BERLIN Sienstag 2. April 1929 10 Pf. Ar. 153 B 76 46. Jahrgang. ErscheinttSglich außerSonntag«. Zugleich Abendausgabe des.Vorwärts'. Bejugspreis beide Ausgaben 85 Pf. pro Woche. S.60M. pro Monat. Redaktion und Expedition; Berlin SW68,Lindenstr. 3 nVffPtolsfa Antelgenprel«: Die einspaltige Noiipartillejeile 80 Pf., Reklamezeile 5 M. Ermäßigungen nach Tarif. Postscheckkonto: Vorwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin Nr. 37536. Fernsprecher: Dönhoff 292 bis 29? Entscheidungsschlacht in Mexiko Gchwerariillerie und Lustbomben am Ostermontag. Wettersturz in London. Sonnabend 20 Grad Wärme, heute A-4 Grad. Mexiko- Stadt. 2. April. sEigenSericht.) I« t>er Rahe des Hauptquartiers der rcbelliereupe» Generale bei Jimenenz im Gpihuahuastaat stiehen die Regierungstruppen in der Nacht zum Montag auf die Hauptkräfte der Rebellen. Tie Entscheidungsschlacht begann mit schwerstem Artilleriefeuer gegen die Bc» festigungen der Rebellen und Luftbombardement gegen ihre Stellungen. Die Bundcstruppen rücken ständig vor. �n den Straßen von Aimencz sollen schwere Kämpfe toben. Kriegsministcr Dalles berichtet, daß die rebel- lierendcn Generäle mehrere Flugzeuge zur Flucht bereitgestellt haben. Ter von ihnen angeordnet« Rück- zog auf Lacruz ist durch die Bundcstruppen a b- geschnitten worden. Eine spätere Meldung besagt, daß die Kämpfe bei 5U«enez bisher unentschieden sind und die B u n» deStruppen nur langsam Fortschritte machen. In de« späten Abendstunden hat die ttampstätigkeit nach- gelassen. Man rechnet mit neuen Kämpfen am Dienstag- vormittag. Die Siegesnachricht der Aufständischen. London, 2. April. Das Hauptquartier der mexikanischen Aufständischen behauptet. biß die Armee der Aufständischen die Streitkräflc Generals Calles' in der Nähe von Eskalon nach zehnstündigem Kamps v o l l st ä n- big geschlagen habe. 490 Mann Regierungstruppen sollen getötet und lbOO Mann gesangen sein, darunter auch zwei Gene- r a l e. An den Operationen waren 15 Flugzeuge beteiligt. Das Land lebender Skelette. Masstnsterben in Äelgisch-Afrika.— Dolkskotastrophe in Auanda. Londoner Blättermcldungen aus Nairobi zufolge hat der britische Missionar Dr. Church einen„Appell zur Linderung der grauenhaften Zustände im belgischen Mandatsgebiet Ruanda" vcrösfentlicht, das er„e i n Land lebendiger Skelette" nennt. Gr berichtet. daß tausende Giugcborene auf den mit Leichen besäten Wegen durch ein Land, das von Fieber und Löwen heimgesucht wird, nach Uganda strömen. Frauen und Kinder brechen erschöpft zusammen und fallen den Hyänen zum Opfer. Tie belgische Regierung habe den Transportdienst verstärkt und gebe viele tausend Pfund für die Lebensmittelverteilung aus; allerdings kämen diese Hilfsmaßnahmen zu spät. Glaubenskamps an Indiens Grenze. Britisches Einschreiten in Sicht. Peschawar, 2. April. A» der Nordwest grenze von Brktisch-Jndie« im Gebiet von Tira sind Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten ausgebrochen. Tie britischen Streitkräfte in Kohat werden für den Fall von Grenzüber- fchreitunge» durch die Kämpfenden in Bereit- fchaft gehalten. Im Zusammenhang mit dem Bormarsch Amanullahs auf Kabul und unter Beachtung der britischen Behauptungen, daß Sowjet- ruhland Amamillah stütze und ausrüste, verdienen diese neuen Wirren an der britischen Nordwestgrenze Indiens besondere Auf- mertsamkeit. Nach wie vor treffen in Iran, auf dem Ramierplateau und im Hindukusch die Interessen Großbritanniens und Rußlands feindlich aufeinander. Uebestragödle im Call Max Böte als Erzieher Berichte 2. Seite London hat den Beginn der Osterferlen bei einer sommerlichen hihe von 20 Grad Celsius im Schatten, also einer guten Juli- und Auguslhihe seiern können. Aber eben nur den Beginn, denn bereits für den Sonntag wurde ein Umschlag des Wetters angekündigt, der sich auch prompt vollzog. Die Völkerwanderung aus London war ein Rekord, und man fürchtet, daß die Unglücksfälle auch Rekord- Ziffern erreichen werden. Bisher hallen sie sich zwar noch ans dem Durchschnitt, aber der erste und der zweite Tag der Oslerserien zeichneten sich bereits durch verschiedene Unfälle aus, die nicht mit dem gewöhnlichen Verkehr im Zusammenhang stehen. Gestern stürzte in der Grasschafs Durhain eine Hängebrücke ein. von den dabei abgestürzten Personen mußten dreißig im Hospital ver- bleiben.— 3n London stürzte in einem ärmeren Viertel ein Haus ein und begrub drei Personen unter den Trümmern. Sic konnten, da Polizei und Feuerwehr sofort zur Stelle waren, noch lebend unter den Trümmern hervorgezogen werden. Das Haus geriet infolge einer Gasexplosion nachher In Brand und die ganze Straße muhte geräumt werden. Als dann der angekündigte Wettersturz tatsächlich eintrat, sank die Quecksilbersäule ganz rapide aus drei bis 4 Grad. Es herrschte 3)er Irinas von Itales Das ist kein Maskenkostüm, sondern die Galauniform des zukünftigen Königs von England, so wie er sie bei der Be- erdigung des Marschalls Foch den Parisern vorführte. kaltes und unfreundliches Wetter, das Regen- und Graupelschauer mit sich brachte. In Nordschottland waren bei ein Grad Wärme sogar erhebliche Schneefälle zu verzeichnen. Ganz England ist unter den Einfluß des Schlechtwettergebietes gerate» und die Temperaturen sind insolge eines Kaltlustcinbruches überall sehr niedrig. Der Kälterückfall hat sich auch in Deutschland empfindlich bemerkbar gemocht. In O st pommern und Ostpreußen herrschten in der vergangenen Nacht 6 Grad Kälte. Noch heute um 10 Uhr vormittags wurden stellenweise Temperaturen von 3 G r a d Kälte festgestellt. Geradezu kurios sind die Wetterverhältnisse in Süddeutschland sowie im Riesen- und Erzgebirge. In München setzte in der vergangenen Nacht Schneesall bei«in Grad Wärme em. Um 8 Uhr früh betrug die höhe der Schneedecke «in Zentimeter. Bamberg und Umgebung hatte hestiges Schnee- treiben, dos den ganzen Vormittag währte. Alles ist, wie iin tiefsten Winter, in eine starke Schneedecke eingehüllt. Auch im Erz- und Riesengebirge hat man es sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, daß der Winter noch einmal mit solcher heftig- kcit seinen Einzug halten würde. Die Neuschneebecke hat überall schon eine beträchtliche höhe erreicht. Die Wetteroussichten für die nächsten Tage klingen� wenig vertrauenerweckend. Es wirb weiter sehr kühl bleiben, bei starken nördlichen Winden. Winter im Schwarzwald. Ein empfindlicher Temperatursturz ist in der Ostermontagnacht eingetreten. In allen Höhenlagen de- Schwarzwaldes ist Neu- schnce gefallen. Auf dem Feldbcrg, auf dein das Thermo- metcr gestern abend noch etwa 0 Grad zeigte, sank das Quecksilber über Nacht bis aus 6,9 Grad unter Null. Auch in der Ebene stieg die Temperatur nur wenig über den Nullpunkt, und der Neuschnee liegt bis in die Täler hinab. Churchills Wahlbudget. Großer Lleberfchuß in England. London, 2. April.(Eigenbericht.) Zum ersten Male ist es dem Schatzkonzler Churchill gelungen, einen namhaften Budgetüberschuß zu erzielen, und zwar nicht weniger als 18 Millionen Pfund, also vier Millionen mehr, als der vorjährige Budget-Voranschlag umsaßte. So günstig dies auf den ersten Blick aussehen mag, so darf doch nicht übersehen werden, daß Churchill den Tilgungsfonds der nationalen Schulden um 8 Millionen gekürzt hat und daß im vergangenen Jahr eine unverhältnismäßig große Anzahl reicher Lente gestorben fft; der Heber- (chuß an Erbschaftssteuern über den Voranschlag beträgt SM Millionen. So kommt es, daß die Oppositionspresse nur von einein sche in baren Ucbevschuß spricht, während die konservativen Blätter natürlich nicht verfehlen, mit Churchills Rechenkünsten W ah l» Propaganda zu treiben. Die sozialistische Presse betont, die gute» Einnahmen der Post feien ein Beweis, daß auch Staats- betrieb« rentabel arbeiten könnten. Gandhi pro korms verurteilt. Aber nicht zum Märtyrer gemacht. Der Natwnalistenführer Gandhi wurde wegen einer natio- nalistischcn Kundgebung am 4. März, bei der ausländische Erzeug- nisse verbrannt wurden, zu einer Geldstrafe von 1 Rupie(1,52 M.) verurteilt, ebenso vier andere Angeklagte. Die Polizei hatte das Feuer gelöscht. Im Zusammenhang mit der darauf erfolgten Ver- Haftung Gandhis waren Unruhen ausgebrochen. Gandhi war ver- haftet, aber gegen Sicherheitsleistung freigelassen worden. Sin Jahr Gefängnis für einen Zeitungsartikel. Der verantwortliche Redakteur der Bombarzer Zeitung „Nowakal". ist wegen Aufwiegelung zu einem Jahr Gefäng- n i s und 2000 Rupien Geldstrafe verurteilt worden. Die Zeitung hatte während der Unruhen in Bombay behauptet, die Regierung habe die Tumulte selb st hervorgerufen, um die Annahme des zurzeit im Gesetzgebenden Rat zur Verhandlung stehenden G c- setze- über die öffentliche Sicherheit zu erreichen. Max Hölz als Erzieher. äf droht mit Totschlag.— OaS Zuchthaus schrettt ihn nicht. Das Berliner Montagsblatt ,M. TO." bringt in sensationeller Slufmachung die Schilderung eines neuen Heldenstückes von Max Holz, dem kommunistischen Reklame-RevoluMr. Es handelt sich freilich nicht um ein politisches Stückchen, sondern um eine ganz pri- vat« Rauferei, die hSchstens einen familiar-politischenHin- tergru nd hatte. Nach den Mitteilungen, die dem genannten Mon- tagsblatt geworden sind, hat H ö l z einen Berliner Journalisten R., mit dessen geschiedener Ehefrau ihn freundschaftliche Beziehungen verbinden, in seinem Bureau überfallen und ihn törper- kich mißhandelt: „Darauf stürzte sich Hölz mit geballten Fäusten auf 5t, drückte ihn gewaltsam auf einen Sefsel nieder und würgte ihn mitäußersterGewaltanderKehle. Hölz schrie hierbei. wenn R. seiner Frau nochmals Vorhaltungen wegen des Kindes mache oder wenn er versuche, das Jugendamt wegen der Erziehung des Kindes In Anspruch zu nehmen, so werde er. hölz. eln verbrechen begehen, und wenn er auch dafür nochmals auf zwanzig Jahre ins Zuchthaus müßte. Hölz gab 5t erst frei, als eine durch den Lärm erschreckte Sekretärin in das Zimmer gekommen war. Cr wies dann die Dame hinaus, schloß die Tür und stürzte sich zum zweitenmal auf R., um ihn mit beiden Händen am Halse zu würgen. Er wiederhalte hierbei seine Drohungen und fügte hinzu, daß er 5t beim nächsten Male nicht im Bureau aussuchen, sondern ihn an einer Stelle abfassen werde, wo kein Zeugen zugegen seien.?t glaubt, nur dadurch mit dem Leben davon gekommen zu sein, weck er äußerlich Ruhe behielt und stch nicht tun Wehr setzte. Max Hölz zeigt sich auch in diesem Falle wieder als ein schwerer Psychopath, der ein« Gefahr für seine enger« und weitere Umgebung wird. Man kann mit einem solchen Menschen Mitleid haben und ihm beste Genesung wünschen. Aber wenn man ihn als Politiker und„Revolutionär" herausstellt, so zeugt das von noch größerer politischer Erkrankung, die nicht einmal durch Ohrfeigen zu kurieren ist, wie sie Hölz schon einmal in dem komm». nistrschen Abendblatt« ausgeteilt hat. Beiriebsraiswahlen bei der Justiz. Heber SO Prozent wählten freigewertjchastlich. Am 16. und 17. März 1929 wurden bei rund 14Z0 preußischen Justizbehörden die ersten Wahlen auf Grund des Betriebsrätegesetzes vorgenommen. Für die Wahlen des Hauprbctriebsrates im preu- ßifchen Justizministerium waren sechs Listen ausgestellt. Die drei Hauptllsten, d. h. die Listen der organisierten Arbeiter und Angestellten erhielten von 11430 ab« gegebenen Stimmen zusammen 11045 Stimmen. Davon entfielen auf die Liste des Gewerkschaftsbundes der An- gestellten Zi-M Stimmen(zwei Sitz«) auf die sreigewerkschastllchc Liste der Angestellten und Arbeiter(aufgestellt vom Reichsverband der Justizbureaubeamten und deren Anwärter. Berlin e. B.. Zentral- verband der Angestellten und dem Gemeinde- und Staatsarbeiter- verband) 6254 Stimmen(vier Sitze) und auf die christlichmationale Lift«(Deutschnational«: Handlungsgehilfenverband) lS61 Stimmen («« Sitz). Von den 11 430 abgegebenen Stimmen waren 226 ungültig, der Rest fiel auf drei Eplitterlisten, die von Unorganisierten aufgestellt worden waren. Wahlberechtigt waren rund 15 000 Angestellte und Arbeiter, so daß die Wahlbeteiligung 76,2 Proz. betrug. Kein Arbeiisschuh für Meischer. Protest gegen den Arbeiteschuhgesehentwurf. Mit dem Entwurf ein« Arbettsfchutzgesetzes befaßte sich kürzlich eine stark besuchte öffentliche Versammlung der Arbeitnehmer in den Fleischereien Berlins. Der Referent, Reichstagsabgeordneter Paul Bergmann, zeigte die in dem Entwurf vorgesehenen Aus- nahmen vom Achtstundentag und die geplante Ausnahme der Arberter der Kleinbetrieb« von den bisher geltenden Arbeitszeit- bestimmungen. Das bedeute für die Fleischereien, daß S 0 Proz. aller Betrieb« mit 74 proz. oller in den Fleischereien Deutsch- kands befchäftiglea Arbeiter durch das Arbeitsschutzgefetz entrechtet würden. Dabei sind die sozialen Verhältnisse der Arbeitnehmer in den Handwerksbetrieben ohnehin schlechter als die der Arbeiter im Durch- schnitt. Dabei ist auch die Kontrolle über die Durchführung des Arbeiterschutz« in den Kleinbetrieben ungleich schwerer als in Groß- betrieben. Durch willkürliche Verlängerung der Arbeitszeit als Folgewirkung eines solchen„Arbeitsschutzgesetzes" würde obendrein die Arbeitslosigkeit vermehrt. Ungleich stärker als im Durchschnitt aller Industrien und Ge- Werbebetriebe herrscht in den Betrieben der Nahrungs- und Genuß- mittelindustrien die Lehrlingshaltung vor. Durch die Hin- einnahm« des Z 10 Abs. 3 des Gesetzentwurfs zum Arbeitsschutzgesetz in das neue Gesetz bliebe allein in dem Nahrungs- und Genuß- mittelgewerbe weit über 10 0000 Lehrlingen und jugend- lichen Arbeitern der ihnen gebührende Schutz versagt. In einer wohlbegründeten Entschließung wandten sich die Versammelten gegen die Auenahmebestimmungen und erhoben schärf st enEinspruch gegen den§ 10 Abs. 3 des Arbeitsschutz- gesetzentwurfs. Lohnbewegung der Kölner Gemelndearbeiter. Die Sewerkschasleu der rund 12 000 Gemelodearbeller der Stadl Köln habe» den Lohularis gekündigt und fordern eine Lohn- erhohung von 10 Pf. pro Stunde. Die Sladloerwallung ist dem kommunalen Arbeilgeberverband des Bezirks angeschlossen. Die Ge- werkschaflen wollen, daß noch in dieser Woche über die Neuregelung des Lohnlariss verhandelt wird. Zum l. Mai 1929. An die Arbeiter aller Länder! An die Arbeiter aller Länder! Kämpfe am Zangifekiang. Es geht um Hankau. Schanghai, über London, 2. April.(Daily Telegraph.) 60 Meilen nordöstlich von Hankau sind bei Lotten und Kishui am Ztordufer d« Jangtfe zwischen den Truppen der Nanking- Regierung und de» Hankauer Streitkräften schwer« Kämpfe im Gange. Die 51anking-5iegierung erwartet zuversichtlich, daß Ge- neral Fengjuhsiang Hankau binnen zwei Wochen in seiner Hand haben werde. Der Handelsverkehr im Jangtfetal ist völlig lahmgelegt. Finanzminister Sung erklärte, Nanking habe aus- reichende Geldmittel für diesen Feldzug, da Kanton und andere süd- chinesische Slädte bereit seien, zu den Äriegskostcn beizu» tragen. Don einer Benutzung der lO-Millionen-Dollor-Demobili- sierungsanleihe für Kriegszwecke sei keine Rede. In einer Welt des wiederecstarkten Kapitalismus gehl da» uuernationale Proletariat daran, den Festtag der Arbeit zu seiern. Nirgends tritt uns das Gesicht d« neubefestigten Kapitalismus drohender und brutaler entgegen, als in dem neuen Rüstungs- w e t t l a u f, der die Gefahren des Jahres 1014 wieder von uns erstehen läßt und die gesamte Menschheit in einem Blutbad, grüß- licher denn je, zu ersticken droht, lind deswegen kämpft das Prole- tariat nicht allein für seine Klasienziel«, sondern zugleich für die Sache der gesamten Menschheit, wenn« die Forderung erhebt, daß die feierlichen Abrüstungsoersprechungen endlich ihre Erfüllung finden. In dem vierten der vierzehn Punkte Wilsons vom 8. Januar 1018 wurde gefordert:„Austausch angemessener Vürgschaflen dafür, daß die Rüstungen der Böller aus das niedrigste mit der inneren Sicherheit zu vereinbarende Maß herabgesetzt werden." In den Friedensverhandlungen des Jahres 1010, als der P a k t des Völkerbunde« festgelegt wurde, da anerkannten die Mächtigen dieser Erde im Artikel 8 der Satzung,„daß die Aufrecht- erhaltung des Friedens es nötig macht, die nattonalen Rüstungen auf. das Mindestmaß herabzusetzen, das mit der nationalen Sicherheit und mit der Durchführung der durch ein gemeinsames Handeln auferlegten internationalen Verpflichtungen vereinbar ist." Und noch einmal in der Einleitung zu Teil V des D e r s a i l l e r Friedensvertrags wurde gelobt:„Um die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung aller Ratio- nen zu ermöglichen, verpflichtet stch Deutschland, d!« Im folgenden niedergelegten Bestimmungen über das Landheer, die Seemacht und die Luftschiffahrt genau innezuhalten." Wer als die revolutionäre Welle in. Mitlcl- und Osteuropa ver- ebbte, als die Gefahr, daß sie nach Westeuropa hinüberschloge, vorbei war, da zeigt« sich, daß nirgends hinter all den so feierlich ge- gebenen Versprechungen der ehrlich« Wille stand, sie zu verwirklichen. Wohl wurde ein ungeheurer Apparat ins Leben gerufen, der die Vorarbeiten für die Durchführung der Wrüftung leiten sollte, der nützliche Arbeit vollbracht«,— aber die Tat selbst blieb ungetan. Seitdem die erste Versammlung des Völkerbundes am 14. Dezember 1020 den Rot ersucht«,„einen Ausschuß einzu» setzen, der dem 9lat in naher Zukunft Vorschläge entsprechend der in ArttkÄ 8 der Satzung vorgesehenen Rüstungseinschrän- k u n g einreichen soll," ist eine immer umfangreicher werdende Orga- nisation für die Vorbereitung der Wrüftung geschassen worden. Ihre Arbeiten schienen von Erfolg gekrönt, als in England die Ar- beiterregierung zur klllacht kam. Das Genfer Protokoll, das am 2. Oktober 1024 beschlossen wurde, sah die Einberufung der ersten eigentlichen Wrüstungskonsereng für den 15. Juni 1925 vor. Wer nach dem Sturz der Arbeüerregierung in Egland weigert« sich die konservativ« Regierung, das Genfer Protokoll zu rottfizieren. Damit fiel auch die Wrüstungskonferenz. Die Reaktion hatte gesiegt. Eins neue Hoffnung tauchte auf, als im Schlußprotokoll der Verträge von Locarno im Oktober 1025 die Verpflichtung ausgesprochen wurde,„an den vom Völkerbund bereits aufge» nommenen Arbeiten hinsichtlich der Entwaffnung aufrichtig nntzu- wirken llnd die Verwirklichung der Entwaffnung in einer allgemeinen Verständigung anzustreben". Die Vorbereitende Kommission für die Wrüstungskonferenz trat denn auch am 18. Mai 1926 zum erstenmal zusammen, und es gelang ihr. in einer Reihe von fünf Tagungen die technischen Vorfragen der Wrüftung zu lösen. Um so stärker traten aber die politischen Widerstände in den Vordergrund. Der Lrüfseler Kongreß der Sozialistischen Ar- beiter-Internationale hat den Arbeitern aller!Bnder ihre Aufgab« klar vorgezeichnet. Er erklärt«:„Die Schwierigkeiten, die die Abrüstung bietet, können nur unter dem stärksten politischen Druck überwunden wevden. Diesen Druck durch! «in« ständige und energische Aktion in den Massen und Parlamenten! zu üben, ist die Ausgab« der Sozialistischen Arbeiterparteien." Und im gleichen Sinn« erinnerte der International« Gewerkschaslsbunddie Arbeiterklasse an ihre Pflicht,„stch mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für die Abrüstung, diese wichtigste Grundlage für die Organisierung eines dauernden und endgültigen Friedens, ei�usetzen". Der Vorbereitenden Abrüstungstammission liegt ein Abrüstungs- Vorschlag der Sowjetregierung vor. Das internationale Proletariat fordert, daß die Kommission diesen Vorschlag nicht ablehne, ohne selbst einen besseren endgültigen Vertragsentwurs zu beschliehen. Die Exekutive der Sozialistischen Arbeiter-Inrernationale hat die Arbeiter aller Länder gerufen, in der Form eines Petitions- st u r m s zu bekunden, daß sie erwarten, die Sehnsucht der Wiker nach dem Frieden werde endlich bei den Regierungsvertretern in Genf ihren Ausdruck finden. Eine neu« Generation tritt in die Reche» des inter- nationalen Proletariats, die die Schrecken d« Krieges nicht selbst erlebt hat. Es gilt, sie zu erfüllen mit glühendem Wich«! vor dem Blutvergießen, sie einzufügen in die Kampffront gegen den Krieg und gegen die Ziüswngen. Darum demonstriert am 1. Mai dos gesamt« Proletariat: Gegen die Krlegsrüstungen! Gegen Imperialismus und MilitariömnsZ Für die Erfüllung der Abrüstungsveriprethungen! Für de» Abschluß eines wir?? amen Abrüstungs» Vertrages? Noch eines anderen schmählich gebrochenen Versprechens werden die Arbester oller Länder am 1. Ma(.gedenk«n. Wf der Jnternatio- nalen Arbestskonferenz des Jahres lölS ist die internationale Kon- vention über den Achtstundentag beschlossen worden. Wer noch heute, zehn Jahr« nachher, weigern sich die 5legier>ingen der größten Industriestaaten der Welt, das Wort, das sie damals gegeben haben, einzulösen. Der Vorstoß der englischen Reaktion gegen den Achtstundentag wurde im Genfer Internationalen Arbests- amt abgewiesen, aber die Durchsetzung der Ratiiitation in Groß- brstannien ist nur noch einem großen Siege der Arbeiterpartei möglich. Trotz der würgenden Avbestslostgkeit, trotz des wochiendcn Massenelends sucht die international« Reaktion stets von neuem die Arbeitszeit zu verlängern und innner größere Masten des Prole- tariats dem Elend der Arbeitslosigkeit zu überantworten. Darum demonstrieren wir am 1. Mai: Gegen die reaktionäre» Pläne des Unternehmertum»? Für die Ratifikation des Alchtstnndentagabkommeus! Wir gedenken am 1.!Mai unserer Genossen in den Ländern der faschistischen Diktatur, die unter den schwersten Ge- fahren iür die Ideale des Sozialismus und der Demokratie kämpscn und senden ihnen unseren Brudergruß. Den Sozialisten in der Frechcst obliegt die Pflicht, ihren unterdrückten� Kameraden durch gesteigerten Kamps gegen den eigenen Klastenfeind Hilfe zu bringen. Schon ist das mächtige Bollwerk der internationalen Reatstcu. die konservative Regierung Großbritanniens, im Wanken. Alle Nachwahlen haben gezeigt, daß die brifische Arbeiterbewegung im unwiderstehlichen Wnuarfch ist. In Dänemark, Belgien und Holland ziehen die sozialistischen Parteien gleichfalls mit Sicgeshofimingen in den Kampf. Das internationale Proletariat wird am 1. TOai zeigen, daß an seiner Macht all« Anschläge der Reaktion zu schänden werden müisen. daß es bereit ist, unter dem Banner der Sozialistischen Arbeiter- Internationale zu kämpfen. Gegen die faschistische Reaktion? Für die Demokratie! Für de« Sozialismus! Das Bureau der Sazialisll scheu Arbetter-Zulauakisnalc. Schreckenstaten am Osterfest. Aus dem Schloß gestürzi.— Vor ein Auto geworfen.— In der Laube verbrannt. In dem Cafö von B. in der Neuen Sönigstraße spielte sich gestern gegen INikternacht eine blutige Eifersuchtstragödie ab. ver 27jährige Kürschner Walter Sleinberg au» der Laudwehrslroße 11 gab aus seine um vier Jahre ältere Braut, dl« Schneiderin Helene Sz„ mehrere Schüsse ab und tötele sich selbst durch einen Kopsschuß. Das Paar hatte bald noch 23 Uhr das Lokal betreten und an einem Seitentijch allein Platz genommen. Plötzlich kam es zwischen beiden zu einem heftigen Wortwechsel. Der Mann sprang in größter Erregung auf, riß aus der Tasche«ine Pistole hervor und seuerte aus seine Begleiterin, eh« es noch jemand oerhindern konnte, zwei Schüsse ab. Während eine Kugel ihr Ziel verfehlte, traf die andere in den Hals und dos Mädchen brach blutüberströmt zu- sammen. Steinberg richtete dann die Waffe gegen sich selbst und jagt« sich ein« Kugel in die Schläfe.- er war sofort tot. Die Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus Friedrichshain gebracht, wa sie bedenklich daniederliegt. Nach den bisherigen Ermittelungen wollte die Braut das Wr- hältnis zu St. ait» unbekannten Gründen lösen. E» gelang dem Manne aber noch einmal, ein« Zusammenkunst herbeizuführen, die aber anstatt zu einer Aussöhnung zu der Tragödie führt«. * Am Mittag des ersten Osterfeiertages stürzte sich in Berlin au» dem S. Stock des Schlosses«in junger Mann auf da» Straßenpflaster, wo er mit zerschmetterten Gliedern t o t liegen blieb. Di« polizeilichen Ermittlungen ergaben, daß es sich um den ZSjährigen Assessor Fritz Mandry aus der Göbenstraße in Berlin handelt. Der Assessor hatte ausgeregt das Schloß betreten und war dann mit dem Fahrstuhl zum 5. Stock, in dem sich die Bibliothek räume befinden, hinausgefahren. Dort ging ar sofort an ein Fenster, öffnete te und stürzte sich hinaus. Die Motive dieser Verzweislutigstat konnten bisher noch nicht festgestellt werden. Ein anderer aufregender Dorfall spielte sich gegen KZ Uhr am Nettelbeckplatz im Norden Berlins ab. Ein unbekannter, etwa Zöjähnger Mann warf sich plötzlich vor die Räder eines Autobus der Linie 24. Der Führer versuchte noch zu bremsen, doch gelang es chm nicht mehr, seinen Wagen rechtzeitig zum Halten zu bringen. Ein Rad tzlng so unglücklich über den Kops des Selbst- Mörders hinweg, daß der Tod auf der Stell««mtrat. In ebenso grauenhafter Weise hat ein 60 Jahre alter Arbeiter August L i st aus N o w a w e s seinem Leben ein Ende gemacht. List, der mit seiner Familie in der Karlstraße 14 zu Ztowawcs wohnt«, kam am Wend des zweiten Feiertages angetrunken nach Hause und fing alsbald aus nichtiger Ursach« Streit an. Dann verließ er die Behausung mit der Drohung, daß er sich ein Lcid antun werde. Gegen 4 Uhr morgens wurde nun von anderer Seite die Feuerwehr alarmiert, weil auf dem Laubengelände ein Häuschen in hellen Flammen stand. Dos Feuer kannte bald gelöscht werden, unter den Trümmern aber fand man die vollständig verkohlte L e i ch e d e s L i st. Die Potsdamer Kriminalpolizei stellte fest, daß der Mann die Einrichtung der Laub« zusammengetragen und angezündet hatte. Dann hatte er sich an einem Balken erhängt und war verbrannt. Eine Brandstiftung von dritter Hand liegt nicht vor. Die Leiche des Unglücklichen wurde beschlagnahmt. Feuer in einer chemischen Fabrik. In der chemischen Fabrik von Dr. w e r n i ck e u. Co.. Am Oraniendamm 7/g in w a i d m a u a s l v st. brach heule voruütlag uw KU Uhr aus noch nicht geklärter Ursache In der Lacks ledere! Feuer aus. das in kurz« Zeil größere Ausdehnung annahm. Di« Flammen fanden an Forben und Lacken sowie Ein- richtungsgegenständen reiche Nahrung und griffen aus den Dach- stuhl des langgestreckten Fabrikgebäudes über. Die Feuerwehr, die mit mehreren sreiwilligen Zügen und einem Berliner Berufszug zur Stell« war, hatte alle Müh«,«in weiteres Umsichgreifen des Feuers auf die angrenzenden Fabrikanlagen zu oerhindenr Nach einstündiger Tätigkeit war der Brand auf seinen Herd beschränkt. Bei Sledaktionsschluß sind die Wehren noch mit den Aufräumungs- arbeiten an der Brandstätt« beschäftigt. Der Meister d« Lacksied-rei, B o t r a n z. erlitt im Gesicht erhebliche Brandwuiiden. Die übrigen Arbeiter hatten die brenneirden Räume rechtzeitig verlassen können, so daß glücklicherweise niemand weiter zu Schaden gekommen ist. Derspäleter Aprilscherz. Die kommunistische Montagszeitung vom Dienstag früh erzählt von einem Geheimvertrag, der zwischen dem sozialdemokratischen Parleivorltond und dem Ullsteinkonzern ab- gelchlossen worden sein soll. Am Tage zuvor hätte die Nachricht noch als Aprilscherz gehen können. Heute ist sie nur noch eine ge- wöhnllche Lüg«, Kunstausstellungen. Gemälde von Hans Meid. Man slehi wieder Arbeiten von Hans Meid in der Oefscntlich- kcit; die Kunsthandlung Hartberg zeigt Genrälde und Aquarelle. Meid ist seit langem nicht mehr hervorgetreten. Dafür überrascht er jetzt mit dem Resultat einer ungewöhnlich fruchtbaren Arbeitsperiodc. Inhalt und Malweise dieser zwei Dutzend Bilder entspricht der Tatsache ihres Entstehens in jüngster Vergangenheit, Je bilden eine Gruppe von vollkvmmenet Einheitlichkeit. Es sind zum allergrößten Teile Stadt-, Straßen- und Häuser- bilder; wenig aktuelle darunter, wie die zwei ausgezeichneten Nacht- stücke vom Abbruch des Bellevuehotels und seines kleineren Nachborn am Potsdamer Platz, meist Szenerien aus dem Süden, ans Venedig, Bergamo, Florenz, Palerino usw. Ausnahmen bilden nur der schöne weibliche Halbott, an seine frühere Art in Ton und Auffassung an- klingend, und der ernsthafte und gelungene Versuch eines Herren- bildnisses. Ganz spontan sind diese Visionen einer edlen Baukultur gleich- wohl nicht. Sie haben ihre Vorläufer in mancher der schönsten Ra- dierungen des früheren Meid, feine Vorstellungswelt hat er mit ihnen nicht verlassen. Und wie diese sind auch die Gemälde nicht etwa Abbilder der Wirtlichkeit, sondern„Wahrheit und Dichtung" in einer anmutigen und qualltätsreichen Mischung. Zugrunde liegen ihnen Aufzeichnungen und Reiseskizzen, etwa von der Art, wie die kösllichen Aquarell«, die ausschließlich dem Bezirk des Gardo- sees entstammen und bei aller dokumentarischen Treue doch in erster Linie durch Schmelz und Durchsichtigkeit des Aquarellhaften be- .zaubern. Die Oelbilder verzichten nicht auf den Anspruch des Authentischen, aber ihr besonderer Reiz basiert auf dem Stimmungs- element, das Tageszeit, Beleuchtung, Ton und Farbe ihnen ver- leihen, kurz, auf den unfaßbaren und doch sehr ausgesprochenen Zusatz malerischer Unwirtlichkcit. Merkwürdig ist, daß sich heute so viel« und verschiedenartige Künstler dem Problem der Architektur- gestaltung zuwenden: vielleicht ein Beweisstück für das brennende Interesse, das unsere Zeit baulichen Fragen überhaupt entgegen- bringt. Da» Bild eines„Venezianischen Balkons" mit einer aus ge- heimnisvollcm Dunkel auftauchenden Schönen besitzt vielleicht am meisten Beziehungen zu dem Meid der früheren Zeit und steht, nicht nur deshalb, sondern auch seiner besonderen Raumschönheit wegen, unserem Herzen am nächsten, das nun einmal in ihm den«rotischen Romantiker nicht vergessen kann und nicht missen mag. Französische Graphik der Gegenwart. Im Lichthofsaale des alten Kunstgewerbemuseums(Prinz- Albrecht-Straße) ist«ine offizielle Ausstellung moderner französischer Graphik zu sehen. Der französische Botschafter hat seine bekannte Kunstlicbe auch hier wieder bei der Eröffnung bewiesen. Der Katalog ist vom Direktor des Pariser Kupferstichkabinetts P. A. Le- moisne,«ingeleitet worden: vermutlich stammt die Auswahl der Blätter auch von ihm. Das Ganze eine sehr schöne Geste inter- nationalen Zusammengehörigkeitsgefühls der Künste, die im Mai durch einen Gegenbesuch deutscher Graphik in Paris fortgesetzt werden wird. Hoffentlich fällt diese deutsche Auslese charakteristischer aus. Dafür wird wohl der Name Prof. Curt Glasers bürgen, der sie besorgen soll. Nian kann natürlich gar nichts gegen die Qualität dieser Radiorungen und Lithographien sagen; jeder weiß, daß die Franzosen auch in dieser Art schlechthin Vollendetes geben, und jo fehlt es nicht an glänzenden und virtuosen Leistungen. Die ver- trauten Kamen der großen Künstler sind beinahe alle da, von Renoir und Degos bis zu Derain und Segon zac. Es ist schlimm, zu sagen, daß man dennoch nicht zufrieden ist; aber es ist not» wendig, weil es die Situation klärt. Di« Akzente sind ganz einfach falsch verteilt. Es ist etwa so, als wenn der bekannte Professor Singer aus Dresden die Auswahl getroffen hätte(nicht ganz so schlimm): nach Gesichtspunkten des Technischen, des malerischen Naturalismus, des graphisch Geschmäcklerischen. Ganz sicher ist die französische Graphik nicht so revolutionär und auf neue Ausdrucks- formen bedacht wie die deutsche. Aber sie ist auch nicht so aus- geglichen, daß sie der englischen beinahe zum Verwechseln ähnlich sieht, wie es hier den Anschein hat. Wenn etwa die Holzschnitte von Galanis und die Stiche von Laboureur aus dem Rahmen fallen durch die elegant« Schars« ihrer Form, so ist das entweder als eine leise Konzession an den modernen Geist oder als ein Versehen zu betrachten. Man hat nicht die ausrührerijchen Blätter der Cezanne, Manet, Picasso, Gauguin, Matisse gebracht, geschweige denn die der Jüngsten;� man hat überall vertuscht und das Zahmste herausgesucht. Aber es muß gesagt werden, daß man uns in Deutschland damit nickst imponiert. Wir kennen die Bedeutung der französischen Kunst und wir dürfen verlangen, daß auch ihre Graphik uns offiziell in der Gestalt vorgeführt wird, in der wir sie längst kennen und lieben. E)r. Paul F. Schmidt. Oemonstraiio« für Laugkopp. Gefährliche Einladung des Schuhverbandes. Am Mittwoch soll in Moabit gegen den früheren Farmer Langkopp verhandelt werden, der seinerzeit im Reichsentschädi- gungsamt den Vizepräsidenten mit einer Höllenmaschine bedroht« und jetzt wegen Sprengstofjvorbrcchens angeklagt ist. Der „Schutzverband geschädigter Auslandsdeutscher. Kaloniaweutscher und Verdrängter" verschickt nun an sein« Mit- glieder eine Einladung zur D e m o n st r a t i o n für L a n g k o p p. In dem Schreiben heißt es� Am 3. April tu I. beginnt vorm. 814 Uhr beim„Erweiterten Schöffengericht Schöneberg, Berlin-Woabit, Turmstraße 9l". der Prozeß gegen unseren Lcidcnsgenosscn, den Former Langkopp, Es ist Pflicht und Ehrensache eines jeden Geschädigten, der es eben mögliche machen kann, sich zu der angegebenen Zeit vor dem Gsrichlsgebäude einzufinden, um mit einer würdigen und stillen Demonstralion mitzuwirken, daß ein Erfolg des Pro- zesies zu einem Erfolge aller Geschädigten wird. Es wird sicherlich dem Farmer Langkopp eine große Genugtuung sein, viele seiner Leidensgenossen anwesend zu sehen, um ihm damit zum Ausdruck zw bringen, daß sein Kampf auch ihr Kampf ist und daß der Verlaus des Prozesses auch für ihr Schicksal entscheidend sein muß! Anwesende Pressevertreter und Kino-Qpera- teure wüsten die Ueberzcugung gewinnen, daß die Geschädigten ihren Kamps:„Einer für alle" und olle für einen" mit zäher Ausdauer fortführen. Die Bildausnahmen werden bei Gelegenheit einer Mitgliederversammlung vorgeführt werden. Keiner fehle! Jeder sei sich auch hier seiner Pflicht bewußt! Auch dem Vorstand des Schutzvcrbandes muß bekannt sein, daß zurzeit sämtliche Demonstrationen unter freiem Himmel ver- boten sind. Er kann nicht verhindern, daß sich unter sein« Mit- föolschaHer Werrich Der Tertreter der Dereinigten Staaten von Amerika in Paris ist am Ostertage im Atter von 74 Iahren verstorben. Die Pariser Preste feiert ihn al» einen besonderen Freund Frankreich», der vor allem auch während des Weltkriege, für Frankreich ge- arbeitet hat. gliedern Elemente mischen, die alles andere Interestc haben, als diese Demonstration„still und würdig" zu gestalten. Es besteht daher die Gefahr von Zusammenstößen, die weder für die Geschädigten noch für die Staatsautorität von Nutzen fem tonnen. Die offizielle Einladung zu solcher Demonstration ist des- halb ein höchst leichtsinniger Akt. von dem wir hoffen, daß der Vorstand ihn nicht zu bereuen braucht. Zum Kapitel Arbeitslosenhehe. Wie war's in der Grenzmark? Bei den Verkehrsstörungen im Eisenbahnbetrieb in der Grenz- marf infolge der Schneeverwehungen, wurde in der Rechtspresse das„arbeitsscheue Gesindel" beschimpft, das sich nicht zur Mit- arbeit bei der Behebung der Schäden bereit zeige. Während der Kälti Periode lagen wiederholt sogar Eisenbahn- züge der Hauptsirecke Berlin— Sch Heidemühl fest. Sehr schlimm erging es den Kleinbahnen. Am schlimmsten war es in der Nacht vom 16. zum 17. Februar, sj daß Kleinbahn und Reichsbahn zur Nrthilfe aufforderten. Der Reichswehr» minister hat sich damals gegen die Verwendung von Reichs- wehr mit der Begründung ausgesprochen, es seien genügend Arbeitslose da, di« die Notarbcit oerricbten könnten. VoN Sonnabend, dem 16. Februar, zu Sonntag waren natürlich nicht im Izondumdrehen sofort Arbeitslose auszutreiben, und es lag daher nichts näher, als Reichswehr aufzufordern. Di« Bahn- Verwaltungen haben vou den Arfmtsäintern vie-l zu wenig Arbeitslose augcsordert. Die Arbeitsämter haben etwa um«in Drittel mehr Leute.zur Verfügung gestellt, als geford-rt worden waren. Von über 906 gestellten Arbeitern haben nnr sieben die Arbeit nicht ausgenommen und diesen wurde auch sofort di« Unterstützung gesperrt. Trog der ungeheuren Kälte von mindestens 27 Grad haben Arbeitslos« und Reichs- wehr da in die Verkehrsstörungen beseitigt. Durch die Schneeverwehungen waren damals ouchdieLand- st r a ß e n der Grenzmark für den Verkehr auf Wochen unpassierbar goworhen. Die DeHörden wollte» dj« notwendigen Arbeiten als Notstand, arbeiten verrichten lasten. Die Vertreter der Kreis«, die sich über den Notstand der Wirtschost beklagten, lehnten da» jedoch ab. Die Heß« gegen di« Arbeitslosen, durch die ja hauptsächlich d i e Arbeitslosenversicherung getroffen werden soll, hat sich in diesem F.alle als noch nichtiger und darum abscheulicher erwiesen als das mu-nter« Spiel im mitteldeutschen Braunkohlenbcrg- bau. - Wekteri Ttcht für Berlin: Zeitweise ausklärend, aber kühl und veränderlich ohne erhebliche Niederschläge, nördliche Wind«.— Für Deutschland: Im Süden Niederschläge, rm Norden veränderlich«ist jstnehmenö« Nachtfrostgefahr. „Pioniere in Ingolstadt" Theater am Schiffbauerdamm. Marieluise F l e i ß e r war noch ein Kind, als des deutschen Kaiserreichs Pioniere in Ingolstadt eine Brücke bauten. Marie- luis« aus Ingolstadt Hot von diesem Ereignis Eindrücke aufbewahrt, die sich unvergeßlich in ihre Iung'fvauenseele einprägten. Beweis ihres guten Gedächtnisses und frühzeitig entwickelten Beobachtungs- talents ist ihre Soldatenkomödie in neun Bildern. Was damals, so um Anno X vor dem Kriege, geschah? Die Pioniere nahmen die Ingolstadter Mädchen im Best und auf der Heide und sogar auf der Kirchhofsbank. Die ganze Ingolstüdter Damenwelt von 14 Iahren aufwärts kam in andere Umstände. Selbst Berta, Dienstmädchen bei. Rentier Benke, ließ es sich nicht nehmen, ihre angeborene Keuschheit noch eine Stunde vor Abmarsch der Pioniere auf einem Strohlager zu opfern. Marieluise Fleißer ist ein begabtes Mädchen. Sie schrieb gute Novellen. Was sie für die Bühne schreibt, ist noch ganz starr. Sie kommt nicht über die Zustandsschilderung hinaus. Es sind neun Bilderbogen da. doch kein Schicksal entwickelt sich. Das Stück fängt so lustig an, wirklich mit einem Durchzieher in das baperijch-natwnale Großmaul hinein. Wir sehen gleich am Ansang, wie zelobsch versteckt-lüstern und miserabel heuchlerisch dieses bayerische Krahwinkel ist. Es wird unter dem Auge der Dichterin der Krähwinkel sogleich zum Weltwinkel des Satirischen. Man fängt an. sich den Bauch vor Gelächter zu hasten. Bald muß man gähnen, wenn e« weiter geht. Nach einigen tomischen Einfällen ist der Geist erschöpft, und stast Geist kommt Mikosch-Witz übelster Sorte, nur übertragen ins Bayerische. Selbst eine Soldotenschinder- szene, ein Hauptstück, das eine blutige Satire hätte werden können, wird durch die Blödhest der Aufmachung langweilig. Das volle Maul ersetzt eben nicht den witzigen Kopf. Das wäre auch vom Regisseur Jakob G e i s zu sagen, der an- sänglich amüsiert. Zunächst erscheint Ingolstadt aus der Leinwand als Postkortenkitsch. Hinter der Bühne und zwischen den Kulisten wird eine herrliche Bombordoninusik exekutiert, wenn di« Pioniere in all ihrer muskulösen Blödheit anmarschieren. Doch schnell, allzu schnell wird der gleiche Einfall immer wiederholt und darum lang- weilig. Auch die Schauspieler bringen das Stück nicht vorwärts, da sie im Käfig ihrer unentwickelten Rollen sitzen. Immerhin kom- men einige alte und neue Begabungen zutage: Peter Lorre spielt ein Ingolstädter Idiöicheri aus dem Blute des Herrn Rentier Benke, den Ludwig S t ö s s e l als der Papa spielt. Dies« beiden komischen Typen sind die bayerischsten Prachtkerle in dem Stück, derb char- giert, doch mit dem richtigen Griff für Maske, Gang und Schiiauze. Fräulein K ö r b e r gibt das keusche Mädel, beinahe eine Rose Berndt, di« sich schließlich doch ins Stroh legt. Die junge Kunst. lerin war var einem Jahr die schauspielerische Ueberraschung, als sie misten in oinem nicht iriteresscmien Ensemble großen Mut zu scharfer Eharakteristik zeigte. Dieses Naturell blieb, aber man weiß nun nicht, ob es zu einem elastischen Künstlertalent wachsen oder mir zu einer Routinemethode abflauen wird. Max Hochdorf. Osterkonzerie. Ostersonntag: Mistagskonzert im Mercadespolasl, Neu- kölln. Der Neuköllner Sängerchor hat es veranstaltet. Unter seinem Ehormeister H. Schreiber zeigt er, was er kann, und das ist durchaus beachtenswert. Das Programm weist gut« Namen auf, hält sich im übrigen wesentlich auf der mittleren Linie des vor- proletarischen Männerchorliedes. für dos Kompositionen wie„Lenz» fragen" von Fvanz Lachner und„Wanderschaft" von C. Fr. Zöll- ner typische Beispiele b'eibeu. Es gibt aber auch ein« Berllner Erstaufführung: drei Gesänge von Robert Pracht, desien„Morgen- rot" wiederhost werden muß. Und zwischendurch Harfensoll— Professor Max Saal—, die lebhaften Beifall finden. Der Saal ist dicht besetzt. Ostermontag: Bach-Abend im Bach-Saal� zugunsten der Wohlfahrtskasie des Sinfonieorchesters, das ihn gibt. Dr. Kurt Singer steht am Pull, der Berliner Aerztechor wirkt mit. Der beginnt unter seinem Dirigenten aus der Pflege der Bach-Kantaten eine Spezialstät zu machen; man ist donkbar, die festen gehörte Kantate Nr. 76„Wachet, betet" zu hören und freut sich an dem zugleich vollen und fein differenzierten Chorklang. Die Vortrags- folge eröffnet das prachtvolle Brandenburgische Konzert in.F-Dur, und Paula Liniberg singt Chorlieder mit Gefühl und Stilgefühl. Der ganze Abend bat Stil und Niveau. X. P. Sic deutsche bautechnische Woche in Leningrad. Wie aus Moskau gemeldet wird, ist die deutsche bautechnische Woche in Leningrad beendet. Die deutschen Professoren h testen mehrere Vortrüge über die Entwicklung der deutschen Technik und die deutsche Wissenschaft. Zu Ehren der deutschen Gelehrten gab der deutsche Generalkonsill Zechlin vor ihrer Abreise einen Emp- sang, an dem die Vertreter der Sowjetbehörden, der russischen Wissenschaft und der deutschen Kolonie teilnahmen. Die Sowjetpresse, darunter die„Prcuvda", begrüßt die Arbesten der deutschen Professoren in Leningrad und erklärt, daß die deutsche bautechnische Woche viel zu der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutsch- land und Rußland beitragen wird. 600 Negerzeitungen. Es gibt zurzest 600 für Neger bestimmt« Bläster mit Auslagen. die zwischen 266 660 und 7666 schwanken. So erscheint beispiels- weise„The Criss?" in New Park in 126 666 Exemplaren, der „Guardian" In Boston in einer Auslage von 86 666. Einige der Bläster sind auch illustriert. Die Redaktion setzt sich aus schwarzen und weißen Redakteuren zusammen. Ein Blatt zähst zu seinen Mitarbeitern Lassträger, Köche und Hafenorbeiter. Dem bekanntesten der schwarzen Journalisten, William Monroe Trotter, verweigerte die amerikanisch« Regierung im Jahre 1619 den Paß nach Europa, well sie nicht wünschte, daß er der Friedenskonferenz beiwohne. Wer der Journalist ließ sich dadurch nicht entmutigen. Er erhielt die Stelle eines Kochs an Bord eines noch Europa reisenden Schisfes und schrieb zwischen Suppe und Braten Artikel für seine Zeitung. So war es ihm möglich, nach Europa zu kommen, und an der Kon- ferenz teilzunehmen. Auch Ras Makonnen gründete in Aechiopien ein Blatt, das unter dem Titel„l'Aimre" erschien, anfangs nur in 6 Exemplaren, allmählich aber die Auslagezisfer von 300 erreichte. Bruno ZNöhrtng, der Berliner Architekt, ist im 66. Lebensjahr g e st o r b« n. Er war geborener Kömgsberger, hatte an der Char- lottenburger Technischen Hochschule studiert und zählte vor einem Menschenatter zu den bekanntesten Vertretern der damals modernen Baukunst, deren Stil sich inzwischen überlebt hat. In Berlin hat Möhring außer dem Hochbahnhof Bülowstraße und dem Rothaus in Nikoloe-see.zahlreiche Villen geschaffen. Bekannt wurde er zuerst im Jahre l960 durch seine Arbeiten für die deutsche Abteilung der Pariser Weltausstellung. Auch als Städtebaukünstler und Brücken- bauer hat er sich einen Namen gemacht. Der Arbeilerthealerbund Deutschlands<5. v. hielt im Gewerk- Ichaftshaus sein« Reichsfunktionärkonferenz ab. Es wurden die Möglichkeiten zur Derbesserng der Spielpläne und der Aufführungen von Arbeiterdilettantonbühnen eingehend erörtert. Der bekannte proletarische Schriftsteller Dr. med. Friedrich Wolf. Stustgart. sprach über das Thema„K u u st i st W a f f e". Er wie» darauf hin. daß nicht das proletarische Stück um jeden Preis gespiest werden dürse, jondern daß auf die Bühne ein Kunstwerk gehöre. Die Tendenz, die Wolf in jedem Falle auf der Arbeiterdilestanten- Kühne für notwendig hall, läßt sich auch in viele« älter«: Bühnenwerken finden. Wolf empfahl, zu ihm zu greifen, wenn kein brauchbares modernes Bühnenwerk vorliege. Max varthel spricht heute abend 18.10 Uhr im Sunbfunk über In- dustrie-Romane. » Ein« ktmdcrtomödte nach Mark TwamS Novellen„Tom Sawqerj Wen- teuer* und„Huckleberry FinnS Abenteuer und Fabrteu' hat soeben Robert Adolf Gtemmle unter dem Titel„Tom und HuckS Abenteuer" vollendet Da« Stück wurde von der BolkSbübnen- Verlag«» und Ber- trieb«. E.w.b.H.. Berlin KS. 40. für ihren Bühueuoertrieb erworben. KLEIDERL. V. SEIDEN Wir wollen Sie verwöhnen und gaben uns In diesem Frühjahr besonders Mühe, tür Sie In unseren bedeutend vergrößerten Abteilungen KLEIDER-STOFFE UND SEIDEN-STOFFE eine Auswahl bereit zu stellen, die alle modischen Neuheiten In den verschiedenen Stoftarten, Preislagen und Farbstellungen enthält. Von Dienstag, d. 2MAprU bis Dienstag, d. 9.Ai)ril zu Ausnahme- Preisen! T ra vers-Neuheiten mit Kunstseide in großer Ausmusterung Meter 1.95, 1.65, Tra vers-Neuheiten wolle mit Kunstseide.... Meter 3.9S. 2.95, Melange-Sdhoffen reine Wolle, ca. 100 cm breit..... Meter 4.50, W oll-Panama-Bordüren in vielen Farben, ca. 120 cm breit, Meter Crepe Caid das neue Gewebe, ca. 100 cm breit.. Meter 3.95, 3.50, Crepe Caid in großem Farbensortiment, ca. 1Z0 breit. Meter 0.95, 5.95, Woll-Veloutine in vielen Farben ca. 130 cm breit........ Meter Woll-Georgette letzte Neuheit für Kleider und Mäntel, ca. 130 cm breb, Meter 10.50, 8.90. 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VoÜe Kunstseide, bedruckt, ent- zück.Muster, ca. 100 cm brt., Mtr.5.35, V oile Kunstseide, elegante Kleider- wäre, ca. 100 cm breit.... Meter Crepe deChine-Bordüren Kunstseide, Handdruck, ca. 120 cm breit............ Meter Bastseide naturfarbig, fürWäsche und Kleider...... Meter 2.25 Bastseide bedruckt, neueste Muster, ca. 80 cm breit.. Meter Honan echt asiatische Qualität, naturfarbig und in allen anderen Farben, ca. 80 cm breit, Meter 5.03 Damasse Baumwolle mit Kunstseide, für Jacken- und Mantelfutter, ca. 70 cm breit.... Meter 1.50 taCOnnC das elegante Mantelfutter, in den neuesten Farben. ca. 80 cm breit.... Meter 3.30 Foulard. reine Seide, entzückende Muster, ca. 90 cm breit... Meter 4.80 Crepe de Chine reine Seide, große Farbensortimente, ca. 98 cm breit.... Meter 5.90 VeloufinC Wolle mit Seide, gute Kleiderware, ca. 98 cm breit. Meter Crepe Georgette reine Seide in den neuesten Farben, ca. 98 cm breit.... Meter 8.75 Crepe Latin reine Seide, elegante Kleiderware. ca. 98 cm breit... Meter 8.50 Crepe de Chine-Drucks moderne Kleidermuster, ca. 100 cm breit............ Meter UlhMn-t Schnitte» 85 85j 1.95 4.75 3.50 6.90 1.75 3.40 4.50 1.25 2.50 4.20 3.50 5.50| 4.90 6.90 6.90 Ullftelnt Schnitte m im Parterre I ROGRAMN fürer Nebenbuhler,«in holländischer Schisfzlevtnant. Conrad beschreibt ihn mil Haß und dunkler Schärfe. Man spürt in dieser Schilderung die Gegensätze der englischen und holländischen Kolonisten, und aus diesen imperiali- slischen Gegensätzen bricht groß und tragisch für den jungen Eng- länder und damit auch für Freya das Verderben. „Freya von den sieben Inseln" gehört zu den schönsten Liebes- geschichten, die wir kennen. embe. Ein empfindsamer Kriegerbund. Man schreibt uns: In den Satzungen des Reichskriegerbundes Kyfs- Häuser, der Dachorganisation der Kriegerv« reine, heißt es:„Ziveck der Kriegervereine ist, die Erinnerung an die Kriegszeit zu erhalten und zu pslegen." Seit Wochen ist nun R e m a r- q u e s„Im Westen nichts Neues" erschienen. Die gesamte Presse hat das Buch besprochen. Ein Absatz von 300 000 Exemplaren legt Zeugnis von dem Echo des Werkes ab. Nur für den Kysshäuser- bund scheint Remarque nicht zu existieren. Oder dochl Da findet man in einem viele Spalten langen Artikel des Bundesvrgans, der den schönen Titel„K u l t u r b o l s ch e w i s m u s" trägt, folgende schamige Randglosse: „... Zuckmayer(jawohl, lieber Leser, das ist derselbe, der dir in der„Berliner Jllirstrirten Zeitung" den ziemlich bedutungslosen Roman„Im Westen nichts Neues" mst bombastischer Gloriose in den siebenten Himmel hob)..." Erinnerung an die Kriegszeit... Es scheint, die verontwort- liehen Herren vom Kyffhäuserbund haben eine panikartige Angst vor solchen Erinnerungen, sobald sie echt sind! Das war schon während de? Krieges so, als die breite Masse der Bevölkerung mit Kriegs- berichten srisiert k la Tripitz ausgepäppelt wurde. Diese Herren bleiben immer dieselben. Immer dieselben Unverantwort- l i ch e n in verantwortungsvoller Stellung, wenn auch nicht gerad» in Schützengrak>«nstellung. Enao'- Bernhard Shaw besuchte ein« Gesellschaft, i« der ein Schriftsteller aus«Igenen Werken vorlas. Mit Geschick hatte der junge Mann Gedanken und Auesprüche anderer Dichter so eingefügt, daß man ihn als Urheber der geistreichen Sentenzen ansehen mußte. An jeder dieser Stellen erhob sich Shaw ostentativ, verbeugte sich und setzte sich wieder geräuschvoll nieder. Hierdurch nervös gemacht, fragte der Schriftsteller endlich un- geduldig, was diese Störungen bedeuten sollen? Ruhig antwortete Shaw:„... O lassen Sie sich dadurch nicht im geringsten beirren! Es ist nun einmal eine Gewohnheit von mir, gute Bekannte zu grüßen!" Copyright Safari- Verlag Berlin W35. £/h jRonixBn. von cter/zuxifan-J&su Zezc/vTizrigen. worz Adoff leknert (38. Fori�egung.) «te begannen abzuladen.?Ädhrend sie noch damit beschäftigt inaeen, öffnete sich die Tür, und der Inspektor kam heraus. Er trai !,le. ch zu Mate und fragte: „Ist der Gefangene doch zurückgekehrt?' .Sa, Mala kam, wie ich sagte. Er ist einer von den dreien. Aber lasien Sie uns erst abladen, dann mag er hineinkommen, daß mir mit ihm reden können. Der zweite fft Joe und der dritte ein Mann, der ganz in der Näh« wohnt.' „Schön,' sagte der Inspektor versöhnlich.„Wir können warten. bis sie hineinkommen, aber ich bleib« dabei stehen und seh« zu. .Wer von ihnen ist der Mörder?' „Der dort, der größte von ihnen.' Mala sah alles eher als wie ein Mörder aus. Jetzt entdeckte Joe den Inspektor und machte die andern auf ihn aufmerksam. Beide liefen gleich hin, um ihn zu begrüßen, als sie aber sein Gesicht aus der Nähe sahen, zogen sie sich zurück. Nichts lud dazu ein, ihm die thond zu drücken. Eine kalte, ab- weisende Miene, sonst nichts. Das Fleisch wurde bis auf einen Schlitten abgeladen, und der Mann schickte sich an, fortzufahren. „Wo will der Mann hin?' ./?r hat nichts mit uns zu tun: es ist sein eigenes Fleisch, an dem wir keinen Anteil haben. Er hat mit unfern zwei Leuten gejagt.' ,�)at er auch nicht Proviant und Munition von der Polizei gebraucht,' fragte der Inspektor sofort, er erspähte»in Loch in der Ordnung. Aber Make beruhigte ihn.„Er hat zwar unser« Ausrüstung benutzt, aber er hat sie gemietet und mit Diensten vorausbezahlt: das habe ich als Ehef geordnet. Ich werde darüber Rechenschaft ablegen.' Der Inspektor sagte nichts, blieb aber stehen, bis alles abgeladen war. Erst dann folgte er den andern ins Haus. Er sah mit Ver» «underung, daß Joe und Mala sich am Tisch in der Messe nieder- ließen, und daß der ein« Konstabler Tee machte und ihnen Esse« vorsetzt«.. „Essen sie an unserm Tisch?" fragte er Make. „Ja.' sagte der Sergeant,„sie sind hungrig und müde, essen sollen sie doch wohl?" .Sa, aber nicht dasselbe wie wir. Eskimos dürfen nicht ver« wohnt werden, und am allerwenigsten ein Derbrech«. Wenn sie gegessen haben, wünsche ich mit ihnen zu reden. Noch heut« Nacht soll der Mörder seine Stellung kennenlerne», damit der Schreck Ihm in den Leib fährt und sich zu den andern verbreitet. Je niehr da« Beispiel wirkt, desto besser für das Gesetz.' Keiner der anderen sagte ein Wort. Joe verstond, daß Böses im Gange war. Er schwieg, und Mala fühlt« sich von der Stimmung bedrückt. Er atz schweigend, und keiner der andern aß mit. Es wäre eigentlich nett gewesen, jetzt, da die Leute heim- gekommen waren, ein« Taste Tee mit ihnen zu trinken: aber der Vorgesetzte sah es wohl nicht gern, wenn sie sich zu Mala setzten, und deshalb blieben alle Polizisten rings stehen. Es war eine schweigend«, unheimliche Mahlzeit. Als sie gegesten hatten, stand Mala auf. Er schritt auf die Tür zu, um hinauszugehen, wurde aber von dem Inspektor zurückgehalten. wo will der Mann hin?' Die Wort« wurden übersetzt und deantwortet. Mala wollt« seiner Natur solgen. Was war nun geschehen? Diese Frage und dies« ganze Rede? Alle Gesichter waren verändert. Mala fühlte Umvillen gegen den Fremden. „Ball, begleiten Sie ihn und lasten Sie ihn nicht au« den Augen. Kommen Sie gleich wieder mit ihm herein.' Die andern mußten unwillkürlich lächeln, Mala begleite» und beaufsichtigen, nachdem er Monate hier war. Das war komisch. Aber neue Sitten herrschten im Hause! Als Wala wiederkam, faß der Inspektor am Ende des Tisches mit einem großen Papier, einein mächtigen Buch. Der Sergeant saß neben thm, und die Konstabler standen um sie herum. Joe war wieder sicherer. Er fühlte, daß Mala degradiert werden sollte, er sollte nicht mehr der große Mann sein. Joe bekam Genugtuung dafür, daß er von Mala beiseite geschoben war. Er fühlte die Macht des Inspektors und wußte sich sogleich darnach zu richten. Er war längst schon verstimmt gewesen über die Milde, die der Sergeant Mala bezeigt hatte. Die weihen Männer und Joe l«deuteten etwas, von den andern aber keiner. Joe, der Dolmetscher, i /Ute alles erfahren, nichts sollte ihm verborgen bleiben Er wollte s don misten, dies zu seinem Vorteil auszunutzen. „Bist du Mala, der von dem Sergeanten hierher geschafft •rde?" lautete die erste Frage. Mala antwortete:„Ja'. „Gestehst du, im Sommer drei Männer getötet, die Frau des :'.en geraubt und dich seines Eigentums bemächtigt.zu haben?' Mala war Überrascht über die Taktlosigkeit, daß der Mann direkte Fragen an ihn stellte, Fragen über Creignisse, die nicht erwähnt werden sollten, und er antwortete daher, wie er tat:„Du mußt r/isten, daß ich es tat, wenn du fragst. Aber frage die vier weißen Männer darnach. Ich selber wünsche nicht, darüber zu sprechen.' „Was du zu sagen wünscht, darnach fragt keiner. Wenn ich frage, sollst du antworten. Und wenn du es nicht tust, so ist es am schlimmsten für dich selber. Wenn du widersetzlich bist,' wirst du gezüchtigt.' Joe konnte diese Wort« kaum Übersetzen, aber sie freute« ihn doch. Ho, ha. Mala war schon fertiK. Jetzt wurde er es. den man nach Neuigkeiten fragen würde. Das Verhör ging weiter. Aber es ging nicht ganz, wie der Jnloektor wünscht«. Mala wurde plötzlich eigensinnig. Er hatte auf viele Fragen geantwortet, über die schlecht zu reden war. Sein Wille wuchs, als er auf Widerstand stieß, und zuletzt teilte er in einem Ton, daß der Inspektor den Ernst verstand, mit, daß er nicht mehr sprechen wollte. Er halte die drei Männer getötet, aber das ging niemand etwas an. Er hatte dem Sergeanten versprochen, hier zu bleiben, bis der Herr der weißen Männer gekommen wäre und gesprochen hätte.„Und wenn du der Herr der weißen Männer bist, werde ich dir antworten, aber jetzt ist Zeit zum Schlafe, und ich bin lange ausgewesen.' Mala setzte sich ruhig. „Steh auf, wenn du mit mir sprichst.' gebot der Inspektor. Joe übersetzte, und Mala stand aus. „Bist du wirklich«in Mann, der nicht« verstehen kann, wenn man. sitzt, so ist es am besten, daß ich aussteh«,' sagt« er voller Ironie,„aber ich habe gesagt, daß ich heute nicht sprechen will, und deshalb mußt du bis morgen warten." Der Inspektor schäumte.„Das ist ja«in reizender Freund, den ihr da habt. Wer laßt uns für heute aufhören. Wo habt ihr gedacht, ihn schlafen zu lassen?" Mate antwortete, daß er hier in der Meste auf dem Fußboden liegen könne. Es sollten«ine Matratze und Decken hingelegt werden. „Er wird joden Abend gefesselt und bleibt den ganzen Tag unter Aussicht.' „Gefesselt?" sagte Mate.„Das ist ganz unnötig' Der Inspektor wurde knallrot vor Wut.«Heißt das, daß meinen Worten nicht gehorcht werden soll? Sagt es nur gerade heraus, wenn ihr den Gehorsam verweigern wollt. Ihr seid vier. und wenn ihr einig seid, ist es Meuterei.' „Selbstverständlich wird er gefestelt. wenn es besohlen wird,' sagt« Make.„Ich sprach nur als Mensch.' „Um Ihr« menschlichen Gefühl« habe ich nicht gebeten. Ich habe als Offizier einen Befehl erteilt und wünsche, daß er befolgt wird. Legen Sie ihm Handschellen an, das rechte Handgelenk wird an den linken Fuß gefestelt. Morgen umgekehrt. Auf die Weif: wird er künftig immer die Nacht verbringen.'— Sie führten Mala herein. .Hier sollst du liegen,' sagte Make und zeigte auf eine Matratze. die auf den Fußboden gelegt war..Hier sind deine Decken, zieh dich schnell aus.' Der Sergeant wort so merkwürdig. Das war nicht mehr der heitere Ton, den Mala so gut kannte. Er war ernst und wortkarg. Mala verstand, daß es am besten war, wortlos zu gehorchen, und entkleidet« sich schnell. M» er sich niedergelegt hatte, steckt« der Sergeant die Hand unter die Decke und ließ die Handschelle um sein Fußgelenk zuschnappen. Dann nahm er sein« Hand, schob sie zum Fuß hinunter, ließ den zweiten Bügel des Hanbeisens darum zu- schnappen und stand wieder auf. Mala blieb wortlos liegen. Er sah dem Sergeanten in die Augen, und ihm wurde klar, daß auch der Sergeant darunter litt. Zwischen Mann und Mann gibt es eine stumme Sprache, die weder nach Nationalität fragt, noch einen Dolmetscher braucht. Cr konnte nicht schlafen. Dieser Bügel, der ihn festste, ließ ihm keine Ruhe. Er war also ein gebundener Hund. Das war wohl der Vorgeschmack des Gehenktwerdens, und er sagte sich, daß er sich das nicht gefallen losten wollte. Er zerrte an der Feste!, noch einmal und immer wieder: aber es schmerzte im Knöchel, und das Hand- gelenk blutete. Er wälzt« sich herum, bis er auf dem Fußboden lag, aber es war nichts zu tun. Hier lag er. gefestelt wie ein Fuchs in der Falle. Er hatte so oft die Leiden der Tiere gesehen, wenn sie wüteten, um sich zu befreien. Aber erst jetzt verstand er st«, und er verstand auch die Wildheit in den Augen des Wolfes, wenn sein Fuß im Eisen eingeklemmt war. Dann dachte er an seine Frauen und sein« zwei Knaben, und er gelobte sich, hier nicht zu bleibe». Die Zeit verging langsam, aber st« verging doch. Und zuletzt schlief er ein und erwacht« erst, als der Inspektor eintrat. Joe war bei ihm und Joe vermittelte die Rede zwischen dem Inspektor und Mala. „Du hast gesehen, daß du nicht entkommen kannst. Du wirst jede Nacht auf diese Weise gefesselt werden: am Tag« darfst du hier auf der Station unter Aufsicht eines Konstabler« arbeiten. Wenn du zu entweichen versuchst, oder wenn du ungehorsam und faul bist. wirst du auch am Tage gefestelt. Du kannst selbst wählen, wie du behandelt werden willst.'(Fortsetzung folgt.) WAS DER TAG BRINGT. mmmimvmmmmmnmmWnmwmimmnmimiimwnmninmmnfmmn»» Internationale radiotechnische Konferenz. In Prag findet in der Zeit vom 4. bis 13. April eine internationale radiotechnische Konferenz der europäischen Telegraphen- Verwaltungen und.-gescllschasten statt. Die Konferenz wird von 26 Staaten beschickt. Außerdem nehmen teil sechs Weltgesellschaften für radiotelegrophischen Bertehr. eine Delegation der Radiotelo- phänischen Union in Genf und Beamte der Internationalen Tele- graphen-llmon in Bern. Sieben Punkt« aus dem Gebiet der Radiotelegraphie und-telephonie stehen aus dem Programm: der wichtigste ist die Frag« der Wellenlängenverteilung für den euro- päischen Rundfunk. Radio in Japan. Die größte drahtlose Station dsc Welt wird zurzeit in der Nähe der Hauptstadt Tokio gebaut und im Mai d. I. in Betrieb genommen werden. Die Station, die unter Berücksichtigung der letzten technischen Errungenschaften und fast ausschließlich mit deutschem Material und deutschen Apparaten errichtet wird, soll dem direkten Verkehr mit Europa dienen. Ein Telefunken-Hoch> frequenzgenerator von nicht weniger als 1600 Kilowatt wird diesen Fernverkehr versehen. Die technisch« Ausrüstung wurde zum größten Teil von der Tolefunlen G. m. b. H.. Berlin, über Repara- tionskonto als Sachlieferung bezogen. Rationalisierung des Dampfschiffs? Die scharfe Konkurrenz der Motorschiffe mit den Dainpffchisfen hat eine führende schwedische Werst, die Eriksberg-Werke in Göte- borg, bewogen, sich speziell mit dem Problem der Verbilligung Dienstag, Z. April. Berlin. 11.30 Paoi Mirkn-Jld-Caro: 01« Z»h! im Alltit. 16.00 Werbevortrte der Berliner SUdtUchen Qiswetlte Alrtieneeseütthalt. 16.30 Carl Storre: Helker« Retltetionen. 1700 llnterhaltunesinnsllt. Dr. Beetee Terra-SymohoniVera. IfUO Inda-slrie-Romane. Am Mikrophon; Mai Bartbcl. 18JS Ministerialrat Dr. med. Allred Boyer".„Lebenskunst", Antebließend; Dcntrsportaufiahen. 1.0.00 Professor Or. Ocorfi Schfineraannr Musik in de Schule. 19.30 Dr. L. C. Richter:„Land entarm Kroui". 20.00 Berlin in der Literatur. OesprcxJien von Paul Büdf. 20.30 Uebartraennj nach Wien, Bedapest, Warschau und Prti. Orchester- Konneri Dirlsent; Brtmo feldler-Winkler. L Onvertnre cu dem Vor- epiel..KSnie Stetan". ta-Dur. op. 117. 2. Können für Vio!ine mit Be- »ieitun» des Orchesters. D-Dur, op. 61(L. v. Beethoven): Prof. Joseph Snlgdtl. 3. Siegfried-Idyll(Wttaer). Berliner runk-Orohoster. AnsohlleJend; Preete-Umschan des Drahtlosea Dienste«. Kfinlgavusterhansen. 16.00 Ernlehcngsberatnng(Dr. Bruno Klopfer). 16.30 Nenere Hausmusik für Klavier(Dr. Rieh. H. Stein). 17.00 Debertragnng des Nachmlttagskonzeris Leipzig. 1600 Explosionen und Eiptoaivstofle(Dr. Panf QOetbcr). Ikjn FrinnOsisch für Tort gesetr Ilten«. 1S.JÄ Wie kommen Entdeckungen»nd Erfindungen zustande? I.(fmdienrat Qeot* Thiel). 19.20 Kommunale Fürsorge!, Wien(Prof. Dr. Tandler). 22,45—23.13 Büdfunkversuch*, der Betriebskosten bei Dampfschiffen zu beschäftigen. Der Eriks- berg-Kdnzern, der auch in ausgedehntem Maß« Dieselmaschinen baut, hat neulich für eine schwedische Reederei zu vier Schissen moderne Dampfmaschinen konstruiert, die eine Ersparnis an Kohlen von 23 Proz. ergeben. Di« betreffende Reederei hat nun auch ihr fünfies Dampfschiff zum Umbau der Maschinen hingesandt. Di« Werft glaubt, in btesem Falle noch bessere Resultat« erzielen zu können. Jungfrauen Versteigerung. In den Rechnungsbüchern der Stadt St. Goar au» dem 17. und 18. Jahrhundert finden wir jede, Jahr regelmäßig einen Einnahmeposten von A) bis Sl) Talern verbucht, der au» der don alljährlich am Ostermontag stattgefundenen Versteigerung der städtischen Jungfrauen resultiert. Es war damals nämlich ain Niederrhein und in der Eifel Sitte, die heiratsfähigen Jungfrauen am Ostermontag auf dem Rathau» öffentlich in der Weis« zu „versteigern", daß derjenige junge Mann, der da» höchst« Gebot macyte, verpflichtet wurde, ein ganzes Jahr lang der Kavalier der von ihm erwählten und ihm amtlich zugesprochenen Jungfrau zu sein. Nur er hatte das Recht, die junge Dam« zum Tanz zu führen, und auch sie durste sich während des betreffenden Jahres mit keinem anderen jungen Mann öffentlich zeigen oder gar tanzen. Noch heute finden wir in manchen rheinischen Orten Reste dieser einst sehr verbreiteten Sitte. Rur, daß heute dos durch die „Berstsigerung' gewonnen« Geld nicht mehr zum Füllen des Stadt- und Gemeindesäckels, sondern zum Arrangement eines Balles dient. Schwiegermütter. In Aegypten bezeichnet man alle Frauen, die man nicht leiden kann, mit Schwiegermutter. Die Franzosen behaupten, daß die „Mutter der Frau der Teufel des Mannes" s«. J» Ruhland ist man noch drastischer: dort sagen die Bauern:„Eine reiche Schmie- ger, gesottener Krebs, ein feistes Schwein, die drei alterschönsten Toten auf Erden sein." Rur in Amerika ist man der Schwteger- mutier gegenüber elwas zurückhaltender: man begnügt sich mit der Feststellung, daß die Schwiegermutter auch hinten Ohren habe. Transport f/üssi�en Stahl. slm flüssigen Stahl von Hamilton un Staate Ohio nach den 16 Kilometer entfernt gelegenen Walzwerken von Middletown zu liesern, hat ein großes Stahlwerk in Hamilton eine Riesen- tronsportpfanne erbaut, di« seuersest ausgemauert ist: sie faßt 150 Tonnen Stahl, d. h. soviel, wie 10 Güterwagen tragen können. In der Pfanne, die auf vier zweiachsigen Drehgestellen ruht und init diesen zusammen 34 Tonnen wiegt, hält sich der Stahl 48 Stunden lang flüssig. Sächsisches, AUznsächsisches. Tante Ida und ihr Regenschirm(Modell ILM) sind auf, wirigste miteinander verwachsen. Für die alte Dame scheint ihr geliebter „Barreblieh" längst kein toter Gegenstand mehr zu sein, sondern sie empsindet ibn als beseeltes Wesen. Als sie neulich an einem beson- ders strahlenden Sonnentag befragt wurde, warum sie in oller Welt auch heute den Regenschirm bei sich Hab«, erklärte Tante Ida:„Das bin ich mei Schärme eesach schuldsch, daß ichn ooch mit nousnähme. rncnits scheen is. Däm dut ä häbbchev Sonn« grade so gut wie uns Mönschen. Awer de meerschten Lest« Hamm ähmd gee Harze sier ihra Scharm.— Da» isses.' Reichsbanner im Riesengebir�e. Osterskifahrt der Berliner Winiersporiabteilimg. Die Schneeoerhälsnisie wurden für gut befunden. also ging es am Sonnabend mit den Brettern los. Im Tale machte Brückenberg. Ostern ISN. In der Umgegend von Berlin sah man noch kurz vor Ostern die letzten Reste diesss schueereichen Winters. Da wird m den Bergen doch noch mehr davon zu sinden sein! Die Winter- sportabteilung des Berliner Reichsbanners hatte sich nicht getäuscht, als sie in dieser Erwartung die Osterfahrt ins Rlessngebirge ansetzte. Unter zahlreicher Beteiligung ging es Donnerstagabend im stank besetzten Sonderzug nach Krummhübel, von da ins Standquartier nach Brückenberg. Von hier aus reichte eine zusammenhängende Schneedecke bis auf den Komm hinauf. Bon Schlafen war natürlich im Auge nicht die Rede ge- wescn, die Müdigkeit mutzte mit einer gründsichen Waschung über- wunden werden, das warme Frühstück stellte dann vollends die körperliche Frische wieder her. Karfreitag. Aufbruch nach dem Kamm. Die letzten Tage hatten herrlichen Sonnenschein gebracht, doch jetzt kamen un- beilkündend- Rebelschwaden über dem Gebirge berauf. Eine Ab- teilung zog gut ausgerüstet zu einer dretlägigeu Tour aus. Auerst ging es zur S chl t n g e lb a ud e hinauf, dann im steilen Anstieg bis zur Prinz-Heinrich-Baude. Je höher man kam, desto bester wurden die Schneeverhältniste und die Bretter konnten bald angeschnallt werden. Zlber die Sonne wollte nicht mit, aus den Nebelfetzen wurden Wolkenwände, und als man um die Mittagsstunde auf dem Kamm war, sah man kaum noch zehn Schritte weit. In der Prinz-cheinrich-Baude wurde eine kurze Rast gemacht: dann zog man weiter, den Kamm entlang nach Westen zur Spindlerbaude, hinab in da« tschechische S p i n d l e r- mühle, zum ersten Rasttage.— Inzwischen hatten die in Brücken- berg zurückgebliebenen Skihasen, die Anfänger im Brettersport, -in eigenes Programm durchzuführen. Am Freitag traute man der sportlichen Fähigkeit noch nicht recht, es wurde deshalb erst eine Futzwanderung über Schlingelbaud«, Prinz-cheinrich-Baude und �ampelbaude unternommen. stch ein feuchter Nebel unangenehm bemerkbar und um die Gipfel des Hochgebirges hingen schwere und dunkle Wetterwollen. Her. unterkommend« Wanderer berichteten von Frost und Sturm. Zuerst lietz es sich noch gut an. Aber von der H a m p e l b a u d e an, die IM) Meter hoch an der Grenze des Hochwaldes liegt, wurde es schon ungemütlicher. Bon Nordwest kam ein starker Sturm, der einen unangenehmen Eisregen mit sich führte. Auf dem Wege über dem Kamm hinweg zur Riesenbaude zu hatte man ihn im Rücken oder an der Seit«, es dauerte nicht lange, und die Feuchtigkeit drang durch das roaster- dichteste Zeug. Bon„Aussicht" keine Spur. Man war froh, daß man in der Skispur blieb, und die Stongenmarkierung nicht aus dem Augen verlor. In der R i e s e n b a u d e am Fuße des Koppen- ksgels wurde mittags Rast gehalten. Hier wie in allen Bauden des Riesengebirges herrschte reger Berkehr. aus Berlin, aus Breslau, aus Dresden, aus ganz Mittel, und Ostdeutschland waren lausend« Skiwanderer vnlerwegs, fett vielen Wochen schon alle Quartiere besetzt. Gegen S llhr wurde der Rückweg angetreten. Jetzt aber war es fürchterlich! Etwa eine Stund, lang hotten wir den Sturm gegen uns. Bald waren wir pitschenaß. Es dröhnte um die Ohren, als ob Rübezahl selbst den Takt zu der Sturmmustk schlüge. Aber unsere Freunde vom Reichsbanner, auch ein paar weibliche Kameraden dabei, kämpften sich wacker durch.' Hier lernten sie zum ersten Male echte» wintersporlwekter kennen! Endlich war wieder die Hampelbaude erreicht, und der Rest wurde zur glatten Abfahrt bis vor das Quartier in Brücken- berg. Gelegentlich kam es zu Stürzen, aber im ganzen genommen machten sich doch die Wirkungen des ersten Skiunterrichts in Berlin recht gut bemerkbar. An den Ostertagen gehts weiter! Eugen Prager. Ostern, das �Rrnb?in�s"Lestl Dos„milde Ofterwetter", das uns vom Amtlichen Berliner Wetterdienst vorausgesagt wurde, ist, wie jeder inzwischen gemerkt haben wird, nicht«ingetroffcn. Alle Beschweiden dagegen halfen nicht», überall wurde mau abgewiesen, niemand wollte zuständig sein. Der plötzliche Einbruch eines über Island liegenden Tiefs hätte die vom Mittelmeer aufkommenden warmen Luftströmungen wieder nach Südosten abgedrängt. Na, man kennt bi« Einbrüche bereit» zur Genüge! „Die armen Gastwirte", sagt mein Schwiegervater innner bei solchun Watter. Du lieber Gott: wer hat denn mit uns armen Sportlern Mttleid? Die ganze Woche schuften wir in der Bude und freuen uns aus den Sonntag, lind nun kam Ostern mit seinen vier s raten Tagen. Wi« haben wir uns mit den Vorbereitungen beeilt, wie haben wir neu« Rucksäcke gekauft, neue Wanderkarten, die bw veränderten(geologischen und ZeitHverHäktn'ffen Rechnung tragen: wie habeu wir die Stiefel geschmiert, die Wanderanzüg« cntmottet, wie haben nur gespart und uns— gefreut. Ich meinerseits bin Wassersportler, so ein kleiner bloß, mit Handbetrieb sozu- sogen. � Wie habe ich mich mtt der Instandsetzung des Ruderbootes beeilt. Ich bitte— bei dem warmen Wetter in den letzten Wochen! Und nun Ostern! Oh, es war zum Auswachsen— so feucht war r» aus dem Bootsplatz. Wie habe ich am Steeg gebibbert. Aber die Sonne kam und kam nicht. Wahrhaftig, zum Rudern war es wirklich noch nichts. Da besuchte ich denn meinen Freund, der bei Picholeberge ein Motorboot mtt Kajüte hat. Die Leute in jener Gegend müssen früher viel„gepichelt" haben. denn Rest, einer großen Brauerei zeugen noch davon. Zu ihren Ehren nannte man all« Orte danach Pichelsdorf, Pichelsberg« oder P'ch'lswerder! Mein Freund saß also mit seiner Familie in der Kajüte, die Autler sogen Limousine dazu, und seine Frau kochte Kasse». Nun frage ich«inen Menschen, ist das auch Sport? Kann man da» zu Haus« nicht bequemer haben? Ich sah Hand., Fuß- und Faustballer mit roten Nasen und Torwächter mtt blauen Kniesw Und die Bräute bekamen vom Zuschauen kalte Füße. Das Rad- und Motorfohren auf den nksten Ebausteen war wirklich auch kein Vergnügen Die Motorfahrer schimpften auf die Sommerwege, die noch immer nicht abgeschafft, und die Radfahrer auf die Rad- sahrerwege, die noch nicht vorhanden sind: überhaupt„Sommer- wegel Das war direkt ein Hohn. Am besten schienen sich noch die Wanderer mtt dem Wetter ob- gesunden zu haben. Sie waren, trotz Wetter und verunglückten Vorbereitung«», lustig und guter Dinge. Einer hott« Muttern eine mächtig« Bratpfanne ausgespannt, die lustig an seinem Rucksack baumelt«. Mtt ihren Lodeninänteln und den wasserdichten Windjacken, den derben Stieseln, hielten sie es aus. Schließlich gab es noch eine M«nge Sportbegeisterte, die zogen hinaus in den Harz, die Sächsische Schweiz oder nach Thüringen.— Auch sie wurden enttäuscht. Wenn auch der Berliner Rundfunk bis vor kurzem noch die Wetterberichte au« den Wintersportgebieten ansagt«, ober das mußten sie sich doch sagen, damit ist es endgültig vorbei. Aber trotzdem, liebe Sport sgenolsen, nicht verzagt. E» muß doch Frühling werden. Euer Paulchen. Spertlerliisend heraus I Donnerstae, 4. April,!VJ/j Uhr, In der„Neuen Welt", Hasenheide internationale Kundgetmr.g der soziaüstischcn Arbsiterlugend. Fahneneinmarsch. Film: Aus dem Leben der atbcHerden Jutrend. Die Oe- noss-n Koos Vorrink-Ho land Richard Lindström-Schwcden /Felix Kanlte-Wlen und Ludwie D ederich werden sprechen. Die Kundgebung muB ein Bekenntnis der Jugend werden tOr Sozialismus und Völkerfrieden: deshrib trgeht an alle jugendiichen Mitglieder der bundestreuen Ai beitersportvereine der Auiruf: Auf zur iniematlonalen Kundgebung am 4. April! Riesenbörse für Schmeling. Die Verhandlungen mit Jack Dempsey für den nächsten Amerlla- kämpf S ch m« l I n g» sind soweit gediehen, daß die finanziell« Seite der Angelegenheit berotts geregell ist. Schmeling ist an diesem Treffen, da« ihn Ende Juni gegen Paolino oder o. Porat zufcmunen» führen wird, prozenwal mtt einer Garantiesumme von 100 000 Dollar beteiligt. Bei der großen Popularität, die„Maxe" drüben genießt, ist es ober sehr leicht möglich, daß die ihm zustehenden Prozente einen weit höheren Betrag ausmachen, der Veranstalter selbst schätzt sie auf etwa 150000 Dollar. Es handelt sich hier also um Summen, die nach Carpentier noch kein europäischer Schwer- gewichtler erhalten hat. Im Gegensatz dazu nimmt sich das An- gebot der Gardengcsellschaft, die noch dem Risko-Kampj Schmelings Einnahme für das nächste Treffen auf 25 000 Dollar veranschlagte, recht Gescheiden" aus. Cunow gegen Hcrse. Für den unabkömmlichen österreichischen Mtttrlgewichrsmeister Poldi S t e i n b a ch hat sich- schnell ein vollwertiger Ersatz als Gegner Herrnann Herfes bei den Sportpalast-Boxkämpfen am 4. April gefunden. Der ausgezeichnete Hamburger Walter Cunow wird mtt Hermann Herse in den Ring steigen. Durch die Absage von Harry Stein ist noch eine weiter« Programm- änderung notwendig geworden. Der Magdeburger Fliegengewichtler Karl Schulze wird nun wahrscheinlich mtt dem Franzosen Chal- lenger oder Minow-Düsfeldorf gepaart werden. �astenniclenA beim Reichsbanner In der modernen Katttmrader- •nlnge in Mocrncr« Blumen- garten, Obarsdiönevelde, Oben die Rcldiibannerrnderer jeden Sonnabend von 21 bl» 2S übr. Ostersdiach. Auf die Frag«, ob in einer Sportorganisatton sachlich« Arbeit geleistet oder politisch« Debatten geHallen werden sollen, wird sich jeder nicht von Moskau beeinflußte Arbeiter für das erster« ent- scheiden. Daß sie diesen unbedingt richtigen Standpunkt sich zu eigen gemacht Hot, besKiuptet die„Freie Arbeiter-Schach- Vereinigung Groß-Berlin" von sich. Eine Behauptung muß bewiesen werden. Als bester Beweis kann in solchem Fall wohl immer die Anerkennung durch die Arbeiterschaft selbst gellen, die ihren Ausdruck darin findet, daß den ergangenen Einladungen gern Folge geleistet wird. Unter diesem Gesichtspunkt betrochtetz gewinnt der überaus gute Besuch der Karfreitag-Beranstaltung der Arbeiter-Schachspieler eine gewisse Bedeuttmg. Ist er doch als Zeichen dafür zu werten, daß die Sympathien der Arbeiterschait sich mehr und mehr den Bundestreuen zuwenden. In den nachfolgenden Zahlen finden die obigen Ausführungen ihre Bestätigung. Vergleichsweise sind die Zahlen einer Bußtags- Veranstaltung tm Jahre 1027 des damaligen„Berliner Arbeiter- Schachklubs" in Klammern gesetzt. Dem Ausruf waren 30(15) Gäste gefolgt, denen 118(240) Mitglieder bei einem Mttglieder- bestand von 210(800) zur Verfügung standen. Am Gästeturnier selbst beteiligten sich jedoch nur 27 Interessenten, die im Kamp: mll einer kombinierten Mannschaft mtt 19:8 unterlagen. Die hierbei nicht beschäftigten„arbeitslosen" Mitglieder trugen unter sich einen Ma-nnschaftskampf aus, den die Gruppe„B* mtt 21 Punk ton über die Gruppe„A" mit 18 Punkten für sich entschied. Im Anschluß an diesen Teil des Programms spielten Engler(Abt. Mitte) an 12 Brettern(gewonnen 11, verloren 1); Carl(Abt. Memel) an 10 Brettern(alle gewonnen); Frank«(Abt. Wedding) an 9 Brettern(gewonnen 8, verloren 1), simultan. Zur gleichen Zeit fand ein Blitzturnier statt, aus dem Voigt(Abt. Treptow) vor Ahrend(Abt. Kreuzberg) als Sieger hervorging. Die gut durch- geführte Veranstaltung regte 12 Gäste an, sich bei den verschiedenen Abtettungs-Obleuten als neu« Mitglieder anzumelden. Der Schlittschuhklub ungeschlagen. In dem wieder bi, auf den letzten Platz besetzten Sportpalast lieferten sich auch am Ostermontag G ö t a- Stockholm und der Berliner Schlittfchuhtlud «inen gleichwertigen Kampf, der 2:2 unentschieden, wie wir schon kurz mitteillen, endete. Im ersten Drittel konnte Iänecke für Berlin einen Weitschuß anbringen. Kurz darauf kamen die Schweden durch Waldström zum Ausgleich Das zweite Spieldrittel brach« Berlin mit 2:1 in Führung; durch ein Mißverständnis der Berliner Verteidigung gelang es Soenffon für Gäta im letzten Drittel auszugleichen. Großen Beifall ernteten wieder die Well- meister Sonja Henie und Gillis Grasström für ihre fabelhaften Darbietungen. .... Sonnabend, 0. April, 20 Uhr. findet in Lichtenberg bei Wegener, Frankfurter Allee 230 ein Frauenkonferenz unserer Spart« statt. Im Interesse de Bundesfestes ist jeder Verein und iede Abteilung verpslichet, ein wassersporklerinuen 1. kreis. ~ r Allee 230 eine Im Interesse des .... 3 verpjiichtcr, eine Vertreterin zu enisenden. Der erste Kreis hat als Sondervorführung zum Bundesfest bereits einen 48er Kunstreigen gemeldet. All« Reigenschvimmerinnen, Frauen und weibliche Iugeich müssen am Sonnabend mit genauer Adresse gemeldet werden. Das Einüben des Reigens findet noch im April und Atai in der Turnhall« statt. Ort und Zeit wird am Sonnabend bekanntgegeben.' Näher« Ausknnfi erteilt Aenn« Wolter, Berlin-Lichenberg, Goeihestraße 12. •••-Wfwae-•--v».«/l ui,*#. ,, uu.Z C# 1.1 l Jt-CiJUfU, Mühlenstrag«, Cdt»tonrmnbrUtfe, Biert-Nohrcse-rsammluna. Das Halltn. trainina am ffailaa, 5. Zlptil, füllt aus. Dafür Walblauftraining. Unllcibi. total: SeybolPt. neben Parodievqartr». Stubemtcia ,V°rwartr",«.«. Dvnner-Iaa,*■ April, SO llhr, Stttatubet. ottfammlung im Booishan». «rbeiter-Schach. Di« Abt. Sicutolln, bi« ieb