Morgenausgabe Pfr. 162 Ä 52 ■46. Iahrgang »Sch-iuNch 855», monaffiift SÄUR. Im oorau« zahlbar. Pastbezug 02 M. «iuschlieblich 60 Psg.Postzeitunz»- unfi 72 Pfg. Pastbestellgebühren. Auslands» abannement 6.— TO. pra Monat. So.PamJrts" ersihetirt wachenlSg. lich zweimal. Sanntags und TOantags einmal, die Adendausgaden für P-riia und im flanbel mit dem Titel.Der Abend". Illustrierte Seilagen.Ball und Zeit" und„fiindersreunü*. Ferner »Unterhaltung und Wissen"..Frauen- stimme"..Technik",.Blich tu die Büchern! elt" und.Iugend-Darwürts" berliner volkSvlatt Sonntag ?. April 1929 Groß-Äerlin Pf. Auswärts 20 Pf. Die einlpoltlge Nonpareillezeile SO Pfennig. Reklame'eile 5.— Reichs» mark.„Kleine Anzeigen� dos ettge» druckte Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedrucne Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Ctellengefuche das erste Wort IS Pfennig, jedes weitere Wort 1V Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Wope. Arbeitsmarkt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 4V Pfennig. Anzeigen- annahm? im Hauptgeschäft Linden» ltrabe S. wochentägl. von ö'/a bis 17 Uhr. Äenttawesan der Gozialdemokvatischen Oaetei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 BemfptedKt: Tönboll 292—297 Telegramm-Adr.: Sozialdemokrat Berli» Vorwärts-Verlag G.m.b.H. Dostslbeikkomo! Berlin 87 9L9— Bankkonto: Bank d�-Ardettee.«ngeftellien nnd Beamten Wallstr. KS. Ditkonto-Geselllchast, Depositenkalle Lindenstr L SS oder 57 Lahre? Oer Haupigegensah auf der pariser Sachverständigenkonferenz. Parts, ö. April.(Eigeaberichl.) Die Sachverständigenkoufereuz sucht p l a a m ä b i g dem Ziele der Reparakionsregelung näherzukommen, unabhängig von den nervösen Schwankungen der pariser presse, die bald übertriebenen Pessimismus, bald voreiligen Opti- mlsmus zur Schau lrägl. Man weiß in Konserenzkreissn, daß angesichts der noch bestehenden Disserenzen noch ein gutes Stück weg zurückgelegt werden mutz, aber das Dewutztseln der bereits voll- brachten Arbeit loht als allgemein ausgeschlossen gellen, dah die Konferenz schliehlich doch noch mit einem Fiasko enden könnte. Eine der 6auplschwierigteiten, die sich indessen einem raschen Ergebnis eulgegenstellen, besteht in der auch von Owen poung oerlretenea Forderung, dah Deutschland in Uebereiosiimmung mit der alliierten Schuldeorcgelung gegenüber Amerika Zahlungsverpflichtungen aus die Dauer von SS Zahren übernehme. Dieser Plan Owen Poungs, für dessen Richtigkeit bisher noch keine Veskäligung vorliegt, sieht eine deutsche Jahreszahlung von l.? Milliarden während der ersten fünf Jahre, hieraus ZZ Jahre lang eine solche vou 2,1 Milliarden und endlich die lehle» 22 Jahre von l,7 Milliarden vor. Dem ist von deutscher Seite bisher stets entgegengehalten worden, datz eine Derpsllchtnng Deutschlands über den Zeitraum von 37 Jahren hinaus nicht in Frage kommen könne, lleberdies würde die so entstehende Gesamt- belastung höher sein als die im Dawes-Plan vergcschene, da die Herabsetzung der Zahreszahlunge» In ihrem wert durch die Verlängerung der Zahlungedauer mehr als ausgehoben würde. Dr. Schacht und Dr. v Sgl er hatten am Sonnabend- vormillag eine neue Unterredung mit den französischen Delegierten M o r e a u und parmenlier. der auch Owen poung bei- wohnte. Am Rachmillag um 3 Uhr hielt die Konserenz eine voll- s i tz u n g ab. um den einzelnen Delegationen Gelegenheit zur Kenntnisnahme der bisher in den Einzelbesprechungen erzielten Ergebnisse zu geben. Der Präsident der Bank von Frankreich. M o r e a u. warnte Zwar am Sonnabendmorgen die Pressevertreter vor allzu voreiligem Optimismus, aber sein Begleiter fügte sogleich hinzu: Solange die Verhandlungen nicht abgebrochen sind, dürfte man sagen, datz alles gut gehe. Die Rechtspresse hat am Sonnabend eine neue Kampagne gegen die amerikanischen Delegierten unternommen, denen vorgeworfen wird, datz sie in den Konferenz- Verhandlungen allein die amerikanischen Interesien wahrnehme. Man verlange ohne weiteres von den Alliierten, datz sie von ihren Forderungen Abstriche machten, während die Zlmerikaner nicht daran dächten, ihrerseits einen Rachlatz der interalliierten Schulden vorzuschlagen. pilsudftis Gch.. impfpoliük. Oes Marschalls Geschosse gegen die Volksvertretung. Marschau. 6. April. Einige regierungsfreundsiche Warschauer Blätter bringen in . der Sonntagsnummer einen Aufsatz des Äriegsministers Marschall Pilsudski.der den Titel trägt..Der Boden des Auges oder Eindrück« eines kranken Menschen von der chaushaltsberatung des Sejm". Der Aufsatz ist«ine leiden- schaftliche Verteidigung des zurückgetretenen und vor dem Staats- gerichtshof angeklagten Finanzministers Czechowicz. Pilfudski schließt> sein scharfes Plädoyer gegen diese Anklag« mit der Drohung. er al» Ministerpräsident werde nicht zulassen, datz der Staat». gerichtshof zur Aburteilung des zurückgetretenen Ministers überhaupt zusammentritt. Daraus wäre zu schließen, daß Pilfudski an die Spitze der neuen Regierung zu treten beabsichtigt. Als er vor einem Jahr« schwer erkrankte, schreibt Pilfudski weiter, hätten die Aerzte eine Unter- suchung seines Augenbodens angeordnet. Der Marschall überzeugte sich aber, daß diese Behandlung, von der er nicht ohne Gruseln hörte, nur«in Derbleib«» in«iner Dunkelkammer wäre. Er fragte sich also, weshalb man mit so abschreckenden Worten eine harmlose Geschichte bezeichne. Aehnlich sei es mit dem Staatsgerichtshof im Czechowicz-Fall. Finanzminister Czechowicz sei derjenige, der als «rster geradezu m u st e r h a f t die Staatssinanzen geordnet habe. Dem Versuch, ihn dafür zu bestrasen, widersetze sich das«insachste Gerechtigkeitsgefühl. Als der Fall Czechowicz aufkam, Hab« Pilsudski dem Ministerpräsidenten Bartel. trotz seiner Krankheit und dadurch erzeugten Gleichgültigkeit«rklärt, er betrachte sich als Chef des früheren Kabinetts verantwortlich für die Ueber- schrcitungen des Budgets. Bartel Hab« erwidert, er werde sich gemeinsam mit Czechowicz verantwortlich erklären, weil« r öfter den Finanzminister zu Mehrausgaben veranlaßt habe:«her gehöre er, Bartel, vor den Staatsgerichtshof als Czechowicz. Pilfudski schreibt: ein Gericht, welches im Falle Ezechawlcz nicht ausspreche, daß nicht der Angeklagte, sondern die Kläger die Schuldigen seien, wäre ein uiederlrüchlige» Kollegium. Zu einer solchen Niederträchtigkeit führe die allgemeine Ver. w i l d« r u n g der Porlamentssitten im Sejm. Dann beschuldigt der Marschall eine ganze Reihe Abgeordneter der ethischen Minder- Wertigkeit. Er erzählt weiter, er habe mit der Ablehnung des Haushaltsplans durch das Parlament gerechnet und mit einem Rück- tritt der Regierung, für welchen Fall er dem Staatspräsidenten ver- sichert habe, daß e r nicht ablehnen werde, eine neue Regierung zu bilden. Die Derabschiedimg des Haushaltes und die gleichzeitige Anklage des Finonzministers sei ein Akt der Ii n l o g i k. Zum Schluß«rklärt Pilsudski, er halte die Verhandlung vor dem Staatsgerichtshof für eine Komödie, und er wiederHoll, als Ministerpräsident werde er«inen Zusammentritt des Staatsgerichtshofes nie zulassen. Oer Ton des«.Onkel Marschall". Der Artikel, für den Pilsudski sich von jedem der ihn abdrucken. den Regierungsblätter 100 Zloty zahlen läßt, erinnert in seiner Sprach« an jenes Interview vom Sommer v. 3.; in dem Pilsudski die Abgeordneten Dirnen und dreckig« Huren genannt hat. Diesmal schreibt Pilsudski und die Blätter dpucken, daß .die besch... Abgeordnelen mit ihren vou Sch..... stinkenden Unterhosen im Parlament nur lauter Dummheiten in besch.. Sprache vorgebrocht haben— und das hätten sich die ernst arbeitenden Minister an« hören sollen? Mit einer Moral und Ethik, die Papuas zur Zierde gereichen würde, habe das Parlament den Finanz- minister Czechowicz vor das Straftribunal gestellt. Hätte ich die Gewalt und nicht der Staatspräsident, so hätte ich zu ver- hindern gewußt, daß die beiden von Sch... stinkenden Ignoranten sich als Richter und Finanzminister aufspielen.... Der Regierungs- block hat im Parlament nur staatsfeindliche und reaktionäre Arbeit geleistet und es zu einem Freudenhaus herabgewürdigi." Atanasowitsch an Herzschlag gestorben. Im Krankenhaus zu Baronowitschi. Warschau,«. April. Der ehemalige Beamte der sowjelrussischen Handclsmisslon in Berlin, Atanasowitsch, der in der Polizeiwachstube des Bahn- hoscs der polnischen Kreisstadt Baranowitsch! aus zwei polnische Staatsbeamte geschosien hat. von denen der eine seinen Verletzungen erlag, ist im dortigen Kronkenhaus plötzlich gestorben. Er war von einer schweren Rervenkrise ergrissen und erlag bei einem zweiten Ansall einem Herzschlag. Beim Eintritt des Tode» weilte ein Arzt an seinem Krankenlager. Hierzu meldet unser Warschauer Berichterstatter: Der Tod Atanasowitsch' wird die politischen Auswirkungen des blutigen Zwischenfalls weiter komplizieren und das polnisch- russische Verhältnis sicherlich oerschärfen, das bereits schon in- folge der ungeklärten Tat von Baranowitschi eine nicht unbedeutende Spannung erfahren hat. Dem russischen Konsul in Warschau, der sofort nach Boranowttschi gereist war, haben die politischen Behörden einen Be- such bei dem verwundeten Atanasowitsch verweigert: am Sonn- abend mittag sollte nun der Konsul diese Erlaubnis erhallen. Schließ- lich hat der Tod die Befragung Atanasowitsch' durch einen russischen Beamten vereitelt. Ehristlichso-Iale und Sozialdemokraten in Wien hatten eine Be- sprechung über die Regierungskrise. Die Vertreter beider Verhand» lungsteile werdcn ihren Fraktionen Bericht erstatten und.zu Beginn der nächsten Woche sollen dse BerhaMungen fortgesetzt werden. Llm Langkopp. KriegSfokgen vor Gericht.- Gleiches Recht für alle! Angenommener Fall: Ein Arbeitsloser dringt in die Räume einer Behörde ein, stellt dort«inen hohen Be- amten, setzt ihm auseinander, dag er einen noch unbefriedig- ten Unterstützungsanspruch habe, fordert sofortige Auszahlung einer bestimmten Summe und droht, den Beamten mit einer Höllenmaschine in die Luft zu sprengen oder mit einem Re- volver zu erschießen, falls er nicht seine Forderung sofort erfülle. Es ist Tausend gegen Eins zu wetten, daß man in der Rechtspresse Ueberschriften wie diese lesen wird:„Frecher Banditenüberfall" oder:„Folgen marxistischer Verhetzung". Es werden dann Betrachtungen darüber folgen, daß in der „fchwarzrotgelben Republik" unter der Herrschaft sozialdemo- kratischer Minister Sicherheit und Ordnung vor die Hunde gegangen, daß treue, gewissenhafte Beamte, die unter den schwierigsten Verhältnissen in bewunderungswürdiger Weife ihren Dienst versähen, schutzlos dem Treiben roter Banditen preisgegeben seien. Schuld an solcher Verkommenheit trage aber vor allem dos herrschende marxistische Shstem, das mit seiner überspannten Sozialpolitik das Gefühl für Selbst- Verantwortung in dem Einzelnen ertöte und ihn in den Glauben versetze, er habe in jeder Lage Anspruch auf die Hilfe des Staates. Selbstverständlich wird die strengste Bestrafung des Uebeltäters gefordert werden... » Jetzt steht der Farmer L a n g k o p p vor Gericht. Nichts liegt uns ferner als die Absicht, das Urteil über ihn zu seinen Ungunsten zu beeinflussen. Daß die Beamten gegen Taten, wie die seine, geschützt werden müssen, wird schließ- lich niemand bestreiten. Ebensowenig wird jemand bestrei- ten, daß dieser Angeklagte, wie die meisten seiner Schicksals- genossen auf der Anklagebank,«in unglücklicher Mensch ist. den die Verzweiflung zu seinem wahnwitzigen Anschlag ge- führt hat. Daß es Unzählige gibt, die nicht weniger Grund zur Verzweiflung haben, ohne deshalb andere mit Höllen- Maschinen und Pistolen zu bedrohen, darf gleichfalls als fest- stehend angenommen werden. So brauchte dieser Fall keinen Streit zu erregen, wenn — ja wenn wir nicht in einer Gesellschaft lebten, die von Klassengegensätzen und infolgedessen auch von Parteigegensätzen zerrissen ist. Welcher Unterschied besteht zwischen dem Farmer Langkopp und einem x-beliebigen Ar- bettslosen, der etwa eine ähnliche Tat verübt hätte? Doch nur der, daß der Arbeitslose um ein letztes Stück Brot für sich, seine Frau und seine Kinder kämpft, während der Far- mer Langkopp den Anspruch verficht, für ein verloren gc- gangenes beträchtliches Vermögen entschädigt zu werden. Der Durchschnittsmann, die Durchschnittsfrau aus den besitzenden Klassen können sich nun sehr wohl in die Lage eines Menschen versetzen, der einmal wohlhabend gewesen ist. durch den Krieg seinen Besitz verloren hat und nun um Entschädigung kämpft. Der Mann aus dem Volke aber, der stets im Dunkel der sozialen Tiefe gelebt hat. ist ihnen ein fremdes Geschöpf. Nur wenige— die rühmlichen Ausnahmen sollen gern anerkannt werden— bringen genug soziales Gefühl auf, auch in dem verzweifelten Unglück- lichen aus der arbeitenden Masse einen Mitmenschen und Volksgenossen zu erkennen, in dessen Denken und Fühlen sie sich zurechtfinden. Was aus der Art spricht, in der die Rechtspresse den Fall Langkopp behandelt, ist weder nationales, noch soziales Gewissen. Es ist großbürgerlicher K l a f s e n i n st l n k t. * Es fällt uns nicht ein, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. In der Geschichte des verlorenen Kriegs ist auch das Schicksal der Auslandsdeutschen, denen draußen Hab und Gut ge- pommen wurde und die bettelarm zurückkehrten, ein trau- riges Kapitel. Wogegen wir uns wehren, das ist: daß man gerade dieses eine Kapitel aus dem Zusammenhang zu reißen versucht, und daß für einen Angeklagten, der dem Verständnis der Besitzenden näher steht als so mancher andere, eine fanatischeStimmungs mache getrieben wird, während in anderen Fällen von Verständnis für die seelischen Auswirkungen sozialer Not nicht das allermindeste zu bemerken ist. Ein Beispiel für viele: Ein Zuhörer hat den albernen Zwischenruf gemacht, nicht Langkopp gehöre auf die Anklage- dank, sondern die„sozialdemokratischen Mi- n i st e r" gehörten dahin, weil sie der Entente„freiwillig" 2'? Milliarden jährlich bezahlten. Man könnte auch mit diesem armen Teufel, der es nicht besser weiß. Mitleid haben, wenn er nicht eben wegen seiner albernen Zwischen- rufe in der Hugenberg-Presse als Held und Wahrheitskünder verherrlicht würde. Es ist die„Stimme des Volkes, die sich nicht ersticken läßt", er„trifft ins Schwarze"— nur nebenbei wird er mit einem kleinen Tadel bedacht, weil«r vergessen hat. neben den„sozialdemokratischen Ministem" auch Herrn Stresemann mitzuerwähnen. Tatbestand:.Der Dawes-Plan, der Deutschland mit BVs Milliarden belastet, ist unter der Kanzlerschaft Luther mit Hilfe der Deutschnationalen zustande ge- kommen.„Sozialdemokratische Minister" gab es damals überhaupt nichr. Ein Versuch, die Dawes-Lasten zu er- leichtern, ist erst wieder unternommen worden, als es — seit 1923 zum erstenmal wieder— sozial demotra- tische Mini st er gab. Mitleid für den armen Zwischenrufer? Er ist«in Ubon- nent des„Lokal-Anzeigers"? * ya. die Geschichte der Ausländsdeutschen ist«in trauriges Kapitel aus der traurigen Geschichte der verlorenen Kriegs! Man muß es nur in den richtigen Zusammenhang stellen. Schlimm, das Vermögen verloren zu haben! Aber Millionen Bäter und Mütter würden alles, was sie besitzen, gern her geben, wenn sie dafür ihre Söhne wiederhaben könnten, die draußen geblieben sind. Hunderttausende, die nicht an Geld und Gut, sondern an dem einzigen, was sie besaßen, ihrem arbeitsbereiten Körper beschädigt sind, erhalten dürftige Unterstützungen. Frauen und Kinder haben den Ernährer verloren, man hat sie mit Bettelgrcschen„ent- schädigt". Hätte man ib: jenseitigen Lager ebensoviel Gefühl für das allgemeine namenlose, nicht auszudenkende Elend des Krieges wie für das Schicksal der an ihrem Besitze ge- schädigten Volksgenosien, dann gäbe es keinen Anlaß zu Streit. Aber diese Art, über das andere hinwegzusehen und nur das eine gelten zu lassen, fordert zum Protest heraus! Wir sehen das Ganze und wollen, daß nach Kräften überall geholfen wird. Wir wollen vor allem auch ver- hüten helfen, daß neuer Krieg neues Elend bringt. Das Be- streben der Herrschaften von rechts scheint aber nur darauf gerichtet, eine Sorte von Krieg zu erfinden, bei der keiner sein Geld verliert. Die aber gibt es nicht! Wer verhindern will, daß oermögend« Leute im Kriege ihr Besitztum ver- lieren, der muß schon mit uns Pazifist werden! * Die Sozialdemokratie hat stets gefordert, daß Vermögensverluste der Auslandsdeutschen dort am aus- giebigsten und am schnellsten entschädigt werden, wo die Not am größten ist. Sie hat sich dagegen gewährt, daß reichen und re i ch g e b l i e b e n e n Personen und Firmen ihr Verlust rasch und ausgiebig vergütet wurde, während man die kleinen Leute warten ließ. Sie hat ge- fordert, daß man durch Enteignung der riesigen Fürsten- vermögen, durch Herabsetzung der hohen Pensionen, durch Drosselung der Subventionen für die sog.„Wirt- schaft", durch Besteuerung der Jnflations- gewinne und überhaupt durch ergiebige Besitz- b e st e u e r u n g die Mittel schaffe, um den an den Bettel- stab gekommenen Flüchtlingen von draußen zu helfen. Aber alle diese Vorschläge werden auf das heftigste bekämpft von denen, die heute in den Spalten der Rechtspresse über die Not der geschädigten Auslandsdeutschen Krotodilstränen vergießen. lieber den Fall Langkopp mögen die Richter entscheiden. Aber die Atmosphäre der Hetze, die ihn auch noch im Ge- richtssaal umgibt, ist eine Angelegenheit der Politik. Von den Richtern ist weiter nichts zu verlangen, als daß sie sich mm ihr freihasten. Gleiche sozial« Gerechtigkeit, gleiches Bsrstehen menschlichen Uiuzlücks. gleiches Strafrecht für alle!__ Ingolstadt gegen de«„Vorwärts". Vack.Schandstück" der Marie Luise Fleißer! Ms Ingolstadt meldet„Dslunion": Durch die Bermkttlung der Geschäftsstelle des Deutschen Städtetages in Berlin hat der Jngolstädter Oberbürgermeister Dr. G r v b« r b«m PolizeiprSstdiuw in Berlin, dem preußischen Innenminister und b« Berliner Presse folgenden Einspruch übermitteln lassen: „Gegen da? gemeine Wachmerk der Schriftstellerin Mari« Luise Fl sifj er„Pioniere in Z n g a l st a d t". wodurch Ingolstadt und sein« Einmohnerschast und die ehemalige Pioniergarnison aufs schwerst« beleidigt und gekränkt werden, erheben mir seierlicheu Pro- rest. Ebenso protestieren wir auch gegen die weitere Aufführ un g diese» Schmäh stücke«. Schließlich protestieren wir auch gegen die Art und Weis« der Besprechung diese« Fleißerschen Schand stücke, im„Borwärt s". « llm mit dem letzten zu beginnen: Der Berichterstatter de« ..Vorwärts" hat über Ingolstadt aus eigener Anschauung kein Urteil und hat auch keines abgegeben. Er hat sich darauf beschränkt zu berichten, wie die Stadt in dem Stück eben geschildert wird. Der Polizeipräsident von Berlin wird wohl dem Ingolstädter Oberbürgermeister mitteilen müssen, daß die Zensur durch die Reichs- oerfassung aufgehoben ist. und daß er schon deswegen kein Stück ocr- bieten kann, durch das sich jemand beleidigt fühlt. Auch der Kanton Graubünden hat sich damals, als Schillers„Räuber" noch ein neues Stück waren, über die Aeußerung «pieg-lbergs beschwert:„Reis du ins Graubündner Land, das ist ein Athen sür die heutigen Gauner"— ohne dadurch die Mssührung dieses Schaustückes verhindern zu können. Er hätte— wie heut« auch die Stadt Ingolstadt— besser daran getan, den ihm unverhofft gewonnenen Ruhm mit etwas mehrHumor zu ertragen M. d. R. Lobe. Vemokratifcher Hospitant und Hakenkreuzfreund. Di« demokratische Reichstagsfroktion hat da» HojpitantenoerhAtnis zu dem Reichstagsabgeordnelen Lobe gelöst. Dr. Lobe war als Mitglied der Voltsrechtspartei in den Reichstag gewählt worden. Als Hospitant der demokratischen Reichstags- frattion«rhiest«r«inen Sitz im S t ra f r« ch t so u s s ch u ß de» Reichstags. Hier hat«r bei der Beratung der Strafrechtsreform mehrfach mit den Deutschnationalen gestimmt. Den letzten Anstoß zur Lösung des Hospitanienoerhältnisses gab die Tatsache, daß er Wr den Mißtrauensantrag der National- sozialiste» sür d«n Reichsinnemninister Severing gestimmt hat. ohne sich mit der demokratischen Reichstagsfraktion ins Benehmen zu fetzen. Dr. Lob« wird nunmehr aus dem Strafrechtsausfchuß aus- scheiden: Also sprach Thälmann... Teddy Thälmann gab aus dem kommunistischen Reichsjugendtag Ostern 1929 die folgenden tiefslwngen Wsishelten von sich: „Trotz Legalität und Illegalstat schrestcn wir vorwärts" JDi« rote Fahne ist nicht nur die rate Fahne des proletarischen Klassenkampfes, sondern auch die Fahne, Ulster der wir unseren »evolutionären Kampf führen." „Der Dollar sieigt." Hilgenberg heht gegen die deutsche Wahrung. „Dieselben Kreise, die di« Inflation vorhergesehen. gefördert und ausgebeutet haben, sie warten auf«ine erneute Wähmngszsrrültung"— so schrieb vor wenigen Tagen der deutfchnationale Reichstagsabgeordnete Quaatz in der Hugen- bergfcken„München-Augsburgs? Abendzeitung": Dieselben Kreise sind am Werke. Die parteiamtlichen Mit- leilungen der Deutschnationalen Volkspartei setzen die Hetze gegen die deutsche Währung fort. Sie veröffentlichen einen Aufsatz, dessen offensichtlicher Zweck es ist. unter der Maske biedermännischer Warnung eine Art Panikstimmung zu er- zeugen. In diesem Aufsatz heißt es: „Dazu kommt, daß der jetzige Zleichssinanzmlnister mangels baren Geldes neuerdings Schuldverschreibungen de» Reichs ausge- geben hat, die im Jahre 1935 fällig werden. Diese Art Geldbeschaffung ist sachlich nlchls anderes als eine Zwaagsauleihe. Es ist wahrlich alles andere als ein Zeichen gefestigter Wäh- rungsstabilität. wenn sich die Gefamtbeftände der Reichsbank an Gold und Devisen seil Jahresbeginn um rund ZS0 Millionen Mark verringert haben. Das dürfte doch wohl vornehmlich auf den durch die angs- spannte Kassenlage des Reiches hervorgerufenen starken Kredit bedarf des Reichsfinanzministers zurückzuführen sein, der— auch wenn er das behauptet— schwerlich nach Eingang der neuen Eteuerbeträge verschwinden wird. Me kritisch augenblicklich die Sicherhest unserer Währung geworden ist, dürft« auch daraus hervorgehen, daß der Kurs de» Dollar» in den lehleu Tagen bereits bi» ans 4L19Z ge- stiegen war. Rur durch Intervention der Reichsbank war es möglich, den Kursstand des Dollars wieder auf 4,2170 zu senken, da anderenfalls der amtliche Kurs über den Goldpunkt gestiegen war«. Angesichts dieser Lage kann es daher nur begrüßt wer- den. wenn Männer wie Dr. Hugenberg, Dr. Bang. Dr. Ouaatz auf den Ernst der Sstuation hinweisen." Da man nicht annehmen kann, daß Hugenberg und seine nächsten Freunde soviel katastrophale voltswirtschaftliche lln- kenntnis besitzen, um an diese Sorte volkswirtschaftlicher Argumentation zu glauben, handelt es sich um ein nichts- würdiges Taschenspielerkunststück. Es soll den einfa6)en Leuten, die die finanztechnischen Zusammenhänge nicht kennen, mit dem Geschrei„Der Dollar steigt" Angst gemacht werden. Die minimalen Schwankungen der Devisenkurse um den Goldpunkt herum haben selbstverständlich mit der Stabilität der Währung nichts zu tun, und im übrigen zeigt der Reichs- bankausweis eine Rekordhöhe der Notendeckung. Aber die Leute um Hugenberg. Bang und Q u a a tz wollen den Eindruck hervorrufen: der Dollar steigt! Man weiß, was dieser Ruf in der Inflation be- deutete und kann daran die Infamie dieser verlogenen Panik- macherei ermessen. Parlamentskrise und Diktatur. Vortrag Or. Breitscheids über die politische Lage. > Köln. 6. April.(Eigenbericht.) In einer außerordentlich stark besuchten Mitgliederversammlung der Sozialdemotratischen Partei in Köln sprach am Freitag abend in zweistündiger Rede der Vorsitzende der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion Dr. B r e i t s ch e i d über Parlamentstrift und Diktatur. Er führte unter anderem aus: In den letzten Wochen ist das Gerede von der Diktatur schließ- lich eingeschlafen. Einmal sind sich die Herren, die das augenblick- liche Regime bekämpfen, nicht einig, in welcher Form sie einen Antiparlamentarismus aufrichten wollen. Es fehlt mich der Mann, der die nötige persönliche Macht präsentiert, um sich durchzusetzen. Endlich ist es sehr schwer, sich gegen die Millionen organisierter Ar- bester aller Richtungen zu stellen. Die Führer der Wirtschaft haben auch kein Interesse daran, durch politisch« Experimente die Wirt- schaft zu beunruhigen. Die Unternehmer sind in der Mehrheit gewiß keine absolute Freunde der Republik und der Demokratie. Sie haben aber«in Interesse daran, in Ruhe ihre Geschäft« aus- zuführen. Auch vom Volksbegehren des Stahlhelms zur Adände- rung der Lerfassnng hat man trotz der Aktualität der Dinge nichts mehr als die Ankündigung gehört. Eine viel erörterte Frage ist die Führerauswohl w der Republik. Unsere repubkikamschen Minister könne» aber sehr gut den Vergleich auahalten mst den Gestasten, die Wilhelm ins Zstnt berief, viollaicht. well sie gut Skat ipiesten oder dem Kaiser durch ihr Aussehen gefielen. Man mag auch über das geltende Wahlrecht geteilter Weinung fem. Es ist ab«r doch unzutreffend, daß unter dem früheren Zustand der Einzel- Wahlkreise' stärkere Persönlichkesten ins Parlament einziehen konnten, als da» heute der Fall ist. Es wurde bei den letzten Wahlen berests der Ruf„Mehr Macht dem Reichspräsidenten" laut. nachdem Herr v. Hindeyburg zum Präsidenten gewähll war. Ob der Ruf weiter«rklinaen wird, menn wieder einmal ein Mann der Linken da» höchste Amt im Reich bekleidet, dürfen wir mst Recht bezweifeln. Wir sind auf absehbar« Zeit gezwungen. Soali« tionsregi«rungen zu schaffen. Wir müssen deshalb von den Parteien Berantwortungsbewußtsein fordern. Bei den Dorgängen der letzten Monate hat die ZoziaDemokratic volles Verantwortunas- gcfühl bewiesen. Das Zentrum ist aus der Regierung ausgetreten. weil es angeblich den sozialistisch-liberalen Block bekämpfen will. Dieser Block ist eine Phantasie der Zentrum s-Agi- t a t j o n. Die Sozialdemo trab« denkt nicht an einen Kulturkampf. Die Ausführungen Dr. Lrestfcheids wurden von der Perfawm- lung einmütig mit starkem Beifall aufgenommen. Die Lndiskretius. klebte journalistische Methoden. Mehrer« demokratische Zeitungen, darunter auch ein großes Berliner Blast, sind bereits jetzt in der Lage, ihren Lesern die an- geblichen Ergebnisse der In den letzten Tagen geführten Etatsver- Handlungen zwischen den Finanzsachverständigen der Parteien mst» zuteilen. Das Berliner Blast macht dabei unter anderem falsche Mitteilungen, wie zum Beispiest daß beim Etat des Reichswehr- mkNlsteriurtrs nur'?/! Millionen eingespart würden. Pelm Sozial- etat Heliesen die Streichungen sich auf 4ö Millionen. Diese Indis- kretionen, die den Inhalt der tatsächlichen Ergebnisse der bikher geführten Etatsverhandlungen falsch wiedergeben, sind wohl gemocht worden, um den Eindruck hervorzurufen, als ob die barests in Der- geffenhest geratene Etatsdenkschrift des Hanfa-Bundes in den Der- Handlungen ein« Roll« gefpiest hätte. Das war keineswegs der Fall. Grundsätzlich ist zu bemerken: M«s, was Journalisten überdies« Verhandlungen erfahren haben, kann ihnen nur v e rt r a ulich mst- geteilt worden fem. Dies« Vertraulichkeit zu wahren, ist j o u r n a- ltstisch« An stand? Pflicht. Der.Vorwärt» wich diese An- standspflicht weiter üben, abgleich er immer wfsd« die Erfahrung machen muß. daß sich die demokratisch«! Presse nicht nur um sie näht im geringsten kümmert, sondern auch politische Schäden von beliebiger Hohe mit in Kauf nimmt, wenn sie nur mit einer neuen — richtigen oder auch falschen— Rachr-cht.Die Konkurrenz" schlagen kann. Gegenwarisaufgaben der Wirifchast. Ein Vortrag in der Freien sozialistischen Hochschule. Ueber das Thema.Gegenwartsausgaben der deutschen Mrt- schaft" sprach gostera Professor Hermberg-Iena m der Freien sozialistischen Hochschule. Der Referent betonte emlestend. daß im Mistelpunkt der öffentlichen Diskussion jetzt die Frage der Kapital- bildung im Inland stände. Die bekannten Argumente der Unter- nehmer. daß die zum Ausbau der Wirtschaft dringend notwendige Kapstalbildung durch soziale lohn- und stcuerpokitlsche Belastungen so gut wie ganz unterbunden werde, würden von Forderungen be- gleitet, deren Erfüllung die schwerwiegendsten Folgen für die Ar- beitcrklosse und ihren Lebensstandard hoben würde. Einen Vergleich mit der Kopitalbildung in der Barkriogszeit hält Hermbsrg für durchaus hinfällig. Vor dem Kriege hatten wir tn Deutschland einen rapiden Bevölkerungszuwochs, der notwen- digerweise auch«in rasches Tempo der Kapitalneubildung bedingte. In dem letzten Jahrzehnt hat sich aber die Situation durch den Geburtenrückgadg grundlegend verändert. Daß im Rahmen der kapitalistischen Wirtschaft die Bildung von neuem Kapital eine Rot- wendigkeit ist, kann nicht bestritten werden, zugleich ist aber daraus hinzuweisen, daß in Deutschland seit der Stabilisierung der Mark allen Gegenargumenten zum Trotz Kapital in ganz erheblichem Umfange gebildet werden konnte, das bei vorsichtiger Schätzung auf etwa 35 bis 40 Milliarden zu beziftmi fei. Soweit die unvollständige Prvduktionsstatistik einen U eberblick zuläßt, kann man in Verbindung mst der erhöhten Vautät"igkn G-genwartsfpiel, keine antike. Tragödie. Rech der Revolte im Erziehungshaus der Aufruhr der Gymnasiasten. Deine ii£- sprechend ging es gebildet, gefühlvoll und mit einem nwralifch erhebenden Selbstmord zu End«. M. H. men und nur etwa 29 Proz. werden an das Ausland verkauft. Wichtiger also al» die Konkurrenzfähigkeit bei dem ausländischen Absatz ist und bleibt die Stärke des einheimischen Konsums. Es ist aber auch gar nicht der Fall, daß allein in Deutschland die Be- lastungen durch den Staat allein. so stark gestiegen sind. Denn während in Deutschland die Staaitsausgaben sich verdreifachten, haben sie sich in Frankreich verdoppelt, in Belgien verdrckfacht, und/ in England sogar vervierfacht. Von größter Bedeutung für die deutsch« Arbeiterschaft aber ist, daß die Steigerrmg dar Gotdlöhn« fest 1913 in wichtigen Konkurrenz- ländern sich weit stärker durchgesetzt hat als bei uns. Der deutsche Goldstundenlohn, der aber nicht zu verwechseln ist mit dem durch Lebenshaltungsindex bedingten Reallohn, betrögt in England 299, In Skandinavien etwa"KS, in Holland 250 bis 300, in A m e r i k a 239. aber in D e u t f ch l a n d nur 180 Proz. Niedriger als Deutschland sind nur Frankreich. Belgien und europäische Oststaaten, was auf Inflationswirkungen zurückzuführen ist. Da im übrigen für die deutsch« Wirtschost de? ausländische Kapitalmarkt mst billigem Zins zur Verfügung steht, hält der Referent die Unter- nehmerforderung einer unbedingten Kapitalbildung im Inland« a u f Kasten der Lebenshaltung der Massen nicht nur für halllos. solchen, sozialpolitisch für höchst gefährlich. Die deutsche Arbeiterschaft müßte im Gegenteil sich mst der übrigen kontinentalen Arbeiterschaft dos Ziel setzen, ihr Lohnniveau möglichst dem höheren Weltlohnniveau anzugleichen. Hakenkreuzmeihode. persönliche Anwürfe gegen Innenminister Arzesinski. Die nationalsozialistische Londtagsfrnktion :>at im Preußischen Landtag ein« Kleine Ansragc eingebracht, die sich mit dem Privatleben des Innenministers Srzesinski befaßt. Der preubische Ministerpräsident hat darauf die folgende Antwort erteilt:' „Nach den Erklärungen d«s Herrn preußischen Ministers des Innern Grzesinski entsprechen die in der Kleinen Anfrage aus- gestellte» Behauptungen nicht den Tatsachen: sie sind in, Gegenteil sämtlich unwahr." Die Leute um Kubc beabsichtigen, dir Anwürfe gegen den Innenminister fortzusetzen. Der Innemninksier hat diese Angrüfe natürlich nicht z» scheuen, sie kennzeichnen lediglich die national- sozialistische Landtagsfraltion. die' die Methode des Revolver- journalismus ins Parlament überträgt. ZLP.-Parteitag von Carlisle. Lrrungen und Wirrungen. k). W. Conbon, i, April.(Eigsnberichl.) Drei Tage lang schien der Partsitagder UnabhSngi- gen Arbeiterpartei(ÄLP.), der auch diesmal wieder, wie üblich zu Ostern abgehollen wurde, ein« ganz ungewohnte Rück- sichtnahm« auf die Gesamtpartei und die vor den Wahlen besonders heikle politische Lage zu nehmen. Vor eltem der Lor- sitzende.Äames Maxtan, sonst nicht gerade ein Muster partei- politischer Disziplin, schien mehr als jemals zuvor die drückende Last seiner Verantwortung als Präsident einer der Arbeiterpartei eingogiisderten Organisation zu empfinden und olle» vermeiden zu wollen, was die Partei bei den kommenden allgemeinen Wahlen schädigen könnte. Am vierten Tage wurde der Parteitag jedoch wieder von einer jener verantwortungslos impulsive» Skimwunge» gepackt, die für die ALP. seit langem charakteristisch geworden find. und beschloß mit frisch-fröhlicher Unbekümmertheit eine Resolution. die sämtliche der ALP. angehürigen Parlamentsmitglieder zu einer Ablehnung aller Militärausgaben verpflichtet. Diese Entschließung stellt eine unverkennbare Miß- achtvng des Birminghamer Programms der Briti- fchen Arbeiterpartei dar, da» hierauf bezüglich wörtlich folgen- des sagt: .Herabsetzung der Rüstungen auf da» für Poll- zeizwecke erforderliche Mindestmaß auf Grund eines in- ternati analen Abkommens, wobei entsprechende Bor- kehrungen für. die anderweitige Verwendung stellenlos gewordener Arbeiter zu troffen sind; Kampf gegen die allgemein« Wehrpflicht.' Die radikale Resolution des Parteitages von Carllsle kam aus heiterem chmrmel: sie hatte den Ortsgruppen der Partei nicht vor» gelegen und besaß nicht die. Billigung des Partei- Vorstandes der ALP. Ihre Annahm« erfolgte mit 160 gegen !23 Stimmen, was beweist, daß sine starke Minorität die Ge- fahren, dieses Beschlusses nicht verkannte. Trotzdem die Annahme der Entschließung unter lebhaften Beisallskundgebungen erfolgte, wurde es dem Kongreß nur zu bald klar, daß man sich hier von seinem Gefühl habe hinreißen lasten, und man gab dem Borsitzenden die stillschweigende Erlaubnis, bei der Durchführung dieses Befchlustes»nach bestem Wissen und Gemissen' vorzugehen! Damit dürfte in der Praxis das Resultat dieser Entschließung gleich null sein. Sie wird ihr Schicksal mit einer großen An- zahl von früheren Vefchlüsten von Parteitagen der ALP. teilen, d. h. von den dieser Partei angehängen Unterhausabgeard neten einfach nicht befolgt weiden. Hat sich doch seit longer Zeit erwiesen, daß die Abgeordneten mit dem Parteibuche der ALP. stets ihre persönliche Bindung an die Unabhängige Partei hinter ihre Verpflichtungen gegenüber ihrer Wählerschaft einerseits und der Gesamtpartei andererseits zurückzustellen pflegten, wann immer im Laufe der jüngst vergangenen Jahr« die Austastung der beiden Organisationen in Gegensatz gerieten. Am gegenwärtigen Parlamente, in dem von annähernd t60 Lrbeilerabgeordneten heul« kl? der ZOP. angehören. hatte sich die für die Unabhängige Parteiorganisation geradezu tragische Situation ergeben, daß ihre Mitglieder zwar eine Zweidrittelmajorität in der sozialistischen Unterhausfraltivn besaßen. jedoch in der Fraktion fein« ekllzig« der zahlreichen Wersungen und Parole.» der Unabhäugigen Partei �ur Durchführung kam. Sofern von diesem neuen Beschluß erste Wirkung überhaupt zu erwarten ist. dürste sie nur in e'mer weite» reu Abbröckeluug von Abgeordneten van ihrer Stammorgaui- sation. also m einem weiteren Rückgang der Ortsgruppen der ALP. und der in ihr organisierten Parteimitglieder in Erscheinung treten. Für die britisch« Arbeiterbewegung al» Ganze» ge» nvmmen würde dies von geringerer Bedeutung sein al» man auf dem Kontinent anzunehmen geneigt ist: vie Unabhängige Parket hat ta den vergangenen Zahn» so sehr an Ewswß und Ansehen verloren, sie hat sich durch die beängstigende Fülle Ihrer halb zu Ende gedachlen Projekte»ad ihrer undurchführbaren Parolen tnaerhalb der soziallstifchea Gefamibeweguvg so sehr ko«. vromikkierk. daß sie heute Magst nicht wehr als für die britische Arvakerbewegung nprSjeokallv gellen kann Das wird bedauern, wer den Clan, die Gläubigkeit, den sozialistischen Berwirklichungswillen der ALP in der vepzangenhest für einen der erfreulichsten Aktivpost«' der internationalen sozio- irstifchrn Bewegung gehalten hat. E» kann jedoch nicht» an der latjach« ändern, daß die ALP mit dem Bekenntnis der Labaur Party zum Soziollsmus im Aahre ISIS ihre aste historische Mission«rfüll't hat. . Ist die praktische Bedeutung des jüngsten Befchlustes der ALP. was d!« Arbesterbewegung selbst betrifft, auch gering, so kann die üherausernsteallgemeinepolitischeWirkung dieser ins Leere beschlostenen Anftruttürn an die Mitglieder der ALP. doch unmöglich übersehen werden. Großbritannien ficht vor Neuwahl»n. Zum ersten Male in ihrer Geschichte kämpft die Partei um eine Mehrheit, die es ihr ermöglichen soll, wesentliche Pro- grammpunkte in der Regierung zu verwirklichen.' In einer solchen Situation ist selbstverständlich größte Geschlostenheit, Disziplin und Verzicht auf Eigenbröteleien notwendig, um das Höchstmaß an Schlagkraft und damit an Erfolg im Wahlkampf zu erzielen. D«r Beschluß der ALP. ist nun in hohem Maße geeignet, diese geschlostene Front der Arbeiterpartei in einem Augenblick zu zerbrechen, wo Einigkeit nötiger geworden ist»l» zu irgendeinem anderen Zeit- punkt ihrer Geschichte.. Er gibt dem politischen Gegner. der während des Wahlkampfes auch in England ein Höchstmaß von Skrupellosigkeit erklimmt, die bequeme Gelegenheit, die innere Uneinigkeit der Sozialisten«, einem unendlich übertriebenen Maße darzustellen und von einem �doppelten Gesicht' der sozialifti, fchen Bewegung zu sprechen, das gleichzeitig»mit einer gemäßigten und radikalen Zunge' spreche. Er ermöglicht e». den Gegnern das Gespenst einer Arbeiterregierung herauszubeschwören, die von dem extremen linken Flügel heimlich beherrscht werde. Ndch ist nicht abzusehen, inwieweit die Wählerschaft selbst durch derartige Argument« gegen die Arbeiterpartei mobil gemacht werden kann. Di« ALP. hat aber jedenfalls den Segnern in kritischer Stunde eine Waffe in die Hand gedrückt. und e, kann kein Zweifel sein, daß diese sie nach Möglichkeit benutzen worden. DI- britische Wählerschaft ist. wie die..Smowjew-Wahlen' vor eineinhalb Aafjren bewiesen haben, Stimmungen und gesühls- mäßigen Wallungen leichter zugänglich als die Wählerschaft in irgend- einem anderen demokratisch regierten Lande Europas. Nichts leichter, als durch Gleichstellung von ALP. und Arbeiterparte! den Beschluß der Unabhängigen der gesamten Partei in die Schuhe zu schieben und umzumünzen in einen Appell an die Wählerschaft, die„durch den Sozialismus gefäfirdete Sicherheit Großbritanniens und den Be- stand des Empire' zu gewährleisten. Ts ist jedoch zu hoffen, daß die Wählerschaft durch die verhängnisvollen Folgen ihrer Panik von 1324 gewarnt,' sich diesmal nicht wieder durch einen Taschenspieler- tr ick der Ant Markisen- und Vorhangstoffe, Bastmatten, deutsche, englische und französische Kretons BERUM 02*5 PANDAUER STRASSE«Kö MI GSTRASSE'GEG RUNDET 1815 An den Folgen eines Unfalles verstarb das Mitglied unseres Anfdditaratea, HERR GEHEIMER JUSTIZRAT MAX SALINGER Mehr als vier Jahrzehnte hat dieser hervorragende Jurist unserer Firma beratend zur Seite gestanden und his zum letzten Tage unsere Interessen mit der ganzen Hingabe seiner Person wahrgenommen. Sein Hebenswürdigea Wesen, seine stete Bereitwilligkeit, sein lauterer Charakter machten ihb zu einem wahren Freund unseres Hauses. Der Name Salin ger ist mit der Geschichte der Entwicklung unseres Unternehmens unauslöschlich verbunden. Wir werden dem Verstorbenen allezeit ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren. Berlin, 5. April 1929 Aufsicbtsrat und Vorstand der Singer Nähmaschinen Aktiengesellschaft «0» Seiuften und R«chsdann»» fatntrab» die traurig« Nachricht ba| nein Heb er Mann Alfred Gräber cm 4. April, morgens 6 Übt, im BS. Lebensjahre nach langer, fchmerer Srankheu lonit entfchlnfen ist. Elisabeth Gräber, geh. Sllbermann. Die«inStd erung findet am SRltt- leech. htm 10. April. 18 Vt Uhr. im Krematorium Bourntchuienweg statt. Arn 8 April entichliei saust nach ichweren Leiden mein innigftgeliebter Mann, unser treulorgenber Batet unb Schwager, der Tilchler «an Bauer im&a Lebensjahre. In tiefet Trauer Freu Marie Daner nedit Kindern chic Trauer feier findet am 9 April, nachmittags S Uhr. im Äremalotium Serichtstrafie statt lilmter-liailfahier-Vereio GroB Berlin. Todnsanzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht daß unser»enoste Paul LSxel am 3 April gestorben ist. Die Beerdigung findet am Diens- tag. dem 9 April, um tn»/, Uhr. in der Set chtstraße statt Cur Verstand MM KleiailarGeiter-verliaiio Vervaltuugsstelle Berlin Nachruf Den MUgiiebem tut Nachricht daß imfer Kollege, der Schmied Aldi» Köhler gcK 13. August 1881. am 27 Mfirz an Nierenleiden gestorben ist. Am 3 April starb an Sangenieiben unsere Kollegin Gertrud Schoppe geb. 27. Januar 189t. Ehre ihrem Andenke»! Die Beisetzungen haben bereits stattgeinnden. Die Ortsverwellimg. Für die trostreichen Worte und die herzliche Teilnahme, fomic die Bielen Kranzlpeuden beim Hinicheiden meines lieben Manne». Sohnes, Bruders, Schwager» und Ouiei», di» Werlzeugmacher» bei der Firma Schmidlchen& Co. Otto May sage ich allen BctciUgten meinen herzlichsten Dank Im Namen der Hinterbliebenen Frieda May Remstkendorf-West. Wacholderstraße 32. sianksagung« Fllr die überou» zahlreiche Beteiligung bei der Einüicherung meiner lieben Frau und unserer Mutler sagen mir allen lieben Set- wandten unb Br annten, insbesondere den Milgiiedem de» Sängerchors BobnSdors. dem Dorsiand de» Dmnddesttzer-Bereins sowie der Iii. Abteilung der Soz. Partei nuteten tleigeiähltetten Dand Penl HObner und Kinder, Bohnsdors, Fasanrnstr.& Am 3. April verschied im Alter von 62 Jahren Dr. Roheit voo Erdherg Mlnlsterialrai im PreaBlsAen Mlnislerfum fflr Wlssensdiaft Raosf und TolkslOdang Die deutsche Volksbildungsbe- wegung verliert in ihm ihren weitblickendsten und wirksamsten Führer. Die Klarheit und Reinheit seiner Persönlichkeit wird uns ein bleibendes Vorbild sein. Dentsdie Sömlß Ifir Voßtsforsdnuig DeolsAa Zentralstelle tör volks- tflmliöies fifiteereivesen Berlin und Leipzig, d. 5. April 1929. des Thür. Waldes führender Kurort Friedrichroda auch Ihre Sommererholung Fordern Sie die iUnstrierte Kuisdirift von der Kurverwaltung oder im Reisebureau a&eee.eee»«»»ssssg� Unterem lieben Gen offen ril | BenMTraalBiaaii* j'. und Frau zvr Silberhochzeit die berzUdisteD GlddrerOasdic 128, 130. ABL Pankov sss»s o» -% r K er €€SG«€001s Die besten Wünsche zur SUberhadkzcU unserem Genoffen Willi Wiehe fisullsdulukast, RIldMkSlCU«. WUde.mstr. 88 maoeee UI fitstl Ä, Pflrir.ttslel OtotsiletMetaMMM Achlungl Um Biensfag, dem 9. April, nachm. 4'/, Uhr. im Sihu gssaal de» Ver- baädshause», Linienstraß« BZ— BS: Versammlung aller im Veutschi Zlleiallarbklter- Verband orga« niflerten ArbeitSvermtitler der Zach- ll-vezittsardeit« nachweise der Stadt verltn. Erscheinen aller Sollegen ist pfNchl! «iktroach. den»0. JlpeN. ndde. T Ahe. im Meniee tschast.han, (©tostet Saal),©agelater 24 28 Branchenuersammlung der Rohrleger und Helfer. Tagesstdnung: 1. Der Stand unserer Vohnbemegnng. 2. Branchenangelegenheiteu. Ohne Mitgliedsbuch kein gntrsttl stahireiche« Erscheinen ist nndedingie Pflicht_ Spielplan unserer ftnlfacableUnag im April. In der Woche»am 8. M* 14. Aprll: l. Zwischen Stöger al und Imatta. 2. Eisbrecher JüaUuf. 8 Technischer Fltm. 4 Humoreske In der Boche»am 13. bis 21. Apritt 1. Nurt der Sletant 2. Moor- und Oediand» lullwiertmg < Durch Frasstlm gezeigt) 8 Humoreske. In der Woche oorn 22. dtp 28. Aprll! l. Der Ring der Bajadere. 2. Berntskrantheilen und Gesnnheit,- dhutz der Metallardeiter. t. Humoreske Anfragen»e.- en Ueberlaffung unb Besuch der Adiellung sind teiephonstch oder schrist» Uch an die Knlturairteilnng(Bureau: Sisienstz. 83, HS, Zimmer 30) zu richten. vta OtlaeezmeitiM�. 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BciUn SS Seil 1882 nur Oranlcnsir. 158 �.Riesenläger Tepplcfie, Lädier PanHoen. Ndoeisioils Tlsdi g. BivaDdediea eme Seüeosffflrgi�cit! Spezioliiaidlo�osteßiGs. Nr. 162» 46. Jahrgang Ii* �00<��01 Sonntag. 7. April �929 �e��Shs' TnzzsäSa&soSS Der Sport gilt als Symbol unserer Zelt, und mancher, der sich nicht für ihn begeistern kann, schiebt das mangelnde Interesse unserer Jugend für die Fragen der Politik und Weltanschauung auf die Sporlpropaganda. Dabei vergißt er freilich, daß es für den Typ des politischen Drückebergers immer Narkotika gegeben hat, die ihn über Zeiten trösten mußten, in denen auf den politischen Fronten die Langeweile des Stellungskrieges herrschte. In unserer Zeit heißt das Betäubungsmittel Sport. Vor hundert Jahren hieß es Theater, Musik und Oper. Es ist aber noch heute amüsant, welche Purzel- bäume der Begeisterung damals die nüchternsten Leute schlugen. Mimen, Sänger und Direktoren. Drei Theater besaß damals, in den dreißiger Jahren, Berlin: neben dem Königlichen Opernhaus und dem Schauspiel- Haus noch das am Alexanderplaß gelegene König st ädtische Theater. Um dieses Theater, das im Gegensatz zu den königlichen Bühnen als eine Art Volkstheater nur leichtere kleine Schauspiele, Operetten, Lustspiele bringen sollte, war schon seit dem Jahre 1815 von den verschiedensten Bewerbern gekämpst worden. Der König ober bewilligte die Konzession erst im Jahre 1822, als der große Brand des Schauspielhauses den Berlinern die zweite königllche Bühne genommen hatte. Die Konzession wurde an den früheren Kaufmann Friedrich C e r s gegeben— wie es hieß, für Kriegsdienste geheimer Natur, die man nicht gut mit einem„Ehrensold lohnen konnte. Das Geld beschaffte er sich durch Bildung einer Aktien- g e s e l l s ch a s t, deren Spitze hauptsächlich aus den Häuptern der allen Berliner Bankiersfamilien bestand. Diese von den Aktionären gewählte Direktion pachtete dem Cerf seine Konzession ab. Aber weder die angeblichen Wiener Zauberpossen noch die kleinen, aus dem Französischen übersetzten Schauspiele konnten dos Publikum in der gewünschten Zahl ins Theater locken. Da gelang der Direktion ein großer«chlag. 1825 trat Henriette Sonntag im König- städtischen Theater in der längst verschollenen Oper Rossinis„D i e Italienerin in Algier' auf. Es wurde ein unglaublicher Ersol(j. Man schlug sich um die Billetts, die Meldungen für Plätze auf viele Tage im voraus, die schriftlich einliefen, blieben stoßweise ungeöffnet liegen, wer die„Italienerin" nicht gesehen halle, durfte sich nicht mehr in der Gesellschaft zeigen; die Enthusiasten behaupteten sogar, man dürfe eigentlich, nur noch mit denen umgehen, die keine dieser Aufführungen durch eigene Schuld versäumt hätten. Das Bild der Sonntag hing in billiger Lithographie in der Stube des Handwerkers— ihre Mormorbüfte stand in den Häusern der reichen Bürger und auf dem Schreibtisch des Königs. Die Begeisterung für die schöne Henriette war das Hauptthema aller Zeitungen und Witz- blättcr. Freilich konnte auch die Anziehungskraft so berühmter Gäste dem Königstädtischen Theater nicht dauernd helfen, denn die G a st- gagen waren zu hoch; und so kam es. daß dos Theater schließlich zur Subhastotion kam. Der Inhaber der Könzession, Friedrich Cerf, erwarb es schließlich sehr billig. Nun war er Direktor— und wohl einer der originellsten Theaterdirektoren Berlins. Cerf besaß keinerlei Bildung. Anekdoten. Die Zahl der Anekdoten, die über ihn erzählt wurden, war Legion. Einmal, als der König sein Theater besuchte, und sich well aus seiner Loge beugte, um umzuschauen, rief Cerf ängstlich laut in das Theater hinein:„Nehmen Sie sich in acht, Majestät. sie spucken von oben!" Cerf hatte aber das Glück, mit den von ihm hauptsächlich ausgeführten Lokalpossen nicht nur den Ge- schmack der Berliner zu treffen, sondern auch hervorragende Kräfte zu gewinnen. Das Königstädtische Theater war auch die Geburt-- statte des„Eckenstehers Nante", der hier in einer kleinen Posse„Ecken- steher Nante im Verhör" zum erstenmal von dem berühmten Komiker Beckmann verkörpert wurde. Auch das wurde ein fabelhafter Erfolg: um den Typ des Eckenstehers in Weißeiisee und eine klljährige Witwe Rosa Mandel vom Prenzlauer Berg k, wurden von Fußgängern, die Zeugen des Unglücks geworden waren, geborgen und zur naheliegenden Rettungsstelle 13 gebracht. Frau Heinrich halte so schwere Kvochenbrüche und Schnittverletzungen erlitten, daß sie auf dem Weitertransport zum Krankenhaus am Friedrichshain gestorben ist. Frau Mandel. die stark blutende Verletzungen am Kopf davongetragen hatte, konnte nach Anlegung von Rowerbänden in ihre Wohnung gebracht werden. Während der Chauffeur der Autodroschke wie durch ein Wunder unverletzt blieb, erlitt die Jnsastin, eine ZOjährige Kontoristin Charlotte Wardetzki aus der Elbinger Straße mehrere K n o ch e n b r ü ch ei sie fand im Krankenhaus am Frisdrichshain Ausnahme. Das schwerbeschädigte Auto mußte einige Zeit später abgeschleppt werden. Die Schuldfrage bedarf noch der Klärung. Ein ariderer Straßenunsall mit �tödlichen Folgen trug sich gestern abend in der Schwedter Straß«, im Norden Berlin?, zu. Don wurde beim lleberschreilen des Fahrdammes die sechsjährige Edith S ch a f f r a n aus der Kostanienalle« 34 von einem Lastauto überfahren und schwer verletzt. Das Kind starb auf dem Wege zur Rettungsstelle in der Gaudystraße. Oer Mann, der alle lachen macht. Aus der S c a l a- B ü h n e in der Lulherstraße herrscht wieder G r o ck, der lustig« und gemütvolle Mann, der allen ein so helleres Wellbild vorzaubert. W>e immer erscheint er quicklebendig in den langen, viel zu großen Ueberrock, aus dem unten die breiten Schuhe heroarsehen, die ihm soviel Ungelegenheilen bereiten. Er unterhält sich mit seinem ausgezeichneten musikalischen Partner, zieht jene kleine Geige hervor, die nun schon bald eine Weltberühmtheit ge- worden ist und spielt ein paar sanfte Akkorde. Er spielt sie in einer so seinen Manier, daß man schon daran, inerkt, wisse auch in anderen Dingen etwas Besonderes. Ja, und dann geht das Ge- spräch über Musik zwischen den beiden und über die Nationalität und darüber, daß der andere glaubt, Grock sei wohl ei» E»gländer und er spreche nur englisch. Grock ist erstaunt und antwortet mit seinem stereotypen„Nicht möglich". Nun beginnt sich der Bann zu lösen und über den Zuschauer kommt das erste Lächeln. E? geht weiter und alles wickelt sich— leider— in den Bahnen ab, die wir schon seit dem ersten Austreten Grocks kennen. Der Stuhl steht -gi weit voni Klavier und Grock muß natürlich das Klavier an den Stuhl heranziehen, damit er spielen kann. Man kann sich hier leicht eine Variante denken, die amüsanter wirkt. Auch was er sonst tut und erzählt, ist gut erdacht und aus fühlender Seele wiedergegeben. Es ist wirklich Kunst. Ganz abgesehen davon, daß der Mann ein ausgezeichneter Musiker ist. Aber weshalb nie eine Mtriante? Grock spielt diese Szene seit etwa fünf Jahren in allen Varietes der Well in gleicher Reihenfolge mit den gleichen Mitteln und allerdings mit dem gleichen Erfolg. Und sollte einem so klugen Mann nicht einmal unversehens«ine andere Idee kommen, die auch gut oder vielleicht noch besser ist? Die anderen treten natürlich bei einer solchen Größe etwas in den Hintergrund. Trotzdem gibt es den ausgezeichneten H u n t e r, i» m Iniernanonaler Fraueniag Diensiag, 18. April, 18'!, IDir: 4 ODeuiLFraagiiKoDQggöuagen Pharussäle, Müllerstr. 142; Praditsälc am Mfirdienbrunnen.Friedrichs- hain; Klicms Festsäle, Hasenheide 13-14; Spidiernsälc, Spichernstr. 3 Cborgcsfinge. kUm. Anspradien kin tritt trell Oer Karmerprozeß vor dem Ende. Oer Verzicht aus die Sachverständigen. Zm Prozeh gegen den Aarmer Langkopv fanden gestern nur belanglose Vernehmungen stall. Das haupl- inlereffe nahmen das Gutachten des Sachverständigen Ca- z a r u S und die Auslagen des Präsidenten K a r p i n s k y vom Reichsentlchädigungsaml in Anspruch. Nochmittags wurde zunächst der Regierungsrot Densow aus dein Reichsenlichädigungsanit vernommen, mit dem Langkopp drei Tage vor dem Attentat über seine Schadensangelegenheii gesprochen hol. Der Zeuge sagt aus, dah Langkopp ihn um die Gewährung eines A u s re i s e d a r le h c n s bat". Er iorderte Langkopp aus, darzulegen, dag er wirtlich die Absicht zur Ausreise hätte, und dann könnte er ein Darlehen von.5 0l>ll Mark erhalten. Daraus vernahm der Staatsanwalt noch einmal den Präsidenten Kar- p i n s k y. Staatsanwalt: Die Herren Abgeordneten haben immer von Verzweülungsschreiben erzählt, die sie erhalten haben. Haben Sie, Herr Präsident, aber auch Dankschreiben? Zeuge: Wir erhielten eine große Anzahl von Danischreiben. Sie sind gesammelt"und könne» dem Gericht vorgelegt werden. Ich schäge, dag in der Zeit der Schlußentschädigung drei- oder vier- hundert Dankschreiben eingegangen sind, im ganzen sind wohl lösist bis 2O0O eingelausen.— Daraus führte der Sachverständige. Regierungsrat Lazarus, aus, dag die Gescgc zwischen freiwilliger Abwanderung und Verdrängung unterscheiden Leute, die freiwillig noch Deutschland zurückkamen, werden nur ent- schädigt, wenn ihr Eigentum inzwischen geplündert worden ist. Der Angeklagte Langkopp steht immer wieder aus und fragt den Präsidenten, wie er nun heute zu seinem Rechte kommen könne. Daraus entwickelt der Zeuge Karpinsky noch einmal die Rechts- läge in dem Falle Langkopp. Staatsanwalt: Es wurde hier wiederholt von kleinen und großen Geschädigten gesprochen, was für Unterschiede machen Sie da? Zeug«: Große �ongkopp gehört also zu den mitt- das System so ausgebaut, daß Schäden sind solche über 200»00 Mark, die kleinen Schäden liegen unter 3000 bis 7000 Mark, dazwischen liegen die mittleren Schäden. Die Entschädigung La leren. Aei den Entschädigungen ist bei kleinen Schäden 100 Pro;, vergütek werden, dann nimmt der Prozentsatz ab. Bei Grohgeschädigten liegt der öatz unter 27 Proz. Die Verteidigung will nun aus weitere Sachverständige ver- zichten, wenn auch die Staatsanwaltschaft van der Vernehmung ihrer «vachverständigen A b st a n d nehmen würde. Der Staatsanwalt begrüßt diese Anregung, weist ab«r darauf hin, dah in der Oessent- lichkeii manches gesagt worden ist. was nicht unwider- sprachen bleiben kann. Trotzdem würde er auf weitere Gutachten oerzichten, wenn als wahr unterstellt wird, daß viele vorgebrachte Schadensfälle nicht zu der ZustänLigkeit des Reichsentschädigungs amtes gehören, sondern daß dafür ganz andere Gesetze und andere Behörden maßgebend waren. Ferner müsse als wahr unterstellt werden, daß 70 Proz. der entschädigten Ausländsdeutschen h u n- dcrtproz entig entschädigt worden sind. Regierungsrat Lazarus führt aus, die kleinen Sachschäden seien bis zu 3000 Mark voll abgefunden worden. Wir hatten insgesamt ZZ5 000 Sach. schädenslälle zu bearbeiten, davon waren 270 350 kleine Sachschäden bis zu 5000 Mark. Dies« sind hundertpozentig abgesunden worden, wenn man die Vorkriegsmark der jetzigen Goldmark gleichsetzt. Roch kurzer Beratung verkündete Landgerichtsdirektor Ziegel als Gerichtsbeschluß: Die weitere Vernehmung von Sachverständigen ist nicht erforderlich. Das Gericht verzichtet auf weitere Beweis- crhebung. Es soll lediglich noch Landrichter Aldffel ver- nommen und aus Montag Uhr geladen werden. Die VerHand- lung wurde daraus sjir heute geschlossen und auf Montag früh Ol» Uhr vertagt. Nach kurzer Deweisausnahme werden am Montag gleich die Plädoyers beginnen. der den betrunkenen Gast vortretslich mimt, den trefflichen Balance- Künstler Frank und den Dressurakt des Herrn Golemann, der sich die Kleintiere erzogen hat. Hunde, Katzen und sogar zwei Füchse. Die B i a n c a- F o sc a- T r u p p e" zeigt rhythmische Tänze etwas zu gesucht in buntem Lichtwechsel. Hastentlassung der Gebrüder Gaß. ES ist ihnen keine Beteiligung am Tresorraub nachzuweisen Aus Antrag der Staatsanwaltschast III ist am gestrigen Sonnabend der haslbesehl, der gegen die drei Gebrüder Saß wegen Verdachts einer Beteiligung an dem berühmten Tresor- rank» in der Ailiale der Disconto-Gesellschast am wiltevberg- platz erlassen mar, vom vernehmungsrichler ausgehoben worden. Trotz der fleißigsten Arbeit der Berliner kriminal- polizet hat sich bisher kein zur Anklage ausreichender Tatverdacht ergeben, jo daß die drei aus freien Auh geseht werden mußten. Die Verhaftung der Gebrüder Saß, die früher zu den gefürchtet- sten Bankeinbrechern gehörten, aber in letzter Zeit keinerlei Strafen mehr zu verbüßen hatten, war hauptsächlich dadurch entstanden, dah gelegentlich einer Haussuchung von der Polizei einige Wertsachen und Goldstücke gefunden worden waren. Die Kriminalpolizei nahm on, daß diese etwa aus den erbrochene» Schließfächern am Witten- bergplatz stammen könnten. Als man dann noch weiter festgestellt hatte, dah die Gebrüder Saß Wertpapiere verkaust hatten, worüber sich Auszeichnungen In einem beschlagnahmten Notizbuch fanden, und als schließlich noch einige Tresorschlüssel entdeckt wurden, schritt die Polizei zur Verhaftung der drei. In der Zwischenzeit hat sich ajjer rrotz fieberhafter Arbeit der Kriminalbeamten kein weiteres Belastungsmateriol gegen die Gebrüder Saß aus- finden lasten, die Ermittlungen hatten vielmehr negativen Er- s a l g, denn es konnte nicht nachgewiesen werden, daß die bei Sah gefundenen Tresorschlüstel z» den erbrochenen Safes der Disconio- Gesellschaft paßten Die Gebrüder Sah blieben auch stets dabei, daß sie von dem Einbruch in die Disconto-Gesellschast nicht das geringste wüßten und noch viel weniger dabei beteiligt gewesen seien. Nach verschiedenen Bemühungen von der Verteidigung hat sich jetzt auch der Vernehmungsrichter der'Auffassung angeschlossen, dah sich die Hast nicht länger rechtfertigen laste. Die Ermittlungen der Kriminal- Polizei, die andauernd fortgesetzt werden, haben bisher keine neuen Anhaltspunkte für die Täter erbracht. Die Elefanien sind los! Und richten in Jieuttingen groben llnfiig an. der Stadt Reutlingen kam es zu einer aufregenden EUfantensagd. Vier Elefanten des hier gastierenden Zirkus Krone entwichen ihren Wärtern. Der eine von ihnen rannte von» Güterbahnhof aus in das Zentrum der Stadt und stattet« dort mehreren Läden in der Stadt einen„Besuch" ab. Zunächst drückte er die Tür eines Lampenladens ein, ging durch den ganzen Laden hindurch und begab sich schließlich, ohne größeren Schaden anzurichten, durch eine andere Tür wieder auf die Wilhelmstraße. Der zweite Besuch galt einem Optikergefchäft, wo zwei Türen eingedrückt wurden und ein« große Vitrine mit Brillen und anderen optischen Artikeln in Trümmer ging. Von hier aus führte der Weg des Elefanten in«we Musikalienhandlung, wo große Ver- Wüstungen angerichtet witrden. In einem Herrenartikelgeschäft schlug der Elefant die große Schaufensterscheibe«in. Außerdem fielen ihm«in Motorrad und«in Fahrrad zum Opfer. Auch in den Gärton, die das Tier schließlich durchrannt«, entstand Schaden on Zäunen usw. Erst nach einer halben Stund« ausregender Jagd konnte der Riese wieder eingesongen werden. Dic drei anderen Elefanten hatten sich inzwischen in der T ü- binger Vorstadt getummelt, wo gleichsalls moncherlei Schaden in Gärten, an Zäunen und Hauseir.gängen angerichtet wurde. Beim Einsangen der Tiere erhielt einer der Wärter einen Schlag. Er mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Seine Verletzungen find jedoch nicht schwer. Oer Tod in den Wellen. Vier Ahlbecker Fischer ertrunken. Ein schweres Unglück, bei dem vier Aischer den Tod in den wellen fanden, ereignete sich in der Ostsee einige Kilometer vor Ahlbeck. Beim Aussetzen der Rehe wurde ein Aischerbool von einer Schnceböe überrascht und zum Kentern gebracht. Alle vier Insassen sind nach einem verzmeisellen Kampfe mit den hochgehenden wellen ertrunken. Es handelt sich um vier Ahlbecker Fischer, dic sämtlich 8 a- m i ki e n vä t e r sind und insgesamt 15 Kinder hinterlnsten. Das Unglücksboot wurde mn Sonnabeird bei Ahlbeck on den Strand getrieben. Don den Leichen konnte noch kein« geborgen werden. „Das gesamte Stationspersonal schuldig." Die Sisenbahnkaiastrophe in Rumänien. Bukarest. 6. April. Ver rumänische Verkehrsminisler. der an Ort und Stelle eine Untersuchung über dic Ursache der Eiseobohnkatastrophe von voboc vorgenommen hat. erklärte, die Untersuchung habe ergeben, daß das gesomle Personal der Station ein- schließlich des Stationsvorsteher» wegen INchtbeachwng der Vorschriften für den Unfall verantwortlich zu machen sei. Bisher sind 12 Tote und 58 verletzte festgestellt worden. Es scheinen bei den rumänischen Vahnen tolle Zustände zu herrschen. Herr M a n i u und seine Kollegen haben Gelegenheit, nach dem Rechten zu sehen. Die Internationale Vereinigung für Iugendwohlsahrk veran- staltete im August 1028- in Genf einen internationalen Wettbe- werb für Kinderzetchnungen. Alle Länder haben sich beteiligt. Im Deutschen Reiche waren durch das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht, Berlin, Potsdamer Str. 120, Gymnasien, Lyzeen und Mittelschulen gebeten worden, an dem Wettbewerb teilzuneh- inen. Dem Deutschen Reiche wurden drei Auszeichnungen zugesprochen: zwei davon erhielt die 1. M äd ch e n m i t t c l- schule Berlin-Neukölln, Donaustr. 120,»velchc ebenfalls die Ausstellung mit Zeichnungen aus allen Klassen der Schule be- schickt hatte. Die beiden Diplome sind vor einigen Tagen der Schule zugestellt worden.__ Uuentgeltliche Hauskraukenpflege.* Das Gesundheitsamt Neukölln hat sait Septsnrber 1023 die Einrichtung einer unentgeltlichen'Haustrankenpflege getroffen. um den Kranken, welche das Krankenhaus nicht aufsuchen wollen oder der Krankenhausbehandlung nicht mehr bedürfen, sine K r c" kenschwcster in ihrer Wohnung zur Verfügung zu stellen. Ist im Hause eines unbemittelte« Kranke» eine Wirtschaftshilfe nötig, so wird durch Vermittlung der Hauskrankenschwester eine solche beim Wohlfahrtsamt anoesardert. Die Meldestelle beim Gesundheitsamt Neukölln im Rathaus, Berliner«tr. 62/64. l Treppe, Zimmer 176, ist auch telephonisch unter? 2 0011,.Haus- leitung 142, zu erreichen. Für Fälle dringender Art außerhalb der Dienststunden oder an Sonntagen besteht in der Frensprechzentrale des Krankenhauses Neukölln sTelephon: F 2 3601) eine zweite Meldestelle. Allen Kranken wird die Hauslrankenpflege ahne Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse unentgeltlich gewahrt. Deraotwortlich Ntr Politik: Dr.®*tl Sei»«: Wirtschaft:©. SUiaflCl83fer; GewertschaktsbcweeanS: 3- Stetn«: RcuiUelon; R. 8-®3f4er; Lolal« «Ri SoTtftifles: Uri» StutCtSM: Zlniniarn: 14-©lade: sämtlich in Berlin. Verlag: Korwärt«. Verlag S m b S.. Berlin Druck: Korwärts.Buchdrnckcref und Berlagsantialt Paul Einger u S.B., Berlin SB 68. Lindcnftrate 8. 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Neben steigendem Rohstoffbedarf erzeugt die sortichr«it»end« Zivilisation stets wachsende Ansprüche an die Produkte fremder Länder und führt zur Steigerung der Einfuhr, die dann mit der Ausfuhr der eigenen Produkte bezahlt wird. In den entwickelten Industrieländern verstärken außerdem der Großbetrieb, die Spezialisierung der Produktion aus bestimmt« Qualitätswaren, die Kartellpolitik mit ihren hohen Inlandspreisen, die gesteigert« Leistungsfähigkeit der Anlagen die Notwendigkeit und den Zwang für die Ausfuhrstelgcrung. Ist die Zunahme der Ausfuhr In normalen Zelten ein Zeichen gleichmäßig fortschreitender Wirtschastsentwicklung, so wird ste i n Krisenperi-oden, wo nämlich die Einfuhr gedrosselt, die Aus- suhr aber mit allen Mitteln gefördert wird, zu einem krisen- abschwächendes Moment. Aus die Höhe der Umsätze im Welt- Handel übt die in den einzelnen' Ländern verfolgte Handels- Politik«inen großen Einfluß. Freihandel oder mäßige Zölle erhöhen, Hochschutzzölle vermindern die Außenhandelsumsätze. Letzten Endes hängt aber die Höh« de» Außenhandel» doch von der kaujkrästtgen Nachfrage der Dölkcr ab, welche Waren vom Ausland beziehen. Die Stetgerung der Kaufkraft in der Welt- wirtschost steigert die Welthandelsumsätze, die Kauf- krastabnahm« vermindert sie. Nun kann die fehlende Kaufkraft für die Einfuhr ersetzt werden durch Auslandskredite, mögen fi« In Form von Waren- krediten oder in anderen Formen auftreten. Aus diesem Grunde ist die internationale Kapitalbewegung ein wichtiges, ja aus- schlaggebendes Moment für die Gestaltung des Außenhandels, zumal Verzinsung und Rückzahlung der Auslandskredite in der Form der Warenaussuhr erfolgt. Deshalb wird die Einfuhr bei Aufnahme von Auslondskrediten erhöht, während aus Ländern, die in der Lage sind, Kapitalien auszuführen, die Warenausfuhr steigen wird. Die guke wellhandelsbilanz im letzten Zahr. Die umgesetzten Warenmengen im Welthandel waren im Jahre 1S28 nach Berechnungen des amerikanischen Außenhandelsrate» um etwa 10 Proz. höher als im Jahr« 1S27. Der Wert de» gesamten Außenhandel» der 4S Haupthandelestaaten belies sich im Jahre ISlZ auf 17,7 Milliarden Dollar, im Jahre 1325. dem ersten Jahr, da» IvlZ übertraf, auf 15,4 Milliarden Dollar: für da» Jahr 1327 wurde er auf 13,5 Milliarden Dollar geschätzt. Für 1328 fehlen noch die Wertangaben, doch dürfte der Wert de» Weltaußenhandels 1328 die mengenmäßige Steigerung von 10 Proz. nicht erreicht haben, da wichtige Waren, die Im Welthandel eine groß« Rolle spielen, wie Getreide, Gummi, Rohseide usw., im Preise ni«drig«r waren als ein Jahr zuvor. Dies fpiegelt sich auch in de» Handelsbilanzen der meisten Agrarländer wider, deren Aus- fuhr wertmäßig gesunken ist, mit Ausnahm- voN Dänemark und van Kanada, wo dt« außerordentlich große Ernte die Preissenkung mehr al« wettmachte. Di« Steigerung der W«lthand«lsumsätzs kam diesmal den «uropSischeu Ländern zugute, deren Anteil am Welt- außenhandel gestiegen ist, während der Anteil außereuropäischer Länder zurückging. Der Anteil der Vereinigten Staaten. Da» größte Interesse beansprucht die Entwicklung de« Außen- dandel» der Vereinigten Staaten. DI« Einfuhr der Vereinigten Staaten ging 1328 weiter zurück. Gegenüber einem Monats- durchschnitt oon Z63 Millionen Dollar im Jahr« 1326 und 348,8 Millionen 132? betrug st« im Jahr« 1328 im Monatedurchschnitt nur 840.3 Millionen Dollar. Umgekehrt die Au»suhr, die oon 400,7 Millionen Dollar Im Monatsdurchschnitt 1326 und 405,5 Mil- lionen 1327 auf 428.8 Millionen Dollar im Monatsdurchschnitt 1328 stieg. Der Gesamtumsatz im amerikanischen Außenhandel mit Waren ging im Jahre 1328 mit 3.2 Milliarden Dollar um etwa 2 Proz. über den Vorjahrsumfang hinaus und erreichte damit den höchsten Stand seit 132 0. Dabei ist die Einfuhr gegenüber dem Vor» fahr um 2,2 Proz gesunken, während die Ausfuhr um 5 Proz. stieg. Der Ausfuhrüberschuß betrug 1031 Millionen Dollar. Die erhebliche Aussuhrsteigerung entfällt hauptsächlich auf Fertigwaren, deren Ausfuhr 1328 um 13 Proz. zu- genommen hat. während die Nahrungsmittelaussuhr Infolge des Rückganges des Weizenexportes erheblich gesunken ist. Diese Eni- Wicklung spiegelt die fortschreitend« Umgestaltung de» Wirtschafts- aufbaues der Vereinigten Staaten, deren rasche Industriali- s i« r u n g, wider: es werden stets weniger Lebensmittel und mehr Industriewaren ausgeführt. Dabei spielt die Ausfuhr im Rahmen der Gesamtproduttion ein« st eis größer« Rolle. Im Jahre 1325 betrug noch der Anteil der Ausfuhr an der amerikanischen Gesamtproduktion etwa 3 Proz., an der Produktion von Fertigfabrikoten 7X bis 8 Proz, an Eisen und Eisenwaren etwa 5 Proz., das heißt es wurde nur ein verhältnismäßig geringer Teil der inländischen Probuktion ausgeführt.(Ausfuhranteil z. B. in England an der Gesamtproduktion 25 bis 30 Proz, in Deutschland mehr als 10 Proz) Der Anteil der Ausfuhr an der Gesamtproduttion ist aber in den Vereinigten Staaten im ständigen Steigen Damit wird aber die Industrie der Vereinigten Staaten ein gefährlicher Konkurrent aus dem Weltmarkt. Besonders sind es Südamerika und der Fern« Osten, wo die amerikanische Industrie immer festeren Fuß faßt; es gelang ihr bisher schon, die englische Industrie oon diesen Gebieten weitgehend zu verdrängen. Um die gewaltig erhöhte Leistungsfähigkeit der Industrieanlagen auszunutzen, ist ein« weitere Steigerung der Ausfuhr unvermeidlich notwendig. Dazu werden jetzt umfassende Vorbereitungen gemacht. Exportkartelle gegründet, der Außenhandelsdienst wird entwickelt, Gebiete, die bisher nur al» Bezugsquellen für Rohstoffe in Frage kamen, werden als Absatz- Märkte bearbeitet. Auf der anderen Seite wird die Schutzzoll- gesetzgebung der Vereinigten Staaten verschärft, die Einfuhr von Industrieprodukten weiter gedrosselt. So haben die europäischen Industrieländer allen Grund, dies« Entwicklung in der Außen- Handelspolitik der Vereinigten Staaten mit Sorge zu verfolgen. Der Wellhandel der europaischen Länder. Die Umsätze im internationalen Warenhandel(Einfuhr und Ausfuhr zusammengerechnet) sind in allen europäischen Ländern, mit Ausnahme von England und von Frankreich, gestlegen. Einfuhr und Ausfuhr sind gestiegen in Belgien, Holland, Norwegen. Däne- mark, der Schweiz, Tschechoslowakei, Oesterreich, Ungarn, Rußland, Jugoslawien, wobei die Ausfuhr stets in größerem Umfang stieg als die Einfuhr. Die E i n s u h r allein ist gestiegen in Frankreich, Finnland, Italien, Polen, Schweden, die Ausfuhr allein in Deutschland und England. Der englisch» Einfuhrüberschuß war 1328 erheblich geringer als 1927, einmal, weil wichtige Grundstoffe(Gummi) billiger ein- gekauft wurden, zum anderen, weil die Ausfuhrwerte trotz de« außerordentlich ungünstigen Absatzes von Kohl« und Textilwaren dank stark erhöhter Ausfuhr von Eisen, Stahl, Maschinen, Trans- portmitteln und Produkten der„neuen" Industrien(Elektrizität, Kunstseide, Grammophon, Auw) erheblich gesteigert werden konnten. In Frankreich ergab das Jahr 1328 zum erstenmal seit vier Iahren«inen erheblichen Einfuhrüberschuß in Höhe von 2.1 Milliar- den Franken, im Vorjaftr war noch die Handelsbilanz mit 1.3 Mil? liarden aktiv. Die Einfuhr stieg insolge der günstigen Wirtschafts- konjunktur, die Ausfuhr sank aus demselben Grunde und infolg« beb nach der Stabilisierung eingetretenen Preissteigerunzen. Sehr stark stieg die Passivität der italienischen Handelsbilanz: wesentlich« Steigerung der Rohstoffeinfuhr durch die allmählich« Ueberwindung der Wirtschaftskrise und große Ausfuhrschwierigteiten nach der Lire- Stabilisierung sind die Hauptursachen. Besonder» lebhaft hat sich der Ausfuhrhandel der kleineren Industrieländer Belgien, Schweiz, Tschechoslowakei und Holland gestaltet. Die Zukunft des Welkhandels. Wenn auch der Welthandel sür die europäischen Industrieländer Im Jahre 1328 kein ungünstiges Bild zeigte, so liegt darin keine Gewähr sür ein« günstige Entwicklung in der Zukunft. Aus die Verschärfung der gegenseitigen Absperrung mit handelspolitischen Mitteln, aus die steigende Konkurrenz der Bereinigten Staaten haben wir schon hingewiesen. Entscheidend wird letzten Endes sein die Entwicklung der K a u f k r a f t sowohl in den kapitalistischen wie in den nichtkapitalistischen Ländern. Hot z. B. Rußland seine Außen- Handelsumsätze im Jahre 1328, sowohl seine Ausfuhr und mehr noch feine Einfuhr, zwar steigern können, so ist der russische Außenhandel immer noch verschwindend geringfügig. Die Einsuhr betrug im letzten Jahre etwa 80 Proz. der Borkriegseinsuhr, die Ausfuhr etwa 45 Proz. Wird die russische Bevölkerung und ebenso die chinesische, indisch« usw. in die Lag« kommen, europäische Jndustrieprodukte zu taufen, so wird es wohl möglich sein, die überschüssigen Industrie- Produkte der europäischen Industrieländer gegen Rohstoff» und Agrarprodukte einzutauschen. Don dieser durch politische und wirt- schaftspolitische Entscheidungen wesentlich beeinflußten Entwicklung wird das künftige Schicksal des Weltaußenhandel» bestimmt werden. A. H. Schnett abnehmende Arbeitslosigkeit. Marz: Rheinland 30 Prozent.— Brandenburg langsamer. Die Zusammenpressung der lond- und bauwinschafttichen Ar- beiten durch den langandauernden Frost hat naturgemäß auch eine sehr schnelle Entlastung de» Arbeitsmarktes zur Folge. Das Höndes- arbeitsamt R h einland meldet für die zweite Märzhälst« einen fast doppelt so starken Rückgang der Zahl der Unterstützung»- empfänger als in der ersten Märzhälfte. Im ganzen Monat März ist die Zahl der Unterstützten bereits um 30 Proz gesunken. Das Landesarbeitsamt Brandenburg meldet«inen langsameren Rückgang, der sich aus der östlichen Lage, der längeren Dauer des Frostes und aus dem tieferen Andringen des Frostes in den Boden erklärt. In dem Bericht de» Landesarbeitsomtes Brandenburg heißt es: Die Besserung der Arbeitsmorktlage hat sich im Bereiche des Landesarbeitsamtes Brandenburg auch in der Woche zum 30. März sortgesetzt. Die Zahl der Arbeitslosenunterstützungsempfänger ist um weitere 20 000 Personen zurückgegangen. An dieser erneuten Eni- lastung sind wie in den Vorwochen die Außenberuse. insbesondere die Land- und Forstwirtschaft, das Baugewerbe und die Schiffahrt betei'igt. In der Berichtswoche fiel die Zahl der Arbeitsuchenden um 24 731 auf 323 712. d. h. um 8,38 Proz, gegenüber einer Ab- nahm« von 24 873 gleich 6,58 Proz. in der Vorwoche. Innerhalb des Landesarbeitsamtes Brandenburg oerteilen sich die Arbeit- suchenden auf Berlin niit 212 481, auf die Provinz Branden- bürg mit 104 087 und aus die Grenzmark Posen-Westpreußen mit 13184 Perjoneq,....-- Die Zahl der Hauptunter st ützungsempfänger tu der verstcherungsmäßig«, Arbeitslosenunterstützung betrug 234 514, in der Krisenunterstützung 22 934, zusammen 2ö7 448 Per- sonen. Von den Hauptunterstützungsempfängern in der Arbeits- losenverftcherung entfielen aus Berlin 130 130. aus dl« Provinz Brandenburg 32 472, auf die Grenzmark Posen-Westpreußen 11 312. Für die Krifenfürsorg« betrugen die gleichen Zahlen für Berlin 13 078, Brandenburg 3731, Grenzmark Posen-Westpreußen 125. 200000 Autos bei Opel. Nach einer Meldung der„Vossischen Zeitung" will Opel bauen. Neue Grundstücke sind angekauft, und die Erweiterung der Pro- duktionsanlagen soll die Leistungsfähigkeit in einigen Monaten auf jährlich 200 000 Autos erhöhen. Dobel ist zu berücksichtigen, daß schon für 1928 die Leistungsfähigkeit auf 150 000 angegeben war; sie wurde allerdings nur mit etwa 80 000 ausgenutzt. Die neue Erweiterung müßt« man schon dem Einfluß der Amerikaner zu- schreiben._ Die Verschuldung der Städte. Nach den letzten statistischen Mitteilungen des Deutschen Städte« tage» hat sich im oierten Ouartal 1328 die langiristige An- leiheschuld der deutschen Städte mit mehr als 25 000 Ein- wohnern insgesamt um 252,2 Millionen erhöht, wovon 190,2 Mil- lionen aus neue Inlands- und 62,0 Millionen auf neue Auslands- anleihen entfallen, die schon früher von der Beratungsstelle ge- nehmigt worden waren. Di« Ausländsanleihen wurden mit 98,8 Prozent für ösjentllch« Versorgungsbetrieb«, die Inlandsanleihen mit 80,4 Prozent für Wohnungs- und Siedlungszwecke verwendet. An kurzfristigen Krediten sind insgesamt 110,5 Millionen hin- zugekommen, so daß sich Ende 1328 ein Bestand oon 788,5 Millionen ergab. Der Zresser Veemtsma. Tltnt Konzentration in der Zigarettenindustrie. Der größte deutsch« Zigaretten-Konzern, die R e e m t s m a- Iasmatzi-Gruppe, entwickelt in letzter Zeit eine bemerkens- werte Ausdehnungstätigkeit. Der Konzern, der bereits in den letzten Jahren eine Anzahl mitllerer Unternehmen erworben hatte, darunter auch die beiden Berliner Gesellschaften Karmitri A.-G. und die Zigarettenfabrik Manoli, steht zur, zeit in Verhandlungen wegen der Uebernohme der M a s s a r y« Zigarettenfabrik und der Dresdener Eckstein- Werke. Jetzt wird bekannt, daß auch die Stuttgarter W a l d o r f- A st o r i a- Gesellschaft in den Besitz der Reemtsma-Gruppe übergegangen sei und daß nach dem Verkauf der Waldorf-Astoria-Aktien das Stuttgarter Werk stillgelegt werden soll. Wie wir erfahren, kommt die Tatsache des Aktienverkaufs durch den in Paris wohnen- den Großaktionär von Waldörs-Astoria Ktazim C m i n, sowie die beabsichtigt» Stillegung de» Stuttgarter Wertes der B e- triebsdirektion vollkommen überraschend. Da von einer eventuellen Stillegung mehr als 1400 Arbeiter und Arbelke- rinnen betroffen werden, hat die Stuttgarter Regierung bereits Der- Handlungen mit der Waldors-Astoria-verwaltung wegen Fortsetzung des Betriebe» aufgenommen. Im Zusammenhang mit dieser starten Konzentrationsbewegung in der Zigarettenindustrie stehen die Abkommen, die der Reemtsma- Konzern mit der N e u e r b u r g- Gruppe über Rabatt- und Preis- schutzfrogen getroffen hat. Die beiden Konzerne, die mehr als 80 Prozent der gesamten deutschen Zigorettenfabritation kontrollieren, verfolgen also«Ine völlig einheitliche Absahpolitik. „Das kommunale Elektrizitätswerk." Neue Zeitschrist.— OeffenNiche Werfe billiger als private. Zum 1. April ist das erst« Heft einer neuen Zeitschrist„Das kommunale Elektrizitätswerk" erschienen. Herausgeber ist Dr. Kaust- mann vom Vorstand der Berliner Elektrizitätswerke A.-G. Zu den Mitarbeitern zählen die bekanntesten kommunalen Elektrizitätssach- leute, insbesondere auch Vizepräsident Dr. Elsas vom Deutschen Städtetag. Die Zeitschrist kennzeichnet ihre Absicht dahin, die In- teressen der Elektrizitätswerk« der Gemeinden und Gemeindever- bände zu wahren, die heutig« Rechts- und Mrtschastsstellung der öfsentlichen Werk« zu erhalten und die einzelnen Werke im Kamps gegen Angriste von außen, aber auch in Erhöhung chrer Wirtschaft- lichkeit zu unterstützen. Die Arbeiten des ersten Hefte» stammen von Dr. Wendorst von der Interessengemeinschaft Kommunaler Elektrizitätswerke, vom Vizepräsidenten des Deutschen Städtetages Dr. Eifas(Die Besteue- rung der öfsentlichen Unternehmungen) und oon Dr. Hosiosky(Die Preispolitik kommunaler Elektrizitätswerke). Gegen die B e st e u e- rung der öffentlichen Unternehmungen sagt Dr. Elsas zusammenfassend, daß st« im gegenwärtigen Augenblick nur«in« schwere Erschütterung von für die Gesamtwirstchast seh? wichtigen Zusammenhängen bedeuten, von der das Reich keinen er- heblichen Vorteil, die Gemeinden eine schwer« Benachteiligung, die Wirtschaft selbst ein« wesentlich« Belastung erfahren würde. Besonders interessant für die so hestig gewordene Diskussion um die Leistungsfähigkell der Lstenttichen Werke sind emige Zahlen, die Dr. Hosiosky in seinem Artikel verösfentlicht. Im Gegensatz zu der von den Gegnern der öffentlichen Werte immer zitierten Lude- wigschen Schrstt„Die Lieferpreise für elektrische Arbeit bei kommu- nalen und privaten bzw. gemischtwirtschastlichen Unternehmungen". die mit unbrauchbaren Methoden und falschen Zahlen zu höheren Preisen für die öffentlichen Werk« kommt, stellt Dr. Hosiosky die größere Billigkeit der öfsentlichen Stromliefe- rung gegenüber der privaten fest. Er kommt dabei zu folgendem Ergebnis: 1 Kilowattstunde tostet Lichtstrom Kraststrom bei kommunalen Werken 44,1(44,4") 23.5 /(26,5) bei gem.-wirtsch Werken 45.71,,, 2l.7 i m.. bei privaten Werken.. 48.1 f(44'2) 31.5/ �4'4) *) In Klammern die Ziffern von Dipl-Ing. Ludnvlg. Danach zeigt die«ingehende Nachrechnung der Ludewigschen Zahlen, wie wir früher schon einmal feststellen konnten, daß der öffentliche Lichtstrom pro Kilowallstunde um 4 Pf. und der öffentliche Kraststrom um 8 ps. billiger ist al» bei den rein privaten werten. Diese Feststellungen werden bei den weiteren Diskusstonen ernsthaft zu beachten sein. Wir begrüßen das Erscheinen dieser speziellen, den Jnter- essen der öffentlichen Kraftwerke gewidmeten Zeitschrift. Die ösfent- liche Wirtschaft war bisher viel zu bescheiden in der Verteidigung ihrer Intrnssm auch im Urteil der öffentlichen Meinung. Wir hoffen, daß die Zeitschiift auchden wirtschastspolitischen und theoretischen Problemen der öffentlichen Werke, die bisher noch keine Tribüne haben, ihre Arbeit widmen wird. Auch eindringend« Selbstkritik, besonders bsi den Zusammenhängen zwischen öffentlichen Werten und öffentlichen Finanzen, muß ge- pflegt werden. Eine Zeiffchrift öffentlicher Werke muß unter den heutigen Verhältnissen auch den Mut haben, eine Kampfschrift zu sein, und, wo es nötig ist, auch privatwirtschoftlichen Kreisen auf die Füße zu treten nicht fürchten, nachdem der Einfluß solcher privater Kreise im Bereich der öffentlichen Wirtschaft unangemessen groß geworden ist. Genfer Zuckerkonserenz beendet. Di« vor dem Wirtschafts- komitee de» Völkerbundes m Genf oon den Sachverständigen aus 17 Ländern durchgeführte Berichterstattung und die damit verbun- denen Beratungen find beendet. Der deutsche Staatssekretär Dr. Trendeienburg faßte in seiner Schlußrede die von den Sachverstän- digen gemachten Vorschläge zusammen. Die Vorschläge lauten auf eine Stabilisierung der Zuckerp toduktion während drei oder vier Iahren und die Ergrtisung oon Maßnahmen zur Steigerung de» Zuckeroerbrauches. Detont wurde von Dr. Trendelenburg, daß diese Maßnahmen im wesentlichen durch privatwirtschaftliche Vereinbarungen sichergestellt werden müssen. Reue Dioidendensteigerung im källemaschinen-konzern. Die Gesellschaft sür Lindes Eismaschinen A.-G. in Wiesbaden, der stärkste deutsche Kältemaschinen-Konzern, der auch eine große Anzahl aus- ländischer Betriebe besstzt, konnte seinen Reingewinn im letzten Jahr von 2,4 aus rund 2,8 Millionen Mark erhöhen. Dementsprechend wurde die Dividende, die schon im legten Jahr von 10 auf 12 Proz. gesteigert wurde, weiterhin auf 14 Proz. heraufgesetzt. Nach Berösfenttichung de» Geschästsberichts kommen wir auf den Abschluß»och zurück.' HeitfeSonitfa�Ha�blaflverbrettiiiig Die Genossinnen nnd Genossen irelfen sidi um 9 Dhr L d. Bezlrüsiokalen Cinftabaagni ffit dies« 3tnbrU fi»d »etil« SS*8, ginbenittagt 3, Parteinachn'chten/M� fürGroß-Verlin stet» tn bm S(|lr{«f(fnti> Uhr. 4. Are!» Prrn, lauer Berg. Voranzeige! Mittwoch, 17. April, 12 Vi Uhr, i» ben eafiuo.Ftpsälrn, Pappelall», Iii, Areiafanltionärvcrsammlung.«ähere Mitteilungen erfolgt» noch. 3.«rei» Fricdrichehai». Montag, 8. April, UVi llhr, I» Schmidt» Sefell- schaft»han», Feuchtste. 30», Areisoertreterversammlnng. r«ge,»rb»»ng: 1. Statntenberatnag 2. Stellungnahme zum Bezirisparteltag. Mitglied». buch»ad Drlegiertena»»««i» mitbringen! Achtung! De» Seuoff» Ott» ttramer bittet, au diesem Abend die Billett»»o» der Zugeubfeirr mit ihm abzurechnen. 7. Arei» Sharlottenburg. Dienstag, 9. April, 19 Vi llhr, im Zimmer 1 de, Rathauses erweiterte Areisvorftandssißung. 2. Atel» Wilmersdorf. Der ffiomnaftiriurfus wird am Dienstag, 2. April, 20 Uhr, in der Babelsberger Str. 24 fortgesetzt. 12. Arei» Zehlendors. Aostenlole Eprechstelle in allen Wohlfahrtsangelegen. heiten beim Ibenossen Bernhard Zander, Zchlendorf, Soen-Hedin�ptr, 74. Donnerstags von 17 bis lg Uhr. 11. Arei» Schoneberg.Ariedenaa. Dienstag,». April, 20 Uhr, Sitzung der Zritunaslommisfion tn der Spedition, Beiziger Str. 27— Montag, 8, April, 20 Uhr, spricht im Rahmen der kommunalen Vortragsreihe bei Will, Martin.Luther.Straßc 0», Genosse Stadtrat Srnft Reuter über: »Berkehr und Betriebe". 12. Arei» Tempelhof. Montag, 8. April, 20 Uhr, Fraklionsfltzung in Tempel- Hof. Dorfstr. 42. Bertrag:»Die kommunalen Unternehmungen der Stadt Berlin". Refernt: Dr. Richard Lohmann. Alle Bilrgerdcputiertcn und die Mitglieder der Arbciterwohlfahrt nehmen an dieser Sitzung teil. 12. Atel» Atzvenick. Montaa. 8. April, 12 Ubr snicht 12',; Uhrs im Arbeit». amt, Schreiberhourr Straß«, ArriotunktionZrkonkerenz. Bortrag:»Die politische Lage". Ref. Zohauue, Stelling, M. b. 3t. heute. Sonntag, 7. April, Flugblattverbreltiing von de« nachstehend angegebenen Lokalen aus: 7. WM. 2 Uhr bei BSrwalbe. Schlegelstr. 8. Tharlattenburg. s?. Abt. 2 Uhr bei Bade. Aaiseiin�llugusta-Mlee ÜZ.—, 22. Abt. 9 Uhr. 8. Gruppe: Schutz, fflallllt. 90. 9 Gruppe: Reimer, Wilmeredorscr Str. Zl. 10. Gruppe: Röhricht, Schloß, tr. 4Z. 7t. Abt. Zehlendors. Mugblattverbreitung fllr alle Genossinnen und Genosse« in den einzelnen Bezirken»m 9 Uhr. GchSnebeeg. 77. Abt. 9 Uhr: 1. Bezirk: Milde. Rovendorfstr. 18. 2. Bezirk: Iliraens, Barbarvssastr. äa. 3, 4. Bezirk: Will. Martin, Luther-Str. 69. — 82. Abt. 9 Uhr bei Gütlich. Begasstr, 1. 82. Abt, Steglitz, 9 Uhr: 1., 2.. S.. 4. nnb 9. Bezirk bei Schellhake. Ahorn. strnße Ida. 5., 6. nnd 8. Bezirk: Selix, BIsmarckstr. 8Z. 7. Bezirk: Lokal Lichterfelder Straße l. 22.«de. Britz.Buikow. Von 9—12 Uhr bei Arnold, ssritz.Rentrr.Alle« 14. 2 Dr. 112.»bt. Lichiruberg. 9 Uhr bei Morr. Neue Dahnhosstr. 28. Morgen, Montag. 8. April. Funktionarsitsungeii in den nachstehend angegebenen Lokalen der Abteilungen: 7.«bt. 19H Uhr bei BLewalde. Schlegellii. 8. 77.«bt. I9>, Uhr bei Schmibt. Wiclrfstr. 17. 13. Abt. 19!� Uhr bei ArUger, Butiitzstr. 10. 14. Abt. 20 Uhr bei Louritzen, Bntbusser Str. U. 12. Abt. I9'i Uhr bei Obiglo, Stralsund» Str. 11. 1«.«bt. lg'L Uiir bei Linzel, Usedomstr. 22. 17. Abt. 19'; Uhr bei Dose, Rvrdhasen 6. 1«.«bt.>9-d Uhr bei Sorgatz, Uferstr 12. 12.«bt. 19'i Uhr bei Schrepel. Srünthaler Str. 12. Z«.«bt. 20 Uhr bei Pose. Aoloniestr, IS. 21.«bt.»Vi Uhr In der«eschöftsstelle. Utrechter Sir 21. 22.«bt. 19>i Uhr bei Senkel. Uirechter Str. 10. 23. Abt. 19' i Uhr bei Grunewald, Aameruner Str. 19. 24. Abt. lOVd Uhr bei Rößner, In,manuelkirchsir. 22. DI, abgelaufenen Funk. tionärausweis« sind mitzubringen. ?7.«bt. lg'i Uhr bei Mehlberg, Gaudtzstr.«. 28. Abt. Pünktlich I9Vi Uhr bei g'artelt. Worther Str. 19. 30. Abt. 19'.; Uhr bei Pohst, Lnchener Str. 103. Ecke Stargarber Straß». 39. Abt. 19 Vi Uhr tn der Juristischen Sprechstunde. Lindenssr. 2. Anfang pünktlich. 40. Abt. 20 Uhr bei Aeufner, tzagelberger Str. 20». 41. Abt. 20 Ubr ss-nnktionörsltzung mit der Abtellunqsleltnng bei Lipfert. Mariendorfer Str. 0. 42. Abt. 20 Uhr bei Wier»dorkl, Urbansir. 2. «.«bt. 19-4 Uhr bei Arepp, Blanufer 75. 44. Abt. 19'4 Uhr bei Ewald, Ekalitzer Str. 120 43. Abt. 19-4 Uhr bei Wolkf, Förster Str. 44. 44. Abt. ,9-4 UKr bei«ichholz,«uorgstr. 23. 47. Abt. 10- V Uhr bei Mar Arause, Mariannenplatz 22. 48.«bt. 20 Uhr im Lokal Schmoll«. RU, erste.»4 snicht bei Brösle). 82.«bt Rarienborf. 19-H Uhr bei Reumeper, Schöneberger Straß«, Eck« ><»131».' 90.°«bt. 19H Uhr bei«chadieko.»eichs.lstr. 3.- 21. Abt. 1954 Uhr im Lokal Scharschmidt. Flughasenstr. 36.— 92. Abt. 20 Uhr bei Wolfs, Aaiser.Friedrich.Strvße 173. Wichtig« Tase»ordnung.— 28. Abt. 19-4 llhr bei Teich, Anesebechftr. 133. 22. Abt. Brltz.Bmkow. 19-4 Uhr hei Becker, Britz,«hauiseeikr. 99. tn. Abt. Obeeschöneweibe. 19-4 Uhr bei Winkler. WilhelminenhofsKaß». Wichtige Tagesordnung. ttt. Abt. Rahnsdors. 20 Uhr Barsianbslltzung bei Witt«. Mrskenwalber Str. 182.«bt. Reiaickendors.Ost.»Unser Weg können bi« Bezirkssührer ab 17 Uhr von der Genossin Bone, Lindauer Straß«, in Empfang nehmen.— Zu» Zahlabrnd am Mittwoch. 12.«pell, müsse» bi« B«»irk»f»hrer einlaben. tn. Abt. Reixickenbors.Seft. 19V4 Uhr im Bolkshaus. Echarnweherstr. 114. 141. Abt Rosenth«!»»b Rieb erschonhanse».»est. 20 Uhr bei Fritsche, Rieber. � Dienstag. S. April: 2. Abt. 20 Uhr Funktipnilrversammlung bei Rickert, Strinrnetzstr. 80». ». 2»t.» Uhr bei Hübner. Dilsnacker Str. 34. ffunktlonSrntzuna. Funkt!». nllrausweise sind zwecks Umtausch mitzubringen.— Achtung! Borstand». n. 11. 40. Sil.°X Uhr Abteilungsversammluna bei Zun» Dreibund str. U» Barteag »Reliaionesragen". Referent Aarl Scholz. 2« Abt. vilmer»b»«f. 20 Uhr bei Anika. Lauenburger Str. 20, Mitglieder. »ersammlung. Vortrag:»Politik»nb Wirtschaft". Referent Genosse Kilbenbränbt. 9t. d. 9t. M.«bt. Temp«lh»s.]914 Uhr gahlabenb. 2.». 3. Bezirk: Lokal Pommerenina, Berliner Str. 100. Bortrag:„Staatliche Sigendetriede". Referent Genosse Reumann. tU.»bt.«einickrnbirs vft. 20 llhr bei Graballe. Benkcstr. 13 sBcnke-GaW. FanktionSrsttzung. Öung um 1954 Uhr ebenbort. >t. 20 Uhr bei Eanbow. Flensburg er Str. 3. Funktlonärsttzung. 2lbt. 1954 Uhr bei Hagedorn. Jagowstraße, Ecke«lt-Moabtt. FunktionSr» etz-mg._________.._________________________ 24 Abt. Tboelottenb»«. Voranzeige! Sonntng, 14. April, pönkt» Nch 19 Ubr I» Schllltr-Reolaymnastum, Ohailoitendnr,. Schillerstr. 20. Fahnenweih« nerbunben mit eine» Ehrung ber Parteijnbiiar» ber Abteilung. Weihered«: Art«« Triopie».«. b.». Alnoier-»nb Streich. konzeet. Rezitationen, Bariton-Sol«»nb MSnnerchor. Unkoftenbeitrag 32 Pf. Z «eFrviKg-SIvFFe yt TU?.Tkuiun*, 3� Oualäntpft. �2 Molkenm�rki* Hsf 4 122.»bt. Btenbnrf. Zahl, und llnterhaltungsabenb am Mittwoch, 10. April. Genpsse Sannenburg spricht über: Menschliche Irrungen". Arouenveranstalinngen. 0. Arei» Sedhing. Dienstag, 9. April. 20 Uhr, Im Swinrmstnder Gefell. schoftshans, Swinemünder Str. 42, Funklonärinnenfitzuna. 13. Arei» Treptow. Dienstag. 9. April, 19 Uhr, treffen sich die Funktio. närinnen de, Areifes in der Schilleeasocke, vberschöneweide, Schiller. Promenade, zum gemütlichen Beisammensein. 18. Arei» Weißense«. Monla«, 8. April, 30 Übt. im»Südwestafrikaner". Elch. tenberger Ecke Dassostraße. Bortrag:„Erziehung zum Friedenswillen". Referent: Ad. Abt«. 33. Abt. Dienstag, 9. April. 1954 Uhr, In d« Gemeindeschule Hohenlohe. steaß« 10. Vortrag:»So.zialhvgienische Forderungen für die Proletarier. fiau". Referent: Dr. Rordert Marx. 123. Abt. Aauledorf. Dienstag. 9. April, Im Lokal sstbner. Wilhelm. Ecke Bahnhofstraße. Vortrag:„Der Aampf um die Todesstrafe". Referent: Dr. Mar StMiite. 128.»nb 130. Abt. Pankow. Der Frauenabend fällt in diesem Monat wegen des Internationalen Feanentages aus. 132. Abt. Reinickendorf. Oll. Freitag, 12. April, 20 Uhr, Besichtigung des Pia» netarii'M» am Bahnhof Zoo 132. Abt. Tegel. Montag. 8. Aprtl, 20 Uhr, Im Jugendheim vahnhofstr. 13. Vortrag:„Zugendnoi". Referent: Wilhelm Miethke. vezirksausfchuh für Arbelkerwohlsahrl. Generaloerlammlnng am 8. April, 12 Uhr,»llnM'ch,>» Bürger. W Vi laal des Ratdantes. Tagrssednnng: 1. Bericht über die Tagung de» W K Hauptausfchusse» für Aebriterwohlsahrt in Feanktvet». R. Referentin: f�i Genossin Wachenhelm. 2. Aos'pea�e. 3. Jahresbericht. 2t«r--�t»'NatterI» W :1 Genossin To ben bogen. 4 Ant'rr«*«. 5. Reuwahl de» vorstände«. U» � pünktliche»««scheinen wirb gebeten. 9. Arei, Arenzberg. Di« Delegierten leefsen sich eine halbe Stunde vor Beginn ber Generolverfommluna, am Montaa, 8. April, im Bürgersaol des Rathanfr».. zn einer wichtigen Besprechung. Beginn der Generalversammlung um 19 Uhr. Zungsozialistea. Gruppe Edarlottenburg. Montag, 8. April, 20 Uhr. I» Jugendheim R». sinenstr. 4. Bortrag:»Wie werben b'« Aommunalwahlen»prbereitet und durch. geführt?" Refernt: Dr. Siegfried Aawerau. Gruppe Reuki-ll». Heute, Sonntag. 10 Uhr,„Arbeitstag". Heim Berg, straße 29. Raum 3. Arbeitsgemeinschas» der AInderfreunde. Achtung. Die Helfer, bi» mit ins Zeltlager aehen, treffen sich am Donner». tag. II. April, 20 Uhr, im Rathaus Renkölln, im Zimmer de« Genossen LÄveusscin. Die Ziiqe nach Luckenwalde sahren Sonnabend. 18. April: 18.30, !S.'4 und I9.2Ö Kot. A«I» Mitte. Montag, 8. April, 20 Uhr. im Leim Zehdenicker Straß«, Grnpp.'nleitrrsitzuug. Alle Gruppen müssen vertreteu sein. Die Aassserer komme» desi-mmt zur Abrechnung. Arei» Fr-rdrich»haiu. Dienstag, 9. April, 20 Uhr, Aelfersstzung lm Heim, Dlestelmeperstraße. Are-, Rrnköllu. Morgen. Montag, 17 Uhr. Falkenratssttzung. Heim Stein» metzstraße III. Arei, Arenzberg. Areishelfersitznng Montag. 8. April. 19-4 Uhr, Jugendheim Vritzer Straße. Thema:»Spiel und Anregungen zur Grnppenarbeil im Leim". Oegan'sakorlfches. 1. Werbeabevb ber Roten Falken. Donnerotag. II. April. 20 Ubr. In ber Sebnlanla Reichenberg« Siraße 87(neben der Fei, erwache). 2. Werbe» ber d ber Rote» FaNen. Freitag. 12. April. 19-4 Uhr. im großen Bez-rk-aml»soal Rorckstr.!1 An beiden Abenden laufen der Ued«see»»nd der Rore.FaFm.Film. Rote Falken werden sinaen. tanzen nnd von ssch erzählen. Genvsünnen, Genossen, Eltern und Freund« unserer Bewegung sind herzlichst ein» geladen. Programm 23 Pf. Aeeio Tiergarten. Gen»»« AngnS Bebel, �ote nnb stnng.Faiken Dienstag. 2. April, im He'm Walbrnf« Straße, von 1754— 19-4 Uhr, Tänze, lieben PI» 1. Mal»nd Bastesn. Asiken Am Mittwoch. 10. April, von 17—19 Uhr, Hemu abend ebenda... Gruppe Tieeaarten-SLb. Dienstag» und Freitags von 17—19 Uhr Heim« abend lm Bü-owheim. Bülowstr. 88._.. sttti, Gharlattenbnra. Heute. 18—1954 Uhr, Filmvorführung Im Wohl» fahrte, aal der Baugenosscnfchast, Aöniain-Elisabelh.Str. 8. Wir zeigen: ,.!>u roten Fo-ken". AInderrevublik Uedersee. Eintritt: Ainb« 13 Pf.. Erwachsen« 40 Pf. Da der Uederschuß für die Ferienfahrten diene» soll, bitten wir b>» Genossen>tn reoen Besuch.__„_ Arei, Jkelnickerbsrs,«rnppe Ost. Montag. 0. April. 20 Uhr. Helsersstzung bei Findeisen. Herbststr. 20. . Geburlstage. Jubiläen usw. 8. Abt. Unsere» teene» Genpsse»«Uli echwib».«nckow««tr. 4. herzlichst« Glückwünsche znr«lderhockzeit.„... 87. Abt. llnserew Genossen Pool Aals«»»ab selnr» Gnttk», Ebeling. steaß« 18, znr Silb«h»chze>t die beezlichste» Glückwünsch«.... 38. Abt. Unsnem»«ehrten, bewährten Genosse» Sermon» Lenz, iebnser Straße 8, zu seinem 80. Geburtstage die herzitchst-n Glückwünsche. 4«. Abt. Unserem tlenen, langjährigen Genosse» Franz««»«»22». Skalitze» Str. 47 48. die herzlichsten Glückwünsche»»» 72. Geburtstage. 114. Abt. Lichtenberg. Uns««» Genosse» Mar Sek Iber»nnb Wlldert Altesch«»nb ihre» Ehesranen zur Silberhoch,«u»ie herzlichsten Glück. wünsche.__ | Sterbetafel der Groß. Serliner Partei. Organisation l.»nb 114.«bt. Lichtenberg. Am z. April ist unser lieber Senosse Aarl Bauer noch schwer« Aranlheit wrftotben. Ehre seinem And�'-n. Trauerte, er am Dienstag. 9. ApII. 17 Uhr, im Arematomum Gericht straße. 2.«bt. Uns« langfShriger Funktionär AUgust Samain. Stendal« Str. 24. Ist am 3.«peil versiorben. Ehre seinem Anbeicken. Einäscherung am Witt. woch. 10. April. 1454 Uhr. Im Arcmowrium Gerichtstrage. �„ 32. Abt.«harlottenbnra. Unsere Genossi« Ida Baum. Baveenth« Str. 7. ist nach längerer AeanNielt verstorben Ihr Wirken im GiNne de» So,«. lismus sichert ihr ein treues Gedenken. Einäscherung Dienstag, 9. April, 1254 Uhr tm Arematoetum Wilmersdorf.. �—... 72.«bt. Schöneberg. Unser alter Aampsgenoff« Otto«rnicke. Sherusk«. siraße 21. ist nach schwerem Leiden-m«ltee von 51 Jahren nerftotbett. Ehre seinem Andenken. Einäscherung am Montag. 8. April, 18 Uhr. im Arema. tvrium Wilmersdorf.....„«...... 99«bt.»ritz.Bnckow. Unser Genosse Brun« Schnn»»», Lowifr-Renter. Ring 11, Ist am 4. April verstorben. Ehre seinem Andenken. Beisetzung am Montag, 8. April, 13 Uhr, auf dem Friedhof Rudower Straße. Sozialistische Arbetterjugead Groß-Serlio atnsendnna«» tßr dies« Rnbett unr zzeegU«W«0. LwtzenssrsSe 9 »,»«« ZwwnbtesseMGM All«»nfere Genossinnen neb Genosse» stelle» sich thee» znstlnbige» Partei. abteilnnge» beut« znr Flngbinttoerbeeltnngk Arenzberg: Alle Genossen stellen sich ihren Parteiabteilunge» zur Flugblattverbreitung zur Verfügung. Der Berichtsbogen vom l. Quartal muß von allen Abteilungen dem Weebedezirisleitee umgehend zugestellt werden. Werbebezirk Neukölln: Alle Genossen beteiligen sich an der sslugblattvem breitung der Partei um g Uhe in ben Bez'eks-okalen. Ueben für.Weh' d m, der lügt", pünktlich 9 Uhr im Saalbau Bergstraße. Alle Beteiligten müssen «scheinen. Werbebezirk Lichtenberg: Keim Gunterftr. 44. Werbebezirksvoeftandssitzung um 20 Uhr. SSS. Renkölln: Fahrt nach Brieselang. Treffpunkt 854 Uhe Bahnhof New- kölln. Preis 40 Pf. » Werbe bezirk Prenzla»«« Berg: Für die Dampferfahrt am 4.»nd 5 Mai müssen umgehend die starten gegen Bezahlung deim Genossen Alein, Weißen. see, Wörthstr. 2, abgeholt werden. Preis 2,50 M.(2 mal Aaff«, Mittagessen, Uebernachtung). Falkplatz I urb II nnb Sckörhavsee Boestabt: Alle Genossinnen und Ge- nassen, die ssch der„Roten Falken-Aebeitsgemeinschaft" anschließen wollen, kommen am kommenden Dienstag aus dem Gruppenabend, Schule Sonnen» burger Str. 20, Zimmer 17, zusammen. Morgen. Montag. 8. April, 19'� Uhr: D« Singkreis übt pünktlich 1934 Uhe im Lindenheim. Moabit Ii Schule Walbens« Str. 20. Cinführungsabenb.— Fakkplatz I» Schule Sannenburg« Str. 20. Bunter Abend.— Falkplatz II: Schule Sonnen» buegee Str. 20. Zimmer 3. Vortrag:'.Die sozialistische Iugendinteenat anale". — Lumannplatz: Schule Ccherenbergste. 7. Vortrag:„Wie sollen wie wandern?" — Franksueter Viertel: He'm Litauer Str. 18. Mitgliederversammlung.— Südwest: Beginn des Pbo'okuesus im Leim, Wasseetoeste. 9.— Ehaeloltea- bneg.Roeb: Leim Oldeesstraße. Der Sp'slleiter hat das Wort.— Rudow: Schule Neuköllner Straße. Mitgliederversammlung.— Banmschulenweg: Heim Ernstste. 18 Urbungsabend.— Treptow: Schule Wildendruchstr. 52. Bortrag:„Arbeiterdichtung.— Pankow ni R. F.: Heim Sörschstr. 14. Mit- gltederversammlung. w Renenhaaen-Viekevstein: Am Tonntag, T. April, findet lm Lokal von Schönfeld sDorf Neucnhagen, frllher Heckmann) die diesjährige Werbeseier der Sozial'stischen Arbeiteriuaend stall. Musik, Rezitat'vnen, Volkstanz Schattenspiele, Lieder zur Laut«. Beginn 1554 Uhr. Eintritt frei. Vortrage, Vereine und Versammlungen. « Reichsbanner„Schwarz-Hoi-Gold". Geschättsüelle: Berlin E 14 Sebaftianstr. 37/38, Hot 2 St. Montag, 8. April. Aamerabfchaft Lichterfelbe-Lankwitz. Mitglieder» »ersammlung im Lokal des stomeraden Wilhelm Arull. Lichterseid«. Ost, Lankwitz« Str. 10. Erscheinen Pflicht. Wichtige Tagesordnung. Pankow. Tombvurkorps, Iungkamrradcn und Spartl«, 20 Uhr Turnhalle Grunowstraße. Prenzlau« Berg. Jugend in der weltlichen Schule Sonnenburger Straße.— Dienstag, 2. April. Mitte. 1. Aamcradschaft. Versammlung Hackesch» Hof» Rosenthal« Str. 400. Vortrag Aameead Dr. Mose», M. d. R.„Defahrenzono für künftige striege. stomeraden der anderen Aameradschaften willkommen. i. stameradschast. 20 Uhr Bersammlung im Rosenthaler Kos. Vortrag Aam. stollmann:„Alte und neue Polizei". Aeeuzbeeg. 5. Zug. Die Zugversammlung findet nicht im Lokal„Zur Alten Ecke", sondern bei Schmolle. Ritterstr. 71. statt. Beginn pünktlich 20 Uhr. Marineobteilnng. Turnen und Baacken I lm Bootshaus Tegel, Uferstr. 1. Winteesportabteilung. Baden im Dellenbad Luna» park. Pankow. Aomeradi'chaft Süd. V«sammlung 20 Uhr im Lokal Berliner Ecke Prinz-Ketnrich.Straße. Mitte. Tnrnabend jeden Mittwoch 20 Uhr Turn» hall« Gartensir. 107.— Neniolln-Britz. Zungbanner. Moniog, 8. April. 20 Uhr. Bersammlung bei Bolewztn. Vobdinsir. SO. Vortrag des stomeraden Landauer übe«:„Reichsbanner im Ausland".— Mitte. Montag, 8. April, 20 Uhr. 0. stameradschast, Versammlung im Wöhlertgarten, Wöhlertstr. 9.— Znng- dnna«. Jugendheim Tieckstraße, Portrag Aamerad stollmann üb«:„Polizei. Probleme".._ Der Gemilcht« Chat„Polnhgmnia" Tagel, Mitglied de» Deutsche» Arbeite?» Sängerbundes, nimmt stimmbegtabte Frauen und Männ« jeden Alter« auf. Uebungsftunden des Eho» jeden Dienstag von 20—22 Uhr in der Gchnlaiila Tegel, Stealowftt. 29—31. „Freier Volkschor Tegel." Sangesftendlg« Genossen, die die Arbeite». längerbewegung fördern wollen, werden gern anfgevommen tm„Ferien Volk». char" Tegel, MdDASB. Urbungsstanden jeden Freitag 28—22 Uhr' in den Schulaula Treslowsiraße. Humbolbt.Hochjchnle. Einführung in die wissenschaftlich« Berbelehee kelnigo Grundbegriffe und ihre Anwendung in der Tagesarbeit). Werbewart We'de- mtlller. Ott: Dorotheenstr. 12 Beginn Mittwoch, 17. April, 2054—2154 Uhe. Dauer 5 Wachen. Aasten 4,50 M Reich»bund ber Ariegebefchäblgtrn, Arlegsteilnehm«»nb Ariegerhinter. blieben«», Ortsgruppe Westen. Bezirtsversammlung am Dienstag, 9. April» 20 Uhr, im Zahnärztehans. Bülowstr. 104. Arbeiter. Sa martter.Bnu b E. B. Äolonne Berlin. Mitaliebeeverkammlnnget haben folgende Abteilungen: Sonntag, 7. April, Bohnsdorf. Lokal Heiman», Waltrrsdorfer Str. 100.— Montaa. 8. April. Weißensee. Lokal Stärke, Ehar. lottenburger Str. 3. Neukölln, Lokal Schilling. Airchhofstr. 41. Schöneberg, Lokal Rosenthal, Ebersstr. 88. Aöpenick. Lolal Stipvekohl, Schönerllnber Str. i. — Dienstag, 9 April. Frirbrichsbain. Lokal Busch. Tilstt« Str. 27. Lerm�. darf, Turnhalle Roonstraße. Wedding. Lokal Borreiter, Schulstr. 12.— Donnerstag, 11. April, Chorlottenburg, Jugendheim Rostnenstr. 4, Mitte, Lokal Festbos. Große Hamburger Str. 24. Pankow, Jugendheim Aiisingenstr. 48. — Freitag. 12. April. Lichtenberg. Lokal Heers. Weferstr. 20. TempeNwf. Lokal Llndifch. stönigstr. 44. Steglitz, Lokal Schmidt. Lichterfelde, Roonftr. 82.— Dienstag, 1«. April, Arenzberg, Lokal Landahne, Luisenus« 52. Beginn de» Bersammlungen um 1954 Uhr. Rege Beteilqung wird erwartet. Abteilung Wedding hat am 8. April in der Geschäftsstelle einen Lichtbildervortrag n» 19-4 llhr._ Vneff offen der�edakiion. A. B. Schillstraße. Nach unserer Ausfassung sind alle Spille ungültig. — A. L. 17. Die gesetzliche stündigungssrist beträgt in Ihrem Falle eine» Monat. Die Nichtzahlung de» Sehalts aber berechtigt den Arbeitnehm« zur sofortigen stundigung. Der Arbeitnehm« ist auch berechtigt a"»>"»tz'". m- i» er fein Gehalt ober Lohn nicht«hält.—«. K. 193. Der llberlebrude Ehe. gott» erbt ein Viertel und die stind« drei Biertel.— B. A. 4. 1. Ja. 2. D!» Beteisbskeankenkasse muß nach Maßgabe ihr» Satzung Arankenhilsr gewähren. —«. P. 44. 1. und 2. Ja._ Wetterbericht der öffenINchen Wetterdienststelle veelk«nd Umgeoend /Nackdr. Verb.) Meist släiker bewölkt, mit gelingen Rieder'chlssgen. Tempera» turen im ganzen etwa? hödec.- Für Leuischlond: Jim Not den meist i'ärler bewöllt. niil einzelnen Niederschlägen, allgemein milder. Im Süden beständig und kait. /iWutlutc«* S&iibJuua*: Darum mit Dr. Thompsons Seifenpulver einweidien und mit Ozonil kochen ENVER ©RIENT 00� �zIqarette rrT-fy. mm idesf- odeaf. • OO „Entweder Du bist furcht- bar leichtsinnig geworden liebste— ocfer.. /' ,�Nun?— Oder?*' „Oder Du kaufst jetzt audi bei C- 4" »i Stimmt!" Immer mehr und mehr kluge Frauen sehen ein, wie vernünftig und vorteilhaft es ist, sich dem„Oder" zuzuwenden. Denn sie haben damit das Geheimnis gefunden, immer modern, immer schick, immer elegant auszusehen, und doch alles andere als leichtsinnig zu sein. Eine vorurteilslose Prüfung unserer Angebote, ein sorgfältiges Vergleichen mit ihren fabelhaften"Preisen, und auch Sie sind Anhänger unseres Verkaufs-Systems Ueberzeugen Sie sich! Oranienstr.40 Am Oranl«nplitz Chfiunesrcr.ilB K$r...._...... 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Bären Affen/ Pferde/ Stiere Clitl Aeros, der Tedeisgringei und:„Hai. Nächte" üsehm. Kinder halbe Prelael PMirrdtl Elakekr* Boobonrogen— Ponirreltea ü"ifcrhSichiHt f-*— �— Sarnowskj Theater m der TOniigrStzer StraOt Tiinch gv. Jhi Riva I an Komödienhaus Tlglich* Uhr Dit Urei-Crosdun- Od« i neatei am .Vollendorfplat! TSglteh SV» Jhi Revolle Im Erzlelinngsnaüs VoiKsutllme f�Rter amBfllowDlat? 3 nhr Das MBU) ans der Vorstadl » Uhr Trojaner Tnsater am Sdimtanerdamin 3 Uhr Heidan 8 Uhr Pioniere in Ingoisladl Thalia-Thfiaier 3 und 8 Uhr Oelransch itaatl. Schiller-Di- 8 Uhr Kalkatta. 4. Mai 8", ThMt-ram SöilffhauBraemm. Norden 1141 u. 231 Pioniere in Ingolstadt (Soldaten u Dienst mädchen) v.Marielui'e FlelBer Regie: lakob Geld. Bahnenbilder Kaspar Neher. Kleines Theaiei Täglich 8V. Uhr Curl Goetx, Valerie ▼. Marlen« Ferd,*. AU« In „Trio" Lustsp v.Leo Lern. Regie: Frledmann- Frederidi. Lessing-Tbeater Täglich 8 Uhr 3 x Hochzeit. 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Biim*035. 8555 Kachenlags: iS}" 8onnabd.u. Sonnlag S",?>A 8" URFOBSTENDAU Kuriüratcndammao Biamarck 6179 WdtbeMlls 7», 8» Sonnleg Ii», 7>i,»i» DFA-PJViLLO.t im Nollendor!t>l. 4 Lötzov 3463 Noll 8870 noiioii flftg 7>». 81» Kammtrlictitsplsla a. Poladaaoir Plala Notlandorf 3093 96 Hnobtntzg» 7, 3 Sonnobd. u.Sonntag 1,1.3 iitiHimniiiiitiiiiiiiiiniiaiiiiii ICRMSTBÄSSE Eck« Strom. Ir.ae Hanta 4883 mtbeatagt 7, 3 Sonntas 5, 7. 3" ALEXANOESPL KupUrgrabaa 4936 Alexanderatr.4(K48 woebnnugs 7, 3 Sonnlag 8. 1,» ..... KCNifiSTÄDT ScbSnb.AJla« 10-11 Nord— 8067 lloebontai« 7, 3 Sonntag i, T. I IlUOriKMIIIHIIIIMIIIIINWtMIII WEDiBERGSWE] Wcinbwfaw 16 18 Norden 1863 Vocnaalbia 7, 3 Sonntag 1,7, f ■ltN«lg|IM,IIIIIIIIMllllUI«lllll miEODIGHSaADI Eck. ßötaow.tr. Kbalgatadt 5564 Wocbaalaza 7, d Sonata» 5, 7. 8 innMnntitiiitiiniitthiMHHNii WEISSENSS3 Am Aatooplata Wcißensc« 319 kccnaoiaj« 7, J Sonntag 6. 7. 9 iccent and iBcesco Adolphs NddIod Der. Ma&aradHna von Domeianlen lillllllllllllllllllllMlllttllllllil Douglas FalrbankS Die eiserne Maske Ibtaall. haben Inlrttt ■■„Tain iinii n iitiiitiliillfM99ll 6. Woche EwuksnniaSs Flnm TM* l Lni: Ilm DerPalrlof teAie. Knill LUbilSdi iIIHmilltlltMItfllia1 Marlon Davlas Ein mm mil TeiDDO 8. Woche Ein Film ina Mm ■IrikanlachM häenffl. babea DOrtt iiiiiiiitiiiiiiittiiiiiiiiiiiMithtu, Ham Liedtke Der Bald slier HaddientraDDie »m der BftbBi: iBbtn Kosa la-tbar tlllllllllllHIMItttMltWlNSttUill JohnOilbert Die KosaKen BOhnensehau Britllle DiIb ÄBred Abs! GCldt Gcldl Geld! iiiMttalmiiiiMsgiiiuiiiibBNiiii Monte Blua Ootar Ulsc&ea Uaen Müderns Häitsr BQnnenschau Was«1« Pran tanFrdlüut triael Die HecHi der Deila f-Ohnanschau iMmHitiiimmmiMMH.iMmti Brigute AJrea Abel Geld! Geidl Geldl BOhnensehau itlliiiHWlNiitlMiinliiiiNftMi Harry Llodtka Ott Zirkascnazessln DerriitprkrRadn BOhnensehau Jeden Nacbxnüxad in dem Ufatheatw icrlichUpiele amPotadamerPUts VKkeclagx: 3 cid S Hör. ScMiksi aid loeatia J 9k OBinthpreis an alieo Plltzei SO Pti Zur Voriubning gelangt ebenfaiia i•«! Alien Pl&lzai i iruog gelangt ebci Bar laU aliar NidtbaairäaiM uPtHAELUfÄ.W0CKTn:CM31.i- HANIBURCi-SUD 2.Nordkapreiseg vom 20. Juli bis 4. August Fahrpreia von RM. BTO«" an MIT»MONIT CCRVANTCS« 22» Juni ab Harnburg Ober Londoe,„ uia»**,,> Lahh/Edlnbuigh. 1.JuBin Harburg.„ Fahrprala von RM. ISO� an 1.8p,ul>#rgWM.,|ÄÄ| v£>m ,7 bis 7. August LONDON* SCHOVTUIND-RBIIB WMT M.-8-»MONTE OUVUU August Fahrpreis von RM. SBO«* an NORDLAN BRIISIN boginnend und endand in Hantburg ■IT M.-S..MONTE ouviA« Aapftzbergkitrolb«. vontBAug. I.KordKaprblb«, vom 3. bil 18. Jut bi» 36. August (Fahrprala«t RM. 270� an Fahrpfei» von RM. 330.- an Dil ebim Frciu rrstibra tick il-tck Itllidi«011« Virpfl«;«»! Kostenlose Auskunft und Drucksachen durch die HambnrK- Odamcr kanlsdie ftampifJi lianris- fiese sm tt, Hamburg«. 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Ihatia-Itieater resdener atr, 72-7■ 8 Uhr „Oelransch mmr- .aatspielnaos 8»/. Uhr Iaido Thleisclier Weekend im Paradies ätriioei Tiieaiet DirektHeinzHerala 2harlotteostrad« vi A. 7. Dönhoff 176 \nf. 8 U»' Ende 10 U. Helden von t'ernard Shaw frianon-Th. SV. Uhr onntags 4 u 8V. U Der Herzog und die Sünderin sv. Tbealer des Wesisos Sonniog« 8'ö und 8>,. Ut)r Der größte arfotg Berlins Friederike Sluni nun Celjor Gfnla ». THellmann (Tori Ziegler, Glaatooper Wien Brnileb'. voro. veobarmonn.»er. kaUe uminierbr. Siel NSI. 931 N.7I,D ptitüiarmviite «reua-arend (es Phdharm.Orch Dlrig. Prot. I. Prower unt gell. Mltw. von Cida Lan. Hotel ElLCelSiiÖr Berlin tigentümeriCufl Elichner«A— � DB MI am Anhalter Bahnhot Größtes Hotel des Kontinents <00 Zlmmer/DOO Belten/ZlmmerS.- nn/Sitzflache f.ca.200 J P ers. Sehenswürdigkeit Berlins im Zentrum d. 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KOottler-Th. fiV» Uhi Ponasch und Pertmuttor aisOeteKtiv Pnol Gr alz. Karl EHIinger. Volkshaus Rosengarten S T ---— Kahla mmmamm Die Bewirtschaftung des Volkshauses soll baldigst verpachtet werden: Festsaal. Kleiner Saal. Gast- und Vereinszimmer, Kegelbahn u. großer Garten.— Bewer- bnngon erbitten wir bis 15. April 1629 an: Volkshnns Rosengarten G. m. b. H.. Kahla(Thür.>. Bergstr. 8 3.Au&tßilung iaadKaur uacIQarHenl Meärnann. &Vfeber Friedrich EbeptPtrg Kassen, vernanden Fürsorgeamtern usw. wird in herrlich gelegenem Badeort Mitteldeutschlands mit wertvollen Heilquellen Baugelände fQr Heilstätte umsonst abgegeben und VergQn- s ti e u n ge n gewährt. 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Als die Mark in das Nichts der Bil- lionen versunken war, da waren auch die Löhne so tief ge-- funken, daß sie kaum zu Brot und Kartoffeln reichten. Schuhe, Kleider, Wäsche, Hausgerät zu kaufen, davon konnte bei den 20 Millionen Lohn- und Gehaltsempfängern keine Rede fein. Die deutsche Wirtschaft war wieder einmal gerettet. Zwar lagen mehr als fünf Millionen Arbeitslose auf der Straße und ungefähr ebensoviel arbeiteten verkürzt, aber die„Kapital- bildung" war über die Maßen gelungen. Das Sparkapital mar wphl zum Teufel, das Sparkapital der kleinen Sparer und Rentner sowie das Sparkapital der Lohn- und Gehalts- empfänger, das in der Sozialversicherung angelegt war, aber die Stinnes. Hugenberg und Konsorten hatten gekaust und aufgekauft: die Industrieunternehmungen großen und größten Stils hatten ihre Anlagen ausgebaut, neue Fabriken gebaut. Grundstücke noch und noch erworben. Als man aber mit den aus- und neugebauten Fabriken wieder auf gleich und gleich mit dem Auslande konkurrieren mußte, da doch die Inflationsmauer zusammengebrochen war, da stellte sich heraus, daß die aus- und neugebauten Anlagen al'es Eisen, die Grundstücke und sonstigen„Sachwerte" zinsen- fressende Lasten waren. Die Kapitalbildung bestand nur in der Einbildung der Kapitalisten. Man kennt den Leidensweg der deutschen Wirtschaft seit jenem Zusammenbruch der großen Einbildung unserer„Wirt- fchaftsführer". der dem Zusammenbruch der Mark folgte, wie der Donner dem Blitz. Dieser große Krach hat aber nichts geholfen. Denn die Geschichte des Wiederaufbaues der deut» fchen Wirtschaft ist die Geschichte der Kämpfe der Arbeiter- klasse gegen die Borniertheit der Unternehmer. Jetzt beginnt ein neues Kesseltreiben der Unternehmer und ihrer Trabanten gegen die Arbeiter- schaft. Wieder ist die ,L a p i t a l b i l d u n g" das große Schlagwort. Wieder schreiben die Hugenberg von der„g e- fährdeten Währung". Die Unternehmer haben ratio- nalisiert und überrationalisiert auf Kosten der Löhne und des Verbrauchs. Mit dem Erfolg, daß in den Verbrauchsgüter- Industrien eine schwere Depression eingetreten ist. Unseren Schlichtungsinstanzen bis hinauf zum Parla- ment und zur Regierung beginnen, von diesem Kesseltreiben sich bluffen zu lassen. Es geht um die Löhne der Reichs- und Staatsarbeiter, der Post, der Reichsbahn, des Bergbaues, der Bankangestellten, des Baugewerbes, der Metallindustrie usw. Es geht im Parlament um den Achtstundentag, um die Sozial- Versicherung.„Sparen!"— schreien die steuerscheuen Unternehmer,„sparen" an den Löhnen, an der Sozialver- sicherung, auf daß das aufgeblähte Kapital nur allein noch übrig bleibe. Es ist Zeit, den gefährlichen Bluff als solchen zu ent- larven! Unsere„Wirtschaft" klagt gern— und mit Recht— über die hohen Zinsen. Hätten wir aber statt Kapitalbildung über Betrieb Kapitalbildung über hohe Löhne, dann hätten wir auch billiges Leihkopital. Gingen die Löhne im Gleichschritt mit der Rationalisierung, dann würden die Betriebe nicht zur Hälfte ungenutzt stilliegen und die hohen Zinsen fressen. In einem Lande der Massenerzeugung kann es nur eine gesunde Kavitalbiidung geben, das ist die des S p a r k a p i t a l s der Massen, sei es auf dem Wege der Sozialoersicherung oder der individuellen Rücklagen. Wer die Wirtschaft stabilisieren will, der muß für hohe Löhne ein- treten und nicht umgekehrt, die Löhne auf ein karges Hunger- dasein stabilisieren wollen, um das Kapital zu erhöhen. Die Arbeitszeit in den Arbeitsämtern. Sie soll in Äerlin-Vrandenburg verlängert werden. Der Zentralverband der Angestellten, Ortsgruppe Berlin, schreibt uns: Die fortgesetzten Versuche der Reichsemstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, den Angestellten, die bis zum 30. September ISA bei der Stadtgememde Berlin in den Arbeits- ümtern tätig waren, ihre tariflich erworbenen Rechte zu kürzen, eistrecken sich nunmehr auch auf die Festsetzung der Arbeitszeit. Seit 1922 wurde in den Arbeitsämtern täglich 8 Stunden und Sonnabends 5 Stunden gearbeitet: nunmehr ordnet das Landes- arbeitsamt Brandenburg auf Weisung der Rc-.chsanstast am 5. April an, daß ab Montag, den 8. April, die Arbeitszeit täglich um eine halbe Stunde verlängert werden soll. Bor der Eingliederung der Arbeitsämter in die Reichsanstalt haben die Organe und auch der Präsident der Reichsanstalt in der Oeffentlichkeit mündlich und schriftlich versichert, daß man Wert auf die Uebernahme der«ingearbeiteten Angestellten und Beamten im dienstlichen Interesse legen müsse, und daß in keiner Weise b«ab- sichiigt sei, Verschlechterungen in den persönlichen und dienstlichen Verhältnissen eintreten zu lassen. Nach der Eingliederung denkt man an das Halten dieser Versprechungen nicht. Die Bestimmungen des§ 228 des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen- Versicherung werden von der Haupsstelle der Reichsanstalt so aus- gelegt, daß Hunderte von Klagen vor den Arbeitsgerichten zur Wahrung der Interessen der Angestellten erforderlich sind. Wir erinnern die Derhändler der Rsichsanstalt, Frau Regierungsdirektor E h l e r t und Herrn Oberregierungsrat G i c f e. aus- drücklich an die Erklärung bei den im Jahre 1927 geführten Tarif- Verhandlungen, daß die Arbeitszeit in den Berliner Arbeitsämtern nicht geändert werden würde. An das gesamte Personal der Berliner Arbeitsämter sind der- artig hohe Anforderungen zur Erledigung der Arbeitslast gestellt worden, daß, abgesehen von ollen Versprechungen und gesetzlichen Bestimmungen, es unverantwortlich von den leitenden Personen ist, den Angestellten durch die fortgesetzte Streitigmachung von Rechten die unbedingt erforderliche Arbeitsfreudigkeit zu nehmen. Die Verhandlungen über die Beibehaltung der bis- herigen Arbeitszeit können erst nach Rückkehr Präsidenten Brühl vom Landesarboitsamt beendet werden. Zunächst ist am 6. April durch Verhandlungen zwischen dem Jentralverband der Angestellten und dem Landesarbeitsamt erreicht worden, daß die Vorsigsnden der Arbeitsämter mit den Betriebsräten über die Durchführung der Arbeitszeit zu verhandeln haben und daß das Inkrafttreten der Neuregetung den Vorsitzenden überlassen bleibt. Sollten die An- gestellten gezwungen werden, täglich eine halbe Stund« mehr zu arbeiten, wird die Bezahlung dieser Ueberswnden in 2000 Einzel- klagen vor dem Arbeitsgericht Berlin zum Austrog gebracht werden. Zu dem Verhalten d«r Reichsanstalt als Arbeitgeber gegenüber den Angestellten werden die Angestellten der Berliner Arbeitsämter am IS. April in einer vom Zentralverband der Angestellten ein- berufenen Versammlung Stellung nehmen. KpO. lügi über die Gewerkschaft. Ein Erfolg für die Unternehmer. Am 17. Februar wurde in einem gegen die Berliner Ortsver- »altung des Metallarbeiterverbandes gerichteten Artikel der„Roten sahne" die Behauptung aufgestellt, die Branche der Emaillierer abe nur 52 Mitglieder und daher als selbständige Branche n Metallarbeiterverband keine Existenzberechtigung mehr. Da von en rund 450 Arbeitern und Arbeiterinnen, die in den Betrieben es Verbandes der Emaillierwerte Groß-Berlins beschäftigt sind, atsächlich etwa 300 allein im Metallarbeiteroerband organi- ert sind, wurde sowohl in einer Vertrauensmännerkonferenz als uch in' einer Bronchenvollverfammlung der Emgillierer ein- : immig eine Entschließung angenommen, in der diese orbeitcr- chädigende Schreibweise der„Roten Fqhne" aufs schärfste verurteilt »urde. Der Artikel hat ober seine Wirkung nicht verfehlt. Die Unter- nehmer kündigten kurz entschlossen am anderen Tag, am 18. Februar, das Lohnabkommen zum 31. März und forderten einen A b b a u d e s S p i tz e n l o h n e s um 10 Pf. pro Stunde und der übrigen Löhne im gleichen prozentualen Verhältnis, vor den S2 Organisierten brauchten sie sich ja nicht zu genieren. Die Emaillierer unterbreiteten hieraus den Unternehmern die Gegenforderungen auf eine Erhöhung des Spitzenlohnes um 10 Pf. pro Stunde. Eine direkte Verhandlung wurde von den Unternehmern, die nunmehr auf hohem Roß saßen, glatt abgelehnt. Der Streit kam vor den Schlichtungsousschuß, der nunmehr einen Schiedsspruch gefällt hat, der das jetzige Lohnabkommen u n- verändert bis zum 31. August verlängert. Die Emaillierer haben diesem Schiedsspruch in einer gut be- suchten Branchenversammlung im Hinblick aus die zurzeit ungünstige Beschäftigungslage notgedrungen zugestimmt. Sie beschlossen aber, beim Ablauf des Tarifes ihre ganze organisatorische Kraft, die sich glücklicherweise nicht nur auf 52 Arbeiter und Arbeiterinnen stützt, für die Durchsetzung ihrer Forderungen einzusetzen. Die Unternehmer werden dann vielleicht Gelegenheit haben, zu erfahren, daß die Lügen der„Roten Fahne" kurze Bein« haben. Immerhin kann das komnm- nistische Blatt, das so gern die Rechtspresse zitiert, stolz darauf sein, den Unternehmern direkt einen Liebesdienst erwiesen zu haben. Wir gratulieren den Unternehmern wie der KPD. Beide können sich ob des Sieges über die„Reformisten" freuen. Aeue Methoden der Ren'chierstaitung. Zum Lohnstreit in der großsächsischen Metallindustrie. Berlin, 6. April. Wolfs meldet: In dem Lohntarifstreit der großsächsischen Me- tallindustrie einschließlich Arbeitgeberschutzverband fanden am 5. und 6. dieses Monats Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium statt. Zu dem vorläufigen Verhondlungsergebms werden die Parteien bis zum 15. dieses Monats Stellung nehmen. *, W i e dieses„Verhandlungsergebnis" aussieht, darüber erfährt man nichts. Das ist eine neue und höchst sonderbare Methode der „Berichterstattung". Es hat sich etwas zugetragen, das außer den 150000 direkt Beteiligten noch einige Hunderttausend andere inter- essiert. Aber was sich zugetragen hat, das darf nicht gesagt werden. Wie sagte doch der sächsische Gendarm der Vorkriegszeit, der eine Versammlung überwachte, als«in Redner zum Thema sprechen wollt«?„lieber Thema darf nicht gesprochen werden." Offizier und Reinemachefrau. Ohne Offizier darf nicht getaucht werden. Wozu im Reichswehrministerium Geld da ist. sieht man recht drastisch in dem Marineverordnungsblatt vom 1. April fRr. 7). Dort findet man eine Dienstanwessung für Taucher, wonach stets ein Offizier zur Aufsicht beim Tauchen kommandiert werden muß, „auch wenn kein im Tauchen ausgebildeter Offizier vorhanden ist". Das ist kein Aprilscherz. So etwas gibt es tatsächlich bei der Reichsmarineleitung. D«r Offizier braucht vom Tauchen nichts zu verstehen, die Hauptsache ist, daß er da ist. Wenn aber im Reichswehrministerium«ine Reinemachefrau weiterbeschäftigt werden soll, dann ist kein Geld da: dann muß die Frau, angeblich weil keine Mittel vorhanden sind, entlassen werden._ Achtung, Fliesenleger des Baugewertsbundes! Die syndikalistische« Fliesenleger haben beschlossen, am Montag, dem 8. April, die Arbeit einzustellen wir ersuchen alle Fliesen- leger, soweit diese im Baugewerksbund organisiert sind, sich dieser Bewegung nicht anzuschließen, bevor nicht die Verhandlungen am Freitag, dem 12. April, vor dem Schlichlungsaucschuß ihre Erledigung gesunden haben. Deutscher Baugewerksbund. Vaugewerkschaft Verlin. Fachgruppe Fliesenleger. Niederlage der Gewerkschastsspalter. Bei den Eisenbahnern in Tempeihof. Ein« überfüllte Mitgliederversammlung des Einheitsverbandes der Eisenbahner Deutschlands vom Kreis 8, Ortsgruppe Berlin, im Lokal Rennbahn-Treptow am 5. April befaßte sich mit de.r Betriebs- rätewahl. Gegen die von den Funktionären in Vorschlag ge- bracht« Liste zur Betriebsrätewahl brachte die sogenannt« revolutionäre Opposition eine Gegenliste ein, um— die Parität zu wahren.(!) Die Versammlung wollte aber von dieser Roßtäuscherpolitik eines Slowig und Lorenz nichts wissen und ent- schied sich g e g e n z w e i Stimmen für die von den Funktionären eingebrachte Liste. Lohnbewegung der Wassersiraßenarbeiter. Der Lohntarif für die Arbeiter der Reichswasser- straßen- und der preußischen Wasserbauverwal- t u n g e n ist von den Tarifkontrahenten auf Arbeitnehmerseite zum 30. April gekündigt worden. Die Kündigung erstreckt sich auf Löhne, Zulagen, Zuschüsse und sonstige Vergütungen. lieber die Neuregelung des Ra h m e n t a r i f s, der bereits vor Jahresfrist gekündigt worden ist. wird gegenwärtig immer noch verhandelt! Augenblicklich beschäftigt sich der ischlichter des Reichsarbeitsministeriums mit dem Rahmentarifstreit. Die lange Dauer der Verhandlungen für den Rahmentarif zeigt besser als irgend etwas anderes, mit welchen Schwierigkeiten die Or- ganisationen bei ihrer Arbeit um Verbesserung der Tarife zu kämpfen haben und welcher Widerstand von den Beamten der zu- ständigen Ministerien gegenüber den Forderungen der Arbeiter geleistet wird. Man bedenke: nicht bei einem einzigen Punkt ist in den Verhandlungen über den Rahmentarif eine Einigung zu- standegekommen: alle Streitfragen mußten vor den Schlichter kommen! Ein« Verschleppung der Verhandlungen wie bei den Beratun« gen über den Rahmentarif würden sich die Arbeiter in der Lohn- frage unter keinen Umständen gefallen lassen. In der Lohnfroge wären derartige Verschleppungskünste unerträglich. Sollte auch bei den Lohnverhandlnngen von den Beamten der zuständigen Ministerien die gleiche Verschleppungstaktik eingeschlagen«erden, dann müßten die Organisationen zu energischeren Mitteln greifen, um di« Verwaltungen zur Vernunft zu bringen. Zum Lohnstreit in der feinkeramischen Industrie wird uns bt* richtet, daß das Reichsarbeitsministerium die Parteien zu Montag. den 8. April, geladen hat. Dos Reichsarbeitsministerium scheint da- mit«in neues Verfahren einleiten zu wollen. Sollte es dem Reichs- arbeitsministerium nicht gelingen, den Schiedsspruch von Nürnberg zu korrigieren, wird der Kampf mit seinen Wirtschaftsschädigenden Auswirkungen für die feinkeramische Industrie unvermeidlich sein. Gesperrte Gaslwirtsbetriebe. Wegen Tarifbruch und Nichtbe- Nutzung des öffentlichen Arbeitsnachweises sind folgende Gastwirts- betriebe für die Mitglieder des Zentrolverbandes der Hotel-, Reftau- rant- und Casö-Angestellten gesperrt worden: M i t t e: Bahnhofs- restaurant, Inh. Hackeberg, An der Spandauer Brücke 2. N.o r d e n: Casä Seerose, Inh. Müller, Müllerstr. 135, Ecke Seestraße. Nestau- rant Ledigenheim. Inh. Fritz Rieprich, Schönstedtitr. l Osten- L i ch t en be r g: Palais des Ostens, Inh. Pfeilstister/ Warschauer Straße 33/35- Cafö Komet, Inh. Pfeiffer, Warschauer Str. 83. Cafe am Maritzplatz, Inh. Schubert, Oranienstr. 59(nicht Bierhaus am Moritzplatz). Süden-Neukölln: Cafä Elite, Inh Mangels- darf, Kottbusser Str. 0. Cafä Odeon, Inh. Pieper, Hasenheideg. Aadritanwi* ift mitzubriogc». Der W«rb«-u,sch»H. ZdA.-ZNilglieder der Fachgruppe Metall. Di««nf Srnud d» Schaltischlciwsvrvch«, ei»«etrrtene Sitpati»» bedingt et, daß di« b«r«it, im Prozrammhrft und i» der»«rlciit«» Rummrr dc» „Freien Angestelltrn" fnr de» 11. April 1929»»«elepte gacharnppen.Mitplied««- VrrlamnUna«»bqrsast werden muß. Bus Grund de- Dorberpes-ftte« Hude» für die Fuuttirnäee s-lqeude wichtige i!>«r»ustaUuu«-n statt: l. Mittwoch. IS. April, l« Uhr. ZdA.-gnnktionärneesamlun« im vet-bureau. Selh-BIIiaaee. Straße 7—>0(Aatee Saal>. 2. Freit»«, 12. April, IS'j lldr. B s«. Funktionär- »ersanrwlnn«>» de» Sermania-Prachtsäle», Ehausseestr. II«. Die Mitaliede» des AsA»MetaIUaeteI« haben berrit,«m 181, llhe im«leiche» Raum eine Sißun«. Tage-orbnnn« in allen Bera»stalt»n«en:„Stellnugnahme»am Ge- balt»schicb«sprnch-. Art der WIchtiglelt dieser Veranstaltungen erwarten wir bestimmt ba» Erscheine» aller Fnultionäre, Zentralnerbanb der Angestellten, Ortsgruppe Groß. Berlin. Sottfurcht Lange. Berliner Gewerkschaftsschule. Acht»»«, Arbeiter, und«»«rstellten-Betriederäte! Dienstag, 9. April. 19 Uhr, sixdet im Saal de» Gewerlschastshause,, Engeluser 21—25, der nächste arbeitsrechtlicher Znsormationsabenb für Betriebsräte statt. Die Zafoemations- abendr bade» de» Zweek, diejenige» Betriebsräte, die nicht gelt genug bebe». um regelmäßige, langsristlqe. systematisch« Lehrgang« ,u besuch«» ober die bereit« melirsach solch« itnel« besucht habe«. Über die wichtigste» Frage» der arbeitsrechtliche« Rechtsprechung, insbesondere über die Stellungnahme be« Rciihsarbeitsg«richte»»u de» verschiedenen arbritsrrchtlichrn Peoblrme» in freier Bussprache ,» informieren. Innerhalb dirser Distussivnsabende besteht iebeejteit auch die MSglichteit, baß die»olle«» selbst Frage», die ihnen im Betriede ansgesalle» find, ,ue Besprechung stelle». Eine Gebühr für die Teil- »ahme wird nicht erHobe», zahlreiche Beteiligung aller sreigemeelschastlich organisierte» Brbeiter. und Angestellten-Betriebsräte ist erwünscht. Arbeitsamt Wrft. Man tag, l»>� Uhr. bei Shork,«aiserin.Auguftq. Allee gg. Versammlung aller Bartciaenossen. Genosse Richard Schritt«! spricht über: Konkordat". Regen Besuch erwartet Der Fraktionsaorstand. Achtung, AEG. Turbine! Montag, IS Uhr. de, Oelschlllger. Ber. Nchingrr Str. 5, wichtige Fraktionsversammlung. Tagesordnung: Bevor- stehend« Wahl der Betriehsräte. Neuwahl des Vorstandes. Jerschic. dcnes. Ohne Mitgliedsbuch der Barte: kein Zutritt. Der Frattioasvorstanb. Deutsch« Baugewerksbund, Bangewrrkschast Berlin. Fachgruvoe Bkkord- manrer, Dienstag, 9. April, 17 Uhr. Versammlung im Scwcrischostshaus- Engelufrr 24—25, Saal 1. Tagesordnung: Berichterstattung von den Tarif» Verhandlungen und Beschlußfassung, In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Zutritt. Die Lohnkommlssion. Z. A.. Wolf. # Freie Gewerkschasts-Lugend Groh-Verlin Keutc, Sonntag, folgende Veranstaltungen: Südkreio: Um 10 Uhr Krcisagltation für die Gruppen Reukitlln und Kermannplaß. Tressen Jugendheim Bergstr. 29.— Rordkreio: Um 10 Uhr. Wir agitieren für die Gruppe Zentrum. Treffpunkt Jugendheim Zehdenstter St. A— 2S. Zuaendaruppe des Zentrolverbandes der Anoestellten Morgen. Montag, finden folgende Beranstaltungen Natt: Tepel-Jhes- nickcndorf: Jugendheim Reinickendorf-Ost, Lindauer Straße(Barackel, Keimbesprechung.— Weddtng: Jugendheim Turiner Ecke Seestraße, Keimbe- sprcchung. Anschließend Vortrag über:„Was ift Psncholngie?" R-fernt: Artgim Pachcpv— Rorde»: Jugendheim ilastanienallee 8l. Ardeitseemem'�yift: Sin» stihrung in den Sozialismus".<2. Abend) Referent: Wilhelm Lewinkki.- Lichtenberg: Jugendheim Gunterstr. 41. Druppenbes-r-chung.—. Urban: Iuq-ndh-im Kobrkcht. Eck- Sandcrstroße. Gruppenbelprechung. Anschlslcßend Brettspiele.— Eharlotteobnrg: Jugendheim Rosinenstr. t. Keimbesprechung. Anschließend gehen wir zur Werbebezirkpoeranstaltung. rile Hauptlast der Arbeit zu tragen und Ihnen das tägliche Leben angenehmer zu gestalten. Bei den hunderterlei Sorgen im Haushalt gibt es keinen willigeren Bundesgenossen als Persil. Der Name' Per sil ist ein Begriff geworden, gleichbedeutend mit Zuverlässigkeit, Hygiene und richtig verstandener Wäschepflege. 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Damals hatte er den allgemach schon oerebbenden Strom der eigenen Jugend wie durch ein Stauwerk in den Kapiteln seines vielgelefenen Romans aufgefangen, und jeder Leser und noch viel mehr jede Leserin, empfanden, dah auf dem ewig rätselvollen Wege der dichterischen Äoerzeption das eigene Herzblut des Schöpfers sich mit des Schreibers seelenloser Tinte wundersam vennischt hatte. Das war nun vorbei. Wie aus Dutzenden seiner Kallegen, so war auch aus Rolf Roller ein hochgeschätzter Routinier geworden, dessen noch immer ziehenden Autornamen man nach Zeilen und Druckbogen pro Auslage honorierte und motz. Die Sechzig standen dicht vor der Tür. Rolf Roller beobachtete das wohl. Seinem jcharsen Kriterium entschlüpfte doch das eigene Ich nicht so leicht! Die Leidenschaft, mit der er sich in früheren Zeiten an den Schreibtisch gesetzt hatte, war verflogen. Erfindungs- gäbe und Einbildungskraft ließen nach. Sonst wäre er doch m dieser Abendstunde des scheidenden Hochsommertages schwerlich dazu im- stände gewesen, in der fast vergessenen alten Manuskriptenmappe zu wühlen, schwerlich dazu, den Schrank zu durchkramen, ob sich nicht am End« etwas Verschollenes und Vergcsiencs, aber immerhin noch Brauchbares, fand! Er hatte es nicht nötig. S«-n„Michel Sturmflut" hatte goldene Früchte getragen. Und nicht nur dieser! Auch die Leihbibliotheken- schmöker, die diesem auf dem Futze gefolgt und gleich in Zehntaufen- den von Exemplaren»erkauft worden waren, hatten das ihre getan. Die Villa„Hippokrene"(wie war«r nur auf den überspannten Ramen verfallen?), die er sich im Laufe seiner besten Jahre zu- sammengeschrieben, war sein, sein der Garten, der sie umgab, sein die wertvolle Bibliothek und die kostbare Kunstsammlung, die er auf Reisen sorglich zufainmengetragen, und hier, in dem schönen Starn- berg, eine Bahnstund« vor Münchens Toren, war er zum mindesten lokale Attraktion. Aber der Ehrgeiz folterte ihn. Der Ruhm der Jungen zehrt« an seinem eifersüchtigen Herzen und lietz ihn von Monat zu Monat bitterer empfinden, dah es mit der Epoche seines„Michel Sturm- flut" zu Ende war. Damals, in Berlin, hatte er Karl Bömel gekannt. Einen drei» undzwanzigjährigen Jungen, der den berühmten Verfasser des „Michel Sturmflut" in dessen in der Motzstratze gelegenen, noch völlig nichtssagenden Wohnung aufgesucht hatte, lind hier ward ihm anvertraut, daß Karl der Verfasser einer noch iitellosen Liebes- gcschichte sei. Um seine Protektion, um ein empfehlendes Borwort sür sein Erstlingswerk hatte der Jung« den großen Kollegen ge- beten und sogleich hinzugefügt, daß ihm der Arzt einen langen Aus- enthalt in Daoos oerordnet habe, weil er Blutspeien gehabt und nicht sehr fest auf den Lungen sei. Die Tuberkulose nahm galoppie- renden Verlauf. Auch Asiouan. für das sich die Aerzte sozusagen in letzter Minute entschieden, halt hier nichts. Die Rückreise gelang noch bis Genua. Dann hatte man ihn begraben. In Nervi, wo er letzt« Station gemacht... und das Manuskript seiner titellosen Liebes- geschicht«, zu der er ihm das Vorwort versprochen und niemalz geschrieben hatte, lag noch immer hier. Seit fünfzehn Iahren, wenn nicht noch länger, denn es hatte die Uebersiedelung von Berlin nach München und dann in die Villa„Hippokrene" in Starnberg mitgemacht. Was wollten die vergilbten Blätter? Warum fielen sie ihm denn, da er in diesem allen Schranke kramte) jult im Augenblicke des Bewußtseins furchtbarer Ohnmacht in die Hand? Es war doch seltsam. Kein Mensch hott« sich um den Nachlaß »8 HHanufkript des armen Jungen gekümmert. Nichr der Vater und nicht die Mutter, auch nicht die Geschwister! Schließlich! Wußte denn überhaupt ein Mensch, daß es einen literarischen Nachlaß des mit vierundzwanzig Jahren in Nervi verstorbenen Karl Vömel gab? Irgendein Mensch? Außer ihm, Rolf Roller, dessen Name noch immer trotz allem und allem jeder Publikation von vornherein ein gewisses Relief gab! Draußen war die Sonne längst untergegangen. Die Dämmerung kroch in das Arbeitszimmer des Dichters und ließ das markante Profil Rolf Rollers in ungewißen Linien verschwimmen. Der saß vor dem Tisch, das charakteristische Haupt d«s Intellektuellen in die zierliche Linke gestützt, und wandte mit der Rechten Blatt für Blatt. Er las mit fieberhafter Hast den Jugendroman Karl Vömel», den er in dem allen Schrank« gefunden und den er bislang auch noch nicht eines einzigen Blickes gewürdigt hatte. Und mehr und mehr stieg fieberhafte Röte in sein Gesicht, je weiter er las! Das war ein Meisterwerk. Ihm wenigstens erschien es so in dieser verhängnisvollen Stunde, denn es barg in seinen Tiefen das, was ihm abhanden gekommen war im Lause de« Lebens und der Jahre... das Unentbehrlichste, das unverlierbar für den Dichter bleiben müßte, der Jugend leidenschaftliche Glut! Als Rolf Roller sich in der ersten Stunde des Morgens erhob und das elektrische Licht der Studierlampe ausschattete, um sich zur Ruhe zu begeben, war der verbrecherische Vorsatz gefaßt. „Der Tempel der Jugend" erschien. Der Erfolg war der von Rolf Roller erwartete. In Jahres- frift erlebte das Buch über sechzig Auflagen, und die Presse de- richtete, daß der große Dichter des„Michel Surmflut' sich selbst wiedergefunden, ja, daß er sein Standardwerk womöglich noch über- troffen I>abe! Da klingelte es in der zehnten Vorinittagsstunde eines trüben Febrnartages, da der Winter nimmer zu End« gehen wollte, vor dem Gartentor der Villa„Hippokrene". Der eintretende Diener präsentierte Rolf Roller eine Karte. Oer aufs neue berühmt gewordene Autor schüttelte das Haupt. „Jfa Rau?" Noch nie in feinem Leben hatte er diesen Namen gehört oder gelesen. „Ich lasse bitten. Richard." Die in das Arbeitszimmer Rolf Rollers führende Tür öffnet« sich. Ueber ihre Schwell« trat«ine Vierzigjährige in schlichter, schwarzer Kleidung. Erfahrungen und Kummer hatten bereits ihre unverkennbaren Runen in das einst schön« Gesichtchen gegraben. dessen braune Madonnenaugen auch heute noch in Güte erstrahlten. Vor diesen Augen senkte Ralf Roller den Blick. „Darf ich Sie bitten. Platz zu nehmen? Womit kann ich dienen?" „Ich störe? Entschuldigen Sie bitte! Nur eine Frage!" �' SäWl, gtstt der Blick der Befucherin durch den mit etegant«» Möbeln vollgepfropften Raum, dessen Tapete hinter hohen Bücher- regalen verschwand. Die Dame war stehen geblieben. „Sie haben Kart Vömel gekannt?" Rols Rover suchte nach Worten.'Angesichts solcher Frag« hatte er all« Haltung verloren, und er fühlte es, der Schweiß perlle auf seiner Stirn. Aber er faßte sich. In leichtem Tone kam«s von seinen Lippen:„Flüchtig... in Berlin... vor vielen Jahren, mein« Gnädige, doch warum?" Der tiese Schmerz, kwn die Madonnenaugen bei dieser seiner oberflächlichen Redeweis« widerspiegelten, schnitt Rolf Roller ins Herz. Schon wollte sich etwas wie«in Geständnis auf seine Lippen drängen. Da vernahm er:„Flüchtig...? Und doch hat er Jhnen unser süßestes Geheimnis anvertraut, das uns beiden ganz allein gehört«, doch hat er Sie meine Briefe lesen lassen?" Es war wie das Stöhnen einer auf den Tod Verwundeten. Roch war Rolf Roller nicht zu sich selbst gekommen, da hatte sich Jfa Rau lautlos entfernt. SL SPr&ybysstetrski: 3)ChttlCl Dr. Schleich hatte«in« schöne chirurgische Privatklinik und an- schließend«ine sehr vornehme Wohnung. Schleich war nicht nur ein ausgezeichneter Chirurg, er besaß auch eine prachtvolle Bariton- stimme, und Gesang liebte er über alles. Man hätte wohl in ganz Berlin schwerlich ein schöneres Instrument finden können, als es der Steinwai Schloichs war. Ms wir hinkamen, trafen wir schon die ganze Gesellschast ver- sammelt. Einige mir schon bekannte Literaten: Hartleben, Scheer- bart und andere, und aus irgendeiner Ecke beugte sich ein junger schlanker Mann heraus. Das ausdrucksvolle Gesicht voller Schmisse, ein intensiver und gleichzeitig gütiger Glanz glühte in den Augen: Richard Dehmel. Ich kannte bereits den Namen. Tief verneigt« ich mich vor ikirn. Da lachte er laut und verneigle sich noch tiefer vor mir. Er wollte mir nur Mut machen. Trat an mich heran, als hätten mir uns sott Jahren gekonnt. .�feute wirst du aber spielen— nur für mich wirst du spielen!" Ost überlegte ich. was denn an meinem doch ganz dilettantischen Spiel war, was die Leute so mitriß, jo. sie völlig aus der Fassung brachte... Was die Demichen ganz meine Technik vergessen ließ. mer das Erstaunen, daß das, was ich ihnen vorspielte— wirklich Chopin war: diesen Chopin hlitten sie noch nie gehört. Sie konnten of sich nicht einmal vorstellen, daß das, was ich chueu vorspielte» Chopin sein könnte. Ein staunendes Entsetzen packle sie, als sie das A»Mvll-Scherzo, die Tis-Mvll-Polo nasse, die?-Moll-Phantasie. die zweite Ballade, die Barkarole vernahmen! Don meinem Spiel beeinflußt, ensstanden Dehmels„Verwandlungen der Venus", vielleicht das herrlichste Dokument seines Schaffens. Diesem Spiel verdankte ihr Cussteheu Julius Harts beste Dichtung„Sehnsucht"— Johannes Schlaf schrieb damals seine wundervollen Gedichte... Diese Abschweifung war nötig, um mein Verhältnis zu Dehmel zu erüären: die Ehopirisch« Musik hat zwischen uus sene festen, unzerreißbaren Bande glühender und treuer Freundschaft geknüpft, die uns seither bis zu seinem Tode verbanden, nicht jener alltäglichen - Wille- Jßiliencron Freundschaft, die man gewöhnlich so nennt— nein, jener tiefen, und gewöhnlich seltenen, die man bei primitiven Völkern noch findet, und deren barbarisches Symbol das Aufschneiden der Adern und der gegenseitige Blutaustausch ist. Diese Freundschaft eittsteht wie die Liebe: in einem Sekunden- blitz. In demselben Augenblick, als Dehmel an mich herantrat und mit einein geheimnisvollen Lächeln sagte:„Heute wirst du spielen", wußte ich: Ich habe einen Freund gefunden! O wie habe ich damals für ihn gespielt! Ich vergaß voll- kommen, daß außer uns beiden noch andere in dem vornehmen Salon waren— immer tiefere Dämmerung umhüllte alles—«n großes, andächtiges Schweigen entstand, das ich stets so fürchtete. Ich stand auf vom Klavier und ging verstohlen zur Seite. Da fühlte ich plötzlich Dehmels Hand ous meiner Hand. .Komm fort von hier!" Es war nicht sehr höflich. Schleich oerzieh jedoch Dehmel alles. Lange gingen wir schweigend nebeneinander— Dehmel nahm die Mütze ab, sein« Stirb mar mit Schweiß bedeckt. In ein anständiges Restaurant konnten wir nicht gehen, das konnten wir uns nicht leisten. Ich führte ihn also in eine Kaschemme in der Mhe der Gegend, in der ich wohnte, hinter dem Wedding. Ein Sammelpunkt der sogenannten„großstädtischen Heje". Und hier, in dieier, wie Dehmel bemerkt«,.Herrlichen Gesell- schast" oerbrachten wir viel«, viele Stunden. Zusainmen besaßen wir einen Taler, doch reichte dieser Taler vollkoirnn-en, um uns in «ine äußerst angenehm« Exstase zu versetzen, in der sich uisseo« Seelen in brüderlicher Lieb« verbanden. Seither kamen wir fast täglich zusammen— Dehmel war damals Sekretär der„Vereinigten Versicherungsgefellschaiten" In Berlin und arbeitet« angestrengt von zehn Ilbr früh bis drei Uhr nachmittags, um monatlich«ine in jenen Zeiten riefenhast« Summe zu verdienen— 230 Mark. Das Elend in Friedrichshagen war direkt sprichwörttich— die Brüder Hart erhielten sich irnrch gemeinsame und erschöpfende jour- naliffilche Arbeit, Wilhelm Bölsche rettete sich durch klein« populäre naturwissenschaftliche Artikel— auf diesem Gebiet besaß er, der Lieblingsschüier Haeckels, ein großes Wissen—, Bruno Wille bezog ein winzig kleines Eehali als sozialistischer Agitator und Leiter der „Freien Volksbühne", Arno Holz verfertigte Kindertpielzeiig und fristete so sein Dasein. Der arme Johannes Schlaf brachte ein halbes Jabr in einer armseligen Mansarde zu, die andere Hälfte in einem Irrenhaus. Der fähigste und heroorragendst« Lyriker neben Dehmel, Detieo von Liliencro», lebte in krassem Elend in Hamburg. Alle seine Briese an seine Freunde und die wenigen Verehrer sind ein einziger Selirei:„Laßt mich doch nicht vor Hunger krepieren!" Paut Scheerbart wäre sicher nackt herumgelaufen, hätte sich seiner nichr Erich Hartleben erbarmt, der von seinem Großvater nicht allein ein ansehnliches Vermögen, sondern auch dessen ganze Garde- rode geerbt hatte. Eine besonder» jchinerzhaste Erinnerung quält mich bi» heute. Eines Tages kam Peter Hille zu mir, ein großes Künstler, ein tiefer und wirtlicher Kenner aller Literaturen, nicht nur der europäischen, sondern auch der asiatischen, ein vornehmer Schriftsteller, dessen Aphorismen unser Staunen erregten. Dar arme Peterlein kam also zu mir. Die deutlichen Zeichen des Hungerdelirinms waren klar erkennbar. Seine Hauswirtin hatte ahn fortgejagt, weil er ihr seit Monaten den Mietzins in.Höhe von fünf Mark schuldig geblieben war. Ein« ganze Stunde lang hörte ich seine Erzählungen, seine delirendrn Visionen an. Er nahm sie natürlich für volle Wirk- lichteit, mir aber liefen kalte Schauer über den Rücken bei diesen Erzählungen. Ein paar Tassen schwarzen Kaffee» beruhigten ihn. Er blieb bei mir über Nacht. Bald schlief er ein. Doch mitten in der Nacht fprang«r Plötz-- lich auf. Ganz nackt stand er jetzt in der Mitte des Zimmers. Entsetzt sprang ich auf. Hille besaß also überhaupt kein Hemd. Die mit winziger Schrift, die nur er entziffern konnte, vollbeschriebenen Papiermanschetten waren an einer Schnur befestigt und hingen am Hals dieses armen Teufels. Prunkvoll in seiner majestätischen Tragik war der Tod dieses Dichters. Man fand ihn in irgendeinem Park bei Berlin, von Hungerqualen ganz erschöpft und bewußtlos. Else Lasker-Schüler, die große Dichterin, erfuhr es aus den Zeitungen. Sie brachte ihn in ihre Wohnung, pflegte ihn und wachte bei ihm Tag und Nacht. Endlich erlangte Peter Hille nach einigen Tagen das Bewußtsein wieder, blicke umher, schaute auf die saubere Bett- wäsche, auf der er lag, lächelte dann still vor sich hin und flüstevte: „Ich mußte es ja, daß es dem Menschen einmal im Leben doch gut gehen muß..." und starb. Und der sechzigjährige Liliencron pochte mit immer größerer Verzweiflung an die Türen von 78 Redaktionen und sichte, man möchte doch seine Erinnerungen„Leben und Lüge" abdrucken— man geruhte nicht einmal ihm zu antworten. So sah das Künstlerparadies aus... Was Wunder, wenn einem oft der Strick als Erlösung in den Sinn kam, um alles zu vergessen, mit irgend etwas sich zu betäuben. um nur nicht an das seiend des Tages zu denken... Ein scheuß- licher Fusel, irgendeine Flasche Nordhäuser— ein« Mark das Liter— genügte, um den verzweifelten Gadanten an den morgigen Tag in einen tkttnkensn Tranxezustgnd, in einen wollüstigxn zTraum von einer große nrjzcrrlichen Zukunft zu verwandeln, von Triumphen und.Ruhm, von der Ausrottung der Philister und dem Sieg der Schönheit über des Lebenz Ekel und Grauen. Und von diesen armen Teufeln wurden staunenerregende Äe- rüchte und Legenden verbreitet, daß sie in ihren Zenakeln ungeheuer-- liche Orgien feierten und Bacchanalien, daß sie in Schnaps und Sekt badeten— daß sie unmenschliche„schwarze Messen" feierten! Es fehlte nicht viel, um der bürgerlichen Gesellschaft die Sicherheit zu schassen, daß in den Kreisen dieser armen Zigeuner das alles geschah, was Minutiu? Felix von den ersten Christen erzählt. Mehr vielleicht als in irgendeiner anderen Gelellschast lebte der deutsche Künstler ganz und gar außerhalb dieser bürgerlichen(Bei eil- schast. Die Türen der Bürgerhäuser waren für ihn mit zehn Riegeln verschlossen. Es war in jener Zeit, da man Ibsen im Berliner Theater zweimal ausgepfiffen hatte, als man in Leipzig fünf Natu rallsten«inen Prozeß machte wegen Gefährdung der öffentlichen Sittlichkeit. „Heute mußt du zn mir kommen, unbedingt—" sagte einmal Dehn«! zu mir,.Liliencron ist gekommen— er ist vor seinen Glau- bigern geflüchtet— du wirst es nicht bereuen." Wir saßen gerade in dem kleinen Casö, in dem wir uns jeden Nachmittag trafen. Gegen Abend ging ich zu Dehmel. Außer Liliencron traf ich noch Scheerbart an und den Vennittler zwischen Jung- Deutschland und Jung-Frantreich: den Elsässer Henri Albert. Aeußerlich bemerkte ich nichts Außergewöhnliches an Liliencron: der einfach« Typ eines preußischen Offiziers in Zivil, jeder Zoll aber der vornehme, in den strengsten Traditionen des Junkertums er. zogen« Herr— der einzige Junker von den verschiedenen, die fast mit Gewalt in unseren Zigeunerkreis eingedrungen waren, der nicht den spezifischen Stallgenich mitbrachte. Dehmel tischte«in paar Flaschen Wein aiss— da» Gespräch belebte sich, man sprach nur noch von Literatur. Plötzlich zog Dehmel ein Manuskript hervor und begann, zu losen: es waf eine Dichtung, eine der schönsten, die damals geschrieben wurden: Lilien-- crom» ÜUdobaran. Dehmels Dortrag weckte einen unerhörten Zauber. Jedes Wart lebte intensiv auf, funkelte in einem unvergleichlichen Glanz, lachte. knirschte, winselte, prangte im Purpur nchnbener Majestät. Eine Menge Dichter habe ich gehört, die ihre eigenen oder fremde Werke vortrugen, doch nie vorher noch je nachher habe ich jemand gehört. der es wie Dehmel vermocht hatte, das Wort zu dieser riesenhaften Macht im Ton zu erheben... Als Dehmel geendet hatte, trat ein langes feierliches, versunkenes Schweigen ein. „Jetzt werbe ich such etwas anderes vorlesen", sagt« Dehnwl nach einer langen Pause. lind er las uns seine fadeichaste Uebersetzimg— nein, keine Uedersetzung, vielmehr die wundervolle Paraphrase auf Verlornes „Li sagsss«". Ms er den letzten Seufzer las:„o pauvre ame— o'est cela..(o arme Seele, fo ist's recht...) brach er plötzlich in Tränen aus... Lang« schwiegen wir. Endlich hatte sich Dehmel berichigt. und allmählich belebte sich wieder das Gespräch. Eigentlich schämten wir uns unserer Ergriffenheit, und rasch leerten wir die Flaschen. Dehmel brach!« neue... Der Wein begann zu wirken: ich sehe noch Scheerbart, wie er mit der Faust auf den Boden haut und brüllt:„Weltgeist, wo bist du?!"... ich sehe, wie Liliencran sich luunüht, Scheerbart zu beruhigen, dann sehe ich noch deutlich die schwankenden Bewegungen der Lampe in Dehmels Hände«— er begleitet« uns die Stiege hinab—, dann flog mir die höllische Glut der Straße ins Gesicht..« EAuwrislerte Albertrazung ran S. 6. Nntr» unfc A.®.©attts.) Sin Jßenkballon vor 125 Jahren Wenn wir die Berichte über die enthusiastischen Empfänge des „Graf Zeppelin" in Amerika und Deutschland lesen, wissen wohl die wenigsten Menschen etwas davon, welchen Mut und welche Kühnheit die Bahnbrecher des Lenkballons bereits vor I2S Iahren entwickelt haben, um schließlich ihre Waghalsigkeit mit dem Tode bezahlen zu müssen. Der eigentliche Erfinder des ersten Lenkballons war der Bologneser Bürger Zambeccari. Er hatte sich ein System aus- gedacht, wodurch sein Ballon beliebig schnell in höhere Luftschichten gebracht oder auch wieder gesenkt werden konnte. Selbstverständlich waren in damaliger Zeit die Mittel dazu recht primitiver Art. Zambeccari baute einen langgestreckten Ballon mit einer größeren Gondel darunter. Statt der heute verwendeten Gase stand ihm nur der Spiritus zur Verfügung. Er ordnete mehrere Behälter mit Spiritus derartig unter der Ballonhülle an, daß er von der Gondel aus diese Flammen bedienen konnte. Um ein schnelleres Steigen des Ballons herbeizuführen, entzündet« er alle Flammen, wollte er fallen, löschte er je nachdem die Flammen aus. Um aber den Ballon auch lenken zu können, ordnete er an der Gondel große Ruder und ein Steuer an, die mit der Hand bedient werden konnten. Er stellte die Theorie auf, daß ein Luftschiff genau so zu lenken sei, wie ein Boot im Wasser, das doch auch durch Ruder und Steuer vorwärts getrieben und gelenkt werden kann. Daß seine Theorie richtig war, sehen wir heute am„Graf Zeppelin", der ja auch nach dem Prinzip der großen Ozeanschiffe gebaut ist: starke Schiffs- schrauben treiben den Ballon vorwärts und Höhen- und Seiten- steuer geben ihm die Richtung. Jahrelang hatte Zambeccari an seinem Lenkballon gearbeitet. Einen eifrigen Mitarbeiter fand er an seinem Freund Andreoli, der tatkräftig mit anpackt«. Welch großes Interesse an seiner Erfindung die Bevölkerung und die Behörden hatten, zeugt am besten davon, daß ihm zum Bau seines Luftschiffes die Kirche ckdla Aeque zur Verfügung gestellt wurde. Am 21. August 1804 wurde der Ballon nach einer nahegelegenen Wiese bei Bologna gebracht und um Mitternacht verkündeten drei Kanonenschüsse, daß der Lenkballon zum Aufstieg fertig fei. Um Uhr morgens begann Zambeccari mit dem Füllen des Ballons und um K Uhr riefen wiederum drei Kanonenschüsse eine gewaltige Zuschauermenge herbei. Es wurden Einlaßkarten zu Holzem Preis« ausgegeben, die großen Absaß fanden. Di« ärmere Bevölkerung besetzte bald die umliegenden Hügel, so daß Bologna noch niemals eine solch gewaltige Menschenmenge beisammen gesehen hatte. Kurz vor 1�11 Uhr besteigen Zambeccari und Andreoli die Gondel. Sie hatten als Ballast Sandsäcke im Gewicht von 200 Pfund mitgenommen. Vorsschtshalber war der Ballon noch durch ein 50 Fuß langes Seil auf der Erde verankert. Kurz vor 11 Uhr werfen die Luftschiffer 50 Pfund Ballast aus und langsam erhebt sich der Ballon unter dem enthusiastischen Jubel der Menge von der Erde. Vom Berge St. Michael ertönen jetzt sechs Kanonenschüsse und die Zuschauer bemerken deutlich, wie die Gondel durch die Luft- erschütterung hin und herschwankt. Bald setzen die Luftschiffer ihre Ruder in Bewegung und willig gehorcht der Ballon diesem Druck. Auf ein gegebenes Zeichen wird der Anker gelöst und bald hat das Luftschiff eine große Höhe erreicht. Von den Türmen und den Bergesspitzen verfolgen Tausende den weiteren Flug und wollen auch die Landung der kühnen Luftschiffer beobachten. Nach gut einftündiger Fahrt entschließt sich Zambeccari nieder- zugehen, nachdem er die Lenkbarkeit des Ballons bewiesen hatte. Der Anker wird ausgeworfen, der sich bald darauf in den Zweigen einer Ulm« festsetzt. Jauchzend laufen die Anwohner herbei und feuern Freudenschüsse ab. Da naht eine furchtbare Katastrophe. Durch den plötzlichen Ruck des Taues fließt in einem Behälter der Spiritus über und zugleich wird der Ballon auf die Erde gedrückt. Durch diesen neuen Stoß fließt abermals Spiritus über und setzt die Gondel in Brand. Andreoli rettet sich durch einen kühnen Sprung aus der Gondel. Durch dies« plötzliche Erleichterung schießt der Ballon wieder in die Höhe und die entsetzten Zuschauer müssen mit ansehen, wie Zambeccari in brennenden Kleidern versucht, das Feuer zu löschen. Trotz der schweren Brandwunden, die er erlitten hat, verliert er nicht die Geistesgegenwart und es gelingt ihm, in ungeheurer Höhe das Feuer zu löschen. Schließlich sinkt der Ballon und fällt in das Ädriatifche Meer dicht an der Küste. Stundenlang treibt Zambeccari hilflos im Wasser, bis er von mehreren Schiffer- borken gerettet wird. Mit ungeheurem Jubel wurde Zambeccari trotz seines bedenklichen Zustandes von der Einwohnerschaft Bolognas empfangen und als größter Held seiner Zeit gefeiert. Monatelang schwebte er zwischen Leben und Tod. Doch die sorgsame Pflege, die ihm zuteil wurde, rettete ihn vor dem Tod und langsam genas der kühne Pilot. Kaum wieder hergestellt, ging er aufs neue an die Herstellung seines Ballons. Am 24. September 1812 stieg Zambeccari wiederum auf. Weit über 50 000 Zuschauer hatten sich angefunden, um diesem seltenen Schauspiele beizuwohnen. Schon während der Füllung wurde der Ballon dreimal beschädigt und als er endlich aufstieg, trieb er gegen einen Baum. Durch die Aest« wurde ein Behälter umgeworfen und der brennend« Spiritus floß über Zambeccari herab. Lichterloh brennend konnte er noch einen Zweig erfassen, der aber abbrach und so stürzte der unglückliche Luftschiffer tödlich verletzt zur Erde. Am folgenden Tage wurde Zambeccari von seinen qualvollen Schmerzen durch den Tod erlöst. In einem ausführlichen Gutachten bestätigten dann die Mathematiker der Universität Bologna, daß Zambeccari die Lenk- barkeit seines Ballons bewiesen habe und daß das zufällige Unglück, das den kühnen Luftschiffer betroffen habe, weder seinem Ruhme noch seinem Werke im geringsten schaden könne. Hugo Salamon. Jfeino Xandrock: 50 HS<£0S Ich stand in dem Kassenraum eines Wohlfahrtsamtes, als plötz- lich eine kleine, armselig gekleidete Frau zur Tür hereinstürzte und in äußerster Verzweiflung rief: „Ist hier meine Handtasche gefunden? Ein Los liegt in dem Portemonnaie, ein Los Nummer 157 834. Ist sie abgegeben? Hier muß ich sie liegen lassen hoben. Mein Los, mein Los!" „Eine Tasche ist allerdings abgegeben", sagte der Schallerbeamte, betrachtete die Frau mit einem prüfenden Blick und griff, dann unter das Pult. Auf die Frage, was in der Tasche sei. antwortete die Frau nur wieder:„Ein Los, ein Los!" Der Beamte verzichtete auf weitere Fragen und reichte ihr lächelnd die Tasche. Außer sich vor Erregung nahm sie die Frau, riß sie auf, öffnete das Portemonnaie und sah mich aufatmend an. „Es ist da, sehen Sie, hier ist es. Ist das ein Glück!" Sie betrachtete das Los, faltete es sorgfällig wieder zusammen und schloß das Portemonnaie. Der übrige Inhall der Tasche— ein Zehnmarkschein, ein Schlüsselbund, Ausweispapiere— interessiert« sie nicht.— Nach einigen Wochen wollte ich wieder für meine alle, bell- lägerige Tante Geld abholen und traf die gleiche Frau an der Kasse. „Nun," fragte ich,„was macht denn Ihr Los?" „Mein Los? Ach, wissen Sie, das ist ein Glückslos, bestimmt. ganz bestimmt." Ihre Augen leuchteten aus und über das verhärmte Gesicht flog ein rosiger Schimmer. „Sie hatten es doch damals verloren?" „Verloren, verloren? Ach ja! Das war ein anderes Los. Dieses bringt bestimmt Glück. Mich hat von einem Sarg geträumt, mein Jüngster hat zwei Schimmel gesehen, und zudem hat das Los dreimal die Zahl 7." „Ach, es ist ein anderes Los! Spielen Sie denn regelmäßig in der Lotterie?" „Aber natürlich, davon leben wir doch! Als mein Mann vor sechs Iahren starb, mich und meine zwei Kinder bettelarm hinterließ. habe ich ein Los gekauft, seitdem habe ich immer ein Los. Eines Tages kommt das Glück, bestimmt, wir werden viel Geld gewinnen. Ach!" rief sie verzückt,„dann werden wir leben..!!" Versunken in ihren Traum stand sie da und sah durch das Fenster auf den trüben Hof hinaus. Aber sie sah nicht die grauen Häuserwände, nicht den Regen, sie sah nur das kommende Glück. Und um nichts in der Welt hätte ich ihr sagen mögen, daß es Verschwendung für eine arme Frau sei, jahraus jahrein in der Lotterie zu spielen. Ein Wunderwerk der Baukunst. In Südkarolina ist zurzeil eine ungeheure Talsperre im Bau, die dem Saludafluß den Weg versperren und seine Kraft für die Erzeugung elektrischer Energien nutzbar machen wird. Der Damm wird ungefähr 62 Meter hoch, 2,4 Kilometer lang und an der Grundfläche 400 Meter breit sein. Seine Erdmasse wird 8,25 Millionen Kubikmeter betragen, ein« betonierte Straße läuft auf ihm entlang. Der Rückstau erzeugt einen See von 65 Kilometer Läng«, maximal 22 Kilomerer Breite und einem Umfang von 832 Kilometer. Er wird eine Fläch« von 210 Quadratkilometer bedecken und 2,84 Milliarden Kubikmeter Wasser fassen. In der Nähe der Sperre sind fünf 67 Meter hohe Türme im See errichtet. Diese saugen das Wasser in sich und leiten es durch vier 5 Meter weile und eine 16 Meter weite Röhre, die unter der Talsperre hindurchgehen, zu der Kraftstation. Wie leuer sind die verschiedenen Transporlqelegenheilen? Für die Marklfähigkeiet einer Ware ist in vielen Fällen die Frage der Transportkosten entscheidend. So wird man sperrige, billige Güter auch im Binnenland nach Möglichkeit auf dem billigen Wasserweg auf Flüssen und Kanälen befördern, wie Brennstoffs, Baustoffe und wenig eilige Rohstoffe überhaupt. Die WirtschafUichkeit eines neuen Unternehmens hängt Häufig davon ab, ob man dafür einen Wasseranschluß sichern kann. Dagegen wird man Halbfertige Waren und Fertigerzeugnisse ehenso gut mit der Eisenbahn, unter Um- ständen auch mit dem Kraftwagen an Ort und Stelle bringen können, wobei für eilige Lieferung teurer Waren der Kraftwagen Heute schon auch auf ziemlich welle Strecken, d. H. mehrere hundert Kilometer weit, wirtschaftlich ist. Auch der Möbeltransport über Land macht sich mehr und mehr von der Eisenbahn unabhängig. Besonders wertvolle und vor allem leicht verderbliche Waren aber wird man mit Vorteil auch jetzt schon mll dem Flugzeug versenden. Dabei kann man für die Beförderungskosten etwa folgendes Ver- höltnis annehmen: für 10 Pfennige läßt sich 1 Tonne Handelsware auf dem Schitfsweg über eine Strecke von 10 bis 60 Kilometern befördern, auf der Eisenbahn wird man eine Tonne für denselben Betrag etwa 1,5 bis 2 Kilometer weit fahren können; auf dem Luftweg aber würde man für diesen Betrog nur eben 50 Meter weit kommen. Für den Kraftwagen läßt sich die Ziffer nicht fo eng angeben. DivcmctecVceki vescnaers preiswert. volle öroßen KelimarMQ. WollmokerrOQSO m. Franse 1*.. Persermuster AU. Kelim Q7 SkeppdeckeMQSO u.Verdure fc,7r Kunstseideiso-Tooll/. 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WALLSTRASSE 69 SPARKASSENSTUNDEN VON S BIS 3, 4 BIS« UHR, SONNABENDS B BIS 1 UHR ZAHLSTELLEN IN ALLEN STADTTEILEN AUSKUNFT BEI DEN ORTSAUSSCHOSSEN OES ADOS. MÄ M M MW Üi Da»(Vörie unb mobcmltt bruHchr Crjlton mit 500000 StlchlvbrlrNt«uf Silva SvoU) Svalten Text,»bei 16 000 ieilabtn.biirnen. IbOgT»tr!'«llrn unb IHnDtbebUbrat. 510-1011(111. Sonb I unb II liegen. eieil» dollliüobig vor. die weiteren Stäube(olflen In elwa DirrmonnlliCben StvinSenrfinmeii. Sicher» Sie sich sosart»cn rnsatltgten«abffrl»>tla»»prel»: jesd für den tüamleinenbnnb 52.50 Marl(isötrt minbe'tenS 24 Marli,(üe ben Halb. Icbcibanb 20 Marl(tsätcr mindesten» 32 Marli. Seilt wirb Shr»Itc» eegllo» In Zahl»«« geaemaitn, wenn minbellenS vieidSadig unb nicht vor W*> rrfchienen. Brei» bann für ben ©ani'.einenbanb mit 21 Mai!, für ben Halblebcbanb 20 Marl. Segt ersparen Sie 50 bi« 120 Mark, wenn Sie sich fasert entschließe»! OBltlateit de» Bar,»«»preise» nur»ach bi, 80.»prii 1»20. Tie skoie b. folflenbrn Sönbr tnctben voranssichliich blefelbcn fein-üiib.- (ftibtion».$reiSerin&iii(iung bleibt oul jeden Sali ttoneniiial bie gleiche. Weitere Ber-iiinstlg»»«: Tie Bände werden einzeln nach und nach gegen Monat» Zahlungen von»nr pro Band geliefert Bei Lieferung jede» Danbe? fofort nach St(deinen(b. b. also Band I unb II sofort unb die weiteren Bände in etwa vieintonatlichen Zwifchenräuinenl bete igen bei loforiiger©iibfltivlion bie Xeil,ab>unaen fortlaufen» für ba» gant.e üicrl bi» iiitn Sctiluß be»lelben monatlich nur 6 Mail|ür bie Leüienau»gabe tefp. 7,60 Marl für die HaldlederanZgabe. Äuchhandlun g Karl Block, Berlin SW 68, Kochttr. 9, p«,!,»>.«-o?«, BestellscheintJch deilelleblermit bei der? uch band Inn g Karl Block. Ber! inZWO«, K o ch Ii r. S, laut üinieige im ,Bo:wär!s" Der«rege Broahaü», Handbuch de» Slffen» In 20 Bänden. ,»« ermiißigte» s»pftr>vti»n»prei»: Band 1 und II IN Leinen je 22.60 M. in Halblebet je 2» ffit »am Umtaafch'Sabfkrlptionaprel»; Band 1 und II in Seinen je 20 M, in Halb. lebet je 26 M. Band 3-20 vorau»ilchllich zu gleichem Preife— jewell» nach Ericheuien— eimeln nach unb noch.— Ich gebe mein.......... bändige» Gejilon in Sablnim unb bine um Ubctfenbnng de» ilbiegmatertal». Die Begleichung erfolgt— durch Barzahlung— durch Monat»zahlnngen von 3 M. pro Band bei Smzelliefeeung der Bände nach und nach— durch fviilauiende Monaikzablungen von 6 M für bie Le!nenau»gabe. tefp. 7.50 M. für bie Halbleberausgade. bei Lieferung von Band I und II fofort und lebe» weiteren Bande» unmillelboi nach Ericheinen.— Ter j>»eilige 3! eich- nungSbeirag— die eitle Mate— folgt gleichzeitig— ilt nachzunehmen. iZircht- gewunfchre» gefl. streichen.) ferjüllungZort Berlin. Vit u. Datum:________________________________________ Marne u. Stand:...................... Ohne Anzahlung varzellen am Vaeßer See sowie am SKlnsOorfer See qm Mk 1.— an. Monatliche Maienzahlung. «eiert, stilritenlUofce 6.(Dipl. 1GP50) \%- bis 3'A-Zimnierwohnüngen /um Herbst d. js. beziehbar. Gegend Britz, Borsigwalde und Wittenau. Bedingung; Uebernahme eines Genossenschaftsanteiles von RM. 200.- und Zahlung eines rückzahlbaren Darlehens von RM. 500.— pro /immer und RM. 200.— pro Kammer. Nähere» "erilii»»01. Tordutrste 14. �»»»?»»»»»» NN UM Mittwoch 1—5 u. Sonnabend 10—1 Uhr. pfonderversteigerung. Die in ben Monaten Zuti. August, förp- irmber 1928 oetfefclen Pfänder lommen, soweit ste nicht erneuert worden stnd. vom «auiao. Dem 22. April 1929, 9 Uhr oornr. ab, Iägerftr. Ol. zur Berfteigerung. und zwar in nachstehender Reihenfolge; Fahrräder. Oclaemälbe, Stiche, Doppetaläser und teafttge Segen stäube per Cptif, bleibet. Pelz. wer«,»äiche, Zmpele»., Sold- und Silbersache». 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Seit dem letzten Sommer haben die Berchtesgadener Berge eine Bergbahn auf den Prcdigtstuhl, die Nebelhornbahn. Im Gebiet von Garmisch-Partenkirchen sind, wenn man die österreichische Zuzspitzbahn einrechnen will, bereits zwei Bergbahnen in Betrieb: nur das Allgäu, der dritte große Alpenbezirt innerhalb des Deutschen Reiches, war bisher ohne Bergbahn. Aber auch hier geht nun die erste Hochgebirgsbahn ihrer Bollendung entgegen. Sie wird auf den touristisch lohnendsten Berg des Allgäus führen, auf einen Ausstchtsberg ersten Ranges, auf das Nebelhorn. Die Nebel- hornbahn führt bis in eine Höhe von 2225 Meter, sie wird also einst- weilen die höchste Bergbahn des Deutschen Reiches sein. Einstweilen: denn die deutsche Zugspitzbahn ist ja bereits im Bau und die Ehr- walder Zugspitzbahn ist, wenn sie auch zum höchsten deutschen Berge führt, doch ein österreichisches Unternehmen. Die Nebslhornbahn nimmt ihren Ausgang von Oberstdorf, dem touristischen Borort des Allgäus. Oberstdors liegt 843 Meter über dem Meere, der Höhen- unterschied, den die Bahn zu überwinden hat, ist also recht bedeutend, er beträgt fast 1200 Meter. Die Bahntrace selbst wird die viersache Länge der zu überwindenden Höhe haben, nämlich 4850 Meter. Die Nebelhornbahn wird also die längste aller Personen-Drahtseilbahnen der Welt werden. Die Talstation steht neben dem Hotel Trettach am östlichen Ende des Marktes Oberstdorf, etwa ltz Minuten vom Bahnhos der Bahn- linie Immenstadt-Oberstdori entfernt. Das Hotel, das der gleichen Aktiengesellschaft gehört, wie die Bergbahn �selbst, ist durch einen eigenen Verbindungsbau unmittelbar an die Talstation angeschlossen. Von hier aus führen Aussichtskabinen, die 25 Personen fassen, zum Gipsel. Die Bahn selbst gliedert sich in zwei Teilstrecken. Die erste Teilstrecke führt auf die vordere Seealpe in einer Höhe von etwa 4500 Meter. In unmittelbarer Nähe der Mittelstation, die hier er- reicht ist, befindet sich das bewirtschaftet« Seealphaus. Bon dieser Station aus lassen sich bequem die beiden schönen Gaisalpseen er- reichen, die 1509 und 1770 Meter hoch zwischen Rubihorn und Nebel- Horn liegen. Damit wird ein Hochalpenseengebiet«rsrilossen, das bisher wenig beachtet und besucht wurde. Die meisten Bergsteiger, die es zum Gipfel des Nebelhorns trieb, gingen achtlos an diesen Seen vorüber, die gerade wegen ihrer großartigen Umgebung und ihrer verschwiegenen Bergeinsamkeit den Freund alpiner Schönheit locken müßten. Die Fahrt von der Talstation bis zur Mittelstation auf der Seealpe wird acht Minuten dauern, die auf der zweiten Teilstrecke von der Seealpe bis zur Bergstation zirka zehn Minuten. Die Bergstation befindet sich in unmittelbarer Nähe des Edmund- Probst-Schutzhauses der Alpenvereinssektion Allgäu-Jmmenstadt. Von hier läßt sich eine Anzahl lohnender Touren unternehmen. Nicht nur der Gipsel des Nebelhorns ist durch die Bahn erreichbar gemacht, auch der Uebergang zum Hochvogel und die Wanderung über den Daumengrat ist wesentlich erleichtert. Die Bahn soll aber nicht nur im Sommer Touristen und Ferienäste aus Oberstdorf in alpine Bergeshöhe führen, sie will auch das jochgelände des Nebelhorns dem Wintersport erschließen. Die nähere und weitere Umgebung der Bergstation bietet für Slifahrcr ein abwechslungsreiches Uebungs- und Tourengebiet. Und von der Mittelstation an der Seealpe aus führt eine Rodelbahn hinab bis in den Markt Oberstdors. Die Nebelhornbahn wird im Mai eröffnet werden. Sie wird also, wenn unten im Tal bereits der Früyling einzieht, den Bergfreund noch in den Winter führen können. t Freundschaft zwischen Reh und Hund. In der sogenannten K o i t s ch e am Abhänge des Breiten- der g es(Böhmen) kann man seit einiger Zeit ein reizendes Tier- idyll bewundern. In den Tagen der größten Kälte hat der dortige Wirt ein erstarrtes und fast verhungertes Reh ge- fmrden, in seine Wohnung gebracht und hier gepflegt. Nach langer aufopfernder Pflege kam es endlich dahin, daß sich das arme Tier erholte und Nahrung annahm. Der Wirt besitzt aber auch einen Hund, der in den Tagen der völligen Ermattung des Rehes sich mit dem Waldtier anfreundete. Die beiden sind Freunde geworden und halten sich zur Freude der Gäste oft in der Gaststube auf. Man hat mehrmals den Versuch gemacht, das Reh ins Freie zu bringen. Jedesmal aber kehrt es wieder freiwillig in sein« neue Heimat zu- rück und da der Iagdpächter gegen die neue merkwürdig« Pension des Rehes nichts einzuwenden hat, bleibt das seltsame Idyll weiter- hin erhalten. Das Ende der Grippe. Noch Feststellung des Völkerbundes ist die Epidemie erloschen. Di« Grippeepidemi«, die Europa in den letzten drei Monaten heimsuchte, ist nach dsrn neuesten Wochenbulletin der Hygienie- abteilung des Völkerbundes praktisch in gaivz Europa e r- loschen. Di« SterHlichkeitszisfer nähert sich infolge der be- schleunigten Rückwärtsbewegung der letzten Wochen wieder rasch ihrem normalen Stande von etwa zwöls Todesfällen auf eintausend Krankheitsfälle. Di« Höchstzahl liegt für eine Reih» von Städten Englands, dos diesmal von der Grippeepidemie am meisten heim- gesucht wurde, bei SO. für verschiedene deutsche Städte bei 45. Die Epidemi« der letzten drei Monat« war, abgesehen von der großen Grippeepidemie 1918/1919. die verheerendste der letzten zehn Jahre. Während im Winter 1918/19 der höchst« Prozentsatz der durch Grippe verursachten Todesfälle auf die Iahresklaffen zwischen 15 und 45 entfiel, hat die diesjährige Srippeepidemle prozentual die meisten Opfer aus den Altersstufen von 80 und mehr Iahren gefordert. Wintergarten. Star heißt bekanntlich aus deutsch Stern. Und zwei Stars, das sind also zwei Sterne, sind unter dem Sternenhimmel des Wintergartens eingekehrt: die Dodge-Zwillingsfchwestern. Natürlich Amerikanerinnen. Natürlich Tänzerinnen. Was diese beiden schönen Mädchen in ihrer Vogelnestfzene zusammenzwitschern und-tanzen, das ist einzigartig und gehört zu dem schönsten, was das moderne Variete bieten kann.— Es bietet aber in Bernard und R i ch noch andere Tanze. Zluch diese beiden sind aus Amerika, und sie legen ihre Akrobatiktänze mit jener wundervollen Akkuratesie hin, die überzeugt und bezwingt. Und schließlich tanzt das jopa- nifche Fräulein Takebayashi original japanisch, während ein« japa- nische Sängerin englisch und deutsch singt. Die I u n g l a s-Hand- spring» tun nur so, als ob sie auenkonisch seien, sie sind wackere Deutsche und machen ihre Sache brillant. Bei ihnen und den Mon- gados kommt der tolle burleske Humor zur Geltung. Zeigen die Iungla» großen Mut, so Henriques,«in Schlangenmensch, größeren Mut, denn er vollführt seine schwierigen Dinge auf dem wackligen Trapez, und er lächelt dabei und ist�onst ein reizender junger Mann von liebenswürdiger Blondheit. Bei den Athenas.und Roma» n o s ist d-e elegante Kraft zu Hause. Die zwei Athenas vollbringen Schwierigstes im Zeitlupentempo, bei den 15 großartigen Romanos äußert sich Kraft und Autotempo. Und Prechts Iungbären sind wirklich prächtige, drollige und höchst gelehrig« Tiere. Plaza. Mit Ellen Des, der tanzenden Jongleuse, beginnt das hervorragende Aprilprogramm im„Bahnhofsvaricte". Sie tanzt so schön, wie sie jongliert, jedenfalls gewinnt sie beiden Künsten neue Seiten ab. Sehr gut präparierte Hilfsmittel hat der Mani- pulator Rolf Hansen zur Verfügung. Was der alles verschwin- den läßt und hervorzaubert! Blumen, gleich tütenwcis aus der Luft, acht klingelnde, groß« Weckeruhren aus einem Zylinderhut, alles in atemberaubendem Tempo. M a ud Kerry bnngt als gut- studierte Violinvirtuosin beste Kämst ins Volk. Die Tänze, die Maning und Claß auf dem Drahtseil tanzen, bringt mancher Kostüm- Stoffe modernes Pebigewehe, jede Preisloge- nur bol Koch& Seeland Gcrjraudicnsizaßc 20—2.1. Tänzer zu ebener Erde nicht fertig: eine ganz groß« Nummer, die ihrem Genre alle Ehre macht. Der von der Skala her bekannte Harry R e s o entfesselt auch im Ostbahnhos heftigste Lachstürme. Für seine Garderobe Hai der Mann nicht viel ausgewandt(Hasen ind Iack> �ür sein die Paetzold- Kompanie ist allein das Eintrittsgeld wert. Sie seine Garderobe hat der Mann nicht und Jacke bestehen nur aus Flicken und Löchern!), desto mehr aber für lein Körpertroining. Er nennt sich bescheiden Grotesktänzer. produzieren sich auf Fahrrädern, an denen die Räder durch drei- und viereckige Rahmen, durch Tannen, ja Schleissteine ersetzt sind. Schließlich erlebt man dann noch ein Vehikel, bei dem die Felgen des Hinterrades durch einen Kranz von alten Stiefeln ersetzt sind. Mit einem Glänzend T A i r- G i r l s tanzen und turnen wie der Wirbelwind. uuioj einen uun uuen �ueiviu ci|cbi(iiiu. juiu lnem urkomischen Entree..Der Fahrraddieb" führen sie sich ein ilänzend dressierte Papageien zeigt Fanny Romano, Fritz i e ch a u e r macht als Humorist faule Witze, und die 9 M i d- Reichsbund deutscher Heimatmuseen. Im Rahmen des vom 3. bis 6. April in Berlin tagenden Museumekongresies wurde am Mittwoch«in Reichsbuttd deutscher Heimatmuseen gegründet. Der neue Bund bezweckt den Ausbau bestehender und die Gründung neuer Heimatmuseen durch wissenschaftliche Aufsätze und praktische Arbeit, die Heimat- forschung. die Heimaterziehung, die Heimatpflege und den Heimat. schütz sowie den Zusammerrschluß aller deutschen Heimatmuseen. Bei der dann folgenden Dorstandswahl wurden Museumsleiter Emil F i fch e r. Neukölln zum 1. Borsitzenden, Wilhelm Ratthey» Berlin zum l. Schriftführer und W a l t h e r- Berlin zum Schatz- meister gewählt. Von R a t t h e y stammt übrigens der zurzeit best« und mo- dernfte Wanderführer für die Umgebung Berlins, der unter dem Titel„Berlins Umgebung in der Tasche" im Verlag von Eisenfchmidt erschienen ist. Dieser Führer bricht endlich mit der veralteten, jahrzehntelangen Uebung, die das Bemühen hat, dem Wanderer jede Arbeit abzunehmen und ihm mit peinlicher Genauig» fest zu erklären, wie er zu gehen hat. Ratthey gibt alles Wissens- werte in zusammengeraffter, ungewöhnlicher Kürze, berücksichtigt be- sonders Geologie, Botanik und Geschichte und überläßt es dem Führer, auf einer guten Karte seinen Weg selber zu sinden. So soll es auch sein. Das Buch ist ein ausgezeichneter Führer für Führer. Dieser Sonnabend abend war recht geschickt ausgefüllt. Ni etwa, weil die Veranstaltung„Stiftungsfest des Funkvereins Hoch- antenne" besonders gelungen war. Früher hieß so etwas„Bunter Abend" und war, wenn die Hörer Glück hatten, abwechselungsveicher und besser besetzt. Daß diesmal ein Verfasser M. S. Mendelssohn bemüht wurde, spricht nur gegen diesen Herrn. Aber wer mit dieser sehr anspruchslosen Veranstaltung nicht zufrieden war, kam auf seine Kosten, wenn er sich auf Königs«»st erhausen um- schattete Besonders schön war das S o l i st e n k o n z e r t. dos nordisch« und russische Werke brachte,»usgesührt von wirklich aus- gezeichneten Solisten.— Wertvoll war der Vortrag des Reichs- jugendsekretärs Albert Voß über„Werktätige Jugend und Beruf". Auf die Notwendigkeit der cheorelischen und prok- tischen Berufsausbildung und der Gleichberechtigung dieser beiden Ausbiwungszweig« wurde von dem Dortvogenden hingewiesen. Er forderte Abbau der übertriebenen Forderungen ous� dem Gebiete der sogenannten Allgeineinbildung, falls wirkliche Begabung für einen bestimmten Berus bei dem Jugendlichen zutage tritt. Nur dann wird es möglich fein, jeden an den richtigen Platz zu stellen und den Jugendlichen nicht nur einen Beruf, sondern auch Freud« und Derständnis für diesen Beruf zu geben. tcs. Eisenbahnunfall bei Giuitgart. Eine Anzahl Leichtverletzte. Die Reichsbahndirektion Stuttgart teilt mit: Am Sonw abend, dem 6. April, nachmittags 14.50 Uhr, ist der P e r f o n e n> ztig 639, Stuttgart— H e f f e n t a l, bei der Einfahrt in dei Bahnhof Backnang auf den dort zur Abfahrt bereitstehendet Güterzug Backnang— Unter türkheim aufgestoßen Dabei sind zehn Reifende leicht verletzt worden. Weitere vierzehi Hage» über Kopf- und Rückenschmerzen. Die beiden Lokomotiven drei Personenwagen und drei Güterwagen sind leicht beschädig worden. An den Gleisen ist kein Schaden entstunden. Der Bahn arzt war sofort zur Stelle und legte den Leichtverletzten Notvev bände an. Sämtliche Reisende tonnten die Fahrt mit 40 Minutet Verspätung fortsetzen. Der Unfall wurde dadurch veranlaßt daß die diensttuenden Beamten des Bahnhofes Backnang �em Per sonenzug die Einfahrt auf das besetzte Gleis fälschlicherweise frei gaben. Der Materialschaden ist gering. Eine vastelschou veranstaltet die Gruppe Friedrichs ain des Arbeiter-Radio-Bundes E. B. in Schmidt esellschastshaus, Fruchtftr. 36a, in der Zeit von Freitag, de 12., bis Sonntag, den 14. April d. I. Die Schau ist an den Werl tagen von 17 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 22 Uh geöffnet lieber Rechte nnb pflichten der INielsschöflen spricht Genosse Senn» Präsident r e y vi u t b am Montag, dem S. April, abend? 8 Uhr. b Nathan? Berlin. Saal ll». Eingang Jüdenstrahe.»nd ,war aus Einladu, de? Re>ch»bundes Deutscher Mlrler. Genossen, die dleseZ Amt betleid« machen wir besonder? daraus ausmerlsain. Unenlgeltlche EinlriltSlarten si» in der Hauptgeschäftsstelle Potsdamer Strahe SS zu haben. An der 1Z. Lrruseschul« für ZiinglGgr, Acker slraße 67, sinden auch i diesem Sommeihaldjahrc, wie alljährlich. AusbildungSiurse sü Arbeiter statt und zwar von t!>— 2t Uhr. Die Kurle haben Freila den 5. d.M., begonnen. Anmeldungen werden noch täglich von 7— tt> Ul und Montag und klreilag von 19— Ll Ubr im Buicnu enlgegengenomms UnleirichlSsächer sind lolgcude: Englllch. Kurzschrist. Pboiographie, Radlob« und LeibeSilbungcn. DaS Schulgeld beträgt für den Kursus und da§ gar, Halbjahr S.!c> Rm. Bedürftigen können Freistellen gewährt werden. .. Da» Fußballspiel Tempeldos-INarlendors gegen Rathenow sindct ni« ini VolkSpail Mariendori. sondern aus dem Viltorla-Plad l Marien dar f. Eisenacher Straße, statt, und zwar zweite Mannjch« L.lb Uhr. erste Mannichast 4 Nht.' ZubilSea. Buchbindermcifter Eduard TrinkauS. Lichtenberg, Gärtn» straße b. bei der Firma Buchdruckcrei H. Büttner, Wuslerbaulener Straße 1 begebt am 8. April sein 2ö jährig«? tlrbeitSjubiläum als Meilicr. Er ist alt „PorwärlS'-Leler. Silberne Hochzeit feiern am 9, April Artur B r i e g ei Lederwarenmeister, und seine Gattin Dorla. geb.H2i.telt,Danzig«r Str.17u.ll Sport. Rennen zu Strausberg am Sonnabend, dem ß. April. ».Rennen, t. Schar-Dugb(Bustel), 2. Diamant, 3. Fantas« Toio: 40: lO. Plah: 20, 43, 36: 10. genier Uesen: Macao, Kastel, Go wina, Zuchow, Tbeano. 2. Rennen. 1. Per» sv. Metzsch), 2. Tltu«. 3. Elche. Toto: 17:1 8. Rennen. Z. Wellwandcrer(G. Ianef), 2. Kasbek. 3. IIial Toto: 26: 10. Blaiz: 14. 18. 17:10. Ferner liefen: Strug. Fcxejeu, Eiothilde. AuiNärung, Edler o. Lorch. 4. Rennen, t. Lebensmut(23. Schmldi). 2. Derben. 3. Darsv Toto: 70:10. Plah: 2t, 17:10. Ferner Uesen; Rückgrat. Erdferkel. Limo» 5. Rennen. 1. Alexander der Große< cter 5 Sorben 1 mv.8.- Post-veriond von 20 MK.on franco Versondorvschriff; EDUARD PALM B e n l i n S W. Jerusalemepitrlö P/l/a/en üiera// Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 7. April: S.SS: Stnndenslockenspiel der Potsdamer Oarnisonldrche. 9: Horfeefeier. 11.30; Chorkonzert. I3.IS: Schachtuk. MJO: Pdf den Landwirt. 11.30: Märchen. Ii; Zur Wicdererwecknni der Matthias-Passion. 16.30: Unterhal- tnnxsmnsjk. 18 30: Die Brüder Humboldt 19: Vom Kirntopp zum Llchtspiel- palast. 19.30: Besuch bei Mahatma Gandhi und bei Rablndranath Tazore. 20: Abendunterhaitunz. 21: Volkslieder. 21.30: Berliner Reportagen. Danach Tanzmusik. Deatschlandsonder: 2I_30: Festkonzert ans der Staatlichen Hochschule für Musik. .Montag, 8. April: 15.30: Erweiterung des Unlall Versicherungsschutzes. IS: Technische Wochen. Plauderei. 16.30: Eine Dialog Novelle von Peter Flamm IT: Konzert. 18.10: Sprachliche Plaudereien. I8J8: Englisch für Anfinget. 19: Deutschlands Han. delsbezichnngen. 19.35: Fernsehen und Rundfunk. 20: Unterhaltungsmusik. 21: Sendespiele: ,.Lucr;tia Borgia" von Hugos. Danach Tanzmusik. 0.30: Nachtmusik. Dienstag, 9. April; 12.30: Diu Viertelstunde für den Landwirt 18.30: Die schönsten Rosen unserer Gärten. 16: Probleme der Verfilmung. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30: Stunde mit Büchern. 19: Qesellschaftslragen der Gegenwart 20; Ueber- trngung Staatsoper Unter den Linden:.Jenufa", Oper von Jauacek. t * Deutschlandsender: 20: Bunte Stunde. 21: Konzert 21 JO; Quintett Ea-dur, op. 16. .Mittwoch, 10. April: 15.30: Ein Rundgang durch die Berliner Markthallen. Ii: Die deutsche Wald- lanfmeisterschaft: 16.30: Die' Kinderzeitung. 17: Unterhaltungsmusik. 18.30: Krebsbehandlung und KrebsverhOtung. 19: Der Liebhaberphotograph. 19.30: Rechtsfragen des Tages. 20: Vortrag. 20 30: OrchcsterkonzcrL 21.30: Vortrag unc Leseproben. AnschlieBend Tanzmusik. Donoerstag, II. April: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt 15.30: WanderbBhne und Volks- Iheäter. 16: Das Problem des Kunstbesitzes. 16.30: Der kleine Vagabund von Daudistel. 17: Konzert. AnschlieBend Teemusik. 18.10: Motorisierung In der Landwirtschaft 18.35: Die großen Ansgrabungen In Pergamon. 19: Welche Vorteile bieten Wanderkarten? 19 JO: Der Arbeitsnachweis einst und letzt 20: Pastoral von Georg Friedrich Händel. Daran! Cantate von Job: Seb. Bach. Danach Tanzmusik. Freitag, 12. April: 15 30: Die weltwirtschaftliche Bedeutung des Vorratschutzes. 16: Psychologen. 16.30: Unteihultungsmusik. 18.10: Spanischer Vortrag. I8JS: Die Welt- anschannng des Vernunltmenschen. 19: Welche Bedentung haben Leibesübungen für die Jngendverbände? 19.30: Frühling im märkischen Bergwalde. 29: Strese. mann und Chamberlain. 20.30: Orchesterkonzert. 22: Die große technische Tagung über Wohnnngsbmwli tschalt in Berlin. Sonnabend, 13. April: 15.30: Das deutsche Revfslons- und Treuhandwesen. 16: Die Zusammen. arbeit mit der Qelnngencnfürsorge. 16.30: Julius Hart 17: Teemuaik. 18.10: Die englischen und französischen Wirtschaftsführer. 18.35: Ans den Kinder- Iahren der Mathematik. 19: Musik im Katfeehans, 19.30: Der Beruf des Lehrers an höheren Schulen. 20: Abendunterhaltung. 20.30: Rods Rods~ Schwanke und Geschichten. 21: Konzert Danach Tanzmusik. 29:„Der Junggesefle" Dcutschlandsender: Schwank von Rudolf Prester. Königswusterhausen. Sonntag, 7. April: Ab 8.55: Uefcertragung ans Berlin. 18: Bflndfabrt tu Kanada. 18.88; Wunder- bare Menschen. 19.10; Körper und Geist im alten Hellas. Ab 20: Ucbertraeunt ans Berlin. 21.J0: Dcatscblandscndcr; Konzert, Montag. 8. April: 16: Englisch(kalturkandllch-IHerarfsche Stande). 16.39: Dichterstunde. 17: Uebertragong aus Berlin. 18: Wie steigere Ich die Leistungsfähigkeit meines Geistes? 18-30: Englisch für Anfänger. 18.55: Vorbildlicher genossenschaftlicher Absatz landwirtschaftlicher und gärtnerischer Qualitätserzeugnisse in den Niederlanden. 19,15: Werkmcislerlehrgang lür Facharbeiter. Ab 19.38: Uebertragnng ans Berlin. Dienstag. 9. April: 16: Erzieh ungsberatnng. 16.30: Alle Musik. 17: Uetertrugant tau Berlin. 18: Vom Sinn and Unsinn des Berechtigungswesens. 18-30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wie kommen Entdeckungen und Erfindungen zustande? 19.15: Ausbau In der Angestelltenversicherung. 19.38: Danzigs deutsche Geschichte. 20: Deutschlandsender: Bunte Stunde. 21: Deutschlandsender: Kon- zert. Danach Uebertragung uns Berlin. 22.48: Bildfunkversache. Mittwoch. 10. April: * 16: Zur praktischen Durchführung der Richtlinien an höheren Schafen. 16391 Die Entwicklung der Variationsform. 17: Uebertragung ans Hamburg. 18: Dan Steigen der Kupferpreise. 1830: Spanisch für Anfänger. 18.55: WerkmelsterJ lehrgang für Facharbeiter. 1930: Zum Gedächtnis General Booth'. Ab 299 Uebertragung aus Berlin. Donnerstag. 11. April: 16: Erziehungsberntung. 1630; Richard Dehmes. 17: Uebertragung um Berlin. 18: Autorecht. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 1835: WirtschafU liehe Methoden des Weidebetriebes. Ab 20: Uebertragung ans Berlin. Freitag. 12. April: 16; Was Ist das Zcntralinstltut fflr Erziehung und Unterricht? 16 JO; Wi« wird Zucker gewonnen? 17: Uebertragung ans Berlin. 18: Aufgaben der tno* dernen Milchwirtschaft. 18.30: Englisch für Fortgeschiittcne. I&,5S; WcrW melsterlchrgang für Fachaibeitcr. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahn* ärzte. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. 22.45; Biidfunkversuchc. Sonnabend. 13. April: 16: Kurzschriftdiklate. 16.30: Ans der Beamtenrccbtsprechnng des letzte« Jahres. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Irrwege der Sozialversicherung? 1830; Französisch für Anfänger. 18.55: Der Knnstcharakter von Deutschland und England. 20: Deutschlandsender: Stunde des Landes. 21; Deutschlands semfer: Konzert. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Ciu lUerariftbro tzeiflniu: Der 2. Pari des..(Sroßen Srocfijous* liest bereit» poe, de» geübten imh neueften deutschen Nochsdilcgewerke» her Gegen. wall. UJ» ha» fo lange mit Spannung erwartete®ce! Ende Ottober 5» erscheinen begann, bat e» durch Anhalt, Üfusstattung und Preis Autsebcn erregt: e» ist nicht etwa eine„peränderte Auflage", fondern ein von Ernrch auf neue» Wert und hält, was der Namr Drocthaus mit feiner IZOfährigen Trahifion orrfpricht: es umteßt das gesamte Wissen unserer Zeit und bringt e» wissenschaftlich einwandfrei, aber in iehem oerstänhlicher Sprache dem prat» fischen Menschen unter prcti.fchen(flcfithlspunften nahe. 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Margarine weist uegenüber der Lortrieasteit als einzige» Nahruna-mittel teine nennenswerte Preiserhöhung auf und ist, wie z B. dir ikrintostmargarine„Blauband, frisch getirnf, an Nährwert und Bete-mmlichteit der Butter rbenbllrtig, Da» Zrpvidhan» Aderdach, ssriedrichstr. I5Z. I, führt letzt auch Gardinen, Store». Bettdecken, emführungsbalber zu billigsten Preisen. Gutra-Annebo:» in fehlerhaften Teppichen. Beachten Sie bitte unser heutige, Inserat in de» Kleinen Anzeigen. StßDDlIßCkß n?8- oÜÜ OnuiieniecHe, 3S8° • ICf'l'lIwWliM gobL 9 9U schneeweißen Gflnsedaunen. w«l Geschllssena 0-90, gerupfte 0-80, 0*50 1 Kissen, gefüllt. Weiß, gerupft od. geschlissen 3 80, I'iiO Unterbett, gefüllt Daunen.......... 5*8U| Uberoett, gefüllt . 4 10. 3 70. 2-4S PoHo«"' �»l-0- . S 80. 8 70. S-SS » 11-40, 9-35, 6*95 Bettfcdrrnrelnigung bei Elnkant von M. SO*— luv eines Stand gratis, BERLIN, Kotttmssr Damm 88 und RosenthalerstraBe 9 , Bekanntmachung. 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Königstraße 15-18, Eingang Illdenstratze, Zimmer Nr IVO. Tagesordnung: 1. TätiglrUsdericht. 2. Abnahme der Iahresrechnung ISS, 3. Per chiedene«. Antragen oder Beschwerden, zn deren Erledigung Alt neinstcht oder enderwe Fest.tellnnqen er>oroer>1ch find, müssen mindesten» drei Tage nerher beim Bar- fitzenden de» Boeftande» eingereicht «erden. Pur der Sitzung findet um 18 Uhr in bcm clbon Zimmer de» Naiijauie» die übliche Borce prechung unter den Aa«. schußmitgiieder» statt Ptinltiiche» Er cheinen ist dringend not meubm, fco die BenutzungszeU de« Zunmer» bcichränU tfL Berlin, den L April im Set vnefihende des Vorstände» der Se riedekrantan taste»er Stadt Berlin. Verkäufe bardware l Leihhaus Brunnen kratze 47 Bettfedern ad stabril. graue Rupf» federn Pfund 50 Pfennig an, Betffedern» Dampfrei'niaung Reu: Bettfebcrn. Wäsche. Bett edernfabrit Schwan, Brun. nensttatze 152, Kabritgebäude. Lctzlelituntz55luclie. striche ui« an» Spiegel. T Hausseestratze 7. 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