Nr. 16. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mif., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächie Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags, geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Neue Politik. Sonntag, den 19. Januar 1896. und zur Herbeiführung einer gerechten, vernünftigen, das geistige und körperliche Wohlergehen aller Gesellschaftsglieder planmäßig fördernden Gesellschafts- Organisation. Aus der Anarchie des Kapitalismus drängen alle lebendigen Kräfte zur Ordnung des Sozialismus. Gestern feierte ein Werk der alten Politik, das heißt der Dynasten- und Diplomaten- Politik, das deutsche KaiserIn welch hohem Grade schon jetzt der Sozialismus das reich, fein 25 jähriges Jubiläum. Es stellt sich äußerlich Prinzip der Ordnung verkörpert gegenüber der kapitadar als die Erfüllung eines Volkswunsches; das ist aber liftischen Anarchie, die in den heutigen Staaten zu tage eitel Echein, der nur den oberflächlichen Beobachter tritt, das zeigt ein Blick auf die Ereignisse der letzten täuschen kann. Das Deutsche Reich wurde errichtet Wochen und auf die Haltung der internationalen Sozialvon denselben Parteien und zum theil von denselben Per- demokratie. sonen, die 1849 dem Versuch des deutschen Parlaments zur Gründung eines einigen Deutschland feindlich gegenüber standen, ihn mit den Waffen in der Hand bekämpften und Duzende der Vertreter des Reichsgedankens standrechtlich er schießen ließen. Wäre damals die nationale Einigung nicht verhindert worden, so hätten wir heute ein Deutsches Reich, das auch Deutsch- Desterreich umfaßte, und die Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 wären uns erspart geblieben. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Eine Thronrede verlas Kaiser Wilhelm II. bei der heutigen Feier des 25jährigen Erinnerungstages der Neubegründung des Deutschen Reiches. Sie lautet: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden deutscher Kaiser, König von Preußen u. f. w. thun fund und fügen hiermit zu wiffen: Nachdem fünfundzwanzig Jahre verflossen sind seit dem Tage, an welchem unseres in Gott ruhenden Herrn Großvaters Majestät der einmüthigen Aufforderung der deutschen Fürsten und Freien Städte und dem Wunsche der Nation entsprechend Zwischen den Staaten ein Streit nach dem anderen, ein die deutsche Kaiserwürde angenommen hat, haben wir beschlossen, Konflikt nach dem anderen, wildes Spektakuliren und Säbel- das Gedächtniß dieses denkwürdigen Ereignisses feierlich zu begeraffel- bis hart an die Grenze des Entscheids durch gehen, welches dem langen Sehnen des deutschen Volkes endliche das Schwert. Die orientalische Frage Bankapfel für die und glänzende Erfüllung brachte und dem wieder errichteten europäischen Großmächte, die Venezuela- Frage Bautapfel fulturellen Entwickelung inmitten der Völker des Erdreichs gebührt. Reiche die Stellung schuf, die ihm nach seiner Geschichte und zwischen England und den Vereinigten Staaten von Wir haben dazu die Bevollmächtigten unserer hohen VerNordamerika, die Transvaal- Flibusterei Zaufapfel zwischen bündeten und die Vertreter des Volkes sowie diejenigen Deutschland und England- welche babylonische Ver- Männer entboten, welche in jener großen Zeit an dem Werke Doch fort mit dem müßigen Wenn und Aber. Wir wirrung, welche Verhegung, welche Summe von wüften der Einigung der deutschen Stämme hervorragend mitgewirkt wollten nur feststellen, daß das Reich von 1849 Leidenschaften, die da entfesselt werden, welcher Aberwig! haben. und das Reich von 1871 himmelweit verschiedene Dinge Und das sind die Früchte der alten Politik, denn auch Umgeben von den Fahnen und Standarten ruhmreicher sind. Jenes war Werk des Volkes, dieses ist's nicht. das Deutsche Reich sein Bestehen verdankt. Regimenter, den Zeugen des Todesmuthes unserer Heere, die an Im Jahre 1849 hatte das deutsche Volt nicht die Kraft zu jenem Tage den ersten deutschen Kaiser grüßten, erinnern wir Mit diesem chaotischen, unwürdigen, barbarischen uns tief bewegten Herzens des erhebenden Bildes, welches das einer dauernden Neubildung, weil es an einem bestimmten Durcheinander vergleiche man das ruhige, überlegene in seinen Fürsten und seinen Völkern geeinte Vaterland den tlaren Programm fehlte. Das Bürgerthum, das in all harmonische Auftreten der internationalen Sozialdemo- Beitgenossen bot. gemein demokratischen Phantasien geschwelgt hatte, bekam fratie. Vor uns liegen amerikanische Parteiorgane, die sich In Rückblick auf die verflossenen fünfundzwanzig Jahre Angst, sobald es das Proletariat auftauchen sah seine über den Krakehl mit England, englische, die fich über den fühlen wir uns zunächst gedrungen, unserem demüthigen Danke Attionstraft wurde gelähmt; es schreckte vor den eigenen Krakehl mit Deutschland, französische, die sich über beide gegenüber der göttlichen Vorsehung Ausdruck zu geben, deren Jdealen zurück und wurde mehr und mehr reaktionär. Kratehle aussprechen- jedes Wort hätte auch von uns Segen sichtlich auf dem Reiche und seinen Gliedern geruht hat. Wie den deutschen Bauern im Jahre 1525, so mißlang geschrieben sein können. Das bei der Annahme der Kaiserwürde von unseres unver Absolute Einheit des Fühlens ben deutschen Bürgern in den Jahren 1848 und 1849 die und Denkens- dort wie hier die Verurtheilung des geßlichen Herrn Großvaters Majestät abgegebene und von seinen Nachfolgern an der Krone übernommene Gelöbniß, in deutscher nationale Einigung Deutschlands. Chauvinismus, die Betonung der internationalen Treue die Rechte des Reiches und seiner Glieder zu schützen, Solidarität, die Erkenntniß, daß der Weltfriede und die Frieden zu wahren, die Unabhängigkeit Deutschlands zu stüzen Verbrüderung der Völker zur Wirklichkeit erst werden und die Kraft des Volkes zu stärken, ist mit Gottes Hilfe bis tönnen, nachdem die Bastille des Kapitalismus gebrochen ist. dahin erfüllt. -O Und so war es den siegreichen Junkern und Fürsten möglich, die nationale Einigung" so zu vollziehen, wie es ihnen beliebte und wie sie im Deutschen Reiche zum Ausdruck gelangt ist. Und kein Zweifel: herrschte der Kapitalismus nicht, Von dem Bewußtsein getragen, daß es berufen sei, nie Ist dieses Reich das letzte Wort der Geschichte? Gerade der die Politik seinen Geschäftsinteressen dienstbar macht, mandem zu Liebe und niemandem zu Leide im Rathe der so wenig wie die anderen Staaten der heutigen Welt. Die Ge- der in der orientalischen Frage, in der Venezuela- Frage, das junge Reich sich ungestört dem Ausbau seiner inneren EinVölker seine Stimme zu gunsten des Friedens zu erheben, hat schichte fennt kein letztes Wort, teine Endgiltigkeit; und mit in der Transvaal- Frage kurz, in jeder politischen Frage richtungen überlassen können. recht ist der englische Staatsmann Lord John Russel, der nur eine Geldspekulation sieht, diese skandalösen Streitig feine Reformbill als Finality- Endgiltigkeit bezeichnete, feiten hätten nicht vorkommen und den Frieden der Welt als Finality John der Lächerlichkeit verfallen. Die Kultur- nicht bedrohen können. Staaten von heute ruhen allesammt auf dem Boden der Freilich, ein Gutes haben sie: die Gemeinschädlichkeit tapitalistischen Gesellschaft, die sich fortwährend verändert der heutigen Gesellschafts- und Staatszustände wird den und unzweifelhaft einer völligen Umgestaltung entgegen Massen immer deutlicher vor Augen gebracht und das geht. Die tapitalistische Weltordnung mit ihren Klassen Nahen des Zeitpunktes beschleunigt, wo der Sozialismus kämpfen, ihrer Klassenherrschaft, ihrer Unterdrückung und die herrschende Anarchie überwinden und die Blut- und Ausbeutung der arbeitenden Klassen, ihrem Militarismus, Eisenpolitik mit der neuen Politik des Friedens, der Freiihrer Massenverarmung und ihrer fortwährenden Un- heit und der Gerechtigkeit vertauschen wird. sicherheit ist gemeinschädlich geworden- Alles: die wirthschaftlichen Verhältnisse, die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen, ja der Selbsterhaltungstrieb der Menschen alles drängt zur Beseitigung solcher Zustände 1 Ein Sang von 1871. Der Dichter ist Prophet. Wenn er mit dem Volfe fühlt und dejfen Schmerzen belauscht, so hört er nicht allein den Pulsschlag seiner Zeit, sondern er stellt auch, gleich dem geschickten Arzt, die Prognose für die Zukunft. Er hört die Klagen der Armen und Enterbten, mag ihre Stimme erstickt sein unter eisernem Zwang oder unter dem Donner der Kanonen; er weiß, daß ihre Schmerzenslaute nachher nur um so gewaltiger die Welt durchzittern werden. Aber er sieht ebenfalls gleich dem Arzt das hippokratische Gesicht der herrschenden Gesellschaft, mag sie im rasenden Jubel den Tod auch noch so ferne wähnen. 1871. Das neue Reich stand aufgerichtet und alles schwamm in Wonne ob der gegenwärtigen und der kommenden Herrlichkeit. Auch seine Barden hatte das Reich gefunden. Die Geibel, Rittershaus und für Augenblicke sogar Freiligrath waren aus Volksfängern zu Anbetern der neuen Macht geworden und Dußende fleinerer Geister priesen die Thaten und Erfolge der Kriegswaffen. sal dua Den Siegestrunkenen" schleuderte Herwegh einige Worte ins Gesicht, deren bittere Wahrheit sich nur zu bald bestätigen sollte: Ach Einheit ist ein leerer Schall, Wenn sie nicht Einheit ist im Guten, Wenn ihr forinthisches Metall Uns mahnt an Krieg und Städtegluthen; Ach Einheit ist ein tönend Erz, Wenn sie nur, pochend auf Kanonen, Zu reden weiß an unser Herz Einheit des Rechte 3 ist fein Schild, Der uns bewahrt vor Unterdrückung, Nur wo als Recht das Rechte gilt, Wird sie zum Segen, zur Beglückung, Nur diese war's, die wir erstrebt, Die Einheit, die man auf den Namen Der Freiheit aus der Taufe hebt; Das arbeitende Bolt hatte nur einen Dichter behalten, der zwar in seiner Weise auch die Gegenwart besang, aber aus ihr Herwegh liebte sein Vaterland, für dessen Freiheit er einst die Zukunft prophezeite. Ob er recht geweissagt, mögen einige mit der Büchse in der Hand gestritten, wie nur ein Proben aus seinen Liedern lehren, die wir heute, nachdem das Mann Deutschland lieben konnte. Nicht Schadenfreude Reich 25 Jahre alt geworden, zum Gedächtniß auslesen wollen. und Lärmsucht drückte ihm den Griffel in die Hand, Herwegh fab das Junkerregiment, das unter Bismarck bald genug sondern Zorn und Trauer darüber, daß die Einigkeit von 1871 das Volk bedrücken sollte, heraneilen: Das Blut von Wörth, das Blut von Spiechern, Von Mars la Tour und Gravelott' Einheit und Freiheit sollt es sichern Einheit und Freiheit? Großer Gott! Ein Amboß unter Einem Hammer Geeinigt wird Alldeutschland steht, Dem Rausche folgt ein Ratzenjammer, Daß Euch die Augen übergehn! Es wird die Fuchtel mit der Knute Die heilige Allianz erneun, Europa fann am Uebermuthe defen Siegreicher Junter sich erfreun!! eine ganz andere war, als die, die im Jahre 1848 vom Volke erkämpft werden sollte. Es warnt Germania: Nach vierundzwanzig Schlachten liegt Der Feind am Boden, überwunden; Bis in die Stadt voll Blut und Wunden Die teinen Retterarm gefunden Brichst Du Dir Bahn Du hast gesiegt! Germania, mir graut vor Dir! Mir graut vor Dir, ich glaube fast, Daß Du, in argen Wahn versunken, Mit falscher Größe fuchst zu prunken Und daß Du Das Menschenrecht vergessen haft. died I In freudiger Begeisterung über die heiß ersehnte und schwer errungene Einheit und Machtstellung, in festem Bertrauen auf die Führung des großen Kaisers und auf den Rath bewährter Staatsmänner, insonderheit seines Kanzlers des Fürsten von Bismarck, stellten sich die werkthätigen Kräfte der Nation rückhaltlos in den Dienst der gemeinsamen Arbeit. Verständnißvoll und opferbereit bethätigte das Reich seinen Billen, das Erworbene festzuhalten und zu sichern, die Schäden des wirthschaftlichen Lebens zu heilen und bahnbrechend den Weg zur Förderung der Zufriedenheit der verschiedenen Klassen der Bevölkerung vorzuzeichnen. Was in dieser Beziehung geschehen und geschaffen ist, dessen wollen wir uns freuen. Neben der Ausbildung unserer Wehrkraft, welche zum Schuße der Unabhängigkeit des Vaterlandes anf der Höhe der LeistungsDu sahst, wie Frankreich fiel Durch einen Bäsar, sahst die Sühne Vollzogen auf der Schreckensbühne Deutschland, gedeihe, wachse, grüne Geläutert durch dies Trauerspiel! Neber die Milliardengröße, die die Gründerzeit einleitete, ipottete der Dichter: Seid umschlungen Milliarden!" Hör ich mit Begeisterung Singen unsere Einheitsbarden! Welche Federn, welcher Schwung. Sah man jemals solche Beute Wir sind groß ich leugn' es nicht. Thöricht zwar ins Herz geschlossen Hatt ich einst ein Jdeal, Das zerfezt nun und zerschossen Liegt im preußischen Spital. 290 Doch was fümmern uns die Wunden, Die der Ruhm der Freiheit schlug, Mag sie wie sie kann gesunden: Wir sind groß das ist genug! So fang ein Boltsdichter nach dem Kriege. Manches scharfe Wort fanden wir in feinen Verkündigungen. Wie wahr er aber gesprochen, das empfinden heute, nach 25 Jahren Millionen in unserem Vaterlande, die wahrlich nicht zu den schlechtesten seiner Bürger zählen. Und Aufgabe dieser Millionen ist es, dahin zu wirken, daß die Freiheit trotz alledem und alledem gesunde", und daß dereinst in ihrem Sonnenglanze unser Deutschland wahrhaft gedeihe, machse, grüne! ähigkeit zu erhalten unsere faiserliche Pflicht ist, haben dieser Gnadenerweisung ausgeschlossen, sofern zugleich auf stande erinnern. Thun sie es nicht, dann seien tu Gesetzgebung und Verwaltung in deutschen Landen die Wohl- Ueberweisung an die Landespolizeibehörde erkannt ist. 25 Jahren die deutschen Throne und Thrönchen fahrt auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens und der Ist in einer Entscheidung die Verurtheilung wegen mehrerer so ziemlich erledigt." wirthschaftlichen Thätigkeit zu pflegen sich angelegen sein lassen. Diese lettere freiherrliche Prophezeiung gewinnt durch Freie Bahn für die Entfaltung der geistigen und materiellen strafbarer Handlungen ausgesprochen, so greift diese Gnaden- die jüngsten Vorkommnisse ein besonderes Interesse. Kräfte der Nation, Hebung des durch diese Entfaltung bedingten erweisung nur Play, sofern die Strafe insgesammt das oben Wohlstandes, Herstellung einheitlichen Rechts, Sicherung un- bezeichnete Maß nicht übersteigt". parteiischer, achtunggebietender Rechtspflege und Erziehung der Jugend zur Gottesfurcht und Treue gegen das Vaterland, das find die Ziele, welche das Reich unablässig erstrebt hat. Ferner hat der Kaiser und König einer größeren Anzahl von Personen, welche wegen Majestätsbeleidigung So werthvoll aber die bisher erreichten Erfolge auch sein oder Beleidigung eines Mitgliedes des mögen, nicht müde werden wollen wir bei der Fortsetzung des töniglichen Hauses rechtsträftig verurtheilt uns vorgezeichneten Weges. Der weitere Ausbau der Reichseinrichtungen, die Festigung des Bandes, welches die deutschen sind, die ihnen auferlegten Strafen, soweit dieselben noch nicht Stämme umschlingt, die nothwendige Abwehr der mancherlei vollstreckt sind, und die noch rückständigen Kosten in Gnaden Gefahren, denen wir ausgesetzt sind, erfordert neben den erlassen." Ansprüchen einer schnell voranschreitenden Entwickelung aller Zweige menschlicher Thätigkeit dauernd unsere rastlose und hingebende Arbeit. = Wie wir selbst von neuem geloben, dem Vorbilde unseres in Gott ruhenden Herrn Großvaters in treuer Pflichterfüllung nachzueifern, so richten wir an alle Glieder des Volkes unfere faiserliche Aufforderung, unter Hintanfeßung trennender Partei Intereffen mit uns und unseren hohen Verbündeten die Wohlfahrt des Reiches im Auge zu behalten, mit deutscher Treue sich in den Dienst des Ganzen zu stellen, um so in gemeinsamer Arbeit die Größe und das Glück des geliebten Vaterlandes zu fördern. Geschieht dies, so wird, das hoffen wir zuversichtlich, auch ferner der Segen des Himmels uns nicht fehlen, dann werden wir, wie in jener großen Zeit, geeint und fest allen Angriffen auf unsere Unabhängigkeit begegnen und ungestört der Pflege unferer eigenen Interessen uns hingeben fönnen. Das Deutsche Reich aber wird, weit entfernt davon, eine Gefahr für andere Staaten zu sein, begleitet von der Achtung und dem Vertrauen der Völker, nach wie vor eine starke Stüße des Friedens bleiben. Daß dem so sei, das walte Gott! Gegeben Berlin im Schloß, den 18. Januar 1896. ( L. S.) Wilhelm. Fürst zu Hohenlohe. Nach Verlesung dieser Botschaft ergiff der Kaiser die Fahne des ersten Garde- Regiments, senkte dieselbe vor der Versammlung und sprach: * Angesichts dieses ehrwürdigen Feldzeichens, welches eine fast zweihundertjährige ruhmbedeckte Geschichte bezeugt, er neuere ich das Gelübde: Für des Volkes und des Landes Ehre einzustehen, sowohl nach Innen als nach Außen: Ein Reich, Ein Bolt, Ein Gott! * " Wer diese begnadigten Majestätsbeleidiger sind, ist bisher noch nicht bekannt geworden. " Politische Mebersicht. Berlin, 18. Januar. Herr Stöcker am Scheidewege. Lange genug hat der wackere Hofprediger a. D. es verstanden, sich um eine flare Stellungnahme für oder wider die Christlich- Sozialen herumzudrücken. Jetzt drängen seine konservativen Freunde versucht, sich allen weiteren unangenehmen Fragen über zur Entscheidung. Herr Stöcker hatte vor einiger Zeit es seine christlich- soziale Politik dadurch zu entziehen, daß er erklärte, keinen Einfluß auf die Zeitung Das Volt" zu haben. Das genügte den konservativen Führern indeß nicht. Der Elfer Ausschuß der konservativen Partei ist zu einer Berathung über die Stöcker- Frage zusammengetreten. Die Ronservative Rorrespondenz" bringt darüber folgende Mittheilungen: " In der am 16. Januar flattgehabten Sigung des geschäftsführenden( Elfer-) Ausschusses der deutschen konservativen Partei stand der folgende Antrag des Herrn Grafen v. Schlieben Sanditten erneut zur Berathung: " Die sogenannten" Konservativen und Herr v. Hammerstein- Lorten. Eine Erklärung dafür, weshalb welche mit der Haltung des Herrn Hofpredigers a. D. Stöcker Die starte Strömung in der konservativen Partei, zwei Minister in so unerwartet scharfer Weise den beute in der legten Zeit namentlich in bezug auf die chriftlich hungrigen Agrariern im Reichstage entgegentraten, glaubt soziale Partei nicht einverstanden ist, läßt aus der Börsenkourier" mit den Worten geben zu können: taktischen Gründen es als wünschenswerth erscheinen, daß Herr Woher diese Schärfe? Wir wollen es verrathen: Es Stöder fein Mandat als Mitglied des geschäftsführenden war der ausdrückliche Wunsch des Kaisers, ( Elfer-) Ausschusses der Parteileitung niederlege, womit und es ist demzufolge im preußischen Staats weder für noch wider jene Strömung Stellung geministerium vereinbart worden, daß den Agrariern nicht ausgedrückt werden soll." nommen, auch ein Mißtrauensvotum gegen Herrn Stöcker diesmal mit besonderem Nachdruck das Unzulässige ihrer Agitation zu Gemüthe geführt würde." Sanftmüthig nehmen die Junker die empfangene Lektion nicht. Der Grimm im agrarischen Lager steht noch immer auf Siedehize. Was die agrarische Deutsche Tageszeitung" heute an Invektiven gegen Herrn v. Hammerstein vorbringt, ist einem amtirenden preußischen Minister von dieser Seite noch nie gesagt worden. Den Vorwurf der Gemeingefähr lichkeit quittirt das Blatt mit der Wendung, Herr von Hammerstein habe einen Ton angeschlagen, " Der Antrag wurde mit allen gegen eine Stimme a b= gelehnt. Hierauf beantragte Herr Graf zu Lime burg- Stirum: " Der Ausschuß erachtet es für unverträglich mit den Inters essen der konservativen Partei, daß ein Mitglied des Elferausschusses enge Beziehungen zu der Zeitung„ Das Volt" for! feßt, welche die konservative Partei befämpft. Der Ausschuß nimmt Aft von der Erklärung des Hofpredigers Stöcker, daß er diese Haltung des Blattes" Das Bolt" durchaus mißbilligt und daß er eine den konservativen Interessen ent sprechende Haltung desselben herbeizuführen „ der vom Bundesrathstische des deutschen Reichstages bis beabsichtigt. Der Ausschuß erwartet von dem Hofprediger dahin unerhört war und der in seiner wild agita: Stöcker, daß er, falls ihm dies bis zur nächsten torischen Färbung mit der Bezeichnung begerisch" Sigung des Elferausschusses nicht gelingt, eine den Interessen nicht zu scharf getroffen wird. Er behauptete schlankweg, daß der forservativen Partei entsprechende unzweifelhafte der Weg der staatlichen Preisbildung für Getreide der ab- Stellung einnehmen und dies öffentlich er schüssige Weg zum sozialistischen Staate sei, er behauptete flären wird." Ein Wilhelm- Orden wurde vom Kaiser zur Feier des dreist und beweislos, daß in einer Weise die, wenn Lages gegründet. Der Orden ist insbesondere für sie wahr wäre, als gewiffenlos bezeichnet werden müßte Nach längerer Debatte wurde dieser Antrag mit allen gegen der fozialpolitische Werdienste im Sinne der faiserlichen Bund der Landwirthe den Bauern einfach höhere Preise ver- fchäftsführenden Ausschusses, bis zu welcher Herrn Stöcker Frist zwei Stimmen angenommen. Die nächste Sigung des ges Botschaft vom 17. November 1881 gestiftet worden. Interessant spreche, wenn sie solche verlangten" u. f. w. ist die Liste der Personen, die damit ausgezeichnet wurden. Es erhielten ihn 7 Herren und 8 Damen. Die Damen sind die beiden für einen Pyrrhus- Sieg des Ministeriums und sagt in Korrespondenz". Während nun Herr Stöcker in Schwuli Das Agrarierblatt erklärt indeß die gestrige Abstimmung gegeben ist, findet am 1. Februar, vormittags 11 Uhr statt." So die partei- offiziöse Mittheilung der„ Konservativen Raiferinnen, die Großherzoginnen von Baden und Sachsen, Frau einem zweiten Artikel: General v. Walderfee, Freifrau v. Stumm- Halberg, Frau Geh. täten daheim fißt, um bis zum 1. Februar eine Kundgebung „ Wir wissen, daß wir mit der sogenannten agrardemagogi Kommerzienrath Hoffbauer zu Potsdam, Frau Baurath Wenzel- schen" Agitation für Kaiser und Reich, für König und Vaterland, auszubrüten, die ihn nicht zu arg kompromittit, nimmt Heckmann zu Berlin. Die 7 Herren sind Fürst Bismarck, die Minister Miquel und v. Berlepsch, Geheimrath Hinspeter, Pastor für des deutschen Volkes Zukunft kämpfen. Und diese Ueber-" Das VoIt" sofort zu einer Erklärung das Wort, die sich von Bodelschwingh, Fabrikbefizer Brandts in M- Gladbach, eugung läßt uns die heftigen Vorwürfe auch eines preußischen nur als eine Lossagung von der konservativen Partei aufFabrikant Schlittgen zu Marienhütte bei Koßenau. Die sozial- Ministers mit Gelaffenheit tragen. Uns in dieser Ueberzeugung faffen läßt. Sie lautet: „ Wir erklären darauf, daß wir es mit unserer Ehre politischen Verdienste einiger dieser Herren und Damen sind in wankend zu machen, wird keinem gelingen. In 3 gehört die weiteren Kreisen nicht bekannt. Was für sozialpolitische VerButunft- uns oder der Sozialdemokratie!" für unvereinbar halten, und dem Ultimatum dienste hat z. B. die Freifrau von Stumm- Halberg? Letztere Wendung halten wir für einen Beweis, daß der konservativen Parteileitung zu unter auch in agrarischen Köpfen die Wahrheit zu dämmern be- werfen. Uns erfüllt das beruhigende Bewußtsein, daß wir Gnaden- Erlaffe find außer dem von uns vorgestern bereits ginnt. Weiteres Nachdenken wird vielleicht den einen oder von dem Erscheinen der ersten Probenummer des Bolt" an in ununterbrochenen harten Kämpfen, ohne auf Dant oder mitgetheilten Erlaß hinsichtlich der Militärangehörigen andern Agrarier zu der Erkenntniß bringen, daß es sich reichen Lohn zu rechnen, von der Ueberzeugung geleitet wurden, auch ergangen an die durch Marine gerichte Verurtheilten, um ein entweder- oder" da gar nicht mehr handelt, daß den wahrhaft konservativen und staatserhaltenden Grundvielmehr uns, der Sozialdemokratie, die Zukunft gehört, fäßen auch dann zu dienen, wenn sowie an die in allen Bundesstaaten durch Zivilgerichte mag num der Antrag Ranih angenommen werden oder in den großen sozialen Beitfragen unfere abweichende wir insbesondere Verurtheilten. Die letteren Guaden Erlasse gelten nur nicht. Und wo das Nachdenken nichts nügt, da wird die Stellung von der maßgebenden konservativen Fraktionspolitik für Elsaß- Lothringen vom Kaiser aus, in den Bundesstaaten Logik der Thatsachen wirken. geltend machten, vor einem Zusammengehen mit den Vertretern von den Bundesfürsten( in Preußen also vom Kaiser Wilhelm II. einer staatsgefährlichen Klassenpolitik warnten und es für unsere Freiherr v. Thüngen Roßbach, der bayerische wichtigste Aufgabe hielten, die Trägen und Gleichgiltigen als Rönig von Preußen). In allen diesen Fällen Agrarier, dem Fürst Bismard seine Bauernbriefe geschrieben, aufzurütteln und soziale Erkenntniß zu verbreiten. Wir wollen werden allen denjenigen Personen, gegen welche bis hat seinerseits einen Bauernbrief losgelassen, zu dem ihm gerne zugeben, daß in dem schweren Kampfe, den wir oft nach zum heutigen Tage durch Urtheil oder Strafbefehl ein alter Rechtsstreit seiner Familie mit den Bauern der verschiedenen Richtungen hin führen mußten, auch unserereines Gerichts wegen Uebertretungen auf Haft Gemeinde Burgsinn Veranlassung gab.„ Aus Gesund- feits manches zu schroffe, verlegende Wort gefallen ist, oder Geldstrafen oder wegen Bergehen auf heitsrücksichten" mußte er dem vielfach geäußerten Wunsch, daß also zuweilen in der Form gefehlt wurde. Freiheitsstrafen von nicht mehr als sechs Wochen aus dem Vorstande des Bauernbundes zurückzutreten, Folge betrifft, so glauben wir auf dem richtigen Wege gewesen uns vertheidigten Grundsätze oder auf Geldstrafen von nicht mehr als Gin- leisten. Er giebt den Bauernbündlern zum Schluß aber zu sein und werden wir auch in der Zukunft diese Grundsäge hundertfünfzig Mart rechtskräftig erkannt wor- noch den guten Rath, ja nicht das Beamtenthum, die Geist hochhalten und nach Pflicht und Gewissen mit aller den ist, diese Strafen, so weit sie noch nicht lichkeit und den Adel anzugreifen. Energie vertheidigen. Das wollen wir insbesondere den tausenden Er gebe sich der Hoffnung hin, daß sich der Adel in Masse von eifrigen und thatkräftigen Patrioten und Mitstreitern vervollstreckt sind, und die noch rückständigen der Bauernbewegung anschließen werde. Auch die deutschen sichern, die mit Liebe und Begeisterung zu ihrem Organ Das Kosten in Gnaden erlassen. Haftstrafen bleiben von Fürsten würden sich ihres Ursprungs aus dem freien Bauern- Volt" steheu." 88 Clotilde. V " V Was aber die von " Mit den Worten:" Nach diesem heiteren Intermezzo begrüße ich die geehrten Herrschaften als ergebenster Diener" trat Bergkuhn näher. und sagte in naiver Treuherzigkeit:" Ich danke Ihnen urtomischen Eindruck gehabt, sie mußte ihr Gesicht an der ( Nachbruck verboten.) auch noch, daß Sie mir damals so" bereitwillig empor- Bruft ihrer Mutter verbergen, um ihr Lachen zu ersticken. Noman aus der Gegenwart von geholfen." H. W. M. von Walthausen. Damit ging Brambach ins Nebenzimmer. Der Baron hatte nur noch Beit, seiner freudigen Ueberraschung über diese Ankündigung Ausdruck zu geben durch eine tiefe Verbeugung. Bitte, bitte, Fräulein! Schuldigkeit," hauchte verlegen der Baron als Erwiderung, indem er Clotilden's Hand stürmisch ergriff, in der seinen wiegte und sie unbewußt brückte. Clotilde zog die Hand wieder zurück. Er sollte sie also schon heute sehen, seine Stillverehrte!" Auch wir", sagte Brambach, danken Ihnen für den Sein Herz klopfte hörbar. Das hatte er ebensowenig er Beistand, den Sie unserer Tochter gewährt, erst heute, da wartet wie die schnelle Erledigung seiner Beförderung zum Sie dem Danke bisher mit so ritterlicher Noblesse auszuRedakteur. Er hatte jetzt eine feste Anstellung und die Ge- weichen suchten." liebte war ihm nahe. Es war ihm, als wäre er plötzlich Als auch Georgine sich verbeugte, sagte der Baron: älter geworden, er wollte seiner Auserwählten als ge- Reinen Dant, es sollte mir lieb sein, wenn ich noch oft reifter Mann gegenüber treten, der Willens und er ertappte sich bei einer Vieldeutigkeit und hielt inne im stande ist, ihr einen eigenen Heerd aufzubauen. da die Glocke der Etage eben laut anschlug, mertte Er warf einen befriedigten Blick in den Spiegel, man dies weniger und er fuhr fort, sich verbessernd: fuhr mit der rechten Hand durch sein Haupthaar wenn ich noch oft meine Sympathien für Ihr Haus und und versuchte mit der linken die Spigen seines Schnur ihre Familie bethätigen könnte." bärtchens zu drehen. Eben war er dabei, eine passende Nun dann kommen Sie morgen Mittag, punkt 1 Uhr, Anrede auszudenken, da brachte ihn ein jäher Schreck aus wir erwarten Sie zu Tisch," sagte Georgine. aller Fassung. " Ich werde so frei sein," entgegnete der Baron und Brambach trat ein und mit ihm Clotilde und Georgine. da er merkte, daß jemand angeklopft und die Anwesenden " Herr Baron von Rügdorf", stellte Brambach beiden den jungen Mann vor und zu diesem gewendet, sagte er bezeichnend: meine Frau, meine Tochter. Sehr angenehm," war alles, was der verblüffte Baron nach einer tiefen Verbeugung hervorbrachte. Das Erscheinen Clotilden's hatte ihn befangen gemacht und eingeschüchtert, starr blickte er in ihre Augen. Aber auch Clotilde stand verwirrt und erstaunt, den jungen Mann hier zu finden, und ihr Auge ruhte wie gebannt in dem seinen. aufhorchten, setzte er hinzu:" Da Sie weiteren Besuch erwarten, so empfehle ich mich." „ Es wird Tante Blauta sein," plagte etwas vorlaut Clotilde heraus und zog sich dadurch einen vorwurfsvollen Blick Georginens zu. Der Baron sah ihr dafür um so dankbarer und verliebter in die Augen, denn er glaubte, Clotilde habe ihn noch zurückhalten wollen. Er verbeugte sich tief, wandte sich zur Thür und prallte dort sehr unsanft zusammen mit dem eben eintretenden Herrn von Bergkuhn. Brambach hatte nur seine Frau verständigt, um seine Als wurden beide Männer elektrisch von einander abTochter freudig zu überraschen und zu beobachten. gestoßen, traten sie wieder zurück, verbeugten sich und der Es war ein fesselnder Anblick, die beiden jungen Leute Baron sagte:" Pardon! Herr Legationsrath." flammenden Blickes einander gegenüber stehen zu sehen." Sie hier" entgegnete dieser und schleuderte dem, Aber auch nur einen kurzen Moment, Clotilde faßte fich sich zur Thür hinauswindenden Baron einen Blick nach, schnell und stieß hervor:" Das ist ja der Herr!" Dann der keinen Zweifel übrig ließ, daß die Bekanntschaft dieser ihrer inneren Regung folgend, wendete sie sich gleich an beiden Männer keine freundschaftliche war. den Baron selbst, trat auf ihn au, reichte ihm die Hand Für Clotilde hatte die Aus und Abprallszene eineng Alle verbeugten sich. " Das muß man den Kritikern und Schriftstellern lassen" fuhr er fortste verstehen es, um einen eklatanten Abgang für sich zu erzielen, andere effektvoll einzuführen. Dem Baron verdanke ich, daß sogar die Damen mich mit freundlichen Mienen empfangen." Er füßte die Hand Georginens. Clotilde wich aus. " Ich wünsche mir und Ihnen, Herr Kommerzieurath, Glück, daß Sie so scharfe, spitze Feder hier in Ihrem Dienste haben. Ich finde es sehr erklärlich, daß Sie eine solche Kraft zu gewinnen und zu benutzen suchen. „ Sie kennen den Baron?" fragte Brambach. " Wir sind prinzipielle Gegner. Das hindert mich indeß nicht, freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, da= durch erfahre ich am ersten seine Pläne und kann ihnen entgegenarbeiten. Der Baron sucht die Schwächen unserer feinen Gesellschaft bloszustellen, ihre noblen Passionen zu verdächtigen, weil seine Familie ihn ausgestoßen. Der Baron ist ein anmaßender junger Mann, der niemanden schont, rechthaberisch und rücksichtslos schreibt. So geistreich und geschickt er auch seine Feder zu führen weiß, so uns geschickt benimmt er sich auf dem Parquet und in der feinen Gesellschaft. Im Dienste Ihres Blattes würde seine Feder etwas maßvoller werden müssen. Sie nützen daher Ihrem Blatte, wenn Sie diesen zügellosen Brausekopf au Ihre tonservativen Tendenzen ketten und die sprudelnde Quelle seiner Satire einzudämmen suchen. Halten Sie ihn aber immer in einer gewissen Entfernung, damit sich die Spitze seiner giftigen Feder nicht einmal gegen Sie und Ihre Familie richtet." Während dieser, in fliegender Haft und Aufregung gehaltenen Schmährede war ein Geräusch im Nebenzimmer laut geworden. Clotilde und Georgine hatten sich verständnißinnig te blickt. ( Fortjehung folgt.) " 1 " " tönnen. Belgien. all= Jezt muß der Herr Hofprediger a. D. mit der Sprache und dadurch zugleich dem dahinter liegenden Festlande Die Arbeiter Glashütte. Was von großen beraus. Mag's ihm auch noch so viele Schweißtropfen Schuß gegen die See zu gewähren. Allmälig denkt man dann Streitereien aus Anlaß des bekannten Schiedsspruchs in den fosten, er muß sich entscheiden, ob man ihn fünftig an der auf solche Weise die Wiedergewinnung des zwischen den Inseln bürgerlichen Zeitungen zu lesen war, ist von uns bereits als Seite Manteuffel's und Stumm's oder an der Seite Nau- belegenen, von dem Meere einst geraubten Gebiets vorbereiten Lüge hingestellt worden. Wegen Erkrankung unseres mitten in mann's finden soll. zu können. Wiederholt ist die Sache im Abgeordnetenhause in der französischen Bewegung stehenden Pariser Korrespondenten Anregung gebracht worden. Jetzt hat die Regierung einen Anfang waren wir in letzter Zeit außer stand, ausführlichere Berichte zu Zum Fall St. Cère wird uns noch geschrieben: Paul mit diesem Unternehmen gemacht, indem sie 220 000 9. als geben. Wir können aber jetzt unseren früheren Mittheilungent Lindau leugnet in der Frankfarter Zeitung", daß er seit der erste Rate von 1320 000 m. zum Schuße der Halligen in dieser Sache die hinzufügen, daß die grotest fibertriebenen Flucht seiner Anna 1888 mit Rosenthal( Saint Cère) brief an der schleswigschen Westküste fordert. Die Kosten für Aeußerungen der Unzufriedenheit mit dem Schiedsspruch über. lich" in Verbindung gestanden habe. Wahrscheinlich legt er den von Steindecken, Pfahlbauten und Busch haupt nicht aus sozialistischen Kreisen gekommen dabei den Werth auf den Ausdruck brieflich. Pflegte doch lehnungen zum Schuße der Halligen Oland, Gröde und find, sondern aus uns fernstehenden Kreisen, in denen man, wie wir Rosenthal alle seine Korrespondenzen durch Anna Lindau, spätere Appelland, sowie für die Herstellung eines Dammes einer gleich vermutheten, aus Kirchthurms- oder Privat Interessen es Frau Rosenthal( im Pariser Bottin ernsthaft als„ Madame seits nach dem Festlande, andererseits nach Langeneß sind übel vermerkte, daß die Glashütte nicht in Carmaux selbst.exJacques Saint- Cère" verzeichnet, ohne den wirklichen Namen von auf im ganzen 1320 000 m. veranschlagt worden. Die Ausrichtet werden soll. Lindau's Schwager") besorgen zu lassen. Aber wie reimt sich führung des Baues wird einen Zeitraum von fünf Jahren in Die Sammlung weiterer Fonds geht tüchtig voran, alle diese Behauptung mit der notorischen Thatsache, daß Rosenthal Anspruch nehmen. Ist erst Langeneß mit einem Damm mit Vorbereitungsarbeiten vollziehen sich nach Wunsch und der Bau den politischen Theil des„ Herald" redigirte, für den Paul Lindau, Oland und dadurch mit dem Festlande verbunden, dann ergiebt der Glashütte wird wohl bald in Angriff genommen werden fogar mit Unterfertigung" feines Namens,„ Berliner" Depeschen sich als nothwendige Folge die Sicherung von Langeneß und des zusammenkombinirte, während er wohlgemuth durch Herrn damit zusammenhängenden Nordmarschs. Später würde dann Franz Mehring aus der Reichshauptstadt fortgegrault, in die am weitesten vorgeschobene Hallig Hooge in Angriff zu Dresden saß?! Also ein Verkehr" zwischen den beiden nehmen sein. verschwägerten Biedermännern hat unzweifelhaft bestanden, wie es auch unter Beweis gestellt werden kann, daß er die Herald" Korrespondenz lediglich der Fürsprache Rosenthal's und dessen Frau Anna verdankt hat. Ob sie beide es auch gewesen, die ihn feiner verdankt hat. Ob sie beide es auch gewesen, die ihn seiner zeit mit einem anderen amerikanischen Millionär bekannt machten, welcher 40000 Franks hinwarf, damit Lindau eine Reklamereise in den amerikanischen Hinterwald unter nahm, um so ein zweibändiges Reklame wert zu gunsten der dort zu verkaufenden folossalen Farm terrains des Auftrag gebers zu verfassen, das wiffen wir freilich nicht. Versichert wird uns, daß Lindau auch nach 1888 noch zeitweise für den„ Figaro"-Pastor Wittenberg gemaßregelt. Der Paflor Maffanah, 17. Januar.( Meldung der italienisch- offiziösen gearbeitet hat, wo sein Schwager wider Willen" doch unzweifel- Wittenberg in Liegniß gehört zu den Schwarmgeistern, die sich Agenzia Stefani"). General Baratieri telegraphirt, Obersthaft die ganze ausländische Roulisse dirigirte. Selbst- um die Noth der Landarbeiter in Ostelbien gekümmert hatten. lieutenant Galliano habe am Vormittag des 14. Januar ge verständlich werden unsere Angaben über die Karlsbader Reise Er war deshalb schon einmal verwarnt worden. Nun hat in schrieben:„ Das Gewehrfeuer schwächte sich bereits im Laufe des Rosenthal's, über den Besuch seiner Frau in Dresden, durch Liegnig am Mittwoch eine Sigung des weiteren Vorstandes des heutigen Morgens ab; ich beschränkte mich daher darauf, durch jenes Dementi in keiner Weise berührt. Durch eine Schlesischen Provinzialvereins für innere Mission stattgefunden und einige Schüsse zu antworten. Unsere Verluste am 13. Januar summarische Ableugnung würde Herr Lindau, der über das in dieser Sigung ist der Beschluß gefaßt worden, dem Pastor Witten- bestehen nur in zwei verwundeten Askaris". General Baratieri Kapitel Anna Lindau- Rosenthal lieber schwiege, gewiß nicht berg feine Stelle als Vereinsgeistlicher zu fündigen. Schon im De- fügt hinzu, daß er einen Brief vermisse, den Galliano sicher am darüber wegkommen. Daß er sich mit Rosenthal ausgeföhnt zember hatte der geschäftsführende Ausschuß dem Pastor Witten- 13. Januar an ihn geschrieben und der wahrscheinlich auch Mithat, daß er mit Anna Lindau, jetzigen Rosenthal, durchberg eröffnet, daß dessen Stellung zu den sozialen Fragen der theilung über die Quelle gemacht habe. Jedenfalls berichteten aus freundschaftliche Beziehungen unterhielt, das wissen Gegenwart ein ferneres Verbleiben im Dienste des Vereins die Kundschafter, daß die Quelle von den Italienern wieder zahlreiche Personen, die Herrn Lindau und feinen unmöglich mache, daß er sich eine andere Stelle suchen genommen wurde, aber man wisse nicht, ob dieser Erfolg nur Schwager wider Willen noch besser kennen, wie er es möge, auch bis dahin sozialpolitische Vorträge nicht ein zeitweiliger oder ein bleibender sei. sich vielleicht einbildet. Wie käme es sonst auch, daß jeht die mehr halten solle. Da er aber gleichwohl an der Be- Wie die Agenzia Stefani" aus Massauah unter dem Tochter Lindau's bei seiner ehemaligen Anna lebt? gründung der christlich sozialen Vereinigung für Schlesien 18. d. M. meldet, telegraphirt General Varatieri, daß die Besich betheiligt und sich habe in deren Borstand wählen richte der eben bei ihm eingetroffenen Kundschafter Wassermangel lassen, habe fich die Nothwendigkeit einer weiteren in Makalle befürchten lassen. Das Bieh wäre am 12. d.. Stellungnahme zum Pastor Wittenberg ergeben. So wurde denn aus dem Fort getrieben worden. Die Askaris, welche aus dem beschlossen, ihm zum 1. Juli d. J. zu kündigen. Fort angekommen feien, bestätigten die Nachricht, daß der Feind Aehnlich wird es seinen gleichgesinnten Amtsbrüdern er feine Linien immer näher heranschiebe. gehen, wenn sie sich nicht vorherhoch löblich unterwerfen. Durch- Aus Accra wird vom heutigen Tage gemeldet, der Maßregelung der Geistlichen, die es wagen, dem Elend des Krieg mit den Aschantis sei beendet; Scott habe KuVolkes nachzuforschen, forgen so die Stumm- artigen Staats- maist ohne Kampf besetzt und König Prempeh habe alle engretter für Schürung des Klaffenkampjes. lischen Forderungen angenommen. -Das Alkoholgeset, das 25 Millionen Franken einbringen soll, wurde von der Deputirtenkammer der Belastungszeugen gegen Wehlan, der Maschinist Gebhardt, - Nachträgliches zum Prozeß WebIan. Giner genommen. Die Radikalen haben sich, wie es scheint, nun war von dem Angeklagten der Trunksucht beschuldigt und darum als unzuverlässig bezeichnet worden. Herr Gebhardt, der sich endgiltig von den Liberalen getrennt. Ihr begabtester und gegenwärtig in Riel aufhält, beschwerte sich dieserhalb bei einflußreichster Führer, der Brüffeler Advokat Janson hat sich dem zuständigen Vorgesetzten und wurde daraufhin vom Stations- wie andere radikale Parteiführer dahin geäußert: Fortab ist chef Vize- Admiral Thomsen vernommen; er brachte angeblich jedes Bündniß mit den Doktrinären unmöglich; wir haben uns weitere schwerwiegende Belastungsmomente gegen Wehlan vor. mit der Arbeiterpartei zu verständigen. Daraufhin werde ich mit Da Berufung eingelegt ist, werden die Belastungsmomente Be- meinen ganzen Kräften arbeiten." rücksichtigung finden können. " A " " Afrika. Ferner schreibt man uns: Zu den guten Bekannten Rosenthal's und auch Lindau's gehörte ebenfalls der flüchtige Dr. Friz Friedmann, der jetzt vom Staatsanwalt fleck brieflich gesucht wird. Als dieser Rechtsanwalt fin de siècle im vorigen Sommer im Auftrage des Herrn von Koze in Paris weilte, um dort der bekannten Maitresse einer deutschen hohen Persönlichkeit bestimmte, auf den Fall Koze Schrader Unbekannt" bezügliche Papiere abzulocken, ba verfehlte er da nicht, geftüßt auf deutsche Empfehlungen, sich nach der Rue Auber zu begeben, um dort den guten und einflußreichen Freund Jacques Saint Cère aufzusuchen. Augen Berichtigung: - Herr Joachim Gehlsen ersucht uns um folgende Pretoria, 18. Januar. Präsident Krüger hat auf zeugen sind beiden und noch einem dritten bekannten Herrn Durch die in Ihrer geftrigen Nummer an den Inhalt meines diplomatischem Wege noch keine Forderung geltend gemacht. Damals wiederholt bei den Trois Lilas, im Moulin rouge, Die Beschlagnahme von Waffen und Munition sowie im Elysee Montmartre und ähnlichen anrüchigen Vergnügungs- Extrablattes" geknüpften Bemerkungen fühle ich mich in einigen die Verhaftung von Bunkten beschwert: Mitgliedern des Reform Komitees Totalen, mit je einer eyaltirt gekleideten Rofotte am Arme be1. Ich habe niemals ein Wort gesprochen oder geschrieben waren nur Verwaltungsmaßnahmen. Die Regierung der gegnet, wie Friedmann damals überhaupt alle Tiefen und Republik wird positive Forderungen stellen, dieselben Untiefen" des Seinebabel( eigenen Auslassungen zufolge) im Fluge für Ausnahmegesetze und halte ſelbſt die Verbannung der tönnen aber gegenwärtig noch nicht genau angegeben werden, da für Koze'sches Geld studirt hat. Wenn es nun wahr wäre, daß Jesuiten für eine ganz unnüße Maßregel. 2. Während meiner 10jährigen Thätigkeit für die" Post" beiten, der Beruhigung der Burghers und der Wiederherstellung die Regierung zunächst mit der Ordnung der inneren Angelegen er sich jetzt mit seiner Nelly Wildenfels in Paris versteckt hielte, habe ich lediglich in London, Paris u. f. w. auswärtige bes inneren Landesfriedens beschäftigt ist. Jedoch werden sich so tönnte die launisch waltende Vorsehung es vielleicht fügen, Bolitik behandelt und niemals den geringsten Einfluß gehabt die Regierung und die Burghers jedem fremden Protektorat, daß er in Mazas mit seinem Freunde Rosenthal unfrei willig zufammentrifft. In der Welt, in der man sich mit auf die von diesem Blatte betriebene inner deutsche Politit. die Regierung und die Burghers jedem fremden Protektorat, fremben Gelde amüfirt, ist alles möglich. 3. Die von gewiffer Seite erhobenen Beschuldigungen, als sei es das englische oder das irgend eines anderen Landes, in hätte ich die Londoner Schlitt ahrer in Schutz genommen, will welcher Form es auch sein möge, widersetzen, da beide Theile ich heute unerörtert laffen, da Prozesse, die demnächst in Eisen entschlossen sind, die Unabhängigkeit der Republit aufrecht Die Fremdenkolonie in Pretoria hält den und Berlin zur Verhandlung gelangen, die nöthige Klarheit zu erhalten. gegenwärtigen Zeitpunkt für geeignet dazu, daß England in diese Angelegenheit schaffen werden. erkennung für die Erledigung der Jameson- Angelegenheit seitens in Form der Revision der Konvention von 1884 seine Andes Präsidenten Krüger bekunde und somit zugleich für das beAufrechterhaltung der Monroe- Doktrin. Aus Washington wird gemeldet, der Bericht der Senatstommission für die auswärtigen Angelegenheiten, be treffend die genaue Bestimmung der Monroe- Doktrin, Raum und mir die Beit." Auf Reminiszenzen mich hier einzulassen, fehlt Ihnen der erkläre, daß der durch Kauf oder gewaltsame Mittel oder sonst erfolgte Erwerb von Gebiet auf dem Nürnberg, 14. Jan. Eine interessante Frage wegen Vergangene Unrecht Genugthuung gebe. amerikanischen Festlande durch eine fremde Macht leibung des Heimathsrechtes schwebt dahier, wie der Ueber die Zahl der in der südafrikanischen als ein unfreundlicher Aft betrachtet werden wird, den die" Frankfurter Zeitung" gemeldet wird. Der Redakteur der sozialRepublik wohnenden Ausländer geben nachVereinigten Staaten nicht zulassen würden. In Fällen von hatte im Jahre 1890 provisorisch das Heimathsrecht erworben; ſtehende Angaben zuverläſſige Auskunft: Die vor kurzem vorGrenzstreitigkeiten auf dem amerikanischen zwischen einer fremden Macht und irgend einem amerika- fuch gestellt, ihm das Zeugniß über die definitive Heimaths. 226 028 festgestellt. Darunter befinden sich 75 720 Ausländer, nischen Staate, welche durch Schiedsgericht oder auf andere erwerbung auszustellen, da er fünf Jahre ununterbrochen frei und zwar 41 275 britische und 34 443 andere Staatsangehörige; Weise geschlichtet sein sollten, würden die Vereinigten willig bier seinen Aufenthalt genommen habe. Der Magiftrat die Zahl der vollſtimmberechtigten Bürger beträgt 21 287, die Staaten allein Richter bleiben, wenn die Monroe- Lehre hat jedoch die Ausstellung des Zeugnisses abgelehnt, weil jenige der dienstpflichtigen Bürger nach der letzten offiziellen durch diese Regelung der Angelegenheit verlegt worden der Aufenthalt unterbrochen worden sei, da Dehme drei Monate Bählung 25 457. sein sollte. in Oberhaus zubrachte, woselbst er eine ihm wegen Beleidigung Kapstadt, 17. Januar. Chamberlain beauftragte Gir des deutschen Kaisers zuerkannte Gefängnißstrafe von 3 Monaten Herkules Robinson, er möge dem Präsidenten des Oranjes verbüßen mußte. Ob der Nürnberger Magistrat in solchen Fällen Freistaats für den Beschluß des Volksraads in Bloemfontein prinzipiell das Heimathsrecht ablehnt oder nur den Sozial- vom 18. d. danfen und ihm versichern, daß schon wirksame demokraten gegenüber, wissen wir nicht. Schritte unternommen feien, um eine Wiederholung des legten beklagenswerthen Vorfalls unmöglich zu machen. Diese Stellungnahme der Vereinigten Staaten würde fich auch gegen die käufliche Erwerbung der Schomburg- Linie durch England richten. " Daily Chronicle" meldet aus Newyork vom gestrigen Tage, das Gerücht, daß das britische fliegende Geschwader nach den Bermudas- Inseln bestimmt ist, hat hier heute einige Erregung hervorgerufen. Die Anfunft des Geschwaders in diesen Gewässern bei der augenblicklichen Lage würde einen Boruesausbruch hervorrufen. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Unser Bruderorgan, die Königsberger Volks- Tribüne" schreibt: und Desterreich. die Liberalen die Einführung direkter Wahlen für den Landtag -Im oberösterreichischen Landtage beantragten Kleritalen brachten den Antrag zu Fall. und die Erweiterung des Wahlrechtes. Die Frankreich. Kuba. Aus - Der Sympathie der Vereinigten Staaten scheinen die kubanischen Aufständischen sicher zu sein. Washington melden die C. N. of G. folgenden bemerkenswerthen Vorgang: Im Repräsentantenhause des Kongresses ereignete sich bei Gröffnung der heutigen Nachtsizung ein ungewöhnlicher Gebet des Geistlichen eröffnet und in dem heutigen erflehte der Reverend die„ Beihilfe den Segen bes Himmels für die Bewohner der blühenden Insel auf unserem Erdtheil, welche um ihre Freiheit tämpfen." Bei diesem Hinweis auf Kuba wurde das Gebet des geistlichen Funktionärs durch die lebhaftesten Beifalls. Gebete und -8ur age. In Madrider politischen Kreisen hält man sich überzeugt, daß sich die Lage auf Kuba infolge der Ersetzung Martinez Campos im Oberbefehl bessern werde. Die militärischen Zeitungen machen Campos den Borwurf, die Truppen verzettelt zu haben, um die ländlichen Besitzungen -Floquet hat seinen politischen Tod kaum drei Jahre zu sichern, und gegen die Aufständischen wenig Energie an den überlebt. Im Jahre 1892 ward es offenbar, daß auch er tief Tag gelegt zu haben. General Polavieja wird, wie man glaubt, Auch wir in Königsberg haben unseren Majestätsbeleidigungs- i Panamasumpse stecke und damit war er ein todter Mann. Nachfolger Campos' sein. Depeschen aus Havannah sagen, die Prozeß und zwar gegen den verantwortlichen Redakteur unseres Blattes. In der Tribüne" fand gelegentlich der Bismarck- Bei den Wahlen des Jahres 1898 verlor er sein Mandat. So Erfolge der Insurgenten feien übertrieben dargestellt worden; Bismarck- endete verherrlichung eine kleine Notiz Raum, die einem süddeutschen endete kläglich ein Mann, dessen Anfänge zu anderen Hoffnungen diefelben ergriffen überall vor den Spaniern die Flucht. Blatte entnommen, lediglich als Füllmaterial diente. In der berechtigt bätten. Unter dem Kaiserreiche trat er in politisch bedeutsamen Prozessen auf, die ihm einen Namen gemacht hatten, etwa fünf Beilen großen Notiz wurde des Bismarck- Prologs gedacht, welchen der Kaiser zu der Festvorstellung im Berliner wenn er nicht durch den gegen ihn und die zwölf anderen Mit: Schauspielhause geschrieben hatte. Die Redewendungen in diesen glieder des demokratischen Wahlausschusses von 1864 gerichteten paar Reihen sollen derart sein, daß sie nach Ansicht des Staats- Prozeß schon einen Namen gehabt hätte. Noch bekannter machte anwalts eine Majestätsbeleidigung enthalten. Bekanntlich war sich Floquet dadurch, daß er, als der Bar Alexander II, anläßlich feines Besuches der Pariser in dieser Angelegenheit schon einmal Termin, mußte jedoch vertagt werden, weil 2 orenz einen Zeugen angab, der be- vom Jahre 1867 den Justizpalast besuchte, ihm die Worte vive weifen sollte, daß die fragliche Notiz ohne sein Wissen la Pologne, Monsieur!"( E3 lebe Polen, mein Herr!) entgegen1871 in die Nationalversammlung gewählt, ftimmte er Diefer Benge Willen hineingekommmen sei. fonnte rief. jedoch nicht gefunden werden. So fand denn am Dienstag, Ginigung der Pariser mit den Versaillern. Nach der Niedergegen den Friedensvertrag und war bemüht für eine friedliche den 14. d. M., unter Ausschluß der Deffentlichkeit die zweite Verhandlung statt. Bemerkenswerth ist, daß im werfung der Kommune gefangen gesetzt, wurde er nach mehreren Monaten entlassen. Nachdem er feit 1872 ersten Termin der Antrag des Staatsanwalts auf Ausschluß dem Gemeinderathe Paris angehört hatte, fandte der Deffentlichkeit auf Protest des Angeklagten abgelehnt ihn das Seinebepartement, wie 1871 in die Nationalversamme bezeugungen, Sändeklatschen und Bravorufen wurde. Diesmal half der Protest nichts, obgleich die Sache vor lung. Von da an wirfte er in recht verdienstlicher Weise für der Mitglieder unterbrochen. Die Worte des Geistdenselben Gerichtshof kam. Damals wurde die öffentliche Ruhe die Aufhebung des Belagerungszustandes und für den Grlaß ichen wurden sofort von allen Zeitungskorrespondenten teleund Ordnung durch die Deffentlichkeit der Verhandlung nicht ge- einer Amnestie der Kommunarben. 1885 wurde er Kammer- graphisch ihren Journalen und vom Vertreter der kubanischen stört, diesmal war sie gefährdet. Der Staatsanwalt beantragte sechs Monate. Der Gerichtshof bielt den Angeklagten für schuldig präsident und nachdem er dem Baren gegenüber für das Vive Junta in New- York dem dortigen Präsidium übermittelt. und verurtheilte ihn zu zwei Monaten Gefängniß. Die radikalen Kabinets, das nur 10 Monate im Amt blieb. Bu jener Zeit la Pologne Abbitte geleistet hat, wurde er 1888 Präsident eines Revision ist angemeldet. war der Bo: langismus auf seinem Höhepunkt angelangt, Floquet fam in persönlichen Konflikt mit Boulanger, der zu einem Duelle Bürgerliches Gesetzbuch. In den maßgebenden Reichsführte, in dem General Boulanger von dem ehemaligen Rechts- tagstreifen ist eine lebhafte Bewegung darüber wachgerufen - 3 um Schute der Halligen hat die preußische anwalt am Halse verwundet wurde. Nach seinem Sturze als Minister worden, daß von allen Fraktionen Vertrauensmänner zu einer Regierung dem Abgeordnetenhause im Budget eine Forderung wurde er wieder Rammerpräsident. Als die Enthüllungen über freien Besprechung zusammentreten sollen, wie die Berathung eingestellt. Salligen nennt man die zwischen der Insel Sylt die Panamaaffäre begannen, stellte es sich heraus, daß er von des bürgerlichen Gesetzbuches zu behandeln sei. und der Eidermündung gelegenen kleinen Inseln, die Refte eines der Panamagesellschaft Gelder zur Korruption der Presse früher ausgedehnten Marschgebietes an der schleswigschen empfangen habe, damit war sein politisches Schicksal besiegelt. West tüste. Man hat die Sicherung der in fortschreitendem Er erholte sich niemals mehr von diesem Schlage. Abbruche befindlichen Eilande gefordert, um den braven Sein alter Freund Brisson ehrte heute in der Kammer fein Bewohnern derselben ihre Heimathliche Scholle zu erhalten Andenken mit einer Gedächtnißrede. Deutsches Reich. Parlamentarisches. Durch das Gefeh vom 14. März 1881 über die gemeins schaftlichen Holzungen sind die Genossenschaftswaldungen, Gehöferschaften, Hauberge, Martgenossenschaften der gleichen Staatsaussicht unterstellt, wie die Gemeindeverwaltungen. Diese Staatsaufsicht Die freifonservative Landtagsfraktion im Abgeordnetenhause hat sich konstituirt und den Vorstand aus der vorigen Tagung wieder an die Spize gestellt, bestehend aus den Abgg. Stengel, v. Dziembowsti, Frhr. v. Zedlitz und Neukirch, v. Ziedemann- Bomst und Schlabit. Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Organisation tragen. = der Unterin eine be: Bat sich im Laufe der Zeit infolge der durch das Gesetz den Bes1 merkte auf die Frage des Vorsitzenden, wie er den auffälligen Um- daß der Betreffende ein Recht auf die Unterstützung habe; hörden beigelegten diskretionären Befugnisse vielerorts zu einer stand, daß die Arbeiter für die Beleuchtungskosten auskommen müssen, andere meinten, man hätte aus humanen Gründen die Unterförmlichen Staats- Berwaltung herausgebildet. Es war deshalb erkläre, das ist bei uns so Usus!"" Ein bischen harter Ufus ftüßung zahlen sollen, da der Betreffende nicht nur permanent bereits in der vorigen Tagung vom Abg. Roeren ein Antrag ist es, das muß ich Ihnen sagen", entgegnete der Vorsigende arbeitslos, sondern auch immer kränklich sei. Ein Antrag, die eingebracht, die Paragraphen 2, 3, 4, 5 und 9 des Gefeßes auf hierauf, und auf die Anklagebank deutend:„ Sie sehen hier die Unterstützung noch nachträglich zu bezahlen, wurde darauf mit zuheben. Der Antrag ist im vorigen Jahre wegen Schlusses der Folgen." Mehrheit angenommen. Bernhard theilte mit, daß er in Tagung nicht zur Verhandlung gekommen und deshalb vom Ganz nach Recht und Gerechtigkeit wurde die Arbeiterin im der Kontobuch Fabrik von Parschall die Feiertage bekommen bezahlt Antragsteller jegt bei Beginn der neuen Tagung wieder ein- Namen des Königs zu einer Woche Gefängniß verurtheilt: fiat nicht sollte, obgleich gebracht, so daß die Verhandlung im Plenum des Abgeordneten justitia, pereat mundus, d. h. Gerechtigkeit muß walten, und nehmer nach einer vorangegangenen Unterredung sich dazu hauses dieses Mal sicher ist. Unterstützt ist der Antrag von wenn die Welt dabei in Stücke geht, wird der satte Bourgeois bereit erklärt hatte. Da nun in diesem Betriebe die Kündigung anderen Mitgliedern der Zentrumsfraktion. fagen, im Bewußtsein, sein gutes Theil zur Erhaltung von ausgeschlossen war, stand der Kollege vor der Alternative, ent weder auf die Bezahlung der Feiertage zu verzichten oder die Ordnung, Sitte und Religion beigetragen zu haben.Arbeit niederzulegen. Bernhard betrachtete die Nichtbezahlung der Feiertage als eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen; er legte die Arbeit nieder und bat die Versammlung, ihm die Gemaßregelten- Unterstützung zuzusprechen, da er sich als durch den Unternehmer gemaßregelt betrachte. Der Vorstand hatte Dem Herrenhause sind die Nachrichten von der Ver- Auspände oder Aussperrungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden die Gemaßregelten Unterſtügung verweigert, aber ein Darda bewilligt, lehen fich der Kollege waltung der preußischen Staatsbergwerke, Hütten und Salinen während des Etatsjahres 1894/95 zugegangen. Danach schränkung des Betriebes ein Ofen gelöscht worden, entspann sich eine längere erregte Debatte. Es wurde unter anAuf der Glasfabrik in Stralau ist infolge der Ein- drängte Lage gebracht hatte. Ueber die Angelegenheit hat der Gesammtwerth der Erzeugnisse der staatlichen Bergwerke, wodurch zirka 60 Glasarbeiter die Arbeit verloren. derem hervorgehoben, daß der Verbandstag beschlossen habe, für Hütten und Salinen, einschließlich der unter der Verwaltung der Biele davon sind Familienväter. Sie trifft die Entlassung be- die Bezahlung der Feiertage einzutreten. Bernhard erklärte, Bergbehörden stehenden Steinbruchsbetriebe im Etatsjahre fonders hart, weil es mitten im Winter ist, wo der Lebens1894/95 116 273 391 M. betragen und den Werth der vorjährigen unterhalt noch kostspieliger als sonst, und wo anderweitig schwer Verbandsvorstand wenden. Die Versammlung akzeptirte ſchließ. wenn er die Unterstützung nicht erhalte, wolle er sich an den Produktion um 700 002 R. oder 0,61 pet. übertroffen. Be Arbeit zu bekommen ist. Es ist nicht ausgeschlossen, daß noch lich den Vorschlag des Vorsitzenden, diese Angelegenheit nochmals schäftigt wurden in sämmtlichen Betrieben im Jahresdurchschnitt mehr Kündigungen erfolgen. 57 009 Arbeiter oder 1687 mehr als im Vorjahre. Die Staatsin einer fombinirten Sizung zu verhandeln. Die Versammlung wverksbetriebe erzielten im ganzen einen rechnungsmäßigen Ueber- Nachklang zur Düsseldorfer Gewerbegerichts- Wahl. war gut besucht. schuß von 15 024 915 M. Dieser Ueberschuß bleibt hinter dem Zweifellos hat die Lauheit der Düsseldorfer organisirten Prole- Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der vorjährigen um 59 210 M. zurück, übertrifft aber den Voran- tarier veranlaßt, daß die Beisigerposten beim Gewerbegericht Wäsche und Kravattenbranche Berlins hielt am 10. Januar schlag im Staatshaushaltsetat um 2 084 997 m. diesmal fast ohne ernstlichen Kampf an die Ultramontanen fielen. seine Generalversammlung ab. Der Kassirer berichtete, daß im In der Düsseldorfer Lokalpresse und auch vom„ Vorwärts" wurde vergangenen Jahre die Einnahme 598,19 M., die Ausgabe an dieses Ergebniß die poffnung geknüpft, daß in Zukunft auch 411,95 M., der Bestand somit 186,24 M. betrug. Aus der Wahl außerhalb der Wahlzeit fleißig von den klassenbewußten Prole des Vorstandes gingen hervor: G. Hergt als erster, H. Gra3Genoffe Birk, der Vertreter von München I im deutschen tariern zur Verbreitung von Aufklärung gearbeitet würde. Was Barlamente, ist, wie wir erfahren, seit zwei Wochen frank, so soll man aber dazu sagen, daß die Niederrheinische Volks. old als zweiter Vorsitzender, Stanovsky als erster Kassirer, „ An Fräulein Anna Rohs als zweite Kassirerin, M. Springer daß er das Bett hüten und sich vom Reichstag beurlauben lassen tribüne" heute schon wieder Grund zu folgender Klage bat: An als erster, Frau Belg als zweite Schriftführerin, als Beisitzer der Sigung( des Gewerkschaftskartells) betheiligten sich leider Reglaff, Nagel und und Frau Wolf. Zum Schluß eine Anzahl Branchen Düsseldorfs nicht, z. B. die der Buchdie regte 3empke Gründung eines Fachorgans Von der Agitation. Im Laufe der letzten Woche sprach binder, Brauer, Steinmeßen, Land- und nicht gewerblichen Hilfs- und legte der Versammlung die Vortheile eines solchen Genosse Ehrhart aus Ludwigshafen vor außerordentlich start arbeiter, Schuhmacher, Schneider, Sattler, Silberarbeiter und in eingehender Weise klar. Hergt und Kobelt sprachen besuchten Voltsversammlungen in Nürnberg, Erlangen und Former. Geradezu ein Jammer für unsere Gewerkschafts- fich entschieden gegen die Gründung die Gründung aus und warnten Fischbach. bewegung ist's, daß diefe Bertretung trotz der genügenden Be- die Versammlung vor einem solchen Unternehmen. Schließlich fanntmachung unterbleiben fonnte." stimmte man einem Antrage zu, wonach diese Frage auf die Tagesordnung einer demnächst einzuberufenden Versammlung gesezt werden soll. Der Vorsitzende machte noch auf den Maskenball aufmerksam, der am 1. Februar im Schweizer- Garten abgehalten wird, und schloß die Versammlung mit einem fräftigen mußte. Partei- Nachrichten. Eine Bezirkskonferenz beruft das Agitationskomitee für Den 12. badischen Reichstags- Wahlkreis auf den 5. Februar nach Leimen bei Heidelberg ein. Preisausschreibung. Die österreichische Parteivertretung erläßt auf grund einer Stiftung der Wittwe des Schriftstellers Fürst ein Preisausschreiben: es wird der Betrag von hundert Kronen für eine sozialdemokratische Agitations broschüre( außer dem üblichen Honorar), die sich an die Arbeiterklasse Desterreich 3 wendet, ausgesetzt. Die Wahl des Stoffes ist in feiner Weise beschränkt. Die Arbeiten sind in der üblichen Weise mit Motto versehen bis 1. Mai an das Parteisekretariat Wien VI, Kopernikusgasse Nr. 12, einzusenden. Preisrichter find die Genossen Re u mann, Dr. Ellenbogen, Schuhmeier, Dr. Adler, Brand. Todtenliste der Partei. In Dresden verunglückte der Tischler Emil Hamm, ein wackerer Parteigenosse. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Ein Provinzialtag der Maler, Lackirer und Anstreicher findet am 2. Februar, vormittags 11 Uhr, in Leipzig, Ritterir. 7, statt. Anfragen an Grüner, Leipzig, Hohe straße 37, 3 Tr. eingelegt. an Aus Mainz wird uns berichtet: Die kürzlich in der Schuh- Appell an die Anwesenden zu neuem Schaffen in diesem Jahr. waarenfabrit von Eichbaumu. Co. beigelegten Differenzen sind von neuem ausgebrochen. Während seit dem großen Streik im Jahre 1890 in allen hiesigen Schuhfabriken der damals vereinbarte Lohntarif eingehalten wird, sind in der EichDepeschen und letzte Nachrichten. baum'schen Schuhfabrik anhaltend Reduktionen am Lohn vorgenommen worden, so daß schon seit Leipzig, 18. Januar.( Privatdepesche des„ Vorwärts.) Eine längerer Zeit in dieser Fabrik von allen Schuhfabriken für heute Abend nach Pegau einberufene Protestversammlung der Städte Mainz, Frankfurt und Offenbach mit die niedrigsten Löhne bezahlt werden. Da nun infolge der Einführung neuer gegen die Wahlrechtsverkümmerung, in der Landtags- Abgeordneter Maschinen die Reduktionen anhaltend fortgesetzt worden sind, so Geyer referiren sollte, wurde vom Bürgermeister Heydmann ist in einer von den Arbeitern sämmtlicher hiesiger Schuhfabriken verboten, weil in der Tagesordnung die Mehrheit der Stände besuchten Versammlung ein Tarif aufgestellt und dann der kammer beleidigt sei, weil es Zweck der Versammlung wäre - Auf grund einer Entscheidung des Ober- Firma Eichbaum zur Annahme unterbreitet worden. Obwohl Berwaltungsgerichts haben nun auch in Oranien- diefer Tarif unter den von den anderen hiesigen Fabriken ge- unsittliche Handlungen zu begehen, und weil das Nationalfest burg die Behörden dem Arbeiterbildungsverein als einem zahlten. Löhnen noch zurückbleibt, konnte troß gepflogener Unter- gefeiert werde und sich daher dringende Gefahr für die öffentliche politischen Verein die Abhaltung eines Tanzvergnügens handlung eine Einigung nicht erzielt werden. Infolge dessen Ordnung befürchten ließe. Beschwerde gegen das Verbot ist mit Damen verboten. Der beschränkte Unterthanenverstand haben heute Abend sämmtliche Auspuher der Firma Wird der Lohntarif nicht vermag die Müzlichkeit solcher Verbote nicht vollkommen zu ihre Kündigung eingereicht. Stuttgart, 18. Januar.( W. T. B.) Der Reichstagss begreifen. binnen acht Tagen angenommen, so legen sämmtliche MaschinenVon der Straftammer in Duisburg wurde auspußer die Arbeit nieder. Die Arbeiter sämmtlicher Schuh. Abgeordnete und Präsident der württembergischen Abgeordnetens tammer Payer ist seit Anfang dieser Woche an einer Herz dieser Tage der Genosse Fritsche wegen Aufreizung zum Un fabriken sind mit diesem Vorgehen einverstanden. affektion bedenklich erkrankt. gehorsam" gegen die Geseze,§ 110 des St.-G.-B., zu 1 Monat Der Straßburger Droschkenkutscher Streik hat nach Prag, 18. Januar.( B. H.) Die Kunstdüngerfabrik von Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 2 Monate be- weitägiger Dauer mit dem Siege der Kutscher geendet. Die Efelvosty u. Stephan wurde heute infolge der unvorsichtigkeit antragt. Dieser Aufreizung" soll sich Fr. in einer öffentlichen Bolizei gab nach und hob die für das Publikum und die Kutscher mehrerer Arbeiter von einem Brande heimgesucht. Ein großes Metallarbeiter- Versammlung schuldig gemacht haben. Die Unterlästigen Bestimmungen ihrer Verordnung auf. Lager werthvoller Fettwaaren wurde vernichtet. fuchung wurde, wie gemeldet wird, eingeleitet wegen Graz, 18. Januar.( B. H.) Gestern fand hier eine Bers Majestätsbeleidigung", die Antlage lautete wegen Die Jahreskonferenz des Bundes der englischen BergWiderstandes" und die Berurtheilung erfolgte leute wurde am Dienstag in Birmingham eröffnet. Ein sammlung von Arbeitslosen statt, in welcher mehrere Arbeiter wegen Aufreizung". Gegen das Urtheil ist Revision an- bürgerlicher Bericht sagt darüber: Das Präsidium führte das führer heftig gegen die Regierung Sprachen. Nach der Ver gemeldet. Mitglied des Unterhauses Herr Pickard. Er leitete die Versammlung tam es auf der Straße zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, wobei mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden. worin er unter Ronfistation. Donnerstag Abend gegen 51/2 Uhr handlungen mit einer Ansprache ein, Paris, 18. Januar.( B. H.) In den großen Tuchfabriken erschienen in der Expedition der Volts wacht" in Breslau anderem ausführte: Unter dem Kriegsalarm leide niemand des Nord- Departements hat sich die Lage plöglich verschlimmert, wie drei Kriminalbeamte und beschlagnahmten auf Anordnung des so, die arbeitenden Klassen. Die Arbeiter in weil die Arbeiter von den Christlich- Demokraten und den Amtsgerichts das bereits im Jahre 1898 herausgegebene und bis England sollten eine Stimme haben, daß ohne ihr Jajetzt unbeanstandet gebliebene Märchenbuch für die wort das Blut des gemeinen Volkes nicht vergossen, Sozialisten fräftig unterstützt werden. Madrid, 18. Januar.( W. T. B.) Eine offizielle Depesche Kinder des Proletariats". Den Beamten fielen acht werden dürfe.( Jauchzende Zustimmung.) Im speziellen fagte Exemplare in die Hände. Pickard, daß die Bergleute erst eine Konferenz abhalten würden, aus Kuba berichtet, General Gasco schlug die Insurgenten bei ehe die Vorlage über die Grubenordnung dem Parlament vors Calabazar. Die Spanier verloren an Verwundeten 2 Kapitäne gelegt werde. Die Unternehmer Haftpflichtvorlage würde den und 34 Soldaten. Der Feind wurde zerstreut, seine Verluste find General Mariu hat den Oberbefehl auf Kuba Arbeitern einen großen, gewaltigen Kampf fosten, wenn die nicht bekannt. Schwarze Liften. Mit welcher Ungenirtheit sich die Unter- Klausel, daß die Unternehmer sich durch private Abmachungen übernommen. Marschall Martinez Campos wird unmittelbar nach Spanien zurückkehren. nehmer über die Bestimmungen des§ 153 der Gewerbe- Ordnung der Haftpflicht entziehen könnten, nicht wegfallen solle. Wegen Madrid, 18. Januar.( W. T. B.) Infolge eines Telehinwegsetzen, zu einer Zeit, wo man mit Hilfe der Recht des Achistundentages werde der Minister des Junern am sprechung den Arbeitern das ihnen gesetzlich zustehende Koalitions- 10. Februar eine Abordnung empfangen. Pickard meinte gramms des Marschalles Martinez Campos, an den Minister recht zu rauben sucht, lehrt ein Vorgang in Plauen. Dort schließlich, daß englischen Unternehmern das Wohl ihrer Arbeiter des Auswärtigen, in welchem der Marschall, der seine Versehung war im Vorjahre ein Maurerstreit ausgebrochen, aber zum Nach- wenig am Herzen läge. Jezt gingen die Preise in die Höhe, an unter dem Vorwande, daß dieselbe aus Gesundheitsrücksichten und erklärt, er sei nicht getheil der Arbeiter ausgefallen, nicht ohne daß die Sieger den den Löhnen merkten es aber die Arbeiter nicht. Das scheine die erfolge, Widerspruch erhebt Unterlegenen Rache für ihre" freventliche" Auflehnung gegen den Natur der Dinge zu sein. 1893 hätten die Bergwerkseigenthümer willt, feine Politik zu ändern, reichte der Minister des Ausheiligen Profit geschworen hätten. M'r wär'n uns die auf eine Lohnerniedrigung bestanden, während sie mittlerweile wärtigen in dem Ministerrath, welcher jezt noch fortdauert, Brid'r scha mert'n", sagten sie nach Beendigung des Streits. gute Profite einheimiten. In der nächsten Zukunft würden sich sein Rücktrittsgesuch ein. Der Bequemlichkeit wegen haben sie dann eine schwarze wohl viele 3echen öffnen. Der Arbeiter habe darauf zu schauen, Liste aufgestellt, in welcher seitens der Innung der daß es kein tausendjähriges Reich für nimmersatte Spekulanten Bau- Unternehmer alle diejenigen aufgezeichnet sind, gäbe. die sich an der Lohnbewegung des Jahres 1895 be theiligt haben. Diese schwarze Liste enthält: 305 Maurer, darunter 12 Anführer, 2 Hauptanführer und 2 Agitatoren, " " " Soziale Ueberlicht. Versammlungen. 56 Handarbeiter, darunter I Anführer und 3 Frauen! sowie Im Verband der in Buchbindereien, der Papier: und Lebergalanteriewaaren Juduftrie beschäftigten Arbeiter 5 Zimmerleute. London, 18. Januar.( B. H.) Einer Meldung der„ Times" aus Kapstadt zufolge wurden am 16. Januar die Begleiter Jameson's an die Militärbehörde von Natal ausgeliefert. Sie mußten eine Erklärung unterzeichnen, worin sie versprechen, als Gefangene nach England zu gehen, dort nicht die Frage, betreffs der Gesetzlichkeit ihrer Verhaftung aufzuwerfen und keinen Flucht versuch zu machen. London, 18. Januar.( B. H.)„ Daily Graphic" meldet, die englische Regierung habe beschlossen, 2 bis 3 neue Forts auf Die Hauptanführer find einfach die Agitatoren und zur und Arbeiterinnen sprach in der außerordentlichen den Anhöhen von Dover zu bauen. Die Aufmerksamkeit soll besseren Kennzeichnung sind die Namen derselben doppelt Generalversammlung am 6. Januar Frl. I da Alt- zugleich auf die unzulänglichen Befestigungen am Glyde gerichtet unterstrichen. Daneben ist auch noch der zuletzt gezahlte Stundenlohn angegeben, welcher mit ganz wenig Ausnahmen 28 mann über das Wesen und den Werth der Arbeit. Nach dem werden. beifällig aufgenommenen Vortrage machte der Vorsitzende zunächst Glasgow, 18. Januar.( W. T. B.) Die Schiffsbauarbeiter und 29 Pf. beträgt; bei zweien der Gezeichneten steht noch da darauf aufmerksam, daß in die Generalversammlungen die Mit- am Clyde haben die Vorschläge der Werftbesitzer, betreffend die hinter: nicht werth bezw. teine 25 Pf. werth.- Das scheinen schlechte Arbeiter zu sein. Die Liste ist alpha- gliedsbücher zur Legitimation mitzubringen find. Alsdann wurde Beendigung des Ausstandes angenommen. über einen eingelaufenen Protest verhandelt, der die Aufnahme Belfast, 18. Januar.( W. T. B.) Die hiesigen Schiffs. betisch geordnet, bei jedem Buchstaben ist Eine Mitglieder bauarbeiter verwarfen mit 578 gegen 127 Stimmen die Vors Raum gelassen für Nachträge, ein Beweis des Buchbinders Fuhrmann betraf. versammlung vom 16. Dezember 1895 hatte beschläge der Arbeitgeber. Der Ausstand dauert daher fort. dafür, daß diese schwarze Liste dauernd fort fchloffen, einen Kollegen, der während des Streifs Civitavechia, 18. Januar.( B. H.) Hier traf ein start geführt, resp. alljährlich erneuert werden soll. bei Maurer u. Dimmick in Arbeit getreten in havarirter griechischer Dampfer ein, der infolge von Sturzwellen war, Wie eine Arbeiterin ins Gefängniß kommt. Eine den Verband aufzunehmen. Man besprach nun von neuem mehrere Matrosen verloren hatte. achtzehnjährige Arbeiterin, ein ganz unbescholtenes Mädchen, diese Angelegenheit in in der Generalversammlung Kapstodt, 18. Januar.( W. T. B)( Meldung des Reuterhatte in Taura in Sachsen zwei Monate als Hefterin von und fam, nachdem von den verschiedensten Seiten auf die Inschen Bureaus"). Der ehemalige Generalanwalt Schreiner verTricotwaare Arbeit gefunden. Da sie für das Dußend 12 Pf. tonfequenz jenes Beschlusses hingewiesen worden war, zu tritt in einem Schreiben an die„ Cape Times" die Meinung, erhielt, verdiente sie wöchentlich 4 Mart bis 4,50 Mart. dem Resultat, den Beschluß der Mitgliederversammlung für daß die im Vertrage von 1881 vorbehaltene Suzeränität Englands Für ihr Logis mußte sie wöchentlich drei Mart bezahlen, nichtig zu erklären. Schade referirte dann im Auftrage über Transvaal durch die Konvention von 1884 aufgegeben verblieb ihr zum Leben also höchstens 1 Mart bis des Vorstandes über den Stetter'schen Antrag, die Buchbinder worden sei. 1,50 Mart. Davon gingen noch die Kranken- und Beitung" fortlaufend zu paginiren und am Schluß des Jahres Prätoria, 17. Januar.( Meldung des Reuter'schen Jnvalidenbeiträge ab und außerdem mußte sie auch noch ein Inhaltsverzeichniß herauszugeben. Er empfahl Ablehnung Bureaus".) Die bisher unter den Waffen befindlichen Burghers für die Beleuchtung bei der Arbeit sorgen. Die des Antrages, da die entstehenden Kosten größer wären, als die fehren jezt nach ihren Wohnsiz zurück. Nur eine fleine Streit Firma zog ihr dafür wöchentlich 25 f. ab. Von den eventuellen Erleichterungen Werth hätten. Die Abstimmung ergab macht verbleibt im Felde. Auch die Burghers des Oranje- Freis übrig bleibenden paar Pfennigen sollte das arme Mädchen das die Ablehnung des Stetter'schen Antrags für die Mitgliedschaft Berlin. staates sind entlassen worden. Leben fristen. Da ist es wahrlich nicht verwunderlich, daß die Levy rügte, daß die beschloffene Weihnachtsunterstützung für Die gesammte Presse der Südafrikanischen Republit, nament Noth die Arbeiterin zum Betrug trieb. Sie fälschte ihre zwei Arbeitslose einem Kollegen unrechtmäßig vorenthalten worden sei. lich die Organe der Uitlander bezeichnen den Vorschlag der Kontobücher, so daß ihr in Beträgen, bis zu 18 Pf. nach Der Kassirer Christian erklärte demgegenüber, er habe sich Londoner Times", den britischen Agenten de Wet abzuberufen, und nach 2,53 Mart zuviel ausbezahlt wurden. Sie wurde nach dem Beschluß der Versammlung nicht berechtigt gefühlt, dem als ungerecht, da es gerade seinem Takte und seiner Unterstüßung Don den Unternehmern zur Anzeige gebracht und saß nun auf der Kollegen die Unterstützung zu zahlen, da dieser 13 Wochenbeiträge Sir H. Robinson's zu danken sei, daß Blutvergießen vermieden Anflagebant. Einer der als Zeuge vernommenen Fabritinhaber be- I nicht entrichtet habe. Verschiedene Kollegen waren der Ansicht, wurde. " Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 16. Sonntag, den 19. Januar 1896. 13. Jahrg. 1. Besitz: Besizerwerb, Berlust des Besizes, Vererblichkeit| W. Turban, Rudowerstr. 65; Lücke, Chausseesir. 95; Lahmert, des Besizes, verbotene Eigenmacht, Inhalt des Besitzschutzes, Chauffeestr. 63; Lipinsky, Chausseestr. 193; Schrammar, Chauffee= Anspruch wegen Befizentziehung und Befitstörung, Einwendungen straße 27; Steickardt, Neu- Brizerstr. 3; Paul Schröder, Jahn aus dem Recht zum Besiz, Erlöschen der Ansprüche, Schutz des straße 33. Besizers eines Theils einer Sache, des Mitbesizers einer Sache Steglit. Parteigen offen! In der letzten Gemeinde. und des Besizers einer auf ein fremdes Grundstück gelangten vertreter- Sigung wurde nach den Vorschriften der LandgemeindeSache, Ausdehnung des Besitzschutzes auf den mittelbaren Be- Ordnung die Ausloosung vorgenommen; dabei wurden auch fiber, Uebertragung des mittelbaren Besitzes, Eigenbesitz. Das bürgerliche Gesetzbuch. Dem Entwurfe des bürgerlichen Gesetzbuchs sind zwei Dentschriften beigegeben. Die eine Dentschrift umfaßt die ersten drei Bücher. Das erste Buch enthält den allgemeinen Theil, das zweite das Recht der Schuldverhältnisse, das dritte das Sachenrecht. Der allgemeine Theil ist in sieben Abschnitte gegliedert; diese handeln von den Personen( natürlichen und juristischen Per- 2. Die allgemeinen Vorschriften über Rechte an Grundstücken wei Vertreter aus der dritten Klasse mit ausgeloost. Um nun fonen), den Sachen, den Rechtsgeschäften im allgemeinen( Ge- bafiren auf dem Grundbuchsystem und finden ihre nothwendige barüber zu beschließen, ob wir uns an den Wahlen betheiligen wollen, findet am Montag, den 20. Januar, im schäftsfähigkeit, Willenserklärung, Bertrag, unter Bedingung oder Ergänzung in der Grundbuch- Ordnung. Sie betreffen: Erforder- Schwarzen Adler, Albrechtstraße, eine BoltsBeitbestimmung vorgenommene Rechtsgeschäfte, Vertretung und nisse der rechtsgeschäftlichen Erwerbung, Belastung, Aufhebung versammlung statt. In derselben wird der Genosse Bollmacht, Einwilligung und Genehmigung eines Dritten zu und Aenderung von Rechten an Grundstücken, Rangverhältniß Metzner sprechen. Im Falle die Versammlung die Betheiligung einem Rechtsgeschäfte), den Auslegungsregeln für Frist und Termin- unter mehreren ein Grundstück belastenden Rechten, Bormerkung, an der Wahl beschließt, findet noch Aufstellung von Kandidaten bestimmungen, Verjährung der Ansprüche, Selbstvertheidigung öffentlicher Glaube des Grundbuchs. Der Wichtigkeit der Tagesund Wahl eines Komitees statt. und Selbsthilfe, Sicherheitsbestellung. Von wichtigeren, in dem 3. Eigenthum. Juhalt des Eigenthums( Begrenzung des ordnung wegen werden die Genossen erfucht, recht zahlreich zu ersten Buche behandelten Fragen sind folgende, zum theil weil Grundeigenthums nach der Höhe und nach der Tiefe. Bu erscheinen. Die Versammlung beginnt um 1/28 Uhr. Der hier alte Kontroversen zu entscheiden waren, der Erwähnung verlässigkeit einer Einwirkung auf fremde Grundstücke, Anlagen Vertrauensmann. besonders werth: Entmündigung, Namenrecht, Todeserklärung an der Grenze, Ueberhangs- und Ueberfallrecht, Ueberbau, und Lebensvermuthung, juristische Personen( Vereine, insbesondere Nutzung), Erwerb und Verlust des Eigenthums an Grundstücken Wie man öffentliche Meinung fabrizirt. Das literarische auch politische und religiöse, sowie eingetragene Vereine, Stif- und an beweglichen Sachen, Ansprüche aus dem Eigenthum Bureau des Herrn Paul Grüger in Nixdorf versendet an kleinere tungen), Rechtsgeschäfte, Willensmängel, Formen der Rechts-( Haftung des Besizers für Nutzung und Schäden, Rechte des Provinzblätter redaktionelles Material, das von diesem Literaten geschäfte, Vertrag, Vertretung und Vollmacht, Verjährung, Selbst- Besizers wegen Verwendungen, Eigenthumsverwerthung zu in einem Profpeft mit folgenden Worten empfohlen wird: Für vertheidigung und Selbsthilfe. gunsten des Besizers, Ansprüche aus früherem Besitz). den gedeihlichen Verkehr und Geschäftsabschluß ist es fördernd, Das zweite Buch, Recht der Schuldverhältnisse, enthält in 4. Dienstbarkeiten: Grunddienstbarkeiten, Nießbrauch, Un- wenn mir bei Einsendung des Auftrages das gewünschte Genre den ersten 6 Abschnitten Vorschriften, welche für alle, oder übertragbarkeit, Schuldenhaftung bei dem Nießbrauch an einem vorher bezeichnet wird, z. B. ob fromm, religiös, katholisch oder doch, wie die für Schuldverhältnisse und Verträge, für ein größeres Bermögen. evangelisch, ethisch, humoristisch, hintorisch, patriotisch, sozialfrei Gebiet von Schuldverhältnissen gelten. Im 7. und legten 5. Hypothek: Verhältniß der Hypothek zur Forderung, Ein- resp. freisinnig, demokratisch, nationalliberal 2c. Antisemitische Abschnitte werden einzelne Schuldverhältnisse behandelt, und reden des Eigenthümers gegen die Hypothek, Schutz des persön Literatur befiße ich nicht, ebensowenig unästhetische. zwar Schuldverhältnisse aus Rechtsgeschäften( Tit. 1-22), Ver- lichen Schuldners, Gesammthypothet, Hypothek für die Forderung Nicht sittenreine Themate führe ich überhaupt nicht. Ich bin pflichtung zur Vorlegung von Sachen( Tit. 23) und Schuld- aus einer Schuldverschreibung auf den Inhaber oder aus einem auch bereit, bezüglich dauernder Bezüge an wechselndem Stoff verhältnisse aus ungerechtfertigter Bereicherung aus unerlaubten indoffablen Papiere, Grundbuchschulden auf den Inhaber, Renten- Uebereinkünfte( Abonnements auf Beiträume, Quartale ev. Jahre) Handlungen( Tit. 24 und 25). Die Abschnitte 1-6 betreffen: schuld. abzuschließen und zwar zu billigen Preisen. Alle besonderen Inhalt des Schuldverhältnisses( allgemeine Vorschriften über 6. Pfandrecht an beweglichen Sachen: Voraussetzungen und Aufträge auf Festmaterial lokalen Anlasses( Jubiläen, ArbeiterSchuldverhältnisse aus Verträgen, einschließlich des Inhalts der Art des Pjandverkaufs, Schiffspfandrecht, Pfandrecht an Werth- Fabrikfeiern, Turner, Krieger, Feuerwehr, Sänger, allerlei Echuldverhältnisse aus gegenseitigen Verträgen, Versprechen der papieren. Vereins- und Verbandsfeste), Artikel, Gedichte finden bei geringer Leistung an einen dritten, Draufgabe, Vertragsstrafe und Rück- Der zweite Theil der Denkschrift behandelt, wie schließlich Anzahlung prompte Erledigung und mache ich besonders auf die tritt vom Vertrage), Erlöschen des Schuldverhältnisses( Er- ergänzend erwähnt werden mag, das Familien- und Güterrecht, Thatsache aufmerksam, daß Beschwerden über unerledigte Liefe füllung, Leistung an Erfüllungsstatt, Anrechnung, Quittung, Nück- welches einheitlich geregelt ist. Während das Familienrecht im rung nie erfolgt find, ebensowenig über Uebertheuerung. gabe des Schuldscheins, Hinterlegung, Aufrechnung und Erlaß), wesentlichen auf deutschnationaler Grundlage aufgebaut ist, war Original- Dichtungen nur gegen Vorherzahlung. Alles in alle n Uebertragung der Forderung und anderer Rechte, Schuld- für das Erbrecht im wesentlichen der römisch- rechtliche Gesichts- bietet ein Anschluß an meinen Verlag eine ständige Quelle übernahme, insefondere auch Uebernahme einer durch Hypothek punkt der Blutsverwandtschaft maßgebend, jedoch mit erheblichen geistigen Fortschritts(!!!). und Anregung für Redaktionen und gesicherten Schuld durch den Erwerber des belasteten Grund aus deutsch rechtlichen Anschauungen sich ergebenden Modi- das Abonnentenpublikum. Stückes,( Wirkung der Schuldübernahme und Uebernahme eines fitationen. Das Erbrecht ist nicht mehr in infinitum aufrecht- Antisemitische Literatur hat er nicht, der Brave!- würde Vermögens), Schuldverhältnisse mit einer Mehrheit von Schuldnern erhalten; es geht vielmehr über die fünfte Ordnung nicht hinaus, sie aber auch liefern, die antisemitische Presse und Gläubigern. d. h. nicht über die Abkömmlinge der Urgroßeltern des Erblassers stärker wäre. Sonst liefert er alles, pastorale Frömmigkeit, Aus dem zweiten Buche sind folgende wichtige Einzelfragen bezw. über die noch entfernteren Voreltern des Erblaffers und demokratische Ueberzeugungstreue, packende Lyrik für Fabrikfeste besonders hervorzuheben: Binsen, Schadenersatz, Rechnungs- der Ehegatten. In solchen Fällen soll das hinterlassene Ver- zur Förderung des guten Einvernehmens". Und er ist gar legung und Auskunftsertheilung, Form des auf Uebertragung mögen an den Fistus fallen. nicht thener mit seinen literarischen Lumpen und Knochen! des Eigenthums an einem Grundstück gerichteten Vertrages, Alle Achtung vor solchem geistigen Fortschritt. Wird demTragung der Gefahr aus Verzug bei gegenseitigen Verträgen. jenigen Theil des arbeitenden Volfes, der noch vielfach die Versprechen der Leistung an einen dritten, richterliches Erbillige bürgerliche Presse durch Abonnements unterstützt, endlich mäßigungsrecht bei Vertragsstrafen, Rücktritt vom Vertrage, Achtung, zweiter Wahlkreis! Die Genossinnen und Ge- ein Licht aufgehen, wenn er sieht, wie er von den Fabrikanten Uebertragung der Forderung, Kauf( Gewährleistung wegen nossen werden auf die am Dienstag bei Reinhardt, Hasenhaide 57, der öffentlichen Meinung am Narrenseil geführt wird? Mängel im Rechte oder in der Sache, insbesondere Ge- stattfindende Volksversammlung aufmerksam gemacht und ersucht, währleistung beim Viehhandel), Miethe und Pacht( Unter- für dieselbe recht rege zu agitiren. aniethe und Bacht, Zurückbehaltungsrecht des Miethers und Pächters, Pfandrecht des Vermiethers und Verpächters, Form der Mieth- und Pachtverträge, Kauf bricht nicht Miethe), Dienst vertrag, Werkvertrag, Haftung der Gastwirthe für eingebrachte Sachen der Gäste, Gesellschaft, Bürgschaft, Schuldversprechen und Schuldanerkenntniß, Anweisung, Schuldverschreibung auf den Inhaber, unerlaubte Handlungen( darunter Ersatz für Wildschaden, Adlershof. Nochmals machen wir darauf aufmerksam, daß Haftung für den Einsturz eines Gebäudes, Haftung wegen Ver- am Montag, den 20. Januar, nachmittags von bis 52 Uhr, in Leopold's Restaurant die Erfazwahl für Befit, allgemeine Vorschriften über Rechte an Grundstücken, wahlberechtigten Parteigenossen, sich an der Wahl zu betheiligen Das dritte Buch, Sachenrecht, zerfällt in neun Abschnitte: einen Gemeindevertreter stattfindet. Es ist Pflicht eines jeben Eigenthum, Erbbaurecht, Dienstbarkeiten, Vorkaufsrecht von und unserem Kandidaten Max Schmadicke feine Stimme zu Grundstücken, Reallasten, Sypothet, Grund- und Rentenschuld, geben. Zur Agitation für die Wahl findet am Sonntag, den Bjandrecht an beweglichen Sachen und an Rechten. Der Entwurf 19. Januar, nachmittags 3 Uhr, in Wöustein's Lustgarten eine steht dabei auf dem Standpunkte, daß dingliche Rechte nach ihren öffentliche Versammlung statt. Voraussetzungen und nach ihrem Inhalte ausschließlich durch legung einer Amtspflicht). a Tokales. felde werden auf die am heutigen Tage stattfindende General Die Genossen von Tempelhof, Mariendorf und Marienversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins aufmerksam gemacht, in welcher Genosse Bruns seinen Vortragszyklus beginnen wird. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. 4 wenn Wegen des ,, Nationalfestes", das gestern gefeiert wurde, schwimmen alle bürgerlichen Blätter in Wonne. Das heißt, Fest feiern durfte. Die Art, wie die Nationalfeier vor sich wegen der Thatsache an sich, daß das deutsche Volk" ein solches ging, geht den Gutgesinnten jedoch sehr wider den Strich. Mürrisch bemerkt die National- Zeitung": Das Straßenbild war theils durch das Wetter beeinträchtigt theils weil unsere Bevölkerung mehr und mehr lernt, sich von Beranstaltungen fern zu halten, von denen es durch rigorose Absperrungen fernge halten werden foll, zwar belebter als sonst die nationale Bresse, die doch sonst manchen Summer gewohnt ist und aber entbehrte doch nicht des Werktagecharakters." Aber alles ließe sich noch entschuldigen, wenn wenigstens die doch brav in den legten 25 Jahren so große Reptiliendienste leisten durfte, beim Reichsgründungsfest nur ein klein bischen leisten durfte, beim Reichsgründungsfest nur ein klein bischen respektirt worden wäre. Mit Wehmuth unterdrückt die NationalZeitung" ihre Thränen und registrirt voller Resignation, daß In Britz stehen der Arbeiterschaft folgende Lokale zur Ver- weder ihre Bemühungen bei Herrn v. Bötticher noch bei Herrn das Gesetz bestimmt werden, daß daher neben den im Entwurf fügung: Paul Güldner, Rudowerstr. 66; Alfred Bethge, Chauffee- Oberhofmarschall von Eulenburg der öffentlichen Meinung anerkannten Rechten an Sachen fünftig nur noch solche dingliche ftraße 39; Dstar Weiß, Chausseestraße 97," Bum Landhaus"; einen Platz im Weißen Saale verschaffen konnten. Selbst der Rechte begründet werden können, welche die Reichsgefeßgebung Albert Walter, Chausseestr. 69-70, Rosen- Seeterrasse"; G. Adam, Hinweis in dem Bittschreiben, daß die Presse doch auch einiges und, auf den der Landesgesetzgebung vorbehaltenen Gebieten, Rudowerstr. 51," Buschkrug"; Karl Dorn, Bürgerstr. 4; Schön- Berdienst an der Herbeiführung der Errungenschaften habe, Diese zuläßt. Bon wichtigeren Fragen aus dem Sachenrecht finden fisch, Bürgerstr. 17; Walter, Bürgerstr. 19; Wwe. Waßmann, prallte wirkungslos an dem eisgepanzerten Herzen der beiden hohen Bon wichtigeren Fragen aus dem Sachenrecht finden Werderstr. 15; Bock, Rudowerstr. 12; Kersten, Hudowerstr. 85; Beamten ab. Nur einer von der Presse genoß die Gnade, dem folgende eine besondere Würdigung: Sonntagsplandevei. " Hoffnungen, seinen stolzen Wünschen eigentlich erfüllt worden sei. fanden sich ebensowohl bei Rosenthal- Saint Gere ein. Heute sitt Selbst die alten sorgenvollen Fragen, die vor den Siegen von der Tartüffe des Chauvinismus zu Mazas hinter Schloß und 1870 die nationalen Elemente Deutschlands immer und immer Riegel neben anderen Preßpiraten; und gleichmüthig, ohne Berlöscht ist der Jubiläums- Glanz, verklungen das feierliche wieder bewegten, tauchen in ernsthaften Betrachtungen neu auf. Scham, ohne Merger wenden sich die Hausfreunde von ehedem Pathos; und werttägliche Stimmung fehrt langsam wiederum Einstmals hieß es: es: Blut ist ein besonderer Saft; von ihm, dem großen französischen Patrioten ab. ein. Was der romantische Kronprinz vor fünfundzwanzig und wie ein unumstößliches Ariom wurde der Say Ich mußte neulich hell auflachen. Da las ich in einem gut Jahren beklagte, als für seine Ungeduld, den deutschen Kaiser- festgehalten: Blut ist der befte Verbrüderungsfitt. Und liberalen Blatte eine Londoner Epistel. Der Briefschreiber ents thron zu errichten, der Widerstand von Fürsten und Führern heute wird trotzdem ängstlich untersucht, wie weit besonderes rüstete fich ehrlich über den Patriotismus, der sich wie etwa bei so schwer überwunden wurde, das gilt heute selbst für einen Preußenthum sich allgemeiner deutscher Empfindung angepaßt Saint Gère in Paris, so grell und aufdringlich geberdet, um großen Theil des Bürgerthums, das damals noch enthusiastisch habe, wie es mit den moralischen Eroberungen diefes Preußen schmutzige Geschäftchen ungestörter betreiben zu können. Es war entflammt war. Es tommt kein Schwung in diese Leute, schrieb thums stehe und ob man von neupreußischen oder neudeutschen von der neuesten Mode in der Londoner Tingeltangelei die Rede. damals der nachmalige Kaiser Friedrich in sein Tagebuch. Kulturwerken zu sprechen habe. Große Massenaufzüge werden in prächtigem Glanz inszenirt. Wenn man von der Grandezza der zahlreichen militär- höfischen So steht wenig mehr fest von alledem, was vorher wie ein Bum Schluß kommen die südafrikanischen Nationalhelden", das Feste absieht: Was war es mit der jubelnden Begeisterung selbst Glaubensfag dekretirt wurde, den man nicht mehr zu erörtern heißt, die Artisten treten in den Masken der Jameson und Rhodes jener Bürgerschaft, die bis auf die Knochen monarchisch ist? brauche. Auch die Bluttheorie hat vor der Erfahrung nicht und wie sie heißen mögen auf, plärren chauvinistische BänkelMan dachte sich die Festlichkeiten etwa wie die Komposition Stand gehalten, wie die besonderen, so leicht erregbaren lieder mit dem Refrain, der in's Berlinische übersetzt etwa einer Hymne, die feurig bewegt am Sedantage einsetzen und im Empfindlichkeiten im Süden, wie im Westen des Reiches all- lautet: Uus fann feener." Und das Publikum geberdet sich mächtigen, feierlichen Chor am 18. Januar austlingen sollte. wöchentlich beweisen. wie toll. Man trampelt mit den Füßen, daß die Dielen dröhnen, Aber die Steigerung war nicht möglich geworden. Was an Hat die blutige Saat nicht dem Sieger die Ernte gebracht, man brüllt die Kouplets mit, ein ohrenbetäubender Lärm erhebt freiwilligem Enthusiasmus vorhanden war, was die vielen die er erwarten mochte, auch für den unterlegenen Theil, für die sich und minutenlang dauern diese Ausbrüche leidenschaftlichen Mitläufer, die jedem Kommandowort willfährig gehorchen, Bürgerschaft Frankreichs ist sie nicht geworden was sich diese Beifalls. Der Londoner Briefschreiber versichert, etwas so an Kraft aufbieten konnten, das reichte nicht aus, Bürgerschaft damals als Trost im Unglück zuraunte. Es sollte Standalöses, eine solche Entweihung vaterländischen Empfindens 21111 über die mancherlei Beklommenheiten mit einem eine moralische Wiedergeburt aus der blutigen Niederlage er felten erlebt zu haben. einzigen Triumphgesang hinwegzuheben. Bu viel Trübes stehen; und wenn man heute um sich sieht, wie anders kam es! Das Londoner Tingeltangelwesen ist dem Berlinischen an hat die Welt gerade in den lezten Monaten erfahren, Auf blutiger Saat reist fein Segen; nicht hüben, nicht drüben. Umfang und Ausstattungspracht überlegen. Es mag sein, daß als daß irgendwo ein voller Jubelsturm durch die Lande er- Dem schneidig überlegenen Ton von hüben antwortete alsbald die die Vorgänge im Londoner Riesen- Tingeltangel besonders rüde braufen könnte. Bei uns haben selbst bei den Herren der chauvinistische Revanchemusik von drüben. Ein Abenteurer wirken. Aber haben wir dasselbe nicht alle Tage erlebt, äußersten Rechten, bei denen um Kaniz die jüngsten parla- Schönbart, ein General, mehr Komödiant, als Soldat wird auf worüber sich der deutsche Korrespondent in London so aufregt? mentarischen Debatten einen bitteren Stachel hinterlassen. So eine Weile zum Halbgott erhoben; und unter dem Schuß des War die schmußigste Tingeltangelei nicht auch bei uns die Heimtommt es, daß das Hurrahrufen auch in den bestgesinnten" aufgeregten Lärmens, im allgemeinen Trubel anfangs stätte für das widerwärtigste Prahlhausenthum im Chanvinismus? Blättern nicht zu vollem, dröhnenden Schwung gediehen ist; und wenig beachtet, geht ein Theil der Bourgeoisie auf Raubzüge Sat nicht selbst in sogenannten Theatern die gleiche Profanation das Papier ist doch sonst so geduldig. aus, brutal, standalös und niedrig, wie sie vor aller Welt im geherrscht und wurden von Dirnen nicht auch da patriotische Diesmal tann man das tückische Proletariat nicht für die großen Panama und im kleineren, aber noch schmutzigeren Fall Rouplets vorgeplärrt? Erschlaffung der anderen verantwortlich machen. Es steht ge- des Lebaudy enthüllt wurden. Der brave Hermann Rosenthal, Man hört immer das Schlagwort vom Ludergeruch der laffen bei seite; im geeinten Deutschen Reich, wie es geschichtlich auch Armand und St. Gere genannt, wie wußte er bei dem Revolution wiederholen, wiewohl der Begriff Revolution wurde, sieht es die umfassendere, breitere und einheitlichere allgemeinen Spektakel immer lauter die Kriegsdrommete er längst nicht mehr in dem blutigen Sinn aufzufassen ist, Kampfstätte für sein ideales Ziel, als sie ihm ein zersplittertes dröhnen zu lassen. Das fesselte seine Leute, das bändigte den ihm der königliche Urheber des geflügelten Wortes Deutschland geboten hätte; aber es mag nicht würdelos eine ihre Sinne, das schläferte ihr Gerechtigkeitsgefühl ein; unterlegte. Vom richtigen Ludergeruch des bluterfüllten Glücksempfindung äußern, die nach allem, was vorgefallen, bloße und sie saben nicht auf den schmaßenden, prahlerischen, Chauvinismus, der bis in die schwüle athembeklemmende Schwindler und Heuchelei wäre. Nicht vom sozialistisch erfüllten Proletariat gehen vierschrötigen dessen niedrig gemeine Atmosphäre des Tingeltangels bringt, schweigt man vorsichtig. die bangen Fragen aus, die sich an die Gedenkseier des 18. Januars Physiognomie: Sie füllten seinen Salon, Salon, fie tranten Ein starkes Unbehagen lagert über der Welt, eine trampshafte Inüpften. Es fonnte keine Täuschung erfahren, wie die bürgerliche seine Weine, sie besuchten die Abendgesellschaften in seiner kost- Gereiztheit. Rührt man an sie, so entquilt sofort, wie jetzt in Welt, die vor einem Vierteljahrhundert ihr Jdeal der Erfüllung baren Wohnung und freuten sich über den Druck seiner plumpen England, der Geruch nach Blut und Luder aus allen Poren des so nahe sah. Nach der Zukunft ist sein Blick vertrauend hin- Hand. Das waren auch nicht die ersten besten Schmaroger, Gesellschaftsförpers; und das sozialistische Proletariat, das ge= gewandt; und so bleibt es frei von der Melancholie, der ein fleine Schauspieler und gefällige Dämchen, schußbedürftige meinsamer Werkthätigkeit und friedlicher Berbrüderung den guter Theil unseres Bürgerthums gerade jetzt verfallen ist, da es Beitungsschreiber und zweifelhafte Glücksjäger: Träger von Weg bereitet, soll von Ueberhigten sich den Kopf benebeln lassen? nach rückwärts sieht und erfennt, wie wenig von seinen frohen Namen, die einen Weltklang in Kunst und Literatur haben, Alpha. Das berühmte anti- buddhistische Bild des Professors Knackfuß Völker Europa's, wahret Euere heiligsten Güter" ist von Wilhelm II. gestern sämmtlichen hiesigen Schulen geschenkt worden. Die Nr. 3 des Sozialist“ vom 18. Januar fiel der Konfistation anheim; die Polizei fand jedoch nur 20 Exemplare. Anlaß zu dieser Maßregel sollen die Artikel" Bum 18. Januar und Obdachlos- Arbeitslos" gegeben haben. und Obdachlos " " " = weihevollen Aft im Weißen Saale beiwohnen zu dürfen, und Experimental- Vortrag, Photographie mit unsichtbaren Strahlen", I gefchloffene Raffette, in welcher die zum Photographiren präparirten Dieser eine war Herr L. Pietsch, der große 2. P." von der bei welchem bekanntlich die Röntgen'schen X- Strahlen Anwendung Papiere sich befinden, Metallstücke, die aneinandergereiht waren, Vossischen Zeitung". Nachbarin, Euer Fläschchen! finden, halten. Am Dienstag trägt Herr Tabbert noch einmal aufgelegt, und zwar Zink, Zinn, Kupfer, Messing, Eisen über" Transvaal, die afrikanische Schazkammer," und am Frei- und Aluminium. Die ganze Reihe von Bint bis Eisen zeigte sich tag Herr Dr. K. Müller über Das Hühnchen im Gi" vor, undurchlässig und gab sonach kein Bild, nur das Aluminium war während am Sonnabend der dekorative Vortrag" Das Antlig durchlässig", das heißt, die Strahlen drangen durch dieses der Erde" zum ersten Male wieder gegeben wird. Metall und das Bild gab das ganze Quadrat des Original plättchens in gleicher Größe wieder. An einer dritten photo graphischen Platte zeigte sich eine originelle Erscheinung. Es Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter der wurde die geschlossene Gewichtskassette, und zwar neben der Straßenreinigung werden in dem Verwaltungsberichte des Magistrats pro 1894/95 in einem sehr rosigen Lichte geschildert. felben liegende Metallschablonen mit ausgeschnittenen Buchstaben photographirt. Das Bild ergab- Doppelerscheinungen. Es scheinen Daß aber nicht alles Gold ist, was glänzt, zeigt sich auch hier bei einiger Vertiefung in den Bericht. Daß die Löhne, welche In der Freien Literarischen Vereinigung spricht am fonach die unsichtbaren Strahlen von zwei verschiedenen Punkten der für den Vorarbeiter 3,75 M., für den Arbeiter 1. Klasse 3,25 M., Mittwoch, den 22. Januar, abends 81/2 Uhr, bei Lauter, Burg- Platte ausgegangen zu sein und die Doppelbilder veranlaßt zu für den Arbeiter 2. Klaffe 2,75 M. betragen, so besonders glänzende straße 13, Herr Geheimrath Professor Dr. W. Förster, Direktor haben. Beim vierten Verfuch wurde eine Hand photographirt. Das Wesen der Natur Bei diesem Versuche sind jedoch diesmal die Röntgen'schen sind, kann wohl nicht behauptet werden. Wenn die Arbeitszeit auch der Sternwarte, über: Eine Resultate nicht beobachtet worden. Haut und Knochen zeigten nur eine achtstündige ist unter normalen Verhältnissen so erkenntniß und ihre sittliche Bedeutung." Gäste fich gleichmäßig undurchdringlich für die Strahlen, so daß nicht ist dabei doch zu berücksichtigen, daß die Arbeit, die verrichtet freie Diskussion wird sich dem Vortrage anschließen. wird, Nachtarbeit ist und von 12-8 Uhr, einschließlich einer( Damen und Herren) haben freien Zutritt. Wir verfehlen das Knochengerüst, sondern die Konturen der Hand im Bilde er balben Stunde Frühstückspause dauert sowie, daß ein Vergleich nicht, die Genossen und Genoffinnen auf diesen sehr interessanten scheinen. Es mag aber diese Wirkung von Ursachen abhängen, die nicht von der Strahlenquelle herrühren, sei es, daß an der Der Kopfzahl mit der zu reinigenden Straßenfläche ergiebt, daß Bortrag aufmerksam zu machen. auf den Kopf von der täglich zu reinigenden Straßenfläche Die Zahl der in Berlin wohnenden Rechtsanwälte Hand selbst oder an der Exposition oder an der Platte die Ur 5000 Quadratmeter entfallen. Die noch schlechter daran, auf deren Kopf über 7000 Quadrat- betrug am 1. Januar d. J. 664. Davon find 586 beim Land ist bisher noch nicht gelungen; doch seht Profeffor Eyner die noch schlechter daran, auf deren Kopf über 7000 Quadrat- gericht I, 62 beim Landgericht II und 66 beim Kammergericht Bersuche fort und hofft, daß nicht nur dieses Resultat erzielt Asphaltburschen and fachen zu suchen wären. Der Versuch, die Fluoreszenz zu zeigen, meter der täglich zu reinigenden Fläche entfallen. Die- eingetragen. Im Laufe des Jahres 1895 hat sich die Zahl der felben beziehen 1,60 m. Lohn pro Tag, arbeiten wie die Anwälte um 29 vermehrt, und zwar beim Landgericht I um 19, werden wird, sondern daß noch weitere interessante Entdeckungen Lage Arbeiter 9 Stunden und sind den meisten Unfällen aus beim Landgericht II um 6. und beim Rammergericht um 4. Bon werden gemacht werden." Tage- Arbeiter Theater Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag: gesetzt. Unter Arbeitern zweiter Klasse werden die neu ein den hiesigen Anwälten waren 30 schon vor der Justizreorganigestellten verstanden, welche nach dem Bericht meist schon mit fation vom 1. Oktober 1879 Anwälte; 36 sind noch im letzten Théatre paré. Anfang 8 Uhr. Montag: Tristan und Isolce. Ablauf des ersten Jahres die höhere Lohutlaffe erreichen. Biel Vierteljahr 1879 in die Listen eingetragen, 19 im Jahre 1880,( Triftan: Herr Heinrich Vogt aus München als Gast.) Anfang fach geschieht dies in noch fürzerer Zeit." Gine bestimmte 25 im Jahre 1881, 28 im Jahre 1882, 28 im Jahre 1883, 87 im 62 Uhr. Dienstag: Der Prophet. Mittwoch: Der Freischüß, Norm scheint also nicht zu bestehen und der Wille der Verwal Jahre 1884 und 36 im Jahre 1885. Zusammen waren also in Donnerstag: Lohengrin.( Lohengrin: Herr Heinrich Bogl als tung entscheidend zu sein. Ebenso steht es mit den Unter Berlin am 1. Januar d. 3. 284 Anwälte vorhanden, die eine Gast.) Anfang 7 Uhr. Freitag: Die Hugenotten.( Königin: Fr. fügungen in Krankheitsfällen, von denen der Bericht fagt:" Die mehr als zehnjährige Praxis in Berlin hinter sich hatten; es Mary Howe aus New- York a. G.) Sonnabend: Hänsel u. Gretel. Arbeiter erhalten in Krankheitsfällen außer ihrem Krankenkassen sind dies 35,2 pet. der Gesammtzahl. Phantasien im Bremer Rathsteller. Sonntag: Der Evangeliman. gelde noch besondere Geldunterstützungen seitens der Verwaltung. Anfang 8 Uhr. Schauspielhaus. Sonntag: Die HerDiese Unterstügungen können eine Höhe bis zum halben Tages Der Magistrat hat beschlossen, dem Kaiser und Raiferin mannsschlacht. Anfang 7 Uhr. Montag: Doktor Klaus. lohu pro Tag erreichen. Bewährte gute Arbeiter, besonders Friedrich- Kinderkrankenhause für das Verwaltungsjahr 1896/97 Dienstag: Othello, der Mohr von Venedig. Mittwoch: Nathan solche mit starken Familien, werden bei diesen Unter- gleichwie im vorigen Jahre 50 000 M. zu überweisen. der Weise. Donnerstag: Halali. Die stille Wache. Freitag: stüßungen besonders bedacht." Also auch hier entscheidet das Ermessen Sonntag: Die franke Zeit. Montag: Die Quißows. der Verwaltung! Als ebenso problematisch Die Schund- Literatur" ist, wie die Kreuz- Zeitung" Der Revisor. Sonnabend, zum 1. Male: Die frante Zeit. Sonntag, 19. Januar, nachmittags erweist sich eine andere Vergünstigung, womit im Be- meldet, um einen neuen Sensationsroman" bereichert worden, Kroll's Theater. Alte welcher folgenden Titel führt:„ Elife Sancke oder das Schicksal 1/23 Uhr: Die Tochter des Regiments. Abends 7 Uhr: Bericht besonders paradirt wird und von der es heißt: Arbeiter, welche arbeitsunfähig geworden sind, beziehen bei ihrer des Dr. Steinthal." Die erste Lieferung dieses Machwerkes, Das Hungerloos. Sonntag, 26. Januar, nachmittags 1/28 Uhr: Abends 7 Uhr: Uriel Acosta. Entlaffung neben ihrer gefeßlichen Alters- und Invalidenrente welches die Bildnisse diefer beiden vielgenannten Personen zeigt, Das goldene Kreuz. neben anderen noch laufende Unterstügungen seitens der Gemeindebehörden von wird zur Zeit hier in Berlin vertrieben Sorma in Der Meister von Palmyra auf. Sonntag Nach400-600 M. Diese Unterstübungen treten in der Regel schon" Romanen", z. B." Die Bettelgräfin",„ Melanie, oder die Schicksale Im Deutschen Theater tritt am Sonntag Abend Agnes nach zehnjähriger Dienstzeit ein und steigen von 5 zu 5 Jahren einer jungen Mutter" u. s. w. Leider finden derartige Schmierereien mittag sowie am nächsten Sonnabend Abend wird Florian Geyer gegeben; Montag fommt Hamlet mit Josef Kainz zur zurückgelegter Dienstzeit um je 50 M." Das hört sich gewiß recht schön viele eifrige Leser und Leserinnen. an. Doch ist's im Leben häßlich eingerichtet, daß bei den Rosen gleich Am hiesigen Kaiserlichen Statistischen Amt sollte den Aufführung. Dienstag geht zum ersten Male Mar Halbes die Dornen stehen. So ist es auch hier, denn der Bericht fährt Beamten zuerst der gestrige Tag nur von 1 Uhr mittags ab neue Tragikomödie Lebenswende in Szene und wird außerfort: Allerdings beruhen diese Säße nicht auf Gemeinde- freigegeben werden. Im legten Augenblick kam die Mittheilung, dem diese Woche noch am Donnerstag und nächſtfolgenden beschlüssen und begründen keinerlei Rechtsansprüche"!! Die daß die Bureaus den ganzen Tag geschlossen bleiben sollen. Sonntag Abend wiederholt. Für Mittwoch ist Die Jüdin von Oberaufseher mit einem Meistgehalt von 2850 M. und die AufToledo mit Agnes Sorma in der Titelrolle, für nächstfolgenden Sonntag Nachmittag find Die Weber angefeßt. Im Lessingseher mit einem Meistgehalt von 2000 m. find pensionsberechtigt und werden die Oberausseher nach vierjähriger Dienstzeit auf heater wird Comtesse Guckerl in der laufenden Woche Am Freitag Lebenszeit angestellt. Interessant ist auch folgende Stelle im an allen Abenden, außer Freitag, erscheinen. Bericht: Für besonders anstrengende Dienstleistungen werden findet die erste Aufführung der beiden Novitäten Untreue, hier und da Bulagen gewährt, die indessen von den Arbeitern Skomödie in brei Aften von Robert Bracco, und Fräulein als eine freiwillige Anerkennung ihrer Leistungen angesehen und Wittwe, Lustspiel in einem Aft von Ludwig Fulda, statt, geschätzt werden."- Ja, ja! Es ist nicht alles Gold, was fahren. welche sodann am nächsten Sonntag ihre erste Wiederholung er glänzt! Als Nachmittags= Vorstellung gelangt am Sonntag Minna von Barnhelm, am nächsten Sonntag Der Bei dem königlichen Leihamt in Berlin hat sich der Geschäftsverkehr im Rechnungsjahre 1894/95 gegen das Vorjahr Compagnon zur Aufführung. Im Berliner Theater wird heute Nachmittag der Pfarrer von Kirchfeld aufgeführt. vermindert. Es wurden ausgeliehen im Jahre 1894/95 auf 1. Abends Goethe's Faust. Montag wird der Verschwender 209 435 Pfänder 4 489 525. oder 21,44 Pf. pro Pfand, d. i. Das alte Reichstags- Gebäude in der Leipziger Straße wiederholt. Dienstag, Donnerstag und Sonntag Nachmittag 9856 Pfänder und 339 851 M. weniger als im Vorjahre. muß sich, so lesen wir in der Abendpost", mancherlei WandSardon's Fedora. Freitag findet( außer Abonnement) Verpfändet wurden 0,07 pet. Papiereffekten, 3,53 pet. lungen unterziehen. Allerneuestens will man es sogar, wie ein Ernst eine Aufführung von Goethe's Faust statt. Schmucksachen mit Juwelen, 47,52 pet. Gold- und Silbersachen, hiesiges Blatt mittheilt, zu einem Bismarck- Moltke- Museum ver v. Wildenbruch 3 neuestes Drama König Heinrich geht 17,44 pet. Uhren, 31,44 pet. Wäsche, Stoffe, Belze, Kleidungs- wenden. Weiter wird dafür Stimmung gemacht, nach Abbruch Mittwoch zum ersten Male in Szene und wird Sonnabend und stücke u. f. w. Betheiligt waren an den Darlehusgeschäften des alten Reichstags- Gebäudes an dieser Stelle ein dauerndes Sonntag wiederholt. Im Schillertheater kommt heute 0,93 pCt Pfandleiher und Kommiffionäre, 60,43 pet. Hand- Bismarck- Molite- Museum" zu erbauen. Sonntag, Nachmittag Der Raub der Sabinerinnen zur Aufwerfer, Gewerbe- und Handeltreibende, 8,57 pt. Tage und Fabrikarbeiter, 0,83 pt. Sentiers und Grundbesitzer, 1,73 pet. Eine Ausstellung für Kochkunst, Voltsernährung, führung, Abends geht Dukel Bräfig in Szene. Montag und Künstler( Echauspieler, Maler 2c.), 0,77 pet. Studirende, 0,13 pet. Bäderei, Konditorei und alle verwandten Ge Freitag wird Der Widerspenstigen Zähmung, Dienstag Der Offiziere und Militärärzte, 1,17 pet. Professoren, Lehrer, Aerzte, werbe mit besonderer Berücksichtigung der Volts- Gesundheits- Traum ein Leben, Sonnabend die drei Ginakter Ehrenschulden, Literaten, 3,60 pCt. Beamte des Staats, der Kommune 2c., Pflege veranstaltet der„ Nationalverein zur Hebung der Volts- Das Echweigen und Ohne Liebe wiederholt. Mittwoch und 21,84 pet. Wittwen und unverheirathete weibliche Personen. gesundheit" vom 14. bis 29. März 1896 in den Räumen des Donnerstag wird Onkel Bräfig im Verein mit dem Bulta haupt'schen einattigen Schauspiel Vittoria" gegeben. Schon früher haben wir darauf hingewiesen, daß die Ver- alten Reichstagsgebäudes, Leipzigerstr. 4. Im Bürgersaale des Rathhauses findet heute minderung im Leihamt- Verkehr in feiner Weise auf Hebung der Aus unbekannten Gründen hat der 21 jährige Photograph 7/2 Uhr zum ersten Male Emanuel Geibelabend statt. Lebenslage unserer arbeitenden Bevölkerung schließen läßt. Der 3, der aus einer reichen Magdeburger Familie stammt und in Hungerleider, die neue Ausstattungs. Komödie von Keller geringe Satz von Leuten aus den arbeitenden Klassen in dem besten Berhältnissen lebte, in der Nacht zum Sonnabend im und Hermann( Musik von Louis Roth) wird bestimmt am kom aufgeführten Verzeichniß lehrt wieder die einfache Wahrheit, daß Café Bauer 3yantali zu sich genommen. In einem Kranken- menden Donnerstag im Friedrich Wilhelmstädtischen nur solche, die überhaupt noch etwas haben, ihre Werthgegen hause, wohin er schnell gebracht wurde, beseitigte man jede Theater zum ersten Mal in Szene gehen. Die Titelrolle stände zum Versatz bringen. Gefahr. spielt Herr Edmund Hanno, die übrigen Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Cornelli, Kramm, Elise Schmidt, fowie der Herren Haneld, Hambrock, Sommer und Neumann. Die Ballets hat die Balletmeisterin Ala arrangirt. Das Repers toire des Neuen Theaters beherrscht auch in der kommen den Woche ausschließlich Bisson's Suftspiel Der Herr Direktor. Als Nachmittagsvorstellungen gehen Sonntag, den 19. d. Mis., Francillon, Sonntag, den 26. Januar, Der Rabenvater in Szene, -Im Belle Alliancetheater geht nachmittags 3 1hr, als Boltsvorstellung unter Regie von Julius Türk Arthur Zapp's vieraftiges Schauspiel Außerhalb der Gesellschaft in Szene; abends 8 Uhr folgt Ely's neue Gesangs- und Balletposse in vier Akten Böse Buben. Im Apollo Theater steht das bekannte Programm auch in der kommenden Woche auf dem 3 Hepertoire. Das Berliner Aquarium hat durch neue Zuführungen Verbot des Salzstreuens bei Schneefällen. Der Polizei: präsident hat eine Verordnung folgenden Inhalts erlaffen: Das Bestreuen der Bürgersteige mit Salz jeder Art, sowie mit Salz mischungen, ist verboten. Nebertretungen werden mit Geldftrafe bis zu 30 Mart, im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft geahndet. funden worden ist, welches das Salzstreuen auf den Pferdebahn Bedauerlich bleibt, daß anscheinend noch kein Mittel geschienen ersetzen tönnte. Der im Bau begriffene Bahnhof Savignyplay foll am Mai dem Verkehr übergeben werden. " Nicht im Leibnikgymnasium, sondern im Rönigstädtischen welche durch ihre entzückenden Farbenabtönungen und reizvollen richteten, irrfinnig geworden. aus verschiedenen Meeren die Sammlung der Blumenpolypen, Gymnasium ist der junge Primaner, von dem wir fürzlich beFormen die Beschauer immer wieder zur Bewunderung hinreißen, auf mehr als ein Dußend Arten gebracht. Neben den Gattungen und Spezies der sogenannten Seerofen, unter denen namentlich eine aus dem adriatischen Meere angekommene Gesellschaft der prachtvoll rothen, grün und weiß gefleckten Erdbeerrose, der auWitterungsübersicht vom 18. Januar 1896. Swineinünde Hamburg Berlin muthigen Ballis und einer mit dem dasselbe Schneckenhaus be: Stationen. wohnenden Einsiedler ein inniges Genossenschaftsverhältniß eingehenden Schmaroßer Seerose auffällt, erregen die Aufmerksamkeit des Besuchers Zivei aus dem Mittelmeere bezw. der Nordsee angelangten Arten Korkpolypen; und diese Aufmerksamkeit verdienen sie, da jeder der hand- oder baumförmigen, dicken, weichen, fort oder lederartigen Stücke eine Kolonie von Einzelthieren darstellt, die als einige Millimeter Wiesbaden große weiße blüthenartige Gebilde ans der röthlichen oder gelb- München lichen Stockoberfläche hervorragen. Ihnen schließen sich aus der Wien. Ordnung der achtstrahligen Blumenpolypen noch eine Seefeder Haparanda. und einige neu zugeführte Spezies aus der Gruppe der Petersburg Korallen an. Cort : Barometer ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung MSM Still ២៩ ឌ ឌ គម Windstärke NNA| NNANA( Stala 1-12) etter Dunst Temperatur nach Celsius ( 5° C. 4° R.) -1 Nebel Nebel 1 bedeckt 6 Regen 2 765 S 765 766 770 771 768 N 750 SM 765 SW 4 757 SW Regen heiter 772 MSM 2 bedeckt Schnee bedeckt -2 -10 9 6 Wetter Prognose für Sonntag, 19. Jannar 1896. Mildes, ziemlich trübes Wetter mit leichten Regenfällen und Berliner Wetterbureau. " Gerichts- Beifung. " Abend Der bas Auch ein Majestätsbeleidiger. Als ein moralisch total herabgekommener Mensch bezeichnete sich selbst ein Angeklagter, der am Freitag der zweiten Straffammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Es war der 25jährige Zimmermann Ernit In der Urania hielt am Donnerstag Herr Dr. Karl Aberdeen. 8 Hertwig, ein Mensch mit gefunden Gliedmaßen und guter Müller einen neuen Vortrag, der sich über ein Gebiet ver: Paris. Schulbildung, der aber mit einem unüberwindlichen Hang zum breitete, daß unseres Wissens bisher in dem bekannten Institut Müssiggang behaftet ist. Mit höhnischem Lächeln bestätigte er noch nicht bearbeitet worden ist. An der Entstebung des Hühn die Richtigkeit des ihm vorgehaltenen langen Borstrafenchens im Ei veranschaulichte der Vortragende den Werdeprozeß Registers. Der Vorsitzende hielt ihm vor, daß er sich des Lebens vor der Geburt in recht interessanter und dezentermäßigen südwestlichen Winden. felbft in einem Briefe erpresserischen Inhalts als moralifch total habe. herabgekommen bezeichnet " Jawohl, faft zu dezenter Weise. Die unnatürliche, von manchen Leuten bin ich auch, erklärte der Angeklagte frech. Sie jawohl auch als christlich bezeichnete Erziehung, die im bürgerfind aber arbeitsschen? Nun in den letzten Jahren lichen Leben an dem Kinde geübt wird, hält es ja für fittlich, Kunst und Wissenschaft. wenn vor der Jugend die wichtigsten natürlichen Vorgänge überbabe ich doch arbeiten müssen, ich bin ja aus dem Ge= haupt als nicht vorhanden betrachtet werden. Ungeachtet, daß die Ignorirung des Natürlichen unfittliche Anschauungen gerade berichtet die Presse" vom 15. ds.:„ Wir hatten heute Gelegen Majestätsbeleidigung, Beamtenbeleidigung und Bedrohung zur Versuche mit dem Verfahren Nöntgens. Aus Wien fängniß wenig herausgekommen." Jegt wurde dem Angeklagten Erpressung, Betteln, Widerstand gegen die Staatsgewalt, fördern muß, wird es ja ebenfalls für unanständig gehalten, heit, im phyfitalischen Kabinet der Wiener Universität die photo Last gelegt. Mit zynischem Lächeln gestand er alles ein, es war wenn die Entwickelung des werdenden Lebens vor beiden Geschlechtern erörtert wird. Die Urania verdient Dant, daß sie mit graphischen Platten zu sehen, die Professor Franz S. Eruer nach ihm augenscheinlich darum zu thun, ein recht hohes Strafmaß dem Röntgen'schen Verfahren hergestellt hat. Gestern abends diefem, vor allem in der bürgerlichen Gesellschaft geltenden hat Prof. Exner in der Physikalisch- chemischen Gesellschaft Mit Deffentlichkeit geführt wurde, endete mit der Verurtheilung des zu erzielen. Die Verhandlung, welche unter Ausschluß der Vorurtheil gebrochen und in Wort und Bild recht anschaulich theilungen über die Versuche gemacht, welche von ihm genau nach Angeklagten zu drei Jahren Gefängniß, fünfjährigen einem Herren- und Damenpublikum gezeigt hat, wie das Leben den Angaben des Prof. Röntgen in Würzburg ausgeführt worden Ehrverlust und Weberweisung an die Landes- Polizeibehörde. der thierischen Lebewesen wird. Herr Dr. Müller hielt sich streng sind, und die photographischen Platten vorgezeigt, deren Herstellung an feinen Gegenstand und machte nicht einmal Abschweifungen ihm gelungen ist. Das Verfahren war das schon wiederholt beVon der Anklage der Majestätsbeleidigung war der auf das Gebiet der Descendenzlehre, die wohl ohne Schaden in schriebene. Es wurde ein starker Induktionsstrom durch eine luft- Schuhmachermeister Budach zu Pollenzig vom Landgericht Guben dem Vortrage hätte berührt werden können. Doch diese Kleinig leere Glasröhre geleitet und die von dieser Röhre ausgehenden un- freigesprochen worden; der Fall bezog sich auf einen Ausdruck, teiten seien dem Herrn ebenso gern verziehen, wie die Kalauer, fichtbaren Strahlen wurden benutzt, um auf gewöhnlichen photo. der am Biertisch gefallen war. Die von der Staatsanwaltschaft mit denen er von Zeit zu Zeit den Stoff zu würzen fuchte. Herr graphischen Emulsionsplatten Bilder hervorzurufen. Dies ist eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen, weil der Dr. Müller wird das am Donnerstag erörterte Thema wohl noch auch vollständig gelungen. Es wurden vier Photographien er: Verfuch der Staatsanwaltschaft an der Feststellung, daß dem häufiger behandeln. zeugt. Die erste ist die von einer gefchloffenen Holzfaffette, in der Angeklagten der Dolus gefehlt habe, mit dem Gefeß nicht zu Die Urania hat für die kommende Woche folgendes Pro- neun kleine Platingewichte, eine Pincette und eine Klammer in vereinbaren ist. Denunziant war in dieser Sache der Gastwirth gramm aufgestellt: Heute Abend findet die letzte Aufführung des getrennten Fächern lagen. Die Strahlen durchdrangen das Holz; Kubach, bei dem B. verkehrte. dekorativen Vortrags Vom Fels zum Meer" statt. Am Mon- das photographische Bild zeigt nur die Metallstücke in ihren vertag, Mittwoch und Donnerstag wird Herr P. Spies seinen schiedenen Lagen. Bei einem zweiten Versuche wurden auf die Wie ein Gerichts: Berichterstatter meldet, waren gestern alle Termine im Kriminal Gerichtsgebäude aufgehoben worden; Arbriter- Bildungsschule. Sonntag fein Unterricht. Die Leseräum abends 8% Uhr. bofer Bierausschant, Luisenstr. 36. Sigung Montag, ben 20. Januar 1896, Berlin Vezirt 1. Mitglieder Versammlung am Dienstag, den 21. Januar, abends 8 übr, Langeſtr. es( früher Tempel). Bentral- ranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer. nur die 147. Abtheilung des Schöffengerichts verhandelte Privat- Jeibt, welcher bei Entlassungen wegen Arbeitsmangels| wegen Berleumdung Entlassenen. Die Strafgelder würden zu flagen. Weiter meldet der Berichterstatter: So still es sonst im eine dementsprechende Verkürzung der Arbeitszeit bedingt, durch Wohlfahrtseinrichtungen, Landpartien 2c. verwendet. Im übrigen Gerichtsgebäude war, so lebhafte Thätigkeit herrschte in der welche Maßnahme Entlassungen wenigstens zum großen Theil hätten die Arbeiter nicht hier, sondern dem Arbeiterausschuß MißGerichtsschreiberei der Staatsanwaltschaft, denn es galt, die von dem verhütet werden könnten. Drabnic wies dann darauf hin, daß stände bekannt zu geben. Nachdem noch eine ganze Anzahl Redner taiserlichen Gnadenerlaß betroffenen Personen, die ihre die Bibliothek trotz des bedeutenden Bücherschazes im Verhältniß Klage geführt hatten über ungenügende Wascheinrichtungen, über die Strafe in Plößensee oder in Rummelsburg verbüßten, sofort zu der großen Mitgliederzahl zu wenig in Anspruch genommen allen fanitären Anforderungen Hohn sprechenden Aborte in den der Freiheit zurückzugeben. Uebrigens enthält der kaiserliche wird. Mirring gab die Abrechnung vom Streitfonds, die Fabriken 2c. erhielt Näther das Schlußwort, worin er unter Gnadenerlaß eine Untlarheit, die in Rechtsanwaltskreisen Zweifel sich wie folgt stellt: Einnahme 1930 m., Ausgabe 1752,75 M., lebhaftem Beifall die Behauptungen des Ingenieurs Maßner bervorrief. Der Erlaß spricht von Strafen, die bis zum heutigen mithin Ueberschuß von 177,25 M. Neu aufgenommen wurden widerlegte und die nicht organisirten Kollegen zum Beitritt in Tage" rechtsträftig werden und es konnte in der That die Frage 22 Mitglieder. die Organisation aufforderte. Zum Schluß wurde eine Resoentstehen, ob diese Zeitbestimmung auch diejenigen Strafen um Eine außerordentlich gut besuchte Versammlung der lution angenommen, worin die Versammlung versprach, Mann faßt, die am 18. Januar rechtskräftig wurden. Eine praktische Be Berliner Metallarbeiter, zu welcher die Kollegen einer ganzen für Mann der Organisation beizutreten, um den Uebergriffen deutung hatte diese Frage für manchen Rechtsanwalt, der sich zu Anzahl von Fabriken besonders eingeladen waren, tagte am der Unternehmer entgegen arbeiten und um die günstige entscheiden hatte, ob er angesichts des Gnadenerlasses im Inter Donnerstag bei Uhlig, Badstr. 19. Der Vertrauensmann Otto schäftstonjunktur ausnutzen zu können. esse seines Klienten die gegen eine Strafe eingelegte Berufung Nät her referirte über das Thema: Wie behandeln die Metall Der Verein zur Wahrung der Jntereffen der Gastlieber zurückziehen solle. Die in einem Spezialfalle an die industriellen ihre Arbeiter? Nachdem er einen Rückblick und Schankwirthe Berlins und der Umgegend hörte ain Staatsanwaltschaft gerichtete, darauf bezügliche Anfrage wurde auf Die Berliner Metallarbeiter Bewegung seit dem 17. b. M. in seiner Mitgliederversammlung bei Marten, Ackerin ungünstigem Sinne, d. h. dahin beantwortet, daß die unter Jahre 1890 gegeben hatte, unter besonderer Berück straße 123, einen Vortrag Dr. Pinn's über Kulturhistorische den Gnadenerlaß fallenden Strafen nicht erst am 18. Januar sichtigung der Feier des 1. Mai 1890 und des Verhaltens Streifzüge" und nahm sodann die Kostenabrechnung vom die Rechtskraft erlangen dürfen. der Metallindustriellen, die dem Polizeipräsidium damals 3000. 4. Quartal 1895 entgegen. Einschließlich eines übernommenen Der frühere Amtsdiener Schmidt ans Rigdorf, der verlas er die diesbezüglichen Aktenstücke und schilderte nun das Ausgaben auf 886,42 M., der verbleibende Bestand auf 8708,96 übersandten zur Vertheilung an die überanstrengten Beamten, Bestandes beliefen sich die Einnahmen auf 4545,38 M.; bie fürlich vom Landgericht II wegen Amisvergehens zu zwei rücksichts lose Vorgehen der Fabrikanten gegen alle" Agitatoren" Mart. Die Unterstützungstaffe hatte laut Bericht eine Einnahme Jahren Gefängniß verurtheilt wurde, hatte sich gestern in und die sonstigen Schwierigkeiten, unter denen nun die Metall von 245,65 M., ausgegeben wurden 230 M. Der Ueberschuß beGemeinschaft mit seiner Ehefrau wegen Beleidigung der verarbeiter- Organisation zu kämpfen hatte, ehe sie wieder trug also 15,65 M. Der Kassirer wurde entlastet. Drei nene ebelichten Schlosser Bertha Schneider vor dem Rigdorfer ihrem jetzigen Bestand gelangte. Während Schöffengericht zu verantworten. Als Schmidt noch Amtsdiener der Arbeitsnachweis der Rühnemänner in voller Wirksamitglieder wurden aufgenommen und zum Schluſſe innere war, hatte er auch eine Hausverwalterstelle in der Hermann feit war, habe derselbe jetzt seine Bedeutung verloren und Vereinsangelegenheiten verhandelt. straße inne. Eines Tages fam er dazu, wie seine Ehefrau die gelte nur noch als Legitimationsbureau. Der GeschäftsMietherin Frau Schneider auf der Treppe gröblich beschimpfte. niebergang habe seitdem einen solchen Druck auf die Löhne ver.Unterricht am Montag: Si Unterricht am Montag: Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Anstatt dies zu verbieten, ſtimunte Schmidt seiner Frau zu, ursacht, daß es die höchste Zeit sei, sich zu wehren, um den seit Deffentliche Gesundheitspflege. Nord- Schule, Müllerstraße 179a: nannte die im Hause wohnenden Frauen„ gemeine Proletarier 11/2 Jahren bemerkbaren Aufschwung des Geschäfts nicht ganz Nationalötonomie. Beginn abends 9 by, echt geitschriftenmaterials weiber", denen er schon noch die Achtung vor einer Beamtenmuglos verstreichen zu lassen. So hätten beispielsweise die zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. fran" beibringen wolle und machte einen solchen Lärm, Metallschleifer 1892 für hundert der sogenannten JudenStenographischer Verein( Stolze) zu Berlin. Bereinslofal: Bazendaß die Bewohner des Hauses zusammenliefen. Bald darauf flinten" bei der Firma Ludwig Löwe 22 W. erhalten, hatte Schmidt wiederum mit der Frau Schneider ein 1893-1894 4 M. und jetzt nur noch 3,65 M. In der LampenRenkontre, wobei er dieselbe in niederträchtigſter Weise in ihrer fabrik von Pintsch, Andreasstraße, habe es für die neuen Gasweiblichen Ehre kränkte. Frau Schneider erhob infolge diefer brenner 15 Pf. gegeben, jetzt nur noch 3 Pf., während die GasAuftritte gegen die Schmidt'schen Eheleute die Beleidigungsflage, glühlicht- Aktionäre erst 67 pCt. Dividende und zuletzt worauf die Angeklagten gegen die Klägerin Widerklage erhoben, 130 pCt. erhielten. Die Hungerlöhne der Arbeiter erda Frau Schneider den Mann der Unterschlagung von Miethen flärten solche Profite. Redner führt nun den Bersammelten eine habe. Die Beweisaufnahme ergab zwar, daß derartige Beschuldi- ganze Serie von Mißständen vor und fordert auf, daß besonders die anwesenden Meister und Ingenieure sich dazu äußern gungen von verschiedenen Seiten gegen Schmidt erhoben worden find, möchten. Bei Rössemann u. Kühnemann sei ein Arbeiter gegen denselben auch ein Strafverfahren wegen Ürkundenfälschung entlassen worden, weil er sich eine Flasche Bier geholt. Bei schwebt, doch wurde nicht erwiesen, daß Frau Schneider jemals irgend Schöning fei dem Metallarbeiter Bölte mit sofortiger Entlassung Schmidt'schen Eheleute wurde daher kostenpflichtig abgewiefen. niese. In einer anderen Fabrit sei der Mitinbaber, ein Doktor, Der Rechtsbeistand beantragte gegen den Angeklagten Schmidt darüber ungehalten gewesen, daß die„ Kerls" so viel Zeit zum Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 20. Januar: Bahleine empfindliche Freiheitsstrafe. Der Gerichtshof faßte die Sache jedoch milder auf und erkannte gegen Schmidt auf 100 m. aschen brauchen. In den Elektrizitätswerken fämen sehr häufig stelle 1 bet Rautenberg, Drantenftr. 180; Sabtielle 2 bet Buste, Grenas Geldstrafe event. 20 Tage Gefängniß, gegen seine Ehefrau auf Störungen vor; so hätten die Arbeiter kürzlich um 9 Uhr dieterstr. 33; Bahlstelle 3 set Müller, Johannisstr. 20. 30 M. Geldstrafe event. 6 Tage Gefängniß. Arbeit verlassen müssen, weil kein Licht da war. Bei Aru heim seien einem Arbeiter für Zuspätkommen an einem Tage 1,35, am zweiten Tage 2,35, am dritten Tage 4 M. Strafgeld abgezogen worden bei einem Koftgeld von 15 M.! Im PferdeDrei Mahurufe sind ergangen: Der eine an Seine Heiligbahn- Depot habe man die ungelernten Arbeiter, die einen Lohn feit den Papst Leo XIII. und die Fürsten und Völker Europas", In einer gut besuchten Generalversammlung der Musik von 15 M. pro Woche beziehen und um Erhöhung vorstellig der andere an Seine Heiligkeit Leo XIII. und die Fürsten instrumenten- Arbeiter, die am 13. d. M. in der Oranienstraße wurden, rundweg abschlägig beschieden. Da die Dividende schon Europas", und der dritte an die Sozialdemokraten Deutschbei Helfer tagte, wurde folgende Abrechnung vom 4. Quartal 12% pet. für die Aktionäre betrug, müßten jegt wohl 13 pet. lands". Dieser lettere lautet: Werdet Christen im Geist gegeben: Einnahme 2692,30 M., Ausgabe 2153,30 M., mithin bis 14 pet. herauskommen, meinte der Referent. Er geißelte des göttlichen Erlösers, denn nur auf dem Boden des Ueberschuß 539 M., dazu das Vermögen vom Jahre 1894 ge- dann die bis ins Ungemessene gehende Ueberstunden- Christenthums kann die Lösung der sozialen Frage allmälig rechnet, das 457,88 m. betrug, ergiebt sich ein Gesammtbestand arbeit, woran die Arbeiter selbst schuld seien. Bei den herbeigeführt werden. Dann wird Friede auf Erden herrschen von 996,88 M. Die Abrechnung rief eine längere Diskussion Formern der Firma Schöning fingen einzelne schon früh um 4 Uhr zum Glück der menschlichen Gesellschaft und zur Ehre Gottes hervor und wurden die einzelnen often theils vom Vor- an; wenn noch geschlossen sei, so werde der Zaun überſtiegen. für alle Zeiten." Gezeichnet sind drei Mahnrufe figenden und theils von den Vertretern der einzelnen Kommissionen Am 18. Januar, dem Gedenktage der Gründung des Deutschen Jesaias Julius Hahn." Dieser Hahn hat wenigstens erläutert. Hierauf nahm man die Ergänzungswahlen der Kom- Reiches, werde sich die Kulanz er Firmen wieder feststellen öreimal gekräht. missionen 2c. vor. Zum Revisor wurde Löbbig wiedergewählt; lassen; die Arbeiter hätten aus den bekannten Gründen keine in die Werkstatt kontrollkommission wählte man Ursache, sich dafür zu erwärmen. Bei Siemens u. Halste soll Radke und Dreyer, in die Arbeitsvermittlungs- um 2 Uhr geschlossen werden; die Arbeiter sollten aber für die Rommission C. Rau, Gensite, Wagner, Ka- übrigen Stunden einen niedrigeren Lohnsatz als sonst bekommen, Die juristische Sprechstunde findet am Montag, schinsky, Schubert, Fränzel, Wolf, Ruhn, während bei derselben Firma ein Abtheilungsdirektor Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von Mertsch und Steiniger, und in die Rechts ich u 326 000 M. Weihnachtsgratifitation erhalten habe. 6-7 Uhr statt. Rommission Grundmann, Rüdiger und Mauer. Diese Blüthenlese wurde von einer Anzahl Redner, z. B. Stöhr Steinborn. Wir sind nicht in der Lage, das Attenzeichen Kollege Baulich, der in der Pianofabrik von Seidel und Labinsky, noch vervollständigt. Der Jugenieur Moẞner der betreffenden Verfügung anzugeben. Fragen Sie an amtlicher in Arbeit stand, wurde als gemaßregelt anerkannt. von der Firma Arnheim suchte Mäther's Angaben zu entfräften; Stelle an. Man diskutirte wegen dieses Falles wieder den Antrag er nannte Näther einen Geschäftssozialisten" und Labinsky einen Dersammlungen. unser Bruder und Schwager der Fraiser Otto Schmidt im 32. Lebensjahre. Kanarienhähne, gute Zuchtveioch. " 20. Januar, abends 9 Uhr, in Cohn's Festfalen, Beuthstr. 21, Bortrag des Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, ben Serrn Dr. med. Christeller über erfte Silfe bei Ertrinten, Ersticken und Bewußtlosigkeit. Danach praktiſche Uebungen. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure u. f. w. montag, den 20. Januar, abends 10 Uhr, bet Buste, Grenadierstr. 33. General- Bersammlung, Borstandswahl. Freie Vereinigung der Graveure, Biseleure und verw. Berufsden Orantenhallen( Drantenstr. 51). Tagesordnung: Bortrag des StadtVerein der Buchdrucker und Schriftgießer für Risdorf und Brik. Hermannstr. 49: Gemüthliches Betsammensein. genossen. Bersammlung am Dienstag, den 21. Januar, abends 8 hr. in verordneten B. 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Kammer am 15. Januar. Erstens der sozialdemokratische Antrag, der die Unentgeltlichkeit des Unterricht 3 in der Volksschule, die unentgeltliche Verabreichung von Lehrbüchern und die Einheitlichkeit der Lehrbücher fordert; sodann der konservative Antrag, der die lebernahme der Alterszulagen zu den Lehrer= gehältern auf die Staatstafse wünscht. Der fonservative Antrag war, wie der Kultusminister sagte, der Negierung überraschend gekommen. Den Sozialdemokraten dagegen fam er ganz erwünscht. Sonntag, den 19. Januar 1896. 13. Jahrg. nüßen, ihren minderwerthigen Antrag durchzudrücken. Aber auch Geld forderten, zog er den Revolver und drohte, die das wird Wasser auf unsere Mühle führen. Soziale Heberlicht. Arbeiter niederzuschießen. Hierfür stand er am 25. Oktober vor dem Schöffengericht in Charlottenburg, das ihn aber freisprach, weil es annahm, daß der Betrüger in Nothwehr gehandelt habe. Der Staatsanwalt hatte gegen dies Er Würz- kenntniß Berufung eingelegt, die er jedoch in der gestrigen Ver handlung vor dem Landgericht II zurückzog, weil er aus der Verhandlung ebenfalls die Ueberzeugung gewann, daß es sich in dem Fall um Nothwehr handle. Noch ein Arbeiterbudget. Ein Schneider in burg, der Einnahmen und Ausgaben im verflossenen Jahre sorgsam buchte, stellt sein Budget folgendermaßen auf: Er verdiente mit einem Jungen vom 1. Januar 1895 bis 1. Januar 1896 633,57 M., davon gingen die Geschäftsauslagen ab mit 50,73 M., Nähmaschinengeld 34 M., Haus miethe 84 M., Zeitungsgeld 5,40 M., Anschaffungs- und Haus haltungs- Gegenstände 72,06 m. Das ganze Jahr hindurch blieben für die Familie mit 5 Kindern zum Leben 387,38 M. Es kommt auf den Tag sage und schreibe mit Worten 1,07 m. bei einer durchschnittlich 12stündigen Arbeitszeit. == Gerichts- Beitung. Ein Jugendbild. Aus der Strafhaft wurde gestern ein 19 jähriges Mädchen als Zeugin vorgeführt. Die Zeugin gab selbst an, daß sie seit 7 Jahren bereits unter fittenpolizeilicher Kontrolle stehe und daß sie im Alter von 12 Jahren schon gewerbsmäßige Unzucht betrieben habe. Vor furzer Zeit erzählte eine wegen Diebstahls Angeklagte, daß sie ebenfalls im Alter von 131/2 Jahren unter polizeiliche Kontrolle gestellt worden sei. Ob diese unglücklichen Mädchen jemals ein Familienleben kennen gelernt haben, ob sie sich zu Hause" überhaupt je satt essen konnten? Sicher hatten die Konservativen nicht bedacht, daß dieser Antrag dem sozialdemokratischen förderlich sein könnte; und doch war es so. Der Vorwurf der Verstaatlichungssucht konnte dem sozial: demokratischen Antrage nicht mehr gemacht werden von den konservativen Antragstellern, denn dieser Vorwurf hätte sich dann gegen ihren eigenen Antrag mit gerichtet. Weiter mußten die fonservativen Antragsteller die früher so sehr betonten schweren finanziellen Bedenken gegen den sozialdemokratischen Antrag Streif Plakate. Au 27. August v. J. wurde in einer nehmung eines Zeugen den Sigungsfaal verlassen mußte, damit Der seltene Fall, daß ein Angeklagter während der Verfallen lassen, denn auch ihr Antrag erfordert eine jährliche Mehr- Zimmererversammlung die Sperre über die Baufirma Stiebiß der Zeuge nicht durch seine Gegenwart beeinflußt und einausgabe von ein paar Millionen Mark. Und drittens hob der u. Köppchen verhängt. Am 28. August legten etwa 15 Zimmerer geschüchtert werden soll, ereignete sich gestern vor der neunten Tonservative Antrag den sozialdemokratischen insofern, als jeder von 98, die auf dem Zimmerplaß diefer Firma in der Birken Strastammer des Landgerichts I. Der Kaufmann Isidor Prinz zugeben muß, daß, wenn man auf dem Schulgebiete Erleichterungen straße arbeiteten, die Arbeit nieder. An dem nach der Birken- war angeklagt, am jüdischen Versöhnungsfeste v. J. seinen für die Gemeinden resp. die Staatsbürger schaffen will, dies viel straße gelegenen Zaun wurde darauf von dem Zimmerer Eis- war angeklagt, aur jüdischen Versöhnungsfeste v. J. seinen Schwiegervater, den 73 jährigen Benjamin Tarnowski gründlicher durch den sozialdemokratischen Antrag erreicht würde, brenner ein etwa quadratfußgroßer, aus einem Schulschreibheft mit dessen eigenem Spazierstock brutal mißhandelt das wurde selbst von gegnerischer Seite zugegeben. Ganz abgerissener Zettel angeklebt mit der Aufschrift: Verband der gesehen natürlich von der großen Bedeutung des sozialdemo- Zimmerer Berlins und Umgegend. Jeder Zimmerer wird auf- fängniß verurtheilt, wogegen er Berufung einlegte. Vor der haben. Das Amtsgericht hatte ihn deshalb zu 14 Tagen Gefratifchen Antrags für die Hebung der allgemeinen Boltsbildung. merksam gemacht, daß der Platz von Stiebig u. Röppchen ge- Strastammer waren der Mißhandelte und der 10jährige Sohn Unzweifelhaft ist auch, daß der sozialdemokratische Antragsperrt ist." immer größere Sympathie im Volke fand und daß man von Am Nachmittag des 28. August erschien der Vertrauenskonservativer Seite deshalb den Versuch machte, durch Kon- mann der Zimmerer Berlins, Theodor Fischer, vor dem Zimmer zessionen nach anderer Richtung dem sozialdemokratischen Antrag play, unterhielt sich mit dem Zimmerer Sm., der die Arbeit den Untergrund zu nehmen. Dieser Versuch schlägt fehl, wie die niedergelegt hatte, äußerte sich sehr ungehalten über die trotz der Kammerverhandlung über beide Anträge bewies. Die Debatte Sperre weiter arbeitenden Zimmerer und sprach, nach dem Zeug drehte sich vorwiegend um den sozialdemokratischen Antrag, ob- niß des Zimmerers August Horn, der nahe am Zaun arbeitete, gleich über beide zugleich debattirt wurde; das wichtigere, um von verfluchten Hunden, die den ganzen Kram verderben und faffendere Material stand eben im Vordergrunde. acht Tage mit blutigen Nasen herumlausen sollten. Horn gerieth infolge dessen, wie er bekundete, derartig in Furcht, daß er den Polier bat, für den Tag nach Hause gehen zu dürfen, schließlich aber auf Zureden des Poliers weiter arbeitete. = : zu in der gehässigsten Weise, behauptete, daß er dem Tarnowski uur des Angeklagten als Zeugen erschienen. Prinz vertheidigte sich feine Kinder habe zuführen wollen und meinte, sein„ liebenswürdiger Schwiegervater" habe ihn zuerst angegriffen. Der Vorsitzende wies ihn wegen des letzteren Ausdrucks energisch habe ihn, als er von einer Andachtsübung gekommen sei, zur Ordnung. Der alte Benjamin befundete, der Angeklagte sofort mit den Worten:„ Da ist ja der lahme Hund", überfallen. Den Knaben möge doch der Gerichtshof nicht ver nehmen, denn wenn der die Wahrheit sage, dann schlage ihn sein Vater todt. Der Gerichtshof entfernte deshalb den Augetlagten aus dem Gerichtssaale; zu einer Vernehmung des kleinen Der Gerichtshof verwarf die Berufung. Ein so rohes Benehmen Beugen fam es aber nicht, da dieser sein Zeugniß verweigerte. dem Schwiegervater gegenüber würde der Gerichtshof, hätte er als erste Justanz entschieden, viel strenger bestraft haben. Der alte Tarnowski wartete mit dem Knaben eine lange Zeit im Gerichtssaale, da er fürchtete, sonst sofort nochmals überfallen zu B Bon sozialdemokratischer Seite wurde der bezügliche Antrag vom Abg. Schulze- Cossebaude sehr gut begründet. Außerdem sprachen dazu die Abg. Horn Löbtau und Goldstein. Echulze wies darauf hin, daß der sozialdemokratische Antrag Die Staatsanwaltschaft erhob wegen des Bettels gegen E. vor 4 Jahren schon besser behandelt worden sei von der Kammer, Anklage wegen groben Unfugs, und gegen F. Anklage, andere als ver 10 Jahren. Und wir erkennen gern an, daß die neueſte durch Drohungen zur Theilnahme an einer Verabredung zur Behandlung unseres Antrages durch die Kammer ebenfalls vor Erlangung günstiger Lohnbedingungen zu bestimmen versucht zu theilhaft von der früheren absticht. Leute, die wie der Abg. haben.(§ 153 G.-D.) Schober Leipzig, die abgedroschenen, unhaltbaren Gründe aus Das Echöffengericht fand in dem Bettel feinen groben früheren Zeiten hervorsuchten zur Bekämpfung des sozialdemokrati- Unfug und sprach G. frei, verurtheilte aber F. aus werden. schen Antrags, fanden damit keinen Widerhall und werden von ihren§ 153 der Gewerbe Ordnung zu drei Tagen Gefängniß. Gegnern höchstens noch ironisirt. Dagegen gab selbst der Kultus: Der Staatsanwalt legte Berufung ein und beantragte Zahlung der Miethe vor dem Fälligkeitstage. Das minister die Durchführbarkeit des Antrags zu und von national- gestern vor der 6. Straftaminer gegen G. wegen des Kammergericht hat eine besonders für alle Miether wichtige Entliberaler Seite wurde dem Antrage auf unentgeltlichkeit des Bettels das höchste für groben Unfug zulässige Etrafmaß, scheidung gefällt, welcher folgender Thatbesland zu grunde liegt. Unterrichts prinzipiell zugestimmt. Nur die finanziellen Ve- 6 Wochen Haft, gegen F. 2 Monate Gefängniß. Für den durch die Gerichtsfasse I in Berlin vertretenen preußidenken tamen noch in betracht. Freilich, die Regierung wünscht Nach ausführlichem Plädoyer des Vertheidigers, Rechts- schen Justizfiskus war am 16. Juni 1892 auf einem Grundstück die unentgeltlichkeit des Unterrichts aus Furcht vor den Kon anwalt Dr. Herzfeld, der die Freisprechung der Angeklagten des Besizers R. eine Kostenforderung von 2986 M. als ein vollsequenzen nicht; sie sieht schon die dreitheilige Volksschule zu beantragte, erkannte die Strafkammer, daß der Zettel den That streckbarer Anspruch eingetragen worden. Durch Zahlungsverbot fammentrachen, wenn der unentgeltliche Unterricht eingeführt bestand des groben Unfugs nicht enthalte und bestätigte die Frei vom 25. Juni 1892 ließ darauf die Gerichtskaffe, um eine theil würde und hält die Normalschule, die Einheitsschule für eine fprechung des E. wegen groben Unfugs, verurtheilte ihn aber weise Befriedigung ihres hypothekarisch gesicherten Anspruches zu sozialistische Einrichtung. 31 5 Mark Geldstrafe wegen lebertretung der erlangen, die von einem Miether R. vierteljährlich mit 375 M. zu Höchft bezeichnend ist es, wenn der Kultusminister immer Polizeiverordnung vom 26. Januar 1880, we I che zahlende Miethe für das dritte Bierteljahr 1892 pfänden. K lehnte noch an dem Gedanken festhält, daß die Normalschule den all- das Anschlagen von für die Oeffentlichkeit be aber die Zahlung ab, weil er die Miethe für die erwähnte gemeinen Bildungsstand herabdrücke. Es ist doch selbstverständ- stimmten Plafaten an öffentlichen Straßen Beit schon am 15. Juni 1892, also vor Eintragung der lich, daß alle Schichten der Bevölkerung ein Interesse daran ohne Genehmigung der Polizei verbietet. F. Hypothek in das Grundbuch, sowie der Zustellung des Pfändungshaben, daß der Bildungsstand gehoben wird; sie werden demnach wurde zu 14 Tagen Gefängniß verurtheit. Es komme und Ueberweisungsbeschlusses, an den Hausverwalter bezahlt habe. den besten Unterricht für die Einheitsschule wünschen. Und nicht darauf an, so begründete der Vorsitzende das Urtheil, Letzterer hatte von den Miethern die Miethen schon vor wenn das Kultusministerium dann aus purer Besorgniß vor der daß er die drohenden Worte den Arbeitern auf dem Ablauf des zweiten Vierteljahres mit dem Hinweise auf Herabdrückung des Bildungsniveaus für die beste Lehr- Blaze nicht zugerufen, sondern dieselben it feinem nöthige Ausbesserungen, für die es an Mitteln fehle, eingezogen. methode sich ins Zeug legt, den besten Lehrplan be- Kollegen Sm. int Der Unterhaltung geäußert habe; Der Fisfus, welcher mit seiner Forderung bei der Zwangs stimint, für gutes Lehrmaterial und so weiter sorgt, denn dieselben hätten von den Arbeitern auf dem Platz gehört versteigerung des Hauses ausgefallen war, strengte sodann so werden die ministeriellen Besorgnisse sich als un werden sollen und die Wirkung gehabt, daß der Zimmerer Horn gegen K. die Klage auf nochmalige Zahlung der Miethe für das begründete herausstellen. Welch' ein versöhnendes Moment in in Furcht versetzt wurde und die Arbeit niederlegen wollte. 3. Vierteljahr an ihn( den Kläger) an, indem er ausführte, daß Zeiten von Klassenfämpfen die Schule in sich birgt, dies Kapitel Das Gericht müsse die Freiheit der Arbeiter"(!) gegenüber den S. zur Zahlung der Miethe vor dem 1. Juli weder verpflichtet wollen wir hier unberührt lassen. Streifenden energisch wahren. Uebertrage man die Vorgänge noch berechtigt gewesen sei. Das Landgericht II erkannte auf Der Kultusminister sprach dann ebenfalls von den vielen auf die Landwirthschaft, so sei die Strafwürdigkeit sofort klar. Abweisung der Klage. Da3 Kammergericht aber hat Millionen, welche der sozialdemokratische Antrag erfordere. Die Arbeiter werden hieraus die Lehre zichen, daß sie in liegt die Vorentscheidung aufgehoben und nach Gleichwohl mußte der nationalliberale Abg. Georgi unserm Zukunft an den betr. Arbeitsstellen teine Plakate an dem Klage Antrage erkannt. Miethern mag diese Genossen Schulze zugestehen, daß, wenn man vor zehn Jahren heften oder aumalen, sondern das viel wirt- Entscheidung zur Warnung dienen. unsern Antrag angenommen hätte, man sich längst finanziell fa mere Mittel der Bekanntmachung durch die Wissentlich falsche Anschuldigung. darnach eingerichtet hätte, ohne den Etat aus dem Gleichgewicht 3eitung wählen. Unser modernes Gerichtsverfahren erhielt eine eigenthümliche Beleuchtung in zu bringen. Natürlich wurde von den sozialdemokratischen Rednern der das am 22. Oktober v. J. verkündete Urtheil des hiesigen Land- Prozeß, bei dem die Bureaustunden des Bürgermeisters von Die Revision des Mechanikers Karl Wiesenthal gegen cinem vor dem Reichsgericht als Revisionsinstanz verhandelten Vorzug unferes Antrages vor dem konservativen hervorgehoben und so war es außer Zweifel, daß die Diskussion dem sozialgerichts I, das gegen ihn wegen Aufreizung auf sechs Monate Groppenstedt eine Rolle spielten. Genaunter Bürgermeister, Demokratischen Antrag förderlich sein mußte. Gefängniß erkannte, ist am Freitag vom Reichsgericht ver ein früherer Regierungsreferendar Schmidt, stand Die Geguer mit einem Theile des Magistrats nicht in gutem Ginvernehmen. konnten eben des Eindrucks sich nicht erwehren, daß die sozialworfen worden. Die Revision des freireligiösen Predigers Tr. Titus der Landwirth Julius Hörneke und der Landwirth Julius demokratischen Abgeordneten mit starkem inneren Drange nach Drei Mitglieder des Magistrats, der Rentner Friedrich Hörnete, einer Erfüllung dieser ihren Wählern und deren Familien, also ölkel zu Braunschweig, die sich gegen eine Verurthei: Meißner, ferner die Stadtverordneten Landwirth Friedrich dem größten Theile des Voltes am Herzen liegenden Wunsche lung zu 2 Monaten Gefängniß richtete, welche das Landgericht Wilhelm Böttcher, die Landwirthe Hermann 2 ange, der Magdeburg wegen angeblichen Religionsvergebens gegen ihn Maurer Julius Sagebaum und der Landwirth Karl 23ilke Und selbst wenn den Gegnern die Durchführung aller ausgesprochen hatte, wurde am 16. Januar vom Reichsgericht richteten deshalb an Wünsche des sozialdemokratischen Antrags wirklich finanzielle verworfen. Dr. Völkel hatte eine humoristische Bemerkung eine Beschwerdeschrift, in die Regierung in Magdeburg Bedenken erregen würde, dann hätten sie es in der Hand, zu über die Auferweckung des Lazarus gemacht, in welcher das er eine Reihe von Nachlässigkeiten vorwarfen und u. a. auch der sie dem Bürgermeister nächst ten Haupttheil die Unentgeltlichkeit des Unterrichts wähnte Verbrechen gefunden wurde. behaupteten, er sei vormittags nur zwei Stunden und in Angriff zu nehmen. Man könnte daraus wenigstens den guten Willen erkennen, daß die Mehrheit etwas zur Hebung der Als ein falsches Sparsamkeitsprinzip muß die Gepflogen nachmittags nur eine auf dem Rathhause zu finden. In Schule und zur Entlastung der mittleren und niederen Schichten heit mancher Mütter bezeichnet werden, bei Eisenbahnfahrten diesem einen Punkte erwies sich nun ihre Behauptung als under Bevölkerung thun wolle. ihren Kindern ein geringeres Alter zuzuschreiben, um dadurch wahr und das Landgericht Halberstadt verurtheilte am September vorigen Jahres die sämmtlichen eine billigere oder freie Fahrt für dieselben zu erzielen. In 25. wissentlich falscher Anschuldigung zu Ge das Billet für das Kind noch doch haben aus, außerdem Monaten, die übrigen zu je einem Monat. solche Einwände bei Die Re= nachzulösen, der Beflissen heit aller Parteien, Stimmung für sich im noch einen nicht niedrigen Strafzuschlag zu bezahlen und vision der Angeklagten, vertreten durch die Leipziger RechtsLande schließlich muß sie noch versuchten Betruges auf anwälte Putler und Freytag II, wurde vom Reichsanwalt für be wegen zu machen, feine weitere Bedeutung. Dasselbe ist ja Derselbe führte aus: In Beziehung auf auch bezüglich des konservativen Antrages der Fall. Die be- mehr todt als lebendig vor Angst und Aufregung die Auflage den subjektiven Thatbestand sagt das Urtheil nur: die Auflagebant. Eo erging es der Frau eines Beamten, die aründet erklärt. treffenden Redner hatten wohl recht, wenn sie die ungleiche bank der 1835. Abtheilung des Schöffengerichts betrat. Sie hatte geklagten mußten wissen, daß der Bürgermeister täglich! ä iger Die Au Wirkung des konservativen Antrags für die einzelnen Gemeinden eines Tages mit ihrem franken Mann und 5jährigen Kinde eine auf dem Rathhause verweile und sie durften deshalb nicht den hervorhoben, weil ja die ärmeren Gemeinden dabei wieder am schlechtesten wegkommen, aber wenn durchaus dieser Antrag vor größere Reise mit der Hamburger Bahn gemacht. Für das Vorwurf der Pflichtvernachlässigung erheben," ferner:„ ihre BeDer kontrollirende Beamte hauptung ist deshalb", also lediglich, weil sie es dem sozialdemokratischen durchgeführt werden soll, dann wird Rind hatte sie kein Billet gelöst. und diese Folgerung nicht siehen die sozialdemokratische Partei daraus wahrscheinlich Veranlassung erfundigte sich nach dem Alter des Kindes, das ihm als wissen mußten nehmen, auf die entlasteten Gemeinden insofern einzuwirken, als stellte sich heraus, die Angeklagte mußte 6 Mart Strafe Diese nicht ganz 4 Jahre bezeichnet wurde. Das höhere Alter durften ,, wider besseres Wissen erhoben worden." des Schulgeldes Folgerung ist eine durchaus unschlüssige diese zur Herabseßung resp. Beseitigung angehalten werden. Das bezahlen und das Billet nachlösen und die Anklage legte ihr unn und rechtfertigt in einer Weise die Annahme, ist zwar ein Umweg, der obendrein zu noch größeren Ungleichheiten in Schulangelegen- peruchten Betrug zur Baft. Der Staatsanwalt hielt ein solches daß die Angeklagten thatsächlich wider besseres Wissen ge= heiten des Landes führte, aber er wird nicht unbetreten bleiben Bergehen für vorliegend und beantragte 20 M. Strafe; der Ge- handelt haben. Es mußte positiv festgestellt werden, daß sie die im Intereffe der Schulgeldzahler. Auf diesen Umweg drängen richtshof glaubte der Angeklagten aber, daß nicht sie, sondern unwahrheit nicht nur kennen mußten, sondern gekannt Gemäß dem gestellten Antrage hob das Reichsdie Konservativen die Frage, weil sie teine Hebung der eine andere Frau, die mit in dem Wagenabtheil fuhr und sich haben. Boltsschule wollen, wie der Abg. Schober verrieth, der ihres kleinen Kindes angenommen hatte, weil sie sich mit ihrem gericht das Urtheil auf und verwies die Sache an das Landda meinte, daß die Voltsschule bereits allen vernünftigen angegeben habe, während sie dem Beamten nachher die Wahrfranken Mann beschäftigen mußte, das Alter des Kindes falsch gericht Halle a. S. Forderungen Rechnung trage. Tanach wünscht der Herr eine Versteinerung der jetzigen heit gesagt habe. Es erfolgte deshalb die Freisprechung der Angeklagten. Wie nun der sozialdemokratische Antrag in der Deputations- Der Bauunternehmer und Bildhauer Friedrich Stein berathung behandelt werden wird, von der die Sozialdemokraten mann aus der Alten Jakobstraße hatte in der Villenkolonie ausgeschlossen sind, darüber werden wir später berichten. Die ein Haus gebaut" und dabei seine Arbeiter um den Lohn von Stonservativen haben die Majorität und werden sie dahin aus vier Wochen gebracht. Als die Pußer Duntel und Knoop ihr streben. ( Sie In der Debatte wurde, wie das gar nicht mehr anders zu erwarten ist, nun den Sozialdemokraten der seltenen Fällen entgeht es den vielbeschäftigten Eisenbahnbeamten, nannten wegen zwar Vorwurf gemacht, fie nüßen den Antrag nur agitatorisch daß man sie belügt, zumeist ist die sparsame Mutter genöthigt, fängnißstrafen, und zwar die beiden Hörneke zu je zwei Echulverhältnisse. Die Croppenstedter Bürger haben Glück gehabt. Wie worden, ohne daß das erkennende Gericht die Frage, ob er denn aufgestellt hatte, besser als die Halberstädter Straffammer ers auch wirklich wider besseres Wissen eine inkriminirte Behauptung örtert hatte. mancher sozialdemokratische Redakteur ist rechtskräftig verurtheilt wie bisher, wegen Verlegung meines Geschäfts nach meinem eigenen Hanle Spandauer Brücke No. 2, welche spätestens Onde Februar bewerkstelligt fein muk, um die tolosalen Lagervors räthe, so weit wie möglich, zu räumen. felbft betw Jeder weiß, wie Alles Kleinsten Wohnungswechsel leibet. 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Vokal- und Instrumental- Konzert ausgeführt von der Hauskapelle( Mitglieder der Freien Vereinigung der Zivila Berufsmusiker) unter Mitwirkung des Gesangvereins Lorbeerkranz( Mitglied des A.-S.-B.), des Genossen Herm. Röhn und der musikalischen Klowns Reich und Wille, gen. Jigg und Jogg." Festrede, geh. vom Reichstags- Abgeordneten Paul Singer. Nach dem Konzert: Tanz. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 80 Pf. nach. Eröffnung 3 Uhr. Anfang 4 hr. Programm 20 f. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Das Comité. jeden Sonntag. Dienſtag u. Donnerstag. 100/9 Fest- Säle für Festlichkeiten, Kränzchen und Versammlungen. Noch einige Sonnabende frei. 41488* Gesellschafts- Haus 35, Swinemünderste. 35. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Versammlungen. Gesellfchaften vergebe auch Sonntags den u.iteren Saal, 200 Personen fassend. NB. Den gechrten Vereinen empfehle ich zu Sommerfesten Garten und Bühne unter foulanten Bedingungen.[ 42032* Jägerhaus, Stuckateure. Die Zahlstellen des Fachvereins befinden sich an folgenden Orten: Bahlstelle 1: Schöneberg, Golgstr. 43 bei Klauke, Kassirer: Kollege Böhm. Zahlstelle 2: Charlottenburg, Stuttgarter Platz 4 bei Briel, Roll. Ciemetzki. Bahlstelle 3: Moabit, Perlebergerstraße 22 a bei Hermann, Rollege Kerber. Bahlstelle 4: Wedding- Gesundbrunnen, Gerichtsstraße 89 a bei dulhe, Stollege Baar. Zahlstelle 5: Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt, Kastanien- Allee 11 bei Auguftin, Kollege Röhr. Bahlstelle 6: Weißensee, Pistoriusstraße 142 a, F. Gränenberg. Bahlstelle 7: Frankfurter Vorstadt, 42272* Weidenweg und Möglinerstraßen Ecke bei Schmidt, Kollege Jacobi. Zahl stelle 8: Hallesches Viertel, Gitschinerstraße 110, Sollege Dollmann. Bahlstelle 9: Rirdorf, Hermannplay 7 bei Bartel, Rollege Liebenau. Bahlstelle 10: Centrum, Steinstraße 17 bei Schünemann( Arbeitsnachweis) und beim Rassirer O. Daske, Brunnenstraße 88. Kollegen, agitirt lebhaft für unsere Sache, damit wir in diesem Die FachJahre noch mehr Erfolge zu verzeichnen haben wie im vorigen. Grenadierftr. 33, statt. Tagesordnung: 1. Vorlesung. 2. Gewerkschaftliches. 103 Schönhauser Allee 103. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Saal zu Versammlungen u. Festlichfeiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Fichte Strasse 29. G. Rabe's Gesellschaftshaus dereins- Versammlung findet am Montag, den 20. Januar, bei Buske, Der Liquidations- Verkauf. Empfehle meine Säle zu Heitlichkeiten. Berſchiebenes.- Am 25. Januar findet unser Maskenball bei Fener aller Art, auch stelle dieselben zu jeder stein, Alte Jakobstraße, statt. Um recht regen Besuch ersucht Königstraße 33, Ecke der Neuen Friedrichstraße, nahe dem Stadtbahnhof. Der Verkauf dauert nur noch turze Zeit. J.B Anzüge und Joppen. Elegante Winterpaletots und Mäntel. J. 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Säul. 60 Mr., Bylinderbureaur, Herren- Schreibtische, Damengarnituren 60 Mt., Paneelsophas 75 Mr., SteppBillets sind bei allen Vorstands, sowie bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: A. Klopsch, Manteuffelitraße 7; L. Simanowski, Bernauerstr. 8; Schreibtische, Schreibfefretäre 80 Mt., Blüsch M. Weiher, Bernauerftr. 118; W. Dochow, Rigdorf, Ziethenſtr. 53; F. Kühne, becken, Tischbecken, Gardinen, Fenster 6 wit. Noſtiäfstr. 16; E. Helbig, Gubenerſtr. 50; A. Müller, Friedrichsfelderfir. 3; gernu. werben durch eigne Geſpanne transport. Gefaufte Möbel tönnen 3 Monate tostenfret H. Thielike, Schöneberg, Hauptstr. 91; H. Neumann, Grunewaldstr. 118. Alle Freunde, Bekannte und Gönner des Vereins sind freundlichst willkommen. [ 184/12] Das Komitee. Grösste Auswahl. Billige Preise. Filiale im Norden Brunnenstr. 182. Roh- Tabak Emil Berstorff. Filiale im Osten: Koppenstr. 9 3 Minuten vom Schlesischen Bahnhof Garant. flotten u. sicheren Brand. 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( Berliner Prater, Ralfanien- Allee 7 und Gründel's Festsäle, Brunnenstraße 188, Für den Norden: in der Nähe des Rosenthaler Thores. Für Wedding und( Bernh. Raabe's Salon( früher Kolberger Salon), Gesundbrunnen: Für Moabit: Kolberger frake 23. Schmiedke's Lokal, Stromstraße 28. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Gedenken wir Forderungen zu stellen und welche? 2. Diskullion und Beschlußfallung darüber. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Bueb- Mülhansen über: Die Sozialdemokratie im Rampfe ums Recht". 2. Discussion. Um recht zahlreichen Besuch bittet 211/2 Der Einberufer. 2. Wahlkreis. Heute Abend 6½ Uhr, bei Zubeil, Linden- Straße 106: Oeffentliche Versammlung. Vortrag des Genossen R. Fischer: Jubiläumsgedanken". 211/1 Entree 10 Pf. Nachdem: Gemüthliches Beilammensein. Frauen! Männer! Referenten: Ottilie Baader, Emma Ihrer, Adolf Schulz, Joh. Timm, A. Zander, L. Pfeiffer. Volks- Versammlung 164/9 56/12 Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Im Auftrage: J. Timm, Vertrauensmann. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. Januar, abends 6 Uhr, Grosse Versammlung im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c( gr. Saal). Bortrag des Genossen Dr. Pinn über:" Der soziale Roman". Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder Zutritt. Die Generalversammlung der Gesellschaft findet am Mittwoch, den 22. Januar im obigen Lokale statt. am Dienstag, den 21. Januar, abends 8 Uhr, Verband der in Holzbearbeitungs- in Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27 c. Fabriken und auf Holzplätzen besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Berlin, Filiale 1, Nord. Tages Ordnung: 1. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 22466 2. Freie Diskussion. J. A.: Ad. Hoffmann. Die Herrn Geistlichen der Marien- und Georgen- Kirche sind brieflich eingeladen. Austrittserklärungen sind bei den Kommissions- Mitgliedern zu Versammlung babent. Montag, den 20. Januar 1896, abends 81/2 Uhr, bei Jennerich früher Stehlib, Bergstraße 12. Tagesordnung: Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Zimmererbrechung vom 4 Quartal 1895. ( E. H. No. 2, Sitz Hamburg.) Ortsverwaltung Berlin. Dienstag, den 21. Januar, abends 8½ 1hr, bei Cohn, Beuthstraße 22: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1895. 2. Wahl der Revisoren. 3. Antträge zur General Bersammlung. 4. Wahl der Delegirten. 5. Antrag Leonhardt: Gründung einer Filiale für den Stadttheil Wedding- Gesundbrunnen. Der Vorstand. 259/ 7* Kupferschmiede! Sonnabend, den 25. Januar: 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. H. Engler, Pallisadenstr. 33. Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14. H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemann, Moritstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Filiale Berlin Nord". 83/10 Am Dienstag, den 21. Januar 1896, abends 8½ Uhr, in Meyer's Der Vorstand. Die Mitglieder werden ersucht, ihren Pflichten nachzukommen. Verband deutscher Korbmacher ( Filiale Berlin.) Montag, 20. Jaunar, abds. 8½ 1hr, 98/10 Oranienstr. 51: Versammlung mit Frauen. Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Auf grund des§ 62 des Kassenstatuts bringen wir zur Kenntniß der Bethei ligten, daß der Vorstand in seiner Grosser Wiener Maskenballmaßen fonſtituirt hat: Der Kupferschmiede Berlins einschließlich ihres Gesangvereins in der Brauerei Friedrichshain, Am Königsthor. 22416 Anfang 82 Uhr. Entree 50 r. Um zahlreichen Besuch bittet Das Vergnügungs- Komitee. NB. Billets sind zu haben bei Cassadelli, Stralsunderstr. 4, 4 Tr.; C. Ladner, Rostockerstr. 42, Quergeb 2 Tr.; Kühne, Stallschreiberstr. 57, Hof 4 Tr.; Feind, Weinstr. 11, sowie bei allen Mitgliedern des Vergnügungsfomitees. Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen. Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 21. Januar, abends 81/2 Uhr, bei Wieft, Weberstr. 17. Tagesordnung: 181/5 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Herm. Molkenbuhr über: Die politische Lage". 2. Bericht und Rechnungslegung der Kommission. 3. Der internationale Tabatarbeiter- Kongreß. Töpfer Charlottenburgs! Am Dienstag, den 21. Januar, abends 6 Uhr, in Bismarckishöhe, Wilmersdorferstraße Nr. 39: Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Die Vorkommnisse in der letzten öffentlichen Versammlung der Gewerkschaften Charlottenburgs. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. 1938 Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein für Berlin und Umgegend. Montag, den 20. d. M., abends 82 hr, bei Röllig, Nene Friedrichstraße 44: General- Dersammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes und der Kom missionen sowie Quartals- Kassenbericht. 2. Wahl des Vorstandes und der Kommissionen. 3. Vereinssachen. Es ist Pflicht, daß ein jedes Mitglied in der Versammlung erscheint. Mitglieder, welche mit den Beiträgen über vier Monate restiren, werden ersucht, bis zum 1. Februar ihren Verpflichtungen nachzukommen. Der Vorstand. [ 19/3] Lackirer! Große öffentliche Versammlung jämmtl. Lackirer u. der in dem Gewerbe beschäft. Personen am Montag, den 20. d. M., abends punkt 8½ hr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27c. Zages Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission. 10418 2. Begründung unserer Forderungen den Arbeitgebern gegenüber. Sämmtliche Arbeitgeber, sowie der Vorstand der Innung und der Junungsgefellen- Ausschuß sind besonders schriftlich zu dieser Versammlung eingeladen. Es ist daher doppelt Pflicht der Kollegen, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 2248b Sizung vom 7. d. M. sich folgender Vorsitzender: Herr Buchdruckereibesitzer Otto Walter, Rommandantenstr. 44a, Stellvertreter: Herr Gustav Günther, Greifswalderstr. 8, Schriftführer: Herr Robert Thiele, Hochstr. 1a, Stellvertreter: Herr Richard Schürlein, Reichenbergerstr. 20, Raffenkontrolleure: Herr Otto Bleich, Sorauerstr. 5, und Herr Ernst Tübbecke, Oberbergerstraße 27, Arthur Beisitzer: Herr Buchdruckereibesitzer W. Röwer, Elsasserstr. 5, Herr Buchdruckereibesizer Scholem, Roßstr. 3, Frau E. Jendritza, Jahnstr. 17. Berlin, den 20. Januar 1896. Der Vorstand. Otto Walter, Vorsitzender. Paul Magnan, Rendant. Klippiteins Brunhilde. Brumbie" iſt ein selbstge webter unverwüstlich, und echtfarbiger Hauskleiderstoff;„ Mercedes" und„ Lola" elegante, da bei solide Promenaden- Kleiderstoffe. Altdeutsche Portièren in sehr schönen Mustern. Salon, Müllerstr. 7: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: B 120/5 1. Vortrag des Herrn Dr. Beutler über: Die Ursachen der Krankheiten". 2. Abrechnung vom 4. Quartal und Bericht des Vorstandes. 3. Vers Die Verwaltung. bandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes.- Mitgliedsbuch legitimirt. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Montag, den 20. 5. M., abends 81/2 Uhr: 3ahlstelle I bei Rautenberg, Oranienstraße 180. Vortrag des Genossen Rohrlack über:" Arbeitslohn und Kapitaleinkommen". II bei Buske, Grenadierstr. 33. 1II bei Müller, Johannisstr. 20. Vortrag des Kollegen Diener über:" Das Buch der Freiheit". Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. 168/1 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin- Moabit. Dienstag, den 21. Januar 1896, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Schmidtke, Stromstr. 28: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 120 4 1. Kassenbericht vom 4. Quartal und Ergänzungswahlen zur Ortsverwaltung. 2. Herbergsbericht. 3. Vortrag des Kollegen Friedr. Hofmann über:„ Das Recht auf Faulheit". Gäste willkommen. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen, zu erscheinen. Mit kollegialischem Gruß: Die Ortsverwaltung. Lederarbeiter, Portefeuiller! Große Vereins- Versammlung am Montag, den 20. Januar, abends 8½ 1hr, bei Roll, Adalbertstr. 21. = Tages Ordnung: Vereinsangelegenheiten. Die Kollegen der Fabriken von Simonson, Hoffschneider und Lütges u. Komp. Nachfolger werden zu dieser Versammlung eingeladen. Anzug u. UeberHerren- ieberstoffe, nur moderne u. haltbarste Qualitäten, zu Fabrik- Preisen. Große Auswahl. Aufträge von 20 Mt. an und Muster stets franko. M* Carl H. Klippstein& Co., Weberei und Versandt- Geschäft, Mühlhausen i. Thür. Echt chinesische Mandarinendaunen das Pfund Mt. 2,85 übertreffen an Haltbarkeit und großartiger Fülltraft alle inländischen Daunen; in Farbe ähnlich den Eiderdaunen, garantirt neu und bestens gereinigt; 3 Pfund zum größten Oberbett ausreichend. Taufende von Auertennungsschreiben. Verpackung wird nicht berechnet. 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