BERLIN Soimabeod 23. ä 1929 10 Pf. Jfr. 14*0 B70 46. Zahrgaiig. erscheint tiglkch av« si« kann dies Leben nicht ertragen und öffnet den Gashahn Die von Konstantin David nicht ohne Geschick verfilmte, nicht immer wahrscheinliche Handlung ist im Grunde ein« starke Anklage gegen die„golden« Jugend" und di« Praktiken ihrer Väter, indirekt ober auch gegs, die verlogene Filmwelt, die den Mädchen immer wieder Millirnvfriöhn« in Aussicht stellt. Aber es ist wohl zu be- zweifeln, daß�'dics die Absicht war. Man hatte wohl mehr die Sensation des Stoffes im Aug«. Als besondere Einlage wird eine Szene aus dem Sechstagerennen mit all feinen Geräuschen und Gebrüll fürchterlich echt geboten. Fee M a l t en gibt da» jung« Mädchen. es gelingt ihr besonders in den späteren Teilen, es glaubwürdig zu verkörpern. Ernst Stahl- Nachbaur, Fred D ö d« r l e i n und Paul H e n ck e l s gestallen erfolgreich den Konsul, seinen Sohn und den Vater des Mädchens. Eine sehr floite Studie eines Straßen niädels steuert Mary K i d bei. r. Besserung im Befinden Kleibers. Wie wir erfahren, ist die erste Nacht nach der Operation gut ver- laufen und das Befinden des Patienten hat sich bereits etwas ge- bessert, wenn auch der Zustand mit Rücksicht auf die Schwere der Erkrankung noch als ernst bezeichnet werden muß. Dreimal hundert. Köche 5? a o k und Lutz A l t s ch u l sind ins L e f f i n g- Theater übersiedelt und feierten dort zum 100. Mole„Dreimal Hochzeit". Das ist. besonders für ein so hübsches Brautpaar, schon ein Rekord. An diesem ziemlich belanglosen Werk Anne Nichols erweist es sich, was flottes Spiel aus einer Nichtigkeit machen kann. Gisela W e r b c z i r k, die geschwätzige, gutmütige, kokett« alt« Jüdin ist— man darf das von dieser„komischen Ali«" wirklich sagen— noch immer„herrlich wie ain ersten Tag". Do? Publikum lachi. jubelt, klatscht ihr zu. Und L i ch o. Vittor Franz. Max Ehrlich. Wilhelm Diegelmann. Paul Kemp, dazu dos glücklich zum dreihundertsten Male verheiratete Brautpaar sorgen ebenfalls dafür, daß es ein vergnügter Abend wird. �« Um den Kopf der Rephrete. Zu den Meldungen, daß der ägyptische Außenminister bei seinein beabsichtigten Berliner Besuch von neuem die Gelegenheit ergreifen wird, eine Erörterung über die Rückgabe der Büste der Königin Rcphrete herbeizuführen, wird von maßgebender Seit« mitgeteilt, daß ein Rechtsanspruch des ägyptischen Staates auf die Büste nicht besteht. An den Ausgrabungen, bei denen der Kopf zu Tage ge- fördert wurde, war di« Deutsche Orient ges ellschaft beteiligt, und zwar wurde der Fund an jener Stelle gemacht, an der di« Deutsche Orientgesellschast graben ließ. Das Schiedsgericht, das über di« Ver- teilung der bei den Ausgrabungen gefundenen Gegenständ« zu be- finden Halle, sprach den Kopf den Deutschen zu. Es wäre also nur möglich, daß die ägyptisch« Regierung durch käuflichen Erwerb in den Besitz des Kunstwerkes gelangen könnte. Es scheint ober be! den entscheidenden deutschen Stellen nicht die Absicht.zu bestehen, eins der wertvollsten Stücke im Allen Museum.zu veräußern. Alaleowssühroagev. Eomllag, de» 24.. 10 Ulft. sprechen: im Reue» Mut cum Tr.(Rotenberg über„Der primitiv« H o I> l ch n i t t" SurnbUe. 20. Sugen Dnegin. 20. bis 31. Pargfol. Siooietbeater: Kerl und Anno 20. Seschsossen. Schiller-Tbeatcr� 23.. 1. Kalkutta. 4. 5>tei. 26., 38., 30., 31. Vetro Arelinv. 37. Oedipu,. 20. Srlchwlsen. Theater mit festem Spielplan: Deutsche» Theater: Die lustigen Kelber von Winbsor.— Kammeistziele: Die Ursache.— Die Komödie: Dann kommsr Du wieder?— Theater am Slallendors. »latz: Das Gelb aus der Straße.— Theater in der»önigarätzer Straße: Rivaten.— Komödienhan,: Di« Dreigroschcnopcr.— Große» Schaustzielhau»: Der liebe Augustin.— Wetrorml-Theater: Die lustige Wiiwe.— Theater de» Westen«: Frieberike.— Komische Oper: Paradies der silßen Frauen!— Demt» fite» Kuustler-Theater: Pottesch und Perlinutt-r als Deie!ri:'e.— StestsoHhan«: Weekend im Paradies.— Kesstog-Theater: Dreimal Kochzeit. Karsreiteg ae» schlössen.— Slefidcnz.Iheater: Die FSrsterchristel.— DI« Tribüne: Kerr und Frau So und So. Karsreiteg geschlossen.— Pcrliner Theater: Helden.— Kleine» Theater: Trio.— Rose-Theater: Drei alt« Schachteln. Karfreitoa ge. schlössen.— Lostno. Theater: Sine ungeltebte Frau.— Zentral-Theater: Wenn der weiße Flieder wieder blüht.— Schloßparl-Tbeater Steglitz: Der Zuxbaron. Karfreitag geschlossen.— PlaM: Pariete.— Wintergarten und Seal«: Internationales Bariei«. Rricheballe». Theater: Strttiner Sanger.— Theater am Ztotttmsser Tor: Sllte.Sänarr. Theater mit wechselnde« Spielplan. Titenon-Theater. 28. bi» 28. uvi» 30. Der Herzog sab die SJUtelj», 3». Da,•»fklfpieL 33. Nachtvorstellung. 2R4 Uchr: Bon Benu, te, /freu» berg.— Tß<»»»«» tn der Stadt, Kommandantenftraße: Bis 28. Kamtzk un Schnee. 20. Geschlossen. 30. Die Schwärmer.— Renaissanee- Theater: 33. bis 28. und 30. ot, 1. Das groß« ABS. 28. Aetherwellenmusik. ZTachmiltagsvorstellungea. Thalia- Theater: 34. velroulch.— Theater am Rollendorstzlatz:«. Ste« Seld auk der Straße.— Theater in der»nniqgrätzee Stwße: 24. Sl. Revolte im Erziehungsbous.— Große» Schanltzielhau»: 24�. 31. Der üebeAugusttn. Ret rotzol- Theater: 24.. 31. Die lustige Ditw».— Tbeater de» Westen»: 34., Ol. FriÄterike.- Deutsche»«ünftle. Theaier: 24 31. Der He�- Tri-n.o. Theater: 34. Der Herzog und die SündertN.— Residenz. Theater: 31-, 1. Schnur» und Knirps.- Die Tribüne: 34.. 31. Herr und Fraii E« und So— Renalssanec. Theater: Krankheit der Zugend.— Rnse-Theater: Z0„ 18 llhr- Wtlhelm T-ll. 31.. I4U. Uhr: Sänsel und Sretel: 17-» Uhr: Der Oberste.grr. 1.. 14-z Uhr: Sänsel und Gretel: l7ll Uhr: Der Obersteiger,— fr**™1-* Interna_________________..__ Theater am Sottbvsscr Tor: 24., Sl. Elite- Sangrr. Erstaufführungen der Woche. Montag. Rose. Theater: Drei alt» Schachteln.— Muilvcch. Over am Platz der Republik: Iphigenie auf Tauri».— Donnerstag. Theater am Schiskbauerdamm: V-oniere t» Znaslstedt.- Sa«,. abend. Komische Oper: Don Bett zu Betichen. D h e a t e r r n d e r Stadt: Die Schwärmer.— Sonntag. Reue, Theater a» SSV. Di« kleine Intendantin. Sonnabend, 23. März. Berlin. 164» Dr. Kort 2i«!eBteier; Von.Ford bis Moriiv. 16.30 Unterhaltonesniasik«er Kapelle OebrOier Steiner. Aasthl leSen«: Mitieilonien«es Arbeitsamtes Berlin-Mjtte. 18.10 Prof. l. M. Verweyen. Bonn: Das Symbol öes Lichtes. 18.35 Dr. Hans trdmajui: Moslk im Kino. 10.00 Qrjesioski: Organisation ond Antraben der bontire» Politel. 30.00 Sende-Splele: ,X>er Hofnarr", Operette. Musik von Adolf Möller Ine. Leitung: Cornelis Bronsgeest. Dirigent: Dr. Cnist ESrner. Nach den Abendmeldunten bis 0J0 Hotel Adlon: Tanimnsik(Fred Birö-TanzJ Orchester). K6n!cswnsterh«ns«v. 16.30 Sachmitta gskon rert voo Hamburg. 17�30 Ins. H. Kunze: Die Frau Im Leben des Beamten. 1SJM Rudolf Waela-wiak: Arbeiter ond Buch. Spanisch für Anfänger. 18-55 Dr. Konrad Ellers: Die Ethik der Jagd. 19.22 Dr. Pani Zncker; Alfred Messel znra Gedächtnis. 30.00 Die Stnnde des Landes.(Adolf-Beeker-Orchester.) 21.00 Schubert and sein Werk. PI andere! für alle.(Mitte.; Dr. Erich Föten et! Gerhard Jekelins, Bateton: Em» Klein, Flügel.) Sonnntag. 24. Marz. Berlin. 08.55 Gloeieiispiel der Potsdamer Garrison l.lrcbr 09.00 Morgenfeier. Olockengelinte d« Berliner Doms._ 11.30 Aus der Städtischen Oper, Charloitenburg. WohltäfigteHskonrert der Otesgnippo Berlin des Deutschen Musikerverbandes. Dirigent; Bnmo Walter. 1. Begrüßungsansprache Dt, Singer. 3. P. Tschaikoo'skv: Sinfonie..Pathdtique"- 3. R. Wagner: Wotans Abschied nrd Feuervanber aus Die Walküre"(Kammetsinger Wilheim Rode, München, Bariton). 4. Rieh. Strauß: Tod und Verklärung. 13.15 E. Nebennar.n; Die moderne Schachpartie. 14.30— 1530 Für den Landu'irt. 15,30 Märchen.(Gelesen von Johanna Meyer.) 16.00 Theodor Kappstein: Die Brüder Grimm. 16.30 Schallplattenkonrert. Tri-Ergon-Platte«. Aufnabmen der Berliner Lieder» tafel. Anschließend Tcemnsik Hotel Esplanade(Kapelle Gdezy). 19.30 Dr. Kurf, Beck: Jugendberalung— Hilfe aus Jugeudnof. 20.00 Konzert des Trompeten, und Posannencborj des Kammervirtuosen Lud« ig Plaß. 20,45 Palmarum. Rezitationen und Gesänge, Anschließend: Zeit, Wetter. Nackrichten, Sport Anschließend bis zirka 0.30: Tanzmusik(G. Hoffmann). KBalggtensteihansei. 13.45—14.1.5 Bildfnnkversuche, 16.30 Prof. Wappenschmitt: Klassische und moderne Musik. 18.00 Wilhelm Sollraann, M. d.R.. Dr. Theodor HeuB: Gespräch über den Alko-i holraißbrauch. 18-50 Dr. Leopold Weber: Wie Parsifal unser«ard. 19.30 Dr. Emanue! Lasker: Das System meiner Philosophie. Berantwvttüch für die Redaktion: Franz Klüh«, Derltn: Jin Berlin. Verlag: Vorwllrts Verlag dtuckcrei und Berlagsanstalt Paul Hierzu 1 Vellage. ch für die Redaktion: Franz«lüh», Verlm: Anzeigen: Th. Steile. lag: Vorwärts Verlag G. nt. b. S>., Berlin. Srua: Vorwärts Buch. Betlagsanstalt Paul Singer& Co.. Berlin£B 58, Linden strotz« 3. Theater, Lichtspiele usw. Sonn3b.,u. 23.3. Stsats-Qper Unter d. Linden A.-V. 75 20 Uhr Staats-Oper Am PI.d.RepubL R.-S. 67 20 Uhr Sonnab., d.2S. 3. Stadl Oper Bismarckstr. 19Vte Uhr La serra padrona Oer Dorfbar&jer Staat). Stbaflsph. an tnadirn.mnkt A.-V. 71 20 Uhr RaniiADiia Staat). SebiUer-Ttieater.Cbaritl). »i_hi: Zum I Male Pielro Aretino Relchshallen-Thcater UUbaull[T| rar. SnnmaB ramni. gl Siettlner sanier Nachm. halbe Preis«, volle» Programm' BlUettbesteUanKea laphu: ZRDimni NA». Dönhoff- Brettl; VsrUU> Koaurt»- tu- Theater a. KottbusserT er KotOmsni Str. 8, lel. Mpl, 1 8077 TBaUeli S Uhr.•ueb Sannteg . nachm. 3 Uhr(ennäSigia Pretest gaif-sawaer u. a,»Die Schdnftaitsk&nlgin" varbunrian mit Modsonrhni tOgnm. Pmithsribestrong nf alten PWtw« scAta 8 Uhp B 5 Barbarossa 9256 losma Sollni> Kr. Ralph Bsnaiiky BsrinaH s. Eulalia � lo« Sianlort um) die übrigen Ufrakllonen: i' Sonnabends n. Sonnlads )e 2 VorsieUnnpen S" ond 8 Uhr— S50 ermäßigte Pr. P�A�a CAS1N0-THEATER Lniwriii�er Strabc o7. Neu! Neul „Eine ungellettte f rau" und ein erstklassiger bunter Teil. Fflr unsere Leser Gutschein für 1—4 Pera Fauteuil nur 1.15M.Sestzel 163 M. Sonstfpe Preise: Parket u. Rang o 80 M- (SVff Vfc.y So: Jchillersaai �uVon iDa leimen Sonnab. o.lfiw _ Sonntag aasvorkanlt X Heute Sonnabend nn« morgen Sonntag:, 24 MÄrr noeü rirofl, nnbedinfrt Lotzto tinatiffe Abende MfiRCELLSULZER Karten: Schillenhe- ®ater. Bote&. Bock, Werth rim n. telef. v f«Cf lst-2 UchterfeldsSSaßl fCU J „wie Abendkas»'« Volks bllline rhsatBr smBülowplsti «Uhr Kreuzabnabnte Theater am Sdimtaaenianini 8 Uhr Die KranMieit der Jugend Thalia-Theater 8 Uhr Oelranscb Staat!. Sdiiller-Tli. 8 Uhr Pietro Aretino Theatf r am SAIfthaoerdamm. Norden 1141 U.25I räelich 8'/. Uhi Krankheit der Jagend von Ferd. Bruckner Insz. Gusl Hartung- Lennirtx, Srlua Brod, Kahnert, Dämmest, Andersen. Rappard u. DaschOnsky. Oeatsdies Ibeater D.I. Norden 12 310 8 U. Ende nach lüV» Weiber von Windsnr von Shakespeare Regie: Heinz Hilpert Die Komödie JIBismck. 2414/751« SV« U„ Ende geg. 10 Wann kommsi Du wieiier? Komödie von S. Maugham- Regie GusUl QrBnigtni Kamraerspiele it. 1. Norden 12310 8'':U„ Ende geg. 10 Die Ursache Schauspiel v Leonhard Frank Regle: Hans üeppe. 8V. Tßosler «es Westens Sonnlag auch V»4 Uhr Der größte Srfolg Berlins Friederike Mustl von Lehar Erika v. Thellmann Karl Ziegler, Ttaalsoper Wien struStdl, tlmdueg, vor», cknsler, tzesperman i, Uti, Kasse miunterhr. Steiiwl.dZlil.7180 Sdnioei Tfteaier OirekcHeinzHerald Charlottenstraae 9C A. 7. Dönhoff 170 8 Uhr• 8 Uhi Helden von Hernard Shaw. Samowsky-Bubnen Theater In dar CSnlggrätzar Straße T".ch 8»/«-.h Rivalen Komödianhaus Täglich« Uhr Die Orni-ünisAen- Oper i neatai am Nollandor'platj Täglich üh» Oes Bald am der strase Lastspielbaus 8'ä Uhr unaderauttrMM Guido Thielseber Weekend im Paradies KleiDK Tbeater Täglich SV* Uhr: CurtGoetz, Valerie v. Martens Ferd« v. Alten in „Trio" Lustsp.*. Leo Lenz. Regie: Frledmonn- Frcdrrich, Otach. KQmUer-Th. NU Uhr Pottasch ond Parimuner aisoetentiu Pool Gräte, Karl Etil Inger. Cr. MMnsalciUauä sl Hetrapauneaiar 8 Kanstlerlseha Leltnas t ERIK CHARELL £ustiqe Tüitwe voo Barnauar and Wallach Alfred Brann ffady Christians Trade Lfeeke Siegfr. Arno Fan] Morsan Faal Weaferiaeler Cuntav Matcaer Harlanne VtakaUten Im onfk I Bulfatenim »rat,»astar/ ssaai low wer tmimetlrls| mtswiwn' Fritzl Massary Max Hansen Uschi Elleot W. Jankahn H. Jankermann W. Sehaeffers Marqnlta Bisters FrUee »Mali am iCamaUaiiliOT» PfOiSSSOT Enut Stern ISoanlan �( KrtHÄ Nachm. Kleine PralM| Nidill Psnk | Naa aaf Bleetroia lessing-Tbeater Täglich 8 Uhr SxHoctizalt. tttatia-rneaier .resdener Str. 72», s Uhr.- „Oelrausch" frianon-fh. Tätlich S1!* Uhr Stg. nachm. 3l/t Uh t Der Herzog and die sonderin Crttai Bltoair Uarfla Ffrrtner r«MUeoftortl Renaissance- Theater Katdeabargatr. B. Tel. Steüipi. 601 u. 2583,84 »'/.Uhr. Zum 03, Male;»'.'. Uh, Dia Woltertelgskomödi» „Das große ABC von Marcel Ptenoi ReB stwUBmaa». saPramlgreBlmUtt. mei im Sonntag, den 24. März nadnn. S imr Berliner||lk-¥liO N«uk6lla. W ubMii.I4nir RosB-Theatei lOTjuwr« 51.13 4 Uhr Willielin Toü 8'/«-tu Oer Obersteiger Planelorlum w am Zoo mm», .». HinimiiMiii Noll. 1578 16>;4 Uhr Sternhimmal datcnrätc an die Spitze. Und dann ist Deutschland erreicht und die Sieger rücken nach. Renn ist in Aachen, und so endet er sein Buch: „Am Tage darauf rückten wir aus den Bahnhof und warteten bei strömendem Regen auf den Zug. Es war längst Nacht geworden, als er eintraf. Es waren alles Viehwagen mit Schiebetüren. Wohin wir fuhren, wußten wir nicht, nur daß es noch nicht nach Haufe ging." � G'. In einer ganz anderen Landschaft, und das nicht nur geo- graphisch, siegt Jung nickels Buch: Brennende Sense. Es er- schien im Ernst Schnelle Verlag, Bad Pyrmont, und schildert ein Jahr Rußland im Jahre 1913. In diesem Buch ist wohl noch viel Verklärung und Romantik, aber das Abenteuer jener Zeil und jener Jugend ist glänzend in dem Roman aufbewahrt, und man findet viele Bilder, die für immer haften bleiben. Ein Kriegsbericht- erstatter, der die Russen als feige Hunde beschimpfte, wird, als er an die Front kommt, von den deutschen Soldaten verprügelt. Ein Solde-t kriecht ins Niemandsland, um von einem Toten die zer- lcsenen Seiten eines Buches zu holen, ein Mann hält die Hand aus dem Graben, um einen Heimatschuß zu verpassen. Etappe und Front, Haß und Liebe, viele Menschen und viele Schicksale wirbeln vorüber, und neben zartester Lyrik steht das brutale Deutsch der Lanzer, neben der Hymne auf ein russisches Amulett: Für Jod und König und Vaterland. Vormarsch und Sturm, Plünderung einer Stadt, weiter, immer weiter und.immer neuer Krieg, neuer Graben und neuer Sturm hetzt es durch den Roman. Auch im Osten wird geopfert. Don beiden Sellen. Der Mann, der einmal von einem Toten die Blatter, eines zerlesenen Luches holte, ist nun selbst gefallen. Im Frühling waren es tausend Mann. Im Herbst stich noch 42 Mann übrig, und als der Verfasser dieses Buches feinen Schuß verpaßt, sind vom ganzen Bataillon noch 23 Mann da. Die anderen sind gefallen, verwundet, gefangen, vermißt, erkrankt. Max Jung- Nickel hat das Buch des verträumten deutschen Kleinbürgers geschrieben, des Mannes mit der schwärmerischen Seele, dessen Welt unter der eisernen Lawine begraben wird. Der Roman ist voller Abenteuer und dramatischer Handlung. Er ergänzt die groß- artige Tatsachenschilderung von Ludwig Renn- Krieg, und es ist wert, daß wir uns auch damit beschäftigen. Sein«„Brennende Sense" ist wichtig für den Kampf gegen den Krieg. M. B. Klärung und Verklärung Bemerkungen zu zwei Kriegsromanen Copyright Safari-Verlag G.m.b.H., Berlin W35. L-Scä/ ZeictmizngzerL uvn Acloff Lehnert (32. Fortsetzung.) � le Froucif stürzten heraus...Zwei weih« Männer!" Und die Knaben, die schliefen, kamen auf den Ruf schnell auf die Beine. „Zwei weihe Männer! Dater ist mit zwei weihen Männern heimgekommen." Die ganze Einförmigkeit des Wintertages war vorbei. Das Abenteuer war zu ihnen gekommen. Die junge Frau wollte vor Freude springen, und die ältere fieberte vor Ausregung. Weiße Männer an ihrem Wohnplatz! Ach, was man doch in dieser Welt erlebte! Es war ein herrliches Haus, das Utang mit seinen zwei Frauen bewohnte. Di« schliefen jede aus einer Seit« der Pritsche mit einer kleinen Lampe, und eine Lampe stand an der Tür. Es gab drei Nein« Dorstuben, an ollen Seiten waren Anbauten, und alles haste drinnen Platz. Mächtige Floischstücke wurden aufgetischt, Renntiersleisch und Walrohsleisch, Robbensleisch und Bärenfleisch. Utang hatte alles: Getrocknetes Fleisch und Talg, der in Renntiermägen geschmolzen war, frischen Talg brachte er auch, und die zwei erschöpften Fremden aßen und aßen. Eines Tages aber bekam Bolk Lust auf Tee nach der vielen Suppe und auf Brot nach dem vielen Feststoff. Und d» sahen sie, wie gewissenhaft alles in eine Ecke gestellt war. Nichts von dem, was ihnen gehörte, war angerührt worden. Ja, Utang war ein Ehrenmann durch und durch. Die zwei Frauen nähten ihnen un- aufgefordert neue Kleider, ein Paar Stiefel bekam der eine, ein Paar Strümpfe der andere, und gute Fäustlinge. Ihre Schlafsäcke, die nah geworden waren, wurden mit schönen neuen Fällen gefüttert. Ja, des Guten, das ihnen diese Eskimos taten, war kein Ende. Make und Bfllk sprachen oft darüber.„Wie sollen wir ihnen das lohnen?" „Ja, hier lernen wir die Eskimos erst richtig kennen, die noch nicht unter dem Einsiuh des weihen Mannes gestanden haben. Sie denken nichl wie Joe an Bezahlung, denken nur daran, uns Gutes zu tun. Wir wollen ihn mitnehmen, wenn wir zu Kräften gekommen sind, und uns wieder auf die Suche nach Mala begeben. Vielleicht weiß er, wo der Mörder wohnt, und kann uns helfen, ihn zu fangen? Wir nehmen ihn mit. Das hat er ehrlich verdient nach allem, was er für uns tot." Die Knaben freundeten sich gleich mit den weihen Männern an. Sie waren immer bei ihnen und bekamen Papier von ihnen, worauf sie zeichnen konnten. Es war sehr lustig. Auch für die Hunde wurde gut gesorgt. Täglich wurden sie in die Vorstube eingelösten. man warf ihnen aufgetautes Fleisch und Walroßhaut vor, soviel sie fressen konnten, und wenn sie aufhörten, waren ihre Bäuche gespannt wie Trommelfelle. Ja, c« ging ihnen allen herrlich: ober es wurde bald Zeit, ineiterzukommen, denn es hatte ja keinen Zweck, auf Joe zu warten, und Utang konnte wohl auch helfen. Mala zu fangen. Aber Joe kam doch. Eines Abends spät, als man schon ans Schlafen dachte, kam er auf Schlitten angefahren mit einem fremden Mann, den er bei der Suche nach feinem verschwundenen Herrn getroffen haste. Joe hatte sich nichts vorzuwerfen. Cr erklärte, daß er zu Illubalik zurückgekehrt war und ihm Petroleum und anders Dinge, die der Polizei gehörten, weggenommen hatte. Nur etwas Proviant und Himdesutter hatte er ihm gelassen. Als er aber an die Stelle kam, wo er die weihen Männer verlassen hatte, waren sie fort. Sie hatten einen anderen Weg eingeschlagen, und er war ohne Rost gefahren, bis er diese» Mann traf, der ihm endlich den 7steg hierher zeigte. Sie hasten sich sehr beeilt und hatten ein« sehr bange Tagcsreise hinter sich. Er haste befürchtet, datz ste um- gekommen waren. Nie wieder würde er einen weißen Nkann verlassen, der allein war. Er verstand es, alle Vorwürfe abzuwehren, der Fohler log bei den weißen Männern, die falsch gefahren waren. Make wollte setzt nicht mit ihm rechten. Er sagte deshalb nur: „Ja,«e ist gut, daß du kamst. Wenn du dich ausgeruht host, können mir gleich aufbrechen, fjifcr gibt es Fleisch im Uebersluß. Utang hat Häuser voll und eine Menge in Fleischgruben liegen. Hier kömien wir un« mit Proviant kür die ganze Reise versorgen." Joe konnte mir mit Mühe seine Gedanken verbergen. Sein Ausdruck wurde fragend, er sah den Sergeanten und dann Utang di: yber er sagte nichts. Er freute sich, daß Make ihn nicht wegen feines langen Aufenthalles ausfragte, und machte sich daran, die Hunde abzuschirren. Utang half ihm dabei. Hinterher lud er die Zachen vom Schlitten und trug sie hinein, während Utang den Hunden mächtige Fleischstücke vorwarf. Joe sah ihn anfangs for- ichend an: aber Utang war ganz ruhig. Er fragte Joe neugierig, ob er von Süden käme? Ob er im Sturm draußen gewesen sei? Und viele andere einleuchtende Dinge. Joe mutzt« auch tun, als wäre nichts geschehen, er antwortete und stellte ähnliche Fragen, und als alles in Ordnung war, gingen sie alle ins Haus. Die Frauen hotten lchon Robbensleisch gekocht, und eine dampfende Schüssel wnrde ihnen vorgesetzt. Ach, wie lustig war der Besuch fremder Menschen! Jetzt würde man Neues hören und erfahren, wer die weißen Männer waren, und was sie in diesem Teil des Landes wollten. Sic aßen und sprachen, sie lachten und sprachen weiter; aber Neuigkesten erfuhr man nicht viel. Di« Ankömmlinge waren müde und konnten wohl nicht gut erzählen, wenn die weißen Männer dabei waren. Die Neuigkeiten erfuhr man leider erst am Morgen. Alle begaben sich zur Ruhe, und bald verkündete lautes Schnar- chen, daß die meisten eingeschlafen waren. Aber Make konnte nicht ichlasen. Er dachte an die bevorstehende Reise. Wenn Joe nicht zu müde war, konnte man gut morgen weiterziehen. Da entdeckte er zu semer Ueberraschung, daß Joe, der neben ihm lag und scheinbar gleich in einen schweren Schlaf gefallen war, wieder wach war! Ach so! Der gerissene Fuchs! „Es ist gut, daß deine Müdigkeit schon vorbei ist. Da können wir morgen Weiterreisen und Mala fangen." sagte er last«, ober mit Nachdruck. Joe war überrumpelt. Schlief Make nicht?„Was sagst du? Mala fangen? Wie das?" „Ja, wenn du dich ausgeruht host, reisen wir morgen weiter. Wir sind jetzt stark genug, und Mala? Wohnplotz kann noch Jllu balikS Schilderungen nicht well von.hier sein. Utang weiß vielleicht sogar, mn er wohnt. Wir wollen den Mörder schon fangen" „Ja, aber Molo, das ist ja Utang. Der Mann hier im Hause ist der Mörder. Weißt du das nicht?" fragte Joe erstaunt. Make setzte sich zornig auf.„Was wogst du zu sagen! Mola soll Utang sein! Der Mörder Mola, der drei Männer erschoß und ihre Frauen raubte! Den alle fürchten? Nein, Utang ist der best« Mann, dem ich je begegnet bin. Er Hot uns das Leben gerettet, als du uns im Stich ließest. Dein« Frechheit ist zu groß." „Utang heißt Mala," sagte Joe gekränkt.„Wenn du mir nicht glaubst, so frag« Saitok. All« wissen, daß Utang Mola ist." Make«vor ganz verwirrt. Wa» sollt« er glauben! Bolk mußte ihm helfen. „Bolk! Bolk! Wach aus," rief er laut. Alle wurden geweckt und fuhren verwundert auf.„Joe erzählt, daß unser Wirt hier der Mörder sei, hinter d«n wir her sind. Das ist doch verrückt." Ehe Balk sich indessen sammeln und antworten konnte, fuhr Make fort: „Utang, höre, was Joe sagt. Bist du es, der Mala heißt?" Utang oerstand es nicht, und Joe übersetzte. Da nickte er mit dem Kopse, zeigte auf sich und lachte: „Utang und Wala, ja. das bin ich." Er sah, daß er weit und breit bekannt war, die großen Kapitän« mußten von ihm erzählt haben.„Ja, Mola, das bin ich," wiederholt« er froh: hier gab es keinen Grund, die Geister zu fürchten, er konnte ruhig seinen Namen nennen, wenn die weihen Männer danach fragten. Make und Balk sahen sich emsetzt an. Der Mann, der so offen erzählt«, daß er Mala war, haste kein Schuldbewußtfein. Was sollten sie nur tun? Joe triumphiert». Er genoß ihre Verwirrung. Endlich sagte Balk:„Er hat uns das Leben gerettet, das dürfen wir nicht oergesten." „Nein, aber wir müssen unsere Pskicht tun." antwortete Make. „Wir können nicht verschweigen, daß wir ihn getroffen haben: aber laß uns bis morgen überlegen, wie wir die Sache anfassen sollen." Es trat wieder Ruhe ein, aber keiner der Polizisten schlief mehr in dieser Nacht. XIV. Am nächsten Morgen begann Make sofort mit dem Verhör. Mola gab alles zu.„Du bist es also, der sein« Feinde tötet«, und über den wir von Leuten hörten, die dich fürchten? Der Herr über c-lle weißen Männer hat uns nach dir ausgeschickt." Mala beugte das Haupt in Bescheidenheit. „Ja, ich bin es. nach dem alle fragen. Haben weiße Mänüer auch von meinem Zorn gehört, so ist es mir nur lieb. Z)ie weißen Männer werden mich verstehen, sie haben stets Macht gewünscht wie ich. Als ich die Kapitäne befehlen sah, verstand ich di« Freude daran, Befehl« zu geben und Furcht um sich her zu schaff«». Ich liebe es nicht, darüber zu reben, denn wenn Menschen sterbe», spricht man nicht mehr von ihnen. Ich antworte nur, weil ihr mich fragtet." „Sog Mola, daß er erklären soll, warum er sie tötete." Joe gehorchte und übersetzte die Antwort:„Ich tötete sie eines Beschlusses halber, laßt uns nicht darüber reden." „Doch, du sollst reden," sagte Make. Das wunderte Mala. Was sollte er sagen?„Meine Zungt kann nicht den Wünschen der weißen Herren widersprechen: aber es fft nichts darüber zu sagen. Di« drei sind tot. Aber warum fragt ihr danach, warum reistet ihr den weiten Weg, wenn nur das euer Ziel ist?" „Sage ihm, daß er Unrecht tot, diese Männer zu töten. Er hat die Gesetze der weißen Männer verletzt und muß dafür büßen." „Ich habe tein Unrecht getan," antwortete Ptalo.„Der Frauen der getöteten Männer nahm ich mich an. Die eine ist bei mir, die andere wurde gleich verheiratet. Es war notwendig, daß ich Frauen hatte. Keiner fängt soviel wie ich- Keiner muß all di« Dinge� gc- näht haben, die ich brauche. Ich gehe zu allen Zeiten aus Fang und verbrauche Stiefelsohlen. Ich muß eine Frau haben. Und ich habe kein Unrecht getan. Aber wir wollen nicht mehr darüber reden. Heute will ich euch leckere Rennticrzungen holen." „Teile Mola mit, daß wir nicht bös« auf ihn sind: aber er hat noch den Gebräuchen des weißen Mannes Unrecht getan, er hat sich durch das, was er getan, wider die Natur versündigt." Mala wurde aufmerksam.„Mich versündigt," lochte er.„Was hättet ihr denn getan, wenn eure Kinder kein Zeug gehabt hätten. Wenn eure Felle m'cht hätten zubereitet werden können? Wenn ihr bei einem geringere» Fänger als Gehilfe hättet wohnen müssen und er all eure Arbeit zunichte gemacht hätte?" „Wir wären dorthin gegongen, wo eine Fvou gewesen wäre, die kernen Mann gehabt hätte." „Weißer Mann," lachte er.„Die Worte, die Joe von deinem Munde sprach, zeigen, daß du die Gedanken des weißen Mannes in dir hast. In diesem Land« gibt es keine mannbare Frau, die nicht verheiratet ist. Was hättet ihr denn getan, wenn zwei Männer gekommen wären, euch zu töten? Würdet ihr sie nicht zuerst ge- tötet haben, um euer eigenes Leben zu retten?" „Nein," sagte Make.„Wir hätten bei unseren.Herren Schutz gesucht und gefunden" Joe übersetzte. Er war sich noch nicht ganz klar darüber, aus welcher Seite das Recht war, und wie das Ergebnis werden würde. Deshalb übersetzte er wörtlich. Erst wenn die Situation geklärt war, konnte er seine Rede zum Vorteil des Starken einrichten. „Schutz suchen," antwortete Mala.„Wo und bei wem denn? Man kann sich nur mit seiner eigenen Kraft wehren. Aber laßt uns nicht mchr darüber reden. Wir wollen uns unserer Gastfreund- schost freuen. In der Nähe liegen meine Renntierzungen, die wir essen wollen. Ich hole sie gleich" „Du kannst nicht gehen," sagte Make.„Ich mach« dir keine Vorwürfe. Du hast mir dos Leben gerettet, und ich habe dich gern, aber ich muh dich mit nack) unserm Hause nehmen, und dorr iollst du unseren Herren erklären, wormn du getötet hast." Mala stutzte und blickte aus.„Ich habe ja alles erklärt. Er- zähle es ihnen und jchreib« meine Worte in Strichen auf Papier. Unsere Reiseauxrüswng ist nicht in Ordnung. Ihr braucht ja selbst Hundesutter. Es ist nicht genug für uns alle da." „Nicht auf deinen Wunsch und den meinen kommt es an. Es ist ein Wille über uns allen. Ich hege keinen Zorn gegen dich. Aber ich muh reffen und dich mitnehmen. Später wird bestimmt werden, wa» geschehen soll."(Forttetzung wlgl.) Rätsel'Ecke des„Abend ininnnii(iiiraiiiiniiflaBMiinniMiiwuiiiiaiiiaKnnRminBiiuiiuiununuintMinuiiiniiiiiiniuumuiDiuumuiiniUHiniiiuuiiimiM Iii Oiomanträtsel. Di« Buchstaben in der Figur sind so zu ordnen, daß die wagerechten Rechen nennen: 1. Mit- laut: 2. Farbe: 3. Beinpartien: 4. Aiiatisch-tür- tisch« Handelsstadt: ö. Sehr beliebter Saft: 6. Wohlgemeinter Bor- schlag zur Lösung Wirt- jchaftlicher Fragen: 7. Stadt in Pro»,«ochsen: 8. Kaumechode: 9. Ber- holtenerAeMr: 10 Körperteil: 11. Mitlaut. Di« mittelst« senkrecht« Rech« lautet ebenso wie di« mittelste wagerechte, ad. Zqhlenrätsel. 12 3— 4S3—(>5347518— 97 10 11- 12 3 3 7 11 5 7 8— 13 7 3— 4 14 9— 15 5 16 5 1— 4 5 3— 8 17 18 15 7 10 11— 9 7 3— 3 3 19 16 3 3 1— 20 2 S 9.— Schlüss-lwp�te zu diesem Zitat von Goethe: 3 16 3 3 9 13 14 15 4 3 Stadt in der Mark. 12 17 11 3 3 Wasserfahrzeug. 16 5 2 10 11 8 5 9 18 14 4 5 1 Kurort in Bayern. 6 5 1 2 9 Planet. 19 20 1 7 16 2 9 Verkehrsmittel. ler. Verwandlung. Man sieht' die erst« Silbe bald an Hüten jeglicher Gestast. Die zweite Silbe liegt versteckt zumeist im Boden, erdbedeckt. sprichst beide du gemeinsam aus, so wird ein Ungeheuer draus. Silbenwechsel. 1 ff- 2 Körperteil, 1 ff- 4 Gefährt, 2 ff- 4 Waffe, 3-ff- 4 Niederschlag, 3-ff 6 Sozialist!- scher Führer, 7 ff- 2 Behäller, 7 ff- 8 bud- dhistischer Priester, 8 ff- 4 Körperorgon» 1 ff- 2 Handelsobjekt, 1 ff- 3 Bienenhaus, 3-ff 2 Por- trag. Sff-S Frucht» 3 ff- 7 männlicher Bor- name, 7 ff» 3 Erquickyng. 8-ff 2 Insektenlarve, 8-ff 6 w«iblich«r Vorname t. Silbenrätsel. Aus den Süden al bürg chi dad fron i ken na net m os ro sein st ter tden tri un ur ze zey sind acht Wärtsr folgender B«- deutung zu bilden: t. Ostdeusscher Fluß: 2. Stob» in Rheinhessen: 3. Westindische Infest 4. Tallandschait im Kanton Uri: 5. Name oer« schiedener deutscher Stadt«: 6. Gebirgszug in?legypten: 7. Griechische i Insel: 8. Bayrischer Regierungsbezirk.— Die ersten und dritter,; Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ergeben eine Forderung aller Naturfreund«. M. Kreuzworträtsel. Wagerecht: 3. Wüst«: 6. Gärstoff: 8. griech. Phüo>ophcn- schule: 9. Stadt in Osffrieslandi 10. eßbare Wurzel: 11. Fisch: 12. gnech. Göttin: 15. postalischer Begriff.— Senkrecht: 1. bekannter Berliner(Hos«) Baumeister: 2. Teil einer Schußwaffe: 4. Frühlingsgöttin: 5. Oper von Weber: 6. Wäldchen: 7. Fluh in Deutschland; 13. Deneral Wallenstetns: 14. Drama von Dumas (engl. Schauspieler). F. S. (Auflösung der Rätsel nächsten Mittwoch.) Auslösungen der Rätsel aus voriger Nummer. Kreuzworträtsel: Senkrecht: 1. Remis: 2. Auto: 3. Eva: 4. Nah: 3. Ader; 6. Ziege: 10. Uhu: 11. Dachs: 12. Delta: 14. Islam: 15. Aehr«: 17. Reh: 18. Mal: 23. Uhren: 25. Eis: 27. Amsel: 29. Wall: 30. Anno: 32. Lee: 33. ein.— Wagetecht: 2. Aetna: 7. Vesuv: 8. Adrio; 9. Taube: 11. Dido: 13. Riga: 16. Ase: 17. Rum: 19. See-, 20. L«: 21. All: 22. Hut; 24. Hei; 26. Aar; 28. Shaw; 30. Amme: 31. Alfen: 34. Perle; 35. Insel: 36. Leuna. Magische Pyramide: 1. a: 2. an; 3. Pen; 4. Plan: 5. Plana; 6. Kaplan: 7. Kapland. Silbenrätsel- t. Sonde. 2. Indien. 3. Salzach, 4. Innsbruck, 3- Sah-ira, 6. Lysisttattis, 7. China. 8. fünshundertstinf, 9. Terrorisrms, 10. Irtysch, 11. Sonne. 12- Lob, IS. Stetgerwald, 14. Eimer, 15. ZNantuo. 16. Notton— Sein Schicksal schafft sich selbst der Mann. A b z ä h l r ä t s e l: Die Süden sind duröh 5 abzuzählen.— Dem Soziaiismus gehört die Zukunft, das heißt in erster Linie dem Arbeiter und der Frau. Rösselsprung: Do in der Achtung dieser Weit Sa mancher Wicht wird Hochgesteist. Gilt mir nur der als rechter Mann. Der ehrlich selbst sich achten kann. Friedrich o. Bodenstedt. Nr. 140 46. Jahrgang Sonnabend 23. März 1929 Fast eine halbe Million Äubiffilomctcr Wasser geht jährlich durch die Moschine des irdischen Waiserkreislauss. Ein großer Teil wird auf einig« Kilometer, ein geringer biß zu 9 und 10 Kilometer chöhc über die Erde gehoben, von wo es wieder aus die Crdober- fläche herunterfällt. Nehmen wir an, di« Gesamtmenge wurde auf 3 Kilometer Höhe getrieben, so könnten beim Niederfallen dieser Wossermassen 20 000 Billionen Pferdekräfte gewonnen werden. Wir besitzen also m dem irdischen Wasserkreislauf eine Energiequelle, die für alle Zeiten aus- reichte, jeden Bedarf zu decken. Leider sind wir nicht in der Loge, dieses gewaltige Neservoir auszunutzen, weil es sich über die ganze Erdober- s ache verbreitet. Wir können ober dies« nicht zu einer riesigen Energiewandlungsmaschine umbauen. To sind wir daraus angewiesen, die auf die hohen Gebirge fallenden Wassermassen, die in Rinnseln, Bächen und Strömen in die Niederungen herabfluten, so gut wie möglich zu verwerten � 'Aufstellungen, welche Mengen uns da zur Derfügung stehen, sind schon häufig gemacht worden. Sie ergeben ungeheure Mengen, obwohl wir nur einen kleinen Teil der Energie des von den hohen Gebirgsstöcken herunterströmenden Wassers technisch ausnutzen können. Aber die Berwertung der „weißen Kohle"' hat doch schon erheblich« Fortschritte gemacht. Wir kennen die gewaltigen Wasserkraftanlogen am Niagara. wir kennen di« großen Werke in Schweden und Norwegen, r-ir wissen, daß auch in der Schweiz und in Deutschland !'oße Werke dieser Art vorhanden sind. Dos Walchcnssewcrk i 1 Bayern liefert nicht weniger als 200 Millionen Kilowattstunden(kWf.t) im Jahre, und die Gesamtgefällstufe des Oberrhsins von Konstanz bis Basel erzeugt in 10 bis 14 Werken jährlich 1,4 Milliarden kW$t. Aber der Erfolg lieser Werke hat nicht dazu beigetragen, di« Verwertung der vorhandenen Wasserkräfte in größtem Ausmaß zu fördern. Die Techniker bauen lieber weiter große Dampfkraftwerke, i i denen sie ungeheure Massen Kohle verbrennen, statt sich der weißen Kohle zur Krosterzeugung zu bedienen. Der Grund ist jedoch kein technischer, sondern im wesentlichen«in finanzieller, ein kapitalistischer. Rechnet man nämlich noch, welche Werke sich finanztechnisch günstiger stellen, so kommt t urt oielioch zu dem überraschenden Ergebnis» daß es vor- inlhaster ist, Kohlen zu kaufen und damit Elektrizität zu erzeugen, als Wasserkroitanlagen zu errichten, selbst wenn las Walser nichts kostet. Der Kapitaldienst ist bei den Wasserkraftwerken meistens so groß, daß dagegen die Bs- Zahlung der Energiequelle Kohl« die Anlage von Dampf- I�a'twerken kapitalistisch günstiger gestaltet. Volks- und well- wirtschaftlich ist das höchst bedauerlich. Denn während wir genau : rissen, daß unsere Kohlcnvorräte nur für eine beschränkte Zeit reichen, verschwenden wir diese unschätzbaren Brennstoffe Unge- > ch t kaufen dies« ungeheuren Energiemengen von den Bergen ins Meer. Vielleicht wird man nach hundert Jahren der Kurzsichtigkeit unserer Generotwn fluchen, die diese volks- und wellwirtschnftlich > ostbaren Wasserenergien nicht ausnutzte. Es ist deshalb begrüße»?- wert, wenn wieder einmal ein großes Wasserkrostnxrk geplant und gebaut wird. Was früher vielleicht nicht ohne weiteres ge- ichehcn wäre, bringt die Not zuwege. In Oesterreich ist kürzlich eines der gewaltigsten Projekte aufgetaucht, von dem man annehmen kann, daß«S verwirklicht werden wird. Di« Zlllgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin hat deshalb nach Vereinbarung mit den salzburgischsn Behörden Pläne zur Ausbeutung der Wasserkräfte des gewaltigen Gebirgsstockes der Hohen Tauern ausgearbeitet, die die Billigung des salzburgischen Landtags gefunden haben. Die Hohen Tauern sind ein Teil der Lstalvcn und umfassen«in Gebiet von rund SS00 Quadratkilometern, fast soviel wie das Land Oldenburg. Ihre größten Erhebungen sind der Großglockner(3800 Meter) und der Großvsnediger(3600 'Mer). Die Schneegrenze liegt bei 2700 Meter. Darüber liegt«in Gebiet von 436 Quadratkilometer, das zu Dreinicrteln mit Gletschern bedeckt ist. deren Schnee- und Eismassen durch die Gletscher zu Tal gehen. Diese Massen sind nickst ausnutzbor. Die zahlreiche» Wasseradern, von denen die Hohen Tauern überzogen sind und die die Quellen und Schmelzwässer der Gänge und Gletscher zu To! führen, vereinigen sich im allgemeinen in Höhen von 600 bis 1900 Meter zu Wildwässern und Bächen. In dieser Region müssen sie also gefangen werden, wenn man sie verwerten will. Nun fallen die Hohen Tonern in zwei ungefähr einander parallelen Richtungen im Norden und im Süden ziemlich stetl ab. Im Süden sind die Hange-.'rrissen, während sie im Norden verhältnismäßig glatt und sehr s..il sind. Durchstöbert man das Gebiet nach den Stellen, mn man größere Talsperren anlegen will, so kommen jedoch cigcnt- lich nur drei Stellen in Betracht: nämlich das Stubachtal beim Tauermoosboden, das Obere Kapruner Tal beim Mooserboden und als unterste und günstigste Stelle die Limbergalpe und der Orgler- boden. Die Wassermengen müssen an diesen drei Stellen in ge- wältigen Talsperren gefangen und zu geregeltem Abfluß gezwungen werden. Der bisher bestehende Plan sieht drei Kraftwerk« vor: eines im Hintergrund des Orglerbodens in 1640 Msier Höhe, das non einem gewaltigen, 420 Meter höher im Mooserbaden liegenden Stauwerk gespeist wird: ein zweites im Salza cistal oberhalb Kaprun, das die vom Kraftwerk 1 abfließenden Wassermossen und weitere aus der Umgebung dorthin gelangende durch einen TunnÄ und eine über 2H Meter weite Druckrohrleitung erhält und S81 Meter Gefälle ausnutzt, und ein drittes Kraftwerk bei Sankt Johann im Pongau. das 194 Meter Gefälle oerwertet und schließlich die Wässer in die Salzach entläßt. Nicht weniger als 1500 Meter Gefalle läßt sich so verwerten. Die größten Bauten sind die gewaltigen Tassperren. Man hat ausgerechnet, daß von den I i Milliarden leWst Rohenergie 6,6 Milliarden ausgenutzt werden können, gegebenenfalls sogar noch mehr, was mehr als ein Drittel der jährlich in Deutschland verwerteten elektrischen Energie ausmacht. Es ist in Oesterreich unmöglich, diese gewaltigen Energien selbst zu verwenden: nur allmählich können sie dem Verbrauch zugeführt werden. Als Hauptverbraucher kommt neben Oesterreich noch die fübdeutfche und südrheinische Industrie in Betracht, der man große 'Energiemengen durch eine 200 000-Volt-Kraftleitung zusühren will. Nach den Rechnungen ist es möglich, trotz der gewalligen Fern- lcitung die Kilowattstunde einen halben Pfennig billiger zu liefern, als wenn man sie mittels Kohle in Großkraftwerken erzeugt. Der große Vorteil des Planes liegt darin, daß man die Werke allmählich ausbauen kann, je nach dem Bedarf, der sich anschließen läßt. Die Hohen Tauern sind allerdings der für Elektrizitätserzeugung günstigste Gebirgsftock der ganzen Alpen. Der volle Ausbau des geplanten Werkes würde aber das gigantischste Wasserkraft- und Elektrizitätserzeugungswerk darstellen, das es bis jetzt überhaupt gibt, denn die erzeugten Pferdestärken würden 1,2 Millionen be- tragen. Ein modernes Dampfkraftwerk gleicher Größe würde jähr- lich 4 Millionen Tonnen Steinkohle verbrauchen, jede Stunde müßte ein voller Güterzug mit 300 Tonnen Kohle anrollen. Es handelt sich hier also um ein Projekt, das auch für die deutsche Industrie, soweit di« baulichen und maschinellen Anlogen in Frage kommen, ein großes Interesse hat. Ob es jedoch möglich fein wird, die hier erzeugten Clektrizitötsmengen zu verkaufen, mag zunächst dahingestellt werden. Ing. Felix Linke. Elekhizilät im Haushalt. Etwas tür feden Elektrizitalsverhr audier! Wir leben im Zeitollcr der Technik, die auch den Haushall mehr und mehr erobert. Erfindungen überstürzen sich. Sie werden von uns mit einem eigentlich gar nicht gerechtfertigten Gleichmut hingenommen. Wer denkt beispielsweise noch groß daran, welche Wandlungen unser„Tageslichtersatz" durchzumachen hotte,«he wir uns der modernen, hellstrahlenden Nitraglühbirne erfreuen konw ten? Heute ist die technische Handhabung im Gebrauch der weit- umspannenden Erfindungen eines Edison und anderer Geistes- größen längst zum beinahe selbstverständlichen Allgemeingut der Menschheit geworden. Wir sind gewöhnt, den in unserer Woh- nung vorhandenen Stromspender als stets dienstbereiten, anspruche- und widerspruchslosen Helfer in allen möglichen häuslichen Ange- legenhsiten zu betrachten. Cr hat nicht nur für Licht zu sorgen, er soll auch kochen, braten, plätten heizen, Haare trocknen, Staub beseitigen, Luft verbessern— und was nicht noch alles! Wir denken aber leider nur zu selten daran, daß die geheimnisvolle und uns jetzt unentbehrlich scheinende elektrische Kraft schon manches Msnschenopfer gefordert hat. Sie hat eben ihr« eigenen, ganz bestimmten Gesetze, unter denen sie arbeitet. Wer diese Gesetze ver- letzt, hat eine durch die Gesetze der Technik bestimnite Strafe zu erwarten. In folgendem wollen wir versuchen, ctittge Verstöße gegen diese Gesetze und die damit verbundenen Gefahrenquellen aufzuweisen. Mit Dorliebe werden Steckdosen und Schalter, um sie dem Auge zu entziehen, hinter Gardinen und Portieren installiert. Das kann gefährlich werden und Brände herbeiführen. Auch bei auf Putz montierten Schaltern besteht Gefahr, sobald ihre Sappen zerbrochen sind; ebenso bei Steckdosen, wenn- größere Stromver- braucher— wie z. B. Bügeleisen, Heizsonnen und Heizöfen— angeschlossen find. Beim Herausnehmen des Stellers aus der Steck- dose entsteht ein Lichtbogen, der eine Hitze von zirka 3 00 0 Grad entwickelt und infolgedessen selbst schwerer brennbar« Gegen- stände entzünden kann. Die Gefahr ist hier noch größer, wenn bei «nem Stecker infolge häusiger Benutzung di« geschlitzten Stecker- stifte zusammengedrückt sind und daher nur lose in der Steckdose sitzen. Durch Erschütterungen, z. B. von vorübersahrenden Last- wogen usw. hervorgerufen, kann ein solcher Stecker in einem unbeobachteten Augenblick herausfallen und so Schaden an- richten. Man achte also darauf, daß di« Steckerstifi« immer fest, doch federnd, in der Steckdose sitzen. Die elektrischen Leitungen müssen ebenfalls irr bester Ordnung sein. Ihre Abzweigdosen sind durch Deckel zu schützen. Die Verbindungen in den Dosen müssen fest oerschraubt sein. Durch Erschütterungen fönnen sich auch diese lösen. In einem Lagerraum entstand beispielsweise durch zu losen Kontakt in einer Abzweigdose ein Lichtbogen und setzte die Isolation der Leitung in Brand. Die herab- fallenden brennenden Teile sielen in einen Ballen Holzwolle, der auch sofort Feuer fing. Da der Vorgang noch rechtzeitig bemerkt wurde, konnte in diesem Falle die Flamme noch im Keim erstickt werden. Also keine Abzweigdose ohne Deckel! Auch elektrische Plätteisen können Brandstifter werden, wenn sie ohne Untersatz in eingeschaltetem Zustande lagere Zeit auf dem Plättbrett stehen bleiben. Beim Unter- brechen der Arbeit schalte man daher das Plätteiscn aus. Man entgeht dadurch Gefahren und außerdem schont man den Heizkörper im Eisen. Die Benutzung der Hochsrequenzapparate für Haarbehandlung nach dem Waschen mit a l k o h o l h a l t i- gem Haarwasser ist wegen Feuergefahr zu unterlassen. Das Berühren angeschlossener Apparate sowie das Ein- und Ausschallen von der Badewanne aus hat schon öster Todesfälle herbeigeführt. Der menschliche Körper hat im Wasser einen bedeutend geringeren Widerstand gegen elek- irische Energie und nimmt daher weit größere Strom- mengen auf. Elektrische Stromverbraucher, die in bester Ordnung, also erdschlußfrei, sind, können als gejahrlos gelten. Di« besten Apparate sind aber nicht mehr erdschlußsrei, wenn sie durch Stoß, Dampf oder Spritzwasser mit der Zuleitung erdleitend geworden sind. In solchen Fällen hüte man sich also vor ihrer Berührung. Man achte überhaupt daroin. daß Schaller, Steckdosen und Leitungen so verlegt stick», daß ein« Berührung von der Badewanne aus nicht möglich ist. Gefahrvoll ist ferner die Verwendung unoorschrifts- mäßiger, zu großer oder unsachgemäß repa- rierter Sicherungen. In Lichtleitungen für den Haushalt sollen die Sicherungen nie größer sein als 6 Amp. Bei Gebrauch größerer Sicherungen können Leitungen, die einen Kurzschluß ermöglichen, durchbrennen. Außerdem kann eine«3chä- digung anderer Stromabnehmer eintreten, sobald sie an dieselbe Hauptleitung angeschlossen sind. Sachgemäße Installation der Gesamtanlage und ordnungv- mäßige Behandlung der elektrischen Einrichtungen sind die beste» Berhüter irgendwelcher Gefahren. Erich E l g e, Elekiromcister. Budier der Technik. Dipl.-Zng.<£. Kankner und DipLOng. A. Herr:„Die Ver wendbarkeit des Röntge»Verfahrens in der Technik." 78 S., 107 Abbildungen. VDI.-V.erlag, Berlin NW. 7. Preis brosch. 4 Mark. Die moderne Werkstoffprüfung bedient sich mit Erfolg des Röntgenvcrfahrens, um dos Gcfüg« der Stoff« zu erkennen. Das vorliegende Werk ist eine allgemein verständliche Zusammenfassung und Darstellung der bisher bekannten Methoden. Die Abbildungen find ausgezeichnet, der Inhalt ist klar und übersichtlich geordnet. vr. jur. Kurt Sieben:„Grundlagen der wissen- schaftlichen B e t rie b s f ü h r u n g im Bergbau." 150 S. BDI..Berlag. Berlin NW. 7. Preis 10,50 Mark. Der Persassec will zum ersten Male die in der Literatur zer- streuten Angaben, di« zu einer mirtjchastlichcn Bctriebsführung im Bergbau führen sollen, zusammenfassen. Er will ein Gerippe geben, dos sich zum Ausbau eignet. So behandelt er die Buchführung der Betriebe und kommt zu ganz bestimmten Vorschlägen. Sehr be- achtlich ist der Teil, der vom Menschen im Bergbau handelt. Gerade dieses Kapitel sollte bei der organisierten Arbeiterschaft, vor allen, bei den Führern der Gewerkjchasten, Ausmerksamteit und Interesse erregen. Zum Schluß behandelt der Versasser die Aufgaben einer Werksforsch- und-prüsstelle. ft. Gottwrin:„Kühlen und Schmieren bei der Metallbearbeitung." 95 Seiten, 70 Abbiidungen, 1 Zahlentafel. 1 Tafel. VDJ.-Verlog, Berlin NW. 7, Preis 6 Mark. Ein für die Praxis unbedingt nötiges Werk. Durä) die Er- höhung der Arbeitsgeschwindigkeiten ist gerade die Frage der zweck mäßigen Kühlung und Schmierung während der Bearbeitung von größter Wichtigkeit geworden. Zunächst werden die Artender für die Metallbearbeitung in Frage kommenden Kühl- und Schmier- mütel behandelt. Dann werden die Anforderungen, die an diese Mittel zu stellen sind, besprochen, und endlich wird ihre Anwendung in der Praxis erläutert. ..Die Bibliotheken der deutschcu Technischen Hochschulen" von Dr. P a u l T r o m m s d o r s f. BDI.-Verlag, Berlin NW. 7. Trommsdorff gibt«inen klar und interessant gestalteten liebe i:- blick über die Entwicklung der Technischen Hochschullnbllocheken. Die beiden Ätesten Technischen Hochschulen Deutschlands, Braunschwetg und Berlin, besaßen schon im 18. Jahrhundert wertvolle Büchereien. Aber erst allmählich konnten die Technischen Hochschutbibliotheken ihre Gleichstellung mit den Büchereien dar Universitäten erlangen. Dies« fortschreitende EVauncklung brachte es mit sich, daß die Leitung der Bibliotheken, die ursprünglich in der Hand der Lehrer gelegen hatte, in die Hände hauptamtlicher Bibliothekar« gelegt, werden mußte. Bedauerlicherweise haben die Büchereien der deutschen Technischen Hochschulen unter der wirtschaftlichen Not unserer Zeit sehr zu leiden. Berliner Wasserwacht. Beachtliche Fahrre�eln und Beleuchtungsvorschriften. SIUiäI>rlid), mcmt das Eis auf den Flüssen und Seen aufgetaut ist, wenn in den Bootshäusern der Sportbetrieb wieder«insetzt. beginnt auch die Wasserwacht mit ihrer Arbeit. Der vermehrte Wasserstratzcnvcrkehr brachte es mit sich, daß auf den Berliner Ge- wässern eine Ueberfüllinig eintrat. Statistisch ist errechnet worden, datz B. an Sonntage» über 10099 Sportboote auf den Wasserstraßen fahren. Dieser Riesenverkehr kann mir reibungslos abgewickelt werden, wenn jeder Wassersportler die not- wendigen Bcrkehrsbest immun gen beachtet und sein Fohrzeug richtig beleuchtet. Da es auf den Wasserstraßen noch keine Verkehrspolizisten gibt, müssen sich die Sportler allein helfen. Sie müssen den Neulingen und den Rücksichtslosen im Wassersport klarmachen, daß sie nicht nur das Leben ihrer Mitmenschen, sondern auch ihr eigenes gefährden, wenn durch ihre Schuld Unglücks- j ö l l e herbeigeführt werden. Belehrung und Aufklärung unter den Wassersportlern ist not- »endig. In der Wasscrwacht' E. L. hoben sich über 70 was ser- sportliche Vereinigungen und die gewerblich« Schiffahrt zusammengefunden, um diese Arbeit zu übernehme». Arbeiterwassersportvcreine und die Wossersportabteilung des Reichs- banners arbeiten in dieser Wosserwocht mit. Die Wasserwocht will durch ihr« Tätigkeit einen reibungslosen Wasserstraßen verkehr ermög- liehen. Ilm dieses Ziel zu erreichen, Hot die Wasserwacht in den Wossersportoercinen und-verbänden eine eifrige Propaganda ent- faltet und darüber hinaus ein mustergültiges Vertrauensmänner- system aufgebaut. Die der Wasserwacht angeschlossenen Sportvereine werden aufgefordert, erfahrene und vertrauenswürdige Männer zu nennen, die mit Ruhe, Besonnenheit und Höflichkeit den Unkundige!» nntcriveisen können. Für das Amt des Vertrauensmannes werden darum nur Sportler genommen, die bereits fünf Jahr« Sport treiben. Die Vertrauensmänner erhalten zivar regierungsseitig ob- gestempelte Ausweise, sie sind aber keineswegs Polizei- orgone. Wie überhaupt die Wasserwacht nicht etwa in An'.eigen ihr« Aufgabe sieht. Zurzeit hat die Wasserwacht 170 Ver- trauensmänner.die in besonderen Kursen ausgebildet werden. An diese Kurse schließt sich ein praktischer Unterricht. Der Ver- trauensmann inuß nicht nur die für fein« Sport- oder Berufsart geltenden Verkehrsregeln kennen. Der Vertrauensmann hat die Aufgabe, bei seinen Fahrten aufzupassen, und wenn er Neuling« oder rücksichtslose Fahrer antrifft, ihnen die notwendigen Verkehrsregeln mitzuteile». Auch dann, wenn die Antworten grob ausfallen,'oll sich der Vertrauensmann nicht davon abhalten laflen, feine Auf- klärungsarheit fortzusetzen. Dieses Vertrauensmänner- system ist die Ha u p t t ät i g t e it der Wasserwacht. Im Lauf« des letzten vergangenen Jahres wurde von der Wasierrvacht h-tmal öffentlich eingegriffen. Nicht gezählt sind die Fälle, wo durch Belehrung der Vertrauensmann sein Ziel erreichte. Die Woüer- rvacht hat für ihre Bestrebungen die Behörden gewonnen, ober auch die gewerbliche Schiffahrt sieht mit großer Freude, daß die Wasser- sportlcr selbst versuchen wollen, auf den lZewässern Ordnung zu halt«». Nach den Erfolgen der letzten Jahre hat die Wals rrvochi für das Jahr IstZO ein größeres Programm für ihre Tätigkest auf- gestellt, das in einer Vertrouensmännersitzung am Freilog abend im Atlas-Hotel im Beisein der Behörden, und Pressevertreter erläutert wurde. In diesem Jahr« will die Wasserwacht auch dafür sorgen. daß die Schiffsausrüstung, die Beleuchluieg und der- gleichen den Beftinnnungcn gemäß eingerichtet sind. Ein Aufruf. der sich an olle Wasierfportoerböilde, die der Wafferwacht noch nicht angeschlosien sind, wendet, soll in den nächsten Tagen auf allen Bootsplätzcn, Dmnpferanlegestellen und dergleichen angeschlagen werden. Di« Wasserwacht istunobhängigvon po litis che n oder privotwirtschaftlichen Interessen allein zu gemein- nützigen Zwecken in, Leben gerufen. Die Wasserwacht tnerst allen gleichmäßig. Segler, Paddler, Motorbootführer, Schiffs- besatzungen, Schwimmer und Angler sind die Mitglieder der Wasser- wacht. Alle dem Gedanken dienstbar: Macht euch mit euren Fahr- zeugen und den Gesetzen des Wasserstraßeitverkehrs vertraut. Boxkämpfe im Westen. Gute Boxer im Ring. Der gestrige Boxabend des Ständigen Boxringes in den Cpichernsälen konnte in jeder Beziehung befriedigen. Dos wieder sehr gut besuchte Haus kam anscheinend aus seine Kosten. Im Einlcitungskompf schlug. Erich T h r i e n e- Hannover Kilo) den Tanoermünder Gericke(57 Kilo) schon in der ersten Runde. Gericke war so schwer mitgenommen, daß er den Kampf aufgeben mußte. Der Schwergewichtler Karl Walter- Berlin(83,5 Kilo) siegte über Willi Simon- Berlin(81,4 Kilo) einwondsrei nach Punkten. Walter hone ständig Borteile, sein Punktsieg war nie in Gefahr. Willi N i t s ch k e- Berlin(68,3 Kilo) trat gegen den Ungarn Antal Kreuts(85 Kilo) an. Kreutz nutzte feine Reichweite geschickt aus, boxte ober reichlich unsauber Die ■ weite Runde brachte ihn» eine Berivarirung tvege»» Haltens cm. In der dritten Runde zog Nitschke mächtig vom Loder und schickte seinen Gegner bis„drei" zu Boden. Die fünfte Runde brachte das Ende des Kampfes. Stark angeschlagen klammerte sich Kreuts an Nitschke. Der Ringrichter mußte daraufhin den Ungarn disquolisizieren und Niischte, der ohnehin klar iin Vorteil war, zum Sieger erklären. Einen sehr schönen Kampf lieferten sich S ch o lz- Breslau(8? Kilo), der für den erkrankten Dr. Bach antrat, und der Neger John W i l( i a m s- Amerika(78 Kilo). Williams zeigte große Schnellig- kc-t und war auch technisch den» Brcslauer überlegen, Scholz, der „schwere Sachen" einstecken mußte, erwies sich als großer Stehe»'. Der Punktsieg des Negers war hoch. Auch der Schlußkomps zwischen Walter C u n o w- Hamburg(71,2 Kilo) uitd Walter Panisch- Leipzig(72 Kilo) war reich an spannenden Momenten. Pönisch ,!>atte gegen Eunow, der in großer Form antrat, nie eine Chance. Mehrmals war Pönisch schwer groggy, seine ungeheure Härte leitete ihn jedoch vor dem k. o. In der achten Runde mußte Pönisch auf die Bretter, fast in, selben Augenblick ertönte aber der Gong. Hoher Punktsieger Eunow. •ÄrhstCTtvettAtrQit. Am Sonntag, 24. Mörz, wird der Arbeiter-At hl eilen» b u nd Deutschlands, 4. Kreis, Brandenburg, e. V., wieder mit einem großen A r t i st e n w c t t st r e i t in der Neuen Welt, Hasenheid« 108— 114, aufwarten, lieber junfundzwonzig artistische Nummern, an denen Arbeiterortisten aus Dessau, Finsterwalde, Görlitz, Liegnitz, Magdeburg. Leipzig und Berlin teilnehmen, werden das Programm bilden. Der Eintrittspreis beträgt für olle Platze 1 M. Korten im Vorverkauf sind erhältlich in der Gefchöftsstcll« bei Karl Frohne, Berlin O., Gubener Straße 59, und im Vereins- Heini des Artistenvercins Einigkeit, Neukölln, Kirchhosstraße 41. Ecke Wipperstraße, svwie beim Kollegen Brüller, Neukölln. Kaiser- Friedrich Straße 77. D>e Eröffnung des Saales findet bereits um 14 Uhr statt. Anfang des Konzerts 13 Uhr, des Weit- streites punkt 18 Uhr. Die Schüler�5isho. März 1929. ... Mein bei Ihnen gekaufter Anrug hat mich in jeder Beriehime so zufriedengestelli, daß ich mich gelungen fühle, Ihnen meine vollste Anerkennung ausiusprechen Ich freue mich, ein in jeder Beziehung reelles Geschäft gefunden zu haben, und werde meinen laufenden Bedarf von jetzt an nur bei Ihnen decken. Bochachtungsvoll L. Ooruaa Berlin. Pruchtstr. J7 Berlin, den II. März 1929. ... Ich bin mit dem von Ihnen gekauften Anzug außerordentlich zufrieden; trotzdem ich ihn alle Tage trage, sieht er noch wie neu aus und jeder glaubt, daß es ein Maßanzug ist, trotzdem er nur M. SO.— gekostet hat. Ich werde mir demnächst einen Mantip holen. Freundlichen Qmß Leo WoUgemoth Melchiorstr. 20 Berlin, den 2. März 1929. .•■ Trotzdem ich sonst nur Maßanzüge trage, hält der bei Ihnen„von der Stange'' gekaufte Anzug in Bezug auf Sitz und gute Traglähigkelt jeden Vergleich aus. Auch die bei Ihnen gekaufte Hose sieht noch wie neu aus, trotzdem ich sie fast täglich bei Wind und Wetter frage. Ich werde Ihre werte Firma bei mei en Bekannten gern weiter empfehlen. Hochachtungsvoll Waller Kl.« Berlin, Kesselstr. 6 Der prahUsdie Anzug garant haltbar u gut verarbeitet 68.- 58,- 48- Fescher, sehr vornehmer Frfihiahrs- mantel 79.— 49.— Der elegante Anzug aus echt engl. Twill in mod. Musterung, vorrügl. Sitz, beste Paßform gg.- gg.- 72.- gg.- 49.- Tfladenhcuu, jjUum, SCHÖNMAUSER ALLEE 145.( 6/7, , WNZIGERSTRJ Zum Osterfest bringe idi etn preiaweHf» Angebot in fctilgrrr Herren- uneg Knaben- Bekleidung in nur anerkannten Quafitätswaren und eleganter Paßform. Ganz besonders empfehle meine maßaDteiluns die das geschmackvollste unter Leitung bewährter Zuschneider hervorbringe Km aafgmoromrn stmilicbe Herrcn-Arlikel. J.BAER, Berlin N20 16, Eck« Prinzenallee. Eisüan email SZ 90.- 85.- 135.- ,25.- 330.— Küthe Loitebeo........ KQcbe Christine mit Anrichte.. Keformküdie Sorlna(Schrank) i80 cm komplett nur. Kleiderschränke....... 91 cm mit Hutboden und Stange 4Z.— 58.— 100 cm mit Wäscheeinr. und Mange 55- T5.- 120 cm mit Hutboden und Stnnge 5Ü.— 78.— 120 cm mit Wüsc'ieeinr. und Stange 60.— 60.- Klesena-swa»l bei bUUüiien i rr'sen Himmel nauptgaachlft: lothringer Sir Ii IScti«nhau*er Tor) Filiale Gr. Frankturter Str. 4 fSiraushcrgcr Platz Fabrikation und Rohla"er Zionskirchstr. Vi.