Morgenausgabe Dienstag Ttf--3"--««M. � W ü W W W Ml � Auswärts IS Vf. w>«orau? zahlbar, Postdtzug M. gH MW! H M // M M M M M«M � -in,chii.ßi,ch«oWz.P°ft,.wu.g».»� ir# M M M W) M M W MM M�«ft-llgkbghn».«u,i»»d» MNÄ W> M M � M M M MM M M) M M // r,..,»,»«111», «bonnement S.— R. pro Monat. I SkT|H Hl RH HB Üb M| WS— WW Hm k 80 Pfennia. Rcdame'.ttii S— R-nZd»- TrB I W».M M M IHIMlLH MM M M waok...�l«w.A-,aig-n- da, � WM I M» M M Msv. �HW��W��Wv ��HvJ�EV|B HD �KSwSgmf d-uitt« Wort Si Ps-nnig tzuläjstg ,w-> T.a.Bomirt,- af&im mach.n-z� BS I I Wm �M� M �TBi fett«6iniin.ffiortt),|eb»tD,il«rt®ori lich jm«tm«I, Smmlag, und Montag,>> l I B&\ // M 12 P<«nn,g S>-ll.na-,uch. da, trjt. einmal, die«dendaunaaben ffli Berlin HÄSj WH> MMV>/ B|»ort 1» Vl-nnig. tfbe, weitere San und int Handel mit dem Titel.Der X\ 10 Psennig.«orte Oder 1» Buchstaben Bbenb-, Illustrierte BeUogen Volk äßSmi*Z.- A»ählen für zwei Worte,«rdeitemarti und Zeit' und.Äinderfreuufc-. Ferner � mm'' Keile«0 Pfennig. 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Maxton polemisiert« gegen diejenigen Personen innerhalb der britischen Ar- beiterbeweguug. die die Mission der Unabhängigen Partei sZLP.) als erfüllt betrachteten; er betonte, daß die Verwirklichung dn So- zialismu» im hohen Grade nicht von öuheren Kräften, sondern von dem verwirklichungs willen, dem M u t und dem Glauben derjenigen abhinge, die sich zum Sozialismus bekennen. Maxton kritisierte weiter auf da» schärfste die vierjährige Aera der K o n- servatioen; er sagte, ihr« Regierungskunst habe die britische Zlakion zum„politischen Zyniker" gemacht. In der solgenden Erörterung außenpolitischer und kolonial- politischer Fragen behauptete I e n n« r B r o ck w a y, die f om- nnmistischen Tendenzen gewisser indischer Freiheitsführer seien dar- auf zurückzuführen, daß die britische Arbeiterpartei die indische Derfastungskonunission offiziell unterstütze. Dadurch sei in Indien der Eindruck entstanden, die Arbeiterpartei wäre ebenso im- perialistisch. wie die beiden bürgerlichen Parteien. Ein Delegierter sprach gegen die Kolonialpolitik der Sozialistischen Arbeiter- internationale, die der Bevölkerung Asritas und Ozeaniens die Selbstbestimmung vorenthalten wolle— eine Aufsassung, gegen . die sich der Parteisekretär P a t o n wandte. Einen interessanten Vor- schlag zur peilegung der Grenzfireltigkeilea zwischen Ztp. und Gesamt. Arbeiterpartei unterbreitete Charles R. Buxton. nämlich daß die ILP. sich in Zukunft völlig oon jeglicher parlamentarischen Tätigkeit zu. rückziehe und sich ganz aus die P r o p a g i e r u n g des Sozialismus innerhalb urtd außerhalb der Arbeiterpartei beschränke. Buxtons Vorschlag entspricht— wie aus der Debatte hervorging— keines- wegs der Ausfassung der Kongrcßmehrheit. Der Kongreß hat nach ausführlicher Besprechung-ine länger« Entschließung angenommen, die u. a. Abschaffung des Ober» Hauses und radikal« Reform des Wahlrechts fordert. Beide Forderungen sind alt« Programmpunkte der Gesamtpartei, die allerdings im neuen Birminghamer Programm von 1928 weg- gefallen sind. Der Parteitag sprach sich einstimmig für die vollsozialifierung der Vaumwolllndvstrle aus und stellte sich nochmals mit großem Nalhbruck hinter bi« Politik de»„Sozialismus in unserer Zest". die daraus abzielt, den .Lulturlohn" zum Hebel für eine völlige Umformung der ge- samten Wirtschasts- und Gesellschostsordnung zu machen. Di« Neuwahl des Vorstandes ergab zum viertenmal die Wieder- wähl Maxtons zum Vorsitzenden und u. a. zum erstenmal die Wahl Fenner Brockways in den Porteivorstand an Stelle von Sir Oswald Mosley. Beides deutet darauf hin, daß die Mehr- hkit der Unabhängigen Partei den gegenwärtigen scharfen Linkskurs billigt und auch in Zukunft aufrecht zu erhalten wünscht. Erttärung Dr. Schachts. Segen Konferenzpessimismus. park, I. April. Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat. da private Aeuße- rungen von ihm in der auslärchischen Presse mißverständlich wieder- gegeben worden zu sein scheinen, den Pariser Vertreter des MTB. zu folgender Erklärung über sein« Auffassung von dem bisherigen Verlauf der Konferenz ermächtigt: Di« Pariser Besprechungen innerhalb der Reparationskonferenz haben sich bisher in durchaus freundwilligem Seist« bewegt. Die Bedeutung des Gegenstandes, nämlich die finanziell« Regelung internationaler Beziehungen auf Jahrzehnte und damit die endgültige Liquidierung des Krieges lasten jedoch noch manche Schwierigkeiten erwarten und eine längere Dauer der Berhandlungen voraussehen. Bei dem überall vor- handenen guten Dillen zur Verständigung und zur Aufbringung der notwendigen Geduld bei den schwierigen Verhandlungen besteht je- doch die Hoffnung auf einen erfolgreichen Derlauf der Konferenz durchaus weiter. Die mexikanischen Aufständischen melden, daß sich bei C» c a. lon. nördlich von Torreon. ein größeres Gefecht zwischen Truppen Escobars und dem von Calles geführten Heer entwickle. Der ausstäudische General E s c ob o r meldet, er habe ln zehn- ftündiger Schlacht gesiegt, iüü Regierungssoldaten seien gefallen, 1500 gefangen. An der Schlacht sollen 15 Flugzeuge der Aufständischen teilgenommen haben. Vorwärts-Verlag G.m.b.H. I» eiuer Kohlengrube in der Rahe von G e a ck(Pro» tcknz Limburg) erfolgte am cstersouuabead in eiuer Tiefe vo» 700 Meter, als gerade die zweite Tages» schicht sich anschickte hinaufzufahren, eine Explosiv» schlagender Wetter. Die Arbeiter flüchteten nuter Schreckensrufen nach allen Richtungen. Der sofort ein- geleitete Rettungsdienst stellt« fest, daß zahlreiche Ar» beitrr sich»och in der brennenden Grube befanden. Zu- nächst wurde« 2 3 b i s zur Unkenntlichkeit der» kohlte Leiche« und zwei Verletzte in hoffnungslosem Znstande geborgen. Heber die Ursache der Katastrophe wird noch folgendes bekannt: Di« 28 Mann starke Belegschaft wartete dichtgedrängt in einem Loch die Zündung einer Mine ob, durch die Gcsteinsmasten ge- sprengt werden sollten. Unglücklicherweis« traf der Sprengschuß aus eine mit schlagenden wettern gefüllte Felsspalte, vo» Feuer dehnte sich über eine Strecke voa SS Metern au» und erreichte sämtliche in dem Loche hockenden vergarbeiter. ZS von Ihnen wurde« gelötet and drei andere durch Brandwunden schwer verletzt. Sonntag nachmittag ereignete sich ein neues Unglück: eine zwölf Mann starke Rettungskolonne wurde teilweis« unter herabstürzenden Gesteindmassen begraben. Zwei Arbeiter wurden getötet und acht verletzt. • Cos Städtchen G e n ck, in Pesten nächster Nähe sich das Unglück auf der Grube„Woterschef" abspielte, liegt noch im Bereich der Lütticher Kohlenreviere in der Provinz Limburg. Di« Grube selbst befindet sich unweit der belgisch-holländischen Grenze; sie gehörte Postscheckkonto: SnßnSTBSS.— Bankkonto: Bank der Srdetier, Angestellte, nnb Beamte» Wallftr. KS. Ditkonlo-Eeselllchast, Deposileukaste Lwdenstr! i. während des Krieges zum dentfchen Etappengebiet nördlich von Lüttich. * Cherbourg. 1. April. Bei einer Explosion in einem Bergwerk bei Harnevill« wurde ein polnischer Bergarbeiter gelötet und zwei andere Pcrg- arbeiter, ein Serbe und ein Italiener, verletzt. Frühere Schlagweiterkatastrophen. An Schlogwetterkatastrophen, di« zahlreiche Todesopfer forde r- ten, ereigneten sich in den letzten Jahren folgende: Auf der Zech« Minister Stein bei Dortmund erfolgte om 11. Februar 1925 ein« Kohlenstaubexplosion, bei der 13 5 Tote zu beklagen waren. In der Heynitz- Grube bei Beul he n snitden am 31. Januar bei einer ähnlichen Kotasirophe 112 Bergleute den Tod. Bei einem Grubenbrand auf Grube Raden im Kreise Standzin am Ende des Jahres 1923, waren 35 Tote zu beklagen. Eine Sprengstofsexptoston, die sich am 16. Mai 1925 aus Zeche Dörst- selb bei Dortmund zutrug, forderte 45. und eine Schlagwetter- «xplosion am 1. November desselben Jahres auf Zeche Holland bei Gelsen kl rchen 17 Todesopfer.— Eine der schrecklichsten Grubenkatastrophen, die sich jemals auf dein Kontinent ereignete, war der Riesenbrand in den Kohlengruben von Cour- rieres in Nord-Frantreich. 1219 Bergleute kamen in den brennenden Stollen um oder fanden den Erstickungstod. Die äußerst schwierigen Rettungsorberten, an denen sich ein« deutsche Hilfskolonn« aus Herne i.«W. beteiligte. forderten abermals 17 Opfer. Der Grubenbrnnd dauerte volle 15 Tage. In der Zelt zwischen dem 30. März und 4. April kann- ten noch 19 Bergleute lebend gerettet werden, die tagelang im Schacht ohne Master und Nahrungsmittel eingeschlossen waren. Anschluß Waldi Ein„Land" weniger.— Di Arolsen, 1. April. Mit dem 1. April hat der bisherig« Freistaat Waldeck aufgehört, als selbständig» Land innerhalb der deutschen Re- publik zu bestehen. Durch Vereinbarung des Walde ckfchen Land»- Vertretung mit dem preußischen Staate wird das kleine Land in Zukunft einen Teil der preußischen Republik dar- stellen und somit seine besonderen Recht« im Reichsrat aufgeben. Das frühere Fürstentum Waldeck war wohl da, kleinste unter den Län- der« Deutschlands. Sein Sondergebiet Pyrmont hatte sich schon im Jahr« 1922 durch Volksabstimmung von Waldeck getrennt und sich mit Preußen vereinigt. Jetzt ist der Rest d» Staat», der bis 1918 zwar einen regierenden Fürsten, aber schon fest 1867 keine eigene Verwaltung mehr hatte, dem Beispiel Pyrmonts gefolgt und hat sich ebenfalls an Preußen angeschlosten. Der restliche Teil des Freistaat» Wakdeck zähtte rund 54 000 Einwohner. Daß ein solches Zwerggebiet überhaupt noch sogenannte Eigenstaatlichkeit pflegen konnte, gehörte zu den Absonderlichkeiten der deutschen Republik. Für Waldeck ist dies« Absonderlichkeit jetzt beseitigt, wenn sie auch in anderen Kleinstaaten noch weiter existiert. Der Anschluß Waldecks an Preußen wurde heut« in der bisherigen Landeshaupt st dt Arolsen, einem Städtchen von zirka 2700 Einwohnern, in festlicher Weise begangen. Die Sladt hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. Die Bevölkeruyg des Landes nahm an der Feier starten Anteil. Um 12 Uhr mittags wurde vor dem Regierungsgebäude unter freiem Himmel die Üebergabe der Verwaltung an Preußen vollzogen. Außer dem preußischen Minister des Innern, Grzesinsti, den mehrere Ministerial- und Regierungsbeamte begleiteten, waren auch die Spitzen der Reichsbehörden anwesend, ferner Oberbürgermeister Dr. Stadler-Kassel, die Präsidenten der Handels-, Handwerkskammer und Landwirtschaftstammer in Kastel, Vertreter der Universität Mar- bürg und der Provinztalbehörden. icks an Preußen. Anschlußfeier von Arolsen. Der Vizepräsident d» Landesdirektoriums Waldeck, Dr. H erbe rg. hielt zunächst eine Ansprache, in der er die Teilnehmer an der Feier herzlich begrüßte und einen Ueberdlick über die Vor- geschichte des Anschlusses Wolbecks an Preußen gab. Er betonte, daß die Vereinigung Waldecks mit Preußen von allen im Waldeck- schen Landtage vertretenen Parteien gebilligt worden sei. und gab der festen Uetzerzeugung Ausdruck, daß aus dem Anschluß Segen erblühen werde, und daß nur durch Zusammenschluß und E i n i g k e i t in unserem deutschen Vaterlande dessen baldige Wieder- geburt ermöglicht werden könne. Wenn er nunmehr die letzte Amtshandlung der Waldeckschen Regierung vornehme, indem er di« Verwaltungsgeschäfte an Preußen übergebe, so habe er das feste Vertrauen, daß die künftige Verwaltung des waldeckschen Gebietes sich bei den preußischen Staats- und Kam- munaldehörden in besten Händen befinden wird. Sodann ergriff namens der preußischen Staatsregierung das Wort der preußische Innenminister Grzesinski: Namens der preußischen Staatsregierung habe ich heute die Ehre, die Bevölkerung des bisherigen Freistaates Wolbeck als nun- mehr preußische Bevölkerung herzlichst zu begrüßen, a» diesem Tag«, an dem nach freiwilliger Entschließung der berufenen Nertreti'na das Gebiet des bisherigen Freistaates Züaldeck in Preußen ausgeht. Sie wissen, daß dieser Entschluß der Ausgabe der Selbständigkeit von Preußen in keinerWeise be- e i n f l u ß t w u r d e, daß kein Zwang und kein Druck ausgeübt worden ist. Aber Preußen hat sich, als die Vertreter Waldecks mit den preußischen Stellen in Berhandlungen traten, den Notwendig- keilen in keiner Weise verschlossen und ist den Wünschen der 'Bevölkerung und der Vertreter Waldecks soweit wie möglich entgegengekommen. Ost, ja noch ganz zuletzt schien es, als ob Schwierigkeiten das Werk im Werden noch zerstören wollten. Aber immer wieder ist es gelungen, die Klippen zu umschiffen, die Fäden nicht abreißen zu lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil schließlich doch aus beiden Seiten der ernste Wille vorhanden war, zusainiiicii- zukommen, das gesteckte Ziel zu erreichen. Wille zum Sozialismus. Stellungnahme der britischen Unabhängigen Arbeiterpartei Grubenkatastrophe in Belgien. Schlagwetterexplosion.- Bisher 25 Leichen geborgen. Aec heutige Tag setzt nunmehr den Schlußstein de- Ge- l'üudes. Der Freistnot Waldeck Hot aufgehört zu bestehen, er wird ein Teil des großen deutschen Landes Preußen, das nunmehr seine Mittel und seine Kraft auch diesem Teile seines Staatsgebietes und seiner Bevölkerung zukominen lassen wird. Es wird sicherlich nicht der Nachteil des preußischen Landesteiles Waldeck sein, wenn es nunmehr ausgeht in dem Verband des preußischen Landes. Der Fortfall der Grenzen wird ja Lebensgewohnheiten und Eigenart der eingesessenen Bevölkerung in keiner Weise berühren. Im großen Verbände werden sich nur freier und ungehemmter die wirtschaftlichen Kräfte und Möglichkeiten entwickeln können, zum Segen der Bevölkerung von Waldeck wie zum Segen des Ganzen. Fortan werden nunmehr hier die Farben der Republik Preußen wehen. Aber es will mir symbolisch erscheinen, daß trotz der Ausgabe der Eigenstaatlichkeit Waldecks seine Farben auch hier weiter bestehen bleiben. Waldecks alte Farben find die Farben Schwarz-Rol-Gold, die Farben, die heute das Wahrzeichen des neuen Deutschlands sind. Und das scheint mir der tiesere Sinn des heutigen Tage» zu sein. an dem zum ersten Male ein deutsches Land nach der Staats- S)er Anschlujttaler. Metallarbeiterkampf in Oesterreich Ltm die Bezahlung der Feiertage. K-, ,-:~ä Sur Mer der Teretnigung Italdeek» mH Preußen UU ran der �Berliner tTUtiure ein SireinterkeUlek geprägt worden, das auf der DorderaeHe da* IDaideettaehe Wappen, auf der ■ftückseHr den äteiehaadler zeigt. umwaizung freiwillig den Anfchluuß an Preußen vollzieht. Ob Preußen, ob Waldeck, Deurfchland nennen wir alle unser gemeinsames großes Vaterland. Die Farben SchwarZ'Rot-Gold find seit Jahrhunderten der Ausdruck für die tiefe S e h n i u ch t der besten Deutschen gewesen nach Einheit und Freiheit, als der Begriff Deutschland staatlich nicht mehr existierte, als es wohl gab deutsche Kultur und deutsches Geistesleben, mährend viele Kleinstaaten mit Deutschen als Staatsangehörigen sich politisch bekämpften und beseiteten. Die Staats- Umwälzung vom Jahre 1318 dal den deutschen Traum von der inneren Freiheit erfüllt, hat den d e m o k r a t i s ch e n V o l k s st o o t geschaffen. Aber noch find viele Grenzen innerhalb Deutschlands liestchcn geblieben als lieberbleib sel einstiger dynastischer Eigenbrötelei und Selbstherrlichkeit, Grenzen, die weder wirtschastlich noch nach Stammeseigenart sich begründen lasten. Hier bleibt noch manches zu wünschen, manches zu tun übrig. Wenn heute unter Opfern von beiden Seiten Waldeck den An- schluß an Preußen vollzieht, dann geschieht das in der Erkenntnis, daß dieser Schritt nötig ist zum Wohle unseres großen, gemeinsamen deutschen Vaterlandes. Und daß aus dieser Erkenntnis hier die notwendige Schlußfolgerung gezogen wird, macht diesen Tag wichtig und beispielhaft für ganz Deutschland. Ich kann und will hier nicht eingehen aus das in den letzten Monaten und Iahren viel erörterte Thema des deutschen Einheitsstaates. Preußen wahrlich ist groß und in sich stark genug, um nicht nach Gebietserweiterung und Bevölkerungszuwachs oerlangen zu müsten. Aber was für Preußen gilt, gilt nicht für alle anderen deutschen Lander. Und es darf in dieser Notzeit der Bevölkerung und des deutschen Staates nicht sein, daß nur um der Eigenliebe einzelner kleiner Teile willen Zustände und Grenzen aufrechterhalten werden, kfi« nicht mehr in der heutigen Zeit aus den Bediirsnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft sich rechtfertigen lasten. Waldecks Anschluß au Preußen ist deshalb mehr als vou lokalem ''nteceste. reicht weit hinaus in feiner Wirkung über die Grenzen es bisherigen Freistaates. Zm Austrage der preußischen Slaato- nicrvng heiße ich das nunmehr preußische Gebiet waldeck, heiße h die nunmehr prr ßische Bevölkerung herzlich willkommen? Ich bin sicher, daß der heutige Tag in der deutschen Geschichie gewürdigt wird als ein Tag besonderer Art, dessen Geschehen«ich vollzieht in dem Willen, für Deutschland und für imser Volk das Best« zu tun. Nachdem Minister Grzesinski seine Ansprache beendet hotte. erfolgte unter dem Gesang des Deutschlandliebes die feierliche Hissung der preußischen Flagge auf dem Regienings- gebäude. Hierauf nahm Landeshaupimann von Gehren im Namen der Provinz Hessen-Nastau und des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Kastel das Wort. Der Redner erklärte, die hessische Bezirksverwalwng werde fcderzeit bestrebt sein, nach Kräften für die Waldecker Interessen einzutreten, und den Bewohnern des schönen, mit dem alten Hessenlande nunmehr verbundenen Wal- decker Landes durch die Tat beweisen, daß der Anschluß an das Land Preußen und die Provinz Hessen,-Nastau von ihr nicht bereut zu werden braucht. Die Feier schloß mit einem Konzert der Kapelle der Kasseler Schutzpolizei. Nach der Feier begaben sich die Teilnehmer nach der Aus- st e l l u n g»Das Land W a l d e ck", die von Minister Grzesinski eröffnet wurde. wie«, l. April.(Eigenbericht.) während die Aussperrung in der Grazer Waggon- und Maschinenfabrik durch die Vermitllung des steirischeu Laudeshaupl- manns so gul wie beiFelegl ist. verschärsl sich der Samps in der Wieoer Auiomobilinduskrie und droht die gesamte Sfler- reichische Metallindustrie in Milleidenschast zu ziehen. Vorläufig stehen zwar erst die Arbeiter der drei wiener Automobilfirmen teils im Streik, teils in der Aussperrung, aber nachdem die Metall- industriellen der Provinz sich mit den wiener Metallloduskriellen solidarisch erklärt haben, ist die Sachlage gegenwärtig aufs äußerste zugespitzt. Der Kamps geht um die Bezahlung der Feie rlage, und zwar außer den weihnachlsseiertageo. dem zweiten Tag von Ostern und Pfingsten, dem 1. Mai und dem 12. November. Die Unternehmer lehnen„grundsätzlich" die For- derung der Arbeiter ab, was natürlich die Verständigung nicht er- leichtert. Die Arbeiter sind entschlossen, ihre Forderung auch aus dem Wege des Kampfes durchzusehen. Forderungen der Monieure. Regelmäßig zu den Feiertagen kommen die in Berlin wetlenden In- und Auslandsmonteure zu einer Besprechung ihrer Berufs- angelegenheiten zusammen. In der Zusammenkunft am Oster- sonnobend im„Rosenthaler Hof", die sehr gut besucht war, wurde hauptsächlich zu Tariffragen Stellung genommen. Die Monteure führten lebhaft Klage darüber, daß von den Betriebsleitungen die tariflichen Bestimmungen über die Ueberarbeit oftmals so ausgelegt würden, wie es init dem Sinn dieser tariflichen Abmachung nicht vereinbar rst. Die Ortsverwaltung des Metall- arbeiterverbandes wurde daher ersucht, für eine klare Formulierung dieser Bestimmungen zu sorgen, damit den Auslegungskünsten der Betriebsleiter endlich Einhalt geboten. Desgleichen wurde darauf hingewiesen, daß die Auslösungssätze infolg« der gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht mehr zeitgemäß find und dringend einer Aufbesserung bedürfen. Nachdrücklich verlangt wurde ferner, dahin zu wirken, daß allen Monteuren die gleiche Auslösung gezahlt wird, wie es bereits in anderen Orten Deutschlands vereinbart ist, da jeder Monteur, ob er nun Großmaschinen-, Auszugs-, Elektromonteur usw. ist, an einem Montageort die gleichen Ausgaben für Logis, Esten a. bergt, habe. Schließlich wurde der Ortsverwaltung noch aus- getragen, zu versuchen, auch die Auslösungssätz« für das Au», l a n d. die noch der freien Vereinbarung unterliegen, tariflich zu ver- ankern. Di« Vertreter der Ortsverwaltung versprachen, zusammen mit der Monteurkommisston alles daran zu setzen, um diese durchaus berechtigten Forderungen durch Verhandlungen mit dem Verband Berliner Metallindustrieller durchzusetzen. Schlecht bezahlte Arbeiterinnen. Die Konfektionsstickerinnen. Mit Zustimmung der Handwerkskammer ist zwischen dem Ar- beitgeberverband der Siickerei-Iirdustrie und dem Deutschen Textil- arbeuer-Lerband die Lehrzeit mit entsprechendem Lehrgeld unid der Urlaub vereinbart worden. Da jedoch west über die Hälfte der Berufsangehörigen arbeitslos ist oder in anderen Betrieben arbeitet, muß davor gewarnt werden. Söhne oder Töchter das Stickereihandwerk erlernen zu lasten. Der schlechte Geschäftsgang wird von den Unternehmern zum Lohndruck benutzt. Man gebraucht Lehrlinge als billige Arbecks- Hände. So stellte eine der größten Firmen eine Frau als Kurbel- stickerei ein. Sie bekam ein Kleid zu bekurbeln und erhiest da- für 3 Mark Akkordlohn für eine fünfstündige Arbeitszeit: laut Tarif mußten dafür 5,8? M. bezahlt werden. Nach längeren Sträuben zahlte die Firma 5 M. Bei derselben Firma bekam eine Heimstickerin ein Kleid zu besticken, wofür ste 4 M. Lohn be- kommen sollte. Als tüchtige Stickerin kalkulierte sie, daß sie für diesen Lohn nur das halbe Kleid besticken kann, wenn ji« auf den Tariflohn kommen sollte, der als M i n d e st l o h n gilt. Die Firma war damit nicht einverstanden und erst als die Stickerin sich polizeilichen Schutz holte, wurden ihr die 4 M. für das halb- bestickte Kleid bezahlt. Das sind zwei Fälle, bei denen die Stickerinnen über den für allgemein verbindlich erklärten Tarifvertrag gut informiert waren. Was geschieht aber in allen den Fällen, in denen die Arbeitsuchenden nicht genügend informiert sind, weil ste sich vom Verbände fernhalten? Bei jeder Annohme einer neuen Arbeitsstelle sollte deshalb der Rai des Verbandes eingeholt werden.(Engelufer 24/25.) Ostern der Arbeitersänger. Ein Gutes hatte das schlechte Osterwetter doch wenigstens zu verzeichnen. Daß die wackeren Sängerscharen nicht vor leeren Etuhlreihen zu singen brauchten und bei ollen Veranstaltungen ein volles Haus die guten Leistungen voll Begeisterung quittierte. Am Ostersonntag gab der Männerchor„Solidarität". Mitglied des DASB, unter Mitwirkung des Liebermann-Trios in der Hochschule fürMusik sein großes Osterkonzert. Mendels- sohns Präludium für Orgel in G-Dur leitete den Abend stimmungs- voll ein. Es folgten Ehorgesänge„Trösterin Mustk", feine, tief empfundene Worte von Seuffert. vom großen Orgelkomponisten Bruckner vertont, Lachners„Hymne an die Musik" und das.Lebens- lied" von Hugo Kaun. dieses ganz Großen unter den lebenden Chor- komponisten, dessen prächtiges, blutvollcs Schaffen immer wieder aushorchen läßt. Fein, zart, voll schmerzlicher Süße im Adagio spielte das bewahrte Liebennann-Trio hierauf das Beethovensche Trio op. 11 B-Dur. Und wie der leidvollen Passionszeii ein be freites, fröhliches Hostanna folgte, so leitete das Programm jetzt über zu Gesängen voll Begeisterung für die Natur»nd alles, was Leben heißt. Eichendorffs schöne Schwärmerworte in seinem „Morgenlied", Bodenstedts„Bom Rhein", ein Hymnus auf Deutsch- lands gewaltigen Strom. Dann gab es noch allerlei launige Volks- lieber, und auch die Kommermusiker gaben noch Proben ihrer subtilen Kunst. Die Chöre unter Leitung des bewährten Dirigenten Emil Thilo sangen ungemein geschmackvoll, und in den Pianos zitterte ein silberheller, überzarter Tenor gleich einer Lerche in den Lüsten. Der riesige Raum des Titaniapalastes Steglitz war bis auf das letzte Plätzchen gestillt und immer muhten noch Stühle für Neuhin zukonnnciide herbeigesckzafjt werden. Und wie der Zuschauer- räum, so konnte auch die Bühne kaum die groß« Sängerschar des Bezirkes? im Arbeitersängerbund fassen- Volltönend, tief und eindrucksvoll erklangen aus MSnnerntund all die Gesänge der bedrängten Menschheit, die um Freiheit ringt.„Du fernes Land",„Gesang der Böller" und das prächtig«„Erntelied". Dann assistierten die Frauen im Gesang des„jungen Arbeiter", in den russischen Bolksliodern„He«uch«la",„Mutter Wolga" und„Dckbi- nuschka". Der feierlich-ernste Ruf nach Leben und Licht hallte weder in den Herzen taufender Gleichgesinnter. Eine stimmungsvolle Orgel-- Phantasie beschloß den ersten Teil. Dann sang die Gesangsgemem- schast Rosebery d'Arguto den siebenstimmigen Chor„Wach auf" aus den Meistersingern: hell und zukunstsfroh klangen die Kinder- stimmen hervor. Ein launiges Kinderliedel voll Drolerie„Philipp zschipp, zschipp vom Dirigenten Pros. Rosebery d'Arguto und end- lich dessen Neukomposition des„F a l k e n l i e d", die sich durch prächtige Stimmführung auszeichnete und«insu nicht«ndenwollenden Verfall erzielte. Fröhliche Volks»nd KinderNeder bildeten den Abschluß der hübschen Feier. Ehetragödie in Lichtenberg. llm eine Nichtigkeit die Frau und sich selbst erschossen. Es war ein verhängnisvoller Streit, der am 1. Feiertag um einer Lächerlichkeit willen zwischen dem 24 Jahre alten Kraft- Wagenführer Willy Köhler und seiner zwei Jahre älteren Frau in ihrer Wohnung Weserstraß« 4 entbrannte. Die Ehe wurde im Oktober v. I. geschlossen, war ober in letzter Zeit nicht mehr ganz ungetrübt. Am Osterjonntag war der Ehemann nachmittags bei Verwandten, die im gleichen Hause wohnen, zu einer Skatparlie geladen. Gegen 7 Uhr brach Köhler, der vielleicht 15 bis 23 Pf. verloren hatte, dos Spiel ab und ging in seine Wohnung hinauf. Bei seiner Frau waren deren beide Brüder zu Besuch. Man wollte gemeinsam zu Abend essen und dann ein Kino besuchen. Frau Köhler sträubte sich dagegen, weil sie es für eine überslllssige Ausgabe hielt. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf Köhler von einem Stuhl ein Bein ab- brach, mit dem er das auf dem Tische stehende Geschirr kurz und klein schlug. Das Ehepaar blieb, als scheinbar Frieden eingetreten war, kurze Zeit allein. Plötzlich hörten die Verwandten Schüsse fallen und eilten erschrocken hinzu. Sie fanden Frau Köhler tot aus dem Bett liegen, der Chauffeur gab nur noch schwache Lebenszeichen von sich. Was sich im einzelnen ob- gefpiell hat. ließ sich nicht feststellen,-da der Mann, der mit dem Tod« ringt, nicht vernehmungsfähig ist. Allem Anschein noch ist der Streit wieder zum Ausbruch gekommen und Köhler hat auf seine Frau und sich geschossen. Drei Schüsie trafen die Fvau und wirkten sofort tödlich. Sich selbst bracht« Köhler zwei Schuii« bei. Er wurde im Hubertus-Krankenhaus, wohin ihn die B samten des herbeigerufenen Ueberfalllommandvs brachten, sofort operiert, doch ist sein Zustand fast hoffnungslos. Die Leiche der Frau wurde beschlagnahmt und dem Schauhaus« zugeführt.� Ein fehlerhafter Gasschlauch. Eine Familie, drei Personen, fielen ihm zum Opfer. Ein entsetzliches, durch Nachlässigkeit verschuldetes Gasunglück hat sich in der Nacht zum ersten Feiertag in Weißens«« ereignet. Im Hause Max-Steinke-Strahe 27 bewohnt« im dritten Stock des Border- Hauses der 42 Jahre alte Polierer Wilhelm Mündt mit feiner 36 Jahre alten Frau und seiner 14 Jahre alten TochterChar- l o t t e Swbe und 5hich«. Die Familie hatte sich zum ersten Feiertag für den Nachmittag Besuch«ingeladen. Als dieser gegen 4 Uhr erschien, wurde aus Klopsen und Klingeln nicht geöffnet. Die Besucher, die nichts Gutes ahnten, eilten zu dem in der Nachbarschaft wohnen- den Schwager und riefen chn zu Hilfe. Dam Schwager siel gleich ei« durchdringender Gasgeruch auf. Er sprengt« mtt Gewalt die Tür und fand die Zimmer mit Gas angefüllt. Die Eheleute und die Tochter lagen toi da. Alle Bemühungen der Feuerwehr und eines Arztes waren vergebens. Es zeigte sich, daß in der Stube alle Hähne geschlossen waren, in der Küche auch die am Kocher. Mo» hatte jedoch vergessen, den Zuleitungshahnzuschließen. Während der Nacht muß nun der erhöhte Ga-chruck den schon etwas mürben Schlauch gesprengt und so dem Gas«m Aus- strömen ermöglicht haben. Die Leichen der Verunglückten wurde,: nach dem Schauhause gebracht. Amanullah im Vormarsch. Britische Rüstungen in Indien. Kalkutta über tondou. 1. April.(Daily Expreß.) Amauullah marschiert mit 30 303 Maua, die mit russische« Gewehren und russischer Alunillou ausgerüstet find, auf Kabul. Habibulloh bereitet sich, obwohl seine Streitkräfte sich ständig vermlnderu, aus die Verteidigung der Hauptstadt vor. 3» Indien werden militärische Vorsichtsmaßregel« gelrossen. Aller Urlaub ist gesperrt vud die tu der Nähe der Grenze befludlichen Truppe« werden iu Bereitschaft gehasten. Nach einer„Daily Ielegraph".weldung aus Allahabad ver- besser u sich Amanullahs Aussichten, seitdem die Stämme von Kabul uod Shel erklärt habe«, daß nur er deu Thron innehaben dürfe. Der Krieg in Ehina. Nankingtruppen rücken vor. _ Schanghai. 1. April.(Vom WTV.-Sonderberichterstatter.) führende Militärs in Kwengtuirg und die Provinzregierung in Kanton erklärten sich sür die Aufrechlerhaltung de? Friedens und verurteilten die Störung der nationalen Einigung durch Han- kau. Sie wollen ihre Truppen nur zum Schutz der Grenzen des Gebietes von Kanton benutzen. Dies bedeutet praktisch die Neu- tralitätserklärung in dem Konflikt zwischen Hankau und Nanking, eine mindestens vorläufige Beschränkung des Krieges und voraussichtlich auch sine beschleunigte Beendigung der Kämpf« sowie eine Stärkung der Zentrolregie- rung. Haoas meldet aus Nanking: Das Hauptquartier des Gene- rols Tschiangtaischek teilt mit, daß die Nanking-Truppen nördlich des Blauen Flusses Ortschaften besetzt haben. Trübe£ Sturmschäden überall Verregnet« Ostern wie sie im Buch« stehen. War es am Karfreitag noch so leidlich, daß man allen pefsimisti- schen Wetterproznostitern zum Trotz, innner noch auf einen Um- schwung im letzten Moment hoffen tonnte, so ließ der Ostersonnabend nicht mehr im Zweifel darüber, was wir zu erwarten hatten. Lonnabend regnete es fein, aber ausdauernd, am Ostersonntag war es morgens naßkalt, und das Firmament verhieß' wieder nichts Gutes. Mittag setzte prompt wieder Regen ein. Ade Feiertags- ausflug und Wochenende. Da hatten die Bootsfahrer die letzte Woche über umsonst mit wahrem Feuereifer geputzt, geschrubbt und gestrichen und die Wirte draußen in der Umgebung auf«in noch- mittägliches Kaffeegeschäft gerechnet. Noch so allerhand Leid- tragende gibt es, die auf den Wettergott schlecht zu sprechen sind. Theater, Kinos und Kaffees mußten herhalten und sie taten«s gewiß nicht ungern. Nicht mal das Radio funktioniert« einwand- frei, da der Berliner Ostsender streikte. Die Stürme hatten seine Antennenanlagen in Unordnung gebracht. Am Montag präsentierte sich dasselbe Bild, grau in grau. Gerüsteinstürze durch Stürme. Der heftige Sturm, der am Abend des Ostersonntages Berlin heimsuchte, hat in melen Stadtteilen erheblichen Schaden angerichtet. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, viele Fenster- scheiden zertrümmert und große Baugerüste zum Einsturz gebracht. Besonders bedrohlich wurde die Situation kurz nach 19 Uhr am Hermannplatz, wo sich an dem 60 Meter hohen Baugerüst des im Bau befindlichen Warenhauses Karst adt infolge des Sturmes Stangen und Bretter gelöst hatten und auf die Straße geschleudert wurden. Da sich auch in nächster Nähe der Gefahren- zone der Eingang zum Untergrundbahnhof befindet, mußte die Polizei umfangreiche Absperrungen vornehmen. Die Feuer- wehr löst« die noch an dem Gerüst hängenden abgerissenen Holz- teile, die in die Tiefe zu stürzen drohten, so daß die Srraße nach einiger Zeit für den Verkehr wieder freigegeben werden konnte.— In einem Restaurant in der Warschauer Straß« 3S/Z« wurde durch den Sturm«in« große Schaufensterscheibe eingedrückt. Die Scherben wurden in das Innere des Restaurams geschleudert, ohne daß jedoch Gäste verletzt wurden.— Am Schiffbauer- dämm 2 stürzte ein Baugerüst teilweise ein. Der Straßen- verkehr war bis gestern mittag um 12 Uhr polizenich gesperrt. Bootsunglück auf dem Gtössensee. Das erste Botsunglück dieses Jahre», da» auch«in M en sch« w- leben forderte, ereignet« sich am Ostersonntag auf dem Stössensee. Zwei jung« Leute,«in V Jahre alter Otf r i« d Schneider und sein Freund Moubach, die beide van Berus Gärtner sind und in der Siedlung Weinberge bei Spandau wohnen, wollten den freien Tag zn einer Bootsohrt auf dem Stössensee oerwenden. Hierbei muß da» Boot Schneiders unbeachtet gekentert iein. Ein unbekannt gebliebener junger Mann hatte am Rupen- Horn«w Faltboot kieloben treiben sehen und es ge- landet. Der Insasse sst wahrscheinlich beim Kentern des Bootes ertrunken. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Schmerer 3ufammeustoh. Auf der Kreuzung Fehrbelliner Platz und Prmchertburgtsche Straße erfolgt« Montag abend aus noch nicht geklärter Ursach« ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwage» der Linie 44 und einer Kraftdroschhe. Dabei erlitt der Führer der letzteren, Kurt Scheizer, Schöneberg. Apostel-Paulus-Straße 27 wohnhaft, eine Gehirnerschütterung und schwere Schnittverletzungen. a>-ß«>ldem erlitt d«» Fahrgast der Droschke, Wilhelm Liese aus Wilmersdorf, Giefelerstraße 29, einen Beckenbruch und ebenfalls schwere Schnittwunden. Beide Personen wurden in schwerver- letztem Zustande nach dem Achenbach-Krankenhaus gebracht. Durch W Zusammenstoß wurde die rechte Plattform des Straßenbahnwagens eingedrückt und die Kraftdroschke so schwer beschädigt, daß sie abgeschleppt werden mußt«. Sie Levensmüden! In der Wohnung eims Bekannt«» in der Li«tzenburg«r Straße 27 wurde am Ostersonntag gegen 19 Uhr der 37sähngc Dr. Leonhard Griendl aus Alt-Moabit 119 durch Gas vergiftet leblos aufgefunden. Die Feuerwehr nahm Wiederbelebungsversuche vor. die aber ohne Erfolg waren. Da« Motiv der Tat sind wirt- ichostliche Sorgen.— In der Rocht zum Ostersonntag schied die l 7jährige Käthe Berend in der Wohnung ihrer Mutter in der Weserstraße 173 in Neukölln freiwillig au» dem Leben. Als der heimkehrende Bruder die Wohnung betrat, schlug ihm aus der Küche starker Gasgeruch entgegen. Auf dem Fußboden fand er fein« Schwester tot daliegen. Liebeskummer ist anscheinend das Das Programm der beiden vstertage bietet sowohl in tunit. lerischer Beziehung, als im Hinblick auf Vorträge kein« Höhepunkie. Es ist ja bereits ein Vergnügen, noch achttägigem Faste» Walzer und Tänze.zu hören. Aber man kommt doch nicht umhin, festzustellen. daß � weder die Nachmittagskonzerte. noch die musikalischen Vor- mittagsveranstaltungen glücklich in der Wahl ihres Programms ge- wesen sind. Am Sonntag bleibt als einziges die llebertragung von Carmen aus der Staatsoper am Platz der Republik. Die Uebertragungen gerade aus dieser Oper kommen am wenigsten klar zu Gehör. In Carmen stört vor allem da» plötzliche Schwächerwerden des Tones, hervorgerufen durch Bewegung des Chores und der Solisten aus der Bühne. Die Frauenstimmen hinterlassen keinen Eindruck, dogecen bieten Riavez und Stenn ausgezeichnete Leistungen.— Erwähnenswert Adele P r oe sl« r. die am Nachmittag'Märchen liest mit seiner Einfühlungsgabe und mit tatsächlich naivem Empfinden. Am O st e r m o n ta g am Abend ein volkstümliches Orchester- lonzen unter Bruno Seidler-Winkler. Dieses Konzert ist, wie der Name sagt, volkstümlich und hat dabei doch künstlerisches Niveau. Nicht allzu temperamentvoll, aber sehr klar in Ausdruck und Aufbau spielt man die Ouvertüre zu den„Luftigen Weibern von Windfor'. Im ganzen ein Konzert, das sich für ernen Festtagabend ganz gut eignet. Vorher spricht Joseph Plaut, diesmal weniger witzig als gewöhnlich. Abzulehnen ist ein Vortrag wie der von Ludwig Kapeller über„Tage ohne Uhr". Der Untertitel heißt.„Feierstunden de» Großstädters. Kapeller bringt so gut wie gar keine Tatsachen und ihm fehlt die dichterisch« Sprachg«walt. um sich w rein lyrsschen Betrachtungen zu ergehen. Wie gesagt, für Festtag« ein sehr dürftiges Programm. F.&• ' I W• — Viele Lebensmüde. Motiv zu dem Berzweiflungsschrrtt.— Aus der Havel in der Nähe der Pfaueninfel wurde die Leiche des 49jährigen Möbelpolierers Johannes Grazinski aus der Tilsiter Straße 14/15 geborgen. Es handelt sich unzweifelhaft um Selbstmord.— Am zweiten Feiertag wurde im Jagen 154 im Grunewald an einem Baunr« von Spaziergängern die Leiche eines Mannes entdeckt. Di« hin- zugerufene Polizei stellte den Selbmörder als einen öSjährigen Kauf- mann Mar B. aus Alt-Moabit 154 fest.— In der Küche ihres Arbeitgebers in der Neuen Raßftroße wurde die Ikjährige Haus- angestellte A g ne s H. dabei überrascht, als sie sich mit Gas zu vergiften sucht«. Die Wiederbelebungsversuche der Feuerwehr waren nach einiger Zeit von Erfolg. Erdstöße bei Wien. In Schwadorf bei Wien wurde Ostersonnabend früh um 6 Uhr 30 ein Erdstoß verspürt, dem um 20 Uhr 50 ein starkes -ARBEJTEll'FUSSmLL Wclvenscc— Vorw&rts-Qrottan 1:1. Trotz regnerischem Wetter konnte das Spiel des tschechischen Fußballklubs„Vorwärts"-Grottau zur angesetzten Zeft stattfinden� Zahlreiche Zuschauer umsäumten den Platz. Dos flott« Tempo beider Mannschaften erhöhte den Eindruck de» Tages. Die Weißen- feer drückten, obwohl sie gegen den Wind spielten. Rechtsaußen schafft mehrmals brenzlich« Situationen durch die Flanken vor dem Tschechentor. Di« Tschechen, eine sehr flinke Elf, konnten aber, bekämpft durch die Hintennannschaft Weißensees, nichts Zählbares erreichen. Weißensee hatte das Glück, trotzdem mehrmal» dicht daneben und über dem Tor Schüsse gelandet wurden, nichts weiter zu erreichen. Erst kurz vor der Pause wurde ein 1:0 für Weißen- see hergestellt. Nach Halbzeit: Weißense« mit Wind spielend, drückt jetzt wiederum des öfteren. Auch die Tschechen legen sich aus die günstige Seite ihres starken Mannschoftstells und erreichten nach einer Spieldauer von zwanzig Minuten den Ausgleich. Nach beider- scitigem flotten Hin und Her und abwechslungsreichem Kampf kam ober nichts mehr zustande. Weißens«« war immerhin die stärkere Elf. Das Spiel bracht« trotz de« schlechten Wetter» dem bundes- treuen Arbeitersport neue Anhänger. Am Montag spielten die Tschechen gegen den Kreismeister Luckenwald« II. Zeigten die Tschechen bis zur Paus« noch«in annehmbares Spiel<2: 1), so oersagten st« i» der zweiten Spiel- Hälfte vollkommen. Die Luckenwalder konnten dann auch das End- ergebnis von 4: 1 herstellen. Weiter«. Resultate: Lichtenderg l koimt« gegen Eokol- Chartottenburg nur 20 Minuten spielen, beim Resultat 1: 1 mußt« das Spiel wegen Regen abgebrochen werden. Ebenso erging es dem Treffen Saxonia gegen Werder 77; hier wurde das Spiel keim Stande von 3: 3 ebenfalls wegen Regen abgebrochen. Di« zweiten Mannschaften von Saxonia und Werder trennten sich 2: 0. Potsdam 2 gegen Werder 2 1:8: Potsdam 1 gegen Werder 11:8. Leipziger Hockeyspieler haben in Berlin wechselndes CUfidc. Für die beiden Feiertag« hatten die Berliner Arbeiter- Hockey-Spieler die Mannschaft der„Amateur« 04"- Leipzig nach Berlin eingeladen. Di«-Leipziger haben Nicht viel von ihrem Besuch gehotrt. Die beiden Spiele, die durchgeführt wur- den. litten sehr unter dem Apritoetter. Am Sonntag spielten die Leipziger gegen die Hockeymannschast de» Athletik-Sportklub» auf dem Normannenplatz. Der Spielplatz war trotz des Regens noch verhältnismäßig gut. Die Leipziger konnten sidz bis zur Halbzeit mst 2: 2 gegen die Berliner gut behaupten. In den letzten Viertelstunden griffen die Berliner unentwegt an und konnten noch zweimal mit Erfolg ins Leipziger Ton einsenden. Mit 4:2 für Berlin endete das Spiel, das bis auf den Schluß gute Kämpfe zeigte. Am zweiten Ostertag wurde ein sehr interessantes Spiel im Lichtenberger Stadion durchgeführt. Die Leipziger spielten gegen die Hockeymannschast von FTGB.- Ostring. Durch einen kräftigen Regen mußte zunächst das Spiel um eine Stunde verschoben werden. Als der Kampsrichter dann anpfiff, stürmten die Leipziger sofort los: ihr Angriff gelang. Nach vier Minuten hatten sie den Ball ins Berliner Tor gesandt. Die Spieler litten sehr unter dem schlüpfrigen Boden, so mancher Angriff konnte nicht zum siegreichen End« durchgeführt werden, weil die Spieler stürzten. Bis zur Halb- zeit waren sür die Leipziger fünf, für die Berliner drei Tore ge- fallen. Auch die Toroerteidigung war bei dem nassen Boden nicht leicht, die Torwächter mußten in ihrer schweren Rüstung so manchen Ball durchlassen, der ihnen sonst nicht vorbeigekommen wäre. In der zweiten Spiekhälste regnete es wiederholt, doch die Spieler wichen erst, als ein kräftiger Hagel niederging. Räch kurzer Pause wurde weitergespiell. die Sachse« konnten noch zweimal glücklich landen, die Berliner griffen zwar ununter- brachen an, sie konnten aber nicht mehr aufholen. Lei einem zweiten Hagelschlag wurde das Spiel mit7:SfSrLeipzig abgebrochen. ... und Handball. Der Arbeiter-Turnverein.Eintracht". Mohlsdorf, hotte am 1. Feiertag„Dorwärts". Hennigsdorf, als Gegner. Die 2. Männer- Mannschaft von Mahlsdorf gewann bei vollständiger Ueberlegenheit mit 10:0(6:0). Di« Hennigsdorfer Mannschaft war luftlos. das Herausgehen des Torwächters ist einfach unverständlich, Di« Frauen mußten sich den Hennigsdorfern mit 3:0(2:0) beugen. Mahlsdorf zeigte als Anfängennonnschast schon ein« gute Spielweise, trotzdem muß noch viel gelernt werden, so war zum Beispiel das Feldspiel etwas eng. Das Spiel der 1. Mannschaften war sehr lebhast, beide Mannschaften zeigte» gutes Stellungsspiel. Der Hennigsdorfer Sturm war etwas schußfreudiger, es gelang ihm dadurch, in der ersten Halbzeit sieben Tore zu schießen, dem Mohlsdorf nur zwei Tore entgegensetzen konnte. Hieran hatte das Ueberkombinieren der Mahlsdorfer Stürmer einige Schuld, denn die Hennigsdorfer Ber- teidigung fand dadurch viel Gelegenheit, störend einzugreisen. Waren der Mahlsdorfer Torhüter und die Verteidigung in der ersten Halbzeit auf die urplötzlichen Schüsse nicht gefaßt, so erfüllten si� in der zweiten Halbzeit etwas mehr ihre Pflicht. Hennigsdorf konnte darum nur noch zweimal einsenden, während Wahlsdorf die Tor- .zahl nicht erhöhte. Am zweiten Feiertag weilte die Freie Turnerschaft Wilmersdorf bei der Freien Turnerschast Friedrichsthal bei Oranienburg. Etwas unverständlich ist hier die Niederlage von 5:2(2:1) Beben folgte, das von donnerartigem Rollen be- gleitet war. Die starke Erschütterung wurde auch in anderen Orten verspürt. Ein Teil der Bevölkemng flüchtete ins Freie, sie war in großem Schrecken, zumal vor nicht ollzulanger Zeit ein Erdbeben in dieser Ortschaft großen Schaden angerichtet hat. Es zieht dort eine Erdbebenspalte durch, und allerlei Hellquellen deuten aus vulkanische Kräfte. Opfer des Osterverkehrs in Frankreich und England. Paris. 1. Aprll. Der gesteigerte Berkehr an den Osterfeicrtagen hat zahlreiche Verkehrsunfälle zur Folg« gehabt. Nach einer Statistik des „Journal" sind bei den Automobilunfällen am ersten Osterfeiertog in Frankreich, soweit bisher Meldungen vorliegen, 14 Personen um» Lebe» gekommen und 23 verletzt worden. Bei einem Radrennen in Angouläme ist ein Mortor- radsahrer aus einer Kurve geschleudert worden und in die Tribüne gesaust. Cr brach sich die Beine, ein Zuschauer wurde ge- tötet, vier andere wurden mehr oder weniger schwer verletzt. London, 1. April Bei Straßenunsällen wurden in England während der Osterlage zwölf Personen gelötet und 34 verletzt. Keine Radpremieren\ Straijenfahren mit Regenbegleitung. Aus der für Ostern vorgesehenen Eröffnung der Rad- r e» n s a i s o n wurde nichts, da der letzte Tag im März alle Schattenseiten des berüchtigten Aprilwetters hervorkehrte. Auf der Olympiabahn finden nunmehr am 7. April die Eröffnungs- rennen statt. Von dem gleichen Mißgeschick wurde auch die R ü t t- Arena betroffen, denn die für den zweiten Feiertag vorgesehene Premiere fiel ebenfalls ins Wasser. Auf der Spandauer Rennstrecke brachte der Landesverband Brandenburg des BDR. am ersten Feiertag sein erstes Straßen- rennen über 100 Kilometer, das den Neulingen reserviert war und„der erste Schritt" hieß, zur Austragung. Von 160 gemeldeten stellten sich 140 Fahrer dem Starter, der die Teil- nehmer in drei Gruppen mit 15 Minuten Abstand entließ. Die Straßen waren sehr schmutzig, wodurch ein Hinterradfahren fast unmöglich wurde. Und so lösten sich die Gruppen sehr schnell aus. Den Wendepunkt erreichte die erste Gruppe mit neun Mann an der Spitz«, die zweite Gruppe, 12 Mann stark, hatte hier bereits sieben Minuten gutgemacht. Auf dem Rückweg fielen die Felder voll- kommen auseinander. Ergebnis: 1. Paul Unger(Grün-Weiß) 3:10:43,4: 2. Bartholomäus(Defekt) 3:13:42,3; 3. Iennrich (Arminius) 3: 15: 04. Der Leipziger Gau des Bundes Deutscher Radfahrer hatte auch mit der 10. Austragung der Radfernfahrt Berlin— Leipzig am Sonntag wieder einen vollen Erfolg. Es regnete und die Straßen- Verhältnisse waren recht schlecht. Schon bald nach dem Start lichteten sich die Reihen, es blieb aber, trotz aller Sprengungsversuche immer eine größere Kopfgruppe beisammen. Recht unangenehm bemerkbor machten sich die„milden" Motorradfahrer, die manchen Sturz ver- ursachten. So kam der Dresdener Alfred Richter so schwer zu Fall, daß er ins Krankeichaus eingeliefert werden mußte. Zum End- kämpf rüsteten 14 Fahrer. Der Breslauer Paul Elpel landete einen knappen Spurtfieg vor seinem Landsmann Thorenz. In der Altersklasse war O. Lehrmann-Bremen überlegen. Die Er. geb nisse: 1. P. Elpel-Breslau 5:26:25; 2. Thorenz-Bresloi:: 3. H. Sachse-Berlin. Altersfahrer: 1. O. Lehrmann-Bremen 8:48: 14: 2. Zarges-Chemnitz 6: 06: 21: 3. O. Koch-Leipzig 6:26: 21. Schwedisches Eishockey. BSC steht glänzend gegen«Ctöta". Die kurze, aber ereignisreiche Cissportsaisan im Sport- palast erreichte an den Ostertagen mit dem Auftreten der Welt- meister Sonja Henie und Glllis Grafftröm sowie des schwedischen Eivhockeymeisters Göta-Stockholm ihren Höhepunkt. Da Troppau in letzter Minute abgesagt hatte, ließen sich die Eishockey- kämpfe nicht als Turnier durchführen. Zur Streckung des Sonnabend- Programms wurden daher zwei Spiele einge- schoben, die eigentlich nur Trainingswert besaßen.„Göta" gab einer Berliner Auswahlmannschaft mit 8:0 das Nachsehen und der Schlittschuh-Club fertigte die Zehlendorfer Wespen mit nicht weniger als 11: 1 Toren ab. Auch das Rückspiel, das gestern abend zwischen„Göta". Stockholm und dem Schllltschuh-Club abgewickelt wurde, endete nach einem flotten Spielverlaus 2:2 unentschieden. Am 1. Feiertag nahm das Eishockeyturnier vor ausoerkauftem Hause feinen Fortgang. Die schwedischen Gäste, die in ihrer Heimat den Titel des schwedischen Meister» führen, hatten den deutschen Meister, den Berliner Schlittschuh-Club zum Gegner. Di« Deutschen traten mit der bewährten Mannschaft Dr. Holsboer als Kapitän. Häßler, Jänecke, Sachs, Römer, Ball, allerdings ohne Herbert Bruck, der in Hamburg weilte, an. Im Berliner Tor stand Stemke. In der Göta-Mannschaft spielte wieder der be- kannte und sympathisch« Johannssen, der noch im vergangenen Jahr in den Reihen der Internationalen des BSC. die deutschen Farben oftmals zum Siege verHolsen hatte. Es gab einen spannenden Kampf, in dem beide Gegner abwechselnd das Tempo diktierten. Besonders Johannssen zeigt«, daß er von seiner Vielseitigkeit noch nichts eingebüßt hat. Aber auch die Hiesigen spielten in ausgezeich- neter Form. Jänecke, Dr. Holsboer. Haßler, Ball und Steinke ernteten mehr als einmal Beifallsstürme. Das erste Spieldrittel verlief torlos. Der schwedische Torhüter Sucksdorf bekam bald Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Zahlreiche Weit- und Nahschüsse wehrt« er er- folgreich ab. Beide Mannschaften machten zeitweise«inen zer- fahrenen Eindruck, und erst im zweiten Spieldrittel nahm der Kampf schärfere Formen an. Unaufhaltsam wurde die Scheibe hin und her gejagt, bis es Jänecke unter tosendem Beifall gelang, für Berlin das erst« Tor zu schießen. Mit 1:0 für Berlin ging es in die zweite Pause. Das letzte Drittel begann mit säzarfen Angriffen der Schweden, die durchaus den Ausgleich herbeiführen wollten, der ihnen dann auch durch Burmann gelang. An dem Stand 1: 1, „unentschieden", änderte sich bis ,zum Schluß des Spieles trotz aller Bemühungen beider Gegner nichts mehr. Im Verlauf des Abends zeigten die norwegische Weltmeisterin Sonja Henia und der schwedische Wettmeister Gillig Gras- ström ihre hervorragend« Kunst aus dem Eise. Bei Rheumatismus, Gicht, Isdiiai. Nerven- oder Erkffltung»- sdiracrren. tun Sie gut, die leidenden Stellen mit Reichels Riectri- cnm einzureiben. das eine durchgreifende, schnell schmerzbefreiende Wirkung ausübt. FI. Mk. iM, 2.— und 3.50, tn Apotheken and Drogerlen, sonst durch Ollo Reichel, Berlin*3 SO, Eisen bahnstr. 4. Rennen in Mariendort Am 1. and X. Feiertag. t. Menaa. L M-phisto(Eft. Mills), S. LindowgoS, 8. Tm-antot. Toto: 0: 10. Platz: 11, 15. 24: 10. Ferner liefen: Meist« rsw« Pal. Toto: 15: 10. Platz: 15, 17, 15: 10. Ferner liefen: SHeokrat, Agitator, Rixchen. Karlaoina, ÄlamÄ, Quo oadis, Belletrist, Baronetz, Nebellappe, Wille». 8. Rennen. 1. Turteltaube(IS. Lemtzer), 2. Signal, 8. Banco Duffn. Toto: SS: 10. Platz: 16, 18, 22:10. Ferner liefen: Peraeanrpos, Raphia, Dahlie, KlTenstein. Olympia. 4. Rennen. 1. Tizian(Ch. Mills), 2. Hannidal, Z. Britzwn. Tow: 24: 1». Platz: Ist. 11, 22: 10. Ferner liefen: Herostratos, Caro Bube, Arnulf, Eckstein. st. Rennen. 1. Leben-ckllnstler sEh. Mills), 2. Franlel, 8. itanunersänger. Toto: 15: 10. Platz: 10, 11: 10. Ferner liefen: Manrico, Antenne, Eopal. st. Zlennen. 1. Elvira(B. Heckert), 2. Nero, Z. Ordensritter. Toto: 18: 10. Platz: Ist. 16, 16: 10. Ferner liefen: Hutschachtel. Obersteiger, Eosta Riea, Atenefti, Mimi. 7. Zlennen. 1. Ebzard sWeibner jr.), 2. Lindonckint, 8. Sir Ca ib. Toto: Nst: 10. Platz: 20, 13, IS: 10. Ferner liefen: Malteser, Herzog Louis, Gottfried Peraltion, Zlerrigan jr., Michael. st. Rennen. 1. Goubster jr. iE. Elia»), 2. Ingelinb«, 8. Hellfna. Toto: t07: 10. Platz: 19, 15, 18: 10. Ferner liefen: O'Eapt. Leerberg. Annie Eoud- fier, Noblesse, Friebrichsd'or, Iba Paws, Harfenmäbchen, Lu, Miuz, Sood Boy. Langemann. st. Rennen. 1. Planet(Z. La Upper jr.), 2. Flaggenkeb, 8. Lustiges Mäb» chen. Toto: 85: 10. Platz: 15, 25. 12: 10. Ferner liefen: T-rraria. Lomdar. bei. Einsiedler. Eulenspicgel, Aldis», Erbprinz jr. i» «aro-Bnbe Nennen. 1. Guy de Bal iE. Ringiu»), 2. Roden», Z. Nebel. kappe. Tow: 36: 10. Platz: 17, 21: 10. Ferner liefen: Fahrenheit, Lisusia. Nanu, Lindo w-Dictator, Fehrbellin, Lind«, Nufhaga Boy, Naturbursche. ____ Forbeo-Rennen. 1. Opernsänger(®. Laupper). 2. Marone, 8. Mi. mos«. Tow: 28: 10. Platz: 19, 24: 10. Ferner liefen: Diamant, Galeasse, Sftermödel. Stnteu-Prüfnngsprei». 1. Linde nroirtin I sFoutz jr.), 2. Letzte Liebe, Z. Aniw Worthy. Tow: 31: 10. Platz: 10, 10: 10. Ferner liefen: Beate, Flaggenlied, Primel, Quifi auass. Vstee-Prei«. L«Si igootlei iLantenderger), 2. Interpellant. 3. Trotteur. Tiow: 38: 10. Platz: 20, 27; 10. Ferner liefen: Möglich, Dansson Watts, Fels. Zjapellmeister, Manrico, Florian, Willy A. Znng-Pergfried-Reunen. 1. Lindorogolb(stnöpnadel jr.). 2. Arofa, 8. Rgi- totor. Tow: 21: 10. Platz: 14, 13: 10. Ferner liefen: Alpenfeuer, Zwnne, Peter Hall, fltofchel, Valencia I, Irrwisch, Lauifette. Dowmit. Nennen, i. Edy sCh. Mills), 2. Hellebarde, st Passer. Tow: 14: 10. Platz: 12, 20: 10. Ferner liefen: Lombardei, Winnie, Ebelftein- Sohn. Lochmuslel, Niederländer. Longobarb«, Renne». I. Heini Duffy(St. Hellmig), 2. Haga Burton, 8. Sola- fm L Tow: 20: 10. Platz: 11, 12: 10. Ferner liefen: Zierde, Eampanula. Landrat, Quintessenz. Lohlenkönig, Noblesse. Ketmann-Rennen. 1. Minz(Lautenberger), 2. Flamingo, 8. Lohlenlönigin. Tow: 189: 10. Platz: 45, 34, 148: 10. Ferner liefen: Langemann. Friedrich Rest, Kauptinann, Dichtung. Armenier, Zmpoewur, Garl«lerander, RbbaNah Silver. Interessent, Prinz AbdeU, Eharad«, Erifa, Morgentau, Frantenftetu, Dompfaff l, Rubi, iturgast. Alpengrier-Reune». I. EchnoSahSpst fIautz jr.). 2. Lebemann. 8. Per afpero. Tow: 82: 10. Platz: 17, 18: 10. Ferner Hefen: Harfenmädchen, Fred«. gundis, Parmenw, Meister B, Dolerit. svZlisiistiLkNs aFveitsp-�llgsno KFas-vei'iin Kommt all« am Donnerstag, dem 4. April 1929, zur »Neuen Welt"(Großer Saal), Hasenheide, in die Siflernationaie Kundgebung Cs sprechen: Koos Vorrink-cholland.RichardLindström- Schweden, Felix Kanitz-Wien, Ludwig Diederich-Berlin kankarMnriil—?ilin— Sprechcher— Fahnenelamarsch Saalöffnung 19 Uhr Unkostenbeitrag 20 Pfg Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Berlin CfinfenbmMtn fir Mcft RndeO aar m b«4 I-gendi-tretmiM Zteesto SW 6». rindentlroste 9 Di« Fahnenträger aller Abteilungen müssen mit ihren raten Fahnen zur Internationalen Kundgebung am 4. April, pünktlich 19 Uhr. in de».Neuen Weit", anwesend sein. Dleuslag. 2. April, idlis Uhr. Köllnischer Park: Heim Landsberger Str. 89..Erlebnisse»an der Oster. fahrt.'— Rofeutholer Vorstadt: Schul« Elifabethkirchftr. 19..Arbeiterjugend uiw Nacktknitur.'— Schillerpart! M: Seim Hauptstr. 15. veftend: ' 83. Heim Rossnenstr. 4. Fahrten erlÄnisse.— S...... Lichtbilder: �Sexuelle Fragen.'— Neukölln VOI: Heimabend im Heim Gau» hvferstrasse(Baracken).— NIederschoneweid«: Schul« Berliner Str. 81. Fun!. twnärversammlung.— Schöucbera IV: Heim Hauptstr. IS. Bunter Abend.— Lichwrfeld«: Heim Albrechtstr. 14. Tollswnztursus.— Nentülln Hertzbergplatz. Ueben zur Werdefeier. VI: Schule Abieiluagsmitgliederversammlungea. Westen 17: Heim Blllowstr. 88.— Gefundbrunnen I: Schule Guteubneaer Straße 2.— Webbing.Rord: Heim See-, Eck« Turiuer Straß«.— Wedding R. F.: Schul« Liitiicher Str. 4.—»rnsmalder Pwtz: Heim Wehlaner, Eck« ätz I: Heim! tölln I: Heim Sander-, Ecke Hobrechtstraße.— Rentolln II: Heim Bergftr. 29.-» Neukölln IV: Heim Schierkestr. 44.— Reuköll» V: Heim Böhmische Straß«.— Hermetarf: Heim Roonstraße.— Netnickeudorf.Lst: Heim Lindauer Straße Baracke 1.— Pankow I; Heim Kisstngenstr. 48.— Pankow H: Heim Sörsch. ftraße 14. Werbe b«irk Webding: Generalprobe für die Werbeoeoanstaltung im Heim Turiner Straße. Werde bezirk Prenzlaner Berg: Morgen, 1914 Uhr. W�B�Mitgliederver- sammlung im Heim Danziger Str. 82. Genosse Dr. Bernfeld spricht üb« .Sozialistisch« Erziehung und Arbeiterjugend'. Di« Parteigenossen fir diescm Vortrag eingeladen. >rd zu SatUer-, Tapezierer-»ab Portefeniller, Froitia» Amsterdam: Donnerstag, abend« 7 Uhr. wichtige Fraltionsversammlung im Saal 8 de, Gtwerkschaftshaufe,. Bortrag und Stellungnahm« zur General. Versammlung. Vollzähliges Erscheinen ist Pflicht. m U gl ßj Verantwortlich für die Redaktion: Franz kUSHi, Berlin: Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Verlag: Borwärts Berlag G. m. b. H., Berlin. Druck: Vorwärts Buch. druckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& So.. Berlin SB 63. Lindenftraße 3. Ubut! Dr. Thorapooro Sdfcwpuleei cum Cinveidiav OzooS cun Kochen fämsam Theater, Lichtspiele usw. ) ) .9 Gr.SciiauspieiiiausS| Metropoilheater 8 K tt n s« I e r I■ o h• stoktmog: ERIK CHARELL Dienstag, d. 2.4. Stadl Oper BismarcKstr. Turnus IV lS>d Uhr Die Dienstag, d. 2 4. 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