Nr. 20. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste = für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Abänderungen der GewerbeOrdnung. Die jahrelange Agitation des Zentrums und der Klein gewerbetreibenden soll endlich Früchte tragen. Seit einem Jahr zehnt wird für eine Einschränkung des Hausirgewerbes petitionirt und agitirt, im vorigen Jahre legte die Regierung einen Gesezentwurf vor, der jenen Wünschen zum theil Rechnung trug, das Zentrum brachte einen noch weitergehenden Antrag und der Reichstag überwies beide einer Kommission, die ihre Beschlüsse erst am 17. Mai 1895 gedruckt vorlegen konnte, am selben Tage, an dem die Session geschlossen wurde. Nun hat die Regierung den Gesetzentwurf von neuem eingebracht und dabei einen Theil der Kommissionsbeschlüsse, die sich auf Einschränkung der bestehenden Gewerbefreiheit richteten, berücksichtigt. Leider ist zu befürchten, daß der Reichstag diesmal zu einer Erledigung der Vorlage kommen wird und zwar in einem der Gewerbefreiheit feindlichen Sinne, so daß eine große Anzahl in der heutigen Wirthschaftsordnung legitimer Existenzen plößlich den Boden unter den Füßen weggezogen bekommen. bis • V Freitag, den 24. Januar 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. mission zu nehmen. Aus der Thatsache aber, daß die Anträge reisenden gerichteten Bestimmungen ein Ausnahmeunserer Kommissionsmitglieder weder in dem jezt vorliegenden Gefeßentwurf berücksichtigt noch in den Motiven erwähnt sind, andererseits aber auch bis jetzt keine andere Regelung dieser dringenden Frage vorgeschlagen wurde, können die Bühnen angestellten ersehen, daß die Regierungen ihren gerechten Wünschen nicht die genügende Berücksichtigung zu theil werden lassen, und daher ein Petitionssturm seitens der Bühnenangestellten nicht unangebracht wäre. Uebrigens werden unsere Fraktionsredner sicherlich ihre Forderungen zu gunsten der Bühnenangestellten wieder aufnehmen. " gesez in des Wortes schlimmster Bedeutung. Das Aufsuchen von Bestellungen auf Waaren soll nur bei Kaufleuten oder solchen Personen geschehen, in deren Gewerbebetriebe Waaren der angebotenen Art Verwendung finden." Während es den Großfaufleuten unbenommen bleibt, ihre Kataloge und Mustersendungen durch die Reichspost dem Publikum in die Wohnung zu senden, soll der Detailreisende nicht mehr Bestellungen beim großen Publikum aussuchen dürfen. Als ob durch ein solches Werbot der St I ein bandel gefördert würde! Ganz im Gegentheil der Geschäftsbetrieb durch Versendung von Mustern und Katalogen, Weit entgegenkommender waren die verbündeten Regierungen wie ihn Rudolph Herzog, oder J. A. Heese, oder Gerson in Berlin gegenüber den reaktionären Wünschen auf Konzessionirung des und andere Großunternehmer jetzt schon betreiben, wird noch Kleinhandels mit Bier und des Handels mit solchen größere Verbreitung erlangen. Die Kommission von 1895 hatte Droguen und chemischen Präparaten, welche zu Druckschriften, andere Schriften und Bildwerke" von Heilzwecken dienen. Erstere Bestimmung trifft besonders diesem Verbot ausgenommen, obwohl das Zentrum diese ganz den Flaschenbierhandel, der den Schaufwirtben ein Dorn besonders treffen wollte. Die Regierunge vorlige giebt dagegen im Auge ist; ein Zentrumsantrag wollte denselben ganz beseitigt den gesammien Rolportagehande! den bildungsfeindsehen! Wir haben keine Ursache, irgend einem Gewerbetreibenden lichen Bestrebungen der Dunkelmänner preis, die es am liebsten auf Kosten des anderen Vorrechte zu gestatten, und auf solche kommt hätten, wenn das deutsche Volk nur Traftätchen lesen würde. es für die Schankwirthe heraus, wenn der Flaschenbierhandel verboten Auch der vom Zentrum beantragte Kommissionsbeschluß, daß bei oder, wie der Gesezentwurf entsprechend den Kommissions- Lieferungswerten die Zahl der Lieferungen des Werkes deffen Gesammtpreis voll vornherein beschlüssen von 1895 will, untersagt werden kann, wenn That- und angegeben sachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbe- werden muß, ist in die Regierungsvorlage aufgenommen. treibenden in bezug auf diesen Gewerbebetrieb darthun". Das Wenn das Zentrum glauben machen will, sein Antrag richte sich flingt ja ganz berechtigt und scheint sich nur gegen die Bier- gegen die Kolportageromane, so ist dies eitles Beginnen. Nicht pantscher zu richten, giebt aber der Polizeibehörde eine Fülle diese will es treffen, denn es weiß, daß es diese am wenigsten von Vollmachten, die zu schlimmen Konsequenzen führen kann. treffen kann, da mit der Romanliteratur leichter wie jeder anderen Uebrigens würde den Schankwirthen mit der Annahme des An- die Möglichkeit gegeben ist, den Umfang des Werkes fest zu be trages wenig geholfen sein; der Flaschenbierhandel wird fietig grenzen und durch Hinweise auf eine Fortsetzung, die al3 wachsen, nur tönnen eine Anzab! fleiner Existenzen dann viel- selbständiger neuer Roman erscheint, zum Weiterfauf der leicht beseitigt werden und der Großbetrieb durch Brauereien, Hefte Anlaß zu geben. Die Geschichten einer Familie", wie sie welche dirett das Flaschenbier dem Konsumenten liefern, wird Dumas, Zola, Thakeray u. a. schrieben, fönnen auch in der wachsen. Kolportageroman- Literatur die Möglichkeit schaffen, die Spannung Die Einschränkung des Droguisten gewerbes war selbst der Lefer und damit die Kauflust ins unbegrenzte zu steigern. der Kommission zu arg gewesen; sie hatte dieselbe nicht angenommen, der Regierungsentwurf bringt sie aber wiederum vor. Den Apothefern wird das schon recht sein, dem Publikum aber nicht, denn in der Praxis läuft die Gesezesvorlage auf eine Begünstigung der Apothefer hinaus und diese vertheuern ohnehin die Heilmittel hoch genug. " Wissenschaftliche Lieferungswerke, besonders naturwissenschaftlicher, sozialpolitischer und lerikalischer Art, können aber weit weniger ganz genau vorher abgegrenzt werden und ihnen[ erwachsen durch Annahme der Regierungsvorlage große Schwierigkeiten. Darüber freuen sich natürlich solche Glaubenss streiter, die wie jenes alte Weib sich glücklich schätzen, wenn sie ein Scheitlein zum Scheiterhaufen beitragen können. den den Der Hausir handel soll auf Personen beschränkt werden, die das 25. Lebensjahr( bisher 21.) erreicht haben. Hoffentlich lobnen die Eichsfelder, die bis jetzt stramm ultramontan sind, ihrem Abgeordneten diesen Einbruch in die Gewerbefreiheit, der Erwerb bedeutend ein Eichsfeldern gerade Der heute Haufirhandel ist ein durchaus schränkt. Wenn ihn die ebenso berechtigter Erwerb wie jeder andere. legierung, den schwarzen Spuren des Zentrums folgend, be= hindert wissen will, so ist das reaktionär, ohne dem Kleingewerbe damit zu helfen. Dem ansässigen Kleinhandel, der im Haufirer seinen geborenen Feind zu erblicken vermeint, wird durch solche Gefeßlein doch nicht geholfen; ihn frißt der großfapitalinische Wolf, auch wenn er mit nationalliberaler Biederfeit sich als Freund der armen Schäflein aufspielt. Die meinen Bestimmungen der Gewerbeordnungs Novelle find also, wie wir zeigten, nicht im Interesse der großen und ärmeren Massen der Bevölkerung getroffen, so daß deren Vorfämpfer die Novelle ablehnen werden, wie sie dies bereits 1895 und früher, gethan haben. Gutheißen fönnen wir nur die Abänderung, welche der §32 der Gewerbe- Ordnung erhalten soll dahingehend, daß zum Betriebe von Schauspielunternehmungen schärfere Bestimmungen als bisher maßgebend sein sollen. Die Erlaubniß wird nach dem Gesetzentwurf versagt, wenn der Nachsuchende den Besitz der zu dem Unternehmen nöthigen Mittel nicht nachzuweisen vermag. Diese Abänderung in, entsprechend der Regierungsvorlage von 1895, von der Kommission angenommen und diesmal mit dem selben Wortlaut wieder eingebracht worden. In der Kommission von 1895 hatten die Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion bereits darauf hingewiesen, daß diese Bestimmung nur zum theil die berechtigten Forderungen der Bühnenangestellten erfüllt und sie gegen gewiffenlose Aus Feutung seitens der Direktoren nur unvoltemmen schüßt. Unsere Genossen hatten beantragt, daß hinter§ 32 ber Gewerbe Ordnung noch eine Reihe von Paragraphen eingefügt würden, durch welche die Bühnen angestellten so gut wie jeder andere Arbeiter gegen die gerade in diesem Beruf schamlos herrschende Ausbeutung Schuß erhalten. Das glänzende Glend des Schauspieler Daseins wurde von ihnen so zutreffend geschildert, daß tausende von Bühnenangestellten des In- und Aus- Artikel 8 der Vorlage, der die Bestimmungen über den landes ihnen Zustimmungsschreiben schickten und sich mit den Betrieb der Gast- und Schankwirthschaft sowie über den KleinForderungen einverstanden erklärten, die von unseren Genossen handel mit Branntwein oder Spiritus auf Konsum und gestellt wurden, nämlich: gleiche Ausfündigungsfrist für andere Vereine ausdehnt, trifft nicht nur die sogenannten Bühnenangestellte und Unternehmer, Geldstrafe und zwar Schnaps- Konsumvereine", welche zu fördern auch wir gar bestimmter Grenze zu für tontrattbrüchige An- feinen Anlaß haben, sondern auch alle anderen Konsum gestellte wie Unternehmer, Einschränkung der Strafgelder auf genossenschaften; bei diesen soll die Konzessionsertheilung von der höchstens ein Viertel der Tagesgage und Verwendung derselben Bedürfnißfrage abhängig gemacht werden, die aber nicht zu Unterſtüßungszwecken der Angestellten, Zuständigkeit der nach dem Ermessen der Genossenschaftsmitglieder entschieden wird, ordentlichen Gerichte für Streitigkeiten aus dem Engagements sondern danach, ob nach Annahme der beir. Behörde in dem Ort verhältniß, Einschränkung der Vermittelungsgebühr der Theater- resp. Stadtviertel oder Straße auch durch andere, private Agenturen dieser Vampyre für Bühnenangestellte auf Kaufleute oder Schantstätten dem von der Behörde gnädigst anhöchstens 2 pCt. der Gage des ersten Jahres. erfannten Bedürfniß abgeholfen wird. Diese Ausdehnung der Die Kommission fonnte damals nicht umhin, diese Anträge Ronzessionsbestimmungen auf Konsumgenossen chasten, deren Be ihrer Tendenz nach zu billigen, meinte aber in ihrer Mehrheit, trieb nur auf den Kreis der Mitglieder beschränkt ist, muß als daß sie in einem besonderen Gesezentwurf oder an einer eine ungerechte Forderung bekämpft werden. Die Aus= anderen Stelle der Gewerbe Ordnung anzubringen seien, dehnung der Sonntagsruhe auf die Koufum und überwies sie den verbündeten Regierungen zur Kenntnißnahme. genossenschaften, die infolge mangelhafter Redaktion der GewerbeDa es zu einem Reichstagsbeschluß nicht fam, brauchte der Ordnung bisher nicht möglich war, ist selbstverständlich gutzuheißen. Bundesrath nicht offiziell Stellung zu diesem Beschluß der Kom- Dagegen sind die gegen die Hausirer und Detail daß die Thränen in ihren Augen perlten. Der Lieutenant war ganz erstaunt, dieselben auf Seiten Bergkuhus stehen ( Nachbruck verboten.) führte sie, ihre Liebe und Hingebung war eine so innige, zu sehen. Sie untersagten mir über diese Geschichte zuz Roman aus der Gegenwart von daß sie sich von ihm sofort zur Schwiegermintter Bergkuhn's sprechen unter Androhung ihrer höchsten Ungnade. Als H. W. M. von Walthausen. bringen ließ. Ich suchte dieser seltsamen Angelegenheit ich bekannte, daß ich bereits einen Feuilleton- Artikel darüber " Das gebührt ihm", fiel der Baron ein, hören Sie auf den Grund zu kommen, und erfuhr folgendes: geschrieben und eingereicht habe, erfuhr ich zu meinem folgende Geschichte: Der Lieutenant hatte in der vorlegten Nacht so Echrecken, daß in jenen abscheulichen Handel mein jüngerer Durch meinen Bruder lernte ich einen Lieutenant kennen. tollkühn und unglücklich gespielt, daß er ruinirt dastand Bruder verwickelt war. Er hat in jener Nacht mit seinem Derselbe hatte eine Braut, die ihn sehr liebte und die auch und doch noch eine große Summe auf einen ausgestellten Freunde, jenem Lieutenant, zu gleichen Theilen gemit meiner Schwester bekannt war. Diesen Lieutenant be- Ehrenschein zahlen mußte. Alle Wucherer bekamen von spielt und den Ehrenschein mit unterzeichnet. Ich fofort herrschte die unglückselige Leidenschaft des Spiels im hohen ihm Geld, feiner wollte neue Kredite geben. Endlich erbot zog mein Schriftstück zurück aber c Grade. Seine Vermögensverhältnisse waren zwar glänzend, sich Bergkuhu, die Summe zu schaffen unter der Bedingung, war ruchbar geworden und wurde als Skandalgeschichte aber er zerrüttete sie mehr und mehr durch zu hohes, daß bis zu deren Begleichung Mary, die Braut des Lien- in hohen Kreisen erzählt. Jetzt sollte ich öffent gewagtes Spiel. Eines Tages war seine Braut bei tenants, in seinem Hause als Pfandobjekt verweile. Sie durfte lich widerrufen. Ich verweigerte dies. Meine Eltern wiesen meiner Schwester auf Besuch, da trat der Lieutenant ganz sich zwar frei bewegen, aber die Gräfin Klary sorgte mich aus dem Hause. Die beiden Difiziere, mein Bruder verstört und erregt bei uns ein." dafür, daß sie die Villa nicht verlassen konnte. Daß eine und der Lieutenant mußten ihren Abschied nehmen. Sie Was fehlt Dir?" mit diesen Worten sprang ihm so schmähliche Bedingung gestellt werden konnte, war gingen beide in fremdländische Dienste, der letztere nach seine Braut entgegen und schlang beide Arme um unerhört, daß sie eingegangen und vollzogen wurde, hatte Italien, mein Bruder nach Frankreich. Die Braut des seinen Hals. ich ja erlebt. Ich war empört und beschloß derartige Lieutenants fonnte sich nirgends mehr sehen lassen, sie schändliche Handlungen öffentlich zu brandmarken. Vor zog fort, wurde Echauspielerin, hatte aber wenig Glück. allem galt es aber, das unglückliche Mädchen aus ihrer Ge- Sie hieß, fiel Georgine hier plötzlich ein Mary fangenschaft zu befreien. Ich war eben mündig geworden und Segler?" konnte über mein Erbtheil verfügen. Ich beschloß, dasselbe Sie wissen? fragte erstaunt der Baron." flüssig zu machen, um dem Lieutenant davon die Summe" Ich weiß, daß ihr Bräutigam der Lieutenant von geben zu können, die seine Braut erlösen sollte. Meinen Scheven war. Seine Frau? Sprich deutlicher, lieber, bester Adolph." Eltern sagte ich, daß ich eine Zeitung anzukaufen„ Auch das ist Ihnen bekannut?" Nun, Sie haben " Bergfuhn hat mir aus einer augenblicklichen, großen beabsichtige. Ehe das Geld ausgezahlt wurde, vergingen Verlegenheit geholfen und knüpfte daran jene, zwar sonder immergin noch einige Tage. Bergkuhn gab, troß wiederbare, aber kleine Bedingung. Ich sagte sie ihm zu, weil holter Vorstellungen und Bitten, das Mädchen nicht frei. ich Deiner großen, aufopfernden Liebe bewußt bin und ich Eudlich konnte ich dem Lieutenant das Geld einhändigen. habe mich nicht getäuscht sprich, Mary?" Er eilte zu Bergkuhn, tilgte seine Schuld und erhielt dafür Ich habe erst jetzt erfahren, daß der Lieutenant " Nein!" war die verzweifelnd ihrem Innern abgerungene seine abgehärmte Braut zurück. Kein Wort des Vorwurfs v. Scheven zum Hauptmann avancirt, im italienischen Antwort. Mary umarmte ihren Bräutigam und barg tam indeß über ihre Lippen, vielmehr stetes Frohlocken, Kriege gefallen ist, man sagt, weil er sich tollkühn vorstumu ihr Gesicht an seine Brust. Nach einigen Sekunden daß sie ihren Adolf wieder umarmen konnte. Sie be- gedrängt. Er hat mich und seine Braut zu Erben blickte Sie auf und sagte: Komm, wir wollen gehen." gütigte sogar ihre befümmerte Mutter, als der Lieutenant testamentarisch eingesetzt. Da die Hinterlassenschaft eine geSie nahm Abschied von meiner Schwester und mir, freund- die Techter ihr wieder zuführte. Diesen Fall erzählte ich, ringe ist, so habe ich zu gunsten des Fräulein Mary Segler, liche Mienen erzwingend; wir bemerkten nur zu deutlich, die Geldangelegenheit verschweigend, meinen Eltern und die ihre Mutter mit erhält, verzichtet."( Forts. folgt.) $ 7 " 1 Clotilde. Ich habe mein Ehrenwort verpfändet- Du mußt mir eine Gefälligkeit erweisen." ,, Gewiß! Kannst Du fragen? Was soll ich thun?" " Du mußt auf ein paar Tage zu Bergkuhn gehen." Zu Bergfuhn?" prallte seine Braut zurück. ,, Seine Frau erwartet Dich." " range recht, ich suchte aus Echonung die Namen zu verschweigen." " Sie haben überhaupt sehr edelmüthig gehandelt" be gann jetzt Brambach, wie aber wurde es mit Ihrem verliehenen Gelde?" Weber Politische Uebersicht. Berlin, 23. Januar. " liberalen Partei, fagt angesichts aller solcher Enthüllungen: 1 Der 18. Januar: Artikel des Vorwärts" ist von 3wei Sachen sind durchaus klar: erstens, daß die Chartered unseren Genossen im Ausland, namentlich in Frankreich die Vorgänge im Transvaal Company gefeßlich und moralisch für die Hand sehr lebhaft begrüßt worden; und die Petite Republique" hat der Ausschuß des Volksraads des Oranje- Frei- lungen ihres Administrators verantwortlich ist; zweitens, widmet ihm eine längere Betrachtung. Nicht im französischstaates einen Bericht erstattet, der nach dem„ Daily Chron." daß es die Pflicht des Parlaments ist, festzustellen, auf welche chauvinistischen Sinn, wie unsere Herren Chauvinisten im Auszuge lautet: Weise Jameson's Einbruch herbeigeführt wurde. Wenn unsere Aus den Studien aller uns unterbreiteten Aftenstücke geht minister geftatten, daß die Company ihren Freibrief und ihre den französischen Sozialisten anzudichten für gut halten, unzweifelhaft hervor, daß die Ereignisse in Johannesburg und jetzige Macht, Unheil anzustiften, beibehält, so wird von Europa sondern als Waffe gegen den französischen Chandaß der wilde, völlig ungerechtfertigte Einfall Jameson's eine berechtigter Weise geschlossen werden, daß sie ein öffent vinismus. In Frankreich verfolgt nämlich die Bourgeoisie Kette von Thatsachen bilden, die während der vorhergegangenen liches Verbrechen billigen." genau dieselbe Taktik wie in Deutschland, das heißt, sie Monate falten Blutes vorbereitet worden sind, und zwar beschuldigt die Sozialisten des Julands der Vaterlandsvon einer Vereinigung, die ihre Verzweigungen über ganz Südlosigkeit und hält ihnen den Patriotismus der Sozialisten afrika hat und die ohne Zweifel von der unter dem Namen Chartered Compagny bekannten Britisch- Südafrikanischen des Auslandes als Muster vor. Ju den Organen der Gesellschaft mit ihrem ganzen Einfluß und allen ihren Mitteln französischen Bourgeoisie sind wir deutsche Sozialdemokraten unterstützt wurde. Die Beschwerden der Einwohnerschaft von Chauvinisten der schlimmsten Sorte, die den InterJohannesburg, soweit sie thatsächlich vorhanden sind, wurden In der heutigen Reichstagsfihung wurde zunächst nationalismus blos vorspiegeln, um die französischen von den Rädelsführern der Verschwörung nur dazu benußt, um die zweite Berathung über die Etats der Reichs, Post- und Sozialisten zu beschwindeln und zu entwaffnen und die Augen der Menge zu blenden, sich durch falsche Vorspiege Telegraphen- Verwaltung zu Ende geführt. Die Ueber dann im deutschen Soldatenrock über das arglose, in Sicher lungen deren Mitwirkung zu sichern und die Sympathie des bürdung und schlechte Lage der Postunterbeamiten wurde heit gewiegte Frankreich herzufallen. Das ist in so ziemlich Auslandes zu erregen, daß aber der wirkliche Zweck der ganzen abermals insbesondere vom Genossen Bebel anschaulich allen französischen Bourgeoisblättern zu lesen; und um Bewegung der Umfturz der gegenwärtigen Regierung beleuchtet. der Südafrikanischen Republit und ihrer Unabhängigkeit Banausen, die bekanntlich in der Verschwendung von fabelhaftesten Dinge über uns erfunden, Aeußerungen Den reaktionären konservativ ultramontanen diesen Blödsinn glaubhaft erscheinen zu lassen, werden die war, vermuthlich mit ähnlichen Anschlägen gegen Den Oranje- Freistaat. Wir entdeckten ferner, daß schon zu Beginn Geldern für wahrhaft fulturwidrige Zwecke nimmersatt entstellt und verdreht u. s. 1. Jezt war be= des vorigen Jahres eine Bereinigung gebildet worden war, an sind, aber bei Kulturzwecken dienenden Baulichkeiten gespart hauptet worden, das Reichsjubiläum sei in Deutschder sich Angestellte der Chartered Company betheiligt hatten, und sehen wollen, trat Genosse Singer mit der Bitte ent- land von den Sozialdemokraten, die sich der kaiserlichen daß späterhin Truppen geworben, eineɣerzirt und mit Waffen, gegen, bei den Militär- und Marine- Etats zu sparen, Guade empfehlen wollen, mit dem größten Enthusiasmus Kriegsvorrath, Pferden, Sätteln und allen anderen Erfordernissen wo recht viel zu sparen ist. Der Etat der Reichsgefeiert worden. Da solche Nachrichten gefliffentlich unter ausgerüstet worden waren; daß alle nothwendigen Schritte er- bruckerei gab dem Unterstaatssekretär Fischer Ge- den Arbeitern verbreitet werden, so begreift es sich, daß griffen waren, um den Erfolg einer solchen Expedition zu sichern legenheit, dem nationalliberalen Professor Abgeordneten den französischen Genossen viel darauf ankam, den Inhalt und daß an verschiedenen Orten der südafrikanischen Republikasie über einfache gesetzliche Bestimmungen, die unseres Artikels zum 18. Januar in den weitesten ArbeiterNiederlagen geplant waren, um für die in ihr Gebiet einfallenden dem Herrn Gelahrten unbekannt geblieben waren, Aus- freisen bekannt zu machen. Truppen Nahrungsmittel, Pferde und was sonst nothwendig war, Johannesburg gewerden der würde." " aus zu verschaffen; die einzelnen Entfernungen von der Grenze funft zu geben. Der Etat des Reichstags wurde Wie der Bund der Landwirthe fich rekrutirt, von Britisch- Betschuana- Land bis nach Johannesburg und Pretoria debattelos genehmigt. Der Etat des Reichstanzlers waren berechnet. Karten der verschiedenen Straßen nach diesen und der Reichskanzlei gab dem Abg. Barth verräth uns eine Mittheilung des General Airzeigers für beiden Städten waren entworfen, die Umgegend von Pretoria( fr. Bg.) Gelegenheit, in einer fachlichen, mit Humor und Dichersleben". Danach äußerte auf einer in Halberstadt genau skizzirt und die zweckmäßigsten Angriffspunkte aufgezeichnet; Sarkasmus gewürzten Rede die Regierungen nach ihrer der Vorsitzende des sächsischen Provinzialverbandes, Ritterabgehaltenen Versammlung des Bundes der Landwirthe daß die Truppen der Chartered Company vom Norden nach der fetzigen Stellung zum Bimetallismus und zur WährungsNingegend von Mafeking an der Weſtgrenze der Südafrikanischen konferenz zu befragen und dabei mit den Silberleuten gutsbesitzer und Amitsvorsteher Schirmer- Neuhaus: Republik gebracht worden waren, daß eine große Anzahl der zu liebenswürdig- grob ins Gericht zu gehen. Der Reichskanzler und" Nachtwächter; und um das zu ermöglichen, müſſe man in " Jeder soll Mitglied des Bundes werden, Bauer, Knecht der Polizei von Britisch- Betschuana- Land gehörigen Truppen von der Chartered Company angeworben und eben dorthin berufen erhob sich und erklärte etwa, daß er in einiger Zeit über den einzelnen Dörfern Versammlungen einberufen, einfach worden waren, wo sie in bewaffneter Bereitschaft gehalten die Stellung der Regierungen zur Währungsfrage Auskunft die Saalthür zuschließen, und dann solle jeden wurden, eben so wie in Maschona- Land und Matabele- Land, so daß zu ertheilen gedenke. Hierauf ergriff natürlich Silber der Teufel holen, ber nicht mit unterschreibt. auf ein vorher vereinbartes chiffrirtes Zeichen( 900) die ganze Kardorff das Wort, um in alter langweiliger Weise Er und ein Herr Major v. Busse hätten es so gemacht, auch Truppenmacht oder ein Theil derfelben gleichzeitig von einem seine alten abgedroschenen Redensarten wieder habe er als Amtsvorsteher seinem Schulzen gesagt, er fei nicht oder mehreren Punkten aus in Transvaal einrücken konnte; daß holen. Daß seine Plattheiten noch übertroffen werth, Schulze zu sein, wenn er nicht Mitglied des Bundes an mehreren Orten der Kapkolonie und in Natal Leute insgeheim bewies fonnten, daß Geschüße und Kriegsvorrath auf angeworben, Lim: tonservative Das ist ja eine ganz vorzügliche Methode, den frei heimen Wegen von Zeit zu Zeit und seit langem nach burg Stirum. Dieser konservative Führer sprach Der Herr Rittergutsbesitzer Johannesburg eingeschmuggelt worden waren; daß zwischen außerdem noch seinen Schmerz über den russischen Handels- willigen Beitritt zu erzielen. Schirmer scheint sich die Anregung dazu den Führern ber Bewegung in und vertrag aus. Barth hielt darauf den Herren Kardorff Piccolomini" geholt zu haben. Da wird sich wohl unter den Angestellten der Chartered Compay, welche die Be- und Genossen noch eine kleine Vorlesung. Kardorff geben Knechten und Nachtwächtern kein einziger Max Piccowegung außerhalb des Staates vorbereiteten, ein ftetiger Verkehr rieth darob in solche Wuth, daß er den Abgeordneten lomini finden, der die Unterschrift verweigert, wenn ihn bestand; daß, gemäß den der Südafrikanischen Republik zu- Barth bedingt einen infamen Lügner" nannte. Diese der Rittergutsbesitzer mit einem Schreib Judas! Sonst gegangenen Nachrichten, gewisse Stämme der Ein= geborenen gegen fie aufgereizt worden waren und bodenlose Unverschämtheit des Vertreters der Silber- und der Rittergutsbesitzer mit einem Schreib Judas! Sonst eine feindselige Saltung gegen die Republit angenommen hatten; Junker- Interessen veranlaßte den Abg. Barth zu der Be- soll Dich der Teufel holen!" anbrüllt. In ähnlicher Weise sind auch die 200 Hildesheimer daß eine organisirte Verschwörung ihre Verzweigungen unzweifel. hauptung, daß das eine Grobheit und unverschämtheit sei, Renommirbauern zu einer Dankadresse an Herrn v. Plöß haft sowohl in fremden Ländern wie in ganz Südafrila und in die er sich nicht gefallen lasse. Da der Herr Präsident nicht bewogen worden. In Algermissen wurde nämlich eine fast allen Seehäfen Südafrika's hatte, so daß sie im stande war, feststellen konnte, welcher von beiden der Schuldige sei, so Versammlung abgehalten und da wurde schlankweg diese Waffen, Kriegsvorrath und selbst Maximgeschüße, anscheinend gab er beiden je einen Ordnungsruf. Der Stat des Reichs- Adresse vom Vorsitzenden dekretirt. ohne Wissen der Behörden, zu landen und zu verkanzlers wurde dann zu Ende geführt. Nächste Sigung: senden." Es wird jetzt fortwährend darüber noch hin und her Diese schwerwiegende Anklageschrift gegen Jameson und die Etat des Reichsamts des Junern, morgen um 1 Uhr. dementirt, ob err v. Hammerstein Logten wegen Chartered Company wird verstärkt durch Mittheilungen aus An dem Präsidenten des Reichstags nörgeln die feines Ausfalls gegen die Agrarier vom Raijer beglid einer nicht minder zuverlässigen Quelle. Am Sonntag Morgen Nationalliberalen herum, weil er in feiner Sigung des wünscht oder gerüffelt worden sei. Der Hamb. Correfp." trafen in Plymouth 17 fornwallisische Berglente Reichs- Jubeltags gedacht hat. Diese charakterlosen Burschen berichtet jetzt, die Geschichte von dem Rüffel sei völlig vom Transvaal ein. Sie hatten alle in den Gruben bei verlangen wohl, daß die Katholiken den Reichs- Kulturkampf grundlos. Johannesburg gearbeitet und waren abgereift, ehe die Krisis eintrat. bejubeln sollen? Wenn die Katholiken ein so biegsames Die Leute erklärten, daß es eine Thatsache sei, daß seit Rückgrat hätten, wie die nationalliberalen Mannesseelen, gesprochen über das was, der Elfer- Ausschuß der konfer Herr Stöcker hat in der Evangel. Kirchenzeitung" Monaten der Sturz der Regierung des Transvaals vorbereitet worden ist. Die meisten Bergwerks- und dieselbe Fähigkeit, die Gesinnung zu wechseln, dann vativen Partei und das, was das Bolt" bazu gesagt hat. direktoren hätten ihre Arbeiter bewaffnet." Wir fahen nicht ein, allerdings würden sie es ja wohl thun. Vielleicht hätte Nichts kennzeichnet das, was er gesprochen hat, beffer, als weshalb wir unser Leben wegen einiger Kapitalisten Herr Buol am 17. oder 20. d. Wits. doch ein paar förm- daß seine Worte von den Nächstinteressirten, den tonfer in die Schanze schlagen sollten, die doch nur die allerselbstliche Worte gefagt, aber da Leute im Reichstage sind, die vativen Blättern aller Schattirungen ganz verschieden aufsüchtigsten Biele verfolgten." In Johannesburg hat man bes vermuthlich protestirt hätten, so war er so flug, es zu gefaßt werden. Die einen sagen: er giebt dem Volk" den tanntlich die fornwallisischen Bergleute der Feigheit bezichtigt. unterlassen. werden nur den Schluß seiner Kritit des„ Bolts" hier ans führen: Laufpaß; die anderen sagen ganz das Gegentheil. Wir = Als die siebzehn von Johannesburg mit der Bahn abreisten, Ueberhaupt haben die Nationalliberalen jetzt fortwährend heftete man an ihren Waggon einen Bettel mit der Aufschrift: etwas an dem Präsidenten zu tadeln. Er soll Mißgriffe " Feiglings Waggon". Bon Weihnachten an wurden die Arbeiter in Johannesburg einegerzirt und die Bergwerksinspektoren begehen. Und das ist richtig. Allein er begeht nicht mehr schickten Frauen und Kinder fort. Mißgriffe, als frühere Präsidenten, namentlich nicht mehr Der Burgher T. 2. Jacobs, der auch am Sonntag in als sein Vorgänger, mit dem er aber auch die gute EigenPlymouth eintraf, erklärt, daß die Vorbereitungen zu der Er- schaft gemein hat, sich nicht als unfehlbar hinzustellen und einen richtigen Standpunkt. Dagegen habe ich es am hebung seit zwei Jahren getroffen worden wären. Hinter Irrthum, wennerkannt, sofort zu verbessern. Jedenfalls hat er das dem allem stecke Cecil Rhodes. Das Haupt der Bestreben, unparteiisch zu sein. Die Herren Nationalliberalen haben beiläufig am wenigsten Ursache, sich als Richter denten: Simson und Forckenbeck, waren die schlechtesten aufzuspielen. Teun die beiden nationalliberalen Präsiund parteiischsten Präsidenten, die der Reichstag gehabt hat. kapitalistischen Verschwörung in Johannesburg wäre Lionel einigen Jahren im Transvaal zum wirklichen Böses angerichtet. Das aber sei sicher, daß es in Kriege tommen werde. Das englische Blatt" Daily News", das leitende Blatt der schließen, einer Charakterstudie, so verworren, wie sie selbst Der Wildenbruch'schen Rhetorik weiß Sommer storff bei Wildenbruch, dessen schwächste dichterische Seite das( König Heinrich) Schwung und Glanz zu verleihen; Herr Charakterisirungsvermögen ist, selten wäre. Vielleicht ist dieser Krauß ned, der flare, eindringliche Sprecher, gab den Papst Papst als bösartiges Ungeheuer gedacht, das im Plebejertrok Gregor. und Neid, aus innerer Gemeinheit, sich gegen die SonnenWas das Politische betrifft, so halte auch ich die grundfägliche Oppofition gegen eine mittelparteiliche Politit, welche tonfervative Männer und Prinzipien verbraucht, für den einzig Jahr und Tag scharf gemißbilligt, daß dies Blatt öfter und als der Feind als der Freund unserer Feinde unsere Freunde erſchien. Es kritisirte die Konservativen mit fonnte, es sei ein Gegner der konservativen Partei. Sozialdemokratie fehlen, so daß die Meinung aufkommen nöthiger Echärfe und ließ es am Rampfe gegen Freifinn und eigentlich Soziale betrifft, so wird in konservativen Kreisen die Meinung gehegt und die Behauptung ausgesprochen, das Volt" Was das " 1 Kunft und Wissenschaft. einen Seite Jung- Siegfried, der Sonnenheld, auf der anderen zu photographiren, und da gewahrte er auf dem Bilde zwischen Das efle Gewürm, das ihn zu vernichten strebt. Vor der dem letzten Rücken- und dem ersten Kreuzwirbel einen FremdHeinrich und Heinrich's Geschlecht heißt die neueſte philiftrös- kindischen Unschauung scheut Wildenbruch da nicht zu- törper, deffen Beschaffenheit er sich nicht zu erklären vermochte. Historie Wildenbruch's, deren erster Theil die Tragödie rück. Sein König Heinrich ist eine Löwennatur; schon der zehn- Er machte also an der betreffenden Stelle einen Einschnitt und " König Heinrich" am Mittwoch unter rauschendem Beifall zum jährige Knabe im Vorspiel zeigt seine Tagen, der junge Herrscher fand zwischen den Wirbeltnochen eine Meffertlinge so stark eins ersten Male im Berliner Theater aufgeführt wurde. Der ist mächtig von seinem königlichen Amt durchdrungen. Des gezwängt, daß sie förmlich herausgestemmt werden mußte. Hiftorie zweiter Theil soll im Laufe dieser Saison noch folgen. Königs Wille ist Deutschlands Gesez und Königstreue Deutschlands Die Entstehung der Wildenbruch'schen Tragödie soll in die Religion, ruft er mehrfach aus. Aber sein rauber Herrenfinn wird Nationalökonomische Vortragskurse in London. Unser Zeit reichen, da wir noch mitten im Kulturkampfe standen. im harten Unglück milder; und als in der Weihnacht der Londoner Korrespondent möchte vor allem die Londoner Leser Danach hätte man es mit einem Jugendwerk Wilden- verfehmte, vom Bannfluch getroffene König die Liebe seiner des Vorwärts" darauf aufmerksam machen, daß von der bruch's zu thun, mit dem der Verfasser aber erst jetzt treuen Gattin erkennt, und als die Kindlein von Worms auf Geheiß" School of Economies and Political Science" für das Frühund offenbar in einer Neubearbeitung an die Deffentlichkeit tritt. ihrer Eltern gar mit Weihnachtsbäumchen kommen, da schmilzt jahr 1896 ein Kursus von sechs Vorlesungen über An die Jugendart Wildenbruch's mahnt auch das volltönende des Königs Hochmuth in Rührung. Nicht ein Fürst der Gewalt, die deutsche Sozialdemokratie eingerichtet worden theatralische Pathos, das im König Heinrich, dem Büßer von ein Fürst des Friedens will er werden. Seine Königserziehung ist. Diese Vorlesungen finden vom 6. Februar an regelmäßig Kanossa, das Ohr des Hörers stärker trifft, als es in den letzten ist auf sentimentalische Weise, die das Publikum zum Schluchzen Donnerfiags abends 8 Uhr statt, zwar vorerst in Dramen Wildenbruch's der Fall war. Auf eine Neubearbeitung brachte, beendet und er beschließt, nach Canossa zu gehen. So der Society of Arts", John Street, Adelphi, Strand. und ein Ausmerzen aller grell kulturkämpferischen Kraftphrafen wird mit weichen Sentiments Weltgeschichte auf den Brettern Vortragender ist der Herr Bertrand Russel, Master of Arts und darf man zunächst aus der Gestalt des Papstes Gregor erklärt. Fellow of Trinity College, Cambridge. Derselbe hat Deutschland wiederholt besucht und sich das Studium der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, ihrer Grundsäße und Politik zur besonderen Aufgabe gemacht. Er steht der Partei in verschiedenen Punkten fritisirend gegenüber, was natürlich, da eine durchaus sachliche Kritik zu erwarten ist, den Vorträgen nichts an Interesse nimmt. Druck erscheinen und ist durch den Sekretär der School of Ein detaillirter Prospekt( Syllabus") wird demnächst im Economies( 9 John Street 2c.) zu beziehen. Die Eintrittskarte für sämmtliche 6 Vorlesungen foftet 5 Schillinge. Die Schule für Dekonomie und Staatswissenschaften" ist von der" Fabian Society" mit dem Gelde, das ihr ein wohl. habendes Mitglied hinterlassen( gegen 200 000 M.) gegründet worden. Sie soll lerueifrigen Angehörigen aller Gesellschaftsflaffen, denen die Zeit und die Mittel zum Besuch der Universität fehlen, die Möglichkeit bieten, gegen mäßiges Honorar Vortragsund Uebungsfurse über die verschiedenen, in das Gebiet der ge nannten Wissenschaften gehörigen Gegenstände zu besuchen. Die Dozenten find Männer von Fach, die sich schon anderwärts als folche bewährt haben, wie Professor Munro von Owens College, Manchester, Professor Foxwell von University College, London, Herr Graham Wallas und Herr W. A. S. Hen ins( lekterer der Direktor der Schule) von der Universitäts- AusdehnungsGesellschaft. Majestät des Königs empört. Dann erinnerte sich der Dichter Operette Butts von Hans Löwenfeld wegen Erkrankung einer Im Alexanderplat- Theater ist die Aufführung der neuen an die Pflicht poetischer Objektivität, und dem Bilde des Papstes Mitwirkenden bis zur nächsten Woche verschoben worden. wurden Büge eines abligen Schwärmers und heroischen Fanatikers aufgeprägt. Dies Alles giebt keine komplizirte Ueber die Anwendung der Röntgen'schen Strahlen in Menschennatur, es läuft rein äußerlich nebeneinander her. der wundärztlichen Praxis theilt die Londoner medizinische Eine neue Seite feines hervorragend theatralischen Talents Beitschrift Lancet" den folgenden interessanten Fall mit: Im offenbart Wildenbruch im„ König Heinrich" nicht. Wildenbruch's Londoner Guy- Spitale liegt schon seit Monaten ein Matrose Helden sind die richtigen Theaterprinzen; und wenn ihr Inneres trant darnieder, dessen Extremitäten sich im Zustande vollkom dem wächserner Automaten gliche, nach außen stolziren sie immer mener Erstarrung befinden. Er fann weder gehen, noch stehen, im Purpur und Hermelin. Aber im Wettkampf der Dichter gab noch vermag er auch mit den Händen etwas zu greifen. Vor das Publikum diesmal dem Theatraliter vor den feineren Monaten hatte man ihn betrunken ins Spital gebracht. Auf dem Menschendarstellern den Preis, die nicht genug darauf achteten, Rücken, in der Gegend der Wirbelsäule, war eine kleine blutende daß die Bühne eben etwas von dem theatralischen Draufgänger- Wunde zu sehen, die indeß schon nach einigen Tagen wieder verthum eines Wildenbruch brauche. heilte, während der Krante selbst gelähmt blieb. Alle bisher anAn vorwärts treibende Kräfte unserer Zeit rührt Wilden gewandten Heilversuche erwiesen sich als fruchtlos. Dr. Williamson, bruch's Tragödie nicht und der große fulturgeschichtliche Gegensatz der Primärarzt der betreffenden Spitalsabtheilung, tam nun, der römisch- deutschen Rämpfe wird faum schwach angedeutet. alß er von den Röntgen'schen Experimenten las, auf die Idee, Darin ist Wildenbruch stets unfagbar naiv geblieben: auf der in der beschriebenen Weise mehrere Rückenpartien des Kranken " England. ftebe auf dem Standpunkt der„ Jungen" oder begünstige ste. 1 fogenannte fleine Straffammer zu Schweidnig am 20. Januar 1 Tas ist meines Erachtens nicht richtig; das„ Volt" hat das mit der erneuten Beweisaufnahme zu beschäftigen batte. Der London, 23. Januar. Bei der Wahl zum Unterhause in christlich- soziale Programm, auch das neue, beständig anerkannt Gerichtshof erkannte dahin: Das Urtheil des Echöffengerichts Belfast siegte der Kandidat der Konservativen, Sir James und vertheidigt. Aber es hat die schweren Irrthümer der wird aufgehoben und der Beklagte von der Anklage des groben Haslett, mit einer Majorität von 161 Stimmen über Turner, Jungen" nur flüchtig gemißbilligt, nie andauernd bekämpft. Das letztere aber ist gegenwärtig noth- Instanz werden der Staatstaffe auferlegt. Die Straftammer den Kandidaten der irischen Unabhängigkeitspartei. = wendig, um den alten christlich sozialen Gedanken vor Miß- war mit dem Schöffengericht der Ansicht, daß der Hochruf auf verständniß und Mißdeutung zu bewahren. Nach beiden Rich die revolutionäre" Sozialdemokratie unter Umständen tungen, der fonfervativen wie der jüngeren christlich- sozialen, wird wohl einen groben Unfug darstelle. In dem vorliegenden Falle das„ Volk" seine Frontstellung berichtigen müssen, sei aber das Publikum nicht belästigt, beunruhigt oder gestört wenn es in der allgemeinen sozial- konservativen Bewegung Nutzen worden, mithin müsse der Angeklagte freigesprochen werden. schaffen und fegensreich wirken soll. Daß dies bald geschieht, liegt ebenso in unserem wie im konservativen Interesse." - Für den Befähigungsnachweis der Hand werker will die sächsische Regierung nach einer im schränkung, daß die Anwendung eines derartigen Gesetzes den Einzelstaaten überlassen werde. Wenn die Reichsgefeßgebung den Befähigungsnachweis in diesem Sinne zulaffe, so werde die sächsische Regierung von der ertheilten Befugniß doch nicht ohne weiteres und allgemein Gebrauch machen, sondern erwägen, ob und in welcher Ausdehnung sie anzuwenden sei. - Prinz Heinrich von Battenberg ist als bisher einziges Opfer des Aschanti- Feldzuges am Fieber gestorben. Er war ein jüngerer Bruder des Prinzen Alexander, späteren Fürsten von Bulgarien, und heirathete 1885 die jüngste Tochter der Königin Vittoria von England, die Prinzessin Beatrice. Es wurde in England viel Aufhebens davon gemacht, daß der Schwiegersohn der Königin mit in den Krieg gegen die Aschantis Marsche ins Junere. Der Prinz wurde denn auch sehr bald dort nicht zu erwarten waren, wohl aber Schwierigkeiten beim vom Fieber ergriffen, fehrte nach der Küste, nach Cape Coast Castle zurück und verstarb auf dem Schiffe, das ihn heimbringen sollte. " Berichtigt" das„ Volk" seine Frontstellung" nicht, Landtag jetzt abgegebenen Erklärung stimmen unter der Ein- 80g, obwohl man doch im voraus wußte, daß ernstliche Kämpfe " dann kann Adolf seine Hände in fonservativer Unschuld waschen und mit einem Blick nach oben sagen: Ich habe das Meinige gethan! Graf Limburg Stirum thun Sie das Ihrige:" -GO Der Neger als thierischer Motor. Leist und Wehlan haben noch nachträglich eine indirekte offizielle Rechtfertigung erfahren. In der dem Reichstage zugegangenen Denkschrift über die Entwickelung der deutschen Schußgebiete im Jahre 1894/95 heißt es auf S. 83 bei der Besprechung der Transportmittel in Deutsch- Ostafrika wörtlich: " An thierischen Motoren stehen außer dem Neger in Ostafrika zur Verfügung der Ochse und der Esel bezw. daß Maulthier." Also der Neger wird in der amtlichen Denkschrift der Kolonialverwaltung mit dem Bich auf eine Stufe gestellt. Dies klassische Eingeständniß der amtlichen Auffassung Naumburg, 23. Januar. Die Revisionsverhandlung des Oberlandesgerichts in Sachen des Redakteurs Hülle von der Thüringer Tribüne" gegen den Ersten Staatsanwalt Lorenz am Landesgericht Erfurt ist vertagt worden, weil Hülle die Mit glieder des Gerichtshofes als befangen ablehnte. " mit der schon erwähnten Amnestie ist in unserem Herzogthum Koburg, 19. Januar. Bedingte Begnadigung. Gleichzeitig eine Aussehung der Strafvollstreckung angeordnet für diejenigen Verurtheilten, für die bei längerer guter Führung eine Begnadigung in Aussicht genommen werden kann. " München, 23. Januar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Unsere Genossen im Landtage brachten heute folgenden Antrag vom Neger ist von irgend einem Kolonial- Bureaukraten ein: Die Kammer wolle beschließen: Die königliche StaatsBureaukraten, die so eine Denkschrift durchzusehen und zu regierung sei zu ersuchen: formulirt und von den sämmtlichen übrigen Kolonial genehmigen haben, anstandslos angenommen worden. 1. bei künftigen Anstellungen von Assistenten der Fabrik. Darin liegt die Bedeutung dieser gemüthvollen amtlichen und Gewerbe Inspektion auch geeignete Personen Feststellung" vom Werthe des Negers als thierischer Motor. aus dem Arbeiterstande zu berücksichtigen, sowie Wenn wir übrigens vorhin sagten, Leist und Wehlan 2. in den Etat der nächsten Finanzperiode eine Forderung hätten dadurch eine indirekte offizielle Rechtfertigung er- für die Anstellung von zunächst einem weiblichen Assistenten fahren, so müssen wir das allerdings etwas einschräufen; einzustellen. denn wir glauben immerhin nicht, daß selbst der fragliche Kolonial- Bureaufrat es billigen würde, wenn dem Ochsen und dem Esel bezw. Maulihier" der Rücken zu rohem Beefsteak mit der Nilpferdpeitsche zerklopft würde. g " als die Arme Rußlands geworfen und dem Zaren das Recht eingeräumt habe, überallhin in der Türkei Truppen marschiren zu lassen. Das würde auf einen politischen Selbstmord ber Türkei hinauskommen und deshalb erscheint die Geschichte höchst unglaubwürdig. V Desterreich. Frankreich. Ueber die neue Einkommensteuer, wie das Ministerium Bourgeois fte plant, erfährt der„ Temps", daß die Einfünfte unter 2500 Fr. frei, diejenigen von 2300 bis 50 000 Fr. einer Progreffivsteuer von 1-5 pet. und diejenigen über Die neue Steuer tritt au stelle der perfönlichen Mobiliar und an der Thür- und Fenstersteuer. Die sogen. Patent- und die Grundsteuer bleiben bestehen. " Ein eigenartiges Zusammentreffen ist es, daß den Gatten der Prinzessin Beatrice ein ganz ähnliches Schicksal ereilt hat, wie den Prinzen Napoleon( Lulu), der darauf rechnete, die Prinzessin Beatrice zu heirathen, deshalb am Zulu- Feldzug in Südafrika sich betheiligte und bei einem Patrouillenritt von den Bulus überfallen und mit Epeeren getödtet wurde. Türkei. nische Nationalliga, der Huntchack, welche eine Art GeheimKonstantinopel, 23. Januar.( G. N. of G.) Die arme bund bildet, verlangte am Dienstag durch eine Teputation von dem reichen armenischen Bankier Carguesoglon zehntausend Pfund türkisch und entfernte sich, als er sich weigerte, dem Verlangen nachzukommen, unter Drohungen. Gestern wurde der Bankier bei hellem Tage auf der Straße in Pera erschossen. Stumm kontra Paffor Köhlichke. Aus Sangerhausen wird uns, datirt vom 28. Januar, geschrieben: " Ein Privat Beleidigungs- Prozeß, der lebhaft an den im Juni 1891 stattgefundenen Bochumer Steuerprozeß erinnert und schon mit Rücksicht auf die in betracht kommenden Persönlichkeiten großes Aussehen machen dürfte, gelangt heute vor dem Schöffengericht des hiesigen fönigl. Amtsgerichts zur Verhandlung. Im März 1895 erschien im Verlage von Reinhold Werther zu Leipzig eine von dem Pastor Kößschte hierselbst verfaßte Broschüre unter dem Titel: Offener Brief an den Herrn ReichstagsIm niederösterreichischen Landtag wurde Abgeordneten, Geheimen Kommerzienrath Freiherrn v. Stumm von den Antisemiten anläßlich eines Dringlichkeitsantrages des und Genossen, von Hermann Kößschfe". Der Verfasser, der sich Die Tenkschrift schweigt übrigens bezeichnenderweise Abg. Queger auf ungefäumte Vornahme der Wiener Gemeinde zur chriftlich- sozialen Partei Naumann'scher Richtung befennt, Die Tentschrift schweigt. übrigens bezeichnenderweise rathswahlen eine stürmische, von Beschimpfungen und Verdächti- wendet sich in dieser Broschüre in einem" offenen Brief" an den über die Kulturthaten des Leist und Wehlan sich schamhaft gungen gegen die Regierung strozende Debatte veranlaßt. Freiherrn v. Stumm und bemerkt in demselben in der Einleitung: aus. Es wird nur mitgetheilt, daß mit dem System der Queger bezichtigte die Regierung der Willkür und fort sogenannten Pfandweiber, also der Schuldknecht währender Gesegesverlegung. Die Jungczechen wurden einstmals wickelung angekommen, wie sich das bald immer mehr zeigen wird. Wir Chriftlich- Sozialen find an einem Wendepunkt unserer Entfchaft gebrochen worden ist; aber welcher Mißbrauch als eine sonderbare Gesellschaft bezeichnet, jetzt werden sie zu wir galten bisher- namentlich die evangelischen Arbeiterdamit getrieben ist, davon findet sich kein Wort den Hoftafeln beigezogen; er warnt, die Krone als Agitator vereine als eine Beschwichtigungspartei, als eine Partei, die einen im Bericht, ebenso wenig auch, daß Assessor zu verwenden. Abg. Pacher sagt, die Regierung fei Damm gegen die Sozialdemokratie bilden soll, die nebenbei auch Wehlan die körperliche Büchtigung bereits zur gewohnheitsmäßigen Gesetzesver unschuldige sozialpolitische Vorträge an der Hand eines Befferungsmittel gegen säumige Schuldner, sowie als Präsident Holzinger als gewohnheitsmäßiger auf dem Punkte, eine reine Arbeiterpartei zu werden, die die legung gelangt, sowie der Landesgerichts- patriarchalischen Kompendiums halten mochte. Wir stehen jetzt Mittel zur Erpressung von Geständnissen ge- Justiz mörder in der ganzen juridischen Welt Interessen der Arbeiter mit derselben Unerschrockenheit vertritt, wissermaßen amtlich anwandte und sich vor Gericht darauf bezeichnet werde. Redner behauptet, dem Polen Badeni wie die Sozialdemokratie. berief, daß er sich damit nur an die bisherige Uebung Hochverrath nachweisen zu können. Der Tringlichkeitsantrag der Herren von Bildung und Besis" zu ihren Gegnern. Ja, Wir werden aus Schleppenträgern halte. Nur immer vertuschen, was dem Publikum anstößig wurde, wie schon gemeldet, mit den Stimmen der Liberalen und wir werden bald" schlimmere Gegner fein als die Sozialdemokraten. erscheinen könnte das scheint nach altem bureaukratischem der Großgrundbefizer abgelehnt. Wir richten unseren Brief an Sie, hochgeehrter Herr, als den Brauch auch in Afrika die Losung bureaukratischer Kultur entschiedensten unserer Gegner, berühren aber auch einige Aeuße träger zu sein. rungen Ihrer Helfershelfer. Ihren Unwillen hat unsere Sache Russisch türkisches Bündniß? Ein englisches zuerst erregt bei der Bildung des christlichen Gewerkvereins der Sensationsblatt, die Pall Mall Gazette", hat die Nach floßes waren Vorgänge in Ihrer Heimath, im Saargebiet. Bergleute in Rheinland und Westfalen. Der zweite Stein des richt in die Welt gesezt, daß die Türkei sich vollständig in 50 000 Fr. einer solchen von 5 pet. unterworfen sein werden. Bum Ueberlaufen tam der Groll im Reichstage. Daher foll drehen. Daß gerade jetzt Ihr Zorn uns Chriftlich Soziale getroffen hat, liegt in unserer energischeren Aktion, die freilich schon längst vorbereitet ift, namentlich durch Echaffung eines Programms im Jahre - Unser Genosse Vaillant begründete in der 1892. Dagegen ist nicht erst seit den letzten Monaten, sondern Rammerſigung vom Dienstag( 21. b. M.) eine Inter- schon von jeher von Ihnen jede selbständige Arbeiterbewegung, Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. In pellation über die Arbeitslosigkeit. Es ist un auch die maßvollste bekämpft worden. Schon im Jahre 1887 Frankfurt a. D. hat die Staatsanwaltschaft gegen den umgänglich," fagte Redner, daß sich die Kammer mit dem gegen versuchten Sie den Mann, der evangelische Arbeitervereine im Genossen Fritz Hansen aus Berlin ein Verfahren wegen wärtigen Stand der Dinge beschäftigt und nach Mitteln zur Saargebiete zu gründen unternahm, um sein Brot zu bringen; Majestätsbeleidigung eingeleitet. Das Vergehen soll Genosse Abhilfe sucht. Die Arbeitslosigkeit egistirt erst seit Er- und Ihr Verdienst war es nicht, wenn Ihre Denunziation bei Hansen in einer Versammlung des dortigen Sozialdemokratischen richtung des kapitalistischen Regimes( Ausrufe.) Die Einführung dem Arbeitgeber nicht den erwünschten Erfolg hatte. Als dann Arbeitervereins begangen haben. der Maschine in die Werknätten ist einer der hauptsächlichsten die evangelischen Arbeitervereine in Ihrer Heimath troh Ihres In Halle stand am 21. Januar wegen Prinzen- Faktoren des Uebels. Die Gewinnsucht der Arbeitgeber hat die Armee Widerspruches, unter dem beängstigenden Eindrucke der beleidigung nach dem§ 97 des Str.-G.-B.( Beleidigung der Arbeitslosen erzeugt. Die Arbeitslosigkeit wird erst mit Gährungen während des Streifjahres 1889/90 das Licht der eines Mitgliedes des töniglichen Hauses), unter Anklage dem kapitalinischen Regime verschwinden, doch kann man schon Welt erblickten, da haben Sie Ihren Arbeitern den Wunsch fund der Schuhmachermeister Karl Borwoll, geboren in jetzt auf Verminderung ihrer Folgen sinnen. Zunächst muß eine gethan, und das ist nach Lage der Dinge so gut wie befohlen, Lissect, 42 Jahre alt. Als seitens der Staatsanwaltschaft bei Statistit die genaue Zahl der Arbeitslosen und die Umstände, von diesen Vereinen sich fernzuhalten, trotzdem dieselben gerade Beginn der Verhandlung ein Antrag auf Ausschluß der Deffent- unter welchen sie arbeitslos wurden, fenstellen, wie eine solche an der Saar einen außerordentlich friedlichen Charakter entfalteten lichkeit gestellt wurde, da durch die öffentliche Verhandlung mög- in England besteht, wo die Obrigkeit sich sorgsamer mit diefer und lediglich praktische Arbeit trieben, Sterbefassen gründeten, licherweise die öffentliche Ordnung gefährdet werden könne, pro- wichtigen Frage beschätigte, als in Frankreich. Der höhere Bibliotheken einrichteten, Anregungen zu Haushaltungsschulen testirte der Angeklagte gegen den Ausschluß mit dem Bedeuten, Arbeitsrath erstrebt, wie es scheint, eine derartige Untersuchung, gaben und über Wohnungsverhältnisse verhandelten." An einer daß jeder hören fönne, was er gesagt habe. Der Gerichts- doch nicht umfassend genug. Sie muß permanent sein anderen Stelle der Broschüre heißt es:„ Eins hat man hof verkündete aber den Ausschluß der Deffentlichkeit. Nach und auf alle Arbeiterkategorien ein außerordentlich wohl angewendet werden, Ihnen bisher immer nachgerühmt, ein außerordentlich wohl Wiederherstellung derselben wurde die Verhandlung behuss wie dies im Kanton St. Gallen der Echweiz der Fall ist. Die thätiger Arbeitgeber zu sein. Nun, ich bin auch in Neunkirchen Ladung einiger Zeugen vertagt. Wie nachträglich mitgetheilt Versuche der Untersüßung durch die Arbeiter selbst fönnen nicht gewejen, dem Orte, wo Ihr größtes Werk besteht. Aber von wurde, hat die Staatsanwaltschaft die Kleinigkeit von einem genügen, den Gefahren der Arbeitslosigkeit hinlänglich abzuhelfen" größeren Wohlfahrtseinrichtungen, etwa wie bei Krupp in Essen, Jahre Gefängniß gegen den Angeklagten beantragt. De( Laute Unterhaltung einiger Parlamentsmitglieder unterbricht den habe ich dort wenig gemerkt. Ich habe weiter nichts gefehen, nunzirt worden war der Angeklagte durch den Schreiber Redner). Abg. Fabérot( Sozialist):„ Wenn man von Thalern als wenige bescheidene Arbeiterwohnungen. Man sagt, daß Sie Hohmuth aus Halle, ein Mann, der früher Polizei redete, würden sie aufmerksamer zuhören". Baillant führt aus, schon sehr alte Kaffen haben zum besten Jbrer Arbeiter. Mag fergeant gewesen ist. daß das einzige Mittel, der Arbeitslosigkeit zu steuern, darin fein. Unsere Großindustrie steht in dem Rufe: mit der besteht, den Arbeitern bessere Arbeitsbedingungen zu sichern. einen Hand zu geben, mit der anderen zu nehmen. Redner hofft, hofft, daß die Arbeitskommission ihre dies In Neunkirchen berieth man neulich über eine neue Ges Regierung die weitestgehende und bezügliche Diskussion beschleunigt, und verlangt von der meindeſteuer. Sie tommen felten in den Stadtrath, Herr vollkommenste Freiheit Freiherr, diesmal aber waren Sie da. Der Bürgerfür die Arbeitersyndikate( Gewerkschaften), sowie die Gröffnung meister schlug eine Erhöhung des Waffergeldes um einige Pfennige von Arbeitsbörsen in allen größeren Fabritstädten, desgleichen pro Rubikmeter vor. Ihnen lag daran, diesen Vorschlag auf die Gründung einer Hilis- und Versicherungstaffe für Arbeitslose, alle Fälle durchzudrücken. Das große Stumm'sche Werk hat wie eine solche in St. Gallen besteht. Vaillant schließt mit der nämlich einen Vertrag auf viele Jahre mit der Stadtverwaltung - Der Verein Berliner Presse hat gestern auf Erklärung, daß die von ihm gemachten Vorschläge nicht definitiv abgeschlossen, welcher diese verpflichtet, dem Werke für einen beAntrag des Herrn Vollrath eine Kommission gewählt mit dem find. Die definitive Lösung der Frage fann allein die stimmten Preis das Wasser zu liefern. Der Vorschlag ging Auftrage, zur Berathung der Justiznovelle fofort eine Petition Revolution bringen."( Beifall auf der äußersten Linken.) durch. Sie zahlen also von der neuen Steuer feinen Pfennig, an den Reichstag zu richten wegen Beseitigung des sog. Handelsminister Mesureur antwortete, die Regierung da Ihnen der Preis vertragsmäßig nicht erhöht werden fliegenden Gerichtsstandes der Presse. Es foll werde thun, mas sie thun tönne. Sie. fönne aber darf. Die Zeitungen brauten kein Wort von diesen Vergefordert werden, daß die Verfolgung von Preßvergehen nur nichts thun, was gegen die Grundlagen der bürgerlichen Gesell- handlungen, wohl aber davon, daß Sie zur selben Beit am Erscheinungsort der Zeitung anhängig gemacht schaft verñoße. Hierauf nahm die Kammer mit 408 gegen einen erheblichen Betrag zur Erneuerung der evangelischen 88 Stimmen eine Tagesordnung an, die diese Erklärung billigte. Kirche beigesteuert haben. Neunkirchen ist gemeindlich in zwei Wenn die Bourgeoisblätter nun glauben, die Sozialisten würden Theile getrennt, in Ober- und Nieder- Neunkirchen. Zu Nieders Eine Berichtigung zum Partamentsbericht vom 22. d. m. versendet das Oldenberg'sche Bureau: In den nun auf den Sturz des Ministeriums Bourgeois hinarbeiten, so Neunkirchen steht Ihre Fabrit mit wenigen Beamtengebäuden. Ausführungen des Abg. v. Kröcher ist gegen den Schluß hin durch irren sie sich sehr. Taß dieses kein sozialistisches ist, das Ta hier weder Kirchen noch Schulen siehen, so haben Sie sehr Ausfall eines Eazes und durch einen Schreibfehler eine Un- baben sie von Anfang an gewußt und verlangen von ihm geringe Kommunallasten, während Ober- Neunkirchen mit den richtigkeit entstanden. Es muß heißen: auch gar feine sozialistischen Maßregeln,„ die gegen tausenden Ihrer Arbeiter die Lasten für Sie und Ihre Arbeiter " Der Elfer Ausschuß hielt am 6. Juli eine Sigung ab, weil die Grundlagen der bürgerlichen Gesellschaft verstoßen". ziemlich allein zu tragen bat. Einer wiederholt geplanten Verdie Kreuz- Zeitung" ihn Hammerstein Das wäre ja auch eine grenzenlose Naivetät".. immer noch zeichnen einigung dieser beiden Orte haben Sie sich bisher mit Erfolg ließ; das Kuratorium wurde aufgefordert, zu erklären, daß Paris, 23. Januar. Die Die von den 21 Abgeordneten und mit Beiseitedrängung Ihrer Gegner widersetzt. Hammerstein keinen Einfluß auf die„ Kreuz- Beitung" mebr ausübe. und Senatoren gegen die" France" wegen Verleumdung und Laune heraus geradezu gegen den Fortschritt. Von Luisenthal Zuweilen ist der Großfapitalismus aus einer eigensinnigen Wenn das Komitee diese Erklärung nicht abgebe, dann werde Veröffentlichung ihrer Namen in der Liste der 104 angestrengten führt über Malstatt- Burbach eine Dampf- Straßenbahn bis St. der Elfer- Ausschuß eine Erklärung erlaffen, worin er jede Be Prozeffe werden voraussichtlich am 16. Februar vor dem Echwur- Johann und ein Stück darüber hinaus bis an die Stelle, wo ziehung zur Kreuz Beitung" ablehnt. Danach trifft alfo( statt gericht der Seine beginnen. Die Anklagekammer hat beschlossen, das hochehrwürdige Echloß Ew. Hochwohlgeboren in Sicht kommt. allein) die Leitung der Partei an der Verschleppung der Sache daß sämmtliche 21 Prozesse hinter einander vor einem Gericht Es fehlt bis zum Dorfe Brebach eine Strecke von etwa 10 bis feine Schuld." zur Verhandlung tommen sollen. Die Vertheidigung der 15 Minuten. Lange find schon verschiedene Interessenten " France" hat der ehemalige Polizeipräfekt Andrieux über- bemüht, die Weiterführung der Bahn bis Brebach zu erlangen. nommen. Ganz Brebach wünscht die Verbindung. Jmmer ist die Sache Paris, 28. Januar. Wie aus Zoulon gemeldet wird, hintenan gehalten worden, weil, wie der Volksmund sagte, wurde auf dem Panzerschiff Formidable" beim Abfeuern einer v. Stumm und Böcking befürchten, daß ihre Kutschpferde vor Kanone infolge eines Fehlers am Geschoß ein Kanonier getödtet, der Dampfbahn scheuen. Doch die Straßenbahn ließ nicht nach; ein zweiter schwer verleßt. fie trieb die Sache bis an den Kreisausschuß. Alle Vertreter * Deutsches Reich. - Sonntagsruhe auf den preußischen Eisen bahnen. Nachdem der Wagenmangel nunmehr größtentheils beseitigt ist, soll die Sonntagsruhe im Güterverkehr der preußischen Staatsbahnen demnächst wieder im früheren Umfange hergestellt werden. werden kann. - Ist ein Hochruf auf die„ revolutionäre" Sozialdemokratie grober Unfug? Vom Wüftegiers. dorfer Schöffengericht war in der Sigung am 18. Tezember v. J. der Schuhmachermeister Karl Großer aus Blumenau wegen groben Unfugs zu zwei Wochen Haft verurtheilt worden; gegen dieses Erkenntniß legte der Berurtheilte Berufung ein, weshalb sich die her Behörden, nämlich der Gisenbahnverwaltung, der Militär- stimmung, die dem Angeklagten das Recht geben sollte, zu ver-| Agitationskommission beauftragt, sich mit der Frage zu befassen, verwaltung u. f. w. sind einverstanden, Sie allein widersprachen langen, daß in der Berufungsinstanz nicht die bekanntlich un- ob es nicht möglich ist, einen Voltskalender unentgeltlich an die und erklären sich nur einverstanden, wenn eine elektrische Bahn zulänglichen Protokolle über Zeugenaussagen zur Verlesung Landbevölkerung abgeben zu können. Nächsten Winter soll außer= gebaut wird. Diese würde weniger Geräusch machen, sodaß man gelangen follen, sondern daß die Zeugen auf Verlangen dem ein Flugblatt herausgegeben werden. anfängt das zu glauben, was der Volksmund sagt, daß die persönlich auch in der Berufungsinstanz gehört werden Der Stand der Presse wird als nicht ungünstig angegeben, muthigen Roffe der Herren St. und B. mächtiger sind, als alle müssen. Abgeordneter Schmidt( Warburg) versuchte dem- obwohl feine wesentliche Erhöhung des Abonnentenstandes zu Weisheit des Kreisausschusses. Um der muthigen Rossen willen selben Gedanken durch einen Vorschlag zu§ 366 St.-Pr.-D. verzeichnen ist. soll also der ganze Bahnbetrieb geändert werden!" Ferner schreibt Pastor Kößschke: ... Ausdruck 311 geben. Zur Vereinfachung der Sache Als Reichstagskandidat wurde für den Wahlkreis Eschwege Schmalkalden Wizenhausen der Zigarrenmacher Ge nosse W. Hugo in Eschwege aufgestellt. Amnestirt wurden weiter die Genossen Schmidt in Zwickau, Röder in Schneeberg, Schmidt in Neumark und Reiher in Oberplaniz. Reiher hatte noch 50 M. Geldstrafe aus der Bubensück- Affäre" mit Hans Blum zu bezahlen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " lage zogen zu gunsten des Schmidt'schen Antrages unsere Ge Gott sei Dank, wir Christlich Sozialen haben uns glück nossen ihren Antrag zurück. Lebhaft wurde auch dieser Antrag licherweise von der früher in unserer Kirche ziemlich allgemein von den Regierungsvertretern bekämpft. Giner derselben, ein üblichen Ansicht, daß die heutigen Zustände vollkommene und ehemaliger Staatsanwalt, glaubte zur Unterstützung seiner gottgewollte feien ein Umstand, der die Sozialdemokratie Ansicht auführen zu können, daß im Sinne des Vaters des Andirekt, in's firchenfeindliche Lager treiben mußte gründlich los- trages, des Abg. Stadthagen, die Annahme ja liege, da gemacht. Der Glaube, daß unsere Verhältnisse die denkbar besten diefer grundsäglicher Gegner der Vorlage sei. Ihm wurde von und höchstens in einigen Kleinigkeiten noch auszubessern wären, Stadthagen gründlich heimgeleuchtet, der sich gegen diese ist zwar den mittelparteilichen Politikern, die heute am fräftigsten Art des Kampfes und gegen solche Unterstellung energisch- Telegraphisch wird uns gemeldet, daß der Parteis, am Strange der Reaktion ziehen, hübsch bequem. Dabei fann verwahrte. Er sei lebhafter Anhänger einer Prozeß genosse Rödiger und der Trucker der„ Reußischen Tribüne", man mit großer Ruhe eine Stunde länger schlafen und dann ordnung, die das Verfahren gerecht und schnell gestalte; solche Genosse Stroh in Gera von der Anklage, das fürstlich mit Behagen seinen Morgenkaffee trinken, trinken, mögen die zu gestalten, sei Sache der Kommission, nicht aber alle Ver- Reußische Ministerium beleidigt zu haben, heute freis Fabriken schon längst ihren schrillen Pfiff haben ertönen besserungen, wie es den Herren erwünscht zu sein scheine, abzugesprochen sind. Lassen, der Vater und Mutter eiligst von Hause fort- lehnen, weil die Regierung sie nicht wolle. Der Regierungsgetrieben, während die Kinder sich hilflos daheim befinden. vertreter bat um Entschuldigung, wenn er die Ausführungen des Dabei kann man mit selbstbewußter Miene die bettelnden Abgeordneten Stadthagen im Plenum falsch aufgefaßt habe. Arbeitslofen abweisen, ohne sich in seiner Gemüthsruhe beim Der von Stadthagen angeregte Verbesserungsvorschlag Der Tischlerstreik in Mulda i. S. dauert un Mittagsmable stören zu lassen, sie wollen ja nicht arbeiten, dann wurde dann von der Kommission angenommen.§ 370 wurde verändert fort. mögen sie auch hungern." An einer anderen Stelle fritisirt Pastor mit unwesentlichen Aenderungen, die vom Abg. Beckh vorIn Braunschweig haben 9 Nähmaschinen und Kößschke das ablehnende Verhalten des Freiherrn v. Stumm, geschlagen waren, einstimmig angenommen. Abg. Nintelen Ofenschleifer der Firma Grimme. Natalis gegenüber den von den evangelischen Arbeitervereinen im Saar( Zentrum) beantragte als§ 371a folgende Bestimmung u. Comp. die Arbeit wegen einer Lohnreduktion eingestellt, gebiete geplanten Errichtungen eines Auskunfts- und Rechts- im Interesse der Billigkeit und Gerechtigkeit einzu darunter 8 Familienväter mit zusammen 26 Kindern. Als bureaus. schalten: Erfolgt zu gunsten eines Angeklagten die Auf Grund der Lohnreduktion gab die Braunschweiger Firma an, hebung des Urtheils wegen Gesegesverlegung bei Anwendung daß eine Berliner Handlung die Maschinen billiger zu beziehen des Strafgesetzes und erstreckt sich das Urtheil, soweit es auf- wünsche. gehoben wird, noch auf andere Angeklagte, welche die Berufung Die Lithographen, Stein, Kupfer, Zink- und Licht nicht eingelegt haben, so ist zu erkennen, als ob sie gleichfalls die drucker werden darauf aufmerksam gemacht, daß ihre Kameraden Berufung eingelegt hätten." Selbst diesen Antrag bekämpften in Prag vor einer Lohnbewegung stehen, bei der sie der die Regierungsvertreter. Er wurde aber angenommen. Nächste Solidarität auch der deutschen Berufsgenossen dringend bee Sigung: Freitag Vormittag 10 Uhr. dürfen. " Die Evangelischen fragen, so heißt es in der Broschüre, warum läßt man die Ultramontanen in ihrem Volksbureau schalten und walten, wie sie wollen? Warum entläßt man die Arbeiter nicht, die seit 1/2 Jahren daran theilnehmen? Warum hintertreibt man die Gründung des evangelischen Bureaus, an deffen Spize Leute stehen, an deren Loyalität nicht zu zweifeln ist? Die ultramontanen Zeitungen leisten seit Jahren Erfleckliches in der Verhegung der Arbeitgeber vollständig im Sinne des " Gewerkschaftliches. Borwärts". Sie lieferten fogar feinerzeit dem sozialdemokra. 28. 08. Mts., die zum§ 1 der Vorlage gestellten Anträge: Depeschen und lehte Nachrichten. Die Margarine- Kommission berieth am Donnerstag, den tischen Rechtsschußverein und seinem Blatte„ Schlägel und Eiſen" 2: Gastwirthe und Reſtauere, lechers: einen Redakteur. Die ultramontanen Vereine sprießen wie Pilze verbrauchen, haben das in den Speisezetteln zu vermerken, und 1. Humann: Margarine aus der Erde und haben sich als die treuesten Stüßen des 2. v. Plög, v. Dallwig: In allen Verkaufsräumen von seiner heutigen Sitzung dem Entwurf eines Einführungsgesetzes Berlin, 23. Januar.( B. H.) Der Bundesrath ertheilte in Zentrums bewährt. Nicht das Geringste thut man dagegen. the Liebe, Königstreue, Beförderung friedlichen Einvernehmens zwischen Arbeiter und Arbeitgeber auf ihre Fahne geschrieben und stets für freifonservative und nationalliberale Wahlen gearbeitet haben, wird in jeder Weise ihre Eriftenz erschwert. Ist das nicht unbesonnen, vor allem nicht auch unparitätisch? Und wie vereinigt fich eine solche ungerechte Behandlung der Evangelischen mit Ihrem Ausspruche, daß Sie ein treuer Sohn Ihrer Kirche sein wollen? Welches ist da der Begriff eines treuen Sohnes der evangelischen Kirche?" 4 wurde gegen " Den evangelischen Arbeitervereinen, die seit Jahren gegen schaften, in denen Ersatzmittel für Butter und Schmalz zur Be zu dem bürgerlichen Gesetzbuch für das Teutsche Reich in Platate angebracht werden, welche die Aufschrift tragen: Zusaß schreibt, in vier Abschnitte. reitung von Nahrungsmitteln verwendet werden, müssen deutliche nimmung. Der Entwurf zerfällt, wie die Berl. Korr." Der erste Abschnitt enthält all von Margarine. Nachdem vom Direktor des Reichs- Gesundheitsgemeine Vorschriften. Als Bundesrath im Sinne des Einführungse amts darauf hingewiesen war, daß ein chemischer Nachweis von gesetzes und des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt auch Elsaßführbar sei, und von Wurm, daß durch solche Anträge nur Bürgerlichen Gesetzbuchs zu den Reichsgesehen und der dritte Margarine bei Speisen, die natürliches Fett enthalten, undurch Lothringen. Der zweite Abschnitt behandelt das Verhältniß des der Spigelei und Denunziationssucht Vorschub geleistet werde, das Verhältniß zu den Landesgesehen. Der letzte Abschnitt entabgelehnt, der Antrag Humann mit 11 gegen 9 Stimmen der Antrag Plötz mit 7 13 Stimmen hält Uebergangsbestimmungen. Weißenfels, 23. Januar.( B. H) Auf der Mariengrube Im Anschluß hieran heißt es an einer anderen Stelle: tönigl. Polizeipräsidium in Berlin angeschaffte, vom Berliner explosion zwei Arbeiter schwer und ein Ingenieur leicht verlegt. angenommen. Auf Anfrage Wurm's, ob etwa der vom zu Deuben wurden bei einer neuerdings stattgefundenen Refsel= Unter dem Schuße der Stumm'schen Parität fand am 11. Februar Gerichtschemiker Dr. Bischoff erfundene Apparat, wirklich im Dies ist innerhalb 4 Monaten der 3. Unglücksfall. im Saale des fatholischen Gesellenhauses zu Neunkirchen stande sei, in 15 Minuten eine Butteruntersuchung richtig aneine glänzende Bergarbeiter- Versammlung statt, die den Grund Wien. 23. Januar.( W. T. B.) Aus Teheran werden Christens legte zu einem Verbande der katholischen Berg- und Hütten- daß ein Urtheil über die Abschmelzprobe in der Denkschrift ent- und Sonntag stattgefunden haben. Gegen die fanatische Menge zuführen, erwiderte der Direktor des kaiserl. Gesundheitsamts, hehen bedrohlichen Charakters gemeldet, die dort am Sonnabend arbeiter- Vereine. Er ist stroß Ablengnung der St. Johanner halten sei; demnach ist diese Probe sehr trügerisch. Alsdann war das Militär machtlos. Die Ursache der Tumulte wird auf Volks- Zeitung" ein evangelischen Arbeitern bei Strafe der Entlassung schon vor der das Gerücht zurückgeführt, daß zwei Wärter der Firma Hoß und Sohn in Julfa, die infolge Kohlendunst Einathmung erstickt waren, von den Christen ermordet worden seien. Die Europäer mußten ihre Häuser und Geschäfte schließen. Zeit verboten wurde." Den war, daß derselbe nicht die betrügerische, sondern die berechtigte Konkurrenz bekämpfe und ein Volksnahrungsmittel minderwerthig ache, außerdem aber die heimische Industrie und Landwirth schaft schädige, da dann Milchmargarine vom Ausland fommen werde. Der Antrag Klose wurde mit 11 gegen 9 Stimmen angenommen. resident Laroche von der Königin hat unterzeichnen lassen. Durch diesen Vertrag ist Madagaskar zur französischen Befizung erklärt worden; die Stellung der Königin und die Berwaltung durch Eingeborene find indessen beibehalten worden. wurde über§ 2 verhandelt, zu dem ein Antrag Klose vor lag, der ursprünglich auch verlangte, daß das vor 15 Jahren Aus Anlaß dieser Broschüre hat Freiherr von Stumm übliche Verfahren bei Herstellung der Margarine noch weiter gegen Pastor Kößschte die Privat- Beleidigungsflage eingeleitet. angewendet werde. Nachdem durch den Vertreter des kaiserlichen Gesundheitsamts der Antragsteller belehrt war, daß dieser Während dem Vernehmen nach Pastor Kößschte für alle in der Theil des Antrages von fachmännischer Ünfenntniß zeuge, zog der hiesigen Handelsbank wurde heute Morgen ver Nenenburg, 23. Januar.( W. Z. B.) Der Direttor Broschüre enthaltenen Behauptungen den Wahrheitsbeweis führen Abg. Klofe diesen Theil zurück und hielt nur den übrigen auf haftet. Man erwartet auch die baldige Verhaftung des Unters will, erbietet sich der Privatkläger, Freiherr v. Stumm zur recht:" Bur Herstellung von Wargarine darf von Milcherzeug direktors. Bei der Revision der Bücher hatte sich ein Defizit von Führung des Gegenbeweises. In der sehr umfangreichen Privat- nissen nur durch Zentrifugiren gewonnene Magermilch mit einem 1 750 000 Franks ergeben, welches durch Börsenoperationen des flageschrist wird ausgeführt: daß die Wohlfahrtseinrichtungen des Neunkirchener Eisenwerks" sich mit denen aller anderen In- Fettgehalt von höchstens 0,05 pt. benutzt werden; auch dürfen Direktors verursacht war. Der Schaden ist durch den Reserve dustriellen wohl messen können, die meisten derselben aber an wichtstheile nicht der Milch entstammende Fette in Anwendung betrieb der Bank bleibt ungestört, auch erleiden die Gläubiger nicht mehr als hundert Gewichtstheile Milch auf hundert Ge- fonds und das Vermögen des Verhafteten gedeckt. Der Geschäfts= Bahl, Umfang und segensreichem Erfolge weitaus übertreffen, tommen." Ein Unterantrag von Plöß und von Dalfeinen Schaden. so daß dieselben nicht nur bei hervorragenden Parteigenossen des Angeklagten, sondern selbst bei den Sozialdemokraten wi: Milch und Milchprodukte dürfen bei der Margarine- Paris, 23. Januar.( W. Z. B.) Der Ministerrath bes Anerkennung gefunden haben.(!) Es wird in der Klageschrift fabrikation nicht verwendet werden," wurde von den Antragstellern schäftigte sich mit dem zwischen Frankreich und der Königin von mitgetheilt, daß aus Aulaß der Angriffe des Angeklagten dem zurückgezogen, nachdem ihnen u. a. von Herbert nachgewiesen Madagaskar abgeschloffenen Vertrage, welchen der dortige General Privatkläger ein Brief zugegangen ist, in dem es heißt:„ Wenn der Privatkläger nicht aufhören werde gegen die Armen zu wüthen, dann werden ihm die Augen durch Säure zerstört werden u. s. w. Unterschrieben ist dieser Brief: Im Auftrage Paris, 23. Januar.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Die der Chriftlich- Sozialen- Rächer."( Und das hat Herr v. Stumm ernst genommen! D. R.) Im weiteren Verlauf der Klageschrift Kammer feßt die Berathung der Anleihe für Tontin fort. Lebon werden auch alle anderen Behauptungen der Broschüre als den Die Wahlprüfungs- Kommission erledigte in ihrer Sigung und Etienne, frühere Unterstaatssekretäre für die Kolonien, recht Thatsachen widersprechend bezeichnet und ausgeführt:" Der Vorwurf am Mittwoch Abend Beschwerdepunkte über die Wahlen der Abfertigen die in Tonkin ausgeführten Arbeiten. Finanzminister der Imparität, sowie der Zweifel an der evangelischen Gesinnung geordneten Freiherr v. Manteuffel( Kalau- Luckau) und Bergrath Doumer verpflichtet sich, eine Untersuchung über die vor des Privatklägers ist für diesen um so verlegender, als er das Engels( Goslar). Diese Wahlen waren bereits früher für giltig gekommenen Unregelmäßigkeiten vornehmen zu lassen, bittet Amt eines Mitgliedes des Presbyteriums der Kirchengemeinde, erklärt, aber über einzelne Beschwerdepunkte Beweiserhebung be- aber die Kammer, die Anleihe, welche nothnothwendig sei, zu bee sowie der Generalsynode bekleidet." Es wird endlich in der schlossen worden. Die vorliegenden Ergebnisse der amt- willigen. Ein Antrag de Montforts auf Vertagung wird mit Privattlage ausgeführt, daß der Angeklagte seine Behauptungen lichen Erhebungen bestätigten in den meisten wesentlichen 369 ge en 175 Stimmen abgelehnt. Hierauf nimmt die Kammer wider besseres Wissen aufgestellt habe und demgemäß beantragt: Punkten die Beschwerden nicht, weshalb die Kom fast einstimmig eine Tagesordnung an, in welcher das Vertrauen auf grund der§§ 185, 186 und 187 des Straf Gesetzbuches das mission einstimmig die Proteste für erledigt erachtete. ausgesprochen wird zu dem fester Willen der Regierung, die Hauptverfahren zu eröffnen. Das Amtsgericht hat jedoch nur Für giltig wurde die Wahl des Abgeordneten Graf v. Carmer jenigen zu ermitteln, welche die Schuld an den vorgekommenen auf grund der ersten zwei Paragraphen das Hauptverfahren er-( I. Reg.- Bezirk Breslau) erklärt, welche in der vorigen Session Unregelmäßigkeiten tragen; alsdann beschließt die Kammer, in öffnet, da es vorläufig nicht als erwiesen erachtete, daß Pastor beanstandet war. In der Sizung am Donnerstag seyte die Kom- die Berathung der einzelnen Artikel einzutreten. Kößschte wider besseres Wissen gehandelt habe. Letzterer hat sich mission die Prüfung der Wahl des Abg. v. Strupp fort. Gegen daher heute auf grund, dieser Anklage vor eingangs bezeichnetem diese Wahl liegt ein sehr umfangreicher Protest der Zentrums Gerichtshofe zu verantworten. partei vor, welcher bereits in der früheren Session zu dem Beschlusse führte, Erhebungen zu veranlassen. Diese liegen nun vor und ergiebt sich aus denselben, daß im Bezirt des Kanonenkönigs Beeinflussungen der Arbeiterwähler stattfanden, welche sich den Vorgängen in Dortmund würdig an die Seite stellen. Ob es Krupp mit über 1200 Stimmen Majorität gewählt ist. trotzdem zur Kassirung kommen wird, ist zweifelhaft, da Herr Ueber den Ausgang dieses interessanten Prozesses meldet ein Telegramin aus Sangerhausen: In der Privatklagesache des Freiherrn v. Stumm gegen den Pastor Kötzschke wurde der Privatbeklagte wegen Beleidigung zu 100 M. Geldstrafe, event. 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. Dem Privatkläger wurde außerdem die Befugniß zugesprochen, den Urtheilstenor im Reichsanzeiger" zu veröffentlichen; ferner wurde auf Unbrauchbarmachung der Broschüre erkannt. Parlamentarisches. Ober- Landesgerichtsrath Spahn aus Posen, zur Zeit zweiter Vizepräsident des Reichstages und Mitglied der Zentrumsfraktion ist als Kammergerichtsrath an das Kammergericht versezt worden. Das Reichstagsmandat desselben erlischt durch diese Ernennung nicht. Partei- Nachrichten. Rom, 23. Januar.( W. T. B.) Die Agenzia Stefani" meldet aus Adahagamus von heute: Bis jetzt ist weder von Galliano noch von Felter eine Nachricht eingelaufen. Aus dem schoanischen Lager angelangte Rundschafter bestätigen, daß König Menelit mit Felter Unterredungen gehabt hat, und fügen hinzu, es seien dort Friedensgerüchte in Umlauf. Die Kundschafter berichten auch, die Schoaner zeigten Unzufriedenheit über die Verlängerung des Krieges und fürchteten Mangel an Lebensmitteln. Denselben Kundschaftern zufolge wissen sich die Schoaner den Widerstand Mafalles nicht zu erklären; dies selben vermuthen, daß die italienischen Soldaten Wasser im Innern des Forts gefunden haben und geben sich verschiedenen anderen Vermuthungen hin. = C es Washington, 22. Januar.( W. T. B.) Bei der Senatsdebatte über den Beschluß der Kommission für auswärtige AnDem Hause der Abgeordneten ist eine Denkschrift, gelegenheiten betreffend die Monroe- Doktrin erklärte Walcott, betreffend die in der Zeit vom 1. April 1893 bis zum ein hervorragender Republikaner, in längerer Rede, Wie reaktionäre Bestrebungen die verbündeten Regie- 31. März 1895 eriolgten Bauausführungen an denjenigen sei niemals beabsichtigt gewesen, die Monroe Doktrin auf rungen mit der Justiznovelle zu verwirklichen suchen, legte Wasserstraßen, über deren Regulierung dem Landtag besondere amerikanische Staaten außer den Vereinigten Staaten die Ungeschicklichkeit ihrer Kommissare auch in der Donnerstags- Vorlagen gemacht worden sind, sowie der Nachweis über die zuwenden, ausgenommen wenn die Integrität der letzteren Die Bildung der Venezuela Kommission Sigung der Kommission dar. Die Vorlage verlangt zur Er- Verwendung des Dispositionsfonds im Extra Ordinarium des bedroht werde. als sei eher eine Drohung anzusehen, denn als eine schwerung der Berufung, daß dieselbe innerhalb einer Woche Etats der Eisenbahnverwaltung für 1894/95 zugegangen. Bürgschaft für den Frieden. Die meisten südamerikanischen nach Zustellung des Urtheils schriftlich gerechtfertigt werden Staaten seien für Selbstregierung durchaus ungeeignet, müsse, widrigenfalls das Gericht die Berufung ohne weiteres besonders seine Freiheit theilweise Venezuela, welches Von verwerfen solle. den Regierungsvertretern bat insverdanke. Er hoffe, die Grenz besondere der sächsische Generalstaatsanwalt Krüger um VI. hessischer Provinzial- Parteitag. Am Sonntag, den britischem Beistande bestimmt, daß die Engländer die GoldAnnahme des Vorschlags. Es würden nach Ansicht dieses 19. Januar, fand in Eschwege der Vl. hessische Provinzial- linie werde so Herrn viel zu viel Berufungen schon jetzt eingelegt, es Parteitag statt. Anwesend waren 46 Delegirte aus 27 Orten. felder ausbenten könnten, ohne der Habgier der Mischlinge werde mit der Einlegung der Berufung Unfug getrieben. Dem Die Agitationskommission war durch Genosse Garbe, Venezuela's unterworfen zu sein. Als er Frankreich, DeutschDettmaring und die Sachsen dienten Frohme und Stadthagen durch Be- der Ausschuß durch Presse land und Rußland gegen England verbündet gesehen und Der Bericht lehrung darüber, daß der letzteres unerschrocken und bereit der Welt die Stirne bot, es das schmale und gute Recht durch John und Huhn vertreten. eines Verurtheilten ist, Berufung einzulegen. Der Ver Agitationskommission ergiebt, die daß Bewegung im habe er Gott gedankt, daß er demselben Stamme angehörte, schlechterungsvorschlag der Regierungsvorlage, eine Pflicht Gschweger sowohl als im Kasseler Kreise gute Fort- und gehofft, England und die Vereinigten Staaten würden 311 schriftlicher Rechtfertigung der Berufung einzuführen, schritte gemacht hat; auch in den anderen Kreisen fangen allzeit als Brüder zusammenstehen. Von dem Publikum auf den wurde dann uoch lebhaft Vom preußischen amtlichen die Arbeiter an, selbst Hand mit anzulegen bei der Agitation. Gallerien wurde die Rede mit lautem Beifall begrüßt; Walcott Befürworter der Vorlage der preußische Justiz Für die Agitation sind durch Marken und Listen ca. 1500. wurde, nachdem er geendet, von vielen Senatoren und Deputirten minister fehlte in der Donnerstags- Sigung gesammelt. für umringt und beglückwünscht. Zum Zweck befferer Agitation sollen Shanghai, 28. Januar.( B. S.) Die Errichtung einer ebenso, wie er allen Sigungen des Vorjahres nächstes Jahr nach dem Beschlusse des Parteitages die einzelnen ferngeblieben war vertheidigt. Hierauf aber Wahlkreise in Agitationsbezirke eingetheilt werden; wo die technischen Hochschule in Tientsin wurde von der Regierung ge alle abgelehnt und dementsprechend Vor Kräfte zur energischen Arbeit in einem Bezirke nicht ausreichen, nehmigt. Zum Direktor derselben soll der Amerikaner Karl schläge der Regierungsvorlage von§ 358-368. foll die Provinzial- Agitations fommission eingreifen, ev. der Partei- Tenney ernannt werden. Die Hochschule wird im Herbst eröffnet Ferner wird die werden. Zu§ 364 der St.-Pr.-D. beantragten unsere Genossen eine Beslausschuß in Anspruch genommen werden. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Tiuck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 20. Reichstag. Freitag, den 24. Januar 1896. 13. Jahrg. Abg. Werner: Ich wollte nur nachweisen, daß die Stellenzulagen schädlich sind. deswegen diese Ausführungen nur als allgemeine ansehen. Wenn aber der Herr Abgeordnete auch noch davon gesprochen hat, daß von den höheren Verwaltungsbeamten diese Angelegenheit mit. 22. Stung vom 23. Januar, 1 Uhr Der Antrag Werner wird gegen die Stimmen der Reforms Hochmuth behandelt werde, so muß ich dem auf das Entschiedenste partei abgelehnt. Am Tische des Bundesraths: v. Stephan. widersprechen. Diese Angelegenheiten werden von uns mit abBei den einmaligen Ausgaben bemerkt der BerichtDas Haus fet die Berathung des Etats der Postsolutem Wohlwollen behandelt. erstatter Bürklin, daß die Kommission die Annahme verwaltung sort beim Titel: Unterbeamte. Abg. v. Jazdzewski kommt auf den Verein zur Vertheidi- sämmtlicher Ausgaben befürworte; bei 25 Titeln handele es Abg. Bebel( Soz.): Nachdem ich im vorigen Jahre aus gung des Teutichthums in den Osimarken zurück. Er müsse sich um weitere Raten, die vierzehn Neuforderungen haben Ellerbeck die Verwendung von Postunterbeamten namens seiner Landsleute Verwahrung dagegen einlegen, daß die feinen Abstrich erfahren, weil die Forderungen sich als dringend zum häuslichen Dienst für die Frau Post. Beamten sich an einem solchen Vereine betheiligen, der zu einem nothwendig ergeben haben. Bezüglich der vorgelegten Pläne verwalter zur Kenntniß des Hauses und der Postverwaltung Bontott gegen polnische Gewerbetreibende und wurde anerkannt, daß dieselben im Innern und Aeußern jeden gebracht hatte, glaubte ich, daß diesem Uebelstande abgeholfen zu einem schädigenden Denunzianten thum geführt hat. überflüssigen Lurus vermeiden, womit Den werden würde. Aber die Frau des genannten Postverwalters Staatssekretar v. Stephan: Allerdings hat der Unter- Wünschen des Reichstags Rechnung getragen worden ist. Ueber erklärte, die Abgeordneten sollten sich um andere Dinge tümmern; staatssekretär den Beamten eine gewisse Zurückhaltung em- die Herstellung von Dienstwohnungen werden Normativsie thäte, was sie wolle und der Mann thäte auch, was sie pfohlen gegenüber prononzirt politischen Vereinen. Aber der bestimmungen vorbereitet. Die Wohnungen sollen nicht zu groß wolle. Tie Unterbeamten müssen nach wie vor Semmeln Unterstaatssekretär machte noch den Zusatz: Allein wir sind sein, damit die Beamten nicht zu ihren Mitteln nicht entsprechenholen u. s. w. Aehnliche Dinge würden von anderen Orten ge- der Meinung, daß wir es in den einzelnen Fällen dem den Ausgaben verleitet werden. meldet. Die Unterbeamten beschweren sich darüber nicht, weil sie Taft des einzelnen Beamten überlassen können, wie weit er sich sie in ihrer Beförderung und Anstellung und in ihren Gratifi- Burückhaltung auferlegt. Das ist doch etwas anderes, als der tationen von den Vorgesetzten abhängig seien. Redner bemängelt Vorredner gewollt hat. ferner, daß Unterbeamte zu Leistungen verwendet werden, für welche sie nicht angestellt sind. Landbriefträger werden zur Bestellung von Packeten in der Stadt verwendet. Die Sonn tagsruhe wird auch noch nicht überall genügend gehandhabt; der anwachsende Verkehr hat die Arbeitslast vermehrt, so daß sie nur durch Anstellung neuer Beamten überwunden werden kann. Abg. Iskraut( Reform- P.): Die Sonntagsruhe wird nicht überall so gut beachtet, wie die Postverwaltung behauptet. Nach einigen Mittheilungen, die mir gemacht sind, wird in sieben Postämtern überhaupt kein freier Sonntag gewährt. Bei fieben Postämtern wird der zweite, bei 11 der dritte, bei 1 der vierte, bei 1 der fünfte, bei 1 der siebente Sonntag freigegeben. Da, wo der zweite Sonntag frei gegeben wird, wird keine Ruhezeit in der Woche gegeben. Präsident v. Buol: Die Sonntagsruhe haben wir bei den früheren Titeln erledigt; ich bitte den Redner, nicht darauf zurückzukommen. Abg. Jokrant: Ich rede von der Sonntagsruhe der Unters beamten. Präsident v. Buol: Ich bitte nochmals, auf die Sonntags ruhe nicht zurückzukommen. Abg. Paasche( natl.): Im Namen des Herrn Hammacher erkläre ich, daß derselbe nichts von seinen damaligen Aeußerungen zurückzunehmen hat. Abg. Jskrant( Reform- P.): Der Vertreter der verbündeten Regierungen hat die von mir vorgebrachten Thatsachen in keiner Weise entfräftet. Abg. v. Leipziger( dt.): Wir haben mit unserem Bestreben nach Sparsamkeit gegenüber den großen Anforderungen unter den einmaligen Ausgaben, deren Bewilligung uns für weitere 12 Millionen verpflichtet, feinen Antlang gefunden und müssen deshalb darauf verzichten, Anträge zu stellen. Avg. Lingens( 3): Es muß bei den Bauten eine gewisse Mittellinie gefunden werden. Staatssekretär v. Stephan: Ich möchte hervorheben, daß in diesem Jahre der Post- Baufonds des Extra- Ordinariums nur 2,28 pet. der Gesammteinnahmen beträgt. Wir müssen doch auch dem gewaltigen Aufschwunge des Verkehrs, den Bedürfnissen Abg. Bebel( Soz.) bleibt dabei, daß die Vermehrung der des Dienstes und des Publikums gerecht werden. Dementsprecheno Beamtenstellen durchaus noch nicht eine Entlastung der Beamten muß eine Anzahl älterer Bauten erweitert und erneuert werden, zur Folge habe. Die lange Arbeitszeit am Sonntag beweise, daß und das erfordert natürlich erhebliche Mehrkosten. Da unsere die Zahl der Beamten nicht ausreiche, die Arbeiten in der Woche Posten in vorzüglicher Lage stehen müssen, so muß auch der Grund zu bewältigen. Ich habe darauf hingewiesen, daß dauernd Be- und Boden theurer bezahlt werden als es sonst der Fall sein amte Verrichtungen erfüllen müssen, für die sie nicht angestellt würde. Daß unsere Posibauten sich keineswegs durch einen übera sind. Das beweist einen Mangel an Beamten. Die Gratifi- triebenen Lurus auszeichnen, zeigt ein Vergleich mit den Pofi tationen bestehen allerdings nicht nur im Postetat, sondern bauten fremder Länder. Das Postgebäude in Liverpool z. B. auch in anderen Etats. Aber besser wäre es, dieselben überall foftet 5 Millionen Mart und dabei befaßt sich die englische abzuschaffen, da sie durchaus nicht nothwendig sind. Redner Post nicht einmal mit der Packetbeförderung und mit der bemängelt ferner, daß die Unterbeamten später als die anderen Expedition der Zeitungen. Un aber berechtigten Wünschen Beamten, erst nach 20-24 Jahren untündbar angestellt werden. hinsichtlich einer größeren Sparsamkeit entgegenzukommen, bar Eine zwölfjährige Dienstzeit, ehe ein Beamter etatsmäßig wird, die Reichspoftverwaltung an die Oberpostoireftionen im Seps reicht doch aus, die Zuverlässigkeit des Mannes zu prüfen. Daß tember 1898 eine Verfügung erlassen, in welcher sie aufgefordert dazu 20 oder 24 Jahre nothwendig sein sollen, kann nur einem werden, dahin zu wirken, daß eigene Postgebäude nur in größeren ungerechtfertigten Mißtrauen entspringen. Verkehrszentren und nach Maßgabe des wachsenden Werkehrs Abg. Jekraut: Ich spreche von der Sonntagsruhe der Staatssekretär v. Stephan: Herr Bebel meint, der Postetat gebaut werden, daß dabei jeder unnöthige Aufwand vermieden Unterbeamten, nicht von der der höheren Beamten, welche Sonn- werde mit besonderem Interesse und Genauigkeit hier vor und in kleineren Orten von dem Bau eigener Postgebäude Abtags höchstens arbeiten als Sonntagsjäger, wenn sie auf die Jagd genommen, weil er von allgemeinem Interesse für die ganze stand genommen werde. Ich glaube, daß diese Ausführungen gehen. Wenn ich von der Sonntagsruhe der unteren Beamten Nation bis in die kleinsten Theile in Stadt und Land sei. In die Herren befriedigen werden. nicht sprechen darf, dann will ich von ihrer Arbeitszeit sprechen. Frankreich wird der Postetat auch ziemlich genau durchgenommen, Abg. Schmidt- Warburg( 3.) spricht seine Befriedigung über Hält die Postverwaltung diese Art der Sonntagsruhe und abweichend von anderen größeren Ländern, Desterreich, England, die Ausführungen des Herrn v. Leipziger aus. Er sei immer Wochenruhe für die Postbeamten für legal? Ich frage das um Italien 2c. Da habe ich neulich bei der letzten Verhandlung der Anschauung gewesen, daß der Staatssekretär im Reichspon so mehr, als der Vertreter der Reichspartei v. Stumm erst unter- des Budgets der Postverwaltung eine Aeußerung eines amt zu splendid baut, aber er habe mit seinem Antrage im fuchen will, ob die Schäden, über welche die Beamten klagen, französischen Berichts gelesen: Le budget des postes Reichstage fein Glück gehabt und würde auch jetzt keinen Erfolg auch hier im Hause als Schäden angesehen werden. Wenn die est le plus électoral de tous les budgets.( Der haben, wenn der Antrag gestellt werden würde, den ersten NeuPostverwaltung nicht freiwillig Wandel schafft, muß der Postetat ist der für die Wahlen wichtigste.) Das mag bau, das Dienstgebände in Apolda an die Kommissiou zurück zu Reichstag fie durch Resolutionen oder Anträge dringend dazu ja eine französische Anschauung sein, hier tann ich dem verweisen. Es hat mir besser die Verfügung des Staatssekretärs auffordern. Die Postverwaltung hat seit 25 Jahren Gelegen- Herrn Abgeordneten nur glauben, daß lediglich ein sachliches von 1893 gefallen, als sein Hinweis auf Liverpool. Die heit gehabt, dieser Frage näher zu treten, und doch ist sie Interesse für den Postetat vorliegt. Bezüglich der Anstellung Bauten der reicheren Engländer sollte der Staatssekretär sig noch nicht so nahe getreten, daß Wandel geschaffen ist. Da ist richtig, was Herr Bebel sagt; man kann Beamte erst fest an- nicht zum Muster nehmen. nach ist der Standpunkt der Postverwaltung weit entfernt von stellen, wenn man sich genügend über ihre Qualifikation für den dem gerechten Interesse für die Beamten. In einem Ort Dienst, ihre Charaktereigenschaften und auch ihre petuniären an der Weser haben die Beamten schon lange genug nach Hilfe Verhältnisse unterrichtet hat. Im vorigen Jahre hat aber bereits Abg. Singer( Soz.): Es ist doch ein seltsames Zeichen der geschrien, sodaß sie sich schließlich himmelschreiend an einen eine wesentliche Verkürzung dieser Wartezeit Zeit, daß seitens der Konservativen und des Zentrums so großer Höheren, an den Gott der Gerechtigkeit gewandt haben, der will, stattgefunden, sie ist von 20 auf 12 Jahre herabgesetzt, und das ist Werth auf die Sparsamkeit bei den Postbauten gelegt wird. Aber daß jeder Arbeiter seinen Lohn genieße. Die Postbeamten haben doch ein erheblicher Schritt vorwärts. Es gehört nach unserer Er- bei den viele Willionen umfassenden Etats der Militär- und weder Ruhe in ihrer Familie, noch können sie den Gottesdienst fahrung allerdings längere Zeit dazu bei der großen Verantwortlich- Marineverwaltung merkt man von dieser Sparsamkeit gar nichts. besuchen. In dem mir zugegangenen Material aus jenem Ort feit, die mit dem Postdienst verbunden ist, ehe man zu einer definitiven eine Partei hat ja ein Interesse, für Postbauten mehr als heißt es: Ein Posibeamter könnte allerdings den Gottesdienst Anstellung übergehen kann. Die Anstellung fann auch nur nach.othwendig auszugeben, aber wenn man dem Staatssekretär der besuchen, wenn er nämlich in einer halben Stunde vom Bureau Maßgabe der vorhandenen Stellen erfolgen. Man Tönnte sagen: Bost seit Jahren hier vorwirft, daß er für die Bauten zu großen nach Hause gehen, sich umkleiden, Mittag essen und nach der weshalb schafft Ihr nicht mehr Stellen? Es hat aber schon eine uyus auwendet, so ist das auf gewiffer Seite doch unrecht. Kirche gehen könnte. Wie menig Verständniß für das außerordentliche Vermehrung der Stellen, stärker als in jedem Gewiß werden in den großen Städten auch äußerlich sehr schön religiöse Bedürfniß der Beamten herrscht, zeigt der anderen Ressort stattgefunden. Das wird dem Abgeordneten auf aussehende Postbauten hergestellt, das ist aber nicht zu Umstand, daß Herr Singer, ein Vertreter des mosaischen seine Frage wohl genügen. Em Antrag auf Beseitigung des ändern. Die Postgebäude werden in den großen Städten Glaubens, für die Sonntagsruhe eintreten mußte. Dieser Bu- ganzen sogenannten Gratifitationsgeldes ist in früheren Jahren in den Mittelpunkt des Verkehrs gestellt und müssen stand paßt nicht in die Zeit der Erinnerung an die fünfund. z. B. im preußischen Abgeordnetenhause und auch im Reichstage auch äußerlich wenigfiens so aussehen, daß die Verwaltung, die zwanzigjährige Wiederkehr des Gründungstages des Reiches. wiederholt gesiellt worden. Gratifikationen ist eigentlich Tein sie herstellt und die Gesetzgebung, die sie bewilligt, sich nicht zu Der Generalpostmeister würde seinen Titel mit Ehren tragen, richtiger Ausdruck, es ist ein Unterstüßungs- und Belohnungs schämen haben. Daß Lugus zu vermeiden ist, bestreite ich nicht, wenn er für die Sonntagsruhe einträte. Es wäre überhaupt fonds für Krankheiten, unvorhergesehene Greignisse 2c. Der aber diese Angelegenheit hat nicht die Bedeutung, welche ihr die besser, wenn er sich mit Meistern umgeben hätte und nicht mit Antrag ist immer übereinstimmend von allen Regierungen ab- Konservativen seit Jahren bemüht find zu geben, denn die ErMinistern juristischer Herkunft, die feine Fachgelehnt worden, weil ein solcher Fonds für große Verwaltungen sparungen wären nicht von solcher Bedeutung. Die für die Posttenntniß haben. Wenn der General postmeister nichts weiter existiren muß. bauten verwendeten Mittel sind der Kultur gewidmet, um fertig bringt, als die Sonntagsunruhe in den Verkehr hinein- Abg. v. Jazdzewski: Wir verlangen nichts weiter als das Verkehrsbedürfniß zu befriedigen. Auch in fleinen zubringen, dann hätten wir besser gar keine Postverwaltung. gleiches Licht und gleichen Schatten. Den polnischen Beamten und mittleren Städten müssen die Postgebäude anständig ausPräsident v. Boul: Ich bitte den Redner nochmals, auf wird verboten, sich an politischen Vereinen zu betheiligen, sogar feben. Das Reich soll auch nach der Richtung ein Vorbild für die Sonntagsruhe nicht näher einzugehen und mache ihn auf die an Wohlthätigkeits- und Zachvereinen, welche nur polnische die Privatindustrie und das Publikum sein. Ich wünschte nur, geschäftsordnungsmäßigen Folgen des weiteren Abschweifens auf- Witglieder umfassen. Da haben wir doch das Recht zu ver- daß die Fürsorge, welche die Postverwaltung auf die Herstellung merksam. langen, daß die Behörden den Beamten verbieten, Vereinen bei- der Gebäude verwendet, ebenso auf alle Gebiete ihrer VerAbg. Iskrant( Reform- P.): Ich bin dem Präsidenten zutreten, welche so gehässige Tendenzen verfolgen. Wir wollen waltung ausgedehnt würde. Wenn der Staatssekretär ebenso dankbar jur die Zurechtweisung. Mein Abschweifen liegt den Frieden. für die Besserstellung und die soziale Lage seiner Beamten vielleicht an meiner jungen parlamentarischen Erfahrung.( Heiterhandeln würde, tönnte er sich unserer vollsten Zus feit.) Auf die Gehaltsverhältnisse der Unterbeamten will ich stimmung versichert halten. Für die Voltswohlfahrt und nicht eingehen, weil ich fürchte, daß der Präsident auch dabei die Beschaffung öffentlicher Vrbeiten ist die Heritellung der Posts ein Zurückgreifen auf die Generaldebatte verhindern würde. Ich gebäude ein wesentlicher Vortheil. Das Reich sorgt dadurch für will nur über die Kleidung der Unterbeamten einiges bemerken. Bei dem Titel: Wohnungsgeld zu schuß bemerkt Arbeit. Wir haben in der Budgetkommission seit Jahren dahin Ich wünsche, daß die Pofibeamten im Winter so gekleidet werden, Abg. Werner( deutschsoz. Ref.-P.), daß der Tarif des gewirkt, daß die Arbeiten für die Postgebäude in den betreffenden daß ihre Gesundheit nicht geschädigt wird, ebenso im Sommer. Wohnungsgeldzuschusses feit 10 Jahren unverändert geblieben Städten selbst gemacht werden, und wir haben dahingehende Nur in zwei Fällen wird der Urlaub gewährt ohne Abzug vom fei; einzelne Orte verdienen in eine höhere Klasse gesetzt zu Zusicherungen von der Postverwaltung erhalten. Die Ausgaben, Gehalt. Mau versteht aber in Beamtenfreisen unter Urlaub werden. Die Wohnungsgeldzuschüsse für Berlin und Humburg die hierfür das Reich macht, dienen wieder dem Reich. Das eine Freigabe von der Arbeit ohne Abzug vom Gehalt. In reichen z. B. bei weitem nicht aus, um eine anständige Wohnung Bestieben, hier das Nothwendige zu schaffen, darf man nicht zu diesem Sinne wird im allgemeinen ein Urlaub bei der Post- zu miethen. sehr beschränken, zumal man auf anderen Gebieten die Millionen verwaltung nicht gewährt. Staatssekretär v. Stephan: Die Postverwaltung ist hierbei garnicht ansieht, sondern sich für Militärvorlagen be Geheimer Oberpostrath Wittko: Ich muß ganz entschieden ganz unbetheiligt, es ist Suche des Bundesraths, diese Frage zu geistert und die Regierung sogar auffordert, sich auf dem Gebiete dagegen protestiren, daß die Poñunterbeamten überbürdet regeln. der Marine nicht zu geniren. Da haben die Parteien, die das find. Es wird von Seite der Amtsvorsteher und der die Abg. Werner: Dann hoffe ich, daß der Bundesrath sich thun, am wenigsten das Recht, gegen die Postbauten zu sprechen, Aussicht führenden Organe dafür gesorgt, daß die Arbeits- der Sache annimmt. die eine kulturelle Bedeutung haben, während die anderen Dinge leistungen der Unterbeamten sich in richtigen Grenzen halten. Zum Titel„ Stellenzulagen" beantragt Abg. Werner:" Die nur chauvinistischen Gelüften dienen. Beweis hierfür ist die Vermehrung der etatsmäßigen und die Stellenzulagen im nächien Jahre abzuschaffen, und die dadurch Abg. Graf Limburg Stirnm( t.): Der ( t.): Der Vorredner Verminderung der nicht etatsmäßigen Stellen der Unterbeamten verfügbar gewordene Summe zu Nachtdienst- Entschädigungen an deutete an, daß das Haus aus politischen Motiven gerade bei in den letzten 6 Jahren. Für 1896 stellt sich die Zahl der etats- Beamte und Unterbeamte zu verwenden." Bei der Vertheilung den Posibauten auf Sparfamfeit fehe; während während wir mäßigen Stellen auf 43 778- 69,62 pCt. der Gesammitzahl der Zulagen bekommen meist die Bureaubeamten das meiſte, bei Militär- und Marinefragen ungezählte und die Zahl der nicht etatémäßigen Stellen auf 19 101 weil sie als die rechten Hände der Vorsteher be bewilligten, wollten wir hier fuausern. Die Gesichtspunkte 30,38 pCt. der Gesammtzahl. In diesen 6 Jahren hat sich die trachtet werden. Die Schalterbeamten, welche eine große der Sparsamkeit werden wie bei den Postbauten in genau dem Zahl der etatsmäßigen Stellen von 61 09 auf 69,62 pt. ver- Verantwortlichkeit haben, kommen dabei schlecht weg. Man felben Maße bei der Armee und Marine gehandhabt.( Lachen mehrt und die Zahl der nichtetatsmäßigen Stellen von 38,91 auf sollte lieber wie in Desterreich zulagen für den besonders au- lints.) Was wir tadeln, ist der übertriebene Luxus in der 30,38 pet. vermindert. Es sind jedes Jahr ca. 2200 neue etats- strengenden Nachtdienst bezahlen. Für die Nachtdienst thuenden äußeren Ausstattung.( Sehr richtig! rechts.) mäßige Stellen geschaffen worden. Die Gesammtzahl der Unter Beamten sind meistens nicht einmal Rubelager vorhanden. Ja, Die ferneren Raten für bereits früher bewilligte Bauten beamten bat sich in demselben Zeitraum von 58 114 es werden Beamte, die liegend getroffen werden, bestraft. Lie werden ohne Debatte bewilligt; ebenso die meisten Neubauten. auf 70 879 vermehrt. Das System der Gratifikationen anstrengend arbeitenden Unterbeamten werden kurz bedacht mit Nur bei dem Postgebäude in Karlsruhe erklärt auf eine Anbesteht bei der Postverwaltung wie bei den andern den Stellenzulagen, die Overbeamten beffer. Mindestens sollte man regung des Abg. Marbe( 3) der Staatssekretär v. Stephan, Verwaltungen. In allen Verwaltungen wird die Gratifitation tünftig frei werdende Stellenzulagen ersparen. daß die Unzulänglich feit des Postgebäudes in Freiburg sich fühlungefähr nach einem gleichen Dura schnittssatz im Verhältniß Staatssekretär v. Stephan: Der Postverwaltung ist das bar mache. Die Poftverwaltung steht dem Gedanken eines Neu zum Remunerationsfonds bemessen, wobei natürlich die älteren System der Stellenzulagen von Anfang an nicht sympathisch gewefen; baues sympathisch gegenüber. Beamten mehr berücksichtigt werden als die jüngeren. Im sie hat die daraus entstehenden Uebelstände vorausgesehen. Wir abgelaufenen Etatsjahre haben aus dem Remunerationsfonds find aber verfahren nach den allgemeinen Grundsäßen der Dent 48'000 Personen Unterstützungen und Gratifikationen erhalten und schrift, welche seinerzeit dem Reichstag vorgelegt wurde. In davon 32 000 Unterbeamte! Der Abg. Jstraut hat wiederholt von Desterreich stehen die Beamtenbesoldungen hinter den unserigen „ himmelschreienden" Mißständen in unserer Verwaltung hinsichtlich erheblich zurück. Eine Ausgleichung für den Nachtdienst erfolgt der Sonntagsruhe der Unterbeamten gesprochen und seiner Be- beim Tagesdienst. Wohin würde das Prinzip von Zulagen für schwerde einen Ort an der Weser zu grunde gelegt, aber nicht den Nachidienst führen? Die Nachtwächter haben ja überhaupt ein mal die Güte gehabt, diesen Dit zu nennen. Wir tönnen nur Nachtdienst.( Heiterkeit.) Abg. Paasche protestirt dagegen, daß der genannte Verein gebäffige Biele verfolge. Eclche Vorwürfe sind nicht dazu geeignet, den Frieden zu fördern. Der Titel wird darauf bewilligt. Millionen Es folgt die Berathung der Einnahmen. Angefeßt sind an Porto- und Telegraphengebühren 272 000 000 m. Berichterstatter Bürklin weist darauf hin, daß in der Kommission der Antrag auf Erhöhung dieser Einnahme abgelehnt sei; man hat sich an die Durchschnittsziffer gehalten. Abg. Fischbeck( dfr. Vp.) stellt auf grund der Aften des deutschen Handelstages dem Etaatssekretär v. Stephan gegenüber jest, daß derfelbe niemals einen Beschluß gegen die Cr mäßigung der Telephongebühren gefaßt habe. Daß wir in Deutschland am weitesten mit dem Telephonwesen sind, ist nicht richtig. Die Einnahmen werden bewilligt. Beim Etat der Reichsdruckerei werden unter den ein maligen Ausgaben 60 000 m. gefordert zur Beschaffung von Maschinen und sonstigen Betriebsmitteln. Tokales. andere Staaten zu kümmern, oder wollen wir erst in Unter- Kenntniß es nur in bedingter Weise geschehen ist, und das habe handlungen treten. Die verständigen Leute sind alle internatinale ich gerügt. Wenn der Vorwurf, Herr Barth fei ein infamer Bimetallisten. Die reinen Silberleute sind nahe daran, im Lügner, gefallen wäre, so verdiente das selbstverständlich die Parlament die Mehrheit zu bekommen, und wenn nicht 6 och ste uge, und ich würde den Abg. v. Stardorff zur bei manchen Fragen eine Zweidrittelmehrheit nothwendig Ordnung gerufen haben. wäre, würden sie mit ihren Anschauungen durchdringen. Der Etat des Reichskanzlers und der Neichskanzlei wird Wenn Herr Barth unser Verfahren, unsere Reise nach Paris bewilligt. Abg. Saffe( natl.) führt Klage darüber, daß die Reichs- mit dem Cobdentlub vergleicht, so ist das falsch. Der Schluß 5½ Uhr. Nächste Sigung: Freitag 1 Uhr.( Forte druckerei die Einschränkung, die ihr auferlegt sei, sich haupt- obbenklub hatte bezahlte Agenten, welche damit fehung der Etatsberathung: Reichsamt des Innern.) sächlich nur mit Aufträgen des Reiches und des Staates zu be- beauftragt waren, dem englischen Export neue gnügen und höchstens solche Aufträge anzunehmen, welche von Wege zu öffnen. Daß Deutsche Mitglieder des Cobden Privatdruckereien nicht ausgeführt werden können, nicht inne flubs waren, ist nicht recht zu verstehen. Die Silberleute halte. haben niemals etwas bezahlt für Agenten. Wir haben die BeUnterstaatssekretär Fischer: Vor zwölf Jahren wurden Beschlüsse in Paris geheim gehalten, weil das englische Parlament ausnahmsweise erst um acht Uhr beginnen. Die juristische Sprechstunde fann heute Freitag Abend schwerden von Interessenten vorgetragen, daß die Reichsdruckerei erst im Februar zusammentritt. Wenn dasselbe zusammenAufträge annehme, welche von Privatdruckereien ausgeführt getreten sein wird, werden wir die Beschlüsse veröffentlichen Infolge eines Irrthums ist die Anzeige der am vorigen werden können. Damals wurde die Reichsdruckerei aufgefordert, und fie werden Herrn Barth wohl gefallen. Die Donnerstag in der Berliner Ressource" abgehaltenen Bersamme die Richtschnur zu befolgen. Seitdem sind Klagen nicht wieder Goldwährung hat zwei Systeme herbeigeführt, es giebt Silber- lung gestern nochmals veröffentlicht worden. Wir bitten die zu unseren Ohren gekommen. staaten und Staaten mit unterwerthigen Baluten. Diese zu- Parteigenossen um Entschuldigung für dies Versehen. stände können nicht bestehen bleiben. Bisher ist es nur die Landwirthschaft gewesen, welche darunter zu leiden batte. Die unter: 81 Uhr bei Spizig in Friedrichsberg, Frankfurter Allee 193, Auf eine Volksversammlung, die am Dienstag Abend werthigen Baluten würden beseitigt werden können, wenn an stattfindet, feien namentlich die Parteigenoffinnen aufmerksam stelle des Papiers nicht bloß Gold, sondern auch Silber verwendet werden könnte. Wenn die japanische und chinesische Industrie gemacht. Genosse Bogtherr spricht über das Erziehungs- und Arbeitswerk der Frauen. in Konkurrenz treten wird, dann wird die Industrie die Folgen auch merken; ich will nicht an den Kriegsfall erinnern, in Zur Lokallifte. In Weißensee steht der Arbeiterschaft welchem die Goldwährung Gefahr bringen wird. außer den kürzlich gemeldeten Lokalitäten auch noch Abel's Wir werden unsere Bestrebungen nicht sinken lassen und Vereinshaus( Juhaber Böttcher), Charlottenburgerstr. 151, zur wenn die Regierung erklärt, wir können uns nicht einlassen auf Verfügung. die Währungsfrage, so werden wir bedauern, daß sie auch diesen Nieder- Schönweide. Die Wählerlisten zur diesjährigen Rettungsanfer für die Landwirthschaft von sich weift, aber wir Gemeindewahl liegen nur noch bis zum 31. Januar aus. Es iſt werden diese Frage noch mehr in den Vordergrund schieben, Pflicht eines jeden, sich davon zu überzeugen, ob sein Name eins nachdem der Antrag Kanig zurückgewiesen ist.( Beifall rechts.) getragen ist. Einsicht ist jeden Tag, auch Sonntags von 10 bis Präsident von Buol: Ich muß dringend ersuchen, daß 12 Uhr gestattet. Diejenigen, welche nicht Zeit haben, mögen auf jener Seite der Tribüne( nach links weisend, wo die sich an Barbier Weber oder an Restaurateur Strecker wenden, Journalisten sich befinden) mehr Ruhe beobachtet wird. Es ist beide Parteigenossen sind zur Einsichtnahme bereit. heute wiederholt vorgekommen, daß zurufe und selbst Aeußerungen des Mißfallens von dort laut geworden sind. Es wird hoffent der Tribünen) genügen, um derartigen Vorkommnissen für die lich der Hinweis auf den§ 63 der Geschäftsordnung( Räumung Zukunft vorzubeugen.( Lebhafter Beifall.) Reichstanalei. Abg. v. Heereman( 8.) spricht für die Leistungen der Reichsdruckerei feine volle Anerkennung aus. Der Etat der Reichsdruckerei wird genehmigt; ebenso ohne Debatte der Etat des Reichstages. Es folgt der Etat des Reichskanzlers und der Abg. v. Strombeck: Dem Reichstage wird eine Uebersicht der Beschlüsse des Bundesraths vorgelegt, aber die unerledigt gebliebenen Positionen werden nicht aufgenommen und verschwinden für die spätere Zeit vollständig. Meine Freunde und Mitglieder anderer Fraktionen wünschen, daß dieses Verfahren aufgeboben wird, daß die zur Zeit der Uebersendung der Uebersicht nicht erledigten Sachen auf die nächsten Jahre übertragen werden. Staatssekretär v. Bötticher: Ich bin gern bereit das zu thun, nur möchte ich bezweifeln, ob sich das rücksichtlich aller Resolutionen empfehlen wird. Dagegen bin ich gern bereit, den Reichstag fortan von dem Schicksal derjenigen Resolutionen in Kenntniß zu sehen, die ein weittragendes Interesse haben und an denen sein Herz hängt. # In Johannisthal- Nieder- Schönweide stehen der Arbeiter. rant. In Nieder- Schönweide: Brauerei Borussia, schaft folgende Lokale zur Verfügung: In Johannisthal: Senftleben's Voltsgarten und Schaller's Restau Schön weide: Haferland's und Rudolf's Restau anisch, Sum großen Kurfürsten", te staurant Streder und Restaurant Massante, Berlinerstraße. In Ober ants. Wir bitten die Parteigenossen, hauptsächlich die Berliner, bei Ausflügen auf diese Liste zu achten. 11 " ob er bereit ist, sich über die Währungsfrage, in bezug Abg. Barth( frf. Bg.): Ich möchte den Reichskanzler fragen, auf welche er mehrfach angezapft ist. Auskunft zu geben; der Reichstag hat im Februar vorigen Jahres eine auf diese Frage bezügliche Resolution beschlossen. Die Herren Bimetallisten die Broschüre über den Cobden- klub sehr wegwerfend gesprochen. Abg. Graf Limburg Stirum( bt.): Herr Barth hat über hatten damals im preußischen Herrenhause und Abgeordneten- Die Broschüre wies nach, daß der Cobden- Klub nichts weiter wollte, hause Anträge eingebracht, in welchen die preußische Regierung als die englischen Interessen in ein wissenschaftliches Gewand aufgefordert wurde, den Reichskanzler zu ersuchen, ungefäumt zu hüllen. Taß die Herren, welche in Deutschland sich dem und nachdrücklich die Schritte zu thun, welche geeignet find, Klub angeschlossen hatten, über diese Enthüllung nicht erfreut Arbeiter Schönebergs! Die Wahl der Gewerbegerichtszu einer internationalen Regelung der Währungsfrage mit waren, ist begreiflich, denn es freut niemanden, den Nachweis Beisitzer erfolgt am Sonnabend, den 25. d. M., nachmittags von dem Endziel eines internationalen Bimetallismus zu führen. zu erhalten, daß er auf einen Leim gekrochen ist. Die Broschüre 4-8 Uhr im Restaurant Lindenpart", Hauptstr. 16. Un lebBon einer nicht geringen Zahl deutscher Regierungen wissen wir, von Lothar Bucher war ein werthvolles Werk und wenn hafte Betheiligung ersucht das Wahlkomitee. daß sie sich der Idee der Währungstonferenz ablehnend gegen die Freunde des Herrn Barth ebenso werthvolle Dinge schreiben übergestellt haben. Ich habe ein zu hohes Werthmaß für die würden, so würden sie damit Effekt machen. Ich wende mich vom Donnerstag Abend einstimmig beschlossen, zum Stadt= Der Stadtverordneten- Ausschuß hat in seiner Sigung volkswirthschaftlichen Kenntnisse der verbündeten Regierungen, nun anderen Tingen zu. Ich freue mich, daß unsere Be Baurath den Erbauer des Reichsgerichts, Baurath als daß ich annehmen könnte, fie würden sich für eine Konferenz ziehungen zu Rußland freundlichere geworden sind; wir Boffmann in Leipzig in Vorschlag zu bringen. entscheiden. Im abgelaufenen Jahr sind alle Prophezeiungen haben sehr wenig verschiedene Interessen, der Bimetallisten nicht erfüllt worden. Noch niemals ist eine so aber sehr viele gemeinsame mit Rußland. Menschenwürde. Ein empörender Vorfall wird uns tolossale Masse Gold gefördert worden, wie im vorigen Jahre Eine große Freude haben wir empfunden über die wirksame von einigen Personen gemeldet, welche am Montag Abend und das laufende Jahr wird darüber wohl noch hin- Wahrnehmung unserer Interessen in der Transvaal An die Potsdamerstraße passirten. In einem dortigen Koffers ausgehen. Das muß uns noch mehr bestimmen, an der gelegenheit. Das Telegramm, das in dieser Beziehung und Lederwaarengeschäft erschien in der siebenten AbendGoldwährung festzuhalten. Wenn andere Regierungen erklären, ergangen ist, hat überall Zustimmung gefunden. Wenn man stunde in Begleitung einer Dame ein Herr, der sich vom daß die Einberufung einer internationalen Währungstonferenz aber meint, daß wir mit England in Krieg gerathen könnten, so Chef der Firma Durchlaucht" anreden ließ und ein zur feinen Zweck habe, so hat die deutsche Regierung erst recht feine find das doch etwas findliche Erwägungen. Daß wir uns auf Beit im Zentralhotel logirender russischer Fürst sein soll. Veranlassung, damit vorzugehen. Der Kredit der Vereinigten einen Seefrieg mit England einlassen könnten, ist ja ein- Der Mann verlangte u. a. Hundepeitschen zu kaufen. Staaten ist im steten Sinfen, weil man das Mißtrauen hat, fach undenkbar. Darum ist aber nicht ausgeschlossen, daß Ihm wurden solche in entsprechender Auswahl vorgelegt, doch daß irgend einer der Vereinigten Staaten einmal auf das Deutsche Reich seine Interessen auch im Ausland erhob er Bedenken wegen der Haltbarkeit der Waare; es sei den Gedanken kommen würde, seine Anleihen in Silber wahrt. England hat ebenso Interessen in europäischen vielleicht möglich, die Peitschen im Geschäft selber auszuprobiren. dollars zurückzuzahlen. Die besten Kenner der wirthschaftlichen Ländern, wo es auf das Wohlwollen und die Hilfe anderer Die Durchlaucht winkte einem vierzehnjährigen Laufburschen, der Verhältnisse der nordamerikanischen Staaten sind der Meinung, Staaten angewiesen ist, und es ist von England von großer Be- sich im Laden aufhielt, heran und bot ihm eine Mark, wenn er daß von der Panit infolge der Botschaft des Präsidenten Cleve deutung, ob es dort auf die Freundschaft oder Gegnerschaft des land niemals hätte die Rede sein können, wenn die Währungs- mächtigen Deutschen Reiches rechnen kann. Wir können uns verhältnisse in Ordnung gewesen wären. Um der Rückzahlung nur freuen, daß die deutsche Regierung so energisch für die in Silber zu entgehen, wurden die amerikanischen Werthe zurück- Wahrung der deutschen Intereffen eingetreten ist.( Beifall.) geworfen aus Europa nach Amerika. Deshalb muß man sich Avg. Barth: Ich bedauere, daß der Vorredner seine Freude hüten, mit der Währung jetzt irgend welche Experimente zu über unsere besseren Beziehungen zu Rußland nicht schon damals machen. Daß die Herren nach Paris gefahren sind und mit zum Ausdruck gebracht, als es sich um den Abschluß des russischen Vertretern anderer Länder über die politische Frage ver- Handelsvertrags handelte.( Sehr richtig! links.) Gine deutsche hatte, ihn vor die Thür zu fahren. handelt haben, nehme ich ihnen nicht übel; im Gegen- Politit, welche darauf abzielen würde, England, verschiedenen Intervallen eine sehr beträchtliche Anzahl Hiebe, theil, ich freue mich, daß die Herren soviel gelernt welches uns seit Jahren befreundet ist, vor den die im ganzen mit 23 Mark entschädigt wurden. Während diese haben, daß sie jetzt selbst etwas thun, was sie vor Kopf zu stoßen, würde den wahren Interessen Exekutionen vollführt wurden, hatte sich selbstverständlich vor zehn Jahren der Fortschrittspartei als Hochverrath vorgeworfen Deutschlands nicht entsprechen und ich bin über dem offenen Ladenfenster ein großer Zuschauerkreis angesammelt, haben. Ich erinnere dabei an die berühmte Broschüre über den zeugt, daß in der Person des Reichskanzlers eine gewisse Garantie der in lauten Worten seiner Empörung Ausdruck gab. Der Cobdenklub. Die Herren gehen nicht blos nach Paris und faffen dafür liegt, daß ein gutes Verhältniß aufrecht erhalten wird. Juhaber des Geschäfts machte den Fürsten auf diesen Umstand Beschlüsse, sondern sie halten die Beschlüsse geheim, die sie mit Das Pamphlet von Lothar Bucher über den Cobden- Klub habe ich aufmerksam. Ach was," meinte dieser, was die Ge Ausländern und sogar mit Franzosen gemeinsam gefaßt haben. genau fiudirt und mich gewundert, woher er den Muth und den schichte foftet, zahle ich!" Er bot dann noch einigen ( Seiterkeit links); sie haben auch noch freundschaftlichste Besuche Ungeschmack gefunden hat, die Broschüre zu schreiben. Von beanderen im Geschäft thätigen Personen drei Mark und gemacht beim französischen Präsidenten und bei seinem Minister, zahlten Agenten des Cobden klubs ist teine Rede; dann, als diese die Zumuthung empört zurückwiesen, trohdem das Kabinet Bourgeois hier bei uns dicht bei den die Akten desselben liegen offen vor aller Augen, einen geheimen bis vierzig Mart, wenn sie sich zur Abwechslung seinen Sozialdemokraten fißen würde.( Heiterkeit rechts. Sehr richtig! Fonds giebt es nicht, es ist das eine der thörichten Behauptungen, Gelüften hingeben wollten. Durchlaucht hatte aber zur Ehre links.) die jemals aufgestellt sind. Ueber die bimetallistischen der in Frage kommenden Männer sei es gefagt- keinen Erfolg Man meinte, daß die Amerikaner nur darauf warteten, eine Freunde des Herrn v. Kardorff in Amerika mit semem Gebot; leider hatte auch keiner den Muth, dem Währungskonferenz einzuberufen. Aber daß die praktischen möchte ich doch etwas bemerken. Der Präsident rohen Menschen selber eine Lektion zu ertheilen oder wenigstens Amerikaner einen positiven Erfolg davon erwarten, möchte ich Cleveland wird große Augen machen darüber, daß er Bimetallist zu bewirken, daß die Durchlaucht auf ihren Geisteszustand unterbezweifeln. Von einem Währungsbündniß wollen die Herren sei; ich habe mich mit ihm eingehend unterhalten und gefunden, sucht werde. Nachdem der Kunde zwei Peitschen entzwei ge nichts wiffen, sie wollen sich nicht fesseln an ein Bündniß mit daß er meinen Anschauungen näher steht, als denen des schlagen und endlich seine Einkäufe beendet hatte, verließ er das plutokratischen und autokratischen Mächten, wie es in Herrn v. Kardorff. Wenn man von bezahlten Agenten Geschäft am Arm der„ Dame", die dem ganzen empörenden einer in Amerika zahlreich verbreiteten Broschüre hieß. des Cobden- Klubs spricht, dann könnte man viel Auftritt mit rohem Lachen zugesehen hatte. Wenn schon vor einem Jahre keine Veranlassung vorlag, mehr von bezahlten Agenten der amerikanischen einen Schlag mit der Peitsche aushalten wolle. Der Ruabe willigte ein; Durchlaucht holte derbe aus und ersuchte dann den Chef, an den Burschen fünf Mart auszuzahlen. An einem anderen Knaben gleichen Alters übte Durchlaucht das Experiment etwas ausgedehnter; für etwa sechs Schläge wurden diesem 13 M. gespendet. Dann ließ Durchlaucht den draußen haltenden Droschkentutscher hereinrufen, der die Ehre gehabt Dieser bekam in der internationalen Währung näherzutreten, so liegt heute Silberminenbesiger in Deutschland sprechen. Brausewetter die Geisteskrankheit zur äußeren Erscheinung fam, Brausewetter. Ueber die Umstände, unter denen bei Herrn erst recht kein Anlaß dazu vor. Ich glaube dem Herrn Reichs- Bustimmung links. Abg. v. Kardorff bittet ums Wort.) Ich will wird der Berl. Ztg." von durchaus zuverlässiger Seite folgendes fangler eine Gefälligkeit zu erweisen, wenn ich ihm Gelegenheit nur darauf hinweisen, daß wir in Deutschland, bis auf wenige berichtet:" In der Nacht vom 6. zum 7. Dezember entlud sich, gebe, sich von diesem Radaver mit Deu lichkeit zu befreien. verschwindende Ausnahmen, alle diejenigen, welche eine hervor scheinungen bei ihm zu tage traten. Wenige Tage darauf mußte er in eine Anstalt überführt werden. Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe: Ich kann zu meinem Be- ragende Rolle spielen in der Industrie, der reinen Gold- wie erinnerlich, über Berlin ein starkes Gewitter. Auch Brausedauern dem Wunsche des Abg. Barth nicht Folge leisten. Ich bin währung anhängen. Ich brauche nur auf die jüngsten wetter wurde durch diese merkwürdige Naturerscheinung aus nicht in der Lage, die Auskunft zu ertheilen, die Berichte der Handelskammern zu verweisen; diese Kenner seiner Ruhe gestört. In dem Augenblicke, wo er an das Fenster er wünscht; ich werde aber in der nächsten Zeit der Verhältnisse können es fich gar nicht ernstlich vor- trat, um das Gewitter zu beobachten, fuhr unter frachendem Gelegenheit haben, eine Erklärung abzugeben stellen, daß die Regierung auf solche Pläne eingeht. Würde Donner ein Blizstrahl vor seinen Augen nieder. Hierdurch über die Stellung, welche die Regierung zur man das annehmen, so würde ein solcher Sturm der Entrüstung schüttert, dß zum ersten Male Wahnsinns Gr wurde sein zerrüttetes Nervensystem derart er. Resolution einnehmen wird. entstehen, wie er niemals vorher stattgefunden hat. Abg. v. Kardorff: Herr Barth meint, es wäre jetzt weniger Abg. v. Kardorff: Es ist heute zum zweiten Mal, daß im als jemals die Zeit, Währungskonferenzen zu berufen, die bisher Deutschen Reichstage der Verdacht ausgesprochen wird, daß wir Ob diese Mittheilung stimmt, wissen wir nicht. Es sei immer gescheitert seien. Ihm ist wahrscheinlich nicht bekannt, Bimetallisten von Amerika bezahlt würden.( Widerspruch links.) daß dieselbe Erklärung, die der Minister Balfour veröffentlichte, Ich habe schon einmal gesagt, daß ich die Bücher des bimetalli- aber bemerkt, daß Brausewetter am 7. Dezember v. J. noch ein von anderer Seite abgegeben und zu Protokoll gegeben wurde, flischen Vereins offen legen würde, um nachzuweisen, daß alles Urtheil aussprach, das im höchsten Maße befremdete. Die beiden nicht gewiffe Staaten sich über ein bestimmtes Programm Barth nicht nachweist, daß irgend jemand von amerikanischem Gelde worten. Es betraf einen nebenfächlichen Fall, ein Fabritinfpektor daß nämlich eine Konferenz nicht berufen werden könne, ehe von uns verwendete Geld aus Deutschland kommt. Wenn Herr Schriftsteller Kurt Baake und Lux hatten sich an diesem Tage vor der zweiten Straftammer wegen Beleidigung zu verants geeinigt hätten. bezahlt ist, dann muß ich ihn als einen infamen 2ügner im Meiningenschen fühlte sich durch eine Wendung im 1894er Der jetzige Ministerpräsident Bourgeois gehört zu den bezeichnen.( Lebhafter Widerspruch links; Rufe zur Ordnung) Barteitags- Protokoll, das die Angeklagten redigirt hatten, ge fenntnißreichsten Bimetallisten Frankreichs, er kennt die Frage Abg. Barth: Eine solche Grobheit und Unver nicht blos oberflächlich Herr Barth, sondern hat sie gründlichst ich amtheit fann ich mir von Herrn v. Kardorff nicht troffen. Das Urtheil lautete für jeden der Angeklagten auf nicht weniger als drei Monate Gefängniß studirt.( Heiterkeit.) Herr Barth taxirt ihn doch wohl etwas gefallen laffen. selbst vom Braufewetter hatte man derartiges nicht erwartet. " unrichtig; er würde die Stelle des Herrn Barth einnehmen, er Präsident v. Buol: Ich muß den Redner zur Ordnung steht den Sozialisten sehr nahe, möchte gern von ihnen unter- rufen.( Lebhafter Widerspruch links; Ruse: infamer Lügner!) Mit Bezugnahme auf den Fall Brausewetter erinnert stüßt sein, wenn er auch vor den Konsequenzen daraus zurück- Ich bitte um Entschuldigung; gegen den Vorwurf, daß der Grapholog und gerichtliche Sachverständige Herr Langene Schreckt. Herr Barth irgend jemand aus dem Reichstage als be- bruch ein hiesiges Blatt an einen Ausspruch, den er vor zirfa Herr Barth hat Studien über die Kreditwürdigkeit zablt bezeichnet hätte, muß ich ihn in Schuz nehmen; einem halben Jahre zu thun Gelegenheit hatte. Herr amerikanischer Bankprioritäten gemacht. Ob diese Papiere so Herr Barth hat das nicht gesagt.( Große Unruhe) Langenbruch erklärte nämlich damals, als ihm die Unterschrift werth waren, unter das kleine Bublifum verbreitet zu werden, Es wird mir mitgetheilt, daß Herr v. Kardorff Herrn Barth des Landgerichts- Direktors Brausewetter gezeigt wurde, fie trage überlasse ich dem Urtheil anderer. Es wäre gleich, ob sie auf allerdings bedingt vorgeworfen habe, es würde eine infame einen pathologischen Charakter, wie man ihn häufig bei Gold oder Silber gestellt werden, die Inhaber wären zufrieden, Lüge sein". Auch in dieser Form ist es ein Vorwurf gegenüber Hypochondern und Nervenkranken finde, und aus der Schrift wenn sie nur etwas baares Geld befämen. Die Amerikaner dem Abg. Barth, den ich nicht ungerügt lassen darf. spreche durchaus nicht das Bild des Brausewetter, das man nach haben tein Juftitut wie unsere Reichsbank; sie haben Abg. Barth: Ich mache den Herrn Präsidenten darauf auf allem, was in die Deffentlichkeit gedrungen sei, sich machen müsse. Banken in den einzelnen Staaten, das ift für die merksam, daß Herr v. Kardorff direkt gesagt hat, ich sei ein Der Grapholog hat also damals bereits die Erkrankung wahr. Regierung eine außerordentlich unbequeme Sache. Im infamer Lügner. Einen solchen beleidigenden Zwischenruf, sei genommen. Herr Langenbruch weist im übrigen darauf hin, daß übrigen sollte Herr Barth es unterlassen, e3 fo er auch nur konditionell, fann und werde ich mir von niemand Dr. Erlenmeyer schon im Jahre 1879 in seinem Werke„ Die darzustellen, als ob in Amerita Neigung für die Goldwährung gefallen laffen. Solange Herr v. Kardorff nicht vom Präsidenten Schrift" verschiedene pathologische Handschriften beschrieben und vorhanden wäre. Es giebt einige Goldleute unter den Bankiers, zur Ordnung gerufen wird, bin ich verpflichtet, mir direkt Genug auf den diagnostischen Werth der Schrift aufmerksam gemacht sonst aber nicht. Die Frage ist nur, wollen wir Gold und ihuung zu verschaffen. habe. Langenbruch fügt hinzu, das heutige graphologische Wissen, Silber mit freier Prägung allein prägen, ohne uns um die! Präsident v. Buol: Ich wiederhole, daß nach meiner auf die Handschrift Braufewetter's angewendet, würde die Fest stellung ermöglichen, wann die Erkrankung Brausewetter's ihren 1 Anfang genommen habe. Zu dieser Bestimmung sei die Sektion, daß die Lebrerin Fräulein M Auf Ihre Beschwerde vom 26. v. M. eröffnen wir Ihnen, folle. Hoffentlich fällt niemand auf den Schwindel des Gauners wie fie fouft allgemein üblich, nicht nothwendig.( Sie ist aber bestreitet, Ihre Tochter bestraft und dadurch die Berivundung mit aller Entschiedenheit hinein. doch nothwendig; die Handschrift kann trügen. Allerdings, daß des Dhres veranlaßt zu haben. Bei der Untersuchung der Sache Der Geschäftsführer der am Rosenthaler Thor befindlichen die Geisteskrankheit älteren Datums ist, daß steht auch ohne durch den Rektor haben die darüber befragten Kinder mit Be- Filiale des Herrn Aschinger stellt die in Nr. 13 gebrachte Mit Sektion fest. Diese muß aber vorgenommen werden, um die Art stimmtheit erklärt, Ihre Tochter sei von der Lehrerin weder an richtig, daß zwar der Kellner es anfänglich abgelehnt habe, für theilung in der Notiz Bei einem Wirthe wundermild" dahin und Entwickelung des Leidens an der Hirnmaterie nachzugefaßt noch verwundet worden, auch der Lehrer, welcher weisen. Red. d.„ V.") verwundet worden, auch der Lehrer, welcher die letzte Stunde in der betreffenden Klaffe Unterricht er den auf der Straße befindlichen Kranken Waffer herbeizuschaffen; halten habe, alles geschehen, um dem Berunglückten beizustehen. theilte, hat weder am Ohr noch an den Kleidern irgendwelche doch fei, als der Geschäftsführer Kenntniß von dem Vorfall erluipuren beobachtet. Hiernach müssen wir die über die Lehrerin Das Berhalten des Kellners werde keinesfalls von der Geschäftserhobene Beschuldigung als unbegründet abweisen. Um Aufklärung in dieser widerspruchsvollen Angelegenheit leitung gebilligt. Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung, Der Ausschußt der Stadtverordneten Versammlung, welcher am Dienstag Abend zur Vorberathung der Frage wegen Verkaufs der Resigrundstücke Spittelmarkt 8-10 zusammen getreten war, beschloß, der Versammlung zu empfehlen, den Magistratsantrag, wonach die Grundstücke zu einem Preise von 451 400 m. veräußert werden sollen, abzulehnen. Der Magistrat soll ermächtigt werden, die Grundstücke zu veräußern, sobald ein Gebot von 550 000 M. erzielt sein wird. = Die Hauswirthe der Straße Alt Moabit haben eine fomiche Petition an die Behörde gerichtet. Sie wollen ihre Straße in Moltkestraße umgetauft haben. Glauben die Herren etwa, daß der vornehme Heroenname einen Grund zur Mieths. fteigerung abgeben kann? Im städtischen Arbeitshause befanden sich während der Monate Oktober bis Tezember 1895 durchschnittlich täg I ich Korrigenden 1646, Hospitaliten 372; unter Hinzurechnung der dmchschnittlichen Kopfstärke von 168 3öglingen des Er ziehungshauses waren im Durchschnitt täglich 2181 Personen von Arbeitshauses erhielten am 31. Dezember 1895: 19 jugendliche der Arbeitshaus Verwaltung zu verpflegen. In der Schule des Häuslinge Unterricht. In der städtischen Waisenpflege befanden sich am 1. Januar 1896: 4610 Rinder( 2424 Knaben, 2186 Mädchen). Zu der felben Zeit befanden sich in Zwangserziehung 431 Kinder ( 357 Ruaben, 74 Mädchen). Von diesen waren entlaufen 39 ( 32 Knaben und 7 Mädchen) und im Gefängniß 8 Mädchen. 9 zu erhalten, will der Vater des in Frage kommenden Kindes Ein sehr schwerer Unfall hat sich am Mittwoch Morgen weitere Schritte unternehmen. Es wäre, falls die Lehrerin un- auf dem Stettiner Bahnhof zugetragen. Dort war der 47 jährige Gua B. die Verlegung durch andere Schülerinnen oder Schüler schäftigt, aus einem Güterwagen Bußwolle in das Magazin umbegründeterweise bezichtigt ist, nur anzunehmen, daß die Vorarbeiter Hermann Witt aus der Auguststr. 92 damit be unwahrheit gesagt hat. erhalten und dem Arzt sowohl wie den Eltern gegenüber die zupacken. Der Mann stürzte dabei aus dem Wagen heraus in den zwischen diesem und dem Magazin befindlichen Raum hinab Der Aftronom der Grunewald Sternwarte, Herr und zog sich Knochenbrüche an beiden Armen und Verlegungen F. S. Archenhold, hielt im Auftrage der Deutschen Gesellschaft am Knie zu. Der Berunglückte mußte in ein Krankenhaus ge= für volksthümliche Naturkunde einen interessanten wissenschaft. bracht werden. lichen Vortrag, den er in das Thema: Monde" fleidete. Das Publikum, das sich im Bürgerfaale des Ein Tag auf dem Rathhauses, wo der Vortrag stattfand, so zahlreich eingefunden hatte, daß viele wieder umkehren mußten, folgte den leicht verständlichen Ausführungen mit reger Antheilnahme. große Wandkarte, sowie zahlreiche, durch einen Projektionstragenden veranschaulichen. Erwähnt sei, daß Herr Archenhold apparat vorgeführte Lichtbilder halfen die Erklärungen des Vorstoß kleiner Weltkörper mit dem Monde entstanden seien, durch die Ansicht, daß die sogenannten Mondkrater durch Zusammenein eigenartiges Experiment zu beweisen suchte; er ließ eine Metallfugel in ein Gemisch von Gyps und Lehm fallen; der Eindruck, den die Kugel hervorbrachte, sieht einem Mondkrater überaus ähnlich. mordversuch in der Rantstraße verübte, ist identisch mit dem Der angebliche Baron von Bolzani, der den RaubPrager Kommis Wilhelm Roeling, der von der dortigen Behörde wegen Diebstahls und Checkfälschung verfolgt wird. Eine Zu der Affäre in der Ramlerstr. 25 wird uns gemeldet, Nachbarschaft seien übrigens mehrfach Klagen über den Lärm in daß es sich hierbei um den durch die Rixdorfer Säbelaffäre bekannten früheren Amtsdiener Schmidt handelt. Aus der Nachbarschaft seien übrigens mehrfach Klagen über den Lärm in dem betreffenden Lokale ergangen. Witterungsübersicht vom 23. Januar 1896. Swinemünde Hamburg tags- Wahlbezirk wird am Dienstag, 28. Januar, vormittags 9 Ubr, Wiesbaden Die Abgeordneten- Erfahwahl im vierten Berliner Land- Berlin im Konzertsaal des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11, München vollzogen werden. Wien. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke MSM 6 760 766 765 770 NW 770 Q 771 MSM 749 Still 767 768 SW • 771 Still • • auf etwa eine Woche geschlossen worden. Das Postmuseum ist gestern wegen baulicher Veränderungen Haparanda Petersburg Cort T (-) 65131|| 32| Wetter bedeckt bedeckt wolkig wolkenlos Nebel Nebel bedeckt wolfig heiter bedeckt Temperatur nach Celſius LONN( 50.4° R.) Wetter Prognose für Freitag, 24. Januar 1896. Ein wenig fälteres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit geringen Niederschlägen und mäßigen westlichen Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. In der letzten Sigung der Gemeindevertreter von LichtenZeitgemäß. Das Polizeipräsidium hat der Volks- Zeitung" Stationen. berg- Friedrichsberg ist es zu einer flemen Rebellion gegen den zufolge in einem Spezialfalle entschieden( Heidenreich, SpittelLieutenant a. D. Röder, dem Amts- und Ortsvorsteher, ge- markt 1, J.-Nr. H. 8 II. 96 d. d. 16./1. 96), daß das Herausfommen. Zunächst wurde der unseren Lesern schon bekannte hängen von Flaggen, welche gewerbliche Hinweise enthalten, nur Heir über einen Vorfall interpellirt, der bei den Gemeinde- gelegentlich öffentlicher Feste, der Nationalfeiertage und vertretern große Erregung hervorgerufen hatte. Herr Röder kirchlicher Feste zuläßig ist. hatte nämlich am Tage vor der Sigung den Bureauvorsteher S., einen festangestellten Gemeindebeamten, einfach nach Hause geschickt, weil derselbe anscheinend ganz un gerechtfertigte Vorwürfe Röder's nicht stillschweigend hin nehmen wollte. Es wurde legterem bedeutet, daß ihm jedes Necht fehle, einen Gemeindebeamten, der übrigens hoch ge schäßt würde, so zu behandeln; es stände ihm höchstens das Disziplinarverfahren frei. Röder bestritt, verpflichtet zu sein, über Vorgänge im Gemeindebureau der Versammlung RechenDie göttliche Weltordnung und der Gnadenerlaß. Wir Aberdeen. schaft zu geben; darauf belehrte ihn ebenso höflich wie drin- lesen in der„ Germania":" Auf grund des Amnestie- Erlasses find Paris. gend der Gemeindevertreter, Redakteur Koch( vorbestraft wegen straße 10 im ganzen 450 Personen, die wegen Bettelus, Obdachaus der Stadtvogtei und dem Filialgefängniß in der PerlebergerRöderbeleidigung) eines besseren. Die Vertretung der Gelosigkeit u. f. 1. zu Strafbaft bis zu 6 Wochen verurtheilt waren, meinde habe das Recht, wachen, und zwar auf grund der Landgemeinde- Ordnung; ihrer Winterquartiere nichts weniger als erwünscht. Schon am Winden. Recht, deren Verwaltung zu über entlassen worden. Vielen der Begnadigten fam das Verlassen fie sei deshalb auch verpflichtet, wenn ihr etwas nicht geheuer Montag waren im Polizeigewabrfam am Alexanderplatz gegen vorkomme", bezügliche Fragen zu stellen. Bevor dann in die 100 der Begnadigten wegen Bettelns und Verübung groben eigentliche Tagesordnung eingetreten werden konnte, ersuchte Unfug wieder eingeliefert. Auch im Polizei- Asyl machte fich Gemeindevertreter Gensler Herrn Röder, doch nun endlich das Schriftstück zur Kenntniß der Gemeindevertretung zu bringen, eine größere Frequenz als sonst bemerkbar. Während sonst die welches der Landrath in Sachen des von dieser schon längt nächtigten in der Montagnacht 2000 daselbst." 3st eine schlimmere Zahl der Obdachsuchenden etwa 14-1500 Personen betrug, gewünschten Rathhausbaues vor beinahe 4 Monaten dem Ge- Kritik auf der Herrlichkeit von heute denkbar? meindevorsteher hat zugehen lassen. Röder erklärte, unter dem letzten Punkte„ Mittheilungen" davon sprechen zu wollen, ganz ent- Postbureaukratie. Es ist vielfach aufgefallen, so schreibt schieden aber nicht vorher. Er wiederholte, daß er das Schreiben ein hiesiges Blatt, daß für offene, mit 3- Pfennigmarken frantirte verlesen wolle, aber nur bei dem von ihm angegebenen Punkte. Postkarten, welche auf der Rückseite lediglich gedruckten Inhalt Der Schöffe Glafchte gab Gensler recht; man hätte nun lange batten, Strafporto gezahlt werden muß. Von fachmännischer genug gewartet und sich inzwischen schon über Vorenthalung des Seite wird uns geschrieben, daß im Publikum vielfach die Anlandräthlichen Schreibens beschwert. Wenn schließlich der sicht verbreitet ist, Postkarten mit gedrucktem Inhalt fosteten Gemeindevertretung die Geduld reiße, könne es ihr niemand 3 Pfennig. Tagtäglich wird eine große Anzahl solcher Postverdenken. Gensler hatte nochmals dazu gesprochen und in farten mit Strasporto belegt. Wir machen darauf aufmertfam, Aussicht gestellt, daß die Mehrheit, die sich einig darin fei, daß offene Karten mit gedrucktem Inhalt nur dann zu 3 Pfg. bei Nichterfüllung ihres Wunsches die Berathung der Tages befördert werden, wenn sie nicht den Vermerk„ Postfarte" tragen. ordnung ablehnen müsse. Wenn Sie es nicht wollen, " lassen Sie es bleiben; es fällt mir gar nicht ist hier angelangt, welcher der Reichs- Poftverwaltung eine mit Der Vertreter einer amerikanischen Maschinenfabrik ein, es jest mitzutheilen"! Das war die Antwort Elektrizität betriebene Blizmaschine vorzeigen wird, welche, wie Röders. Die Mehrheit der Gemeindevertreter verließ der„ Konfektionär" schreibt, 500 000 Briefe in der Stunde abhierauf das Sigungszimmer. Herr R. und seine Getreuen waren allein. Der Bericht stempelt. Im New- Yorker Postamt sind diese Maschinen bereits erstatter des Lokalblattes wurde nunmehr von den Zurück- feit einiger Zeit in Thätigkeit und sollen sich vorzüglich begebliebenen hinausgeschickt. Zur Erklärung dieses Vor- währen. Bisher waren daselbst Maschinen, die 20 000 Briefe in von der Firma Scholz Nach f. in Schöneberg bei Berlin ganges fei mitgetheilt, daß die meisten Gemeindevertreter den der Stunde abstempelten, in Gebrauch. Bei uns hält man noch ist beendet, da sämmtliche Ausständigen anderwärts Arbeit geBau eines Rathhauses für die etwa 30 000 Köpfe zählende Ge- an dem alten Brauch der bedächtigen und langsamen Ab- funden haben. Wir bitten daher, die noch ausstehenden Sammelmeinde für eingang dringendes Bedürfniß halten, während Röder stempelung mit der Hand fest. Und wenn die Maschine ein- listen umgehend an den Unterzeichneten oder an den Genossen der gegentheiligen Meinung ist. Ein großer Theil der Amtsgeiührt wird, so wird wohl die Folge sein, daß eine Anzahl Willarg, Annenstr. 16,( Gewerkschaftsbureau) abliefern zu wollen. räume befindet sich in Röder's Privathaus zur Miethe. Postangestellter beschäftigungslos würden. Neulich konnten wir feststellen, daß sich das Gemeinde- Oberhaupt und der Polizeiverwalter Röder bei den Jahre 1895 vorgenommen haben, werden ersucht, ihre ImpfImpfliften. Diejenigen Aerzte, welche Privatimpfungen im grundbesitzenden Wittwen und den Forensen auf die Suche listen, vollständig ausgefüllt, binnen acht. Tagen an das Bureau nach Vollmachten für die bevorstehenden Gemeindewahlen be- der Sanitätskommission, tönigl. Polizeipräsidium, Bimmer 267, geben habe. Mit bezug darauf ist hervorzuheben, daß die zum Zwecke der nothwendigen Notirungen einzureichen, widrigen Wählerlisten erst vom 15. ds. Mts. ab bis zum 30. deffelben falls Strafanzeige nach§ 15 des Impfgesetzes vom 8. April 1874 öffentlich ausliegen, daß also R., da sein Zirkular vor dem gestellt werden muß. 15. Januar erging, amtliches, feinem Gegner noch nicht befanntes Material verwerthete. Allgemein nimmt man in den betheiligten Kreisen an, daß Röder sein Amt niederlegen werde, wenn seine Anhänger durch die Wahl von der Gemeindevertretung ferngehalten würden. Friedmann berichtet das„ Leipziger Tagebl.": Den Vorsitz führte Zum Fall Friedmann. Ueber die Verhandlung vor dem Ehrengerichtshofe für Rechtsanwälte in Leipzig gegen Dr. Friz der Neichsgerichts- Präsident Dr. v. Dehlschläger. Die an den Bureauvorsteher des Dr. Friedmann erfolgte Zustellung der Ladung wurde als den gesetzlichen Vorschriften entsprechend an= gesehen. Es wurde deshalb in die Verhandlung über die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urtheil der Anwalts= fammer bei dem Kammergericht eingetreten. Die Reichsanwaltschaft vertrat Reichsanwalt Treppin. Als einziger Zeuge wurde Rechtsanwalt Löwenstein aus Berlin vernommen. Gegen 1 Uhr wurde das Urtheil verkündet, welches nach dem gestellten Antrage auf Ausschluß Friedmann's aus der Rechtsanwaltschaft lautete. Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen fiets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. Achtung, Gewerkschaften! Der Streit der Sattler Die Lohn und Agitationstommission. Im Auftrage: Bruno Pörsch, Rixdorf, Steinmetstr. 24. reich besuchten, zum theil überfüllten Versammlungen haben am Lohnbewegung in der Konfektionsindustrie. In zahl20. Januar die Schneider und Schneiderinnen der Städte Braunschweig, Dortmund, Halle a. S., Erfurt, Gotha, Ilmenau, Gießen, Frankfurt a. M. und Stuttgart beschlossen, die bekannten Forderungen den Unternehmern, Händlern und Meistern zuzustellen. Vermischkes. Verhungert. Unbekannt verstorben ist in der Charitee ein Monn in den vierziger Jahren, der vor einigen Tagen in einem trostlosen Zustande dort eingeliefert wurde. Am Sonntag Abend fand ein Schuhmann des 27. Reviers auf dem Flur des Hauses Sebastianstr. 25 einen Mann liegen, der sich nicht mehr helfen In Elbing ist am 23. Januar der Geheime Kommerzien Zu dem Brande im königlichen Schloffe, über den wir konnte. Der Schuhmann brachte den völlig Erschöpften in die rath Ferdinand Schichau, der Besitzer großer Schiffswerfte, gestern furz berichteten, wird uns mitgetheilt, daß der an- Charitee. Hier stellte sich heraus, daß seine Hände und Füße gestorben. gerichtete Schaden weit erheblicher ist, als anfänglich angegeben vom Frost start gelitten hatten, und daß er bis auf den Tod Erbsenkung in Brür. Wie die Wiener Neue Freie wurde. In der Bibliothek sind namentlich ältere lateinische und beruntergekommen war. Die Körpertemperatur betrug nur noch Presse" aus Brug meldet, zeigte sich am Mittwoch an der neuen griechische Werke von unschätzbarem Werthe verbrannt und arg 32 Grad, aljo 5 Grad unter dem normalen Stande. Allem An- Verbindungsstraße eine Erdfenkung mit einem Durchschnitt von beschädigt worden; bis zum gestrigen Tage hat man nach Schloß scheine nach war der Mann durch den Hunger in diese hoffnungs- zwei Quadratmetern; dieselbe wird auf eine Erweichung des Monbijou nicht weniger als jeds Möbelwagen voll zum Theil lofe Verfassung gekommen, es mögen aber auch andere Umstände Erdreichs infolge Thauwetters zurückgeführt und deshalb für unersetzbarer Bücher und Schriften geschafft, die sich vielfach in noch mitgewirkt haben. Eine Herzlähmung machte seinem Leben bedeutungslos gehalten. einem der Zerstörung fast gleichkommenden Zustande befinden. Auch ein Ende, bevor er über seine Persönlichkeit hatte Auskunft find etwa 40 bis 50 ältere Gemälde und Stiche, ebenfalls von außer geben können. Ein Wärter glaubt verstanden zu haben, daß er ordentlichem Werthe, durch den Brand zerstört worden. Nach sich einmal Kaufmann Graß nannte. dem uns zugegangenen Bericht wird von Fachleuten ferner start bezweifelt, daß das Feuer in dem bezeichneten Schornstein zum Von den im königlichen Schlosse beschäftigten Arbeitern wird noch Klage darüber geführt, daß ihnen bei der Feier am Sonntag, den 19. Januar, an welchem Tage fte zum theil beschäftigt wurden, die Speisemarten ver= sagt blieben, die ste sonft regelmäßig bei außer ordentlichen Gelegenheiten erhalten haben. Die in betracht tommenden Arbeiter wissen nicht, warum ihnen die Bonifikation diesmal nicht gewährt worden ist. Ausbruch gekommen fei. Ein betrogener Erfinder. Einen eigenartigen Prozeß firengt ein Erfinder, der Uhrmacher Landmann, gegen ein Konsortium Genfer Uhrenfabrikanten an. Landmann hatte vor einiger Zeit eine Taschenuhr konstruirt, deren Werk nicht nur spieler Rudolf Jaffé in der Nacht zum 22. d. auf dem Nach- war, sondern die auch, infolge der finnreichen Bauart völlig gegen Als der am Belle- Alliance- Theater engagirte Schau mit allen Vortheilen der modernen Uhrmacherkunft ausgestattet bausewege durch die Lüneburgerstraße in Moabit ging, wurde er jeden Stoß, Fall, sowie gegen Eindringen von Nässe und Staub plöglich hinterrücks überfallen und durch einen mit aller Kraft gesichert war. Da L. nicht vermögend genug ist, um seine Ergeführten Messerstich derartig am Kopfe verwundet, daß er blut- findung selbst auszunüßen, verfauite er dieselbe an eine Anzahl überströmt zusammenbrach. Passanten brachten den Verletzten zu Schweizer Uhrenfabrikanten. Der Preis war nur ein mäßiger; dem in der Paulstraße in Moabit wohnenden Dr. Schistan, der jedoch sollte Landmann für den Zeitraum von 20 Jahren ihm die erste Hilfe leistete, Ter Arzt konstatirte eine bis auf den fünf Prozent des Reingewinns jährlich erhalten. Jekt Knochen gehende und von der Nasenwurzel bis zum rechten nach Augenwinkel reichende Wunde. Um Haaresbreite wäre das Auge Fabrikanten, daß fie gar nicht daran denken, die Uhr in großem Abschlußbe Geschäfts erklären die schlauen betroffen worden und verloren gewesen. Der Verüber enttam, Maße zu fabriziren; denn würde dies geschehen, so würde die Merkwürdig. Am 18. Dezember v. J. stellte der praktische troßdem er von mehreren Herren eifrigit verfolgt wurde. Der gesammte Fabritation und Reparatur billiger Uhren einen argen Arzt Dr. R. in der Reinickendorferstraße das folgende ärztliche Verlegte glaubt, denselben erkannt zu haben, und meint, daß es Stoß erleiden, da thatsächlich die von Landmann fonstruirte Ühr Attest aus: Das 11 jährige Mädchen Ella B. tam heute Mittag sich um einen Racheakt gehandelt habe. alle Fall, Wasser- und Staubproben bestanden hat und gerade um 1 Uhr mit blutendem rechten Ohre von der Schule nach Hause, auch die Kleider des Kindes waren blutig gefärbt. Außer Sie sind in der Form gegossen und tragen das Münzzeichen F. anschaffungen und Reparaturen bedingen. Der geprellte Erfinder Falsche Zweimarkstücke sind neuerdings wieder in Umlauf. Diese Faftoren den Uhren am gefährlichsten sind und Neudem flagt das Kind über heftige Schmerzen, die noch jetzt das und die Jahreszahl 1877. Das Material der Falschstücke, die hofft, daß er Mittel und Wege finden wird, um doch noch zu Kind zum Weinen veranlassen. Man sieht an der hinteren Seite des rechten Ohres eine frische etwa 2 cm lange Wunde mit wiederum von Braunschweig aus in den Verkehr gebracht scharfen Rändern. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit an- worden sind, ist ein Gemisch von Zinn, Antimon und Kupfer. zunehmen, daß die Wunde durch heftigen Zug am Ohre Der spanische Schwindler, dessen Praktiken schon oft in verursacht ist. Die Behauptung des Kindes, daß die Lehrerin so heftig am Ohre gezogen habe, daß es blutet, ist meines Tafürhaltens glaubhaft. Ter Water beschwerte sich in der Angelegenheit bei der städtischen Schuldeputation und erhielt am Sonnabend Abend folgende, vom 14. d. M. datirte Buschrift zugestellt: der Presse gekennzeichnet sind, sucht immer noch Dumme in Berlin. Gestern wurde uns wieder ein vom 18. Januar datirter Brief zur Verfügung genellt, in dem ein Pedro Borres alias Rafael Sunê in Barcelona einem hiesigen Einwohner Geld abzulocken suchte unter der Vorspiegelung, daß in der Nähe Berlins nicht weniger wie 600 000 Brants vergraben feien, die er heben feinem Rechte zu kommen. An diesem Fall zeigt sich wieder einmal auf's deutlichste die völlige Unvernunft unserer Wirthschaftsordnung. " Aus Paris wird vom Donnerstag berichtet: Der Leiter der französischen Ausgabe der in Berlin erscheinenden deutschen Zeitschrift Moderne Kunst", namens Herald Mahr, versuchte sich gestern in seiner Wohnung zu erschießen. Die Verlegung, welche er sich beibrachte, soll derart schwerer Natur sein, daß man nicht an sein Aufkommen glaubt. Herald Mahr soll seit einiger Beit geistess gestört gewesen sein. Von den Wirkungen des Guaden- Erlasses. Eine bittere| Gefallen gethan haben, daß sie ihnen wieder eine Unterkunft[ neueren, vom 9. November datirten Nachrichten im Gegensab Satire auf unsere sozialen Zustände bildet eine Nachricht, die gewährte. zu den früheren Mittheilungen, daß zwei Monate nach dem Aufvon der böhmischen Grenze her in die Presse dringt. Aus Wie die Expedition des Dr. Ehlers zu grunde ging. bruche der Expedition beide Weiße erlegen seien, augenscheinlich" Grottau bei Reichenberg in Böhmen wird geschrieben: Am Man schreibt der Franks. 3tg." aus Sydney vom 10. Dezember: verhungert. Ebenso seien 22 Eingeborene durch die erlittenen legten Sonnabend wurde unsere Stadt von einer großen Ueber den Untergang der Ehlers'schen Forschungsexpedition find Entbehrungen umgekommen. Der Rest ist nach viermonatiger Anzahl Bettlern und Landstreichern überfluthet, die infolge des jetzt aus Port Moresby einige ergänzende Mittheilungen ein- Wanderung in Motu Motu eingetroffen, wohin die Regierung in Deutschland eingetretenen Gnadenerlaffes aus den Ge- gegangen. Danach haben an der insgesammt 44 Köpfe zählenden von Britisch Neu- Guinea nach Bekanntwerden der Nachricht fängnissen der benachbarten Grenzstädte entlassen worden waren Expedition außer Dr. Otto Ehlers, dem Polizeimeister Piering alsbald den Regierungsschuner" Lokohu" abgesandt hat, um dieund nun ihren Weg hierher genommen hatten. Die Polizei nahm und den vermuthlich zu Trägerdiensten verwendeten Infulanern selben nach Port Moresby überzuführen. Dort sollen die Leute zahlreiche Berhaftungen vor, so daß die hiesigen Arrest- aus dem Bismarcharchipel auch einige Soldaten der eingeborenen so lange verpflegt werden, bis sich eine Gelegenheit zu ihrem räume bald überfüllt waren. Man transportirte daher noch am Polizeitruppe theilgenommen. Die Infulaner find gleich zu Rücktransport nach Kaiser Wilhelmsland findet. selben Abend eine Schaar verhafteter Personen nach Krayan, wo Anfang der Reise auf und davon gelaufen. Die Reisenden sie in dem dortigen Bezirksgerichts- Gefängnisse untergebracht sollen mit Gewehren und Munition ausreichend versehen wurden. Ist es nicht eine bittere Satire auf unsere Zustände, gewesen sein, hätten aber, nachdem sie einmal das Innere daß da Duyende von Leuten, die man eben erit" begnadigt" hat, erreicht, keinerlei Gelegenheit gehabt, von ihren Flinten wenige Stunden später schon wieder in einem anderen Gefäng- Gebrauch zu machen, so daß sich, da die mitgeführten nisse sitzen? Die Amneftirten waren, so meldet selbst ein liberales Vorräthe sehr bald erschöpft waren, nach kurzer Zeit Blatt, nicht etwa schwere Verbrecher, sondern obdach- und arbeits- die entseßlichsten Entbehrungen einstellten. Eine schreckliche lose Leute vielleicht auch einige wirklich Arbeitsscheue dar Plage scheinen auch die sogenannten Buschblutegel gewesen zu unter denen gar nichts anderes übrig blieb, als in der fein, die die Leiber der Unglücklichen förmlich bedeckten, so daß wiedergewonnenen Freiheit" von neuem betteln zu gehen. der Blutverlust die Ermattung noch vergrößerte. Ueber das Bielen von ihnen mag die österreichische Polizei geradezu einen Ende Dr. Otto Ehlers und seiner Begleiter melden diese Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 24. Januar. Opernhaus. Die Hugenotten. Schauspielhaus. Der Revisor. Deutsches Theater. Der Meister von Balmyra. Leffing- Theater. Untreu. Fräulein Wittwe. Berliner Theater. Faust. Neues Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hals über Kopf. I Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Mittwoch, den 22. Januar 1896; Zum 140. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaiser- Panorama ( Passage). V. Zyklus hochinteressant. Erinnerungen vom Feldzug 1870-71. Dritte Reise durch d. malerischen Alpen Oberitaliens. Eine Reife 20 Pf., Kinder 10 Pf., Abonn., 8 Reifen, nur 1 M. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde kann heute Freitag Abend ausnahmsweise erit um acht Ihr beginnen. Druckfehler- Berichtigung. In dem ersten Leitartikel über Die Sozialdemokratie und das bürgerliche Ge lie B buch ist in Spalte 3, Zeile 25 durch einen Druckfehler der Name des Justizraths Levy in Justizrath Berg verkehrt worden. H. K. 800 Pfund. G. Sch., Charlottenburg. Nächste Nummer. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Großes Konzert Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Sonntag, Dienstag und Donnerstag nach der Vorstellung: Groker Ball. Empfehle meine hocheleganten Säle fulantesten Bedingungen. Alexanderplatz- Theater. Täglich Vorstellung im wissenschaft für Vereine, Privatſeſtlichkeiten zu den Heute 8 Uhr: Zum 96. Male: Borher: Jn doppelter Belehrung. Die kleinen Lämmer. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. König Chilperich. Schiller- Theater. Der Widerspenstigen Zähmung. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben. Alexanderplatz- heater. Die kleinen Lämmer. Nr. 66. National- Theater. Opfer der Großstadt. Zichens, das Waldmädchen. American Theater. SpezialitätenVorstellung. 3pollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Reichohallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Vaudeville in 2 Aften von 2. Varney. Vorher: Nr. 66. Operette in 1 Att von J. Offenbach. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend: Zum 1. Male: Pitts. Operette in 1 Att von Hans Loewenfeld. Dienstag, den 28. Januar: Unter Leitung des Komponisten Louis Varney aus Paris: Zum 100. Male; Die kleinen Lämmer. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Täglich sensationeller Erfolg von Dora Parness. Teni Dare. Schiller- Theater. Salerno. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Der Widerspenstigen Bähmung. Sonnabend, abends 8 Uhr: EhrenSchulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Sergeant Simms mit seinen 12 Negerknaben I. f. w. ut. s. w. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Victoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Heute, Freitag, den 24. Januar: Die Königstochter als Bettlerin Soiree der altbeliebten oder: Die Schule des Lebens. Schauspiel in 5 Atten von E. Raupach. Regie: Fritz Schäfer. Zum Schluß: Bschens, das Waldmädchen. Burleste von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Morgen: Der Glöckner von Notre- Dame. 3schens, das Waldmädchen. Nachmittags 4 1hr: Grosse KinderVorstellung. Robinson Crusoe. Adolph Ernst- Theater. Zum 39. Male; Frau Lohengrin. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anf.8 Uhr. Entree( wie immer) 50Pf. Vorverkauf 40 Pf. Nach der Soiree in den Gesammträumen der Victoria- Brauerei: Schwant mit Gesang in 3 Atten von Stettiner Sänger- Ball. Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Seh'n Sie, das ist ein Geschäft!!! Jeden Abend ausverkauft!!! Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Kolonnaden. Das Karneval- Programm Zum Todtschreien Blanck's Stadt- Klatsch Hammerstein's Memoiren. Transvaaler Friedenstanz Thränen muß man ladjen über Hals über Kopf!!! Künstler- Urfidelitas. Fest- Polonaise mit Damenspende.- Während der Kaffeepause: Vorträge.- Sängerlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Das riesengröße, für Berlin neue Januar- Programm. Kolossaler Erfolg sämmtlicher Spezialitäten. Um 10 Uhr: Auftreten der mit stürmischem Beifall aufgenommenen originellen Miniatur Soubrette Princess Anfang{ = Colibri. Sonntags 6 Uhr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Pl. 50 Pi. Das Löwenweib. Allerseelen. !! Der Eden- Garten!! Marionetten Castan's Panopticum. Walhalla- Theater Oranienstr 52( dicht, am Moritzplatz). Eine Stunde im Zukunftsstaat. Achtung! W. Noack. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Mannes, unseres quten Baters, Bruders und Schwagers, des Schlossers Wilhelm Schley sagen allen, die ihm im Leben nahe standen, besonders seinen Kollegen der L.Schwarzfopff'schen Fabrit, unseren tiefgefühlten 2322b Danf. Wittwe Schley nebst drei unmündigen Kindern und Anverwandten. Unbemittelten Kindern Musikunterricht. 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Tom- Toms erster Reitunterricht. Broth. Dux, die lustigen Chinesen. Zum 1. Male: Gebr. Delaforeste, großart. Reckturner. Passage- Panopticum. Leopard, Bierd medlenb. Raffe, dreſſ. Täglich um 5½ und 8 Uhr: Affentheater und Circus. 30 Affen, 30 Hunde, 12 Pferde, Esel, Ziegen, Schweine, Hasen 1. geritten von Hrn. Foottit- Burghardt. Damen Schulquadrille, geritten von 6 Damien. 8 russ. Rapphengste, dress. und vorgeführt vom Direktor Basch. Sonnabend: 3fdeus. Elektr. Ballet. Sonntag: Zwei Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( ermäss. Preise und ein Kind unter 10 Jahren frei): Winternachtstraum. Abends 7 Uhr: 3schens. Die Aeußerung gegen den Arbeiter nuhr nehme ich zurück, weil er ein ehrenhafter Mann ist. 23216 Frau Dreblow. ist aus passenden Kräutern abdestillirt be fördert vorzüglich die Ver daung und regi besonders den Appetit an. REMittelstädts Original Löwenbier ist In Fl. Mk. 0,60. 1,10.& 1,80 Im Ausschank und in Flaschen überall zu haben. E Berantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jr. 20. Gerichts- Beifung. " Freitag, den 24. Januar 1896. 13. Jahrg. straften Wirthe waren jedoch der Ansicht, daß es ihnen un- Schöps, Moldenhauer; zu Vertretern der Kutscher benommen sei, bei Mangel an Gästen auch schon vor 11 Uhr die Kollegen Sparr und Hedtke, zum Vertreter der Möbelder Ruhe zu pflegen und demzufolge das Licht auszulöschen. transport Arbeiter Kollege Bachmann, zum VerDas Schöffengericht in Wadern pflichtete dieser Ansicht auch bei treter der Getreideträger Kollege Plö. Bu Revisoren und sprach der" N. A. 3." zufolge die Bestraften von Strafe die Kollegen Aug. Meyer, Gust. Meyer und Streitner. und Kosten frei. Kollege Dreher wurde zum zweiten Bureau- Arbeiter gewählt. Hierauf vertagte man die Versammlung bis zum 15. Januar. 19 Soziale Uebersicht. " Ueber die Entscheidung des Reichsgerichts in der Majestätsbeleidigungsfache unseres Kollegen Roland( Dierl), von der wir gestern bereits unter den letzten Nachrichten berichteten, liegt uns heute folgende ausführliche Meldung vor: Dierl hatte unter der Aufschrift: Wie man in Sachsen Sozialisten verurtheilt" In dieser Versammlung hielt zunächst Genosse Manasse über eine Verhandlung vor dem Landgericht Zwickau vom einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über das 11. März 1895 berichtet. Er hatte aus der Notiz alles ausgemerzt, Ergebnisse der Einkommen und Ergänzungssteuer- Thema Urtheil und Recht. Hierauf nahm die Versammlung was im Manuskript bedenklich erscheinen konnte. Die erste Strafe Veranlagung in Preußen. Nach der dem Abgeordneten einige Aenderungen an dem Beschluß vor, der vom Vorstand kammer lehnte die Erhebung der Auflage ab; diese erfolgte erst hause zugegangenen vergleichenden Uebersicht ist in Preußen hinsichtlich der Unterſtüßungen, darunter auch der Begräbnißdurch Beschluß des Kammergerichts. Die Sache wurde dann an Gintommensteuer für das Jahr 1895/96 bei beihilfen, am 22. Januar 1892 gefaßt und in der General zuerst im vorigen Jahre vor einer Ferienkammer verhandelt, 2 605 183 Benfiten( gegen 2 520 930 im Vorjahr) der Betrag von versammlung vom 13. Januar 1895 angenommen worden ist. Auf und da Dierl zu seiner Entlastung geltend machte, daß er aus 123 433 466( 122 029 765) 2. veranlagt worden, gegen das Vor- Antrag Grauer heißt es in§ 2 Rechtsschutz" von jetzt dem von ihm benutzten Manuskript alles ausgemerzt zu haben jahr also ein Mehr an Zenfiten von 84 233 und an Steuern von ab nicht mehr: Antragsteller müssen 6 Monate dem Verbande geglaubt hätte, was zu einer Anklage Anlaß geben fönne, so 1 403 701 M., während die Veranlagung für 1894/95 au Bensiten angehören", sondern: Antragsteller müssen 3 Monat dem Ver wurde die Verhandlung vertagt und dem Dierl aufgegeben, zum zwar ein Mehr von 39 093, an Steuern dagegen ein Weniger bande angehören". In§ 4:" Sonstige Unterstüßungen" ist der Beweise seiner Aussage das fragliche Manuskript beizubringen. von 1 160 366 m. gegen 1893/94 ergab. Das Wehr des Jahres Passus:" In der Höhe bis zu 20 M." gestrichen. Dieser An Dierl that dies und legte nun das Manuskript der zweiten Straf 1895/96 entfällt allein auf die physischen Personen, die bei trag wurde damit begründet, daß nach einem geltenden Beschluß kammer, die dann unter dem Vorsitze des damals wahrscheinlich 2 603 292( 2 519 008) Benfiten mit 116 516 284( 114 272 317) der Vorstand Ausgaben bis 50 M. machen könne. Zu§ 5:„ Bei Todesschon nicht mehr geistig zurechnungsfähigen Land- Mart, also mit einem Mehr von 2 243 967( 474 372) fällen" wurde ein Antrag angenommen, welcher den Vorstand gerichtsdirektors Brausewetter tagte, vor. Aber gerade Mart veranlagt find, wogegen die Veranlagung der unter gewissen Umständen ermächtigt, feine Kranzspende zu bewilligen. in der besonderen Sorgfalt, die der Angeklagte juristischen Personen wieder ein Weniger an Steuern, und zwar Beim letzten Punkt: Verbandsangelegenheiten, entspann sich eine aufgewandt hat, sah die Strafkammer nun im Gegensatz in Höhe von 840 266( 1 634 738) Mart bei 1891( 1922) lebhafte Debatte über die Umgehungen der Sonntagsruhe im zu der Ferienkammer einen Verschärfungsgrund 3enfiten mit 6 917 182( 7 757 448). ergeben hat. Die juristischen Handelsgewerbe; schließlich wurde ein Antrag angenommen, und verurtheilte Dierl 311 sechs Monaten Gefängniß. Personen sind nach ihren einzelnen Arten wie folgt veranlagt: welcher besagt, den Stadtverordneten solle eine Petition überreicht Die Revision des Angeklagten gegen das Urtheil 1324( 1382) Aftien- und Aktien- Kommanditgesellschaften mit werden, worin für die Verkürzung der Sonntagsruhe plädirt enthielt zunächst eine prozessuale Rüge: nach Verlesung des Be- 6 387 109( 6 763 108) M. Steuer, 93( 129) Berggewerkschaften wird; als Beweis der Nothwendigkeit dieser Forderung soll schlusses des Kammergerichts vom 18. Juli 1895 über Gröffnung mit 399 747( 844 852)., 305( 299) eingetragene Genossen- das gesammelte Material der früheren Sonntagsruhedes Hauptverfahrens erklärte der Angeflagte, er wolle einen Anfchaften mit 70 018( 59 293) M., 169( 162) Konsumvereine mit Kommission verwandt werden. Hierauf forderte Brischke trag auf Ablehnung des Vorsitzenden wegen Befangenbeit 66 308( 90 195) M. Die Zahl der Bevölkerung hat sich den Kollegen Grauer auf, nach dem Beschluß der stellen. Der Staatsanwalt erklärte, ein solcher Antrag nach der zum Zwecke der Veranlagung Veranlagung vorgenommenen letzten Versammlung die Erklärung abzugeben, von welcher Seite würde, jetzt erst gestellt, unzulässig sein, was der Ver- Personenstands- Aufnahme 1895/96 auf 30 812 583( 30 387 331) er( Grauer) denunzirt worden sei. Grauer bedauerte, daß in theidiger an fich auch anerkannte, jedoch daran die Köpfe gestellt. Ginkommensteuerfrei sind hiervon geblieben als einer Versammlung, wo er nicht zugegen war, ein derartiger Bitte knüpfte, dem Angeklagten wenigstens zu gestatten, die Exterritoriale u. bergl. 7459( 6881), als solche, deren Einkommen Beschluß gefaßt wurde. Poliz, Hoffmann, SchuhBegründung des Antrages vorzutragen. Das Gericht lehnte 900 m. nicht über stieg 21 165 032( 21 223 024). Die ver- mann, Kahlen, Dreher u. a. sprachen für den Bees jedoch ab, wegen Verspätung des Antrages sich darauf anlagten Zenfiten ergeben 8,45( 8,29) v. H. der Gesammt schluß der Versammlung und gegen die Behauptungen Grauer's; einzulassen. In einer auf diese Beschwerde gerichteten Gegen- bevölkerung; von ihnen entfallen auf die Städte 1 541 453 dieser gab hierauf die Erklärung ab, daß er aus erklärung wurde ausgeführt, der Antrag sei thatsächlich gar nicht( 1476 809), auf das platte Land 1061 839( 1 042 199). Das ver- bestimmten Gründen jetzt erkläre, er sei nicht denunzirt. Wegen gestellt worden, der Angeklagte habe nur erklärt, er wolle es anlagte Einkommen der Zenfiten beträgt 5 936 867 635 dieser Bemerkung wandten sich Hoffmann, Schuhmann thun, habe sich aber dann auf die Mittheilung, daß es dazu( 5 784 797 517) M., von denen entfallen auf die Städte und Dreher in der schärfsten Weise gegen Grauer, worauf zu spät sei, beruhigt; an der Berathung darüber habe 4 060 179 427( 3 934 365 620) M. und auf das platte Land dieser entgegnete, daß er durch die Nörgeleien in den letzten aber ber abzulehnende Borſizende theilnehmen können, weil 1876 688 208( 1 850431 897) M. Das Durchschnitts- Monaten zu feinen Ausführungache bold agen Kollege es sich nur um die zeitliche 3ulässigkeit der Stellung einkommen der Zenfiten stellt sich daber in Brischte legte nun die Prozeßfache Abold gegen Perlmann des Antrages gehandelt habe. Materiell behauptet die Revision, den Städten auf 2 633,99( 2 664,10) W., auf dem tlar; nach längerer Debatte beauftragte man den Vorstand, die es fehlten Thatsachen dafür, daß eine Beleidigung überhaupt vor platten 2ande. auf 1767,89( 1775,51) M., über Sache nochmals zu prüfen. Hierauf wurde die Versammlung liege, was subjektiv nicht festgestellt sei. Der Angeklagte habe haupt auf 2280,52( 2296,46) M. Auf den Kopf der geschlossen. den ehrenkränkenden Charakter der Aeußerung bestritten und Bevölkerung entfallen an Steuern in den Städten jedenfalls nicht geglaubt, daß man in der Wiederholung der 6,94( 6,94) M., in den Stadtkreifen 9,74( 9,74) M., auf Worte eine neue Majestätsbeleidigung erblicken könne. Auch dem platten Lande 1,64( 1,64) M., überhaupt 3,78( 3,76) M. in den Baugeschäften von Radicke u. Pumplan. das Landgericht sei anfangs dieser Ansicht ge mit einem Einkommen von mehr als 3000 art wesen, indem es die Gröffnung des Haupt- find veranlagt 324 294( 821 296) Zenfiten( physische Personen) Die genannten Firmen zahlten ihren beim Bau der Gewerbeverfahrens ablehnte. Bestritten wurde auch das Inne- und zwar in den Städten 246 317( 242 703) und auf dem platten Ausstellung thätigen Arbeitern bisher einen Stundenlohn von wohnen der Absicht der Beleidigung, vielmehr sei der Angeklagte Lande 77 977( 78 593), mithin in den Städten 1,98( 2,00) v.. 50 Pf. Als am Montag die Zimmerer durch ihren zur Wiederholung der Worte durch die Absicht geleitet worden, der Bevölkerung und 15,48( 16,48) v. H. aller Zenfiten, auf dem Platzdeputirten um eine Lohnerhöhung auf 521/2 Pf. für die Genossen vor dem Begehen ähnlicher Handlungen zu platten Lande 0,42( 0,43) v. H. der Bevölkerung und 12,46( 12,75) für 50 Pf. weiter arbeiten wolle, tönne gehen. In beiden Gedie Stunde ersuchten, wurde ihnen bedeutet: wer nicht warnen. Damit habe er nicht, wie das Gericht v. H. aller Zenfiten. Versammlungen. Die Zimmerer beschäftigten sich am Mittwoch in einer öffentlichen Versammlung mit der Arbeitsniederlegung meint, diesen Zweck überhaupt nicht verfolgt, sondern mit Zur Ergänzungsftener nach dem Gesetz vom 14. Juli 1893 fchäften legte darauf ein Theil der Zimmerer die Arbeit, nieder. überflüssigen Mitteln verfolgt. Der Reichsanwalt erklärte die sind veranlagt i 152 332 Benfiten, gleich 3,74 v. H. der Gesummt- An deren Stelle wurden nun zum theil andere Arbeiter einBeschwerde für unbegründet. Der Antrag wurde nur bevölkerung und zwar in den Städten 520 192 und auf dem gestellt, anderntheils nahm auch bei Pumplun ein Theil der angekündigt und auch das nur erst nach Verlefung des Er platten Lande 682 140. Das gesammte steuerpflichtige Vermögen Ausständigen die Arbeit wieder auf. Es wurde festgestellt, daß öffnungsbeschlusses in der Hauptverhandlung; an dem Beschlusse der Zenfiten in Höhe von 63 917 805 052 2. entfällt auf die die genannten beiden Firmen jetzt den verlangten Stundenlohn auf Abweisung des avisirten Antrages fonnte jeder Richter Städte mit 38 350 204 175 M., auf das platte Land mit von 521/2 Pfennigen zahlen, wodurch also die Differenzen theilnehmen, zumal es zu einem formellen Ablehnungsgesuche 25 567 600 877 M. Daz den Arbeitern und Unternehmern ausgeglichen zwischen Durchschnittsvermögen gar nicht gekommen war. Auch materiell liege zweifellos objektiv jedes Bensiten stellt sich daher in den Städten find. Es wurde hierzu folgende Resolution gefaßt:" Die Bereine Majestätsbeleidigung vor, ebenso wie der Verfasser das Beauf 73723, auf dem platten Lande auf 40446, geschäften von Radicke und Pumplun für richtig und konsequent, fammlung hält das Vorgehen der Zimmerer bei den Bauwußtsein des ehrenfräntenden Charakters der Aeußerung gehabt überhaupt auf 55468 M. habe. Weder dem ungenannten Verfasser noch dem Angeklagten bemerkt aber ausdrücklich, daß ein Stundenlohn von 5212 Pf. sei die Bezeichnung der inkriminirten Worte auf den Kaiser noch nicht die endgiltige Forderung der Berliner Zimmerer ist, zweifelhaft gewesen, da sie ja beide das Urtheil des Landgerichts welche sich weitere Schritte in der Lohnfrage vorbehalten; die Zwickau fannten. Das Reichsgericht erklärte die Prozeßbeschwerde Versammlung erklärt die Differenzen mit den genannten Baufür haltles, materiell fehle es jedoch an einer ausreichenden Sonntags- und Ueberstundenarbeit geklagt, die auf den Bauten der geschäften für erledigt." Im weiteren wurde lebhaft über die Feststellung des Dolus des Angeklagten. Da das Urtheil in dieser Beziehung nicht klar sei, hob das Reichsgericht auf die feit und Lebensgefährlichkeit der dort verwendeten Gewerbe- Ausstellung üblich ist, sowie über die UnzulänglichRevision des Angeklagten das Urtheil auf und verwies die Sache Rüstungen. Die gegenwärtige, namentlich durch die Aus= zur nochmaligen Verhandlung an die Vorinstanz zurück. stellungsarbeiten verursachte günstige Geschäftslage hielt man für geeignet, mit einer Aufbesserung der Löhne im Zimmerer gewerbe vorzugehen. Zur Berathung der in dieser Hinsicht zu unternehmenden Schritte soll anfangs Februar eine öffentliche Versammlung stattfinden. Den Kameraden wurde gerathen, auf jedem Bau einen Plat deputirten zu bestimmen, der den Vertrauensmann über die dort herrschenden Verhältnisse zu unters richten hat. Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Freitag. Südo ft Schule, Waldemarfir. 14: Rede- lebung. Heute, am 24. Januar beginnt der Unter= endet um 10 Uhr. Nord Schule, Müllerstraße 179 a: Gen 8 Uhr au geöffnet. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. ( Filiale Moabit.) Versammlung am Sonnabend, den 25. Januar, abends Uhr, im Lokal Drendel, Jagowstr. 16. Tagesordnung: Abrechnung und Wahl des Borstands Stellvertreters. Bund der gelelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buſchriften find zu senden an P. Gent, Dresdenerstr. 107-108, 1. Gift. IV. Freitag: Musikverein Soffnung, Große Frankfurterfir. 138 bet Gold. Lotterietlub Fortuna, Görligerstr. 50 bet Stewert. Berein der Tanzmeister tagt jeden Freitag Abend Annenstr. 16. ist nachzutragen, daß nicht die Lohnkommission in ihrem Schreiben Zu den Mittheilungen über die Lackirerversammlung bloßen Arbeiten" nicht verhandeln will gehörten jetzt auch an die Innung gesagt hat, der Innung die bekanntlich mit ehemalige Strumpfwirker als Mitglieder an, sondern diese Be mertung ist lediglich in der Versammlung am Montag von dem Ein Hoch auf die internationale, revolutionäre Berichterstatter der Lohnkommission, Rauten haus, gemacht Sozialdemokratie hatte der Gelbgießer Otto Kräfer als Vor- worden. Bei dieser Gelegenheit sei noch mitgetheilt, daß die sitzender einer Versammlung, welche am 27. November v. J. im Lohnbewegung der Lackirer sich nur auf diese und auf die im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c, tagte, am Schluß der Dis Ladirergewerbe beschäftigten Personen, nicht auf Maler und Anfussion ausgebracht. Der die Versammlung überwachende Polizei- streicher erstreckt. Wie übel die Lage der Lackirer Berlins jetzt lieutenant Kolb machte seine Meldung und Kräfer erhielt wegen ist, läßt sich daraus entnehmen, daß die im Lackirergewerbe begroben Unfugs einen richterlichen Strafbefehl von vierzehn Arbeiterinnen wöchentlich 7-12 M. für dieselbe Arbeit Tagen Saft. Er beantragte richterliche Entscheidung. Im wöchentlich bekommen, für die früber ihren männlichen Kollegen gestrigen Termin vor der 143. Abtheilung des Schöffengerichts bis 24 M. und mehr bezahlt worden sein soll. beantragte der Amtsanwalt, es bei der Haftstrafe von vierzehn Tagen zu belassen. Der Vertheidiger des Ange Der Verband aller im Handels- und Transportgewerbe richt in der Südost- Schule ausnahmsweise um 8½ Uhr und flagten, Rechtsanwalt Morris, wies dagegen darauf beschäftigten Hilfsarbeiter hielt am 12. Januar feine Geschichte. Beginn 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Behin, daß sich der grobe Unfugsparagraph überhaupt neralversammlung ab. Poliz beglückwünschte die nugung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von auf Fälle wie den vorliegenden nicht anwenden lasse, da der Kollegen zum neuen Jahre und theilte mit, daß 3. 3. 8 Kollegen Begriff des groben Unfugs offenbar die Erregung von Lärm frank sind und daß das frühere Mitglied Oskar Wiemer u. dergl. voraussetze. Beunruhigt habe sich durch das Hoch gestorben ist. Die Versammlung ehrt dessen Andenken in der niemand fühlen können, denn es sei das Hoch erst ausgebracht üblichen Weise. Hierauf gab Rocher den Kassenbericht. worden, nachdem auf die Frage, ob Gegner in der Versammlung Danach betrug im vorigen Jahr die Einnahme 28 931,95 M., feien, sich niemand gemeldet habe. Aus diefen Gründen beantrage die Ausgabe 27 845,78 M., der Ueberschuß 1086,17 M. Gin er die Freisprechung des bisher völlig unbescholtenen Angeklagten. Schließlich des Kassenbestandes vom 1. Jannar v. J., der sich Der Gerichtshof fand jedoch in dem Busay" international", weil auf 5491,38. belief, betrug somit das Vermögen des Verdamit eine Vereinigung von Parteien, welche den Umfturz bandes 6577,55 M. Es wurden 55 759 Beiträge à 15 Pf., wollen, bezeichnet werde, einen groben Unfug und erkannte auf und in 737 Fällen Ausnahmegelder à 50 Pf. bezahlt. An Unter30 M. Geldstrafe oder 3 Tage Haft. stützungen sind geleistet worden: 520,44 M. Ertra- Unterstützungen, 620 W. Krankenbeihilfe, 736 M. Beerdigungsbeihilfen. Nach Vom ,, groben Umfug". In einem Preßprozeß gegen die furzer Debatte, woran sich Rein, Schult und andere Kollegen be fozialdemokratische Neue Wurzener Zeitung" fällte das Wurzener Schöffengericht insofern ein interessantes Urtheil, als theiligten, wurde der Wunsch ausgesprochen, den Generalversammlungen solle in Zukunft der Vierteljahresbericht es im Gegensatz zu dem Erkenntniß höherer Gerichte die schriftlich werden. vorgelegt Möglichkeit des Begehens eines groben Unfugs" durch die die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt hatten, bewilligte Nachdem die Revisoren Presse verneinte. Es heißt in der Urtheilsbegründung: Wenn nach der neueren Rechtsprechung der Obergerichte die Versammlung dem Rassirer ein Mankogelb auch durch die Presse grober Unfug verübt werden kann, so kann 59 M. Brüsch ke hob im Geschäftsbericht hervor, daß doch der§ 360 Nr. 11 des Strafgesetzbuchs nach seiner Ent- Generalversammlungen, ferner 46 Vorstandssigungen abgehalten im vergangenen Jahre 4 ordentliche und 2 außerordentliche stehung und feiner Zusammenstellung mit dem Thatbestand worden sind, und daß der Verband jetzt 1592 zahlende Mitglieder des rubestörenben Lärmes nicht ohne weiteres auf jeden hat. Ka ßí er berichtete dann über die Bibliothek, wobei politischen Zeitungsartikel, durch dessen Inhalt die Empfindungen er bedauerte, daß immer noch hauptsächlich Romane von den und politischen Ueberzeugungen andersdenkender Staats- Mitgliedern gelesen werden. Es folgte der Bericht über den angehöriger verlegt werden, Anwendung finden. Dies würde Arbeitsnachweis. Im letzten Quartal wurden dort dahin führen, daß die ursprünglich nur bubenhaften Straßen- 240 offene Stellen angemeldet, davon sind 115 besetzt worden; unfug verbietende Strafnorm eine subsidière Strafvorschrift uns bie übrigen blieben theils wegen schlechter Lohnbedingungen unbesetzt, bestimmtester Allgemeinheit wird, welcher der Strafrichter alles theils weil besondere Branchenkenntniß gefordert wurde. Nach zu unterstellen befugt ist, was ihm ungehörig erscheint und doch Erledigung der Berichte wurde dem Kassirer und dem Gesammtunter die sonstigen Strafandrohungen mit ihren wohlerwogenen vorstand Decharge ertheilt und dann auf Antrag Schuhmann begrifflichen Grenzen nicht paßt.( Vergl. Entscheidung des beschlossen, den Bureau- Arbeitern wöchentlich 27 M. zu zahlen. Reichsgerichts in Strassachen B 196 194 fg." Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebniß: Poliz, " von Der sonderbare Fall, daß Wirthe in Polizeistrase ver- erster Vorsitzender, Mugwer, zweiter Vorsitzender, Rein, fallen, wenn sie zu früh schließen, hat sich in Losheim Schrist ührer, Kaßler, Kassirer und Arbeitsvermittler; bei Merzig zugetragen. Die Bestrafung erfolgte auf grund der zu Beisigern wurden gewählt: für den Often: Freude, Polizeibestimmung, daß am Hauseingange eines Wirthe hauses bis Blu m und Fuchs; für den Norden: Stange, zum Eintritt der Polizeistunde ein Licht zu brennen habe. Die be& ielib, Wiez; für den Südosten: Ladewig, Eingelaufene Druckschriften. Neue Brune". Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunft und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 8( 7. Jahrgang) vom 15. Januar 1896 folgende Auffäße: Prof. Dr. F. H. Geffcken: Die religiöse Grundlage der ruffifchen Politit; Prof. Dr. G. Ferrero: Kinder als Verbrecher. Das hohe Haus, parlamentarische Köpfe; Dr. Eduard Gregr, Stanislaus Szczepanowsti, Dr. Ernst Bareuther; G. Juftus: Bur Naturgeschichte des wirthschaftlichen Aufschwungs und des Krachs. J. Fischer: Neue Mufit; R. Wayreder: Mit dreizehn Jahren; Kunst und Litratur; Miniaturbilder aus der Beit. Von der Wiener Wochenschrift Die Brit" ist soeben das 68. Seft erschienen Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Die Curie des allgemeinen Wahlrechts. Von Dr. Michael Hainisch. Die apoftolische Politik Leo XIII Von einem römischen Kleritalen. Die Neuorganisation ber österreichischen Staatsbahnen. Von Dr. Albert Eder. Die industrielle Frauenbewegung in England. Von H. Minos. Ein Unbekannter. Bon Stanislaw Przybyszewsky. Offener Brief von Wilhelm Kienzl. Verlaine. Von Heimann Bahr. Toni Stürmer. Von Wilhelm Hegeler. - Oper. Von Dr. Heinrich Schenker. Die Woche.- Bücher. der Revuen. Tutta tua. Von Nicolo Mifast. Stevue Volks- Lexikon. Die Hefte 43 und 44, herausgegeben von Emanuel Wurm, Verlag von Wörlein u. Comp., Nürnberg, find erschienen und enthalten folgende größere Artikel: Gcometrie( Echluß, 2 Tafeln mit 31 Figuren als Beispiele), Geradflügler. Germania, Germanium, Geschichte, Gesinde ( Gefindevertrag, Gesinderecht und Büchtigungsrecht, Gesindevermiether, Gesindebücher), Gesundheitspflege( Sygtene, private, persönliche und öffent liche), Gewerbehygiene, Seuchenwesen( Infektionstrantheiten), Kaiserliches Gesundheitsamt, Getreide, Getreidezölle, Gewerbe( Entwickelung deffelben), Wandergewerbe, Gewerbefreiheit, Gewerbe- Aufsicht( 1. England, 2. Frant reich, 3. Echweiz, 4. Deutschland, 5. Desterreich, 6. Ungarn, 7. Amerika und 8. Sonstiges Ausland), Gewerbegerichte( Anfang). Alle 14 Tage er scheint ein Geft a 20 f. Das Bolts Leriton tann durch alle Buchhandlungen, Kolporteure 2c. und auch durch jede Postanstalt bezogen werden. 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M. 1,75, borzügliche Dauneu, d. ib. n. 2,85. Bon diesen Daunen genügen 3 Vfund zum größten Oberbett. Bei vadung wird nicht berechnet. Täglich, auch Sonntags vorm. von 7-9 Uhr: 40418 Verkauf von gekochtem Um zahlreichen Besuch bittet Achtung, Holzarbeiter! Montag, den 27. Januar, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Moabiter Klubhaus, Beusselstraße 9. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Holzarbeiter Berlins und Umgegend zu einer Lohnbewegung? Referent: Kollege Otto Grunert. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bei der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in Der Vertrauensmann. Rind- u. Schweinefleischiefer Versammlung zu erscheinen. à 30-40 Pf. per Pfd. Rückenfett à 45 Pf. per Pfd. Achtung! Verwaltung der Kochanstalt Oeffentliche Versammlung der an Holzbearbeitungs- Maschinen und auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 26. Jannar, vormittags 10 Uhr, DCF im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Straße Nr. 21. Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zur Lohnbewegung und welche Forde ringen stellen wir? 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren. 83/20 Der Vertrauensmann. Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder. Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 26. Januar 1896, vormittags 10½ Uhr: Hauptversammlung in Cohn's Festsälen, Beuthitraße 21/22. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Kontrollbericht. 3. Verfchiedene Kassenangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. 24/20 Central- Viehhof. Ausschank. Gine hiesige Brauerei wünscht noch mehrere fleinere Ausschanklokale ein: zurichten, in denen 2317b 11 Liter Lagerbier 2 zum Preise von 10 Pfg. verkauft wird. Unbescholtene Bewerber, die eine Raution von 1000 m. stellen können, haben ihre Offerten mit Angabe der früheren Thätigkeit sub A. S. an die Exp. d. Zeitung einzureichen. Strickmaschinen aus der Dresdener StrickmaschinenFabrik sind die besten und ein leichter Erwerbszweig für Männer, Frauen u. Posam.- Geschäfte. Erlernen leicht und gratis. Arbeit wird nachgewiesen. Berkauf zu Fabrifpreisen. Lager bei dem Vertreter A. Homburger, HeiligeVerband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter eitt. 49, Berlin. Berlins und Umgegend. Unseren am Sonntag, den 26. Januar, die ,, Urania" besuchenden Mitgliedern bringen wir zur Kenntniß, daß infolge eingetretener Aenderung des Spielplanes das Ausstattungsstück Bom Fels zum Meer" nicht zur Darstellung gelangen tann. Dafür der neueste Vortrag ,, Das Hühnchen im Ei" und am Sonntag, den 2. Februar, wiederum: Vom Fels zum Meer" Achtung! Der Vorstand. 41502* Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. 80/16 Adifung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 26. Januar, mittags 122 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn( großer Saal), Beuth- Straße Nr. 20: Große Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Stellungnahme zum neuen, ausgearbeiteten Tarif. 2. Berichterstattung über den Streit bei Niggel, Trebbinerstraße. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 173/14 172/16 Der Vertrauensmann. J. Buchmann, Fidicinfir. 38. Achtung! Schäftebranche. Sonnabend, den 25. Januar, abends 9 Uhr, bei Wernau, Rosenthalerstr. 57; Versammlung. Der Vorstand. Achtung! I Lichtdrucker Berlins u. Umg. Sonntag, den 26. Januar, vormittags 10% Uhr: Oeffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tages Ordnung: 1. Die Verschlechterung der Zustände in der Lichtdruckbranche( besonders bei der Firma Dr. Mertens& Rückwarth) und welche Stellung haben wir einzunehmen? Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diss NB. In anbetracht der Wichtigkeit dieser Versammlung ist es Pflicht jedes Kollegen, zu erscheinen. Der Einberufer. Heinrich Franck, fuffion. 3. Verschiedenes. 112/16 r. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Achtung! Verein der Former. Sonntag, den 26. Jannar, vormittags präzise 11 1hr, findet die am 12. Januar nöthiger Sachen halber vertagte General Versammlung 2319b 102/11 ophastoff- Freie Vereinigung der Bauauſchläger SO Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! Hirtenstr. 21, statt. Der wichtigen Tagesordnung halder sind alle Mit- Läuferstoffe in allen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Berlin S., glieber ersucht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. J..: 16. Mewis. Emil Lefèvre, Oranien traße Tischler- Verein. Versammlung. 158. Wäschespind, Berlins und Umgegend. Sonntag, den 26. Januar 1896, bei Röllig, Nene Friedrich- Straße 44: General- Versammlung. Zages Ordnung: B 1. Rassenbericht. 2. Verschiedenes. 8. Fragefasten. Der Vorstand. 88/6 Kleiderspind, Daß deſpind, Bett Achtung! Zimmerer des Nordens! Atung! Sonnabend, den 25. Januar, abends 9 Uhr, Melchiorfstraße 15: ftellen, Federboden, Sopha, Sophatisch, Plüschgarnitur sofort billig Reichen bergerstr. 160, v. 1 Tr. I. 2254b Ein kleiner Gasthof ist umständezahlung 2000 Mart. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets au halber sofort billig zu verkaufen. Andem am 22. Februar im Sanssouci stattfindenden Maskenball. Die Mitglieder werden auf§ 3 des Statuts aufmerksam gemacht. Damen haben Zutritt. 198/27 Der Vorstand. Ludwig Matzke, Luckau N.-L. 2320b Achtung! Reinickendorf. Achtung! Thor- Gegend( Gew.- Ausit.), zu verk. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 26. Januar, vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Grunow, Nordbahnstraße 15. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Jakobey: Wie stellen sich die Arbeiter zu den Gemeindewahlen. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Wahltomitees. 4. Verschiedenes. Entree 10 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Cöpenick. 223/2 Große Restauration, Schlesische Näheres Dresdenerstr. 26( Bigarrens Geschäft. 2816b für Gesangvereine, Vereinszimmer auch passend als Sonntag, den 26. Januar 1896, vormittags 10 Uhr, im Viktoria- Garten, Badstraße 12: Bezirks- Versammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend. Tages. Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Gustav Kessler, Regierungs- Faumeister a. D. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 257/14 J. A. Gustav Otto, Bezirkskassirer, Wiesenstr. 41. Zimmerer! Bahlst. Kant, Oranienstr. 116. 23186 Sonntag, den 26. Januar, vorm. 10% thr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 21-22: Arbeitsmarkt. Außerordentliche Verbands- Verfammlung Farbigmacher sucht A. B. Schultze, Wasserthorstr. 46. Sonntag, 26. Jannar, nachmittags 2 Uhr, im Kaiserhof Sonnabend sofort gesucht. ( Golemi): Oeffentliche Gewerkschafts- Versammlung der Bimmerer. Tages Ordnung: " 1. Vortrag über den Zweck und Nußen der Berkürzung der Arbeitszeit. Referent Genoffe Timm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Sozialdemokratischer Verein 257/3 für Stralau- Rummelsburg und Umgegend. Sonntag, den 26. Januar, nachm. 1 Uhr, bei Strohmeyer, Markgrafendamm: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1895. 2. Anträge des Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 8/8 2313b Tüchtige Plätterin für Freitag und Rostockerstraße 52( Baden). Tüchtige, geübte Rollenwicklerinnen und Lackirerinnen für Telegraphenapparate verlangen für fojort Act.- Gesellsch. Mix& Genest, Bülowstr. 67. Zuschneider, der schon in Engrosgeschäften gearbeitet, gesucht. 2324b Carl Pinn, Spandauerstr. 81. Schleifer fof. verlangt. Schöneberg, 2325b 2315b Sauptstr. 106 bei& ange. Zwei Steinfeger- Ges. verl. Effinger, Oberschönweide. zu erfr. b. Beitan rateur an der Brücke. Tüchtige Kernstück- Former 23236 des Verbandes deutscher Zimmerlente und verwandter Berufsgenossent( Zahlstelle Berlin). Zages Ordnung: " 3 1. Abrechnung des 4. Quartals 1895. 2. Wie stellen sich die Mitglieder des Verbandes zu dem vom Verein der Zimmerer Berlins" herausgegebenen Flugblatt und unsere weitere Stellung zu dem neugegründeten Generalfonds. Das Erscheinen aller Mitglieder ist nothwendig. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. 254/15 NB. Die gemaßregelten Mitglieder werden ersucht, sich in den Besitz einer Streiffarte zu sehen: dieselben sind bei Glaue, Strausenftraße 18, zu haben; ebenfalls ist Glaue mit der Kontrolle beauftragt. Die Auszahlung der Unterstügung findet ebenfalls dort statt D. O. und zwar am Sonntag, nachmittags von 3-4 hr. Meu Hippodrom Rungestrasse 8 eröffnet! u. Reitbahn Rungestrasse 8 für große Monumental- Gießerei fofort Großes Musikveiten babend3 11 Uhr. Entree frei. gesucht. Adressen unter G. 100 an die Expedition dieses Blattes. 41799* für Herren und Damen täglich bis Farbigmacher verlangt Friedenstr. 10. Künstl. Zähne schmerzlos eingesetzt, feſtfitzend. Reparaturen sofort. Weniger Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13 Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.