Morgenausgabe 7?r. 93 A 47 46. Jahrgang WöchevtLch SSPf� vwnatllch IM iin voraus zahlbar. Postbezug 4,3? M. «»schließlich 60 Pfg-Postzeitun�s- und 7ZPfg Poftb6stellg«bühre»..Ausland»' abonvement 6,— V. pro Moual. fier„BorwSrtz" erscheint wochentüg- kich zweimal. Sonntags und Montag» einmal, die Abendausgaben für Berlm vnd im Handel mit dem Titel.Der Abend". Illustrierte Deilaaea.Volk vnd Zejt" und.JUnderfreuno". Ferner „Unterhaltung und Wissen",.Frauenstimme",.Technik",„Blick in die Dücherwelt" und.Iugend'Lonvarts" Berliner BoltSvlatt Sonntag 24. Februar 1929 Groß-Äerlin 15 ps. Auswärts 20 ps. vi««lvspaltige Nonporeillez-i!« 80 Pfennig. Reklame'eile S.-- Reick»»' mark.„Kleine Anzeiaeu" das ettge« druckte Wort 2S Pfennig(zulässig zwei fettgedruare Worte), jedes weiters Wort 1? Pfennig. Stellengesuche das erst« Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Lrbeitsmarlt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeiaen» annahm« tm Hauptgeschäft Linde«» praße 3, wochentägl. von KVl bis 17 Uhr. JevtvMsvsa« der GozialdemokraMOen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin SW 68. Lindenstrotze 3 Fernsprecher: fönboft 292—297 keIexramm»Adr: lSozialdernokrar Berit» Vonväris-Verlag G.m.b.H. voltlcheckkonto: Berlin 87 526— Banklomo: Bank der Tlrdeiler. Sngeslellres and Beamten Dallllr. 65 TiSlontv-Eelelllchast, Devositenkelle Linden ltr I Ein mißlungener Schurkenstreich. Oeutfchnationale Denunziation gegen die Sozialdemokratie wegen der Groener-Oenkfchrist. Die„Ztheinifchc Leitung" brachte dieser Tage folgende Meldung aus Berlin: Seil mehreren Teigen ist bekannt, daß eine Voruntersuchung gegen die Vcrliner Tournalistia.Frau v o l c n t i a schwebt, die angeblich die Groenersche Denkschrift nach England gegeben haben soll, vlua erfahren wir, das, die Anzeige durch einen der deulschnalionalen Führer, den Reichstagsabgeordneten v. Lindelaer. Wildau. im Austrage der deutschnalionalen Fraktion an den Oberreicksanwall erstattet worden ist. In der Anzeige wird behauptet, dafz in den Räumen des„vorwärts" eine vefprechung zwischen Frau vaientin, dem Partcivorsihenden Wels und dem Chefredakteur des„vorwärts". S t a m p fc r, über die Groenersche Denkschrift stattgefunden habe. Mit dieser natürlich frei erfundeneu Behauptung soll die Sozialdemokratie kompromittiert werden. Die Landesverralshehe ist eines der Mittel, durch die die Deulfchnatio- naleu die innerpoNlifche Verwirrung mit dem Ziele auf einen Staatsstreich steigern wollen. Zu dieser Meldung erläßt nun die deutschnationale Reichstagsfraktion die folgende Erklärung: Die„RHeimsche Zeitung" bringt Mitteilungen über eine an- gebliche Denunziation deutschnationaler Abgeordneter gegen die Schriftstellerin Frau Anwnia Valentin und Mitglieder der sozial- demokratischen Reichstagsfraktion in Sachen des Verrats der Groener-Denkschrift. Gegenüber den unrichtigen Darstellungen des Klattes können wir folgendes feststellen: Der Zraktionsleitung der deutschnationalen Reichstagssraktion wurden vor etwa zwei Wochen Aufzeichnungen übergeben, die die Schriftstellerin Valentin mit der Auslieferung der GroeNer- Denkschrift an den Herausgeber der englischen Zeitschrist„Review pf Reviews". Wickham Steed. in Zusammenhang brachten. 3n diesen Auszeichnungen wurde weller behauptet, das, nach der weiter- gäbe der Denkschrift nach England eine Besprechung zwischen Frau Valentin und einigen führenden Mit- gliedern des sozialdemokratischen Parte! vorstände« stattgefunden halle, in der Fron Valentin sich zu dieser Tat bekannt hat. Die deutschnationale Fraktionsleitung war nicht befugt, ihrer- seit« Untersuchungen über den Tatbestand vorzunehmen. Sie hat vielmehr in Ausführung einer selbstverständlichen staatsbürgerlichen Pflicht diele Auszeichnungen der untersuchungführenden Behörde ohne eigene Stellungnahme zugeleitet. Diese Pflicht war um so selbstverständlicher, als der Verdacht, daß fozialdemokralifche kreise mit dem verrat der Denkschrift zu tun haben, nach dem offenen Bekenntnis eine» Teils dieser Partei zum Landesverrat durchaus begründet ist. Der deutschnationalen Fraktion ist bis heute nicht bekannt, welches Ergebnis die Erhebungen der Ober- reichsanwallschait gehobt haben. Es ist also unzutreffend, daß eine Denunziation stattgefunden hätte. Ebenso erledigen sich damit alle politischen Kombinationen, die in her Presse an diesen Vorganz geknüpft werden� Die Formulierung dieser Erklärung läßt erkennen, daß die deutschnationale Partei sehr wohl über das Ergebnis der Untersuchung informiert ist und sich infolgedessen bereits aus dem Rückzug befindet. Sy: tut jetzt desinteressiert, weil sie begriffen hat, daß sie von einem Schwindler hineingelegt worden ist. Dieser Schwindler hat die Sitzung erfunden, die in den Räumen der„Vorwärts"-Redaktion stattgefunden haben soll. Wahrscheinlich hat er sich diese Erfindung sehr gut bezahlen lassen. Es wäre ja zu schön gewesen, wenn die Grocner- Denkschrift von einer Vertrauten der Sozialdemokratischen Partei— die Frau Valentin freilich nie gewesen ist— nach London geschickt worden wäre und wenn führende Sozial- demokraten als Mitwisser oder gar als Mittäter daran 2ln- teil hätten! Da sich nun schmerzlicherweise die ganze Geschichte als van A bis Z erlogen herausgestellt hat. zieht man sich auf Verleumdungen allgemeinerer Art zurück. Man hat sich zwar einer„eigenen Stellungnahme" enchalten, findet aber den„V e r d a ch t", daß sozialdemokratische Kreise mir dem Verrat der Denkschrift etwas zu tun haben,„b e- gründet". Fazit ist. daß die deurschnationale Partei in parteipolitischer Absicht, um gegen die Sozialdemokratie einen großen Schlag zu führen, die Behörden auf eine falsche Spur gelenkt hat. Es läßt sich voraussehen, daß diese Angelegenheit am Dienstag im Reichstag bei der Besprechung über die Groencr- Denkschrift eine Rolle spielen wird. Oemonstrationstag in Wien. Wahrscheinlich ruhiger Verlauf. Aus den telegraphischen Meldungen ist schon bekannt, daß für den heutigen Sonntag in Wien di« Polizei mit der„Heimschutz- b-wegung" und mit dem Republikanischen Schußbnnd Marschver- «inbarungen getrosten hat: di« Faschisten ziehen nicht am sozial- demokratischen Parteihaus vorüber, darum der Schußbund auch nicht am christfichtozialen Zeitungsgebäude. Wegen des angekündiglen neuen Kälteeinbruch« ist der bezirksweise Aufmarsch der sozialdemokratischen Parteimit- glieder abgesagt worden: natürlich können sie sich den Aufmarsch des Säiutzbundes ansehen. In einer großen Dertrauensmännerversanmllung haben Otto Bauer für die Partei und Julius Deutich für den Schutz- stund berichtet. Bauer machte- darauf aufmerksam, daß, se näher die Enticheid ung im Kampf um den Mieterschutz rückt, die Reak- tianöre versuchen, die Arbeiterschaft zu provozieren, um sie als ge- walttätig erscheinen zu lassen und Stimmung gegen sie und ihre Forderungen zu machen: desto arbeiterfeindlicher ist der Versuch der Kommunisten, eine Verhinderung des Heimwchr- morsches durch den proletarischen Stadtbezirk Xll(Meidling) her- beizirführen. Bei der Bsdeutnngslosigkeii der Kommunisten in Wien bürste diesem Beginnen ebensowenig„Erfolg" befchieden sein wie am 7. Oktober in Wiener-Reustadt. Die Störungsparole der Kommunisten hat zur Beschhzgnahme ihre- Blattes und zur..vorsorglichen" Verhaftung einer Anzahl Kommunisten Anlaß gcgabm. Deutsch teilte u. a. mit. daß der„Qnrnft" zur Auflösung des Arbeiterschützenvereins und damit zur Wastenfuche im Partei Haus die bei ihm bestellte und von ihm gemäß seiner magistratlichen Befugnis übernommene Lieferung von 200 Pistolen für die Wiener E-meindewach« gewesen ist. Die Auflösung ist angefochten. Di, Wiener Arbeit«r-Schützem>er«ine werden in einen Verband zu- strmmengefaßt. dessen Genehmigung durch den Landechauptmann von Wlen— Bürgermeister Seitz— erfolgt. B a u e r hob eindringlich hervor, daß nach dem Linzer Parici- Programm von lSZZ die Partei nur iv einem Fall von den sonst ausschließlich benutzten SampstnUtÄn der Demokratie an die Gewalt appellier«: wenn nämlich die Gegner d-r Arbeit-rbewegunz ihr die dewerratstchen ÄGttpjntittel durch Gkwast rauben wollen. Roch einmal wiederholte Bauer die Bereitwilligkeit der Sozial- demokratie zu Abrüstung und Ausmarsch oerbot— jedoch nur zu vollständiger und gegenseitiger Anweit- dung dieser Maßnahmen zur Sicherung des Friedens. Oriiie Woche Pariskonferenz. Man wird bald von Ziffern sprechen. Pari», 23. Februar.(Eigenbericht.) Die zweite Woche der Repar-ntionskonferenz hat die Führung der Verhandlungen mehr und mehr an den Fünfer- ausfchuß übergeben, der die Beratungen ein beträchtliches Stück vorwärts gebracht Hot. Seme Mitglieder haben das ausgiebige Wochenende der Volloersammlung benutzt, um die Idee einer Zweiteilung der deutschen Annuitäten zu einem bestimmten Vorschlag auszugestalten. Die Aussprache darüber wird von selbst zur Aufrollung derjenigen Fragen führen, denen man bisher allzu ängstlich aus dem Wege gegangen ist. So wird man wahrscheinlich in der kommenden Woche zum ersten Male von Ziffern sprechen und dabei wird sich zeigen müssen, wie groß die Kluft zwischen den Forderungen der Glwrbiger irnd den Zahlungsmöglichkeiten Deutschlands ist, und welche Möglichkeiten bestehen, sie zu überbrücken. Insoscrn hat die Paris«- Presse nicht ganz unrecht, wenn sie schreibt, die Konferenz werde entweder in acht Tagen zu Ende sein oder aber, wenn sie diese Frist überlebt, noch sehr viele Wochen dauern._ Brigade kehrt! Meuterei in China. Peking, 23. Februar. Ein« Brigade meuterte bei ihrer Abbeförderung von Nankau, 23 Meilen nordwestlich von Peking, sie erklärte ihren Uebertritt zu Tschangsungtschang und marschierte in Richtung auf Witinq, 60 Meilen nordöstlich von Tsinan ab, um sich mit dem Sroz der Truppen Tschnngsunztjchangs zu reremige». Es ist genug! Vottspartei und Zentrum vor der Entscheidung. Von Ruckolk Breitscheid. Der Parteivorstand der Deutschen Bolkspartei hat am Freitag beschlossen, den Zentralvorstand für Dienstag zu- sammenzuberufen. Die Aufgabe dieser Instanz wird dahin umschrieben, daß sie eine einheitliche Willenskund- g e b u n g der Partei angesichts der gegenwärtigen ernsten Lage schaffen soll, und aus dem Kommunique der Sitzung des Parteivorstandes kann geschlossen werden, daß man von der Körperschaft, die im vergangenen Frühjahr die gleich- zeitige Umbildung der Regierung im Reiche und in Preußen gefordert hat, jetzt nach dem Scheitern aller Einigungsver- suche in Preußen einen Verzicht auf diesen Anspruch er- wartet. Nachdem die preußische Landtagsfraktion der Volkspartei in unverständlicher Verblendung nicht nur alle Verständigungsvorfchläge zurückgewiesen, sondern auch aus- drücklich erklärt hat, sie'werde sich in ihren Entscheidungen durch etwaige Beschlüsse des Parteivorstandes nicht beirren lassen, bleibt jetzt in der Tat kein anderer Weg mehr als die Lösung der Krisis im Reich ohne Rücksicht auf die volksparteilichen Wünsche in Preußen. Vorausgesetzt natür- sich, daß man nicht das Chaos will. Wir sollten meinen, daß der Zentraloorstand diesen Sachverhalt klar erkennt und aus seiner Erkenntnis die not- wendigen Schlußfolgerungen zieht. Es gibt jetzt nur noch ein deutliches und unumwundenes Ja oder Nein. Ein Ver- | such, neue� Verhandlungen oder neue Besprechungen anzu- knüpfen, wäre zwecklos und gefährlich. Zwecklos, weil doch keine neue Basis gefunden werden kann, und gefährlich, weil die Unsicherheit der Lage noch mehr verstärkt würde. Das Ergebnis der Beratung vom Dienstag muß also dem Reichs- kanzler die Mögstchkeit eröffnen, die Ernennung der drei Zentrumsm'nister im Reich unverzüglich vor- zunehmen und damit die Große Koalition ins Leben zu rufen. Aber auch an die Adresie des Zentrums ist ein ernstes Wort zu richten. Fällt der Beschluß der Volkspartei so aus, wie wir es einstweilen erwarten möchten, so darf das Zentrum, dessen ursprüngliches Begehren damit doch erfüllt ist, keine neuen Schwierigkeiten machen. In dey letzten i Tagen konnte man von seinen führenden Mitgliedern immer ; wieder Bedenken gegen die Uebernahme des I u st i z- - Ministeriums durch einen Zentrumsmann hören. Die Verantwortung für die Einbringung eines Ehereformgesetzes und anderer jüngst viel diskutierter Vorlagen sei für die Partei eine zu schwere Belastung. Man solle deshalb an eine Umgruppierung im Kabinett, wie etwa die Berufung von Dr. Curtius zum Justizminister und die Besetzung des Wirtlchaftsminiperiums durch das Zentrum denken. Würde diesem Verlangen entsvrochen, so hieße das. neue Wirrsale und neue Komplikationen heraufbeschwören. Wider seinen Willen kann man szerrn Curtius nicht aus seinem Ressort entfernen, dem er lange Zelt hindurch seine eifrige Arbeit gewidmet hat und in dem ein Wechsel gerade jetzt während der Reparationsverhandlungen höchst unzweck- mäßig sein würde. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dem Zentrum eine gewisie Erleichterung dadurch zu verschaffen, daß die Gesetze, für die es eine Derantwortuna nicht über- nehmen mag. auf dem Initiativwege durch die Parteien ein- gebracht werden. Jedenfalls aber geht es nicht an, jetzt aufs neue auf die Suche nach einem der Partei mehr genehmen Ministerium zu gehen. Wir hoffen also, daß die Bahn im Reich nunmehr frei gemacht wird. Nach all den schlimmen Erfahrunaen der letzten Wochen sind wir allerdings genötigt, auch der Möglich- ksir eines anderen Ausganges ins Auge zu sehen. Was soll geschehen, wenn der Zentraloorstand der Deutschen Volkspartei nicht die Kraft zu dem rettenden Beschluß findet, und wenn er etwa durch die krankhaften Gelüste der preußischen Landtagsfraktion angesteckt wird? Dann gibt es nach unserer Auffassung nur eins, und das ist, daß trotzdem die Zentrums-' minister umgehend ernannt werden. Ob in diesem Fall ote Volkspartei ihre beiden Vertreter aus dem Kabinett zurück- ziehen oder sich vielleicht auf den Standpunkt stellen würde. daß sie sie nicht mehr als ihre eigentlichen Vertrauensmänner betrachte, steht dahin. Täte sie aber einen solchen Schritt, so müßte die Regierung, wie immer sie aussähe, vor den Reichs- tag treten, und J)ie Vertrauensfrage stellen. Fsir ihren etwaigen Sturz triyze dann die Bolkspartei vor dem Lande die klare Verantwortung. Aehnlich wäre vorzugehen, wenn das Zentrum sich ver- sagte, weil seine Ressortwünsche unbefriedigt blieben. Es handelt sich jetzt darum, nach all dem kleinlichen und für die Masse des Volkes unverständlichen Geraufe und Gezänk endlich Klarheit zu schaffen. Es muß den Wählern draußen gezeigt werden, welche Partei tm gegenwärtigen Augenblick den verhängnisvollen Mut aufbringt, einen Akt zu vollziehen, durch den nicht nur ein Kabinett gestürzt. sondern Staat und sein Regierungssystem den denkbar grenze-' Gefahren ausgesetzt wird. /~e v H.vSi. Die sozialieuiokraiischen Minister insbesondere können ilMrseite die Initiative zu einem Rücktritt der Regierung vor i einer Entscheidung im Parlameiu nicht ergreifen. Sie haben sich, unterstützt von ihrer Fraktion, alle Mühe gegeben, einen Ausgleich zwischen den streitenden Gruppen herbeizuführen. obwohl sie sich ebensogut wie das Zentrum darauf hätten be> rufen können, daß ein Verlasien des Regierungsschiffes für sie unter parteipolitischen Gesichtspunkten angenehmer und nützlicher gewesen sei. Sie haben sich in der Kritik an dem Verhalten von Zentrum und Volkspartei die größte Zurückhaltung auferlegt, weil ihnen das Interesse des Staates höher stand als die Freude an einer Polemik, die über die Reihen ihrer Anhänger Hinaua sicherlich ihre Wir- kung ausgeübt hätte. Sie haben mit einem Wort Berant- mortlichkeitsgefühl bewiesen und sie werden diese Linie bis zum letzten verfolgen. Das aber bedeutet eben, daß die Sozialdemokratie jetzt eine Entscheidung fordern muß. Es ist genug des Hin- und Her' und Drumherumredens. Mangelhaft oerkleidete Prestige- rücksichten und dergleichen mehr haben lange genug ihre Rolle gespielt. Die Frage lautet jetzt nur noch: Wollen Volkspartei und Zentrum die Große Koalition oder wollen sie angesichts der schweren wirtschaftlichen und finanziellen Rot und ange- sichts der ungeheuren außenpolitischen Probleme, vor die wir in der nächsten Zeit gestellt werden, Verwirrung und Kata- sirophe? Sie wissen ebensogut wie wir, daß im gegenwärtigen Reichstag eine andere tragfähige Mehrheit nicht zu schaffen ist. Sie wissen ebenso gut wie wir, daß eine Auflösung des Parlaments, ganz abgesehen von ihren Bedrohun- gen für die Verfassung, wahrscheinlich kein wesentlich ver- öndertes Bild bringen würde. Wenn sie, was anzunehmen mir uns allerdings scheuen, trotzdem der staatspolitischen Der- nunst nicht den Vorrang einräumen wollen, dann sollen sie genötigt sein, dem offen durch ein parlamentarisches Votum Ausdruck zu geben.__ Die Bluttat von Pankow. O rutschnationale Entrüstung gegen die Tttchttäter. Die Tötung des Oberprimaners K l e i e r in Pankow durch einen Revoloerfchuß aus dem Hinterhalt stellt sich als ein ganz ungewöhnlich feiger und brutaler A k t dar. Die Täter sind, wenn auch noch nicht persönlich festgestellt, so doch nach ihrem Aeußeren mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit als Angehörige der Kommuni st ifchen Jugendorganisation bzw. des Rotfrontkämpferbündes festgestellt worden. Für die Deutschnationale Partei ist dieser Sachverhalt aber ein Anlaß— zu einer Attacke gegen die preußische Regierungl Die Deutschnationale Preußenfraktion hat aus Anlaß des Falles«in motiviertes Mißtrauens- ootum gegen die pt�ußifche Staatsregierung eingebracht, weil diese �daz politische Verbrechertum immer mehr an- wachsen läßt unh die Sicherheit in Stadt und Land völlig untergräbt. Das Mitgefühl mit den Hinterbliebenen des Getöteten und die Entrüstung über die feige Tat sollen durch ein dema- gogische� Manöver»Sn den Tatern«'S gelenkt werden aus eins Stelle, von der die Deutfchnationülsn selber am besten. wissen, daß sie mit den kommunistischen Drganisa- tionen, aus deren Reihen die Täter stummen,» in allen andersm als frsundschamichem Verhältnis steht. Die fort» währenden Bluttaten und Schlägereien zwischen den extrem politischen Lsrbänden sind gewiß außerordentlich beklagen»- wert. Aber an dieser Entwicklung trägt die preußische Regierung, trägt der sozialdemokratische Innenminister, tragt die Sozialdemokratie wahrlich keine Schuld. Die Der- antwortung fällt vielmehr auf die Kreis«, die dauernd ihre eigenen Anhänger zur Gewalttat auf- stacheln. Diese Kreise sehen es wohl sehr gerne, wenn der G c g n ej- auf der anderen Seite verboten und aufgelost wird, gmtrieren aber auf jede an sie selbst gerichtete Mahnung zur Einsicht und Vernunft nur mit Hohngelächter. Der„Bor- wärts" kann für sich in Anspruch nehmen, schon sehr früh- zeitig mit aller Schärfe gegen das politisch verbrämte Rauf- boldium in den Wehrverbänden der äußersten Rechten und Linken Stellung genommen zu haben. Aber wer. wie die deutschnationale Presie. die Bluttaten von Arensdorf und W e l z o w maralisch gedeckt hat. der hat das Recht zur . Entrüstung über gleich verurtellenswerte Taten der anderen Seite für sich verwirkt,> Kann man doch dieser Tage fast in allen Rechtsblättern Artikel lesen zurVerherrlichungdesGrasenArco. des Mörders Kurt Eisners. Der deutschnationale „Fränkische Kurier" z. B. schließt einen Artikel über die Er- mordung Kurt Eisners vor zehn Jahren mit den Worten: »Und auch die Hoffnung möge am heutigen Gedenktage aus- .gesprochen werden, daß unserem Volke wieder VlSaner wie Graf Arro erstehe« möchten, die wte er. unter Cia. laß ihrer ganzen PerfönNchkeit und. wenn es fein muß. ihre» Lebens dafür einstehe«, daß unser Volk wieder glücklich, fr«! und groß werde." Solange die Verherrlichung des von recht» begangenen Mordes stehende Einrichtung der deutschnationale« Presse bleibt, möge sie aufhören, für die Verrohung der Jugend die preußische Regierung verantwortlich zu machen. Sie schlage an ihre eigene Brust!_ Partei Rr.SS? Am einem dringenden Vedürfuis abzuhelfen... Zu den Reichstagswahlen vom A). Mai 1028 hatten 82 Parteien ihre Wahworfchläge eingebracht: 13 von ihnen haben den Weg in den Reichstag gefunden. Da das offenbar viel zu wemg ist. sind einige ttugs Laut« auf den Gsdanten gekommen, eine neu« Partei gründen zu wollen. Darüber hat die„DAZ." gestern einige geheimnisvolle Andcmimzen gemacht, die von der „Bojs. Ztg." ergänzt wurden. Die besagten klugen Leute fallen zur. zeit reils parteilos, teils in den verschiedensten bürgerlichen Parteien von den Deutschnationalen.bis zu den Demo- k r a t e n oerstreut sein. Daß man unter ihnen auch Herrn Stresemann nennt, dürft« allevdings nur auf einen Hör- oder Druckfehler zurückzuführen fein. Da? K.iff-'l des Münzenberg-VaLs. Herr Willi Nünzenbsrg schickt UNS eine Berichtigung, in der er erklärt,«r habe keinen Ball veranstaltet, und die kommunistische Jugend habe kein« Resolution gegen ihn angenommen. Wir hatten die Meldung dem links- kommunistischen„Bolkswillen" entnommen, den der ehemalig« Froktionskollege Münzenbergs, Herr Urbahns, redigiert. An ihm ist es nun, sich zu äußer«, Arbeiterpartei und Räumung. Eine grundsätzliche Stellungnahme. i % In der sehr inhaltsreichen sozialistischen Wochenschrist „The New Staiesman" wiro der Unterschied der Stellung des Führers der englischen Ladour Party. I. Ramsay Macdonald, und de« gegenwärtigen englischen Ministers des Auswärtigen, Sir Austen Chamberlain, zu den Fragen der auswärtigen Politik Englands erörtert. Da kaum noch daran zu zweifeln ist, daß die bevorstehende Neuwahl des englischen Parlaments die Labour Party mit Macdonald an der Spitze, an die Regierung bringen wird, dürfte dieser Teil des Artikels interessieren. Er lautet: Aber das ist-nicht alle». Herr Austen Chamberlain hat eine persönlich« Schwäche für Frankreich, die er zu einem Prinzip der nationalen Politik erhoben hat. Sem« übermäßig« Franzosenfrenndschaft hat ihn so dienstwillig gemacht, daß hall» Europa nicht mit Unrecht Downing Street als ein Anhängsel des Quai d'Orfoy betrachtet. Wir sind selbstverständlich Freund mit Deutschland. Aber wir halten noch immer Truppen im Land« unserer Freunde, was ihren nationalen Stolz beleidigt und ihr Vermögen verwüstet. Die britische öfsentlicheMeinung ist dieser Besetzung des Rheinlands müde, und selbst die britische Regierung würde, glauben wir, gern ihrer ledig sein. Warum sind wir dann Joch dort? Die Antwort ist: well die Franzosen dort sind, und Herr Austen Ehamberlain mit Frankreich marschiert. Wäre in den letzten Iahren«in stärkerer Mann im Auswärtigen Amt gewesen, ein Mann mit einem eigenen Kopf und ein aufrichtiger Vertreter der Volkemeimmg, so mär« da» Rhein» laich, dessen sind wir zievllich sicher, nicht nur di« britischen, sondern auch die französischen Truppen los. Das soll nicht sagen, daß wir uns mit Frankreich überwerfen wollen. Niemand will das, weder Wr. Machonald noch irgend«n anderer vernünftiger Mensch, und es ist Wahnsinn, zu sagen, daß die Behauptung unserer Unabhängig- teit notwendig einen Bruch freundschaftlicher Beziehungen zu Frank« reich mit sich bringen werde. Kein Zweifel, es gibt Politiker und Journalisten jenseits des Kanals, die wegen des Perlusts ihres Chcmberlains murren werden. Aber sie würden sich sehr bald der neuen Politik anpaflen und würden, hoffen wir, dahinter kommen. daß solche Politik nicht nur im Interesse Großbritanniens und der Welt im allgemeinen, sondern auch Frankreichs selbst liegt. Hierzu nur soviel: Was der„New Statesman" schreibt. kann als der Ausdruck der Politik Macdonalds wie über- Haupt der Labour Party betrachtet werden. Sie ist aber nur möglich und hat nur Aussicht auf praktische Durch- führung, weil in Deutschland die an der Locarnopolitik grundsätzlich festhaltende Sozialdemokratie die stärkste politische Partei geworden ist: Deutschland wird die Ve- freiung der Rheinlonde in erster Linie der Sozialdemokratie zu verdanken haben. Die Partei des Völkerfriedens ist, mit der Notwendigkeit der Logik der Tatsachen, zugleich die Partei der Völkerfreiheit. Eduard Bernstein. VeraNgemeinerung der Krisenfürsorge. Ausführung des Reichstagsbefchlusses. Der Reichsarbeitsminister hat einen neuen Gelaß über Personenkreis und Dauer der Krisenunter- st L Huna veröffentlicht. Nach dem Rechtszustaad, wie er sich hieraus ergibt, find nunmehr grundsätzlich alle Berufe zur Krisenunterstützung zu- gelassen. Ausgenommen sind nur die Berufe, in denen die Arbeitslosigkeit ausgesprochenen Saisoncharakter hat, sowie einige bestimmte Berufe, deren Arbeitsmarkt auch jetzt noch nicht durch andauernde Arbeitslosigkeit in besonders starkem AuKmaß betroffen ist und die Gelegen« heitsarbeiter. Die Ausdehnung der Kriseuunterftützitug auf die muzzugelasiene» Berufe ist Sache der Präsideutcu der Laudesarbettsamter, die der Erlaß hierzu ermächtigt. Aussteueruugeu aus der Sriseufürsorg« sind bis zum 4. Mai tv2S verbot«». Der Erlaß tritt am 25. Februar 1929 in Kraft Und gilt zunächst bis zum 4. Mai; 1929. -{946 &— 5.�'.. M'nisteröeleidtgüttg dusch Landbund.>. ,.. ist Wahrnehmung deeechiigter Zatereffen. Di« ftandalosen Frsisprüche der jüngstsn Zeit m Fällen der Repicbftt- und Ministsrbeleidigung haben sich um ein neu«? Bei- ipiel vermehrt: Das große Schöffengericht in Gotting en sprach am Freitag die Landbunbführer Heidenau, Ropeter, Höfs» meist er. Tau scher u-nö Brandt von der Anklage dar Mnisterb�eidigung frei. Di« Genannten hatten im"Frühjahr das vorigen Jahres bei einer Demonstration des Hannoverschen Land- bundes im Dezirk Göttingan«ine Entschließung unterzeichnen und annehmen wflen, die sich im schärfften Ton gegen die preußisch« Regierung wandte. U. a. wurde der Staatsragievung oargeworjen, daß sie die Notsrandsaktion des Reiches für die Landwirtschaft sa» dotiert habe, um die vom Reiche bereitgestellten Gelder»p a r- teipolitischen Zwecken" zuzuführen. Ein» derartige Be- Handlung der deutschen Landwirtschaft s« am Berrat usw. usw. Es war dies übrigen» die gleiche Demonstration, auf welcher der Landbundführer Cordes mit der weißen Arm»« renom- misrte. die bei Söttingen stehen sollte. Während der Staatsanwalt gegen die Angeklagten je«Inen Monat Gefängnis und 100 M. Geldstraf« beantragt«, sprach das Gericht die Angeklagten f r ei mit der Begründung, daß in dem Vorwurf des Verrats und der Perwendung von Reichsgeldern zu parteipolitischen Zwecken zwar objektiv«ine üble Nachred« zu erblicken sei, daß aber den Angeklagten hieriür der Schutz des 8 10 3(Wahrnehmung berechtigter Interessen). zur Seit« stünde. Bei der jüngsten Beratung des Iustizhaush-llts hat«m so, zialdemokratischer Rodner ausgeführt, daß in den ländlichen B«- zirken zwischen der Justiz und den Landbundführern vielfach ein« Art Solidarität bestehe. Exz«si» durch Wort und Tat. die gegen- über städtischon Arbeitern stets streng bestraft worden sind, werden dann, wenn verhetzte Landbündler die Täter sind, teils sehr mild« gestraft, teils mit Hilfe einer kautschukartigen Gesetztsauklegung für straffrei erklärt. Wir erinnern an die bekannten Fälle d«r Auf- reizung der Steuersabotag«, der Gewalltätigkeiten gegen Finanzämter usw. Ganz eigenartig berührt hier auch di« Auslegung des Z 103, die offenbar dahin ziell, den Angeklagten als Dertretern der Landbundarganksation ein« privilegiert« Stellung zu schaffen. Man nenn« uns nur«inen einzigen Fall, wo etwa bei gleicher Sachlage einem Gewerkschaftsfuni« t i o n ä r der Schutz des§ 103 zugebilligt worden wäre! Einheiisverband der Genoffenschaste«. Die landwirtfchafitiche Rationalisierung marschiert. Auf Einladung de» Direktorium» der Preußischen Zentralgenossenscha st»lasse sand gestern eine gemein« same Sitzung der ländlichen Genossen schalt»Organisationen statt. An« wesend waren di« Vertreter des Reichsbundes der deutschen landwirtschaftlichen Genosienschasten, des Seneraloerbandes der Deutschen R a i f f e i s e n. Genossenschaften, des Genossenschaft»»«?- bände- der Deutschen Bauernverein«, des Genojsenschastsver- bände» des Reichslandbundes, des GenossenjchaftKvsrbandes der Deutschen B a u e r n s ch as t und de» Mittelrheinischen Genossen- schaftsverbandes. Es wurde ein« BerstSndigung aller beteiligten Stellen da» hin erzielt, daß unter Auflösung der bisherigen SpihenverbSade PN- verzüglich ein Einheiisverband der deuffchen ländliche» Genosieo- schaften gegründet wird. Für die Ausarbeitung des Statuts des Einheitsver» bundes wurde ein engerer Ausschuß gebildet. Das Statut des Ginheitsverbandes soll spätestens am 9. März vor« gelegt werden. Gleichzeitig wurde Uebereinstimmung dahin er, stell, daß die bereits in Angriff genommen« Rationalisierung des genossenschaft- lichen Unterbaues nachdrücklich fortgesetzt wird. Diese Beschlüsse sind für die deutsche Landwirtschaft dos b e- deutendste und erfreulichste Ereignis der.Nach- -krle.gszeit. Ihr Zustandekommen ist jener auch von der Sozial- dcmokratie in Preußen und im Reich energisch geförderten. Politik zu danken, die von den Deutschnationalen und ihren Landbund- anhängern seit über einem Jahr nicht genug verleumdet werden kann. �eichsbannerschutz vor Wafferuoi. Anweisungen des Bundesvorstands. Der Dundesvorstand de» Reichsbanners Schwarz. Rot- Gold Hai im Hinblick auf die drohend« Hochwasser. gcfahr au feine Saulelkuogen Richtlinien über die i t- hei. der Abroeöt VC» hochwasi erkasaskrckphen. herausgegeben, lux wir ia ihres wichtigstes Destkmmungeir vcrdffeolllchen.'"' Der wochenlang« ungsw ähnlich harte Frost hat di« schwere Ge- fahr von Hochwasserkatastrophen mit sich gebracht. Damit ist unser Bernd vor«ine riesengroß« ZlUfgab« gestellt, entsprechend..K 2« unserer Bundosatzungen, wo gesagt ifh „Der Bund hat die Aufgabe, in den Formationen Zlusbil. dung zu betreiben für schnell« und sachkundige Hilfe durch jede Formation bei Unglücksfällen, besonders bei Ueberfchwemmungen» Gruben- und Eisenbahnunglücken. Explosionen, Feuersbrünstan, Einstürzen und sonstigen Ereignisten." Pflicht- und sotzung»g«mäß hat nach den uns vorliegenden Meldungen bereits ein« Anzahl von Gauen, die besonders bedroht« Bezirke umfasien, dieerstenVorbereitungenzu Hilfsdienst. loistungey eingeleitet. Die Bundesleitung stellt dies mit Be- sriedigung fest und erkennt di« bereits geleisteten Borarbeiten dank, bar an. Bei der Vielfältigkeit der landschastlichen und örtlichen Berhältmsi« und bei der Benschiedenartigkeit der staatlichen Der- wollungsorgonisationen, wie sie innerhalb des Deutschen Reiches heut« noch bestehen, ist e» naturgemäß unmöglich, im Rahmen privater Initiative eiicheitliche Weisungen an unsere vielen Tausenden von Ortsgruppen zu geben. In nachstehendem wollen wir aber zusammenfassend da» sogen, worum es sich in dieser Fragc� grundsätzlich handelt. Notwendig ist für all« Gau« in erster Linie folgendes: 1. Em« umfassend« Fühlungnahme mit den verantwortlichen staatlichen Lerwaltungsstellen llllegic- rungspräsidentan, Polizeipräsidenten. Üandräten sooxe den Leiter» der Kommunen) zwecks Klärung der Frag«, wie und wo gegebenen- falls ein Einsatz von Reichsbannerkrästen in Frag« kommt. Dabei wird nach Möglichkeit die Verwendung geschlossener R«chs- bannerformationen anzustreben sein. Ein loyale» Zusammenarbeiten mit anderen Organisationen unter gemoinfamer behördlicher Leitung ist selbstverständlich nickst abzulehnen. - 2.-, Baldig« Ausstellung oincr Ueb erficht übar die örtlichen Ge» famtstärken. die al» froiwillig« Hilfsdienst- oder Ordner- tr u p p s den Behörden zur Verfügung gestellt werden können. Da- bei kommen in erster Linie, soweit sie nicht schon bei den Behörden In ständigem Arbeitsverhältnis stehen, alle dies enigsn Kameraden in Frage, die in körperlich.techni scher Schwerarbeit geübt sind, insbe- sondere Holz- und Kanalarbeiter. Maurer usw.. sowie auch im Schiffer- und Sprengdienst und im Brückenbau ausgebildete Käme- raden.; 3, Baldig« Ausarbeitung eine» Alarnckerungsplanes. Unter Umständen geeignete Führerbesprechungen, Dorübungsn. Begehung besonder? gefährdeter Distrikte zwecks frühzeitiger örtlicher Oricn- tierung. 4. Die Aundesleitung und wohl auch die staatlichen Zentral- stellen werden Gewicht legen aus die Möglichkeit, aus weniger»der gar nicht gefährdeten Bezirken gegebenenfalls in ander« Räume Reserven heranzuziehen. S. Schließlich muß auch auf die Notwendigkeit, vorübergehend obdachlos gewordene Volksgenossen in den Familien .der Reichsbannergemeinschoft mit in Unterkunft und Verpflegung zu nehmen, frühzeitig organisatorisch Bedacht genommen werden. Venezuela dementleri. Sein Generalkonsulat in Hamburg«r, klärt: Teleftnunme des Präsidenten von Venezuela und des vene- zuelischen Außenministers besagen, daß in Venezuela alles ruhig und in bester Ordnung sei: auch bade e» ein Attentat aus den Präsidenten Gomez nicht gegeben. „Kein schön'rer Tod.." Was sich Die Kriegsgefallenen alles bieten lassen müssen. Der«V o l k s t r a u e r t a g". der heut« mehr oder minder amtlich ziyn Andenken der Gefallenen des Weltkrieges gefeiert wird, könnte«ine schöne und sogar nützliche Einrich» tung sein, wenn er allenthalben als Tag des bitteren Ge- denlens begangen und in dem Gelöbnis„Nie wieder!" ausklingen würde. Leider ist dem nicht so. Für viele, allzuviele Deutsch« ist dieser Tag nur ein Vorwand für nationalistische und mili- taristische Stimmungsmache, bei der das Andenken der Ge- fallenen um so schimpflicher mißbraucht wird, als sie sich da« gegen nicht wehren können. Was sich der religiöse Leitartikler der„Deutschen Tageszeitung", der Pfarrer Otto Eckert, in dieser Hinsicht leistet, ist ein Gipfel, oder vielmehr ein Tief- punkt. Unter der Ueberschrifl„Kein schön'rer Tod..." lesen wir folgende Sätze: Ze heißer die Schlacht, um so näher Gott; und je näher Soli. um so schöner der Tod— das war der D r e i k k a n g. der über dem Heldentod des deutschen Kriegers von 19Z4/18 schwebt«. Er enthält nimmermehr Disharmonien, wie uns das die.falschen Friedens- apostel der Gegenwart dortun wollen, sondern er ist der Ausdruck einer vollendeten Harmonie zwischen Gott und Mensch, wie sie zum erstenmal in einzigartiger Reinheit von» Kreuz auf Golgatha die Menschheit beglückte. Daß bei solchem Geschehen durch manches Menschen Seele ein Schwert dringt, ist eine Folge der menschlichen Verneinung paradiesischer Zustände auf Erden. Stets aber bedeutet Todbereitschaft, zü der der Mensch sich durchgerungen, den Sieg des Göttlichen über das Menschliche im Menschen. Darum gibt«s keinen Tod, der schöner wäre, als der aus der Bereit- schaft, für das Land der Väter sich zu opfern. „Die Tage gehen hin, und jede Stunde ist unbegreiflich und selbstverständlich. Di« Angrisse wechseln mit Gegenangpisfen, und langsam häufen sich auf dem Trichterfeld zwischen den Gräben die Toten. Die Verwundeten, die nicht sehr weit weg liegen, können wir meistens holen. Manche aber müsien lange liegen, und wir hören sie sterben. Einen suchen rmr vergeblich zwei Tage hindurch. Er muß aus dem Bauche liegen und sich nicht umdrehen können. Anders:st es nicht zu erklären, daß wir ihn nicht finden: denn nur wenn man mit dem Munde dicht auf dem Boden schreit, ist die Richtung so schwer festzustellen. Kennt Pfarrer Eckert den Krieg? Kennt er auch nur das Buch von Rsinarque:„Im Westen nichts Neues"? Wir schlagen auf und lesen: Unser Kompagnieführer hat dem, der ihn findet, Bor- zugsurlaub und drei Tage Zusatz versprochen. Das ist cm mächtiger Anreiz, aber wir würden auch ohne das tun. was möglich ist: den n dos Rufen ist furchtbar. Kot und Kropp gehen sogar nachmittags noch einmal vor. Albert wird das Ohr- lappchen dabei abgeschossen. Es ist umsonst, sie haben ihn nicht bei sich Dabei ist deutlich zu verstehen« was er ruft. Zuerst hat er immer mir um Hilfe geschrien— in der zweiten Nacht muß »r etwas Fieber haben, er spricht m't seine? Frau und seinen Kindern; wir können oft den Namen Elise heraus- hören. Heute weinternurnoch. Abends erlischt, di,.Nimm« zu einem Krächzen. Abs rer stöhnt noch die ganze Nacht l-■bfer- Wir zjt-ftehtr••Rorgens.-aljh wir glauben, er Hab« längst- RuhSj-dringt noch elnMal ein p�rgeknde» Röcheln herüber." „Dieser jung« Ersatz weiß natürlich von alledem noch fast gar nichts. Er wird aufgerieben,«eil er. kaum ein Schrapnell von «ner Granat« unterscheiden kann, di« Leute werden weggemähi, weil sie angstvoll auf da» Heulen der ungefährlichen großen, wert hinten«inhailenden Kohlenkästen lauschen und da» pfeifende, leise Sürren der flach zerspritzenden kleinen Biester überHörem Vi« die Schaf« drängen sie sich zusammen, anstatt aueeinanderzu- lgusen, und selbst die Berwundetsn werd« noch wieHafenvon den Fliy�ern abgeknallt. Dia blassen Steckrübengesichter. die armselig gekrollten Hände, die sammerpvlle Tapferkeit dieser armen Hunde, die trotzdem vor. gehen und angreifen, dieser braven armen Hunde, die so verschüchtert sind, daß sie nicht laut zu schmien wagen und mit zer- risfenen Brüsten und Bäuchen und Armen und Beinen leise nach ihrer Mutter wimmern und gleich aufhören wenn man sie ansieht! Ihre toten, flaumigen, spitzen Gesichter haben die entsetzlich« Ausdruckslosigkest gestorbener Kinder. Man könnte diese grauenhaft«» Schilderungen beliebig vermehren. Wir nehmen natürlich an. daß sich Pfarrer Eckert einen solchen Tod. wie oben geschildert, sehnlichst wünscht, denn„kein schönrer Tod"—■ nicht wahr? D!s Kirche soll sich sedenfalls nicht wundern, wenn an- gesichts solcher unerhörten Leistungen von Männern, die berufen sind, das Evangelium zu predigen, die Maffenflucht aus ihren Reihen wächst. Dem Gedächtnis Friedrich ESeris. Kranzniederlegung durch die preußische Staotsregiervng. Der Oberbürgermeister in Heidelberg ist am Sonnabend von der preußischen Staatsregierung telegraphisch gebeten worden, am Z8. Fe» bruar. dem Todestag de» Reichspräsibenten Ebert. am Grabe wie Im Vorjahre«inen Kranz mit einer Schleife in den preußischen Farben und mst der Aufschrist„Die preußische Staatsregierung" niederzulegen. Protest beim Aegypierkönig. Mir die Vefcitigung der Vittatur." eondon. ZZ. Februar.(Eigenbericht.) In Kairo traf am Freitag»ins aus vierhundert Person«» bestehende, all« BeoAkerungsschichten der ägyptischen. Provinz S c a r h i l repräsentierende Delegation ein. Sie beabsichtigte, König Fuad ein« Petition zu unterbreiten, in der die sofortig« Wiederherstellung de» verfassungsmäßigen par. lamentarischen System» g-fordept wird. Di« Delegation wurde jedoch durch«in stark«» Poliz« laufgebot am Be- treten des Palastes gehindert. Später gelang es einer Anzahl von Senatoren. Abgeordneten und Rechtsanwälten, ein« Audienz beim König durchzusetzen. Dl» Delegationen versammelten sich an, schließend im �)ause der Rationen", dem Hauptquartier der ägypti- fchen Nationakhewegung. wo der früher« Ministerpräsident Rahas Pascha ein« Ansprache htrft. Organisierter Kohlenhandel. »Vi« Leute flehen nach Kohlen an. Es muß etwas zur besseren Reiieferung geschehend »Sehen wir eine Kommission ein, die diese Frag« berät.* »Ein Unterausschuß wird zunächst einige Spezial« fragen prüfen.* »Wir können die Veratunaen abbrechen. Vas pro» blem ist gelöst- das Thermometer steigt!* preußische Jinanzgesehe. Verlängerung von Gewerbe» und Hauszinssteuer./ Abänderung der Grundvermögsnssteuer. Auf der Tagesordnung des Preußischen Landtags standen am Sonnabend drei Finanzgejetze. Gewerb«- und Hauszins- st e u« r sollen bis 31. März 1330 verlängert und die G k u n d v s r- möge n s st e uar durch Einführung.dcs� Einheit smertcs als Be- steuerungsgrstndlaoe für Grundstücke, die dauernd land- und forst. w'rtichastflcheiir'-öW ZaifimVschen'•■'gaMfew tziMkr,-'abgeändert werdem �-.....—---;----------- Finanzmlnister Dr. HSpker.A'schöff begründete kurz die Borlagen mit dem Hinweis, laß di« ständige Barlängerimg der Steuergesetz« von Jahr zu Jahr an sich kein« besonders zweck- mäßige Form des Neuerbewilligungsrecht» eines Parlament» sei. Di» bel solchen Gelegenheilen immer wieder vorgenommenen Ab- änderungen tragen gewiß nicht zur Stabilisierung de* Staatshaus� halt» bei.' Nur im Hinblick auf die künftig« Berabschiedung des Steuervereinheitlichungsgesetzes durch das Reich habe sich die Regierung entschlossen, trotzdem die Verlängerung der Gesetze vorzuschlagen. Wenn die Einführung d«» Einheit s werts bei der Grundvermögenssteuer nur für die landwirtschaftlichen Betrieb«, nicht aber für den städtischen bebauten Grundbesitz erfolgen soll, so hat da» nach Auffassung des Ministers seinen Grund darin. weil für diesen letzteren die Gegenwartswert« nicht richtig ermittelt werden können und man abwarten müsse, bis sie sich gefestigt haben. Der Minister betonte ausdrücklich, daß das Aufkommen aus den Cinheitswerten. die nach den berichtigten Wehrbestragswertzn In Hundertsätzen ausgedrückt werden sollen, unverändert bleiben muß. Auf jeden Fall sollen sie eine gerechter« Steuerbasis bringen, wenn auch durch die Entlastung aus der«inen Seit««in« Mehrbelakvmg der anderen entsteht. Di« H a u» z i n s st e u« r soll möglichst unoer, ändert verlängert werden, weil hier ein« rsichsrechtliche Regelung von einschneidender Bedeutung vor der Tür steht. Hierauf«»twickelle sich eine höchst überflüssig« De- batt« über die Finanzpolitik de» Staate», die besser bei der B«. ratung de, Etat» der allgemeinen FinonzverwaUung angebracht gewesen wäre. Namentlich die Deutschnationalen ließen sich die Gelegenhett nicht entgehen, um über die Unwohrhastigkelt der staatlichen Finanzpolitik, die Reparationelasten, über die angeblichen Steuererleichtervngen der Konsumgenossenschaften und noch vieles ander« mehr zu lamentieren. Auch Wirtschaftsparte> und Kommunisten stießen in stundenlang« Debatte in dasselbe Harn, E»«aren� im Gevnd« genommen alle» Wiederholungen, und alle», wa» gesagt wurde, wird bei der dritten Lesung der Gesetz« und beim Etat fcer'Jinonzaenvoftung und ve� FinanzministerstuitS wiederholt werden, Für die Soz�aldsmokraten. erwiderte aus di« deutsch» nationalen Klagen und Borwürfe der Ab geo rdnet« Leinerfi Er tennzeichnst« gebührend di« einseitige Hervorhebung der angeb« l'chen Steuervergünstigungen der Konsumgenossenschaften der minder» bamittellen Kreise und da» geflisientliche. Schweigen über die G» nossenschaften der Handwerker und der ländlichen Einkoufsyenoffen. schaften, die nicht schlechter behandelt werden. In wirkungsvollem Gegensatz stellte er da» Auflömm en der land Wirtschaft» lichen Betrieb« au» der Grundvermögen«st euer mit7SMillion«nzudenAufw«ndungendesStoate» an di« Landwirtschaft, die jährlich etwa IZO Millionen betrogen. Welche» Recht haben da die Deutschnationalen, wegwerfend über die Hilfsattion de» Staates zugunsten der Landwirtschaft zu sprechen, wenn v>an bedenkt, daß so gut wie keine Wittel da sind. dem Handwerk, der Kleinindustri« und vor allen Dingen der orbei- tenden Bevölkerung zu helfen! D>« Borlagen gingen schließlich an den Hauptausschuß. Ein gemeinsame? Urantrag aller Parteien, mit Ausnahme der Deutsch« nationalen und Kommunisten, der vom Geschäftsordnungsausschuß ein« Ueber Prüfung der G«schäst»ordnung verlangt, ging an den Eeschäftsordnungsausschuß. Hierguf vertagte sich da» Hau» auf Montag, den 2S. Febrpar. mittags 12 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die zweit« Lesung des Haushalt» de» Wohrfohrtsmimstermms, Abschnitt Volks» gesundheit. � Der schwerkranke Trotzki. Nachricht aus seiner Umgebung. Prag, 23. Februar.(Eigenbericht.) Ein Angehöriger der kommunistischen Opposition in Brünn erhielt zwei vom 4. und 6. Februar datierte Briese au» der Umgebung Trotzkis. Darin wird mitgeteilt, daß Trotzkis Zustand ernst ist. Seine Anhänger werden«sucht, alle» zu tun, um dl« Abreise aus der Türkei niögiich zu machen. Trotzkis Familie würde es gerne sehen, wenn Trotzki in irgendeinem Bad oder Sana, torium der Tschechoslowakei Heilung finden könnte., Sowjei-M'liiarismus. SeVtrkfchasten und Schulen im Vorbereitungsdienste. Den Krieg durch Bertrag ächten und gleichzeitig weiterrüsten ist nicht da» Dorrecht kapstalistischer Staaten— Sowjetrußland tut e» auch. So meldet der„Ost-Expreh" aus Moskau: Der Zentral» rat der Gewerkschaften fordert durch Rundschreiben all« Gewerk- schaftsovganilationen auf. eifriger für di» Kriegsschule» zu Verden: im vorigen Jahr hätten 56 Proz. der in den Krieg»- schulen Angemeldeten au» der Arbeiterschaft gestammt, es Hab» sich aber, herausgestellt, daß ein sehr großer Teil von ihnen durchaus ungeeignet war Es fehlte vor allem an der notwendigen vor- bildung Nunmehr sollen aus den Gcwerkj chaftsorgon isationen nur »ach solche Mitglieder für die Kriegsschule« vorgestellt werden, die ein« ausreichend« posttische und allgemeine Bildung haben. Infolge» dessen werden die Gewertschasten jetzt gemeinsam mit dem Kriegs» kommissariat Vorbildungskurse für die Srlegsschulen einrichten. TV Proz. der in di« Kriegsschulen aufzunehmenden Per- sonen sollen aus der Arbeiterschaft bzw. der„Dorsarmut" aus» gewählt werden. Auch in den höheren und Mittelschulen soll Propo- ganda zum Eintritt in die Kriegsschulen gemacht werden. In den Schulen der zweiten Stufe soll kriegswislen schaftlicher Unterricht eingerichtet werden mit Schießübungen und Manövern in klein«» Maßstab: in diesen Schulen soll da» Er- ziehungssystem militärischen Charakter erhallen.«, sollen Kasernen der Roten Arme« von den SchulNassen besucht. Marschübungen über Land usw. unternommen wenden. Der Abtransport aus Kabul. Zetzt auch das Personal der Gesanbtfchasten. Peschawar. 23. Februar. Sin Militärflugzeug ist«ach Kabul abgeflogen, um da» Per- sönal der britischen und der anderen Gesandtschaften abzuholen. falls die Schneevechältnisse es erlauben. Bier weitere Flugzeug« halten sich bereit, nach Kabul zu fliegen, wenn es dem ersten ge« lingt, seine Aufgabe durchzuführen. Da» Militärflugzeug konnte jedoch in Kabul wegen der GchneeverhSltntsfe nicht landeir. Di« Abbeförderung her Gesandtschaften mußte daher verschob« werden. fffff! »III,»>»>»,»,»o,»II, i SV»""""!'"""""" v r its■ GACDINEN AUSSTEIIUMG flSllliBaHiiiBBii�simfisagiinri ■■■■■■■■■■BBIB■■ ■■■■■■■■■■ E ■■■■■■ i■■■■■■■■■ ■■■»W»»■■■»»»«»■■B SB ■■■ BfiBl■■■«»VN■« ■ss»SS SS'.El aS5S'S' i ... t» z. a's oS> HS" e SSSS'SS'a M» DB»MB»W»MW MB» WBU»WUBB WBWWBBWW»MBBWBBWBM»I»r«»IIBBNWWIIWBBBBW»UIWWBMI!BWW> MBB»!----------------------------------------- ■■•«III« W»»B»BWUW»BB Ä-WM»■ Während des Einkaufs ist die unter Aufsicht des verein, n d e -KINDERSTUBE Aufenthalts- und Spielraum n d« r HANDSCHUHE DAMEN- HANDSCHUHE Ledor-Nachahmung mit kunstMlden. HalbfuH»r. farbig, 2 Druckknipl«\J95 Leder-Nachahmung Schlupfhondtchuh.WBchiBl-» »Hch, farbig, welfi, gelb I VO KLEIDERSTOFFE DAMENKLEIDUNG Berdttran• Wollmuuelin« sparl« Mwtiar, H co. 125 cm I 95 BrechB-Compesä «»»er M» I a«»»■»tot 285 Englisch gemust. 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Für die herzliche Anteilnahme heim Adiehen meiner iitnigqelirbien Frau. sowie llr hie schönen B umenipenhen. gestalten wir uns allen Berwandien, ireunhen und Bekannien, den Stol- legen der»riieur Zwangsinnung. Schöneberg, der Fre en Bereinigung ielbständiger Fri eu>e. sowie dem Reichsbanner Schwarz- Rai- Gold. Schöneberg. Kametadichokt Insel, im Namen aller Hin erdliedenen unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Paul Wenzel und Kinder Berlin-Schönebera. den 22. Februar Sedanstratz« 57. Am 23 Februar verschied nach jahrelangem schweren Leiden mein lieber Mann, un'rr guter Bater. Großvater. Schwiegervater und On ei Kduard Breitkopf im Aller»on.*? Jahren. Die» zeigen an in tiesei Trauer Ww. Berta Brdtkepl o. ABgehSrlge. Die EinSicherung sindet am Mitt. wach, 27. Februar, nachmittag» 5 Uhr, im Tremator. Baumichuienweg stau lli!ii!illiei lilelslIgiliM-leMll keiNaliungiitelle Berll» toOchisnichlg». Den Miigiiedern»ur Nachricht, daß unser Jtiillfge, der Schlosser Richard Wölk geb. 3. Februar 1882, am 22. Februar gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Ginä cheruna findet am Mitt» woch. dem 27. Februar. 18 Uhr, im ftiematocium Gerichtfiraß» statt. Rege Beteiligung erwarte« vi» Ocleeccmaltoag. Aufnahmen zu Ostern! KlndrrpflrgrrinBCB- o. Heoshel- tDBgucanle m. Scfaaieriwiimhclm Tele»- and AbcBdkarSRi» MUlcltchulprOhiBfl Haasfreaen- and Ml Berliner Fröbclvcrcin Friedrich-FrSbel-Hea* DerUn-Nledersdsftnh. LlndeiutT. 14b, TeU Penlcow»75 Denlaegnag. Für die vielen Beweise herz» Ilcher Anteilnahme beim Heimganze mewe« lieben Mannes,»nieres lieben Baters und Bruders, des Schmiede- führer» vskar Ellrich sage ich allen Freunden und Be- kannten. Insbesondere tüc die ehrenvollen Won« be« Herrn Poi«n»ke. meinen herzlichsten Dank. Im Namen aller trauernden HizUerbliebenen Bertb» Allridi, geb. DIeirleh, Berlin, den 22. Februar 1029. Für die oieltn Beweise herzlicher Ttttnahm« bei der Einäscherung». seter meine» lieben Mannes Lrnst Mittag sage Ich allen Freunden, Bekannten und Rollegen der AOst. Berlin, der ll Abt. der SPD. dem Reich»banirer sowie dem Redner der Freidenker meinen innigsten Dank. Berlin® 11, Neue Roßstr 3 WUbelmine Mittag erb. Tnormann ohne Anzahlung Schlafxlmmer Herrenzimmer Speisezimmer Mod. KUchen PolstermSbel Clnzel-MObel hl» zu 24 Monatsraten kaufen Sie gQnstlg bei der Gegrfladei und beauftichtift»a umtbatriabwat de» Uegitirst» Berlin nur Breite StraBe 7 Anzage. JUier, Paletot» zu Fabrikpreisen ab. Bitre. flberzeugen Sie sich. Iii. Mtong, AdiiuBi! Hier Arbeitsamt Berlin-Mitte. Im März geben wir durch R u n d f u n k an den Wochentagen Dienstag, Donnerslag iLSonnabend mn 18.30 Ohr für Arbeiter und Angestellte wichtige Mitteilungen über otiene Arbeitsplätze, Lehrstellen, über Neuerungen in der Arbeitslosenversicherung und andere arbeitsmarktpolitische Angelegenheiten. Die Arbeiter und Angestellten hören diese Mitteilungen regelmäßig ab. AttWf ääaÄ Fabrik und Lagar Seheftlan ÄBCTffulSf Ä. 68 Speise- von 273.— an Herren- von 273— an Schlaf- Zimmer von 360*— an (»Ä Stippdiekn Ji 1» Mn.it». rrtwil Steln's «WV« Tadaaiaa IIa OSarta. InlcricrcD bftaHd ERFOLG! znr Miete W!0,Ansbicher»lr.l DER AUFBAU KO DTR AOIK TORISCHE UORTRABSABEHDE Vcransialtet von der Gesel schall der Freunde der Sozialistischen Monatshefte. 11. Abend. Montag, den 23. Februar 1929, pünKtlich 8 Uhr, In Berlin im Sitzungssaal des Reichswirtschaftsrats, BellevuestraSe 13: Die Jugend und der sozlelismus Reterentter Protenor Anna SIuiikd, Mitglied d. Reichstags. Zur kon'radlktorischen Aussprach? haben sich bis setzt angemeldet: Hans OADIES, Wal er NISSEN, Walter PÄHL, Wilhelm PAULSEN, Heinrich PEUS, Arnold ZWEIG. Fflr lugendorpanisationen sind vorgemerkt: Boris EISEN sTADT, Otto FRIEDLAENDER, Georg LUBINSKI, Hans MUHLE u.a. Anfang 8 Uhr.— Zur Deckung der Unkosten wird von NichtMitgliedern ein Beitrag erbeten.— Ende II1/» Uhr. Der Antbeu Ut eine Tribüne zur unabhängigen, freien Antspradie OberS OK n» 150*280........ aaaaand mo» UabKlakan G sl«, tun Käipfo*.«a*0* e n Dowla«, mit Hohlaaum vanlant, aB ct. 150*220......... Oberbett«Bezus kräftlgar Linon, mm KoSpton, ca.««£>*200......... rnfimfV Kissen be? u g k-tftlgar�UMo. zum Knipfen,££ Dreühandtuch 95 I Rofnlataaa. 4**100 Tllessing* JieUsteUm m gsapec .Au&wahL Ruhebett ountar Sau», vor-__ tahladana Mustar mit BottkASten � rm, bunter Bezug.«ln-Äs»«S k.lappbar-a F u3brf tt mar LffldePBismnrck'StE. We MvkmSpge SrnShrm?? des deutschen So»« nutzbar gemacht merden. rwr allem im Hwbljck aus die unbestreitbar« Mbglichteit dar Förderung der Dolksgesulidheit durch oermehrten Eeefischgenutz. Trvfi der Witterungsschwierigkeiten ersolgen auch zurzeit reichlich« öeesischzufuhren. Sowohl die frischen Fische als die Fischwaren sind in der jetzigen Wcrbewoche vo» besonders guter Qualität. Oer Schülermord noch ungettärt. Eine Verhaftung. Entgsgeu den Bc�iuptungen eines Berliner Spätabendbtattes erfahren mir» dotz es der Polizei bisher noch nicht gelungen ist, den jugendlichen Reooloerschützei«, der am Freitogabend den 18jährigen Primaner Herbert Kleier hinterrücks niederschoß, zu oerhosten. Geskrn nachmittag wurde allerdings ein Manu oerhof- tet, auf den die Pcrsonolbeschreibimq des Täters, die m den Aei- tungen veröffentlicht worden war, einigermaßen �zutraf. Der Ber- dächtige wurde ins Polizeipräsidium gebracht und von den Äom- misiaren Dr. Braschwig und Heller eingehend vernonumtn. Der Verhastet« b e st r i t t ganz energisch, mit der Bluttat irgendwie in Berbintmng zu stehen. Auch die G« g e n ü b« r st e l l u n g mit mehreren Zeugen verlief völlig ergebnislos. Der Der- haftete konnte außerdem sein Midi fast lückenlos nachweisen, so� daß er nach Meinung der Polizei als Täter nicht in Frage kommt. Sein« Entlassung steht unmittelbar bevor. Wi« weiter mitgeteilt wird, soll der Revolverheld nicht dem Raten Frontkämpferbiind, sonder» semer Uniform nach der Jung- spartakusgruppe angehören. Allem Anschein nach handelt es sich nicht um ein Mitglied der Pankower Ortsgruppe, sondern um einen Angehörigen der Neuköllner Gruppe, der gestern an einer Pom kower Veranstaltung teilgenommen hatte. Weiterhin besteht die Vermutung, daß der getötet« Schüler das Opfer einer Personen- Verwechslung geworden ist. Verbesserter Bildfunk. Di« Deutsche Fultograph-Gesellschaft führte im Voxhau» einem kleinen Kreis geladener Gäste den von dem öfter- reichischen Ingenieur B u c« k konstruierten neuen Sender vor. Gegenüber dem bisherigen Bildmntoersohren bietet die neu« Sende- anlag« den Dorteil, daß die gewöhnliche photographische Fitmouf- nahm« sofort sende bereit ist. während früher hiervon erst«in« Kupserfoste angejertigt werden mußte. Die erheblich raschere Bild- jendung— vorher braucht« man mindestens drei bis vier Stunden, während jetzt das Negativ bereits nach einer Viertelstunde sendefertig ist— gewährleistet natürlich«ine gesteigerte Aktualität der Bild- übckrtragung. Durch weitere technische Verbesserungen erzielt man bei dem neuen Verfahren auch qualitativ wertooller« Bilder. Der Vor» gaug der jetzigen Bildübertragung ist der, daß die Photographie um eine Glastrommel gelegt wird, die durch einen Elektromotor in De- wegung gesetzt werden kann. Eine Glühlampe, die einen sehr feinen, aber außerordentlich intensiven Lichtstrahl erzeugt, durchleuchtet den Film punktweise, worauf aus drahllosem Wege die Punktübertrogimg erfolgt.__ Kellerbrand in der Wusterhausener Strafe.' Auf der Schwäbischen Alb. Utber oll dem Reichtum an wmtersportlichcn Gebieten Süd- deutschlands, dem Schwarzwald, dem Allgäu und dem oberbayerischen Hochgebirge, vergißt man ganz eines der schönsten Gebiet«, die Schmähische Alb. Sie ist reicher in de» Bergsarmen als der Schroarparid; im Innern ist sie wellig wi« die Hochfläche der Eisel oder der Rhön. Gegen das nördlich« Schwabenland stürzt sie jäh ab, als wäre da» ganz« Land vor ihr plötzlich heruntergebrachen. Unvermittelt steht sie mit ein«r 400 Meter hohen Wand vor einem, steil und steinig, wie Hochgebirgsmasse. Kleine� kraftvolle Flüsse hoben sich in eine Hochlandscholle eingenagt und daraus wurde eine Unzohl von Bergen und Vorsprüngen. Wenn man im Winter«ms den Albhöhen steht, wenn unten über der Eben« Nebel wogt, dann ist es. als greis« eine Steilküste mit hundert jähen Kaps, Inseln und Landzungen hirnnis in ein Meer. Eine endlose Kulisse von Pcrgen und Fjorden baut sich links und rechts airf. Fast jeder dieser Berg« hat«in eigenes Gesicht. Die kahlen Buchenwälder ziehen sich an ihnen herab Ins Tal wie Borsten. Die sausende Skiabfohrt auf den steilen Waldwegen wirb an diesen Talhöngen sonst gebremst. Aber dos berühmtere Skiland ist über dem Felsenkranz. Denn hinter den Bergvorsprüngen, von dem sälzen Ausstieg des Gebirg«» zuerst verborgen, liegt ein Land voller Mulden und kleinerer Täler, voller Kegel, Kuppen und Rücken, die 100 bis 200 Meter hoch sind und im kleinen das Bild des Gebirges, mie es sich von unten au» zeigt, wiederholeil. Da ob«, sind die bekonnten Skigebiete, zu denen allwinterlich viele Svnderzüge ver- kehren. Das kalt« Feld, erreichbar von Gmünd und Weihenstein aus, die Kirchheimer Alb, nur 40 Kilometer von Stuttgart entfernt, der Müirsinqer Truppenübungsplatz, auf dem jetzt tm Winter fast mehr Skiläufer sind als einst im Sommer Truppen, weiter nach Südwesten die Zolleralb und schließlich am Ende hie 1000 Meter hohen Erhebungen am Rande des Heuberges. Man findet da die Hänge, wi« man sie braucht, vorn sanften Hügel bis zur jähen Schußfahrt über 200 und noch mehr Meter Höhenunterschied. Wer Standquartier sucht, wird sich in diesen bekannten Gebieten nieder- lassen. Wenn nkiii nicht nur üben, sondern das Land kennen lernen� will, dann wandere man von einem dieser Skigebicte zum ondeveir. Durch Bahn- und Autofahrten gewinnt man Zelt, auch ans dic Bar- sprüngc hinauszugehen, zu den Felsen, den Ruinen und den Aus-- sichte punkten. Da liegt tief unten dos württembergischc Land mit feinen taufend Manmgsaltigkeiten. Der Anblick vom Schwarzmold und der Bergstraße auf di« Rheinebene ist berühmt. Dic Alb ober bietet in der endlos langen Kette ihrer Rondwege nicht nur Aussicht, sondern in Felstürmen, Höhlen und phoiltastischen Steiugebilden «nrner etwas anderes, als man erwartete. Wie van Nordost noch Südwest ihre Höhe langsam ansteigt, so steigert sich auch ihre landschaftliche Größe, die Wildheit der Felsen und die Wucht der Berg- sonnen. Im Frühling inisäst sich die Lieblichkest der eiiguivschlvssencn Kirachblütentäler mit den Fesscnlinie». Im Winter aber ist die Alb eine große Linie, herb ynfc ob weisend. Man wird wohl messt von Stuttgart her zur Alb kommen. Do führt eine Bahnlinie über IRcutlingen, Tübingen und Rottweil innner den, seltsamen Profil der Tafelberg« und Kegel«nttong. Sie führt nach Zürich. Ihr entgegengesetzt gelst eine andere über Gmünd noch Nürnberg(Paris— Prag). Und eine dritte läuft quer durch di« Alb über Göppingen, Ulm nach München, die Linie des Ortentexpreß. Die wenigste», die hier vorbeifahren, wissen, daß von diesem Gebirgsstock die Hohenstaufen kamen, daß hier die' seltsame Geschichte vom Lichteisstein spielt. Es sst nicht schwer, die Alb zu erreichen. Di« Durchgangsstrecken führen dicht heran und das übrige besorgen viele Stichbahnen und Kraftwagcnlimen. Städte und Städtchen haben ihren Geschäfts»« rkehr entsprechend, alle-ihre- sauberen Hotels. Das dörfliche Gaschaus ist einfach, aber sauber� fast überall kennt man vorn Sommer her die Wünsche des Wanderers. Mondänen Winterbetrieb und wrntersportliche Revuen soll man hier nicht suchen, dafür ober Führer, Karlen und Wegmorkierungen, die mit echt schwäbischer Gründlichkeit durchgearbeitet sind. man den Abend trotzdem nicht als verloren bezeichnen konnte. Der Liga wäre im eigenen Interesse zu empfehlen, nicht wieder 3 Ber- onstsltungen in einer Woche stattfinden zu lassen, sondern dies auf einen entschiede» größeren Zeitraum zu verteilen. weyr geiiern aoeno mii oer»eianipiung cn«;» yiupc-ci.-- brande» stundenlang bgschäftigt. Die Flammen fonde» an M o dt ll puppen, Regalen usw. relchc Nahrung imd es bedurfte großer Anitrengungen, um ein Weitergreisen des Feuers zu ver- hindern. Ein« starte Rauchentwicklung macht« die Zuhilfe- nähme van mehreren Saueritoffopparaten notwendig. Nach iüiss- stündiger LSstfstätigkeit konnten die Wehren unter Zurücklassung einer»randwach« wieder abrücken. Die Entstehungsursach« könnt, bisher nicht ermittelt werden. Berlin als Werbeweltstadt. Im Rahmen der Veranstaltungen der„Hun«boldt-Hochschule" aussuchte„Werbwart" Weide müller(wie er sich selber ncimt) «in«» Begriff davon zu geben, was in Berlin auf dem Gebiet« der geschäftlichen Werbung— also der Reklame— geleistet wird. Ueberall stoßen wir auf Reklame: aus den Straßen und Plätzen, in den Kaushäusern und kleineren Läden, im Kino und Theater, in den össentllchen Verkehrsmitteln. Das Schlagwort ist heute: Nicht» ohne Retlame. Geld und Arbeit werden darangesetzt, die Reklame immer wirksamer auszugestalten. Alle Neuerung«, in der Technik verbessern auch sogleich die Reklametechnik. Die ungeheuren Käusermassen der Großstadt ermöglichen«im Rcklameentsallung, die Berlin auch als Werbearbeit zur Weltstadt werden läßt. In technisch guten, leider sehr unübersichtlich angeordneten Lichtbilder» wurden Reklameflächen, Schaufensterdekorationen usw. und ihre Wirkung aus das Publikum in graphischen Darstellungen gezeigt. Etwa» krampfhast berührte der Versuch des Vortragenden, neue Wort« für alte Vegnfse zu finden. Es mag zweckmäßig sein. Anbietsucher im Gegensatz zu Anbieter zu sagen, aber sind die Leute, di« sich die Auslagen ansehen und auf die die Reklame wirken soll, Sehleute? Menschenrechte der Jugend! Im Ralirnen der Klubabende der Deutschen Liga sür Menschen- rechte sprach Frau Dr. Eugenie Schwarzwald(Wien) über „Menscheiuechie der Jugend. Wenn die Erwachsenen heute über Verrohungen der Jugend klagen, so müssen sie sich selbst die Sä)uld zuschreiben, denn sie oerhindern es nicht, daß Siebzchnjährige aus beiden Seiten sich gegenseitig mordeten. Ueberhaupt sollen sich die Er- wachsen«» immer der Verpflichtungen bewußt sein, die sie gegen die heranwachsenden Geschlechter haben. Frau Dr. Schwarzmald war nicht der Ansicht, daß die Jugend die schönste Lebenszeit sei. Wie dies so oft sentimental dargestellt wird. Jugend ist die Zeit der Kämpfe und der schweren Einordnung in che gegebene Wirklichkeit. Die Rednerin verbreitet« sich ferner oder Zukunft? kult. Unnützbar- feit der Ertahrungen und ähnlicher Ideologien, die nicht als un- ßedinat neu oder zeitgemäß anzusprechen sind- Sie brachte dies« Dinge aber so nett und ohne feglich« Anmaßung zum Vortrag, daß Kokainisten untereinander.' Sin Arzt« ein Schauspieler und ein Kaufmann. Sie waren alle drei Kokainisten. der Arzt, der Schau- fpieler und der Kaufmann. Das weiße e tz werden in langen Gitterzügen nach Pnrig in Pommern geschasst, um zu Aufschüttungen beim Bahnhofsneubau Verivendung zu finden. Den Schutt durchsuchend« Kinder fanden hierbei eine oitt erhaltene Aßechsetkasse mit unpersehr- t e m I n h a rt. Auch gut erhaltene Mlberne Lössel wurden gesunden, ebenso Paketchen mit unversehrten Wäschestücken. Natürlich ist der Andrang der Kinder trotz der Kälte groß, in der sie oft stundenlang aushalten, um auch einen kleinen Gegenstand zu erobern.• Wsrtmarkenverkauf für Monatskarte». Die Derkehrsabteilung der Berliner Ver- tehrsoesellschast teilt mit. daß vom 1. März d. I. ab sämtlich« W« r t m a r k« n für die Monatskarten der Straßenbahn wi« der U-Va.hn auf allen Straßenbahn- betrlebshöfen und U-Bahn-Stationen verkauft werden. Ferner find die Werimarken in den beiden Verwaltungsgebäuden der BVG., Leipziger Platz 14 und Köthener Straße 12, erhältlich. Außerdem werden Wertmarten zu allen Monatskarten In den Gofchäften der Firma Wertheim G. m. b. H., H. Tietz, im Warenhaus H. Joseph u. Eo., Neukölln.«Arnberg in Spandau, sowie in den Geschästen vo» Volke in Mahl»dors.Süd, Schilsty in Friadrichshaaen. Wallreuter m Schmöckwitz, Ja« ob in Teltow verkauft. Der Verlauf beginnt bereits am drtttlessten Werltag« vor Schluß des Monat». -Jltevsch» leben iv Sesohr". ein Film zur Reichs-llnsall- vsrhütung». Woche, wird am bnuigen S-mntag, 24. Fe- bruar, 12 Uhr, gezeigt m den Tstania> Lumtspussen. SÄöiwberg. Hauptstr. 4S. D»r Zutritt ist unentgeltlich. Der Funkturm wird reparierl! Das Ausstellungs-, Messe- und Fremdenverkehreamt der Stadt Berlin txllt mit, daß der Funk- türm wegen Bornahme von Reparaturen, besonders zwecks Aus- wechslung von Maschinen des Fahrstuhls, für da? Publikum bis Mttt« März g e s cht o ss« n bleibt. Auch das Funkturmrestauront ist bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Eine neue wärmehollr wird im Verwaltungsbezirk Treptow am Montag, dem 2Z- Februar IÖ29, in N i e d e r s ch p n e we td e. Flutstr. 2, bereitgestellt. Sie ist täglich von 2 bi» 7 Uhr nach. mtttags geöffnet und in erster Linie für Erwerbslose gedacht, Genosse Willy Kühne feiert am Montag seinen 6 0. G e b u rt s° tag. Geborener Berliner, schloß er sich noch beendeter Lehrzeit 1387 der neugegründeten Organisation der Kupferschmiede an, in der er bald eine führende Persönlichkett wurde. Rochtin- ander war er Vertrauensmann, Schriftführer, Vorsitzender,(So schöftssührer und Gauleiter sür di« Provinzen Brandenburg sind Mecklenburg bis zum Jahre 1921. Auf kommunalem Gr b i e t e haf Mser Jubilar eine nie versagende Tätigkett�ntazstlselt«> als Schiedsmann uich in der WohlfohrtMlegc, als Be�irksverord-: U)»s rat im Mtte.'. Richtige und falsche Ernährung. Im Rahmen der.Vortrags». Veranstaltungen des Gesundhettsamte« Wedding findet am Momqg, dem 2S. Februar 1929, abends 8 Uhr, in der(schulaulä Gtllnlhärer' Str. ö, ein Film- und Lichtbichervortrag über richtige und falsche Ernährung statt. Vortragender: vr. mo.il. Vogel. Direktor beim Hygiene-Museum, Dresden. Anschließend Vorführung eines Kulturfilms. Nach dem Vortrag: Frag-beantwortung. Ein- tritt frei. Kurl-Eisner-Gedenkfeier. Die von der„Deutschen Liga sür Menschenrechte" veranstaltete Kurt-Eisner-Gedenkfeier findet heust, Sonntag, vormittags 11,30 Uhr, im Theater am Schifsbauerdomm, Schifsbsuerdamm 4», statt. Außer den bereits bekannten Mit- wirkenden wird der Schauspieler Meinhart Mour aus Eisners Werken rezitieren. Im Geopolitischen Seminar der Deutschen Hochschule für Politik spricht Professor D. N Vannerjea am Dienstag, 26. Februar 1929. 29 Uhr c..t.. über Indien und Deutschland. Hörsaal III der Hochschule, Berlin W. öS, Schinkelplatz 6. Gäste willkommen. Der Stand des Gesetzes über die unehelichen Kinder. In dem neuen Hefl 4 der„Arveiterwohlfahrt" geht Genosse Stadt- rat Friedländer in einem ausführlichen Artikel„Der Stand des Gesetze« über die unehelichen Kinder" auf den dem Reichstag vorgelegten Gesetzentwurf ein und vergleicht ihn mit dk>, Forde- rungen.des Archivs deutscher Berussvormünder. In einen, weiteren Arttkel erwidert Genosse Stadtamtmann Westphal die Ausführungen des Genossen Theeck zu dem Thema„W o h k f a l? r t s p f l« g« r und Verwaltungsbeamte". Theeck nimmt dann in einem Schlußwort erneut Stellung. In dem Abschnitt ,sstank«snesetze und Einrichtungen" findet sich ein Antrag der sozialdemokratischen Land- lagsfraktion ,L u gendamt und Kinderschutz und ein Bericht des Genossen Regierttngsrot Fette über die„Geschlechts- trankenfürforge in Württemberg. Di» Umschau bringt eine Kritik an einem ärztlichen Gutachten au» Gelsenkirchen„Gegen die Schullinderspeisuna" und«ine Petition des Hauptausschussts für Arbesterwohlfahrt an den Reichstag über den.�inderfchutz in der Landwirtschaft", Tarzoo» Rttckkehr w dev Arwold. Ter OrtSauSscknch litt Jugendpflege Neukölln ocranftallet am Sonntag, bem$4. Februar, 20 Mr. eine Ftlm- vorftelluna im llädtiichcn Saal. Xer-Ntt. 147(TarzanS Räckkebr in den Urwald). Karte» wr Juaentlthc und Erwachsene an»er Adendkaise.— Mittwoch, den 27. Febiuar. tS'l, Uhr. in der Aula der WaUber-Rathenau- Schul» liett Bruno Sch öolanl aus eizenen Werten. SmlrltiSkarte» im Jugendliche 20 Ps.. Srwachien« 30 Ps., find noch an der«bendkasse zu Hab«, ff!. Mi.n.'ff:! j-fkj....... i i.ii„i, in.—......'■.ijjBeg- «eraotw-rtl!» rat Dolitit! St, Cset tteuiti Oltlfiwtt:» tU,»aetdik»>: »umellfAaftobeweoun«:«ttefct.«.uMewo: S». So»«(Msitomettj Setal-i. nfi oonftieee;»ei»«crttedt:«n,sie-n- tV Sl»«t. lämlUch in Sctlin. "*"t m b ch.. Sellin Druck: Bvrwaet-,'Suo>druck«r Srnaet u ffo Seelin S®, 88. einb-nftrai» S ans sonnieee:»eil«reo____»...■■» s»r,aa: Soraatte-Serl«« S m d ch. 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Der henliaen«tadtoaftog»'legt ein Prospekt der Fä.«ewWzana Plet» iei. betreff, Keleorcktage. iS pt, 50 ft, 05 lt. woraus wir uujer« Leser dejaader« öbttWifOU Är. 93• 46 Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag. 24. Februar 4929 Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonnlag, 24 Februar: Mäi StandeiigleckeWlc! dar Potedtmer Oartilsoakirdie. 9: Morteafaier. 12: GedanKfeier das VoT�simndas Deutsche KrietatrS berfflrtorge(Uebertrasun* Pifnarsaa! Relcbstae). t3.lSs Scbadifank. 14J8: FBr des Landwirt. IM#! Märchen. 16: Zutn 100. Qebartsnte fricdrlch Splelhasaaa. 143#; Ortelkonaert. 1830: Die nesa PrOhlahrsmode. 0: Karawincnrelses t» Persien. 030: Debet- traEiina Opa» aw Platt der Repnhfik:«Der fliegecde HoUisder" Ton Richard Waener. Montag, 25, Februar. IM#: Neueitliche Staats, md Gesell sctuftrtheofiaa. lit Dia Xaatt, rlchtir za fallen. 163#: Konzert. 1730: QOnther Birkenleld Hast aas seines Werken. 18 10: Sprachliche Plaudereien. 1130: CnSlisch tflr Anfinaer, 0: Wie kann man VtrkehrsanfSHt vermeiden 7 030: Die deutsche Praa and die Weltwirt- sehaft 20: CuedfLf.kkomOdie. 21: OrchesterfconserL Danach Tsnzmasrk. Dienstag. 26. Februar: 1230: Die Viertelsttndc füt den Landwirt. 1630: LH Cratae— Philosophen. 16; Stande mit sichere. 1630: Unterhaltiintsswsik. 1638: UntsItschaU and D-ifaUvcrhOtanKstnaßniihmea im Banzawerba. 0: Das ärttlleht Berolsteheimnis. 1930: Musik im Konzertsaal. 20: AhaUdnet erhalten». 2130: tÜM Ttl Im Leben eines Intendanten. Mittwoch, 27. Februar: 16 30: Piscbcerichte(*r einfache md teafllake Tace. 16: Kopie der modernen Wirtschaft 1630: lc»end am Mikrophoe. IT: Lieder ean Alban Bar». Anscb' eBend Teemcsik. 18.10: Rnadschas Ihr Siemen- md Qartenfrennde. 1838; An dar Uniallverndtnn» in dea Retcfasbahn-Attbessarseziwerken. 0: Rccfctsfraxen des Tates. 030: Die soziale Lata der lotend t» der Geienwart. 20: Scndespiei«;„Die Peschingslee", Operette tob Kliman. Danach Tanzmnslk. Donnerstag. 28. Februar: 1230: Die VierteUtssde für den Landwirt. 1630: Tiere Im Winter. 16: Aas der Praxis der sozialen Qertchtshille. 1630; Konzert 1730: Rezitatiaeea. 1810; UnfaliTerhiiten». 0: Die Hilisorgaaisatlea für in Kot»erateae Künstler. 030: Dia heflita Stadt Benaras. 20: AbcndontarhaUane. 0; Geschichten von Schmettarbngea. 21.30: Der loaraalist spricht... Danach Tanznnsik. 30- Alte Arien. Deotachlaadaaader: Freitag. I. März: 163#: Unsere Kinder und Wir. 16: Unfälle m dar Schale. 163#: Uetarbai- tontsmasik. 18.10: Engiiscber Vortrag. 1836: Synthetische Edelsteine 0t Die Huptströmsnzen im Staatenleben Westearopas 030: Sind Masten zeltgernäC? 30; Grebesterkonzert. 2130; Aes den MArchenhoch der Wahrheit. Sonnabend. 2. März: 1830; Medizinisch-hygieniscbe Ptasdere). 16: Dia Qeolegtsebe Landes- anstatt. 16 30: Der lange Das Juan. 17: UnterhaUangsmuslk. 1630: Preund- sebaft als Schicksal. 0: Der Berat dea liidischca Oaiatliekao. 030: Aaa dab Sprechstunde eines Schulleitera. 0: Abendenterhaltang. 0: Kabarett. Danach Tanzmusik. De» Ischlaed Staden M: Staadt das Landes. 21« Orahestarhoaaart. Königswusterhausen. Sonatas. 24 Februar; Ab 836: Uebaxtrajcnng aas Berlin. Mr Hie Stande dM Alters. Oabemagaag tat Serila. It: Darf man QoC aal 41a Buhne bringen! 1036: Deutsch« Sonaten triedhOla in Ost tad Watt. Ab 1*30: UabertriroBg aaa Bar Im. 1630: Montag, 25. Februar: 16: PranzOsiscb(kolturkendlich-IHerariscbe Stnode). 1630: Uebertragang aas Berlin. 1730: Vom Leben der Sprache. 18« Heitere Liedkanst von Tele. mann bis zur Gegenwart 1830: erzilscb für Anfänger. 1838: Der Waid ja Westfalen. 030: Uebertregug aas Leipzig. Ah 20: Uebertragaa« aas Berlin. Dienstag. 24 Februar: 16« Bemerkenswerte Bodenfunde aas Devtacblaada Vorgeschichte and ihre Verwertung im Schulnmerricht. 1630: Uebertragang aas Leipzig. 1730: Vom Leben der Sprache. 18; Neaere Haasmasik für Klavier. 1838: Französisch für Antünger. 18 66: Waram ist Crziahang ter UafaUverhütanc ahtlg? 030: Kraftfahrer and Kraltlahrzeage, Ab 0: Uebertrageag an Barlla. 22.46; Bild- fankversuefao. Mittwoch. 27. Februar: 16: Bemerkenswert» Boden hm oa tos Deataebfaada VorgeseWcbte md Ibra Vtrwerung im Schalunterricbt. 163#: Uebertragang an Hamburg. 1730: Die Hambnrgiscfa preuBische Hafengemeinscbaft. IS: Hessische Dichter. 183#: Französisch für Portgesebrittene. 163#: Werkmelsterlchrgang für Facharbeiter. 03#: Einführung la das Varatehaa von Mulk. Ab 0: Uebertragang aus Serita. Donnerstag. 28. Februar: 16: Erziehangsberalaag. 163#« Uehertratmg m* Bertin. 173t: Weftpoll- ttsche Stande. IS: Hanna lohst. Wesen md Werk. ISJii Spanisch für Port. geschrittene. 18 66; Die Verwenden» künstlichen Düngen in der deutschen Landwirtschaft 030: Der reisende Kaefmana. 0: DentacUmdsendcr: Alte Arien. Anachllttead Debet irignug aaa Barila. I reitag, I. März: 16: Barnfsbarataag. 16.30; Debaftragnag an Leipzig. 0301 Eingcmela. dangen und Wlrtachaft 18: Neaet vom Himmel Und von der Erde. 1830: Eng. Man muß stet# von neuem Die Frag« stellen: wo bleibt du# oottstümliche WochenenbprogrammT Sine Stund« Ueberlragung der. Untechaltunasmustk aus dem Hotel Kastechos kann man deich schwerlich als befriedigend« Lösung ansprechen, von Königswusier- -lausen wurden zur gleichen �ett Volksmärchen verbreitet, die Vilm« Mönkeberg sehr frisch, mi't Nor«, klangvoller Sprache las. Dies« Bauern- und Fischermärchen hätten immechin einen größeren Hörerkrei# erfreuen könne«! leider war dies« Beranstol. tuna im offiziellen vrogramm der Funkstund« nirgends angezeigt. so daß wahrscheinlich nicht allzuviei» Hörer an chr teilgenommen haben. Dann folgten„Dialoge au» der Weltliteratur"', in denen diesmal ein Bild des allen, reisen Goethe gegeben wenden sollte. Ader man empfand die Notwendigkeit der Dialogsonm nicht. Die dialogisierten Bolladen und Geschichten wirkten sogar ziemlich verkitscht und unecht. Di« große«itcheitlich« Linie dieser Dichtungen war in zahllose Teilchen zerbrochen worden, au« denen sich der Hörer mllhsam das Gong« rekonstrieren mußte. Selbst die Gespräch« mit Eikermann verlieren, wenn st» mit pertettten Rollen gesprochen wer- den. Dem, Frage und Antwort sind hier stilistisch wie inhaltlich völlig«in#, vi« Frag« ist nl# eine fretnb«, der Antwort entgegen- gesetzte Meinung: sie ringt nicht mit der Antwort— sie ebnet chr nur geräuschiv# den Weg. Volkstümlich war diese Veranstaltung s«densall« ganz und gar nicht. T-s. lisch füt Portgeschrittenc. 18.66; Werkmeisierlchrgang für r&charbcjter. IM#: Oer Praktiker bei plötzlicben Unfällen. Ab 0: Uebertragang aas Leipzig. An- schließend Uebertragang ans Berlin. 22.46: Bildfunk verrucht. Sonnabend. 2. März: 16: Au dem Zentral Institut für Erziehung und Unterricht. 1630: Utber.' tragen» ans Hamburg. 1730; Die Beamtenschaft in den Vereinigten Staataa von Amerika. 18: Private Fürsorge and Offentlicht Wohlfahrtspflege.>830« Spanisch für Anfänger. 18 66: Vom Leben der Sprache. 1930: Die mnsikalnchea Grundlagen im Leben unserer Zeit. 20: Stunde des Landes. 21: Deutschland- Sender; Orchesterkonzert, Anschließend Uebertraguag aus Berlin. Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Berlin Mnfeedunaen für diese Jlabri, nur an das SagcnMetMaMat Bertin«W 68. OadenftraOe 3 Oeaetaloetlammlnag beute, 6onntag, pünktlich ÜH Hbt, int grdtzen Eitzmtgs. foot dea Scjirtaomta«reugderg. flotditt. U loftesocbniihfl: L �Iuaend und Millluriaauta". Ref. Snoeldrrt Graf, M. d. R. 2. Aiiasproche. 8«zeschh'w. dericht(?. LSIthe). 4. Auasproche. S. Erledigtmz bei Aniedoe. 6. Bobkea. Zutritt nae mit Delegierten, bjt». Gosthriegteeteniorte nub Mitgliebsbuch her SRI. ober Partei. Politischer Zalurmatiuasahenb ntoraen, Montag, pünktlich 1»V4 Uhr. tat Stoltionafoal im Preußischen Landtag, Prins.Atbrechi.Gtr. 6. Gen. Dh». rea erungsrot Joachim sprich, über daa„Serttagantefen ia der Sowjet-UnipN. Aue Funktionäre und Mitarbeiler find herzlich eingeladen. Ohne Mitgliedsbuch der SRI.»der Partei kein gutritL Heute. Sonntag, 24, Zebruar: Hau Hri|: U Übt im Krim:«unter«brnd.— griebrichehaaeat Dctw nriebrichfir. 87: Dplclobtnb,— Reinickendarf vft: beim Linbauer Str., B. U Heimabi nb.— Schönebera IV fR..g.i: Treffpunkt zur vvlisdlihne 14V. Uhr Naiser.WiIhelm.7lag.— gehlenduts: Die Jährt fällt aus. Teeffpunki zur Boltabllhnr 14 Uhr»hs. tzohIenborf.Mitfe.>9 Uhr Heimobrnb im beim Böhm hasftraße ß.— fiharlattrndurg: Seim Rofinensie. 4f veimobend.—»lederschtaa. meidet ESiatie» spiele im Obeilchimemeiber Jugendheim. «erbebezirk Prenzlauer«rrg: Die Delegierten und Itmenbeirfike 0«».48. trefft tt(ich 60 Uhr not dem RbU.-Hous, Velle-Allionee-Sir.». «rrbebezirl Osten: Heim Lilfitrr Str. 6, 1t Uhr:«uafptachaabcnb(AeK ttbeet). Werbehe, irk Nteuchetg: Laeamafltabend, ausgeführt son der«rheitam, melnfd)aft proletarischer SUufifstcunbe, in her Aula der weltliche» Schu«, Diefsenbachftr. 00/01. Beginn 19� Uhr Programm 60 Pf. «erbebezirk Schßaebeeg: 19 Uhr Im Ostmarkenzimmer: Nimtr» Abend. I» Btandenburgzimmer: Politische Äuaspra-he. Werdebezirt«enköfin: Heim«anner Strohe, 0 Uhr: Heinrebend., Margen. Montag. 25. Februar. 19V4 Uhr: Der eUgltei. übt pünktlich 19% Uhr im Hei«. Linden str. 4. Moabit It Schul» Waldenserfir. LI: Keimadenb.— Moabit Nr Hai» Lehrter Str. 19/19: Bericht nun der(Seneraioersantmlimg.— staltplatz II» Echnfe connenbucger Str. 20:.Der Marxismu« im heutigen Wirtfchnfisleben�.— LchSnhansee Parstabt: iHdmle Saniienburger Str. 20:.Die russische Stenatn« tiou*.— ifcanlfuetet Viertel: Heim Litauer Str. 18:.Sek. Fragest�. � Treptam: Heim Wildenbeuchsir. 52?>', Uhr RolläoiteT Sonntag, d. 24. 2 Städt. Oper BUmarckstt. Turnus II 20 Uhr Staat). Sdiaosph. GntJarmenmirst R.-S.15 ISTSU. Faust l A.-V. 4! -I) Uhr Karl o. Anna Staat). SehilMeaMaritb. 20 Uhr Oedipus UmSDN KarfinMuiB 15J-ß4 Am Leboiner PUti Drabaot 2400-02 Woebentags 7, O15 Sonntag S, 7, Su ÜFÄ-MUST am Zoo B. S Barb. 9771 Wochentags 7», S" Sonntag 5". 7», ruuiitiiiiiiiituiiiiwMiTnninti GLORIA-PALiST d. d. Godäcbtnisb. Biara.»003. 8535 Täglich 5», 7", 9" ||ipiiNfiMiMi«ii»nnnitniiiii KURFÜRSTENDAUM Kürfürstcndamraiö Bisjnarck 6179 Wochentags 7», S>- Sonntag 7«.»» iiiiiiTiiiiiitroi'iitiimimtiiii ÜFA-PAHILLOM am NoIUndorfpI. 4 Utor» 2453 Noll. 0376 Wochentag» 7", Sonnabend und Sonntag S?>-, 9'1 lEiuiiiii iitt iti DHiiiminii Kanunerlichtspiel« o. Potsdamer Plate Nolloodor! 2093-96 Wochentag» 7, 9 bonrahend und Scnntag 5, 7, 9 iimintimil'inmummnitaiii TDBMSTRASSE Ecke Stromslraße Hansa 4883 Wochentags 7, 9 Sonntag S» 7, 9U iitifliiiiiiiiiiuniinfiiitinitinn ALGIANDERPL AIcxanderstr.46-4S Kupfergraben 4936 Wochentags 7. 9 Sonntag 5, 7, 9 iiliiiiitiiiiiiniitiimiiinr.miu KÖNIGSTADT Scbönb. Allee 10-11 Norden 8067 Wochentags 7» 9 Sonntag 5, 7« 9 iitiiiiiuimiiimmmiiiHii«"«! WEINBERGSWEG Wclnbcrgsw. 16-18 Norden 1865 Wochentags 7, 9 Sonntag 5, 7, 9 tjminiiiiiMmiiiniuinitmiiiti FRIEDRICHSHAIN Ecke Bölzowslr. 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Oeslerrelclier Lostspielban» Friedrichstr.236 Bergmann 2922/23 Täglich SV. Uhi WeeKeitd im Paradies KntraU Theater Uli:,IMlr. Un.numsli, Fäslich 8". Uhr Sonntag auch 4 Uhr ich küsse ihre Hand. Madame Ein Spiel von Liebe und Lenz mit dem glelchnam.Schlager Rundfunkhörer halbe Preise Trianon-Th. Täglich SV. Uhr Verschwörer von Lampel bn»Uer-Th. SV« Uhr Der Zinker L Edgar Wallaos toisd: 81!» Rjtthias (Preise I—Hl Mark ölUMLBZMilsa (ebec ittt i«f»ct peztsmee t l'anl Gollets vorm. Raben Meyer MaricnneiuiraSe S (£dr Slaunnnfttav.c Amt tOionjtpl 108 03 Theater a.Kotibusser tor » Kottbusser Str. 6 Tel. Mpl. 1607'. Täglich 8 Uhr, auch Sonntas nachm. 3 Uhr(ermiß. Preise Elite-Sänger SHe Vaeerfflelehlichen. Vi,«». PrelshsreSseUBitfl anl ollto Pilticn ülEiDE! TrsaiEt Täglich 8V«Uhr: Kort Goetx, Walerle v. Martens Paul Otto in „Trio" Lustsp v.Leo Lenz. Regte: Fried mann Fredericfa. Lessing-Tlieater Täglich»>/< Uhr Bourgeois bisibi Bourgeois Mai Pallenherg Tntag Reesterhsrn Philharmonie T*/2 ÜO' KONZERT ies Philharm.Orch. Dlrifl. Prof. 1. Prfliycr Saal der SinsaKademie Beriln C 2, Am Testungsgraden 2 Sonntag, d. 3. März, nachm. 4L hr. Konzert du MlDjindorfsduo Cbomieiiigiig Dirigent; Musikdirektor Theodor Müngersdorf „Das Locheimer Liederbach" (um 1450 entstanden) nach der Neugestaltung des Textes und der Melodien von Karl Escher und Dr. Walter Lott, mehistimtnig bearbeitet v. Theodor MOngersdorl Kart, zu 1, 1 ,50 u. 2 M. bei Bote 4 Bock, Wcrthem�mda�e�bendkass� Heut» JB Vorste.lunqea, 3 n» Uhr. Nacbn. Kinder halb� Preise! trotz Ponireit u. ßeschonkrsrteüong ! Nur noch wenlfc« Taue! Ratsch d. 30 Elshlr. o. Menscheaifien t I>rr etlrrnn Ist tut c belxl! Isdiias Sfolat- I»3141. «tr llr Kbv it Hill ktnlf jt mnlfe Ii■'flu, G i» > 4 hin, vng Ii«, ftqnl III. In Ii tign ilü Ointali-ti lill rh:«. 8 ns ifnt»td Srirr mn Srztlich emuiohie*. I.ialiit«! 106. O-Il.l-S. Som;j|10-1I. i my 3rol-n.FefiiM(k€rei von K. Petersohn Rügener Sir. 16 empfiehlt sein vorzügliches Broi-.WeHHLfcInacaadL Arnold Scholz K/iAcnbeidc Gr.BacMbieslesl; Gr. ülpenlDülI 7 Kapellen Einlaß 4 Uhr. SO bayertsoho Madt. DleBSimi. den 26- F hraar 1926 Gr. Schwcincbratercl; Prämücruag des sdhda'itm roten Franenhaare«. Sonntag 24. Februar 4929 Unterhaltung unö �Vissen Beilage des Vorwärts Sin diviiiher seiner SEeU SEu Friedrich Spielhagens iOO.Qeburislag am 2U.&ebruar Hin und wieder holt sich noch ein Großpapa den einen oder den anderen Band aus der Bibliothek, sonst schlummert Spielhagen fried, lich in der Literaturgeschichte und wird Studenten der Germanistik als Privatlektüre empfohlen. Und doch war dieser Vergessene in den siebziger Jahren einer der gelesensten deutschen Autoren, und seine Beliebtheit erstreckte sich über die Grenzen Deutschtands hinaus. Der Boman„In Reih und©lieb* ist sogar von bildendem Einfluß auf die damalige realistische und revolutionäre Literatur Rußlands ge- ivesen. Warum also ist Spielhagen heute vergessen, und woraus be- ruhten seine früheren Erfolge? Spielhagen veröffentlichte seinen Roman„Problematische Naturen", der chm den großen Erfolg brachte, im Jahre 1861, iünf Jahre nach Flauberts„Madame Bovary". Liest man jetzt diese beiden Werke kurz hintereinander, so fühlt man sich versucht, Spiel. Hägens Romckn in die Uebergangszeit von der Romantik zum Jungen Deutschland zu dotieren, denn hier ist nichts von des Fron- �osen klarer Sachlichkeit, von seiner bis ins Letzte bestimmten und charakterisierenden Sprache, keine bildstark« Anschaulichkeit. Man befindet sich plötzlich in einer Welt holder, blondbezopfter Adels- köchter, bürgerlicher Hamlets, die Jmmermann in seinen„Epigonen" dichterischer sah, liberaler Mischer Kommerzienräte. strammer Land- jimker, ordensbefternter Fürstlichkeiten, die ein blumiges, breit aus- gesponnenes Literatendeutsch sprechen. Dies« Menschen werden nichr von innen heraus gestaltet, sondern nur beschrieben. Und diese Typen wiederholen sich mit schwachen Variationen in allen Werken Spiel- Hägens. Dies em Grund dafür, warum man Spielhagens Romane frühzeitig zu den Akten packte. Aber darüber darf man zwei Moment« nicht übersehen: die blühende Phantasie, die rein stoffliche Er- findlmgsgabe Spielhagens und seine entschiedene, mutige Stellung- nähme zu den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Tagesfragen. Spiethagen war in seinen Romanen der Kritiker der Zeit, einer durchaus problematischen, gärenden Zeit. Und weil er tendenziöser Zeitschriftstellcr war, wurde er uninteressant, als die Problemstellung der Zeit sich änderte. Auch Zola war Zeitschriftsteller und rechnet trotzdem zu den Großen, die heute noch lebendig sind, denn Zola schafft Menschen, porträtiert die Zeit Napoleons III. mit dem Genie eines Künstlers. Er spricht nicht über die Problem«, sondern läßt sie in seinen Men- schen und deren Beziehungen lebendige Gestalt gewinnen, während Spielhagen leitartikelte. Run liegt aber der Fall bei Spielhagen nicht so, daß die Zeitereignisse nur den Hintergrund für die Hand- lung bilden, im Gegenteil, sie beeinflussen sie entscheidend, und trotz- dem reagieren die Betroffenen nur durch gesprochen« politisch« Auf- ritz«. Zola spannt den Rahmen seiner Darstellung viel weiter. Der Schnitt durch das zeitgenössisch« Frankreich, den Zola gibt, geht von der Hofgesellschaft Napoleons bis zu den tiefsten Schichten des länd- lichcn und städtischen Proletariats. Zola ist tatsächlich der objektive Schilderer, der außerhalb einer festumgrenzteu Gesellschaftsschicht steht, Spielhagen bleibt dagegen immer der liberale Bürger, der von diesem Standorte aus die Welt um sich betrachtet. Im Frankreich der sechziger und siebziger Jahre spielte der Geburtsadel kein« über- ragende Rolle mehr, die bürgerliche Gsldaristotratie war an sein« Stelle getreten. Zolas Kritik wird daher zu einer Kritik am Bürger- tum,- Sptelhagens � zu der am Adel, besten Rolle im Deutschland der siebziger Jahre noch durchaus nicht ausgespielt war. Darüber hin- aus aber auch zu einer Kritik an gewissen Teilen de« deutschen Bürgerlums, denn völlig unerschüttert ist Spiel Hagens Welt- anjchauung nicht. Spielhagen verfolgt in seinen großen Zeitromanen von den Problematischen Naturen" bis zur„Sturmflut" die Entwicklung des deutschen liberalen Bürgers. Er umspannt defi Zeitraum von der achtundvierziger Revolution bis zu dem großen Wirtschaftskrach und dem Sozialistengesetz in den siebziger Jahren. Bismarck, der franzö- fische Krieg und die Gründerjahre sind Stationen auf dem Weg. Mit größter Energie wehrt er Uebergrifse und Anmaßungen des lildels ab: diese Gesellschaftsschicht darf keine Dorrechte haben. Der Refrain ist am sichersten instrumentiert in„Was will das werden" und„In Reih' und Glied". Aber das liberale Bürgertum hat nicht die Energie, seine Lebensform deck» Adel und sein politisches Wollen der Regierimg gegenüber durchzusetzen. Es stt zu sehr gedanklich orientiert, zu ideenfromm. schreckt im letzten Moment vor entscheidenden Schritten zurück. Der Liberalismus versandet in unfruchtbaren Diskusstonen, und seine energischen An. Hänger gebrauchen ihre Energie nur zur Erereichung geschäftlicher Ziele. Dies Spiel Hagens Kritik an der eigenen Gesellschaftsschicht. Wo ist der Retter? Er heißt in dem Roman„In Reih' und Glied" Dr. Leo Guttinann und trägt die Züge Lastalles. Für ihn bedeuten Emanzi- pation der Juden, Vorherrschaft des Bürgertums wenig im Vergleich zu der sozialen und politischen Hebung des Proletariats. Alle Liebe zu starken Menschen häuft Spielhagen aus dieses Haupt, oder bester allen Liebeshaß. Aber wenn er den Führer verherrlicht, liebt er des- wegen auch die Geführten? Schlägt sein Herz für das Proletariat? Nein! Zola glorifiziert keineswegs das Proletariat, er verherrlicht jodoch auch nicht eine ander« Gesellschaftsschicht. Spielhagen steht als politstch empfindende Persönlichkeit auf dem Standpunkt des Libe- SGrei Tausender. EuG, die if>t uns zertreten wolltet, Verachten wir helfc. Denn tetner von each Uebersätttgten wetK, �Was thr eigentlich wissen solltet: Daß wir enre-Ärätnerjeelen hassen Unb nns von ench nicht kanfen lassen» DaK wir vor enren Fenstern lnngern Und dennoch tansendmal lieber verhungern Als ench nm Brot zn bitten. Wie viele saht ihr schon mitten Ans ihrem Aufwärtswege verrerten» Ohne die Hand anch nnr ausznstrerten. Dtie haben wir, als wir ench vertrauten Und ans eure menschlichen Herzen bauten» Daran gedacht, Daß nnr der Fertige bei euch gilt, Der seinen und eure Beutel füllt, Und daß ihr über die Suchenden lacht. Evmari. raten, aber als Aesthet, als Man» von Welt, tritt er für den Adel ein. Die Adligen als Erben einer Jahrhundert« asten kulturellen Tradition verdienen seiner Meinung nach«her seine Neigung als das Bürgertum, das, mit den Augen des Künstlers gesehen, nur verächt- lich erscheinen kann oder wenigstens bemitleidenswert. Der Adel kommt trotz seiner Schrullen und Lächerlichkeiten rein menschlich bester weg als der Bürger. Und nun erst der Proletarier! Intellektuell versteht Spielhagen dessen wirtschaftlich« Not. Aber olles verstehen, ist noch nicht, alles verzeihen. Als Beispiel dienen die beiden Roman« ,Jn Reih' und Glied" und„Was will da» werden?". In beiden eine Arbeiteroersammlung, in der ein adliger oder bürgerlicher Intellektueller als Redner verantwortlich zeichnet. Wie erscheint Spielhagen die Masse? Als ein Haufen beklagens- werter, aber doch im Grund« anrüchiger Existenzen. Er riecht ihren Schweiß, er hört ihr lautes Benehmen und fühlt sich dadurch unangenehm berührt. Da oben auf dem Podium spricht aber der Repräsentant einer höheren Schicht, kämpft und leidet für die Eni- rechteten. Ist er nicht bewundernswert? Ja, diese Führer des Proletariats, die nicht im Proletariat ge- boren wurden, stnd die Helden, die die Heloten zum Licht führen. Soll man aber wegen dieser heute lächerlichen Anschauung Spiel- Hägen verurteilen? Schon wie er sich gegen den Einfluß eines Bismarck wehrt, wie er skeptisch den Französischen Krieg betrachtet. spricht für ihn. Mag er«ine unüberwindlich« Neigung für adlig« Lebensformen gehabt haben, er war doch schließlich ein Mann, der demokratisches Denken den Feudalen und den von Gottes Gnaden entgegensetzte, und das in einer Zeit schlimmsten Servilismus. Ein Bürger suchte tastend seinen Weg zur Erkenntnis. Dieses Streben in einer Zeit schlimmster Reaktion bleibt ein Zeugnis für den ernsten moralischen Willen eines Mannes. Felix Scherret. „Ss wird doch nichts Schlimmes sein" eine erstähtung von S. Maschck. Katechet Novak sah am Schreibtisch und bereitete stch für seine Sonntagspredigt vor. Er wich ängstlich jedem: aber, oder, mwie- fern und weil aus, die seine Schülerinnen mit Vorliebe an den Fingern abzählten. Da schrillte die Flurglock«. Novak legte die Feder hin und ging brummend öffnen. Hinter der Tür stand Manja.„Gelobt sei Jesus Christus," grüßte ste. „In Ewigkeit Amen." dankte Novak.„Was führt Sie zu mir?" Manja trat ein und blieb im Vorzimmer verlegen stehen. , Lammen Sie weiter," forderte Novak das Mädchen aiif und asft,ete die Tür. die ins Zimmer führte. Manja machte einige schüchterne Schritte. Verlegen stand sie da. knüllte einen Schürzenzipfel und schwieg. Auch Novak schwieg. Er schaut- das Mädchen freundlich an, wartete, daß sie ihr Kommen erkläre. Sie war eine fleißige Schülerin, die beste in der Klafie. Sie war vom Land und wohnte h'er bei einer Tante, um die Fort- bilduügsfchuke zu besuchen. „Nun also," sprach nach geraumer Weile der Katechet.„Sie sind doch nicht gekommen, um mich zu besuchen. Wo? Hoben Sie auf dem Herzen?. Heraus damit." „Ich furcht miich, es zu sagen." J&*«ivd dach nicht» Schlimme« sein?" Manja wurde blutrot, �sochwürden, ich hob' einen Detter." „Nun, und was weiter?" fragte Novak überrascht. „Werden Sie es niemandem sogen. Hochwürden?' „Ist es eine Beichte?" Manja glühr« wie eine Mohnblüte und nickt« eifrig mit dem Kops. Novak bemerkte, daß dieser Kopf sehr anmutig und hübsch war. Obwohl er schon gewöhnt war, Beichten zu hören, so war er dennoch infolge des ungewohnten Ortes und Umstandes seltsam erregt. Er mühte sich, gleichgültiger als nötig zu antworten:„Ich werde natürlich das Beichtgeheimnis bewahren, Sie stärken und Ihnen Trost spenden." „Dank Ihnen, hochwürdiger Herr, deshalb bin ich zu Ihnen gekommen. Mein Detter studiert Medizin." Manja nahm ollen Mut zusammen.„Er hat mich lieb." „Gut, mein Kind, weiter." „Heut' hat man die Tante ins Krankenhaus gebracht, sie wird operiert, und ich bin mit dem Vetter allein zu Hause." „Nun, und--??* „Ich furcht' mich, Hochwürden." Manja bedeckte die Augen. „Wovor fürchten Sie sich?" Ehrliche« Erstaun« lag in der Krag».■....- Manja brannte wie Feuer und seufzte:„Ich fürcht' mich, well wir allein sein werden." Jetzt begriff der Katechet Novak.„Geh'n Sie zu Verwandten imd übernachten Sie dort." „Ich Hab' hier keine anderen Verwandten." „So ersuchen Sie den Vetter, daß er im Hotel schlafe." „Wir haben kein Geld im Haus." Der Katechet Novak ging im Zimmer einige Male auf und ab: „Natürlich können Sic mit dem jungen Mann nicht allein in der Wohnung bleiben, übernachten Sie bei Ihrer Freundin." „Die Martha ist bös auf mich." „So geh'n Sie zur Nachbarin." „Da würde man im ganzen Haus darüber.sprechen. Hoch- würdiger Herr, raten Sie mir, ich fürcht' mich." Der Katechet Novak ging einigemal im Zimmer auf und ab. Endlich sagte er:„Ich Hab' außer dem Bett ein Sosa im Zimmer. Bitten Sie den Vetter, er möge bei mir übernackstcn." Monjas Miene erhellte sich und sie flüsterte:„Bitte, schreiben Sie es ihm." Novak nahm seine Visitenkarte, schrieb hastig etwas darauf und gab die Karte dem Mädchen. „Donk' Ihnen, Hochwürden. Sind Sie mir böse?" „Mich freut Ihr Vertrauen, Kiiid, aber jetzt sagen Sie mir: haben Sie den Vetter auch lieb?" „Ja, aber nicht so," flüsterte Manja,„gelobt sei Jesus Christus" flüsterte sie, und schon war sie draußen. „In Ewigkeit Amen." sagte der Katechet, aber da fiel ihm ein, daß dos Haustor um neun Uhr gesperrt wurde und der Student vielleicht kein Geld für den Hausbesorger haben könnte.„Worten Sie, ich will Ihnen für alle Fälle den Hausschlüssel mitgeben," rief er Manja noch. Das Mädchen war jedoch so weit, daß es von dem Ruf nichts mehr hörte. Nur die Hausbesorgerin fing ihn auf, die unten auf der Lauer gestanden war. Der Katechet Novak kehrte zu seiner Arbeit zurück. Sie ging ihm aber gar nicht mehr von der 5?and. Er mußte an Manja denken, an ihren verlegenen Blick, an den hübschen Hals, an die volle Gestalt. Er legte den Federstiel hin und schlug ein Buch aus: „Aber der hochwürdig« Mann, der der Versuchung widersteht", las er, den Gedanken an das frische, rotglühende Gesicht wurde er nicht los. Um halb neun Uhr wurde leise an die Tür geklopft. Novak öffnete:„Sie sind's, Manja?" Novak fühlte, daß seine Ueber- raschung ihm keineswegs unangenehm war. Vertrauensvoll stand das Mädchen im Zimmer.„Hochwürdigcr Herr, ich habe mich geschämt, dem Vetter zu sagen, daß er zu Ihnen gehe. Bitte, lassen Sie mich hier übernachten." Das Herz des Katecheten klopfte so stürmisch, daß er erschrak. „Das geht nickt, Manja." „Warum nicht?" fragte das Mädchen, und schaute ihm ver- trauensvoll in die Augen.„Sie sind doch ein geistlicher Herr." „Hören Sie,-glauben Sie, daß es sich schickt, wenn Äst junges Mädcheii bei einem fremden jungen Mann übernachtet?" „Nein, aber Sie sind doch em hschwürdiger.Herr," sagte Manja, rot wie eine Pfingstrose. Novak flüsterte ein schnelles Gebet zum heiligen Aloisius, dann sprach er laut:„Es tut mir sehr leid, aber hier lassen kann ich Ei« nicht. Ich werde Sie zu momer Schwester führen." Und schnell schlüpfte er in seinen Winterrock, damit ihn die Versuchung nicht doch noch überrumpele. Leise gingen sie die Treppe hinab. Auf der dunklen Stiege kämpft« Novak den letzten, kurzen, aber schweren Kampf, aber er war ein Mann, der der Versuchung widerstand. Er führte Manja zu seiner Schwester und betete, die Stunden, die er wach in seinem Bette lag, immer wieder:„Der heutige Kampf möge mich reinigen. für kommende Versuchungen stärken." « Martin, Manjas Detter, wartete lange auf feine Kusine. Es schlug neun Uhr, das Haustor fiel schwer ins Schloß, au? de» Stiegen verlosch das Licht. Manja war nicht nach Haufe gekommen. Martin kloppte das Buch zu und ging unruhig durch das Zimmer in die Küche. Da erblickte er ein kleines Blatt Papier auf dem Boden, hob es auf und las:„Wenzel Novak, Katechet. Kommen Sie heute abend zu mir. Ich lad« Sie herzlich sin und freue mich auf Sie. Ich werde Ihnen ein gutes Bett bereiten." * Der Katechet Novak wurde beschuldigt und überwiesen, die Schülerin Manso Jakob zu sich gelockt zu haben. Die Muster-. schülerin wurde ausgewieson, und Novak verlor seh« Existenz. Die Zeugenaussage seiner Schwester vermochte nichts gegen Novals Visitenkarte, und nichts gegen die Zeugenschast der Hausmeisterin. Novak verließ die Schule, beschämt wie ein wirklich Schuldiger. Aber mehr als die Demütigung, die er erdulden mußte, brannte ihn die Beschuldigung, die man dem Mädchen ms Gesicht schleuderte. In dieses hübsche, ossene Gesicht, das er in Gedanken erröten sah und im Traum küßte. Nach zwei Monaten hatte er seine Anstellung in einer Bank, und nach zwei weiteren Monaten war Manja snne Frau. «- „Gelobt sei Jesus Christ." pflegte Frau Novak zu sagen, wenn ihr Gatte aus der Bant heimkehrte. „In Ewigkeit, Amen, Manja," erwiderte Herr Novak, und beide meinten es ehrlich. k?ertchtigte Ueb«rscd»ng von Anna Aurednicel.j Di« geeignetste Rundfunksprache. Bei der Uehertragung von Rundfunkdarbietungen nach mehreren Ländern muß man sich ans die Sprache eines Landes als Grundlage einigen. Welches ist nun c-azn die beste? Nach einem Bericht der„Umschau" haben die prok- tischen Versuche des Engländers Collard ergeben, daß die italienische Sprache sich am besten für den Rundfunk eignet, denn sie ist am verständlichsten und deutlichsten', dann folgen deutsch, cngiisrf) und französisch. Bon der Galle und dem Aerger. Im Volksmunde wird allgemein eine'„große" Galle von vielem Aerger abhängig gemacht. Diese Annahme ist nicht falsch: denn Wittkower(Berlin) konnte kürzlich beweisen, daß tatsächlich die Affekte einen Einfluß auf den Gallen- fluß ausüben. Wittkower stellte Suggestionsoersucke an: es wurden die vier Grundaffekte Freude, Trauer, Angst und Aerger suggeriert, dabei der Gallenfluß mit bestimmten Methoden untersucht. Hierbei stellte sich heraus, daß Freude, Trauer und Angst wirklich einen gallefördernden Einfluß haben, während kür die Dauer des Aerger» der Galle sluß ganz oder teilweise ausgehoben ist. giugeiidermiekung der„Wilden" Sn«in«r Serfaatm'ung der Anihropdlaglschea(Stfellfrfwft in Frank. 'am a. 3E. sxrach St. Leser über die Jugenderziehung bei den .!«kurvS!!eril". Zntercsiani« Ausführungen, die w folgendew wieder» geaeden furd. Lie Erziehung der Kinder ist bei sämtlichen Naturvölkern, soweit sie sich in, Kreis« der Familie abspielt, außerordentlich mild. D'« Eltern find in die Kleinen geradezu oernarrt. Jeder Wunsch wird ibnen erfüllt. Alle Unarten sind erlaubt, und sie wecden nicht zur Arbeit gezwungen. Das Kind darf wn. was es w'll. und wird nie gestraft. Dem primitiven Menschen ist es unosr. stälidlich, daß«rwachjen« Europäer ihre Kinder züchtigen, und es ist nörgekommen, daß Missionare ermordet wurden, weit sie Kinder goschlogen hatten. So werden die Kleinen zu Herren, ja zu TtjräNnen der Eltern. Die Naturvölker vertreten die Meinung: Kinder bcnehmen sich unvernünftig, dafür sind sie Kinder. Die Der- nunft gehört zu den Erscheinungen des Alters. Man verwirft aber auch die Züchtigungen aus Gründen, die im B'atogijchcN wurzeln, und glaubt, durch Schläge die Lebenschancen dvr Kinder zu verringern. Weiter spielt der Seelenglaube eine groß« Roll«. Durch körperliche Züchtigungen stirbt nach Ansicht dsr Primitiven die Seele im Kinde, die im Kindesalter noch nicht fest mit dem Körper verwachsen ist. Ein Kind, das man Mögt, wird verschüchtert und niemals ein tapferer, mutiger Mensch. Die nordischen Völker glauben auch, daß in den Kindern die Seelen»er- starben« Verwandten wohnen. Erst im Alter von fünfzehn Jahren bekcmmt das Kind eine eigene Seele. Man rühmt den Kindern der Naturvölker nach, daß sie vom sechsten Lebensjahre an außer- yrwchnlich folgjam und zärtlich sind. Diese milde Art der Erziehung scheint die Charaktere nicht nachteilig zu beeinflussen, denn bei den primitiven Völkern gibt es weniger soziale Außenseiter als bei uns. Anders sind die Erziehungsgebräuche in der Zone, die sich vom Sudan durch Asien und Indien nach Südamerika zieht. Hier ist die Wieg» der babylonischen, chinesischen und indischen Kultur. Man bezeichnet diese Völker als„Hochkulturvölker' denn ihnen sind drei Errungenschaften«igen: die Schrift, der Steinbau und der Pflug. Kindlich« Unarten finden bei ihnen strenge Bestrafung. Acht- fährige sticht man mit Dornen, Zehnjährige werden mit Stöcken geprügelt, Elfjährige läßt man giftige Dämpfe«inatmen, und die ölt,ren io«rden gefesselt. Die Züchtigungen sind sehr hart. Man schlägt, bis Blut fließt, und streut Pfeffer in die Wunden. Uns Europäern erscheint solche Erziehung grausam, obwohl im Mittelalter in den Klosterschulen systematisch geprügelt wurd« Die Schüler bekamen, auch wenn sie kein« Unarten begangen hotten, von Zeit zu Zeit ihre Prügel. Es fei daran erinnert, daß man auch heute noch bei uns Ansichten vertritt, die sich von d«r Denkweise der„Wilden' gar nicht so stark unterscheiden. Im Prozeß Kolomak wurde bei der Strafbemesiung der angeklagten Mutter als mildernder Umstand zugute gerechnet, daß sie ihre Tochter öfter prügelte. Für die Kinder der Naturvölker gibt es bestimmt« Speise- Vorschriften. Das Fleisch von Känguruhschwänzen, von Adlern und Fatken dürfen sie nicht essen. Es ist sehr schmackhaft und— bleibt den Erwachsenen vorbehalten. Tabakgenuß ist ihnen nicht verboten. Man findet als allgemeine Sitte verbreitet, daß die Mutter dem Kind, das sie eben noch stillt«, wenn es schreit, anstatt des bei uns g-bräuchlichen Lutschers die Zigarre in den Mund steckt. In geschlechtlichen Dingen kennen die Naturvölker kein« Heim- lichkestsn. Di« Kinder wissen üb«r den geschlechtlichen Unterschied Bescheid. Au» dem Spieltrieb heraus ahmen sie schon sehr früh den Beischlaf nach Die Eltern geben ihnen Anleitungen, denn auch für den sexutllen Berkehr gibt«o fest« Normen und strenge Sitten, an die man sich halten muß. Ein« Lerntätigkeit nach europäischer Pädagogik ist diesen Völkern fremd. Die Kinder wachsen aus dem Spiel unmerklich in die Arbeitstätigkcit hinein. Werkzeuge und Arbeitsgeräte werden ihnen in kleinem Format gsgeben. Sic üben damit Arbettsfunktio« nen aus. Nach und nach werden dies«„Spielzeug«' dem Alter der Kinder entsprechend vergrößert und zuletzt zum Arbeitsgerät der Erwachsenen. Das Kindsein betrachten die Naturvölker als pathologischen Zu» stand. Es muß im Aster von zwölf bis achtzehn Jahren durch Wundenschlagen aus dem Körper getrieben werden. Di« Kinder müssen zwei bis i>ret Monat« in Buschschulen sich„Prüfungen' unterwerfen, die große Schmerzen verursachen. Man jagt ihnen Angst ein, läßt sie fasten und gibt ihnen berauschende Tränte. Mit Steinwerkzeugen werden ihnen ein oder zwei Schneidezähne aus- geschlagen und Muster in die Zähne eingefeilt. Außerdem müsse« sie sich Narben tätowieren lassen und der Beschneidung unterwerfen. Di« Prüfungen enden in Neifefeler». die furchtbare Grau- samkeiten darstellen. Man schlägt die Jugendlichen mit giftigen Nesseln, bis sie in Ohnmacht fallen. Dann wirst man sie auf Ameisenhaufen und läßt die Körper zerstechen. Bei einem indla- irischen Stamme ist es Brauch, den jung-n Menschen Loch« durch das Fleisch zu stoßen, Stricke durchzuziehen und sie dann an der Decke aufzuhängen. Nach all diesen Martern«»erden die„Prüf- liuge' um«in heiliges Feuer geführt. Halb tot fallen viele den Estern in die Arm« und werden nun gepflegt. In den alten Kul» stiren kannte man diese Peinigungen nicht; sie wurde« erst in späteren Epochen eingesührt. Während im allgemeinen bei den Naturvölkern eine selzr strenge Moral herrscht, erlebt man die Reife- feiern in einer sexuolgeschwängerten Atmosphäre. Den Abschluß der Feiern bilden sexuelle Orgien, bei denen man homosexuellen und sadistischen Gelüsten frönen darf. Viele Völker üben heut« nur widerwillig diese Gebräuche aus Aber es ist Sitte, übernommener Brauch. Wie überall in der Welt setzen sich moderne Erziehungsmethoden gegenüber den ver- ästeten Traditionen nur longsam durch R. E. ä)er Qeneralnenner der llaiur Physiker Kirchhoff, der mtt seinem Kollegen -pettralanolyse entdeckte, war ein Klassiker Der berühmte Bunsen zusammen die der exakten und knappen Beschreibung. Jede neue Entdeckung müsse sich, so verlangte er, auf einer Ouartseite klar und vollständig be- schreiben lassen. Aber als die Mitteilung von der neuen Ergänzung seiner Relativitätstheorie, die Einstein der Akademie der Wissen- jchaften eingereicht hat, durch die Press« ging, fand sich dabei die Bemerkung, daß er„nur' fünf Seiten für die Darlegung seiner Ent- deckung gebraucht Hab«. Obwohl auch Einstein als Mann knopper Worte bekannt ist, hat er also, trojj Kirchhoss, erheblich mehr als den von Kirchhofs zugelassenen Schreibraum gebraucht. Die Formeln, die er entwickelt, umsponnen eben unser ganzes Weltall; ihr eigent- licher Inhalt geht über den Rahmen alles verfügbaren Schreib- papieres hinaus. Es war bisher Einstein» größte Leistung ge- wefen, die Schwerkraft und da« Licht in berechenbar« Beziehungen zu bringen. Er hat sein Werk nunmehr aekrönt durch die Ein- beziehung auch der elektrischen Kraft in die Formeln, die Gravitation und Licht umspannen. Er hat damit die drei gewastioften Er- scheinunzen des Weltalls, die m den Lehrbüchern der Physik sauber getrennt« Abschnitte einnehmen, auf eine und dieselbe Basis gestellt. Di« Zahl der Menschen, die befähigt sind, Einstiin« Formeln in ihrem ganzen Umfang« zu folgen, soll außerordentlich klein sein. Da» menschliche Hirn kann dem Tempo, in dem ein« Anzahl«»est vorauseilender Geister in der Wissenschast voranschreitet, nur langsam nachhinke«,«che,»«»zeit kaum mögNch, En�eins Ges-u�theorÄ der breiten Masse, zu der in diesem Falle auch der allergrößte der Akademiker zähst, anders als in groben Umrissen und Ver gleichen näher zu bringen Man kann u. a. sazen, daß es Einstein gelungen ist, die gesamt« unbelebte Natur aus einen Generalnenptr 3U �Die?« Generalnenner der Rarur umsaßt also nicht alle Er- sch-inungen de» Westalls Es bleibt ein Rejt. Und M« Reist von dem wir sicheres Wissen nur auf unserer kleinen Erde haben. ist für uns dennoch das wichtigste von allem: das steaen. Echrje diesen Rest würden wir weder von der Gravitation, noch vom ist ch' und der Elektrizität etwa» wissen. Der„Newton des Grashalms. Elettri dieser >! uegön allvy Den V&qu�eiauicjjt« ypt.-----i_' i—<■ [rijitat usw. zugrunde, aber es übe�chreit«:� we't��e�Grenzen r sormelmäßig erfaßbaren Din nge und es spottet jeder watlutma. a Behandlung, iva» macht Einsteins überwältigende Leistung geringer, e« zeigt nur um so schärser die Grenze zwiichen loter und belebter Materie, eine Grenze, die Narurroiicher Philosophen bisher vergeblich niederzulegen sich bemuhten. 0£ SIC. Jllle Juden verbrannt lieber 300 Jahre sind heute vergangen, seitdem Cornelius Drebbel in Holland da» zusammengesetzte Mikroskop �«riand- Damit o>ar die Loraussetzung geschaffen, den Erregern der«cuchen. auf die Spur zu kommen. Allerdings hatte man schon lang« vor- her ettpas von Bazillen vorausgeahnt. So schreibt im ersten Jaqr- hundert vor Christus ein römischer Schriftsteller Varia in seinem Buch.Ueber die Landwirtschaft':„An feuchten Orten wachsen ganz klein« Tierchen, die man nicht mit den Augen wahrnehmen kann. die mit der Luft durch Mund und Nase in den Körper aeiongen und schwer« Krankheiten hervorrufen' Aber dies« Anschauung brauchte noch beinah« zwei Jahrtausende, um sich durchzuringen. Daß die Jnfektionskeime im Wasser vorhanden feien, cht elm- Ueberzeugung, die zwar auch dem Mstteialter geläufig war. nur daß man glaubt«, diese« Wasser sei künstlich vergiftet worden. Natürlich suchte man nach den Urhebern diese« vermeintlichen Ver- brechens und verfiel dabei auf die Juden, die man für ein bequemes Ableitungsobjekt de» Doltszornes hielt, um>o mehr, als ihre Verfolgung ohne Gefahr war. Charakteristisch für die Denkweil« der damaligen Zest ist ein Brief, den während der Pest von Landgras Friedrich der Strenge non Thüringen. Mark- gros von Meißen, an den Rat der Stadt Nord hausen schickte. Ins Hochdeutsch« übertragen lautet der Brief so: Jujt Ratsmeister und Rat der Stadt zu Nordhausen! Wisset. daß wir all« unser« Juden haben oerbrennen lassen, sowest unser Land reicht, det großen Schuld wegen, die sie der Christenheit getan haben, indem sie mtt Gift töten wollten, da» sie in alle Brunnen geworfen haben. Darum raten wir euch, daß ihr eure Juden toten laßt, Gott zu Lob und Ehre und zur Seligkeit der Christenheit, damst sie die Ehristen nicht schwächen können. Wollt« einer deshalb gegen euch klagen, so wollen wir euch vor unserem Herrn, dem Könige, und vor allen Herren bei- stohen. Auch wissest daß wir Herrn Heinrich Suoze. unseren Vogt von Salza, zu euch senden; der soll eure Juden der vor- genannten Schuld anklagen, die sie an der Christenheit getan haben. Darum bitten wir euch slc-ißig, daß ihr ihm dazu helfst Da» wollen wir zu eurem Besten. Gegeben zu Eisenach. am Sonnabend nach Walpurgi». unter unserem Siegel. Friedrich.' Van begreift die furchtbaren Folgen solchen Erlasses wenn man bedenkst daß sich da» zu einer Zett abspielt«, in der die Dumpf. hest und Verwirrung der Geister chren Höhepunkt erreicht hatte Wagte«« doch erst tm Jahre 16Sl der Graf Friedrich S p« e. gegen die Scheußlichkeiten eines ähnlichen Werglaubens, die Hexenprozess� einen offenen Kampf zu führen. .'y �•. � st;.'/• «ln nach pnenccAct eingebeautes _..*.■''-s st»... i..i mmmm '•Tn cuSfen, eüiscfi&xgrigresz. C/GSc/zo/iis/z, eph䣣&c/v. «i«M» BitTFEDERN »tRLIN !B4 RotanthslerstraB« S Sü Kottouser Uemm 80/69 ftutoliei vor M. 20'■—»vi» Ph.U. Ni» iZ ii> Muftt* gratis GMChlluano 0-90, Banjfht 0-80, O-50 I.iissan, eeiullt. 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In der Sonderunterstützung entfallen aus Berlin 23 066, aus Brandenburg 47 826. auf die Grenzmark 8283. Brandenburg mehr Arbeiislose. Weil Kohlenhunger Betriebe schloß. D« Arbeit smark: im Bereich« des Landesarbellsomtes Branden- bürg hat sich in der Woche zum 16. Februar 1929 weiter u n» günstig gestaltet. Einen großen Einfluß hierauf hatte nicht allein das atchaltend« Frostwetter» sondern vor allem der in den ver- schiedeven Bezirken besonder» stark in Erscheinung lreteud« Sohlen- mangel. Di« verjchledensten Industrien waren demgemäß gezwungen. die psorlen zn schließen und die Belegschaften vorübergehend zu entlassen. Beachtenswert ist di« zunehmend« Belebung in der Motorfahrzeug- und Fahrradindustri«, wo erneut Einstellungen von Fachkräften vorgenommen wurden» Abgesehen von den Folgen de» Kohlenmangels scheint sich im ganzen die Lag« nicht nvhr verschlechtert zu hob«». Zusammenschluß Lindcarwerte-Frischaus. Zusammenlegung der Produktion und Spezia'isterong. Es war ein Verdienst der proletarischen Rad- und Kraftfahrer» Organisation„Solidarität*, daß sie frühzellig di« große Bedeutung der Eigenerzeugung für ihren Verkehrsmittel- und Sportbedarf er- kannt hat. Seir vielen Jahren bestanden in Osfenbach die Fahrrad- iabrik und das Fahrradhaus>, Frischauf*, die ihre Produktion und ihren Verkälts allmählich bis auf 8000 Fahrräder steigern konnten. Es ist erireulich, zu hören, daß zwischen der Lindcar-Fahrradwerk A.-G.. dem Unternehmen der Gewerkschaften, und der Ossenbachcr „Frischauf* G. m. b. H. jetzt ein Einverständnis darüber erziell wor» den ist. daß die Produktionsbetriebe verschmolzen werden sollen. Damit beweist die Arbeiterschaft, daß sie nicht nur für Sport und Solidarität Sinn hat, sondern auch für Wirtschaft« liche Notwendigkeiten, man möchte fast sagen Selbstverständlichkellen. Das Ziel des Zusammenschlusses ist natürlich, die Leistungs» fähigkeit der zusammengefaßten Betriebe im Arbeiter- und Käuser- intercss« zu erhöhen. Soviel wir hören, soll die P r o d u k t i o n s- statte in Oifenbach aufrechterhalten werden und zu» gleich auf besondere Spezialitäten, die teilweise bisher schon in Osfenbach erzeugt wurden, umgestellt werden. Di« Handelsorgani- sation„Frischauf* bleibt ebenfalls teilweif« selbständig, wenn die engste Zusammenarbeit bei gleichen Produkten auch aus der Hand liegt. Die Lindcar-Fahrradwerk A.-G. hat sich nach unserer Kenntnis auch im vergangenen Jahr— trytz der ausgesprochenen Krise in der privaten Fahrradsabrikativn— ganz außerordentlich günstig entwickelt. Oer Großhandelsindex steigt.- Warum? Es ist überraschend zu beobachten, daß nach den Berössent» lichungen des Statistischen Reichsamts in den Februarwochen der Großhandelsindex nicht, wie zu erwarten gewesen wäre/ zurückge» gangen Ist. sondern nach mehrmonatigem leichten Rückgang wieder anstieg. Dezemb. Januar 20. Febr. Agrarstoss«... 134.1 131,7 135.7 Kolonialwaren.. 124,6 123,9 125.6 Rohstoff» u, Halbw. 134,1 134.0 133,7 Fertigwaren... 159,5 153 S 158,2 Gesamttndex. 139,9 13?, 9 140,0 Als Konjunktursymptom könnte das für den Fall bedenklich sell� daß die Konjunktur, abgesehen von den Auswirkungen des Millers. noch wellerhin rückgängig ist, da Preissteigerungen bei �eichzcitigeuz Konjunkturrückgang«in« schwierige Situation schatten müßten. Di« nähere Ausgliederung der Ziffern zeigt aber, daß die Steigerung des Großhandelsindex im Monat Februar die Rohstoffe und Halbwaren sowie die Fertigwaren, die in diesen» Falle entscheidend sind, nicht getroffen hoben. Wie unser« Tabelle zeigt, haben Rohstoff., Hallnoaren und Fertigwarenpreije sell Dezember auch bis zum 20. Februar ihr« Abwärtsbewegung sortgesetzt, und nur die Preise für Agrarstofke und Kolonialwaren sind gestiegen. Es ist danach anzunehmen/daß die Steigerung des gesamten Großhandelsindex auf 140.0 gegenüber 139.9 im Dezember und 128,9 UN Lanuardurchjchnitt saijomnaßlg beeinflußt ist. Llnd die ZSerufsgenoffenschasten? Wie steht's mit der Vetriebskontrotte? . Bei der gestrige« SrSffnuag der BeichsvvfoKverhütungswoch« ging Herr vo« Borstg«och«Sher aus die gewaltig« Bedeutung ein. die vo« de« Ver«s»geaoss» teu vermehrte Bedeutung beimesse« werden. Da, Spiegelbild ihrer bisherigeo Tätigkeit aus diesem Gebiete, da, mir den Beruszgenosf enschasten Vorhallen müssen, wird sie vielleicht dazu ermuntern. Täglich 36lU Verletzt«, darunter 33 Tote, auf der» Schlachtfeld« der Arbeit, da, ist in kurzen Worten da, Ergeb- nis des jetzt vom Reichsversicherungsamt herausgegebenen Berichtes über die Unfallstatistik de» Jahres 1327. Insgesamt ergaben sich für dieses Jahr 1 Z1S 413 Verletzt«, darunter 8530 Tot«. Gegen das Vorjahr verzeichnet der Bericht 304 28S Ver» letzte und 413 Tote mehr. Sowohl vom rein menschlichen wie auch vom volkswirtschaftlichen Standpunkt au» dürfen weder Mühe noch Kosten gescheut werden, um die Verhütung von Unfällen zu fSr» dern. Es hat sich auch längst die Erkenntnis durchgefetzt, daß Arbeiterfchutz ein notwendige? Bestandteil der Wirtschaft fem muh. Denn jeder Bertlebsunsall bedeutet neben den entstehenden Un- kosten auch eine Minderung der Produktion. Dt« Forderung nach «rner möglichst vollkommenen Betriebeficherheit muß infolgedessen allen anderen vorangestellt werden. Daher ver- dient die Frage: wa« tun die Berussgenossenschafken für dw Setriebasicherhetl? gelegentlich der Reichsunfallwoch««ine ganz besondere Bedeutung. Man wird sicherlich voraussetzen, daß die Träger der reichsgesetz- lichen Unfallversicherung olles tun. was in ihren Kräften steht, um die Betriebssicherheit durchzuführen, um insbefondere dadurch die Arbeiterschaft vor Unfallgefahren zu schützen. Wer aber die Jahresberichte der Berufsgenossenfchaften daraufhin einer genauen Durchficht unterzieht, wird außer- ordentlich enttäuscht fein. Man braucht nur die Au- sammenstellung über die Zahl der von den Berufsgenossenfchaften zur Betriebskontrolle angestellten technischen "A u s s i ch t S b e a m t e n und die Anzahl der versicherten Betrieb« anzusehen, um dies deutlich zu erkennen. Wie es dabei aussieht, zeigt die folgende Zusammenstellung. (Matnt/wbl Rofil bn«»f«wen t»chn.«nf- btr Ufr. techn. Auf-»ut- M>K»en Betr. f>chl»d»am>-n faa«n B-tii-d» ») Gewerbliche verufsgenossenschaflen ISIS...'. 828335' 388' 214« 1325.... 837«35 334 2 12« 192«.... 875 847 333 3 229 1327......317 821 410 2233 d) ÜandwIrlschaMche Verufsgenofsevschafke« 1913.... 5 485800«3 8707« 1325.... 4«01 31« 84 54 785 P2S.... 4 604 300 83 55481 m?... 4605232 94 48 992 "-.Ej�antsallen olfa auf ebnen technischen Aufsichtsbeamten- bei daN' genz erblichen BerufsgenoOenkchasten. rund 2 20 0 B.et�i« he »lNd.be! den landwirtfcha st lichen Beruikgetwssenschoften so- -gar 50000 Betrieb«, die zu kontrollieren sind. Erfahrung?- gemäß kann aber»in Beamter jährlich nur 300 bis 400 Be. trieb» kontrollieren. Da? bedeutet also, daß von den gswerblichsn Betrieben bestenfalls etwa«in Werte! der verstcherten Betriebe einer Kontrolle unterzogen nnrd. während bei. den londwirtschaftlichen Berufsgenosfenfchosten von 100 B«- toieben nicht einmal einer kontrolliert werden kam,. Wer auch unter den gewerblichen Berufsgenossenfchaften stird ein« ganze Reihe, die eine besondere RückstäNdigkeit In dieser Beziehung zeigen. So entfielen auf einen technischen Aufsichtsbeamten bei der Nordöstlichen Eisen- und Stahl B-G... 3 655 Betrieb« B-G der Gas- und Wasserwerke.... 5909. i. Bekleidungsindustrie B.-G....... 4978„ Tabak B.-G........... 5 300 Fleischerei B.-G.......... 12 078 Nahrungsmittel-Industrie B.-G...,. 16 120 B-G. für den Einzelhandel.-.l,. 17543 Schmiede B-S............ 20 063 Genossenschost für die Reichsunfalloersiche« rung der Fohrzeug- u Reittier-chastungen 28 0K3 Es ist einfach unverständlich, wie die Genossenschaften das mit ihren gesetzlichen Aufgaben vereinbaren wollen. Sie sind nach ß 848 RDO. oerpflichtet, Einrichtungen und Anost>. nungen.zur Verhütung von Unfällen zu treffen und auch für ihre Durchführung Sorge zu tragen. Welchen. geringen Bruchteil die Angaben für Unfallverhütung Im Etat der Berufsgenoffenschaften ausmachen, zeigt die Tatsache, daß für Emschädigungen an Verletzt« und Hinter» blieben« rund 80 Proz. der Gesamtausgaben in Höhe von 337,2 Mill. Mark im Jahre 1327 entfielen, während für Unfallverhütung nur ausgegeben wurden 1313--- 2,4 Millionen 1325— 3,9» • 1326- 4.5 1327— 5,3 1,5 Proz. der Gesamtausgabe 2� f 0 � ■ 1 ,9*„ 2.2.. Angesichts dieser laxen Betriebskontralle und den lächerlich ge- ringen Ausgaben für Unfallverhütung liegt die Frag« nahe:«Sind denn die Unsallverhistungsoorschrijtsn in den Betrieben wirklich so gut durchgeführt, daß auf ein« schärfere Bxtriebskontrolle verzichtet werden kann? Die Fragen stellen, heißt sie verneinen. Das zeigt bereits die steigende llnsallzlsfer und die erhöhte Zahl der tödlichen Unfälle. Wie es aber in Wirklichkeit mit der Durchführung der Arbeiter- fchutzbestimmungen bzw. Unfalloerhütungsvorfchriften bestellt ist. dafür nur ein Beispiel aus dem Jahresbericht einer Berufsgenossen- schuft, deren versicherungspflichtig« Betriebe wahrlich nicht zu den schlechtesten dieser Art zählen. Von den durch diese Genossenschaft kontrollierten Betrieben entfielen im Durchfchnist auf einen Betrieb Verstöße gegen die Unfalloerhütungsvorfchriften: 1924: 17,9; 1325: 175: 1926: 225 und 1927: 22 Verstöße. Lvder fehl« n allgemein Angaben über die Zahl der ton- trollierten Betriebe und der festgesetzten Verstöße, so daß man auf die Jahresbericht« einzelner Berufsgenossenfchaften hierbei ange- wiesen ist. Rechnet man nun sehr zugunsten der Berufsgenossen- fchaften mit nur 70 Proz. nlchtkontrollierter Betrieb« und auf jeden Betrieb eine entsprechende Anzahl Verstöße, die doch häufig recht grober Natur sind, so kommt man zu dem Ergebnis, daß zurzeit mllllonenfach in zum Teil gröbster welfe gegen die Arbelterfchutzbestimmungen verstoßen wird. Man fragt sich unwill- kürllch, wie es möglich ist, daß heut« noch solche Zustände sahraus, jahrein, geduldet werden können! Zu den Genossenschaften hat die Arbeiterschaft nicht das Bertrauen. daß sse hier gründlich durch- greifen. Die angeführten Mißstände sprechen zu sehr gegen den emsten Willen det Berufsgenossonschaften, diese Mängel zu beseiti- gen. Aber vom Reichsversicherungsamt. als die nächst zuständige Aufsichtsbehörde, muß man wünschen, daß es die Berufs- genossenfchaften mehr an ihre Pflicht erinnert. Nach§ 875 RVO. sind die Berufsgenossenfchaften auf Ver. langen des Reichsversichsrungsamts verpflichtel, Anfsichksbeamie in der erforderlichen Anzahl anzustellen, wobei wir gleichzeitig wünschen müssen, daß, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, bei solchen Anstellungen auch auf Arbeiterkreise zurückgegriffen wird. Die besten Gesetzesbestimmungen und Verordnungen nützen nichts, wenn für ihre Durchführung in den Betrieben so wenig getan wird. Die Zl ei chsarbeits Verwaltung ist seit Jahren in anerkennungswerter Weise bemüht, durch wirkungsvolle Unfall- Plakate auf die Uniallgefahren hinzuweisen. Diese Bestrebungen werden aber illusorisch gemacht, wenn es derart ln den Betrieben aussteht. Es erscheint daher auch ookwendia. daß die Reichsartzeilsverwallnng den Genossenschaften etwa» schärfer auf die Finger fleht._ Nie Bn'keii-Lüqen am Pranger. Das Reichsarbeitsministerium fertigt sie ab. Aus dem Reilbsarbeitsministerium wird zu den Meldungen der arbeiterfeindiichcn Unternehmerpresse, daß für einzelne Braunkohlen- gruben in Mitteldentschland Arbeitskräste zum Brikettverladen nicht in ausreichendem- Maße gestellt werden konnten, weiter mitgeteilt: Die Arbeitsämter haben in allen Fällen sofort den Anforderungen der Gruben entsprochen. Ein Teil der Zugewiesenen hat, wie zu beobachten ist, d i« Arbeit nicht angetreten oder nach kurzer Zeit niedergelegt. Di« bekannten Schwierigkeiten dieser Vermitt- lung wurden in den vorliegenden Fällen noch durch die außer» ordentliche Kälte, dl» besonders warme Kleidung er- fordert«, und durch die vlötzlicheAnforderung große- r«r Gruppen von Arbeftern oermehrt. Eingearbeitet« Kräkte für da» verladen von Briketts standen meist nicht zur Verfügung. Di« erstmalig mit dieser Tätiakeft im Akkordlohn beschäftigten Kräfte können erfahrungs- gemäß nicht hie ßeifturn geübter Arbeiter und daher auch nur«wen geringeren Lohn 61* dies« erzielen. �■■ Nachforderungel?. von Arbeits kröften wird dürch hf? Arbeitsämter unverzüglich«nifprochen. Arbeitern, die die Arbeit unbe- rechtigt verweigert oder niedergelegt haben, wird die Arbeitslosenunterstützung nicht fortgezahlt. Angriffe, die in diesem Zusammenhang in der veffentlichkeit gemacht worden find, find daher unbegründet/' Die Bäcker fordern Tariwerirag.. Die Bäckereiarbeiter Groß-Berlins. soweit sie nicht in den Brot- fabriken beschäftigt sind, nahmen am Donnerstag in den Germania- fä'en zu der Frag« Stellung: Weiter« Tariflof'gkeit oder allgemeiner Tarif? Der Sektionslciter S ch u- mann schiwerte zunächst die Bedeutung des Tarifvertrags und ging dann auf die im Vorjahr« entstandenen Differenzen ein, die den Abschluß des Tarifs verhinderten. Das Haupthindernis dabei bildet« die von den Arbeitgebern verlangte Verlängerung der Arbeitszeit. Di« Arbeft- geher verlangten nicht nur die 48ftündige Arbeitswoche, im Ausgleich nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 16. Juli 1927, sondern die Z4ftündig« Arbeitswoche. Dies« Zumutung mußte zurückgewiesen werden, zumal sonst die Arbeitslosig- feit im Bäckergewerbe, die heute schon verhältnismäßig sehr groß ist, noch gesteigert würde. Wie weft es mit der Ueberfüllung im Däckergewerbe schon gekommen ist. zeige eine Veröffentlichung der Däckerinnung Worms. Diese Innung erklärt« in einem an die Schulen gerichteten Schreiben, daß es ein Verbrechen an der Jugend bedeute, dem völlig überfüllten Bäckergewerbe neue Lehrlinge zuzuführen. Arbeits'osigkeft und Abwanderung zu dem Heer der Ungelernten feien nickü zu umgehen, wenn nicht die nötigen finanziellen Mütel von den Ellern von vornherein sicher- gestellt seien, Jsde Verlängerung der Arbeitszeit bedeute also— so führte Schumann aus— zwangsläufig« Vermehrung der Arbeits- lostgkeit. Als weiteren nicht unbeachtlich«» Differenzpunkt bezeichnete der NÄrner dann die Regelung der Arbeitsvermittlung. Die Arbeitgeber lehnten die Pflichtbenutzung des Focharbeftsnach. weise» der Rsichsanstall ab, was bei ihren guten Beziehungen zu den Gelben und dem Gewerkoereln, die eigene Arbeitsnachweise unterhollen, verständ'ich sei. Auch der Kost» und Logis» Zwang im Bäckerg« werbe sei noch nicht überwunden. Immer noch seien die Arbeitgeber bestrebt, dieses System beizubehalten, um ihre Arbeiter zu überwachen und zu bevormunden. Der Redner verwies dann noch auf verschieden« ander« Differenzen, so auch auf die geplante Verschlechterung der Ferien. Auch jetzt wieder sei bei der Forderung auf Abschluß«nes Tarifvertrags mit diesen Widerständen der Arbeitgeber zu rechnet«. Schließlich komm« es aber für die Frage, ob Tarif und welcher Tarif, auf das Verhalten der Bäckereiarbeiter mit an. Nachdem die Versammlung grundsätzlich beschlossen hatte, im Sinn« der Aussührungen des Referenten die Arbeitgeber zum Ab- schlug eines Tarif» aufzufordern, wurde eine Kommission gewählt, der olle weitere Maßnahmen übertragen wurden. Die Versammlung gelobte, wenn notwendig, die Macht der Or- ganisation dafür«inzusetzen, daß es zu einem annehmbaren Tarifablchluß kommt. Generalversammlung der Eisenbahner. In dar jüngsten Jahresgeneralversammlung des Einheitsver- bandes der Eisenbahner, Ortsgruppe Bert in, gab Genosse Winkle? zunächst einen Ueberblick über die Wirtschostslage im Jahre 1928. ...'läge Die Ortsverwallung hat die ihr übertragenen Arbeiten bezüglich der Beamtenfrogen, Tarisongelegenheiten, Lohnstreitigkeiien uno Be- tr!eb?rätebew«güng zur Zufriedenheit gelöst, lieber 20 000 Mark zu wenia gezahlter Lohngelder konnten schon bei Met Gruppen im Berusungsversahren erstritten werden. Es könnte in dieser Be- ziehung bedeutend mehr getan werden, wenn hie Mitglieder steis ihr« vertraglichen Recht« gellend machten. Wenn trotzdem hie„Oswositlon" und unverantwortlich«, außenstehende Pen'onen der KPD. die von der Gesamtorganisation uno der Ortsverwoitung geleistete Arbeit in her„Roten Fahne" und In Flugblättern herab- setzen und die Parole herausgeben, bei den bevorstehenden Betriebs- rätewahlen mit dem„Allgemeinen Eifenbohnervervand"(der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner), den Christen und den Unorgcmi- sierten gemeinsame Listen auszustellen gegen die frei« G«- werkschast, n""------' �----*----- heil gegen dieses Der Kassenbericht von Jaser zeigt«, daß die Beitrags- leiftung und die Mitglisd«rzahlen in erfreulicher Aufwärtsentwicklung begriffen sind. Der Ortskassenbestand beträgt 20 985,67 Mark. An Unterstützungen im 4. Quartal bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Sterbesälle» und Notfällen wurden insgesamt 17 903 Mark gezahlt. Di« Redner der Opposition suchten den Haupworstand in der üblichen Weise verantwortlich zu machen für die ungenügende Em- lohnung. feie noch nicht abgeschlossenen MaMeUarrfverhonfelungen und die nicht gekündigten Lohnporagraphen. Eine länger« Debatte entspann sich über«ftie Entschließung gegen das Treiben der„Opposition", die mit üderwälligender Mehr- hett angenommen wurde. Der Kreisleiter H a« ck e l lehnte es ab, dem Ausruf der„Roten Fahne" und der KPD. Folg« zu leisten, mit den Unörgoni- sierten gegen die freien Gewerts-haften zu kämpsen. Dem organi- sierten Kapital könne man nur mit freigewerrschaftlichen, sträfi orga- nisierten Arbeitern entgegentreten.„Ich mache dies« Ausführungen," betonte Haeckel, ,z»us'meiner innersten Ueberzeugung, auch aus die Gefahr hin, aus der KPD. ausgeichlossen zu werden. Ich gebe mich nicht dazu her, eine Politik der KAPD. oder der Putschisten mitzu- machen. Bei den Wahlen zur Ortsverwoltung wurde den Angestellten Kollegen W i n k l e r<1. Bevollmächtigter); Heyn« (2. Bevollmächtigter): Beilschmidt(Schriftführer); Jaser (Kassierer) mit großer Mehrheft oas Vertrauen ausgesprochen. Mit übergroßer Mehrheit wurden auch die unbesoldeten Mitglieder wiedergewählt. Sämtliche Gewählten gehören der Amsterdamer Richtung an. Die Gegenvorschiäg« der Opposition fanden ft» diesem Jahr« noch weniger Anklang als im vorigen Jahr«. Keine Kalteferlen in der Gewerkfchastssihuse. Wir bitten unser« sämtlichen Hörer davon Kenntnis zu nehmen, daß alle Kurse der Berliner"Gewerkschaftsschule in der nächsten Woche in ihren bisherigen Räumen wefterorbeiten. Von den Kälte- serien werden unser« Lehrgänge nicht betroffen. Die Derüner Gewerkschaftsschule veranstaltet ab End« März zwei besondere Cinsührungskurs« für Betriebsräte mft folgeirden Themen:.Dbliegenheften der Betriebsvertretungen". Kursleite:: Otto Bach, Referent im Internationalen Arbeitsamt...Wahlen zu den Betriebsvertretungen, Geschäftsführung des Betriebsrats, Ein- fpmchsoerfahren, Emlässungsschutz." Kurslefter: Fritz Fricke. Der erst« Kursus findet Donn«?stags. der zweit« Dienstags statt. Die neugewähllen Betriebsräte und Betriebs- ratskandidaten werden gebeten, sich zunächst zu den Kursen an- zumelden........... Ärbetter- und Slngesteltten-VetrleSSfäie? DuÄtaij. ßeif 26 Februar, abend» 7 Uhr. im Saal Ä'A«? Gewerkichaftshaufes. Engelufer 24/35, d«r nächst« Arbeits» rechtlich» Jnflirmation&aband für Betriebsräte. Leiter des Abends ist der Genosse Dr. Broecker vom Vorstand des ADGB. Die Jnformationsaöend» haben den Zweck, di« Betriebsräte über die gesamt« Rechtsprechung im Arbeftsrschi. soweit sie für die Betriebsvertretungen interessant und wichtig ist, zu unter- richten. Di« Kollegen können auch selbst Fragen, di« ihnen im Be- triebe oufgesallen sind, zur Befprechung stellen. Die Teilnahme ist kostenlos. Zahlleiche Beteiligung aller freigewertfchaftlich organisierten Arbeiter- und Angestellien-Betriebkrot« ist erwünscht- Zu den vorläufigen Reichswirts chaslsral ist an Stelle des ver- storbenen Borsitzenden des Deutschen Buchdrucker bandes, Joses S« i tz. als Arbeftnehmervertreter des Handwerks, der 2. Vor- sitzend« des Verbandes, Otto Krautz, berufen worden. Aufgehoben« Sperre. Wie uns der Zentraloerband der Hotel-, Restaurant, und Eafäanaestellten mitteilt, sind die Differenzen mft dem Restaurant Paul Labe. Brunn enstr. 119, Ecke Ufeoomstr., beigelegt. Die Sperre wird hiermit aufgehoben. Die Berliner herrenkonfeklionsf chneider, nicht die Herren- Maßschneider— wie versehentlich in der gestrigen Ausgabe des.Vorwärts" berichtet— waren es, die am Mittwoch ihre Jahresgeneraloersammlung abhielten. Der Bericht galt also dieier Versammlung der Herrenkonfektioasarbefter. nicht den Herremnaß- schneidern. Deutsch» v«Ueitn>»g«oi!b-it«i-D»ba»d, A»aee»aßbM»ch». Tieastoe. it. ffebruar. UH Uhr, aSitgliehrratrfsannluna im D-werlschastrhauz. Enzrl- ulct 24— SR. nahm«; Au Aranch-nangehSrigen. ffri-eie Gewerkfckasts-Iuaend Groß-Verlin Heut«, Lsnntag, fvkzentx D-rurtstultiirigen: Un 10 Uhr B-lichiiguiig bt» tSasiccfarttlt» ftlingtnbccg. Steffen am Einsang in der flöne. nUker Chauil«.— Um IÄ-> Uhr Zuaentworftellunz der i?s!k»i>ithne im Dheat» am Bülampla».»Di« Nergdahn." Trama nan Hornach.(Eonierprt'»: Hatte 60 Pf. garten werden nnr an Mitglieder der Znnendgrnnnen und »Upton-Sinclair-Adenttt.— dftiiel»� Um 1? 5ht(rn Zugendheim' Diefttimener. (rrahe 4—0. Bartrag:»Di« Nörpertnltur im Sandel der Zeiten". Zuaendanwve ves �enlralverbanbes der Anoesieilien S/uU. Lani:ta(!, finden folgend« Beranftaltunge» statt: vstd«»irt«! „ Llchtdildcradend im Jngendheini Suirterftr. 44. Beginn IS Uhr.— Ibeflbolrf«! Jugendfniin Lehrter Etr. 1R— 19. 18 Uhr Bartrag:..Humor aller öerien. Zleferent:<ö«o« Heildrunn. Jugendheim Epandau. Audenuser 1. ab S 10 Uhr gefellige Beranftaliungen.— Margen, Rantag. finden folgend» Ben. Ntngen Natt: Tegel-BeiRtckeadorf: Jugendheim Beinlckendors-Ost, L>n» Straße(Baracke). Äna, und Soielabend.— Sebbing! Zuaendheim Tu- einer Ecke seestrahe. E ememsamer Gruppe nahend mit Gefundbruenen.— Norden: Jugendheim«astanienallee 61. Bortrag:»Friedrich Gbert". Referent: Dr. Mar Gailllte.— Lichtenberg: Zuaendheim Gunterfir. 41. Bortrag:»Berlin »u Droßmutirro Zelten". Referent: Georg Heilbrunn.— Urban: Jugendheim pobrechi. Eck» Eandcrstrahe. Boeirag:»Rundfur.k und Arbettnehm-rscha-r". Referent: Walter Sichbach.— Tempelhof: Jugendheim Serntan aslr. 4-4. Birttspieladent.— Charlotten barg: Jugendheim Rollnenstr. 4. Vortrag: Au» dem Laben und Berken oon Uptoa Stnclair". Referent: Wilhelm Lewinski. lioaen bell •A Zi 9 a reffe ?lr. 93-» 46. Jahrgang 4» Sonntag, 24. Februar-1929 «i-l-ud-uig«, fit»«ei« Sabril find Bei ÜB S»«, fiiadtojttajf 3. Partemachrichten �MfürGroß-Berlin Net» an•»» ge�Uttielietnria» 2. Hol. 2 Ire», recht», ja richte» Achtung, Parteiveteranen? Freitag, den I. März. Ig Uhr, im Saal I des Gewerkschasts- han>es. Evgeluser 24/25, Zusammenkunst der Genossinnen und Ge- Nossen, die vor und während des Soziaiistengesehe» für die Partei lätiz waren. Der Bezirksvorstand. Z.U.: UZ. Gründet. * 1. Rtti» Mitte.(EHttnbcirätc und deren Etellvertreter: Diendtaz, 2». tse- brnar, 20 Uhr, in der Cchlcsischen jximol. Neue iZriedrichstr. 1. Bortrag: ..«rj-alifrifi-.ewStbelftuiiöc. Referent: Adolph 5>of{mann. 7. Arri*«iharlottenbarq. SPer ffl» heute angelelfie iLilhelm-Salch-Ahea»»tt Puggi 3Rui muh aaoiallen, da die Aula nicht gehet, t aeerdea laaa. Kartell behalte» Kfiltigteit.— Dienstag, 2«. Februar, 19Vj Uhr, Sitzung de» engeren Kreisnorftandes mit der fieltungstommisfion im ihimmer i de» Rorhause». Die Spediteure müssen unbedingt anmesend sein.— Tia- tritt-larte»(8r die Zugendmeih« am Sonntag, 31. äHätj(1. Osterfeiertag), 11 Uhr. im Filmtheater Pieadilly, Biemarckstr. 93— M(fchtägilbtr der Stöbt. Dp. r), sind beim Genosse» Schmidt, Am v»lt»haa» t, in den Bor- rviirioipcditionen und bei den Abteilungsleitern erhältlich. Gastlarten �u 1 Mark. Kinder Sit Pf. Borbereitungsuntcrricht jeden Dieaota« oon IS bis 13 Uhr in der weltlichen Schule, Bestalojjistr. 10, U. durch den Genosse» ttehrer Filias. Anmeldungen dortfelbst. I. Vre!» Wilmersdorf. Montag, 23. Februar, 2» Ahr, Im Bilt» riagarte», Sil- belwaaur 111—113, kreismeiglirderaersammlung. Brbeag:.Dir Bedentaag der Aufaabea des diesjährige» Bartcitageo". Beierrat: Dr. Rnbol! Berit- ' d,"................ fchaid, d. S. Bachkontrolle. Mitglirdsbach«atz mitgebracht werbe».— Dienstag. 2S. Februar, 20 Uhr, spricht im Festsaal des Stadthauses Miss Räte Eraber Über»Dl« lämpkend« IZtau". Rezitationen u. o. m. mersdorf 11. Art!« Dchöaebreg. Der 4. Dortrazsabend findet am Montag, 25. Februar, 20 Uhr, bei Will, Martin-Luther-Str. 09, statt. Oderstudiendirektar. Stadt. nerordnctcr Genosse Dr. Aawerau spricht über soziaUstische Schulpolitik in Derlin. 13. fteri« Tempelhos. Montag, 25. Februar, pünktlich 19'd Uhr, Kreisoorstants. sitzung bei Ntendors. Mariendoef, Chausseeltrahe Eile Schweriner Strotze. 14. Kreis Sraköllr. Arbeitcrbildangsschale. Kursus am Dienstag. 26. Februar, Mh Ubr. im Ideal-Aastno, Weichselstr. 8.< Zwischen Donaustratze und Kaiser-Friedrich-Stratze.) 14. Kreis Srukölla. Fum Vortragsabend der SAZ. am Dienstag. 26. Februar, M,ä Uhr. in der Aula der Walther-Rathenau-Schul«, Boddinstratz«, find dir Genossinnen und ttzenossen eingeladen. Bortrag des Genossen Prof. RSlting über.Dir sozialistische Erziehung der proletarischen Jugend".— Die kässierrr werden gebeten, die Karlen vom �Lustigen Abend ab- zurechnen.__ 15. Krei» Trep«»«- Dienata«. 2«. Februar, IbiH Uhr. i»«iastehler. Zohaaal� thal. Am Strradam«, KreioBrrtrrtrroersamwlaag. Tagesorbnnag: 1. Boa- nah Verlehesproblewe der Stadt Berlin. Nrfrreat: Stadtrat Traft«rata*. 2. Zahre»b«richt. 3. Neuwahl de»«rrirvorftaade». IS. Kral« Käpraick. Montag. 25. Februar. 1S>4 Uhr. Setzung da» Krrisnor. stanüss an Stelle. J7. ftrai« Lichtaade rg. Der Kältest rien wegen mutz die zu« 26. FeGrp««». oesetzta Sr«»vertreterpersammlung aussallen. Der neue Terann� wird tn der nächsten Kreirvorstanbsfitziing beschlossea.— Ba»trk»a«p»r»aaa aa» sserta. Fraktionsfitzunz am Montag, 25 Fedurar. l» llhr, ,« Rathaus Nällendorfstratz«. Fimmer 36. Am Mitt«»ch. Zlk. Zadaaaa, 18 Uhr, Rathaus, antzerordentlich« Bezirksoerfammiung. J*. ftrai». Di» fir Moatag, 26. Februar, �agasatzta Kwi«delagiarteaaers»: im Rathau,, antzerordentlich« Bezirkoversawmiung. . Dia für Moatag. 26. Febraar. aageletzte Kr------ lang findet nicht statt, nad wird aas Moatag, 4. Mär». Wardagt. v-t and sttcb aorf) hetanni gegeben. , Rainichanbors. Montag, 25. Februar. 1» Uhr. im richnen Sitzung» faal tt» Rathaufes«i Wittenau, Sitang de« anpeitartan ftraUweftanb«. — Segen der verlängerten Kältafeman mutz dar komiminal» Kursu» UM weitrtt acht Tage verschoben werden. T heute. Sonntag. 24 Februar: M. SSL BS«aap pe««dar»«aa staltet Hanta»in ge! ellige, in Schmidt,«asellschaft»han». Fmchtftr. Jfa, Beginn 1» g» Bs. Morgen. Montag. 25. Februar: tt. tat Mb Uhr 42. Abt. Abvechnun M. Abt.«arteadai tivnärfitzung., 94. Abt. Neakllla. 1914 Uhr wichtige Funktionärfitznng bat Schräder. Stein. tat. Ttairrtl Fnnll- 115. Abt. Versammlung nad«"2. Vortrag:.Wahre Erleb! 1914 Uhr im Logen. Kasino. Knorrprom«. „Wahre Erlebnisse �in Eowiei/Ruklench', Die Bezirk» metzftr. 52. «schien barg. Iii na de 2. Vortrag:------------—-----—- fübter wollen bitte dazu einladen. Borwärte-I-ser find mWommen.— 117. AbL 19'4 Uhr bei Klose, Rupprechistrotze. wichtma e�nktianarsttzung. SO. Abt. Blaakendtrag Fraktionssitzung nrit den Bürgerdepuberten um ltz.a llhr im Rathaus Pankow, Fimmer 17. Dienstag. 26. Februar: M Abt. 1«4 Uhr bei Krüger, Husfitenstv.»4 Eck- Scheringstratza, MitglZeder. Versammlung. Portrag:.Die neue Derkehrsordnung". Referent: Genosse «. AbL Ubr Nitaliedeeversammlun» im Hochbahnrestanrant sfrgher Stock), am Warschauer Platz, nahe Lichihaus. Vortrag:.Ve.mnoqen und Finanzen der Städte" finsbelondere Berlin und Fmadmchsbazn). Reserent: ff A����e���O�UHr�Mitalieberversammlung bei Pinger. Dvrfstr. 50. Bartrag:.Berussbevaiung unb Berufswahl". Referentin: Genossin Sissow. Berich» Bezirkzpartoitag... r, »1. Abt. Treptow. lO'i Ubr Kreisvrrlr-lrrver ammlnvg im Lokal.Einsiedl«". Johannisthal. Am'Sterndamin. Gäste können teilnehmen. Mittwoch. 27. Februar: 24. Abt. Achtnagl Die für Mittwoch angesetztr Bersammlung fällt an». »7. AHL igZ4 Uhr Brauerei Patzenhofer. Landsberger Allee, Abteilungsver- sammlung. Portrag! Da» Konkordat". Refernt:«enosse Hans Bauer. Svmvathifierende willkommen. M Abt Eh-rl-ttenburg. M Uhr bei Iu-E-wlack, Holtzendorifstr. 29. Mitglieder- Versammlung Bortrag:„Das Kankordat". Referent: Stadtschulrat Dr. Kurt Löwenstein'Die Vezirkssührer laden dazu bestimmt ein. C. AU Renklllln. ItV, Uhr in den P-ssage Feftsälen,»ergstr. tZt, Ritglieder. »erlammlnng. Aarteaa:-Unsere flnsgadea in Prcatzen". Referent: ««rzefinoti, Prrutzüch-r Mi-ister de» Znncm. Die««sammlnng wird pünktlich 19',. Uhr«rössnet. Parteimitglleder der anderen Abteilungen find 13»«ll?UÄ«iniSenbars.Vst. 19'? Uhr im Scksttzesi.haus, Residenzstr. t, Wt- ' gliederv-rsammlung. Dorteaa:..Das«onko�a�. Referent: Otto Mmer. M d L Di- Beiirisführer laden bestimmt dazu ein.— Achtnagl»oatag, 23. Februar, 2« Uhr. in der Lindau« Strotze«arst-adssitzang. ♦ °>. art,«oroazeiae. Sa an tag, Ist. März. Wiener Maskenball im Garten saal d« Se�au Fr edrlä-halü. Eintritt mtl. Stene. 1 M. An, arg 18 Uhr. Einlatz 1°"hr! Ende s�h 2 Uhr. Da, Zrstlomitro ladet alle«enosfiaaen and venoffen srenndlichst ein. Fraucavcranstailuugen. 9. Krei, Wilmersdorf. Mittwoch, 27. arten", Wilhelmsaue, Wilhelm. Busch.' ebruar, 20 Uhr- im„Viktoria- brnd. Vortragender Genosse Puggi Muck. Autzrrdem Ansprache des Stadtverordneten Genosse» Hans Woywod über die kommenden Kommunalwahlen. Anschlietzend gewill. liches Beisammensein mit Tanz. Karttn zum Preise von 50 Ps. da, Stück find noch an der Kaffr zu haben. Frauenveraustaltungen am Montag. 25. Februar: 1. Abi. 1914 Uhr bei Spiegel, Ackersir. l. Vortrag der Genossin Mari« Kunert, M. d. R.:-Bevöllerungspolitik". 2., 3. Abt. 1914 Uhr im Saal 11 des Gewerkschaftshause», Parterre, Portrag des Genossen Stadtrat Trritel:„Aus dem Ehescheidungsrecht". Ausserdem Neuwahl. 4. AHL l9>4 Uhr de! Brandis, Etrolauer Str. 10, Vortrag der Genossin Henna Rewald:„Bürgerliche und proletarische Frauenbewegung". 6. Abt. 1914 Uhr im Rosenthaler Hos, Rosenthaler Str. 11/12, Bortrag de» Genossen Dr. Franz Waluga:„Berufstranlheiten und deren rechtzeitige Verhütung". 8. Abt. I9'si Uhr bei Rickert, Steinmetzstr. 36», Bortroa:„Heiteres ans der schönen Literatur". Vortragender Genosse Henry Reiff. n 15. Abt. 1914 Uhr bei Obligo, Stralsunder Str. 11, Portrog bes Genossen Dr. Gotthardt:„Das Recht des unehelichen Kindes". 17. Abt. 1914 Uhr bei Loefftz. Tegeler Str. 50- Vortrag der Genossin Mar- S trete Schentalowsky:„Lily Brauns Leben und Wirken". bL 1914 Ubr bei Barl ick, Föhrer-, Ecke Fehmernstratze, Portrag:„Lustiges aus Ait-Berlin". Borlragrnder Genosse Heinz Barthcl. 25. AbL 1914 Uhr bei Baronski, Pasteurstr. 6, Vortrag des Genossen Rektor Schröter:„Sozialdemokratie und weltlich« Schule". 26. AbL 1914 Uhr bei Heiles, Prenzlauer Allee 239, Literarischer Abend. Vartragender Genosse flamm. 27. Abt. 1914 Uhr bei Beetz, Sonnenburger Str. 1- Lichtbildervor- trog der Genossin Rargaret« Hartig:„Modernes Wohnen und Bauen". 29. Abt. 20 Uhr bei Burg- Prenzlauer Allee 189, Bortrag de» Genossen Ott« Most:.Wohnungsbau und Kommunalwahlen" 32. Abt. 20 Uhr bei Kromphardt, Paul-Singer-Str. 49, Vortrag der Genossin Anna Geyer:„Das Recht des unehelichen Kindes". 34. Abt. 19>4 Uhr im Lokal Gilden« Str. 19, Franrnabend. 35. Abt. 1914 Uhr bei Otto, Riga« Str. 85, Vortrag des Genossen Kurt Keck:„Die Auswirkung der Preispolitik auf den Arbeiterhaushalt�. 36. Abt. 1914 Uhr bei Busch, Tilflter Str. 27-„Bunter Abend". Vortragend« Genosse Emil Rudolph. 37. Abt. 20 Uhr In der Patzenhofer Brauerei, Landsberger Aller 26/27, Bor- trag:„Politik und Gesrllschaft im Spiegel der Satirc". Portragender Genosse Hosemann. 38. Abt. 20 Uhr bei Bartusch, Friedenstr. 88, Vortrag de, Genossen Kurt Etechert:„Die Frau und die Arbeitersporidewegung". 46. AbL 20 Uhr bei Böttcher, Haqelderger Str. 9, Vortrag der Genossin E. Beidier:„Die Frau in der Erwerbsarbeit". Außerdem Wahl der Stellvertreterin. 41. Abt. 1914 Uhr bei Beinhessf, Velle-AManee-Str. 73- Bortrag:-Da» deutsch« Volkslied" mit musikalischen Erläuterungen. Vortragender Ge- nosse Dr. Max Brie. Anschlietzrnd gemütlich«, Beisammrnsoin. 42. Abt. 1914 Uhr bei Höhlke. Berginannstr. 69,„Zack-Lanton-Abend". Vor- tragender Genosse Arthur ReichardL 43. Abt. 1914 Uhr bei Wolfs, Gräsestr. 38, Vortrag de, Genossen Karl Litke. M. d. R.:„Der Ursprung de, GhristentumsG 44 AbL 1914 Uhr bei Ewald, Skalitzer Str. 126. Bortrag de« Genossen Reinhold Eichberg:„Die Wohlfahrtspflege vor dem Kriege und jetzt". 44 Abt. 20 Uhr bei Adam, Lübbener., Ecke Görlitz« Strotze,„Heiterer Abend". 48. Abt. 1914 Uhr im Alexandriner, Alezgnbrinenstr. 37», Vortrag der Genossin Liesbeth Hübner. Riedger:„Das Recht de» unehelichen Kindes". 96. Abt. Schineberg. 1914 Uhr in der Menzel- Klause, Eck« Thorwaltsenstrotze, gemütliche, Beisammensein mit Tanz. Reakölla. 84 AbL 1914 Uhr bei Groineck. Eanderstr. 10, Vortrag de» Ge» nassen Rektor W!""'-.--- *1.«4...... trag de» WWW» W.> WWW Kinbes".— 22. Abt. 1914 Uhr bei Sauter- Harz« Str. 8«. Vortrag de, Genessen Dr. Alfred Gurau:-Da, Recht de, unehelichen Kindes".— 95. Abt. 20 Uhr bei. Grieger, Lessingstr. 9, Bvrtrog der Genossin Bor. mann.— 9«. AbL 20 Ubr bei Lohann, Wivperstr- 18, Bertrag!'»Arbeit«. dichtung".-»<. Abt. 19' 1 Übe bei Kutzki. Leine-. Ecke, Harinannsteatze- Vortrag b« Gesivsssn Herta Gatthels:„Das Recht des m>eb«tich«n Kindes".- 69. AbL Britz. D« Frournabenb finbet nicht am 25. Februar, sondern am 4. März statt. 101. Abt. Treptow. 19'4 Uhr hei Zanke. Kiefkolzstr 21, Vortrog der Genossin Gertrud Hanna, M. d.£.:„Die Gleichberechtigung der Frau Im Wirt. schaftsieben". Montag. 25. Februar, 1914 Uhr, bei Vera«, Levetzo». .....------ Vortrag d« Genossin Rost t K«l» Tiergarten.------_.. strotze. Ecke Sagowstratze, Kreisfrauenabend, Groctz«!„Berufoderatung". 164 AbL AohaUaiothal. 20 Uhr b«> Botha, Stube nrouchstr. 12/13, Vortrag der ssjenossin Minna Todrnhagrn:„Reue Wege im Sirafrecht". Il9. Abt. Lichtenberg. 20 Uhr bei Bartz, Möllendarff., Eck« Rittergutstratze, Bortrag der Genossin Else Echribenhuber:„Die Frau der Gegenwart". 132. Abt. Blankenburg. 20 Uhr bei Klug, Dorssiratze, Vortrag des Genossen Kurt Lücke:„Der Kamps um die weltlich« Schule". Zraulmveronsialtungen am Dienstag, 26. Februar: 14. Abt. 20 Uhr im Ewinemünder Gesellschostshaus, Swine Münder Str. 42, Vortrag des Genassen Architekt Otto Most:„Die SPD. und das Woh» nungsdauprogromm". 47. Abt. 1914 Uhr in der Schule Waldemarstr. 77. Vortrag b« Genossin Schenkalowsky:„Gehört dir Frau ins Haus?" elottenburg. St. Abt. 1914 Uhr bei SS-llbach, Königiu-Elifabeth Bortrag:„Heiteres aus der schönen Literatur". Vortragender Henry Reifs.— 56. AbL 20 Uhr bei Liersch, Kantstr. Ehaeloti »Str. 6, Genoss« Bartrag d« Genossin Zoller:„Aufhauschule' 94 Abt. Renkolln. 20 Uhr bei Schaheiko, Weichsel.. Eck« Donaustratze, Bvv» trag der Genossin Dr. Käthe Frankenthal:„Seiualfragen". 112» Abt. Kanlsbors. 20 Uhr im„Iöaerheim", ffrauenabend. Wahl d« Leiterin. 137. Abt. Reinickenbors-West. 19'4 Uhr im Bolkshaus, Schamwebet Str. 114, Vortrag der Genossin Dr. Dora Fabian:„Die Frau im Erwerbsleben". 146» AbL Wittenau. 20 Uhr im Lokal Schulz, Am Bahnhof, Bortrag dtt Genossin Liesel Schars:„Die Ausgaben der Arheiterwahlsahrt". Frauenveranstaltungen am Mittwoch, 27. Februar: 54 AbL Chatlotttnbnrg. 20 Uhr im Sitzungssaal, Rankestr. 4, Vortrag de» Genossen Dr. Hans Groaz:„Der wirtschaftliche Wert der Frauenarbeit im Hause— außer dem Hause". 64 AbL Renkölln. 1914 Ubr hei Eell, Echillerpromenade II, Bortrag:.Alt- Berliner Humor". Bortragender Genosse Heinz Barthel. ""'""" oeg. 1914 Uhr bei Hätz, Baumschulcnftr. 72, Vo: 162. Abt. Vonmlchnlenwei �heiterr» aus der schönen Literatur". 122. Abt. Virod«! SeMzIilIl!VW«llliiS W- Berlin Heat*. SonniAZ, 2i. Febmar, 15'4. Ohr. im StMtlidtan Schillcr- fheater,-Charlöttenbnrg...Der Londoner verlorene Sohn" von Shakespeare. Karten a 1.50 Mk. einschließlich Programm und Garderobe fiind noch im Theater zo haben. SeM»« lür ArUeilerffolilianil Große WohHahrtfikonfcrrnr Mittwoch, den 27. Febrnar, ilVz I'hr. im rnrterrewiaJ der Festsäle„Hatkescher Hof", Rosenthaler Straße 44). 41. Täjresordnunff: 1. Neue Wege in der Wanderer- und Obdadilos�nfürsorge; a) Gesetze und Entwürfe(Referent; Ministerialrat Genosse WittelsHofcr. b) Die Berliner Praxis(Referentin: Genossin Todcnhagcn). 2. Wahl von zwei Delegierten zur Rciciskonferenz des Hauptausschusses für Arbeiter- wohlfahrt in Frankfurt a. M.. Mittwoch, den 27. und Donnerstar. den 28. März 1929. Zutritt haben alle Funktionärs(innen) mit rotem Arbeiter- wohlfahrtsausweis und Parteimitglieds buch. ArheileriiilflünBssdiale Kursus für Laienrichter, Geschworene, Sdiolfen, Beisitzer im Jugendgericht, Schiedsmänner usw. Dieser Kursus hat den Zweck, allen in der Gerichtshilfr tätigen Genossen nnd Genossinnen Informationen für ihre besonderen Aufgaben in ihrer ob renamtlichen Tätigkeit zu geben. Die besonderen Gebiete in der Rechtspflege werden von erfahrenen Juristen behandelt. Der Kursus | findet statt im Hause Lindeustrafle 3, II. Hof 2 Tr. rechts, Zimmer 11. Er beginnt am Mit;w*och, dem 27. Februar, abends 7%(191-2) Uhr. und wird zwanzig Abende umfassen.� Das Hörgeld, das in Raten gezahlt werden kann, beträgt 5,— Mk. Folgende Themen sind vorgesehen: Einführung in das Wesen der Laiengeridusbnrkeit und Systematik des Rechts(Dr. Kurt Bosenfeld);. Gerichtsverfassung(Dr.� Otto Landsbere); Strafrecht(Dr. Ludwig Mnrum); Strafprozeflretht(Dr. Kurt Roscnfeld); Mietsrecht(Richard IJpinski): Arbeitsrecht(Dr.* Rieh. Joachim); Wirtschaftsrecht(Dr. Franz Neomann); Fürsorgerecht(Stadtrat Walter Friedländer): Jugendrecht— jugcndscraf recht(Rechtsanwalt Rudolf Abraham): Soziale Rechtshilfe und Strafvollzug und Entlassenen fürsorge(Direktor Krebs). ottroßenbet Genosse Henry Äetff. Abt. Biesdorf. 20 Uhr bei Pornth, Marzahner Str. 31, Bortrag der Ge» nossin Else Scheibenhuber:„s>as Recht des unehelichen Kindes�. 153. Abt. Hermsdorf. 20 Uhr bei Dewald, Am Bahnhof Hermsdorf. BortySU der Genossin Margarete Schenkalowsli:„Gehört die ffrau ins Hans 7* Zrauenveranstattungen am Donnerstag. 2S. Februar: 166. AbL Friedrich, Hägen. 20 Uhr im Lokal Scholz, Friedrichstr. 81, Bortrog: Leiter«, aus d« schönen Literatur". Bortragender Genosse Henry Recks. Dezirkvansschuh für Arbeiterwohlfahrt. 2. Kvei» Tieroaete». Dienstag, 5. März, lg>4 Uhr, Film, und Vortrogsabend: „Das Los der Strafgefangenen". Vartrag von Regierungsrat Krebs, Direk. tor de» Erziehungsheimes Lindenhof.„Die Ausgestotzenen" sMartin-Bergev. Film). Karten sind zu haben de! den Krei» nnb Abteilungs'eiterinnea »er A. W. des Z. Kreises gegen einen Unkostenbritrag van 40 Pf. 12. Kreis Steglitz. Sämtlich« Mitglieder der A. B. werden für Freitag L März, 20 Uhr, im Eitzungszimmer des Rathauses Steglitz eingeladen. Vortrag:„Alkohol. Kokain-Rauschgiftr". Referrnt: Srnosse Dr. Wegscheider. Zungsozialisten. Gruppe Eharlottenhaeg. Montag. 25. Febrnar. 20 Uhr, im Zugendhei» Rasinen str. 4, Bortrog: �Kirche, Staat und Eozialimnu«". Referent: Hau» Seigrwasser.— Gruppe«eitzease«. Montag, 25. Februar, 20 Uhr, im Fugend. hei« Parkstr. 36, Gruppe na dend. Arbeltsgemeinschofi der Sluberfreuude. Gruppe SteglckL Dienstag, 26. Februar, von 17—19 Uhr. Treffen im H»m, Albrechtstr. 47.— Gruppe Tempelhos. Montag. 25. Februar, Uebuiigsabend der Sr-rpp» „Eturaivaqel" und„Franz Rothenfeld«" van 17—19 Ubr. «oris Sevilla. Heutige Kreisneranstaltuna: Lichtbildervortrag und Spiele» im Iugendbe m Böhmisck� Ecke Kanner Strotze von 16—1» Uhr. Au�Lhinznq Gruppe Baddinolotz.— Gruppe Hermao»platz..Wegen Schließung bei Schulen mutz d!« fite Montag, 25. Februar, angesetzt« Elternversammlung ausfallen. Die Gruppennachmittage beginnen aneder am Freitag. 2». Februar, mit«in»« wichtigen Besprechung.— Di« für Montag. 28. Februar, angesetzte Sprech. ' probe mutz(umfallen. Nächst« Uebungstag wirb nach bekannt gegeben. D.e. lährig« Generolnersammlunz findet am Dien»tag, 27. Fobruar, 20 Uhr, i» d« Barocke Gan�hafrrstratze statt. Krei» wedding. Am Donnerstag, 28. Februar, 29 Uhr. xm Ledige nheem Brunne nplatz. Kreiehelferverfaimnlung. Genoss« Dr. Alexand« spricht ilbar „Vsvchavathische Kinder". Elt«» können an d« Versammlung teilnehmen. Krei» Vre», leaer Berg. Keri-Helserfttzang Mentaa, 25. Februar. 25 litis, Danpiger Str. 82, Barock« 3. D« Rote Folkensilm läuft am Feitag, 1. Mörz nrnb Lonnabenb. 2.. März. 1614 Übt. fstr Kiad«. lisstz Uhr- für ELiv�dsene in her Aulq. des Be-irkramts Danziger Str. 84. Eintritt für Sicher U) Pf-�E» rnochfenr Ps. Kaisien bei Alma' Siegser," Weltzbächssr. 7. Kurt Gicke. Älnl. piche Str. t9. Alfred Beck«, Schönhauser Alle« 71.-Hort der KindersreunBe. Danziaer Str. 82. hei allen Gruppenheltern und durch die Kich«.-r Gr.uppa Stechet«. Montag, 25. Februar, 18 Uhr, Heim Sonnenburger Str. 20, Arbeits» kreis. Dienstag, 26. Februar. 19 Ubr. Fasisenzusammenkunit. Krei, Zriedrichebain. Dienstag, 28. Februar, 20 Uhr. Helferfitzung Diesdel» tneyersiratze, Fuaendhrim. Krei» Schöne Heeg'? ote Falken. Fugendheim Hauntstn. 15 sStchedenIanb- zimmert. Dienstag. 26. Februar, von 18—19 Uhr. Bostel» und Fasikenvolloro. fammkuna. Donnerstag. Z8i Febc-ar, Gemeinschaftsk r-el und Lied. Kr«» Eharlatte'.bveg. Baronzeigr. Montag, 4.— atz, Elternversanunilung im Keim Rosinenstr. 4. Thema: Unsere Ferienfal.rtrn". Am 28. Februar Hesiersitzung mit Obleuten uin 19 Uhr. Heim Rosinenstr. 4. SAZ.-Fühv« sssid eingesche.n.: fttei, ReinWBeniiof. Kreisb'lsersttzuna bei fficheisen, Reinickrndarf-Ofii. Herbststr. 20. Montag, 2S. Februar. 20 Uhr. Helferauswoise mitbringen. Geburlstage. Jubiläen usw. 7. Abt. Uns««» Genossen Albert Bariel and sein«: lieben Fron zun Silberhochzeit«m 25. Febraae di? herzlichsten GlSchwänsch». »4. AbL Sankwitz. Uaserem Genossen Ott- Soadig nah soaer Nebe» Uro» z«r Silberhochzeit die herzlichste« Glückwünsche. 1 Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation( iL«dt. Unfrr lanajabrnge? Genosse Wilhelm Gubela, Baruther Str. 5, ist ittfofßtf eines Betrieb snnfodles tödlich verunalilckt. Ehre- seinem Anhenren. Gmäfdjrnina Montaa. 25. ssebrnar, Uhr. im flrematonmn Gerichtssrage. IM.«bt. Serm-dorf.-Am 21. Februar verfarcb unser treuer Genosse fton- whot a. D. Rudolf Marz Ulier, iw Alter von 66 Jahren. Ehre seinem Andenken. Der Ta«: her Emäfcherung wird noch begannt, vgeben. Briefkasten der Redaktion« fir von Ihnen die Gegrnstätidr zur leihwrisen Benutzung erha»«» bat. welterdericht der össcnllichen wrtlerhirvftftellr Berlin«od Umgegrnd sRachdr. Verb.), Bewölkt itnd Trmprratilrrn etwa« unler Null, lrichte Riederich löge, vorwiezeud in stjotm von.Schnee, östliche Winde. Assr Dealjchlaad: stlm äußersten Westen sehr mild, in Mitteldeutschlimd Tempd« ralurcu um Null, im Osten Frost, vielfach leichte Schneefälle. Vertreten in Landsberg a. d.W., Theaterstr. 14— 16.• Guben, Bahnbofstr. 40; Kottbus, Berliner StraBc 70; Luckenwalde, Dabmer Straße 47; Frankfurt a. d. Gr. Scharrnstr. 31. HWiMiW &&&&&£'&** ADLEß STANDARD 6 Ein guter Wagen, der je dem Vergleich standhält! 12/50 PS Ö/Zsiizl�e Pullman-Limusine, vier Türen- schnell bequem- Addierwerke schön! Der höchste Gegenwert für �_ R«i r l i n■ �nter �en Linden 12-13 n K.' ylr\ ab D e r 1 1 U. 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Leipziger Str. vintrittSkartm an der Abendkaste nur toweit noch vorhanden. .tVetnodhell-, Zeitlchritt Ifit gesundheilliche LebenStüh rung deS Berufs- tötigen Volkes, hernnZgegeben vom Hauptverband deutscher Krantenkaffe«, Sbarlottenburg, Berliner Str. 137. Die Februmnummer der letenswerten Zeitlchritt behandelt diesmal hauptlächllch die Reichs- Unsall- verhülungs- Wochen Schmidts Sesellschaftshaus, Fruchlstr. SS». Itrenzberg. Fungmannschas! I. 20 Uhr Jugendheim»orcksir. Ii, Lichtbildervortoog:.»Sächsische Echweiz*. Neutöllu-Srij,. 1. Äameradschaft. 20 Uhr Monaisversammlung bei Ratgeber, Äaiser. Friedrich Strotze 312. Referent: Samerad Retiig:.Perkehrspolitit*. i. Nanleradsä>aft. 29 Uhr Monotsoersammlung im Duschkrug Britz. Referent: Kamerad Schwarz. .Wchrproblcuie." Wintersportabteilung. 20 Uhr Sanltätskursus i» Schlleiders Hotel.— Dienstag, 20. Februar. Reinickeudorl. 20 Uhr Schlitzenhaus Reinickcn. dorf-Ost, Residenzstr. I, Buildesgrtindungsfeier. erscheinen S sticht. Wiutrr. svortabteilung. 20 Uhr Schmwimen im Wellenbad Lunapaick.— Mittwoch, 27. Februar. Mitte. Iuugdauuer. 20 Uhr Turnen in der Turnhall« Garten. stratze lOTe. fflilmetsbotf. Jnngbanner. 20 Uhr Jngetidabeud bei Kroitz, Hol. stet nische Stratze. Rculölln-Britz. l. Kamrrqdichast. t Zug. 20 Uhr Monats- nersammlung bei Gromnieck, Sanderstr. 10. Referent: Kamerad Einte:..Reich» versaslung*. Ertace. 20 Uhr bei Narbe, Versammlung mit Angehörigen. Vor. trag, anschließend gemiittiche« Beisammensein,©äste lämien eiogefllhrt werben. Saastätsabteilung. 20 Uhr©eneralapvell der ausgebildeten Sanitätstameraben im©ewerkschasishaur». Tugeluier 24— 25, Saal IL Erscheinen Pflicht. —©auoorftaud. Turnen in der Albrechtsiratze fallt am Dienstag au».— Kreuzberg. Der Kamerad Wilhelm©ndela ist verstorben. Einäscherung Ron. tag, X Februar. 2114 Uhr. im Krematorium©erlchistratze. Rege Beteiligung .erbeten. Die Turnliallc©tteisenaustr. 7 ist am Dienstag, 20. Februar, geschlossen. ' Bunde �riindnngsfeier Lichtenberg. Sonntag, 24. Februar, öj ährige Schonetzt am Rummelsburger See. Eintritt 75 Pf. b-i Mm maat._________ p_______■____.__________■__________. Srrafrechtsrvliuml unter infouderer Berücksichtigung de» jf 218*.— Dann«:» tag.'28. Febauo r Marrtstifche Rrbeitsgemernschast:.©ntmrcklnngstenbenzen des Kapitalismus, nach her marristilchen Thearie.— Di« Arbeitsgemeinschaften finden NM 20 Uhr im.Bund". Albrechlftr. ll. statt.— Turnabend: Dienstag, 26. Februar, lJt-19Vj Uhr, in der Turnhalle Dorotheenstratze.— Führung des Sozialistischen Hochschul-Ausschusses: Montag, 23. Februar. Aschinger, Ha unt- gebändc. Arbeiter.Abftlneuten.Buub,©kuppe Beste». Montag, 2b. Februar, 1914 Uhr. Im Iugevbheiln, C!>orlo!tenburg, Spreestr. 59, Kusomweurunn.©enossc Katzen. stein:.Aus der©«schichte der Ardeiteradstine>»zben>egung*.©äste willlommon. MitglZcder des Boltswohl Bundc», Allgemeiner Bestattnugs- vub Ber. ficheruugsverei» a. tu. Berit» besucht die außerordentliche Mitgliederversamm- lung am Dienstag, 20. Februar. 20 Uhr, lm Lokal Otto Bruscberg, Berlin 3L- ©etichtjli. TL Am Sonntag, 19. Reeg, spricht Jakob Wassermann im Oberlicht-Saal sMilharinairie). Da, Thema seines Bnetraaes lautet:»Unterhaltung mit d- Lesern des Maurizius-Romans über die.Zuiunst des Knaben Etzel". Karten tjeu"—6 Mark an den üblichen Bornerkanfsstellen und an der Abendkasse. Die Kaufmännische Piio-tschnl« uou».«offatz. am Bahnb-f©esiindbrunnen fBadste.«7» hält am 23. Mär, d. I. ihr« Semester-Abschiedskeier wie lest langen Jahren in Stolpe an der Rordbahn im RestanraAt.Fichtenhain" ab. &«elcher sie ihr« früh««» Schüler und Freunde der Schul« einladet. Da tanftnSt'.nische Berus wieder in große« Ratze Anfänaerfräfte aufnimmt. werde» die Eltern, dir in dezug auf die brvorstehenden Schulentlassungen vor der ernsten Frage der Berufmvahl für Sohn oder Tochter stehen, empfehle!© gut diese Anstalt hingewiesen. Stauchen Sie minniiiiiDiniiniiiHiiM Mit wertvollen Gutscheinen iniF sie sind besser! WWllIMIIIsI!>!WII!ss!!lI!!lI!!fIMWMII!IIs>sssIIIIliII!I>sIIIIIWI!IIII!III!I!III!M!M!MWW Moktar, 5 Pf. Mokri Superb, 6 Pf AusIese=Edel Türken, 5 Pf StVllMBSlKt 6.«lalle 32. Prevbllch-Siddeullch««lallen-Lotterfe. Ctne Gewähr Nachdruck verböte» Aus leb» gezogen» Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar Je einer ans die Los»«leicher Nummer in den beiden Ableilnngen 1 nnb ll ' 14. Zsehungotag 23. Februar 1929 8n der Bormfltagszledung wurden Gewinn« über ISO M. gezogen a©«ist«»««a l ovoo� mc . 38202 218360 280909 S»«»tun« m 8000 OL 145888 4«.Binn. I» 3OO0 M. 10740 133300 10»«tnlnn« J» 2000 OL 10283 247478 2S184S 301904 359108.. 23«»Binn, in 1000 Ol. 71538 84320 172444 1 72578 205400 208968 211816 259668 308745 76®«Bum«j 88243 69473 E.______________...-..._______ 191640 182783 206089 226884 248400 287939 270038 276210 276271 286480 292569 318899 317)88 321662 336069 345788 349938 373673 381367 394082 394481 387477 234««Bin», w 300 M. 958 4639 12338 13813 18621 20674 26389 SiCOOt-33330 39370 40177 47135 60186 64188 64769 69462 61370 f l 881 62473 82691 63731 64404 65498 66522 67869 76110 7S66-1 0226 64316 100678-103413 112065 118638 116730 120087 131803 134100 137087 13830« 140053 147288 147327 I50B82 158152 186344 161807 164198 166818 169633 172735 176762 177291 186266 193682 199154 203516 204036 212079 227414 228974 233005 233144 244407 244739 248073 252283 255436 266216 265964 267279 266084 269350 275378 275087 289829 281390 281743 282196 283340 283833287462 293184 295271 297604 302256 304434 305625 Ü 5337 316345 321287 330659 331209 332586 3347 3645 344769 34 9U22 352768 230 182 308323 310072 94 97 7621 377781 378338 381625: Sn der Rachmlttagoziehung wurden Gewinne über ISO M. gezogen 20»«Bin». I» 3000 M. 14250 52669 69921 81638 70261 86667 137823 146740 147670 353722 10»«Binn« i» 3000 M. 61565 72217 102232 160390 318437 22«eBmn,|U 1000 M. 41310 46778 168816 162183 166036 184810 281689 287691 319370 361784 367204 88»«Bin», i» 600 M. 70 10089 56642 67304 67611 62008 93599 104934 127886 128339 130296 130967 131621 143104 181899 196094 §14986 215487 232592 244137 248801 268199 267503 269119283471 84393 284809 200734 296503 298911 3036;« 307983 312257 314111 316516 335018 344106 345060 345524 364630 37844« 379837 384012 399583 174»rBtun« m 300«L 3738 16092 16479 17933 20210 23082 29446 30168 49725 58009 69556«2606«3947«4995 71603 77258 78201 80 163 90282 93852 95494 103893 110622 121408 12.3920 125183 125476>25856 I3I207 135684 136623 138274 139401 139417 1429)0 148918 149266 153375 172989 177899 189200 189616 188761 209912 210767 214844 217831 218707 224082 227738 228123 242196 247725 255649 261631 270617 274058 276911 282984 286184 286792 300002 t 08303 318570 320562 320777 330438 330877 335521 338442 341284 48593 348853 351861 354344 360589 360894 363545 371459 373510 875591 378801 379084 381487 382039 385209 388286 Im Kewtnnrade oerblieben: 2 Prämien zu 500000, 2fflen).ün500000' 2 zu 300000, 2 zu 200000, 2 zu 100000. 2 zu 50000, 6 zu 25000" 4? zu 10000, W zu 5000, 222 zu 3000. 432 zu 2000, 924 zu 1600, 2395 ,11 500, 6344 ,11 300 Mark. sammlung___,________ Agit ert für einen guten Besu pünktlich anwesend. pspisr- Spsf-�ppsrsts tü!- Rollen-Packpapiere ganz aus Metall ERICH TÄUBERT Berlin SW68 HoIImannstr.11. Tel.: Dönhoff 1408 Min MnaMei-BeiM OUnciog. den 26. Februar, nachm. 5',, Uhr. in Ewalds Ueretnshan», Stallhar Ltraha 12« Branchen Versammlung der Melalldrücker und Polierer. Tagesordnung: I. Bericht. 2 Ber» dandsangelegenheiten und Berschiede»««. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung erwarten wir. datz alle Kollegen erscheinen. Die Beriroiiensleute stnd verpflichtet, sllr euren guten Besuch Sorge zu»ragen Oienslag, fecn 28. Fabruar nachm. 5 Ahr. Im Lokal Alte Gostrlmrat». tuatpa*. Zarnsalrmsr Sltab* 8 M- Versammlung der Goldschwledegehilfen. Taaesordnung 1. Varttag des Kollegen gtppel über..Uuksllverhüiung* 2. Distulston. 2. Berbandsangelegenheilen, Zahlreiches Sricheinen wird erwartet. Mittmoch. den 27. Februar, aband» r Ahr. im„Zogsudheiim- des verbandshausr». Llnienstr. 83«3 l. Portal. 2 Tr. Branchenversammlung aller Maschinen', Aus» und Maforenfchfolfer- cehrllnge Grah-BerUn>L Tagesordnung: l. Bortrag:»Be. rufsausstchten mid di« Rot der Jugend*. Reserent: Kollege H. Hcllwig, Jugend- leitertmDMB 2. Airs.prache z. Branchen In dieser Per» kehten und seid anaelegenheilen. ugendtol leaeul_____,___... darf lein Kollege fehlen «chlimgl Hgsslxx Achtung! MUtrnoch. d»n 27. Februar 182», nachm. 4 Ahr. ln Emalb» verein». hau». Stollyer»»raste>28 Branchenversammlung der Gürller, Monteure, Kronen- schlosser und-Klempner, Bronzeure. Bronziererinnen u. Montiererinnen Tagesordnung; 1. Bortrag.»Er- werbolosen-Perstcherungsgesetz*. 2 Branchenangelcgenheilen und Per- schiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Achlungt SuDttiooite ietchsgesnndhetlsw Achlungl Für die Reichsaeinndhetiswoch«. die tu der Zeit vom 24 Fcdruac bis 0 Mär» 1SZU stallstndei, kann Äerdemalerial in unterem Berdandshause. Lintenfti 82-85 Zimmer ö. oder nach« llhr t« Zimmer 4, In Empfang genommen werden. Attltrnach. den iX. Aedeuor 1829 abend» 89. Ahr. Im bthnaausaat be» verbaadahause», Llateustr.«ISS. VetriebSräteversammlsag der Gruppe 4 de« K i WW>>>W und Verschiedenes. Um! SlaSkardelkel Um Mittmoch. de» 27. Februar 1829. «band» r Ahe, lm Lokal oan Mall. schlSgee. Adalbeetsta. 31 Branchenversammlung der vrahlarbeiler Taaesordnung! I. Bericht Über d!« Verhandlung betr. Manteltar». 2. Dis- Küsten. 2. Branchen-ntzelegeuheUfn. zählreiche. Erscheinen ipird erwartet. Spielplan unlerer Aultarabtetlau«. Heute, Sonntag, den»L Februa." Dr. Sternderg:„Erste Hilf- bei Unfällen*.. 2. Muiterer Frässtim. 3. Humoreske 3» der Bloche vorn 1». dt»»4.»är»: 1. Der Flug zum Nordpol(Roald Amundfenl 2.©artenträssilm. 3. Humoreske Anfragen wegen Besuch und Ileberlassung oer Abteilung sind televhonisch odee schrifl- Ich an die Kuilueabteilung(Bureau. Lintenstratz» 33/35. Zimmer 23: ,u richteii. Vle Ortsvermoltnug. Zur Einsegnung- 25 0l« Raball Großer Verkauf in Armband- und Taschenuhren Mein Schlager GoLLm« Damea-ArmbaBdohrcn, 1 4 kir� 10 Steine Silheme Hgj f aB« ArmKa» 10 Steüie fetri 18,- M. 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Bekanntmachung, ex z« Wege der Zwo vgsoollstrecko»g werden Sfsentltch m«!std>etend grg«» Barzahlung voraussichtlich iolgende>Se, gsnständr versteigert: nitlmod). 21. Februar 192». vorm. 13 Uhr, Prinzefsi»neuste. I»; 1©efchäftsoutv, I Echnribemafchin«, 1 Motor> KS., 2 Schreibmafchineu. oinige Miibel und Burroüuteusilion. vonnerslaz 26. Februar 1929. norm. 1» llhr. SlaaU. Bfaublammer, Zäge-str.»4- Schneideeiseu, Schrsibmaschin� diverfe ©rammophon«, Rod.oapporate. Schnell. wage. Truhe Tifchuhren. Regulator, Lederkoka, dioers« Bilter, ein Posten Damenbekleidung(Pelz- und©ummi- Mäntel, Pelzkragen) mittags 42 Uhr. StaatL Plaufekamamr, «lsasser Str. 74: Operationsstuhl, Pslznijhaialchitl«. Kreissäge mit Motar. Rundmaichtn» mit Diamant, verschiedenes Mobiliar, Konserven. 1 grötz. Posten Konfitüren. Freiing 1. Mar, 1929 Horm. 11 Uhr, Ritterstr. 8«: 2 Schnellpressen(Fabrikat Sieggey. Berlin, den 22. Februar IlEg. vallstrecknagostelle» bee Fiaanzamte» im Bezirt des Saudesfinanzamts Berlin. 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