Nr. 144. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg.. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106, Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Hilfe für den Fürsten Bismarc wider die „ Hamburger Nachrichten"! Es wird wohl noch Jedermann in der Erinnerung sein, daß Fürst Bismarck eines schönen Tages im Reichstag die Erklärung abgab, ihn genirten die zwei Dutzend sozialdemokratischen Abgeordneten feineswegs, zumal die fozialdemokratische Agitation den Nutzen gehabt habe, die Bourgeoisie der von der Regierung geplanten Sozialreform geneigt zu machen. Bekanntlich war Fürst Bismarck damals sogar so freundlich hinzuzufügen, daß es ihm garnicht weiter unangenehm sein würde, wenn noch ein Dutzend Sozialdemokraten mehr in den Reichstag Einzug hielten. Daß dieser letztere Wunsch dem Fürsten Bismarck etwas gar zu früh in Erfüllung gegangen sein mag, und daß er sich vorgekommen sein wird, wie der Zauberlehrling, der die Geister nicht mehr bannen konnte, die er selbst gerufen hat, glauben wir gern. Die Thatsache aber, daß er unser drittes Dutzend für den Reichstag herbeigewünscht, steht fest, wenn er es auch, als es wirklich fam, sicherlich zu allen Teufeln gewünscht hat. Und nicht minder fest steht die andere Thatsache, daß Fürst Bismarck in höchst eigener Person öffentlich bezeugt hat, daß unsere Existenz und unser Auftreten dazu nöthig war, um die deutsche Bourgeoisie gesetzlichen Maßregeln zu Gunsten der Arbeiter geneigt zu machen. Daß wir Sozialdemokraten keine Ursache hatten, ihm zu widersprechen in einem Falle wie der vorliegende, in welchem er offenbar mit der reinen Wahrheit herausge poltert war, liegt auf der Hand. und Anderen Leuten aber ist dieses Geständniß des ehemaligen Reichskanzlers ebenso gewiß sehr unbequem ge= wesen und viele, besonders die berufenen und bestellten Vertreter der Bourgeoisie werden sich die redlichste Mühe gegeben haben, es in Vergessenheit zu bringen, wer weiß es am Ende selbst wirklich vergessen haben. Auf diese Weise dürfte es denn erklärlich sein, daß am 19. d. M. die Samburger Nachrichten", welche sonst bekanntermaßen das Leiborgan des Fürsten Bismarck darstellen, eine langathmige, im Grunde aber recht interessante telegraphische Depesche bringen konnten, in welcher die Behauptung, daß die Sozialdemokraten irgend welchen Einfluß auf das Zustandekommen der Arbeiterschutz- und Versicherungsgesetze ausgeübt hätten, für Lüge erklärt wird. Die Depesche lautet: Feuilleton. Nachdrud verboten.] wurde. von Robert Saweiche L. ( 92 Mittwoch, den 24. Juni 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Lange Zeit haben sich die Sozialdemokraten in der Presse unseres Artikels wiedergegebenen Form nicht von uns, den und im Parlament gerühmt, daß, wenn in neuerer Zeit den Sozialdemokraten, aufgestellt worden ist, sondern vom Arbeitern günstige Geseze erlassen wurden, sie die Endursachen davon wären. Sie führten aus, daß, wenn feine Sozialdemo- Fürsten Bismarck; daß also, wenn der Vorwurf fraten vorhanden gewesen wären, es weder einen Arbeiterschutz der Lüge berechtigt wäre, er sich gegen den hohen Patron noch eine Arbeiterversicherung gegeben hätte und daß sich die der Hamburger Nachrichten" selbst richten würde. gesetzgebenden Körperschaften nur infolge des Drucks von ihrer Uns geht die Sache gar nichts an, denn für uns Seite zu solchen Maßnahmen verstanden hätten. Bei dieser Taktik schlugen die sozialdemokratischen Führer zwei Fliegen stehen die Dinge in dieser Beziehung sehr einfach. Wir mit einer Klappe. Einmal stellten sie sich, trotzdem sie durch- waren und sind wenigstens in diesem einzigen Falle mit weg gegen die Gesetze im Reichstag gestimmt hätten, als die dem Fürsten Bismarck einverstanden: Die Bourgeoisie eigentlichen Urheber aller den Arbeitern zufließenden Wohlthaten konnte freilich nur durch die alberne Angst vor uns hin und empfahlen sich ihnen dadurch für die Zukunft, andererseits durch die Furcht vor dem rothen Gespenst zu einer Art stellten sie dadurch, daß sie eine übergroße Furcht der gesammten Parteien vor der Sozialdemokratie durchblicken ließen, der letzteren von Einsicht, daß irgend welche gesetzgeberischen MaßMacht und Einfluß als außerordentlich bedeutend hin und regeln zur Beschwichtigung der Arbeitermassen unerläßlich imponirten damit den Massen. Schlau war diese Taktik, doch wären, gebracht werden. Uns hat also zweifellos die Refie litt an dem einen Fehler, daß sie auf völlig falscher und gierung die Annahme ihrer sogenannten Sozialreformunwahrer Grundlage operirte. Daß die staatserhaltenden Parteien nicht aus Furcht vor der Sozialdemokratie mit Ge- gesetze zu verdanken. Wir aber haben nicht die mindeste setzen vorgegangen sind, welche den Arbeitern Vortheile ge- Ursache für diese Gesetze uns irgendwie zu erwärmen währen, zeigt schon der Umstand, daß in einer Zeit, als an und sie den Arbeitern etwa auch nur als einigermaßen eine Sozialdemokratie im heutigen Sinne nicht einmal zu denken war, den Arbeitern die Freizügigkeit und das allge- ausreichende Abschlagszahlungen auf ihre sehr berechtigten meine freie Wahlrecht gegeben wurde. Auch ein gut Theil Forderungen zu empfehlen. des Arbeiterschutzes fällt in die vorsozialdemokratische Zeit. So ist das Fabrikinspektorat, dessen Einrichtung Daß überhaupt Gesetze in Bezug auf den Arbeiterdie Sozialdemokratie vornehmlich gern auf ihr Konto schreiben schutz und die Arbeiterversicherung zur Annahme gelangten, möchte, älter als die Sozialdemokratie und es wurde im das ist demnach uns zu danken; daß diese nunmehr anJahre 1870 wahrlich nicht aus Furcht vor der Sozialdemokratie genommenen Gesetze aber so überaus mangeleingerichtet. Auch die neueren Arbeiterschutz- Bestimmungen haft ausgefallen sind, das ist Schuld der herrund die Versicherungsgesehe verdanken ihre Entstehung zu so steht die Sache. allerletzt diesen Ursachen. Jedoch wenn dies auch für alle flar ichenden Klassen, wäre, welche es mit der historischen Entwickelung und den Und zum Schluß wollen wir den„ Hamburger Nach Thatsachen genauer nehmen, als es die sozialdemokratischen richten" noch verrathen, daß die Sozialdemokratie keinesFührer zu thun pflegen, so zog doch immerhin die angedeutete wegs erst von heute und gestern ist, wie ihr unwissender Taktik bei den Massen. Nun veröffentlicht dieser Tage das Drahtkorrespondent annimmt. Das rothe Gespenst sozialeiner von einem Arbeiter gegen die Umstürzler gerichteten demokratischer Forderungen steht etwa schon seit dem Broschüre, worin der Wahrheit gemäß bekannt wird, zweiten Viertel dieses Jahrhunderts drohend hinter der daß die Arbeiter alle ihnen nüßlichen Gesetze den nicht- Bourgeoisie, und die Sozialdemokratie ist in unserem Jahrfozialdemokratischen Parteien verdanken. Auf diese Bemerkung hin hundert im Wesentlichen international gewesen und hat das Partei- Organ mit der ganzen bisherigen Taktik ge brochen und erklärt, daß es die Aeußerung afzeptire und die ist umgegangen ebenso gut in den vierziger Jahren in Urheberschaft des Arbeiterschutz- Gesetzes wie der Arbeiterver- Berlin, als zur selben Zeit und auch schon lange vorher ficherung gern den anderen Parteien überlasse. Ob die Taktik in London und Paris. Die Sozialdemokratie hat gelebt, änderung einem thatsächlich vorhandenen Kraftgefühl der sozial- sie lebt und sie wird leben, nur ihre Taktik und ihre demokratischen Führer entspricht, das nunmehr die eine oder Erkenntniß hat sich geändert-die andere lügnerische Vorspiegelung nicht mehr nöthig zu Erkenntniß hat sich geändert Lügen aber hat sie haben glaubt, oder ob sie auf eine andere Ursache zurückzu- niemals nöthig, das sind Waffen, die sie schwächeren führen ist, wollen wir hier nicht untersuchen. Die Thatsache, und ihrer Sache weniger sicheren Gegnern überläßt. daß nunmehr die Sozialdemokratie sich von der früher behaupteten Einwirkung auf den Erlaß der Arbeiterschutz- und Versicherungsgesetze losgejagt hat, steht fest. Man wird sie, wenn ſpäterhin irgend ein fozialiſtiſcher Abgeordneter, welcher der straft Gedenktage des Proletariats. der Parteiführer nicht so traut, wie das Partei Organ, die verlassene Taktik wieder aufnehmen sollte, in der richtigen Weise verwerthen können." Die Pariser Junischlacht 23. bis 26. Juni 1848. III. Die meisten Gefangenen wurden nach den Steinbrüchen und Zunächst haben wir den" Hamburger Nachrichten" zu bemerken, daß die von seinem Berliner Berichterstatter unterirdischen Gängen gebracht, welche sich unter den Forts von als Lüge bezeichnete Behauptung, in der Eingangs dieses Paris befinden, und die so weitläufig sind, daß die halbe Belich und geistig erschöpft hingestreckt hatte. Er mußte sich der verfallenen Gebäude verschiedener Arten und Style erst besinnen, wie er hierher gekommen und was geschehen ab, welche den Hof umschlossen. Der Ausgang befand sich war. Dann aber griff er rasch nach dem neben ihm in dem östlichen Flügel durch einen runden Thorthurm von liegenden Stutzen und sprang auf. Seine blutige That ungeheurer Dicke mit frenelirter Zinne. Das Thor war stand ihm wieder grell vor Augen, und sein erster Antrieb schmal und niedrig, denn Peutelstein war eben keine fürstDie Falkner von St. Vigil. war, zu fliehen. Noch befand er sich auf bayrischem Boden. liche Residenz, sondern eine Veste gewesen und diese BestimEr näherte sich der Fensterwölbung, durch die er in der mung verlich noch den Ruinen einen finster trotzigen ChaRoman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol Frühe eingestiegen war, und ein Blick nach dem Himmel rakter, den der blaue warme Himmel über ihnen eher versagte ihm, daß er lange geschlafen hatte, denn die schärfte als milderte. „ Hör' ihn nicht, Bater," bat Lisei angftvoll und schlang Sonne hatte die Mittagshöhe wohl schon seit einigen abermals ihren Arm um den Nacken des Klosterbauers, der Stunden überschritten. Unter ihm breitete sich ein un durchschritt das Thor, dessen Gewölbe von seinen Tritten Ambros, der sich vor allen Dingen orientiren wollte, mit einem Röcheln athmete und abwechselnd roth und blaß absehbares Wipfelmeer, aus dem nackte Klippen auf durchschritt das Thor, dessen Gewölbe von seinen Tritten ragten. Der Monte Cristallo und seine Gesellen, der dumpf widerhallte. Vor ihm lag, etwas tiefer, die äußere „ Er soll aber hören!" schrie Jerg und schlug mit der schlanke Campanile von Cortina zu deren Füßen schimmerte umfassungsmauer, die von sogenannten Pfefferbüchsen flankirt Fauft auf den Tisch.„ Er soll hören und auch Du- und leuchteten wie Marmor. Hinter Cortina lag die italie- wurde. Auch an diesen Vertheidigungswerken hatte der Zahn Du Du-" Er konnte das häßliche Wort nicht finden, nische Grenze, das wußte Ambros. Ob er dorthin oder der Zeit bereits start genagt und überall Breschen gebrochen. Sie gestatteten Ambros einen Blick in die mit dem er Lisei bezeichnen wollte. Statt dessen lachte er nach Desterreich flüchten sollte, darüber hatte er noch keinen und rief: Ja, das war ein fein Stücklein von dem Jerg. Entschluß gefaßt. Sein Herz zog ihn nach dem Kaiserstaate. Schlucht, durch die sich der von Cortina nach Schluderbach Das ganze Dorf hat er auf den Schmied gehezt und hat Nachdem er eine Weile aufmerksam gelauscht hatte, ohne und bei Toblach in das Pusterthal führende Weg heraufden Wolf zum Thal hinausgehetzt und Reiner hat's ge- irgend ein Geräusch zu vernehmen, setzte er den Hahn seines frümmte. Heute nimmt deffen Stelle eine schöne, breite Serpentine ein, welche aus den Steinen des Schlosses Beutelmerkt und die Hunde haben obendrein noch die Prügel ge- Gewehres in Ruhe, hing dasselbe über die Achsel und schritt stein erbaut ist. Die Beste, die einst den Aufgang zu dem triegt." auf eine Thür zu, die den Fenstern gegenüber aus der Halle Thal der Rienz wehrte, hat ihr Material zu länderLisei stieß einen wilden Schrei aus und wäre zu Boden führte. verknüpfenden Straße hergeben müssen, auf der ein reger gefunten, wenn jetzt der Klosterbauer sie nicht gehalten Er betrat einen gewölbten Korridor von mäßiger Breite, Verkehr herrscht, seitdem man begonnen hat, den Holzreichin welchem er sich rechts wendete und nach kurzer Strecke an thum des Ampezzothales auszunützen. Zu Anfang dieses " Juch!" rief Jerg mit voller Lunge in den Schrei. eine Stelle gelangte, wo auf der linken Seite eine breite, steinerne Jahrhunderts herrschte dort noch Dede und Wildniß, und " Das ist ein Gaudium. Aber Geld giebt's nicht. Juch!" Treppe von etwa einem Dußend Stufen abwärts zu einem Ambros, der außen am Thore geblieben war, erblickte auch wiederholte er und suchte im Zickzack die Thür. Portal führte, das sich auf den inneren Schloßhof öffnete. gegen Osten nur aufschwellenden Wald, über dem die Úeppig sproßte das Gras zwischen den Steinen auf, mit Pfeiler, Platten und Zinnen der Kalfgebirge des oberen denen der Hof gepflastert war, und überkleidete mit Neffeln Rienzthales in der Sonne dämmerten. In dieser Richtung und anderem Unkraut die Haufen herabgestürzter Trümmer. Lag Desterreich. Doch wie sollte er den Weg dorthin durch Das Grün hob sich lebhaft von den schwärzlichen Mauern Wald und Gebirge finden? Und jetzt begann sich auch der hätte. Fünftes Rapitel. Ein Sonnenstrahl, der ihm auf das Geficht fiel, weckte Ambros aus seinem tiefen, traumlofen Schlaf in dem Winkel der zertrümmerten Halle des Peutelsteins, wo er sich körper völkerung Comenin, der den Muth hatte, sich dieser Unglücklichen an zunehmen, ließ die bereits in Fäulniß übergegangenen Zeichen, welche sich unter den Kellerlöchern befanden, entfernen. Aber es war ihm unmöglich, seine Absicht, sich unter dir Gefangenen selbst zu begeben, auszuführen. Sobald er die Treppe hinuntergehen wollte und er die erstickende Luft einathmete, die aus diesem finsteren Abgrund, in welchem kein Licht und feine Luft sich befand, aufstieg, war es ihm, als ob ihm ein Schlagfluß nahe sei. Hunderte von Gefangenen waren in diesen Kellern wahnsinnig geworden, und es wären gewiß Alle vom Typhus ergriffen worden, weam sie nicht auf Veranlassung Cormenin's entfernt von Paris in denselben Platz hätte. Die Kälte| Nationalgarden schoffen, wenn dieselben des Nachts Insurgenten| luftig machten und das Ende ihrer Gewehre durch die Luftlocher in diesen unterirdischen. Galerien ist so groß, daß Viele transportirten. Eines der furchtbarsten Gemezzel dieser Art fand hielten. blos durch fortwährendes Rennen oder durch Bewegung der bei Gelegenheit eines Gefangenentransportes auf dem Place du Doch die Leiben diefer Unglücklichen sollten hier noch nicht Arme sich die Lebenswärme erhalten konnten, und Niemand es Carroussel statt, wo verschiedene Korps von Nationalgarden auf endigen. Dem unbegreiflichen Systeme zufolge, wonach man die wagte, sich auf die falten Steine niederzulegen. eine Eskorte von Gefangenen schoffen, da sie dieselben für Insur Gefangenen fortwährend von einem Orte zum andern schleppte, Wenn die Gefangenen ganz ermüdet find, legen sie sich Giner genten nahmen, und bald lagen verwundete und todte National- wurden nach zwei schrecklich zugebrachten Tagen die Unglüdlichen dicht an ober auf den Andern, um sich gegenseitig zu erwärmen. garden neben einander auf dem Boden. abgeholt. Man ergriff sie und schüttelte sie, um sie zum BewußtMan wirft ihnen von Zeit zu Zeit wie Hunden Brot durch die Mehr als ein verwundeter Insurgent trachtete zu entrinnen; fein au bringen, aber sie wurden nur in Bewegung gebracht wie Kell erlöcher zu, und sie müssen sich um ihre Rationen balgen." diejenigen, welche sich in ein offenes Haus flüchteten, wurden von Sachen und nicht wie Menschen. Man bindet die Hände dieser Auch nach dem unterirdischen Gang unter den Tuilerien, dessen Bewohnern wie Pestkrante mit Schaudern betrachtet, auf Unglücklichen, die nicht die Kraft haben sich zu bewegen, hinter der sich unter der Terrasse neben der Seine befindet und eine die Straße hinausgeworfen, wo die Kugeln auf sie lauerten. Die den Rücken; waren es doch Insurgenten, das heißt Leute, die Verbindung zwischen den Tuilerien und dem Quai bildet, waren Schildwachen, welche vor den Deffnungen der Keller der Tuilerien außer der Gesellschaft standen und mit benen Jedermann thun fehr zahlreiche gefangene Insurgenten gebracht worden. Die standen, wurden durch dieses Schießen in Aufregung gebracht fonnte, was ihm beliebte. So gebunden und aneinander gekettet Unglücklichen, welche sich dort dicht zusammengedrängt be- und dachten, daß der Kampf wieder beginne. Sie brachten da- taumelten diese Phantome fort, von Nationalgarden umgeben, die fanden, waren wahrscheinlich in der schrecklichsten Lage, die her vor die Deffnungen Stroh, das sie anzündeten und den Rauch sie fortwährend mit den Kolben und mit den Füßen stießen und ein Mensch überhaupt ertragen kann. Die Schildwachen verbieten in die Keller ziehen ließen, wo derselbe die erstickenden Dünste so in Bewegung fetten, taumelnd gleich Betrunkenen, sich gegenihnen, sich den Kelleröffnungen zu nähern, was jedoch Viele noch ärger machte. Sie feuerten auf's Geradewohl unter die seitig mühsam aufrecht erhaltend und sich selbst nicht für Menschen, wegen des dichten Gedränges nicht vermeiden konnten, so daß Insurgenten in die Keller und riefen dabei höhnisch:" Gebt auf sondern für Schatten haltend. Viele der Gefangenen fielen augenDieselben, sobalb sie von den Schildwachen gesehen, erschossen eure Köpfe Acht!" Alle Gefangenen der Tuilerien wären auf blicklich wie eine toote Masse auf den Boden, sobald sie losschrieen, daß sie auf Jeden, der sein Gesicht einem Kellerloch zu blinde Lärm aufgeklärt hätte! wurden. Die Schildwachen verboten sogar jede Bewegung, ja diese Weise umgekommen, wenn sich nicht glücklicher Weise der gelassen wurden. Die meisten trugen bereits die Blässe des Todes in ihrem Gesichte und hatten kaum die Kraft, das Wort„ Wasser" wenden sollte, was Jeder instinktmäßig in diesem Qualm, um Luft zu schöpfen, thun wollte, schießen würden. In dem unter- furgenten mit hinter den Rücken gebundenen Armen, so daß die Sollte man es für möglich halten, daß die verwundeten In zu flüstern. So schleppte man diese Unglücklichen nach dem Spitale. irdischen Gange der Tuilerien waren ungefähr zweihundert wahn Stricke in das Fleisch schnitten, nach den Kellern des Palais mit seinen Schrecken! Schildwachen standen in dem Hospice de Doch selbst auch dort verließ sie nicht der Belagerungszustand finnig gewordene Insurgenten, und wenn Einer derselben sich Royal gebracht wurden, wo man die Unglücklichen die Treppe la Charité, wo die Insurgenten untergebracht waren, in den einer Deffnung näherte, schrieen die Uebrigen: Schießt nicht, er hinunterstieß und auf diese Art die Zahl der bereits daselbst verschiedenen Räumen. Dieselben wachten Tag und Nacht über ist wahnsinnig!"-" Baltet sie zurück!„ war die Antwort. Gs Es find deren zu Biele, wir können es nicht!" riefen dann die In- Aus dem Berichte Bardigon's, eines der Verwendeten, der das einmal, dem natürlichen Drange, sich ihre Soffnungen oder Be dicht an einander gedrängten Gefangenen sich noch vermehrte? die Bewegungen der Insurgenten und gestatteten denselben nicht furgenten. Erstickt sie, oder sie werden die Ursache sein, daß Ihr selbst Stunden der Verzweiflung zubrachte, einem Berichte, dem Alle erschossen werdet! Und hie da fiel dann ein Schuß auf man viele Details verdankt, kann man sehen, was die mensch in seinem Schmerze ein halbes Wort ausrief oder nur vor sich hinman tann man sorgnisse mitzutheilen, zu folgen. 28enn mitunter ein Insurgent die Wahnsinnigen, die sich vordrängten, und Todtenstille folgte liche Natur ertragen fann, und welche Gräuel in unserer sivili- murmelte, wurde er von der Schildwache bedroht; ja, die blinde jedem Schuß, blos unterbrochen durch das schreckliche Gesirten Gesellschaft möglich sind, wenn deren Mitglieder glauben, Wuth der Nationalgarde ging so weit, daß sie Fieberkranken, die lächter der Wahnsinnigen. Jedermann mußte, daß wenige Schritte von ihm entfernt der Tod lauere, man sah die Gewehre daß ein böser Feind beren Grundlagen angetaftet hat, und wenn in ihrem Delirium sprachen, silence" zuriefen und diefelben erder Schildwachen vor jeder Deffnung, und fragte sich blos, wer ein Schwindel, ein wahnsinniger Rausch, Andere zu tödten, ſite mordet haben würden, wenn die Studenten sie nicht daran gedas nächste Opfer sein werde. ergreift und Alles auf dem Kopfe steht. hindert hätten. Gewöhnlich erscheinen die Wärterinnen in den Diejenigen Gefangenen, die nicht verwundet waren, bewahrten Spitälern den Kranken herz- und theilnahmlos; aber einer der trotz aller Leiden noch einen schwachen Hoffnungsstrahl, während Infurgenten, ber seinen Aufenthalt in diesem Spitale geschildert diejenigen, die verwundet waren, fühlten, wie man zu sterben an- hat, sagt, daß deren Stimme ihm so füß erschien, als ob es die fange. In diesen Kellern des Palais Royal wurde der Höhe eines Vaters oder einer Mutter oder einer Schwester gewesen punkt des Glends erreicht, das die Juni- Ratastrophe herbeigeführt wäre, und ihr Erscheinen machte auf die Kranken den Eindruck, hatte. Sier machten die Schildwachen nicht, wie vor den Kellern als ob ein unsichtbarer Schild zwischen sie und die brohenden ber Tuilerien, Stillschweigen bei Todesstrafe zur Pflicht. Dessen Phantome, als welche ihrer Einbildungskraft die Schildwachen ungeachtet sprach Niemand zu seinem Nachbar, und man hörte erschienen, geschoben wurde. Fortwährend kamen Nationalgarden nur Schluchzen, Seufzen, Wimmern oder Schreien und Heulen, in das Spital, um das in der Nähe zu sehen, was man einen oder das Lachen der Wahnsinnigen, von denen es hier, wie in Insurgenten nannte. allen Gefängnissen, sehr viele gab. Sier sagte ein Gefangener Da die Nationalgarde, wie es damals hieß, die Gesellschaft die ganze Nacht Gebete laut vor sich hin, dort schrie ein anderer, gerettet hatte", so konnte sie in jenen Tagen Alles thun, was ihr daß er sich aufhängen wolle und müsse, und man sah ihn, wie einfiel, und kein Arzt würde gevagt haben, ihr den Zutritt in So kamen denn namentlich die Proein wildes Thier, das in einem Käfig gefangen ist, sich mitten das Spital zu verweigern. durch die Gruppen der anderen Gefangenen drängen und mit vinzial- Nationalgarden, bevor sie nach ihrer Heimath zurückkehrten, jedem Tritte den Schmerzruf eines Verwundeten veranlassen, bis noch einmal nach dem Hospital, bewaffnet und viele mit bloßen er endlich im Keller eine Stelle fand, wo er sich aufhängen Säbeln, tumultuarisch auftretend und die Kranken verhöhnend fonnte, ohne daß irgend Jemand ihn daran gehindert hätte. Hier und bedrohend, ja dieselben mitunter roh anfassend. Auch ver war Giner, der die Mobilgarde, welche den Bosten besetzt hielt, wundete Nationalgarden befanden sich in dem Spital, aber man fortwährend laut beschimpfte. Er schrie:„ Ich habe einen Sohn hatte sie in einem besonderen Saale gebettet, wo diese Rohheiten in der Mobilgarde, er muß mich tödten, hole das Ungeheuer nicht vorfallen konnten. Der berühmte Chirurg Roug hatte den herbei, Du Mörder draußen, hörst Du mich nicht?" und die Muth, Marrast, der ihn fragte, wie viele Nationalgarden und Schildwache stieß dann mit dem Kolben an die Thüre und schrie: wie viele Insurgenten im Spital seien, zu antworten: ich kann Noch ein Wort, und ich schieße auf Euch," ohne daß dem es Ihnen nicht sagen, ich kenne hier blos Verwundete und Das war in der That die wirkliche Situation. Den Ge- Schimpfen Einhalt gemacht worden wäre. In den Winkeln der Krante." fangenen war, so viel sie auch leiden möchten, so zu Muthe, wie Keller lagen die Verwundeten einer auf dem anderen und fühlten einem Manne, der sich vor einem wilden Thiere flüchtet, das ihn mit Befriedigung, wie durch den sanften Blutabfluß aus ihren verschlingen würde, und auf irgend eine höchst schreckliche Weise Wunden das Leben sie verließ. Andere Verwundete trachteten eine Zufluchtsstätte findet, die er, so schrecklich sie auch sein mag, sich aufrecht zu erhalten, um durch die Erschöpfung, welche nicht verlassen will, um nicht eine Beute des auf ihn lauernden dadurch veranlaßt werden sollte, früher zu sterben. Jeder dieser Thieres zu werden. Sobald die Truppen gefangene Insurgenten Gefangenen fühlte, wie alle seine Geistesfräfte erstarrten, wie bie estortirten und einen von Nationalgarden befeßten Posten passirten, Gedanken schwanden, es war nicht mehr Verzweiflung, die sich hatten sie große Mühe, dieselben gegen deren Wuth zu beschützen. windet, sondern das falte eintönige Abwarten des Todes! Wenn Bezeichnend für die Ungesundheit der politi Sobald Insurgenten aus ihrem Gefängniß eskortirt wurden, hörte die Gefangenen in den Gängen Schritte und Waffenbewegungen man sie einander zuflüstern:" Wir werden erschossen werden!" hörten, so murmelten sie gleichgiltig vor sich hin:" Jetzt kommen schen Zustände und das Schwankende, Unsichere der Obschon man im Juni war," flapperten Vielen vor Kälte die fie, um uns zu erschießen!" Da diese Erlösung nicht kommen Weltlage sind die Jubelhymnen, welche die inländische und Zähne bei dieser Betrachtung, und sie zitterten, Nationalgarden wollte, so übergab man sich anderen Gefühlen und wurde sich des auch ein Bruchtheil der ausländischen Presse über den Paſſus zu begegnen. Während des Transports ergriffen die Soldaten physischen Uebels bewußt. Man schrie nach Wasser, Wasser, Wasser! der preußischen Thronrede anstimmt, worin die Zuversicht noch zahlreiche Personen auf dem Wege und nahmen sie oft, Die Verwundeten kehrten sich nicht an die verweigernde Antwort ohne irgend einen Grund, mit gefangen. Es genügte, den An- der Schildwache, sondern hämmerten und stampften gegen die auf die Erhaltung des Friedens betont wird. Aber war denn der Friede bedroht? Lag irgend eine bren schein der Armuth zu haben, um als Verbrecher behandelt zu Thüre und brüllten:" Wasser oder den Tod!" Endlich kam ein werden. Man hatte in jenen Tagen das erfunden, was man ,, une Krug mit Wasser( so unwiderstehlich ist der Schrei der Bernende Frage vor, die einen europäischen Krieg befürchten ließ? In figure d'insurge" nannte, und Jedermann, der dieses Aus- zweiflung), und diejenigen der Gefangenen, die noch nicht aus den Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland warnicht fehen hatte, wurde verhaftet; die Gefangenen durften, wenn sie dem Kruge getrunken hatten, zitterten davor, daß die Andern die geringste Störung eingetreten, und wenn auch die Halestortirt wurden, nicht ein Wort sprechen, oder es wurde auf alles Wasser trinken könnten, bevor sie an die Reihe täme. Das tung Rußlands zu keiner Zeit eine Vertrauen erweckende fie gefeuert. Außerdem mußten sie dicht aneinander gedrängt Blut aus den Wunden der Trinkenden mischte sich mit dem Wasser, war, so weiß man auf der anderen Seite doch auch, marschiren, um dadurch jeden Versuch zur Flucht zu er- dessen ungeachtet erschien dies ekelhafte Getränk einem Jeden als daß Rußland außer Stande ist, schweren, und sie waren von allen Seiten von drei Reihen ein Labsal, weil es kalt und flüssig war. Sobald sich die Ver- daß Rußland außer Stande ist, einen Krieg in wenn es nicht der UnterSoldaten, Mobil oder Nationalgarden, umgeben. Gewöhn- wundeten durch das Wasser einen Augenblick erfrischt fühlten, Europa zu beginnen, lich fanden diese Transporte von einem Gefängnisse nach dem hatte der Schmerz über ihre verzweifelte Situation wieder mehr stützung irgend einer anderen europäischen Großmacht anderen in später Nacht statt, was dieselben noch schredlicher Gewalt über sie, und man hörte dann Rufe wie die folgenden: gewiß ist- und zwar entweder Englands oder und darauf das Weinen und Schluchzen aller anderen Gefan-*) Nicht 1879, wie der Druckfehlerteufel, dem Sozialistengeseh genen, welche denselben Schmerz fühlten, und das Hohngelächter ein Schnippchen schlagend, in vorlegter Nummer behauptete. der Schildwachen, die sich über diese Thränen der Helden worden wären. Auch in den Kellern der militärischen Schule, im Kloster St. Benoit, ian Hotel de Cluny zc. befanden sich gefangene Infurgentenhaufen in einer ähnlichen schrecklichen Lage. In einem dieser Gefängnisse wurde ein verwundeter Insurgent, welcher auf einem Bund Eroh ausgestreckt lag, lebendig verbrannt! Sollte man es nach all diefen Schilderungen der Gefängniffe noch für möglich halten, daß fehr viele Gefangene bessen ungeachtet es vorzogen, in diesen Löchern zu bleiben, als nach einem anderen Ort transportirt zu werden? Die Schildwachen fagten ihnen mitunter: 3hr flagt über Guere schlechte Lage; aber wenn wir Euch los ließen, würdet Ihr Alle von den Nationalgarden erschossen werden!" machte. Die Lust zu schießen ist bei Leuten, die nicht an Waffen gewöhnt sind und ein geladenes Gewehr tragen, so groß, daß manche Patrouillen von Nationalgarden aus der Provinz auf Pariser Mein Weib, mein Kind, o Gott! Wer wird Euch ernähren!" " Boltsstaat. 1878*) Politische Uebersicht. " Berlin, 28. Juni. R. d. V. Hunger, und zwar in der empfindlichsten Weise, zu melden. war schwer zu entscheiden, wer ruppiger aussah: die Thiere Aber jede Kugel trifft nicht," meinte Ambros. Einige Schluck Wasser, die er mit der hohlen Hand Nachts oder ihr Führer. Ambros bedauerte den Meister Braun," Heilige Mutter Gottes, daraufhin sein junges Leben aus der Boite geschöpft, waren alles gewesen, was er seit den König der Berge, der an der Kette durch die Länder zu wagen," rief die gutmüthige Frau und schlug entsetzt die länger als vierundzwanzig Stunden genossen hatte. Er geschleppt wurde, um auf den Plätzen in Dorf fetten Hände zusammen. Nein, das lasse ich nimmer zu. spähte, ob er nicht irgendwo zwischen den Tannenwipfeln und Stadt vor Kindern und Böbel zu tanzen. Wartet, ich will mich ein wenig besinnen; vielleicht fällt Rauch aufsteigen sähe. Aber er spähte vergebens, und mit In der Hauptstraße, die durch das Städtchen führte, mir was ein. Es tamen sonst oft Leute herüber Ihr einem schweren Seufzer kehrte er in den Schloßhof zurück, fand er bald einen Bäckerladen. Eine kleine, kugelrunde wisset schon, die Zölle sind gar zu hoch." Sie setzte sich um hier die Dunkelheit abzuwarten, in der es wagen Frau bediente ihn. Er schob das Brot in seine Jagdtasche, und blickte Ambros sinnend an. durfte, nach Cortina zu gehen. Er setzte sich auf die wie schwer es ihm auch wurde, nicht sofort davon zu essen. Diesem begann die Zeit lang zu werden. Vielleicht plumpe Sandsteineinfassung des ehemaligen Brunnens, Die Frau mußte ihm einen Zwanziger wechseln, denn er wüßte sie ihm einen zuverlässigen Wirth im Ort zu nennen, über den die Ruinen ihren Schatten warfen, und suchte das wollte nicht als ein armer Teufel erscheinen, und unter der ihm einen Rath geben könnte. Knurren seines Magens zu vergessen, indem er seine Ge- dessen erkundigte er sich, wie weit es noch bis zur Grenze Das ist gescheidt," rief sie lebhaft. danken auf die Zukunft richtete und sich fragte, was er in wäre. Eine Stunde noch; Aquabuona wäre das letzte die Croce bianca bei der Kirche der Fremde beginnen sollte? Allein das Gestern erwies sich tyroler Dorf und von dort hätte er ungefähr noch eine halbe Madonna!" mächtiger als das Morgen und riß ihn zurück zu Stunde bis zu den italienischen Grenzsteinen. Ja, ja, da ist Gesegnet sei die Dieser letzte Ausruf galt einer Frau, die eben mit seinem blutenden Opfer. Auf dem Gemäuer hinter Wollet Ihr hinüber?" fragte die Frau, die ihn jetzt einem kleinen Bündel in der Hand in den Laden trat. Es ihm hatte eine junge Birke Wurzel gefaßt. Eine Meise aufmerksam betrachtete, und als er bejahte, fuhr sie fort. war eine dürftig gekleidete Bäuerin von einigen dreißig fam gepflogen, setzte sich auf einen Aft des Bäumchens und" Ja, ja, es geht jetzt manches junge Blut hinüber. Aber Jahren, in deren Gesicht Sorge und schwere Arbeit began ihren kleinen, sanften Gesang, Ambros schnellte von mit der Flinte? In Aquabuona ist die Mauth und die ihre Beichen eingegraben hatten. Die Bäckerin fuhr soa der Brunneneinfassung in die Höhe. Eine Sage oder ein bayrischen Grenzjäger passen schärfer auf Alles, was aus gleich fort: Das war eine schlimme Nachricht und die wohlgenährte Bäckerin merkte deren üblen Eindruck ihrem Kunden an. Ihr?" Die Bäuerin heftete ihre Augen auf Ambros, zwei blaue, scharfe, kalte Augen und wandte sich dann wieder zur Bäckerin. Nach einer kurzen Weile sagte sie mit einer rauhen Stimme. Märchen fiel ihm ein, daß die Seele der Erschlagenen in Tyrol hinüber will, als auf diejenigen, die aus dem ehe-" Das junge Blut da muß über die Grenze. Ihr Gestalt eines Vogels den Mörder verfolge und ihn durch maligen Venetianischen kommen. Wenn Ihr keinen Paß müßt ihn mitnehmen, wann Ihr zurückgeht. Wann geht ihren Gesang aufscheuche, wo er rastet. Der Gesang in der habt, ist's gefehlt." Stille und Einsamkeit der düsteren Ruinen trieb ihn fort. Er verließ den Schloßhof und kletterte durch eine Lücke in der Umfassungsmauer in die Schlucht hinunter. Bei der Bewegung tam ihm der Muth oder Trotz wieder. Er, der in der Mitternachtsstunde unter Donner und Blitz die Todten aus ihren Gräbern herausgefordert hatte, floh am lichten Tage vor einem Vögelchen! Aber damals war sein Gewissen noch rein gewesen. Nein, es war nicht das Gewissen, es war der Hunger, der ihn schwach zu gehen?" fragte Ambros. machte, und entschloffen schlug er den an der Boite hin Laufenden Weg nach Cortina ein. „ Aber ich muß hinüber," sagte Ambros dumpf. " Freilich, denn sonst wäret Ihr wohl nicht so weit hergekommen," versetzte die Frau mitleidig. Ich hör's an Gurer Sprache, daß Ihr kein Ampezzaner seid. Aber was ist da zu thun? Ja, ja, es sind traurige Beiten." Kann man denn nicht hinüber, ohne durch Aquabuona Das sollte man wohl können," versetzte sie.„ Aber Ihr kennt Euch in der Gegend nicht aus und ich kann Euch Die Straße vor ihm war ganz einsam und nur einem die Wege nicht beschreiben. Wenn nur Jemand da wäre, Bärenführer begegnete er nicht weit vor dem Städtchen. um Euch zu führen." Der langsam sich fortschiebende Petz diente einem Affen in rother Jacke als Reitthier. Der Mann, welcher Ambros einen italienischen Gruß zurief, trug den schweren Tanzstock seines Ernährers und auf dem Rücken eine Trommel. Es " Da Jhr es wünschet, will ich schaffen, daß es ges schehen kann. In einer Stund' gehen wir. Es ist aber gut, zu, bis wo der erste Weg rechts nach dem Walde abbiegt. venn er mit seinem Stutzen vorausgeht, nach Aquabuona Im Walde soll er auf uns warten." die Hand und ging. Ambros schüttelte der gutmüthigen Bäckersfrau herzlich Ach, ist das ein Elend," sagte diese hinterher. Wie mancher Bursche hat nicht in diesen Fahren schon seinen Dann muß ich versuchen, mich in der Nacht durchzu- letzten Bissen tyroler Brot bei mir gekauft. Dem da sieht schleichen," sagte Ambros entschlossen. man's auch an, daß es ihm nicht an der Wiege gesungen Das wäre noch gefährlicher; denn die Bayern schöffen ist, daß die Bayern ihn aus dem Land treiben würden." gleich, wenn sie in der Dunkelheit etwas bemerkten. ( Fortsetzung folgt.) " Deutschlands ober Frankreichs. Die Unter-[ in dem von dem jetzt verstorbenen Ober- Ingenieur Heusinger, stützung der beiden ersteren Mächte ist von vornherein aus einem bewährten Fachmann, verfaßten, Handbuch für spezielle geschlossen. Und was Frankreich betrifft, so ist dessen Unter- Eisenbahn- Technit" findet. Wir lassen sie in ihrem Wortlaut ftügung ebenfalls ausgeschlossen, feit in England eine nochmals folgen: Regierung am Ruder ist, die der russischen Eroberungspolitik die Stirne bietet. Wäre der Russenfreund und Türkenfresser Gladstone noch am Ruder, der Desterreich einst das drohende Hände weg! zurief und der für die französische Republik lebhafte Sympathien hat, so wäre es denkbar, daß wenigstens der Versuch eines russisch französischenglischen Dreibundes gemacht würde, der Rußland die Balkaninsel überlieferte und dem französischen Chauvinismus Gelegenheit zum Revanchekrieg" unter halbwegs günstigen Bedingungen gäbe. Allein das sind Rombinationen, die jetzt außerhalb bes Bereiches der Möglichkeit liegen. Nicht der bismard'sche Dreibund" oder sogenannte Friedensbund", wie die deutsche Regierungspresse ihn Speichelleckerisch nennt, verhindert ein russisch franrussisch- französisches Bündniß und den Krieg, sondern die Haltung Englands ist es, welche- abgesehen von der inneren Entwickelung Frankreichs, die sich einem Bündniß mit dem despotischen Rußland entgegenstellt das Zu standekommen einer russisch- französischen Allianz, und damit den Ausbruch eines europäischen Krieges verhindert. mit einem derselben; er war abgemagert, gang gelb und schwach; obwohl er 10 Franks und mehr täglich verdiente, konnte er nichts zurücklegen." Bekanntlich giebt es in Deutschland selbst warme Freunde ber Kulis. Wir können ihnen nur dringend die Auswande rung nach Ostafrika empfehlen. G8 tommt nicht selten vor, daß die Schienen an den Köpfen und Füßen fleinere vertikale Risse zeigen, welche in den Hütten durch Verstemmen mit dem Handhammer, durch Der schweizerische Bundesrath hat die Tessiner Schweißen in einem Schmiedefeuer und durch Feilen zu be feitigen gesucht werden. Diese Arbeiten werden gewöhnlich Regierung ermächtigt, Livraghi, dessen Greuelthaten in zunächst nach dem Richten und Abkühlen der Schienen vor- Massaua so kompromittirend für die italienische Rolonialpolitik genommen. Der kontrollirende Ingenieur hat diesen Reparatur waren, sofort an Italien auszuliefern, weil derselbe seit arbeiten aber entschieden entgegenzutreten... Ausnahmsweise Verkündigung des Urtheils Selbstmordversuche ge= kann an dem Fuße der Schienen eine kleine Nachhilfe zugestanden macht habe. werden, wenn die Tragfähigkeit der Schienen dadurch nicht benachtheiligt wird. Am besten ist es allerdings, jede Reparatur In der französischen Rammer gab es eine heftige an den Schienen zu untersagen und dieselben nur als Debatte aus Anlaß des Melinitprozesses. Es wurde, übernahmsfähig zu erklären, wenn sie die reine Oberfläche so lange leeres Stroh gedroschen, bis man müde war. E zeigen, welche sie nach dem Walzprozeß erhalten haben. Ein Bestreichen der Schienen mit irgend einem Deckungsmittel soll wäre wirklich gut, wenn einmal ein berufener Arzt über den ftets zur Folge haben, daß dieselben von der Uebernahme aus hygienischen Werth oder Unwerth der parlamentarischen geschlossen werden." Lungengymnastik sein wissenschaftliches Votum abgälse. Vielleicht könnte dann dieser und jener Gegner des Parlamentarismus bekehrt werden. " Wegen der Uebernahme der Schienen rieth Heusinger v. Waldegg: Die bei der Besichtigung oder bei den Proben fich ergebenden Ausschußschienen erhalten, wenn diefelben nicht sogleich zerbrochen werden, ein unvertilgbares Zeichen, damit Die Omnibuskutscher von Bordeaux in Südweder eine absichtliche noch unabsichtliche Verwechslung vor: frankreich haben das Beispiel ihrer Pariser und Lontommen kann. Bu empfehlen ist, neben dem Fabrikzeichen noch boner Kollegen nachgeahmt und die Arbeit eingestellt. Nach ein anderes Beichen erhaben auf die Schienen walzen zu lassen, einem, offenbar sensationell aufgebauschten Telegramm des welches bei der Ausschußschiene mit dem Meißel weggenommen wird. Ein derartiges Beichen, welches, die Schienen nur beim Herold'schen Depeschenbureaus" von heute Morgen wäre Streit in einen Walzprozeß erhalten können, kann, wenn es beseitigt würde, der „ förmlichen Aufruhr" ausnicht wieder ersetzt werden." geartet.( Zahlreiche aufrührerische Gruppen durchziehen die Stadt. Mehrere Wartestellen der Omnibusgesellschaft wurden zerstört. Man versuchte mit Theer und Petroleum die Wagen anzuzünden. Maire, Präfekt und Platzgeneral berathen über die zu ergreifenden Maßregeln. Die Stadt wurde militärisch besetzt. Es herrscht allseitig große Erregung.") Ob diese Friedensbürgschaft von Dauer sein wird, das läßt fich freilich nicht sagen. Die gegenseitigen Beziehungen der Staaten unter einander sind heutzutage so vom Bufall und von Launen abhängig, und die Gährung im Innern der Staaten ist eine so große, daß jeder Tag veränderte VerAlso wir wiederholen die Frage: Wo bleibt die Unter hältnisse bringen kann, und daß die Völker, trotz des allge- suchung gegen die ungetreuen Beamten? Und wann wird meinen Friedensbedürfnisses, nicht zum Vertrauen in den ber amtliche Reichs- Anzeiger" in der Bochumer StempelBestand des Friedens gelangen können, und durch ein Wort affäre die Sprache finden? bald in sinnlose Angst, bald in ebenso sinnlose Hoffnungslosigkeit gestürzt werden. Vertrauen. Vor dem rothen Gespenst fürchtet sie Nachschrift. Diese Zeilen waren geschrieben, als So lange das wiederholen wir wieder und wieder uns folgendes Telegramm aus Bochum zuging: Nun, das ist der stereotype Depeschenstil, wenn es sich - so lange der soziale Krieg, der Klassentampf Bochum, 23. Juni. Die Westfälische Volkszeitung" um Arbeiterangelegenheiten handelt. Jedenfalls rührt dieses in allen Kulturstaaten wüthet, ist nun einmal der Friede veröffentlicht ein Verzeichniß angeblich vom Bochumer Telegramm von den Omnibus- Besizern her, die grimmig unter den Bölkern eine phantastische Utopie, ein frommer Verein gefälschter Stempel, unter welchen sich zahlreiche sind, daß sie in denselben fauern Apfel zu beißen haben, Wunsch.Stempel staatlicher Eisenbahnverwaltungen des Inlandes wie ihre Kollegen in London und Paris. Beiläufig symbefinden." pathifirt das Publikum in Bordeaux wie überall mit Das Baare'sche Preßbureau- welches beiläufig Durch diese Enthüllungen, die wir, sobald sie im Wort- den arg überarbeiteten Rutschern. mit dem des Fürsten Bismarck einerlei ist macht es der laut vorliegen, veröffentlichen werden, wird für die unabhängigen Bresse zum Vorwurf, daß sie Herrn Baare, Die italienische Regierung muß den, Dreibund" obgleich das Verfahren gegen denselben noch schwebe und preußische Staatsbahnverwaltung die Pflicht, Aufklärungen sonach nichts erwiesen sei, doch als Schuldigen behandle und zu geben, immer dringlicher. Der neue Eisenbahnminister, für sehr schwach halten sie hat Protestversammlungen sonach nichts erwiesen sei, doch als Schuldigen behandle und Herr Thielen, der in Hannover nicht allzufern von dem gegen denselben verboten. Sie kommt überhaupt nicht aus Schauplatz der Schwindeleien gesessen hat, wird hoffentlich der Angst heraus. Die Preßreptilien des Herrn Ba are berufen sich bald Gelegenheit nehmen, zu beweisen, was für ein Mann sich, wie ein altes Weib und hat z. B. 30 Soldaten, die dabei auf die englische Presse, die während eines er ist. Freilich haben wir zu dem Holze, aus dem preußische am 1. Mai mit Arbeitern freundlich verkehrten, in StrafProzesses sorgfältig jede Parteinahme zu vermeiden pflege. Minister im Allgemeinen geschnitzt werden, kein besonderes kompagnien stecken lassen, wodurch besagte Soldaten natürDer Vergleich hinkt und die Beschuldigung ist durchaus hinlich, wenn sie es nicht schon vorher waren, Sozialdemokraten fällig. Wir und die übrigen nicht von Herrn Baare geworden sind. und Ronsorten abhängigen Blätter haben Herrn Baare Die Hungersnothpreise für Brotkorn, eine direkte nicht angegriffen auf Grund der Anklagen und Behauptungen Folge der Kornzölle, haben an der gestrigen Produktenbörse Eine Petition an den russischen Zaren wird, wie des Herrn Fu s angel- diese von vornherein als eine erneute Steigerung gefunden. Der Weizen aus Philadelphia per Draht gemeldet wird, mit 300 000 wahr anzunehmen, wäre allerdings ein Beweis von preis zog um 1/2 Mart für nahe und um 3/4 Mart für Unterschriften von Amerika aus abgehen. Der Bar wird Parteilichkeit und- auch einem Manne wie Baare gegen Herbstsichten, der Roggenpreis um 3/4 Mart für nahe und in derselben um eine bessere Behandlung der politischen Geüber nicht zu rechtfertigen gewesen; allein die Sache liegt um 14 Mart für Herbsttermine an. Die Ernte- Aussichten fangenen in Sibirien angegangen. Mit Sprengen von anders. Wir haben unser Urtheil auf die Aussagen und haben sich nicht verbessert. Ueber die Begleiterscheinungen Rosenwasser in Gestalt unterthänigster Petitionen ist die Geständnisse des Herrn Baare selbst gegründet. ber gegenwärtigen Theuerung wird regelmäßig weiter be- russische Barbarei und zarische Despotie nicht aus der Welt Herr Baare selbst hat vor Gericht die Schienen richtet. Die Mehlwanderungen sind an der russt zu schaffen, das sollten sich die politischen Kinder, welche flickerei eingestanden, und Herr Baare selbst hat schen und österreichischen Grenze nach wie vor im Gange. diese Petition unterzeichnen, schließlich selber sagen. in der Kölnischen Zeitung" sich( oder die Verwaltung des So erfährt die„ Bossische Zeitung" aus Schreiberhau in Bochumer Werks) der Anfertigung falscher Stem Schlesien, daß gegenwärtig alltäglich große Schaaren von pel schuldig bekannt b. h. solcher Stempel, die Kindern und Erwachsenen nach dem 2 Stunden entfernten NeuNeueste Nachrichten. Das Verzeichniß der Westfür die Revisoren und Kontrolleure von den zu Reviwelt pilgern, um billiges Mehl in zollfreier Quantität fälischen Volkszeitung"( f. oben) enthält 60- se ch 3 igSirenden und Kontrollirenden angefertigt über die böhmische Grenze zu bringen. Sechs Pfund Roggen gefälschte Stempel, darunter die größere Hälfte worden sind. mehl kosten in Böhmen 84 Pf., sechs Pfund Weizenmehl 88für deutsche Bahnen. Also auch der Troft, Was weiter noch die Untersuchung zu Tage 95 Pf., in Schlesien aber 1,20 m. resp. 1,26 M. Lehr- blos das Ausland sei über's Ohr gehauen worden, bleibt fördern wird, das wissen wir nicht. Wir haben reich ist die Zusammenstellung, welche Professor Conrad in unseren Patrioten nicht. es blos mit dem zu thun gehabt, was durch die den Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistit" aus Aussage des Angeklagten über jeden Zweifel hin- den Weizenpreisen in den Jahren 1875/79 und denen in aus festgestellt ist und was zur Begründung des von dem Jahre 1889 giebt. Die Preise verstehen sich in Mark uns gefällten Urtheils über und über ausreicht. Und nun etwas mehr von den gefälschten Stempeln. für 1000 Rilo: 1875/79 1889 1) Haag 284,10 1) Frankreich 2) Dänemark 230,18 3) Frankreich 227,66 3) Saag 4) England 210,55 5) Preußen 206,80 4) Dänemark 5) Wien 6) Wien 205,88 6) England 7) Odessa 8) Budapest 187,14 179,10 7) Budapest 8) Odessa 198,32 2) Preußen 188 156,15 152,4 147,39 187 130,40 127,19 Man erinnert sich, mit welch' offiziöser Würde die von einigen Reffortministern wieder in Gnaden angenommene Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die Behauptung vertrat, daß die preußischen Staatseisenbahn- Verwaltungen mit der schmutzigen Baare'schen Stempelaffäre nichts zu thun hätten. Mit besonderem Eifer und Nachdruck hatte das Blatt ver Während also 1875/79 der Weizen in Preußen billiger sichert, die preußische Staatseisenbahn- Verwaltung lasse die zu Abnahmezwecken erforderlichen Stempel allgemein war als in England, Frankreich, Holland, Dänemark, hat in ihren eigenen Werkstätten oder durch vertrauens- Preußen 1889 nächst Frankreich die höchsten Getreidepreise würdige Graveure anfertigen, sorgfältig aufheben und den aufzuweisen gehabt. Frankreich aber hat bekanntlich gleichmit der Prüfung der Schienen betrauten, besonders ge falls Getreidezölle eingeführt, wenngleich nur von 40, nicht eigneten Beamten übergeben. Zur rechten Zeit macht nun von 50 M. Während 1875/79 der Weizenpreis in Preußen die„ Frankfurter Zeitung" auf den klaffenden Widerspruch noch um 3,75 M. billiger war als in England, stellte er zwischen dieser Behauptung und dem halben Geständniß auf sich 1889 um 46 M. theurer. Wie lange wird die Regierung noch sagen:" Es giebt merkjam, das Baare kürzlich zur Entkräftung der Fnsangel'schen Angriffe durch die Veröffentlichung einer Korrespondenz aus keinen Nothstand?" dem Jahre 1881 abgelegt hat. Da giebt er selber zu, daß Ju Bayern soll die Zahl der Fabrikinspektoren auf dem Bochumer Werk wiederholt für die amtlichen Revisoren auf ihren Wunsch Stempel angefertigt seien. Die von 4 auf 8 erhöht, und für die zwei größten Bezirke sofort Revisoren werden namhaft gemacht, und unter ihnen be- Hilfskräfte beschafft werden. finden sich auch die Namen von Vertretern * * Der ehemalige Kriegsminister, General der Infanterie Bronsart von Schellendorf, ist in der vorvergangenen Nacht auf seiner Besizung in der Nähe von Braunsberg gestorben. Sehr schwer von Begriffen ist die Bossische Zeitung". Sie schließt aus dem Abdruck der Vollmar'schen Rede im " Vorwärts" auf eine Billigung derselben. Unsere Meinung über die Rede haben wir angedeutet, und keiner unserer Leser wird dem Abdruck etwas Anderes zu Grunde gelegt haben, als die Absicht, der Gesammtpartei Gelegenheit zur Bildung eines Urtheils zu geben. Als ein vorzügliches Schlafmittel können wir die Broschüre:„ Kriegervereine gegen Sozialde motratie", ein Wahnwort an die gebildeten Stände von Dr. A. W est pha I, Premierlieutenant der Reserve 2c." West empfehlen. Wir probirten es bei Seite 4 fielen uns die Augen zu, und das Ding hat 32 Seiten. Dem Vorstand des deutschen Kriegerbundes", der es im Selbstverlag" zu Berlin herausgegeben hat, gebührt der Dank aller Opfer der Schlaflosigkeit. " Arbeiterbewegung. Schon wieder ist ein neues Gewehr erfunden worden, preußischer Staatseisenbahnen, z. B. für dast alle alten Systeme übertreffen soll. Aus Rom wird Frankfurt- Bebra und für die Hannoversche unterm 23. d. M. telegraphirt, daß der Waffenarbeiter Leipzig, 21. Juni. In der technischen Schuhfabri Berwaltung. Die sittliche Würde, mit der die„ Norddeutsche vannozzi ein neues Gewehr hergestellt habe, welches in beiter und Arbeiterinnen gekündigt, weil bei fast allen Arbeiten von Ereve u. Sauer haben am 20. Juni fast sämmtliche ArAllgemeine Beitung" das preußische Beamtenthum in Schuß 17 Stücken einfacher, um 10 Lire billiger und um ein halbes Lohnreduktionen in Höhe von 25-33 pet. theils schon stattnahm, ist diesen Thatsachen gegenüber sehr schlecht am Kilogramm leichter, als das Mannlichergewehr sei. Die gefunden hatten, theils angekündigt worden waren. Eine KomBlaze. Und wenn das Blatt weiter versichert, sollte einer bamit angestellten Versuche sind nach derselben Quelle mission, welche zuvor Rücksprache mit Herrn Sauer nahm( Herr Greve der höheren Beamten... in nicht zu verantworten glänzend ausgefallen. Sollte sich die Nachricht bewahrheiten, ist auf Reisen) erzielte nichts. Nach Feierabend erklärte die Komder Leichtfertigkeit... einen solchen Stempel bann würden Millionen Gewehre, die Milliarden Mark ge- mission Herrn Sauer, daß das Personal sich im Streit befindlich bei dem betreffenden Werke in Bestellung gegeben haben, tostet haben, zu altem Eisen geworden sein, die modernen betrachte und in der Bresse vor Buzug gewarnt werden würde, so würde er strenger Ahndung sicher sein dürfen", so Staaten würden sich beeilen, die neue Waffe einzuführen, worauf Herr Sauer die Antwort gab, er hätte ein so geschlossenes Die einfache Vorgehen unserseits nicht vermuthet und habe die Sache bereits stellen wir diesen tönenden Worten die Frage gegenüber: Wo bleibt eine solche Unter- und die Völker könnten den Hungerriemen noch enger seinem Rompagnon Herrn Greve mitgetheilt. schnallen. Sollte er aber zu fest angezogen werden, so Wir bitten nur, den Zuzug ja fern zu halten, denn wir uchung? Herr Baare behauptet, und in diesem Falle tönnte dieses Experiment nicht den Völkern, sondern dem wehren uns nur gegen den Druck, welcher uns, die wir schon ist er sehr glaubwürdig, daß laut Kommissionsbuch des Bochumer Vereins in den Jahren 1881-1891 überiemen sammt seiner militärischen Schnalle gefährlich genug bebrückt sind, noch tiefer herabbringen müßte. Mit Brus Bergruß: Gotthelf Schwarze, Johannesgaffe, Nr. 32, 3. Etage I., 1. Vorsitzender des Vereins sämmtlicher in der Schuh- und achtzig Stempel für ausländische und inländische Eisenbahnrevisoren auf dem Werke angefertigt worden seien. Während die nordamerikanische Union mit Erfolg ver- Schäftebranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Leipzige Demnach muß eine stattliche Anzahl Beamter in unversucht, sich die Chineseuplage vom Leibe zu schaffen, scheint und Umgegend. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. antwortlicher Leichtfertigkeit" gehandelt haben und der Berman in Deutsch- Ostafrika fich große Mühe zu geben, die dacht liegt nahe, daß sie dem Schwindel mit den geflicten Kulis in das Land zu locken. Ein Berichterstatter des Bordeaux, 22. Juni. Im Laufe des Tages und namentlich Schienen wenn nicht wissentlich Borschub geleistet, so doch" Berliner Tageblatt" schreibt aus Sansibar: auch am Abend fanden mehrfache Zusammenstöße der streikenden durch ihre Nachlässigkeit gedient haben. " In Sansibar sieht man in letzter Zeit etwa 20 Chinesen Omnibus- Bediensteten mit der Polizei statt, mehrere umberlaufen; es sind Handwerker aller Art. Die italienischen Verhaftungen wurden vorgenommen. Schließlich wurden die Maurer in Dar- es- Salaam vertragen das Klima schlecht; sie Straßen durch ein Detachement Hufaren von den Unruhſtiftern leiben cm Fieber. Ich sprach auf dem Dampfer Rangler" gefäubert." Was es in Wahrheit mit den geflickten Schienen und ihren Schönheitsfehlern" auf sich hat, geht aus den von uns fürzlich erwähnten Bemerkungen hervor, welche man werden.LL Theater. Mittwoch, den 24. Juni. Schauspielhaus. Der neue Herr. Berliner Theater. Der Hüttenbesitzer. Deutsches Theater. Der Attaché. Th. Keller's Hofjäger Bergmannstr.- Ecke. fämmtlicher in den Album-, Karton- und Glacé startonGroße öffentliche Versammlung 913L Heute, Mittwoch, den 17. Juni 1891: Großes Kinder- Fest mit Gratis- Verloosung. Lessing- Theater. Cavalleria rusti- Grosses Militär- Konzert der Regiments- Kapelle des Jm großen Saale Bonbonregen, Hahnenschlag, Sackhüpfen. cana. Margot. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. 3. Garde- Regiments zu Fuß( Sr. C. Arnold). Ein dunkles Geheimniß. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Ball. Papier- Fabriken Berlins und Umg. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Donnerstag, den 25. Juni, Abds. 8 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über eine die Branchen umfassende Organisation. 2. Statutenberathung. 3. Wahl des provisorischen Vorstandes. 4. Verschiedenes. - Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Die VerDer Einberufer. Wallner- Theater. Der verlorene Abends: Großer Fackelzug bei bengalischer Beleuchtung d. Gartens. sammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen bittet Sohn. Das Modell. Anf. 4 Uhr. Entree 15 Pf.( vorh. 10 Pf.) Kinderbillet nur an d. Kaffe. A. Froelich. 155/8 Tricoche Bellealliance- Theater. und Cacolet. Ostend Theater. Wasser. Berlin unter B Adolph Ernst Theater. Der Brozenbauer von Tegernsee. Kanfmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. In unserem Verlage erschien soeben in neuer Auflage: Lohnarbeit. Kapital Von Karl Marx. Separat Abdruck aus der Neuen Rheinischen Zeitung" " vom Jahre 1849. Mit einer Einleitung von Friedrich Engels. -Preis 20 Pfennige. Das Erscheinen einer neuen Auflage dieser hochwichtigen Maryschen Schrift dürfte, da dieselbe lange Zeit vergriffen gewesen ist, von den Parteigenossen freudig begrüßt werden. Sie ist fein bloßer Abdruck des Originals, sondern eine wesentliche Bearbeitung desselben, etwa wie sie Mary, entsprechend seinen späteren Ansichten über Arbeitskraft" und" Arbeit", heute bewirken würde. Durch die Friedr. Engels' sche Einleitung hat die Schrift eine erhöhte Bedeutung und den Charakter einer vorzüglichen Agitationsschrift erhalten. Wir verfehlen nicht, sie den Parteigenossen zur Anschaffung und ausgedehntesten Verbreitung zu empfehlen. " Krause& Sachs, Berlin, Krausenstr.74 züglichsten Qualitäten, 35 Millionen Cigarren lehen ei uns in den voreigene Fabrikate, abgelagert von 27 Mark an pro mille Hamilton- Theater faufen wollen, werden besonders auf diese Offerte aufmerksam gemacht. Proben zum Sofortigen Verkauf. Händler und Gastwirthe, die reell u. billig von 1/10 an, nach auswärts von 300 Stück an gegen Nachnahme. Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. He Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel der urkomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. 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Juni verlegt worden. Die verausgabten Billets haben zu diesem Fest ihre volle Giltigkeit. Wir bitten die Kollegen dringend um gütigen Zuspruch und werden die Plakat- Inhaber gütigst gebeten, das Datum auf den Plakaten abzuändern. 375/11 Das Komitee. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 28. Juni 1891, Vormittags 10 Uhr, in den ArminHallen, Kommandanten- Straße Nr. 20: Ausschuss- Sitzung. Die Generalprobe, Nebungsstunde, findet am Dienstag, den 30. Juni, Abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain, statt. 105/14 Der Vorstand. Filial- Versammlung der Steindruder des Vereins der Lithographen, Steindrucker und Berufsgen. Deutschlands. Donnerstag, den 25. Juni, Abends präzise 82 Uhr, findet bei generstein, Alte Jakobftr. 75, eine Mitglieder- Versammlung statt. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Herrn Sperling über:" Die Heilkräfte des Organis mus". 2. Diskussion. 3. Innere Vereinsangelegenheiten. 4. Berſchiedenes. 207/5 NB.: Ausgabe der Mitgliedsbücher und Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte: H. Friedewald, Oppelnerftr. 28, I. Rixdorf! Große öffentlige Versammlung des Arbeiter- Bildungs- Vereins für Rixdorf und Umgegend am Donnerstag, den 25. Juni 1891, Abends 82 Uhr, in Hoffmann's Festsäle, Berg- Strasse No. 133. Tages Ordnung: 10 1. Vortrag über Rußland und die Nihilisten. Referent M. Baginski. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. BERLIN N.CHAUSSEESTR.14 Grosser Ball. 20 Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon a. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier find neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 f. H. Schultze( mit'n t). 1 Mark 75 Pf. die so beliebten grünl. Sommer- Jackets, 0 1 M. 50 Pf. 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Gleichzeitig werden die Köpenicker Genossen, welche am selben Tage eine Fußpartie nach Schmöckwih unternehmen wollen, gebeten, sich früh 7 Uhr Grünauerstraße in Schmidt's Restaurant einzufinden. 369/4 Arbeitsnachweis. Kommission Der Arbeitsnachweis für männliche freier eingeschriebener HilfsPersonen befindet sich: Kommandantenstr. 51, Stadtbahnbögen No. 103/104 am AlexanEcke Alexandrinenstraße. Beamten ohne Anzahlung. E Stutz' Photographie- Atelier Berlin, Landsbergerstr. 82, Hamburg. Bruß- u. [ 67b derplatz gegenüber dem Kgl. PolizeiPräsidium. Fernsprech Anschluß Amt V. 1263. D 203M Der Arbeitsnachweis für weibliche Personen befindet sich: Klosterstrasse No. 97 an der KaiserWilhelmstraße. Fernsprech- Anschluß Amt V. 3235. Spezialität: wirklich. Babi ad. Riebilder n. mk. 4,50. emtraße. Ein 1/2 Meter gr. Bild von 10 M. an. Aehnlichkeit, Haltbarkeit w. garantirt Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laalle, Marx u. A.) in Bigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shlipanadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken und Brochen. En gros. En détail. B. Günzel, Brunnenstr. 157, am Rosenthaler Thor. 880 L Stempel!! * H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr.9 * Stempel! Die Bureaus sind geöffnet von 7Uhr Morgens bis 7hr Abends. Während dieser Zeit tönnen sich die arbeitsuchenden Personen in den an die Bureaus anstoßenden Sälen so lange aufhalten, bis ihnen Arbeit nach gewiesen ist. Die Gebühr beträgt 20 Pf. Die Herren Arbeitgeber werden dringend kassen zu Berlin und Umgebung. Das zu dem am Sonntag, 28. Juni, statttfindenden Sommerfest gewählte in Lips' Brauerei am Friedrichshain Festkomitee wird hierdurch zu einer Sizung am Mittwoch, Abends 8 Uhr, nach Alte Leipzigerstr. 1, ergebenst eingeladen. 212b Der Vorstand. J. A.: Aug. Kuhntke, Oberwafferstr. 12. Leipzig. Ein hiesiges älteres, gut eingeführtes Spiegel- und Bilderrahmen- Gehaft mit großer fester Kundschaft, soll mit sämmtlichen Waaren Vorräthen, Gelegenheitskauf!! Meldung der offenen Stellen Handwerkszeug, wie Hobelbank u. f. w. Ein großer Poften [ 852L Steppdecken, reine Wolle, hochelegante Handarbeit, à 8,50, 9, 10 Mt. Der Vorstand des Zentralvereins f. Arbeitsnachweis. Dr. Freund, Magistratsassessor. Adlershof. 205 b Stimmbegabte Genossen, welche sich an der Gründung eines Arbeiter Cohn's Hosen- u. Auzugfabrik Steppdeckenfabrik S. Unger, Gefangvereins betheiligen wollen, Pallisadenstr. 7, unweit d. Büschingpl., größtes Lager u. billigste Bezugsquelle Berlins, arbeitet aus Resten und verfauft im Einzelnen: Knabenhofen von 1 M. an, Jacken 1,50, Herrenhofen 1,50, Knabenanzüge 2 M., Burschenanzüge 3,50, Herrenanzüge 12 M. Nach Maaß ohne Preiserhöhung. Flicken gratis. Pallisadenstraße 7.[ 810L Achtung! Kein Laden. Rechts- Burean betönigl. preuß. 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B. 938 an ,, Invalidendank" Leipzig, franko einzusenden. 915 L Gefangverein Liberté( früher Deffau) straße 84, früher bei Niemann, Görliger Allen Freunden und Bekannten zeige straße. 204b ich hiermit ergebenst an, daß ich mein 9 Uhr, bei Albrecht, Bismarckstraße. tagt jest Freitags bei Ulrich, Wrangel Geschäft Grünen Weg 120 eröffnet im Hermann Noll, habe. Arbeitsmarkt. früher Andreaskeller.. Mertant. und Chromo nach außer2 tüchtige Umdrucker für halb durch den Central- ArbeitsKinderwagen. Größtes lager Berlins nachweis, Noſenſtr. 30, geſucht.[ 207/6 Andreasßtr.23,1.p. Geübte Monogramm und TiefdruckDr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Friedberg& Silberstein, Elisabethuf. 44. Prägerinnen sofort verl. bei 224M Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 144. Mittwoch, den 24. Juni 1891. 8. Jahrg. Hartmannsdorf bei Burgstädt i. S., 20. Juni. Am 14. ds. sich beide Entlastungszeugen eines Meineides schuldig gemacht fand hier im Hotel Kronprinz" eine gutbesuchte öffentliche Volts- haben. Der andere Zeuge ist auf freiem Fuß. Der Inhaftirte versammlung statt, in welcher der Abgeordnete Albert Schmidt hat Familie und ist Bater von 5 Kindern. über die„ Getreidezölle und die Reichsregierung" referirte. Die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig angenommen. * Wiesbaden, 16. Juni. Am 11. d. M., Abends 81/2 Uhr, wollten die Stöcker'schen Seelenretter hier eine Versammlung wecks Gründung eines chriftlichen Arbeitervereins abhalten. Dieselbe, mit großen Hoffnungen einberufen, sollte zur Tagesordnung haben: 1. Protest gegen das gottlose und vaterlandsfeindliche Vers halten der deutschen Arbeiterdelegirten auf dem internationalen Kongreß zu Paris; Gegen die Kornzölle. Nauen. Am Sonntag fand hier eine zahlreich besuchte Bersammlung statt, in welcher Genosse Rohrlad aus Berlin referirte. vom Parteivorstande vorgeschlagene Protest resolution gegen die Kornzölle wurde einstimmig angenommen. Gautsch bei Leipzig. Eine sehr zahlreich von Angehörigen Weißenfels. Am 20. Juni fand in der Bentralhalle eine beiderlei Geschlechts besuchte Versammlung, in welcher Herr gut besuchte Boltsversammlung mit der Tagesordnung statt: Die Walter May über die Getreidezölle und die sächsischen LandtagsKornzölle und die Reichsregierung". Der Referent Genosse Adolf wahlen sprach, nahm die Resolution des Parteivorstands an; Leopold- Zeit zeichnete in seinem Vortrag unter großem Beifall desgleichen fand eine andere widerspruchslos Annahme, in welcher den auch an den Kornzöllen sich fundgebenden Klassenstaat und den Wählern empfohlen wird, bei den bevorstehenden Landtagslegte das ganze System der indirekten Steuern dar. Die vom wahlen nur den Kandidaten der Sozialdemokratie ihre Stimmen 2. Gründung eines christlichen Arbeitervereins. Den im ersten Puntte angesagten Protest" wollte man aber Parteivorstand vorgeschlagene Resolution, desgleichen eine vom zu geben. hinter verschlossenen Thüren losschmettern und hatte somit VorGenossen Rebe eingebrachte, worin das Stadtverordneten- KolleDöhlen bei Dresden. In der Rothen Schänke" referirte fichtsmaßregeln getroffen, um, wie man hoffte, den gefürchteten gium ersucht wird, beim Reichskanzler um die Aufhebung der Getreidezölle vorstellig zu werden, wird einstimmig angenommen. am 17. 6. M. Genosse Goldstein aus Dresden in einer von zirka Sozialdemokraten den Eintritt unmöglich zu machen. Es war zu Ferner beschloß man, an die Stadtverordneten das Ersuchen zu 1200 Personen besuchten Volksversammlung über die Getreide- diesem Zwecke ein Komitee aus sechs christlichen Arbeitern gerichten, baldigst in die Berathung eines Statuts betreffs Errich- zölle. Die Resolution des Parteivorstandes wurde mit einem wählt worden, welche in ihren Wohnungen Eintrittstarten austung eines Gewerbegerichts einzutreten. Mit einem dreifachen Zusatz des Genossen Horn- Löbtau, wonach die sächsische Regie- zugeben hatten, die dann auch sehr gut abgingen, leider aber in unrechte Hände fielen. Nach Eröffnung der Versammlung Hoch auf die internationale Sozialdemokratie wurde die Ver- rung aufgefordert wird, im Bundesrathe die Aufhebung der fammlung geschlossen. Getreidezölle zu beantragen, unter großer Begeisterung der Kopf wollte das christliche Komitee" gleichzeitig das Bureau der Veran Kopf stehenden Versammlungsbesucher einstimmig angenommen. sammlung bilden, hiergegen wurde aber seitens unserer Genossen Seit der letzten Reichstagswahl ist keine Versammlung so zahl- energisch protestirt. Nach einer dreiviertelstündigen Geschäftsreich besucht gewesen. ordnungs- Debatte zwischen vier unserer Genossen einer- und dem Ginberufer, sowie einem„ Diakonen" andererseits, mußte man sich dazu bequemen, abstimmen zu lassen, ob eine Bureauwahl stattfinden sollte oder nicht. Die Versammlung beschloß mit großer Majorität das Erstere. Finsterwalde. Am 15. d. M. fand im Schützenhause eine von 6-700 Personen besuchte Volksversammlung statt. In der Diskussion betheiligte sich ein, wie man nach seinen Ausführungen fast annehmen möchte, an Geldmangel leidender Fabrikant, Waldheim i. S., 20. Juni. Die heute stattgehabte Volts. welcher im Bimetallismus fein Glück zu finden hofft. Seine versammlung, welche von ca. 300 Personen besucht war, erklärte irrigen Ansichten wurden von unserem Referenten Herrn Theodor fich mit der vom Parteivorstand gegen die Getreidezölle herausMeyner- Berlin gründlich widerlegt. Die von der Parteileitung gegebenen Resolution einmüthig einverstanden und ersuchte die vorgeschlagene Resolution fand einstimmige Annahme. Zwei sozialdemokratische Reichstags- Fraktion, die Abschaffung der gleichlautende Anträge aus der Versammlung dahingehend, den Getreidezölle mit aller Energie zu fordern. jezigen Vertreter des Wahlkreises, Freiherrn von Manteuffel, zu ersuchen, über seine bisherige Thätigkeit im Reichstage in einer öffentlichen Voltsversammlung( nicht im Rathsteller- Lokal) Bericht zu erstatten, wurde dem Vertrauensmann zur Weiterbeförderung übergeben. = Gine Korrespondenzen und Parteinachrichten. Eisenach. Am Freitag, den 19. d. M., referirte hierselbst Genosse Peus Berlin vor einer gut besuchten, ca. 400 Personen zählenden Volksversammlung über die Ziele der Sozialdemokratie und über die Kornzölle und die Adolf Hoffmann, ist wegen folgender Notiz: Reichsregierung. Beide Vorträge wurden mit größter Aufmerksamkeit und lebhaftem Beifall aufgenommen. Resolution, welche das Einverständniß mit den Zielen der Sozialdemokratie ausdrückt, wurde gegen 5 Stimmen( darunter die des Redakteurs der dortigen freisinnigen Tagespost" und des Vorfitzenden des freisinnigen Wahlvereins), die Resolution gegen die Rornzölle einstimmig angenommen. Die Versammlung verlief in scharfem Gegensatz zu einer am Tage vorher abgehaltenen antisemitischen Versammlung geradezu musterhaft. Ein paar an: vom wesende Antisemiten, welche Zwischenrufe wagten, wurden durch die Ausführungen des Referenten derartig geschlagen, daß sie mäuschenstill wurden. Zeit. Der Redakteur des hiesigen Boltsboten", Genosse Hohenmölsen, 20. Januar. Bur geistigen Bekämpfung der Sozialdemokratie. Der erste Lehrer in Werschen wandte sich an den Steuereinnehmer mit dem Ersuchen, ihm einen Stock zu besorgen. Da er aber keinen erhielt, wandte er sich brieflich an den Ortsvorsteher und ersuchte diesen um einen Stock mit dem Bemerken, er müßte einen Stock haben, denn die Kinder wären dreiviertel Sozialdemokraten. Kommentar überflüssig. Jena. Eine von ca. 200 Personen( der uns allein zur Ver fügung stehende Saal faßt nicht mehr) besuchte Volksversammlung nahm nach mehrstündigem Referat des Genossen PeusBerlin die Resolution gegen die Rornzölle einstimmig an. Be fondere Heiterfeit erregte des Referenten Kritit eines Artifels der Jenaischen Zeitung über den Achtstundentag, worin bewiesen werden sollte, daß, da die Arbeiter zufolge ihrer heutigen Arbeitszeit gefunden Schlaf hätten, den sie bei blos achtstündiger Arbeitszeit verlieren würden, die Arbeiter eigentlich den Kapitalisten dankbar sein müßten. Die Sozialdemokratie werde den Arbeitern ihren gefunden Schlaf rauben. Also so liegt die Sache: die Rapitalisten beuten die Arbeiter blos deshalb so aus, lassen sie nur darum fich so entsetzlich abquälen, damit die Arbeiter schlafen können. Daß wir Dummtöpfe das nicht schon längst errathen haben! Schöffengericht zu 30 M. Geldstrafe event. 6 Tagen Gefängniß verurtheilt worden, trotzdem die Notiz nach dem bei den Akten liegenden Briefe des betr. Lehrers im Wesentlichen richtig war, wie aus Nachstehendem hervorgeht: Der Lehrer Günther hat in dem erwähnten Schreiben vom 5. Dezember 1890 die Anschaffung eines Stockes wiederholt verlangt und über eine unpassende Art der Ablehnung seines dieserhalb an den Rendanten Schlehahn zunächst gerichteten Gesuches sich beschwert, mit dem Hinzufügen: wo foll( bei so unpassender Behandlung durch ben Rendanten) die Autorität des Lehrers im hiesigen Bezirke bleiben, wo wir doch eine große Anzahl von Sozialdemokraten haben? Bemerkenswerth ist, daß der Amtsanwalt nur 20 M. bezw. 4 Tage Gefängniß beantragte, das Schöffengericht ging also über den Antrag des Amtsanwalts noch hinaus. Natürlich ist Berufung eingelegt, immerhin ist es einfach räthselhaft, daß solche Urtheile vorkommen können. Aus der Abstimmung ging hervor, daß unsere Genossen, welche sich zumeist auf die linke Seite des Saales poſtirt hatten, trotz aller Vorsichtsmaßregeln doch in großer Mehrheit Zulaß erlangt hatten: 500 Genossen und 300 Nichtsozialisten sollen nach Schätzung der Gegner an der Versammlung theilgenommen haben. Nachdem unsererseits unser Vertrauensmann zum Vorsitzenden vorgeschlagen worden, schloß der Einberufer die Versammlung, jedenfalls ahnend, daß er und seine Freunde einer Diskussion mit unferen Genossen nicht gewachsen wären. Die Genossen ver weilten eine Zeit lang im Saale, da anzunehmen war, daß die Versammlung noch einmal eröffnet würde, was jedoch nicht der Fall war. Trotzdem die christlichen Arbeiter" an jenem Abend noch beschlossen, eine weitere Versammlung einzuberufen, bei welcher sie vorsichtiger verfahren wollten, ist dieser Vorsatz bis jetzt nicht verwirklicht worden, und wir können annehmen, daß sich die Herren nicht so leicht wieder an die„ Deffentlichkeit" wagen werden. Der Einberufer der Versammlung war übrigens Stadtmissionar, wie zum Schluß noch bemerkt sein mag. * Chemnitz, 22. Juni. Wie man behördlicherseits in Chemnit gegen die Sozialdemokratie kämpft, darüber hat bereits der Wahlverein in voriger Woche mancherlei zur allgemeinen Erbauung vorzubringen gewußt, wenn aber beim nächsten Landtage noch etwas fehlen sollte, um Chemnitz vor allen sächsischen Orten den ersten Preis zuzuerkennen, so dürfte dem Mangel durch folgendes Kabinetsstückchen abgeholfen sein: Der hiesige katholische Frauenverein, der seit Jahren viel zur Ünterstützung armer und franker Glaubensgenossen gethan hat, gedenkt im Herbst eine Wohlthätigkeitslotterie zu veranstalten. Bei der Bitte um die behördliche Genehmigung wurde der Verein nun dahin beschieden, er könne nur dann auf Wohlwollen rechnen, wenn er das seitherige Vereinslokal im„ Schüßenhaus" verlasse, weil daselbst sozialdemokratische Versammlungen abgehalten würden. Der Verein hat auch dem sehr thätigen und aufmerksamen Wirth, Herrn Eder, gekündigt." ob Jedes Wort, welches man über eine solche Bekämpfung der Sozialdemokratie sagen möchte, tönnte nur den Eindruck schwächen." Waldshut, 21. Juni. Der schon längere Zeit ins Dasein Passau, 21. Juni. Nach unserer leiten. Versammlung hielten Tamvacy b. Gotha. Am Sonnabend, den 20. d. M., fand gerufene allgemeine Arbeiter- Lefeverein hat immer noch mit allerlei wir es kaum für möglich, so schnell wieder etwas von uns hören hierselbst eine gut besuchte Volksversammlung statt, in welcher Schwierigkeiten zu kämpfen, so daß auf eine baldige definitive zu lassen. Es ist jedoch anders gekommen. Unsere Aufgabe war, Genosse Beus- Berlin unter großem Beifall über die Kornzölle und Konstituirung des Vereins noch keine Aussicht ist. Wir warten ein neues Lokal zu finden, und das fand sich. Die Geistlichen die Reichsregierung referirte. Die mit größter Aufmerksamkeit noch immer auf die Antwort des großherzogl. Ministeriums des waren indessen auch nicht unthätig, sie versuchten ihre Macht angehörten Verhandlungen, welche durch die Genossen Hörchner und Wolf noch ergänzt wurden, zogen sich bis 1/42 hin und die Innern auf die von uns eingereichte Beschwerde über die Hand- gegen uns auszuüben. Der eine Wirth hatte sich kontraktlich verkraftvoll angestimmte Marseillaise wie auch die Absingung des habung des Vereinsrechts durch die Polizeibehörde in Waldshut. pflichtet, uns bei nachträglicher Verweigerung des Lokals 100 M. Man bereitet uns inzwischen fortgesetzt Ünannehmlichkeiten, zu zahlen. Es entstand nun ein gegenseitiger Kampf, in dessen Proletarierliedes legten beredtes Zeugniß davon ab, wie mächtig um den Verein unmöglich zu machen, geht zu den Verlauf uns das Lokal dreimal zugesagt, in letzter Stunde, kurz unsere Sache auch in den kleinsten, abgelegenſten Dörfern Fort Arbeitgebern und belästigt die Leute mit Fragen, vor der Versammlung, aber richtig wieder verweigert wurde. schritte macht. Die Resolution gegen die Kornzölle ward ein so daß es schon heftige Auftritte zwischen Arbeitgebern und Ar- So mußten wir in ein anderes Wirthshaus ein Glas Bier stimmig angenommen. beitern gegeben hat, in Verlauf deren die ersteren an die Gehilfen trinken gehen, und dies Lokal war bald so überfüllt, daß Viele Das trug sich am 13. Juni zu. Waltershausen, 21. Juni. Gestern tagte hier eine öffent- das Verlangen stellten, entweder die sozialdemokratische Gesinnung umfehren mußten. Die Kornzölle aufzugeben, oder die Arbeit zu verlassen. Unter diesen traurigen Die Geistlichkeit hatte also gefiegt und jubelte, liche Voltsversammlung mit der Tagesordnung: und die Reichsregierung". Genosse Stübler aus Gotha referirte. Umständen zogen es die meisten unserer Anhänger vor, Waldshut gleich hundert Mark bezahlt werden mußten. Ob das Geld Die Parteiresolution fand einstimmig Annahme; ferner wurden zu verlassen. Was nun die Arbeitslöhne und Arbeitszeit anbe von der Geistlichkeit oder vom Wirth bezahlt worden ist, das langt, so bleibt hier viel zu wünschen übrig. Die Arbeitszeit ist wissen wir nicht, uns genügt es, daß wir hundert Mart haben noch nachstehende Resolutionen einstimmig angenommen: 1. Die am 20. Juni in Schlund's Felsenkeller tagende öffent durchschnittlich eine 12-13 stündige und noch darüber hinaus. wir tönnen sie gerade sehr gut brauchen. Wir gingen nun liche Volksversammlung beschließt an die Stadtverordneten- Ver- Die Löhne bei den Kleinmeistern sind, wo Kost und Logis dabei wieder auf die Lokalsuche aus und hatten Glück, wir bekamen sammlung das Ersuchen zu stellen, folgende Resolution zum Beift, gewöhnlich die folgenden( die Ziffern verstehen sich für wieder kontraftlich ein Lofal, und obwohl uns der Bürgermeister schluß zu erheben: In Rücksicht auf den hohen Stand der Ge- 14 Tage): Schuhmacher 10-12 M., Schreiner 12-14 M., anfangs die angemeldete Versammlung nicht genehmigte, so ließ treidepreise und die durch dieselben hervorgerufene Nothlage, ersucht Maler 14-17 M., Schlosser 13-16 M. Schlosser und Schmiede sich derfelbe schließlich natürlich infolge unserer Beschwerde die Stadtverordneten- Versammlung die herzoglich sächsische Staats- verdienen, wenn sie in Fabriken arbeiten und sich Kost und beim Bezirksamt doch herbei, uns zu willfahren. Diese Verregierung, durch ihren Vertreter im Bundesrath für sofortige Logis selber stellen, in 14 Tagen 28-30 M., Seidenweber 26 bis sammlung hat am 20. Juni stattgefunden. Genosse Hohl referirte 28 M. Die Lage der Arbeiter und Gehilfen ist also keine beneidens- über die Getreidezölle und eine Resolution gegen die GetreideAufhebung der Getreidezölle zu wirken. 2. Die heute, den 20. Juni, in R. Schlund's Felsenkeller werthe, zumal bei den gegenwärtigen theuren Lebensmittelpreisen, zölle wurde einstimmig angenommen. Gleichzeitig will ich noch tagende Versammlung fordert von der hiesigen Stadtvertretung und wenn man einen Arbeiterverein gründet, der dem Arbeiter mittheilen, das uns an demselben Tage ein Brauereilokal zur stand eine bessere Lebensstellung erkämpfen soll, so ist das gewiß Verfügung gestellt worden ist, dessen Inhaber uns im vorigen sofortige Aufhebung der städtischen Fleischsteuer. Delmenhorst. Hier tagte eine von etwa 500 Personen be- mit den Arbeitern solidarisch erklären, aber im Allgemeinen eingesehen, daß die Sozialdemokratie auch hier mit der Zeit eine Delmenhorst. Hier tagte eine von etwa 500 Personen be- nichts Unrechtes. Es giebt hier einige Kleinmeiſter, welche sich Herbst vertrieben hatte, jeht aber flüger geworden ist, indem er suchte öffentliche Protestversammlung, in welcher Genosse Gottlieb- sind unsere Arbeitgeber ultramontan und je schwärzer ihre Macht wird, die geschäftlich anzuerkennen sehr weise ist. Bremen über die Getreidezölle und die Reichsregierung referirte. Barteifarbe, desto größer die Ausbeutung. Die geistigen Waffen" Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Neferat wurde die unserer Gegner sind auch hier Intoleranz, Ifolirung der soziavom Parteivorstand vorgenommene Resolution einstimmig ange- listisch gesinnten Arbeiter, polizeiliche Maßregeln. Man will um teinen Preis dulden, daß in dem frommen badischen Städtchen nommen. Lokales. Lüdenscheid i. W. Vor einer gut besuchten Versammlung Waldshut der Sozialismus Vertreter behält. Es wird unseren referirte am 19. d. Mts. Genosse Redakteur G. Lehmann aus frommen Gegnern aber alles nichts helfen. Die Geschäftspraktiken hiesiger Buchhandlungsfirmen Dortmund über die„ Kornzölle und die Reichsregierung". Die Schönebeck a. d. Elbe. Dieser Tage tonfiszirte ein beim Vertriebe von Konversations- Legita auf" Ratenzahlungen" vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig angenommen, ebenso eine Resolution, nach welcher das Stadt- Polizeifergant einem Sozialdemokraten 21 Zeitungen. Der Ge- scheinen doch schon älteren Datums zu sein, als wir bei Mitverordneten- Kollegium ersucht wird, vom Reichskanzler die fofortige noffe befchwerte sich und erhielt von der Polizeiverwaltung theilung des ersten Falles anzunehmen geneigt waren, wenigstens Suspension und demnächstige Aufhebung der Getreidezölle zu folgendes Schreiben:" Anbei lassen wir ihnen die von dem läßt darauf ein Fall schließen, der bereits aus dem Jahre 1886 Bolizeibeamten abgenommenen Zeitungen mit dem Bemerken datirt, welcher zu unserer Stenntniß gebracht worden ist und die Die Agitation der Freifinnigen in dieser wichtigen Angelegen- wieder zugehen, daß der betreffende Beamte zur Zurückhaltung der Buchhandlungsfirma 23. Kulice u. Co. betrifft. Im Februar des heit beschränkt sich auf eine Generalversammlung des fortschritt Beitungen nicht befugt war, und ist deshalb disziplinarisch belichen Wahlvereins, welche unter dem Vorsitz des bekannten straft worden." Hoffentlich läßt es der übereifrige Polizist künftig bleiben, Demokraten Rechtsanwalt Lenzmann stattfand und von faum einer Handvoll Personen besucht war. Die Freifinnigen glaubten mehr zu thun, als sein Amt ihm vorschreibt. durch eine in dieser Versammlung beschlossene zahme Petition an die Reichsregierung ihrer Pflicht als Vollsfreunde vollauf genügt fordern. zu haben. * Braunschweig, 22. Juni. Bei der Wahl der Beisitzer für das Gewerbeschiedsgericht siegten in der Klasse der Arbeiter die Kandidaten der Sozialdemokratie. In der Klasse der Arbeitgeber kamen die Kandidaten der Innungen durch. Jahres 1886 ließ sich von einem Reisenden gedachter Firma ebenfalls ein Arbeiter überreden, Meyer's Konversations- Lexikon zu bestellen und zwar auch per„ Bestellkarte". Derselbe erhielt darauf 3 Bände à 9 M. 27 M. zugeschickt und sollte monatlich 3 M., abzahlen". Kurze Zeit nach Erhalt der Bücher verlor derfelbe jedoch seine Stellung und ersuchte er demzufolge die Firma, die Bücher zurückzunehmen, da er unter den geänderten Die Ernte- Aussichten sind trosilose, der Regen fließt fast tägVerhältnissen nicht in der Lage sei, sich ein Konversations- Lexikon leisten zu können. An eine Zurücknahme der Bücher war indessen. lich in Strömen. Dazu liegt die hier hauptsächlich nur in Benicht zu denken, die Buchhandlung flagte vielmehr die erste tracht tommende Metallknopf- Industrie schon seit drei Jahren Leopoldshall, 18. Juni. Gestern Abend erfolgte die Ver- völlige Monatsrate von 3 M. ein, gewann natürlich den Prodarnieder. Zahlreiche Arbeiter dieser Branche mußten zur Erdarbeit u. dgl. greifen, soweit solche überhaupt vorhanden war, haftung des Genoffen H. Wieczewski wegen Fluchtverdachts. zeß und ließ, da keine Zahlung erfolgte- pfänden. In Ermangelung andere sind nur theilweise beschäftigt. Troy alledem kann der W. war Entlastungszeuge im Prozeß gegen den Genossen Märtens, anderer Pfandobjekte wurden die 3 Bände Lexikon mit Beschlag Reichskanzler die Nothwendigkeit der Beseitigung der Kornzölle welcher wegen Vergehen gegen§ 131 des St.-G.-B. zu 3 Monaten belegt und veräußert. Die 3 Bände, welche mit 27 m. bewerthet Gefänonis verdonnert wurde. Bei der Paugnißableauno sollen worden waren, erbrachten außer Deckung der Nate von 3 M nicht beoreifen- das verstehe wer will. " überwiesen, und letzterer hat sich gestern einstimmig gegen Den Antrag des Magistrats erklärt. und der Koften des Verfahrens einen Ueberschuß von etwa- 2 M., I frondirenden Junker, die Manchestermänner, Alle hielten zu welcher dem Schuldner übermittelt wurde. Wegen der nächsten sammen, ein weithin sichtbares Zeichen der Solidarität des Geldfälligen Monatsate erfolgte nun wieder Klage und Exekution, facts. Nur ein einziges fleines Blättchen, der„ Berliner Aktionär", Die indeffen diesmal fruchtlos ausfiel. Nunmehr wurde die Ab- leistete sich den Spaß, für die Aeltestenkommission eine Lanze Im Fieberwahn stieg vor einigen Tagen Morgens früh Leiftung des Offenbarungseides gefordert und auch geleistet, einzulegen. zwischen 5 und 1/26 Uhr ein 191/2 Jahre alter Klempner, welcher, da die Buchhandlung auf einen Vergleich nicht einging, trotzdem Schuldner sich verpflichtete Alles zu bezahlen, sobald er wieder Aktionär" wie folgt: Darauf apostrophirt das edle„ Berliner Tageblatt" den am Unterleibstyphus erkrankt, seit zwei Tagen im Krankenhaus am Urban darniederlag, aus seinem Bett, begab sich in den Arbeit und Verdienst hätte. Nun hatte derselbe einige Jahre Ruhe und in den Freuden einer mittlerweile geschlossenen Ehe, Und das will dem Vorstand eines Vereins für die nebenan gelegenen großen Saal, in welchem mehrere Kranke sich Und das will dem Vorstand eines Vereins für die die ihm auch eine materielle Besserstellung verschaffte, das Intereffen der Presse angehören! Den Gipfel der Ver- befanden, öffnete das Doppelfenster und stürzte sich hinaus. Interessen der Presse angehören! Den Gipfel der Ver- Glücklicherweise lag der Saal wenn auch ziemlich hoch, so doch Meyer'sche Konversations- Lexikon schon längst vergessen. Doch in logenheit leistet sich das Blättchen aber mit der Behaup- parterre, so daß der Kranke sich äußerlich wenigstens feine Ver höchst unliebsamer Weise sollte er wieder an diese unangenehme tung,„ daß die Börsenpresse nicht gewöhnt ist, das Aeltesten- letzung zuzog. Unten angelangt, durchschritt er den Vorgarten Angelegenheit erinnert werden. Im schönen Monat Mai v. J. Kollegium der Berliner Kaufmannschaft schonend zu be- und überkletterte das Drahtgitter desselben. Erst auf der Straße belegung erschien nämlich bei dem jungen Ehemann der Gerichtshandeln." Die Wahrheit spricht das Blättchen nur da, wo wurde dann der fieberglühende, nur mit einem Hemde bekleidete vollzieher, um wegen der qu. noch unbezahlten Monatsrate von fich seine Redaktion rühmt, in den Börsensälen, nicht, Stranke aufgegriffen und in das Krankenhaus zurückgeführt. Dort 3 M. nebst ca. 4 M. Kosten zu pfänden. Dies geschah nun diesmal in dem Journaliſtenzimmer der Börse zu verkehren. In brachte man ihn nun nicht mehr abgesondert unter, sondern legte allerdings nicht, sondern die Forderung wurde baar bezahlt. Groß der That, Redakteure, denen die journalistische Thätigteit ihn in einen großen Gaal zu den anderen Kranken, damit dieſe war die Ueberraschung, als nicht lange darauf wiederum der GeNebensache, die Börsenjobberei die Hauptsache ist, gehören ihn fernerhin beobachteten und ein erneutes Berlassen des Bettes richtsvollzieher an die Thüre pochte und wiederum nicht übel Lust dahin, wo die Börsenjobberer, nicht wo die Journalisten verhinderten. Thatsächlich haben sich die anderen Kranken mitverspürte, im Auftrage der Buchhandlung eine Pfändung vorzuihren Platz haben." fühlend ihres Leidensgenossen angenommen und sich rednehmen, sofern nicht eine weitere ausgeklagte Kostenrechnung in Redakteure des„ Aktionär" werden beschuldigt, die journalistische ihm Wasser zur Stillung seines brennenden Durstes u. f. w. Ei, das sind ja recht interessante Enthüllungen! Also, die lich bemüht, ihm seine Leiden zu erleichtern, fie reichten Höhe von 10 M. bezahlt würde. Auch diese wurde bezahlt, nur Thätigkeit als Nebensache, die Börsenjobberei als Hauptsache um des lieben Friedens willen. Doch die geschäftskundige Firma vielleicht jene als Brücke zu dieser zu betrachten. Hoffentlich auf die Frage, ob der Tod vielleicht eine Folge des nur durch die Wie aber später den Angehörigen des inzwischen Verstorbenen war noch lange nicht befriedigt. Sie hatte vor Jahren drei Bäude Meyer's Konversations- Lexikon à 9 M., also im Werthe ehrenwerthe Berliner Tageblatt" mit seiner Denunziation einen wesen, von den anderen Kranken mitgetheilt wurde, lag derfelbe Attionär" Mann's genug, zu beweisen, daß das sehr mangelhafte Beaufsichtigung möglichen Verlassens des Bettes 2c. gevon 27 M. geliefert, aber darauf erst zwei Raten à 3 M. er- Schlag ins Wasser gethan hat. Die Denunziation an sich mag nur am Tage mit ihnen zusammen, Nachts dagegen wurde er wieder halten. Darum flagte sie nunmehr den Restbetrag ein und er- ja schon stimmen, aber es könnte einem Blatt, das mit der Technik in eine besondere Belle gebracht und auf eine Matraße auf die hielt unser Gewährsmann im März dieses Jahres die Klage- ber Börsenpresse so innig vertraut ist, wie der Aktionär, doch nicht Erde gelegt damit so ein erneutes Hinausspringen aus dem zustellung. Ein solches Verfahren empörte diesen erklärlicher schwer fallen, zu zeigen, daß es in der Kapitalistenpresse weiße Bett während der Nachtzeit verhindert würde. Weise. Er beschloß, nunmehr nichts weiter zu bezahlen und nahm Raben überhaupt nicht giebt und daß sie alle, ohne Ausnahme, in den folgenden Terminen für sich das Verjährungsrecht in An- aus dem Troge der Börsenjobber fressen, und sogar sehr reichlich. als dieser mit vollstem Recht seine Entrüstung laut werden ließ Der Wärter soll nun noch dem Bruder des Gestorbenen, spruch. Die Folge war, daß die Firma schließlich mit ihrer Klage Im Prinzip ist das sehr leicht nachweisbar und im Einzelnen und ihm Borhaltungen wegen der mangelhaften Abwartung fostenpflichtig abgewiesen wurde. Und das Alles um drei Bände nun, wenn auch einige feine Unterschiede bestehen und wenn 3. 28. machte, achfelzuckend entgegnet haben, in einem Krankenhaus lasse Konversations- Leriton! Derartige Prozesse follen, wie wir hören, daß Berliner Tageblatt" in seinem Börsentheil sich nicht so es sich einmal nicht ermöglichen, daß jeder Kranke beobachtet tagtäglich vorkommen! Möge auch dieser Fall Jedermann zur offen protistuirt wie das„ Kleine Journal", das sich wie ganz werde.(!?!) Warnung dienen! Möge fich Niemand verleiten lassen, die Bestellkarten" u. dgl. der Buchhandlungen zu unterschreiben! wurde. ist der gewöhnliche Protistuirte einen veritabeln zuhälter hält, der natürlich in gewissen Zeiträumen wechselt und bald Privatperson, Sonnenstich. Gestern Mittag wurde am Gendarmenmarkt bald russischer Finanzminister, bald Börsenjobbermaske trägt, so vor einem Bierwagen das eine der beiden Pferde durch den verschmäht es doch das Futter der Börsenjobber keineswegs. Wenn glühenden Sonnenbrand vom Roller befallen. Das arme ber Aktionär Muth hat, hier fann er interessante Daten ans hier, das an allen Gliedern zitterte und mit dem Kopfe hin Oberlicht fördern, feine Pendants zu den Bochumer Unternehmer- nnd her schlug, wurde schließlich ausgespannt, in den Schatten gezogen und wiederholt tüchtig mit Wasser begossen, worauf es fich dann verhältnißmäßig schnell wieder erholte. Hierbei mag baran erinnert werden, daß bei solchem Anlaß das bloße Be decken des Kopfes mit einem Zuche oder Sack nicht ausreicht, fondern- ob Thier oder Mensch das Objekt vor allem aus der Sonne entfernt und an schattiger Stelle plazirt werden muß. prattiken. nach Wiederum eine Entgleisung. Als vorgestern Abend gegen 103/4 Uhr der Lokalzug Berlin- Groß- Lichterfelde in die letztere Station eingelaufen war, und die Maschine mit einem Wagen umgesetzt, d. h. zur Rückfahrt nach Berlin an die Spize des Buges gebracht werden sollte, entgleiste dieselbe hierbei auf einem sogenannten todten Geleise und bohrte sich tief in den Erdboden ein. Glücklicherweise sind Menschenleben dabei nicht zu Schaden gekommen. Die Lokomotive war durch den Unfall zeitweise be triebsunfähig geworden, es traten daher erhebliche Verspätungen der fahrplanmäßigen Züge, für welche nur eine Maschine vorhanden war, ein. dings lasen wir fürzlich eine amtliche Berichtigung, die ein Ober- dieser Richtung Richtung hin für Jedermann deutlich zu er- Tempelhofer Feld nach dem Lokale des Gendssen Schensch. Dort daß das Geleife nach Eine kürzlich verhandelte Strafsache, über die wir Eine kürzlich verhandelte Straffache, über die wir unferen Lesern vor einigen Tagen Renntniß gaben, ist wohl geeignet, die öffentliche Aufmerksamkeit der Berliner Strafrechtspflege wie der zuzuwenden und die Befürchtung wachzurufen, als ob dort nicht alles in Ordnung ist, wie es eigentlich sein sollte. Der Fall, der hierbei in Frage kommt, ist die Angelegenheit des Telegraphen- Ein interessanter Rechtsstreit gegen die Große BerArbeiters Albert Hofmann, bei dem es sich um eine offen- liner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft wird in Kürze die hiesigen bar ungerechte Berurtheilung handelt. Am 19. September Abends Gerichte beschäftigten. Es handelt sich dabei um die vielfach erwar der die Rottbuserstraße passirende Gürtler Wilhelm Engelfe örterte Frage, ob die Pferdebahn- Kondukteure berechtigt find, von von einem Manne, der eine Telegraphenmüze trug, angerempelt Fahrgästen, welche furz vor der als" Theilstrecke" bezeichneten worden. Es entwickelte sich ein Wortstreit und während desselben Stelle einsteigen, noch die Bezahlung für die vorhergehende Ein geriebener Gauner arbeitet" jeht auf ärztlichem wurde Engelke durch den Fremden mittelst eines spißigen In- Strecke zu verlangen. Kläger ist ein hiesiger Kaufmann, welcher Gebiet. Am Sonnabend Nachmittag erschien bei dem Dr. J. in struments, welches dieser ihm in die Seite rannte, schwer ver- vor mehreren Wochen mit zwei befreundeten Herren an der Ecke der Brunnenstraße ein junger Mann mit einem Zettel, wonach letzt. Als der Thäter wurde Albert Hofmann angeklagt und zu des Spittelmarktes und der Leipziger- Straße in die nach dem der Herr Doktor gebeten wurde, noch an demselben Abend zu 1/2 Jahren Gefängniß verurtheilt, während der wirkliche Thäter Andreasplah fahrende Pferdebahn einstieg und für diese Strecke einer gemeinschaftlichen Operation auf dem Gesundbrunnen zu erder Bruder des Verurtheilten, der Telephonarbeiter August Hof- fünfzehn Pfennige bezahlen mußte, während die Tage für die scheinen. Obgleich der Arzt sich über die Hinzuziehung seiner mann, war, wie dies bei der letzten Verhandlung festgestellt Strecke Spittelmarkt- Andreasplaß nur zehn Pfennige beträgt. Berfon wunderte, da er noch nie mit dem requirirenden Arzt zu Sind solche Mißgriffe der Strafrechtspflege sehr bedauerlich, so Herren zwar auf dem Spittelmarkt, aber vor der durch die nachdem der Besteller sich entfernt hatte, tam von dem Arzt des Der Kondukteur aber verlangte fünfzehn Pfennige, weil die fammen operirt hatte, so beschloß er doch, Folge zu leisten. Kurz hat noch insbesondere bei der letzterwähnten Berhandlung ein Tafel fenntlich gemachten Haltestelle eingestiegen seien. Der eine Gesundbrunnens ein Brief an Dr. J., in welchem dieser seine Moment die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In der Herren hat nunmehr die Entschädigungsklage gegen die Mitwirkung bei der von J. vorzunehmenden Operation ablehnte. dem Bericht über die Gerichtsverhandlung hieß es am Schluß Direktion der Gesellschaft angestrengt, nachdem er sich zuvor ein 3. antwortet, daß nicht er um Mitwirkung gebeten habe, sondern folgendermaßen: Gutachten eines Berliner Universitäts- Rechtslehrers hat ausstellen gebeten worden sei, worauf dann Beiden flar wurde, daß sie von Der Staatsanwalt beantragte, den Angeklagten Albert Hof- lassen. Der Gutachter erklärt, daß die vom Polizeipräsidium ge- einem Fremden dupirt seien. Jezt liefen auch von verschiedenen mann unter Aufhebung des unterm 28. März gegen ihn ergan- nehmigte Taxe, wonach die Pferdebahn- Gesellschaft berechtigt ist, anderen Aerzten Briefe mit ähnlichen Absagen ein, und es gegenen Urtheils freizusprechen und dagegen den August Hofmann für die Strecke Spittelmarkt- Andreasplay ein Fahrgeld von winnt demnach den Anschein, als ob es sich um die Ausführung zu der gegen seinen Bruder erkannten Strafe, anderthalb Jahre zehn Pfennigen zu erheben, nur so verstanden werden kann, daß einer Reihe von Diebstählen gehandelt habe. Bei dem auf dem Gefängniß, zu verurtheilen. Er stelle jedoch anheim, hiervon der ganze nach der amtlichen Benennung unter„ Spittelmarkt" Gesundbrunnen wohnhaften Arzt hat der junge Mensch bereits zwei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt bekannte Plaz als Anfangspunkt der Strecke zu betrachten ist. einen Gelddiebstahl ausgeführt, als er den Wohnungsinhaber bei zu erachten. Das Urtheil lautete dem Antrage des Staats- Wenn also die Gesellschaft nicht in der Lage sei, nachzuweisen, Ausrichtung seiner fingirten Bestellung nicht zu Haufe traf. anwalts gemäß. Bei der Begründung hob der Vorsitzende, daß in der ihr amtlicherseits ausgestellten Konzessionsurkunde die Landgerichtsdirektor Schmidt, hervor, daß die Befugniß eingeräumt sei, unter der Bezeichnung„ Spittelmartt" frühere Verurtheilung des Angeklagten Albert einen in der Mitte oder seitlich des Plates gelegenen, genau Hofmann eine nach den damaligen Berhält bestimmten Punkt zu verstehen, so müsse sie auch den Fahrgästen nissen durchaus gerechte gewesen sei. Sei nun gestatten, in den Wagen ein- und auszusteigen, an welcher Stelle damals Albert Hofmann, wie sich durch die Beweisaufnahme des Spittelmarktes es diesen beliebe. Die durch eine Tafel ergeben habe, zu unrecht verurtheilt worden, so habe der Anfenntlich gemachte Haltestelle sei nur zur Bequemlichkeit derjeni getlagte dies felbst in frevelhafter Weise her gen Mitfahrenden eingerichtet, welche nicht während der Fahrt beigeführt und durch die Untersuchungshaft ein- oder auszusteigen gewillt seien. Anderenfalls müsse die Gebüßen müssen. sellschaft das Ein- und Aussteigen auf dem Spittelmarkt, mit Wir haben diese Mittheilung des Gerichtsberichterstatters, Ausnahme der einen Stelle vollständig untersagen. die gleichlautend durch eine ganze Reihe von Zeitungen ging, Die Berliner Presse" bemerkt hierzu: Die Richtigkeit dieses für ungenau oder irrthümlich gehalten; wir konnten und wollten Gutachtens unterliegt erheblichen Bedenken. Wird der Pferdenicht glauben, daß bei einem preußischen und gar bei einem bahn die Verpflichtung auferlegt, für 10 Pfennig vom Spittel Sonntag, den 20. cr. einen Ausflug nach Mariendorf. Die Arbeiter- Bildung 8-( Süd-) Schule unternahm am Berliner Gerichtshofe eine derartige Beschönigung der Ber- markt nach dem Andreasplatz zu befördern, so ist es ihr über- 21/ 2 Uhr trafen die Theilnehmer mit ihren Familien am Steuerurtheilung eines Unschuldigen dentbar wäre. Wir erwarteten laffen, von welchem Punkt des Spittelmarktes aus sie die Haus( Kreuzberg) aufammen und zogen, vom schönsten Wetter betäglich einen Widerruf oder die jetzt so beliebte amtliche Be- Beförderung besorgen will. Durch die Aufstellung richtigung in den Zeitungen. Nichts von diesem ist erfolgt. Aller- von Haltestellen- Tafeln giebt sie ihren ihren Willen günstigt, von dort in unabsehbarer Reihe über das sogenannte landesgerichtspräsident einem hiesigen Blatte zugesendet hatte; es fennen. Der Umstand, angekommen, war dasselbe bald von zirka 700-800 Personen handelte sich dabei um die wichtige Frage, ob ein Referendar wegen eines entgegengesetzten Richtung sich fortsetzt, kann der Pferdebahn nicht derart überfüllt, daß ungefähr weitere 200 Personen umkehren Zusammenstoßes mit Offizieren strafverfekt sei oder nicht. Wir nachtheilig sein. Ein urtheil zu Gunsten des Klägers würde mußten, da im wahren Sinne des Wortes kein Stuhl weiter zu schließen daraus, daß auch in dem oben angeregten Falle eine einen großen Theil des Publikums geradezu benachtheiligen. Die Raum mehr fanden. Das Fest selbst verlief, da die Polizei nicht haben war, und nachdem provisorisch hergestellte Sigpläge keinen öffentliche Berichtigung erfolgt wäre, wenn die berichtete That Damen und älteren Herren können die Pferdebahnwagen nicht ſache unrichtig war. Eine solche Berichtigung ist nicht erfolgt, während der Fahrt besteigen, sie sind auf die Haltestellen an- zur Stelle war, in durchaus ruhiger Weise: auch war, ba dem die Thatsache also so folgern wir richtig. gewiesen und müssen hier die Wagen erwarten, während die Besizer die Aufführung von Mufit verboten, dieses für die FestWir müssen nun sagen, daß diese Begründung, welche der übrige Herrenwelt in der Lage ist, dem Pferdebahnwagen ent- heilnehmer aus dem Grunde ohne Belang, weil folch' kleinliche Gerichtsvorsitzende nachträglich einer offenbar ungerechten Entgegenzugehen und durch einen Sprung auf denselben sich die Maßregeln nicht geeignet find, bei überzeugten Arbeitern einen scheidung zu Theil werden ließ, doch eigentlich das Stärkste ist, nöthigen Plätze zu sichern. Ist der Wagen dann an der Halteanderen Eindruck hervorzurufen, als ein mitleidiges Achselzucken. was uns bisher auf dem Gebiete der preußischen Strafrechtspflege ftelle angelangt, fo finden die Damen 2c. infolge dessen vielleicht Berhältnissen gerechnet, und amüsirte sich ein Jeder auf seine Wie immer, so war es auch hier, es wurde eben mit den öffentlich vorgekommen ist. Man kann ja glauben, daß in dem nicht feinen Platz mehr und haben das Nachsehen. Wir möchten schon Art, so gut es ging, bis, nachdem der Kaffee eingenommen war, öffentlichen Borverfahren mancherlei Dinge vorgehen, die bedenklich aus diesem Grunde wünschen, daß die bisher geübte Praxis der durch gemeinsame Gesellschaftsspiele außerhalb des Lokales das erscheinen mögen, man fann es bis zu einem gewissen Maße Pferdebahn- Gesellschaft zu Recht bestehen bleibt. entschuldigen, wenn ein Mensch, gegen den vielleicht ein UeberVergnügen einen allgemeinen Charakter annahm. Nach der Rückmaß von Verdachtsmomenten sich ergiebt, zu Ünrecht ver- Um die längst gewünschte Durchlegung der Kanonier- tehr in das Lokal wurde die Fröhlichkeit durch gemeinsames straße in die Wege zu leiten, haben sich auch einige Bezirks- Singen von Arbeiterliedern, sowie durch Veranstaltung ameriAber immer ist ein solcher Fall ungerechter Verurtheilung vorsteher an den Magistrat im Namen einer größeren Anzahl kanischer Verauktionirung zweier Bilder, welche einen hübschen ein Beweis von der Lückenhaftigkeit der Justiz; diese Lücken- von Anwohnern jener Gegend mit einer Petition gewendet, in- Ueberschuß zu Gunsten der Bildungsschule erzielten, wacherhalten haftigkeit öffentlich zu rechtfertigen, namentlich von einem An- dem sie ausführen, daß die beabsichtigte Niederlegung der Grund- bis zum späten Abend, wo sich das Gros der Theilnehmer unter getlagten zu verlangen, daß er den ihm etwa bekannten wirklichen Stücke Unter den Linden und in der Behrenstraße jetzt die allgemeinem Gesang nach Hause begab. Der Gesammteindruck Thäter angebe, das ist ein so unglaubliches Verfahren, daß man günstigste Gelegenheit böte, das seit Jahrzehnten ventilirte und des Festes war ein durchaus befriedigender; nur war der Wunsch an seiner Möglichkeit zweifeln müßte, wenn hier nicht der strikte angestrebte Projekt zu verwirklichen, die Kanonierstraße nach der ein einheitlicher, daß recht bald weitere Ausflüge folgen möchten, Beweis für dasselbe vorhanden wäre. Straße Unter den Linden" durchzulegen, um die so wünschens- und wurde blos bedauert, daß die Zeit zu kurz gewesen. Zu erwerthe direkte Verbindung des Südostens und Südens durch die wähnen ist noch, daß die Festtheilnehmer bei aller Fröhlichkeit Neustädtische Kirchstraße und das Reichstagsufer mit dem Norden auch den Ernst nicht außer Acht ließen; das bewies die rege und Nordosten herzustellen". Dieser Durchbruch schaffe ihrer Theilnahme an der Sammlung zur Kranzspende für den vers Auffassung nach die einzige und sicherste Abhilfe gegen die im storbenen Genossen Gastwirth D. Schensch. Eine intereffante Polemik tann man in den Spalten des bedentlichen Maße von Jahr zu Jahr sich steigernde Ueberlastung Berliner Tageblatt" verfolgen. Der Handelsredakteur hatte von der Friedrichstraße. Auch ließe sich dann das von der Großenjenigen, die in Sachen Steinmar's Aussagen abgeben können, wer Aus Rigdorf gebt uns folgendes Schreiben zu: Alle dies einem Gerücht Notiz genommen, wonach ein Bankhaus aller- Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft geplante Projekt, ihre Ge- den hiermit zum letzten Male aufgefordert, ihre Beschwerden am ersten Ranges in Zahlungsschwierigkeiten befindlich gewesen sein leise von der Kanonierstraße über die Straße Unter den Linden, durch Freitag, den 26. Juni, Abends 8 Uhr, in Rixdorf im Restaurant, soll. Wohl weil es sich um ein allererstes Haus handelte, das die Neustädtische Kirchstraße- Reichstags- Ufer felbstredend, wie jedes derartige Institut, bis in die obersten Brücke weiter zu legen, verwirklichen, wodurch sich die schon jenigen Genossen, welche durch Krankheit oder außergewöhnliche Knesebeckstr. 12, dem Schiedsgericht vorzutragen. DieKreise des Aeltesten Kollegiums der Berliner Kaufmannschaft lange angestrebte direkte Pferdebahn- Verbindung vom Norden hinein seine guten Bekannten und Protektoren hat, raffte sich dies nach dem Süden und Südosten am sichersten erreichen ließe. Die Umstände am Erscheinen verhindert sind, werden unter Angabe Kollegium, das sonst für den mannigfachen Unfug, der tagtäglich Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft würde sich alsdann auch ihrer Adresse gebeten, dem Unterzeichneten ihre Beschwerden bis in den Börsenräumen getrieben wird, tein Ohr und Auge hat, gewiß gern dazu verstehen, einen nicht unerheblichen Beitrag zu G. Schrader, Rixdorf, Delbrückerstr. 42. zum benannten Datum schriftlich einzusenden. Im Auftrage: zu einer heroischen That auf. Es ertheilte dem betreffenden Re- den Kosten der Durchlegung der Kanonierstraße beizusteuern. batteur eine Verwarnung mit der Drohung, daß er sich im Bezüglich des zur Durchlegung der Artilleriestraße von der LinienWiederholungsfalle auf Einziehung der Eintrittskarte für die bis zur Elsasserstraße erforderlichen Grundstücks Linienstraße 113 Gartenplay eine Schlägerei statt, wobei der Arbeiter Kirsten und Börse gefaßt machen könne. Selbfirebend appellirte die fo be- und Elsasserstraße 62 hatte die Stadtverordneten- Berjanimlung der Steinfeger- Lehrling Schade durch Messerstiche bedeutend vers drohte Zeitung mit einem ungeheuren Aufwand von Pathos an unterm 19. Februar d. J. beschlossen, daß dies Grundstück ent- legt wurden. Legterer wurde nach dem Lazarus- Krankenhause die öffentliche Meinung, an die Preffe von ganz Deutschland, an weder für den Preis von 400 000 art freihändig erworben oder gebracht. Am 22. d. M. Vormittags brachte sich ein Arbeiter diejenige der ganzen Welt. Es ist unnöthig zu sagen, daß bei dieserhalb das Enteignungsverfahren eingeleitet werde. Die Be- in einem Pferdestalle auf dem Grundstück Kastanien- Allee 46 den engen Beziehungen der Kapitalistenpresse unter einander, siger des Grundstückes haben es abgelehnt, für den Preis von mittelst Revolvers einen Schuß in den Kopf bei, so daß seine sobald es ihnen an den Geldbeutel geht denn der Ausschluß 400 000 Mart dasselbe zu veräußern, fordern vielmehr den höheren Ueberführung nach dem St. Hedwigs- Krankenhause erforderlich einer Zeitung von der Krippe der Börse ist eine Schädigung ihres Betrag von 460 000 Wart, indem sie nachzuweisen versuchen, daß wurde. Vor dem Hause Lübeckerstraße 5 wurde zu derselben Geldsacks die Bourgeoispresse aller Schattirungen wie ein sie auch eine Entschädigung für Verlegung der Fabrik 2c. zu be- Beit ein fünfjähriger senabe von einem Bierwagen überfahren Mann zusammenstand und den Entrüstungssturm des„ Berliner anspruchen hätten. Eine dahingehende Vorlage des Magistrats und erlitt einen Rippenbruch, sowie einen Bruch des UnterTageblatt" mitmachte. Die Antisemiten, die Reaktionäre, die ist von der Versammlung einem Ausschusse zur Vorberathung schenkels. Er wurde nach dem Krankenhause in Moabit gebracht, urtheilt wird. Wir begnügen uns einstweilen, diesen Fall festzunageln; er läßt deutlich eine derjenigen Bahnen erkennen, die gerade unsere Berliner Kriminaljustiz in der letzten Zeit gewandelt ist. Weidendammer Polizeibericht. In der Nacht zum 22. d. M. fand auf dem Gerichts- Beitung. -Abends wurde ein Stellmacher in seiner Werkstatt, in der früheren Rechte wieder eintreten tönnen, welche während ihrer I will er heben, weil der Bauer sonst der Sozialdemokratie an Auguststraße, erhängt vorgefunden. In der Nacht zum 23. d. M. Dienstzeit nicht freiwillig als Buchdrucker gearbeitet haben. heimfalle und weil damit die Gefährlichkeit der Sozial( Sehr richtig!) wurde ein Techniker in seiner Wohnung, in der Mohrenstraße, Hierauf erfolgte die Bertagung der Generalversammlung um demokratie sich noch verzehnfachen würde. todt und seine angebliche Frau schwer trant aufgefunden. Lettere 4 Uhr Nachmittags. Stöcker selbst stellte sich als Bauer vor und behauptete, wurde nach der Charitee gebracht. Beide haben sich wegen daß er praktische Landwirthschaft treibe, also als Sach Nahrungssorgen vergiftet. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche verständiger sprechen könne. Diese Sachkenntniß bewies beschäftigten Berufsgenossen. In der Versammlung vom er alsdann in der Forderung: Die Getreidezölle müssen in ihrer 16. Mai hielt Dr. Lütgenau unter lebhaftem Beifall einen Vortrag gegenwärtigen Höhe für eine Reihe von Jahren festgelegt werden. über die durch die Maschinen verursachte Umwälzung auf wirth Gin wenig dient es wohl zur Verbesserung des Urtheils über die schaftlichem Gebiete. Unter Verschiedenem wurde mitgetheilt, daß Versammlung, daß wenigstens dieser ebenso ungeheuerliche wie in dem Geschäft von Hoffmann die Kollegen infolge ihres ge- unsinnige Sag feinen hörbaren oder sichtbaren Beifall fand. schlossenen und energischen Vorgehens eine Lohnaufbefferung von Bielleicht hatte die Sache auch nur den Zweck, auf den sonst Die rohe That eines Buhälters fand gestern durch Urtheil 10 pCt. auf Alford- und Lohnarbeit erzielt haben und sich somit fast tooten Stöcker noch einmal die Aufmerksamkeit zu lenten. ber 4. Straffammer des Landgerichts I gebührende Ahnbung. die dort herrschenden unbefriedigenden Verhältnisse wenigstens in Nachdem Herr Rappo den drei Rednern gedankt hatte, nahm Der auf der Anklagebant befindliche Tischler Hermann Nagner etwas zum Besseren gewendet haben. Der Vorsitzende knüpfte flugs das Wort- Herr Stöcker, um abermals sein Redetalent mißhandelte in der Nacht zum 26. April seine sogen. Braut auf hieran die Mahnung, um der Lohnbrückerei und den Versuchen, zu befunden. Zuletzt beschloß die Bolksversammlung eine langEinige Augenzeugen riefen nach einem Schuhmann und als dieser gefeht zu sehen, energisch dafür zu agitiren, daß die Kollegen, Herren v. Buttkamer- Trebbin, v. Jhenplit, v. Bülow, v. Arnim, erschien, meinte der Angeklagte:„ Wenn ich doch arretirt und be welche dem Verein gegenwärtig noch fern stehen, sich demselben v. Rohr 2c. 2c. einmal als„ Berliner Voltsversammlung" getagt. straft werde, so sollst Du wenigstens vorher Zeitlebens gezeichnet anschließen. Außerdem werden die Mitglieder ersucht, beim Wir sind überzeugt, der Schers wird sowohl in der politischen Dabei ergriff er den Kopf des Mädchens mit beiden Händen und biß ihr die Hälfte der rechten Ohrmuschel ab. Der Umtausch der Bücher für die Bibliothek das Mitgliedsbuch vor Geschichte Berlins eine bentwürdige Episode, wie für die ariftoHänden und biß ihr die Hälfte der rechten Ohrmuschel ab. Der zuzeigen, um Unregelmäßigkeiten aus dem Wege zu gehen. Der fratischen Veranstalter eine heitere Erinnerung bilden. Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißstraße von 6 Monaten, Umtausch findet jeden Sonntag nach dem Ersten und an jedem der Gerichtshof erkannte auf 4 Monate Gefängniß. Versammlungsabend im Vereinslokal bei Seefeld statt. Die Mitglieder werden ferner dringend ersucht, so schnell wie möglich mit den Billets zur Dampferpartie abzurechnen und die nicht verfauften zurückzugeben. " " Mariendorf. In der am 16. Juni stattgefundenen Sigung Beschädigung eines Post- Briefkastens führte gestern einen des Arbeiter- Bildungs- Vereins für Mariendorf und Umgegend" gewiffen Robert Günther vor die 88. Abtheilung des Schöffenhielt Herr Massini- Berlin einen mit großem Beifalle aufgenom menen Vortrag über Bitate aus Schiller's Tell". Von einer gerichts. In einer Januarnacht war der Angeklagte, mit seiner Diskussion wurde Abstand genommen. Unter Verschiedenem Ehefrau von einem Vergnügen fommend, auf dem Heimwege beFachverein der Weber. Am 15. Juni hielt der Fach legte der Vorsitzende die Gründe des Ausfalles unseres Sommergriffen. Er gerieth dabei mit seiner Ehefrau in einen leinen verein der Weber feine regelmäßige Mitglieder- Bersammlung mit festes flar. Anregung zu einer Agitations Frühparthie wurde Wortwechsel, bis diefe ihre Schritte beschleunigte, um sich von folgender Tagesordnung ab: 1. Wahl eines Kassirers. 2. Vor- mit Bestimmung des 12. Juli zu diesem Zwecke erledigt.-Im Frageihm zu trennen und dadurch Ruhe herbeizuführen. Der An- trag des Genossen Fr. Zubeil über Lokal- und Zentral- Organi- tasten befand sich die Frage, wie sich die Mitglieder zur Gründung geklagte mußte feinem Unmuthe aber Luft machen und da er sich fation. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der eines Gesangvereins, welchem nur Mitglieder des Arbeitergerade neben einem Briefkasten befand, hieb er mit der Faust in Beiträge. 4. Verschiedenes. Als Kassirer wurde Kollege Masch Bildungsvereins für Mariendorf und Umgegend angehören Die kleine Glasscheibe, welche an der Vorderwand des Kaftens gewählt. Da der Referent nicht erschienen war, ging die Ver- dürfen, stellen würden, welche längere Zeit in Anspruch nahm den Bettel mit den Angaben der Abholungszeiten bedeckt. Die ſammlung zum vierten Punkt der Tagesordnung über; bei dem und, da feine Ginigung erzielt werden konnte, da die eine Partei zertrümmerte Scheibe hat einen Werth von 20 Pfennigen, der selben wurde beschlossen, am 25. Juli ein Sommerfest zu vereinen Gesangverein für jeden Ort, die andere Partei für beide. Angeklagte foll seine That aber mit einer Geldstrafe von 25 W. anstalten. Außerdem wird, und zwar am 5. Juli Vormittag, der Ortschaften zusammengenommen bilden wollten, mit der Annahme oder 5 Tagen Gefängniß büßen, da der Gerichtshof der Ansicht Deutschen Hutfabrik in der Pappel- Allee ein Besuch abgestattet. des Antrages: Uebergang zur Tagesordnung, thre Erledigung war, daß die dem öffentlichen Interesse dienenden Gegenstände Diejenigen Kollegen, welche sich an demselben betheiligen wollen, fand.- Nächste Sigung, nur für Mitglieder, am 21. Juli. eines besonderen Schußes bedürfen. sind ersucht, hiervon Notiz zu nehmen. Zeit und Treffpunkt Bochum, 19. Juni. Die„ Westfälische Volkszeitung" kündigt wird im Vorwärts" noch besonders bekannt gemacht. Nach Ere die Revision gegen das Essener Ürtheil an. Das Blatt beansprucht ledigung dieser Sache gelangte ein Antrag des Kollegen Schuster für sich, durch Aufdeckung der Mißstände im Bochumer Verein zur Annahme, wonach ein Aufruf erlassen werden soll, um die dem Vaterlande und der Industrie einen Dienst erwiesen zu haben leider immer noch sehr große Zahl der indifferenten Kollegen aufzurütteln. Beim Vorstand war unterdessen ein Schriftstück und verweist auf Krupp, als Beispiel dafür, daß auch bei recht mit 24 Unterschriften eingelaufen, in welchem derselbe ersucht lichen Grundsätzen die Industrie bestehen könne. wird, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Mitgliederversammlung zu sehen: Arbeiterbewegung. " Unterzeichnete stellen den Antrag, den Fachverein der Weber aufzulösen und verpflichten sich die Mitglieder desselben, fich dem Zentralverband deutscher Textilarbeiter und Arbeiterinnen anzuschließen, eventuell eine Filiale des Verbandes zu gründen." Nachdem noch von einigen Rednern das Ausbleiben des Referenten Zubeil gerügt worden war, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Privat- Theaterverein Georgina. Sigung Mittwochs Abends 9 1hr Soun tag, ben 28. Junt, großes Sommerfest bei Lehmann, Schwedterfir. 23. bet Gahn, Elfafferstr. 57. Säfte( Damen und Herren) willkommen. Billets zu 30 Pf. sind in den mit plakaten versehenen Handlungen, sowie bei den Mitgliedern zu haben. Kommission freier eingeschriebener Hilfskaffen zu Berlin und Unt zips Braueret, Friedrichshain, stattfindenden Sommerfest gewählt worden ist, Das Festtomitee, welches zu dem Jam Sonntag, den 28. Juni, in wird hierdurch zu einer heute, Mittwoch, Abends 8 Uhr, im Lokale Aute Leipzigerstraße 1 stattfindenden Gigung ergebenst eingeladen. Der Vorstand. J. A. 3..:. Suhnite. gegend. Der Verein der selbständigen Wälde-, Schürzen- und JuponArbeiter und-Arbeiterinnen Berlins und Umgegend hat am Mittwoch Abend 9 Uhr Sigung bei Gothmann, Brunnenstraße 34.. Aufnahme nester Mitglieder. Für Buchdruckter! Morgen, Donnerstag, Abends 8% uhr, bet Gründet, Dresdenerstraße 116, tonstituirende Bersammlung des Politischen Klubs Berliner Buchbrucer".( Stebe Inferat.) " Große öffentliche Volksversammlung am Mittwoch, ben 24. Juni, Abends 8 Uhr, im Feen Balast, Ecke Burg- und St. Wolfgangsstraße. Tagesordnung: 1. Bericht der Stadtverordneten über ihre Thätigkeit und die Referenten: Stadtverordnete bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. elines 2. Diskussion. 3. Wahl Genossen Stadthagen und Vogtherr. In Sentral- ahlkomitees. J. A.: Otto Klein, Rottbufer Damm 14. Sozialdemokratische gese- und Diskutirklubs am Mittwody. Vorwärts", Abends 8 Uhr, Sigung im Lotale des Herrn Söhn. " Nord" Abends 8% Uhr, bei Maabe, Ruppinerstr. 46.„ Eman= Gäste wiltommen. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstraße 7. Freie Denter", 9 Uhr bei Saugt, Böths.r. 12 Gäste willkommen. Hattingen. Es vergeht kein Zag mehr, ohne daß Ver urtheilungen aus dem jüngsten Bergarbeiter aus stand erfolgen. Das hiesige Schöffengericht verhandelte gegen unseren Kameraden H. wegen der Anschuldigung, durch Drohung Wäschebranche. Am 17. d. Mts. tagte eine sehr gut beund Ehrverletzung zur Einstellung der Arbeit aufgefordert zu haben. H. wurde zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. suchte Versammlung des Vereins für die Wäschebranche. Wattenscheid. Die Opfer aus dem jüngsten Berg- Thema:" Gottesbegriff und Christenthum". Von einer Disderselben sprach der Schriftsteller Herr Reichling über das arbeiter aus stand werden immer zahlreicher, die Gerichte find vollauf beschäftigt und werden nach dieser Richtung hin auch fussion über den Vortrag selbst wurde Abstand genommen, da- Naunynftr. 83. Gäfte haben Butritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. gegen rief eine von Herrn Zembke an den Referenten gestellte so lange beschäftigt bleiben, bis eine vernünftige Gesellschafts- Frage, die gerichtliche Gidesleistung betreffend, eine längere Aus- ipation, bebe 8 1hr bei Bagner, Steuertönigfir, se. ordnung in's Leben tritt, die den wirthschaftlichen Kampf befeitigt. In ihrer jüngsten Sizung verhandelte die Straffammer einandersetzung hervor, an der sich Herr Hergt und Frau Reißner Gäfte willkommen. betheiligten. Fragesteller war im Anschluß an den Vortrag Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Wittzu Bochum gegen unsern Kameraden Jost Weickert aus der Meinung, daß derjenige, welcher frei vom Religions: wody. Bergnügungsverein Fibele Brüder", 9 Uhr Schönleinstraße 5 bet Westenfeld wegen Aufreizung zum Streif. Weickert befindet sich glauben auch dem entsprechend bie Eidesformel Kühn. Vergnügungsverein Proletariat", im Restaurant Stehu tann, Melchiorstraße 15. Geselliger Berein Freiheit", 8% Uhr im Restaurant von Anfang des Streits in Untersuchungshaft. Der Bedauerns nicht gut leisten könne. Während der hierauf eingetretenen Pause Beibinger, Boyenstr. 40. Berein Fridolin", 9% uhr im Restaur. 2 Bolff, werthe wurde zu der hohen Strafe von sechs Monaten gelangten die Billets zu dem am 4. Juli stattfindenden Sommer- Brunnenſtr. 350. Verein, Kreuzfibel", bei Dobberstein, MariannenUnter Verschiedenem erklärte der Gefängniß verurtheilt. Marseille, 22. Juni. Die Forderungen der ausständigen Kassirer, Herr Koopmann, daß er in der nächsten Versammlung ftraße 6o. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch Omnibus Bediensteten sind bis jeht von 28 Kompagnien sein Amt niederlegen würde. Zum Schluß ersuchte noch der Vor- auf Abends 8-10% Uhr bet Haller, Naunynstr. 70. Abends 9 Uhr bei Boppe, Lindenstr. 106. Gefang verein bewilligt worden; die Bewilligung seitens der übrigen sechs Ge- sitzende die Anwesenden, auf das thatkräftigste für den Berein zu Pausebeutel", sellschaften steht in Aussicht. agitiren, sowie zum Sommerfest recht viel Billets abzusehen, da- offnung", Moabit, Abends% 9 Uhr bet siges, Wilsnackerstr. 68. Männergesangverein Gangestreue", abends 9-11 Uhr bei Suther, mit ein guter Abschluß erzielt würde. Brüderstr. 26. Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, Alexanderstr. 37, Ecke Kaiserstr., 1 r. Gesangverein Alpenglühen" 8% übr, bet Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willkommen. Bitherklub Alpenveilchen", Abends 8½ Uhr, Ratfer straße 25b, Ecke Aleranderstraße. Gäste willkommen. Tambourverein Echo"( Vergnügungs- Berein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9.Männergesangverein Edelweiß", Abends 8% Uhr, bei Schnetber, Belforterftraße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Offenbacher Sängertrans", bet Krause, Ritterstr. 105. Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Turnfaale des Königstädt. Gymnaf.", Elifabethstr. 57-58. Berliner Zurngen offenfchaft, 6. Männerabth. Abbs. von 8-10 Uhr; Turnlokal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis Turnverein D sten", Männer11 Uhr. Zurnlotal: Mühlenstr. 49-50. btheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenftr. 63a. Versammlungen. VI. Generalversammlung des Unterstüßungsvereins deutscher Buchdrucker. 4 Erster Verhandlungstag Dienstag den 28. Juni. Borsigender Döblin- Berlin, Stellvertreter Klapproth Hannover. Bei Anwesenheit von 65 Delegirten, welche 22 Gaue ver treten, sowie 4 Mitgliedern des Vereinsvorstandes und 2 Vertretern des Vorstandes der Invalidenkasse wird die Sigung um 9/4 Uhr Morgens eröffnet. " vergnügen zur Ausgabe. Vereinigung der Maler u. f. w., Filiale VII, SW, hielt am 15. d. M. eine gut besuchte Mitglieder- Versammlung ab, sich in welcher Herr Rinthoff referirte. In der Diskussion sprachen die Kollegen Risopp und Zuntiwit in gleichem Sinne aus, mit der Hindeutung, daß für die Ostprovinzen eine thatkräftige Agitation nothwendig sei, weil die Kollegen daselbst zu wenig organisirt find. Unter„ Verschiedenem" wurden mehrere Angelegenheiten einer lebhaften Debatte unterworfen und zum Theil geregelt. " " finden Straße 81." straße 31. Theater Verein Blumenlese" bet förtsch, Stallschreiber" und Gesang verein BecSteglitzerBerein Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", Rauchklub, NordOrientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bet HartRauchtlub, Frisch gewagt", mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen. Rauchtlub ,, Dhne Stattlub Treff", Abends 8% Uhr, Frankfurter Allee 90 bei Otto Babel. Gäste willkommen. Rauchklub Grüne Qua fte", Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusftraße 10." Gäste willkommen. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegenb. Mittwoch, Abends Krautstraße 52 im Restaurant. Gefangverein 8ufriedenheit", uhr, uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.).- Gefangverein Freies Sied", Gesangverein Crescendo", Wrangel oftiaftraße 29, bet Hahn. Gesangverein" Freya",( Gem. ftraße Nr. 141 bet 2. Schmidt. Männer- Gesangverein hilaritas" ,. Flöterscher Gesangverein", sndsbergerstr. 31 Hochstr. 82 a bet Wilfe. Chor) bei Semter, Münzstraße 11. Arbeiter- Gefangverein, or warts", Schönhauser Allee 28 bei bet wufold. Gefangverein Siebesfreiheit", Blumenstr. 38 bet Gente. Kuhlmey. Gefangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bei Müller. GesangArbeiter- Gefangverein"& ch o"," pantom Berliner Volksversammlung" für die Getreidezölle. Theaterverein BlumenIefe" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, StallWie es außer dem Volt in Berlin noch ein„ Bolt" giebt, nämlich in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge= das Stöcker'sche Blatt, so giebt es auch außer den Berliner Bolts- schreiberstr. 60.- Theater- u. Bergnügungsverein„ Bultanta" Abends 9 Uhr, versammlungen noch Boltsversammlungen" solcher, die bei neigt sind, dem Berein beizutreten, tönnen sich daselbst melden M. Lieske, Ackerstraße 18, of 1 Treppe. Nach der Wahl einiger Rommissionen nimmt Döblin- Berlin anderen Gelegenheiten sich nicht gern zum Volte rechnen. Als oder beim Borsigenden eine Boltsversammlung" für Bei- Pollack- Klubustige Brüder", Abends 8%-10% Uhr im Restaurant Stewald, Dresdenerstr. 38. Berein Fidele Brüber, Schönleinstr. 5 zum ersten Punkt der Tagesordnung: Bericht des Vorstandes auf Freitag Abend Vergnügungs- Verein ,, Euphrosine", bezw. Genehmigung der Rechenschaftsberichte" das Wort und behaltung der Getreidezölle einberufen wurde, konnte man bet G. Sten. Gäste willkommen. konstatirt, daß der Verein gute Erfolge zu verzeichnen gehabt sich im voraus sagen, daß zu der Versammlung entweder Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Stallschreiberfir. 58. Gäste willkommen. Bergnügungs- Verein Proletariat", oder daß nach der Sigung: Tanz. habe. Ferner sei es mit Freuden zu begrüßen, daß sich auch die blos Geladene und Gesiebte Eintritt fommen. Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Stoppenstr. 40 e. in den Buchdruckereien beschäftigten Hilfsarbeiter organisirten. Die Versammlung gegen die Getreidezölle Stellung nehmen würde. Sihung Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorstr. 15, Sof" part. Gäste will Gäfte, Damen Die Kassenverhältnisse des Vereins sind sehr günstig, der Verein In der That haben die Herren Veranstalter vollkommen unter Geselliger Berein Freiheit" Abends 8 Uhr, bet Genoffe Leininger, Herren, willkommen. Die einlaufenden sich getagt und so ist das Unerhörte Ereigniß geworden, daß Boyenstr. 40. gnügungsverein onum", Abends 8 Uhr bei Schröder, verfügt über ein Kapital von 456 000 m. Gelder wurden in Werthpapieren derartig angelegt, daß zur Hebung eine Berliner Volksversammlung" sich für die Beibehaltung der traße 18. Gäfte, burch Mitglieber eingeführt, willkommen. einer Summe die Zustimmung von 5 Personen erforderlich war. Getreidezölle ausgesprochen hat. Die Versammlung, welche im der" Soldiner", Abends 8% Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. Friedrichstadt- Kasino" tagte, war zu Beginn von nicht ganz Berein Kreuzfiber", Sigung mit Damen bei Doberstein, MariannenDie Versammlung genehmigte den Bericht einstimmig. Alsdann beschäftigte man sich mit Berathung der Abände- 100 Personen besucht; nachher vermehrte sich die Zahl noch um Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105.Rauchklub ,, Vulkan", Abends 9 Uhr bei rungsanträge zum Vereinsstatut. Dolinski Berlin legte feinen höchstens 50. Um 9 Uhr waren ca. 150 Personen im Saale, stern" in Friedrichsberg. Entwurf zur Einrichtung von Arbeitsnachweise- Bureaus vor, die darunter sechs Herrenhäusler, zahlreiche konservative Reichs- und Ahmer, Gräfeftr. 82.in Bezirks, Gau- und Zentral- Bureaus gegliedert werden sollten. Landtags- Abgeordnete und der Reſt einige Junker, höhere Beamte, abends von 9-11 Uhr, Bofenerstr. 5 bet Rockendorf. Ueber diese Angelegenheit entspann sich eine außerordentlich leb- manche Personen aus der vornehmen Gesellschaft Berlins und 8wang", Abends 8½ Uhr, bet Spät, Weinstr. 28. hafte Debatte, bei welcher die meisten Redner den Vorschlag auch vereinzelte biedere Handwerker. Ein Herrenhaus- Mitglied machte am Berichterstattertisch, Dolinsti's für undurchführbar hielten, während der Kern der Sache für gut angesehen wurde. Es wurde schließlich ein Antrag neben dem auch Herr Stöder stand, die Bemerkung: Es ist angenommen, wonach Bestimmungen über die Arbeitsnachweise- eine große Versammlung. Der Herr hatte offenbar noch nie Bureaus in das Statut aufgenommen werden sollten und der eine Berliner Volksversammlung besucht und versteht sich auch Vorstand mit der Erledigung der Angelegenheit beauftragt wird. nicht auf das Abschäßen einer solchen. Herr Stöcker protestirte: Absatz b von§ 1 des Vereinsstatuts lautete bisher: Zur seine Versammlungen seien oft ganz anders besucht, auf Tivoli Erreichung dieses Zweckes dienen insbesondere strenge Aufrecht- spreche er öfter vor vielen Tausenden. Das ist zwar ein wenig erhaltung der mit den Prinzipalen getroffenen Vereinbarungen anders; allein darum hat es der Mann mit der agitatorischen in Bezug auf Arbeitspreise und Arbeitszeit. Ein Antrag Berlins Marime: Aussprechen das, was nicht ist", ja eben gesagt. Das will diesen Absatz folgendermaßen umgestaltet wissen: b) strenge Auge des Pairs aber leuchtete in Bewunderung vor dem großen Durchführung und Aufrechterhaltung der vom Verein als Manne. Nachdem der Vorsitzende, Kaufmann Rappo maßgebend anerkannten Bestimmungen in Bezug auf Ar- Vorsitzenden in der Volksversammlung" wählt natürlich nicht die Versammlung wurde dieser das Volt", sondern er macht sich selbst dazu beitspreise und Arbeitszeit.- Begründet den meisten Rednern damit, daß die als ein unparteiifches Forum zur Verhandlung über die GetreideAntrag eventuell neu zu schaffende Tarifordnung zu Gunsten der zölle" bezeichnet hatte( Bravo!), ertheilte er den beiden Referenten, Brinzipale und zu Ungunsten der Gehilfen ausfallen könnte; erst Herrn v. Kröcher und dann Herrn v. Liliencron, burch Annahme des fraglichen Antrages werde den üblen Folgen das Wort. Herr v. Kröcher hielt die Preisfrage beim Brot für ziemlich einer derartigen Tarifordnung vorgebeugt. Der Antrag fand belanglos( fehr richtig), verglich die Stellung der Landwirthschaft im Staat mit dem Verhältniß des Magens zum Körper, erklärte, Genehmigung. Ferner wurde ein anderer Antrag Berlins angenommen, daß es seit Einführung bezw. Erhöhung der Getreidezölle allen nach welchem die zureifenden Mitglieder gegenseitiger Vereine, Konsumentengruppen besser gehe außer dem entier, von denen welche bei Ronditionsantritt oder bei fonditionslofem Aufenthalt manche aufrichtiges Mitleid verdienten, versicherte, daß den alleran einem Drte die angesetzte Anmeldefrist verstreichen lassen, ein größten Nutzen von den Zöllen die Gutstagelöhner hätten, und Eintrittsgeld von 3 W. zu entrichten haben, da dieselben dann flagten dagegen, daß fechs Großgrundbesitzer in der Priegniz, Einen schauerlichen Selbstmord meldet dem darunter drei Majoratsbesitzer, tapeister" gegangen wären. Herr nur als Neueintretende zu betrachten feien. Es wurde weiter beschlossen, daß diejenigen Mitglieder, D. 2iliencron versuchte den Nachweis, daß das Ausland den Tageblatt" ein Privat- Telegramm aus Frankfurt a. M. Dor welche sich in denjenigen Ländern aufhielten, welche mit dem Boll trage; etwas Anderes ist aus seiner Rebe nicht erwähnens- stieg die feit Oktober vor. J. stellenlose Dienstmagd Katharin Wolf, welche 44 Jahre alt und aus Kleinlanzheim bei Kitzinger Unterſtügungsverein deutscher Buchdrucker nicht im Gegenseitig werth. Dann aber trat der Hauptredner, Stöcker, auf. Er war in Bayern gebürtig ist, in der verflossenen Nacht über das Gitte keitsverhältniß stehen, bei der Rückkehr in ihre früheren Rechte wieder eintreten können, wenn sie zu den Buchdruckerkassen des zwar nicht als Referent mitangekündigt, hatte sich aber ohne des Zoologischen Gartens, entkleidete sich vor dem Bärenzwinge Auslandes gezahlt haben. Dagegen sollen nur diejenigen Weiteres mit an den Tisch des Bureaus gesetzt und hält eine und ließ sich sodann mit Hilfe eines mitgebrachten Geiles vo Militärpflichtigen nach Ablauf ihrer attiven Dienstzeit in die längere Rede mit meift recht alten unwahrheiten. Den Bauer oben in das Innere des Zwingers hinab. Der in dem Kä DON " 1 Derein Beute Giche", Blumenstr. 46 bei Went. bet Borchardt, Schulzestr. 27. Gesangverein den er che", Abends 9 Uhr, bet Bimmermann, Brunnenstr. 119. GesangArbeiter- Gefang verein Freiheit", Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Restaurant verein Johannt" am Ostbahnhof Nr. 7, bei Junold. Männergesangverein, Morgenroth", Sämmerle, Bülowstr. 59, part. Berein Steinfeger Sängerchor" Meichenbergerstr. 166 bet Bäzold. Gefangverein Güdost" bet 8iemer, Cuvrystraße 16. Männergefangverein Steinne Ite", Gerichtstr. 10 im Restau Schwedterstr. 17 bei Wolter. rant. Männergesangverein 8ufriedenheit" bet Gauger, Willibald allerisstraße 5.- Gefangverein" 3yra" bet Stachel, Raupáchstr. 6. Männergesangverein der Kürschner bet Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Offenbacher Sängerkranz, Ritter- und Prinzensir.- Ecke bet Strauſe. Vermischtes. Berlinec untergebrachte Gisbär erwachte und stürzte sich im nächsten Augenblicke gierig auf fein Opfer, bas er beim Ropf erfaßte und aufrichtete. Die gräßlichen Berletzungen, welche das wilde Thier dabei dem Mädchen zufügte, preßten diesem gellende Schmerzensrufe ab. Infolge deffen eilten alsbald die diensthabenden Wächter herbei, welchen zunächst versuchten, den Eishären durch Stangen von seinem Opfer zu vertreibeu. Währenddes stieß das Mädchen noch immer gellende Hilferufe aus und bat die Wächter, auf den Bären zu schießen. Hierzu mochten sich die Wächter indeß nicht zu entschließen, da sie hofften, das Mädchen noch lebend aus dem Zwinger herausholen zu können. Inzwischen begann der Eisbär aber schon seine grausige Mahlzeit, er riß seinem unglücklichen Opfer das Fleisch vom Gesicht, der Brust und dem Unterleibe und verschlang gierig die Eingeweide, als endlich gelang, die Bestie von dem entfeßlich verstümmelten Körper des Mädchens zu vers treiben. Die Leiche der Selbstmörderin wurde alsbald aus dem Bärenzwinger herausgezogen. Schon früher hat das Mädchen einem Wärter des Zoologischen Gartens gegenüber die Aeuße-| rung gethan, sie werde sich aus Verzweiflung in den Löwenzwinger stürzen und vom Löwen auffressen lassen; damals hielt man die Aeußerung der Unglücklichen für einen Scherz. Basel, 23. Juni. Von den als vermißt Angemeldeten haben sich bis auf drei alle lebend wieder angefunden. Bier vermißt gemeldete Perfonen sind in dem angegebenen Heimathsorte uns bekannt; die Namen waren fingirt und wurden von den Anmeldenden lediglich dazu benußt, sich zu der Unglücksstätte Bugang zu verschaffen. Bologna, 23. Juni. Anläßlich der gestrigen Provinzialwahlen in Caftelguelfo fand daselbst zwischen den Anhängern des gemäßigten Kandidaten, Ercolani, und den Sozialisten, deren Kandidat, Barbanti, in der Wahl unterlegen war, ein Handgemenge mit blutigem Ausgang statt. Fünf von den Streitenden wurden schwer verwundet; einer getödtet. Die Polizei nahm elf Verhaftungen vor. Uebermanganfaures Kali sollte eigentlich in feinem Haushalt fehlen. Ein Paar Körnchen in Wasser aufgelöst, giebt das vorzüglichste Mundwasser ab und häufiges Gurgeln mit diesem ist anerkanntermaßen ein treffliches Vorbeugungsmittel gegen Diphtheritis. Für Kranken- und Schlafzimmer ist eine solche Lösung von übermanganſaurem Kali in Wasser von großem Werth, weil es übelriechende Luft sowohl, wie Flüssigkeiten, geruchlos macht. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Aachen, 23. Juni. Auf der Grube Langenberg fand heute Nacht eine Explosion durch schlagende Wetter statt, wodurch drei Bergleute schwer verlegt wurden. Brüffel, 23. Juni. Der Generalrath der Arbeiterpartei hat neuerdings ein Rundschreiben an die Arbeiter sämmtlicher Länder versandt, in welchem er die Zwecke des hier am 18. Auguſt cr. zufammentretenden internationalen sozialistischen Arbeiterkongresses in Erinnerung bringt. Briefkaffen der Redaktion. H. Stg. Altona. Der Albrecht'sche Auffah ist erschienen im Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirthschaft", Ja hrgang 1891, zweites Heft, S. 213 ff., Leipzig. Verlag von Duncker und Humblot. Sie können das Heft durch jede Buchhandlung beziehen. P. Friedl. Ihre Mittheilungen sind uns erwünscht. Schöder- Bernau. Wir können den Bericht in diesem Umfange nicht bringen. 9999. G. R. Wenn Sie nicht bis zum 31. April d. J. zur Steuer für das verflossene Etatsjahr eingeschäßt worden sind, fo brauchen Sie keine Steuern mehr zu zahlen. 999. 2. B. 1. Mit Genehmigung des Vorgesetzten darf ein Schuhmann nebenbei eine Hausverwaltung übernehmen. 2. 2Benn ein solcher ein Kind oder eine Frau geschlagen hat, so ist der Vater resp. Ehemann berechtigt, nach vergeblich versuchter Sühne vor dem Schiedsmann gegen den Betreffenden die Privatflage wegen Beleidigung und Körperverletzung beim Schöffengericht zu erheben. R. G. 117. Für Dienstboten besteht sechswöchentliche Ründigung, wenn nichts Anderes verabredet ist. Darauf, ob der Lohn monatlich oder vierteljährlich gezahlt wird, kommt es nicht an. E. 2. Ein Hauswirth fann von der Polizei aus Gründen der öffentlichen Sicherheit dazu angehalten werden, auch im Sommer bei Eintritt der Dunkelheit die Treppen zu beleuchten. Der einzelne Miether hat hierauf aber fein flagbares Recht." R. K. 500. Der einzige Sonntagsanzug, der Winter- und Sommerpaletot dürfen nicht gepfändet werden, die Pfändung von Wäsche unterbleibt in der Regel deshalb, weil bei der Versteigerung kaum die Auktionskosten gedeckt werden. Für die Zeit, die man zum Militär zwar angesetzt, aber noch nicht eingezogen ist, muß man Steuer zahlen. 2. B. 46. Königsurlauber brauchen bis nach Beendigung der dreijährigen Dienstzeit keine Steuern zu zahlen. Balwig. Ein vor das Gericht als Schöffe Geladener muß bei Beginn der ersten Sigung, bei der er mitwirkt, schwören, die Pflichten eines Schöffen getreulich zu erfüllen.: 6. S. 25. Sie allein erben, nicht auch Ihre Stiefmutter. Werzat. Die durch Sie bewirkte Pfändung der Miethen ist giltig, soweit es sich um das laufende Quartal handelt. Für bie Zeit vom 1. Juli ab ist aber Ihre Pfändung durch die hinterher eingetretene Administration hinfällig geworden. Freireligiös. Zu Ihrer standesamtlichen Verheirathung bedürfen Sie außer dem Geburtsscheine und der Einwilligungserklärung Ihres Vaters feiner weiteren Papiere. Briefkaffen der Expedition. Unsere Expedition ist an Wochentagen ununterbrochen bis 7 Uhr Abends geöffnet. 211b 90169 94 810 466 530 621 59 63 915 91078 95 100 549 732 892 97 7. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie.| 92186 329 84 310 47 504[ 1500] 73 625 59 711 17 93211 41[ 300] 54 Biehung vom 23. Juni 1891, Vormittags. Stur bie Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 69 125 38 238 312 59 99 471 509 70 666 71 726 28 839 59 1007 134[ 300] 36 66 319 448 74[ 1500] 634[ 500] 819 72 2011 61[ 300] 129 [ 1500] 206 306 518 1500] 627 755 SS 835 77 3089 90 100[ 1500] 434 13001 615 777 820 973 4163 74 98 270 387 542 895 967 5024 158 325 426 580[ 1500] 96 607[ 300] 840 45 915 47[ 15 000] 6019 51 103 26 38 307 33 417 751[ 300] 965 68 7079 300 130001 590 716 65 8002 15[ 1500] 95[ 1500] 201 29 375 473 728 98 816 72 951 57 130001 92 9021 287 398 549[ 500) 76 627 724 67 822 981 10305 84 433 60 501[ 3000] 604 17 92 776 11320 64 1446 75 548 [ 1500] 718 80 83 850 12015 149 321 61 407 75 638 51 728 942 61 90 13288 312 25 70 95 507 41 618( 500) 770 817 91 915 58 99 14040 73 157 67 211 339 632 45 85 96 1500] 729 963 15119 80 267 84 427 551 [ 500] 68 645 765 74 82 15000] 921 16060 99[ 500] 105 283 658 781 98 869 81[ 1500] 82 955 17111 296 344 435 528 73 619 54 755 71 92 96 875 966 18062 164 80 402 562 675 99 781 829 907 19089 126 248 376 487 516 712[ 3000] 873 20018 58 313 425 55 554 602 6 97 713 932 21016 171 426[ 500] 551 759 828 918 22 65 22063 143 443 46 54[ 500] 98 528 601 30 [ 150 000] 859 65 99 915 62 23035 504 59 600 53 771 820 91 24044 119 200 356 463 516 52 960 25029 81 147 79 335 36 73 456 519 684 750 862 926 26104[ 500] 278 359 556 60 608 736 82 854 75 904 23 69 73 85 27085 170 431 79 549 622 24 778 832 28008 11 111 12 14 321 64 85 419 49 625 750 29119 233 333 635 734 46[ 300] 849 90 30084 210[ 500] 22 618 57 785 81110 89 258[ 1500] 71 342 627 [ 1500] 62[ 300] 802 955 32023 75 168 79[ 500] 235 42 60 81 410 56 61 579 93 606 50[ 300] 727 66 33000 444 63 862 72 34032 39 55 96 196 429 584-603 780 834 952 35046 186 270 87[ 3000] 419 32 41 56 76 521 77 619 791 851 969 36048 158 94 254 309 74 98 457 88 748 80 912 71 79 37036 54 187 218 75 369 823 30 72 939[ 300] 44 38083 95 99 141 80 324 659 705 73 81 89 873 904 23 24 39242 82 343 439 514 54 701 64 824 33 39 41[ 3000] 66 989 40106 12 21 64 74[ 10000] 457 81 542[ 1500] 724 891 41130 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824 15001 172030( 500) 90 281 349[ 3000] 79 487 616 55 71 752 949 173078( 5000] 143 217[ 1500] 32 355 83 447 527 43 71 612 45 15000] 704 867 98 174054 207 31 46 77 87 420 516 52 53 778 970 72 175123 280 403 691 739 806 176290 328 416 17 78 702 53 61 935 75 177219 50 383 665 785 809 24 916 81 178299 343[ 500] 451 676 813 958 179110 533 729 99 970 180080( 500) 233 486 629 905[ 300] 181048 108 590 182020 86 234 309 71 452 69 508 13006 956 184139[ 1500] 227 509 726 46 897 185088 106 34 226 53 306 563 94 616 748 13000] 66 98 16016 30 138 314 31 450 503 55 683 741 868 78 187212 14 51 456 69 521 24 73 91 696 945 55 188023 47 70 87 224 325 519 858 915 189403 573 611[ 1500] 79 777 78 87 901 7. Zichung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 164 87 477 650 57 757 98 997 95111 223 70 84 90 304 12 486 576 Biehung vom 23. Juni 1891, Rachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffenden Nummeru in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 38 97 200 47 449 508 621 774 895( 1500) 926 1104 91 229 405 81 98 602 21 56( 3000] 801 2041 84 195 234 340 59 453 83 572 611 89 723 883 110 0001 3207 366 434 524 63 83 87 750 72 889 4091 298 353 418 94 537 619 710 22 819 910 26 5123 81 94[ 5001 229 346 98[ 1500] 481 88 584 601 26 93 713 833 39 43 954 6059 335 688[ 1500] 712 67 899 928 7026 93 286 338 407 61[ 1500] 577 618 707 998 8035 80 82 113 337[ 500] 501 656 58 76 792 871 914 41 9118 45 356 451 66 699 786 818 65 941 86( 500) 10072[ 300] 176 18000] 87 242 43 317 70 90 91 506 65[ 3000] 622 [ 3000] 764 802 64 11057 208 376 513 30 627 81 849 52 12243 73 401 666 888 15001 906[ 500] 49 64 74 13010 1500] 25 107 35 380 559 624 88 14042 104 207 329 47 57 61 438 81 87 569 631 51 736 39 67( 500) 908 43 79 80 15271 342 542 661[ 1500] 844 919 59 75 13000) 16039 127 346 448 926 99 17144 291[ 10000] 336 497 602 14 723 923 65 93[ 1500] 18014[ 300] 31 280[ 500] 322 24 414 64 697 735 847 920 19013 15 282 312 413[ 1500] 90 641[ 500] 50 20012 14( 500] 64 287 416 36( 3000) 69 607 15 721 809 21203 4 [ 300] 21 95 459 528 34 80 754 824 2136 231 482 505 33 893 982 89 [ 15 000] 23008 28 39 271 358 604 28 57 24057 280 531 99 707 87 866[ 1500] 25014( 500) 68 125 39 222 312 417 73 541 678 753 94 20192 440 665 98 894 946 27043[ 300] 128 57 442 65 738 77 800 3 80 86 934 28292 328 472 558 62[ 1500] 645 740 66[ 3001 80 873 960 29008[ 500] 122 236 58 69 85 306 17 68 73 90 702 54 844 45 80185 49 55 400 7 535 77 88 680 752 985 31039 181 531 795 97 856 32413 73 623 33117 22 45 346 613 70[ 1500] 863 249[ 1500] 94 318 53 92 496 519 61[ 1500] 648 778 33100 36 90 214 34192 [ 1500] 311 65 504 34 46 601 725 950 65 94 36332 97 436 552 60 737 15001 95 864 907 37037 163 267 347 408 89 516 99 703 904 15001 75 38094 135 77 356 419 35 60 524 633 782 889 965 39339 56 98 405 47 567 68 801 921 40159 209 312 15 59[ 500] 92 93 468 518 66 670 738 802 94 961 98 41002 5 22 191 327 433 87 575 621 80 719 814 42075 101 4 206 56 338 59 727 55 92 965 43069 153 54 494 519 40 13000] 609 48 835 951 44254 315 19 35 92 435 504 92 733 830 959 45062 70[ 1500] 148 207 47 85 306 536 669 709 38 878 46058 116 40 80 374[ 1500] 438 550 650 719 83 949 47005 109 240 350 80 465 558 601 722 54 935 48096 118 80[ 300] 262 311 30 49 586[ 1500] 839 938 49134 242 342 440 46 842 50143 94 261 73 372[ 300] 449 525 35 36[ 500] 686 816 51104 309 562 78 852 52073 102 327 39 76 488 607 47 69 783 812 85 914 53099 151 297 375 473 599 609 762 1500] 866 70[ 5001 80 912 75 54156 231 366 405 16 867 55029 76[ 500] 144 97 398 531 53 57 673 99 705 19 69 916 43 72 56024 49 65 98 173 315 36 550 97 678 804 18 963 92 [ 3000] 57006 39[ 5001 115 23 227 85 334[ 1500] 85 473 761 806 68 972 58169 77 206 26 352 412 15 6: 3 894 98 929 59055 103 15001 87 287 431 44 53 73 609 14 739 850 60021 69 82 166 223 74 345[ 300] 71 72[ 300] 481 562 93 723 61291 367 413 94 1500] 752 802 22 88 95 987 62020 59 67 105 417 21 514 725 [ 500] 35 43[ 500] 46 98 63094 314 409 696 741 858 938 01010 15001 45 202 27 308 482 573 92 914 35 65040 117 44 268 389 598[ 300] 664 99 710 64 66147 333 423 76 567 768 902 67012 44 162 276 500 115001 19 53 82 788 885 939 68119 67 235 312 487 847 964 09036 54 56 101[ 300] 425 38 518 658 925 70153 87 334 35 55[ 300] 601 701 29 818 55[ 1500] 71075 77 328 56 410 15 71 957 72008 13 77 93 205 344 734 828 77 914 73081 136 214 30 90 94 487 539 603 38 701 93 837 926 49 96 74112 60 61 593 638 61 64 89 871[ 300] 912 75184 265 393 454 700( 300) 5 845 [ 300] 59 90 977 76017 41 98 120 249 52 72 392 598 606 810 27 77047 132 70 231 526 67 712 804 78004 38 74 279 334 115001 61 80 97 974 81 79001 58 392 403 572 669 916 65 S0064 113 245 368 81 91 434 523 28 608 14 81254 305 87 93 416[ 300] 23 89 634 77 750 836 8: 2374 437 80 568 93 612 25 47 851 83152 251 82 493 550 56 66 803 51 84083 153 222 25 399 525 38 83 694 728 56 85 895 996 5021 350[ 500] 496 15001 607 714 99 841 57 86132 76 393 626 720 72 845 61 7027 34 102 87 200 7 359 71 88 403[ 1500] 82 521 29 54 757( 15001 907 93 8087 99 119 362 470 533 645[ 3000] 715 814 80 9060 85[ 300] 221 341 473 523 49 50 734 75 876 930 90121 220 306 31 485 567 713 71 828 15001 91165 548 72 628 [ 5000] 85 830 46[ 300] 971 92185 202 15 51[ 1500] 59 82 300 40 76 [ 300] 80 98 700 973 93035 78 273 488 553 650 865 931 94009 34 59 Soeben erschienen: 208 b Unserm Freund und Genossen Franke Heut Abend entschlief nach langen ein breimal donnerndes Hoch zu ſeinem Leiben im 22. Lebensjahre unsere einzige Der Bochumer Steuerprozeß. Wiegenfefte. G. L. unvergeßliche Tochter Bertha. Dies zeigen hierdurch tiefbetrübt an Berlin, den 22. Juni 1891. Theodor Schmidt, Schankwirth, nebst Frau und Kindern. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Wrangelstraße 67, nach dem Emmaus209 b Kirchhofe statt. Unserm Kollegen Julius Goeritz zu feinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. Jule, wat meenste wohl, ob wir et schaffen? 202b Seine Mitarbeiter. Dem Restaurateur und Genossen H. Mertins au feinem heutigen Geburtstage ein dreifaches Hoch. 203 b Die Kartonzuschneider. Grabdenkmäler Preis 60 Pf. Kolporteuren hoher Rabatt. Arbeiter- Buchhandlung von R. Baginski, Dresdenerstr. 52/53, City- Passage. in reeller, mittelloſer Geschäftsmann, welcher ein gut rentirendes SpezialGeschäft besist, sucht einen stillen Theilhaber zur Vergrößerung seines Lagers, indem Kundschaft genügend da ift. Zur Betheiligung sind 6000 Mt. nöthig. Edeldenkende Herren o. 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