Nr. 19. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. II. $ Wer trägt die Schuld alles dessen? Donnerstag, den 23. Januar 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. bei jedem Einzelgesetze die Regel ist: die verbündeten Re-| nach einer Rechtseinheit eine nothwendige Voraussetzung Die Sozialdemokratie gierungen bereiten es in der ihnen geeignet erscheinenden eines nationalen Staates ist. Eine Rechtseinheit mag nicht und das bürgerliche Gesetzbuch. fassungsgemäß die Stimme des Volkes zum Ausdruck kommt. Staates sein; die Aufgabe aber sich zu stellen, die RechtsWeise vor und es gelangt dann an den Reichstag, in welchem ver- nothwendig die Bedingung der Begründung eines solchen Ja man tönnte sogar meinen, in der Veröffentlichung des einheit zu begründen, das ist ganz unbedingt nothwendig, Wir erklärten in unserem ersten Artikel die Methode Entwurfs erster Lesung, der Vorlage desselben zur all- wenn man an die Gründung eines neuen nationalen der Rechtswissenschaft als die Umgestaltung der Rechtsfäße gemeinen Beurtheilung, der Entgegennahme der Kund- Staates geht," und bei allen folgenden Debatten in Rechtsbegriffe und die Gliederung der Rechtsbegriffe zu gebungen von Einzelnen und Interessentengruppen im Reichs- wiederholten die Freunde des Antrages die Gesichtspunkte logischen Momenten eines Begriffssystems. Wir folgten Justizamt, und den laufenden Veröffentlichungen aus der der nationalen Einheit und der nothwendigen Abschleifung darin Rudolph v. Jhering, dem vor wenigen Jahren ver- zweiten Kommissionslesung liege eine vom Bundesrath aus des Partikularismus durch gemeinsame Zivilgeseze, während storbenen größten Juristen aus Deutschlands Gegenwart. nahmsweise in diesem Vorſtadium herbeigeführte Mitarbeit die Gegner sich genöthigt sahen, gegen den Vorwurf der Reichss Derselbe sagt:" Die imperativische Form der Gebote und des Volkes vor, wenn nicht Pfizer völlig Recht hätte:" Es feindschaft und des Partikularismus Verwahrung einzulegen. Berbote, der Ausdruck so und so soll es sein", erregt muß für eine gelehrte, mit Tinte und Druckerschwärze getränkte Gelegentlich wird auch die Bersplitterung des Rechtes in fast nothwendig die Frage nach dem warum"; anders deutsche Seele eine Wonne sein, die riesigen Haufen be- einzelnen Theilen Deutschlands gestreift;„ daß in demselben aber wenn die Rechtssäße diese Form abgestreift und schriebenen und gedruckten Papiers zu sehen, die sich bei der Ort zweierlei ganz verschiedene Rechte gelten, ja daß sich in Rechtsbegriffe verwandelt haben. Hier wendet sich hohen Behörde angesammelt haben; wenn man alles zu- manchmal blos eine Mauer in demselben Hause die Grenzdie Kritik viel eher ihrer logischen Prüfung zu, als einer sammen drucken wollte, so gäbe es sicherlich noch viel mehr scheide für die verschiedenartigsten Rechtszustände, bilde" Betrachtung ihrer praktischen Brauchbarkeit." Die Täuschung als die 12 309 metallographirten Folioseiten der Kommissions( Hessen), und Lasker klagt, der Rechtszustand in Deutschentsteht, als ob die logische Gliederung das Ent- protokolle, auf die das Vorwort zu der amtlichen Ausgabe land sei so verworren, daß der Privatmann nicht wisse, scheidende sei, nicht der Zweck des Lebens, und des( ersten) Entwurfs mit taum berechtigtem Stolze verweist. welches Recht vom Gericht werde gesprochen werden Logisch unmöglich oder Logisch nothwendig tönt es vom Aber all das ist nicht die Stimme des Volkes, sondern( Sten. Ber. 1871. G. 287), gleich als ob Bersplitterung und juristischen Dreifuß den Forderungen des Lebens lähmend es sind die Stimmen Einzelner, die das Reichs- Justiz Unsicherheit des Rechts ein und daffelbe, und die Mühseligentgegen: die Begriffssystematik wird zum Fetisch, dessen amt hören oder auch nicht hören mochte, es ist nicht die keit juristischer Technik gegenüber einer Rechtsmannigfaltigkeit Bildner vergißt, daß er selbst diesen Gözen gezimmert Stimme des Volkes, die Justizamt und Bundesrath hören ein Nothstand des Volkes wäre. Beifäufig eine dem Juristen hat. So ist Juristenrecht, und solches Juristenrecht be- müssen, es ist nicht die Stimme der gesez sehr nahe liegende Verwechselung! Schreibt doch selbst der herrscht den Entwurf. lichen Vertretung des deutschen Volkes." Außer- verdienstliche Gierke:„ Auch wer selbst bei seinem bisherigen dem ist ein Unterschied Unterschied zwischen der Entstehung Recht sich ganz behaglich befunden hat, empfindet Mitleid An den Regierungen gebührende Kritik zu üben, ist eines Einzelgefezes und der vorliegenden Kodi- und Beschämung(?!), wenn ein schauerliches Gerücht ihm ebenso zwecklos, wie unter den heutigen Preßverhältnissen ge- fitation. Jeder Einbringung eines Einzelgefeges gehen die Zahl der in Bayern noch geltenden Partikularrechte fährlich. Noch dazu war das Verfahren des Bundesraths äußere Ereignisse, die zu gesetzgeberischen Anstößen werden, meldet oder Anekdoten über Dörfer, in denen diesformell gefeßlich und völlig gedeckt durch die Halbheit vorher, eine parlamentarische Anregung erfolgt oder außer seits und jenseits des des Bachs Bachs verschiedenes Recht und Vertrauensseligkeit der in den siebziger Jahren parlamentarisch in der Deffentlichkeit der Versammlungen herrscht oder gar die Rechtsgrenze mitten durch ein Haus führenden nationalliberalen Partei.( Hat dieselbe doch nie und der Presse entspinnen fich Erörterungen der Uebel schneidet, an sein Dhr dringen." Immerhin ist das Aufverstanden oder gewagt, die Rechte des Volkes und der stände, Vorschläge gefeßlicher Abhilfe, Strömungen, Stim treten dieses Gesichtspunktes ganz nebensächlich. Boltsvertretung zu wahren!) Jm Sinne der Reichs- mungen, eine öffentliche Meinung oder verschiedene Partei- Neber die Kompetenzerweiterung des Reichs war die verfassung, die den Reichstag zum koordinirten Faktor der standpunkte treten hervor, und alles dies stellt bereits so Reichstags majorität nun zwar einig, nicht aber über die Frage Gesetzgebung macht und damit dem politischen Elemente viel vom politischen Element des Rechtes ins Licht, daß, der Gesammtfodifikation, gegen die sich von Freunden des des Rechts seinen gebührenden Plaz sichern will, war es wenn die Gesetzgebung herantritt, selbst in dem ersten Vor- Antrags besonders der Leipziger Professor v. Gerber 1867 allerdings nicht. bereitungsstadium der Bewegungszustand des politisch en( Ueberall, wo im Privatrechte bei einem Denselben Theil des Reichstages, der von jeher bis auf Elements die Unterlage für die technische Arbeit der zelnen Gebiete des wirthschaftlichen oder des gesellschaftheute den Patriotismus zur Phrase gemacht hat, trifft der Juristen wird. Alles dies lag bier bei Entscheidung der lichen Lebens oder sonstiger auf das Privatrecht wirkender unauslöschliche Vorwurf, das große Werk einer nationalen Kodifikationsfrage und Inangriffnahme der Vorarbeiten Interessen das Bedürfniß auftritt, etwas Gemein= Rechtserneuerung auf den Lippen, aber nicht im Herzen durch den Bundesrath anders, hat übrigens bisher vielleicht fames zu schaffen, da sollte unsere Bundesgewalt eingetragen zu haben. bei jeder umfassenden Gesetzgebung über das bürgerliche schreiten.") und der General- Staatsanwalt v. Schwarze Die Vertrauensmänner des Bundesraths waren seine Recht verschieden gelegen. Man veranschauliche sich nur,( Sten. Ber. 1871 S. 218) aussprachen. Dieser Gegensatz Vertrauensmänner, nicht solche der Nation, wie man um die Stala der Berschiedenheiten von ihren Endpolen blieb latent und wirkungslos; zu seiner Verdeckung scheint bürgerlicherseits die Kommissionsmitglieder zu bezeichnen aus zu messen, die Zuckungen des politischen Elementes, aus ein anderer gleichfalls nicht ausgetragener Gegensay in Be pflegt. Die Sozialdemokratie war, trotzdem die denen die Zwölftafel- Geseze in Rom hervorgingen, ziehung auf die Frage, inwieweit die Territorialgesetzgebung Bahl ihrer parlamentarischen Vertreter während der und das lediglich durch den unbefriedigenden Zustand des unter der Reichsgesetzgebung aufrecht zu erhalten sei, beizwanzigjährigen Vorarbeiten zum Gesetzbuch von 1 auf 47 technischen Elements angeregte Bedürfniß, welchem das all- getragen zu haben. Nach alledem setzte sich lediglich die angewachsen war, nicht nur die beiden freisinnigen Gruppen gemeine Landrecht für die preußischen Staaten seine Ent- programmatische Forderung der Rechtseinheit zusammengerechnet, sondern auch die Nationalliberalen( ohne stehung verdankt. Wie stand es nun 1873? als eines Theils der Reichseinheit gegens ihre 7 Hospitanten) überflügelt hat, niemals in det Wir müssen zum vollen Verständniß bis auf das Jahr 1867 über partifularistischem Widerspruch durch, eine Extras Rommissionen vertreten. Nun ist ja allerdings zurückgreifen. Miquel erklärte:„ Ich halte es nicht für noth- Bementirung des Reichsverbandes, gefordert von ängstlichen der Form nach bisher nichts anderes geschehen, als was wendig, Ihnen den Nachweis zu erbringen, daß das Streben Bauleuten, die im Recht der Nation nicht den Selbstzweck, ganz ängstlich zu Muthe; je näher der Mittag kam, desto zu theil geworden. D, Sie müßten sehen, was ich alles Clokilde.( Nachdruck verboten.) mehr wuchs ihre Beklemmung. Was sollte sie dem bekommen habe, nicht wahr, Papa?" Roman aus der Gegenwart von Baron sagen? Sie fürchtete, es werde eine Dummheit sein." Jawohl, mein Kind! Kommen Sie, Herr Baron." Warum war sie dem Doktor gegenüber muthvoller? Und" auf das Nebenzimmer zeigend, bedeutete Brambach Warum war dieser heute nicht zu sehen? Da ihn seine dem Baron, Clotilden, welche voraushüpfte, zu folgen. Prayis doch immer durch diese Straße führte? Im Nebengemache war bereits die Mittagstafel gedeckt. Er hatte ihr zwar auch eine Karte geschickt mit: Der Tisch mit den Geburtstagsgeschenken stand abseits. Gratulire herzlich zum Geburtstage", aber dieselbe einem Clotilde war bemüht, dem Baron die Gaben einzeln Briefe an die Eltern beigelegt, worin er denselben auzu zeigen und anzupreisen, und Brambach ergötzte sich an zeigte, daß er auf zwei Wochen nach Italien verreise. dem Erstaunen und der Glückseligkeit, mit welcher der Warum mußte er diese Reise gerade heute antreten? Baron Clotilden die Worte vom Munde ablas. Sie war äußerst gesprächig und mittheilsam, beglückt auch, gegen einen Fremden ihrer Freude Ausdruck geben zu können. Sie ließ den Baron nicht zu Worte kommen. 3 £ 6 H. W. M. von Walthausen. Der Baron von Rüxdorf hatte ein prachtvolles Bouquet geschickt, dazu ein zierliches Briefchen, welches seine Karte mit Glückwunsch, sowie ein Gedicht enthielt, überschrieben: An Fräulein Clotilde Brambach.- Ein Gedicht! ihr gewidmet! wie reizend! sie mußte es nochmals lesen, es lautete: Blume aus der Unschuldskrone! Engel, o umschwebt die Zier! Reicht ihr Glück vom Himmelsthrone, Tragt das Gute hin zu ihr. Heiter will die Anmuth prangen, Aus der reinsten Kindlichkeit, Schmückt doch Flora ihre Wangen; Ceres, der ihr Fleiß geweiht, Sält als Liebling fie umfangen. Und der Lipp' entströmen Töne Lebensfrisch mit frohem Scherz; Treuer Liebe Frieden fröne Barte Blume einst Dein Herz! Clotilde legte das Gedicht in ihr Album, sie hätte es am liebsten eingerahmt, um es immer vor sich zu haben. Wie hatte der Baron nur ihren Geburtstag erfahren? Gewiß von ihrer Freundin Der Baron hatte Jean mit Blumen in das Haus einbiegen sehen und im Vorbeigehen die angenehme Botschaft erfahren, als er die Blumenhandlung besichtigt. Aus diesen Betrachtungen wurde Clotilde durch die Dazwischenkunft ihres Vaters gestört, der den Baron v. Nür dorf mitbrachte. Beide hatten im Romptoir zusammen gearbeitet und schienen noch in ihren Gegenstand vertieft zu sein. Sie traten im Gespräch ein " Durch die neue Einrichtung," sagte der Baron, daß eins Dieser und Brambach mochten diese Redseligkeit anders deuten. Georgine, welche still eingetreten war und zuhörte, merkte indeß, daß ihre Tochter sich sehr flug benahm, denn wir vier Seiten mehr Lesestoff geben, ohne Preisaufschlag, sie schnitt dem Baron alle Anreden und Fragen ab, deren legen wir die Konkurrenz lahm. " " Und die Kosten für Papier?" erwiderte Brambach. " Bringt der erweiterte Annoncentheil" der Baron hielt inne, denn er bemerkte erst jetzt das Geburtstagskind, vor dem er sich tief verbeugte. Beantwortung sie vielleicht in Verlegenheit versehen konnte. Georgine kam Clotilde zu Hilfe, indem sie laut ausrief:" Bu Tische! zu Tische!" Zu Der Baron erschrat und beeilte sich unter Entschuldi gungen die Hausfrau zu begrüßen. Der Wirth Zum Weißen Roß" war beauftragt worden ein feines Diner zu liefern, und Jean zeigte, wie geläufig ihm das Serviren war. Das Mittagessen erhielt dadurch einen vornehmen Charakter, war aber durch die stete Anwesenheit des Dieners tein vertrauliches. Clotilde, nach dem Doktor ausschauend, stand in der Fensternische und war erst bemerkt worden. Sie hatte sich nicht gerührt, als die Männer redend eintraten, erstaunte dann, daß ein Dichter von so profanen Sachen wie Konkurrenz reden könne. Jetzt tam er auf sie zu und sagte, indem er ihr die Hand bot:" Geftatten Sie, Fräulein Brambach, daß ich meinen Glückwunsch mündlich Die beiden jungen Leute waren befangen, Brambach zum heutigen Tage wiederhole." war Feinschmecker und starker Esser, der nicht gern viel Clotilden wurde erst der Vormittag zu lang, sie Und ich muß Ihnen danken für das schöne Gedicht," sprach, ehe er gesättigt; er trank indeß dem Baron fleißig konnte es nicht erwarten, den Dichter zu sehen entgegnete Clotilde ihre Hand in die seine legend. Solche zu, wobei er nicht versäumte, selbst die Güte des Weines und ihm zu danken. Dann wurde ihr plötzlich Ehre, ein so außergewöhnliches Geschenk, ist mir noch nicht zu preisen. War es Zufall oder Berechnung, daß er gerade heute zu Tisch fam? " Uebersicht * sondern ein brauchbares Behitel für die Einheitsidee sahen. I niemals ruhende Aufgabe wird die Sozialdemokratie aber p Das preußische Abgeordnetenhaus beendete am Mittwoch Die Führer der damaligen Reichstagsmajorität scheinen von außerhalb des Parlamentes unbeirrt durch Bedräuung, die erste Lesung des Etats. Nach einer längeren Rede des Abg. Anfang an ihren Antrag im Sinne einer sofortigen Ge- Wunden und politische Noth in der Vorbereitung jenes Dr. Bach em vom Zentrum, der das übliche Klagelied über die sammtkodifikation gemeint und nur aus taktischen Gesezbuches der Zukunft sehen, welches einst ungleiche Behandlung der evangelischen und katholischen Bevölke= rung anstimmte und unter Zustimmung eines großen Theils der Gründen nicht ausdrücklich auch darauf gerichtet zu hervorgehen wird aus den zu Staub gewordenen Gesez Rechten die Einbringung eines neuen Boltsschulgesetes im Sinne haben; die Delbrück'sche Erklärung vom 2. April 1873 büchern der Gegenwart als das Gefehbuch der er des abgelehnten Zedlig'schen Entwurfs forderte, kam Abgeordneter bedeutete thatsächlich die beschlossene Gesammt füllten sozialen Gerechtigkeit. Ridert zum Wort. Wenn der Präsident verkündet, kodifikation. Weder aus einer Bewegung des politischen daß Herr Rickert das Wort hat, bricht die gesammte Rechte jedesmal in einen unbeschreiblichen Jubel aus. noch des technischen Elementes des Rechts war dieser daß Wissen sie doch, Rickert es vortrefflich versteht, Beschluß entsprungen. Danach war die Gefahr einer nicht über das in Deutschland geltende bürgerliche Recht. Das Baus auf einige Zeit zu amüsiren, nicht etwa durch geistdurch die innerlich treibenden Kräfte des Rechtslebens selbst Der Denkschrift zum Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuches reiche oder wißige Aussprüche, sondern durch eine im Laufe der bestimmten Gesetzgebung geschaffen, vor allem die Gefahr ist eine Uebersicht über das in Deutschland geltende bürgerliche Jahre erworbene Komit, die ihm den Titel eines unfreiwilligen einer Verkümmerung des politischen Ele- Recht beigefügt, die ein anschauliches Bild von der Mannigfaltig Spaßvogels eingebracht hat. Und er scheint stolz auf diesen Titel mentes des Rechts. Dies bedarf einer besonderen Be- teit der in Deutschland geltenden Rechte gewährt. Den größten zu sein. Mit lauter Stimme versuchte er heute die Regierung gründung. Geltungsbereich hat danach das Preußische Allgemeine Landrecht scharf zu machen gegen die Agrarier, indem er den im Hause Eine Gesammtkodifikation besteht, sobald das Recht vom Jahre 1794 mit etwa 21 200 000 Einwohnern. Es gilt in nicht anwesenden Landwirthschaftsminister aufforderte, hart zu den Provinzen Ost- und Westpreußen, Posen, Schlesien, bleiben und nicht abzulassen von seinem Widerstand gegen die Stufe wissenschaftlicher Behandlung erreicht hat, Brandenburg, Pommern( ohne den Regierungsbezirk Stral- den Antrag Raniz, der nur die Sozialdemokratie stärken feineswegs in einem möglichst gehäuften Nebeneinander von fund), Sachsen und Westfalen, in dem Regierungs- würde. Auf diese heitere Rede folgte ein etwas ernsteres Einzelgesetzen, sondern in einem durch das Band der bezirk Aurich und einzelnen Kreisen der Regierungsbezirke Zwischenspiel. Herr von Kroecher, das frühere Mitglied juristischen Methode alle Einzelheiten zusammenhaltenden Dsnabrück, Hildesheim und Düsseldorf, ferner innerhalb Bayerns des Komitees der Kreuz- Zeitung" gab, einer Aufforderung des Systent. Daraus folgt die Unentbehrlichkeit des Juristen in den vormaligen fränkischen Fürstenthümern Ansbach und Abg. Ba ch em folgend, eine geschichtliche Darstellung des Falles für die formelle Seite der Arbeit vom ersten Entwurf Bayreuth und innerhalb Sachsen- Weimars in den 1815 mit dem Hammerstein, die zwar nichts Neues enthielt, aber insofern von bis zur Schlußredaktion und die entscheidende Bedeutung Großherzogthum vereinigten Erfurter Gebietstheilen. Im Gebiet Interesse ist, als Herr von Kroecher zugeben mußte, daß das des juristisch festgestellten Entwurfes, der jeder aus der des Allgemeinen Landrechts gelten an wichtigeren Partikular- Kreuz- Zeitungs- Komitee durch seine Harmlosigkeit und Gutgroßen Bielheit seiner Einzelbestimmungen, außer dem rechten noch folgende: oftpreußisches Provinzialrecht, westpreußi- müthigkeit" die Sache verschleppt hat. Er selbst war freilich schon Empfehlungsbrief des eigenen Sonderwerthes auch noch den fches Provinzialrecht, Märkisches Recht, Magdeburgisches Pro im Januar vorigen Jahres davon überzeugt, daß Herr von vinzialrecht, Oberlausitzer Provinzialrecht, Niederlaufizer Provinzial- Hammerstein fein„ Gentleman" fei, aber für einen so schweren Schuß ihrer Verbindung mit anderen Einzelbestimmungen, recht, Altpommersches Provinzialrecht, Lübisches Recht, Erfurter Pro- Sünder habe er ihn doch nicht gehalten, daß er es für nöthig wenn man so sagen darf, ihrer Verankerung im ganzen vinzialrecht, Provinzialrecht des vormaligen Herzogthums Sachsen, hielt, der Parteileitung davon Mittheilung zu machen. Wäre System gewährt. Hierdurch führen alle wesentlichen Recht des Fürstenthums Osnabrück, Partitularrecht des vormaligen er trotz mangelnder Beweise gegen ihn vorgegangen, so hätte späteren Abänderungsvorschläge entweder zu Flickarbeit, um Herzogthums Westfalen, des vormaligen Fürstenthums Siegen, ihn Herr v. Hammerstein entweder vor die Pistole gefordert oder die Verankerung nicht zu erschüttern, oder aber große Lingen'sches Landrecht, Münsterische Polizei- Ordnung, Ansbacher wegen Beleidigung verklagt, während der eigentliche Schuldige erhobenen Hauptes auch ferner einhergeschritten wäre. Nachdem Bartieen, schließlich das Ganze fallen mit der Lösung auch Provinzialrecht, Bayreuther Provinzialrecht. Den nächstgroßen Geltungsbereich mit etwa 16 500 000 Gin- noch Herr Gothein einige Worte im Sinne der Rickert'schen nur einer Verankerung. Niemand läßt seine einmal gewohnern hat das Gemeine Recht. Es gilt in folgenden preußi- Ausführungen gesprochen und Abg. v. Eynern( natl.) seine leistete Arbeit gern als unbrauchbar vernichten; ein wesent: schen Gebietstheilen: Regierungsbezirk Stralsund, Provinz Schles übliche Einerseits- andererseits- Rede gehalten hatte, wurde die lich anderes ist es aber, die mehrmonatliche oder selbst wig- Holstein mit Ausnahme einiger vormals jütischer Bezirke, Debatte geschlossen. Am Freitag steht das Nothgesetz für mehrjährige Arbeit einiger Ministerialräthe bei Wider- Provinz Hannover mit Ausnahme des Regierungsbezirks Aurich Brotterode zur Debatte. spruch gegen den Entwurf eines Einzelgesetes dem Papier- fowie zweier Kreise der Regierungsbezirke Osnabrück und HildesDuo si faciunt idem- wenn zwei dasselbe thun, forb zu überantworten als die Riesenarbeit, welche zum heim, in vier Kreisen des Regierungsbezirks Coblenz, der Entwurfe einer Gesammtkodifikation erforderlich ist. Ist Provinz Hessen- Naffau und dem Regierungsbezirk Sigmaringen. ift es nicht dasselbe, verkündigte jüngst das Deutsche Reich somit hier das politische Element nicht von vornherein In Bayern gilt es mit Ausnahme der Fürstenthumer Ans- durch den Mund des preußischen Justizministers Herrn zu bestimmender Wirkung gelangt, so ist es nachträg- bach und Bayreuth, der Pfalz, sowie einiger Drte. Ferner Schönstedt. Die Theorie läuft wie immer der Praxis nach. gilt es in Württemberg, Hessen ohne Rheinhessen, Mecklenburg Wir haben im Deutschen Reich nach amtlicher Feststellung lich ohnmächtig. Strelitz, Oldenburg ohne Birkenfeld, Braunschweig, Sachsen zwei Parteien mit gemeingefährlichen Bestrebungen": die Anstatt also dem Bundesrath die Vorbereitung des Meiningen, Sachsen- Altenburg, Sachsen- Roburg- Gotha, Anhalt, Sozialisten und die agrarischen Junker. Gesetzbuches völlig nach seinem Gutdünken zu überlassen, Schwarzburg- Rudolstadt, Schwarzburg- Sondershausen, Waldeck, Sozialisten und die agrarischen Funker. Wohlan, für die gemeingefährlichen Bestrebungen" ber mußte der Reichstag, da alle anderen Garantien für recht- Reuß ältere Linie, Reuß jüngere Linie, Schaumburg- Lippe, Lippe, zeitige und genügende Betheiligung des politischen Elements Lübeck, Bremen und Hamburg. Außerdem gelten in den vor- Sozialisten hat das Reich Sozialistengesetz und Brausefür die der agrarischen Junker Liebesdoch nur formeller Natur gewesen wären, und eine spontane bezeichneten Gebieten des Gemeinen Rechts an wichtigeren Bar- wetterei tikularrechten Bewegung deffelben, so weit sie bis dahin nicht vorhanden Friesisches Recht( Nordstrander Landrecht), Sachsenspiegel, Gidertifularrechten folgende: Lübisches folgende: Lübisches Recht, Jütisch Low, gaben. Wir fingen mit einem lateinischen Sprüchlein an und war, auch nach dem Beschluß vom 2. April 1873 nicht zu Hädter Landrecht, Land- und Marschrecht( Gewohnheitsrecht in wir enden mit einem: Justitia fundamentum regnorum erwarten stand, selbst die Grundzüge dessen, was das einzelnen Theilen der Provinz Schleswig- Holstein), Neumünsterische Gerechtigkeit ist die Grundlage der Staaten. Volt vom bürgerlichen Gesetzbuch erwartet, was es in Kirchspielgebräuche, Dithmarscher Landrecht, Hamburger Stadt Und Gerechtigkeit heißt gleiches Recht für alle seiner Gesammtheit und in seiner Klassenschichtung als das recht, Bremer Stadtrecht, Recht des vormaligen Fürstenthums rechte Recht in Anspruch nimmt, in Gemeinschaft mit Osnabrück, Münsterische Polizeiordnung, Schaumburgische Polizei wenigstens auf Deutsch und auf dem Papier ,, Das Kaiserreich ist der Friede" dem Bundesrath feststellen. Mochte dann immerhin die ordnung, Solmfer Gerichts- und Landesordnung, Raßenelnbogener dieses Plagiat Uebermacht der herrschenden Klassen den Ansturm der Besitz- Landrecht, Kurpfälzisches Landrecht, Nassau- Kazenelnbogen'sche des bekannten Napoleonischen Wortes, ist uns von unseren losen noch einmal zurückschlagen es wäre thöricht gewesen, Bandesordnung, Kurtölnische Rechtsordnung, Kurtrierer Land- deutschen Patrioten in den letzten Tagen tausende von Die Kreuz Zeitung", die es anders zu erwarten, die Gewitteratmosphäre, welche recht, Mainzer Landrecht, Recht des Bisthums Fulda, Frank Malen vorgeleiert worden. furter Reformation, Bayerisches Landrecht( Codex Maximilianeus manchmal, bewußt oder unbewußt um die großen historischen Entscheidungen zuckt, würde doch Bavaricus civilis), Bamberger Landrecht, Landrecht der Graf die ungeschminkte Wahrheit sagt, sagt heute die Wahrheit meist das letztere ein lebendigeres geistiges Feuer entfacht haben als schaft Erbach und Herrschaft Breuberg, Würzburger( Fränkische) es juristischen Kommissionen gelingt, aus ihren Aschen- Landgerichtsordnung, Nürnberger Reformation, Borderöster über den Frieden des Kaiserreichs. Sie schreibt in ihrem häufchen herauszublasen; und der Kampf um die großen reichisches Recht, Württembergisches Landrecht und das sogenannte Artikel über die äußere Politik der Woche": Rechtsinstitute selbst, die an die Bourgeoisie ergehende gemeine Sachsenrecht. In steter Kriegsbereitschaft hat Deutsch Nöthigung, ihr Eigenthum, ihren Vertrag, ihre Ghe, bas französische Recht, der code civil, der in einem Gebiet mit Sodann folgte das Rheinische Recht. Dabin gehört zunächst land sich selbst und der Welt den Frieden aufgezwungen." ihr Erbrecht zu rechtfertigen gegenüber den Forderungen 6700 000 Einwohnern Geltung hat. Dazu gehören die preußische eine bitterere Satire geben auf den Frieden"? Ein Friede in steter Kriegsbereitschaft" des Sozialismus, zu überzeugen von der Heiligkeit Rheinproving mit Ausnahme der bereits aufgeführten Theile, in und Unverbrüchlichkeit des Bestehenden oder bekennen denen Preußisches Landrecht oder Gemeines Recht gilt, die zu müssen, daß und wie sehr sie Klassenrecht Bayerische Pfalz, Rheinhessen, Birkenfeld und Elsaß- Lothringen. wolle, wären nicht vergeblich gewesen: eine Episode Dann gehört zum Rheinischen Recht das Badische Landrecht, das nationalen Lebens, in breiten Wellen dahinfluthend über ausschließlich in Baden mit einer Einwohnerzahl von etwa das Gefilde des Rechts, befruchtender für Gegenwart und 1700 000 gift. Das Sächsische Bürgerliche Gesetzbuch gilt ausschließlich im 3 und Kritiken. Zukunft, als ganze Wagenladungen von Motiven, Protokollen Vermieden worden wäre jedenfalls die Gefahr eines Juristenrechts. Jezt führt fein Weg zurück. Der Entwurf ist für die Sozialdemokratie un annehmbar und wird, welches Schicksal ihm auch im Reichstage von den anderen Parteien bereitet werden mag, von der Sozialdemokratie als Ganzes verworfen werden; trohdem sind wir bereit, soweit es an uns ist, im Einzelnen die Hand helfend und nachbessernd mitanzulegen, den besiglosen Klassen zum Schutz, allen Gegnern zum Trutz. Ihre höhere, Georgine befahl endlich dem Diener, das Dessert nur Hinzustellen und zu gehen, Run erhob sich der Baron, um in einem gereimten Trinkspruche das Geburtstagskind zu feiern. Clotilde lächelte holdfelig, die Gläser flangen, die poetischen Worte hatten eine freudige Stimmung gebracht. Georgine fonnte ihre Neugierde nicht bezwingen, fie frug: Wo leben denn Ihre Angehörigen, Herr Baron? Immer noch auf unserm alten Stammsize, dem Schlosse Nürdorf. Die Eltern sind leider kränklich, doch meine Schwester steht ihnen zur Seite und nur mein Bruder weilt als Offizier im Auslande." " = fann es Mit gleichem Recht könnte man die Sicherheitss zustände eines Landes preisen, wo jeder, der etwas zu ver lieren hat, Tag und Nacht mit geladenem Revolver und geschliffenem Säbel zu wachen hat, damit keine Räuber einbrechen. Rönigreich Sachsen für eine Einwohnerzahl von etwa 8 500 000. Rriegsbereitschaft sehr fraglicher Natur. Oder meint die Und obendrein ist sogar dieser Friede mit der steien Dänisches Recht gilt in einigen vormals jütischen Theilen von Kreuz- Zeitung", Deutschland habe den Krieg um die Schleswig- Holstein mit etwa 15 000 Einwohnern, und das orientalische Frage verhindert? Da find doch ganz Desterreichische allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch in einigen Orten des Amtsgerichtsbezirks Waldfassen in dem bayerischen andere Mächte im Spiel. Und außerdem: wer bürgt dafür, Regierungsbezirk Oberpfalz und in Markt Redwig im bayerischen daß der Krieg morgen nicht losgeht? Deutschland nicht. Regierungsbezirk Oberfranken mit zusammen 2500 Einwohnern. Da wird doch nicht in Berlin, sondern in London und Petersburg das entscheidende Wort gesprochen. Politische Neberlicht. Berlin, 22. Januar. Die Agrarier bereiten sich auf die Reichstags- Auflösung vor. Ihr Organ schreibt über den Antrag Raniz: " " " ge= Am heutigen Schwerinstag hielt der Reichstag ein Kirchthurm- Wettrennen um die Gunst des armen Die eigentliche Entscheidung wird bei den nächsten Reichstags- Wahlen fallen. Herr v. Liebermann behält Recht mit feiner Mannes. Für sich selbst fordert bekanntlich in unserem Behauptung, daß der Antrag Kaniz wiederkehren wird, aber mancher uneigennützigen Jahrhundert kein Mensch und feine derzeitige Reichsbote nicht. Unsere ganze hätigkeit Partei irgend einen irdischen Vortheil. Alles geschieht muß jest darauf gerichtet sein, die Reichstags= um Gotteslohn für den bedürftigen Nächsten. Der wahlen von 1898 vorzubereiten. Wir werden dann Junker sorgt sich nur um den Nothstand des Bauern, der überall agrarische Kandidaten aufstellen, wenn Fabrikant nur um das Elend des Handwerkers, und alle auch mehr als ein Partei Rartenhaus darüber zusammens fapitalistischen Parteien gemeinsam sorgen sich blutenden Herzens stürzt. Sehen wir, daß wir alle Landleute aufklären; in Ver. um die Leiden des armen Mannes". Der arme Mann" hat bindung mit den Handwerkern werden wir dann die Mehrheit etliche Millionen Stimmzettel, und diesen gilt das Wett haben, und der produktiven Arbeit wieder aufhelfen.(? R. d.„ V.") Den Siegern von heute rufen wir zu: bei Philippi rennen. Zuerst am Blaz waren heute die Antisemiten und fehen wir uns wieder. Darum Hand and Werk die Nationalliberalen. Eigentlich die Antisemiten. Die Na- legt, damit wir bei den Wahlen von 1898 unsere Gegner tionalliberalen hatten ihnen zwar keinen Gedanken, aber niederschlagen und eine Reichstagsmehrheit schaffen, deren Brambach erhob sich, seinen eingelernten, oft benutzten einen Antrag gestohlen und denselben in ihrer Weise glatt- Wahlspruch jenes geflügelte Wort" des großen Helden der Vers anzubringen: Laßt die Gläser uns erheben! Ferne gehobelt, damit er niemanden weh thue. Es handelte sich Nation im Sachfenwalde ist: Segen wir der Politit ohne Ar Lieben sollen leben! Laßt ein Hoch uns ihnen bringen. um die Sicherung der Bauhandwerker und Bauarbeiter für und Halm den Kriegsruf entgegen: für Ar und Halm." Da haben wir Sozialdemokraten denn auch noch ein Möge unser Gläserklingen, hin als Gruß zu ihnen dringen," ihre aus Arbeiten und Lieferungen an Neu- und Umbauten wofür ihm der Baron verbindlichst dankte. Dann fuhr erwachsenden Forderungen." Die Frage war, wie gesagt, Wörtlein mitzureden. Aber ganz zufrieden sind wir, daß Brambach fort: Wie aber kam es, daß Ihre Familie, wie zuerst von den Antisemiten angeschnitten worden; die ein sich die Gegenfäße klären. Für todte Dinge wie Arund uns Herr von Bergkuhn sagte, Sie ausgestoßen hat?" förmliches Gesetz zu diesem Zwecke auszuarbeiten be- alm" treten wir nicht ein, ebenso wenig wie für Der Baron erbleichte und blickte Brambach starr an, antragten. Flugs hatte aber der Nationalliberale Baffer Schlot und Schacht", wohl aber für Bolts wohl dann übermannte ihn eine plötzliche Aufwallung und er stieß mann eine das gleiche bezweckende Resolution be- und Volksfreiheit! Ehrfurcht vor dem Offizierstite!! Bürgerliche zornentbrannt hervor: Das sagte Ihnen Bergkuhu? Der antragt, welche von den verbündeten Regierungen enthätte guten Grund über diese Angelegenheit zu schweigen, sprechende Maßregeln fordert. Antrag wie Resolution Blätter regen sich darüber auf, daß bei der Publikation denn alles, was darüber laut wird, kann nur ihn kompro- standen heute zur Berathung. Da seitens der Regierungs- der Ordensverleihung am 18. Januar die Ordensempfänger mittiren. Da er jedoch indiskret ist, andere verklatscht und vertreter das Bedürfniß nach einem derartigen Gesetz mit Voraustellung ihres Militärranges vor ihren bürgerverdächtigt, so fühle ich mich aller Rücksichten enthoben. zugegeben wird, so bestand eigentlich keine wesentliche lichen Beruf aufgeführt wurden. So steht zu lesen unter Ich werde, ich muß auch hier reden, um mich zu recht- Meinungsverschiedenheit, denn mit Ausnahme der fanatischsten den Empfängern des Kronenordens 4. Güte: fertigen. Freihändler, fonnte niemand dem Zweck des Antrags und Meyer, Premierlieutenant a. D., Landgerichtsrath in der Refolution entgegen sein. So hatte die Debatte, an der unsere Partei sich durch Stadthagen betheiligte, einen sehr ruhigen Verlauf; füllte aber doch die ganze Sitzung aus. Als es zur Abstimmung fam, war der vierstündige Normalarbeitstag des Reichstags( für die Arbeiter scheint dem Reichstag der achtstündige zu kurz!) bereits überschritten. Die Kommissionsberathung ward abgelehnt, und nach Ablehnung des antisemitischen Gesetzesantrags fand der erste, allgemeine Theil der nationalliberalen Resolution fast einstimmige Annahme. Schluß der Sigung 514 Uhr. Der Baron leerte erregt sein Glas in einem Zuge. Die Blässe seines Gesichtes war einer dunklen Röthe gewichen. Sein ganzes Wesen war ein auffallend erregtes. Die Anwesenden blickten ihn verwundert, voll besorgter Theilnahme an. Brambach that es zwar leid, diesen Punkt berührt zu haben, er freute sich jedoch im stillen, den jungen Mann in Feuer und Flammen glühen zu sehen. Er schenkte ihm sein Glas wieder voll und sagte begütigend:" Zur Beruhigung möge Ihnen dienen, daß Bergkuhn heute das erste Mal in meinem Hause war, daß ich ihn lieber gehen als tommen sehe, denn ich verachte ihn." ( Fortsetzung folgt.) Morgen 1 Uhr Fortsehung der Etatsberathung. Post und Telegraphenwesen, Reichstag u. s. w. " Memel. Meyer, Hauptmann der Landwehr, Oberlehrer in Ilfeld.. Meyer, Hauptmann der Landwehr, Kaufmann in Hoya. Aber weshalb sich darüber ereifern? Das paßt doch vollkommen in das System. Leute, die überhaupt nach Orden, Titeln und Ehrenstellen schnappen, dürfen sich nicht beklagen, daß zweierlei Tuch stets vorgezogen wird, und daß der Lieutenantstitel einem Manne mehr Glanz und Ansehen verleiht als sein bürgerliches Amt. Die Reservelieutenants und Lieutenants a. D. haben sich von jeher bemüht, selber mit dieser Würde zu prunken, Dieser innige Wunsch tausender von Refervelieutenants Seelen bat festt die offizielle Abstempelung erfahren. Also freue dich, deutsches Bürgerthum, die Saat geht auf, die du aller unterthänigst seit Jahren gefäet! worden. Aufrechterhaltung der Monroe Doktrin! Der wegen Majeftätsbeleidigung denunzirt. Reinert faß am Sonne Wortlaut des vom Ausschuß für auswärtige An- abend Abend in dem Weinhaus von Frey in Mannheim und gelegenheiten dem Senat vorgelegten Beschlusses, bie Intakt- sprach über die Reichsgründungsfeier und soll nach der Behaup haltung der Monroe- Doktrin betreffend, sagt: tung des Denunzianten dabei auch gekrönte Häupter in feine Das richtet sich also unzweideutig gegen Englands Wohnung gethan haben, als jener zugegen war. Ansprüche auf die Schomburg Grenze in Venezuela. Aus Washington wird noch weiter gemeldet: Das Komitee des Senats für auswärtige Angelegenheiten hat an den Senat im günstigen Sinne über die bekannte Resolution, durch welche die Monroe- Doktrin junterstützt wird, berichtet; in dem Komitee herrsche indessen keine Einmüthig feit über den zu erstattenden Bericht. ** * Deutsches Reich. In Sachen Wehlan verlautet noch weiter, daß der Der Tod Bransewetter's hat zu Reminiscenzen an oder auf irgend einer demselben angehörigen Infel oder Insel von Reinert wegen Beleidigung belangt worden war, aufftand " Jeder Versuch einer fremden Macht, auf diesem Kontinent Rede gezogen haben, worauf Schönberger, der erst vor kurzem verschiedene Vorkommnisse ähnlicher Art Veranlassung ge- gruppe neues Gebiet zu erwerben oder das von ihr bereits geben. Denn es iſt ja leider nicht das erste Mal, daß ein besessene und besiedelte Gebiet burch Gewalt, Abtretung, wegen Beleidigung Reinert's als Sühne in die Armentasse Mann, während sein Geist bereits umnachtet war, das Belegung, Rauf, Kolonisation oder eine sonstige Methode au zahlen hatte) sollen ihm theuer zu stehen kommen Richteramt ausgeübt und durch drakonische Urtheilssprüche zu vermehren, soll als Verlegung der Doktrin angesehen Bielleicht erinnert Herr Schönberger fich eines geflügelten Wortes, fortging und Reinert dem nächstbesten Schuhmann denunzirte. Es dauert bei werden. Die Pflicht der Aufrechterhaltung der Doktrin derartigen Krankheitserscheinungen häufig Jahre lang, che wird von den Vereinigten Staaten hierdurch formell anerkannt. Das der Volksmund gegen den Denunzianten gebraucht. der Wahnsinn vollständig für jedermann erkenntlich in Ferner stellt der Beschluß einen jeden Kanal, der als Verbindung Auch hier blüht das Denunziantenthum. Unlängst wurde hier irren Reden und Handlungen oder in Tobsuchtsanfällen des Atlantischen mit dem Pacific- Ozean gebaut wird, unter die Genosse Flunarth wegen Majestätsbeleidigung von einem irren Reden und Handlungen oder in Tobsuchtsanfällen Kontrolle der Vereinigten Staaten und bringt benselben mit seiner Nachbarn angezeigt. Er soll die Aeußerung in seiner zum Ausbruch kommt. Das ist bei dementia paralytica unter die Bestimmungen der Monroe- Doktrin." ( Wahnsinn infolge von fortschreitender Lähmung der Gehirnnerven), wie sie bei Brausewetter festgestellt wurde, bereits das Ende. Aber vorher, welches Unheil richten solche Paralytiker an! Es unterliegt wenig Zweifel, Ernennungen beim Reichsgericht. Die Er. daß der Assessor Augustin, der im vorigen Jahre am nennung des Oberstaatsanwalts bei dem Ober- Landesgericht in Tage seiner Hochzeit durch Selbstmord endete, an der Köln, Geb. Ober- Justizraths Samm zum Ober- Reichs. gleichen Krankheit gelitten hat; wohl aus diesem Grunde anwalt, des Reichsanwalts Galli zum Reichsgerichts ist lezzthin ein ziemlich unbegreifliches Urtheil gegen den rath und des Ober- Landesgerichtsraths Heinemann in Redakteur eines Vorortblattes, welches vom Schöffengericht unter des unglücklichen Assessors Vorsitz gefällt wurde, fichten in Venezuela wird durch Nachrichten bestärkt, denen Das Mißtrauen der Amerikaner gegen Englands Ab. Stettin zum Reichsanwalt wird jezt amtlich bekannt. gegeben. wenn wir uns recht erinnern, durch die vorzeitige Ent- zufolge aus Britisch- Guyana Streitkräfte im Anzuge sind, der Reichs. Anzeiger" bekannt macht, das in Wien erscheinende Verboten ist auf die Dauer von zwei Jahren, wie laffung des Redakteurs aus dem Gefängnisse rektifiziert um das streitige Grenzgebiet militärisch 3 Partei- Organ Boltstribüne" auf grund des§ 14 des PreßDer„ Saale- Zeitung" wird aus Magdeburg ein eigen- atacas: Gine weitere" Expedition mit zwei Kanonen gefeges. befeßen. So meldet die World" vom 17. Januar aus 3: thümlicher Fall von einem geistestranten Schöffen ist, wie gemeldet wird, von Georgetown, der Hauptstadt Maschinist Gebhardt, den Wehlan der Trunkfucht besichtigt hatte mitgetheilt. Der Redakteur eines Magdeburger Blattes zeigte vor Jabres. Es heißt, daß Oberst McInnis, der Befehlshaber der läffiger Mensch herausgestellt hat. Die Vernehmung ergab, daß von Britisch- Guyana, nach dem Cuyuni- Fluß abmarschirt. und der jetzt in Kiel vernommen wurde, sich als ein durchaus zuver= frist auch die Symptome der Gehirnerweichung, er erhielt längere Miliz, an der Spize der Expedition steht. Eine Kabel- Wehlan fich noch weitere Grausamkeiten haarsträubender Natur Zeit Urlaub, besuchte auf Kosten des Zeitungsverlegers eine Saltwaffer- Heilanstalt, aber alles blieb nußlos, der Arme mußte drahtung von Trinidad meldet, daß die Streitkraft bis zu bat zu Schulden kommen lassen. Gebhardt ist telegraphisch nach schließlich seine Stellung aufgeben. Da erhielt er vor einigen der äußersten Grenze der britischen Forderungen gehen Berlin berufen. Wochen vom Gericht, dem der Zustand des betreffenden wird. In London wird jedes militärische Vorgehen gegen -Binnenschifffahrts Gefeß. Am 1. Januar d. J. unbekannt war, die Aufforderung, als Schöffe zu erscheinen, und Venezuela bestritten. ist das Reichsgeseh vom 15. Juni 1895, betreffend die privats unglüdlicherweise fiel dieses Schreiben dem Kranten in die Im Zusammenhang mit diesen amerikanischen Besorgnissen rechtlichen Verhältnisse der Binnenschifffahrt, in fraft getreten. Hände, während sonst die Ehefrau alle eingehenden Briefe auf steht es wohl, daß der englische Marineminister Goschen Durch dieses Gesetz ist die bisher nur für Seeschiffe bestehende fing. Der Krante, der noch immer in der Deffentlichkeit ver- gestern gelegentlich eines unionistischen Banketts in East- Einrichtung des Schiffsregisters auch auf Binnenschiffe tehrte und nur durch Größenwahn und nicht endenwollende Grimstead erklärte, das mit ungewöhnlicher Beschleunigung von einer gewiffen Tragfähigkeit ausgedehnt worden. Erzählung auffitel, nahm seinen Siz als Schöffe ein und fällte die Entscheidungen mit. Am nächsten Tage trat ausgerüftete fliegende Geschwader hätte keine versiegelte Eigenthümer der Schiffe find verpflichtet, diefelben zur Einaber plöglich ein Tobsuchtsanfall ein, der die sofortige Ordres gehabt; es sollte nur für jedes Vorkommniß bereit tragung in die von den Amtsgerichten geführten Schiffsregister Unterbringung des Geiftestranten in der Frrenabtheilung unserer stehen; auch wäre mit der Indienststellung des Ge- anzumelden. Diese Verpflichtung erstreckt sich auch auf die schon vor dem 1. Januar d. J. erbauten Schiffe. Um die Ein Krankenanstalt bedingte und woselbst man seinen Zustand als schwaders keine Drohung gegen irgend ein Land beabsichtigt führung der neuen Einrichtung der Schiffsregister zu erleichtern den eines unheilbaren Paralytikers konstatirte. In jener worden. und die Schiffsbefizer zu veranlassen, ihrer Anmeldungs Schöffenfißung ist dem Richter das abnorme Verhalten des Aus Rom, 21. Januar, wird telegraphirt: Der pflicht rasch und willig nachzukommen, wird dem Landtage Stranken schließlich aufgefallen, und nach der nun erfolgten ärzt- Osservatore romano" erklärt die von mehreren Blättern ein Gesezentwurf vorgelegt werden, welcher die in§ 78 lichen Konstatirung seines Zustandes erwartet man eine Aufhebung der damals gefällten Urtheile bezw. die Einleitung des gebrachte Nachricht, daß der Papst seine Vermittelung in des preußischen Gerichtstoftengesetzes vom 25. Juni 1895 festber Wiederaufnahmeverfahrens. dem Grenzstreite zwischen England und Venezuela angeboten gefegte Gebühren für die Eintragung von Schiffen und die Era theilung von Schiffsbriefen auf 3/10 herabsetzt, falls die Ans Der Fall Brausewetter ruft auch die Erinnerung an ein Bor- habe, für erfunden. meldung zum Schiffsregister bis zum 30. Juni 1896 erfolgt. tommniß aus der ersten Hälfte der sechziger Jahre wach. Ein Haupt- Ein Schiedsgericht in der Behringsmeer- Frage. Es empfiehlt sich daher für alle Eigenthümer von Binnena mann v. Besser in Graudenz, der als nicht ganz bei Sinnen bekannt seit Jahren streiten sich die Vereinigten Staaten und Groß- fchiffen, die Wintermonate, in denen die Schifffahrt stockt, war, hatte durch graufame Quälereien feine Kompagnie derart zur britannien über den Robbensang im Behringsmeere aur alsbaldigen Anmeldung ihrer Schiffe zu benußen. Mit Verzweiflung getrieben, daß sie seinem Rommando offen den Rücksicht auf die beabsichtigte Herabsehung der Gebühren hat der Gehorsam versagte. Ueber die Kompagnie wurde Kriegsrecht( zwischen Amerika und Sibirien). Jetzt wird aus Ottawa Justizminister die Amtsgerichte angewiesen, die Gebühren für die gehalten, harte Strafen verhängte das Gericht über zahlreiche vom 20. Januar amtlich gemeldet, daß England und die Eintragung von Schiffen, welche bereits vor dem 1. Januar d. J. Mannschaften, über die Unteroffiziere, die als Rädelsführer an- Vereinigten Staaten einen Vertrag unterzeichnet haben, erbaut sind, sowie für die Ertheilung eines Schiffsbriefes für gesehen wurden, bis zu 25 Jahren Festungshaft. Der Haupt- nach welchem die Klagen wegen der Wegnahme kanadischer folche Schiffe bis auf weitere Anordnung den Betheiligten nicht mann endete kurz darauf im Irrenhause zu Schweß, die unglück Robbenfang- Schiffe im Behringsmeere durch die Vereinigten in Ansatz zu bringen. lichen Verurtheilten erhielten erst nach langer Zeit, zwei Unter- Staaten einem Schiedsspruche unterworfen werden sollen; offiziere nach fünfzehn Jahren, durch Gnadenakt die Freiheit die Schweiz ist ersucht worden, einen Ober- Schieds- meldet, vom Minister des Innern bewilligt worden, die eine ift -3wei Lotterien sind, wie die Berl. Rorr." heute richter nicht einig werden sollten. richter zu ernennen für den Fall, daß die Schieds- zur Förderung der Thätigkeit der Evangelischen Missionsgesellschaft für Deutsch- Ostafrika und die andere zur Förderung nationale Streitigkeiten durch Schiedsgerichte aus der Welt Es ist immer erfreulich, wenn der Gedanke, inter- der hannoverschen Landes- Pferdezucht bestimmt. zu schaffen, weitere Fortschritte macht. wieder. Chamberlain über das größere Britannien" Bei einem Bankett, welches Dienstag Abend im Hotel Metropole" zu Ehren des neuen Gouverneurs von Queens land, Lamington, unter dem Vorsiße des Staatssekretärs für die Kolonien, Chamberlain, stattfand, hielt letterer eine Rede, die aus London folgendermaßen telegraphisch übermittelt wird: " Die Die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" veröffentlicht ihren neuesten Cyklus von Albernheiten über sozialChronik der Majeftätsbeleidigungs- Prozesse. Sozialismus: politische Fragen durch folgende Attacke auf den ProfessorenJu Dels verurtheilte die Straffammer des Landgerichts Wer es einigermaßen versteht, zufällige Aeußerlichkeiten Chamberlain führte aus, die Ereignisse in Südafrika würden die 70 jährige Wittwe Czerwionka wegen vom Wesen der Sache zu trennen, muß erstaunt sein über die den Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung in England und Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten Gefängniß. bis ins einzelne hinein zu verfolgende Aehnlichkeit zwischen dem Afrika bilden. Redner versicherte, die Engländer würden beide Theile Magdeburg. Eine Kaiserbeleidigung beging der Jenenser Professoren Radikalismus, der schließhören, ehe sie ein Urtheil abzugeben verfuchen würden. Vor Tischler und Dienstknecht Konrad Schulze, lich die, bekanntlich von namhaften Theologieprofessoren be wenigen Wochen erschien England allein stehend, umgeben von um eine Unterkunft im Gefängniß zu finden. Schulze ist schönigte, Mord that des stud, theol Karl Gand eifersüchtigen Nebenbuhlern und einer ganz und gar unerwarteten Feindseligkeit. Unsere Differenzen mit anderen Nationen", fuhr ohne festen Wohnsiz, im Alter von 31 Jahren und des reifte, und gewissen heutzutage im Schwang gehenden Methoden, Rebner fort, welche seit langer Zeit bestehen, nahmen plöglich öfteren mit Gefängniß und Zuchthaus vorbestraft. Die Benistischen Demokratismus auf fozialwissen. ungefestigten Jünglingsgemüthern das Gift des tommu drohende Verhältnisse an, und von Seiten, von denen wir in leidigung beging er einige Tage nach seiner Entlassung aus fchaftlichem" Wege einzuträufeln." anbetracht unferer Ueberlieferungen und einer gewissen Interessen- dem Gefängniß. Das Landgericht Magdeburg ver- Thomas Münzer, Babeuf jest Follen, gemeinschaft Freundschaft und Achtung erwarten durften, urtheilte den Obdachlosen zu vier Monaten Ge- Lehrer Sand's, als Vorläufer der paftörlichen und profefförlichen wurde uns plöglich mit Argwohn begegnet und selbst mit Saß; fängniß. Schwarmgeister! Läßt sich die blödsinnige Geschichts- Ver= Stumm- elung denn eigentlich noch weiter treiben? von Schwäche und unsere Gleichgiltigkeit auswärtiger Kritit wir mußten sehen, wie unsere Friedensliebe als ein Zeichen Eine Fülle neuer Denunziationen melden - Kein Achtstundentag bei den kaiserlichen gegenüber als eine Aufforderung zu Beleidigungen angesehen unsere Parteiblätter in den Provinzen und im Reich. Die Sächsische Arbeiterzeitung" in Dresden schreibt: Der erftarbeiten. Nach einem im neuesten Heft der Mit wurde. Wir mußten darauf gefaßt sein, daß unsere Nieder- große Jubiläumstag der Gründung des heiligen Deutschen theilungen des Zentralverbandes deutscher Industrieeller ab lage mit schwer verhüllter Genugthuung betrachtet wurde von Reiches wurde einem unter seinen Kollegen allgemein beliebten gedruckten, auf eine Eingabe ergangenen Antwortschreiben hat unseren Nebenbuhlern. Kein besserer Dienst wurde uns jemals Arbeiter durch einen Mitarbeiter zum Unglückstag. Der 28jährige der Staatssekretär des Reichs- Marineamts Hollmann die Nach geleistet, als da wir in den Stand gesetzt wurden, aller Arbeiter Kaden war mit mehreren gleich ihm in der richt, wonach er der Danziger Werft einen Befehl ertheilt haben Welt gegenüber zu zeigen, daß, während wir entschlossen find, Dresdener Papierfabrik beschäftigten Arbeitern am Sonnabend sollte, vom 1. April 1896 ab versuchsweise die achtstündige unsere Berpflichtungen zu erfüllen, wir ebenso entschloffen sind, in der Penndorf'schen Restauration, Jagdweg. Unter diesen Arbeitszeit einzuführen, selbst als auf Erfindung beruhend beunsere Rechte aufrecht zu erhalten. Vor drei Wochen stand das Leuten befand sich in auch der ebenfalls Mutterreich gänzlich isolirt, jetzt sieht es sicher in der Kraft seiner dener Papierfabrik beschäftigte Kalendergehilfe Heinrich der Dres zeichnet. eigenen Hilfsmittel und der Loyalität seiner Kinder im ganzen Grober Unfug. Der Bauhandwerker" hatte Riedel. Man tam nun auf die Jubiläumsfeier Reiche. In zukünftiger Zeit wird der Bund des greater in seiner Nummer vom 31. August 1895 einen von dem Vera zu sprechen und trotzdem Kaden Britain" nicht nur für die eigene Sicherheit forgen, sondern a3 Gespräch abbrechen wollte, bohrte Riebel wiederholt trauensmann der Berliner Zimmerleute, Theodor Fischer, ein mächtiger Faktor fein für die Aufrechterhaltung des Welt- immer wieder an, bis endlich Raden, in seinem Unwillen, unterzeichneten Aufruf mit der Ueberschrift„ Achtung, Zimmerer! friedens." Im weiteren Verlaufe seiner Rede prahlte Chamberlain damit, daß Queensland dreimal so groß wie daß das Gespräch gar feine andere Wendung nehmen wollte, sich abgedruckt, worin mitgetheilt wurde, daß laut Beschluß einer das Deutsche Reich sei, welche Bemerkung neuen Bei zu einer angeblich beleidigenden Aeußerung über den Kaiser öffentlichen Versammlung über sechs namentlich benannte Bauhinreißen ließ. Auf diesen Augenblick schien nur der firmen die Sperre verhängt sei, bei diesen Firmen die Arbeit bis fallssturm entfesselte. Denunziant gewartet zu haben; er stürmte auf die zur Bewilligung der gestellten Forderungen zu ruhen habe und Würde Herr Chamberlain den Mund etwas weniger Straße und holte einen Nachtwächter, der Raden mit schließlich das Streitbureau und die Arbeitsvermittelung an voll genommen haben, so würde das würdevoller, geschmack nach der Wache Dort wurden die Personalien gegeben waren. Es erfolgte wegen dieses Aufrufs die Anklage wegen voller und für die Bewahrung freundschaftlicher Beziehungen zu festgestellt und Raden wieder entlassen. Aber schon am Sonntag Das Schöffengericht sprach jedoch die Angeklagten frei. Die groben Unfugs" gegen Fischer und den Redakteur Keßler. anderen Ländern ersprießlicher gewesen sein, als diese proßen Morgen um Uhr holte ihn die Polizei aus dem Bett und ver- Staatsanwaltschaft legte Berufung ein. In der gestrigen Ber hafte Großthuerei. Es ist nun aber einmal leider so, daß haftete ihn. Der Denunziant Riedel, der so glänzend den Behandlung die Chauvinisten aller Länder einander in Großthuereien fähigungsnachweis zum Lockspitel erbrachte, ist Hausmann im handlung vor der achten Strafkammer des Landgerichts I wurde jedoch die Berufung verworfen. Das Gericht erkannte, zu überbieten suchen und die englischen Chauvinisten oder Hauſe Jagdweg Nr. 7. Kaden wohnt in demselben Hause. In baß der fachlich gehaltene Aufruf den Thatbestand des groben Jingoes, wie sie dort zu Lande genannt werden, sind eben Entrüftung über herrscht bei allen Gästen ungetheilte Unfugs nicht enthalte, namentlich auch nicht das Publikum, den sauberen Streich Riedels; aber solche Brahlhänse, wie ihre Konkurrenten auf dem auch in der Fabrik und in der ganzen Gegend denkt man sondern höchstens die darin benannten Baufirmen beunruhigen europäischen Kontinent oder in Amerika. nicht anders darüber. Von Leuten, die zweifellos sehr tönigs- Die a chte Straffammer hat hiermit a um zweiten Mal Das Mekong- Abkommen. Der Text des englisch- treu find, wurde die Handlungsweise des Denunzianten in den entschieben, daß Streitaufrufe, fofern fie französischen Abkommens ist nunmehr veröffentlicht. Das schärften Ausdrücken fritisirt. Wir wiederholen aber angesichts entschieden, daß Streitaufrufe, fofern fie in Baris ausgegebene Gelbbuch über die Mekong- Frage diefes traurigen Falles unfere Warnung: Sütet Gure Bunge achlich gehalten und feine Drohungen enthalten, nicht wegen groben Unfugs 8 t bestrafen sind. Ebenso hat enthält Bestimmungen, nach denen England und Frankreich und gebt acht auf die Denunzianten! einigen Tagen die Aus Weinheim in Baden, 18. Januar, wird geschrieben: Beeine Kommission zur Festsetzung der Grenze für das wie weit sich die Sucht nach Majestätsbeleidigungsprozessen ver- echste Straffammer des Landgerichts I in der Gebiet westlich vom unteren Niger ernennen steigen fann, beweist wieder ein hier vorgekommener Fall. 3wei fungsinstanz entschieden. Es darf nun mit Fug und und die Zollfrage betreffend Tunis regeln werden. jugendliche Arbeiter der hiesigen Kalblederfabrik unterhielten sich anwaltschaft weiterhin feine Antlage wegen daß die Staats leber Bugeständnisse, die Frankreich angeblich England in miteinander über den 18. Januar. Der eine Arbeiter fagte: anwaltschaft weiterhin feine Antlage wegen betreff der Halbinsel Malatta gemacht haben soll, Am Samstag ist die Raiserfrönung." Der andere gab darauf groben Unfugs durch Streit anzeigen erhebt.ist in dem Gelbbuche nichts enthalten. Pariser Blätter eine Antwort, welche wir mit Rücksicht auf die blinde Justitia brücken ihr Bedauern aus, daß nicht auch die egyptische nicht wiedergeben können. Er wurde vom ersteren denunzirt und Frage bei dieser Gelegenheit angeregt worden sei, denn ist bereits wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Ein fünf zehnjähriger Majestätsbeleidiger ist sehr selten. bie englische Besetzung Egyptens ist für die Franzosen von Der Denunziant fann es bis zu feiner Großjährigkeit zum jeher verlegend gewesen. Die kolonialhungrigen Chauvinisten Obmann bringen. beider Länder gönnen sich das fette Mildelta gegenseitig nicht. " dem Restaurant In Mannheim hat der Möbelhändler Jakob Schönberger aus Rachsucht den Agenten Reinert könne. Recht erwartet werden, vor -Herr Baumbach, der fortschrittliche Abgeordnete, weiland freifinnige Landrath, ist am Dienstag in Danzig gestorben. Politisch todt war er seit dem Augenblick, wo das allgemeine Stimmrecht ihn aus dem Reichstage wegfegte. Als OberBürgermeister von Danzig machte er hauptsächlich von sich reden durch den Eifer, mit welchem er, der orthodox Richter'sche, das Ehrenbürgerrecht des nicht Richter'schen Bruders im Freifinn, Rickert, bekämpfte, Bein stellen wird.. Partei- Nachrichten. " " Herr v. Plöh hat in einer Bersammlung des Bundes jaieren tommandirt feien. Das ist Unfinn. Wäre dies ber bältniffe zu sprechen; er erklärte fie für unzutreffend, da gerade Der Landwirthe in öbau i. S. eine Protest bewegung Fall, so wäre die italienische Armee längst vernichtet, denn nur hier die Löhne der Arbeiterinnen zu berechtigten Klagen Anlaß gegen den Minister von Hammerstein wegen dessen der mangelhaften Führung und Bewaffnung der Eingeborenen gäben. Der die Versammlung überwachende Polizeiſergeant hochfahrender und verunglimpfender Behandlung" des Bundes ist zu verdanken, daß sie nicht längst aufgerieben ist. Herr Crispi glaubte sich dabei den Zwischenruf Humbug" gestatten zu und seiner Führer im Reichstage eröffnet. Die Agrarier haben hat die Suppe eingebrockt er wird sie ausessen müssen.- sollen, worauf der Redner den Beamten auf sein Anit verwies, gleich nach der Rede des Landwirthschaftsministers im Gespräch das ihm wohl das Recht der Aufsicht, aber feine Meinung verihre Erwartung geäußert, daß das Auftreten des Herrn v. Hammerleihe. Da der Beamte bei Beginn der Versammlung noch stein Lorten diesem den Hals brechen" werde. Es wird sich obendrein den Vertheiler der Fachzeitschrift für Schneider auf auch wohl auf den hösischen Hintertreppen irgend ein Bundesgeschrieben hatte, weil er sich gegen das Gesetz vergangen genosse finden, der dem unbequemen Landwirthschaftsminister ein von der Stadtverordneten- Bersammlung der Stadt Mainz nach dieser Richtung scharf, aber nicht in persönlich verlegender Der erste Sozialdemokrat im hessischen Kreistage. haben sollte, so kritisirte der Redner den Beamten auch Herr v. Jacobi. Zu der auch von uns erwähnten wurde unfer Genosse Franz Jo eft in den Kreistag gewählt. Weife. Darauf erhob sich der Beamte und erklärte, wenn Mittheilung der Staatsbürger- Zeitung" über eine angebliche Amnestirt wurden weiter noch Genosse Vogeniz, Re- es so weiter ginge, werde er die Versammlung wegen Aeußerung des Staatssekretärs a. D. v. Jacobi bei der firch bakteur des Altenburger Wählers", Genosse A. Hofmann in groben Unfug auflösen. So etwas dürfte der Vorsitzende lichen Feier am 18. Januar erklärt die Kreuz- Zeitung" auf grund Saalfeld, Genosse Huth, früherer Redakteur der Thür. Trib." nicht dulden; er werde ihn dafür verantwortlich machen". Wir eingezogener Erkundigung, daß Herr Dr. v. Jacobi die be in Erfurt. möchten doch, meint die Frankfurter Zeitung", die für den treffende Aeußerung nicht gethan habe. Die StaatsbürgerPolizeibeamten allerdings nicht maßgebende Meinung aus Beitung" theilt mit, sie habe ihre Mittheilung von zwei Ab- sprach am Sonntag Reichstage. Abgeordneter F. Bueb in heutigen Versammlung lediglich bei dem Polizeisergeanten hätten Die" Staatsbürger- Von der Agitation. In zwei überfüllten Versammlungen sprechen, daß die Voraussetzungen des„ groben Unfugs" in der geordneten, die sie um weitere Auskunft ersucht habe. Wiesbaden und Biebrich. Seine Kritik der politischen zutreffen können. Zustände in der Reichs- Jubiläumszeit fand die einmüthige Zuftimmung der Anwesenden, welche gelobten, allen Verfolgungen zum Troh unerschütterlich für die Sozialdemokratie weiter zu fämpfen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Schweiz. -" Dieser selbe Polizeisergeant ist aber ein Vertreter der Staatsgewalt"! Bern, 21. Januar. Der Bundesrath hat befchloffen, alle Reglerungen Europa 3 zu einer Konferenz zum Zwecke der Regelung der besonderen Verhältnisse für Fortießung Lohnbewegung der schweizerischen Eisenbahn- Ander Statistit der europäischen Eisenbahnen durch gestellten. Wie aus Lausanne telegraphirt wird, beschloß das Zentralamt für internationalen Bahntransport einzuladen. der Verwaltungsausschuß der Jura Simplon Bahn, bei Wegen angeblicher Beleidigung des Romitee's Die Konferenz foll im Frühjahr 1836 in Bern zusammentreten.- fitr Voltsunterhaltungs- Abende in Jhehoe wurde Genosse Antrag zu stellen, daß einschließlich des Jahres 1896 für Gehaltsdem am 30. Januar zusammentretenden Verwaltungsrathe ien Ströbel von der Strafkammer in Riel zu vier Wochen Wochen beantragt. Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte gar se ch 3 erhöhungen 600 000 Frts. bewilligt und die von den Angestellten geforderte Lohnstala mit deren Genosse Bruder, Redakteur der„ Märkischen Volks- öchft- und Mindest sägen angenommen werde. ftimme" zu Frankfurt a./D., wurde wegen Beleidigung zu 30 m. Diese von der Jura- Simplon- Bahn ihrem Personal direkt ohne Geldstrafe verurtheilt. Zwischenverhandlungen gemachten Vorschläge gelten als definitiv. Nach einer anderen Meldung beträgt die Summe der aus diesen Bewilligungen entstehenden Kosten annähernd Frankreich. Paris, 21. Januar. Die Kammer begann die Berathung der Vorlage über die Aufnahme einer Anleihe von 80 Miu. Franks für Tonkin. De Montfort verlangt die Anstellung einer Untersuchung über die vorher für Tonkin eingegangenen Verpflichtungen und beantragt Vertagung der Vorlage. Guiezesse widerspricht diesem Antrage, da er die Reorganisation Tonkins verzögern würde. Etienne, der frühere Sekretär der Kolonien, deffen Haltung durch den Berichterstatter über die Vorlage getabelt wurde, unterstützt den Antrag auf Anstellung einer Er hebung. Die Berathung hierüber wird hierauf auf Donnerstag festgesetzt.Serbien. Der Berufung der Genossen Ottawa aus Harburg gegen das Urtheil des Sd öffengerichts in Lüneburg, laut welchem er wegen Boykotts" zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt war, wurde von der Straffammer in Lüneburg stattgegeben und Genosse Ottawa freigesprochen. " eine Million Mart. Aus Glasgow wird telegraphirt, daß der Ausstand der Schiffsbau- Arbeiter beigelegt sei. Diese Nachricht bes zieht sich vermuthlich nur auf die Bewegung am Clyde. Die Schiffs bau- Arbeiter Belfasts hatten bekanntlich die Vorschläge der Unternehmer verworfen, während ihre Kameraden am Clyde, die günstigere Arbeitsbedingungen haben, diese Vorschläge ans nahmen.( Siehe auch Depeschen.) 2om dolus eventualis. Genosse Lehmann, früherer verantwortlicher Redakteur des Volksblattes" in Halle, war vom Schöffengericht zu drei Tagen Gefängniß verBelgrad, 21. Januar. Demnächst wird ein Ausschuß von urtheilt wegen folgender Streifnotiz: Achtung, Storbmacher! 12 Personen mit der Ausarbeitung des neuen Verfassung 3. Die biesige Firma, deren Korbmacher seit mehreren Tagen im entwurfs vom Könige beauftragt werden. Streit stehen, sucht auswärts Arbeiter aufzutreiben. Kein klassenbewußter Arbeiter wird zum Verräther an den Streikenden Belgrad, 22. Januar. Die geftrige Stuptschina werden." Der„ grobe Unfug" war vom Schöffengericht verneint, bericht in der zweiten Beilage der Sonntagsnummer StreitDer Arbeiter August Horn theilt uns zu dem Gerichts Sigung verlief äußerst stürmisch. Dem Regierungs- aber hrverlegung angenommen; derselben Ansicht war antrage, an stelle des aufgehobenen Brückenzolles den Land- das Berufungsgericht, vor dem die Sache am 17. d. m. ver- plakate" berichtigend mit, daß er nicht der Tenunziant gewesen gemeinden einen Steuerzuschlag von 16 Pf. pro Kopf handelt wurde; wie es in der Urtheils begründung ausführte, sei sei und überhaupt von der ganzen Sache nichts gehört habe. aufzuerlegen, wurde von der Opposition heftigst widersprochen. in dem Worte" Berräther" eine Ehrverlegung enthalten. Von 50 Abgeordneten wurde namentliche Abstimmung beantragt, wenn damit eine bestimmte Person auch nicht damit das Volk sehe, wer den Mühlstein auf dasselbe wälzt. Da gemeint sei, so fei doch anzunehmen, daß Depeschen und letzte Nachrichten. dieser Antrag abgelehnt wurde, verließen die Antragsteller den andere das Wort Verräther eventuell auf Gaal, sodaß nur 98 Deputirte zurückblieben. In Regierungs- fich beziehen fönnten und somit bestimmt würden, bei Betriebsinspektion macht bekannt: Am 21. d. M. nachmittags freifen ist man darüber sehr beunruhigt, denn diese Vorgänge beweisen, daß Garaschanin's Majorität im 3erfallen ist. Der Kriegsminister und sämmtliche Regiments tommandeure sind hierher zu einer Berathung berufen. Bulgarien. nicht in Arbeit zu treten. Sofia, 21. Januar.( Meldung der„ Agence Balcanique".) Der Prozeß wegen der Ermordung Stambulow's dürfte Mitte Februar beginnen. Die Mörder hat man aber vorher weglaufen lassen. Die Sobranje ist heute wieder zusammengetreten und hat freigesprochen. die zweite Lesung des Strafgesetes begonnen. Türkei. -GO Bureaus") Der britische, französische und italienische Konsul in Konstantinopel, 21. Januar( Meldung des„ Neuter'ſchen Aleppo find unter Begleitung von 80 Soldaten in Aintab am 19. b. M. eingetroffen nach einer mübfamen Reise auf schlechten, schneebedeckten Wegen. Die Konsuln hoffen Marasch am 25. b. M. zu erreichen. Konstantinopel, 22. Januar. Die Pforte hat die 3u stimmung der Mächte zur Einführung von Monopolen für Spiritus, 3igarettenpapier, 3ündhölzer und Spieltarten nachgesucht. Die Botschafter haben vers sprochen, über dieses Ersuchen an ihre Regierungen zu berichten. -P Kuba. Posen, 22. Januar.( W. Z. B.) Die königliche EisenbahnDen Haussuchungen in Schönebeck an d. Elbe 7 Uhr 41 Minuten entgleisten von dem gemischten Zuge bei der ist eine Antlage wegen strafbaren Inverbindung Einfahrt in die Haltestelle Schwarzenau der Strecke Dels- Gnesen tretens gefolgt. Vom Schöffengericht wurden Vertrauens- sechs mit Kohlen beladene Güterwagen. Drei derselben wurden fast mann Th. Schmidt und sein Stellvertreter Fuhr zu je 15 M. ganz zertrümmert, die drei anderen nur theilweise und die vom Geldstrafe verurtheilt. Berufung ist eingelegt. Zuge durchfahrende Weiche beschädigt. Reisende, Eisenbahn- Bum dritten Male stand dieser Tage Genoffe personal oder sonstige Personen weder getödtet noch verletzt. Der Mertens in Neumünster wegen des bekannten September- Personenverkehr wurde bis zum 22. d. M. 10 Uhr vormittags Ausfluges vor Gericht, der von der Polizei als öffentlicher durch Umsteigen am Orte der Störung aufrecht erhalten. Von Auszug betrachtet war. Diesmal wurde Mertens tostenlos diesem Zeitpunkte ab verkehren die der Personenbeförderung dienenden Züge wieder fahrplanmäßig. Der Unfall ist darauf Wegen Vergehens gegen die Religion er zurückzuführen, daß während der Fahrt des genannten Zuges hielt Genoffe Stüdlen in Hof zu feinen 8 Monaten Ge- ein Güterwagen unterwegs, wahrscheinlich wegen einer abges fängniß noch eine Zusatzstrafe von 10 Tagen. Stücklen hatte brochenen, auf das Geleise gefallenen Achsgabel aus dem Ges noffen frankheitsbalber den Hut auf dem Kopfe behalten. während des Gebetes eines Geistlichen an dem Grabe eines Ge- leife, sprang und infolge dessen auch die anderen fünf Wagen, wie bereits angeführt, bei der Einfahrt in Schwarzenau bei in Sachsen einberufene Gewertschafts- Versammlung wurde vom Verbotene Versammlung. Eine in Groitsch Durchfahren der Weichen zur Entgleisung brachten. dortigen Bürgermeister mit der Begründung verboten, daß bei der Art des Themas( Die deutsche Revolution") zu besorgen stehe, es werde die Berichterstattung lediglich dazu benutzt werden, zum Klaffenhaß aufzureizen. Sachsen ist gerettet. Gewerkschaftliches. Frankfurt a. M., 22. Januar.( B. S.) Die„ Frankfurter Beitung" meldet aus Rom: Aus guter Quelle verlautet, die Artillerie in Makalle habe nur noch 60 Schüsse und die Infanterie pro Mann nur noch 125 Patronen. " Frankfurt a. M., 22. Januar.( B. H.) Aus Schopfheim erhält die Franff. 3tg." die Nachricht, daß in der letzten Nacht daselbst ein Erdbeben mit schwachem Donner wahrgenommen worden sei. Ulm, 22. Januar.( W. T. B.) Um Mitternacht wurde hier ein leichtes Erdbeben wahrgenommen. Die Richtung des Stoßes ging von Ost nach West. Wien, 22. Januar.( B. H.) Nach einer Petersburger Meldung der„ Pol. Korr." wird in furzer Zeit ein Utas des Baren, betreffend Erweiterung der Preßfreiheiten, erscheinen. Eämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über Vom Aufstandsgebiete werden jezt über Madrid Ausstände oder Aussperrungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden auffallend viele Siege gemeldet. Glaubwürdig sind diese Organisation tragen. Meldungen ebensowenig wie die früheren Siegesdepeschen. Wir Die Differenzen der Zimmerer mit den Baugeschäften registriren der Vollständigkeit wegen die folgenden Meldungen: von Madicke und Pumplum wurden gestern in einer Nach amtlichen Depeschen aus Havannah ist ein Verfuch Bimmerer- Versammlung für erledigt erklärt, da die beiden Firmen Maceo's, fich der Stadt Pinario del Rio zu nähern, gescheitert jetzt den geforderten Stundenlohn von 521/2 Pfennigen zahlen. infolge eines Gefechtes, in welchem die Insurgenten einen Ver- Zur Lohnbewegung in der Konfektionsindustrie. In luft von etwa 30 Todten und 300 Verwundeten und die Spanier Berlin sind am Dienstag den Unternehmern, Händlern einen Verlust von 4 Todten und 21 Verwundeten hatten. Urter und Meistern die bekannten Forderungen nebst eingehender Prag, 22. Januar.( B. H.) Es ist nunmehr festgestellt den Gefallenen befindet sich der Insurgenten- Chef Bermudez. Maceo attaquirte an der Spitze der Kavallerie die spanische Infanterie, diefe jedoch formirte Karrees und hielt den Stoß stand: haft aus, bis Verstärkungen ankamen, welche Maceo, mit dem Gros seiner Truppen auseinander sprengten. Begründung gedruckt zugestellt worden. Für nächsten Montag find die Empfänger zu einer Konferenz mit der Agitations fommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins eingeladen Der Streik der Arbeiter der Schuhfabrik von Ohlert Nach einer weiteren über Madrid eingetroffenen Depesche( Inhaber Siegert) in Berlin, Swinemünderstr. 53, dauert unaus Havannah traf eine Kolonne der Spanier unter dem Befehle verändert fort. des Kapitäns Martin Sanchez in der Provinz Matanzas auf die Die Kollegen sämmtlicher Branchen ersuche ich, nicht auf die Aufständischen und schlug sie nach hartem Kampfe vollkommen. in hiesigen Blättern veröffentlichten Annoncen der Kopen 30 Aufständische wurden getödtet, 100 verwundet. hagener Firmen einzugehen, da in Kopenhagen der Streik unverändert fortdauert. Aus Havannah wird weiter über Madrid gemeldet; Die Kolonne von Luque überrumpelte die Bande Maceo's auf ihrem Rückzuge und sching dieselbe bei Tirado; die Insurgenten hatten 27 Todte, die Spanier 2 Todte und 14 Verwundete. Die Abtheilung von Hernandez schlug eine andere Truppe der Insurgenten bei Guacamayo. " Troß all' dieser Siege" stehen die Aufständigen aber noch immer vor Havannah, mit dessen Fall das Schicksal der spanischen Herrschaft über die reiche Insel besiegelt wäre. Nicht bedeutungslos dürfte auch die vom Oberkommando der deutschen Marine ausgegebene Mittheilung sein, daß die Kriegsschiffe Stein und Stosch in Havannah eingebrochen sind. -G Im Auftrag der Agitationskommission der Schuhmacher Berlins J. Nauer. aufgefordert, am Sonntag, den 26. Januar, vormittags 10 Uhr, Die zentralisirten Bauarbeiter Berlins werden hiermit zu einer Morgensprache bei Tornow, Reichenberger- und Manteuffelstraßen- Ecke zu erscheinen, woselbst alsdann ein Flugblatt zur Verbreitung ausgegeben werden wird. Karl beidemann, Rixdorf, Jägerstr. 64. Wien, 22. Januar.( W. T. B.) Der Niederösterreichische Landtag lehnte nach erregter Debatte mit 34 gegen 23 Stimmen die Dringlichkeit des Antrags Lueger, die Ausschreibung der Wiener Gemeinderathswahlen sofort zu veranlassen, ab. worden, daß der von der Berliner Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgte Haubmörder Baron Balzoni mit dem Prager Kommis Wilhelm Röling identisch ist, der von der hiesigen Be hörde wegen Diebstahls und Chekjälschung verfolgt wird. Brix, 22. Januar.( B. H.) Die neuerlichen Erdsenkungen haben nur an den Stellen stattgefunden, wo früher Schwimmfand und Höhlen waren. Die Erdfenkungen sind unbedeutend und üben auf den Bergbau feinen Einfluß aus. an. Bozen, 22. Januar.( B. H.) Im Besenazer Walde richtete ein furchtbarer Wirbelwind großen Schaden besonders bei Luserna Das Haus eines Gemeindevorstehers wurde zerstört. Meiringen( Kanton Bern), 22. Januar. Gestern wurden in Guttannen( Haslithal) beim Heuholen 5 Männer von einer ift gerettet. Lawine verschüttet. Drei find todt, emer schwer verletzt, einer Paris, 22. Januar.( W. T. B.) In der Gießerei von Hotchtiß- Kanonen in Saint- Denis brach heute Vormittag eine heftige Feuersbrunst aus. Der entstandene Schaden wird auf eine Million Franks geschäßt. Paris, 22. Januar.( W. T. B.) Bei dem heute NachDie Gürtler, Schloffer, Metalldreher und Drücker mittag in der Gießerei von Matschtiß- Kanonen stattgehabten Deutschlands werden von ihren schweizerischen Kameraden er- Feuer wurde das gesammte Werkzeug, fiebenzig Maschinen und Nur immer schneidig. Die„ Kreuz- Zeitung" be- sucht, bei Arbeitsangeboten aus Basel nicht außer 150 Kanonen, darunter 40 an Frankreich zu liefernde, vernichtet. acht zu lassen, daß ihre dortigen Rameraden in Differenzen mit grüßt die Abberufung des Marschalls Martinez Campos aus Ruba, den Unternehmern gerathen find. So soll, wie uns geschrieben zufolge ist der Schiffbauer- Lohnstreit am Clyde und in Belfast London, 22. Januar.( W. T. B.) Dem„ Glasgow- Mail" weil diefer den Soldaten dem Politiker geopfert habe. Hoffent wird, die Firma Ballié aus Basel in der Berliner Volks- beendet. Der Arbeiter- Vollziehungsausschuß in London beschloß, lich werde sein Nachfolger nicht so sentimental milde vorgehen. Beitung" deutsche Metallarbeiter nach der Schweiz verlangen. die in Carlisle vereinbarten Bedingungen sollten angenommen Nun ja, mit der militärischen Schneidigkeit" Rebellen gegenüber ist es ein schönes Ding. Aber alles hat seine zwei Seiten. Die deutschen Kupferschmiede werden vom Vorstand des und die Arbeiter in Belfast angewiesen werden, die Arbeit sofort Läßt man die Gefangenen hübsch schneidig" todtschießen, so Fachvereins der Kupferschmiede Kopenhagens ersucht, vor- wieder aufzunehmen. Konstantinopel, 22. Januar.( W. T. B.) Mit der Enttönnte es den Rebellen einfallen, gleiches mit gleichem zu verläufig dort kein Engagement anzunehmen, da in einer größeren laffung von 35 mobilen Redif- Bataillonen beim ersten, dritten gelten. Und Rebellenkugeln tönnen treffen, auch wenn sie ohne Fabrit Kopenhagens die Arbeit eingestellt worden ist. und vierten Korps ist begonnen worden. Es verbleiben noch obrigkeitliche Erlaubniß abgeschossen find. 128 mobile Bataillone beim ersten, dritten, vierten und fünften Storps; diese werden jedoch auf eine Stärke von 400 Mann herabgesetzt. Unter den Textilarbeitern der Rheinproving bricht Afrika. mehr und mehr die Erkenntniß durch, daß sie sich selbst regen Für die Italiener hat die Lage auf dem Kriegs- müssen, wenn sie ihre berufliche Lage verbessert sehen wollen. fchauplatz fich noch nicht gebessert. Nachrichten von der Ueber- Nach der Lage der Dinge bleibt ihnen dazu keine andere MögAdahagamus, 22. Januar.( Meldung der„ Agenzia gabe Matalles find zwar noch nicht eingetroffen, aber der Plaß ist lichkeit als der Streif. So haben in Aachen in der Tuchfabrik Stefani"). Vom italienischen Unterhändler Felter entsandte völlig umzingelt, das Wasser ist abgeschnitten, die Munition von Struch u. Guttentag von 30 Arbeitern, die diese Boten berichten, daß derfelbe am 20. d. Wits. mit dem Negus soll fast ganz ausgegangen sein, und die Hauptarmee Firma beschäftigt, 24 die Arbeit niedergelegt. Sie fordern die Menelik eine Unterredung hatte, welche noch fortdauerte, als sie ift so weit entfernt, daß an militärische Hilfe für diesen Bahlung des ganzen Knüpfgeldes durch die Firma, die bisher Mittags das schoanische Lager verließen. Kundschafter bestätigen, verlorenen Poften nicht gedacht werden kann. In Rom thut nur einen Theil desselben zahlte, ferner eine Verkürzung der daß am Sonntag fein Schuß bei Mafalle gefallen ist. Ein Asman so, als rechne man auf Unterhandlungen. Allein bis jetzt 12 Stunden betragenden Arbeitszeit. fari, welcher am 18. d3. Mts. abends Makalle verließ, berichtet, sind die Italiener bei den Unterhandlungen stets von den schlauen Zu welch unerträglichen Zuständen das Polizeiregiment daß Oberfilieutenant Galliano Waffer mit Wein an die Soldaten Abessyniern über's Ohr gehauen worden. und die richterliche Ausdehnung des Begriffs vom groben vertheilen ließ. Crispi läßt, um die auf ihm lastende schwere Berant- Unfug führen kann, zeigt der Bericht der Frautfurter Zeitung" Der abessynische Prinz Gugfa ist im Lager von Adahagamus wortung theilweise wenigstens abzuwälzen, das Gerücht verbreiten, über eine Schneider Versammlung in Karlsruhe. eingetroffen und vom General Baratieri mit allen Ehren empfangen die Abessynier hätten französische Gewehreja es wird Dort tam ein Redner auch auf die Ausführungen des worden. Baratieri ließ dem Prinzen ein Zelt neben dem Hauptgemunkelt, daß die Abeffynier von französischen Offi- Abgeordneten Schneler im Landtag über die Lohnver- quartier anweisen. Verantwortlicher Redakteur: Ananft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Trud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 19. Reichstag. Donnerstag, den 23. Januar 1896. Abg. v. Stumm beantragt, in dem Antrag Bassermann den letten Theil zu streichen, so daß auf die Art und Weise der Sicherung in dem Antrage fein Hinweis enthalten sein soll. 13. Jahrg. beantragt, den Antrag in eine Kommission von 14 Mitgliedern uns auch nicht. Die Belastung von Grundstücken über ihren zu verweisen.( Beifall.) Werth hinaus ist ein reines Spekulations- und Schwindelgeschäft. Abg. Lotze( deutsch- soz. Reform- P.) freut sich der Thatsache, Die Bauhandwerker müssen ein Risiko bestehen bei der über21. Sigung vom 22. Januar, 1 Uhr. daß seine Partei in dieser Frage Schulter an Schulter mit der großen Konkurrenz, wenn sie überhaupt nur Arbeit haben wollen; nationalliberalen fämpft, bie doch an den warum soll ihnen denn also nicht das Gesetz zu Hilfe kommen des Bundesraths: v. Boetticher und herrschenden Zuständen, an den Auswüchsen zum Nachtheil der Schwindler, die diese Leute ausbeuten? Wo Nieberding. derzügellofen Gewerbefreiheit wesentlich mit der Bauschwindel nicht vorkommt, da kann das Gesetz doch auch Auf der Tagesordnung steht zunächst der Antrag der Abgg. fchuld sei. Es sei aber nicht zuzugeben, daß der Antrag der nicht schaden, da bleibt es eben ohne alle Wirkung. Bassermann( natl.) und Gen., auf Vorlegung eines Gesetz deutsch- sozialen Reformpartei zu weit gehe; er gehe noch nicht nicht blos Preußen, auch Baden und Bayern haben entwurfes, durch welchen die Bauhandwerker und Bauweit genug, denn eigentlich müsse der Schutz der Bau- ein starkes Bedürfniß nach dem Gesetz, weshalb soll arbeiter für ihre aus ihren Arbeiten und Lieferungen an handwerker dahin ausgedehnt werden, daß der gesammte also ein solches nicht von Reichswegen erlaffen werden? Neu- und Umbauten erwachsenden Forderungen gesichert an dem Eigenthum der Bauhandwerker und Arbeiter verübte Das Privilegium der Bauhandwerker liegt so sehr in der Natur werden, wobei insbesondere die Einräumung eines gefeßlichen Raub wieder herausgegeben werden müßte. Man stelle die der Sache, daß jeder formale Einwand zurücktreten muß. Wir Pfandrechts an der Liegenschaft in Erwägung gezogen werden Vorrechtshypothet der Bauhandwerker als unausführbar hin, haben es hier mit einer sozialen Forderung allerersten Ranges soll, welches den durch ihre Leistungen geschaffenen, durch gericht- aber wo ein Wille fei, müsse auch ein Weg sich finden. zu thun, und wir hoffen, daß der Antrag Bassermann womöglich liche Schäßung festzustellenden Mehrwerth erfaßt und allen Geradezu himmelschreiend sei die Zulässigkeit der unendlichen in seiner jeßigen Form zur Annahme gelangt. hypothekarischen Ansprüchen vorgeht, soweit solche den gerichtlich Belastung der Bauten mit Hypotheken. Mit den Spekulanten Staatssekretär Nieberding: Daß Baden und Bayern auch festzustellenden Werth der Liegenschaft zur Zeit des Baubeginns Hand in Hand arbeiteten die meisten Baubanken, die sich noch ein Bedürfniß nach dem Gesetz hätten, muß ich bestreiten; überschreiten. dazu vielfach besonderer Strohmänner bedienen, die auch ihrer wenigstens anerkennt die badische Regierung ein solches nicht. Mit diesem Antrage zusammen wird der Antrag der deutschseits an dem Raub theilnehmen. Der Bauunternehmer, der auf Eine Erklärung der bayerischen Regierung liegt noch nicht fozialen Reformpartei verhandelt, welcher für die betreffenden einem Bau verkracht sei, fange vielfach sofort einen anderen Bau vor. Württemberg und Heffen haben sich in demselben Sinne rechtmäßigen Forderungen die Eintragung einer Vorrechts- an, zu dem er neue zu betrügende und um das Ihrige zu brin- ausgesprochen wie Baden. Das Gesez würde thatsächlich hypothek verlangt. gende Handwerker sucht und findet. Diesen Individuen müßte Schaden stiften da, wo fein Bauschwindel vorkommt, denn es vor allem das Handwerk gelegt werden. Steht der Bauunter- würde die Sicherheit des Hypothekenverkehrs überall beeinträchtigen, nehmer unter dem Handelsgefeß, so werde er wenigftens vom also den Grundeigenthümern wie den Kapitalisten schaden. Gericht bestraft werden können. In Berlin seien in einem der Abg. Pachnicke( frs. Vg.): Das Bedürfniß ist in der That Abg. Baffermann: Der gegen unseren Antrag erhobene letzten Jahre den Bauhandwerkern 46 Millionen geraubt wor- tein allgemeines, wie es hier dargestellt wird, die Uebelstände Vorwurf, daß er nicht zeitgemäß sei, da die Beschluß- den. Dem Antrag aus Kommissionsberathung stimmt Redner zu, sind nicht nur nicht überall, sondern auch nicht überall gleich schwer faffung über ein einheitliches bürgerliches Gesetzbuch bittet aber um eine solche von 21 Mitgliedern. Der Bau- vorhanden. Es ist der Verlust von 45 Millionen in einem Jahr unmittelbar bevorstehe, ift nicht begründet. Bis unternehmer müsse als Kaufmann aufgefaßt und unter das genannt worden. Die Zahl ist ungeheuerlich übertrieben, wenn zur Feststellung dieses Gesezgebungswertes Handelsgesetzbuch gestellt werden; das Grundbuch müsse außer- man die Zahl der Neubauten in Rechnung stellt. In Wirklichkeit wird viel Beit vergehen. Auch die verbündeten dem bis zur Fertigstellung des Baues für alle weiteren spiz- handelt es sich wohl um 4-5 Millionen, eine Summe immer Regierungen haben neben dem bürgerlichen Gesetzbuch bubischen Manipulationen gesperrt werden.( Beifall.) noch groß genug, um ein Einschreiten in Erwägung zu ziehen. uns die Vorlage wegen der Bekämpfung des unlauteren Staatssekretär des Reichs Justizamts Nieberding: Die Uuzählige Male ist es auch der Mangel an Umficht und VorWettbewerbes gemacht. Es ist die höchste Zeit, daß etwas ge fozialpolitisch und wirthschaftlich gleich ernste Frage des Schutes ficht, wie sie jeder ordentliche Hausvater üben muß, der zu schieht, um die schweren Schädigungen, welche durch der Bauhandwerker hat auch die Reichsverwaltung schon lange diefem beklagenswerthen Verlust der Bauhandwerker geführt hat. den schamlosen Bauschwindel den Bauhand beschäftigt. Die Regierungen stehen keineswegs, wie es nach den Mit dem Antrage der deutsch- sozialen Reformpartei wird ein fest wertern zugefügt werden, unmöglich zu machen. Schon Reden der Antragsteller scheinen könnte, der Angelegenheit mit veraufertes Schiff losgelöst und den Wellen preisgegeben, es liegen 25 verschiedene Vorschläge in dieser Hinsicht vor, die in verschränkten Armien gegenüber; es bedarf eines Anstoßes der wird der öffentliche Glaube des Grundbuches vernichtet und die den letzten Tagen um einen weiteren des preußischen Abgeordneten verbündeten Regierungen, der gefeßlichen Regelung dieser Bauthätigkeit in die Hände gewisser Baugesellschaften gegeben, Wallbrecht vermehrt worden sind. Die Frage des Schutzes der Frage näher zu treten, nicht. Sie wollen auch der welche mit noch größerer Skrupellosigkeit die Bauhandwerker Bauhandwerker hat immer weitere Kreise der Bevölkerung ernst- Deffentlichkeit gegenüber nicht die Meinung aufkommen ausbeuten würden. Dem Antrag Bassermann raubt die doppelte lich beschäftigt. Der Bund für Bodenbesizreform hat Jahre lassen, als beruhe die Initiative dafür beim Reichstage. Tage von vornherein die Möglichkeit praktischer Durchführung. lang in diesem Sinne gearbeitet; ebenso der Verband der Lange vor diesen und den vorjährigen Anträgen hatte sie die Die Berliner Bauplatzsteuer hat auch die Tage des Mehrwerths deutschen Gewerbevereine, weiter auch die preußische Justizver- Frage eingehend erwogen. Den ersten Anstoß gab die Fassung, zur Grundlage; mehr als 3/4 aller Betheiligten haben reklamirt; waltung, die durch den Mund des Justizministers wohlwollende welche§ 638 bei der ersten Lesung des Entwurfs des bürgerlichen das spricht genügend für die unüberwindliche Schwierigkeit, die Erklärungen abgegeben hat. Auch die beiden Häuser des Gesetzbuches erhielt; die öffentliche Kritik und die Erwägungen sich einer solchen Lösung entgegenstellt. Kommissionsberathung preußischen Landtages haben durch ihre Beschlüsse zu den bezüg- der verbündeten Regierungen führten dazu, daß in der zweiten hätte teinen sonderlichen Zweck, aber es kann ja auch lichen Petitionen die Nothwendigkeit einer baldigen gefeßlichen Lesung die ursprüngliche Fassung umgestoßen und eine andere auf dem Wege der Unterhaltung über die Anregung Regelung anerkannt. Die Frage nach der Höhe der Verluste der gewählt wurde, die den Forderungen der Bauhandwerker etwas informatorisch manches gewonnen werden. Es handelt sich um Bauhandwerker bei Subhastationen ist mit zuverlässigen statisti- mehr entgegentommt. Der Standpunkt der verbündeten nichts Altägliches, sondern um etwas Außergewöhnliches: mit schen Angaben nicht zu beantworten. Der Selbstmord des Ber- Regierungen stimmt mit den beiden Antrag demselben Rechte wie hier die Bauhandwerker liner Malers Seeger gab den Anstoß zu Erhebungen in dieser stellern dahin überein, daß ein wirksamerer tönnten die Arbeiter Sicherung durch Gesetz Richtung, doch ist das Material lückenhaft. Welchen Umfang Schuß gefunden werden muß. Hier kann nur die dagegen verlangen, daß ihnen der Unter die Berluste angenommen haben müssen, tann man aber daraus Größe und das Maß des Schadens für die Art der Abhilfe maß- nehmer nicht mit dem Lohn durchgeht. Daher erkennen, daß in Berlin die Zahl der Bauherren", gebend sein. Für ganz Deutschland aber können die verb. Regie: ist größte Vorsicht bei der weiteren Erwägung welche die Krankenkassen- Gelder unterschlagen rungen die Frage der Nothwendigkeit nicht in gleichem Maße bejahen, der Anträge geboten. Man verpflichte die Bauunterhaben, 29, 29, ja 32 pt. in einem Jahre betrug. vielmehr ist für sie diese Frage eine offene. Um Klarheit darüber nehmer für fremde Rechnung auf das Handels- Gesetzbuch, damit Jedenfalls beziffern sich diese Verluste auf viele zu geninnen, ist die Reichsregierung mit den verbündeten Re- werde sicher relativ mehr erreicht, als auf dem Wege angeblicher Duhende von Millionen. Der Reichstag selbst gierungen in Verbindung getreten, die Aeußerungen derselben Radikalmittel. $ = hat schon bei Gelegenheit der Anträge des Ben- liegen noch nicht vollständig vor. Die einzelnen Landes- Abg. v. Bennigfen( natl.): Ich beantrage, nur den ersten frums zur Abänderung der Konkursordnung sich mit der regierungen sind aber keineswegs einer Meinung Theil des Antrages Baffermann und zwar ohne kommissarische Frage beschäftigt, man hat schon damals die Einräumung einer über die Dringlichkeit des Bedürfnisses; eine Berathung sofort im Plenum anzunehmen, da mir eine Meinungsbringlichen Berechtigung am Hause für die Bauhandwerker als Reihe von Regierungen hat Erscheinungen, welche zum Ein- verschiedenheit über diesen bei der Mehrheit nicht vorhanden zu eine sehr erwägenswerthe Lösung derselben bezeichnet. Einen Grund schreiten nöthigen, überhaupt nicht wahrgenommen. Dieses sein scheint. Es sind doch so schwere Uebelstände in so vielen dafür, die Sache der Landesgefeggebung zu überlassen, tönnen Moment muß bei der legislatorischen Erledigung der Sache mit verschiedenen Theilen Deutschlands hervorgetreten, daß es von wir nicht einsehen. Die Schäden find in allen großen Städten erwogen werden. Der preußische Justizminister fonnte bekanntlich Werth ist, daß sich der Reichstag im Sinne des ersten Theiles des Reiches hervorgetreten, und es handelt sich um eine zivil- 5 Gefeßentwürfe gleichzeitig vorlegen, welche in seinem Ministerium des Antrages Baffermann an die verbündeten Regierungen rechtliche Materie. ausgearbeitet waren; die Juſtizkommission des Abgeordneten wendet. Hoffentlich wird uns dann in der nächsten Session Jm Wege der Selbsthilfe können die Bauhandwerker der hauses hat keinen derselben für vollständig geeignet gehalten. eine Vorlage gemacht werden, zumal große statistische ErSchäden nicht Herr werden. Man giebt ihnen den Rath, nur Sie empfahl von der Lösung auf dem Boden des Hypotheken- hebungen auf diesem Gebiet nicht für nothwendig erachtet werden. mit treditfähigen Bauherren abzuschließen. Das ist ein sehr rechtes abzusehen und machte eine Reihe anderweiter Vorschläge, Staatssekretär Nieberding: Ich kann dem gegenüber nur billiger Trost, mit dem der Handwerfer gar nichts anfangen Sicherheitshypothet, Eintragung der Bauunternehmer in's Firmen wiederholen, daß Reichsverwaltung und Preußen seit längerer fann, da er sich weder über die Vermögensverhältnisse register und Ermöglichung der Einsichtnahme des Grundbuches Zeit mit dieser Materie beschäftigt sind und daß nur deren der Bauherren unterrichten, noch ihnen Bedingungen für die betheiligten Handwerker. Die erstere wird bekanntlich Schwierigkeit den Abschluß unserer Arbeiten verzögert. Ob das stellen tann. Die typischen Fälle des Bauschwindels sind ja im Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuchs vorgeschlagen; die beiden bis zum nächsten Jahre möglich sein wird, kann ich jetzt nicht bekannt. Ein mittellofer Bauherr tauft den Bauplay, nimmt anderen haben im Reichsjustizamt zustimmende Würdigung ge- übersehen; vor allem wiederhole ich, daß ein Ersuchen des sofort eine Rautionshypothek auf, bezahlt von den Baugeldern funden. Für die heute vorliegenden Anträge Reichstages ohne irgendwelche nähere Bezeichnung des Zieles den zum Theil das Material, zum größeren Theil vielfach alte sollte sich der Reichstag nicht engagiren. Die verbündeten Regierungen nur sehr wenig nüßen kann. Echulden und eigene Bedürfnisse; dann kommit der Krach; die absolute Vorrechts Hypothet ist auf die Abg. v. Buchka( df.): Wir sind mit den Antragstellern der Arbeiter haben mittlerweile ihre Arbeit und ihre Materialien ich wo ersten Bedenten gestoßen, aber auch die Meinung, daß der Mißstand des Bauschwindels zu den bedenkin den Bau gesteckt und dadurch werthvoller gemacht, diese Sicherung, welche der Antrag Baffermann empfiehlt, ist lichsten Folgen zu führen droht und daß das uns gestellte Problem fallen aber bei der Subhastation aus. Der durch die Bau- nur scheinbar. In Frankreich besteht die Bestimmung zu Recht, gebieterisch eine Lösung verlangt. Da wir aber in beiden Anhandwerker geschaffene Mehrwerth wird von den Spetu ist aber völlig wirkungslos geblieben. Wir würden damit den trägen die richtige Lösung nicht finden können, stimmen wir zulanten und Baubanten verschluckt, während der Arbeitern und Handwerkern statt Brotes einen Stein bieten. nächst für Kommissionsberathung, können also der Anregung des Handwerker das Nachsehen hat. Diesen Uebel- Die mit der doppelten Tage verbundenen praktischen Schwierig Abg. v. Bennigsen nicht Folge geben. ständen hilft der Vorschlag des bürgerlichen Gesetzbuches, den feiten machen allein schon den Nutzen des Antrages illusorisch. Abg. Stadthagen, deffen Rede bei der herrschenden Unruhe Handwerkern eine Sicherungshypothek einzuräumen, nicht ab. Der Reichstag sollte sich freie Hand behalten und sich nicht auf des Hauses und vornehmlich, weil er nach rechts gewendet Der Reichsgerichtsrath Baehr hat in diesem Uebelstande mit die Empfehlung dieses bestimmten Vorschlages über die Art der spricht, auf der Journalistentribüne sehr schwer verständlich ist, recht eine abscheuliche Ungerechtigkeit gefehen. Mein Vorschlag Ausführung festlegen, wenn die verbündeten Regierungen auch drückt zunächst seine Verwunderung aus über die Haltung, welche geht dahin, beim Baubeginn die Liegenschaft gerichtlich abzu erwarten, daß der Reichstag über den einzuschlagenden Weg die Reichsregierung zu dieser Frage eingenommen hat. Sobald Schäßen, wogegen ein Beschwerderecht eingeräumt werden kann, nach gründlicher Erwägung aller gemachten Vorschläge eine es sich um den Schutz des werkthätigen Arbeiters gegen nach Fertigstellung des Baues eine zweite Abschägung stattfinden Direktive andeutet. Schwindel und Ausbeutung handelt, verjährt sie faumfelig und zu lassen, welche den Mehrwerth ergiebt, den die Bauhandwerker Abg. v. Stumm( Rp.): Zur Begründung meines Antrages dilatorisch. Sie scheint den Arbeitern gegenüber überhaupt eine geschaffen haben und auf diesen zuerst die Bauhandwerker anzu- hat schon der Staatssekretär einige Momente angeführt. Das Ausnahmestellung einnehmen zu wollen. Ich stimme dafür, daß weisen. Das hätte den praktischen Erfolg, daß die Bau- französische Recht ist in seinem auf die Obligationen bezüglichen die Sache an eine Kommission verwiesen wird und hoffe, daß handwerker zum vollen Betrage ihr Geld erhalten. Diese Bau Theile geradezu miserabel und mit Freuden hat man in der dort etwas gutes zu stande kommt. Es ist wunderbar, wie die handwerker- Hypothek müßte aber schon im ersten Monat nach Rheinproving seine Aufhebung und die Einführung des Grund- verbündeten Regierungen sich darauf zurückziehen, daß in einFertigstellung des Baues oder auch etwas später eingetragen buches begrüßt. Der ganze Hypothenfenkredit würde, wenn man zelnen deutschen Ländern kein großer Nothstand, also kein werden. Dernburg, Baehr und Gierke haben sich für den von die Bestimmung des Antrages Bassermann wieder aufleben Anlaß zur gefeßlichen Regelung dieser Frage vorhanden sei. mir vorgelegten Vorschlag ausgesprochen. Der Vorschlag der deutsch- ließe, am Rhein wieder in die Hände von Geschäftsleuten Man spricht hier von einer Verlegung von Prinzipien. Stellen fozialen Reformpartei will ein unbedingtes hypothefarisches übergehen und be Erlangung von Hypotheken für für den Sie doch nicht die Sache auf den Kopf: Das wirthschaftliche Vorrecht. Das geht nach meiner Meinung zu weit, weil der kleinen Mann aufs äußerste erschwert werden. Es wird viel Leben hat sich nicht nach juristischen Prinzipien zu richten, son Bauhandwerker auf den Bauwerth gar keinen Anspruch hat. zu sehr davon ausgegangen, daß der Bauschwindel dern umgekehrt. Die Sache muß geregelt werden oder das Reich Den legitimen Verkehr in Grundstücken und Bauten wird der in großen Städten die Regel sei; so schlimm ist es erklärt, daß es nicht im ftande ist, die werkthätigen Arbeiter vor Vorschlag nicht beschränken oder beeinträchtigen. Für den reinen doch noch lange nicht, und in fleinen Städten dem allergreulichsten Schivindel zu schützen. Man muß auf die Spekulanten hat die Gefeßgebung nicht zu sorgen. Es ist un- und auf dem Lande ist doch noch meistens das Baugeschäft in wirthschaftlichen Ursachen des Uebels zurückgehen und wenn die moralisch, wenn der Kapitalist für seine Gelder Erlöse einzieht, soliden Händen. Jeden Bauherren, also auch den Arbeiter, den verbündeten Regierungen sich die Zeit genommen hätten, die welche nicht den Verpflichteten, sondern den Arbeitern und Bauer, der sich ein Haus baut, als Kaufmann hinzustellen, das Dinge gründlich zu studiren und namentlich die Rechtsprechung Handwerkern gebühren; wird er durch diese Vorschrift zu noch geht mir zu weit; ob die Bausperre viel Zweck hat, kann ich der Gewerbegerichte sich zu Nuße zu ziehen, so würden sie im größerer Vorsicht bei Begebung seiner Gelder veranlaßt, um so nicht beurtheilen. Es soll und muß etwas geschehen, um den stande gewesen sein, in dem bürgerlichen Gesetzbuche selbst den beffer. Heute wird vielfach dem unsoliden, vermögenslosen Bauhandwerker zu schüßen, und warten wollen wir damit auch berechtigten Forderungen auf diesem Gebiete entgegenzukommen. Manifestanten das Baugeld gegeben, weil der Mann skrupellos nicht bis zur Emanation des bürgerlichen Gesetzbuches; weiter Das Berliner Gewerbegericht ist im Anfang seiner Thätigkeit mit genug ist, aus den paraten Mitteln die Zinsen zu aber sollten wir in unserem späteren Beschluß den verbündeten Erfolg gegen die Bauschwindler vorgegangen und hat namentlich zahlen und der Spekulant nachher beim Krach gesichert bleibt. Regierungen nichts erklären. die alleinige Haftbarkeit der Strohmänner abgelehnt und Die Schwierigkeit der Schäßung, die uns auch entgegen gehalten Abg. Rintelen( 3.): Wir haben schon im vorigen Jahre auch die herangezogen, die herangezogen, die den wirthschaftlichen Nugen wird, ist nach der Ausführung des Verbandes der Innungen in unserem Antrage zur Abänderung der Konkursordnung der betreffenden schwindelhaften Manipulation gehabt deutscher Baugewerksmeister gar nicht so groß. Der Vorschlag einen dem Antrage Baffermann ganz ähnlichen Antrag gestellt. haben. Leider hat aber diese ersprießliche Wirksamkeit einer Bausperre bis zur Hinterlegung einer Kaution für die Bau- Das Zentrum hat also ebenfalls längst den entsetzlichen sozial des Gewerbegerichts durch die leider zugelassene Berufung an handwerker und derjenige der Einräumung der ersten Hypothet politischen Schäden abhelfen wollen, welche durch die Unredlich ein gelehrtes Gericht ihre Schranken gefunden; das Berufungsan die Handwerfer durch Einverständniß der Hypothefengläubiger feiten gewisser Bauunternehmer den Handwerkern zugefügt gericht hat ausgesprochen, die Arbeiter hätten sich die Folgen sind beide praktisch kaum durchführbar; die Hypothekengläubiger werden. Wir haben damals von der weiteren Verfolgung der eines Abschlusses mit bloßen Subunternehmern selbst zuzuschreiben. werden sich kaum zu dieser Einigung bereit finden lassen und die Anregung Abstand genommen, nachdem uns der preußische Juftiz- Auch Herr Pachnicke gab den Arbeitern den guten Rath, sie möchten polizeiliche Baufperre hat die mannigfachsten Bedenken gegen sich. minister erklärt hatte, es sei die Absicht der Justizverwaltung, fich vorsehen. Einige betrogene Handwerker haben sich das Leben Die Einzelheiten der Ausführung meines Vorschlages fönnen ge- die Sache durch die Reichs- oder Landes Gefeßgebung zu genommen. Vielleicht schiebt er ihnen auch dafür die Schuld zu: trost der weiteren Entwicklung überlassen bleiben. Es handelt regeln. Nachher sind wir aber auf das bürgerliche Ge- warum morden fie fich! Der Antrag Bassermann ist sich hier zunächst um die Forderung, der Sache endlich näher zu setzbuch vertröstet worden, und die Sicherheitshypothef, vollkommen zwecklos, er ist nichts weiter als eine Wiederholung treten und dem Bauschwindel das Handwerk zu legen. Redner die dieses vorschlägt, genügt Herrn Bassermann nicht und des französischen code civile. Bas nügen die schönsten Geseze, wenn Sie Richter haben, die mit einer solchen Verständnißlosige werden. Bei der Abstimmung stimmten nur Abg. Liebermann Bischof 3 Melcher 3 berührt. Das ist ein Beweis der feit für die Verhältnisse des wirthschaftlichen Lebens ausgestattet v. Sonnenberg( Lieutenant a. D.) und Abg. Dr. Hahn( Lieutenant Disparität, mit der man uns behandelt. Auch das Verbot find! Keineswegs handelt es sich hier um etwas ganz Neues; der Reserve) für den Antrag, die Bezeichnung Ehrengericht" zu an die Ordensschwestern in Krefeld, gegen die Ertheilung von nach dem im vorigen Jahre ergangenen Binnenschifffahrts ändern. Bei§ 10( Zuständigkeit des Ehrengerichts) machten Handarbeits- Unterricht, gehört hierher. Gegen solche Maßnahmen Gesetz haftet Schiff und Fracht für den Arbeitslohn des Schiffs- dieselben Herren den Versuch, die Jurisdiktion des Ehrengerichts bäumt sich der Katholit auf. Bestehen solche Gesetze noch, so mauns. Wenn das bestehende Vertragsrecht verhindert, den auch auf Handlungen der Börsenbesucher auszudehnen, welche beseitigen Sie dieselben.( Beifall im Zentrum.) Der Kampf Schwindel und den Schwindler zu fassen, obwohl der That nicht im Zusammenhang mit der Thätigkeit an der Börse stehen. zwischen Katholiken und Proteftanten muß mit geistigen Waffen bestand klar vor Augen liegt, so ist eben das Recht und die Abg. Träger( frs. Vp.) bekämpfte den Antrag, welcher bei der ausgefochten werden.( Bravo! beim Zentrum.) Auch finanziell Rechtsprechung frank und bedarf der Abänderung. Redner führt Abstimmung gegen 7 Stimmen abgelehnt wurde. Die§§ 11-14, werden die Katholiken ungünstiger behandelt, als die Evanein recht eklatantes Beispiel eines Berliner Bauschwindlers an, welche Bestimmungen über die Art des ehrengerichtlichen Ver- gelischen, obwohl wir darauf geringeren Werth legen, kann die um zu zeigen, wie nothwendig es ist, einen starten gesetzlichen fahrens enthalten, wurden gegen die Stimmen der Freifinnigen Thatsache nicht verschwiegen werden. Redner giebt eine Reihe Schuß des Bauhandwerkers zu schaffen. Man macht es sich sehr angenommen. Wegen Beginn der Plenarverhandlung wurde die von Ziffern aus früheren Etats, aus denen hervorgeht, daß feit bequem, die Arbeiter zur Vorsicht zu mahnen. Es giebt weitere Berathung bis auf Sounabend Vormittag zehn Uhr Jahren die Einstellungen für protestantische Zwecke erheblich zuLeute genug, die weiter nichts als ihre Arbeitskraft haben und vertagt. nehmen, während die Ausgaben für katholische Zwecke beständig auch Handwerker, die nicht im stande sind, sich die günstige wirthschaftliche Konjunktur zu sichern, sondern nach jedem Stroh- den unlanteren Wettbewerb, welche Dienstag Abend tagte, hat den ersten katholischen Oberpräsidenten.( Abg. v. Eynern ruft: Die Kommission zur Vorberathung des Gesekes, betr. geringer werden. Seit 1741 hat das katholische Schlesien jetzt halm greifen, um nur Arbeit zu bekommen. Wenn Sie den von die§§ 1-4 in erster Lesung erledigt. Beim Absay 2 des§ 1, Wir haben ja einen katholischen Reichskanzler!) Ja, aber den haben uns stizzirten Weg beschreiten und durch einen dementsprechenden der Anspruch auf Schadenersah demjenigen zubilligt, der durch wir seit einem Jahre, nachdem wir 25 Jahre lang einen proteſtantiſchen tausende jährlich geschädigt werden, einen Damm entgegenseßen, Diskussion. Die Regierungsvorlage enthält die Bestimmung, Beschwerden für begründet halten. Wir werden auf diese so haben Sie mehr gethan, als wenn Sie im bürgerlichen Gesetz daß schadenersatzpflichtig jeder sein soll, der unrichtige Forderungen immer wieder zurückkommen und sind bereit buch eine Scheinvorschrift geben, die dem Schwindel Thür und Angaben über Geschäftsverhältnisse öffentlich bekannt macht, mit den Roservativen zusammenzugeben trob Thor vielleicht noch weiter öffnet. Ich bitte um Ablehnung des wenn er die Unrichtigkeit der Angaben kannte oder kennen bes Falles Hammerstein.( Oho! rechts.) Der Antrages v. Bennigfen und Annahme des Antrages auf Kommissions- mußte. Abg. Schmidt( frf. Vp.) bemängelte, daß hiernach Emanzipationskampf der Katholiken in Preußen hat begonnen, berathung.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Baffermann verzichtet auf den zweiten Theil seines Beitungen für redaktionelle Notizen und Inserate verantwortlich helfen Sie uns dabei; es wird dem Vaterlande zum Segen gegemacht werden könnten. Der Regierungskommissar erklärte, daß reichen.( Bravo!) dies auch in der Absicht des Gesetzes läge. Abg. Fusangel( 3.) Minister Dr. Miquel: Die Anordungen über die TheilAbg. Beckh( frf. Vp.): Mit der Lösung der Aufgabe, wie schloß sich den geäußerten Bedenken an, während Singer den nahme an den bischöflichen Begräbnissen sind ganz felbft. fie das bürgerliche Gesetzbuch bringt, sind wir speziell in Bayern Antrag stellte, die Worte oder kennen mußte" zu streichen, weil verständlich. Bischof Melchers starb im Exil und im Kriege durchaus einverstanden. Der Vorschlag des Abg. Baffermann durch dieselben geradezu Staate. Reinkens war einer beweislosen Recht mit staatlich anerkannter würde bei jeder, auch der kleinsten Forderung, in Anwendung sprechung angereizt werde. ergiebt sich der Unterschied in gebracht werden und nur den Realkredit erschweren. Dennoch die Regierungsvorlage die Majorität. Bei der Abstimmung erhielt Bischof, daraus Anordnungen. Die Vorwürfe, welche die Die§§ 2 und 3 der behördlichen sind auch wir für noch weitergehende Schutzmittel, wenn solche Vorlage wurden angenommen.§ 4 handelt von der Be Disparität begründen sollen, sind nicht zutreffend. Die Dotation gefunden werden könnten. Bis jetzt scheint das nicht der Fall ftrafung wissentlich falscher Angaben über zum Verkauf angebotene der katholischen Kirchen, soweit sie vorhanden war, iſt durch die zu sein. Nach den heutigen Erklärungen des Staatssekretärs der Waaren. Nach kurzer Diskussion wird der Antrag gegen die Bulle de salute animarum festgelegt; der Staat hat daran Justiz brauchen wir überhaupt keinen Antrag mehr annehmen; freifinnigen Stimmen angenommen. Zu§ 5 der nach der Vor- nichts geändert. Noch nie habe ich klagen von Protestanten follte der Reichstag aber einen materiellen Beschluß faffen wollen, lage dem Bundesrath das Recht giebt, Vorschriften gegen über fatholische höhere Beamte gehört. Wir haben einem hervor= fo nimmt er am besten den Antrag Stumm- Bennigsen an. Quantitätsverschleierungen zu erlassen, beantragte Singer, daß ragenden Zentrumsführer fürzlich einen hohen Posten in der folche Vorschriften dem Reichstage bei seinem nächsten Zusammen neuen Genossenschaftsbank gegeben, dem Herrn v. Huene.( Sehr tritt zur Genehmigung vorzulegen sind. Der Antragsteller begründete richtig! links.) Ich habe nicht mal in den Blättern von den Antrag damit, daß der Reichstag nicht auf die Mitwirkung an evangelischer Seite eine Klage darüber gelesen.( Sehr der Gesetzgebung verzichten dürfe und keine Veranlassung habe, wahr Auf finanziellem Gebiet müssen wir uns bemühen, die diskretionäre Gewalt des Bundesraths zu erweitern. Es zunächst in Preußen einen Ausgleich der schwankenden Einhandele sich um wichtige Erscheinungen im wirthschaftlichen nahmen herbeizuführen. Auch im Reiche ist die Beseitigung Leben; bundesräthliche Erlasse auf diesem Gebiete könnten von dieser Schwankung nöthig, denn sie bedroht die Griftenz der einschneidender Wirkung sein und es sei gefährlich, das Gesetz- Ginzelstaaten, die keine Eisenbahn- Einnahmen, keine Forsten und gebungsrecht des Reichstags auf den Bundesrath zu belegiren. keine Bergwerke haben.( Beifall.) Wegen vorgerückter Beit mußte die Berathung abgebrochen und die Diskussion des Antrages vertagt werden. Nächste Sigung Donnerstag Abend 71/2 Uhr. Antrages und auf Kommissionsberathung. Abg. v. Stumm tritt nochmals für seinen Antrag ein. Abg. Lieber( 3.) ist erfreut, daß der Abg. Baffermann feinen Antrag auf Kommissionsberathung und den zweiten Theil feines Autrages zurückgezogen hat. Der Abg. v. Buchka hat die Einladung des Staatssekretärs zu gemeinsamer Kommissions berathung, damit man erfahre, wie ungefähr die Ausführung des angeregten Gedankens aussehe, mit einer Harmlosigkeit auf genommen, die ich nicht mehr befize. Es hat mich diese Einladung ein bischen an den alten Reichskanzler Fürsten Bismarck erinnert, der uns alle( das Bentrum) feiner zeit aufforderte, doch selbst ausgearbeitete Gesetzentwürfe über den Arbeiterschutz, und zwar in acht Tagen, einzubringen. Mit dem Eingehen auf Kommissionsberathung würden wir die Sache nicht fördern, sondern verschleppen. Ich kann nur hoffen, daß die Sache heute zur Entscheidung und der darin angeregte Gesetzentwurf recht bald an das Haus kommt. nächst erschüttert worden. au von = bem den Justizminister Schönstedt: In der Begräbnißangelegenheit erging von Köln nach Berlin die Anfrage, wie man sich behördlicherseits hierzu stellen folle; es wurde geantwortet, daß Anordnung lief unter den Beamten um, mit dem Zufaze eine Theilnahme der Behörden nicht stattzufinden habe. Diese bann mißverstanden worden. Ich hoffe, daß die Angelegenheit der besser unterblieben wäre zur Nachachtung". Das ist damit aus der Welt verschwinden wird. Die Kommission für das Erwerbs: und Wirthschaftsüber den 145 a der Vorlage, durch den der Berkauf von genossenschafts- Gesetz verhandelte am Mittwoch, den 22. 6. M., § Damit schließt die Debatte. Das Schlußwort erhält zu mitglieder bestraft werden soll. Nachdem von Wurm und Waaren seitens der Konsumvereins- Mitglieder an Nicht Abg. Rickert( frs. Wg.): Dem Minister fann ich nur voll Abg. Baffermann: Die Eintragung der Bauunternehmer Schneider wiederholt der Antrag bekämpft worden war, durch in das Handelsregister wird den Schäden, welche die Bauhand- den die Mitglieder der Konsumvereine in ihrem freien Ver- darin beiftimmen, daß bei der Anstellung der Beamten nur deren werker erleiden, nicht abhelfen, die Einsicht in das Grundbuch fügungsrecht über die gekauften Waaren beschränkt werden, nahm Fähigkeit und nicht deren Bekenntniß maßgebend sein soll. Ueber die Kommission Unteranträge die Handelsverträge fönnen wir mit der Rechten nicht mehr für die Bauhandwerker ebensowenig. Die wichtigen Gründe, Dr. Kropatscheck, welche für eine reichsgefeßliche Regelung der Angelegenheit Schneider, Münch Ferber und dann den gesammten An- streiten; wir verstehen einander nicht mehr. Die Verzögerung sprechen, sind durch die Anführungen von der Gegenseite nicht trag an, der nun dem§ 145 a, Abs. 2, folgenden Wortlaut giebt: Rußland bereits vorgegangen ist mit seinen Reformen. Einem Der Bauschwindel schreitet von Pro- verein oder bei einem mit diesem in Verbindung stehenden Mitteln der Geschäftsordnung entgegentreten und wir hoffen, daß " Gleiche Strafe trifft das Mitglied, welches aus dem Konsum Schulgesetz nach Zedlib'schem Muster werden wir mit allen vinz zu Provinz fort. Wenn Herr Pachnicke die Bau- Gewerbetreiben den bezogene Waaren von nicht unbedeutendem handwerker auf ihre eigene Vorsicht verweist, so wider= spricht das den thatsächlichen wirthschaftlichen Verhältnissen und Werthe oder nicht unerheblicher Menge gewerbs- oder gewohnheits- auch im Lande eine solche Vorlage die nöthige Agitation ent fachen wird. Der Finanzminister macht uns zu unrecht den alle Neußerungen der sachverständigen Interessentenkreise. Wenn mäßig an Nichtmitglieder veräußert oder seine zum Waarenkauf Vorwurf prinzipieller Opposition, wenn er von unverantwort ich auch den zweiten Theil des Antrages zurückgezogen habe, Konsumverein zum Bezug von Waaren ausgegebene Marken in einem Konsumverein berechtigte Legitimation oder von einem lichen Abgeordneten spricht. Was sollte ich davon haben, sehe ich voraus, daß man sich schließlich darauf wird vereinigen oder sonstige Zeichen und Bezugscheine zum Zweck unbefugter Herrn Miquel prinzipiell zu bekämpfen? Herr Miquel mag müssen, an den Mehrwerth anzuknüpfen, den die Arbeiten und Lieferungen der Handwerker und Arbeiter geschaffen haben. Be- Waarenentnahme überläßt. Das Nichtmitglied, welches zu dem ich für einen verschrobenen Kerl halten,( Große Heiterkeit. Ruf: Sehr richtig!) aber prinzipielle Opposition sollte er mir fommen wir keine Vorlage, so wird in der nächsten Session mein selben Zweck von der für ein Mitglied ausgestellten Legi- nicht zutrauen. Mit der gemeingefährlichen Agitation des Bundes Antrag als Initiativantrag wiederkehren. timation oder von solchen Marken, Zeichen und Bezugs: der Landwirthe sollte die Regierung nun bald aufräumen. Der Abg. Liebermann von Sonnenberg: Die deutsch- soziale scheinen Gebrauch macht oder auf andere Weise die den Reformpartei tann den Torso des Antrags Baffermann nicht Waarenverkauf bewirkende Person zur unbefugten Waaren- Antrag Kanig ist das beste Mittel zur Förderung der Sozialannehmen, weil er ganz überflüffig ist. Es muß eine materielle Die Mehrheit der Kommission kann zwar nicht bestreiten, daß gefeß fagt, ist übertrieben. Wenn das Schulgefez cngenommen abgabe zu verleiten versucht, unterliegt derselben Strafe." demokratie. Abg. v. Kröcher( f.): Was Herr Rickert über das Schul Beschlußfassung erfolgen, nachdem die Sache fünf Jahre schon nach dem Wortlaut des angenommenen§ 145a sogar das Abim Flusse ist. Ich nehme den letzten Theil des Antrags Basser lassen von Nahrungsmitteln seitens eines Logiswirthes an seinen würde, so gäbe es eine Zeit lang Agitation, dann würde man mann wieder auf und auch den Antrag der Kommissions Chambregarnisten in jedem Falle mit Geldstrafe bis zu 150 m. fich mit dem Gesez abfinden, wie wir uns schon mit Gefeßen abberathung. Will man den Bauhandwerkern nicht helfen, dann belegt werden könne, nahm ihn aber doch an, behielt sich jedoch gefunden haben, die uns nicht gefallen haben, mag man es ihnen direkt sagen. Herr Bachem hat mir erwinschte Gelegenheit gegeben, über Abg. v. Bennigsen bemerkt, daß die Wiederaufnahme eines für die zweite Lesung eine andere Formulirung vor. Auf An den Fall Hammerstein cavas zu sagen; der Fall konnte Antrages oder eines Theiles desselben nur bis zum Schluß der frage Wurm's erklärte der Regierungskommissar, daß der beim Etat des Landtags besprochen werden, dem Herr von Verkauf von Emballagen( Risten, Fässer) seitens des Konsumvereins an Nichtmitglieder( Faßbändler u. dergl.) nicht Hammerstein ja lange Jahre angehört hat.( Heiterkeit rechts.) als„ regelmäßiger Geschäftsverkehr" aufgefaßt und bestraft werden bin es nicht mehr und zwar seit Juni vorigen Jahres fattisch, Ich bin Mitglied des Kreuz- Zeitungs"-Komitees gewesen; ich önne. Nächste Sigung Dienstag, den 28. d. Mis., vormittags feit dem Januar dieses Jahres auch formell nicht mehr. Ich wi!! Diskussion zulässig ist. Der Antrag auf Rommissionsberathung wird abgelehnt, des. Der Antrag auf Rommiffionsberathung wird abgelehnt, des gleichen gegen die Stimmen der Antisemiten, Sozialdemokraten und der Abgg. Schall, Jacobstötter, Sachße( dt.) der Antrag der deutschsozialen Reformpartei. Der Antrag Bassermann wird gegen die Stimmen der deutsch- sozialen Reformpartei an: genommen. Darauf wird die Sigung vertagt. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr ( Fortsetzung der Etatsberathung: Bostetat). Parlamentarisches. 10 Uhr. Abgeordnetenhaus. 4. Sigung vom 22. Januar 1896, 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, v. Bötticher, Thielen und Kommissarien. Gestorben ist der Abg. Lassen( Däne). Das Haus ehrt sein Andenken in üblicher Weise. nachweisen, daß die Parteileitung nicht schuld ist an der Verschleppung der Sache Hammer stein Alle Parteien haben sich über die Schandthaten des Herrn von Hammerstein aufgeregt, das Zentrum am wenigsten. Es ist viel verwerft cher, wenn ein Mitglied der tonservativen Partei solche Schandthaten begeht, als wenn ein Mitglied einer anderen Partei das thut.( Lachen lints, Zustimmung rechts.) Ueber andere Fälle ist man nicht so entrüstet gewefen. Es ist ja selbstredend, daß meines Wissens tein Mensch von Das Haus setzt die erste Lesung des Etats fort. den wirklichen juristischen Schandthaten, Wechselfälschung, Urs Die Börsenreform- Kommission sette am Dienstag ihre Bes Abg. Dr. Bachem( 3): Wir können uns hier nicht mit fundenfälschung u. f. w. etwas gewußt hat. Das werden rathungen mit der Besprechung des§ 7( Fälle des Ausschlusses den Einnahmequellen des Reiches, das übrigens auch große Aus- Sie psychologisch zutreffend finden. Ich habe Herrn v. Hamer vom Börsenbesuche) fort. Gegenüber der Regierungsvorlage, gaben für Seer und Marine zu decken hat, beschäftigen, das ge- ftein für einen starknervigen Mann gehalten, aber für so startwelche u. a. Personen, welche sich nicht im Besitze der bürger- hört in den Reichstag. Wir haben einen Ausgleich für die nervig habe ich ihn nicht gehalten, daß er so scharf für lichen Ehrenrechte befinden, von dem Besuch der Börse aus Schwankungen der Einnahmen bereits früher geschaffen in dem Christenthum u. f. w. eintreten tonnte, trobem schließen will, hatten die Abgg. Graf Kanit und Dr. Hahn be 100 Millionen- Fonds; das darf gegenüber den Andeutungen des er das Bewußtsein haben mußte, daß er antragt, Personen, welche aus den§§ 242-246, 263, 264, 266 Ministers von der Mothwendigkeit, die Schwankungen durch ein Buchthäusler fei.( Sehr richtig! rechts.) In bis 270 des Strafgefeßbuches( Diebstahl, Unterschlagung, das Extraordinarium ausgleichen zu wollen, nicht un- der zweiten Hälfte des Dezember Dezember bekam ich, der Betrug, Untreue, Urkundenfälschung) verurtheilt find, nicht beachtet bleiben. Man hat die Reichsfinanzreform so ich damals der unglüdliche Verleger der Kreuz- Zeitung" zum Börsenbesuch zuzulassen. In längerer Debatte wurde aufgefaßt, daß Das Reich Don den Einzelstaaten nicht war, einen Zeitungsausschnitt, daß das Haus Zimmeru. a. von Singer darauf hingewiesen, daß nicht Leute, welche mehr empfangen sollte, als es an dieselben zurückzahlt. straße 92, dem Frhrn. v. Hammerstein gehörig, zur Subhastation sich einmal in ihrem Leben gegen die angezogenen Paragraphen Tanach würde Preußen heute schlechter stehen, denn es empfängt täme. Ich trat mit dem Komiteevorsitzenden in Verbindung des Strafgefeßes vergangen haben, an dem Börsenschwindel die vom Reiche verschiedene Millionen. Auch im Reich hätte man und wir beschlossen, weil er manches auf dem Kerbholz hatte, Hauptschuld trügen, sondern daß die haute finance und die zur Zeit der hohen Einnahmen an die Bildung eines Reserve- denn die Zeitung ging nicht mehr recht, ihm zu kündigen. Im großen Banken dafür verantwortlich zu machen sind. Die Ge- fonds denken sollen, um die Schwankungen in den Einnahmen Januar erfuhren wir, daß der Pensionsfonds nicht mehr vor heimen Kommerzienräthe, die Bankdirektoren, die meist als Stüßen auszugleichen. Was Berlin anbetrifft, so hat der Oberbürger- handen wäre. Herr v. Hammerstein wurde zur Rede gestellt von Ordnung, Moral und Sitte angesehen werden, kurzum die meister dieser Stadt türzlich Berlin als das Aschenbrödel der nnd theilte uns mit, daß er für den Fonds das Deutsche großen Finanzinstitute, die schlechte Papiere unter die Leute bringen Staatsverwaltung bezeichnet; zutreffender erscheint die An- Tageblatt" angekauft habe; das sei aus politischen Gründen ge und im Wege des Differenzspiels Riefengeschäfte entriren, schauung meines Betters, welcher Berlin einmal als den Wasser schehen. Wollte Herr v. Hammerstein die Sache machen, dann bilden eine Gefahr für das Publikum, nicht aber irgend ein arm topf Preußens bezeichnete. Eine Erleichterung der Real- durfte er niemand davon sagen. Denn es konnte ihm feliger fleiner Pfuscher, der ausgeschlossen werden soll, weil er luften muß energisch angestrebt werden. Bedauerlich scheint uns, niemand zur Verwendung des Fonds Zustimmung geben. vielleicht vor Jahren einmal mit dem Strafgeset in Konflikt ge- daß man in der Schulgesetzgebung den Weg einschlagen will, Er hat uns nichts gesagt; erst nach drei Jahren erfuhren wir, tommen ist. Wenn der Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte zum einzelne Materien dieser Angelegenheit zu ordnen. Wir würden daß der Pensionsfonds verschwunden war. Man wird mir vorEintritt in den Reichstag qualifizire, fo müsse er auch für den gern bereit sein, unfere ganze Kraft einzusehen für das Zustande- werfen, daß ich mich so wenig um die Geschäftsführung ges Besuch der Börse genügen. Allseitig bekämpft, wurde der An- kommen eines Schulgesetes in christlichem Sinne; tümmert habe. Ich habe auf Andrängen des Herrn v. Kleisttrag Dr. Hahn- Kanit abgelehnt und die Regierungsvorlage an- die Gelegenheit dazu ist ebenso günstig, wie vor einigen Jahren. Rezow das Amt übernommen, aber ausdrücklich unter der genommen.§ 8( Handhabung der Ordnung an der Börse) ohne( Bravo und sehr richtig! im Zentrum.) Bedingung, daß ich mich um die Geschäftsführung nicht zu Diskussion angenommen. Im§ 9( Ehrengerichtliches Verfahren) Die Nothwendigkeit einer Berbesserung fümmern brauche. Hammerstein hatte als Geschäftsführer beantragt die Regierung die Errichtung eines Ehren des Wahlrechts ertennen wir an, durch die sehr weitgehende Vollmachten. Er gab die Verwendung des gerichts für jede Börse. Die Abgg. Dr. Hahn und Graf Steuerreform hat das heutige Wahlrecht eine Fonds zu. Dann kam die Frage wegen der Papier Raniz wollen statt Ehrengericht" fehen Disziplinarhof" unerträgliche plutotratische Zuspizung erhalten, lieferung. Es wurde festgestellt, daß die Preise bedeutend Hiergegen erhebt sich lebhafter Widerspruch auch seitens des die das Dreitlassensystem noch nnzweckmäßiger macht, als es höher feien; er gab an, das sei richtig; der Vertrag sei vor Handelsministers, der es als eine Herabsetzung des Kaufmanns- bisher schon war. Die Leute von Bildung werden vielen Jahren abgeschlossen; er habe sich um die Sache nicht fiandes erklärte, wenn man für ih ibn andere Bezeichnungen für heute vollständig von den Befigenden zurück weiter gefümmert. Es wurde bekannt, daß er bei dem Papier. folche Einrichtungen einführte, als wie es bei anderen Berufs- gedrängt. Vor der Sozialdemokratie braucht lieferanten verschuldet sei. Ja, sagte er, ich bin noch bei ganz ständen üblich ist. Aus der Kommission vertreten namentlich man sich dabei nicht zu fürchten; denn der Hinweis anderen Leuten verschuldet.( Heiterkeit.) Dann hatte ich von Frese( frf. Vg.) und Singer denselben Standpunkt. Lekterer suchte auf Sachfen trifft nicht zu; dort arbeitet ein un- einem Wechsel erfahren; den Namen des betreffenden Herrn kann die Motive der Antragsteller in dem Umstand, daß sie dem zweckmäßiges Vereinsgefes besser für die ich nicht nennen, weil ich durch meine Amtsthätigkeit bei der Kaufmann nicht zusprechen wollten, was ihnen bei Offizieren, Sozialdemokratie als alle agitation. Darlehnskasse Kenntniß von demselben erhalten habe. Die Unter" Studenten, Beamten u. s. w. als standesgemäß erschien. Die in Besonders schmerzlich hat uns die Verordnung betreffs der schrift wurde gegeben gegen die Bedingung der Unterschrift eines dem Antrag liegende Ueberhebung müsse energisch zurückgewiesen Theilnahme der Beamten an der Zeichenfeier des dritten und der Diskontirung bei der ritterschaftlichen Darlehus. fei. 3 " # Tokales. " Beitritt auf, faffe. Er hat die Unterschrift nicht bekommen können, ber dritte] Gewehr's die Unterzeichneten entgegen ihrer geftrigen gründet worden. In den Berhandlungen wurde über Noth hatte wohl schon Ahnung bekommen. Die Darlehnskasse wies Rundgebung nun doch dem Leichlinger Antrag wendigkeit und Ziele des Vereins wesentlich Neues nicht den Wechsel zurück; er realisirte denselben in Dresden. gegen Schumacher zustimmten.( Lebhafter allseitiger vorgebracht. Minister Herrfurth forderte wiederum alle Berufe, und Ronfeffionen zum Schön ist das nicht; aber vor den Staatsanwalt gehört es nicht. Beifall.) Parteien Dann war ein Fonds für Herrn Stöcker gesammelt worden. In der Nachmittags- Sigung wird die Preßdebatte fort damit die Klaffengegenfäße gemindert und der Klassenbaß Herr v. Hammerstein erklärte, als er den Fonds herausgeben gefeßt. Grimpe Elberfeld, Meist und Rieger Köln, beseitigt würde. Etwas geschickter drückte sich Landgerichtssollte, daß er von einem schon verstorbenen Beamten unterschlagen Michel 3- Ralt, Röffer Elberfeld erörtern bie Affäre rath Felisch aus: Das Verständniß der Klaffen für einander, Das erschien auffällig; aber es passirt alles mögliche. Hirsch Gewehr, wobei die Debatte zeitweise recht erregt das mehr und mehr geschwunden sei, werde mit der gemeinDann kam das Verhältniß mit Flora Gaß. Ich würde wird. samen Liebesarbeit zurückkehren; die unteren Klassen, die sich als Redakteur einer Zeitung wie die Kreuz vielfach absichtlich dagegen verschlössen, würden die UneigenZeitung" die Weihnachts oder Buß nüßigkeit folcher Unternehmungen der besitzenden Klaffe eins artitel u. s. w. nicht schreiben, wenn ich in fehen. Im Gegensahe zu diesen Ausführungen standen die Um uneigen einem solchen Verhältniß lebte. Aber die Ueber die gegenwärtige politische Lage wird am nächsten Verhandlungen über den Mitgliedsbeitrag. Partei trifft das nicht und wer sich frei von Sünde fühlt in Sonntag, vormittags 101/2 Uhr, Reichstags- Abgeordneter nüßige" reiche Leute au besonderem Eifer anzuspornen, wollte Worten, Werken und Gedanken, der werfe den ersten Stein auf Paul Singer im Feenpalast, Wolfgang- und Burgstraßen- man den Titel" Wohlthäter" oder" Gönner" oder, wie andere ibn.( Heiterfeit.) Ich habe darauf gedrungen, daß Hammerstein Ecke referiren. Um rege Betheiligung an dies. Bersammlung vorschlugen, Stifter", Ehrenmitglied" u. s. w. einführen. Es entfernt werden müsse von der Redaktion. Herr v. Manteuffel ersucht der Vertrauensmann des 1. Wahlkreises. wurde lange darüber geftritten, ob 500, 300, 200 oder 100 m. bat mir zugestimmt, aber er hatte keine entscheidende Stimme. Achtung, dritter Wahlkreis! Heute, Donnerstag, abends dafür zu fordern sei. Schließlich einigte man sich auf immers Man meint vielleicht, ich hätte es vor die Partei bringen sollen. 81/2 Uhr, findet in der Berliner Reſſource, Kommandantenstr. 57, währendes Mitglied", wofür mindestens 100 m. zu zahler Das ist dasselbe, als wenn man jemanden beim Falschspielen eine Bolksversammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter des Statuts mindestens 3 M. find. Gewöhnliche Mitglieder sollten nach dem Entwurf pro Jahr zahlen. ertappt. Man fann die moralische Ueberzeugung nicht leicht auf Dr. Lütgenau- Dortmund einen Vortrag über die politische Lage der Versammlung wurde 2 M., 1 M. oder noch besser ein andere übertragen. Je nach der Stimmung der gesellschaftlichen Kreise hätte ich vielleicht den Beweis nicht erbringen können, dann wäre ich halten wird. Namentlich die Frauen werden um rege Be Beitrag nach Belieben vorgeschlagen, damit auch der bescheidene vor die Pistole gefordert oder wegen Beleidigung verklagt worden. theiligung ersucht. Handwerker", die arme Wittwe" u. s. w. beitreten tönnten. Es Im ersteren Falle würde man unverwundet mit 3 Monaten Glaz Den Genoffen von Pankow und Umgegend wird hier- wurde erwidert, dann täme nicht genug Geld ein. Als aber fortkommen, im letzteren vielleicht mit einer Geldstrafe. Aber mit bekannt gemacht, daß der Arbeiterverein für auch das die Opposition nicht beschwichtigte, erklärte Minister der Verüber der Schandthat wäre dann erhobenen Hauptes Pankow und Umgegend" am Montag, den 27. Januar Herrfurth, bei Verzicht auf eine Mindestgrenze sei zu fürchten, weitergegangen. Ich dachte wie der Präsident Krüger: Man dieses Jahres, abends 82 Uhr, in Störr's Gesellschaftshaus, daß viele, die nur 10 Pf. zahlten, dem Verein beitreten, um ihn muß warten, bis die Schildkröte den Kopf aus der Schale strect Pantow, Mühlenstr. 24, seine Hauptversammlung ab- anderen Zwecken diensibar zu machen, als wozu er jetzt be Da vergaß die Versammlung, daß und dann zuschlagen. Ich fragte einen Rechtsanwalt, ob ich halten wird.( Tagesordnung: Borstandsbericht, Kassenbericht, gründet werde. allein als Verleger den Redakteur entlassen könnte; das Neuwahl, Antrag auf Verlegung des Leseabends.) Die Mit- rufe" zum Beitritt aufgefordert waren, und beschloß 3 M. Wer wurde mir als zweifelhaft bezeichnet, weil er vom Komitee glieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. das nicht zahlen kann, dem soll es unverwehrt bleiben, angestellt fei. Es wurde der Elfer- Ausschuß berufen, der Diejenigen Mitglieder, welche seit längerer Zeit mit ihren Bei- als Pfleger oder Pflegerin in den Dienst des Vereins zu treten, am 18. Juni beschloß, das Komitee zur sofortigen Entlassung trägen im Rückstande sind, werden aufgefordert, ihren Ver- zumal da, wie sehr richtig bemerkt wurde, die Wohlhabenden sich Hammerstein's aufzufordern. Es erfolgte aber in der Deffent pflichtungen nachzukommen, da widrigenfalls der Ausschluß er- ja doch nur auf ihren Beitrag beschränken und die eigentliche lichkeit nichts. Eine Fraktionsversammlung beschloß, ihn auf folgen würde. Der Vorstand. Arbeit, die Besuche bei den Waisen u. s. w., den Unbemittelten zufordern, aus der Fraktion auszutreten. Ein dummer Mensch überlassen würden. Nun kann also die auf diese Weise getheilte gebrauch nennt man das soziale Hilfsarbeit", die die Reichen an ( Beifall rechts.) werflich. M 3 " Verderben!" " den Armen verrichten. " = " Aus alle Bes von dem Ab= Das Schulze Delitzsch Denkmal foll aus Marmor mit einem Poftament aus Granit hergestellt werden. Der Denkmals fonds beläuft sich auf 122 000 m. Bum Reichsgründungsfefte ist in den Spandaner war Hammerstein nicht; er spielte das Prävenire und trat vorher e mehrfabriken ein patriotisch pfäffisches Flugblatt gemeinſame" Arbeit losgehen. Nach dem neuesten Sprach selbst aus. Der Elfer Ausschuß hielt am 6. Juli eine Sigung verbreitet worden, aus dem wir eine pie Gozialdemokratie beab, weil die„ Kreuz- Zeitung" ihn immer noch zeichnen ließ; treffende Stelle hier feftnageln wollen: das Kuratorium wurde aufgefordert, zu erklären, daß HammerAber ob auch heut Festtag ist, auch des Bösen muß heut Wunderbare Beziehungen zur bürgerlichen Presse sind stein feinen Einfluß auf die Kreuz- Zeitung" mehr ausübe. Das Kreuzzeitungs" Komitee" lehnte diese Erklärung ab. gedacht sein, das in diesen 25 Jahren geschah. Denn mit in der letzten Zeit vom föniglichen Polizeipräsidium angebahnt Danach trifft allein die Leitung der Partei an der Verschleppung französischem Golde und wirthschaftlichem Fortschritt worden. Die genannte Behörde machte nämlich diesen Blättern das Anerbieten, ihnen den sogen. Polizeibericht" und andere der Sache keine Schuld. Es wird mir niemand sagen, ich hätte 80g auch ein fremder, böser Geist in unserem Volte ein. " Das deutsche Volt fürchtet Gott. Das war fein Ruhm polizeiliche Nachrichten gegen Bezahlung abzulassen. die Sache verschwiegen und die Wahrheit nicht frei herausgefagt. feit alter Zeit. Darum ist auch Luther, der Reformator, als Das Polizeipräsidium ſieht der Einreichung von Honorar= Wenn das jemand außerhalb des Hauses thut, dagegen bin ich ein deutscher Mann geboren. Darum hat auch Gott unserem vorschlägen entgegen. Im Abgeordnetenhauſe iſt geſtern wehrlos; wer mich fennt, der weiß, daß ich die Wahrheit sage. bentschen Volke durch Jahrhunderte so viel Gnade gesch enkt und dieses Schreiben des Polizeipräsidiums Abg. Gothein( frf. Vg.): Nach den Erklärungen des Vor- es aus napoleonischer Schmach in diesem Jahrhundert wieder geordneten Richter zur Sprache gebracht worden. redners, die wohlthuendes Licht über die dunkle Angelegenheit zu Ehre und Herrlichkeit erhöht. Aber seit der Mitte diefes National Zeitung" gloffirt die kleine Episode wie folgt: verbreiten, wird niemand ihn eines böswilligen Verhaltens für Jahrhunderts und insonderheit ſeit 1870 wagt sich lauter Heiterkeit erregte im Hause ein von dem Redner erwähntes fähig halten. Redner empfiehlt dringend Eisenbahntaris- Reform und lauter in unserem Wolfe ein gottlofer Sinn breit zu Anerbieten des Berliner Polizeipräsidenten es ist auch uns zur Entlastung von Industrie und Landwirthschaft. Schulden machen, der nur am Jrdischen hängt und nichts Befferes tennt, sugegangen und hat auch uns ein gewiffes heiteres Erstaunen tilgung hat teine Eile. Die Agitation des Bundes der Land- als was durch die Keble rinnt und was der Bunge abgenöthigt, den hiesigen Zeitungen polizeiliche Nachrichten schmeckt und die lüfterne Gier befriedigt. Man will gegen Entgelt zu liefern; wir haben es noch nicht beantwortet, wirthe ist einseitig, für die Landwirthschaft schädlich und ver- auf Erden seinen Himmel haben, nennt Arbeit 2aft und da wir zweifelhaft waren, ob wir dem Polizeipräsidium das Sünde, Narrheit oder Krankheit, und wer sich im 3eilen- Honorar der Reporter anbieten dürfen." Abg. v. Eynern( natl.): Der Fall Hammerstein machte nur Frevel vergeht oder gar, wie wir's ja auch im neuen Reich Bielleicht trägt diese eigenartige Geschäftsverbindung dazu bei, deswegen so großes Aufsehen, weil das, was§. that, in so erleben mußten, ruchlos die Hand gegen des Kaisers Haupt das Verhältniß zwischen Presse und Polizei etwas angenehmer fchroffem Widerspruch stand mit feinem öffent erhebt, ber heißt ein schuldlos Opfer elender Wer als gegenwärtig zu gestalten; Leute, die fich derart aufeinander Lichen Auftreten. Daß Herrn v. Ströcher feine Schuld trifft, hältnisse! angewiesen fühlen, haben wegen eines scharfen Wortes mitbraucht er nicht versichern; wir tennen ihn alle und wissen, daß Und weil Gottes- und Menschenordnung solchem Sinne einander ungern vor dem Strafrichter zu thun. Der„ Borwärts" er ein Ehrenmann ist. Wir kommen aus einer beständigen Be drohung unserer Finanzen nicht heraus, so lange im Reiche die zuwider ift, lehnt man sich fpöttisch wider Gottes Ordnung auf. ist zu seinem lebhaften Schmerze nicht durch ein polizeiliches Da fahren sie dann hoch her mit ihrer lästerlichen Rede; Schreiben der erwähnten Art geehrt worden. unsichere Finanzlage fortdauert und unsere Finanzverwaltung und wer sich am frechten geberdet und das Maul am Die Anmeldung der in diesem Jahre schulpflichtigen beeinflußt; deshalb ist eine Beschleunigung der Reichsfinanzreform weitesten aufreißt, der ist dann der erste und heißt Kinder, welche zu Ostern eingeschult werden sollen, muß vor dringend nöthig. Bei der Tarifreform sollte die Eisenbahnverwaltung unser Genoffe", Gilt es aber einmal zu helfen, dann doch bedenken, daß Tarifherabsetzungen noch feineswegs uden bie Genossen die Achseln: Da siehe Du zu!" Reiner ihrer bem 1. März noch erfolgen. Diese Mittheilung, welche für eine Verminderung der Einnahmen bedingen. Dringend nöthig Vertreter hat im Reichstage für die Arbeiterschutz- Geseze gestimmt, Eltern von demnächst schulpflichtigen Kindern umsomehr Intereffe hat, als häufig der richtige Termin zur Anmeldung oder die hat, als häufig der richtige Termin zur Anmeldung oder die ift eine Reform des Medizinalivefens; die Erfahrungen aus dem aber viel mühsam ersparte Groschen der Armen bamit im Busammenhang stehenden Erfordernisse übersehen werAlexianer- Prozeß drängen hierzu. Die Rücksicht auf den kleinen haben diese Verführer schnöde verbraucht, ohne Mann fann uns nicht hindern, nun baldigst an die Konver- ihnen auch nur einen Augenblick des Lebens Laft zu erleichtern. Den, fei noch durch folgende nähere Angaben ergänzt: zun tirung zu gehen, die uns recht bedeutende Zinsenersparnisse Go rühren sie teinen ginger, nehmen nur den Mund voll- April werden diejenigen Kinder schulpflichtig, welche in der bringen und auch der beſtändigen Finanznoth der Gemeinden Zeit vom 1. April 1889 bis zum 1. April 1890 geboren find. dadurch abhelfen würde, da sich die Kapitalanlagen den und flagen ewig: Die schlechten Verhältnisse, das ist unser& tönnen aber auch Kinder Aufnahme finden, die, körperlich Kommunen wieder zuwenden würden. Trotz Ablehnung der vorjährigen Kanalvorlage möge die Regierung vor dem weiteren Unsere Parteigenoffen in den Königlichen Werkstätten melden und geistig normal entwickelt, bis zum 30. September 1896 das Ausbau des Kanalnetes nicht zurückschrecken. Das Ziel uns, daß diefe pfäffische Leistung unter den dortigen Arbeitern sechste Lebensjahr vollenden. Die Anmeldungen werden nur ent des Antrages Ranih kann man billigen; aber an seine finden auch wir das Gefauche in dem Flugblatt zu albern, um sich daher die erforderlichen Papiere rechtzeitig beschaffen. Für billigen; aber an seine ungetheilte Heiterfeit hervorgerufen hat. Gleich unsern Freunden gegengenommen, wenn dazu Geburts, Tauf- und Impfschein beigebracht werden. Von außerhalb zugezogene Eltern müssen Durchführkeit ist nicht zu denken und deshalb kann man ihm auch nur ein Wort ernsthafter Widerlegung zu gönnen. fich aus praktischen Gründen nur gegen den Antrag erklären. Aber feftgenagelt sei es hier schon deshalb, um den Interessenten Rinder, für die ein späterer Beginn der Schule aus Gesundheits Das Zentrum scheint mit seinen Klagen über Disparität einen der göttlichen Weltordnung zu zeigen, daß sie angesichts solchen rücksichten wünschenswerth erscheint, muß bei der Anmeldung ein neuen Agitationsstoff schaffen zu wollen; anders find diese Klagen Kampfes mit geistigen Waffen alle Ursache haben, auch hier ärztliches Attest eingereicht werden. nicht verständlich. Wir sind überzeugt, daß in Preußen nur die nicht verständlich. Wir sind überzeugt, daß in Preußen nur die persönliche Tüchtigkeit für die Erlangung eines Amtes maßgebend wieder auszurufen: Gott schüße uns vor unseren Freunden! ist und damit sind wir zufrieden. Das ,, deutsche Wesen" mit allem, was drum und dran hängt, ist in diesen Tagen von unseren Prozentpatrioten un zählige Male in einer Fülle erheuchelter oder gedankenleerer In ihren Hoffnungen arg getäuscht sind die Berliner Phrasen in den Himmel erhoben worden. Die Thatsache, daß Straßenreiniger, die den Krieg von 1870-71 mitgemacht haben. die Prozentpatrioten die ärgften Gegner des deutschen Wesens Die Leute waren aufgefordert worden, ihre Militärpapiere an find, so weit es im emfigen Schaffen zu tage tritt, besteht zwar die Direktion einzuliefern, da in Aussicht genommen sei, den nun einmal, aber darüber hilft man sich mit Eleganz hinweg: alten Kriegern, die schlechtbesoldete Posten bekleiden, aus Anlaß Wozu wäre der Wortschwall da? Wie tief die Nichtachtung der der 25jährigen Jubelfeier des Wiedererstehens des Deutschen arbeitenden Bevölkerung, ohne deren Vorhandensein doch selbst der Reiches eine kleine Dotation zu überweisen. Die Straßenreiniger, spekulativste Phrasendrescher verhungern müßte, bereits die die sich über die zu erwartende Zuwendung natürlich schon sehr herrschende Klaffe ergriffen hat, lehrt ein Blick auf den idealsten" Theil gefreut hatten, erhielten aber jetzt ihre Militärpapiere wieder Die Montagssigung wird von Meist um 9 Uhr ber Bourgeoisie, die Wertreter der deutschen Kunst. zurück und zwar mit dem Bemerken, daß die geplante Dotation morgens eröffnet. of rich ter Röln giebt eine Erklärung ab. Schon früher hat der„ Borwärts" darauf hingewiesen, daß diese sich leider nicht verwirklichen lasse. Vielleicht ist zu viel für die norin die Entscheidung des Parteitages in Sachen Schu- Herren, die namentlich im Bildhauer fach zur Zeit Gelegen- Jllumination gebraucht worden. macher's als vorschnell bezeichnet ist. Wer wird Stadtbaurath? In der Voff. 3tg." Iefen wir: Die Debatte über den Bericht des Agitationskomitees wird beit haben, in patriotisch- dynastischer und tirchlicher Kunst zu fortgesetzt. Eine Reihe von Rednern, so engsbach und wetteifern, mit der Ausführung der von ihnen entworfenen Wie verlautet, ist für die erledigte Stadtbaurathsstelle in Berlin Arbeiten Ausländer betrauen. Man fann es seit Jahren Hofrichter Köln und Wessel. Düsseldorf sprechen dazu. als Regel gelten lassen, daß bei der Herstellung irgend eines der Erbauer des Reichsgerichts- Gebäudes in Leipzig, der königl. Letzterer bestreitet einen Rückgang der Partei in Düsseldorf, bie größeren Denkmals die biesigen Bildhauer überhaupt nicht zwischen durch den Tod des Geh. Reg.- Rath Busse die leitende Baurath Hoffmann in Aussicht genommen. Nachdem jedoch inBewegung mache gute Fortschritte. Nach dem Schlußwort mehr zugelassen werden. Nach dem Schlußwort mehr zugelassen werden. Einige Beispiele sollen unsere Be Grimpe's, der sich gegen die Kölner vertheidigt, folgen per- hauptungen über die patriotische Haltung unserer Kunstprofessoren bautechnische Stelle im Reichsamt des Innern erledigt ist, fönliche Bemerkungen, Hengsbach Köln giebt dann den Bericht der Kontrolleure. bestätigen. Im Januar vorigen Jahres wurden vier Marmor- glauben wir vermuthen zu dürfen, daß der Erbauer des Reichsfiguren für das Rathhaus- Vestibül vergeben. Man ließ diese gerichts, deffen Schöpfungen sich des besonderen Wohlwollens Dem Raffirer Kösser wird hierauf Decharge ertheilt, Arbeiten in Tirol ausführen; die Künstler, welche die hiesigen des Kaifers erfreuen, für diese Stellung in erster Linie in betracht tommen wird. daffelbe geschieht mit der Gesammtthätigkeit des Agitations. Steinbildhauer übergingen, find die Professoren Herter, Geyer, Brütt und Breuer. Desgleichen ließ man die Der Verband deutscher Militäranwärter und Invaliden Sarkophage für Wilhelm 1. und seine Frau in Massa Cararra erhebt in einem Aufruf Einspruch gegen den neulich auch von anfertigen. Den Bildhauern Haverkamp und Row a uns beleuchteten Buren- Unterstützungsaufruf, welchen eine Reihe lowsky ist die künstlerische Ausschmückung des Andreasplages biesiger und auswärtiger Byzantiner losgelaffen haben. Die In ( die monumentale Rubebant) übertragen worden. Auch diese validen rechnen auf eine Nationalsubstription, mit der das arbeiten sollen in Italien oder Tyrol hergestellt werden. Nur deutsche Volt die Ehrenschuld" ihnen gegenüber tilgen soll. Der durch besondere Umstände wurde verhindert, daß auch der Sockel zahlungsfähige Theil des deutschen Volkes wird diese vage Hoff Es kommt zur Verhandlung; Die Presse. Auch hierzu zum Denimal des„ Großen Kurfürsten" in Tyrol gebaut wurde. nung der hungernden Invaliden sicher täuschen. Die Herrschaften liegen eine Reihe von Anträgen vor, die theils die Ausgestaltung Die Künstler Unger und Schott haben von Wilhelm II. den fühlen sich durch ihre Spenden für Kirchenbauten und Krieger der Preffe, theils die Begrenzung der Verbreitungsbezirke be: Auftrag erhalten, die ersten Monumente in der Siegesallee aus dentmäler so sehr in Anspruch genommen, daß für hungernde treffen. Gewehr Elberfeld bezichtigt die" Rheinische 3tg." zuführen, es sind dies Aufträge von je 150 000. Auch Krüppel wenig übrig bleiben wird. ( Köln), ihn wegen einer Aeußerung auf dem auf dem Bres diese Künstler sollen die Absicht haben, im Auslande Der flüchtige Rechtsanwalt Dr. Frik Friedmann ist lauer Parteitage in der ärgsten Weise angegriffen ihre Arbeiten ausführen zu lassen. Jeder der erwähnten zu haben. Redner weist durch eine Zuschrift der Kölner Preß- Herren weiß, daß die Leistungsfähigkeit der deutschen und am Mittwoch von dem Ehrengerichtshof in Leipzig aus der Rechtsfommission nach, daß Abg. Schumacher Solingen vor allem der biesigen Bildhauer durchschnittlich über die der tritt gegenwärtig in einem Hamburger Konzertlofal auf. Hiesige Frau Friedmann anwaltschaft ausgeschlossen worden. der Veranlasfer jenes Schmähartitels der gtaliener hinausreicht. Der Grund, warum diese Vertreter der Blätter bringen rührende Berichte über das Debüt der von Rheinischen Beitung" gewefen ist. Die In deutschen Kunst die ausländische Arbeit bevorzugen, liegt einzig ihren Gefühlen überwältigten Sängerin", sowie über die Pracht finuation der Rheinischen Beitung" erklärt Gewehr als eines darin, daß der Bruder Italiener bei seinen geringen Bedürfnissen der großen echten Brillanten", die sie bei dem Auftreten geParteiblattes unwürdig. Weiter hebt Gewehr hervor, daß billiger arbeitet als der, zu seiner Ehre sei es gefagt, tragen habe. am gestrigen Tage der Abg. Schumacher von der noch an eine menschliche Ernährung gewöhnte deutsche BildTribüne herab erklärt habe, mit dem bewußten hauer. Darum haben die hiesigen Künstler auch mit stiller Vom Zentralverein für Arbeitsnachweis sollen im verArtikel nichts zu thun zu haben. Dieses Verhalten Schadenfreude zugesehen, wie der Italiener sich gegen die hiesigen floffenen Jahre 17 098 Arbeitslose untergebracht worden sein; zu würdigen, überlasse Redner dem Parteitag. Steinbildhauer ausspielen ließ, als diese sich seit dem gemeldet hatten sich 28 573 Perfonen. Sch a al- Barmen wendet sich ebenfalls gegen die Rh. Btg.", 2. September gegen die Meisterinnung zur Wehr sehen mußten. deren Geschäftsmethode er nicht akzeptabel findet. Am Schlusse der Morgensizung wird von Weffel- Düffel- Der ,, Erziehungsbeirath für schulentlaffene Waifen', dorf eine von 8 Genoffen mitunterzeichnete Grtlärung ab ist nun am Dienstag in einer vom leitenden Komitee nach dem gegeben, welche besagt, daß anläßlich der Ausführungen Bürgerfaal einberufenen, nur mäßig besuchten Versammlung beDamit schließt die Debatte. Die üblichen Theile des Etats gehen zur Vorberathung an die Budgetkommission. Nächste Sigung: Freitag 2 Uhr: Rechnungssachen und Berordnung betr. Wiederaufbau von Brotterode. Schluß 33/4 Uhr. Tomitees. Rheinischer Parteitag. = Solingen, 21. Januar 1896. Es steht zur Debatte: Organisation und Agi tation, wozu eine Menge Anträge vorliegen, die eine lebhafte Debatte hervorrufen. In namentlicher Abstimmung wird die Theilung der Provinz in zwei Bezirke abgelehnt. Eine Reihe anderer Anträge werden theils abgelehnt, theils dem Agitationskomitee überwiesen. " Eine Ausstellung für häusliche Krankenpflege wird in den Räumen des Medizinischen Waarenhauses im Monat Februar eröffnet werden. Die Ausstellung wird alle Geräthschaften und Utensilien, welche in der häuslichen Krankenpflege Verwendung finden, umfaffen. Das große Material wird so geordnet sein, angerichtet wurde. Dieses Mal war es ein Nebenrohr, das vor| führung. Die Handlung spielt in der Schweiz vor einer Vereins. deß sich ein wissenschaftlicher Ueberblick ergiebt; die einzelnen dem Hause Oranienftr. 174 brach. Das Rohr lag unter dem hütte. Geräthe der Krankenpflege werden entsprechend den Zwecken, Bürgersteige; dieser hat jedoch durch den Bruch faum gelitten, Der Verein ,, Probebühne schreibt uns: Die von der nelchen sie dienen, zu Gruppen zusammengefaßt zur Anschauung da das Hauptrohr gleich abgesperrt wurde. Die Häuser der Probebühne" am Sonntag, den 26. d., nachmittags 1/23 Uhr, gebracht werden, in denen alle für eine ähnliche oder gleiche Oranienstraße von der Adalbertstraße bis zum Heinrichsplay im Residenztheater zur Aufführung kommenden beiden Stücke: Einwirkung bestimmten Utensilien immer ein zusammenhängendes waren daher vorübergehend ohne Wasser. Sonst hat der Unfall" Der letzte Aft", Trauerspiel in einem Aufzuge von Alwin VorGanze bilden. Es wird also der ganze Apparat der Kranken- feinen Schaden angerichtet. Um 81/2 Uhr konnte der Bürgersteig, meng, und„ Edith", Drama aus dem Ende dieses Jahrhunderts pflege, welche ja für sich eine selbständige und wichtige Methode der zur Vornahme der Ausbesserungsarbeiten abgesperrt wurde, von Martin Langen, werden von folgenden künstlerischen Kräften der Gesammttherapie darstellt, hier in ähnlicher Weise gegliedert wieder freigegeben werden. dargestellt: ,, Der letzte Aft" von Fräulein Rosa Bertens vom sein, wie in der Pharmakodynamik der Arzneischatz, über den die Medizin verfügt, in Gruppen von übereinstimmender Wirksamkeit in dem Quergebäude des Grundstücks Naunynstraße 68, einem Eine Feuersbrunft wüthete in der Nacht zum Mittwoch Residenztheater und Herrn Gustav Kober vom Lessingtheater; Edith" von den Damen Serafine Detschy vom Schillertheater, gesondert wird. Der Eintritt in diese Sonder- Ausstellung wird größeren Fabrikgebäude, das von der Möbelfabrik von F. Mauff Sofie Bursta, königl. Hofschauspielerin, und Anna Reisner, sowie unentgeltlich sein. und der Pianofortefabrik von Kluge u. Tal benutzt wird. Es von den Herren Willy Grunwald vom Berliner Theater und Landgerichtsrath Dr. Kronecker vom hiesigen Land- gelang der Feuerwehr, den Brandherd zu isoliren und mit Eduard Winterstein vom Schillertheater. Anmeldungen zum gericht I ist, wie wir hören, zum Kammergerichtsrath ernannt mehreren Schlauchleitungen das Feuer zu löschen, bevor es die Besuch der Vorstellung werden an die Geschäftsstelle der„ Probe. in der Nähe lagernden Petroleum- und Spiritusvorräthe erreichen bühne", Albrechtstr. 21 I., erbeten. fonnte. Der Schaden ist bedeutend, soll indeß durch Versicherung gedeckt sein. ftimmtes noch nicht ermittelt. Ueber die Entstehungsursachen des Brandes ist be worden. Nenwahlen zur Gemeindevertretung in Schöneberg. Für die im März vorzunehmenden Neuwahlen zur Gemeindevertretung der Vorortgemeinden hat gestern in Schöneberg die Ausloosung stattgefunden. Es sind dort acht Gemeindeverordnete neu zu wählen; in der dritten Abtheilung wurden Eigenthümer Hecht, Kanzleirath Milbrath und der sozialdemokratische Berordnete Genosse Hackelbusch ausgelooft. Wahlkampf dürfte diesmal besonders heftig werden; die Wiederwahl mehrerer Ausgelooster wird scharf angefochten werden. Der Ein schweres Stück Arbeit haben die Reichstagsboten mit der Vertheilung des Entwurfs eines bürgerlichen Gesezbuches für das deutsche Reich gehabt. Der Reichstag hat sie ihnen allerdings nach Möglichkeit erleichtert. Da es ihnen näm lich bei dem großen Umfange und Gewichte der Drucksachen nicht möglich war, diese, wie es sonst zu geschehen pflegt, den Abgeordneten ins Haus zu tragen, so stellte er den betreffenden Boten 16 Droschten zu dem außergewöhnlichen Transport. Noch schwerer wird es sein, sich durch dies enorme Stück Juristerei hindurch zu winden. Die Reichsglocke", deren Eingehen wir gestern auf grund einer Reporternotiz meldeten, erscheint, wie uns die Redaktion mittheilen läßt, weiter. Arbeiterrifiko. Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich Dienstag Nachmittag um 4 Uhr auf dem Grundstück Wilhelmstraße 32 in Alt- Weißensee zugetragen, woselbst gegenwärtig ein Neubau aufgeführt wird. Der Kutscher Heinemann war mit anderen Arbeitern beim Abladen von eisernen Trägern beschäftigt; dabei entglitt ein solcher den Händen des Kutschers und das ca. 8 Zentner schwere Eisenstück fiel auf den rechten Fuß des H., wodurch der rechte Unterschenkel völlig zerschmettert wurde. Der Schwerverletzte wurde nach dem städtischen Krankenhause Friedrichshain geschafft, woselbst ihm bald nach der Einlieferung der rechte Fuß amputirt werden mußte. = Wetter Prognose für Donnerstag, 23. Januar 1896. Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Ein wenig wärmeres, vorwiegend trübes Wetter mit geringen Berliner Wetterbureau. Kunft und Wissenschaft. " " Gerhart Hauptmann hat aus Dresden an die kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien folgendes Dankschreiben gerichtet: Das Preisgericht des Grillparzer- Preises hat meine Dichtung Hannele" einer großen Ehrung für würdig erachtet. Der reine und geweihte Name Grillparzer's soll mit fortan Muth gebend, wegweisend und heiligend vorleuchten. Es ist eine feltfam freundliche Fügung, daß sich dieser Heros in einem Augenblicke gleichsam väterlich mir neigt, wo ich mehr als je einer Aufrichtung und Stärkung bedarf; so ist mit einem Male alles Gift der Verbitterung aus meinem Blute genommen und mit allem alten Stolz neu erfrischt. Wenn ich nun in ebrunter dem Zuspruch des Ewigen fühle ich mich jung, gesund und fürchtigem Aufschauen zu dem Namen Grillparzer gelobe: Das Gute ferner zu wollen, die Schönheit zu suchen, die Wahrheit nicht zu verleugnen und mir selbst im Tiefsten und Besten treu zu bleiben nach Menschenkraft, so ist es ein geringer, aber doch stande bin." Ein bischen refignirt und gedrückt klingt dieser der einzige Dank, den ich in tiefer Ehrerbietung zu geben im Brief. in Bern bereits praktische Anwendung gefunden. Professor Professor Nöntgen'8 nen entdeckte X- Strahlen haben Dr. Kocher ließ ein Kind, in dessen Hand eine Nadel einbiefem gelang es, mittels der Kathodenstrahlen ein Bild der gedrungen war, vom Physiker Professor Forster untersuchen und Knochenhand mit der Nadel herzustellen, worauf ohne weiteren chirurgischen Eingriff die Lage der Nadel ermittelt und diese entfernt werden konnte. Im Deutschen Theater wurde am Dienstag Max Halbe's neuestes Schauspiel, Lebenswende" zum ersten Male aufgeführt. Der Dichter nennt sein Werk eine Tragikomödie. Er will die Lebensschicksale, die er gestaltet, mit jenem Humor betrachten, der an den Dingen das Bitter- Schwermüthige zugleich, wie ihre Lächerlichkeit erkennt. Aufgaben aller Dichtkunst und selbst ein Molière reichte in Das ist eine der schwierigsten feinem feiner Werke an ihre Höhe so vollkommen heran, wie in feinem Misanthrope". Willig muß man darum zugeben, daß May Halbe diesmal Bedeutsameres angestrebt habe, als in feiner Komödie„ Jugend", die ihm Ruhm und Glück brachte. geschildert, die naivsten jugendlichen Impulsen folgen. In der Hier waren einfachere Berhältnisse gegeben, Menschen wurden Tragikomödie Lebenswende" sollten die Menschen gereifter und nachdenklicher sein, und viel verwickelter sind ihre Beziehungen zur Welt, die fie umgiebt. Da aber blieb Halbe's Kraft hinter seinem starken Streben zurück. Wo tragischer, tiefbewegender Humor aufleuchten sollte, da ließ der Dichter es bei Andeutungen be- 28 ien wird telegraphisch berichtet: Die hier am Dienstag von Die Entdeckung des Dr. Röntgen in der Praxis. Aus wenden. Schwer rang er mit seinem Stoff, aber er bewältigte Professor von Mosetig an zwei zu operirenden Kranken mit ihn nicht. Zum Schluß half er sich aus der Klemme, indem er Röntgen'schen X- Strahlen gemachten Versuche hatten einen vollstatt eines runden Lebensbildes eine trocken- symbolische Stizze ständigen Erfolg. Die photographischen Bilder zeigen mit größter entwarf. Dazu will die scharf- realistische Weise nicht stimmen, Schärfe und Präzision die Defekte an der durch einen Revolverin der andererseits ganz prächtige Menschengestalten von schuß verletzten linken Hand des einen Mannes und deutlich den leichterem Kaliber mit besonderer Liebe und derbem, manchmal Sitz des kleinen Projektils, sowie auch bei einem Mädchen, bei ultigem Humor ausgearbeitet sind. Das giebt dann eine falsche dem eine Operation vorgenommen werden sollte, ganz deutlich Am Mittwoch Vormittag fiel der auf dem Grundstück Dekonomie. Das Wesentliche in der Tragikomödie bleibt halb den Siz und das Wesen einer Mißbildung am linken Fuß. Die Brunnenstr. 71, mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigte Dach schattenhaft, und voll beleuchtet wird das minder Wesentliche. decker Kraus vom Dache herab. Der Unglückliche war sofort todt. Wie man an der Lebenswende der Jugend mit all ihren Bestimmung der Operationspunkte. Aufnahmen liefern sonach etwa eine Handhabe für die genaue Mit einem Revolver hat der in der Maschinenfabrik von geben muß, will man zur Reife und zu reicherem Lebensinhalt ge- Theilnehmer an den Peary- Expeditionen, ist, wie aus füßen Thorbeiten, Nichtigkeiten und Träumereien den Laufpaß Der bekannte norwegische Polarforscher Eivind Astrup, G. Kortüm, Zehdenickerstr. 21, angestellte Meister Dörband am langen; wie dieser Umwandlungsprozeß Rauhheiten mit sich Christiania gemeldet wird, am Dienstag in Lilleelvedalen Mittwoch Vormittag zwei Arbeiter bedroht, die von ihm ihre bringt und schmerzliche Wunden schlägt: das wäre der ernste todt aufgefunden worden. Astrup hatte kurz vor Weihnachten Entlassung erhalten hatten und sich nach dem Grunde dieser Grundafford der Tragikomödie. Maßregel erkundigen wollten. Während die Arbeiter in Ruhe lebendig und kraftvoll, daß er das Gelächter über jene tomischen nehmen, und war seit der Zeit vermißt worden. Seit zwei Tagen Leider erklingt er nicht so den Ort Dovre verlassen, um eine Schneeschuhfahrt zu unteran den Mann heran traten, zog dieſer aufgeregt das Schieß- Naturen übertönte, die zwar ebenfalls an einer Lebenswende wurden durch eine größere Anzahl von Schneeschuhläufern Nachinftrument aus dem Spinde hervor und hielt ihn auf einen der Entlaffenen gerichtet. As die bedrohten Arbeiter fehen, aber keine Energie zu einem zielbewußten Dasein gewegen der ihnen widerfahrenen Behandlung auf dem Polizei- schreiten nicht zur Arbeit, sie reifen nie, sie bleiben Kinder und winnen. Ihnen verrinnt das Leben in Träumereien. Sie revier am Teutoburger Platz Beschwerde erhoben, antwortete man ihnen, daß von der Behörde in dem Falle nichts geschehen könne, da der Meister berechtigt sei, einen Revolver bei sich zu führen. Später soll aber doch ein Schuhmann in der Fabrik erschienen sein. Bummler. forschungen angestellt. Gerichts- Beifung. komödie an der Lebenswende. Sie sind alle etwa dreißig Jahre geklagten sind sämmtlich bisher völlig unbescholtene Leute. Drei Zwei Männer und ein Weib stehen so in Halbe's Tragis Anarchistenprozeß.( Schluß aus der 2. Beilage.) Die An alt; Frl. Olga Heufel hat ihren Bräutigam verloren und will bekannten sich zum Anarchismus, während die vier anderen ent. einsam durch's Leben wandern, nicht gerade beglückt, aber ohne schieden bestritten, der anarchistischen Partei anzugehören. Die Einen häßlichen Anftritt gab es am Sonntag im Haufe von tieferem Leid berührt zu werden. Da begegnet ihr der Broschüre, von welcher sie zugestandenermaßen einige Exemplare Ramlerstr. 25. Während die Gäste sich in dem dort befindlichen Techniker Weiland, ein Jugendfreund des verbummelten, föstlich verbreitet haben, ist eine Hinterlassenschaft Wilhelm Werner's, Restaurationslokal am Klavierspiel vergnügten, erschien plöglich gezeichneten Studenten Ebert, der bei Frl. Hensel zur Miethe der die Exemplare noch vor seiner Flucht an den Angeklagten der Hauswirth und überbrachte dem Inhaber der Gastwirthschaft wohnt. Sie fühlt sich zu Weiland's männlicher Kraft hin- Kalbih überlassen hatte. Die Broschüre trägt den Zite! mit lauten Worten die Kündigung; einen Tingeltangel wolle er gezogen, verspätete Liebe erwacht und wird übermächtig Gretchen und Helene, zeitgemäße Plaudereien von Mina in seinem Hause nicht dulden. Nur mit Mühe konnten die durch in ihr. Weiland steht an einem entscheidenden Wende Kanevi." Staatsanwalt Ranzow hielt die Schuld der derartige Aeußerungen beleidigten Gäste davon abgehalten punkt. Er glaubt, eine wichtige Erfindung gemacht sämmtlichen Angeklagten für erwiesen und beantragte Gefängnißwerden, dem Hauswirth in deutlicher Weise ihre Meinung fund zu haben. Im fehlt das Kapital, fie durchzusetzen. Sein Leid strafen, die von 1 Jahr 3 Monaten( gegen Roschemann); bis zu geben. rührt Frl. Olga, die bis zur Extase schwärmt. Sie möchte das auf einige Monate Gefängniß herabgingen.- Rechtsanwalt Eine junge Riefin, die 17jährige Tochter des in der Opfer der eigenen Prostitution bringen und sich mit einem alten, Bieber mußte sich angesichts des Inhalts der Broschüre Stallschreiberstraße wohnhaften Gastwirths Bülow ist in diesen widerlichen Patron vermählen, damit Weiland sein Lebenswert auf die Erörterung der subjektiven Momente beschränken, nach Tagen an den Folgen einer Erkältung gestorben. Das Mädchen, besinnt sich auf seine Männlichkeit und weist das entwürdigende geklagten gelangte.vollbringe. Las packt den armen Weiland wie ein Sturm. Er welcher er zu dem Antrage auf Freisprechung mehrerer Andas als eine Art Sehenswürdigkeit galt, wog 312 Pfund. Der Gerichtshof tam zu einem Opfer zurück. Wie er feinen Lebenstampf durchführt, das ist leider Schuldigfpruch gegen sämmtliche Angeklagte, jedoch nur im Unter dem Verdachte des wiederholten Diebstahls ist nicht anschaulich gestaltet. Aus dem Bettelmann wird ein fieghafter Sinne der§§ 110 und 130, nicht aber des§ 131, indem er ander Garde- Kürassier Meinbold in Militär- Untersuchungshaft ge- Held, etwa in der Form, wie der arme Prinz im Märchen nahm, daß Beleidigungen einzelner Personen, Richter, Advokaten, nommen worden. In den Räumen der ersten Schwadron der für seine verkannte Tugend endlich belohnt wird. Vorgänge Gefängniß- und sonstiger Beamten, nicht aber eine VerRaserne des Garde- Küraffier- Regiments an der Feilnerstraße und Worte sind lediglich von lehrhaft symbolischer Bedeutung. ächtlichmachung von Staatseinrichtungen vorliege. In der waren in der letzten Zeit in einer Stube mehrere Diebstähle verübt Die Arbeit des Techuiters gelingt; nach seiner neuen Methode Broschüre wird, wie im Urtheil hervorgehoben wurde, zum worden, ohne daß es gelingen wollte, des Thäters babhaft zu hat Weiland einen Abguß des berühmten„ borghesischen Fechter" Diebstahl und zur Brandstiftung aufgefordert, auch ist die Anwerden. Eine Uhr, ein Portemonnaie u. a. m. war dem Langfinger geschaffen; und optimistisch, wie eben im Märchen, gestaltet sich reizung zum Klaffenhaß ganz evident vorhanden. Der Gerichtshof zur Beute gefallen. Da kam man ganz unerwartet und auf das Schicksal des arbeitreifen Mannes. Er findet seinen nahm en, daß die Angeklagten, welche dem Lese- und Diskutir eine merkwürdige Art auf eine sehr deutliche Spur. Ein Mann Kapitalisten, einen Jugendfreund Olga's, der nach langen flub Moabit" angehörten, die Broschüre mit Kenntniß ihres der ersten Schwadron war plöglich revierkrant geworden und Wanderjahren aus Amerita heimgekehrt ist und dem Fräulein strafbaren Inhalts verbreitet und im bewußten und ge= hatte sich in's Bett legen müssen. Während er still dalag, ohne Hensel, das von den Jugendexaltationen ebenfalls Abschied wollten Zusammenwirken gehandelt haben. Kos chemann er daß seine Kameraden davon etwas wußten, ging auf einmal die nimmt, seine Hand reichen wird. Der alte Student Albert schien am meisten strafbar. Er, der direkt in Newyork auf die Thür auf und aus der Nachbarstube kam der Kürassier Mein- hat allein die Zeit verpaßt, da der Jüngling ein Lebenstämpfer Freiheit" abonnirt war, der den Sozialiſt" hielt, behauptete hold, öffnete mit einem Schlüssel das Spinde eines Mannes und wird. Er hängt sich, wie ein Dümmling, an ein gemüthrohes, zwar, daß er nicht Anarchist sei, der Gerichtshof hat ihm aber nahm heraus was drin lag, allerdings nur Zucker und Tabak. vergnügungsfüchtiges Mädchen; er wird sich weiter berauschen nicht geglaubt. Koschemann wurde zu 9 Monaten Meinhold werden nun, obwohl er leugnet, die sämmtlichen an Bier und Liebesgetändel und im Taumel endlich versinken. Gefängniß verurtheilt, Gräz, der die Seele des Diebstähle im Revier der Schwadron zur Last gelegt. Das Publikum nahm, bis auf einige Roblinge, die durch Ganzen und die längste Zeit Vorsitzender des Vereins Verhaftung in der Animirkneipe. Im Lokale des Gast- Lärmen und Pieifen ihre grundsägliche Abneigung gegen die war, sechs Monaten, Kalbiz gleichfalls zu warmen Antheil an sechs Monaten, Rettig und Möll zu je fünf wirths Wilhelm Räs, Invalidenftr. 116, wo„ von zarter Hand" junge Bewegung bezeugen wollten, bedient wird, ist der von außerhalb" zugereiste Haus- einzelnen Feinheiten und trefflichen Charakterstudien; als Monaten, Silz zu drei Monaten und Bendin zu diener Kuhnsdörfer wegen Unterschlagung von 5000 m. aber die zweite Hälfte der Tragikomödie immer farbloser und vier Monaten. Allen Angeklagten, mit Ausnahme von verhaftet worden. Er war dort schon seit mehreren schemenhafter wurde, da war es auch um den Erfolg des Abends of che mann, wurden drei Monate auf die UntersuchungsMonaten fast täglicher Gast, nannte sich Schröder, wollte Glaser geschehen. An den Schauspielern lag es diesmal gewiß nicht. baft angerechnet und die Einziehung der Broschüre wurde aussein und die Mittel zu dem Leben, das er führte, in der Lotterie Verblüffend wahr vom ersten bis zum letzten Strich zeichnete gesprochen. Koschemann wurde auf Antrag des Staatsanwalts gewonnen haben. Sein Sicherheitsgefühl war so groß, daß er trinkt und verachtet. Vielleicht noch ein wenig zartere Farben Herr Ritter den verkommenen Studenten, der sein Leben ver- in Haft behalten. mit Polizeibeamten, die im Räg'schen Lokale zu verkehren pflegen, Rarten spielte. Da er mit dem Gelde nicht verschwende- und Frl. Elsa Lehmann hätte als Olga ein ebenso echtes Lebensbildniß geschaffen. risch umging, tam auch kein Verdacht auf, bis die Polizei von dritter Seite Wind erhielt. Kuhusdörfer, ein wegen Unterschlagung mehrfach vorbestrafter Bursche, ließ sich ruhig feffeln und trug noch eine größere Geldsumme bei sich. 10 . Schiller Theater. Nach allem Premièren Elend dieses Winters gab es gestern Abend im Schiller Theater eine fleine Erquidung. Profeffor Bulthaupt zu Bremen führte in dem ein aftigen Schauspiel" Viktoria" in einer ansprechenden und lebensDer 19jährige Kaufmann Alexander Hof aus Königstein vollen Fabel den Kampf der Jugend mit dem Alter vor. Der Bildin Sachsen war von seinem Vater, der Gemeindebeamter in hauer Altringer hat mit seiner Viktoria" in einer Konkurrenz den Dresden ist, reichlich mit Geld ausgestattet worden, um sich in Sieg davon getragen Berlin eine Stellung zu suchen. Der leichtsinnige Bursche hatte unbekannter Rivale in betracht, aber dessen Werk war so von durch Fürstengunst. Zwar kam nur ein das Geld jedoch bald verjubelt und im Spiel verloren. Dienstag allen hergebrachten Regeln losgelöst, daß es von den Preis: Abend spät fand ihn ein Schuhmann bewußtlos auf dem Flur richtern überhaupt gar nicht zur Ausstellung zugelassen wurde. des Hauses Elsasserstr. 33 liegen. Er mußte in ein Krankenhaus Und doch blickt der Sieger mit Groll auf diese Schöpfung; er gebracht werden. Selbstmord. In einem Zimmer des Hotels Märkischer Hof in der Koppenstraße hat sich am Dienstag der 29jährige Kauf mann Hermann Neuendorf aus der Bergmannstr. 22 erschossen. Was den Mann, der eine Frau und zwei kleine Kinder hinterläßt, zum Selbstmord getrieben hat, ist unbekannt. Um drei Zigarren zu kaufen, boten vorgestern in Köpenick in einem Lokale zwei Knaben den Binsschein Reihe I Nr. 9 der 3prozentigen tonsolidirten preußischen Staatsanleihe vom Jahre 1890 über 200 m. als Zahlung an. Die Knaben sind unbekannt geblieben. Der Eigenthümer wird gesucht. fühlt, daß das Genie aus ihr spricht. Der aus Rom heimkehrende Pflegesohn belehrte den Alten, daß das ver schmähte Werk von ihm sei, daß die Liebe darin lebe. Verzweifelt wehrt der Preisgekrönte fich gegen die Erkenntniß, daß ihm zu unrecht der Lorbeer verliehen; nach bartem Kampfe stürmt der heimathslos gewordene Knabe davon. Der an sich irre gewordene Alte rafft sich in der Verlassenheit zum tapferen Entschlusse auf: Er schickt dem Fürsten die Preismedaille zurück. Warmes Leben pulfirt durch das Stück, das der Dichter uns in frischer Sprache und natürlichem Aufbau vorführt. Um den Erfolg haben sich die Künstler Pauli, Bach, Laurence, und Dahlen wohlverdient gemacht. zu Vermischtes. Ans München wird berichtet: Am Dienstag Mittag wurden auf einer Sandbank in der Jfar die Leichen einer hiesigen Bildbauersfrau und deren siebenjähriger Tochter gefunden. Dieselben waren mit einem Strick zusammengebunden. Vermißt wird noch ein dreijähriger Sohn der Frau, welcher wahrscheinlich gleichfalls den Tod in den Wellen gefunden hat. Hiermit wird ein zweiter Selbstmord in Verbindung gebracht, der sich auf einem ein verwittweter Bader, welcher mit der Bildhauersfrau ein hiesigen Friedhof ereignete. Daselbst erschoß sich gestern Mittag Verhältniß hatte. Blättern zufolge hat am Dienstag im Potulicer Walde zwischen Kampf für Religion, Ordnung nnd Sitte. Polnischen einem Gutsbesißer und Reserve- Offizier und einem Gerichtsassessor Wollstein aus Nakel ein Pistolenduell stattgefunden. Der bei der Pistoleurauferei schwer verwundete Assessor wurde nach Berlin in die Klinik des Professors Bergmann befördert. Bei einem Theaterbrande in Jekaterinoslaw sind am Montag 21 Personen ums Leben gekommen. Das Feuer war in der Garderobe ausgebrochen und hatte sich mit rasender Schnelligfeit in dem Holzbau verbreitet. Das Publikum befand sich ansich zum größten Theile retten; ein kleinerer Theil, vornehmlich läßlich der Zwischenpause theilweise in den Gängen und konnte Kinder, blieb jedoch auf der Flucht in dem Ankleidezimmer der Schauspielerinnen stecken und kam dort in den Flammen um. Arbeiterrififo. Aus London wird telegraphirt: Infolge Im Alexanderplatz- Theater gelangt die einaftige Operette plöglicher Ausströmung von Schwefelwasserstoffgas im Retortens Pitts" von Hans Loewenfeld am Sonnabend zur ersten Auf- faal der Gasanstalt zu Northshire erstickten fünf Arbeiter. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Ein Wafferrohrbruch hat am Mittwoch Morgen um 6 Uhr in demselben Stadtviertel stattgefunden, in dem vor fünf Wochen durch das Plagen eines Hauptrohrs großer Schaden Verantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey, Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 19. Donnerstag, den 23. Januar 1896. Aus dem bayerischen Tandtage. Kampfe. Daß es zu einem solchen kommen wird, ist kaum zu ( Eig. Bericht.) München, 20. Januar. 13. Jahrg. Soziale Uebersicht. Ueberall in Deutschland rüstet man sich zu dem bevorstehenden bezweifeln. Die so hoch gepriesene Kultur des 19. Jahrhunderts äußert sich charakteristischerweise auch darin, daß selbst die aller- Amtliche Lohustatistik. Obschon die verschiedensten Vors nothwendigsten Reformen zur Förderung der Gesundheit, zur schläge für eine amtliche Lohn statistik gemacht sind und Die Abgeordnetenkammer, welche am letzten Freitag mit der Aufrechterhaltung der Existenz, zur Hebung der Sittlichkeit namentlich auch der Wunsch geäußert ist, daß mit Hilfe der Berathung des Etats des Innern begonnen hat, vertagte sich nicht aus reinem Menschlichkeitsgefühl freiwillig erlaffen werden, Berufsgenossenschaften dieses Ziel erstrebt werden möchte, ist nach einer nicht übermäßig begeisterten Jubiläumsrede des sondern erst von den betheiligten Arbeiterschichten erkämpft man zur Veranstaltung einer solchen nicht übergegangen. Will Bräsidenten auf heute. Und wenn die den bürgerlichen Parteien werden müssen. So auch hier. man sich über die Einkommensverhältnisse der angehörenden Herren Landboten sich auch heute Nachmittag um Ein Arbeiterschuh- Gesez für die Hausgewerblichen Arbeiter unterrichten, so ist man deshalb 2 Uhr jubelfefischmausend vereinigen, so hinderte sie das nicht, industrie ist eine der allerdringlichsten Forderungen an die immer nur auf Aushilfen angewiesen. Zu diesen Aushilfen eine bis gegen 1 Uhr dauernde Sigung abzuhalten. Gesetzgebung, um die elenden Zustände in etwas zu beseitigen. gehört auch die alljährlich in den Rechnungsergebnissen der Die Generaldebatte zum vorliegenden Etat, welche der Selbst aus bürgerlichen Kreisen mehren sich die Stimmen ernst- Berufsgenossenschaften mitgetheilte Uebersicht über die anPräsident in einem Tage erledigt zu sehen hoffte, hat bereits zwei hafter Sozialpolitiker, die eine gründliche Ordnung der ver- rechnungsfähigen Lohnbeträge. Diese Summen stellen Sigungen in Anspruch genommen, und vierzehn Redner rotteten Zustände in der Hausindustrie fordern. An eine Ver- nicht die effettiv gezahlten Löhne dar. Von den find noch vorgemerkt. Am Freitag füllten agrarische wirklichung dieser so selbstverständlichen Forderung ist leider noch letteren gelangen die vier Mart übersteigenden Beträge nur zu Klagen, Wünsche für staatliche Unterstüßung der freiwilligen nicht zu denken, so lange eine entfesselte wüste Reaktion das einem bestimmten Theile zur Abschreibung, die Löhne der jugendFeuerwehr und eine sehr bemerkenswerthe sozialreformerische politische Leben beherrscht, so lange die Bekämpfung der Arbeiter, lichen Arbeiter werden außerdem überhaupt nur nach dem ortsRede des Zentrums- Abgeordneten Lehrer Wörle die Tagung welche für die Besserung der Lage ihrer Klassengen offen eintreten, üblichen Tagelohn berechnet. Jedoch werden die Berechnungen aus. Wir haben über die vernünftigen und in energischem Zone beliebt wird und folange die hohe Politit sich vorwiegend mit in jedem Jahre in gleicher Weise vorgenommen und deshalb ge= vorgetragenen Forderungen Wörle's bereits furz telegraphisch be- dem Aushecken von Gesetzen zur Knebelung der Arbeiter be- währt ein Vergleich der jedesmaligen Jahressummen für die richtet. Lehrer Wörle hatte sich durch seine nichts weniger als bildungs- schäftigt. allgemeine Entwickelung der Löhne der gewerblichen Arbeiter ein freundliche Rede auf dem Münchener Katholikentage weiteren Kreisen Durch Reichstagsbeschluß sind die verbündeten Regierungen allerdings nur problematisches Ergebniß. Das erste Jahr, für welches nicht gerade rühmlich bekannt gemacht. Doch wer vom Papfte jetzt allerdings ersucht, u. a. die Ausdehnung der Bestimmungen die betr. Berechnung auf den Kopf der einzelnen Arbeiter vorgenommen ißt, stirbt daran. Der junge Abgeordnete wohnt in Pferfee bei der Gewerbe- Ordnung auf die Hausindustrie durch Erhebungen werden kann, ist das Jahr 1887. Damals entfielen von den anAugsburg und hat dort Gelegenheit übergenug, Proletarierelend wirksam vorzubereiten und anzuregen. Viele Unterstaatssekretäre rechnungsfähigen Lohnbeträgen 618 Mart auf den Ropf, im zu sehen. Er hat sich, wie aus seinen Aeußerungen hervorgeht, werden aber noch vorher à la Rottenburg purzeln, ehe auch nur Jahre 1892 waren es 648 und im Jahre 1894 nach der erst viel mit den Verhältnissen der dortigen Arbeiter befaßt und ist ein halbwegs brauchbares und wirkungsvolles Gesetz für die Ar- fürzlich dem Reichstage zugegangenen Nachweisung 656 Mart, noch nicht bayerischer Zentrums, diplomat" genug, zu ver- beiter der Hausindustrie zu stande kommt. Diese Zahlen werden natürlich von der bürgerlichen Presse mit schweigen, was ihm die Stimme der Ehrlichkeit flüstert. Die Unternehmer der blühenden und gewinnreichen Kon- vielem Getöse zu dem Beweise" verwerthet, daß die LebensInteressant war es, die Aufregung zu beobachten, welche feine fektionsbranche können vorläufig noch beruhigt sein, ihre Aus- baltung der deutschen Arbeiter sich in den Berichtsjahren wesentwaderen Parteigenoffen ergriff, da sie ihren Fraktionsredner beutungsfreiheit wird durch die Gefeßgebung noch nicht gefährdet lich gehoben habe. Wer auch nur eine Ahnung von wirthschaftso frank von unbeschränkter Koalitionsfreiheit u. f. w. reden und eingeschränkt. Von der Arbeiterschutz- Gesetzgebung ist es lichen Dingen hat, muß einer derartigen Beweisführung hörten. Dr. Orterer wühlte verzweifelt in seinem prächtigen unter dem neuesten Kurse recht still geworden, und man würde jede Berechtigung absprechen: mit Zahlen, die auf Haarschmuck, und der der Zentrumspartei zugehörige Präsident gern davon schweigen, wenn es teine Sozialdemokraten gäbe einer so unsicheren Grundlage, wie bie Lohn Nach blickte so fuchtig darein, als ob er im nächsten Moment seinen und wenn nicht eine Menge sich vor ihnen fürchtete, um einmal weisungen der Berufs- Genossenschaften zur Zeit sind, Ehrensiz verlassen und herunterkommen wolle, den fühnen Sozial- ein Bismarck'sches Zitat zu gebrauchen. gewonnen werden, läßt sich in der That nichts, oder alles reformer zu erwürgen. Erwürgt hat man Herrn Wörle zwar beweisen. Aber selbst zugegeben, es sei die Rate der anrechnicht, verbrennen wird man ihn wohl auch nicht, sintemal die nungsfähigen Lohnbeträge vom Jahre 1887 bis 1894 pro Kopf Zeiten der Inquisition ja doch vorbei sind. Aber einen derben Die deutsche Konfektions- Industrie beherrscht heute die um ca. 40 M. gestiegen, so würde das eine Erhöhung der EinFußtritt hat ihm das Hauptorgan, die„ Ausburger Postzeitung", Welt. Aufgebaut auf dem Prinzip richtiger Arbeitseintheilung, nahmen der Arbeiter von etwa 10 Pfennig pro Tag be bereits applizirt. Sie schreibt ergöglich und damit gleichzeitig der rationellen Verwerthung der Hausindustrie, welche die Konfektion deuten; wie man daraus, sogar unter Vernachlässigung aller das Wohlwollen des Zentrums für die katholische Arbeiter überhaupt nicht geschaffen, nicht beschwert durch todtes Kapital, wohl zu beachtenden Nebenumstände, wie Verschiebung der bewegung, welche ungefähr dasselbe will, was Herr Wörle welches in unbrauchbare Maschinen gesteckt zu werden braucht, Preise u. f. f, eine wesentliche Erhöhnng des verlangte: Die Wünsche der industriellen und ge- hat sie sich frei und mächtig entfalten können. Gerade in dieser Lebensstandes beweisen will, bleibt ein Geheimniß werblichen Arbeiter veranlassen den Abg. Wörle den das praktischen Entwickelung liegt die Stärke der Konfektions- tapitalistischer Wissenschaft. Ein Durchschnittslohn von Wort zu ergreifen. In seiner Sympathie für den Arbeiterstand Industrie." 650 M. gewährt demi Arbeiter in der That höchstens streift er allerdings nahe an die Grenze des schwer Kein Wunder, wenn die Unternehmer sich den Forderungen das Eristenzminimum; und doch würde eine genaue Möglichen. Die Betheiligung der Frauen an Versammlungen, der Arbeiter und Arbeiterinnen bisher durchweg ablehnend ver- amtliche Lohnstatistit zeigen, daß ungezählte Mengen deutscher in denen Standesinteressen verhandelt werden, den Achtstunden- hielten. Durch die Forderung nach Werkstätten hält man die Leistungs- Arbeiter sich von einem Einkommen unter dieser Summe Arbeitstag für einzelne Branchen.( Grillenberger ruft: Hört!) fähigkeit der Branche für gefährdet, daher sind die Unternehmer mit ihrer Familie durchhungern müssen. Die herrschenden Die Erlaubtheit der Verwendung der Arbeiterkaffen für Streits auch die größten Feinde des gefeßlichen Arbeiterschutzes; ste ver- Klassen wiffen auch sehr gut, weshalb sie immer tausend und zur Erzielung höherer Löhne u. s. w. verlangt Redner, ebenso breiten jegt, daß in keiner anderen Brauche die Arbeiter und einen Grund vorbringen, sobald die Forderung einer genauen Vermehrung der Fabrikinspektoren, Verbot der Sonntagsarbeit, Arbeiterinnen so geordnete und geregelte Verhältnisse haben, wie Lohnftatifiit gestellt wird: die Proletarier in Unkenntniß über Freiheit für Trambahn- Kutscher und-Kondukteure an in der Konfektionsindustrie. Vor einem Jahr hieß es in dem- ihre traurige Lage zu erhalten, das ist ihr geheimster Wunsch. manchen Sonntagen, Aufstellung eines Mindestlohnes, nach felben Blatt: Die Mäntelnäherin verdiente früher viel; Kurz und bündig. Eine Verbindung augenblicklich aber giebt es für ein Jaquet nur noch 90 P., Maschinenfabrikanten in Betschau, Niederlaufis, an einen den einzelnen Branchen ausgeschieden. Ein uns vorgelegter Brief eines der verschiedenerlei Unfallversicherungen, auch der landwirthschaft oft noch weniger, für einen Regenmantel 1,25 M."; und feiner" Arbeiter hat folgenden ebenso furzen, wie charakteristilichen, ist eine Forderung, die den ländlichen Abgeordneten ein an anderer Stelle: Die Frauenarbeit ist von jeher schen Wortlaut: Sie werden mir als Hezer und Lächeln abzwang... Der dreimalige Ruf: Hört! seitens der schlecht bezahlt worden, selten waren aber die Löhne Auf wiegler bezeichnet und infolge dessen biers Sozialdemokraten( Brillenberger rief fogar zweimal: Sehr richtig! so gefunken wie jezt. Im Anschluß hieran heißt es dann mit sofort und ohne Ründigung entlaffen." Man dente!) fönnte dem Redner klar machen, daß er neben sehr Eine allgemeine Lohnerhöhung könnte nur durchgeführt werden, vielem Trefflichen manches sehr Bedenkliche gesagt hat. wenn unsere Geschäftsinhaber wüßten, daß niemand billiger Die Zentrumsfrattion ist teineswegs mit arbeitet, daß ein einheitlicher Minimal Arbeitstarif bestehe. Dann allem einverstanden." würden sie gewiß gern bereit sein, höhere Löhne zu bewilligen, denn alsdann müßte auch der Preis für das fertige Fabrikat steigen, den durchzusetzen unter den obwaltenden Umständen nicht gar zu schwer wäre." Nun, Herr Dr. Orterer ist ja bereits auf der Rednerliste vorgemerkt, und man wird morgen hören, wie er seine Fraktion von dem ungeheuerlichen Verdachte einer ehrlichen Sozialpolitik zu reinigen versteht. " Triumphirend können die Unternehmer in einem ihrer Intereffenorgane weiter verkünden: " Jetzt rückt der Termin heran, wo die Verwirklichung dieser Forderungen erstrebt werden soll. Es wird sich bald entscheiden, welche Stellung die 87 Konfettions- Unternehmer dazu einnehmen, die im vorigen Jahre auf eine Anfrage des„ Berl. Manufakturisten" erklärten, daß stabilere Löhne und feste Tarifsätze von Vortheil für die Konfektionsgeschäfte sind. Viel Vertrauen ist unter den betheiligten Arbeiterschichten nicht vorhanden. " Einfacher fann man allerdings die Existens eines Menschen nicht ruiniren. Regelung der Arbeits- und Lohnverhältnisse städtischer Arbeiter. Der von uns bereits erwähnte Antrag der Gewerbegerichts- Beisitzer an die Behörden der Stadt Frankfurt a. M. lautet: 1. Es wird beantragt, die Stadt Frankfurt a. M. erläßt für alle bei ihr beschäftigten Arbeiter, einerlei ob sie in Stunden, Tagess oder Wochenlohn u. s. w. fiehen, möglichst einheitliche Arbeitsordnungen. Der heutige Sigungstag war einem Zwiegespräch zwischen unferem Genoffen Scherm und dem Minister v. Feilich gewidmet. Scherm hatte in fünfviertelstündiger Rede die Sozial- und Verwaltungspolitik des Polizeiministers Feiligsch 2. Die Stadt Frankfurt a. M. zahlt an alle Arbeiter eingehend kritisirt, die Mängel der Fabrikinspektion hervor ( einerlei u. s. w.), die bei ihr beschäftigt find, die gefeßlichen Feiertage, die auf einen Werktag fallen, als Arbeitstage voll aus. gehoben, die übergroße Enthaltsamkeit in der Errichtung von Gewerbegerichten, die reaktionäre Handhabung des Vereinsgesetzes Der salonsozialpolitische Sport, den die bürgerliche Presse 3. Die Stadt Frankfurt a. M. zahlt an alle Arbeiter 11. s. 10. Für lettere führte unser Genosse ein reichhaltiges mit Vorliebe dann treibt, wenn er möglichst ungefährlich( einerlei u. s. w.), die bei ihr beschäftigt sind, im Falle einer und drastisches Material vor, das die Arbeiterfeindlichkeit der ist, nimmt täglich ab bei der festeren Gestalt, welche die Be- Erkrankung die Differenz zwischen dem zu beziehenden KrankenRegierung und die unerhörte Einschränkung der Koalitionsfreiheit wegung in der Konfektionsindustrie gewinnt. In richtiger geld und der Lohnhöhe an die betreffenden aus. Dem Antrag ist eine ausführliche schriftliche Begründung genügend tennzeichnete. Wie ja auch das diesbezügliche Vorgehen Würdigung ihres Berufes fühlen die Soldschreiber des Kapitals, Der bayerischen Behörden seit Jahr und Tag fast so gut wie die Ausnahmen abgerechnet, daß sie demgegenüber die Interessen beigegeben. Sächserei seine stehende Rubrik in unserer Parteipresse hat. Die ihrer Klasse zu vertreten haben. Heimstätte für Genesende. Die Errichtung der von der langathmige Rede des Ministers war zuerst ein Lobgesang auf Gelegentlich des Waßschneiderstreits im Jahre 1893 forderte Braunschweigischen Versicherungsanstalt für Invaliditäts- und die Sozialpolitik und Bauernfreundlichkeit der bayerischen die" Post" in einem längeren Artikel im Interesse des soliden Altersversicherung geplanten Heimstätte für Genesende bei Regierung. Nicht ohne einen sanften Tadel für die irre- Handwerks" ein energisches Vorgehen in der Konfettion. In Stiege im Harz ist in soweit gesichert, als das herzogliche führende" Agitation der Herren Zentrumsagrarier. Seit dunklen Andeutungen meinte sie: man wird unwillkürlich versucht, Staatsministerium die Entnahme von 100 000 M. aus dem Grillenberger dem Minister vor zwei Jahren einmal den nach anderen Gründen zu suchen, die es der Agitation räthlich Anstaltsvermögen zu diesem Zwecke nunmehr genehmigt hat. Standpunkt recht gründlich klar gemacht hat, ist Herr Feiligsch erscheinen lassen, vor den Echranken der großen fapitalistischen in der Behandlung unserer Freunde etwas vorsichtiger und vor Konfektion Halt zu machen, ohne auch nur den Versuch einer Bei dem Gewerbegericht in Stuttgart haben im Jahre allem viel höflicher geworden. Auf einzelne Ausführungen Besserung der in ihr obwaltenden kläglichen Arbeiterverhältnisse 1895 im ganzen 1513 Verhandlungen stattgefunden; der StreitEcherm's will er in der Spezialdebatte zurückfommen. Bei der zu machen!" werth schwankte zwischen 60 Pf. und 754 M. Von Arbeitgebern Handhabung des Vereinsgesetzes beruft er sich unter dem Beifall Gegenwärtig wendet die" Post" eine andere Scharfmacher- wurden 82 Klagen(= 6,7 pet.) eingereicht, und zwar 9 gegen der Ordnungsparteiler auf das freundliche oberstrichter Methode an. Wiederum im Intereffe des soliden Handwerks" Lehrlinge und 73 gegen Arbeiter; 29 Lehrlinge flagten gegen ihren liche Erkenntniß, das die Sozialdemokratie für Lehrmeister, 1117 Arbeiter gegen ihre Arbeitgeber(= 93,3 pet.). einen ist sie Gegnerin der Bewegung in der Konfettion. politischen Verein" erklärt, und schließlich rühmt er Als im Mai 1892 in Chicago von den Schneidern Man ersieht auch aus diesen Zahlen, wie oft die Arbeiter erst sich noch, daß ja troz alledem gewerkschaftliche Ver- und Echneiderinnen der Kampf gegen das Schwigsystem mit Hilfe des Gerichts den sauer verdienten Lohn erhalten fammlungen flattfinden könnten. Da von unseren Freunden geführt wurde erging von angesehenen bürgerlichen fönnen. noch Grillenberger zum Wort gemeldet ist, wird die Erzellenz Personen ein Aufruf an alle Kleider- Fabrikanten, welche Arbeitsnachweis. Der von der Zentralisation der Ge. zweifellos noch einige Kritit ihrer Polizeilogit erfahren. Schneider und Näherinnen beschäftigen. Es wurde darin werkschaften in Heidelberg gegründete Arbeitsnachweis hat In seiner Rede paffirte dem Minister auch das Malheur fol- verlangt, Vorschläge über die Verbesserung der Lage der Schneider im 4. Quartal 1895 308 Mann unentgeltlich zu placiren ver gender Stilblüthe:" Ich will nicht in die Zukunft und Schneiderinnen zu machen, wie die trostlofen, ja empörenden zurückgehen..." Bustände, bekannt unter dem Namen des Schwißsystems", zu beseitigen seien und wie die Ausführung der Gesetze zum Schutz der Arbeiter erzwungen werden könne. Einige der ersten Kleidergeschäfte von Boston hatten fich der Bewegung zur Abschaffung des Schwißsystems in jenem Staat angeschlossen. Gine ähnliche Stellungnahme ist in Deutschland, wo sich das Schwißsystem ebenfalls zu einem Gemeinschaden entwickelt hat, faum zu erwarten. Auch in Stilblüthen liegt zuweilen treffender Wig. Und das Zurückgehen" ist Trumpf in der Verwaltung des Herrn v. Feilißsch. Bur Bewegung in der deutschen Konfektions- Induffvie. = mocht. Am Tage des Reichsjubiläums wurden in einem Polizeirevier in Frankfurt a. M. gegen 50 unterkunftslose Personen in Haft genommen; das ist auch eine Illustration zu der 25jährigen Reichsherrlichkeit! Die Arbeitsräume der Zigarrenarbeiter in der Schweiz. Auf Veranlassung des eidgenössischen Fabrikinspektorats hat die Regierung des Kantons Aargau, wo der Hauptsitz der schweize Unter schwierigen Verhältnissen werden die Betheiligten den rischen Zigarrenfabrikation ist, an die Zigarrenfabrikanten eine Rampf aufnehmen. In start besuchten Versammlungen ist am Verordnung erlaffen, wonach bis zum 1. April die Arbeiter in Am 1. Februar dieses Jahres läuft der Termin ab, welcher 20. Januar überall beschlossen worden, die bekannten Forde den Arbeitsräumen so vertheilt werden müssen, daß auf den nach dem Beschlusse der am 13. Januar vorigen Jahres in rungen den Unternehmern zuzustellen. Es ist den betheiligten einzelnen Arbeiter mindestens 8 Kubikmeter Luftraum entfallen. Berlin stattgefundenen Konferenz der Konfektionsschneider und Arbeitern und Arbeiterinnen bitter ernst damit, bessere Ber- Der Tagesverdienst der schweizerischen Zigarrenarbeiter be Mäherinnen den Unternehmern zur Einführung von Betriebs. hältnisse zu erringen und soviel steht fest, die Bewegung gegen die trägt 1,50 bis 2 Fr. werkstätten bestimmt wurde. Neben diefer Forderung wird noch elenden Zustände in der Konfektion wird nicht von der Bildfläche Die Trunksucht in Nußland. Es wird häufig behauptet, als wesentliche die Einführung fester Lohntarife verlangt. verschwinden, ehe die Mißstände beseitigt sind. Hausindustrie daß die Trunksucht in Rußland im Steigen begriffen sei. Nach Der Forderung dieser Maßregeln wurde durch eine plan- und Schwitzsystem mit ihren bedauerlichen wirthschaftlichen Er- den Ausweisen der russischen Statistit scheint diese Annahme, was mäßige und fräftige Agitation in ganz Deutschland während scheinungen bewirken in hohem Maße eine immer mehr um den Branntweinverbrauch anlangt, nicht zuzutreffen. So ist tro des letzten Jahres Nachdruck verliehen. Dadurch, und nament- fich greifende Degeneration der Arbeiterklasse, hemmen sie in ihrem des Anwachsens der Bevölkerung der Verbrauch von Spiritus zurücklich auch infolge dessen, daß der lette Parteitag der deutschen Befreiungskampfe. Deswegen hat auch gerade diese Bewegung gegangen. Im Jahre 1883 betrug dieser Verbrauch 281/2 Mill. Wedro Sozialdemokratie sich mit der Frage befaßte und es als Pflicht der eine weit über den engen Rahmen hinausragende Bedeutung; das 1 Wedro hält 12½ Liter im Jahre 1893 war derfelbe jedoch Genossen erklärte, den planmäßigen Kampf der Gewerkschaften her hat der Parteitag in Breslau es für die Pflicht der Arbeiter auf 221/2 Millionen Wedro gefunken. Auch die Schantstätten für die Beseitigung des Zwischenmeistersystems, für die Er- flaffe erklärt, durch den politischen und gewerkschaftlichen Kampf haben sich vermindert; sie sind seit 1883-1893 im europäischen richtung von Betriebswerkstätten und für die Einführung mit aller Energie den Mißständen der Hansindustrie entgegen Rußland von 120 272 auf 102 470 zurückgegangen. Gesteigert fester Tarife zu unterstützen, ist in den betheiligten Arzutreten. hat sich in Rußland der Verbrauch billiger einheimischer Weine, beiter und Arbeiterinnenkreisen eine wesentliche Klarheit namentlich auch jenes Weines, der aus getrechneten Korinthen über den Werth dieser Forderungen verbreitet worden. hergestellt wird und für jüdische Kultuszwecke vielfach Ver Gewerkschaftliches. aug in wendung findet. Genauere Angaben über den Verbrauch dieses| ftand ihres Beleidigers Breiden hätten brechen wollen. Der zeit und 21 M. Minimal- Abschlagszahlung sich bei den Modell Weines fehlen in der russischen Statistit, doch kann man den Ruf„ Esmeralda" galt aber, wie festgestellt wurde, gar nicht den tischlern nicht würde durchführen lassen, da jetzt noch ein Theil gegen früher erheblich größeren Bedarf aus der Thatsache Beamten und Widerstand wurde ihnen auch nicht geleistet. Bürger- Kollegen wöchentlich bis zu 80-90 Stunden und sogar noch länger Ich ließen, daß 1883 nur 4372 Bud, 1893 aber bereits 198 051 Bud meister Dr. Strauß von Rheydt erklärte auf Befragen als arbeiten. In Beziehung auf die Arbeitszeit werde ein Vorgehen der Korinthen nach Rußland eingeführt wurden. Zeuge, daß schon mehrere Rheydter Polizeibeamte Gehilfen an dem Widerstande des kapitalkräftigen Industriellenwegen Mißhandlung und Ueberschreitung Verbandes scheitern, den geforderten Lohn aber hätten die Modellihrer Amtsbefugnisse bestraft worden seien, tischler schon, da ihnen meift 45 Pf. pro Stunde Minimalloyn eine Straffache schwebe noch; er habe beswegen den bereits mit gezahlt würden; freilich wagten es schon einzelne Unternehmer, Eine große öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- drei und fünf Monaten Gefängniß bestraften Schuh- bedeutend weniger zu zahlen. Von der„ Germania" in Tegel Versammlung, die am Montag Abend in Tütge's Salon in leuten Gehlen und Janssen und dem jetzt mitangeklagten wurden fogar 32 Pf. angegeben. Ein" Redner tadelte dann Firma Löwe Hamburg abgehalten wurde und von 1500 Personen beiderlei Schuhmann Bih den Dienst gekündigt. Für die Beamten das Verhalten der Modelltischler der seien von der Stadt, um Mißbräuchen der Martinidenfelde. Bekannt gegeben wurde noch, daß ein Geschlechts besucht war, beschloß einstimmig, die bekannten Säbel vorzubeugen, Hartgummi ge- Kollege, der die Firma Hoppe, Gartenstraße, wegen einer Lohns Forderungen der Schneider- und Schneiderinnen, welche eine Konferenz am 13. Januar 1895 in Berlin formulirt hat, auch fertigte sogenannte Polizeistöde( Gummisforderung verklagt hatte, auf dem Arbeitsnachweis feinen Schein Es feien das bekommen hätte, wobei ihm bedeutet worden wäre: Weil in Hamburg- Altona an die Unternehmer in der Kon- chläuche) angeschafft worden! sehr wirksame Waffen! Alle Bengen bis auf einen, Sie die Firma Hoppe verklagt haben, bekommen Sie keinen fektionsbranche zu stellen. Falls die Forderungen nicht bis sehr wirksame Waffen! den Boten Gustav Esser aus Rheydt, aus Rheydt, bestätigten Schein mehr." Nebenbei bemerkt, ist Hoppe zum Zahlen 1. Februar bewilligt worden sind, soll in den Streit eingetreten die Angaben der Mißhandelten. Effer blieb trotz aller verurtheilt worden. Ein Antrag, in eine Lohnbewegung werden. Borhaltungen bei seiner entgegengesetzten eidlichen Aussage. Am einzutreten und neun Stunden Arbeitszeit, prozentuale LohnDie niederösterreichische Statthalterei hat der Wiener Freitag Abend endeten die Verhandlungen. Stumpf und Big erhöhung und Anerkennung des Arbeitsnachweises der Holz Polizeidirektion aufgetragen, von jeder, wenn auch nur in Form wurden freigesprochen, Fischer und Hauer verurtheilt, arbeiter in der Annenstraße zu fordern, wurde abgelehnt; die eines Gerüchtes zur Kenntniß gelangenden Arbeits ersterer zu fünf, letterer zu drei Monaten Ge Kollegen wurden aber durch einen anderen Antrag verpflichtet, einstellung( Streif, Aussperrung, Verhängung der Sperre) fängniß. Außerdem müssen die Verurtheilten an Peter teine Ueberstunden mehr zu machen und den Nachweis in der dem zuständigen Magistrats- Bezirksamt Mittheilung zu machen. Breiden und dessen Vater insgesammt 250 Mart Buße Gartenstraße nicht mehr zu benutzen. Zum Schluß wurde der Die Polizei- Bezirkskommissariate wurden hiervon mit der Weisung zahlen. Der Zeuge Esser wurde wegen Ver- Wunsch ausgesprochen, daß in nächster Zeit noch eine Versamm in Kenntniß gefeßt, daß die Vorlegung der vorgeschriebenen Streif- bachts des Meineids im Sigungsfaal sofort lung abgehalten werden möge. rapporte wie bisher weiter zu erfolgen hat und über alle ge- verhaftet. machten Wahrnehmungen in Streit- und Aussperrungsangelegen- Das nordamerikanische Bürgerrecht. Ein recht interheiten sowie bei verhängter Sperre sofort auch an die Polizei- essanter Strafprozeß wurde am 20. Januar von dem Reichs. direktion zu berichten ist. gericht entschieden. Die Textilarbeiter Brünns befinden sich in einer Be wegung für Herabsehung der Arbeitszeit auf zehn Stunden. Gerichts- Beifung. " Versammlungen. In zwei weiteren Versammlungen nahmen die Ver. Iiner Holzarbeiter und zwar die des Nordens, Often 3 und Südosten3 Stellung zu der geplanten Lohnbewegung. Die Versammlung für den Norden wurde am Montag Vom Landgericht Leipzig ist am 17. September v. J. in der Norddeutschen Brauerei, die für den Osten der Droguist Friedrich Wilhelm Böhme in Brooklyn( New- und Südosten am Dienstag in Keller's Festsälen abYork) wegen Verlegung der Wehrpflicht zu 200 M. Geldstrafe gehalten. Bei beiden Versammlungen waren die Lokale wegen des verurtheilt worden. Die Anklage war ihm durch den deutschen außerordentlichen Zudrangs polizeilich abgesperrt, hunderte mußten Generalkonsul in New- York zugestellt worden und sein Vater wieder umkehren. Die Zahl der Versammlungsbesucher bei Keller, wo war in der Hauptverhandlung als fein gefeßlicher Vertreter er nicht nur die Tische, sondern zum theil auch die Stühle aus dem Gegen sieben Anarchisten hatte gestern die erste Straf- schienen. Böhme sen. bewies, daß sein Sohn, der 1887 aus- Saale entfernt worden waren, um Platz zu schaffen, wird auf fammer des Landgerichts I eine Anklage wegen Anreizung zu gewandert sei, nach fünfjährigem ununterbrochenen Aufenthalt girta 3000 gefchäßt. In der Norddeutschen Brauerei referirte Gewaltthätigkeiten, Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen 2c. in den Vereinigten Staaten bort im März 1895 das Bürgerrecht Gode, in Keller's Festsälen Wiedemann. Sie schilderten zu verhandeln. Die Antlage richtete sich gegen den Schlosser erlangt habe. Das Landgericht ließ diesen Einwand unberück die verbesserungsbedürftigen Arbeitsverhältnisse der Holzarbeiter, August Gräz, den Mechaniker Paul Roschemann, die sichtigt, weil das Delikt zur Zeit der Erwerbung des ameri- begründeten eingehend die Forderungen der neunstündigen ArArbeiter Robert Rettig und Möhl, den Zimmermann tanischen Bürgerrechts bereits vollendet war. Die Naturalisation beitszeit und der Minimal- Abschlagszahlung von 21 M. wöchent Kalbiz, den Arbeiter Karl Silz und den Drechsler Karl hat übrigens erst nach Bustellung der Anklage stattgefunden.lich, und forderten alle Rollegen auf, die so nothwendige Bewegung Bendin. Als das merkwürdige Höllenmaschinen- Attentat" Gegen das Urtheil, so weit es Böhme jun. betrifft, hatte die zu unterstüßen. Nach eingehender Diskussion wurde in beiden Ver gegen den Polizei- Oberst Krause entdeckt worden war und die Staatsanwaltschaft zu gunsten dieses Angeklagten Revision fammlungen der Anschluß an die Bewegung auf grund der bereits polizeilichen Nachforschungen mit allem Eifer betrieben wurden, eingelegt. Reichsanwalt Schumann trat der Revision bei. Der Staats- erwähnten Forderungen beschloffen, und zwar in der Norddeutschen wurde in den Kreiſen der Kriminalpolizei auch die Möglich- vertrag mit den Vereinigten Staaten sei nicht richtig ausgelegt Brauerei mit allen gegen 2 Stimmen, in Keller's Festsälen mit feit erwogen, daß dem Anschlage vielleicht politische worden. Danach könne ein amerikanischer Staatsbürger nur allen gegen zirka 20 Stimmen. Um eine allgemeine ArbeitsBeweggründe unterliegen tönnen. Kriminalkommissarius Bösel dann in Deutschland verurtheilt werden, wenn es sich um ein einstellung zu vermeiden, appellirte die letztere Versammlung in wurde damit betraut, nach dieser Richtung hin Recherchen an- vor seiner Auswanderung begangenes Delitt handle, nicht aber der betreffenden Resolution an die Meister der Holzinduſtrie, zustellen. Da gewisse Anzeichen auf die Spur des als Anarchist wegen eines Delittes, welches durch die Auswanderung begangen mit ihren Auftraggebern über die Forderungen der Arbeiter rechtbekannten Mechanikers Roschemann hinweisen sollten, so hielt wurde. Das Reichsgericht erkannte heute in Uebereinstimmung zeitig Rücksprache zu nehmen. In begeisterter Stimmung Herr Bösel bei diesem Haussuchung ab. Diese ergab zwar keinen hiermit auf Aufhebung des Urtheils und kostenlose Freigingen die Holzarbeiter auseinander. Die Versammlung Anhaltspunkt, der auf eine Verbindung des Angeklagten mit der sprechung des Angeklagten. bei Keller war übrigens durch die Art und Weise des an den Polizei- Oberst Krause gesandten sogenannten HöllenAuftretens einiger undisziplinirter Elemente mehrmals so maschine hindeutete, der Polizei fielen aber zwei Postunruhig geworden, daß die Auflösung zu gewärtigen war. Durch farten in die Hände, die feinen Zweifel darüber den Vorfizenden, der sie mehrmals anf turze Zeit vertagte, wurde laffen sollen, daß die sämmtlichen Angeklagten mit dem Bertriebe der angeblich aufreizenden Broschüre Gretchen und In einer gut besuchten Versammlung für den zweiten das verhütet und so konnte die Versammlung ihre so wichtige Helene" fich abgaben. Die bei den Angeklagten vorgenommenen Wahlkreis, die am Dienstag in Reinhard's Saal in der Hafen- Aufgabe erledigen. Bum Schluß sei noch darauf aufmerksam Haussuchungen förderten eine ganze Anzahl dieser Broschüren zu aus Mülhausen i. E. über das Thema:„ Die Sozialdemokratie ungen, die jest alle 14 Tage abgehalten werden, aus haide abgehalten wurde, sprach Reichstags- Abgeordneter Bue b gemacht, daß in die Vertrauensmänner- Versamm= fage.„ Gretchen und Helene" ist seinerzeit durch Gerichtsbeschluß im Kampfe ums Recht. Unsere Auffassung vom Recht, so etwa ieder wertftatt Delegirte zu entfenden sind und daß in Hannover beschlagnahmt worden. Der Inhalt foll fo furchtbar meinte der Redner, ist eine andere, wie die der bürgerlichen es Pflicht jedes Berliner Tischlers ist, dem früheren Beschluß sein, daß zunächst in Frage stand, ob er nicht eine Anklage Parteien, denn wir verlangen den den Ausschluß aller nachzukommen, wonach wöchentlich 25 Pf. an den wegen Aufforderung zum Hoch verrath rechtfertige!!!! Der Klaffenprivilegien. Wenn es auf jener Seite heißt: Streitfonds abzuführen sind. Reichsanwalt erachtete aber verständigerweise die Grundlage zu einem Recht muß Recht bleiben, so sagen wir: Recht folchen Vorgehen nicht für gegeben und so ist nur eine Anklage wegen muß erst Recht werden! Die Lackirer, Maler und Auftreicher nahmen am Montag Der Kampf ums Recht in einer sehr start besuchten Versammlung im Englischen Garten Vergehens gegen die§§ 110, 130 und 131 Str.-G.-B. erhoben worRautenhaus als den. Vor Eintritt in die Verhandlung beantragte Staatsanwalt ist heut nothwendiger als je, und zwar speziell zur Stellung zur künftigen Lohnbewegung. Ranzow im Intereffe der öffentlichen Ordnung den Ausschluß Erhaltung der wenigen bestehenden Rechte. Ließen nun auch die Berichterstatter der Lohukommiffion theilte zunächst mit, daß der Deffentlichkeit, während Rechtsanwalt Dr. Bieber anheim- rechtlichen Verhältnisse schon in Preußen viel zu wünschen übrig, diese, entsprechend den Wünschen der Kollegenschaft, eine güt: mit den Unters so seien die Zustände in Elsaß- Lothringen, der Heimath des liche Auseinandersehung gab, diesen Ausschluß nur während der Verlesung der Broschüre Redners, doch noch schlimmer; sie wären fast so, wie in Rußland.nehmern anzubahnen versucht habe. Auf ihr Schreiben an anzuordnen. Der Gerichtshof beschloß, die Deffentlich- Redners, feit gänzlich auszuschließen. Außer dem Kriminal- Die Sozialdemokratie allein fei es gewesen, die dafür eintrat, ben Obermeister der Innung, Herrn Goresty, sei die Antwort tommiffarius Bösel sind noch eine Anzahl von Kriminalschutz- soll, das im übrigen Deutschland gilt. Dem Kampfe um gleiches unterhandeln, es sollten aber die Namen der Kommissions daß in den Reichslanden dasselbe Recht zur Anwendung fommen eingelaufen, die Innung wäre geneigt, mit der Kommission zu leuten als Zeugen geladen. Recht habe es unsere Partei zu danken, daß sie in Elsaß- Lothringen mitglieder, die nur gelernte Gesellen sein dürften, angegeben Ein Majestätsbeleidigungs- Dennuziant. Im vorigen so erfreuliche Fortschritte gemacht, und daß selbst die Bauern werden. Auf die Antwort der Kommission, es tönne der Serbst wurde der Arbeiter Wilhelm Wrobbel von dem Schausteller aufmerksam geworden durch die polizeilichen Maßregelungen Innung gleich fein, mit wem fie verhandle, da ja Krause wegen Majestätsbeleidigung in zwei Fällen angezeigt. der Sozialdemokratie angefangen hätten, sich um uns zu zum Beispiel auch ehemalige ehemalige Strumpfwirter Im Verhandlungstermine vor dem Landgericht I bestritt Wrobbel fümmern. Aehnlich wie in Elfaß- Lothringen sei es auch in heute Mitglieder der Lackirer Innung wären, gestern mit Entschiedenheit seine Schuld, während Krause unter Sachfen, wo gegenwärtig an der Verschlechterung des Wahl- habe der Obermeister geantwortet, man wollend mit seinem Eide die Beschuldigung aufrecht hielt. Krause erklärte als rechts gearbeitet wird. Auch hier sei es wieder die Sozialdemo- bloßen Arbeitern" nicht verhandeln. Die Lohnkommission Beuge unter seinem Eide, daß er noch niemals bestraft sei. Dies fratie, die den Kampf um die Erhaltung des bestehenden Wahl- hatte nun folgende, bereits gestern erwähnte fünf Forde wurde von dem Angeklagten robbel bestritten. Der Staats- rechts aufgenommen hat. Der Sozialdemokratie sei es ferner zu danken, rungen aufgestellt: 1. für jede im Lackivergewerbe be anwalt ließ fich die Akten des Krause kommen und nun stellte daß im bayerischen Landtag manches beffer geworden ist. In Preußen schäftigte Person einen Minimal- Wochenlohn von 24 M.; 2. eine sich heraus, daß der lettere ein langes Register von Vorftrafen bringt uns jeder Tag neue Fälle, die dem Rechtsbewußtsein des tägliche Arbeitszeit von 9 Stunden; 3. für Ueberstunden 25 pet. wegen der verschiedensten Verbrechen und Vergehen besaß. Ein Boltes sozusagen mit der Faust ins Gesicht flügen. Hier habe Buschlag; 4. jeden Sonnabend soll eine Stunde früher Feierabend solcher Zeuge fonnte unmöglich auf Glaubwürdigkeit Anspruch ein Richter die härtesten Strafen verhängen können, deffen ein; 5. bei Entnahme von Arbeitskräften ist ber unentgeltliche machen, zumal einem völlig unbescholtenen Angeklagten gegenüber. geistige Erkrankung nach allem, was man jest darüber höre, Arbeitsnachweis der Gehilfen zu berücksichtigen. Diese Forde Der Staatsanwalt beantragte gegen Wrobbel die Freisprechung längst hätte bekannt sein müffen. Wir seien weit entfernt, diesen rungen sind zum theil schon im Jahre 1888 gestellt worden. Zu und gegen den Zeugen Krause die sofortige Inhaftnahme wegen Mann für seine unterm Einflusse der Krankheit begangenen Hand- ihrer Begründung führte R a utenhaus u. a. auch die gesundMeineides. Und so geschah es. lungen zu verurtheilen. Im Gegentheil, wir hätten ein menschliches heitsschädliche Beschäftigung der im Lackirer- und Anstreicher Bedauern für sein Unglück. Sei es aber recht, daß es keine Möglich gewerbe beschäftigten Personen an, unter denen durch die AusSäbel und Gummischlauch. Am letzten Donnerstag er feit giebt, die zahlreichen Opfer, die durch ihn hinter Gefängniß- bünstung der giftigen Farbstoffe ungemein viel Krankheiten ent schienen vor der Straffammer in Düsseldorf als Angeklagte mauern gekommen sind, wieder heraus zu bekommen? Könne ständen, Trogdem hätten sich die Unternehmer zu den Forde vier Polizeibeamte aus Rheydt, nämlich die Polizei- man sich wundern, wenn angesichts solcher Zustände das Bolt rungen ablehnend verhalten. Der Redner sah dadurch die Noth. wachtmeister Josef Fischer und Hermann Stumpf, sowie hinter dem Worte Rechtsstaat ein Fragezeichen mache? Aber es wendigkeit eines Streits gegeben und meinte, daß diefer schon in die Schuyleute Johann Viz und Wilhelm Hauer. Dieselben waren beschuldigt, den jugendlichen Schreiner Peter Breiden und dessen gebe noch andere Zustände, die uns veranlassen ein Fragezeichen uächster Zeit eintreten wurde.( Beifall.) In der Diskussion, an der sich zu machen. In Breslau sei ein 70 jähriger Mann, der sein Gebauer, Mart, Lahne, Wentter, Baschin, Warnke, Eltern, die Fabritarbeiter Johann Breiden'schen Eheleute miß- Leben lang unserer Partei gedient, und dessen ideales Streben öfs und Rauten haus, trok mehrfacher Aufforderung handelt zu haben. Die Mißhandelten waren in der Verhandlung selbst seine Gegner anerkennen müßten, verurtheilt worden, weil aber feiner der anwesenden Meister betheiligte, wurden die als Nebentläger zugelassen. Die Beweisaufnahme ergab nach er als Antwort auf eine Titulatur, die unserer Partei von Forderungen einer eingehenden Besprechung unterzogen und das einem Bericht der Düffeldorfer Bürgerzeitung" folgenden That hoher Stelle gegeben worden sei, etwas gefagt hätte, Borgehen der Lohukommission gebilligt. Jedoch war man allbestand: Am 28. März v. J. war Aushebung in Rheydt. Die Gewas möglicherweise irgend jemand vielleicht als Majestäts- gemein der Ansicht, daß es für die Bukunft ganz unnüß sei, der stellungspflichtigen pflegen dann nach Ortsfitte einen Zug zu veran- beleidigung habe auffaffen können. Ein anderes Bild. In Pots Innung noch die Beachtung einer Einladung zu schenken, die sie stalten; dabei hatten sich auch diesmal als Zuschauer hunderte von bam habe jemand vor Gericht gestanden, der als deutscher wegen ihres ganzen Verhaltens, andererseits aber schon deshalb Menschen, namentlich Fabritarbeiter angesammelt. Die oben Kolonialbeamter außer anderen Heldenthaten" einen Menschen nicht; verdiene, weil mehr als 5/6 aller Berliner Lackirer 2c. bei genannten Polizeibeamten waren zur Aufrechterhaltung der so schlagen ließ, daß sein Rücken einem gehackten Beefsteak glich. Nicht- Junungsmeistern in Arbeit ständen. Wenn die Innungs Ordnung in dem Gedränge beordert. Da hörte Wachtmeister Dieser erhielt nur 500 M. Geldstrafe- unser Parteigenoffe in meister, deren Arbeiter sich mit 15 M. Wochenlohn noch glücklich Stumpf plößlich den Ruf„ Esmeralda!" Dadurch glaubte er Breslau dagegen 4 Monate Gefängniß! Selbst die bürgerliche schäßen müßten, für den Fall eines Streits damit drohten, an sich verhöhnt. Er faßte daher den Schreiner Peter Breiden, der Breffe, die sich sonst nicht leicht über derartige Urtheile errege, Stelle der gelernten nur ungelernte Arbeiter zu beschäftigen, so den Ruf ausgestoßen, am Arm, um ihn zu verhaften; Breiden habe in diesem Falle ihre Mißbilligung ausgesprochen, und zwar, fchlügen sie sich damit selbst ins Gesicht und zwar in Beziehung lief aber davon und wurde dabei vom Wachtmeister Fischer weil sie einsehe, daß durch solche Dinge das Waffer in Strömen auf ihre Forderung nach dem Befähigungsnachweis 2c. Aus dem weimal mit einem Gummischlauch im Nacken auf die Mühle der Sozialdemokratie geleitet wird. Der geschlagen. Stumpf, Fischer und Bit liefen dann hinter Redner ging noch auf die ungleichmäßige Handhabung Nothwendigkeit, sich schon jetzt durch Beitritt zur Organisation und Verhalten der Unternehmer ergebe sich für jeden Gehilfen die bem Breiden her und fanden ihn in einer Hausthür neben feiner bes Preß, sowie des Vereinsgefeßes gegenüber den verdurch Beiträge zum Streitfonds auf den zukünftigen LohnMutter stehend. Breiden wurde nun von der Treppe herabschiedenen Parteien ein und schloß mit den Worten: Gleiche lampf vorzubereiten. Weiter wurde geäußert, daß in nächster geriffen, wobei Vit mit dem blanken Säbel auf Pflichten, gleiche Rechte, darum dreht sich unser Kampf, den wir Beit ein neuer Tarif aufgestellt werden wird. Die Ausführungen ihn einschlug, während die Mutter heftig zurückgestoßen murde. zum Verdruß unserer Gegner nur auf gefeßlichem Boden führen sämmtlicher Redner fanden einmüthige Zustimmung und einBreiden wurde nun unter fortwährenden Büffen wollen. Nicht Recht muß Recht bleiben, sondern Recht soll stimmig wurde folgende Resolution gefaßt:„ Die Versammlung 2c. unb Stößen nach dem Polizeiamt gebracht und unterwegs Recht werden!( Lebhafter Beifall.) Bur Diskussion meldete erklärt sich mit den Forderungen der Lohnkommission eins wurde auch der Vater des Breiben, als er in wohlmeinender sich niemand. Der Vorsitzende schloß die Versammlung nach einer verstanden und verspricht mit aller Energie dafür einzutreten; Absicht gegen die Mißhandlung seines Sohnes protestirte, vom Aufforderung zur regen Mitarbeit an den Parteibestrebungen fie verpflichtet einen jeden Kollegen, bis zu einem etwa aus Wachtmeister Fischer am Halfe gepadt und gegen ein mit einem breifachen Hoch auf die Sozialdemokratie. brechenden Streit 25 Pf. pro Woche an die Streitkasse beziehentHaus geschleudert. Stumpf und Big transportirten den Berhafteten allein weiter. Als eine halbe Stunde später der Die Modelltischler hielten am 13. Januar bei Röllig eine lich an die Lohnkommission zu zahlen. Zum Schluß wurde noch Peter Breiden, den Stumpf wieder freigelassen hatte, nach Bersammlung ab, die vom Holzarbeiter- Verband einberufen war. darauf aufmerksam gemacht, daß nur numerirte und ge. Hause gehen wollte, begegnete er dem Wachtmeister Fischer Da der Referent Genoffe Mäther fehlte, mußte von dem ange- ft empelte Sireiftarten ausgegeben werden; die Arbeitslosen und dem Schuhmann Hauer; Fischer verhaftete den tündigten Vortrag abgesehen werden. Grunert machte hierauf haben sich mit der Karte im Arbeitsnachweis bei Röllig, neuem unter der Beschuldigung, er sei aus die Versammlung mit dem am 12. Januar in Sachen der Lohn- Neue Friedrichstr. 44, zur Abstempelung zu melden. dem Polizeigewahrsam entflohen. Fischer und Hauer brachten bewegung gefaßten Beschluß des Holzarbeiter- Berbandes, Bahl- Verkehrslotal befindet sich Alexander str. 11. Am den Breiden diesmal direkt nach dem Gefängniß, wo sie ihn stelle Berlin, bekannt, und führte aus, daß die Modell. 4. Februar wird Alte Jakobftr. 88 eine Vereinsversammlung in einer Belle mit Gummischläuchen furchtbar tischler, soweit sie organisirt sind, den Beschluß anzu- abgehalten. Breiden von Das mißhandelten. Schließlich wurde der Breiden auch noch erkennen hätten. In der Diskussion wandten sich verschiedene In einer öffentlichen Versammlung der Tabakarbeiter, der Widerstandsleistung angetlagt. Die Düffel- Kollegen scharf gegen den Arbeitsnachweis der Industriellen, die die am Dienstag in Nieft's Salon tagte, hielt Reichstags- Abs dorfer Straffammer sprach ihn aber frei und nun wanderten die sogenannte„ Sittenkontrolle"; auch wurde das Verhalten der geordneter Moltenbuhr einen hoch interessanten Vortrag Polizeibeamten auf die Anklagebant. Dieselben ver- Kollegen gegen einander gerügt, wobei die meisten Redner zu über die politische Lage. Butry gab dann den Bericht der mochten als Entschuldigung nur anzugeben, daß sie den Wider- dem Schluß kamen, daß die Forderung nach 9 Stunden Arbeits, Kommission. Diese hat eine größere Thätigkeit nicht zu entfalten brauchen, ba neue Werbungen für die Belastung des Zabats nichts Bersammlung verspricht, mit aller Macht für die Organisation wurden, aber infolge unermüblicher Agitation endlich boch ihr Ziel bekannt geworden sind. Aus der von Seyfarth vorgelegten einzutreten und diesen traurigen Zuständen ein Ende zu machen. erreichten. In der Diskussion erklärten fämmtliche Redner die Abrechnung war zu ersehen, daß im 3. und 4. Quartal 1772,97 M. Da es in Adlershof Mode ist, die Versammlungen um 10 Uhr Nothwendigkeit eines Gewerbegerichts für Deutsch- Wilmersdorf eingenommen und 780. ausgegeben worden sind. Es ist somit ein Be- zu schließen, wurde 10 Minuten vor 10 Uhr der Antrag gestellt, als erwiesen; auch die Verhältnisse im Fuhrwerkswesen erheischten ftand von 992,97M. vorhanden. Der Kassirer Seyfarth erhielt Decharge. Die Versammlung um 55 Minuten zu vertagen. Der Antrag ein solches. So seien Kutscher, die des Sonntags vom Fuhre Auf Antrag Drescher's wurden neue Revisoren gewählt und wurde auch angenommen, jedoch löste der Ueberwachende die nun werksbefizer ihren Sohn verlangten, vom Hofe verwiesen worden, zwar die Kollegen Roste, Röderig und Schanteri. In gar nicht bestehende Versammlung auf und forderte, daß alle widrigenfalls man sie mit der Peitsche hinausjagen werde. Beziehung auf den Londoner internationalen Kongreß der Tabat. Anwesenden sofort den Saal verlassen sollten. Schließlich wurde einstimmig folgende Resolution gefaßt: Die arbeiter beschloß die Versammlung, nachdem Drescher und heutige im Lokale des Restaurateurs Klingenberg zu DeutschBörner sich ganz entschieden gegen die Beschickung erklärt In Deutsch- Wilmersdorf erörterte am Sonntag Nach- Bilmersdorf tagende Bolts Versammlung ertlärt sich mit hatten, zum Kongreß feinen eigenen Delegirten zu entfenden, mittag eine Voltsversammlung die Antwort, die der dem vom Gemeindevorstand ertheilten Bescheid, betreffend fondern die Berliner Tabatarbeiter sollen sich durch einen Gemeindevorstand auf die Petition um Errichtung die Errichtung eines Gewerbegerichtes am Drte nicht einverstanden. anderen Delegirten mit vertreten laffen. Weiter erklärte die eines Gewerbegerichts für Wilmersdorf gegeben Speziell durch die in Wilmersdorf sich entwickelnde ganz kolossale Versammlung, daß man sich allen auf dem Londoner Kongreß hat. Der Referent, Gewerbegerichtsbeisiger Millarg aus Bauthätigkeit, welche oftmals eine schwere Schädigung der be gefaßten Beschlüssen unterwerfen werde. Berlin, legte die Gründe dar, die im allgemeinen Veranlassung theiligten Arbeiter an Arbeitslöhnen mit sich bringt, welcher In einer öffentlichen Versammlung der Klempner, die zur Errichtung von Gewerbegerichten gegeben haben, und fam Uebelstand wiederum nur durch ein von Fachleuten gebildetes von über 500 Personen besucht war, referirte am Dienstag bei Beleuchtung der Wilmersdorfer Berhältnisse, einem Drte Gericht am fachgemäßesten und schnellsten erledigt Don 14 000 Einwohnern, zu der Schlußfolgerung, daß wird, sieht die Versammlung die gebieterische Nothwendigkeit ge Mäther unter lebhaftem Beifall über die Frage: Sind wir im ftande, die gegenwärtige Geschäftslage zur Erzielung befferer auch hier ein Gewerbegericht nothwendig fei, fchon wegen geben, daß in Wilmersdorf ein Gewerbegericht eingeführt wird. Arbeitsbedingungen zu benutzen? Er entschied diese Frage in be- der am Orte entfalteten enormen Bauthätigkeit; so wären für In der Errichtung eines Amtsgerichts am Orte erblicken die jahendem Sinne, indem er die Klempner aufforderte, fich auf das laufende Jahr 135 Bauten angemeldet. Hierbei wies der Berfammelten noch keine Gewähr für zufriedenstellende Lösung zuraffen, um das Verlorene wieber zu erringen und weiter vor- Redner auf die durch die Presse bekannt gewordenen vielfachen gewerblicher Streitigkeiten. Aus diesen Gründen ersucht die wärts zu schreiten. An der regen Diskussion betheiligten sich Bauschwindeleien hin, die derartig überhand genommen hätten, Versammlung den Gemeindevorstand von Deutsch- Wilmersdorf. Becker, Müller, Glend, Schröder, Winter, daß sich die Bauberufsgenossenschaft genöthigt gesehen habe, all diese Angelegenheit nochmals in Erwägung zu ziehen und er Krug, Räther, Gimansty, 3iegler und Dahne, jährlich eine schwarze Liste der eigenen Berufskollegen heraus- wartet, daß durch Einführung eines Gewerbegerichtes diese Sache die zum theil die bisherige Lauheit der Berliner Klempner ugeben. Jm Jabre 1893-94 habe das Unternehmerthum die endgiltig erledigt wird." also ihre eigenen Leute, um einer scharfen Kritik unterzogen, andererseits die Zustände Bauberufsgenossenschaft, Ebenso werde hinsichtlich der Eine öffentliche Töpfer- Versammlung Charlottenburgs in einzelnen Betrieben schilderten. Im allgemeinen war man der 184 000 Mark betrogen. Ansicht, daß im gegenwärtigen Augenblick in allen Betrieben die Alters- und Invaliditätsversicherung und der Krantenfaffe viel wählte am Dienstag Rügener zum Vertrauensmann. In dec Agitation von Mund zu Mund für eine Lohnbewegung in nächster gefündigt. Legtere sei im vergangenen Jahre von dem Unter- Angelegenheit des Gewerbegerichts- Beisigers Putte, gegen den Beit, sowie durch die Organisation energisch geführt werden müsse. nehmerthum um 55 000 M. Beiträge geprellt worden. Weiter in der letzten öffentlichen Gewerkschafts- Versammlung AnZwei in diesem Sinne gefaßte Resolutionen wurden einstimmig führte der Redner an, daß nach statistischer Zusammenstellung schuldigungen erhoben wurden, die feiner Versicherung nach jeder angenommen. Auch sollen in allen Betrieben besondere Ver- im letzten Viertel des vorigen Jahres 1006 Alagen vorfamen, Grundlage entbehren, kam die Versammlung zu der Ueber. trauensmänner ernannt werden. Zum Schluß wurde Zimmer- bei welchen den Arbeitern ein Zobnausfall von insgesammt zeugung, daß diese Sache vor einem anderen Forum als dem mann für den Poften des Vertrauensmannes der Berliner 65 118 M. erwuchs. Mit der Vermehrung der Häuser werde einer gewerkschaftlichen Versammlung zum Austrag gebracht auch die Einwohnerzahl Deutsch Wilmersdorfs steigen und die werden müffe. Eine Anregung, Stellung zu dem bevorstehenden Klempner gewählt. Verlegung industrieller Betriebe mit sich bringen. un Kongreß der zentralisirten Gewerkschaften zu nehmen, erledigte diefe Momente sprächen für die Dringlichkeit der Errichtung fich durch die Mittheilung, daß die nächste öffentliche Versamm eines eigenen Gewerbegerichts, dennoch sei den Petenten lung über diese Frage und ebenso über den neuen Meistertarif vom Gemeindevorsteher folgender ablehnende Bescheid zu theil verhandeln werde. In Beziehung auf diesen wurde lebhaft getlagt, daß heute die Gesellen, die nach dem alten geworden: " # Adlershof. Am 15. d. M. tagte im Wölftein'schen Saale eine Volksversammlung für Männer und Frauen mit der Tages ordnung: Die Maßregelung in der Kattunfabrik Schönweide und die Mißstände in derselben". Grüneberg( als Gemaßregelter) berichtete, daß es nicht möglich gewesen wäre, für einen Lohn von 1,80 mm. täglich bei elfftündiger Arbeitszeit und in höchst ungesunden Räumen länger zu arbeiten, zudem noch der Inspektor durch den Vorarbeiter habe fagen laffen, daß im Dampffaal mörderlich gestohlen würde. Auch seien die Fußböden in den Arbeitsräumen in sehr bedauerlichem Zustande, sodaß man fich sehr leicht die Beine brechen tönne; beschwere man sich darüber, so werde geantwortet, man möge dort, wo der Fußboden eingebrochen oder morsch, nicht hintreten; die Beleuchtung sei ebenfalls sehr schlecht und die Aborte spotteten jeder Beschreibung; wer diese benute, laufe Gefahr, auf den morschen Balten einzu brechen. An der Diskussion betheiligten sich Hildebrandt, Menzel und Reichert, die der Hoffnung Ausdruck gaben, daß die überwachenden Beamten doch jedenfalls bei der Behörde Bericht über das gehörte erstatten und dann die Fabritinspektion für Abhilfe forgen würde. Sodann wurde folgende Resolution B. 2. 50, Köln. Leider braucht allerdings der Schwängerer ohne Widerspruch angenommen:" Die Volksversammlung proteftirt Der Referent rieth nun der Versammlung, eine Kommission dort nur für den Fall einer Entführung, einer Nothzucht oder energisch gegen die Zumuthung, daß die Arbeiter der Wolff'schen zu ernennen, die unter Verwerthung des für die Nothwendigkeit eines freiwilligen( am besten zu gerichtlichem oder notariellem Fabrit sich infolge der jämmerlichen Löhne durch Diebstahl der Errichtung eines Gewerbegerichts sprechenden Materials dahin Protokoll erklärten) Anerkenntnisses seiner Baterschaft für Unterschablos hielten; die Versammlung ist vielmehr der Meinung, Schritte thun folle, daß für Deutsch- Wilmersdorf und Char- balt und Erziehung des Kindes zu sorgen. Zech. Ein baß es das böse Gewiffen ist, welches die Firma und ihre An- lottenburg oder Schöneberg ein gemeinsames Gewerbegericht ge- Mennonit kann zur Gidesleistung, aber nur in der feiner Sekte gestellten plagt, weil sie genau wissen, daß mit den in der Fabrik schaffen wird. Der Redner verwies dabei auf Potsdam, wo die entsprechenden Form( Ja, ja in Gegenwart seines Gemeindegezahlten Löhnen kein erwachsener Mensch auskommen kann. Die Arbeiter vor zwei Jahren mit dem gleichen Begehren abgewieſen forgers, statt„ so wahr mir Gott helfe") gezwungen werden. " In Sachen betreffend die Errichtung eines Gewerbegerichtes Tarif arbeiten, mit der Laterne zu suchen seien. Weiter am hiesigen Orte erwidere ich Ihnen auf die Eingabe vom wurde angegeben, daß Meister Paul sich nicht mehr mit Lohnabzug von 10 pt. begnüge, sondern an 4. b. M. ergebenst, daß sich das Bedürfniß nach Errichtung eines einem folchen bis jetzt nicht gerade erwiefen hat. Wilmersdorf ist kein einen Arbeiter das Anfinnen geftellt habe, sich einen Lohnabzug industrieller Ort und werden hier verhältnißmäßig nur wenig von 25 pet. gefallen zu laffen, worauf dieser die Arbeit einArbeiter beschäftigt. Diefelben haben vielmehr faft ausgestellt hätte. Diesen Verhältnissen gegenüber wurde zur Orgaschließlich ihre Arbeitsstätte in Berlin. Uebrigens steht nisation dringend ermahnt. Bekannt gegeben wurde noch, daß die Errichtung eines Amtsgerichts am hiesigen Drte nahe bevor, der Arbeitsnachweis sich jetzt bei Thieme, Berlin, Elisabeth= wodurch die Inanspruchnahme des Gerichts auch den hier be- Ufer 52, befindet und daß für Charlottenburg die Gewährung schäftigten Arbeitern bequem gemacht wird. Ich bemerte noch, einer Arbeitslosenmarke jetzt schon nach einwöchiger Daner der daß die Angelegenheit erst fürzlich der hiesigen Gemeinde Arbeitslosigkeit( sonst 4 Wochen) erfolgt. vertretung zur Beschlußfassung vorgelegen hat und daß aus den vorstehend angeführten Gründen letztere die Errichtung eines Gewerbegerichts abgelehnt hat. Den Mitunterzeichnern Ihrer Eingabe wollen Sie von Vorstehendem gefälligst Kenntniß geben." Urania Für den Inhalt der Inserate über- Anstalt für volksthümliche nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 28. Januar. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Halali. Die stille Wache. Deutsches Theater. Lebenswende. Leffiug- Theater. Romtesse Gucker!. Berliner Theater. Fedora. Neues Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Bekehrung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. König Chilperich. Schiller Theater. Bittoria. Onkel Bräfig. 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Frauen u. Mädchen. im Feen- Palast, Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke: Sonntag, den 26. Januar, Große Sozialdemokratische Volks- Versammlung. = Tages Ordnung: Die gegenwärtige politische Lage. Referent: Reichstags- Abgeord neter Paul Singer. Frauen haben Zutritt. E Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! 208/4 Der Vertrauensmann. Achtung! Genossinnen und Genossen! nachmittags 4 Uhr, in Th. Bolk General- Versammlung. Zagesordnung: 1. Raffenbericht pro 1895. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Bum zweiten Male: Die Räuber. In Vorbereitung: Wilhelm Tell. 228/17 2. Bericht des Kontrolleurs und der Künstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmartt 15 Revisoren. 3. Remuneration pro 1895/96. 4. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 5. Verschiedenes. Freitag, den 24. Januar, in der Norddeutschen Branerei, 23075 Chauffee- Straße 58: Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Zentral- Krankenkasse Volksversammlung. Maurer, Gipser Weißbinder) 1/15 Tagesordnung: u. Stuckateure Deutschlands 1. Die moderne Prostitution und die bürgerliche Frauenrechtlerei." ,, Grundstein zur Einigkeit." Referentin: Frait Clara Zetkin aus Stuttgart. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Die Einberuferin: Frau Ottilie Gerndt. Krankenkasse der Hutmachergesellen zu Berlin ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 67). Sonntag, den 26. Januar 1896, vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Feind, Weinstr. 11: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Wahl des Ausschusses und der Kassenkontrolleure. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. O. Tschoppe. Zimmerer! 87/1 Sonntag, den 26. Januar, vorm. 10% Uhr, int Cohn's Festsälen, Beuthstraße 21-22: ( Dertliche Verwaltungsstelle Berlin.) Sonntag, d. 26. Januar 1896, vormittags 10 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10, II: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 4. Quartal 1895 und Bericht der Revisoren. 2. Wahl des Bevollmächtigten für Unfälle. 3. Innere Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. 149/7 Die örtliche Verwaltung. J. A.: W. Garbe. Achtung, Töpfer! Der Arbeitsnachweis befindet sich vom Freitag, den 24. Januar ab: Elisabeth- Ufer No. 52 bei Karl Thieme. Verein zur Regelung der gewerbl. und Umgegend. Der Vorstand. Außerordentliche Verbands- Versammlung Berhäftuliffe der Töpfer u. Berufsg. des Verbandes deutscher Zimmerleute und verwandter Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Tages Ordnung: 190/6 Beerdigungsverein Echt Stonsdorfer Likör, " à Liter 1,20 m., 5 Liter 5,50 M., 10 Liter 10 M. Echten alten Nordhäuser, à Liter 1,- M., 5 Liter 4,50 m. Ingber, Getreidekümmel, Wachholder, à 2. 1 M., 52. 4,50 m. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 M. Medicin. Ungarwein, befte Qualität, Literflasche 2,10 m. 41852* empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co., 6 a Bellealliance- Platz 6a. 81 Neue Friedrichstrasse 81. 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