Morgenausgabe Tit. 174 A 88 -46. Jahrgang WöchniINch SS«--stach WOHL fan voraus zahlbar, Postbezug Herr der Kasse._ Was ist Nrandlensmus? Eine kommunistische Volksszene. Die rechtskommunistische Zeitschttst:„Gegen den Strom' erzählt: In Rendsburg wurde ein« bekannte Genossin aus dem NFMB. (Roten Frau«» und Mädchenbund) ausgeschloss«. well sie Flug- blätter der Opposition in der Partei oerbreitet hatte. Unter den Frau« des RFMB. konnte man folgend« Unterhalttmg hör«: „Warum wurde Anna denn eigentlich ausgeschlossen?"-- „Sie sag«, daß'sie ein Brandlcr ist!' -'„Ein Brandter?— Hat sie irgendwo einen Brand angelegt?' „Ich weiß nicht genau, ich glaub«, sie hat einen Brand gehabt, wird wohl besoffen gewes« fein!' Hugo Heimann. Sie Partei grüßt den Siebzigjährigen. Laute Ehrungen hat sich Hugo Heimann zu seinem siebzigsten Geburtstag verbeten. Dennoch bleibt dieser Tag für die Sozialdemokratische Partei ein Festtag, den sie Mit Stolz und Freude begeht. Denn stolz und froh darf sie sein, einen Mann wie diesen zu den ihren zu zählen. Hugo Heimann ist am 15. April 185S zu Könitz in West- preußen geboren. Kurz nach seiner Geburt übersiedelte sein Vater. nach Berlin, wo er bald starb. Der kleine Hugo kam zu einem Freund und Vetter des Vaters. Mortier Levy, einem alten Achtundvierziger, in Erziehung und wuchs in einem Hause am Aleranderplatz auf. Die älteste Berliner höbere Schule— das Graue Kloster— vermittelte ihm das Wisien. das mit eine der Voraussetzungen für seine spätere vorbildliche Tätigkeit im Berufe und im öffentlichen Leben wurde. Er wurde Buchhändler. In Firmen von Rang er- warb er seine großen Fachkenntnisse. Diese und seine wirt- schaftliche Unabhängigkeit ermöglichten es dann dem zum Manne Herangereiften, der eine außergewöhnlich harmonische Ehe mit einer geistig bedeutenden Frau geschlossen hatte. Mit- inhaber und Älleininhaber großer Verlags- und Buchhand- lungsfirmen von Weltruf zu werden. Die Ergänzung dieser Berufstätigkeit, die stets geistige Anregungen brachte, bildete für Hugo Heimann seine pri- vate Kunstausübung. Er war in inniger Freundschaft ver- bunden mit Künstlern von Namen und musiziert« auch selbst in vollendeter Art bis ins Mannesalter hinein, bis— 1899— die Kommunalpolitik und dann die große Politik ihn völlig in ihren Bann zogen und all seine Kraft absorbierten. In ihren Anfängen waren Hugo Heimanns politischer Sinn und politische Erkenntnis geweckt worden durch seinen Vormund, den verständnisvollen Berater seiner Jugend, Mortier Levy.— den„roten Levy"— und dessen Freund Johann I a e o b y. Später trat in diesen Kreis auch Paul Singer. Durch ihn und durch August Bebel— beide lebten bis zu ihrem Tode in enger Freundschaft mit der Familie Heimann— erhielt Hugo Heimanns Bekenntnis zum Sozialismus offizielle Form. Selbstlos hat er für die Partei, für khre großen Ziele— vor allem auch auf dem Gebiete der Volksbildung— gearbeitet. Als eines der sinnfälligen' Zeichen hierfür feh die von ihm errichtete große Berliner V o l k s bi b l i o t h e t und Lesehalle in der Adalbertstraß« mit ihren prächti- gen Beständen erwähnt. Er übereignete sie später der Stadt, zu deren wertvollsten Büchereien diese Hugo Heimann'sche Stiftung jetzt. gehört. Sein umfassendes Mgemeinwissen, seine kaufmännischen Kenntnisse, seine auf weiten Reisen— nach England, Indien, Aegypten. Algier, der Schweiz, den nordischen Ländern usw. — erhaltenen Eindrücke und gewonnenen Erfahrungen ver- liehen Hugo Heimanns Wort Wert und Geltung, wenn die Führer der. Partei— wie oft— feinen Rat verlangten. In den schwersten Sturmzeiten der Partei war er m vielfacher Beziehung ihr getreuer Ekkehard, sein mit hohem Kunstsinn gestaltetes Heim«ine Art„Hauptquartier*, das als solches nur ganz wenige Eingeweihte kannten. Hugo Heimann schuf in großzügigster Weise die Mög- iichkeiten für eine auch zahlenmäßig bemerkbar werdende Er- Weiterung des sozialdemokratischen Einflusses im Berliner Rathaus, in das er am 4. Januar 1900, also vor rund drei Icchrzehnten, eingezogen war. Heut« ist er der dienst- älteste Berliner Stadtverordnete. Er wurde als Paul Singers Nachfolger Führer der Berliner sozialdemokratischen Stadt» verordnetenfraktion und blieb dies rund 20 Jahre hindurch, bis er— nach einem kurzen Wirken im preußischen Abgeord- netenhaus der Vorkriegszeit— in die Nationalver- s a m ml u n g und dann in den R« i ch s t a g gewählt wurde. In einer wohl von allen Fraktionen des Reichstags aner- kannten geradezu mustergültigen Weise leftet er vornehm und sachlich, wie es seinem Wesen entspricht, den Hauptaus- s ch u ß, dessen Arbeitsorganisation er durch seine überragende Sachkenntnis maßgebend beeinflußt. Wahrlich— ein Leben, ganz dem Dienste für die Allgemeinheft, ganz den Interessen der Notleidenden gewidmet! Der Proletarier, der sich der Gewerkschaft, der Partei anschließt, erfüllt eine Selbstverständlichkeit, die den Gesetzen seiner Klasse entspricht.''' Der aus bürgerlichem Milieu Stammende, dessen Lebens- grundlagen ihm Freiheit, Unabhängigkeft und maßgebenden Einfluß in seinen„Kreisen* sichern, wird sich nur bewußt zum Sozialismus bekennen und— wie Hugo Hermann— in ihm aufgehen und für ihn arbeiten können, wenn sein Denken und Fühlen— volkstümlich gesprochen: sein H e r z— ihn hierzu bestimmen, ihn bestimmen. Glied des Ganzen zu werden, persönliche Portelle und.Karriere* zurückzustellen. Ein solches Bekenntnis ist an sich hoch genug zu werten. höher noch aber, wenn ein Leben erfolgreichster Arbeft.«in Litauische Lockspitzelei.. pletschkaitis aus der sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen. Sowao, lZ. April. Di« voltssozialistischen„Lietuvos Zinios* geben eine Meldung des in Wilna erscheinenden sozialistischen Emigrantenorgon»„Pir- inyn* wieder.' Danach ist Pletschkatkis aus der wllnaer Gruppe der Soziallsten ausge- Massen worden, und zwar, weil er als geheimer ZNitarbetter der Kowuoer politischen Polizei entlarvt worden sei. Pletschkaitis habe das Schreiben an die Kownoer Sozialdemo. traten, das einen der Hauptgründe der Sozialistenverhastungen bildete, im Einvernehmen mit der Kownoer Polizei oerfaßt, um„3JI ateriol' zu liefern, dessen sich die Polizei im Kamps gegen die Sozialdemokraten bedienen konnte. Man erwartet in den nächsten Tagen weiter« eingehendere Enthüllungen.— Auf Per- fügung des Innenministerium» sind von den verhafteten Sozial- demokraten mehrere wieder freigelassen worden, u. a. die ehemaligen Sejmabgeordneten Waiseta und Radis. Wie ver- lautet, will ein Teil der freigelassenen Sozialisten nach.Süd« a m« r i t a auswandern. Pletscha itis war sozialdemokratischer Abgeordneter. Als di« Aufftandsversuche gegen den- Faschistenputsch der Smetona, Woldemaros, Plechavitius usw. gescheitert waren, flüchtete Pletsch- kaitis mit anderen vor der Rache der Faschisten nach Wilna. Bon dort aus oersuchten sie einen Einfall nach Litauen, der sofort zurück- geschlagen wurde. Ob etwa jener Einfall, der dem Faschisten- regime den Anlaß zu neuen Verfolgungen gab, auch schon im Ein- Verständnis mit der Polizei unternommen war, ist fraglich. Die materielle Lage des Pletschkaitis war damals so. daß er irgend- welch« Einnahmen nicht zu haben schien. Leben steter Opferwilligkeit— wie das Hugo Heimanns es versinnbildlicht. Bor Iahren ehrte die Stadt Berlin sich, indem sie Hugo Heimann das Ehrenbürger re cht verlieh. Gewiß,«ine rein„offizielle* Aeußerlichkeit! Bedeutungsvoll aber immer- hin ist die Tatsache, daß«in Sozialdemokrat in der Hauptstadt der deutschen Republik diese Ehrung erfuhr, bedeutungsvoller noch durch die Persönlichkeit Hügo Heimanns, die allein die Voraussetzungen hierfür schaffen konnte. Die Redaktion des„V o r w ä r t s* verehrt in Hugo Hei- mann ihren ausgezeichneten Mitarbeiter, der ihr stets seine unentbehrliche Sachkenntnis auf dem Gebiet des Etats- wesens und des Etatsrechts zur Verfügung gestellt hat. Sein Name steht hier in der vordersten.Reihe derer, die dem Zen- tralorgan der Partei in allen politischen Kreisen Beachtung und Achtung erzwingen. Genosse Heimann lebt der Ueberzeugung, daß der einzeln« nichts, die Sache der sozialistischen Arbeiterbewegung alles ist. Wir lassen seine Ueberzeugung gelten— mit der Einschränkung, daß man den Wert einer Sache auch an den Menschen erkennen kann, die sie vertreten. In diesem Sinne ist sein Ehrentag auch ein Ehrentag der sozialistischen Arbei- terbewegung, der Sozialdemokratischen Partei. Es muß etwas Großes um eine Sache sein, der ein Mann wie dieser alles gegeben hat und noch täglich mit Freuden gibt, was er kann und ist! Berlin graiulieri. Genosse Hugo Heimann hat zu seinem 70. Geburtstag alle öffentlichen Feiern abgelehnt. Di« städtischen Körperschaften hoben sich darum daraus beschränken müssen, folgendes, von Oberbürger- meister Böß unterzeichnet« Schreiben an ihn zu richten: Sehr geehrter Herr Ehrenbürger!» Zum heutigen Tage, an dem Sie Ihr 70. Lebensjahr in körper- ticher unh gxistiger Frische vollenden, brisen auch pir Ihnen, zugleich namens der städtischen Körperschaften, mtzer« hqzvchstep und rnöflnfken Ylückwünlche dar. v: v t• i Dankbaren Herzens gedenken wir heut« der verdienst«, die Sie sich in treuer Hingabe an das Allgemeinwahl seit nahezu drei Jahrzehnten durch Ihre selbstlos« Arbeit w den ver- schiedensten vom Volke zu vergebenden Ehrenämter» um die Stadt Berlin und das Wohl chrer Bürger erworben haben. Wenn auch di« Stadt dies« Verdienst« durch die höchste Ehrung, die sie oergeben kann, bereits gewürdigt hat, so bietet doch der heutige Tag zu einem Rückblick willkommenen Anlaß. Und dieser Rückblick muß nicht nur Sie, sehr verehrter Herr Ehrenbürger, sondern alle, die Ihnen nahestehen, mit innerster Befriedigung erfüllen: spiegelt sich in ihm doch ein an Arbeit und Erfolgen reiches Leben wider. Stolz war Ihr Ausstieg vom Handlungsgehilfen zum Älleininhaber eine» großen Verlages, vorbildlich Ihre Pflichttreue, mit der Sie sich in den Dienst der eigenen politischen Ueberzeugung stellten. Vielerlei waren die Aufgaben, die Ihnen aus Nr« politischen Laufbahn zufielen, und allezeit sind Sie hierbei av eiu ausrechter Mann von vornehmer Gesinnung be- funden worden. So sahen wir Sie in vergangenen Tagen als Stadtverordneten und Landtagsabgeordneten die> Interessen des arbeitenden Volkes wahrnchmen, so sahen wir Sie nach der Staatsumwälzung als Lolksbeauftragten für die Stadt Berlin mit Geschick und Umsicht bemüht, in den Tagen der größten Verwirrung nicht wieder Gutzumachendes abzuwenden. Als Mit- glied der Rationalversammlung waren Sie mit am Werke, dem deutschen Volke ein wohnlich Haus zu zimmern, und so sehen wir Sie auch heute noch als Reichstagsabgeordneten und Stadwerordne. ten rastlos tätig. Die Klugheit und Geschicklichkeit,.die tiefe Menschen» kenntni« und das warme Herz, mit denen Sie jedes Ziel im öffentlichen Leben angestrebt haben, hat Ihnen so manch«» großen Erfolg gebracht, auf den Sie stolz sein dürfen. Aufrichtig wünschen wir deshalb am heutigen Tage, daß«s uns vergönnt sein möge, Sie noch viele Jahre. iu ungebrochenem Schaffensdrange zum Wohle der Allgemeinheit tätig zu sehen. Glückwunsch der Stadtverordnetenfraktion. Die sozioldemorratische Stadwerordnetenfraktion richtet« an Hugo Heimann dieses Telegramm: Die sozialdemokratisch« Berliner Stadtverordnetenfraktion grüßt Sie, lieber Genosse Heimann, heute als Siebziger. In emer be° sonderen festlichen Veranstaltung hat sie Ihnen Dank und Der- ehrung zum Ausdruck bringen wollen. Sie bedauert, dies nicht tun zu können, da Sie nicht in Berlin anwesend sind. Ihr Leben erfolgreichster Arbeit, steter größter Opferwilligkeit ist wahres Sinnbild des Bekenntnisses zum Sozialismus. Der kvmmu- nalen Parteiarbeit in Berlin haben Sie durch den überragenden Ein- fluß Ihrer Persönlichkeit Ziel und Richtung gegeben. Ihr einfluß- reiches kommunalpolitischcs Wirken hat die jetzt erst unter freiheit- licheren Verhältnissen ermöglichte Lösung großer, für die Stadt Berlin bedeutungsvoller Probleme.vorbereitet. �, Am heutigen Tage empfindet die Stadtperordnetenfrattioft in erhöhtem Maße die große Feeude, Sie zu ihren Mitgliedern zählen zu dürfen. Möchten Sie doch, lieber Genosse Heimann, der Fraktion noch recht lange als Vorbild-und Führer erhalten bleiben. ____ Fla tau/ Hindenburg an Koch-Weser. Einführung deck Reichsgerichtspräsidenten. Der Reichspräsident hat an den scheidende» Reichsminsster her Justiz Koch-Weser das nachstehende Schreiben gerichtet:; .Ihrem Antrage um'Entlässung aus dem Amte des Reichsministsrs der Justiz, das Sie im Juni vorigen Jahres, um eine ausgetretene Lücke auszufüllen, übernommen haben, habe beifolgenden Erlaß �cherZgier-M für irit-'wett* ____...______ >Wfttzminister wie als Mirglift»' det ReichsveKeruNg«8h. rend Ihrer Amtszeit geleistet haben Ich gedenke hierbei besör»- ders der groheu Förderung, die die Sirafrechtsreform durch Sie erfahren Hot. Mit meinem Dank für ihre Arbeit«er» binde ich meine aufrichtigen Wünsche für Ihr persönliches Wohl» ergehen wie für Ihr weiteres Wirken.' Am Sonnabend vormittag hatte der bisherige Reichsjustiz. minist« Koch als seine letzte Amtshandlung die feierliche Ci.n- führung de» neuen Reichsgerichtspräsädenten Bumk« tn Leipzig vollzogen.______ Vor der neuen Abrüstungsiagung. Eine deutsche Oenkschrifi Überreicht. Geuf, 11. April. fElgevberichl.) Dem Vorsitzende» d« vorbereitenden AbrSsiuagL-. kam m issio» Ist von dem deutschen Kommissionsmitglied Gras Lee v-st o r f f zur bevorstehenden Tagung eine schriftliche Stellung. nahm? unk« dem Titel„Bemerkungen zur S. Tagung de» vorbereitung»au»schusses* übermittelt worden. Der Inhalt dies« Denkschrift wird»ach ihrer Zustellung au die Mitglieder der Abrüstuugskommissioo o«öfsentlicht werden. Aus den nordamerikanischen Ozeaudampsern sollte der Schnaps- suff wieder eingeführt werden, und zwar hinzu nach Europa knapp mit„Medizinalkohol*, zurück unbeschränkt. Dagegen kündigen die Alkoholgegner im Senat ver USA für nächste Woche Antrag«»». die dm Verkauf von Spirituosen auf amerikanischen Schiffe» vor» bieten sollen. Rationale Freunde des Frauenwahlrechts. LSTO:„Was- in die Versammlung wollt Ihr Weiber lavsen,- Zhr seid wohl total verrückt geworden!- Die Frau gehört ins Hans, hat der Kaiser gesagt. -~ Dabei bleibt-'." „Wohin sollten wir auch kommen, meine Herren, wenn das Weibervolk gar anfängt, sich in die Politik einzu- mischen?- Lange Haare, kurzer Verstand- so hats schon immer geheißen.* i929:„Minna, Guste, was, noch nicht gewählt?- Auf, raus, an die Wahlurne, marfch-marfchZ! Auf jede Frauenstimme kommt es an, damit unser nationaler Kandidat gewählt wird!* KLEIDUNG F ö R DIE DAME Jumperbluse deutsche Bastseide m* Säumchen, offen ued«« geschlossen zu tragen I ISO Wanderkleid zweitarb., indonth. gefärbt. Woschstofl, m. ortg bunt- Q bedr Weste u. glatt. Rock gf 5 O Kleid bedruckte.Bemberg- Waichkunstselde,»H— heller Krogpngarnitur �900 Relnseid. bedr.CrBpede Chine, In modernen /| Tupfenmuster« JOO Mantel melierter Herrensloff. 2 reihig verarbeitet,"f* Q__ Gürtel, ganz auf Futter■♦▼OO Uberweste ' Kunsttelde-Jacquord, ohne Ärmel W-*® Strickweste Jacquard Kragen M /Lf* und Ärmeln I 3 DAMENHUTE Phonlostegefleehl. mit zwei- M—-. farbigem Band garniert"§"0 Grobe Glockenform, aus Strohgeflecht, mit farbigem � Rand u. Ripsband garniert ä 90 Kleidsame Form, Kopf be-e) verlegt Fern» sprechet unverändert E 1 Berolina 3886. Dr. Oskar Cohn, Rechisanwall and Notar. Ich bin Jetzt beim Kammergericht zagelaMen. Mein Bureau befindet sich Der IIa W 57, Potsdamer Strage 75. Fernsprecher: B I Kurfürst 3389. Dr. Gustav A. G. Goldsdimldt, RcdiisanweU nnd Notar. Am Donneretag. dem sl. AprU, entschliei lonft nach langem schweren Leiden mein liedez, treusorgender Mann, Bruder, Schwager und Onkei Franz Gallasch im 62 8eben»|Qbcc. Im Namen aller Hinterdiiehenen Marie Gallnsch, geb. Samnt Sie Einäscherung findet am Man- tag, dem 15 April, nachm. h>/z Uhr, im Krematorium Baumschuienwea statt Für die überaus zahlreichen Be» weife herzlicher Teilnahme hei der Einäscherung meine» lieben Manne« Lrnst Sckmiclt sag« ich allen Freunden, Bekannten und den Ksllegen der�rmaO.Etsner meinen herzlichen Dank. In tiefer Trauer Witwe Ida Sditnidi. Der Eskimo Ein Roman von dei Hudson-Bai Ganzleinen Mk. 5.80 Kein« Inhaltsangabe kann den ganzen Reichtum dieses Buches ausschöpfen, dem man nur die besten Südsee- Geschichten Jack Londons zur Seite stellen kann Kein Buch hat in den. letzten (ahren die Schande unsere,„Zivili sationsmethoden' so angepranger wie das Buch von Mala. dem Eskimo Oer, VorwSrlj" Satari-Veriag Berlin Zu beziehen durch BiidMlDiig llOietzliadl � Berlin SW.68, Liudcnstr. 2. 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Anbiditirai, Vorstand: Schlomka, Kirsch Fenseiau, Schmidt Blmaeflspendeu jeder Art liefectpceismeri Panl Gollcta vorm. Robert Mcjrer Martannenstzafte 3 Ed« Naunynstrafte Amt Moritzpl 10303 ad Grünau, Bohnsdorf d!» Kirchplatz über 90 Parzellen an der Schönefelder Chaussee. Berk d, Restvarzellenqrn 1 M an Ber» töufet Sanntag» anwesend, C A. Winkler Zahlo-idorf'Hitt, Teltower Str. 8 �Zehlendors 2228� Sprltzpumpen z. Selbst- aufstellen iRH. Filttnnm, IBP lltliod» mL HK�n |■ Pimpitfjhril IML. 8m Fritdiid- Sinti 105/107 2 Ei».». BM. JuiovitzbOdii m Küchen Küche Loücfaen. Küche Christine mit Anrichte.. Reformküche Sorina(Schrank 180 cm) komplett, nur... Kleiderschränke 90 cm mit Hutboden und Stange 100 cm mit Wüscheeinr. und Stang 120 cm mit Hutboden und Stange 130 cm mit Wüscheeinr. und Stang Blesenaaswaiil bei buiutien Preisen Himmel Hauptgeschftft: Lothringer Str. 22(Schönhauser Tor) Filiale Gr. Frankfurter Str. 40(Strautberger Platz) Fabrikation und Rohlager: Zionsklrcbttr. 28. 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April 1929 ffienaißersifaße Die Umgestaltung des Alcxanderplatzes riickt wieder einmal eine Gegend Berlins deni allgemeinen Interesse nahe, die, kurios zu sagen, es eigentlich seit zwanzig Jahren nicht mehr gibt. Denn es ist wirklich wohl fast an zwanzig Jahr« her, seit bei der Durch- legung des neuen Fiuchtlinienplancs, der Schaffung des Bülow- Platzes und der Durchlegung zweier Verkehrswege zum Schönhauser respektive Prenzlauer Tor zum erstenmal vom„Ende des Scheunen- viertele" gesprochen wurde. Aber der große Block mit der impo- stmten Volksbühne lag bis in die neuest« Zeit, von Bretterzäunen umgeben, einsam zwischen alten Baracken und Bauplätzen. Trotz der Nähe dreier Verkehrszentren, trotz der besten Verbindungen schien die Gegend geradezu verwünscht. Der kostbare Boden log brach, und obgleich die übriggebliebenen Häuser von Menschen fast überquollen, wurden bis in die neueste Zeit doch keine neuen Wohn- Häuser gebaut, die Gegend schien wie verwünscht. Erst in den letzten Jahren wurde es anders. Neubauten, zum Teil mit Hilfe der Hauszinssteuer errichtet, entstanden, und schon ist neben der Dolks- bühne der Bau eines Großkinos aus dem Boden gewachsen. Frei- lich: die Mieten in diesem Haus wird kaum einer der bisherigen Insassen des„Scheunenviertels" zahlen können: Dreieinhalb Zwei geflülsele Mäufer in der grenndierftraße Zimmer dieser ,Lomfortluxuswohnungen" sollen 1KÜ Mark kosten! Auch in den anderen neuen Wohnhäusern sind die Mieten hoch genug: Siebenundneunzig Mark kostet eine der Zweieinhalb- zimmerwohnungen in den Häusern, die mit Beihilse der Hauszins- steuer errichtet worden sind. Freilich, dies« Wohnungen haben Luft und Licht, aber sie mögen noch so vorbildlich sein: Die bisherigen Bewohner des Scheuncnviertels empfinden das Hochwachsen der neuen Häuser als eine Bedrohung. Für sie wird in diesen Häusern kein Platz mehr sein. Für die übrig« Bevölkerung Berlins aber ist das vielleicht ein Glück. Die Welt der Grenadierstraße. In dieser kurzen Straße ist man plötzlich, unmittelbar nachdem man den Alexanderplatz hinter sich gelösten hat, in einer fremden Welt. Hier haust, eng zusammengedrängt, die ganze Bevölkerung einer kleinen Stadt— einer polnisch-jüdischen Kleinstadt. Haus bei Haus sind hier Lebensmittelgeschäste, lu denen rituell zubereitete Waren seilgeboten werden. Es erscheint unglaublich, daß sich für diese Dinge wirklich in einer einzigen Straße genügend Käufer finden sollen. Damit nicht genug: Am Nachmittag säumen den Rand der Straße dicht bei dicht die Wagen jüdischer Straßen- Händler, so daß manche Geschäftsleute, um sich die Konkurrenz nicht gar zu nahe auf den Hals rücken zu lasten, vor der Bardschwelle gleichfalls noch einen Wagen ausbauen. Unglaublich, was hier noch gekauft wird: Angestoßene Apfelsinen, die auf anderen Märkten einfach in die Abfallkiste wandern würden, suchen und finden hier Käufer, denn fünfzehn Stück kosten ja nur«inen Groschen. Wein kostet das ganze Pfund fünfzehn Pfennig: die Trauben sind oft so faul, daß sie kaum mehr an den Stielen holten. Wo kein Lebensmittelgeschäft ist, hat sich eine jüdische Speisewirtschast aus- getan oder«in Restaurant. Hier gibt's alle Schattierungen, vom blitzsauberen Restaurant an, zu dem wegen der rituellen Küche auch Kaufloute aus der City kommen, bis zu Löchern von kaum glaub- licher Schmierigkeit. Zwei, höchstens drei der Restaurants sind in anderen Händen. Hier verkehren Transportarbeiter der nahen Zentralmorkthalle und das Publikum der„Taubeubörseu". die in der Nähe ihres untergegangenen Kleintiermarktes doch wieder hier Unterkunft gesucht haben. In langer Reihe hängen die Käfige au den Hauswönden, im Keller ist sogar eine große Flugvolire ein- Aerlckkek. Di« Mieten der Läden sind teurer wie in großen Ber- kehrsstraßen. Zweihundert Mark kostet eio mäßig großer Laden. zu dem ein winziges einfenstriges Zimmer und eine ebenso kleine Küche gehören. Jede Hausflurecke wird zum Handeln ausgenutzt. Auch die Wohnungsmieten sind hoch, besonders wenn man in Rechnung stellt, daß die Häuser von den Eigentümern meist glatt der Verwahrlosung überlasten werden, denn alles rechnet hier mU dem großen Umbau, es geht das Gerücht, daß in der Münz- straße ein großer Warenhaustonzern schon mehrere Häuser aus- gekauft habe Die„Zimmer" sind oft nur Löcher, wenige Quadrat- meter groß.'Trotzdem ist eine solche Wohnung oft eine Goldgrube, denn alles wird untervermietet. Ein Zimmer kostet hier fünfzig, sechzig, siebzig Mark, eine Schlafstelle, bei der drei Mann und mehr in einem Loch schlafen, acht Mark in der Woche. So sieht die Belegung der Wohnungen aus: In einer kleinen Stube wohnt der Untermieter— mit Frau und fünf Kindern! Er hat Küchenbenutzung: der Wohnungsinhaber schläft mit seiner Frau auf dem Hängeboden. Oder: Der arbeitslose Jnlzaber einer Woh- nung gibt die Kinder zu seinen Schwiegereltern Er schläft mit seiner Frau in der Küche. In der Stube wird provisorisch eine Bretterwand gezogen. Ein Teil ist vermietet an ein Ehepaar, im anderen Teil haust ein Schlafbursche. Falls der auch arbeitslos wird und nicht die volle Miete zahlen kann, nimmt man noch ein Ehe- paar auf. Düsteres Geheimnis, wo die schlafen. So wird nun die Wohnung von einem Zimmer und Küche von drei Familien und einem Schlafburschen bewohnt! In einem vom Hausibirt gemieteten Zimmer wohnt mit Frau und vier Kindern ein alter jüdischer Schriftmaler. Er hat, da das Zimmer sozusagen möbliert ver- mietet wurde, geradezu noch einen Vorzugspreis: Nur vierzig Mark im Monat... So geht es hier Haus bei Haus. Dazu kommen die H o t e l s, die sich ausschließlich in jüdischen Händen befinden. Hier kostet das Bett für die Nacht eine Mark, jedes Zimmer ist mit drei und mehr Wann belegt. Bei manchen wird es wohl mit den Ausweisen nicht allzu genau genommen, denn die festgenommenen Tafchendiebe— Import von Lodz und umliegenden Gegenden— haben ihr Quartier meist„in einem Hotel in der Grenadierstraße", wobei sie aber regelmäßig die genauer« Adresse vergessen haben. Neben Hotels, Geschäften und Markttreiben kann man hier aber noch eine andere Seite des jüdischen Lebens bewundern: Zu keiner Straße Berlins gibt es wohl so viel Bethäuser, wie in der kurzen, kleinen Grenadierstrahe. Frellich sind diese Bethäuser kahle, öde Räume ohne jeden Ausstattungsprunk, überall da untergebracht, wo man in dieser übervölkerten Straße gerade noch einen freien Raum erwischen konnte— und wenn dieser Raum ein Speicher war. So ist aus dem beigegebenen Bild die erst« Etage des Hof- gebäudes, zu der die Hllhnersteige heraufführt, ein Bethaus: darunter befindet sich die„Mikwe", ein rituelles Bad für die von der Religion vorgeschriebenen Reinigungsbäder. Wenn man die dunkle Höhl« ansieht, muß man sich immer«rinnern, daß die religiöse Reinigung mit unserer irdischen Reinlichkeit manchmal sehr wenig zu tun hat. Oragonerstraße. Das war einmal die respektabelste der Straßen iin ehenialigen Scheunenoiertel. Hier wohnten kleine Handwerker, Standinhaber in der nahegelegenen Zentralmarkthalle und zum Teil wohnen noch äSelhaus und SBad in einem Stof der QreitadierHraße Jack Xondon: (Berechtigte Heber fetzung oon Erwin Magnus). Kearns war blaß, und die Zuschauer bemerkten, daß seine Hand zitterte, als er den Gutschein schrieb. Seine Stimme war jedoch unverändert. „Ich halte die fünftausend," sagte er. Jetzt war Daylight wieder an der Reihe. Das Licht der von der Decke herabhängenden Petroleumlampen spielte in den Schweißtropfen auf seiner Stirn. Die Bronzefarbe feiner Wangen war durch das emporsteigende Blut dunkler ge- worden. Seine schwarzen Augen funkellen. und seine Rasen- flügel bebten vor Erregung. Gerade sie bezeugten seine Ab- stammung von Wilden, deren" Rasse sich dank chrer tiefen Lungen und üppigen Luftzufuhr erhalten hatte. Doch im Gegensatz zu MacDonald war seine Stimme fest wie immer, und seine Hand zitterte nicht wie die Kearns, als er schrieb. „Ich.bringe' zehntausend," sagte er.„Ich bin nicht bange vor dir, Mac, es ist wegen Jacks Chance." „Ich setze nun gerade fünftausend gegen diese Chance," sagte MacDonald.„Ich hatte die beste Karte, ehe wir kauften, and ich nehme an, daß ich sie noch immer habe." „Es kommt ja vor, daß eine Chance nach dem Kaufen besser ist als vorher," bemerkte Kearns.„Und da sagt mir die Pflicht: Immer'ran, Jack, immer'ran, und ich sage: noch fünftausend." Daylight legte sich zurück und betrachtete sich die Petroleumlampe, während er laut rechnete. „Ich habe neuntausend gesetzt, ehe gekaust wurde, und ich habe elflausend.gebracht' und erhöht— das macht dreißig. Ich bin nur noch für zehn gut." Er beugte sich vor und sah Kearns an.„Also ich.bringe' die zehntausend. „Du kannst gut höher hineingehen," antwortete Kearns. „Deine Hunde rechnen gut für fünf." „Nicht einen Hund. Du kannst all meinen Goldstaub und das andere Zeug gewinnen, aber nicht einen von meinen Hunden. Ich chringe' nur." MacDonald bedachte sich lange. Keiner rührte sich oder flüsterte. Kein Muskel erschlaffte in den Gesichtern der Zu- schauer. Nicht einer trat auch nur von einem Fuß auf den anderen. Es herrschte feierliches Schweigen. Nichts war zu hören als das Prasieln in dem großen Ofen und das Heuten der Hunde, das gedämpft durch die Holzwände hereintönte. Nicht jede Nacht wurde am Pukon so hoch gespielt, und dieses Spiel war das höchste, das die Geschichte des Landes aufzu- weisen hatte. Endlich sagte der Wirt: „Wenn einer von euch gewinnt, muß ich eine Hypothek auf das Tivoli nehmen." Die beiden anderen Spieler nicktc■ „Dann.bringe' ich auch." MacDonald fügte seinen Gutschein über fünftausend zu den anderen. Nicht einer oon ihnen forderte den Pot für sich, und nicht einer nannte seine Karte. Gleichzeitig legten sie ihre Karten offen auf den Tisch, während die Zuschauer auf den Zehenspitzen standen und sich die Hälse ausreckten, um bester zu sehen. Daysight hatte vier Damen und ein As: MacDonald vier Buben und ein As; und Kearns vier Könige und«ine Drei. Kearns langte aus und zog den Pot zu sich, aber sein Arm zitterte dabei. Daylight nahm sein As, warf es neben das MacDonalds und sagte: „Das hat mich die ganze'Zeit hochgehalten. Mac. Ich wußte, daß nur die Könige mich schlagen tonnten, und richtig, er hatte sie." „Was hattest du denn?" wandte er sich eifrig an Campbell.» „Flush royal von beiden Enden zu kaufen— ein« gute Karte." „Das sollte ich meinen! Du hättest«inen.straight', einen .straight flush' oder einen gewöhnlichen ,flush' bekommen können." ,L>as Rausgehen kostet mich sechstausend," meinte Camp- bell betrübt. „Ich wünschte, du hättest gekaust," lachte Daylight,„dann hätte ich nicht die vierte Dame gekriegt. Nun muß ich Billy Rawlins' Post besorgen und machen, daß ich nach Dyea komme.— Wie groß ist die Beute, Jack?" Kearns versuchte den Pot zu zählen, war aber zu er- regt. Daylight zog ihn zu sich herüber, sortierte Chips und Gutscheine und rechnete ruhig zusammen. �Hundertsiebeu- undzwanzigtausend!" meldete er.„Jetzt kannst du Ausverkauf halten und nach Hause reisen, Jack." Der Gewinner lächelte und nickte, konnte aber kein Wort herausbringen. „Ich möchte etwas zu trinken bestellen," sagte Mac DoNald,„die Bude gehört mir nun nicht mehr." „Doch!" antwortete Kearns, nachdem er seine Lippen mit der Zunge angefeuchtet hatte.„Deine Gutscheine gelten, solange du willst. Aber für Getränke zu sorgen ist meine Sache." „Sagt, was ihr haben wollt, Leute— der Gewinner bezahlt!" rief Daylight den Umstehenden laut zu, und zugleich erhob er sich und faßte die Jungfrau am Arm..Kommt alle mit, wir tanzen einen Reel. Es ist noch früh am Tage, und morgen muß ich mit der Post los. He, Rawlins— ich verpflichte mich, die Post hin und zurück zu besorgen und morgen früh um neun geht's los— savvy? Alle her! Wo ist die Musik?" 4- Es war Daylights Nacht. Er war der Mittelpunkt, das einer Laune, ein An- ältigte sich und damit chlug, war zu ausge- Haupt der Lustbarkeit, unersättlich in steckungsherd von Frohsinn. Er oerfiel den Trubel. Kein Streich, den er vors lassen für sein Gefolge, und ihm folgten alle bis auf die, die als singende Idioten auf dem Schlachtfeld blieben. Aber nie kam es zu Ausschreitungen. Es war am Pukon bekannt, daß an den Abenden, wenn Burning Daylight losggelassen war. Zank und Streit verpönt waren. Früher war es wohl ein mal vorgekommen, aber da hatten die Leute zu spüren be- kommen, was wahrer Zorn war, und zwar auf eine Weife. wie nur Burning Daylight es verstand. Wenn er Feste gab, mußten die Leute lachen und froh sein oder nach Hause gehen. Daylight war unermüdlich. In einer Tanzpause bezahlte er Kearns die zwanzigtousend in Goldstaub und übertrug ihm seine Rechte auf Moosehide. Den Posttontrakt mit Billy Rawlins ordnete er ebenfalls und traf leine Borbereitungen zur Abreise. Er schickte nach Kama, seinem Hundetreiber, einem Tananawindianer, der seinen Stamm verlassen hatte, um in die Dic/nste der Weißen zu treten. Kama betrat das Tivoli, groß, mager, muskulös, in Felle gekleidet, ein Aus- erwähller seiner barbarischen Rasse, und doch selbst ein Bar- bar, der sich durch die ihn umtobenden Gäste nicht stören ließ, als Daylight ihm seine Befehle erteille. (Fortsetzung folgt.) heut dieselben Menschen hier. Auch unter den Häusern finden sich ja noch einige gute, solide Bauten Otis den Zeiten, da diese Gegend noch die Kommunikation vor dem Prenzlauer Tore* hieß, ein oder die andere nette Front, sogar init bildnerischem Schmuck aus dem End« des achtzehnten Jahrhunderts. Gegen die Miinzstraße zu stehen sogar einige, Häuser, die nur Geschäftszwecken dienen. Aber sonst ist diese Straße bös heruntergekommen. Während in der Kriegszeit die Grenadierstraße zu einer Art Ghetto wurde, zog sich noch Zliederlegung des übrigen Scheunenolerlels die niedrigste Art von prostitlutlon hierher. An der Ecke der„Echendelgasse" stehen hier alte Dirnen, die manchmal mehr als sechzig Jahre zählen. Ohne Hut, ini Anzug einer Frau aus Arbeiterkreisen: nur das Gesicht verrät nur allzu deutlich das Gewerbe. Quer über die Ecke weg geht die Unterhaltung, die sich manchmal wirklich nicht sür keusche Ohren eignet Aber auf derartige Perversitäten scheinen die Mädels nicht gefaßt zu fein. Doch auch in dieser Gegend werden Kinder groß... Natürlich sind nun hier auch mehrere 2l b st e i g e- quartiere, unvermeidliche Nebenerscheinung dieses Marktes. Was aber in dieser Straße darin geboten wird, schlägt jeden Re- kord! In einem Hause soll der Betrieb sogar als„Gewerbsmäßige Vermietung* gemeldet sein. In einem ehemaligen Laden stehen, durch Bretterwände getremit, schmierige Chaiselongues. An Frei- tagen und Sonnabenden steht man hier an, bis eine der„Ruhe- stätten" frei wird... Aber weder die Steuer-, noch die Gesund- heitsbohörde scheinen sich um die Interna dieses„Gewerbebetriebes* zu kümmern. Noch schlimmer liegen die Dnrge im.Lohlenkeller*. Die Wohnungsverhältnisse sind hler so ungefähr die gleichen wie in der Grenadierstraße, die Mieten ebenso teuer, nur daß hier weniger Geschäfte sind. Die Häuser sind meist in Händen von Ausländern, die gar kein Interesse haben, dem Persall zu steuern. Merkwürdige Ding« sind hier möglich: Da werden zwei Häuser durch eine Lalkeu- Versteifung geslüht. Das mittlere Haus mußte abgerissen werden, weil«in Flutkanal, der drunter wegging, es baufällig gemacht hatte. In der Inflation kaufte es sein Besitzer sür fünf Millionen— al» wir all« slbon Millionär« waren. Dann baute er auf 6ein durchgehenden Grundstück sechs Läden mit„Wohnung* in zwei Baracken. Die Wohnungen haben keinen anderen Ausgang als die Ladentür. Zwischen den beiden„Bauwerken* liegt der Müll und stinkt zum Himmel. Es existiert ja weder Zugang noch Einfahrt: an Feuersnot darf man hier nicht einmal denken. Jeder Laden kostet hundert Mark Miete im Monat, sechshundert Mark bringen die Baracken also monatlich ein. Was aber das Merkwürdigste ist: Der Besitzer des Grundstückes soll zur Errichtung dieser Baulich- kelten Hypothek aus den Müteln der Hauezinsfteuer bekommen haben... Die letzten Seßhaften der„ordentlichen* Bevölkerung, die in den oo» Tag z» Tag mehr verwahrlosenden Häusern sitzen, haben einen schlimmen Stand. Alkohol und Geschlechtskrankheiten sind die Seuck>«», die hier grassieren. Und als ich bei der Genossin, der Frau des Bezirkeoorstehers sitze, kommt heulend schon wieder eine kleine, krumm« Frau: Der Mann hat das Spind ausgebrochen, alles Geld genommen, die Kinder aus den Betten gerissen:„... und alles versauft er in der Münzglocke.* Aber von der Straße, in der diese Glocke schlägt und von den anderen Resten des Scheunenviertclz soll demnächst die Rede sein. Grzesinsti beim Reichsbanner. Ein Schreiben Carl Seberingsk. Treue zur Republik bis zum Letzten bekundete gestern das Reu- kölkuer Reichsbanner. Der große Saal der„Renen Welt* war bei der Gründungsfeier, reich mit schwarzrotgoldenen Fahnen und Bannern ausgeschmückt, bis auf den letzten platz beseht. Nach einem Konzertteil verlas der Ortsoereinsvorsitzende Genosse Franz G u t s ch m I d t einen Brief des Reichsministers des Innern, Genossen Severing, in dem es heißt: „Fragen, der Regierungsform und der Abänderung der Der- fasiung in reaktionärem Sinne haben in den Diskusstonen der letzten Wochen eine erhebliche Rolle gespielt. Das Reichsbanner hat ste längst beantwortet, und zwar durch die Aufrechterhaltung seiner Organisation. Wäre ein« Fortentwicklung der Reicheversassimg in freiheitlichem Sinne über allem Zweifel erhaben, würden nicht die Feinde der Republik jeden neuen wirtschaftlichen Druck und jede neue politische Verwicklung als willkommene Anlässe betrachten, gegen den Wall der Republik anzurennen, dann könnte das Reichsbonner d«n Schutz der Republik allein den staatlichen Organisationen überlassen. Heute ist ein« Abwehr, eine geistige und physische Abwehr auf bwiterer Front jedoch das Bessere, und man muß dem Reichsbanner dankbar dafür fein, daß es diese Front hergestellt hat und auch weiter aufrechterhalten will.*» Als erster Redner sprach der preußische Innenminister Genosie G r zc si n s k i: In der Notzeit des Volkes ist es wichtig, daß neben den staatlichen Einrichtungen Millionen Männer bereit stehen zur Abwehr jeglichen Angriffes auf die Republik. Wer heute die Der- sosiung ändern will, der will dem Volke nicht weitere Rechte geben. Da wir gegen jede Entrechtung des Staatsbürgers ankämpfen, haben wir auch die Republikaner in einer machtvollen Organisation zu sammeln. Die Macht des Reichsbanners ist um so größer, weil diese Nicht Spionage— aber töricht. Abschluß des Prozesses Goldmann-Oieh. Räch sechsstündiger Verhandlung sind gestern llachmillag die beiden Angeklagten Dr. G o l d m o n n und Vieh von der Anklage der Spionage und des Spionagebelruge» frei- gesprochen worden. In der NachmittagsverhaMung äußert sich der Angeklagte D i e g über die politischen Hintergründe dieses Prozesses. Er hatte seinerzeit als enger Vertreter der Herren E l a ß und Bacmeister auch von den Plänen, ein« Diktatur zu errichten, erfahren. Er hat darauf mit einem alten Freunde und Kriegsgerichtsrat Wolff diese Pläne durchgesprochen, der ihn eindringlich vor jeder Beteili- gung warnte. Den Inhalt dieses Gespräches mit Wolff hat er einige Tage später dem Berliner Polizeivizepräsidenten Dr. Frie- densburg mitgeteilt. Als die Franzosen schließlich seinen Heimatort besetzten, habe er alles Material, daß er über die deutsche und aus- ländische Artillerie besaß, verbrannt, um nicht in Verdacht der Spionage zu kommen. Di« Franzosen hätten ihm nie geglaubt, daß er das Material über französische Geschütze längst bekannten artilleristischen Zeitschristen entnahm. Der Sachoerständige von Eber- hard— ein Prokurist der Krupp-Werke— gab in seinem Gutachten zu, daß Dr. Goldmann zu seiner Arbeit Material verwandt hätte, daß zumeist bekannt war und nicht als geheim zu bezeichnen ist. Lediglich die Tabellen über Gaebruck wären Geheimmaterial. Dr. E o l d m a n n behauptet zu diesem Gutachten, daß er nie Statistiken über Gasdruck gesehen und sie auch nicht zu seinen Ar- bciten verwandt hätte. Major Becker vom Reichswehrministerium verlas in feinem Gutachten die Vorschriften, die bei der Artillerie- Prüfungskommission gelten. Danach seien auch alle Prioataufzeich- nungen der in dieser Stelle arbeitenden Offizier« nach Austritt aus der Kommission abzugeben. Dr. Goldiyann Hab« aber einige Auf- I Zeichnungen in semer Wohnung gehabt, die dann bei der Haus« i suchung gesunden wurden. Dr. Goldmann wies darauf hin. daß er � seinerzeit, als er ausschied, nicht selbst seinen Schreibtisch aufgeräumt habe. Ein Unteroffizier hatte den Auftrag, seine Bücher und Wäsche in«in Bündel zu schnüren und in seine Privatwohnung zu schaffen. In diesem Bündel habe sich ein Zettel mit Auszeichnungen gefunden. Er selbst habe das jahrelang nicht gewußt.— Staatsanwalt« j ch a f t s r a t Dr. Kirjchner betonte in seiner Anklagerede, daß nicht Verrat militärischer Geheimnisse in Frage komm«, sondern daß es sich lediglich um«inen S p i o n a g e b e t r u g auf Grund des§ 6 des Spionagegesetzes handele, nach dem jeder Deutsche, der mit einer fremden Macht Berhandlungen anknüpft, zu bestrafen ist, ohne Rück- ficht darauf, ob dos von ihm angebotene Material wichtig oder wertvoll ist, oder ob er sich überhaupt im Besitz eines solchen Materials befunden hätte. Er beantragte deshalb gegen die beiden An- geklagten Dieg und Goldmann eine Gefängnisstrafe von einem Jahr unter Anrechnung der erlittenen etwa acht Monate langen Untersuchungshaft. Als erster Verteidiger kam Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld zu Wort. der In seinem Plädoyer darauf hinwies, daß kein Anwalt«inen wirklichen Landesverräter verteidigen werde. In den letzten Iahren ist aber mit diesen Paragraphen des Strafgesetzbuches nicht immer sehr vorsichtig umgegangen worden. Er hielt die Uebersührung der Angeklagten für nicht erwiesen und verlangt« Freispruch Auch die beiden Rechtsanwälte Iustizrat Werthauer und Hertel-Bremen ver- langten Freispriich Nach etwa einstündiger Beratung verkündigt« das Gericht den FreifpruchausMangelanBeweifen. Bei klarer Ueber-- legung müßten die Angeklagten wohl selbst zugeben, daß sie sich ungeschickt und töricht aufgeführt hätten. Organisation unbewaffnet ist und trotzdem den Uebermut der Nechtsverbände dämpfen konnte. Ohne jedes Gesetz, ohne jede Feme- androhung hat das Reichsbanner seine Ausgabe aus freier Diszi- p l i n erfüllt. Der Rcichsbannergeist, den politischen Kampf mit geistigen Waffen zu führen, muß sich immer weiter durchsetzen. Als Vertreter des Zentrums sprach Derbandsoorsigender B u r- läge, für die Demokratisch« Partei fand Landtagsabgeordneter Otto Nuschle zündende Worte, und im Auftrage des Bezirksamtes Neukölln begrüßte Stadtrat R a d t k e die Kundgebung. Den Schluß- akt bildete die wohlgelungene Aufführung des schönen Sprechchor» wertes von Dr. Franz Rothenfelder:„Fahne der Republik*. Vorrechte für Kronprinzens. Eine echk potöSamer Angelegenheit. Di« nichtöffemsichen Wege in Sanssouot bei Potsdam dürfen nach den bisherigen Bestimmungen von WitgLedern d« ehemaligen Kaiserhauses von Fall zir Fall im Kraftwagen befahren«erden. Jedoch maß der Sa.r,tendirektion vorher davon Mitteilemg gemacht werden, die ihrerseits dann Wo r n u n g s- p'o st'e n oüssielleri muß?' Am 22. Oktober v. I., dem Geburtstag der verstorbenen ersten Frau des früheren Kaisers, hatte nun die Hofoerwaltung des ehe- maligen Kronprinzen mehrere Kraftwagen angemeldet. Ein Posten war ausgestellt. Aber an der Kurve vor dem antiken Tempel, wo mehrere ältere Personen weiblichen Geschlecht« Ausstellung genom- men hatten, war eine Frau Haubich aus Berlin beim Ein- biegen des tronprinzlichen Wagens zu Fall gekommen. Es hieß damals, ste sei vom Wagen zu Fall gebracht worden. In dem Kraftwagen sah der ehemalige Kronprinz mit seiner Frau. Ueber diese Angelegenheit ließ man nach bestem Können Gras wachsen: man gab vor. die betagte Hohenzollernschwärmerin sei über einen Draht gestolpert, der ihr in die Kniekehle gegangen wäre. Die Frau zog sich bei dem Fall einen Armbruch zu, erhielt aus der Kronprinzenschatulle 140Ü M. und alles schien erledigt, da Straf- antrag ihrerseits wegen Körperverletzung nicht gestellt war. Der I u st i z m i n i st« r hat nunmehr einen Bericht darüber eingefor- dert und es fand ein großer Lokaltermin in Sanssouci statt. Der Erste Staatsanwall von Potsdam Dr. Fuhrmann hielt ihn persönlich ab. Als Sachverständige fungierten Oberpolizeisekretär B a l tz e r vom Polizeipräsidium Berlin und Zivilingenieur M a n n- f r«d-Berlin. Der ganze Vorfall wurde genau demonstriert, und die Gutachten, die dem Iuslizminister zugehen, füllen fast fünfzehn Schreibmoschinenseiten. Warum werden überhaupt von Steuerpslichsigen be, zahlte Beamte beauftragt, die Anfahrt der„kronprinzlichen Herrschaften* im Auto zum Grabe der verstorbenen früheren Kaiserin zu überwachen auf Wegen, die sonst dem Kraftwagenvcrkehr n cht fr« ige- geben sind? Gewöhnliche Sterbliche müssen sich, wenn sie Toten, die ihnen teuer sind, ihren Gruß bringen, den allgemeinen Borschriften unterwerfen. Es ist nicht einzusehen, warum Friedrich Wilhelm Hohenzollern und seinen Angehörigen ein Sonderrecht auf öffentliche Kosten zugebilligt werden soll. Rücktritt des Funkintendanten? Der Intendant der Berliner Funkstunde, Dr. Karl Hage« mann, der sich zurzeit aus einer Auslandsreis« befindet, wird den, Vernehmen muh nicht wieder auf seinen Posten zurückkehren. Im September 1927 trat er seinen Posten an. Cr kam aus Wies- baden, wo er jahrelang künstlerischer Leiter der Staatsbühne gewesen war. Bekannt war er auch als Schriftsteller aus dem Gebiet der Regie und der Psychologie des Schauspielers. Man erwartete von ihm. daß er dem Programm des Berliner Rundfunks ein aus- geprägtes Gesicht geben würde, und tatsachlich hat er sich auch um die kulturelle Hebung des Niveaus bemüht, allerdings nicht ünmer mit Erfolg. Zu verwundern ist, daß Hagemann, der ein ausgezeichneter Bühnenregisseur war und sich mit seiner Inszenierung der„Salomä* auch als RunMuntregisseur von Rang präsentierte. so wenlg gerade in dieser seiner besten Eigenschaft, vor die Berlin« FimkhSrer«rat. Ein Nachfolger ist bischer noch nicht emdrati-"s »Opfer des Verkehrs/ Wegen mehrerer im Herbst vorgekommener Wasserrohr� bräche im Südosten Berlins war aus der Stadtver« ordnetenosrsammlung an den Magistrat die Anfrage gerichtet worden, was er tun wolle, solch« Schäden zu verhüten. Der Magistrat antwortet jetzt in einer Vorloge zur Kenntnis- nähme, diese Rohrbrüche seien zurückzuführen zum Teil auf Ar- beiten bei der Untergrundbahn und aus Absenkung des Wasserspiegels, zum Teil aber auf 11 eb« r l a st u n z der Straßen durch schwere T r a n s p o rt wa g« n und Autos. Um den Wasierrohrbrüchen vorzubeugen, will man künftig für derartige Leitungen nur noch Stahlrohre ver- wenden, die In besonderer Stärke gewalzt werden sollen. Verhängnisvolles Spielzeug. Auf seltsam« Weise sind gestern abend zwei Jungen, der elf- jährige Herbert G aus der Schöneberger Straße 6, und der neun- jährige Erwin SL aus dem Nachbarhausc. schwer zu Schaden ge- kommen.— Mehrere Kinder spielten abends um%9 Uhr auf dem Hofe des Grundstückes Schöneberger Straße 7 und machten sich an dem Wagen eines Straßenhändlers, der ollabendlich dort unter- gebracht ist, zu schaffen. Plötzlich entdeckt« einer der Jungen am Untergestell eine Seibstschußvorrichtung: es war eine Mehrladepistole, die sich der Wagenbesitzer emsprechend umgearbeitet hatte. Der Knabe kam dem Abzug zu nahe, und«in Schuß ging los. Di« Knaben wurden von der Kugel getroffen und schwer ver- letzt. Beide wurden durch das Städtische Rettung-amt ins Urban- krankenl>aus gebracht. Eine andere Kindertragödie ereignete sich gestern abend um 22 Uhr am Königsdamm in P l ö g e n s e e. Dort fuhr der «SlUWG VGLÄWMMSW« Daunendecken: Prima franz. Daunenperkal 39*75 bunt gemustert, mit I» Daunen Prima franz. Daunensatin bunt« Muater, Nahtdichtung, mit l» Deunen. 130X200........ Prima Daunensatin in diversen Farben, Nehtdichtung, mit"WdG la Daunen, 150X200....... M Steppdecken: 9.S0 *10.75 Irikotstoff doppelseitig SStin doppelseitig, in diversen Farben... Kunstseidener Damast Rüokseite einfarbiger Satin, In dl- dfl •-•■■P'* versen Farben, 150X200 '«25 Divandecken: Gobelin-Muster�. Q. mit Fransen.............. Gobelin-Gewebe Q-c Vordaramuster, mit Fransen, 140X280.. jy.#« Wirbel-Piüschdecke 40 ,, in(Jlvorsen Farben, 150X300.....| ••••• SchlafdecUen: 2.75 4 95 Kamel haa rartis�O*n mit Würfelkante. 140X190.....■ W*50 Kam e£ haar deck 6�7 garantiert rein Kamelhaar, mit Streiten-#' kante. 140X190........... Ä•" GfaU mit Streifenkante, 140X190........ 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Aus Geringem war der tragische Fall entstanden, der als Totschlagsanklage das Schwurgerich« II unter Vorsitz des Landgerichtedireklors Dr. Linde beschSsligte. Aus Streitigkeiten unter den Laubenkolonisten des Kleingärtner- verbände» Reukölla wurde eine Revolverschteherel, bei der ein Hausdiener Eicheubaum gelötet wurde: ein zweiler Kolonist erhielt einen Oberschenkelschutz. Wegen dieser Revolverschießerei war nun der Metollschieiser Wilhelm Heist wegen Totschlages und gefährlicher Körper- Verletzung angeklagt. Mitangeklagt war die Ehefrau Anna Heist, ebenfalls wegen Körperverletzung. In der Laubenkolonie bestanden seit langem heftige Feindschaften zwischen den Familien helft und Wille, zunächst zwischen den Ehefrauen und dann auch zwischen den Männern. Es hatten sich schließlich in der Kolonie zwei feindliche Gruppen gebildet. Um Ruhe und Frieden zu schaffen, war«in Schiedsgericht«ingesetzt worden, über dessen Urteilen ober ein böses Verhängnis schwebte. Zuerst war Heist wegen Beleidigung des Wille mit einem Verweis bestraft worden. An demselben Tage ober versetzte Wille Frau helft einen Faust schlag ins Gesicht. Das Schiedsgericht, unter Vorsitz eines pensionierten Iustizsekretärs, trat wieder zusammen und verurteilte Wille ebenfalls zu einem Verweise. Diese Strafe hielt das Ehepaar helft für unzureichend. In ihrer Empörung schleuderte Frau helft ihrem Feinde Wille ein Bierseidel an den Kopf und dieser trug ein« blutende Stirnwunde davon. Es ent- wickelte sich ein« allgemeine Schlägerei. Heist wurde mit Gewall aus dem Lokal auf die Srraße befördert, und dort icuerte er vier Schüsse aus einem Revolver ab, von denen zwei trafen und den Tod Eichenbaums zur Folge hatten. Der Angeklagte helft behauptete, in Notwehr gehandelt zu haben. Es hätten mindestens fünf Personen auf ihn eingeschlagen, er habe wenigstens 2l> Schläge auf den Kopf und ins Gesicht erhatten. Außerdem habe er heftige Schmer.zen infolge mehrfacher Schläge auf seinen kriegsverletzten Arm gehabt. Durch die ausgestoßenen Drohungen habe er für sein Leben fürchten müssen und zu dem Revolver gegriffen, den er sich zum Schutz gegen seine Feinde in der Laubetttalonie zugelegt hatte. Die Zeugenaussagen ergaben bei der feindlsettzzn Spannung in der Laubenkolonie ein sehr widersprechendes Bild. Jedoch bekundeten mehrere unbeteiligte Augenzeugen, daß helft von einer Anzahl von Personen gezerrt worden iei. Das Schwurgericht kam zu dar Freisprechung der An- geklagten Frau helft. Der Ehemann helft wurde von der An- klage des Totschlages freigesprochen und nur wegen mibe- ftlgten Waffenbesitzes zu vier Wochen Gefängnis vev- urteilt, die durch die Untersuchungshaft oerbüßt sind. Die Gerichts- Verhandlung gibt Anlaß zu einer ernsten Mahnung: Die Bewohner einer Laubenkolonie sind eine Gemeinschaft. Jeder Mit- bewohner hat Selbstdisziplin zu zeigen, jeder mutz sich davor hüten. durch Klatschsucht und Empfindlichkeit das Gemein- jchastslebe» zu stören. Das vierte Feuer im selben Haus. Großdachstuhlbrand in Gchöneberg. 3m Dachstuhl des Eckhauses Sachseadamm öS/SS in Schöneberg brach gestern ein größerer Brand aus. Da» haus wird vom Unglück geradezu versolgl: der geflrlge Brand Ist der vierte Dachfluhlbrand innerhalb dreier Zahre. Das Feuer wurde erst bemerkt, als kurz nach 5 Uhr aus den Bodenluken die hellen Flammen schlugen. Die Wehren fanden bei ihrem Eintreffen bereits einen ausgedehnten Brandherd vor. lieber mechanische Leitern und die völlig ver- qualmten Treppen drangen die Beamten nach oben vor. Nach zweistündiger Löschtätigkett gelang es endlich, das Feuer niederzu. kämpfen. Der D o ch st u h l ist zum größten Teil ein Raub der Flammen geworden; der Wasserschaden in den Wohnungen der oberen Stockwerke ist erheblich. Es ist dies der dritte Dachstuhlbrand, von dem dos Eckgrundstück Sachsendamm KS/SS, das vor knapp drei Jahren er- richtet worden ist, betroffen wurde. Obgleich die Entstehungsursach« noch nicht einwandfrei ermittelt werden konnte, besteht die Ver- mutung. daß Brandstifter am Werke waren. Eine krimi- nalpolizeiliche Untersuchung ist inzwischen eingeleitet worden. Die Aufräumungsarbeiten dauerten mittags noch an. Aus bisher noch ungeklärter Ursache entstand gestern gegen 9 Uhr in einer Dachstube des einstöckigen Wohnhauses Antonien st ratze 3 7 in Reinickendorf-West Feuer, das aus den Dachstuhl übergriff. Ein Bewohner des 5?auses erlitt schwere Brandwunden und mußte durch die Feuer» wehr ins Reinickendorser Krankenhaus übergeführt werden. Der Brand tonnte nach einstündiger Arbeit gelöscht werden. Znlemationaler Frauentag! Dienstag, den IS« April, IS'/s Uhr: Frauen, demonstriert mit uns! Gegen Krieg und Kriegsgefahren Gegen die Ausbeutung der Arbeiterschaft! Fordert mit uns: Mehr Recht und Schutz für Mutter und �ind: Achtstundentag und gesunde Wohnunqen! Seffett5. d. M., adend» S Ubr, im Reiiomnnt.Zum Alien Askanier". Berlin ZW ll. Slnbnilklr. 11, eine öffentliche BoltingSveranfialiung. in der straucnmi Dr. HeinsiuS über.Mrodliadt und Zlinderreliblum" sprechen wird. Eintiitt ist srei. Noch dem Bortiag öffentliche Aussprache. Leichiferiige Elter«. Eine tavelnswerte Unachtsamkeit. In unserem Bericht �Mädchenhandel vor dem Arbeitsgericht- Haben wir in Ztr. 106 am 4. v. M. geschildert, wie mehrere junge Mädchen aus Berlin als Tänzerinnen nach Spanien gelockt und dort ausgebeutet und schlecht behandett worden sind. Dieser Be- richt hat das R e i ch s o u h e n m i n i st e r i u m veranlaßt, von den zuständigen deutschen Konsulaten und dem damals genannten Konsulatssekretär Lenz Berichte einzufordern. Die deutschen Bertre- tungsbehörden setzten sich auch mtt dem Coiiritallo paritario des anistos— der paritätischen Organisation der Unternehmer und Artisten— in Verbindung. Die Ermittlungen ergaben, daß die Engagementsbedingungen solche Mißbrauche ermöglichten; wan in Spanien sehr erstaunt, daß deutsche Eltern ihre Kinder so leichtfertig in ferne Länder ziehen lassen, ohne auf ihre Sicherstellung bedacht zu fern. Die jungen Tänzerinnen wurden von ihrem Engagement befrett und auf Reichskosten heimbefördert. Das Reichsaußenministerium hat auch veranlaßt, daß in Zukunft bei der Paßert eilung an jugendliche Personen sorgfältiger als bisher geprüft wird, ob die Reise nicht ausbeuterischen Zwecken dienen soll. Obgleich solche Vorschrift u. C. schon besteht, ist dieses Vorgehen des Auswärtigen Amtes wie seine Verfolgung unserer Angaben nur zu begrüßen. -10 Jahre»Eigenheim�. Selten ist die„grüne Hochzeit" mtt solcher Freude gefeiert worden wie bei den Siedlern in Erkner, die am 10. April zehn Jahre mtt der Siedlung-genosscilschaft„Eigenheim" oerheiratet waren. Der großen Zahl Gäste, die an dem freundlichen Früh- lingstage sich in dieser Neustadt Erkner zusammenfanden, wurden zuerst mit Stolz die Siedlungshäuser von innen und außen gezeigt, meist schöne geräumige Doppelhäuser, die inmitten eines halben Morgens Gartenland liegen. Im Sommer, wenn sie schmuck und mit lebhaften Forben gestrichen sind, werden sie hier auf der flachen Ebene gegen den grünen Waldhintergrunäi, gleich links vom Bahn- Hof Erkner, wie eine ausgepackte Spielzeugfchachtel wirken, so anheimelnd und freundlich sind sie. Einmütigkeit verbindet die Siedler untereinander. Die Männer des Vorstandes, Paulig k, Lehmann. Domes und Köhler, ebenso die des Aussicht�» rates unter Führung des Vorsitzenden Bauer sind in der Mehr- zahl Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei. Bereits haben die 362 Siedler bestimmenden Einfluß aus die Gemeindeverwaltung Erkners erhalten, doch geht der Ehrgeiz der Siedler nach der Rest- bebauung von etwa 50„Reslgrurdslücken dahin, das gemeinnützige Siedlungswerk im Kreise Niederbarnim weiter fortzusetzen. Mtt Postautos und später aus einem Dampfer die Löcknitz hinaqf ging es durch weite Partien voll märkischer Schönheit. Der Land- rat Genosse Schlemminger erklärte, daß der Kreis Nieder- barnim alles daran setze, die Seeufer als Promenade für das Publikum sreizuhallen._ Todessprung aus dem vierten Stock. In der Bayreuther Strotze 2 spielte sich gestern abend «in aufregender Vorfall ab. Dort stürzte sich aus dem Schlaf- zimmerfenster feiner im vierten Stockwerk gelegenen Wohnung der 48iährige Kaufmann Illja Lichanowfky auf den Hof h in- a b. Der Mann hatte so schwere Verletzungen erlttten, daß er auf dem Transport ins Wilmersdorfer Krankenhaus in der Achenbach- strotze starb. Das Motiv zu der Verzweiflungstat konnte nicht geklärt werden.__ Die Skadkverorimelcn haben in dieser Woche zwei Sitz gen, ein» außerordentliche am Dienstag um 18 Uhr und�G ordentliche am Donnerstag um 16?1 Uhr. Ausstellung des Ortsausschusses für Jugendpflege Neukölln. Eine Ausstellung der durch den Ortsausschuß für Jugendpflege behördlich anerkannten Jugendvereine findet-n der Zett vom 14. bis 21. April d. I. in den Gefamträumen des Jugendheimes Bergstraße 29 In Neukölln statt. Die Ausstellung wird den Besuchern«in anschauliches Bil> der Arbeit der verschieden- artigsten Vereine vermitteln. An der Ausstellung beteiligen sich sasl alle angeschlossenen Jugendocrcine. Die Ep« Öffnung der Ausstellung findet am Sonntag, dem 14. April, 15 Uhr.tzstau. Sie bleibt an diesem Tage bis 17 Uhr geöffnet. An den Wochentagen sind die Besuchszeiten von 17 bis 21 Uhr festgesetzt. Der Eintritt ist srei. weltliche Schule in Tempelhos. Nach langer Werbearbett und mehrfach gescheiterten Versuchen ist es nun doch gelungen, auch im Bezirk Tempelhos wenigstens den Ansang einer weltlichen Schule zu machen. Zunächst ist eine A n f ä n g e r k I a s s e in der Schule Manteuffelstraße eröffnet worden. Dazu können noch Anmeldungen und Ummeldungen ieden- Tag vorgenommen werden, auch von solchen Kindern, die bereits für eine andere Schule gemeldet waren. Aus der Anfängerklass« muh sich in den nächsten Jahren ein volles Mantelstoffe modischer Eleoonz für Domen n. Beeren- nur bei Koch& Seeland OcitioadtcnstTafte 20-3,1. pO£TCER,-ESS€n f7 fr fy fv C7 f7,€? Der Raucher will keine„Geheimnisse" der Zigaretten-Industrie„enthüllt" sehen Der Raucher verlangt für sein gutes Geld eine gute Zigarette. 5o war es denn vorauszusehen, daß unsere neue „Giidehof" 5� den treuen Freundeskreis unseres Hauses Tag um Tag vergrößert, Haus Bergmann Zigarettenfabrik A-Q/ Dresden-N welMches Schulsystem entwickeln. Die vorarbeiten dazu trifft die Frei« Schulgesellschast Tempelhof. Vorsitzender Dr. Fritz Karsen, Tempelhof, Berliner Strotze 56. Oie U-Ndhn fährt am schnellsten. Viel langsamer Autobus und Straßenbahn. Bei der ständig steigenden Zahl'der Kraftoertehrsmittel aller Art, die die Strotzen Berlins beleben, ist die Frage von Jnteresie, welche Geschwindigkeit die Berliner Verkehrsmittel, insbesondere die auf Massenbeförderung eingerichteten Straßenbahnen, Hochbahnen und Omnibusie mit Rücksicht auf den übrigen starken Verkehr zu entfalten vermögen. So ist z. B. das Fahrtempo der Straßenbahn festgelegt auf 16 K i l o m e t e r st u n d e n für die verkehrsreichen und unübersichtlichen Strecken der inneren City, auf 26 Kilometerstunden für die belebten Vorortstrecken, also in den Hauptstraßen der Vororte und auf 25 Kilometerstunden in den weniger belebten Vorortstrecken und insbesondere auf Strecken mit eigenem Bahnkörper und schließ- lich auf 28— 30 Kilometerstunden für die Linien in den Außen- bezirken an der Peripherie Berlins, wie z. B- auf der Pichelsdorfer Strecke. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die zugelassene Höchst- geschwindigkeit niemals in vollem Ausmaße wegen der Hemmungen und Strörungen, die durch den Straßenverkehr eintreten, er- reicht wird. Außerdem gibt es noch eine ganze Reihe von Ge- fchwindigkeitsbefchrönkungen, um die Gefahren für Fahrgäste und Passanten auf ein Minimum zu beschränken. Dazu gehören in erster Linie die sogenannten Betriebshaltestellen, die an besonders gefähr- sichllichen Kreuzungen, bei starken Gefällen und an sonstigen gesähr- lichen Stellen angebracht werden. Ferner dürfen sämtliche Straßen- und Gleistreuzungen, Weichen und scharfe Kurven nur mit ver- minderter Geschwindigkeit befahren werden. Ebenso gelangt der für die Massenbeförderung eingerichtete Omnibus im Verkehrsgetriebe der Großstadt nicht zur vollen Entfaltung seiner Geschwindigkeit, die sich im freien Gelände auf etwa 40— 50 Kilometer pro Stunde beläuft, während z. B. von den Omnibussen in der Reichshauptstadt infolge des starken Verkehrs auf den überfüllten Fahrdämmen im Durchschnitt nur rund 16 Kilometer pro Stunde zurückgelegt werden dürfen. Gunstiger ist die Lage dagegen für die Untergrundbahn, die unabhängig vom übrigen Verkehr eine größere Geschwindigkeit entfalten kann— im Durchschnitt 27,8 Kilometer— die aber beeinträchtigt wird durch die zahlreichen Haltestellen, Neigungen, Krümmungen und sonstigen Bahnoerhältnisse. Die Höchstgefchwindig- keit ist für alle deutschen Schnellbahnen auf 50 KUometer pro Stund« festgelegt, die aber nur in den seltensten Fällen erreicht wird. Nur dort, wo— wie in Amerika— eine Reihe von Expreßlinien von den äußersten Vororten direkt zur City durchgeführt werden, ohne auf den Zwifchenstationen zu halten, lasten sich weit höhere Schnellig- keitszissern und damit naturgemäß auch beträchtlich kürzere Reise- zelten erzielen. Ueber ein derartiges Schnellbahnnetz verfügt zurzeit noch keine deutsche Stadt. Kabarett der Komiker. Im Mittelpunkt allen Geschehens Harry Reso, der Mann ohne Rückgrat, den Fritz Grünbaum, der launige Ansager, ob dieses erfreulichen Mankos unbedingt für die politische Karriere empfiehlt! aber wir wollen ihn doch lieber am Brettl behalten. Er ist erquickend in der humorigen Schnoddrigkeit seiner lose zusammengeleimten Gliedmaßen. Die Trix Sisters. zwei der ersten Lenzesblüte stark entwachsene englisii girls. dl« jazzdurchtränkt und syncopensicher heimatliche Songs mit liebenswürdiger Routine servieren. Willi P r a g e r bringt aktuelle Chansons, Biola Doboe und Edith Meinhakd tanzen mit Grazie und Technik und.Selbo jongliert sich Rock, Kragen und Krawatte vom Leib. Die Vülmenliterotur der Zukunft verkörpern die 5-Minuten-Dramen „Äenn zwei dasselbe lerne n,",.D er Löwenbändi. g e r" und„D e r P r e i s d e r E h r e. In Nr. 1 Mimt der ge- mütliche Otto Wallburg«inen, der umgesattelt hat. Vom Arzt zum Tischler und umgekehrt. Die Idee hätte sich witziger arbeiten lassen. Im.Löwenbändiger" brilliert der zugengewandte Fritz Grünbaum, vor dessen„Schlagfertigkeit" sogar die wilde Bestie die Pranken streckt und Nr. 3 ist ein pbrodistisch aufgemachtes Sendespiel mit .technischer Störung" und allen sonstigen aktuellen Schwäche- Momenten. Knapper,. vor ollem komprimierter im Witz, würden diese literarischen 5-Minuten-Brenner recht amüsant wirken. Fritz Grünbaum macht den Abend über in überaus witziger Weise die Honneurs. Walhalla-Theater: Da» Mädel vom Weddlna. Vater Plüdde- mann, ein ehrbarer Handwerker mit der leichrsinnigen Ader der Rennsportbegeifterung hat wieder einmal am Toto die gesamten Lohngelder geopfert. Was nun? Jetzt steht er da mit der leeren Brieftasche. Glücklicherweise hat ihm der Himmel, bzw. sein getreues Eheweib zwei Töchter geschenkt— die eine Marke Hausmütterchen, «ommllNZlpomisvks Vortragsreihe Sonntag, den 14. April, 10 Uhr pünktlich, im Rathause, Eingang KSnigstrafie Allgemeine Woh'fahrttpflege— Sladtv. Minna Todenhagen Jeder Vortrag ist in sich abgeschlossen. Eintritt frei. Parteimitgliedsbuch legit Kursus tor Laienrichter, schütten usw. Mittwoch, den 17. April, abends Tl, Uhr, LindenstraBe 3, 2. Hof IL Die Strafprozeßordnung. Reid-sfagtabg. Dr. Kurl Rosenfeld. Ferienhursus. Vom 2S. August bis 7. Seotember d. I. finden im Ferienheim der Naturfreunde „Reiherhorst" in Klein-Köris zwei Ferienkurse sta.L Die Kosten für den Woci enkurSL» betragen einschließlich Hörge d, Verpflegung. Quartier MMgWM vir' und Fahrgeld 33,i0 Mk. Anmeldungen erbitten wir baldigst an das Bureau des Bezirk bildungsausrchusses. die andere Großstadtpflonze— die beide ihre männlichen Refleitan- ten gefunden haben. Eine Hand wäscht die andere— gegen Pump der nötigen Summe wird der väterliche Segen eingehandelt. Heiraten tut vorläufig zwar nur der solide veranlagte Sprößling, während die teste Marke sich zur„Großstadtnutte" berufen fühlt. Wer wollte da widersprechen? Da aber weder die Katze das Mausen, noch Vater Plüddemann das Tippen läßt, so geht's mit dem guten Alten rasch bergab. Schließlich landet er vor seines Hauses Tür als Leierkastenmann, der dann bei Kaffee mit Tränen- überguß wieder in der Familie Schoß aufgenommen wird. Das töchterliche Nuttchen ist inzwischen ebenfalls„berufsmüde" geworden und nimmt jetzt mit Dank die noch immer ausgestreckte Hand ihres Freiersmannes. Fritz Beckmann gab mit gemütlichem Humor das Familienoberhaupt, Frl. Iolan und Einicke verkörperten die beiden Töchter mit der verschiedenen Weltanschauung und Herr Schaum gab forsch den Mephisto des Rennplatzes, den Mann mit den guten Tips. Es wurde viel und herzlich gelacht. Zimmer für Studenten. Parteigenossen, di« billige und gut« Zimmer an studierende Genossen vermieten wollen, werden gebeten, sich an den Soziali st ischen Hochschulausschuß zu wen- den. Genaue Angabe des Mietpreises und evtl. Nebenkosten er- wünscht. Airschrist:„Bund", Berlin NW 6, Albrechtstraße 11. Zpsrt. Rennen zu Strausberg am Sonnabend, dem lZ. April. I.Rennen. I. Easler Lilv fScbatz), 2. Kranb Mousleu. Toto: 14: 10. 2. Rennen. 1. Per» fb. Borcke), 2. Gilde, 3. Grabbit. Toto: 13: 10. Platz: 13, 10:10. Ferner lieicn: Schnr-Dagb, Prachtkerl, Feder fabgebr.). 3. Rennen. 1. Leu fVisek), 2. Latina, 3. Rottland. Toto: 34:10. Platz: 15, 13:10. Ferne: liefen: Viola, Leubeifinfl. Die Pialz. 4. R e n n e n: 1. Donnerschlag(Schreier), 2. Mulatte, 3. Limone. Toto: 54:10. Platz: 14,11:10. Ferner lies: Eich« kgf.l. 5. R e n n e n. 1. Oltogebe fKukulies), 2. Enkel, 3. Steinbäaer. Toto: � 50: 10. Platz: 22, 27. 39:10. Ferner liefen: Maya. Hilarius, Theuno, OrSka(gf.), Coriolan labgebr.t, Balaton, Radier. Duena. 6. R e n n c n. 1. Verwechslung(Zachtneier'i, 2. Plnk-Pong. 3. Trionon. Toto: 287: 10. Platz: 62, HO, 26: 10. Ferner tiefen: Weltwanderer. Fege- feuer, Clolbilde, Edler b. Lorch, Etrug, Mohrenglück, Nutria, Minnelied. 7. Rennen. 1. Ebifoi(Zebmisch), 2. Reaan, 3. Heliodor. Toto: 91:10. Platz: 23, 22, 29:10. Ferner liefen: Othello. Äster, Wachtum Rhein, Dias(dl. stehen). Die Rache, MithridateS. Erfreulich war das Abendkonzert. Franz v. Blon und Translateur dirigierten einige Werte— Unterhaltungsmusik von gestern—, di« durch ihren Wohlklang überraschte. Man ist diese Vorherrschaft der Streichinstrumente in der leichteren Musik kaum noch gewohnt, und man staunte beinah« darüber, wie schön es klingen kann, wenn sie die Melodie führen. Blon und Translateur sind ja beide von der alten Garde; beide haben gewiß auch manches an zuckersüßer Salonmusik verbrochen, bei der die Geigen nur schmalzig schluchzen dürfen. Aber trotzdem blieb dieses Abendkonzert eine angenehme Wochenendgabe. Dagegen war Roda»Rodas geistvoller Witz vielleicht ein wenig zu subtil für diesen Abend, den man grundsätzlich auf etwas handfeste— aber nicht niveaulose— Unterhaltung einstellen sollte. Tilly Feiners und Otto Fastels Sing- fang lag schon unter der Grenze des Annehmbaren. Studienrat Monzel schilderte in seinen Ausführungen.T>«r Beruf des Lehrers an höheren Schulen" die Grundlagen, die für eine erfolgreiche Pädagogik unerläßlich sind; der Lehrer muß an- geborene Liebe zum Erziehungswerk und Freude an der Wissen- schaft und ihren Fortschritten haben. Monzel gab Beispiel« aus dem Schulleben, um zu zeigen, daß der wirkliche Pädagoge oft viel weniger von eingehender Uebsrlegung als von seinem Institut zur richtigen Behandlung der Schüler geführt wird. Ziemlich ober- slächlich blieb der Dortrag H. H. Stuckenschmidts über„Mufik im Kaffeehaus". Te». Vorträge, Vereine undVerfammlungen. Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". ©efdiäfls(teile: Berlin E 14. Eebagianfti. 37/38, Hol 2 It. Sonntag, 14. April. Renkölln. Britz, Iungbannei: Bom 14. bis 21. April Beteiligung an der Iugenbausstellung im Iugeirbheim Reu kölln, Bergstr. 23. Geöffnet 17— A Uhr, Sonntag» 15—17 Uhr. Wintersport. abteilnng: Besichtigungszeit Iugenbausstellung Neukölln Sonntag» 15—17 Uhr. Wochentag» 17—21 Uhr.— Montag. 15. April. Mitte: 20 Uhr Zungdanner Jugendheim Tiedstratze. Barn. Salingr« spricht übet Steife des Parlomentaris- mus." Stiebttd»Hain: 1914 Uhr Funltionäroerstmmlung des Lrtspereins in den Comenius-Eölen, Memeler Str. 67. Referat:»Das Wehrproblem." Brenz» hos, Iungmunnschaft: 20 Uhr Weltliche Schule, Sonnendurger Straße, Lieder» abend. Musikinstrumente mitbringen. Renkelln-Beitz, Iungbanner: 18 Uhr Schutzsportabend auf dem Sportplatz Baiser-tzriebrich. Ecke Innstraße.— Dienstag, 16. April. Marine» bteilnng: 20 Uhr Turnen und Baaken im Bootshaus Tegel, Uferstr. 1. Wedbing: Illlh Uhr Radfahrerabteilung Sitzung bei Bandtke, Schnlstr. 74. Prenzlauer Berg, Bam. Sumannplatz: 20 Uhr bei Pohst. Star- garder Str. 19. Portrag:„Was leistet die Po'kssürsorge?" Arnstvalder Platz: 20 Uhr bei Baronski, Pasteurstr. 6. Wilmersdorf: 19 Uhr Saalschutz Spichern. säle. Pflichtoeranstaltung. Renkölln. Britz: Saalschutz bei Bliems, Hasenheide. 1813 Uhr.— Mitte: Sonntag Handballspiel gegen Böpeniek in Hirschgarten, an. schließend Wanderung. Treffpunkt 9 Uhr Bahnhof Börse.— zriedrichshain: Dienstag, 16. April, 19 Uhr, Antreten zum Saalschutz Prachtsöle am Märchen- brunnen. Brenzberg: Montag, 15. April, 20 Uhr, Jugend I Versammlung, Jugendheim Bordstraße. Dienstag 16. April, 19 Uhr, Turnhalle Sneisenau- straße 7. Bameradichast II und Jugend I und II. Itzreler Polkschor Tegel. Sonnabend, 20 April, 20 Uhr, in der Humboldt- Schule, Tegel, Graf-? ödern-Borso 1, Bonzert. Chöre» eeppell» und mit Be- gleitung von Blaoier und oiet Hörnern, Soloquartett für Pitt Hörner, Blaoier- tpctlc pon Schubert und Schumann. Sozialwiflenschastliche Vereinigung. Montag, 15. April. 1916 Uhr, spricht im tzimmer 2 de» Lehreroereinshause» am Aleranderplatz lZngana durch das Kauptrestanrant) Genosse Mar Sendewitz, M. d. R.» über„Die Stellung der Sozialdemokratie zum Etat der Boalitionsregierung". Mitgliedskarten mitbringen! Gäste willkommen. Philharmonie. 191b Uhr: Letztes Sonntagskonzert des Philharmonischen Orchesters. Dirigent Prof. I. Prüwer. Briefkasten der�edakiwn. ß.®. 43. Im 1. und 2. Lebenslahr pro Tag 1,50 38., 8. und 4. 1,20 38., 5. und 6. 1 M.. POM 7. bis 14. 90 Pf. Sachen nach Bedarf.— s. 6. Nach der gesetzlichen- und in der Regel auch muh der pertraglichen— Bestimmung kann der Vermieter die Uebersendung der Miete auf Basten de» Mieters per langen. Wenn aber der Sauswirt oon diesem Recht niemals Gebrauch gemacht hat, so dürfte darin ein Verzicht auf dieses Redst zu erblicken und der Mieter nicht verpflichtet fein. die. Miete dem Sauswirt auf seine Basten zu übersenden. »ielmehr ist die Miete im Hause zahlbar.— F. H. 506. Ein rechtsgültiges Testament liegt vor, tvenn es pon dem Erblasser unter Angabe des Ortes und Tages eigenhändig geschrieben und seine Unterschrift trägt. Die Unterschrift muß die letzte Zeile im Testament einnehmen. 2. Es dürfte Wucher vorliegen. welferberichf der öffentlichen wetterdlensttlell« verlin vvd Umgegend. CRachdr. ocib.). Teils beiler, teils woifig, mild, mäßige öllliche Winde.— Tür Leulschland: Im Süden und Südosten trübe mit einzelnen leichten Regeiifällen, im Nordosten heiter und kühl, sonst wolkig bis heiler und mildes Wetter. verantwortlich wr Politik: Dr. Snet Geyer: Wirtschaft:«. Bliagelhöfer: Gewerkschaftsbewegung: Z. Steiner; Feuilleton: B. H. Bischer: Lokale» and Sonstiaes: Britz Barftibt, Anzeigen: Th.»lacke: sämtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag D m b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts-Buchdruckerel und Berlagsanstalt Paul Einger u Co. Berlin SW 68 Linden straße& Hierzu 5 Beilagen und„Unterballuna uub Wissen'. Eine Freundin fürs Leben Die SINGER Nähmaschine Weitestgehende ZahhmgsedeickterungcrL Mäßige Monatsraten. 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Wie sie den Oawes-Plan revidieren wollen. Dt« letzte Woche der Pariser Verhandlungen war nicht m«hr gemeinsamen Verhandlungen aller Delegierten gewidmet, son- dern vielmehr gegenseitigen Verhandlungen der Gläubiger Deutschlands allein. Die Sachlage war die: jedes Land hat seine Ansprüche angemeldet, und die Gesamtsumme aller dieser Ansprüche überstieg ofsenstchtlich sehr erheblich die Höhe der Zahlungen, deren Annahme durch Deutschland erwartet werden tonnte. So mußten sich die Sachverständigen der Gläubigerländer über Abstriche von einzelnen Forderungen einigen, um auf diese Weis« zu«inem ge- meinsamen Vorschlag kommen zu tonnen. Im Laufe der letzten Tage ist dies« Aufgab« gelöst worden, und am Freitag wurde der gemeinsame Vorschlag(eigentlich zwei alternative Vorschläge) ausgestellt. Jetzt ist es die Sache der deutschen Delegierten, ihrer- seits zu den BorMagen der Gläubiger Stellung zu nehmen. Ob- wohl der genaue Inhalt der Dorschläge noch nicht bekannt ist, stehen wenigstens die wichtigsten Umrisse der vorgeschlagenen Regelung sest, so daß man sich ungefähr vorstellen tonn, um was es sich bei den jetzt wiederaufgenommenen Verhandlungen oller Delegierten handeln wird. Oer Ausgangspunkt der Vorschläge. Den Ausgangspunkt der Vorschläge bildet die Forderung, daß Deutschland» erstens alles zahlen soll, was die Gläubigerstaaten selbst an die Dereinigten Staaten zu zahlen hoben, und zweitens noch eine Reihe von zusätzlichen Jahresleistungen. Da die Berpflich- tungen an Amerika bis 1987 laufen, soll auch Deutschland die cnt- sprechenden Verpflichtungen für die gleiche Zeit übernehmen. Die zusätzlichen Annuitäten werden als Verzinsung und Tilgung einer bestimmten Kapitalsumm« betrachtet und, da die Verzinsung mit L Pwz. und die Tilgung mit 1 Proz. angenommen werden, sollen ste etwa 87 Jahr«, d. h. von 1930 bis 1966 lausen. Di« Jahres- leistungen für die interalliierten Schulden sind durch die Schulden- abkommen der einzelnen Länder mit den Vereinigten Staaten fest- gelegt, und«in« Revision dieser Abkommen kommt für die nächste Zukunft nicht in Frag«. Darüber brauchten also die Gläubiger nicht zu streiten. Strittig war e» dagegen, wie hoch die zusätzlichen Annuitäten sein sollen. Was einzelne Gläubiger forderten. Am höchsten find bekanntlich dieAnsprücheFrankreichs, weil Frankreich die Bezahlung seiner Wiederaufbaukosten in den zerstörten Gebieten fordert. Die Gesamtsumme dieser Kosten beträgt noch der letzten offiziellen Schätzung rund 120 Milliarden Fronten oder 20 Milliarden Mark: für die Bezahlung dieser Summe allein wären Annuitäten von 1,2 Milliarden Mark erforderlich. Man hätte die Richtigkeit dieser Schätzung bestreiten können, das wäre aber ohne praktische Bedeutung, da die französischen Delegierten die Bezahlung der ganzen Summ« nicht gefordert haben. Nach den„Times* haben sie die Forderung nach der Bezahlung von 50 Milliarden Franken aufgestellt, und dann noch 10 Milliarden ab- geschrieben. Der Gesamtforderung von 40 Milliarden Franken oder 8X Milliarden Mark würden für 37 Jahre Annui- täten von je 400 Millionen Mark entspreche?». Belgien wollt« außerhalb seines Anteils an den Repam- tionen(im laufenden Jahre rund 90 Millionen Mark) auch«in« Entschädigung für die lvährend der deutschen Besatzung ausgegebenen deutschen Papiermarkbeträge bekomme??. England will bekannt- lich von Deutschland und von seinen alliierten Schuldrrern zuso????nen genau so viel haben, wie es an Amerika zu zahlen hat: es fordert« aber erstens die Zurückerstattung von früheren Zahlungen an Amerika, die noch?»icht durch Reparationsleistungen und Zahlungen seiner alliierten Schuldner gedeckt wurden und die etrva 3,8 Milliarden Mark ausmachen(also noch eine Anrwität von rund 230 Mil- lionen Mark), und»»achte zrveitens geltend, daß die Verpflichtung der Balsour-Rote, nicht n»ehr in Empfang zu nehmen, als Englarrd an Amerika zu zahlen hat, sich nur auf den Anteil Großbritanniens und nicht auf den der Dominions bezieht, so daß noch etrva 60 MU- lionen jährlich an die Dominions zu zahlen rvären. Die Vereinigten Staaten hoben ihren festen Repa- rationsanteit von 45 Millionen und botommen noch 55 Mill. jährlich als Rückstände der Besatzungstosten. Uebrigens bekommen auch Frankreich und das Britische Reich zusammen 30 Millionen jährlich als Bezahlung für solche Rückstärrde. Italien wollte die ausgefallenen Zahlungen Oesterreichs, Ungarns und Bulgariens von Deutschland bezahlt betornmen. Dazu kamen noch Reparationsansprüche von Jugoslawien, Ztamanien, Japan, Portugal und Griechenland, die nur zum Teil in den von Deutschland zu übernehmenden interalliierten Schulden gedeckt sind. Endlich sind der Anleihedienst der deutschen Reparationsanleih« von 1924(über 90 Millionen Mark jährlich) und noch einige geringere Beiträg« zu ne?r?»«n. Insgesamt ha?»delt« es sich um eine Summ«, für deren Bezahlung zusätzlich« Annuitäten von nicht iveniger als 1200 Millionen Mark erforderlich vmren. also mit den Beiträgen für die Zahlu?»g der interalliierten Schulden deutsche Jahresleistungen von 2,1 bis 2,7 Milliarden Mark oder sogar?wch mehr. Worauf sich die Gläubiger geeinigt haben. Diese ursprüngliche Forderungen, die in ihrer Gesarntfumm« ungefähr den Leistungen nach dem Dawes-Ptan entsprachen oder sogar«t?oas darüber hinausgingen, waren eigentlich t e i n« F o r- derungen, sondern vielmehr Rechnungen, die als Grurrdlage für die Diskusston unter den Gläubigern selbst dienten, da e» von vornherein fest stand, daß das Ergebnis der VerHand- lungen?mr eine Reviston des Dawes-Planes nach unten fein ton?rte. Erst noch diesen Verhandlungen stellen die Gläubiger ge??»einsame Forderungen an Deutschland. Wie sehen nun die For- derungen aus? Sie setzen sich aus den drei Teilen zusammen, von welchen zwei, nämlich die interalliierten Schulden und der Die?rst der deutschen Reparationsanleihe(mit rund 100 Will. Mark jährlich, bi» 1949 gerechnet), gegebene Größen sind. Was die Deckung der interalliierten Schulden an- betrifft, so stnd anscheinend z??>ei Varianten vorgeschlagen: nach der ersten Möglichkeit sollen die deutschen Zahlungen genau den Zahlungen der Miierten angeglichen?v«rden, so daß ste mit 873 Mill. Mark im Jahr« 1930 angefangen, bis 1564 Mill. Mark im Jahre 1966 u?»d dann bis 1706 M?llio?»en Mark im Jahre 1984 steigen, nach der zweiten Möglichkeit st« bis 1966 in gleichen Jahres- leistungen von je tewa 1300 Millionen Mark gezahlt werden sollen. Di« zweite Alter?»ative scheint für Deutschland nicht diskutabel zu fein, da ste kein« genügend« Entlastung für die nächsten Jahre bringt. Wir werden deshalb für unsere Berechnungen bei der ersten Mög- lichkeit bleiben. Der dritte Teil der geforderten Summe ist das, was Deuffch. land zusätzlich zu zahlen haben würde. Die Nachrichten über die Höhe dieser zusätzlichen Annuitäterz stinrrnen bis jetzt noch nicht ganz Übertin. Wir rrehmen hier die in mehreren Meldungen genannt« Zahl von 700 Millionen für jode Annuität an: wenn die genauen Zahlen bekanntgegeben?verden, wird der Leser leicht unsere Be» rechnungen entspreche?»d korrigieren köln«??. Die Gesamtsumme der an u?rs gestellten Forderungen fetzt sich also— unter den eben gemachten Nordehalt-- aus solgenden Teilen zusammen: 1. Die Animitäten für die Deckung der interalliierten Schulden, die von 1930 bis 1987, atso 58 Jahr« lausen, nnt 873 Mill. beginne??, bis 1706 Mill. im Jahre 1983 steigen und in den letzten?>ier Iahren 1187, 929, 935 und 966 Mill. Mark betragen. 2. Der Anl«ihedie?»st der Reparationsanleih« von 1924, der bis 15. Oktober 1949 läuft, und rund 100 Millionen jährlich beträgt. 3. Di« zusätzliche Annuitäten, die bis 1966 lausen und jährlich je 700 Mill. Mark betragen. Zusammenstellung der Forderungen. Di« interalliierten Schulden an Amerika sind so geregelt, daß die Iohreszahlungen(Annuitäten) bis 1940 relativ rascher anwachsen und dann viel gleichmäßiger steig«??. Wir geben hier deshalb die Annuitäten nach dem Vorschlag der Gläubiger(alle drei Teile zusammen gerechnet) bis 1940 für jedes Jahr an, dann für jedes zeh?lte Jahr und dazwischen für die Jahre 1966 und 1967 beso?id«rs (roegen des Wegfalls der zusätzlichen Annuitäten). Von 4950 ab nicht bertickslchtiat werdenl werden die Annuitäten wegen der Tilgung der Reparationsanleih« um IM Mill. Mark ermäßigt. Parlier in>„„ Pariser Bar chlL-ie Dawes P.an xchläee ,» Mill M in M'Il. m 1330.. 1673 2000 1950..... 2169 1931.. 1736 2500(miitclleoon-'W)) 1932.. 1786 2500 W60..... 2212 1933.. 1927 2500 1960..... 2204 1934.. 1990 2500, 1967..... 7 563 1935.. 2011 2500 1 1970..... 159' 1936.. 2065 2500 1980..... l-61 1937.. 2127 2500 19"3..... 1706 1938.. 2146 2500 1984..... 1187 1939.. 2164 2500 i 1985..... 929 1940.. 2204 2500 usw. 7983..... 935 (nnbeslimmte Dauer) 1987..... 966 (Bei dieser Aufstellung ist folgendes zu berücksichtigen: Die Be� rcchuung der Annuitäten der alliierten Schulden an Amerika ist aus Grund der Verträge vorgenommen. Aeitungsmeldungen aus Paris sprechen von Spitzenbeträgen von 2,4 Milliarden, die Zahlen der Tabelle würden sich danach noch um etwa 130 Millionen erhöhen wüsten, so daß das Gesamtbild sich noch entsprechend verschlechtern würde.) Ltm waes der Kampf jeht geht. Wenn nicht das ganze Schema der Gläubiger abgelehnt wird, wird der Streit vor ollem um die chöhe des dritten Teils gehen, d. h. um die Höhe der zusätzlichen Annuitäien. Mit dem Ziel von deutscher Seite, eine Ermäßigung der vorgeschlagenen Annuität von 700 Millionen durchzusetzen. Dann ist noch eine Frage offen. Die zusätzlichen Annuitäten sind n i ch t g e st a s f e l t. Indessen ist es sür Deutschland von allergrößter Bedeutung, die Annuitäten für die nächsten Jahre so stark . wie möglich herabzufetzen, damit die Verschuldung in der Zeit, wo Deutschland noch nicht imstande sein wird, die Reparationen aus dem Ueberfchuß seiner Ausfuhr zu decken, nicht zu stark anschwillt. Deshalb müßte die Frage in Erwägung gezögen werden, ob nicht auch die zusätzlichen Annuitäten zu staffeln wären. Erst dqnn,. als alle Möglichkeiten eine weitergehende Erleichte- rung der Reporationslasten durchzusetzen erschöpft sind, wird die endgültige Entscheidung zu fällen sein: annehmbar oder un- annehmbar, ja oder nein. „J a"' w i r d b e d e Uten, daß die neue Regelung in Kraft treten soll, die als eme endgültige gelten wird, solange nicht die Vereinigtet! Staaten für eine neue Ermäßigung der interalliierten Schulden zu haben sind. Die Kapitalsumme, die den zusätzlichen Annuitäten von je 700 Mill. Mark entspricht, etwa 12 Milliarden Mort> wäre in diesem Falle für die Kommerzialisierung bestimmt und die ihr entsprechenden Annuitäten würden vom T r a ii s s e r s ch u tz befreit werden müssen. Demgegenüber würde„Nein" bedeuten, daß die Aufgabe der Pariser Konserenz, eine'„vollständige und endgültige" Lösung des Reparationsproblems zu finden, ungelöst geblieben ist. Dann wird der Dawes-Plan zunächst in Kraft blsibcn. Weitere Frühjahrsbefferung. In Brandenburg wieder 21 000 Unterstützte weniger. Di? Arbeitsmarktlage im Bereiche des Landesarbeitsamtes Brandenburg hat sich auch in der Woche zum 6. April wesent- | WffDDestfrt. Durch den Wiedereintritt kälterer Witterung war der Abgang MerdiW? mchr so groß,. ibie allgemein erwartet würde, trotzdem, ha! sich die' Zälll der Arbeitsloseuunterstützungsempfänger i fitM. M eü t c r e 21000 Personen vermindert. Die Hairptab- nahme lag, wie in den Vorwochen, wieder bei den Außenberufen. Die Metallindustrie arbeitete, mit Ausnahme der weiblichen Berufe, im großen und ganzen befriedigend. Die Flaute in der Papierindustrie hielt an. Das Schnitzstoffgewerbe und die Leder- Industrie.zeigten für einzelne Gruppen etwas Belebung. Weiter ausimhiiiesähig war die Farbcnindustrie und das Bekleidungsge- werbe. Das Spinnstofigewerbe blieb uneinheitlich, die Leinen- indiistrie arbeitete verkürzt, und das Nahrungs- und Genußmittel- gewerb« nahm nach dem Fest weitere Entlassungen vor. In der Berichtswoche siel die Zahl der Arbeitsuchenden mn 16 653 auf 313 059, d. h. um 5,05 Proz., gegenüber einer Ab- nähme von 24 731 gleich 6,98 Proz. in der Vorwoche. Innerhalb des Landesarbeitsamtes Brandenburg kamen auf Berlin 209 411 Arbeitsuchende. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der versicheningsmäßigen Arbeitslosenunterstützung betrug 212273, in der Krisenunterstützung 24 159, zusammen 236 432 Personen. Von den Haiiptunterstützungsempfängern in der Arbeitslosenversicherung entfielen auf Berlin 124 199 Personen. L)ie„Volksfürsorge"im�.Quartal�929 . 56 501 Versicherungsanträge in einem Monat. Die gewerkschaftlich-genossenschaftliche„Volksfürsorge" meldet von neuem Ausstieg. Im ersten Quartal des Jahres 1929 kamen 15 5 493 Anträge zur Volks- und Lebensversicherung herein, im Monat März allein 56 501. Das Märzergebnis ist das höchste, das die„Volksfürsorge" bisher er- zielte. Das erste Quartal schloß mit'einem Gcsamtbestand von rund 1610000 Versicherungen mit 650 Millionen Mark Versicherungssumme ab.. An Versicherungslctstungen wurden in diesen drei Monaten 640 000 Mark ausgezahlt, davon im März 225 000 Mark. Das Vermögen der„Volksfürsorge" beträgt gegenwärtig etwa 60 Millionen Mark und ist größtenteils in mündelfichcren Hypotheken zur Förderung des Kleinwohnungsbaues angelegt. Auch Buischan verschwindet. Eine Folge der staatlichen Steuersubvenstonen. Der'Anslcseprozcß in der Zigarettenindustrie nimmt feinen Fortgang. Aach der kürzlich erfolgten Aufsaugung von Wä Idars- A st o r t a durch Recmtsma wird jetzt bekannt, daß die Batjchari A.- G. in Baden- Bauen in Liquidation treten muß. Der Zusammenbruch von Batschari kommt nicht über- rofchcnd. Schon vor Jahren war die Gesellschaft so überschuldet, daß sie nur durch zehnjährige Steuer st un düngen der Rcic�siinanzverwaltüng über Wasser gehalten werden konnte. Die Eesellschast sühne also ihren Betrieb fast ausschließlich mit Steuer- geldern des Reiches. Erst jetzt, als die Firma mit Steuerzahlrm- acn erneut in Rückstand kam, erklärte die Reichsfinanzoerwaltung, keine wciicren Stundungen gewähren zu können, so daß die Gesell- schoit liquidieren muß. Der Unfug der von uns immer be- tämpfren Steuerjlündungen hat sich aljo gerächt. Leider gilt dt« Rache aber auch dem Steuerzahler. Wie hoch die Verluste des Fiskus bei der Liquidation von Batschari sind, steht noch nicht fest, jedenfalls stnd sie aber beträchtlich. Auf Grund von Berhandlungen des Reichsfiskus mit den Zigaretten- konzernen Reemtsma und Ncuerburg haben sich diese Ge- scllschaiten bereit erklärt, den Latschari-Betrieb fortzuführen. Es wird jedoch die Fabrikation von Zigaretren— bisher 40 Millionen im Jahre— e> n g« jt e 1 l t und das Werk auf Kartonnagen- fabrikation umgestellt werden. Die Belegschaft von 600 Mann soll deshalb nicht zur Entlassung kommen— was dringend zu hoffen wäre._ Ein Genoffenfchastler schreibt. Sollen Städte Konsummitglieder werden? Ein alter Genössenschafter schreibt uns: ,-Zu Ihrer Notiz im„Vorwärts" Nr. 166 vom 10. April 1929: „Slädte als Konsummitglieder", mächte ich bemerken, daß es gerade- zu«ine llnoersrorenheit ist, Kommunen verbieten zu wollen, Mit- glied ihres örtlichen Konsumvereins zu sein, und zu behaupten, daß sich die betreiiende Gemeinde einer„wirtschaftspolitischeii Lerletzung der Neutralität" schuldig niache. Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Solange die Gemeinde nicht Mitglied des zuständigen Konsumoereins ist, beraubt sie sich der Möglichkeit, auch den Konsumverein als Einkaufsquelle benutzen: denn Ware aus dem Konsumverein entnehmen darf nur, wer Mitglied ist. Die Konsumvereine haben es sich zur Pflicht gemacht, und stnd zu dem Zweck gegründet, ihren Mitgliedern gute und unver- fälschte Ware bei korrektem Maß und Gewicht, zu angemessenen Preisen zu vermitteln. Wir Genossenschafter. behaupten, damil preisregulierend zu w:rkeii— amtliche Stellen haben das auch öffentlich anerkannt—, so daß von der Tätigkeit der Konsunrvereine indiiekt auch die Nichtmitglieder«inen Vorteil haben. Die Händler bestreiten bekanntlich, daß die Konsum- vereine preiswerter liefern oder zu liefern imstande sind als der Kleinhandel. Wenn die Kleinhändler nun im Recht wären mit ihrer Meinung, was hätten sie dann von der Konkurrenz der Koiy'umvereine bei Belieferung der städtischen Einrichtungen zu befürchten'? Mir scheint, ihr Ansturm gegen die Kommunen, die die Mitgliedschaft beim Konsumverein erwerben wollen, beruht doch aus der Kenntnis begründeter Furcht, daß die Konsumvereine im allgemeinen preiswer!er sind als der Handel. »Weil' die Konsumvereine die Preise nach unten regulieren, weil die Städte ihren Bürgern gegenüber zum billigstmöglichen Einkauf verpflichtet sind, könnte die Mitgliedschaft in Konsum- vereinen sogar alz Pflicht angesehen werden. Don einer Verletzung der„wirtichaftspölstischen Neutralität" in solcher Lage zu reden, ist ein starkes Stück."_ Die Spihenorganlsalionen der llnkernehmer lagen in Breslau. Der Reichsvsrbans d«�r Deutschen Industrie und die Dereinfglmg der Deutschen Ar�eltgeher-Berstäntz» halten am 26. April dieses Jahres in Breslau ein« gemeinsame Sitzung ihrer Hauptausschüsse ab. Dieser gemeinsamen Sitzung gehen Sitzungen des Präsidiums und Vorstandes der beiden Orga- nijatiouen voraus. Auf d«r Tagesordnung der gemeinsamen Haupt-- aiisschußügung stehen Voriräge über„Die Wirtsckast Schlesiens i» der Nachkriegszeit", des Direkrars Dr.- Meinecke, Breslau-Carlowitz, über„Sozialpolitische Gegenwartsfragen" und des Vorsitzenden des Handelspolitischen Ausschusses des Reichswirtschasts- rates, Direktor Hans Kraemsr, Berlin, über„Der osteuropäischs Markt im Rahmen deuncher Exportförderung". Der vertrag sür das weltröhrenkartell unterzeichaet. Der in Düsseldorf abgeschlossene Vertrag des kontinentalen europäischen Röhrenkartells mit den Engländern und Amerikanern, der die Er. Weiterung des Kartells zu einem Weltröhrenkarte>sl zur Folge hatte, ist jetzt in London unterzeichnet worden. Der Vertrag läuft zunächst sechs Jahre unter dem Vorbehalt, daß das in der Zwischenzeit kündbare KartellverhäUnis der tschecho- slowakischen Röhrenwerke.zum deutschen Röhreniyndikat und der in drei Jahren ablausende Bertrag des deutschen Syndikats weiter in Kraft bleibt. Von dem Vertrag des Weltröhrenkortells wird der gesamteExportfür Gasrohre, Oelleitungsrohr« aus Schmiede- eisen und Stahl ersaßt. Die Exporte der einzelnen Länder sind durch Quotenverteilung und feste Preisbestimmungen geregelt. Für Ouotenüberschreitungen sind hohe Könoentionalstrasen festgesetzt worden. wie Aulosabriken zusammenbrechen. Die Selve-Auto- mobilwerke in Hameln haben im letzten Geschäftsjahr einen Verlust von 670 000 M.: das ist genau das halbe Aktien- kapital(1,35 Millionen). Der Gesamtumsatz Im vergangenen Jahre betrug— troiz der günstigen Autokonjunktur— nur 2,68 Millionen. Das ist genau das zweifache Aktienkapital. Selbstver- ständlich ist der Umsatz zu klein, das Kapital zu hoch, um eine Rentabilität zu erzielen Sich wie die Verwaltung auf die Umstellung auf eine neue Type zur Erklärung der Verluste berufen, ist deshalb eine Ausrede. Dabei hat man Las Aktienkapital nach dem ersten, im vorvorigen Jahr eingetretenen Verluste auch noch erhöht. Die Umstellung kostete Ford über 1 vlllllarde Mark. Zwei Jahre lang hat die�Famllie Henry Ford— sie ist Alleinbesitzer der Ford-Werkc in USA.—, um das neue Modell herauszubringen, auf Gewinne verzichten müssen. 1928 wird ein Umstellungcvertust von über 72, 1927 wurde ein Verlust von säst 43 Millionen Dollar gemeldet, während 1926(vor der Umstellung) ein Reingewinn von über 73. 1925 ein Reingewinn von fast 80 Millionen Dollar vorlag. Rechnet man den in den zwei Umstellungsjahren entgangenen Ge- winn mit 150 Millionen Dollar, so hat die Umstellung die Familie Ford rund 265 Millionen Dollar oder über 1 Milliarde Mark ge» kostet: das ist mehr als dos ganze At4ienkapital des R u h r m o n t a n t r u st s, des größten Stahllrusts Europas. jetzt viel mehr freie Zeit- seitdem die Hausfrau diese nahrhaften, schnell zubereiteten Flocken verwendet Mit diesen köstlichen Quäker Rapidsiocken hak das stundenlange Stehen am heißen Herd ein Ende gefunden— eine große Arbeitserleichterung für die Hausfrau, eine Ersparnis an Zeit und Gas! Und doch enthält die duftende, dampfende Schüssel Quäker Rapidflocken— in 3 bis 5 Minuten ist das Gericht tafelfertig— alle wichtigen Nährsubstanzen für jung und alt. Goldgelbes, vollreifes Getreide, auf besondere Weise präpariert, reich an Vitaminen, Proteinen und Kohlehydraten, das sind Quäker Rapidflok- ken! Kräftigend und nährend erhalten sie Ihren Körper widerstandsfähig, ohne überflüssiges Fett anzusetzen. Die sauberen Kanons schützen vor Verstauben. Rapidflocken haben im Gegensatz zu anderen Flocken keine Spelzen und keinen bitteren Geschmack. Zu Suppen und Gemüsen sind sie ein nahrhafter Zusatz; sie lösen sich in diesen Speisen vollständig auf. Fragen Sie Ihren Kolonialwarenhändler nach der 1-Pfund- oder'/a- Pfund- Packung, oder verlangen Sie auf einer Postkarte eine Gratisprobe. Jede Packung enthält überdies einen Gutschein für scbwerversilberrcs Besteck. Vorschlag für die Zubereitung Pfannkuchen: Vj Pfund Rapidflocken mit l bis 2 Eiern, 1 Tasse Mehl, 1 Prise Salz und 1 Eßlöffel Zucker zu einem dünnenTeigannihren Löffelweise in heißes Fett geben, kleine Kuchen backen, mit Zucket und Zimt bestreut anrichten. Quäker Jfopidflocke/ 1 Amscbneidnt Einser. Jen Quäker Nährmittel-Gesellschaft m.b.H. 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Danach: Tanzmusik, Dienstag, 16. April: 12»: Die Viertelstunde für den Landwirt. 18.»: Die Vergeistigung des Materialismus. 16: D'e Brüder Scliicgel. 16»: Iwar von Locken liest eigene Dichtungen. 17: Berlin und das deutsche Lied. Anschließend: Teemusik. 18.10: Oer Palästinagedanke im deutschen Judentum, 18 35: Stande mit Büchern. 19: Geistes- und Seelenleben. 19.30: Die Entstehung und Bedeutung des deutschen archäologischen Instituts. 20: Dialoge der Weltliteratur. 21: Ahend- unterhaltung. Mittwoch, 17. April: 12.15: Wettermeldungen für den Landwirt HJir Frauenarbeit in den Ver- einigten Staaten von Amerika. 16: Die Weltanschauung groBer Denker und Dichter. 16»: Jugendstunde. 17: Unterhaltungsmusik. 18»: Moderne Krebsbehandlung und Krebsverhütung. 19: Ne�es Deutschtum. 19»: Musik In der Gegenwart 20: Vortrag. 20.»: Abendunferhallnng. 21.»: Vortrag und Leseproben von Alfred Kerr. Anschließend: Tangmusik. DeotscMandsesder: 21.»:„Die Geschwister", Schauspiel von Goethe. Donnerstag, 18. April: 12»; Die Viertelstunde für den Landwirt. tS»! Einrichtungen, die wir kennen müssen. 16: Die Kunst des Bühnenkostüms. 16»: Fritz Dietrich liest aus seinen Gedichten. 17: Madrigale. Anschließend; Klavlcrvorträge. 18.10: Die Sportschau des Monats. 18 35: Technische Ergebnisse der Rcichstagung über Wohnungsbau-Wirtschaft. 19: Der Liebhaber-Photograph. 20: Sende- spiele:..Die Afrikanerin**, Oper von Meycrbcer. Danach: Tangmuslkw Freitag, 19. April: 12.13: Wettermeldungen für den Landwirt. 15.30: Die Zahnpflege bei Zuckerkranken, 16:* Aus den Kinderjahren der Mathematik. 16.30: Unterhaltungsmusik.|8: Die Bedeutung des Gases im Rahmen der deutschen Energie- und Wärme wir tschaft, 18.35: Vom internationalen Hockeysport. 19; Spaziergang bei Buckow. 19.30: Der Beruf des Hochschullehrers. 20: Lieder von Löwe. 20.30: Europäische Staatsmänner der Gegenwart. 21: Abcndunterhaltung. Dentschlandseoder: 21: Uebentragung Philharmonie: Konzert. Sonnabend, 20. April: 12 IS: Wettermeldungen für den Lindwirt. 18»: Reisen in Trlpolitanlen. 16: Vom Komfldianten zum Schauspieler. 16»: Uebertragung Werder: Mit dem Mikro in der Baumblüte. 18.10; Medizinisch-hygienische Plauderei. 18.35: Westeuropa und der deutsche Geist. 19: Wie sieht es in einer modernen Angestellten-Gewerkschaft aus? 19»: Ans dem Buche der Natur. 20: Schlagerund Operettenmelodien. Danach: Tanzmusik. Deutschlaodsender; 20: Die Stunde des Landes. Königswusterhausen. Sonntag, 14. April: Ah 8-55: Uebertragung ans Berlin. 13.48: Bildfunkversoche. Ah 14.30: Uebertragung aus Berlin. 19: Stunde des Alters. 19.30: Der Wclfcnschatz. Ab 20: Uebertragung Köln:..Zar tmd Zimmermann". Oper von Lortzing. Danach: Uebertragung aus Berlin. Montag, 15. April: 16s FranzSsisch(kuttarknsdUcb-iiterarlschs Stunde). 16»: Neuere Hausmusik für Klavier. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Wie steigere leb die Lei- stung*(li(gAeH meines Geistes? IS»: Bngttaeli für Anfänger. 18»:.Die Verbesserungen des Absatzes von Eiern nnd Geflügel. 19»; WerkmelJter- 1 ehrgang für Facharbeiter. Ab 20: Uebertragung aus Berlin..- Dienstag, 16. April: 16: Zur praktischen Durchführung der Richtlinien in der Volksschule, 14.30: Alte Musik. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Vom Sinn nnd Unsinn des Be- rechtlgnngswesens. 18.»: Französisch für Fortgeschrittene. 18»: Wie kommen Entdeckungen und Erfindungen zustande? 19»: Technik nnd Gemeinschaft. Gedanken Zur Arbeiterkultur. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. 22.65: Bild- lunkversnche. Mittwoch, 17. April: 16: Zur praktischen Durchführung der Richtlinien HO höheren Schuten. 16»: Die Entwicklung der Variationsform. 17; Uebertragung aus Hamburg. IS: Duisburg, der größte Binnenhafen der Welt. 18»: Spanisch für Anfänger. 18»: Wcrkmeisteriehrgang für Facharbeiter. 19.20: Einführung in das Verstehen von Musik. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. 21»: Deutsch- iandsender:„Die Geschwister", Schauspiel von Goethe. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 18. April: 16: Erziehungsberatung. 16 30: Richard Dehme). 17: Uebertragung aas Berlin. 18: Aosiandsdentschtum. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene, 18»: Mittel zur Erhöhung der Danerhaftigkeft und der Standfestigkeit des Holzes. 19»: Deutsches Plianzerleben in Mitteiamerlka. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Freitag. 19. April: 16: Ans dem Zentral Institut für Erziehung und Unterricht 16»: Wie est- steht Papier? 17: Uebertragung aus Berlin. 18; Die Ergebnisse der Pariser Reparationskonferenz. 18»: Englisch für Fortgeschrittene. 18»: Werkmeister- iehrgang für Facharbeiter. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. Ah 20; Uebertragung aus Berlin. 21: Uebertragung Konzert Philharmonie. 22.68: Biidfunkversuche. Sonnabend, 20. April: 16: Zar praktischen Dnrchfflhruog der Richtlinien In der Volksschule. 16»: Aus den Gesetzen für Wehrmachtangehörige. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Wird Wohlfahrt Plage? 18.30: Französisch für Anfänger. 18»: IDIe Schweiz und die Schweizer. 20: Deutschlandsender: Die Stunde des Landes. Anschließend; Uebertragung ans Berlin. wnrseuAFTswwuE SyH*iajße4$' �6 Glos Blarbedwr mit Weinranke..... aier. o. Tech« eher. leicht geschlift 0.10 0.18 Kömer, rlatt grüner Stiel, 2 St 0.68 Römer, Sonnenschliff.. 2 St 0,96 UkörgUser....... 6 St 0,95 likörglöKr mit hohem Fuß, leicht geschliffen...... 038 mit med. Schliff HolwelBgUUcr 1 WelOwdBgllaer Ukörgllaer »UngenTMcn 32 cm 26 cm 0.45 0,48 0,40 20 cm 2 Stück 0,93"0,73 0,48 BtomenvaseB, mod. Dekoration' 0,4> BlnmcnvascB...... 0.78, 0,85 Wassergläser, diipn. Sturzflasche, glatt ' r 0,12 0,85 Wclngias- Garnitur„Berlin reich geschliffen Rotweinglas........ 0,05 Poriwcinglas........ 0,55 Ukörglas........ 0,50 BI erbe eher......... 0,50 K�orzellon Kaileekannen, weiß.. 0,83, 0,73, 0.48 Sauctcrezi, weiß, sortierte Formen o.eo JkhendbrotteUer, weiß. 6 Stück 0,90 Abend bToticIler. bunt..... 0,25 Tasse mit Unterlasse, weiß... 0,10 Speiseteller, Feston• Goldrand, tief und ffarh 0.48 Ahcndbroftellcr, Feston-öoldr. 0,39 Schüsseln, bunt 16 cm Milchlöpfe M Schrift, u:>/, Ltr.zus. Milchtöpfe mit Schrift,>'/, Ltr... Löffelbecher, bunt....... Kaffeebecher, bunt....... Eierbecher mii Teller, Goldrand 0,18 0,95 0,48 0,25 0,90 0,90 0,15 0,15 0,15 Tassen, Schalen form, dünn, mod. Randdekoration...... 0,60 Kaffeeservice, moderne Kanten- dekoratlon, v teilig, t�r 6 Pars. 4,25 Katfeescrvice, moderne Kantendekoration, 9 teilig, mit dünnen Tassen, für 6 Personen 4�0 Kaffeeservice, mod. 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IV, Ltr 0,90 0 65 Puddlngformen, rund und oval' 0,68 Schokoladen kennen, farbig. 0,65 Emaille Elmer, 28 cm, grau Elmer, 28 em, neublau... Bazarwannen...... Schmor, öpfe, grau... 0,98. Schmorföpfe, r.eublau. 1.10, Kasserolle, kon., mit Stiel, 0.70. KaaaeroUe, neublau.. 0», Wasserkessel, grau.. 2», Wasserkessel, neublau. 2,93, Brotbüchsen Schüsseln, flach, Satz 3 Stück Schüsseln, flach...... Wandschoner, weiß... Sand-Seife-Soda-Oesfell.. Müllschanfcl. grau..... Mülleimer mit Fuß, weiß., Waschbecken mit Seifnapf 0.98. 1.60, 0 73, 0.83. grau 0,60, 0.65, 2.23. 2,40, 9.25. 0,65. I». 0,75 1.15 1,10 0,65 0.75 0,48 0,55 1.95 2,25 7,90 1,05 0,48 1,50 1,50 0,48 2.25 1,05 SlaMwauran Eßbestecke, Ebh.... 2» 173, 1.15 Desserlb est ecke. Ebb.. 2,10, 1.50, 1,05 Eßbestecke, rostfr. Klinge.. 3,25, 2,45 Tranchierbestecke.... 650, 3.25 Brotmesser..... 2,60, 1,43. 0,98 Obstmesser, 6 St I. Kart 6», o,75, 2.90 Obstmesser, echt Homvritf... 0,85 Tortenheber I Kart, echt Homgr. 1,35 Gab.-Gabel, echt Horngriff.. 1,20 Salafbetfecke.... 1,10, 0,90, 0.05 Wandkaffeemühlen.. 3.73. 6.93. 4�5 Sdmßrnüblen.... 6,23, 3.90, 2.85 Besfedckislen mit Llnol 150, 1,35, 0,98 Tabletts....... 2.10, 1,33, 0,95 Polzkaslen.......... 0,95 Karamkaslen......... 0,95 Plättbretter........ 4,9s, 4,50 Aermelbretler....... 1,20, 0�5 Fletschbreüer.,... 1», 1,—, 0,80 Holzhrettchen,-eh. 6 Stück. 0,93, 0,70 IVicKelwarea Tortenplatten, moderne Dek.. 7.25 KrOmelschaiiiel, Mess. u. Mess- vern 2,75 Kaffeeservice, 4 teilig. Kaffeeservice, Steil!>. 12,00 8,75 15.75 r Aluminium Schmorföpfe. schwer Satz 5 Stück....... 10,73. Wasserkessel, schwer. 3», 3.23, Kasserolle, kon., m. Stiel 1(10, 0.93, Maschlnenföpfe... 1.10, 0,90, Milchkannen..... 1,93, 1,60, Sand-Seife-Sodo-GesteUe.... Konsol mit Maß...... 1,73, Scfaöpf'.Schi Eierschneider -Füllöttel-Gam. AIk»uKu Eßbestecke... Dessertbestecke Eßlöffel... Kaffeelöffel. 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I4,S5 Speiscz.'Kronc, mit Seidenschirm 25,00 Schlaf«immer- Ampeln 9,75, 9.00, 0,75 Nadbilisdblampen.. 9.25, 6,25, 5,25 Eickir. PIStlelscn... 7.75. 7�5, 7,00 Heizkissen.......... 11,50 Raacfaverzebrcr...... 9,25. 6,50 in i" i f Sn, Qranteasiraße i6U iß5 ctt, Steinickendorfer Slraße 21 CharloUenburg, Stosinensiraße U Theater, Lichtspiele usw. Sonntag. J.14. 4 Staats-Oper Unter d. Linden A.-V. 97 I9>Ä Uhr DieHodizeit des Figaro Staals-Oper Am PI.d.Republ. R.-S.83 20 Uhr Sonntag, d. 14.4. Stddt. Oper Bismarcksir. Turnus( 19 Uhr Filio am&Endann am irki R.-S. 18 IS1/» U. Dr. Klaus A�V.88 20 Uhr Karin. Anna StaatLSehllier-Tbeater.Cbarltb. ä> Uhr Der Monenertoreiie Sehn. SCAI-Ä S Uhr d 5 Barbarossa 9356 CROCK and da* grobe April-Programm Sonnabends n. Sonntags le 2 Vorslellnniten 3"° und 8 Uhr— S8® ermäßigte Pr. plAza j u Am K«»' AI». pinr« Täq'ich 5, 815 Sonntag 2, 5, Sit INTERNAT. 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Regie: HeinzHilpert Bühnenbilder: Erich E- Stern. Bühnenmusik: Paotsdio Waldlaerdll. die Komödie 1 1 Blsmek.2414/TS1d 81/. U-, Ende geg. 10 wann Kommst du wiedor? Komödie von S. Maugham. Regle Gustaf Gründgens SV. TkUler des Westens Sonntags (PA I 3>/i und llhr Oer größte Erfolg Verlins Friederike Muftf oon Lahor Cnla 0. Thellmann «ort Ziegler, Staatsoper Wien M, iiTOak,«b___ THTitICOi*«rWa» Scspernuuut, Nev» Soffeti Sttlnpl. 9310,7180 malia-Ttieater iresdener sie. 72-73 8 Uhr „Oelraosch** /adef haut Jrounho ein! „Hanawaekar", dar barühmta Nordhäuiar Kautabak, lat aalt ganau 112 Jahren dag Labgal von Mlltlenan von Männern und tür sie»IIa ein hervorragender SanuS von anragender Wirkung. Am 17. Mal 1929— 2 Tage vor Pfingsten— nimmt die Firma B. A. Hanawaekar 6. m. b. H. 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April �929 Aufgaben am Krauentag. Siedttig Itacheiitieim: Sorgt für Mutterschutz? In ihrem Buch Mutter Indien schildert K a t h e r i n e M a y o die Leiden der indischen Frauen. Sie werden schon im Kindesalter zum ehelichen Leben oft mit erwachsenen Männern gezwungen und sind dadurch oft ihr Leben lang körperlich ruiniert. Mangelhafte Hygiene in der Wochen- stube, verbunden mit gesundheitsgefährlichen religiösen Zere- monien machen jede Geburt zur Gefahr. Mag die Mayo aus politischen Gründen bewußt einseitig schildern, mag vieles bei der aufstrebenden indischen Bevölkerung nicht mehr vorkom- men, ein Rest von Wahrheit— schauritz genug— wird bleiben. Und lasten nicht in den meisten Ländern, gewiß aber auch in �Europa die Schäden der Gesellschaft am schwersten auf der Frau? Der Körper des Mannes bleibt einem Maße sozialer Anforderungen beständig gewachfen. Der Körper der Frau ist während der Geburt und den ihr folgenden Wochen unselbständig auf fremde Hilfe angewiesen. Solange das Kind an ihrer Brust trinkt, solange es nicht gehen kann, so lange es Pflege und Aufsicht braucht, ist die Frau an das Kind gebunden und in chren sozialen Beziehungen gehemmt. Die Mutter muß auf die soziale Besserstellung durch eigene Berufsarbeit verzichten oder doppelte, fast untragbare Pflich» ten übernehmen. Berufsaufstieg und bessere Entlohnung bleiben ihr wegen ihrer beruflichen Unbeständigkeit verschlos- sen. So ist sie rein wirtschaftlich auf die Hilfe des Mannes angewiesen und dadurch oft an eine Ehe gefesselt, die innerlich lange zerrüttet ist. Doppelt gefährlich werden der Frau gewerbliche Gifte, Unfälle, Ueberarbeit, deren Folgen die Generatioorgane am schnellsten befallen. Der männliche Arbeiter hat die Freiheit für den Aufstieg seiner Klasse zu kämpfen,-ihre großen Feierstunden zu erleben. Die Frau, in ihre Häuslichkeit gefesselt, kann nur von Ferne zusehen, den Schwung des Tages nicht erleben. Frühes Altern, körper» liche Erschöpfung, soziale Unfreiheit, Unwissenheit, alles könn- ten die Frauen für gesunde Kinder ertragen. Aber die Not läßt sie nicht zu. Durch sie nimmt jedes neue Kind der Mutter und den Geschwistern Lebensraum und Aufstiegsmöglichkeit. Und noch eines! Die Sitten machen Indiens Frauen die Mutterschaft zur Qual. Wir Europäer entrüsten uns über hie Unreinlichkeit der indischen Geburt und bewerfen selbst die uneheliche Mutter mit Schmutz, der nicht ungefährlicher ist, als der indische. In der Welt, deren heiligstes Bild die- Mutter ist, auf dem Arm das Kind, im Antlitz keine Sorge, nur die selige Ahnung, ihr Kind werde die Welt erlösen, wurde Mutter- schaft zur schweren Last. So erhebt sich am Internationalen Frauentag am lautesten der Ruf nach dem Schutz für die Mutter. Solange der gebärenden, stillenden, erziehenden Frau nicht wirksame Hilfe geworden ist, scheitert ihr Recht auf Arbeit, auf politische Gleichberechtigung, auf persönliche Freiheit und Tellnahme am- Aufstieg der Arbeiterklasse. Mutterschutz ist die Voraussetzung dafür, daß sie ihre Frauenrechte geltend machen kann. Wir haben in Deutschland weitgehende Verbote schwerer Arbeit für Frauen. Bis 6 Wochen vor der Niederkunft kann Arbeiterinnen und Angestellten die Arbeit verboten werden. 6 Wochen nach der Niederkunft ist ihnen die Arbeit verboten. Das Verbot kann nach ärztlichem Zeugnis um 6 Wochen verlängert werden. Kündigungsschutz�iesteht noch für längere Zeit. Versicherte Frauen, Ehefrauen Versicherter und Min- derbemittclte erhalten Entbindungs-, Wochen- und Stillgeld. Wir haben Wochen- und Säuglingsheime, Mütterberatungs- stellen. Die Teilnehmerinnen der Brüsseler Sozialistischen Frauenkonferenz im Sommer 1S28 konnten feststellen, daß die Deutsche Republik trotz ihrer Armut mit ihren sozialen Einrichtungen für Mutter und Kind an der Spitze steht. Dennoch erleben wir täglich, daß der Mutter- schütz in Deulschiand noch ungenügend ist. Es werden noch lange nicht alle Schäden gewerblicher Arbeit überwunden. Noch ist das Wochengeld so ungenügend, daß die Arbeits- verböte aus Not überschritten werden. Noch immer sind Mütter und Kinder unversorgt, Uneheliche geächtet. Wir haben eingangs festgestellt, daß alle sozialen Schäden zuerst der Mutter fühlbar werden. Unsere Wohnungsnot, unsere Teuerung sind Mutterelend. Wie schwer ist die Mutterschaft für die Frau des Arbeitslosen! Das Bürgertum hat Muttertage eingerichtet, an denen es die Mutter feiert. Ehrung durch Feier erleichtert keine soziale Not. Wir sozialdemokratischen Frauen wissen, daß die Mutterschaft erleichtert werden muß, durch Ver- besferung des Mutterschutzes. Bekämpfung der Arbeitslosig- keit, der Wohnungsnot, der schlechten Löhne von Mann und Frau, der Besserung der Lage des unehelichen Kindes. Sie können nur erreicht werden im politischen Kampf. Die Kampfparole der bürgerlichen Parteien in den letzten Wochen hieß: Sparen. Aber sparen am Arbeitslohn, an der Sozial- Versicherung, am Wohnungsbau. Stärken diese Erfahrungen nicht die Ueberzeugung unserer Frauen von der Notwendig- keit politischer Abwehr? Wir wollen heute und in den näch- sten Tagen, die Not der Mutter auf der ganzen Erde vor Augen, die Frauen aufrufen zum Kampf für den Schutz der Frau und Mutter in den Reihen der Sozialdemokratischen Partei! Die Frau fühlt am stärksten die Schwächen unserer Gesellschaftsordnung. Möge sie das erkennen. Dann muß sie zur Vorkämpferm des Neuen werden! 9Cur( Steinig: Vom Haushalt zum Leben. Di« Gegner der Gleichberechtigung der Frau sind ausgestorben, und soweit sie noch leben, sind sie schon tot— sie wissen es nur noch nicht! Die Frau hat sich in Deutschland seit 1914— während des Weltkrieges durch den Zwang der Verhältnisse—, dann nn besonderen seit 1918 durch die wachsende ErkennMi» der Gleich- berechtigung und mit der Gesetzgebung der jungen Republik weit« Gebiete erobert. Di« Frau ist in der Politik heut« in Deutschland ebenso selbstverständlich wie in der Wissenschaft: als Arbeiterin an der Maschine und als Angestellte im Bureau ist sie ja schon längst unentbehrlich. Das ist alles erfreulich. Aber die volle Gleich- berechtigung der Frau stößt in der ganzen zivilisierten Welt dennoch auf einen Widerstand, der täglich neu« Konflikte auslöst. Um hier verständlich zu sein, müssen wir einen kleinen Umweg machen. Der Kreis unserer Erkenntnis weitet sich mit der Vergrößerung unseres Tätigkeitsraume». Der Arbeiter, Angestellt« und Beamte wirkt außerhalb des Hause», er tritt durch seine Arbeit tausendfältig mit kollektiven Interessen, sozialen Problemen und pol!- tischen Fragen in Verbindung. De! der Frau ist es gerade umgekehrt. Wenn sie schon als Erwerbetätige auf dem gleichen Wege ist wie der Mann— sobald s i e heiratet, wird ihr der Lebensraum durch vier Wände zusammengepreßt: und sie trifft tags- über nur Frauen, die sich in gleicher Lage wie sie selbst befinden. Von diesem Gegensatz werden Mann und Frau, die gemeinsam in Gleichberechtigung und übereinstimmender sozialer ErkennMis leben wollen, durch die unerbittlich« Macht der realen Alltagsverhältniss« immer wieder auseinandergetrieben. Ueberdenken wir die Frage einmal statistisch. In Europa hei- roten jährlich etwa 3,7 bis 3V Millionen Frauen, in den Vereinigten «tasten jährlich etwa 1,2 Millionen. In den wichtigsten zivilisierten Ländern der Erde ergreifen also jährlich rundS Millionen Frauen den Hausfrauenberuf. Er konzentriert dies« er- wochsenen Menschen— jeden für sich— auf engsten Arbeitsplatz, mögen es nun hundert oder fünfhundert Kubikmeter umbauten Raumes sein. Diese S Millionen Frauen müssen schleunigst lernen, sich zu überlegen, was mittags gekocht werden soll, und abends haben sie nachzusehen, ob die Strümpfe nicht etwa Löcher haben. Sie müssen wissen, wieviel Briketts noch im Haus« sind und wo'der Blumenkohl am billigsten ist, sie haben daran zu denken, wann die groß« Wäsche fällig ist und daß auf diesem oder jenem Möbel noch nicht Staub gewischt worden ist. Man vergesse hier nicht die Sonder- belastung jener Frauen, die daneben noch erwerbstätig sein müssen. Es ist ein entsetzlicher Gedanke, daß jährlich 5 Millionen Menschen in eine Arbeitswelt ohne beschränkte Arbeits- zeit einrücken, in einen Aufgabenbereich, der im Grunde genommen Unwersalwissen verlangt, das von der Warenkunde bis zur Pädagogik reicht— aber diese Unsumme qualifizierter Kenntnisse wird tsiir in einer Zwergzelle der Wirtschaft, gewissermaßen in einen? L i l i s? u- t a n e rr e i ch— in der engen Wohnung— benötigt. Es gibt sehr radikale Vorschlög«, diesen Widerspruch auszulösen. die Frau aus ihrer wirtschaftlichen Enge freizumachen, sie aus der Zwangsjacke von tausend Aufgaben, für die viele gar nicht begabt sind, zu befreie», und damit die ganze Basis zur Gleichberechtigung zu schaffen. Am weitesten sind dies« Experimente wohl in Ruß- l a nd gegriffen worden, wo man, logisch ganz konsequem, die Aus- lösung der Familie versucht hat. Aber an dieser Grundzelle des menschlichen Gemeinschaftslebens scheitert jedes Dekret. Die Konsc- quenz der russischen Versuche ist nur gewesen, daß die vier Wände noch näher auf die Frau rückten, sie zu zermalmen drohet, daß der Petroleumkocher für sie eine Lebensfrage und der Besitz von sechs Porzellantellern unerschwinglicher Reichtum wurde. In Deutschland hat man die wirtschaftliche Befteiung der Frau vom Haushalt mit Einküchenhäusern versucht. Die gemeinsame Waschküche und die. gemeinsame Badeeinrichtung, wie sie im be- sonderen von Wien her entwickelt worden sind, liegen auf�em gleichen Wege. Von den Vereinigten Staate» ist eine Bewegung: ausgegangen, die anstrebt, der Frau im Haushalt die Arbeit zu erleichtern, indem man ihr technisch Hilst. Man muß bei der Beur- teilung dieser Hilfsangebote sehr genau unterscheiden, ob sie bei unver- öndertem Einkommen«ine Erleichterung ermöglichen oder ob sie«in erhöhtes Einkommen voraussetzen. Wir haben außerdem das Gefühl. als wenn der Haushast heute manchesmal schon mst individuellen, Zioilisationsgut überlastet würde. Es bedeutet für die Hausfrau keinen Gewinn, wenn chr kleines Wirffchaftsreich ein Fabrik- r ä u m ch e n wird, in dem die mechanischen Einrichtungen wöchentlich nur stundenweis« benutzt, aber dauernd mitbezahlt werden müssen. Je kleiner der Haushall, um so geringer ist die Zahl der Wirtschafts- Maschinen in Eigenbesitz, die Sinn haben; hier kann nur die Vsr- gemeinschaftung einen Sinn haben. Zu allem kommt noch, daß die Frau als Mutter in ihren, engen Wrikungsraum nochmals gefessell wird. Schwangerschaft und Säuglingsernährung bedeuten häufig die jahtelang« völlige Isolierung der Frau vpn der übrigen Welt. Sie hört dann dos Rauschen des öffentlichen Leben» nur aus wester Ferne. Der Mann verschwindet morgen» au» ihrem Gesichtskreis und Wucht abends oder nachts aus dieser der Frau fremd werdenden Welt wieder auf. Die Gleichberchtigung in ihrem tiefsten Sinne, in der ehelichen Gemeinschaft, kann auch dann sich noch erhalten. Aber diese andere Gleichberechtigung, wie sie gemeinhin verstanden wird, die Betätigung der Frau i m öffentl ich«» Leben, in der Politik und in der sozialen Bewegung, hat dann nicht mehr den Raum im Leben der Frau, den die Erkenntnis ihr zubilligen möchte. Die mangelnde Zeit und der enge Lebenshorizont verhindern die Ausreisung dqr Gleichberechtigung. So scheint uns vom Männerstandpunkt aus gesehen die noU wendigst« Aufgab« zur Schaffung �der vollen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau die Oefsnung des Haushakt- g e f ä ng n is se s. Es ist nicht ausgeschlossen, daß bei diesem Ge- danken mancher Mann erschrickt. Das sind diejenigen, die meinen, daß ja dann ihre Frau„nichts mehr zu tun" hätte. Diese Männer können getröstet werden. Auch dann, wenn die Frauen den Haus- wirtschaftlichen Berus soweit«rleichtert bekommen, daß sie den Kopf über ihn erheben können, werden ihr« Pflichten sich nicht in Dunst auflösen. Di« Urberufe des menschlichen Lebens sind ewig. Die Frag«:„Das ist noch zu tun zur Gleichberechtigung der Frau" beantwortet sich un» also dahin, daß es gilt, der Frau d i c Arbeiten abzunehmen, bei denen der Aufwand in keinem Verhältnis zum Resultat steht. Die Läsung ist für den einzelnen durch Steigerung seines Einkommens möglich. Aber das sst kein soziales Fundament. Wir brauchen die all- gemeineHebungdesLebensniveausderbreitesten Schichten. Das Einkommen des Aermsten muß so west reichen, daß er sich um die Erhaltung des einsochsten Zioilifationsgutes der Familie nicht mehr grau zu sorgen braucht, sondern dessen Ver- brauch materiell zu ertragen vermag. Kleidung. Wäsche. Gardinen und Küchengeschirr, Regenschirm und Topfregal sind ja nicht das Fundament des Lebens, Stubescheuern und Fenster- putzen gehört nicht zum Kusturgut der Menschheit. Soweit müssen wir kommen, daß das eine weder zur Zerstörung des Wochenlohnes führt noch das andere die geistig« Gleichberechtigung der Frau ver- hindert. Es ist noch viel zu tun...! beginnt die Ausstellung: Kunstseide(Aura sAgfa-Tra vis) und Frühjahrs-Neuheiten in meinem Hause Leipziger Str. 20-22. Ich lade Sie ein! Aura(Aefa-Travls) 350 WcuchkunttMld*. Einfarbig. BraK. SO cm____ m•* 3.90 und Samustart(Streifen u. Karoa) a* A/> J« 4.20 und O Waschstoffe in reicher Musterauswahl und In vielen Farben Br.lt. 80 cm. Wollmusseltn R.ln. Woll«, bedruckt; best. 60t., vl.l. n.u. Phantaal.mu.t.r, 070 Br.lt. 7S cm..;., m JK 4.40 und Mt Gartankleid (W.fh.n.ndkl.ld) Mltt.lbl.u.r BordOranateff(Indanthren) klaldaam. Form, mit langen Arm.ln 8,50 JE OQ mit kurzen Ärmeln..... ja O Waschvorführung: Kunstseide- richtig gewaschenl Im 2. Stock Tenniskleid Out.r w.lB.r Wosch.op.lln, n.ueat.r Schnitt, flett.a H OSO Auaaoh.n.................-* I jC Sport-Kleid R.lna.ld.n.r Teil. d.»ol.(aehw.r. GOte) mit reicher Handhohlnaht-Gar- nl.rung und n.u.r, v.rkürrt.r Tain»; vl.l» Med.farb.n.... J< LANDESHUTER LEINEN- UND G E ß I LOWE B E R E I F.V.GÜUNfCLD GROSSTES SONDERHAUS FÜR LEINEN UND WASCHE t Auf Wunsch Monatsraten Die Betriebsrätewahlen. Vormachtstellung der freien Gewerkschasten. In den Berftnsr Osram-Derken hoben die Detriebsratswahlen folzeirdes Ergebnis gehabt: 1. Fabrik A, Sickingenstr. 71; Arbeiterrat: freigewerkschaftliche Liste 13 Mandate(15 Amsterdam,< Opposition): Angestelltenrat: f r e i g« wer k sch a s tli ch e Liste 8 Mandate (8. Amsterdam). Betriebsrat: Arbeitermitglieder 17 freigewerk- schaftliche(14 Amsterdam. 3 Opposition). Angestellten Mitglieder Z freigewerkschaftliche(3 Amsterdam). 2. Fabrik£>, Rotherstr. 23. Arbeiterrat' freigewerkschaftliche List e 2018 Stimmen, 13 Mandate(11 Amsterdam, 2 Opposition); Industricoerband 410 Stimmen, 2 Mandate. Angestelltenrat: freigewerkschaftliche List« 3 Mandate(neun Amsterdam)., Betriebsrat: Arbeitermitglieder 10 fr ei gewerkschaftliche(3 Amsterdam. 1 Opposition). Angestellten Mitglieder 4 frsigecherkschastliche(4 Amsterdam). 3. Fabrik K, Tharlottenburg, Helmholtzstr. 4/8 Arbeiterrat: freigewerkschaftliche Liste 8 Mandate(6 Amsterdam, 2 Opposition): Angestelltenrat 5 Mandate(unorganisiert). Betriebs- rat: Arbeitermitglieder 6 freigewerkschaftliche(6 Amster- dam). Angestelltenmitgliebe? 2(unorganisiert). 4. Maschinenglaswerk, Beriin-Siemensstadt, Nonnendammallee. Atbeiterrat: freigewerkschaftliche Liste 7 Mandate(vier Amsterdam, 3 Opposition): Angestelltenrat 3 Mandate(unorgani- fierf). Betriebsrat: Arbeit ermitglieder B freigewer kfchaft- Irche. Angestelltenmitglieder 1('tttorganistert)). 5. Hauptgeschäft, Chrenbergstr. 11/14. Arbeiterrat: S frei- gewerkschaftlich«. 2 unorganisierte. Angestelltenrat: freie Gewerkschaften 210 Stimmen 3 Mandate(3 Amsterdam): Gedag 134 Stimmen 2 Mandate, GdA. 325 Stimmen 5 Mandate. Betriebsrat: Arbsitennitgli�ier 2 freigewerkschaftliche(Amsterdam). Angestellt enmitgli oder 3 freigewerkschaftliche(Amsterdam). 3 Gedag. ,4 GdA., Ingesamt stehen 72 Freigewerkschastern gegenüber 2 SyNdika- listen, 5 GdA, 2 DHB. und 10 Unorganisierte. Der Richtung Amsterdam gehören unter den Freigewerkschastern 65 an, der Rich- tung Moskau 11. ....;■* Wahlen im Siemens-Konzern. Weitere Erfolge der freien Gewerkschasten, Bei den nachstehenden Ergebnissen der Betriebsrätewahlen sind die Zahlen des Borfahres in Klammern beigefügt. Bei der Zahl der Mandat- bedeuten die Ziffern hinter dem Pluszeichen die Zahl der Crgänzungsmitglieder. Im Si em en s- Ech u ckert Verwaltungsgebäude fand bei den Arbeitern tsine Wahl statt, da nur eine freigewerkschost- liche Liste eingereicht war. Bei den A n gesteilten erhielt die fteigewerkfchaftli che List« 1022� Stimmen(793), AH-1 Mandate(84-2), die Gelb e n 445 Stimmen(278) 44-0 Mandate (34-0), der GdA 171 Stimmen(105) 14-0 Mandate(14-0). Hierbei ist zu bemerken, daß die Oberbeamten die strikte Anweisung hatten, alle zur Wahl zu gehen. S i e m e n s- S ch u ck e r t Kabelwerk. Bei den Ange- stellten fand käne Wohl-statt, weil hier schon seit Jahren immer nür ewe Liste(PHB.) eingereicht.wird. Der. Persuch, eine gndere �M�aufzustellen, scheitert sofort an den» Terror der Dorgesetzten. Bei den Arbeitern erhielb die freigewerkschastlich'e LM 3362 Stimmen(3090). 164-? Mandate(134-2): die List« der Nationalsozialisten 330 Stimmen(0), 14-0 Mandate(04-0): die List« der Gelben 689 Stimme»(808), 24-1- Mandat«(34-0); die christliche Liste 241 Stimmen(0), 0 Mandate(0). Die Wey er- Union, die im Borjahre 611 Stimmen und 24-1 Man- .däte auf sich vereinigen tonnte, hatte es vorgezogen, keine Kandi- dcheulist« aufzustellen. Vereinigte Eiseudahnsignalwerte. G. m. b. H.. Blockwerk. Arbeiter: freigewerkschaftliche Liste 568(1084), 84-2 Mandate(10+1); christlich« Liste 55 Stimmen(102), 0 Man- bat(0+1). A n g e st e l l t« freigswerkichaftliche List« 208 Stimmen (80), 2+3 Mandat«(1+2). Die F i r m en Ii st s(bürgerlicher Misch- rnasch) 123 Stimmen(72), 1+3 Mandate(1+2). Der Zahlenunter- fchid) ergibt sich aus der Verschmelzung mit der AEG.. Iüdel, Stah- wer usw. Im Siemens-Konzern stcht nur noch die Wahl des Schalt- w«r ks.Ulld des Die Funktionäre begrüßen die durch den Schiedsspruch geschaffene Klarheit und werden alles aufbieten, um den Angestellten die sich daraus ergebenden Konsequenzen vor Augen zu führen. Die AfA-Funktionäre fordern die Angestellten deshalb schon heute aus, daran zu denken, daß die im Herbst d. I. zu führenden Lohnverhandlungen unter gänzlich veränderten Vor- aussetzungen' stattfinden werden. All« Angestellten werden deshalb aufgefordert, sich unverzüglich den freien Gewerkschaften anzu- Schließen, damit die Voraussetzungen für einen a u s s i ch t s- reichen Kampf in der Berliner Metallindustrie zu schaffen." Verbmdlich erklärter Schiedsspruch. In der stromerzeugenden Industrie Niedersachsen«!. Der Verband der Maschinfften und.Heizer teilt uns mit; , Der-. Reichsarbeitsminister hat den am 25. März 1928 vom niedersächsischen Schlichter gefällten Schiedsspruch in dem Lohn- stteit des Zeittrowerbandes der Maschinisten und Heizer und des Deutschen Metallarbeitcrverbandes mit dem Arbeitgeberverband .nredersächftfcher Elektriziiäts-,.Has- und Wasserwerke, in Hannooer für verbindlich erklärt. Der Schiedsspruch sieht«ine L oh u- erhöhung von 3 bis 7 Pf. vor. Holzarbeiter, Dienstag ist Wahl! Zu dem am 16. Juni in Bremen tagenden Verbandstag des Deutschen Holzarbeiterverbandes hat die'Berliner Verwaltungsstelle 16 Delegierte zu wählen. Die außerordentliche Generalversamm« lung hat am 11. April zu den aus den Bezirken und Branchen«in- gereichten Delegiertenvorschlägen Stellung genommen und gemäß § 2 der Wahlordnung 29 Kandidaten zur Urwahl aufgestellt. Bei dieser Aufstellung erhielten die kommunistischen Vorschläge nur 45 gegen 268 Stimmen der Amsterdamer Richtung und fielen somit gänzlich aus. Durch diese Entscheidung gab die Generalversamm« lung denen die verdiente Antwort, die es ablehnten, die Gewerk- schaftsbefchlüsfe und-Statuten für sich anzuertennen und durchzu- führen. Nunmehr macht— wie allgemein üblich— die„Rote Fahne" ein großes Geschrei und heulmsiert über„Mißachtung der Mit- gliedsrechte".„Willtürakte" u. a. m. Es ist den Leuten aus der Kleinen Alexanderstraßs wahrscheinlich(ehr unangenehm, daß sie als betrübte Lohgerber ihr« Felle wegschwimmen sehen. Aus Wut darüber, daß die Generalversammlung keinen Mann von der Partei der„klassenbewußten Unorganisierten" aufgestellt hat, fordert die „Rote Fahne" auf(wörtlich):„daß— Delegationen gewählt werden, die nach der Rungestraße gehen und von der Ortsverwaltung die ordnungsgemäße Wahl der Verbandstagsdelegierten fordern. Sollt« die Derwaltung dem Berlangen der Mitgliedschaft nicht entsprechen, so erwarten wir, daß sie sich ttotzdem nicht fernhalten von der Wahl, sondern restlos am Dienstag, dem 16. April, in die Wahl- lokale gehen und einen dicken Strich durch die Stimmzettel der sozialdemokrattschen Fraktion machen." Der Stiel dieses Geschreibsels verrät den Urheber. Di« Ver- waltung fäll also aufgefordert werden, die Generalversamm- fungsbeschlüsse. die von 80 Proz. aller Delegierten gefaßt wurden, aufzuheben, weil 45 Kommunisten nicht zu ihrem Recht gekommen sind. Das grenzt an Größenwahn. Die Berliner Mitglieder in ihrer großen Mehrheit haben das Treiben der Moskauer Kulissenschieber satt. Sie werden am Dien-- tag in voller Geschlossenheib zur Wahl gehen und ihre Stimmen abgeben, weil sie wissen, daß aus dem Stimm- zettel nur Kandidaten stehen, die ihrem Verbände oerantwort- lich sind. Die Berliner Verwaltungsstelle ist ein wichtiges Glied in der großen Kette des Verbandes und jedes Mitglied muß es als fein« Ehrenpflicht erachten, an der Verbandstagswohl teil- zunehmen. Die Generaloersammlung hat eine Kandidatenliste aus- gestellt, die dem Mehrheitswillen der Mitglieder entspricht. Nun- mehr haben die Wähler das Wort.. Jeder gehe zur Wahl, niemand darf fehlen!_ Reichsarbeiter und Löhne. Folgenschwere Tage. Die am Tarisverttag für dl« Reichsarbeiler deieNlgfeu Otgani« (aHonen haben Im Lause des heuHgeu Tages zu der durch dl« Ab« lehuvng jeder allgemeinen Lohnerhöhung durch die Reichsregierung gcfchasfeuen Sikuatiau Stellung genommen. v>e Organisalivneu find sich darüber einig geworden, umgehend mit den Spihenorganisationen der. Eisenbahn- und Post- arbeiler, den Fraktionen der Sozialdemokralischen Partei und den Mitgliedern der Reichs- und preußischen Slaatsregierung FSH. lung zu nehmen und fir aus den Ernst der nunmehr ge- schasseuen Lage eindringlichst aufmerksam zu macheu. . Sollten auch diese Bemühungen erfolglos bleiben, dann kännen die um Torisvertrag belfiligfen Organisation eu die weitere veronl- wortung nicht mehr ans fich nehmen. Die Orgonifationen find sich darüber einig, im Lause der uSchfieu Woche mit ihren Ver- bandsinflanzen Fühlung zu nehmen und die weiteren Entscheidungen zu treffen._\ Die Deutsche Ruchgememschast. Ihre Nolle als Llateraehmer. Uns wird geschrieben: Die Deutsche Buchgemeinschaft ist ein« der größten prwatkapi-- tottstijch umgezogenen Buchgememschaften überhaupt. Gerade in diesen Monaten betreibt.die DGP. großzügige Propaganda zur Cr- Weiterung chrer Konsumentenschaft unter besonderer Betonung der angeblich dabei zugrunde liegenden kulturellen Motive. Daß es der DBG. aber in erster Linie um den Profit geht, wird ganz deutlich, wenn man erfährt, wie ste sich ihren Angestellten gegenüber verhält.. Eine Umfrag« brachte das geradezu erschütternde Ergebnis, daß bei einem Durchschnittsalter von rund 27 Iahren die dortigen- An gestellten«in Du r ch sch n i tt Sg e h a lt im Betrage von 154 Mk. pro Monat beziehen. Jedes Wort darüber ist wohl überflüssig. Dabei wird durch ein raffiniert ausgeklügeltes Arbeits- zerteilungssystem das Arbeitspensum für den einzelnen An- gestellten stetig erhöht. Diese jämmerlich« Entlohnung der An- Sa» neu* Such:„N»> nOrfe für Sigenhe rne" enthalt ca. 40 Bauzeichnungen, Ansichten. Nosteaanaaben fite Ein- il»i> Mehcfamllieuhituser und zeigt den Weg, ane sich jeder durch Sffentl. und gemein. wirtschaftliche Finanzierung ein eigenes Haus mitdOO M. Eigen- . kapital auf ie.10 000 SR. Bau- wert erbauen lassen lann. Nach- nähme NW. 2.00 und Porto. Perlag Terhirft» Sa., Halle a. S. 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Der Angestelltenrat wagte es, anläßlich des 5jährigen Bestehens der DBG. in einem An- . schlag anzudeuten, daß. die Angestellten von dem fünfjährigen Jubiläum der Firma in pekuniärer Beziehung nichts ge- habt hätten. Diese Fragestellung schon hält die Firma für ein so großen Bergehen, daß sie daraufhin, beim Arbeitsgericht auf Amtsenthebung des Angestelltenrates klagt, da der Ange- '.stelltenrat durch diese Fragestellung den Wirtschastsfrieden im Be- triebe„erschüttert' habe. � Erfreulicherweise ist festzustellen, daß die Angestellten der DBG. in immer größerer Zahl erkennen, daß ihnen nur durch rest- losen Zusammenschluß im Zentralverband der Ange- stellten Hilfe gebracht werden kann. GdÄ. und DHV. haben gründlich in diesem Betrieb« abgewirtschaftet. T>ie Lohnbewegung der Eisenbahner. Die Eisenbahner fordern schnelle Entscheidung. Im Reich nehmen zurzeit die Eisenbahner überall in stark besuchten Funktionärtonferenzen des Einheitsverbandes zur Lohn- frage Stellung. In Frankfurt a. M. wurde in einer Funktio- näroersammlung bittere Klage über die Verschuldung der Eisenbahner geführt. In den einzelnen Abteilungen müßten über 50 Proz. der Arbeiter förmlich Bettelbriefe schreiben, um eine geringfügige Unterstützung zu erhalten. Die Frankfurter Funktionäre betonten, wie aus einer einstimmig angenommenen Ent- ichlreßung hervorgeht, daß ihnen die herausfordernde Haltung der ReichsbahngeMschaft unbegreiflich sei. Trotz größer Rot und ballernder Arbeitssteigcrung hätten die Eisenbahner ihre volle Pflicht getan. Man könne sie doch unmöglich jetzt nur mit leeren Dankes- warten abspeisen. Die bescheidenen und gerechten Lohnforderungen müßten, wenn die Reichsbahn weiter Widerstand leiste, mit allen gewerkschaftlichen Mitteln durchgesetzt werden. Auf ollen Dienststellen Frankfurts und seiner näheren Umgebung werden von den Funktionären bereits die organisatorischen und tech- nischen Mahnahmen vorbereitet, um eine glatte Durch. führung de» Streits, wenn er notwendig werden sollte, zu gewährleisten. Auch in Hall«, Karlsruhe und Kassel haben die Funlkksnäre des Einheitsderbandes zum Lohnkampf Stellung ge- nömmen. Dort kam ebenfalls geschlossen der Wille zum Ausdruck, dfe. Lohnbewegung mit allen gewerkschaftlichen Mitteln'zu einem � positiven Ergebnis zu sichren. Ueberall wurde darauf hingewiesen, daß die wachsende Erregung unter den Reichsbahnarbeitern schnellste Schlichtung des Lohnkonflikts erheische. Lindcar-Fabrradwerke A.-6., Berlin-Licbteirrade Niederlagen mit Reparaturwerkstötte in Berlin: Or. Frankfurter Str. 83 Oranienstr. 127. Amsterdam siegt bei den(Sattlern. Vergebliche Moskauer Anstrengungen. Bei den Urwahlen zum Berbandstag, die gestern im Der- band der Sattler, Tapezierer und Portefeuiller stattfanden, macht« die KPD. außerordentlich« Anstrengungen, um den Sieg an ihre Fahne zu heften. Die Situation schien ihr besonders günstig! sein, weil durch die vorgeschlagene Einführung der InvalidenverWerung eine entsprechende Erhöhung der Beiträge notwendig wird. Gegen dies« Beitragserhöhung versuchte Moskau die Mitglieder aufzuputschen, ganz abgesehen von den anderen Liebenswürdigkeiten, die in den massenweise verbreiteten Flugblättern nach Leninistischem Rezept gegen unsere Genossen verzapft wurden. Das Ergebnis dieser Anstrengungen ist gleich Rull. Bon 2186 Stimmen(etwa 47 Proz. der Wahlberechtigten) erhielt die Liste Amsterdam 1276, die List« Moskau 910 Stimmen. Sämtliche sechs Delegierten gehören der Richtung Amsterdam an und sind für die Einführung der Invalidenversicherung._» Fabrikarbeiter, seid auf 6er Hut? Zur Lohnbewegung in der chemischen Industrie. Don der sogenannten Opposition' des Chemiekartekl« werden durch Flugblätter und Notiz in der„Roten Fahne' die Funktionäre der chemischen Industrie zu einer Versammlung eingeladen. Als Tagesordnung ist u. a. vorgesehen:„Der Stand der Lohnve» Handlungen der Chemiearbeiter in Berlin und im Reich.' Unter- zeichnet ist das Flugblatt fälschlich im Auftrage des Fabrikarbeiter. Verbandes, Gruppe Chemie, Stade» Agfa; für die Gummiindustri« hat Wehner gezeichnet. Die beiden Genannten sind wegen verbandsschädigenden Der- Haltens aus dem Fabrikarbeiter-Derband ausgeschlossen und nicht berechtigt, im Austrage der Gewerkschaft zur Versammlung auf. zurufen. Ueber den Stand der Lohnbewegung können die Be- treffenden nichts berichten, da sie an den Verhandlungen nicht teilnehmen. Sobald etwas Positives zu berichten ist, werden natu» lich die in Frage kommenden freien Gewerkschaften Funktionärton- ferenzen einberufen, um die notwendigen Beschlüsse zu fassen. Die von Stade, Wehner usw. einberufene Konferenz hat nur den Zweck, Verwirrungzustisten und die Front der Chemie« arbeiter zu schwächen. Die Stade und Konsorten hoben kam« munistische Parteibefehle auszuführen, und da ist ihnen das Wohl und Wege der Chemiearbeiter gleichgültig. Zur Staffage für die Kommunistische Partei aber sind die Chemie- arbeiter zu schade, und deshalb ist es am besten, wenn die Ein- berufet und ihr geringer Anhang unter sich gelassen werden. Das Chemiekarlell. __ I. A.: K. P o ch. Verhandlungen im Ruhrbergbau. Unverschämte Forderungen der Unternehmer in Essen. Die Verhandlungen über den Neuabschluß eines L o Hut a ri f s für den Ruhrbergbau wurden auf Montag vertagt. Die Ge» werkschaften forderten 1 Mark Lohnerhöhung pro Schicht für alle Arbeitergruppen, Ausstieg in die Klasse der Vollhauer mit dem 20. Lebensjahr und verhältnismäßig früheres Aufrücken der jüngeren Arbeitergruppen bis herunter zu den Jugendlichen. Diese Forderungen wurden unter Hinweis auf die nach den Be- «chnungen der Gewerkschaften günstige Lage de? Ruhr- bergbau»» eingehend beMündet. Die. Ze ch'e.n b e,l,i tze r oer- langten. daß�Äb Lohnverhqydlungsn zunächst ausgesetzt und gleichzeitig mit.den Verhandlungen über den von ihnen gekündigten Manteltarifvertrag und das Mehrarbeitsabkom- m e n stattfinden. Die Arbeitervertreter lehnten diese Forderung ob, da sie praktisch bleuten würde, daß vor dem SO. Juni sowohl in der Lohn» wie in der Arbeitszeissrage keine Vereinbarung erfolgen könnt«. Nunmehr erhoben die Vertreter de« Zechenverbaßdes die Ford«. rung auf Wiederherstellung der Vorkriegsarbeits. zeit für Untertage, also Slsstündige Arbettszelt! Weiter verlangten sie Lohnabbau um S Proz„ falls keine Arbeitszeitverlängerung«in» trete! Am Montag werden, wenn kein« Einigung möglich ist, sofort die Echlichtungsverhandlungen einsetzen.# (Schiedsspruch für Fliesenleger. Zu einer von etwa 500 Mitgliedern besuchten Gruppen«» sammlung der Fliesenleger wurde am Sonnabend der Schieds- sprach vorn Freitag mit überwältigender Mehrheit angenom- men. Die Löhne erhöhen sich demnach pro Stunde um 10 Pf. im entsprechende» Prozentverhältnis auch für die Hilf«- arbeiter.__ lieber den Lahnkouflikl in der chemischen Znduslrie in Frankfurt a. AI. wird uns vom Fabrikorbciterverband mitgeteilt, daß der Lohntarif nicht von den Unternehmern, sondern von den Arbeitern gekündigt worden ist. SPD..«rb«It�em«i»schaftI Arbeit««, umgestellte, Beamte bei Preußisch«» Statistischen llandeiamte»! Mitgliederversaimnluitg Man. tag, 15. Avril. 19 Uhr, bei Garde>ke, Gharlottenstr. 1. Tagesordnung:> 1.»Der Etat des Preußischen Statistischen Landrsamtes." Referent Ge- i nasse E. fächert, M. d. L. 2. Aussprache. Z Vorsiandswahl. 4. Per-| schieden«?. Vollzähliges Erscheinen Pflicht. Mitgliedsbuch mitbringen, l Gaste könpsn'«ingestlh« werden. I. Der Vorstand. I Werner 3I..&, Rarieaseld«! Montag, 15. April. 16H' Uhr. im f Lolal Wildgrube, Nieperplaß, am Vahnhoi Marienfelbe. wichtige ssrak- l tionsversammlung Erscheinen aller Genossen Pflicht. Bstchcr zur Kon». I trolle mitbringen. Der Fraltianaporstaad. l GPD.-ssrattio» der Arbeiter, Angestellten und Beamten im Be�, »irkaami Köpenick. Montag, 15. April, 19 Uhr, im Sladttheater'! kiiipeniil. irrirdrichstraßr, Versammlung aller beim Bezirlsamt beschäftig, 1 ten Arbeiter, Angestellten und Beamten. Tagesordnung: 1...Sszial«:! itammunalpolitik." Referent Genosse Dr. Lollbrecht. 2. Aussprache.! z. Verschiedenes Der Araltioosoorstand. EVD.-straktion, Arbeitsamt Siib! Diendtvq. 15. April.'2v UM bei l ftriiger, Grimm str. 1. wichtige ssraktionsverfammlung. Genösse W. Groß- i «ann spricht vber„Berliner Kommunalpolitit." Der graltion»»orstand. SPD..ss«brilarbeiter, Bezirk Wedding! Am Dienstag, 16. April, 19H Uhr, im Lokal Sargaß, Userstr. 12, wichtig« szioktionspexsammlung. Genosse G. M aderholz, M. d. L., spricht über„Der stampf um die Gewerkschaften." Der Fraktionsuorstand. AEG., Zrrptowl Am Dienstag, 1k. April, 16 Uhr, bei Diihling. Treptow. Elsenstr. 100, wichtige Fraktionsversammlung. Mitgliedsbücher mitbringen. De» Fraktionsvorstand. Dentsch« I»d»strie>Werke, Spanda»! Am Dienstag, 16. April) 1614 Uhr, bei Haal, Spandau, Stresowplaß, wichtige zraktioysssßnng. Mtgliedsbllcher find mitzubringen. Der Zraktionsvorstand. SPD.-ffraktton im Verband der Lithographen, Stcindruckcr urd v. B. Donnerstag, 18. April, um 17 Uhr, im Deutschen Sof, Luclauer Str. 15, Musensaal, Portrag:„Politik und Gewerkschaften." Referent Kurt Heinig, Reichstagsabgeordneter. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Kraltionovorftand. Zentralverband der Angestellten, Sektion Arbeitsämter. Morgen, Montag, 19>4 Uhr, in den Sophien. Sälen, Sophienftr. 17—18, Versammlung"aller Angestellten der Berliner Arbeitsämter und des Landesorbeitsamtes Brandenburg. 1.„Die Reichsanftolt als Arbeitgeber.' Referent Kolleg« Zeitz. 2. Aussprache. 8. Keschlußkaffung Ober Ardeitsruhe am 1. Mai. Alle Angestellten der.Ber- liner Arbeitsämter müssen zu dieser Versammlung erscheinen, um Stellung zu nehmen gegen die geplante Verlängerung' der Arbeitszett' und die' Nicht. anerkennung der Rechte aus§ 22« des AVABS. »Freie Gewerlschafis-Zugenü Groß-Berlin fHente. Augen Heut«. Sonntag, folgend« Veranstaltungen: Rrei, Oberspr««: Im Jugendheim Baumschulenweg, Ernststr. 18, uH> 19 Uhr streislichthildeo. Vortrag:„Die neue Türkei.'— Rorbroestircis: Besuch des Botanischen Gartens unter ftührung des Kollegen Kirsche. Tressen um 10 Uhr Eingang Unter den Eichen.— Achtung! Besucht die Ausstellung des Ortsausschusses für Leibesübungen und Zpgcndpfiege im Jugendheim Neukölln, Vergstr. 29. Er. >ng heute um 15 Uhr.— Achtnng, Boranzeig«! Montag: 15. April, um 19>4 Uhr, im Jugendheim des Deutschen Metallarbeilerperbondes, Linien- «nleitungcn. Tages. "«rsta' straßr 83—85, I. Portal, 2 Tr., Zusammenkunst oller Grup. ordnung: 1. Unsere Arbeit im Seschästsjahr 1927/28. Berichterstatter Hang Müller. 2. Wahle». S. Mitteilungen. Zutritt nur gegen Borzeigung der ffunktionärkarte und des Verbandsbuche». Zuaendqruppe des ZentrolverbandeS der Anaesiellten Morgen, Montag, finden folgende Veranstaltungen statt: Tegel» Reinickendorf: Jugendheim Reinickendorf-Ost, Ljndaucr Straße, Borarle, Vortrag:„Wandern und Schauen.' Referent Werner Decker,— Wedding: Jugendheim Turiner Eck« Seestraße. Bolkstanzabend.— Reeden: Jugendheim stastanienollee 81.„Bunter Abend.'— Lichtenberg:, Jugendheim Gunterstr. 44. Vortrag:„Was ich im Gefängnis sah.' Referent Wilhelm Lewinskr.— Urban: Jugendheim Hobrccht» Eck« Eanderstraße, Wir singen und spielen.— Tempel» hos: Jugendheim Germaniastr. 4— 6. Lieder, und Bolkstanzabend,— Ehar» lattenbnrg: Jugendheim Rossnenftr, 4. Einführungsabend. Spatz da«: Bs- stchtigung der Druckerei des„Bolksblatt', Spandau., G vwrtveeietwck«vn ZÖ dkle.ori fron co Werso n d owckrrlfk: EDUARD PALM Berlin S W. Jerusalemersrt:16 Filialen überall WM SozialistischeArbeiterjugendGr.-Verlin «InsendonMi für blcft Subrff nur«n bor Berlin Sä 68, binden strnßr 3 Spieneiterfnrfiu ffit«ujrnfpfrjr».,'21,«pril in»Hrfeldtw nicht prschrhen- wngln«Mssrn' sowei,'V°ch'n�VV-7��n�h«�TVilnnhm«�um�nb�>ui�d?n. «chgett/fr�'wndrn'''" Vnnrtal und Maiprugram«. müssen umürhrnd ..»ssrntlich«. Kranen knndnrbnnqm.« ???"ssr. 1«! PrachtsSle am Märchrndrunnen ssriedrichshain), Klienis ffrstsöle, Hasenbride 13— 14; Spichtmfälc, Epichernftr 3. i■ cfssn nm! �*2 1 lü ritt sprechen ouslönbifdje unb beutsch«©«. Heute, Sonntag: Mm ffilmadend, UH Uhr, Dandiper Stroh« die �.««Normolul,«,'- Ltcht.nbe�'.Roed' SÜnt?istr7'44',"Z>wst'. kaUsch« Frierstund«.— Rcsenthaler«oestabt: Echul« SlisabelhIIrchstr. 1«, 18 Uhr, „..............-(Mi_________________... (Einfliljninflsabenb.— Friebrlch.h-grn! Krim Frirbrichstr. 87.'flimmer"l.'Vol� tanzabend.— Wannsse«! Schul« Charwtlrndurg, Heimabrnd 18 Uhr Weebebezirt RmlSSn! U-der für„Weh dem...* Saalbau' beteiligten Genossen müssen erscheinen l S ?- i «TU Werbebezle» vstem!«ermania.Palast, Frankfurter«llee 814, Jugend- ll llh r Äntrüt Ä' Pf"«-sitntionen. Film, Sprechchor. Beginn Beilirlsamt,, Kanziger l«n usw. Crlto antritt 80 Pf. SBrrbrbrfrfH Prenzlauer«er»!«ula de, Bezirkemn Strüsse«4. Wien-Abend. Mussk. Reziiattonen, Aufführung Veranstoltting 18 Uhr, zweite«eranstaltung» Uhr. E Camtliche Musikinstrumente find mitzubringen. Riedeeschiineweide: Heim Oberschöilewetde, Laufener Str. 2, Werbe- abend. Puppen, und Schattenspiele. Beginn lS Uhr. Genossen au« dem Werbebezirk ssnd herzlich willkommen. Zleinickendorf-Ost: Aula de» Realggmnastum,, Berner Strohe, Werbe- Morgen, Montag, 19'A Uhr: --------- Uebtmgucbrnb pünktlich 19% Uhr Im Lindenheim. chesnndbrnnnen Iii Ledigenheim, Orthstr. 10, Mädelabend:.Ba, Rütxl in . lleuweg! Heim Srnststr. 18: llebungsabend «stchtigung der Ausstellung 19 Uhr Bergstr. 99. «eukSIn PIN: Treffpunkt zur tSerbedezirk Prenzlauer Berg! Mittwoch, 17.«prkl, beginnt im Hei« Sonnenburger Str.» die Arbeitsgemeinschaft der«elterengruppe. Thema: .Der Sozialismus pon der Utopie zur Wissenschaft.' All« älteren Jugend genosstngss» und-genossen müssen erscheinen. kt«(rch»t«ch»»t»�gor«Ii»«t«r 5 eti r e eil- klcletelrl sprictit»in Donner, tatf, dem IS. April 1029, lO'/j Dbr im Gewerksdiaftshaus. Engelufer 24/25. In einer Venammlung der partelgenOssfKhen Sportler Aber da, Thema: «•Sport und ParteiM Alle SPD- Sportler mOssen anwesend sein/ Der Dezirksrorsfand Ein« Wirtschaftswoch« oeranstolte» die drei Warenhäuser»er Nonsuw- Senoffenschast Berlin und Umgegend(S., Oraniensti. 104--166: 91., Reinitken. borfer Str. 21: Tharwttenburg, Siossnenftr. 4) in der Feit vom Montag, dem Ib. April, bis Sonnabestd, dem 20. April. Di« in der heutigen Ausgab« unserer Leitung verdffentlichte Anzeige bietet eine Auswahl vorteilhaitester Angebote, steine genossenschaftlich organisierte Hausfrau sollte e» versäumen, in der stonsum-Wirtschaftswoche den genossenschaftlichen Warenhäusern einen Be- such abzustatten, um die günstige Preisstellung in Hauswirtschaftsartikeln sich nuhbar zu machen. Da» gröhte stino. 9kach lleberw-ndung verschiedener bautechnischer Schwierigkeiten ssnd nun sämtlich« Pläne und Zeichnungen des neuen Abler- Volks- Palaste« fertiggestellt und werden die bekannten Theaterunternehmer Sllermann u. Forster mit dem Umbau ihre» Lichtspielhauses„Schwarzer Adler" in stürz« beginnen, so bah b«! Beginn be« neuen Saison her neue Abler-Bolks- Palast in der Frankfurter Alle« 9» eräsfnet werben kann. Der neue«Met- '.... chtet, und Volks-Palast. der das grdhte Lichtspielhaus Europa, wird, wird f» hergerichtet. daß er alle zurzeit schwebenden Projekt« Europa» an Plahzahl, trchnisqen künstlerischen Einrichtungen übertrifft. Da« ntm«akhasio�heatee Am»ekberumv«« 1» Wafbakla-llhead«, EAst Mark hie kessen Mädel» vom Wedding allabendlich über die Bretter lassen. Eir? Sitte nvolksstück mit S«s-ng und Tanz von Franz Cornelius. E- logt« da» Stück im Walhalla-Theatee anzusehen, noch zumal die Prels« Volkstum ach» in dee Woche von SO Pf., Sonntags von«0 Pf. an, gehalten sind Eine grohs Attraktion ist der Walhalla-Tanzpalast. in welchem die Theaterbesucher vom Montag bis Freitag bei freiem Eintritt ihr Tanzbein schwingen kännen. Pehndi»enuhin. da» IZjährig« Geigee-Phä-omen, ist ausschließlich fü« .Electroia" verpflichtet und wird sicherlich durch sein« Platten weit« streife'.n Begeisterung verseszen. Frihjadrswach« bei Paer Sahn A.'G., Chansiceftr. 9»— 89. Jeßt ist«» -llerhächste Feit, die Frühjahrs- und Smirmergarderobe ,u erneuern. Leichtere gesund« stleidung verlangt der Frühling, stauten Sie da, wo Sie die Saranna baden, reelle Ware für wenig G«lb zu erhalten. Unser« Frllh,ahrswoche v-un Ib. bi» 20. April Mit-ltra billigen Preisen für ffrübiahro, und Sommer. kleitung gibt Ihnen ein« nie wiederkehrend« Gelegenheit, Ihren Bedarf außer» ordentlich günstig zu decken. Bi« W« Lese« nnsemo Platte« bereits bei der Durchsicht unsere, Inseraten. teil» bemerkt haben, labet dl« Firma Sanewacker zu der Eröffnungsfeier de-> mit den modernsten technischen und hygienischen Einrichtungen allSgerüstc.eit Werkes am l7. Mai 1929 nicht nur ihre Arbeiterschaft und ihre Geschäftsfreunde «in, sondern auch alte Freunde au» Verbraucherkreisen. Hoffen wir. dag a.ie.l aus unserer Leserschaft einige bewährte Hancwacker-�reunbe Gelegenhctt firioru werben, an ber Feier teilzunehmen, die ein Symbol der Veremigung al'.en Arbeitstrabitionen mit mobernstem Futunftswillen darstellt! Der große Werbeverkauf, den das bestens bekannte Warenhaus S. Zolcphi n. Co., Reukölln, Berliner Str. 51-5Z, veranstaltet, bietet eine gonz hervorw ragend« Kaufgelegenheit, denn infolge der bedeutend vergrößerten Umsatz« nach dem Erweiterungsbau unb nach dem Grundsatz, baß' Sroßere Umsätze kleiner« Preise gestatten, hat bie Firma K. Joseph u. Co., Neukölln, sich dazu entschlossen, ihre Preise stark ku senken. Es liegt daher im eigenen Interesse, die guten Qualitäten unb die neuen niedrigen Preise nt den Fenstern unö in ben Abteilungen zu prüfen. Mehr denn je wird man diesmal von drm Gebotenen überrascht sein. 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Die„Arbeiterdekegationen" werden nach Rußland bekanntlich geschleppt, um sich zu überzeugen, daß in dem„ersten Arbeiterstaat der Welt" der„s o z i a- l i st i s ch e" Aufbau im schnellsten Tempo vor sich geht. Die Kapital! st endelegationen werden eingeladen, um sich zu überzeugen, daß es sich lohnt, große privateKapi- t a l i e n in Sowjetrußland zu investieren. Die p r o l e t a r i- s ch e n Rußlandfahrer haben die sozialistische Botschaft von dem Wirtschaftswunder in Sowjetrußland vrdi et ortri in alle Länder der Welt zu tragen. Die kapitalistischen Rußlandfahrer haben dagegen die Mission, ihren Klassen- genossen, den Ausbeutern aller Länder, den Unternehmern, den Bankiers, den Kaufleuten, die Botschaft von der Möa- lichkeit der privatkapitalistischen Ausbeutung der unermeß- lichen Naturschätze Rußlands in der Form der Konzessionen usw. zu übermitteln. Das zweideutige Wesen, das doppelte Gesicht Nep-Ruhlands widerspiegelt sich am grellsten in diesen gleichzeitigen Liebäugeleien mit den Proletariern und den Bourgeois aller Länder... Unter den vielen Bourgeoisdelegationen der letzten Zeit unterscheidet sich ohne Zweifel die englische City- Delegation, die jetzt in Rußland weilt, durch ihre große weltpolitische Bedeutung. Es liegt auf der fjand, daß die unaufhörliche Spannung zwischen beiden Welt- reichen die europäische Atmopshäre ungemein vergiftet und den Weltfrieden bedroht. Der seit dem Abbruch der diplomati- schen Beziehungen zwischen England und Rußland geschaffene Zustand:„weder Krieg noch Frieden", wird von Tag zu Tag unerträglicher. Er schlägt übrigens dem Kellogg-Pa kt. den beide Großmächte unterzeichnet haben, ins Gesicht. In diesem Sinne ist jeder Versuch, min- bestens die rein wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Rivalen wiederherzustellen, vom Standpunkt der weiteren Konsolidierung des Weltfriedens zweifelsohne zu b e- grüßen. Frellich hat die City-Delegation keinen direkten oder offiziellen Auftrag in diesem Sinne. Sie betont mit Nach- druck ihren privaten, rein wirtschaftlichen Charakter. Aber trotzdem enthält die Tatsache der Rußlandreise einer großen City-Delegation selbst eine politische Bedeutung. Gewiß, eine Schwalbe macht keinen Frühling, aber lie ist der Vorbote des kommenden Frühlings. Mit Recht be- tont daher die„P r a w d a", daß immerhin ein« große Distanz zwischen dem Arcos-Ueberfall im Jahre 1927 und der gegenwärtigen Ankunft der englischen Industriellendelegation bestehe. Daß die City-Delegation an sich keine harmlose private Unternehmung ist, ist bereits daraus ersichtlich, daß ihrer Abreise ein von politischen Momenten beeinflußter stiller Kampf vorangegangen ist. Darauf hat der russische Wirt- schaftsführer P j a t a k o w genug deutlich hingewiesen:„In der letzten Zeit," führte er aus,„war alles getan, um die Rolle der Delegation und ihre Bedeutung abzuschwächen." Die„Prawda" weist in diesem Zusammen- hang darauf hin, daß keine epglische Bank in der City-Delegation vertreten ist, und daß so prominente politische Figuren, wie Sir Robert Hörne, Balfoor und K i n- d e r s l e y, die zuerst an der Reife teilnehmen sollten, schließlich doch nicht nach Rußland gefahren sind. Es ist ein offenes Geheimnis, Laß um die Entsendung der Delegation vielgerungen wurde, zumal in der Konservativen Partei selbst keine Einigkeit in der Frage der Fort- setzung der Abbruchspolitik gegenüber Rußland mehr besteht. Immerhin handelt es sich m erster Reihe um eine w i r t- s ch a f t l i ch e Delegation, die sich an Ort und Stelle über die Möglichkeiten und Aussichten der Erweiterung der wirt- schaftlichen Beziehungen mit Rußland überzeugen wollte. Beide Seiten haben ein großes Interesse, den Schaden wieder gutzumachen, den die sinnlose Äbbruchpolitik der Kon- servativen angerichtet hat. Beide Länder machen jetzt eine schwere Wirtschaftskrise durch, wenn auch aus grundsätzlich verschiedenen Gründen. Beide sind in erheb- lichem Maße wirtschaftlich aufeinander angewiesen. England braucht Absatzmärkte für seine Industrieerzeugnisse, Rußland Kredite und Investierungskapitalien für feine In- dustrialisierungspolitik. Im Munde der Schnellsozialisten und der Befürworter der sozialen Weltrevolutwn(sogar für die rückständigen Ko- lonialländer) mutet zwar die These der Möglichkeit des friedlichen Zusammenlebens zwischen dem sozia- listischen und dem kapitalistischen Wirtschaftssystem sonderbar an. die einmal auf der Genfer Wirtschaftskonferenz von den Bolschewisten verkündet und jetzt vor der City-Delegation in Moskau durch Pjatakow wiederholt wurde. Es mag weiter befremdend wirken, wie der Vertreter des„ersten Arbeiter- staates" mit den Manieren und Kniffen eines Hausierers vom alten Schlag an die Gewinngelüste der englischen Kapitalisten appellierte, die sonst in der Agitation als.Haifische des Kapitalismus" bezeichnet werden.„Beellen Sie sich." rief H-EFroitag-STOFFE >!k. Qnn/itnfcn, dt* �Adägtien XeiU* Grauenhaftes Wohnelend. 3n 9000„Wohnungen" wohnen mehr als 6 Personen in einem?taum. Das Statistische Reichsamt veröffentlicht auf Grund der Er- gednisle der Reichswohnungszählung von 1927 eine Aufstellung über die Wohndichte in den deutschen Städten; dos heißt, über die Zahl der Menschen in den Wohnungen und Wohnräumen. Die nüchternen Zahlen dieser Statistik geben ein erschütterndes Bild von dem vielfachen sozialen Elend in Deutschland, dessen Wurzel In der Wohnungsnot liegt. Sehr gering ist natürlich die Wohndichte bei den sogenannten Großwohnungen mir sieben und mehr Räumen. Hier kommt aus jeden Raum nicht eine Person, genau nur 0,6 Personen. Auch aus die Mittelwohnungen mit vier bis sechs Wohnräumen entfallen nur 0,95 Personen je Zimmer.. Je kleiner aber die Wohnun- gen werden, um so mehr wächst die Zahl der Menschen. Schon bei den sogenannten Kleinwohnungen mit ein bis drei Räumen entfallen aus einen Wohnraum 1,Z3 Personen im Durchschnitt. Aber bei Kleinwohnungen mit noch weniger Räumen wächst das Elend erschreckend. So leben in Wohnungen mit drei Räumen durchschnittlich schon 1.07 Personen in einem Zimmer, in Wohnungen mit zwei Räumen aber 1,36 Personen und in den„Wohnungen"(I), die nur aus einem einzigen Raum bestehen. 2 Personen in einem Zimmer! Das ist der Reichsdurchschnitt! Dabei muß man beachten, daß die Statistik bei Personen unter zwölf Jahren zwei Menschen als eine Person zählt, so daß also in der Regel bei einräumigen Wohnungen drei und noch mehr Bewohner als Durchschnitt zu zählen sind. Insgesamt errechnet die Statistik in Deutschland 490 000 Woh- nungen als überfüllt. 3n 70 000 Behausungen müssen drei bis vier Personen, in 18 000 vier bis fünf Personen und ln 9000 Behausungen mehr als fünf Personen in einem einzigen Wohnraum vegetierent Wir haben also in Deutschland mehr als eine halb« Million Men- schen, die zu vier und fünf und zu noch mehr Personen°n ihren vier Wänden ein trostloses Dasein fristen müssen. Natürlich sind die Industriezentren die Hochburgen des Wohnungselends. Es ist aber auffallend, daß gerade in katholischen Gegenden, wo der Einfluß der Kirche bei der unaufgeklärten Pro- letarierbevölkerung sich gegen eine Geburtenregelung stemmt, das Wohnungselend am krassesten zutage tritt. In Hinden- bürg OS. wohnen in 29,3 Proz sämtlicher Wohnungen zwei und mehr Personen in einem Raum, in Gelsenkirchen in 15,4 Proz., Hamborn in 14,1 Proz.. Bochum in 13,5 Proz., Breslau in 12,7 Proz. und Dortmund in 12,4 Proz. Diesem Wohnungselend gegenüber nimmt Berlin mit 5 Proz. überfüllter Wohnungen fast noch einen günstigen Stand ein. Diese Zahlen sprechen; sie fordern von jedem verantwortungs- bewußten Politiker und Wirtschaftler eine Bekämpfung der Wohnungsnot mit ollen erdenklichen Mitteln, denn alle sozialen Maßnahmen bleiben mehr oder weniger Stückwerk, wenn diese tiefste Wui-zel des sozialen Elends nicht ausgerissen werden kann. Hsf 4 ihnen Pjatakow zu.„sonst kommen ihnen die anderen zuvor!" Und er hat seine Ware von der besten Seite gezeigt, er hat seinen englischen Kunden mit dem großzügigen fünfjährigen Wirtschaftsplan der Sowjetunion zu imponieren versucht, er hat sie mit Milliardensummen betäubt, er hat ihnen vor- geführt, wie in den letzten Iahren der Anteil Englands im russischen Außenhandel immer mehr sinkt, während der An- teil Deutschlands und besonders Amerikas von Jahr zu Jahr wächst. Die patentierten Vertreter der materialistischen Geichichts- auftassung benutzten die Theorien von Marx zu ihren Handels- zwecken. Und nicht ohne Erfolg. Denn gerade Karl Marx hat in seinem.Kapital" darauf hingewiesen, daß der Wage- mut des KapUalismus mit der Höhe der erwarteten Gewinne bis zum Abenteuer und sogar bis zum Verbrechen steigt. Oecunia pou olet, Geld hat keinen Geruch, pflegten die alten, zynisch eingestellten Römer zu sagen. Oder wie die Engländer und Amerikaner sagen: Business is dusiness, Geschäft ist Geschäft. Und wir sehen, wie Sowjetrußland, das vor kurzem mit moralischer Entrüstung gegen die Petroleum- trusts der Deterding und der Standard Oil gekämpft hatte, schließlich mit diesen Welttrusts der Naphthadiktatoren p a t- t i e r te. Und wir sehen jetzt, wie die Sowjetmacht die eng- tischen Kapitalisten zum Handel mit Rußland mit allen Mitteln zu bewegen sucht. Auch die Bolschewisten, die mit Italien an der Spitze die Möglichkeit der Errichtung des„Sozialismus in einem Lande" nur mit Hilfe eigener Hilfsquellen betonen, sind ge- nötigt, an das Auslandskapital zu appellieren. Aber indem sie eine grundfalsche Wirtschaftspolitik hartnäckig fortsetzen und vor allem ihre Parteidiktatur aufrechterhalten, führt ihre Haltung unvermeidlich dazu, daß nur die aben- teuerlichsten Kreise des Wellkapitals— und zwar nur unter den für Rußland ungünstigsten, geradezu kolonialarti- gen Bedingungen— es wagen, in Sowjetrußland Kapitalien zu investieren und Rußland langfristige Kredite zu gewähren. Das Fiasko der früheren Kon- zessionsversucher legt ein beredtes Zeugnis dqvon ab, daß bei dem gänzlichenMangelanRechtsgaran- t i e n in Rußland keine Konzession auch zu gedeihen vermag. Aber es geht für die Sowjetmacht anläßlich der City- Delegation nicht so sehr um die. Erweiterung der privatwirt- schafllichen Beziehungen mit den einzelnen englischen Firmen, als um die Ausnutzung der Gewinngelüste der englischen Kapitalisten zwecks Erzwingung der baldigen Wiederaufnahme der diplomati- schen Beziehungen. Litwinow und Pjatakow haben ganz deutlich erklärt, daß ohne die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen keine Rede von einer nennenswerten Erweiterung der Handelsbeziehungen fein könne. Und dies im großen Maße mit Recht. Der Hinweis der sowjetfeindlichen Industriekreise Englands auf das Beispiel Amerikas trifft nicht ganz zu. Amerika hat im Gegensatz zu England keine Reibungsflächen mit Rußland. Darüber hinaus kann nicht bestritten werden, daß normale wirtschaftliche Beziehungen eine normale völkerrechtliche Grundlage, das heißt, normale d i p l o m a- tische Beziehungen zwischen beiden Ländern voraussetzen. Und nicht genug damit! Die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen sind an sich, nicht nur aus rein handelspolitischen Erwägungen, sondern auch im Inter- esse des Weltfriedens höchst wünschenswert. In diesem Sinne hat. sich der Führer der englischen Arbeiter- partei Ramsay Macdonald geäußert, und mit vollem Recht. Es ist möglich, daß die City-Delegation im Grunde ge- nommen ein geschicktes Wahlmanöver gewisser Kreise der Konservativen darstellt, um der Arbeiterpartei eine ihrer wichtigsten Wahlparolen zu nehmen. Immerhin zeugt dies davon, wie tief der Gedanke der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Rußland selbst in die Reihen der Konservativen eingedrungen ist. Die Sozialistische Arbeiter-Internatio- n a l e hat immer die Wiederaufnahme der diplomatischen und handelspolitischen Beziehungen mit Rußland gefordert — nicht aus Vorliebe zu den Bolschewisten. sondern im Interesse des russischen Volkes und vor allem des russischen Proletariats. Die Kommunistische Internationale da- gegen, die das Liebäugeln mit den englischen Kapitalisten gutheißt, sinanziert die kommunistischen Kandidaturen gegen die Führer der Arbeiterpartei, die an sich ganz aussichtslos sind, aber bei dem englischen Wahlsystem nur den Konser- vativen zugutekommen können. Allein dieser Vergleich zwischen der sozialistischen und der kommunistischen Inter- nationale zeigt deutßch. auf welcher Seite die wirtlichen Vorkämpfer einer mternatwnalen Arbeiterpolitik zu finden sind. Bergetat durchberaten. SlNgemeine Aussprache im Landtag beendet., S In der Sonnabendsitzung des Preußsschen Landtags, über deren Beginn wir im„Abend" berichteten, wurde die Aussprache übet den Bergetat zu Ende geführt. Abg. Langer-Obcrhausen(D. Vp.) bedauert, daß in die VerHand- lung des Bergetats soziale Kämpfe hineinspielen. Seine Fraktion stehe auf dem Standpunkt des sozialen Zlusgleichs und halte fest am Gedanken der Arbeitsgemeinschaft. Abg. Dr. Schmidt-Hoepke(Wirtsch.-P.): Die Wirtschast werde bewußt um ihre Rentabilität gebracht, um sie bequemer soziali- sieren zu können.. So habe man mit der Landwirtschaft und dem Handwerk verfahren und so gehe es auch im Bergbau.(Anhaltend« Zurufe im Zentrum und links.) Diese Zusammenhäng« zwischen Rentabilität und Zwangswirtschaft ließen sich nicht leugnen. Auch „Der Deutsche", das Organ der christlichen Gewerkschaften, trete für Sozialisierungen ein.(Abg. Harsch(Z.):„Das ist eine Lüge!"— Vizepräsident Wiemer rügt diesen Zuruf.) Abg. 5rie»-Sieg«n(Soz.) erklärt, der Abg. Schmidt-Hoepke habe selbft, vielleicht einmal in einem hellen Augenblick, in der„Berg. werks-Zeitung" geschrieben, es komme darauf an. die Kaufkraft des Volkes zu steigern, dann würde auch die sozial« Frage gelöst sein. Dieses Ziel oerfolgten die Gewerkschaften und deshalb müßten sie sich die heutigen Angriffe des Abg. Schmidt-Hoepke verbitten. Zum Schluß setzt sich der Redner für die besonderen Interesse des Sieg-. Lahn- und Dillgebietes ein. Nach kurzen Bemerkungen der Abg. Abel(Komm.) und Krämer- Recklinghausen(D. Dp.) ist die allgemeine Aussprache beendet. Nach Erledigung der Einzelaussprache war die zweite Beratung des Berghaushalts vis auf die angefochtenen Titel und die Abstim- mungen, die am 16. April vorgenommen werden sollen, beendet. Das Haus vertagte sich auf Montag 12 Uhr: Kultushaus-- halt. �MtucbL out clehslÖcLtJa! Wenn Sie roil Dr. Thompsons Seifenpulver ein weichen am) mit Ozonil kochen ENVER ©RIENT ou pac' ffsc« eö?r ev �ZIGARETTE Gonnkag. �4. Aprils 929 Unterhaltung unö �Vissen Beilage des Vorwärts Srü' Iflew�ork von Wenlg« Mei7schi wissen, dah vor rund hundert Iahren mitten im Zentrum New Uorte. etwa in der Gegend des heutigen Broad- way,«in großer, von Fischen wimmelnder Teich lag, den die Holländer das Muschelkap oder der Kolchhock getauft hatten, der später aber schlechtweg das„Stauwasser" hieß. Dieser feuchte, aus Sumpf und Marschland gebildete Bezirk sollte nach zahlreichen mangelhasten Drainierungsoersuchen die Brutstätte der New-Torker Verbrecherwelt werden. In seinem Herzen lag die sogenannte„Alte Brauerei", wohl die berüchtigste Elendskaserne in der Geschichte der Stadt New Aork, ein fünfstöckiges, einst gelb angestrichenes, später aber von der Witterung arg mitgenommenes Fachwerkhaus, dos von allen Dingen der Welt am meisten einer riesenhaften Warzenkröte glich, die in Unflat und Verkommenheit hingekauert eiir glückliches Dasein führte. Zustände, wie sie hier herrschten, erscheinen heut« kaum mehr glaublich. In einer Spelunke im Erdgeschoß von rund fünf Metern im Geviert hausten noch im Jahre 1850 nicht weniger als sechs- undgwanzig Menschen in größtem Schmutz und Elend. Kinder wurden hier geboren, die bis zu ihrem zwölsten Lebensjahr niemals das Tageslicht gesehen oder frische Luft geatmet hatten. Während fünfzehn Iahren— das geht aus dem Material der New-Porker Polizeibehörde hervor.— fand hier allnächtlich durchschnittlich ein Mord statt: demnach kamen, niedrig gerechnet, allein in diesem einen Hause 4575 Menschen auf gewaltsame Art ums Leben. Einer der Korridor« in dem Gebäude selbst hieß ganz offiziell die„Mörder- gasse". und auch die benachbarten rühmen sich reizvoller Namen, wie zum Beispiel„Das Höllentor" oder der„Prügelpalast". Aus eindm solchen Boden konnten selbstverständlich nur die verkommensten Existenzen erwachsen. Eharakteriftisch für New Port aber ist, daß seine Verbrecher sich bald unter der Führung besonders begabter Rowdys zu Banden zusammenschlössen, die sich in den zahlreichen, meist als Grünkramläden frisierten unkonzessionierten Kneipen am Paradiesplatz— irgendein bitterer Witzbold der dreißitzer Jahre hatte das frühere Decken des„Stauwassers" so getauft— versammelten. Die älteste dieser Banden hieß in poetischer Anlehnung an Tausendundeinenacht„Die vierzig Räuber". Daneben gab es vor allem die.Hemdenmätze", so benannt, well sie nach Chinesenart ihre Hemden über den Hofen trugen: die„Ritter vom Tagesanbruch", die für ihre Heldentaten mit Vorliebe die Stunde des Morgengrauens wählten: die„Stummetschwänze", die„Sumpf- enget", welche in den Abwäsiern New Dorks hausten: die„Angst- röhrenträger" und die berüchtigten„toten Kaninchen". Die„lokeu Saalncheu" verhanken ihren duftenden Namen der Tatsache, daß eines chrer Mitglieder bei einer besonders heftigen Auseinandersetzung zum Decke. Die Politiker— vor allem die berüchtigt« demokratische Frak- tion von Tammany Hall— erkannten sehr bald den Wert gut organisierter Banden bei den Wahlen. An wichtigen Wahltagen, sobald das Ergebnis zweifelhaft erschien, wurden Abteilungen bis zu fünfzig Verbrechern nach den verschiedenen Wahllokalen hin- beordert, wo sie dafür zu sorgen hatten, daß die richtige Menge Stimmzettel für den richtigen Mann abgegeben wurde. Die gleichen politischen Führer saßen auch in der Stadtverwaltung sowie im Polizeidepartement, und selbstverständlich wusch eine Hand die andere. Sobald ein Verbrecher eingeliefert wurde, sorgten die Stadtväter dafür, daß er gegen Kaution wieder entlassen wurde. Stand ein Freispruch von dem ebenfalls bestochenen Richter nicht zu erhoffen, so ließ man die Kaution versallen, während der Ange- klagte sich rechtzeitig über die Grenze rettete. Die Korruption hatte von oben her das ganze Polizeidepane- ment durchsetzt. Jedes Mitglied der Polizeitruppe mußte.vor seiner Ernennung den Tammanyorganisationen beitreten und die nötigen Veretnsgelder entrichten. Zlemtcr und Beförderungen hatten ihre speziellen Taxm. Die Ernennung zum Polizeihauptmann kostete zum Beispiel die Kleinigkeit von 15 000 Dollar. Derartige Bei- träge ließen sich jedoch selbst von kleineren Beamten ohne weiteres aufbringen, da diese sich wiedenim-sehr rasch für ihre Ausgaben zu entschädigen vermochten. Besitzer von Spielhöllen und Freuden- Häusern, Straßendirnen, ja selbst Einbrecher, Schleich« und' Taschen- diebe: alle mußten Schweigegelder zahlen. Hochgestellte Beamte verlangten sogar bei einem besonders fetten Bankraub oder Ein- bruchsdiebstahl bestimmte Prozente von den Nettoergebnisien. „Objekt" und..Ausführender". So ungeheuerlich das alles erscheint, die verheerendsten Folgen einer derartigen Korruption sind damit noch nicht gekennzeichnet. In der Polstik, im Geschäfts- und Privatleben: überall gibt es um bequeme Rivalen. Konkurrenten, Feind«, die man mitunter vorüber- gehend, manchmal auch für immer aus dem Wege zu räumen wünscht. Hatte man„gute Beziehungen"— nämlich zu der New- Porter Unterwelt— so ließ sich da» sehr leicht machen. Man wandte sich an einem der bekam, ten Häuptling« und eröffnet« ihm seine Wünsche. Indessen durste man beileibe nicht hoffen, daß der groß« Mann die Tat eigenhändig begehen würde. Das konnte mon von ihm ebenso wenig erwarten, wie das Kohtrnschippen von einem Großindustriellen oder das Knöpfeputzen von einem General. Joder Häuptling hatte vielmehr für jode besondere Art von Austrag seine ausführenden Organe und begnügte sich lediglich damit, die Richt- Knien anzugeben und das„Honorar" einzustreichen. Für Diskretion und saubere Ausführung wurde garantiert. Ja. ein besonders „korrekter" Ansührer ließ sich sogar jedesmal schriftlich von seinem Untergebenen Bericht erstatten, wobei das Opfer verblümt als „dos Objekt' und der Attentäler als„der Ausführende* bezeichnet wurde. Seltsamerweise war es des Betreffenden brennender f�hr- geiz, selbst in den Beamtenkörper des Sicherheitsdienstes aufgenom- men zu werden, ein Ziel, daß er dam, auch glücklich erreichte. Di« Konturrenz sorgte im Interesse des Publikums dafür, daß die Preis« für derartig« Kommissionen erschwinglich blieben. Es gab auch hier für alle» feste Taxen. Di« folgend« Tabelle ist dem Notizbuch eines Bandenführers entnommen. 2 Dollar 4 10 16 IS 25 Berprllaeln......... Beide Augen braun und blau schlagen Nasen- und Kieferbruch,,. Ohr abbeißen Arm- oder Beinbruch.»,» Schuß ins Bein...... Dolchstich...... f.,». 25 Erledigen........ von 100 Dollar aufwärts Zum Schluß fei noch darauf hingewiesen, daß die oben ge- schilderten Zustände nicht etwa hundert Jahre zurückliegen, sondern erst vor kurzem behoben wurden. Die Korruption wurde 1894 und 1899 durch Untersuchungen der New-Porter„Gesellschaft zur Be- kämpfung des Verbrechens" aufgedeckt, während der letzte und viel- leicht größte aller Dandenführer sich noch Im Weltkrieg ehrenvoll auszeichnete und ein Kolleg« von ihm— allerdings kleineren Formats—- erst 1923 zur Strecke gebracht wurde. aA«t»r>fierp Uein-ketznns von M. rbefut«.), £ydia Seifulina: QoldcnC£11 i Hfl Ii 01 f Es waren ihrer sechs. Um neun Uhr früh hatte st« der Polizist hergebracht. Cr wollt« es schriftlich bestätigt haben, aber es dauerte ihm zulang«, und er ging fort. Und sie blieben sitzen. Ts war ihnen ganz gleich. Sie wären nicht zum erstenmal in diesem Vorzimmer. Einzeln waren Zeichen des Protestes«in Exemplar dieser Nagetiere in die Mitte t�si« schon i>|U einmal hier gewesen. Jetzt hatte man sie all« zu des Dersammlunglungslokales schleudert«. Er machte sich dann mit sammen äüfaearitten und die aan.ze Gesellschaft hergebracht. Und einer Anzahl Anhänger unabhängig und trug von nun an bei allen wichtigen Anlässen ein aus einer Pike aufgespießtes totes Kaninchen als Freiheitssymbol seiner Bande voran. Ja. so gefürchtet waren er und seine Leute, daß ihr Name sich im ZKrbrecherjargon als Be» Zeichnung für einen ungewöhnlich forschen Kerl in die Ewigkeit hinüberrettete..- Wie sich denken läßt, besiand zwischen den einzelnen Banden und ihren Führern eine leidenschaftliche Rivalität, die sich in er- bitterten Stroßenlömpsen, ja regelrechten Schlachten äußerte. An ihn«, nahm mit Vorliebe auch die weibliche Bevölkerung der Per- brecherkeller teil. Die berühmteste dieser kriegsgeübten Amazonen, die ihren Eheliebsten. Brüdern und Söhnen im Gefecht beistanden, war die „hosenkrägergrete". eine hünenhafte Engländerin, die in einem besonders appetitlichen Lokal, dem.Loch in der Wand", als Rausschmeißerin diente. Der Bequemlichkeit halber pflegte sie ihre Röcke mittels Hosenträger hochzuschnallen, was ihr sehr bald ihren klangvollen Spitznamen eintrug. So, in ungehinderter Bewegungsfreiheit, erfüllte sie, nur mit einem derb«,, am Handgelenk besestigten Knüttel als Waffe ihre Pflichten. Wer nicht gleich pariere� wollte, den packt» sie ohne westeres unter dem rasenden Beifall der Zuschauer mit den Zähnen am Ohrläppchen und zerrte ihn so durch das ganz«. Schanlzimmer hinaus aus die Straße. Sträubte sich der Unglückliche gar zu sehr, so mußt« er der strengen Ovdnungshüterin zur Straf« sein Ohr lassen, das von ihr zum Zeichen des Sieges sorgfältig in Spiritus aufbewahrt wurde. Ja, Grete besaß eine ganze Trophäensammlung, aus die sie ungeheuer stolz war. Ihre kaum minder bekannte Rivalin war ein junges Frau«»- zlmmer, Sadle. die Ziege. Sadie hatte die finnreiche Gepflogenheit, in Begleitung eines Ber- chrers wohlhabend aussehenden Passanten aufzulauern und ihnen im Borübergehen mit dem Kopf ,n die Magengrube zu rennen. Sie brachte diese Kunst im Laufe der Zeit auch zu einer derartigen Meisterschaft, daß sie ihren Ehrentitel reichlich verdiente. Meist flog da» überraschte Opfer dabei betäubt zu Boden, und Sadies jeweiliger Freund vermochte es in Seelenruhe auszurauben, i Allein der Ziege Kriegstaktik versagte gegenüber der streitbaren Grete. Sie zog in einem hitzigen Zweikampf den Kürzeren, und Gretes Sammlung wurde um ei» Exemplar reicher. Belchänü flüchtete Sadie an die Wasserfront und schwang sich binnen kurzem zur Anführern einer Flußpiratenband« auf, die munter den Hudson hinauf- und hinabfuhr und Frachtiähne, Docks und Bauerngehöfte ausplünderte. Häusig wurden auch Frauen und Kinder als Geiseln gefangen genommen, um aus ihm, Angehörigen Lösegeld zu er- pressen. Als endlich die verzweifelten Anwohner zur Selbsthilsr griffen und dl« Räuber mit Flinten und Pistolen zurückschlugen. loste sich Sadie» Flott« auf, und sie selbst schloß reumütig mft dar �Hosenträgergrete" Frieden. Dies« war auch von der Unterwerfung ihrer Rivalin derart gerührt, daß sie einen Griff in ihr Spiritus- glas tat und der feierlich ihr Ohr zurück erstattete. Ja, die Logend« der Straß« behauptet, Sadie habe es von nun an als Amulett in einem Medaillon am Halse getrogen. Tammany hall. Man fragt sich unwillkürlich, wie derartig« Verhältnisse in einer damals immerhin schon hochzivilisierten Stadt möglich waren. Di« Antwort ist sehr einfach: Polizei und Verbrecher steckten unter einer sammen aüsgegrisfen und die ganze Gesellschaft hergebracht. so saßen sie eben auf dem Fußboden. Es war ein steinerner, kalter Fußboden. Don ber Tür zog es. Aber es war doch wärmer als auf der Straß«. Warum sollten sie nicht hier sitzen? Sie hatten es ja nicht ellig. Keiner wartete aus sie. Und hier konnte man vielleicht sogar ein Stück Vrot be- kommen. Sie unterhielten sich rein geschäftsmäßig. „Be! einer Frau kann man viel besser klauen," oerküydete der zehnjährige Wanjta mit Nachdruck. .Leine Spur! Die quietscht so, daß olle zusammenlaufen," sagte mit heiftrer Baßstimme der allerkleinste. Wie alt mochte er sein? Acht Jahre? Oder zwölf? Ein er- loschener weiser Ausdruck auf dem kleinen, faustgroßen Gesichtchcn, «ine winzige, gebückte Gestalt. Aber Wanjka gab nicht nach. „Laß sie doch quietschen. Dafür kann sie einen ja nicht ver- prügeln. Ehe sie sich umdreht und ausholt, ist man schon längst über alle Berge. Wenn so ein Kerl einem eine runterhaut, das ist was anderes. Der prügelt mit Verstand." „Und mich hat eine Dame fast zu sich als Kind genommen," prahlte Manjta. Ihre blauen Augen glänzten. Sie waren das einzig Lebendige in diesem grauen, mageren Gesicht. Sie glänzten immer. Dielleicht war es der Glanz erstarrter Tränen? Wanjka warf einen schiefen Blick auf sie. Aus Verachtung drehte er nicht einmal den Kopf nach dem Mädel um. „Dich! Ausgerechnet... Was du dir nicht einbildestl Dielleicht hst sie dich auch fo schön ausstaffiert? Die Beine nackicht, und vom Hemd ist auch nicht viel zu sehen!" „Och, und wie siehst du denn au,? Ehrenwort, beinahe hatt' sie mich genommen." Wieder krächzt« der Nein« Kosffa—„Frühgeburt" würbe er genannt— mit heiserer Stimme: „Die wird dir schon was vorschwindeln, deine Dame. Da kannste lange warten! Fräulein, geben Sie wir doch mal Ihre Zigarette, bloß für einen Zug." Das Fräulein mit der Zigarette, dos am Spiegel stand, drehte sich rasch zu ihm um. „Du rauchst? So ein kleiner Junge! Das ist ja schrecklich!" Ihre Löckchen erzitterte» von ihrer empörten Knpfbewegung. „Wenn man raucht, ist man nicht hungrig." Jiluf keinen Fall kriegst du sie! Das ist ja schrecklich!" Und sie eilte aus dem Raum. „Aas!" stellte Wanjka fest. Das Gespräch verstummte. Die drei m der Ecke saßen seit dem Morgen schweigend da. Zwei Jungen in langen, zerrissenen Hemden, ohne Hosen und ohne Schuh«. Der ein« hatte eine Soldatenmütz« auf dem Kopf, der andere ein« gewöhnliche Mütze, und das Mädchen einen Totarenrock. Di« schräggestellten, schmalen Augen- blinkten. Unbeweglich und schweigend, mit gekreuzten Beinen saßen die Boschkirenkinder auf den, Boden. Kostja warf einen Blick auf sie.- „Mahomede!... Ein„Schweinsohr" müßte mon ihnen vor- machen.". Wieder herrschte Schweigen. Hunger regte sich. Es war bald drei Uhr. Die Angestellten würden bald fortgehen. Dann würde es still werden im Kommissariat. Und die sechs würden wieder auf, die Straße gesetzt werden. Auf dem Bahnhof, in der Kaserne— bei den Soldaten, die ein wenig nett waren— aus den Kirchentreppen. unter den Zäunen würden sie sich ein Nachtlager suchem Vielleicht werden st« etwa» zu essen kriegen. Bielleicht auch nicht. Au» dem Korridor kam schreiend und weinend«ine Frau. Ein verängstigtes dreijähriges Kind klammerte sich krampfhaft ar»hren Rock.. Auf dem Arm hielt sie noch ein»..- .„Ja. wos.M ich hestn«ist. ihnen? Söll ich sie erwürgen?" schrie sitz außer.sich uwd sfmhtette mit dem freien Arm.„Drei,- Tage h«b'«n wir nichts gegesstzn. Hier würde man uns helfend sagte man. Aber, lieber Genosse,,. Sie sind doch für das arme Volk!" Ein hoher Mann mit Brille antwortete müde und erschöpft: „Ja. können Sie den» nicht begreifen?... Wir können doch nicht. Es geht nicht. Jeden Tag.. „Aber wir hungern doch... Herr... Genosse!" i Sie schrie, weinte, klammerte sich mit zitternden Händen an ihn.. -„Aus unserer Gegend." sagte Manjka leise,„meine Mutter hat genau so geheult..." „Sie hat geheult und geheult, aber jetzt ist sie doch tot, und andere plagen sich heute noch," murmelt« Kostja zwischen den Zähnen. Di« kleine Baschkirin fing plötzlich an zu weinen. Laut, in lang- gezogenen Klagetönen.- i. Aus der Kanzlei kamen Leute. Es wurde laut im Vorzimmer. Man bedauerte, seufzt«, schüttelte die Köpfe. s' Die Frau mit den Kindern jammerte und wehklagte. Die Aufwnrterin ging an sie heran und sagte mitleidig:' „Es gibt, so viele, meine Liebe... So viele Kinder! In ganzen Rudeln kommen sie her.., Na, du Mädel! Hör' mal aus zu heule»..." Das Telephon an der Wand klingelt«. Der Hohe mif der Brille sagte in den Hörer: „Ja, hier das' Kommissorlat... Sollen wir die Kinder bringen?, Der Unterricht ist schon zu End«... Also dann bis morgen..» Ja, irgendwie... Sie können ja irgendwo übernachten.., Wir werden morgen sehen. Ich kann nichts tun, �. Ja. ich morgen..." Und zu den sechs: i .'.Also, geht jetzt. Ihr könnt morgen wiederkommen." Gehorsam standen sie auf. Und gingen einer nach dem andere«. zur Tür. J Man hört« die Stimme der Auswärterin: „Heute haben wir siebenundfünfzig an allen möglichen Stelle» untergebracht... Und morgen kommen wieder welche." Die kleine Baschkirin war verstummt. Nur manchmal schluchzt« sie ans Geräuschvoll schloß sich die Tür hinter den Kindern� Morgen kommen sie wieder. fkl», dem Nusäschen v»n RIn« Stcin.l Der Amiafchimmel Der Amtsschimmel wiehert noch recht kräftig. Der Amtzschimmel lebt nicht nur bei uns, sondern auch in Frankreich noch recht kräftig. wie vachiolgender Borgang beweist:„Der Präsident der fron- zösischen Republik verfügt auf Bericht des Handelsministers, nach Anhörung de« Arbeitsministers und des Ministers für Pensionen. nach Aeußerung des Amtes für Kriegsnerleßte in Eracht des Ar° tikel» 18 des Gesetzes vom 25. April 1924 und der Ausmhrungs- bestimmungen vorn 6, August 1927. in Tracht des Artikel» 9 des Gssetzes vom IB. Oktober 1927, in Eracht des Artikels 9 des Gesetzes vom 18. Oktober 1919, in Eracht des Dekretes vom 27. August 1921 usw„ modifiziert durch die Dekret« vom 9. März 1926, 30. März 1927, 16. Oktober 1927 und 7. März 1928, in Cracht des Kabinetts- befchlusses vom 13. Januar 1928 usw...." Man glaubt nun, daß eine Haupt- und Staatsaklwn folge, aber es folgt nur das Dekret über die Einstellung einer Stenotypistin, deren Gehalt und Pensions- ansprüche der Genehmigimg dreier Minister und des Priisidenteu bedurften. uMnzjaepmtwt&rei Akeiven und dasselbe Qirl Der Interviewer H.: ,,-- teilweise durch hohe und höchste Instanzen, teilweise durch mit schönen Blicken bestochene Prima Ballermen, gelang es mir, mich eines Morgens auf die Bühne des Schauspielhauses zu schmuggeln. Und kaum hatte ich mich irgendwo oersteckt, da kamen sie auch schon, die Triller-Girls, sechzehn Mädels zwischen siebzehn und neunzehn, schlanke, biegsame Körper, deren jede Bewegung eine den Unbefangenen entzückende Grazie zeigte. Da stand ich nun, zwischen diesen höchst zeitgemäß bekleideten, entzückenden Mädels, und konnte nur stammeln, daß ich mein Englisch„only from the school" habe, und das sei nicht viel, aber dann setzte sich Freddily, die„Prima-Ballerina" der Triller-Girls, zu mir und antwortete mir auf meine von stürmischem Wissensdrang hervorgerufenen Fragen. Ich muß gestehen, daß mein Herz erbebte und ich andauernd in eine Ecke der Requisitenkammer sehen mußte, wo ein Eisbär stand, um mich nicht in dieses entzückende, liebenswerte Geschöpf neben mir rettungslos zu verlieben. Das ist noch Lebensfreude, das ist noch Charme! Sie erzählte mir, daß ihre Truppe die einzig echte sei,„oft kopiert, nie erreicht", sie besteht aus englischen Mädchen, meistens von hohem Adel, die mit vier Iahren in die Triller-Schule und das dazu gehörige Pensionat aufgenommen werden und darin ver- bleiben, bis sie ausgebildet sind. Das Einkommen solcher Girls ist so hoch wie das eines Ministers. Sie reisen und wohnen stets zu- sammen, unter Aufsicht ihrer Miß, und ein Urlaub wird ihnen in keiner Weise bewilligt. Eine ganz kleine Träne kullert Miß Freddily über die Wange, als sie soweit ist; ihr Englisch ist korrekt, hat aber den süßen, leisen Wohlklang der unberührten Jugend---. Mit einem koketten Lächeln erzählte sie mir, daß alle möglichen hohen und höchsten Herrschaften sich um sie und ihre Kameradinnen bemühten, selbstverständlich sei das technische Personal der Bühne vollkommen aus dem Häuschen, ein Maschinist habe sich vor kurzem das Leben genommen, und der berühmte Dichter S. sei auch---. Der Dichter S.(Aus seinem Roman. Seite 141): „Das Girl von der Revue fühlte sich nicht wohl! sie hatte in der großen Pause schnell in der Kantine zwei Glas Glühwein getrunken. nun glühten ihre Ohren, aber es fror sie am ganzen Körper, daß sie zitterte. Der Maschinist, mit dem sie einmal ausgewesen war und der sie dann sitzen gelassen hatte, war auch in der Kantine— er erzählte laut eine selbstbewußte Geschichte, und sogar die Solo- tänzerinnen hörten ihm zu, er war ein schöner Mann. Das Girl, sie hieß Friede!, war auch schon im Kostüm, einem dieser abgetragenen bunten Läppchen, aber sie hatte ihren Mantel darüber angezogen, ein brauner, zerdrückter Mantel, mit grauem Pelzkragen, roch nach Schweiß und billigem Puder. Als sie wieder oben war, wurde es noch schlimmer mit ihren Kopfschmerzen. In der gemeinsamen Garderobe der Girls, einem kleinen, dunklen Loch, war ein Fenster » zerbrochen, die Garderobiere war betrunken, und das Schneekostüm war mal wieder kaputt. Da hängen alle die Kostüme für einen Abend, dachte sie. wie armselig! Ich mag sie kaum anfassen, aber von weitem sehen � sie aus wie neu, und die Leute schwärmen von uns und von unseren Beinen, so ein Unsinn! Wenn Girls hübsche Beine haben, sind sie keine Girls, denn das weiß doch jeder Fach» mann, daß alle berufsmäßigen Tänzerinnen— und Friede! hat mtl siebzehn Iahren angefangen im Kabarett„Eule" in der Pankow- straße— zu dicke Schenkel haben. Hübsche Beine! Girls von der Revue! Begehrtl Umschwärmt! Sie muß schon wieder weinen, denn sie ist zwar die hübscheste von allen Girls, aber sie muß jeden Abend, wenn es dunkel und kalt ist, allein nach Hause gehen, wenn nicht eventuell so ein Maschinist---. Das Flitterlicht ist furchtbar. und sie kann es kaum noch ertragen, sie tanzt nur noch, weil ihre Mutter zu Hause krank niederliegt und ihr Väter seit Monaten stellungslos ist. Die kleinen Geschwister wollen Brot, deshalb tanzt sie mit lächelndem Gesicht an dem Abend, neben den frechen Witzen der Komiker, entblößt vor den Augen der Männer— sie tanzt, und ihr Herz blutet--- Der Maschinist M.: Liebe Schwiegermutter! Ich danke Dir sehr für Deine Gratu- lation zu Friedas achtundzwanzigstem Geburtstag. Wie Du weißt. tritt sie seit einem Jahr in einer Girlstruppe auf, und das ist ein bequemes und einträgliches Geschäft. Sie hat jeden Morgen zwischen elf und zwölf Probe und kann vorher immer noch das Essen auf- stellen und die Hausarbeiten erledigen. Wenn sie von der Probe kommt, kommen die Kinder auch gerade aus der Schule, und sie kann mit ihnen die Schularbeiten durchnehmen. Abends muß sie immer auftreten, das ist keine große Arbeit, und es gefällt ihr ganz gut dabei. Tanzen ist eine Beschäftigung wie jeder andere Beruf, und man kümmert sich kaum um die Girls, die fast alle mit ordentlichen, nüchternen Leuten verheiratet sind und einen Haushalt und Kinder haben. Vom Theater hole ich sie regelmäßig abends ab. Frieda und ich grüßen Dich vielmals. Dein Willy." JColle Jimheim: Schicksalslücke ,�)ch verbitte mir jetzt dieses ewige blöde„Mama-Geschreie," sährt die blonde kleine Person im feschen Backfischtteidchen den hoch- aufgeschossenen Jüngling an ihrer Seite an.„Was das für einen Eindruck macht, wenn so ein langer Latsch dauernd„Mamoaaaa" hinter einem herbrüllt! Wie sich das anhört...„Mamaaaaa". Man macht sich ja lächerlich vor den Leuten! Du wirst dir das jetzt endlich abgewöhnen, hörst du?"— Gespitzte Finger ziehen vorsichtig die Zacke des Bubikopfs ein« ganz kleine Idee weiter unter der Kappe hervor.„Du solltest wirklich noch etwas anderes für mich finden können als diesen blöden Ausdruck. Nenn« mich bei meinem Vornqmen, oder meinetwegen auch Schatzel, Maus! oder Kätzchen..., das überlasse ich ganz deinem Geschmack. Ist mein« Oberlippe gut so? Warte... noch einen Strich— so, nun können wir gehen." „Weißt du," plaudert di« blonde kleine Person weiter, während sie langsam nach den Klängen der Kurkopelle auf und ab promeniert, mit Wohlgefallen wohlgefällige Blicke auffängt,„weißt du... wie alt bist du eigentlich?— mein Gott, schon einundzwanzig—, alt genug, um Verständnis für mich zu haben. Weißt du, manchmal komme ich mir doch recht komisch vor— gewiß, man macht mir den Hos... immerhin... es ist doch ein Unterschied... Also, wie würdest du es finden, wenn— wenn ich noch einmal heiraten würde?" „Um wen handelt es sich." fragt der Sohn sachlich. „Er ist am Montag angekommen und trägt himmlische Kra- watten." .�Hmmm. Was kann er noch?" „Ich fühle, daß er auf mich reagiert." „Wer sollte das nicht, Darling," fügt sich der Sohn galant in sein« neue Roll«. „Vor allem denk« daran, was ich dir vorhin gesagt habe." „Selbstredend. Ma... mein Kätzchen." Man drückt sich stumm die Hand. „Ich verstehe dieses Benehmen nicht," macht di« blonde kleine Person sich Luft.„Zweifellos, reagiert hat er auf mich. Sowas merkt man als Frau. Ich fühle, wie sein Blick... Er liebt mich. Sowas weiß man.— Sollte er Hemmungen haben? Mein Gott, heutzutage!... Ich kann ihm doch unmöglich entgegenkommen!" „Er wird schon aus sich herausgehen, Schatzel." „Der Aufenthalt hier kostet mich ein Vermögen!" „Spesen, Liebling. Trudeln von selbst wieder ein." Man drückt sich stumm dke Hand. „Er hat mix eben durch den Kellner«inen Brief geschickt?!!", jubelt die blonde kleine Person.„Aaach... Geh, Kind..„ laß mich einen Augenblick allein... Komm' her, gib mir«inen Kuß — und nun geh..." Man drückt sich stumm die Hand. Eine Stunde später steht der«intretend« Sohn viel« klein« Fetzen auf dem Boden liegen und die blonde klein« Person daneben, Haltlos schluchzend. „Aber... aber Mama... was...", Da springt sie ihm ins Gesicht.„Du bist schuld an allem..» nur du— du allein...du... du..." Tränen stürmen. „Aber— ich habe doch nicht ein einziges Mal„Mama" gesogt!" „Das ist es ja eben!" kippt ihr« Stimme nun gänzlich über, „Nur du bist schuld. Cr hat mich geliebt... und nun ist er abgereist— ich weiß nicht einmal wohin... Nur deinetwegen.., weil— weil— ach weil..." „Nun weil?" „Weil er mich schon für gebunden hielt!" „???" „Ach Gott... es ist zum Lachen— er ist total...«r hat geglaubt, daß... daß... daß du... daß wir--— Herrgott, nun versteh' doch schon!!! Das kommt davon, wenn man mit einem derartig langen Bengel in der Welt herumzieht! Ich verlange von dir, daß du jetzt endlich dein dämliches Getue sein läßt, host du mich verstanden. Was sollen denn die Leute davon denken---- Schließlich bin ich doch deine Mutter!!!" 3)er Erfinder der Pendeluhr Der berühmt« Mathematiker, Physiker und Astronom Christian Huyghens, dessen 300. Geburtstag heut« gefeiert wird, hat in der Geschichte der Wissenschaften unvergänglich« Spuren hinterlasien. Schon mit 27 Iahren begründete er die Wahrschein» üchkettsrechnung zum erstenmal wissenschaftlich! dann stellte er die Wellemheorie des Lichtes auf, verbesserte die Fernrohre und ver- fertigte mehrere von ungewöhnlicher Größe, mit denen es ihm ge, lang, den größten Trabanten des Saturn zu entdecken, besten Um- laufzeit zu berechnen und den Soturnring festzustellen. Wenn wir aber heute dieses Mannes gedenken, so sind dem Laien nicht sein« mathematischen und physikalischen Leistungen so wichtig wie die Tat- fache, daß wir durch Huyghens heut« ganz genau gehend« Uhren be» sitzen. Er ist der Voter der Pendeluhr. Man hatte.zwar schon vor ihm Pendelschwingungen für wissenschaftliche Mestungen benutzt. und Galilei dacht« bereits daran, ein Pendel mit einem Zählwerk zu verbinden, das die Zahl der Pendelschwingungen angeben sollt«. Doch erst Huyzhens hat ein Pendel einem Uhrwerk eingefügt und erreicht, daß durch die regelmäßigen Pendelschwingungen ein ganz gleichmäßiger Gang der Uhren gesichert war. Sodann beschäftigte er sich mit der Verbesserung der Taschemihr und beschrieb in einem Briefe ganz genau die Verwendung der Spiralfeder im Uhrwerk, so daß er auch der Vater dieser Erfindung geworden ist. Er war es auch, der die Länge des einfachen Sekundenpendels als Normal- längenmaß vorschlug und durch seine Pendelbeobachtungen zur Auf-. stellung neuer Grundsätze über die Schwerkraft kam. Ehegatten dürfen sich nicht küssen— wenigstens nicht im eng« lischen Parlament. Der Abgeordnet« der Arbeiterpartei Dr. Hugh Datton kam von einer Reise zurück direkt in» Parlamentsgebäude. Als er die Tür des Sitzungssaales aufmacht«, bemerkte ihn sein« Frau, die vor einigen Wochen ebenfalls m dos Unterhaus gewähtt worden ist, und die beiden Ehegatten begrüßten sich auf den hint»»«» Bänken mit einem herzlichen Kuh. Einige Abgeordnete bemerkten dies und teilten den Fall dem Sprecher mit, der di« beiden Ehegatten nunmehr ernstlich oerwarnt hat, da er derartige Handlungen im Sitzungssaal nicht zulassen könne. lirä*»'* Ob di« Damen ichlank oder Tellichlaak, ob»tarft oder«ehr«tark, alle mögen an Leopold Cxadicl kommen, um»ich die passendete Frühjahrs-Kleidung anaznenchen. Niemand wird enttäuscht sein, denn SdiSnheü and Gtlie der Waren paart eich mit modemitem Geschmack and bUUsster Preisstelland in harmonischem Zusammenklang. So gewinnt man die Stimmung, die beginnende herrliche FrOhllngssymphonie mit ihrem ganzen Zauber aof «ich wirken za lassen. Ib«naerer Modell-A�tellna« finden Sie außer märchenhaft schönen und allermodernsten GesellsdjakhKieldeni •ecb die Kleidung der eleganten Dame; Kompleta. BildschOnesKomplet ans Torsficliehem Veloutine, JAckchen mit langen Rerers, vierfachem Knopfversehluß und Täschchen, Rock im Vorderteil mit modernen Falten, dazu eine hochelegante helle Crcp© d« Chine- Bluse mit reich beetick- tem Kragen und Manschetten aus dem Stoff der Jacke, elegant bestickter Krawatte mit schöner ringsherumgehender Bordüre. Dieses reisende Kleidungsstück ist ft» vielen Farben vorrätig «ad kostet -98: Aus unserem RleaensMckwarenUier s WanderroUea dreUeUige* Siridckomplci aus edlem Material, eine Spitzen* leistung dieses Genres, in Tiden Farben und allen Größen vorrätig' 45. 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IS',- Uhr, Funktionär!, hung Im Sacke- fchen Hos, Rosenthaler Str. 40—»-r der»Frauenwelt".Agitatton»numm«ru. Z.«reis Weddtna. Die Funktionörinnen trefse» stch bereit» um 1844 Uhr in den Pharussälen. 18. Krei» Tempelhos, Marieudors, Rarienselb«, Lichteneab«. All« 05enosstnnen treffen stch am 10. April, pünktlich 10 Uhr, Untergrunddahnhof Beile. Allianee.Stratze zur gemeinsame» Fahrt nach Kliem« Festsölen. Donnerstag, de» 18. Aprtl, 1044 Uhr, t» Linher» Geselllchaltshau», W Pankow, Breite Straße, Film, und Vortragsabenb. 1. Film»Was wir H schufen". 2. Bnrtraq de» Genossen Fritz Wolfs:„Wichtige komwuaolpoli. tisch« Ausgaben". Außerdem Gesaug, Sprechcha». Zromenveranstalkuagea am Montag. Ii. April. 2;'3, Abt. 1944 Uhr im Saal 8 de, Sewerkfchastshans«,«ngeluser,»Kam-rah. schaft in der Familie" Referent Judith Grllnfeld. 81. Abt. 20 Uhr bri Goldschmidt, Stolpische Str. 80,»Berusskronkhett«, und deren rechtzeitige Berhlltung". Referent Dr. Franz Nalug». 45. Abt. Der Frauenabend'ällt au»,«eesspunkt zum Internationale» Summ». tag 1844 Uhr Kottbusser User Eck« Grünauer Straße, 40. Abt. Montag, 15. April, treffen stch die Genosstnnen zur Flugblallverdeei. tun« bei Adam, Lübbener Eck« Görlitzer Straß«. ——. r..------------ de« Internationalen P erfolgt noch. noch den Splchern- fölen am 10, April um 1844 Uhr an der Haltestelle der Omnibusliitte 20, 81. Abt. Friedenau, Treffpunkt zur gemeinsamen Abfahrt nach de» Spichern- fälen um 1844 Uhr am Friedrich-Wilhelm-Platz. 88. Abt. Lichterfeite. 20 Uhr kür den ausgefallenen Frauenabend im Mör» in Schmidts Gesellschastshaus, Hindenburgdamm Eck« Roonftraße,„Bub und Mödel in der Schule", Referent Dr. Hilde Wegfcheider. 101. Abt, Treptow. Heut«, Sonntag, 14. April,»estchtiaung de, Fr-uengeföns. nlsses in der Barnimstraße. Treffpunkt 4410 Uhr Bauche. Ecke Grätzstraß«. Beginn der Besichtigung«11 Uhr, Rur Genossinnen. d>e Im«esttz einer Karte find, können an der Bestchtiaung teilnehmen. Treffpunkt zum Inter. nationalen Frauentag 1844 Uhr Wiener Brücke. 108. Abt. Obeefchäneweid«, Gemeinsam« Abfahrt mit der 95 u« 18 Uhr»om Köniqsvlatz zur Kundgebung in Kliems Fefisiilen. 104. Abt, RiederschSneweid«. Di« Genossinnen treffen sich im Bersammlung in Kliems Festsölen um 18 Uhr in der Brllckenstroß«, Straßenbahn 95. 100.«it. Johannisthal. Trefiminkt zum Internattonale» Frauentag lg Uhr Nieberlchöneweiöe, Brückenstraß«... ,... 117. Abt. Lichtenberg, st um Internationalen Frauentag treffen stch die Gr- nolstnnen 1844 Uhr Haltestelle Marktstr. 2,... 124. Abt, Mahlsdoef. 20 Uhr bei Ander-, Bahnhvfstraß«,.Dm Frau und hie Arbeitersportbewegung". Referent Kurt Steche rt. 189. Ab«. Teael. Treffpunkt zum Internationalen Frauentag 17« Uhr Jugend. heim Bahnhofstraße. Frauenveranstaliunge« am Mittwoch. 17. April. 28, Abt. Unser Frauenabend findet wegen de. Internationale» Frauentag«« am 17. April, 20 Uhr. bei Schröder, K-stanienalle« 28, statt.»Die Frau als Staatsbürgerin." Referent wird am Mittwoch tm„Borwärts" bekannt. SchiuArg" 78.«bi. 20 Uhr bei Raths, Prinz.Georg. Eck« Feurigstraße.»ef«. rent wird om Mittwoch im„Borwärts" bekanntgegeben.— 70. Abt, 20 Uhr bei Groß, Sedanstr. 17. �Kameradschaftsehe", Refereut Morgaret« H-rtig. 81. Abt. Friedenau, 20 Uhr bei»labe, Handjerystr. 00/01,.Das Siecht de» UN. ehelichen Kindes". Referent Dr. Sothardt., 188. Abt. Hermsdorf. 1044 Uhe»ei Ol reut..,. bilderooetrag!„Röte und«roukh-it-u»er P'«l-t»->ersra>," Stadtarzt Dr, Geora Löwenfteiu.- Dienstag, 10. AprU, treffen stch die Genossinnen 17% Uhr am«ahnhos,«usgaug Woldseefteaße. 18.07 Uhe Abfahrt«U de« Omnibus»ach de» Pharusialeu, Rüllerftraß«. 80. Abt. Mortenboes. 20 Uhr bei Niendorf. Martendorf, Ehousseestr. 19.»Der Kampf um die weltliche Schule" Referent Hans Kunstmann. III. Abt. Bohnsdorf. 20 Uhr bei Hetmonn, Baltersdorfer Str. 100. Referent wird am Mittwoch bekanntgegeben. Arbeiterwohlfahrt. 2. Krei, Tiergort«». Große töttgen Denossen am Fr Turmstr. Atz Referenten: Genosse Stadtrat Betbg« und Stadtrat Schuldt Thema:.Neuorganisation der Wohl. fahrtspflege im Bezirk Tiergarten." Funktionäre, Helfer und Mitglieder der Wohlfohrtskommifstonen herzlich willkommen. 7. Krri» Eharlottenburg. Sitzung aller In der Wohlfahrtsp siege ttitigen Genossenlinnen) am Freitag, 19, April, 20 Uhr, Rathaus Eharlottenburg, stimmer 5. Vortrag der Genofstn Todenhagen über„Gefangenenfürforge". Interesssertr Genossenlinnen) find herzlich willkommen. Juagsozialisten. Achtung! Di« Gesa»t»«ra»ftaltu»« am Montag, 15. AprU, fällt umstände- halte» au». Beteiligung«a der Sozialwissenschastliwen Vereinigung tm Lehr«,. »«eeiushau»,«lezonde«platz. Reserent Genosse Segdewitz. Beginn I9'i Uhr. Gruppe Lichtenberg! Dienstag, 10. April, l«'4 Uhr, i« Lolal Wegenetz, Fronlfurte, Aller 280,«erbeabeud. Genoss««rtur Richter spricht übe« .Ingend,� hioeiu in dir»olittsch« Front!" Musil und Rezitationen. Ei». Arbeitsgemelnfchaft der Sinderfreuude. Achtung, Maiseier! Wir veranstalte««m Mittwoch, 1. Mal,««mittags ein« zentrale Feier im»«reede».Palalt. Reuköln. All« Helfer müsse» lebhoste Propaganda für Befreiung»am«chnlnnterrtcht mache». Boestanbosttzung am Freitag, 10. April, 20 Uhr, i» der»«. schiftostrl«, Linden str. 8. Krei, Tieegaete». Boranzeigel Dienstag, 2». Apeil, löuft der Rote-Falken. Film �kinderrepubklk Uederfee und.Dr. Dolittle» Afrikareise" an bekannt». Stelle. Karten sind noch zu haben dei Anna Pacrsch, Essener Str. 4, und Schattler,-----'--—.--- im Heim Falkenobend.—■»»n>>„..i,,... w>>.■—,,«„i.— Gruppe Tieegarten-Süd, Jeden Dienstag und Freitag von 17—19 Uhr Heim- abend im Bülpwheim.�Bv'owstr. 88, Kreieihelfersttzung Montag, 15. April, um 20 Uhr, Krei» Eharlottenburg. Montag, 15. April, um 20 Uhe,«Itern. und Mit. gkiederveriommlung im Heim Rolinenstr. 4. Referent Senosse Dr. Anders. Thema:„Hygiene der Ernährung des Kindes," Die Meldungen für die Ferienfahrten müssen bi« dahin obgegeden werden. 18 April, Uebungsaden» im Jugendheim Sauptstr, 15. Freiia». 19. April, Bolksianzkurfn», Trmpelhofer Weg.— Iuagfolleu: Dienstag, 16. April, "leim Hauptstr. 15.— Bor, staturfreunden am Sonntag, ., ,,, WW------------------- � Lauterplatz. Beginn 17 Ufer. Eintritt 00 Pf. Karten nur im Bvrverkauf, Kreis Reinickenborf. Voranzeige! Am 21. April läuft in der Schulaula Berlin R., Drünthaler Str. 5 unser.Rote.Falken- und Uedersee�tzilm", dazu zeigen mir einige» au» unserem Leben. Beginn l? Uhr, Eintritt 40 Pf, Di« Genossen werden gebeten, für Kortenumsatz zu sorgen, da der Ueberschuß für unsere Ferienfahrten destimmt ist. Geburtstage. Jubiläen usw. g. Abt. Am»»»tag, 15. Apeil, feitet unser verehrte»«enoffe Hugo Hei«»»», B, Udlers»«. 82, seineu 70. Gebuetstag. Unserem alte» Mit. kämpse»»nd Führe« die herzlichsten Glückwünsche. 00. Abt. llnseee» Genossen Paul und Klar« SIndermaa» zur GUberhachzeU die herzlichste» Glückwünsche. 105. Abt. Adlershos. Am heutige» Tage, 14. L Wilhelm Sab«, sei», dOjähriq« Zugehörigkeit.....______„.._____ mittel» unser« herzlichste» Glückwünsche»nd H-Iie», daß«, de« Jubilar per- gönnt sei» möge,»och«cht laug» im«!au«»er Partei zu wirle». 117. Abt. Ltchtenbeeg. Unser«« Fun kti-näri» Auguste Wortrubero, Haupttte. 89, zum 00.»eburtetage bi« herzlichste««lückwinlcho. 141. Olbt,«osenthal. Unser Genosse Adolf L u ck fciett am Montag, 15. AprU. setneu 05. Geburtstag. Seit 80 Jahre» in der Partei»rganifiert. wirkt« er»nabläisty als Fnnittionär, früher im 0. Wahlkreise, feit 20 I-Hre» in Raftnthal. Seit 20 Jahre» beneidet er da» Amt eine, Wohlfahrt»»»«. stehe es. Regen Anteil»ahm er i» seine» iüngere» Jahre» am Gewerkschaft». leben low!« am Anfdan der Konsumgenossenschaft. Wir wünsche» ihm noch recht»tele Jahre»er Ritardett in unseren Reih«» und gratulieren ihm her,. lichst. April, feiert»nser Genoff« zur Partei. Wir Lder- �2p0ri'l)mclb 38.- Mark. 8x4 59.- Mark 2X3 38,- Mark f«<8H SS,— Mark.I_____________ I.................. 3x4� 85,— llRorl.iin der Hausnummer! Ziur II und 68. MW. spottbilliger Preise 24 Ronote Kredit! Schlafzimmer, echt Eiche. 575.—.j Speisezimmer 585�-, Herrenzimmer 445.—. Kllchen 89,—. Änkleideschräike 26b Topeiea. Gzillot,»olonleftrafte 9 SJcitenoetlanf! Wegen Geldmangel 65.-. Langjährige Garantie. Bei Bor spottbillig! Neueid.—! �rochtvolle?2L0! 20,-1 Bauernbetten 29,-1 Rein* Com. bordworel_ Ceihhous Brunnenstraste 47 Bett'edera ob ffobril, lennlg e graue Nuvt Zahlung Zchbottl Metallbetten- Ehoilelongue». Ein- legeböden sllr Holzbetten.. Eigene nenstraZe 152. isobriigebäude. Scklnilunydlliucitt. Wzbth? ust» Ceibbams Spiegel. verkaust spottbillig i. sitret. Teilzohlimg Svezlolgesehätt , I.Nippel. Moobtt. Bremerstraße 71. Möbel-Kameeling, Kostonienollee 59. Speisezimmer. Lebergornituren. Stand. Uhren Siiesennuswahl. Spottpreise. 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