Morgenausgabe 7tr. 113 " A 52 46. Iahrgang Wöchentlich SSPf� monatlich 3F0M. im voraus zahlbar. Postbe.�ugeutschnalionalen Anlaß, in einer Kleinen Anfrage sie als«inen„Angriff auf die verfassungsmäßig gewährleisteten Grundrechte des deutschen Staatsbürgers" zu be- zeichnen, da sie eine Aufforderung zum wirtschaftlichen Boykott de« politischen Gegners enthalt«. Das Staatsministerium sollte erklären, ob es diesen„offensichtlich beabsichtigten Der- fassungsbruch" billig«, wie es gegen die verantwortliche Schriftleitung des Blattes vorzugehen gedenk«, und ob es bereit sei, di« in der Reichsversassung. festgelegten Rechte de» Staatsbürgers zu schützen. Der Minister des Innern antwortet« knapp und klar, daß bei dem Artikel der„Rheinischen Zettung"«in Verfassungsbruch nicht in Frage komme, im übrigen aber Jettungen der Villi- gung oder NichtbAigung des Stoatsminlsteriums nicht unterliegen! Ein Einschreiten gegen die„Rheinisch« Zeitung" könne, ganz abgesehen von der Im Reichspressegefetz festgelegten Pressefreiheit, nicht in Betracht gezogen werden. Die durch die Verfassung fest- gelegten Recht« der Staatsbürger würden vom Staotsministerium geschützt._____ Ein vernünftiger Kreispruch. Was Staatsanwälte für Gotteslästerung hatte«. hall«. 7. März.(Eigenbericht.) Heute vormittag stand vor dem Großen Schöffengericht in Halle d«r Gotteslästerungsprozeß gegen den verantwortlichen polttische« Schriftletter de»„Dolksblatts" statt, der angeklagt war, in einem Artikel den Bußtag als«in Monstrum bezeichnet und geschrieben zu haben, daß di« Eisenbarone während d«s Ruhrkampse» den»lieben Gott" am liebsten als ihren Angestellten betrachtet hätten, um mit ihm«Inen langfristigen Tarif- vertrag abzuschließen. Der inkriminierte Artikel schloß mtt der Bemerkung, daß in der zukünftigen sazialisttschen Gesellschaft Eisen- baran« und Bußtage nichts andere» als vorzeitlich« Kuriosa sein werde». Der Staatsanwalt sah in diesen Ausführungen«ine Beschimpfung kirchlicher Einrichtungen und fordert« Bestrafung. Sein Antrag wütet» auf fünf Tag« Gefängnis und Umwandlung in 900 Mark Geldstrafe. Dem Angeklagten fwnd der Pfarrer der Heiligen Kreuz- Kirch« in Berlin. Hans Franck«. als Sachver. ständiger zur S«Ue. Dieser hob hervor, daß«in« Kirch«, die hart« Blitzes ordere, auch di« Kritik und in diesem Fall« die Slufsord«- rung zur Aenderung ihrer Gesinnungsart vertragen müsse. Bon einer Beschimpfung kirchlicher Einrichtungen und»an einer Gotteslästerung könne kein« Red« sein. Di« hohe sittlich« Absicht des Artikelschreiber» werd« durch die Form de» Aufsatzes nicht vermindert. Der Sachverständig« des Staatsanwalts, ein Hallescher Superintendent, sah in d« Soziattrstik de» Verfasser, ein Herunterreißen kirchlicher Institutionen. Der Angeklagte verteidigte sich mtt dem Satz Immanuel Kant», daß ein„zewaltfamer Glaub« ein Unding" und»Asterdienst Gatte»' sei. und erklärte, daß Kant wahrscheinlich heute mtt einer solchen Behauptung ebenfall» vom Staatsanwalt als Gotteslästerer angeklagt«erden würde. Der Staatsanwalt wagte diese in persönlicher Anrede vorgetragen« Behauptung nicht zu bestreiten. Da» Gericht kam zu einem glatten Freispruch. Der Vorsitzende unterstrich die Berechtigung der vom«nge- klagt« n fleübten Kritik und erklärte, daß von einer Be- schiwpfung Gatte» oder kirchlicher Einrichtungen kein« Red« sein könne._ Landbund-Hetze. Man redet vom Käuserstreik. Bremen. 7. März.(Eigenbericht.) In einer Versammlung desAmtslandbundesDelmen- horst wurde angekündigt, daß der Landbund Oldenburg. Bremen sich dem Beispiel andere: Landbündler anschließen und den«Suferstrelk proklamieren werde.„Wir wollen." so führt« einer der Redner wörtlich aus.„das System vernichten. b««rseve Existenz untergräbt und mr« bewußt prolewrlsieveo will." Das Auslieserungsgesetz. Sozialdemokratische Äerbesseruagsantröge aageoommeu Der Rechtsausschuß setzt« di« Beratungen de» Aus- lieferungsgesetzes fort. Di« Abgg. Dr. Marum und Dr. Rosenfeld(Soz.) bemühten sich, die Rechtsgarantien des Auszuliefern- den zu erweitern. Sie begründeten Anträge, nach denen dem Aus- zuliesernden ein Rechtsanwalt beigeordnet und diesem Reichsbeistavd freier, schriftlicher und mündlicher Verkehr mit dem Verhafteten zu gestatten sei. Dies« Anträge wurden angenommen. Abg. Dr. Rosenfeld(Soz.) warf di» Frag« der Ent- schädigung für unschuldig erlitten« Ausliefe- r u n g» h a f t auf. Sr wünschte, daß unschuldig in Auslies-rung«. Haft Genowmess« ebenso einen Entschädigungsanspruch erhalten sollten wie unschuldig Verhaftete. Präsident Bumk« sagte«nt- sprechende Aenderungen des Gesetzes über unschuldig erlittene Unter- suchungshaft zu. Schließlich warf Abg. Marum(Soz.) di« Frage auf. ob die Bestimmung des§ öS des Entwurf» aufrechterhalten werden könne. nach welcher Auslieferungsoerträg« mtt anderen Regierungen im allgemeinen der Zustimmung des Reichstages nicht bedürfen sollen. Ministerialrat Mettkenberg vertritt die Ausfassung, daß nach Annahm« des Auslieferungsgesetzes Auslieferungsverträge im allgemeinem der Zustimmung des Reichstag, nicht mehr bedürfen würden. Dieser Ansicht widersprochen Abg. Dr. R o s« n f« l d (Soz.) und Abg. Hanemann(Dnat.), und auch die anderen Mt. glieder des Ausschusses wollten da» Recht de» Reichstages, daß Aus- lieferungsverträg« ihm vorgelegt werden müssen, nicht beschränken. Nach längerer Beratung wurde die Entscheidung der Frag« bis zur Höchsten Sitzung vertagt._ Lohndevaiieu bei der Reichspofi. In der Tagung dos Verwolinngsraks. I« einer Sitzung des Derwoltungsrats der Reichspost wurde der Postetat für 19?9 besprochen. Die Summ« der Einnahmen sei gegenüber 1926 um 100 Millionen mehr auf 2.6 Milliarden veranschlagt. Van der Mehreinnahm« seien 16 Millwnen zur Mehrablieserung an das Reich bestimmt, das im ganzen für 1929 126,5 Millionen erholten soll«: das seien 5% Proz. der Betriebseinnahmen. Für das Bauprogramm würden 120 Millionen für 1929 zur Verfügung gestellt, von denen 20 Millionen auf die Wohnungsfürsorge entfielen. Es sei beabsschtigt, in den nächsten drei Jahren je 5000 bis 55 00 Wohnungen zu erstellen. Zu einer lebhaften Debatte kam es üb« di« fällig« Erhöhung der Löhne für die Reichspostarbetter. Abg. Bender(Soz.) be- grüßte die Erklärung des Ministers Schätzel, daß Mittel für die Lahnerhöhungen jnr Verfügung ständen. Anläßlich eines Unfall» im Telegraphenbau. der zwei jungen Menschen das Leben kostete, veriangte er strenge Maßnahmen gegen die Schuldigen und Unter« stützung der Hinterbliebenen. Ministerialdirektor Dr. Nobis(Preußen) wandte sich gegen jede beabsichtigte Erhöhung der Arbetterlöhn« mtt Rücksicht auf di« allgemein« wirtschaftliche Lag« und wurde von dein volksparteilichen Abg. M o rat h energisch unterstützt. Cr bitte darum, den Per- malwngsrat vor Abschluß der Lahnverhandtungen zu hören. Man müsse vorsichtig sein, denn ein« Lohnerhöhung im gegenwärtigen Augenblick könnte ein Verbrechen am deutschen Volk lur- stellen. Di« Antwort darauf gab der sozialdemokratische Abg. Dr. H e r tz. Er erklärt«,«» handle sich nicht um die Frag« einer allge- meinen Lohnerhöhung, sondern um«in« solch« für bestimmia Gruppen der Postarbetter, deren Lohn weit hinter dem?iot- «endigen zurückgeblieben sei. Wenn man die gegenwärtige Krise überwinden wolle, müsse man die Absatznot lindern. Dies könne aber nur dadurch geschehen, daß man den breiten Arbeiter« Massen die Mittel gebe, damit sie kaufen könnten. Ss stimm« nicht, daß Lohnkorrekturen jetzt nicht möglich seien. Glückwünsche fürWiffell. Em amtliches Schreiben des Reichskanzlers. Der Reichskanzler hat im. den Reichsarbeitsnnmster Wissell zu dessen 60. Geburtstag»achstehend«? Glückwunsch« schreiben gerichtet: „Zur Dollendung Ihres 60. Lebensjahr«? übermittele ich Ihnen, zugleich im Ramen der Reichsregierung. die herzlichsten Glückwünsche. Sie blicke» heute zurück aus ein Leben reich an Arbeit und reich an Erfolgen. Es sind gerade 10 Jahr« verflossen, al? Sie i« schwerer Zett an der Hell« unsere» nun bereit? seit 4 Jahren in der kühlen Erde ruhenden ersten Reichsprästdenten Ebert an dem Aufbau der jungen deutschen Republik zuerst al» vollsbeauf- tragt«? und später al» R« i ch» m i n i st« r tatkräftig mithalfen. Bereits in jungen Iahren haben Si« Ihre ganze Kraft iu den Dienst der arbeitenden Bevölkerung gestellt, aus deren Reihen Si« hervor. gegangen sind. Ihre«ingehende Kenntnis der sozialpolitischen Gesetzgebung, an deren Verbesserung Sie seit vielen Iahren mitgearbeitet haben, veronloßie bei der Neubildung der Reichsregierung im Juni des vergangenen Jahres Ihre Berufung an di« Spitz« de» Reichs- arbeitsministeriums. das Ihr verdienter Herr Vorgänger$ Jahre lang geführt hatte. Ich gedenke am heutigen Tag« gern Ihrer wert- vollen Mitarbeit im Reichskäbinctt und verbinde damit di« Hoffnung. daß diese Arbeit zum Wohl« des Reiche» und namentlich der werk- tätigen Bevölkerung auch in Zukunft noch reich« Früchts tragen möge. Ich verbleib« mit besten Grüßen Ihr sehr ergebener gez. Müller." e> Der Reichspräsident hat dem Reichsaibeitsminister«, »«em Telegramm seine herzlichste» Glückwünsche übrrrni lieft., WERTHEIM Leipziger Str. Königetraße Rosenthaler Str. Meritzplatz Preise iflr Freitag und Sonnabend, soweit Vorrat Fleisch. Fische, Geflügel. Obst und Gemüse werden nicht zugesandt Reichs-Unfallverhütunqs-Woche Ausstellung: �ßSälleverhüten?" Leipziger Str., 2. Stock Sonnabend letzter Tag Obst u, Kranzfelgen piund 28 pt Smyrnafeigen Pid 32 pi Amerikaner Pfund 40 pi. lafeläplel kam. 45, 55 Ap|el$lnen»u.55', 75, 1 m Apfelsinen 7n q,,, � Hainblut. v». 70, 90, l.iü Bananen. Pfand 40pf. Mass ina-Apfelsine n Halbblaft. Kille OKA 100 K. 150 Siflck Gemüse Rote Rüben Pfmd IOpi Rotkohl holL Pfand 15Pt Welk- u.Wlrsingkohl J5Pt Möhren �ewaschea 18pl Sellerie.. Pfund 28pt Blumenkohl KS2 40«„L Rosenkohl Pfund 45pt. Frische Ananas Im Omca, PldL 48 Pf.*b Wurstwaren Dampfwursi Piund 1.05 RotWUrSi Pfund 1.05 Landleberwurst Pfd 1.20 Fleisch wurst ciund 1.20 Hann. gek. Mellw. 1.45 Mellwursl B,aun8t,lw-i>,» i itrnwursi xn. Pfund 145 Jagdwurst.. p»und 1L5 Filelwursl.. piund 1.55 Sdiinkenpolnlsdie 1.60 Landmettwurst Pid 1.60 Zervelat u. Salami_rt holsteinische, Piund I«O Leberwurst teine.pid 1Ä) Teewurst...piund 1.80 Speck teil 1.30 ni'?ri�0 Sdiinkenspeck Ptd 1.90 IMtftr.l Speckwurst Piund 0.90 Bert. Mettwurst ptd 1.20 Bierwurst piund 1.70 Käse u. Fette Camembert voiiieit. schadnci 26pt 38pt Limburger Al1»- 44 Pf 52 pt. voiitett. Pia.98pt Steinbusdier haibistt... Ptd 70pi. soiitett..Pfd 1.18 Edamer naibtett...... Pfd 72 Pt. vom«n..Pid 1.15 Hollander usibtett.... Pfd 75 Pt.»oniett..Pfd 1.15 Steppenkase halbfett, Pfd 75pt. Briekäse»oiifett 1.C5 Tilsiler voiitett................... Pfund 1.38 Schweizer da«, drclWertelfett Pid. 88 PI, voll?,li'Bd 1.40 Bloddilse. halbXt, ohne Rinde Tilsiter Art Pluhd 83 Pf. Schweizer Art Pfund 98 PI. Margarine Pfd. 52, 58pi. Tafelbutter. Punfd 1.98 Kokosfett t-Pfd.-Tai. 62 pi. Dan. Bulter Ptuno 2�0 Räucherwaren Fettbücklinge Piund-so Pf. Bundaale.. Bund 32 pt. Kieler Bücklinge 42pi Fleckheringe pfd 52 pi. Seelachs..piund 52 pi. Flundern ptond55pi. Dorsdirogen Piund 58 pt, V Frisches Fleisch Rlnderkamm u. Brust 0.80 Querrippe...... piund 0.78 Gulas«n, mit vatlnz«, Pfand I»1 V Schweinekamm 4 4- u. ttlatl. mit üel aqa, Pfund l«»® Sch weineschinken•'.d. 1.20 Kaßler, Speer u. Kamm 1.25 Selbslausse'sssnner Talg C.58 Minderzunsen i.io K»ibs«chnilze' p und 9.oi Prlw 0�»rlerfv«-ac*i Hammelvoi dar. leisen p d. 0,02 Schmorlleisch,n Kn� 0.82 Kuh-Euter Pfund 0.3G Kabellau•<»« Kopf. panu FIsdM. Piund UslS V.M Schellfische— pt-nd 0.24 Goldbars...... ptund 0.30 Karbonadenfisch pib. 0.36 Fische Filet von Kabeljau"ti. 0.38 Aalquappen..... Pfd. 0.48 Zander gefroren. Pfd. 0.60 0.85 oron. Heringe 0-M#i90 Geflügel Ganse gefroren....Pfund 0e05 Wolgahflhner Pfund von 1.20 GroBa Tauben. S iid. 0.S8 Suppenhühner Pfd. 1.20« Puten gefroren, Pfund». 1.03« ftOhner ungerlmhe..Pfund 1�0 Enten gefroren....Pfund 1.20 SchneehOhnersigd. V. 1.S0« OMnx besonder» preiswert: KantOrOWlCZ'Edel'Uköre Blackbarry Brandy Möncbllkör...... RaltarllkSr...... >,. Ltr. 6.90 7�0 FL s.70 «'1 Ur. 3.60 3.90 >n Ltr. 3.79 V« FL 1/1 PL Jubil.ePommarans. 9.80 3.30 Cbarry Brandy... 9.00 3.8 Cordfal Mödec... 9.90 3.39 und viele andere Sorten }hfeln(Preist für Vi Flasche ohne Olss) 1.10 1927 Wöllsteiner niÄ. 1927 Ebernburger Berg ptkanter Plalzvrata 1924 Chat. Reignac C-dmux 1924 Chöt, Clarke Äfe 1.80 1.40 1.40 } emp'ehlcnswerle 1921 er Kreuenzens 1921 Chöl. La Lagune,„ Wachst.(Jowy kiä t. Bordeaux 1.99 1921 Gunlersblum. Autental oriA Wachst. Schmili, sali. Rheinh.ssc �.99 1921 Neumagener Wispelt Wachst Bast, in, slahli.. Mosel Wein und Spirituosen vom Fefi zu Extra-Preisen Dose Gemüse• Erbsen 50pi fg. Erbsen mitteiiein 78 pl junge Erbsen idn 125 Kaiserschofen 1.65 Jg. Erbsen Ä," 95p. Gem. Gemüse fUJT,_ 1 s Dose 03 Pt 1.75 Karollen ßn.Q. 'unsf» kleine ö*-' gcschn. nöPi, Stangen-Schnitt- und Brechbohnen 95 pt Haricois veris nutei-, ns extra fe;n 2.10 lein' Teil. Rübchen kEST«, or. >., dohc ropf. l.ZU Champignons I, >< Dose tSA Pf,>, Dose' 59 Kohlrabi..... 55 pi. Konserven Spinat. ■rt Doos- ... 48 PL Bruchspargel 3.00 Bruchspargel dann 1.80 Slangensparg. �"3.20 Stangensparg. s.t- 2.60 Pflaumen�™ 90 70 pl Apfelmus � 3.70 75 pl Ananas Hmo. t sciwicr 1 ,05 QemftchleFrüchle 1.35 Birnen wiiiams Christ, 1■ Dose SO Pf. 45 Heidelbeeren... 1.28 Pfirsiche iifotnischc 135 Brat- u. Bismarck- 1 u,. om Hering, Rollmops oft Hering In Gelee ÖZpl Konfitüre m Eimer Pflaumen 0.98 Aprikosen 1.10 Orange, Johannisbeeren'.15 Apfelgelee> 28 Himbeeren 1.30 Kirschen 1.35 Kolonialwaren Backobst 8tT,Ä. 40 pl Pflaum. Bosn, Ptd. 16, 3 2 i'L Pflaum. icsiiL.prd.sc. 4 Z FL Birnen KBiit.pfd.9o.70p. Ringäpfel Kant,>.«. 90 pi. Aprikosen K8Iii,i.is,95pi. Bruchreis... Pfund 19FL Fafeireis Pfund a:, 24 pf. Makkaroni 45, sm«« 38 pl E'er"NSB�B p,und 40 PL Eier-Fad.-Nud.»a, 42pt Eier-Suppen-Einl. 58pl Kaifee Konsum Misch. Pia 2.40 Haushalt-Misch... 2.60 Sonder-Misch.„ 3.00 Ülympla-Misch.„ 3.40 Parfeetln' cev o» c»tna MUchoag»'4 Plö. 2 M 1«83 1.70 irisch �eoraont, eigene Kfisicref Qlobus-Misch. Pid. 3.80 Residenz-Misch.„ 4.20 Spezial-Mischung 0.67 sei, 1.10 Indien 1.55 C ey'nn fl 1.25 Konfitüren Olympia-Kakao........... soo c-mm?, 1.00 Olympia-Block-Sdiokolade 2socr. 58, sooer. 1.15 lee-Keks..................... ptund 1.40 Gnlfl.Rnnhnn rn" Schololsde-Cretnc- � vjoia uanoon ptund 0.75 pw. 0.20 Nach furjMi. idurstcm Rronlon- lnfltc cntfdiltst sankt und unerwartet an, 7. Mäez. noemittaga St/, Uhr, mein heriensauter Mann und Pater, der Rrastdroichfendestker »si'MZNn«lvvsen IM<1. Lebensjahre. Freu Marie Klobtdi, ceb. Knulhe Bebst Kindern BerNn-Schöneberg. EbersstraKe Ii. Die S'.näscheruna eriolgt1 Mär,. IT', Uhr im Krematorium Wilmersdorf, Berliner Str 101 'M«,». U»�SS«gn«»»- sm„.»STIKfl mtintzsti » Kmderbeticn. Polste-, SdiUfzimmer, Chsise- m Ion tum in Privitt. Ritenzihlo. Rjliljj 267 tr»: »ElsenmObelfabrlk Sohl(Thür.) llnbedmrij rj j IHobel-Tijdileiri Willy ITlaass. Bmnncnstra�c 55. Vcrkonf nur Ins FabrikgcMadcl GewinNanszug S. Stlafft 33. Pttubilch'Süddeullch« tNasien-Lofferie. Obn« Gewähr Nachdruck verbolen Aus jede gezogen» Nummer sind zwei gleich höh« Gewinne gesalle», und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen l und ll gewinne is 3000 9S. 363410 «ewinn,»u 3000 M. 213396 238177 281114 24. 8ithungsiag 7.MSrz 1929 Ln der Vormittagsjlebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen I........_-.11 12«eininn» in 2000 m. 41333 84307 I 5081B 160893 926339 365467 26 Sewi-N. in 1 000 SN. 7961 92844 124384 159339 080616 29400« 814603 335493 338443 341528 333819 377010 386406 86 gewinn, m 300 M. 5990 13983 22420 24916 39523 44139 49178 49201.49887 34969 83927 89452 91241 101122 II 0073 111328 125684 133361 135543 149688 159482 18)167 192231 211428 224366 239852 254361 255589 267742 272953 279394 280633 284231 293477 310636 316917 324851 347099 358248 369213 384782 388308 395902 250 gewinn» in 300 M. 3868 4700 9127 9335 9984 10650 11211 12361 10876 15965 16962 17928 20163 22609 23554 32975 33332 37018 39995 41402 43997 48933 50939 51154 52609 54875 66620 37761 08305 64141 65242 69437 71796 72436 72898 77778 91686 95693 105644 106983 110297 112609 113207 114491 116096 116534119707 123481 127039 129141 134230 140122 145072 130928 181503151621 169169 139842 168620 175531 178147 178519 179082 179643184285 190590 202109 502666 202978 205840 223852 223986 226189 233787 236192 23�35 238247 236684 240125 244317 248512 250016253357 254403 258833 261966 285916 271802 277488 279218 284200 286048 083673 294167 296107 296638 296619 297633 299131 311101 311389 314955 316174 316797 325442 3268B9 327134 331673 335613 337108 338079 343505 350673 352243 381336 371727 373301 381400385567 389953 392220 393309 394793 396136 397472 Sn der Nachmillagsziedung wurden Gewinne über ISO M. gezogen 2 Eewin»« n 6000«L 180654 4 eurhNMiu 3000 M. 141112 219964 10»ewin,. in 2000 HL 4361 75043 166024 170673 234102,_____ 20 gewinn,«Ii 1000 M. 11277 110660 116543 126820 170623 219086 251604 336596 341647 358424____. 64 gewinn« ,» 500 M. 13372 17163 18207 28669 35166 37709 58548 61064 72926 78019 100441 100940 102036 187320 192886 223383 224502 246663 252794 261669 274245 280530 284244 285017 321067 345553 360939 364233 369162 378190 390596 395741 186«ewinn» n 300«. 145) 6431 12503 16106 19740 22913 26364 87251 39139 47733 81264 55651 56738 61515 62031 63691 67822 72183 73190 79148 79260 88985 90017 100284 I0IH59 105370 111458 111767 116458 118470 120288 120343 I 38169 142708 147331 148560 152687 102944 156371 157230 169078 159164 161962 162698171161 182304 203364 210737 217693 217887 227229 234947 235896 238901 253308 256783 267434 267990 269627 270999 271911 291761 293030 293450 296054 309749 305784 307390 316062 319187 321130 324288 325789 328191 328828 330435 335364 337453 341906 342381 346738 346890 347715 355948 358443 358892 363798 364909 365893 36696t 373533 387480 392143 Iniv'ewmnrode verbttrbeni 25?r5mi»n zu 500000, ZGew.zu 50000, 2 zu 25000, 1« zu 10000, 30 zu 5000, 58 zu 3000, 132 zu 2000, 310 zu 1000. 783 zu SOO. 2078 zu 300 Marl. wir führen; \M(ML'JcAaAkWm. rme* Zn oM&n Frühjahn' N I U Hb ITEN MSSxg AMVt gut zu, ttulcurdm. zcMumgskdlmguMt&rL 4/5 ANZAHLUNG fasst m 5-6 7/bnati-ocfaf20-M meä nim.M l�xuikyric mßTi�dits-oa&r- 32_______________ Qlfa Itimim ovkiUm Vatm Mb ofmessde käu fhAus 1 Jm Oit&n: Jrn Jätern,: että Jfazufiiorg&r.'Bt 7läAeJ(imunn'£L Aüd ffänsfafO' � Csergebirge-Schlesien faOinütspott wt itfinfctkutsn Spertwodien: 20Jan.-3. 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Im Sinne des sozialdemo- krotischen Antrages fordert« der Ausschußbcschluß vor allem mehr baupolizeiliche Beaufsichtigung feuergefährlicher Fabrikbetriebe und m e h r S ch u tz für die darin beschästigtc Arbeiter- schast. Unser Genosse Kraatz richtete scharf« Anklagen gegen den Inhaber des Betriebes in der Echönleinstraße und unterzog Ge- wcrbeaufsicht und Baupolizei einer eindringenden Kritik. Er stellte fest, daß der Arbeiterschaft di: Fühlungnahme mit den Gewerberäten nichtlei chtgemacht wird. Zu einem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung kam es noch nicht. Die Debatte wird in der nächsten Sitzung fortgesetzt. * Eine Anfrage der Deutschnationalen wegen der Errichtung von Jugendherbergen im Weichbild« der Stadt Berlin beantwortet« Ober- bürgcrmeisler Böß sofort. Er wies darauf hin, daß die Steckt- Verwaltung fest langem bemüht ist, im Zentrum einen Platz frei (Ui machen, nur sei es sehr schwierig, eine Stelle zu finden und die Kosten auszubringen. lieber eine Stunde debattierte man über die Kachprüfung der Büchereien der Srankevanstallen, veranlaßt durch einen Beschluß der Gesuickheitsdeputation. In einer Anfrage machten die Deutschnationalen eine thaupt- uick Staatsaktion daraus, und in ihren Reden griffen sie den Stadtmedizinalrat heftig an. Ee sind nämlich bei der Bereinigung der Büchereien auch die nationalistischen,„vaterländischen" Bücher ausgemerzt worden, uick das nahmen die Leute von der rechten Seite des chaufcs�schr übel. Sie hätten gar zu gern die alten Kriegsgeschichten und Schlachten- berichte, die Kaiserbiographien und schönen Gedichtebücher weiter den Kranken vorgesetzt. Der Sladtmedizivalral Pros. Dr. v. Sri- galski verteidigte die Maßnahmen des �ouptgefundheitsaintes. Nach den deutschnotionalcn und koinmunWschcn Rednern betonte Genosse John, daß der prüfende Ausschuß durchaus nicht so lsterawrunkimdig gewesen sei, wie es die Dcutschnationalen hinstellten, und sochvcrstän- dige Bibliothekbeamte hinzugezogen wurden. Die Revision der Büchereien war dringend nötig.— Am Falk-Real oqmno- f> u m in der Lützowstroße 84c hat ein G e s a n g l e h r e r I o e n s ch noch einer kommunistischen Anfrage die Schüler gezwungen, ein Lied zu lernen und zu singen, in dem gesagt wird,.Laß der Rhein jetzt Sklaoenjoch und Knechtsgewand trage, und daß von Burg' und Domen, die da ragen, ein schaurig dumpfer Draucrchor groll«. Der gbarmüt'ge welsche Hahn schwelge stegestrunken am Rhein, und es wird geiragt, wann der Rhein wieder frei würde"?— Als der Stadtverordnete Lange(KPD.l die Vorgänge in der Schule einer Kritik miterzog, verteidigte die Rechte dos schöne Lied, so daß Lange ihr« völlige Anspruchslosigkeit in Lsteranirdinpen feststellen konnte. Stadt- fchulrat Genosse Rydohl erläuterte den Tatbestand: Im Ruhrkampj sei das Lied vom Lehrer verteilt wordeu.u:r hätte den Vertrieb ohne Eigennutz übernommen. Der_vorgesctzten Behörde fei Bericht er- ftoilet. Von der städtischen Schuloerwoltung sei dem Provinzial- fchulkollegium mitgeteilt worden, daß lebhaftes Interesse daran be- stände, daß der Schulunterricht auch im Gesang dem Gedanken der Völterversöhnung Rechnung trägt. Dann gab es noch ein Wortgeplänkel zwischen rechts und links, wobei sich Stadtverordneter Seelmann-Engebert als echt deutsch- nationaler Oberlehrer betätigte unh die Sache war erledigt. Das furchtbare Braudunglück in der Radiofabrik in der Schönleinstraße kurz vor Weihnachten vorigen Jahres haste unsere Fraktion alsbald reranloßt, einen„Dnngl>chkeits"antrag einzubringen, in denr der Oberburgermeister als Beauftragter der Baupolizei ersucht wird, so bald als möglich sämtliche Fabrikbetricbc auf ihre Feuer- sicherheit z« prüfen und für größtmöglichen Schutz der Arbeitenden zu sorgen. Betriebe, die feuergefährliche, explo- fible Stoffe verarbeiten, sollen aus dem Bereich von Wohnün- gen entfernt werden. Die Kommunisten hatten ebenfalls An- träge dazu»ngereicht. Für die sozialdemokratische Fraktion sprach Genosse Kraatz: Er betonte eingangs seiner Ausführungen, daß die Sozialdemokratische Partei sowohl wie die Gewerkschaften sich für einen ausgiebigen Arbeiterfchuh eingefetzt Hüsten. Im Bezirk Kreuzberg, in dein das furchtbare Explofions- Unglück passierte, find über 8 2 000 Betriebe vorhanden, die alle vo.. den Gewerbeaufsichtsbeamten kontrolliert werden müßten. Für die Heimarbeiter und für die allerkleinsten Betriebe, wo oft nur Meister und Lehrling arbeiten, besteht keinerlei Aufsicht. Zu dieser Riesenzahl von Betrieben kommen täglich neue hinzu. Im Bezirk Kreuzberg stick in der Gewerbeaufsicht ganze zweiGcwcrberäte vorharcken, die sich bei der Fülle der Arbeit JlufiauarbeHen. ,«/ Auf eiwas primitive Art wird dos Austauen von eingefrorenen Dachrinnen an Berliner Häusern durchgeführt. In einem tragbaren Blechosen wird Wasser zu Dompf erhitzt und letzteres mittels Schlauch- leituug in die vereiste Rinne geleitet. Trotz der warmen Märzsonne muß noch häufig zu diesem Mittel gegriffen werden, um dem Schnee- wasser vom Dach zum Kanal den Abzug freizumachen. Gestern v c r- nnglückten bei dieser Beschäftigung, wie mitgeteilt, zwei Ar- bester. Der Kessel platzte, und der ausströmende Dampf ver- brühte die beiden Männer aufs schwerste. Neuerdings werden zum Auftauen elekrifch« Apparate erprobt, deren Anschaffung sich sicherlich rentieren wird, wenn die nächsten Winter in Berlin uns wieder sibi- rifche Kältegrade bescheren werden. fast nur noch mit der Erledigung schriftlicher Arbeiten abgeben können. Da» bedauerlichst« set, so betonte Genosse Kraatz, daß die Gewerbeaufsicht, die Feuerwehr, die Bau- und die Gesundheits- Polizei getrennte Bebörden sind, von denen man nicht immer be- haupten kann, daß fie gemeinsame Arbeit leisten. Aus dem Irr- tum der Bevölkerung, daß diese Behörden von einer gemeinsamen Stelle aus verwaltet würden, erklären sich die Angriffe auf den Mogistrat. Ein« Fühlungnahme zwischen der Arbeiterschaft und der Gewerbeaussicht ist einfach unmöglich. Einen besonders krassen Fall führte der Redner cm: Dos Bureau eines Gewerbeaufstchtsbeamten, dessen Aufsichtsbezirk von Treptow bis Grünau reicht, liegt in Moa- bit. Zu oll dem kommen die Schwierigkeiten, die die Unternehmer den Arbeitern und Betriebsräten bereiten, wenn sie sich an den Gewerberat wenden. Genosse Kraatz betonte, daß die Radiofabrik in der Schönleinstraße schon längst häkle geschlossen werden müssen. Es wm einfach kein Betrieb, sondern das, was der Arbeiter eine Bruchbude nennt. Kinder von 14 Iahren hantierten mit dem feuergefährlichsten Material. Es war weder ein Betriebsrat noch ein Obmann vorhanden. Eine Aufsicht im Betriebe fehlte, die tägliche Arbeitszeit dauerte neun Stunden, Sonn- tagsarbett und Atkordarbett waren das Nonnale. Der Lohn wurde unregelmäßig gezahlt, K r a n k e n k o f j e n b e i t r ä g e führte der Herr Chef nicht ab. Indem Genosse Kraatz für die Be- fchlüsse des Ausschusses eintrat, richtete er an den Bürgermeister Scholtz das Ersuchen, olle Berliner Gewerberäte zusammenzurufen und die Gewerkschaften mit hinzuzuziehen. Bürgermeister Scholz wies auf die Schwierigkeiten in der Zustäm. digkestsfrage der in Betracht kommenden Behörden hin und erklärt� daß bereits in dreizehn Bezirken Hilfskontrollkräfte eingestellt feien, Außerdem fänden jetzt getrennte Revisionen durch die Feuerwehr sowohl wie durch die Baupolizei statt. Die Debatte geht in der nächsten Sitzung weiter. Westen ohne Licht. Störungen im U-35 Gortjetzung splM —— W L'_„ Alle Fahren stehen still. Oer gesamte Verkehr mit Dänemark lahmgelegt. Die Reichsbohnbirektio-n Schwerin teilt mit: Di« Fähr« „M e ck l e n b u r g" ist gestern früh um 7 Uhr mit Güterwagen von Gjedser abgefahren, kehrte aber um lv Uhr nach Gsedser zurück, da sie auf äuherst starkes Packeis, das teilweise Meter au» dem Wasser ragte, traf, so daß ein Durchsahren unmöglich war. Die Weiterfahrt der„Mecklenburg" hängt von der Entwicklung der Eis- und Windverhältnisse ab. Das Fährschiff„D a n m a r k" liegt zur- zeit betriebsunsähig in Gsedser. Fährschiss„Schwerin" liegt zwei bis drei Seemeilen nordwestlich Darsserort fest im Eis«. Da insolge des nur leichten Nordwestwjndes, Stärke 8, das Eis feststeht, treibt die„Schwerin" auch nicht weiter. Das Flugzeug 1459 der Küstenflugstation Norderney ist vom Flugplatz Warnemünde mit dem Piloten Hubrich und zwei Monteuren an Bord ausgestiegen, um dem hochsecfährschisf «Schwerin" Proviant zu überbringen. Das Flugzeug traf die „Schwerin" vier bis fünf Kilometer nördlich von Prero auf Dartz iu schwerem Packeis ostwärts treibend. Die„Schwerin" soll auch dänisches Vieh an Bord haben. Der gestern vom Hochseefährschisf „Mecklenburg" und dem finnischen Dampfer„Mira" gemeinschaftlich unternommene Versuch, der„Schwerin" zu Hilfe zu kommen, mußte wegen der unüberwindlichen Schwierigkeiten ausgegeben werden. Bei dem Erkundungsflug stellten die Flieger fest, daß auf der Rout« Warneinünde-Gjedser auch der Bremer Dampfer„Saym" und der russische Eisbrecher„Truwer" im Packeis festliegen und in östlicher Richtung abtreiben. Seit gestern liegt der Schiffsverkehr zwischen Dänemark und Mecklenburg vollkommen still. Die Wiederkehr der Auiorusanlage. Grundsätzliche Zustimmung de6 Polizeipräsidenten. Polizeipräsident Iärgiebel hat sich am gestrigen Donnerstag in einem Schreiben an die Arbeiisgemeinfchast für das Berliner krasldroschk engewerbe grnndsählich damit einverstanden erklärt, daß die Auiornsanlage wieder in Betrieb genommen wird und daß von den Fahr- g ä st e n für die Benutzung der Betrag von ISPs, sllrdie Münze erstattet werden kann. Allerdings werden neue Berhandlungen notwendig sein, da die Droschtenordnung in diesem Sinn abgeändert werden muß, denn die Arbeitsgemeinschaft oerlangt, daß auch die Fahrgäste die An- fahrts st recke von der Säule bis zur Wohnung des Benutzers bezahlen sollen, was durchschnittlich den Detrag von 5 bis 19 Pf. ausmachen würde. Die Arbeitsgemeinschaft wird voraussichtlich am Donnerstag nächster Woche zusanimen- treten und einen demenlsprechenden Antrag beim Polizelprösidenten stellen. Auch die Finanzterung der Anlage scheint j«tzt einiger- Maßen gesichert, und es ist anzunehmen, daß die Privattelcphon» gesellschaft, die Eigentümerin der Säulen ist. Betriebskopital vor» strecken wird und sich damit einverstanden erklärt, daß der Kauf. preis für die Anlag«, der erheblich ermäßigt worden ist, in Raten abgetragen wird. Im übrigen wird beabflchtigt, den A u t o r u f nach und nach auszubauen, so daß er schließlich dos „M ä d ch e n für alles" Berlins werden kann. In A e r z t«- bremsen hat der Gedanke, der Einrichtung einen Aerzterus onzu- gliedern, außerordentliche Gegenliebe gefunden. Außerdem soll die Lentral« als Fundbureau für die Autodroschken Me nutzt übd alle Berliner Droschkenchauffeure angewiesen werden, Fundstücke sofort abzuliefern, damit sie den Verlierern schnellstens wieder zugestellt werden können. Auch der in Aussicht genommene Weckruf, den die Post bekanntlich nicht durch- führen will, soll durch den Autoruf verwirklicht werden, und schließlich will man nach Möglichkeit einen Botendienst für besondere Fälle und einen„Treffpunkt" für Verabredungen bei per- unglückten Rendezvous usw. angliedern. Eine Aussiockungssteuer. plan für jedes fünste und jedes weitere Geschoß. Innerhalb der städtischen Körperschaften besteht die Absicht, eine Aufstockungssteuer in Berlin einzuführen. Erfaßt wer- den soll jedes 5. und weiter« Geschoß eine» in Berlin de- legen en Gobäudes, dessen Ausstockung im Weg« des Dispenses er- folgt. Die Steuer wird entweder noch dem Rauminhalt der neu gewonnenen Räume unter Berücksichtigung de» Werte» von Grund und Boden bemessen werden oder nach der Jahres- bruttomiete der neu gewonnenen Räum«. Im«rsteren Fall soll der Steuersatz nach dem Rauminhalt 1 Mark se Kubikmeter betragen. Der hiernach errechnet« Betrag wird mit einem Hundertstel des auf einen Quadratmeter umgerechneten Wertes des Grund und Boden» vervielfältigt..(Di« Steuer muß zwischen dem Einfachen und dem Zwanzigsachen des noch dem Rauminhalt berechneten Be- traged liegen.) Im zweiten Falle würde die Steuer das Biersach« der Jahresbruttomiet« bzw. des Iahresbruttomiedwerte» betragen. Eine Beschränkung des Wohnungsbaues findet durch den Borschlag dieser Steuer nicht statt, da alle drei- und viergeschossi- gen Bauten, auch wenn sie im Weg« de» Di»p«nses erfolgen, der Steuer nicht unterliegen. Höhergefchossige Wohnbauten liegen nicht im Interesse- der städtischen Bevölkerung. Die fünsge- schossigen Bauten im Innern der Stadt, wo di« Bautlass« V- be- steht, fallen gleichfalls nicht unter di« Steuer, da hier kein Dispens für das fünfte Geschoß in Frag« kommt. Oreihundertsechzig Betrogene. Ein netter„�aigeber für Kapitalisten". Ausgerechnet am II. Anguft. Die Reichsbahndlrektion Berlin hat, so schreibt man uns, die Liste der Feriensonderzüg«, die in diesem Jahre den weniger bemittelten Volksschichten eine Reise verbilligen helfen, veröffentlicht. Die Einrichtung des Feriensonderzuges ist m:t Recht sehr beliebt. Viele Ferien- und Urlaubreisende haben Ihre Pläne so eingerichtet, daß sie diese Vergünstigung ausnutzen können. Es ist danim auch zu begrüßen, daß die Fahrpläne der Züge schon jetzt festgesetzt wurden. Ausfällig ist nur, und dos muß zur Kritik herausfonbem, daß die Reichsbahn anscheinend nach einem starren Plan ihre Züge eintei't. Di« letzten Feriensonderzüg« fahren ausgerechnet am 19. und II. August. Die Herren, die die Pläne festsetzen, werde» sicher doch auch schon davon gehört haben, daß Wf deutsche Republik in diesem Jahr ihren zehnten Jahrestag besonders festlich begehen will. Sind die Züge etwa für jene ,staatstrouen" Herrschaften eingesetzt, die schnell verreisen, um an diesem Tage nicht in Bvrlm sein zu müssen? Es gibt doch sicher Tausend«, die im Anschluß an die Feier des Verfassungstages, also nach der Feier ihre Reise an-! treten möchten. Nach Oberbayern fahren die letzten Züge � am 19. und 11. August, nach Basel gleichfalls am 19. August. Auch nach dem Riesengebirge, nach Jnsterburg, nach Köln und dem Sauerlande, nach K ö» l i n und Swine- 1 münde fahren die Züge entweder direkt am Versals ungstage> Bittere Tränen vergosien noch henke die armen Leute. die ihre Ersparnisse bei dem.�Finanzunter nehmen" von Max Müller verloren halten. Bei dem Zeugenaufruf des gestern begonnenen Strafprozesses wurden Müller von den betrogenen Leuten Flüche und Ver- wünschungen«ntgegengeschleudert. Max Müller blieb davon aber völlig unberührt. Er gab sich vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte, das das letzt« Wort über seine bedenklichen Finanzgeschäft« jetzt zu sprechen hat, als ein unentwegter Optimist UHd schob im Gegenteil den Kunden di« Schuld an seinem Unglück zu. Wenn man ihm die Mittel gegeben hätte, mit seinen Anlage- werten weiter zu spekulieren, dann hätte er nicht nur die ver- sprochenen 129 Proz. Zinsen im Jahr zahlen können, sondern er selbst wäre ein reicher Mann geworden. Di« Grundelemente der Wirtschaft, so legt««r dar, seien Kohle. Eisen, Licht' und Wasier. Nur in diesen Wetten Hab« er das Geld angelegt, und es wäre nur nötig gewesen, lange genug abzuwarten. Einmal müßten diese Papiere in die Höhe gehen. Noch au» dem Gefängnis herous nach seinem Zusammenbruch hat Müller«in« Schrift herausgegeben, die er betitelt«:„Ratgeber für Kapitalisten". Die Vor- bilder von Müller waren Sally Bergmann und Max Klonte. Auch er suchte unter dem Versprechen enormer Verzinsung Kapi- talien. Die großen Zinsverpslichtungen wurden auch pünktlich gedeckt, allerdings fottlaufend von den Neueinzahlungen. Müller war dann mit einem Bankunternehmen In Verbindung getreten, das der Bankier Max Schulze in der Behrenftroße gegründet hatte, derselbe Schulze, der in Hannover wegen Attiensälschungen 3 Jahr« Gefängnis erhalten hatte und der nach Berbüßung dieser Strafe neue Bankgeschäfte begonnen hott«, di« ihm in der vorigen Woche in Moabit eine neu« Strafe von Is� Jahren Gefängnis eingebracht haben. Müller wurde von dem gerissenen Schulze um 165 999 M. erleichtert. Ein großer Teil der übrigen Einzahlungen ging, soweit sie nicht von Müller persönlich oerbraucht wurden, bei den Versuchen mit Wett-Tip» auf der Rennbahn drauf. Jnsgesamt sind 36 9 kleine Leute von Müller um eine halbe Million Mark g«schädigt worden,«in Opfer Müller», dos alles vettoren hatte, mußt« in» Irrenhaus übergefühtt werden. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch von Bergmann war es auch mit dem Luftgebäud« von Müller zu Ende. Er hatte die Dreistigkeit, von seinen Kunden Stundung für«in Jahr zu verlangen. Das wurde aber abgelehnt. Der Konkurs tonnte nicht eröffnet werden, weil überhaupt keine Masse vor» Händen war. Der Prozeh wird drei bis vier Tage dauern, da 96 Zeugen geladen sind. «.Sie sollen Geld bekommen!� Mit den erfreuenden Worten:„Sie sollen Geld bekommenl" führte sich der Maler P r i nz bei ollen ein, von denen er selber Geld erschwindeln wollte. Auf Grund von Listen, die er bei einer Persicherungsgesellschaft entwendet hatte, besuchte er in oerschiedenen Städten Leute, die einst versichert gewesen waren. Er wie« sich mit gefälschten Ausweisen als Aufwertung« be amter aus und erzählt«, daß alle Versicherungen mit 12� Proz. aufgewettet worden feien: dies Geld sei nach fünf Jahren auszahlbor. Wenn aber die Kunden die in der Inflation entwertete Prämien sofort nochzahlen würden, könnte er ihnen das Geld binnen zehn Tagen beschaffen. Darauf erhielt er kleine und groß« Summen förnflich aufgedrängt. Vor dem Schöfsengericht Charlottenburg hatte er sich gestern wegen 22 vollendeter und 17 o« r- suchter Betrugsfälle zu verantworten. Der Angeklagte, der geständig war, schilderte, daß er sich nur durch diese Strafloten aus seiner Notlage befreien konnte, da er wegen in der Jnflations- zeit begangener politischer Berbrechen versolgt wurde und sich erst wieder nach der letzten Amnestie nach Arbeit umsehen konnte. Tatsächlich hat der Maler Prinz in und nach der Revolution eine gewisse Rolle gespielt. In seinem Plädoyer verteidigte er sich sehr geschickt, indem er im Gegensatz zum Staatsanwalt, der für oll« Fäll« zusammen«ine dreijährig« Gefängnisstrafe beantragt hatte, darauf hinwies, daß durch seinen einheitlichen Entschluß zu den Betrügereien ein Fortsetzungszusammenhang gegeben sei, so daß die zur Verhandlung stehenden Fälle bereits unter die rechts- kräftigen Urteile der anderen Gericht« falle. Er kenne genau die juristischen Voraussetzungen zu seinem Antrag, da er während seiner Hast auf Veranlassung der Verwaltung bereit» über hundett Schriftsätze für seine Mitgefangenen bearbeitet« und verfaßt hätte. Das Gericht schloß sich vollkommen den rechtskundigen Aus- führungen des Angeklagten an und stellt« das Verfahren daher ein. oder einen Tag früher. Kann di« Reichsbahn nicht auch auf die Kreise Rücksichi nehmen, die als treue Staatsbürger den Ver- fosiungstag ssiern, und die Züge am 12. und 13. August fahren lassen? Sollte e» nicht selbstverständlich sein, daß die Reichsbahn aus den höchsten Feiertag der Republik Rücksicht nimmt?_ Gasexplosion bei Krupp. Sin Arbeiter von einer Gtahlplatte erdrückt. Esten, 7. März. Heute morgen 9 Uhr ereignete sich in einem Glühofen im Feinblechwalzwerk ein« Gasexplosion. Don dem Glühofen aus waren Gas« in einen etwa 19 Meter langen. 2 Meter breiten und 3 Meter tiefen Kanal, durch den das Gaseinlaßrohr zum Ofen fühtt, eingedrungen. Dieser Vorgang war von Arbeitern bemerkt worden, die sofott di« Gaszuführung zu unterbinden suchten. Im selben Augenblick erfolgte jedoch schon di« Explosion. Während zwei Arbeiter von dem Lulftdruck zur Seite geschleudert wurden, st ü r z t e ein Arbeiter inden drei Meter tiefen Kanal. Ein« herabstürzende, zwei Zentner schwer« Stohlpiatte siel hierbei un- glücklicherwerse dem Arbeiter«ms di« Brust, wodurch er sofort getötet wurde. Die beiden Arbeiter, die von dem Luftdruck zur Seite geschleudert und vettetzt wurden, sind dem Krankenhaus« zu- gesühtt worden. Ein Oenfzettel. Vor längerer Zeit meldeten wir, daß im Verwaltung»- bezlrk Pankow ein zum„Stahlhelm" haltender Beamter de» Bezirksamtes in seinem dienstli«h«n Raum auf dem zu sedennanns Ansicht aushängenden Wandkalender den 9. Novem- der schwarz umrahmt und handschriftlich hinzugefügt hatte: „Das ist der Tag der Lumpen und Verbrecher." An diese wut- und haßerfüllt« Verhöhnung der Republik erinnerten wir aus» neue, als wir aus Anlaß der Pankower Bluttat darauf hinwiesen, daß in Pankow die jchrvarzweißrote Gesinnung besonders gepflegt wird. Wegen jenes Vorkommnisses wandt« sich dann die Nepublikanislhe Beschwerdestelle an den Pankower Bezirkobürger- meister mit der Bitte, gegen den schuldigen Beamten einzuschreiten. Bürgermeister Dr. Meißner hat, wie wir jetzt erfahrey, der Re- publikanischen Beschwerdestelle geantwortet, daß gegen den Beamten bereit» die Einleitung de» Diszlpltnarversahrens aufDienstentlassung beantragt worden ist. Hoffentlich Ermanno Wols-Ferraris Oper„Das Himmelskleid" ist auf deutslhen Bühnen nicht heimisch geworben. Vielleicht, weil die Musik weniger dramatisch als lyrisch ist. Sie klingt immer schön, inuner ausgeglichen, bleibt aber immer ohne Problem. Das ist für einen ganzen Opernabend ermüdend. Doch was für die sichtbar« Bühne einen Mangel bedeutet, ist für die akustische Bühne des Rundfunks fast ein Botteil. Man unterhält sich bei dieser tunst- vollen Musik. Ohne nach der Handlung zu fragen, ohne von aus- wühlenden Empsindungen beunruhigt zu werden, freut man sich an klangvollen Melodien. Es wurde sehr gut gesungen. Auch die Nebenrollen waren so besetzt, daß die anspruchsvolle Komposition alle Reize ihres Wohlklanges entwickeln konnte.—„M i t neuen Federn" nannte Erich Gottgetreu einen Vottrag, der moderne Reportage als Grenzgebiet der Dichtung darstellen sollte. Indem der vottragende Bernard Shaw als Autorität anrief, will er sogar weiter und setzte lebendige Dilhtung mit der Reportage gleich. Allerdings nicht mit der reinen Reportagetechnik wie sie Amerika pflegt, sondern mit jener Reportage, die im alltäglichen wie im be- sonderen Ereignis ein Spiegelbild des Leben» selber erblickt. Nach- dem er so den modernen Reporter in eme wirkungsvolle— ganz gewiß nicht unverdiente— Beleuchtung gerückt hatte, los Eva Gott- getreu Reportage von Erich Gottgetreu. Der Berfaster bewies in Siefen Schilderungen, wie in manchen kleinen Feuilletons, di« wir von Ihm kennen, daß er wirtlich imstande ist, den Augenblick nicht nur photographisch zu»rsassen. sondern ihn wirtlich in seiner ledendigen Bedeutung darzustellen. Te». wird der Kalenderzettel vom 9. November dem di« Republik be- schimpfenden Helden zu einem so eindringlich«irkenden Denk» zettel werden, daß ihm die Lust zur Wiederholung für immer oergeht._ Berlin kankt ein Kinderheim Der Berliner Magistrat beschloß, das Johanna-Heim in Werftpfuhl bei Werneuchen zum Preis« von 590909 Mark anzukaufen und der Stadtverordnetenversammlung ein« ent- sprechende Vorlage zu unterbreiten. Das sehr gut e»gerichtet« und in gesunder Gegend gelegen« Heim soll zur Ausnahm« von Waisenkindern im Atter von 2 bis 6 Jahren und zur Ein- richtung einer Haushaltungsschul« für schulenttassen« Mädchen dienen. Eine neue schwimmende Zugendherberge. Das Stadtamt für Leibesübungen Berlin hat ein aus dem Großen Zernsee bei Werder liegendes Wochenendschisf angekauft, um es als schwimmend« Jugendherberge auszubauen. Nach dem Umbau können darauf etwa 89 Jugendliche Unterkunft finden. Die Ge- wässer in der Umgebung Berlin» erhallen damit die dritte schwimmende Jugendherberge._ Aus der Partei. Arbeiter-Wohlfahrt-Konferenz. Der Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt tritt am 26. März zu seiner 5. Reichssitzung in Franksutt a. M,. Volks. bildungeheim, Eschershcimer Anlage 49/41, zusammen.— Außerdem findet dort am 27. und 28. März die Reichskonferenz„Ausbildung" statt. Zur Behandlung stehen folgende Themen: 1. Der Stand der wohlfahrtspflegerischen und sozialpädagogischen Ausbildung. Referent: Käthe Buchrucker, Berlin. 2. Unsere Forderungen an die berufliche Ausbildung in der Wohlfahttspflege. a) Besondere Fragen sozialhyglenischer Ausbildung. Referent Dr. Goldmann, Berlin. d) Wohlsahrtspslegerische Auebildung und Laufbahn des mitt- leren Beamten. Referent: Robert Görlinger, Köln o Rh. c) Wirtschastsschulung und Wohlfahrtspflege. Referent wird noch bekanntgegeben. ck) Akademiker und Wohlfahttspflege. Referent: Dr. Kantorowicz, Kiel. e) Forderungen an die Leistungen der Ausbildungsstätten Re- serent: Regierungsrat Gudula Kall, Düsieldors. 3. Demokratisierung der Wohlsahrtspslege. Referent: Reg.-Rat Hedwig Wachenheim, M. d. L., Berlin. Die Teilnehmerkarten werden vom Hauptausschuß ausgegeben. Es' wird gebeten. Anmeldungen bis zum 15. März dorthin(Berlin EW. 61, Belle-Alliance-Platz 7/8: Telephon: Dönhoff 8188) erfolgen zu lassen. Zuschristen über Zimmerbestellungen sind unmitteioar an den Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt, Franksutt a. M„ am Schimmbad 8. zu ttchten. Di« Wohlfahrtsschul« des Hauptausschusies für Arbeiter- wohlfahrt erössnet im Oktober 1929 einen zweiten Lehrgang. Der den unschädlichen cof feinfrei elf Kaffee Hag. Er ist reiner Bohnen-» kaffee bester Qualität. Millionen Kaffeeliebhaber in allen Kultur« Staaten trinken ihn. Kaffee Hag gewährt alle Kaffeefreuden, das herrliche Aroma, das Sie lieben und die anregende, wohltuende Wirkung, die Sie beim KaffeegenuB suchen. Das große Paket kostet RM 1.00« das kleine 06 Pfg. Ihr. Kaufmann führt ihn« I Lehrgang bauet* Brtebennn ,wei Jahre und endet mit einer staat. lichen Abschlußprüfung, die zum Erwerb der staatlichen Anerkennung ats Wahlfohrtspflegerm oder Wohlfahrtspfleger berechtigt. Anmeldungen sind zu richten an die Wohlfahrtsschule des Hauptausschusses für Arbeiterwohlfahrt. Berlin SW.68. Linden- straße 3. 3. Hof part. I. Einsendungen für dies« ZtnbrU sind Berti» SB SZ, Lindenstratze 3, G parteinachrichien�M� fürGroß-Verlin stet»«» da, Bezirkesetretariat 2. Hof, 2 Treppe» recht», zu richten. Z.«rei» Tiergarten. Heute Freitag, 8. Mar,, im Uhr. bei Krüger, Putlitz. ftraße 10, erweitert« ltreisvorstanbsMung. Z. Krei» Wedding. Heute, Freitag. 8. März, IS Uhr, Sitzung de» erweiterten Kreisvorstandes bei Wende, Kolonirstr. 147 4.»rei, Prenzlauer verg. Heut« Freitag,».»äez, 1» Uh«,«retioertretee. »«rs-mmlu-g i» de»«afino.Feftsälcn, Pappelallee 15. Zag«»»rd»u»g: ahi,»b«richt. Neuwahlen, statuteubeeatnng. Wichtige Tageaordaung. ünltlick erfcheiueal rei» ch-rlottenbura. De, fllr den 24, Februar abqesagte Wilhelm-Busch- Abend mit Puggi Muck findet am Sonntag, 17. März, 18 Uhr, in der Echuloula, Slbarrenstr. 25, statt. Die alten Korten haben Gültigkeit und sind bei den Mitgliedern des Pildungsausschuss-s und an der Abendkasse zu haben, 50 Pf, 15. Krel» Köpenick, Kommunaler Kursus, 8. Abend Zahr PS» 7.«reii Referent: Stadtrat Schneider. Beginn —~.rf8.... »ildn..... . elstr. 28.— Routog, 11. Mäe�' 1» U Aula der �»ittellchul-. Marlttteatz«, Krriaoertreteetag. Bericht'««» Neu» 10,05 Uhr. Bezirrsoervrdnrtensstzungslaal. 17. Kreis Lichtenderg,»ilduna«au»schutz. Sonnabend. S. März, 1» Uhr. in der Wicherei, Weichselstr. 28.—»outag, 11. März, t» Uhr, i. Abend. Thema: Jugendpflege". heut« Freitag. 8. März, pünktlich l, Rathaus»ijpenick, Schlotzstr. 4. 1» Uh*. Eitzung I» de» wähl de» Borstand«,. TLrkontrollc 117. Abteilung. 75. Neel, Reinickendorf. Voranzeige! Montag, 11. März, erweitert« Krel». vorstandssitzung. Näher« Mitteilungen erfolgen noch. heule. Areilag, S. März: 5. Abt. iszh Uhr bei Lehmann, Bartelftr. 7, Funktionärsstzuug. 22. Abt. Unser Weg ist sofort vom Genossen Höhne abzuholen. 55. Abt. ISsh Uhr bei Surzkowfki, Schr«inerstr. 58, Sitzung d«, Abieilung». Vorstandes mit den Gruppenleitern. Neuliilln. 8». Abt. 25 Uhr bei Grommeck, Sanderstr. 10, Borstand«, und Funl- tionärsttzung.— 15. Abt. 19a Uhr bei Schauer, Treptow« Str. 90, Funktionärsttzung. 118. Abt. Lichtenberg. 19% Uhr im Lokal Ludwig, Prinzenallee, Funktionär. sttzung. Wichtig« Tagesordnung. Morgen, Sonnabend. S. März: 11. Abt. 19% Uhr bei Berger, Levctzowstr. 21, Funktionärsttzung. 25. Abt. 20 Uhr bei Kramer. Gomeniusftr. 3. Funktionärsttzung. 75. Abt. Wannfe«. Zahlabend im.Reichsadler", Wannsee. RBnigofhaS«. Rest. rat de» Genossen Rektor Holg, geHiendorf, über:.Kommunalpolitische Tag«»fragen". 85. Abi. Lichterfelb«. 90 Uhr bei Krull, Lankwitz« Str. 1», Funkti-närsttzung. 85. Abt. Tempelhof. 20 Uhr bei Pommerenlng, B«lin« Str. 100 lgegenüber dem Hafen), Sitzung de, erweiterten Borstande». Abt. NenkSIl». 19% Uhr bei Schab eiko, Weichsesstr. st, Funktionärsttzung. Abt. Lichtenberg. 20 Uhr bei Bartz, MMnidorfstratze, Funktionärsttzung. ... deiko, Weichselstr.. bei Bartz, Mvllcndorsstratz«, �......r, in der Sä Die letzte» Einladungen haben Gültig Frauenveranstallungen. 119. Abt. Lichtenberg...________________ j, Montag, 11. März, lg Uhr, in der Schul« Marktstraß«, "------ unktionärsttzung. raimxrtretertag. 7.»tri» 5 hart» tte» bürg. Donnerriag. 21. März. Bortrag d< «n Paul Hirsch. M. d. L.:.SaziaNstisch. Dohnungspolttik". d»ach txkanntgegeb»». Dienstag, 2«. März. 19% Uhr, Bortr< ' Genossen~---~ nassen wird Lichwildern Mosbacher, de» G«. Lokal kis Bortrag mit »rankensaal Berlin« n Zuagsozialistea. tow Bedtzlng�es»»»»«»»«». Heut« Freitag, pünktlich 20 Uhr, im Jugendheim Orthftr. l». Fortsetzung des Refevat, von Hans Woldmann über: .D?« Dehrfrage�. Wichtig» Besprechungen.- Gruppe«hoilottendneg. Mit der Musik zum Bunte« Abend heut« Freitag nach Schänederg.— Gruppe Lchlueberg. Heute,>»% Ä«. im Zugeudtzeim Hauptste. 15 lGchwabeu. landtzimm«), Buutee Abend. Souut-», 1».»är,. Fahrt mit der Gruppe Ehärlotteuburg. Ttesspunkt pünktlich 9 Uhr Bahuhos Pot»dam sKauptausgang). ArbellsgemsZiischafk der Kinders reunde. Wilmersdorf. Sonnabend, 9. März. All« Jung» und Rotfalken kommen 17 Uhr zur Probe ins Zugeichheim.— Sonntag. 10. Mär», 18 Uhr, Bunter Elternnachmittag mit Tanz im Viktoriagarten, Wilhelmsau« U3— 114. Dazu labet herzlich ein der Eltcrnobmann. Werbebeziel Westen. Montag, U. März, Helferkursus im Zugendheim Ehar- lottenburg, 20 Uhr. Thema:.Itindcrzeitschrift�. Geburtstage. Jubiläen usw. Z.»bt. Unserem alten Genosse» nud Parteiveteran Stöbert Voigt, Dresdener Str. 28, die herzlichste» Glückwünsche zum 75. Geburtstag. J Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation j 3. Abt. Am S. März verstarb im 77. Lebenslahre unsere langjährige Ee» ■~--""' Einäscherung Montag, . chtstraß«. 48. Abt. Unser aller Genosse Ewald Schulz ist am 24. Februar verstorben. nossin Elise Busse, Engelufer 25. Ehre ihrem Andenken 11 Marz, 18 Uhr, im Krematorium Gclnch Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. 78. Abt. Schöueberg. Am 8. März verstarb unser langjähriger Genosse Zuliu» Baumann, Ebersstr. 92, im 66. Lebensjahr«. Ehre seinem Andenken. Beerdigung am Sonnabend, 9. März, 14% Uhr, auf dem Städtischen Friedhof, Blanke Hülle. 114. Abt. Genosse Hugo Kraatz ist verstorben. Di« Einäscherung findet am Sonnabend, 9. März, 14 Uhr, Im Krematorium Baumschulenweg statt. ü Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Berlin Einsendungen fäe diese ZiudrU nur m had Zugendletretnet« klertln 6® 68, findmOroSe J Bewegung«»»«! Margen, Eonnabend, 18 Uhr, Uebungsstund«, anschließend de. für stl-agdeburg, Schulaula Tanziger Str. 28. Probe �.NNR Abrechnung der Beitrüge us Heute, Freitag, zwischen 17 UN» 10 Uhr. Heule. Ireilag, S. März, 19� Uhr: btafenthal« Vorstadt: Heim Zchdenicker Str. 28. Bunter Abend.— Hansa: «im Bochumer Str. 8K. Vortrag:„Das Konkordat".— Moabit I: Schule Zaldenser Str. Ig. Bortrag:„Jugend und Strafvollzug".— Moabit II: im Lehrter Str. 18—19. Vortrag:„Unsere Fahrten".— Ar»»w«Ider Platz: 'm Rastcnburg-r Eck« Wehlauer Straße. Vortrag!„Monarchie— Diktatur— Republik".— Helmhrltzplatz: Heim Danziger Str. 52, S. 2. Bor- trag:„Der Parteitag in Magdeburg".— Hohenschünhause«! Heim Freien» waldcr Str. 6, Heimabend.— Humannplatz: Heim Schere»bergstr. 7. Vortrag: „Wie sollen wir werben". Reserent: Genosse Walter Hermann.— Nordast: Heim Danziger Str. 62. Bortrag:„Religion und Moral".— Weißeuse«: Heim Parkstr. 30. Bortrag:„Wie können wir uns den Staat erobern?"— Wörthcr Platz: Schule«astanienallee 32. Tagespolitische Fragen. Andreaavlatz: Heim Brommnstr. 1. Bortrag:„Entwicklung des Kapitalismus".— Valieaplatz! Heim Tilstter Str. 4—5. Bortrag:..Mitteldeutscher Zugendtag".— Süden: Helm Porckstr. 11, Ueben.— Tharlottendurg! Heim Rostnenstr. 4. Bortrog: „Die Nationalversammlung".— Eharlottenbnrg.Süd: Heim Enbelstr. 2. Vortrag: „Ein Tag auf dem Iug-udaericht".— Westend: Heim Rostnenstr. 4. Bortrug: ,.Da» Wehrprogromm"— Mariendors: Alt« Schul«, Dorfstr. 7. Vortrag:„Die Toten der Revolution".— Britz l! Kartenausgabe. Erscheinen ist Pflicht. Rat, Haus Ehausseestr. 48.— Britz It Heim Rathaus, Chaussee str. 4«. Vortrags» reih«:„Lebensresorm".— Köpenick: Helm Grünauer Str. 8. Vortrag: Die Bedeutung der Gesundheit fidr unseren Körper".— Falkcnberg: Heim, Butshoi. Lichtbilder:„Der Harz".— Baumschulenw«-: Heim Ernststr. 1«. Tagespolitilche Fragen.— Iohanni»thal! Rathaus..Wehrprogramm".— Riederschöneweide: Schul« Berliner Str. 31, Mitgliedcrversammlung.— Treptow: Keim Elsen» strotze 3. Lichtbilder:„Magdeburg".— Lichtende ro-Mitt«: Heim Scharnwebcr. strahe 29, Mtgliederoersammluna.— Neu-5'"'..... i Sportplatz). Vortrag:„Warum straße 44, Mitgliederversammlung. Werbebeziek Reniöllu: Vil Heim Kanner Straße. äenberg: Heim Hauffstraße Lichteubeeg.Notb: Heim Gunter. Bildung-kursu»:„Giundlogen der Politik", in. Teil. Vorträge, Vereine und Versammlungen. G Reichsbanner„Schwarz Rot-Gold". s« f s ü f t- st- l l»: Berlin s. 14. Sebastianstr. 37/38, Hof 2 Tr. Freitag. 5. Miez. Reinickend»rs-«cst. 20 Uhr«ersammlune B«rein»Iokal. Bortrag des Kameraden Abter:.Märztage 1 Borstand eine Stunde früher. Lichtenberg. Kameradschaft Traveplatz. 2V Uhr Balluersammlung bei Seipke. Erscheinen Pflicht.— wilmersdors. Unser Bor. standsmitglieh, Kamerad Brendler. Ist verstorben. Einäscherung Eonnabend, 9. März, 15 Uhr,«remätorium Wilmersdors. Reg« Beteiligung erwünscht. »leiukallbetschützeu.P««!» Republik«. B., Berlin. Brandenburg. Sonntag, 15.»ürz. Kreuzberg. 9—12 Uhr Schießen an den Schießständen Friedrichsselde. Straßenbahnvcrbindung Linie 70.— Neukölln-Britz. 9—11 Uhr Schießen im Echlltzenhau» Neukölln.— Spvrtlokal Wilhelmsbof Arbeiter.Abstinentrn- 20 Uhr, findet im Gewerkschaftshaus, Engelirfcr 24— 25 Freitag. (Saal 8), die ffor ung der Eeneralvcrsammlung statt. Es ist Pflicht eines jeden Genosse», lich pi?»ktsich zu erscheinen. Reich-bund der»riegsbeschädigte», Kriegsteilnehm« und Kriege rhiut«. »liebenen, Ortsgruppe Westen. Bezirksversammlung am Dienstag, 12. März. 20 Uhr, im Zahnärztehaus Bülowstr. 104 Thema:„Siedlungsproblem de» Reichsbuntes". Typographisches Orchester. Dirigent: Kapellmeister Erich Gutzeit. Uedungw abcndc jeden Freitag 20%— 22% Uhr. in Renkclln, Hermannstr. l»9 sRestaurant Johann Lausch, Sängcrheim).— Sonntag. 10. März, 10 Uhr, alvoli(„Typographie", passive Uebungsstund«)! Mitwirkung wie üblich. Der Deutsch««tenographenbund hat die Abhaltung«in«, Fernwett- schreiben» im ganze» Reich beschlossen, Termin: 10, März. Zur Teilnahme ist jeder Einheitskurzschristler berechtigt, ohne Rückflcht darauf, ob«r einem Verein und damit dem Deutschen Etenographendunde angehört»der nicht. Das Wettschreiben besteht aus einem Richtigschreiben und einem Schnell» schreiben in den Geschwindigkeiten von 80 bis«00 Silben und darsttcr, und wird in den Räumen des staatlichen Friedrich-Wilhelin-Gymnasium», Kochstt, 1«, zum Austraa kommen. Zur Deckung der Unkosten wird eine Teil- nehmergebllhr von 80 Pfennigen erhoben. wellerberichi der öffentlichen we»«diens!stelle Berlin und Umgegend /Nachdr. veib,). vewöllt mit Niederlchiagiiieigung, Temperaturen metft über Null, westliche Winde.--- Jür Deulfchland: Nur im Südosten und Nordosten noch mäßige Fröste, sonst mild, in Norddeulschland bei westlich« Winden Niederschlagbneigung, Frühjahrsmoden bei Wertheim. Im Haufe Wertheim. Leipziger Straße, gibt es in diesen Tagen allerlei hübsche modische Neuheiten für das Frichjahr und den Sommer zu sehen. Kleider aus leichten, porösen Woll- und Strickstoffen, in uni oder bunt gemustert(Iumpersorm), dazu Mäntel in herrenartiger Verarbeitung aus gemusterten Wollstoffen in bräunlichen Farbtönen. Die Mode für den Nachmittag und Wend t eine bedeutend weicher«, betont weiblicher« Lim« erhalten. Die leider und Complets aus Crepe Georgette, Wollgeorgett, Wall- etamine, Crepe Satine usw. zeigen reiche Stoffverarbeitung, speziell die Ueberhänge, meist in Capeform, sind im Faltenwurf gerafft und am kragenlosen Halsausschnitt mit einer koketten Bandschlerse ver- sehen. Falbeln, Rüschen, Diesen und all die sonstigen Attribute ge- fälliger Kleidergarnierung treten bei dem jetzigen Modebild stark in den Vordergrund. Man sah ganz entzückende Modelle in bunt ge- musterten Crepe de Chine und Musselin« mit einem Uni-Ueberhang aus durchsichtigem Gewebe, Kostüme aus bunter Foulardseide, dann sehr hübsche Kombinationen in Dunkelblau und Schwarz mit dazu passenden Hüten. Albert Coate« leitet heute ein Konzert Im Berliner Runbfunk, Der het» vorrageiw« englisch« Orchesterleiter hat ein« große Anzahl von Werken nur fün „Electrolo" dirigiert, die jeder Kenner zu den kostbarsten Schöpsungen de» Mustkplatte zählt. Borspiel ohne Kaufzwang bei der Elertrola-Gesellschafk m. b. H., Berlin W, 8, Leipziger Str. 23; W. 18, Kursürstendamm 85; Köln a. Rh., Hohe Str. 103: Frankfurt a. M., Goethestr. 3 und allen„Autorisierten Elertrola-Berkaufsstellen". Enoer Bey Orient ist die neu« Zigarettenmarke, dl« all« guten Eigeufchoften einer aus rein orientalischen Tabaken durch einen anerkannten Facknnan» hergestellten Zigarette tn sich vereinigt. Gutscheine fllr nützlich« Gegenstände liegen jeder Packung bei. Lei erhöhlem Blutdruck und Neigung zur Adernoertaltung ist ein gutes Funktionieren der Ausscheidungsorgane besonders wichtig. Nehmen Sie eine Zeitlang Reichels Wacholder Extrakt Marke Medico. Er sorgt für den Stoffwechsel und hält Leber und Nieren in Ordnung. In Drogerien und Apotheken er» hältlich, echt nur in öriginalfüllungen mit Marke Medico. »linqelhitetz Verantwortlich für Pdlitik: Dr. Enri Geyer: Wirtschaft: CMMtksch">> tzWMM and Sonstige,:, Berlag: Borwärt»-:_______..._,._____________________________ und Verloasanftall Paul Singer u Co. Berlin SW 58 Lindevltraß« 5. Hierzu 3 Beilage».„Gtadtbeiloge"»nd„Unterhalt»»« und wissen". weauna: Fricdr. cktzkorn: Feuilleton: Dr. Zohn Schil-w-kt: Lolale» es:»ritz Kaestäd«: Anzelgen: Etz»leck«, fämliich in Berit». irts-Periog S m d H.. Berlin Druck: Vorwärls-Bu-iidr ackeret Haben Sie schon ei« Äntomobil? Kennen Sie die Vorteile des deuffchen Kraftwagens? Beachten Sie, was von maßgeblicher Seiie über den deutschen Auiomobilbau gesagt worden ist: Der Automobilrsub von Deutschsand hält es für seine Pflicht, seine Mitglieder auf das eindringlichfle zu bitten, bei Neubeschaffung von Kraftfahrzeugen die Erzeugnisse der deutschen Automobilindustrie in erster.tinie zu berückstchtigen. Oer Ankauf ausländischer Kraftfahrzeuge liegt nicht im Interesse der deutschen Wirtschaft. Die Frage, ob in Oeutschsand ein Äedürfnis nach ausländischen Wagen vorhanden sei, ist zu verneinen. Sowohl dle Konstruktion der deutschen Automobile als auch ihre äußere Ausstattung haben einen Stand erreicht, der jeden Vergleich mit ausländischen Fabrikaten aushält. Oer beste Deweis hierfür ist die Anerkennung, die deutsche Fahrzeuge auf den Ausstellungen in Genf, Paris, London u. a. m. gefunden haben. Lleberalt hob man die außerordentlichen technischen Leistungen des deutschen Krafi« fahrzeugbaues als führend hervor. Auf die lehie und größte Motorfahrzeugschau des Kontinents, die Internationale Automobil» und Motorradausstellung, Äerlin �92S, darf aber noch besonders hingewiesen werden, da ste mit voller tleberlegenheit die Leistungs, fähigkeit, Qualität und Preiswürdigkeit der deutschen Fabrikate zeigte. Ss kann also auch die Preisstellung der deutschen Wagen heute keinen Grund mehr bilden, ausländischen Fabrikaten den Vorzug zu geben. Auch die sportlichen(Zrfolge auf der Internationalen Alpenfahrt und bei den Prüfungen des Nürburgrlnges sprechen für die Güte der deutschen Wagen, während die auf den internationalen Schönheitskonkurrenzen errungenen Triumphe ihre geschmackvolle Ausstattung bezeugen. Automobilclub von Deutschland Das Präsidium: Glaf v. Arnim-Muskau, Präsident. �hrm Sie die öeutfthe Arbeit! Tkcaiev, Lidiispiela usw. j MIT fLOaUNCB VI OOU• LEWIS STONE Paramounl- Film der Parufamet TSgiieh S Vorstellungen S15 715 9" Weoen der großen Nachfrage zu den Vorstellungen 7>i u. 915 empfehlen wir besonders den Besuch der 313-Vorstellungen GLORIA- PALAST a d. eodüchtnlskirche. Vorverkauf läfil. 12-J im Qlorla- PaUst(Bismarck 9035, 8555) und bei A. Werthalm Freitag, d S. 3. StaaisOper Unier f«- 7� Alex-, 6007«8 TüBi. 2 Vorstellungen 5 Uhr so Pf bis i.- k 8«„ 1.-M. rt 2.-M Sonnabend and Sonntag « Ä m tl f c b e 5 Vorslcflungcn answerKaun. lOTartea.» Tage Im vor««"| s'.uhr cäsTno-tbeater vd' L.otiinn�er Straüe 37. Nur noch bis 13. März «»ometerHettchen Am 14.. März 1S>29 zum I.Male „Eine ungeliebte Frau- Pür'ansere Leser üutscheut tflr 1—4 Pers. Fauteuil nur 1.15 Sessel 1AS.5L Soji st j 8l/« Uhr, Ende lOV« „Olympia" von Franz. Molnat Regie: Förster Larinaga. 8«'IltMlBT dm Westens h in«| Der größte tfrfolg Berlin« Friederike Mtlftl von L.eH.r Srifa v. THeilmatm Carl Ztegler (Stasisop Wletl) Ürnkrhr, Ümbttr«, S«.«. SnOer, 2>e»»«rmdn>. STheater Sietttner Sänger Das neue UOJZ-PrflETVoml �Modrror BOhnem-GrögeB." Brntosto L8T9S) W. truin. Anfang 8 Uhr. Flg. Nar..m. 3 l'hr|h a i b e Preise. GiUeUbcslellimgeii rtcgplma; fentrum 11283. u---- 'u-onhon- tsroti Famlllas-VartoU x 10 lianfra. Achtung— Achtung Oewcrkschatfler und Genossen verkehren nur im CewcrKschaftshauj» ßpoobeereflstr. 96 Hermann Olttrich 7lt. ii3* 46. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Freitag. S. März 1929 Neuer Aufstieg der Arbeiterbank. Im Jahre-1928 find die Einlagen von 29 auf III Millionen gestiegen. Die Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten A.-G.. Berlin, hat ein neues Jahr« ihrer jungen(Seschichte hinter stch. Die gewerk. schaftlichen Gründer und Beherrscher der Arbeiterbank können mit der Entwicklung im vergangenen Jahr« zufrieden sein. Weder die reichliche bürgerliche Kritik noch die kommunistische Hetz« des ver oangenen Jahres konnten den Zftifstieg hindern. Das Vertrauen der Gewerkschaften und der arbeitenden Massen hat stch stärker erwiesen als olle Mihgunst und olle Hetze. Lasten wir Zahlen sprechen. Gewinnrechnung lg24-lS2S. 1924 1925 1926 1927 1928 3R. 33c 331. 331. 3R. Einnahmen 229061 305360 1468974 2015181 2821156 Unkosten u. Steuern 50505 306463 616901 1 139332 1 750648 Reingewinn 139533 200953 878026 903875 1 060508 Dividende. 10o/o.10% 10% 10% 10% Die E i n l a g e n der Arbeiterbank sind fest 1924 in sehr schnellem Wachstum, im vergangenen Jahre neuerdings von 79,11 aus 117,20 Millionen gestiegen. Darin bcsinden sich zu einem großen Teile auch Vermögensbestände der freien Gewerkschaften. Aber obwohl mit dem Vertrauen der Verbände auch die Summen der von diesen der Arbeiterbank anvertrauten Gelder steigen, nimmt doch der prozentmähige Anteil der Gemerkichaftsgelder an der Gesamtsumme der Einlagen ab, weil der Zufluß von Geldern aus der breiten Mäste der Arbeiter, Zlngestellten und Beamten schneller steigt. Die eigentlichen Sparkasseneinlagen haben sich gegenüber 1927 weit mehr als verdoppelt, und gerade in Berlin war der Zuwachs sehr stark, wo der blind« Haß der Kommu- nisten gegen die Sozialdemokratie und gegen die freien Gewerk- jchosten das Bertrauen in die Arbeiterbank zu untergraben versucht«. Im vergangenen Jahre wurden die bisher bestehenden fünf Filialen in Bremen, Breslau, Dresden, Frankfurt a. M. und Ham. bürg durch eine neue Filiale in Bochum erweitert. Es bestanden Ende 1928 außerdem 36 Zahlstellen im ganzen Reich, davon waren 13 neu im vergangenen, Jahr«.eingerichiet. �_______________ Der Umsatz hat sich im Jahre 1928 um fast 700 Million?«, auf 2036 Millionen, also über 2 Milliarden Mark erhöht. Die Gesamteinnahmen werden in der Gewinn- und Ver- lustrechnung mit 2,82 Millionen ausgewiesen gegen 2,01 Willionen im vergangenen Jahr Die Unkosten und Steuern sind bei einer von 86 auf 125 erhöhten Zahl der Angestellten von 1,14 aus 1,75 Millionen gestiegen. Der zugunsten der inneren R e- servenbildung niedrig gehaltene Reingewinn wird mit 1,06 gegen 0,90 Millionen im Borjahr ausgewiesen. Aus diesem Rein- gewinn werden die offenen Reserven der Arbeiterbank um 0,6 weiter auf 1,7 Millionen erhöht, so daß schon jetzt die offenen Reserven fast 15 Proz. des zum Jahresschluß verdreisachten Kapitals ausmachen. Aus dieser starken Anfwärtsewwiiklung hat die Arbeiterbank. um das Ansehen und die Aktionskraft des Instituts zu erhöhen, die Konsequenz gezogen, das feit 1925 unverändert 4 Millionen betragende Aktienkapital auf 12 Millionen zu erhöhen. i Besondere Leistungen, vergrößerte Publizität. Der Sicherheit der der Arbeiterbank anvertrauten Gelder galt die größte Aufmerksamkeit. Es sind im vergangenen Jahre trotz alles Geredes darüber nicht nur keine Verluste zu verzeichnen, sondern auch aus früheren Geschäften sind keine neuen Verlust« eingetreten. Für die sofortige Grisfberei tschaft insbesondere der Gewerk. jchastsgelder spricht die Tatsache, daß 51,60 Millionen von den 117 Millionen Einlagen absolut flüssig gehalten sind ollein in Kassen- beständen und Guthaben bei anderen Banken. Ebenso sind als griffbereit zu betrachten 13,70 Millionen Wertpapiere und 3,92 Mil- lioneu, die.in Wechseln und festverzinslichen Schatzanweisungen an. gelegt sind, so daß fast 69 von den 1 1 7' M i l l i o n e n als fliissigeMittelongesehen werden können. Dabei ist weit- aii» der größte Teil der bei anderen Banken untexhaltenen Guthaben bei Reichs- undStaatsbanken untergebracht. Es ist in hohem Maß« erfreulich, daß die Arbeiterbank zum ersten Mal« offen dargelegt hat, an wen und in welchem Vechältnis ihre Kreditgewährung erfolgt ist. vi« Arbeiterbank hat damit«in zu. nächst einzig dastehendes Beispiel de» Willens zu größerer Pübliziiät gegeben. Sredile warea gewährt am Zt. Dezember 1928: au öffeulllch�echlllche Znstitulionen..... 43,69 Proz und zwar an staalliche Stellen.,>,» 4,22 Proz. provinzielle Stellen,.«. 5,90, Kommunalverbände.... 27,29, Kommunale Wirtschaftsbetrieb« 4,20. Sozialoersicherungsinstitut«. 2,08„ an Belriebe und Organisationen der Arbeiter. 53,38. und zwar an Bauderrenorganisationen.. 23,64 Proz. Bauproduktivbetrieb«.... 1,16» andere Erzeugungs- und Ver- teilungsbetrieb«..... 28.78, an sonstige Kreditnehmer..-• 2,73« 2,73, Zusammen 100,00 Proz. 100,00 Proz. Diese Aufttellung zeigt, daß von sämtliche» vvn der Arbeiterbank gewährten Krediten an staatliche Stellen 43.69 Proz. gewährt sind. bei denen jeder Zweifel an der Sicherheit ausgeschlosien iß. Daß weiterhin an Arbesterorgamjotionen und wirtichailliche llnternehmun- gen der Arbeiterschaft 53,58 Proz, weitergegeben wurde«, deren lGicherheit durch die e i ge n e R e v i fi o n s- und T r e u"h a n d- Gesellschaft der Arbeiterbank laufend kontrolliert wird. 97,27 Proz. sämtlicher Kredite sind damit in der Person aller Kredit- nehmer ofseneelcgt. Nur 2,73 Proz. der insgesamt gewährten Kre- dite, also eine relativ verschwindende Sunnnc sind Einzelkreditc, von denen wiederum nur ein Teil an private Uniernchinungen gegeben ist. Diesen Zifsern wird man kaum etwas hinzuzufügen haben, jedenfalls dürsten sie allen Behauptungen über uns ach- gemäße Verwendung von Arbcitergcldcrn den Boden«ntziehen. Aber die Arbeiterbank hat zur Erhöhung des Einblicks in ihre Tätigkeil zur Verstärkung der Publizität noch ein weiteres geran. Sie hat auch ihre Bilanz, die demnächst im„Vorwärts' abgedruckt werden wird, dem von der Rsichsbank ausgearbeiteten a l l g e m- i- nen Bantschema angepaßt und sowohl die Einlagen noch ihrer Fälligkeit als auch die Wertpapiere, die Guthaben bei anderen Bänken und die gewährten Kredite in der Bilanz noch besonders aufgegliedert. Die Wirkungsmöglichkeiten im Zutereffe der Arbeiterschaft wurden erweitert. Die Arbeüerbank war in der Lage, durch die bewußte Zweck- bestünmung bei der Gewährung van Krediten an gemeinnützige Bougesellschaften und öffentlichen Stellen die Errichtung von 865 0 Wohnungen finanziell wesentlich zu sör- d« r n, nachdem schon im Jahre 1927 für 4000 Wohnungen Zwischen- kredite bereitgestellt waren. Sie hat im Jahre 1928 die Herrschaft über die Hannoversche Bodenkreditbank erworben, um für die Gelder der Arbeiterjchajt Anlagemöglichkeilen zu sichein, die die Arbeiterbank felbst dauernd kontrollieren kann. Wie wir kürzlich berichtet hatten, hat die Hannoversch« Bodenkreditbank auch im Jahre 1928 ersoigrcich gearbeitet und eine Dividende von 12 Proz. verteilt. Daß die Arbeiterbank sich auch gegenüber der kapitalistischen Konkurrenz durchgesetzt hat, dafür brachte das Jahr 1928 zwei Beweise: Mit allen führenden Staats- und Privatbanken gehört die Arbeilerbonk heute zu jener Gruppe großer Banken, die Anleihen des Reiches und des preußischen Staates durchzuführen haben. Die Arbeiterbank wurde ferner zur Verwal- tung von freien Hypothekenbankgeldern durch den preußischen Wohl- sahrtsminister zugelassen, eine äußere Anerkennung, die um so schwerer wiegt, als die bürgerliche Finanzprcsse glaubte, sich darüber aufregen zu sollen. Diese erfreuliche Entwicklung der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten vcrhient Vertrauen und muß auch weiter Der- trauen in der gesamten Slrbeiterschast werben. Zustimmung, der Generalversammlung. Di« Generalversammlung der Bank der Ar- beiter, Ange st eilten und' Beamten genehmigte ein- stimmig die'Bilanz und die Gewmn- und Dcrlustrechnung. Sie er- klärte sich mit der vorgeschlagenen Verteilung des Reingewinnes ein- verstanden. Die satzungsgemäß ausscheidenden Aussichtsvatsmit- glieder Aufhouser, Helmut Lehmann, Rupprecht, Schäfer, Schumann, Urban und Zehms wurden einstimmig wiedergewählt. Für die im Laufe des Jahres ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Cohler, Dr. Hilierding und Paeplow treten der Vorsitzende des Verbandes der Nahrungsmittel- und Getränkcarbeitee Bockert, der Vor- sitzende des Baugewertsbnndes Bernhard und das Mitglied des Reichswirtschaftsrates Fritz N a p h t a l i in den Aussichtsrat ein An die Generalversammlung schloß sich die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates, die als Borsitzenden Theodor Leipart vom All- gemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund und als stellvertretenden Vor- fitzenden Siegfried Aushäuser vom AfA-Bund wiederwählte. lieber den Geschäftsgang im neuen Jahr teilt die Bank mit, daß sich«in« stetige Fortentwicklung des Unternehmens zeige, die einen befriedigenden Abschluß auch für das Jahr 1929 erhoffen lasse. -16V Mittionen Kaufkrastverluste. Für Ianvor und Februar vom Konjunkturinstitut geschäht. In seinem letzten Wochenbericht schätzt das Institut für Kon- jtrnktursorschuiig den Aussall von Arbeitseinkommen durch die vollständig« Stillegung aller Bauarbeiten und die Verzögerung der landwirtschaftlichen Arbeiten aus mindestens 100 bis 150 Millionen Mark im Vergleich zu. den entsprechenden Monaten des Vorjahres. Diese 100 bis 150 Millionen wären also al» zu- säglicher Kaufkraftverluft durch die ganz besonders strenge Kälte anzusehen. Das Institut sagt, daß nicht nur die Verkäufe des Einzelhandels durch diese Borbiste wesenttich beeintröchiigt worden sind, sondern auch das in diesem Jahre be- sonders früh liegende Ostergeschäst unter den Verlusten noch leiden würde. Än der Industrie könnte infolgedessen«in Rückgang des Auftragseingangs eintreten._ Die Reform des Aktienrechts. Oer Plan des Zleichsjustizminifleriums. Seit längerer Zeit sind im Reichsjuftizministerium Lorarbeiten für ein« Reform des Aktienrecht» im Gange. Ueber den jetzigen Stand der Resonnoriieiten gab gestern der Reichsfustizminister einig« Erläuterungen. Der Minister wandte stch gegen Einzelreformen und Provisorien, da bei der wirtschaitlichen Bedeutung des Aktien- rechts Experimente ausgeschlosien werden müssen. Das Ministerium will methadlsch derart vorgehen, daß die Refarmprableme nicht von einer Kommission, sondern von der Oefientlichkeit, d. h. ni wirtschaftlich interessierten Kreisen der Presse und der Wissenschaft diskutiert werden und dag unter Beimtzung der Erfahrungen, die ander« Lä icher wie England, Holland, Polen und Amerika mit ihren Aktienrechtsresormen gemocht haben, die erfor- deriichen Neuerungen herausgearbeitet werden. Zu diesem Zweck hat das Ministerium Fragebogen zur gesamten Problemstellung d.'r Reiorm ausgearbeitet. Der Inhalt der Fragebogen zeriälft in a ch t T e i l e, nämlich Gründung der AG., Kapitaldasis. Organisation und Verwaltung der AG., Generower- sammüing und Stimmrecht, Schutz der Aktionär« und des Unter- nebmens sowie da? Maß der Auskunftspslicht und Publizität, ferner Bilanz mit'Gewinn- und Beuliistrechnung. Gcwinnocrtinlung, Einwirkung der wirtschaftlichen Konzentration auf das. Aktienrecht und schließlich Aktiengesellschaft und öfsentliche Hand. Das Ministerium rechnet damit, daß biszum 19. Oktober die Beantwortung sämtlicher zur Diskussion gestellten Fragen ein- gelausen und die verichiedensn Sachverstöndigenguiachten eingegangen sind, so daß zu diesem Tennin die Vorarbeiten als abge- schlössen gelten können. Exporimesse in Leipzig. Leipzig. 7. März.(Eigenbericht.) Der Verlaus der Leipziger Meile hat gezeigt, daß der Schwer- punkt der Veranstaltung dieses Mal durchaus bei der T e ch n i s ch e n Messe liegt. Sie ist der größte Maschinenmarkt der Welt und hat besonders das Ausland herangezogen. Dos bisher durch- geführte Geschäft ist zum größten Teil Exportgeschäft. Im Gegensatz zu früher sind au ihm auch deutsche Werkzeug- m a s ch i n e ii, die im Ausland auf eine sehr scharfe Konkurrenz stoßen, stark beteiligt. Gefragt wenden aber vor allem Automaten und Halbautomaten, überhaupt Arbeitsmaschiuen jeglicher Art und Werkzeug«. Aus der Baumesse zeigt« sich auch großes Interesse nach neuen deutschen Bauvcrfahren. Bei der elektrotechnischen Industrie, die wieder in pompöser Weise das Haus der Elektro- technik füllte, kann man von Geschäftsabschlüssen kaum reden, denn die Leipziger Beranstailung dient den Elektrokoiyernen erfahrungsgemäß in der Hauptsach« zur Anknüpfung von Geschästsvorbindungen. Das Geschäft in elektrischen Gebrauchsgeräten dürft« aber größer fem als aus der vorjährigen Frühjahrswess«. Biel beachtet werden aus der Technischen Mesie auch der S ta hl- bau und die vom Stahlwerksverband empfohlenen eisernen Dachpfannen. Allem Anschein nach ist man mit diesen Neuermi- gen jetzt so weit, daß sie sich in der Praxis bester einführen als bisher. Es sollen auch dieses Mal größere Abichlüste zustand« ge- kommen sein. Weniger geklärt ist die Lag« auf der M u st« r m e s s«. Hier dürften die hereingenommenen Exportaufträge über dem Stand des Vorjahres liegen, während die Inlandsau sträge auf jeden Fall weit hinter Vorjahrs st and zurücKileiben. Wo über- Haupt größere und wesentliche Geschäfte gemacht worden sind, geschah das in Neuheiten, für die Nachfrage, besonders aus dem Aus- land. vorhanden ist. Das zeigt« sich z. B. auf der T« x t i l m« s s«. Die Einkäuter aus Holland gaben größere Aufträge in Gardinen. Nach den osteuropäischen Ländern gingen, wie gewöhnlich, winder« Qualitäten. So nahmen rumänisch« und persische Geschästsieute größere Posten grober Wolldecken ab. Im großen und ganzen kann ab«r die diesmalige Textilmesf« nicht mit dem Erfolg abschließen, wie in den Jahren 1927 und 1928. Großen Erporterfolg hatte ohne Zweifel die Spielwaren- messe. Auch die Schallplattenindustri« dürft« unter Preisopfern größer« Aufträge hereinbekommen haben. Preisdrückend wirkte vor allem der in Leipzig immer wieder aufflammend« Kampf zwischen de n K o nk u rr e n z k o nz« rn.« n. die sich auch während der Leipziger Messe mit Druckschriften und einstweiligen gerichtlichen Verfügungen bekämpfen. Di« Grammophon- i n d u st r i e setzte minderwertige Apparate mit dem vorsintflutlichen großen Trichter noch den tropischen Ländern ab. Gewöhnlich sinbag. es holländische Einkäufer, die sich dieses Vorkriegsproduktes an- nehmen. In den Tropen scheint man immer noch Wert aus laute Musik zu legen, die ja mit unseren großen Trichkerapporaten der Vorkriegszeit erzielt wurde. Die Erwartungen in der P o r z« l l a n i n d u st r i« sind sicher nicht erfüllt worden. Dos Jnlandsgesehäst war ausgeprägt schwach. Besser lag der Export, und zwar wurden Porzellane schlechterer Qualität in größerem Ausmaß für oftastatifche Länder, Nordamerika, Rumänien und Tschechoslowakei gekauft. Die Leder- und Led«r- warenindustrle hatte aus dem Ausland Nachfrage nach Kleinlederwaren. Di« K o ff« r i nd u st r i« dürfte weniger am Gefchäst profitiert haben. Eine der Industrien, die dieses Mal in Leipzig zufrieden sein kann, ist die Süßwarenindustrie. Di« Stahlwaren- i n d u st r i e unter Preisdruck hat hauptsächlich Exportgeschäfte nach Holland und noch Englisch-Jndien gemacht. Auch die Radio« i n d u st r i« dürste in Leipzig gut abgeschnitten haben. Ein ver« hältnismäßig gutes Inlands g« schüft können die Möbel- iirdustri«, die Industrie für Küchengerät« und Beleuchtting ver- zeichnen. Ikeues pachirecht. In Stralsund sprach auf einer Kundgebung der pomnwrschen Pächter auch Dr. Klepper, der Präsident der Preußischen Zentral- genostenschostskaste. Die baldige Verwirklichung der rechtlichen Re- form des Pachtverhältnisses sei eine dringende Notwendigkeit. Da« zukünftige Pachirecht müste in betonter Weis« den w i r t s ch a f t e n- den Pächter gegenüber dem nicht Wirtschaft enden Eigentümer schützen und auch, den Pachtzins elastisch gestalten, Der wirtschaftend« Pächter dürfe nicht dazu verurteilt werden, im Gegensatz zum Verpächter die Folgen der Agrarkrise allein zu tragen. Di« finanzielle Selbsthilfe müste den Pächtern durch Konsolidierungsanleihen, eventuell mit verbilligte* Zinssätzen ebenso erleichtert werden, wi« da» beim Grundbesitz ge- schch«._____ Da« unterirdisch« wühlen de« RWE. in der deutschen Cflek- trizitätswirtschosi geht weiter. Das Rheinisch.Westfäknche Elet- trtzitätswerk hatte kürzlich die Württembergische Sammelfchieneu A.-A. Stuttgart, die mehrere Elektriziiat? werke durch Leitungen oerbindet, ihrer WestdeutschenElektrizitäts- A.-G. in Frankfurt sich anzuschließen veranlaßt. Jetzt hat andererseits die Württcmbergische Landeselettrizitäts.A,.G. sich entschlossen, der A.-G. für deutsche Elektrizitätswirtschaft beizutreten. die bekanntlich van den Elektrowerken des Reiches, der Preußischen Elektrizitäts-A.-G. und dem Bayernwerk gegründet wurde. Daß sich aus dem gleichen württembergischen Gebiet zwei Elektrizitätsgesellschaften desselben Elektrizitätsfystems zw« ver- schiedenen Gruppen der ElektrizitStswirtschoit anschießen, kenn- zeichnet die unhaltbare Situation, in die die deutsch« Elektrizitätswirtschait durch die eigensüchtigen Wühlereien des RWE. gekommen ist.'--' � Die schweren Verluste bei der Saodelhardl-Aulamobil-A.-G. Dos Berliner Autadroichkenunternehmen, die Kandelhardt- A.> G., hat nach ihrem schon hohen Verlust im Vorjahr im letzte» Jahr weilere l,5 Millionen verloren, so daß sich der G e sq m t- oerlust des Umernehmens auf rund 2 Millionen Mark stellt. Der rast völlige fmanzielte Zusammenbruch der Gesellschaft kommt in d»r icharien Zusammenlegung des Aktienkäpitols von 2,5 auf lh5 Millionen zum Ausdruck. 4 Die Arbeitslosenversicherung. Das Reich muß weiterhelfen. Die Reichsonstalt für Arbeitslosenverstcherung und ArkisitS" vennittluna hatte in d-i«sem Winter der Massenarbeitslostgkeit riesige Schtpierigkeiten M beVöktigen. Kaum ivar der Aufdou der Anstalt austerlick» abgeschlossen— der Umstellunospro- 5eß kommt erst 1929 endgültig zum Abschlust kaum waren die Arbeitsämter neu eingegliedert, da wuchsen unausholtsam Aufgaben und Schwierigkeiten. Bei der Versicherung lag in der Zahl der Hauptuirterstützungsempfänger 192K/Ä der Tiefstand gegen da? Vorjahr um � Million tiefer, derHöchstondrundum 1 Mis- lion höher Was für ein enormes Stück Arbeit zu bewältigen ist, zeigen drastisch die Ziffern des Haushalts. An Einnahmen und Ausgaben schließt der Iahreshoushalt mit 1288 000 000 Mark ab. Eins enorm« Summe! Davon find 9S4 Millionen eigene Mittel der Anstalt, der Rest ist Reichsgech. das von der Anstalt mit verwoltet wird. Die Finanzeu der Anstalt sind infolge des Aufammensalls des Konjunk tu rab stieg, mit einer durch den polaren übersteigerten Winterarbeitslosigkeit enorm in Anspruch genommen worden. Die Einnahmen der Anstalt betragen pro Monat zurzeit rund 70 Millionen lim di« Jahres« wende bestand der Notstock noch aus SO Millionen. Im Januar mußte bereits beim Reich ein Darlehen ausgenommen wer« den. das sich bis zum Ende des Haushaltsjahres aus etwa ISO Millionen beziffern dürste. Erst von Mm ab beginnen die Rückzohlungsmöglichkeiten. Im vorigen Jahr gelang es in der Z-t von Mai bis Oktober, das heißt in den Ueberschußmonaten, rund 110 Millionen anzusammeln. Man sieht also, daß kaum ein« Möglichkeit für die Anstalt besteht, das Darlehen dem Reich restlos zurückzuzahlen und zugleich«inen Notstock anzusammeln Wohl ist der Versicherung au« der Sonderfürsorge für berufsübliche Arbeitslose eine gewisse Entlastung— sie wird im Augenblick aus 70 Millionen geschätzt— erwachsen, allein das ändert nichts daran, daß die Niederschlagung eines Teils des Darlebens durch das Reich sehr ernsthast in Er- wägung gezogen werden muß. Eine solche Hilfsalllon des Reiches für die Anstalt ist notwendig. Sie stellt nichts Außerge« wohnliches dar: denn im Krisenlahr 1920, als noch die Erwerbslosenfülforge bestand, die damals Reichsaufgabe war. mußte z. A zu den Beitragseinnahmen, die sich auch damals aus S Proz. Beitragshöchstsotz aufbauten, ein Zuschuß von 2 4 2 Millionen gegeben werden. Die Reichsanstalt kann nicht so leicht wie irgendein andere Versicherung Einnahmen und Ausgaben aufeinander abstimmen. Die Höhe ihrer Einnahmen ist beschränkt Der Beitrags» hochstfotz von 3 Proz. ist festgelegt Auch bei dem günstigsten Ar. bestsnmrkt war et der Anstatt nicht möglich, mehr als 900 Millionen zu vereinnahmen: auf der anderen Gest« ist die A u s g a b e n h ä h« nahezu unbegrenzt, wie die Riefenaufwendungen in diesem Winter gezeigt haben. Eine finanziell« Entlastung für di« Anstatt muß durch etiw gesund« Arb««tsmarktpolit>k und in Krisenzeiten vor allem mit Hilf« einer besseren Regelung der Durchführung der ö s s e n t» lichen Bauten herbeigeführt werden. Zur Arbeit bei diesen Bauten dürfen nicht immer wieder Arbeitskräfte vom Land« herangezogen worden, die schließlich in der Stadt bleiben und den städtischen Arbeitsmarkt belasten. Die Landslucht muß durch Verbesserung der Lebenslage der Arbeiterbevölkerung auf dem Lande energisch bekämpft werden. Die Eiodämmuvg der Laadflocht ist ein sehr wichtiger Faktor bei der finanziellen Entlastung der Anstalt Da? sollten sich vor allem di« Agrarierorgan« merken, di« tagtäglich über den„Mißbrauch der Arbkitslofenoersicherung* zetern und die Reichsanstalt al»«ine Anstalt zur Förderung der Faulheit hinstellen. Die selbstverständlich auch b«i der Arbeitslosenversicherung varkonirnenden Mißbrauche fallen finanziell nicht in» Gewicht— sie haben nur moralische Bedeutung— wohl aber sozial« Krankheitserscheinungen, wie die L a n d f l u ch t, für di« da, Agrarierwm in«rster Lim« verantwort« lich gemocht werden muh. Mißdräuche lasten sich nur durch d«n Ausbau der Ar« beitsvermittlung betämpsen. Hier darf nicht au» Rücksicht auf die finanziell« Lage gespart werden. Do» wäre das Verkehrteste. was gemocht werden könnt«, und dsehalb darf auch die Zahl des Derwoltuiigsperlonal» nicht zu sehr herabae» drückt werden. Am 1. Dezember 19 26 gab ez bei den öffentlichen Arbeitsnachweisen 4160 Beamte, 12 330 Angestellte, also insgesamt 16 490 Arbeitskräfte. Ende September 1928, also in einem Augenblick, wo noch keine Saisonträft« für die stark« Winterorbeit eingestellt waren, betrug dl« Zahl der Ar» beitsträfte i m o a n z e n 1 6 1 3 3. Lei der Beratung des Haus- Halts für 1929 ist die Zahl des Dauerpersonols zunächst von den Verwaltungsousschüsten der Landesarbeitsämter auf 12 7S6 Kräste oeranschlagt worden: die Hauptstell« hat dann dem Vorstand 12310 als Kops zahl vorgeschlagen. Dabei wird es, wie wir hören, bleiben. Kommunistische Aufschneiderei. Ein Metallorbeiter schreibt uns: Di« �Rot« Fahne" bracht« gestern einen Bericht unter der Balkenüberschrrst„Hären Sie, Herr Zörgtebel!" Darin ist von der Entschließung einer öffentlichen Belegs chastsoersamm- luyg der W» r n e r- W e r k a der Siemens u. Halste A.>G. vom 3. März die Red«. Und wie steht's mit dieser großen öffentlichen Beleoschaftsversgmmlung? Anläßlich der Betrlebsrätewahlen in den Dcrner« Werken oeranftaUet« di«„Opposition* gemäß den Richtlinien der KPD. am Sonntag, dem 3. März, in den G-rmania-Sälen eine öffentlich« Bstrieb�-versanmilung mit der Absicht den verhaßten freien Gewerkschaften den Garaus zu machen. 10000 Flug» Wärter mußten dazu herhalten, für die Veranstaltung Prova» ganda zu machen. Di« Versammlung war um 10 Uhr angesetzt. Da der groß« Saal der Germanio.Säl« nur so besetzt war. daß sich die„Oppositionellen* nur mit dem Fernrohr im Saale sehen konnten.— denn in jeder Ecke saß einer— wartete man mit der Eröffnung der Vellmnmlung bis um 11 Uhr. Der Reichstags« abgeordneie Heck ort sprach dann über die Betriebsrätewahlen und di« kommend« Weltrevolution. Es waren im Saal« nach der Erklärung des oppositionellen Leiter» Insgesamt 174 Per- sonen anwesend einschließlich einiger Betriebsfremden. die nicht zur Siemens- Belegschaft gehörten. Die Belegschaft der Werner-Werke umfaßt etwa 24 000 Arbeiter. Ob in dieser Versammlung«Ine Protestresolution, wie sie i» der Piloten Fahne* veröffentlicht ist. angenommen wurde, entzieht sich unserer Kenntnis. Aber selbst dann, wenn sie angenommen wurde, spricht es für die Aufschneiderei der Kommunisten, wenn ihnen 174 von 24 000 genügen, um irgend«inen Erfolg in die Welt hinaus zu posaunen. Wir können nach den Anstrengungen der KPD..Führ«r.diesen Erfolg als«inen eklatanten Miß. erfolg bezeichnen. Wann wird die KPD. endNch«ingesehen haben, daß st» in den Großbetrieben Berlins mit ihren Rattenfängerschalm-wn keine Maus hinter dem Ofen heroorlocken kann? Wir rufen deshalb der Eieoiens-Belegschast zu: Wählt nicht die„rrrrsvolutionZren* Betriebsräte, wählt dl« Betriebsräte der sreigewerkschastlichen eiste! Kommt das Baugewerbe in Gang? Dies« Frage, die für die Entlastung des Arbsilsmarktez von großer Bedeutung ist. beschäftigt im Augenblick di« Gsiverkschost-n sehr. Sie beabsichtigen, siä, in den nächsten Tagen mit einem besonderen Appell an die für die Belebung des Bau mark- te» vor allem in Frage kommenden Stellen und Wirtschastskreis« zu wenden. Wenn nicht alles trügt, dann hat im Baugewerbe bereits«ine gewisse Belebung eingesetzt Der Abruf von Baustoffen wich immer kräftiger. Die Baustofsunternehmer drängen überall. wo Tariskündigungen vorliegen, die Lohnsrog» so schnell wie mög, lich zu erledigen.?luch sie rechnen also sehr stark mit einem trä!» tigen Aufschwung im Baugewerbe. Die Finanzierung der neuen Baufoison soll, wie in Fachkreisen versichert wich, dieses Jahr verhältnismäßig gut fein. Ferner müssen noch etwa ISO 000 angefangene Bauten fertiggestellt werden. Bedauerlicherweise haben viele Gemeinden die Ausführung öffentlicher Bauten zurückgestellt Die Reich». bahn hat ebenfalls 6S Millionen, die für Baut«, vorgesehen waren, einstweilen zurückgestellt. Nachdem der Frost anscheinend endgültig vorüber Ist. müssen olle Hebel angesetzt werden, um das Baugewerbe so rasch wie möglich und so kräftig wie möglich zu beleben: denn die breite Masse ist infolge der durch die Källe verursachten Mehrausgaben für Nahrung. Kleidung und Heizung völlig au-gepumpt Generalversammlung derGchuhmacher Die Mehrheit überläßt der KPO.-MinSerhelt das Feld. Zu der Generalversammlung der Zahlstelle Berlin des Zentral- Verbandes der Schuhmacher Deutschlands in der vorigen Woche waren von den 3S00 M i t gl i e de rn knapp 300 gekommen. Die kommunistische Ortsverwaltimg benutzte die Gelegenheit. der Kollegensckzast zu sagen, daß sie nicht gewilli sei, in Zukunft alle» zu tun. um regeres Leben in L-rlin zu erzielen. Hartz gab den Gslchaftsbericht. Er beschöftigte sich sedoch nur wenlg mit der eigentlichen Berliner Arbeit, dafür aber um so mehr mit politischen Phrasen. Die Ortsverwaltung zieh« alle Kollegen zur Mitarbeit heran. Tatsächlich tut sie alle?, um den Unorganisierten deren Position zu erleichtern. Sa hoben wir in Berlin in einem Betrieb einen unorganisierten Vertrauensmann de» Verbandes. Auch bei den Betriebsrotswahlen dürfe man di» Unorganisierten nicht übersehen. Nur sozialdemokratische Schuhmacher kämen als Funktionär nicht in Frage, da Ihr« Tätigkeit als Gewerkschaftler nicht mit dem Willen der Ort»- Verwaltung vereinbar sei. Die gewerkschaftliche Tätigkeit müsse man mft seinen politischen sbolschewisfischen) Zielen in Einklang bringen. Hörtz wird also jeden Parieibesehl der Kommunisten durch. führen, auch wenn er gegen all« gewerkschaftlichen Grundsätze verstößt. Dos Sinken der Mttgliedarzahl und de» Kassen, bestand«» in Berlin führt Hörtz darauk zurück, daß nur dl« Berliner Zahlstelle die Kerbandstogsbeschlüss« durchführe, der Hauptvorstand an anderen Orten aus di« Durchführung aber keinen Wert legt. Daß in Berlin die Arbeit nicht vorwärts kommt daß di« versamm- lungstotigkeit gelitten hat und da» Organisationsverhältni« nicht günstig ist. liege aber nur an den Berliner sozio sdemokra» tisch«nSchuhmachern.di» angedsich di« Borbandsarbest sab»- tiere«. Seinen Bericht beendete Hartz mit hochtönenden politischen Redereien. In d,r kurzen Aussprach« bemühten sich unser« Genossen, zu dem Teschöftsbericht Stellung zu nehmen und durch sachliche Kritik die Wege zu besserer Arbeit in Berlin zu ebnen. Da» paßt« den Kommunisten nicht Si« suchten durch Zwischenruf« douernd zu stören, wobei der zweit« Borsigsnd« Müller aus» neu« sein» Un. sähigkeit,«in« Versammlung in Ruh« zu leiten, bewies. Di« Aus. sprach« wurde dann durch einen komchunistischen Schluß, an trag»abgewürgt* und Hörtz benutzte sein Schlußwort, um einzelne HPD.-Schuhmocher persönlich anzurempeln. Unser« Genossen hatten einen Antrag eingebracht, der von der Ortsverwaltuna forderte, daß di« diesjährigen Betriebsräte- wählen im Sinne der Beschlüsse der freien Gewerkschaften durch. geführt werden, und daß in allen Betrieben freigewerkschast- n ch e Betriebsräte gewählt«erden sollen. Hörtz wandte sich gegen diesen Antrag und«rreicht,. daß sich ein« Mehr- best für die Ablehnung fand. L-unit hat also der Aorsitzende der Zahlstelle zum Ausdruck gebracht, daß er die Beschlüsse der freien Gewerkschaften nicht beachten will. Bor der Wahl zur Ortsverwaltuna«rklörte da» Beiratsmitglled Z oll er. daß die KPD. zwar für»«rhöltniswohl eintritt. ober in Berlin nicht daran denkt, dies« durchzufüh- r e n. So wurde dann di« vrtsoermaltung mit?04 kommunistischen Stimmen wiedergewählt, unser« Kondi, daten bekamen 8 0 S t i m m« n. Das Ergebnis zeigt gegenüber d«n Vorjahren ein Anwachsen der fozlaldemokrotischen Stimmen. E» zeigt aber auch di« m Berlin immer noch vorhandene groß« Interesselosigkeit.__ Zur Wahl bei den Zimmerern. Keiner darf am Sonntag fehle«? Am Saniüag. dem 3- März, ragte in Haperlands Festsäla» die Zahlstelle nverfammtung der Berttner Zahlstelle des Zentral- Verbandes der Zimmerer Deutschlands. Der Borsitzend«, her tom- munistische Abgeordnet« Repschkäger, hielt«» für angebracht seinen Bericht mit Angriff«« auf den LougewerktchunÄ und di« Polizei auszuschmücken. In der Diskussion, die sehr reg« und heftig verlief, murd« von Tobiak und Ziege die Schreibweise de»„Mitteilungsblattes* für die Zahlstelle Berlin verurteilt Beide erklärten, daß da» Mitteilungsblatt vur gewerkschaftlichen Zwecken dienen soll und sich nicht in den Dienst der kommunistischen Parte tinteressen stellen dürfe. Klonte verurteilte aufs schärfste, daß die Kommunisten sogar In den Bezirken Frak- t i a n s a r d e i t leisten. Ziege fragte Repschlöger, wie er sich denn als Gewerkschaftler zu den Mos tauer Parolen in bezug auf die U n or g o i? i s I« r t e n stelle und, da«r ja auch den Zentralvorstand des öfteren vorgeworfen habe, nicht sein« ganze Kraft zur Verhinderung der Sondersürsorg« für di» Saisonarbeiter eingesetzt zu haben, ob denn auch er als Reichstagsabgeordneter seine Schuldigkeit getan habe, um dieses Sondergesetz zu ver- hindern. Die Antwort hieraus blieb Repichtsger aus leicht erklär« lichen Gründen schuldig. Schindler verurteilt dann noch da» Verhallen der Kommunisten der Jugend gegenüber und insbesondere ihr Verhallen aus dem Hamburger Jugendtreffen. Daß di« kommunistischen RÄme? die Arbeit des koniimrnistffchen Borstandes in allen Tonarten guthießen und ihr sonstiges parte,- politisches Verhalten in den Gewerkschaften verteidigten, ist salbst» verständlich. Daß si« aber in dieser Beziehung die Arbeirerschast aufs empfindlichst« geschädigt ijaben, beweist der Umstand, daß nur 10,2 Proz. der Berlin«? Zimmerleut« polltisch organisiert sind. Am Sutmterg fällt die Entscheidung darüber, wer di» Leitung der Zahlstelle Bertin für da» nächste G?» schäftsjahr übernehmen soll. Kameraden! Sollen es wieder die Ber- trenu Moskau» sein, die nur die Parolen der KPD. befolgen, oder sollen es Kameraden sein, die unbekümmert um jede Parteipolitik nur die Interessen der Organisation nach gewerkschast- lichen Grundsätzen pertreten. Ueberall, wohin wir blicken räumt man mit den kommunistischen Spaltern auf. Auch bei den Berliner Zimmerleuten muß«s einmal geschehen. Glaubt ja nicht, daß die führenden KPD.-Leute unter den Berliner Zimmerleuten ander» be- schassen sind alz ihre Freund« in den anderen Organisationen. Hat doch«in Brase im vergangenen Jahr erklärt, wenn die Berliner Zimmerer sich einen anderen Äorstano wählen, dann sei Berlin für den verband verloren. � � Kameraden, wähll eine» anderen, aichlkommanlstische« Vorstano, stimmt bei der Wahl am Sonntag für folgende Kameraden: 1. Vorsitzender: Karl Schulz. Bezirk S. 2. Vorsitzender: Emil Ziege. Bezirk 24. 1. Kassierer: Theodor hohwieler. Bezirk IL. 2. Kassierer: Ernst Eckert, Bezirk 26. 1. Schriftführer: Lovi» Villwock, Bezirk S. 2. Schriftsührer: Gustav Hohlstein. Bezirk 6. Reoisareru Paul Reiche, Bezirk 19. Adolf Frank. Bezirk 27. Kontrolleure: Becker. Bezirk IS. Robert Settel, Bezirk 3. Llm das Washingtoner Abkämmen. Wisiell fährt nach Genf. An der Berwallungsratstogung des Internationalen Arbeltsamtes in Genf, d>e am kommenden Montag beg'nnt, nimmt auch der Reichsarbeiiswinister teil. Wissel!� reist am Sonnabend von Berlin ab, wird also am Sonntag bereit»' in Genf sein. Am Sonntag kommen der f r a n z'ö s i s ch e Ar- beitsminister Lou cheur und der englische Arbeits- mini st er Steel-Maitland nach Genf. Die Anwesenheit der Arbeitsminister aus der Derwoltungsrots- lagung zeigt, daß dieser diesmal ein» besondere Bedeutung zukommt. Im Mittelpunkt der Erörterungen steht da» W a s h i n g- toner Achtstundentagabkommen, zu dem England, wie verlautet, vierzehn Revisionspunkt« anmelden will. „Vierzehn Punkte"— das klingt seit Wilson etwas ominös. Wieviel« Ausnahmen werden dabei herauskommen? Gefamtausschuß für Hausarbelt. In per Karneval, unv Zestartikelinpnffrie. Durch Anordnung des Reichsarbettsminister» ist zum ersten Wal« aus Grund des 8 27 de» Hausarbeitegesetze« ein Gesamt- sachousschuß für Hausarbeit im Deutschen Reich, mrd zwar für die Karneval- und F e st a r t i t e l i n d u st r i« errichtet worden. Wie der Amtlich« Preußisch« Preisedenst mitteilt, nimmt der Sesawtsachausschuß seine Arbeit in einer Besprechung am 20. Mörz in Leipzig aus. Besprochen werden soll insbesondere die geographisch« Verbreitung der Karneval- und Festartikelindustrie. ihr» Abgrenzung gegen andere Wirtschaftszweige, Ihr« Wirtschaftslage und Tntgellhöhe An die Besprechung schließt sich die erst« Sitzung des Gesamffachausichusies an. di« nötigenfalls am 21. Mär, sariaesttzt werde« soll. Auf her Tagesordnung steht u. a. di« Fest- jetzung von Mindestentgelten für di«.Karneval- und Festortikel, inoustri«._ Deokschland und Dänemark sind nach längeren Verhondlungev übereingekommen, daß den Privatangeftellten. di« vor Abtretung Nordschkeswig» in Deutschland oersiäxrt waren, di« freiwillig« Fort- jetzung ihrer Versicherung bei der Reichs Versicherung für Angestellt« in Berlln aeftaliet wrd. Sie können innerhalb von 13 Monaten freuMig, Beiträg» für die Vergangenheit nachzahlen. Von der Regelung werden rund 1000 Prioatangestellt« betroffen Di« Bei- trag» und Renten werden mit 89 Oer« für I Mark berechnet BefSehk-deNUS«(ftixft.»m» Urt,-«ru»ss,1»>. SS»-«)!«w««rn. te«. tee> 10. Mgrz,»tZ Uhr, f'nS«, im S i>!»rtÄcl«, Hos..? 6fr«Jt u(JSriji-r£oaf),«in«»«fammlmij)«litt LPD.-«»N»Z<>» b-t g? ■ f #ertfn,r B«rfeer»}nm»b« statt, dwnnls- ftrtfc Bralat spricht(K*r; .!!«« ipp-r»«affcou ter««npaihmj b-t*»>(?.' Sei tet Sichtizleit Sri Sajeterimwa»ir» da, erftfcimcn cUtv dienftsreien Senoffcn er märtet. Witglietiibuch der Part« ist m>teiebr>ns«n. Der zeattlonaaarpaad. �reie Gewerkfckasts.Luaend Groü»Verlin «01»)»»- ?t« � K-matratitlerun« de, Wirtschaft und die Seiptwchaft««*.— ,eti«eil*. «tat» Srnpo-nb-im.?n«endheim de« 9Mr:t«o«I, Wetchino, Zuriner COe Leo. strotze, SinsWit« Turiner Literarischer«fiont.— berliner Dtalek!.- Spree Or.«0. HeiMdesprechu n-t. »ordripa: Snivpendiwr. !r«a:.Sie Sufoaden und Ziel, ahaitätt»»»»««, Sruppenchci« Cdarlottendnrg. »iorira »rrband»t>0ch-r und Seimaumprisc mitbrineeu "'' u w. il-x».« kf*u4*/ w,,»»-»»«,« t-, m, fr••«. I H« Vi*frfr«l Lcharm»«t>erstr. IS. Ihuna; ,Dirts-hoit»wecd»» r» Wirtschaft»« esen ktugendheim. Schuke Lvnnendnr-er Str. der greiin cheiper»s6x>it»Iusend<-«l hei», Valltrtarstr.« .. Liide».< ich weiten,«rnppRdoim, Zuaend, Weiterer Unsinn.»- Zmtendlurl»» L ,!r«i,i Schul« —_ QU.. Ivoendarupve VeS?entralvertandes der Astoessellfcn cheut«. streite», buchen telgende Seran sialtunaen statt!?«»!-»>, N'ctee, — lchöuhau.ra: Zugendheim Siirschstr. tt szratzes Zimmer). Leseadend. -- vteripre«, Suaendhrim Laufener Str. t«reuspi-.'adench, � SSdwcst: zuaenchde!» Seste�iolanee.Str. 7�-10. Nartra«!„Moderne Srtiechunn- lgart'.). K-ferentini Martha Lchulfr.strentiel. �«enliiln uad Ut««»i Z»aench!>eiol Bltuvisch, Str. i~< Beruteiundliöz«»!rh«itt,«enunnsitaft. vor zari» Körper Sbres Lieblings braucht di« rein«, mild« SunlichlSeife.fietul derHautwobl.Auch FhreWäfchewird durch di« altbewährt« Sunlichk Seff« am b«st«l gejchoaih Freitag S.Mörz 1929 Unterhaltung unö AVissen Beilage des Vorwärts 3>ie Siöhlensfädle der Indianer 5m äußersten Südwesten vsn Kolorndo erhebt sich ein Hoch- land. der sogenannte»grün« Tisch" oder Mesa Verde, der ein einzig- artiges Denkmal der ältesten amerikanischen Kullur birgt, nämlich die ersten Wohnställen der Indianer. Das Gebiet, dos heute als nationaler Schutzpark gepflegt und eifrig durchforscht wird, ist im Dezember l8W zufällig von zwei Brüdern!8icharb und Alsrej» Wetherill in seiner Bedeutung für die älteste Geschichte Nordamerikas erkannt worden. Als sie den ersten Bericht von den Ruinen einer geheimnisvollen chöhlsnstadt brachten, wurden ihre Angaben ange- zweifelt, obwohl sie genau die schmale Schlucht beschrieben, in der sie unter einer herabhängenden Klippe gut erhastene Mauerreste ge- funden hotten. Spätere Forschungen ergaben dann, daß sich hier im unzugänglichen Felsgewirr tatsächlich eine Auinenstadt befindet. Wie 5. F. Milacsek in der Franksurter Wochenschrift„Die Um» schau" ausführt, ist es«in« zusammenhängend« Schlucht von etwa ZW) Wohnungen und 23 Kiva». wie die dem Gottesdienst dienenden Versammlungsräume genannt werden. Der Zugang war durch Ge- röll und Felsstücke derartig verborgen, daß die Auffindung tatfäch- lich nur durch einen Zufall möglich war. In den gro'esi geformten Höhlen des Hochplateaus Mefa Verde suchten die ersten Bewohner Nordamerikas Schutz vor den Unbilden der Witterung und d«» wahrten wohl auch hier den Crnteiiberfchuß auf, um Borrät» für die Jahre de, Mißwachscns zu sammeln. Als sie dann von No- madenhorden bedrängt wurden, deren Ziel diese Kornkammern waren, suchten die Jklippenbewohner" die Höhken zu verteidige» und erbauten bis vier Stockwerke hohe Bastionen sowie Wachttürm«, von denen Späher nach den heranziehenden Feinden Umschau hielten und bei drahender Gefahr durch Trommelschläge das Dolk zur Flucht in die Felsenburg mahnten. Im Innern der Wachttürme wurden Grabstätten angelegt. Die ältesten Bewohner dieses Gebietes, die wohl schon ums Jahr 2000 o. Chr. in den vielen kleinen und größeren Höhlen hausten. werden„Korbmacher" genannt, denn die Töpferei war ihn«n unbe- könnt, und wenn auch von ihren Kordarbeiten nichts erholten ist, so weisen doch die gesunden«« Werkzeuge darauf hin. daß sie korb- ähnliche Behälter zur Aufbewahrung des Getreides anfertigten. Ihre unmittelbaren Nachfolger haben dies« Kunst von Ihnen über« riommev. Als Wafse dierrte diesen Vertretern der ältesten vor- kolumbischen Kultur das„aebett", ein Wurfstab, dem Bumerang der Südseeinsulaner ähnlich.(500 bis 800 Jahre später nahmen die „Rach-Korbmacher" von diesen Höhlen Besttz, die schon die Töpferei übten und die Träger der zweiten und dritten vorkolumbischen Kulturepoch« waren. Die Erbauer de? Bastionen und Türm«, die aus dieser uralten Höhkonstadt ein« uneinnehinbar« Festung machten, de, sogenannten„fllipp-nbewohner". sind das Volk der vierten und letzten vorkolumbischen Kulturepoche und dürsten die Vorfahren dar Vuebtv-Indiancr in Arizona und Neu-Mexiko gewesen sein. Die Bauwerke wie die Rest« ihrer Töpierkunst beweisen, daß dies Volt ein« hochentwickelte Kul'ur besah: über ihr« Religion geben die Reste des Sannentompel» Aufschluß, der aus dem höchsten Punkt des „grünen Tifchs" entdeckt wurde, und noch unzählig« Reste dies« Ge. sittung harren der wissenschaftlichen Erforschung in de� gcheimni� vollen Höhlenstadt._ Wiederbelebte Vtumlen 5b den letzten Iahren wurden namentlich von russischen gor- scher« verschicken« versuch« angestellt, um mumifiziert« Tier« und ihr« Körperteil« wieder lebendig zu mache». Schon 1922 hatte Krawkow Kaninchenohren und TOpnIchenfinger. die monatelang ein. getrocknet waren, durch Ausweichen wiederbelebt, so daß sie aus pharmakologisch« Präparat« reagierten. Der Gelehrt« schloß darau». daß die Gewebe tn diesen Organen ihre Labensfähigkeil bewahr«». Slawtzow trocknet« Dannabschnitte von Kaninchen und Meer- schweinch«» und bracht« st« später in«in« Tyrodelösung. Da wurden nun die für dieses Präparat charakteristischen Darmkontraktlone» beobachtet, und der«Darm tonnt» sogar noch Eiweiß verdauen. Schmidt trocknete ganz sunge Frösche und«röten aus di« Hälft« ihres Gewichte»«in: wurden si, dann wieder ins Passer zurückversetzt. dann lebten si« wieder aus. B. V. Moros ow beschreibt nun in der„Medizinischen West" die Versuche, die er an Kamnchenahren ongestcllt hat. Beim Eintrocknen durste er kein? Temperaturen über 50 Grad anwenden und auch nicht zu langsam trocknen. Nach dem Einweichen der beinhart getrockneten Ohren gewonnen dies« ihre Elastizität wieder, und gesäßverengernde Mittel riefen in den Arterien ein« wenn auch geringe Wirkung hervor. Der Gewichts- verlust hatte 73 Proz. betrogen, bei der Untersuchung der Geweb« fand man aber, daß Haarzwiebeln, Talgdrüsen und Gefäße in Form und Bau In senem Zustand gut erhalten waren, in dem sie sich während des Gebens befanden. Ein Froschherz wurde aus V> Praz. seitiM Gewicht« eingetrocknet und noch dem Einweichen pon Ringer- scher Lösung durchipült. Da traten stundenlange Herzbewegung«» «in. die durch da« Zufügen des Herzhormons noch gesteigert wurden. Ein Apolotlherz war auf 20 Proz. ausgetrocknet worden, und wenn man ein bis drei Millime'er groß« Stückchen davon In ein« Nähr- lös, mg übertrug, dann pulsierten sie durch 03 Tage und zeigte» noch Zellenwachstum. Aehnlich« Pulsationen fand man bei Fragmenten von Hühner, und Menschenembryonenherzen. die 75 bis 78 Proz. an Gewicht verloren hatten und verrunzelt. Ijart und trocken war«». Doch können di- Herzen nicht länger« Zeit in, irackenen Zustand aufbewahrt worden.__ Iis« Alpen wandern. Schon seil langem hat man im Alpen- vorland die Beobodjteng gemacht, daß die Entfernung zwischen München und den Alpen tnnner geringer wird-, da, kommt m der Veränderung der trigonometrischen Punkte zum Ausdruck. Nach den kürzlich verSfsenllichten Untersuchungen von Prof. Kayser. A-er die Rudolf Hundtin d-r„Leipziger Illustrierten Zeitung" berichtet. hat sich der trigonometrische Punkt auf dem Wendelstein in den letzten 100 Jahren um«In Viertelmeter noch Nordosten verschoben Die Loge Münchens hol sich in dieser Zeitspanne nicht verändert. Die Alpen wandern also. Da« läßt sich auch schon aus den Braun- tohlenslözen bei Miesbach feststellen, da die Schichten dieser Flöze alpenwärts überkippt werden. Auch daraus geht l)«roor, daß die Alpen sich nach Norden vorwärts bewegen. Freilich ist das Tempo ihrer Wanderung überaus langsam, und man hat berechnet, daß der Wendelstein bevor er in da« ihm am nächsten gelegene Fellndach eindringt, noch 3 Millionen Jahre zu srtn-r Manderschoit brauchen mürbe Bis der Wendelstein nach Rossnheim kommt, werden noch fast 7 Millionen Jahr« vergehen, und bi««r in München anlangt, nahezu 23 Millionen Jahr«. JfenrifXairson, Sydney: Clllt$6f*6 Der Mond stieg über dem Rand« einer dunstigen Eben« empor, gefeden in einer Art Tunnel oder Bogen am Rand» des Mulga» gebüsche», hinter welchem wir---? Jack Mitchell und ich— unser Lager aufgeschlagen hatten. Die eigentZichen Bäume befanden sich hinter uns und waren sehr stark und ganz im Dunkeln. Der Mond sah aus wie«in neuer, großer Kupserkessel, den man auf den Rand de» Horizonte» auf der Eben« hingestellt hatte, mit dem oberen End« gegen uns zugekehrt, mit einer Meng« aller Fetzen und Stroh. di« in seinem Innern verbrannten. Wir waren unser« sünfundzwonzlq Meilen long aus einer dürren Strecke an einem glutheißen Tage marschiert— Ewag- männer. australisch« Gelegenheitsarbeiter— wissen, was da» heißt. Dir erreichten das Wasser zwei Stunden„nach der Dämmerung" — Swagmönner wissen, wat dos zu bedeuten hat. Wir setzten uns aber nicht gleich nieder, um zu rasten-, wir hatten die letzten zehn Meilen überhaupt nicht gerastet. Wir wußten, daß wir. wenn wir uns gleich niedergesetzt hätten, überhaupt nicht wehr so rasch aus- zuftqhen vermocht hatten und daß sich unsere Fußsehnen, besonders jene unserer Waden, wie rotglühender Eisendraht gedehm hätten. Wie man also sieht, waren wir noch nicht long« Zeit auf der„Walz" wir waren erst den dritten Tag unterwegs. Swagmanner wer- den uns schon verstehen. Zuerst glühten wir den Kesiel an. dann legten wir ein paar Blätter für uns««„Letten" zurecht und rollten unser« Rucksäcke auf. Wir dankten dem Himmel, daß wir etwas gekochtes Fleisch und«in paar Liskuitkuchen übrig hatten, denn wir fühlten un» keineswegs zum Kochen aufgelegt. Wir stellten den Teekessel und unsere Proviantsäcke zwischen unsere Häupter, placierten uns«re Pfeifen und d«n Tobak in das Innere eine» alten Hute», wo wir danach langen konnten, ohne aufstehen zu müssen. Dann legten wir uns auf unseren Bauch nieder und nahmen einen Imbiß. Wir aßen nicht viel— wir waren zu sehr ermüdet— doch tranken wir einen Schluck Tee. Wir gaben unseren Waden Gelegenheit, sich ein wenig auszuruhen. Dann zündeten nzfr unsere Pseisen an und gaben einander auf unsere gegenseitigen Fragen Antwort. Es erschien un» gong behaglich, so lang« wir unsere unglückseligen Beine gerade ausstreckten, und wir bewegten uns mcht allzusehr. Wir fluchten«if die Gesellschaft, weil wir nicht reiche Leute waren, dann sühften wir uns schon besser, und unser Gespräch dreht« lässig sich um verschieden« Gegenständ« und endet« damit, daß wir über da» Rauchen sprachen, „Wie ich dazu kam. da» erstemal zu rauchen?" sagt« Mitchell. „Höre also." Er dachte«In Weilchen nach.„Ich begann mit dam Rauchen, als ich etwa vierzehn oder fünfzahn Lahre all war. Ich rauchte irgendein« Art Unkraut— den Namen Hab« ich natürlich vergessen— doch Tabak war«» nicht. Dann raucht« ich Zigaretten, solch«, di« je Stück«inen Penny kosten. Dann dacht« ich, wenn ich solch» rauche, könnte ich auch«in« Pseis« rauchen." Er dacht« nach. „Dawal, lebten wir in Sydney. Surry Hill». Da» war da- mal? ganz ander,: der Ort tpar fast ganz und gar sandig. Mein« Ellern wgren damals noch am Leben, und wV waren ollq zu Haufe, mit Ausnahm« von Tom." Gr dacht« wieder noch. »Ach ja!..... Nun schön, glso eine? Tage, spielt« ich vor unserem Hause.Kugeln", al» mir«in Bursche, der mir bekannt war. seine Pfeif« zum Aufbewahren zak>, während«r zu einer Mesie in die Kirche ging. Di- kleine Kirch« war gerade gegenüber — man hieß si« die.Kapell«'." Er dacht« wieder nach. »Di« Pfeif« war angezündet. Es war eine Tonpfeife und Neherkopstabak drinnen. Die Mutter war rückwärts In der Küche beschäftigt und wusch gerade das Teegeschirr ob, und als ich hinein- kam. da sagt« st«: Du hast wohl geraucht? Nun, ich tonnt« e» nicht tn Abrede stellen— es war mir viejl zu übel, als daß ich«» vermocht hätte, oder es war. mir schließ- lich ganz piep«. Aid mir die Pfeif«! sogt« sie. Ich sagt«, daß ich si« woggegsben habe. Und wo. ist st«? fragte st«. Jim Brown hat st« bekommen, antwortet« ich, es war sein«. Dann werde ich Jim Brown schon mein« Meinung sagen. meinte sie, und tat e» auch. Doch tonnte Jim Brown ja nicht» dafür, denn er hatte st« mir�fo bloß zum Aufbewahren gegeben." Mitchell überlegt« wieder und blickt« gegen den Mond. Er war gchzz klar geworden, war kleiner, schien kalt und schoul« sehr hell aus und schwamm noch rückwärts, zwischen die Stern«. „In der Früh' war mir schon etwas besser zu Mut«, ober ich wurde nicht geheill— obgleich ich die ganze Nacht trank davon war und mich wie tot fühlle. Im Gegenteil, ich kaust« mir ein« Tonpseis« und Tabak, aber mein« Mutter kam mir daraus und steckte alles In den Ofen. Dann kapft« ich mir wieder«ine neue Pfeife und Tabak dazu, und st« sucht« selbstredend danach, und fand e» schließlich auch. Doch lvars sie diesmal den Tabak nicht mehr in den Ofen— sie hatte an Erfahrung gewonnen. Ich weiß nicht, was sie damit tat. Ich versuchte, da» Ding ausfindig zu machen, ober es gelang mir nicht. Ich vermute aber, daß mein alter Dater davon Besitz ergriffen hatte, denn ich sah ihn mit einem Stück Tabak, da» dem meinen verflucht Shnlick» sah." Er dacht« wieder nach. „Doch ich wurde nicht kuriert. Ich kaufte mir ein« Kirfchholz- pfeife. Ich dachte mir, daß si« dies« nicht so leicht zerbrechen könnt«. im Falle sie sie fände. Ich pslegt« setzt den Kopf an einem gewisie» Orte zu verstecken, das Rohr an einem anderen, denn ich dacht« mir, wenn sie schon dos eine fände, müßte si« nicht das ander« finden. Heute natürlich betrachtet man so etwas als keine ganz besonder« Idee, damals aber kam es mir wie ein« Inspiration vor! Kinder haben oft merkwürdige Ideen." Und wieder sann er nach. „Nun schön also. Eines Tages nahm ich ein paar Züge im Hofe, al» ich sie plötzlich nahen hört«: ich zog also eiligst das Rohr heraus und versteckte den Kopf hinter dem Wasserdottich und di« Röhre irgendwo unter dem Haus«. Mutter kam. um Wasser zu schöpfen. Ich schaute, daß ich so rasch wie möglich außerhalb Ihres Gesichtskreises kam, denn ich sah nicht sehr unschuldig aus und holte auch �eine Zeit dazu, eine solche Miene auszusetzen. Doch der Pfeifenkopf war heiß, und sie roch die ganze Geschichte. Sie ging überall herumschmüsselnd herum, zuerst aus die eine Seile des Wasserfasses, dann aus die andere, bis sie dem Geruch nach welter- forschte und endlich den Pfeisenkopf enddeckte. Also hatte ich bloß noch den Stiel unenldeckt. Sie forschte auch nach diesem, aber kannte den natürlich nicht heraueriechen. Doch Ich selber konnte mit dem nicht viel Gescheites ansangen. Hast du d!« Streichhölzer bei dir? Dann also gab ich das Pfeisenrauchen ein« Zellkang auf und rauchte Zigarren. Das war unter den gegebenen Umstände» das Sicherste und Besriedigendste. aber das kam mich aus zwei Schil- kinge s» Woche zu stehen, da» konnte ich nicht bestreiten: so begann ich also wieder Pseis« zu rauchen und endlich gab di« Mutter Rick. Gott schenk ihr den Frieden und Gott vergebe mir und uns all«" wir verdienen es. Sie Ist setzt seit siebzehn langen Jahren tot!" Mitchell wurde nachdenklich. „Und wa» machte dein Wer. al» er daraufgekommen war, daß du rauchst?" fragte ich. Er sann nach. „Nun. er schien gewissermaßen zuexst darüber erfreut zy sein. Du mußt nämlich misten, daß er von meiner Mutter tn einer Art Vormundschaft geholten wurde, und st« ihn sein knapp hielt. Nun. er schien gewistennaßen erfreut darüber, geradezu auszuleben— als er entdeckte, daß ich zu rauchen begann." „Das war di« Wirkung? Genau so wie bei meinem Vater, auch r? ermuntert« mich. Doch was tat dein Vater, ich mein«, was sagte er?" „Nun," sagt« Mitchell sehr longsam,.das erste, was er tob war, daß er mich um ein Stück Tabak zum Stopfen der Pfeif« anging." Er dachte nach. „Ach. was für einen feierlichen, gedankenvollen, alten Pfeif«»- zug taten wir zusammen im geheimen—- der aste Mann und ich!" „Und ist dein aller Vater schon gestorben. Mitchell?" fragte ich mild«. .Lang, lang« schon— seit zwölf Jahren." gab Mitchell zur Antwort. £. Dernbach: 3)ie Jü haiVOSSC Di« merkwürdigsten fing««erden von diesen riesenhaften Seevögeh, erzählt, und tri« Eeleut« hoben eine fast abergläubische Scheu vor ihnen. Nur selten fasse» sie Mir!. Jagd auf sie zu machen, obwohl da» Fleisch wohlschmeckend ist, denn es geht die Sag«, haß di« Albatrosse sich rächen, wenn ihnen nachgestellt wird. UnermMich folgen sie dem Schiff, und wird«in Mann über Bord gespült, so fährt der Schwärm der ousgeregten Vögel auf die izläch« de? Meeres nieder. Dann ist kein- Rettung mehr für den Ueberbordgegangenen. denn dos erst«, wonach die gierigen Vögel hock««, sind di« Augen. Im südlichen China wendet man die Mbatross« zum Fischfang an. Aus einem kanuahnlichen, langen, schmalen Boot sahven mehrere Mann«? zum Fang hlnau». Am Bootsrand sind Stäbe befestigt, an denen di« großen Albatrosse mit starken Tauen fest- gebunden sind. Diese Vögel sind seit Tagen nicht gefüttert worden und tauchen daher gierig In de» Fluß, sobald sie«inen Fisch er. blicken. Dann springen vi« Männer auf und ziehen die Böget an den Stricken zurück, reißen ihnen den gefangenen Fisch aus dem Schnabel und iverfen den Yang in geslochtene Körbe. Jedem der Bogel ist ein Ring um den Hals gelegt, damit«r keine anderen als nur die allerkleinsten Fisch« hinunterschlucken kann. Wer so ein Buot mit den angebundenen slügelschlogenben Vögeln über das Wasser gleiten steht, hat den Eindruck, daß die Vögel das Boot ziehen, ja«s scheint, als könnten sie sich jeden' Augenblick in die Luft heben und das Boot emportragen. Diese Sage erzählt von einem Fischer, d«r sehr grausam gegen sein« Vögel war und sie dauernd hungern ließ und sie schlecht be- handelt«. Er nahm all« gefangenen Fische für sich und gab den Vögeln nicht elnmas nach Beendigung de» Fanges ihre Belohnung. Die Böge! wurden insoigedesien überaus hungrig und fingen noch mehr Fisch« als gewöhnlich. All«, di« den Fischer kannten, warnten ihn. denn st« bemerkten, wie die Vögel begreiflicher Weise mit jedem Tag« raubgieriger wurden, da sie nur dt« allernötigst« Nahrung bekamen. Wütend schlugen st« mit den Flügeln, wenn der Fischer ihnen den Fang entriß. Auf diese Weis« tonnte es nicht ausbleiben, daß der Fischer sehr viel Geld durch den Fisch- fang oerdient« und ein reicher Mann wurde. Eine» Tage» war er krank und tonnt, nicht mit den Vögeln hinausfahren, deshalb hat er«Inen Nochbarn, es statt seiner zu tun. Der aber kam inlt blutenden Händen heim, hatte mit den Vögeln gar nicht fertig werden können und riet dem Fischer, die Vögel frei zu lassen. denn es seien keine gewöhnlichen Vögel, sondern«in« Schar böser Geister. Aber der Fischer lachte üb«? ihn und befolgt« seinen Rat nicht, und« behandelte sei« Nägel nicht ander» al» hlshe?. Ueberhaupt wuchs mit seinem Reichtum sein« Herrschsucht und all« Mensche», sa, seine eigenen Kinder fürchteten sich vor ihm und per, steckten sich vor ihm, sobald sie ihn kommen härten. Einer seiner kleinen Söhne aber liebte diese stolzen, trotzigen Seevögel und jeden Abend schlich er sich heimlich zu ihnen und bracht« ihnen zu fressen. Auch spielte«r ihnen bisweilen auf seiner kleinen Bambus- flöte vor, weil er ihnen dadurch Freude zu machen hofft«. Da aber wurde er krank und mußte In, Bett bleiben, so daß er«in«. Abend» den Vögeln kein« Nahrung bringen konnte. Sie wäre» daher noch viel hungriger als gewöhnlich, als der Fischer am nächsten Tage mit ihnen auszog. Sie saßen denn auch ungewöhnlich stA aus ihren Stöben, und obwohl zu beiden Seiten de» Boote» di« bkonkeu Leiber der Fische vorbeihnschten, blieben sie regungslos und schössen nicht wie sonst in» Wasser hinab. Plötzlich aber entfallet«« all« Vögel ihre Schwingen, stießen einen heiseren Schrei aus und hoben sich In die Lüste, so daß das Boot wie»ine Wieg« zwischen Ihnen hing. Di« Menschen in den Häusern hörten das Kreischen der Vögel und das Rauschen ihrer Flügel, eilten hlnau» und sahen voll Entsetzen, wie da» Boot mit dem Fischer«mpargelrogen wurde, höher und immer höher.— Den Fischer hat niemals iemanb wieder gesehen. Das war di« Rache d« Albatrofl« «MM LelnzlW Str. Amt Zentrum Kr, 8533-!9 Wir lletern'rei Hans Menüs, Einzelgerichte, Kalte Platten, Mayonnaisen, Eisspei sen, Torten usw. 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PleckherlBie..Pfand 52??. •) Uigilgsr ttraiss. Alenuderylttz, Frankfurter Allee, hottbocer Oamn, Belle-Alliance-Slrtn«, Vümeredcrfer Strctcs Zwiebeln........ Pfund 1 5pf. MaHa-KarloffelniPfd. 95??. Ämerik. Aepfel Pfand 38p?. Kalif. Tafeläpfel Pfand 48 p?. Bananen......... ptund40pf. Apfelsinen....3 pfnnd72pf. B I ulapfelsinen 3 Pfand 95?? Kranzfeigen....Pfund28pf. Smyrnafeigen..Pfand 3v?f. Dafleln.......... Karton 36pf. Erdnüsse........ Pfund 40??. Glas 50,95?? I-Pfd.-P3k.32p In unseren Häusern: LeipzIgerStrasse Alexanderplatz Frankfurter Allee Wilmersdorfer Str. Belle- Alllance-Str. Ab Montag, den 11. März HodenvorlOhrunlen Wir zeigen Damen-KEeidsr, Mäntel, Blusen, Damen-Hüte, Herren-Moden u. modische Neuheiten verschied. Art- * Karten sind, soweit Vorrat, an den Kassen der Damen- Konfektionsabteilung kostenlos erhältlich. Direction der Disconto-Gesellschaft Berlin. Unsere Kommanditisten werden hierdurch au( Monlag, den 15. März 1919, nachm. 4 Uhr« zu der diesjährigen ordentlichen Generalrersammlnng nach unserem kiesigen üeschäftshaose. Unter den Linden 33. V. Stock, eingeladen. VerhandlungigcgeBAtXade: 1. Vorlage der Bilanz und Gewinn- und Vcrlustrechnung sowie der Berichte der Geschäftsinhaber und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 1928. Beschlußiassung über die Genehmigung der Bilanz, die Gewinnverteilung und über die der Verwaltung zu erteilende Entlastung. 1 Satzungsänderungen: a) Aenderung des Art. S Abs. 1, Streichung des Art 5 Abs. 4 und des Art. 31 Abs. 3(Fassungsänderungen mit Rücksicht auf die Ne' Stückelung der Anteile und den Wegfall oei----' Namen lautenden Anteile): b) Aenderung des Art. 13 Abs. 1 Satz 2(Pensionierung Beamtem: e) Aenderung des Art. 21 Abs. 1(Erhöhung der Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder); d) Aenderung des Art. 31 Abs. 1 Satz 2(Streichung der Worte? oder bei der Bank des Berliner Kassen-Vereins). 3. Wahlen zum Aufsichtbrat. Zur Teilnahme an der Generalversammlung ist jeder Kommanditist, zur Stimmenabgabe bei den zu fassenden Beschlüssen sind nur diejenigen Kommanditisten berechtigt, die ihre Anteile— oder die über eines März Schriften unserer Satzung oder ßgsbe fiel der Direcnon der Dlscoiilo-fieseiisciialt in Berlin, der Norddeutschen Bank in Hamhuro oder dem A. schaaffhausen'schen Bankverein A.-e. In KOln, oder bei einer Filiale oder Zweigstelle der vorgenannten Banken an anderen Plätzen. oder bei den sonstigen im Reichsanzeieer Nr. 54 vom 5. März 1929 veröffentlichten Steilen gegen Bescheinigung bis zur Beendigung der Generalversammlung hinterlegen. Die Hinterlegung ist auch dann ordnungsmäßig erfolgt, wenn Anteile mit Zustimmung einer Hinterlegungsste le für sie bei einer anderen Bankfirma bis zur Beendigung der Generalversammlung im Sperrdepot gehalten werden. Berlin, den S. März 1929. Direction der Disconto�Qeseiischaft. Vis Geschäftsinhaber: Dr. Salomonxghn. Moder. Dr. Rowcll. Urbig. SolaancB. ScbUepcr. Th. Fruit. Boacr. 'Wettermäntel Eigene CodGtunUniel für Herren 55, 45, 36, 30, 24, 18.- für Damen.. 48, 42, 36, 21, 18.-— für Knaben Gr. 3 13.60 12.80, 10.50 Trencl} Coais für Herren 130, 95, 65, 60, 30.— für Damen... 48, 33, 27, 21.50 Herstellung Gummimäntel für Herren.. 36. 33, 25, ,19, 15,_ für Damen.. 37, 24, 18, 18, 11.50 für Kinder...... 10.50, 6._ Windfachen für Herren 30 le�Eo'Tiiso, 9?— 0.75 für Damen icPsÖ©.50 für Knaben 13.50, 9.—, 7.60 4.50 Berlin fM 4, Chausseesir. 29- 50 r-Bahij: Sfettlnar Halmlint ■■(.Vur—— OBEL ohne Anzahlung Schlafzimmer Herrenzimmer Speisezimmer Mod. Kuchen Poisterntabel Einzel-MAbe, bis zu 24 Monatsraten kaufen Sie günstig bo' der OegrQndet und baaultlcbbgl vom Ge- szmtbetrisbsrat du Magistrats Barlin nur Breite StraBe 7 gibt bis au weiteres Anzflge Jlzfcr, Peleiob zu Fabrikpreisen ab. Bitte, überaeugen Sie sich üaiser-WiiiiBlnHtraUßM. Hr. 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Steinkohlen, Baumwolle, Leinen) aufgewogen. Gleichmäßig guten Geschäftsganges, infolge Zunahme, des allgemeinen Verbrauchs oder der Ausfuhr, hatten sich nur wenige Geschäftszweige zu erfreuen(besonders Brauereien, Chemische Industrie, Elektrizität und Papier).. Der Verbrauch ist gewochsen(Ergebnis der Tabaksteuer 0,4% höher, Bierkonsum etwa 11.5% höher); der Zuwachs entsprang aber nicht einer Zunahm© des allgemeinen Volkseinkommens. Im Anschluß an die Erhöhung der Beamtengeb älter im Herbst 192" setzten Arbeiter und Angestellte auf Grund politischer Macht und einer Praxi« de« Schlichtungsverfahrens, die sozialpolitischen Erwägungen mehr Baum gibt als rem wirtschaftlichen, eine ansehnliche Erhöhung ihres Einkommens durch(Steigerung des Tarifstundenlohnes gelernter Arbeiter von 1003 Rpf. auf 107.8 Kpf.. des im- gclcrntcn Arbeiter» von 72.9 Rpf. auf 80,9 Rpf., de» Lebenshaltungsindex dagegen nur von 151,5 auf 152,7). Eine so ins Gewicht fallende Einkommen»- Steigerung der Arbeitnehmer aus einer geringeren Güterproduklion ohne wesentliche Ycrbilligung der Herstellungskosten, also bei kaum gleichgebliebenem Volkseinkommen, bedeutet Minderung- der bisher schon geringen Verzinsung des investierten Kapitals. Preiserhöhungen, die sich mit Rücksicht auf den Absatz im Inlande und Auslände in sehr engem Rahmen halten mußten und tatsächlich das allgemeine Preisniveau nur ganz unbedeutend beeinflußt haben, konnten keinen genügenden Ausgleich bringen. Der Widerstand der Unternehmer gegen weitere Lohuwiinsche ist daher gewachsen und hat zuletzt zu der großen Aussperrung in der nordwestlichen Eisenindustrie geführt. Die Unternehmer sehen sich gezwungen. wenn die Lohnhöhe nicht durch Produktionssteigernng ausgeglichen werden kann. Ersatz der teueren Menschenhände durch Masoiincnarocic zu suchen «■der durch Zusammenschlüsse und Zusammenlegung der Betriebe billigere Massenproduktion anzustreben. Da der kostspieligen maschinelle u Umstellung durch den Kapitalmarkt Grenzen gezogen sind, ist die Zusammen- sthTußtendenz stärker hervorgetreten. Die Arbeitslosigkeit ist «iaher, namentlich zum Ende de» Jahre», über das saisonbedingte oder durch Mihderproduktion verursachte Maß Linaus erheblich gestiegen. Gewachsener Verbrauch und gesteigerte Ausfuhr bei nidbt vergrößerter Erzeugung muß durch Zurüdsgri ff auf die Vorräte befriedigt worden sein. Dies erklärt, daß bei einer Mehransfufar von einer Milliarde Reichsmark an Feriigwarcn die Einfuhr von Rohstoffeu und Halbfabrikaten gegen das Vorjahr unverändert geblieben ist. Mitteilungen über die Bevorratung. die in der kurzen Zeit seit Jahresschluß unserem wissenschaftlichen Bureau von 500 Betrieben verschiedenster Größe aus allen Erwerbszweigen zugegangen sind," ergeben aber, daß im Jahre 1928 die Abnahme der 5 orräte in der überwiegenden Mehrzahl nicht sehr bedeutend war. sogar geringer, als sie dem uns angegebenen Rückgang des Umsatzes entsprochen hätte. Man wird daher den Verkauf vom Lager im allgemeinen nicht als planmäßige Rationalisierungsmaßnahme ansehen können, sondern vorwiegend ?» Ts Dispositionen, die sich aus Rücksicht auf die augenblicklichen Geld- Verhältnisse ergaben. Die gleichen Rücksichten haben unser ganzes Wirtschaftsleben im abgelaufenen Jahre weitgehend beherrscht. Neben dem gewachsenen Konsum ist noch immer für Nachholung der Versäumnisse von 13 Jahren zu sorgen. 1927 sind allein im Wohnungsbau RM 5 Milliarden, in Errichtung von gewerblichen nnd öffentlichen Gebäuden RM 4,1 Milliarden investiert worden. und 1923 wird die Aufwendung gewiß nicht kleiner gewesen sein. Länder. Provinzen und Kommunen, aber auch Industrie und Verkehrs» un fern ehmun gen müssen weiter beabsichtigte produktive Arbeiten vor- schieben, weil unser Kapitalmarkt die nötigen Mittel nicht aufbringen kann, Die Emlasionstätigkeit in Deutschland war etwa gleich hoch wie im Vorjahre fRM 50|6 Millionen festverzinslicher Werte gegen UM 28% Millionen. RM 1520-.Millionen Erlös, uns A kjien-E m i ouon R.M 1569 Millionen), und auch dp*- Betrag an A uslaudsanlcihco. ist un- �.randerl-g�fiebra(1923 RM. 1466 Millionen. 1927 RM'f4J2. Miltlöffenr. Von hcnattcn aus gewaensener rramieDsunune Kroorrc ooirugc .«•teilen. Da sie in der Anlage ihrer Gelder beschränkt sind und wegen der Kapitalertragssteuer nur in geringem Maße Wertpapiere hereinnehmen, kommen sie baootslchlich für den Baumarkt als Hjpoihcken geldgebet m Betracht. Ihrer Mehrleistung steht in schätzungsweise gleicher Höhe all- ■'cracinc Kaufkroftvcrringerung am Effektenmarkte gegenüber; denn zn den inländischen Neu-Emissionen mußte weit mehr als im\ or jähre das Grsland herangezogen werden. Trotzdem war für die normalen Invesli- lionen und die Fomelzung der bereit« in Auftrag gegebenen Rationali- sierungsarbeiten die Ergiebigkeit de« Kapitalmarktes unzureichend. Die Zunahme der kurzfälligen Auslandsschuld, die jetzt auf RM 6 Milliarden geschätzt wird, die Ausweitung des Bankkredits{reröffcnUidiie Debitoren von 7 Berliner Großbanken Ende November 1928 RM 4779 Millionen gegen Warenumschlag au«h unter BerückKiditigung de» Mehrbedarfs für die güns�ge Ernte gestellt haben kann, hinaus; es sind also, weil der Kapital- ruartz die Bedürfnisse nicht befriedigen konnte,. noch Investitionen mit kurzfristigem Oelde ßnanziert worden. Der Mehrertrag der Ernte war gegen 1927 mengenmäßig«ehr bedeutend. Seine Auswirkung auf Wirtschaft nnd Handelsbilanz wird sich— eb<»«o wie die Freigabe des in Amerika beschlagnahmten Eigentums auf den Kapitalmarkt— hauptsächlich erst im laufenden Jahre geltend machen. Die sehr ublo Verfassung, in* der sich unsere Landwirtschaft befindet, kann durch die gute Ernte eine» Jahres nidit«nfstheidend erleichtert werden, um so weniger, als die erlösten Preise für den Landwirt unbefriedigend sind. Die Erkenntnis der gefahrvollen Lage ist aber jetzt allgemein verbreitet und der Wille zur Aufhilfe im ganzen Volke lebendig. Soweit der Zustrom ausländischen. Geldes, nicht durch die Dawes- Zablungcn aufgewogen worden ist, hat er den Goldbestand der Reichsbank einerseits und andererseits auch ihre Notenzirkulation erheblich vergrößert. Wenn auf unser Preisniveau, das während-de« Jahres ziemlich unverändert geblieben ist(Index Ende 1927 159,6, Ende 1928 159,9, weil Preiserhöhungen z. B. bei Eisen und Kohle durch Preisrückgänge der wichtigsten Agrar- produkte ausgeglichen worden sind), die Vermehrung der Geldmenge und die allgemeine Kreditausweitung nicht steigernd"gewirkt haben, so ist das vermutlich nur einer Verringerung der Zirkulationsgeschwindigkeit des Geldes /u/nsch reiben. Von einer Noten Vermehrung der Reichsbank um RM' 366 Millionen.vom Dezember 1927 bis. Dezember 1928 entfallen allein. RM 504 Millionen auf Noten zu RM 20: Auch in den Depositen der Kreditbanken dürfte eine solche Abnahme der Zirkulationsgeschwindigkeit festzustellen sein. Bei den Depositenkassen der Deutschen Bank in Grofi-Berlin ist die Umsatzgeschwindigkeit der Depositen von 16,6 im Jahre 1927 auf 13,2 im Jahre 1928 gesunken; im Jahre 1924 bette sie 50,8 betragen. An der Börse spiegelte sich die W'irtschnftsentwicklnnff deutlich wider. Die Spekulation schrumpfte zusammen, sobald es klar wurde, daß der Aufschwung sich'nicht mehr gradlinig fortsetzen konnte. Das geringe Ausmaß spekulativer Tätigkeit ermöglichte es, vom Oktober ab an Stelle der bisherigen halbmonatlichen Liquidation zu monatlicher Abrechnung über- zugehen. Die Dividenden der Aktien-Unternehmungen, die vorsichtig bemessen werden mußten, weil den Gesellschaften die Ausgabe von Aktien und Obligationen durch die Marktverhältnisse erschwert bleibt, haben im allgemeinen cnttänscht Mao trägt dem Umstände nicht genügend Bechnong. daß c.« erst vier Jahre sind, seitdem die Goldumstcllung auf noch sehr schwankender Grundlage aller Wirtschaftsverhältnisse erfolgt ist und daß bei vielen Gesellschaften daher Wertberichtigungen durch vermehrte Ah- Schreibungen ond Investitionen ans dem Betriebe erfolgen müssen, um zn konjunktursicherer Fundicrong de« Kapitals uod des Ertrages zu gelangen. Immerbin hat sich der Durch schnitt der Aktienrente, auf den Kursstand berechnet, von 4.26% auf 4.99% im Laufe des Jahres gehoben, dabei ist der Durch schuiitskurs der Aktien von 156,9% auf 165,4% gestiegen; er hält sich auch jetzt nach den Kursrückgängen, die unter dem Eindruck der erschreckenden Zunahme der Arbeitslosigkeit(Ende 1927 1.188 Millionen, Ende 1928 1,702 Millionen. Ende Januar 1929 2.222 Millionen) und der gesunkenen Verkehrsziffern eingetreten sind, noch immer etwa auf dem Stand vom Dezember 1927. Dagegen stellt sich die durchschnittliche Real- Verzinsung der inländischen festverzinslichen Anleihen am Schlüsse des Jahre» auf 7,94% gegen 7.59% zu seinem Beginn. Die Kurse dieser� Werte haben»ich forilautend ermäßigt, sie sind das Thermometer des Kapitalmangels. Daß an dem Mißverhältnis der zur Verfügung stehende» Kapitalmenge zum Kreditbedarf der Wirtschaft die Konjunktur zerschellt, ist nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist nur. daß der Anfschwnng nach kaum Gr Jahren von rüoklänfige� Bewegung abgelöst wird. Im Deutschland der Vergangenheit und in anderen kapitafstarken Ländern wickelten sich solche Konjunkiurphasen in ungleich längeren Zeiträumen ab. Darin und in dem übermäßig nohen Zinsniveau, unter dem insbesondere unsere Landwirtschaft zu leiden hat, das aber auch für Handel und Industrie auf die Dauer unerträglich ist, zeigt»iou host et renaler. Seilii' erwoirbe»* worden. Der.bevorstehenden GiineralverÄanriqlun� dieser Rank wird die Fusion mit unserem Institute vqrgoschlngen. Wir erwarten aus diesem Zusammcnschlull eine Ausdehnung der Geschäfte im bisherigen'lätigkeitspcbiete der Osna- b rücker Bank über den Rahmen hinaus, den sie bei ihren beschränkten Eigenmitteln erreichen konnte. Wir nnterhaltcn jetzt an 181 Plätzen Niederlassungen, danebe» 103 Stadt-Dcpositenkasacn. von denen auf Berlin 57 entfallen. Unsere in- und ausländischen Filialen haben zu unserer Zufriedenheit gearbeitet. Die Konstant inopeler Filiale ist mit ihrem'Hauptbetriebe in die Räume der Jonian- Bank Ltd. in Stambül, die ihr Geschäft liquidiert hat, übergesiedelt und hat durch Uebernahmc eines Teils der Kundschaft dieser Bank an Ausdehnung zugenommen. Unser Personalbestand betrug am Ende des Geschäftsjahres 13 341 Köpfe. Für unsere WohUahrtseiurichtungen und zur Ausbildung des Nachwuchses sind etwas höhere Beträge als im Vorjahre aufgewandt worden, 3, l—"--- Zu den einzelne» Positionen der Bilanz und der Gewinn-»nd Terlust- Rechnung bemerken wir folgendes: Unsere Nostroguthahcn bei B a n k en und Bänkfirmen bestehen zu 8Ui% aus fremden Währungen. Die Vorschüsse auf verfrachtete oder eingelagerte Waren. Icdiclich mit dem Außenhandel zusammenhängende Kredite, enthalten über 97% Valuta-Vorschüsse. Die Summe dieser Vorschüsse bat sich im Zusammenhang mit der Steigerung unserer Fcrtigwarcnausfahr stark erhöht,'-r. Unsere Beteiligungc» au G c m c i n s.ch a f t s• G c sch ä f t c n »ind weiter �gewachsen.' 1 . Unsere Bau k g e h a u d e und unser Sonstiger Grundbesitz Stehen einerseits nach der vorjährigen Abschreibung und andererseits nach dem Zugang, der sich ans der Aufnahme der Hildesheimer Bank ergab, in gleicher Höhe wie im Vorjahre zu Buch. Da sich bei der Durchführung der Fusion mit der Osnabrücker Bank Wiederum eine Erhöhung des Buchwerte? unserer Immobilien ergeben wird, schlagen wir der Generalversammlung vor, RM 1,500.000.— aqs dem Reingewinn dieses Jahres zur Abachrcibnng auf unseren Grundbesitz zu verwenden. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtsumme der Gläubiger unserer inländischen Niederlassungen ist von 52.8% auf 35% gostiegen, aber lediglich durch da« Anwachsen des Re.mboürsgeschäftes. Scheidet mau die seitens der Kundschaft bei Dritten benutzten Kredite aus. denen s er-% krach tete oder eingelagerte Waren au Grunde liagen» so belaufe sich.' der •Anteil der Ausländer überhaupt auf 27.55%, und zwar auf 13.15% aus Valutaguthaben gegen 19,95% jm Vorjahre und auf 12,40% in. Reichsmark-. guthaben gegen 7.70% im Jahre 1927.' Der in den ersten fünf'Bilanzposten enthaltene Devisenbesitz unserer inländischen Niederlassungen deckt 71% unserer W'ährungs-Verpflichtnngrn an Inländer und Ausländer(einschließlich der von der Kundschaft hei Dritten benutzten Kredite). Der Rest ist leicht... aus sonstigen Valnta- Aktiven und von-Währongs-�chuldue.rn flüssig zu machen. Von de» Guthaben unserer inländischen Reichsmark-Gläubiger (ohne die stärker schwankenden Guthaben deutscher Banken und Baukiers) entfallen anf Beträge bis BM 5,000 18% vo».. 5.000 bis BM 55.000 36,59% 50.000„ 100.000 6.4?% .. 100.000.... 1,000,000 16.95% 1,000,000 und mehr 52.4%. Die Vermehrung hat im Jahre 1928 26,40% betrage». Dir Annahme der von uns geleisteten Bürgschaften von RM 168,972,775.55 auf RM 192,850,187,— bat wie im Vorjahre ihren Grund hauptsächlich in Reparalions-Sach lieferungen und Zollgarantien. Dem Dr. Georg von Siemens-Wohlfahrt s�fonds. def �.. kess«". v ermogensbestand nunmehr dir Höbe von zuführen, so daß sein R\f 8.000,000.— erreicht. Zinsen und Gebühren haben sich infolge des Geschäftszuwachses erhöht, die Zinsen aber, bei weitem nicht im Verhältnis der Zunahme voH Gläubigern und Schuldnern, weil die Zinsspanne geringer war. Aus dem Gewinn von Wertpapieren und Gern e inschaf t«* geschäften bringen wir je RM 1,500,000.— zu� Verrechnung. Das Erträgnis der Dauernden Beteiligungen stallt die Eiu-c nähme aus den Dividenden für 1927 dar. Da« Ergebnis der Deutsches U e b e r s e e i s c h e n Bank war auch- für 1928 befriedigend. Aus der Freigabe des i» unserer Bilanz nicht bewerteten, in Amerika beschlagnahmten Vermögen« ist uns im vergangenen Jahre ein Barbetrag von RM 13.000.000.—< zugeflossen. Wir schlagen vor. davon BM 7.500.000—. unserer bilanzmäßigen Reserve zuzuführen, die sich dann unter Ein, schlüß der Zuweisung aus dem Reingewinn auf RM 90,000,000.—■— 60%*unscres Aktienkapitals belaufen wird. Einschließlich des Vortrags au- dem Jahre 1927 von RM 1.912.996.74 und nach Vornahme der Abschreibungen% u'f Bankgcbäud'e«. Sonstiger Grundbesitz und Mobil Pen vo» insgesamt RM 318.084.56 belauft sich.das Erträgnis de» Jahre- 19?« auf.... RM 25,786, 133. 5$ Hiervon erhalten zunächst die Aktionäre(nach i 55b der Satzungen) 4% Dividende auf RM 130,000,000 6,000.000.—< Von den verbleibenden......... RM 19,788,123.56 beantragen wir. der Reserve........ RM 5,000,000.— , V 1.5R5.YI5.10 ....... 1.300,006.-- df-in,.U,j. C e o r s v, o ji.Ii«. in e p.*• W o h l f a b r t s f q. n p s, jiztt � her wehten, und-. ' oal» S o n'd e r A b s> ehr e i b u n g. .■. a n f u.n s k r c n G' r u n d b e« i bz zur. Tlerabmindcrung des Buchwertes anf RM 45,300,000.—.._ zu rerwehden.» Tob dem übrigbleibenden Betrage von...... abzüglich RM 2,027,686.91 Vortrag auf nene Rechnung erhält(nach§ 35d ddr Satzungen) der Aufsicht s ra t.............. � Wir ich lagen vor, von den restlichen....... 6% S'uperdivi de u d c auf RM 150,000,000 mit � zu verteilen und den Uebcrschuß von.,. auf neue Rechnung vorzutragen. � Es würde demnach erhalten jede Aktie von vom. RM 100.—: RM 1Y. �...... 300.-t.. 30- „.. 1000.—?.. 100. ;-S 8.063.019. id:* RM 11,705,106.56 677,419.53 RM 11.027.686.91 .. 9.000,000.— RM 2.027.686.9 f ;)_ 10% Dividende. Berlin, im März 1 1929. Der Vorstand der Deutschen Bank . A. Bllnrig P, Bonn S.* Fehr W. KeW O. Sehl Itter E. G. v. Stau« O. Wassermann Stellvertr«te»d: O. Absbagen. J. Berne P. Bmnswig J. Kiehl O. Sperber K. Weigell F. Wintermantel ' f" I „Vorwarts"-Ausgabestellen u. Inseraten-Annahme ____,____-__ m- m m... ac._____ tn je�t___ c____«t an.._.�...rsiC_ Ot �...—-— v T»(1)« f, Tt""W r/" r f« R TT f 6vf Seilm. Sinfctufirate S, Sobtn. D«». •ßcBtram: Sdcifit.lTC, amÄoppenplatz.v l?!otbtn J2135, Naumann,©tünftt. 21(Äuäflabe: Änt- straft« 25). Setolmo 1371. SB»., LCronanstr. 2. Sllerkur 283. Westen: Stefllifter etr. 37. Ckcke Magl>«k»irger Strafte. »Süden: Baerwaldstr. 47. a. d. Gnnienaustrafte. I' 6 Boerwold 6918. -Priuzenftr. 63, Bade», jjonnnroift 4438 "Osten: Markusstr. SO. E 4 Allxonder S735. •„ Petersburg«! Platz 4. E 4 Alexander 9784. "Südoftea: Lousitzer Platz 14/1». F 1 Montzplatz 894. "Nordosten: Inunanuelkirchstr. 24. E 4 Alexander 9736, Carmen-Svlva-Str. 57. Gill mann. "MoabU: Wildelmöhavener Str. 48. C 5 Hansa 4095. Huttenstr 67 bei Pttterltn«. "Wedding: Müllcrftr.S4,E t tz n e r. Köpeniiker Str. 119. Halens«. Grunewald, Eichlamp: Frau R o a ck, Kiosk Henriettenplatz. Privatwohuung: Katharwmistr. t. Heinertdorf: Schulz. Hildestr. LS. Henuigtdors: Frau R u d a t, Rathenausir. 8. Hermsdorst Gustav Schlev. Molttestr. 11. Hohenneoeudorf: Frau R« u e u d o r f, Berliner Str. 28. Hoheuschönhaulen: Frau S' h r. Orankestr. 19, Hof Part. Hoppegart«»: Rausch. Hoppegorten-Birtenftein. Par- zelle Rr 119 Johannisthal: Lebmonn. Kaiser-Wilhelm�tr. 6. Karlshorst: Bernd». Kiosk. Bahnhossplatz. KanlSdorl: P o g t. Brcdereckstr. 19. K«iiix!w»ft«rhaii!eu: E. M e v e r Potsdamer Str. 9. Köpenick, Hirschgarteu, Mahlsdors-Tüd: Schlag, Ko- penick. Kietzer Str. 6 �Ladend "Lichtender, I: Lichtenberg. Wartender gstr. 1. E L Achten- berg ,536. "Lichtenberg II. Rummeloburg. Strolon: Bozhagener Strafte 62. E 8 Andreas ,33. "Lichterselde-Oft. Lanlwitz: A. Wenzel. Lankwitz. Zietcnstr. 12. Tel.: Lichterselde G. III 2�03. Lichterselde-West: Höhn, Zehlendorf. Teltower Str.». Telephon: Zehlcndorf 1823. Lichtenrade: Frau Lenz. Bahnhosslr. 20. Riahlodors: Wilhelnt Kurz, Hönower Skr. 177. Mariendors: Frau S e i p. Chauffeeftr. 29. Marieafelde: Greulich, Berliner Str. 143. Rar, ahn: Siedlung der Kinderreichen.«Imper- lein. Landsberger Chaussee 39«. Block I, Wohnung i. Renenhagen: Wen zk«. Ziegel str. 71. "Reukölln I: Lleckarftr. 2. T- Neukölln 5707. »Reutölln II: Siegfricdstr. 28.29. E 2 Renkölln 570«. Reukölln III: W i n l l e r. Hobrechtstr. 40. v. 1 Tr. "Rculölln-Vritz: Mittag. Britz. Chanfleestr. 82.? 2 Neukölln 2550. R-uschulzendorf: Franz Knhl. Grnftstr. 54. RieberschSueweide: FriedrtchStankewitz, Spree- if Frau Goldbach. Schlaft' strafte 4. r>. 3 Tr. Nieeerichönhanfen.Ost: alle« 45, v. 3 Tr. Rowawes: Eifendahnstr. 10. Oranienburg- Hetur. Leonhardt. Dtralfunder Strafte 6. ObrrschLneweibe: Robert Paul. Ailhelniikwnhof. strafte 44».? 3 Oberlpree 0Ä1. Pankow: R i ft m a» n. Miihlenstr. 70 Pankow 2452. Potsdam: Gebr Schubert, Junkerstr. 2«. Rahnsdorf: Urbauiak, Rahnsdorf Mühl«, Hohen- zollernftr. 136. Reinickendorf-Ost: Wahl«, Provtnzftratz« b«. Ge- öffnet 2—6. Reinickendorf-West: Bendt. Schornweberfir. 114, Bolkshaus. Reinickendorf 3621. Rosenthas: Max D e h m e t. Schillerstr. 13. Rudow: Ot»» Kaiser Waltersdorfer Chausfee. Sab«»«. Kaulsdors-Süd: Henschke, Kaulsdorf-Sü», Zialdstraft« SS. "Schmargendorf I:?! e h a b, Brei!« Str. 3. n 1 Pfolj« bürg 3541. Schönblick: Neuen dors, Schönblick. "Zchöneberg: Belziger Str 27. G 1 Stephon 7409. Senzig: Friedewald, Chaufseestr. 54. Slemensftabt: Eteniel, Brunncnstr. 6, v. 1 Tr. Steglitz: First, Schaden nite 2. Slldend«: Ludwig. Halsk-str. 86. � leget. Tegelort: S p i e ft. Tegel, Schlieperftr. 52. f Teltow: Höfel, Ritterstr. 29.. V Tempelhof: Harsdorf, Werderstr. 51 v. Part.>. R-uiempelhof: Rindfleisch, Fidicinstr. 35. v. Ptr, Trebbin: Göring, Parkstr. 22. "Treptow: Meckelburg. Graetzstr. 50. E 1 Mpl. 8046; Waidmannslnst: R o h d e, Oraniendamm 10. W-nnIe«: Wolter Glienicker Str. 29' «eitzeniee: Reinkuecht. Siölckestr. 175. v. T Tr. Weiftensee 978. Wildau. Hoherlehme: R ud. Lettow, Hoherlehme, Friedrich-Ebert-Str. 66. Wilmersdorf U Louenburger Str. 25, Lab«». Rhein- ga» 9054. Wilmersdorf O: Friedrich Bauer. Poulsborner Strafte 22. 1. Stfl. IV. Wilhelmthage«. Heffenwinlel: Schulze, Wilhelm?- Hägen. Wilheunstr. Sl. Wittenau: Zibell, Hauptstr.«5. «oltersborf: Frau««pl«r. Jangschleus'anstr. 2». »ZehleUdorf. Schlochtense«. Rik-Iasfee: Höhn Zehleu« börf. Teltower Str. 3. S 4 Zehlendorf 1853. Zernsdorf, Riederlehm«: Otto Liefegang, Zernsdorf, Breit« Str. 105. Zeuthen. Miersdorf: W>. Bebling, Bohnstr. 2. Zassen: Witt. Baruther Str. 12. Sämtlich« Literatur sowie all« wiflenschaftlichen Werk» werden geliefert. Sonntag» find die Geschäftsstelle» geschloisen. Die«tt«wem" versehenen Zlusgabestellen find- nachmittag« von 2—« Uhr unter der angegebenen Rnnm Mg«elqchouqch M«reiche». Frieden, GIQek und Erholung bietet es Euch. Jedem ist es möglich, das Heim gemQtlich einzurichten, wohnlich und schön, denn es kommt nichtso sehr auf den Geldbeutel an, sondern auf den guten Geschmack und die geschickte Zusammenstellung— und gerade hierin sind die Berliner Frauen schon seit jeher tüchtig, kunstsinnig und praktisch gewesen. Beachten Sie die Schaufenster und Innendekorationen dermrt dem Motto: „Zuerst Dein Heim" gekennzeichneten Geschäfte während der Zeit vom 9.— 13. März! In einer neuartigen interessanten Verkaufsveranstaltung zeigt der Berliner Einzelhandel als Freund und Berater den Berliner Hausfrauen, wie man sein Heim schöner und besser ausstatten kannl Besichtigen Sie unbedingt die Berliner Schaufenster, die jedem Wertvolles zeigen werden, VOM 9. BIS 13. MÄR Z. j£uetst fJbcitijffeintf Gibt es etwas Schöneres als ein gepflegtes Zuhause, eine Häuslichkeit, in der Sic und die Ihren sich wohlfühlen? Freude am eigenen Herd läß| Alltagssorgen vergessen, schafft Glück und Zufriedenheit! Und der Hausfrau besondere Freude: die schön geschichtete Wäsche im Schrank, der weißgedeckte Tisch, die schimmernden Stores- sind sie es nicht, die erst allem Behaglichkeit und Wohnlichkeit verleihen? Das lerne Geheimnis all dieses Schönen und Frohen aber ist und bleibt der treue häusliche Helfer„Pcrsil"— MM der gute Hausgeist SchQlxl Euch a*a«n Grippe und Ansteckunf ssefahr «Sinnlich« 8«6tn«mtUtl mtrhen in den Haushaltungen-dgekocht, Brot,«!n«» der«ichliasten Nnlnunsstnittel, Ist davon auegeschl chen usw. So gehl adgesasch« ______...___..... JS'W««. C nach der Herstellung durch piele Heinde und lieg! in den Berlauf»st,lln> meist im- geschaht, denor„ an den Perdraucher gelangt. Diese» ist bei dem maschinell »NgUmlch eingepackten Wttttev-Nvot picht dee Fall. Auster unseren»tel-n»«»arten empsehlen»i» unser gang vorzllglich Landbrot 0«rNn N.»»IsxEtrnsssZ-S. «rstgt»«» in M. 6000 Verkauhstellen. Auf Wunsch werden Verkaufsstellen nachgewiesen. Ü KLEINE ANZEIGENlg Jedes Wort 12 PI. Das fettgedruckte Wort 25 Pf.(zu- lässig zwei leltgedruckle Worte). ätellengesuchc das erste Wort(lett) tS Pf., Jedes weitere Wort I0PI. Worte Ober 15 Buchstaben zählen doppelt. Anzeigen, welche für die nächste Nummer bestimmt sind, müssen blsd'/jUhrnacnmlttags In der Haupt- expedltlan des Vorwärts, Berlin SW, Lindenstnße 3, abgegeben werden. Dieselbe ist von morgens 8'/, Uhr bis nehm, ällhr ununterbrochen reüftnei Verkäufe Wrbsrblertrppich«. Wrdsehlerteppich 2X3 18�0 Mark. Websrhserieppich 2 X 3 39,— Mark, Wedsehlerteppich 2H X 3H 34,— Mark, Webfehlerteppich 3 X 4 55,— Mark. isadrik.Tcppich-Brrkaus Aderbach, isried» richstraste IS3. Ecke Bchrenstraste, Ein» gang Große Passage. Ausgang 33 l.> Btkieiäui,li53iucsM■ 585,—, Herrenzimmer 445,—,»llche» 80,—, Ankleideschränke 85,—. Langjährige Garantie. Bei Bar- Zahlung Nadattl' Unterricht »bitnriam. Einjähriges, Tag«»Nassen, Adendkurse. 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Persönliche Vorstellung mit selbslgesdinebenem Lebensaut und letztem Schulzeugnis Ifigllch von 10 bis 1 Uhr Personallcitung Berlin SO. 16, Schmidstra�e 24/25 .«U Die Arbeit der Bezirksparlamente. (Straßenumbau-(Sterbende Vorgärten 6. Bezirk— Kreuzberg. Seit Über Jahresfrist schweben die Verhandlungen zwischen der zentralen Tiefbouverwaltung und dem Bezirksbauomt über die künftig« Gestaltung der Dorck» und Gneifenau- st ra 6«. Der Verkehrsbedeutung dieses Straßenzuges entsprechend, ver- kangte die Zentrale, daß der Gleiskörper der Straßenbahn in die Mitte der Straße gelegt und außerdem eine Verbreiterung der beiderseitigen Fahrdämm« von 8 auf 11 Meter vorgesehen werden solle. Da dieses Projekt den Fortfall der schönen Mittel- promenad« mit einschloß, lehnten die Vezirkskörperschaften im vergangenen Jahre ab. Jetzt ist nun nach langen Verhandlungen eine Lösung zustande gekommen, die unserer Fraktion die Zu- stinstnung ermöglichte. In der Mitte des Straßenzuges liegt ein 6,2 Meter breiter von Hecken eingefaßter Gleiskörper, der aus beiden Seiten durch je 8 Meter breite Promenaden und.Grün- streifen abgeschlossen wird. Hieran anschließend aus der Nord- und Südseite die beiden Fahrdämm« mit je 11 Meter Breite, dann zwei je 2 Meter breite Radsahrwege und die Bürgersteige von je 3,4 Meter Breite. Für den in Fortsall kommenden Kinderspielplatz Gneise na ustraße wird voraussichtlich dls Ersatz der Marheinekeplatz in Frage kommen. Voraussetzung für die Aus- sührung dieses Gesamtplans ist die Beseitigung der Vor- gärten m den beiden Straßen. In unserer Fraktion sowie bei der KPD. herrschte Einmütigkeit darüber, daß dieses Projekt den Anforderungen der Verkehrssicherheit sowie dem Bedürfnis nach Grünflächen Rechnung trägt. So wurde die Vorlage dann mit den Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten gegen all« bürgerlichen Parteien angenommen.— Einmütig zugestimmt wurde einer Vorlage, welche aus Vorbehaltsmitteln«ine Ver- mehnrng des Mobiliars in den fünf Jugendheimen des Bezirks vorsieht. Eine glänzende Abfuhr erhielten die Kommunisten in der Lezirksversammlung des Verwaltungsbezirks Kreuzberg am 27. Februar. Der Bürgermeister de« Bezirks. Genosse Dr. Herz, und der Vorsteher der Bezirksversannnlung, Genosse Gerber, hatten die Absicht, einen„zwanglosen Abend" zu veranstalten, an dem die Mitglieder der Bezirks- Versammlung, die Vertreter des Bezirksamts und die oerantwort- .lichen Verwältungsbeamten teilnehmen sollten. Die Veranstaltung die dem Zweck der gegenseitigen Fühlung nahm« dienen sollt«, fand nicht statt, weil bei den Fraktionen keine einheitliche Stellungnahnve zu erzielen war. Die Boraussetzung für die Veranstaltung war daher nicht gegeben. Obwohl keine Veranstaltung stattgefunden Hot, stellten die Kommunisten den Antrag, daß das Bezirksamt sowie der Vorsitzende der Bezirksversannnlung angewiesen werden, keiner- lei Mittel für derartige Zwecke zur Verfügung zu stellen. Die Redner der Kommuni st«n griffen das Bezirksamt an und behaupteten, daß sie grundsätzlich gegen solche Ver- an staltungen wären. Der Kommunist Iaedickc tat sich hierbei besonders hervor. Unter allgemeiner Heiterkeit und den entsetzten, immer länger werdenden Gesichtern der Kominunisten, wurde vom Bürgermeister Dr. Herz folgende, von dem Vüreauvorsteher der Bezirksversammlung anläßlich eines„zwanglosen Abend»" im vorigen Jahre zu Protokoll gegebene Erklärung verlesen: ,Lu dem von den Bezirkstörperschasten am 14. Januar 1928 veranstalteten ..Berliner Abend" hatten von der kommunistischen Fraktion ihr« Beteiligung zugesagt der Stadwerordnct« I a e d i ck e, der Bezirks- verordnete Krujchk« uick» zwei weiter« Mitglieder der kommunistischen Fraktion: waren aber, nicht erschienen!" Die KPD. hielt an demselben Tag««ine Fraktionssitzung ab. Um �9 Uhr abend» rief mich der Bezirtsverordnete Kruschk« an und «rsuchte mich, den Herrn Bürgermeister an den Apparat zu bitten. Auf meinen Hinweis, daß dies im Augenblick nicht angebracht sei, beauftragte er mich, dem Herrn Bürgcnneister mitzuteilen, daß die auf die KPD. entfallenden Speisen und Ge- tränk« nach der Portierloge gesandt werden möchten. Der Wunsch der KPD. wurde dem Herrn Bürger- meister, wie dem Herrn Vorsteher der Bezirtsversammlung mit- geteilt. Eine Uebersendung von Speisen und Getränken erfolgt« jedoch nicht."— Der Kommunist Kruschke hatte sich bei der Debatte am vergangenen Mittwoch sofort zum Wort gemeldet, um in der üblichen Weis« die Sozialdemokratie zu beschimpfen. Als der Bürgermeister die Ertlarung verlesen hatte, ließ er sich schleunigst aus der Rednerliste streichen. An seiner Stelle sprach der kom- munistische Stndtverordnete Iaedicke. Er entschuldigte das Der- langen der Kommunisten damit, daß sie die Brötchen den Arbeitern in den von der KPD. veranstalteten Versammlungen zeigen wollten. Er erntet« schallendes Gelächter der Versammlung, wie der Tribünenbesucher. Und seine Fraktionvgenossen hatten tod- ernste Gesichter. Dies« faule Ausrede ist«in würdiger Gegensatz zu den täglich gegen die Sozialdemokratie in der„Roten Fahne" er- hobenen Angriff« S>« wird den sozialdemokralischen Arbeitern für die Auseinandersetzung mit den Kommunisten ein willkommenes Argument sein._ Kommunistische Runöreifeantrage. 3 Bezirk— Wedo ng. In der außerordentlichen Bezirksverorb neien. Versammlung, zu der die Kominunisten, mehrer« ihrer de- kannten Rundreifeanträge eingebracht hatten, geißelten unfere Ge- vollen in gebührender Weifc die demagogische Art der KPD., die in den Deputationen keine positiv« Arbeit leiste. dafür aber tn der Bezirtsverordnetenoersanmrlung den Mund um so weiter aufmach«. Genosie U r i ch zeigt« ihnen bei der Besprechung des Antrags betr. Wohlfahrtserwerbslosen« Unterstützung, daß auf Veranlassung der SPD. im Rathaus bereits Beschlüsse gefaßt worden seien, die Erhöhung der Unterstützung für alle Erwerbslosen, sreie Fahrt zu den Stempelstellen und ein Programm für Arbeits» beschaffung in Berlin vorsehen. Gen. Blaschzik sührte bei der Besprechung des kommurastifchen Antrags auf Herabsetze der Pauschalsumme für die Benutzung der Schwimmhallen aus, da die Kommunisten wieder einmal zeigen, daß sie von der zu be hantelnden Materie kein« Ahnung haben. Würde der kommirniftifch« Antrag angenommen werden, so würden sich die Gebühren, die die Mitglieder der großen Schwimmvereine zu zahlen hätten, nicht ver- ringern, sondern erhöhen. Der von den Demokraten gestellte Antrag, das Bezirksamt möge dafür sorgen, daß der m der Sellerstraß« zer trümmerte Gasbehälter nicht wieder a stimmige Annahm«. Bürgermeister Teno! diese Angelegenheit mit beso H Eifer versolg«, daß aber außerdem beim' Bezirksamt eine besondere Abteilung einge- Bezirksamt würde, fand ein» id betonte, daß das richtet worden sei, deren Ausgabe darin bestehe, festzustellen, ob im Bezirk Betriebe bestünden, in denen explosible Stoffe lagern, und ob in diesen Betrieben die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen ge- troffen seien. Es gelte, Katastrophen wie die m der Schönleinftrahe u verhindern. Zü diesem Zwecke müsse man Verbindung mit den 'ewerkschasten suchen, um gemeinsam die erforderlichen F«st> stellungen zu machen. Ein'einstimmig angenommener Ant trag fordert, beim Magistrat dahin zu wirken, daß die veralteten und nicht mehr modernen technischen Verhältnissen entsprechenden Gas- behälier außer Betrieb gesetzt werben. Die neu zu bauenden Be- hälter, sofern nicht ein« andere technische Möglichkeit der Gas- belieferung vorgezogen wird(Ausbau des Rohrnetzes), müsien auf freien Plätzen in'unbewohnter Umgebung errichtet werben. Sollte " �' elieferung—-■ durch diese Umstellung die Gasbelieserung gefährdet werden, so sind bis dahin die Behälter so einzurichten, daß weitere Katastrophen ausgeschlossen sind. Darüber hinaus wird weiter beantragt, daß das Bezirksamt die Baupolizei und Gewerbeinspektion beauftragt, in ~'' es Bezirks, wo Explosivstoff« und Themitalien ver- den Betrieben des arbeitet und gelagert werden, festzustellen, ob alle Maßnahmen zur Sicherheit der Belegschaften und Bevölkerung getroffen sind, um Explosionen zu verhüten. positive Arbeit und Oemonstrationspolitit. 5. Bezirk— Friedrichshain. Auch die letzte Sitzung der Bezirtsversammlung Friedrichshain bewies wieder, aus welcher Seite das Plus der positiven Arbeit in der Kommune im Interesse her leidenden Bevölkerung zu finden ist. Roden Vorlagen zur Kenntnisnahme standen solche zur Beschlußfassung zur Aussprache. Diese hatten die Verbreiterung der Straße an der Schillingsdrücke, den Antauf von Grundstücken im Stralauer Viertel zum Bau einer Schule und die Anlag« von Kleinkinderspielplätzen aus demjätralauer, dem der in lnlage von Kleinkinderspielplätzen aus dem Stralauer, Helsingsorser und dem Rudolfplatz sowie aus der Promenade er Warschauer Straße und dem Gelände des Schulgartens an der Goßlerstraß« zum Inhalt und wurden einstimmig angenommen. Ein Antrag zum Bau einer Brücke über die Spree im tug« der Fruchtstraße fand gleichfalls Annahme. Dem Antrag mif nbringung von leuchtenden Hausnummern wurde nur von den Deutschnationalen widersprochen. Man merkte dort den Einfluß der Hausbesitzersreundlichkeit des wirtschaftsparteilichen Herrn Fuhr- mann. Einen Antrag der Kommunisten auf Erlaß der Hauszins- steuer für wirtschaftlich schwache Mieter m dem städtischen Gebäude Petersburger Platz 4 wollte unsere Fraktion in anderer Form aüs sämtliche städtischen Häuser erweitert wissen. Genosse P o h l i n g begründete dabei sehr wirkungsvoll den Grundsatz unserer Fraktion, daß eine Ermäßigung nur in großzügiger Weste auf alle Gebäude des städtischen Grundbesitzes ausgedehnt, Wert für die arbeitende Bevölkerung besitze. Der Grunderwerbsstock, dem Hauszinssteuer- anteil« zufließen, müsse für die Stundung von Mietsteilen im Be- dürftigkeitsfalle in Anspruch genommen werden. Der Antrag unserer Fraktion wurde mit 2S gegen 19 Stimmen(Rechte und Linke) an- genommen. Dann folgten wiederum Demonstrationsan« träge der Kommuni st en gegen„Belagerungszustand" in Berlin und �Konkordat. Die Kommunisten Deter und Oldenburg nutzten dabei wieder die Gelegenheit, gegen die ausbauende Tätigkeit umerer Partei zu hetzen. Beide Anträge wurden durch Mlehnung resp. Uebergang zur Tagesordnung erledigt, nachdem Genosse Büchner das zersetzende Streben der Antragsteller, das sich nur gegen die Sozialdemokratische Partei richtet, gründlich gekenn- zeichnet hatte._ llnersreuliches aus der Hebbelstraße. 2. Bezirk— Charlottenburg. Nach den beiden stürmstchen Versammlungen zu Beginn des Jahres eine friedliche Sitzung. Die Kommuni st en haben die Sprache verloren. Die Abreibung hat gewirkt. Die Bezirksversammlung genehmigte debattelos die Neuordnung der B e z! r k s st I f t u n g e n, die durch die Auswertung einiger Fonds notwendig geworden war. Ein Dringlichkeltsantrog unserer Fraktion ersuchte das Bezirksamt, baldigst die notwendigen Schritte zur Bildung von„Arbeitsgemeinjchasten für Gesund- he Its für sorge" mit den Trägern der Sozialversicherung zu unternehmen Genofse Josse begründet« unseren Vorstoß: die Richtlinien, die am 1. April In Kraft treten, drängen aus«Ine Klärung des Verhältnisses zwischen Kommune und Sozial- versicherunz. Hexr Prof. Oettinger war nicht ganz im Bilde» er glaubte, es handle sich erst um«inen Entwurf. Die Fachleute der Rechten wollten erst dagegen stimmen, wagten es dann aber doch nicht. Di« Richtlinien sehen ja ausdrücklich vor, daß mit vor, handenen Organisationen gearbeitet werken soll und nicht etwa uimütz nebeneinander gewurstelt wird. Seit Jahren versucht der Magistrat, eine Verständigung mit der Sozialversicherung zu finden, bisher vergeblich. Die Krankenkassen und die städti« schen Organisationen müssen endlich den Weg gemeinsamer Arbeit am gleichen Ziele der Volte- aesundung sindenc Bürgermeister Augustin begrüßte die Anregung: die Materie wird vor den vereinigten Ges»mdh«its- und Wohstahrtsdeputationen weiter verhandelt werden.— Die Anfrage der SPD. hinsichtlich der Verhältnisse in der Hebbel« straß«, wo erneute Bodensenkungen das Schicksal einiger Häuser bedrohen, wurde vertagt: der Bürgermeister er« klärte, die technischen Untersuchungen seien noch nicht zum Abschluß gekommen.— Wenn auch nach unseren Informationen«ine augenblickliche Gefährdung der Bewohner nicht anzuerkennen i st, so ist doch die Regelung des gesamten Bau, komplexes zwischen Hebbelstrahe und Fritschestrahe 17 für die Zu- großer Tragweite. Sollen aus öffentlichen kunft von Mitteln hier Hunderttausende in die Erde ge st eckt werden, damit gewisse Hausbesitzer guta Geschäfte machen? In letzter Zeit haben hier manche Häuser dreimal hintereinander den Besitzer gewechselt, man spekuliert auf ' cht sich dann geschickt der Hauszins- entsprechend den Alstwendungen— die öffentliche Hilfe. Man entziel steuer, da die Altwohnungen s ch i e d e n e r Häuser heranzugehen, man schüfe ein« gut« "irtnerische Anlage und baute an anderer Stelle auf besseren ' en neu. Oer Kommunist für freie Wohlfahrt. �3. Bezirk— Tempelhof. In der letzten Dezirksoersammlung zeigte der Zuhörerraum das Bild, das der aufmerksame Leser der Berichte in der„Stadt- Beilage" aus den verschiedensten Bezirken schon kennt. Die Bänke sind befetzt mit kommunistischen Jünglingen, die auf das Zeichen ihrer„zielbewußten" Führer warten, um durch blöden Radau ihre. politische Ungezogenheit zu dokumentieren. Der sozialdemokratische Antrag wegen„Uebervorteilung der Stadt beim Neubau der Feldschule" wurde dem Haushaltsausschuß überwiesen. Der Antrag derselben Fraktion, den Schulbeginn für die Grundschule auf 9 Uhr fest« zusetzen, wurde gegen die Stimmen der Bürgerlichen angenommen. Um eine bessere Verbindung nach dem Westen zu schassen, forderte Genosse Hill« den Ausbau der Kasierin-Augusta-Slraße bis zur Avnonstrahe. Bezüglich der Be r k e h r s s ch m er ze n des Be- zirks wurde einstimmig gesordert, in der Hauptverkehrszeit die Wogenfolg« zu verstärken, die Triebwagen stfts mit Anhänger fahren zu lasten, die Vorder« und Hlrrterperrons�sind des Personals wegen zu schüftcli, alle Wagen find zü heizen and eine Omnikus- - �-'"-Mir �______ H.__._______ jiJ"' Ömnibus« linte ist vom Halleschen' Tor nach Ätariendvrf �»rchzuführen. Als Notmaßnahme wird außerdem gegen die Stimmen der Bürgerlichen gesordert, daß zu den Hauploertehrszeiten Einleger der Linie 73 nach Mariendorf laufen. Auf die Anfrage, wann der Volkspark Mariendors fertig wird, gibt der Dezernent die wenig tröstliche Auskunft, daß die Anlagen in halbfertigem Zustand liegen bleiben müssen.— Run folgt« eine stürmische Debatte, verstärkt durch unqualisizierbare Zwischenrufe der Zuhörer, über die neuen Mietfestsetzungen der Wilmersdorser Heimstätten-Gesellschaft. Der kommunistische Dezernent de» Wohnungsamtes, Stadtrat Irrgang, gibt an, daß er un» schuldig sei, da das Wohnungsamt darauf keinen Einfluß habe, son» dern nur die Zentrale. Der Stadtverordnete Timm(Dnat.) be- stritt dem Redner die Höhe der Steigerungen. Im übrigen erhoffte er eine Besserung des Wohnungsmarttes nur durch ein« Betätigung der Privatwirtschaft. Er ließ sich auch nicht durch das Zahlenmaterial des Genossen Huhn über Pric>atneubauten über- zeugen. Stadtverordneter Genosie Binte hält es für abwegig, für die Senkung der Preise Mittel aus dem Zentrnletat zu fordern, schlägt aber vor, die Beratung zu vertagen und die Beschlüsie ab- zuwarten, die innerhalb 24 Stunden Im Berliner Rathause gefaßt würden, wo ja der gleichlautend« Antrag vorliegt. Uebrigens habe sich die SPD. schon seit Ansang November vorigen Jahres um die Mieter bemüht. Dieser sachliche Antrag war das Zeichen sür unglaubliche Beschimpfungen des Redners und weiterhin des Vorsitzenden, der sich vergeblich bemühte, die Rul>e wiederherzustellen. Die Kommunisten bestehen, sagte er, aus Ab- stimmung. Dabei entschlüpfte dem Redner das Bekenntnis: „Stimmt doch dagegen, dann zeigt Ihr euer wahres Gesicht! Stimmt ihr dafür, meint ihr es ja doch nicht ehrlich!"— Ra also.— Die Vertagung wurde beschlossen. Genosse Hille begründet« darauf den Antrag, umgehend q e- nügende Speise- und Wärmehallen sür Bedürftige bereitzustellen. Stadtrat I r r g a n g(KPD.) gab in seiner Ant- wort bekannt, daß es nur dem Guttemplerorden zu danken sei, wenn in allen Ortsteilen genügend Räume vor- Händen sind! War es nur eine llein« Vergeßlichkeit des Stadtrats Irrgang oder war es ihm peinlich, seinen Zuhörern zu gestehen, daß das Jugendamt ihm schon beim Einsetzen der Notlage einen Raum In der 7. Schule anbot? Er hätte ja dann allerdings auch sagen müssen, daß seine selbstbewußte Antwort damals lautete: „Die vorhandenen Räume reichen aus!" Eine leise Kritik beanlivortet« er mit einem ordinären Schimpfwort. Der Antrag der KPD. wegen der Krisenfllrsorge rief ihren Dauerredner auf den Plan. Obwohl die Annahme des Antrages von vornherein sicher war. sprach dieser Demosthenes 30 Minuten. Da er anscheinend auf praktische Arbeit im Kommunalleben ver- fldewIM man nur»ern Na»wei» SM D»»itch«n MuINkrv»rdand«-.. S-tlln.«am- Mandant«»»! 63 fi« Döntiofi 3277—781 ••lÄlätttj«»*—6 Sonntag, 10— J Uhr. tut Wnnlch• Sertrftetdftnd) ENViR BEY0PiENT5 GUTSCHEINE liegen allen. Packungen bei! if ZIGARETTE �pchtet ttfccr nicht? davan versteht, erging er sich tn wirren Au?» führunpen über hohe Politik, seinen begeisterten Freunden(chmarf- hast gemacht durch, wüste Schmähungen der Sozialdemokratie. -1720 neue Wohnungen in Oberfchoneweide. Vezirk— Treptow. On der letzten Sitzung der Bezirksoersamnüung verlos der Vor- steher ein Schreiben des Arbeitsamts, das Bezug nimmt auf«in« Behauptung eines kommunistischen Bezirksverordneten, daß vom Arbeitsamt' beinomputierte Wohlsahrtserwerbslose für schwere körperliche Arbeiten vermittelt werden. Nach dieser Mitteilung sind vom Arbeitsamt nie solche Arbeiter vermittelt worden. Trotz wieder» Holter Aussorderuna liatte der kommunistische Vertreter die Namen der angeblich Vermittelten nicht genannt. Auch in der Versaminlung erklärte er. dah er die Namen nicht nennen würde. Unter Zu- stimmung konnte der Gen. Stadtrat Zabel feststellen, daß die vermittelten Amputierten wohl nur in der Phan» tasie des Kommuni st en lebten.— In einer der letzten Sitzungen hatte unser« Fraktion den Antrag gestellt, den Straßenbol,».Bahnhof von der Elscnstraßc ig Treptow nach einer weniger belebten Gegend zu verlegen. Die Berliner Nerkehrs-Aktiengefellschoit teilt« mit, daß sie die Absicht habe, den Bahnhof im Jahre l930 zu verlegen. Auf einen Antrag unserer Fraktion bezüglich Abstellung der schlechten Po st verhält- Nisse im Ortsteil Treptow, teilt« die Postdircktion Berlin mit, daß den Wünschen der Be.strksveriamnilung nicht entsprochen würde. Der Bürgerverein in Treptow soll sich der Postdirektian gegenüber ausgelosten haben, daß die PostverhäUnisi« recht gut« wären. Di« Versammlung stimmte ferner dem Verkauf von Gelände in Ober- schöneweide zum Bau von Wohnungen zu. Unter Berücksichtigung früherer getätigter Verkäufe ist für den Ortsteil Oberschöneweide mit dem Bau von 1720 neuen Wohnungen zu rechnen. Di« Käufer des Geländes sind verpflichtet, vier Monate nach der Auf- koffung mit dem Bau zu beginnen. Maßnahmen gegen Hochwassergefahr. II. Nezirt— Lichtenberg. Auf ein« Anfrage der sozialdemokratischen Fraktion hin erklärt« Stadtrat Genosse Thurm, daß die üblen Gerüche der M i n e r a l- ö l w e r k« durch nicht erneuertes Kühlwasser verursacht seien. Im Einverständnis mit der Polizei sei llmbau der Anlage oder Einstellung des Betriebes gefordert. Dann gab Bürgermeister Geiwste Dr. Siggel Erläuterungen zu den Abstrichen beim Etat. Die Schulen an der Fischerstroße würden gebaut, auch das Alters- heim sei im Zentraletat entholten. Die Entbindungsanstalt wird IM) in Betrieb genommen. Die Krankenhanserweiterungen seien leider gestrichen. Er appellierte an die Stadtverordneten, die alles aufbieten sollten, um für Lichtenberg mehr zu erreichen. Selbst- verständlich machten die Kommunisten unsere Partei für die Streichungen verantwortlich. Pflasters und der Beleuchtung straße" betreffend. Ein Antrag der Sozialdemokraten, der vor- beugende Maßnahmen zur Verhütung von Vchäden beim Eintreten von Tauwetter fordert, wurde vom Genosten Reich begründet. Stadtrat Genoste Stimming antwortete, daß auch das Bezirksamt eine so lange Frostperiode nicht voraussehen konnte. Die notwendigen Geräte, Kotskörbe und Dampsapparate zum Auftauen der Leitungen müßten daher erst angeschafft werden. Am schwierigsten sei das Abfließen der Wassermasten von den Riesel- seldern, was leicht zu umfangreichen Ucberschwemmimgen an der Rosenfelder Straße ilfw. führen könne. Ebenso bedenklich sei es im Wuhlegebiet. Das Bezirksamt Hobe sich bereits mit dem Wehr- krefi»ki>m�ndo verstÄ�igr, mn im Rokfallc Pionierkommandos für Sprengungen zur Verfügung zu haben. Auch sonst seien_a LI e erdenklichen Maßnahmen getroffen.— Dami begründete Frau Roseukhol die. bekannten kommunistischen Anträge zur Not der Erwerbslosen. Die Tribüne wurde sehr lebhast. Schließlich mußt« der Vorsteher die Tribünen räumen lassen. man ist nur so alt, wie man aussieht. «leshalb benutze man„Exlepäng*. Gibt grauen Haaren die|ugend- farhe w eder. Färbt- naert und nach. Vollständig unschädlich. Seit 30 lahren Weltruf. Von lausenden Aerzten, Professoren usw. gebraucht und empfohlen. Preis M. 7,—. Für schwarze Haare„Extra stark M. 12,—. Erhältlich In Parfümerien, Friseurgesch., Drog. usw„ wo nicht, zu haben Parti) meriefabrik „Exlepäng"*, nur Berlin SO. 90, Muskauer Straße 9. Die„Heidekrauibahn..." ... und ihr mangelhafter Betrieb. Uns geht folgende Beschwerde zu: Seit etwa 28 Jahren stellt die Ni-derb arm wer Eisenbahn, die sogenannte ,„!)« i de k ra u tb a h n", die einzige Verkehrsmöglichkeit der an dieser Strecke gelegenen zahlreichen Ortschoiten mit der Großstadt Berlin dar. Der Betrieb der Bahn ist mit ganz geringen Veränderungen bis heute so geblieben, wie er vor 28 Iahren�war. Zuerst wurdcn der mangelhafte Zugverkehr und die hohen Fahr- preise als�vorübergehetde Erscheinungen angesehen, von denen man hoffte, daß sie bald eine Verbesserung erfahren würden. Roch und nach aber zeigte sich, daß diese Hoffnung eine trügerische war. Noch' immer fährt die Bahn auf eingleisiger Strecke. Abgesehen von den Zeiten, zu denen die werktätige Bevölkerung nach Berlin zur Arbeil und wieder zurückfährt, enthält der Fahrplan Zugpäusen von 2!� bis ÜVi Stunden. Die mangelhafte Zugfolge bringt es mit sich, daß die Arbeiter, die an dieser Strecke wohnen— und es sind ihrer Tausende, die tagsüber in Berlin ihrer Beschäftigiinz nachgehen, dort ihrer Gewcrkschast angehören—, es beim besten Willen nicht möglich machen können, abends on einer Gewerkschofts- Versammlung teilzunehmen oder von den in der Stadr sich bietenden Möglichkeiten der Fortbildung und Belehrung Gebrauch zu machen. Der letzte Zug verläßt den Bahnhof Reinickendorf- R o s c n t h o l 2 2 Uhr 23 Minuten!- Um diesen Zu� zu er- reichen, muß man aber schon um 22 Uhr 2 Minuten vom«tettinxr Bahnhof abfahren. Nur an zwei Abenden in der Woche und an den Sonntagabenden geht noch ein späterer Zug. Als kurz vor dem Kriege die Stadt Berlin das herrliche Gelände am Liepnitzfee mit Uetzdorf, Lonkc usw. erworben hatte, bestand die?lbsicht, die Bahn zu elektrifizieren. Der Krieg machte diese Pläne zunichte. Vor zwei Jahren stellte jedoch die Niedcrbarnimer Eisenbahndirektion erneut die Umwandlung ihres Betriebes in einen elektrischen in Aussicht, der bis 1930 erledigt sein sollte. Heute erklärt die Eisen- lxihndirektion sich dazu außerstande, angeblich weil das Unternehmen nicht genügend Ueberschüsse abwirft. Daß diese Verbesseningen dennoch möglich sind, wird bewiesen durch den Umstand, daß die Bahn chre«achwcrte aus 80 Proz. des Friedcnswertes aufgewertet hat und daß alle Neu- und Umbauten von Bahnhofsgebäuden an der Strecke aus den laufenden Einnahmen gedeckt wer- den. Daß sie bei der Errichtung neuer Bahnhofsgebäude durchaus nicht sparsam verfährt, beweist das vor kurzem in Wandlitzscc er- baute pompöse Bahnhofsgebäude mit Hotel, das ollein mehrere hunderttausend Mark gekostet hat. Damit soll anscheinend der Wochenendverkehr der besitzenden K(asten nach Wandlitzsee gefördert werden, denn für die arbettendc Bevölkerung sind die Fahrpreise, die auf der Bahn gefordert werden, viel zu hoch. Während der Frost- Periode liefen die Wagen ohne iheizung. Erkältungskrankheiten wurdcn hier in Reinkultur gezüchtet. Alle Beschwerden einzelner Personen und auch der Verkehrs- oerbäiBdo, die darauf hinausgehen, einen stündlichen Verkehr unter Bedingungen, die den heutigen Ansprüchen an Berliner Der- kehrsvcrhällnisse' entsprechen, herbeizusühren. schettern an dem un- überwindlichen Widerstand der Eisenbahndirektion. Zu den Aktionären dieses.sogenannten gemeinnützigen„Verkehrsuitternchinens" gehört nicht mir der Kreis Niederbarnini, sondern auch die�Etodt Berlin. Es erscheint geradezu unverständlich, daß Berlin für sich zwar eine bewundernswürdige großzügige Verkehrspolitik betreibt. sich aber hier mttschuldig macht an vorsintslutlichen Berhältnisten. Immer wieder: Oer Verkehr! Die Zustände in Lichtenberg. Ueber die Berkehrszuständc aus der Strecke Lichtenberg —Friedrichsfelde— Stadtbahn— Süd ring gehen uns folgende Klagen zu: Seit Eitifichrung des elektrischen Betriebes sind die'Zitstände eher schlechter als bester geworden, Die Dampf- züge hatten beMU- UiO Zt Wagcy. Sttzsilätze, wah'-� rend jetzt in den Hauptverkehrszeiten nur 6 elektrische Wagen mit etwa 310 Plätzen fahren. In den Zeiten des starken Verkehrs macht sich eine derartige Üeberfüllung der Wagen, selbst der H. Klasse, bemerkbar, dah es geradezu ein Staichal ist, was sich die Eisen- bahndirektion glaubt' einer Arbeitervorstadt bieten zu können. Der Zug 7.16 Uhr beispielsweise tomint bereits reichlich über- füllt von Konlsdorf an, so daß viele Fahrgäste zurück bleiben, um 10 Minuten später zu fahren. I» Fümerreihen hintereinander stehen die Fahrgäste ans dem Bahnsteig, da sich der Verkehr, der sich sonst über den ganzen Bahnsteig aus eine Strecke für 10 Wagen abspielte, jetzt, auf 6 Wagen zusammendrängt. So beginnt ein wilder Kamps um die paar«itzplätze, wobei die jungen, robirsten Kräfte Sieger bleiben- Für ewe Mere Person, knsbesorcher« ftdk Frau« tst unmöglich, einen Sitzplan zu erhallen. Bereits in Lichtenberg sind die Stehplätze überfiUll. In dar I l. Klasse ist es ebenso. Diejenigen Fohrgäste, die in Stralau-Rummelsburg nach der Ringbahn über- steigen wollen, hoben natürlich dos Bestreben, möglichst an der Tür stehen zu bleiben, weil sie sonst nicht herauskommen und ihren Zug versäumen. In Rummelsburg kommen aber noch mehr hinzu als aussteigen. Der Brustkorb wird den Fahrgästen fast etngodrückt und täglich kann man es erleben, daß jüngere Mädchen, Lehrlinge weinen, weil sie fast zerquetscht werden. Auf Bahnhof Warschauer Straße entspinnt sich der Kampf um das Verlassen des Wagens. Wer sich in das Innere des Wagens hat drängen� lassen, kommt nicht heraus, denn schon drängen neue~'"" v""*" passiert es, daß man bis zum in den Wogen und o-t estschen Bahnhos mitfahren muß. n automatisch schließenden Turen nach innen ziehen lese Zustände spielen sich ab. obwohl m Lichtenberg Tausende an den Diese �.......-. arbeitslos sind und die Stadtbahn nicht benutzen, was soll erst wer- den. wenn alles wieder in Arbeit ist? praktischer Verkehrsunterricht. Zraven und Kinder sind am wißbegierigsten. Die Ausstellung zur Verhütung von Verkehrsunfällen, die bei Wertheim, Leipziger Straß«,«röffnet wurde, zähll taglich Taufend« von Besuchern. Die Frauen, die unter den Warenhausbciuchern dominieren, sind ganz besonders wißbegierig und interessiert Sie wollen wissen, wie schwer ein« Verkehrsampel ist(130 Pfd.). wie sich der Fußgänger bei gelbem Licht zu verhalten hat und noch vieles andere. An Hand der Verkehrsampel und ihrer farbigen Lichtstrahlen wird eifrigst diskutiert. Zur besseren Orientierung über dies« Fragen hat die Ausstelllingslcttung die Bedeutung der Farbensignole in graphischen Darstellungen besonders anschaulich gemacht. Auch die große Berliner Unfallkarte der Verkehrspolizei, in der jeder Unfall durch eine kleine Nadel dargestellt ist, erweckt lebhaftes Interesse. Hier wird eingehend geprüft, ob der Unfall, der kürzlich in der Straße passierte, denn auch wirkilch in der Karte entHallen ist und wie die Unsalloerhälttnstc in der Umgebung des Wohnortes beschoffen sind. Ein Hauptanziehungspunkt ist das Verkehrs modelt von Rektor Grapentin. Bewunderung erregen die aus Konservenbüchsen hergestellten Reklamesäulen, die aus Streichholzschachteln gefertigten Straßenbahnwagen und Autotaxen und die anderen von Kindern gebastelten Berkehrsobjekte. Ueberhaupt erregen die Kinder- arbeiten aus dem sein«r.5such der entpmslogische» Adlrflimg-des Zo v I-o g l s ch e n Museum? unter Führung von Hciru Universitülsproseffor Dr.-Küntzen. Tresfpuntf: BanniliaqS 10 Uhr cm tLMuseumScingang Jnvalidcnslratzc 43. Mitglieder frei, fcüilc O/JO■SRarf.'>. » Grippe, Influenza a.a. Crhätlungshranhlieiten haben sich Togal. labltlfen hervorragend bewährt, jtn klnsangslladinni genommen, verschwinden die ltronkheitser. scheinungen sofort. Lt. not. Bellätignng sind innerhalb 6 Monaten mehr als 1500(hutachten allein aus Arjtehretfcn«ingegang., darunter v. namhaften Professoren u. aus ersten Kliniken n. Kranhenansl. überrasch. Erfolge! 5ca. gen Sie 3hren Arzt! Togal ist in allen ttpotheken erhältlich, preis M. 1.40 12.5 Lilh.. e.«t> Chinin, 7iJ Acid. accL uL ad 100 amyt. 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