Nr. 17. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Jnsertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Bf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Inferate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9.Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: fozialdemokrat ovlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. 1 Dienstag, den 21. Januar 1896. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Man muß übrigens gestehen, daß Kaiser Wilhelm sich zu bemühen scheint, uns die Achtung vor der Reichseinheit zu erleichtern, wenn er, wie bei der gestrigen Jubelfeier, anstatt schmerzliche Erinnerungen hervorheben und schlecht vernarbte Wunden zu öffnen, die koloniale Ausbreitung des Reiches betont und dem greater Britain" ein größeres Deutschland" gegenüberstellt." " 1 daß auch Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich III.| ihre Pflicht ihm zu helfen, daß dieses größere Deutsche Das größere Deutschland. gleicher Ansicht mit ihrem Enkel und Sohne waren, Reich fest an das heimische gegliedert werde. Der Ausdruck aber das Geschichtsurtheil wird nicht dabei stehen größeres Reich" paßt nicht auf Handelsbeziehungen eines Wie bei früheren Gelegenheiten ist einer wenig bleiben, jene Staatsumwälzung der Jahre 1866 bis 1871 Bandes mit anderen Ländern, mögen auch diese Handelsfagenden Thronrede, die unter Gegenzeichnung des als ein nach Ursache und Wirkung rein persönliches beziehungen zum theil in den Händen von Angehörigen des Fürsten Hohenlohe als Kundgebung der Reichsregierung Ereigniß aufzufaffen. Judeß akademische Erörterungen über ersteren liegen. Die Angliederung dieses Handels ist auch der Deffentlichkeit übergeben wurde, eine persönliche die Würdigung von Geschichtsvorgängen können wir hier nicht das Werk von Haupt- und Staatsaktionen. Der AusMeinungsäußerung des Kaisers nachgefolgt, die in die Tages- beiseite lassen. Uns interessirt vornehmlich die Anregung druck größeres Deutsches Reich führt uns überhaupt auf politik eingreift und die politischen Parteien zur Würdigung für die deutsche Politik, die in dem letzten Theile des kaiser eine ganz andere Spur. der darin angebahnten Politit nöthigt. Beim Prunkma hl lichen Trinkspruchs enthalten ist. Vor Jahren hat der englische Politiker Sir Charles im königlichen Schlosse zur Jubelfeier der Reichsgründung Diese politische Anregung zerfällt in zwei Theile: in Dilfe ein Buch veröffentlicht, in dem er das englische brachte Kaiser Wilhelm II. folgenden Trinkspruch aus: eine Forderung und in deren Begründung. Beide Kolonialreich als„ greater Britain", das größere Britannien " Der heutige Tag, ein Zag dankbaren Rückblicks, wie das Bestandtheile der Anregung stehen nun leider nicht in( eine Erweiterung von Großbritannien) anspricht. Mit ganze Jahr in allen seinen Feiern, ist eine einzige einem zwingenden ursächlichen Zusammenhange und die diesem Größeren Britannien", das in England zum Schlaggroße Dantesfeier und Gedenkfeier für den hoch Begründung ist anfechtbar an sich. Sie läßt nicht mit worte geworden ist, wurde aber das britische Kolonial: feligen großen Raiser. Ueber dem heutigen Tage ruht völliger Klarheit erkennen, was der Kaiser gemeint hat mit reich gemeint. Nun sind denn auch verschiedene Leute auf der Segen, schwebt der Geift deffen, der in Charlottenburg, und dem Weltreich", zu dem das Deutsche Reich geworden sei. Die Vermuthung gekommen, dem Kaiser schwebe der gleiche Man hat bisher das Wort Weltreich augewandt auf Gedanke vor. Eo hat das französische Blatt, Temps" geäußert, dessen, der in der Friedenskirche gebettet ist. Was unsere Väter Staatsgebiete, die durch Eroberungen und Kolonisationen und das Wolff'sche Bureau hat es hierher gemeldet: erhofften, was die deutsche Jugend träumend gesungen und ge- über das engere Gebiet des ursprünglichen Mutterlandes wünscht hat ihnen, den beiden Kaisern, ist es verweit hinausgewachsen waren. Ein solches Weltreich war das gönnt gewesen, das Deutsche Reich mit den römische; eine zeitlang konnte das spanische Staatsgebilde Fürsten sich zu erkämpfen und wiederherzu auf diese Bezeichnung Anspruch erheben. Neuerdings ist das ft ellen. Wir dürfen dankbar die Vortheile genießen; wir britische Reich zu einem Weltreich nach römischem Vorbilde dürfen uns des heutigen Tages freuen. Damit geht auf uns ausgewachsen; auch Rußland hat man ein Weltreich gejedoch die ernste Pflicht über, auch das zu erhalten, was die nannt; mehr wegen des bedeutenden Umfanges seines außer europäischen Gebietes und der vielfachen politischen Behohen Herren uns erkämpft haben. Aus dem Deutschen ziehungen, die sich daraus für Rußland gegenüber den beReiche ist ein Weltreich geworden. Ueberall in fernen drohten Nachbarländern ergeben, als wegen der eigenen Theilen der Erde wohnen tausende unserer Landsleute. Deutsche Bedeutung des spärlich bevölkerten asiatischen Rußlands. Ein Güter, deutsches Wissen, deutsche Betriebsamkeit gehen über den Weltreich in diesem Sinne wie Großbritannien und RußDzean. Nach tausenden von Millionen beziffern sich die land kann man aber kaum Frankreich nennen troß seiner Werthe, die Deutschland auf der See fahren hat. An Sie, ausgedehnten Kolonien, oder man müßte auch Holland zu meine Herren, tritt die ernste Pflicht heran, mir den Weltreichen" zählen. Ganz sicher ist aber das Deutsche zu helfen, dieses größere Deutsche Reich Reich kein Weltreich in dem Sinne, den man bisher mit auch fest an unser heimisches zu gliedern. Rolonialgebiet kann, falls man ihm überhaupt eine Be auch fest an unser heimisches zu gliedern. diesem Ausdruck verbunden hat, denn Deutschlands Das Gelöbniß, was ich heute vor Ihnen ablegte, es deutung zurechnen will, sich nicht einmal mit dem Spaniens fann nur Wahrheit werden, wenn Ihre von einheitlichem, oder Hollands messen. patriotischem Geifte beseelte, vollste Unterstügung mir zu theil wird. Mit diesem Wunsche, daß Sie in vollster Einigkeit mir helfen werden, meine Pflicht nicht nur meinen engeren Landsleuten, sondern auch den vielen tausenden von Landsleuten im Auslande gegenüber zu erfüllen, das heißt, daß ich sie schützen kann, wenn ich es muß, und mit der Mahnung, die an uns alle geht: Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen", erhebe ich mein Glas auf unser geliebtes deutsches daß das Deutsche Reich zu einem solchen Weltreiche geworden Einer solchen Ausnutzung des kaiserlichen Trinkspruches Vaterland und rufe: Das Deutsche Reich hoch!- und nochmals sei. Denn deutscher Handel ging auch vor der Gründung kann nicht früh und energisch genug entgegen getreten hoch! und zum dritten Mal hoch!" des Reichs in alle Welt, deutsche Gewerbetreibende waren werden. Ein zwingender Grund unsere Marine au verSie reicht zur Erfüllung ihrer Die in dem vorstehenden Trinkspruch zum Ausdruck auch vordem allerorts thätig. Alle diese Beziehungen haben mehren liegt nicht vor. gekommene Auffassung des Kaisers, daß der 18. Januar sich zwar vermehrt, wie bei der fortschreitenden Kultur Aufgaben, den deutschen Handel wie die Deutschen im Mit Englands Flotte in vie das ganze Jahr eine einzige große Dantesfeier für den entwickelung auch andere Länder überall ihre Weltbeziehungen Auslande zu schützen völlig aus. einen Wettbewerb einzutreten, haben wir weder die Mittel Kaiser Wilhelm I. sei, theilen wir ebenso wenig wie die erweitern. historische Ansicht, daß die beiden Kaiser das Reich sich Es paßt dazu auch nicht die Mahnung des noch irgend welchen Anlaß. erkämpft und wieder hergestellt haben. Möglich wäre ja, Raisers die Gäste des es des Prunkmahls, sei 34 " Clotilde. " Wir glauben nicht, daß der Kaiser direkt an eine solche Gegenüberstellung" gedacht hat, denn das Mißverhältniß der beiden Kolonialreichs- Größen ist doch ein zu auffälliges. Uns ist es aus allen diesen Gründen nicht klar geworden, was denn eigentlich Kaiser Wilhelm II. mit seinem Trinkspruch bezweckt hat. Leider haben aber chauvinistisch veranlagte Gemüther in Deutschland die Worte des Kaisers, besonders die Anspielung auf die Unterstützung", die er beansprucht, dahin Kriegsflotte angebahnt werden solle. So schreibt die" Deutsche gedeutet, daß damit eine erhebliche Mehrforderung für die Warte": Eine neue Marinevorlage soll, wie man mehrDoch vielleicht haben dem Stuer Wilhelm II. bei der fach hört, von der Reichsregierung geplant werden. Die Rede des Bezeichnung„ Weltreich" diejenigen Beziehungen des Deutschen Kaisers bei der Tafel am Sonnabend wurde vielfach als eine Reiches vorgeschwebt, die sich daraus ergeben, daß zahlreiche Andeutung für die an hoher Stelle empfundene Nothwendigkeit der Verstärkung unserer maritimen Kräfte angesehen. Von einer Reichsangehörige im Auslande erwerbsthätig sind und daß Seite wird sogar behauptet, baß, wenn der Reichstag nicht der Handel Deutschlands durch die ganze Welt gebt. Darauf bewilligungsbereit sei, an eine Auflösung des Reichs. würden die Ausführungen des Kaifers über den deutschentages gedacht werden würde. Es ist jedenfalls nicht aus. Handel hindeuten. geschlossen, daß wir direkt vor ereignißreichen Wendungen der Zu dieser Auffassung paßt aber nicht die Wendung, inneren Politit stehen." an Noch mehr", entgegnete Bergkuhn überlegen ,,, wird Georgine überflog die Aufschrift und sagte:„ D, Herr ( Nachdruck verboten.) die Gröffnung Sie erfreuen, daß in der feinen Gesellschaft von Bergkuhn, diesen Brief schnell zu besorgen, übernehmen Roman aus der Gegenwart von allgemeine Befriedigung herrscht über das Auftreten von Sie wohl statt meiner, da meine Rousine, wie es scheint, H. W. M. von Walthausen. Frau und Fräulein Brambach im Bazar. Ich muß den Eile hat." Dabei gab Sie Bergkuhn den Brief. Georgine wollte sich jedoch kein Wort entgehen lassen, Damen gratuliren. Meine Familie und ich werden bemüht während das Interesse Clotilden's ein getheiltes schien. sein, allerwärts rühmend Ihren Namen zu erwähnen. BeDachte sie an den Baron? sonders aber wünsche ich Fräulein Brambach Glück zu solchem Erfolge." Dieser schob ihn in die Tasche und sagte:" Sehr gern. Doch auch Ihnen, gnädiges Fräulein, fann ich dienen, mein Wagen hält nicht weit von hier, nehmen Sie ihn und mein Geleit bis dahin." Blanka sagte kein Wort, fie verbeugte fich und ging aus der Thür, ließ dieselbe aber offen und schien es nicht ungern zu bemerken, daß Bergkuhn ihr, nach kurzem Sie erhob Brambach und Georgine traten ans Fenster, sahen den aller Blicke beiden nach, wie sie einem an der Straßenecke haltenden Wagen zueilten. Und doch war Bergkuhn's Rede nur für sie berechnet gewesen. Er war sich sofort klar, daß es besondere Als nach diesen Worten Bergkuhn Clotilden's Hand Motive sein mußten, welche den bisher unabhängigen Baron, erfaßte, sagte Georgine: Auch ich habe mich für Sie den Streitkopf, in das Lager eines ihm abholden, ihm bemüht." Sie öffnete die Thür zum Nebenzimmer. feindlichen Blattes getrieben. Der verliebte Blick, den der Der Zufall wollte, daß Blanka von Boheimb, welche Abschiedsgruße für die Zurückbleibenden, eiligen Schrittes Baron beim Abschiede Clotilden gespendet, war ihm nicht gegenüber der Thür mitten im Zimmer saß, mit ansah, folgte. entgangen, und das hatte Bergtuhn's Haß und Eifersucht wie Bergkuhn Clotilden's Hand füßte. sich geräuschvoll und leukte dadurch aller erregt. Für Brambach waren die eben gehörten Enthüllungen auf sich. äußerst werthvoll. Er dachte, während Bergkuhn sprach: Auf ein Wiedersehen solcher Art mit Bergkuhn schien Taß der Baron etwas linkisch aufgetreten, und mit Blanka nicht vorbereitet. Sie hatte ihre sonstige Ruhe verder Feder routinirter war als im Benehmen Damen gegen- loren. Einen Augenblick stand fie, stechenden Auges dem über. Das stinimte ja, aber das war fein großer Fehler verlegen dreinschauenden Bergkuhn gegenüber. und konnte auch Befangenheit gewesen sein. Daß aber Brambach begriff sie zuerst und rettete fie aus der dieser Bergkuhu sich vor ihm fürchtete, Freundschafts- peinlichen Situation, indem er ausrief:" Ah! Willkommen, beziehungen mit ihm pflog und doch sein erbittertster Feind gnädiges Fräulein!" war, das sprach zu gunsten des Barons und sicherte ihm Theilnahme. Gewiß hatte er den Muth gehabt, das Treiben dieses Wollüftlings zu brandmarken. Ein Tadel aus solchem Munde wurde zum Lobe für den Baron. Die Winke für sein Blatt waren Brambach sehr schätzbar. Er erging sich daher in folgenden Redensarten, als Bergkuhn geendet: Verzeihung, daß ich störe!" brachte Blanka mühsam hervor, Dir, Georgine, wollte ich nur diesen Brief übergeben, ich muß sogleich wieder gehen." tasche. " Sie suchte, zitternd vor Erregung, in ihrer PompadourDiesen Augenblick benutzte Bergkuhn, sich ihr zu nähern mit den Worten: Wie preise ich das gütige Bin Ihnen sehr dankbar, Herr Legationsrath, daß Geschick, Sie, gnädiges Fräulein, zu sehen und zu begrüßen." Sie sich zu mir bemüht. Durch Ihren werthvollen Besuch Blanka verbeugte sich, ohne ihr hochgeröthetes Antlig habe ich wichtige Mittheilungen und Fingerzeige bekommen, zu erheben, und gab Georgine einen Brief, zur Thür die ich auch in Ihrem Intereffe verwerthen will." schreitend. Bergkuhn sprach mit dem Rutscher und wollte eben Blanka bei dem Einsteigen behilflich sein, als diese den ver bindlichen Gruß eines vorübergehenden Herrn erividerte. Der Grüßende war der Dr. Langenberg. Auch er sah Blanka an der Seite Bergkuhn's im Wagen und diesen in entgegengesetzter Richtung vom Schlosse vorüberfahren. Wollte nun Dr. Langenberg diese Neuigkeit der Brambach'schen Familie mittheilen, oder wollte er ihr einen Besuch machen? kurz, er leukte seine Schritte nach dem Brambach'schen Hause. ,, Der Doktor tommt herauf", sagte Clotilde, welche ebenfalls den Vorgang beobachtet hatte. Wieder zeigte sich auf ihrem jugendfrischen Angesicht eine zarte Röthe, sie eilte hinaus, um selbst die Etagenthür zu öffnen. Ah! der Herr Doktor", mit diesen Worten ging Brambach dem Eintretenden entgegen. Gut, daß Sie kommen," fügte Georgine hinzu, ich habe ein Anliegen an Sie." Sozialistische Experimente. Paris, 17. I. 96. darin, das nöthige Rapital, welches auf 400 000 Fr. geschäßt wird, zusammenzubringen. Eine alte Freundin Rochefort's ftellte 100 000 Fr. zur Verfügung; die Gewerkschaften und die Arbeiter- Konsum vereine, deren Anzahl sehr bedeutend ist, find bemüht die übrigen 300 000 Frts. zu beschaffen, teiten in den Weg. schließen. müssen. Politische Neberlicht. Berlin, 20. Januar. Der Reichstag trat heute in die zweite Lesung des Bostetats ein. Herr v. Stephan, der Leiter des deutschen # feht da, das prächtige sozialistische Experiment!" So höhnen fie: es hat noch nicht begonnen und säet schon Zwietracht in den In einem meiner legten Briefe sagte ich Ihnen, daß der Reihen der Sozialisten; wenn ein einziges Unternehmen ein folches Durcheinander verursacht, in welche Unordnung wird erst Glasarbeiter- Streit in Carmaux nach monatelangem helden die Gesellschaft gerathen, wenn die Sozialisten die Leitung und haften Widerstande ein unerwartetes Ende gefunden, und daß Berwaltung aller Industrien übernehmen werden." die Streitenden beschlossen hätten, eine Arbeiter Glas: Die Kapitalisten werden einen billigen und werthlosen Postwefens, erfreute sich in früheren Beiten, trok vieler hütte zu gründen, um auf industriellem Gebiete den Kampf Triumph haben, wenn sie von dem Mißerfolg einer Arbeiter ihm anhaftender unangenehmen Eigenschaften, eines guten einer gewissen Popugegen ihren Fabrikherren Refséguier fortzusehen. Die erste Schwierigkeit, die zu überwinden war, beftand Unternehmung übereilt auf das Scheitern des Sozialismus larität. Er hatte und mit recht den Ruf eines Res Die Arbeiter Glashütte, die unsere Freunde unüberlegter Weise formers und tüchtigen Organisators; deshalb sah man vieleinen sozialistischen Versuch" genannt haben, ist im fach über jene schlimmen Eigenschaften hinweg: über die zu persönlichem Regiment, den bureauGegentheil ganz einfach ein von Arbeitern gemachter Vorliebe tapitalistischer Bersu ch. fratischen Schematismus und die allzu hohen Anforderungen Wenn irgend ein Sozialist eine Fabrik gründet, so würde er nicht Aber das Kapital finden, war nicht die größte Schwierigkeit, als Sozialist, sondern als Kapitalist handeln. Daß dieser Verfuch an die Leistungsfähigkeit der Beamten. Mit der Reformerauf welche die Glasarbeiter von Carmaux stoßen sollten: bevor ein kapitalistischer ist, wird dadurch bewiesen, daß die Arbeiter Thätigkeit des Herrn v. Stephan ist es nun längst zu Ende; man den ersten Brennofen anzünden, bevor man das Grundstück taufen fonnte, stellten sich dem Unternehmen verschiedene Schwierig sammmengehörigkeit opfern mußten, welche sie so eng mit den Gruben- rungen; und im selben Maß, wie seine Vorzüge verblaßten, faufen fonnte, stellten sich dem Unternehmen verschiedene Schwierig- gleich bei Anfang die Gefühle der Solidarität und politischen Bu- statt bahnbrechend vorzugeben, ftemmt er sich gegen Neuearbeitern und Einwohnern von Carmany verbanden; und sie traten seine Fehler mehr und mehr hervor. Der bureauA13 man darüber berieth, wo die Arbeiter- Glashütte errichtet werden auf dem Altar des Gözen Kapital noch viele andere kratische Geist wird in der deutschen Postverwaltung immer werden sollte, beanspruchte die Stadt Carmaux diefe Ehre für Gefühle und selbst sozialistische Prinzipien zu opfern haben, wenn unerträglicher, die Anforderungen an die schon zu hoch anfich; ihr Gemeinderath, der aus leinen Staufleuten, Gruben ihre Glashütte der fapitalistischen Ronkurrens die Stirn bieten gespannte Leistungsfähigkeit der Beamten werden fortarbeitern und Glasarbeitern besteht, beeilte sich, für die Arbeiter soll. Bum Beispiel im Falle einer Krise durch Ueberproduktion, während gesteigert, und die Folge ift eine immer weiter genossenschaft 10 000 Frants au seichnen. wie fie in jeder großen mechanischen Industrie zu befürchten ist, Die Grundbefizer von Carmaux waren dem Plan nicht fann der Kapitalist sich nur dann erhalten, wenn er seine Aus- und tiefer greifende Unzufriedenheit unter den Postbeamten. In keinem Verwaltungs Ressort herrscht weniger, wenn nicht noch mehr gewogen; allein ihr Interesse gaben durch Herabsetzung der Löhne und durch Entlassung eines für das Unternehmen der Ausständigen äußerte sich ganz Theiles oder der Gesammtheit seiner Arbeiter vermindert. Die eine solche Unzufriedenheit alle Oppositionsblätter, anders; fie beeilten sich, ihnen ihre Grundstücke zu unverschämten Preisen anzubieten. Einer von ihnen verlangte Arbeiter- Glashütte wird wohl, wenn sie nicht zu grunde gehen namentlich auch der„ Borwärts", sind periodisch mit für 2 Hektar 50 000 Frants, was für den Quadratmeter 2,50 Frants will, sich diesen mißlichen Bedingungen ebenfalls unterziehen im wesentlichen unzweifelhaft begründeten Klagen aus den Kreisen der Postbeamten gefüllt, und die Antwort auf macht, und dieser Platz, sonst der günstigste, war vom Bahnhof Wenn die Glashütte der Arbeiter aufblühen und gedeihen diese Aeußerungen der Unzufriedenheit sind Verfolgungen zu weit entfernt; man hätte für den Transport der Kohlen und würde, ohne zu einem diefer schmerzlichen Opfer gezwungen zu und Maßregelungen aller Art. Seit Jahren werden im des ersten Baumaterials eine schmalspurige Bahn bauen müssen. sein, fo würde sie nicht die Wahrheit der sozialistischen Lehren Der übermäßige Preis des Grundstücks wurde noch verdoppelt beweisen, sondern die Möglichkeit, daß das fapitalistische Mittel Reichstag Versuche gemacht, diesen unerquicklichen Zudurch die Theuerung des Brennmaterials: die Minen von le milieu capitaliste- bas heißt die tapitalistischen Geſellſtänden ein Ende zu machen, bessere Gehaltsverhältnisse Carmaux haben nämlich mit Refséguier einen Kontrakt ge- schaftsverhältnisse in ihrer Gesammtheit sich der sozialistischen zu schaffen, das Avancement gerechter zu regeln, der schloffen, welcher bestimmt, daß fie an eine Ronkurrenz- Glashütte Produktion anpassen und mit Hilfe einer vervielfältigten Reihe Ueberbürdung ein Ziel zu ſehen, den Beamten freie nur mit einer Preissteigerung Kohlen liefern dürfen. die Sonntagsarbeit möglichst zu Der Gemeinderath von Albi, einer fleinen Stadt in einiger fozialistischer Experimente sich allmälig und unmerklich um Beit zu sichern, die Entfernung von Carmaux, lub bie Glasarbeiter ein, sich in ihrer gestalten kann. Und das besireiten wir wissenschaftlichen So- beseitigen, regelmäßigen Erholungsurlaub zu gewähren, die Poftverwaltung stellt sich überall in den Weg, Mitte niederzulaffen; und um die Glasarbeiter zu verpflichten, zialisten auf das entschiedenste. zeichnete er für sie 25 000 Frts. Gin Grundeigenthümer bot Die Produktiv- Genossenschaften der Arbeiter tönnen in ber und, wo sie nicht ganz verneinen kaun, vollzieht sie ihnen ein Terrain von 8 Hektar, das ziemlich nahe am Bahnhof fapitaliſtiſchen Geſellſchaft sich nur dadurch die Griftens sichern, die ihr abgerungenen Neuerungen mit größtem Widerihnen ein Terrain von 8 Hektar, das ziemlich nahe am Bahnhof daß sie alle sozialistischen Grundfäße opfern und kapitalistische streben. Die Sonntagsruhe, mit der einft so viel geprahlt liegt, zum Preise von 30 000 Frts. den Hektar an, was auf den Quadratmeter 3 Ferts. macht. Die Minen von Albi erboten Es find Kapitalisten, die sozialistische Experimente machen. wurde, ist nicht Fleisch, nicht Fisch. Die Rücksichten auf fich, ihnen die in Glashütten gebrauchten Kohlen auch zu ungeDie bürgerlichen Nationalökonomen aller Schulen haben ver- das Geschäft, die vorgeschützt werden, um die Sonntagsruhe wöhnlich guten Bedingungen zu liefern. Alles spricht also zu tündet und fahren fort zu verkünden, daß das persönliche, individuelle zu durchbrechen, bestehen doch wahrhaftig in England und gunsten Abi's; man fonnte nicht schwanken. Die Glasarbeiter Interesse das Lebensprinzip aller Industrie und alles Handels, ben Vereinigten Staaten gewiß ebenso, ja noch mehr als würden vom ökonomischen Standpunkt aus eine wahnsinnige daß es zur Prosperität nothwendig und der vornehmste und bei uns – und doch ist dort die Sonntagsruhe im PostHandlung begangen haben, hätten sie sich in Carmaux etabliri. wirksamste Hebel des industriellen Fortschritts ist. Allein diese Entscheidung, die durch ökonomische Rücksichten dienst vollständig durchgeführt. Aber die Großindustrie zerstört, unterdrückt diese Ursachen, aufgezwungen war, brachte die Stadt Carmaux in Aufruhr. Die diefe angeblichen Vorbedingungen jeder Produktion. Der Und abgesehen von den persönlichen Verhältniffen im Kleinträmer, die sich während der ganzen Dauer des Streits zu Beamte einer Eisenbahn 8. B. hat gar kein persönliches Postdienste sind auch die rein organisatorischen Verhältnisse ben Glasarbeitern gehalten und ihnen Kredit gegeben hatten, und individuelles Interesse daran, daß ber Berkehr nichts weniger als befriedigend. Das Brief- und Zeitungs. erhoben lauten Proteft, alssie hörten, daß sie um den Lohn ihrer der Linie sich verdoppele oder verdreifache; er denkt porto, die Telephongebühren sind viel zu hoch in jeder Aufopferung, die mit schweren Nachtheilen für sie verbunden nicht daran. Die Großindustrie schafft Monopole, die von Session kommen die Beschwerden: die Postbehörde widerwar, betrogen fein sollten. Die Grubenarbeiter von Carmaux, ben bürgerlichen Dekonomen natürliche" genannt werden, die jetzt sich jeder Neuerung. die mit den streitenden Glasarbeitern gemeinfache Sache gemacht aber jede Konkurrenz vernichten und häufig jeden industriellen Heute, genau wieder die alten Debatten und genau in hatten, wie sie selber in ihrem hartnäckigen Streit des Fortschritt verhindern. Jahres 1892 von diesen unterstützt worden waren-- geriethen in Kleinindfrie In den Zeiten der Kleinina firie war die Konkurrenz und der alten Weise. Nach einem nüchternen Referat bes zeit. - diesmal Bürklin hält Herr das persönliche Intereffe unentbehrlich. Die kapitalistische Großweiligen Referenten produktion hat beides überflüssig gemacht: fie vernichtet alle v. Stephan einen Monolog, in welchem er sich selbst und alles in Grundlagen und Wurzeln des Privateigenthums, fie schafft die seinem Reich aufs rosigjie malt. Dann famen die Klagen gistenzbedingungen des Gemeineigenthums. und Auflagen. Diesmal war es Singer, welcher fie zuerst, Gallus. eingehend und umfassend, zu scharfem Ausdruck brachte. Es Calvignac aus. Unternehmungen werden. Warm Berzweiflung, als sie erfuhren, daß ihre Kameraden fie um einer erbärmlichen Intereffenfrage willen zu verlaffen im Begriff waren. Man hat Carmaux um 50 Centimes geopfert!" rief Den Glasarbeitern war dies schmerzlich. Nichts lag ihnen ferner, als die eblen Gefühle ihrer Arbeits- und Kampfgenossen zu verlegen; fie wurden irre in ihren Entschließungen und kamen( Bu vorstehendem Brief unserc3 französischen Mitarbeiters war ein langes Sündenregister, das er aufrollte. schließlich überein, die Streitfrage dem Urtheil einer von den haben wir zu bemerken, daß dieser von vornherein zu der Gruppe nahm er sich der überarbeiteten Poftbeamten an, geißelte Gewerkschaften der Gruben- und Glasarbeiter ernannten Rom- gehörte, die gegen den Plan der Arbeiter- Glashütte die schwersten die Verkümmerung der Sonntagsruhe, die Einstellung von mission zu unterwerfen. Einstimmig wurden von ihnen Bedenken hatte, woraus sich erklärt, daß die Verstimmung in Hilfsarbeitern, statt das Beamtenpersonal zu vermehrenชน Schiedsrichtern gewählt: Baudin, der 1892 den Carmaux von ihm als ernsthafter dargestellt wird, wie sie in anderen die zahlreichen Maßregelungen, den Personenkultus, den Grubenarbeiter- Streit von Carmang geleitet hatte, Mille- französischen Berichten erscheint. as die prinzipielle Stellung gewiffe höhere Beamte mit fich treiben lassen rand, Viviani, Gérault Richard und Turot, die sämmtlich nahme betrifft, so stimmen wir selbstverständlich durchaus mit und nachdrücklich verlangte er, daß endlich einmal den bie Achtung und Sympathie aller besaßen. Diese fünf Genossen unserem französischen Mitarbeiter überein. Uebrigens ist seine urtheilten frei von jeder Sentimentalität, wie es ihre Pflicht war, Auffassung diejenige der gesammten deutschen Sozialdemokratie. Wünschen des Reichstags voll und rückhaltlos entsprochen und nur den Gedanten vor Augen, das glückliche Gedeihen des Den Sozialismus innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft zu ver Bon den Rednern, die außer Ginger zum Wort famen: Unternehmens in industrieller Hinsicht zu sichern. Und sie sprachen wirklichen ist ein Widersinn ein Widerspruch in fich fich einstimmig für Albi aus. Dieser Schiedsspruch wurde von selbst. Sozialistische Genossenschaften kann es Bentrumsmann Schädler, Antisemit Werner, Musterkapitalist den Glasarbeitern mißfällig aufgenommen. Er erregte den Born heuzutage nicht geben, nur Genossenschaften von So König Stumm und Zentrumsmann Hize- welch letzterer der Kleinkrämer, welche von den Agenten der Grubengesellschaft si a liften, die fapitalistisch produziren, den Rapitalgewinn aber religiöse Schmerzen hatte, tabelte ein jeder dieses und und der Glashütte Refséguier's gegen die Sozialisten und gegen für sozialistische Swede verwenden. In diesem Sinne jenes an der Postverwaltung, so daß der ReichsschatzJaurès aufgehegt wurden, der jekt als Sindenbock her baben wir deutsche Sozialisten von jeher die von uns gefekretär Posadowsky fich des hart angegriffenen Boft. halten muß. gründeten Unternehmungen aufgefaßt und sehr viel gutes damit Alleinherrschers anzunehmen für gut fand und ausführte, erzielt. M. b.".") Die Bourgeoisblätter jubeln in toller Freude über diesen Streit und einige erregte Auftritte, die er veranlaßt hat.„ Ah, Bermuthlich mehr wegen eines Festes oder einer Badereise!" brachte scherzend Langenberg nach der Begrüßung hervor, indem er für Clotilde, dann für sich einen Stuhl zurechtrückte. Ach nein, eine Badereise muß ich mir noch versagen," antwortete Georgine: Und doch würde Ihnen dieselbe sehr nüßlich sein. Ich selbst denke mich auf ein paar Wochen frei zu machen, um in der Schweiz oder in Italien mich zu erholen." Ach, Italien muß doch ein herrliches Land sein," hauchte schüchtern Clotilde, daß es immer wieder aufgesucht wird." " Es ist ja möglich, daß auch Sie es noch zu sehen betommen, vorläufig kann ich Ihnen ein treffliches Wert " Italien in Bild und Wort" zur Ansicht bringen." ,, Sie find so gefällig als gelehrt," lispelte verschämt Clotilde. " Herr Doktor," begann Georgine, ich muß den vielen Bekannten, die uns nachträglich beschenkt und beglückwünscht haben, ein kleines Fest geben, Sie könnten das Arrangement bazu übernehmen, die Einladungen erlassen." " Sehr gern. Sie hatten ja heute sehr vornehmen Befuch." Sie meinen den Legationsrath von Bergkuhn," bemerkte Brambach. Nein. Also der war auch hier? Ich sah ihn, wie er Fräulein von Boheimb in seinen Wagen einlud." Das wird Blanta teineswegs angenehm gewesen sein," schaltete Georgine ein. - werde. die gewünschten Reformen toffeten zu viel Geld. Die längere Rede, in der Herr Fischer, Stephan's präfumtiver Nachfolger, die Klagen und Anklagen zu widerlegen versuchte, war nicht treffender, aber weit weniger schneidig, als die Reden dieses Herrn sonst zu sein pflegen. Er scheint sich etwas gedrückt zu fühlen. Morgen Fortsetzung. Der Doktor blickte empor auf Clotilde. Beider Blicke trafen sich. Dieses helle Flare Auge war der Spiegel einer reinen Seele. Es hatte auf dem Doktor geruht, Clotilde erschrak jetzt darüber, ertappt zu sein. Sie senkte den Blick Im preußischen Herrenhause wurde am Montag eins und erröthete, das stand ihr aber so gut, daß der Doktor der famosen kleinen Mittel" zur Hebung der Noth der Landsich gelobte: diese oder keine! Er wollte dieses reine, un- wirthschaft, der Gesezentwurf betr. das Anerben= schuldsvolle Geschöpf vor Größenwahn und unreblichen recht bei Renten- und Ansiedelungsgütern aufBudringlichen beschüßen. Er fühlte, er liebte Clotilde getischt. Obgleich dieser erste Schritt auf dem Wege einer von der preußischen Staatsregierung geplanten sogenannten Agrarheißer als je. gesetzgebung von dem Finanzminister Miquel ausging, so hielt Kennen Sie den Baron?" fragte Brambach. doch der Landwirthschaftsminister Frhr. v. Hammerstein " Nur durch seine Aufsäte," sagte wie erweckt auf Lorten die einleitende Rede. Sein Kollege Miquel springend der Doktor. Indem er seinen Stuhl bei seite hatte neben ihm am Ministertisch Play genommen, wahrscheinlich schob, fuhr er fort:" Theilen Sie mir mit, wenn Ihre um den bei den Agrariern in Ungnade gefallenen LandwirthBorbereitungen zu dem Gesellschaftsabend so weit sind, schaftsminister vor etwaigen Angriffen zu schüßen. Die Bedeckung daß ich sie zum Abschluß bringen kann. Jetzt muß ich erwies sich als überflüssig, denn der Gefeßentwurf wurde, ohne daß es zu erheblichen Auseinandersehungen gefommen, einer hinweg." Besten Dank für Ihre Bereitwilligkeit, uns gefällig Rommiffion von 15 Mitgliedern überwiesen. Die Abrechnung mit Herrn Hammerstein scheinen sich die Herren zu sein," sagte Georgine, als der Doktor sich verabschiedete. Agrarier auf eine beffere Gelegenheit aufgespart zu Clotilde gab ihm Geleit, öffnete ihm die Thüre und war haben. Natürlich wird dies kleine Mittel der Landwirth beglückt, daß er ihr diesmal die Hand reichte und Bewegung in schaft ebenso wenig helfen wie beispielsweise die bekannte frischer Luft anrieth. Sie theilte dies ihren Eltern mit und Höferolle, die praktisch vielfach gar nicht zur Anwendung kommt, hüpfte in den Garten. Dort ging fie träumerisch umber, und die im wesentlichen auf dasselbe Ziel hinausläuft. Nach versetzte sich im Geifte nach Italien, muße aber immer wieder dieser anstrengenden Arbeit wird sich das hohe Haus einige Wochen Ruhe gönnen und voraussichtlich erft Ende nächsten an den Doktor denken. Monats wieder zu einer Sigung zusammentreten. Was wollte denn" fragte Brambach seine Fraueigentlich Langenberg?" " " „ Er tommt als Hausarzt und wegen Blanka. Nachdem " Da er hier war, bin ich nicht mehr überrascht, Berg- er diese mit Bergkuhn gesehen, wird dies wohl vorbei sein. fuhn ist ja als galanter Ritter bekannt. Aber ich sah auch Schade!" den Herrn von Rürdorf aus Ihrem Hause kommen." Warum schade? Hast Du denn je ernstlich an ein BerAh! Den Baron meinen Sie," sagte Brambach. Ja hältniß Blanta's mit dem Dottor geglaubt?" er war hier, ich habe ihn für meine Beitung gewonnen Nein. Aber es kam durch sie adeliger Hofbesuch in unser Haus." und fest engagirt." O, das soll jetzt durch den Baron noch ganz anders werden. Er ist bis über die Dhren in Clotilde verliebt, ist Baron--" So? Was Sie sagen? Diese Schwenkung wird noch als Stadtnenigkeit von fich reben machen." Der Doktor blickte vor sich hin, als überlege er etwas. Wenn Bergkuhn und Rürdorf hier aus- und eingingen, dann war ja bas Brambach'sche Haus für ihn gesperrt. Weshalb dieser Baron sich hier eindrängte, war unschwer zu errathen. Sollte Bergkuhn sich darum hier eingeführt haben, um selbst Boden zu fassen? Sollte Brambach sich für Nürdorf interessiren, weil er Baron ist? " Hast Du bemerkt, wie der Doktor nachdenkend und einfilbig wurde, als er erfuhr, daß Du den Baron engagirt?" Was frage ich nach dem Doktor, am liebsten sehe ich ihn wegbleiben. Er erinnert mich stets au den Major und sein Ende. Er fann uns gefährlich werden, ich wiftere sogar einen Spion in ihm." ( Fortsetzung folgt. vom Der Charakter des Jubiläumsfestes 18. Januar drückt sich, trotz alles patriotischen Nebels deutlich und klar in den Festreden und Gedichten, Verzeihung Reimereien aus, mit denen wir zur Ehre des Tags überfluthet wurden. Reine Wärme, feine Leidenschaft, fein Geist. Hystorisches Geschrei, stereotype Phrafen, Pathos. hohler Nichts Natürlich- ursprüngliches alles gemacht, erkünftelt. Und wie fönnte es anders sein? Auf Schlachtfeldern wächst kein Gras- und auch nicht die blaue Blume der Poefie, nicht der Delbaum friedlicher Kultur nur der giftige Lorbeer des Kriegsgottes. 3 Was sollten die Unglücklichen, welche zur Frohnarbeit der geistigen" Ausschmückung des ,, nationalen Jubeltages" verurtheilt waren, auch sagen? Mußten die Gedankenfalls fie welche hatten ihnen nicht einfrieren, wenn sie das obligatorische Leitmotiv von der herrlichen Erfüllung" mit der traurigen Wirklichkeit verglichen? Fluch der handwerksmäßigste Schmeichler konnte den ür alle Festreden selbstverständlichen Rütlischwur: Wir wollen sein ein einig Bolt von Brüdern, In feiner Noth uns trennen und Gefahr" herunterdeklamiren, ohne daran zu denken, daß der vierte Theil des deutschen Volkes, und zwar die Blüthe der Arbeiterschaft, also der Klasse, die allein ein Reich wirt lich zu stützen vermag, geächtet ist, während die Partei der Hammersteine die meisten Staatsämter besett hält und trot vereinzelter Abweisungen von oben doch die mächtigste, die maßgebende Partei im Reiche ist? Der Gnadenerlaß in den verschiedenen deutschen Bundesstaaten soll, wie aus einer amtlichen Schrift des Hamburger Senats hervorgeht, auf eine Anregung des Raisers erfolgt sein. 11 " Referent in uns Sat, be Herr von Tschoppe, be at be shatte, hat jetzt auch das Wort ergriffen fmannov. Courier." Gr Aften den gruglichen Hochverraths- Conat( Versuch) rute dresselt hadd, was wahnsinnig un sturm of as en Wahnsinnigen. Den hadden sei tan rechten Tid inspunnen fullt, denn wiren dusende von Familien vör unnüt Glend un Angft bewohrt blewen." 91 D B So fam einen Herrn Eschenbach ergeht es wie manchen anderen Leuten " hIwardt erklärt, daß er in der Unterredung vom 19. September nicht den Versuch gemacht habe, den Oberstaatsanwalt zu einer Pflicht- Berlegung zu verleiten. Er habe auf das Grfuchen um das Anklagematerial gegen Herrn von Hammerstein den Poftschein und Ab( Fritz Reuter's, ut mine Feftungstid" G. 27.) schrift der Anzeige vorgelegt. Dann sagt er weiter: ,, Bei dem Punkte des Pensionsfonds nahm ich im Laufe der Hofpredigers Gladiatorengruß. Der Hofprediger Erörterung Gelegenheit, dem Herrn Oberstaatsanwalt derFaber hat bei den Feierlichkeiten am 18. Januar eine zulegen, daß nach meiner Ansicht bezüglich deffelben wohl Predigt gehalten, die er nach einem Bericht der Nordd. kaum eine strafbare Handlung würde fonftruirt werden können, fondern einzig nur eine zivilrechtliche Haftbarkeit, die allerdings Allg. 8tg." mit den Worten beschloß: Ich sehe euer Auge in Thatenlust flammen; ich höre den auch zweifellos sei, obwohl es sich im Verwendung des Betrages Herzschlag der liebevollen Begeisterung in eurer Brust. Wir für politische 3wede im Interesse der tongeloben aufs neue für Raiser und Reich Zrene bis an den Tod!... servativen Partei gehandelt habe. Morituri, Caesar, Te salutant!( Buchstäblich die Ausbeutung des Falles" als solcher durch Theil der Presse und gewiffer politischer politischer Seiten zur Ueber die vorzeitige Veröffentlichung des taiser. fo in der Nordd. Allg. 3tg." gedruckt zu lesen.) Auf Dich aber, Herr Jesu Chrift, hoffen wir, und wir Sprache, wobei ich meinerseits äußerte, daß ich selbst, lichen Gnadenerlaffes an Militärpersonen durch den wissen, daß Da uns aushilfst. Wir laffen Dich nicht, Du segenest wie auch urtheilsfähige Kreise der Ansicht feien, Vorwärts" entrüstet sich neben der Staatsbürger- Beitung" uns denn. Amen." daß ja Freiherr v. Hammerstein nicht nur schon verurtheilt, und der Deutschen Tages- Zeitung" vor allem die" Post", Der von dem christlichen Hofprediger in einem Athem sondern bereits gerichtet sei, und daß gegen diefe fo außer ein Blatt, das sich offen rühmt, uns im eigenen Hause be- mit einer Anrufung Jesu Chrifti angeführte lateinische ordentlich bedeutungsvolle Hauptsache die rein äußerliche spiteln zu laffen. Die Deutsche Tages- Zeitung" denunzirt Ruf( Die da sterben sollen, grüßen Dich, o Bäsar!) war juridische verurtheilung gleichsam nur Nebenin höchst unanständiger Weise die Setzer der Norddeutschen der Todesgruß, mit dem bei den römischen Kampfspielen die fa che sei und kaum in das Gewichtfalle. Der Herr Oberstaatsanwalt Drescher, der ebenfalls beiläufig bemerkt habe, daß er Allgemeinen Zeitung" und des Reichs- Anzeigers" wegen Gladiatoren den Zäsar von der Arena aus begrüßten, ehe der konservativen Partei, wenn auch nicht angehöre, so doch sehr ihrer sozialdemokratischen Gesinnung. Wäre die ,, Deutsche sie zur Belustigung des Bäsars in der Hofloge und der übrigen nahe stehe, theilte diese Ansicht, und zwar um so mehr, als ich Tages- Zeitung" wirklich so besorgt um die Erhaltung der Dis- Buschauer auf den Tribünen sich gegenseitig abschlachteten. ausdrücklich bemerkte, daß ich diese erwähnte gemeinsame Abfretion, so hätte sich das agrarische Blatt doch mit weit mehr Denn die römischen Kampfspiele übertrafen die heutigen schweifung selbstverständlich als einen rein privaten Theil Recht an die Redaktion der ,, Nordd. Allg. 3tg." wenden müffen, spanischen Stiergefechte noch weitaus an entsittlichender Rohheit, der Unterhaltung betrachte, worauf der Herr Oberstaatsdie Schriftstücke aus noch nicht abgeschlossenen Untersuchungs- weil es Menschen waren, eigens hierzu abgerichtete Fechter- anwalt entgegnete, daß auch er ihn nur so aufgefaßt habe, da es aften gegen den ehemaligen Abgeordneten Antoine veröffentlicht stlaven, die bis auf den Tod mit einander fämpfen mußten. ia selbstverständlich sei, daß die Gerechtigkeit ihren Gang zu hat. Der Merger der gegnerischen Zeitungen über unsere Eine für römisches Empfinden besonders pikante Schlußszene geben habe, womit ich meinerseits mich ebenfalls nur einverstanden erklären fonnte, zumal ich von niemandem und von keiner guten Informationen ist übrigens lächerlich; jedes der Blätter jedes Bweikampfes war es, wenn der Gäsar und die Seite einen dem jetzt gegen mich gerichteten Angriff etwa entsucht sich Nachrichten zu beschaffen, sei es aus Minister- Buschauer durch ein besonderes Zeichen( die geballte sprechenden Auftrag erhalten hatte, noch auch selbstoder Bundesraths- Sizungen oder aus den Kenntnissen Faust mit abwärts gefehrtem Daumen) dem Sieger verständlich angenommen haben würde." dieses oder jenes Geheimrathes. Dem Vorwärts" anbefahlen, dem am Boden liegenden Besiegten den gönnt man aber feine bevorzugte Stellung in Todesstoß zu geben. Die Unglücklichen, die in Erwartung in der Sache auch. Er wird schwerlich viel Bewunderung era der deutschen Presse nicht. Elender Konkurrenzneid und dieses Ausganges die Arena betraten, hatten allerdings ge- wecken für die Rolle, die er gespielt hat. nichts weiter! Bei dieser Gelegenheit sei auch der uns gründete Ursache, den Cäsar als Morituri", als todtgeweihte- Der Reichstags- Abgeordnete durch den Reichs- Anzeiger" gewordenen Anerkennung Er- Opfer, zu begrüßen. Aber ziemt fich das für einen christlichen in der Fremde. Der General Anzeiger für Elberfeldwähnung gethan. Während das offizielle Blatt in feiner Priester, diesen historischen Spruch, mit seinen grauen- Barmen" schreibt:" Ahlwardt, der Rektor aller Deutschen, wird Extra- Ausgabe vom 18. Januar alle kaiserlichen Erlaffe erregenden Jbeenassoziationen ein Denkmal römischerEntartung, nicht wieder nach der Heimath zurückkehren. publizirt, veröffentlicht es den von uns publizirten Erlaß für die bei einer firchlichen Handlung auszuwählen als paffendste Als er sich nach Amerita begab, ging er nach dorthin mit der Militärpersonen erst 12 Stunden später. Und mit vollem Charakterisirung für seine und seiner Mitpatrioten Ergeben- festen Absicht, dort für sich und für einen noch nicht mit Namen Rechte. Durch den Vorwärts" hatte der Erlaß weit heitsgefühle gegenüber dem Oberhaupt des Deutschen Reiches? zu nennenden Freund eine Stellung zu suchen. Das hinderte größere Publizität gefunden wie durch ein Extrablatt des Wie niedrig muß er da sich selbst, wie niedrig seine Mit ihn natürlich nicht, sein Reichstagsmandat beizubehalten und um Urlaub nachzusuchen. Wie wir bestimmt mittheilen können, wird Reichs- Anzeigers". patrioten einschätzen! Welch' frasses Beispiel byzantinischer Ahlwardt in Amerika eine Stellung als Rebatteur antreten. Die Konservativen, erklären in ihren verschiedenen Knechtseligkeit und Entartung, welcher Beweis für die völlige Ans Glogan wir uns unter dem 18. Januar geschrieben: Blättern, daß sie nicht von dem Antrage Ranih lassen Verwirrung der fittlichen Beg ffe im modernen Reiche der wollen. Die Deutsche Tageszeitung" registrirt, daß die Gottesfurcht und frommen Sitte" ist dieser stlavische Todes: Eine wahrhaft erhebende Feier wurde an dem heutigen Jubeltage hier in Glogau abgehalten. Auf der Rampe des Stadt agrarischen Bundesführer Haufen von Zustimmungsabreffen gruß entmenschter Gladiatoren aus dem Munde eines christ- theaters fang der hiesige Sängerbund vier schöne Lieber; zunächst erhalten haben. Als Musterperle druckt das Blatt eine Erlichen Hofpredigers! ein sehr umfangreiches, in dem die Worte start martirt waren: klärung von 200 Hildesheimischen Bauern ab. Wo die nur Die Wahlrechtsliga in Leipzig wurde heute, wie Der Deutsche liebt den Tod." Ob der Deutsche mit diesen so schnell sich zum Erlaß dieses Telegramms zusammen- dem Vorsitzenden Reichstags- Abgeordneten Dr. Bruno Worten den Tod des verhaßten Franzmannes wünscht, oder ob er gefunden haben mögen? Schoenlank an Polizeistelle persönlich mitgetheilt wurde, selbst gerade heute an dem Jubeltage so stark zum Sterben aufgelegt war, fonnte ich nicht deutlich genug unterscheiden. Nach diesem Die Kreuz- Zeitung" setzt getreu ihrer Tradition die von der Polizei aufgelöft. Die Wahlrechtsliga, die bis mächtigen Liede wurde das Volkslied gesungen:" 3u Straßburg Hoffnung darauf, daß es den Junkern noch gelingen wird, jett 28 000 Mitgliedstarten ausgegeben, hatte in der auf der Schanz", das bekanntlich von dem Tode eines jungen auf gewohnten Pfaden einen Umschwung zu bewirken. ersten Ausgabe ihrer Mitgliedstarten infolge infolge eines Deserteurs handelt. Und hierauf sang der Sängerbund das Damit ist es indeß vorläufig noch nichts, denn ein Augen- technischen Versehens, im§ 2 bes Statuts angegeben, daß Lied„ Es geht mit gedämpftem Trommelflang", das die jubeln zeuge, der an dem Festmable am 18. Januar theilnahm, außer den gesetzlichen Verschriften diejenigen Mitglieder den Zuhörer in die Festesstimmung verfekte, die einer empfand, berichtet im„ Berliner Tageblatt", daß der Kaiser den werden könnten, die sich mit der Stötteritzer Resolution als er feinen besten Freund erschießen mußte. Ob noch mehr Landwirthschaftsminister Freiherrn von Hammerstein einverstanden erklärten". In dem der Polizei eingereichten Jubellieder dieser Art gesungen wurden, weiß ich nicht, weil ich wegen dessen tags zuvor im Reichstage gehaltenen Rede Statut sowie in dem Text der weiter zur Ausgabe gelangten schon durch diese drei Lieder so begeistert wurde, daß ich nach Mitgliedskarten war dieser Satz weggelassen. Troßdem der Hause lief, um in meiner Klause aus vollem Herzen„ Surrah" Indeß die Junker hoffen dennoch; es ist noch nicht zweite Borsigende Genoffe Buhl auf Befragen der Polizei Liegnik, 20. Januar. Der Biegn. Anz." meldet: Der aller Tage Abend. erklärt hatte, daß der der Polizei eingereichte Text des Landgerichtsdirektor Branfetvetter's Tod. Uns Statuts der authentische Wortlaut sei, löste die Polizei die Regierungspräsident Dr. v. Heyer hat verfügt, daß fortan teiner der Regierungsunterbeamten mehr wird berichtet: Am Sonnabend Nachmittag um 2 Uhr ist Wahlrechtsliga auf, weil die Liga ein doppeltes Statut feine dienstfreie Zeit dazu verwenden darf, eine Nebenin der Dr. Scholinus'schen, ehemals Dr. Mendel'schen Heil- habe und weil die Polizei in der bekannten Stötteriger beschäftigung zu treiben. Hauptsächlich richtet sich diese anstalt für Nerven- und Gemüthskranke in Pankow der Resolution, über die unbeanstandet abgestimmt worden war, Verfügung gegen die Beamten, die als ehemalige MilitärLandgerichtsdirektor Brausewetter verstorben. B. war aus eine Bedrohung des Königreichs Sachsen erblickte. Bwar musiter an Sonn- und Feiertagen bei Ausführung von Tanzder Gnauck'schen Heilanstalt, wo er angeblich einen erkläre der§ 1 des Statuts so führt die Polizei aus mufiten in öffentlichen Lokalen mitzuwirken pflegten und dadurch Selbstmord versuch ausgeführt hatte, nach der er- daß der Kampf für das Wahlrecht mit allen gesetzlich mit den Berufsmusikern in Wettbewerb traten. Költ, 18. Janner. Großes Aufsehen erregt die Wers wähnten Anstalt vor etwa 14 Tagen überführt worden; zulässigen Mitteln" geführt werde, die staatsgefähr die behandelnden Aerzte hatten den Zustand des Patienten liche Stötteriger Resolution aber fordere den Kampf haftung des Oberfeuerwerkers Nürnberg von von vornherein als unheilbar bezeichnet, da derselbe mit allen zu gebote stehenden Mitteln", also auch der Siegburger Geschoßfabrik. Die Verhaftung Nürnberg's eram„ Delirium acutum" litt. Namentlich in den legten unter Umständen mit Gewaltthätigkeiten. Zugleich enthalte folgte in Erfurt, wo er auf Urlaub weilte; er wurde unter 8 Tagen war der Tod des Landgerichtsdirektors täglich die Resolution, in der es heißt:„ Der schamlose Angriff starker Bedeckung in Siegburg eingeliefert. und stündlich zu erwarten, umsomehr, als zu der der liberalen und konservativen Volksfe'nde auf das Landschweren Melancholie auch noch Tobsuchtsanfälle tags- Wahlrecht ist ein schlecht verhüllter Staatsstreich", nicht traten, die das Ende Brausewetter's Soun- nur eine schwere Beleidigung der liberalen und konservativen abend Nachmittag 2 Uhr herbeiführten. Die Einsegnung Abgeordneten des sächsischen Landtages", sondern auch der der Leiche fand am Sonntag Nachmittag um 3 Uhr in föniglich sächsischen Staatsregierung, die ja erklärt habe, der Dr. Scholinus'schen Anstalt statt, alsdann wurde die eine den Wünschen der Landtagsmehrheit entsprechende Leiche mittels Bahn nach Königsberg i. Pr. überführt, wo. Wahlrechtsvorlage einzubringen. selbst die Beisetzung in der Familiengruft am Mittwoch stattfinden soll. am " zu schreien. Der Verhaftete steht im Verdacht, militärische Zeichnungen, darunter solche von Geschüßen, angefertigt und verkauft zu haben. Weitere Verhaftungen stehen bevor, da die Behörde Spuren aufgefunden hat, wonach Nürnberg mit anderen Personen in lebhafter Korresondenz gestanden hat. Bei einem bereits Berhafteten wurden wichtige Schriftstücke beschlagnahmt.( Bolts- 3tg.") - Sönderjylland( Süderjütland) für NordSchleswig ist nunmehr auch nach einem Urtheile des OberLandesgerichts strafbar. Es dürfen deshalb die in Deutschland wohnenden Dänen ihre Muttersprache nicht auf geographische Bezeichnungen ausdehnen. worden sind. M München, 20. Januar. Infolge des militärischen Gnaden Erlasses hat nun auch der aus der Pschorr bräu Affaire her bekannte Sieutenant Schöffer, welcher fürzlich zu 30 Tagen Stubenarrest verurtheilt wurde, eine Strafe nicht abzubüßen. Ein sozialdemokratischer Erfolg wird uns aus dem Reichslande telegraphisch gemeldet. Bei der Stichwahl zum Bon ärztlicher Seite wird dem Berliner Tageblatt" Straßburger Bezirtstag von unter Elsaß siegte versichert, daß die Prodromalerscheinungen( Vorläufer) Benoffe 28 8 5 le mit 2144 Stimmen über den Klerikalen Meß, find nur zwei nicht begnadigt worden, zwei ledige Burfchen, und München, 18. Januar. Von den Fuchsmühler Verurtheilten der Erkrankung Brausewetter's sehr weit zurückzwar beshalb, weil sie, abgesehen von der Waldaffaire, auch noch Liegen müßten und daß aus diesem Grunde es für der blos 2019 Stimmen erhielt. den Mediziner keinem 3meifel unterliege, daß er Chronik der Majiftätsbeleidigungs- Prozesse. wegen einer gegen die Gendarmerie am 1. Januar 1895 began fchon seit geraumer Beit für sein Thun Wegen Majestätsbeleidigung außer Bergenen Demonstration wegen Aufruhrs( verurtheilt und Lassen nicht voll verantwortlich zu folgung gesegt wurde ant Sonnabend ein seit einigen machen sei. Tagen im Kieler Gerichtsgefängniß inhaftirt gewesener Das Schicksal, das Herrn Brausewetter ereilt hat, andmann aus der Umgegend von Kiel. In demselben nimmt uns die Möglichkeit, in diesem Augenblick über ihn Gefängniß befindet sich seit einigen Tagen ein Schlosser als Person ein Urtheil zu fällen. Eine Würdigung in Haft, der bei seiner Arretirung wegen totaler Trunkenseiner gesammten Wirksamkeit im Kampf für Ordnung, heit sich einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht haben Sitte und Religion müssen wir uns indeß vorbehalten. Es soll. ist das um so mehr erforderlich, da ihm zum Jubelfeste am 18. Januar noch eine offizielle Anerkennung durch die Verleihung des Rothen Adlerordens IV. Klasse zugedacht war. Ob ihm Mittheilung davon noch vor seinem Tode zugegangen ist, ehe die Tobsuchtsanfälle bei ihm zum Ausbruch kamen, wissen wir nicht. Jedenfalls ist die Veröffentlichung dieser Ehrenbezeigung erst erfolgt, als Herr Brausewetter bereits zwei Tage lang verstorben war. Angesichts aller dieser Vorgänge und Thatsachen drängt sich gebieterisch die Frage auf: Was wird die preußische Regierung thun im Interesse der Opfer eines Mannes, der nach ärztlichem Zeugniß seit geraumer Zeit für sein Thun und Lassen nicht voll verantwortlich zu machen war? Deutsches Reich. Mannheim, 18. Januar. Das hiesige Schwurgericht ver urtheilte heute den Pfarrer Dekan a. D. Wilhelm Einwächter aus Hüffenhardt wegen Unterschlagung von 37 000 M. Kirchengeldern zu 7 Jahren Gefängniß. Es wurde festgestellt, daß die Unterschlagungen fich über einen Zeitraum von mehreren Jahren ausgedehnt hatten. Die Verschleierung seiner unredlichen Kassenführung war dem Angeklagten durch eine höchft mangelhafte Kontrolle möglich geworden.( Bolts- 3tg.) Defterreich. Ungarn. Budapest, 20. Januar. In politischen Kreisen verlautet, Ricardo und Mary Agrarier. Zu dieser Ruhland'schen Fälschung schreibt der„ Reichsbote": Die liberale Presse hatte diese Thesen weiblich ausgenugt, die Boff. 3tg." besonders brachte mehrere bekannte Mitglieder des Bundes der Landwirthe in die Polemit hinein. Sie hatte u. a. gefagt, daß die Männer, die unter der Führung des Herrn v. d. Gröben- Freundnachbarliches. Die Grazer Polizei verbot Arenstein ihre Hilfe im Kampfe gegen den Umfturz anboten, auf grund der ihr vorgelegten Reden die zum Andenken an die jetzt bereits bei der Sozialdemokratie Anleihen Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches geplante Feier. in a che n und zur Verherrlichung des wissenschaftlichen Vorkämpfers der Umsturzpartei nicht wenig beitragen." Dazu bemerkt jetzt der Abgeordnete v. d. Gröben- Arenstein in einer öffentlichen Zuschrift: Ohne mich meinerseits auf eine daß demnächst die Nationalparteiler Heransky und Kritit der Aeußerungen des Herrn Dr. Ruhland einzulaffen, Graf Deffeffy ins Minifterium berufen werden. Erfterer soll Aus der Zeit der Demagogen- Verfolgungen. erkläre ich, daß ich die Auffassung dieses Herrn feineswegs theile Ackerbauminister, der zweite Justizminister werden. Frig Reuter, der bekanntlich sieben Jahre lang in und daß die Verbindung, in welche man meine Agram, 20. Januar. Infolge der ungarfreundlichen Rede des preußischen Gefängnissen und Festungen hat zubringen Person zu den Bestrebungen bezw. Ansichten kroatischen Abgeordneten Tomasics im ungarischen Abgeordnetenmüssen, schreibt über seine Erfahrungen während der des Herrn Dr. Ruhland gebracht hat, überhaupt hause fam es gestern Abend zu heftigen Demonstra. tionen, denen die Polizei mit blanter Waffe ein Eriminalgerichtlichen Untersuchung folgendes: Der arme Ruhland! Bon seinen neuesten Brotgebern so im Ende machte, Biele Ruheftörer wurden verhaftet. " It heww mal en tweifnidiges Web( Meffer) feihn, womit en Stiche gelaffen zu werden! Wahnsinnige en Minschen umbröcht hadd, mi grugte vör dat Meg, un eben so grugt mi of vör - Herr Rechtsanwalt Eschenbach, der als Veren tweisnidig Gesetz, wat 3um Fall Arton wird aus Budapest gemeldet: fann, wennen as treter des Grafen Finckenstein in der Hammerstein Angelegenheit en natten Hanschen( Handschuh), taumal, wenn dit Gefeß in de nach Aussage des Oberstaatsanwalts Drescher bei den Unter- Beim Notar Dr. Edmund Pery in Karlsburg beschlagnahmte Hand von' nen Wahnsinnigen gewen ward. Un de sogenannte handlungen die politische Seite des Hammerstein- Prozesses betont die Polizei eine große Rifte mit Briefschaften des Pariser einer breihn 1111 nicht existirt." Frankreich. Banliers Duquesne, die sich auf die Arton- Affäre beziehen follen. I und hinzufügte, die öffentliche Meinung werde diefem Gerechtig-| Schöffengericht wurde Berger zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. Zur Durchficht der Papiere, denen man hier eine große Wichtig- teit widerfahren lassen. feit beilegt, wird in den nächsten Tagen aus Paris ein höherer Polizeibeamter eintreffen. wurde. China. Neue Anleihe. Nachdem Rußland durch die VerAfrika. Er legte Berufung ein. Bereits vor einigen Wochen war Termin vor der Straftammer angesezt, doch wurde derselbe noch vor Eintritt in die Verhandlung vertagt und dem Herrn Jochem die Auslieferung Arton's wieder auf unbestimmte Zeit vertagt in China zum maßgebenden gemacht hat, sollen nun englische Rechtsverhältnisse des Lokals Breitgaffe 42 zur Zeit, als einen Bericht Aus London wird gemeldet, daß die Entscheidung übermittlung der großen Kriegsentschädigungs- Anleihe seinen Einfluß von seiten des Gerichtshofes aufgegeben, auszuarbeiten, worin flar zu Tegen sei, wie die Banten eine Anleihe China in der Höhe von mehr als 320 der fragliche Fall gespielt, gestanden hätten. Dieser Bericht Belgien. Millionen Mark vermittelt haben. sollte auch dem Vertheidiger Berger's zugesandt werden, damit -2ändlich sittlich. Unser belgischer Genosse Vandereventuell Anträge gestellt und Zeugen vorgeschlagen werden könnten. velde hat sich jüngst bekanntlich duellirt. Trezdem man über das Duell in Belgien noch etwas Die Lage der Italiener in Makalle scheint Dies ist aber nicht geschehen und erst bei der Verhandlung am Monfranzösisch denkt, hat dieser Verstoß gegen die Parteigrundfäße doch unter den belgischen höchst ungünstig zu sein, in Rom laufen unwidersprochene tag, den 13. d. M., erfuhr Berger, daß ein solcher Bericht Genossen viel böses Blut gesezt, und man zitirte gegen Bander- Gerüchte um, daß Makalle sich den Schoanern ergeben hat. auch wirklich eingereicht sei. Die Verhandlung nahm etwa velde einen Zeitungsartikel, den Cäsar de Paepe 1864 Damit wäre den Italienern eine schwere Schlappe beigebracht. 21/2 Stunden in Anspruch. Der Vorsitzende gab dem Genossen nach dem Duell Lassalle's geschrieben. Jetzt erfahren n politischen und militärischen Kreisen haben die Nachrichten Berger selber mehrere Male zu, daß Jochem ja den Genossen aus Afrika große Berstimmung hervorgerufen. Man zeigt auf gegenüber einen Vertragsbruch begangen haben könne, was wir, daß gegen Bandervelde und feinen Gegner der leicht die zahlreichen Widersprüche hin, die in den Telegrammen ent- feineswegs schön sei, daß er das in ihn geſetzte Bertrauen seitens der Staatanwaltschaft Anklage erhoben worden ist; und die Kammer hat sich mit der Frage zu halten sind und ist sehr beunruhigt wegen der Zukunft. Die An- vielleicht nicht ganz gerechtfertigt habe; aber darüber habe der Gerichtshof heute nicht zu entscheiden. Auch als Berger nachbeschäftigen, ob sie zu der Erhebung der Anklage ihre Ge- funft Menelit's in Arum wird für die nächsten Tage erwartet. nehmigung giebt. Wir tragen zwar der Verschiedenheit der AnDie Thatsache, daß der italienische Oberstkommandirende wies, daß Jochem das Lokal nicht für sein eigenes Geld gewas der Herr auch nicht bestritt, sondern er Baretieri den Korrespondenten des Mailänder Blattes Secolo" miethet hat schauungen in den verschiedenen Ländern gern Rechnung, allein aus der erythräischen Kolonie ausgewiesen hat, deutet darauf hin, erwiderte nur, auf das Sparkassenbuch das er bei der Miethung jedenfalls wäre es besser gewesen, das Duell Vandervelde's daß die Lage der Italiener sehr ungünftig ist, und daß sie alles als Raution hinterlegt hat, habe teines der jetzigen Parteijedenfalls wäre es besser gewesen, das Duell Vandervelde's Interesse haben, die Wahrheit zu verheimlichen. Spanien. verwundet wurde wäre unterblieben. Madrid, 19. Januar. General Weyler hatte eine lange Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Canovas del Caftillo, in welcher er seine Bereitwilligkeit erflärte, den Posten eines Generalgouverneurs von Kuba anzunehmen. General Weyler wird sich am 24. d. M. in Corunna einschiffen, um sich nach Havannah zu begeben. -Marschall Martinez Campos hat sich in Savannah auf einem spanischen Postdampfer nach Spanien eingeschifft. Obgleich der Marschall die Ernennung zum Präsidenten des Obersten Militärgerichts abgelehnt hat, wird die Gaceta de Madrid" die Ernennung veröffentlichen. General Marin ist zum Generalgouverneur von Portorico ernannt worden, derselbe wird jedoch bis zur Ankunft des Generals Weyler auf Kuba verbleiben. Die Madrider Blätter sprechen ihre Genugthuung über die Abberufung des Marschalls Martinez Campos aus und werfen demselben vor, nicht energisch genug vorgegangen zu sein. Sie demselben vor, nicht energisch genug vorgegangen zu sein. Sie erwarten vom General Polavieja eine erhebliche Besserung der Lage auf Kuba. und wenn mitglieder ein Anrecht wurde das vom Gerichtshof als be- Bom Aschanti- Feldzuge. Eine Depesche des langlos bezeichnet, da es hier nur darauf ankomme, festzustellen, Oberst Scott aus Kumassi an das englische Kriegsamt vom wer den Miethskontrakt unterzeichnet habe; das sei im gegebenen 17. b. m. lautet: Kumasst wurde heute nachmittags 1 Uhr ohne alle Jochem gewesen, dieser habe somit das dingliche Recht Rampf besetzt. folglich auch das Hausrecht im Lokale gehabt. Der Staatsanwalt ftellte sich auf den Standpunkt, daß findlichen Burghers fehren jetzt nach ihren Wohnsitzen zurück. auch Pretoria, 17. Januar. Die bisher unter den Waffen be- der Hausfriedensbruch wirklich geschehen sei und also die Bestrafung Berger's erfolgen müsse; Nur eine kleine Streitmacht verbleibt im Felde. Auch die Berger angenommen habe, der Kommission des Vereins„ FreundBurghers des Oranje- Freistaates sind entlassen worden. schaft" hätte die Ausübung des Hausrechts zugestanden, so habe Die gesammte Bresse der Südafrikanischen Republik, nament- er sich in einem Rechtsirrthum befunden, der ihn keineswegs lich die Organe der Uitlander bezeichnen den Vorschlag der entlaste, aber in anbetracht dieses Rechtsirrthums stelle er es dem Londoner Times", den britischen Agenten De Wet abzuberufen, Gerichtshof anheim, auf eine Herabminderung des Strafmaßes als ungerecht, da es gerade seinem Takte und seiner Unter- der Vorinstanz zu erkennen. Genosse Berger erklärte noch, daß füßung Sir H. Robinson's zu danken sei, daß Blutvergießen er, im Falle der Gerichtshof nicht zu seiner Freisprechung gevermieden wurde. langen sollte, die Vertagung beantragen müffe behufs Ladung seiner zu diesem Termin abgelehnten Zeugen. Nach längerer Berathung bruchs schuldig fei; sein Einwand, der Verein" Freundschaft" fällte der Gerichtshof das Urtheil, daß Berger des Hausfriedensoder deffen Kommission habe das Hausrecht gehabt, falle auch infofern fort, als ja auch noch gar nicht festgestellt fei, daß dieser Verein rechtmäßig bestand; es sei deshalb bei der vor. instanzlich erkannten Strafe von sechs Wochen Gefängniß verbefunden und dadurch dokumentirt, daß das juristische Recht auf blieben. Der bürgerliche Gerichtshof hat unsern Genoffen schuldig Seiten des Herrn Jochem gestanden hat. Db aber das moralische Recht auch auf seiner Seite ist, darüber haben die Arbeiterschaft Danzigs und die gesammten Genossen Deutschlands ihr Urtheil schon lange gefällt." Johannesburg, 18. Januar. Kommandant Cronje, der Verabschiedung seiner Leute an dieselben eine Ansprache, welchem sich seinerzeit Dr. Jameson ergeben hatte, richtete bei in welcher er sie zu dem errungenen Erfolge und zu ihrer glänzenden Haltung beglückwünschte. Kommandant Cronje fügte Aus Madrid wird ferner gemeldet, daß die Nachricht vom seinem Glückwunsche hinzu, man dürfe nicht glauben, daß mit Rücktritt des Marschalls Martinez Campos große Befriedigung der Gefangennahme dieser Eindringlinge auch die englische Rasse hervorrief. Der bisherige Generalfapitän von Katalonien, General Weyler trifft heute hier ein. Dann soll die Entscheidung betreffs zu pflegen und darauf hinarbeiten, daß alle Nationalitäten für Beyler trifft heute hier ein. Dann soll die Entscheidung betreffs besiegt worden sei; alle müßten sich anstrengen, gute Beziehungen des Oberkommandos auf Kuba getroffen werden. Die Ernennung das Wohl der Republik mitwirkten. des Generals Weyler zum Nachfolger Martinez Campos' würde, da er sehr energisch und ein Gegner der Autonomie ist, den besten Eindruck machen. Minister krisis. Elduayen wurde an Stelle des Herzogs von Tetuan zum Minister des Auswärtigen ernannt. Ueber die Vorgeschichte dieses Ministerwechsels giebt die folgende Depesche Ausschluß: Infolge eines Telegramms des Mar schalls Martinez Campos an den Minister des Auswärtigen Herzog v. Tetuan, in welchem der Marschall gegen seine Versegung unter dem Vorwande, daß dieselbe aus Gesundheitsrücksichten erfolge, Widerspruch erhebt und erklärt, er fei nicht gewillt seine Politit zu ändern, reichte der Minister des Auswärtigen in dem Ministerrath sein Rücktrittsgesuch ein. Schiveden. Rußland. = " = Kapstadt, 18. Januar. Der ehemalige Generalanwalt Schreiner vertritt in einem Schreiben an die„ Cape Times" die Meinung, daß die im Vertrage von 1881 vorbehaltene Suzeränität Englands über Transvaal durch die Konvention von 1884 aufgegeben worden sei. Parlamentarisches. Ein neues Weißbuch. Die Denkschrift über die Entwickelnng der deutschen Schußgebiete 1894/95 ift dem Reichstage zugegangen. Wir kommen auf die einzelnen Abschnitte besonders zurück. dem Bundesrath Er erlassen; der lettere ſett And den Parteiorganisationen. Sn Königsbergi. Pr. betrug die Einnahme des Vertrauensmannes im verflossenen Jahre 1994,15 M. Nach Abzug der Ausgaben blieb ein Weberschuß von 101,45. Von den Gnaden Erlassen aus Anlaß des Reichs. jubiläums find auch mehrere Parteigenoffen betroffen worden, so Dertel in Nürnberg, Lipinsti in Leipzig, Friedrich in Lübeck, even und Reuter in Gera, ein Redakteur in Nürnberg. Polizeiliches, Gerichtliches ze. In Stettin standen am 17. b. M. die Genossen Ohl, Räming und Steinweg wegen Beleidigung der Breslauer Polizei vor den Schranken des Landgerichts. Dhl befam 30 M. Geldstrafe, Steinweg 15 M., Rämig wurde frei gesprochen. Gegen DhI find zur Zeit wieder drei Anklagen anhängig gemacht. " Die Börseureform- Kommission hat in ihrer geftrigen Stockholm, 18. Januar. Der König eröffnete heute den Sigung über die Fassung des§ 3, welcher von dem BörsenReichstag mit einer Thronrede, in der es bezüglich der Union ausschuß handelt, berathen. Der Regierungsentwurf schlägt frage heißt:„ Die Sorgen, die ich im vorigen Jahre hatte, folgende Fassung vor: haben sich jetzt vermindert. Ich wünsche lebhaft, daß die Bur Begutachtung über die durch dieses Gesetz der Beschluß Ursachen, welche die Uneinigkeit hervorgerufen haben, für immer fassung des Bundesraths überwiesenen Angelegenheiten ist als beseitigt werden, denn wie sich die Verhältnisse Sachverständigen- Organ ein Börsenausschuß zu bilden. Berlorene Liebe3mühe. Die Breslauer Staats. jebt überall gestalten, wird es für die Sicher. besteht aus mindestens 30 Mitgliedern, welche vom Bundesrath anwaltschaft hatte bei der bayerischen Abgeordnetenkammer die heit, Freiheit und unabhängigkeit der standi in der Regel auf je drei Jahre gewählt werden. Eine erneute Strafverfolgung der Breslauer Boltswacht" wegen angeblicher navischen Halbinsel nothwendiger als je zu: Wahl ist zulässig. Die Wahl von zwei Dritteln der Mitglieder Beleidigung dieser Kammer beantragt, aber die Geschäftsordnungs. vor, daß die beiden Bölfer fest susammen erfolgt auf Vorschlag der Organe der deutschen Börsen. Darüber, Kommission lehnte den Antrag ab. Jeht hat auch die bayerische halten." Die Thronrede weist sodann auf den großen in welcher Anzahl diese Mitglieder von den einzelnen Börsen Abgeordnetenkammer in einer ihrer legten Sigungen die nachUeberschuß der Staatstasse hin, der es ermöglichte, Die Geschäftsordnung für den Ausschuß wird nach Anhörung gesuchte Ermächtigung zu einem ftrafrechtlichen Borgehen verfagt. zwecken aufzuwenden behufs Behauptung der desselben von Neutralität des Reiches bei etwaigen friegerischen auch die den Ausschußmitgliedern zu gewährenden Tagegelder Depeschen und lehte Nachrichten. Berwickelungen. In dem Budget für 1897 werden als erste und Reisekosten fest. Hälfte über 1314 Millionen Mark verlangt zum Bau von Graf Kanit beantragt nur ein Drittel der Mitglieder durch Köln, 20. Januar.( W. Z. B.) Der Kölnischen Zeitung" zwei Panzerschiffen, vier Torpedokreuzern die Börsenorgane vorschlagen zu laffen, dagegen aber die mit wird aus Berlin gemeldet: Der vom Auswärtigen Amt in der und sechs Zorpedo booten, ferner 33/8 Millionen Mart glieder auf 5 Jahre wählen zu lassen. Abg. Frigen will die Angelegenheit des Assessors Wehlan bestellte Staatsanwalt für Befestigungen in Vaxholm, Ostar Frederiksborg und Hälfte der Mitglieder durch die Börsenorgane vorgeschlagen Legationsrath Rose hat nunmehr gegen das Urtheil der auf Gotland, sowie 24 Millionen Mark für das Intendantur- wiffen. Potsdamer Disziplinarkammer die Berufung eingelegt. wesen. Abg. Singer wendet sich gegen das Vorschlagsrecht der Börsenorgane, und beantragt den Handelskammer- Korporationen wird bestätigt, daß ein Entwurf über die Erhöhung der Frankfurt a. M., 20. Januar.( B. H.) Der Franks. Ztg." und so weiter das Vorschlagsrecht zu übertragen. Nach längerer Reichsdampfer- Subvention für die oft asiatische Debatte wurde schließlich Absatz I von§ 3 in folgender Fassung Linie geplant wird. Die Verhandlungen zwischen der Reichsangenommen: regierung und dem Norddeutschen Lloyd gehen dahin, daß die Bur Begutachtung über die durch dieses Gesez der Beschluß Fahrten nach Ostasien verdoppelt werden und die Subvention fassung des Bundesraths überwiesenen Angelegenheiten ist um 1, Millionen erhöht wird. Dafür sollen aber an den Lloyd als Sachverständigenorgan ein Börsenausschuß zu bilden. Der bestimmte Anforderungen über den Bau der neuen Dampfer ge felbe ist befugt, Anträge an den Bundesrath zu stellen und Sach- ftellt werden, sowohl in bezug auf Geschwindigkeit, als auch auf verständige zu vernehmen. Der Börsenausschuß besteht aus Verwendung derselben im Kriegsfalle. Die Vorlage soll so mindestens dreißig Mitgliedern, welche vom Bundesrath in der zeitig eingebracht werden, daß sie noch vor Ablauf des VerTiflis, 19. Januar.( Köln. 3tg.") Die lezten Nach- Regel auf je fünf Jahre zu wählen find. Eine erneute Wahl ist trages mit dem Norddeutschen Lloyd zur Erledigung kommen kann. richten aus dem Vilajet Diarbekir und Charput bestätigen, daß zulässig. Die Wahl der Hälfte der Mitglieder erfolgt auf Vordie feindseligen Bewegungen der Kurden gegen die Armenier er- fchlag der Handelsorgane. Darüber, in welcher Anzahl die etwa Prag, 20. Januar.( W. Z. B.) Eine am Nachmittage von neut andauern. Infolge dessen hat Schatir Pascha neuerdings felben von den einzelnen Handelsorganen vorzuschlagen sind, be: Schüßeninsel nahm einen stürmischen Verlauf. Nach Schluß 3000 Arbeitslosen besuchte Versammlung auf der Truppen gegen die Kurdenstämme der Bandschaft Dersim( zwischen stimmt der Bundesrath. Die andere Hälfte der Mitglieder wird tam es zu lärmenden Demonstrationen der Thetlnehmer in den Erzingian und Charput) gesandt. Bei einem Zusammenstoß mit unter angemessener Berücksichtigung von Landwirthschaft, Industrie Straßen, befonders vor dem Gebäude der Polizeidirektion und den Kurden in den letzten Tagen wurden die Truppen genöthigt, und Handel gewählt". Abs. 2 der Regierungsvorlage bleibt un- dem Rathhause. Mit Hilfe der berittenen Sicherheitswache wurde sich unter Berluft von 35 Todten zurückzuziehen. Die Absendung verändert.§§ 4 und 5( Erleß und obligatorischer Inhalt einer gegen 71/2 Uhr die Ruhe überall wieder hergestellt. Drei Personen neuer Truppentheile steht unmittelbar bevor. Börsenordnung) werden ebenfalls nach der Regierungsvorlage wurden verhaftet. Aleppo, 19. Januar.( Meldung der Agenzia Stefani".) unverändert einstimmig angenommen, ebenso§ 6. Die Abgg. Der italienische Konful in Aleppo, der hierbei auch Deutsch Dr. v. Cuny und Graf von Oriola( nl.) beantragen folgenden land und Desterreich vertritt, ist gestern mit seinem Dolmetscher neuen§ 6a:„ Der Bundesrath ist befugt, für bestimmte Geabgereift, um mit den Konsuln Englands und Frankreichs den schäftszweige die Benutzung der Börseneinrichtungen zu unterAuftrag, die Unterwerfung der Aufständigen von Beitun zu ver- fagen oder von Bedingungen abhängig zu machen." Dieser Anmitteln, auszuführen. trag wird mit 12 Stimmen angenommen und darauf die weitere Berathung auf Mittwoch vertagt. Amnestie? Wie in vatikanischen Kreisen verlautet, wird der Papst am Vorabend der Krönung des Zaren von dem selben eine vollständige Amnestie für alle zur Deportation nach Sibirien verurtheilten Briefter verlangen. Dieser Schritt wird als ein erfreuliches Zeichen der Annäherung zwischen dem Papst und dem Zaren angesehen. Türkei. Kuba. " Gine offizielle Depesch e berichtet, General Gasco schlug die Insurgenten bei Calabazar. Die Spanier verloren an Verwundeten 2 Kapitäne und 34 Soldaten. Der Feind wurde General Marin zerstreut, seine Verluste sind nicht bekannt. hat den Oberbefehl auf Ruba übernommen. Marschall Martinez Campos wird unmittelbar nach Spanien zurückkehren. 0 Partei- Nachrichten. den Lemberg, 20. Januar.( B. H.) Am 3. Februar treten die hiesigen Schriftfeßer in einen Streit ein, da ihnen die geforderte Lohnerhöhung nicht bewilligt worden ist. Paris, 20. Januar.( B. H.) In der Nähe des Arsenals fand gestern eine gewaltige Explosion statt, welche durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters veranlaßt wurde. Makalle Rom, 20. Januar.( B. H.) Den Friedensvorschlägen des Königs Menelit wird seitens der italienischen Regierung mit großer Vorsicht begegnet, obgleich es durchaus nicht für uns möglich gehalten wird, daß die Vorschläge ehrlich ges sowie die grenzenlose Gifersucht und Uneinigkeit seiner Untermeint seien; denn der erbitterte Kampf um befehlshaber dürsten das Selbstbewußtsein Menelit's sehr herab. gestimmt haben. Auch wird das Gerücht zu ihm gedrungen sein, daß England den Hafen von Heilah zwar nicht an Italien abtreten wird, aber einen Kriegszug gegen Harrao in diesem Hafen ausstatten will. Ferner heißt es, daß abessynische Unterhändler Aus Wurzen wird uns geschrieben: Seit der letzten Reichstags- Wahl war es den Parteigenoffen hier nicht möglich, ein Lokal zu Bersammlungen zu erhalten; nicht einmal dem Arbeiter Gesangverein wurde ein solches zu seinem StiftungsDie Abschiedsrede Martinez Eampos. fest gewährt. Nunmehr hat Genoffe Salomon ein Nach einer Depesche aus Havannah hielt Marschall Martinez und in diesem einen Campos bei der Uebergabe des Oberbefehls an den General großes Grundstück gekauft Marin eine Ansprache, in welcher er erklärte, er habe gefeßlichen Borschriften entsprechenden Saal gebaut. Diejer mit dem Abgesandten des Mahdi an der Grenze bei Ghedaref Saal ist zwar nicht sehr groß, er faßt nur ca. 200 Personen; feine Pflicht erfüllt mit dem Bewußtsein, groß= müthig gegen die die Hauptsache ist aber, daß die Partei nun ein festes Unter- usammentrafen. Wenn diese Nachricht sich bewahrheiten sollte, Aufständischen gehandelt kommen hat. Hof und Garten sind übrigens so eingerichtet, daß 10 dürfte der Negus vermuthlich mit seinen Friedensvorschlägen zu haben, von denen er feinen friegsrechtnur Zeit gewinnen wollen. Italien wird diese Vorschläge schon lich erschießen ließ. Er gebe zu, daß er wenig Erfolg große Versammlungen im Freien abgehalten werden können. aus eigenem Interesse nicht von vornherein ablehnen, sondern in dem Feldzug gehabt habe, denn die Aufständischen Ans Danzig wird uns geschrieben: Am 13. Januar fand in Verhandlungen darüber eintreten, und inzwischen vor allen seien in die Provinzen Matanzas, Havannah, vor der hiesigen Strafkammer eine Verhandlung statt, die man Dingen die Lage der Besatzung in Makalle zu beffern suchen. Pinar del Rio eingedrungen. Troydem seien ihm wohl mit recht als trauriges Nachspiel der einstigen Thätigkeit Rom, 20. Januar.( W. T. B.) Die Anklagekammer des, in Havannah Huldigungen dargebracht worden. Zugleich aber des Herrn Jochem bezeichnen kann. Sie endete mit der Ver- hiesigen Appellhofes beschloß heute, dem Antrage des Staatsfeien ohne sein Vorwissen Depeschen nach Madrid gegangen, urtheilung eines Familienvaters zu 6 Wochen Gefängniß. Herr anwalts gemäß, das Verfahren im Prozeß gegen Giolitti fund in denen seine Ersetzung nachgesucht wurde; darauf Jochem hatte nämlich, was ja auch auf dem Parteitage zur Genoffen wegen Hinterziehung von Doktumenten nicht wieder hätte er selbst Depeschen an die Regierung geschickt mit dem Sprache gekommen ist, nachdem er von unserem früheren Parteilokal auszunehmen und die Akten dem Archiv einzuverleiben. Ersuchen, ihre Entscheidung zu treffen. Die Regierung habe ihm Befih ergriffen, gegen den Genossen Berger, der dasselbe betreten, Livorno, 19. Januar.( B. H.) Im Orangengolf der mit dem Befehl geantwortet, den Oberbefehl dem General Marin mit Jochem in Wortwechsel gerathen und dann auf Veranlassung sardinischen Küfte scheiterte der italienische Dampfer Fenice". zu übergeben. General Marin hielt sodann eine Ansprache, in Jochem's durch die Polizei aus dem Lokal verwiesen worden Die 19 Personen starte Mannschaft ertrant. Der Kapitän des welcher er seiner Hochachtung für den Marschall Ausdruck gab war, Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs" gestellt. Vom Schiffes wurde von Fischern gerettet, starb aber bald darauf. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag ven Weg Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen " 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 17. Reichstag. Dienstag, den 21. Januar 1896. " 13. Jahrg. Die Beamten werden die Postverwaltung nicht ansehen als ein urlaubung nothwendig erscheint. Denjenigen Amtsvorsteher Institut, wo der Demokratismus, sondern der Despotismus möchte ich sehen, der gegenüber einer solchen Verfügung des Vorherrscht. Der Staatssekretär hat bei seinem Bilde vergessen uns gesetzten die Verhältnisse des Urlaubssuchers nicht mit der schärfsten 19. Sigung vom 20. Januar, 1 Uhr. vorzuführen, was alles die Poftverwaltung nicht gethan hat. Lupe untersucht! In Mecklenburg- Schwerin ist ein Landbriefträger Am Tische des Bundesraths: Graf Posadow3ty, Die Postverwaltung ist in den letzten Jahren viel zu sehr als 24 Jahre im Dienst; er hat 8 Schlachten mitgemacht in jener b. Stephan, v. Boetticher. ein Institut für Plusmacherei angesehen worden, nicht als ein ruhmreichen" Zeit, von der der Staatssekretär vorhin Das Haus beginnt die zweite Berathung des Reich 3 folches, das die Interessen des Publikums zu wahren hat. Wie sprach; in diesen 24 Jahren hat er nicht haushalts Etats für 1896-97 mit dem Etat der Reich 3- lange Diskussionen haben wir nicht über die Herauffegung ein einziges Mal Urlaub gehabt. Ats er post und Telegraphenverwaltung. der Gewichtsgrenze für einfache Briefe, über nun um 7 Tage Urlaub bat, um zu seiner todtkranken Schwiegers Beim ersten Titel der Ausgaben: Gehalt des Staatssekretärs die Ermäßigung der Telephongebühren zc. gehabt; mutter zu reisen, da wurden ihm zunächst nur 3 Tage be ergreift das Wort auch die Kartenbriefe anderer Anstalten sind in Deutschland willigt.( Hört! hört! links.) Auf wiederholte Vorstellungen und Staatssekretär v. Stephan: Es ist ein harter Uebergang, nicht eingeführt. Wir haben es dabei immer mit dem starren Beschwerden hin wurde ihm schließlich der erbetene Urlaub genach dem erhebenden Gedenktage, den wir soeben gefeiert haben, Bureautratismus, der die Poftverwaltung seit den letzten währt. Wenn von den 7000-8000 Unterbeamten im Jahre in die trockene Prüfung und Berathung des Haushalts einer Jahren auszeichnet, zu thun gehabt. Die Stellung der Reichs- Post- 306 Urlaubsgesuche eingereicht sind, so will das doch nicht viel technischen Verwaltung einzutreten. Geftatten Sie mir verivaltung in früheren Jahrzehnten ist jetzt eine andere ge- bedeuten. Es müßte den Unterbeamten ermöglicht werden, Ihnen ein Bild zu geben von der Entwickelung worden. Während früher der Leiter derselben für sich die An- wenigstens 8 Tage im Jahre auf Urlaub zu gehen. Wenn das dieser Verwaltung von der Gründung des erkennung in Anspruch nehmen konnte, daß er bahnbrechend auf in sozialdemokratischen Privatbetrieben möglich ist, so muß es Deutschen Reiches a n bis jegt. Wir hatten diesem Gebiete vorgegangen ist, ist unsere Postverwaltung seit bei der Poft auch möglich fein. = = 1870 4520 o ftanstalten, heute haben wir 28 263 Post Jahren nicht nur von den Postverwaltungen anderer Länder, Auch die Kautionsfrage möchte ich der Berwaltung anstalten. Die Zahl der Telegraphenanstalten betrug 1870 1078, sondern sogar von Privatanstalten weit überholt worden. Die zur Erwägung anheimſtellen. Trotzdem eine Reduktion ber jetzt beträgt sie 17 800. Unfallmeldestellen auf dem flachen Lande konkurrenzunternehmen in Berlin erfreuen sich Raution der Unterbeamten eingetreten ist, bekommen die Leute existirten damals noch gar nicht, jetzt haben wir deren 8441. mit recht der größten Beliebtheit des Publikums. Daß diese den Ueberschuß ihrer Raution erst nach 2-3 Jahren zurück. Die Zahl der Telegraphenapparate ift auf 132 000 gestiegen. Privatanstalten in Berlin und anderen Städten die Stadtbriefe Warum erhalten sie ihn nicht fofort; das Geld ist doch ihr In feinem Lande Europa's ist die Ausbreitung der Poftanstalten wesentlich billiger befördern können, beweist, daß die Post Eigenthum? und Telegraphenämter in demselben Maße fortgeschritten wie in verwaltung nicht mehr den Bedürfnissen Auch diesmal möchte ich den Wunsch nicht zurückhalten, die Deutschland, auch in England nicht Nur die Bereinigten Staaten des Publikums folgt und ihre Aufgabe, dem Postverwaltung möchte in besonders lebhaften Geschäftszeiten zu ron Nordamerika übertreffen uns, aber dort ist ein größeres Ge- Interesse des Verkehrs Rechnung zu tragen, nicht mehr Weihnachten u. s. w. die Hilfskräfte aus den Kreisen der biet vorhanden und die Postanstalten sind viel kleiner als bei erfüllt, sondern daß sie in der Erreichung möglichst hoher Bürgerschaft requiriren. Die Armee ist nicht dazu uns. Dieses Netz von Postanstalten verbreitet sich über das ganze Einnahmen ihre Aufgabe sieht. Der Staatssekretär da, der bürgerlichen Thätigkeit Ronturrenz Deutsche Reich, von den Schluchten der Vogesen bis zur äußersten hat wiederholt ausgeführt, daß in dem Maße, wie ein Bezu machen und der Einwand ist auch nicht durchschlagend, russischen Grenze. Die Telegraphenleitungen gehen durch Flüsse, förderungsmittel verbilligt wird, die Benutzung deffelben steigt daß keine anderen zuverlässigen Leute als Soldaten zu finden Landseen, durch die Nord- und Oftfee bis zu einzelnen Inseln. und auch die Einnahmen daraus entsprechend steigen. Wir alle sind für dieses Geschäft. Wo ein Wille, ist auch ein Weg, und Die toloffale Vermehrung der Postanstalten tommt vornehmlich wünschen, daß die Postverwaltung nicht in der Sonne der eigenen ein Verfuch würde jedenfalls zur vollen Zufriedenheit der Postdem flachen Lande zu gute; auf jedes siebente Dorf tommt Befriedigung, in der fie sich seit Jahren sennt, verbleiben, sondern verwaltung ausfallen. Uebrigens hat sie ihre bisherige Usance jetzt eine Postanstalt und wir hoffen, daß es noch sich dazu aufraffen möge, den wiederholt hier besprochenen Forde- schon durchbrochen. In einem Berliner Postamt wurden dahin tommt, daß jedes Dorf feine eigene Post rungen des Publikums Rechnung zu tragen. legte Weihnachten ein Kandidat der Theologie und ein und womöglich seine eigene Telegraphenanstalt erhält. 1870 Wenn der Staatssekretär sagt, daß Veranlassung zur Un Primaner als Hilfsarbeiter engagirt; fie hatten weniger hatten wir 8800 Landbriefträger, heute haben wir 28 000, welche zufriedenheit mit den Anstellungsverhält Dienst zu leisten als die andern und waren übereinen täglichen Kreislauf von 516 000 Kilometern machen. In nissen nicht vorhanden sei, so stimmt das auch nicht mit der haupt aus besonderer Zuneigung des Vorstehers engagirt Berlin haben wir zur Zeit 25 430 Fernsprechleitungen, in ganz Wirklichkeit, da alle Mitglieder des Hauses schon mit einer worden. Ich habe ja nichts dagegen, daß der Theologe Deutschland nicht weniger als 110 000, auf welchen täglich etwa Reihe von Klagen gekommen sind. Der Staatssekretär hat uns beschäftigt wurde, aber man sollte doch in dieser harten Winters1/2 Million Gespräche abgewickelt werden. Wir haben bereits das Bild eines Beamten vorgeführt, um an den äußeren zeit auch die soziale Noth der vielen beschäftigungslosen Arbeiter eine Fernsprechverbindung zwischen Berlin und Kopenhagen und Konturen des Herrn zu beweisen, wie gut der angestellt sein berücksichtigen. Hamburg und Ropenhagen, wir haben eine solche zwischen muß. So start dieser Herr und seine Gattin auch vielleicht sein Die Klagen über die Maßregelungen von Berlin und Brüssel, und es steht mit Sicherheit zu erwarten, mögen, so beweist das nichts für die Zufriedenheiten der An- Beamten verschwinden immer noch nicht von der Tages. daß wir im nächsten Herbst eine direkte Fernsprechverbindung gestellten. Auch hier würde der Staatssekretär bald zu anderer ordnung. Den Post assistenten Verband hat die mit London haben werden. Rohrposten haben wir in Berlin Auffassung tommen, wenn er einen Rundgang durch die Bureaus Reichs Poftverwaltung zwar nicht als gefeßlich unzulässig und Hamburg, auf welchen im letzten Jahre 5 337 323 Rohrpoft der Beamten machte; er würde die Wohlgenährten in sehr bezeichnet, aber sie legt ihm Schwierigkeiten in den Weg. In fendungen befördert wurden. Es vergeht kein Tag, wo uns geringer Bahl finden, aber hunderte und tausende von dem Organ des Assistentenverbandes wird eine ganze Reihe nicht hunderte von neuen Erfindungen vorgelegt werden zur hohläugigen, überarbeiteten Gestalten, die mit so eklatanter Fälle aufgeführt, die mit den sonstigen Aufs Prüfung und die für diese geforderten Prämien schwanken geringem Gehalt angestellt sind, daß sie sich nicht so faffungen von dem Recht der Beamten nicht vereinbar zwischen 10 und 50 000 M. Im Jahre 1870 zählten wir ernähren können, wie der Staatssekretär meint. Was soll dieses sind. Es ist überhaupt ein Mißbrauch, wenn irgend eine Ver42 000 Beamte, jeht beschäftigen wir deren 155 000.( Redner Beispiel, wenn es nicht für die Lachluft der Zuhörer berechnet waltung es sich herausnimmt, in das Privatleben einzugreifen. wird im Berlauf seiner Rebe immer unverständlicher, war, also beweisen? Der Staatsfefretä möge sich nur mal die Sie kann nicht verlangen, daß nur Bereine sein sollen, in denen so daß der größte Theil seiner Ausführungen verloren geht.) and briefträger ansehen, die 35 Kilometer machen müffen! patriotische Feste gefeiert werden und in denen dem Herrn StaatsFür das Bersonal der Postverwaltung ist außerordentlich viel ge- Die Sonntagsarbeit, auf welche sich wiederum die sekretär ein Hurrah über das andere gebracht wird; es muß auch fchehen; ich erinnere an die wiederholte Erhöhung der Be Resolution der Budgetkommission bezieht, ist auch eins von den Vereine geben, in denen die Beamten ernsthafte Schäden ihres soldungen, namentlich der Unterbeamten. An Wohnungsgeld: Gebieten, auf welchen der Staatssekretär nicht die Wünsche des Berufs aufdecken. Die Maßregeln der Postverwaltung gegen die Zuschuß werden 15/2 Millionen gezahlt. Die etatsmäßigen Reichstags befolgt. Einer der beliebtesten Einwände dagegen ist, Mitglieder des Verbandes sind oft geradezu komisch. In WeißenStellen find erheblich vermehrt worden. Es hat eine ausgiebige daß wir in Deutschland den puritanischen Sonntag, wie ihn fels fand ein Bezirtstag statt und die Torgauer Verbandsmit Berkürzung der diätarischen Dienstzeit stattgefunden und eine Er England und Amerita haben, nicht einführen können. glieder sandten ihm ein Telegramm mit der Unterschrift: Die Torgauer leichterung in den Dienststunden. Der Unterstützungsfonds ift Die in der Resolution vorgeschlagenen Einrichtungen Festungsgefangenen. Deswegen soll nun eine hochnothpeinliche erhöht worden, und Spar- und Vorschußvereine und haben mit dem puritanischen Sonntag nicht das geringste zu thun, Untersuchung eingeleitet worden sein! In Kiel wurden andere gemeinnüßige Maßregeln sind getroffen worden. Wir wollen, daß die Beamten einen freien Sonntag haben; die sämmtliche Beamte eines Sonntags auf das Bureau befohlen, Wie wenig die Beamten zu tlagen haben, Berwendung des Sonntags wollen wir ihnen überlassen. Wir weil es sich darum handele, die Verfügung über die Sonntagsgeht aus folgendem hervor: Bei dem Oberpostdirektor in Ham- haben uns nur zu fragen: liegen die Verhältnisse so, daß wir, rube festzustellen. Der Postassistenten- Berband hat bekanntlich burg meldete sich ein Postverwalter und sagte, daß, wenn bei ohne große Intereffen zu verleßen, diesen Vorschlägen zustimmen Verkaufsstätten für seine Mitglieder eingerichtet. In einem be der Berathung des Poftetats es nöthig wäre, einen hungernden können? Ich kann nicht den geringsten Grund einsehen, weshalb ftimmten Falle war ein Schuldner seiner Verpflichtung nicht Postbeaurten vorzuführen, man ruhig auf ihn zurückgreifen möge, es unmöglich sein sollte, Packete des Sonntags nur dann aus- nachgekommen und der Vorsigende hatte sich an die Ober- Poster wiege 225 Pfund und seine Frau 175 Pfund( Heiterkeit) und zutragen, wenn sie als besondere Gilpackete bezeichnet sind. Die direktion mit der Bitte gewendet, ihren Einfluß geltend zu er bitte um einen Urlaub, um auf eigene Kosten nach Berlin zu Rücksicht auf die Gratulationsgeschenke zu Geburtstagen, Hoch- machen, damit der Schuldner seiner Verpflichtung nachkomme. fahren. Zu den Postbauten wird ausschließlich inländisches Material zeiten 2c. ist ja sehr liebenswürdig, die Sonntagsruhe ist aber Die Ober- Postdirektion hat dies abgelehnt und ich per verwendet. Die Zahl der Briefe ist von 327 auf 2000 Millionen das höhere Interesse. Es ist nicht nöthig, daß die Packetwagen fönlich würde ihr daraus an sich feinen Vorwurf machen, nur sie sich gestiegen, und die der Postkarten von 7 auf 443 Millionen. der Poft Sonntags bis mittags 1 Uhr auf den Straßen herum- wenn Grundsaße: Gleiches Der Verkehr mit dem Auslande ist von 64 auf 530 Millionen raffeln, bei der Einschränkung gemäß der Resolution könnte die Recht für alle leiten ließe. Im Widerspruche mit dieser AbSendungen gestiegen. Die Zahl der Postpacete betrug bei uns ganze Packetbeförderung bis morgens 9 oder 10 Uhr besorgt sein. lehnung steht aber eine Bestimmung, wonach die Ober- Poft1870 20 Millionen, jetzt betragen sie 132 Millionen, und diese Gegenüber der wiederholt ausgesprochenen Meinung des Reichs- direktoren verpflichtet sind, sich über die wirthschaftliche Lage der Einrichtung kommt hauptsächlich dem kleinen Handwerker und tages wird er diese Resolution wieder annehmen. Es ist durch Beamten und Unterbeamten fortwährend unterrichtet zu halten, insbesondere der Landwirthschaft bei der Versendung von aus nicht zu verkennen, daß im Laufe der Jahre in bezug auf die Schuldverhältnisse der Beamten in jedem einzelnen Fall Molkereiprobuften u. s. w. zu gute. Der postalische Geldverkehr die Sonntagsruhe in der Postverwaltung Fortschritte gemacht genau feftstellen zu lassen und möglichst die sofortige Be ift ungebener gestiegen, wobei sich nur etwa der zehnte Theil sind; es wäre thöricht, wenn man das gegenüber den thatfäch richtigung der Schuld herbeizuführen oder aber einen bestimmten ziffernmäßig nachweisen läßt, da viele Geldfendungen nicht lichen Verhältnissen nicht zugeben wollte. Was aber geschehen Beitpunkt dafür festzusetzen. Wenn sich so die Boftverwaltung deklarirt werden. Besonders popularisirt hat sich der Tele- ift, reicht nicht aus. Es ist erforderlich, den körperlich und geistig in den Dienst von Privaten stellt, weshalb thut sie es nicht grammverfehr; er ist von 7 auf 53 Millionen Telegramme ge- angeftrengten Beamten diejenige Ruhe zu gewähren, die sie haben gegenüber dem Postassistenten- Verbande? Ein anderer Fall ist, fiegen. Davon entfallen 34 pCt. auf geschäftliche, 10 p6t. auf müssen, um ihre Arbeit zur Zufriedenheit verrichten zu können. wie ich hoffe, ohne Kenntniß des Herrn Staatssekretärs passirt. Staatsdepeschen und die übrigen 56 pCt. auf den Klein- Die Sonntagsarbeit tönnte schon erheblich eingeschränkt Der Reichstag hat wiederholt die Meinung ausgesprochen, daß verkehr. Die Einnahmen der ganzen Verwaltung betrugen 1870 werden, wenn der Schalter an Sonntagen nachmittags von es im Interesse der Postverwaltung nicht liegen kann, wenn in 66 Millionen mit 6 Millionen Keinüberschuß, heute sind es 5-7 überhaupt nicht geöffnet würde. Man lege diese Zeit auf den Kreisen ihrer Beamten Propaganda für die per 234 Millionen mit 251/2 Millionen Reinüberschuß. Die Fort den Vormittag, und sie haben mit einem Mal für die Schalter- fönliche Berehrung ihrer Vorgesezten gemacht wird. schritte auf dem Gebiete der Poft- und Telegraphenverwaltung beamten einen freien Sonntag- Nachmittag. Wenn eingewendet find zum nicht geringen Theile auf das dankenswerthe Eingehen wird, daß gerade die kleinen Beute um diese Zeit den Schalter des Reichstages auf unsere gefeggeberischen Vorlagen zurück benußen, so wird es auf diese auch ganz erzieblich wirken, wenn zuführen. Wenn dies Entgegenkommen fortdauert, dann dürfen sie ihre Gewohnheiten zu gunsten der Postbeamten etwas Sie versichert sein, daß die Reichs- Postverwaltung zum Segen modifizirten. Hier stößt sich alles nur an dem starren non des deutschen Boltes und zur Ehre des deutschen Namens auf possumus( wir fönnen nicht) der Verwaltung. Die Sonntags dem großen Forum des Weltverkehrs die ihm gesteckten Biele arbeit muß auch sonst noch erheblich eingeschränkt werden und erreichen wird.( Beifall.) wenn ich auch hierfür im Augenblick kein Material beibringen Der Referent Abg. Bürklin theilt aus der Kommission mit, fann, so weiß ich doch, daß bittere Klage darüber geführt wird, taß dieselbe sich wiederum mit der Frage der Sonntagsruhe daß, während hier mit der Postverwaltung als mit einer Muster- fetretärs v. Stephan zum Selbstkostenpreise beschäftigt habe; man habe ausgeführt, daß Einrichtungen, die anstalt paradirt wird, es doch im Punkte der Sonntagsruhe sehr von 1,50 beziehungsweise 2 Mart pro Stüd abgegeben werde und daß Bestellungen auf das in anderen Ländern z. B. in England möglich seien, auch bei im argen liegt. einem Ein weiterer Punkt, der zur Unzufriedenheit berechtigten Bild bis zu bestimmten Termin uns möglich sein sollten. Die Kommission hat folgende Reso Ich glaube, ich tann ruhig zur Ehre des lution vorgeschlagen:„ Der Reichstag wolle den Beschluß wieder: Anlaß giebt, ist der, daß die Beamten unter der Herrschaft des würden. holen, den Reichskanzler zu ersuchen, veranlassen zu wollen, daß Dienstaltersstufen System 3 viel später zur Anstellung Herrn Staatssekretärs annehmen, daß ihm von dieser Verfügung die Annahme und Bestellung gewöhnlicher Packete von der gelangen als bisher. Große Ungleichheiten entstehen auch durch und von dem Versuch, sein Bild in die Wohnungen von Reichspost an Sonn- und Festtagen mit Ausnahme der Weihnachts- die verschiedenartige Anrechnung der Militärdienstzeit, welche im Beamten zu verpflanzen, nichts bekannt ist. Um so mehr erwarte zeit vom 18. bis 30. Dezember auf Eilsendungen beschränkt Intereffe der betheiligten Beamten abgeändert werden müssen. ich von ihm eine Verfügung an sämmtliche Beamte, die diesem werde. Ferner theilt der Referent nit, daß die Kommission über Ich betrachte es als eine hohe Aufgabe der Postverwaltung, hier Unfug ein für alle Mal ein Ende macht, denn ein Unfug ist Die Frage der Dienstaltersstufen in einer be- einzugreifen, anstatt die Beamten mit einer Fluth von allerhand es, wenn jemand zu einer Loyalitätsäußerung Eine weitere Frage ist die Urlaubs- gezwungen wird. Wer seiner Verehrung für seinen höchsten sonderen Sigung verhandeln wollte. Aenderung Erlassen zu überschütten. frage, soweit sie die Unterbeamten wenigstens betrifft. Chef dadurch Ausdruck geben will, daß er sich seinen Chef in der Ziffern des Etats habe die Rommission nicht beschlossen. Abg. Singer( Soz.): Wenn der Herr Staatssekretär mit Ich gebe zu, daß diese durch die verschiedenen Anregungen, die effigie aufhängt, mag es thun. Vielleicht werden keine offiziellen einem Dank an den Reichstag dafür, daß derselbe seine Vorlagen in dieser Richtung gegeben sind, in Fluß gekommen ist. Wie Listen darüber geführt, welche von den Beamten bei der Geschäftsstelle genehmigt habe, gefchloffen hat, so kann ich mit einem Gegendant sehr man aber doch noch nach dem Kastengeist, der trotz der der Ober- Postdirektion das Bild des Herrn v. Stephan bestellt haben. nicht antworten, denn die Erfahrung hat gezeigt, daß seitens der Versicherung des Staatssekretärs, daß die Einrichtung der Post: Aber daß die Thatsache, wer bestellt und wer nicht, von Einfluß Boftverwaltung an ein Entgegenkommen auf die Wünsche des verwaltung demokratisch sei, urtheilt, geht daraus hervor, daß auf das Verhalten der vorgefehten Behörden zu den Untergebenen Reichstags nur in fehr seltenen Fällen zu denken ist. Namentlich Unterbeamten nach einer Verfügung nur in dringenden Fällen sein kann, dafür haben wir im Laufe der Jahre sehr zahlreiche Ein Unfug bleibt es auf alle Fälle, denn das Verbezüglich der sozialen Thätigteit der Postverwaltung und nur bis sieben Tage Urlaub gewährt werden soll, während Beispiele. sind seit Jahren im Reichstage Klagen laut geworden, alle übrigen Beamten 14 Tage erhalten sollten. Der Ober- Post- halten der Beamten unter einander wird dadurch beeinflußt. aber eine Befferung dieser Verhältnisse ist nur in sehr geringem direktor von Berlin, Griesbach, hat eine Verfügung erlassen, in Mancher Beamte hat zwar sein Geld für seine Familie nöthiger Maße zu spüren. Der Staatssekretär scheint es für nothwendig welcher es heißt: Die Gesuche von Unterbeamten um Urlaub als für einen solchen Zweck, aber er will hinter den übrigen erachtet zu haben, uns von vornherein gegenüber diesen Klagen haben in dem vorigen Jahre sich ganz unverhältnißmäßig vermehrt. nicht zurückstehen, er will keine Ausnahme bilden. Böse Zungen ein Bild der Thätigkeit seiner Verwaltung zu geben. Ich möchte Während 1893 die Zahl derfelben 251 betrug und gegenüber dem Vor- behaupten sogar, daß den Beamten die lyrischen Gedichte des deni Herrn Staatssekretär, der sich als Vorsteher eines jahr etwas zurückgegangen war, war 1894 306 Unterbeamten Urlaub Herrn v. Stephan zum Kauf angeboten werden.( Seiterkeit.) diesen Dingen demokratischen Instituts bezeichnet hat, tomischerweise vor ertheilt. Das ist eine Steigerung von 21,2 pCt., denen eine Ich wollte ihm Gelegenheit geben, von schlagen, bei seinen Beamten einmal Umfrage zu halten Zunahme des Beamtenpersonals von nur 4 pt. entgegenstehe. Kenntniß zu nehmen und das geeignete zu veranlassen. bei ihnen vorzunehmen; eine Urabstimmung dann Die Amtsvorsteher werden ersucht, in diesem Jahre bei Urlaubs- Möge die Zeit nicht mehr fern sein, wo der Reichstag den anderen Meinung kommen. bewilligungen ihre Aufmerksamkeit dem zuzuwenden, ob die Be- Lobpreisungen, die der Staatssekretär für seine Verwaltung auswird er vielleicht zu einer und dem voll Eine künstliche Berehrung führt nur zur Heuchelei. Wenn die höheren Vorgesetzten der Postverwaltung das Bedürfniß haben, gefeiert zu werden, so ist das Geschmacksache. Jedenfalls müssen diese Ghrungen auf der Freiwilligkeit der Beamten beruhen. Die Leute dürfen nicht von den Vorgesetzten poufsirt werden, keinen Wint mit dem Baumpfahl bekommen. Damit steht aber eine Verfügung des Ober- Postdirektors Thiele in Posen, welcher unter dem 15. November 1895 seinen Beamten mittheilt, daß ein Brust bild Seiner Seiner Exzellenz des Staats. angenommen Die ver späten Stunde Ueberarbeit leisten. Dom ats gesprochen hat, auftimmen fann, namentlich insoweit diese die Ueberschuß der Postverwaltung für 1894/95 181/ s Millionen. J Ersatz für den bisherigen 2 andtags.Abgeordneten foziale Lage der ihr anvertrauten Beamten nach Möglichkeit Stäme die Regierung den Wünschen nach weiteren Er- Hugo Hermes sind im 4. Berliner Wahlbezirk die Urwähler an ver beffert. Es ist eine höhere Pflicht des Reichstages, für eine mäßigungen nach würde sich dieser Ueberschuß voussichtlich die Urne berufen. Das arbeitende Bolt läßt bei dieser nach den beffere und menschenwürdigere Behandlung von tausenden und um 15 Millionen reduziren, es würde also, obgleich die Staats- Regeln des„ elendesten aller Wahlfyfteme" vor sich gehenden abertausenden von Postproletariern zu sorgen, als sich über hohe eisenbahnen sehr erhebliche Leistungen für die Postverwaltung Formalität die Geldsacksvertreter unter sich, mögen fie fich freis Einnahmen und die Ausdehnung der Verwaltung zu freuen. unentgeltlich besorgen, das Monopol der Reichspoft nur einen sinnig oder sonstwie nennen. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) verschwindenden Beitrag für das Reich liefern. Welche Unternehmer haben am Sonnabend ihre ArAbg. Schädler( 3.): Ich muß mich dem Borredner bündeten Regierungen sind nicht geneigt, beiter feiern laffen, ohne ihnen den für den Tag schuldigen anschließen in der Klage darüber, daß unserer Resolution wesentliche Rongeffionen zu machen, so lange Lohn zu zahlen? Die Agitationskommission des Deutschen über die Sonntag 3 ruhe nicht nachgegeben worden ist. So- ihnen nicht vom Hause andere Einnahmen zur Metallarbeiter- Verbandes hat ein hektographirtes wohl die Backetbestellung als auch der Schalterdienst sollte an Berfügung gestellt sind.( Bewegung.) Go lange wir Rundschreiben an die Arbeiter aller Werkstätten gesandt, in denen Sonntagen beschränkt werden. Einheitlich läßt sich aber diese noch mit einem Defizit rechnen, so lange in den Einzelstaaten Verbandsmitglieder arbeiten, um sich einen Bescheid auf obige Frage nicht regeln, sondern es muß auf die ordentlichen Ver- noch dringende Kulturaufgaben unbefriedigt bleiben, können wir Frage ertheilen zu lassen. Gine bestimmte Antwort auf diese hältnisse Rücksicht genommen und dabei auch die Sonntags- auf diesem Gebiete weitere Liberalität nicht üben. Die Frage Frage läßt sich zum theil erst am Ende der Woche geben, da heiligung berücksichtigt werden. Auch bezüglich der Urlaubsbe- des Beitungstarifs ist von uns eingehend geprüft, die Lösung der Sonnabend in den meisten Fabriken schon zur neuen willigungen sollten die Interessen der Unterbeamten etwas mehr derselben ist außerordentlich schwierig, die Fachpresse hat darüber Lohnwoche gerechnet wird. Bis zum Montag find Nachberücksichtigt werden, denn nicht blos der große Beamte, ganz entgegengesetzte Borschläge gemacht. Wir haben für jede richten aus 21 Fabriten eingetroffen; es steht bislang nur sondern auch der fleine bedarf einmal der Ausspannung. einzelne Zeitung das Exempel der Belastung für jetzt und für richten aus 21 Fabriken eingetroffen; es steht bislang nur von der Firma Beermann, Fabrik landwirthschaftlicher Bezüglich des Post assistenten- Verbandes geht die all die Zukunft gemacht und sind dabei auf große Widersprüche ge- Maschinen, am Schlesischen Thor, feft, daß der leyte Sonnabend, gemeine Auffassung des Reichstages dahin, daß die Saltung der ftoßen; große Blätter würden entlastet und kleine unbedeutende an dem die Arbeiter wider Willen feiern mußten, nicht beBostverwaltung diesem Berbande gegenüber von allen Parteien durch das Minimalabonnement ungerecht belastet. Wir haben zahlt wird. In der großen Schwarzkopff'schen instimmig verurtheilt wird. Bedauerlich ist, daß dem Wunsch vorläufig einen Ausweg gefunden durch die Jahresgebühr für maschinenfabrik, die durch ihre vielen Ueberstunden eine des Reichstages bezüglich der Bivilanwärter jede Wochenausgabe und die Berücksichtigung des Gewichts. gewisse Berühmtheit erlangt hat, mußten die Arbeiter am und ihrer Gleichstellung mit den Militär- Neue Einnahmen wollen wir dadurch nicht, sondern nur eine an anwärtern im Postdienst nicht nachgegeben gerechte Vertheilung der Zaften. In nicht zu ferner Zeit werden dieichsgründungstage wie an jedem anderen 2erktage bis zur worden ist. Die letzteren werden leichter zur Prüfung zu wir weitere Vorschläge machen können. Von anderer Seite geht uns die Meldung zu, daß die Albumgelaffen und gelangen eher zur Anstellung als die ersteren. Die Abg. v. Jazdzewski( Pole) weist darauf hin, daß an beBesprechung der Frage der Sonntagsruhe will ich dem so sehr fonderen katholischen Feiertagen andere Ressorts den Beamten fabrikanten Lüttmann u. Plonus, Prinzessinnenstr. 19, am Sonne abzogen, obgleich infolge der Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung auf die Abänderung des Posttazgesetzes in bezug auf die Boftverwaltung könnte das wohl auch thun. In den polnischen am Sonnabend 11/2 Stunden weniger als sonst gearbeitet wird. verdienten Spezialisten auf diesem Gebiete überlaffen, ich will nur gestatten, daß sie ihren religiösen Pflichten nachkommen; die abend feiern ließen und den Arbeiterinnen einen ganzen Tagelohn Beförderung der Zeitungen hinweisen. Die Frage Bezirten entstehen Schwierigkeiten daraus, daß wir so viele Be- Damit aber diese Zeit den Unternehmern nicht verloren gehe, ift ja innerhalb der Verwaltung schon in Erwägung amte haben, die der Landessprache nicht mächtig sind. Es wäre wird die Versäumniß an den übrigen Tagen der Woche nachgezogen worden. Es scheint, als wenn die Aenderung eine große wünschenswerth, wenn nach dieser Richtung hin dem polnisch geholt. Belastung des Zeitungsgewerbes zur Folge haben würde, denn redenden Publikum entgegenkommen würde. Redner beschwert es soll der Grundsatz aufgestellt werden, daß für jede Zeitung sich darüber, daß sich die Postbeamten in großer Zahl an Die Illumination am Reichsgründungsabend gestaltete bezahlt werden soll nach der Zahl der erscheinenden Nummern, den Verein zur Vertheidigung des Deutschthums angeschloffen fich zu einer wahrhaft großartigen Rundgebung sowohl sämmts nach dem Gewicht des Papiers u. f. w. Der alte Tarif entsprach haben. Dadurch wird das Vertrauen zu den Beamten licher amtlicher Gebäude als auch der Hoflieferanten und solcher den früheren Verhältnissen; die Abonnementspreise waren damals geschwächt. Jeder aus dem Staatssäckel bezahlte Beamte Geschäftsinhaber, die es werden möchten. 28ohlgefällig zählen ziemlich gleichmäßig; heute ist das nicht mehr der Fall; der follte sich solchen Bestrebungen, die sich gegen einen bestimmten die bürgerlichen Blätter die Firmen im einzelnen auf, die ihr Abonnementspreis ist jetzt vielfach sehr niedrig, weil viele Theil der Bevölferung richten, fernhalten. Geschäftsspesenkonto durch die Beleuchtungsreklame Zeitungen auf die Anzeigen den Hauptwerth legen. Unterstaatssekretär Dr. Fischer: Durch die Erklärung des 18. Januar mehr oder weniger erheblich belastet haben. Die Redner verweist auf die Petition des deutschen Buchdrucker- Reichs- Schatsekretärs find wohl die Vorwürfe erledigt, daß die Blätter entledigen sich damit zugleich der ebenso angenehmen für die Geschäfte, die sie verbandes, der über die Frage sachliches Material beibringe. Poftverwaltung es habe im Entgegenkommen bezüglich der Tarif- wie nüßlichen Pflicht, Redner spricht die Hoffnung aus, daß auf diesem Gebiet dem frage fehlen lassen; in diesem Punkte ist die Postverwaltung von ständige und in betracht kommende Inferenten zu besitzen Herrn Staatssekretär eine baldige Reform, die allseitig befriedige, anderen Instanzen abhängig. Ich beschränke mich auf die übrigen die Ehre haben, eine ganz besonders ins Auge fallende Reflame gelingen werde. vorgebrachten Gegenstände. Bezüglich der Sonntagsfrage werden zu machen. Sie den Eindruck gewonnen haben, daß, wenn die Resolution Was die bürgerliche Bresse von der Begeisterung desjenigen wegen der Sonntags- Packetbestellung dem Bundesrath unannehm Theils der Bevölkerung zu berichten weiß, der weder inferirt bar erschienen ist, ein solcher Befchluß nicht ohne genügende Gründe noch ein Interesse daran hat, den Hoflieferantentitel zu ergattern, gefaßt ist. Die örtlichen Verhältnisse sind sehr verschieden je das ist allerdings nicht weit her. Es flingt in diesem Punkte nach der Ankunft der Züge. Eine generelle Regelung ist nicht eine Art wehmüthiger Elegie durch die Festberichte der Zeitungen. möglich. Aber wir haben praktisch eine größere Einschränkung Der Börsentourier" ist ehrlich genug, einzugestehen, daß die der Sonntagsarbeit herbeigeführt und damit eine größere Illumination sich auf einige öffentliche Gebäude und unsere großen Sonntagsruhe für die Beamten. Der Schalterdienst am Sonntag- Geschäftshäuser beschränkte und daß im allgemeinen die private nachmittag ist zum theil beschränkt, bei zwei Postanstalten ganz Betheiligung gering war. Andere Blätter geben diese fatale Thataufgehoben worden; der Begleitpostdienst ist beschränkt u. f. w. fache ebenfalls mehr oder weniger verschleiert zu. In der LeipzigerEs sind erhebliche Fortschritte gemacht und der Hinweis auf die Straße und Unter den Linden drängten sich selbstverständlich viele Berhältnisse eines einzelnen Poftamtes beweist nichts. Es ist durch- Schaulustige, doch wollen boshafte Menschen den Eindruck ge geführt, daß die Postbeamten mindestens jeden dritten Sonntag wonnen haben, daß stellenweise mehr die Schußmannschaft als Abg. Werner( deutsch- soziale Reformpartei) bemängelt, daß frei haben. Bezüglich des Antrages Lingens tann ich mittheilen, das Publikum dem Straßenbild das Festgepräge gab. Die Vors die Poftverwaltung den Reichstagsbefchlüssen nicht entgegen- daß die Landbriefbestellung in katholischen Gegenden am Frohn- städte unterschieden sich, abgerechnet einige ganz vereinzelte Lichter, gekommen sei beim Zeitungstarif, bei den Fernsprechgebühren, die leichnamstage ruht. Auch für Allerheiligen wird sich in die hier und da ein Beamter anzustecken nicht unterlassen durfte, namentlich in fleineren Städten erheblich ermäßigt werden müßten. fatholischen Gegenden der Dienst so gestaltet haben, daß die in nichts von dem Gepräge, das ihnen jeder andere Werteltag Die steigenden Einnahmen der Boftverwaltung beweisen, daß die katholischen Beamten vom Dienste dispensirt werden tönnen. giebt. Dort wohnt das arbeitende Bolt und dieses weiß eine Ermäßigung möglich ist. Auf die Erfindung eines Ferngespräch- Im übrigen kann die Postverwaltung nicht in die Befugnisse andere Geschichte von der 25jährigen Reichsherrlichkeit zu erzählen, zählers braucht man nicht zu warten. Es scheint in der Post- der Landesbehörden eingreifen. als sie aus offiziellen Reden zu entnehmen ist. verwaltung eine gewisse Zukunftspolitik zu herrschen, der Mann Die Herren Singer und Werner haben lebhafte Beschwerde der Zukunft scheint dem Herrn Staatssekretär teine Neuerungen erhoben über himmelschreiende Mißstände, die mehr durch die Wie die feftefeiernden Hurrahpatrioten an Besiz und mehr zu gönnen; er scheint fie erst selber durchführen zu wollen. laute Stimme als durch Gründe unterstützt wurden. Herr Singer Bildung der hungernden Invaliden gedenken, die Die Sonntagsruhe für die Beamten ist noch nicht genügend hat eine längst beseitigte Dienstanweisung über die Urlaubs- 1870/71 ihr Blut für das Reich der Reichen lassen mußten, durchgeführt; daß jeder dritte Sonntag frei sein soll, ist noch ertheilung angeführt. Die Postverwaltung ist die einzige, welche darüber haben wir uns in der nunmehr jawohl glücklich ver nicht überall eingeführt. E3 find manche manche Post den Erholungsurlaub für ihre Beamten eingeführt hat. flossenen Jubelzeit mehrfach, gulegt noch am Reichsgründungstage, aff fiftenten noch gar nicht in die Sonntags- Aber so weit fönnen wir nicht gehen, daß wir jedem Beamten, mit aller entsprechenden Schärfe ausgelassen. Unsere Anschauung, ruhe eingeschlossen worden. Der Ober- Post- der Luft hat, einen Urlaub von sechs Wochen zu gewähren. daß der ganze Aufwand, der von den Reichen entfaltet wurde, direktor in Kiel ließ Sonntags Briefe zählen und nach Darauf bezog sich die Verfügung. In Berlin find 3000 an- faum etwas anderes bedeutete, als eine wohlberechnete, sich unter wiegen, weil der Bostaffiftenten Verband seinen Bezirtstag an gestellte Unterbeamte; davon haben 86 pet. Erholungsurlaub der Maske des Patriotismus verbergende Reklame für das eigene diesem Sonntage hatte. Die Unterbeamten bekommen feinen Ur erhalten. Das Bedürfniß nach Urlaub ist verschieden nach den werthe Geschäft, und daß es einem Hurrahpatrioten nicht im laub außer in bringenden Fällen. Bei der Vertheilung der Gra- verschiedenen Klassen der Beamten und je nachdem sie in der Traum einfällt, im Stillen etwa einem armen Veteranen im tifitationen follte etwas mehr Gerechtigkeit und nicht blos das Stadt oder auf dem Lande thätig sind. Die Ertheilung des Glend wohlguthun, diese unsere Anschauung wird recht interessant Wohlwollen der Vorgesetzten entscheidend sein. Aus Kiel wird Urlaubs wird im liberalsten Sinne durchgeführt. Bezüglich der in einer Einsendung bestätigt, die der Staatsbürger Zeitung" berichtet, daß unverheirathete Beamten mehr erhielten als ver- Burüdhaltung der Kaution ist daran zu erinnern, daß die Post- vom Verband deutscher Kriegsveteranen" zugeht. Der Bers heirathete; einem Beamten, der wegen Krankheit um eine Gratifi- verwaltung ihrerseits die Raution herabgesetzt hat. Wir haben band flagt: fation bat, wurde sie abgeschlagen, weil er fich nicht im Poft die Kautionen in das Staatsschuldbuch eintragen lassen Von den alten Veteranen, welche vor 25 Jahren Gut, verein fehen ließe. Sinter jeder Lokomotive soll ein als eine große Maffe. Aus dieser Maffe müssen die Rautionen Blut und Gesundheit freudig geopfert haben, leben heute noch Schuhwagen fahren; fahren; auf der Linie Kaffel Frankfurt ausgeschieden werden, und das ist keine einfache Sache. Alles tausende in den allertraurigsten Verhältnissen fährt aber stets der Postwagen hinter der Lokomotive. was an Baarbeträgen vorhanden war, ist sofort zurückgezahlt. und haben oft taum ein Stüd trodenes Brot, Die Postverwaltung sollte im Intereffe ihrer Beamten dagegen Bezüglich der Heranziehung der Soldaten während der Weih- um das Leben au fristen. Da hier leider die Staatshilfe einschreiten, da die verunglückten Postbeamten nur nachtszeit ist zu bemerken, daß 3000 Hilfsarbeiter angenommen versagt, so haben sich jetzt die Veteranen ganz Deutschlands zu fehr geringe Pensionen erhalten. Die Maßregelungen werden; 3/4 davon sind Bivilpersonen. Damit erledigt sich auch einem Berband deutscher Kriegsveteranen" zusammengethan find schon berührt worden; ein gutes Verhältniß tann daraus wohl der Vorwurf, daß Protektion dabei vorkommt. Ein paar und find zur find zur Selbsthilfe geschritten, um unglüc Dieser nicht entstehen, wenn die Poftverwaltung ihre eigenen Bcamten Assistenten haben sich herausgenommen, ein Telegramm zu unter- liche, hilfsbedürftige Kameraden zu unterstützen. polizeilich überwachen läßt. Serr v. Stephan mag das Beste zeichnen: Die Torgauer Festungsgefangenen. Sie sind deshalb Verband wandte sich an die De fentlichteit, indem wollen, aber er ist als alter Mann nicht mehr im ftande überall zurechtgewiesen worden, aber sie sind sonst aus dem Verfahren er au einer am 20. d. Mts. stattfindenden Jubelfeier in den durchzugreifen. mit ganzem Hals und heilen Knochen hervorgegangen. Konkordiasälen an ca. 500 unserer größten Firmen Dem letzten Herrn Redner der polnischen Fraktion kann ich nur der Finanz- und Industriewelt Einladungsschreiben bemerken, daß seine Wünsche durch die Dienstanweisung längst mit je 10 Billeten à 50 Pf. fandte. Leider ist der Erfolg erfüllt sind. Ob Postbeamten dem Verein zur Bertheidigung des dieses Schrittes ein sehr dürftiger gewefen.( Hier war Deutschthums beigetreten find, ist nicht bekannt. Wir können wohl feine Gelegenheit geboten, sich öffentlich als Wohlthäter den Beamten nicht generell den Zutritt zu einem Verein allgemein nennen zu hören? D. Red. d.„ Staatsb.- 3tg.") Die Billete verbieten. Wir würden damit eingreifen in ein politisches Recht wurden mit einigen nichtssagenden Redens der Beamten. Die Beamten müssen Zurückhaltung üben gegen- arten zurückgeschickt, trotzdem in der Einladung betont über einem Verein, der Parteizwecken dient. Dem Taft des worden war: Bur Unterstüßung hilfsbedürftiger Veteranen." Beamten müssen wir es überlassen, wie weit er sich diesem Verein Abg. Lingens( 3.): In bezug auf die Sonntagsruhe hat der Reichstag seine Entschließungen schon mehrfach festgelegt, aber fie find von den verbündeten Regierungen noch nicht durchgeführt worden; der Grund wird daraus entnommen, daß die Resolution verbunden war mit einer Einschränkung des Eisenbahnverkehrs am Sonntag. Aber dieser Grund ist ebensowenig zutreffend wie die anderen Gründe, daß der kleine Mann und die Soldaten durch die Schließung der Post am Sonntag gefchädigt werden, weil die kapitalfräftigen von den Gilsendungen Gebrauch machen würden. Einer eingehenden Erörterung ist die Frage nicht mehr bedürftig. Ich hoffe, daß die Boftverwaltung, nachdem sie 25 Jahre im Reiche ihres Amtes gewaltet hat, auch in den nächsten 25 Jahren eifrig fortschreiten wird. 0 " Wenn man ehrlich sein will, so muß man sagen, daß die neue Reichsherrlichkeit solche Prozentpatrioten verdient, wie sie hier zum Vorschein kommen. Wo werden diese Hurrahprohen, diefelben, die 1870 beide Hände auf den Beutel hielten, als die Kriegsanleihe aufgenommen werden sollte, wohl sein, wenn ihr Vaterland wieder einmal ernsthaft in Gefahr gerathen sollte? Warum illuminiren die patriotischen Geschäftsinhaber? Abg. v. Stumm( Rp.): Die Poftverwaltung hat den Be schlüssen des Reichstages nicht immer nachgegeben. Man sollte nicht vergessen, daß der Bundesrath ein gleichberechtigter Faftor ist. Es ist leicht, Resolutionen vorzuschlagen, aber es ist nicht richtig, wenn man die Verwaltung zu Ausgaben drängt, ohne ihr die Einnahmen zu bewilligen. Ist denn der Ueberschuß der Reichs- Boftverwaltung ein wirklicher Ueberschuß? Wergeffen Sie doch nicht, daß den deutschen Eisenbahnen unentgelt liche Leistungen obliegen, die auf etwa 25 Millionen Mark berechnet sind. Eine Prüfung würde auch ergeben, daß sämmt- gegenüber aurückzuhalten hat. liche Beitungen von der Postverwaltung unter dem Selbst- Abg. Site( 3.) tritt für den Antrag Lingen's ein und weist toftenpreise gefahren werden. Daß das Einschreiten darauf hin, daß selbst in großen Städten wie Münster die der Verwaltung gegen den Assistentenverein Sonntagsruhe für die Postbeamten noch nicht durchgeführt vom Hause einstimmig verurtheilt sei, ist nicht richtig. ist. Der Sonntagsverkehr der Post steht doch im ZusammenIch bin der Postverwaltung immer dankbar gewesen für die Für hange mit der Sonntagsruhe in Handel und Gewerbe. Ein forge, die sie ihren Beamten zu theil werden läßt. Daß auch Nachmittagsdienst am Sonntage ist danach gar nicht mehr Denjenigen, die trotz allem noch an die Ehrlichkeit der deutschen einmal ein Tabel ausgesprochen wird, mag richtig sein, aber bei erforderlich. Eine Abnahme der Packetbeförderung am Sonntage Denjenigen, die trotz allem noch an die Ehrlichkeit der deutschen ber mangelnden Befehung des Hauses kann man daraus, daß ist noch nicht zu bemerken. Der Grund, daß die Räume nicht Bourgeoisie glauben, möge das folgende Geschäftszirkular die tein Widerspruch erfolgt, nicht schließen, daß das Haus ausreichen, um die Packete während des Sonntags aufzu- Augen öffnen, das der Hoflieferant Seese in der Leipzigerstraße bamit einverstanden war. Was den Antrag Lingens bewahren, tann doch nicht zutreffen; denn es sind doch die allen hiesigen Beitungen zugesandt hat, deren Geschäftsprinzip es betrifft, der inzwischen eingebracht ist, und dahin geht, daß auch Räume ausreichend zur Aufnahme des sehr großen Weihnachts- ift, die göttliche Weltordnung gegen deren vaterlandslose Feinde ift diese Frage Sache der Einzelregierungen; daß die Poft- eintreten, wenn am Sonntage teine Packete angenommen werden. verwaltung sich den Anordnungen dieser Instanzen nicht fügen Bezüglich der besonderen katholischen Feiertage tommt es vor, sollte, kann man wohl nicht annehmen. baß selbst in gang katholischen Gemeinden die Poft sich nicht an Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Kollegialität ge- bie fatholischen Feiertage fehrt. bietet mir, den heftigen Angriffen, welche der Staatssekretär des Darauf wird die weitere Berathung vertagt. Reichs- Poftamts ausgefeßt ist, entgegenzutreten. Es handelt sich Persönlich bemerkt Abg. 23 er ner, daß der Unterstaatsum drei Forderungen: Ermäßigung der Telephongebühren, fekretär Fischer feine Stimme als laut bezeichnet habe; er werde Reform des Poft- Beitungstarifs und Erhöhung des Gewichts zum Gefallen des Herrn Unterstaatssekretärs seine Stimme nicht für einfache gewöhnliche Briefe von 15 auf 20 Gramm. Nach ändern. Frohnleichnam und Allerheiligen als Feiertage gelten sollen, so verkehrs. Die besondere Belastung des Montags kann auch nicht zu vertheidigen: An die löbliche Redaktion des... Mittheilungen des Staatssekretärs des Reichs= Postamts Schluß nach 5% Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. würde die Durchführung dieser Maßregeln einen Ein-( Fortsetzung der Berathung des Post etats.) nahme Ausfall Don 15 Millionen Mark herbeiführen. Die Poftverwaltung ist der Ansicht und sie stüßt sich dabei auf Erfahrungen daß solche Ermäßigung feineswegs immer Tokales. eine erhöhte Einnahme durch die Steigerung des Verkehrs ergiebt. Aus der geftrigen Gemeinderaths- Wahl in Adlershof Die Postverwaltung an fich würde durchaus zum EntgegenTommen geneigt sein, aber sie ist als eine Reichsmonopol Ber- ist unser Kandidat Schmädicke als Sieger hervorgegangen. Es wurden 149 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Schmä waltung auch unbedingt an die Interessen der Finanzverwaltung dice 78 Stimmen, auf den konservativen Kandidaten 40, auf den gebunden. Bei Betrachtung der Ueberschüsse müssen Sie von bem sogenannten Reinertrag noch die Ausgaben für Bauten und Liberalen 30 Stimmen, eine Stimme war ungiltig. die Zinsen des Theils der Anleiheschuld, der auf der Post- Eine Parlamentswahl, von der die große Maffe der Beverwaltung ruht, abziehen. Danach beträgt der wirkliche völkerung keine Ahnung hat, findet heute, Dienstag, statt. Bum In Ihren Illuminationsbericht am morgenden Sonntag bitte Sie, mit bezug auf unsere geschäftliche Verbindung, endstehende Zeilen gefl. mit einzurücken. Hochachtend J. A. Heese. ..... In der Leipzigerstraße glänzte die Fassade des Geschäftshauses J. A. Heese im schönsten elektrischen Licht. Der Reichsadler, in mächtiger Dimension, von ca. 1200 elektrischen bunten Lampen hergestellt u. s. w. auch" so ziemlich sämmtliche bürgerliche Blätter, von den fort Mit bezug auf unsere geschäftliche Verbindung" haben denn schrittlichen bis zum Volt"," Reichsboten" und Kreuz- Zeitung" diese patriotische Reklamenotiz ihren Stimmungsbildern" von der hohen Festesfreude einverleibt. Und man kann Gift darauf nehmen, daß die Firma Heese nur geübt hat, was überhaupt bei ihresgleichen" als Geschäftspraxis gilt, In welchen Mengen trotz aller Kontrolle gesundheitsgefährliches Fleisch nach Berlin gelangt, ergiebt sich aus dem Bericht der städtischen Fleischschau. Auf den Bahnhöfen und in Vorrathsräumen von Schlächtern werden gelegentlich von Revisionen fort und fort große Posten von Rind- und Kalbfleisch ermittelt, dessen Genuß auch im verarbeiteten Zustande bie menschliche Gesundheit zu schädigen geeignet ift. Dieses an hochzuziehen. Diesen Augenblick benutte der Attentäter, burch die Thür schafter ihr den Betrag von 25 000. gut geschrieben habe und gefalzene Fleisch ist dazu bestimmt, zur Wurstfabrikation ver- zu entwischen. Bormann, aus deffen Wunde das Blut fortgesetzt zur Disposition halte. Es hat sich später herausgestellt, daß ein wendet zu werden. Das Ausschnitt- Kalbfleisch rührte zumeist herunterlief, folgte, laut um Hilfe rufend, dem Fliehenden auf Theil der Gesellschafter überhaupt zahlungsunfähig, die von ihnen von zu jungen und dürftig entwickelten Kälbern her. die Straße und nahm ihn mit Unterstützung von aus der Nachbar- gegebenen Wechsel werthlos waren. Die Auflagebehörde steht nun Viel gefährlicher ist das Ausschnittfleisch von Rindern. fchaft herbeigeeilten Personen fest. Inzwischen waren auch auf dem Standpuntt, daß die in§ 7 des Gesetzes vorgesehene„ GinDieses wird zum theil aus Dänemark, meist aber aus Polizeibeamte herbeigekommen und der Attentäter wurde nun zahlung" eine, Baarzahlung" sein müsse und in diesem Falle eine dem Mecklenburg und Schleswig- Holstein hierher gefandt und rührt nach der Wache des fünften Reviers gebracht. Der Verletzte Gesetze entsprechende Dispositionsstellung der Einzahlungen nicht vielfach von abgezehrten, tuberkulösen Rindern her. Bebentt erhielt dort einen Nothverband und gelangte dann, nachdem erfolgt fei. Die Anweisung der Gesellschafter an die Spar- und man, daß nur gelegentlich vereinzelte Sendungen durch die städti- er den Thatbestand angegeben hatte, mit einer Droschke Depofitenbank auf Gutschrift der Beträge habe lediglich rechtschen Kontrollbeamten ermittelt werden, daß also eine bedeutende nach Berlin, wo er um 6 Uhr morgens in seiner Wohnung liche Verpflichtungen zwischen diesen Kontrahenten begründet, Menge derartigen Fleisches in die hiesigen Wurstfabriken und so antam. Der Thäter hat auf der Revierwache weder über während die Angeschuldigten dadurch keine Rechte gegen die zum Verzehr gelangt, daß aber der Bökelungs- und Räucherungs- seine Person noch über den Beweggrund zu seinem Verbrechen Bant erhielten und in feiner Weise eine freie Verfügung über prozeß nach den Versuchen von Forste, Serafini und Ungaro Auskunft gegeben. Er legte eine große Frechheit an den Tag diese Beträge hatten. Der Staatsanwalt beantragte daher gegen nicht geeignet ist, die Tuberkelbazillen zu vernichten, so wird, wie und erklärte dem Revierlieutenant, bie ganze Sache gehe ihn gar Richard Schuster und Schula je 1000 m. Geld. der Bericht hervorhebt, der dringende Wunsch rege, daß die nichts an. Bei der Kriminalpolizei, wohin er später gebracht strafe. Hechtsanwalt Dr. Gotthelf führte dagegen, ge andere Kommentatoren, aus: es Einfuhr von Ausschnittfleisch verboten und daß wurde, nannte er sich Baron von Bolzano Edler von Kronstedt. ftüßt auf Effer und nur solches Fleisch zur Verarbeitung zugelassen werde, welches Er hatte aber auch Bisitenkarten bei sich, die auf einen anderen fei nicht erforderlich, daß die betr. Einzahlungen baar in den Untersuchungsstationen zur menschlichen Nahrung geeignet Namen lauten, und es ist festgestellt, daß er Rödling heißt. Wo in die Rasse der zu gründenden Gesellschaft gezahlt werden, das befunden worden ist. er wohnt, ist noch nicht bekannt. Auch vor der Kriminalpolizei Gefeß verlange vielmehr nur, daß sich dieselben in der freien Verfügung der Geschäftsführer befinden, diese also jeden Augenhat er sich über seine Handlung nicht ausgelaffen. blick in der Lage seien, bei Bedarf über die betreffenden Geldmittel zu verfügen, ohne dieserhalb von dem guten Willen oder der Bahlungsfähigkeit der Zeichner abhängig zu sein. Im Aktiengesetz stehe bei der entsprechenden Bestimmung ausdrücklich, unter Einzahlung" zu verstehen, nämlich baares Geld oder als folches geltende Werthpapiere. Wer fällt unter den Gnadenerlak? Nur derjenige, der am 17. Januar 1896 bereits rechtsträftig verurtheilt war, also nicht diejenigen, die ant oder vor dem 17. Januar verurtheilt waren und Berufung oder Revision eingelegt haben, ohne daß bis einschließlich am 17. Januar über das Rechtsmittel rechtskräftig erkannt war. Dies den mancherlei Fragestellern zur Antwort. Zum Kampf für Ordnung, Religion und Sitte. Die Konzefftonen, welche das Polizeipräsidium alljährlich an die Zeitungs- resp. Druckschriftenhändler verabfolgt, enthalten im Gegensatz zu denen früherer Jahre folgende neue Bestimmung: Juhaber wird darauf hingewiesen, daß das Feilbieten von Druckschriften, anderen Schriften und Bildwerken, welche in fittlicher oder religiöser Beziehung Aergerniß zu geben geeignet find, nach§ 148 ad 5 der Gewerbe- Ordnung strafbar ist." " Durch Sturz aus dem Fenster tödtete sich am Sonntag Morgen der 32 jährige Maler Ernst Bieber aus der Kazbach straße 2. Der Mann, der schon längere Zeit geistig nicht gesund war, betam am Sonntag wider einen Anfall und sprang aus dem Küchenfenfter seiner im dritten Stock des Seitenflügels be= legenen Wohnung auf den Hof hinab. Er zog sich so schwere bei äußere und innere Verlegungen zu, daß er bald starb. Auf schauerliche Weise versuchte fich in der Nacht zum Sonntag der 60jährige frühere Handlungsgehilfe Richard FrankLindte aus der Stegligerstraße 71 au tödten. Der geistesschwache Mann steckte mit einer Lampe seine Kleider an, um sich gut verbrennen. Er verletzte sich auch so schwer, daß er im Kranten hause, wohin man ihn sofort brachte, gestorben ist. was Da dem Gesetz über die Gesellschaften mit be= schränkter Haftung solche Bestimmung fehle, müsse angenommen werden, daß hier der Einzahlungsmodus erleichtert werden sollte. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und sprach die beiden letzten Angeklagten frei. Dem Angeklagten Dstar Schuster wurde zum Vorwurf gemacht, daß er einen engagementsluftigen Braumeister durch falsche Angaben über die angeblich soliden Verhältnisse der Nordstern- Brauerei" bewogen habe, einen Antheilschein in Höhe von 5000 M. zu er in diesem Falle die Verschwunden ist inmitten des Festtrubels am Sonnabend Die Inhaber dieser Konzessionen wollen beim Polizeipräsidium der zwölfjährige Sohn Richard der Pförtner Jhlo'schen Eheleute werben. Diese Beschuldigung wurde durch die Beweisaufnahme dahin vorstellig werden, daß der Zusaß eine präzisere, gemein- aus der Leipzigerstraße 23. Der Knabe verließ um 8½½ Uhr 81/2 verständlichere Fassung erhalte. morgens die elterliche Wohnung, um der Schulfeierlichkeit beizus wohnen. Seitdem fehlt er. Der Schriffteller Dominik ist am 16. Januar hier gestorben. Er war 1844 in Brandenburg a. H. geboren. Bekannt ist er als Begründer der Zeitschriften Illustrirte Zeitung" und Zur guten Stunde". Von seinen Büchern seien erwähnt Rund um Berlin" und" Der neue Kurs". Freisprechung. Wegen fahrläffiger Tödtung wurde gestern der Rutscher Wilhelm Herrmuth von der ersten Straftammer des LandDie beiden Baske'schen Kinder, die bei dem Giftmord- gerichts I zu einer Gefängnißstraße von drei Monaten verurtheilt. versuche mit dem Leben davonkamen, befinden sich noch immer Der Angeklagte war am Nachmittage des 30. September vorigen im Krankenhause. Beide leiden noch häufig an Fieberanfällen, Jahres so unvorsichtig mit einem beladenen Wagen von einem die wahrscheinlich auf den Genuß der Karbolsäure zurückspielendes Kind unter die Räder gerieth und infolge der ere gerichteten Petition um Neupflasterung der Friedrichsfelderstraße halten der Kinder, der auch den Aerzten und Pflegerinnen auf tittenen Berlegungen bald verstarb. Angenehme Gegend. In einer an die Stadtverwaltung zuführen sind. Ganz merkwürdig ist der Unterschied in dem Ber- Rohlenplatz in der Wienerstraße gefahren, daß ein auf der Straße fchreiben die Betenten: Unser jeßiges Straßenpflaster ist so fällt. Während der Knabe Eduard sehr rege und heiter ift, zeigt schlecht, daß alle Fensterscheiben flappern und viele entzwei- die kleine Hedwig ein auffallend ernstes Wesen. Sie spielt nicht springen, wenn bei uns ein Frachtwagen vorüberfährt, und die mit anderen Kindern, nur hin und wieder für sich allein, und ist Erschütterung der Häuser ist so groß, daß Kinderwiegen davon nur dann etwas vergnügter, wenn ihr Bruder zu ihr kommt. ins Schaukeln gerathen, wie die Mütter der darin schlummernden Das Mädchen ist auch sehr wenig mittheilsam und giebt nur Säuglinge versichern." selten Antwort auf irgend welche Fragen. Frau Dr. Frih Friedmann hat dem Kl. Journal" zufolge vor ihrer Abreise nach Hamburg ihre Kinder nicht bei einer Gemüfefrau untergebracht, sondern einen ihr von ihrem Direktor in Hamburg bewilligten Borschuß von 1500 M. vor allem darauf verwandt, ihren Kindern eine gute Verpflegung während ihrer Abwesenheit zu sichern. Gegen Rechtsanwalt Friedmann hat übrigens auch die Staatsanwaltschaft in Halberstadt einen Stectbrief wegen Bestechung erlassen. er Die Frage, wie weit die Befugnisse eines Gerichts. vollziehers gehen, beschäftigte gestern das Schöffengericht. Gegen den Kaufmann G. hatte der Gerichtsvollzieher U. eine Pfändung vorzunehmen. Er traf den Schuldner in seinem Geschäftslokale. Als dem Beamten vorgehalten wurde, daß die im Lokale befindlichen Gegenstände der Doppel- Firma G. u. B. geJu Krankenhäusern sind am 17. und 18. d. M. der Kellner hörten, in der Pfändungsfache aber nur der eine Inhaber G. Heinrich Arnecke aus der Körnerstr. 15 und das Fräulein Hedwig der Schuldner sei, erklärte der Gerichtsvollzieher, daß er dann Kuczynsti aus der Hohenzollernftr. 8 gestorben. Arnecke hatte allerdings von einer Pfändung der Sachen Abstand nehmen seine Braut in dem Hause Potsdamerstr. 80 zu erschießen ver- müsse, dagegen wolle er aber die Taschen des Schuldners fucht, sich dann selbst einen Schuß beigebracht und sich noch auf- nach durchsuchen. etwaigen Werthgegenständen AIS nahm gehängt. Hedwig Rusczynsti, die aus einer Bantierfamilie zu diesem Zwecke auf den Schuldner antrat, eine drohende Haltung, hielt dem ftammt, war von der Lüzowbrücke in das Wasser gesprungen biefer Beamten und gerettet worden. Auf dem Wege nach einem Krankenhause abwehrend die Hände entgegen und erwiderte, daß er sich einer machte die schon seit einiger Zeit nicht für geistig gesund geltende folchen Durchsuchung widersehen würde. Der GerichtsvollDame wiederholte Versuche, sich mit den Händen zu erwürgen. Infolge des kalten Wasserbades trat eine Lungenentzündung ein, sicher zog es vor, fich unverrichteter Sache zu entfernen. G. erhielt eine Anklage wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Da er im Termine den Sachverhalt unumwunden zugab, so be= antragte der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 30 M. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, plädirte auf Freisprechung, weil der Gerichtsvollzieher sich nicht berechtigter Ausübung feines Amtes befunden habe. Die Taschen seien nicht als Behältnisse anzusehen, welche Gerichtsvollzieher ohne weiteres zu durchsuchen das besize, sondern diese Art der Pfändung fennzeichne sich immerhin als ein Gewaltakt, den der Beamte nur auf besonderen richterlichen Befehl oder unter Hinzuziehung von Zeugen vornehmen dürfe. Der Gerichtshof ließ diese Frage dahingestellt bleiben und erkannte schon deshalb auf Freisprechung, weil in abwehrenden Verhalten des Angeklagten ein Widerstand 4 nicht gefunden werden könne. die tödtlich verlief. Witterungsübersicht vom 20. Januar 1896. Verhaftet wurden die Direktoren der Bank für Hypotheken- und Grundstücksverkehr, Kaufmann R. Härting und Kaufmann L. Müller. Die Geschäftsbücher und Stripturen der Bank sind durch die Staatsanwaltschaft mit Befchlag belegt worden. Die genannte Bant, deren Geschäftslotal fich Chauffeestraße 2 befindet, ist eine eingetragene Genossenschaft sit beschränkter Haftpflicht. Sie befaßt sich mit dem Grundstücksund Hypothekenverkehr und gab eigene Hypotheken- Pfandbriefe aus, welche jedoch an der Börse nicht notirt wurden. Ihre Stationen. Kupons hat die Bant, wie das Bureau derselben gegenüber anderweitigen Gerüchten versichert, bisher stets eingelöst. Es werden jedoch anderweitige Bahlungsschwierigkeiten zugegeben; auch der Antrag auf Verhängung des Konfurfes ift von intereffirter Seite gestellt, jedoch zurück Swinemünde. gezogen worden. Es haben, wie es scheint, erhebliche Hamburg interne Unregelmäßigkeiten im Geschäftsbetriebe gespielt, denn Berlin der mit den beiden oben genannten Herren im Vorstande fißende Rechtsanwalt A. Wolf hat bei der Staatsanwaltschaft die Ein- München leitung der Untersuchung gegen die Mitdirektoren beantragt. Wien.. Die Folge diefer Strafanzeige war die am Sonnabend erfolgte Haparanda Verhaftung der Herren Härting und Müller. Es ist Grund zu Petersburg der Annahme vorhanden, daß die den beiden Herren anvertrauten Cork Rautionen nicht unversehrt seien. Am Geschäftslokal der Bank Aberdeen. prangte gestern ein Plakat: egen patriotischen Paris.. Festes geschloffen!" " Militärisches. Die Bolts- Beitung" schreibt: Bu sechs Wochen Festungshaft wurde am Sonnabend ein Soldat des 2. Garde- Dragoner- Regiments wegen Ungehorsams verurtheilt und noch am selben Tage nach Spandau transportirt. Der Soldat hatte sich geweigert, einen Unrathkasten fortzutragen. Infolge des Gnaden- Erlaffes sind im ganzen 40 Soldaten aus den Militär- Arresthaus in der Lindenstraße am Sonnabend entlaffen worden. " BarometerMSM stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 203||| 22( Stala 1-12) 778 774 Still 773 8 Wiesbaden. 772 NO 772 S 774 Still 755 Still 778 DSD 773 772 SSM NND Better Nebel Regen bedeckt bedeckt Nebel bedeckt wolfenlos halb bedeckt wolfig bedeckt Temperatur ( 50.= 4° R.) nah Celfus ܕܠܕܠܕ I1 4 Wetter Prognose für Dienstag, 21. Januar 1896. Etwas tälteres, theils heiteres, theils nebeliges Wetter mit schwachen nordwestlichen Winden ohne wesentliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Bettung. der Recht dem Partei- Nachrichten. in den Ans New- York wird uns geschrieben: Vom 28. Dezember bis 2. Januar tagte hier die siebente Jahrestonvention jüdischer Sozialisten, auf welcher 20 Sektionen der sozialistischen Arbeiterpartei und 16 sonstige, von sozialistischem Geifte getragene Organisationen vertreten waren. Es wurden seinerzeit selbst von jüdischen Sozialisten, die in der europäischen Bewegung ihre Schule durchgemacht haben, Bedenken gegen eine separate Bewegung der jüdischen Arbeiter geltend gemacht, die ihnen gleichbedeutend schien mit einer gewaltsamen Aufrechterhaltung der Raffenvorurtheile. Es hat sich aber ergeben, daß diese Befürchtung grundlos war. Zum Verständniß der Situation ist wohl Vor kurzem wurde durch eine Zeitungsnachricht gemeldet, ein Auszug aus der Ansprache des Genossen Alex. Jonas das Kammergericht habe erkannt, daß die Hausbesiger verpflichtet an die Konvention am Blaze. Gr verwies darauf, daß es vor seien, die Häuser von morgens 5 Uhr an offen zu halten. Diese ein paar Jahrzehnten eine Merkwürdigkeit gewesen wäre, wenn Die Findigkeit der Poft bewährt sich mitunter sehr schlecht. Nachricht hat sich, wie in einem hiesigen Grundbefizer- Verein jüdische Arbeiter des gesammten Landes eine Konvention eine noch dazu Am 18. d. M. wurde beim Postamt 36 in der Wienerstraße ein mitgetheilt wurde, als unbegründet herausgestellt; auf Anfrage und fozialistische abgehalten hätten. Brief aufgegeben, der die sehr deutliche Adresse An Herrn beim Kammergericht hat sich erwiesen, daß eine folche Entscheidung Heute gehöre folches zu den selbstverständlichen Ereignissen. Journalist G. hier Holzmarktstr. 68 b. Jllmann" trug. Der nicht existirt. Diese unbestreitbare hatfache beweise nicht allein Brief wanderte zunächst nach Ilmenau im Boftbezirk Erfurt und immer mehr tosmopolitisch sich geftaltenden Charakter unserer fam erst heute, Montag, Morgen, in die Hände des Adreffaten. 22, d. M. vor dem Reichsgericht in Leipzig anberaumte Termin werdenden Ginfluß, den die Einwanderung auf die Verhältnisse Von Dr. Friedmann. Die Nachricht, daß der auf den Bevölkerung, sondern auch, dem entsprechend, den immer stärker Ueber den Selbstmord eines Geistlichen wird berichtet: in der ehren gerichtlichen Berhandlung gegen den Rechtsanwalt des Landes ausübt, diese letzteren in einem Grade ummodelnd, Der Diatonus Konrad Kluckhuhn aus Görlitz hatte sich nach Berlin Dr. Friz Friedmann aufgehoben worden sei, bestätigt sich daß nach wenigen Jahrzehnten wohl kaum noch viel von dem begeben, um hier einen bedeutenden Arzt wegen eines schweren nicht. Thatfächlich ist eine Anzahl von Zeugen in der qu. An- ursprünglich amerikanischen Charakter des Landes übrig Leidens zu Rathe zu ziehen. Der unverheirathete Mann fcheint gelegenheit nach Leipzig vorgeladen worden. Uebrigens ist seiner- geblieben sein wird. Es sei eine irrige Anschauung, wenig Aussichten auf Genesung gehabt zu haben: er tödtete sich zeit auch die Zustellung der Vorladung an Dr. Friedmann er bie allerdings von vielen getheilt wird, daß die Affimilirungsim Thiergarten durch einen Revolverschuß ins Herz. Bei der folgt, so daß auch in dessen Abwesenheit verhandelt werden kann. fraft des Amerikanerthums groß genug sei, um alle fremden Sektion der Leiche fand man im linken inneren Gehörgang einen Von der Nordsternbrauerei. Der Bankier Dstar Elemente in sich aufzunehmen und deren intellektuelle und geSpurlos aufzusaugen. abgebrochenen Schieferstift. Da dieser, wie angenommen wird, Schuster, der Kaufmann Richard Schuster und der sellschaftliche Eigenthümlichkeiten schon zu Kindeszeiten in das Ohr gelangt ist, so erklärt der ob- Brauereidirektor Baul Schulz hatten sich gestern vor der achten dem oberflächlichen Beobachter scheine das so. Dem Tieferblickenduzirende Gerichtsarzt es für sehr wahrscheinlich, daß die geistige Straffammer des Landgerichts I zu verantworten, und zwar den aber werde es klar, daß manche Aeußerlichkeiten, wie die Umnachtung des Unglücklichen durch diesen Umstand allmälig lautete die Anklage gegen den erstgenannten auf Betrug, gegen Sprache und gewiffe Formen des öffentlichen und gesellschaftlichen herbeigeführt worden ist. die beiden anderen auf Vergehen gegen§ 80 des Gefeßes vom Lebens, die Nachwirkungen des eingewanderten Elements Um einen Raubmordverfuch scheint es sich bei einem 20. April 1892 betreffend die Gesellschaften mit beschränkter zwar verdecken, aber sie eben nur verdecken, feineswegs sie Vorgange zu handeln, der sich am Sonntag früh gegen 4 Uhr in Haftung. Am 6. November 1892 wurde hierfelbst die, Nord- ungeschehen machen. Diese Nachwirkungen beständen vielmehr der Gerbsch'schen Weinstube in der Kantstraße zu Charlottenburg fernbrauerei", Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ge- träftig fort und machten sich um so mehr geltend, als sie in der abgespielt hat. Hier verkehrte feit zwei Tagen ein feiner Gast, gründet und Oskar Schufter zum Vorsitzenden des Aufsichtsraths, zweiten und dritten Generation in dem Gewande landesüblicher der fich Baron von Bolzano nannte. Auch am Sonnabend Richard Schuster und Paul Schulz au Direktoren gewählt. Im Formen aufträten und so ihre propagandistische Kraft verstärkten. wurde Don ben beiden Direktoren Diese Ausführungen treffen aber besonders auf die jüdische Nachmittag etwa um 5 Uhr fand der Herr Baron fich ein, ließ November 1892 Bewegung 81. zur Ginwanderung Die separate sozialistische Gesellschaft fich die und die beften theuersten Weine Amtsgericht die hiesigen Speisen bei Das nun ist hervorgegangen aus einer abgesonderten ökono das Gesellschaftsregister angemeldet. vorsehen und machte eine Zeche von nahezu 100 m. Eintragung Aiz die späte Nacht hereinbrach, war er schließ Stammfapital der Gesellschaft sollte 100 000 m., gerlegt mischen Bewegung der jüdischen Arbeiter, deren Maffenlich mit dem Geschäftsführer der Weinstube, dem Gast in 20 Antheile à 5000 M. betragen. Die beiden angeklagten einwanderung die Schaffung ganz neuer Jndustriezweige( speziell der wirth Frik Bormann, der in Berlin in der Charlottenstraße 73 Direktoren haben nun bei der amtsgerichtlichen Anmeldung die Konfektions- Bekleidungsindustrie) veranlaßte. Die Drganisationen fein eigenes Geschäft besitzt, allein noch anwesend. Diesem Bersicherung abgegeben, daß von jedem Gesellschafter auf den jüdischer Arbeiter sozialistischer Gesinnung nehmen, dieselbe Stelle machte er gegen 81/2 Uhr morgens den Vorschlag, gemeinsam übernommenen Stammantheil 25 pet., zusammen also 25 000 m. ein, wie die der übrigen nichtenglischsprechenden Arbeiter. Eine noch nach Berlin su fahren, und dort an dem feftlichen Treiben als erste Einzahlung geleistet feien und sich dieser Betrag von der Inschriften, mit denen das Verfammlungslokal der Konvention " Wir sind keine Juden, sondern theilzunehmen. Seine Beche hatte er noch nicht berichtigt. 25 000 M. in der freien Verfügung der Geschäftsführer befinde. ausgestattet war, lautete: Bormann konnte einen so feinen Gaft mit seinem Anerbieten Die Anklage behauptete num, daß diese Angaben wissentlich jüdisch sprechende Proletarier." Den einzigen Miston auf nicht zurückweisen und schickte sich an, sein Lokal zu schließen. falsche gewesen seien, da die damals angemeldeten 20 Mit der Konvention bildete die Differenz mit der Verlags- Association, haben. Die welche die New Yorker Parteiblätter Arbeiterzeitung" und Während er durch einen Borhang hindurch die eiserne Roll- glieder teine Baar- Einzahlungen gemacht lade der Thür herunterließ, erhielt er plöglich hinterrücks Mitglieder hatten vielmehr lediglich an die hiesige Spar- und Abendblatt" herausgiebt und welche wie das übrigens auch einen Schuß in den Kopf. Einen Augenblick war Bormann be- Depofitenbank" Wechsel über je 1250. gegeben, mit der An- bei den Verlagsgesellschaften der lokalen deutschen Parteiblätter nommen, hatte aber dann soviel Geistesgegenwart und trotz weisung, diesen Betrag der Gesellschaft Nordsternbrauerei" gut Amerikas der Fall ist eine von der Partei unabhängige feines großen Blutverlustes noch Kraft genug, mit den Worten zu schreiben. Am 8. November theilte die Bank der Nordstern- Stellung einnimmt. Es wurden indeffen Beschlüffe gefaßt, welche Die Konvention schloß mit Sie Mörder!" den Baron zurückzustoßen und die Rollade wieder brauerei- Gesellschaft mit, daß sie auf Veranlassung der 20 Gesell- darin Wandel schaffen werden. dem in Nur einem Soch auf die internationale fozialdemokratische Arbeiter- die nach ste Wählerversammlung am 15. February bewegung. Der Antisemit AhIwardt, welcher sich seit kurzem abgehalten wird, wurde die vortrefflich verlaufene Volksverfamm- bet W. Richter, Bülowfir. 65 am Dennewiz- Plaz.- Zitherflub Alpenhier herumbrückt, hat es leider versäumt, der Konvention einen Be- lung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. fuch abzustatten; er hätte auf derselben etwas lernen können! Aller Wahrscheinlichkeit nach wird dieses Jahr eine Konvention der ganzen Partei stattfinden. Es ist darüber die Urabstimmung ausgeschrieben worden; fällt dieselbe für Abhaltung aus, so sind Vorschläge über Ort und Zeit zu machen womit früher die Grekutivbehörde betraut war, weiter ist hierüber abzustimmen, so daß die Entscheidung erst Ende März erfolgen fann. Zugleich findet die Abstimmung über die Beschickung des internationalen Arbeiterkongresses statt, wobei es sich auch darum handelt, daß die einzelnen Sektionen zur Zahlung der dazu nöthigen Extrasteuer von 10 Cents pro Mitglied In Chikago entfalten die Genossen eine rege Thätigkeit. In einer der letzten Versammlungen fertigte M. Schwab einen der anarchistischen Maulhelden ab, die, da sie selbst kein Publikum" zusammenbringen können, in unseren Versammlungen herumstänkern. Die Leser der anarchistischen Arbeiterzeitung" begnügen fich mit deren anregender" Lektüre, sind aber bereit sind. erklärt. Einem älteren Stattlub Schlechte arte", abends von 9-11 Uhr Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von = ftraße 22. Rauchtiub Portorico, abends 9 Uhr Manteuffelftr. 20 bet Dermischtes. Arbeiter Bifherklub Freiheitstlänge, abends von 8 bis 11 Uhe gruß, abends 9% Uhr in den Oranienhallen, Oranienstr. 51. Theater. verein Freundestreis um 9 Uhr bei Kazorte, Solmsstraße 1. Gäste willkommen. Vergnügungsverein Gemüthlichkeit, Sigung Der sozialdemokratische Verein ,, Vorwärts" in Rig- rautsstraße 6 beim Gastwirth Böttcher. Berliner Dilettantenbühne dorf hielt am 14. Januar eine Generalversammlung ab. Leider Rheingold II, abends 10 Uhr Acterstraße 145 bet Wigel.- Gefelliger Verein Brüderschaft Berlin Nord= 28 est, Perlebergerstraße 2, mußte der Vortrag ausfallen, da der Referent, Reichstags- Restaurant Dittmann, abends 9 Uhr, darauf Fidelitas. Tambourverein Abgeordneter Wurm am Erscheinen verhindert war. Man nahm Freiweg, gegründet 1890. Uebungsstunde bei Oberschmidt, Weindeshalb sofort die Berichte des Kassirers, des Vorstandes und bergsweg 1iD. über das letzte Quartal, sowie über die Einnahme und Aus- 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Banffiraße 9-10. des Bibliothekars entgegen. Der Kassirer gab einen Ueberblick bet Vogel, Görligerstr. 52. gabe im letzten Jahre, das mit einem Ueberschuß von 211 M. Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. abschloß, ferner über die Zahl der regelmäßig Beitrag leistenden Jeden Dienstag und Freitag abends von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung Staligerstraße 55/ 56.4. Männerabtheilung Stephanstr. 3. 5. MännerMitglieder und darüber, welchen Berufsarten diese angehören. abtheilung Ackerfir. 67.- 1. Lehrlingsabthetung Friedenstr. 37.- 3. LehrlingsDamenabtheilung Mariannenufer 1a. TurnDem Kassirer wurde hierfür volle Anerkennung ausgedrückt und abtheilung Boechstraße 27. Bibliothekars wurde ebenfalls mit Zufriedenheit aufgenommen. jeden Dienstag und Freitag, abends 7 Uhr, im Restaurant" Zum bicken ihm Decharge ertheilt. Der Bericht des Vorstandes und des verein Norden, jeden Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr in der Turnhalle, Prinzen Allee 8. Berliner Athletenverein Felsenfest, Die Bibliothek ist in letter Beit erfreulicherweise Albert", Kottbuserstr. 6. Rauchklub Sorgenfrei, abends 9 Uhr Ein Katalog bei Bartel, Pallisadenstr. 22. der genommen worden. Rauchtlub Deutsche Flagge, sehr in Anspruch abends 8 Uhr Wrangelstr. 32. Rauchklub Ruhiga, abends 8% Uhr, in der Bibliothek enthaltenen Werke ist jedem Mit bei Behrend, Gräfestraße 5: Sigung. Bergnügungsverein Im Brand, glied übergeben. In Beziehung auf einen Antrag, die bei Stanici, Barnimstraße 22. Neuer Berliner Rauch klub, Arbeiter- Stenographenverein Eintracht, für keine Aktion" irgend welcher Art mehr zu haben. Der Vorstand zu überlassen, dafür Sorge zu tragen. Im weiteren Rauchflub Meffalina, bet Gorn, Frankfurter Allee 119. Bibliothek zu vergrößern, wurde man sich schlüssig, dem Liegnite ſtr. 30 bei Najemann. Unterricht und Uekungssunde abends 8% Uhr bet Wählisch, Adalbertstr. 4.Anarchist hatte sich mit dem„ ökonomischen" Theil von Schwab's theilte der Vorsitzende mit, daß der Schuhmacher Felix Walbesgrün, Sizung Mittwochs, abends 8½ Uhr bei Tilgner, Forster Rauchttub Rede einverstanden erklärt, nur das wählen" ging ihm gegen ohensee freiwillig ausgetreten ist. Er war vom Vorstande Schröter. den Strich. Schwab erklärte darauf, daß es der Phrasen genug sei. Was er seit der Bewegung von und nach 1886 erlebt habe, zur Versammlung eingeladen, da er nach Aussage einiger Mithäfte ihn zu der Ueberzeugung gebracht, daß die seinerzeit an glieder zwei verschiedenen Parteien als Mitglied angewandten Methoden verfehlt waren. Er halte es heute für viel gehörte, erschien aber nicht in der Versammlung, sondern hatte Austritt seinen wichtiger, wenn ein Sozialist seinen Nebenarbeiter veranlassen thätigen Genoffer, der längere Zeit arbeitslos und dadurch mit Auch ein Vaterlandsretter. In Frankfurt a. M. bildet Lönnte, den rechten Stimmzettel in die Wahlurne zu werfen. Die Genossen in Manchester, New Hampshire, feiner Familie in große Noth gerathen ist und deshalb den Vor- die Verhaftung des Rechtsanwalts Dr. Ludwig Joseph das teabfichtigen die Herausgabe eines Parteiorgans in stand ersucht hatte, ihm eine fleine Unterstützung zu gewähren, Tagesgespräch. Der Boss. Zeitung" schreibt man darüber: Der englischer Sprache, und die hiesigen treffen Vorbereitungen, war vom Vorstand eine Summe leihweise bewilligt worden. Die Verhaftete spielte im Vereinsleben von Frankfurt eine ziemliche 1! 111 den" The People" bei Beginn der nächsten Wahl- Versammlung aber beschloß einstimmig, ihm 20 M. als Gefchent Rolle und faß auch im Vorstand des Nationalliberalen Bereins. fampagne täglich herauszugeben. Sollte sich dies als verfrüht zu überweisen. Hierauf wurde lebhaft über die am 26. b. M. Dr. Joseph ist bayerischer Reservelieutenant, war im vorigen erweisen, so schadet es dem Unternehmen nicht, wenn nach der stattfindende Theatervorstellung debattirt und dabei um fleißige September zu den Herbstübungen eingezogen, und soll nun Aahl wieder zur wöchentlichen Herausgabe gegriffen wird, was gitation für deren guten Besuch gebeten. Auch wurde noch während seiner Dienstleistung bei einer Besichtigung der Quartiere ein Besuch der Urania Ende Mai beschlossen, ferner der Antrag gegen die Tochter eines Mühlenbesizers in Unterfranken Gewalt 3: anderer Zeit allerdings bedenklich wäre. angenommen, dem Vertrauensmann 175 M. zur Agitation zu gebraucht haben. Da der Vorfall erst nach beendeter Dienstüberweisen. Den Mitgliedern macht man es zur Pflicht, bei der leistung zur Anzeige gelangte, so waren die bürgerlichen und Agitation nach Kräften mitzuwirken. nicht mehr das Militärgericht zuständig, und nach gerichtlicher Vernehmung der Zeugen erließ die Staatsanwaltschaft in Aschaffen Charlottenburg. Die hiesige Filiale der Vereini- burg, zu deren Bezirk der Thatort gehört, einen Haftbefehl. gung der Maler und verwandter Berufsge- Dieser traf den Angeschuldigten wie ein Blitz aus heiterem nossen hielt am 15. Janrar ihre Generalversammlung ab. Himmel; denn er sollte an demselben Abend einen Vortrag über lemming gab den Bericht über die Thätigkeit des Vor- das Handelsgesetzbuch im Kaufmännischen Verein halten. Von Standes im vergangenen Jahre, welcher mit Interesse und Be- seinen Freunden wurden sofort Schritte unternommen, um seine Nach Sie friedigung entgegengenommen wurde. hier Entlassung aus der Untersuchungshaft zu bewirken. auf vom Kassirer Drömert verlesenen Kassenbericht belief sich die Einnahme im 3. Quartal 1895/96 einschl. dem benachbarten Dorstfeld wurde gestern Abend der Knecht Aus Dortmund wird der„ Voss. 3tg." geschrieben: In am Schlusse des vorigen Quartals vorhandenen Ignaz Salmen von einem Gendarmen erschossen. Ein Bestands von 90,98 M. auf 125,71 M. Die Ausgabe betrug Mann hatte dem auf einem Feste dienstlich anwesenden Gendarm 23,47 M., es blieb mithin ein Kassenbestand von 102,24 M. Hamann gefagt, Salmen habe geäußert, er werde dem Gendarm geNachdem dem Kassirer Decharge ertheilt war, wurde die Wahl legentlich den Helm vom Kopfe schlagen. Der Gendarm stellte den des Vornandes vorgenommen. Gewählt ist Baumann als Salmen zur Rede, der die Aeußerung bestritten, auch einen als Schriftführer. Zu Revisoren wurden Andrup und Festnahme des Salmen und führte ihn zum Arreftlokal. Untererster, Göbel als zweiter Vorsitzender und Flemming falschen Namen angegeben haben soll. Der Gendarm schritt zur Najort ernannt. Die Verwaltung der Bibliothet über- wegs floh Salmen, der Gendarm sandte zwei Revolverschüsse trug man den Kollegen Düker, Göbel und Schulz. hinter ihm her. Die eine Kugel durchschlug den Mann völlig, Wegen Kandidatenmangels mußte die Wahl des Kassirers fie ging zum Rücken hinein und zur Brust hinaus. Der Zustand beschloß noch, daß die regelmäßigen Mitgliederversammlungen Salmen war erst am Nachmittage vorher infolge des kaiserlichen bis zur nächsten Versammlung vertagt werden. Man des Mannes schloß jede Hoffnung auf Wiederherstellung aus. an jedem zweiten Dienstag im Monat bei Herrn Leder, Bismarck Gnadenerlasses aus der Haft entlassen worden. straße 74, abgehalten werden sollen. Zuni Schluß erging an die Anwesenden die Mahnung, die Versammlungen recht rege zu besuchen und für die Vergrößerung des Streit fonds zu sorgen. Todtenliste der Partei. In Größingen in Baden starb Friedrich Hurst, ein bekanntes treues Mitglied unferer Bertei. Gewerkschaftliches. Achtung, Zimmerer! Bei dem Zimmermeister Radicke, Memelerstraße, haben sämmtliche Zimmerer( 46 Mann) in der Gewerbe Ausstellung die Arbeit niedergelegt. forderten statt 50 Pf. 52½ Pf. Herr Radicke wies diese gewiß bescheidene Forderung einfach zurück. Desgleichen legten bei dem Zimmermeister Pumplun, Wilmersdorf, 35 Zimmerer wegen derselben Forderung die Arbeit nieder. Das Auftreten des letzteren Herrn wird den Berliner Zimmerleuten wohl noch seit dem vorigen Sommer bekannt sein. beachten. Unsere Berufsgenossen werden ersucht, vorstehendes zu Eine am Mittwoch stattfindende öffentliche Ver= sammlung wird sich mit dieser Angelegenheit, sowie mit den Verhältnissen der Gewerbe- Ausstellung des näheren befassen. Der Vertrauensmann der Berliner 3 immerleute. Theodor Fischer, Danzigerstr. 83. In Mulda i. S. haben 20 Tischler der Richter'schen Fabrit photographischer Apparate die Arbeit niedergelegt, weil ihr Vertrauensmann gekündigt wurde. Unter den Ausständigen befinden sich auch vier, die keiner Organisation angehören. VerHeirathet sind 12. Nur zwei Tischler betheiligen sich nicht an dem Streif. W eines dem Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse( E. H. 71). Bureau: O., Holzmarktstraße 67. Jeden Dienstag abends 8 Uhr im Sotal von Stübler, Neue Grünftr. 38: Vorstandssitzung. fammlung und Borstands- Sigung Werner. Echo 33. " Einen Inftigen Scherz zum fürzlich ftattgehabten 50. Ges burtstage von Georg Engels haben, wie ein hiesiges Blatt auszuplaudern weiß, die Sammet brüder" in Szene gesetzt. Der Künstler hatte es so eingerichtet, daß er an jenem Tage nicht in Berlin weilte; er gaftirte gerade in Köln. Sein Name stand im Generalanzeiger" in der Fremdenliste des Domhotels mit einem Stern versehen. Unten aber las man in der Anmerkung: Der berühmte Künstler, der heute den 50. Geburtstag feiert, hat sich allen Rundgebungen seiner Berliner Freunde entzogen." Morgens um 7 Uhr, als Engels sich noch in Morpheus Armen wiegte, flopfte es fräftig an sein Zimmer. Er räfonnirte eine Weile, öffnete aber. Es waren die ersten Gratulanten, Künstler, welche dem beliebten Mimen feierlichst den Ehrenbürgerbrief der Stadt Köln überreichten. Natürlich nur ein Kölner Karnevalsscherz! Das kommt aber davon, wenn man nicht in Berlin bleibt! Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. Ueber die Bewegung der schweizerischen Eisenbahn: Berlino und Umgegend( Eingetr. Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht). Berliner Produktiv- Genossenschaft selbständiger Schneider Angestellten liegen folgende Nachrichten vor: Etwa Am Dienstag, den 21 Januar 1896: Ordentliche Monats- Versammlung im 600 Arbeiter der Hauptwerkstätte in Olten Restaurant Buste, Grenadierfir. 33. Gäfte und Freunde willkommen. gaben ihre Unterschrift zum Anschluß an die Lohnbewegung der Tabaharbeiter und Tabakarbeiterinnen. Dienfiag. den 21. Januar, 8 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17: Große öffentliche Versammlung. Eisenbahn Angestellten. In den Kreisen des Eisenbahn- Bortrag des Reichstags- Abgeordneten§. Moltenbuhr. Bericht und personals wird versichert, die 3entralbahn habe auf der rechnung der Kommission. Der internationale Tabatarbeiter- Kongreß. Berner Konferenz erklärt, die Lohnforderungen des Personals Deutscher Senefelder Bund. Mitgliedschaft Berlin. Heute Abend vollinhaltlich zu bewilligen. Die Gotthardbahn habe das. s uhr im total des Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Mitglieder- Berselbe versichert, wenn auch nicht dem Wortlaut der Betition gemäß. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag fein Unterricht. Die Schulräume Die Nordost bahn habe die Dazwischenkunft des Eisenbahn- find zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials Departements gewünscht, damit die Zentralbahn und die Gott- schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter- Raucherbund Berline Amgegend. Dienstag: Gut hardbahn nicht einseitig vorgehen, da sonst die Begehrlichkeit des gefinnte Freunde, Georgenftrcffir. 65 bei Spät. Angler= Rauchklub Eldorado, Personals zu sehr geweckt und schon nächstes Jahr neue Poftulate auch flub I, Stallschreiberstr. 10 bei Lenz. 8% Uhr bei Steppin, Ostbahnhof 4, Rauchflub Grüne Eiche, Brigergestellt würden. Aus Zürich wird vom Sonntag telegraphirt: ftraße 19 bei Kügler.- Rauchtlub Deutsche Flagge, Wrangelfir. 32 Eine heute in dem Kasino Außersihl unter dem Vorsitz von Dr. bei Lutas. Rauchklub Am balem a, Grünauerftr. 3 bei Golz. Sourbeck veranstaltete Versammlung von Angestellten der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender: Md. NeuNord- Ostbahn beschloß unter stürmischem Beifall, die Ant- mann, Pafewalterfir. 3. Alle Aen derungen im Bereinstalender sind zu richten J. S. 43. M. ist und war niemals Redakteur des an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: wort der Direktion auf ihre Eingabe zur Weiterbehandlung an nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Steineiche Blattes. Er hat auch keine Beziehungen zum Vorwärts". den Verband des Personals der schweizerischen Transportanstalten( Böttcher), Neue Friedrichfir. 20 bei Keller.- Senefelder, Rofenthaler: Vielleicht hat er uns einmal etwas geschrieben. Es kann sich Gerechtigkeit- Westen, Bülowstraße 59 bet weiterzugeben. Die Versammlung beschloß ferner, sich mit fraße 57 bei Wernau. aber auch dann blos eine einmalige Mitarbeit handeln. Schildhorn, der Lohnkommission und dem Verbande solidarisch zu erklären. uebomstraße intenstraße 19 bei Neumann. V. N. Selbstverständlich hat der Lokal- Anzeiger" unrecht. Freiheit II, Adlershof, Wöllstein's Lustgarten. Arbeitersekretär Greulich sprach für eine stramme Organi hn'scher Humor, Blumenstraße 32 bet Reich. Männer Gefangverein Seine Behauptung beruht auf freier Erfindung. Wir können - Unver= sation, Dr. Sourbeck für das Zusammenhalten bis zur Durch- orbeertranz II( 79), Oranienstraße Nr. 190 bet Schaye. aber unmöglich jede falsche Nachricht des„ Lokal- Anzeigers" zagt II, Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9. Sängerchor der Töpfer, führung der Forderungen; unter Umständen sei ein Streit noth- Neue Friebrichir. 44 bei Nóaig. Freies Lied, Friedrichsberg, notiren. Dazu reicht der Raum unseres Blattes nicht. Auch bei einecke. wendig. Die Versammlung wurde aufgefordert, einen Demon- Friedrich- Karlfiraße 11 Männerchor Nord- D tönnen die Leser des„ unparteiischen" Reklameblattes nicht verLandsberger Allee 152 bei Göbel. Gesangverein Rothe Ne Ite II, strationszug mit Musik durch die Stadt zu veranstalten. Ruppiner langen, daß ihnen zutreffende Ansichten dort vorgeführt werden. und Schönholzerstraßen= Gcfe. Arbeiter Gesangverein Borwärts III, Rathenow, Restaurant" Zur Erholung" bei Friefecte. Alter Abonnent. 1. Die Ehefrau ist wie jeder andere Ihrer Die Delegirten Versammlung der Arbeiter- Unionen von Alpenglocke, Große Frankfurterftr aße Mr. 33 bet Gold. Gläubiger berechtigt, auch nach Leistung des Offenbarungseides Basel, Bern, Biel, St. Gallen, Luzern, Winterthur und Zürich, sich entranz, Brenzlau, Stettinerstraße. Kaisergarten". Ginig die am Sonntag in 3ürich tagte, beschloß über die Differenzen feit II, Weinstraße Nr. 11 bei Feind. Webbinger Harmonie durch Sie, so oft Pfändungen wegen ihrer Forderung vorzus Borwärts VIII, Marwig i. b. Mart, nehmen als bis sie befriedigt ist. Ueberdies darf sie Ihren Lohn im Brauergewerbe, daß das Bundeskomitee des Gewerkschafts- Reinickendorferfir 2a bei Schulz. bei W. Mölte. Wach' auf, Pankow, Wollantstr. 122 bei Klemens. mit Beschlag belegen. 2. Für die Nichte muß auch geklebt Bundes, an den sich die Brauerei Arbeiter bekanntlich gewandt Concordia, Simeonftr. 28 bei A. Flick. Frete Sänger III, Seeger- werden.- H. T. 58. Nein. J. K. Das ist verschieden; wenden haben, mit dem Verband der schweizerischen Brauereien auf der mühle bei Eberswalde. Gefangverein Acacie( gemischter Chor), Naunyn155c, Lamin, Wette, Modes: Wilmersdorfer Liebertafel, Deutsch Sie sich an die Postdirktion. Grundlage des Entwurfs verhandeln soll, den der Züricher fraße 37 bei Jablonsti. Wilmersdorf, Bad. Gesang verein Arion, Wittenberge, Thurmstraße 23, Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. Brauer- Fachverein für eine allgemeine schweizerische Arbeits- Sentralhalle. Wacht auf I, Wörther und Rytestraßen Ecke 23. V. 11. Der Vertrag bedarf zu seiner Giltigkeit der ordnung aufgestellt hat. Am obligatorischen Arbeitsnachweis- Harmonie III, Rigdorf, Bergftr. 142 bei Schimkäse. Sangeslust, durch den Fachverein wird unbedingt festgehalten. Der vor- Butbuferstr. 30 bei Reimann.- Alpenglühen, Manteuffelftr. 9 bet Nowact. gerichtlichen Auffassung des Grundstücks. Er ist aber auch dann Edelweiß I, Melchiorftr. 15 bei Stehmann.- Waldtapelle, Reichen seitens des Gläubigers( vorliegend des Magistrats) anfechtbar. geschlagene Boykottplan wurde angenommen und wird einbergerfir. 16 bei Hoffmann.- Gefangv. Myrthe, Alte Jatobfir. 68 bei DieffenG. M. tretenden Falles mit Hilfe der Arbeiter Unionen ausgeführt bach.- Gesangverein Kreuzberg, Schönleinfir. 6 bei Kraak.- Gefangverein. K. Die Kündigungsfrist muß eingehalten werden. Der Enterbten, Swinemünderstr. 120, bet Otto Bachgänzer.- Gefang- Sie müssen dem Verwalter mittheilen, daß Sie mit der vers verein Deutsche Liebert afel, Blumenstr. 38 bei Wiedemann. späteten Kündigung nicht einverstanden sind. Duisburg. Ans Catania wird geschrieben: Streit der Schwefel- Sefangverein Frohsinn I, Rummelsburg, Göthestraße, Ecte Kantpraße Mertens. Arbeiter Gefangverein Olympia, Adalbertstr. 8 bet Kahl. 1. Nein. 2. An jeden einzelnen. 3. Das geht doch un gruben Arbeiter. Da die Besitzer der Schwefelgruben Sauermann. Gefangverein Abendroth, Deutsch- Wilmersdorf, Ber- möglich, nochmals eine Monatsstrafliste zu veröffentlichen. Besten mit Lohnverminderung gedroht hatten, haben die Arbeiter die linerstraße 40 Boltsgarten". Deutscher Männerfang, Belforter: Dank für die Zusendung. Es hieße aber dem kapitalistischen Blatt ftraße 15 bei Schneider. Handschuhmacher- Gesangv. Arion III, BrandenArbeit niedergelegt. Nach verschiedenen Verhandlungen und burg a. H., Hauptstraße, winfel's Calon. Männer- Gefangv. A dlershof in Das Baugewerk" zu viel Ehre anthun, wenn wir dessen verkehrte An= dank der Vermittelung des Polizeidirektors Tavasst halten die Adlershof, Grünauer Chausseestraße bei Schubert. Gefangverein Rütli- fichten ausführlich besprochen wurden. Welch' enormer Nachtheilden Besitzer die früheren Tarife aufrecht und die Arbeiter haben Friedenau, Sandjery- und Rönnebergerstraße- Ecke im Restaurant Weinert. verunglückten Arbeiter in dem Fall durch das Unfallgesetz zugefügt Gefangverein Alven veilchen, gem. Chor, Reinickendorferstr. 7a daher die Arbeit wieder aufgenommen. Erdmann. Gefangverein Sänger Iuft, Mariannenstr. 48 bei Liebe ist, in dem der Unternehmer für den Schaden zu haften hatte, Henschel. Gesangverein Bruderbund, Usedomstr. 22 bei Fickinger. ist wiederholt im Vorwärts" und im„ Arbeiterrecht" von StadtGesangverein Süd- Ost, Cuvryftr. 25 bei Wilhelm Erbe. Gesangverein hagen S. 121-137 dargelegt.. S. 14. 1. Nein. 2. Möglich Freie Felblume, Wienerstraße 31 bei O. Klein. Gesangverein ist ea. Amerika 1881. Der betreffende soll bleiben, wo er Liberté, Wrangelstraße 84 bet G. Redanz. Gesangverein FreiIn Friedrichshagen wurde am 11. Januar eine äußerst be it III in Weißenfee, Röntg- Chauffee 38 bei Pfeifenmüller. Freter ist. Kehrt er zurück, so erhält er etwa 1 Jahr Strafe und hat Gesang überdies die Militärzeit nachzudienen und wie!-. P. 71. zahlreich besuchte Volksversammlung abgehalten. Theodor Gängerchor Alt- Glienice, köpenickerstraße bet Start Witte. verein te b erhall, Admiralstr. 21 bei Schnieber. Gefangverein Hand Der Tod Meyner sprach unter lebhaftem Beifall über politische Tages- in and I, Mariannenstr. 41 bei Richter.- Gefangverein Georginia, Der Vizewirth ist im Recht. giebt dem be= fragen und forderte zum Schluß die Anwesenden in kräftigen Görligerstr. 52 bei Bogel. treffenden nur das Recht, falls nicht frühere Kündigung Bund der geselligen Arbeiternereine Berlins und Umgegend der Vertrag vorfieht, zum 1. Oktober zu tündigen. Worten zur Betheiligung an der im März vor sich gehenden Alter Genosse Wedding. Leider sind Sie im Unrecht. Gemeinderathswahl auf. Nachdem in der Diskussion Pa a 3, alle Buschriften, den Burd betreffend, find zu richten an P. Gent Dresden erfir. 107/108. Dienfag. Musikverein Hoffnung, Görligerfir. 63 bei Kramm, Warthmann und Roloß auf verschiedene Meier. Mufitverein Münstermann, Hochstr. 32a bei Schmidt. O. 34. Die Klage fann ohne vorherige Weitläufigkeiten beim Reichenbergerstr. 54 bei Schafter. Ber- Amtsgericht erhoben werden. Uting. In der Regel steht Schäden der Gemeindeverwaltung aufmerksam gemacht und Theatergesellschaft Liberté dem Manne nach geschiedener Ehe das Erziehungsrecht zu. ebenfalls zu thatkräftiger Agitation für die Gemeinderaths- gnügungsverein Nordwacht, Perlebergerstr. 28 bei Hermerschmidt. Theatergesellschaft 8ielbewußt, Frankfurterfir. 133 bei Gold. Verein für wahl aufgefordert hatten, wurde einstimmig eine Resolution portsthümliche Kunst, Blumenstr. 32 bet Reich. Theaterverein Schriftliche Auskunft lehnen wir stets ab, die juristische SpreckTheaterverein stunde steht jedem Abonnenten zu benutzen frei. R. 48. angenommen, worin n. a. erklärt ist, daß man mit aller Kraft Freier Wille, Admiral fir. 18c, Märkischer Hof. Muntere Geister, Brunnenstr. 52 bei Raschte. Geselliger Verein für die Betheiligung der Arbeiter an der Gemeinderathswahl unter uns, Beuffelsir. 66 bei Fischer. Geselliger Verein 2iegniger Wenden Sie sich direkt an Fräulein Liebknecht, Kantstr. 160. eintreten werde. Hierauf wurde ein Wahlfomitee gewählt, das Schweiz, Forsterftr. 9 im Restaurant. H. K. 1 und 2 Nein. C. B., Potsdam. Sie müssen zahlen. Gesang-. Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gesangaus den Genossen Paay, Heyfelder, Karossat, verein Sangestreue, abe nos von 8%-10% Uhr bei Proß, Annenftr. 9. Dräger und Steinbod besteht. Nachdem bekannt gegeben Mufitverein Frisch auf", Reichenbergerstr. 24 bet Tauschte.- Gesangwar, daß die Wählerlisten vom 15. bis 31. Januar verein Anatreon, abends von 9-11 Uhr im Louisenstädtischen Klubhaus, ausliegen, und daß Genosse Warthmann bereit ist, die Annenstraße 16 bet Bergner, früh. Ghrenberg.- Theaterverein Tata Toto, Sigung abends 9 Uhr, bei Schlesinger, N., Jostnstraße. Theaterverein Wählerlisten nachzusehen für diejenigen, die daran Freier Wille, abends 8% Uhr im Märtischen Hof, Admiralfir. 18 c. verhindert sind, und nachdem weiter mitgetheilt war, daß Arbeiter- Bitherverein Ginigteit, bei Streit, Naunynftr. 86, Uebungsstunde. werden. B P Versammlungen. 1 bet " Briefkasten der Expedition. Herr Josef Kolleck, Arbeiter, früher in der Stromstraße wohnhaft, wird gebeten, seine Adresse an unsere Buchhandlung einzusenden; es handelt sich um eine private Mittheilung. Verantwortlicher Redakteur: Anguft Jacobey, Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Druck und Verlag von May Bading in Berlin, 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 17. Herrenhaus. 3. Sigung vom 20. Januar 1896, 11 Uhr. Am Ministertische: v. Hammerstein, Schönstedt und Kommiffarien. Einige kleinere Vorlagen werden den betr. Kommissionen zugewiesen. Es folgt die erste Berathung der Vorlage betr. das An= erbenrecht bei Renten- und Ansiedelung 3güteru. Landwirthschaftsminister Freiherr v. Hammerstein: Die Frage des Anerbenrechtes beim Grundbesitz ist heute vielfach Gegenstand öffentlicher Erörterung; vielfach wird eine Aenderung des bestehenden Erbrechts allgemein für den Grundbesitz gefordert. Die Vorlage bezweckt einen Versuch bei den Rentenund Ansiedelungsgütern, bei denen es sich besonders um die Erhaltung eines fleinen, leistungsfähigen Besitzes handelt. Diese fleinen Besitzer haben ein Interesse daran, den Familienbesitz des mit ihrem Schweiß gegründeten Gutes zu sichern. müssen. Dienstag, den 21. Januar 1896. Rheinischer Parteifag. Solingen, 19. Januar 1896. 13. Jahrg. Nachmittagssigung. Tie Mandatsprüfungs- Kommission giebt ihren Bericht. Es sind anwesend 90 Delegirte aus 62 Orten. 23 Wahlkreise sind vertreten. Ein Mandat aus Schleiden ist trot Proteftes anerkannt. Es liegt dann ein Protest gegen die Wahl des Abg. Schumacher vor. Die Kommission hat diesen Protest ebenfalls verworfen. In der Diskussion über den Bericht der Kommission nimmt das Wort: In dem festlich geschmückten Baumann'schen Saale begann heute unter zahlreicher Betheiligung der diesjährige rheinische Parteitag. Anwesend sind zirka 90 Delegirte. Franzen eröffnet um 11 Uhr morgens die Sigung mit einem Gruß an die Delegirten. Redner wirft einen Blick auf die Bedeutung Solingens in der Parteibewegung, wobei er das Wirken Lassalle's streift, der einst dort seine Thätigkeit Franzen Solingen, der sich gegen die Agitationsentfaltete, und schließt mit einem Hoch auf die Partei. weise Schumacher's wendet. Redner wirft Schumacher vor, er Nachdem ein Gesangschor ein Begrüßungslied vorgetragen habe den Beschlüssen des Duisburger Parteitages zuwider hat, ergreift Neumann- Elberfeld namens des Agitations- gehandelt. Sowohl bei den Wahlen zum Breslauer Kongreß wie fomitees das Wort, um die geschäftlichen Arbeiten einzuleiten. auch bei der Stadtrathswahl habe Sch. mit Fleiß die Einigkeit Bum 1. Vorsitzenden wird gewählt Meist Köln, zum 2. Vor- gestört. Redner wird von den Zuhörern oft stürmisch unterfißenden Neumann Elberfeld. Außerdem werden 4 Schrift brochen, als er die Praktiken der Schumacher'schen Richtung führer und eine Wahlprüfungstommission gewählt, die sofort ihre darlegt. Thätigkeit beginnt. V Es wird in die Verhandlung eingetreten. Die gedruckt vor liegende Geschäftsordnung wird mit unwesentlichen Aenderungen angenommen, dasselbe geschicht mit der Tages ordnung. Es erhält das Wort Abg. Schumacher Solingen vertheidigt sich gegen Franzen. Er bezichtigt seine Gegner ebenfalls, die Duisburger Beschlüsse nicht hochgehalten zu haben. Das Parteiblatt thue feine Schuldigkeit nicht und ignorire die ihm unliebsamen Leute. Das Blatt bekämpfe die alten Solinger Gewerkschaften und wolle die Genossen terrorisiren. Schumacher schließt unter Lärm der Verſammlung. cha a I. Solingen greift Schumacher heftig unter Lärm der Anwesenden an. Er wirft ihm Unanständigkeit und Schröder Köln wünscht Schuß der Debatte, was abgelehnt wird. Mehrere Nedner sprechen sich gegen Schu macher aus. Schumacher vertheidigt sich unter dem Lärm der zahlreich erschienenen Zuhörer.( Der Vorsitzende fordert wiederholt die anwesenden Richtdelegirten energisch zur Ruhe auf. Der lärm derselben wird so start, daß hengsbach- Köln den Antrag stellt, den Eaal zu räumen. Der Vorsitzende ermahnt die Lärmer nochmals ernstlich.) Franzen wendet sich abermals leidenschaftlich gegen Schumacher und fordert den Parteitag auf, endlich Nemedür zu schaffen. Ein Schlußantrag wird abgelehnt. Gewehr Elberfeld wendet sich ebenfalls in ernster Weise gegen Schumacher, dem er die Schuld an den Zwiftigkeiten giebt. Schumacher schüre auch den Streit über die Grenzen Solingens hinaus. In ganz Rheinland sei sein Wirken zu verspüren. Auch die Rheinische Zeitung" habe Schuld an den Mißhelligkeiten. Gewehr vertheidigt dann die Haltung der Freien Presse" und wirst den Freunden Schumacher's und diesem selber Intriguen vor.( Lärm der Versammelten.) Es sei hohe Beit, daß man endlich in Berlin mit dem Abg. Schumacher ein ernſtes Wort rede.( Lebhafter Beifall.) Graf Udo zu Stolberg: Bisher ist für die Sicherung des fleinen Rentengutsbesizers wenig gethan; namentlich ist die Eimichtung derselben als kleine Fideikommisse bisher nicht angestrebt worden. In dieser Richtung ist die Vorlage ein dankens: weither Anfang. Die Kommission wird gut thun, die Ver- Grimpe Elberfeld als Referent für das rheinische fchuldungsgrenze ſtreng festzusetzen und keine Ueberschreitung Agitationskomitee. Er giebt seiner Freude über die rege zuzulassen; den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches Autheilnahme der Genossen an dem Parteitage fund. Nie gegenüber wird das autonome Recht der Einzelstaaten, ihre seien so viel Anträge an uns gelangt, wie heuer, das Agrarangelegenheiten zu erledigen, aufrecht erhalten werden zeuge von dem Interesse der rheinischen Genossen am Disziplinlosigkeit vor. Parteileben. Redner rügt die zu späte Einsendung der Berichte Struckmann Hildesheim: Im ganzen ist die dem der Kreis- Vertrauensleute, wodurch es tem Komitee Gesche zu grunde liegende Idee annehmbar. Wenn die Renten- nicht möglich war, seinen Bericht eher als geschehen zu rröffent güter bisher nicht sehr beliebt waren, so sollte man prüfen, ob lichen. Reduer giebt dann einen furzen Rückblick auf die nicht die Einschränkungen, die man den Besigern auferlegt, zu Thätigkeit des Provinzialvorstandes in den letzten drei Jahren. weit gehen und den Besitz des Rentenguts nicht mehr wünschens- Die Geldsendungen wie auch die Orte, denen diese zu rerdarfen werth erscheinen lassen. Auch die Befugnisse der General- find, feien stationär geblieben. Dies sei zu bedauern und Tommission gehen zu weit und beschränken die freie Verfügung er hoffe, daß in Zukunft eine Befferung eintreten würde. Wenn des Besitzers. Die Kommission wird eine sehr sorgfame Prüfung man Vorwürfe machen wolle, dann müsse man sachlich leiben aller dieser Bestimmungen vornehmen müssen. und immer die vorhandenen Hilfsmittel in betracht ziehen. Die Minister Dr. Miquel: Die Sorge des Vorredners, daß Agitation müsse vornehmlich auf die hochindustriellen Distrikte die Abfindlinge zu furz kommen bei der Erbtheilung, ist nach den gerichtet sein, da dort ein viel befferer Boden für unsere Ideen bisherigen praktischen Erfahrungen nicht begründet.( Sehr richtig!) vorhanden sei. Es geschähe hinsichtlich der Agitation, was in Im Gegentheil sorgen die Mütter dafür, daß der Anerbe zu große unseren Kräften steht, mehr werde man nicht verlangen Verbindlichkeiten übernehmen muß gegenüber den übrigen Ge- können. Redner wendet sich dann gegen die Vorwürfe der schwistern. Diesem aus dem römischen Recht übernommenen Ver- Iner Genossen, hofft auf Begründung der gegen fahren gegenüber ist es nöthig, die deutschrechtliche Gewohnheit das Agitationsfomitee erhobenen Anschuldigungen, und schließt zur Geltung zu bringen, wonach das Staatswohl in erster Linie mit dem Wunsche, daß in Zukunft die Genossen mehr noch als beruht auf einer gesicherten ertragsfähigen Landwirthschaft. Das bisher das Agitationskomitee unterstützen möchten.( Beifall.) macht allerdings eine Einschränkung des Besitzes nöthig. Wir Hengsbach Köln wendet sich gegen Grimpe und stellt find aus dem plötzlichen Uebergang zur wirthschaftlichen Freiheit einen Bericht der Rheinischen 3tg." richtig. Des weiteren verbreitet in Verhältnisse gerathen, die wir heute, nachdem wir die kolossale er sich über die Frage: Welchen Verbreitungsbezirk weisen wir Ueberschuldung sehen, zu revidiren uns gedrungen fühlen. Man den einzelnen Provinz- Parteiblättern an? Er meint, bedenkt nicht, daß der Anerbe, um Ertrag für seinen Besitz zu er- man solle die Eintheilung der Bezirke den ökonomischen Ver Meist Köln bedauert sehr die Zerwürfnisse in Solingen Tangen, arbeiten muß, während der Abfindling ohne Mühe seine Rente hältnissen entsprechend vornehmen. Die Kölner Genossen wollten und stellt an den Parteitag die Frage: Sollen nur solche bezieht. Bleibt das Rentenrecht so bestehen, wie es heute ist, dem Elberfelder Komitee feinen Vorwurf machen, sondern seien Genossen als Delegirte gewählt werden, die so läßt sich die Zeit berechnen, wo die Rentengutsbesitzer auf mit der Leistung des Komitee's ebenfalls zufrieden. Röffer einer an ihrem Orte bestehenden politischen hören werden, leistungsfähig zu sein. Diesem Zustande entgegen- Elberfeld polemifirt gegen Hengsbach und gegen die Stölner Organisation angehören? zuwirken ist eine soziale Aufgabe des Staates und aus diesem Genoffen. Prinzipiell ist Redner für eine Theilung der Rheinproving in Rösser Elberfeld wendet sich scharf gegen Schumacher, Grunde haben wir auch in der Vorlage Staatstosten zu zwei Agitationsbezirte. Wolters- Solingen regt die Affäre der sich immer einen exklusiven Kreis von Genossen schaffen gunsten Der Anerben übernommen. Cine Konsequenz Schumacher an. Martin bemängelt den Vericht des wolle.( Schumacher macht wiederholt gereizte Zwischenruse.) für andere ähnliche Fälle kanu daraus nicht gezogen Agitationsfomitees und spricht für Theilung der Provinz. Die Debatte wird geschlossen. Die Mandate von drei werden, sie würde dem Staate zu große Lasten auflegen. Aller- Kahns- Essen nimmt das Elberfelder Komitee Schuß. Solinger Delegirten werden ungiltig erklärt, die dings wird mit der Vorlage ein neuer Weg eingeschlagen; ob er Die Schuld an der schlechten Bearbeitung der Provinz träfe zum Mandate der städtischen Delegirten werden anerkannt. weiter verfolgt werden kann, das wird sich später zeigen. größten Theil die einzelnen Genossen an den betreffenden Orten Es gelangt zur Abstimmung ein Antrag aus Leichlingen, Graf Klinckowström: Den Werth der Vorlage will ich selbst. Sei es nothwendig, eine Theilung vorzunehmen, dann der lautet: Wir beantragen, den Abgeordneten nicht bestreiten; aber eine weitere Ausdehnung derselben wünsche werde sie vorgenommen. Vogel begrüßt die Unzufrieden- Schumacher für unwürdig zu ertlären, einen ich nicht, so wenig wie Graf Stolberg. Geholfen kann der Land- heit der Genossen mit den einzelnen Parteimaßnahmen, da Vertrauensposten zu betleiden. wirthschaft nur werden durch höhere Getreidepreise. sich hierdurch ein reges Interesse am Parteileben tundgebe. Auf Antrag Schumacher's erfolgt namentliche Ab Frhr. Lucius v. Ballhausen widerlegt einige Bedenken Grimpe berichtigt Martin. Wasung ist mit dem rheinischen ft i m mung. Es stimmen für den Antrag Leichlingen 42 Dedes Grafen Udo- Stolberg und des Herrn Struckmann und er- Agitationstomitee einverstanden und wünscht frühere Veröffentlichung legirte, dagegen 32. Schumacher ist somit des tlärt sich mit den Grundlagen der Vorlage einverstanden. der Berichte. Neumann Elberfeld vertheidigt das Agitations- Parteivertrauens für verlustig erklärt. Damit schließt die Debatte. fomitee und steht der Theilung der Provinz nicht feindlich gegen- Schumacher erklärt, trotz aller Beschlüsse über. Er beklagt die Lässigkeit der Kreisvertrauensleute. auch ferner auf dem Boden des Programm3 zu Müller Barmen meint, die Kölner Bewegung sei zurück- stehen.( Lebhafter Beifall der Zuhörer. Großer Lärm) gegangen. Der Parteitag tritt dann wieder in die Debatte über den Die Vorlage geht an eine Kommission von 15 Mitgliedern, die sofort durch Zuruf im Plenum gewählt werden. Nächste Sigung unbestimmt( voraussichtlich Ende Februar). Türk. Kunst und Wissenschaft. Belle- Alliance- Theater. Sonntag Nachmittag:„ Außerhalb der Gesellschaft", Schauspiel in vier Aften von Arthur 3 app. Voltsvorstellung unter Regie von Julius leber die bürgerliche Ehe läßt sich schwer etwas neues fagen. Auch bei der dramatischen Behandlung gelingt es nur felten, dem oft behandelten Stoff noch eine neue Seite abzugewinnen. Herrn Arthur Zapp ist das nicht gelungen, und er scheint es nicht einmal versucht zu haben. Er bewegt sich in seinem Schauspiel Außerhalb der Gesellschaft", das gegen die bürgerliche Ehe gerichtet ist, ganz und gar in dem bekannten, ausgefahrenen Geleise. M H M gegen Eschbach auszuspielen, und nun giebt es fein Halten fein, einige nicht völlig zutreffende Auffassungen richtig zu stellen, mehr. Frau Hedwig muß sich von der Mutter ihres Dienst- welche in den öffentlichen Mittheilungen über diese Entdeckungen mädchens sagen lassen, daß eine anständige Frau ihre Tochter in und ihre Vorgeschichte ausgesprochen worden sind. Zunächſt solchem Hause nicht länger lassen kann, und Eschbach wird von wäre es für uns Deutsche an der Zeit, die auch bei dieser Ge den führenden Männern seines Wahlkreises ersucht, entweder auf legenheit wieder vorgekommenen Bezeichnungen„ Crookes'jche die Geliebte oder auf das Mandat zu verzichten. Eschbach will Strahlen",„ Crookes'sche Röhren" 2c. endlich ganz fallen zu die Geliebte vorziehen, so sehr er bei dem Gedanken an ein lassen. Was der englische Physiker Grookes über die thatenloses Dasein erschricht. Als aber Hedwig, um ihm sein sogenannten Rathoden Strahlen" erforscht und veröffentlicht Mandat zu retten, Hand an sich legen will, erklärt Eschbach, daß hat, war schon mehrere Jahre vorher zum theil von er freiwillig nicht verzichten, sondern die Entscheidung der Wähler Hittorf in Münster, zum theil von Goldstein in Berlin( jest anrufen will. Hier ist das Stück zu Ende, ohne daß wir er- physikalischer Mitarbeiter der hiesigen Sternvarte) gefunden und fahren, wie die Entscheidung ausfällt. veröffentlicht worden. Neu find bei Crookes auf diesem Gebiet Wenn man mich fragt, in welche Stimmung mich das nur relativ unerhebliche Einzelheiten, und die Priorität der beiden Schauspiel des Herrn Zapp verseht hat, so muß ich sagen, daß deutschen Forscher mußte von ihm in den„ Chemical News" Die Geschichte spielt in Berlin. Ein junges, unerfahrenes mich die Geschichte beinahe amüsirt. Im Stück wird sie aller vom 30. Mai 1879 ausdrücklich anerkannt werden. Trotzdem Mädchen aus aristokratischem Hause ist an einen reichen, schon dings von denen, die sie angeht, sehr tragisch genommen, aber hat er in dem berühmt gewordenen Vortrage vor der British etwas verlebten Mann, den Geheimen Kommissionsrath Bender, das ist gerade das Komische daran. Zapp geht von der selt- Association im August 1879 es versäumt, diesen Sachverheirathet worden. Nach der Neigung des Mädchens hat man samen Voraussetzung aus, daß Frau Hedwig Bender und Herr verhalt anzugeben. Auch der deutsche Uebersetzer der dabei nicht viel gefragt; es war der adligen, durch Schulden Erich Eschbach die Gesellschaft, der sie angehören, nicht kennen. letzteren Mittheilung hat dasselbe gethan, und so ist denn eine iuinirten Familie ja nur darum zu thun, sich mit Hilfe des Sie sind daher über alle Maßen erstaunt, daß sie sich durch ihre ungenaue Tradition hierüber in weiteren Kreisen entstanden. reichen Schwiegersohnes wieder in die Höhe bringen zu können. romantische Liebesgeschichte außerhalb dieser Gesellschaft gestellt Professor Hittorf hatte erkannt, daß das Licht der Rathode( des Das Ergebniß ist eine unglückliche" Che. Frau Hedwig haben. Sie haben in ihrer grenzenlosen Unschuld erwartet, daß negativen Pols) Strahlen enthält, welche in besonderer Weise Bender, geb. von dem Born, verlangt nach Erfaß und das honnette Bürgerthum thun wird, als sei gar nichts passirt. gradlinig verlaufen, so daß sie scharfe Schatten werfen, und verliebt sich in Herrn Dr. Erich Esch ba ch. Reichstags Ab- Sie haben das nicht nur erwartet, sie verlangen es sogar. Und welche die Glaswand, an der sie ihr Ende finden, zu hellem geordneten irgend einer freisinnigen" Partei, vielgenannten als dieses Verlangen nicht erfüllt wird, da regen sie Phosphoresciren zu erregen vermögen, daß ferner diese RathodenParlamentsredner 2c. Das Pärchen brennt durch und verlebt sich ganz schrecklich darüber auf, als sollte es ihnen Strahlen unter dem Einfluß des Magneten Ablenkungen und in einem kleinen, von Berliner Sommerfrischlern stark besuchten ans Leben gehen. Ich hätte mich, offen gestanden, nicht Krümmungen erfahren. Jedoch nahm Hittorf noch an, daß diese Bade Orte einen Honigmonat. Den Eegen des Standes gewundert, wenn Frau Hedwig Bender und Herr Erich Eschbach Strahlen wie gewöhnliche Lichtstrahlen, von jedem Punkte der beamten und, wie ich beinahe vermuthen möchte, auch sich schließlich doch nach dem Sittenkoder der Gesellschaft, die Rathode nach allen Seiten ausgehen, und daß alle Theile eines des Pastors wollen sie nachholen, wenn das von Frau Hed- ihnen so überaus viel werth zu sein scheint, der bürger solchen Strahls gleichartige Eigenschaften besitzen. Erst Goldstein wig fofort eingeleitete Chefcheidungsverfahren beendet ist. Aber lichen Gesellschaft! unterworfen und ihre früheren Stollen zeigte, daß die Ausbreitung dieser Kathoden- Strahlen eine ganz der Herr Geheime Kommissionsrath nimmt die Sache in seiner als Hausfrau bezw. Hausfreund wieder übernommen hätten. andere ist, als die des gewöhnlichen Lichts, daß nämlich von jedem maßlosen Verliebtheit gar nicht so frumm, wie man erwarten Gespielt wurde meist zufriedenstellend. Mista Präger kleinsten Flächentheilchen( Flächenelement) der Kathode nur ein möchte; er erklärt zu Protokoll, daß die behauptete gegenseitige als Gschbach und Hedwig Margot als Frau Bender brachten ganz schmales Bündel dieser Strahlen ausgeht, daß dieses rechtAbneigung nur eine einseitige ist. Da sonst kein Ehescheidungs- die Seelenkämpfe, die der Verfasser des Stückes den beiden winkelig zu dem Flächenelement gerichtet ist und daß jeder Strahl an grund gegen ihn angeführt werden kann, so können sich Hedwig auferlegt, wirksam zum Ausdruck. Herr Präger trug auch seinem Ende besondere Eigenschaften erlangt, mit denen das Leuchten und Eschbach nicht heirathen. Sie beschließen, konsequent genug, feine etwas langen Reden über bürgerliche Ehe und freie der Glaswände zusammenhängt. Goldstein hat dann auch gezeigt, ein auf freier Liebe" begründetes Zusammenleben, aber sie haben Liebe ohne übertriebenes Pathos vor. Von den übrigen Dar daß die Kathoden- Strahlen chemische Wirkungen ausüben und die Rechnung ohne die„ Gesellschaft" gemacht. Die wackeren Leutchen, stellern möchte ich Wilhelm Ruff( Herr Bender), Rudolf photographische Bilder erzeugen können. Später, und zwar schon die wir im 1. Att als Gäste des Bender'schen Hauses kennen gelernt oct( Lieutenant von dem Born), Charles Gassmann vor zehn Jahren in den Sigungsberichten der hiesigen Akademie haben, kommen nach dem Badeort und, siehe da! sie kennen die Stadtverordneter Steger) und Rudolf Jeffé( Bodo v. Wert) der Wissenschaften, hat er auch nachgewiesen, daß das Kathoden. Frau Geheime Kommissionsrath ebenso wenig wie den Herrn nennen. Im 3. und 4. Aft wurde fast tadellos gespielt. Schwächer licht feine einheitliche Strahlung ist, sondern daß den magnetisc Dottor. Wer Standal macht, stellt sich eben außerhalb der war der 2., am schwächsten der 1. Aft; einige Nebenrollen waren ablenkbaren Kathoden- Strahlen noch eine neue" Strahlenart Gesellschaft". Auch von ihrer Familie wird Hedwig preis- hier so schlecht besetzt, daß man glauben konnte, vor einem beigemischt ist, welche ebenfalls eine im besonderen Sinne gradgegeben, als sie sich weigert, entweder zu ihrem Gemahl zurück- Marionettentheater zu figen. Das Publikum fargte nicht mit linige Ausbreitung hat, aber durch die stärksten magnetischen zukehren oder mit dem Geliebten ins Ausland zu gehen. Das feinem Beifall, der sich von Alt zu Akt steigerte. Der Verfasser Kräfte nicht abzulenten ist. Es ist also nicht völlig richtig, wenn Baar siedelt furchtlos nach Berlin über und bezieht eine gemein- wurde nach dem 3. und 4. Aft gerufen. Herr Professor Röntgen in seiner Abhandlung behauptet: die schaftliche Wohnung. Aber o web! beim Milchhändler, Ablenkbarkeit durch den Magneten gilt bis jetzt als charakteristisches beim Bäcker und, wenn ich mich recht erinnere, auch beim Merimal der Kathoden- Strahlen", und wenn er aus diesem Grunde Kohlenhändler fangen fie an zu flüstern: Da oben beim annimmt, die sogenannten X- Strahlen könnten keine Katheden. Dr. Eschbach it. f. w." Schließlich fommt die Sache in die Strahlen fein. Beitung ein gegnerisches Blatt hat sie aufgegriffen, um sie Ueber die X- Strahlen Professor Röntgen's wird von der Direttion der Königlichen Sternwarte folgendes mitgetheilt: Bei dem lebhaften Interesse, welches mit recht die Entdeckungen ron Professor Röntgen andauernd erregen, dürfte es angezeig " Bericht des Agitationstomitees ein. Michels Kalt spricht für Theilung der Provinz. Nach unwesentlichen Bemerkungen anderer Redner schloß der Vorsitzende die Verhandlungen des ersten Tages. Soziale Ueberlicht. - einer berichtet. Ein Schneider zeigte ein sauber gearbeitetes Jacket| 266,95 M., so daß mit dem Bestand vom 3. Quartal 1895 ein vor, für das der Zwischenmeister aus dem Geschäft 1,35 M., der Kassenbestand von 184,55 M. vorhanden ist. Die Versammlung Arbeiter 1 M. betam. Davon hatte der betreffende noch Aus- nahm vier Nachwahlen zur Arbeitsnachweis Rommission vor; lagen für Nähfaden u. f. w. zuzugeben. Die Arbeitszeit zur gewählt wurden die Kollegen Löbig, Brade, Neumann und Fertigstellung eines solchen Stückes beträgt mindestens sieben Rutschte. Der Vorsitzende forderte dann die Kollegen dringend Stunden Das betreffende Konfektionsgeschäft hatte die Arbeit auf, vorhandene Mißstände in den Werkstellen 2c. dem Vorstand noch einige Male zur Abänderung zurückgesandt. Ueber das anzuzeigen. Dieser wolle für Abhilfe sorgen. Der diesjährige Die Zahl der Beauftragten( Revisionsbeamten) bei den Chikaniren der Arbeiter durch die Zuschneider und Abnehmer Mastenball wird am 18. Januar bei Schnegelsberg( Safenhaide) Die Zahl der Beauftragten( Revisionsbeamten) bei den in den Geschäften wurde lebhaft Klage geführt, ebenso über das abgehalten. Der Arbeitsnachweis und das Verkehrslokal befinden Berufsgenossenschaften ist bereits auf 214 gefstiegen; von den Meistern ausgeübte sogenannte„ Schmiersystem", das sich Mariannen- Ufer 4 bei Gehlhoff. Die nächste Versammlung davon sind 4 bei den 48 landwirthschaftlichen Berufsgenossen- darin besteht, daß die Zuschneider und Konfektionäre zum Ge- ist am 3. Februar. schaften, die übrigen bei den 64 gewerblichen angestellt. Die burtstag, zur Kindtaufe und ähnlichen Veranstaltungen ein meisten Berufsgenossenschaften beschäftigen nur einen Beauftragten, geladen werden oder auch bei einer beliebigen Gelegenheit Proving Brandenburg, hielt am 12. Januar bei Buste, Grenadiers Der Zentralverband deutscher Brauer, Zweigverein einzelne gar keinen, wieder andere aber mehr als 20 und 30, Geschenke erhalten. Hierdurch soll bezweckt werden, daß zum Beispiel die Papierverarbeitungs- und die See- Berufsstraße, seine Monatsversammlung ab, in welcher Dr. Bern die betreffenden Meister bei der Ausgabe von Ar genossenschaft. Andererseits sind eine Anzahl Beauftragten gleich beiten mehr berücksichtigt stein über„ Unfallversicherung" sprechen wollte. Dr. Bernstein werden oder auch bei der zeitig für mehrere Berufsgenossenschaften thätig. war leider nicht erschienen, obwohl der Vorsitzende tags vorher Das neueste Abnahme weniger Chifanirungen ausgesetzt sind. Nachdem bie geringste technische Bildung haben, sondern reine worden waren, wurde schließlich fürmisch verlangt, daß die er fei. Unter Inneren Vereinsangelegenheiten" wurde ein Antrag Berzeichniß weist noch immer solche Beauftragte auf, die nicht noch Fälle von roher Behandlung der Arbeiterinnen geschildert von dem zur Ladung beauftragten Gastwirth Lang ein Schreiben erhielt, nach welchem Ladung und Zusage Dr. Bernstein's erfolgt Bureaubeamte, zumeist Geschäftsführer bei Berufsgenossenschaften hobenen Forderungen den Geschäften, Händlern und Meistern zu- Preuß, neben den festgesetzten Beiträgen eine Extrafteuer vou sind. Das Reichs- Bersicherungsamt sollte endlich Gelegenheit gestellt werden sollen. Ein dahingehender Antrag wurde ein 20 Bf. pro Mitglied und Monat zu Unterstützungszwecken nehmen, gegen diese nur zu durchsichtige Sache einzuschreiten. stimmig angenommen, und die Versammlung verflichtete sich, mit zu erheben, ebenso ein Antrag Träger, in Geregelte Arbeitsvermittelung. Während die amtliche aller Kraft für die Verwirklichung der Forderungen einzutreten. hierzu einzuberufenden Generalversammlung die Monats Berliner Correspondenz" eilfertig die Meldung dementirte, die Die Schuhfabrik von Eichbaum u. Ko. in Mainz hat beiträge in Wochenbeiträge umzuändern und auf 30-40 Pf. preußische Regierung wolle darauf dringen, daß die Arbeitgeber nach längeren Berhandlungen mit dem Arbeiterausschuß den ihr festzusetzen, abgelehnt und die Sache dem Vorstand zur Erwägung gefeßlich gezwungen werden könnten, offene Stellen einem vor einigen Tagen vorgelegten und anfänglich abgelehnten er überwiesen. Unter Verschiedenes" gab der Kassirer bekannt, Arbeitsnachweis anzuzeigen, geht das Ministerium in Baden höhten Lohntarif angenommen. Die Maschinen Auspuher daß von den zur Unterstüßung der Familien der inhaftirten etwas energischer vor. Auf Anregung des Reichsamts des haben infolge dessen sämmtlich ihre Kündigung zurückgezogen. Kollegen Eberl und Höse ausgegebenen Sammellisten bis jetzt 14 Innern hat es die Vornahme statistischer Erhebungen über die Arbeitsnachweis stellen beschlossen. Es soll, je nach dem Stand Vom Streik der Schiffsbauarbeiter in Großbritannien. mit dem Betrage von 230 M. eingegangen feien; die Versammvom 31. Dezember 1894 und 1895, eine Aufnahme erstens aller Der Lohukampf der großbritannischen Schiffsbauer wird be- lung beschloß, nach Eingang der ausstehenden Listen noch weitere gewerbsmäßigen Stellen vermittler, Gesindevermiether u. dergl., tanntlich auf zwei Schlachtfeldern ausgefochten, am Glyde in auszugeben, bis das zur Unterstützung verausgabte Geld einzweitens aller übrigen Arbeits- und Stellennachweisanstalten er- Schottland und in Belfast in Irland; über die augenblickliche Schreiben des Herrn Julius Türk verlesen, der den Berein zur Von dem Vorsitzenden wurde hierauf ein gegangen ist. folgen. Die Erhebungen werden sich auf die weiblichen Gesinde Lage unterrichten folgende drei Depeschen vom 18. respektive Entnahme von Billets zu den Boltsvorstellungen im BelleallianceSchreiben des Herrn Julius Türk verlesen, der den Berein zur Vermietherinnen 2c., sowie solche Personen erstrecken, die das 19. d. M.: Theater einlud. Die Versammlung war hiermit einverstanden Geschäft nur in kleinem Umfang oder als Nebengewerbe betreiben. Die Schiffsbauarbeiter am Clyde haben die Vorschläge und überließ das weitere dem Vorsitzenden. Ein Begrüßungss Die Ergebuiffe der Erhebungen werden die Bezirksämter bis der Werftbefizer betreffend die Beendigung des Aus- und Dantschreiben an den Vorfigenden, abgesandt vom geschäfts15. Februar d3. J3. dem statistischen Bureau mit einem Begleit- standes angenommen. Die Schiffsbauarbeiter in Belfast führenden Ausschuß der Glasarbeiter in Carmaux( Frankreich) bericht einsenden, der sich namentlich darüber auszusprechen hat, verwarfen die Vorschläge der Arbeitgeber. Durch die wegen der vom hiesigen Zweigverein Ende vorigen Jahres an welche Mißstände fich zur Zeit bei der Stellenvermittelung geltend Weigerung der Ausständigen in Belfast, die angebotenen die dortigen Glasarbeiter übersandten 50 M., wurde der Verwegen der vom hiesigen Zweigverein Ende vorigen Jahres an gemacht haben, auf welche Art im Bezirk die Nachfrage nach dem Bedingungen anzunehmen, wird auch die Lage am Clyde sammlung zur Ansicht unterbreitet. Der Vorstand beabsichtigt, Angebot von Stellen- und Arbeitsgelegenheit im allgemeinen er wieder unentschieden, da laut der Abmachung zwischen den in nächster Zeit in furzen Zwischenräumen lehrreiche Vorträge folgt, ob und in welcher Richtung nach den Verhältnissen des Werftbefizern in Glasgow und Belfast auch dort die Arbeiter halten zu lassen, an die sich ein gemüthliches Beisammensein Bezirks eine weitere Ausbildung des Arbeitsnachweises wünschens- nicht wieder zugelassen werden können, solange die Arbeiter in werth ist, ob sich einzelne Einrichtungen besonders gut oder nicht Belfast nicht gleichfalls die Arbeit aufnehmen. Es wird indessen anschließen soll. Das diesjährige Stiftungsfest wird am 28. März in Keller's großem Saal, Koppenstraße, abgehalten. bewährt haben und aus welchem Grunde. erwartet, daß dieser Zwiespalt von kurzer Dauer sein werde. Die Kellnerinnenfrage vor dem badischen Landtage. Eine Petition an den badischen Landtag, die in der ersten Sigung nach den Weihnachtsferien verhandelt wurde, nimmt sich der geschundensten Geschöpfe im Dienste kapitalistischer Ausbeutung und unanständiger Willkür, der Kellnerinnen an. Sie fordert: 1. Daß jeder Wirth bestraft werde, der eine Kellnerin ohne bestimmten Lohn anstelle. 2. Daß fein Mädchen unter 21 Jahren sich dem Kellnerinnenberuf widmen dürfe. 3. Daß die Arbeitszeit der Kellnerinnen nicht später als 10, höchstens 11 Uhr nachts ausgedehnt werde. 4. Daß den Kellnerinnen eine ununterbrochene 8stündige Schlafenszeit gewährleistet werde. 5. Daß eine strenge polizeiliche Ueberwachung der Schlafstätten stattfinde. 11 Uhr. = Gewerkschaftliches. = Versammlungen. = % Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am 13. Januar eine tombinirte Vertrauensmänner= Konferenz ab, war das Thema, das eine za b Ireich besuchte Bersam munsere Agitation?" Nather leitete die Diskussion ein, indem Die Unfallstationen und die Berliner Krankenkassen" mit der Tagesordnung: Wie entfalten wir in nächster Zeit lung von Krantentassen Vorständen und er besonders darauf hinwies, daß jetzt in der Metallindustrie Beamten am 14. Januar bei Röllig beschäftigte. Vertreten eine günftige Geschäftskonjunktur eingetreten sei, die wohl noch waren 40 Staffen. Nach einigen einleitenden Worten des Vor- auf einige Jahre hinaus andauern werde; trotzdem würden die fißenden Herrn Herrmann, der den Zweck der Versammlung Löhne fortwährend reduzirt, daher sei es nothwendig, daß und das Wesen der Unfallstationen turz stizzirte, gab Herr in eine energische Agitation eingetreten werde. Zu diesem empfahl er, überall Werkstatts Bersammlungen Dr. Maschte an der Hand eines umfangreichen Materials Zweck einen Ueberblick über das System der Unfallstationen. Redner einzuberufen, wo sich die Kollegen beffer unter einander auserklärte, daß das Kuratorium der Unfallstationen selbst so gut fprechen könnten. Es gelte, die große Maffe der indifferenten wie feine Geldmittel besitze und daher, um das Unternehmen Kollegen zur Organisation heranzuziehen. In den Fällen, wo möglich zu machen, darauf angewiefen gewesen sei, die Stationen fich die Vertrauensmänner nicht start genug fühlten, den Kollegen an fapitalfräftige Aerzte zu vergeben, die nun auf eigene Rech Zweck und Ziele der Organisation Har zu legen, möchten sie 6. Daß den Kellnerinnen ein Nachmittag in der Woche freinung und Gefahr die betreffende Station errichten und unter sich an die Vorstandsmitglieder oder an sonst geeignete Kollegen Nicht das Wissen also und die wenden. Von einigen Rednern wurde bedauert, daß verschiedene gegeben werde, ohne daß sie selbst für eine Stell- halten mußten. Nicht das Wissen also vertreterin zu sorgen hätten. ärztliche Tüchtigkeit an sich, sondern sein Werkstatts- Vertrauensmänner nicht genügend agitiren und Harts 7. Jeden Wirth gefeßlich zu verpflichten, in seinen Wirth- Geld habe den Arzt fähig gemacht, dirigirender daher oft die Kollegen dem Verband fernbleiben. Arzt" einer solchen Unfallstation schaftsräumen die gefeßlichen Bestimmungen zu gunsten Schlesinger's Gnaden zu werden. des von regte an, daß die Werkstätten, respektive bie Agenten mann 100 schlechte Löhne Während die Stationen Branchen, gezahlt werden, in der Kellnerinnen anzuschlagen. 8. Freigebung des Sonntag Bormittags bis auspofaunt wären als berufsgenossenschaftliche Einrichtung, dazu den Branchenversammlungen etwaige Lohnforderungen aufzus bestimmt, durch intensive" Behandlung den Unfallverletzten ftellen haben. Als die Frage einer Fachpresse angeschnitten Die sozialdemokratischen Mitglieder der Kammer nahmen schneller gesund zu machen und dadurch den Berufsgenossenschaften wurde, sprach Litfin dagegen und meinte, die Kollegen sich der Petition warm an; schließlich wurde sie der Staats- Rentenersparnisse zu schaffen, seien es Privatunternehmungen mit müßten sich mehr gewöhnen, die Versammlungen beffer zu be regierung mit der Bitte überreicht, die beklagten Mißstände, soregierung mit der Bitte überreicht, die beklagten Mißstände, so- rein geschäftlichen Zwecken und könnten demgemäß auch ge- und suchen, um dadurch das Band der Solidarität mehr zu bes weit dies durch gesetzliche Maßnahmen möglich sei, beseitigen zu und ganz junge Aerzte für eine Entschädigung bis zu 20 Pf. die wenn eine Industriekrise eintreten sollte, trotzdem weiter für weit dies durch geschliche Maßnahmen möglich sei, beseitigen zu verkauft werden. Den Wachdienst verfähen noch dazu Studenten festigen. Ferner machte er barauf aufmerksam, daß auch dann, wollen. Auf alle Fälle ist durch diese Verhandlung ein denkenswerther Anstoß zu nothwendigen Reformen gegeben worden. Stunde, so daß die wiederholten Fälle falscher Behandlung er- unfere Sache agitirt werden müffe. Zum Schluß machte der noch bekannt, daß die nächste General flärlich seien. Nach Anführung einer Reihe solcher Fälle warf Vorsitzende 3. Februar d. J. im Louisenstädtischen Der Verein der Mainzer Rechtsanwälte hat beschlossen, Redner einen Blick auf die Geschäftsführung des Kuratoriums, versammlung am abgehalten wird und ohne Mitglieds daß vom 1. Februar ab an Sonn- und Feiertagen die deren Art und Weise wahrscheinlich auch der Grund für Konzerthaus" Schreibstuben geschlossen bleiben und Klienten an den Abbruch der vor zirka zwei Jahren mit den Kranten- farte niemand Zutritt hat. Folgende Resolution wurde ein solchen Tagen nicht empfangen werden sollen. faffen angeknüpften Unterhandlungen gewesen sei. Auch die stimmig angenommen:" Die heutige Versammlung beschließt, mit Die Verkäuferinnen in den Wiener Tabaktrafiken haben Stellung der Stationen in den„ Dienst der öffentlichen Wohl- ganzer Kraft in eine energische Werkstattsagitation eine Arbeitszeit von 15-16 Stunden täglich und nur alle 14 Tage fahrt" sei aus kaufmännischen Rücksichten erfolgt, nämlich als einzutreten. In kleineren Werkstätten haben dies die Vertrauens man gesehen habe, daß die Stationen bei der bisherigen nur männer selbst zu thun, wenn nöthig unter Zuziehung der einen ganzen freien Sonntag. In Desterreich ist die Anfertigung berufsgenossenschaftlichen Kundschaft mit erheblichem Defizit ar- geeigneten Kollegen. In größeren Fabriken haben sich die Kollegen und der Vertrieb von Tabalfabrikaten bekanntlich ein Monopol beiteten. Dr. Maschte berichtet dann über eine weitere Reihe an die geeigneten Instanzen zur Einberufung von Versammlungen des Staates. Auch die ungeheuerliche Ausbeutung der Tabakverkäuferinnen zeigt daher, wie wenig fich die österreichische Ne- von Mißständen und kam schließlich zu einer völligen Verurthei zu wenden. Außerdem find sämmtliche Werkstattsversammlungen gierung um das Wohl des arbeitenden Wolfes kümmert. lung des geschilderten Systems, das sich als unlauterer Wett- vorher im Arbeitsnachweis- Bureau" anzuzeigen." bewerb gegenüber den Aerzten und als eine hohe Gefahr für die Im Interessenverein der Kistenmacher hielt am 18. Januar Krankenkaffen und ihre Mitglieder" darstelle. Der Vortrag wurde in einer gut besuchten Versammlung Genoffe Börsch einen mit reichem Beifall aufgenommen. In der Diskussion, in der Khrreichen Vortrag über die Entstehung des Privateigenthums, 12 Redner zum Wort tamen, wurde einmüthig gegen die Unfall- der mit großem Beifall aufgenommen wurde. An der Diskussion Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über stationen jener Art Stellung genommen. Nur ein zur Verlesung betheiligten sich Wittman, Tschernig und Merten. Ausstände oder Aussperrungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden gekommener Brief aus der Ludwig Löwe'schen Fabrikfranken- Zum Schluß ersuchte der Vorsitzende Merten um recht zahlOrganisation tragen. fasse war zu gunsten des Schlesinger'schen Unternehmens gehalten. reiche Betheiligung an der Theatervorstellung, die am 26. b. M. Achtung, Former und Gießereiarbeiter! Die Differenzen Weiter wurden noch Angaben gemacht über Fälle von falscher im Belle- Alliance- Theater vor sich geht. bei der Firma Weiß u. Peters in Berlin, Gitschiner Behandlung, Abwesenheit jeglichen Arztes von den Stationen, Aus- Der Fachverein der Bäcker für Berlin und Umgegend straße 79, wurden gestern zugunsten der dort benutzung der Krankenkassen durch hohe Liquidationen, nicht erhielt am 14. Januar in Buste's Salon, Grenadierstr. 33, jeine schäftigten Arbeiter beigelegt. Der Vorstand forderliche Entsendung der theuren Krankenvagen u. f. w. Herr regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Nachdem der Bericht des Verbandes aller in der Metallindustrie Baader( von der Meyer'schen Staffe) berichtete, daß man in des Kassirers über den Monat Dezember, wo eine Einnahme beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegen d. seiner Kaffe zum Schutz gegen die Unfallstationen einfach sämmt von 154,35 MM. und eine Ausgabe von 61,85 M. zu verzeichnen Die Tabakarbeiter Berlins werden auf die heute Dienstag, liche Aerzte, die bei den Stationen betheiligt wären, von der gewesen ist, afzeptirt war, folgte die Versammlung mit AufListe der Kaffenärzte gestrichen hätte. Herr Buch ho18 merksamkeit einem Vortrage des Genoffen Mal deck Manasse den 21. Januar, bei Nieft, Weberstr. 17, stattfindende öffent( Maurerfasse) empfahl, den demnächst erscheinenden Bericht des über den Kampf ums Dasein und spendete dem Redner am liche Bersammlung mit dem Bemerken aufmerksam ge- Reichs- Versicherungsamts über die Ergebnisse der Unfallstationen Echlusse seiner trefflichen Ausführungen reichen Beifall. In der macht, daß nach dem sehr wichtigen Vortrag des Reichstags- nebst dem sonstigen Material einer zu wählenden Kommission Diskussion führte Schneider aus: Wenn in einem Gewerbe Abgeordneten Molkenbuhr die Kommission über ihre zur Nachprüfung zu überweisen. Die darauf gewählte Kom- den Arbeitern der Kampf ums Dasein besonders schwer gemacht Thätigkeit berichten wird und der Versammlung auch die Abrechnung mission, die das Recht der Kooptation hat und weiteres Material würde, so sei das gerade im Bäckergewerbe der Fall, wo man in vorgetragen werden soll. Weiter soll zu dem internatiofammeln und einer neuen Bersammlung eventuell Vorschläge vor- den Kreisen der Unternehmer selbst vor den frechsten Lügen nicht nalen Kongreß der Zabalarbeiter Stellung genommen legen soll, besteht aus den Herren Gries( Neue Maschinenb.), zurückschene, um die selbständigen Regungen der Gehilfen zu Barnewis( Ortskr. d. Kaufl.), Liebenow( Ortsfr. der unterdrücken. Umsomehr erwachse den Bäckergehilfen die Pflicht, Den großen Werth beruflicher Organisation ver- Drechsler), Paape( Ortstr. d. Gelbgießer), Schröder( Gr. der guten Sache treu zu bleiben und für die Organisation zu anschaulicht folgende Meldung aus Hamburg. Die Ham- Omnibus- Ges.), Herrmann( Ortstr. d. Kaufl.), Ruhntte agitiren. Als zweckmäßigste Methode empfahl der Hedner, immer burger Straßenbahngesellschaft war durch die Organisation der( Eingeschriebene Hilfstaffe 61), Ludwig( Ortstr. d. Graveure). mit Thatsachen zu kämpfen. Ein Antrag des Vorstandes, das Steinsetzer und Rammer genöthigt worden, den von ihr be- Bum Schluß wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: Martensystem auch für den Verein einzuführen, wurde nach schäftigten Arbeitern dieses Berufes dieselben Löhne zu zahlen, Die heute versammelten Vorstandsmitglieder Berliner furzem, aber lebhaftem Für und Wider mit geringer Mehrheit die im Steinfegergewerbe der Hansestadt sonst üblich sind. Wohl Krankenkassen sprechen nach dem hier Vorgetragenen den Unfallangenommen. Der Vorstand erhielt dann den Auftrag, im zur Vergeltung dafür wurde den Steinsetzern und Rammern der stationen ihr volles Mißtrauen aus. Die Anwesenden ver- März das Stiftungsfest und im Sommer an einem Sonntag eine Straßenbahngesellschaft am 2. Januar von den Bahnmeistern erpflichten sich, dafür Sorge zu tragen, daß Mitglieder der Berliner Dampferpartie nach der Unterspree zu veranstalten. Nachdem flärt, daß nur der arbeiten solle, der dem Verband nicht an- Krankenkassen über das Wesen der Unfallstationen aufgeklärt vom Borfizenden auf den Maskenball aufmerksam gemacht war, gehöre; wer Arbeit haben wolle, folle aus diesem austreten. werden, damit sie, soviel in ihren Kräften steht, dieselben meiden. der am 26. Januar in Bögon's Brauerei, Prenzlauer Allee 242, Unter den 222 Mann, die die Gesellschaft beschäftigte, gehörten Andererseits erklären die Anwesenden, jeder Institution, die abgehalten wird, wurde die sehr gut besuchte Versammlung ge nur 44 der Organisation nicht an. Troßdem nur 9 Verbands Befferung biete, ihre Unterstüßung zu gewähren." schlossen. mitglieder den Wunsch der Gesellschaft erfüllten und der Organisation Der Verband der au Holzbearbeitungs- Maschinen und Der Fachberein der Tapezirer hielt am 14. Januar eine Balet sagten, ist die Gesellschaft mit ihrem Begehren dennoch gescheitert, und Arbeiterinnen zahlreich besuchte Mitgliederversammlung ab. Da der Dekorateur weil die übrigen Arbeiter treu zum Verbande hielten. Die Ge- auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter sellschaft war außerdem genöthigt zu erklären, daß sie bei Neu- Deutschlands, Berlin, Filiale I, hielt am 6. Januar feine regel- am Erscheinen verhindert war, hielt Goschte einen Vortrag mäßige Mitgliederversammlung ab. Nachdem der Vorsitzende die und zwar über Buddha's Leben, Lehre und Wirken. einstellungen von Arbeitern nicht danach fragen würde, ob diese Kollegen zum neuen Jahre begrüßt und dem Verband viel Glück Der Vortrag fand den Beifall der Anwesenden und veranlaßte der Organisation angehören oder nicht. gewünscht hatte, hielt Genosse Paul Jahn einen interessanten eine lebbafte Diskussion. Markiel stellte dann den Antrag, Aus der Bewegung unter den Konfektionsarbeitern. Vortrag über das Thema:„ Der Kreislauf des Geldes und die zur nächsten Generalversammlung darüber Beschluß zu fassen, Ju Breslau tagte am Sonntag im großen Börsensaal eine Währungsfrage." Er erntete für seine Ausführungen reichen durch Markenverkauf eine bessere Ausstattung der Fachzeitung gut besuchte Versammlung der Konfektionsschneider und Beifall. Es wurde dann die Abrechnung vom Besuch der Urania zu ermöglichen." Eine Anfrage, ob die Zeitung nicht nach Berlin Näherinnen, wo Timm aus Berlin über die Zustände in der gegeben. Danach hatte die Filiale eine Einnahme von 187,90 m. verlegt und durch Annoncen verbilligt werden könne, da sie nur eine Ausgabe von 164,25 M., fo daß Konfektion referirte und die Nothwendigkeit des einheitlichen Ein- und ein durch freiwillige Beiträge der lokalorganisirten Vereine unterstützt von 23,65 M. verzeichnen war. In würde, fand dahin Beantwortung, daß dies laut Kongreßbeschluß tretens für die auf den Konferenzen der Konfektionsarbeiter Ueberschuß vom vierten Quartal 1895 hatte die noch nicht möglich sei. Der Antrag, ein Ostervergnügen zu ver erhobenen Forderungen betonte. Krasse Fälle von Ausbeutung der Abrechnung der Arbeiter und Arbeiterinnen wurden in der Diskussion Filiale eine Einnahme von 249,30 M. und eine Ausgabe von anstalten, wurde dem Vorstand zur Erwägung überwiesen. werden. #F In der Generalversammlung der Berliner Filiale des und auf die lange Arbeitszeit zurückzuführen ist. Auch, um ständig zu verwerfen sei, mit großer Majorität Vereins der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen einem weiteren Rückgang der Lebenslage der Solzarbeiter wieder auf. Gin Antrag, eine fiebengliedrige Kommiffion zu Deutschlands, die am 16. Januar im Englischen Garten" vorzubeugen, fei es nothwendig, die günstige jetzige wählen, die einer demnächst einzuberufenden Bersammlung be tagte, theilte der Kassirer mit, daß im vergangenen Quartal die Konjunktur auszunüßen und nüßen nothwendig, die Forderung nach gesammte Einnahme 1715,55 M. und die Ausgabe 604,25 M. stündiger Arbeitszeit bei einer Minimal- Abschlags" eun- stimmte Vorschläge für die in diesem Frühjahr zu beginnende Lohnhabe, und in diese betrug, so daß 1111,30 M. an die Haupttasse abgesandt werden von 21 Mart pro Woche aufzustellen. Auf das Kleinmeister: Kommission die Kollegen Weber, Wolff, Paul Kluge. konnten. An vier arbeitslose Kollegen wurden als Weihnachts- thum, das nur auf Kosten der Arbeiter mit dem Großkapital Martin, Herm. Südner, Nierig und Karl Wolff unterſtügung zusammen 52 M. gezahlt. Auf den zur Frage der konkurrire und dadurch seine Scheinexistenz friste, fönne bei gewählt. Beim zweiten Punkt der Tagesordnung, wie sich die Arbeitslosen Unterstügung ausgegebenen Urabftim- einer Bewegung keine Rücksicht genommen werden, und damit Möbelpolirer zum internationalen Kongreß zu verhalten hätten? mungslisten, die sämmtlich eingelaufen sind, wurden 540 Stimmen, die aufgestellten Forderungen nicht nur augenblicklich durchgesetzt, beschloß die Versammlung, den diesjährigen internatio und zwar 372 mit ja und 168 mit nein abgegeben. Die sondern auch dauernd aufrecht erhalten würden, sei der Anschluß nalen Kongreß der Holzarbeiter in Amsterdam Generalversammlung beschloß, eigens für die Interessenten eine eines jeden an die Organisation dringend nöthig. Den Aus- durch einen eigenen Delegirten der Berliner Möbelpolirer au besondere Versammlung einzuberufen und dort über die führungen folgte eine längere Diskussion, an an der sich beschicken. statutarische Festsetzung des neuen Unterstüßungszweiges eine größere Anzahl Von Kollegen betheiligten, die zit halten. Nachdem auf die Vertrauensam I' und alles sonst in dieser Sache nöthige zu berathen. fast durchwegs im Sinne des Referenten sprachen." Glocke Die Metallarbeiter in Schöneberg hielten am Sonnabend Die Unterſtüßungskommission nahm in der Zeit vom 19. Sep- und Monin bedauerten den verhältnismäßig schwachen eine öffentliche Versammlung ab. Genosse Rohrlad sprach tember 1895 bis 16. Januar 1896 insgesammt 988,50 m. ein Besuch der wichtigen Versammlung. Die Kollegen in befferer Arbeiter", bei der er besonders die Entwickelung der Ringe, unter Beifall über den Druck der befizenden Klaffen auf die und hatte eine Ausgabe von 358,15 M., so daß einschließlich Stellung hätten dennoch alle Ursache, für die schlechter gestellten Trusts 2c. einer eingehenden Schilderung unterwarf. In der eines Betrages von 18,90 m. für später eingelieferte Billets ein Kollegen einzutreten, nicht nur weil es das Solidaritätsgefühl Diskussion wurde die Bauheit der Schöneberger Metallarbeiter Bestand von 649,25 M. übrig blieb. Für diese Kommiffion war verlangt, sondern weil sie infolge des Unterangebots faum fehr getadelt, während Kleinschmidt einen energischen Appell eine Neuwahl erforderlich; man betraute acht der betreffenden im stande sein würden, ihre günstigere Stellung für Mitglieder wieder mit diesem Posten, während Lithograph Für die Dauer an die dortigen Vertrauensmänner der Metallarbeiter richtete, gens an ftelle zweier ausgeschiedener Kollegen neu gewählt männer- Bersammlungen hingewiesen und bekannt gegeben war, mehr als bisher gu agitiren, da gerade dieses Jahr als ein wurde. Zum Schluß theilte Sillier mit, daß bei Wilhelm daß in nächster Zeit eine gemeinsame Versammlung mit den günstiges für die Bewegung bezeichnet werden könne. Bum Bid in Prag ein Lithographenstreit ausgebrochen fei, Meistern abgehalten werden soll, wurde folgende Resolution Schluß ermahnte der Vorsitzende zu reger Betheiligung an der deffen siegreiche Beendigung zu erwarten stehe, sofern die Pläße einstimmig angenommen:" Die Versammlung erklärt sich mit Sonnabend, den 25. Januar stattfindenben der Streifenden nicht von auswärtigen Kollegen besetzt würden. dem Vorgehen der hiesigen Filiale des Holzarbeiter Verbandes Gewerbegerichts Wahl.uc Die Holzarbeiter des Westens und Südwestens be in betreff einer Lohnbewegung einverstanden. Die Versammlung ſchäftigten sich am Sonntag in einer Versammlung auf der Bock- verpflichtet sich, für die aufgeftellten Forderungen: 9 stündige brauerei mit der in Aussicht stehenden Lohnbewegung. Das Arbeitszeit und 21 Mark Minimal- Abschlagszahlung, sowie Referat hatte R. Millarg. Er schilderte in eingehender Weise für eine prozentuale Lohnerhöhung eine prozentuale Lohnerhöhung in den Werkstätten, die wirthschaftlichen Verhältnisse der Holzarbeiter, besonders der wo die bezeichneten Löhne nicht erreicht werden, petuniär und Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Bau- und Möbeltischler. Wenn in einigen Berufen einzelne moralisch einzutreten. Die Versammelten verpflichten sich ferner, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von Arbeiter wirklich noch einen halbwegs auskömmlichen Lohn er sich, soweit dies noch nicht der Fall ist, dem Deutschen Holz 6-7 Uhr statt. arbeiter- Verbande anzufchließen." Zum Schluß forderte der Vorhielten, so sei doch die übergroße Mehrzahl so schlecht sitzende die Anwesenden auf, dafür zu sorgen, daß in allen R. 2, F. V., Bergftr. Ja.-F. G., Nauen. Wenn gestellt, daß es endlich Zeit wäre, sich aufzuraffen Werkstätten Bertrauensmänner gewählt werden, mit denen die der gesetzlichen Frist ausgesprochene Kündigungsfrist für den um beffere Verhältnisse anzuftreben. Redner wies dann weiteren Schritte berathen werden können. Außerdem erwartete Miethsvertrag ein. Demnach muß die Kündigung innerhalb der die innerhalb darauf hin, daß die Maschine immer mehr Eingang findet, wodurch die Handarbeit immer mehr verdrängt und der er, daß von jedem einzelnen rührig agitirt wird. drei ersten Tage des Quartals dem Gegner spätestens zuArbeiter zum Spezialisten für bestimmte Stücke ausgebildet wird. Die in der Möbelpolirerei beschäftigten Arbeiter und gegangen sein. Dies gilt jedoch nur für Miethsverträge unter Selbst in dem Bericht der Kaufmannschaft werde zugegeben, daß Arbeiterinnen hatten sich am Sonnabend wiederum bei Keller, 150 M. oder für schriftliche Miethsverträge mit einem höheren die Löhne der Holzarbeiter um 10 pet. gesunken sind, und in Koppenstr. 29, versammelt, um die am vorigen Sonntag vertagte Miethszins. Handelt es sich um einen Miethsvertrag mit einem den Statistischen Jahrbüchern" sei nachgewiesen, daß ein unge- Berathung fortzusehen. Die Versammlung, die von nahezu Miethspreise über 150 m. und ist dieser Vertrag lediglich mündheuer großer Prozentsaz der Holzarbeiter an der Schwindsucht 500 Personen besucht war, hob zunächst den am vorigen Sonn- lich und durch Uebergabe der Wohnung geschlossen, so endet er zu grunde geht, was auf die schlechten sanitären Einrichtungen tag gefaßten Beschluß, daß die Attordarbeit voll ohne weiteres mit Ablauf eines Jahres.- K., Postfir. Nein Für den Juhalt der Juserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung National- Theater. Urania t Briefkasten der Redaktion. Große Sennheisterscape 15%. Anstalt für Volksthümliche Apollo- Theater Apollo Theater Kranken- u. Sterbelasse Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Große Doppel- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Opfer der Großstadt. alf Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Theater. Schauspiel in 3 Atten von J. F. Reis. Täglich Vorstellung im wissenschaftDienstag, 21. Januar. Opernhaus. Der Prophet. Schauspielhaus. Othello. DE Deutsches Theater. Lebenswende. Leffing- Theater. Komtesse Guckerl. Berliner Theater. Feodora. Neues Theater. Der Herr Direktor. Regie: Fritz Schäfer. Zum Schluß: Zschens, das Waldmädchen. Burleste von Hugo Buffe. Regie: Mar Samft. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Reſidenz- Theater. Hals über Stopf Adolph Ernst- Theater. Vorher: In doppelter Bekehrung. 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Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Weberstr. 52, nach dem Georgentirchhof vor dem Lands berger Thor statt. [ 82/11 Der Vertrauensmann. Für die große Theilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Fran, unserer guten Mutter Wilhelmine Dobrich geb. Stollberg sagen wie allen Ver wandten und Bekannten, namentlich aber dem Gesangverein der Puzer Ge müthlichkeit" unfern tiefgefühlteften Dant. 22806 Berlin, den 20. Januar 1896. Der trauernde Ehegatte nebst Hinterbliebenen. Danksagung. 22766 der Beerdigung meines Schwagers, bes Für die zahlreiche Betheiligung bei Kochs Adolf Spiegelhauer sage ich allen Kollegen und Genossen im Namen der Hinterbliebenen besten Dant. Robert Bartsch, Kupferschmied. Kranzbinderei und Blumenhandlung Robert Meyer, Nr 2. Marianenstraße Nr. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballsträußchen, Bouquets u. f. w. werden fehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Blumenhandlung P. 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Engel, Zimmerstr. 89. 2171b bringend nöthig. Volksversammlung möbel- Ausverkauf Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Bueb- Mülhausen über: Wegen ganz bedeutender Vergrößerung meiner Die Sozialdemokratie im Rampfe ums Recht". 2. Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch bittet 211/2 Der Einberufer. Holzarbeiter. Dienstag, den 21. Januar, abends 8 1hr, in Keller's Feltfälen, Koppen- Straße Nr. Groke öffentliche des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waarenlager zu noch nie dagewesenen Breisen vollständig aus. Bum Umzuge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen und billigst einzulaufen. Man lasse sich nicht durch unmögliche Anpretfungen blenden, sondern besichtige sich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche dieselben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anertanni billigsten Preisen. Durch Eintauf von 9 großen Möbellagern zu günstigen Bedingungen verkaufe ich ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke MöbelEthische Gesellschaft. Mittwoch, den 22. Jannar, abends 8%, Uhr, im Lotal des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c. Ordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Neuwahl des Gesammt vorstandes und der Bibliothekare. 4. Anträge der vorigen außerordentlichen Generalversammlung. 5. Verschiedenes. Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. gang bebeutend billiger als jeber ambere el Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. händler. Auch größtes gebrauchter und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften Spott29: preiſen. Kleiderſpind 16 Mart, NußbaumHolzarbeiter Versammlung für den Offen und Südoffen. Tagesordnung: fleiderspind 30, Muscheltleiderspind35, Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfedermatrage u. Steiltissen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbauni trumeaug mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 106 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagoni- Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilheiten zahlung. Brautleute, welche ihre Möbel bei mir faufen, erhalten ein Hochzeitsgeschent gratis. Kein Abzahlungsgeschäft. Eigene TapezierLohn- Getaufte Möbel fönnen toftenfrei auf meinen u. Tischlerwerfstätten, vier große Möbelspeicher. Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und portirt und aufgestellt, auch nach außerhalb. 1. Wie stellen sich die Holzarbeiter Berlins zu einer bewegung? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Referent: Wiedemann. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 80/11 werden dann durch eigene Gefpanne fauber transMetallarbeiter. 6 Mittwoch, 22. Januar, abends 8 the: Oeffentliche Versammlung der Metallarbeiter bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. = Tages Ordnung: Wie behandeln die Metallindustriellen ,, ihre Arbeiter? Referent: Otto Naether. Zu dieser Versammlung sind besonders eingeladen die Kollegen der Firmen: Gäbert, Lothringerftr. 36; S. A. Loevy, Dragonerstr. 14; P. W. Koch, Schönbauser Allee 121; Leonhardt& Cie., Eaarbrückerstraße; Hillerscheidt& Kasbaum, Schönhauser Allee 44; Ulfert, Schönhauser Allee 122; Weber& Cie., Zehdenickerstr. 21; A. Hamann, Antlamerstr. 38; Berliner Gussstahlfabrik und Eisengiesserei Hugo Hartung, Aktien Gesellschaft, Prenzlauer Allee 41 und Schönhauser Allee 78; Biesel& Cie., Fehrbellinerstraße 38; F. F. A. Schulze, Fehrbellinerstraße 47. 117/5 Heute, Dienstag, vormittags 10½ hr: Mitglieder- Versammlung bei Mörschel, Schönhauser- Allee 28. Tages Ordnung: 63/7 1. Quartals- und Jahres Bericht des Kassirers. 2. Vereinsangelegenund Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Rixdorf. Pfund Albrecht's Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts. Brot für Bäckerei, 50 Pfennig liefert Wrangel-Strasse 8. Langestr. 26, Falkensteinstr. 20. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise Sämmtliche Fabrikations Utensilien. Heinrich Franck, Ur. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Sonntag, den 26. Januar, in den„ Viktoria- Sälen": Zweiter Theater- Abend. Ensemble- Gastspiel Berliner Schauspieler. Leitung: Julius Türk. 1918 Möbel Kaufgelegenheit aba Pasendste Gelegenheit für Brautleute. Zur Aufführung gelangt: Heimath. Schauspiel in vier Akten von H. Sudermann. Hauptrollen: A Frl. Rosa Nordmann( Burg Theater in Wien). Schwarke, Oberstlieutenant a. D. Franz Brose( Stadt Theater in Dortmund). Nach der Vorstellung: Ball. Herren, die am Zanz, theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Eröffnung 6 hr. Billet 50 Pf. Anfang 7 Uhr. Schulpflichtige Kinder haben feinen Zutritt. Billets find in allen mit Plataten belegten Geschäften zu haben; an Neu In meinem größten Möbelspeicher, Neue König- Straße 59, I, sollen ca. 300 WohnungsEinrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel, zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Thetlzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 12 Mt., Kommoden 6., Küchenspind 12 Mr., Stühle 2 Mr. Neue der Rasse werden keine Billets verkauft. Nußbaum- Kleiderspinden und Vertikows 30 Mr., Muschelspinden und Bertifows 35 Mt., Bettstellen mit Matratzen 18 Mt., Sophas 18 Mt., SäulenSteiberspind 56 Mt., Trumeaux m. Säul. 60 Mr., Zylinderbureaur, Herren- Schreibtische, DamenBahlreiches und pünktliches Erscheinen nothwendig. 8 Schreibtische, Schreibsetretäre 30 Mt., Plüschgarnituren 60 Mt., Paneelsophas 75 Mt., Stepp= Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. decken, Tischdecken, Gardinen, Fenster 5 Mt. Otto Naether, N., Auflamerstraße 44. Gefaufte Möbel fönnen 3 Monate tostenfrei lagern u. werden durch eigne Gespanne transport. Achtung! Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Verwaltung Berlin Zeutrum.) Mittwoch, den 22. Januar 1896, abends 8½ Uhr, bei Bergner, Annenstr. 16: eröffnet! 282/11 Hippodrom. Reitbahn Rungestrasse 8 Rungestrasse 8 Großes Musikreiten für Herren und Damen täglich Künstl. Zähne v. 3 M. aut, Theils Künstl. Zähne Bemittelte Grmäßigung. Kreslawski, Spittelmarft 18 Achtung! wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahn ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Mitglieder- Versammlungutel, Lausitzerplat 2, Elfafferſtr. 12 Tages Ordnung: 1 120/6 1. Vortrag:„ Das Recht auf Faulheit". Referent: Friedr. Hofmann. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten, Verschiedenes. Gäste haben Zutritt! Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Die Versammlungen finden regelmässig jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. eines jeden Monats in obigem Lokale statt. Dienstag, den 21. Jaunar, abends 8 Uhr, im großen Saale von Cohn, Beuthstraße Nr. 20: Große öffentliche Versammlung ber Klempner Otto Naether. 2. Diskusion. Tages. Ordnung: 117/6 Achtung! bis abends 11 Uhr. Entree frei. eingesetzt, festsigend. Reparaturen sofort. Weniger Kaufen Sie nur echte Branntweine, alten Nordhäuser, Cognak, Rum, Arrak. 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26. Kleinverkauf von 10 Pf. ab. E 42452* Nophastoff aftoff B. Günzel, Lothringerſtraße 52. Spesialität: Vorträts S Reste in Rips, Damaft, Crêpe, Phantasie, Gobelin und spottbillig! Proben franko! Führer, Lassalle, Mary 2c. in Cigarrenspizen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büften, Bildern u. dgl. sowie jede Drechslerivaare u. Repar.( Man verl. Preiskourant.) are pattestöjte Maskenverleih- Institut größte größte von W. Gerloff Wallstraße 82 gegründet 1870, Größere Posten gebe an Vereine. Preisliste gratis. 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Hoffmann über:" Der Kampf ums Dasein." 2. Die Lage der Wagen- Sattler und was unternehmen wir, um dieselbe zu verbessern. 3. Verschiedenes. Die Agitations- Kommission. J. A.: Bruno Pörsch, Rixdorf, Steinmetstr. 24. 158/6 Stenographie. 41502* Unentgeltl. Unterricht in der vereinf. Arends'schen Volksturzschrift erGutgehendes Milchgeschäft zu vert. Backwaare bringt die Miethe. 22776 Friedrichsberg, Wartenbergstr. 14. Betten, schöner Stand, sof. 22 m. theilt der Verein Sten- Schule, Reft. u verf. Reichenbergerſtr. 6, v. 1 Tr. I. Annensir. 9, Donnerstag, abends 8-9 Achtung! Achtung! Former und Gießereiarbeiter. Die ausgebrochenen Differenzen bei der Firma Weiß u. Peters, Gitschinerstraße 79, wurden gestern zu gunsten der dort beschäftigten Kollegen 112/14 beigelegt. Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Goldleisten. Tüchtige Grundirer finden bei hohem Verdienst dauernde Beschäftigung. 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