Nr. 143. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen tr der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Herrenhäusliches. = Dienstag, den 23. Juni 1891. Blattes nicht geschrieben hätte. Es ist erst kürzlich in diesen Blättern die Geschichte der preußischen Landgemeinde dargestellt worden, und klar trat zu Tage, daß die vielgerühmte Reform eitel Stückwert, ein flägliches Fiasto als Reform, ein Triumph der Großgrundbesitzer gewesen ist. Wenn wir in jüngster Zeit mehrfach Anlaß gehabt haben, uns mit dem Herrenhause zu beschäftigen, so geschah dies deshalb, weil die Erörterungen dieser Körperschaft mit Wenn Graf Hohenthal sich nicht damit begnügte, den herzerfrischender Klarheit und Schärfe das widerspiegeln, was die Gemüther der„ Edelsten und Besten" in ihrem Don Quixote des Feudalismus zu spielen, sondern zugleich tiefften Innern bewegt. Die unverfälschte Reaktion, welche die unfeine Rolle des Denunzianten mit auf seinen Bart hier ihre rednerischen Turniere abhält, reitet mit offenem übernahm, so richtet dieses Verhalten sich selbst. Der griesVisir in die Schranken, und sie bricht ihre Lanzen für die grämige von Thadden- Trieglaff war für Preßfreiheit mit Interessen des Rückschritts, der Pfäfferei, des Junkerthums, dem Galgen daneben, Graf Hohenthal hält es nicht unter feiner Würde, als Strickreiter auf Delinquenten Jagd zu machen daß es eine wahre Lust ist. Die Haltung des Herrenhauses in der Einkommensteuer- und beim Aufknüpfen an das Dreibein seine erlauchten Dienste zu Frage wie in Sachen der Landgemeinde- Ordnung, der leisten. Daß er nicht nur nationalliberale und deutschfreisinnige Personentarife, ist von uns bereits gekennzeichnet worden. Beitungen verpette", die sich mit dem vornehmen Angeber Daß die Feudalen der Kreuz- Zeitungs"- Partei ihre allein abfinden mögen, sondern auch der sozialdemokratischen Stimme erheben, um ihrer Erbitterung über das gesetz- Presse eins auswischte, setzt uns nicht in Verwunderung. geberische Erzeugniß des Herrn Herrfurth Ausdruck zu Die Herren sind aus Rand und Band, seit der Feldzug geben, ist eines jener ergößlichen Zwischenspiele, die mit aufs Land ihnen ihr nicht wieder gut zu machendes Jena großer Regelmäßigkeit wiederkehren, sobald auch nur der in sichere Aussicht stellt. Nicht heute und morgen, aber in schwächlichste Versuch gemacht wird, die Zustände auf dem absehbarer Zeit. Bornglühend eiferte Hohenthal, daß mehr Lande nicht etwa den modernen Bedürfnissen auzupaffen, als 100 sozialistische Blätter beständen, und durch seine Rede sondern mit Palliativmittelchen an den Verhältnissen der zitterte eine tiefe Erregung, die heiße Sehnsucht nach dem Landgemeinden herumzukuriren. Obwohl die Macht des trockenen Fallbeil des Sozialistengesetzes, unter dessen Schneide Großgrundbesitzes, der thatsächlich das soziale und politische die Opfer still und schnell verbluteten. Der Merger der Regiment auf dem Lande in seinen Händen hat, Junkerschaft über den Aufschwung der Arbeiterbewegung auch nicht im Mindesten erschüttert worden ist, ist etwas Natürliches, und es ist selbstverständlich, daß sie obwohl die Form ein wenig geändert, der Inhalt alle Hebel in Bewegung setzt, um dem Siegeslauf der Sozialaber derselbe geblieben ist, revoltiren die einge- demokratie Einhalt zu thun. Die wohlerworbenen Rechte" fleischten Agrarier dennoch gegen die verruchte Neuerungs- find in Gefahr, und die brennende Gier nach dem Profit sucht. Daß sie zu Kreuze friechen, daß sie nicht offen sich empören, hindert nicht, daß sie im Herzen den muthigen Junkern zustimmen, die gerade heraus ihre Meinung sagen. Sei es in der Kreuz- Zeitung", die durchgängig den Wuth Daß die Arbeiterpartei die Trennung der Kirche vom ihrer eigenen Meinung hat, was sie um Haupteslänge über die waschlappigen Beschwichtigungs Hofräthe des Konser Staat, die Entkirchlichung des Gemeinwesens als einen vativismus emporragen läßt, sei es durch den Mund eines kulturellen Fortschritt anstrebt, ist bekannt. Der Grundso verbissenen Uradligen, wie der Graf Hohenthal einer ist. sat, daß das religiöse Bedürfniß vom Einzelnen oder Daß der Hohenthal die Minister abkanzelte, hat sicher freus von Gemeinschaften Gläubiger befriedigt werden soll, ohne digen Widerhall in den edlen Herzen der Barone und Grafen daß der Staat sich einmischt, ohne daß die öffent gefunden, die sich löblich unterwarfen", wie einst die Aristo- liche Steuerkraft in den Dienst der Kirche gestellt wird, ist fraten unter Friedrich Wilhelm III. Wenn damals die oft genug von uns ausgesprochen und vertreten worden. Findenstein und v. d. Marwitz auf die Festung wanderten, Im Herrenhause wurde nun am 19 Juni beim Extraso blüht dieses Schicksal den Hammerstein und Hohenthal ordinarium des Kultusetats über die im Abgeordnetenhause allerdings nicht. Ob sie indeß ähnliche Erfahrungen machen, abgelehnte, den neuen Dombau in Berlin betreffende Forwie der charaktervolle alte Marwig, der mit bitterem Hohn derung berichtet. Dies gab den Anstoß zu rührenden Klagen es später beschrieben hat, wie die Streber und Höflinge fich über die Kirchennoth in Berlin. Graf Zieten- Schwerin von ihm, dem Geächteten, aus Furcht, nach oben Anstoß zu sagte u. a.: erregen, fernhielten, das sei dahingestellt. Spaßhaft ist es aber, daß im Anfange dieses Jahrhunderts so gut wie heute die Junker durch die Agrargesezgebung Preußens nur profitirt haben. Und es ist noch spaßhafter, wenn ein hiesiges einflußreiches Organ des Liberalismus von dem großen Reformiert" der Stein- Hardenberg'schen Periode spricht, als ob ein G. F. Knapp für die kundigen Thebaner dieses V Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 91 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. wanger. " Ja, wenn Ihr Euch nicht dazu verstehen könnet, dann bleiben Euch nur noch die Wucherer," ſagte Hart " Um was streitet Ihr Euch denn?" fragte hier Jerg, der bei den letzten Worten in die Stube getreten war. Und was sollen die Wucherer?" " 1 steht in schroffstem Gegensahe zu einer Richtung, welche die Plusmacherei der Bevorrechteten durch eine Gesellschaftsform beseitigen will, die der Gesammtheit, nicht einer Minderheit nützlich ist. Expedition: Benth- Straße 3. er verleicht eine enorm hohe Summe erforderlich ist. Ich wäre dem Kultusminister sehr dankbar, wenn fügen wollte, daß das königliche Konsistorium sich einen Weg suchen würde, um zunächst den Nothstand vollständig flarzustellen und festzustellen, wieviel Mittel erforderlich sind. Die Berliner Stadtfynode hat jetzt das Anleiherecht erhalten. Der Staat soll auch nicht allein die Mittel zur Abhilfe des Nothstandes hergeben, wenn er auch zur Zeit die Schuld daran trägt und ihm ganz Recht ist, wenn er aus feinen Mitteln zuschüsse geben muß. Wir brauchen ordentliche Predigtkirchen, in welche nicht blos die vornehmen Leute auf refervirte Plätze, sondern auch die übrige Bevölkerung gehen soll. Ich hoffe zuversichtlich, daß der Minister sich der Sache warm annehmen wird. Auch in anderen großen Städten bestehen ähnliche Nothstände wie in Berlin." Aus der Antwort des neuen Kultusministers, Grafen Bedliß, sei folgendes mitgetheilt: Was die Berliner Kirchennoth betrifft, so ist es nicht nur mein cifriges Bestreben, sondern meine ernste und strengste Dienstpflicht, diese hochwichtige Frage zu fördern. Es mag richtig sein, daß die Kirchennoth der großen Städte in einer Gleichgiltigkeit gegen die Bedeutung der Kirchenbauten ihren Grund hat, aber es so darzustellen, als ob speziell für Berlin die Regierung lediglich alle Versündigung auf ihre Schultern zu nehmen habe, ist nicht richtig. Die Regierung ist in dieser Hinficht stets nur das Organ dessen, was im Lande gefühlt und als nothwendig anerkannt wird, und weil dieses Gefühl im Lande nicht vorhanden war, haben wir diese Kirchennoth. Jetzt haben wir dieses Gefühl und werden den Nothständen abhelfen. Ist denn aber in den letzten Jahren nichts geschehen? Lediglich der Allerhöchsten Initiative verdanken seit dem Regierungsantritt des jetzigen Raisers 25 Kirchen ihre Vollendung oder ihren Bauanfang oder ihre schon recht weit vorgeschrittene Förderung. Selbst für Berlin sind 23 Kirchen schon ganz erheblich. Ein Plan für die Erfüllung der Bedürfnisse ist längst fertig. Mein Amtsvorgänger hat in eingehendster Weise mehrere Denkschriften über diese Fragen theils selbst verfaßt, theils sie unter feiner Direktive verfassen laffen. Ich bin im Besitz eines ganz eingehenden Plans, nach welchem Berlin in Zonen eingetheilt ist und die Stellen bezeichnet sind, an denen Kirchen gebaut werden sollen. Auch die Kostenfragen sind bereits erörtert. Das Anleiherecht ist den Synoden von Berlin in diesem Jahre gesetzlich eingeräumt, um Berlin die Möglichkeit zu geben, den dringenden Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Ich bitte also, einerseits die Sache nicht so schwarz anzusehen, andererseits das freudig anzuerkennen, was von allen Seiten, besonders von Allerhöchster Stelle geschehen ist, und sich versichert zu halten, daß die Regierung mit allen Betheiligten Hand in Hand gehen wird, um die Mißstände zu beseitigen." Wie dringend muß doch die Kirchennoth in Berlin sein, wie unzureichend die Zahl der bestehenden Kirchen! Hören wir darüber den unverfänglichsten Beugen, den erzfrommen protestantischen Professor und Doktor der Theologie in Dorpat, Alexander von Dettingen. Er sagt in der neuesten Auflage der Moralstatistik( S. 622): " Ich hoffe, daß die Regierung den richtigen Weg finden und daß der Landtag die erforderlichen Mittel, etwa bis zu 10 Millionen Mark, bewilligen wird. Einen üblen Eindruck im Lande würde es aber machen, wenn wir einen Dom für 10 Millionen Mark bauten und daneben die sonstigen Kirchennothstände in Berlin bestehen ließen. Wir müssen vor Allem Eine in Berlin vorgenommene Zählung ergab das diesem trostlosen Zustand fest ins Auge sehen, den Weg zur klägliche Resultat, daß von 630 000 Protestanten etwa 11 900, Abhilfe suchen und uns nicht davor fürchten, wenn viel- also noch nicht ganz zwei Prozent Kirchenbefucher " „ Was stehst Du da und schwäßzest?" rief der Kloster- Lehnstuhl und stüßte den Kopf in die Hand, die Augen mit bauer und wandte sich zu ihm." Du hast hier nichts zu ihr verdeckend. schaffen, geh' an Deine Arbeit." Klar und ohne Umschweife setzte der Glaser die SachAnstatt ihm zu folgen, setzte Jerg sich mit einem Tage auseinander. Jerg ließ ihn ohne Unterbrechung reden Schenkel auf die Tischkante und sagte: und das einzige Zeichen seiner inneren Spannung war ein Die Arbeit wird nicht kalt. Nu, Klosterbauer, Ihr kaum merkliches Zittern seiner Rechten, mit der er sich solltet mich doch zu Rathe ziehen; denn vergesset nicht, daß wir, dann und wann an das spitze Kinn faßte. Als Hartdas heißt meine Frau und ich, die Suppe mit ausessen wanger schwieg, lachte er wie ein Verrückter, dann wurde müssen, die Ihr etwa einbrockt. Blos um ihrer Schönheit er kreidebleich und begann zischend vor Wuth den Klosterbauer mit Vorwürfen zu überhäufen. Eine Falle hätte ihm willen hab' ich die Lifei nicht genommen." Mit einem spöttischen Lachen ergriff er das Päckchen, derselbe gestellt, um ihn seine Tochter aufzuhalsen. Der das auf dem Tische lag, schlug die Hülle auseinander und Klosterbauer wäre ein Schwindler, ein alter Gauner und begann die Papiere zu lesen, die es enthielt. Betrüger. Dem Klosterbauer schwebte eine zornige Erwiderung auf den Lippen. Hartwanger winkte ihm jedoch stille zu Hartwanger schwieg und der Klosterbauer kehrte sein und sagte: Wenn Ihr nicht selbst mit dem Müller reden wollt, sich dem nächsten Fenster zu und begann auf den Scheiben zu trommeln. Jerg beobachtete Beide eine Sekunde lang, so mag es am Besten der Jerg thun. Erfahren muß er es ja der Schulter und riß ihn zurück und schüttelte ihn derb. doch ein Mal; ob heute oder morgen, das macht keinen " Dann sagte er: " Die Wucherer, das sind kluge Leute. Die haben heut- Unterschied." zutage den Schaumlöffel in der Hand und mit dem Schaum Bei diesen Beschimpfungen wich auch dem Klosterbaner das Blut aus dem Gesicht. Langsam stand er auf; unheimlich drohend gligerten seine Augen, seine Rechte ballte sich zur Faust. Hartwanger trat zwischen Beide, packte Ferg an Jerg riß sich los. Der Hochmuth des Klosterbauers sträubte sich jedoch er mich und sein Hof? Mag er zur Hölle fahren!" schrie „ Gelt, jetzt bin ich sein lieber Jerg? Was kümmert schöpfen sie zugleich das Fett von der Suppe. Wollet Ihr mächtig gegen diesen Vorschlag. Hartwanger fuhr fort ihm er und ging aus der Stube, deren Thür er hinter sich zuein Geschäft mit ihnen machen, Klosterbauer?" zuzureden. Jerg nahm ein Dokument nach dem andern zur 28as geht's Dich an?" murrte dieser, ohne sich Hand, dabei entging ihm aber kein Wort von dem, was schmetterte. jene Beiden sprachen. umzusehen. lichts geht es mich an," versetzte dieser gleichmüthig Scheint ja ein schönes Stimmchen in den Papieren und dennoch mit einem lauernden Blick." Ich hab's immer zu stecken," sagte er endlich, entschlossen, sich Licht gern einmal versuchen wollen, ob sie denn wirklich so pfiffig verschaffen. Und darauf soll Euch jetzt der Jud' oder mein sind, wie sie verschrien werden. Wenn Ihr also ein Ge Alter Geld borgen. It's nicht so?" schäft mit ihnen habt, so will ich's besorgen; ich nehm's Nein, so ist es nicht," erwiderte Hartwanger und der mit ihnen wohl auf. Den Jerg hat noch keiner über den Klosterbauer rief refignirt: Löffel balbirt." " So redet in Gottes Namen!" warf sich in seinen Der Klosterbauer stand noch immer mit krampfhaft geballter Faust da. Die Pelzmütze war ihm vom Kopfe gefallen und das mit Grau gemischte gelbe Haar hing ihm über die Stirn. Hätten seine Mundwinkel nicht gezittert und gezuckt, man hätte ihn für eine Statue halten können. Er möge die Worte Jergs nicht auf die Wagschale legen, redete ihm der Glaser zu. Jerg würde zur Veriunft Auf S. 624 heißt es bei Dettingen: waren, von welchen noch ein paar Tausend abzu-| fennen für große Kreise der Bevölkerung zum gesellschaft- gedrängt und bis zur Hälfte des Körpers im Wasser. Eine ziehen find, welche in ästhetischem Interesse"( wegen der lichen Gebote erheben. Treppe von 32 Stufen führte in diese finsteren Keller, und so Kirchenmusik) den Domgottesdienst mitmachen." Man täusche sich nicht! Die Kirchennoth ist im besten bald man Infurgenten nach dem Stadthaus brachte, wurden Falle ein Phantom, aber mit derber Handgreiflichkeit pocht dieselben die Treppe hinabgestoßen, so daß sie mit Quetschungen fo blieben volle 60 Stunden daselbst ohne irgend eine Nahrung, die soziale Noth an die Pforten. Und baut man Kirchen und Wunden in diesem Abgrunde anlangten. Mehrere derselben über Kirchen, errichtet man prunkvolle, ragende Dome, die und wenn sie riefen, man möge ihnen etwas Wasser geben, so Beit wird sich erfüllen, da Ferdinand Lassalle's Wort zu feuerte die Mobilgarde aufs Geradewohl auf sie durch die lebendiger Wirklichkeit werden wird:" Die Arbeiter sind Kellerlöcher. Ein Offizier, welcher sich dem widersetzte, wäre beider Fels, auf welchen die Kirche der Gegenwart gebaut nahe von seinen eigenen Mobilgarden ermordet worden. werden soll." " Daß z. B. in Berlin( 1880) von 30 225 Beerdigungen Daß z. B. in Berlin( 1880) von 30 225 Beerdigungen nur 5800 durch den Geistlichen vollzogen wurden; daß selbst von den gestorbenen Erwachsenen( 10 489) nur 55,3 pCt. kirchlich beerdigt wurden, daß daselbst von 730 Paaren 358, also beinahe die Hälfte, ohne Kranz" der Braut sich mußten trauen laffen, ist ein betrübendes Zeichen des abnehmenden tirchlichen Sinnes." Berlin Es betrug( 1876-80) bie Kirchlichkeits3iffer( auf 100 In Ganz Preußen Trauziffer Konfirmanden( auf 1000 Bivil Kommunis fanten) 864 2108 ehen Trauungen) 360 882 Taufziffer ( auf 1000 Geborene Taufen) 693 928 Gedenktage des Proletariats. Die Pariser Junischlacht 23. bis 26. Juni 1848. II. Diejenigen, die vor Erschöpfung oder von einer Rugel ge troffen in dieses schlammige Waffer fielen, fonnten nicht entfernt werden, und die Anderen blieben ohne Luft, Licht, Nahrung in diesem Morast stehen, bis die Reihe an sie tam. Man hatte auf eine ganz willkürliche Weise gewisse Kategorien der Insurgenten aufgestellt, und mehrere Offiziere hatten sich anfänglich auf ihre eigene. Rechnung und ohne Autorisation als Kriegsgericht konstituirt. Alle Diejenigen, welche schwarze Hände hatten, was den GeDer Kampf wurde auf allen Punkten mit Wuth und In- brauch von Schießpulver verrieth, wurden zum Tode verurtheilt, grimm geführt; wenn eine Barrikade mit Sturm genommen ohne daß natürlich irgend eine Art von Verhör vorgenommen Der kirchliche Sinn ist, wie man sieht, in der angeb- wurde, so wurden anfänglich alle auf derselben befindlichen In- wurde. Sobald man ihre Hände besichtigt hatte, wurden sie lich so firchennothleidenden Reichshauptstadt nach dem Ur- furgenten erschossen oder niedergemeßelt. Von allen Seiten zieht durch eine gewisse Thür gelassen, und das Losungswort für den theil eines strengkonservativen Mannes durchaus nicht start die Nationalgarde der benachbarten Städte nach Paris, um die Tod war: Faites les passer par là!( Laßt sie hierdurch gehn!) entwickelt. Im Gegentheil! Und es ist nur ein schwacher verin wirft die Mobilgarde die Insurgenten aus den Fenstern Einige derselben wurden an Eisenstangen aufgehängt und die Sache der Ordnung zu vertheidigen.- In der Rue St. Se- Sobald ein Insurgent durch diese Thür kam, wurde er erschossen. Trost, wenn Dettingen, der Berlin die schlimmste Stadt der Häuser, welche sie genommen, auf die Straße hinab, indem Zeichen wurden im Hofe aufeinander gehäuft. Als die Keller des in Taufunterlaffungen" nennt, am Ende eine Abnahme der sie dabei ausruft: Die Glenden sind keinen Schuß Pulver werth." Hotel de Ville schon überfüllt waren, und die Nationalgarde fortungetauft Bleibenden ungetauft blieben 1880 15,19 pCt. Viele Insurgenten hatten während des Kampfes ihre Weiber und während mehr und mehr Insurgenten herbeiführte, da wurde es zur feststellt. Und wenn auf 1000 bürgerliche Eheschließungen Kinder auf den Barrikaden versammelt und riefen:" Da wir sie Gewohnheit, ihnen zuzurufen: Nous n'avons plus de place, donnez in Berlin 1878: 360, 1880: 415 Trauungen trafen, so ist nicht mehr ernähren können, so wollen wir wenigstens Alle zu leur de l'air!( Wir haben keinen Platz mehr. Laßt sie frische es nicht gerathen, den Aufstieg der Kirchlichkeitsziffer in ein sammen sterben!" Während die Männer fämpften, verfertigten Luft schöpfen), und dies wurde das Signal sie zu erschlagen! Wachsthum des kirchlichen Sinnes oder gar der Gläubigkeit babei jedes Stüdes Blei oder Zinn bedienten, das in ihre Hände sich mit Schaudern an diese Worte: Donnez leur de l'air! die Weiber Pulver und die Kinder gossen Kugeln, indem sie sich und noch lange Zeit nach der Juni- Insurrektion erinnerte man umzudeuten. Je mehr Berlin Beamten- und Militärstadt fiel. Manche Kinder bedienten sich der Fingerhüte, um Sugeln welche für so Viele das Todessignal gewesen. Noch jetzt zeigt wird, desto größer wird der Kreis derjenigen, die aus zu gießen, Mädchen schleppten während der Nacht, wenn die man sich den Saal Saint Jean im Hotel de Ville, in dem Leichen sozialen und wirthschaftlichen Rücksichten zur Vornahme Rämpfer schliefen, Pflastersteine nach den Barrikaden, um dieselben in großen Haufen lagen, sowie den Quai( das gepflasterte Flußtirchlicher Handlungen gezwungen sind. Wo aber in der fester zu machen." ufer) vor dem Stadthaus, auf dem das Blut buchstäblich in Weltstadt die Kontrolle unmöglich ist, wie beim Kirchen- Die regierende Klasse wird sich nie von dem Flecken befreien Strömen floß! Es giebt wenige Straßenecken in den Vierteln, besuch, denn es geht nicht an, hinter Jedem einen geist- tönnen, daß sie die mit den Insurgenten geschlossene Kapitulation in denen die Insurrektion stattfand, die nicht noch in der ErLichen Späher herzuschicken da tritt die Unkirchlichkeit gebrochen habe, indem zahlreiche Kämpfer, nachdem sie fapitulirt innerung der Einwohner als Orte fortleben,") an denen man Berlins ganz ungestört zu Tage. Resümiren wir: trotz des lution eine so große Anzahl von Gefangenen( zwischen 15 000 und meisterei) des neunten Arrondissements( ſo heißen die Pariser hatten, niedergemezelt wurden. Nie hatte man nach einer Revo- Insurgenten niedergemetzelt hat. Als die Mairie( Bürgereben gekennzeichneten Zwanges für bestimmte Bevölkerungs- 20 000) gesehen, und die Art und Weise, auf welche sie behandelt Stadtabtheilungen, die eine bis zu gewissem Punkt selbständige schichten ist die Kirchlichkeitsziffer, die Trau- und Taufziffer wurden, war gleichfalls ohne Beispiel. Während die Zahl der Verwaltung haben) von den Nationalgarden wieder eingenommen eine niedrige; die große Masse wird eben tagtäglich gleich- Insurgenten, die auf den Barrikaden getödtet wurden, sich auf war, wurden alle daselbst gefangen genommenen Arbeiter ergiltiger, sie ist die Trägerin, wie Engels es irgendwo aus- 400 bis 500 beschränkte, ist es kaum zweifelhaft, daß zwischen schossen und die Leichname bis zur Höhe einer Barrikade aufdrückt, des praktischen Atheismus, der Glaubenslosigkeit oder 2000 und 3000 derselben von den Nationalgarden niedergemezelt gehäuft. Die Mobilgarden warfen gefangene Insurgenten doch der Indifferenz in kirchlichen Dingen. wurden, nachdem sie gefangen genommen, so sehr übertrieben mit gebundenen Händen und Füßen in den Kanal des Man vergegenwärtige sich die Berliner Kirchenbesuchs- einem schrecklichen Traume, und als ob sie nicht wüßte, was sie du Temple, in der Rue Cloche Percée und in der Nähe der auch dies erscheinen mag. Aber die Bourgeoisie handelte wie in Temple. In mehreren Häufern des Marais und des Faubourg ziffer von 2 pet., um den schweren Druck der Kirchennoth, thue. Cavaignac fann für diese Greuel nicht verantwortlich ge- Raserne Poplincourt, und in der Rue du Temple wurden Gewie Graf Bieten ihn annimmt, richtig zu begreifen. Ueber macht werden, obschon er sich nicht ganz von dem Vorwurf fangene niedergemegelt. Aehnliche Schlächtereien fielen in der die peinliche Sorge für den Bau neuer Kirchen vergißt man gereinigt hat, die Insurrektion, die er anfänglich hätte leicht Rue de Roi de Sicile, in der Rue de Jouy und in der Kaserne der sozialen Noth, und statt einer Suspension, statt einer unterdrücken fönnen, anschwellen gelassen zu haben, um durch Ave Maria vor, und die Leichen wurden von dort nach dem Beseitigung der Brotzölle verkündet man, welch warmes Beseitigung einer größeren Gefahr für sich und für die Partei Holzplatz gebracht. Herz man für die arbeitende Klasse habe und läßt Alles Proflamationen den Arbeitern zugerufen, daß die Arme der genten in eine Ecke des Plates gedrängt, und es heißt, daß, des National" die Dittatur zu erlangen. Er hatte in mehreren Auf dem Plage Saint Jean wurde ein großer Hause Insur Behn Millionen sollten die preußischen Steuerzahler felben wie reuige Brüder empfangen werde. Republik für die Insurgenten offen seien, und daß sie die während auf sie gefeuert wurde, Weiber aus den Fenstern herausEr hatte in blickten und applaudirten."**) für den Dombau in Berlin ausgeben, die sonstigen Kirchen- einer späteren Proklamation noch gesagt: Möge mein Name Welch ein Loos erwartete die Armen in den Kellern, welche nothstände" sollen gleichfalls beseitigt werden, der öffentliche verflucht werden, wenn ich je dazu meine Zustimmung gebe, in als Gefängnisse dienten! Diejenigen, welche so glücklich waren, eine Säckel wird dafür in Anspruch genommen. Wie viel Elend, Paris etwas Anderes zu sehen, als Sieger und Besiegte, aber feine fleine Ecke zu finden, in der Unrath aufgehäuft war, und sich auf wie viel materielle Noth könnte mit diesen Summen ge- von Arbeitern gefangen. Viele derselben wurden sodann von der dieser Unrath ihnen eingeflößt hätte, und preßten ihr glühendes Opfer!" Infolge dieser Versprechungen gab sich eine große Menge demselben niedersehen konnten, vergaßen allen Efel, den sonst lindert werden? Der akute" Nothstand der Weber im Nationalgarde und Mobilgarde auf der Stelle erschossen. Andere Gesicht gegen denselben, um nur etwas Kühlendes zu finden. Eulengebirge wird geleugnet, akut ist der Kirchennothstand wurden nach dem Hotel de Ville( Stadthaus) geführt und auf Ein unschuldig verhafteter Mann, Namens Marchol, der sich in Berlin. Bei der halben Reform des preußischen Fabrik- dem Wege dahin niedergemeßelt. Eine bestimmte Anzahl von unter den zuerst Verhafteten befand, hatte sich wie ein Hund inspektorats wird geknausert, das sozialpolitische Moment Gefangenen wurde auf dem Pont d'Arcole aufgestellt und die zwischen zwei Brettern, die ehemals für Flaschen gedient hatten, dabei auf das Empfindlichste vernachlässigt, den Gewerbe- Mobilgarde stellte sich auf beide Seiten der Brücke und feuerte verkrochen, und in dieser Position drei Tage und drei Nächte räthen die zeitraubende Kesselinspektion, welche zur auf sie, so daß bei dieser Gelegenheit mehrere Mobilgarden von zugebracht. Diejenigen, welche etwas mehr Luft schöpfen Fabritinspektion paßt wie die Faust aufs Auge, Philippe wurden mehr als 40 Insurgenten in das Wasser ge- Torturen anderer Art, weil sie fortwährend die Drohungen der ihren Kameraden verwundet wurden. Auf dem Pont Louis fonnten, weil sie unter den Kellealöchern standen, litten mir nichts dir nichts aufgehalft, für Kirchenbauten hat man worfen. Andere wurden von dem Quai de l'Hotel de Ville in Schildwachen hören mußten, die oben auf und abgingen und Geld, viel Geld, heidenmäßig viel die Seine gestürzt, und man schoß sodann auf sie, wenn sie mitunter sogar hinterschossen, Geld übrig. Die Liste der sozialpolitischen Bedürfnisse, die schwammen. Einem der Insurgenten, der bei dieser Gelegenheit wurden. Man flüsterte daher blos untereinander, erzählte sich, wenn die Gefangenen laut nach Befriedigung rufen, ist lang, sehr lang.. Und wie einen gewaltigen Widerstand leistete, stieß ein Nationalgardist in welchem Stadttheil man verhaftet worden, und kam ewig findet man sich mit ihnen ab! Von der Volksbildung ganz sein Bajounet in den Rücken und da er hierauf schrie und wieder und wieder darauf zurück, ob denn wirklich zu geschweigen! um sich schlug, so schossen 27 Mobilgarden ihre Gewehre Gefangenen ohne Verhör sollten erschossen werden, wie das Dreiundzwanzig neue Kirchen sind seit drei Jahren neu todt, so hieben sie hierauf noch mit ihren Gewehren auf Flüstern gestatten, und drohten die Deffnungen der Keller sogleich auf ihn los, und da sie fürchteten, er sei noch nicht Gerücht ging. Doch die Schildwachen wollten nicht einmal das gebaut worden, und selbst Herr von Zedlig findet, daß seinen niedergestreckten Körper. selbst für Berlin 23 Kirchen schon ganz erheblich sind. provisorischen Regierung und Minister unter Cavaignac) zog es Dies hätte zur Folge gehabt, daß alle Gefangenen erstickt wären, Marast( Mitglied der zu schließen, sobald sie das mindeste laute Wort hören ließe. Wir achten jede ehrliche Ueberzeugung, und der gläubige vor, die Gefangenen in den Stellern des Hotel de Ville in einem und so brachten dieselben diese furchtbaren Tage in der Finsterniß Wiensch, der wahrhaft Fromme verdient Achtung, mag man Bustande zu lassen, in dem der Tod ihnen als eine Wohlthat er- und einem steten Stillschweigen zu, daß nur dadurch eine Unterauch auf einem anderen Standpunkte stehen. schien, als sie den Nationalgarden und den Mobilgarden anzu- brechung fand, wenn mitunter neue Gefangene herbeigebracht Aber die Pläne, welche die Gläubigkeit von Staats- vertrauen, um sie nach den Forts bringen zu lassen, da er wußte, *) Das Buch, dem dies entnommen, ist 1864 erschienen. wegen heranziehen sollen, werden im äußersten Falle nicht daß dieselben sie ermordet hätten." etwa das religiöse Bewußtsein des Volkes wecken oder genten, welche in diesen Stellern gefangen waren, berichtet. Die denn Proletarierweiber können die Niedermeßzelung der Ihrigen „ Schreckliche Dinge wurden über die Situation der Insur-**) Natürlich Weiber aus den„ höheren",„ gebildeten" Ständen, steigern, sondern den Lippendienst und das äußerliche Be- Insurgenten standen daselbst in der Finsterniß aneinander- unmöglich applaudirt haben. beim Alten. Lommen und einsehen, daß es sein eigenes Interesse sei, die Gant von dem Klosterhofe abzuwenden. jedem Worte machte er eine kleine Pause. Lisei warf vor seinen grauen Haaren haben und mehr solch dummes manchen besorgten Blick auf ihn. Sie kannte diese An- Beng. Aber ich hab' teine Achtung davor und am wenigsten Der Alte stützte sich mit beiden Händen auf die Lehnen zeichen eines brauenden Gewitters. seines Armstuhles und ließ sich nieder. Er bewegte die vor dem alten Gauner da!" Auch zum Vesperbrot stellte Jerg sich nicht ein. Der Lippen, als ob er spräche und er sprach mit sich; er wieder Klosterbauer hatte seit dem Mittagessen die Stube nicht indem er sich drohend erhob, während Lisei ihren Mann " Wirst Du schweigen!" donnerte der Klosterbauer, holte die Schimpfworte, die Jerg ihm zugerufen hatte. Sie verlassen. Brütend saß er im Lehnstuhle und nur zu mit freundlichen Worten zu bewegen suchte, mit ihr zu nagten in diesem Augenblicke schärfer an ihm, als der weilen erhob er sich und machte ein paar rasche Gänge gehen. drohende Bankerott. durch die Stube. Lisei kam zu ihm, nachdem sie die " Der alte Arigaya wird helfen," tröstete ihn Hartwanger. Abendmilch besorgt hatte. Er sollte sich aussprechen, mochte Luft. Mit Deinem Regiment ist's zu End'. Ganz aus " Nichts da," rief er und focht mit der Hand durch die Thut er's nicht, kann er's nicht Ich habe für Euch das drohende Wetter auch über sie sich entladen. gethan, was ich konnte. Weiß Gott, ich hätte die saß wieder auf seinem alten Platze. Sie sing zunächst von Linten auf die Tischkante und höhnte:" Da wir alleweile Er ist's mit Dir!" schrie er. Dann stützte er sich mit der schöne Provision wohl brauchen können. An zerbrochenen gleichgiltigen Dingen an zu reden. Er gab keine Antwort, so gemüthlich beisammen sind, so will ich auch' mal ein Fenstern fehlt es nach wie vor nicht. Aber die Leute laffen denn er hörte nicht. Da that sich die Thür auf und Jerg Wort reden. Betrunken bin ich? Oho! Lange noch nicht. es dabei bewenden. Lumpen und Papier thun's auch, sagen stolperte über die Schwelle herein. Er hatte den Hut tief Aber der Wein war gut. Profit, Schwiegervater! Und er fie. Ich hab' halt kein Glück mit Euren Aufträgen, Kloster- in den Nacken geschoben; sein Gesicht war auffallend ge- hat mir die Augen klar gemacht, ganz klar, fag' ich Euch. bauer, und so will ich denn gehen. Was ich für meine röthet und feuerroth glühte die Narbe auf seiner Stirn. Donnerwetter! Ich hab mich immer für einen besonders Gänge zu fordern habe, wollen wir berechnen, wann ich Wenn sein Aussehen Lisei nicht über seinen Zustand belehrt feinen Kopf gehalten, aber der Klosterbauer ist mir doch aus dem obern Gaderthal zurückkomme. Also, Gott be hätte, so that es der unsichere Schritt, mit dem er näher über. Donnerwetter, hat der den Jerg an der Nafe herumfohlen!" fam. Er war berauscht. Der Klosterbauer sagte kein Wort, hielt ihn nicht Er hatte seinen Zweck bei seinem Vater nicht erreicht. Lisei abnehme. Klosterhof hieß der Speck. Hat sich was geführt. Da bringt er es richtig fertig, daß ich ihm die zurück. Der Müller hatte ihm erklärt, daß er eine so große mit dem Klosterhof. Herausreißen sollt' ich aus der Patsche Jerg tam bald zur Vernunft. Im Pferdestall saß er Summe, wie er bedurfte, nicht befäße und sich überhaupt den bankrotten, verlumpten Gauner!" auf dem Futterkaften, ganz in sich zusammengezogen und geweigert, seine Ersparnisse herzugeben. Seine Frau sollte faute an den Nägeln. Die Knechte waren alle beim Dreschen nicht auf Jergs Barmherzigkeit angewiesen sein, wann er Zunge eines Betrunkenen bringt man ebensowenig zum Der Klosterbauer hatte ihn reden lassen; denn die und er war allein in dem Dunkel, durch welches dann und die Augen schlösse; es hieße ihr den Bettelsack vermachen. Schweigen, wie man die Quelle eines Flusses mit der Hand wann ein sanftes Schnaufen der Pferde und ein klirren Um seine innere Wuth zu dämpfen, war Jerg in den Stern zuhalten kann. Jetzt aber übermannte der Zorn den Alten ihrer Halfterketten tönte. Der Apfelschimmel, der seinen gegangen; doch wie in allen solchen Fällen, hatte die Gluth und es wäre Jerg übel ergangen, wenn Lisei, trotzdem ihr Stand ihm zunächst hatte, wandte zuweilen den Kopf nach in ihm nur das Feuer des Weines verstärkt. ihm und betrachtete ihn mit seinen klaren, ruhigen Augen. Lisei trat ihm rasch entgegen, um ihn aus der Stube schlungen und mit dem Aufgebote ihrer ganzen Kraft zurückdas Herz stockte, den Vater nicht mit ihren Armen umBlöglich schnellte Jerg in die Höhe, wie eine zusammen zu führen, aber er stieß sie zurück und mit dem Zeige- gehalten hätte, indem sie ihn beschwor, sich zu mäßigen, aus geringelte Schlange, die durch den Anblick irgend einer finger auf den Klosterbauer deutend, sagte er mit schwerer Achtung vor sich selbst. Beute aus ihrer scheinbaren Ruhe gereizt wird, und verließ Bunge: den Stall. Er ging den Weg nach Monthan hinunter. " Ich hab' erst noch ein Wörtlein mit dem da zu reden, Zum Mittagessen war er noch nicht zurück und es mit dem goldenen Schwiegervater, ha! Ha! Ha!" wurde ohne ihn eingenommen. Die Knechte wußten Lisei teine Auskunft über ihn zu geben und der Klosterbauer Tochter zu. schien nicht zu bemerken, daß er fehlte. Der Alte trug Jerg wies Lifei abermals zurück, ergriff sie dabei jedoch seine gewöhnliche Miene zur Schau. Nur aus der Deutlich am Handgelenk und sagte: feit, mit der er jedes Wort aussprach, hätte man errathen Schau Dir den Mann da au! Das ist unser lieber können, daß seine Ruhe eine gezwungene war, und zwischen Schwiegervater. Mein Alter hat gesagt, ich soll Achtung Bring' ihn zu Bett", herrschte der Klosterbauer seiner Jerg lachte laut. Ist das ein Spaß!" rief er und plötzlich in Wuth gerathend, fuhr er fort: D, die verdammten Spizbuben verstehen sich, und ich Esel hab' ihnen das Netz auftricken müssen, den Tölpel?" schrie er. Gelt, das war ein Spaß für Dich, indem sie mich gefangen haben. Warum lacht ihr nicht über Du alter Sünder, wie der Schmied sein Bündel hat schnüren müssen!" ( Fortsetzung folgt.) Politische Uebersicht. " " wurden, deren Wimmern jedoch auch rasch unterdrückt ward. Iweise gegen Herrn Baare werden mit einem vierten den Gesezen aller Länder, einer strafbaren Handlung Die Hige war fo furchtbar und die Ausdünstung so entfeßlich, Artikel geschlossen, in welchem der Unfall auf der Sonn- schuldig. In dem Melinitprozeß, fo lächerlich er sonst war, daß viele der Gefangenen alle ihre Kleidungsstücke abnahmen und borner Brücke besprochen und die von dem Vorwärts" gemachten hat wenigstens die Deutschheßerei keine Rolle gespielt, obdennoch der Schweiß von ihnen herabrann. Sollte man es für Bemerkungen wiederholt werden. Da der Bochumer Ver- gleich die französische Regierung nur nach deutschem Beimöglich halten, daß einige Nationalgarden so weit gingen, die Kellerlöcher zu verstopfen, und daß die Gefangenen in den Kellern, ein, wie festgestellt werden würde, nicht nur Schienen, son- piel zu handeln gebraucht hätte, um der Sache eine politische wo dies stattfand, ersticht wären, wenn nicht die Schildwachen dern auch Räder und selbst Tragfedern, sofern dieselben Spitze zu geben. Oder erinnert sich die„ Kreuz- Zeitung" nicht der ( Soldaten) es bemerkt und verhindert hätten?" Risse hätten, zu verkitten pflege, so sei es wünschenswerth, verschiedentlichen Hoch- und Landesverrathsprozesse, die Fürst ( Schluß folgt.) daß festgestellt werde, ob bei dem Sonnborner Fall wirklich Bismarck weiland vor dem Reichsgericht verhandeln ein älterer Riß vorhanden gewesen sei, wie der Vorwärts" ließ, und in denen Herr Tessendorff mit demonstrativstem behaupte. Die Westfälische Volts- Beitung" verwahrt sich Pathos und von sittlicher Entrüstung triefend, die frandann gegen den Vorwurf, als habe sie Herrn Baare und ösische Regierung wegen Praktiken anklagen ließ, das von ihm geleitete Werk leichtfertig verleumdet. Die vor- bie alle Regierungen der Welt, und von allen die deutsche gebrachten Beschuldigungen werde sie beweisen, und sie vielleicht am meisten, geübt haben und vermuthlich noch üben? Berlin, 22. Juni. glaube, durch die Aufdeckung dieser Mißbräuche dem Vater Fürst Bismarck hatte damals seine Gründe, die Franzosen Mit Ausnahme der absolut gesinnungs- lande, dem reisenden Publikum und der deutschen Industrie zu reizen; er merkte, daß der Friede ihm gefährlich war, Tosen Presse, die Alles, was ist, für gut hält und vor einen Dienst erwiesen zu haben. Die Behauptung, dieser und suchte die Wasser zu trüben, in denen er nichts mehr Allem, was von Oben kommt, pflichtschuldigst in demüthiger Nachweis müsse das Ansehen der deutschen Industrie zu fischen fand. In Frankreich sind derartige interEhrfurcht erftirbt, giebt es wohl teine Zeitung, welche mit im Inland wie im Ausland schädigen, sei doch blos in dem nationale Tendenzprozesse seit dem Bestand der der soeben beendigten Session des preußischen Landtages Falle richtig, wenn die gesammte deutsche Industrie sich so Republik überhaupt nicht geführt worden sie sind oder rückhaltlos zufrieden wäre. Rechts und links herrscht Un- unreeller Machenschaften bediente. Das sei aber nicht anzu- tönnen wir sagen: waren? eine Eigenthümlichkeit der zufriedenheit, und das, was in der Mitte liegt, hat heut nehmen, ja es sei sogar ausgeschlossen, daß eine namhafte Bismarck'schen Radau- und Heypolitit. Will die zutage, wo die Gegensätze sich so scharf zugespitzt haben und Anzahl deutscher Eisenwerke, wie Herr Baare behauptet, Kreuz- Zeitung" das etwa bestreiten? von Tag zu Tag schärfer zuspitzen, sehr wenig zu bedeuten. dergleichen Unregelmäßigkeiten" bulde.. Der Wiener Genossenschaftstag, der im Jahre 1868 Der Regierung ergeht es, wie es jeder Regierung erDie falsche Meldung von der Einstellung von fortschrittlicher Seite gegründet wurde und später unter gehen muß, welche zwischen zwei entgegengesetzten der Untersuchung gegen Baare erfüllte vor allem die Leitung der Antisemiten und Zünstler fiel, ist von der Strömungen hindurchlaviren will, sie hat nach allen die Bismarckpresse mit besonderer Genugthuung. Seiten hin angestoßen, und keiner Seite es recht gemacht." Hamburger Nachrichten" begrüßten sie im Interesse Grund wird die Ueberschreitung seines statutenmäßigen WirDie niederösterreichischen Statthalterei aufgelöst worden. Als Wer sich nicht dazu entschließen kann, mit der bureaukratisch ber deutschen Industrie" und wiesen auf eine fungskreises als nichtpolitischen Vereins, insbesondere seine polizeilichen Junkerpolitik zu brechen, ist außer Stand, eine schöpferische Reformpolitik durchzuführen. Und als beim Notiz englischer Blätter hin, welche die Bochumer Vorgänge Betheiligung an den Reichsrathswahlen angegeben. Die Zusammentritt des Landtags zu seiner letzten Session ausnutzen. In gleicher Tonart ergeht sich die„ Kölnische Unterdrückung dieses Vereins wird von der liberalen Presse etwas start reklamenhaft die Trommel für die großen Re- Beitung", die den Essener Strafprozeß ein wahres wirth mit großer Befriedigung begrüßt. Es ist das auch ein formen" gerührt wurde, die das Ministerium" beabsichtige schaftliches Unglück" für Deutschland nennt. Es ist die alte Beichen der Versumpfung des Liberalismus; nicht mehr im und mit denen es stehen und fallen werde, da sagten wir itanei, welche angeſtimmt wird, sowie der Finger an die Stande, die Abkehr des Kleingewerbes zu verhindern, begrüßt fofort: wenn es wirklich Ernst mit der Reform sei, Wunden gelegt wird; ber Patriotismus soll als er den Polizeibüttel selbst als Bundesgenossen. dann müsse mit der Abschaffung des Drei Pflaster für die offenen Geschwüre dienen, als Parfüm, Der Krakauer Geheimbunds Prozeß begann pros tlassenwahl Gesetzes und der Auflösung des welches die üblen Ausdünstungen derselben verbirgt. Wenn von einem wahren, nicht blos wirthschaft grammgemäß am 18. d. M. vor einem gewöhnlichen Richteralten Landtags der Anfang gemacht werden. Ge- man schehe dies nicht, dann sei die große Reform" von vorn- lichen, sondern auch politischen und sozialen Un- Tribunal, da die Staatsanwaltschaft die Angeklagten„ nur“ glüc reden fann, so ist es gerade diese wegen Geheimbündelei belangt, sonst hätte der Prozeß vor herein zum Fiasko und zur Unfruchtbarkeit verurtheilt. Was wir sagten ist eingetroffen. Von den drei großen Art des„ Patriotismus", welche in den letzten Jahrzehnten einem Geschworenengericht stattfinden müssen. Durch diese Reformgesetzen", mit denen die preußische Regierung im unser ganzes öffentliches Leben vergiftet hat. Freilich der Beschränkung der Anklage wollte der Staatsanwalt sich die Herbst vor den Landtag trat, ist ein 3: das Schulgesetz Mann, welcher dieses Uebel dank der willfährigen Unter- Verurtheilung der Angeklagten sichern. Aber damit noch einfach in den Papierkorb gewandert, und die zwei an- würfigkeit der Bourgeoisparteien hauptsächlich gepflegt hat, nicht genug, beantragte der Staatsanwalt auch den Ausberen: das Einkommensteuer- Gesez und die ist jetzt außer Kurs geſetzt; von einem„ neuen Kurs" liegen schluß der Deffentlichkeit für die ganze Dauer der Gerichtswir allerdings noch weit ab. Jedenfalls hat diese Art des verhandlung. Das Richterfollegium gab diesem Antrage Folge. Landgemeinde Ordnung sind dermaßen aus gebaut und von jeder Faser demokratischen Wesens Patriotismus in den Massen ihre Wirksamkeit verloren. Gründe: im Laufe der Verhandlung wird eine große Anso sorgfältig gereinigt" worden, daß sie dem Reform- Als die, offenbar aus den Kreisen der rheinisch- westfälischen zahl umstürzlerischer Schriften verlesen werden, deren Verbedürfniß in" teiner Weise genügen, der junkerlichen Industriebarone stammende falsche Nachricht durch Telegramm breitung schon theilweise durch gerichtliche Konfiskationen ver-Urheber der Mystifikation war der Sekretär des Herrn boten ist, deren Inhalt im Einzelnen auch der öffentlichen und großkapitalistischen Opposition aber trotzdem ein Dorn Baare in einer Anzahl Blätter Verbreitung fand, konnte Ruhe und Ordnung gefährlich ist. Außerdem muß während im Auge find. Wir wollen nicht des Näheren untersuchen, in wie weit man nicht blos eine tiefe Entrüstung in sonst" gut" gesinnten der Verhandlung im Interesse der Aufklärung der Sache die Schuld für diesen kläglichen Ausgang der großen Kreisen wahrnehmen, sondern, was ein noch weit schlimmeres die Entwicklung sozial revolutionärer Doktrinen zuReform" die Regierung trifft und in wie weit er auf Beichen ist, es äußerte sich eine vollständige ultrapessimistische gelassen werden u. f. w. u. s. w. Rechnung der Verhältnisse zu sehen ist. Feststellen Resignation in Beziehung auf das Vertrauen zur Justiz, vertröstet die Angeklagten, daß ihnen die Deffentlichkeit uno Kontrolle über die Unparteilichkeit dadurch gewahrt wird, wollen wir blos, daß der moderne Staat, so lange er gegen wo es sich um große Unternehmer handelt. V schrieb: Und der König absolut " Wenn er unsern Willen thut!"? D Der Gerichtshof die einzige eine wirkliche Reform von Grund ,, Vom Nützlichkeits- Standpunkt" soll die National- daß jeder von ihnen brei also alle Angeklagten zusammen aus erstrebende Partei: die Sozialdemokratie Beitung" ihr Verhältniß zur Monarchie ansehen," meint die dreißig Vertrauensmänner sich wählen können. Das Subden Kampf führt und klassen staat ist, seiner Natur Kreuz- Zeitung". Ja, aber von welchem Standpunkt sieht strat der Anklage wegen Geheimbündelei bilden Artikel in der unterdrückten Studentenzeitschrift Oguisko" und Artikel als klassen staat gemäß, reform- unfähig ist Senn die Kreuz- Zeitung" die Monarchie an? und es nur zu ganz unzulänglichen Reformen, oder zu reinen Sält sie die Monarchie für unnüz? Oder ist sie nicht in ausländischen sozialistischen Zeitschriften, welche die Angeklagten diskutirt haben sollen, theilweise öffentlich unter Scheinreformen bringen kann. das Organ jener Partei, welcher schon vor einem halben Kontrolle der Behörden oder auch in Briefen. Im AllWie dem nun sei, die Verfasser der Throurede wiegen Jahrhundert Chamisso den Vers ins Stammbuch gemeinen gewinnt man aus den Anklageakten die Ueberfich in einer argen Selbsttäuschung, wenn sie meinen, die legte Seffion habe das Vertrauen des Volks in den zeugung, daß der Prozeß ein glänzendes Zeugniß für die Wahrung des Briefgeheimnisses in Desterreich ist, denn nur Landtag befestigt. So weit das Volk politische Bildung hat, ist es im Gegentheil nur in der Ansicht be- Hat etwa der Adel die Monarchie jemals von einem aus Briefen und auf dem Wege der schmutzigsten Spionage festigt worden, daß der Landtag ein Anachronismus anderen als dem Nüglichkeits- Standpunkt aus aufge- ist der Bau des ganzen staatsanwaltlichen Kartenhauses vollist und das würdige Produkt des" elendesten faßt? Sind nicht neun Zehntel aller Rebellionen bracht. Freilich für die Krakauer Richter kann der Bau aller Wahlgesete." gegen die Monarchie in allen Ländern vom noch immer solide genug sein! hauptet die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung", daß in der die Monarchie ſich auf das Bürgerthum stüßen müssen, um Partei ist am Sonntag Nachmittag eröffnet worden. Zur Frage der Schienenstempel- Fälschungen be- del ausgegangen? Hat nicht speziell in Preußen den rebellischen, um stürzlerischen Adel zu preußischen Staats- Eisenbahnverwaltung es ausgeschlossen ist, Paaren zu treiben, und mit Kanonen- Gründen von der Ein Arbeiterkongreß in Lyon, auf welchem 200 Bedaß Stempel zum Zwecke der Materialabnahme in den an Bürgerpflicht" der Ruhe" zu überzeugen? was beiläufig rufsgenossenschaften vertreten gewesen seien, soll die Berufung fie liefernden Fabriken selbst angefertigt werden. Die bis auf den heutigen Tag nicht ganz gelungen ist. Wie es eines internationalen Kongresses, wahrscheinlich nach Brüssel preußische Staatseisenbahn- Verwaltung lasse die zu Abnahmealso meldet eine Depesche des zwecken erforderlichen Stempel allgemein in ihren eigenen 3. B. mit dem Respekt des Fürsten Bismarck vor der beschlossen haben, seit dem Sturze des Herold'schen Telegraphenbureaus. Dunkel ist der Rede Werkstätten oder durch vertrauenswürdige Graveure an- Monarchie bestellt ist, das weiß Hausmeiers-die ganze Welt. Und steht jetzt nicht ein Sinn. Wir vermuthen, es soll heißen: eine gewerkschaftliche fertigen, sorgfältig aufheben und den mit der Prüfung der Schienen auf den Werken betrauten, besonders qualifizirten namhafter Theil des preußischen Adels, gerade die Blüthe" Konferenz, die zu Lyon tagte, hat die Beschickung des Beamten übergeben. Sollte einer der mit der Abnahme desselben, auf Seiten des frondirenden Basallen von Fried- Brüsseler Kongresses beschlossen. von Schienen- 2c. Material betrauten höheren Beamten in richsruh, der keinen Tag ohne die heimtückischsten und nicht zu verantwortender pflichtwidriger Leichtfertigkeit in giftigsten Angriffe auf die Monarchie verstreichen läßt? dem einen oder anderen Falle einen solchen Stempel zum Ersatze für einen gerade unbrauchbar gewordenen, bei dem die betreffenden Werke in Bestellung gegeben haben, so würde er strenger Ahndung sicher sein dürfen. an Bezüglich des französischen Melinitprozeffes schreibt Kreuz- Beitung": Der franzöfifche National- Kongreß der Arbeiter" Wer erinnert sich nicht des famosen dritten Direktors Bismarck mit Gewalt dotiren wollte, obgleich der zu dotirende für das Auswärtige Amt, den das Haupt der Dynastie fein eigener Sohn war. Wir werden an dieses saubere In dem Urtheil heißt es u. A.: Jn Anbetracht deffen, Familien- und Hausmeier- Geschichtchen durch folgende Notiz daß Turpin der Kriegsverwaltung gegenüber einen Druck, wo Der Marquis von nicht eine Erpressung ausüben wollte, was nicht nur aus seiner in englischen Blättern erinnert: Drohung vom 26. Dezember 1887 sich ergiebt, sondern auch Salisbury, als Staatssekretär der auswärtigen Anaus seiner Korrespondenz, in der er zu sagen wagt, daß er gelegenheiten hat seinen Sohn Lord Hugh Hugh Cecil von Regierung zu Regierung bis zu Krupp gehen zu seinem Hilfssekretär( unbezahlt) ernannt." " Darüber große Entrüstung im Auditorium. Das Wort unbezahlt" war eines jener Worte, Hier tritt der Deutschenhaß gewissermaßen in offizieller die im Bismarc'schen Lexikon fehlten wie weiland Weise oder wenigstens doch in einem Richterspruch deutlich zu das Wort unmöglich" in dem Napoleons. Die Stelle, Tage, Hätte Turpin gedroht, seine Erfindung Rußland anzubieten, so würde man ihm daraus vermuthlich keinen Vorwurf welche der Sohn des englischen Ministerpräsidenten unbe machen, ja wäre es ihm gar gelungen, seine Erfindung von zahlt auszufüllen hat, entspricht in Bezug auf die Rußland annehmen zu lassen, so würde man ihn fogar ficher Funktionen genau der wohldotirten Stelle, welche seiner als einen großen Patrioten gefeiert haben. Aber sich an Krupp Beit für einen Sohn Bismarck's geschaffen werden sollte, wenden zu wollen, dergleichen auch nur auszusprechen„ wagen" und schließlich nach dem bekannten Entrüstungssturm auch -schon das ist Hochverrath." geschaffen wurde. werde. 00 Es wird auf den Osnabrücker Fall hingewiesen, in welchem als nicht probemäßig zurückgewiesene Schienen mit einem falschen Stempel versehen und auf solche Weise fälschlich als abgenommen gekennzeichnet worden; außerdem waren bereits als gut befundenen und als solche amtlich gestempelten Schienen die Stempel nachträglich wieder entfernt, um diese Schienen nochmals zur Abnahme vorzuführen und dafür eine entsprechende Zahl nicht abgenommener, garnicht oder mit einem nachgemachten Stempel versehener Schienen unter das bereits abgenommene Material zu bringen. Ju diesem Falle sei strafrechtlich eingegriffen worden. Das betreffende Werk sei damals von den Lieferungen für die Staatseisenbahnverwaltung gänzlich ausgeschlossen und erst Wir haben uns über den Melinitprozeß wiederholt später bedingungsweise wieder zugelassen, nachdem durch ausreichende Kautelen auf Kosten des Werkes einer Wiederkehr und deutlich genug ausgesprochen es war eine JustizNeueste Nachrichten. In Bezug auf die zuerst von den berartiger strafwürdiger Manipulationen bestens vorgebeugt poffe, die sich jedoch aus den ungesunden interworden. Bei der preußischen Staatseisenbahn- Verwaltung nationalen Beziehungen erklärt. Jede Regierung Berliner Politischen Nachrichten" gebrachte Ente von der werde übrigens das gelieferte Schienen- 2c. Material zuerst sucht heutzutage der anderen durch Erfindungen, welche den Einstellung des Verfahrens gegen Baare erfahren wir auf den Werken durch Vornahme von Schlag- und Berreiß- Massenmord fördern, den Rang abzulaufen, um eventuell ießt, daß es sich um ein Börsenmanöver gehandelt proben einer genauen technischen Untersuchung unterworfen. gegen Ueberfall gerüstet zu sein, oder auch selber einen habe, wegen dessen bereits die Untersuchung eingeleitet sei. Nachdem hiernach auf dem Werke die erste Abnahme erfolgt Ueberfall machen zu können. Das gilt von der fran- Ob Herr Schweinburg und Herr Baare in Kompagnie geift, werde das Material an die Verwendungsstellen geschafft, ösischen genau so wie von der deutschen Regierung. arbeitet haben, das wird sich wohl feststellen lassen. Jedenhier einer nochmaligen sorgfältigen Prüfung unterzogen und und daß die Regierungen den Verrath des Geheimnisses falls sind wir nicht am Ende der„ Enthüllungen". erst dann definitiv abgenommen. Die Meinung, daß bei solcher Erfindungen, die gewissermaßen staatliche Ge= der Staatseisenbahn- Berwaltung jemals sogenannte ge- schäftsgeheimnisse sind, zu verhindern suchen, ist Was uns an dem Melinit. Maybach ist genehmigt. Sein Nachfolger ist der flickte" Schienen wissentlich mitabgenommen wären, sei un- einfach selbstverständlich. war die Albernheit bisherige Eisenbahndirektionspräsident Thielen in Hannover begründet. Geflicte Schienen würden vielmehr, sobald sie prozeß possenhaft erschien, das als solche erkannt seien, seitens der Abnahmebeamten grund. der angeblichen, nicht wirklichen Voraussetzung, das geworden. Melinitgeheimniß sei nicht allen Regierungen der Welt besäglich und ausnahmslos zurückgewiesen. In Batonya, einem ungarischen Städtchen, Wir würden mehr Gewicht auf diese Mittheilungen fannt. Wenn aber die Kreuz- Zeitung" von Deutschenhaß" sollen gestern Feldarbeiter, denen ein sozialistischer ArLegen, wenn wir ihnen in offizieller Form begegnen fabelt, der bei dem Prozeß zu Tag getreten sein soll, so beiter" eine„ aufreizende Schrift" vorgelesen, vor dem Stadtfieht sie da offenbar Abspiegelungen ihrer eigenen Phantasie- hause trawallt haben. Soldaten, Polizei, Verwundete u. s. w. bilder. Krupp heißt: die deutsche Regierung. Was wahr an der Sache ist, das wird man ja wohl bald Die Artikel der Westfälischen Volks. Und wenn Jemand seiner Regierung mit Berrath eines Re- erfahren. Bekannt ist, daß in allen derartigen Telegrammen Beitung" gegen den Bochumer Verein beziehungs- gierungs- Geheimnisses droht, so macht er sich dadurch, nach gelogen wird wie telegraphixt. würden. " Das Entlassungsgesuch des Eisenbahnministers Sprechlaal: Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. Bezugnehmend auf den Sprechsaal- Artikel in der Nr. 137, behandelnd die Gründung einer Genossenschaftsbäckerei, er lauben wir uns folgendes zu erwidern. Geringften daran, daß damit ein Stück Sozialreform gelöst wäre, wenn in Berlin eine Genossenschaftsbäckerei errichtet würde, jedoch würde für das konsumirende Publikum auch hierin ein großer Vortheil liegen. Wenn viel schwerer gebacken werden das Brot auch nicht tann, so glauben wir würde die Güte, die unserer Meinung nach eine andere sein würde, als bei dem heutigen Berliner Bäckerbrot, schon schwer ins Ge wicht fallen. Zweitens könnte man von dem Brot von vorn herein annehmen, daß es auf reinlicherem Wege hergestellt werde, wie heute in sehr vielen Berliner Bäckereien. Also ein Vortheil für die Berliner Arbeiter fäme immer dabei heraus, der gerade in unserer heutigen Zeit wohl zu beachten ist. Briefkaffen der Redaktion. F. Riesop. Der Raum unseres Blattes ist jetzt leider so beschränkt, daß wir Ihre Berichtigung zurückstellen müssen. H. B. Die ärztlichen Zeichen der Ersatz- Kommission find uns unbekannt. O. K., Ackerstraße. General- Feldmarschall. S. P- 8, Culmstraße 2. Für uns nicht geeignet. A. R. 34. Sie selbst tönnen allerdings wegen der Vers Thatsache ist, daß Bäckergesellen in den großen Städten ein pflegungs- und sonstigen Kosten noch in Anspruch genommen jämmerliches Dasein fristen und darum auch hält es schwer für werden, nicht aber Ihr Mann. Soweit daher die Wirthschaftsbie Agitatoren, in dieser Gewerkschaft die Leute so weit aufzusachen nicht von Ihnen in die Ehe gebracht sind, unterliegen sie klären, daß sie selbständig über ihre politische, sowie wirthschaftliche Lage nachdenken können. Die tüchtigsten Leute, welche ihre System, welches die Hamburger Arbeiter bei Gründung ihrer Antheilscheine à 5 M. in Umsatz zu bringen, wäre daffelbe wegen der erwähnten Forderung der Pfändung nicht. 1? Wenn der Wirth wiederholt die Miethe einige Tage Kollegen aufzurütteln versuchen, werden von der Innung sofort Genossenschaftsbäckerei gebrauchten, und diese Bäckerei florirt sehr nach dem 1. widerspruchslos angenommen, auch seitdem nicht erbei Seite geschoben und erhalten dann einfach keine Arbeit wieder, gut und haben die Hamburger dieses noch nie zu bereuen gehabt, flärt hat, er werde in Zukunft pünktliche Miethszahlung verund deshalb denken wir uns, trauen sich noch zu Wenige in diesem es läßt sich aber über diese Frage unserer Meinung nach am langen, so kann er nicht deshalb, weil auch in einem weiteren beften in einer Versammlung distutiren und glauben wir, wäre Monat die Miethe um einige Tage verspätet gezahlt wird, mit Die Bäcker sind im wahrsten Sinne des Wortes Opfer es zweckmäßig, eine öffentliche Volksversammlung einzuberufen, Erfolg auf Ermission klagen. ihrer Verhältnisse" und müßte es schon das Solidaritätsgefühl welche sich hiermit beschäftigt. A. J., Paulstr. Reklamationen wegen der Steuer- Einaller zielbewußten Arbeiter erheischen, mit daran zu arbeiten, schätzung sind nur binnen 4 Wochen zulässig. Wegen der Steuern diefe Leute an uns heranzuziehen. Wer sich über die Lage der des Mannes dürfen die von der Frau in die Ehe gebrachten Bäcker überführen will, dem empfehle ich Bebels Broschüre Zur Sachen nicht gepfändet werden. Geschieht dies doch, so kann die Lage der Arbeiter in den Bäckereien". Wir denken nun nicht im Frau interveniren. Gewerk mit ihrer Ansicht offen heraus. Theater. Dienstag, den 28. Juni, Schauspielhaus. Die Anna- Life. Berliner Theater. Kabale und Liebe. Deutsches Theater. Die Kinder der Gxzellenz. Lessing- Theater. Der Barbier von Bagdad. Hierauf: Cavalleria rusticana. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein dunkles Geheimniß. Wallner Theater. Der verlorene Sohn. Das Modell. Bellenlinace- Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend Theater. Waffer. Berlin unter Prozenbauer von Tegernsee. Kaufmann's Variété. Große SpeWilhelm Thiele. Carl Mice, Lübbenerstr. 23, Tischler. Adolf Anderer, Lübbenerstr. 23, Arbeiter. Karl Schmidt, Lübbenerstr. 23, Bäckerei- Arbeiter. Große öffentliche Volfsversammlung Mittwoch, den 24. Juni, Abends 8 Uhr, im Feen- Palast, Ecke Burg- und Wolfgangsstraße. Tages Ordnung: 1. Bericht der Stadtverordneten über ihre Thätigkeit und die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referenten: Stadtvv. Genossen Stadthagen und Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Zentral- Wahlkomitees. J. A.: Otto Klein, Rottbuser Damm 14. Sozialdemokratischer Wahlverein 375/1 Adolph Ernst Theater. Der für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Grosse Versammlung Dienstag, den 23. Juni, Abends 8 Uhr, in Mohrmann's Salon, Große Frankfurterstraße Nr. 117. Tages- Ordnung: zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. am 1. Vortrag des Genoffen Josef Stahl über:" Die amerikanischen Etablissement Buggenhagen arbeiterverhältnisſe". 2. Distuſſion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo Die Zahlstellen des Vereins find: im Südosten: Gottfried Schuls, Rottbuserplay. Fr. Zubeil, Naunynstraße 86. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Danksagung. Allen Freunden und Genossen meinen innigften Dank für die Theilnahme am Grabe meines lieben Mannes. Inssondere den Herren für den schönen Kranz. 193b Die trauernde Wittwe Tuchscheerer nebst Kindern. Bentral- Kranken- u. Sterbekale der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter( Hamburg), Dertliche Verwaltung Berlin C. Mittwoch, den 24. Juni, Ab. 8½ Uhr, Mitglieder- Versammlung in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5/7. Tagesordnung: 1. Feſtſehung der Gehälter. 2. Neuwahl der gesammten Ortsverwaltung. 3. Verschiedenes und Bericht von der eines jeden Mitgliedes in der VerGeneral- Versammlung. Es ist Pflicht sammlung zu erscheinen. Das Mitund pünktlichem Besuch ladet ein gliedsbuch legitimirt. Zu zahlreichem 308/7 Die Ortsverwaltung. Blumen und Kränzen. Empfehle mein Geschäft in frischen 533 L Benno Stabernack, Wrangelſtraße 65. Im Osten: Infinger, Krautstraße 48. Robert Meyer, D. Babel, Frankfurter Allee und Möglinerstraßen- Ecke. Gustav Tempel, Breslauerstraße 27. Bogasch, Langestraße 70. Restaurant Lock, Friedrichsbergerstraße 11. Daselbst werden neue Mitglieder aufgenommen. 340/17 Gauverein Berliner Bildhauer. Versammlung am Dienstag, den 23. Juni, Abends 1/29 Uhr, im großen Saale des ,, Königstadt- Kasino", Holzmarkt- und Alexanderstr.- Ecke, Tages Ordnung: 1. Vorführung des neuesten Phonographen und Grammophon durch Serrn Elektrotechniker Maschmann. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. NB.: Die Werte unserer Bibliothek müssen heute alle zurückgegeben werden, da das Inventar festgestellt werden soll. Der Vorstand. 373/9 Bezirks- Versammlung = Für das Seidel- Denkmal gingen ferner ein: Ertrag einer amerikanischen Auktion bei Einweihung des Münchener Brauhauses 28 Mt. 55 Pfg. 189b Fritz Preuss. Soeben erschienen: 198b Curt Abel, Bei den Elenden. 80 Pf. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Louis Abel, Sebastianstr. 29. Evora- Bräu! Fürth. Echt Bayrisch- Bier. Nürnberg. UF 30 Flaschen 3 M. BI In Gebinden von 17 Liter an. 821L] Berlin, Lagerhof 3. Hofen, Knabenanzüge, Arbeitsfachen Wilh. Pahr, Elisabethkirchstr. 8. Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 906L Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. Ein Vereinszimmer, 20-30 PerNB. 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Wilte aus Berlin über die„ Kornzölle und die Reichsregierung" referirte, die Protestresolution einftimmig angenommen. Dienstag, den 23. Juni 1891. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Eine Volksversammlung in Neu- Nuppin betraute den Genoisen Ewald aus Brandenburg mit der Vertretung auf dem Internationalen Arbeiterkongreß zu Brüssel. " 8. Jahrg. vor, daß Passagiere, die, wie„ Harras, der kühne Springer", fich einen Platz in voller Fahrt erobert haben, betrübten Sinnes wieder abharrassen" müssen, weil ihnen im Wagen ganz trocken erklärt wurde: Alles besetzt!" Schön! Aber wie soll der oder die Betreffende von Außen, wenn der Wagen in Bewegung ist den und man eben gerade so viel Zeit hat, rechten Moment zum Aufsteigen abzupassen, dann wissen, ob alle Plätze besitzt sind! Das ist doch wahrlich zu viel vers langt. Hier können wir von den Australiern etwas lernen. Suburban Tramway Company", hat die diesbezüglichen wohlDie dortige größte Pferdebahn- Verwaltung, die Adelaide and berechtigten Klagen des Publikums jetzt berücksichtigt, indem jedes Mal, wenn alle Plätze im Pferdebahn Wagen besetzt sind, ein Quedlinburg. Am 14. Juni fand hier ein Parteitag Plakat mit der Aufschrift„ Full" an der Außenseite der Waggons der Genossen des Wahlkreises Calbe- Aschersleben statt; angebracht wird.- Warum geschieht dies hier bei uns in Deutschderselbe war aus folgenden Orten besucht: # Halberstadt. Die zum vorletzten Montag einberufen gewesene Voltsversammlung war sehr zahlreich, auch von Banken. Bei den hiesigen hiesigen Gewerbegericht3. vielen Frauen besucht. Referent war Genosse Robert Dahlen. Wahlen sind 6 Kandidaten der Sozialdemokratie gewählt Derselbe erklärte auf Grund von ihm selbst vorgenommener Nach- worden. Neun waren zu wählen. wiegungen, daß das Brot in den letzten Jahren um 250 Gramm agenommen und um 40-50 pct. theurer geworden sei. Die von den Agrariern in Bezug auf die Höhe der Brotpreise beliebten Verdächtigungen der Bäcker seien ganz und gar ungerechtfertigt. Darmstadt, 18. Juni. Am 15. d. M. fand im Rummelbräu Aschersleben, Nachterstädt, Königsaue, Schadeleben, Barby, land nicht? Das Aushängen eines Plakats mit der Aufschrift eine Protestversammlung statt, die von über 800 Personen besucht Söderburg, Staßfurt, Borne Aten, Hoym, Gatersleben, Steckel:" Boll" bei Dunkelwerden durch ein Transparent ergänzt war. Das Lokal war überfüllt, Viele mußten im Garten vor berg, Biesdorf, Frose i. A., Calbe, Reinstedt i. A., Rieder, Azen- besonders festlichen Gelegenheiten- das„ Drängeln und das ur gegebenen Beit würde namentlich an Sonntagen und bei Thüren und Fenstern Platz nehmen. Den Vorsitz führte unser dorf, Förderstedt, Uellnik, Ballenstedt, Börnecke, Schneidlingen, Drücken", sowie großartige Faustkämpfe vermeiden. Vertrauensmann, Genosse Cramer, während Genosse Landtags- Friedrichsaue, Thale, Quedlinburg, Gochstedt, Eickendorf, Biere, Abgeordneter Ph. Müller über die Kornzölle sprach. Da Redner Gernrode, Glöthe, Hedersleben, Schönebeck, Magdeburg u. a. Unserem Nachbarorte Reinickendorf ist großes Heit Aus dem Bericht des Vertrauensmannes des Wahlkreises, nicht nur das Verhalten der Reichsregierung, sondern auch die Stellung der einzelnen Parteien zu den Getreidezöllen einer Genossen Greiner- Aschersleben, ergiebt sich, daß im ver- 3 Theil geworden: die Grundsteinlegung zur zweiten Kirche, die als das allernothwendigste Bedürfniß, welches vor Allem scharfen Kritik unterzog, nahm der in der Versammlung an- floffenen halben Jahre viele Versammlungen stattgefunden haben, befriedigt werden muß, erachtet worden ist, hat am Montag wesende freisinnige Stadtverordnete Rükert Veranlassung, feine welche stets gut besucht waren. In denselben referirten die Partei gegen den Vorwurf der Ueberzeugungslosigkeit in Schutz Genossen Hoffmann- Zeiß, Heine- Halberstadt, Greiner- Aschersleben voriger Woche stattgefunden. Natürlich hatte die„ beffere" Ge= zu nehmen, erklärte aber seine volle Zustimmung zu der Re- und A. Trautwein- Quedlinburg. Aus den Berichten, welche Royalität im glänzendsten Lichte zu zeigen, nicht unbenutzt vorsellschaft von Reinickendorf diese willkommene Gelegenheit, ihre solution und spendete sogar dem Referenten Lob für seine Rede. über den Stand der Bewegung in den einzelnen Orten erstattet übergehen lassen. In erster Linie war für eine würdige AusDieses überaus maßvolle Auftreten des Gegners machte es auch wurden, ist die Konstatirung der Thatsache hervorzuheben, daß unserem Genossen Ph. Müller leicht, in feinen Schlußausführungen unsere Jdee unter den Arbeitern gute Fortschritte macht, und schmückung der Feststraße" Sorge getragen worden und Herr die bereits vorhandene einmüthige Begeisterung für die Re- hinsichtlich der Dörfer namentlich in jenen, in welchen die In- die Anwohner der Feststraße offiziös" zu veranlassen, nach solution noch zu erhöhen. Als der Vorsitzende nach erfolgter dustrie ihren Einzug gehalten hat. Abstimmung die einstimmige Annahme der Resolution konstatirte, Kräften zu einer Dekoration der Häuser beizutragen. Eine derDie Art der Verfolgungen ist die übliche: Lokalabtreibung in artige Bitte" fand natürlicherweise ein sehr verständnißvolles der Gegend von Nachterstädt, Maßregelungen der Genossen in durchbraufte den Saal ein begeistertes Bravo. Thale, Konflikte mit der Polizei in Staßfurt namentlich in Bezug Entgegenkommen. Konnte doch die Elite von Reinickendorf auf Heute Mittag fand im Stadtbezirke auf die Erhebung von Eintrittsgeld, was man als in den Be Stube" paradiren! Infolge dessen war denn auch in Reinickeneine sehr wohlfeile Art hierbei mit ihren Schäßen der guten Kölu, 21. Juni. Deus eine startbesuchte Voltsversammlung statt, in griff„ Sollefte" fallend erklärt. In Quedlinburg ist der hauptwelcher Genosse Wesch- Krefeld unter scharfer Verurtheilung fächlichste Gegner der Gewerkverein; die Mitglieder unserer Dorf großes Teppichklopfen, ja selbst die Bettvorleger wurden des Verhaltens der Zentrumspartei gegen die Getreidezölle sprach. Gewerkschaften werden von den Unternehmern oft mit Ent- ihren verschwiegenen Gemächern entrissen und mußten es sich gefallen Er führte u. A. aus, daß das Zentrum nur in politischer Be- lassung bedroht. Dem Vertrauensmann Greiner= Aschersleben lassen, den profanen Blicken allerlei Volkes in werden! ziehung das Kartell gesprengt, in wirthschaftlicher dagegen das wurde für die gelegte Abrechnung Decharge ertheilt und derselbe Hervorragendes leisteten auch die Herren Gastwirthe, die beFensterdekorationen ausgesetzt zu Kartell neugeschaffen hat. Die bekannte Resolution gegen die dann auf Vorschlag des Genossen Trautwein- Quedlinburg als Getreidezölle wurde einstimmig angenommen. Vertrauensmann für den Wahlkreis Calbe- Aschersleben wieder- fanntlich nicht anders können", gelte es nun, den Arbeitern gewählt. Der Bericht über den Stand der Sonntags- Zeitung" steinlegung einer neuen Kirche! Sogar die Chauffee- Verwaltung ihre Säle zu Versammlungen zu verweigern, gelte es die Grundlieferte ein günstiges Ergebniß. Die Auflage der Sonntags- hatte sich ihrer Pflichten erinnert und die Straße mit goldig Beitung" beträgt 8300, davon kommen auf den Wahlkreis Calbe- schimmerndem Sande planiren lassen, sodaß es für den Herrn Aschersleben 4000, Halberstadt Aschersleben Wernigerode 3400, Oberbürgermeister von Berlin gewiß eine Freude war, darüber Egeln 300, Defteri 140, 19. hanoversche Wahlkreis 100. Die Ueberschüsse sind zur Hälfte dem Wahlkreis Calbe- Aschersleben Ausstellung" ist derfelbe sicherlich in seiner Meinung bestärkt hinwegzurollen, dem Festplatze entgegen. Angesichts der„ StraßenReferat abgelehnt haben. Ferner referirte unser Genosse Grün 3 gute gekommen. Eine Vertrauenskommission, welcher die Geworden, daß ein Nothstand nicht herrsche, oder aber ist derselbe Kiel. Eine von ca. 3000 Personen besuchte Volksversamm: lung, welche am 18. d. M. stattfand, nahm nach einem Referat des Genoffen Grünwald Hamburg die Resolution gegen die Getreidezölle einstimmig an. Der„ Gewerkverein" hatte am Mittwoch ebenfalls eine Versammlung gegen die Kornzölle abgehalten. In derselben verboten worden. M * い Gestalt von waldt am 19. d. M. in einer Volksversammlung in Gaarden; Haltung und die Verwendung der Blatt- Ueberschüsse. Mit dem flossenen Berliner Mühlendamm erinnert worden ist. Die Honoungeheuer angeheimelt" worden, indem er lebhaft an den verauch hier wurde die bekannte Resolution einstimmig angenommen. Gefang der Arbeiter- Marseillaise ging der Parteitag ausein ration von Reinickendorf machte selbstverständlich ebenfalls große ausein- flossenen Berliner Mühlendamm erinnert worden ist. Die HonoBarmbeck. Die am Freitag im„ Bittoriagarten" vor sich ge- ander. Der nächste Parteitag findet in Schönebeck a. E. statt. Toilette, um bei dem großen Ereigniß würdig zu repräsentiren. gangene Voltsversammlung nahm die Resolution gegen Die Getreidezölle einstimmig an. Das Referat hatte ReichstagsEin allgemeines Aufbügeln der„ Cylinder" wurde für nothwendig Mühlhausen. Die hiesige sozialdemokratische Arbeiterpartei befunden, Mutter mußte den Frack einer genauen Kontrolle unterAbgeordneter Metzger. tritt in die Gemeindewahlen mit einem Programm ziehen, und so ausgerüstet konnte man sich sehen lassen. Wohl ein, das folgende Forderungen enthält: Sofortige Aufhebung mochte mancher Stüße der Gesellschaft das Herz schwer werden Schwerin. Die für Schwerin in Mecklenburg einberufene des Ottrois( der indirekten städtischen Abgabe) auf Lebensmittel bei dem Gedanken: Wie soll die gesellschaftliche Rangordnung aufVolksversammlung, betreffend die Kornzölle, ist vom Ministerium und spätere gänzliche Beseitigung des Ottrois auf andere Waaren, recht erhalten werden, da bei der gleichen Gewandung von Unentgeltlichkeit des Volksschul- Unterrichts und der Lehrmittel, Bergedorf. Eine am 18. d. M. im Gasthof Stadt Schwerin unentgeltlichkeit der Beerdigung, Errichtung öffentlicher Volts: Frack und Cylinder die äußeren Standesunterschiede verwischt werden und man sich doch unmöglich erst über die Personalien stattgehabte und von etwa 500 Personen besuchte Volts- bade- Anstalten, deren Benutzung kostenfrei, Aufhebung der Ge- eines jeden Festtheilnehmers an Ort und Stelle informiren versammlung nahm nach einem Referat des Genossen bühren für die Benutzung der Wasserleitung, Kommunalisirung fonnte? Doch auch dieser Fall war bereits vorbedacht und weise könen die von der Fraktion vorgeschlagene Resolution ein- aller Unternehmungen öffentlichen Charakters( ſtädtische Beleuch geregelt" worden. Wie sich nämlich herausstellte, waren dreierlei tung, Abortentleerung, Kehrichtabfuhr, Pferdebahn 2c.), Neu- Billetsorten, von weißer, rother und blauer Farbe, verausgabt Ordnung der Armenpflege, forgfältigere Beachtung der gesund worden, der gesellschaftlichen Rangordnung entsprechend, deren Eilenburg. Am 13. d. M. fand hier eine öffentliche Bolts- heitlichen Erfordernisse, besonders der Wohnungen, Herstellung Inhaber von Berliner Schußleuten jede Sorte für sich versammlung mit der Tagesordnung: Die Kornzölle und die öffentlicher Promenaden bezw. Gartenanlagen, zehnstündiger auseinandergehalten wurden, so daß der Möglichkeit einer Reichsregierung, statt. Das Referat hatte der Reichstags- Abge Maximal- Arbeitstag mit Minimallohn für alle städtischen Arbeiter,„ gemischten Gesellschaft" geistreich vorgebeugt war. Ordnung ordnete F. Geyer übernommen. Die von ungefähr 700 Personen Deffentlichkeit der Gemeinderaths- Sizungen. besuchte Versammlung folgte dem Vortrage mit großer Aufmerkfamfeit und gab ihrer Zustimmung durch lebhaften Beifall Ausdruck. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. stimmig an. Lutter a. B. Eine gut besuchte Volksversammlung, welche am 17. Juni auf dem hiesigen Marktplatz stattfand und an welcher auch eine Anzahl Landwirthe theilnahmen, trat der Resolution gegen die Getreidezölle nach einem Referat des ReichstagsAbgeordneter Förster einstimmig bei. Höchst, 17. Juni. Am Sonntag, den 14. Juni, fand in Griesheim am Main eine öffentliche Volksversammlung gegen die Getreidezölle statt. Herr" Schlicke hatte das Referat. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. muß sein und darf auch bei der Grundsteinlegung zu einer neuen Kirche die heilige Gesellschaftsordnung bei Leibe nicht verletzt Limbach. Weil in einer dieser Tage stattgefundenen Protest werden. So ging denn die Grundsteinlegung programmmäßig versammlung gegen die Getreidezölle die Debatte(!) nicht extra vorher angemeldet worden war, wurde sie von dem Ueber- Don Statten, abgesehen davon, daß einer der Bevorzugten sein wachenden verboten. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten Sprüchlein zu den drei Hammerschlägen vergessen hatte. Darüber werden dem Stadtrathe aber gehörig den Standpunkt flar ging man mit Eleganz hinweg. Die gute Gesellschaft" Reinickenwelcher Geist sie beseelt; der Geist, der schon einmal in so machen, außerdem wird selbstverständlich bei der Behörde Be- dorfs hat bei dem großen Ereignisse wieder einmal gezeigt, schwerde erhoben. Limbach liegt natürlich im Königreich geschmackvoller Weise zu Zage getreten ist gelegentlich des„ Balles Sachsen. 0 Lokales. der Pennbrüder"! Frische Gurken sieht man hier schon seit einiger Zeit in den Markthallen und Gemüsehandlungen, dieselben sind indessen nicht bei uns im Freien, sondern im Mistbeet gezogen oder tommen aus Holland und zwar aus Rotterdam. Da dieselben Wurzen i. S., 19. Juni. In der gestrigen Versammlung Das Arbeiter Sommerfest, welches am Sonntag Nach nicht gerade allzu theuer find Exemplare von halber Armesdes gegenwärtig 880 Mitglieder zählenden hiesigen Bürger und die Gurte eine Frucht ist, aus vereins" wurde gegen eine Stimme beschlossen, die beiden mittag für die Genossen des vierten Berliner Reichstags Wahl- länge toften 40 Bf. städtischen Kollegien zu ersuchen, in Rücksicht auf die bezirks in Imb's Ostbahnpark stattfand, nahm einen geradezu welcher verschiedene schmackhafte Speisen zubereitet werden, so hohen Getreidepreise und die dadurch hervorgerufene Nothlage glänzenden Verlauf. Bereits um 4 Uhr war der geräumige finden sich willig Käufer dafür. Zuweilen haben die Gurken bei der sächsischen Regierung dahin vorstellig zu werden, daß diese Garten fast vollständig gefüllt, und immer strömten noch neue einen bitteren Geschmack, besonders an der Spize. Derselbe ihre Vertreter im Bundesrathe anweiſe, für sofortige Suspension Schaaren von Festtheilnehmern herbei. Die Konzertmusit wurde entsteht, wenn die Früchte nicht im Schutz der Blätter reifen, und spätere Aufhebung der Getreidezölle einzutreten; ferner unter Leitung des Kapellmeisters Hugo Karbe von Mitgliedern sondern den Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Vor dem Schneiden wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, gleichzeitig ein Gesuch um der Freien Vereinigung der Berliner Zivil- Berufsmufiter" aus- soll man daher die Gurken erst fosten und im Fall sich ein Suspension bezw. Aufhebung der Getreidezölle an die Reichs- geführt. Als angenehme Abwechselung wurden die Lieder des bitterer Geschmack bemerkbar macht, vom Stielende anfangend " Seeger'schen Gesangvereins" und" Lorbeerkranz"( Mitglieder des stets nach der Spitze zu schälen, um die Bitterfeit nicht durch das regierung zu richten. Grvinsch i. S. Am Montag den 15. Juni fand hier im Arbeiter Sängerbundes) von den Zuhörern aufgenommen, und Wasser über die ganze Gurke zu verbreiten. Bei ber Bereitung die Sänger mußten manche Lieder, wie die„ Arbeitermarseillaise", von Gurkensalat öle man die Scheiben sofort, damit Echützenhause eine Wolksversammlung statt mit der Tagesord- Ein Sohn des Volfes" u. f. w. mehrfach wiederholen. Der der Saft nicht ausfließe, denn wenn Dies geschieht, nung:„ Die hohen Getreidezölle und die Reichsregierung." Das komische Theil des Festes wurde durch Vorträge der Soubrette dann wird der Salat lederartig, kann Referat hatte Herr Walther May aus Leipzig übernommen. Der Marie Gontard und der Humoristen Wadzeck und Dalatkewicz ge- faut werden und muß den Magen wohl belästigen. Vorsitzende Otto Germer verlas dann die vom Parteivorstande bildet; alle drei Personen ernteten rauschenden Beifall und wurden Nur aus diesem Grunde ist der Gurkensalat zuweilen schwer ausgegebene Resolution, betreffend die Getreidezölle, und dieselbe wiederholt gerufen. Die liebe Jugend amüsirte sich unterdessen auf verdaulich, an sich und richtig zubereitet ist er es nicht. Will wurde von der Versammlung, welche von 600 Personen, darunter ihre eigene Weise. In dem kleinen Saale, der in aller Gile geräumt man aber den Saft aus den Gurken gewinnen, so streut man auch Frauen, besucht war, einstimmig angenommen. war, drehten sich die Paare beim Tanz, andere ließen sich schau auf die geschälten und in recht dünne Scheiben geschnittenen nicht gut ge= Voigtsberg i. V. In der vorige Woche hier abgehaltenen feln, und wieder andere fuhren Starouffel- kurz, es war ein so Gurten etwas Salz, läßt sie damit eine Viertelstunde lang stehen Volfsversammlung, die so zahlreich besucht war, daß viele Be- frohes und fröhliches Treiben, daß sich alle Festtheilnehmer außer und drückt dann den Saft aus. Dieser frisch ausgepreßte Saft fucher feinen Platz erhielten, wurde nach einem mit vielem Bei- ordentlich wohl fühlten. Gegen 1/29 Uhr Abends begann der ist ein kühlendes Mittel bei Fieber und Blutwallungen, auch gift fall aufgenommenen Vortrag des Landtags- Abgeordneten Kaden Fackelzug; unter dem Voranmarschiren der Kapelle ſetzte sich der er als Verschönerungsmittel der Haut insofern, als er Finnen die Resolution des Parteivorstandes einstimmig angenommen. Bug in Bewegung, Groß und Klein mit Lampions und bunten und Hitblattern daraus entfernt. Unser Reichstags- Abgeordneter Dr. Hartmann sucht die hohen Lichthaltern versehen. Sodann begann die Kapelle die MarseilLebensmittelpreise auf Börsenspekulationen zurückzuführen und hat laise zu spielen, und aus mehr denn 8000 Kehlen erscholl ein Unter den wenigen einheimischen immergrünen Gein diesem Sinne eine Erklärung abgegeben, er findet aber bei braufender Massengefang. Noch zahlreiche Arbeiterlieder wurden wächsen nimmt wohl der Epheu den ersten Platz ein. Ihn feiner Wählerschaft wenig Glauben. Herr Dr. Hartmann dürfte gesungen, und zum Schluß kam die recht gelungene Darstellung tennt jedes Kind, denn er findet sich überall; jei es als Zierwohl das letzte Mal Reichstagsvertreter für den 23. Wahlkreis des lebenden Bildes" Schutz der Arbeit". Erit um 11 Uhr pflanze in Töpfen, sei es auf Balkonen, an Lauben, in Gärten Abends trennten sich die Festtheilnehmer in dem frohen Bewußt und im Walde, sei es endlich zum Schmuck der letzten Ruhestätten gewesen sein. fein, einen recht gemüthlichen Tag verlebt zu haben. Auch der der sündigen Menschenkinder, auf den Gräbern des Friedhofes. Heilbronn, 19. Juni. Der Antrag unferes Parteigenoffen Rauchklub Gemüthlichkeit" hatte am Sonntag ein Konzert ver- Bon Natur zum Klettern eingerichtet, gedeiht der Epheu auch am Rittler, die Staatsregierung zu ersuchen, beim Bundesrath anstaltet, das ebenfalls gut besucht war und einen gennüthlichen besten an solchen Stellen, die ihm einen Halt zum Hinaufklettern dahin zu wirken, daß eine Aufhebung oder eine vorübergehende Verlauf nahm. Die Mitglieder des Komitees u. f. w. trugen bieten, wie Gemäuer und Bäume. Und gewährt nicht ein Haus, Suspension der Getreidezölle beschlossen werden möchte, wurde in zum allgemeinen Ergötzen blaue türkische Fez mit gelben Der geftrigen Situng des Gemeinderaths mit 8 gegen Troddeln. 7 Stimmen angenommen. Der Bürgerausschuß beschloß dasselbe. " Ein großer Nebelstand bei den Pferdebahnen nächst dem, daß sie überall zu theuer sind liegt darin, daß man bei den ankommenden Wagen nicht sicher weiß, sind sie besetzt, oder nicht. Wie oft kommt es nicht täglich( zumal bei Regenwetter) wie ein Paar Aeuglein herausgucken, gewährt nicht auch ein dessen Wände so mit Epheu überzogen sind, daß nur die Fenster, Baumriese, der großmüthig dem Ephenstämmlein erlaubt, Halt an ihm zu suchen dafür von diesem mit dem immergrünen ein freundliches Aussehen? Schmuck belohnt Aber ist denn der Epheu nicht schädlich? Wird doch immer gefagt, in den mit Ephen so dicht bewachsenen Häusern sei es feucht und im Walde habe der vom Epheu umklammerte Baum| Mannschaften, sowie die Vorortswehren konnten abrücken. Das seinen in der Stromstraße belegenen Neubau benöthigte. von demselben zu leiden, weil er tief in seine Rinde einschneide Feuer hatte viele Tausende von Personen, besonders von der und ihm viele Säfte und Kräfte wegfauge. Nein, so schädlich ist Hasenhaide, angelockt, so daß die zahlreiche Gendarmerie nur der Epheu nicht. Im Gegentheil, bei Häusern, die von Natur mit großer Mühe die Ordnung aufrecht erhalten konnte. Feucht sind, hat der Ephen den großen Nugen, daß er die Feuchtigkeit aus dem Gemäuer vollständig herauszieht und die betreffenden Häuser dadurch trocken macht. Was nun den vermeintlichen Schaden im Walde anlangt, so kann von einem wirk lichen Schaden doch nur bei ganz jungen Bäumen die Rede sein, bei denen der Ephen das reguläre Wachsen der Zweige- eben durch die Umklammerung behindern, auch wohl durch Ueberhängen über die Krone das weitere Leben des Bäumchens in Frage stellt. Von einem Einschneiden in die Rinde- wie dies 3. B. beim Jelängerjelieber"( Lonicera caprifolium) der Fall ist- ist eben beim Epheu feine Rede, da er mit Luftwurzeln versehen ist und nur mit diesen das Weiterklettern verrichtet. Stein blieb mit den Zahlungen im Rückstande und Streu fürchtete, sein Guthaben zum Betrage von mehreren tausend Mark zu verlieren. Als er wieder einmal vertröstet wurde, wollte er wenigstens noch retten, was zu retten war. Er fuhr eines Nachmittags vor dem Eine verunglückte Ballonfahrt. Vorgestern Abend halb Neubau vor, öffnete die Thür des Bauzaunes mit Ge fieben Uhr kam im Südwesten Berlins der in Weißensee auf walt und ließ durch die mitgebrachten Arbeiter eine gestiegene Ballon des Luftschiffers Karl Heinze in Sicht, Anfangs Anzahl Thüren und Bekleidungen, welche Tags zuvor geals ein kleiner Punkt erscheinend, näherte sich derselbe, von Nord- liefert worden waren, wieder hinaustragen und wegfahren. often fommend, ziemlich schnell der Gegend der Großbeerenstraße Stein denunzirte ihn und es wurde auch Anklage wegen und fing plöglich so rapide an zu fallen, daß die Gefahr einer schweren Diebstahls erhoben. Der Beschuldigte führte Verunglückung des Luftschiffers, der in einem kleinen Korbe unter aus, daß die Thüren noch nicht in das Eigenthumsrecht des dem Ballon hing, augenscheinlich war. Der Luftschiffer hatte die Beugen Stein übergegangen waren, denn nach dem Kontrakte Absicht gehabt, auf dem Tempelhofer Felde niederzukommen, die hatte er auch die Einsetzung der Thüren übernommen und durch schwache Luftbewegung jedoch, der Mangel an Ballast und das bloße Hineinsehen in den Bau habe er sich seiner Rechte an eine Verwirrung der Ventilleinen, welche das geöffnete Ventil den Thüren noch nicht begeben. Daß seine Befürchtung, er nicht wieder zu schließen gestattete, verursachten den übermäßig würde einen Verluft haben, nicht unbegründet gewesen, gehe darFarbige Nebensonnen von seltener Schönheit konnten am schnellen Absturz des Ballons. Derselbe lief Gefahr, in den aus hervor, daß er noch eine Forderung an Stein in Höhe von Freitag Abend in der nördlichen Umgebung von Berlin be- Schifffahrtskanal bei der Großbeerenbrücke zu stürzen, verfing fich tausend Mart habe. Der Staatsanwalt hielt den Einwand des obachtet werden. Ich befand mich, so schreibt ein naturwissen- aber in den Fernsprechdräthen, welche ihn festhielten. Die Angeklagten für begründet und jedenfalls habe dem Angeklagten schaftlicher Mitarbeiter der" Post", auf der Chauffee von Reinicken- schleunigst herbeigeholte Feuerwehr befreite den zwischen Himmel der Dolus gefehlt, man möge seine Handlungsweise als eine undorf nach Hermsdorf, als ich gegen 1/27 Uhr also noch nahezu und Erde schwebenden Luftschiffer aus seiner unbequemen erlaubte Selbsthilfe ansehen oder nicht. Er beantrage daher die zwei Stunden vor Sonnenuntergang- am nordwestlichen Situation und ging dem Ballon von dem Dache des Hauses Freisprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof ging noch Himmel, links von der durch eine dunkle Kumuluswolfe verdeckten Tempelhofer Ufer 12 zu Leibe. Nach längerem Bemühen weiter; auf den Antrag des Vertheidigers, Rechtsanwalt Sonne und ungefähr in gleicher Höhe mit der letzteren einen gelang es, das Ungeheuer aus den Drähten loszulösen und Günther, wurden die durch die Vertheidigung entstandenen hellen, in deu Regenbogenfarben glänzenden Fleck bemerkte. Es auf das Dach des Hauses zu ziehen. Dort wurde der Ballon nothwendigen Kosten der Staatskasse auferlegt. war die eine der Nebensonnen, die bald verschwand, weil an der langsam vom Gase entleert, zusammengepackt und von dem Der in der Frister u. Roßmann'schen NähmaschinenStelle des Himmels, wo sie aufgetreten war, dunkles Kumulus- niedrigeren Nebenhause aus auf die Straße befördert. Darauf gewölt( Cumulostratus) aufzog. Nunmehr aber erschien noch brachte die Feuerwehr noch die verwirrten Drähte nach Möglich- fabrik angestellt gewesene Buchhalter Karl Schumacher stand glänzender als die erste Nebensonne eine zweite rechts von der feit in Ordnung. Sehr viele sind allerdings durchgerissen und gestern wegen vielfacher Unterschlagungen vor der dritten StrafSonne, die bis um 7 Uhr sichtbar war und sich zeitweise nach bedürfen der Ausbesserung. Der angerichtete Schaden dürfte kammer des Schöffengerichts. Die genannte Fabrik hat einen oben hin in ein kurzes Stück des Sonnenringes fortsetzte, der sonst nicht unbeträchtlich sein. Dem interessanten Schauspiele wohnte bedeutenden Absatz, der nach dem Abzahlungssystem gehandhabt bisweilen die Sonne in einem Abftande von 22 Gr. umgiebt und eine nach vielen Hunderten zählende Zuschauermenge bei. wird, der Angeklagte hatte die von den Kassirern eingezogenen entweder mit oder auch ohne Nebensonnen auftritt. Ich habe Beträge und die Listen zu kontrolliren und hat hierbei insgesammt häufiger Gelegenheit gehabt, die genannten optischen ErEin Straßenräuber, welcher unter der Maske eines Mäd- 3467 M. unterschlagen. Durch geschickt ausgeführte Buchfälschungen scheinungen der Atmosphäre zu beobachten; aber noch nie habe chens zu operiren pflegt ist vorgestern Nacht dingfest gemacht hat er die Entdeckung seiner Strafthaten längere Zeit hinausich die Farben sei es der Sonnenringe, sei es der Neben worden. Als gegen 2 Uhr früh der Koch R. die Neue Prome- zuschieben gewußt. Der Gerichtshof belegte den geständigen und Sonnen so flær und von solcher Pracht gesehen, wie am Frei- nade passirte, wurde er von einer„ Dame" angesprochen. R. ging anscheinend reuigen Angeklagten mit einer Gefängnißstraße von Nicht minder groß war der Vertrauensbruch, tag. Der Erscheinung Unkundige hielten sie für einen unvoll- ohne zu antworten seines Weges, war aber nur wenige Schritte zwei Jahren. ständig ausgebildeten Regenbogen- diesen Eindruck machte sie gekommen, als er von mehreren Zuhältern angegriffen und miß- den der Bureauvorsteher Paul Lerche sich hatte zu Schulden in der That und es nahm sie Wunder, daß der Regenbogen handelt wurde. Auf die Hilferufe des Ueberfallenen eilte der kommen lassen, welcher von der 1. Straffammer des Landgerichts I auf derselben Himmelsseite, wie die Sonne, und nicht ihr gegen- Revierwächter herbei, bei dessen Annäherung die Thäter die Flucht abgeurtheilt wurde. Lerche war Vorsteher in dem Bureau eines über sich bildete. In dieser Lage am Himmelsgewölbe aber liegt ergriffen, doch gelang es, die" Dame" einzuholen und festzu hiesigen vielbeschäftigten Rechtsanwalts. Sein lockerer Lebensgerade ein Unterschied zwischen den Sonnenringen und Neben- nehmen. Auf der Polizeiwache machte man die Entdeckung, wandel und seine großen Ausgaben legten den Verdacht nahe, sonnen einerseits und dem Regenbogen andererseits; ein zweiter daß die Frauensperson ein der Behörde wohlbekannter daß Lerche unehrliche Einnahmequellen habe und eine Revision Unterschied ist der, daß bei jenen Erscheinungen die Spektral Arbeiter" Klein sei, der unter jener Maske nächtliche der von ihm geführten Kassen und Bücher bestätigte den Verdacht. farben in der umgekehrten Reihenfolge sichtbar sind, wie beim Bassanten anlockte, um sie mit Hitse seiner Komplicen zu be- Er hatte seinen Chef um ca. 3500 M. geschädigt. Das Urtheil Regenbogen, also das Roth nach innen, der Sonne zugekehrt. rauben. gegen ihn lautete auf 2 Jahre Gefängniß. Die Ursache beider Phänomene ist in einer Brechung der SonnenZusammenstoß auf der Dampfstraßenbahn. Gestern Ein gefährlicher Kirchhofsmarder wurde gestern der strahlen zu suchen, die aber bei den Sonnenringen und Neben- Abend spielte sich auf dem Geleise der Dampfstraßenbahn in zweiten Straffammer des Landgerichts I in der Person des sonnen in Gisprismen, die in hohen Schichten der Atmosphäre Schmargendorf eine aufregende Scene ab. Während die Strecke Gärtners Karl Friedrich Wilhelm Friese vorgeführt. Im schweben, sich vollzieht, beim Regenbogen dagegen in Regen- vom Bahnhofe auch bis zur Mitte des Dorfes mit zwei Ge- Anfange dieses Jahres wurden die Gräber des Jeruſalemer tropfen, welche vor dem der Sonne den Rücken zukehrenden Be- leifen versehen ist, befindet sich von hier aus nur eins mit einer Kirchhofs in der schändlichsten Weise zu wiederholten Malen ihres Weiche am Gesellschaftshause. Dieses eine Geleise beschreibt für die damalige Zeit feltenen und kostspieligen Blumenschmucks Ju der Potsdamer Stadtverordneten- Versammlung eine Kurve, sodaß man von den beiderseitigen Treffpunkten beraubt und trotz aller Aufmerksamkeit der Kirchhofsbeamten Dom legten Freitag wurde mitgetheilt, daß an den Magistrat aus einen von der entgegengesetzten Seite fommenden Zug wollte es nicht gelingen, den Thäter zu fassen. Am 21. Februar und die Stadtverordneten- Versammlung eine Resolution einer nicht zu sehen vermag. Gegen 9 Uhr Abends kam eine Maschine war der Verleger des" Vossischen Zeitung", Herr M. auf dem vom deutschfreisinnigen Arbeiterverein einberufenen öffentlichen von Schöneberg an, welche drei Wagen vor sich nach Hundefehle genannten Kirchhofe beerdigt worden und seine Grabstätte Versammlung eingegangen sei, welche die städtischen Behörden schob und drei andere Wagen zog. Da jeder Zug nur aus schmückte eine Fülle der kostbarsten Blumen. In der folgenden auffordert, angesichts des herrschenden Nothstandes, Schritte bei höchstens drei Wagen bestehen soll, so wurde nach etwa zehn Nacht hatte der Dieb wieder wie ein Vandale gehauft. Der ganze Der Staatsregierung um Aufhebung der Kornzölle zu thun. Der Minuten noch eine Maschine nachgeschickt. Diese tarombolirte an Blumenschmuck war förmlich abgemäht worden. Wie die FußMagiftrat lehnte diese Aufforderung ab, da die Mehrheit des der oben bezeichneten Stelle mit einem ihr entgegenkommenden Spuren bewiesen, hatte der Dieb den Weg über die Kirchhofs Landtages fich gegen die Aufhebung der Kornzölle erklärt und in in voller Fahr befindlichen voll besezten Zuge. Die vorderen mauer an einer besonders niedrigen Stelle derfelben genommen. Potsdam fein größerer Nothstand als anderwärts fei. Die Stadt- Ruppelungen Maschinen wurden vollständig zer- In dem aufgeweichten Erdboden war die Spur eines auffallend verordneten- Bersammlung pflichtete dem Magistrat bei und ging trümmert. Die Passagiere des Zuges tamen glücklicherweise mit kleinen Männerstiefels genau abgedrückt und diese Spur wurde über die Resolution zur Tagesordnung über. dem bloßen Schrecken davon. Nachdem die einzelne Maschine auf von dem Kriminalbeamten sorgfältig geschützt. Am Tage zuvor das linke Geleise zurückgeschoben war, setzte sich der beschädigte Bug hatte der Kirchhofsaufseher den Angeklagten, den er kannte, weil mit denjenigen Personen, welche die Fahrt fortsehen wollten, in derselbe früher in der Bellealliancestraße, gegenüber dem KirchBewegung. Aber schon auf der Chauffee, noch vor der Grenze hofe, einen Blumenladen gehabt, auf dem Kirchhofe gesehen und riß an der Maschine die hintere Verbindung, welche auch schad- wurde deshalb der Verdacht auf Friefe gelentt. Es wurde erhaft geworden war. Die Maschine fuhr infolge dessen allein mittelt, daß derselbe bei einem Gärtner Schulz Blumen dernach dem Depot in Schöneberg, um Ersatz zu holen. Der nächste selben Gattung verkauft hatte, wie die gestohlenen. Ferner von Hundekehle kommende Zug schob dann die auf der Chauffee wurde der Stiefel des Angeklagten auf die erwähnte Fußstehen gebliebenen drei besetzten Wagen bis zum Bahnhof der spur gestellt und deckte dieselbe aufs Haar. Friese wurde eingezogen und von dieser Zeit an sind keine Kirchhofsdiebstähle wieder Stadt- und Ringbahn. vorgekommen. Auch gegen den Gärtner Schulz wurde das StrafHerr Lessing, der Besitzer der Voss. 3tg." veröffentlicht verfahren wegen Hehlerei eröffnet, aber wieder aufgehoben, weil das Belastungsmaterial fich nicht als ausreichend erwies. Friese folgende Erklärung: „ Herr Mary, bis zum 24. Mai dieses Jahres Redakteur legte sich im Termine troß der erdrückenden Beweise aufs Er wollte die von ihm verkauften Blumen von bei der„ Vossischen Zeitung", veröffentlicht eine Erklärung über Leugnen. die Gründe, welche zur Auflösung dieses Verhältnisses geführt Händlern aus Straßburg i. E. bezogen haben, war aber außer haben. Da auch meine Person darin berührt wird, so erkläre Stande, hierfür den Nachweis zu erbringen, oder auch nur die ich hiermit, daß ich der Kündigung des Herrn Mary fern ge- Namen der Firma anzugeben. Der Gerichtshof verurtheilte den standen. Erst nachdem die Stellvertretungsfrage geregelt und Angeklagten nach dem Antrage des Staatsanwalts zu zwei Jahren die Kündigung an Herrn Mary erfolgt war, habe ich von lekterer Zuchthaus und den üblichen Nebenstrafen. und davon, daß Herr Mary Jude sei, Kenntniß erlangt. In Betreff der Gründe zur Kündigung kann ich mich nur an die mir gegebenen halten. obachter niederfallen. Die am 9. d. Mts. vom Blik getroffenen Soldaten des Kaiser Franz Garde- Grenadier- Regiments sind bis auf den Gefreiten Hornist Boers sämmtlich als geheilt aus dem Garnison- Lazareth Tempelhof, wohin sie direkt von der Unglücksstelle gebracht wurden, entlassen worden und befinden sich seit voriger Woche wieder im Dienst. Der Zustand des im Lazareth verbliebenen Boers ist ein ganz sonderbarer; zeitweise scheint dem Patienten nicht der geringste Schaden an seiner Gesundheit verblieben, denn er ist, trinkt und unterhält sich, macht auch tüchtig Gehversuche; zeitweise vermag er sich nicht auf den Beinen zu halten, sondern erhascht einen Stuhl, um im nächsten Augenblick gleich einem an Leib und Seele gebrochenen Menschen vollständig apathisch in sich zusammenzuknicken. 5500 M. in einem alten Sopha gefunden hat ein Gastwirth B. in der Prinz Handjernstraße in Rirdorf. Seine Verwandte, eine Wittwe A. war vor furzem gestorben, und hatte zahlreichen Erben ihre Wirthschaft hinterlassen. Bei der Vertheilung der Sachen fiel nun dem Gastwirth der alte Sopha zu. Die Verwandten machten darüber spöttische Bemerkungen; B. aber ging der Sache auf den Grund und fand in der Federlage versteckt, 5000 M. in Obligationen und einen Beutel mit 500 M. in Gold. Die übrigen Erben wollen Protest einlegen. beider Berlin, den 22. Juni 1891. C. R. Leffing." Arbeiterbewegung. " Nun hat Herr Stephany das Wort. Bremen. Ueber den Streit der Heizer und Kohlenziehet Die ,, Berliner Zeitung" schreibt: Allgemeine Entrüstung rief am Freitag Mittag das Auftreten des Amtssekretärs, Polizeibericht. Am 19. d. M., Nachmittags, stürzte ein des Nordd. Lloyd" geht der Bremer Bürger- Beitung" folgende Bürgermeisters a. D. H., in Pankow hervor. Die Kirche diefes fünfjähriges Mädchen in Abwesenheit der Eltern aus dem Fenster Mittheilung zu: Wie der Schnelldampfer Havel" des" Nordd. Vorortes ist von Parkanlagen umgeben, die von einer fußhohen der im Hause Buttmannstraße 18 im 2. Stock belegenen elterlichen Lloyd" seine lebte Reise mit unbefahrenen Leuten gemacht hat, eifernen Umfriedigung eingeschloffen werden. Auf diese Um- Wohnung auf den gepflasterten Hof hinab und erlitt eine schwere darüber liegen uns jeßt nähere Berichte vor. Bekanntlich ging friedigung setzte sich aur angegebenen Beit ein gutgekleideter Ar- Verlegung am Kopfe. Vor dem Hause Friesenstraße 5 wurde die Savel" von Nordenham mit ungefähr halber Mannschaft, beiter nieder und stützte den Kopf in beide Hände. Ent- am 20. d. M., Nachmittags, ein 11jähriges Mädchen beim Ueber- meiſtentheils noch unbefahrene Leute, so daß nur zwei Wachen weder war derfelbe angetrunken oder unwohl. Plöglich schreiten des Fahrdammes von einem Arbeitsfuhrwert überfahren besetzt werden konnten, in See. Man hegte die Hoffnung, in stürzte der Mann hinten über und Tag mit dem und am Kopf und am Bein verlegt. Um dieselbe Zeit stürzte Southampton die Mannschaft mit tüchtigen Kräften vervollRücken im Grafe. Das fah der Herr Amtssekretär, vor dem Grundstück Elisabeth- Ufer Nr. 3 ein 5jähriger Knabe ständigen zu können. Wie die gegnerischen Blätter seiner Zeit das auch gelungen, der gerade im Hertling'schen Restaurant saß. Sofort stand beim Spielen in den Louisenstädtischen Kanal. Er wurde, an mit Genugthuung berichteten, war er auf, ergriff einen großen Krug, füllte denselben am Brunnen scheinend ohne Schaden genommen zu haben, von einem vorüber- aber die jetzt uns vorliegenden Berichte lauten ganz anders. mit Wasser und goß das letztere dem am Boden liegenden gehenden Tischler aus dem Wasser gezogen und seinen Eltern Darnach wurden in Southampton thatsächlich 27 Mann Manne über den Kopf. Damit hatte der Herr Amtssekretär aber zugeführt. An demselben Tage Abends erschoß sich ein Kauf- angemustert, aber dreizehn von diesen verließen sofort wieder noch nicht genug- einem vorüberfahrenden Droschtenfutscher mann in seiner Wohnung in der Gipsstraße mittelst Revolvers. Das Schiff, weil sie nicht Streitbrecher werden wollten. Den an riß er die Peitsche aus der Hand, damit geißelte er sein Opfer Am 21. d. M., Morgens, wurde ein Mädchen in Bord Bleibenden wurde eine Heuer von 8 Pfd. Sterl.( M. 160) und schlug zuletzt mit dem Beitschenstiel auf dasselbe los, erst der Augen Klinit, Karlsstraße Nr. 2, wo 100 es sich als gezahlt. also das Doppelte von dem, was die Streifenden verinne haltend, als die Entrüstung der Zeugen einen drohenden Patientin befand, durch Leuchtgas erstickt vorgefunden. langten. Die Rohlenarbeiter, welche in Nordenham mitgenommen Charakter annahm. Schließlich gab der Herr Amtssekretär einem& liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Vormittags sprang ein waren, erhielten bis Southampton 30 M. und freie Rückfahrt. nach Schluß der Szene hinzukommenden Gendarmen den Auf- Mädchen von der Eisernen Brücke in den Kupfergraben, wurde Von ihnen tehrten in Southampton auch zehn Mann um, so trag, den Mißhandelten in das Amtsgefängniß einzusperren. Ver- jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, aus dem daß sich die Bemannung in Wirklichkeit nur um 4 Personen verschiedene Männer in angesehenen Lebensstellungen haben ihrer Waffer gezogen und nach der Charitee gebracht. Im Span- mehrt hatte. Und mit einer solchen Besatzung wurde die Reise Entrüstung über diese Grausamkeit auf der Stelle in einer An- dauer Schifffahrts Kanal, nahe der Fennbrücke, wurde zu der nach New- York angetreten. Man sieht, was dem gegenüber die zeige Ausdruck gegeben, welche sie an die Staatsanwaltschaft des selben Zeit die Leiche eines unbekannten, etwa 30 Jahre alten Behauptungen der gegnerischen Presse sind. In New- York an Landgerichts II richteten und die voraussichtlich eine Untersuchung Mannes angefchwemmt. Abends fiel ein Kaufmann im Wallner- gekommen, verließen von der so schon unzureichenden Mannschaft des Borfalles zur Folge haben wird. Theater von der Treppe und erlitt anscheinend innere Verlegungen, wieder 40 Mann das Schiff, weil sie die Arbeit, die bei der Hoffentlich wird es dem schneidigen Herrn Amtssekretär so daß er nach dem jüdischen Krankenhause gebracht werden mußte. Minderbesehung erst recht schwer war, nicht aushalten konnten. ordentlich eingetränkt. -In der Nacht zum 22. ds. Mts. fiel der Handelsmann Witte Daß die Mannschaft sowohl nach Qualität wie Quantität nicht in in der Annenstraße infolge eines Krampfanfalles zur Erde und der Lage war, die Arbeit ordnungsmäßig zu leisten, beweist der Ein Brand, der unter Umständen einen großen Umfang erlitt dabei eine so bedeutende Verlegung am Kopfe, daß seine Umstand, daß der Dampfer„ Elbe", der einen Tag später abhätte annehmen können, entstand vorgestern Abend in Nixdorf. Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. In der gefahren war wie die„ Havel", und ohnedies noch nicht einmal fo Gegen 9 Uhr bemerkten die Miether des dem Bäckermeister Haase Spree, nahe der Schillingsbrücke, wurde am 22. d. M. Morgens schnell fährt als lettere, aur selben Zeit in New- York anlangte. in der Schönweiderstraße gehörenden Hauses auf den Treppen- die Leiche eines unbekannten etwa 85jährigen Mannes an- Wenn man nun berechnet, daß der Lloyd jetzt den Aushelfern, fluren Rauch. Als sie der Ursache nachforschten, loderten ihnen geschwemmt. Am 21. d. M. und am darauffolgenden Morgen als Weiteres tann man sie doch nicht betrachten, das Doppelte auf dem Boden schon die Flammen entgegen. Sofort wurde das fanden drei Brände statt. Feuer gemeldet. Da aber die Feuerwehr- Hornisten sehr spärlich vertreten waren, mußten mehrere in einem Tanzlokale spielende Privatmusiker die Feuersignale in den Straßen weiter geben. Nur wenige Mitglieder der Feuerwehr erschienen am Sprizenhause, weil der größte Theil derfelben, wie es hieß, einen Ausflug unternommen hatte und nur die für die Neue Welt" in der Gerichts- Beitung. zahlen muß von dem, was die Streifenden nur an Heuer verlangen, und wenn man weiter in Betracht zieht, wie durch solche quantitativ wie qualitativ ungenügende Besatzung Schiff und Menschenleben in Gefahr kommen, so muß man sich nur wundern, daß der Lloyd sich den Forderungen der Streifenden gegenüber so ablehnend verhält." Wie weiter mitgetheilt wird, war am Mittwoch die Lohnkommission der Streifenden in Bremen, um Hasenhaide, für das Variété- Theater und einige andere Lokale Die schwierige Lage, in welcher sich die Bauhandwerker mit dem Direktor Lohmann direkt zu unterhandeln. Der Direktor gestellten Brandwachen zurückgeblieben waren. Es blieb nichts ihren fäumig oder gar nicht zahlenden Bauherren gegenüber be- soll sich bei den Verhandlungen entschieden gegen eine Heuer- Erübrig, als die Berliner Feuerwehr herbeizurufen, die auch nach finden, zeigte sich wieder in einer Verhandlung, welche gestern höhung ausgesprochen haben; natürlich, warum auch nicht, woher Verlauf einer halben Stunde anlangte, während welcher Zeit der vor der III. Straftammer des Landgerichts I stattfand. Der sollten denn die Aktionäre für ihr füßes Nichtsthun das viele ganze Dachstuhl des Hauses in Brand gerathen war. Gegen Tischlermeister Streu hatte in diesem Jahre die Ausführung der Geld erhalten, wenn den im Schweiße ihres Angesichts arbeiten11 Uhr war die Macht des Feuers gebrochen und die Berliner Arbeiten übernommen, deren der Bauunternehmer Stein für den Feuerleuten eine gerechte Forderung bewilligt würde. Mannheim. Zum Getreide- Arbeiter- Ausstand, welcher nach| Diskussion sprach Herr H. Lehmann. Er meinte, die einzige| Kampf ums Dafein im Arbeiterleben." Rednerin erledigte ihre einer ziemlich verfrühten Mittheilung einiger gegnerischer Blätter richtige Antwort auf die Frage, wie man der verstärkten Aus- Aufgabe zur vollen Zufriedenheit der Anwesenden. An der Disals beendigt erklärt wurde, theilen wir nachstehend mit, daß noch beutung entgegenzutreten habe, sei der Kampf um Herbeiführung fussion betheiligten sich Frl. Rüger, Frau Leder und Hr. Freuer. etwa 80 an der Zahl sich weigern, die Arbeit vor Bewilligung der sozialistischen Produktionsweise. Die Verhältnisse bringen es unter Verschiedenem" wurde zum Abonnement der Arbeiterin" ihrer Forderungen aufzunehmen. Daß die Oberarbeiter es nicht aber mit sich, daß man heutzutage erft der allzugroßen Ausbeutung aufgefordert. Da der Tanz behördlicherseits nicht gestattet war, an Anstrengungen fehlen lassen, gerade diese tüchtigen Arbeiter in der bestehenden Gesellschaft entgegentreten müsse. Dazu werde unterhielten sich die Anwesenden durch Vorträge und Gesang bis wieder zu erhalten, ist leicht erklärlich. Da die Lehteren aber von einer Seite als bestes Mittel eine große, starte Gewerkschafts- zum Schluß. nicht gewillt sind, sich der alten Ausbeuterei wieder zu unter- Organisation empfohlen, die Erfahrung lehre jedoch, daß das Verband der Vergolder, Filiale Berlin. Monatsversammwerfen, haben sie sich in einer Korporation mit dem Titel: hiermit Errungene sehr bald wieder verloren gehe. Auch bei den Korporation der Getreide- Arbeiter Mannheim" zu gemeinsamer Bimmerern sehe man dies, da bei vielen Meistern anstatt lung am 15. d. M. Als Kassirer wurde Kollege Franz Nary Arbeitsübernahme vereinigt. Dieselben haben bereits gestern ein 9 Stunden schon wieder 11 Stunden gearbeitet werde. Dem gewählt. Der Vorsitzende berichtete über seine Agitationsreise, Zirkular an die Getreidefirmen erlassen, worin fie diefelben um müsse man auf irgend eine Art entgegentreten. Da sich die Ber- legte die Verhältnisse in den anderen Filialen llar und bemerkte, Uebertragung von Arbeiten ersuchen. Der dem Zirkular bei- liner Bimmerleute in zwei von einandergetrennte Organisationen daß vier neue Filialen entstehen werden. Es entstand eine längere gegebene Tarif der Rorporation unterscheidet fich wesentlich von vereinigt haben, eine Bentral- und eine Zokalorganisation, sei es Debatte darüber, die Mitglieder erklärten sich für und gegen die dem bisher in Kraft gewesenen, indem derselbe billiger für die nöthig, eine Mittelding zu schaffen, hinter dem die ganze Kollegen Reise. Folgende Resolution wurde angenommen: Die heutige Firmen sich gestaltet. Da bei der Korporation feine Extra- fchaft stehe, und dann zu versuchen, das, was von früheren Er- Bersammlung erklärt, daß die Reise des Verbandsvorsitzenden, vergütungen an die Geschäftsleiter gezahlt werden, so können sie rungenschaften wieder verloren gegangen ist, zurückzuerobern. welche einen Kostenaufwand von über 400 m. verschlungen, den den Tarif auch leicht reduziren und unterliegt es gar keinem Redner stellt hierauf den Antrag, eine Lohnkommission zu wählen. Interessen der Mitglieder mehr geschabet als fie gefördert habe, Zweifel, daß die Rorporation gerade aus diesem Grunde Arbeit An der weiteren Diskussion betheiligten sich die Herren und erwartet in Zukunft bei ähnlichen Fällen doch mindestens, Schent, Schmidt, daß ein derartiges Vorhaben des Hauptvorstandes 14 Tage vorher zur Genüge erhält und daß bei ihr, wie das Sirkular ganz richtig Wolter, Geffrois, Pabst, ausdrückt, Friede und Eintracht obwalten wird. Das läßt wieder Kötzer, Weiß, Lehmann, G. Reßler und Zippke. im Vereinsanzeiger( Solidarität") bekannt gegeben wird, damit in Redner erkannten der Lage der Berliner sämmtliche Filialen ihr Gutachten darüber abgeben können. Im eine gewissenhafte Arbeit voraussehen, welche ohnedies schon Alle deshalb unzweifelhaft ist, weil der Korporation nur Leute an- Bimmerer die eingetretene Verschlechterung an und erklärten übrigen hält die heutige Versammlung den Beschluß der außergehören, die längere Beit, darunter manche 20 Jahre im Ge- ich zum größten Theil für die Wahl einer Lohnkommission, die ordentlichen Mitgliederversammlung vom 27. April d. J. voll schäfte thätig sind. Es wird nun abzuwarten bleiben, wie sich die aus Kollegen zusammenzusehen sei, welche im bisherigen Streite und ganz aufrecht. Im Verschiedenen machte der Vorsitzende bekannt, daß der Firmen zur Korporation verhalten. um die Form der Organisation feine Rolle gespielt haben. Die Kollegenschaft sei dann aber auch verpflichtet, die Kommission ehemalige Filialtassirer Oskar Meyer am 10. Juni zu 4 Wochen thatkräftig zu unterstützen. Nur so könne ein weiteres zurück- Gefängniß verurtheilt wurde. Ferner unterbreitet derfelbe der gehen des Lohnes, der schon bis auf 40 Pfennig pro Stunde ge- Versammlung, daß die Ortsverwaltung dem zeitigen Filialkassirer funken fei, verhindert und der im letzten Streit errungene Lohn monatlich 10 M. bewilligt hat, was von der Versammlung wieder erzielt werden. Ebenso sei nur dann die Erhaltung anerkannt wurde. bezw. die Wiedergewinnung der neunstündigen Arbeitszeit zu erPotsdam. Am 18. Juni tagte hier eine öffentliche Verwarten. Jetzt werde thatsächlich auf einigen Bauten vom sammlung mit der Tagesordnung: 1. Gründung eines sozialMorgengrauen bis zur Abenddämmerung gearbeitet, trotzdem bemokratischen Wahlvereins für Potsdam und Umgegend. viele Kollegen beschäftigungslos find. Der Antrag Lehmann 2. Statutenberathung. Zunächst wurden die von einer- in wurde nach Schluß der Debatte mit übergroßer Majorität ange- früherer Versammlung gewählten Statutenberathungs- Rommission ausgearbeiteten Statuten mit geringen Abänderungen an Die öffentliche Generalversammlung der Zimmerer Berlins genommen. Bei der darauffolgenden Einzeichnung in die MitHierauf schritt man vom 21. Juni 1891 beschließt, um eine fräftige Agitation unter gliederliste zeichneten sich 62 personen ein. In denselben wurden gewählt: August den Zimmerern zu verbreiten, eine aus sieben Personen bestehende zur Vorstandswahl. Lohnkommission zu wählen. Weiter beschließt die Versammlung Krause, Vorsitzender, Bimmerstr. 2. Wilhelm Beneke, Kassirer, die Schaffung eines Generalfonds. Jägerstr. 36. Heinrich Voigt, Schriftführer, Zimmerstr. 13. Mit Der freiwillige Beitrag zu dem Generalfonds beträgt einem fräftigen Appell an die Mitglieder und Potsdamer Ge15 Pfennige. noffen, den Verein in jeder Weise zu pflegen und für denselben Der Beitrag wird vom Sonnabend, den 5. Juli, ab erhoben, au agitiren, um bei der nächsten Reichstagswahl mit geschulten und verpflichtet sich jeder Anwesende, dafür zu sorgen, daß diesen Kräften eingreifen zu können, schloß der Vorsitzende die Ver freiwilligen Beitrag ein jeder in Berlin arbeitende Zimmerer fammlung. entrichtet. Bordeaux, 22. Juni. Zwischen der Polizei und den ausständigen Omnibusbediensteten, welche mehrere trotz des Streits verkehrende Wagen anzuhalten versuchten, kam es zu einem wiederholten Bufammenstoß, infolge dessen neuerdings drei Verhaftungen vorgenommen wurden. Boziale Uebersicht. Die Kollegen der Werkstatt von Achtung, Tischler! Völker, Hagelsbergerstraße 52 legten gestern sämmt lich die Arbeit nieder, weil Herr Völker der Meinung ist, daß jetzt bei dem schlechten Geschäftsgang die Arbeitszeit eine halbe Stunde verlängert werden muß. Wir bitten die Kollegen, dies zu beachten. Die Werkstatt kontroll: tommisson des Fachvereins der Tischler. Versammlungen. Maurer. " nommen; er lautete: " Die Quittirung geschieht durch Marken auf hierzu angefertigten Karten. Die Kommission ist verpflichtet, die Interessen sämmtlicher Bimmerer Berlins, ohne Unterschied der Organisation, wahrzunehmen; insbesondere hat sie alle Mittel, welche ihr zu Gebote stehen, zu benützen, um die wirthschaftliche Lage der Zimmerer Berlins zu verbessern. Die Kommission wählt einen Kassirer und einen Leiter der Geschäfte aus ihrer Mitte; dem Kassirer darf jedoch nur die Verwaltung der Kassengeschäfte übertragen werden. " Politischer Klub Berliner Buchdrucker. Am 15. d. M. fand hierselbst eine Vorbesprechung zur Begründung eines Politischen Klubs Berliner Buchdrucker" statt. Auf Grund der am 14. d. M. im Feenpalast" stattgehabten Von den erschienenen Kollegen wurde die Nothwendigkeit eines öffentlichen Versammlung wurde am 21. d. M. eine abermalige folchen in übereinstimmender Weise hervorgehoben, ebenso wurden startbesuchte öffentliche Versammlung der Maurer die Ziele desselben eingehend dargelegt. Nach lebhafter DisBerlins und Umgegend abgehalten. Kollege Wilte fuffion einigte man sich dahin, eine Kommission zu wählen, behandelte in einem eingehenden Vortrage noch einmal das schon welche den Statutenentwurf auszuarbeiten und die Geschäfte bis in der Feenpalast- Versammlung erörterte Thema: Die Lohn zur definitiven Konstituirung des P. K. B. B." zu führen hat. brüderei Seitens der Baugeschäftsinhaber Die nächste Zusammenkunft, in welcher der Statuten- Entwurf und wie wollen die Berliner Maurer ihre Die Kommission ist verpflichtet, in kurzer Zeit sechs Bezirks- berathen werden soll, findet am Donnerstag, den 25. d. M., fchlechte Lage verbessern?" Die Klagen der Berliner versammlungen einzuberufen und sechs Bezirks Vertrauensleute Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, DresdenerMaurer lassen sich kurz dahin zusammenfassen: Wenig Arbeit, wählen zu lassen. Diese Vertrauensmänner haben in ihren Bestraße 116, statt, und werden Kollegen, die sich für das Zustande also oft wiederholte lange arbeitslose Zeit für fast einen jeden zirken die freiwilligen Beiträge in Empfang zu nehmen und kommen des Klubs interessiren, hiermit zur Theilnahme an derMaurer, fortwährende Herabsehung der schon kaum ausreichen- müssen alle Beschlüsse, welche die Kommission oder die öffentliche selben eingeladen. den Löhne, theure Preise für Brot und alle Lebensbedürfnisse, Versammmlung faßt, in ihren Bezirken zur Durchführung zu die noch immer theurer werden; faum erschwingliche Miethen; bringen suchen. hohe Steuern und schlechte, grobe Behandlung, welche der Bortragende in ausführlicher Weise erläuterte. Derselbe hielt an gesichts dieser Verhältnisse einen Stundenlohn von 60 Pf., sowie Garantirung desselben bei Staats, Rommunal- und Kirchenbauten und neunstündige Arbeitszeit mindestens für erforderlich und bezeichnete es als ein schreiendes Unrecht, daß diese Bedingungen nicht inne gehalten würden, obgleich dieselben inne gehalten werden könnten. In Anbetracht des Umstandes, daß wirksame Arbeiterschutzgesetze noch lange auf sich warten lassen werden, verwies der Referent auf den Weg der Selbsthilfe", auf den Weg der Organisation, des festen Busammenschlusses, um der systematischen Lohndrückerei Einhalt zu gebieten; auf die energischen Sammlungen zum General fonds, um einen Kampf gegen das Unternehmerthum führen und das Erkämpfte festhalten zu können, sowie auf den Weg der Fachund politischen Presse. Die Vertrauensleute haben dahin zu wirken, daß auf den in ihren Bezirken sich befindenden Bauten und Plähen Deputirte gewählt werden, um mit diesen Deputirten wirksam für die Sammlung des Generalfonds u. s. w. eine Agitation zu entfalten. Zur Üeberwachung der Kassengeschäfte wählt die Versamm lung zwei Revisoren, welche verpflichtet sind, die strengste Kontrolle über den Kassenstand, sowie über die Ausgaben auszuüben. Die Wahl der Vertrauensmänner, der Lohnkommission, sowie die der Revisoren geschieht auf ein Jahr. Die Revisoren und Vertrauensmänner sind berechtigt, aber nicht verpflichtet, an den Kommissionssitungen mit berathender Stimme theilzunehmen. Vereinigung der Drechsler Deutschlands.( Ortsverwaltung Berlin.) Dienstag, den 23. Juni, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Bolzmann, Andreasfir. 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Wach:„ Die Entwickelung der tapitalistischen Wirthschaft. 2. Distuffion. 3. Wahl der Rechtsschußkommission. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden um pünktliches Erscheinen ersucht. Gauverein Berliner Bildhauer. Bersammlung, am Dienstag, ben 23. Juni, Abends 9 Uhr, im großen Saal des Königstadt- Kasino, Holzmarktund Alexanderstraßen- Ece. Alles Nähere stehe Inserat. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Herwegh", Abends 8% Uhr, tm Sotale von Otto Sinte, Forsterftr 48. Gäste wintommen. " Proletarier", ( Bantow), bei Borchardt, Schulzenstraße 28.-„ Safenelever" Abends Gäste wilitommen. 8% Uhr, im Restaurant Schola, Kastanien Allee 35. Agitationsverein Bassalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. Spinoza", Abends 8% Uhr, bei Brandstahl, Oppelnerstr. 29. Gäfte haben Wedde", Abends 9 Uhr, im Lokale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. " " 1 Gefangverein Butritt. Lefe- und Diskutir- klub für Männer und Frauen, Johannes Die Theilnehmer einer Sigung find berechtigt, eine Sigungs- Männer und Frauen als Gäste willfommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends von Mitgliedern. Gefangverein entschädigung von 50 Pf. pro Sigung zu beanspruchen. Der uhr, uebungsstunde, Aufnahme Gesangverein Kassirer erhält eine monatliche Entschädigung, deren Höhe die Myrthenblätter", Belforterstr. 15 bei Schneider. Arbeiter Gesang,, unverzagt", Moabit, bei Jlges, Wilsnackerstr. 63. In der folgenden Diskussion fanden die herrschenden Ver- Versammlung festzusehen hat. verein reies Lied", Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee und DorfFür diejenigen Kommissionsmitglieder, Revisoren und Verstraßen- Ecke bei Reusch. Arbeiter Gesangverein Morgenroth", hältnisse im Baugewerbe eine scharfe Beleuchtung. Redner waren Restaurant. Arbeiter- Gefang die Kollegen 2a ege, Krieg, Blaurock, Grund, 3wa- trauensleute, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, hat Charlottenburg, Bismarckstraße 89 Gefangverein verein Vorwärts", Friedrichsfelde, bet Momber. Ge bei Heise. towsti( Spandau), welch' letterer der Sympathie der Span- sofort eine Ersatzwahl stattzufinden." Steineiche"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 Norddeutsche Schleife", Restaurant Kaiser Franz Die nun vorgenommene Wahl der Lohnkommission ergab fangverein dauer Kollegen Ausdruck gab, Weiße, Görlich, Witte. Grenadierplay 7. " Allegro", Stalizerstraße 142 bet Bardeleben, Obst, H. Göde, Nach einem Schlußworte des Vorsitzenden Kaufmann wurde folgendes Resultat: Greifer.. Arbeiter- Gesangverein Olympia", bei Schneider, Adalbertstr. 8. folgende Resolution einstimmig angenommen: Rohr, Geffrois, Jensch und Fühner. Zu Revisoren Gesangverein Kreuzberg", Lichterfelderstraße Nr. 7-8 bet winter. Moabiter wurden H. Lehmann und König gewählt. Gesangverein" Fidelitas", Ackerstraße 13 bei Kummer. Männergesangverein Gesangverein siedertafel, Wilhelmshavnerstr. 23 bet Brosch. Bruderherz" bet Birto, Straußbergerstr. 3. Männergesangverein " armonta", Abends 9 Uhr Flottwellstraße 5 bet Bartels Gesangverein Schildhorn", Usedomstr. 83, bei Witere, Abends 9 Uhr. " Waldrapelle" in Friedrichshagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße= Ihn'scher Gesangverein, umor", bet Birt, Straußbergerstraße 3. Gesangverein, Cyboly" Urbanstr. 188, Ecte Blüche straße bei Bollandt. Gefangverein Freundschaft" bet Oswald Ber, Gefangverein, Hoffnung" Deutsch- Wilmersdorfliner, Brunnenfir. 114. Waldkapelle"= Restaurant Gräb, Brandenburgischestr.- Gefangverein Männerchor ,, Süd, in der Berliner Bockbraueret, Abends 8%-10% Uhr. ft", Köpnickerstr. 191 bei Foge. Abends 11 Uhr bei W. Schmidt, Wrangelstr. 141. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein ,, Edelweiß" Uhr im Restaurant Müller, Mariannenstraße 46. Gäste roilltommen. Gesangverein" Anacreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Reßner, Annenstraße 16. im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Quartett- Verein, Wedding' bet Stumfe, Acterstraße 123. Männer Gesangverein Olympia" berichtet werden, " Abends 9 Uhr. Männer- Gesangverein ,, Wiederhall Gefangverein Ludwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr. Die heute, den 21. Juni cr., in Joel's Salon, Andreasstr. 21, tagende öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend Herr Zipple verlas hierauf die Abrechnung vom ehemabeschließt: In Anbetracht der Lohndrückereien und der enormen ligen Gesellenausschuß. Da sich einige Fehler herausstellten, Preissteigerung aller nothwendigen Lebensmittel sind Frage wurde beschlossen, eine nochmalige Revision der Abrechnung durch bogen anzufertigen und herauszugeben, welche die Kollegen die neugewählten Revisoren stattfinden zu lassen, damit dann gewissenhaft auszufüllen haben, um über die gegenwärtigen Ver- in der nächsten öffentlichen Versammlung die Abrechnung endEin Antrag, die Deckung der hältnisse im Baugewerbe ein flares Bild zu erhalten und zu ers giltig gegeben werden könne. fahren, welche Baugeschäftsinhaber die beste Schule im Lohn: Defizits, welche aus den öffentlichen Versammlungen den Einberufern Selbstverständlich sind alle nebensäch entstanden sind, der neuen Lohnkommission zu übertragen, wurde brücken gemacht haben. lichen Fragen zu vermeiden, das so gesammelte Material wird angenommen. Die Begleichung des Restes der aus dem Prozeß wöchentlich im Bauhandwerker" veröffentlicht. Jäckel kontra Lehmann entstandenen Kosten wurde ebenfalls der Ferner wurde auf Antrag des Kollegen Blaurod be- Kommission übertragen. Dann gelangte noch ein Antrag zur schlossen, Listen drucken zu lassen, in welche die Kollegen auf den Annahme, welcher die Revisoren verpflichtet, diejenigen, welche Bauten sich einzeichnen sollen, diese Listen werden dann den aus früheren Sammlungen noch Gelder abzuliefern haben, dazu Bolieren resp. Bau- Unternehmern vorgelegt. Auf diesen Liſten ist aufzufordern, und wenn sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, Theater= und Vergnügungsverein Die Forderung von 60 Pfg. Stundenlohn gestellt und motivirt. sie in der nächsten Versammlung namhaft zu machen. Hoffen bei Gerth, Prinzenstraße 106. Vulcania" in Meißner's Restaurant, Gartenftr. 162. Gäste, Damen Ueber das Resultat soll in der nächsten öffentlichen Versammlung wir, daß diese für die Berliner Zimmerer so bedeutungsvolle und Herren, willkommen." Theaterklub Heimerding", Abends 9 Uhr, Die Listen sind vom Donnerstag ab beim Versammlung den Markstein einer neuen Epoche der Berliner in Hanf's Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ede der Großbeerenstraßete Kollegen Wernau, früher Restaurant Kuhlmey, abzuholen und Zimmererbewegung bildet. Privat- Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bet straße 162. Gäste willtommen.- Vergnügungs- und Theaterverein ,, Romeo", sind die Kollegen hiermit aufgefordert, sich energisch hieran zu Eine Versammlung des Vereins der Sattler und Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen.- Vergnügungs betheiligen. Verein Nordlicht", Abends 8%-11 Uhr, bet H. Sperling, Görlizerstr. 37. Vergnügungs- Verein, Fidele Bei Besprechung des letzten Punktes der Tagesordnung:" Ge- Fachgenoffen tagte am 13. d. Mts. unter Vorsitz des Kollegen Neue Wiitglieder werben aufgenommen. werkschaftliches" gedachte Kollege Megte eines wackeren Poliers, Aßmann. Zum ersten Punkt der Tagesordnung sprach Genosse Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäste wiltommen. Gefelliger Verein Brüderfchaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. der so pfiffig war, die gewährleistete halbe Frühstücksstunde da- Link über" Das Arbeiterschuh- Gesez vor dem Deutschen ReichsVerein ehmaliger 37er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, HolzmarktRauchklub ,, Rosenblätter", Abends 8% Uhr, bet Leo= durch zu kürzen, daß er stets vor Ablauf derselben zur Arbeit tag und welchen Nutzen haben die Arbeiter davon?" In der Straße 72. Rauchklub pfiff, welche machination durch das Eingreifen der Kollegen Diskussion sprachen die Kollegen Bombin und Aßmann im Sinne polot, Yort- und Mannsteinstraßen- Ede. Gäste willkommen. indessen hintertrieben worden zu sein scheint. Auch theilte Kollege des Referenten. Kollege Haußner fonnte sich mit der im Laufe humoristische Pfeifenbrüder", Abends 8 Uhr, Kleine Martusstraße 10. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Geselliger Verein„ lim bim" Jänsch eine ganz neue Art von Kennzeichnung der Quittungs- des Vortrages und der Diskussion vorkommenden Kritik des Borsig", Borstgstr. 27 bei Jentsch. Herren als Gäfte farten zur Alters- und Invalidenversicherung mit, die er selbst Parlamentarismus nicht ganz einverstanden erklären. Folgende bends 9 Uhr bet George, Großgörschenstraße 16. willkommen. Vergnügungsverein Glück auf" Abends 8% Uhr im RestauDie heutige VersammGeselliger Bergnügungserfahren. Bei der gewohnheitsmäßigen peinlichen Untersuchung Resolution fand einstimmig Annahme: rant Blant, Schönleinstraße 1. Gäste willkommen. Amicitia", Abends 9 Uhr, im Lotal von Marowski, Barnimstr. 47. feiner Quittungskarte auf besondere Kennzeichen" hin entdeckte lung des Vereins der Sattler und Fachgenossen spricht den verein Vergnügungsverein, Reich strone", Sigung Abends 9 Uhr, PerleMänner- Gesanger, als er diefelbe gegen das Licht hielt, unter der letzten Beitrags- Schöpfern des Arbeiterschußgefeßes ihre größte Unzufriedenheit aus." Dauffe", Abends 9 Uhr, bet Niemann, Görlitzerstr. 42. Gäste marke deutlich lesbar einen Namen geschrieben, der unter gewöhn- unter Verschiedenem wurde zunächst auf das Sommervergnügen bergerstraße 13, im Bittoria- Galon. Gäfte willkommen, lichen Umständen nicht zu bemerken ist, zweifellos aber feine des Vereins( Dampferpartie nach Nieder- Schönweide und willkommen. Bund der geselligen Vereine Berlins und Umgegend. Dienstag: - Theater- Ver " gute" Bedeutung hat. Zur Abwehr solcher oder anderer Kenn- Müggelſee am 18. Juli) aufmerksam gemacht und um rege zeichnungen der Quittungskarten wurde bekannt gegeben, daß Agitation hierfür gebeten. Ferner wurde mitgetheilt, daß, sollte Geselliger Berein limbim" bet George, Gr. Görschenſtr. 16. Bergnügungsverein Schönhauser ,, Gichentrang", Waldemarstr. 17. - Tambourverein Deutsche Eiche" hiergegen unter Angabe eines jeden Merkzeichens Moltenmarkt 1. die Borussia- Brauerei bis zum 18. Juli noch gesperrt sein, der inde" bei Müller, Bernauerstr. 12. Zimmer Nr. 12, schriftlich Klage zu führen und die Ausstellung Vorstand selbstverständlich ein anderes Lotal besorgen würde. bet zZechow, Waterloo- Ufer 14, Uebungsstunde. einer neuen Rarte unter Beifügung der alten, gekennzeichneten, Nach einer scharfen Kritik einiger Werkstätten, in welche sich Unregelmäßigkeiten eingeschlichen hatten, wurde auf Anregung zu beantragen ist. Nachdem die sonstigen gewerkschaftlichen Mittheilungen er eines Kollegen beschlossen, zur nächsten Versammlung am 27. ds. ledigt waren, wurde der Schluß der Versammlung herbeigeführt. eine Vorlesung aus Liebknecht's Rede über den Parlamentarismus zu halten Der Vorsitzende machte nun auf die gesammte ArbeiterDie Zimmerer Berlins hielten am Sonntag, den 21. Juni, literatur aufmerksam und bat, dieselbe fleißig zu lesen; alsdann Lohnarbeit und Rapital von Karl Mary. Mit eine öffentliche Generalversammlung ab, um Stellung zu nehmen schloß er die Versammlung. einer Einleitung von Friedrich Engels. Preis 20 Pf. gegen die fortwährenden Lohnabzüge und die in gleichem Maße Der Allgemeine Arbeiterinnen Verein sämmtlicher Verlag des Vorwärts Berliner Voltsblatt". Das lebhafte Interstattfindende Erhöhung der Arbeitszeit. Die Bureauwahl gab zu einer ziemlich unerquicklichen Geschäftsordnungs- Debatte Beran- Berufszweige Berlins und Umgegend, Filiale Friedrichs esse und Verständniß, welches die Mary'schen Schriften in laffung, nach deren Beendigung Herr Wolter mit schwacher berg, hielt am 6. Juni in Spizig's Lokal, Frankfurter Allee, immer größeren Kreifen der Arbeiterklasse finden, ließen Majorität zum Vorsitzenden gewählt wurde. Als erster Redner eine große Vereinsversammlung mit gemüthlichem Beisammensein es geboten erscheinen, auch Lohnarbeit und Kapital", bas in der über den 1. Bunkt der Tagesordnung sofort eröffneten ab. In derselben hielt Frau Ihrer einen Vortrag über:" Der bisher eine verhältnismäßig geringe Verbreitung gefunden hatte, verein ein " Literarisches. Rauchklub den Arbeitern in einer neuen Anflage zuganglich zu machen. Im Jahre 1849 als eine Reihe von Leitartikeln in der Neuen Rheinischen Zeitung" erschienen, geschah dies zu einer Zeit, als Mary feine Kritik der politischen Dekonomie noch nicht abgeschlossen hatte. Während nach dem Original der Arbeiter gegen den Arbeitslohn dem Kapitalisten seine Arbeit verkauft, verkauft er nach dem jezigen Text seine Arbeitskraft. In eingehender Weise erörtert Fr. Engels in feiner Einleitung den Unterschied diefer beiden Begriffe, zu deren Erkenntniß auch Mary erst durch seine fortgesetzten Studien geLangte. Durch diese eigentlich unwesentliche Aenderung erscheint die Broschüre, wie Engels sagt, als eine solche, wie sie Mary 1891 geschrieben haben würde; so aber dürfte sie auch als eine der besten Agitationsschriften gestaltet sein, die in treffender Weise den Klassengegensatz in unserer heutigen Gesellschaft darstellt, welche die Unmöglichkeit einer Ueberbrückung diefes Gegensatzes schildert, die aber auch zeigt, wie durch die sich immer mehr vergrößernde Kluft zwischen Kapital und Arbeit die Bedingungen geschaffen werden, welche mit Nothwendigkeit die Befreiung der Arbeiterklasse herbeiführen müssen. Vermischtes. Einen eigenartigen Anblick gewähren die sogenannten „ Knids", d. h. lebende Einfriedigung der Ackerstücke, in Schles wig- Holstein, Lauenburg und den angrenzenden Gebieten. Jedes Stück Land( Schlag, Koppel) ist von einem 1-1/ 2 Meter hohen Wall mit darauf wachsendem Holz eingefriedigt, hauptsächlich zu dem Zwecke, das Vieh( Rindvieh, Pferde) Tag und Nacht während des Sommers im Freien auf der Weide laffen zu können. Diese Knicks" entstehen durch Ziehung zweier 1/2 Fuß breiter und 1-2 Meter von einander entfernter Gräben rings um das betr. Ackerstück. Die aus diesen Gräben gewonnene Erde wird auf den Platz zwischen den Gräben aufgeworfen bis zu 1 bis 11/2 Meter Höhe, von der Sohle der Gräben auf beiden Seiten schräg und glatt nach oben verlaufend. Oben auf diesen Wall nun werden gewöhnlich 2 Reihen Pflanzen gesezt je nach Güte des Bodens auch verschiedene Holzarten, so auf gutem Boden Hasel, Hainbuchen, Ulmen, Eschen und Eichen( Buchen fommen ihres langfamen Wuchses wegen nur vereinzelt vor), auf ärmerem Boden Birken, Kiefern u. s. w. Andere Holzarten, wie Kirschen, Zitterpappeln, Vogelbeeren 2c. finden sich dann noch von selbst dazu an. Diese Pflanzen läßt man nunnach gehöriger Reinhaltung des Bodens von Uukraut in den ersten Jahren in die Höhe wachsen und ihren Zweck erfüllen, nämlich vor Allem die Koppel dichten", d. h. schüßen gegen Eindringen fremden und Ausbrechen des eigenen Viehs. Je nach der Güte des Holzes wird nun dieser sogenannte„ Knickbusch" alle 6-8 Jahre ca. 1/2 Fuß über die Erde abgehauen. Die ab geschnittenen Pflanzenstöcke schlagen dann wieder aus, um, wenn genügend erstarkt, in bestimmten Zwischenräumen wieder abgehauen zu werden. Diese Knicks erfüllen also nicht nur den Zweck einer Einfriedigung, sondern liefern auch alljährlich -es wird jedes Jahr ein Theil des Knickholzes abgehauen, so daß immer dieselbe Stelle alle 6-8 Jahre an die Reihe kommteine beträchtliche Menge Brennholz. Bei weifer Eintheilung der zu hauenden Knickstrecken braucht der dortige Bauer verhältnißmäßig wenig Holz zu kaufen. Dazu kommt dann noch die sehr Iufrative Nuzung der Eichenrinde, die, weil fast nur„ Spiegelrinde", mit 6-8 M. und noch theurer per Großzentner bezahlt wird. Endlich schützen diese Knicks" das Land gegen die kalten und ausdörrenden Winde, wie denn auch das Vieh sich der läftigen Fliegen durch Gegenstreifen an den Knickbusch gut er= wehren kann. Bei etwas tupirtem Terrain gewähren diese ,, Knicke", wie gesagt, einen ganz eigenartigen Anblick; doch wie lange noch? Daß viel Land dadurch verloren geht, liegt auf der Hand und der große Moloch Kapital" wird auch dieses Charakteristische der ehemaligen niedersächsischen Lande für seine Interessen bald verschlungen haben. Rendsburg, 18. Juni. Auf dem Bauplage des NordOstseetanals am Satisfee stürzte beim Umtippen eines Erdwagens eine der Lowries von dem hohen Damm hinunter und riß einen Kanalarbeiter mit sich, der sofort in dem durch den Druck des Dammes hochgetriebenen Moor so tief versant, daß die Leiche troß angestrengten Suchens nicht aufzufinden war. Mehrere andere Arbeiter, welche durch das Herabstürzen eines leeren Wagens ebenfalls verschüttet wurden, fonnten gerettet werden. Der Verunglückte war ein junger Mann aus Bayern, der seit Beginn der Arbeiten am Nord- Ostseekanal dort mit seinem Vater beschäftigt war. Reitzenhain( Sachsen), Die unansässigen Mitglieder des hiesigen Gemeinderaths tamen auf die ungemüthliche Idee, eine Revision der Gemeindekasse zu beantragen. Der Antrag wurde engenommen, und der Befund ergab, daß die Idee nicht ohne" gewesen war. 1500 Mark fehlten in den Kassen. Hoffentlich findet sich das Geld irgendwo und baldigst wieder, dann wäre die Thätigkeit der bekanntlich allem Positiven abgeneigten" sozialdemokratischen Arbeitervertreter doppelt positiv gewesen. Chemnik. Ueber einen recht soliden Geschäftsmann hatte dieser Tage das hiesige Landgericht abzuurtheilen. Es handelte sich um den Spielwaaren- Fabritbesitzer Gottlieb Uhlig in Borstendorf, welcher infolge der Eppendorfer Krach- Affaire feinerzeit als Spießgefelle der flüchtigen Direktoren König und Rebentisch entlarvt wurde. Es stellte sich im Laufe der Untersuchung heraus, daß Uhlig außer einfachem Bankerott noch 133 Wechselfülschungen, die sich zusammen auf den Betrag von 100 000 m. belaufen, auf dem Konto hatte. Jezt hat er 5 Jahre 3 Monate Muße, im Gefängniß über das„ Theilen" nachzudenken, wie es die Sozialdemokraten nicht wollen. Karlsruhe, 18. Juni. Fabrikant Bergmann, jetzt Direktor, früher Theilhaber an den Eisenwerken Gaggenau wurde heute von der hiesigen Strafkammer wegen Steuerhinter= ziehung( 553 M. Gewerbe- und 981 M. Einkommensteuer) zu einer Geldstrafe von 9676 M., dem achtfachen Steuerbetrag, verurtheilt. Bern, 22. Juni. In einer Zuschrift an den Vizepräsidenten des Bundesraths Welti erklären die Professoren Ritter und Zettmaier, es sei zur Zeit fraglich, ob es möglich sein werde, die Ursachen der Mönchensteiner Katastrophe bestimmt anzugeben. Weder der Konstruktionsart der Brücke, noch der Qualität des Eisens fönne bis jetzt eine Schuld an dem Unglück zugeschrieben werden. Auch Lasse sich noch nicht mit Sicherheit feststellen, ob eine Entgleisung stattgefunden und dadurch der Einsturz der Brücke bewirkt worden sei. Briefkaffen der Redaktion. Rothe Fahue. Uneheliche Kinder haben dann Anspruch auf den sechsten Theil des Nachlasses ihres Vaters, wenn dieser weder eheliche Kinder, noch ein andere Bestimmungen enthaltendes Testament hinterläßt. Dieses Erbrecht kann binnen dreißig Jahren seit dem Tode des Vaters geltend gemacht werden. 7. 2. 1000. Sie können allerdings nicht direkt zur ZahIung gezwungen werden. Wenn Sie solche aber verweigern, so Laufen Sie Gefahr, daß Ihre Frau wegen Urkundenfälschung angeklagt und bestraft wird. G. G. Wenn ein Miether stirbt, so haben die Erben nur das Recht, den Kontrakt mit halbjährlicher Frist, gerechnet vom Schluffe des Sterbequartals ao, zu fündigen. Wenn Sie die Sachen heimlich aus der Wohnung schaffen, um mit dem Erlös die Beerdigungskosten zu zahlen, und daneben das aus einer Kasse bezogene Sterbegeld für sich behalten, so machen Sie sich strafbar. O. B. 90 Berlin. Ein Kaufmann, der, ohne die Konzession zu besitzen, Bier in Gläsern über die Straße verkauft, macht sich strafbar. November 1889 mit 6 Monaten Ziel geliefert find, verjährt am A. B. 59. 1. Die Forderung für Sachen, die im Juli und 31. Dezember 1892. 2. Wir rathen Ihnen, die restlichen 20 m. M. zu bezahlen. Sie würden den Prozeß verlieren. Auch deshalb könnte der Möbelhändler die Sachen zurücknehmen, weil Sie nach außerhalb verziehen. P. S. Kn. Die Potsdamer Bahn gehörte nicht von Anfang an dem Staate, sondern war bis zur Mitte der siebziger Jahre eine Aktiengesellschaft. J. L., Merseburg. Kollekte ist das Einsammeln von Beiträgen von Haus zu Haus oder von Person zu Person. Das Sammeln von Eintrittsgeld in Versammlungen ist in neuerer Zeit von den Gerichten stets als Kollettiren betrachtet worden. 6. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 22. Juni 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 81 152 65 224 392 444 507 623 750 1072 496[ 300] 523[ 1500] 642 735 915 33 44 2008[ 3000] 87 181[ 3000] 300 26 83 498 551 59 657 812 62 72 912 27 3003 112 38 203 46 91 97 355 472 785 818 84 95 929 4121 78 224 94 531 982 5003 22 98 146 1500) 207 57 317 616 39 803 10 13000] 6003 220 329 39 411 41 636 68 78 723 97 908 52 7269 438 97 661 853 89 915 8022 67 150 90 354 411[ 3000] 557 665 82 85 937 9013 92 355 89 459 556 66 87[ 300] 690 95 711 843[ 10 000] 945 10058 64 108 77 442 47 73 638 95 754 837 87 11003 40 48 487 556 89[ 300] 666 705 12023 165 13001 249 55 56 642 68 984 13343 79 563 641 66 799 802 24 920 31 54 92 14199 284[ 1500] 334[ 500] 54 93[ 500] 461 99 743 892 15590 658 89[ 500] 720 23 52 94 811 16054 79 263[ 5000] 391 412 64 551 700 22 832 17179 242 53 351 465 767 880 905 43 67 18046 92 243 57[ 1500] 400 549 667 714 39 850 938 19114 466[ 300] 547 54 666 745 91 806 18 20031 252 317 38 39 583 730 61 89 803 977 21053 137 84 86 371 74 410 16 601 46[ 1500] 724 49 909 10 22049 106 205 412 588 671 78 88 719 983 23055 150 67 79 89 204 99 307 490 620 722 28 992 24080 82 187 351 78 506 601[ 1500] 39 81 755 95 829 51 927 95 25056 59 126 233 359 63 629 713 931 97 26202 68 360 87[ 500) 623 85 769 80 844 90 27114 246 336 55 500 15 625 764[ 1500] 841[ 1500] 963 28093 117( 500) 85 318 38 68 425 SO 723 29001 107 262 83 94 554[ 300] 55 30017 57 79 332 35 77 462[ 3000] 561 739 74 867 77 923 58 31131 361 782 912 17 32003 146 439 99 583 658 763 33032 191 370 597 724 91 821 968 34144 504 14 87 609 743 837 86 35274 81 89 332 656 765 812 37 905 36126[ 300] 73[ 300] 222 44 454 503 58 677 750 815 61 69 37105 400 600 753 89 973 85 38051 55 421 89 541 626 708 78 90 991 39104 566 644[ 300] 95 806 8 36 84 65 788 854 40167 323 46 65 509 1500] 649 66 707 816 41097 223 66 96[ 300] 630 962 42040 62 66 143 65 260 711 53 886 962 68 43133 317 32 89 526 682 883 92 921 71[ 10 000] 84 44040 73[ 3000] 320 89 443 590 15001 728 89 833 74 971 45085 86 222 452 514 810 927 46008 42 98 125 238 323 46 808 85 130001 922 47054 195 309 470 502 72[ 1500] 648 800 16 58 938 84 48112 279 546 719 80 83 49252 63 66 393[ 500] 499 543 721 45 67 50067 270 318 477 570 636 77[ 1500] 706[ 300] 68 930 51000 16 148[ 300] 216 29 340 89 432 538 653 66 52077 185 424 538 64 666 826 63 963 94 95 53056 319 47 424 52 61 618 705 12 71 800 2 46 901 20 27 54133( 500) 275 433 45 528 13000] 659 86 807 49 71 937 56 55069 102 83 202 67[ 5001 391 401 515 93 960 73 56171 75 265 316 414 502 37 42 635 749 57179 210 60 79 416 71 564 718 26 825 46 58057 146 79 89[ 1500] 491 500 33 771 801 919 59053 171 98 224 70 91 324 78 417 571 75 772 918[ 1500] 27 93 60298 365 69 471 99 511 615 18 95[ 3000] 749 871 80 915 61027 [ 3000] 349 410 56 576 605 772 89 907 33 79 62097 519[ 3000] 56 691 718 62 848 907[ 300] 25 62 85 63128 215 376 1500] 751 852 97 954 94 64052 78 83 215 464 510 40 826 93 934 88 90 65086 102 77 93 231 41 428[ 500] 569 689 722 94 66072 105 430 68[ 300] 561 780 927 35 50 67168 222 63 481 767 886 966 1500] 68013 19 22 80 81[ 500) 177 256 457 79 1500] 551 63 621 88 868 937 65 69558 87 617 54 83 700 802 926 66 77 70008 69 92 189 235 80 349 76 423[ 300] 509 53 627 48 91 760 75 71148 256 77 507 87 900 79 81[ 300] 82 72106 404 535 721 63 66 70 968 82 73301 409 84 904 44 13001 74124 294 567 675 785 89 802 73 75002 55 142 367 469 81 736 891[ 5001 908 15 48 76100 13 65 13001 71 242 45 329 33 513 880 923 58 77058 137 83 340 549 92 674[ 300] 80 801 28 918 75 78225 57 13000] 59 691 723 87 886 79039 107 15 99 201 352 74 79 418 23 500 17 654 98 943[ 300] 80092 160 70 80 307 922 81001 82 132 290 311 70 468 597 606 53 722 73 867 982 82011 135 274 494 579 678 817 941 50 83062 121 245 48 717 31 54 981 84033 230 74 357 415 566 824 85044 130 40[ 1500] 56 256 307 46 432 36 53 509 725 66 842 964 86106 253 516 650 787 837 90 87074 186 215 91 311 74 562 609 10 778 864 88069 70 188 273 736 800 54 903 17 48 89164 250 84 351 402 99 508 72 89 612 728 68 824[ 300] 986 90010 69 185 478 553 649 728[ 1500] 29 819[ 1500] 43 97 917 72 85 91032 303 97 555 750 961 2006 40 73 351 52 538 630 79 772 805 33 49 93132[ 300] 566 727 914 94070 80 110 246 62 321 39 93 479 648 6. Biehung der 4. Raffe 184. Rönigl. Preuß. Lotterie. admittags. Bichung vom 22. Juni 1891, Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 114 74[ 3001 210[ 500] 328 85 498 500 720 61[ 1500] 844 938 58 79 85 89 1305 623 40 864 905 38 46 2003 40 201 343 60 400 558 64 602 24 53 733 42[ 3000] 67 813 3073 129 220 36 424 51 704 38[ 300] 805 951 4092 393 487[ 3000] 577 85 613 700 90 821 22 36 5063 76 372 93 458 550 68 82 83[ 3000] 762 917 6246 380 401 75 525 34 632 37 752 15001 867 85 967 7003 71 13001 265 317 706 51 95 855 938 8017 66 209 22 90 319[ 300] 430 60 504 74 621 43 69 817 20 900 9005 43 274 384 602 81 752 857 93[ 800] 10094 146 65 348 420 68 545 719 825 85 11010 26 63 181 215 Briefkaffen der Expedition. Unsere Expedition ist an Wochentagen ununterbrochen bis 7 Uhr Abends geöffnet. bei uns ein: Für den Partei- Maifonds gingen ferner folgende Beiträge Gefangverein Bruderherz", Frühkonzert 5 M. Gesammelt Landsbergerstr. 41 bei Weber 5 M. Bei Wittwe Fechner, amerikanische Auftion, 1 Glas Bier, durch Gen. Gräber 4,92 M. Zwei wettende Genossen 1 M. Bereits quittirt sind 1366,85 M. In Summa 1382,77 M. Für die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands( Hamburg)[ Maifonds] gingen ferner ein: 19. Juni. Verein der Stereotypeure und Galvanoplastiker Berlins 10,16 M. Für die gemaßregelten Bergarbeiter gingen ferner ein: H. K. 2 M. Von den Stellmachern Berlins, im Auftrage Joh. Heßmann 10 M. Straßburg i. Elf.,„ von hiesigen Studenten" 12 M. Gesammelt bei einer Geburtstagsfeier vom Verein " Balme" 3,50 M. Deutscher Verein in Zürich 32 M.! 96302 32[ 3000] 83 445 48 517 22 29 97415 17 53 708 88 858 907[ 1500] 43 98013 104 28 39 94 211 71 350 444[ 300] 94 596 668 838 85 936 72 99017 32 166 80 279 420 541 44 72 693 701[ 300] 896 924 1500] 1790 984 95374 457 85[ 5001 508 811 60 944 59 100076 158 216 495 691 767 76 818 25 990 101032[ 1500] 33[ 300] 41 56 179 212 327 478 511 773 82 956 102018 193 580 652 783 850 996 108123 273 87[ 300] 346 93 410 552 53 69 711[ 500] 85 104144 226 399 441 56 547 611 92 735 105045 211 27 58 390 400 559 643 705 943 106077 267[ 500] 351 575 627 726 43[ 30001 73 882 92 933 75 107037 39 73 97 107 15 46 214 79 429 516 89 661 755 974 108001 8 86 155 242 46 302 558 645 820 954 59 98 109071[ 500] 89 202 32 83 302[ 3000] 493 640 72 718 847 82 969 110057 105 92 251 303 85 465 517 76 766 814 111008 23 74 120 44 260 77 304 51 415 76 585 637 76 889 112243 394 641 80 777 965 70 113031 196 290 313 66 449 515 695 718 62 820 905 92 114019 58 61 225 36 448 529 743 806 905 115027 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Crenheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.