Morgenausgabe Nr. 164 A 83 -46. Iahrgang Wöchentlich 85 Pf, monatlich 8,60 M. im voraus zahlbar. Postbezug 4L2 M. einschließlich 60 Pfg.Postzeiwng»- und 72 Pfg. Postbeftellgebühren. Auslands« abonnemew S.— M. pro Monat. Der„VvrroSrts� erscheint wochentög« lich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„Der Abend". Illustrierte Beilagen.Volk und Zeit" und„Äinderfreund". Ferner �Unterhaltung und Wissen",„Frauen- stimme"..Technik"..Blick in. die Bücherwelt" und.Jugend- Vorwärts" Veeßiner Vottsbßatt Olensiag S. April 1929 Groß-Äerlin 1V Auswärts i5 ps. Die einspaltige Nonpareivezellk 80 Pfennig. Reklame�eile 5.»» Reichs- mark.„Kleine Anzeiae«' das>ettire- druckte Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettaedrucne Worte), jedes weitere Won 12 Pfennig. Stellengesuche dos erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Won 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmorkl Zeile 6V Pfennig. 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B. den Gesetzen über die öffentliche Sicherheit und über die llrbeitsstreitigkeiten. Die« n t e r. fchiedloße Verhaftung von Arbeiterführern zeigt. woher der Wind weht. Unter diesen äußerst aufreizenden Umständen hat die Hindu st anische Republikanische Ver- einigung im Bewußtsein Ihrer ernsten Verantwortlichkeit ihrer Armee tallindustrie«inging. die Metollarbeiteraussperrung kam— so führte Severing aus—, sei dem Reichskabinett keine Zeit geblieben, vor der Der- diMichteileertlärung zu prüfen, ob der Jessensche Schiedsspruch nach allen Seiten hin berechtigt war. So sei die Verbindlichkettserklä- rung ausgesprochen worden, ohne daß sie die Aussperrung der Me- lollarbeiter verhindern konnte. Er habe sich dann gleich, ohne dazu reoustrogt worden zu sein, ins Ruhrgebiet begeben und habe hier seststellen können, daß die Arbeiter die Aussperrung in der ersten Woche mit Gleichmut hinnahmen. In diesem Zusammenhang weist Severing darauf hin. daß er Anstoß zu der Unter- stützungderAusgesperrten durch den Staat gegeben habe. Schämt euch! rief er den Verfasiern der Schmutzschriften zu, die jetzt vom Christlichen Metallarbeiterverband herausgegeben werden und in denen behauptet wird, daß die Unter- üützung der Ausgesperrten gegen die Stimmen der sozialistischen Minister beschlossen worden sei. Durch die Unterstützungsaktion des Staates fei die Ruhe im Ruhrgebiet aufrechterhalten worden. Ueber fein« Schlichtertätigkett sagt Severing dann: Nicht, um ein« Regierungskrise zu vermeiden, nicht, um Ministerseflel für die Sozialdemokratische Partei zu sichern, habe er die schwere Verant- wortung übernommen, sondern weil chm das Wohl der Ar- hettsrschaft des rheinifch-westfälischen Industriegebietes, ja, des ganze» deutschen Voltes wichtiger gewesen sei. Von Bedeu- tung fei. um«ins herauszugreifen, daß durch seinen Schiedsspruch in der Akkordsicherung die Kann- Lorschrift in ein« Muh- Vor- schrift umgewandelt wurde. Wenn auch der Schiedsspruch nicht all« Arbeiter befriedigt habe, so sei er doch besser, als«ine Niederlage. als«ine monatelange Aussperrung mit zweifelhaftem Erfolg« oder gar eine vollkommen« wirtschaftlich« Anarchie. Politisch aber würde der Boden für eine Diktatur bereitet werden, wenn die Aussperrung im Verein mit der Steuerdebatte und dem Kampf gegen neue Steuern weitergegangen wäre. Heut« sei das Geschrei nach dem „starken Mann" so ziemlich verstummt. Dennoch würden in dem Kamps um die Banlancierung des Reichsetats die so- zialisiischen Minister in der Regierung ihr Arbcitergewisien Weg- weiser ihres Handelns sein lassen. Minister Severing, der schon am Sonnabend nach Gelsenkirchen gekommen war und an einer Veranstaltung der Redakteure und Der- leger der sozialdemokratischen Press« Rheinlands und Westfalens teilnahm, wurde bei seiner Ankunft in Gelsenkirchen vom Reichs- banner und der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Sie Regierungskrise in SevWösterreich. Karl Renner stellt die Verantwortung fest. In einer Volksversammlung seine» niederösterreichischen Wahl- bezirke» führt« der erst« Staatskanzler Deutschösterreichs, Abg. Dr. Karl Renner(Soz.) u. a. aus: Das Regime Seipel hat sich überlebt. Seipel hat die un- ablässige Steigerung der Gegenjätz« und die Usberhitzung des Kampfe«, die mit seiner Regierung notwendig verbunden war, als für das Gemeinwesen gefährlich und für die Wirtschast v e r- d e r b l i ch erklärt. Nun ruft ein Teil der bürgerlichen Presie und natürlich der Generalstab der Heimwehren noch einem„Regime der starken Hand". Man kennt diese Parole, sie bedeutet alle- zeit nichts andere« als ein Regime des schwachen Verstandes. Davon haben uns die Seipelminister Daugoin»(Landesverteidigung), Schmitz(Unterricht) und Schürst(Handel und Verkehr) genügend« Proben gegeben. So geht es nicht weiter!(Lebh. Beifall.) Man verlangt von uns Sozialliemokraten«in Bekenntnis, wie es denn weitergehen solle. Wir können die Antwort so offen und rückhaltlos geben, wie unser« ganze Politik frei ist von allen Mnkelzügen. Wir fragen: Was braucht unser Volk? Wo» braucht unser Land? Wo« braucht unser Staat? Die bürgerlichen Parteien erörtern bloß die Probleme: Was braucht der Bürger- block? Was braucht die Kirch«? Daher reden sie an uns vor. bei. Unser Volk lebt von seiner Arbeit! Unsere Industrie muß exportieren, braucht freie Handelsverträge und st a a t- liche Jndustrieförderung. Der Bürgerblock fordert hohe Preise, weitere Erhöhung der Zölle und einen großen Pump. Unser Volk muß ein Dach über dem Kops haben! Und darum führen wir eine Poliklk der Behausung de» Volte», die anderen eine Politik der Hausherren.(Lebhafter Beifall.) Heimwehrleute tragen Sturmhauben, um ihr« Gehirne vor der versengenden Glut der Vernunft zu beschützen. Sie appellieren an die Faust, damit das Volk nicht in die Lage komme, von seiner Vernunft Gebrauch zu machen. Darum ist ihnen und dem ganzen Bürgerblock ein Volksentscheid in der Mieten- frag« so unheimlich. Es gibt keinen verständigen Menschen mehr im Land«, der in der sozialdemokratischen Haltung in der Mietenfrage etwas andere» sehen könnte als die absolute und reine Ueberzeugung, daß die Auf- wertung der Mieten für viel« Tausende Menschen der Ruin und für unsere Volkswirtschaft ein nie wieder gutzumachende» U n« glück bedeutet. Um diese Ueberzeugung nicht achten und nicht widerlegen zu müssen, darum dieses fortwährende Rufen nach d»r nackten Ge- walt! Immerhin Ist es uns Sozialdemokraten gelungen, den Bürger- block von seinem einseitigen Hausherrenstandpunkt hinüberzuleiten zu-dem Eingeständnis, daß der W o h n b a u in Frage steht. Wir hoffen, noch ein« weitere Bekehrung zu erzwingen in der Richtung, daß es sich dabei um das Leben unseres Volkes und um die Existenz unserer Wirtschast dreht. Bei der Ungewiß- heit der welt- und heimwirtschafllichen Zukunft kann sich niemand auf Jahre hinaus binden! Die Gesetzgebung ist immer da! Was später möglich ist, wird man später sehen. Man kann nicht auf weUer hinaus be- Ichließen, als man sehen kann. Man soll freilich auch nicht beschließen. wenn man vom Volk dazu kein Mandat hat. Und deshalb bleibt unsere Partei bei der Parole: Volksentscheid od« Neuwahlen! (Großer Bestall.) Unser Land braucht stäM« geistige Regsamkeit, stärkst« gesttige Einstellung auf Dirtschafisding«. regen geistigen Kampf um die Wirtschaftsproblem«--- dabei aber keinen Bürgerkrieg, kein« Bandeuaufmärsche. kein« Tumult«!(Lebhafter Bestall.) Man versteht, daß die Heimwehrführer Steidle und Psrimer von einem Kampf mtt der Waffe nichts hallen, über welche sie nicht oerfügen. Wer die bürgerlichen Parteien haben vlänner genug, die Znkelllgeuz und geistige Schärfe besitzen und auf„polttifche" Messerstechereien nicht angewiesen find. Unser Land braucht rege Gehirne, aber nicht bewegte Pflastersteine. (Lekchofter Beifall.) Unser Staat braucht dringend Ausbau aller öffentlichen Einrichtungen, Fortführung des Dersassungswertes zur Sicherung der Demokratie, endliche dauernde Bereinigung des Berhällnisses zwischen Kirche und Schule, zwischen Staat, Kirch« und Ehe, Reform unserer Justiz usm Aus Älen diesen Gebieten hat die herrschende Parteienkonstellation das staatliche Leben zum S t i l l st a n d verurteill! Der Bürgerbauernblock ist in seiner inneren Zusammensetzung zu diesem Werk unfähig. Seine inneren Gegensätze hindern ihn an schöpferischer Arbeit. Wir Sozialdemokraten führen unsere Politik im Dienste von Volk, Land und Staat und können uns vorbehaltlos zur Allgemeinheit bekennen, denn wir wissen, das arbeitende, werttätige Volk macht weit mehr als 9v Proz. unseres oer- armten Landes aus. Dieses werktätige Volk haben wir vor Augen und ihm dienen wir, auch wenn es sich zu einem beträchtlichen Teil noch nicht zu uns bekennt; sein Interesse fällt völlig zusammen mit dem Interesse des Ganzen. Wir werden auch bei dieser Krise alle An- strengungen machen, um seine Interessen vorwärtszubringen. Was an uns liegt, wird geschehen. Die Verantwortung haben die anderen allein an sich qerissen und werden sie a l l e i n zu tragen haben.(Stürmischer Beifall.) Aeue Heimwehrexzesse. Meu, 8. April.(Eigenbericht.) In Krems an der Donau gab es bei einer Heimwehrttigung I�semmenstöße. Arbeiter und bürgerliche Passanten wurden durch die zum großen Teil angetrunkenen Heimwehrleut« über- fallen und mißhandelt. Die Heimwehrleut« versuchten u. a. auch, das sozialdemokratisch« Parteihau» zu stür« men, wurden aber von der Gendarmerie zurück- gedrängt. Vier Personen sind verletzt. Zu einer Hakenkreuzleroersammlung In Hallein bei Salzburg hatten sich auch etwa 200 Kommuni st en eingefunden, die die Versammlung zu stören versucHten. Es kam zu einer förmllchen Schlacht, in deren Verlauf sechs Personen verletzt wurden. Or. Michael Harnisch in Verlin. Anläßlich der Anwesenhell des früheren Vundespräsi» deuten Dr. H a i n i s ch veranstaltete der deutschösterreichische Ge- sandte Dr. F r a o k in der Gesandlschaft einen Tee, zu dem Reichs- «rnährungsminister Dr. D i« t r i ch, der Leiter der Kullurabteilung des Auswärtigen Amtes, Gesandter F r e y t a g, Ministe rial- direttor Dr. Zechkin. der früher« Reichowirischaftsminisi-r Hamm, sowie zahlreich« Vertreter hiesiger österreichischer Orga- nisationen und der Presse erschienen waren. Erleichterung der Ehescheidung. Vorschlag der Regierung: Zerrüttuttgspnnzip neben Verschuldensprinzip. Zum Tode des Merschalls Fach weigerte sich der sozialistisch? Kammerabgeordnet« Robert Z a l e n g r o als Bürgermeister von Lille, die blau-weih-rote. Fahne in Lille auf halbmast zu setzen. Da der Sieg Fachs Lille von den deutschen Truppen befreit Hab-, lausen jetzt alle patriotische« Verbände gegen Salengro Sturm. Der Rechtsausschuß des Reichstages begann heute die Beratung der Ehescheidungsreform. Dom Justizministerium war ein Referentenentwurf eingegangen. Die Abgg. Dr. R o s e n f« l d(Soz.), Schult(Dem.) und Kahl(Dt. Vp.) beantragten, diesen Eilt- wurs zur Grundlage der Beratungen zu machen, wobei sich die Antragsteller vorbehielten, Abänderungsanträge zu stelle». Di« Deutschnationalen liefen gegen den Antrag Sturm, indem sie behaupteten, daß es eine Umgehung der Verfasiungsbestimmungen sei. wenn ein von der Regierung ausgehender Entwurf ohne An- hörung des Reichsrats einem Ausschuß des Reichstags vorgelegt werde. Abg. Kohl(DVp.) trat diesen Ausführungen entgegen. In ollen Ausschüssen des Reichstages werde so verfahren, daß die Regierung durch ausgearbeitete Gesetzesvorschläge die Arbeiten der Reichstagsausschüsse unterstütze. Dr. R o s e n f« l d(Soz.) ironisiert« die Deutschnattonalen, die sich hier als die eifrigsten Hüter der Verfassung aufspiellen, gegen die st« sonst Anwürfe richteten. Mit dem Antrag« von drei Par- teien, den Referentenentwurf zur Grundlag« der Beratungen zu machen, sei eine einwandfrei« Grundlag« für die Beratungen ge- schaffen. Der Ausschuß beschloß alsdann, gegen die Stimmen von zwei Deutschnationalen bei mehreren Stimmenthaltungen(auch der deutschnationale Abg. Hohnemann enthielt sich der Stimme), den Regierungsentwurf zur Grundlage der Beratungen zu machen. .In der sachlichen Beratung wurde zunächst über folgen- den Regierungsvorschlag beraten: „Ein Ehegatte kann serner aus Scheidung klage«, wenn ein« so Lese Zerrüttung de» ehelichen Verhältnisses eingetreten ist. daß ihm die Forlsetzung der Ehe nicht zugemutet werde« kann. Das Slagerecht besteht nicht, wenn er selbst einen Scheldunqsg'unb gegeben hat oder andererseil» die Zerrüttung der Ehe vorwiegend durch sein schuldhafle» Verhalten herbeigeführt worden ist." Abg. Hohnemann(Dnat.) beantragte ein« Abschwächung dieses Vorschlages dahin, daß bei Zerrüttung nur dann die Ehe geschieden werdsn dürfe, wenn die Ehe durch die Schuld des anderen Gatten zerrüttet sei. Wg. Kahl wendet sich gegen diesen Antrag, der das V« r» Ich u l d< n s p r i n z i p wieder«inführen wolle. Der Vor» schlag der Regierung sei gut. Die Ehescheidungsnot sei heute(o groß, daß auch kirchliche Kreise ein« Erweiterung de» Ehescheidungsrechts fordern. Abg. Bell vom Zeittrum und Wg. Pfleger von der Bayerischen Volkspartei wendeten sich gegen den Regierungsvor- schsag. Dieser müsse grundsätzlich abgelehnt werden, da man Gefahr lauf«, zu einer Ehescheidung auf Grund bloßer Vereinbarungen der Ehegatten zu kommen. Abg. Dr. R o s e n f e l d trat den Gegnern der Vorlag« ent- gegen. Er erklärte, daß seinen Freunden der Vorschlag der Re< gierung in manchen Punkten nicht weit genug geh«. Wenn Ehegattenein« Anzahl vo n Ja h r«n g e tr e n nt leb t« n, I und nicht mehr die geringsten Beziehungen zwischen ihnen bestände». so handele««sich um ein« bloß« Scheinehe, deren Lösung das Gesetz erleichtern müsse. Di« Angehörigen der besitzenden Klasse hätten jetzt die Möglichkeit, ein« Scheidung zu erreichen, die Ange- hörigen der werktätigen Bevölkerung aber litten ganz besonders unter den geltenden Gesetzesbestimmungen. Gerade in ihrem Inter- esse sei die Erleichterung der Ehescheidung notwendig. Selbstver- ständlich müsse dafür gesorgt werden, daß sich die leichter« Scheidung nicht zuungunsten der Frauen und Kinder aus» wirke. Die Berattingen wurden alsdann abgebrochen. Fortsetzung am 15. April._ Lustizverwattungsfragen. Maßnahmen zur Einfchränfang der Eide. Arn& April d. I. kamen die Landgerichtepräsidenten des Kammergerichtsbezirks unter Vorsitz des Kammergerichtspräsiden�n Dr. Tigges zur Erörterung von Justizverwaltung»- fragen, die zurzeit im Vordergrund des Interesses stehen, zu- sanunen.. Unter anderem wurde die Fortentwicklung der kleinen Iustizoerwaltungsresorm und der Bureauresorm zum Vortrag ge- bracht, insbesondere die Uebertragung richterlicher Ar, beit auf Kräfte de» mittleren Dienste«. Es wurde auch erörtert, wie man auf ein« Einschränkung d e r E i d« durch zulässige Hinweise der Verwaltung an die Gerichte hinwirken köm,«. zum Beispiel die Parteien anzuregen, auf eine Beeidigung von Zeugen zu verzichten. Ferner wurden«ine Reihe weiterer Themen, darunter arbeitsrechtliche Fragen, besprochen. Oer peiiiionssiurm in Genf. Nach der SAL. der �SV. Genf. 8. April. Nach dem Beispiel des Exekutivkomitees der Sozialistischen Ar- bellertnternationale, dem sich— wie bereits gemeldet— Hunderte von sozialistischen Vereinen und Verbänden angeschlossen haben, hat auch der Internationale Gewerkschoftsbund in Amsterdam an den Borbereitenden Abrüstungsausschuß»inen Appell gerichtet, in dem dieser dringend a»fgefordert wird, in seiner nächsten Tagung, die bekanntlich in acht Tagen beginnt, die Vorarbeiten für die Wrüstungskonscrenz energisch wieder aufzunehmen, damit ent- sprechend dem Leschluh der letzten Völkerbundsoersammlung die Iitternaiiona!« Abrüstungskonferenz nochindiesemIahre ein, berufen werden könne. Znierner Kampf der Gläubiger. Deutschlands abwartende Haltung. VariK, 8. April.(Eigenbericht.) Di« VerhandlungeoderGachverttSsdigen» Konferenz werden«ach wie vor«och vo» der Diskus» sto«««ter den alliierte« Delegierte» über die nötige« Abstriche an de« Eiuzelforderunge« ihrer Länder beherrscht, eine Situation, der gegenüber für die deutsche Delegation vorläufig allein eine abwar» t e n d e Haltung in Frage komuet. Am Montag nachmittag fand eine gemeinsame Konferenz der Delegierte» Deutschlands. Frankreichs. Belgiens und Italiens in Gegenwart Owe« HonttgS statt. Tie Blatter erkläre» ungeduldig, daß bis Frei» tag oder Sonnabend eine Entscheidung fallen müsse. Dies ist vielleicht eine zu optimistische Schätzung. Es dürfte aber in fedem Falle anzunehmen sein, daß die Delegierten, nachdem fie sich nun acht Wochen um eine Lösung bemüht haben, nicht ohne Resultat aus- einandergehen werden. Möglicherweise greift man auf den Vermittlungsvorschlag Owen Doungs zurück, den die Alliierte« zuerst als Tiskussionsbasis ab- gelehnt haben. Gegen iniernaiionale Falschmünzerei. Konferenz im Völkerbundssekretariat. Genf, 8. April(Elg. Drahtbericht). Am Dienstag tritt im Dölkerbundsfekretariat in Genf ein« vom Bölkerbundsrat einberufene Konferenz für die Bc- kämpfung der Falschmünzerei zusammen. Die Vorgeschichte dieser Konferenz geht auf die Franken- fälschungen des ungarischen Fürsten Windischgrätz im Jahr« 1923/26 zurück. Nach Entdeckung dieser Fälschungen be- antragte die französisch« Regierung beim Völkerbund internationale Maßnahmen zur Bekämpfung der Falschmünzerei. Andere und wichtigere Aufgaben führten dazu, daß das Flnanzkomite« des Böllerbundcs sich vorläufig mit einer Nachfrage bei den Notenbanken über die Zweckmäßigkeit einer internationalen Bekämpfung des Falschmünzerunwcsens begnügt«. Die Antworten zeigten, daß in der Tat zwar nicht die politische Falschmünzerei, die Frankreich im Aug« hatte, aber ein inlernatlonoles Falschmünzcrunwesen zu relncn Gewinnzwecken in einem derartigen Ausmaße existiert, daß«in Zusammenwirken der Notenbanken und der Polizei der verschiednen Staaten sehr zu be- sürworten ist. Von einzelnen Banken«ingereichte Statistiken zeigen u. a., daß in den letzten drei Jahren für fast 3 Millionen Dollar falsche Banknote« nnd für 35 Millionen Dollar falsche Geld- stücke beschlagnahmt wurden. Im Oktober 1927 legte«in Bölkerbundskomit« aus Vertretern der Notenbanken, Juristen und Polizeileuten den Entwurfeines Abkommen» über ein gemeinschaftliches Borgehen der Staaten gegen die Falschmünzerei vor, das den einzelnen Regierungen zur Begutachtung übersandt wurde und nun am Dienstag die Grundloge der Beratungen bilden wird. Das Abkommen steht gegenseitige Informationen der Notenbanken und der Polizei bei der Entdeckung von Fqlschgeld vor und verpflichtet die Staaten, die ihm beitreten, zu gewisten K o n t r ok l ma ß n a hm e n, über die einer Zentralstelle Bericht zu erstatten ist. „Kamerad Königliche Hoheit." �Zie Vundesfübrer haben dem Kameraden Herzog Karl Eduard von GachfeN'Koburg und Gotha, Königliche Hoheit, de» Ehrenvorsitz für das S ah helm-Kcastfabrweien übertragen und ihn znw KL rer der?teichskrastsahrstaffe> des Stahlhelms, Bund der Zrontlol- daie«, ernannt." lOffizieUe Bekanntmachung im„Stoh>h elm".) Die Hakenkreuzpest. Störung einer sozialdemokratischen Versammlung. Sfuflgurf, 8. April.(Eigenbericht.) Eine sozialdemokratische Versammlung in der Landgemeinde Nellingen bei Eßlingen wurde von National- sozialisten gestört. Etwa 20 vo» auswärts gekommene Hakenkreuzler wollten durch Absingen eines Spottliedes auf die Sozialdemokratie die Er- öffnung der Versammlung überhaupt verhindern. Als das mißlang, begannen sie mit persönlichen Beschimpfungen. Der Vorsitzend« forderte sie schließlich auf. den Saal zu verlassen. Daraufhin«nt- stand ein Handgemenge, das mit dem Hinauswurf der Störenfried« endete. Bor dem Lokal ergriff dann einer der Burschen eine eiserne Stange und schlug einem Sozial- demokraten derart über den Kopf, daß dieser blutend nach Häufle gebracht werden mußte. Der Täter wurde von der Ortspolizei verhaftet. Weitere Störungsversuch« konnten durch die von Eßlingen herbeigerufen« Schutzpolizei verhindert werden, so daß die Versammlung in Ruhe zu Ende geführt werden konnte. Synagogenschänder. Arnsberg, 8. April. Nach einer notionalsoz'aliftischen Dersammlung in Arnsberg, in der der ehemalige Pfarrer Münch meqer ein« Hetzrede hielt, zog ein« Rott« Mitglieder der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei zur Synagoge und Ichlug dort die Fenster ein. Die Bond« drang weiter in die südisch« Volksschule ein. wo sie wie die Bandalen hauste. Tische und Bänke wurden umgeworfen, Bilder und Karten von den Wänden gerissen und das Schulzimmer auf nicht wieder, zugebend« Weise verunreinigt. In den Betsaal der Synagoge vermochten die Burschen nicht einzudringen, da es ihnen nicht gelang. die Tür aufzubrechen. Die Polizei hat bereits fünf der Täter festgenommen._ Liberalismus und Demokratie. „Llcbrig bleibt: Bekenntnis zur kapitalistischen Wirtschaft." Bielefeld. 8. April. Auf«wem von der Deutschen Demokratischen Partei einberusenen Parteitag des Wahlkreisverbandes Nord-Westsolen sprach Finanz- minister Dr. Höpker-Aschoff über Stenern und Stoatsnot» wendigkesten, wobei er sich eingangs mit dem Berhältnis von Liberalismusund Demokratie beschäftigte. Der Miuister führt« u. o. aus, Zusammenhänge bestünden noch heute. Der alle demokratische Liberalismus fei überwunden. Die Demokratie ent- scheide über Wirtschaftsfragen In liberalem Geiste, der gleichzeitig eine soziale Tot fordert, vom Liberalismus bliebe noch güllig das Lekeunluls zur kapllalistifcheu Wirtschaft und die kulturpolitische Forderung der Geistcsfreiheit. Im Schulwesen bedeute dos die Staats schule unter Beachtung der Wünsche der kons'ssioncllen Schulanhänger, aber ohne Minderung der Rechte der Simultan. schule. In den Parteien tue Führerwm not zur Ueberwindung der Krisenerscheinungen im Parlamentarismus. Minister dürften picht als Befehlsewpfänger der Fraktionen an- „Es ist doch schön, daß wir einen Fürsten als Leiter des Krafifahrwesens haben. Da wird es jedem von uns Stahlhelmtameraden eine besondere Ehre sein, wenn er mal einen fahren läßt.-' LlSA.-Kneg gegen den Alkohol. Kast 200 Todesopfer.— Konzern.— Schiffsjagden.— Schmuggler. Nach einer vom Schatzamt veröffeuklichken Statistik haben sell der Zakraftfehung des Prohibtionsgesches 195 yerfoueu bei der Durchführung des Gesetzes das Lebeu eingebüßt. Beamte der Prohibitionsbehörde löteten 135 Personen, währcod 55 Beamte bei Ausübung ihrer Pflicht ums Leben käme«. Ferner wurden iu den letzten IS Blonalea van SSflenwöchtern fünf Personen getötet. Die prohlbltionsbehördeu haben lu New York 13 Verhaftungen vorgenommen. Führer v einer der mSchligste» 2llkohol. fchmugglergefellschafleu. Sie besah drei große Alkoholschmog- gelschiffe und drei schnelle Sundschafierfchisfe. Die Gesellschaft war außerordentlich gut Informiert. Es war ihr sogar gelungen, den Geheimcode der amerikanischen Marine lu ihren Besitz zu bringen nnd so sämtliche Telegramme der Marine zu entziffern. Die Gesellschaft Halle iu mehrere« europäischen Ländern „Vertretungen", die von dort aus die Altoholvers chls- f v u g e n vornahmen. Noch den Mitteilungen der prohlbltionsbehördeu verfügte die Bande über eiue außerordentlich große Auzahl Automobile für Alkohollronspor» nach den verschiedenen Stadien. Die Verhaftung tonnte auf Grund der veuunzlalloa durch die Witwe eines der Baudenführcr vorgenommen werden. Die übrigen Führer hatten sich uamlich geweigert, der Witwe eine peusion zu zahlen, uackidem Ihr Mann im Kampf mit der pro- hibitiouspollzei den Tod gefunden hotte. Kongreßmann des Schmuggels beschuldigt., Gegen den Abgeordneten Michaelfon-Chikagv ist An» klag« wegen Verletzung des Prohibllionsgesetzes erhoben wachen. Man wirft ihm vor, geistige Getränke eingeschmuggelt' zu haben. Bei seiner Vernehmung erklärte er, daß die Vorwürfe auf bösen Verleumdungen beruhten. Er weigerte sich, irgendwelche Aus- sagen zu machen und bestritt sede Schuld. Konflikt mit Norwegen. Am Freitag ist in der Chesapeake-Bay der mit einer Ladung Bananen nach Baltimore fahrende norwegische Dampfer ..Juan" etwa zwei Stunden lang von einem amerikanischen Zoll- kutter oersolgt und mehrmals beschossen worden. Die amerika- nischen Küstenwächier kamen sodann an Bord'des„Juan* und verlangten die Schisfspapiere. Sie erklärten, daß sie die Deklarierung der Ladung als Bananen für unzuverlässig hielten. Der Kapitän des norwegischen Dampiers hat sich bei dem norwegischen Konsul in Baltimore über den Vorfall beschwert. gesehen werden. Zur Äoolitionsfrage führte er aus. daß sich setzt zeige, wie unfruchtbar und falsch die Taktik der Deutschen Volts- Partei war. Nor Bildung der Großen Koalition habe die Bolks- parte! einen Ausgleich im Reichsetat durch Abstrich« verlangt, ohne selbst Dorschläge zu machen. Daran sei die Große Koalition ge> scheitert. Unter den Finanzsachverständigen der Parteien, die für die Große Koalition in Frage kämen, sei jetzt trotzdem eine Einigung auf Einsparungsvorschläge vorgenommen worden. Rebellen wider Witten. Die Ehriftlich-Goziaien und der HogenbergkurS. Eine Konferenz der evangelischen Arbeiter, und Gewerkschafts- sekretär« hat im März«ine Entschließung gegen den Hilgenberg- kurz in der Deutschnationalen Volkspartei gefaßt. Di« Antwort Hugenbergs war«in Ausschlußverfahren gegen den Arbeitersekretär H ü l s e r, Mitglied der deutschnationalen Reichstogsfraktion. Hülser setzt sich nun in der„Politischen Wochenschrift", die seinerzeit Herrn Lambach als Tribüne diente, mit Hugenberg und den Seinen auseinander. „Fast die gesanue Presse der Rechten hat die Entschließung — totgeschwiegen. Der Pressechef der Deutschnationalen Volkspartei hat in einem Zeilungsaufsatz zu der Spandauer Eni- schtieszung nichts weiter zu sogen gehabt, als daß die hinter ihr sten Kreise nicht den Mut aufbringen würden. ihren Austritt au? der DNVP. zu vollzieben.— Das ist das ganze Eckzo aus diesen ernsten und feierlichen Appell eines kampsgewohnten Führerkreises, der nichts als Ver- ständnis für seinen ehrlichen opserbereiien Willen zur Mitarbeit und Mitverantwortung fordert. Diese zum größten Teil jugend- frischen Teilnehmer an der Spanda rer Kundgebung sind im vollen Wortsinne Rebellen wider Willen, Walter Lambach hat in der Märznummer der neuen„Christ. lich-sozialen Stimmen" aus die geschichtliche Parallele mit der Lage vor dem.zwangsweisen Ausscheiden V. Adots Stöckers und der alten Ehristlich-Soarnlen aus der Konleroativen Partei hin- gewiesen. Di« christlich-soziale Arbeitnehmerschast läßt sich nicht ein z weite's Wal den Stuhl vor d.i« Tür« setzen, nachdem sie ihre Schuldigkeit getan hat." Rebellen wider Willen— aber eben doch Rebellen. Die Rebellion ist meist die Antwort aus den Verlust von Illusionen — und die Illusionen der Arbeiter und Angestellten, die noch zu den Deutschnationalen hielten, sind kräftig erschüttert. Rebellen wider Willen— noch deutlicher gesagt: Klasienkämpfer wider Willen. Aus der Erfahrung werden sie lernen müssen, daß der Klassenkampf nicht eine böswillige Erfindung der Sozialisten, sondern ein Notwehrakt der Arbeiterschaft ist! Vor dem Abschluß des Finanzjahres. Oie N-ichsfinanzen im Februar. In dem elften Monat des laufenden Finanzjahres, im Februar, kommt noch dem jetzt veröffentlichten Ausweis des Reichsfinanzministeriums bereits die Anspannung bei der Reichs- koste zum Ausdruck. Im ordentlichen Haushalt stehen Gesamteinnahmen von 62E,Z Millionen Ausgaben in Hohe von 848,8 Millionen gegenüber, fo daß die Mehrausgaben sich auf 222,6 Millionen stellen. Die gesamten Mehrausgaben im ordentlichen Haushalt belaufen sich-in den elf Monaten auf 254,8 Millionen. Im außerordentlichen Hausholt be- trugen die Mehrausgaben im Februar 9,3 Millionen, womit sich die gesamten Mehrausgaben feit dem Beginn des Rechnungsjahres auf 255,8 Millionen erhöhen. Bei einem Uebertrag aus dem Vorjahr von 647,1 Millionen ergibt sich abzüglich der Mehrausgaben für den ordentlichen Haus» halt ein Plus von 392,3 Millionen, dem im außerordentlichen Haushalt ein Minusvortrag aus dem Vorjahr von 430,3, sowie Mehrausgaben von 235,8 Millionen gegenüberstehen. Der Gesamt. abschluß ergibt also ein Minus von 263,8 Millionen. Der französische Abgeordnete Cösar Ehabrun, der Führer der republikanisch-sozialislischen Fraktion, hält aus Einladung der Deutsch- Französischen Gesellschast am Mentag, dem 13. April, abends 8 Uhr, in den Räumen von Flotow it. Priemer, Viltoriastr. 29,«inen Vortrag in sran.zösischer Sprache über„Le Parlerncnt actuel et ses Devoirs"(„Das gegenwärtige Parlament und seine Aufgaben"). Eintrittskarten durch die Deutsch-Französische Gesellschasr, Hflber- landstr. 2(Lützow 393). 3bn Saud, der König der Kedschos hat mit einer Streitmacht von 49 090 Mann die aufständijcken Akhwan-Araber angearifsen. Die Aufständischen wurden vollständig gesch lagen irnd erlitten schwere Verluste. Aus den Philippinen, die die USA. besetzt hallen, verhastete die Polizei 21 Angehörige einer sogenannten Großen revol»- tinnären Armee und beschlagnahmte zahlreiche Waffen. Eisenbahner rüsten zum Streik. Versrühier Optimismus maßgebender Stetten. Zm LohnkoufliNbei der Reichsbahn ist bisher noch keine Aenderung der Situakion eingetreten. Räch der Stellungnahme der Spitzenorganisalionen der Gewerkschaften liegt es seht bei der Reichsbahn und bei der Reichsregierung, dafür zu sorgen, daß die Verhandlungen wieder in Gang kommen. Ein Schritt der Reichsregierung wird wahrscheinlich erstnachderUm- bilduag de» Kabinetts erfolgen. Bei verschiedenen maßgebenden Stellen wird die Situation jetzt verhältnismäßig o p t i m i st i s ch beurteilt und mit einer baldigen Entspannung im Lohnkonslikt gerechnet, worauf sich dieser Optimis- mus gründet, ist nicht recht ersichtlich. Aür die E I s e o b a h n e r hat die Lage jetzt noch nichtsvonihremEra st verloren. Zeden- falls denken sie nicht daran, die Bewegung versacken zu lassen. S i e sind zum Frieden bereit, aber auch zum Kamps. Da, ist auf der B e z i r k s l e l l e r k o n f e r e n z, die am Sonn- tag beim Gesomlvorstand des Einheitsverbandcs stallfand. scharf zum Ausdruck gekommen. Die bisher unternommenen Schrille de» Vorstandes wurden einmütig gebilligt, und die llnlerrichtung der Spitze« über den Ernst und die Bedeutung des Konfliktes wurde begrüßt. Zn allen Bezirken herrscht, wie von den Bezirksleilern hervorgehoben wurde, starke Erregung unter den Eisen- bohnern. Die gesamte Eisenbahnerschaft ist sich einig in dem willen, die Bewegung unter allen Umständen erfolg- reich durchzuführen. -c- Symptomatisch für die Stimmung unter den Eisenbahnern im Reich ist der Verlauf der Tagung der Ortsgruppenleiter des Einheitsverbandes im Bezirk Halle, die am Sonntag in Falkenberg stattfand. Aus allen Ausführungen sprach deutlich die Empörung des Personals über das Verhalten der Reichsbahn- Verwaltung, die wohl die L e i st u n g e n bei allen Gelegenheiten hervorhebe, die Notlage der Arbeiterschaft anerkenne, aber nichts tue. um die wirtschaftliche Lage zu bessern. Die Auf- fasiung der Konferenz fand ihren Niederschlag in folgender einstimmig angenommener Entschließung: „Die Ortsgruppenleiter billigen einmütig die vom Bezirksvor- stand am 4. April gefaßt« Entschließung, in der zum Ausdruck kommt. daß die Eisenbahner des Bezirks Halle a. d. Saale, die in letzter Zeit ihre dringenden Fordeningen auf Beseitigung des Wirtschafts- gebietes I, Reform des Manteltan'fvertrages und Schaffung menschenwürdiger Arbeitszeiten nicht erfüllt sehen konnten, nicht ge- willt sind, die neueste Herausforderung der Deutschen Reichsbahn- gesellschast unbeantwortet zu lasten. Die Not in den Kreisen der Reichsbahnarbeiter ist außero-rdent- lich groß. Die Lebenshaltung wird immer schwieriger. Noch an- strengendster Arbeit müssen große Teile des Personals mit 20 bis 25 Mark Wochenlohn nach Haufe gehen. Die glatte Ablehnung der von den Tariforganisationen geforderten geringen Lohnerhöhung von 6 Pfennig ist deshalb eine Provokation der Arbeiterschaft. Die Mittel, die zu der gewünschten Erhöhung der Löhne notwendig wären, sind zum Teil bereits vorhanden und können in dem fehlen- den Betrag durch Einsparung anderer völlig unnötiger Ausgaben (das sind ungefähr 45 Millionen Mark) bereitgestellt werden. Die Ortsgruppenleiter des Einheitsverbandes im Bezirk Halle a. d. Saale erklären deshalb mit größtem Ernst und allem Nachdruck, daß die Eisenbahner von dem letzten gewerkschaftlichen Mittel Gebrauch machen werden, wenn die Reichsbahn- gesellschast bei der Ablehnung der geforderten Lohnerhöhung bleibt. Eine Entscheidung hierüber ist von den Spitzenverbänden umgehend herbeizuführen. Jede Verschleppung der Bewegung wird entschieden abgelehnt. Die Ortsgruppenleiter werden sofort alle notwendigen Streikvorbereitnngen in ihren Ortsgruppen treffen. Der Kampf wird nur auf gewerkschaftlicher Grundlage geführt. Deshalb sind alle politischen Quertreibereien aufs schärfste zurückzuweisen. Nur den Anweisungen der Verbandsinstanzen ist Folge zu leisten.* Das Kirmenschilö ist da! Man wartet auf Dumme, um den Laden aufzumachen. Auch in der AEG., Brunnenstraße, hat die KPD. zur Letriebsratswahl die Aufstellung einer Kandidatenliste ange- ordnet. Zur Empfehlung der nicht sehr empfehlenswerten „revolutionären* Kandidaten ist auch ein Flugblatt ver- breitet worden, das unterschrieben ist:„D i e F u n k t i o- näredesJndustrieoerbandesfürdasMetall- g e w e r b e.* Das Firmenschild des neuen kommunistischen Ladens ist also da! Fehlen nur noch die Dummen, um das Geschäft wenigstens für die fragwürdigen„Funktionäre* rentabel zu machen. Denn mit den paar offenen Organisa- tionszerstörern, die auf den Schwung gekommen sind, wird der kommunistische Kohl nicht fett werden. Die U n o r g a- visierten denken am allerletzten daran, ausgerechnet einem bolschewistischen„Jndustrieverband" beizutreten. Die Spalter. weil Stalin es will, hoffen also, aus dem Deutschen Wetallarbeiterverband Sukkurs zu bekommen. Uns will dünken, daß sie da sehr lange warten werden, länger als das neue Firmenschild dem Zahn der in Moskau besonders, rasch arbeitenden Zeit wird standhalten können. Löhne und Reparationen. Das Reichsfinanzministerium verspricht sie. Heber die Lohnfrage der Reichsarbeiter haben am Montag im Reichssinanzministerium in Gegenwart des Reichsfinanzministers Besprechungen mit Vertretern der am Tarifvertrag beteiligten Organisationen stattgefunden. Das Reichsfinanzministe- rium hat dabei den Standpunkt vertreten, daß es aus stoatspolitischen Gründen angebracht erscheine, die Lohnverhandlungen bis nach Ab- schluß der Reparationsverhandlungen zu vertagen. Trotz dieses grundsätzlichen Standpunktes hat sich das Reichsfinanzministcrium jedoch bereit erklärt, die Lohnverhandlungen am Freitag, dem 12. April, erneut aufzunehmen. Die in Frage kommenden Organisationen haben im Anschluß an die Besprechung mit dem Minister zu der nunmehr geschaffenen Lage Stellung genommen. Sie teilen den vom Reichsfinanzministe- rium eingenommenen Standpunkt nicht. beHallen sich aber vor, ihre weiter» Stellungnahm« von dem Ergebnis der für Freitag angesetzten Verhandlungen abhängig zu machen. Die Lohnbewegung in der Grobkeramik Di« Unternehmer erinnern sich der Schlichtungsinstanzen. Schiedssprüche sind bis jetzt in folgenden Industriezweigen und Bezirken gefällt worden: Im Ziegelindustriebetrieb Magde- bürg 5 Pf. Lohnerhöhung pro Stunde in der Spitze. In einigen Bezirken der Ziegelindustrie Sachsens 3 bis 5 Pf. Lohnerhöhung, ober ohne Regelung der Akkordlöhne, mit langer Laufdauer. In der Ziegelindustrie des Bezirks Themor-Hildburghaufen 3 Pf. Er- höhung bis zum 31. März 1330 und von da ab weitere 2 Pf. In der Zement- und Kalkindustrie Mitteldeutschlands 5 bis 8 Pf. Lohn- «rhöhung(in freiem Abschluß), in der Zementindustrie des Bezirks Rüdersdorf«in neuer Lohntarif mit 4 Pf. Spitzenlohnerhöhung (die Mantektarifregelung ist noch offen), in der Gipsindustrie Süd- harz eine Lohnerhöhung von 6 Pf. und ab 15. Mal eine weitere Erhöhung von 2 Pf pro Stunde in der Spitze unter Wegfall der Verheiratetenzulage(die Löhne standen hier besonders niedrig, daher die scheinbar starke Erhöhung), in der Kaolinindustrie des Freistaate« Sachsen, in der Kreideindustrie Rügens eine Lohnerhöhung von 4 Pf. in der Spitze, m der rheinischen Bimsindustrie eine Erhöhung von 3 Pf. in der Spitze und 2 Proz. Akkordlohnerhöhung, aber nur für diejenigen Akkordarbeller, die bisher schlechter verdienten. In der Mosaik- und Wandplattenindustri« des Bezirks Grohn-Vegelack- Farge bei Bremen eine Erhöhung von 7 Pf. in der Spitze(in freiem Abschluß). Nur in wenigen Fällen also ein freier Abschluß oder Zustim- mung der Arbeiter. In der Zementindustrie Rheinland-Westsalens ist die Lohnfrage noch offen. Nur der Bezirks-Manteloertrag ist unter Mithilfe des Schlichters mit Verbesserungen in der Arbeitszeit und in der Ueberstundenbezahlung neu abgeschlossen. In der w e st f ä l i s ch e n Z i e g e l i n d u st r i« ist es zu einer Zuspitzung des Lohnkonflikts gekommen. Die Arbeit- geberverbände hallen an ihre Mitgliedsfirmen die Weisung ergehen lassen, ab 1. April Lohnkürzungen vorzunehmen. Darauf- hin haben die einzelnen Firmen den Arbeitern Reverse vor- gelegt, in denen sie sich unterschristlich verpflichten sollten, zu den von den Firmen durch Anschlag bekanntgemachten geringeren Löhnen zu arbeiten. Da die Arbellerschaft sich weigerte, die Reverse zu unterschreiben, gingen verschieden« Firmen, z. D. auf den Ziegeleien der Zeche Dorstfeld(Essener Steinkohlenbergwerk) mit Auss perru ng vor. Auch in der Ziegelindustrie der Kreishauptmannschaft Zwickau verlangt man von den Arbeitern, ähnliche Revers« zu unterschreiben. Die Unternehmer fordern hier von den Arbellern, auch im Jahre 1929 zu den Löhnen des alten Lohntarifs zu or- bellen. Vom Tarifamt war bereits ein Schiedsspruch gefällt worden, der ein« Swndenlohnerhöhung von 3 Pfennig ab 1. März und«ine weitere von 2 Pfennig ab 1. März 1930 tn der Spitze vorsah. Die Arbeiter haben diesen Schiedsspruch vor allem wegen der langen Laufdauer abgelehnt. Auch die Unternehmer lehnten ab. Es besteht zurzeit, da die Laufdauer des allen Tarifs am 31. März zu Ende ging, ein tarif loser Zustand. Kein Ziegler darf in den erwähnten Gebieten Arbeit annehmen, ohne sich vorher mll dem Keramischen Bund in Verbindung ge- setzt zu haben. Die bisherigen Verhandlungen haben gezeigt, daß verfchiedent- lich ernste K o n f l i k t s g es a h r e n vorhanden sind. Die Ar- beiter brauchen Konflikte nicht zu fürchten; denn das Organi- sationsverhältnis hat sich, vor allem in der Ziegelindustrie, bedeutend gebessert. In einigen Jndustriegruppen der Grobkeramik betrögt es bis zu 90 Proz.; die übergroß« Mehrzahl der Arbeller ist im Keramischen Bund, d. h. im Verband der Fabrik- arbeiter Deutschlands, organisiert. Kommunistischer Bauernfang. Mißbrauch mit den Namen von Betriebsräten. Durch Flugzellel wird für den Bezirk Med ding zu einer Konferenz am 10. Aprll im Ledigenheim aufgerufen. Diese Konferenz soll Stellung nehmen zum I. Mai. Als Einberuser sind die Betriebsräte von Keyling und Thomas, AEG. Brunnen- straße, Bergmann, Seestraße, angegeben. Die Betriebsräte der AEG. B r u n n e n st r a ß e sowie Berg« mann See straße teilen uns mll, daß es sich nur um eine Irreführung handeln könne. Solche Beschlüsse sind von ihnen nicht g e f a ßt worden. Die Deranstaltungen zum I. Mai werden von den Gewerkschaften organisiert. Irgendwelche wilde Konferenzen zu besuchen lehnen wir ob. Die Rot der Landwirtschast. Sie besteht wirklich, ober bei den Landarbeitern. Ein Angestellter des Deutschen Landarbeiter-Berbandes in Meck- lenburg hat sich kürzlich die Mühe gemacht, festzustellen, wie groß die Verschuldung der Landorbeiter eines bestimmten Gutes ist. Es handell sich dabei um das Gut W. im Kreise Doberan. Die Feststellungen umfassen die Derschuldungsverhältnisse von 19 Landarbeitern. Es sind verschuldet: beim Unternehmer 12 Land- arbeller mll einem Betrag von 1290 M. oder rund 108 M. pro Kopf; beim Kaufmann 14 Landarbeiter mit einem Betrag von 2608 M. oder rund 186 M. pro Kops; beim Bäcker 14 Land- arbeller mll einem Betrag von 555 M. oder rund 39 M. pro Kopf; bei sonstigen Steven 14 Landarbeiter mit einem Betrag von 579 M. oder rund 41 M. pro Kops. Die Gesamtverschuldung der 19 Land- arbeller beträgt 4038 M. oder rund 213 M. pro Kopf. Diese Zahlen sprechen für sich. Hier wird ein Einblick in die Notlage der Landarbeiter gegeben, wie er deutlicher und klarer kaum sein kann. Stall von dem Verdienst etwas erübrigen zu können, sind die Landarbeiter mit ihrem Einkommen noch nicht einmal in der Lage, die notwendigen Verpflichtungen erfüllen zu können. Sie müssen ihr Geld bis auf den letzten Pfennig ausgeben und darüber hinaus noch die Gnade und das Entgegenkommen der Mitmenschen in Anspruch nehmen. ' Das kann nicht ohne Auswirtungen bleiben. Wir schen sie in der immer stärker werdenden Unzufriedenheit der Land- arbeller und, was noch bedenklicher ist, in dem Willen der Land- arbeiter, das ländliche Arheitsoerhällnis mit dem in der Stadt und in der Industrie zu oertauschen. Die Lcchnfrage ist die Kern- frage des Londarbeiterproblems von heute. Die Not der Land- Wirtschaft, von der die Agrarier immer schreien, hier ist sie Himmel- schreiend. Deriagie Lohnbewegung. Das Lohnabkommen für die Metall former und Verussgenossen, die in den Betrieben der Bereinigung der Berliner Metallgießereien beschäftigt sind, war auf Beschluß der Vertrauens- leute zum 31. März gekündigt worden, um eine Aufbesserung der Löhne durchzusetzen. In den direkten Verhandlungen mit den Unternehmern konnte eine Berständigung nicht erzielt werden. Die Unternehmer lehnten nicht nur diese Lohnzulage glall ab, sonder« oerlangten von den Unterhändlern der Metallsormer, daß sie er- klären sollten, wie well sie freiwillig einer Lohnreduktion zu- stimmen würden! Die Erhöhung der Metallpreife sowie die außerordentlich ungünstige Konjunktur mache es ihnen unmögllch, auch mir einen Pfennig Lohnzulage zu gewähoren. Nachdem die Berhandlungerr derart gescheitert waren, wurde der Schlichtungzausschuß angerufen, der dann einen Schiedsspruch fällte, wonach dos Lohnabkommen u n v e r- ändert verlängert wird und mit 14tägiger Frist zu jedem Monatsende gekündigt werden kann. Der bisherige Lohntarif lief nach seinem ordnungsmäßigen Ablauf jeweils um ein Viertel- Uahr weiter. Die Ertlärungsfrift wurde auf den 9. April fest- gesetzt. Eine Branchenoersammlung der organisierten Metallformer und Berufsgenossen beschäftigte sich gestern abend im Gewertschastshaus mit diesem Schiedsspruch. Nach einer geheimen Abstimmung über seine Annahme oder Ablehnung, die jedoch kein klares Spiegelbild der Meinung der gesamten Berliner Metallsormer ergab, beschloß die Versammlung, die Lohnbewegung als vorläufig beendet anzusehen und sie baldmöglichst wieder einzuleiten. Schiedsspruch in Frankfurt. Bescheidene Lohnerhöhung für die Metallindustrie. Frankfurt a. Al.. 8. April.(Eigenbericht.) Im Lohnstreit der Frankfurter Metallindustrie ist Montag nach dem Scheitern der Einigungsversuche ein Schiedsspruch gefällt worden, der eine Erhöhung des Spitzenlohnes für gelernte Arbeiter um 4 P f. und Neuregelung der Einstellungslöhne vorsieht. Die Unternehmer hatten Lohnkürzung verlangt. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 15. April. Die Metall- arbeiter nehmen am Dienstag zu dem Schiedsspruch Stellung. am Lohnsireit in der chemischen Industrie. Frankfurt«c. M, 8. April.(Eigenbericht.) Die Lohnverhandlungen, die am Montatz in der chemischen Industrie eingesetzt haben, sind für die gesamte deutsche Chemiearbeiterschast von Bedeutung. Der Lphntarif ist von den Unternehmern gekündigt worden. Die Arbellerschaft wird, wie in der Sitzung der Tarifkommifsion des Fabrikarbeiterverbandes deutlich zum Ausdruck kam. auch vor einem Streik nicht zurück- Ichreckcn, wenn die Unternehmer gegenüber den Lohnforderungen sich unnachgiebig; zeigen. Dt« Fabrikarbeiter deS Frankfurter Bezirks brauchen eine Kraftprobe nicht zu scheue«� da sie aus-die Solidarität der schen Industrie Arbeiterschaft der rechnen können. benachbarten 'da Teil« der chemi- Der im Lohnkcrnsliki des Steinsehergewerbes Rlilkeldeutschlands gefällte L o h n f ch i e d s f p r u ch, der für die Steinsetzer 1,49, für die Rammer 1,33 und für die Hilfsarbeiter 1,09 Mark Stundenlohn vorsieht, ist— allerdings nur mit knapper Mehrheit— von der Arbeiterschaft angenommen worden. Für die Großbuchbindereie« ist zwischen den Parteien ein« B« r- einborung abgeschlossen worden, durch die der Stunden- lohn wie in den übrigen Zweigen der Buchbinderei von 1,09(i n Kl. I) auf 1.14 M. heraufgesetzt wird. Die übrigen Lohn- säge ergeben sich aus dem Lohnschcma des Reichstarifs. Das Lohn- abkommen hat Gültigkeit vom 4. April 1929 bis zum 2. Juli 1930. Wegen einer Erhöhung der Preise des Re i ch s a k k o r d l o h n- t a r i f s finden noch Verhandlungen statt. In drei wiener Aulomobilfabriken traten am Montag die Ar- beiter wegen Lohndifferenzen in den Streik. Die Unternehmer hatten jedes Entgegenkommen abgelehnt. Doiucerstag, IS Uhr, Bramtrn SPD.-Fraktto»»er«rbeite»,«»zefteNte,«»d Tiergarteu, W«rbt-u«lch»h der Beamte». 2. fttti». im Lokal Spreehallen, Nirchstr. IZ, Bersammlung her Bezirksamts- i.fraktion und BeamtenwerbeausschuK Tiergarten. Tagesordnung: t. Re. ferat des Genossen Stadtverordneten Hans Wonwood:.Di« bevorstehen. den Nommunaiwahlen und ihre Bedeutung riir die Arbeitnehmer der öffentlichen Betrieb« und Behörden." 2. Aussprache. 3. Mitteilungen und Berschiedenes. Parteibuch ist mitzubringen. De« Vorstand. <£' Allee: ftreie Gewerkschasts-Zugend Groß-Verlin Acute Dienstag, 19 Uhr. tagen die Kruppen: Lumboldt! Jugend- Eck« Lorhingstrase. Heimbesprcchung. gutritt nur gegen s Vcrbaadsbuches und Heimausweifes.— graulsurter Vorzeigung de» WWW._ Städt. Jugendheim Litauer Str. 18. Portrag:.Unser Bandern. Laudsherger Plat,: Jugendheim Diestelmeverstr. Z. Portrag:„Wandern und Schauen.— Ltcfttndetg: Jugendheim Tosseftr. 22. Heimbeiprechung. gutritt nur mit Berbandsduch und Heimausweis.— Spandau: Stöbt, Zug-ndhcim Lindenufcr 1. Heimbesprechung, Proarammaufstellung, Berbandsbuchkoutrollr. — Treptow: Kruppenheim Schul« Bilbenbruchstr. 33—34 tHortzimmer). Bortrag:„Kapitalistisch- Unternchmungsformen."— Rcu-LiMtenberg! Iug'ndheim Kunterftr. 48. Vortrag:.Die Lebeutung der Betriebsräte."— Südlreis: Im Sitzungssaal des Deutschen Hvlzorbeiterverbandes. Dungestr. 30, Krcismit- gliederveriammlung. Jutritt nur gegen Verbanbsbuch und Heimausweis. Luoendarupve ves?entrolvertandes der Anoefiellten Heut«. Dienstag, sinben folgende Veranstaltungen statt: Rorbweft: Jugendheim Lehrter Str. 18— 19. Wir feiern unseren Kruppengcburt«. — Uebungeabenb des Sprech, und Vcwegungschors 20 Uhr in der Turn- ""~ 20. Hallenschuhe mitbringen! bei Schule Baruther Str. Verantwortlich stir Politik: Dr. Kurt Geyer: Wirtkchakt:». Kliugelhöser: Gewerkschaftsbewegung: I. Steiner: Feuilleton:». S. DSicher: Lokale» and Sonstiaes: Tri» Karstadt: Anzeigen: Td Stacke, sämtlich in Berlin. Verlog: Vorwärts-Verlag D m d H.. Verlin Druck: Vorwärls-BuMdruckeret und Lerlaasonstalt Paul Einger u So.. Berlin S® 68. Lindcnstratz«& Hier,» 2 Beilagen u»d Ulaterhaltung und Bissen". ONhinphofan, eine Spitzenleistung aus dem Gediete der Lungentherapie!& DieS bestätigt Aetr Fr. St., Peiskretfchen. Er schreibt: Nach Anwendung des Nymphosan-Sirups darf ich Ihnen zu meiner eigene» größten Genugtuung mitteilen, daß derselbe auf dem Gebiete der Lungentherapie eine Spitzenleistung darstellt. Ein kompensierter Aerzklappenfehler verschlimmerte noch mein Leiden. Auf Ihr Nymphosan aufmerksam gemacht, versuchte ich eS damit und in Verfolg dieser Lungentherapie habe ich mich ganz mechanisch daran gewöhnt. Ich bin heute wieder so weit her- gestellt.— Preis der Flasche Nymphosan Hit 3.50, Perubonbons 80 Pfg.— Erhältlich in allen Apotheken, bestimmt Belle- Alliance-Apothek« zum weißen Airsch— Wittes Apotheke(Potsdamer Straße)— Apotheke zum gold. Airsch(Lindenstraße)— Apotheke zum König Solomon(Charloltenstraße)— Prinzeß-Vittoria-Apotheke(Berlin N Zl, Voltastr. 26)— Radlauers Kronen-Apotheke(Berlin W, Friedrichstr. l6v)— Alleinherst.: Nymphosan A.G., Starnberg am See bei München.(1007) 7lr. 164» 46. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Dienstag, 9. April 1929 3>er lfMarki der Der M od ell markt der »Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst* in Berlin ist staatlich konzessioniert und die staatlichen Schulen benutzen die Mo- belle, die sich hier zur Verfügung stellen. Wenige wissen von der Existenz dieses Marktes. Und doch oder gerade deshalb offenbart sich hier das soziale Elend unserer Tag« in ganz besonderer Schärfe. Montagmorgen. Durch das Tor, das die Kunst von der übrigen Welt trennt, betritt man die grohe Vorhalle der A k a- demi-e in der Hardenberg' siratze. Der Markt hat schon de- gönnen.' Aus den Steinbänken, die sich an den Wänden entlangziehen, sitzen Menschen verschiedenen Alters. Männer und Frauen. Es sind Menschen, denen man ansieht, datz sie die Sorge um das tägliche Brot nie verläßt. Diese Säulenhalle mit ihren hohen ka'ten Wänden, ihren glatten Steinsliesen und dem Stim- mengewirr besuche ich zum ersten Mole und doch ist es, als sei mir dos alles nichts Neues. Woher dieses Vertrautsein mit einer Welt, die ich nicht zu kennen ver- meine? Bin ich nicht in einem Tempel der Kunst? Oder ist die weiße Pferdestatue, die durch die Glaswattd leuchtet, ein Gruß aus einem anderen Sein? Bin ich in einem fener großen Börsensäle, wo sich die mternationale Finanz ihr Stelldichein gibt und wie 'Aktienpakete kauft und verkauft, in Wirklichkeit aber über Millionen Menschenschicksale entscheidet? Ich kenne diese hohen Säulenhallen van Paris und London, von Hamburg und Berlin. Man atmet A Vi ,/tiich die Allen müssen ausharren. 3)as lange ITarlen! dort denselben Geruch, man hat dort denselben Geschmack. Da stehen sie, die Ausgesteuerten der kapitalistischen Gesellschaft, mn für das bißchen armselige Leben ihren Körper stundenweise zu verkaufen! Hier decken die Maler Berlins und der näheren Um- gebung ihren Bedarf an Modellen. Für Aklmodell wird pro Stunde l.ZV M.. für Kopsmodell pro Stunde 1 ITC. gezahlt. Dieser Mindestsatz ist von der Leitung der Staatsschulen festgesetzt. Doch wird von den Malern, die in der Mehrzahl selbst kaum zu esien haben, der Marktpreis oft gedrückt. Man soll nur mcht etwa glauben, daß Modellstehen eine so einfache Sache ist. Abgesehen davon, daß nur originelle Typen Verwendung finden, muß das Modell wie bei jeder Arbeitsleistung pünktlich zur Stelle sein und ziemliche Energie zum Dauersttzen in den verschiedensten Stellungen aufbringen. So gibt es nur wenige Modelle, die ein Lebensmini- mum verdienen. Durchschnittlich sind sie gerade froh, wenn über- Haupt etwas zu tun ist. Die bevorzugten unter ihnen haben es nicht nötig, den Markt zu besuchen, denn sie werden von einem Maler zum anderen empfohlen. Aber auch die.Bevorzugten* verdienen bei guter Beschäftigung im Höchstfall nur monatlich 120 bis 150 M. Die Revue der Verarmten. Der Modellmarkt in der Hardenbergstraße ist für die sozio- logische Struktur unserer Gesellschaft überaus aufschlußreich. Er ist ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Umwälzung. Der Typ des unverschuldet heruntergekommenen Kleinbürgers ist ver- fchiedentlich vertreten. In einer Ecke sitzt einer, der mit seiner goldenen Brille aus der Nase den Rest seines von der Inflation weggeschwemmten Besitzes repräsentiert. Der schwarze Bratenrock glänzt in allen Farben. Der halbwegs gepflegte Spitzbart deutet an, daß sein Träger einmal viel Wert auf das Aeußere legen konnte. Der resignierte Gesichtsausdruck aber gibt jedem zu verstehen: Es kann nicht mehr schlimmer kommen! Aengstlich blicken alle Modelle nach den Malern, von denen sie einzeln aufs Korn genommen und nach Gebrauchswert abgeschätzt werden. Zwei kleine Kinder von zwei und drei Jahren warten mit ihrer Mutter, einem schmalen, abgehännten Weib, neben einem Apostel, der sich in stoischer Ruhe von Kopf bis zu Fuß mustern läßt, auf.Arbeit*. Die Kleinen demonstrieren am besten von allen ihre Anwesenheit durch den schnellen Wechsel ihres Standortes, da sie quer durch den Raum kriechen. Hier und da be- kommen sie von den Malern, die sie scheinbar alle kennen, etwas Süßes zugesteckt. All« Sprachen der West rauschen durch die Halle. Gelbe und Schwarze tragen in des Wortes ursprünglicher Bedeu- tung ihre Haut zu Markte. Bunt aufgeputzte Zigeunerinnen, Jndo- chinesen mit aufgeworfenen Lippen, schwarzbärtig« Russen und bartlose Germanen treten zur Konkurrenz an. Ein Spaniole rade- bricht Deutsch mit einer Spreewälderin, die sich bei näherem Hin- hören als Sächsin entpuppt. Sie denkt sich wahrscheinlich, daß die schöne sächsische Sprache ja doch nicht auf die Leinwand kommt. Ein.G r e t ch e n" mit langen Zöpfen hat schnell ihren Mann ge- funden. Dafür warten aber ihre zahlreichen Geschlechtsgenossinnen, die Vertreter der„Gargonne". um so länger auf Inanspruchnahme Zwei Zigeunerjungen vermuten in mir einen Kunden. Doch sie haben eine gute Nase und bemerken, als ich mir einige Notizen mache:.Kommt nicht in Frage!* Der Mittelpunkt einer Schar junger Leute, denen man mehr oder weniger den stellenlosen An- gestellten ansieht, bildet ein schlankgewachsener Bursche im R u s s c n- kittel, der sich als Eintänzer und Modell durchs Leben schlägt. Es ist eine traurige Revue, die man am Montagmorgen in der Hardenbergstraße passiert. Jedesmal, wenn der Pedell die große Bronceglocke schwingt und den Modellmarkt für beendet erklärt, strömt eine Anzahl Menschen verzweifelten Herzens aus dem großen Portal, um auf den nächsten Wocheiiansang zu warten, der ihnen vielleicht die Erfüllung ihrer Wünsche bringt: für eine Stunde den Körper verkaufen, das einzige, was sie noch ihr eigen nennen. Er mordete feine Ehefrau. Die Gewaliat eines übernervösen Mannes. Gestern nachmittag wurde in der küstriuer Str. 10 in Charlottenburg eine Familientragödie entdeckt. Alan fand dort in seiner mit Gas erfüllten Wohnung den 44jährigen Kaufmann Bernhard h o s f m a n n bewußtlos auf. Beben ihm im Bett lag seine um vier Jahre jün- gere Frau Berta mit zertrümmerter Schädeldecke. Der Tod war bei der Frau schon eingetreten, während der wann nach Behandlung mit Sauerstoff ins Leben zurückgerufen werden konnte. Cr wurde als Polizeigefange- ner ins Slaatskrankenhaus übergeführt. Nach den bisherigen Ermittlungen scheint Hoffmann, der h o ch« grabig nervös war, die Tat in einem Anfalle von Geistes- g e st ö r t h e i t begangen zu haben. Möglicherweise spielen auch schlechte wirtschaftliche Verhältnisse eine gewisse Rolle. Es ist un- zweifelhaft, daß H. sein« ahnungslos neben ihm schlafende Frau plötzlich überfallen und durch mehrere wuchtig geführte Beilhieb« auf das Schädeldach erschlagen hat. Dafür spricht besonders der Umstand, daß im Hause von den Mietern der angrenzenden Wohnungen kerne Hilferufe oder Schreie wahrgenommen wurden. Hoffmann hatte im ersten Stockwerk des Gartenhauses eine aus zwei Stuben und Küche bestehende Wohnung inne. Zwischen den beiden Eheleuten herrschte nicht immer das beste Einvernehmen. häufig kam es zu erregten Szenen. Gestern nachmittag macht« sich auf dem Treppenflur Gasgeruch bemerkbar, der immer stärker wurde, so daß Hausbewohner schließlich Verdacht schöpften und Polizei und Feuerwehr kilarnrierten. Wie bald festgestellt wurde, kam der Gasgeruch aus der Wohnung Hofsmanns. Da auf Klopfen niemand antwortete, mußte die Tür gewaltsam geöffnet werden. Den eindringenden Beamten schlug ein penetranter Gasgeruch ent- gegen. Im Schlafzimmer lag in dem einen über und über mit Blut besudelten Bett die Frau mit schweren Schädelverletzungen tot: auf dem Fußboden fand man das blutbefleckte Beil, mit dem die tödlichen Hiebe geführt worden waren. Frau 5). war wegen ihres Nervenleidens, wie weiter mitgeteilt wird, als G e i st e s k r a n k e in der CI)aritä untergebracht worden. Der Ehemann hotte durch das Zufammenteben mit der kranken Frau so schwer gelitten, daß er zu Bekannten äußerte, er fürchte, auch den V e r st a n d z u v e r l i e r e n. Am Gründonnerstag kam Frau Hofftnann aus der Charitö nach Haufe zurück. Ihr Mann hatte an sie geschrieben, daß sie kommen möchte, damit er während der Feiertag« nicht ganz allein sei. Frau Hoffmann wurde auch probeweise entlassen. Am Sonntag abend besuchte das Ehepaar Bekannte im selben Hause. Die Männer spielten Skat, 9 ach London: (Berechtigte üebersetzung von Erwin Magnus). Es war ein stiller Abend im Tivoli. Am Schanktisch, der an der einen Seite des großen schindelgedeckten Raumes entlang lief, stand ein halbes Dutzend Männer, von denen zwei sich gerade über die Heilkraft von Fichtelnadeltee und Zitronensaft bei Skorbut stritten. Die Unterhaltung war jedoch schleppend, und Pausen mürrischen Schweigens unter- brocken sie. Die andern hörten kaum zu. In einer Reihe, der Mauer gegenüber, standen die Spieltische. Der Crap- Tisch war verlassen, ein einziger Mann saß am Pharaotisch und spielte. Nicht einmal die Roulettekugel rollte, und der Spielhalter stand an dem knisternden, rotglühenden Ofen und sprach mit einem hübschen, dunkeläugigen jungen Weibe, das von Iuneau bis Fort Pukon als die„Jungfrau" bekannt war. Drei Mann laßen bei einem Dauerpoker, spielten aber nur mit kleinen Einsätzen und ohne Begeisterung, weil sie kei-e Zuschauer hatten. Auf der Diele des Tanzbodens, der hinter dem Räume lag, walzten drei Paare trübselig zu den Klängen einer Geige und eines Klaviers. Nicht daß Circle City verlassen oder daß Geld knapp gewesen wäre: die Goldgräber waren von Moosehide Creek und anderen Fundstellen im Westen zurückgekehrt, die Sommerausbeute war gut gewesen, und die Taschen der Leute waren schwer von Staub und Nuggets. Klondike war noch nicht entdeckt, auch hotten die Goldgräber noch nicht ge- lernt, was sich durch tiefes Sckürfen und die Anwendung von Feuer erreichen ließ. Im Winter wurde nichts geschafft, man pflegte noch während der langen arktischen Nacht in großen Lagern wie Circle City zu überwintern. Man ver- schlief die Zeit, die Taschen waren wohlgefüllt, und Gesellig- keit gab es einzig und allein in den Wirtschaften. Und doch war Tivoli verlassen, und die Jungfrau, die neben dem Ofen stand und gähnte, ohne die Hand vorzuhalten, sagte zu Charley Bates:„Wenn nicht bald etroas Leben in die Bude kommt, geh' ich zu Bett. Was ist denn nur los? Ist das � ganze Lager ausgestorben?" Bates machte sich nicht die Mühe zu antworten, sondern drehte sich mürrisch eine Zigarette. Dan MacDonald, der Pionier der Gastwirte und Spieler am oberen Bukon, Be- sitzer des Tivoli und aller seiner Spieltische, wanderte ver- loren durch den weiten leeren Raum und erblickte die beiden am Ofen. „Jemand gestorben?" fragte ihn die Jungfrau. „Sieht so aus," lautete die Antwort. „Dann jedenfalls das ganze Lager," beendete sie das Gespräch und gähnte wieder. MacDonald nickte grinsend und öffnete den Mund, um etwas zu sagen, als die Tür weit aufgerissen wurde und ein Mann in der Oeffnung erschien. Ein Hauch von Kälte, der sich in der Wärme des Raumes zu Dampf verdichtete, um- wogte seine Knie, lief über den Boden, wurde immer dünner und verschwand schließlich einige Meter vom Ofen entfernt. Der Neuangekommene nahm den Reisigbesen vom Nagel an der Tür und bürstete sich den Schnee von den Mokassins und den langen Strümpfen. Man hätte ihn für einen großen Mann halten können, wäre nicht ein riesiger Kanadier von der Bar zu ihm getreten. „Hallo, Daylight!" grüßte er.„Bei Gott, das ist Lab- sal für wehe Augen!" „Hallo, Louis, wann bist du denn hergeweht?" erwiderte der Ankömmling.„Komm, laß uns eins trinken und er- zähl' von Bone Creek. Na. ihr Hundsfötter, her mit den Pfoten. Wo ist dein Kompagnon? Ich bin auf dem Aus- guck nach ihm." Ein anderer Riese löste sich von der Bar und schüttelte ihm die Hand. Olaf Henderson und der Franzosen-Louis, denen Bone Creek gemeinsam gehörte, waren die beiden längsten Männer im Lande, und der Neueingetroffene, wenn auch nur einen halben Kopf kleiner, erschien wie ein Zwerg zwischen ihnen. „Hallo. Olaf, dich such' ich gerade savvv," sagte der mit Daylight Angeredete.„Morgen ist mein Geburtstag, und ich Hab' mir vorgenommen, eucki alle zu werfen— sawy? Dich auch, Louis! Komm und trink eins, Olaf, ich erzähle euch alles." Seine Ankunft schien den Raum mit einer Flut von Wärme zu erfüllen.„Burning Daylight!" rief die Jungfrau, die erste, die ihn erkannte, als er nun ins Licht trat. Charley Bates' ernste Züge erhellten sich bei seinem Anblick, und MacDonald trat zu den dreien an der Bar. Es war, als hätte die Ankunft Burning Daylights den ganzen Raum heller und heiterer gestimmt. Die Kellner liefen, Rufe er- tönten. Lachen erklang. Und als der Geiger nach einem Blick ins Vorzimmer zum Klavierspieler bemerkte:„Bur- ning Dayligkjt ist da," kam sofort Schwung in den Walzer. und die Tänzer wirbelten herum, als ob es ihnen wirklich treude machte.' Sie wußten von alters her, daß es keine angeweile gab, wenn Burning Daylight da war. Der wandte sich von der Bar ab und sah das Mädchen am Ofen und den oerlangenden Blick, den sie ihm zum Will- kommen zuwarf. „Hallo, Jungfrau, altes Mädel," rief er.„Hallo, Charley. Was ist denn los mit euch? Ihr macht ja Gesichter, wie sieben Tage Regenwetter! Kommt her, alle Mann, und getrunken! Her mit euch, ihr lebendigen Leichen, und sagt, was für Gift ihr haben wollt! Alle Mann her! Heute bin ich dran! Ich gebe aus! Morgen werde ich dreißig, und dann bin ich ein alter Mann. Die Jugend ist vorbei. Verstanden? Also her! Her mit euch!" „Warte mal, Davins," rief er dem Bankhalter am Pharaotische zu, der seinen Stuhl vom Tische zurückgeschoben hatte.„Laß sehen, wer ausgeben soll, du oder ich!" Er zog einen Beutel aus der Rocktasche, der schwer von Goldstaub war, und setzte ihn auf die hohe Karte.„Fünfzig," sagte er. Der Bankhalter drehte zwei Karten um. Die hohe Karte gewann. Er kritzelte den Betrag auf ein Stück Pgpier, der Wäger an der Bar wog für fünfzig Dollar Staub in der Goldwage ab und schüttelte ihn in Burning Daylights Beutel. Im Tanzjaal war es unterdessen still geworden, die Paare steuerten, von dem Geiger und dem Klavierspieler ge- folgt, auf die Bar los, und Daylight bemerkte sie. „Her mit euch!" schrie er.„Her mit euch und sagt, was ihr haben wollt. Heute bin ich dran, und eine solche Nacht kommt nicht sobald wieder. Her mit euch, ihr Siwashes und Lachsfresser! Heute bin ich dran, das sag' ich euch--" „Eine verflucht räudige Nacht," fiel Charley Bates ein. „Richtig, mein Sohn," fuhr Burning Daylight heiter fort,„eine räudige Nacht, aber es ist meine Nacht, siehst du. Ich bin ein räudiger, alter Wolf. Kannst du mich heulen hören!" (Fortsetzung folgt.) während die Frauen ptardernb und Honda rdeitend beisammen saßen. Es fiel schon aus, daß Frau ch. mchrere Arbeiten nacheinander anfing, aber inmier wieder liegen lieh, ohne sie zu Ende zu fördern. Aus einem Abschiedsbrief geht hervor, daß Hosfmann die Frau erschlagen hat un>d sich selbst töten wollte. Der Mann, der sich an der linken Hand in der Gegend der Pulsader eine kleine Schnittverletzung beigebracht hatte, die ungefährlich ist, befindet sich außer Gefahr. Am Bettpfosten erhängt. Geheimnisvoller Tod eines Zwölsjährigen. Im Hause Schöneweider Straße 8 in Neukölln spielte sich gestern nachmittag eine K i n d e r t r a g ö d i e ab. die in ihren Einzelheiten ungeklärt ist. Als gegen 15 Uhr die Frau des Kraft- Wagenführers Heiners in ihre Wohnung zurückkehrte, machte sie eine furchtbare Entdeckung. Im Schlafzimmer fand sie ihren zwölfjährigen Jungen Erwin mit einer Schlinge umdenHalsamBettpfosten hängend leblos auf. Der hinzugerufcne Arzt tonnte nur noch den vor kurzer Zeit einge- tretenen Tod feststellen. Da für eine» Selbstmord, wie zuerst vermutet wurde, nicht der geringste Anlaß vorliegen soll, bleibt nur die Vermutung übrig, daß Erwin H. das Opfer eines Unglücksfalles geworden ist. Es ist möglich, daß der Junge in Abwesenheit der Mutter nach Kinderart„Erhängen"' gespielt hat, dabei hat sich dann die Schlinge so fest zugezogen, daß sich das Kind nicht mehr selbst befreien konnte und hilflos e r st i ck t e. Di« Leiche wurde von der Polizei beschlagnahmt. s- Oer Tod des Photographen. Die Schadenersahkiage Binder gegen Zrau Arnold. vor der 3. Zivilkammer des Landgericht» II stand erneut Termin in dem Prozeß an, den die Erben des verstorbenen Phologrophcn Alexander Binder gegen die amerikanische Ehiroprakfiterin Frau Arnold angestrengt haben. Der Rechtsvertreter der klagenden Partei betonte in feiner Schadensersatzklag«, daß ohne Zweifel der Tod Binders durch die falsche Behandlungsmethode Frau Arnolds verursacht fei. Binders Befinden, der an Leukämie litt, habe sich nach der Behandlung durch Frau Arnold rapid verschlimmert. Der Gegenvertreter berief sich darauf, daß die Chiropraklik Erfolge bei Heilung der verschiedensten Krankheiten gehabt hätte. Es be- stehe ein großer, auf Weltanschauungsfragen beruhender Gegen- I a tz zwischen der Naturheilkunde, zu der die Chiropraktik zähle, und der Allopathie und der sonstigen Schulmedizin. Frau Arnold verwahrte sich sehr temperamentvoll gegen den Vorwurf der Kur- pfuscherei und gab an, daß Binders Befinden sich nach ihrer BeHand- lung zunächst sehr gebessert habe. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob sie der Ansicht sei, daß die Leukämie, die krankhaste Vermehrung der weißen Blutkörperchen, durch ihre Behandlungsmethode heilbar sei, antwortete Frau Arnold in bejahendem Sinn«. Der Vertreter der Frau Arnold beantragt« dann, Sachverständige de» Amerikanischen Instituts in Berlin und amerikanischer Aerzteorgani- sotionen über den Wert der chiropraktischen Heilmethoden als Zeugen zu hören und besonders Beweis jiir die Frage zu erheben, nb- Frau Arnold auf Grund ihres Wissens Leukämie behandeln durlte und ob ihre Behandlungsmethoden dafür geeignet waren. Man beschloß, diese Beweisaufnahme zuzulassen, und es sollen nunmehr die behandelnden Aerzte Binders sowie seine Kranken- schntefter und die Angehörigen vernommen werden. Das Gericht vertagte die Verhandlung, um den Parteien De- legenheit zu geben, die Zeugen in neuen Schriftsätzen namhakt zu machen. Auch ein Gchulpalast—? Deutschnationale Blätter schreien über„Schul- l ä st f', wenn in Berlin neue Vo l t s s ch u l b a u t e n ungefähr o ausgeführt werden, wie der heutige Stand des Schulbetriebs und der Schulbautechnik es fordern. Demgegenüber möge man sich ein- mal den großen Schulneubau ansehen, der im Villenviertel „N e u- W e st e n d" nahe dem Bahnhof Heerstraße für die „W e st e n d s ch u l e" errichtet worden ist und jetzt in Benutzung ge- nomme» wird. Die Westendschule ist ein L y z'e u m mit Ober- l y z e u m der Oberrealschulrichtung und hat jetzt etwa 700 Schülerinnen. Der Neubau enthält 20 Klassenräume, 5 Sonderräume sür Physikunterricht(wozu noch 1 Werkstatt und 1 Dunkelkammer kommen sollen),-t Sonderräume für Chemieunterrtcht, 3 Sonder- räume für Biologieunterricht, 2 Zeichensäle mit Nebenräumen, 2 Räume für Nadelorbeit, 1 Arztzimmer mit Waschraum, 1 große Doppelturnhalle vcui 600 Quadratmeter Grundfläche mit Umkleide-, Wasch-, Brause- und anderen Nebenräumen, I großen Festsaal mit über 700 Sitzplätzen mit großer Bühne,, Laiitsprecberanlaoe(die in Berlin die erste größere Anlage für eine Schule ist) und Schulkino- einrichtung, 1 Gesangsaol mit 80 Sitzplätzen, 1 größeren Ausenthalts- rauni mit Speiseausgebeeinrichtung, niedreren Sprechzimmern, Direktor- und Lehrerzimmer. Der noch nicht fertige Hof hat rund 3000 Quadratmeter Fläche und wird in Spielfläche, Grünfläche für glimnastische Uebungen, Schulgarten und Sprunggelönde eingeteilt. Alle Fortschritte der Schulbau technik sind In diesem Neubau berücksichtigt worden. Die Räume sind weit, hoch, hell imd lustig, die Inneneinrichtung ist frei von Prunk, aber gediegen. Der ganze Bau samt den Wohnungen für Hausmeister und Heizer, einer Ausgabestelle der Volksbücherei, Räume für das Gartenamt, für die Parkoerwaltung, für die Elektrizitätswerke und dem erst im Sommer fertig werdenden Direktorwohnhaus wird 1 600000 M. Bau- koste n erfordern. Wir freuen uns, daß heute für Schulbauten das Geld mit freigebiger Hand bereitgestellt wird. Aber wir wünschen, daß auch bei Volksschulhäusern nicht gekargt wird. In der„Westendschule" werden gewiß nicht ausscbließlich, aber vor- wiegend Kinder aus bemittelten Familien sein, die zu Hause au»- reichende und gesunde Wohnräume haben Für Kinder aus un- bemittelten Familien, die sich in engen und ungesunden Wohnungen zusammendrängen müssen, sind geräumige, helle und luftige Schulhäuser erst recht nötig. Baut man solche für V o l t s s ch ü l e r, dann schreien deutschnationole Blätter über Schul- p a l ä st c". Bei dem neuen Heim der„Weftendschi»«" wenden sie das nicht.tun. �_ Fluchitingslos. Mit zu den bedauernswertesten Kriegserscheinungen zählen wohl die von Haus und Hof Vertriebenen. Mit dem letzten Rest ihrer Habe langten sie hier in der Großstadt an und es aalt, ihnen so rasch wie möglich ein Dach über den Kovf zu geben. Die Flücht- lingsbaracken. Lazarett- oder Gesangenenbarocken wurden rwtürlich nicht für Zeit und Ewigkeit gebaut und müssen nach und nach den kommenden Neubauten Platz machen. Nun wurde den Bewohnern der ehemaligen Lazorettbarocken an der Popestraße gekündig». Wohl werden ihnen Ersatzwohnungen zur Verfügung aestellr, aber es werden keinerlei Umzugskolt-n ver- gütet, und die Bewohner, unier denen sich kranke, alte und auch arbeitslose Leute befinden, wissen nicht, woher sie das Geld nehmen tollen. Den langen, harten Winter haben sie unter allerlei Mühsal durch Kälte und Feuchtigkeit durchlebt und jeder Pfennig, der er- Langkopp findet milde Richter. Fünf Monate Gefängnis als Sühne für das Attentat. Der Farmer Langkopp hat nicht nur einen milden Ankläger. sondern auch, um es zu wiederholen, einen milden Richter gesunden. Räch dreistündiger Beratung verkündete Landgerichlsdirektor Dr. Ziegel unter großer Spannung im Gerlchlssaal, daß der Angeklagte für seine Tat mit einer Gefängnis strafe von fünf Monaten und SS M. Geldstrafe bestrast wird. Die llnlersuchungshafl wurde mit zwei Monaten und zwei Machen angerechnet, für den Rest der Strafe hat Langkopp Bewährungsfrist erholten. Laos wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Erster Staatsanwalt Köhler begründete dann ssiuen Strafantrag. Einleitend betonte er, daß dieser Prozeß nicht nur wegen der Sensation, sondern vor allen Dingen wegen der im Prozeh zutage getretenen Not der Auslands- deutschen weiteste Beachtung gefunden habe. Ein tiefes Mitgefühl wird joder für den Angeklagten Langkopp haben. Trotzdem muh über die Schuld Langkopps abgeurtei t werden, wenn man ver- hindern will, daß derartige Versuche sich wiederholen. Die Vcam- ten müssen in ihrer schweren Dienstpflicht geschützt werden, gerade die Beweisausnahme l)at auch ergeben, daß die Beamten des Reichs- entschädigungsamtes im Rahmen der gesetzlichen Besümmungen helfend den Auelandsdeutschen zur Seite gestanden haben. Das Schicksal Langkopps ist sicher bedauerlich. Es darf aber auch nicht vergessen werden, daß andere noch viel mehr gelitten haben, daß die große Masse der Kriegsteilnehmer außer an Eigentum und Existenz an der Gesundheit großen Schaden gc- nommen hat, der ihnen von keinem Entschädigungsomt ersetzt wer- den kann. Es muh auch an die anderen Opfer des Krieges gedacht werden, an die Kleinrentner, Kriegerwitwen und Kriegskrüppel, die harte Jahre durchmachen mußten und heute noch ein Iammerleben führen. Hoffentlich hat der Prozeh den Trso'g, daß er den Völkerbunds-Sachverständigen in Paris ein BUd von der Verelendung Deutschlands vermittelt. Wenn der Pro- zeß eine Enthüllung gebracht hat, dann nur die, daß Deutschland ausgepowert und durch seine Finonznot nicht in der Lage ist. über- all helfend einzugreifen. Die Angeklagten haben das Wort. Nach den Plädoyers der beiden Verteidiger kamen die beiden Angeklagten zu Wort. Mit großem Stimmaufwand rief Longkopp in den Saal, daß er nur sein Recht gesucht habe und seine Freisprechung verlange. Loof appellierte an das G«° richt, ihn nicht wegen Mangel an Beweisen, sondern wegen er- wiesener Unschuld freizusprechen. Durch die Untersuchungshaft habe er sein Geschäft im Stiche lassen müsien und er wolle an den Staat Schadenersatzansprüche stellen. Uni 1 Uhr mittags zog sich das Gc- richt zur Beratung zurück, die bis halb 4 Uhr dauerte. Während der Beratung wurde der Saal geräumt. Di« Polizei verstärkte für die Urteilsverkündung ihren Saalschutz und auch aus der Straße wurde ein« große Anzahl Doppelposten aufgestellt. Den Eingang zum Genchtssaal hatte eine Anzahl Kriminalbeamte besetzt, die eine sehr eingehend« Kontrolle vornahmen. Vor allem die beiden An- geklagten wurden beim Wiederbetreteii des Gerichtssaales gründlich auf Waffen durchsucht, auch die Pressevertreter und Zuschauer wur- den auf Waffen befühlt. Diese Borstcht war sicher notwendig, denn gerade Langkopp besand sich in den letzten Stunden in ziembcher Erregung. Zu Störungen der Eerichtsvei Handlung ist es aber ! nicht gekommen. Das Urteil wurde von den Angeklagten und auch von den Zuschauern ruhig aufgenommen. Das Lirteil und feine Begründung. Landgerichtsdirektor Ziegel begann sofort nach Wiederauf- nähme der Verhandlung das Urtell vorzutragen: 5 Monate Ee- fängnis und 50 M. Geldstrafe für Langkopp und Freispruch sür Loof in Ermangelung von Beweisen. Dann ging er zur Be- gründung des Urteils über. Das Gericht ist der Auffosiung des Staatsanwalts nicht gefolgt und hat Langkopp nur der Nöti- gung und Bedrohung für überführt gehalien. Das Ge- rieht hat Herrn Langkopp geglaubt, daß er, nachdem er eingesehen hatte, daß die Regelung seines Schadenersatzanspruches nicht reibungslos erfolgen würde, mit sich Sch'uß machen wollte und nur noch einmal das Geld, die 100 000 M., mit dem er sich hätte retten können, vor Augen sehen wollte. Das Gericht hat Herrn Langkopp unterstellt, daß er in diesem Zeitpunkt, als er Herrn Bach zwang, das Geld zu beschaffen, sich gar nicht mehr in den Besitz des Geldes bringen wollte. Die räuberische Erpres- s u n g, die der Staatsanwalt für erwiesen hielt und für die er ein Lahr und zwei Monate Gefängnis beantragt hatte, ließ das Gericht fallen. Als mildernd sah das Gericht auch die hohen Verdienste des Angeklagten um das Baterland an, es hat Langkopp nur wegen der fortgesetzten Nötigung der Beamten und Bedrohung nach§ 241 und des unbefugten Waffenbesitzes verurteilt. Milde und langmütige Richter. Das Urteil gegen Langkopp ist mild. Wenn man auch mensch» liches Mitgefühl mit dem Farmer haben kann, der in harter Arbeit in den Kolonien sich heraufgearbeitet hat, so muß trotzdem gesagt werden, daß das Gericht allzu sehr einer Stimmung nachgegeben hat, die gepflegt wunde durch einen Kreis von Aus- landsdeutschen, der seit Jahren mit der gehässigsten Kampf« weise um das Recht kämpft, aus der großen Schicht der Kriegsge- schädigten herausgehoben zu werden. Es mutet geradezu komisch an. wenn die Angeklagten und auch die Verteidiger gegen den Schandoertrag von Beriailles sprechen und im nächsten Augenblick chr Recht aus einem Pargaraphen dieses selben Schandvertregs herleiten. Das Gericht hat zur Aburteilung dieser Klage sieben Tage gebraucht. Hätte es die gleiche Zeitspanne angesetzt, wenn z. B. ein Arbeiter seinen Direktor wegen Gehaltsforderungen einen Revolver vor die Rase gehalten hätte? Hätte es auch einem solchen Angeklagten erlaubt, stundenlang über sein Vorleben zu berichten und langatmige Ausführungen über sein Heldentum im Kriege zu machen? Am Schluß muß gesagt werden, daß das Gericht gegen den Angeklagten eine( o n st nie gekannte Langmut erwiesen hat. Bei jeder Vorhand- lungseröffnung mußte das Gericht sehr lang« auf die Angeklagten warten. Im anderen Falle wäre sicher der Richter mit einer Orb- nimgsstraie gekommen. Es wird gut sein, sich daran zu erinnern, wenn wieder einmal ein verzweifelter Mensch vor den Schranken des Gericht» steht und menschliches Verstehen von den Richtern erwartet. übrigt wurde, mußte für Brennmaterial verwendet werden. Run freuten sie sich aus den Sommer, doch auch damit ist es nichts. Wen soll man für die Rot, das Leid und die Bitternis dieser unverschuldet ins Unglück Geratenen verantwortlich machen? Oie entlassenen Brüder Saß. Eine Erklärung des Berliner Polizeipräsidiums. Der Berliner Polizeipräsident teilt mit: Bei Besprechung der Entlassung der Gebrüder Saß aus der Unterjuchungs- hast ist es in verschiedenen Zeitungen so dargestellt worden, als ob die Entlassung ohne Wissen der Kriminalpolizei, ja sogar in einem gewisien Widerspruch zu ihr erfolgt sei. Tat- fache ist jedoch, daß die Staatsanwaltschast die Entlassung sämtlicher drei Gebrüder Saß aus der Untersuchungehast bei der Kriminalpolizei beantragte. Ein Antrag der Gebrüder Saß selbst auf Haftentlasiung lag nicht vor. Weiter ist in einer Reihe von Zeitungen behauptet worden, daß die Brüder Saß bei Vernehmung durch die Kriminalpolizei miß- handelt worden seien. Die Ermittelungsakten über diese angeb- lichen Mißhandlungen sind der Staatsanwaltschaft zngeleiict worden. Im übrigen hat der Polizeipräsident gegen alle Zeitungen, die diese Behauptung aufgestellt haben, Strafantrag wegen Beam- tenbeleidigung gestellt. Zu der Ehekragödie, die sich vor acht Tagen in der Weser- st r o ß« zu Lichtenberg abspielt« und bei der der Kraftwagen- sührer Willy Köhler seine Frau crjchoß und sich dann selbst durch Schüsse schwer verletzte, erfahren wir, daß Köhler jetzt mi Hubertus-Kraiikenhausc ebenfalls verstorben ist. Am Sonntag leistete sich die Funkstund: wieder eins ihrer be- denklichen Ruhelagsprogramme. Um 4 Uhr nachmittags konnten sich die isonntagschörer über„Die Wiedererweckung der Matthäus-Pajsio»" belehren lassen— ein Dortrag, der gewiß allen Musikfreunden willkommen ist. Am Sonntag muß ma» aber solche Vorträge, die nur auf einen ziemlich kleinen Kreis berechnet sind, nach Möglichkeit zu vermeiden suchen. Die Funkstunde scleint dagegen sich geradezu Mühe zu geben, einen möglichst großen Kreis der Zunkhörer zu langweilen.'Welchen anderen Sinn hätte sonst die seicht« Modeplauderei Ola Alfen gehabt oder vastoral feierl-che Vortrog van Dr. Lohmener„Vom K i e n t o p p zum Lichtspieltheater?" Die Abendunterhaltung, von�Rosa Berten» und Walter Mehring bestritten, war sür den Sonntag zu'chwer. Di« Votlsliederdarbieiungen sird anmutig und hübsch—. doch es ist nicht recht zu ergründen, weshalb seit einiger Zeit regelmäßig am Sonntagabend«ine Stunde damit ausoefiilit wird. Am Montagabend erfreute das Konzert der ausgezeichneten Kapell« Geza K o m o r. Victor Hugos„Lucrezia Lorgia" wäre ohne Maria Kovpenhöfers menschlich tiefe Gestaltung der Titelroll« nur ein interessantes literarisches Experiment gewesen Einen lebendigen, einlachen Vortrag über„Fernsehen und Rund- sunk" Meli Oberingenieur Dr. Walter Reißer. Die Fragen vieler Ryndiunkfreuiide wurden hier auch dem Laien verständlich so weit beantwortet, wie es nach dem heutigen Stande der Technik möglich ist. Te». 200 neue Münzfernsprecher in Berlin. Im Laufe dieses Jahres werden an verkehrsreichen Punkteck Berlins über 200 neue Fernsprechautomaten der Reichspost zur Aufstellung gelangen. Es handelt sich dabei zum Teil um ein ganz neues Modell, dos insofern von den bisherigen öffentlichen Münzfernsprechern der Post abweicht, als an der Ülußenseite der Zellen mehrers Briefmarken- und Postkarten» automatsn angebracht sind, so daß die Münzfernsprecher also gc. wissermaßen ein Miniatnrpostamt darstellen. Nach dem Programm der Oberpostdirektion sollen die Fernsprechhäuschen in Berlin um 250 vermehrt werden, und.zwar rüstet die B e r e k, die Berliner Reklame- und Zlnschlaggesellschast auf Grund eines Vertrages mit der Post 110 ihrer Reklamesäulen mit Münzsernsprechern aus, während die Post selbst ebensoviel Fernsprechautomaten des neuen geschilderten Modells mifstellen lassen will. Die Wert Zeichengeber sind in der Zwischenzeit ebenfalls technisch verbessert worden. Die bisherigen Modelle wiesen den Mangel auf, daß die Marken bei nosiem Wetter infolge der Feuchtig- keit aneinandertCebten und nicht vom Automaten aus» geworfen wurden. Diesem Fehler hat man bei den neuen Modellen dadurch abzuhelfen gewußt, daß man im Inneren des Automaten Kalzium verdampfen läßt oder elektrische Trockenlampen einbaut. Oer verräterische Docket. Die Neugier eines kleinen Dackels hat gestern indirekt zur Fest- nähme einer ungetreuen Hausange st ellten geführt Bei einem Kaufmann in Tempelhof war eine 17 Jahre alle Else L. be- schäftigt, die ihren Arbeitgebern eine große Enttäuschung bereitete. Am zweiten Tage ihres Dienstes wurde sie dabei ertappt, daß sie die Kleider der Hausfrau trug und am dritten verschwand sie mit 600 M. baren Geldes. Sie hatte Unterschlupf in einer Lauben- k o l o n i e gesucht und gefunden. Gestern wollte sie eine Schneiderin aufsuchen und kam dabei zufällig an der Wohnung eines Bekannten vorüber. Der kleine Dackel der Familie erkannte das Mädchen auf der Straße und lief ihr nach. Auf einem Neubau in Reinickendorf war nun der früher« B r ä u t i g a m der Else tötig. Der Dackel und das Mädchen kamen an dem Bau vorüber, und Else sah erschrocken. wie der Hund in das Baugelände hineinlies. Sie wußte nur zu gut, daß ihr einstiger Bräutigam dort arbeitete, wollte aber nicht von ihm gesehen werden. Vergeblich suchte sie den Dackel von der Bau- stelle h-runterzulocken. Der Mann erkannte das Tier und in seiner Entrüstung darüber, daß sie ihn unschuldig in Diebstahlsverdacht gebracht hatte, übergab er feine Braut— ohne den Dackel— der Polizei._ Heute Lokattermin in Zannowitz. In der Jannowitzsr Mordaffäre findet heut« Lokaltermin auf Schloß Iannowig statt. Außer den drei Berliner Kriminal- beamten, Ariminglrat Hopp«. Kriminalkommissar Braschwitz, Kriminalsekrctär Meyer, nehmen daran Oberstaatsanwalt Engel, Untersuchungsrichter S p ä t h e und die beiden Schießsachverständigen Schmuderer und Dr. B r ü n t n g teil Die Stadtverordneten haben In dieser Woche ihre Sitzung am Donnerstag um 160� Uhr. Auf der Tagesordnung stehen 31(!) Berhandtungsgegen stände, viel« Reste aus frühe- rsn Sitzungen und die nach den Osterferien neu hinzugekommenen Sachen. Auch die Feuerwehr- Gefahrenzulage ist dabei. Di« Stadtverordnetenversammlung hat jetzt über sie zu beschließe». Genossinnen! Ste'lt Euch in den Tagen vom 10 bis 15. April cen Kreis- und Abteilungsleiterinnen zur Verfügung unJ hei t bei der Verteilung der illustrier en Flugblätter u. Handzettel zum Internat onalen Frauentag am 16 April 1929. Massenflucht aus der Fremdenlegion. 20 junge Deutsche entfl ehen—'IS retten sich. Unter besonderen Umständen ist es vor einigen Togen zwanzig jungen Deutschen gelungen, sich dem Dienst in der französischen Fremdenlegion durch eine abenteuerliche Flucht zu entziehen. Etwa W Mann unternahmen gleichzeitig den Flucht- oersuch, wobei jedoch zwei den Tod fanden. Wir erfahren hierüber folgend« Einzelheiten: Don Algier aus sollten mit einem dort liegenden französischen Truppentransportdampfer vor 14 Tagen 400 Fremdenlegto- n ä r e nach Jndochina abgehen. Bereits im Hafen kam es unter den deutschen Angehörigen der Fremdenlegion zu Kundgebungen, als ein deutscher Dampfer in den Hasen einlief und in der Nähe des französischen Transportdampfers festmachte. Die deutschen Legionäre stimmten Heimatlieder an, nmßten jedoch, als einige von ihnen „Deutschland, Deutschiand über alles" zu singen versuchten, das Deck verlassen. Etwa 20 junge Leute, die Dienst in der Fremdenlegion genommen hatten und zum Teil schon zwei bis drei Dienstjahr« hinter sich hatten, iastten daher den Vlan, bei der nächsten günstigen Gelegenheit zu entfliehen. Dies« Möglichkeit er- gab sich, als der französische Truxpentransportdainpfcr nach einem kurzen Aufenthalt in Port Said in den Suezkanal einließ, wo das Schiff bekanntlich den geltenden internationalen Bestimmungen unterworfen war und wo auch infolgedessen die Ueberwachung der Legionäre nicht mit den sonstüblichen scharfen Maßnahmen durch- geführt werden konnte. In der Nähe von Ismailian, der nahe dem Suezkanal gelegenen grasten Eisenbahnstation der Bahnlinie Kairo- Port Said stürzten die 20 deutschen Legionäre an Deck des Trans- portdampfers und sprangen verabredungsgemäß ins Wasser, da die französischen Posten in der neutralen Zone von ihren Schußwaffen keinen Gebrauch machen dursten. Dabei kamen zwei der Flüchtlinge in das Schraubenwalser des Dampfers, wurden in die Tiefe gezogen und von den Propellern so erheblich verleßt, daß sie den Tod fanden. Den überlebenden 18 Deutschen dagegen gelang es. das Kanalufer zu gewinnen und die Stadt Ismailian zu erreichen. Bon hier gelangten die Geretteten nach Port Said, wo sie sich an den deutschen Konsul um weitere Hilf« wandten. Da im Hafen zufälligerweise zwei deutsche Lloyddampfer, die„Lllßow" und die„O der" ligen, war es möglich, sofort Arbeit für einen großen Teil der Geflüchteten zu finden, während die anderen einige Tage später mit anderen deutschen Schiffen in die Heimat bzw. ander« nicht auf französtschem Boden liegende Mittelmcerhäfen befördert werden konnten. Jedes Kind weiß in Deutschland, was das heißt: Fr an. zösische Fremdenlegion. Der Eintritt in die Legion, zu dem ja niemand gezwungen wird, zieht natürlich Verpflichtungen nach sich, die zweifellos oft das Maß des Erträglichen überschreiten. Jlber auch das ist aus vielen Schilderungen bekannt. Es sollte sich kein junger Deutscher für die französische oder spanische Fremden- legion anwerben lassen._ Ausstellung Reife und Wandern. Im Rohmen der in jedem Jahr stattfindenden Iahresschau deutscher Arbeit findet in diesem Jahr in Dresden die besonders in den Kreisen der Jugendbewegung mit lebhaftem Inter- esie erwartete Ausstellung: Reife und Wandern statt, und zwar vom 8. Mai bis Anfang Oktober. Die Ausstellung will den Nachweis erbringe», daß innerhalb der Grenzen Deutschlands mannigfach« Möglichkeiten zu Vergnügungsreisen zum Erholung?» aufenthalt und zur Wiederherstellung der Gesundheit vorhanden sind: sie will den Deutschen veranlassen, mehr in seiner Heimat zu reisen und will dem Ausländer zeigen, mos Deutschland an Sehenswürdigkeiten bietet. Der Wanderer, der das Glück hat. nicht so sehr auf die Wiedergewinnung einer verlorenen als auf die Er- Haltung der vorhandenen Gesundheit zu sehen, wird auf der Aus- Oellung sehr vieles finden, was feine Aufmerksamkeit fesieln wird. Es ist«ine Dreiglicderung vorgenommen worden und zwar: 1. D i c deutsche Heimat. 2. Die Reise. Z. Die Wanderung. In den für diese drei.Hauptgruppen gebildeten Ausschüsien sind in dem Ausschuß Wanderung auch der Dorsijzende der Zentral- kommission für Arbeitersport. F. W i l d u n g, und der Gauleiter der Naturfreunde in Dresden, I. Frank, vertreten. Unsere Iugendverbände, Naturfreunde usw. werden gut tun, sich für die Frühlings- und Sommermonate einige Sonntag« für«ine Fahrt nach Dresden frei zu halten.__ Die post- und telegraphenwissenschaftliche Woche. In der Berliner Uittoersität wurde die von der Derwoltungs- akademie Berlin in Verbindung mit dem Reichspostministerium ver- anstaltete 11. post- und telegraphenw'ssenschaftliche Woche eröffnet. In Vertretung des Reichspostministers begrüßte Staatssekretär Dr. Feyerabend die zahlreichen Post- und Telegrophenbeamten, die aus allen Teilen des Reiches und aus Danzigzur Teilnahm« an der Veranstaltung nach Berlin gekommen sind. Als Vertreter der Verwaltungsakademie sprach der Präsident, Reichsminister a. D. Dr. Schiffer. Anschließend hielt Ministerial- direktor Dr. A�n d e r s ch die erste Vorlesung der Veranstaltung über das Thema«Fünf Jahre Reichspostfinaiizgeseß*. Neitrrin ihres Kindes. Aus Köln wird über die beherzte Tat einer Mutter berichtet, die in einem Eifelort im Murtale während der starken Frostperiode ausgeführt wurde. Ein Müller hatte ein Loch in das Eis gehauen, in das sein achtjähriger Sohn beim Spielen hineinfiel. Als die Mutier den Hilferuf des Knaben hörte, eilte sie herbei, sprang ebenfalls in das Loch und verschwand unter dem Eis«. Nach langem Warten der übrigen Familienmitglieder erschien sie endlich wieder an der Oberfläche mit ihrem geretteten Kind. Sie war acht Meter unter dem Eis« vorgedrungen und hatte dann erst das Kind erfassen und hochziehen können. Leider sind beide infolge des eiskalten Wassers stark erkrankt. Russischer Oampfer gesunken. 37 Mann ertrunken. Mailand, 8. April. An der dalmatinischen Küste ist bei Sebenico der russische Dampfer„11 na" mit Mann und Maus unter.! gegangen. 3 7 M a n n sind ertrunken. Das Schiff geriet in der Adria in einen heftigen Sturm und wurde bei der Insel Bago gegen die Klippen geschleudert, nachdem es das Steuer eingebüßt hatte. Unter der Wasserlinie des Schiffes entstand ein Leck, so daß der Dampfer innerhalb weniger Minuten sank. Von der Küste aus wurde der Untergang beobachtet, ohne daß man Hilfe bringen konnte. Bis jetzt sind fünf Leichen angeschwemmt worden. Köln, die Stadt der Einbrüche. Auffallende Zunahme der Unsicherheit. Bei einer Besprechung der Vertreter der Großversiche- rungsgesellschasten Kölns wurde festgestellt, daß die U n° ficherheit in Köln in auffallendem Maße gegenüber anderen deutschen Städten zunimmt. Die Gesamtzahl der Einbrüche bc- trägt im Jahre, soweit Dersichernngsfälle in Frage kommen, weit über 1000. Der Spitzenverband der Versicherungsgesellschaften stellte auf Grund sorgfältiger Ermittlungen fest, daß in keiner anderen deutschen Stadt im Verhältnis zu den Zahlen der Bevölkerung sich so viele Einbrüche ereigneten wie gerode in Köln. Deshalb sei erwogen worden, die Prämien der Einbruchs- diebstahl-versicherung in Köln um 50 Proz. zu erhöhen. Falsche Ausweife von falschen Beamten. In den letzten Tagen mußten wir wiederholt von dem Auftreten falscher Kriminalbeamter berichten, die es be- sonders auf ältere, unerfahrene Leu:« abgesehen hatten und sie in gemeinster Weise schröpften. Erst am Dienstag wurde die Frau eines Gärtners in Ponkow-Schönholz von einem etwa Zöjährigen Manne, der sich als Kriminalbeamter ausgab, um einen anfehn- lichen Geldbetrag betrogen. Leider haben diese Gauner immer ein sehr leichtes Arbeiten, da die Leute meist schon von vornherein durch das sichere Auftreten der Betrüger«ingeschüchtert werden und sich die vorgezeigten— natürlich falschen— Aus- weife nur flüchttg ansehen. Es erscheint uns darum angebracht. darauf hinzuweisen, daß der Kriminalbeamte außer seiner Dienstmarke auch einen amtlichen schriftlichen Ausweis mit fernem Photo bei sich tragen mutz, den er selbstverständlich auf besonderes Verlangen vorzuzeigen hat, und diesem Verlangen auch ohne weiteres nachkommen dürfte. Die etwa ein Fünfmark stück große Dien st marke muß außer einer Nummer die Jnschriist»Staatlicher Preußischer Kriminalpolizeibeamter" tragen. 2 300000 deutsche Polizeiverordnunqen. Der demokratisch« Reichstagsabgevrdnet« Professor Hellpach hat in einer Rede mitgeteilt, daß in allen deutschen Ländern zusammengerechnet 2 3 00 000 Polizeiverordnungen den deutschen Staatsbürger von der Wiege bis zum Grabe vor allem Mißgeschick bewahren sollen._ 3m jall Jakubowski hat jetzt die Strafkammer N« u- S t r e l i tz das Hauptoerfahren gegen Rogens und Genossen er- öffnet. Die Anklageschrift umsaßt nicht weniger als 9 2 Seiten. Durch die Anklageschrift werden zahllose Indizien, die da» Schwurgericht erster Instanz gegen den Hingerichteten Iakubowski ins Feld geführt hatte, als völlig unzutreffend entlarvt. Die wütende Geschlechtsseuche. In Reichenberg(Böhmen) wurden bei einer Razzia in CaföhSusern und Gaststätten 3 5 Per« sonen festgestellt, von denen über zwanzig mit Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten behaftet waren. Später wurden nochmals 25 Personen sistiert, darunter dreißig Prozent Geschlechts- kranke. Es handelt sich meist um Mädchen von fünfzehn bis achtzehn Jahren, die sich in Gastlokalen herumtreiben. SoztMifche Arbeiterjugend Groß-Verltn Mnsnidmiqm fSr dies« NudNI nut«a SM 3a«nö't(rtlar(«. J�erHü GW Ö«. tlnbenftra«« 5 Di« Sammelliste» für wie» können abgeholt und die Programm« für Mai mllsten abgegeben werben. ««z!rks»orsiand»sign»g Donnerstag, U. April, pünktlich lSZb Uhr. Im Bor- tragsfaal des PB., LInbenstr. Z, 2. Hof, 2 Tr. links. Die Teilnebn-ee»um Zagcndtag i» Cattcnnwltx am 13.114. April müsse« bis lpiitcsttns Freitag bicscr Docht das Isabrgeld von I M. für die Hinfahrt im Sclrctariot entrechten. Anmeldungen werben noch angenommen. Mitteldrutiche, Zvgendtag i» Magdeburg. Alle Senossinne» und Dcnolsen, die om Iugendiag in Magdeburg teilnehmen, treffen sich Sonnabend, 13. April, Itilü Uhr, in der Aula der Schule Danziger Str. 23 zur Probe. Erscheinen ist Pflicht. SpI«N«Iterk»rsn» für Anhensplel« 20./21. April in Brieselang. Anmeldunge» müssen umgehend durch Abteilungen beim Sekretariat vorgenommen werden. Heute, Dienstag. ISK Uhr: stiNloIfcher Park- Heim Landsberger Str. SO„Rußland.-— Rofeathaler Vorstadt: Schule Elisabethkiichstr. l»..W-Hrmogramm der Partei."— 3e»te»mt Heim Landsberger Str. SO. Einführungsabcnd.— Weste u II; Heim Bülow- straße 88. ssriß-Reuter-Abend.— Bruanenplag: Schule Pank-, Ecke Wissen. straße. Mitgliederversammlung.— Sesundbrur.aen I: Schule Eotenburger Straße 2. Einführungsavend. Jugendliche, tommt zu uns!— Schillerparl: rl. Volksschule, Schiiningstraße. Einführunasabcnd.— Weddiag-Rord: Heim See-, Eck« Turiner Straße. Einführungsabend.— Dcdding, R. ff.t Schul« Lllttichrr Str. 4. Einführungsabend.— Äruawalder Plag: Heim Zlastendurger. Ecke Wehlauer Straße, ssahrtenerlebnisie.— Hclwhplßvlaß: Helm Danziger Straße 62, Baracke 2. Arbeitsgemeinschaft.— Nordost! Heim Danziger Str. 62, Barocke 3. Dichtcrabend.— WSriher Plaß: Schule Kastanienallec 62. Ein- führungsabcnd.— Hafenhcide: Heim Wasscrtorstr.!i. Generalprobe.— Süden: Heim Porckstr. 11, Zimmer 6. Milglicdervcrlammlung.— Sü äacberg I: Heim Hauptstr. 13. Heimabend.— Schimcbrrg III: Helm Hauptstr. 15..Unsere Iugentfchußsorderungen.-—«chöneberg IV, R. S.: Heim Hauptstr. 15..ssried» rich Eberl und die Sozialdemokratie,- 2. Teil.— Iharlottenburg! Keim Bosincn. steaße 4. Bericht von der Osterfahrt.— Weste- d: Heim Z ojincnstr. 4. Einführungsabend.— g-hlcndsrf: Zlordlchule, Potsdamer Str. 5—7. Funktionär- sißung.— Bril, l: Heim Ehausseeftr 46. Werbcabend.— Reulöllu I: Heim Sander-, Ecke Hobrechtstraße..? ote Fallen."— Neukölln II: Heim Bergstr. 29. Glaßdrenner-Adend.— Renlclln III: Heim Flughofenftr. 68. Mitglieder»-!. sammlung.— Reulclln IV; Heim Schicrkcstr. 44. Lichtbilder:..Das Rot« Wien."— Renlölln V; Heim Böhmische Str. 1—4. Zimmer 2.„Menschewismu» Bortrag.— stöpenick: Keim Grünauer Str. 5...Rechte und Pflichten der Beruf». fchlller.— Nicderfchönewcid«: Schule Berliner Str 31. Heimabend.— Kermsdorf: Hetm Roonstraße. Friß. Reuter. Abend.— Reinicker dnrs. Ost: Selm Linbauer Straße. Uebungsabend.— Riedersck'önhausen: Schule Blankenburg«! Straße 70. M tgliederversammlung.— Pankow I: Heim Görschstr. 14. Keim- abend.— Weißenle«: Heim Barkftr. 36. Löns-Abend. Werbe bezirk Lichtenberg, Aellerengruvpe: Heim Gunterstr. 44. S2S. Neulölla: Arbeitsbesprech»".g im ÜFR. um II Uhr. Die Vertrauens» leute müssen erscheinen. Morgen, Mittwoch, im Heim Bergstr. 20, Mitgliederversammlung und Bortrog. Werbe bezirt Mitte: Alle n'cht abgeholten Bücher müssen morgen, Mittwoch, in der Feit von 19—20 Uhr adgeholi werden cSchuie Gipsstr. Aes. Vortrage, Vereine und Versammlungen. # Reichsbanner„Schwarz-Rok-Gold". Sefchäflsstelle: Berlin E 14. Sebaftianstr. 37/36. Hof 2 T». Ritt«: Unser llamcrvd Gräber lst verstorben. Einäscherung Mitt» woch, 10. April, 13 Mi Uhr, im Krematorium Daumschulenweg. Rege Beteiligung erwünscht.— Tiergart»«, Oameradschast Stephan: Kamerad August Samain:st am 5. April verstorben. Trauerfeier am Mittwoch, 10. AvrU, 141, Uhr, Krematorium Gerichtstraße. All« freien Kameraden beteiligen sich. toulttollav Engll-h Dcbaiing Club: Mittwoch, 20 Uhr, Zahnärztehaus, Bfilow- straße 104, Guttmannsaal: Dr. Tittel, B. A. iCamhridfic:„Euthanasia". Ardriter.Photographe« Groß-Berli«. Borsiandssißung am Dirnstag. 9. April, 20 Uhr, im Lolal Hertel, Stralauer Str. 52. Freie schulgcmelnde Kreuzbrrg. Dienstag. 9. April, von 19—20 Uhr, Ab- rechnung der Unterkassierer im Lokal Benoit. Abalbcrtstr. 4. Miete rverband Pankow. Dienstag, 9. April, 20 Uhr. im Lokal„3um Pank» grasen", öffentliche Kundgebung der gesamten Mietcrschaft des 19. Berwal» tungsbezirks. Verein von Freunde» der Treptsw-Sternwart« lBerlin-Treptow, Stern- warte). Die erste Veranstaltung des neuen Bierteliahrg findet Mittwoch, 10. April, 20 Uhr, statt. Vortrag Dr. von Born, unter Vorführung von Licht- bildcrn:„Das neue Finnland". Ceeile Faefn: Gedichte über Lonne, Mo ich und Sterne. Minnerchoe Harmonie, Weißensee sMitgl. d. DASB.), tagt unter neuem Ehormeister icden Tonnerstag von 29—22 Uhr Im neuen Lolal de» Genossen Peter»..Zum Slldwestafrilaner". Lichtenberger Str. 6. Di« Deutsche Bcleuchtungotcchnische Ee'ellschast veranstaltet gemeinsam mit dem Landr-bezilt»rardrnburg de» Bunde» Deutickcr Aechiteite« am Donners. tag. 11. April, im Physikalischen Hörsaal der Technischen Hochschule, Ehar- lottenburg. Berliner Str. 179—>72, einen Vortragsabend mit Lichtbildern über „Das künstliche Licht in der Baukunst". Vorträge: Dipl.-Ing. Eummrre». Berlin: .Lichttechnische Fragen": Architekt Haring-Berlin:„Künstlerische Problem«". Beginn der Dorträge 55i Uhr. Eintritt frei. Sprachverein Dcmosthene«. Cprachaestörte Damen und Herrn seien auf di« erfolgreiche Methode aufmerklam gemacht, die der Sprachverein»Demosthenec" zur Beseitigung von Eprachleiden anwendet. Am Freitag, 12. April. 20 Uhr, findet ein Werbcabend in der Gemeindeschule Niederwallsti. 7, Hosgebäude, Nähe Spittelmarkt. statt. Bereinigung der Frennd«»on Religio»»»d Bökkerfriede». Genosse Pfarre« Bleier spricht am lommenden Sonntag, 14. April, 13 Uhr. im Rahmen einer religiösen Feierstunde tn der Trinttatiskirchc, Eharlottenburg, Karl-Auguft- Plaß. über da? Thema„Der rechte Führer". Die diesjährige Malfeier findet am 30. April. 20 Uhr, in der Fürst-BIsmarck-Schule, Eharlottenburg. statt. ...öesAalb Katlumer* JMectifch! * Mehr als 8000 deutsche Ärzte empfehlen ihn in schriftlichen Gutachten. � PürV&t,- Ife «insendougen fixt blcf« Rubrik find Berlin SW 53, Elr.tcnfuo&e 3, pariemachn'chien�� fürGroß-Vertin stet, an das Bczltkesektetatiat 2. Hof, 3 Trepoen rechts, zn richten. Achtung, Sportler! Für die parteigenSfstschen Sportler findet am Donnerstag, dem 18. April, IS'-. Uhr. im tSrwerlschaftshaus, Engel- nfer 21125, eine Vexfammlnnq statt, in der Reichstagsabeeordneter Earl Schreck nber:„Sport und Partei" referieren wird. Mitgliedsbuch ist norzu, eigen! Zahlreich« Beteiligung wird erwartet. Der Bezirisoorstand. IS. 11. 12. 13. 1«. 15. 1«. 17. 18. 1«. 14. Srei, Reniöln. ArbeiterbUdnng-fchnle. Der Kursus„Geschichte des Eozia- lismus— Marxismus der Gegenwart", beginnt heute, Dienstag, S. April. llt'a Uhr, in der Mädchenmittelschule, Donaustr. 127. Um rege Beteiligung wird gebeten. Heule. Dienstag, g. April. 37. Abt. IgVi Uhr bei Middeldorf, Sbeling- Ecke Petersburger Straße, Funk- tionärsttiung. 4«. Abt. 20 Uhr Abteilungsversammlung bei Jung, Dreibundstr. U. Bortrag: .Religionsfragen." Referent Karl Schal,. SS. Abt. Wilmersdorf. 20 Uhr Mitgliederversammlung Sei Kulka, Lauenburger- ftraße 20. Vortrag:„Politik und Wirtschaft." Referent Genosse Hilden» brand, M. d. R. Mitgliederversammlungen und Zahlabende. Morgen, Mittwoch, den 10. April, in den nachstehend angegebenen Lokalen der Ableitungen. l. Abt. lg:,; Uhr, Hackescher Hof, Rosenthaler Str. 40/41, Filmvortrag des Genossen Iessath Uber:.Die wirtschaftlichen Unternehmungen der Arbeiter- schaft." 2. Abt. 20 Uhr bei Ohngemach, Kommandanten str. 88, Vortrag:„Politische Tagcsfragen." Referent Hanns Nickel. 3. Abt. Iglp Uhr Saal I des Gewcrlschaftshaufes, Engelufer 24/25, Vortrag: „Die Gesundheitspolitik der So,ialdeniokratie." Referent Dr. Stul,. 4. Abi. lg:.; Uhr bei Stommel, Reue Friedrichstr. 1, Bortrag:»Die politische ?ag»." Referent wird in der Miitwoch-Morgenauagabe befannigegeben, S. Abt. l9Vi Uhr im Rosenthaler Haf, Rosenthaler Str. 11.12, Vortrag: ..Boll und Politik." Referent Polizeipräsident Zorgiebel. «. Aot. l»:; Uhr in Vllttners Festsälen. Schwcdter Str. 2S. Vortrag:„An- iräze der SPD. und KPD. im Berliner Stadtpalomant." Referent Paul Brendel. 7. Abt. lg:; Uhr Sei Döil. Berg str. 70. Deirau, Pflugstr. 1. Bärwalde. schlegelftr. 8, Vortrag:„Koinmunalpolitische Tagesfragen." Referent Willi Walff. Rauler. Bogenfir. 19. Vortrag:„Wir und die Wehrmachi." Referent Dr. Friß Soldschmidt. Kube, Etrelitirr Str. 55. 8. Abt. Achtung! Der Zahlabend LUtzawklause ist verlegt noch Vlumeshos 0 Ecke Lllhowirraste, bei Neumann. Bortrag:»Die Tätigkeit der Arbeiierr Wohlfahrt." Referentin Gertrud Eisfelder. Die Übrigen Zahlabcnde finden um 20 Uhr In den bisherigen Lokalen statt: Mener, Lühvwftr. 7. Referent Hermann Wäger. Seiler, Steinmehftr. SS, Vortrag:„Das Recht des unshe. Uchen Kindes." Referent Dr. Alfred Kurau. Rickert, Steinmehftr. Z0o. Leuschner, Elßholzstr. 5. Portrag:„Die politische Lage." Abt. 20 Uhr in drn Moassiter Bierhallen, Kirchstr. 13, Vortrag:„Reform der Fürsorgeerziehung." Referent Fürsorger Otto Fenselau. Abt. lgi: Uhr bei Berger, Levchomstr. 21, Dortrag:„Die Frau in Politik und Wirtfchcft." Referentin Käthe Kern, Abt. Ig'.. Uhr bei Rochtigall. Brußeistr. 32, Vortrag:„Wirtsck>aft»politische Fragen," Referexzt Otto Zista. Abt, lg's Uhr im blauen Saal des Pahn, Hafer, Turmftr. 25, Bortrag: „Vom Arbeiterschutz, und seiner Durchführung." Referentin Gertrud Hanna, Sit. d. L. Abt. 20 Uhr bei Stark, Putbusser Str. 14. Golischalk, Putbusser Str. 24. Schulz, Krannstr. 41.,_ Abt. WM Uhr kkei Dohm, Vinetaplat, 7. Vortrag: Kommunale Proris im Bezirk Wedding." Referent Gustav Fuhs. Kurkowski. Feldstr. S. Bor. trag:„Wohuungssragen." Referent Gustav Weide. Ab«. Ig'ii Uhr hei Dähling, Vrunnrnftr. 79, und Leuschner, Ackerstr. 110. Abt. 19-4 Uhr bei Loesfzi, Tegeler Str. 50. Schreiber. Triftstr. 63. Schwidarowski. Triftstr. 48. Abt. 19'; Zahlabende in den b-k-nnt-n Lokalen. Abt. Igü Uhr, Bezirke 805/800 Grunert, Pankstr. 5g. B-Z-rk- 80S/810 Schrepel, Grünihaler Str. i3, Bezirk 811 Bradzinski. Grünthaler Str. 6. Bezirk 812 Sch.iiz, Sirttiner Sir. 52. Bezirke 813 und 81g Gottschalk. Grün. thaler Str. II. Bezirke 814/818 öchuchordi. El)rlstiani-str. HS. Bezirk 820 KrÄlbera, Prinzenallee 57..... 2». Abt. l»i- Uhr bei Bontke, Schulstr. 74. Partrag:„Schul- und Erziehung»- fragen." Referent Genosse Poltersdorf. Machallett. Drontheimer Str. 4. Bortrag:„Religion und Sozialismus." Referent Hugo Hennicke. Tillmer. Kol-niestr. 42, Bortrag:„Di- Aufgaben der Arbeiterwohlfahrt." R-fer-ntm Meta Kaasch. 21. Abt. Ig',; Uhr Brossus, Reinickendorfer Ecke Oudenarder Straß«. Referent Paul Kuhle. Böhm, Marstr. 18. Referent Rektor Trinkau». D-mme. Ecklulstr. 24, Reserent Paul Ambrossus. Kroll, Utrechter Str. 21. Referent Otto Warmuth. Meier. Prinz-Eugen-Etr. 1. Hilmann. Razarsthkirchstr. 41, Referent Ernst Gran. Schaltz, Adolfst. 12, Referent Georg Hartwig: Schrepel. Antonstr. 8. Scefeld. Schulstr. 114. Referent Richard Ladner. 22. Abt. 20 Uhr bei Bartsch, Fchmarnstr. 1, Vortrag des Genossen Willi Graeber. Lrschke. Antwerpener Str. S. Vortrag de» Genossen Paul Kuh«. Borkawski, Brüsseler Str. 43, Bortrag des Genossen Karl Klose. Senkel, Utrechter Str. 10, Vortrag drs Genossen Arnold Ienhsch. Herms, Müller- straßc 26. Vortrag des Genossen Ernst Richter. 23. Abt. IS',; Uhr bei Lewandowski, Ecestr. 104, Vortrag:„Demokratisterung der Wirischast." Referent Genosse South. Grunewald, Kameruner Str. 19, Vortrag:„Das Steueraufkommen Graß-Berlins." Referent Genosse Blaschzik. Gutschow, Transvaalstr. 25, Bortraa:„Arbeitereltcrn und Arbeiterkinder." Referent Genosse Wsinberger. Mollnau, Müllerstr. K2a, Bortrag:„Unser Kampi um die Macht." Referent Genosse Lösche. Tiche, Barmsste,», Vortrag:.Laienbehandlung." Referent Genösse Dr. Lewin. König. Oiavi- straße 37, Vortrag:„Soziale Kämpfe im Mittelalter." Referent Genosse Lorenz. Abt. lZlH Uhr. 1. Gruppe: Rößner, Immanuclkirchstr. 25. 1». Gruppe: Ahlschliiger, Winsstraßc Ecke Ehristburger Straß«. Z. Gruppe: Vogel, Iablonllistr. g. Vortrag: Tunis, Land und Leute. Referent Stadtrat Eugen Rosemann. 3. Gruppe: Schultz. Earmen-Shlva-Str. 5g. Abt. lgr; Uhr Zahlabende in den bekannten Lokalen. Abt. lgi-, Uhr bei Belnlich, Weißcnbueger Str. 1, Vortrag:„Der Kampf um drn Haushaltsplan". Referent Felix Fligg. Die Bczirksführer laden dazu ein. Abt. 1«!-; Uhr bei Zeuge, Milastr. 5. Mchlbcrg, Gaudystr. S. Reetz, Sannenburger Str. 1. Zahlabende Rothschild und Plath gemeinsam bei Glanz, Kopenhagen« Str. 37, Vortrag:„Gefangenenfürsorge". Referent Genosse Goldstsiix. Abt. lg-4 Uhr bei Maß. Prenzlauer Allee 232. Iäneck», Sagenauer Str. 5. Rechenberg. Ehoriner Str. 49. Mener, Oderberger Str. 39. Bartelt, Wörthcr Str. 19, Vortrag:„Partei und Sport". Referent Genosse Schiele. onndel, Kastanianallee 2S/30, Bortrag:„Erdgeschichtliches". Referent Ge- »onc Adler. Abt. 1914 Uhr im Altersheim, Danziger Str.(52, Vortrag:„ Kommunal. politische Fragen". Referent Rektor Kreuziger. Abt. Ig'4 Uhr. Bezirk 90, 91: Pohft. Lychen« Str. 103. 92—94: Schröter. Pappelallce 34. 97: Schmidt, Pappelallee 80. 98— 99: Hoffmann, Lychener Straße 8. 114—120: Mahnkops, Earmen-Shlva-Str. 123. 121—123: Seitler, Kanzorostr. 10. 124 124:; Riebergall, Earmrn.Snlva-Str. 22. Abt. 19J4 Uhr bei Goldschmidt. Stalvische Str. 36. Meißner, Schivel. deiner Straue. Schwarz, Bornholmer Str. 9. Referenten: Friß Eßkorn, S-rmann Müller und Alfred Schulze. Aal. 19Vi Uhr Grupve Warimann bei Schmidt, Fruchtstr. 36». Gruppe Trodcr bei Kleiniß, Breslauer Str. 25. Gruppe Buchmann bei Drescher, Stralauer Plaß 5. Kruppe Mener bei Krämer, Markusstr. 16. Thema: '•®eUJn5f)«lt9n)ef«n". Referent Gen. Günther. Gruppe Kluge Donnerstag bei Balentin. Krantstr. 3«. Thema:„Was wollen die Freidenker?" Referent „ Hamann Graul. Leipzig. Der Zahlabend der Grippe Fiedtkau findet Freitag, 19>; Uhr bei Kromphnrdt. Poul-Cingee-Str. 49, statt. Referent Ecn Adolph Hoffmann. M. d. L. Thema:„Die zehn Gebote". Abt lg!4 Uhr bei Abraham, Thema und Referent werden noch bekannt- gegeben. Bei Wertalla Vortrag:„Esperanto, die Internationale Verkehrs- spräche. Referent Rektor Mener. Bei Hoffmann, Vortrag:„Aus der Praxi» de» Arbeitsnachweis- und Arbeitslofenversschcrungsweicne". AM. I9V4 Uhif bei Otto, Rigaer Str. 85, Diskussionsahend. Schule Sama. rlterstr. 20, Vortrag:„Als Ardriterdelegierter in Oesterreich-Ungarn und der Tschechoslowakei". Referent Genosse Kurpat. Bombe, Voigtstr. 25, Nskusstansahend. Guczkowffi. Schrelnerstr. 38, Bortrag:„Da, Arbeits- schußgeseß". Referent Kurt Kießmonn. Abt- 1914 Uhr bei Höhne, Zorndorfer Str. 9. Busch. Tllfiter Str. 27. Wütschuß, Petersburger Str. 5. Abt. 19', 4 Uhr 4., 5., 6. Bezirk bei Raschke, Matternstr. 14 Vortrag: „Klassenkamps und demokratischer Parlamentarismus". Referent Stadtrat Erich Steuer. 1. Bezirk: Z-pke, Ebertnstr. 7. 2., 3. Bezirk: Z-rasch, Ebcrlq- straße 10. Abt. 1914 Uhr Bezirk 159: Kraust, Palisadenstr. 71. Bezirk 160: War, Frlebenstr. 53. Bezirk 188 195: Sväth, Georgeillirchstr. 65. Vortrag in allen Bezirken:„Bolksfürsarge-B ersscheeung". Abt. 19� Uhr Vortrag des Genossen Dr. Benecke:»Diktatur In Spanien". Ausgabe der Maimarken und Maibillctts. Baugcwerkschaftshaus, Groß» heerenstr. 96. . Abt. fohtirotgen früh 5 Uhr im Lokal„Zum Mohren", fiernsglemer Straße 9. Tagesardnnng:„Unsere Bolt-sürsorge". Vortrag mit Film in Zwei Teilen. I. Die TeZeheung. 2. Im Sewerkschaftshei« in Spceenbeeg. Ve'erent Karl Schuß. 41. Abt.?9 Uhr. 1. Gruppe Lokal Eöbel, Tempelhofer Ufer 6, Vortrag. Gen. Dr. Brie:„Das Vollslied". 2. Gruppe Lokal Erdmann-Beiuboff, Belle-Alliance-Str. 73». 3. Gruppe Lokal Fechnee. ssidicinstr. 4. 4. Gruppe Lokal Schuster, Ebamissa-Plaß 4. Aussprache:„Arbeiter. Angestellt- und Beamte". 5. und 6. Gruvp« Lokal Lude, Beramanustr 9ist Bortrag: Gen. Wielach. 7. und 8. Grurpe Lokal Schult, Mariendorser Sir 5. 42. Abt. 20 Uhr he! Bogel. Mittenwalder Str. 16. Buhr, Blüchcrstr. 38. Hael-lle. Bergwannstr 09. Brau», Bärwaldstr. 1. Seehgak. Willibald- ß'leris-Sir. 0. Wiersdar'f Urbanstr. 6. Vorirag in gllen Zghiabenden. Ali. 20 Uhr.!2S: Ehriften. Fichtestr. 24. i20, 127: Brubn, Gröiestr. 41. 428129: Frankenhgusen. Ighnstr. 15 123., 124. und 130. Bezirk: Vortrgg: „Politik»»d Mirtlibaft". Referent Stadtrat Emil Ditimer. Reim, Urban. straste 29. 131; Wolter, Böckhstr. 49. 132: Krepp, Planufer 7516. 139: Mcndler. Diesfcnhachstr. 54. 134: Wolfs: Gräfcstr. 26. 135, 136: Bogt. Boppstr. 8. 157, 138: Klose, Böckhstr. 34. 24. 23. 26. 27. 28. 29. 3». 31. 32. 33. 35. 3«. 37. 38. 39. l«- U. CM. im Oßt In der Schulau?-, Rarl-nninfir. 47, Vortrag:„Kommunal- voliiisch« Fragen". Referent Stadtrat Rudolf SchUchting. Ai. Abt. lgZH Uhr gahlabende in allen Sruppenlokalen. 4». Abt. 19>4 Uhr bei Burthardt, Görllßer Str. 52, Bortrag:„Die politisch« Lage und Umbildung der Regierung". Referent Karl Litte, M. b. R. 47. Abt. Ab heute, Dienstag, 18 Uhr,„Unser Weg" und Beiteagsmarteu»am Genossen Zacodi abholen.— Mittwoch, 1954 Uhr, Zahlabende: Lier, Naunynstr. 9. Vortrag:„Dere Religionsunterricht als Instrument des Klassenkampfes." Referentin'Aezlrlsverordnete Lishelh Meper. Lehmann, Muskauer Str. 1, Vortrag:„Schularbeit im Bezirk Ärcuzberg." Referent Stadtrat Willi Morske. Siedentopf, Muskauer Str. 35. Bortrag:„Ge- werkschaft und Sozialismus". Referent Stadtrat Karl Heßfchold. 82. und 83. Stadtbezirk: Lokal Adalbertstr. 18(früher Timpe). 48. Abt. 20 Uhr in Eliessngs Festsälen, Wassertorstr. 68, Vortrag:„Straf- Vollzug". Refrrrnt Heinrich Hellwig. 51. Abt. Eharlsttenburg 19>4 Uhr 1. Gruppe: bei Schellbach, KLnigin-EIisa. bcthstr. 6. Bortrag:„Das Wesen der modernen Arbeiterbewegung". Rcfe- reut Georg Raible. 2. Gruppe: Lokal Eophie.Eharlottenstr. 88 Ecke Pots- damer Straße. Vortrag:„Die wissenschaftlichen Grundlagen des Eozialis- mus". Referent Rechtsanwalt Rudolf Abraham. 3. Grüpe: Vortrag des Genossen Simon Katzcnstein:„Die wissenschaftlichen Grundlagen des Sozialismus". Alle Vorträge in Form von Arbcitsgrmeinschaften. Eharlottenburg. 52. Abt. 20 Uhr bei Kraffehl, Laiscrin-Augusta-Allee 81 Ecke Eömmeringstraße. Bartrag:„Freidrnkertum und Kulturbewegung". Referent Genosse Mehlhose. Unsere Fahnenweihe.— 53. Abt. 20 Uhr. 1.— 2. Dezirk bei Schweikcri, Erasmuzstr. 2. Tagesordnung wird noch bekanntgegebrn. Z.— J, Bezirk bei Luc, Huttenssr. 26.„Berliner Verkehrs- oalitik." Referent Genosse W. Sau«r. 6.. 11.. 12. Bezirk: Brand. Pflüg-r..Ecke Nansen- straße. Vortrag:„Der drntschc Strafvollzug," Referent Wilhelm Lcwinski. 9., 10,, 18., 19. Bezirk: Fischer, Hobrechtstr. 64.— 90. Abt. 20 Uhr. 13. Bezirk bei Rüdiger, Lohnillhlenstr, 36, 15. und 26. Bezirk bei Jahn. Fulda- straße 45, Referent Genosse Graul. 16. und 25. Bezirk bei Schönfisch, W-ichselstr. 15. 17. und 24. Bezirk bei Lehmann. Tellstr. 8. Referent Genosse Dr. Braunthal. 22. Bezirk bei Klemt, Berliner Str. 100. Referent Genosse Ullrich. 28. und 3«. Bezirk bei Schabeiko, W«ichselstr. 5. Referent Genosse Regge. 34. und 43. Bezirk bei Kienitz, Flughafcnstr. 7. 35. Bezirk im Idcalkastno, Weichseistr. 8. Referent Genosse A. Scholz.— 92. Abt. Zahlabende werden pünltlich 20 Uhr in folgenden Lokalen abgehalten: Bezirke 2» und 30 bei Eauter, Harzer Str. 88. Vortrag des Genassen Petting. Bezirke 27 und 28 bei Schikorra. Schandauer Str. 1, Ecke Eibe- steaße/ Vortrag des Genosse» Stadtrat Kühne über„Das Wohnungswesen." Bezirke 32 und 33 bei König, Wildenbruch- Ecke Weserstroße. Vortrag des Genossen Vach über„Internationale Sozialpolitik." Bezirke 31, 44. 45 und 55 bei Wolfs, Kaiser.Fr'edrich-Str. 173. Bortrag der Genossin Dr Rathon über'„Die öffentlichen Büchereien als Glied der kommunalen Bildungspflege" Bezirke 46. 47 und 59 bei S'mon, Derthc'sdorfer Str. 9. Vortrag des Genossen Ione-k- über, Beamten in der Monarchie und Republik." Bezirke 72 und 73 bei Schenk, Rofenstr. 24. Vortrag des Genossen Allmann über„Die Volksfürsorge." Am Freitag, 19. April, NM 17H Ubr, Besschiigung der Konsumbäckerei. Wer teilnehmen will, meide sich auf den Zahtabe-den.~ 93. Abt. Achwngi Die Abteilungsoersomm- I»ng findet nicht, wie norgesehen. am 19. April, sondern erst am 15 Avr'l bei Sib'lling, Kirchbo'stroße, statt. Zahlabende: 83.. 84.. 85. Bez-rk: Kön'g. Böhmische Str. 43-�4 und Schauer. Trevtower Str. 90. 98. Bezirk, Siedlung: Lokal Bärwinkel. Bortraa des Genossen Kurt Schindler. Thema geben wir noch an.- 94. Abt. lg'� Uhr. 51. Bezirk: Münk«. Schiller. prom-nad? 39. Vortrag:. Erwerhsiofeu frage." Refer-nt Genosse Heinz. 52. Bezirk: Schröder. Seschower Str. 6 Vortrag. 64.. 65., 66.. 67., 77.. 78. Dezirl: Sell. Schille'nrom-nade 11. Bortraa:.Vanlns und Karl Marx." Referent Ernst Oberüber. 68., 76.?--1k: S-ßröder. Gteinm-tz. straße 52. Vortrag:„Inn-u. und außenpolitisch« Etrelzllge, Referent Dr. Norbert Marr,— 95. Abt. 20 Uhr bei Lausch. Hermannstr. 199. Vor- trag:.WirtWastslragen." weferent Max Hendemann.— 66 Abt. 19>4 Uhr bei Zillmer, Roaatstr 56, Vortrag:„Kommunale Fragen," fUestr-'-t Stadt- rat-Nad'ke.— 97. Abt. 19'0 Uhr. 79.. 89. und 92. Bezirk: KntzN.«eine. straße Vortrag des Genomen Siodtnerordneten Gustav Häd-cke 99. und 91 Beiirk:„Zur Stnrm-cke". Wgrther'otz. Referent W'll! Großmann. 194. 195. 1C6 Bezirk- Krsta«. Emstr Str. 87. Re'>r"-t Stad-n-rordneter Händel. In allen Zahlabendeu fhewa: Etat der Eiad' Der'N und d-e So-ia'dcmakratie"- 98. Abt. 10M Ubr. II».109.. 110. Bez-rk: Teich. Knefebeckstr 135. III.. HT. 113. Vez'rk: Becker. Delbrückstr. 50. Vortrag. 114.� 115. Bezirk: Borowiki, Moriendorler Weg 7. 69. Abt Vr-i-.Pu-eow. 20 Uhr Zahlabend für alle Britzer Bezirke bei Becker. Ehausseeftr. 97. 101. Abt. Treptow. 1910 Ubr. 1. Bezirk: Lokal Stenhan. Gräbstr. 1. Aortraa: „Wabnunaspai'tik." Rcf-rent Franz Gut'ibmibt. 2 Beatrk: B-rchem. Ktüllstr 1 Bortraa:!5gnim"naT„nT;tit" Restrent W-lbelm S'rirder. 3. Bezirk: EU-n-ck. Kiekbolz. Ecke Ersenllraß-. Vo'traa- Bas»ankardst Refercu! S'adtoero-ch'ietcr Lmn» Woawod. 4 Bezirk: Lokal Beermanusstr. 19. Bartraa:„Die weltliche Sch"lc." Referent Hans K''n"mann. 5. Bezirk: Falkenbaaen, Reue Srugellee, Bortrag:..Eesundheiissürsorge. Rcierent Dr. Nieder. 102. Abt. 19�4 Ilbr bei(frt fttef» .D Otw Mosi. 106. Abt. �ob�nntsthal.?0 Ubr bei Schreiner, s?riÄ>rickisir. 8. Portraq:.Streif- züae hvr. � Iii. Abt. Bohnsdorf. 20 Uhr Zahlabend bei Heimann. Waltersdorfer Str. 10Q, Vortrag des Genossen Breitscheid jun. über:„Sozialdemokratie und Reichs» haushaltsvlan." Funktionäre eine halbe Stunde früher. v. Lich'cnberg. 11-t. Abt. 20 Uhr bei SÄentke, Crossener Str. 14. Vortrag des Genossen Hermann Harnisch. M. d. L.. über:„Die So�ialpolltik in der Nachkriegszeit." 4. Gruppe: Lokal ,�um Propeller", Grnphms- Ecke Crossener Straße.— 115. Abt. 19Vs Uhr, 1. Gruppe: Stöver, Jung. Ecke Oderftrasie. 2. Gruvve: Fritz vormals Lohann, Jung» Ecke Odersttaße. 3. Gruppe: Radtke, Müggel- Ecke Scharnweberstraße. 4. Gruvve: Seipke, ttronprin'en- Ecke Scharnweberstraste.— 118. Abt. lO'a Uhr bei Albrcchtt Borhagener Str. 02. Porttag:„Politische Tagesfragen." Referent Erich Kuttner. M. d. L.— 117. Abt. 19K: Uhr in der Schule, Lückftr. 63. Bor. trag:„Meine Erlebnisse in Ri'siland." Referent Eugen Haafe. Wichttge Parteiengelegenheiten.— 118. Abt. 19�,2 Uhr, l. und 2. Grupve: �.empel, Gudrunstr. 7, Vortrag:„Demokratisierung der Wirtschaft. Referent Willy Rogge. 3. und 4. Gruppe: Lokal Hartmann. Irenen- Ecke Rosenfeldersttafie, Vortrag:„Das Konkordat." Referent Arthur Richter.— IIS. Abt. IS�s Uhr, Vorttag:«Soziale Wirtschaftsproblcme." Referent Kurt öeknlg. M. d. R. 126. Abt. Friedrichsfelde. 20 Uhr in Wiehes GcsellscfrafLshaus. Wilhelm str. 38, Vortrag:„Sozialdemokratie und Wchrproblcm." Referent Arwr Crispien, 121. Abt.�Karlshorft. 20 Uhr im Deutschen Saus. Stolzenfelssttasie, Vorttagk „Kommunale Tagcsfragen." Referent Stadtverordneter Josef Mühlmann« 123. Abt. Kaulsdorf. 20 Uhr in der Schützenklaufe. Hönower Str. 5. Vorttag: „Verkehrsvrobleme in Grost-Verlin. unter besonderer Berücksichtigung des Berliner Ostens." Referent Stadtverordneter Reinbold Eichberg. � � � 124. Abt. Mahlsdorf. 20 Uhr Zahlabende in den Lokalen Anders und �Nord. stern". 127. Abt. Sob-uschönh-ns-n. 20 Ubr Lokal„Zum Storckmest". Hauptstraße, Vortrag;„Berliner Humor im Klassenkampf." Referent Hann» H. Kamm. 128./139. Abt. Panlaw. 19l; Ubr, 1. Bezirk: Roack, Kaiser. Friedrich, Str. 53, Bartraq:„Die britische Arbeiterbewegung". Referent Wilbelm Flaerke. 2. Bezirk: Schwelzerhütte. Maximilianstr. 11». Bortrag:„Wo» wird IN England?" Referent Paul Bernstein. 2». Bezirk: Kühn, Müblcnstr. 45 Ecke Brcnnerstraßo, Partrag:„Krise des Parlamentarismus". Referentin Elvira Krüger. 3. Bezirk: Drei«, Kifsingenstr. 4. Vortrag:„Frankreich und Deutschland". Referent Adolf Abtee, 4„ 5 Bezirk: Klemm» Bi-rhallen. Berliner Str. 118. 6. Bezirk: Renmann, M-nd-lstr. 17, Vortrag:„Er. zietzungssragen". Referent Eenosse Krebs. 7., 8„ 9. Bezirk: Sängerbeinr, Florastr. 93, Vortrag:„Industriearbeiter im sozialistischen und kapita. listifchcn Staat". Referent Dr. Albert Stein.. Heinersdorf, 20 Uhr im Lakai Schulz, Tiniusstr. 60, Vortrag:.Zknziekiungs. anstalten und Erzieliungswcscn". Referent Wilhelm Miethke, 131. Abt. Riederschenbansen. 20 Uhr Versammlung und Zahlabend km kleinen Saal des Lakais Sanssouci, Nordend. Vortrag:„Die Haushaltsberatunge» im Berliner Stadtporlament". Referentin Stadtverordnete Minna Toben. bogen 132. Abt. Blankenburg. 20 Uhr Zahlodend bei Klug. Dorfstr. 2. 133. Abt. Vuchholz. 30 Uhr bei Rassack. Hauptstr. 71, Dortrag de« Genossen Krüger. 134. Abt. Buch. 29 Uhr bei Sövfcrt, Am Bahnbof. Bortrag:.Komnmnale Gesundheitspolitik", Referentin Stadwcrordncie Dr. Kate Frankenthal, 135. Abt Karow. 20 Ubr im Lokal Zum Pankgrafen, Pankarafenftr. 3. Bortrag:„Kommunale Arbeit in Wien". Referent Rektor Ziechert, 135. Abt. Rcinickendors Ost 19?» Uhr. I. Bezirk: Kemnitz. Graf-Roebern» Allee. 2.-6. und 19. und 11. Bezirk: Rochaus. Restdenzstr. 152. 7.-9. Bezirk: Steinbach, Schillerpromenade 48. 12.— 14. Dezirk: Spindler, Hansa. Ecke Eeestraße. 15.— 16. Bezirk: Neumann. Pankower Allee Ecke Provinz» straße. 17.— 21. Bezirk: Drückner, Prooinzstraße. Die Bczirksführer haben zu den Zaklabenden einzuladen. 137. Abt. Reinickendorf. West. 20 Uhr gemeinsamen Zahlabend für alle Bezirke im Boikshaus, Scharnweberstr. 114, Vortrag:„Wohlfahrtspflege im 20. Der. waltungshezirk. Referent Stadtrat Hecht. 138. Abt. Heemsdoef. 29 Uhr bei Okrent, Dahnhofstraße Ecke Berliner Straße, Bortrag:„Das Gewerkschaftswesen in Deutschland". Referent Robert Breuer. 136. Abt. Tegel. 20 Uhr im„Alien Krug", Hauptstr. 14, Bortvag:.Arbeiter» spart und Soziasdemakratie". Referent Adolf Buck. 140. Abt. Boessgwolde. 19>S Uhr bei Woitschoch, Ernstftr. 1, Vortrag;„Die Führer der Wirtschaft". Referent Ernst Neumann. Partewngelegenhcitcn. 141. Abt. Rasenthal und Riederschönhansen-Deft. 20 Uhr bei Laflinann, Kran. prinzenstraßc Ecke Edelweißstraße, Bortrag:„Die Entwicklung der Elekiri. zitätsversargnng van Eraß-Berlin". Referent Stabtuerordneter Schäfer aus Wittenau. 143. Abt. Waidmannslnst. 20 Uhr bei Schmifchke, Waidmannstr. 4, Vortrag de» Genossen Fritz Olk. Eichwalde. Mitgllederoerfaiinnlung um 30 Uhr bei Lindner, Bahnhofstr. 12, Genosse Klodt. M. d. L., spricht über„Kommunalpolitik". pZASdZsSSvsrvrsStuns zum Znternakionalen Frauentag am tS. April vou ben nachstehend angegebeneu Lokalen aus: I. Kreis Kreuzberg. Diei stag, 9. April, 19'� Uhr, bei Wolf. Gnaefefir.», Funktionärinnensstzung, 12. Kreis Steglitz. Mittwoch, 10. April, 18 Uhr, bei Lehenann, Lankwitz, Kaiser-Wilhrlm-Str, 29—31. Funktionärimienfttzung. 14. Kreis Reukölln. Donnerstag. 11. April. 20 Uhr, bei Schabe!!», Weichsel» Ecke Donaustraße, Funktionärinnenfitzung, Frauenveranstaltungen. Abt. 124» Rahlsbors-Süd. Donnerstag, 11. April. 20 Uhr, bei Draber, Uhlanb» straße 18.„Die Frau in Politik und Wirtschaft." Referent wirb a:» Donnerstag bekanntoegeben. 136. Abt. Relnickendorf-Vst. Donnerstag. 11. April, 20 Ubr, Funktionärinnensstzung In der Baracke. Die Besichtigung des Planetariums am Babnhvk Zoo findet am Freitag, 12. April, 19?; Uhr, statt, Treffpunkt 18?« Uhr Schützen Haus, Seebad. Pankower Allee oder 19?c Uhr vor dem Eingang des Planetariums. Arbeiterwohlfahrt. 7. Ärel« Eharlottenburg. Freitag, 12. April, Besichtigung der Eharlotten. burgcr Jugendheim«, Treffpunkt 16?| Uhr im Heim Kaiserin-Augusta-Allce 9L. Anschließend Aitenbcspcchung 19 Uhr Zimmer 140 Rathau» Eharlottenburg. Zungsozialisten. Gruppe Reinickendorf! Heut«, Dienstag, 9. April, 20 Uhr, bei Genossen Sans Waldmanp, Witttnau. Hauptstr, 71, Gruppenabend. Vortrag:„Arbeiter. dichtung." Referent Heimuth Dock.— Achtungl Anschließend wichtig« Ve. sprcchung unserer Werbcvcranstaltung und Bekanntgabe des neuen Iugcnbheims. Gruppe Lichtenberg: Heute, Dienstag, 20 Uhr, im Zugendheim Gunter. straße 44, Besprechung unserer Werbeseier. Snielgemeiulckaft der Inngsozfalisten. Achtungl Heute, DIeuetag, 6. April- 20 Uhr, Zusammenkunft der Spielgemeiuschast IM Jugendheim Horckftr. u. Gäste willkommen. Arbeitsgemeinschaft der kinderfreunde. «reis Reukölln. Heute, Dienstag, 19H Uhr, Borstandssitzung, Baracke Sang» hofcrstraßc. Geburlstage. Zub'.löen usw. 6. Abt. Nachstehende Scnsfien feiern die 25iShrig« Zugehörigkeit zur Partei-. Fritz Bcnthln, Swinemünder Str. 113: Hermann Denfrafus. Swinemünder Str. 11; Em man« S ll t f ch o w. R heinsberger Str. 17; R i ch- i d T b i e d«, Ziorekirckstr. 46. Wir gratulieren herzlichst. 47. Abt. Unserem Eenossen Wilhelm Renmann, Elisabethufer 30. nachträglich die herzlichsten Elüchn ünsche zu seine« Silberhochzeit. 99. Abt. Unseren Genosse» Alfred und Minna Wagner, Panuler» strafte 56, zur S'lbeihochzctt na�trägl'ch die berzlfchsten Glückwünsche. 94. Abt. Renkölln. Unserem Genossen Gnstao Gebe!« und seiner Frau. Schillerpromcnade 40, die herzlichsten Glückwünsche zum Ehejubiläum. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation � 4. Abt. Unser Genosse Gräber ist verstorben. Ehre seinem Andenken. Einäscherung am Mitlwech, 19. April, 13", Uhr. im Krematorium Baum- schulenweg.— Unser Genosse Thea Stoltenbcra ist verstorben. Ehre seinem Andenken. Einäscherung am Donnerstag, 11. April, 17 Ubr, im Krema» ioriu.m Wilmersdorf. 37. Abt. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Genosse Friedrich Schulze, Heidenfeldstr. 2, verstorben ist. Ehre seinem Andenken. Beerdi- gutig heute Dienstag, 9. April, mittags 12 Uhr, von der Salle des Städtischen Friedhofes in Fricdrichsfclde, Sudrunstraße, au». We'terberichl der SffenN'chen UZellerdruslUell« Berlin und Ilmaegeah. Wolkig bis bester, tim Taae mild, ichmache Lul'beweauna.— Aür Deutsch. land: Wo'fi.1. im Südmestcn meiu bester. Zagc-?Iemperaluren allgemein höher aiS bisher. In Otldkulschland noch Nachljrösle. Sie dürfen in Ihrem Geschmack sehe oerwkhnt sein und können sich durch. aus ind'viduell kleiden, wenn Sic Ihrc sserf gklcidung bei Peel u. Eloppen» bürg kaufen. Den Beweis hicriür br'ngt d'e von dieser Firma soeben heraus» gegebene Katalog.Frühjahr und Sommer 1919", In fdiliajlec Ausstattung und üäersichttichcr Gliederung wird au: 44 Seiten die Kleidung gezegt und be» schrieben, die der Herr, die Dame oder das Kind braucht. Die ungewöhnlirf)» Auswahs. die herrarroaendsn Ouasitäten und— was für Sie belauder, wi ästig ist— die gngemcsseucn Preise sind wirklich beachtenswert. Deshalb sollten auch Sic das Wort beachten: Peek u. Elavpenburg, der Begriff guter Herren- und Knabenkleidung! ?!r. 164» 46. Jahrgang s!» 9 Ä Dienstag 9. Apn! 1929 Die Großschiffahrt steht gut. Wachsende Reniabilitäi der Uoite.— Aber Einheitsfroni gegen Sozialpolitik. Der allgemeine Stand auf dem Weltfrachtenmarkt war im letzten Jahre nicht günstig. Erst im Oktober konnten sich die Frachtsätze erholen, um dann allerdings in raschem Aufschwung sich den Sätzen von 1927 anzugleichen. Wenn die deutsche Großschiffahrt im Gegen- satz zu den Reedereien der anderen wichügsten Schifsahrtsländer im letzten Jahr ihre Gewinne durchweg noch gegenüber der Hoch- konjunktur von 1927 steigern konnte, so ist dies ein Beweis, daß die deutschen Reedereien von der Frachtflaute auf dem Weltmarkt so gut wie nicht betroffen wurden. Die Vorteile aus der wachsenden Ausfuhr. Diese günstig« Entwicklung ist darauf zurückzuführen, daß die deutschen Schiffahrtun'ernehmungen besonders durch die stark er- höhte Fertigwarenausfuhr des letzten Jahres, die aus hochverfrach- teteni Stückgut besteht, einen vollen Ausgleich für die sinkenden Frachtsätze für Massengüter auf dem Weltmarkt fand. Es kennzeichnet die„Objektivität" der großen Reedereiverwaltungen, daß sie in ihren Geschäftsberichten sich wohl des langen und breiten über die ungünstige Entwicklung des Frachtgeschäftes auslassen, die zu- nehmenden Gewinne aus dem steigenden Welthandel aber mit Still- schweigen übergehen. Der Norddeutsche Lloyd geht hierbei sogar so weit, seine Frachtstatistik im Geschäftsjahr mit dem Oktober ab- reißen zu lassen, so daß der kräftige Aufschwung im letzten Vierteljahr 1928 nicht mehr zur Geltung kommt. Bei derartigen Taschenspielerstücken können sich die Verwalkungen der Groß- reedereien natürlich nicht wundern, wenn die Oeffentlichkeit ihre wirtschafts- und finanzkritischen Ausführungen im Geschäftsbericht mit einiger Skepsis aufnimmt. Entscheidend für eine Beurteilung der Lage in der Eroßschiffahrt sind die Abschlüsse der beiden führenden Konzerne der Hamburger H a p a g(Hamburg-Amerika-Linie) und des Norddeutschen Lloyd in Bremen. Die gesanüen Geschäftseinnahmen der Hapag konnten im letzten Jahr von 248 auf 266 Millionen, also um 75 Proz. gesteigert werden, während sich die Einnahmen des Norddeutschen Lloyd von 199 auf 222 Millionen, also um 16,8 Proz. erhöhten. Bei einem ausgewiesenen Betriebs- gewinn von 59.6 Millionen stiegen die Einnahmen je Brutto- registertonne bei der Hapag von 62 auf 67 M., also um 8 Proz., während sie beim Norddeutschen Lloyd sich bei einem ausgewiesenen Betriebsgewinn von 45,8 Millionen von 69 auf 66 M., also um 19 Proz., erhöhten. Bei den Schifsahrtsunternehmungen können fast noch weniger als bei den Jndustriegesellschoften der ausgewiesene Reingewinn und die Dividenden als Maßstab für die Rentabilität genommen werden, da die hohen Abschreibungen auf die Flotte, serner aber auch die vielen Rückstellungen und Reservebildungen die Bilanzen sehr undurchsichtig machen. Um so deutlicher zeigen die wachsenden Erträge je arbeitende Tonne eine bedeutende Verbesserung der Rentabilität. Wenn beim Norddeutschen Lloyd die Roheinnahmen wie auch die Erträge je Bruttoregistertonne stärker gestiegen sind als bei der Hapag, so dürste dies in erster Linie auf den V o r s p r u n g des Lloyd im Passagierdien st zurückzuführen sein, den sich das Bremer Unternehmen in den letzten Jahren sichern konnte. Beim Norddeutschen Lloyd stieg die Zahl der Reisenden von 152 999 auf 175 999, bei'der Hapag nur von 113 999 auf 139 599. Die Bremer Großreederei hätte ihren Vorsprung in diesem und in den nächsten Jahren gegenüber der Hapag zweifellos noch ver- größern können, wenn nicht das Elementarereignis des„Europa"- Brandes dazwischengekommen wäre. Die„Europa" und ihr Schwesterschiss die„Bremen", zwei Riesenschiffe, die den Ozean innerhalb von fünf Tagen durchqueren sollen, sollten bereits im Juli d. I. in Dienst gest»llt werden und die Hauptträger im nordatlan- tischen Passagierdienst werden. Die Bedeutung dieser neuen Linie lag für den Norddeutschen Lloyd in dem geschlossenen und regel- mäßigen Wechseldienst dieser beiden Riesendampfer zwischen Liege- zeit und Fahrt. Es ist daher kein Zweifel, daß durch die„Europa"» Katastrophe auch der Wert des Schwesterschiffes„Bremen" ziemlich herabgemindert ist. Sie können zusammen nicht kommen... Es ist bekannt, daß im Herbst v. I. die Zusammen- arbeitsverhandlungen von Hapag und Lloyd hauptsächlich um die beiden Riesenschiffe gingen. Herr Cuno, der als Leiter der Hapag die Gefahr erkannte, die seinem Unternehmen von diesen neuen Lloydschiffen drohte, forderte damals„Zusammenarbeit bei völliger Parität", worunter er die Uebergabe eines der beiden Riesendampfer an die Hapag verstand. An dieser Forderung der Hamburger Reeder zerschlugen sich die Verhandlungen, und das Ver» hältnis zwischen der Hapag und dem Norddeutschen Lloyd ist heute wieder mindestens so gespannt wie vor zwei Jahren. Es ist daher möglich, daß nach dem Eintreffen des amerikanischen „G o l d s ch i f f e s", das noch im Laufe dieses Jahres diesen beiden Großreedereien die Freigabemillionen aus Amerika bringen wird, ein mit diesen Millionen finanziertes Wettbauen einsetzt, das die Vorherrschaft zwischen Bremen und Hamburg entscheiden soll. Das wäre natürlich ein volkswirtschaftlicher Unfug. Wie auf den beiden Generalversammlungen betont wurde und wie auch der Stand der gegenwärtigen Frachtsätze beweist, hat die Schiffahrt das laufende Jahr mit weit günstigeren Aussichten be- gönnen, als das Vorjahr. Es besteht also kein Anlaß zu der An- nähme, daß die durchweg guten Dividenden der vier größten Reede- reien(Hapag durch bewußte Senkung 7 Proz., Norddeutscher Lloyd und Hamburg-Südamerika-Linie 8 Proz. und Bremer„Hansa" sogar 19 Proz.) sich 1929 etwas verringern könnte. Scharfmacher gegen Sozialpolitik. Um so schärfer müssen daher die Angriffe der einzelnen Ver» waltungen auf die Sozialpolitik und besonders auf die See» krankeniaffe zurückgewiesen werden. Wie seinerzeit bei der Einrichtung der Knappschaftsversicherung die Zechenherren gegen diese soziale Errungenschaft Siurm liefen, haben sich die Hamburger und Bremer Reeder trotz ihres gegenseitigen Konkurrenzneides zu einer sozialreaktionären Einheitsfront gegen die Versicherung ihrer Belegschaften zusammengeschlossen. Natürlich fehlt auch die hetzerische Behauptung nicht, daß seit der Einführung der Seekrankentasse die Krankheitsmeldungen der Belegschaft sprung- hast gestiegen seien.' v Zu der Behauptung der sich ständig steigernden Lohnansprüche der Arbeitnehmer möchten wir die Herren von der Wasserkante nur daran erinnern, wie sie sich selber bedacht hoben. Abgesehen von den riesigen festen Gehältern der leitenden Direktoren bezogen die A u f s i ch t s r ä t e bei der Hapag diesmal 361 999 M. und im letzten Jahr 444 999 M. Tantiemen, während 1913 bei einem fast dop» p c l t f o hohen Gewinn nur 327 999 M. als Tantieme gezahlt wurden. Die Herren haben also auch ihre„Neben"-Cinnahmen mit Abrundung nach oben dem Teuerungsindex angepaßt, dem Arbeit- »ehmer aber versuchen sie auch die geringste Verbesserung seiner Lebenshaltung streitig zu machen. Wahrheit und Dichtung. Wird die Verschuldung der Londwirtschast nicht übertrieben? Neuerdings wollen viele Vertreter der Landwirtschaft den Ein- druck erwecken, als ob auf der Landwirtschaft eine Gesamtschuldenlast von 15 bis 16 Milliarden liege. Man spricht sogar von 18 Milliarden. Die Gefahr der Irreführung der öffentlichen Meinung, der Beeinflussung der Agrarpolitik in einer falschen Rich- tung liegt vor. Demgegenüber sei festgestellt, daß die Gesamtver- schuldung der deutschen Landwirtschaft folgendes Bild ergibt: ReMenbankgrundfchulden.... 9,69 Milliarden Aufwertungsschulden..... 2,— Schwimmkredite...... 1,89•„ Privathypotheken....... 1,—„ Fundierte Realkredite..... 3,44„ Kurzfristige Kredite...... 2,13 Mittelfristige Personalkredite.. 9,39„ Zusammen 11,29 Milliarden Nachstehend sei diese Berechnung, die sich auf amtliche Fest- stellungen stützt, näher begründet: Wenn man zunächst die Rentenbankgrundschulden, wie immer von landwirtschaftlicher Seite geschieht, auf 2 Mil- l i a r d e n festsetzt, so entspricht dies nicht den Tatsachen. Die Landwirtschaft hat auf Grund der Errichtung der Rentcnbank im Jahre 1924 einen Kredit von 789 Millionen Mark erhallen. Außerdem ist zu beachten, daß bei Gründung der Rentenbankkredit- anstatt im Jahre 1925 diese von der Rentenbank 179 Millionen Mark Gewinn überwiesen erhiell als Grundstock. So bleibt eine starke Milliarde Rentenbankgrundschulden übrig, deren Tilgung aber nicht allein durch Grundschuldzinsen, sondern auch durch das Reich erfolgt. Dos Reich steuert jährlich 69 Millionen Mark zu. Ferner wird ein Teil der Ueberschüsse der Reichsbank zur Tilgung der Rentenbankgrundschulden verwendet. An Grundschuldzinsen, die gleichzeitig zur Tilgung der Belastung dienen, hat die Landwirtschast tatsächlich nur etwa 699 Millionen Mark im Laufe von zehn Iahren(bis etwa 1933) aufzubringen, weil der andere Teil gedeckt wird durch Zahlungen des Reiches und aus Ueberfchüssen der Reichsbant. Es ist eine absichtliche Täuschung, wenn iminer behauptet wird, die Landwirtschaft habe 2 Milliarden Rentenbant- grundschulden zu verzinsen. Hinsichtlich der immer angegebenen 4 Milliarden Auf- wertungshypotheken sst amtlich festgestellt worden, daß fast die Hälfte aller Hypotheken vor dem Stichtag vom 1. Juni 1922 abgestoßen worden ist, weshalb hier nur 2 Milliarden Auf- wertungshypotheken übrig bleiben. Der Landwirtschaftsminister Steiger gab vor kurzem im Landtag die Summe von 2,75 Mil- l i a r d e n Mark an. Für diese Aufwertungsschuld mußten folgende Zinsen gezahlt werden: 1924/25 9,6 Proz., 1925/26 2,75 Proz., 1926/27 3 Proz. und nun«ndgüllig 5 Proz. Die immer in Höhe von 1,8 Milliarden angegebenen Schwimm kredite sind leider bisher noch nicht auf Grund einer amtlichen Erhebung genau festgestellt worden. Der preußische Land- wirtschaftsminister Steiger betonte im Landtag:„Vieles spricht dafür, daß auch Schwimmschulden in Realkredite umgewandelt worden sind." Demnach dürfte dieser Posten sich auch ver- ringert haben. Auch die heute allgemein übliche Durchschnittsverzin- s u n g in der Landwirtschaft kann man nicht, wie immer geschieht, mit 19 bis 12 Proz. einsetzen, sondern man muß dafür«ine weit geringere Durchschnittsverzinsung gellen lassen. Aus den Buchsührungsergebnissen der Agrarenquete geht einwand- frei hervor, daß der Durchschnittszinssatz für alle Be- triebe betrug: 1924/25 5.5 Proz., 1925/26 6,5 Proz., 1926/27 6,3 Proz. Dieses sind Zinssätze, die erheblich unter dem Reichsbankdiskont liegen. Es zeigt sich, daß der Durchschnittssatz zu den in anderen Gewerben gezahlten Zinsen als durchaus erträglich an- gesprochen werden kann. Dies ist eine Folge der geringen Verzinsung für die Aufwerwngs- und Rentenbankgrundfchuld von 5 Proz., der vom Staat gewährten Krediwerbllligung und der Handwerker, und Händlerschulden, die meistens nicht verzinst werden und die den Durckschnittszinssatz nicht unbeträchtlich nach unten drücken. Auch für die Gutsübertragungs-, Erbgangshypotheken usw. kann man nur einen Zinssatz von 5 bis 6 Proz. rechnen, weil diese nicht über den Kapitalmarkt gehenden Hypotheken wesentlich niedriger verzinslich sind, als solche von Bodenkreditinstituten. Spar- lassen ulw. Der niedrige Zinssatz für Gutsübertragungshypotheken erklärt sich auch daraus, daß die Güter überhaupt nur zu verkaufen gewesen sind, wenn der weichende Besitzer dem neuen einen Hypothekarkredit zu mäßigen Zinsen einräumt«. Ferner läßt sich feststellen, daß im Laufe der Jahre 1924 bis If/B die Realkredite eine wesentliche Verstärkung erfahren haben(31. Dezember 1925 1,91. Milliarden. 31. Dezember lü'B 3.59 Milliarden) auf Kosten der so gefährlichen kurzfristigen Kredite. Di« Preußenkosse hat in ihrer kürzlich erschienenen Erhebung über die Lage der landwirtschoftlichen Großbetriebe festgestellt, daß selbst in den örtlickien Gebieten Deutschlands bei gering verschulde- ten Betrieben nach und nach wieder«in« Gesundung der finanziellen Verhältnisse sich zeigt, was auf ein« allmählich ein- setzende Entschuldung zurückzuführen ist. ilOlKK) Mitglieder im Konsum! Zn r ttem Jahr fastZv Prozent llmsahsteigeruna in ver KG V. Der Zustrom neuer Mitglieder zur Verbraucher- organisation Berlins hat auch im Marz in unverminderter Stärke angehalten. 2 477 Hauehaltungen erklärten ihren Eintritt in di« Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend, wodurch deren Mit- gliederbestand sich auf 179 592 erhöhte. Innerhalb der verflossenen neun Monate des 39. Gefchästejahres haben nicht weniger als 24 319 Familien ihren Beitritt erklärt Der Umsah beln'g im Mär, 6 976 976 Bt.; im vergleich zum März des vorfahre» mit 5 379 603 M. ergibt sich eine Steigerung vm t 547 375 vi. oder 28.7 proz. Die stärkste Erhöhung zeigen die Fleischabgobe st eilen, deren Umsatz sich um 122 8 Proz. steigerte: ein Deweis für die RotwenUgkeit und Zweckmäßigkeit der eigenen Fleischversoroung der Arbeiterschaft. Im Durrbschnill entfiel aus jedes Mitglied ein Umsatz von 40,62 SN.; im März 1928 war der entsprechende Betrag: 35 52 M. Demnach ist nicht nur die Zahl der Mitglieder in stetem Wachsen begriffen, sondern das einzelne Mitglied kauft auch immer mehr im Konsum. Zum 1. Mai haben ein- zeln« Lebensmittelabgabestellen einen Monatsumsatz von mehr als 59 999 M. erreicht. Neu eröffnet wurde am 22. März eine Fleischabgabestelle in Berlin O., Paul-Singer-Straße 57: für den 12. April ist oorge- sehen die Eröffnung einer Fleischobgabestelle in Spandau, Pichels- dorfer Straße 37. In der Sparkasse der KGB. erfolgte wieder ein reichlicher Zufluß neuer Spareinlagen: den Einzahlungen im März in Höhe von 1 829 258 M. stehen Auszahlungen im Betrage von 716 739 M. gegenüber, woraus sich eine Zunahme der Mitgliederrllcklagen von 1 193 528 M. ergibt. Die Gesamtsumme der Spareinlagen belies sich Ende Mörz aus 33 806 789 VI. Wunsch nach neuer Exportsörderung. Deutschland tut für die Exportförderung zu wenig. Das ist die Feststellung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie in seiner letzten Veröffentlichung„Exportförderung"(Selbstverlag des Reichsverbandes). Es wird in sachlich instruktiver Weise zusammen- getragen, was in Anierika, England, Frankreich und anderen Län- dern geschieht Deutschland habe mit 77 Konsulaten— gegen 138 bei England und 141 bei US2l.— einen zu kleinen Konsulardienst; dieser habe außerdem mit der deutschen Wirtschaft und ihren Bedürs- nisten zu wenig Fühlung. Gewünscht wird eine Ergänzung der Berufskonsuln durch geeignet« Prioatangestellte(etwa Firmenver- treter auf Reichskosten?), eine Reform und Intensivierung des Nach- richtendienstes und eine nachdrücklichere Auslandspropaganda. Wir haben nichts gegen zweckmäßige Exportförderung auch durch das Reich. Wir wünschen nur, daß der Reichsverband und seine Hansabund-Komplicen, nachdem solche Exportförderung natürlich auch etwas kostet, daraus nicht die Notwendigkeit der Einschrän- kung der Staatsausgaben folgert. Der Reichsverband möge deshalb auch gleich an die Kostendeckung denken. Wir schlagen vor- läufig eine entsprechende Umlage bei den Exportindustrien vor. 25 Millionen schwedische Sparkassenverluste? Die Allgemeine Sparbank in Stockholm soll durch Kredite an Häuler- und Grundstücksspekulanten mit ihren 3 Filialen von 49 Millionen Einlagen nicht weniger als 29— 25 Millionen schwedisch« Kronen(oder 24 bis 39 Millionen Mark) verloren haben. Die Regierung soll eingreifen, um Verluste der Sparer zu verhüten. Die „Vossische Zeitung" läßt sich dazu melden, daß auch Gewerkschafts- gelder unter den Sparlasseneinlagen sein sollen. Das ist zunächst nicht nachzuprüfen, wurde ober nur die Zweckmäßigkeit unter- streichen, daß die Gewerkschaften die Verwaltung ihrer Gelder unter sichere Kontrolle nehmen. Verlorene Bankmittionen. Oer Skanval um Sie„Teutonia"- Oelwerke. Dei! Zusammenbruch der Harburger Teutonia-Oek» werke wird jetzt in verschiedenen Gerichtsprozessen noch einmal aufgerollt. Di« Bedeutung des Zusammenbruches dieses Unter- nehmen», der in erster Linie durch die leichtfertige Geschäftsführung der Direktion herbeigeführt wurde, geht weit über seinen privat- wirtschaftlichen Rahmen hinaus. Die Oclwerk« Teutonia waren während de» Krieges Haupt» lieferonten des Wehrministeriums. Zlußerdem waren sie der wich- tigste Lieferant der freien deutschen Margarinefabriken, die mit dem Weltmargarinetrust Jürgens van den Berg in schwerstem Konkurrenzkampf stehen. Da di« noch freien deutschen Margarine- fabriken durch den Zusammenbruch der Teutonia-Oelwerke g«, zwungen sind, ihr Rohmaterial bei dem internationalen Margarine- trust einzukaufen, ist ihre Stellung gegenüber dem Trust natürlich erheblich geschwächt worden. Bei dem jetzt verhandelten Prozeß werden auch Ding« über die Margarinewirtschaft zur Sprache kommen, welche die Arbeiterschaft als Hauptkonsumenten sehr inter» essieren dürften. Die Houptgeschädigten unter den Gläubigern sind di« Deutsch« Bank in Berlin und di« Commerz- und Privatbank» deren Millionenforderungen größtenteils als verloren gelten müssen. 7,65 Milliarden deutsche Sparkasseneinlagen Ende Februar. Nach der amtlichen Uebersicht über die Spareinlagen bei de» deutschen Sparkassen im Februar erhöhte sich der Einlagenbestand von 7 414,3 aus 7 652,4 Millionen Mark. Zwöll Prozent Dividende und Hochbetrieb bei Boswau und Knauer. Das Berliner Bauunternehmen Boswau u. Knauer kann seine Dividende für 1928 von 19 aus 12 Proz heraufsetzen. Brachte schon das vergangen« Jahr dem Unternehmen eine beträcht- liche ilmsatzsteigerung, so" wird diese von dem augenblick'ich bei der Gesellschait herrschenden Hochbetrieb noch übertroffen, Wie die Verwaltung im Geschäftsbericht bemerkt, überstieg der Auftragsbestand am 1. März d. I. bereits den Gesamt- Umsatz von 1928, so daß also dieses Unternehmen für dos laufende Betriebsjahr mit Austräqen.sehr reichlich oersehen ist Dem- entsprechend dürften auch die Aktionärsgewinne für 1929 eine weittre Steigerung erfahren, was auch die Belegschaft beachten soll. Theater, � Lichtspiele usw. j) üiensjae,. l-. 4 Siaats-Oper Umei 4 Linden A.-V. 92 20 Lh' Jeeula Dienstag d. 9 4 Stadl Oper Bi>inarcksir Turnus I 19 Uhr Slaats-Oper Am Pl.a.Repubr. R.-S. 88 20 Uh' Oer lüWile OoliOn�r StaatLSdiauspb. -« üadjtB gartk A.-V. 83 20 Uhr Karl o. Anna Gr.SchaospielfaausS| Metropoltiieater 8 K S n■ t I• r I■ e b• Leltnnct ERIK CHARELL 2)ec iteÄe Auqustm Staad, Sehiller-Theater.Cliarltli. ■ uhr Oedipus M U>' 5 Barbarossa 9256 CROCK and das gro(?e April- Programm Am K«»"1"®' P|«u AI«. 8066—63 TSgl,5u.815: Intern. Varietö � Marien ti Ta<;e.m voraus! Theater a. KottbussorTor nottüussQi Str. V.(ei. 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Verband», und Branchenangelegen Helten. Ohne Mitgliedsbuch lein Rtttrift Alle organisierten Rallegen müssen er- cheinen._ Betriebsräte! Die Veir edoriile-sieilschrlil Nr. 7 ih rrstbienen und lann gegen Vorzeigung det e.g>t>mol>on»lar»e de« Belriedsrals-Od. manne« in unserem Burran. siinimer 5 iaalich di» 4 llhr, ffreiiag» dt» 7 Uhr entgegengenommen werden. Die Ortavervaliung, Rap.tSn-Kantabak 15 p« Kapitäo-üopeDtiasBasr 20 p« Die Marke derFeinschmecker in den meisten Geschäften kluflich Carl Köcher. Berlin IVO i.icnterfeteet< r. 2 Kjs-. 136 1 M l voiHsDUHne foeal« anlillowgiOi « Uhr Trojaner 1686181 8» SOiinbanenlamii » Um Pioniere in Ingolaiadl Thalia-Theater 8 Uhr Oelrausch itaall Sduller-Üi. 8 Uhr Oedipus Siaalsoncr am Plan Cor Bcpallllk 8 Uhr DeitlieiiDde ROlläDllg SV, TbeatTam SfliHlhauerflaram. Norden 1141 u. 281. Pioniere in Ingolstadt (Soldaten u Dienstmädchen) v.Marleluise FleiSer Regie: Jakob Geis. Bühnenbilder Kaspar Neher s1/. Thaaitr des Weite» h litte| Oer größte (Erfolg B erlitte LneöeriKe Mufti oon Lehne Örito o. Thellmann Rorl Ziegler, Eloatsopet Wien «rnfledi. Dorn, ve«»«rinimn, Ret, fiflfie unuttlerbr. 6iefm>i.»Jin.7i8« MlAll Mei O.l. Norden 12 310 4 U. Ende nach tou» Die Igstip Weiber na Vieh» von Shakespe Regie: Heinz Hil are Upen die Komödie II Bismck. 2414/7516 SV. U., Ende geg. 10 Zum 25. Male Wann Kommsi ou wieder? Komödie von S Maugham. Regie Gustaf Grllndgens Kammcrspiele J. I. Norden 12310 S«/>U„ Ende geg. 10 LetztcAulfObninecii Die Ursache Schauspiel v Leonhard Frank Regie: Hans oeppe. Freitag, den 12. April Vit Uhr: Zum I Male Jusik von Ossip Dymow. Darnowsky- Söhnen Thutor In Ost XBnlggritzor StraBo T �iicn 8V. Uhi Riva! en KomÖdianhaua figlich Ii Uhr Die Dni-Grosdien- Oper ineater am üollandorfplab Täglich 8V. Uhi Revolte Im Erziehonoehanj tfieiüDi laeaiei Täglich 8V. Uhr: Curt Goetz, Valerie v. Marlen» Fcrd. t. Alten in „Trio" Lustsp v. Leo Lenz. Regie: Frledntann- Frederld». 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Die Emäscherung ftndei am Dienstag, dem S. Avrii. nachm. I Uhr. im Kremaiorrum Derichistraße flau. «m 5. April(tarb an Langen- leiden unter College, der Dreher unüibsid Dettmann geb. 29. Mai 1877. Di» ik nchcherung findet am Mit:» wach, dem Ii). April, 19 Uhr. im Krrmaiormm Kieihaizllrahe ilall. Ehre ihrem Andenlen. Rege Beteiligung erroarlel Die Drtsverwaitanfl. Für die vir en Bewege auizutliger Tennabm« beim Hnncheiden meine- Iieden Mannes, uniere« gmen Balers Schwieger- und Grohoarers Rudolf Beutel iorechcn wir allen Berwandren Freunden und Peiannlen iow:« eea Kollege» der Aug. Orisnanlenlassc der Stadl BerllN, dem Deullchen Berfehlsbund, der SPD. und dem Herrn Redner des Beiein» der Frei» denier, insdefondere dem Kollegen ONo Busse lüt den gewidmelen ruf unseren herzlichlten Dank au» Ww. Jobanna Benlel nebst Kindern. Danksagung. Filz die Beweise berrlicher Teil- nähme beim Seimgange meiner lieben Frau, unjerer guten Muliei und Drohmuller pallüve KavSmaav sagen wir ollen Berwandien und Betannien, insbesondere den Mielein de» Hanse» Rudower Sir. 8 in Brin. herziichllen Dant Panl 5andn»ann. ZUimeiaUUies Kedeaken Keule oor einem Jahr enirih der unerdiillich« Tod meinen wnigli- geiiedlen Saiten, den Korrektor Albert Herpin. Trennung, o wie schwer bist du, Fall wollte ich verlogen. Ich glaub', ich trllg'«o nie. Ich Hab' e, doch ertragen. Doch irag' mich nur nicht wie. Kat Erd- and Feaei bestattangs-Verein Croß-Bcrlin a. 0. Einladung. GemäflgTderSatzungwIrd hiermit zu der ordtl. Mitgliederversammlung Ireund liehst eingeladen. Diese rindet am Donnerstag, dem 25. April 1929, abends(8) 20 Ubr im groOeo Fcslstal* der Qesctltchafi der Freunds, Potsdamer StraBeS, statt Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes 2. Bericht der Revisoren. 3. Entschädigung des Vorsundes. 4. Neuwahlen. a) Zuwahl zum Vorstande b) Wahl der Revisoren, c) Wahl der Beschwerdekomm Isslon. 5. Satzungsänderungen und andere Verelnsaneelegen- heiten. 6 Verschiedenes. Wir bitten um zahlreichen Besuch. QemäS 8 7 der tzung muß jedes volljährige Mitglied, das an der Versammlung teilzunehmen wQnscht, bis spätestens 3 Tage vor dieser diese Absicht bei der Hauptgeschäftsstelle anmelden. Nach erfolgier Feststellung der Teilnahmeberechtigung erhält das Mitglied eine Teilnehmerkarte, die als alleiniger Auswels gilt Oer Beitrag mu8 bis mindestens einseht Januar 1929 bezah.t sein. Berlin, den 3 April 1929. Der Vorstand Lucas. Schulze. Peter-Schley. Sevecke. Jacob!. Bäämignionn:diaft..B«il]i üenossensdiaft atlL, Urbaastr. 70 a, larliD Inventar per 91. Dezember 1928 Wtlaa_ >.B. 5 Antell-Kont» S.E.S... 990,90 7 Tioschinen-Konto... I.— 9 Sesponn-Konto.... 800,— 11 Ulensilien-Konto.... 5850,— 13 Kaunons-Konto.... 1,— 20 BS-kerei-Konto.... 7870.15 24 Kassa-Konlo..... 258-30 28 Waren-Konto..... 1997,80 40 Bant-Konto..... 3 283,88 47 Auto-Konio..... 5500— Mk. 26 553,08 lafllM ii.S. 1 Mitglledsr-Suthod. Konto 5 250,— 2 Sprjiol-Reservs-Fond». 2 227 BZ 3 Reseroe-Fond».... 6200,— 13 Sanlfons-Konlo.... 240.— 15 Darlehensschuld-Konto. 6 666,50 18 Konlo-Korrent-Konto.. 4 856,95 41 Rückstellung für Steuern. 1 041,40 Reingewinn..... 70,35 Die MigNederzahl Lrründerun ML 26 553,03 betrug 21 ohne Beränberung. Do» Mitzlizderguthaben beträgt 21X250.- ML 5250,— ML, die Hast. summe ebenso. Da» Seschästsjahr gingvo« L Januar 1928 bis 3L Dezember 1928. v« Vorstand Sustan Trombfe Wilhelm Zinnemann .,596� go»»' Wl»5 ««' Ohne Anzahlung. Mehrjährige Ratenzahlung Schlaf-, Speis»-, Herronzimmer Küchen, Polster-, Einzelmöbel Nur Breite Straße 7. KLEINE ANZEIGEN Jedes Wort 12 PL lassig zwei fetteedruckte Worte).— Slellenpesuche das erste Wort(feiigedruckt) 15 PL, jedes weitere Won 10 Pf. Wone mit mehr als 15 Buchstaben zählen(Dr 2 Wone Anzeigen, die lOr die nächste Kummer bestimmt sind, müssen bis 4Vi Uhr nachmittags In der Haupt-Etpedliion des Vorwärts, Berlin»W 68, Lindenstraäe 3, abeege' werden. Dieselbe ist wochentags von 8'/, Uhr früh indenstraüe 3, abgegeben WWWWWWWW-..... bis 5 Uhr nachmittag» ununterbroctaen gcötfneL Verkäufe Aebsehlez-Teppiche. Kleine Wrbsehler Zxg 10.— Mark. 2X3 24.- Riark. 2thX3� 38.- Mark. 3x4 59.— Mark. 2X8 38.- Mark. »16X814 55.- Mark. 3 X 4 85,- Mark. ten.'' � Kleine Websehler Kleine Websehler Kleine Websehler t». Dualität U. Qualität ta Qualität Körner, Berlin, Hausnummer� bea> �Linoleum. Stillst. ItolontiltMle-»!-• . BetUBoetkanfl Wegen Deldmangel svottbilligl Neue 15.— I prachtvolle 22.531 25.— I Bouernbetten 29.-1«eine Lom. bordwar» I Leihhaus Brunnenstrafl» 47 �Brlekmarten Rgn,ra. mann. 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