezwungen sind ArbeilZgemein- schaften zu bilden, n«üssen wir versuchen, in den Koalitionen möglichst stark zu sein, um Stück für Stück, Tag für Tag unsere Forderungen durchzusetzen. Da» groß« Ideal de? Staates der sozialen Gcreck.tlz- k«t und Freiheit bleibt uns. Jeder noch so klein« Schritt auf dem Wege zu ihm ist wertvoll. Ein Hausen jugendlicher Kommunisten versuchte den Bomozen- den durch törichte Zwischenrufe und lärmende Bemerkungen zu stören. Der Lorsitzeirde sah stch schließlich gezwungen, die Haupt- jchreler aus dem Saale zu verweisen. Das Zentrum in Oppofltion. Atnanzpolittk ohne feste Mehrheit? Die Zentrumspresse setzt sich neuerdings mit den Leuten auseinander, die den Austritt des Zentrums aus der Reichs» rsgierung als Spielerei und als Bluff behandeln. Wir haben non Anfang an nicht denen gehört, die die Sache so leicht nehmen, und wenn das Zentrum jetzt versichert, daß die Optimisten durch die kommenden Reichstagsverhandlungen und Ereignisse sehr bald eines anderen und besseren belehrt werden würden, so glauben wir, daß diese Ankündigung, die einer Dr o h u n g gleichkommt, nicht leichtfertig in den Wind geschlagen werden darf. Das Zentrum wird O p p o- s i t i o n treiben, und wenn es auch einstweilen vielleicht nicht darauf au? ist, unmittelbar durch eine Abstimmung im Parlament den Stur/t des Kabinetts herbeizuführen, so kann es doch einem vernünftigen und sachgemäßen Weiter- arbeiten die denkbar größten Schwierigkeiten bereiten. Man braucht nur zu sehen, in welcher Art der Reichsrat jetzt den vorgelegten Etat und die Deckungsentwürfe behandelt. Es hat den Anschein, als ob sich eine positiv« Mebrhsit überhaupt nickt bilden wolle, außer etwa für die Umsatzsteuer, die für die Sozialdemokratie gänzlich untragbar ilt. Das B'ld mag sich im Laufe der nächsten Wochen noch andern. Aber die Frage bleibt offen, wie denn überhaupt p'me Lösung der Finanzprobleme gefunden wer- den soll, wenn keine Regierungsmehrheit vor- Händen ist, d. h. wenn das Zentrum sich der Koalition entzieht. Die Führung der Zentrumspartei kennt dies« Situation und nutzt sie aus. Das ist. um die in der letzten Wocke viel zitierte Wmdung zu gebrauchen, eine politische Reg- l i t ä t. Rein parteipolitisch gesehen ist sie natürlich zu ihrem Verhalten durchaus berechtigt. Sie weiß, daß das Zentrum unentbehrlich ist und verlangt deshalb für seine Mitarbeit den entsprcchenden Breis. Sich darüber zu entrüsten, ist zwecklos. Aber das Recht, von einer günstigen Position zu profitieren, hat doch überall dort, wo man schließlich auf ein Zujammcnwtrken mit anderen angewiesen ist, seine Ol r e n z e n. Sie sind gegeben durch die Rücksicht auf die Gemein'chakt und ihr« Notwendigkeiten. Das Zentrum will. wie die„Germania" sagt, von der gewonnenen Freiheit „selbstverständlich nur einen ganz sachlichen, aber auereichen- den und ausgiebigen Gebrauch machen". Heber das, was ausreichend und ausgiebig ist, werden die Meinungen ver- mutlich bald auseinandergehen. Aber darüber muß man sich im Lager des Zentrums auch klar sein, daß niemand im Lande es verstehen würde, wenn es ein p a r l a m e n t a r i- sches Chaos herbeiführte, nur weil es einer. der Volks- parte! einmal gemachten Zusage nachträglich nur eine Gel- tungsdauer für den Moment, wo sie erfolgte, zuerkennen wollte. Wenn wir hier in erster Linie vom Zentrum sprechen. so, weil sein Schritt die gegenwärtige Krlsis eröffnet hat. und weil es nicht müde wird, sein eigenes Lob zu singen. Daß wir auch die Volkspartei immer wieder an ihre Verant- wortlichkeit erinnern müssen, ist selbstverständlich. Der Reichstag ist auf eine Woche vertagt. Wenn sich nach seinem W'ederzusammentritt die beiden streitenden Truppen noch ebenso unversöhnlich gegenüberstehen wie heut« und alle Vemülmngen zu einem Ausgleich ergebnislos bleiben, dann werden sie sich zwar voller Stolz der Behauptung ihres Prestiges rühmen können, der Republik und der Demokratie jedoch wird eine solche Prestigepolitik zum schwersten Schaden gereichen. Ein Noteiat erforderlich. Li« zuständigen Ausschüsse de« Reichsrots befasse» sich zurzeit mit dem von der Reichsregierung vorgelegten Etat. Dem Reichstag wirb der vom Reichsrat verabschiedet« Entwurf frühestens Eiche Februar zugehen. Da im März in Anbetracht des Parteitags der Sozioidemokrat»« und mit Rücksicht aus das bevor- stehende Ostersest der Reichstag nur 14 Tag« zusammen sein dürste. ist mit einer Derobschiedung des Etat« bis zum l. April nicht zu rechnen. Infolgedessen wird ein N o t e t a t notwendig. Räumung vor dem Aufstand. Protest gegen französischen Genera'stabSp'an. Port». 12. Fehruar.(Eigenbericht.) Ein« von der komnmoisliichen Gewerkschoitsleitung veronstaUete Kundgebung hat den Pariser Deneralstab zum Rochdenken darübar veranlaßt, wie am besten einer in Pari« ausbrechenden Revolu» t i o n zu begegnen sei. Solcher Ueberlegung verdankt der berühmte Plan Z. seinen Ursprung, in dem vorgesehen ist. daß im Fall« ernster Unruhen Paris bis auf kleine Teile mili- tärisch geräumt werden soll. Dieser Plan hat in der Oeffent- lichtest bestigen Protest hervorgerufen, sie schaichert vor dem Ge- danken zurück. Porig erst den Kommunisten zu überlassen und es dann von außen her mit Gewalt zu nehmen.$kuch der Polizei» Präsident hat sich energisch gegen die Absichten des Generasstabes rawandl. Dieser beaann jedoch, noch bevor die Regierung endgültig zu dem Plan stelkurg genommen hatte, bereit? mit der Durch- führunz und ließ eimgc Regimenter der Parisar Garnison noch aus- wärtz ver'egen. Infolge einer Interpellation in der Kammer ver- anlaßt« jeooch die Regierung die vorläufig« Zurücknahm« dieser Anordnung. Do? letzt« Wodt hat nun der national« Verteidigung, rat zu sprechen, dessen Zusammentritt in den nächsten Togen erfolgen soll. » Dieser Plan ist nicht neu. Thier» hat ihn stii 1830 immer wieder propagiert und schließlich 1871 b« dem Kommuneaufstond v-rwirklicht. Ueberroschend ist höchstens, daß der französische Generalstad ernsthast an einen Umsturz in Paris denken kann. Ein Waffenschmuggler. Poris, 12. Februar.(Eigenbericht.) Wie dos„Journal' aus Tanger berichtet, Hot man in den Gewässern vor Spanisch-Marokko einen geheimnisvollen Dampfer entdeck!, der sich sorgfältig jeder Ueberreachung zu entziehen versucht. Man vermutet, daß es sich um ein S ch m u z g e l s ch c f f handelt, das den ausständigen Eingeborenen Waffen liefern wolle, Der Flugbowbevobwurs auf indische Reiterei, der 1Z Menschen tötete, ist von der Regierung im indischen Parlament am«in« Per. kettung unglücklicher Umstände zurückgeführt worden, aber auch auf Fehler einiger Offiziere,«« vdr ein Kriegsgericht gestellt werden würden Das warnende Beispiel. Gin ßna'i prituo de Rivcras bebre�t Hi mit Strafe, di« dem Lande Unheil»oraassa-zen. Wilhelm:-Lieber primo, das führi zu nichts. Ich wollte auch keine Schwarzseher dulden und muß nun doch Erinnerungen schreiben.'" Das Recht in Preußen. prenzlau, Gollnow und Magdeburg. Oer 5)auptausschuß des Preußischen Landtages führte am Dienstag die allgemein« Besprechung de« Iustizhouahaltes in zehnftüiidiger Sitzung zu Ende. Aus den Reden der volks- parteilichen Abgeordneten. Londgerichtspröfident Eichhaff und Londgerlchtsbirektor S i e n d e l, ist bemerkenswert, daß sie sich dem Bedauern über die Urteile anschlössen, die der Republik den nötigen Schutz versagen. Abg. Slendel polemisiert« namentlich gegen die Prenzlauer lSerichtsbeschlüsse. durch die Oberst Düsterberg außer Persalgung gesetzt wurde. Bemerkungen der Abgeordneten Elchhoss und hestermanu(Wirtsch.-P.) über angeblich« Bevorzugung katholischer Iustizbeamter bei der Beförderung ver- anlaßt«» den I u st i z m i n i st« r S ch mi d t zu der Erklärung, daß er strenge konfessionelle Parität walten lasse, was er im einzelnen zisternmäßlg belegt«, lieber dos Zeichnen tu Gerlchtssälen erklärte der Minister, daß di« B>ldb«richt«rstattung in der Presse zur stehen« den Einrichtung geworden sei. und daß daher auch da» Zeichnen und Photogrophieren zugelassen werden müsie. sosern es die Ordnung nicht stör«. Abg. tüdicke(Dnot.) verteidigt« nochmals die deutschnational« Anfrage im Magdeburger Falle Schröder-Haa». Er betonte ausdrücklich, daß auch van den Deutschnationalen die Unschuld des Haas nicht bezweifelt werde, es kämen aber oielleicht ander« Mittäter des Schröder in Frage. Den, Preußischen Richtcrverein, namentlich seinem Bar« stand, warf Lüdick« vor, daß er in der Sache Oüsterberg keinen Alönnerflolz vor Muistersesieln gezeigt habe.(Lebhafte; hört, hört bei den Regierungsparteien.) Abg. Brückuer(Soz.) geißelte di« entstellende Art, in der die„Deutsch« Zeitung" über die bisherigen Verhandlungen berichtet hat. Cr besprach dann den Fall des früheren sozialdemokratischen Landtogsabgeordneten chvifmonn- Guben, chofsmonn ist aus Grund haltloser Verdächiigung-n ver- hastet und gesesiest durch die Stadt transportiert worden. Die deutjchnationale Sandtagssraktlon hat, noch eh« ein rechtskräftiges Urteil vorlag,«in« unerhört« Hetz« gegen Hoffmann veranstaltet. Jetzt ist Hoffmann in zweiter Instanz mit einer ihn völlig rechtfertigende« Begründung aus Kosten der Staatskasse frei- gesprochen worden und da» Gericht hat ihm Entschädigung sür unschuldig erlittene Untersuchungshaft zu- erkannt. Hoffentlich würden jetzt auch die Deutschnatlonolen ihr Unrecht gegen Hoffmann bedauern.(Zurufe: Na. na!) Der Redner behandelte weiter die Fälle, in denen Arbeitgeber, dt« abgezogene Krankenkassen beitrage nicht abgeführt hotten, mit der Begründung freigesprochen worde« sind, daß Unterschlagung nicht vorliege. Dies« Fälle haben größte Er> biitemng in der Axbeiterschait erregt.— Die tags zuvor vom Abgeordneten Kuttner vorgetragen« Serie der Skandalurtest« in Sachen Republlkschutz muß noch um den Fall Stadler vsrmehrg werden. Herr Stadler, ein Führer das Stahlhelms, hat bei einer Rede in Gollnow die Republik mi< einem Kuhfladen verglichen. der unter der«rstorrie« Kruft« fester Rechtsformen innerlich doch noch weich und mit Dreck gefüllt geblieben fei. Stadler hgt sich vor Gericht damit verteidigt, daß er zu diesem Beispiel gegriffen babe. weit ihn sein« ländlichen Zuhörer sonst nicht verstanden hätten! Da» Gericht ist diesen Ausführungen gefolgt und hat Stadler freigesprochen. Der llustizminister erklärte zum Falle Stadler, daß das Urteil erst jüngsten Datums fei und nochgeprüft würde, gegen den Frei» jpruch habe die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Abg. heilnuma(Soz.) erwiderte auf die gestrigen Angriffe des deutschnationalen Abg D e e r b e r g, hie sich gegen da» Theaterstück„Die Verbrecher" von Bruckner richteten. Herr Deerberg habe mit Emphase erklärt, daß solch« Fehlurteil« wie in dem Brucknerichen Stück in der Wirklichkeit nicht vorkämen. Gleich daraus ober habe Deerberg aber von d«m TohesurteU gegen Oberleutnant Schulz at» einem völligen Fehlspruch gesprochen, der durch grob» Mißdeutung einzelner Indizien zustandegekommen seil Der Redner wendet sich dann zu der Großen Anfrage der Deutschnationalen über den Fall i Magdeburg und verliest einzeln« Sätze daraus, wie z. B. den. daß hier das Recht„zugunsten einer krankhaften Staats« raison" gebeugt worden sei. Wenn man blaß Aufklärung ver- langen wollte, wie jetzt von dem dentschnationalen Redner gesagt wird, so hätte die deutschnatlonale Fraktion wohl«in« andere Formulierung gesunden. Daß bei der Stellung der deutsch- nationalen Anfrage Haas hob« verdächtigt werdcn sollen geht ans dem Satz der Großen Anfrag« hervor, wonach das Eingreifen o-r Verwaltungsbehörde angeblich auf den Schwager des Hans, das Reichsbonnervorstandsmitglied Krohn zurückzuführen sei. Dieser Satz enthalte doch den Vorwurf, daß die Verwaltung den schuldigen Haas auf Veranlassung von dessen Schwager habe schützen wallen Das verhältolo van Polizei und Justiz in Kriminalsachen bedürfe einer gründlichen Klärung. Da» zeig« der Fall„I m m e r t r e u". aber Nock) mehr der Fall H u s m a n n- Gladbeck. Die Kriminalpolizei steht im Gladbccker Fall noch setzt auf dem Staichpunkt, daß di« Uebersührung de» Hu s- mann geglückt wäre, wenn nicht der Untersuchung»- richter den Hosibesehl gegen de» von der Polizei festgenommenen Husmann verweigert hätte, angeblich mit der Begründung: ..Einen Arbeiter würde ich verhasten, bei einem Primaner scheint mir die Sache zweifelhaft." Er. der Redner, wolle sich den Standpunkt der Polizei nicht ohne weiteres zu«ige» machen, ober bi$ Sache bedürfe der Klärung. Zu dem Strest um die paritätisch« Besetzung der Präsidien bemerkt der Redner, daß die Soziakdemr.- kratie leider in keinem einzigen Präsidium vertreten sei. Von einer bevorzugten Vcsörderunq von Sozialdemokraten in der Justiz sei jedensalls nichts zu merken. Ebenso stehe ei bei den mittleren Beamten. Gegenüber dem demokratischen Berichterstatter Dr. Grzimek hob Heilinann hervor, daß zu optimistischem Jubel über ein« Wandlung der Justiz kein Anlaß sei, es lägen nur ganz bescheidene erst« Ansänge vor. Im weiteren Verlaus der Debatte begründet« di« Abg. Frau Helfer»(Soz.) die' sozialdemokratischen Anträge, di« sich mit der Besser st el! un g der Iiiftizdeomten beschäftigen. Mit besonderem Nachdruck vertrat die Rednerin die Forderung auf«inen Kleidergeldzuschuß sür Justizwachtmeister, sowie auf Bereitstellung van 200 000 Mark zur besseren Zlusbildung der Rechtspfleger. Die technischen Bureaueinrichtungen der Justiz sind noch sehr verbefse- rungsbedürstig. Die Rednerin wandte sich dagegen, daß von den Bureoubemnten in der Prüfung die Beherrschung der Reichskurz- schrist obligatorisch verlangt wird und andere Kurzschristen nicht als gleichwertig zugelassen sind. Gegen Schluß der Sitzung versuchte der Abgeordnete Saufinano (Dnot.)„och ein« sehr ungeschickt« Rechtfertigung der Prenzlauer Beschlüsse in Sachen Düsterberg. Unter allgemeiner Zustimmung erklärt« der Zustizminisser, daß ihn dies« Ausführungen nicht Über- zeugt hätten. Am Mittwoch schließt sich di« Beratung des Strafvollzuges, di« Einzelberatung der Etchstitel und Abstimmung über die vorliegenden etwa 130 Anträge an. Lösegeld sür Uiegef. Afghanen sehen vier Engländer fest. Pefchawar. 12. Februar. Vier britisch« Militärflugzeuse hoben gesurn 58 Perfsnen, unter ihnen eint Anzahl deutscher Staatsangehöriger, aus Kabul ob- geholt. Sine dies« Flugzeuge mochre in der Nähe von Iellalobad ein« Zwischenlandung, um zwei Flieger zu retten, die vor einiger Zeit in dieser Gegend niedergehen mußten. Bei der Landung wurde das Flugzeug von Eingeborenen u m r t n g t, bis ein« Wach« ausstellten, um die Maschine vor Beschädigung zu schütze» Vnd die Ordnung ausrechizuerholten. Die Eingeborenen nahmen den Flieger gefangen. Die drei Flieger werden in Freiheit gesetzt werden, wenn di« Verhandlungen über ein L ö s e g e l d abgeschlosi-- sind- Die Ausnahme als Regel. Nie Arbeitszeit im Arbeitsschuhgesehentwurf. Der neue Entwurf des Arbeitsschutzgcsetzes bringt statt Narer, eindeutiger Bestimmungen zahlreiche Ausnahmen und Abweichungen von der Regel. Würde der Entwurf Gesetz, so wüßten künftig weoer Unternehmer, noch Arbeiter und Angestellte, noch Aussichtsorgane, was für den einzelnen Betrieb oder die einzelne Betriebsabtcibmg oder gar den einzelnen Arbeiter Gültigkeit hat. Die zahlreichen zulässigen Abweichungen werden jedem Unternehmer die Möglichkeit geben, unkontrollierbar das Gesetz zu übertreten. Die Väter des Entwurfs wollten für alle möglichen Einzelsituationen von vorn- herein eine gesetzliche Lösung finden Das führte sie zu einer Rege- lung, die vor lauter Ausnahmen die Regel rettungslos erdrückt. Das ist das Urteil der„Gewerkschaftszeitung", des Organs des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes über die Arbeitszeitregelung, d. h. über das Kernstück des Ent- wurss. Ausnahmen über Ausnahmen. so daß praktisch die Unternehmer machen können, was sie wollen. Das Urteil über die Zlrbeitszeitregelung des alten Entwurfs, sie fei «inchohn auf den A ch t st u n d s n t a g, gilt heute genau wie damals, heute noch mit größerer Berechtigung. Der Grundsatz des Achtstundentages wird nach verschiedenen Richtungen durchbrochen. So kann eine andere Verteilung der täglichen Arbeitszeit «folgen(Z 12), ferner ist eine regelmäßige Ueberfchrei- tung der Achtstundengrenze durch Vorbereitungs- und Ergänzungsarbeiten und beim Vorliegen von Arbeitsbereitschaft(§§ 13 bis 14) zulässig: die Achtswndengrenz« kann überschritten werden durch Mehrarbeit und ebenso ist die Ucberschreitung in außer- gewöhnlichen Fällen(Notarbeiten) gestattet(Z 1ö). Bei den für die„andere Verteilung" vom Entwurf aufgezählten Fällen soll die vom Achtstundentag abweichende Regelung In erster Linie dürch den Tarifvertrog erfolgen. Schließt der Tarifvertrag eine solche Verschiebung der Arbeitszeit nicht ausdrücklich aus. dann kann die Regelung durch Arbeitsordnung, andere Betriebsverein- barung, ja sogar durch Einzelarbeitsoertrag erfolgen!„Eine präch- tige Gelegenheit," bemerkt dazu die„Gewerkschaftszeitung",„die Rechtsgrundlage einer 10- bis mehrstündigen Arbeitszeit unkon- trollierbar zu verwischen!" Wechselt ein Arbeitnehmer seine Arbeitsstelle, dann kann er leicht steis zur zehnstündigen Arbeitszeit verdammt fein, da ja die Verteilung der Arbeitszeit in den einzelnen Be- trieben oder Berufen zu völlig verschiedenen Jahreszeiten vorgenom- men werden kann. Ein Bauarbeiter kann z. B. unter diesen Bsstim- mungen im Sommer 1» Stunden auf dem Bau und im Winter nochmals 10 Stunden in der Zuckerfabrik arbeiten Bei den Vorbereitungs- und Ergänzungsarbeiten, z. D. Be- Wirischastsfrieden der Textilinduflriellen Die Arbeiter werden ausgesperrt. K o t t b u s. 12. Februar. Im Bezirk deS Arbeitgeberverbandes der Lausitzer Tuchindustric in Kottbus wurden heute mit Arbeitsschluß sämtliche Betriebe stillgelegt, nachdem in Sachsen und Thüringen das Angebot der Arbeitgeber, die Lohntarife zu verlängern, abgeleh.et worden ist. Bon dieser Maßnahme werden über 30 NUN Arbeitnehmer. davon etwa 7VV0 allein in Kottbus. betroffen. Und nun sage noch jemand, daß es den Textilindustriellen, als sie den Gewerkschaften das Angebot machten, einen Burg- frieden bis zur bindenden schiedsgerichtlichen Entscheidung abzuschließen, nicht ernst war mit dem Wirtschaftsfrieden! So ernst, daß die Arbeiter ausgesperrt werden, einen Tag bevor die Gewerkschaften Stellung nehmen zu dem Angebot der Unternehmer. Alle Räder stehen still: Wirtschaftsfrieden wie ihn die Unternehmer auffassen. Fest m den Händen der KPN.? Darüber haben d e Lederarbeiter zu bestimmen. In der„Roten Fahne" befindet sich ein« Mitteilung über die Wahl der Ortsoerwaltung im Lederarbeiter-Berband. Es wird in der Ueberschrift gesagt, daß sich die Ortsverwaltung fest in den Händen der Opposition befindet: aber her Hauptvorstand habe die Wahl kassiert. Der Tatbestand ist folgender: Der Vorsitzende Jäger wurde mit sieben Stimmen Mehrheit gewählt. Jäger erhielt 124 Stimmen und sein Gegenkandidat, Genosse Paul Schmidt, 117 Stimmen. Schmidt wurde dann als 2. Vorsitzender gewählt. Ebenso wurden auch Beisitzer und Revisoren gewählt, die der SPD. angehören. Der Hauptoorstand des Lederarbeiter-Verbandes hat diese Wahl kassiert, weil grobe Wahlverstöße in der Versammlung vor- gekommen sind und auch keinerlei Kontrolle darüber war, ob sich nur Mitglieder des Lederarbeitcr-Perbandes im Saale befanden, und ob diese alle wahlberechtigt waren. Festgestellt wurde in der Sitzung des Hauptoorstandcs, daß NichtMitglieder im Saale an- wefend waren, und daß einer derselben von den Stimmzetteloer- teilern aufgefordert wurde, mit zu wählen. Als er dies ablehnte, well er Nichtmitglicd sei, wurde ihm erwidert: ,chas schadet nichts, wenn du nur Jäger wählst". Ferner ist festgestellt worden, daß während die mit der Wahl beauftragten Kollegen die Stimmen zählten, noch nachträglich Stimnrzettel eingesammelt und auch noch Sliminzettel ausgegeben wurden. Für die Kassierung der Wahl stimmten auch die zwei kommunistischen Bertreter Im Hauptoorstand, und zwar Jäger selbst mit. Die Kassierung ist dienung von Kraft- oder Beleuchtungsanlagen, bei Pflege von Ar- beitstieren usw. kann die regelmäßige Arbeitszeit um täglich 2 Stunden verlängert werden, ebenso bei der Vorbereitung von Hilfsstoffen und Instandsetzung von Hrlssgsräten und dergleichen. Schon die bisherige Regelung und Abgrenzung war sehr schwierig und umstritten. Will man vor- und Zlbsck�iiharbeiten zulassen. warum dann gleich bis zu 2 Stunden pro Tag? Bisher war in ollen diesen Fällen die vorherige Anhörung der gcsetz- lichen Betriebsoertretung vorausgesetzt: im neuen Ent. wurf fehlt dies« selbstverständliche Formel. Bei der Arbeitsberei tschaft, wv eine Berlängsrung der Arbeits zeitbiszu12Stunden zuläsiig fein soll, bringt der neue Entwurf eine neue geradezu tolle Bestimmung. Danach kann für Gruppen von Arbeitnehmern,„deren Arbeit ihrem Wejen nach Unterbrechungen erfährt, oder deren Arbeit hauptsächlich in Beobachtung besteht und nicht dauernde angestrengte Aufmerksam- keit verlangt." die Arbeitszeit bis auf regelmäßig lOStun- den und die Lchichkdauer sogar über 12 Stunde« verlängert werden. Welche Arbelten unter diese Bestimmungen fallen, wird nicht gesagt. Bei der Mehrarbeit(lleberstunden) öffnet der neue Ent- wurf dem Zehnstundentag Tür und Tor. Zunächst sind 300 Mehr- arbeitcstunden(60 durch Anordnung des Arbeitgebers und 240 durch Tarifvertrag) möglich: begrenzt der Tarifvertrag nicht ausdrücklich die Zahl der lleberstunden, dann kann die Aufsichtsbehörde bis zu 240 Uebersluitden(über die 60 des Arbeitgebers hinaus) zulasien. Während jedoch der erste Entwurf dabei noch„Gründe des Gemeinwohls" voraussetzte, verlangt der neue nur„wich- tige, über das Einzelintsress« hinausgehende Gründe". Zu den 300 Stunden Mehrarbeit kann dann noch eine weitere Berlängerung hinzutreten. Statt den für diese Mehr- arbeit vorgesehenen Lohnzuschlag nach unten bei mindestens 23 Proz. des Lohnes abzugrenzen, sollen„mangels einer abweichen- den Vereinbarimg" 25 Proz. nur als„o n g« m e s s e n" gelten. Beim Zusammentreffen von Vor- und Abschlußarbeiten mit Mehrarbeit kann, die Arbeitszeit für eine beschränkte Dauer, längstens für 4 Wochen, über lOStunden hinaus verlängert werden,„wenn die Heranziehung betriebsfremder Arbeitnehmer dem Arbeitgeber nicht zugemutet werden kann". Wie oft diese Vierwochen- Periode während eines Jahres wiederholt werden darf, sagt der Entwurf nicht. Um in diesen Wust von Ausnahmen und Verschlechterungen etwas Vernunft und Ordnung zu bringen, wird der Reichstag sich ordentlich anstrengen müssen. So, wie er jetzt aussieht— darf der Entwurf nicht Gesetz werden. e l n st I m m I g beschlossen worden. Im übrigen hat nicht der Hand- schuhmacher Adam die Ungültigkeit der Wahl beantragt, sondern die ganz« Sektion der Handschuhmacher. Es wird hier nach bekannter Manier gegen einen, den Kommunisten unbequemen Kol- legen, Stimmung gemacht. Lederarbeiter Berlins! Laßt euch nichts vorschwindeln und kommt alle am 18. Februar zur Wahl in die Versammlung und gebt eure Stimme für den Kandidaten der SPD. ab. Jäger ist über- Haupt nicht fähig, den Posten eines Ortsoorsitzenden zu bekleiden, denn er hat bei den Lohgerbern einen Tarifvertrag unter- zeichnet, in dem etwas ganz anderes stand, als was zwischen der Tarifkommission und den Unternehmern vereinbart war. Ebenso ist auch der W e i ß g e r b e r t a r i f, der während der Krankheit Burckhardts von Jäger in Druck gegeben und redigiert wurde, gang falsch gedruckt worden. Jäger ist ein würdiger Führer der söge- nannten Opposition, denn er hat während der Kriegszeit feine Mit- gliedschast im Lederarbeiter-Verband aufgegeben, vielleicht, weil er in den Spandauer Kriegswerkstättsn beschäftigt war, und ist dann erst Im Jahre 1910 wieder in den Lederarbeiter-Derband ein- getreten. Ob sich die Ortsverwaltung der Lederarbeiter sest in den Händen der KPD. befinden soll, darüber hat nicht die„Rote Fahne", darüber haben die organisierten Lederarbeiter selbst zu entscheiden? Wie das Reich und Preußen entlohnen. Eine Erhöhung der Löhne ist unomoanglich. Wie bereits gemeldet, haben die Lohnverhandlungen für die Reichs- und Staatsarbeiter noch zu keiner Einigung geführt Wie steht es mit dem Wochenlohn eines angelernten Reichs- arbeiters? Er beträgt zurzeit z. B. in Schneidemühl 26,52 M.. in der Industriestadt B i t t« r s« l d 29,58 M., in B eu- t h e n(Obcrschlesien) 31,11 M., in Chemnitz 36,72 M. Von diesen Löhnen kommen noch die gesamten sozialen Lasten in Abzug, so daß sie kaum die Rommallöhne der Vorkriegszeit erreichen. Kann ein Arbeiter mit solchen Lohnsätzen heutzutage noch seinen Lebensunter- halt bestreiten? Die Regierungsvertretcr begründeten ihre ablehnend« Haltung mit dem Hinweis auf die schwierige Finanzlag« des Reichs und Preußens. Sie verstiegen sich sogar zu der Behauptung, die Reparationsoerhandlungen in Paris könnten gestört werden, wenn plötzlich bekannt werde, daß die Reichsarbeiter eine Lohnerhöhung bekommen! Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Der Reparationstommission in Paris soll man rufjtg die Frag« vorlegen, ob sie glaubt, daß mit solchen Löhnen ein Mensch noch leben tänn. Die Organisationen sind der Meinung, daß in den maßgebenden Ministerien doch noch etwas mehr soziales Verständnis vorhanden ist als bei den Verhandlungen zum Ausdruck kam. Bei einigem guten Willen kann es weder dem Reich noch Preußen an- gefichls ihrer Milliardenetats allzu schwer fallen, wenigstens ein paar Millionen Mark für eine Lohnerhöhung der Reichs, und Staatsarbeiter aufzuwenden. Schiedsspruch für die schlesische Landwlrischast Verbindlichkeit beantragt. Im Lvhnstreit in der schlestschen Landwirtschast ist ein Schied?- s p r u ch gefällt worden, der Lohnerhöhungen von 2 bis 8 Pf. die Stunde vorsteht, bei Jugendlichen teilweise mehr. Für P'lege der Pferde erhalten Ackcrkutlcher pro Tag einschließlich der Sonn- und Feiertag« eine Zulage(bisher 2» P'.) von 30 Pf., für aushilfsweis- Pserdepslegc una Fültern pro Woche und Gespami 2,50 M. Vollwertige Arbeiterinnen, verheiratete Freiarbeiter und männliche Ar- beiler" aller Altersgruppen erhalten, wenn sie sich im Eiuverfländnis mit dem Arbeitgeber zur sechstägigen Arbeit in der Woche für die Dauer der Saison(sieben Monate) verpflichten, zu den tariflichen Stundenlöhnen einen Zuschlag von 3 Pi. pro Stunde. Diese Zulage Ist auch bei den Arbeiten in Akkord zu zahlen. Landarbeiter in gc- hobener Stellung erhalten mindestens 60 Proz. und Gutshandwerter mindestens 75 Proz. mehr an Barlohn als der Lohngärtner. Der Schiedsspruch vermindert, wie die Lohnkommission''es Deutschen LandarbeileroerbanÄes in einer Entschließung zum Aus- druck bracht«, weder die große Spanne zwischen den Industrie- und den Landorbeiterlöhnen nach beseitigt er die Differenz zwischen im Landorbeiterlohn in Schlesien und dem der übrigen Prwinzen. Trotzdem haben ihn die Unternehmer obgelchnt. Die Lohnimn.nission des DLD. hat Verbindlichkeiteerklärung beantragt Di« schlestschen Landarbeiter sind in der Lohnsroge bisher stiefmüttrrl.ch behandelt worden. Achtuo«.?«»., Tr-n-sormatarenf-Sril! greiw?. I>> Uhr. bei i ZSinkler, Oierschbnkveidc. Wilhcim nenhosstr. SÄ., wichtia« ssr-tt on». 4 vcr�wmlung der LPD.-Gcr.osskn. Erscheinen oller ist g licht Sicwen-.Pl-ni-.Wr.-ke. Sicht-nbrrg, Ser,b«rglrraße. Freitag. J IftH Uhr, Vers-mmlung aller sretgewerksc? astlich organisierten So!.« legen bei Schitnemann. MAlrnbvrsstr. 53-51. Mitgliedsbuch der S«.» werkichalt ist mitzubringen. �reie Gewerkfckasts-Luqend Gron-Verkin ! Heute, Mittwoch, lg', Uhr, ioflen die i-ruppen: BanMlchnlcnwcg: KruppenheUn?aumschulcnweg, fcrnststr. 16. Vortrag:„Sit&c.tctsehug im Betrieb."- Zentrum: Srupv'nhcim Jugendheim Zehden-ö-r Straße 21— 25. Ein«itckblick auf da- Jahr 192«.- Wriße-se-! Trupp nhe m Weißensee, Partstr. 36. Sobmann kommt und liest:..Wie LcTsch entstand u a..»an lleimann.— Tilden, Sitdwestea: Truppenhcim Stadt. Iuqendhr m chorelstr. 11. Vortrog:.Die Frau in der GewerischiUtsbewegung."—?-ukilli! Gruppenbeim Zugendheim Bergstr.?g sKos). Unter vns.— Rordkrei»!?ug— d- knrsus im Jugendheim Schule Sonnenbnrqer Str. Ä>. Shcmo:.W'rtschasls- werden- Wirtschaft-wcs.-n."— Die Iugentberatungsstellc ist heute von 18!4 bis 20 Uhr im Zimmer 7, Engelufer 21—25, I. Stock, geässnet. 3innendaruvve ves �ntralt'crbontks kter Anitessellten Heute, Mittwoch, finden losgende Veranstaltungen statt: Tefunbbrunnen: Jugendheim Echönstcdtstr. 1. Lichtbildrrrartrag:„Di- Troß-Bertin« ZdÄ.-Jugend zu Ostern in Vremen." Referent Heilbrunn.— Osten: Iug'-'d. heim der Schule Litauer Str. Z8. Fortseßung der Borlrag-reihe„Dichter aller LSnder". Lewrnsii spr cht über„Upton Sinclair*.— Stralau: Iugendhr.m der Schule Eoßlerstr. 61. Vortrag:..Die Entstehung und Bedeutung c.ncs Daritvertragcs. Vefcrcnt Erwin Bunzel.— ZIeukilla: Jugendheim Böhm fche Straß« 1-1. Brettfpiclabrnd. fSpiele mitbringen.)— Siidast: Iug'Ndh'im Wranaelstr. 126. Truppenbefprechuna, anschließend Leseabeud.— Spandau: Iug-ntheim Lindennfer l. Ausspracheabend:„Mein Tagewert."— Potsdam: Jugendherberge Rowawes, Priesterstraße. Sinz, und Spiclabcnd. T Aus der Partei. Eine Geburlelagsfeier in Holland. Genosse Frank von der Goes, mit Troelstra Begründer der Sozialdemokratischen Partei Hollands, begeht heut« feinen 70. Geburtstag. Er entstammt einer adeligen Familie und war in seinen jüngeren Jahren Mak'er an der Amsterdamer Börse, aus der er aber wegen seiner politischcu Tätigkeit ausgeschlossen worden war. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gehörte er zu den Borkämpfern der Er- Neuerung der holländischen Literatur, die mit der naturalistischcn Strömung in Deutschland parallel ging. Sein Interesse an der Oekonomic führte ihn zum Studium der Schriften von Karl Mar? und machte ihn zum Marxisten. Als solcher stand er jahrelang in schwerem Kamps gegen die bakuninistischen Tendenzen von Domela Nieuwenhuis, die in der jungen Partei die Vorherrschest gewonnen hatten. So schritt er zur Gründung einer neuen Partei, aus der sich die gegenwärtige holländische Sozialdemokratie entwickelte. Mit Troelstra gemeinsam leitete er eine theoretisch« Wochenschrist und erwies sich in seiner Polemik als einer der glänzendsten Stilisten Hollands. Später leitete er viele Jahre lang den außenpolitischen Teil der Tageszeitung„Hct Volk". Ein Aussatz, den er während des großen Streiks von 1903 schrieb, brachte ihn für ein Jahr ins Gefängnis. Er steht auch heute noch mitten im politischen Komps und wird auf dem kommenden Parteitag im Streit der Richtungen gewiß seine Stimme hören lassen. Aber bei allen Meinungsver- schiedenhciten gibt es in der holländischen Partei keinen, der nicht seiner großen Begabung und seiner vornehmen Gesinnung huldigt. Brranlwvrllich sstr Politik: Dr.<»rl Seqcr: Birtsckmst: 6.«linqelh'see: Sep»rkschastshewigung. Z. Stemel; Feuilleton: Dr. Zahn Echitow-ki: Lokale» and Sonstiaes. Fri»»»rstadt: Anzciaen. lh TUcke. iSmui» IN Berlin Periaa: Lorwärts.Lerlag G m d H.. Berlin Druck: Vorwärts. Buaidruckerei und Lerlaasanstal» Paul Linaer o?» Berlin SW 66 Lindcnstraß« i Hierzu 1 Beilage»»d„llaterdaltung und Wiste»". WKNMTK« vouixrukag, ö*a 14. JfcSmar ab««»»» T Ahr. i« portarrrsoul de» _ verbaa»»ha»s«», Cinlcafir.«S 85 BW Branchenversammkung"WsZ aller in der Eisenkonslrukllon, Fahrstuhl- und Aufzugbau. Signalbs« beschästlglen Kollegen sowie aller ZUonleure und helser der Bau cn. Tagrsordnnnp:>. Aonseßuno des Vortrages Uber ArbeUsaerichtsgeseg. Zleierent. Kollege Koch II. 2»ranihenangrlegenheiten. 3. Verschiedenes Ohne Mitgliedsduch lrin gmrtu.— Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. vo»a«r»>a«, 11. Februar,»»«ad» 7»Hr. Im Cekat von wollschlSger. Adalberistrob« 21 Branchenversamm ung ver Orahtarbeiter. Tagesordnung: 1 Bericht Uber die Brrhandlungen vor dem SchlichtungS- auslchuß 2. Branchenange«genhelten Alle Kolleginnen und Kollegen find verpflichtet, bestimmt und pimblich zu »rfchetnen. Vt« Oclsocrmallanq. mOKOl.�W Die Zigarette der Zigaretten Haus Berg mann-ZJflartffenrabrik-A-G Dresden-Niff-fndusWcödande ± Beilage des Vorwärts Nr. 73- 46. Jahrgang X« s�L/vIIMMv VVV Ivitl»V Mittwoch. 13. Februar 4929 Was wir nicht kennen. Berkin soll bald Paris den Rang ablaufen, so hört m«, oft genug die Fremden erzählen. Einstweilen ist Paris Frankreich, und — ähnlich wie es bei uns ist— gibt es viele Pariser, die außer Paris nur Versailles kennen und vielleicht noch St. Germain. Im großen und ganzen sind wir Großstädter Gefangene unserer Städte! Der Lokalpatriotismus gedeiht in Paris wie überall. Der Pariser ist stolz auf seine Stadt, genau so wie dem Berliner das Herz bubbert, wenn er die Karawanen von Fremden auf den Rundfahrtautos beobachtet. Wenn man Verg' eiche zwischen' den beiden Städten anstellt, muß man sagen, daß Berlins Gepräge einheitlichere Formen aufweist, als Pari«. Dort gibt es Viertel, die den Beschauer in eine kleine Provinzstadt versetzen, Straßen, Plätze, die wie Märchen längst vergangener Zeiten anmuten. Dann kommen wieder Gegenden, wo man sich nach England versetzt glaubt. Man muß dem Bädecker recht geben wenn er behauptet, daß in Pari- die Umgangssprache englisch sei! Dem Pariser wird dies natürlich nicht auffallen. Er mischt sich unter die Fremden, besucht die großen Boulevards der Montmartrevarietäs, doch im all» gemeinen ist er vielleicht solider als der Berliner. Was dann noch in den Bars und Bergnügungsetablistements herumschwirrt, sind außer den Fremden die Einheimischen, die so die Vergnügung». industrie in Schwung bringen. Daß die Dorbemtungsn und Abschlüsse von Geschäften aus- schließlich nur in Cafäz oder Bars getätigt werden, das sehen wir schon an der Fülle am frühen Morgen. Nicht die vielen schmatzen- den Liebespärchen verwundern uns, nein� die Lebhaftigkeit, die der Panser zwischen einem Ease und Kognak aufbringt, um sich endlich in ein Geschäft zu stürzen! Die Zeit scheint hier sehr billig zu sein. Don Hast und Tempo merkt man hier nicht viel. Damit ist natürlich nicht der. Verkehr gemeint, der ist ein Kapitel für sich. Es durchzieht diese Stadt das Wort.„Laß' jeden tun, was er will." Darum ist es auch schwer, in Paris aufzufallen. Dos sah ich an einem jungen Maler, der es wahrscheinlich um jeden Preis wollte. Er fährt vor dem Cafe du Dome, auf dem Montparnaff«, wo noch die echten Maler in Samtjacken umherlaufen und wild gefangen werden, toglich mit einem merkwürdigen Auto vor. Der phan- taftssche Künstler in feinem dunkelblauen Velourkleid ureigensten Entwurfes entsteigt ihm, und wenn man genauer hinsieht, so ent- deckt man, daß das Auto gar kein Auto ist, sondern ein noch nie dagewesenes, felbstgesertigtes Gefährt, konstruiert aus zwei Fahr- rädern, mit Pedalen zum Treten, grellbumem Dach und ver- sehen mit einer Menge von Vorrichtungen, die natürlich hier ganz überflüssig und sinnlos sind, während sie vielleicht einem Rolls Royce zur Ehre gereichen würden! sich ein Instrument, macht sich und seiner Begleiterin Musik, und je lauter der Lärm, desto amüsanter gestaltet sich der Besuch dieses Lokals. Sollte dort die Geburt der Jazzmusik stattgefunden haben? In einem anderen Cafe wollte der Wirt die Musiksteuer sparen, darum läßt er einen jungen Mann vor eine nackte Holzkiste stellen. Dieser hoffnungsvolle junge'Mann bläßt mit zerquetschtem Mund sämtliche gewünschten und ungewünschten Töne, manche behaupten sogar, daß in der Kiste Katzen eingesperrt seien, die den Musik- imitotor zuweilen ablösen, und neben dem Geblase schrubbt der junge Mann mit seinen Handflächen im unvermeidlichen Rhythmus den Takt auf der Holzkiste, die hinter ihm steht. Herrlich ist es, dos Publikum amüsiert sich und jubelt dem jungen Mann zu! Autoersatz. Es geht ein Zauber von dieser Stadt aus, der manchesmal in so krasser Wirklichkeit endet, daß man plötzlich mitten in der Stadt vor einem Drahtverhau steht. Man liest aus der Tafel:„Dieses Stadtviertel ist wegen Typhus gesperrt!" Meine Gastgeberin nimmt mir das Versprechen ab, kein Wasser zu trinken, nur ab- gekochtes, dann sagte sie:„Vermeiden Sie soviel wie möglich Fleischspeisen." Ein« Großstadt ohne Schatten wäre eben nicht die Metropole des Landes. Das ltnglück des Gchlafwagenzuges. Das Signal war durch die vereiste Scheibe unsichtbar. Die Untersuchung des Eisenbahnunglücks bei Burglemnitz soll bisher ergeben haben, daß neben dem Lokomotivführer des Münchener Schlafwagenzuges auch der Weichenwärter vom Stell- wert der Station Gräfenhainichen eine gewisse Mitschuld an dem Zusammenstoß trägt. Der Beamte hotte zwar den kurz vorher durchfahrenden Frkdrichshafener Schnellzug D 238 dadurch gesichert, daß er das Ausfahrtsignal von Gräfenhainichen in Rich- tung Vurgkemnitz auf Halt gelegt hatte, er durfte aber nach Lage der Dinge entsprechend seinen genauen Vorschriften trotzdem noch nicht di« Einfahrt für den Schlafwagenzug nach Gräfenhainichen freigeben, wie er e� am Montagabend getan hat. Das schwere Unglück ist vor allem eine Folge des Frostes. Die Scheiben des Führer st andes auf der Lokomotive waren so vereist, daß der als zuverlässig bekannte Führer das Haltesignal nicht deutlich genug erkennen konnte. Bei der äußerst scharfen Kälte der letzten- Nacht hält man es für begreif- lich, daß der Lokomotivführer nicht den Kopf über die Scheiben hinausgesteckt hat, da er auch nicht ahnen konnte, daß ei« über- raschenbes Signal gezogen war. Im Laufe des gestrigen Dienstags konnte der Betrieb auf dieser Hauptstrecke wieder zweigleisig aufgenommen werden. Das Befinden der drei schwerverletzten Fahrgäste des Schlafwogen- zuges ist den Umständen nach zufriedenstellend, auch das des Amerikaners Zöllner, der nicht nur biede Unterschenkel, sondern Dem Pariser fällt nichts auf. In den ersten Morgenstunden kann man im Frack durch die grauen Hallen gehen, es wird einem niemaind nochrufen, man mmmt davon einfach kein« Notiz in Paris. Genau so ist es mit den kleinen Rotunden auf der Straße: wenn die Herren hineingehen, kann man ihre Füße sehen, weil das Schutzblech nicht bis zur Erde reicht; das ist doch komisch, und es stört keinen. Ich hotte Gelegenheit, einen älteren, würdigen Herrn. der scheinbar nicht einmal besagtes Schutzblech für notwendig hielt, zu beobachten. Aber.. diesmal fiel es zwar immer noch keinem Passanten auf, was da geschah, immerhin aber doch einem Schutz- mann, der sich strafenden Blickes näherte. Der ernste alte Herr ließ sich nicht verblüffen, noch weniger stören. Er faßte nur mit seiner linken Hand so nebenbei an seinen Rockaufschlag und ließ das Bändchen der Ehrenlegion in der Sonne funkeln. Der Schutzmann grüßte, nickte verstehend und oerschwand. Dieses Volk lebt an der Grenze der Harmlosigkeit. Kindlich- keit strömt aus den Besuchern der Montmartre-Cafes. Da ist eines, in dem es Usus ist, daß jeder sein eigener Sapellmeister sein kann. Musikinstrumente stehen den Gästen zur Verfügung, jeder greift So wird Musik gemacht RoMtnyi einet: fäevoluiion. Dom Gecluirl Mtcrntemn Woslat Kerstens Erstaunen unterbrach die Herzogin, die mit eiligen Schritten hereinkam. Trosegk zuckte nervös. Er haßte ihre unvorsichtig? Leidenschaftlichkeit. Dies Erscheinen tn seinem Zimmer würde dem Hoftratsch wieder Nahrung geben. Natürlich. Friederike faßte sich schnell.„Don Seiner Durchlaucht. Streng vertraulich. Seine Durchlaucht bedauern, nicht selbst kommen zu können. Sie hüten das Bett." Sie gab Trosegk das Papier. Er öffnete es schnell. Es war unterschrieben! Trosegk ginq mit Kersten ins Vorzimmer„Schreiben Sie bitte, was ich Ihnen sage Bley und teilen Sie es unten im Landtag mit— so schnell wie möglich." „Darf ich mir das anhören. Herr von Trosegk?" fragte Kersten. erstaunt über diesen direkten Verkehr eines ihm unterstellten Beamten mit dem Herzog. „Bitte, Herr von Kersten.— Also Bley! Seine Durch- lauckt bitten den Landtag, seine heutige Sitzung ohne wei- tere Beschlußfassung abzubrechen. Seine Durchlaucht bereiten umfassende Aenderungen im Ministerium vor, die das Der- halten des Landtags anders zu beeinflussen geeignet wären" „Erlauben Ve." fragte Kersten verblüfft,„sollte das nicht meine Sache sein?" Trosegk sah ihn gleichgültig an.„Nicht mehr. Herr von Kersten Seine Durchlaucht halten die Art. in der bisher�die Politik Anhalt-Bernburgs geführt wurde, derzeit nicht mehr für opporwn. Er möchfe sich Ihrer bedeutenden Fähigkeiten auf dem Gebiete bedienen und hat mich mit der Neubildung des Ministeriums beauftragt. „Doncrmetter!" fuhr es Kersten heraus. Er faßte sich sofort und lächelte spötti'ch:„Ich gratuliere." Der gewesene Ministerpräsident verschwand. Trosegk wandt? sich wieder an den Justitiar:„Sagen Sie das bitte sehr liebenswürdig, Bley. Es muß wie ein Entgegenkommen klingen, verstehen Sie? Sie können hin- zufügen, daß sich das neue Ministerium über das Vorlegen der Akten ehestens schlüssig werden wird.— Und nun be- eilen Sie sich. Es ist höchste Zeit. Sie können meinen Wagen benutzen." Bley stürzte aus dem Zimmer. Friederike war in die Tür getreten. Sie sprach schr leise. „Der Ritter von Trosegk sagte einst, er habe Mut wie ein gewisser anderer Ritter. Aber er scheint umgekehrt zu han- dein und vorsichtiger. Er nimmt erst das Amt und dann das Weib." Trosegk Iah sie ruhig an:„Er hat noch nicht das ganze Amt. Das Kanzleramt. Das will er. Das Amt, das ihn berechtigt, ganz frei zu handeln." Sie trat auf ihn zu. hob die Hände an seine Brust, ließ sie zitternd hinaufgleiten bis zu seinen Schustern.„Du..." Er nahm die Hände leicht herunter.„Darum will er auch noch nicht das ganz? Weib." Sie schwieg. Ihr Kopf sank. „Solange er noch kämpfen muß. braucht er einen kühlen Kopf Du weißt: sonst verliert er ihn." Wieder gefiel ihr diese männliche Kälte, die sie für Be- herrschung hielt. Sie küßte ihn schnell und jäh auf die her- ben Lippen und ging rasch. 8 Bock in der Wüste. Die Sonne war untergegangen, das Schofar, das heisige gellende Horn, hatte zum letzten Male gerufen— und die Männer der Bernburger Judenheit traten aus der kleinen Synagoge, die sich im engen, hinter breitem Häuser- bauch wrs in einem Schoß verkroch. Sie schüttelten sich untereinander die Hände, der Freund dem Freunde, und vor allem der Feind dem Feinde: denn es war Iom-Kippur ge- wesen der Tag der Aussöhnung mit Gott und d-r Reinigung vor Gott welcher d'e Aussöhnung mit den Menschen und die Reinigung von Menschenhaß„nd Menschenfeindschaft in sich schloß— und Stolz und Selbstzufriedenheit waren welk geworden und van ihnen gefallen wie draußen das Oktober- laub von den Bäumen. Auch Abraham Calm stand unter ihnen. Er hatte sich vor den aufrührerifcb-n Gedanken die dumpf in seinem Hirn brodelten seit jener Nacht mit Wagner und doch auch zu- weilen leise und hell zu sinaen vermochten seit dem nächt- sich'n He'mweg mit Knienhacke, mehr denn je in sein« strenge Religiosität geflüchtet. Er war unter den Frömmsten ge» wesen, hatte die heiligen Kleider angelegt gleich den an- deren, den leinenen Rock und die leinenen Beinkleider und den leinenen Gürtel und die leinene Kappe, hatte von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang gestanden, gekniet und wieder gestanden, gebetet, dem psalmudierenden Vor- sänger gelauschi und wieder gebetet— und nun war auch er mitten in all dem Glückwünschen und Händedrücken, und seine schwere, heiße Hand drückte die andern besonders fest — so, wie man jemandes Hand festhält, der auf eine Mauer stieg und stürzte und nun an ihrer anderen Seite hängt und mit der ganzen Schwere seines Wesens hinabzualeiten droht... Calms Hand gab dem Druck Antwort. Calms Mund wünschte Glück. Aber Calms Augen starrten ohne Blick, sie konnten wohl nicht mehr über die Mauer hinweg- sehen, sie sahen nur noch graue Steine, dicht vor sich... Dann hatten auch die letzten sich verabschiedet, gingen plaudernd in ihre Häuser, durch die Breite Straße, über den Markt. Aber Calm ging nicht mit ihnen. Er wollte durch die Hintergassen nach Hause. Da, er hatte eben die Straße überschritten, rief ihn der Rabbiner an.„Der Abend ist ichön. Herr Calm. bis zum Essen wird's noch dauern ein Stündchen. Ick möchte Sic begleiten." Auch der Rabbiner schüttelte dem Lohgerber fest die Hand, schwieg dann, trank aus dem würzigen Herbst- abend. Auch Calm wußte nichts zu sagen. Sie kamen zwiscßen die schmalbrüstigen, hohläugigen Häuser der Turmstraße. Der Rabbiner verhielt den Schritt und wog einen dicken eisernen Ring in der Hand, der am ersten Hause in halb-r Mannshöhe befestigt war...Wissen Sie. was das ist. Calm?" fragte er und sah den Lohgerber voll an. Der schüttelte den Kopf. „Das ist das letzte Glied von der Kette, die bis 1815 die Turmstraße abschloß von der übrigen Stadt. Denn in der Turmstraße haben gewohnt d>e Juden. Das wissen Sie ja, S'e sind ja noch geboren im Ghetto." Er trat wieder zu Calm und ging langsam mit ihm weiter, aber er nahm den Blick nicht von ihm. nur seine Hand wies auf einige Häuser mit auffallend großen Num- mern:„Jetzt, wo sie untergebracht haben in den Trauer- häuiern der Juden die Freudenhäuser der Gosim. weil kein anständ'g-r Christ wollte wohnen in solcher Gass'— jetzt brau-ßen sie nicht mehr die Kette." Noch immer schwieg der Lohgerber. Aber sein Kopf hing auf der Brust. (Fortsetzung folgtZ j „Eisschnee" über Berlin. Ein seltenes Naturereignis.— Schneefall bei klarem Himmel. Dieser Maler mit all seinen Leiden wartet beinah« täglich mit einer neuen llederraschung aus. Gestern abend sing es plöhilch bei völlig wolkenlosem Himmel und minus 17 Grad au zu schneien. Erst fielen our vereinzelt winzige Schneekristallchen, später schneite es bei sternNarem Himmel dichter, so dcsj Stengen und Plätze eine schwach« Schneedecke aufzeigten. Der Leiter des amtlichen welter. dienste» gibt dafür folgende Erklärung: Die oberen Luftschichten waren gestern ganz im Gegensatz zum Vortage in startem Matze mit Wasserdampf gesättigt. Die Temperaturen in den höhergeiegenen Luftschichten ging plötzlich scharf herunter und der in den tieseren Luftschichten enthaltene Wasserdampf, der in dielen höhen natürlich völlig unsichtbar ist. wurde in Form von kleinen Eis» und Schneetri st allen ausgeschieden. Dieses Naturspiel währte viele Stunden. Ein ganz ähnlicher Vorgang wie in Berlin war übrigens gestern auch in einem Teil Schlesiens zu verzeichnen. Für Deutschland handelt«s sich hierbei, wie mitgeteilt wird, um«in noch nicht dagewesenes Naturereignis, wie es bisher nur. und dann auch ganz selten, m Sibirien zu beobachten war. Obwohl augenblicklich fast überall in Deutschland noch Tempera- turen von llber 20 Grad gemessen werden, scheint nach den Bcob» achtungen der Wetterstationen der Höhepunkt des Frost» wetters überschritten zu sein, wenn auch vorläufig noch wester große Kälte zu erwarten steht Die Ostwinde aus Rußland oersprechen uns auch für die nächsten Tage noch Nare» Wetter. In ganz Ostdeutschland ist«me gering« Milderung des Wetters eingetreten. Die Kaltluftmassen ziehen immer weiter west- worts mst geringer Drehung nach Süden, so daß in Sllddeutschland zurzeit, besonders in dem Gebiet der oberrheinlichen Tiefeben«, oer- schärst«? Frost herrscht. In Karlsruhe war die Minimal- temperatur minus LZ Grad, in Frankfurt a. M. minus 22 Grad. Am kältesten war es in München mit minus 31 Grad Aehnliche Temperaturen wurden in ganz Süddeutschtand gemessen. An den deutschen Ostses- und Nordseeküsten lagen die Temperaturen In Pommern durchschnittlich minus LS, in Mecklenburg minus IS und auf den Nordseeinseln zwischen minus 7 und minus 10 Grad. Opfer der Kälte? In einem Anhängewagen der Straßenbahnlinie 72 brach gestern nachmsttag am Alexanderplatz der ZZjährig« Maler Otto S o e b aus der Prenzlauer Allee lOä bewußtlos zusammen. Fahrgäste be- mühten sich um den Leblosen und brachten ihn zur nächsten Rettung«» stelle, wo der Arzt den Tod feststellte. Die Todesursache hingegen konnte noch nicht festgestellt werden, man vermutet, daß Saeb durch die Einwirkung der starken Kälte einem hexzschlag er» legen ist. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor dem hwrse Turm- stratze 1 in Moabit. Dort sank der SSjährige Kaufmann Wilhelm B. aus der Kaiserin-Augusta-Allee SS plötzlich hilflos zusammen. Ei» Polizeibeamler brachte den Mann zur naheliegenden Rettungsstelle» wo er bei seiner Einlieferung bereits gestorben war Auch in diesem Falle konnte die Todesursache noch nicht ermittelt werden. Auf das Konto der Kälte kommt auch«ine Kohlenoxydgaspergiftung. die sich gestern in der Blechwarenfabrik von Bertram in der Teile» strahe in Tempelhof ereignete. Dort waren die SLjähxige Frau Anno Schulz aus der Germcniastraße 66 in Tempelhof und ihre Lljährige Tochter Emma mit dem Auftauen einer Wasser- leirung beschäftigt, wozu sie einen Behäller, in dem sich glühende Holzkohle befand, verwendeten. Durch ausströmende Gase wurden beide Frauen betäubt. Angestellte der Firma fanden sie in dem Raum bewußtlos auf und benachrichtigten das Rettungsamt, das die Verunglückten ins Schöneberger Krankenhaus überführte. Das Be- finden der Mutter ist ernst. Dampfer in Eisnot. Hilf, Durch Kriegsschiffe und Zluazeoqe. Von der westlichen Ostsee kommen beunruhigende Nachrichten. Etwa ZlZ Dampfer, von denen die Mehrzahl die englische, schwedische, norwegische, estnische und polnische Flagge sühren. sind im Ei» fest- geraten und signalisieren um Hilfe. Sie haben keinen Proviant, haben Havarie erlitten und können nicht mehr manövrieren. Di« Linienschiffe„S ch l«« w i g- h o l st e i n" und„Elsa ß* sind am 12 Februar wieder ausgelaufen und setzen ihre Bemühungen, die Schisse aus dem Eis« zu befreien und sie in Geleitzügen nach dem nächsten Hafen zu bringen, fort. Obwohl die Eisoersetzung«in Vordringen außerordentlich erschwert. Nachdem der Verband deutscher Reeder in Hamburg die gefährdeten Schisse mit Flug- zeugen Zwei Tage lang mit Proviant aus den Beständen der großen Reedereien versorgt hat, werden nunmehr von der Reichc-regieruiiz Flugzeuge der L u s t h a n s a eingesetzt, um die Mann. schoften der bedrohten Schiff« mit den notwendigen Lebensmitteln zu versorgen. Die Hilfsaktion liest in den Händen der Marine- dtenststelle in Hamburg und de» Oberpräsidenten der Wasserbau» direktion in Stettin, und wird für alle Schiff«, ohne Unterschied der Rationalität, durchgeführt. «ch noch den rechten Oberschenkel gebrochen und Kopfwunden er- kitten hat. Eisenbahnunglück in Südslawlen. Aus der Strecke S e m l I n— A g r a m hat sich«in schweres Eisenbahnunglück ereignet. Der Agromer Schnellzug fuhr aus eineu aus offener Strecke stehenden hilsszug auf, der ausgefahren war, um einem cntgteisten Zuge Hilfe zu leisten. Der Zug war mit vielen Arbeitern besetzt. Die Lokomotive und die beiden Postwagen des Schnellzuges wurden stark beschädigt. Fünf Per- fönen wurden lebensgefährlich verletzt. 26 Personen haben leichtere Verletzungen erlitten. Vom Zugpersonal wurde nur der Lokomvtiofiihrer und der Zugbegleiter verwundet. Di« Besatzung des hilfszuges blieb unverletzt. Zuchthaus für eine Kupplerin. Die Jagv auf unerfahrene Mädchen aus der Provinz. Eine Iugendverführerin schlimmster Sorte, die ahnungslose und unerfahrene sung« Mädchen aus der Provinz nach Berlin lockte und st« in ihrem„Massagesalon" in der Dresdener Straße l 3 unbeschreibliche» Scheußlichkeiten aussetzt«, erhiell gestern in der Masseuse Ida Lind n er einen empfindlichen Denkzettel. Die Angeklagte hatte ständig in Kieler und Pommerschen Zeitungen inseriert und junge Mädchen als Haustöchter mit Familienanschluß gesucht. Es war in Aussicht gestellt, daß man im Hause neben der Wirtschast auch Putz oder Schneiderei lernen könnte. Zahl- reiche Mädchen, zum Teil kaum dem Kindcsalter entwachsen und mit- unter direkt von der Schule kommend, waren auf das Lockmittel hin- eingefallen. In dem Hause der Angeklagten lernten sie aber etwas ganz mtieres kennen. Nachdem sie einige Tage im Haushalt be- fchästigt worden waren, wurden sie m den Salon geschickt, wo ihnen dann die Herren entgegentraten. Was dann passierte, läßt sich nicht schildern. Als die«ine Haustochter die Behandlung mit der Reit- peitsche und andere Dinge, die ihr zugemutet wurden, sich nicht ge- fallen lassen wollte,'wurde sie von der Angeklagten mit den schwersten Schmähungen überhäuft. Gewöhnlich blieben die jungen Mädchen nur so lange dort, bis sie von Hause oder von anderer Seite die Mittel zur heimreise erhalten hatten. Durch einen Lehrer, der, ohne den wirklichen Charakter des Instituts zu kennen, als Kunde dorthin ge- raten war und den ein verzweiieltes Mädchen in die Geheimnisse des Massagesalons eingeweiht hatte, kam die Jache zur Anzeige. Das Gericht hielt es für erwiesen, daß die jungen Mädchen statt Putz oder Schneiderei zu erlernen, schweren sittlichen Schaden erlitten hätten. Da die Angeklagte bei ihrem Vorgehen die Mädchen durch hinterlistig« Kunstgriffe dem schändlichen Gewerbe zugeführt hatte, nahm das Gericht schwere Kuppelei an und erkannte gegen die Ange- llogte auf eine Strafe von 1 Jahr Z Monaten Zuchthaus. Vorsiandswaht der Stadtverorbnetenfraktlon. Die sozialdemokratische Fraktion der Stadtverord- netenversammlung hat jetzt die Neuwahl ihres Vorstandes für 1329 vollzogen. Genosse Dr. Lohmann hat, weil«r vom Magistrat zum Leiter der städtischen Pressestelle gewählt worden Ist, sein bis- heriges Amt des ersten Vorsitzenden der Fraktion abgegeben. Zum e r st e n Vorsitzendem wurde jetzt Genosse F l a t a u gewählt. Genosse Robinson wurde neu in den Fraktionsvorstand gewäh't und mit dem Amt eines 2. Schriftführers betraut. Im übrigen ändert« die Fraktion an der bishengen Zusammensetzung ihre« Lorstandes nichts,'hiernach werden künftig zum Borstand gehören als erster Borsitzsirdhr Flatau. als zweiter Vorsitzender Bublitz, als erster Schriftführer Krille, als zweiter Schriftführer Robinson, als Kassiere- rin Martha Hoppe, als Beisitzer Clajus, Th. Fischer, Helmann, Loh- mann, llrich. Oer Westen ohne Licht. In einem großen Teil de, Berliner Westens, hauptsächlich in der Umgebung des Bayerischen Platzes, setzt« gestern abend gegen 7 Uhr plötzlich der Strom au«f. Das Licht In den Wohnungen erlosch und ganz« Strahenzüge lagen in tiefes Dunkel gehüllt. Um 11 Uhr war die Störung noch immer nicht behoben. Wie wir erfahren, wurden von der Störung nur Strom- abnehme? betroffen, die dem Leitungsnetz der Elettrizitäts- werte Südwest angeschlossen sind. Aus»ine telephonische An- feag« in den Werten war ein« Erklärung über die Ursache der Etronumterbrechnng, die sich sehr empfindlich auswirkte, nicht zu erhalten. Märktschor Mummenschanz. Ein« fröhlich« Maskerad« bot die Iungmärkisch« Tonzschar in der Aula der Scböneberger Mittelschul«, Raelherstraße. Da war«cht«v Faschinzstreiben einer fröhlich ausgelassenen Jugend. Kluge Köpfe und geschickte Hände hatten eine Menge ungemein origineller Kostüin« geschasfen, viel origineller, als man solche auf den meisten Festen derer findet, die die Originalität gepachtet zu haben glauben. Prächtig waren dir verschiedenen Alltagstypen. Die Musikanten zum Beispiel hatten sich in ein Altweiber-Quartett ver- wandelt. Eine Alle mit Kopftüchel und blauer Schürze strich mit Behemenz den Baß, am Klavi«? saß ein« alte Kokotte mit vorsint- flutlichsm Federhut. Spitzchen und Rüschchen, da» Tello bediente eine Hökerfrau usw. Unter den Tanzenden war Dr. Unblutig mit Spitzbart und Hörrohr, die Zeltungsfrau, der Äurstmox«, der Herr Aktuarius mit Kreissäge, Bratenrock, Aktenmappe und Spazier- slöckchen und noch viele gelungene Gestalten. Das dreht« sich im flott«» Bierländer, hiipstr Polka, und tanzte hübsche Reigentänze, abwechselnd zur Musik der Kapelle und zur Drehorgel eines Holienlschen Etraßenmusikonten. Anispringen der Hände und des Gesicht», schmerzhafte« Brennen, sowie Sillt« und Juckreiz da haut «verde» beruhigt und ausgehellt durch die wundervoll kühlende, reiMildernd« Cremo T-eodor. Glcich�Iiig herrlich duftend« lrisnicijiche Unterlag« für Pud«. Tube«0 Pf. und 1 Mi. Erhältlich in allen CHIorodont-Derlaufs- pellen. Probe tu!« gratis bei Snienduuz diese» Inserat« durch Leo- Werl« A.»G, Dresden-R. S Sr 1»» Hinein in die weltlichen(Schulen! Anfänqerklasse in Tempelhof. Nach mehrjähriger Bemühung der„Freien Schulgefellschaft Tempelhof"'. nach imm«r wiederholter Ablehnung durch die Bezirks- schuldeputation ist es nun endlich gelungen, für dos neue Schuljahr wenigstens«ine Anfängertlasf« der Sammel- schule bewilligt zu erhalten. Die Klasse wird im Schulhause Manteufjelstraße � untergebracht(Rektor Woywod). Alle Eltern, denen oaran' liegst ihre KitSerTn-'weltlichem Sinn« unterrichtet zu sehen, besonders alle Parteigenossen, werden gebeten, als- bald die Anmeldung der Schulanfänger für diese Klasse bei dem Rektor der Schul« Manleuffelstraß« zu vollziehen Auch für die» jenigen Kinder, di« bereits in anderen Schulen angemeldet sind, ist die sofortige Ummeldung nötig. Der Ansang ist gemacht, jetzt kommt es daraus an, für die folgenden Jahre vorzubereiten, um eine voll- ständige waltliche Schule auch in Tempelhos zu erhalten. * Aus Veranlassung der„Freien Echulgemeinde Fried- r i ch s h a i n" sind in den letzten Jahren di« beiden Doppelschulen in der D i« st e l m e q e r st r. 4/9 und in der A n d r« a s st r. 16s— K o p p e n st r. 84 in weltliche Schulen umgewandell worden. Da diese allein unserer Wellanschauung Rechnung tragen, werden die EMich einmal ein F a st n a ch t s b a l l, bei dem sich dir Hörer unterholten konnten. Er war akustisch gut adaestimmt und oerlief so pausenlos, daß kein« Langeweile aufkam. Di« Idee, ihn In ein Atelier zu verleg«», schuf die intim« Grundstimmung. Man plaudert«, nmstziert«, rezitierte für di« Hörer, und gerad«, weil sich all« vor dem Mikrophon dabei gut unterhielten, unterhielten sich auch dir Hörer an ihren Radioovporot«». Der unoenoüsUlch« Ludwig Manfred L o m m e l mit seinen Runxendorser Ptnpen entwickelt« seine lustige Bielstlmmigkeit, Paul Nikolaus, Alfred Braun, die charmante Polly Tieck, sogar henny Porten höchstpersönlich� waren zu diesem Abend aulgeboten worden. Dabei machte«» nichts aus daß da» Be- grüßungsgedichl der Polly Tieck für die große henny gekonnter war als der Gelang dieie» geseterten Filmstar». Dafür zeigte henny, daß sie nicht nur bewundernswert pfeifen, sondern sogar bvden- ständig echt jodeln kann. Die Tanzmusik der Kapelle Dajos Belo trug da» ihrige dazu bei, die Stimmung ballgemüß zu gestalten.— D«r Sprung von diesem unbeschwerten Abend zur sozialpolitischen Umschau von Dr. Wolfgang P o h l ist sehr aroh. Doch gerade ote»- mal streift« der Bortrogei�e hier so wesentliche Problem«, daß man sein« Ausführungen nicht übergehen dars. Dos erschreckende An- steigen der Arbeitslosigkeit— wir haben etwa 2 150 000 Unter- stützungsempfänger— macht alle Fragen der Arbeitslosenfürsorge besonders aktuell. Dr. Pohl erörtert« di« Erweiterung des aefetz- llchen Schutze« der Erwerbslosen und behandelte außerdem di« Lohn» verhaichlungen im Tertilgewerb«.— Auf einen sehr hübschen Dortrag im Rahmen der Deuijchen Well« soll hier noch hingewiesen werden. Dr. Richard h. Stein macht« mit neuerer Hausmusik für Klavier dekamtt und bracht» ein« ganze Reihe sehr gefälliger, gehallreicher wenn auch nicht immer leicht spielbarer Werte. Tee. Genossen an ihre Pflicht erinnert, die Einschulung in diese Schulen vorzunehmen. Die Anmeldung der Schulanfänger muß b i s z u m 21. F e b r u a r bei den Rektoren dieser Schulen geschehen. Am Ende des Schulhalbjahre» können auch wieder Umschulungen von Schülern christlicher Schulen in weltlich« Schul«» stattfinden. Es genügt, dem Rektor der alten Schule in den letzten Schultagen den Wunsch aus Umschulung in ein« welllich« Schule mitzuteilen. Auskunft erteilt W. Mardus, Berlin, Löwestr. 7, und E. Wenirtck«, Berlin, Richthofenstr. 32. ;(M.jl».''Vv•-»*»d-f ■nfp m-J 9K•'««-.«» j*•*"!* Explosion einer Azetylenanlage. Drei Tote, fünf Schwerverletzte. Gestern nachmittag erfolgte in der großen Kesselsabrik S t l l« r u. I a m a r t A.-G. in B o r m e n in der Abteilung, wo sich hje A z e t y- lenanlag« befindet, eine gewaltige Detonation. In kilometerweitem Umfange wurde«ine heftige Bodenerschütterung wahrge- nommen, die einem leichten Erdbeben glich. Die Azetylen- anlag« wurde völlig zerstört. Die dicken Mauern de» Ge- bäudes sind in einer Brette von zehn Metern eingestürzt. Aus den Trümmern wurden drei Tote und fünf zum Teil schwerverlehte Arbeiter geborgen. Weitere Verunglückte sind nicht zu beklagen. Ueber die Ursache des Unglücks war noch nichts genaues festzustellen, da die drei Arbeiter, die darüber hätten Aufschluß geben können, tot sind. Man nimmt jedoch an, daß das Karbid gefroren war, und daß bei dem Versuch, es aufzutauen, die Explosion«rfolgt ist. In der Fabrik selbst ist nur ein Teil der Fensterscheiben durch den starken Luftdruck geborsten. Der Betrieb erleidet keine Unter» b r e ch u n g. Auch in einigen Häusern in der Nachbarschaft wurden fast sämtliche Fensterscheiben zertrümmert. In einer Fabrik für slüsstge Luft In dem Poriser Vorort Bau- l og n e ereignete sich eine Explosion. Zwei Arbeiter wurden aus der Stelle getätel und fünf mehr oder weniger schwer verletzt. In- folge der Gewalt der Explosion stürzte eine Mauer«in, die Fenster der Nachbargebäude gingen ebenso wie Eisenbeschläg« und Mauer- wert in Trümmer._ Leydener Na Haus eingeäschert. Das berühmt« architektonisch schöne, au» dem Jahre 1Z97 siam- mende Rathaus der holländischen Stadt L e y d e n brannte aus bish«? noch nicht geklärter Ursache völlig nieder. Der Glocken- türm mit dem berühmten Glockenspiel stürzt« unter furchtbarem Getöse in sich zusammen. Mehrere angrenzend« Gebäude gingen in den Flammen mit unter. Das Gesundheits- wasser I Facblngar farsindslella. Berlin SV 11 Sc&ihiebcrecr Str. Ita. Tel. LCtzow 82664! ause O/e Weinbrand Sen/or ßeserue CtnlenOnnoni fät Oute Jhibrif sind SSO. etnfttsltrcigc Z. parieinachrichien für Groß-Bertin stet» an Do» Sejtrisietrctaruu l. Hot. 2 Step, recht».»» richte» Achtung, Kundgebung in Magdeburg! Alle VerNaer Genossen, die sich am 10. März an der anläßlich der Eräsinuny des Paiteikages in Magdeburg statlslndenden kund- zcbung beieil.gen wollen, werden gebeten, sich heute in den Mit- Kiederversammlungen und Zahlabenden bei den Vezirkssührern zu melden. « s. Sreir Mitte. Artung! Di« lär Dienitoq, st». Februar,„gesetzt« ttrei». »ertrrterper!»mil.lllog siedet bereit» am Waotag. 18. ffebtuor, im Hacke- sche» Hof, SiostBlfcasct Str. 40 41, statt.— Freitag, 15. Februar, Wn Uhr, tot Fi Nim er l>c» Totste sicca der Beziiksvcrsammlurig, Nlosterstr. K5, Sitzung de» engeren Kre'aoptstanbes. 5. Steit Friedriitahals. Saa Kartell für Arbeitcrlport und Körperpflege, e. v., Bejiri FrredriSahaiii, oeraustaitet am Sonntag, i?. Fedrvar. im eierüiatia.Süiftspiclpalost, Frantsni ler Allee 313—311, eine Werbescha». Programm: Turnen,(vymnastil, Lltweraihletii, Howotraiuerreuncn und Dorfithrniig dea neuro Bundeafilma:.Die Leickstathletir'. Ansang vor- Mittaga 10 Uhr. Eintritt im Pvrvetlavi IM Tl., an der Kaste 75 Vf., Kird-r 10 Ps. ttil der haben nur in Beqleiwng Erwachs-ner Zutritt! Lorverianfalnrte» sind in de» Sesckastastrlle der Freleo Tnrners�oft. Lichten bergcr Str. 3,»: d in allen mit Werbcolasateo belegten Scschästen zu habr». Tie Parteimitglieder werden gebeten, die ZSerbeichn» recht Z» befugt it. b. KU« Ktereberg. Freitag, 15. Februar, 1!H4 Uhr, Sitzung der Bezirla- verordneten sraktion und dem erweiterten Veziriavorstanb im Eitzungasgat dea Bezirlaamtea. Porckstr. 11. Portrag dea OMnosten Bürgermeister Hertz. ?. krel, Sharlottenbu-g. Tour eraiao, 14. Februar, IB'/j Uhr, Kie'aoer. tretertag bei S>»«llb»cki, K3>>ig!r.iklltab«'b-Str. 0, groher Saal. Bericht de» Kreiavarstardea. de» Kassierer» low'» der Auasckllste nnd Kom-nlsstonen, Anosvrach«. Penwahl de» Kretevorsta-dca, der Kommission», ned Auallsinh- mitgtlcder. Mandate nnd Mitgl'edasorten sind am Saaleingang vorzn, »eigen.— Sonntag, 74 Februar, 1« Uhr. In der S-buIauIa Sitarr'nsir. 33, Wilhelm-Pnick.Aberd mit Puggi Muck, karten sind bei den ssunktionürcn für 80 Pf in den Abtcilungs. und Eruvpenvertammlungen beute, Mitt- woch. abend zu haben. Hur'' an der Abcndiasie. I». Kreis Pankow. Achtung, PildnugafunUiauäre! Freitag, 15. Februar, SO Uhr, Sitzung im Türkischen Zelt, Pankow. Breite Straße. heule, Mittwoch, 1Z. Februar: S. Alt. 20 Uhr Treffpunkt jui Besichtigung der neu erössneien Bücherei in der Brunnenstr. 131. 18.«lt. 1314 Uhr Zahladenda bei Döhllna, Brunnenstr. 70? Leuschner, «ck-rstr 110. Abt. 1814 Uhr Zahlabend« bat Bontke, Schulstr. 74? Malbalett. Dront. Heimo: Etc. 4: Tillner, Kolanlestr. 42. Bericht vom Bezirtsparteitag. 35. Abt. 1814 Uhr Zahlabende. I. Sruppe: Busch. Tilsitcr Str. 37. 2. Gruppe: Franke, Zorntorser, Ecke Löwcstraße. 4. Gruppe: Wittschub, Peters- burgcr Str. 5. Bericht vom Bezirksparteitag. 47. Abt. Alle Genossen, die nach Magdeburg iahten, treffen sich heute in ihren Zahfabendlokalen.. Anmeldungen können nur nach heute berück- Für dl« Prauenfelerstoncfe am Sonnabend, dem 16. Februar, 19l/j Uhr, in der Stadthalle in der Klostarstraße, sind noch Karten zum Preise von 30 Pt Im Frauensekretanat des Bezirksverbandes, ünden- straße 3, 2. Hof, 2 Treppen, Zimmer 3a, zu haben. F rauenveranstultungen. . Kreis Eharlottenburg. Die Abtellungslelterinnen bn SL, 53., 36. unt 57. Abteilung werden ersucht, die Zahl Ihrer Frauenabend«, den durch. schnittlichen Besuch und die Zahl der neu bln�ugekommencn weidliche« sichtigt werden. 77. Abt. i ->i». S�Sneberg. Zahlabend«, t Bezirk de! Müde, Nollendorfsir. 18. S. Bezirk bei Zürgens, Barbarostastr. 3o.' Bortrag:„Die Konsumgenosten, sitaftin al» Wirtschaftssaktor." Peserent Genast« Smil Buckholz. 4. Be- ziri bei Will, Wartin-Luther-Etr. 80. Bortrag:„Das Wihrprogromnt." Peferent Genosse®r. Herrn, Slbützinger. 84. Abt. Lankwitz. 20 Uhr bei Lehmann, Kaifer-Wilhelm-Str. 23—31, Mit, glieberversammlung. mMi i■—■ »C! gartenstr. 4 gartenftr. 12 »1. Abt. 1911 Uhr Zahlabende. 20., 21., W>W>>WWWmW>WW> Bezirk: Köster, Karl«. Sleserentin Aiigusl« Bartes. 40 Bezirk: Ltiddecke, Karl»- 12. P-leren t Otto Gallonsla. 30. Bezirk: Lokal Flughasen, ..HIowcr Str. 10. Beferent Hcrnian» Stagcmann. 38., 41.. 49. Bezirk: Palm. Bibrich., Slke Mainzer Straß». Nekcrent Bickard Günther. 37. und 42. Bezirk: E:ahmann. Fliighafenstraße. Referent Kurt Lietzmann. 48. Be- »irk: Balew'k!. Boddin-, Ecke Isarstraße. Reterentin Frieda Klampser.— »4. Abt. 1»>4 Uhr Zahlabende. 31. Bezirk: Münier, eribillcrpromenade 30. 52. Bezirk: Sckrrder. C-Ichower Str. 8.«4., 85.. 60.. 67., 77., 78. Bezirk: Lata! Lell. Scknllerpromenade 11. KS., 70. Bezirk: Lokal TtbrBdcr, Stein. metzstr. 52.— 95. Abt. 1914 Uhr im Lokal Klein, Brinz-Handierv-Str. 34, Bortrag de» Genossen Georg Klaußner, M. d. L. In allen übrigen Zahl- abenden Bericht vom Bezirksvarteitag. »«. Abt. Brid.PnSr«. Der Zahladen d für den l. Bezirk findet nicht im Lakai Lindenpark, iondern bei Tboma«, llhansteeste. lO. statt. 4. Bezirk: Zahlabend hei Reiß, Hanneniamistr. 84a. Diskussian über da» auf dem Partc-iag zu beschließende Webrprogramm. 162. Abt. Banmscknlenweg. Igl.', Uhr pünktllch bei Borgmann, Baumschulen,. Scke Kiefholzstraße, ordeuiliche Generalversammlung. Geschästs- und Kassenbericht, Ausschußbericht. Reuwaht�de»' Vorstandes�. Bericht nuu> der. Tätigkeit der Bezirk», und Stadtverordneten. 199. Abt. Friedrichslmgr». Mi« Rticksig-e an» die«ißeraedentliche Mitglied!«' Versammlung, die Gnde Januar stattsand, sollt die Februarmitgliederver. sammlung au». Rächst« Veranstaltung: Früblingofeier. mit Ehrung der Parxijubilare, am Sonnabend. 9. Marz, im Gesellschaslshau», Friedrich. straße 187. 126. Abt. Frledrichoield«. Die Mltgliederverkamntlung fällt au». 133. Abt. Karow.'20 Uhr Zahlabcnd bel Kllx. Bortrag: �girtschaftsbema. kralle." 146» Abt. Wittenav. 20 Uhr bei Schulz, am Rarbdohnhoi. Mitgliedervev. sammlung. Portrag der Senosstn Margarete Schenkalowski.(LIierarlschlr Abend.) Morgen, Donnerstag. 14. Februar: 77. Abt. Schönebeeg. 3. V«,irkl 20 Uhr Zahlabend bei Zeugner, Grunewald- straße' 30. Bortraii:„Wesen und Ursachen dea Faschismus." Referent Dr. Hermann Heller._..—.. 169. Abt. Rudow. 20 Uhr im Lokal«rüger, B-ndastr. 71, Mitgliedervrr. sammlung. Reuwahl. Trockener, steckender Husten, rauher, schmerzendorHals, dieFolgen kotarrhalischerErkältutigen, wer- den olsbald mitReichelsHusteniropsen, die auch beiKindern sehr gui wirken. behoben. In Apoiheken und Drogerien erhältlich, echt aber nur mit .Marke Medico" und der Zinna Otto Reichel, Berlin SO, Eisenba.mstr. 4 ttlichen Besuch und die Zahl der neu binzugekammenen weiblichen Mitglieder umgehend der Krei»Ie:terin mitzuteilen, da st« sllr den Jahre», bericht am 14. Februar gebraucht werden. Di« Karten für die Feier. stunde sind sosart abzurechnen. 16. ftrei« Treptow. Freitag. 13. Februar, pünktlich 13 Uhr, im Klassen- zimmer der Gemeindeschul« Niederschöneweid«, Hasselwerder- Eck« B«r- liner Siraße, Funkt'onärinnensitzung. 196. Abt. Reialckendorf-Vst. Donnerstag, 14. Februar, pünkllich 20 Uhr, Funk, tianärinnensttzung in der Baracke. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreuode, Graf;. Berlin. Freitag, 16. Februar. 26 Uhr. Liudenstr. 3.«oeftan»,. ptznng. Krei» Reulclln. Mittwoch, heute. 13. Februar, von 17 bl« 18 Uhr, Sprech. stund« in der Baracke Ganghoferstraße. All» Sriippenkassterer müssen ihre Marken bestände mitbringen: noch nicht verkauft« lO-Psennig-Marlen sind zu» rückzugebcn.— Fr«ltag, 13. ffldruar, pünktlich 20 Uhr, wichtige Vorstand». sitzung in der Baracke Ganghoierstvaß« Geburkskaae. Jubiläen usw. 32. Abt. Unserem G-nostin Ott» K»»,« nnd s«>n«r Fr»»,«über». dorfer Str. 13, die herzlichsten Slnckwitnsche zur Silberhochzeit. Eewbnk: 5. Stasi« S2. Preubilch-Güddeo. Ohnt Gewähr ftloffeik-Äffttte. Nachdruck verbot« Aus jede gezogen« Nummer sind zwei gleich hohe Eewiau« gefallen, und zwar se einer aus die Lose gleicher Nummer In den beiden Ableilunge» l und ll 12. Februar 1922 Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisatioa 92. Abt. Reukölln. Unsere ianalöhrlge G-nosstn Auguste»rünsel, Schandauer Str 1(Bezirk 28), ist im Alter van 60 Jahren am Sonnabend, 9. Februar, nach kurzem Krankenlager verstorben. Ehr« ihrem Andenken! Bcechignng am Donnerstag, 14. Februar, 1314 Uhr, auf dem alten Neuköllner Semeindeiriedhoi, Rudower Straße. 128. /130. Abt. Pankow. Unser lanaiährlger Genosse Sustan Frentzel, Schulstr. 0. ist am 8. Fedruar im 74. Lebenssahr» verstarben. Ehre feinem Andenken! Einäscherung heute. Mittwach, 13. Februar, 176J Uhr, im Krema- tarium G-richtstraße...„._ 141. Abt. Rosentbal. Unsere Gcnosün Helen« L u ck» ist am 8. ff». »ruar verstarben. Ehr» ihrem Andenken! Einäscherung heute, Mittwoch, 13.. Februar, 13% Uhr, Krematorium Gerichtstraße. Sozialistische Ardeiterlugend Groß- Berlin dlnfaiOnun He diele Rutrtl nur an NW Zvaent'eteeiartat keelw STD 66. rwdenltr««» 4 Magdeburgsahreel Sonnabend, 18. Februar, 18 Uhr, in der Aula der Schule Danziaer Str. 23, Ueben de» Bewcgzwgochors. Alle Magdeburgfahrer müssen erscheinen. Singlrei»! Sonnabend. 18. Februar, 18)4 Uhr, In der Aula de» Lvzeum» Tempelhof, Germaniastr. 8�7. Fahvaerbtndung bis Dorf-, Ecke Berliner Straße. Zugendausstellung. Heute. Mittwoch, 19 X Uhr: Seddins: Ausspracheabend mit der Partei In Schreiber» Festsälen, Trist- straße 83.„Jugend und Partei.*— Andrea»platz: Brommgstr. 1,„Tage»poli- tisch« Fragen."— Sarsckaner Viertel: Litauer Str. 18. Mitgliedervtrsamm- lung.— Lankwitz: Gemeindeschul« Schulstraße.„Kommunistisches Manifest."— Tempelhos: Germaniastr. 4—6._„Unsere Reoolutwnitieier.— Friedrich«- seid«: Alt-Friedrichsfelde, Ecke Echloßstraß«.„Reichstagssitzung."— Lichten- bera-Ren: Hauiiitraße.„Alkohol und R-kotln."— Lichtenberq-Mitte: Schorn. weberstr. 29.„Der Lehrling und lein Recht." Werbebezirk Sck-önebers: Bildungskursus„Da» Kommunistisch« Manifest" 20 Uhr In der Schule am Wartburgplatz. SSGe, Weddinq: Schule Gotenbueger Str. 20.„Da» Kommunistische Manifest." Referent Genosse Dr. Schütte. Beginn 1714 Uhr. Vorträge, Vereine und Versammlungen. En'IIsh CemTmatlonal Club louväeä>873. Meetings evenr Frickay 8 p. m. "ftrfe Josty, Potsttamer Plate.—tecturer: Miß Großmann on,;„Cultuie and Civilis tion*. G'-ests. Ladies& Qentlemen. are«•» eime Freie Hochschule. Donnerstag, 14. Februar, 20 Uhr, Prinz-Lauls-Ferbinand- Straße 2 1, Begetarilches Restaurant, spricht vr. med et jur. Rut. Bußmann über..öebensquale» der modernen Menschen". Gäste willkommen. Deutscher Eiperants-Bnod, vetegrupp« Beeli». Freitag, 20 Uhr, Kon- ditarei Dvbrin, Hackeschrr Markt. welierbrticht der Sffeulilchen welleedienststell« Berlin und Umgegend lNachdr vetb.l. Teilst heiter, teil» wollig, mit Neigung zu einzelnen leichten CchneesSllcn, Temperatuien wenig veiändert.— Jür Veulichlimd: Im Wellen beiler, im Osten zeltweise wollig, stellenweise elwast Schnee, weiter- hin sehr lall Iriolt Föching««. Vermöge seiner Alkallzufuhr beug! dg» Fachinger Wasser mancherlei gichtige» Affektionen vor, die d>« Gesundheit all derer bedrohen, die stch den Taielfreuden, besonder» dem allzureichlschen Genuß oan Fleisch und Wein, hingeben. Die Schönheit sarbsaee Stoff« bleibt erhalten, wenn man ste regelmäßig in warmer Sunlicht-Eeifenlauge wäscht. Da Sunlicht-Eetf« rein ist. also leine scharfen, schädliche» Füllstoffe enthält, kann sie auch der zartesten Farbe nicht ihr« WWWWWWIW.. ein« gut« relnc Seife immer noch da» beste Waschmittel Ist und bleibt. 4. Flehukgsttag In der Vormitlagsziehung wurden Gewinn« über 150 M. gezogen 2 Gewinn« zn 25000 M. 7241 4©«Winne in 9000 W. 58827 232539 tO©«rinn«»n 3000 M. 69894 123010 166612 237359 294044. 20©«Winne in 2000 M. 1 1 4032 1 26098 1 34367 209438 223202306038 333516 337352 379418 392414 18©«winn. in 1000 W. 41136 116140 117848 172798 197266(203322 237384 282453 381478 78©«Winne in 500 at. 35618 65133 79475 102514 128282 129209 139902 141026 146401 172698 177443 179369 180909 181284 181534 187533 197138 197556 200716 215011 230534 233068 249538.253474 263399 269114 270360 271637 283884 292606 297935 322028.330997 334781 342135 353678 357393 368233 371879 204©ewinn« in 300«t. 1013 4304 8625 14470 14485 21160 25384 09547 33522 35364 41700 46485 69207 60272 60721 70760 75851 80263 82485 89073 92232 94342 954)2 103565 1 1 1026 115796-120615 124003 135245 143483 143640 146819 147102 147634 1 54592,1 66592 167249 168831 170169 172400 176081 176293 176333 182533 1 84134' 184201 188527 196036 198930 200807 201 708 205951 21 7468'231 9P0 233617 239501 241224 244775 248236 251582 256428 260442-2681 52' 272066 272598 273144 279051 280111 232327 288145 299737 315334 320321 32, 939 322241 323980 324765 327364 330678 336626 340229- 340669 349197 350245 350281 351966 352440 353743 355645 359139 360170 360342 361480 361052 362608 373083 383210 387406 388538 393312 396184 398604 In der Nachmittogsziehung wurde» Gewinne über ISO M. gezogen 3©«winn,«n 25000 W. 1 2304 ©twinn« m 10000 M. 257714 383283 4©«Winne ,n 5000 W. 374929 324006 4©«Winne m 3000 M. 151376 187261 13©ewinn» in 3000 fflL 62833 147480 331655 333393 346074 362002 18©«winn« w 1000 911. 115761 134757 140022 2706SS 297078 307338 337720 343254 383536 62 Gewinn««n 500 W. 4813 6410 10683 19277 25970 32499 36441 81672 103023 125543 127385 131138 144179 152090 160076 173386 184249 202789 230291 238915 250690 256788 274286 283956 284024 289313 303740 322880 332125 339764 348410 156©«Winne|U 300 ai. 10677 20098 20100 21736 21949 25599 39301 40227 53716 66521 91730 100782 104406 II 1292 113900 114660 122018 129714 128938 133139 133420 137041 139028 142988 1 4SI 37 146577 152771 156705 160581 173200 173700 180151 184022 190368 192775 194979 194988 200329 220180 223884 232695 234800 239011 242182 243832 254915 259328 259956 260401 261070 263511 265553 272238 281161 282531 289963 296757 312367 312440 323177 328084 331219 333804 339030 340904 354811 355977 356227358738 360657 360679 362416 364521 366896 369404 370318.380788 397313 Im Gewilinrad« verblieben- 2 Prämien zu SOOvoo. ZGew.zuSlXZvoO. Z zu Zovvol), Z zu 200000, 2 zu 100000. 4 zu 75000. 6 zu 50000, S zu 25000, 76 zu 10000, 152 zu 5000. 384 zu 3000, 678 zu 2000, 1506 zu 1000, 3%0 ,u 500. 10378 zu 300 Mark. Iwaricn,|U)aontnen itimuott«-nigait, taiin u« cuoi ort zaneiien naroc nioji schaden. In ihteni milden Schaum läßt stch jede Wäsche rehilgeni alle karbigen Sachen behalten ihre Frische. Eiinlicht-Seiie ist der beste Beweis dafür, daß „.jeder OfofiHe Imm 9,irdi Ben2"1"' Schützen Sie sich selbst, Ihre Kinder, ihr Heim.�md iverAven den Sie zur FleckehreifVlgung im HausHalt �hür das nicht feuergefährliche) nicht explosive spectuoi Das Fleckenwasser Originalflaschen zu 0.50, 0.8041,1.40 RM. / Fahnenbilder der EnglandsSerie Nr. 76 liegen jetzt in den 10« Stücks Packungen jfütMxuy-fbaHvl 4-$ ohne Mundstück/ dick/ rund Es folgen hieran anschließend die Fahncnbilder der Serien Nr. 77jind 78 p u Oeffentliche Kreditnot. Albschluß und Bericht der preußischen Staatsbaak. Die Preußische Staatsbank(Seehandlung) schickt auch in diesem Jahr« ihrem Jahresabschluß eine eingehende Betrachtung der Entwicklung in der Gesamtwirtschaft, besonders auf dem Geld- und Kapitalmarkt, voraus. Das Institut betont zwar, daß das letzte Jahr einen Fortschritt brachte, da die unruhigen Schwankungen— mehrfach« Diskontänderungen, Drosselung der öffentlichen Auslandsanleihen und fo weiter— einer gleichmäßigeren Entwicklung Platz gemacht hätten, jedoch seien im letzten Jahr die nachteiligen Erschei- n u n g e n wesentlich stärker ins Gewicht gefallen. So ist, wie die Entwicklung auf dem Markt der fest verzins- lichen Werte, der Staats-, Kommunalanleihen und Pfand- briefe, zeigt, die tatsächlich« Leistungsfähigkeit des deutschen Kapitalmarktes 1928 geringer gewesen als im Vorjahr«, obwohl der B« d a r f an Nealkredit«her zugenommen hat. Die man- gelnde Aufnahmefähigkeit des Kapitalmarktes kommt in dem be- trächtlich gesunkenen Kursniveau zum Ausdruck, das sich bei den öffentlichen Anleihen noch bei weitem schärfer ausprägt, als bei den Pfandbriefen. Dabei müsse betont werden, daß der Kapitalmarkt durch den Kreditbedarf der öffentlichen Hand gegen frühere Jahre nicht etwa übermäßig belastet wurde. Es zeigt sich im Gegenteil, daß gegenüber der Vorkriegszeit der Anteil der öffentlichen Hand an den insgesamt ausgegebenen Schuldverschreibungen von 52,2 Proz. bis auf 40,5 Proz. im letzten Jahre— 1927 sogar aus 37.2 Proz.— zurückgegangen ist. Das gleiche Bild zeigt«in« Aufstellung der öffentlichen Anleihen im In- und Ausland, die im Der- hältnis zu sämtlichen ausgegebenen Schuldverschreibungen von 52,2 Proz. in der Vorkriegszeit auf 42,7 Proz. im Jahre 1928 sanken. Berücksichtigt man hierbei, in welchem Ausmaß die wirtschaftlichen Aufgaben der öffentlichen Hand gewachsen sind, und daß selbstverständlich nur Bruchteile der auf- genommenen Kredite zur Deckung von Verwaltungsausgaben, der überwiegende Teil aber für produktiv« Zweck« verwandt wurde, fo ergibt sich, daß von einer übermäßigen Beanspruchung des Kapitalmarktes durch öffentlichen Kreditbedarf nicht die Rede sein kann. Die Geschäftslage der Staatsbank war im Be- richtsjahr durch die zunehmende Anspannung der staatlichen Finanz- Wirtschaft stark beeinflußt, da die staatlichen Einlagebestände sich stark verknappten. Die Bilanzsumme hat den im Vorjahr er- reichten Höchststand mit 1,95 Milliarden noch etwas Überschritten. Zwar ist der gesamte Buchumsatz von 34,4 auf 39,2 Milliarden zurückgegangen, jedoch ist dies auf technische Buchungsreformen zurückzuführen und der tatsächliche Umsatz dürfte dem des letzten Jahres entsprechen. Der Reingewinn hält sich mit 5,4 Mill. Mark auf der Hohe des Vorjahres. Hiervon fließt satzungsgemäß eine Million in die S t a a t s k a s s e, 3,9 Mill. Mark werden dem Grundkapital von jetzt 12,9 Mill. Mark zugeführt und eine weiter« Million den Reserven. Unter den Einzelposten der Einnahmen fällt auf, daß im Staatlichen Leihom� die Versatzgeschäfte um 12,8 Proz. zunahmen, woraus die Notlage breiter Lolksschich- t« n ersichtlich wird. Am 39. September 1928 lagerten 71 785 Psän- der in den Leihmagazinen, die insgesamt mit 3,3 Mill. Mark beliehen waren. Im Durchschnitt entfiel also auf jedes Pfand ein Darlehen von rund 45 Mark. Subventionen für Siegerfand. Von Zleich und Preußen bereits beschlossen? Wie wir aus Dortmund hören, haben die Verhandlungen über die Gewährung von Subventionen an den Siegerlän- der Crzber.gbau ihren Abschluß gesundem Preußen und das Reich sollen von den unmittelbar zu gewährenden Subven- tionen je 25 Pfennig pro Tonne übernehmen) weiter haben die Reichsbahn und das R h ei n i s ch- W e ftf ä l i f ch e Elektrizitätswerk(RWE.) eine Erleichterung der Fracht und Stromversorgung in Hohe von 9,49 Mark pro Tonne zugesagt. Das verbleibende Defizit haben die Besitzer der Sicgcrländer Gruben, also in der Hauptsache der Hoesch-Konzern und der Stahltrust zu tragen.— Die Bestätigung dieser Meldung steht noch aus. Die fortwährenden Verluste der Siegerländsr Gruben hatten zu neuen Suboentionsgefuchen des Siegerländer Eifenstein-Vereins an das preußische Handelsministerium geführt. Insbesondere wurden die Gesuche damit begründet, daß trotz des mehr als sechsmonatigen «Streiks auf den schwedischen Erzgruben sich der Absatz für Sieger- länder Erz nicht gebessert habe, da die rheinifch-weftfälifche Schwerindustrie als Ersatz für die schwedische Lieferung andere ausländische Erze hereinnahm. Dazu führt der jetzt veröffentlichte Jahresbericht des Sjegerländer Eifenstein-Vereins u. a. folgendes aus: Die Förde- rung, die sich im ersten Vierteljahr 1928 mit rund 191 000 Tonnen auf der« Höhe des Vorjahres hielt, ging im zweiten und dritten Vierteljahr auf 171 896 Tonnen zurück. Die Stillegungs- oktion an der Ruhr gab dem Siegerläudcr Erzbergbau in den beiden letzten Monaten 1928 dann den Rest. Die Förderung von 168 732 Tonnen im Oktober ist auf 99 939 Tonnen im November und auf 78 354 Tonnen im Dezember zurückgegangen. Die Feststellungen des preußischen Handelsministeriums fallen ergeben haben, daß auf die Tone Erz ohne Abschreibung und Verzinsung ein durchschnittlicher Verlust von 1,54 M. entfällt. Auch uMer Ausschaltung der inzwischen stillgelegten Gruben verbleibe noch ein Verlust von 1 M. je Tonne. Der E n q u e t e a ü s s ch u ß, der sich bei der Untersuchung der Rohstoffversorgung d«r deutschen eiscncrzeugendcn Industrie ein- gehend mit dem inländischen Bergbau befaßt hat, kam zu dem Ergebnis, daß der Siegerländer Erzbergbau, auf weitere Sicht gesehen, den in diesen Betrieben Beschäftigten keine tragbare Existenz mehr gewährleistet Die Gesamtergebnisse der dortigen Unternehmungen waren so, daß 1926 von 27 untersuchten Lleber Agrarier und Arbeiternoi. Erschütternder Arbeiierbrief aus Pommern/ Fremdenlegion des deutschen Volkes. wir erhalle« au» Pommer« de« Brief eine, Land. arbeilers, den wir unverändert, auch mit allen Schreib, und Stilfehlern und ohne jede Streichung oder Frisur veröffent- lichen. Dieser einfache Mensch sagt der deutschen Oefsentlich- keil und den Regierungen größere Wahrheit, als lausend Denkschriften und Petitionen. Werte Redaktion! In der Reichshauptstadt ist wieder einmal die„G r ü n e W o ch e" zu Ende. In der einschlägigen Presse wird die Not der Landwirt- schaft in den höchsten Tönen propagiert Wozu dies alles? Um die deutsche Arbeiterschaft Sand in die Augen zu streuen, und letzten Endes aus dieser verhaßten Regierung so viel Geld wie möglich herauszuschlagen. Die Not der Landwirtschaft ist aber nicht so groß wie sie hin- gestellt wird. Wenn die Landwirte in Ihrer Organisation würden sich wirtschaftlich zusammenzuschließen und Wege und Mittel finden würden, die Absatskrise zu überwinden, denn nichts anderes ist die Not der Landwirtschast, so würden sie auch in absehbarer Zeit Erfolge aufzuweisen haben. Aber was machen Ihre Führer?! Statt ihre Mitglieder wirtschaftlich zu beraten. tun sie Sie politisch verhetzen. Mit welchem Erfolge lehrt der Fall Kyritz, und es werden noch mehr folgen. Speziel hier in Pommern leistet sich der P o m m e r f ch« Landbund allerhand, was sich eigentlich mit den Gesetzen der deutschen Republik nicht in Einklang bringen läßt. In der Ausgabe vom 19. Januar 1929 steht zu lesen:„Wir haben aber anscheinend aus dem Unglück, das die Deserteure von 1917/18 mit ihrer schwarz-rot-golden«n Propaganda angerichtet haben nichts gelernt.' Ich glaube das ist der Gipfel der Unverschämtheit. Auf einer Seite können sie aus dem Staate für ihre verlotterten Betriebe nicht genug Geld herauspressen, und auf der anderen tun sie denselben verhöhnen. Ich meine, jeder Arbeiter, der im Felde war, weiß wo die wirklichen Deserteure sitzen. Mit solchen und ähnlichen Machenschaften werden sie wohl kein Verständnis zwischen Stadt und Land herbeiführen. Der Industrie- arbeiter wird die Hungerjahre 1917/18 auch nicht vergessen. Wen» die perständigung zwischen Stadt und Land herbeigeführt werden soll, so liegt es zumeist an der Landwirtschaft. Gebt der städtischen Bevölkerung Qualitätsware, so werden auch höher« Preise erzielt, und der Auslandskonsum wird auch nachlassen. Zweitens ist immer die Rede von Landflucht, und den daraus ergebenden Arbeitermangel. Was sind aber die Ursachen! Ich glaube, daß hier in der städtischen Arbeiterpresse noch viel zu wenig geschrieben wird. Die Herren Landwirte sind noch zu sehr an die Zeiten der Gesindeordnungen gewöhnt. Der Arbeiter ist ihnen nur ein Objekt der Ausbeutung. Deshalb der Kampf g«gen die Arbeitslosenunterstützung. Hier auf dem Land« ist sie auch illusorisch. Sie wollen mit Gewalt billige Arbeitskräfte. Was hat hier aber der Arbeiter zu erwarten! Das gänzliche Aufgeben von Kultur, überhaupt sich als Mensch zu fühlen. Es gibt hier nur die Besitzer,� und die ArbeUer exestieren für sie nicht. Cjs ist die Fremdenlegion des deutschen Volkes. Im Sommer bei einer 18ftündigen schweren Arbest gibt es b a r e 3 9 M. auf den Monat. Jetzt im Winter wird auch 12 Stunden ge- arbeitet, und man glaubt nicht, was sie einen vorftohnen, daß jetzt weniger Arbeit gibt. Endresultat, es gibt nur noch 25 M. im Monat. Das sind die hohen Lohne der Landwirtschaft. Be- kleidungsstücke braucht man aber doppelt so viel wie in der Stadt. Solche Löhne wurden schon vor dem Kriege bezahlt, und die Sachen sind nochmal so teuer. Die Landwirte werden sagen man hat ja noch das g u t e E s s e n, aber ich glaube da vergreist sich noch nicht ein Arbeitsloser dran. Wenn man in diesem strengen Winter bei unzureichender Kleidung den ganzen Tag draußen gearbeitet hat und es wird finster, und hat seine Pellkartoffel und den Hering verdrückt, so sucht man seine Schlafstelle auf. Diese Schlafstellen hier auf dem Lande sind direkt eine* Kulturschande unseres Jahrhunderts. In den meisten Fällen ist es ein Verschlag im Pferd« st all. Bei milden Temperaturen läuft das Wasser buchstäblich von den Wänden, und verdirbt einen noch die letzten Sachen. Jetzt sind die Wände mit Eis bedeckt, und da soll nun ein Mensch der den ganzen Tag in strenger Kälte gearbeitet hat, sich am Feierabend aufhalten und schlafen. An Schlaf ist da selbstverständlich nicht viel zu denken. Hier würde das Einschreiten der Behörde das beste fein und solche gesundheitsschädlichen Hohlen zu oerbieten Alzumal der landwirt- schaftliche Arbeiter in der Krankenkasse und Invalidität auch schlechter gestellt ist. Sie werden nun denken, es gibt doch«ine freie Gewerk- schaft, kämpft für bessere Arbeitsbedingungen! Ja die Gewert- schaft gibt es schon. Aber sie hat viel schwerer zu kämpfen w i e i n d e r S t a d t. In der Stadt sind die Kollegen in größerer Zahl in einem Betriebe und folglich besser und straffer zu organi- sicren. Aber hier ist man einzeln auf der Stelle und höchstens auf den Gütern sind mehrere. Aber da ist auch noch ein großer Wechsel in der Arbeiterschaft bedingt durch die Saisonarbeit. Also ist hier eine Werbearbeit sehr schwer durchzuführen. Dann ist noch ein großer Teil der Arbeiter ein I a h r h u n d e r t Z u r ü ck, das ist noch eine der großen Kulturtaten der früheren Regierung. Weiter haben die Besitzer auch heute noch sehr viel Geld, um die Arbeiter mit deutschnationalen Blättern zu überschwemmen, und die Gegenorganisationen mit großen Kosten zu unterhalten. Das ist die große Not der Landwirtschaft: die Gelder die er vom Staate bekommt werden nur benutzt um die Arbeiterschaft niederzuhalten. Aber von die große Not der Landarbeiter ist keine Rede. Trotzdem der Deutsche Landarbeiterverband nimmt hier in Pommern ständig zu. Ich hoffe daß nach meinen Ausführungen die Not der Landwirte mit etwas anderen Augen zu sehen und die Not der Landarbeiter zu erkennen. Nun muß ich schließen, bin schon steifgefroren und habe noch nicht einen Tisch zum schreiben. Hoffentlich tonnen sie was davon verwerten und in-Ihrer Zeitung bringen, vielleicht fällt was auf guten Boden und es werden Schritte unternommen um hier Mißstände aufzuheben.(Siehe Schlafstelle.) Selbstverständlich bin ich organisiert im Deutschen Landarbeiter- verband. Mitgliedskarte No...... (Folgt Name und Adresse.) Sollen wir noch etwas hinzufügen? Wir glauben, die Stimme dieses Mannes ist wichtig genug. Die Redaktion. Betrieben 11 mit Verlust abschlössen. Während die Zahl der nnt Verlust arbeitenden Werke 1927 auf sieben zurückging, hat sich die Lage 1928 bedeutend verschlechtert: denn von 28 erfaßten Betrieben wiesen nur noch 19 einen Ueberschuh über die Betriebskosten, dagegen 18 Betriebe einen Verlust auf. Vogel-Oraht gute Gewinne. Ein recht gutes Jahr hat die V o g e l- D r a h t- und Kabel werte A.-G., Berlin-Adlcrshof, wieder hinter sich. Die Gefellschaft, deren Werke in den östlichen Berliner Vororten Adlershof und Köpenick liegen, beschäftigt nach dem letzten Prospekt eine Beleg- schaft von annähernd 1699 Mann. Bei steigenden Umsätzen konnte der Betriebsgewinn von i.2 auf 4,5 Mill. Mark erhöht werden, während die Steuern von 9,38 auf 9,24 Mill. Mark ganz erheblich sanken. Der ausgewiesene Reingewinn erscheint zwar nur mit 9,35 gegen 9,51 Mill. Mark im Vorjahre, jedoch ist der Rohgewinn diesmal um fast 899 999 M. Abschreibungen gegen nur 423 999 M. im letzten Jahr gekürzt worden. V e r d i e n t hat also die Gesellschaft(mit Abschreibungen) demnach mehr als 1,1 Mill Mark, die mehr als 13 Proz. des Aktienkapitals entsprechen. Wie in den letzten beiden Iahren werden auch für das am 39. September beendete Geschäftsjahr 1927/28 wieder 6 Proz. Dividende be- zahlt. Die gute Beschäftigung der Betriebe hat auch im neuen Jahr angehalten. Die Agrarkrise im Osten. Verlustbetriebe ia der Landwirtschaft. Das Statistische Reichsamt inacht den sehr interessanten Versuch, aus dem Urnraterial der Einkomniensteuerstatiftik 1925, soweit sie die Landwirtschaft betreffen, in Verbindung mit den Ergebnissen der landwirtschaftlichen Betri«bszühlung von 1925 ein Bild der Rentabili- tät der landwirtschaftlichen Betriebe zu konstruieren. Hiernach zählte man 1925 im Deutschen Reich 1 479 283 steuerpflichtige Gewinn- betriebe mit einem Durchschnittseinkommen von 1390 M. je Steuerpflichtigen. Dem standen gegenüber 38 619 Verlust- betriebe. Diese machen also 2,6 Proz. Gewinnbctrtebe aus. Hier- von sind wiederum 34 059 reine Verlustbetriebe und 4569 sogenannte Mischbetriebe, d. h solche die in der L a n d w i r t s ch a f t zwar Ver- luste nachgewiesen haben, die aber wegen den Verlust übersteigenden sonstigen Einkünften doch steuerlich belastet sind. In den einzelnen Landesteilen liegen die Dinge sehr verschieden. Am günstigsten schneidet wohl Ostpreußen ab, wo ans 32 696 Ge- winnbetriebe 21 599 Verlustbetriebe kommen. Hier stellt sich also die Quote der Verlustbetriebe auf 66,2 Proz. Ostpreußen b.tbet �f.-sern natürlich aus den bekannten wirtschaftlichen und politischen GrS.�.-.i, die feine Entwicklung lähmen, eine Ausnahme. Von den anderen� ländlichen Provinzen und Bezirken zeigen Mecklenburg Schwerin mit 18 594 Gewinnbetricben und 5,4 Proz. Verlust- betrieben sowie Mecklenburg-Lübeck mit 4,6 Proz. die höchsten Ziffern. Wenn diese Ziffern auch drei Jahre zurückliegen, so bestätigen sie in eindrucksvoller Weise die bekannten Feststellungen der Preuß«n- tasse..._ voroussichllichc Dividendenerhöhung bei der Zlfc-Bergbau 21.-0. Die Verwallung der I l s e- B e r g b a u A.-G., eines der stärkste» Unternehmungen im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau, beabsich- tigt, wie wir hären, die Dividende für das lctzre Jahr von 8 auf 10 Prozent heraufzusetzen. Die Börse, die seit jeher stets ein« gute Nase für Gcwinnaussichten gezeigt hat, bekräftigt dieses Gesucht durch starke Käufe von Jlse-Aktien, die in den letzten Tagen ihren Kurs bedeutenio verbessern konnten. Die Aufsichtsrats- sitzimg der Gesellschaft, die über die Dividendenhohe entscheiden wird, findet am 29. Februar statt. Stinucs Erden verkaufen für 31 Millionen die Slinnes-Holels. Don der amerikanischen Hugo Stinnes Corporation in Maryland. der Verwaltung der Deutschen Stinnes-JMeressen werden das Efplanade-Hotel, Berlin, Hotel Antiantik, Hamburg, Corltorchotel, Frankfurt, Nassauer Hof, Wiesbaden, und drei Hotels in Oberhof, Thüringen, jetzt für 31 Millionen Mark verkauft. Erwerber soll ein? deutsch schwei.zerisch-amerikonische Gelkgruppe werden, die von den Hotelsachleuten Gebrüder Bon in Ragatz geführt wird. Großaustrag für Mix u. Genest. Die Stadtrohrpostanloge für Prag, ein Ricsenauftraq, wird von Mix u. Genest, Berlin, ge- baut. Das tschechoslowakische Postministerium hat den Auftrag be- reits erteilt. Nicht nur die Prager Postämter, sondern auch.zahl- reiche Bankinstitute werden durch die Rohrpostanlage miteinander verbunden. Qutc Suppen bereiten Sie auö MAGG!5 tfuvvenWilrfeCn MAGGOSUPPEN Hoch fertig• Tlahrfiafe■(Heiner, natürlicher Seichmack• 28 verschiedene Sorten. Unterhaltung unö �Vtssen 'moderne 3>iraienherrlichkeH SiHenbild aus dem nächtlichen Algier Mgier war bis vor hundert Iahren ein Piratennest, welches d-az ganz« MiUelmeer beunruhigte. Der Dey von Algier hatte hier il'ine Residenz und— versteht sich— seinen Harem. Viele Staaten Europas zahlten jährliche Abstandssummen an den Dey inü) erlausten sich damit die sreie Durchfahrt durch das Mittelmeer. Ter Tcy war einer der reichsten Leute der Welt, und seine Taschenuhr im Werte von 30 Millionen Mari liegt heute im Museum zu Paris. Die Piratenherrlichkeit nahm ein Ende, als die Franzosen h» Juni 1S30 Algier besetzten. Heute noch ist das Andenken an den Sidi Ferrudji lebendig, der den laichenden Franzosen seine geweihten Pantoffeln entgegenschleuderte, die die Eindringlinge zerschmettern lallten. Doch es half nichts. Die Franzosen landeten und, nachdem sie Algier belagert und eingenommen hatten, begonnen sie ihr '-lolonisationswerk. Die Schwierigkeiten waren groß; doch wurden sie überwunden. Heut« ist Algier eine blühende Provinz mit reichen ertragbringenden Handelsbeziehungen. Die Stadt Algier selbst ist eine Großstadt von 300 MO Einwohnern mit Straßenbahn, Hafenanlagen, Kaufhäusern uich allem ianstigen Drum und Dran. Nur dos alte, winklige und schmutzige Arabervtertek, die Casbah, erinnert an die alte Herrlichkeit. Auch rn die alt« Korfarenherrlichkeit? Ja. auch an die. Gewiß, die Zeiten haben sich geändert, und man kann jetzt nicht mehr Seepiraterei treiben wie früher. Wohl aber Landpiraterei. nd das mit allen Schikonen. Die Opfer sind natürlich immer die Fremden, die hier in großer Zahl sich aufhalten. Ter Piraten- streich sieht in neunzig von hundert Fällen etwa so aus. Der Fremde ist schon bei seinem Eintreffen in Algier von den �orsaren des 20. Jahrhunderts bemerkt worden. Sorgsültiq wird «r abgeschätzt. Dann wird der Coup auf einen Abend festgesetzt. nser guter Fremder hat nichts gemerkt. Er sitzt nach einem guten '"bendesien auf der Terrasie des Cafes. Raucht eine Zigarette und ' ißt das bunte Leben an sich vorüberziehen. Die kleinen Araber- - ngen umschwärmen ihn mit ihren Schuhputzkästen. Stolze Araber 1 1 faltigen weißen Burnussen gehen vorüber. Dazwischen französische Oifizier« und Soldaten, europäische Mädchen und Frauen und— verschleiert« Araberinnen. Reizend sehen sie aus mit ihren weiten Öe wändern. Die Bein« mit«uropäifchen Seidenstrümpfen bekleidet, an den Füßen ebenfalls europäisches Schuhwerk. Aber dicht über dem Wadenansatz beginnt der Orient mit weiten Pluderhosen. Ein weißer Mantel hüllt die ganze Gestalt ein, und nur aus der Grazie der Bewegungen schließt der Fremd« auf die Schönheit des Körpers. Die Köpfe der Derschleierten wenden sich nwnchmal zu dem „Fremdling aus dem hohen Norden"(so denkt er selbst!) und er sieht die Augen. Tiefschwarz, mit einem unbekannten Glanz. Der Fremde macht sich eigene, seltsame Gedanken. Seine Sinne sind nicht mehr rein und klar. Er zahlt und geht. Da streift ihn etwas Weißes. Eine weiche Stimme flüstert ihm zu:„Komm mit mir!" Bor ihm geht sie nun. Leicht und wiegend ist ihr Gang. Der Fremde schaut sich um. Es folgt ihm niemand. Er überlegt nicht lange, sondern geht der verschleierten Frau nach. Seine Gedanken sind auf ein Abenteuer gerichtet. Er will eine Frau des Orients in seinen Armen haben. Boccaccic und Tausend und eine Nacht verfilzen sich in seinem Kopf zu einem unentwirr- baren 5knäuel. Und er folgt der Frau. Die Straßen werden enger unt� dunkler. Der Fremde sieht nur die Frau. Es geht ins Araberviertcl. Der Fremde denkt nicht mehr an die Gefahr. Er weiß nicht den Namen der Straße und die Nummer des Hauses, das er' betreten hat. Sie gleichen sich alle. Die Nacht geht vorüber. Am anderen Morgen steht der Fremde auf dem Polizeiburea» und meldet den Verlust seiner Brieftasche und seiner Uhr. „Wir kennen das!" sagt der Beamte,„Sie sind heute schon der fünste. Die Korsaren haben gut gearbeitet diese Nacht!" Die Polizei ist machtlos gegen dos Unwesen. Sie kann nicht jede Nacht das Eingeborcnenviertel umstellen. Wohl wird hier und da einer der Banditen erwischt, der gar zu unvorsichtig war. Aber im großen und ganzen sind sie nicht zu fassen. Auch die ver- schleierten Frauen nicht. Hoffen wir, daß der Schleier bald fällt. Der„Zauber des Orients" ist ja ganz out und schön, wenn aber eine Brieftasche dabei verloren geht, ist er ungemütlich. Und sollt« einmal einer nach Hause kommen und von Liebesnächien in der Casbah erzählen, von Fatimah oder Suleikah, lacht ihn aus. Er lügt einfach! Bernhard Krüg«?. Xeonid Andreiew: dDlf? S-fUlo&C SitlC ShtmCV&lserSB&hllliig/ A"* dem Xutinchen Obmrlregen von ftana Xuoff (Schluß.) Entschieden, es war die originellst« Maske. Ganze Scharen gingen mir nach, stießen mich, kniffen mich— und wenn ich dann schließlich ermattet« und voller Zorn mein Gesicht den Verfolgern zuwandte, so bemächtigte sich ihrer ein unbändiges Gelächter. Eine >Äte donnernden Gelächters umgab mich fortwährend unterwegs, lchtele auf nnr und bewegte sich mit mir fort, ich konnte diesem .st reis toller Lustigkeit nicht entfliehen. Für Augenblicke bemächtigte sie sich auch meiner: dann schrie ich, sang, tanzt«, und die ganze Welt kreiste trunken in meinen Augen. Und wie fern ste mir war, diese Weltl Und wie einsam ich mich unter der Maske sühltel Schließlich wurde ich in Ruhe gelassen. Doller Zorn und Angst, voller Groll und Zärtlichkeit blickt« ich sie an und sagte: „Ich bin es!" Die dichten Wimpern hoben sich langsam med erstaunt,«n« ganze Garbe schwarzer Strahlen sprühte mir entgegen— und ein Lachen, ein schallendes, heiter und hell wie die Frühlingssonne, antwortet« mir. „Ja, ich bin es? Ich bin es!" wiederholt« ich und lächelt«. „Warum waren Sie heut« nicht gekommen?" Aber sie lacht«. Sie lachte vergnügt. „Ich habe solche Qualen ausgestanden. Das Herz ist mir vor Kummer vergangen," bat ich flehend um Antwort. Aber ste lacht«. Der schwarze Glanz ihrer Augen verlöscht«, und das Lachen loderte immer heller. Das war Sonn«, aber sengende. erbarmungslose, grausame Sonne. „Was haben Sie nur?" „Sie sind es?" sagte sie, sich mit Müh« beherrschend.„Sie sehen aber... spaßig aus!" � Ich ließ Kopf und Schultern hängen, und in meiner Haltung log soviel Verzweiflung. Und während sie. mit dem oerlöschenden Widerschein«ine» Lächeln» aus dem Gesicht, auf die an uns vor» überwirbelnden jugendlich vergnügten Paare blickte, sprach ich: „Sie sollten sich schämen, zu lachen. Ahnen Sie denn nicht hinter meiner komischen Maske den lebendigen, leidenden Menschen? Doch mir um Sie zu sshen, habe ich sie angelegt. Warum waren Sic nicht gekommen?" Mit einer Erwiderung auf den lieben, lächelnden Lippen, wandte sie sich rasch mir zu— aber wieder bemüchllgte sich ihrer ein grausame» Lachen. Nach Atem ringend, dem Weinen nahe und da» Gesicht mit einem duftigen Spitzentuch dedeckend, brachte sie mit Mühe die Wort» hervor: „Sehen Sie... sich doch an. Hinten im Spiegel... Oh, wie Sie auesehenl.. Mit gerunzelten Brauen, vor Schmerz aufeinander gepreßten Zähnen und erkaltetem blutlosen Gesteht blickte ich in den Spiegel, eine idiotisch ruhige, unerschütterlich gleichgültige, unmenschlich regungslos« Fratze sah mir daraus entgegen. Auch ich— brach in ein Gelächter au». Und mit einem noch nicht verloschenen Lachen, aber doch auch schon mit dem Zittern aufsteigenden Zornes in der Stimme, sagte ich in wahnsinniger Lerzweiflung. ja schrie es fast heraus: „Sie dürfen nicht lachen!" Und als ihr Lachen verklungen war, sprach ich flüsternd weiter, o. n meiner Lieb«. Niemals hatte ich fo gut gesprochen, denn ncch rnsmals hatte ich so stark geliebt. Ben der Qual des Wartens, von den giftigen Tränen wahnsinniger Ciserfucht und Schwermut, von meiner Seele, in der alles Lieb« war, sprach ich Da sah ich, wie die Wimpern sich senkten und einen dichten Schatten cmi die bleich gewordenen Wangen marken. Ich sah. wie aufloderndes Feuer rme» Webers che in durch ihr matte» Weiß wars und wie ihr ganzer schmiegsamer Leib sich willenlos zu mir neigi«. Sie war als Königin der Nacht maskiert, und— geheimnisvoll ganz in das Dunkel schwarzer Spitzen gehüllt, strahlend von funkelnden Sternen— war sie schön wie«in vergessener Traum ferner Kindheit. Ich sprach, und meine Augen füllten sich mit Tränen, und mein Herz pochte vor Freude. Und da sah ich, da sah ich endlich, wie sich ihr Mund zu einem lieben, traurigen Lächeln össnet« und die Wimpern er- bebten und sich hoben. Langsam, ängstlich, mit unendlichem Der- trauen wandte ste mir das Köpfchen zu, und... So ein Lachen habe ich noch nie zu hören bekommen! „Nein, nein, ich kann nicht mehr.. stöhnte sie fast, wars den Kopf zurück und brach in Kaskaden schallenden Lachens aus. Oh, wenn man mir doch auch für einen Augenblick«in mensch- liches Antlitz gegeben hätte! Ich zerbiß mir die Lippen, Tränen rannen an meinem erhitzten Gesicht heraib: sie aber, dies« idiotisch« Fratze, aus der alles so regelmäßig war— Nase, Augen und Lippen — blickte mit einer grauenhaft unerschütterlichen Gleichgültigkeit vor sich hin. Und als ich auf meinen bunten Füßen hinkend-ort- ging, klang mir noch lange das schallende Gelächter nach: Es war, als wenn ein feiner silbriger Wasserstrahl von ungeheurer Höh« herabfiel und sich mit fröhlichem Plätschern an einem harten Felsen zerschlug. * Als wir dann, durch die schlafend« Straße schwärmend und die nächtlich« Still« mit unseren wachen, erregten Stimmen aus dem Schlaf aufstörend, nach Haufe gingen, sagte zu mir mein Kamerad: „Du hast kolossalen Erfolg gehabt. Ich Hab« Menschen noch nie so lachen gesehen... Halt doch, was tust du? Warum zerreißt du die Maske? Kinder, er hat den Verstand verloren! Seht doch, er zerreißt sein Kostüm! Er weint!" Slanswolf tKayser: .Wollen die Herren bitte eintreten!" Die Tonzmeisterin machte eine einladende Bewegung nach dem Tonzsaal hin, wo an der einen Seit« Stuhl neben Stuhl oll die hübschen Mädchen sahen, mit denen wir das Tanzen lernen sollten. Doch den.Hemn" fehlte durchaus der Mut, einzutreten und vor diesen oielen mustern- den Mädchenaugen eine korrekte Verbeugung zu machen. Sie hatten sich bis jetzt im Vorraum ausgeholten, sich schüchtern vorgestellt, und auch ich hatte wohl ein paarmal undeutlich meinen Namen genarnu. Denn als Oberfekundauer eines humanistischen Gymna- siums hatte ich zwar griechische und lateinische Redensarten in Menge gelernt, aber in diesem Falle wollten mir die einfachsten deutschen Redensarten nicht über die Zunge. Ebenso ging es den anderen.Herren", und so bildeten wir eher ein« Trauergemeinde, wie wir olle in dunklen Anzügen schweigend dastanden, als daß man hätte glaub«: können, wir wollten die Freude des Tanzes zum erstenmal genießen. Und wenn ob und zu helles Gekicher aus der offenen Tür zu uns drang, so drehte sich wohl der eine oder andere erschrocken um in der Meinung, dort drinnen lach« man über ihn.— Die TanziiTeisterin stand noch immer mit der einladenden Ge- bärde an der Türe, ein wenig lächelitf». sie kannte diese Unbcholsen- heit schon. Endlich fand sich ein Mutiger, eine Führcrnotur, der wir alle klopfenden Herzens folgten. Dann saßen wir den hübschen Mädchen genau gegenüber, Stuhl neben Stuhl. Die Stunde begann mit einem kleinen Vortrag der Tanz- meisterin über Ansdands regeln. Zuerst hörte jeder aufmerksam zu.' Dann aber sah ich, wie«nige ihr« Augen verstohlen über die lang« Mädchenreih« gleiten liehen. Ich tat es auch. Dort saßen Töchter von Bekannten meine? Eltern. Dies« und jene hatte ich morgens beim Schulweg schon gesehen. Ich ließ meine Augen immer weiter wandern«on einer zur anderen. Bald hatten sie das Ends der Reihe erreicht. Da wurden sie plötzlich magisch angezogen. Wie festgebannt blieben sie auf der holden Erscheinung hiixiv Und ich muß gestehen, hier lernte ich zum erstemnal die Wahrhec! des Wortes.Liebe auf den ersten Blick" kennen. Ich wußte nicht, wer sie war, und hatte ste noch nie gesehen, und doch war ich beim ersten Blick für sie eingenommen. Sie war eine schlanke Erscheinung, Ihre Stirn n>ar halb ver- deckt durch eine Welle ihres wcißbloickten Hiarcs, welches hinten in einen zierlichen Knoten geschürzt-war, ein paar widerspenstige Haarbüschel fielen anmutig auf den blender-d weißen Hals. Tie Augen. Nase und die Stellung des Mundes m-dem schmalen Ge- sichtchen ließen ein wenig Melancholie und Berschlosielcheit ahnen. Es war ganz selbstverständlich, daß ich meine ersten Tanzschritte mit ihr machte. Ein sonderbarer, wonniger Schauer durchriefelie mich, als ick) den Arm um ihre Taille legte und sie mir ihre Hand reichte. Als die Tanzstunde geendet, brachte ich sie nach Haus« und von der Zeit nach jeder Tanzstunde und allmählich lernt«: wir uns näher kennen. Sie:var die Tochter eines beliebten, populären Arztes, das einzige Kind, und besuchte das Lyzemn. Und eines Tages sie! auch das steife„Sie". Wie selbstlos ist doch Jugendliebe! Wie viele Umweg« habe ich nicht gemacht, nur un: sie zu sehen. Wem: ich mittags eine Stund« eher frei hatte als sie, habe ich gewartet, nur um ihre Hand ein paar Sekunde.:: in der meinen halten zu können. Ja, selbst morgens verspätete ich mich in der Schule, weil ich sie begleitet hatte. Aber andererseits spürte ich auch einen ungeheuren Drang in mir zu arbeiten, für sie zu arbeiten. Auch gedichtet habe ich. Aber gesagt habe ich ihr das niemals. Ter Wiicksr nahte, wir gingen zusammen zum Schlittschuhlaufen. Unser beider Eltern erfuhren es, hielten es für gute Kameradschaft. Und dam: wurde e» Weihnachten. Tiefes Weihnochtzfest werde ich nie vergesien. Ich glaubt«, ihr ein kleines Geschenk machen zu müssen. Wochenlang vorher ging ich an allen Läden vorbei, un: etmas Passende» zu finden. Ich fand nichts. Da, am letzten Tage vor Weihnachten, sah ich in einem Kunst- yeschäft einen kleinen Affen stehen. Hübsch war er gerade nicht. Er schielte ganz furchtbar noch einer Fliege, die auf seine? Nase saß. „Mit dem Assen könntest du dir einen kleinen Scherz erlauben. wenn du ihn ihr schenktest," dachte ich bei mir. nicht ohne die stille Hoffnung, daß mein« Freundin die Figur in ihrem Zimmer auf- stellen und bei ihren: Anblick an mich denken würde. Gedacht, getan. Ich erstaird ihn und um zu zeigen, daß es sich bei diesem Ge- schenk nur um«inen Scherz handele, band ich dem Assen«in Zettel- chen im:, daraus stund: ..Er schielt nach ihr."— *** Zwei Tag« noch Weihnachten erhielt ich ihn zurück mit folgendem Brief: Lieber Hansmolf! Ich dank« dir vielmals für dein Geschenk: ich muß«s jedoch zurückschicken, da mein Eltern nicht wünschen, daß ich Geschenke an- nehm«. Donnerstag fahre ich nach R. und kann deshalb nicht in die Tanzsturrde kernmen. Wir werden uns also erst in der nächsten Tanzstunde wiedersehen. Mit herzlichen Grüßen bin ich deaie... Ich war aus allen Himmeln gestürzt. Meine Mutter, der ich in meiner Herzensangst den Vorfall mitgeteilt hatte, hielt es für das richtigste, wenn ich kein Wort mehr mit ihr spräche. Gebrochen sagte ich zu allem ja. Nicht, daß ich den Affen zurückbekommen hatte— der Scherz war mir schon lange unpassend erschienen—, hellte mich geknickt, sondern der Brief, der Geschäftsstil dieses Briefes. Hatten ihre Eltern ihr verboten, Geschenk« anzunehmen, s« konnte sie doch wenigstens ein bedauerndes liebes Wort schreiben. Ich hatte an Gegenlieb« geglaubt. Hier hielt ich die Quittung in Händen. Und doch tonnte ich diesen(Stauben nicht au» meinem Herzen reißen, ohne es selbst zu zerreißen. Di« Zeit bis zur übernächst«, Tanzstunde war wohl die qual. vollste, die ich je erlebt habe. Ich mußt« Gewißheit habe::, um jaden Preis. Endlich war der Tag gekommen. Ich ging hin. Mein« Mutter jagte mir noch m selbstverständlichem Tone:„Natürlich bringst du sie nicht nach Hause!" Ich nickt« und bejahte es. obwohl ich genau wußte, daß ich l»g. Ich habe ste nach Hause gebracht.— Ihre Mutter hatte den Brief diktiert. Mir wurde wieder so frei ums Herz. Sie hatte Tränen dabei gewsint. Sie hat mich doch geliebt. jubelte es in mir.— Und dam:— ihre Eltern hatten ihr meinen Umgang verboten.— Als wir an ihrem Haufe angelangt tvaren, haben wir Abschied genommen.— Nicht Abschied wte sonst.— Wie lang« ich ihre Hand zum letzten Mate gehalten habe. w«iß ich nicht. Auch nicht, wie lange wir un» liebertd tn die Augen geschaut haben. Es war der Abschied. Aber er sie! mir nicht so schwer wte sonst, wo ich doch wußte, daß ich ste morgen wiedersehen würde. Denn jetzt sehe ich sie immer und sie ist nicht wie frühe? meinen Blicken entzogen, wenn sich die Tür hinter ihr geschlossen hat. In dem Tempel meines Herzens wohnt ste und wird wohnen unk» selbst im Alter wird der Priester dieses Tempels freudig die Knie vor seiner Götttn beugen, die ihm in seiner Jugend für ei« paar Augenblick« die Seeligkeit kosten ließ. Wieviel Tiere gibt es Im Zoologischeu Garken? Wenn man diese Frage an jemand richtet, der eben einen zoologischen Garten besucht hat, so würde er vermutlich m der größten Verlegenheit sein, die Zahl der vorhandenen Tiere auch irnr annähernd zu schätzen. Deshalb wird es gewiß manchen interessieren zu erfahre«, daß der Zoologische Garten in Berlin«inen Tierbestand von etwa 5000 Stück und-500 Arten zählt. Damit gehört er allerdings M de« größteu der Welt. Heule früh 8 Uhr cnlscWJef tanff nad> schwerem Leiden mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, 5db wieg errat er und Grofeiriter, der Hotelbesitrer. Inhaber da» Hotel» Hamburger Hof Franz Hirseland Im 87. Lebenskahm Dies;etgt tfeflj-fWlbt an im Namen der Hinterbliebenen Marie Hirseland feile PefloWb B-eblt n NW 40, den 11 Februar 1SZS. ilsraüdeni«. ä Die Eindsdterung findet am Freitag, dam 19. d, IS Uhr(naeb- mittaßä 1 Uhr), Im Krematorium Gericbtelrafie statt. Allen GezsoiseTi, Reicbsbannarkamersdan cnrl Fraontlandia tialbatnibende Naebricfct,| (iaU weil» Sob!> Erich Klefer i m dS.habansjahr nach kor», sohtrarar Krankheit rerstorban ist. Dm stille» Baileid bitten I Familie Kit /er, Badstr. 53 Familie Malicsctrtld, Wollinar Str. Familie Börner, Stettinar Str. Die B!nS,«eberuBjf findet am Freitag, dem I Iii. Fabr., 18 Uhr. im Krecat Geriehtatr.»tatt. Am 10 Februar, mrrar»« I Uhr.vtr- sS/.-d nach lukjem. iciwir'M Ld»»n uuirt« gut». Ii»be Mutlkr,«ltiiv'.eger- uiuttit unb Srsßrmtter �uxuste KleeK s«». Mater», im«7. Lebenr'adt». In liefe: Trauer»»ige» diese»«»: «et»»«leck und Frau »iara Wirr Ina, geb.«leck Paul ZArring »»» WirrtMD «in Frelleg, im aumschuleuricg halt. Di« SinSIcherunz sind-!« dem lb. Februar, i« Uhr.' larlnm Baumschulenr eg N Für die v«Ir»«taeili der Seil- r.itmt beim Keimgana meiner liebt» dtsu. nn ttet fluten Muller Frau Friederike Foclis safl» ich im Siamn oSn hinter» bitebene« allen?«- wandten. Frenade und Kollegen meine» herzlichste» Dar «erlin. il Zedriiai IKA Karl Fach»» DI««eilrtznnfl der Urne«rsolfli an» «onnadend, dem l«. 1 � mrriag, Z Uhr.«et dem sriedhdf Hasenheid«. — rm | Ilu ÄaMB» XUeaUc. LiAtlspUlt 3 Itiweah, i.i3 z. SlaaMür 1 12 Iftr'. SwlMii- Kittigdmazirt S Uht ü.M'Küli/ifl Sleais-Oper Am Fl dJlepubl- R.-S. 34 l«H iTht kgllSsi!» Mitnroch.d.TS t SÖUL Buir vi»marCMtt. ramiis I l», UM JODDI spielt an! StaafUdiiKplL io i.iurannn»! A.-V. 3» ■0 UM Eimssserer Herr Stull Sciüüer-Tbester.CiiirllL » Uhr Die Weber Älm Februar verichreo nach langem. mit«eduld ertragenem Seiden«eine liebe Fruit, unsere gute Äiutrer�chwS- gerin und Tante Helene Böttcher geb. Stock im TU« mn 49 Jahre» z»'te'et Trauer zeige» Meie« a» Heraan» BAtlcbcr al» chatte KStkc Bflöchcr al« Toch er v. Illlrdel al» Schwiegersohn 8,rlI»-«elnlclten4ars.V«»t «lillte. 14 Sie chtnSscherung findet Sonner». lag. de» 1» Febrner.>» Uhr, im Krematorivm»erichtllrasi» Sali. MINilkiwkslM TTgltch t'k Vhr | Oer fnifgtiondle SHolgl| Käthe Dorsch Weöerzkl MusU»»» Feanz Lehar ktamm«rs. Karl Zöken . Sioatsoper Berlin) Sarnrrta»,»»»nterdreche».! l»ass« de» ranze»»»a flefiffael I Teleph. Gtelnplog dl»».?ll« I **** CÄMO-THEATEB Leiariager SiraKa 37. Wal Neu! KHomaierneDcnen da»» ein ersUlosttger banter Teil AoranMreUcarOottehem Mir i—« Per» Fautuil nur l.I» M, Sasaci Ich» M. onitre« Preise Parket« o. R*«"'Uin>. Theaichp a. Kaltbusser, er Kottbuster Str.» Tel. Mpl. 1607; TlgUcb» Uhr. such Sonntrf nachm. 3 Uhr(ermiß. Preise' iltte» Sänger Paadtlnsa-Programml Mll S.eta. 4er beliebt« Kendker und Tanthumorist alt Gas Troorm? — ir"" t gb- AnitM Schefi Heteetitide\H/U i. Qaslspfel Johann Strauß »us Wien ul großes Siockbierfesl. «e segr. rruai NiUDII IfiiaiEl fieiieh fu unr L«iy wtntier- imresFaciwr von Oskar Wilde Saadreek. kl«ehr, Kilodtr, Hardt. Mameleek u. Möller D-0 n, Ii. i n R u'L M. umvny-tinBtt Theatar m tu KlelflgrMm tteaOe !>«<, Uhr Bavolts in Schauspiel «w P. M. Lampel. KamSdleohaue »i, ohr Bat Said Bai öopstpfißa Uaawv. Bernauer u. Octlcrrelehar 1 antrat» Theater ah iokOca. Ut raeneh PU uhr tofintag auch« Uhr ich Rssse mpe MUM.maflame ElnaUlelvon Liebe und Lauz mit dem glelchnam.Sehlagai Kund innkhdrer Preise �luclarivs in Zm 'n3*|.hea»dUeSma Noil. 167 s 16 Uhr der Stersklmmei im Winter i' Uhr mar« IS Uhr werüen u. uqp- sehen ü. Sierne VoiKsbttlinc [teattr»UinM; « Uhr BasMatflans der Vorstadt Kegie Jürgen Pchlinz TBnitr an laintaiierdana 6 Uhi flii Dni-Gnsdm- Cpcr Thaiia-Tbeaiei 8 Uhr Oelransch itutLSlkilltr-Di. a eh« Die Weber I PUU 7*9 Jhi UtrfliriDile iL n utilllatrtui raglieh ch Uhr iü Orel-Sreubn- Pautaen. Valtt». Ander, Oerren, »ehauluB, Kähi. Lrevski. .Morden l2Jlu Heute o, morgen geschlossen Frafiae. d. IS. Pebr. abend»?>/, Uhr cum l. Maie ?«iw WD VlldSU die Komödie ilsmarck 4414/7316 S'M Uhr, End« iov. „Olympia" «od t ranr Moinat Regie Parater Larlnaga Kammerspleli Norden 12 sl« a, Ende nach 10»» U „total ffsdriaeT Komödie von Edouard Bourdek Regie Forster Lerlnaea. ilLEE-ffiü «'/. Uhr fk.'n Uiinlsnini SdiDo il sdüik rballa-Tbeater >resdeiicr»ir. 72»; 8 Uhr „Oelranscb" Theater am Nollenderfplati TSgtleh h Uhr lettchen Gebert Singspiel von Walter Kollo Sbt30ylO „So seßäumt nur Sunfi Seife" Smmer gleich gut uud vollkommen rein- das ist feit 40 Zähren der'Ruf der 6unii(fot Seife in aller Welt. Tunlicht Teife gibt wahrhaft weihe und geschonte Wäsche und macht das Waschen so leicht: k. Einseifen: Schon beim ersten Strich gibt sie einen schönen Schaum; so aus- giebig. so sparsam ist nur sie. 3. Durchwaschen: Ohne viel Reibe» ealfernt Sunlicht Seife auch den ' hartnäckigsten Schmutz. L. Kochen: Sn jedem Waste» gibt Sunlicht Seif« sofort eine prächtig schäumende, waschkräftig» Lauge. 4. 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