Nr. 13. Gefcheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit ilustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 fg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreus band: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Eröffnung des preußischen Landtages. Der preußische Landtag ist gestern Mittag 12 Uhr mit einer vom Ministerpräsidenten Fürsten zu Hohenlohe verlesenen Thronrede eröffnet worden. Es heißt darin: Jahr erwartet werden. veranschlagt werden können. gebnissen beigetragen. nicht bedachter Landestheile zu fördern bestimmt sind. : Donnerstag, den 16. Januar 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ihrer großen den die Silos wenig nügen, vielleicht sogar offender Bertheit für eine das ganze Staatzgebiet um- wichtigen Einfluß ausübt, hat zu diesem agrarischen Zwecke Vertretung ausgesprochen. Demgemäß wird Ihnen den Korn- Lagerhäusern ihre Unterstützung zugesagt. ein Gefeßentwurf vorgelegt werden, durch den die Dr Aber unzufrieden sind die Agrarier doch. Der kleine Finger ganisation der Handelskammern über daz genügt ihnen nicht, sie wollen gleich die ganze Hand. So ganze Land erstreckt und durch Ausstattung dieser Körperschaften mit Korporationsrechten und Erweiterung ihres erklärt denn ihr Organ, die„ Deutsche Tageszeitung": Für die in Aussicht gestellte volle Aufmerksamkeit Geschäftskreises gekräftigt werden soll. Die Finanzen des Staates haben sich in dem abgeDie andauernd ungünstige Lage der Landwirthschaft der Staatsregierung, ist die Landwirthschaft dankbar. Sie er gefchloffenen, wie in dem laufenden Rechnungsjahre wesentlich nimmt fortgefeht die volle Aufmerksamkeit der Staatsregierung wartet, daß diese Aufmerksamkeit die Regierung zu der Uebergünstiger gestaltet, als bei Aufstellung der Voranschläge an- in Anspruch. Sie ist entschloffen, alle Mittel in Anwendung zu zeugung bringt, daß mit den kleinen Mitteln nichts gethan fei, zunehmen war. Infolge unerwarteter Steigerung der Erträgnisse bringen, welche zur Abhilfe geeignet sind und eine Besserung sondern daß, wie die Thronrede ausdrücklich fagt, a II e Mittel in Anwendung gebracht werden müssen, die eine Besserung der Lage der Staats. Eisenbahnen und einzelner anderer Staatsbetriebe, der Lage dieses für unsere wirthschaftlichen Verhältnisse so hoch gewährleisten. Wenn freilich die Regierung keine anderen Mittel zu fowie erhöhter Ueberweisungen aus den Einnahmen des Reiches wichtigen Gewerbes gewährleisten. hat die Rechnung des Jahres 1894/95 mit einem erheblich geDer im vorigen Jahre angekündigte Entwurf eines Gebieten weiß, als einen Gesetzentwurf über das Anerbenrecht bei ringeren, als dem im Etat veranschlagten Fehlbetrage abge- fezes, betreffend das Anerbenrecht bei Renten- und An- Renten- und Ansiedlungsgütern und Vorschläge zu einer finanziellen schlossen; ein gleich günstiges Ergebniß darf für das laufende fiebelungsgütern, welcher die Erhaltung dieser Güter bezweckt, Unterstützung der genossenschaftlichen Einrichtung von Kornwird nunmehr ungefäumt Ihrer Beschlußfassung unterbreitet häusern, so ist das bedauerlich wenig. Bleibt das Brotgetreide unter den Erzeugungskosten, dann hilft den Rentenguts- Juhabern Auch der Entwurf des Staatshaushalts Etats werden. für das Jahr 1896/97, welcher Ihnen alsbald zugeben Einrichtung von Korn- Lagerhäusern sind die Meinungen außerAußerdem werden Ihnen Vorschläge gemacht werden, welche das beste Anerbenrecht nichts. Und über die genossenschaftliche wird, schließt mit einem geringeren Fehlbetrage ab, als der eine finanzielle Unterstützung der genossenschaftlichen ordentlich getheilt. Ohne den Antrag Kanig werEtat für das laufende Jahr. Insbesondere haben infolge des Errichtung von Kornhäusern betreffen. Aufschwunges des gewerblichen Lebens die Erträge der staatlichen Wie ein Nachtlang der Thronrede, mit der der Reichs- fch aden." Betriebsverwaltungen, namentlich der Eisenbahnverwaltung, höher tag eröffnet wurde, muthet uns das Wortgefüge an, das Den Antrag Kanit kann den Agrariern nur der ReichsDie mit dem Beginn des laufenden Rechnungsjahres zur Fürst Hohenlohe bei Eröffnung des preußischen Land- tag sichern. Und so werden denn die Wortführer des Einführung gelangte Neuordnung der staatlichen tags verlas. So inhaltslos, so leer war die Thron- Agrarierthums im Reichstage die im Landtage zugesagte Eisenbahnverwaltung hat sich nach den bisherigen Er- rede, daß selbst die eifrigsten Regierungsanhänger Unterstützung bei der Anlage von Silos als ein neues fahrungen im allgemeinen bewährt und zu den günstigen Er- es nicht vermochten, einen Laut des Beifalls aus Argument für die Nothwendigkeit des Antrages Kaniz den zusammengeschnürten Rehlen herauszuquälen. Und ausuüßen, denn Silos ohne Ranizz tönnten ja vielleicht den Wegen Erweiterung des Staatseisenbahn doch hätte wenigstens eine Gruppe, und zwar eine zahl- Konsumenten zu gute tommen, und das muß mit allen nezes werden Ihnen auch in diesem Jahre Vorschläge zu reiche und gewichtige, Grund gehabt zu einem Gefühl der Kräften verhindert werden. So will es das Interesse des gehen, welche die Entwickelung mit Schienenverbindungen noch Befriedigung, wenn sie nicht gar so unerfättlich wäre in ihren Großgrundbefizes. Wünschen. Nicht die Lehrer meinen wir, denen endlich einmal Wie bei der Reichstags- Eröffnung glänzen auch bei der Auf dem Gebiete der Schule wird Ihre Zustimmung zu eine färgliche Abschlagszahlung auf ihre lang geäußerten Wünsche Landtags- Eröffnung die Köller'schen Gedanken durch ihre einem Gesezentwurf erbeten werden, welcher den Zweck hat, in Eine Regelung des Vereinsgesetzes auf Erfüllung der durch Artikel 25 der Verfassung dem Staat auf in Aussicht gestellt wird. Die Lehrer haben ja auch keine Abwesenheit. erlegten Pflicht, das Diensteinkommen der Lehrer Interessenvertretung in dem preußischen Landtag auf- preußischem Wege war der offiziösen Presse und Lehrerinnen an den öffentlichen Volksschulen gesetzlich zuweisen. Eine ernstliche Begünstigung wurde den zu Köller's Zeiten wiederholt in Aussicht ge derart zu regeln, daß ihnen überall ein festes, den örtlichen Ver- Agrariern in Aussicht gestellt, die ja die Herren stellt worden. Nichts davon findet sich in der preußischen hältnissen angemessenes Einkommen gesichert ist. Ferner wird sind im Herrenhause und und mehr Einfluß ausüben, Thronrede. Und in der That, es geht ja auch so. Das bebie gefeßliche Aenderung einzelner Bestimmungen des als irgend eine andere Interessentengruppe auf das stehende preußische Vereinsgesez ermöglicht auch jetzt schon eine Pensionsgesetzes vom 27. März 1872 beabsichtigt, durch welche Schwierigkeiten und Zweifel beseitigt werden abgeordnetenhaus. Zu den kleinen Mitteln, durch die Knebelung des Vereinslebens der Sozialdemokratie bei sorgsollen, die bei der Anwendung dieses Gesetzes auf die nicht im dem uothleidenden Großgrundbesitz aufgeholfen werden soll, samer Berücksichtigung des von dem lateinischen Lustspieldichter auch die Anlage von Korn Lagerhäusern. Terenz als Schlagwort formulirten und von dem preußischen höheren Unterrichtsanstalten hervorgetreten sind. Der Wunsch nach Stärkung und Erweiterung der auf sie zu genossenschaftlichen Körperschaften sich zusammen- Verses: Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe." gesetzlicher Grundlage beruhenden Vertretungen von Handel schließen. Staatliche Beihilfe dazu würde aber nur dann Was braucht man da neue Kautschukgeseze! und Industrie bewegt die betheiligten Berufsstände seit sich rechtfertigen, wenn die Beihilfe dem arbeitenden Volke Wie der Einzug des preußischen Landtages wird sein fängerer Zeit; er ist neuerdings dringlicher geworden, zu gute fäme, wenn sie sich geltend machte in einer Ber- Ausgang am Ende der Session sein. Dem Volke entfremdet feitdem in dem Geſeße über die Landwirthschaftskammern billigung des Brotes. Daran ist aber den Agrariern durch sein Wahlsystem, wird er, wie in der vorigen Session, der Boden für eine traftvolle Vertretung der Landwirthschaft geschaffen und eine forporative Organisation des Handwerks nichts gelegen. Sie planen Silos, um das Getreide ver- nach fruchtloser Tagung Klanglos enden. Das Volk hat von durch die Reichsgefeßgebung in Angriff genommen ist. Die be- theuern zu können. Und wir fürchten, auch die Re ihm nichts Gutes zu erwarten. stehenden Organe des Handels und der Industrie haben sich in gierung, in der der Ehrenagrarier Miquel einen geplimentiren. Nichts," wiederholte sie sich in Gedanken, Sie traten in das Zimmer. Einige Möbel waren in die aber andere könnten etwas finden." So nahe dem Ziele, Mitte des Zimmers gerückt und mit Linnen überhängt. inverrichteter Sache fortgehen, in fürchterlicher Angst vor Georginen's Blicke flogen zuerst nach dem Bibliothek Entdeckung und Berrath, Sie spielte mit dem Buche schranke. Er stand offen. Eine Frau war eben beschäftigt, Der Ausdruck Bibliothekschrank" elektrisirte Georgine die Hofrangordnung", als bemerke sie Blanka's Ungeduld einige Bücher herauszunehmen und auf einen Tisch zu förmlich. Gr erinnerte sie wieder an den eigentlichen Zweck nicht und versuchte noch ein legtes Mittel. Was soll ich stellen. Es waren die großen Folianten, hinter denen ibres Hierjeins. Sie bezwang sich indeß und fuhr fort: nun Bergkuhn sagen, der nicht sowohl Deinen Gegengruß, Georgine das Packet versteckt. Georgine stieß einen Schrei Diesen Brief zeigst Du mir in Gegenwart Bergkuhns, und die Adresse, als Dich selbst erwartet?" des Schreckens aus, lehute fich nahe der Frau an den Tisch ich fordere ihn auf durch Beischluß die Einzelheiten über Er erwartet mich? Wo?" rief Blanka erstaunt mit und brachte mühsam die Worte hervor: Ach ich bekomme die Erbschaft an Wiary Segler gelangen zu lassen. Dabei neuem Interesse für die Unterhaltung. wieder meinen Anfall! Besorgen Sie mir doch ein Glas erfahren wir, wer die Erblasser sind, ehe er die Adresse der frisches Wasser, liebe Frau." Segler erfährt und ob seine Lüsternheit oder sein gepriesener Wohlthätigkeitsfim die Hauptsache ist." V von unmittelbaren Staatsdienst stehenden Lehrer und Beamten an den iemand wird es den Grundbesigern verargen, wenn Justizminister Schönstedt als Rechtsgrundsay adoptirten 31 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. Wenn ich auch das letztere nicht bezweifle, so doch, daß er sich je in meiner Gegenwart befinden will." " " In meiner Wohnung morgen Vormittag. Ich glaubte, Du würdest, wie er, zum Wohlthun geneigt sein und zugleich die Gelegenheit wahrnehmen, den Dank, den Du ihm noch schuldest, einmal abzutragen. Ich setzte voraus, Du würdest ihm gefällig sein aus Dankbarkeit und dies persönlich--" " So überlaß mir die Angelegenheit zu führen. Es war doch Deine beste Freundin, gieb mir die Adresse." Du vergißt wohl, daß er verheirathet ist?" " Die kann ich jetzt nicht suchen, drüben ist alles in Unglücklich und liebeleer, durch Krankheit schwer Unordnung, der Bibliothekschrank ist ausgeräumt, die Bücher bestraft und durch die Behandlung der Schwiegermutter werden abgeſtäubt." herabgekommen, muß er deshalb noch Undank erleben?" Wie ein Donnerschlag wirkte diese Nachricht auf ,, Hat er sich nicht meinen Dank verbeten?" Georgine. Jezt sah sie ein, wie recht ihr Mann hatte, es Eben deshalb beeilte ich mich, Dir mitzutheilen, daß war eine seltsame, thörichte Idee gewesen, das Geld hierher er ihn jetzt vielleicht durch eine Gefälligkeit, einen Liebeszu bringen. Sie war einer Ohnmacht nahe, sie fühlte dienst zu beanspruchen scheint. Ich weiß, daß Du noch förmlich, daß Leichenblässe sie überflog, schnell nahm sie noch für ihn fühlst, will Dir nüßlich werden finde Dich aber ihr Taschentuch vor ihr Gesicht. mißgelaunt und ungefällig." Das bin ich nicht, aber И Was ist Dir?" fragte Blanka. Georgine nahm sich zusammen, dann, nach einer Pause," Gewissenhaft, willst Du sagen. Machte sich seine sagte sie;" Ach ich bin jetzt nach den außerordentlichen Vor- Frau ein Gewissen daraus, den durch List zur Ehe zu gängen so mit Anfällen von Nervenschwäche geplagt. Ich zwingen, von dem sie wußte, daß er sie nicht liebte? Doch-" hatte mich darauf gefreut, von Dir ein gutes Buch zu er Nun gut. Ich komme morgen zu Dir und bringe die halten, um in andere Stimmung zu kommen, ich habe Dir Adresse mit." die Hofrangordnung wieder mitgebracht. Willst Du mir nicht ein Buch leihen?" Das kann ich heute nicht." ,, Thu' mir doch den Gefallen und geh' mit mir hinüber, Du findest vielleicht auch die Adresse." Es ist unglos, wir finden nichts," sagte, des Drängens überdrüssig, kurz, ja unmuthig Blanta und machte eine Bewegung, als beende sie hiermit die Unterhaltung. Georgine erhob sich zum Fortgehen: Und das Buch?" sagte sie anscheinend gleichgiltig. " Diese blickte erschrocken erst Georgine, dann Blanka an. Diese winkte ihr zu gehen und die Frau eilte fort. Es war die höchste Zeit, denn Georgine hatte bemerkt, daß das Packet blosgelegt und etwas nach vorn gerollt war. Im nächsten Augenblicke mußte es der Frau in die Hände fallen. Blanka, hast Du nicht ein Riechfläschchen zur Hand?" stöhnte Georgine. Gewiß," sagte Blanka in mitleidigem, theilnehmendem Tone, ich habe Dich ja vor dem Staube hier gewarnt. Warte, hier unten steht ein Odeurkästchen." Blanka bückte sich nach dem untersten Fach im Schranke. Georgine trat anscheinend einen Schritt zu ihr, taumelte geschickt nach dem Packete, hielt sich scheinbar mit der Hand, in der sie ihr Taschentuch hielt, dort fest und zog dann unter dem Taschentuche mit ihrer Hand zugleich das Packet an sich, noch ehe Blanka das wohl. verpackte und verforkte Fläschchen geöffnet hatte. In diesem Augenblicke kam auch schon die Frau wieder und brachte ein Glas Wasser. Georgine ging ihr entgegen, nahm ihr das Glas dankend ab und trant mit seltenem Behagen, dabei suchte sie das verhängnißvolle Schreckenspacket sicher zu verbergen. „ Sollst Du auch umgetauscht erhalten, denn ich will Blanka brachte ihr ein Buch das Geheimniß einer lieber Staub schlucken, als ungefällig erscheinen." Damit alten Jungfer", gab ihr das Ddeurfläschchen zu riechen und nahm sie Georginen das Buch aus der Hand und schritt zum mitnehmen auf den Weg, denn sie selbst eilte und derselben voran durch eine kleine Thür in den Korridor. fagte: Laß uns fort aus dem Staub in die frische Luft." Georgine folgte ihr mit gemischten Gefühlen, befriedigt ihren Willen doch durchgefeht zu haben und besorgt, ob sie| So leicht war indeß Georgine nicht hinaus zu kom-' das Packet noch finden werde. ( Fortsetzung folgt.) und Politische Uebersicht. Berlin, 15. Januar. " H von itifer. so ein Herr Otto Berdrow in der Nationalzeitung". Er giebt sich Ueber Pestalozzi a13 Sozialpädagogen handelt Mühe zu beweisen, daß Pestalozzi, lebte er heute, nicht in den Reihen der Sozialdemokraten stände. Was Herr Otto Berdow hierüber denkt, ist uns gleichgiltig. Wichtiger in, daß er selbst in einem Hauptorgane der nationalliberalen Partei zugestehen muß, daß Pestalozzi sicherlich heute nicht nationalliberal wäre. Schreibt der Herr doch: Allerdings würde er, tönnte er heute zurückkehren, auch nicht auf die Seite der unbedingten Gewalt treten." getreu" zu bleiben, widerstreben. Dies würde Pestalozzi's Grundsägen, seiner Wahrheit = von deren Inhalt er nachweislich keine Kenntniß gehabt hat-1 fratie betämpfte. Das ist ein fainer Kniff vom Herrn Problos weil er hätte wissen müssen u. s. w. Daß übrigens dieser feffor, denn ist es ihm möglich, die spezielle Inhalt schon von anderen gelehrten Richtern größtentheils Verruchtheit besagten Mehring's nachzuweisen, der den Im Reichstage war heute der erste Schwerinstag. für straflos erklärt ist, entschuldigte der Vorsitzende mit einem im Auge aller bürgerlichen Streber allerdings unverzeihlichen Der Antrag des Zentrums, das Verordnungsrecht des Hinweis auf die allgemeine menschliche Schwäche.„ Wir sind Fehler begangen hat, sich mit wachsender Erkenntniß zum SozialBundesraths in bezug auf die Bestimmungen der Gewerbe- allzumal Sünder!" demokraten fortzuentwickeln: also erst werden mit behaglicher Ordnung, betr. den Schutz der Gesundheit und Sittlichkeit Breite ganze Seiten eines Jugendwerkes eines Mannes zitirt, Verwunderlich ist uns das Urtheil nicht so sehr, wie um diesem nachher vorwerfen zu können, er sei ein Renegat. der Arbeiter zu erweitern und den Arbeiterschutz auf die in die Inkonsequenz, die sich in ihm ausprägt: wenn man Man sollte meinen, Herr Profeffor Adler würde nicht so leichtder Hausindustrie thätigen Frauen und jugendlichen Per- schon den Drucker fassen wollte, warum dann nicht auch hin mit Steinen um fich werfen, alldieweil er in einem Glashause sonen auszudehnen, hatte nur wenige Reichstags- Abgeord die Setzer, die Boten, den Maschinenmeister, ia fchließlich ist. Der Herr Professor war nämlich einstens Sozialdemokrat, nete interessirt. Vor gauz leeren Bänken wurde debattirt. alle Welt. hat sich dann aber wegen seiner profunden Wissenschaftlichkeit Nachdem der Abg. Hize den Antrag der Zentrumsfraktion begründet hatte, rühmte Herr Unterstaatssekretär Lohmann seine Theorie von der Doppelnatur sozialdemokratischer Kautsky, der ihm, wie die Leser der Neuen Zeit" ja wiffen, Auf die Ausführungen des Herrn Staatsanwalts und natürlich zum Baseler Profeffor zurückentwickelt". Ginen be sonderen Pick hat die Leuchte der Wissenschaft auf den Genossen die großen Leistungen des Bundesrathes und der preußi- Unternehmungen einzugehen, haben wir nicht viel Ver einigemale recht derb auf die Finger geklopft hat; ihm widmet schen Regierung auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes. Er anlassung. Wenn mir uns über über die Unkenntniß er ein über eine Spalte und ficherte zu, daß die Regierung auch künftig diese Fragen unserer Verhältnisse auf seiten der Gegner noch aufragen verzeichniß, besonderes Litteraturs in dem die Werke eines gewissen Georg im Auge behalten werde. Was aber geplant werde, verrieth wollten, so würden wir unser Leben zwecklos verkürzen. Adler, Profeffor in Basel, und eines Hans Müller Beachtung Herr Lohmann nicht. Nachdem der Vertreter der Reichs Charatteristisch ist aber doch, daß ein Staatsanwalt Be verdienen. Herr Adler ist sogar in der angenehmen(?) partei, der Abgeordnete Höffel seine soziale Entdeckung hauptungen, die im Prozeßbericht näher angegeben sind, mit age, noch gar nicht erschienene Bücher des Herrn Müller zitiren der stannenden Welt kund und zu wissen gethan dem Brustton der Ueberzeugung aufstellen kann, gerade, als zu können. Der ganze Aufwand profefforaler Gelehrsamkeit und hatte, daß die große Sterblichkeit der Arbeiter auf erbliche Belastung und nicht auf die sozialen Ver- Bevor wir weiter auf den Prozeß eingehen, begnügen wir und den armen Nietzsche, der auch einmal Professor in Basel wenn er wirklich von den Sachen unterrichtet wäre. But bürgerlicher Berachtung, die den Herrn Adler sogar veranlaßt, in seiner, wissenschaftlichen" Arbeit mit Interjektionen zu operiren hältnisse zurückzuführen sei, erörterte Moltenbuhr im uns mit dem Gedanken, daß weite Kreise unseres Volkes war, aber nicht zu einer Zeit, wo er feinem Stollegen" Namen der fozialdemokratischen Fraktion in treff gleich uns nie und nimmer die Richtigkeit eines solchen das Bitiren hätte verbieten können die ganze Auftrengung licher Weise die schweren sanitären und sozialen Miß- Urtheils anerkennen werden. stände in der Fabrik- und Hausindustrie. wäre nicht nöthig gewesen, wenn nicht die deutsche Regierung Er forderte Wieder der Revolverpolitiker. In einer neuen demokratie vor dem unvermeidlichen Zerfall bewahrt hätte: sie statt langwieriger Erhebungen, die nur verschleppen durch die eigens dazu erfundene Umsturzvorlage die Sozials Fir einer sollen und statt einer Erweiterung des Verordnungsrechtes Reklameschrift für den Reichstrakehler im Sachsenwald er hat es ja aber nun einmal gethan, und außer uns wird ihr des Bundesraths entschiedenes Vorgehen durch den Ausbau zählt ein gewisser A. Andrae auf grund einer Mit- im stillen- Herr Professor Adler in Basel doch gewiß dankbar der Gesetzgebung. Auf Molkenbuhr folgte Stumm, der theilung des Herrn Morig von Blandenburg, fein, denn fie gab ihm Gelegenheit, sich einmal wieder die Leber Berufsgenossenschaften, Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen Schwagers von Bismarck, folgendes über ein Gespräch, das frei zu reden und seinen Beruf als Sozialistentödter urbi et orbi bergleichen rühmte, den Maximal- Arbeitstag zwischen Bismarck und Vincke, dem damaligen Führer zu zeigen. bekämpfte und ganz ohne jeden Zusammenhang mit der Linken am 2. April 1848, in der ersten Sitzung des empfehlen wir die Lektüre des Glaborates. Wer sich eine vergnügte Viertelstunde machen will, dem seiner übrigen Rede seinen Unwillen gegen die ihm Vereinigten Landtags" geführt wurde: zu wenig sympathische Haltung des Vorwärts" und politischen Geguer:„ Sie, Herr von Bismarck, sind Führer der Herr von Vince sagte bei dieser Gelegenheit zu seinem anderer Blätter zum Ausdruck brachte. Die übrigen Rechten, ich der Linken; wir wollen beide nur das beste des Redner traten wie die meisten ihrer Vorgänger in mehr Vaterlandes, sind wir einig, so ist es auch der Landtag. Die oder minder bedingter Weise für den Antrag des Zentrums Gefahr ist aus's höchste gestiegen, nur ganz energische Mittel ein. Herr Pastor Schall, der Lobredner auf das Duell hielt tönnen noch vor dem Untergange retten. Das wissen Sie wie diesmal eine Lobrede auf den Arbeiterpatriarchen Stumm. ich. Lassen Sie uns als Edelleute offen und ehrlich besprechen, Nach einstimmiger Annahme des Antrages des Zentrums wo sie zu finden sind. Ich kenne nur einen Weg zur Rettung vertagte sich das Haus auf morgen. Auf der Tagesordnung und bin entschlossen, ihn zu betreten, deshalb werde ich heute der nächsten Sigung steht der Antrag Kaniz. Bei dessen drei Anträge stellen: 1. Friedrich Wilhelm IV. wird der RegieBesprechung dürfte das Haus besser besetzt sein als heute, für unfähig erklärt, sie zu übernehmen. 3. Prinz Friedrich rung für verlustig erklärt. 2. Der Prinz von Preußen wird wo man blos über Arbeiter und nicht über Junkerinter- Wilhelm übernimmt die Regierung unter Leitung eines Ausessen verhandelte. schuffes des Vereinigten Landtages bis zu seiner VolljährigPolitik und Geschäft. Auch der Venezuela- Spektakel Das preußische Abgeordnetenhaus hielt am Mittwoch wortete:„ Ich danke Ihnen, Herr von Vincke, für Ihre Offen- Review" hat ein gewisser G. H. D. Gossip schon vor Verfeit. Was wollen Sie thun?"-Herr v. Bismard ant hat einen goldenen Boden". In der Londoner Fortnightly im unmittelbaren Anschluß an die Gröffnung des Landtages eine furze geschäftliche Sigung ab. Der Namensaufruf ergab die An- heit und werde eben so offen antworten. Wenn Sie die Au- öffentlichung der Salisbury'schen Note und der Clevelandwesenheit von 329 Mitgliedern; das Haus ist also beschlußfähig. träge wirklich stellen, versuche ich zunächst, Sie als Hochverräther schen Antwort darauf, das Wühlen der in der Orinocco". Einen Anblick, der das Herz jedes Patrioten höher schlagen läßt, fürchte, so schieße ich Ihnen auf der Tribüne Benezuela interessirten amerikanischen Kapitalisten bloßverhaften zu lassen; gelingt mir dies nicht mehr, wie ich ober Manoa Company" im streitigen Gebiet von gewährte namentlich die rechte Seite, auf der zahlreiche Volks eine Kugel durch den Kopf." vertreter" in Uniform erschienen waren. Wem der Vorzug, Uniformständen zog Herr von Binde es vor, die drei Anträge nicht zu gelegt. Gossip sagt von dem Syndikat: es seien darin nicht Unter diesen Um zu tragen, nicht vergönnt war, der war wenigstens im und womöglich mit angelegten Orden erschienen. Da der einzige ſtellen. nur etliche der vermögendsten Leute der Vereinigten Staaten Zweck, zu dem das Haus heute zusammenberufen war, die AusDas die neueste Revolvergeschichte; doch halt! Damals interessirt, sondern auch prominente Personen in beiden bringung eines Hochs auf den Kaiser, und der Namensaufruf nur gab's ja noch keine Revolver. Aber einerlei, ob Revolver politischen Parteien seien im Bunde mit jenen eine furze Zeit in Anspruch nahm, founte die Sigung schon nach oder Pistole. Aber unwahrscheinlich klingt's nicht. Bis. Kapitalisten!" J. A. Bowmann aus Minneapolis, der wenigen Minuten geschlossen werden. Die eigentliche Arbeit be- marc war immer furchtbar fouragirt gegen Hasen Präsident der Manoa- Kompagnie", ist der anonyme Ver ginnt am Donnerstag, wo Finanzminister Dr. Miquel den Etat füße. Und einen größeren Hasenfuß als Bincke hat's nie faffer gewiffer sensationeller Briefe in der Sun", welche einbringen wird. gegeben.die öffentliche Meinung" des Landes überhaupt erst auf Charakteristisch ist ein Vorgang, der sich am Schluß der Sigung auf der Journalistentribüne abspielte und der, wenn er Herr Professor Adler. Die Redaktion des Handwörter- den Gedanken brachten, die Monroe- Dottrin auf den auch so recht in die Aera der Majestätsbeleidigungs- Prozesse buches der Staatswissenschaften", die sich nicht wenig zu gute Venezuelafall anzuwenden! Der nämliche Präsident Bowhineinpaßt, doch zu denken Anlaß giebt. Auf der Tribüne er- but auf ihre Objektivität und Wissenschaftlichmann ist auch jetzt vom Staatssekretär, also indirekt von schien plößlich der Inspektor des Hauses mit dem Auftrage, die eit, hat aus unerfindlichen Gründen Herrn Profeffor Georg Cleveland, damit betraut worden, der zu entfendenden Namen zweier Journaliſten festzustellen, die bei dem im Hause Adler in Bafel mit dem Referate über die Sozialdemokratie Untersuchungs Kommission auf dem Territorium als Namen zweier Journalisten festzustellen, die bei dem im Hause auch für den in diesen Tagen erschienenen ersten Ergänzungsband leitender Geist zur Seite zu stehen. ausgebrachten Hoch sich nicht von ihren Plägen erhoben hätten. Bisher hielten sich selbst die königstreuesten, des Werkes betraut. Herr Adler hat denn auch einen reizenden auf Diese Thatsachen, bemerkt dazu die" New- Yorker Bolts. den Tribünen der Parlamente beschäftigten Vertreter der Kleinen Roman geschrieben, in dem er vieles von dem Doppelspiel Breffe nicht für berechtigt, in ein Hoch der Boltsvertreter mit der sozialdemokratischen Führer, von den fürchterlichen Kämpfen Beitung", werfen ein neues Licht auf die Entdeckung, daß einzustimmen; aber vielleicht will man durch eine Abänderung um die Taktik und um das Agrarprogramm erzählt. Er beweist, eine arge tapitalistische Profitgrabscherei der ganzen Streitbag in der in dieser Beziehung einem sich bemerkbar machenden Mangel an daß in der deutschen Partei zwei ganz gegenfäßliche Strömungen frage zu grunde liegt. Daß auch auf feiten Englands Majestätsbeleidigungs- Prozessen abhelfen. Intereffant wäre es, Majestätsbeleidigungs- Prozessen abhelfen. Interessant wäre es, vorhanden sind, eine utopisti fch revolutionäre, an fapitalistisches Profitinteresse maßgebend sein mag, soll gar zu erfahren, welcher Abgeordnete den Beamten mit einem solchen deren Spitze die Parteifanatiker" Bebel und Liebknecht stehen, nicht bestritten werden, obschon noch keineswegs feststeht, ob und eine radikal sozialreformatorische unter der England nicht wirklich formellen Rechtsanspruch an das Auftrage betraut hat. Das Herrenhaus hielt am Mittwoch ebenfalls eine Sigung fratie", nämlich v. Bollmar's. Wenn Genosse Bollmar Herrn Adler's war es unbedingt nicht, hier einzugreifen und unter der Aegide des hochbegabten Führers der bayerischen Sozialdemostreitige Gebiet hat. Aber Sache der Vereinigten Staaten ab, in welcher das bisherige Präsidium wiedergewählt wurde. öliges Loblied lieft, wird er auch sagen: timeoDanaos et dona ferentes, humbughaften Spiegelfechterei mit der Monroe- Doktrin, der Zum Prozeß Bading. Der Trumpf ist noch über- bh. fürchte die Feinde, auch wenn sie mit Geſchenken sich nahen. nationalen Ehre, den nationalen Freiheitsinteressen n. s. w. Besonders ausführlich wird die Nichtswürdigkeit der utopistischtrumpft worden! Bon neuem hat die achte Straffammer revolutionären" Sozialdemokratie dargelegt, und zwar an der ein wahnwißiges völkerverheßendes Kriegsgelärm zu erheben, des Berliner Landgerichts mit Hilfe des dolus eventualis and von- Mehring's Geschichte der deutschen Sozialdemo- in Wahrheit nur, um etlichen Großtapitalisten einen einen Drucker für Drucksachen strafrechtlich haftbar gemacht, fratie von 1879, eines Buches, in dem Mehring die Sozialdemos Dienst zu erweisen! reiches Maß von Arbeit. Wie gering aber an wirt- tischer Treue eingehalten, und auf die Genauigkeit in Kunft und Wissenschaft. licher Arbeit ist des Wandervirtuosen Haase gesammtes der Garderobe legte er peinlichen Werth. Jedes Stüd, Lebenswert! Es beschränkt sich auf ein Duhend Paraderollen jede Kravatte, jeder Handschuh muß ganz besonders für Friedrich Haafe's Abschied von der Bühne. Fünfzig oder etwas drüber, in nichtigen, längst überholten und sonst ver- jede einzelne Rolle bereit sein. Dafür sorgte feine Gattin, die Jabre find verfloffen, seit Friedrich Haase, Deutschlands befann geffenen Genrestücken. Man liebt es, sich auf Ludwig Devrient, unter ihrem Mädchennamen Elise Schönhoff vor Jahren felbft tefter Wandervirtuofe, zu Weimar in Roßebue's Rührkomödie den deutschen Bühnenforscher und Geschichtsschreiber zu berufen, eine gefeierte Schauspielerin war. Heute hat Haafe ein foftbares vom armen Poeten als Lorenz Kindlein zum ersten Male die der den Schauspieler Haafe einen Realisten nannte. Bei allem Heim in Berlin und auf seinen fürstlichen Weinkeller ist er Bühne betrat. Als Thorane in Guyton's Königslieutenant sagte Respekt vor dem Sammelfleiß, der Gelehrsamkeit und Kenntniß namentlich stolz. Möge er sich der üppigsten Weine in Ruhe ere Haafe am Dienstag im Berliner Schauspielhause der Bühne Lebe- Devrient's, das klingt heute gar verwunderlich. Ein Realist im freuen; ums aber halte er fein Bersprechen und lasse es genug wohl! Bugleich hatte der Schauspieler hier ein längeres, fein großen Stil, ein Betenner schlichter Wahrhaftigkeit war Haase sein des traurigen Spiels! legtes Gastspiel vollendet. niemals. Seine gezierte Kleinmalerei griff gerne zu realistischen Bei Schauspielernaturen vom Schlage Haase's muß man Hilfsmitteln, besonders wenn er leichtlebige Ravaliere alten 19. Januar, nachmittags 3 Hhr findet im Belle- Alliance- Theater , Außerhalb der Gesellschaft." Am Sonntag, den den herzbeweglichen Abschied nicht so sehr ernft nehmen. Biel- Schlages, feine Grafen und Barone mit ihren Eigenheiten und die Bremière des Schauspiels von Arthur Bapp: Außerhalb leicht ist die jüngste Sentimentalität, die mit vielem Klingklang bizarren Gewohnheiten darzustellen hatte. Aber auch hierbei tam in Szene gefegt worden war, auch nicht viel mehr als es ihm auf äußerliches Nebenwerk, nicht auf den inneren Charakter der Gesellschaft" statt. Das Schauspiel wird von Julius Türk Komödianterei. Mit Blumen und Kränzen, mit feierlichen An- an. Man kann sowohl als Romantiker wie als Realist in der inizenirt. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen sprachen und poetischen Grüßen wurde Friedrich Haafe geehrt, Schauspielfunft seine Kraft in äußerlichem Krimskrams und in Stadt- Theater in Maing) als Gast, der Herren Saßmann, Margot und Prippenow, des Herrn Mista Breger( vom als wäre er ein echter Fürst im Reiche der Kunst. Mäßchen verzetteln. Selten war einer Scheingröße oder im besten Fall einem Wie Friedrich Haafe's Scheingröße aufrecht erhalten werden Fieß, Hock, Jaffé, Peterson und Ruff. Artiften, der sich frühzeitig eine Spezialität geschaffen, an der er fonnte, das ist ein ganz merkwürdiges Kapitel. Seine Kunst- Die Herstellung von Photographien nach dem Verunabänderlich zähe fefttlebte, so reichlich gehuldigt worden, wie fertigkeit, deren sorgsame Affurateffe ich nicht leugnen möchte, fahren Profeffor Röntgen's ist einem jungen Berliner Physiker, diesmal dem Schauspieler Haase. Das Schauspielhaus, das hätte auf die Dauer selbst bei der Vorliebe eines breiten Dr. Spieß, Assistenten an der Urania", geglückt. Eine Photo. heute einen geistigen Ziefstand erreicht hat, wie in den Publikums für Genrefunststückchen jeglicher Art nirgends Stand graphie mittels der räthselhaften Kathoden- Strahlen hat er in trifteften Tagen des Regiments Hülsen, hatte ihm zu Liebe halten tönnen; selbst bei der Armuth unserer Lugustheater nicht, ber Weife hergestellt, daß innerhalb einer einfachen Holzkaffette verstaubte Mumien ausgegraben und hat sich sogar nicht gescheut, denen die weibischen Elemente unseres Bürgerthums die Gefeße die photographische Platte sich befand, während auf dem Holz den seligen Raupach aufzuerwecken; und Herr Haase sprach dittiren. So begab sich denn Haase auf die Rundreise durch die ganze ein fleiner Bleiwinkel rubte. Von oben ließ Dr. Spieß das während der Abschiedsfeier von der hohen Aufgabe der Welt. Bon jeher verstand er sich trefflich darauf, sich in Szene Licht einwirken. Auf der Platte zeigte sich jest, daß die Stelle, Menschendarstellung", die ihm von jeher ein Spiel zu setzen; und wo sein Ansehen nach einer Weile zu erblassen die dem Bleiwinkel entsprach, absolut durchsichtig geblieben für seine Gitelkeit war, und von der idealen Sonderstellung des begann, da bediente er sich des trefflichen Reklame- Inftruments, war, während der übrige Theil der Platte geschwärzt war. Schauspielhauses. Mit Thränen in den Augen sprach er so. der willfährigen Presse. Rein Lokal, fein Kreisblättchen war noch eine andere interessante Erscheinung bietet die Platte. E3 Es ist üblich und es gehört mit zur gesellschaftlichen Heuchelei, ihm zu gering, daß er nicht nach altem, widerwärtigem hat sich nämlich gezeigt, daß auch so feine Unterschiede, daß man zu Jubiläen schönrednerische Phrasen in Fülle findet. Brauch dessen verehrtem Herrn Rezensenten sich ehrerbietigst wie sie durch die differente Struktur verschiedener HolzWenn aber Jemand fünfzig Jahre lang der Kunst nicht wie ein vorgestellt und ihm sein Konterfei mit Widmung" überreicht forten bedingt werden, auf die Platte aufgezeichnet werden; man ernsthaft ringender Werber, sondern nur im fofetten Spiel ge- bätte. In der Kunst wie im Leben war Haase Meister solcher erkennt deutlich die scharfe Grenze zwischen den beiden Holzarten. dient hat, wenn in diesem langen Leben kaum ein Zug von Mittelchen; und so bewahrte er seine Berühmtheit. Herr Dr. Spieß ist emfig an der Arbeit, die weitere Vervolltünstlerischer Größe, von Enthusiasmus wahrzunehmen ist, Der gefchmeidigen, glatten Natur Haafe's waren schwere fommnung seiner Versuche zu fördern, so daß er schon am was soll denn der übertriebene Lärm? Man sagt, nicht unserem Lebenstämpfe niemals befchieden. Als Sohn eines töniglichen Montag in der Lage sein wird, in einem großen Experi Geschlecht gehört Friedrich Haase an. Er wurzle in dem Boden, Kammerdieners wurde Haafe am 1. November 1826 in Berlin mental- Vortrage in der Urania dem Berliner Publikum mittels auf dem der vormärzliche Geschmack noch Herrscher war. geboren. Das Elend der Schmiere, die Mühsal des Anfängers hochintereffanter Methoden das Wesen der Röntgen'schen Ent Darauf erwidere ich es giebt Altersgenossen Saafe's, wie den blieben ihm erspart. Ein Empfehlungsschreiben Friedrich Wil- deckung vorzuführen. Es soll vor den Augen des Bublikums aufrichtigen, wahrhaften Baumeister in Wien, die dennoch helm's genügte und der 19 jährige war Mitglied des Hoftheaters photographirt werden. Wie der Magdeburger Zeitung" aus zu dem Empfinden unseres Geschlechts sprechen; denn sie sind in Weimar. Da er in seiner Runft nicht hoch strebte, wurde er, Gotha geschrieben wird, ist die Entdeckung Prof. Röntgen's auch Menschendarsteller und nicht Spezialitätenfünftler. Sie find ohne Irrungen, bald ein gemachter Mann. Es begann seine durch Versuche, die von den Hofphotographen Zint u. Sohn in fortgeschritten und gewachsen und nicht als Jünglinge in vor- Virtuosenlaufbahn, die ihm reichen Gewinn bei verhältnißmäßig Gotha gemacht worden sind, bestätigt worden. Heute hält Herr märzlichem Geschmac ftecten geblieben, in einer Rnnftpflege, fo geringer Mühe brachten. Neue Aufgaben hatte er selten zu Dr. Müller in der Urania einen Vortrag Das Hühnchen im inhaltlos, wie sie nur unter dumpfer geistiger Reaktion bewältigen und in seinen Baraderollen stand alles bis aufs Gi. Einblicke in die Entwickelungsgeschichte der höheren gedeiht. Zur künstlerischen That gehört gewiß auch ein- Tüpfelchen fest. Jebe Nuance wurde mit pedan Thiere. " " So die„ New- Yorker Volkszeitung". Blatt nennt feinen Plan natürlich Reform des Preßgefetes". Die Nationalliberalen bes babischen Daß kapitalistische Interessen im Spiel sind, unterliegt Es meint, in erster Linie sei eine gesetzliche Bestimmung er 2andtages baben sich mit Hilfe der zwei tonfervativen Ab keinen Zweifel; find Geschäft und Politik doch überhaupt forderlich, wonach Blätter, durch die mehr als einmal An- geordneten die Majorität im Landtage dadurch verschafft, daß untrennbar in der modernen Gesellschaft. Daß Cleveland reizungen zu Gewaltthätigkeiten und zum Klassenbaß stattgefunden fie das Mandat des volksparteilichen Abgeordneten Heimburger die Streitfrage aufbauschte, war ja nur Wahlreklame. Und haben, auf die Dauer von mindestens einem Jahre und im tafsirten. Echt nationalliberal! Wiederholungsfalle auf die Dauer von fünf Jahren verboten Wahlen sind Geschäftssache im eminentesten Sinne. Desterreich werden, und daß Redakteure und Verleger dieser Blätter in dem Nebrigens ist die Venezuelafrage so ziemlich beigelegt.Wie aus Washington mitgetheilt wird, verhandelt die englische Regierung direkt mit Venezuela wegen der Grenzregulirung. Gegen Bezahlung von fünf Millionen Dollars soll die Schomburg- Linie als Grenze anerkannt werden. : " = Frankreich. " vorbezeichneten Zeitraume nicht das Recht haben, andere Wien, 15. Januar. Wie das Fremdenblatt" erfährt, hat Beitungen zu redigiren beziehungsweife zu verlegen! Ferner der Statthalter von Böhmen, Graf Thun, bes follte das Strafmaß für Preß- Beleidigungen etwa bis zur Höhe stimmt am 7. d. Mts. die Regierung ersucht, seine De= von 4000 m. erweitert und die Art der Beleidigungen, welche mission dem Kaiser zu unterbreiten. Diesem Ansuchen ist eine besonders nachdrückliche Ahndung verdienen, gefeßlich festgelegt Folge gegeben und gleichzeitig Att von der patriotischen Bes werden. Auch sollte nicht nur der verantwortliche Redakteur, reitwilligkeit des Statthalters genommen worden, bis zum sondern die Zeitung( bezw. deren Besitzer), durch die die Straf: Schlusse der Landtags- Session die Geschäfte fortzuführen; zuthat verübt wurde, haftbar gemacht werden, und zwar dadurch, gleich ist der Statthalter ersucht worden, für diese Zeit in der Südafrikanisches. Alle die Tartarennachrichten, die daß im Wege der Gefeßgebung dem Richter das Recht verliehen schwierigen, verantwortlichen Stellung zu verbleiben. Wien, 14. Januar. Der antisemitische Pfarrer von der jingoistischen Sensationspresse Englands über die wird, bei schweren Beleidigungen neben der Strafe gegen den Transvaal Buren in die Welt gesetzt werden, haben sich Redakteur noch auf eine Gelnfrafe bis zur Höhe von 3000 m. Deckert, welcher angeklagt war, sich durch aufhebende Predigten nach einander als erlogen erwiesen. Der„ Held" Jameson, der gegen die betreffende Zeitung zu erkennen, im Unvermögensfalle gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung vergangen zu haben, wurde heute, nachdem die Geschworenen sämmtliche Schuldvon dem englischen amtlichen Hofdichter Austin in einem auf zeitweises Verbot der Zeitung. Jedes Blatt, dem es überhaupt ernst ist mit der Kritik be- fragen einstimmig verneint hatten, freigesprochen. schwülstigen Gedichte überschwänglich gefeiert wurde, sollte stehender Einrichtungen und der Regierung handlungen würde Eine arge Blamage hat die Wiener Staatsnach den ersten Nachrichten standrechtlich erschossen oder auf diese Weise nach wenigen Jahren dem Verbote verfallen anwaltschaft erlitten. Die Arbeiter- 3tg." vom 21. Juni 1895 gar nach der Methode der amerikanischen Lyncher sein. Das Rezept schmeckt ganz nach Stumm'scher Küche, trotzdem war wegen des Nachrufes, den sie dem Koalitionsministerium lebendig verbrannt sein. Nicht ein Haar wurde ihm ge- der Herausgeber feierlich versichert, nur auf eigene Fauft zu widmete, mit Beschlag belegt worden. Gegen diese Konfistation krümmt. Die Transvaal- Regierung war klug genug, der schreiben und von Herrn von Stumm nicht beeinflußt zu werden. wurde Ginspruch erhoben und das Wiener Landesgericht gab in öffentenglischen Regierung die Aburtheilung eines Freibeuters Da sieht man aber wieder einmal wie zwei große Geister sich licher Sigung dem von Dr. Ingwer vertretenen Einspruche mit der Motivirung Folge, daß der konfiszirte Artikel nur dann den Thatzuzuschieben. Telegraphisch wird jetzt aus Pretoria unter in ihren staatsretterifchen Ideen begegnen. Neue Enthüllungen über das Treiben in den bestand des§ 300 Str.-G. begründen würde, wenn das Minidem 14. d. M. gemeldet: Die Unterredung zwischen Präsident höheren, Gesellschaftstreifen prophezeit ängstlich die Deutsche sterium Windischgräß noch am Ruder wäre. Nachdem das OberKrüger und Sir H. Robinson hatte ein befriedigendes Er- Tageszeitung" mit den Worten:„ Es geht das Gerücht um, Landesgericht der gegen diese Entscheidung gerichteten Beschwerde gebniß bezüglich der Feilaffung Jameson's. Die Erledigung daß Friedmann sich Theile der Koze'schen Akten angeeignet der Staatsanwaltschaft nicht stattgegeben hatte, begehrte Dr. Ingwer der anderen Fragen wurde aufgeschoben. Die Gerüchte, daß habe und diese buchhändlerisch zu verwerthen gedenke. Thäte er vom Strafgerichte den Ersatz des der Arbeiter- Zeitung" durch Präsident Krüger übertriebene Forderungen gestellt habe, das, so würde ein höchst peinlicher Standal die Folge die hinfällig gewordene Konfiskation verursachten Schadens. find unbegründet. fein. Jest liegt außerordentlich viel daran, daß das Vorhaben Ueber dieses Begehren entschied das Landesgericht am 10. DeDie staatsmännische Klugheit der Bureuführer hat denn Friedmann's durch kreuzt werde." zember 1895, daß aus dem Strafgerichtsfostenerlage" an die auch bereits gute Früchte getragen. Der Gouverneur Das wird aber schwer halten. Herr Friedmann hat sich Arbeiter Beitung" eine Schadenersaßsumme von 821 fl. Der Schaden, den der englischen Kolonie Natal, Sir W. T. Hely Standals eine Einnahme von 50 000 m.(!) versprochen und als die Arbeiter- Beitung" durch die ungerechtfertigte Konfistation nach früheren Mittheilungen aus der Ausschlachtung des Koze. 68 fr.( ca. 535 M.) zu zahlen sei. Hutchinson, versicherte in einer Unterredung dem Präsidenten gewiegter Geschäftsmann wird er seine Beweisstücke an einem erlitten hat, ist durch diese Summe natürlich nur zum kleinen Krüger, er habe mit großem Schmerze von Jameson's Hand- fichern Aufbewahrungsort untergebracht haben. Doch vielleicht Theil erfezt, immerhin ist das Urtheil Hand- geniegter ein Denkzettel, Iungsweise gehört; namentlich da es meistens Engländer ge- würde er sich auf einen billigen Handel einlassen. Frägt sich den die Staatsanwaltschaft an der schönen blauen Donau wesen seien, welche den Angriff ausgeführt hätten; er be nur, wer ein Interesse daran hat, das Aequivalent für das Buch- um so weniger vergeffen wird, als sie ihn im Kampfe mit der glückwünsche den Präsidenten zu der wirk- händlerhonorar zu zahlen. rothen Rotte davontrug. Daß in Desterreich das Recht eine samen, schnellen Abwehr des Angriffs. wächserne Nase hat, die' mal da und' mal dorthin gedreht Die ständige Kommission für das tech wird, je nachdem es das Klassen und Kliquen- Interesse erDer Gouverneur der Cap- Kolonie werde fortgesetzt alles auf- nische Unterrichtswesen, welche gestern in Berlin heischt, hat sich aber auch nach diesem Vorfall wieder herausbieten, den Frieden unter den Völkern Afrikas zu sichern. Der tagte, soll nach eingehender Debatte dem Antrag zugestimmt gestellt. Wenn nämlich jeßt das Schwurgericht einen Redakteur von Präsident Krüger antwortete, das Eindringen baben, die Regierung aufzufordern, daß dem Fortbildungs- Schuld freispricht, wird die Konfistation der inkriminirt gewefenen Jameson's sei eine der schändlichsten Handlungen, die je wesen erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet werde. Nummer feines Blattes trotzdem aufrecht erhalten, damit der ge= begangen worden sind; er freue sich, daß die rechtlich Wenn die Kommission weiter nichts in ihren Berathungen schädigte Blattverleger für das ihm zugefügte Unrecht nicht denkenden Engländer hierüber entrüftet seien; die Re- zutage gefördert hat, als eine solche unbestimmte Resolution, so Schadensersag beanspruchen kann. Das ist die" Integrität" der gierung der Südafrikanischen Republik sei auf christlichen wird sie wenig erreichen. österreichischen Justiz! Nach weben der Kolberger Strandschloß= Grundsätzen begründet, und sein, des Präsidenten, Bestreben affare. Aus Kolberg wird der Volts- 3tg." geschrieben: Troß Ungarn. sei es, daß die Politik der Republik dieselbe bleibe. Budapest, 15. Januar. Die Erhöhung des Zonen. eingelegten Protestes wurde in der letzten Stadtverordneten tarifs für den Personenverkehr auf den ungarischen Wie recht Krüger hat, den Ueberfall der Bande der Versammlung die Wahl des Strandschloß- Bächters Staatsbahnen, welche am 8. b. M. angekündigt wurde, beträgt Chartered Company eine der schändlichsten Handlungen zu Paul Wendt zum Stadtverordneten nach ziemlich für die erste Wagenklaffe in allen Zonen bei Personenzügen nennen, die je begangen wurden, geht aus einer Mittheilung des humoristischer Debatte für giltig erklärt, da die Angaben 20 pGt., bei Schnellzügen 25 pet. Für die zweite Wagenklaffe englischen Johannesburg Standard" hervor. Danach des Protestes sich sämmtlich als unzutreffend erwiesen. Der Ein- ift der Tarif nur in der 13. und 14. Zone, für die dritte nur hatte die" Chartered Company" die Absicht, falls die Buren sender des Protestes hatte vorher zugegeben, daß er nur dem bei Echnellzügen und in der 14. Zone um 20 Kreuzer erhöht ihrem Einfall Widerstand leisteten, n, pie Wilden des Drängen von anderer Seite" nachgegeben und deshalb feine worden. Die aus der Tariferhöhung der Staatsbahnen erBetschuana und Matabele Lande 3 gegen fie Unterschrift bergegeben habe, was ihm sehr leid thue. warteten Mehreinnahmen werden auf 1 478 256 Gulden geschätzt. Los zu laffen. Mit deren Hilfe sollte Pretoria erstürmt Der Alerianerbruder Basilius, der einer werden, und mit diesem Ergebniß wollte die Gesellschaft dann Meldung aus Aachen zufolge, flüchtig geworden ist, wird wegen Paris, 15. Januar. Die von der Kammer eingesetzte Kom vor die englische Regierung treten. Diese Mittheilung eines fahrlässiger Tödtung steckbrieflich verfolgt.mission für die Weltausstellung des Jahres 1900 beschloß englischen Blattes enthält die denkbar schlimmste Anklage Gotha, 14. Januar. In der Privatklagesache Hülle kontra mit 7 gegen 4 Stimmen, die Ausstellung ganz auf dem linken gegen die Company. Das energische Auftreten der Buren, deren Staatsanwalt Lorenz- Erfurt ist, wie die National- 3tg." meldet, Seine- üfer abzuhalten; eine Ausnahme wird nur bezüglich des Zuversicht durch die Haltung Deutschlands gestärkt war, zur Verhandlung der von dem verurtheilten Lorenz eingelegten Trocadero gemacht. hat hiernach Englands Ehre vor einem schweren Matel Revision Termin auf den 23. d. M. vor dem Ober- Landesgericht Floquet ist von einer Lungenkongestion betroffen bewahrt. Die englische Regierung hat infolge dessen Zeit au Naumburg anberaumt. In der Klagefache Jetraut, tontra worden. Sein Bustand ist ernst. erhalten, durch entschiedenes Eingreifen den ferneren Feldfällten Urtheil führte, ist von beiden Seiten Berufung ein bei der Beerdigung des Sozialisten Avez ereig Stengel, die unlängst zu dem vielbesprochenen in Marburg geParis, 15. Januar. Ein 3 wischenfall, der sich gestern zugsplänen" der Company Halt zu gebieten. Die zahlreichen Verhaftungen von Mitgliedern der mit nete, erregt hier großes Aufsehen. Eine Deputation des Bureaus der Chartered Company in Verbindung getretenen Johannes- 3entrumsantrages, betreffend die Konversion der Poincarré. Dieser weigerte sich nun, die Zipfel des München, 15. Januar. Bei der heutigen Berathung des der Kammer wohnte der Feier bei, darunter der frühere Minister burger Fronde hat wieder den englischen Kolonialminister vierprozentigen Anleibe, erklärte der Finanz- Bahrtuches, das den Sarg bedeckte, zu tragen, Chamberlain zu einer Intervention bewogen. Mit dem Hin- minister Dr. v. Riedel, er halte den gegenwärtigen da dasselbe roth war. weis darauf, daß durch die vielen Verhaftungen im Randdistrikt 3eitpunkt für die Konversion ungeeignet; da er England. die dortige Industrie desorganisirt werden möchte, auch einen fünftigen Termin heute unmöglich bestimmen könne, London, 14. Januar. Nach einer Meldung des Reuters telegraphirte er an Robinson um Aufklärung, ob die Gewünsche er, daß der Zentrumsantrag, der die Wahl des Zeit- schen Bureaus" nimmt man in gut unterrichteten Kreisen an, fangenen eventuell gegen Bürgschaft frei. punftes der Regierung überläßt, zur Annahme gelänge. daß ein endgiltiges Abkommen mit Frankreich über das strittige gelassen würden, und welcher Art ihre Bestrafung München, 14. Januar.( Eig. Bericht.) Herr v. Walter, Territorium am oberen Metong in Siam furz vor sein würde. der Präsident der bayerischen Abgeordnetenkammer, welcher dem Abschluß steht. Ruba. Wie dem Berliner Tageblatt" mitgetheilt wird, werden nebenbei bemerkt, seine Präsidialgeschäfte wenn auch nicht gerade gegenwärtig beim Kolonialminister Chamberlain starke Ein- mit großer Routine, so doch mit rühmlicher Unparteilichteit beAus Havannah wird über Madrid gemeldet, flüsse geltend gemacht, um eine allzu eingehende Unter- orgt, hat im September v. J. in einer Wählerversammlung zu daß sich die Lage in den letzten Tagen wenig geändert hat. Die Amberg recht eigenthümliche Aufschlüsse über die bayerische inzwischen stattgefundenen Treffen waren bedeutungslos. Die suchung der Geschichte der Chartered Zentrumspolitik gegeben. Er erklärte mit der Offenheit, welche Insurgentenführer Gomez und Maceo flüchten noch immer Company zu verhüten. Cecil Rhodes hat bei ihn unter feinen ultramontanen Parteifreunden auszeichnet, daß vor den sie verfolgenden spanischen Truppen, ohne es zu einem der Gründung der Gesellschaft und zur sogenannten er feit seiner Präsidentschaft zwar nicht mehr im Parlament als Kampf to nmen zu laffen. moralischen Unterstüßung seiner Unternehmungen in London Diedner auftreten tönne, indeffen babe er für seine Partei Nach einer Depesche des Madrider Blattes Heraldo" aus stark mit Geld gearbeitet, und man befürchtet, eine eingehende doch mancherlei" hinter den Koulissen" bei der Regierung Savannah hat Maximo Gomez mebrere Dörfer, etwa 30 Kilo Untersuchung in die Vorgeschichte seiner Gründungen könne erreicht. Zur Zeit scheint das Zentrum wieder stark hinter den meter von Havannah, in Brand gesteckt und Bejugal, etwa der erstaunten Welt ein Londoner Panama enthüllen, Koulissen engagirt zu sein. Ein Telegrama der Augsburger 25 Kilometer von Havannab entfernt, angegriffen, Postzeit ng", welche als Fraktionsorgan gilt, meldet nämlich, wurde aber zurückgeschlagen. gegen das die Bariser Standale ein Kinderspiel sein daß der Abgeordnete Dr. Schadler in einer öffentlichen Ver Port Colomo ein; ber bortige Bräfett tonnte würden. In den Wandelgängen des Barlaments wurden bereits sammlung zu Ingolstadt für die Beseitigung der Reich auf ein Kanonenboot retten. Listen der an der Chartered Company finanziell engagirten gentschaft plädirte. Wörtlich lautet die Meldung:„ Hervor. Aus Madrid, also von keineswegs unparteiischer Seite wird Abgeordneten ausgehängt, um der Regierung die Zusammen- ubeben ist die entschiedene Aussprache Dr. Schädler's, mit welcher ferner gemeldet: Die von den Insurgenten verübten Grausam segung eines uninteressirten Untersuchungsausschusses zu er er eine Beseitigung des bisherigen Provifo- teiten haben in allen Kreifen der Bevölkerung von Kuba große möglichen. Labouchere will die Standale gleich zu rium3 in Bayern wünschte und in Bayern wünschte und einen König an Erbitterung gegen diefelben hervorgerufen. Die Bevölkerung Beginn der Parlament stagung zur Sprache bringen, wes- Bayerns Spine, und dies schon im Hinblick auf die nimmt die Insurgenten nur noch theilweise in Schutz aus Furcht halb Chamberlain von den intereffirten Kreisen auf Gedanken. Diese Worte fanden jubelnde Bustimmung." Ein schildern die Lage der Infurgenten als ungünnig. halb Chamberlain von den intereffirten Kreisen auf- Bedeutung Bayerns im Reiche, sowie auf den monarchischen vor Mißhandlungen. Die aus Stuba eintreffenden Nachrichten gefordert wird, den Untersuchungsausschuß sofort gewiffes System liegt in der Art, in welcher seitens des Zentrums zu ernennen und seine Aufgabe ausschließlich auf Abbie A fhebung der Regentschaft jezt propagirt wird. Bor turzem urtheilung Jameson's zu beschränken. Es noch war man, angeblich in Rücksicht auf den Kostenpunkt, Maffauah, 15 Januar.( Meldung der italienisch- offiziösen ist wenig Aussicht vorhanden, daß der Freibrief der schwer Gegner des Projekts, denn die Apanagen würden bei der großen Agentia Stefani.) Nach einem Telegramm des Generals tompromittirten Chartered Company entzogen wird. Familie des Prinzen Ludwig allein schon über eine Million jähr Baratieri vom 14. d. M. enthielt ein demselben zugegangenes Ueber die Vorgänge im Transvaal selbst wird ferner lich verschlingen. Der Prinzregent felbft soll außerdem nicht zur Duplikat des vom Kommandanten von Matalle am 11. d. M. aus Pretoria vom 13. Januar telegraphirt: Der Annahme der Königstrone zu bewegen fein, so lange der abgesandten Schreibens die Meldung, daß der Feind sich in vorBoltsraad ist heute zusammengetreten, irrsinnige König Otto lebt. Bliebe also nur übrig, daß gerückter Abendstunde zurückgezogen habe. Viele Schoaner wären werden solle. Jedenfalls ist das unter dem Schuße eines gegen die Befestigungen unters aber Prinz Ludwig gekrönt nach einer furzen Sizung wieder Der Vorgehen des Zentrums nicht Don ungefähr, fondern haltenen Gewehrfeuers mit dem Transport von Todten und Vertagt, da wegen der herrschenden Aufregung eine nach genauer Information über die Stimmung in gewiffen der wundeten beschäftigt gewesen. An diesem Abend habe man nicht ruhige und leidenschaftslose Gesetzgebung für un Krone sehr nahestehenden Kreisen erfolgt. Bekannt ist, daß man bemerkt, daß sich die feindlichen Rolonnen dem Fort wieder möglich erachtet wurde. Der Volksraad hat indessen die im Zentrum an die waschechte ultramontane Ueberzeugung des näherten, wie dies an den Tagen vorher der Fall gewesen sei. Regierung noch ermächtigt, die Artillerie um 400 Mann zu Brinzen Ludwig glaubt und von einer herrlichen bayerisch: Wie ein Kundschafter versichert, hat Sonntag und Montag früh vermehren, und eine Resolution angenommen, in welcher ultramontanen era träumt. Judes stimmt die Begeisterung feinerlei Angriff stattgefunden. Die Nachrichten in betreff der dem Oranje Freistaat und dem Gouverneur des für den Prinzen nicht recht mit den agrarischen Absichten des schweren Verluste der Schoaner bestätigen sich. Wie General Raplandes Robinson der Dant für ihre Unter- Bentrums, da Prinz Ludwig zu wiederholten Malen gegen Baratierie weiter meldet, steht das Hauptquartier mit den vor stügung ausgesprochen wird. Ferner wurde in der vor Börne wußte man, daß die politische Ansicht eines Kron Ferner wurde in der agrarische Begebrlichkeit fich öffentlich aussprach. Doch schon geschobenen Poften in telegraphischer Verbindung. Sigung eine Botschaft des Präsidenten Krüger prinzen nicht verbindlich ist für die des späteren Königs. Parlamentarisches. verlesen, in welcher erklärt wird, daß die Regierung fest Jedenfalls bleibt bemerkenswerth, daß man seitens des Zentrums entschlossen sei, die Rechte und Juteressen der Republit zu fezt so energisch für die vorher so hartnäckig bekämpfte Ver- Die 6. Kommiffion( unlauterer Wettbewerb) begann heute wahren und denselben noch eine festere und sicherere Grund- faffungsänderung eintritt. Und fast scheint es, daß der von dem ihre Sigungen. Von einer Generaldiskussion wurde abgesehen Tage zu geben. Alle weiteren Berathungen des Boltsraad ultramontanen Abgeordneten Geiger vor zwei Jahren und beschlossen, den Gefeßentwurf in zwei Lesungen zu erledigen. wurden bis zum Maivertagt. prophetisch angedeutete Zeitpunkt nabe gerückt ift, in dem der Borgeschlagen wird zunächst von dem Abg. Schmidt- Elberfeld Jurist hinter den Politiker verschwindet". Wir werden ja( fr. p.), den§ 1 ganz allgemein zu fassen: Wer durch fehen.unlauteren Wettbewerb einen andern schädigt, ist zum Ersaz wie Recht. im französischen Bemängelt Die Kur Vollmar's macht erfreuliche Fortschritte. Am verpflichtet, 3ur weiteren Knebelung der Presse sucht nächsten Montag wird er im großen Saale des Münchener wird von dem Abg. v. Langen( tons.) an der Fassung des§ 1, ein reaktionäres Wochenblatt, das sich Deutsche voltswirthschaft- Kindlfellers in einer öffentlichen Versammlung über: 25 Jahre daß unlautere Manipulationen in landwirthschaftlichen Betrieben liche Korrespondena" nennt, die Staatsreiter aufaustacheln. Das Reichspolitit" sprechen nicht getroffen würden, es sei deshalb nöthig,§ 1 au vervoll" * Deutsches Reich. hat sich gelegt. Afrika. Um ständigen durch Einschiebung der Worte: und landwirthschaft, den Saal. Das weibliche Glement war in überwiegender Stärke) Mit einer fog. lex Seinze wollte man vor einigen Jahren lichen hinter den Worten:„ der gewerblichen." Gegen die vertreten. Die Genossinnen hatten somit der ergangenen ein die öffentliche Sittlichkeit heben. Soweit das aber auf dem generelle Fassung des§ 1 werden seitens der Regierungs- dringlichen Mahnung Folge geleistet. Sie waren in hellen Boden der heutigen Gesellschaftsordnung überhaupt möglich ist, vertreter Bedenken erhoben, zugleich aber auch bemerkt, Schaaren herbeigeeilt. Schon gegen 7 Uhr abends glich wäre es nur zu erreichen, wenn man unseren Ar100 das das in§ 1 unter gewerblichen Leistungen auch Leistungen jener Theil der Kottbuserstraße, Konzerthaus beiterinnen das Koalitionsrecht giebt, denn auf landwirthschaftlichem Gebiete verstanden feien. Gegen Sanssouci liegt, einer großen Heerstraße. Bereits fünf jeder Groschen Lohn, den sie sich zu erzwingen die vorgeschlagene allgemeine Fassung des§ 1 wird Minuten vor 1/28 Uhr wurde der Zugang zu dem Lokal megen verstehen, der wird so und so viele ihrer eingewendet, daß es sich vor allem darum handele, die Ueberfüllung gesperrt und Hunderte der oft von weiter Ferne Schwestern vor der Schande bewahren. Schädigung durch unlauteren Wettbewerb zu verhindern, nicht Herbeigeeilten mußten unwillig den Heimweg antreten. Redner streift das Wirken der Frau in den sogenannten blos aber entstandene Schäden zu ersetzen; dies erreiche man 1/29 Uhr wurde die Versammlung durch Jung eröffnet und das höheren Berufsarten und erklärt, daß sich auch darin eine große Durch die vorgeschlagene Faffung nicht. Abg. Roeren( 3.) Bureau aus den Genofsinnen Fahrenwald und Küppers Wandlung zum Bessern geltend macht, die sogar in nachdem andere Kulturländer vorausgegangen betont, daß eine allgemeine Fassung des§ 1 eine große Rechts als 1. und 2. Vorsitzenden und dem Genossen Eisenhauer Deutschland, Die Ernennung einer amficherheit zur Folge haben würde; in Frankreich mache als Schriftführer gebildet. Dann ergriff, Bebel das Wort zu sind, deutlich in Fluß fommt. sich diese nach einer fast 60jährigen Praxis weniger be- feinem Vortrage. Er begann mit einer Kritik des preußischen Frau zur Sachverständigen und Dolmetscherin für englisches und merklich zugleich enthalte diefelbe eine ungeheuere Erweite- Vereinsgefeges, besonders des famosen§ 8, worin amerikanisches Recht an einem Berliner Gerichte sei von nicht rung der Vorlage, die jedenfalls über das Ziel hinausgebe.-Frauen, Schülern und Schülern und Lehrlingen die Betheiligung an zu unterschätzender Bedeutung. Abg. Singer wendet sich gegen die generelle Fassung und ver- politischen Vereinen verboten ist, welche Vorschrift die Frauen Die sozialdemokratische Partei hat die Einführung weiblicher langt eine genaue Bezeichnung der Handlungen, gegen welche also auf dieselbe Stufe der Unmündigteit stellt, wie die Schüler Fabrikinspektoren verlangt, weil sie der Ansicht ist, daß die auf Unterlassung geklagt werden könne. Die gefünftelten Inter- und Lehrlinge. Allerdings stammt dieses Vereinsgesetz aus den Arbeiterinnen in vieler Beziehung einer Frau mit weniger Schen pretationen der Rechtsprechung Redner zitirt den groben 50er Jahren, aus einer Zeit, wo eine große Menge von Be- gegenübertreten als einem Manne, und thatsächlich hat sich diese Unfugs" Paragraphen und den dolus eventualis legen ziehungen, die die Menschen heute zu einander führen, noch gar Ginführung in anderen Ländern bereits glänzend bewährt. dem Gesetzgeber die erhöhte Pflicht auf, dem Richter nicht bestanden hat, wobei beispielsweise an die großen Ge- In einigen deutschen Staaten sind in neuester Zeit auch gemacht worden. Unsere Bartei ver= genaue Direttiven zu geben, was feiner Beurtheilung unterstellt biete des Arbeiterschutzes und der Arbeiterversicherung erinnert damit Anfänge wird. Man hört täglich von Urtheilen, bei denen jeder Ab- sein mag, die damals noch gar keine Rolle spielten. Diese neuen langt für die Frauen ferner das allgemeine Stimmrecht, geordnete, der bei der Formulirung der Geseze mitgewirkt habe, Beziehungen haben der Verbreitung des politischen Gedankens in Wenn der Einwand gemacht wird, daß die Frauen dazu nicht sich verwundert fragen müsse, wie es möglich sei, daß eine der einem Maße Vorschub geleistet, das sich der Gesetzgeber nicht hat reif wären, so mag das in gewissem Sinne zutreffen, doch soll man artige Interpretation und Auslegung von Gesegesbestimmungen träumen lassen; dementsprechend hat aber auch der juristische Be- auf Ausnahmen keine Regel begründen. Politische Rechte erst gebrauchen, wenn man sie stattfinden kann. Wenn nicht eine Spezialisirung der unter das Gesetz griff des Vereins Veränderungen erlebt, an die der Gesezgeber lernt man fallenden Handlungen erfolge, so öffne man der Denunziations auch nie gedacht haben wird. Redner führt hierfür die bekannte hat. Dies beweist ein einfacher Blick auf die Wahlstatistik des wuth und der Chikane Thür und Thor und das Gesetz neueste Auffassung des Vereinsbegriffs an und weist das unzu- Deutschen Reiches. Redner wurde früher mit 6000 Stimmen in werde, statt ein Schutz für den reellen Geschäftsmann zu treffende der betreffenden Definition nach, indem er den den Reichstag geschickt und heute sind in einem Kreise durchfein, eine Quelle der widerlichsten Erscheinungen werden. Unterschied hervorhebt, der zwischen einem Verein und schnittlich etwa die doppelte Anzahl Stimmen nöthig, um überhaupt Nachdem Abg. Dr. Bielhaben( Antis.) sehr lebhaft für die generelle einer als solchen angesehenen Agitationskommission besteht; gewählt zu werden. Die Zunahme der Wahlbetheiligung beweist, Faffung und die sich dadurch ergebende Berallgemeinerung der einen Verein könne jedermann beitreten, sofern er mit den daß die Ausnügung eines politischen Rechtes erst mit der Zeit dem Gesetz unterliegenden gewerblichen Verkaufsbemühungen Statuten einverstanden ist, während einer Agitationstommission populär wird. Während man vor einigen Jahren im Reichstage plädirt hat, wendet fich Abg. Dr. Meyer ebenfalls nur jene beitreten könnten, die durch das Vertrauen ihrer Ge- über das Frauenstimmrecht noch schlechte Wige gemacht hat, war gegen die generelle Fassung, welche bei der Ab. noffen auf diesen Posten berufen werden. Ja es könne vor es überraschend, wie objektiv man zulegt von seiten der Gegner ftimmung gegen drei Stimmen abgelehnt wird. Abg. tommen, daß einer ganz wider seinen Willen in eine solche in dieser Frage verhandelte; selbst der hochtonservative v. KarDr. Roeren( Zentrum) wünscht in in die Angaben bezw. Rörperschaft berufen werde und nur aus Pflichtgefühl an der dorff hat sich sogar vor einigen Monaten geäußert: über das FrauenBekanntmachungen, wegen welcher auf Unterlaffung ertaunt felben theilnnehme. stimmrecht ließe er noch mit sich reden. Nach anderthalbstündiger, werden soll, unrichtige Angaben über das Alter des Geschäfts, In politischer Beziehung, führt der Redner weiter aus, mit tosendem Beifall aufgenommener Rede schloß Bebel seinen über Mengen der Vorräthe, sowie über die Zahl der Zweig stehen die Frauen heute auf ganz demselben Stand: Vortrag, nachdem er noch folgende Resolution verlesen hatte: niederlaffungen aufzunehmen. Die Diskussion hierüber wird punkt, wo die Männer vor dem Jahre 1848 standen. Damals Die Versammlung betrachtet es als ein Gebot der Gerechtigkeit bei der vorgerückten Zeit, 10/4 Uhr abends, auf Donnerstag gab es tein Vereinsrecht und keine Breßfreiheit; trozdem, ja und als soziale Nothwendigkeit, die ungleiche Behandlung, welche Abend 72 Uhr vertagt. gerade deswegen ist die Revolution gekommen.( Sehr richtig!) die staatlichen Einrichtungen und Geseze bisher der Frau zu Bürgerliches Gesetzbuch. Die leitenden Minister der deutschen Das ist eben Vogelstrauß- Politit, das sind Mittel, die auf die theil werden ließen, rasch und gründlich zu beseitigen. Die Ber Bundesstaaten treffen zu den gegenwärtig im Bundesrath statt- Dauer versagen müssen, denn die natürliche, nothwendige Ent- fammlung verlangt, daß nicht nur alle Klassen vor dem Gesetze findenden Berathungen über das Einführungsgesetz zum Bürger- wickelung geht ihren Gang. Man spricht viel über die Signatur und in Ausübung staatlicher Rechte gleich find, sondern daß lichen Gesetzbuch hier ein, zu welchem von mehreren Seiten eine unserer Zeit; die einen nennen sie das eiserne Zeitalter, die andern auch in Beziehung auf das Geschlecht kein Unterschied gemacht recht große Zahl von Wünschen angemeldet ist. Das Bürger- das militärische; wieder andere sagen, wir leben im Zeitalter werde. Gleichheit alles dessen, was Menschenantlig trägt, muß liche Gesetzbuch wird dem Reichstage am 18. d. M., das Ein- des Verkehrs, obwohl es dann gerade das erste Gebot wäre, die das Ziel sein, für das Frauen und Männer kämpfen, damit in führungsgeseh, das infolge der zahlheichen Partikular- Wünsche Menschen zueinander kommen zu lassen und nicht, sie davon ab- Staat und Gesellschaft wahrhaft menschenwürdige Zustände gemancherlei Schwierigkeiten darbietet, etwa acht Tage später zu- zuhalten. Mit viel mehr Recht kann man aber das gegen schaffen iverden. In diesem Sinne zu wirken erachtet die Vere wärtige Zeitalter das Zeitalter der großen Klaffen sammlung als Pflicht eines jeden, insbesondere der weiblichen gehen. tämpfe nennen, die seit drei Jahrzehnten in hohem Maße die und männlichen Angehörigen der Arbeiterklasse." Gesellschaft in allen ihren Schichten erfaßt haben. 2 Partei- Nachrichten. dem Von der Diskussion wurde auf Antrag Abstand genommen, um den Eindruck der Bebel'schen Rede nicht zu verwischen. mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und auf den Abgeordneten Bebel ging die Versammlung auseinander. Gewerkschaftliches. Dresden, 15. Januar.( Privatdepesche, des Vorwärts".) " Eine Petition betr. das Krankenversicherungs Gesetz ist von den Vereinigten deutschen Gastwirthen" dem Reich 3. Wäre die politische Frauenbewegung das Produkt einiger tage zugegangen. In derselben wird die Ausdehnung des weniger Personen, die sich aus ihr einen Sport machen, dann Versicherungszwanges auf das gesammte Gesinde gefordert. wäre ja einer solchen Bewegung bald der Garaus bereitet, aber Der preußische Gesezentwurf betreffend das die Frauenbewegung schlägt immer weiter Wellen, die Bewegung Diensteinkommen der Lehrer und Lehrerinnen wird immer tiefer, sie beschränkt sich lange nicht mehr auf ein an den öffentlichen Volksschulen ist soeben im Abgeordneten- Land, sondern hat sich bereits über die ganze Kulturwelt hause erschienen, trägt die Unterschriften der beiden Minister verbreitet. Die Frauenbewegung hat viel größere VorDr. Miquel und Bosse und enthält 26 Baragraphen.§ 1 lautet: urtheile zu überwinden, als die von den Männern Alle in der Metallgießerei von Weiß u. Peters in Die an einer öffentlichen Boltsschule definitiv angestellten Lehrer ausgehenden Emanzipationsbewegungen, denn durch Jahr Berlin, Gitschinerstraße 79, beschäftigten Former und Gießerei ( Lehrerinnen) erhalten ein festes, nach den örtlichen Verhältnissen hunderte hindurch haben wir uns infolge unserer gesellschaftlichen Arbeiter haben infolge von ausgebrochenen Differenzen die Arbeit und der besonderen Amtsstellung angemessenes Diensteinfommen. Einrichtungen daran gewöhnt, die Frau für das öffentliche niedergelegt. Dasselbe besteht 1. in einer festen Besoldung, deren Betrag in Leben und für den Staat als nicht eristirend anzusehen. Man Der Vorstand des Verbandes aller in der einer bestimmten Geldsumme zu berechnen und festzusetzen ist erzieht die Frauen wie Kinder und man behandelt sie wie Kinder, Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins ( Grundgehalt), 2. in Alterszulagen, 8. in freier Dienstwohnung und die weitaus größere Zahl derselben läßt sich auch bis heute und Umgegend. J. A.: R. Pezold. oder entsprechender Miethsentschädigung. Auf Lehrer( Leh- wie Kinder behandeln, weil sie es eben nicht beffer weiß, gerade Der Kongreß der deutschen Tegtilarbeiter wird nuns rerinnen), deren Zeit und Kräfte durch die ihnen über- so, wie noch eine große Zahl von Arbeitern der sozialistischen tragenen Geschäfte nur nebenbei in Anspruch genommen sind, Bewegung indifferent gegenübersteht, weil sie noch nicht das mehr definitiv für den 5. und 6. April nach Apolda eins findet diese Vorschrist keine Anwendung. Die Entscheidung Bewußtsein ihrer Lage erfaßt und nicht den Muth hat, sich berufen. Bon ben einzelnen Punkten der Tagesordnung find darüber, ob ein Lehrer( eine Lehrerin) nur überbeschäftigt der Organisation anzuschließen. Das Das Widersinnige der folgende von allgemeinem Intereffe: 1. Einführung eines ein ist, steht lediglich der Schulaufsichtsbehörde zu.§ 2 hat alten Redensart:" Die Frau gehört ins Haus", wird immer heitlichen Lohntarifes für die gesammte mechanische Weberet in 2. Gründung von Ronsum- und Produktivs folgenden Wortlaut: Das Grundgehalt ist auch in besonders mehr begriffen, weil die ganze fortschreitende Entwickelung Deutschland. billigen Orten für Lehrerstellen nicht unter 900 m., für Thatsachen zu tage fördert, die alle die Theorien von dem genossenschaften in der Textilindustrie. B. Ginführung des weibs Lehrerinnen nicht unter 700 M. festzusetzen. Für die Stellen Berufe" des Hausverwaltens, des Kindergebärens und Mutter- lichen Fabrikinspektorats. der Rektoren und Hauptlehrer ist neben dem Grundgehalt werdens über den Haufen werfen. Es ist doch sonderbar, der- In Olten in der Schweiz erklärten am Sonntag 400 Bahna eine rubegehaltsberechtigte Bulage festzusehen, welche nach artige Argumente gegen die Frauenbewegung ins Feld führen arbeiter, fich der Lohnbewegung der Eisenbahn- Angestellten Den örtlichen und amtlichen Verhältnissen zu bemeffen zu wollen, wo uns jede Boltszählung zeigt, daß die Kopfzahl anzuschließen. ist. Laut§ 3 beträgt das Einkommen der einstweilig an der Frauen die der Männer fortwährend übertrifft. Da ist ja gestellten Lehrer( Lehrerinnen) 20 pet. weniger als das Grund- ganz klar, daß zahlreiche Frauen nicht zur Eheschließung ge gehalt der betreffenden Schulstelle. In gleicher Weise ist das langen tönnen. Die Frau wird immer mehr und Einkommen derjenigen Lehrer zu bestimmen, welche noch nicht mehr genöthigt, den Kampf den Kampf um3 Dasein zu führen, Depelchen und lehte Nachrichten. vier Jahre im öffentlichen Schuldienst gestanden haben. Dem und wird dadurch immer mehr und mehr aus § 5 zufolge find die Alterszulagen nach Maßgabe der örtlichen ihr zugewiesenen Wirkungskreise des Hauses geriffen. Berhältnisse in der Weise zu gewähren, daß der Bezug 7 Jahre Die Berufszweige, wo Frauen beschäftigt werden, werden immer Eine großartige Demonstration gegen die geplante Wahlrechtsnach dem Eintritt in den öffentlichen Schuldienst beginnt und zahlreicher, so daß wir nicht mehr fragen tönnen: wo find verschlechterung fand heute Abend in drei großen Bersammlungen 9 Zulagen in Zwischenräumen von je 3 Jahren gewährt werden. Frauen beschäftigt? sondern fragen müssen: wo find teine statt. Um 5 Uhr füllten sich bereits die Versammlungslokale, beschäftigt? Redner kennt Industriezweige, wo früher die welche um 61/2 Uhr polizeilich gesperrt wurden, aber immer neue Frauenarbeit völlig fremd war und vereinzelte Beschäftigung von Schaaren strömten herbei. Frauen in diesen Kreisen als auffallend und als etwas Als er nach 2-3 Jahren In der Güldenen Aue", wo Siebknecht sprach, waren Adlershof. Die Ersahwahl für den früheren Ge- Besonderes besprochen wurde. meindevertreter der dritten Abtheilung, Schimansky, ist auf wiederkam, fand er, daß in diesen selben Fabrikationszweigen der 4000 Menschen, im ,, Trianon", wo Bebel sprach, mehr als 3000, grund der alten Liste auf Montag, den 20. Januar, Mehrheit nach Frauen beschäftigt waren. In unzähligen und in Schäfer's Gasthof in Pieschen, wo Landtags- Abgeordneter beschäftigt nachmittags von 4-51/ 2 Uhr angesetzt. Die betheiligten Fällen können heute Frauen werden, weil Goldstein sprach, mehr als 2000 Personen. Mindestens Wähler werden aufgefordert, sich zur Aufstellung eines Kan die vervollkommneten Maschinen immer weniger Ansprüche an ebenso viele Personen konnten keinen Einlaß finden, so daß zirka didaten in der Voltsversammlung zahlreich einzufinden, die törperliche Mitwirkung des Arbeiters ftellen. die heute Donnerstag, den 16. d. M., abends 8 Uhr in Wöll- statistit von 1882 spricht schon von 4/2 Millionen in Gewerbe- 18000 Personen an der großartigen Rundgebung theilnahmen. stein's Lustgarten abgehalten wird. Referent ist Theodor betrieben beschäftigter Frauen, eine an sich große Zahl, die sich Dresden, 15. Januar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Mehner. Die Wählerliste liegt vom 15. bis 20. Januar im aber noch durch diejenigen Frauen erhöht, die als nur nebenbei beschäftigt nicht mitgezählt werden konnten, sondern nur die Bebel's Versammlung im Trianon" wurde nach Berlesen der Parteipreffe. Seit Beginn dieses Jahres erscheint für den wirklich im Fabritbetriebe stehenden Frauen und Mädchen. Protestresolution durch den Referenten von der Polizei aufTeplig- Auffiger Kreis in Böhmen dreimal im Monat ein sozial- Das Ergebnis der letzten Berufszählung wird uns lehren, gelöst. Ungeheure Begeisterung herrschte in der überaus Demokratisches Organ, Die Freiheit". Genosse Schöpflin daß die Zahl der im Fabritbetriebe beschäftigten Frauen hat an ſtelle des Genossen 3 appay, der auf zwei Monate ins weit über das bisherige Maß zunahm; damit werden nur imposanten Versammlung. Halle a. Saale, 15. Januar.( W. Z. B.) In dem ErnstGefängniß wandert, die Redaktion der Märkischen Volksstimme" die bisherigen Berichte der Fabrifinspektoren bestätigt sein. in Frankfurt a. D. übernommen. Diese foziale Stellung der Frau zeitigt natürlich ganz besondere schacht bei Helbra find drei Bergleute verschüttet Intereffen. Die weibliche Arbeiterbevölkerung ist sogar in und getödtet, zwei verlegt worden. höherem Maße daran intereffirt, an der Gesetzgebung theil- London, 15. Januar. Einer Meldung aus Ramsgate zu zunehmen, als die männlichen Arbeiter, weil es ein Gesetz der folge ift der spanische Dampfer Eisgar" infolge eines Bufammen ganzen wirthschaftlichen Entwickelung ist, daß die Frau erit da stoßes mit dem Bremer Schiffe Nereus" in der Nähe des Arbeit findet, wo fein Mann mehr arbeiten mag oder kann. Die Galloper- Leuchtschiffes während Nebels untergegangen. Frau ist an Entbehrungen gewöhnt und man fucht sie deshalb Von der Besagung des Eisgar" find 19 Personen er= Vom Dresdner Schöffengericht wurde Genosse fünfilich in dieser Stellung zu erhalten; das sind aber unnatür- trunken. Der Kapitän, der Steuermann und ein Passagier Lorenz, der frühere verantwortliche Redakteur der Sächliche Zustände, die sich nicht halten lassen. wurden gerettet und vom Nereus" aufgenommen. sischen Arbeiter- Zeitung", au 75 M. Geldstrafe oder 2 Wochen Wenn man uns heute alle Versammlungen und alle Bereine London, 15. Januar. Wie die" Times" meldet, hat die Haft und zur Urtheilspublikation verurtheilt, weil in einer unmöglich machen möchte, die Bersammlungen, die Admiralität die ersten Schiffsbaufirmen aufgefordert, Angebote Notiz des genannten Blattes einem Assistenzarzt des Karolabauses durch das Zusammenarbeiten in den Fabriken auf den sofort zn beginnenden Bau von 10 neuen Kreuzern vorgeworfen wurde, er habe ein Kind, an dessen Augen eine Ein- von selbst gegeben sind, kann man uns nicht un- einzureichen; die Admiralität hat auch alle Firmen, welche Nesprißung vorzunehmen war, so geschlagen, daß die Wange des möglich machen. Den Zusammenfluß von Hunderttausenden gierungs- Aufträge haben, ersucht, diesen Arbeiten den Vorrang fleinen Patienten anschwoll; zum Schluß war die Frage gestellt, ob im täglichen Mühsal, den trennt man nicht.( Großer Beifall.) vor allen Privataufträgen zu geben. Der Arzt wohl auch geschlagen haben würde wenn es sich um Dasselbe gilt auch von den Frauen. Es geht im politischen London, 15. Januar.( W. T. B.) Das„ Reuter'iche Bureau" das Kind zahlungsfähiger Eltern gehandelt hätte? Das Schöffen- Leben rascher, als die Kleinmüthigen unter Ihnen denken. Wer meldet aus Brätoria unter dem 14. b. M.: Sir H. Robinson gericht prüfte den Fall mit Gründlichkeit; geschlagen hat der hätte vor 20 oder 25 Jahren daran gedacht, die Frage nur auf- und die Regierung von Transvaal find gestern Nachmittag zu Arzt das Kind, sogar dreimal, aber es ist nicht erwiesen, daß zuwerfen, ob der Staat ein Recht habe, einschneidend in die wirthschaft einer endgiltigen Bereinbarung gelangt, nach welcher Ja meion zwischen den Schlägen und der geschwollenen Wange ein innerer lichen Verhältnisse einzugreifen? Diese Frage ist nun heute teine und dessen Offiziere als Gefangene zur Abs Zufammenhang besteht; die geschwollene Wange tann auch her Frage mehr, obwohl sie damals bekämpft und empört zurück urtheilung nach England gehen, die gefangenen rühren von der Nervosität des Kindes oder von der Ein- gewiesen wurde. Die Frau ist an einem großen Theile der Gesez Mannschaften der englischen Regierung übergeben werden, um sprigung. gebung in höchstem Maße interessirt. Die Punkte Nachtarbeit, nach England oder ihren sonstigen Wohnort überführt zu Arbeitszeit, Lohnzahlung. Sonntagsruhe, Fabrikordnung sind für werden, damit gegen sie nach dem Ermessen die Frau von ebenso großer Wichtigkeit, wie die direkte und die englischen Regierung verfahren werde. indirekte Besteuerung, welch' lettere gerade die mit dem Haus Mannschaften find bereits in Volksrust eingetroffen; Jameson Ueber das Thema:„ Die Frau und der Staat" sprach haltsgroschen waltende Frau am meisten zu fühlen hat; Dienst- und die Offiziere werden nach der Grenze von Natal abgeben, ain Dienstag Reichstags- Abgeordneter Bebel im Konzerthaus botenordnung und öffentliche Erziehung find füglich Angelegen- fobald der Gouverneur von Natal die nöthigen Borkehrungen Sanssouci in der Kottbuserstraße. Gegen 2000 Personen füllten beiten der Frauen zu nennen. zur Uebernahme der Gefangenen beendet hat. Amtsbureau aus. " Die deutschen Sozialisten in Lanfaune faßten nach einem Vortrag über die Verfolgung der Sozialdemokratie in Deutsch land eine Resolution, laut der sie die kämpfenden Genossen ihrer wärmsten Sympathie versichern. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Versammlungen. Die H Die Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 13. Reichstag. 16. Sigung vom 15. Januar 1896. 2 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Anfangs nur einige Kommiffarien. Gingegangen ist der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung. Donnerstag, den 16. Januar 1896. 4. 13. Jahrg. statistik mitgetheilt, daß Vorarbeiten zu solchen Erhebungen im Gange wären. Von den Resultaten hat man bis heute nichts gehört. Aber selbst wenn es dazu kommt, haben die Unternehmer im § 154 der Gewerbe- Ordnung eine Freistatt, denn nach der Schlußbestimmung dieses Paragraphen fallen Werkstätten, in welcher der Unternehmer ausschließlich zu seiner Familie gehörige Personen beschäftigt, unter diese Bestimmung nicht. In dieser Art der Hausindustrie Tommen aber gerade die meisten Mißstände vor. Von 2886 Schulkindern eines bestimmten Bezirks in Thüringen arbeiteten 1177 und davon 1119 in der Haus. Unterstaatssekretär im Ministerium für Handel und Ge- zu drücken. Sie könnten auch zu dem sogenannten Schwitzwerbe Lohmann: Der Vorredner hat selbst dargelegt, daß bereits system übergehen, fie fönnen z. B. sogenannte Schwihmeister aus eine Reihe von Verordnungen vom Bundesrath erlassen ist. Es stellen, welche eine geringe Anzahl von Arbeitern haben, so daß sind dies Vorschriften, welche sich auf die Gesundheit der Arbeiter also der Begriff Fabrik nicht mehr zutreffend ist. Die Armüßten die Schwigmeister mit bezahlen, wie beziehen. Redner zählt die einzelnen Verordnungen auf, durch beiter welche in gesundheitsschädlichen Betrieben Schußvorkehrungen dies bei bei der Konfektionsbranche der Fall gewesen ist. getroffen werden, ferner diejenigen, welche für jugendliche und Der Erlaß der bekannten bundesräthlichen Bestimmung hat vielweibliche Arbeiter besondere Maßregeln anordnen für die fach dazu beigetragen, daß die Hausarbeit weiter ausgedehnt Auf der Tagesordnung steht zunächst der Antrag der Spinnereien, Zuckerfabriken, Ziegeleien u. f. w. Der Antragsteller worden ist. So lange nicht auch die Schutzbestimmungen auf Abgg. Size, Lieber und Genossen: Die verbündeten hat selbst hervorgehoben, daß sich die Form der Verordnung die Hausarbeit Anvendung finden, so lange wird mit den Regierungen zu ersuchen 1. die Durchführung der Bestimmungen nicht immer empfehlen würde, daß man vielleicht auf Schußbestimmungen überhaupt nichts erreicht werden können. Der§§ 120a- 120c der Gewerbe- Ordnung( betr. den Schutz von Ge- dem Wege Der fönne. Anweisung vorgehen Auch Nun kommt es aber noch vor, daß in solchen Erwerb zweigen, sundheit und Sittlichkeit) durch Anregung resp. Erlaß(§ 120e der dieser Weg ift bereits beschritten in Preußen. Das wo wenig Maschinen in Anwendung tommen, und in Betrieben Gewerbe- Ordnung) entsprechender Verordnungen mehr als bisher Handelsministerium hat hat verschiedentlich Anweisungen er mit leicht transportablen Waaren sehr viel Hausarbeit gegeben zu sichern; 2. die Ausdehnung der Bestimmungen der Ge- lassen z. B. über die Errichtung der Lumpenfortir- Anstalten und wird, wie in der Zigarrenindustrie, in der Schuhwaaren, werbe- Ordnung, betreffend den Schuß der jugendlichen und weib- die anderen Einzelregierungen dürften ebenfalls in dieser Richtung Mantel- und Konfektionsbranche. Sehr oft sind es gerade die lichen Arbeiter(§§ 135-139 b), auf die Hausindustrie vorgegangen sein. Nachdem die Verordnungen über Produkte dieser Hausarbeit, die in den glänzenden Schaufenstern unter besonderer Berücksichtigung der Wirkungen der die Sonntagsruhe fertig gestellt sind, sind der Großstadt ausgestellt sind. Die Hausindustrie ist aber Fabrik Gesetzgebung auf die Vermehrung der weitere Vorarbeiten für die Ausführung der schon deshalb zu verurtheilen, weil für sie alle Schutzbestimmungen Hausindustrie durch Erhebungen wirksam vorzubereiten Gewerbe Ordnung in Angriff genommen. nicht Anwendung finden und unter Umständen die Ausbeutung und anzuregen. ( Redner ist schwer verständlich und weil während seiner Rede der Arbeiter viel schlimmer als in der Fabrif Antragsteller Abg. Hize( 3.): Schutz der Gesundheit und eine sehr ungenirie Unterhaltung von den Abgeordneten geführt betrieben werden kann, wie denn z. B. die Hausarbeiter oft Sittlichkeit der Arbeiter ist die vornehmste Aufgabe des Arbeiter- wird, bleiben die Schlußausführungen ganz unverständlich.) noch Gesellen, die bei ihnen logiren müssen, gleichzeitig als schutzes, weil die Arbeiter sich hierbei am wenigsten selbst helsen Abg. Höffel( Reichsp.): Die Fabrikinspektoren Kostgänger und Schlafleute ausbeuten. Gerade die Antrag fönnen. Freilich kann die Gesetzgebung die Frage nur allgemein Berichte haben uns ein Bild der Arbeiterverhältnisse gegeben, fteller haben haben seinerzeit seinerzeit diese Schutzbestimmungen nicht regeln; die Gewerbe- Ordnung spricht nur das Prinzip aus; die wie wir es bisher nicht fanuten, wenigstens nicht in der Ge- auf die Hausarbeit ausdehnen wollen, sie wollten vor spezielle Ausführung ist den einzelnen Ausführungsverordnungen nauigkeit. Wenn auch das Verständniß der Arbeitgeber und der Schwelle der Familie Halt machen, aber überlassen; denn es tönnen nicht alle Betriebe durch gleichmäßige nehmer für die Arbeiterschußgesetzgebung gewachsen ist, so ist es durch die Hausarbeit wird die Familie gerade Borschriften getroffen werden. Die Ortspolizei- Behörden sind doch dringend nothwendig, zum Schuß der Frauen und am meisten zerstört. Redner verweist u. a. auf den Be= nicht die geeigneten Behörden; die Ueberwachung dieser Be- der jugendlichen Arbeiter mit besonderem richt des Gewerbe- Inspektors in Kassel, Leipzig und Plauen. ftimmungen muß den Fabrikinspektoren vorbehalten bleiben. Nachdruck auf die Ausführung der Geseße zu Gewisse Zigarrenfabriken geben den Frauen den Tabak abends Soweit der Bundesrath nicht Verordnungen erlassen bringen, da nach den Berichten der Fabrikinspektoren die Zahl mit nach Hause unter der Voraussetzung, daß am andern Morgen hat, sind auch die Landesregierungen befugt, ihrerseits Vorschriften der weiblichen Arbeiter sich jährlich ganz erheb das fertige Produkt mitgebracht wird. Hier tönnte der dolus zu erlassen. Die Landesregierungen haben aber von dieser Be- lich vermehrt. Besonders bedenklich ist aber die eventualis fehr leicht eingreifen. Aber man weiß ja, hier sind fugniß nicht erheblich Gebrauch gemacht. Zahlreicher sind schon Beschäftigung der schußbedürftigen Arbeiter die zu Verurtheilenden Arbeitgeber, und da sind unsere Strafeinzelne Polizeiverordnungen. Wir wollen durch unseren Antrag in der Hausindustrie. Es werden die Kinder in der richter nicht so leicht bei der Hand.( Hört! Hört!) Nun soll ja die Anregung geben, daß zunächst der Bundesrath selbst von ausindustrie oft bis zu 15 Stunden täglich der Bundesrath bezüglich der Hausindustrie seinem Rechte Gebrauch macht, und soll auch die Einzelstaaten beschäftigt. Die Kinder gehören bis zum 13. oder 14. Jahre bereits Erhebungen stattfinden lassen. Es auregen, ihrerseits vorzugehen. Die Anregung wird wohl schon in die Schule und nicht in die Werkstatt. Allerdings sagt man, wurde uns schon im Juni 1893 in der Kommission für Arbeiterdann Erfolg haben, wenn die verbündeten Regierungen um Mit die deutsche Industrie würde geschädigt und auf dem Weltmarkt theilung dessen ersuchen, was geschehen ist auf diesem Gebiet, nicht mehr fonkurrenzfähig sein. Da wäre es eine gute Aufgabe wenn dabei bemerkt wird, daß, wenn nichts geschehen für die Diplomatie, wenn sie den Versuch machen wollte, die ift, der Bundesrath seinerseits eingreifen würde. Die Frage der Kinderarbeit einer internationalen Regelung entgegen Unfallverhütung und Unfallversicherung ist vereinigt bei den zuführen. Wünschenswerth wäre es auch, wenn wir ebenso wie Berufsgenossenschaften; die Fabrifinspektoren haben ebenfalls Frankreich, England und amerikanische Staaten auch weibliche über die Beobachtung der Vorschriften zu wachen, welche zum Fabritinspettoren einführen könnten. Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeiter erlassen sind. Abg. v. Stumm beantragt, in dem Antrage Hiße in Nr. 1 Aber es besteht auf diesem Gebiete noch eine große Verschieden- am Schluffe die Worte mehr als bisher" zu streichen und dafür heit und hier müßte zur einheitlichen Gestaltung der Vorschriften zu sehen: immer wirksamer". für alle Betriebe der gleichen Art eine Verordnung von Reichs Abg. Molkenbuhr( Soz.): Mit den versprochenen industrie, von diesen noch 42 pet. abends nach 7 Uhr, ja selbst wegen erlassen werden. Denn es bestehen manchmal erhebliche Verordnungen tann den bestehenden Mißbis nach 10 Uhr, und das bei den erbärmlichsten Löhnen in ganz Schwierigkeiten, daß die Berufsgenossenständen nicht abgeholfen werden, damit würde ein Deutschland. Die Leute müssen sich todtarbeiten oder verhungern. schaften die Unfallverhütungs- Vorschriften ganz minimaler Fortschritt erzielt werden.§ 120 a der Gewerbe- Hier muß die Gesetzgebung eingreifen. Gerade in der Hausindustrie gleichmäßig durchführen. Was auf diesem Gebiete noch Ordnung schreibt bereits vor, daß die Fabrikräume den sanitären herrschen Zustände, wie sie z. B. in Hauptmann's fchlesischen geschehen muß, daß fann man aus dem Handbuch des Herrn Anforderungen entsprechen sollen. Diese Bestimmung wird aber Webern geschildert werden. Sie wollen die Familie schützen, Dr. Albrecht über die Gewerbehygiene ersehen, und das ersieht fast gar nicht befolgt. So hatten z. B. in Hamburg die aber gerade diese Zustände sind geeignet, das Familienleben zut man auch aus den Berichten der Fabrikinspektoren. Bäckergesellen eine Umfrage über die Zustände in den Bäder zerstören. Die Wohnung ist zur Werkstätte geworden; Es würde vortheilhaft sein, wenn die Krankenkassen- Aerzte zu- wertstätten gehalten. Ueber 157 Werkstätten ist Auskunft die Frau ist nicht Hausfrau, sie ist Arbeiterin. sich den häuslichen Pflichten nicht gezogen würden zur Mitwirkung bei der Fürsorge für die Ge- eingegangen. Nicht weniger wie 14 dieser Werkstätten haben sie fann sundheit der Arbeiter. Auch auf den Universitäten tönnte nicht einmal eine Höhe von 2 Metern, mehr als 30 follen eine vidmen, auch nicht der Kinderpflege. Beweis für die Gewerbehygiene noch mehr geschehen. Für die folche bis zu 2,50 Meter haben, was durchaus nicht genügt bei dafür ist die Kindersterölichkeit bei den Haus. Krankheitsverhütung fann man die Krankentassen als 35 bis 40 Grad Celsius; in 3 Betrieben wird außer durch den arbeitern und der Heerd der Epidemien. Auch die Organe nicht gebrauchen, denn sie sind dazu zu klein und der Dampfkessel und die Schornsteinklappe noch gleichzeitig durch das öffentliche Gesundheitspflege hätte Gelegenheit hier einzu Einfluß der Arbeitgeber ist in ihnen zu start. Gießen mit heißem Wasser auf den Fußboden der Hiße nach- greifen, denn der Keim der Krankheit wird aus den Man hätte aber die Invalidenversicherung zur Trägerin der geholfen. In 37 Betrieben arbeiten die Leute blos im Hemde, Häusern der Armen in die Wohnungen der Reichen verschleppt. Krankheitsverhütung machen sollen. Wenn nach dem ursprüng- in 83 Betrieben haben sie um die Hüften einen kurzen Rock, in Die Gesetzgebung hat nach dieser Richtung hin fast gar lichen preußischen Plane die Berufsgenossenschaften mit der einigen Betrieben wird ganz nadt gearbeitet. Man glaubt nichts gethan, höchstens nur einmal nach Schlesien Invalidenversicherung betraut wären, so wäre das sehr leicht bei solcher Hiße größeres Brot zu stande zu bringen, ohne mehr einen Regierungstommissar gefchidt, wenn dort durchführbar gewesen. Mehl gebrauchen zu müssen, und darum müssen die Arbeiter ihre der Hungertyphus ausgebrochen ist, oder den Die Fabritinfpettoren würden zunächst zu befragen Gesundheit aufs Spiel segen. Aehnlich liegen die Verhältnisse Bettelsad geschwungen, noch öfter aber bei Hungerfein, auf welchem Gebiet man zunächst vorgehen müßte und auf in den Wäschereien und Plättereien, wo sonst nur aufständen Militär hingeschickt und durch blaue Bohnen welchem Gebiet eine einheitliche Regelung möglich ist. Wie die weibliche Arbeiter beschäftigt sind und zwar unendlich lange Zeit, die Hungernden von der Noth befreit, höchstens also bietet man einheitliche Regelung sich gestaltet, das zeigen namentlich die weil diese Betriebe nicht unter den Begriff Fabrit" fallen, ohne den Lenten einmal milde Gaben an, und auch da wird noch Vorschriften über die Sonntagsruhe, die in daß der Bundesrath oder die Polizei etwas thut. Nicht beffer gefragt, ob sie nicht etwa Sozialdemokraten sind; technischer Beziehung ausgezeichnet gestaltet sind; die Sonntags steht es mit den Hutfabriten und Schneiderwert die dürfen auch nichts bekommen. Man tönnte doch sehr wohl ruhe hat sich ziemlich schnell eingelebt. 1879 wurde eine Vor- tätten. Für die zich orienfabriten ist nur die Vor- die Schutzbestimmungen auf die Hausarbeit ausdehnen und auch lage von Preußen an den Bundesrath gebracht über die Regelung schrift erlassen, daß in den Darrräumen keine weiblichen und noch den letzten Absah des§ 154 in Wegfall bringen, wie es Unter Da jugendlichen Arbeiter beschäftigt werden. In diesen Räumen auch die Plauen'sche Handelskammer, also das des Arbeiterschußes bezüglich der Gesundheit der Arbeiter. mals scheiterte die Vorlage, aber es würde sich fragen, ob ist nach meiner eigenen Erfahrung eigenen Erfahrung ein solcher Staub, nehmerthum bezüglich der einzelnen Stickmaschinen verlangt nicht, was damals auf dem Wege des Gesetzes versucht daß man keine zwei Meter weit sehen kann. In diesen hat. Dann wird der Hausindustrie das Grab gegraben sein. wurde, jetzt im Wege der Verordnung geschehen Räumen bekommen die Arbeiter nach einigen Wochen eine Die Zigarrenarbeiter haben bereits in den siebziger Jahren AnTönne. Zenn auch die Arbeitgeber selbst haben ein Interesse, rothe Haut und Haarfarbe. Was die Tabakfabriken betrifft, so strengungen gemacht, die Hausarbeit zu beseitigen und die daß diese Vorschriften für das ganze Reich gleichmäßig sind; erstrecken sich die Bestimmungen des Bundesraths vorwiegend Schneider befinden sich jetzt in der Agitation. dann reiß jeder Unternehmer von vornherein, was er zu thun nur auf die Zigarrenfabriken in bezug auf besondere Schutz- Es muß auf diesem Gebiete etwas geschehen, mit bloßen und wie er seinen Betrieb einzurichten hat. Bei der Herstellung bedingungen für Darrräume, während doch gerade in den Erhebungen ist nichts gethan. E3 muß eine Auseines neuen Fabrikgebäudes und bei der Einrichtung der neuen Rauchta bat Fabriken der Dunst infolge des Trocknens dehnung der Gesetzgebung stattfinden und dem Ausbeuterthum Maschinen sind solche Dinge leicht zu berücksichtigen; sehr des Tabaks ein viel stärkerer ist, als in einer gewöhnlichen Fabrik. der letzte Zufluchtsort, die Hausarbeit abgeschnitten werden. schwierig wird die Sache aber, wenn erst später solche An- Die Bestimmungen des Bundesraths werden dazu noch durch die Diesen ärmsten Arbeitern sollten wir mit der Gefeßgebung zit ordnungen befolgt werden sollen. Für Neuanlagen Rechtsprechung durchbrochen; so hat in diesem Sommer das Hilfe kommen, aber es scheint, als wenn heute noch nicht daran sollte man von vornherein strengere Vor- Kammergericht in Berlin erkannt, daß eine gedacht wird, als wenn man diese legte Freistätte für alle Zus schriften geben, die ein für allemal durchgeführt werden Bigarettenfabrit als eine Bigarrenfabrik im funft erhalten will, als wenn eine Noth, wie sie gräßlicher nicht Sinne der bundesräthlichen Bestimmungen gedacht werden kann, verewigt werden foll.( Beifall bei den Die Trennung der Geschlechter in den Fanicht angesehen Zigaretten Sozialdemokraten.) briten sollte viel strenger durchgeführt werden als es bis jetzt tabat sei weniger gesundheitsschädlich als der Bigarren Abg. v. Stumm( Rp.): Der Antrag Hihe enthält in seinem geschehen ist. In bezug auf die Bigarrenfabriten bestehen schon tabak. Bei kann ich nicht einsehen. der ersten Saße einen Vorwurf gegen die verbündeten Regierungen, so besondere Vorschriften darüber, daß die Arbeiterinnen nicht von Bigarrenfabrikation ist alles genau bei der daß sie bisher ihre Schuldigkeit nicht gethan haben auf diesem anderen Arbeitern abhängig sein sollen; früher wurden die Bigarettenfabrikation. Vielleicht findet auch ein Gericht heraus, daß Gebiete. Mein Antrag bezweckt, die Form des Hize'schen Antrages Wicklerinnen von den Bigarrenarbeitern bezahlt. Diese Vorschrift z. B. die sogenannten Zigarrillos, d. h. die Bigarren ohne Spize, zu mildern. Wenn die verbündeten Regierungen drei Jahre ge fönnte leicht ausgedehnt werden und man tönnte damit vielleicht auch feine Bigarren sind. wartet haben, bis sie die Bestimmungen über die Sonntagsruhe 2c. auch das Schwibsystem beseitigen und die Zwischen= Die Arbeitszeit der Bäcker soll in der allernächsten Zeit eingeführt haben, wie ihnen dies von radikaler Seite vormeister entbehrlich machen. In§ 120d ist die abgekürzt werden. Auch bei den Müllern, den Handels- geworfen worden ist, so liegt dies an der Schwierigkeit der Frage Vorschrift enthalten, daß die daß die Ortspolizei die Gin- angestellten, den Gastwirthsgehilfen ist eine un- und der Verschiedenartigkeit der Verhältnisse in den einzelnen richtung von ßsälen zum Aufenthalt der menschlich lange Arbeitszeit vorhanden, und das Fabriken. Was die Dringlichkeit folcher Forde Arbeiter während der Mittagspause obliga Reichs- Gesundheitsamt hat wenigstens bezüglich der ersten drei rungen betrifft, so bauscht man sie einerseits viel au torisch vorschreiben kann. Diese Bestimmung müßte entschieden, daß hier auch eine Gefährdung der Gesund sehr auf und glaubt andererseits viel zu sehr an eine absolut fireng durchgeführt werden und es müßten diese Säle auch für heit stattfindet durch übermäßig lange Arbeitszeit. heilende Wirkung reglementirender Bestimmungen. Viele Bedie jugendlichen Arbeiter als Aufenthaltsräume angewiesen Ein Mangel unserer Gewerbe- Ordnung ist, rufsgenossenschaften haben z. B. hinsichtlich der Unfallwerden. Ju bezug auf die jugendlichen und weiblichen Arbeiter daß der Begriff der Fabrit nicht genau feftverhütungen viel mehr Reglements erlassen, als eigentlich nothkönnte die französische Gesetzgebung als Muster gelten. Es wird gestellt ist. Infolgedessen ist die Rechtsprechung geneigt, den wendig war, jedenfalls haben sie alles gethan, was auf dort unterschieden zwischen den gesundheitsschädlichen und den Fabriken unter Umständen einen recht weiten Spielraum zu diesem Gebiet geschehen tann. Streng ge weniger gesundheitsschädlichen Betrieben und Judustrien. Zu gönnen. So hat man z. B. den Begriff der Fabrik nicht nommen ist keine dieser Bestimmungen überflüssig, aber den. ersteren werden die jugendlichen Arbeiter garnicht zugelassen. angenommen bei den Posamentierfabriken in Plauen, wo die einzelnen Arbeitgeber können sehr leicht auf den Vor allem ist aber die Ausdehnung des Ardie Arbeit im Hause besorgt wird. Man hat ohne Gedanken kommen, daß der Schwerpunkt in den Unfallbeiterschutzes auf die Hausindustrie nöthig, weiteres gefagt, dieser Artikel sei kein Fabrikartikel. verhütungs- Reglements liege. Unfälle werden da am und zivar umsomehr, als die Vorschriften über die Die Konfektionsbranche wurde früher einem Reichsgerichs- meisten vermieden, wo die persönliche Aufsicht die schärffte ist. Beschäftigung der jugendlichen Arbeiter in den Fabriken Erkenntniß entsprechend den Schutzbestimmungen unterstellt. Im Auch in bezug auf die Hygiene sind zahlreiche Vorschriften und zur Ausdehnung der Hausindustrie geführt haben. Auch vorigen Jahre wurde die Firma Leßmann freigesprochen, welche Reglements erlassen, und nach den Berichten der Fabrikhier müßte man das Gutachten der Fabrik Inspektoren gegen diese Bestimmungen verstoßen hatte. Das Landgericht in inspektoren bleibt in diesem Betracht sehr wenig zu thun hören und prüfen, auf welchem Gebiete man zunächst vor- Bremen fonnte nicht anerkennen, daß die Firma Leßmann eine übrig. Die Berufsgenossenschaften haben ihre Schuldigkeit gehen kann. Fabrik betreibe. Das Reichsgericht bestätigte dieses Erkenntniß gethan, aber ihr Einfluß ist heute sehr gering, denn ihre Es handelt sich bei unserm Antrage nicht um ein neues( Sört, hört! links) entgegengefeßt einem früheren Beschlusse von Entscheidungen werden zunächst von den Schiedsgerichten Prinzip und um neue Gesetze, sondern nur um strengere und 1886. Auch nach einem anderen Erkenntniß ist für Hamburg fontrollirt und kommen dann an das Reichs- Versicherungsamt. Wir der Begriff Fabrit auf Konfektionsgeschäfte Es ist nichts gefährlicher, als wenn der Bundes= wollen nicht drängen zu voreiligen Schritten, wir wollen, daß maß nicht mehr anwendbar. Nach dieser Judikatur find rath auf diesem Gebiet generelle Vorschriften erlassen voll, aber mit voller Erfassung des Ziels vorgegangen wird. auch die Zigarrenfabriken feine Fabriken mehr, da sehr oft die wollte. Noch gefährlicher steht es mit der SchabloniDie Regierung kann auf diesem Gebiete der Zustimmung des Bigarrenarbeiter den Tabak ausgearbeitet bekommen und daraus firung des Maximal- Arbeitstages; es muß vor Reichstags sicher sein. Deshalb bitte ich, den Antrag an die fertigen Zigarren herstellen. Durch diese Flüssigkeit des allem hierbei berücksichtigt werden der Unterschied zwischen Großzunehmen. Begriffs Fabrik" werden die Unternehmer veranlaßt, sich beiseite und Kleinbetrieb. Man kann Man tann gar leicht durch generelle müssen. Warum, werden fann. wvie " Bei den gegenwärtigen Borschriften das Handverk, welches wir alle bis auf Bading'ichen Druckerei, Rosen, verhandelt; den Inhalt der Frieden gefährdet ist, ist flar. Die äußerste Linke schützen wollen, schädigen. Wie Nummer habe er schließlich erst fennen gelernt, als sie bereits Verhältnissen und dem Leserkreise des Flugblattes läßt sich nicht falsch die Auffassung ist, daß der Maximal ausgegeben war. leugnen, daß da leicht ein Ausbruch hervorgerufen ist, der zur Arbeitstag unter allen Umständen im Inter= Der zweite Angeklagte, Max Bading, der bekanntlich Gewaltthat führt. Einzelne Stellen( der Vorsitzende verliest fie) effe der Gesundheit der Arbeiter liegt, dafür in der früheren Verhandlung mit Hilfe des famosen dolus fordern aber ausdrücklich zur Gewalt auf. fann ich Beispiele anführen. Dieselbe Arbeit auf eine längere eventualis zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt war, macht Schulze ist also der Thäter; dem zweiten Angeklagten fällt Reihe von Stunden vertheilt ist unter Umständen leichter und darauf aufmerksam, daß bei der großen Ausdehnung seines aber die allgemeinere Renntniß des Inhaltes zur Last, die hier um als dolus eventualis bezeichnet ist. Man muß wiederholen, weniger für die Gesundheit schädlich, als wenn sie in kürzerer Geschäfts es ihm vollkommen unmöglich sei, sich Zeit verrichtet wird. Hinsichtlich Hinsichtlich des zweiten Theiles Einzelheiten zu bekümmern; er habe darum dem Faktor Rofen daß es dem Gerichtshof nicht ohne weiteres einfällt, den Drucker des Antrages glaube auch ich, daß die nöthigen Er- vollkommene Handlungsfreiheit gegeben; so sei auch dieser Auf- für alles verantwortlich zu machen: es ist die Eigenthümlichkeit des hebungen bezüglich der Hausindustrie mitthun trag zum Druck der Märznummer ohne seine Mitwirkung zur besonderen Falles ins Auge zu faffen. Bading hat hier soviel lichster Beschleunigung stattfinden müssen. Annahme und Ausführung gelangt. Er habe darum auch nicht gewußt, was der wesentliche Inhalt der Schrift sein würde. Das Man muß sehen, ob man die Auswüchse der Haus- im entferntesten ahnen können, daß er sich eine Anklage zuziehen genügt aber zur Vollendung des Thatbestandes. Ob das nun industrie beseitigen fann ohne diese zu verwürde, zumal die früher bei ihm erschienenen Nummern des dolus eventualis ist oder nicht, ist gleichgiltig. Er hatte schon nichten. Volksblattes" nicht inkriminirt feien. Seine Kenntniß des That Erfahrungen gemacht, die zur Vorsicht mahnten, obgleich zuzu. Seit Wochen wird mir in den Zeitungen allerhand nach bestandes beschränke sich darauf, daß ihm sein Faktor Rosen geben ist, daß er sich auf freisprechende Urtheile berufen tann. geredet, es vergeht tein Tag, wo nicht eine grobe Entgelegentlich gefagt habe, es würde wahrscheinlich eine März- Er wußte wenigstens, daß die Vignette wieder angebracht werden sollte und die war doch zweifellos bedenklich. Er wußte weiter, stellung über mich gebracht wird, namentlich in der Frank nummer bestellt werden". furter Zeitung", dem" Bolk" und" Borwärts"; einmal soll Herr Landgerichts- Direktor Leonhard bemerkt gegen den daß die Flugschrift auf rothem Papier gedruckt werden sollte, ich das Velozipedfahren verhindern wollen, dann Zeitungen auf- Angeklagten Bading, kein Gericht würde je einen Drucker und zwar zum 18. März. Dies alles mußte in ihm die Uebergekauft und dann scharf gemacht haben. Und ich muß noch für alles verantwortlich machen, was aus seiner Druckerei her- zeugung erwecken, daß in der Flugschrift Sachen stehen all diesen Unsinn lesen. Das schlimme ist, daß anständige Zeitungen vorgehe; das sei immer nach der Lage des Falles zu beurtheilen. würden, die geeignet sein würden, den öffentlichen Frieden stören. Wenn er auch nicht über den Wortlant das abdrucken. Deswegen erkläre ich ein für alle Mal, wenn Hier liege nun die Sache so, daß die besondere Art des Druck zu Sie so etwas lefen, tönnen Sie von vornherein annehmen, das auftrages einen verständigen Menschen zur sorgfältigen Prüfung der einzelnen Artikel im Klaren war, der Umstand, daß wegen ist die Unwahrheit.( Heiterkeit.) Und wenn es in allen drei veranlaßt hätte. Man dürfe doch nicht absichtlich die Augen eines Theiles der Artikel Freisprechung erfolgt war, fommt nicht Zeitungen zugleich steht, ist es sicher unwahr. zumachen, um nichts zu sehen, blos um nachher sagen zu können, in betracht. Thatsächlich ist hervorzuheben, daß nicht ein eins Mit der Weiterbildung der Arbeiterschuhman babe nichts gesehen. facher Wiederabdruck stattgefunden hat, sondern daß eine Reihe Gesetzgebung bin ich einverstanden, aber es Bading weist eine derartige Zumuthung zurück und er der früher erschienenen und freigesprochenen, aber auch neue Artikel, dürfen keine Streitorganisationen entstehen. flärt eingehend die Art seiner Geschäftsführung, die es mit sich die andere Stellen enthalten und für sich den Thatbestand der§ 130 Die Arbeiterorganisationen müssen vielmehr bringe, daß er thatsächlich erst aus dem Belegeremplar des ergeben, zusammengestellt sind. Wenn der Angeklagte sich sagte, es tönnte ihn feine Gefahr treffen, so hat er sich in auf dem Boden der Knappschaftsvereine ge Geschäfts das Blatt und seinen Inhalt fennen gelernt habe. bildet werden. Dann kann auch die andere brennende Frage, Staatsanwalt Strähler, der auch schon im ersten einem Rechtsirrthum befunden; es fomint öfter vor, daß der Ausbau der Unfallversicherung, erledigt werden. Die Haupt- Prozeß Bading die Auflage vertreten hatte, die Gerichte verschieden urtheilen: das macht aber dieselbe That sa che ist gemäß der allerhöchsten Botschaft die Ausdehnung hält es für nöthig, ausdrücklich darauf hin vor einem anderen Gerichte nicht straflos. Das ist allgemeines der Invalidenversicherung zu einer Wittwenzuweisen, daß in der Bading'schen Buch- Menschenloos. Wenn allerdings der Vertheidiger daraus die und Waisenversicherung. Das kann aber nicht ge- Druckerei vornehmlich sozialdemokratische Anwendung des dolus eventualis auf die Richter herleiten will, schehen, solange blos Industrie und Landwirthschaft damit befaßt Schriften hergestellt werden. so erscheint das unverständlich. werden, sondern es müssen alle Berufsstände gleichmäßig heran- Danach wurde für die Verlesung der inkriminirten Nummer Die Angeklagten find also beide schuldig; es war eine außer Die Landwirthschaft bedarf aller die Deffentlichkeit ausgeschlossen, durch Herrn Direktor ordentliche Gefahr, welche durch die Verbreitung einer solchen dings eher einer Entlastung, aber für die Leonhard aber den Vertretern der Presse in konzilianter Schrift geschaffen wurde; mit Rücksicht auf ihren aufreizenden Fabriken können Sie die Wittwen- Waisen- Weise das Anhören der Verhandlung gestattet. Charakter, auf die Unbesonnenheit der häufig noch jugendlichen versicherung einführen. Die Weiterbildung Die Zeugenvernehmung des Faktors Rosen und Redakteurs Personen konnte leicht ein außerordentliches Unglüd ente wenn ein Theil der Bevölkerung zur Nach der Wohlfahrts Gefeßgebung wird wirksamer Reßler, die beide nicht vereidigt wurden, bestätigte in jedem stehen, der Ereignisse von 1848 aufgefordert wurde. fein, als die Annahme der wohlgemeintesten Anträge Punkte die Aussagen der Angeklagten, wonach also nur Rosen eiferung auf Arbeiterschuh. und Kepler vom Inhalte der betr. Nummer Kenntniß gehabt haben, Deshalb ist auch Schulze zu vier Monaten verurtheilt. Abg. Clemm- Ludwigshafen( natl.) empfiehlt die Annahme ihn aber auf grund der früheren freisprechenden Urtheile für Bading ist mit Rücksicht darauf, daß er sich zum theil im Rechts. des Antrages. gänzlich unbedenklich erachteten. irrthum befand, als er auf die zwei ihm günstigen EntEs ist auch Abg. Schall( dk.) giebt namens der Konservativen die Er- Staatsanwalt Strähler führte aus, daß beide Angeklagte scheidungen bezug nahm, milder zu beurtheilen. flärung ab, daß sie für den Antrag stimmen. Die Ausdehnung zweifellos Kenntniß von dem Inhalte der Druckschrift gehabt erwogen, ob er nicht in eine Geldstrafe zu nehmen sei, aber in der Schutzbestimmungen auf die Hausindustrie verlangen auch haben und deshalb als Thäter zu betrachten seien. Was den anbetracht dessen, daß er von der Flugschrift einen direkten die Sozialdemokraten und befinden sich dabei eigentlich Angeklagten Bading betrifft, so brauche blos daran erinnert zu Nutzen gehabt hat, ist auf Freiheitsstrafe erkannt und zwar mit sich selber in Widerspruch, denn sie sind sonst werden, daß dieser eine große im Dienste der Sozialdemokratie auf 14 Tage Gefängniß, zumal doch die Sache von einer außer nicht dafür, daß die Beamten überall hineinriechen. stehende Druckerei besitzt und daß solche Unternehmungen so ordentlichen Gefährlichkeit war. Durch gefeßliche Vorschriften wird nicht alles erreicht werden organisirt zu werden pflegen, daß der wirkliche Vertreter nicht tönnen, wir müssen auch an den humanen Sinn der faßbar ist. Wenn erst der strafrechtliche Standpunkt feftArbeitgeber appelliren und ihr Gewissen schärfen hier gestellt werden sollte, daß ein solcher Mann fich von der Tribüne des Reichstages. gezogen werden. 3 Sie Lokales. " Die der Beihilfe nicht schuldig machen, wenn er in seiner Achtung, dritter Wahlkreis! Heute, Donnerstag, abends Abg. Schmidt- Elberfeld( irs. Bp.): Wir werden für den An- Offizin solche Machwerke, deren Charakter ihm gar nicht 81/2 Uhr, findet in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, trag stimmen und sind auch bereit, die Arbeiterschutz- Bestimmungen zweifelhaft sein könnte, herstellt, so würde das sehr eine Bolksversammlung statt, in welcher Reichstags weiter auszudehnen. bedauerlich sein. Daß die Druckschrift zum Klajienhaß anreize, Abgeordneter Dr. Lütgenau aus Dortmund einen Bartrag Abg. Werner( Reform- P.): Wir glauben auch, daß manches fei ganz offensichtlich, denn sie sei erschienen zur Erinnerung an über die politische Lage halten wird. Namentlich die Frauen geschehen muß, um die Arbeiter Gesetzgebung so zu gestalten, den 18. März, der blutig und gewaltthätig verlaufen sei, und werden um rege Betheiligung gebeten. daß man befriedigt sein kann. Man muß dantbar faft auf jeder Zeile finde sich ein Antlang an blutige Thaten sein, daß Herr von Stumm für seine jugendlichen und an physische Revolution. Man feiere doch ein Ereigniß Die Feier des 18. Januar ist in der zweiten Hand. Arbeiter selbständig einen Maximalarbeitstag geschaffen hat. nur mit Rücksicht auf das Wesen und den Erfolg des Er werterschule am Stralauer- Play in folgender Weise vor Wir legen ein großes Gewicht darauf, daß die Hauseignisses, wie dies beispielsweise bei dem Sedanfest der Fall bereitet worden: Der Herr Direktor zu den Schülern: Wie Sie industrie möglichst beschränkt wird. Wenn wir sei. Interessant fei es, daß die Sozialdemokratie, die wissen, wird der 25. Jahrestag der deutschen ReichsDiesen großen für die Arbeiter eintreten, so werden die ganz planmäßig alle Mittel zur Verhegung und nament- gründung am 18. Januar gefeiert werden. Arbeiter auch einsehen, daß nicht blos die lich zur Beseitigung des Kapitals in Bewegung setzt und Tag wird auch die zweite Handwerkerschule würdig bes Sozialdemokraten, sondern auch die anderen zum Stampfe aufruft, jetzt immer nachdrücklich behaupte, daß sie gehen, und zwar in einer Feier, die mit Gesangsvorträgen großen Parteien für sie eintreten. Wir nur den Kampf mit geistigen Waffen im Auge habe. Viel näher und Chorgesängen verbunden ist und die austlingen wird, wissen, wie wichtig die Arbeiterfrage ist, aber wir betrachten liegt der Verdacht, daß sie die Maffen so lange vorbereiten will, in ein Hoch auf S. M. den Kaiser. Ich möchte nun die Stärke fie nicht gesondert, sondern im Zusammenhange mit bis ihre Aussichten dem Militär gegenüber beffer geworden seien der Betheiligung erfahren, und ersuche zu diesem Zwecke jeden. der ganzen Mittelstandsfrage, die für uns die als jetzt, bis nach ihrer Hoffnung auch das Militär mit sozial- der dem Feste beiwohnen will, die Hand zu erheben. Hoffentlich aller wichtigste ist. Ich möchte bitten und wünschen, daß demokratischen Ideen durchfeucht sein werde, d. h. daß sind recht viele tapfere deutsche Jünglinge unter Ihnen." man ebenso allgemein für die Interessen der Handwerker ein- fie sich lebhaft bemühe, den Kampf gu erwecken Aufforderung des Direktors wird erfüllt. Von etwa 50 Schülern treten wird.( Zustimmung rechts.) und anzuschüren, aber im gegebenen Augenblick den erheben 15 die Hände. Das ist allerdings etwas wenig. Darauf wird die Debatte geschlossen. Das Schlußwort als Schein verbreiten, ชิน daß die Gegner den welche Kampf Es sollten nun diejenigen die Hände erheben, Antragsteller erhält vom Baune gebrochen, sie selbst aber friedlichen Tendenzen das Fest nicht besuchen wollen." Geschieht theilweise. wer nur alle die Hände, Abg. Dr. Licber( 3.) freut sich über die Zustimmung, welche buldige. Der Staatsanwalt beantragt wiederum vier bezw. Heben den Muth der Antrag allseitig gefunden hat und ist befriedigt davon, daß zwei Monate Gefängniß. Rechtsanwalt Freuden hatte, die Hände vorher nicht zu erheben, der muß jezt auch der Antrag Herrn v. Stumm Gelegenheit gegeben habe, zu thal beantragte die Freisprechung der beiden Angeklagten, Rourage haben die Hände zu erheben." Der Herr Direktor erklären, daß er für die Weiterführung der Sozialreform sei. einerseits aus dem Gesichtspunkte, daß eine Thäterschaft über- fragte sodann die einzelnen Nichttheilnehmer nach den Gründen Das Zentrum wolle nicht störend in das Verhältniß zwischen haupt fehle, andererseits weil in den Artikeln, wegen deren schon ihres Fernbleibens vom Reichsgründungsfeste. Natürlich gab man Arbeitern und Arbeitgebern eingreifen, sondern diese Störung der Mehrzahl nach von gelehrten Richtern auf Freisprechung vielfach ausweichende Antworten. Na, laffen Sie nur die Aber noch verhindern durch rechtzeitiges Eingreifen der Gesetzgebung. In erkannt worden sei, feineswegs eine Aufreizung zum Klassenhas Hände fallen, schlechte Patrioten sind Sie doch!" den Worten: mehr als bisher" liegt tein Mißtrauens zu finden sei. Warum der 18. März nicht verherrlicht werden eins," fuhr der Direktor fort. Ich habe schon öfter auf den votum für die Regierung. Wenn wir auch eine drei sollte, fei ganz unverständlich; nach den Ausführungen des Sonntags- Gottesdienst hingewiesen, leider sind nur wenige meiner jährige Vorbereitung für die Verordnung über die Staatsanwalts dürfte eigentlich auch der Sedantag nicht Aufforderung nachgekommen; von etwa tausend Schülern nur Sonntagsruhe als nicht nothwendig betrachten, so wollen gefeiert werden. Den bezüglich des Angeklagten Bading in acht. E ist das ein trauriges Zeichen. Sie sollten doch wir doch deswegen teine Vorwürfe erheben. Wir sind Frage kommenden dolus eventualis erklärte der Vertheidiger für einsehen, daß es im Interesse der Gehilfen liegt, den Sonntags aber der Meinung, daß es an der Zeit ist, das Ver- das Ungeheuerlichste auf juristischem Gebiete. Er suchte aus unterricht beizubehalten und nach der Kirche zu gehen; das Prosäumte nachzuholen. Aber wir sind bereit, die von Herrn zuführen, daß schließlich auch ein Staatsanwalt oder Gerichtshof, vinzial- Schulfollegium sollte erfahren, daß auf ein Entgegen v. Stumm beantragten Worte in unseren Antrag aufzunehmen. der wissend, daß eine Druckschrift schon zweimal beschlagnahmt tommen bei den Schülern zu zählen ist." Zum Schluß ermahute Die Annahme des Antrages wird beweisen, daß die Behauptung und wieder freigegeben worden, wiederum eine Beschlagnahme der Herr Direktor nochmals den Theil der Schüler, der sein Ers. unrichtig ist, es mache sich eine Stimmung geltend für die Ver- und Anklage veranlaßt, obwohl die Vermuthung einer Frei- scheinen zur Reichsgründungsfeier zugefagt hatte, bestimmt zu fumpfung der Sozialreform, und sie wird ein Ansporn für die sprechung vorliegt, mit dem dolus eventualis in Rollision tommen kommen, damit man sich nicht blamire. Regierung sein, auf diesem Gebiete weiter vorwärts zu gehen. fönnten. Wäre es nicht am Plaze, daß Politik und Religion aus der Abg. Hüpeden( wild- konf.) bedauert, daß er durch den Der Vorsitzende Leonhard begründete das Urtheil mit Handwerkerschule fortblieben? Schluß der Debatte verhindert sei, die Meinung seiner christ folgenden Worten: Der Gerichtshof hat auf grund der Das ist aber stark! Gewisse Leute, denen leine Gewalt lich sozialen Freunde im Lande darzulegen und heutigen Verhandlung die Schuld der Angeklagten als erwiesen maßregel energisch genug ist, wenn die Arbeiter ruhig ihren namentlich Herrn v. Stumm gegenüber zu betonen, angefehen; an die Auffassung des Reichsgerichts, das sich übrigens Maifeiertag begehen wollen, greifen jetzt zu den merkwürdigften daß für die Entwicklung der Sozialreform die mit dem dolus eventualis gar nicht beschäftigt hat, ist der Mitteln, um den 18. Januar seines Werteltags charakter gewertvereinliche Organisation der Arbeiter Gerichtshof nicht gebunden. Der Gerichtshof hat Schulze zu entkleiden. Hiesige Koromachermeister haben vorgestern eine absolut nothwendig ist. als Thater betrachtet auf grund der allgemeinen Bestimmungen Der Antrag Hike wird darauf mit der Aenderung nach über die Thäterschaft. Er hat mit Kenntniß des Inhalts Postkarte folgenden Juhalts erhalten: dem Antrage des Herrn v. Stumm einstimmig angenommen. die Druckschrift weiter verbreitet, ist also Thäter, ohne Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr. daß man die Vermuthung des Preßgefeßes in bezug ( Antrag Kanig.) auf den Thäter heranzuziehen nöthig hätte. Bei Bading nimmt der Gerichtshof Druckerei die Flugschrift hat herstellen lassen und zwar mit Kenntniß der wesentlichen Richtung ihres Inhaltes. Es ist ihm Vor der achten Straffammer des fgl. Landgerichts I, der nicht nachgewiesen, daß er die Flugschrift gelesen bat, aber der Landgerichts- Direktor Leonhard vorsaß, fand heute eine über den wesentlichen Inhalt derselben konnte er nach Lage der neue Berhandlung gegen den verantwortlichen Redakteur der Sache nicht zweifelhaft sein. Schulze hat die Schrift vervorjährigen Märznummer Schulze und den Drucker derselben anlaßt, er hat sich an see ßler gewendet, hat dann die Max Bading wegen Aufreizung zum Klaffenhaß statt, nach Exemplare verbreitet: Das kann nicht geschehen sein ohne dem das frühere Urtheil derselben Kammer in dieser Sache vom Kenntniß vom Inhalt. Wenn er die auch nicht vor Ertheilung Reichsgericht aufgehoben und die Angelegenheit zur erneuten des Auftrages gehabt hat, so hat er sie jedenfalls besessen, Es fragt sich nun, ob Verhandlung an dieselbe Rimmer zurückverwiesen war. Zum bevor die Nummer ausgegeben wurde. Thatbestand ist zu bemerken, daß die Märjnummer von Schulze objektiv der Thatbestand des§ 180 R.-St.-G.-B. vorliegt. verantwortlich gezeichnet, in der Druckerei von Bading hergestellt, kann in der That in Beziehung darauf, ob zu Gewaltthätigkeiten aber bald nach ihrer Ausgabe von der Polizei beschlagnahmt ist. angereizt worden ist, ein Zweifel wohl nicht existiren. Die ganze Der Angeklagte Schulze führte aus, daß er, nachdem äußere Art und Weise, der Druck auf rothem Papier und der regelmäßig eine solche Märznummer erschienen sei, auch in Inhalt find im hohen Grade aufreizend. Es wird der Klassenhaß diesem Jahre den Auftrag erhalten habe, eine solche heraus- gepredigt und die Erinnerung der Revolutionen gefeiert. Es ist Die deutsche Sprache auf dem Reichsgründungsfeste. zugeben, zu welchem Zwecke er sich an den Genoffen Keßler zuzugeben, daß das geschehen kann ohne Verlegung des Straf: Das in der lezten Nummer des Reichs- Anzeigers" veröffentgewendet habe. Reßler habe ganz felbständig die Nummer gesetzbuches, denn die bloße Anpreifung ist straflos, wenn nicht lichte Programm der Feier des 25 jährigen Erinnerungsgemacht und ihm angegeben, daß sie zusammengestellt sei aus die Abficht kundgegeben wird, daß die Leser das als Beispiel tages der Neubegründung des Deutschen Reiches( o, Genetiv!) Artikeln, die von Berliner Gerichten schon in früheren Verhand- benutzen sollen; der Gerichtshof ist aber der Meinung, daß hier am Sonnabend, den 18. Januar 1896" enthält folgende Merks fungen freigegeben feien und aus einem neuen von ihm selbst die Grenze überschritten ist. Das war beiden Angeklagten be- würdigkeiten: Für die anwesenden durchlauchtigsten fürstlichen ständig verfaßten Artikel. Er( Schulze) habe sich dann auf tannt, daß die Nummer zum 18. März erschienen ist, wo es zum Damen, Allerhöchstwelche und Höchitwelche um 93/4 Uhr an Reßler's Aussagen verlassen und fei der Meinung geoffenen Kampfe gekommen war. Weiter geht auch die Absicht fahren, ist die Versammlung in der Rothen Sammetkammer. Die wesen, daß eine strafbare Handlung nicht möglich der Aufreizung aus einzelnen Stellen der Flugschrift hervor. Gefolge Allerhöchft- und Höchstd er selben nehmen dieselbe Ausei, angesichts der früheren freisprechenden Urtheile. Durch Es kommt dabei nicht in betracht, ob die Gewaltthätigkeiten fahrt. Nach beendigtemGottesdienst betreten die allerdurchlauchtigsten gelesen habe er das Manuskript nicht, und über unmittelbar stattfinden sollen oder nicht, wenn nur die Mög- und die durchlauchtigsten fürstlichen Damen die Tribüne(§ 4). Seine haupt erst nach erfolgter Verbreitung von ihm Kenntniß erhalten. lichkeit und Wahrscheinlichkeit vorhanden ist, daß die Auf Majestät der Kaiser und König und Ihre Majestät die Riserin Was den Druck anlange, so habe er lediglich mit dem Faktor der reisung überhaupt zur Gewalt führen kann. Daß der öffentliche und Rönigin wollen dem Gottesdienst beizuwohnen ge Der Fall Bading. all daß er in feiner E3 Geehrter Herr! Das Ruratorium der Fachschule läßt Ihnen ersuchen, Ihren Lehrling Sonnabend, den 18. Januar 1896, vor mittags 10 Uhr, in der Fachschule für Korkmacher, Blumenstraße 63a, zur Feier des 25jährigen Jubiläums des neuerstandenen Deutschen Reiches erscheinen zu lassen. Bei Nichterscheinen soll dem Magistrat Berichterstattet werden. J. A.: F. Bergmann. Und wenn dem Magistrat Bericht erstattet wird? Hoffents lich werden sich die vielen Handwerksmeister, welche gleich der Arbeiterschaft ein bickes Haar in der heutigen Reichsherrlichkeit gefunden haben, durch den Ton einer solchen Aufforderung nicht im mindesten verblüffen lassen. Es sei übrigens erwähnt, daß Arbeiter, welche im Lohns tamps in ähnlicher Weise wie hier geschehen, Nuternehmer„ bebroht" haben, von bürgerlichen Richtern wegen Erpreffung oder ähnlicher Vergehen zu harten Gefängnisstrafen verurtheilt worden sind. glück angerichtet wird? fönnen. " ruben(§ 6).§ 8: Seine Majestät der Kaiser und König ihm dort: Wir haben mehr zu thun, thun, als unfere hatten, ließen fie fich verleiten, nochmals zu verschwinden. Ob geruhen Allerhöchstsich unter dem großen Vortritt in Gläser, und noch dazu mit Wasser, auf die Straße gleich sie so vorsichtig waren, sich von jemandem das Versprechen folgender Ordnung nach dem Weißen Saale zu begeben( folgt zu geben! Erst nach längerer Zeit fonnte Wasser geben zu lassen, sie erforderlichenfalls schnell zu holen, tamen fie die Ordnung). Für diejenigen unserer Leser, die eine solche herbeigeschafft werden. Aber auch der Transport des Kranten diesmal doch zu spät. Auf die Frage des Vorsitzenden, wo sie Sprache sehr schwer oder gar nicht verstehen, haben wir nur die hatte seine Schwierigkeiten. Von der Wache kamen zwei Beamte gewesen seien, gaben sie zur Antwort, sie hätten nicht Erklärung, daß das Reichsgründungs- Fest ein Hoffest ist, bei mit; als der Kranke nochmals in Krämpfe fiel, bat mein Be- gewußt, daß es auch im Gerichtsgebäude Aborte gebe und sich dem Reichstags- Abgeordnete sich nach Vorschrift des§ 2 dem gleiter den Schuhmann, doch eine Droschte herbeizuschaffen. Der deshalb zur Befriedigung einer Nothdurft in die Kneipe begeben. Throne gegenüber aufstellen. Beamte erklärte, als er darauf verwiesen wurde, daß Droschken Diese Unwahrheit wurde ihnen als ein Vergehen im Sinne des Ueber den unmäßig langen Dienst wird jetzt wieder be- erster Klasse nicht nehmen; erst nach etwa zehn Minuten war urtheilte sie zu je einer Woche, das Landgericht zu je einem Tag in langer Reihe in der Nähe ständen, er könne diese Fubrwerfe oben zitirten Paragraphen angerechnet. Das Schöffengericht versonders von den Kutschern und Kondukteuren der Omnibusgesell- eine Droschke zweiter Klasse herbeigeschafft, in welcher der Kranke Gefängniß. Die Revision gegen letzteres Urtheil machte geltend, schaften aufs heftigste geklagt. Der Dienst währt von morgens 6 bis abends 10/2 oder gar 11 Uhr, also täglich 16 bis dann endlich transportirt wurde. der§ 138 habe sicher etwas ganz anderes gemeint, als die beiden 17 Stunden, dazu kommen noch die Wege von und nach den Der Lohn des Fleißes. Beim vierten Garderegiment zu Vorinstanzen annähmen. Der Straffenat des Kammergerichts Depots und die abendlichen Abrechnungen, so daß die Leute Fuß ist die Rekrutenbesichtigung gut ausgefallen. Die Refruten verwarf die Revision. 2. und J. seien mit recht bestraft worden. taum 7 Stunden zu Hause sein können. Es sollte Pflicht der erhielten deshalb den ganzen Rest des Tages frei und wurden§ 138 des Strafgesetzbuchs sei so allgemein gehalten, daß er Behörde sein, im Interesse der öffentlichen Sicherheit dafür zu abends zum theil in die Nebelbilder- Borstellung im Evangelischen sehr wohl auch im vorliegenden Falle hätte angewendet werden forgen, daß die Ausbeutung der Arbeitskräfte bei den Omnibus Vereinshause geführt. gesellschaften nicht gar zu gemeingefährliche Formen annimmt. Ueber Rohheiten auf der Stadtbahn wird einem Char- Vom Reichsgericht. Der Verächtlichmachung von StaatsRann man einen Rutscher, ber 15 Stunden auf dem Bilottenburger Blatt geschrieben: Am Montag Abend furz nach einrichtungen sollten sich der sozialdemokratische Renoch verantwortlich machen, wenn durch sein Gefährt ein Un- 10 Uhr bestiegen zwei Frauen auf dem Bahnhof Börse einen dakteur Gustav Hoch und der Buchdruckereibefizer Heinrich Sermann& chmidt durch die Abfaffung und Verbreitung eines Wagenabtheil dritter Klaffe, um nach Charlottenburg zu fahren. Hermann Schmidt durch die Abfaffung und Verbreitung eines Die Schullehrer müffen bei Ausübung ihres Berufes be- Nachdem der Zug die Bahnhofshalle verlassen hatte, ertönte Flugblattes An das wertthätige Bolt" schuldig gemacht haben. fannlich auch mit Kreide hantiren. Durch den Gebrauch von plöglich aus dem Nebenabtheil lauter Gefang. Die denkbar Dieſes Flugblatt war vor der Reichstagswahl im Wahlkreise Kreide pflegt man sich aber die Hände zu beschmutzen und jeder gemeinsten Texte wurden nach den Melodien bekannter Gaffen- an au- Gelnhausen in großer Zahl verbreitet worden. Es Reinlichkeit liebende Mensch hat in solchem Falle das Bedürfniß, hauer gesungen. Auf Bahnhof Friedrichstraße angekommen, wandte sich gegen die konservative Politik und machte der Regierung den sich die Hände zu waschen. In richtiger Erkenntniß des Um- mäßigten sich die Rowdies einigermaßen, aber nachher fam es Borwurf, daß sie durch Einbringung eines neuen Tabakſteuergesetzes bestandes, daß man sich nach dem Waschen auch abtrocknen muß, noch toller. Einer der roben Patrone stieg auf die Sig- zwecke, die reichen Leute noch weiter mit Steuern zu verschonen werden, wie man uns schreibt, den Lehrern der städtischen bank und belästigte die Passagiere des anderen Wagenabtheils und durch Geschenke aller Art wie Schnaps- und Zuckerprämien Realschulen Handtücher geliefert. In den Volksschulen sowohl durch den Gesang unzüchtiger Lieder als auch dazu belohnen. Das Landgericht Hanau erkannte am 22. Auguſt dagegen fehlt dieses nothwendige Reinigungsmittel. Setzt der durch, daß er den Eborgesang seiner Kumpane mit den gemeinsten sächlich deshalb, weil die Ausführungen des Flugblattes fich I. auf Freisprechung der beiden Angeklagten, hauptBerliner Magistrat bei den Lehrern der proletarischen Gemeinde- Gesten begleitete. Nach einander verbaten sich zwei Herren die sächlich deshalb, weil die Ausführungen des Flugblattes fich schulen etwa weniger Reinlichkeitsbedürfniß voraus, als bei ihren Gemeinheit, sie kamen aber bei den Lümmeln schlecht an, denn nicht gegen bestehende Geseze richteten, sondern nur gegen Kollegen in den Realschulen? nicht nur die gemeinsten Schimpfworte wurden ihnen zu theil, in Aussicht genommene Gefeße. Die Revision belästigt. Auch die beiden Frauen wurden in der ärgsten Weise Sie wurden auch von der Bande angespuckt und mit Stockschlägen der Staatsanwaltschaft gegen dieses Urtheil kam heute im Reichs. gerichte zur Verhandlung, Im Einklang mit dem Antrage verhöhnt. Schließlich blieb diesen nichts weiter übrig, als auf des Reichsanwalts erkannte das Reichsgericht auf Verwerfung der Revision. Sit recht fei dem Lehrter Bahnhof den Wagen zu verlassen und in einen anderen Wagen einzufteigen. Auf dem Bahnhof Zoologischer Berinstanz angenommen, daß der§ 131 Str.: 0.5 wit Garten" verließen die beiden Frauen die Stadtbahn, um mit der Strafe bedrohe. Wenn die Revision als verächtlich gemacht die Waggons sahen und hörten sie noch das wilde Treiben der ge- bezeichne, so gehe doch aus dem Flugblatte nicht hervor, schilderten Bande. Das Publikum sollte in solchen Fällen energisch eingreifen; verwunderlich bleibt aber, daß anscheinend welche beſtimmten Staatseinrichtungen, d. h. welche fon freten Gefeße getroffen werden sollten. fein Beamter dem Treiben der Flegel Einhalt gebot. zu winken, wenn er ins Opernhaus gehen will, wird der Ueber die Freuden, die dem gewöhnlichen Sterblichen Nordd. Allg. 3tg." geschrieben: Ich fand mich am Sonntag Bormittag 1/212 Uhr vor dem Opernhause ein, um ein Billet zu Mignon- Boritellung hundert Personen. Es ist kein Vergnügen, bei dem gegenwärtigen Wetter auf dem kalten Trottoir zu stehen; es könnte das geräumige, gutdurchwärmte Vestibule geöffnet werden, wie es bereits in Dankenswerther Weise beim fönigl. Schauspielhaus geschieht Doch das nur nebenbei. Nachdem wir eine halbe Stunde gestanden, wurde nach 12 Uhr das Thor geöffnet und das Publikum abtheilungsweise eingelassen. Es dauerte noch fast eine halbe Stunde, bis ich unter furchtbarem Gedränge am Kassenschalter stand, um dann zu erfahren, daß der 3. Rang bereits längst ausverkauft sei; auch mit dem 4. Rang war dasselbe der Fall. Diese Enttäuschung wurde gleich mir einer großen Zahl der Harrenden zu theil. 3 Die Herren Nauck u. Hartmann haben sich geweigert, ein fortschrittliches Versammlungsplakat mit dem Inhalt" Da Berliner Volksschulwesen und das Ministerium Bosse" an den Säulen anzuschlagen. Auf den Einwand, daß das Thema doch ganz unverfänglich sei, fragte die Firma telephonisch beim Polizeipräsidium an und will die Antwort erhalten haben, man werde das Plakat entfernen lassen, wenn Nauck u. Hartmann es anschlagen ließen. Die„ Volks Beitung", die diese Meldung bringt, meint, daß die Sache doch unmöglich fo liegen könne. " Eine Ausstellung lebender Vögel wird der Verein Aegintha vom 20. bis 25. Febrnar im Grand Hotel Alexanderplay veranstalten. Der Verein hat sich um die Bestedelung der städtischen Parkanlagen mit Singvögeln manches Verdienst er worben. Dersammlungen. = von Der Die Freie Kranken- und Begräbuißkaffe der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins( E. H. 27) hielt am 13. Januar ihre jährliche Generalversammlung ab. Von einer Tagameterdroschke wurde am Montag der Die Kaffe hatte, bei einer Mitgliederzahl von 475, am 1. Januar Arbeiter Felix Thens in der Lüneburgerstraße so unglücklich über- 1896 einen Bestand von 13 725,08 M. Der seitherige Vorstand fahren, daß er außer einer Verlegung am Kopfe einen Bruch des ge, Vorsitzender, Sollweg, Schriftführer, Schulze. rechten Unterschenkels erlitt. Rassirer, wurde wiedergewählt. An versicherungspflichtige Mitglieder wurde 10,50 M.( und freier Arzt und Medizin), an nichtversicherungspflichtige 15,221/ 2 M.( ohne Arzt und Medizin) die Woche Krankengeld gewährt. Der Beitrag beträgt wöchentlich 40 Pf. und wird jeden Montag abends von 8 Uhr an Annenstraße 16 bei Herrn Bergner entgegen genommen. Bum Publikationsorgan ist der Vorwärts" bestimmt. Bei einem Einbruch im Komtoir der städtischen Gasanstalt zu Köpenick sind in der Nacht vom 9. zum 10. d. M. 120 m. baares Geld und für 17 M. Briefmarken erbeutet worden. Einen Arbeiter H., der der That dringend verdächtig erscheint, hat die Polizei verhaftet. Die Familie des wegen Landesverrath verhafteten In Ein neuer Versuch mit der„ Müllverbrennung" ist in genieurs Pfeiffer, der seit vier Monaten in Untersuchungshaft vergangener Woche in der Versuchsanstalt vor dem Stralauer des Reichsgerichtes in Leipzig sich befindet, plant eine öffentliche Thore vorgenommen worden. Die Elberfelder Stadtverwaltung Beschwerde über die angeblich zu lange Dauer des Untersuchungshatte nämlich fünf Eisenbahn- Waggons voll Müll hierher ge- verfahrens in dem Landesverraths- Prozesse. Der in Zusammenfandt, um in der Berliner Versuchsanstalt für Müllverbrennung bang damit stehende Prozeß in Paris sei, wie in der Beschwerde feststellen zu lassen, ob sich die Müllverbrennung eventuell aur angeführt wird, bereits seit zwei Monaten beendet. Einführung in Elberfeld eigne. Die Versuche sollen ein durchaus befriedigendes Resultat ergeben haben. Die pro Tag und Zelle verbrannte Masse übersteigt bei weitem die mit Berliner Müll erzielten Resultate. Dieser Unterschied scheint in dem größeren Gehalt an halbverbrannter Kohle im Elberfelder Müll feine Erklärung zu finden, denn in Elberfeld wird zu Heiz-, Roch- 2c. Zwecken fast ausschließlich Steinkohle verwendet, was in Berlin bekanntlich nicht der Fall ist. Viel geklagt wird über eine mangelhafte Einrichtung auf dem hiesigen Anhaltischen Bahnhofe. Dort wird sehr häufig in der Damentoilette die Wärterin vermißt und statt ihrer erscheint oft ein Mann auf der Bildfläche, der für jede Benuzung der Toilette 10 Pf. verlangt. Abgesehen davon, daß ein Mann in die Damentoilette nicht hineingehört, wird auch insofern gegen die bestehenden Vorschriften verstoßen, als durchweg 10 Pf. er hoben werden, nicht blos für die Benutzung besonderer, erst auf Wunsch aufzuschließender Räume. Die Art und Weise, wie der Mann auf dem Anhaltischen Bahnhofe auf seiner Forderung zu bestehen pflegt, wird für die Damen oft sehr unangenehm. Bielleicht sieht sich die Bahnverwaltung diese Berhältnisse und den Mann einmal etwas näher an. Die Diebe, welche vor etwa vier Wochen in dem Laden eines Kolonialwaarenhändlers in der Lothringerstraße einbrachen und 4000 M. an baarem Gelde erbeuteten, sind in der Berson der bereits wegen Eigenthumsvergehens' vorbestraften Arbeiter" Mangold und Schubert ermittelt und zur Haft ge bracht worden. Der lettere, ein Zubälter, wurde dieser Tage bei einer Razzia abgefaßt, nachdem die Kriminalpolizei schon längere Zeit auf den Verbrecher gefahndet hatte. Man fand noch 500 M. bei den Dieben. " Waldemarstr. 14: Deutsch. Nordschule, Müllerftr. 179 a: Deffentliche Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht Donnerstag: Südostschule. Gesundheitspflege. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials fchon von 8 Uhr an geöffnet. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. Sonntag, den 19. Januar, vormittags 10 Uhr, int Lotal von Gründel, Brunnenstr. 188, Generalversammlung. Arbeiter- Radfahrerverein. Donnerstag, den 16. d. M., abends 9 Uhr, bei Wilte, Andreasstr. 26a, Versammlung. ( 8weigverein Berlin). Donnerstag, den 16. Januar, abends 10% Uhr, bet Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher Röllig. Neue Friedrichstr. 44, Bersammlung. Konditoren. Donnerstag, den 16. d. M., Versammlung bei Wernau, Berbandsorgan. 3. Bortrag des Genossen Millarg. Rofenthalerftr. 57. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Urabstimmung betr. Berliner Naturheilverein II. Heute, Donnerstag, den 16. Januar, abends 8 Uhr, im Saale des Vereins junger Kaufleute, Beuthstraße 20: Sabres- Häuptversammlung. Vermischtes. Die Leiche der Arbeiterin Magarethe Heidik ist am Mitt Daß es auch für einen Vertheidiger seine Gefahren hat, woch Vormittag von der Charitee, in der die Heidit gestorben vor dem Reichsgericht zu erscheinen, zeigte sich am Freitag im ist, abgeholt und nach dem Schauhause gebracht. Das 23 jahrige Sigungsfaale des II. Straffenats. Dort hatte eben Rechtsanwalt Mädchen war in der Nacht vom 10. zum 11. Januar von ihrem Dr. Coßmann fein Plaidoyer beendet und seinen Platz am Ver. Bräutigam derartig mißhandelt worden, daß es aus dem Fenster theidigungstische verlassen, als plöglich eine große Glasglocke fich auf den Hof hinabsprang. Da der Bräutigam verhaftet ist, so vom Kronleuchter löfte und herabfiel. Die Mitglieder des soll durch eine gerichtsärztliche Deffnung der Leiche eine Unter- Straffenats sowie die noch anwesenden Rechtsanwälte erschraten lage für das Strafverfahren für ihn geschaffen werden. Die Leiche der Schornsteinfegerfrau Lück vom Arkona platz 3 ist von der Staatsanwaltschaft zur Beerdigung freigegeben worden. Frau Lück war, wie wir berichteten, in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag, nachdem ihr Mann abends um 11 Uhr weggegangen war, von ihrem heftig und sprachen ihr Erstaunen über den Vorfall aus, der unn öglich hätte eintreten tönnen, wenn die Schrauben, durch welche die Glosschale an dem elektrischen Beleuchtungskörper be festigt war, mit genügender Sorgfalt angezogen gewesen wären. Hätte sich der Unfall nur wenige Minuten früher ereignet, dann würde voraussichtlich der plaidirende Anwalt verlegt worden sein. Makulatur? Eine merkwürdige Mutheilung geht der Bur Illustration des Militärstaates mag eine Botal notia bienen, die wir in einem Spandauer Zotalblatt finden: wirthschaft aufzusuchen, piöglich gestorben und um eine SchankAuf dem Döberizer Uebungsplatz fand heute ein Scharfschießen Manne bei der Heimkehr todt im Bette liegend auf- Rb.- estf Zeitung" zu, für die wir ihr die Verantwortung der Artillerie ſtatt; infolgedessen ruht die Beschäftigung gefunden. Die behördlichen Ermittelungen baben nun unzweifel- überlassen müssen. Der Händler G. Strumpen aus Barmen sämmtlicher Handwerker und Arbeiter, die mit der Herstellung haft dargethan, daß bei dem sonderbaren Todesfalle Niemanden so wird dem Blatte geschrieben hatte von dem Elberfelder der Baulichkeiten 2c. noch zu thun haben. Der Kanonendonner eine Schuld trifft. Die Staatsanwaltschaft ist daher bei der Hauptpostamte Makulaturpapier gekauft. In den leztvergangenen war in unserer Stadt deutlich vernehmbar. Angelegenheit nicht weiter interessirt und hat die Leiche frei Tagen begann er mit der Sortirung des Papiers und fand dabei zu seiner großen Ueberraschung mehrere Briefe an Statt des schwarzen Buches" wollen die Berliner gegeben. bekannte Adreffen in Elberfeld, völlig unversehrt. Natür Hausbesizer, wie ein Berichte.statter meldet, nunmehr eine Witterungsübersicht vom 15. Januar 1896. lich schenkte er dem Abfallpapier nun noch größere schwarze Liste anfertigen, in welcher jeder Hauswirth die VerBeachtung, infolge deren dann noch mehrere andere antwortung für seine Mittheilungen tragen soll. Da wird es Briefe und schließlich sogar auch zwei Bostanweisungen an Beleidigungstlagen nicht fehlen. mit vollständiger Adresse, im ganzen twa dreißig verschiedene Postsendungen aus Tageslicht befördert wurden. Und dabei ist bis jetzt erst ein kleiner Theil der Matulatur durchgesehen worden, so daß man als wahrscheinlich annehmen kann, daß bei Sichtung des Restes noch mehrere solche una expedirte Postfachen zum Vorschein kommen werden. Sämmtliche Sendungen sind im November nnd Dezember aufgegeben worden. Die Postverwaltung wird gewiß nicht zögern, den Vorfall zu untersuchen und Aufklärung darüber zu geben. Einen recht einträglichen Poften müssen bislang die Stationen. Meister in den töniglichen Werfftätten zu Spandau gehabt haben. Man meldet jetzt dem„ Ang. f. d. 5." Wegen der jetzt ei:: geleiteten Umgestaltung der Meisterverhältnisse in der GewehrBarometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung NNW Windstärke NAGAAN( Stala 1-12) 4 Wetter Temperatur ONE nach Celfius ( 50.40R.) und Munitionsfabrit haben mehrere der bisherigen Meister ihren Swinemünde Dienst quittirt. Einige leben von ihren Renten; andere bleiben Hamburg noch weiter im Privatgewerbe thätig. So eröffnet der Meister Berlin 754 Werner, bisher in der Munitionsfabrit, eine Maschinenfabrik Wiesbaden. in Berlin. 753 • 754 SM WNW heiter bedeckt bedeckt -2 758 Still bedeckt München Wien. 756 W bedeckt 757 Still Schnee • 783 WSW 4 halb bedeckt 745 660 4 Schnee 754 WNW woltig 732 759 SW SSW 4 2 bedeckt bedeckt Das Treiben der Dirnen und Zuhälter in der Novalis, Haparanda Borsig und Tieckstraße, daß schon, wie wir meldeten, ein sog. Petersburg. Garnisonverbot veranlaßt hatte, nun auch die Polizei zu Corf bat nu energischen Maßregeln getrieben. einigen Tagen stehen Aberdeen. acht Häuser in diesen Straßen unter ständiger polizeilicher BeBaris. wachung und außerdem haben die verstärkten SchuhmannsPatrouillen mehrfach Verhaftungen vorgenommen. Was das wohl nügen wird? Wenn die eiternde Wunde am franken Körper wirklich an einer Stelle zurückgedrängt wird, so bricht sie anderswo wieder auf. brängt wird, so bricht 11 In Leipzig wurde am 13. Januar, wie das„ Leipziger Tageblatt" meloet, ein 44jäbriger, aus Frankenhausen gebürtiger -4 Professor der Philosophie auf telegraphisches Ersuchen der 4 Staatsanwaltschaft in Wiesbaden wegen betrügerischen Bankrotts verhaftet. In Bremen ist am Mittwoch das neue städtische Museum für Natur, Bölker und Handelskunde eröffnet worden. Aus Triest berichtet der Telegraph. Der Kassirer der Spare faffe in Sinigallia, Baron von Blazzolani, wurde wegen Unterschlagung von 270 000 Lire verhaftet. Wetter- Prognose für Donnerstag, 16. Jannar 1896. Ein wenig wärmeres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit Niederschlägen und frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. Briefkasten der Redaktion. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins. Auf die heutige Bersammlung ist doch schon in der Sonntagsnummer genügend aufmerksam gemacht worden. Hierdurch geschiebt's noch einmal. Bei einem Wirthe wundermild. Ein Leser unseres Blattes schreibt uns: Am 13. d. M., abends 11%, Uhr, fam ich mit einem Bekannten die Rosenthalerstraße entlang. In der Nähe der Linienstraße saben wir einen Mann auf dem Bürger- Wer als Zeuge, Geschworener oder Schöffe berufen, eine fteig liegen, ber sich hilflos in Krämpfen wand; eine Gruppe unwahre Thatsache als Entschuldigung vorschüßt, wird nach von vielleicht dreißig, Personen stand um den Unglücklichen.§ 138 des Strafgesetzbuchs mit Gefängniß bis zu 2 Monaten be Mein Begleiter, der einige Erfahrung in der Behandlung von trait. Die Arbeiter Franke und John cen vom Gericht in Kranken hat, nahm sich des Armen an und nach etwa fünf Organienburg als Zeugen vorgeladen worden und auch recht Minuten empfand dieser denn auch einige Linderung. Ich er- zeitig zur angesetzten Terminstunde erschienen. Nachdem sie suchte einen der umstehenden Herren, ein Glas Wasser zu holen, längere Zeit gewartet und sich dann davon überzeugt R. H. 100. Wir können Ihnen leider teine Zusage während ich mich selbst nach dem Polizeirevier in der Linien- hatten, daß ihre Sache" noch nicht dran sei", entfernten machen, da schon genügend Kräfte vorhanden. firaße begab, um die Unterbringung des Kranken in eine Anstalt sie sich und suchten eine in der Nähe gelegene Kneipe auf. Als Gustav Schuster. Wir haben von der Versammlung im zu bewirken. Als der erwähnte Herr Der Aufruf eignet bei Uschinger fie nach ihrer Rückkehr in das Gerichtsgebäude wieder geraume heutigen Vereinstalender Notiz genommen. eintrat, um das Wasser herbeizuholen, antwortete man| Beit vergeblich auf den Aufruf der betreffenden Sache gewartet sich nicht zur Wiedergabe. Genosse E. Selbstverständlich ist das blos ein Versehen gewesen. Bei der raschen Arbeit in einer Redaktion lassen sich solche Fehler nicht ganz vermeiden. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Officielle 0518 Husstellungs Nachrichten Organ der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896. Bom 1. Februar ab erscheinen bis auf Weiteres einmal wöchentlich und vom 1. Mai ab, dem Tage der Eröffnung der Ausstellung, täglich die„ Officiellen Ausstellungs Nachrichten" als einzige officielle Zeitung der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896. Den officiellen Charakter dieser Zeitung, sowie die sonstigen weitgehenden Vorrechte derselben, insbesondere das nur den„ Officiellen Ausstellungs- Nachrichten" zustehende Recht des Vertriebes durch eigene Angestellte auf dem Ausstellungs- Complex hat der Arbeits- Ausschuß der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 in dem nachfolgenden Schreiben dem unterzeichneten Verleger bestätigt. Herrn August Scherl Berlin SW., Zimmerstraße 40/41. Hiermit bestätigen wir Ihnen, daß in Gemäßheit des zwischen uns am 19. Januar v. J. abgeschlossenen Vertrages, die in Ihrem Verlage erscheinenden Ausstellungs- Nachrichten, officielles Organ der Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896", die einzige Ausstellungs- Zeit ing ist, welcher wir die Veröffentlichung der officiellen Nachrichten der Berliner GewerbeAusstellung 1896, insbesondere der officiellen Vergnügungsanzeigen, Programme 2c. übertragen haben. Die officiellen„ Ausstellungs- Nachrichten" ist auch die einzige Zeitung, welche auf dem eigentlichen Ausstellungskomplex technisch hergestellt und dort verkauft werden darf. Dieje Zeitung hat auch das alleinige Recht, sich als officielles Organ der Berliner GewerbeAusstellung 1896 zu bezeichnen. Hochachtungsvoll Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896. Der Arbeits- Ausschuß: Pritz Kühnemann. Bruno Felisch. L. M. Goldberger. Der Abonnementspreis auf die„ Officiellen Ausstellungs- Nachrichten" beträgt bei wöchentlichem Erscheinen 1 Mark, bei täglichem Erscheinen 2 Mark monatlich frei ins Haus. Abonnements und Inserate werden in der Haupt- Expedition des„ Berliner Lokal- Anzeiger", Berlin SW., Zimmerstraße 40/41, sowie in dessen sämmtlichen Filialen entgegengenommen. August Scherl. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Ur. 13. Herrenhaus. 1. Gigung vom 15. Januar 1896. Am Ministertische niemand. = vorgenommen werden. Donnerstag, den 16. Januar 1896. 13. Jahrg. nicht aber als im Betriebsintereffe liegend bezeichnet hatten sich daher ungehindert aber doch unbefugt in die Gesell werden könne. Daraus zog sie den Schluß, daß Nie schaft gemischt und auch mitgetanzt, ohne von jemand daran bemann nicht einem entschädigungspflichtigen Betriebs hindert worden zu sein. Der Vertheidiger suchte geltend zu Unfall erlegen sei. Das Schiedsgericht erkannte ebenfalls zu machen, daß dieses unbefugte Eindringen einzelner Personen die ungunsten der Klägerin. Das Retursgericht hob die Vor private Gesellschaft nicht zu einer öffentlichen machen könne. Es In Behinderung des erkrankten Präsidenten Fürſten zu entscheidung auf und verurtheilte die See- Berufsgenossenschaft, sei entschuldbar, daß, wenn ein Vergnügen um 4 Uhr nachmittags Stolberg- Wernigerode eröffnet der bisherige erste Vizepräsident die verlangte Rente zu zahlen. Der Vorsitzende, Geb. Regierungs- beginne, nach Mitternacht die Kontrolle etwas lay gehandhabt werde. Frhr. v. Manteuffel die Sigung. Zu provisorischen Schriftführern beruft der Präsident die rath Dr. Sarrazin gab folgende Gründe an: Bei der Der Staatsanwalt, Assessor Barnau, war derselben Ansicht und ganzen See: Unfallversicherung handele es sich, wie öfter hervor- plädirte ebenfalls für Freisprechung. Der Gerichtshof war das Herren Hammer, v. Klizing, v. Reinersdorff gehoben sei, um einen besonderen Rechtskreis, dessen Normen zu gegen der Ansicht, daß Personen zugelassen worden seien, die und Graf Seydlik. entnehmen seien aus den eigenartigen thatsächlichen Verhältnissen. nicht geladen oder eingeführt worden waren, Leute, die der Zufall Neu in das Herrenhaus berufen sind die Herren Nicht selten finde nun eine Ergänzung des mitgeführten Pro- herbeiführte. Der Verein mußte wissen und ebenso der Wirth, v. Frankenberg Proschlitz; v. 2oga, Edgar Fürft zu viants durch frische Fische statt, die auf hoher See gefangen daß beliebige Dritte Eintritt finden konnten, und wenn dagegen Rbeina Wolbet, Oberbürgermeister Schneider- Magde: würden. Einer solchen Abwechselung in der sonst ziemlich ein- keinerlei Vorkehrungen getroffen wurden, so machten sich die Anburg, Frhr. v. Schlichting und v. 3ize wit. Der Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit von 122 Mit- seitigen Ernährung rühme man ja übrigens gewiffe gute Einflüsse geklagten eben der Uebertretung schuldig. Aus diesen Gründen gliedern; das Haus ist demnach beschlußfähig und die auf der auf das törperliche or fraglichen Fische, welches sich Kosten sämmtlicher Instanzen auferlegt. und wurden den Angeklagten die Storbut. Das Angeln der Tagesordnung stehende Konstituirung des Hauses kann unverweilt auf den ersten Blick als ein Vergnügen darstellte, und das, handelte es sich um binnenländische Verhältnisse, auch thatsächlich Vertreter von Besitz und Bildung. Pistolenduelle waren Der vorjährige Beschluß, die Büste des Fürsten Bismard den Charakter eines solchen hätte, fönne hier doch nicht aus der Anlaß zu einer gerichtlichen Verhandlung, die kürzlich in im Sizungsfaale aufstellen zu lassen, ist zur Ausführung gelangt. schließlich als Vergnügen betrachtet werden. Es käme hier die Beuthen stattfand. Angeklagt waren der Grubendirektor( ReserveDie Marmorbüste hat ihren Play zur Rechten des Präsidiums Eigenart der ganzen Seeschifffahrt in betracht. Den ob- offizier) Paul Nolda und dessen Sohn Viktor. Der Generalan dem einen der beiden Hauptpfeiler der Hinterwand gefunden. waltenden thatsächlichen Berhältnissen würde es hier nicht Amtsgericht, der mit ihm in Sachen der Regulirung von Entdirektor war mit dem Gerichtsassessor Kühnemann vom Beuthener Zur Wahl des Präsidiums erhält Graf v. Schlieben genau entsprechen, zu fragen, ob das Fangen der Fische für Sanditten das Wort. Er bemerkt zunächst, daß es nur durch ein Versehen der Schriftführer, die ihm das Wort wendig gewesen wäre. die Ernährung der betheiligten drei Personen absolut noth- schädigungen für von den gräflichen Gruben unterminirte Häuser Es kam zu ThätlichGanz natürlich habe hier die Unter- zu thun hatte, in Konflikt gerathen. dadurch entzogen hätten, gekommen sei, daß am Schluſſe der vorigen Session das Haus seinem Präsidium den Dant brechung der gewöhnlichen Ernährung durch den Genuß frischer feiten, wobei Nolda und Sohn dem Assessor Schläge ins Gesicht versetten. Diese Vorgänge gaben dem Assessor für die Leitung der Geschäfte nicht habe aussprechen können. Fische eine andere Bedeutung wie auf dem Lande, und schon Kühnemann Veranlassung die beiden Nolda's zu fordern. deshalb sei sie anders zu beurtheilen. Dazu komme, daß die In der Annahme und Voraussetzung, daß der sich stetig, wenn Fische giftig waren, daß also ein im übrigen als normal anzu verwundet, Bei dem einen Duell wurde der Generaldirektor Nolda auch langsam beffernde das andere endete unblutig. Beide Anzu Stolberg diesem bald gestatten werde, wieder im Hause lehender Genuß, den das Meer bietet, unter Umständen giftig geklagte wurden des Zweikampfes für schuldig erklärt und unter fein fann. Diese Möglichkeit gehöre ohne weiteres damit dem zu erscheinen und dessen Geschäfte zu führen, beantragt Gefahrenkreise an, welcher den Seefahrer auf hohem Meere Auferlegung der Kosten Paul Nolda zu 6, Viktor Nolda zu drei er die Wiederwahl des Fürsten Stolberg und gleichzeitig der beiden bisherigen Vizepräsidenten durch Zuruf.( Allgemeine Zu- Ernährung, die auf dem Lande nur der Befriedigung rein per umaiebt. Unter diesen Umständen könnten die Folgen schädlicher Monaten Festungshaft verurtheilt. Solche Prachtterle werden den Staat schon vor dem Umsturz retten! stimmung) sönlicher Bedürfnisse zuzuschreiben und demgemäß zu behandeln Da ein Widerspruch nicht laut wird, erfolgt die Wahl durch wären, auf dem Meere als Betriebsunfall angesehen werden, mann vor dem Ehrengerichtshof in Leipzig, welche am 22. d. M. Die Verhandlung gegen den Rechtsanwalt Fritz FriedZurus; der Vorschlag des Grafen Schlieben findet einstimmige auch wenn der Anlaß als Vergnügen betrachtet werden könnte. stattfinden sollte, ist vertagt worden. Der Angeklagte wird jest Fürst Otto zu Stolberg wird von der Wiederwahl tele. Der Gerichtshof sei überzeugt, dem Willen des Gesetzgebers der voraussichtlich öffentlich geladen werden, wonach im Falle seines graphisch in Kenntniß gesezt werden; gleichzeitig wird Bize- See- Unfallversicherung entsprochen zu haben, wenn er hier an- Ausbleibens auch in seiner Abwesenheit gegen ihn verhandelt präsident v. Manteuffel ihm die Wünsche des Hauses auf seine gesichts des Umstandes, daß jenes Ereigniß auf hoher See werden dürfte. paffirte, den Begriff des Betriebsunfalles nicht zu eng zog. baldige Wiederherstellung ausdrücken( Zustimmung.) Annahme. Herr von Manteuffel und Oberbürgermeister Becker ( Köln) nehmen die Wiederwahl dankend an. Zu Schriftführern werden ebenfalls durch Zuruf die Herren Graf Garnier, Hammer, von Klizing, von Neumann, v. d. Often, von Reinersdorff, von Rohr und Graf von Seydlig Sandreczky( letzterer an stelle des Herrn von Wiedebach, der die Wiederwahl abgelehnt hat) gewählt. Damit ist die Konstituirung vollzogen. Schluß 23/4 Uhr. Abgeordnetenhaus. 1. Sigung vom 15. Januar 1896, 11/2 Uhr. Am Ministertische: Niemand. Der Präsident der vorigen Seffion, Abg. v. Köller, eröffnet die Signng mit folgenden Worten: Unsere Geschäftsordnung schreibt vor, daß bis zur vollbrachten Wahl des Präsidenten der Präsident der vorigen Session die Geschäfte führen soll. Infolge dessen übernehme ich den Vorsiz und eröffne die Sigung. Angemeldet find 329 Mitglieder, das Haus ist also be schlußfähig. Gerichts- Beifung. " " feine Waare einer Ju betreff der Sonntagsruhe hat jetzt das Justizministerium eine besonders für die Gastwirthe sehr wichtige Verfügung erlaffen. Bekanntlich ist es nach dem Gesetz über die Eine interessante Auslegung fanden die Begriffe, ge: Sonntagsruhe im Handelsgewerbe den Restaurateuren verboten, fchloffene Gesellschaft" und öffentliche Luftbarkeit in waaren und Getränke an Sonntagen außerhalb der dem Handels. einer Verhandlung, welche am 9. Januar vor der 3. Strafgewerbe freigegebenen Stunden über die Straße zu verkaufen. Da fammer am Landgericht II. stattfand. Die Atheistische Gesell. hierdurch viele Unguträglichkeiten entstanden sind, hat nun der Justizschaft" in Charlottenburg hatte für den 25. Dezember 1894 welchem dieselben angewiesen werden, bei solchen Verstößen minister an die Staatsanwaltschaften einen Grlaß gerichtet, in den ersten Weihnachtsfeiertag im Triesethau'schen Lokale ein Nächste Sigung Donnerstag 1/2 Uhr.( Geschäftliche Mit- Bergnügen arrangirt, um das Feft der Sonnenwende zu feiern. gegen das Gesetz ein Verfahren nicht mehr ohne weiteres eintheilungen und Beschlußfassungen.) Zu diesem Feste waren alle früheren Mitglieder des Vereins mit ihren zuleiten, sondern jeden einzelnen Fall zu prüfen und mit möglichster Milde zu verfahren. Nach den Erläuterungen, Familien, die Musiker und der Gesangverein„ Lyra"- sämmtlich welche dieser Verfügung beigegeben sind, liegt eine mit Familien geladen, so daß, obwohl der Verein nur 18 Mitglieder strafbare Handlung nicht vor, wenn der Gastwirth zählte, weit über 200 Personen beisammen waren. Die polizei liche Erlaubniß war mit der Beschränkung ertheilt, daß während Grunde am Ausgehen verhindert ist, aus Person, die irgend einem in fleinen Quanti des Konzerts nur Stücke ernsten Inhalts gespielt werden dürften täten über die Straße verkauft. Wohl aber würde es und das Fest um 11 Uhr abends beendet sein müsse. An diese einen strafbaren Verstoß gegen das Gesek über die Sonntagsruhe Erlaubniß fehrten sich die Arrangeure nicht, vielmehr wurde von bedeuten, wollte der Gastwirth außerhalb der von der Polizei 1 Uhr nachts bis früh um 5 Uhr getanzt trotz des Einspruchs freigegebenen Stunden jemandem z. B. eine ganze Riste Zigarren des Wirthes und der Polizei. Infolge dessen wurde der Vorsitzende Schloffer Franz Mary und der Gastwirth Adolph verkaufen, und sollen daher die Staatsanwaltschaften für die Triesethau wegen Uebertretung der Ober- Präsidial- Ver- Folge nur gegen solche thatsächlichen Gesetzesübertretungen einschreiten. ordnung für die Provinz Brandenburg vom 14. Juni 1892 angetfagt und vom Echöffengericht in Charlottenburg Ein Kind verurtheilt! Vorfäßliche Brandstiftung in verurtheilt, der Vorsitzende zu 20, der Gastwirth zu 10 M. Geld zwei Fällen führte gestern den 15 jährigen Dienstjungen Otto strafe. Die gegen dieses Urtheil eingelegte Berufung wurde von Freitag vor die zweite Straitaminer am Landgericht II. Der der Straffammer verworfen. Nun wandten sich die Angeklagten fleine Bursche, der kaum über die Anklagebant hinwegsehen an den Rechtsanwalt Morris und legten mit dessen Hilfe Revi- tonnte, diente bei dem Gutsbesitzer Schade in Gosen. Dort fion ein. Das Kammergericht hielt die Revision für begründet zündete er am 26. November den Ruhstall seines Dienstindem er und führte aus, daß erstens das Tanzvergnügen nicht am herrn an, auf dem Futterboden ein Streich 25. Dezember an welchem Tage jede Tanzluftbarkeit verboten holz entzündete und damit die Heu- und Strohvorräthe in Brand ist sondern erst am 26. Dezember stattgefunden habe. Außerdem fezte. Niemand ahnte, daß der Junge den Brand gelegt habe. wurde eine Verkennung des Begriffes öffentliche Luftbarkeit" in Bald darauf erwischte ihn sein Dienstherr, als er mit einer dem Urtheil der Vorinstanzen gefunden. Eine Gesellschaft werde Färse widernatürliche Unzucht trieb. Er bekam dafür eine derbe Interessant und für Seeleute und deren Angehörige dadurch noch keine öffentliche, wenn sie nicht zum Zweck des Tanzes, Tracht Prügel und aus Rache dafür zündete er am 5. Dezember von großer Bedeutung ist eine Entscheidung des teichs- sondern zu anderen Zwecken zufammentritt und nur nebenbei die Scheune seines Herrn an, die ebenso niederbrannte, wie der Versicherungsamtes, welche dieser Tage der Seefenat" tagt, sofern verhindert wird, daß beliebige Personen aus dem Kuhstall. Diesmal lenkte sich der Verdacht der Thäterschaft auf fällte. Gelegentlich einer Reise zwischen Savannah und Peters- Publikum ob eingeladen oder nicht in beliebiger Menge den Jungen. Dem Gendarm, der ihn scharf inquirirte, gestand er burg angelte der Kapitän eines Schiffes der Firma Ballis u. Sohn theilnehmen können. Ob Gäste anwesend waren, sei gleichgiltig, erst die eine und dann auch die andere Brandstiftung. Dasselbe Gefünf gleichartige Fische. Er ließ dieselben braten und verzehrte zwei wenn dieselben geladen waren und ein Eintrittsgeld nicht erständniß legte er auch vor Gericht ab. Der Gerichtshof war der Andavon, während zwei weitere der Steuermann Niemann und den hoben wurde. Durch die Zulassung geladener Gäfte werde der sicht, daß nur eine strenge Strafe den Knaben für die mensche legten der Schiffskoch aß. Alle drei erkrankten unter den Anzeichen Charakter der privaten Gesellschaft nicht aufgehoben und solche liche Gesellschaft wieder tauglich machen könne, das Urtheil einer Vergiftung; der Steuermann erholte sich nicht wieder, er Gesellschaften bedürfen der der polizeilichen Erlaubniß zur lautete daher auf ein Jahr und sechs Monate Ge mußte den Fischgenuß mit dem Leben bezahlen. Der Anspruch Veranstaltung eines Tanzvergnügens nicht. Nach dieser fängniß. seiner Wittwe auf Unfallrente wurde von der See- Berufsgenossen: Entscheidung der hochenen fen, indeſſen trefen Drei ſeinen Geisteszustand untersuchen zu lassen oder in entsprechender hätten die Angeklagten Wäre es nicht zweckmäßiger gewesen, den Knaben auf ursache in den Fischen gelegen habe, daß jedoch die Versorgung Beugen auf, welche nicht geladen, sondern nur zufällig in das Form für seine Erziehung zu sorgen? Oder glaubt man wirklich, des Körpers mit Speise und Trant wesentlich im persönlichen betreffende Lokal gekommen waren. Sie hatten die Thür des daß die furchtbare Gefängnißstrafe das unglückliche Geschöpf der Intereffe erfolge, der Aufrechterhaltung der Kräfte diene, Saales offen und keinerlei Kontrolle an der Thür gefunden, fie menschlichen Gesellschaft wieder zuführen wird? Zu provisorischen Schriftführern beruft der Präsident die Abgg. Bode, Jmwalle, Weyerbusch und Worzewski. Die Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen wird wie bisher durch das Bureau erfolgen. Schluß 1 Uhr 35 Minuten. Nächste Sitzung: Donnerstag 12 Uhr.( Wahl des Präsidiums und Entgegennahme von Vorlagen der Regierung.) Soziale Rechtspflege. schaft zurückgewiesen. Diese nahm an, daß zwar die Todes- eigentlich freigesprochen werden 6 große öffentliche Versammlungen Achtung, Holzarbeiter Charlottenburgs. der Mäntelnäherinnen, Bügler, Zuschneider, Stepper, Stepperinnen, KinderkonfektionsNäherinnen, Hertenkonfektions- Schneider und Näherinnen, sowie Schneider und Näherinnen aller Branchen der Konfektions- Industrie am Montag, den 20. Januar. Für den Osten: Für den Südosten: Für den Norden: Für Wedding und Gesundbrunnen: Für Moabit: L. Keller's Festsäle( großer Saal), Koppenffr. 29. Konzerthaus Sanssouci, Rottbuferffe. 4a. Berliner Prater, Ralfanien- Allee 7 und Gründel's Festsäle, Brunnenstraße 188, in der Nähe des Rosenthaler Thores. ( Bernh. Raabe's Salon( früher Kolberger Salon), Kolbergerrakže 23. Schmiedke's Lokal, Stromstraße 28. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Gedenken wir Forderungen zu Wellen und welche? 2. Diskussion und Beschlußfallung darüber. Referenten: Ottilie Baader, Emma Ihrer, Adolf Schulz, Joh. Timm, A. Zander, L. Pfeiffer. Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Im Auftrage: J. Timm, Vertrauensmann. 164/9 80/10 Donnerstag, den 16. Januar 1896, abends 8½ hr: Vertrauensmänner- Bihung im Lokale Bismarckstraße Nr. 74. Jede Werkstelle hat sich dort durch einen Delegirten vertreten zu lassen. Die Kommission. Achtung, Parteigenossen! Sonnabend, den 18. Januar: Gr. Wiener Maskenball in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Arrangirt vont ,, Skatklub Treff" sowie den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. 264b Billets sind bei den Mitgliedern des Klubs sowie bei den bekannteren Parteigenossen zu haben. Künstl. Zähne meals eingesetzt, feſtſigend. Reparaturen fofort. Weniger Bemittelte Grmäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 18 Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 16. Januar. Opernhaus. Bajazzi. Phantasien im Bremer Nathsteller. Schauspielhaus. Das Hungerloos. Dentsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Berliner Theater. Faust. Leffing- Theater. Komtesse Guckerl. Neues Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: Jn doppelter Bekehrung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Geschlossen. Schiller Theater. Onkel Bräsing. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu: Theatrum mundi! ( Mechanisches Welttheater.) Im Illusions- Saal: Allerseelen. Kaiser- Panorama ( Passage). Neu! Zum ersten Mole! Die malerischen Alpen Oberitaliens. Paris. Alexanderplah- Theater. Die kleinen Eine Reife 20 P., Stinder 10 Bf Lämmer. Vorher: Fortunio's Lied. National Theater. Kean, oder: Abonn., 8 Reisen, nur 1 M. Genie und Zeidenschaft. 3ſcheus. Passage- Panopticum. Theater Unter den Linden. 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Direktion: Winkler& Fröbel. Freitag, den 17. Januar, wegen Privat Festlichkeit Achtang! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Lausißerplak 2, Elsasserstr. 12 Strickwoll- Reste, Zephyr, Rockwolle zu Partiepreisen jetzt Holzmarktstr. 60, Hof links 1 Tr. Sein 25jähriges Arbeitsjubilän: begeht heute der Teppichweber Heinrich Pietsch bei der Firma Emil Becker& Hoffbauer, Engelufer 8. 21956 Allen Freunden und Genossen die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann, der Schloffer Max Lorentz am Montag, den 13. Januar, im Leiden sanft entschlafen ist. gefchloffen. Möbel- Ausverkauf Bengefängniß zu Moabit nach langen Sonnabend und folgende Tage Grosse Extra- Vorstellung des gesammten vorzüglichen Spezialitäten- Personals. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Täglich sensation Erfolg von Dora Parness. Salerno. Toni Daré. des Möbelspeichers Rosenthalerstr. B. 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