Nr. 21. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tu's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuze band: Deutschland. u. Defterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mit. pr. Monat. Eing.tr. in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertion3- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: jozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Vom Antrag Kanik. " " Sonnabend, den 25. Jannar 1896. " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. gefährlicher Man " so wie ein hoher Schutzzoll vertheuernd wirken soll und vieles als jede Schutzollpolitik erscheinen in dieser Hinsicht sich nicht von ihm unterscheidet. Und von läßt. fühlt es, die Forderung eine festen Grimm wohnt in den Herzen der Agrarier, seitdem bei der diesem Gesichtspunkt aus gesehen, haben die Agrarier auch Pieises ist unvereinbar mit dem Wesen der freien KonTezten Reichstags- Verhandlung über ihren geliebten. Antrag Kanit ganz recht, wenn sie solchen Angriffen gegenüber immer von furreng. Unmöglich kann man die gute Seite, den Profit, von die Regierungsvertreter mit einer früher unbekannten Schärfe neuem hervorheben, das Monopol wäre ebenso wenig sozialistisch" der schlechten Seite, dem Risiko, trennen. Alle Träumereien von Stellung genommen haben. Das Woit des Landwirthschafts- und vertrage sich mit der bestehenden Gesellschaftsordnung genau einer solchen Trennung sind ein Verrath am innersten Wesen ministers von der Gemeingefehrlichkeit" des Kanig'schen Pro- so gut wie der Schutzzoll. der modernen Wirthschaftsweise selbst, sie sind ein Sympton gran ms und von den sogenannten Konservativen" tlang wie Aber warum wollen sie denn das Monopol dafür, daß der Zweifel an ihren Segnungen bereits die prieine friegerische Losung, worauf die agiarische Presse denn auch an stelle des Schußzolls? Der Wunsch, auf diese Weise vilegirte Klasse ergriffen hat. Thatsächlich kann dann auch die die Antwort nicht schuldig geblieben ist; und in der nächsten um den Wortlaut der Hai delsverträge herum zu kommen, erklärt bloße Monopolifirung des ausländischen Getreidebedarfs und sein Bersammlung des Bundes der Landwirthe wird es vor die Vorliebe für das Monopol nicht genügend. Graf Kaniz Bertauf zu festen Preisen den Produkten der heimischen aussichtlich ebenso oppositionell und demagogisch" hergehen, hatte seinen Entwurf bereits im Herbst 1887, also lange vor Ab- Landwirthschaft den festen, das Risiko ausschließenden Preis wie in der Tivoliversammlung geräuschvollen Angedenkens. sa luß ter Verträge ausgearbeitet und in der Presse veröffent nicht sichern. Wie bisher die Werthbestimmung des Getreides Die liberale Bresse freut sich natürlich des neu beginnenden licht. Das Monopol, so meint er und seine Freunde, foll in den verschiedenen Provinzen unter dem Megime der SchußZwiftes und sucht die Regierung scharf zu machen. Gewiß", mehr leisten, als auch noch so hoch gesteigerte zölle sich verschieden gestaltet hat, so würde das auch weiterhin schreibt die Bossische", ein Bismard'sches Wort wiederholend, Schutzölle. In den Reichstags Verhandlungen, die der Fall sein, und die Einwirkung der wechselnden Erntemenge teine Regierung hat ein Interesse, mit einer konservativen Partei im Frühjahr 1895 über den Antrag Kanik flattianden, auf die Preise würde sich unmöglich paralisyren lassen. Aber auch zu brechen. Hat aber einmal die Partei das selbst besorgt, dann erklärte der Antragsteller ganz offen, daß die Schutzölle sich hiervon abgesehen, müßte eine erhebliche Preissteigerung ift es Sache der Regierung, auf der Hut zu sein und nach dem nicht mehr als ausreichend erwiesen hätten, um der Landwirth des heimischen Getreides ten Bodenwerth erhöhen. alten Reitersprichwort zu handeln: Die beste Deckung ist der schaft Preise zu verschaffen, die ihren Pro Bei Vererbung und Besizwechsel des Bodens würde dieser geHieb." buttionskosten entsprechen. Die bisherigen steigerte Bodenwerth in Rechnung gestellt und die das Land neu Der Konflikt kann bedeutsam werden, denn ein Zurückweichen Mittel der Staatskunst und 3ollpolitik", fagte llebernehmenden wären bereits von den Extravortheilen, die der ift von beiden Seiten nicht gut möglich. Die Regierung darf er wörtlich, erweisen sich als unwirksam der Klasse der Landwirthe durch das Monopol zugewendet schon des Auslandes wegen in keinem Falle auf den Antrag revolutionären Bewegung die werden sollten, zum großen Theile ausgeschlossen. Die„ Progegenüber, Kanit eingehen, und die Agrarier können andererseits von diesem sich auf dem Weltmarkt vollzieht. Der Schutzoll duktionstoften" diefer Nachkommenden wären durch den erhöhten Antrage, in dem die utopistischen Wünsche ihrer Klasse Blut und funktionirt nicht mehr; ce müssen neue Schutzmittel ausfindig Bodenwerth bereits wieder gesteigert, und niemand kann Fleisch erhalten haben, nicht gut lassen. Die Gegenfäße müssen gemacht werden, um die Landwirthschaft zu erhalten, sonst geht garantiren, daß der durch das Monopol erhöhte Kornpreis auch aufeinanderprallen. die Landwirthschaft zu grunde, nicht blos in Deutschland, fons bei ten so gefleigerten Auslagen die Kosten noch deckt und„ geDas Deutsche Reich ist durch die Handelsverträge, die auf den in den alten Kulturstaaten Europas überhaupt." Das neue nügenden" Gewinn abwirft. Jahre hinaus das Höchstmaß seiner Kornzölle festgelegt haben, Schutzmittel ist aber der feste, allen Marktschwans Wenn Schuß der Landwirthschaft eine dauernde Sicher gebunden. Ob das ausländische Getreide, das aus den Vertrags- fungen enthobene Mindestpreis, der die Pro- stellung derselben, eine Abschaffung des Risikos für den Gestaaten nach Deutschland kommt, dadurch vertheuert wird, daß duktionstonen deckt und einen hübschen Rein- treide bauenden Grundbesitzer bedeutet, so verlangt dieser die deutsche Regierung den Kornzoll über die ausbedungenen gewinn für die Werthe produzirenden Stände", Echutz nicht nur Monopolisirung des Getreide Jmportes Säge hinaus steigert, oder dadurch, daß sie, wie Kaniß vor- d. h. für die Herren Grundbesiger dauernd nach Deutschland, sondern Monopolifirung des heimischlägt, das zur Einfuhr bestimmte Getreide monopolistisch auf sich er stellt. fchen Getreidebaues selbst. Der Staat taun nicht fauft und zu einem enorm gesteigerten Preise an den deutschen Der bloße Schutzzoll reieht allerdings für ein so hobes Biel den Landwirthen den richtigen Preis" garantiren und ihnen Konsum weitergiebt, kommt für die Vertragsstaaten, aus denen nicht aus; denn ot wohl er auf eine Preissteigerung des in die Vortheile einer halben Beamtenstellung zuwenden, ohne Getreide nach Leutschland eingeführt wird, natürlich auf eins ländischen nes hinwilt, garantirt er in keiner Weise einen sie wirklich zu halben Beamten zu machen. Sie hinaus. Das erste wäre ein offener, das zweite ein verschleierter festen Mindestpreis. Je nach den Echwankungen der heimischen würden von dem Staate, der auf ihr Klasseninteresse einVertragsbruch und beides würde die schärfsten Repressiv- Waß Ernte und den wechselnden Preisnotirungen des Weltmarktes geschworen ist, auch in ihrer Produktion abhängig. Müllerei regeln des Auslandes herausfordern. Es ist fennzeichend für müssen auch die Getreitepreise im Juland auf- und niedergleiten. und Bäckerei fönnten dem gleichen Schicksal nicht entgehen. Und den konservativ- agrarischen Patriotismus, daß er im Intereffe Aber die Monopolifirung des Getreide Imports nach den Landwirthen würden die Industriellen dasselbe Privileg des agrarischen Geldbeutels Leutschland ohne weiteres die größte durch das Reich würde diesem die Möglichkeit geben, ganz beanspruchen. Ein Ende läßt sich auf dieser Bahn nicht abe Blamage vor dem Auslande zumuthet. unabhängig von der inländischen und ausländischen Wiarki sehen. Aber auch nach Ablauf der Handelsverträge tann die Re- tonjunttur emen auf Jahre hinaus fest bestimmten Preis Die Politit des garantirten Preises führt gierung sich nicht auf die Kanizerei einlassen, ohne daß die beim Verkauf des eingeführten Getreides zu verlangen. Nach so zu einer Wirthschaftsweise, die weder übrigen Staaten mit einer Steigerung der Schutzölle antworten. Diesem festen Caye nünden sich dann aber auch die Preise, die tapitalistisch noch sozialistisch, sondern eine Die Sackgasse, aus welcher Deutschland durch die Abschlüsse der inländische Landwirth erzielt, reguliren. Wenn also der Karrikatur und ein Wechselbalg beider der Handelsverträge hinaus wollte, würde sich von neuem auf- Eat, zu welchem das Reich verkauft, genügend hoch gegriffen Systeme i it. thun, und zudem ist klar, daß der deutschen Sozialdemokratie wird, wie es die um Kanig verlangen, dann hätten die Getreide- Ter Antrag Kanig stellt sich in diesem Sinne als eine durch ein wucherisches Getreidemonopol des Reiches die mäch- produzenten für ihr Produkt einen garantirten Preis, der ihnen Utopie mit allerdings recht gefährlichen" Konsequenzen dar. tigste Angriffswaffe in die Hand gedrückt werden würde. Die die Produktionskosten, vermehrt um reichlichen Gewinn, einbringt. Der Ruf nach festen Preisen, bei denen man bestehen" kann, Siegierung kann weder jetzt, noch auch später diesen agrarischen Sie blieben tapitalistische Waarenproduzenten, ist nur die Erklärung, daß auch den Privilegirten vor den Lieblingswunsch erfüllen, ohne direkt Selbstmord zu begehen. aber Waarenproduzenten, die gegen das Risiko Konsequenzen der kapitalistischen Wirthschaft, auf welche sich ihr Aber so wenig wie die Regierung, so wenig werden die der Preisschwankungen von vornherein gedeckt sind. Privilegium gründet, zu granen anfängt. Auch der Niedergang Agratier nachgeben, die von dem utopistischen Hinter- In der That kein übler Wunsch, die Vortheile einer Kapitalisten der Getreidepreise ist in letter Reihe in einer Steigerung gedanken, der in dem Antrag steckt, faszinirt sind. und einer Beamtenstellung durch staatliche Fixirung hoher Ge- der Produktivkraft der Arbeit( der leichten AnsDieser Vintergebanke, in dem das Bürgerthum fozialistische" treidepreise zu vereinigen! beute der überfeeischen Kornländer und der mächtigen Entwicke Tendenzen wittert, ist das allerfatalfte an dem Antrage, Das ist der utopistische, fezerische Hintergedanke der Monopol- lung des Transportwesens) begründet. Das allgemeine das auch viele frühere Schutzöllner von ihm zurückschreckt. pläne, der ihnen für das bürgerliche Empfinden einen so un- Schicksal, daß in dem Rahmen der kapita Einerseits ist es ja richtig, daß das Getreidemonopol ganz angenehmen sozialistischen" Beigeschmack giebt und sie im listischen Wirthschaftsordnung jeder Forte 88 8 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. Das ist brav von Ihnen," sagte Brambach und setzte Linzu: Lassen Sie uns die Gläser leeren, Ihnen zu Ehren, stoßen wir an auf das Wohl unseres Gastes." Clotilde war die erste, welche dem Baron ihr Glas zum Anklingen darbot, sie hatte die Geschichte zwar nicht recht begriffen, aber sie fühlte, der Baron war ein guter Mensch und es erwachte Sympathie für ihn in ihrer Seele. " S seinen Schwiegersohn in Hoffnung. Er unterhielt sich noch lange angelegentlichst mit ihm. " dem in seinem Lohn und Brot stehenden Untergebenen. Beide Männer, die sonst vertraulich mit einander gesprochen und gescherzt hatten, gingen jetzt falt mit bloßem Gruße an einander vorüber. Der Faktor merkte, daß er dem Prinzipal unbequem geworden war und daß ihn dieser durch eine jüngere Kraft zu ersetzen strebte. Ter Abschied des Barons aus seinem Hause war ein so herzlicher, vertraulicher, als gehöre er nun schon ganz zu demselben. Er kam jetzt regelmäßig. Clotilde sah ihn oft. Sie gewöhnte sich an sein Erscheinen und empfing ihn mit immer erneutem Interesse, Brambach spielte sich Eichwald gegenüber als reichen denn er brachte ihr zum Lesen Gedichtbücher und erzählte Mann auf, es störte ihn, daß ein Mitwisser da war von oft spaßhafte Neuigkeiten. Das Gefühl der Tankbarkeit, der armseligen Lage, in der er sich eheden befunden. welches fie ursprünglich für ihn hegte, war zu einem Eichwald war aber troß seiner Armuth reich an Erpersönlichen Interesse angewachsen, sie vermißte ihn bereits, fahrungen, sicherem Blick und scharfer Berechnungsgabe. wenn er einmal ein paar Tage nicht tam. Als der Er sagte sich die Subvention war nicht im stande, den im Der Baron war überglüdlich, er sah in den hold Toktor von seiner Reise zurückkehrte, merkte Clotilde, Sinkten begriffenen Geschäftskahn so flott zu machen, seligen Blicken Clotilden's die schönste Belohnung für seine daß auch der Baron ihr nicht gleichgiltig war. daß er schon jetzt als stolzes Schiff mit vollen Segeln dahin längst vergessene, gute That. Erst als Brambach und Die Brambach'sche Zeitung fing an, ihren Abonnenten- fährt. Dazu gehörte noch ein anderes, größeres Kapital. dann Georgine mit ihren Gläsern an das seine antlangen, treis zu erweitern, das Geschäft ging gut; nur einer Woher war dieses gekommen? Dft tauchte ein Gedanke, ein erwachte er wie aus einem Traum und wendete seine Augen, darin war unzufrieden, und das war der Faktor Eichwald. Verdacht in Eichwald auf, den er jedoch nicht auszudenken die in Clotilden's Augen versunken schienen, den beiden Seit dem Vorgange im Halben Eechser- Klub" hatte fich wagte. freundlich zu. die Unzufriedenheit Eichwald's nur noch gesteigert. Er nahm sich vor, genau zu beobachten. Er hielt , Leute, wie dieser Bergkuhn", begann Brambach wieder, Er war über zwanzig Jahre bei Brambach. Unermüd- daher in seiner fast unerträglich drückenden Stellung aus, spielen sich vornehm auf und handeln niedrig. Toch so lich thätig, hatte er sich mit strenger Gewissenhaftigkeit dem um das voraussichtliche, übliche Machtwort:" Du bist alt, geht es in der Welt- mancher läuft frei umher Geschäfte hingegeben. Es war ihm keine Gratifitation, verbraucht, Du kannst gehen," noch für einige Zeit als Georgine wurde unruhig, sie stand auf und sagte: feine Auszeid nung am Jubiläum des Geschäftes zu theil ungesprochen hinauszuschieben. Nur zu oft tam es EichKomm Clotilde, wir wollen den Kaffee besorgen, die Herren geworden. Brambach hatte für ihn an jenem Tage fein wald vor, als müsse das, was er vermuthe, auf Wahrheit werden eine Bigarre rauchen wollen." Wort der Anerkennung gehabt. Eein Gehalt war seit beruhen, aber er durfte es nicht aussprechen, er brauchte sechs Jahren nicht aufgebessert worden. Er kam zwar Beweise und er suchte nach Beweisen. damit gut aus, denn er hatte keine Kinder. Seine Frau Tamit eilte sie zur Thür, die Clotilde öffnete und folgte Clotilden, die ihr voraus hüpfte. Georgine rar erzürut. Hatte sie durch die Mittagstafel ihr Juneres be täubt, so mußte ihr eigener Mann durch eine einfältige Bemeifung ibr Echuidben ußtsein wieder wach rufen, sie sollte nie Ruhe finden. Die Worte Bergfuhn's flangen ihr in den Ohren, wenn sie an den Baron dachte: Hüten Sie sich, daß er seine spitze Jeder nicht gegen Shre eigene Familie richtet. Brambach betrachtete hingegen den Baron schon als " 26. war aber oft krank, das wußte Brambach. Terselbe fragte In dem Arbeitssaale der Gefangenenanstalt standen nicht nach ihrem Befinden. Eichwald war zu stolz, Gehalts- mehrere Büchtlinge unter strenger Bewachung bei der erböhung selbst zu erbitten. Es wurmte ihn, daß Branibach Arbeit. jetzt nie niehr mit ihm sprach als das rein Geschäftliche, Der eine davon war Friedrich. Er hatte um Arbeit während sie doch sonst in regem freundschaftlichen Ideen gebeten. Man ließ ihn Blauholz raspeln. Er arbeitete austausch gestanden hatten. mit verbissenem Grimme raftlos, um seine Wuth über sein Brambach vermied jetzt geflissentlich diesen Verkehr. unverdientes Echicksal an dem steinharten Holzstücke auss Er schämte sich augenscheinlich der Freundschaft mit zulaffen. Er haderte mit Gott im Himmel und fluchte Politische Uebersicht. Berlin, 24. Januar. " = sich verlohnt, die nachstehende wörtlich wahre Episode feierte und schritt der Produktion einem Theile der Pro| Thatsachen konnte der Herr Staatssekretär, dem Wurm so- Ersatzwendung genau denselben Sinn hat, wie die in dem duzenten verhängnißvoll wird, trifft jetzt einmal fort schlagfertig erwiderte, nicht aus der Welt schaffen. Auch Bericht enthaltene. auch den privilegirten Grundbesih, während die Antisemiten fanden einen Vertheidiger in der Person Der Beschwichtigungs- Hofrath in den Neuesten Naches sonst vorzugsweise unter den Handwerkern, des unglücklichen Jskraut, der die Sozialdemokraten richten" seinerseits schreibt über den Gladiatorenruf des die durch die Technit der Großbetriebe bankrott werden, und den Arbeitern, welche demagogischer Verhebung anklagte und unter dem Zuruf: Hofpredigers und die Kritik, die ihm in der Presse zu theil diese Technik aufs Pflaster segt, aufräumt. Gs Marburg, Spenge wie niedergedonnert zusammen sant. geworden: giebt kein Entrinnen vor diesem Schicksal, der Staat ist ohne Die Abgeordneten Schmidt- Elberfeld, Reißhaus, Stadthagen, Wir meinen, daß der Gegenstand diesen starken Aufwand mächtig gegenüber den Tendenzen, die in dem Wesen der Beckh und Hize brachten noch allerhand Beschwerden vor, an moralischem Pathos nicht verdient, denn augenscheinlich Produktionsweise begründet sind. die Herr v. Bötticher abzustellen versprach wenn es handelt es sich dabei lediglich um einen stilistischen Miß= fräfte zu steigern, ohne die Produzenten leiden zu lassen, weil sie sekretärs, der in seinem Leben schon sehr vieles versprochen passiven kann." Nur eine sozialistische Gesellschaft vermag die Produktiv- möglich sei. Die Zuvorkommenheit des Herrn Staats- griff, der wohl gelegentlich auch dem vorsichtigsten Redner selbstherrlich die Vertheilung der Arbeit regulirt und Ja, Verehrtester, Ihre Ausrede hätte so halbwegs daher ohne die Wechselfälle des Kaufs und Verkaufs jeder hat, erregte lebhafte Heiterkeit, was auch eine Kritik ist einen Sinn, wenn der Gladiatorenruf irgend einem Arbeit die nöthigen Unterhaltungsmittel garantiren kann. Schluß der Sitzung 25 Uhr. Morgen 1 Uhr Fortsetzung patriotischen Gelegenheitsredner entschlüpft wäre. Aber Die Deckung aber, welche eine sozialistische Wirthschaft ihren der Etatsberathung. ein Hofprediger, der zur fünfundzwanzigjährigen JubelProduzenten gewährt, vermag die kapitalistische Wirthschaft Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Frei- feier der Reichsgründung am 18. Januar den Ihr dies Unmögliche anzusinnen, ist eben der utopistische Hinter- stands Borlage für Brotterode an eine Kommission Weihrede halten soll, der dichtet sich doch seine Rede Wort feiner ihrer Klassen, auch nicht der Grundbefizertlaffe zu bieten. tag einige Rechnungsfachen und überwies sodann die Noth" hohen, höchsten höchsten und allerhöchsten Herrschaften" die gedanke des Antrages Kanig, der die durch die Markt von 14 Mitgliedern. Für die Vorlage, die vom Justizminister fonjunkturen jetzt bedrückten Grundbesitzer ebenso begeistert, wie Schönste dt und vom Finanzminister Dr. Miquel vertreten für Wort und Satz für Satz Tage vorher sorgfältig zuer die übrige bürgerliche Gesellschaft erschreckt. Die Verhältnisse wurde, sprachen sich die Redner aller Parteien aus. Ein Ver- sammen. Um einen würdigen Knalleffekt kurz vor dem werden dafür sorgen, daß diese gemeingefährliche" Utopie nicht such des freikonservativen Abg. Arndt, für die Grundbesitzer weihevollen Amen zu erzielen, da quetscht er das beste so bald verschwindet und Konflikt auf Ronflitt erzeugt. Wir etwas herauszuschlagen und eine Heranziehung derselben zu den heraus, was er in seinem Hirukasten an klassischen find die letzten, die das zu bedauern haben. entsprechenden Kosten zu verhindern, scheiterte an dem Wider- und biblischen Reminiscenzen aufgespeichert hat. Diese spruch des Justizministers. Am Dienstag steht der Etat des rhetorische Kunstleistung ist nun bei dem Hofprediger Ministeriums des Innern auf der Tagesordnung. Faber allerdings sehr stil widrig ausgefallen. Aber ein Die Agrarier gegen den Biebersteiner und den stilistischer Miß griff ist es nicht. Gerade eine solche Die heutige Reichstagssitzung wurde mit der Hammersteiner. Eine feierliche Erklärung hat der Bund Stilwidrigkeit ist ein waschechtes Wäschezeichen des nenDebatte über das Gehalt des Staatssekretärs v. Bötticher ihrer Reden am 16. und 17. Januar über den Antrag Der Herr Hofprediger ist sicher aus der Kirche mit dem der Landwirthe gegen die beiden mißliebigen Minister wegen deutschen Schneidigkeits- und Unterthänigkeits- Patriotismus. dem freikonservativen Abg. G amp eröffnet. In der denk- Kanit erlassen. Am meisten sind sie ergrimmt über die stolzen Bewußtsein herausgegangen: Das habe ich aber bar unverfrorensten und ungeschicktesten Weise griff dieser Auslassungen des Herrn v. Hammerstein- Logten, dieses ver- wieder einmal großartig gemacht. westpreußische Gutsbesitzer die Vorschläge an, die als Unter- lorenen Sohnes der Mutter Agraria. Aus der durch Ein Beitrag zum Bismarck- Kultus. Aus Anlaß der lage zu Vorschriften zur Verhütung von Unglücksfällen Sachlichkeit nicht hervorstechenden Erklärung ist eigentlich diesjährigen Feier des 18. Januar sollen dem alten Mann im der in der Land- und Forstwirthschaft beschäftigten Arbeiter nur der Passus beachtenswerth, der sich mit dem Vor- Sachsenwalde wieder so viel Geschenke, Telegramme, Adressen dienen sollen. Der ostelbische Agrarier ist ergrimmt dar- wurfe der Gemeingefährlichkeit" des bündlerischen Treibens und ähnlicher nationaler Krimskrams zugegangen sein, daß es über, daß ein Gutsbesitzer, der bislang in gröblich fahrlässigster befaßt. Es heißt da: Der Herr Minister v. Hammerstein hielt es als guter zu erzählen. Es war am 1. April des Jahres 1885, als Weise sich gehütet hat, auch nur einen Pfennig auszugeben, Patriot für seine Pflicht", die Agitation des Bundes, die der Eytangler feinen siebzigsten Geburtstag um Unglücksfälle der für ihn gegen einen Hungerlohn dieser für die Lösung des Problems der Preisbildung betreibe, für ihm nahestehende Personen vor lauter Begeisterungs Schuftenden zu verhüten, durch die Vorschriften der Unfall- geradezu gem eingefährlich und mit der Pflicht eines jeden dufel kaum wußten, wie sie den damals noch auf verhütung hier und da gezwungen werden soll, irgend loyal denkenden Unterthanen unvereinbar zu erklären. Im Namen die Höhe seiner Macht stehenden Reichsgründer anschwärmen eine Schuhmaßregel, z. B. eine Bremsvorrichtung zu schaffen. aller Vertreter des Bundes der Landwirthe bestreiten wir dem Minister sollten. Diese Stimmung rüttelte auch den sehr bekannten LandHerr Ganip muß wohl einmal auf grund der Unfallver- v. Hammerstein das Recht, sich zum Richter über unsere Königs- rath eines noch bekannteren Kreises aus seiner sonstigen Lethargie hütungs- Vorschriften gezwungen worden sein, auf seinem treue aufzuwerfen. Nur Gott und unser Gewissen fann darüber auf und flugs war die Absendung einer Huldigungsadreffe namens unser Richter sein. oder seiner Frau Gut Bremsvorrichtungen für Wagen einUns gegen den Vorwurf der Gemein- des Kreistages beschlossen, natürlich ohne daß der lettere selbst zuführen. Kaum anders als so war seine ungeheuerliche gefährlichkeit eingehend zu vertheidigen, werden ernste Politiker irgend ein Wörtchen mitzureden hatte. Die Adresse war in wenigen von uns nicht erwarten. Tief bedauerlich bleibt aber eine solche Stunden fertig, doch die erforderlichen Unterschriften konnten bei der Uebertreibung verständlich, daß allein das Verlangen, gehässige Verdächtigung ehrlich fämpfender Männer aus dem Kürze der Zeit unmöglich beschafft werden. Und wie wußte man Bremsvorrichtungen anzuschaffen, der deutschen Landwirth- Munde eines preußischen Ministers, da durch sie die nothwendige sich zu helfen? Der Landrath gab zwar seine Original- Unterschaft 120 Mill. Mark Lasten auferlege. Diese und andere Erörterung der großen, die Zeit bewegenden Fragen nicht ge- fchrift, dagegen wurden die Unterschriften der beiden KreisAusbrüche agrarischer Wuth sind recht geeignet, die Geldgier fördert, sondern vergiftet wird. deputirten von landräthlichen Beamten, denen solcher Rummel dieser Ostelbier weiten Kreisen hübsch anschaulich zu machen. Grobkörnig genug ist diese Erklärung. Die Deutsche durchaus nicht neu war, auf höheren Befehl einfach Der ultramontane Abg. Hitze gab dem freikonservativen Tageszeitung" sucht dem verhaßten Wiinister aber außer gefälscht, nicht etwa in gewöhnlicher Kurrentschrift, sondern Schreier eine wohlverdiente derbe Zurückweisung. Nach mit solchem groben Geschüß, noch mit Handwaffen bei- in Facsimile, sogar in verschiedenen Tinten, um die Täuschung vollkommen 31 machen, alles git des JubelDent Zentrumsmann kam kam der Sozialdemokrat zum zukommen. In Briefkasten- Notizen wird er mit der Frage greises Lob und Preis! Sodann hatte die gefälschte Adresse noch Wort bei dem Posten für das Fabrikinspektorat. Genosse angerempelt, ob er angesichts seiner welfischen Vergangen die Ehre, sogar per Droschte nach dem Palais in der WilhelmWurm, der schon in früheren Sessionen zu dem Posten ge- heit als sogenannter Nationalliberaler" oder als itraße geschafft zu werden, und heute dürfte sie neben manchem sprochen hat, behandelte die Frage heute mit großer Aus- sogenannter Konservativer" zu charakterisiren sei. anderen Humbug das famose Bismarck- Museum zieren. Was führlichkeit bei vollkommener Beherrschung des Stoffes. Er Ferner zitirt das Blatt eine Notiz aus der Han- schadet's schließlich auch! Auf eine Fälschung mehr zeigte die Unzulänglichkeit der bestehenden" Einrich- noverschen Land- und Forstwirthschaftlichen Zeitung" oder weniger, die mit dem Namen Bismarck verknüpft tungen, die Mängel, die überall zu tage treten, vom 27. April 1893, in der zu lesen ist: Der Ausschuß ist, tann's heute ja nicht mehr ankommen. und die sich aus den Berichten der Fabrikinspektoren des Bundes der Landwirthe für die Provinz mitglieder dienen können und nehmen von der Nennung nur übrigens auch mit den Namen der betheiligten Kreistagsselbst, so sehr dieselben bekanntlich redigirt" werden, Hannover setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Graf deshalb Abstand, weil jener Landrath und der eine Kreisdeputirte nachweisen lassen. war ein wenig erfreuliches zu Jun- und Knyphausen- Lützburg, Borsigender; Landes nicht mehr unter den Lebenden weilen, während der andere Bild, das er entrollte. Unzulängliche Geseze, noch un- direktor Freiherr von Hammerstein- Han- Kreisdeputirte, der im preußischen Landtage als stumme Größe zulänglichere Ausführung. Redner, der die Anstellung nover u. f. w. Das Blatt fügt dem hinzu: fizt, von der Fälschung bis heute nichts weiß. Wer zwischen weiblicher Fabrikinspektoren sehr warm befürwortete, ver-„ Man wird sich der letzten Erklärungen des Herrn Land- den Zeilen zu lesen versteht, wird auch ohne Namensnennung weilte längere Zeit bei den Zuständen in Elsaßwirthschafts Ministers erinnern und den Widerspruch der wissen, wo die Adresse fabrizirt" worden ist. Lothringen, wo die Interessen des Kapitals- tros fennen können. Dieser Widerspruch wird von dem Herrn Minister selben mit der vorstehenden Mittheilung nicht verDie Venezuela- Frage geht ihrer Beilegung entgegen. politischer Diktatur absolut maßgebend sind. wohl noch aufgeklärt werden." Präsident Cleveland soll den Präsidenten Crespo von Gelegentlich erhob Redver, auf ein bestimmtes VorAngesichts dieser giftigen Befehdung erscheint es wenig Venezuela augerathen haben, sich gütlich mit England zu tommniß sich stützend, gegen die Antisemiten den Vorwurf, glaubwürdig, was der Münchener Allgemeinen Zeitung" einigen. Aus Washington wird jetzt gemeldet: Der Gedaß sie Lalaieu des Kapitalismus feien. Die Angriffe auf aus Berlin gemeldet wird, daß nämlich zwischen dem Land- sandte der Republik Venezuela, Andrade, antwortete die Behörden, welche den Arbeitgebern gegenüber das Gesetz wirthschaftsminister und dem Freiherrn v. Manteuffel auf eine Frage über die Behauptung, die Vereinigten weniger scharf handhaben als gegen die Arbeiter, veran- durch die Vermittelung des Herrn v. Leve how eine Staaten hätten Venezuela den Nath gegeben, sich mit Englaßten Herrn von Bötticher zu einem Abwehrversuch. Die Aussöhnung stattgefunden habe. Es ist nicht recht land zu einigen, die Gesandtschaft tönne teine offizielle Auseinzusehen, worin diese Aussöhnung" bestanden haben soll.lassung geben; die Nachricht selbst stellte der Gesandte über die Ungerechtigkeit der Welt. Und doch, wie gut hatte er es noch er durfte arbeiten. Die Aegirssöhne blasen wieder mit Macht in ihre nicht in Abrede. Weit ab von ihm saß in einsamer Belle, gekleidet in Muschelhörner. Es gilt, neue Forderungen für die Marine Sträflingstracht, eine abgehärmte, blaffe Gestalt es war populär zu machen. Bei solchen Anlässen muß natürlich Hanne. Was war aus diesem blühenden Mädchen ge- auch der Kolonial- Peters dabei sein, dieses deutsche -Bur Reorganisation der preußischen worden? Man erkannte sie kaum wieder! Sie hatte sich Gegenstück der englischen Flibustier vom Schlage Jameson's. Fabritinspetti on theilen die offiziösen„ Berliner Polit. worden? Man erkannte sie kaum wieder! Sie hatte sich die Augen hohl geweint, die Hände wund gerungen, die Will er doch sein Flaggenhissungs Talent in der inneren Nachrichten" folgendes mit: Die im Anfang der neunziger Jahre Kenie fich aufgerieben im Gebete zu Gott dem Allmächtigen, deutschen Politik verwerthen. Im Kolonialheim hat er die begonnene Reorganisation des preußischen Fabrikinspektorats ist insofern noch immer nicht zum Abschluß gebracht, als noch nicht daß er sie befreie umsonst. Bu ihm, dem Alwissenden, Backen gewaltig vollgenommen und darauf losgetutet: Eine Vermehrung der deutschen Flotte sei aus mehr als alle den Gewerberäthen beigegebenen Gewerbe- Juspettoren etatsder ihre Unschuld kannte, hatte sie unaufhörlich inbrünstig einem Gesichtspunkt dringend nothwendig. Die Kosten für den mäßig angestellt sind. Ein Viertel derselben verwaltet die ihnen gefleht, er solle sie erretten umsonst. Sie sollte und erweiterten Flottenrahmen brauche ja nicht der Steuerzahler zu übergebenen Stellen immer noch auftragsweise. Es liegt nun mußte die Vergifterin sein. War es denn möglich, daß tragen, die erforderliche Summe von 800-400 Millionen könne in der Absicht, wieder einen Theil dieser Stellen in etatsmäßige die Unschuld leiden mußte und die Verbrecher durften un- sehr wohl durch Konvertirung der Staats zu verwandeln. Immerhin wird noch eine geraume Zeit geftraft frei umhergehen? sich noch aufblähen und brüften? Anleihen gedeckt werden. Zum Schluß richtete Redner vergehen, ehe alle diese Stellen, welche durch Noch war ihre Unschuld nicht erwiesen, noch war sie die einen Appell an die Kolonialgesellschaft, in der Flottenfrage die erwähnte Reorganisation geschaffen sind, Verbrecherin. ( Fortsegung folgt.) energische Anregungen zu geben. im Etat zur Erscheinung gelangen. Kunft und Wissenschaft. Theater- Chronik. Im Schauspielhause wird Richard II." neueinstubirt am 30. Januar gegeben. Im Laufe des Februar neueinstudirt am 30. Januar gegeben. Im Laufe" des Februar wird Hebbel's Judith" im Schauspielhause gegeben. Die Menzel- Ausstellung in der National- Gallerie wird am Mittwoch, den 29. d. M., geschlossen. " D " M M M Deutsches Reich. Wir würden Der Vorsitzende der Versammlung, Prinz v. Aren-- Die Höhe der Schulden des preußischen berg, mabute dezent vor übereilten Plänen, da ihm Staates am 1. April 1896 wird nach einer Aufstellung der dieser Genieblih doch nicht geheuer vortam. Es Staatsschulden Verwaltung 6 476 691 805 m. betragen, das eine Zunahme von 89 663 487. gegen den gehört wirklich ein ausnahmsweise großes Quantum an bedeutet aufstellt, daß der Steuerzahler nicht die Kosten für irgend Statsjahr 1896/97 242 088 891 7. nöthig fein, 885 927 M. mehr ökonomischer Unkenntniß dazu, wenn jener die Behauptung 1. April 1895. Für die Verzinsung dieser Schulden werden im m. als im laufenden Jahre. Zur Tilgung sollen 8 960 562 M. eine Ausgabe zu tragen habe, wenn vor oder nach Be- verwendet werden, davon entfallen auf die 31/2 prozent. Konsols willigung dieser Ausgabe eine Reduktion der staatlichen 5 757 736 m.(+ 196 481 M.); auf Attien und Obligationen Schuldzinsen vorgenommen würde. Nach sehr lebhafter 2748 789 m.; Nach sehr lebhafter 2 748 789 M.; auf, die vormals hannoverschen Schulden In der Pariser Académie de médecine theilte Tiskussion nahm die Versammlung dennoch eine Re46 538 m. und auf die vormals Frankfurter Schulden 412 499 m. Mouod zum Beweis für den segensreichen Einfluß der Serum- solution an, durch die der Ausschuß veranlaßt werden Bei der Tilgung kommen in Wegfall dieses Mal therapie die Thatsache mit, daß in den letzten sechs Jahren die soll, für die Vermehrung der Flotte beim Reichstage und gegen früher die Prämienanleihe von 1855, deren Rest zum Sterblichkeit an Diphtherie in den 108 französischen Städten mit Reichskanzler in geeigneter Weise zu wirken. Jezt werden 1. April 1895 gekündigt war, die Kurhessische Kriegsschuld, deren mehr als 20 000 Einwohnern während der ersten sechs Monate bald die Muschelhörner überall im Reiche erklingen, überall Rest zum 1. November 1895 gekündigt war, die übrigen vormals jedes Jahres durchschnittlich 2627 betragen habe, in der gleichen von Schöppenstedt bis Calenberg. Kurhessischen Schulden, die zum 1. Januar d. J. gekündigt sind, Zeit des verflossenen Jahres jedoch nur 904. Die Sterblichkeit und die Frankfurter Anleihe von 1859, deren Neft zum ist also um 65,6 pEt. heruntergegangen. ,, Stilistische Mißgriffe." Bertuschungen und Hinweg 1. März 1896 gekündigt war. Die am 1. April 1896 bestehenden Reizempfindlichkeit der Rassen. In einem der letzten dentelungen sind nicht so leicht, wie mancher Offiziofus fich Schulden werden sich folgendermaßen zusammensetzen: 31%, proz. Heite der Psychological Review" giebt Herr R. Meade Bache träumen läßt. Einen amüsanten Doppelbeweis dafür haben Staatsschuldscheine 24,15 Mill. Mart, 4 proz. Konfols 3591,96 eine Uebersicht der Zeiten, in welchen Individuen verschiedener zwei Beschwichtigungs- Hofräthe geliefert, die heute gleich- Mill. Mart, 3/2 proz. Konsols 1916,58 Mill. Mart, 8 proz. Raffen den Empfang eines ihnen beigebrachten Reizes registriren, zeitig an dem Hofprediger Faber, der den Gladiatoren Konsols 783,16 Mill. Mart; Attien und Obligationen verstaats lichter Eisenbahnen 150,44 Mill. Mark, vormals hannoversche und es zeigte sich die interessante Thatsache, daß z. B. Neger- ruf ausgestoßen hat, und an dem Kolonial- Bureaukraten, Schulden 3,65 Mill. Mark, und vormals Frankfurter Schulden finder schneller auf den Reiz antworten, als diejenigen weißer der den Neger zum thierischen Motor gestempelt hat, 6,75 mill. Mart, zusammen, wie bereits erwähnt, 6476,69 Mill. Rassen. In Versuchen, welche Profeffor Lightner Witmer an die Mohrenwäsche vornehmen. Beide sind auf die Mart. gestellt hat, verhielt sich die Schnelligkeit, mit welcher 1. Jndianer, nämliche Ausrede verfallen. Der BeschwichtigungsMünz Ausprägungen. 2. Afrikaner, 3. Raufafier auf einen Gehörseindruck antworteten, Es besteht die Absicht, wie 116,27: 130: 146,92, wobei die Zahlen Tausendstel eine Hofrath in der„ Kreuz- Zeitung" schreibt über die letztere im Etatsjahr 1896/97 im ganzen für 75 425 000 M. Gelbmünzen zu prägen. Davon follen entfallen auf die Goldmünzen " Jedem unbefangenen Leser muß es klar sein, daß hier 69 000 000 m.( Doppelkronen 60 000 000 9. und Kronen lediglich eine stilistische Ungeschicklichkeit vorliegt. 9 000 000 m.); Silbermünzen 5 400 000 M.( Fünfmarkstücke Man hätte besser und richtiger gesagt:" Außer dem( lasten- 1 900 000 m., Sweimartstücke 1900 000 m. und Einmarkstücke tragenden) Neger steben an thierischen Motoren u. f. w." 1 600 000 M.); Nickelmünzen 858 000 m.( Behupfennigftücke Der wackere Beschwichtigungs Hofrath hat in seiner 562 000 m. und Fünfpfennigstücke 296 000 M.) und Kupfermünzen Blödheit garnicht gemerkt, daß die von ihm gewählte 167 000 m.( ausschließlich Einpfennigstücke). Sekunde bedeuten. Obwohl in jedem Falle höchstens ein Dugend Versuchspersonen zur Verfügung stand, war die Gleichmäßigkeit der Ergebnisse doch sehr auffallend, umfomehr, als sie den gehegten Erwartungen widersprach. Meade Bache meint, daß der höhere Intellekt der weißen Rasse vielleicht nur auf Kosten der Schnelligkeit ihrer Reizempfindlichkeit zu erreichen war. Die Ergebnisse fordern zu weiteren Versuchen auf. Nebensart: 0 -U B 65 - Gine Vermehrung der Richterfelten sieht ausgefchloffen wurde, richtet die Magdeburg. Beitung" folgender Der-Gat für Preußen auch liesmal vor. Es finden sich bittere Bewertung, für welche die Kreuz- Zeitung" als Deckadresse folgence Pofitionen in demselben: Beim Kammergericht: dienen muß: in Köln. " war." " # tommen. Gerade der Duellmuth ist bei seiner Verhaftung flennte wie ein Schulbube, ist es bekannt, daß er seine Parteigenossen, die seit einem Jahre schon ihn beargwöhnten, durch die bei dem leisesten Zweifel an seiner„ Cavalierehre" bereit gehaltene Duellpistole ins Bockshorn jagte. Er hatte sich nämlich so gut eingeschossen, daß er im Fall eines ernsthaften Rugelwechsels den Gegner mit fast mathematischer Gewißheit erfchoffen hätte. Ursache hat, stolz zu ſein. Und das ist doch kein Muth", auf den ein Sozialdemokrat Uebrigens wird das Duell Vandervelde's den nächsten belgischen Parteitag beschäftigen. Das Duell Vandervelde's will nicht zur Die Sozialdemokraten unterscheiden sich von allen übrigen Parteien dadurch, daß sie feinen Unterschied zwischen Theorie 1 Senatspräsident und 5 Räthe und 1 Oberlandesgerichtsrath Es ist das derselbe wohlbekannte Herr, der jetzt mit dem und Praxis machen; sie verlangen von jedem Genossen, daß seine in Celle. Landgerichte und Amtsgerichte: 7 Landgerichts gleichen Feuereifer für agrarische Intereffen ficht, mit dem er Handlungen den Parteigrundfäßen genau entsprechen. Und so direktoren und zwar 3 beim Landgericht II in Berlin und je 1 vor etlichen Jahren Waschzettel zu gunsten von kommt es, daß Bandervelde, trop feiner sehr großen Beliebt. in Bochum, Altona, Naumburg und Stettin; 69 Landrichter und Portugiesen" im Aufbeit, wegen seines Duells von Argentiniern" und - zum Glück nicht tragischen Amtsrichter, darunter 7 Landrichter in Berlin II und 3 in trage eines Bankhauses zu vertreiben bemüht den Genoffen scharf getadelt wird. Bandervelde hat es deshalb Berlin I, ferner je einer in Köln, Elberfeld, Frankfurt a. W., für nöthig gehalten, wenigstens indirekt, d. h. durch ein InterBochum, Tilsit, Halle und Magdeburg; ferner 46 Amtsrichter, Jetzt hat Herr Dr. Hahn das Wort. view, eine entschuldigende Erklärung abzugeben. Er meint, in nämlich 7 in Berlin I, 4 in Berlin H, je 2 in Charlottenburg, Frankfurt a. M. und Magdeburg; je einer in Cöpenick, Rigdorf, eröffnete den braunschweigischen Landtag mit einer Rede, in der nicht duellirt, so Braunschweig, 24. Januar. Der Staatsminister Dr. Otto der Bourgeoiswelt tönnten wir uns von der Praxis der Bourgeoiswelt nicht ganz emanzipiren; hätte er sich nicht duellirt, so würde man ihn in Spandau und Potsdam, Kottbus, Beuthen, Kattowitz, Königs der ganzen hütte, Harburg, Ransdorff. Bochum, Bottrop, Dortmund, er die ungünstige Gestaltung der Finanzlage des Herzogthums Bourgeoispresse für einen Feigling erklärt haben Effen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Altona, Halle, Beiß, Aachen, hervorhob. Seit einer Reihe von Jahren fehlten zum ersten Bourgeoispreffe für einen Feigling erklärt haben und dieser Gedanke sei ihm unerträglich gewesen. Bonn, Kreuznach, Elberfeld, Neuß, Remscheid, Viersen und 3 sei nothwendig, die laufenden Staatseinnahmen zu vermehren. des Duell's selber noch start in Bourgeoisvorurtheilen steckt. Es Male die namhaften Ueberschüsse früherer Finanzperioden. Es Nun, das beweist blos, daß Freund Vandervelde im Punkte Zu diesem Zwecke fündigte der Minister einen Gefeßentwurf an, giebt namentlich für einen Sozialisten so viel Gelegenheiten, Von der deutschen Rechtspflege. Irgendwo welcher den Ersatz der Perfonalsteuer durch eine ausgiebigere wirklichen Muth zu zeigen, daß der Vorwurf der in einem kleinen Städtchen fühlen sich die patriotischen Mitglieder Einkommensteuer in Verbindung mit einer Aenderung Feigheit, gegründet auf verweigerte Annahme eines Duells eines Volfsunterhaltungs- Komitees veranlaßt, eine Feier des des Landtags Wahlgesetzes vorschlägt. Ferner wird Sedantages anzuregen; ein sozialdemokratischer Redakteur, der der Entwurf einer Schiedsmannsordnung vorgelegt werden. Be- niemanden bebrücken kann. höchst zweifelhafter Natur. Die größten Feiglinge sind oft über den Werth eines Schlachtenjubiläums ganz anders vorstehende außerordentliche Ausgaben sollen durch eine Anleihe die eifrigsten Duellanten. Von dem Edelsten Hammerstein z. B., der denkt, wie die Angehörigen der bürgerlichen Klasse, fritisirt gedeckt werden. diese Veranstaltungen von seinem Standpunkte aus München, 24. Januar.( Privatdepesche des Vorwärts".) gebraucht dabei in Beziehung auf das Komitee die Ausdrücke Unternehmer und Ausbeuter". Flugs eilt der Vertreter Der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion be Der Staatsgewalt herbei, um im öffentlichen Interesse treffend die Reform der Gewerbe- Jufpektion( Siehe lehte Nummer eine Beleidigungstlage gegen den Redakteur anzuſtrengen: aus des„ Vorwärts") wurde mit großer Mehrheit von der Abgeordnetendem Worte Ausbeuter" gehe, wie er meint, das Vorhandenfein einer Beleidigung eklatant hervor. Schon in der Vorunter fammer angenommen. Der Antrag unserer Fraktion betreffend Angelegenheit statt- erklärt der Angeklagte und wiederholt es der Baubetriebe wird morgen berathen. Seine Annahme ist fuchung auch eine Voruntersuchung findet in dieser wichtigen die Anstellung von besonderen Inspektoren zur Beaufsichtigung in der Verhandlung, daß ihm jede Absicht einer Beleidigung der wahrscheinlich. ihm völlig unbekannten Personen fern gelegen habe und daß er den Ausdruck Ausbeuter" lediglich als einen ökonomischen terminus technicus( Fachausdruck) gebraucht habe: ein Aus- Wien, 24. Januar. In der heutigen Sigung des nieder beuter im ökonomischen Sinne sei nach fozialdemokratischen österreichischen Landtages wurde der Antrag einBegriffen ein jeder, der fremde Arbeitskraft exploitire, gebracht, den Landesausschuß aufzufordern, einen Beamten zu deutsch: ausbeute; ein Ausbeuter sei demnach jeder Unterbebuss Etudiums des landwirthschaftlichen nehmer. Das Wort enthalte also durchaus nicht den Genossenschaftswesens nach Deutschland und Vorwurf eines moralischen Makels: daher könne eventuell nach der Schweiz zu entfenden, welcher dann in der aus dem Worte feine Beleidigung herausgelesen werden. Aber mächsten Session über seine Erfahrungen Bericht erstatten soll. ein preußischer Gerichtshof ist anderer Meinung und verurtheilt Italien. den Angeklagten zwar nicht zu sechs Wochen, wie der Staatsanwalt wollte Rom, 22. Januar.( Eig. Bericht.) Die Friedensvor: aber zu vier Wochen Geschläge, welche aus dem abessynischen Lager an das fängniß.... italienische Heereskommando gelangt und, wte der italienische - Ueber die Handhabung des Verfamm- Unterhändler selbst versichert, offenbar ernstgemeint sind, finden Inngsrechtes im Rheinland berichteten wir in der in Italien, je nachdem sie von unabhängiger oder von Nr. 270 vom 17. November v. J. und können heute die Stellung minifterieller Seite aus beurtheilt werden, eine sehr verschiedene nahme der dem überwachenden Beamten vorgesetzten Behörde Aufnahme. Tie Organe der unabhängigen öffentlichen Meinung zu dessen ungefeßlichen Amtshandlungen fundgeben. Der heben hervor, daß die Waffenehre der italienischen Rolonial Beamte, Kommiffar Nobel von Styrum, hatte bekanntlich zwei truppen keineswegs eine Fortsetzung des Krieges erfordere; diese Bersammlungen aufgelöst, weil das Verhalten der Ehre sei durch die erfolgreiche und für die Abeffynier sehr ver: Polizei öffentlich tritisirt wurde, und aus einer luftvolle Bertheidigung des Forts Makalle vollständig gewahrt Versammlung die Frauen ausgewiesen. Auf die Beschwerde, die worden. Eine Fortsetzung des Krieges könne auch im Falle des feitens des Genossen Rohilac eingelegt war, ist folgender Be- Sieges keine Füchte bringen, welche etnes langen und kost: scheid eingelaufen: spieligen Kampfes werth wären der Erfolg könne höchftens in Mülheim a. d. Ruhr, 9.(!) Januar 1896. der Ausroltung der Abessynier und in der Besitzergreifung Auf Ihre Beschwerde vom 24. November v. J. benachrichtige von weiten Länderstrecken, aus denen man keinen Nußen ziehen ich Sie, daß ich die polizeiliche Auflösung der am 10. und 13. tönnte, bestehen. In ganz entgegengesetztem Sinne spricht sich desselben Monats in Alistaden stattgehabten Versammlungen, die offiziöse Presse aus. Sie fieht in den Friedensverhandlungen sowie die Ausweisung der anwesenden Frauen der Polizei Ver nur ein Mittel, das die Konzentrirung der italienischen Truppen waltung von Styrum gegenüber als gefeßlich nicht ausreichend erleichtern tönne. Sie erklärt sich bereit, das Anerbieten begründet erklärt habe. der Abessynier, der Besetzung von Makalle freien Abzug Der Königliche Landrath zu gewähren, anzunehmen; anzunehmen; aber die Wiedervereinigung dieser Besayung mit dem italienischen Heere müsse Con đe. Desterreich. England. -Frauenstimmrecht. Der im Jahre 1872 gegründete Verein für das Wahlrecht der Frauen in England," The Central National Society for Womens Suffrage" veröffentlicht eine Siste derjenigen Mitglieder des neuen Parlamente, welche für das Frauenwahlrecht einzutreten geneigt sind. Es sind 316 von 670, wozu noch eine Anzahl hinzukommen dürfte, deren Parteinahme bisher noch nicht bekannt ist. Bei der raschen Entwickelung der Frage ist mit Sicherheit anzunehmen, daß in wenigen Jahren im Unterhause eine Mehrheit für das Frauenstimmrecht gewonnen fein wird. Rußland. Der Kongreß für technische Bildung in Moskau. In der Sektion für allgemeine Fragen" wurden die Resultate der von verschiedenen Mitgliedern der Sektion an gestellten Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrade der Arbeiter und der Produktivität ihrer Arbeit mitgetheilt. Eine große Anzahl von Fabrikanten und Landwirthen, welche darüber befragt wurden, gaben die Antwort, daß wirthen, welche darüber befragt wurden, gaben die Antwort, daß gebildete Arbeiter mehr leisten, und durch Ansammlung von Daten über die Bildung und die Löhne von Arbeitern einer be deutenden Anzahl von Fabriken und Werthätten ist festgestellt worden, daß die Löhne der Arbeiter, welche des Lesens und Schreibens kundig sind, höher find als diejenigen der Analpbabeten, und daß sie mit dem Bildungsgrade der Arbeiter steigen. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der Volksbildung für die Industrie und Landwirthschaft sprach die Sektion den Wunsch aus, daß die allgemeine Wolfsbildung möglichst bald durch geführt werde und zwar durch die Semstwos, städtische Selbstverwaltungen und Landgemeinden, denen der Staat obligatorische Aus Duisburg wird von dem dortigen Vertrauensmann nun den Beginn einer nachdrucksvollen Offensive, also eines neuen Minimalausgaben für diesen Zweck auferlegen und die er dabei auch mitgetheilt, daß die Frauen jetzt wieder Versammlungen Krieges bilden. Ter entscheidende Sieg werde jetzt cher zu auch selbst materiell unterstügen soll. Die Sektion beschloß auch, besuchen dürfen. Wer aber bezahlt nun die Kosten für die beiden erlangen sein, als später, zu einer Beit, wo die Abessynier sich bei der Regierung um die Erlaubniß zu petitioniren, nach Moskau resultatlos verlaufenen Versammlungen? Resultatlos eine bessere Bewaffnung verschafft haben könnten. Der Haupt- den ersten Kongreß der in ganz Rußland für die Volksbildung verlaufen durch ungesetzliche Handlungen eines föniglich grund für eine Fortsetzung des Krieges liegt für das Ministerium thätigen Personen einzuberufen; auch wird die Regierung er preußischen Polizeikommissars, dessen Pflicht es ist, auf die Be Crispi in den vortrefflichen Diensten, welche ihm folgung und Beachtung der Gesetze zu achten?? Und wie hübsch der abessynische Krieg zum Zwecke der Absucht, regionale Kongresse für Voltsbildung zu gestatten. lange es dauert, ehe die Sache geregelt wird. Am 10. resp. lenkung des öffentlichen Interesses von den 13. November 1895 werden die Versammlungen aufgelöst, schon inneren Angelegenheiten bisher geleistet hat am 24. deffelben Monats wird Beschwerde eingelegt, aber erst am und noch ferner zu leisten verspricht. Außerdem fällt der Um9. Januar 1896 wird darüber entschieden und dann braucht es stand ins Gewicht, daß 12-15 000 Mann weißer Truppen doch Her abiegung der Stärte der mobil verbleiben wieder 14 Tage bis die Beschwerde zugestellt wird! Immer nun einmal in der Kolonie angekommen und viele Millionen langsam voran Lire für ihre Ausrüstung und Beförderung ausgegeben worden find. Soll man diese Truppen jetzt unverwendet lassen? Troy Gegen die konservative Parteileitung ber jahrzehntelangen Bezugnahme auf das„ Nationalitätswird dem Bolt" aus Neumarkt in Schlesien geschrieben:" Der prinzip", als die Grundlage des italienischen Staates, ist man von dem Elfer- Ausschuß der konservativen Partei angenommene Antrag des Herrn Grafen Limburg Stirum bezüglich der doch auch in Italien chauvinistischen Regungen, die man mit Stellung des Herrn Hofprediger Stöcker zum" Wolf" hat hier, dem Beispiel der alten Römer zu rechtfertiger sucht, unter Umin dem Wahlkreise des Herrn Grafen, eine" hoch gradige ständen nicht unzugänglich. Erbitterung hevorgerufen. Die Stimmung geht bei einem illustrirt: # Frankreich. Türkei. Konstantinopel, 24. Januar. Die angeordnete den Redif- Bataillone des 4. Korps erwies sich infolge der Haltung der Kurden in der Landschaft Derfin als unausführbar und wurde wieder aufgehoben. Neuerdings werden wiederholte zusammenstöße zwischen den urden und den türkischen Truppen gemeldet. Ber stärkungen find abgegangen. Die Konzentrirung der Truppen und die weiteren Operationen werden durch den Schneefall sehr erschwert. Man befürchtet daher, die Herstellung der Ruhe werde erst im Frühjahr und auch dann nur unter Heranziehung größerer Streitträfte möglich sein. Kuba. großen Theile gut tonfervativer Männer dahin, den Herrn Paris, 24. Januar. Die Rede des Abgeordneten Delbet Grafen Limburg- Stirum bei der nächsten Reichstagswahl nicht in der gestrigen Rammerfitung bezüglich der Verwaltung der wiederzuwählen, sondern sich der Wahl zu enthalten. Finanzen in Indochina, hat hier große Erregnng hervorgerufen. Bielleicht wird dann gewiffen Kreisen der Partei es klar werden, unter dem Beifall der äußersten Linken erklärte der Abgeordnete, Maximo Gomez, näherte sich durch einen raschen Vorstoß der Der Chef der Insurgenten auf Ruba, daß es hauptsächlich der jetzt so verfolgte christlich- soziale Ge die Finanzoperationen in Tontin übersteigen Stadt Savannah bis auf 15 Kilometer. General Marin verließ danke ist, der die Hauptmasse der konservativen Männer beseelt." alles bisher dagewesene. Die Standale würden mit 1500 Reitern und 4 Kanonen die Stadt um den Feind zu 2 Pfennig Unfallrente! Der Segen der Invaliditäts- dort größer sein, als der Panamaskandal. Es sei überraschen. Maximo Gomez zog sich aber schnell in der Blichtung und Altersversicherung wird durch folgende der Breslauer Pflicht der Regierung, denjenigen, welche die Staatstaffe plündern, nach Tapasta zurück. Die spanische Kolonne traf dann bei CienMorgen- 8tg." aus Dels zugegangene Mittheilung drastisch ihre Beute wieder abzujagen. fuegos auf die Abtheilung Castillos; die Abtheilung wurde zerParis, 24. Januar. Der Minister des Aeußeren hat von sprengt, Casillo getödtet. Die Echlesische landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft dem Generalresidenten auf Madagastar Ausschlüsse und gewährt vielfach Renten, gegen deren Höhe gewiß Bedenken Einzelheiten über den neuen Vertrag seitens der Königin der Afrika. nicht werden erhoben werden können. So erhält u. a. Die Howas verlangt. Sobald dieselben hier eingetroffen sind, wird Adahagamus, 24. Januar.( Melbung der„ Agenzia Inwohnerzfrau Bischof zu Pont wig hiesigen der Text des Vertrages veröffentlicht werden, durch welchen Stefani"). Weder von Galliano, noch von Felter ist bisher eine Kreises infolge ihrer Berunglückung im landn irthschaftlichen Frankreich vollständig Besik von der Insel birekte Nachricht eingelaufen. Im Lager der Schoaner ging das Betriebe eine Unfallrente von 2 Pfennigen ergreift. Die Königin und die jeßige Verwaltung werden Gerücht um, es sei Galliano gestattet worden, Wasser zu holen, täglich. Zwei Pfennige täglich, sechzig Pfennig monatlich! Wird beibehalten. Die meisten Blätter sind der Ansicht, daß Frank- ferner auch das Gerücht, es sei ben Italienern freier Abzug aus die glückliche Frau aber schwelgen in den Ge üssen, die sie sich reich in tommerzieller Beziehung von dieser Besitz- Makalle nach Ababagamus zugestanden worden. Die Erlangung sicherer Nachrichten ist schwierig, da die Schoaner die Kundfür dieſes fabelhafte Ergebniß der staatlichen Fürsorge für die ergreifung große Bortheile haben werde. schafter grausam behandeln; dreien von ihnen schnitten sie die Armen und Enterbten verschaffen kann. Und da sind diese aufHände ab. Ein Bote, der Galliano die Nachricht von seiner fäffigen Proletarier noch immer nicht zufrieden mit der staatBeförderung überbringen wollte, wurde getödtet. lichen Sozialreform! -Belgien. - Das Wahlbündniß zwischen den Radikalen und Sozialdemokraten hat bei der tleritalen wie libe ralen Bourgeoisie Angst und Schrecken verbreitet. Pfarrer Naumann geht dem Oberkirchenrath Bei den bevorstehenden Kammerwahlen werden sich nur orei wegen feines Erlasses gegen die Bethätigung der Geistlichen Parteien gegenüberstehen: die Klerifalen, die verbündeten Fortim öffentlichen Leben scharf zu Leibe: fchrittler und Sozialisten und die Doktrinär- Liberalen. Da die „ Der Geistliche soll behütet werden wie ein gutes Mutter Wahlaussichten der letzteren, wie dem Hamb. Corr." aus Brüffel föhnchen, er foll vor Agitation" in jüngeren Jahren geschützt geschrieben wird, nur geringe find, so wird der Kampf zwischen und später durch das väterliche Ansehen seines Superintendenten der katholischen Partei und den verbündeten Radikalen geleitet werden. Je mehr er behütet wird, desto geeigneter wird und Sozialisten ausgefochten werden müffen. Inzwischen hat er sein, den Kampf der Wahrheit in schwerer Zeit zu führen. Der Generalrath der radikalen Partei seinen Beschluß wie folgt Das ist die Pädagogit des Oberkirchenraths. Früher sagte man: Wer Männer erziehen will, muß Männer wagen." Das ist formulirt: Bei den Kammerwahlen Bündniß mit den Sozialisten; vorbei. Heute sollen die Matrosen der Kirche in der partei dieserhalb zu unterhandeln; das Bündniß erfolgt auf vorbei. Heute sollen die Matrosen der Kirche in der in allen Wahlkreisen haben die Nadikalen mit der Arbeiter Rajüte erzogen werden." Herr Naumann meint, der Erlaß muß entmuthigend gemeinsamem Wahlprogramm, doch bleibt die Unabhängig. feit der beiden Parteien für diejenigen wirken auf die Geistlichkeit. Nun, wir meinen, Geistliche, die punkte des Parteiprogrammes vorbehalten, sich dadurch entmuthigen lassen, haben nie viel Muth zu verber die eine Ginigung nicht erzielt ist. lieren gehabt. Aber das ist ja gerade der Krebsschaden aller Das gemeinsame Programm will: Allgemeines Stimmrecht von Staatskirchen, daß ihre Geistlichkeit nie widerstandsfähig sich 21 Jabren für die Provinzial- und Gemeindewahlen, Wahl der zeigt gegen obrigkeitliche Maßregelungen, weil sie es als ihre Bürgermeister durch die Gemeinderäthe, Abschaffung der Lebensaufgabe betrachtet, die Lehre zu predigen: Ihr sollt unterthan fein der Obrigkeit, die Gewalt über euch hat. Und militärischen Konskription und der Schutzölle, demokratische Umes ist so außerordentlich bequem, nach dieser Lehre, denn auch gestaltung der Steuergesetze, Umgestaltung der Nationalbant, Be wirklich selbst zu handeln. förderung der Rohstoffe des Ackerbanes und der Industrie durch die Eisenbahnen zum Selbstfostenpreise; neue Arbeiterschutz- Gesetze. -An die Adresse des Abg. Diedrich Hahn, Dieses Programm ist allerdings sehr verführerisch, und die tes bekannten Bismarc- Anbeters, der früher der nationalliberalen Sleritalen können, wie der Brüsseler Gewähremann des Hamb. Fraktion des Reichstags als Hospitant angehörte, aber wegen Correfp." glaubt, bei den nächsten Wahlen auf einen großen feiner agrarischen und börsenfeindlichen Neigungen von derselben Abfall rechnen. Aus Rom wird ferner gemeldet: Das Fort Makalle hält fich nach den legten bier eingetroffenen Depeschen noch immer. Die Echoaner haben jeden Kampf eingestellt und hoffen, daß sich Die Besatzung infolge der Waffernoth bald ergeben wird. Die Italia militare" meldet, die italienischen Kriegsschiffe hätten einen mit Waffen beladenen franzöfifchen Dampfer im Rothen Meer mit Beschlag belegt. Die Richtigkeit dieser Nachricht so wohl, wie jene von den Lebelgewehren wird bezweifelt. Rundschaftern zufolge soll der Negus dem Oberstlieutenant Galliano gestattet haben, sich mit einer kleinen Menge Wasser zu verfehen. In Ayum wurden öffentliche Gebete für die Rückkehr beschränken sich auf Streifzüge in der Nähe von Atbara. der Italiener gehalten. Die Derwische verhalten sich ruhig und Pretoria, 28. Januar. Der Generalfominandant Joubert fagte in seiner Rede, in welcher er den Dank für ihre Unterfüßung während der letzten Krise aussprach: Der Einfall in Transvaal war nicht das Werk des ebrenhaften Theils der edlen englischen Nation. Die Eache Transvaals war die Sache des füdafrikanischen Volkes, welches sein Ziel erreichen würde durch eine Berbindung zu einer Nation, wenn auch unter verschiedenen Regierungen. In Johannesburg ist die Ruhe immer noch nicht vollständig wiederhergestellt; die Erregung dauert fort. Kapstadt. Weitere 7 politische Gefangene wurden gegen Sicherstellung entlassen. " Rheinischer Parteifag. Zeitung zurückzunehmen.( Angenou.men gegen 14 Kölner Stimmen.) " artifels 11. a. In der Diskussion wurde, den Bedenken der Regierung Rech- aus der Höflichkeit, die er an den Tag legte, nung tragend, von dem Abg. Schmidt Elberfeld der Antrag tam er auf die Idee, daß es vielleicht doch fein In der Nachmittags- Sigung am Montag, die zugleich die gestellt, daß die Vorschriften dem Reichstage bei seinem nächsten tgl. Beamter sei. Schlußßißung war, wurden folgende wichtigere Beschlüsse gefaßt: Busammentritt vorzulegen sind. Diesem Antrage glaubten die Zeuge Emmel, Hauseigenthümer und Bezirksvorsieher, den Der rheinische Parteitag verurtheilt die Angriffe der Regierungsvertreter zustimmen zu können und wurde dieser Zusatz Dümmel durch einen Gehilfen rufen ließ, es sei ein Beamter Rheinischen Zeitung" gegen die Genossen Gewehr nach Ablehnung des Singer'schen Antrages beschlossen. der Sanitätskommission da", vermuthete, daß der Beklagte infolge und Grimpe infolge der von Gewehr auf dem Breslauer Hierauf wurde der ganze§ 5 des Entwurfs einstimmig einer Denunziation des früheren Bewohners der Dümmel'schen Parteitag eingenommenen Haltung zur Rheinischen Zeitung". angenommen. Werkstatt erschienen war. Er fam nachher auf die Vermuthung, Der Parteitag hat sich überzeugt, daß die in dem Artikel aufNächste Sigurg Mittwoch, abends 72 Uhr. daß Huber doch kein kgl. Beamter sei, da ihm die Kleidung des gestellten Behauptungen jeder Begründung entbehren und mißbilligt daher umsomehr die unter Parteigenossen bisher nicht richterliche Urtheile nothwendig sind, beschäftigte am Freitag Die Frage, ob die Normen vernünftigen Teukens für selben nicht nobel genug erschien für einen tgl. Polizeibeamten. Genosse Dr. 3 adet, der von der Vertheidigung geladen gekannte gebässige und beleidigende Form, in welcher die aus Anlaß zweier Anträge die Justiznovellen- Kommission. In war, gab auf Befragen des Päsi enten eine längere Darstellung Angriffe der„ Rheinischen Zeitung erfolgten. Gleichzeitig beiden Fällen wurde die Frage verneint. Die Frage gelangte über Zweck, Wesen und Geschichte der Arbeiter- Sanitätsfordert der Parteitag die Redaktion der Rheinischen Zeitung" zunächst aus Aulaß des Antrages unserer Genossen Frohme tommission. auf, die Verleumdungen gegen Gewehr und Grimpe in der und Stadthagen zur Entscheidung. Hente stellt sich das Zer Staatsanwalt sicht danach, daß es sich bei der eine sozialdemokratische Reichsgericht auf den Standpunkt, die Verlegung einer Regel Arbeiter- Sanitätsfommiffion blos um handelt und läßt es dahingestellt, ob der Ter boten und tolportagemäßige Vertrieb vernünftigen Teufens sei teine Verlegung einer Rechtsvorm, Juftitution ein gemeinnügiger set. Beamte können eines Barteiblattes am Erscheinungsorte eines anderen unterliege daher der Korrektur des Reichsgerichts nicht. Unsere Bweck dersell en ein Genossen hatten nun im Gegensatz hierzu verlangt, die auch nicht öffentliche sein, so daß dem Angeklagten, Partei- Organs ist unzulässig.( Angenommen gegen 10 Stimmen.) unrichtige Auslegung z. B. einer Rede, eines Zeitungs- wenn er fich als solcher vorgestellt, nichts gegen den§ 132 Als Verbreitungsbegint des Aachener Boltsblatts" wird der Regierungsbezirk Aachen, mit Ausnahme des Kreises lassen. Abg. Lenzmann( frf. Bp.) bekämpfte den Antrag Meinung, daß ein Beamter einer föniglichen Kommission im und dergleichen als Revisionsgrund gelten zu sprechendes nachgewiesen werde. Ter Staatsanwalt ist auch der Schleiden, feftgesetzt. Der Londoner internationale Arbeiter. internationale Arbeiter 2 X 2= 5 feine Verlegung einer Rechtsform in sich schließen Huber, ja vielleicht noch höflicher. mit dem Hinweis darauf, daß die Behauptung Bewußtsein seiner Rechte genau so höflich erschienen wäre wie Die Voraussetzungen, die tongreß wird durch einen Delegirten beschickt. Gewählt ist dürfe. Die Kommission lehnte den Antrag mit allen gegen die dem Angeklagten nachgewiesen werden müßten, feien aber nicht Für die ganze Rheinproving wird ein gemeinsames Mai- Bernunft bei Richtern mußte die Kommission sich ferner aus tragen, doch tönne er nicht umhin, den Beugen den guten Rath Stimmen unserer Genossen ab. Mit dem Mangel an gesunder vorhanden, er müsse demnach Freisprechung bean= Flugblatt herausgegeben. Anlaß eines Antrages Mundel beschäftigen, der mit Rücksicht zu geben, wenn künftig jemand in ihr Haus tritt, um die Elberfeld ist einstimmig zum Siz des Agitations auf den geistestrank verstorbenen Direktor Brausewetter gestellt Wohnung zu besehen, diese Leute vorher um ihre Legitimation tomitees gewählt. war. Munckel wünschte, daß man ein Urtheil deshalb solle zu fragen, und sich vor den gemeinnügigen" Bestrebungen des Der nächste rheinische Parteitag wird in Essen angreifen können, weil es unter Mitwirkung eines geisteskranken Herrn Dr. 3. dadurch zu schüßen, daß sie ihm die Thüre abgehalten. Richters gefällt war. Im Schlußwort führte Meist folgendes aus: Zuschauer richterlichen Mitgliedern der Kommission lebhaft bekämpft. Sie Der Antrag wurde insbesondere von weisen. und Delegirte werden wohl kaum zufrieden sein mit dem Ein- malten die Gefahr aus, daß frivolerweise sie selbst als verrückt druck, den der Parteitag nach außen gemacht. Die Gegner verdächtigt werden könnten. Der Antrag fiel mit 8 gegen werden sagen, die Spaltung ist da, aber sie werden sich täuschen, 9 Stimmen. Die Vorlage wurde dann bis ausschließlich§ 399 denn prinzipielle Gegenfäße sind nirgends hervorgetreten. Nachdem mit unwesentlichen Alenderungen angenommen.$ 399 enthält als was vorausgegangen, war vorauszusehen, daß es zu heftigen Mr. 5 die reaktionäre Neuerung, daß nur bei erwiesener Un Auseinandersetzungen kommen werde. Machen wir es uns zur Pflicht, dafür zu sorgen, daß wir uns schuld, nicht bei nicht erwiesener Schuld des Angeklagten FreiDer sprechung im Wiederaufnahmeverfahren erfolgen folle. im nächsten Jahre nicht mehr mit Solingen preußische Regierungskommissar Lucas erachtet die Bestimmung gemäß. zu beschäftigen haben. Unser Denfen und können als eine der wesentlichsten vom Standpunkt der Regierungen. muß dem politischen Gegner gelten. Reibereien unter Ihre Ablehnung fönne die gefammte Vorlage gefährden. Die uns müssen vermieden werden und die Preßorgane tönnen dazu Debatte über§ 899 Nr. 5 wird am Mittwoch, den 29. d. M., viel beitragen; es ist ihre Pflicht, dies zu thun. Redner geht 10 Uhr Morgens, fortgesetzt. auf den Mißerfolg der Kölner Wahl ein und meint, wenn wir alle gemeinschaftlich das Auge auf den Gegner richten, werden wir auch wieder Erfolge zu verzeichnen haben. Mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß dann Meist den Parteitag. Meist. Parlamentarisches. Herr Rechtsanwalt Heine tritt diesen Ausführungen fräftig entgegen und bemerkt zu letterem Paffus, daß der Hohn des Herrn Staatsanwalts der Eachlage nach nicht angebracht sei, denn eine gemeinnüßige Thätigkeit sei in erster Reihe nach der Absicht, die ihr zu grunde liegt, zu beurtheilen, und nicht danach, ob einige oder mehrere Mitarbeiter der sozialdemokratischen Partei angehören. Er beantragte die Freisprechung. Der Gerichtshof beschließt diesen Anträgen Partei- Nachrichten. Diejenigen Parteigenossen in Berlin und Umgegend, die mit Polen zusammen arbeiten, werden ersucht, unter diesen Die Margarine- Kommiffion beschäftigte sich in der Sizung für regen Besuch stellten Antrags, wonach die zur Herstellung von Margarine Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 1/23 Uhr, am Freitag mit der Tiskussion des vom Abg. Klose( 3) gepolnischer Parteigenossen zu wirken, die nächsten der öffentlichen Versammlung verwendeten Dele entfärbt sein müssen und der Zusatz von Färbe- im Saale des Genossen Bubeil, Lindenstraße 106, abgehalten mitteln untersagt wird. Hierzu hatte Abg. v. Plötz( f.) be- wird. Auch Frauen haben Zutritt. M. Goscinsti, antragt:" Golche Färbemittel sind auch als Zusatz zur Butter untersagt." Dieser Antrag wurde im Laufe der Diskussion wieder Vertrauensmann der polnischen Sozialdemokraten Berlins und Umgegend. Freitag die der Kommiſſion überwiesenen laufenden Ausgaben des nicht gefärbt werden, wenn sie zum Export ins Ausland bestimmt versammlungen gegen die Verfümmerung des sächsischen Wah! In der Budgetkommission des Reichstages wurden am zurückgezogen und dafür folgendes beantragt:" Butter darf Der Kampf gegen die sächsische Reaktion. Protestordentlichen Etats nach der Regierungsvorlage ohne Abstrich er ist." Unsererseits wies Abg. Herbert darauf hin, wie die rechtes werden gemeldet aus Freiberg, Martersdorf. ledigt. Bei den einmaligen Ausgaben fragte der Abg. Richter. Die Butter wird zum Zweck der Täuschung gefärbt; die zur Her Agrarier Butter und Margarine verschieden behandeln wollen. Ernst thal und Mylau. ob es wahr sei, daß eine neue Artillerie- orlage geplant sei ftellung von Margarine verwandten Dele haben aber von Natur Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Zeitungsnachrichten zufolge hätten hierüber bereits Berhand eine gelbliche Färbung und sollen fünftlich entfärbt werden. schäftsbücher des Wahlvereins der Kreise Jerichow I und II In Burg b. Magdeburg wurden am 11. Juli v. J. die Ge lungen mit dem preußischen Finanzminister stattgefunden. Der Kriegsminister erklärte, daß ihm von derartigen Plänen nichts wenn auch eine Verschlechterung der Margarine dadurch nicht schäftsbücher des Wahlvereins der Kreise Jerichow I und II bekannt sei. Mit besonderer Lebhaftigkeit und Energie griff der berbeigeführt wird, so hat sich das Publikum doch an die gelb beschlagnahmt. Am 21. Januar d. J. wurden sie wieder Staatssekretär des Reichs- Echatzanites, Graf v. Posadowy liche Farbe gewöhnt. Die agrarische Mehrheit wolle das Gesetz freigegeben. -Genosse Daniel Stücklen hat Hof verlassen, in die Diskussion ein, indem er ausführte, daß die einzige Stelle, Landwirthschaft entspringt. Die Abstimmung über die Anträge und 10 Tage, die er sich im Kampfe gegen die Reaktion geholt, um im Gefängniß zu Amberg seine harte Strafe, 8 Monate mit der Verhandlungen über Reichsfinanzen zu führen sind, das Reichsschazamt ist. Der Schaßsekretär gab der Ansicht Aus: wurde ausgefeßt; es soll zunächst der Antrag, welcher die Verdruck, daß fein Chef des Reichsschabamtes im stande sei, einen Pflichtung enthält, der Margarine Phenolphtalein zuzusetzen, er zu verbüßen. Zustand auch nur auf 24 Stunden zu ertragen, bei dem die ledigt werden. Die Regieru svertreter verhielten sich allen Möglichkeit existire, in einer Weise zu verfahren, wie die von diesen Anträgen gegenüber ablehnend. Phenolphtalein sei allerRichter angezogene Zeitung( Hannoverscher Courier") berichtet dings ein unschädlicher und billiger Zufaz, aber der beabsichtigte Nach Angabe eines bürgerlichen Berichterstatters sollen habe. Im weiteren Verlauf der Berathung wurde die erste Rate Zweck einer leichten Kontrolle der Margarine würde damit nicht in den Baugeschäften von Pump lun und Dia dicke auf dem für den Bau einer Garnisonbäckerei in Paderborn abgelehnt. erreicht werden. Terrain der Gewerbe Ausstellung in Treptow an In einem neuen Titel verlangt die Regierung etwa Im Abgeordnetenhause ist die Denkschrift über die Ausstatt des kaum bewilligten Stundenlohns von 521/2 Pf. wieder 14 Millionen Mart, um die Reserve der Verpflegungs- führung des Gefeßes betreffend die Rückerstattung der Grundur 50 Pf. bezahlt werden; die Firmen haben zu diesem Lohn mittel, welche in den ersten Etatsmonaten nicht durch steuer- Entschädigung eingegangen, Einfäufe ergänzt wird, auf den nothwendigen Bestand zu bringen. Die Referenten sowie der Abg. Richter sind der Ansicht, daß diese Summe alle Jahre ohne Besorgniß immer mehr verschlimmern, ohne daß dabei ein Vortheil für die Freuden v. Podbielsky unterſtüßt. Nach längerer namentlich finanz- die Werkſtelle des Tischlers Dümmel in der Swinemünder Gewerkschaftliches. andere Arbeitskräfte erhalten. Derselbe Berichterstatter giebt an, daß die Firma Radicke für den Architekten Karl Bauer den großen Lloyddampfer liefere, auf dem der Raiser am 1. Mai die Ausstellung zu eröffnen gedenke. Der britische Schiffsbauerstreik ist vollständig be endet. Nach einer Wolff'schen Depesche ist das Uebereinkommen Depeschen und lehte Nachrichten. Zürich, 24. Januar.( B. H.) Von der Spige der Golpers Alm stürzten fünf mit Hen Einfahren beschäftigte Männer ab. Zwei find todi, drei lebensgefährlich verlegt. 3 Paris, 24. Januar.( W. Z. B.) Senat. Lamarzelle( Rechte) bringt eine Interpellation über die Arton- Angelegenheit ein und behauptet, Ribot und Loubet hätten zur Zeit, als sie Wininer waren, mit Arton durch Vermittelung des Agenten Dupas unterbandelt, anstatt Arton verhaften zu lassen. Redner frägt, warum man Dupas nicht sofort, als er die Broschüre veröffent lichte, in welcher er von den Verhandlungen erzählt, gerichtlich belangt habe. Der Ministerpräsident Bourgeois erwidert, der Gerechtigkeit werde freier Lauf gelassen, er habe auf die Klage Ribots hin gerichtliche Verfolgungen eingeleitet; man müsse das Ergebniß der Untersuchung abwarten. Damit ist der Zwischenfall geschloffen. aus den Refibeständen gedeckt werden kann. Der Staatssekretär Freiwilliger Wohlfahrtspflege. des Reichsschazamts und der Vertreter der Militärverwaltung Man wird sich noch des Abenteuers entsinnen, das dem Gehalten die Bewilligung der eingeforderten Summe für dringend nossen Rudolf Huber wiederfuhr, als er am 16. April v. J. am Donnerstag unterzeichnet worden. nothwendig und werden von den Abgg. Dr. Hammacher und als Kontrolleur der Arbeiter Sanitätstommission technischer Diskussion wird die Position mit 13 gegen 10 Stimmen straße 140 besichtigte, um sich von dem Vorhandensein von abgelehnt. Wegen der vorgerückten Zeit wird die Sigung Echivamm zu überzeugen. Haupt wurde damals auf Veranlassung abgebrochen und die Weiterberathung auf Dienstag Vormittag des hinzugerufenen Hauswirthes, Schuhmachers und Bezirks vertagt.. vorstehers Emmel behuss Feststellung seiner Persönlichkeit zur Die Kommission zur Berathung des Gesetzes über den Waat e fistirt und unter der Behauptung, daß er sich für Paris, 24. Januar.( B. H.) Wegen der Flottenverstärkung unlanteren Wettbewerb bat am Tonnerstag Abend in mehr- emen königl. Beamten ausgegeben hätte, Klage wegen Bergehen Englands im Mittelmeer und in der Nähe der französischen tündiger Sizung über den§ 5 der Vorlage berathen. Tiefer gegen den§ 132 gegen ihn erhoben. Kolonien hat der französische Marineminister im Einvernehmen Paragraph giebt dem Bundesrath die Vollmacht. Vorschriften zu Lie Ferienstrastammer des Landgerichts I verurtheilte den mit dem Minister des Aeußern an den Marinepräfekten in erlassen, wonach bestimmte Waaren im Einzelverkehr nur in vor- Genossen Haupt am 17. Juli d. J. zu 1 Woche Gefängniß. Das Toulon den Befehl ertheilt, genügende Maßregeln für alle geschriebenen Mengeneinheiten verkauft werden dürfen. Es Gericht glaubte damals dem Haupt, daß er diese Thätigkeit Eventualitäten zu treffen. Tas Reservegeschwader und alle dishandelt sich darum, Täuschungen des Publikums zu beseitigen, unentgeltlich ausgeübt habe, fab aber feinen Milderungs- poniblen Schiffe sollen schleunigt ausgerüstet und in Stand wie solche beim Einzelverkauf von Garnen, Nadeln, Seife, grund darin. Im Gegentheil äußerte es sich, daß der An- gesetzt werden, um auf sofortige telegraphische Ordre in Aktion Chokolade u. s. w. vorkommen. In ber Distussion geklagte, der nicht einmal im stande sei, den für sich selbst er- treten zu können. nahm Flaschenhandel in Bier einen sehr breiten forderlichen Unterhalt durch regelmäßige Arbeit zu erwerben, Raum ein. Au der Hand der von Unternehmern am wenigsten dazu berufen sei, seine Arbeitskraft in den Dienst und Arbeitern der Großindustrie eingesandten Petitionen der Mitmenschen zu stellen. Das Urtheil fagte ferner: wurde von mehreren Seiten auf die Unzulänglichkeiten hin- Der Angeklagte hat aber auch das Unternehmen des gewiesen, die durch Aichung der Bierflaschen entstehen würden. Dr. Zadek nicht für ein gemeinnütziges halten können Eine Bertheuerung der Flaschenfabrikation würde eine Erhöhung und gehalten; denn er weiß offenbar einmal, daß des Preises für Flaschenbier zur Folge haben, was im Interesse dieses Unternehmen ausschließlich den Bestrebungen der Verdrängung des Branntweinkonsums sehr zu bedauern der sozialdemokratischen Partei dient und so wäre. Die Regierungsvertreter sprachen sich über diese Frage dann, daß die Angehörigen eines geordneten Staatswesens in sehr refervirt aus. Die Absicht des Bundesraths gehe zunächst ihrem wohlbegründeten Rechtsbewußtsein getränkt werden, wenn dahin, Vorschriften auf dem Gebiete des Kleinhandels der einzelne aus Parteirücksichten sich die Befugniß zu Aufsichtsmit Posamentierwaaren( Garn, Zwirn, Nadeln u. f. w.) maßregeln anmaßt, für die, da sie seitens der berufenen Behörde zu erlassen. Die Erwägungen bezüglich des Flaschen ausgeübt werden, gar kein Grund besteht." bieres find 110ch nicht abgeschlossen. Die Regierung Das Reichsgericht hatte das Urtheil aufgehoben, weil es würde mit aller Vorsicht die Angelegenheiten prüfen und ev. eine gewisse Unklarheit über Anwendung des§ 182 für vor nur unter Berücksichtigung aller Interessen eingreifen. Nach Ab- liegend hielt, und am Freitag stand darüber neuerdings Termin lehnung einiger Amendements wurde der erste Absatz des Para- vor der 1. Straffammer des Landgerichts I an. graphen in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. Genosse Huber gab zu, im Auftrage der Arbeiter- SanitätsZuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des Bundesratbs fommission die Werkstatt des Tischlermeisters Dümmel besollen nach der Vorlage mit Geldstrafen bis 150 M. oder Haft fichtigt zu haben, was dieser auch anstandslos gestattete. belegt werden. Die Kommission beschloß entsprechend der Dümmel ließ auch den Hauswirth Emmel holen, Nizza, 24. Jannar.( B. H.) Während der Fabrt von Regierungsvorlage. Zum dritten Abfaz des Paragraphen, der der dem Huber, nachdem er sich entfernt hat, nachging Marseille nach Ventimiglia stürzte fich der aus Rußland die Veröffentlichung der Vorschriften im Reichsgefetblatt" be- und ihn aufforderte, ein Glas Bier oder einen Rognat mit ihm stammende Arzt Dr. Guktejeff, befannteste Arzt der Riviera, stimmt, war vom Abg. Singer. der Antrag gestellt zu trinken. Huber lehnte ab. Emmel ließ alsdann durch einen aus einem Eisenbahnwagen. Er wurde schwer verletzt auf. worden, daß die Vorschriften dem Reichstag bei seinem Schußmann die Identität Huber's feststellen, zu welchem gefunden. nächsten Zusammentritt zur Genehmigung vorzulegen find Bwede er nach dem 25. Polizeirevier gebracht wurde, wo er sich Athen, 24. Januar.( B. H.) Von einer Lawine wurde das Der Untrag wurde damit begründet, Daß die Volks mittelst einer rothen Kontrollfarte der Arbeiter Sanitäts- Dorf Triccale in Theffalien voll ändig verschüttet. Die Bewohner vertretung auf die Mitwirkung bei der Gesetzgebung auf Kommission legitimirte. Huber bestreitet, sich für einen tönigl. tonnten sich noch rechtzeitig retten. diesem Gebiete nicht verzichten dürfe. Die Gewalt des Beamten ausgegeben und von der Existenz einer tgl. Eanitäts. Konstantinopel, 24. Januar.( B. 5) Eine große Amnestie Bundesraths zu verstärken liege teine Veranlassung vor. Der Kommission überhaupt etwas gewußt zu haben; er bestreitet ferner, für die in Trapezunt verhafteten Armenier, sowie eine politische Reichstag sei auch besser wie der Bundesrath über die thatfäch durch die Ausübung seiner Funktion irgend einen materiellen Kundgebung sollen aus Anlaß des am 31. d. M. stattfindenden lichen Zustände informirt, welche zu solchen Vorschriften führen Vortheil erreicht zu haben. Geburtstages des Sultans erfolgen. Durch diese Handlungen fönnten. Regierungsseitig wurde der Antrag sehr lebhaft be- Der als Zeuge vernommene Tischlermeister Dümmel be soll die vollzogene Annäherung der Türkei an Rußland und fämpft und behauptet, daß sich der Bundesrath nicht in die fundet, er habe den Genossen Huber für einen kgl. Beamten Frankreich öffentlich dokumentirt werden. Lage bringen laffen tönnte, einmal gegebene Vorschriften auf gehalten, würde ihm die Besichtigung jedoch auch gestattet Belfast, 24. Januar.( W. T. B.) Die Bedingungen der Berlangen des Reichstages aufheben zu müssen. Außerdem haben, wenn er ihn als Beauftragter der Arbeiter Sanitäts- hiesigen Werftbesiyer sind von den Schiffsbau Arbeitern unter ständen dem Antrage auch praktische Bedenken in Rücksicht auf Kommission erkannt hätte; doch hätte er dann starkem Proteste der Minderheit angenommen worden. die von solchen Vorschriften betroffenen Händler entgegen. Singer einen Schumann geholt! Washington, 24. Januar.( B. H.) In einer Botschaft an verwies darauf, daß im Nahrungsmittelgesetz diefelbe Vorschrift ent- Vorsitzender: Wozu denn? den Senat erklärt der Präsident Cleveland, daß Amerifa bei der halten ist und daß der Bundesrath sehr leicht Vorkehrungen treffen Dümmel: Um zu erfahren, ob er das Recht hätte, bei Türkei seine Ansprüche geltend machen werde, damit den als Tönne, bei denen jeder Nachtheil für die Fabrikanten der betreffenden mir zu besichtigen. Zeuge befundet ferner auf Befragen des amerikanischen Bürgern naturalisirten Armeniern das Verlassen Staatsanwalts, daß der Beklagte höflich aufgetreten; gerade der Türkei nicht verweigert werde. Artikel vermieden wird. Paris, 24. Januar.( W. T. B.) Heute Vormittag stießen auf der Gürtelbahn in der Nähe des Bahnhofes Porte Maillot zwei Züge zusammen. Zwei Personen wurden getödtet und ungefähr zehn Personen verlegt. Brindisi, 24. Januar.( W. T. B.) Das Appellgericht in Trani erließ ein Urtheil, nach welchem Freiherr v. Hammerstein an Deutschland auszuliefern sei. Die Auslieferungsbefehle sind demnach bald zu erwarten. VerantworKicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Liuck und Berlag von Wing& ading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 21. Reichstag. 23. Sigung vom 24. Januar 1896. 1 Uhr. Am Bundesrathetisch: von Bötticher. " V Sonnabend, den 25. Januar 1896. H : 13. Jahrg. Lebenswandel der Arbeiterinnen nirgends verständlich, daß der Buchhalter oder Faktor einer Fabrik in eine schlechter ist, als in Kiel bei den Plätterinnen, fchwierige Lage fommt, wenn er feinen eigenen Unternehmer die die längste Arbeitszeit haben. fontrolliren soll. Eine klassische Stelle in dem Bericht, die der Abg. Wurm( Soz.): Aus den vorliegenden Berichten der Zusammensteller des Reichsberichts ebenfalls nicht verwandt hat, Fabritinspektoren geht hervor, daß der Arbeiterschutz immer noch ist folgende: Nachtrevisionen, wo solche nöthig waren, sind Vor der Tagesordnung erklärt der Präsident v. Buol: Ich ein völlig ungenügender ist; sie werden zwar von Jabr zu Jahr meines Wissens von den Ortsbehörden niemals vorgenommen fomme auf den Vorfall am gestrigen Tage am Schluß günstiger, aber von dem, was geschehen sollte, geschieht erit ein worden mit Rücksicht auf die Animosität des Fabrikherrn der Sigung zurück und werde das verlesen, was das vollkommen ganz verschwindender Prozentsatz. Die Berichte beweisen und die Gefahr, welche der Fabrikkanal für den revis unforrigirte Stenogramm des Protokolls über diesen Vorgang deutlich, wie nothwendig eine Trennung der birenden Bürgermeister haben würde.( Hört! hört! links.) enthält. Danach hat der Abg. Barth folgendes gesagt:" Diele Resselrevision von dem Fabritiuspettorat ist. Daß es nicht die Arbeiter sind, welche den Fabrikinspektor in streben( nämlich die Bimetallisten) free coinage an, freie Aus- Unsere preußischen Beamten sollen über eine halbe Million Be- den Kanal werfen wollen, ist klar. Sie erwarten den Inspektor prägung des Silberdollars; seine speziellen Freunde Jones und triebe kontrolliren, die der Fabrikaufsicht unterliegen; sie sollen schon außer Sichtweite der Fabrik, um ihm ihre Wünsche vor Steward aus Newada sind die wahren Stüßen der in seinem aber außerdem sämmtliche Sessel kontrolliren, und zwar, da wir zubringen. Allerdings, wenn sie in Gegenwart des Unternehmers Sinne bimetallistischen Partei in den Vereinigten Staaten, diese in Preußen zu Beginn des Jahres 1894 laut amtlicher Statistik gefragt werden, dann geben sie falsche Antworten. Der Ka= Herren wissen auch genau, weshalb; sie sind zu gleicher Zeit die 55 605 feststehende Kessel, 14 880 bewegliche Kessel, 1934 Schiffsteffel pitalismus hat es dahin gebracht, daß nicht nur die größten Silberminenbefizer der Welt. Wenn die Silberpreise haben, erfordern diese nach dem Kesselrevisions Gesetz jährlich Gesundheit, sondern auch die Moral der Argehoben werden, ist es für die Leute ein großes Geschäft. In 44 616 äußere Revifionen, 19 828 innere Revisionen, zusammen beiter zu grunde gerichtet wird. Ich habe wiederdiesem Zusammenhang fann man davon reden, daß, wenn die 64 444 Revisionen, dafür sind in ganz Preußen 166 Beamte vor- holt den Reichsbericht durchgeackert, glaube auch alles gelesen zu Herren in bezug auf den Cobdenklub von bezahlten Agenten handen; diese sollen außerdem etwa 12 Million Betriebe kon- haben, aber das, was die elsässischen Beamten berichtet haben, Die Fabrikanten sprechen, man in der Lage sein würde, über bezahlte trolliren, sollen sich um sanitäre Einrichtungen fümmern, um die das habe ich nicht darin gefunden. Agenten der Bimetallisten viel deutlicher zu Schuhvorrichtungen, um die Arbeitsbücher, um die Beschäftigung unterrichten sich untereinander von den Besuchen der Inspektoren. reden. Denn die Herren in den Vereinigten Staaten machen gar jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Aus den Berichten Von 575 Unglücksfällen in der Textilindustrie sind von den Infein Hehl daraus; die Bimetallisten haben für eine geht hervor, daß durchschnittlich jeder Beamte ca. 346 Revisionen spektoren nur 65 untersucht worden. Wie sollen aber auch die derartige Bewegung ja viel Geld übrig. überhaupt vornehmen konnte. Demgemäß müßten wir in Mülhausen beschäftigten Arbeiter nach Kolmar tommen? Es ist das eine politische Bewegung, und die Bimetallisten in in Preußen allein für die Fabritinspektion statt der 166 Wenn Arbeiter durch böswillige, moralisch verkommene den Bereinigten Staaten sind so sehr praktische Politiker, daß sie ungefähr 1800 bis 2000 Beamte haben und dann müßten Unternehmer dazu getrieben werden, falsche Aussagen zu machen, fein Geld ausgeben, wenn sie nicht glauben, demnächst in der noch die Kesselrevisionen nebenbei gemacht werden. wenn sie aus Furcht, ihr Brot zu verlieren, nicht den Muth Form von Gesezen dafür eine Gegenleistung zu bekommen.", Nun wird zwar gesagt, die Kesselrevisoren könnten ja, wenn sie haben, den Fabrikinspektoren Mittheilungen zu machen, will Darauf hat der Abg. v. Kardorff nach dem stenographischen in die Fabrik kommen, jedesmal zusehen, wie es aussieht. Nur man dies im Ernste den armen Teufeln zum Vorwurfe machen? Bericht folgendes erklärt: und wenn Herr Dr. Barth wenn man dem Begriff der Fabrikinspektion ins Gesicht schlagen Sehr viele Berichte weisen nach, daß die Arbeiter es schwer zu nicht den bestimmten Nachweis liefert, daß irgend ein Mensch in will, kann man solche Behauptungen ausstellen. Das Gesetz über empfinden haben, wenn sie sich direkt an den Fabrikinspektor Denischland bezahlt nird, um die amerikanischen bimetallistischen die Kesselrevision verlangt ausdrücklich vorherige Bewenden. Der badische Aufsichtsbeamte Wörrishofer stellt dies Interessen hier zu vertreten, so erkläre ich ihn für einen nachrichtigung des Fabrikanten von der er auch fest und sagt, daß es nicht Mangel an moralischem Muth infamen Lügner." Aufgrund dieser Ertlärung folgenden Revision. Bei einer solchen vorherigen ist, wenn die Arbeiter beim Fragen schweigen, sondern die Sorge rufe ich nachträglich den Abg. v. Kardorff zur Anzeige kann doch die Fabrik nicht unvorbereitet kontrollirt für das liebe Brot. Ich füge hinzu, daß die Arbeiter auch vom Ordnung!( Beifall links.) werden! Die Fabritinspektoren verlangen selbst, guten Willen des Staates nichts erwarten. Gerade der badische Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten daß man ihnen die Resselrevision abnimmt. Beamte that seine Schuldigkeit und wird deshalb von den Berathung des Reichshaushalts- Etats für 1896/97 und zwar des Tiefe überlasteten Beamten haben als Hilfe die Ortspolizei Unternehmern angegriffen. Ein antisemitisches Heidelberger Spezialetats des Reichsamts des Innern. behörden. Tie fiebt es aber aus mit unseren Oxis Blatt wirft ibm fogar vor, daß er ein waschechter Sude fei, Beim ersten Titel der Ausgaben: Gehalt des Staats- polizeibehörden? Sie sollen Bacillen fangen, Kessel G3 schrieb im vorigen Juni: Dieser Tage bekamen wir auch sekretärs, fommt revidiren, Margarine untersuchen was sonst noch den großherzogl. Regierungsrath Wörrishofer zu sehen und jetzt Abg. Gamp( Rp.) auf die vom Reichs Versicherungsamt alles und dann auch noch diese Revisionen ausführen. Sie kann wundern wir uns nicht mehr, daß die Frankfurter Judenzeitung beabsichtigten Normal Unfallverhütungs Bor natürlich nur oberflächlich ausgeführt werden. Ja, die gefeß: stets das hohe Lied dieses braven Mannes singt: er ist ein schriften für die landwirthschaftlichen Belichen Bestimmungen sind der Polizeibehörde häufig nicht einmal waschechter Jude. Dieser schäbige Angriff beweist, daß das rufsgenossenschaften zu sprechen. Dieselben er bekannt. Das geht aus den Berichten hervor. Redner zitirt Heidelberger Blatt mit den Kapitalisten, ben größten Feinden flärt er für ganz unpraktisch und sicherlich für zahlreiche entsprechende Abschnitte aus den Berichten der Fabrik: der Arbeiter zusammenhält. die östlichen Provinzen undurchführbar. Troß- inspektoren. In Elfaß- Lothringen sind die Zustände noch Die Arbeiter haben eine berechtigte Furcht, dem Sachverständige sich dagegen ausgesprochen haben, will weit grauenhafter. Wir haben eine soziale Gesetzgebung, die eine dem Fabritinspettor eine Anzeige zu machen; nicht des Fabrikdas Reichs- Versicherungsamt diese Vorschriften doch erlassen. In große für uns allerdings immer noch nicht ausreichende es könnte durch eine Denunziation, der Begründung heißt es, daß die zahlreichen Unfälle viel Anzahl Versprechungen enthält, daß der Arbeiter geschützt werden inspektors, herauskommen, daß der Arbeiter hingegangen sei. Elend und Unglück darstellen. Danach tönnte es den Ar soll; aber zur Ausführung dieser Versprechungen haben wir einen Der Fabrikinspektor in Köslin hat es abgelehnt, eine Anzeige beitern erscheinen, als wenn die Berufsgenossenschaften die ganz ungenügenden Beamtenapparat, der außerdem auch durch seine über Mißfände in einer Fabrik von anderen als von Arbeitern Vorschriften nur aus bösem Willen nicht annehmen wollen. Die Persönlichkeit zur Erfüllung seiner Aufgaben nicht geeignet ist. derfelben entgegenzunehmen.( Buruf des Abg. Jstraut: Sehr Unfälle passiren meist in der Trunkenheit; Au manchen Stellen haben sich ganz sonderbare Auffassungen richtig!) Durch diesen Zwischenruf ist der Standpunkt gerichtet. Diefer sollte man schärfer entgegentreten.( Eehr richtig! rechts.) über die Fabrikinspektion herausgebildet. In Nürnberg hat Die Arbeiter sollen selbst eine Anzeige veranlassen auf die Gefahr Statt der Vorschriften über die Behandlung der Polizeisenat beschlossen, daß die Rottmeister die hin, ihre Stellung zu verlieren. Bei Arbeiterausständen sucht der Thiere zur Berhütung der Thierquälerei Revision bei den Fabrikanten anzumelden man die Fabrik- Aufsichtsbeamten als Helfer zu benutzen, um sollte man lieber, wie es jetzt schon geschieht, die hätten. Die Regierung hat darauf erklärt, das verstoße gegen die Arbeiter unterdrücken. Die Arbeiter- Ausschüsse leinen Kalender des Thierschutzvereins ver- die ausdrückliche Benimmung der Gewerbe- Ordnung. Mit haben auch keine Wirkung gehabt; meistens namentlich in den theilen; das hilft mehr zur Verhinderung der Thierquälerei als großer Mehrheit hat darauf der Magistrat beschlossen, seinen Staatswerkstätten, diefen angeblichen Musteranstalten haben sie alles andere. Ju bezug auf die Unfallverhütungs- Vorschriften ersten Beschluß aufrecht zu erhalten. Das böse Beispiel, das durch Theilnahme der Fabrikleiter an freier Bewegung verloren. für die Landwirthschaft wäre zu wünschen, daß die Landwirth von Preußen ausgeht, wirft in Bayern nach. Wir haben ferner Hat doch die Direktion der kaiserlichen Torpedowerkstatt in schaft nicht zum Versuchsobjekt für bureaukratische Experimente die eigenthümliche Thatsache, daß ganze Bundesglieder sich los Friedrichsort ausdrücklich angeordnet, daß den Sigungen des gemacht wird. gelöst haben von den Nevisions bestimmungen. Lübeck Arbeiterausschusses nach Bedarf einer oder mehrere Beauftragte Staatssekretär v. Bötticher: Die Vorschriften sind noch hat sich seit 1879 der Verpflichtung, einen Beamten an der Direktion beizuwohnen haben! Mit den Gewerkschaftsnicht eingeführt, die Klagen sind also vorläufig unberechtigt. Sie sind zustellen, entzogen. Lübeck hat einen entsprechenden An- fartellen stehen die Fabrit- Aussichtsbeamten wenig in Beziehung. nur ein Muster( Buruf: ein schönes Muster!) als Unterlage für trag an den Bundesrath gestellt, und dieser ist ihm auch Der Gewerbe- Inspektor Müller in Hannover hat sich erlaubt, in die von den Berufsgenossenschaften zu erlaffenden Unfall- genehmigt; es ist dafür ein beliebiger Polizeibeamter angestellt feinem amtlichen Bericht zu behaupten, die Hauptursache des verhütungs- Vorschriften.§ 187 schreibt vor, daß die Berufs- worden. Die Fabritinfpettion tann nicht als Mißtrauens der Arbeiter gegen die Fabrikinspektion sei in dem genossenschaften die Vorschriften erlassen nach Genehmigung des Nebenberuf betrieben werden. In England er Bestreben des Gewerkschaftskartells zu suchen, weniger Mißstände Reichs- Versicherungsamtes. Nothwendig sind solche Boischriften weitert man die Aussicht immer mehr, und der englische Minister zu beseitigen als möglichst viele Klagen wegen angeblicher Vers und von seiten des Reichs Versicherungsamts war es ein ver- des Innern hat ausdrücklich erklärt, daß er die Forderung der töße gegen die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung vorzubringen. dienstliches Werk, zum Grlaß derselben aufzufordern und dafür Arbeiter, praktische Arbeiter als Inspektoren Eine Versammlung in Hannover hat diese Verdächtigung zurückgewiffe Normen aufzustellen. Vom grünen Tisch ist dabei nicht und auch weibliche Inspektoren anzustellen für gewiesen. Daß die Arbeiter zu diesen Beamten fein Vertrauen gehandelt worden Das Reichs Versicherungsamt hat fämmt berechtigt halte. haben, ist eine offenkundige Thatsache, weil er wiederholt aftenliche Bundesregierungen aufgefordert, über die bereits Wir haben wiederholt auch betont, daß die Fabrik mäßig bewiesen hat, daß er die Verhältnisse nicht fennt. bestehenden Polizeivorschriften Mittheilung machen. inspektion ausgebaut werden muß, wenn sie einen Auf die Anfrage der Regierung, wie es mit der Nachtarbeit Nach Sammlung dieser Vorschriften ist das Amit unter Bu- praktischen Nußen haben soll! Wir wünschen, daß die Beamten bestellt fei, antwortete er, dieselbe sei nur in den Zuckerfabriken ziehung seiner technischen und sachverständigen Mitglieder dazu rücksichtslos und ohne Echen ihre Meinung niederlegen vorhanden, dabei ist aber die Nachtarbeit vor den Thoren übergegangen, den Entwurf herzustellen. Zur gutachtlichen Be- tönnen, daß die Aufsicht auf alle Betriebe ausgedehnt Hannovers, in der Döhrener Wollfabrik vorhanden. Wenn die rathung sind Delegirte von den Vorständen der landwirth wird, daß die Einzelstaaten nicht dieses bunte Konglo- Arbeiter solche Berichte lesen, dann müssen sie das Vertrauen schaftlichen Berufsgenossenschaften und des landwirthschaftlichen merat von Bestimmungen haben sollen, sondern daß verlieren. Herr Müller hat behauptet, daß der Volkswille" sehr Ministeriums( Hört! rechts) hinzugezogen worden. Wenn die eine Reichs Zentralaufsichtsbehörde geschaffen viele unrichtige Thatsachen vorgebracht habe. Das ist aber nicht Vorschriften der Kritik ausgesetzt sind, so trifft die Schuld nicht wird, daß die Aussicht von Reichsbeamten und Beigeordneten wahr, denn sonst hätte man ein sozialdemokratisches Blatt das Reichs- Versicherungsamt. Daß die Berufsgenossenschaften sich ausgeübt wird, daß erstere nicht erst nach der Polizei zu ruien nicht mit Antlagen verschont. Herr Müller hat auch jetzt einen wörtlich an die Vorschriften halten sollen, davon ist gar keine brauchen und daß letztere auf grund eines allgemeinen gleichen, vollständig unrichtigen Bericht geliefert; er hat behauptet, daß Rede. Sie können nach ihren Verhältnissen Aenderungen vor direkten Wahlrechts gewählt werden. Nachdem Jahrzehnte ein Streit ausgebrochen sei wegen Lohnstreitigkeiten infolge einer nehmen. lang von der Sozialdemokratie gefordert worden ist, daß auch vorher stattgehabten Versammlung, während die Versammlung Abg. Sine( 8.): Es wundert mich, daß der Kollege Gamp weibliche Inspektoren angestellt werden, ist nun auch erit 36 Stunden nach Ausbruch des Streits aus Aulas desselben es übersehen hat, daß es sich um einen Aft der Selbstverwaltung ein Theil der bürgerlichen Frauen dafür eingetreten; sie haben stattgefunden hat. Die Behauptung, daß der Ausstand erfolglos der Genossenschaften handelt; es scheint fast, er befürchtet, daß sich an den preußischen Landtag gewandt; und was für eine für die Arbeiter verlaufen sei, ist auch nicht richtig, denn die die Berufsgenossenschaften anderer Meinung über die Frage find, Antwort ist ihnen da zu theil geworden? Der preußische Lohnforderungen sind den Arbeitern bewilligt worden. Handelsminister hält die Anstellung weiblicher Juspektoren Der vielgeschmähten sozialdemokratischen Presse Abg. Gamp: Ich muß es meiner Entscheidung vorbehalten, nicht für erforderlich und nicht für ausführbar, ist wenigstens einigermaßen eine Anerkennung gezollt in dem was ich hier vorbringen will; ich weiß, daß in dieser Beziehung obgleich in Amerika, Frankreich und England sie schon lange bes Bericht des Fabrikinspektors für Potsdam, in welchem zugegeben die Landwirthschaft hinter mir steht. stehen, und weil er der Ansicht ist, daß nur die sozialdemokratische wird, die Sozialdemokraten feien es vorzugsweise, welche sich mit Abg. v. Standy( f.) wundert sich ebenfalls, daß Herr Hize Agitation dadurch gefördert werde. Wie kommt er zu dieser der Fabrikinspektion ernsthaft beschäftigen. Leider besteht in Widerspruch erhoben hat. Ich hoffe, daß die heutige Erörterung Behauptung? Wo ist irgend einmal gegen einen Fabrifinspettor bezug auf die Veröffentlichung der Fabritinspektoren- Berichte in deutschen dafür sorgen wird, daß das Monstrum keinen Eindruck auf in einer sozialdemokratischen Versammlung gehegt worden? Man unseren vielen Vaterländern ein funterbuntes die Berufsgenossenschaften macht. nimmt Rücksicht darauf, ob den Arbeitgebern eine Vermehrung Durcheinander; in einzelnen Staaten sind die Berichte aber Abg. Size: Ich überlasse es Herrn Gamp, vorzubringen, des Aufsichtspersonals sympathisch ist, nach der eigenen Aeußes wenigstens do, sie erscheinen zum theit als Beilagen von amtwas er will, aber ich wahre mir auch das Recht, zu sagen, was rung eines preußischen Regierungskommissars. Die Stellung der lichen Zeitungen, in anderen Staaten aber wird der Bericht überich für angemessen halte. Nach den Aeußerungen des Herrn weiblichen Inspektoren würde schon an sich ungünstiger sein, haupt nicht veröffentlicht, z. B. in Braunschweig. Unter allen v. Staudy ist es flar, daß man die Berufsgenossenschaften nicht heißt es in einem Bericht, denn ein männlicher Inspektor Umständen müssen die Berichte allgemein zugänglich gemacht frei berathen lassen will, sondern von hier aus beeinflussen fönne unter Umständen auch einem Arbeitgeber nüßlich werden. Von Reichswegen werden nur Auszüge veröffentlicht; möchte. fein, eine Inspektorin dagegen würde für die daß sie nicht veröffentlicht sind, daß manches übersehen ist, das Abg. v. Manteuffel( dk.): Das ist doch ein Mißverständniß. Arbeiterinnen da sein. Im Großherzogthum Hessen hat liegt vielleicht, wie ich zur Entschuldigung des Verfassers an Für Brandenburg ist die Sache schon abgethan, wir sind davon die erste Kammer beschlossen, die Regierung um Annehme, an einem Irrthum, nicht an einer Absicht. verschont geblieben. Was mich besonders wundert, ist die Be- ftellung weiblicher Fabrifinspektoren zu ersuchen. Kompetente Redner bespricht dann die Gefährlichkeit der Webe. zeichnung diefer Vorschriften als Normalvorschriften. Leute, wie der Zentialinspefior der großbritannischen Fabrit schiffchen, von denen einige auf den Tisch des Hauses niederAbg. Hitze: Wenn auch die Provinz Brandenburg die Sache inspektion, fagt in seinem Bericht von 1895, daß das weibliche gelegt sind. In den Teppichfabriken in Gera werden ganz uns schon entschieden hat, so stehen doch andere Provinzen noch Inspektorat sich für die weibliche Arbeiterschaft als ein Organ zureichende Schuhmaßregeln, leichte Drathgitter, gegen die mit zurück, und die müssen unbeeinflußt berathen. bestätigt hat, das ganz geeignet wäre, dessen spezifische Bedürfnisse großer Schnelligkeit dahinlaufenden Geschosse angewendet. Eine Abg. Lingens( 3.): Das Juftitut der Fabritan geeigneter Stelle zum Ausdruck zu bringen. Bei uns weigert Bernärkung der Echuzmaßregeln hat die Polizeibehörde und die inspektoren bat sich in erfreulicher Weise entwickelt; die man sich noch und doch hat sich die Regierung noch vor 6 Jahren Berufsgenossenschaft abgelehnt.( hört, hört! links.) Die Unfälle Zahl der Aufsichtsbeamten hat sich vermehrt, und besonders er- gerühmt, Musteranstalten einzurichten; ja freilich, solche Muster- durch Verlegung mittels dieser Webeschiffchen sind sehr zahlreich. freulich ist es, daß im Königreich Eachsen für gewisse Betriebe anstalten werden bei den Unternehmern wohl Beifall finden! Aber jede Schutzvorrichtung verlangsamt, wenigstens für die weibliche Inspektoren ernannt sird. Ein trübes Bild Eine ganz ungeeignete Inspektion besteht in Elsaß Uebergangszeit, die Arbeit; dadurch wird bei Tagelohn der ist es, daß in Berlin und Charlottenburg fich Mißstände in Lothringen. Für ganz Elsaß Lothringen sind nur drei Unternehmer, bei Affordlohn der Arbeiter getroffen, weshalb auch fittlicher Beziehung entwickelt haben, die durch den Beamte angestellt, und der Beamte für Ober: Eliaß hat seinen die letzteren manchmal Widerspruch erheben. Da hört denn alles Vorwärts" zum theil zuerst aufgedeckt sind. Es Eiß nicht etwa in Mülhausen, dem Industriezentrum, sondern Ethische und Religiöse in der Sozialreform auf und es geschieht nichts. find vielfach in Berlin noch nicht getrennte An- in Colmar, denn dort siyt auch das Bezirks- Präsidium. Der Hier wäre der Bundesrath berechtigt und verpflichtet, ein tleide und Waschräume für beide Geschlechter her Zusammensteller des Reichsberichts hat alle Beschwerden der zuschreiten. gestellt das liegt zum theil an den alten Gebäuden. Beamten in Elsaß- Lothringen unterdrückt.( Hört! hört! links.) Die Bedürfnißanstalten in den Fabriken wider= Ich wünsche hinzuweisen auf die gesundheitsschädlichen Einflüsse, In dem Bericht von 1894 heißt es, daß die Ortspolizeibehörde sprechen allen Grundsägen der Sitte und Ge= welche in Schleswig- Holstein bei gewissen kleinen Betrieben be etwa 180 Pflichtrevisionen unterlassen habe. Die Bürger- sundheit; auch hier muß der Bundesrath energisch vorgehen. fteben; es besteht eine übergroße Arbeitszeit in den meister in GIsaß Lothringen sind zum theil Mit welder Raschheit weiß man unsere Vereine zu packen und Bäckereien. Aus Kiel wird berichtet, daß der sittliche angestellte Beamte der Fabriken, und es ist selbst- unsere Redakteure in Untersuchungshaft zu nehmen. Aber als er felbit. = Tohales. ben Arbeitgebern gegenüber geht es viel langfamer. Das färdig bewährt, und es ist mir nicht bekannt geworden, daß Arb.iterschutz- Gefeß ist unvollständig; denn es hat die Fabrik- eine Alenderung gewünscht wird. arbeit in die Hausindustrie getrieben, 100 sie jeder Abg. Wurm: Man sucht den Schein zu erwecken, als ob Beaufsichtigung entzogen ist. Kinder und Frauen werden mehr wir nichts anderes beabsichtigen, als Unzufriedenheit zu schaffen. Die Parteigenoffen, namentlich des zweiten Wahlkreises, als früher in der Hausindustrie beschäftigt. Die Arbeits- Ja wohl, Unzufriedenheit wollte ich allerdings erregen bei allen werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Saal der Vereinezeit der Frauen ist gefeßlich beschränkt; aber durch die kapita- ehrlichen Sozialpolitikern, und ich wollte unseren Antrag auf brauerei in der Hafenhaide der Arbeiterschaft seit dem Boykott listische Hungerpeitsche zwingen die Fabrikanten die Frauen Aenderung der Inspektion begründen. Wir sind dazu da, Miß noch nicht wieder zur Verfügung steht. In diesem Lokale Hausarbeit mitzunehmen; die Arbeiterinnen müssen dann stände aufzudecken, nicht festzustellen, wem recht geschieht. Wo sollen die Arbeiter der Bechstein'schen Pianofortefabrik am die Kosten für die Beleuchtung und die größeren Räum- eine Verlotterung der Fabriken eintritt, hilft nur die Furcht, heutigen Sonnabend das 25jährige Fabritjubiläum feiern. Ferner lichkeiten selbst übernehmen. Es wäre die höchste Beit daß der Unternehmer vom Fabrikinspektor erwischt und auch diene den Parteigenossen zur Nachricht, daß die Lokale von gewesen, einen Grlaß gegen die Hausindustrie zu machen. vom Gericht bestraft wird, womit es allerdings manchmal Martens, Friedrichstr. 236, fowie die Säle der Bockbrauerei am Für andere Dinge hat man Zeit, aber dafür nicht. Ueberall bapert. Besonders die Zustände in Elsaß- Lothringen müßten Tempelhofer Berg unter der Begründung zu einer Versammlung versuchen die Unternehmer sich den Lasten der Sozialreform zu hier eingehend besprochen werden, weil im dortigen Landes- am 21. d. M. verweigert wurden, daß sie bereits anderweitig entziehen und die Gesetze zu umgehen. Was soll daraus werden? ausschuß doch nicht darüber gesprochen wird. vergeben seien. Diese Mittheilung soll jedoch unrichtig sein. Der Soll das Volt durch die Hausindustrie noch mehr verelenden Vertrauensmann.. Kizing. und verkommen? Wer für die heiligsten Güter der Nation kämpfen will, der findet im Deutschen Reiche genug zu thun. ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Dem unlautersten Wettbewerb, dem um die Knochen des Arbeiters, ist Thür und Thor geöffnet, verhindern Sie diesen unlauteren Wettbewerb, dann wird man in der arbeitenden Bevölkerung einsehen, daß ein Wille vorhanden ist. Wenn durch meine attenmäßige wahre Darstellung der Gewerberath Müller an den Pranger gestellt" worden ist, so habe ich dagegen nichts einzuwenden. Die Parteigenossen des fünften Reichstags- Wahlkreises werden ersucht, am Sonntag früh punkt 71/2 Uhr an folgenden Stellen zu erscheinen: Schmidt, Luisenstr. 5; Wittschow, Kleine Hamburgerstr. 27, Ecke Elsasserstraße; Knetsch, Sirtenstr. 10; Bolze, Landsbergerstr. 41; Wiechmann, Heinersdorferstr. 10. Bei der am vorigen Sonntag in Joël's Festfälen stattgehabten Stiftungsfestfeier des Lese- und Diskutirklubs„ Süd- Ost" ist dem Genossen Former Franz Lehmann, Gorauerstraße 17, eine Brieftasche mit wichtigen Legitimations: Papieren abhanden gekommen. Parteigenoffen, die über den Verbleib derselben irgend welche Angabe machen können, ersucht Genosse Lehmann um recht schnelle Mittheilung. Ich habe über den Gewerberath Müller hier Mittheilungen gemacht, weil ich weiß, daß es hier doch nüßen wird. Wir haben die Sache an die große Glocke gehängt und dem Gewerberath Müller Gelegenheit gegeben, mit allen Staatsmitteln einzuschreiten. Hätten wir unwahre Thatsachen behauptet, dann wäre Ich las neulich unter einem Bilde die Unterschrift: Bölfer es ein Leichtes gewesen, die unwahrheit nachzuweisen. Er hat Europa's, schüßt Gure heiligsten Güter! Ja, wenn wir für die geschwiegen und dadurch bewiesen, daß wir recht haben. heiligsten Güter der Nation kämpfen sollen, so brauchen wir Staatssekretär v. Bötticher: Daraus daß ein Beamter vernicht nach Asien zu gehen, wir finden im Deutschen Reich Auf- leumderische Artikel nicht berichtigt, geht doch nicht hervor, daß gaben genug.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wenn er den Thatbestand zugiebt. fich der Staat nur um die Arbeiter fümmerte und dafür sorgte, Abg. Jskraut( Reform- P.): Die Rede des Abg. Wurm war daß menschenwürdige Zustände bei uns herrschen; wenn wohl mehr eine Agitations als eine Parlaments Die Uraniafäulen- Gesellschaft ist bekanntlich am 1. März es sich um den unlautersten Wettbewerb, um die Knochen rede. An der ganzen bürgerlichen Gesellschaft gefällt Herrn v. J. eingegangen. Das Stillſtehen des Betriebes wurde vorläufig der Arbeiter handelt, fo machen sie. teine Gesetze. Wurm nichts weiter als die Fabrikaufsicht; er hat nur ge gehindert, bis Mitte Dezember die Berliner stillstehende UraniaAuch für die Verkürzung der Arbeitszeit geschieht nichts. tadelt, daß ein Blatt einen Juden nicht als geeignet ühren fahen. Die Gesellschaft Normalzeit" erklärte sich dann Aber die Arbeiterschaft hat eingesehen, daß ein solcher Willen für die Fabrik- Aufsicht bezeichnet hat. Wir sind darüber anderer bereit, vorläufig wenigstens die Uhren weiter in Betrieb zu sehen bei der Intereffenwirthschaft nicht vorhanden ist. Deshalb bleiben Ansicht, denn bei den Juden müssen wir sehr lange nach Schuß und that dies auch vom 24. Dezember 1895 ab. Die Frage: was die Fabrikinspektoren- Berichte immer was sie waren, eine An- und Hilfe suchen. Die Regierung sollte auf diesem Wege fort- weiter? wurde von dem von der Stadtverordneten- Versammlung flageschrift gegen das Unternehmerthum.( Beifall links.) fahren und sich hüten, Juden als. Musikinspektoren hätte eingefeßten Ausschuß gestern einstimmig durch folgenden Beschluß Staatssekretär v. Bötticher: Ich bin außer Zweifel, wenn ich beinahe gesagt, die haben wir ja schon..... als Fabrik ihrer Lösung näher geführt: Die Stadtverordneten- Bersammlung die Welt das Urtheil sprechen wird über das, was die Regierung inspektoren anzustellen. Die Sozialdemokratie übt möge den Magistrat ersuchen 1. die vorhandenen Urania- Säulen nebst und der Reichstag für das arbeitende Bolt gethan hat, das Urtheil Kritit; aber sie hat nicht ben Beruf zum Ar- Zubehör nach den Bestimmungen des Vertrages vom 13. Mai 1891 etwas günstiger ausfallen wird als das, welches der Vorredner ge- beiterschuh. Mit einzelnen Fällen, die als Ausnahme in das Eigenthum der Stadt zu übernehmen, sprochen hat.( Zustimmung rechts; Widerspruch links.) Wenn der die Regel doch nur bestätigen, kann man nicht den 2. den Magistrat aufzufordern, wegen dauernden Fortbetriebs der Vorrebner hätte Mißstände zur Sprache bringen wollen, so hätte er Geist, der in der Fabrik Aussicht herrscht, beweisen. Uraniasäulen und der damit in Verbindung stehenden Eines thun follen ohne die Tiraden auf die Unternehmer und die Die soziale Frage ist brennend geworden; der Gegensatz zwischen richtungen eine Vorlage zu machen, ferner eine Vorlage zu Regierung, er hätte dann einen besseren Effekt erzielt, wenigstens Arbeitern und Arbeitgebern muß ausgeglichen werden, sonst kann machen, die die Vermehrung zentral organisirter Normaluhren hier im Hause und auch wohl draußen. Was soll es heißen, die soziale Frage nicht gelöst werden. Die Antwort des Kösliner insbesondere in den Außenbezirken vorsieht und 3. dem Magistrat daß das Volk von der Regierung gar nichts zu hoffen habe, daß Fabrikinspektors an den sozialdemokratischen Agitator war voll bis 4500 m. zwecks vorläufigen Fortbetriebes und Erleuchtung nichts zu gunsten der Arbeiter zu stande käme, wo es fich ständig berechtigt. Denn die Interessen der Arbeiter und Arbeit der Uhren zur Verfügung zu stellen. Hoffentlich erhält nun das um das Geld handelt, wenn er sagt, daß der Staat geber fönnen nicht durch das Dazwischentreten sozialdemokratischer öffentliche Uhrenwesen eine bessere Gestaltung. nicht den Willen hat, die Arbeiter zu schützen. Wir Abgeordneten versöhnt werden, denn dadurch würden die wissen uns frei von Vorwürfen. Die Förderer der Interessengegensätze verstärkt werden.( Zuruf bei den SozialArbeiterschutz- Gesetzgebung haben sich den Vorwurf nicht machen demokraten: Die Schlacht bei Spenge!) Darauf fann des städtischen Obdachs berichten die Zeitungen. Im zu lassen, daß sie Interessen des deutschen Arbeiters vernachlässigt ich nicht eingehen, weil der Präsident mir wieder meine Un- Berliner Tagblatt" steht: hätten. Der Vorredner bringt aus dem Bericht der Fabrik- erfahrenheit vorhalten würde. Es ist nichts als ein Zeichen der inspektoren eine große Anzahl von Thatsachen vor, Kälte und Undankbarkeit, wenn die Sozialdemokraten nicht andie davon sprechen, daß in dem Verhältniß zwischen erkennen, daß auf diesem Gebiete der Fabrikaufsicht etwas ErArbeitgeber und Arbeitnehmer, zwischen Arbeitgeber und hebliches geschehen ist. Behörden noch nicht alles so fei, wie es sein soll. Abg. Reißhaus( Soz.): Die Fabrikinspektion ist sehr Ein solches Auftreten kann nur dazu beitragen, die Ungu- mangelhaft. Im Meininger Landtag haben einige Fabrikanten friedenheit draußen zu vermehren.( Buruf: Das erklärt, daß sie in ihrem Betriebe noch keine Fabrikaussichtsist die Absicht!) Das lasse ich dahin gestellt. Ich lege auch beamten gesehen hätten; ein ähnliches Urtheil fällte ein Deleeinem sozialdemokratischen Arbeiter feine anderen Motive unter girter zum Frankfurter Parteitag und als Hersteller des Berichts Feuerwehr in der Tempelhofer Vorstadt. Die Stadtals er ausgesprochen hat. Ich kritisire nur und halte es für über den Parteitag wurden zwei Schriftsteller wegen Beleidigung besser, wenn Mißstände den Behörden angezeigt werden, als wenn des Fabrifinspektors zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. verordneten Kreitling und Genossen haben folgenden Antrag in Die Stadt hier solche Reden gehalten werden. Ich will Mißständen abhelfen. Seitdem ist die Fabrikaufsicht auch nicht besser geworden; der der Stadtverordneten- Versammlung eingebracht: Aber wenn hier Klagen vorgebracht werden, deren Abhilfe nur in betreffende Beamte fennt nicht einmal die Verhältnisse feines verordneten- Bersammlung wolle beschließen, den Magiftrat zu den Einzelstaaten möglich ist, so kann ich nicht eingreifen, denn man Bezirks; er bestritt jeden Nothstand, während die sozialdemokratisch ersuchen: 1. mit dem Bau eines Feuerwehr- Depots in der erwidert mir jedenfalls, wir sind auch ohne die Rede des organisirte Arbeiterschaft sich genöthigt fah, durch gesammelte Geld Tempielhofer Vorstadt schleunigst vorzugehen und die erforder Abg. Wurm schon aufmerksam gemacht. Mein Kollege im mittel Brot, Kartoffeln und Kohlen zu beschaffen und zu vertheilen. lichen Mittel in den Etat pro 1896/97 einzustellen; 2. zur Unglücks wie es bei dem preußischen Handelsministerium ist vollständig bereit, die Gewerbe- Wenn die Arbeiter solche Unrichtigkeiten lesen, dann darf möglichsten Verhütung eines aufsicht auszudehnen, soweit die Mittel reichen.( Buruf: Die man sich nicht wundern, daß die Unzufriedenheit Brande in der Bergmannstr. 24 am 20. Jannar dieses Jahres Mittel find sehr gering!) Der Handelsminister steht allerdings unter ihnen wächst. Wenn diese Dinge auch vor die vorgekommen ist, sofort in der Tempelhofer Vorstadt provisorisch auf dem Standpunkt, daß weibliche Aussichtsbeamte nicht anzu Einzellandtage gehören, so nehme ich doch an, daß ein Druck eine Filiale der Feuerwehr zu errichten resp. in einem städtischen Gebäude oder in Miethsräumen einen ständigen Löschzug unterstellen sind. Der Vorredner mag sich also an die richtige Stelle vom Reiche aus nicht ohne Wirkung sein fann. wenden, das Reich tann zur Anstellung von weib= Abg. Schmidt- Elberfeld( frf. Bp.): Ich hatte bei der ersten zubringen, damit während der 11/ 2jährigen Bauzeit des Feuerwehrlichen Beamten nicht zwingen. Berathung des Gefeßentwurfes, betr. den unlauteren Wettbewerb, Depots in vorgenannter Stadtgegend die Feuersicherheit einiger Der Vorredner hat mit vielem Fleiße alles zufammen darauf hingewiesen, daß die formalistische Art der Recht- maßen gewährleistet ist. Zur Vorberathung des Antrages getragen, was in den Berichten über die mangelhafte Aufsicht sprechung die Gefeßgebung anders auslegt als sie gemeint ad 2 beantragen wir die Einsetzung eines Ausschusses von zehn vorhanden ist. Er hat gesprochen über das mangelhafte ist. In bezug auf die Kündigungsfristen der Werkmeister Mitgliedern, welche vom Vorstande zu ernennen find. Verhältniß zwischen Polizeibehörde und Aufsichtsbeamten, und Betriebsbeamten in Titel 7 enthielt der Gesetzall= Von einer überraschenden Verminderung der Frequenz " Die Zahl der Besucher betrug in diesem Winter täglich rund 1000 weniger als in der gleichen Zeit im Vorjahre. Der Grund hierfür liegt theils in der milden Witterung, insbesondere aber in der Arbeitsgelegenheit bei der Gewerbe= Ausstellung. Die Richtigkeit dieser Mittheilung voraus gefeßt, so wären hiermit die rohen Burschen, die stets das Wort im Munde führen, daß die Arbeitslosen mit Arbeitsscheuen identisch seien, gebührend abgefertigt. Es wird bei Aus der Magistratsfihung vom Freitag. Das Magistratsüber die Kombination der Kesselrevision mit der Fabrikaufsicht. entwurf die Bestimmung, daß als solche Beamten Ich kann ihm in dieser Beziehung nicht viel helfen; die Aus- gesehen werden sollten, welche monatliche Bezüge erhalten. Kollegium fette den Spezialetat für das gewerbliche gestaltung des Gewerbe- Aussichtsdienstes ist eben Landessache. Es wurde die Bestimmung ersetzt dadurch, daß die Werk: Unterrichtswesen in Einnahme mit 8555 M., in Ausgabe Wenn in Preußen die Vereinigung des Aufsichtsdienstes mit der meist er auch wöchentliche Zahlung erhalten könnten, aber sie mit 331 163 M. fest. Die Fachschulen find mit 49 000, die Ber liner Töpferschule mit 17 851 M., der Gewerbesaal mit Reffelrevision beliebt wurde, so hatte man dafür ganz gute müßten auf feste Befugnisse angewiesen sein. Die achte Kammer 40 121 M., bie beiden Handwerkerschulen mit 168 890 M., Gründe. Ganz ohne Nußen ist eine Fabrikrevision des Landgerichts Berlin hat in Widerspruch mit allen anderen in Verbindung mit der keffelrevision doch nicht, Rammeru entschieden, daß ein mit festem Gehalt angestellter Ar- die Baugewerkschule mit 31489 M. dotirt. diesem Etat ein Zuschuß von 322 608. erforderlich. wenn der Unternehmer die Fehler der Einrichtung für diesen beiter, der aber wöchentlich seinen Lohn erhält, nicht als Der Spezialetat ber Realschulen( höhere BürgerZweck beseitigt. So wird der Arbeiter darauf aufmerksam ertmeister angesehen werden kann; die wöchentliche Lohn gemacht, wie der Betrieb eingerichtet sein soll nach den Vor- zahlung charakterisire ihn als einen gewöhnlichen Arbeiter. Schulen ist in Einnahme mit 372 678 M., in Ausgabe mit schriften der Gewerbe- Ordnung. Der Vorredner hat die Schatten- Der Mann war 997 329 M., also mit einem Zuschuß von 624 651 M. festgestellt. aber vont den Geschäftsinhabern aus. feiten, aber nicht die Lichtseiten berücksichtigt. Der Reichs drücklich als Werkmeister anerkannt. Die Richter stehen Bur Zeit bestehen 144 Klassen in diesen Schulen. Der Besuch bericht ergiebt, daß in den meisten Fällen der Verkehr zwischen dem praktischen Leben fern und urtheilen in der Klaffen ist auf 5005 Schüler angenommen. Von dieser Zahl Aufsichtsbeamten und den Orts- Polizeibehörden ein leichter Widerspruch zu den Gesetzen und zu den prat- find indessen 10 pCt. Freischüler, so daß die Zahl der zahlenden und erfreulicher ist; auch die eigene Aufsichtsthätigkeit tischen Verhältnissen. Ich weiß nicht, was gegen dieses Schüler sich durchschnittlich auf 4520 stellt. Die Einnahmen an wird auch festgestellt, daß die Ortspolizei ihren Aufgaben nicht was der Gesetzgeber gewollt hat, einen Schutz für die betheiligten 102 597 Mart und in Ausgabe mit 11 146 035 Mark eingestellt, der Orts Polizeibehörde wird zum theil gerühmt, zum theil Urtheil geschehen kann; aber es muß etwas geschehen, um das, Schulgeld belaufen sich auf 361 000 m. Der Spezialetat der städtischen Gemeindeschulen ist in Einnahme mit gewachsen war. Den Bericht aus dem Elsaß hat der Borredner Personen, auch wirklich durchzuführen. Ob im Wege einer es ist somit ein Zuschuß von 11 043 438 M. erforderlich. Für nicht objektiv dargestellt. Der Vorredner meinte, der General Novelle, das muß ich der Weisheit der Regierung überlassen. bericht des Reichs sei nicht objektiv. Allerdings ist nicht alles Staatssekretär v. Bötticher: Auf eine Kritik des einzelnen die Gehälter von 216 Rektoren find 883 100 m., für Gehälter in den Generalbericht aufgenommen; dieser soll auch nur die Falles möchte ich mich nicht einlassen. Ich möchte den und Dienstalters- Bulagen der ordentlichen Lehrer 5 992 275 M., typischen Erscheinungen aufnehmen, und das thut er in vollem Vorredner damit trösten, daß es sich zunächst nur um einen für die Gehälter der ordentlichen Lehrerinnen( 1205) und DienstMaße. Wenn der Vorredner noch Wünsche hat in bezug auf die einzelnen Fall handelt. Sollte der Vorredner recht haben mit alters- Zulagen derselben 2002 150 M., für Honorar der techIn Gestaltung des Berichts, dann mag er sich äußern. Aber alles seiner Furcht, daß diese Praxis konstant wird, dann würde ein nischen Unterrichtsstunden 446 688 M. 2c. ausgeworfen. der Angelegenheit des Botanischen Gartens hat tönnen wir nicht aufnehmen. Einschreiten der Regierung erfolgen. das Magistratskollegium eine Kommission von 7 Mitgliedern zur Vorberathung eingesetzt. M Abg. Schmidt- Elberfeld: Es handelt sich um mehrere Fälle; deshalb habe ich die Sache zur Sprache gebracht. Es ist das zweite Mal, wo ich einen Fall vorgebracht, wo die Gerichte entgegen dem Willen der Gesetzgebung entschieden haben. Staatssekretär v. Bötticher: Die Gerichte sind souverän in ihrer Entscheidung. Es handelt sich zwar um mehrere Fälle, aber doch nur um die Entscheidung eines Gerichts. Der für die erledigte Stadtbaurathstelle in Aussicht genommene fönigliche Baurath Hoffmann hat, wie das B. T." erfährt, die auf ihn gefallene Wahl angenommen. " Nothstand und Wohlthätigkeit. Der Verein für die Kinder- Volksküchen versendet folgenden Aufruf:„ Der Verein bittet um Erbarmen für tausende armer Kinder, die ohne seine Hilfe Hunger leiden oder betteln müssen. Erbarmen wir uns Der Borredner hat eine schwere Anklage gegen einen bestimmten Gewerberath erhoben. Er hat den Gewerberath Müller in Hannover bezichtigt, daß er einen falschen Bericht erstattet habe und hat das Urtheil ausgesprochen, daß dieser Beamte bei den Arbeitern kein Vertrauen mehr genieße. Ich bin selbstverständlich außer stande, die Behauptung zu prüfen, ob der Gewerberath Müller sich einer falschen Berichterstattung schuldig gemacht hat. Aber wenn das der Fall sein sollte, wes- Abg. Hihe: Ich kann nur bestätigen, daß damals die Be halb wendet sich der Vorredner nicht an die vorgesetzte Behörde, ftimmung des Entwurfs mit Absicht gestrichen ist; die betreffenden weshalb stellt er diesen vielleicht pflichttreuen Beamten hier an Betriebsbeamten wollen auch wöchentliches Gehalt beziehen können. den Pranger?( Sehr richtig! rechts.) Das kann nicht frommen, Redner begründet dann seinen Antrag wegen der Zusammen- doch im Winter der armen Vöglein und fireuen ihnen Futter, wenn ein Beamter verdächtigt wird bevor man bie legte stellung der auf grund des§ 120d der Gewerbe- Ordnung er- wie dürften wir unser Herz der Noth darkender, unschuldiger Instanz beschritten hat, die eine Remedur gegenüber den lassenen Verordnungen. Es handele sich nicht blos um Ver- Kinder verschließen. Noch sättigen wir täglich in unseren zehn Beamten herbeiführen kann. ordnungen des Bundesraths, sondern auch um solche der Einzel- Anfialten gegen 4000 Rinder von Wittwen, Cheverlassenen welche Die Zahl dieser und Arbeitslosen, regierungen und der Bezirksregierungen. Die Zahl dieser und nach sorgfältigster Recherche Verordnungen ist sehr groß, aber sie sind uns kaum zugänglich. von den Mitgliedern unserer Lokalfomitees als unbedingt Abg. Stadthagen( Soz.) bestätigt, was der Abg. Schmidt nothleidend festgestellt worden sind. Wegen mangelnder Mittel in betreff der Entscheidungen einer Kammer des Berliner Land- mußten wir namentlich im Südosten unserer Stadt viele hunderte gerichts mitgetheilt hat, die betreffende Kammer aber habe auch von Kindern zurückweisen. Trotz dieser Einschränkungen gehen ständig im Gegensatz zum Gewerbegericht entschieden, daß die unsere Fonds zu Ende, und wir stehen vor der drohenden Gefahr, Vorarbeiter und Kolonnenführer als selbständige Unternehmer in den nächsten Wochen, mitten im Winter, unsere Anstalten anzusehen sind. gänzlich schließen zu müssen, wenn nicht durch die Großherzigkeit unserer edlen Mitbürger rasche Hilfe erfolgt. Wir bitten, Gaben auf einliegender Karte au verzeichnenn und dieselbe an unseren Schahmeister, Herrn Stadtverordneten Lüben, Köpnickers straße 153, gelangen zu lassen. Bezüglich der verschiedenartigen Publikation der Berichte tann ich in Aussicht stellen, daß ein übereinstimmen des Verfahren eingeschlagen werden wird. Das wird gelingen; ich möchte aber doch bemerken, daß das Interesse des Bublifums an den Berichten nicht so groß ist, wie man erwartet, denn der Verleger flagt, daß außer den Frei- Exemplaren nur wenige Exemplare abgesezt werden. Inzwischen ist ein Antrag des Abg. Hige eingegangen, welcher den Reichskanzler auffordern will, über die auf grund des§ 120d der Gewerbe- Ordnung ergangenen Anordnungen dem Reichstage eine Zusammenstellung vorzulegen. Württembergischer Regierungsdirektor Schicker: Der Abg. Wurm hat behauptet, daß die Dampfteffel- Revision getrennt wurde von der Fabrikaufsicht. Das ist nicht richtig. Die Dampftessel- Revision wurde 1889 mit der Fabrikaufsicht verbunden, um die Zahl der Inspektoren zu vermehren. Wenn eine Aenderung eingetreten ist, so geht sie nur dahin, daß die innere Revision der Kessel nicht von den Fabrik- Aufsichtsbeamten vollzogen wird, aus technischen Gründen, damit der Besuch nicht angekündigt zu werden braucht. Im übrigen aber hat sich die Anordnung voll. Staatssekretär v. Bötticher erklärt feine Bereitwilligkeit, den Versuch zu machen, die vom Abg. Hiße verlangte Bu fammenstellung der Verordnungen dem Reichstage zugehen zu lassen. Abg. Beckh regt an, ob nicht entgegen der Annahme mancher Gerichte, wonach die Kolonnenführer als selbständige Der Aufruf bildet zu den unzähligen anderen einen neuen Unternehmer angesehen werden, eine Aenderung eintreten fönnte. Staatssekretär v. Bötticher: Auch diese Sache wird gern erwogen werden. Darauf wird das Gehalt des Staatssekretärs bewilligt, ebenso die übrigen Besoldungen des Reichsamts des Innern. Um 5 Uhr wird die weitere Berathung bis Sonnabend 1 Uhr vertagt. Beweis für die Unzulänglichkeit der privaten Hilfeleistung. Das Schandmal, daß tausende schuldlose Kinder in der glänzenden Reichshauptstadt betteln oder verhungern müssen, wird so lange an Berlin haften bleiben, bis die Kommune sich zu der von den Sozialdemokraten verlangten Pflicht bekennt, mit voller Hand helfend einzugreifen. Und das unterlassen unsere Stadtväter aus Furcht vor dem Zukunftsstaat! = Im städtischen Asyl für die Obdachlosen, so wird uns herausgestellt. Es handelt sich wirklich um eine Sendung des gestoßen ist, oder daß sie sich ein Leid angethan hat. Sie stammt gefchehen, werden täglich odez beffer gesagt allnächtlich, Journale Amtsgerichts Dresden, und zwar in einer Straffache aus Neustadt bei Neisse. geführt zur Kontrolle der Dodachsuchenden. Diese Akten müssen wegen Unterschlagung, die hier in Berlin begangen sein Von der Schloßbrücke aus hat sich am Freitag Abend nachts bearbeitet werden um festzustellen, ob die Neuaufgenommenen soll. Das Packet enthielt einen Revolver vom Raliber schon früher das Asyl in Anspruch genommen haben. Diese 7 mm und die dazu gehörigen Patronen. Der Gerichts- gegen sechs Uhr ein etwa 17jähriger junger Mann ins Wasser Arbeiten werden von arbeits- und obdachlosen Schreibern aus- beamte in Dresden, der die Sendung der Post aufgab, hat sie gestürzt. Er wurde gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. geführt, die dafür immer Unterkunft finden und hier und da so schlecht verpackt, daß der Pappkasten, der die Patronen ents Wetter Prognose für Sonnabend, 25. Januar 1896. ein Stück Brot erhalten. Als Arbeitsraum ist denselben aber hielt, unterwegs entwei ging. So fielen denn einige Patronen Wildes, theils heiteres, theils woltiges Wetter mit leichten nicht etwa ein besonderer Raum angewiesen, sondern sie müssen heraus und entzündeten sich beim Aufschlagen, als Postschaffuer Regenfällen und mäßigen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. in den Schlafsälen arbeiten, wo um sie herum 70-80 Arbeitslose Möller heute früh das 15 Zentimeter breite und 30 Zentimeter auf Holzpritschen nächtigen. Das sind allerdings billige Arbeits- lange Packet, das mit einer Zuckerschnur gebunden war, auf den fräfte, aber wenn man für diese Arbeit keine Beamten bezahlen Tisch legte. Der Vorsteher des 4. Reviers, Polizeilieutenant kann, dann sollte man wenigstens für einen anderen Arbeits- Golz, hat das Packet genau untersucht und bereits Freitag Mittag raum sorgen. dem Polizeipräsidium Bericht erstattet. Unser Parteigenoffe Jahn, Prinzenftr. 91, 11, hat wegen Beleidigung der Velvet fabrikanten Mengers Söhne eine Anklage erhalten. Er soll in einer am 1. Juli v. J. bei Hente abgehaltenen Versammlung behauptet haben, daß in der Fabrik Fein Arbeiterausschuß bestehe und daß bei 40 Grad Hitze mehrere Arbeiter hätten arbeiten müssen. Alle Personen, welche über die Zustände in der Fabrik wahrheitsgemäße Mittheilungen machen tönnen, werden ersucht, sich sofort mit unserm angeklagten Genossen in Verbindung zu sehen. wie folgt austönt: Am Montag sind aus Anlaß von Kaisers Geburtstag die städtischen Bureaus und Kassen von 1 Uhr ab geschlossen. Kultusminister Dr. Bosse hat sich fürzlich als Dichter versucht. Im" Wirthschaftsbuch für deutsche Beamtenfrauen" ſteht ein Neujahrsgedicht von ihm, das in trifter Frömmigkeit Und dann auch giebt, was Du gelebt, Was Du gethan, was Du erstrebt, Was Du geglaubt, was Du gewollt, Was Du gekämpft, was Du gejollt, Dir unabweislich das Geleit Hinüber in die Ewigkeit. heraus!" denke dran bei jedem Schritt: Vermischtes. C Als Mörder der ,, Goldelse" in Breslan ist dieser Tage der Graf Bolko von Haslingen, gen. v. Schickfuß, von seinem eigenen Bruder bezichtigt worden. Ueber die Person des De nunzirten wird uns berichtet: Ein desertirter Lieutenant. Premierlieutenant Georg Vom Kasernenhof. Gine kriegsgerichtliche Untersuchung Theodor Brade vom fgl. fächs. Inf. Reg. Nr. 134 ist aus der ist neuerdings über den Unteroffizier Schwedt von der zweiten Garnison Leipzig flüchtig und wird durch das Divisionsgericht Kompagnie Regiments Königin Augusta in Spandau verhängt der Garnison verfolgt. worden und zwar wegen im Dienst verübter Mißhandlung eines Soldaten in zwei Fällen. Dieser Unteroffizier war als Korporalschaftsführer zur Disziplinarabtheilung des Gardekorps, die in dem etwa eine Stunde von Spandau entfernten Fort Hahneberg tafernirt ist, abkommandirt. Bei einem Abtheilungsererzieren Graf H. stand bei einem hiesigen Garde- Kavallerie- Regiment gab er Kommandos, die dem Ererzierreglement nicht entsprachen als Fähnrich, wo er allerhand tolle Streiche beging und fich und demzufolge von der Abtheilung nicht ausgeführt werden unter anderem einer groben Insubordination gegen einen hohen Es wurde damals seine Bu fonnten. Der Herr Unteroffizier soll deshalb zornentbrannt zu Vorgesetzten schuldig machte. dem Soldaten F. hingelaufen sein und ihm mit seinen nägel- rechnungsfähigkeit in Zweifel gezogen, er mußte den Dienst quittiren beschlagenen Stiefeln zweimal vors Knie getreten baben, sodaß und wurde zur Beobachtung seines Geisteszustandes einer in der Aermiste vor Schmerz zusammenbrach. Die Sache wurde von Schlesien belegenen Nervenheilanstalt überwiesen. Im Jahre dem mißhandelten Soldaten angezeigt; der Solbat F. erhielt 1892 fam er in die Dr. Waldschmidt'sche Privat- Irren- Anstalt vierzehn Tage Arrest wegen Nichtbefolgung eines gegebenen zu Westend, wo er sich mehrere Monate aufhielt. Graf Dienstbefehls resp. wegen gröblicher Vernachlässigung im Dienste.. war ein bübscher junger Mann von kleiner eleganter Statur, großer Körperkraft und Gewandtheit, welcher durch seine extraUnter dem Verdacht des Gattenmordes und wegen zahl- vagante moderne Kleidung und sein eraltirtes Wesen auffiel. Gr reicher anderer Strafthaten wurde die in der Bergstraße zu hatte einen stechenden, unftäten Ausdruck im Auge. In der AnNixdorf wohnhafte 50 jährige Wittwe Auguste Scheidner stalt des Dr. W., welche eine sogenannte geschlossene" ift, geb. Schuricht verhaftet und in das Untersuchungsgefängniß ein hatte Graf H. die erste Zeit ziemliche Freiheit. Er mißbrauchte geliefert. Die Verhaftete zählt zu den raffinirtesten Ver- indeß die ihm gewährte Freiheit zu Bummelfahrten in Berlin. Was Du hier lebst, es gehet mit hinüber, hinüber!" brecherinnen. Ihre Spezialität ist das Fälschen von Spar- Das Geld dazu borgte er bei ehemaligen Freunden und Lieferanten. Da war doch der Vorgänger des Herrn v. Bosse, der selig fassenbüchern und Schuldscheinen, welche sie alsdann zu mög- Er kaufte fich ein ganzes Arsenal von Waffen, wie Dolchmesser, Reentschlafene v. Mühler ein anderer Rerl. Obgleich mindestens lichst hohen Preisen verpfändete; natürlich waren diejenigen, volver 2c., welche er mit in die Anstalt brachte. Nachdem ihm mit demselben erfolglosen Eifer auf die Erhaltung der göttlichen Sodann wußte sich die Scheidner durch allerlei Vorspiege- eines Tages die Gelegenheit, als er sich mit anderen Patienten welche auf solche Papiere Geld liehen, die Gepreliten. infolge dessen das freie Ausgehen verboten war, benußte er Weltordnung bedacht, wie der gegenwärtige Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten, fang er doch, der Muckerei zum Troß, lungen allenthalben große Posten Waaren aller Art zu verschaffen, unter Aufsicht der Wärter im Auftaltsgarten aufhielt, mit fabeldas fröhliche Lied:„ Grad' aus dem Wirthshaus, da komm' ich welche sie sofort wieder beim Pfandleiher versezte. Zahlreiche hafter Gewandtheit über den ca. 10 Fuß hohen Zaun, welcher den goldene Uhren und andere Werthsachen, die sämmtlich erschwindelt Garten nach allen Seiten umschließt, zu klettern und davonzulaufen. Von der Charitee Direktion erhalten wir folgende zu Im Laufe der Untersuchung wegen der verübten Betrügereien ruhig in die Anstalt zurück, wo ihm in seinem Salon, welchen find, fand man bei der Verhaftung noch in ihrer Wohnung vor. Er amüsirte fich dann einige Stunden in Berlin und kam abends schrift: Die neue chirurgische Poliklinik der Cha tauchte auch der Verdacht auf, daß die Scheidner ihren Ehemann vor er ritee in dem Tritt'schen von der Charitee angekauften Hause zwei Jahren vergiftet hat, um so in den Besitz der Lebensversicherungs- servirt wurde. als Patient erster Klasse bewohnte, das Abendessen Luisenstr. 2( dicht am Quifenplay, gegenüber der Philippstraße), Prämie zu gelangen. Lange Jahre war der Ehemann mit wiederholte, so wollte Dr. W. feinem Pensionär im Intereffe Da dieser Vorgang fich trotz aller Aufsicht ist nunmehr soweit vorbereitet, daß ihre Eröffnung in den ersten 300 m. versichert gewesen, auf vieles Drängen seiner Frau mußte der Anstaltsordnung nicht länger Asyl gewähren, und haben die Tagen des Februar wird erfolgen können. Mit dem Haupt er sich jedoch kurz vor seinem Tode mit 5000 m. versichern. Anverwandten des Grafen diefen auf seinen Wunsch nach Bragebäude der Klinik, dem sogenannten Sommerlazareth, ist sie Ohne trant zu sein, starb Scheidner am 9. Januar 1894 ,, gerade filien gefchickt, wo er sich das Leben als Farmer mit Büffeldurch den den hinter dem letzteren liegenden Garten In in an seinem Geburtstage, ganz plöglich, nach ärztlichem Gutachten jagd ze in den schönsten Farben ausmalte. unmittelbare Verbindung gebracht. Diese nene Poli- an Lungenschlag. Seine Frau erhielt die Versicherungssumme tlinit wird über alle erforderlichen Warte, UnterEs unterliegt keinem Zweifel, daß Graf H. geistestrant ist; anstandslos ausgezahlt, obwohl schon damals die Verwandten suchungs- und wissenschaftlichen Räume reichlich verfügen und des Mannes an einen natürlichen Tod nicht glauben wollten. So hatte er z. B., als er sich in der Anstalt befand, einem Waffenhinsichtlich ihrer sonstigen Ausstattung und ihres Betriebes Höchst verdächtig muß es auch erscheinen, daß die Sch. ihren tragen, welche an feine Adresse im Irrenhause abgeliefert Waffen durchaus auf der Höhe der modernen Ansprüche stehen. Der ältesten Sohn mit 20 000 M., Direktor der Klinit, Geheimer Medizinalrath Profeffor fleineren Summen versichert hat und die Prämien dafür aus Vorliebe in Kreisen der Demimonde verkehrte, ist ihm bei seinem mehrere Verwandte mit werden sollten. Da Graf H. ein großer Damenfreund und mit Dr. König, hat im Einvernehmen mit der Chariteedirektion ihrer Tasche zahlte, obwohl sie infolge ihrer unglaublichen Ver- exzentrischen Wesen die That wohl zuzutrauen, umso mehr er die und dem Kultusministerium das Programm in allen schwendungssucht stets in Geldverlegenheit war. Die Ausgrabung Manie hatte, stets ein Arsenal von Waffen bei sich zu führen. einzelnen Theilen aufgestellt und wird die Oberleitung der Leiche des verstorbenen Ehemanns dürfte in den nächsten Da Graf H. im Umgang sehr gewandt und liebenswürdig, so der Poliklinit persönlich übernehmen. Unter ihm wird Tagen erfolgen. Während die Beschuldigte alle übrigen Straf haben feine Auverwandten wohl nicht geglaubt, daß er geistesals Leiter derselben der von Göttingen hierher versetzte thaten zugiebt, bestreitet sie, ihren Mann vergiftet zu haben. Als frank ist und ihn nur für äußerst leichtsinnig gehalten, Professor Dr. Hildebrand fungiren, welchem der Stabsarzt ihr eine Verwandte diese Beschuldigung aber ins Gesicht sonst wäre wohl schwerlich das Experiment gemacht worden, den Dr. Tilmann mit mehreren Unterärzten zur Seite stehen soll. schleuderte, wurde sie schreckensbleich und war feines Wortes jedes moralischen Halts baren, unerfahrenen jungen Menschen in Die Poliklinik, welcher auch das nöthige Warts und Dienst- mächtig. In Riydorf bildet der sensationelle Fall allenthalben die Welt zu schicken. personal beigegeben ist, wird werftäglich von 10 bis 2 Uhr für das Tagesgespräch. das hilfesuchende Publikum zugänglich sein. Die Behandlung ist Memel, 23. Januar. Kürzlich wurden vier Boote kurischer unentgeltlich; außerdem erhalten Unbemittelte freie Arzeneien Freitag, Wittag, die Polizei. Der schwedische Schiffstapitän Drei der Boote retteten sich; das vierte gerieth in TreibEin räthselhafter Doppelfelbstmord beschäftigt seit gestern Fischer kurz nach dem Auslaufen von einem Sturme überrascht. Charles Hamren und seine angebliche Gattin haben sich in der eis und wurde nach der livländischen Küste getrieben. Nacht zum Freitag hier in Berlin gemeinsam umgebracht. Am Trotz aller Nachforschungen war das Boot nicht zu Sylvestertage trafen bei der Mittwe König im dritten Stock des finden. Am dritten Tage erft traf es ein englischer Hauses Georgenkirchplatz 11 ein Herr und eine Dame ein, die ein Dampfer. Drei Fischer waren erfroren, der vierte wurde dem nach dem Hofe zu gelegenes Zimmer auf 4 Wochen mietheten und Tode nahe an Bord genommen. Er erzählte, daß er die drei gleich bezahlten. Sie machten einen sehr vornehmen Eindruck und Leichen über Bord geworfen habe, weil ihr Anblick granenhaft führten an Gepäck einen großen und einen kleinen Koffer bei war. Der Mann liegt schwer krank darnieder. sich. Die Dame sprach gar nicht Deutsch und der Herr nur sehr Aus Homburg v. d. H. wird vom 22. d. M. berichtet: gebrochen. Daher weiß Frau König aus ihren Gesprächen nicht, Gestern wollte Genosse Liebl seine fünftägige Haftstrafe antreten. weshalb sie sich hier aufhielten und was sie mit einander vorhatten. Als er sich beim Amtsgericht meldete, wurde ihm bekannt ge= Das Paar nahm in der Wohnung das Frühstück ein und speiste mittags macht, daß seine Strafe ihm durch den Gnadenerlaß geschenkt in Wirthschaften. Den Kaffee pflegte Fran König ihm um 111/2 Uhr vor fei. Genoffe Liebl erklärte aber, daß er davon keinen Gebrauch mittags zu bringen. Als sie in dieser Absicht auch am Freitag das machen und seine Strafe antreten wolle. Hierauf allgemeine Zimmer ihrer Miether betreten wollte, fand sie keinen Ginlaß und Verblüffung unter dem Gerichtspersonal. Ein Beamter meinte, Direktor der Reichsdruckerei soll der Vorsteher der erhielt auch feine aufklärende Antwort. Nichts gutes ahnend, Genosse Liebl sebe gar nicht so aus, als wenn er ins Gefängniß chalkographischen Abtheilung Professor Röse werden. Professor ließ man einen Tischler holen, um durch Herausnahme der wolle, um fünf Tage freies Effen und Obdach zu haben. Genosse Röse hat das antibuddhistische Knackfußbild vervielfältigt. Thürfüllung einen Einblick in das Zimmer zu erhalten. Der Tischler Liebl erklärte aber, nach seiner politischen Ueberzeugung wolle Der Staatsanwalt beattentätert? Eine verdächtige stellte fest, daß die Thür von innen mit einem eigens dazu ein er von dem Gnadenerlaß feinen Gebrauch machen. Allgemeines Sendung traf Freitag Morgen um 43/4 Uhr auf dem Postamt 52 geschlagenen Nagel zugehalten wurde, beseitigte dieses Hinderniß Ah sooo! Hierauf wurde ihm bemerkt, er könne die Strafe doch in der Werftstr. 7 ein. Es war ein Packet in Karton, mit Papier und fand dann noch, daß die Thür auch noch mit einem Koffer nicht antreten, weil der Herr Amtsrichter nicht da sei. Liebl umwickelt, ungefähr 1/2 Meter lang und kaum 1/4 Meter breit. zugestellt gewesen war. Als man das Zimmer betrat, hingen möge heute um 10 Uhr wiederkommen. Als Absender war das Amtsgericht Dresden, als Empfängerin beide Infassen an ein und demselben Strick zusammengebunden Nansen's Nordpolexpedition. Wie man dem Wiener die Staatsanwaltschaft beim Landgericht I zu Berlin bezeichnet. am Ofenrohr. Die Frau sah dem Manne, der kleiner ist als Tageblatt" aus Chriftiania schreibt, ergiebt sich aus einem fürzs Als das Packet um 64 Uhr zur Aushändigung an den Gerichts- sie, über die Schulter hinweg und er batte sein Gesicht lich veröffentlichten Ausweise, daß die für die Ausrüstung der diener, der es der Staatsanwaltschaft überbringen sollte, auf ihr zugewandt. Der Mann hatte sich außerdem aus Polarexpedition des Dr. Frithjof Nansen erforderten Kosten einem Tische in der Nähe des Schalters bereit lag, gab es einem Revolver eine Kugel in die rechte Schläfe ge- 444 340 Kronen ausgemacht haben. Der Staat hat hierzu plöglich einen scharfen Knall, das Packet wurde an einer Seite jagt. Die Waffe lag am Fußboden neben ihm. Beide 280 000 kronen beigetragen, das übrige ist durch Beiträge von aufgerissen und aus der Deffnung strömten Pulvergase hervor. Personen waren dem Anscheine nach schon mehrere Stunden seiten des Königs und verschiedener Privatleute zusammen Man konnte erkennen, daß das Packet mit Lefaucheur- Jagd- lang todt. Sie hatten zu ihrem gemeinsamen freiwilligen Ende gebracht worden. Dr. Nansen selbst hat 7862 Kronen bei patronen gefüllt war, und zwar wenigstens mit Pulver geladenen, feine schwarze Kleidung angelegt. Nach der Meldung beim gesteuert. während man Blei bisher nicht gefunden hat. Das Packet wurde Hauseigenthümer und der Polizei ist der Mann der 38jährige Ans Belgrad wird vom Donnerstag berichtet: Wegen nach der Explosion der Staatsanwaltschaft zugestellt, diese sandte Schiffskapitän Charles Hamrén und die Dame, feine angebliche großer Schneeverwehungen bei Tschertestoje treffen die Züge aus es jedoch vorsichtshalber an das Postamt zurück, auf dem es bis Frau, die 27jährige Olga Eckström. Beide stammen aus Konstantinopel mit großen Verspätungen ein. Die Passagiere zur völligen Deffnung aufbewahrt wird. Schaden an Menschen Schweden. Ueber die Motive der That ist nichts bekannt. müssen umsteigen. oder Sachen hat die Explosion nicht angerichtet. Das zahlreiche Vermißt wird seit ungefähr acht Tagen die 29 Jahre alte Publikum, das am Schalter stand, beruhigte sich bald wieder. unverehelichte Mäntelnäherin Martha Schmogel, die in der So schrieb uns am Freitag Vormittag ein in polizeilichen Prinzenstr. 58 bei ihrer Tante Frau Schnelle wohnte. Das Dingen zuweilen nicht unerfahrener Berichterstatter. Die Aussicht Mädchen verließ am vergangenen Sonnabend feine Wohnung, auf ein anarchistisches Attentat, die gewissen Staatsrettern schon um sich zur Arbeitsstelle bei dem Schneidermeister Marquardt in zu nahen schien, sollte jedoch bald in Dunst aufgehen. Einige der Kaftanien- Allee 22 zu begeben, ist aber weder dort angekommen Stunden später schon meldete derselbe Reporter: noch nach Hause zurückgekehrt. Die Verschwundene, die schon seit Die Sendung an die Staatsanwaltschaft beim Landgericht I, 9 Jahren bei ihrer Tante wohnte, war in der letzten Zeit etwas die zunächst verdächtig erschien, hat sich bereits als harmlos schwermüthig. Man vermuthet daher, daß ihr ein Unfall zu und Verbandstoffe. = Der Arbeitsausschuß der Gewerbe Ausstellung giebt bekannt, daß das Photographiren auf dem Ausstellung terrain nur mit Erlaubniß des Photographenverbandes, Leipzigerstr. 130, gestattet ist. In der Gemeinde Nixdorf waren im Jahre 1895 2759 Geburten, 1560 Sterbefälle und 547 Eheschließungen zu verzeichnen. In Britz sind die Vertreter der dritten Klasse Kone und Niel aus der Gemeindevertretung ausgelooft worden. Die Sozialdemokratie hat bis jetzt nur einen Vertreter im Gemeinderath. Es ist Pflicht der Briger Parteigenossen, zeitig mit der Wahlagitation zu beginnen. Ihrem Klubwirth u. Genossen, dem Gastwirth Wilhelm Spaet, senden zu seinem heutigen Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche Die Mitglieder des Rauchklubs Ohne Zwang' Vereinig. aller i. d. Schmiederei beschäft. Personen( Filiale Ost). Todes- Anzeige. Am 23. d. M. starb nach schweren Leiden unser langjähr. Mitgl., Schmied August Menzel. Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle des Kathol. Kirchhofes in Wilhelmsberg ans statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. 176'6 Am Donnerstag, den 23. Jan., morgens 3 Uhr, starb unser werther Kollege, der Schriftfeher Hermann Steudel im 30. Lebensjahre an der Berufs= frankheit. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen der Buchdruckerei Hempel& Co. NB. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Januar, vom Trauerhause, Rykestraße 13, aus statt. Strickwoll- Reste, Zephyr, Rockwolle 31 Partiepreisen jetzt Holzmarktstr. 60, Hof links 1 Tr. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Mittwoch, den 22. ds., meine liebe Frau Anna nach schwerem Leiden gestorben ist. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. R. Haupt. Wir können den Aufruf nicht veröffentlichen. Friedrichsfelde. Der Bericht ist anonym eingesandt und fann daher schon deshalb nicht veröffentlicht werden. Danksagung. Nubemittelten Kindern MusikunterFür die Theilnahme bei der Bericht. Off. ,, Mufit" Postamt Dresdenerstr. erdigung meines lieben Mannes, des Hermann Hampel, haupt1. Polsterwaaren, Die Beerdigung findet am Sonntag fächlich dem Vorstand und mit Möbel waaren, Nachmittag vom Trauerhause, Staliger straße 147a, nach dem Neuen JakobiKirchhof statt. 2328b Der trauernde Gatte Max Rolbe nebst Hinterbliebenen. Danklagung. gliedern des Vereins Berliner Zimmerleute nebst allen Kollegen meinen herz23296 lichsten Dant., Wittwe Hampel nebst Kindern. Franz Tutzauer, Tischlermeister,[ 39612* Berlin SW., Blücher- Straße 14. ausw. Bestellung. u. Putbuserstraße 26 Alte Stiefelu, Beparaturen reell ut. gefun e, fleine Wohnungen per fofort, billig Dresdenerstr. 49, Runge. auch zum 1. April 1896 bill. zu verm. Mühlenstr. Nr. 8 Den verehrten Genossen, Gönnern und Freunden, die meiner verehrten lieben Frau die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere den lieben Freun nabe Oberbaum, sind von sofort oder den aus Fabrit des Herrn später billige Wohnungen von 1 u. I. Hirschhorn fage hiermit meinen 2 Stuben nebst Küche und Zubehör zu vermiethen. aufrichtigsten Dant. 23876 Der tiefbetrübte Gatte Alb. Göbel. Achtung! ** Achtung! Künstl. Zähne v. 8 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahn ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. 42762 Guckel, Laufizerplay 2, Elsasserstr. 12 v. 1-3 Stuben u. Küche Kanarienroller( hoch- präm.) u. WeibWohnungen wimbald Alexisstr. 32. chen Mattern, Chorinerstr. 72.[ 28896 Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 25. Januar. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Bhantasien im Bremer Rathsteller. Schauspielhaus. Die franke Zeit. Deutsches Theater. Florian Geyer. effing- Theater. Romtesse Guckerl. Berliner Theater. König Heinrich. Neues Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Borher: Ju doppelter Bekehrung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Schiller Theater. Ehrenschulden. Schweigen. Ohne Liebe. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben. Alexanderplatz- Theater. Die kleinen Lämmer. Nr. 66. Untional Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Waldmädchen. Vorstellung. Urania Austalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Täglich sensationeller Erfolg von Dora Parness. Meu Hippodrom Rungestrasse 8 eröffnet! u. Reitbahn Rungestrasse 8 für Herren und Damen täglich bis abends 11 Uhr. Entree frei. Großes Musikreiten his abends 11 Uhr. Salerno. Teni Daré. Günftl. Bühne schmerzlos eingeſetzt, ſeſſißend. Reparaturen fofort. Weniger Sergeant Simms Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13 Passage- Panopticum. mit seinen 12 Negerknaben Salbe, Baden mit Spiritus. 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Man Röpcke, hat ausgefagt: In einer Landrathssigung habe sich der rühmt die Poesie des Krieges, die Begeisterung und die Tapfer Vertreter der Staats- und Militärbehörde für die Verlängerung feit, welche er weckt, aber mit weit edleren Tugenden, mit der Straßenbahn erklärt. Der Vertreter der Militärbehörde stärkerer Ausdauer, mit größeren Opfern ist der Siegesweg zur habe bemerkt, daß die Straßenbahn im Falle einer Befreiung des vierten Standes aus Noth und Druck gefchmückt. Mobilmachung fehr vortheilhaft wäre. Privat. Diesen Prozeß darf man nicht stören, sonst richtet man nur fläger habe fich jedoch mit Entschiedenheit gegen Unheil an. das Projekt ausgesprochen, da die Sache große Gefahren 9 5. Sigung vom 24. Januar, 2 Uhr. Am Ministertische Schönstedt und Kommissarien. Die allgemeine Etatsrechnung pro 1892/93 wird der Rech nungs- Kommission überwiesen. An dieselbe Kommission geht die Uebersicht der Ausgaben und Einnahmen pro 1894/95. Es folgt die erste Berathung der Verordnung betreffend den Wiederaufbau des durch den Brand zerstörten Fleckens Brotte fein, sie wollen keine Wohlthaten, sondern sie wollen ihr Recht. Pferde als auch die der anderen Fuhrwerksbefizer fcheuen Die Arbeiter wollen heute nicht mehr als Kinder behandelt für den Verkehr haben würde und auch sowohl seine Abg. v. Chriften( frk.): Das durch den Brand erzeugte Elend Der Arbeiter will gar nicht in erster Linie höhere Löhne. Die tönnten. Der Privatkläger habe den Vorschlag gemacht, ist groß und schnelle Abhilfe nöthig. Was wäre geschehen, wenn Gebildeten, die dies behaupten, denken recht materialistisch. Gute eine Pferdebahn zu bauen, zu welcher er einen erheblichen Beider Brand im Winter stattfand? Man wird daran denken Behandlung, Anerkennung, Gleichberechtigung sind ihnen viel trag zahlen würde. Er( Benge) habe sich ganz entschieden gegen müssen, der Regierung Vollmachten zu geben, lieber. Sie werden ganz gern mit wenigem zufrieden sein, wenn eine Pferdebahn erklärt und auch die Gefährlichkeit, die eine bei solchen außergewöhnlichen Ungludsfällen sie bei der Verwaltung der Werke irgendwie mit betheiligt Dampfbahn im Gefolge haben könnte, bestritten. Der Privatschneller zu helfen. Tie Brotteroder haben es werden, wie dies in England der Fall ist, wenn sie einsehen und kläger habe daraufhin den Vorschlag zur Anlegung entschieden abgelehnt, sich an einem anderen Orte auf mit beschließen müssen, es kann nicht mehr Lohn geben. Man einer elektrischen Bahn gemacht. Er( Benge) habe zubauen und wir fönnen daher der Regierung nur findet bei den Arbeitern oft eine rührende Bescheidenheit, Ent- sich schließlich damit einverstanden erklärt, ba er das danken für ihr Eingreifen. Gegen Rechtsfagungsfähigkeit und Zufriedenheit, wie bei den wenigften der Dampfstraßenbahn Projekt für gescheitert erachtete. Der giltigkeit der Verordnung besteht kein Be- Besitzenden, die von der Geldgier schon viel zu sehr angetränkelt Privatkläger habe schließlich geäußert: Wenn das Dampfdenken. Dagegen ist die Bestimmung des§ 3 der Verordnung sind." straßenbahn Projekt trohdem troydem beschlossen nicht zweckmäßig; danach sollen diejenigen Besitzer, welche Mehr Nach geschehener Verlesung bemerkt der Angeklagte, Pastor werden sollte, dann werde er sich beschwerdes überweisungen an Terrain erhalten, den Betrag dafür an die Röschte, auf Befragen des Vorsitzenden: Ich habe die Broschüre führend an Se. Majestät den Kaiser wenden Gemeindekasse zahlen. Das würde zur Folge haben, daß viele geschrieben. Gine beleidigende Absicht hat mir fern gelegen. und auch den Einfluß Ihrer Majestät der von den neuen Häusern, sobald sie fertig sind, unter Subhastation Die Schrift sollte lediglich eine Vertheidigungsschrift sein. Daß Kaiserin, der zufünftigen Protettorin des am gerathen. Hiergegen müssen Mittel gefunden werden, dies der Fall und daß die' von mir in der Broschüre enthaltenen Fuße des Halberg belegenen Krankenhauses die am besten in einer Kommission von 14 Mitgliedern berathen Thatsachen, bis auf kleine Einzelheiten, auf Wahrheit beruhen, au erlangen suchen, da das Vorüberfahren der Dampswerden können.( Beifall.) haben die kommissarisch vernommenen Zeugen bestätigt. straßenbahn für die Kranken nachtheilig sein tönnte. Er( Zeuge) Justizminister Schönstedt: Ob die Anforderungen, welche Es werden hierauf die erwähnten Beugenaussagen verlesen. hatte den Eindruck, daß die Bewohner von Brebach die Dampfmit der Vorlage an die Gemeinde Brotterode gestellt werden, Der Sekretär des chriftlichen Bergarbeiter- Verbandes, Fischer straßenbahn wünschten." über die Kräfte dieser Gemeinde hinausgehen, das ist( Gelsenkirchen), hat ausgesagt: Er habe den Versuch gemacht, im Ein weiterer Zenge, Mitglied des St. Johanner Magistrats, eine Frage, die nicht so leicht entschieden werden fann; Saar- Revier evangelische Arbeitervereine zu gründen. Als er Nördlinger, hat in demselben Sinne ausgefagt. selbst von von Personen, Die in diese Verhältnisse genau zurückfam, habe er vermuthet, daß Direktor Kirdorff von dem Der folgende Anklagepunkt ist der Vorwurf der Jmparität 2c. eingeweiht find, sind, wird diese Frage verneint. In der Freiherrn von Stumm einen Brief erhalten, da er in Pfarrer Eibisch hat ausgesagt: Es sei ihm nicht bekannt, daß Presse ist auch die Rechtsbeständigkeit und Nothwendigkeit Kirdorff's Hand einen Brief sah. Er habe vermuthet, daß der der Privatkläger seinen Arbeitern den Beitritt zu den evangelischen der vorliegenden Verordnung bezweifelt worden. Redner Inhalt dieses Briefes sich auf ihn bezöge. Es sei ihm aber nicht Arbeitervereinen verboten habe. Der Privatkläger habe die sucht in längerer Ausführung darzulegen, daß bekannt, daß Stumm den Verfuch gemacht habe, ihn aus seinem größere evangelische Kirche auf eigene Kosten erbaut und sich hier alle Voraussehungen zum Erlaß einer Brot zu bringen, er habe auch dem Privatkläger eine solche Mit- erboten, für die andere evangelische Kirche alle Reparaturkosten Nothverordnung vorlagen. Sämmtliche Minister theilung nicht gemacht. Wohl habe er einmal in einem Privat- zu übernehmen. Der Privatkläger habe die Parität in keiner haben die Verordnung unterzeichnet, nachdem sie sich von deren gespräch geäußert: Stumm wäre wohl fähig, einen ihm miß- Weise verletzt. Nothwendigkeit und Dringlichkeit überzeugt hatten. liebigen Agitator zu denunziren, selbst wenn der betreffende Der Fabrikbefizer Richard Vopelius( Sulzbach) hat beAbg. Dr. Krause( natl.): Nach den Ausführungen des dadurch brotlos würde. Auch habe er dem Angeklagten einmal kundet: Im Saarrevier bestehe ein Verband der Justizministers scheinen weitere Begründungen der Verordnung erzählt, daß auf Stumm's Veranlassung ein im Saarrevier ane Großindustriellen, dessen Mitglied der Privats nicht erforderlich; nur soweit möchte ich nicht gehen, zu sagen, gestellter Lehrer strafversetzt worden sei. tläger fei. Diefer habe den 3 weck, allen sozial: daß in solchen Nothfällen keine Verpflichtung bestehe, den Landtag Der Angeklagte bemerkt hierzu: Der Verbandssekretär demokratischen Bestrebungen entgegenzutreten, einzuberufen. Das wird Sache der gewissenhaften Prüfung Fischer habe ihm bestimmt mitgetheilt: Stumm babe in dem und befchloffen: gleich allen sozialdemo= des Einzelfalles sein. Im vorliegenden Falle scheint die Ver erwähnten Briefe den Versuch gemacht, ihn außer Arbeit zu fratischen Beitungen auch das Lesen der von faffungsmäßigkeit der Verordnung nicht in Zweifel gezogen bringen. Pastor Naumann redigirten„ Hilfe" den Arwerden zu können. Die Kommission wird ja auch diese Frage beitern zu verbieten. noch näher prüfen können. Abg. Busch( t.): In formeller Beziehung haben wir gegen die Verordnung feine Bedenken. Dagegen glauben wir, daß zur Vermeidung von Härten eine Unterstützung aus Staatsmitteln nöthig sein wird. habe weder mit ihm noch mit der Verwaltung des von ihm geDirektor Kirdorff( Gelsenkirchen) hat ausgefagt: Stumm leiteten Werkes jemals wegen Entlaffung eines Arbeiters in irgend welcher Verbindung gestanden. Fischer sei freiwillig außer Arbeit getreten, weil er zum befoldeten Verbandssekretär des christlichen Bergarbeiterverbandes gewählt worden sei. Fischer hat auch eine entsprechende schriftliche Erklärung abgegeben, die ebenfalls zur Verlesung gelangt. wort erhalten, habe er angeno. er angenommen, daß Stumm verreist sei. Aufgabe $ Pfa rer Coerper hat ausgesagt: Er habe mit dem Vorzeugen Vopelius eine Unterredung gehabt. Dieser habe ihm mitgetheilt, daß von dem erwähnten Verband der Großindustriellen im Saarrevier beschlossen worden sei, das Halten der Hilfe", die, ihren Probenummern nach zu urtheilen, sozialdemokra= Abg. Dr. Arendt( ft.): Es muß uns gestattet sein, solche tischen Tendenzen huldige(!), den Arbeitern zu Nothverordnungen, deren Rechtsbeständigkeit wir im vorliegen verbieten und diese im Falle der Zuwider den Falle nicht bestreiten, durch unsere Beschlüsse zu ändern. Auf weiteres Befragen des Vorsitzenden bemerkt der An- handlung oder wenn dieselben eine Wirthschaft Was würde der Aufbau nußen, wenn sofort ein Drittel der geklagte: Er hatte eine Reise nach Elsaß- Lothringen gemacht besuchen, in denen die Hilfe" ausliegt, zu ent neuen Häuser unter Subhaftation täme. Das muß vermieden und von dort aus an den Privatkläger geschrieben: ihm die Be- lassen. Vopelius habe ihm außerdem mitgetheilt, daß der werden, nöthigenfalls durch Staatsmittel. Auf die gespendeten fichtigung seines Werkes u. f. w. zu geftatten. Da er keine Ant- erwähnte Großindustriellen Berband es sich zur Liebesgaben kann man sich nicht berufen, sie sind zu anderen die gemacht habe, Bildung der 3wecken gegeben, namentlich um den sittlichen und gesund- Er sei deshalb nach Neunkirchen gefahren und sei, unter evangelischen Arbeiter Vereine und auch heitlichen Gefahren vorzubeugen. Richten wir das Gesetz so ein, Berufung auf seinen Brief, bemüht gewesen, Zutritt zu dem des evangelischen Rechtsschut= Bureaus daß die Brotteroder nicht etwa sagen können: Das Brand- Werke zu erhalten. Nach anfänglichem abschläglichen Bescheid zu verhindern, zumal legteres geeignet fei, unglück haben wir zwar überwunden, aber an dieser Verordnung habe ihm schließlich ein Jugenieur das Werk und auf sein Verlangen das friedliche Ginvernehmen zwischen den Argehen wir zu grunde. auch die Wohlfahrtseinrichtungen gezeigt. Er babe beitgebern und Arbeitnehmern zu trüben. Auf Justizminister Schönstedt bestreitet wiederholt die Noth- die Arbeiterwohnungen in schlechtem, alten feine( bes Beugen) Frage: weshalb dem katholischen wendigkeit von Staatsunterstützung. Gegen die Gefahr der 3ustande gefunden und von den Arbeitern Rechtsschutz- Bureau und selbst den katholische n Subhastation wird die Gemeinde ihre Mitglieder durch eine erfahren, daß sie nicht viel billiger als in Gewerfvereinen feine Hindernisse in den Weg längere Kreditgewährung selbst schützen können. Eine Amendirung der Stadt wohnen. Alle anderen Behauptungen seien gelegt werden, antwortete opelius:„ Gegen die Ka der Vorlage ist nicht zulässig; Sie fönnen dieselbe nun annehmen ihm von durchaus glaubwürdigen Personen mitgetheilt worden. tholiten ist nichts zu wollen." ." Er( Zeuge) habe oder ablehnen. Welche Folgen eine Ablehnung haben würde, Sangerhausen zurückkam, er die schriftliche Genehmigung des FreiDer Angeklagte giebt auf Befragen zu, daß, als er nach darauf bemerkt: Es komme ihm vor, als fürchten die Großherrn v. Stumm vorgefunden habe. das werden Sie sich selbst sagen können. Abg. Jerusalem( 3): Wenn wir die Vorlage nicht genehmigen, so müsse dieselbe aufgehoben werden; wir könnten sie dann durch ein neues Gesetz ersetzen. Rechtsanwalt Dr. Keil: Der an den Privatkläger gerichtete Brief ist unterschrieben: Kößschte, Pastor in Sangerbaufen", die Antwort ist infolge dessen nach Sangerhausen gefandt worden. induftriellen die Angriffe der Zentrumspartei, bezw. der Zentrumspresse. Was Vopelius hierauf geantwortet, sei ihm nicht mehr erinnerlich. " Pastor Lenze hat ausgesagt: das Neunkirchener Sonntagss Abg. Dr. Arendt: Das Recht der Gemeinde, den einzelnen blatt", das er in Gemeinschaft mit Pastor von Scheven redigirte, Eigenthümern Kredit zu geben, scheint mir mit dem Inhalt der batte anfänglich die Unterstützung des Privatklägers gefunden. Vorlage nicht vereinbar; die entgegenstehende Ansicht des JustizBürgermeister Ludwig( Neunkirchen), dessen Aussage nun- Ende 1889 habe dasselbe aber einmal geschrieben: Nachdem der ministers halte ich nicht für zutreffend. Jedenfalls ist dies Gesetz mehr verlesen wird, hat ausgefagt:" Bei Erbauung des Waffer dritte Stand zur Geltung gelangt ist, wird man nicht umhin für die Gemeinde schädlicher als das Brandunglück. werkes der Gemeinde Neunkirchen hat sich die Firma Gebr. Stumm fönnen, dem vierten Stande dieselben Rechte zu Finanzminister Dr. Miquel: Wenn der Vorredner nach an dem Ankauf und der Ueberleitung der Wasserquellen mit 1/10 zuge stehen. Dies habe den Privatläger ver dieser Ansicht urtheilt, so wird er damit der Gemeinde betheiligt und sich vertraglich verpflichtet, 1/10 der sehr erheblichen anlaßt, das Sonntagsblatt" zu boykottiren Brotterode einen schlechten Dienst leisten, denn dann muß Kosten der Anlage, des Betriebes und der Unterhaltung, sowie und beim Verleger des Blattes anzufragen: ob er es in seiner sie das nöthige Straßenland durch Expropriation erwerben. Der späteren Ergänzung der gemeinschaftlichen Anlage zu tragen. Eigenschaft als Verleger des amtlichen Blattes für vereinbar Eine Staats Unterstüßung wäre eine sehr bedenkliche Dafür hat sie das Recht, für Wasserversorgung ihrer Arbeiter, halte, noch länger Verleger eines Blattes zu bleiben, das KlassenPräcedenz. Wenn wir für die Errichtung breiter Straßen sowie der Gemeinde Neunkirchen 1/10 des geförderten Wasser- ver heßung treibe. Um dem Konflikt aus dem Wege zu gehen, habe und neuer Pläße Staatsunterstützung gewähren, noch ehe über quantums zu entnehmen. Es ist öffentlich konstatirt worden, man schließlich beschlossen: den Druckort des Blattes zu verlegen. die Leistung des Kreises und der Provinz entschieden ist, dann daß die Firma Stumm das Wasser auf grund des Vertrages er Der Vertreter des Privattlägers R.-A. Dr. Keil dürften wir bald aus anderen Gegenden hören: Herr Gott! heblich theurer bezahlt, als alle übrigen Abnehmer. Die bemerkt: Die weitere Verlesung dieser Zeugen= gieb uns doch auch eine Ueberschwemmung!( Heiterkeit.) Belankosten der Gemeinde und folglich auch die der Firma Gebr. aussage, in der Pastor Lenze die bekannte Stumm betrugen nach angestellter Berechnung jahrelang 16 Pf. Unterredung betreffs des Scharfmachen 3" pro Kubikmeter, während die Gemeinde das Wasser zu 10 Pf. Sr. Majestät des Kaisers richtig stelle, fei unpro Rubikmeter abgab. nöthig. Paftor v. S ch even hat sich im wesentlichen dieser Die Vorlage geht an eine besondere 14er Kommission. Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr: Zweite Etatsberathung ( Finanzverwaltung und Juneres). Schluß 4 Uhr. " in " " $ Im weiteren hat Bürgermeister Ludwig bekundet, daß die Bekundung angeschlossen und deponirt: Der Privatkläger Behauptung: der Privatkläger habe sich der Besteuerung ent- fei bemüht gewesen, der Bildung evangelischer Arbeiterziehen wollen, vollständig unwahr sei. Die Firma Gebr. Stumm vereine entgegenzutreten. Als der Privattläger den Skumm konkra Paftor Köhlchke. habe, außer vielen anderen freiwilligen Zuschüssen, namentlich Profeffor Wagner zum Duell forderte, babe ( Schluß.) auch für das Schulwesen ansehnliche Beihilfe geleistet. Die das Sonntagsblatt" eine solche HandlungsDer Andrang des Publikums nach dem Zuhörerraum des Gemeinde Nieder- Neunkirchen sei, was Kirche und Schule an- weise als unchristlich bezeichnet und den Aus= kleinen Schöffengerichts- Saales ist ein ganz außerordentlicher. betrifft, mit der Gemeinde Neunkirchen als Sammtgemeinde spruch eines sozialdemokratischen Abgeord Den Gerichtshof bilden Amtsrichter Langsdorff( Vorsitzender), verbunden. Privatkläger trage über die Hälfte( 1894/95 über neten der Umsturz vorlage Kommission Bankdirektor Schmidt- Sangerhausen und Defonom Struve- Sotter: 58 pGt.) der gewöhnlichen Kultuskosten der evangelischen Pfarre itirt, wonach Duellverbrecher gemeinen hausen( Schöffen). Den Privattläger, Freiherrn v. Stumm, ver-" Sammtgemeinde", und zwar thatsächlich als eine freiwillige Raufbolden gleich zu erachten feien".- Der tritt Rechtsanwalt Dr. Keil( alle). Die Vertheidigung des last. Außerdem habe die Firma Gebr. Stumm die größere von Privattläger habe die Redaktion um Rettifitation Angeklagten führt Rechtsanwalt Friedrich( Sangerhausen). Der den beiden evangelischen Kirchen auf eigene Kosten gebaut und aufgefordert, zumal dadurch der Offiziersstand beleidigt Angeklagte ist groß und schlank. Er ist am 5. April 1862 zu dieselbe der Kirchengemeinde, sowie den umgebenden Platz der sei. Die Redaktion habe schließlich nach dieser Bes Tüben a. d. Mulde geboren und unbestraft. Er ist seit Zivilgemeinde zum Geschent gemacht. Die recht erheblichen ziehung eine Einschränkung gemacht. Die Beweis 1892 evangelischer Geistlicher in Eangerhausen. Nach Unterhaltungskosten trage dauernd die Firma Gebr. Stumm. aufnahme ist demnach beendet. Verlesung des Eröffnungsbeschlusses bemerkt der Vorsitzende, daß seitens des Angeklagten auf grund eines von dem Privatkläger an den Verleger der inkriminirten Broschüre, Reinhold Werther ( Leipzig), gerichteten Schreibens die Widerklage erhoben worden Alsdann wird beschlossen, einen Theil der inkriminirten bezahlen hatten. Broschüre zu verlesen. sei. Baumeister Debusmann hat ausgesagt, daß die Firma Vertreter des Privatklägers, Rechtsanwalt Dr. Keil: Er Stumm das Wasser anfänglich mit 6,7 P., 1894 mit 15 Pf. wolle sich nicht auf das sozialpolitische Gebiet begeben, sondern pro Kubikmeter bezahlt habe, während die Gemeindemitglieder lediglich an den vorliegenden Thatbestand halten. Die Beweis den Kubikmeter infolge der erwähnten Erhöhung mit 20 Pf. zu aufnahme habe die vollständige unwahrheit der in der Broschüre enthaltenen Behauptungen ergeben. Betreffs der Behauptung: Es wird hierauf zu der Straßenbahn- Angelegenheit über der Privattläger babe einen Arbeiter seiner politischen ThätigIn der Broschüre heißt es noch:„ Sie sind, hochgeehrter Herr gegangen. Bürgermeister Fritsch zu Brebach bei Saarbrücken feit wegen brotlos machen wollen, sei der§ 187 des StrafFreiherr, ein Anhänger des patriarchalischen Systems. Ein hat ausgesagt: Die Gemeinde von Brebach habe sich bereits Gesetzbuches anzuwenden. Der Zeuge Fischer habe ausdrücklich patriarchalisches System hat seine guten Seiten, es bat in am 20. Januar 1894 einstimmig gegen die Fortführung der befundet: Er habe eine solche Mittheilung dem Angeklagten der Welt Großes geleistet. In Zeiten tiefster Religiosität Dampfstraßenbahn ausgesprochen, da die Straße zur Anlage nicht gemacht. Es sei daher anzunehmen, der Angeklagte und Pietät mag es das einzig berechtigte gewesen sein. der Geleiſe viel zu schmal, der Verkehr auf derselben aber habe diese Behauptung wider besseres Wissen aufgestellt. Für unsere Zeit ist es durchaus ungeeignet. Unsere Zeit ist einer der stärksten sei, da ferner bei Brebach parallel zu der Ebenso unwahr feien alle anderen Behauptungen. Es sei viel zu kritisch. Seit 100 Jahren zittert der Ruf nach Freiheit geplanten Straßenbahn ein lebhafter Eisenbahnverkehr statt bekundet worden, daß der Privatkläger weder imparitätisch durch die Welt. Das Bürgerthum hat seine Freiheit erkämpft. finde und daher große Gefahren für den Verkehr zu befürchten gehandelt, noch seinen Einfluß geltend gemacht habe, die Steuerlaft 0011 sich Nun will auch der vierte Stand sein Recht, seine Freiheit, seine seien, und endlich, da auch die Fuhrwerksbesizer, namentlich uni abzuwälzen, noch Wasser erhalten, Gleichberechtigung erringen. Mit großartiger Naturgewalt und auch Bauersleute aus fast allen Nachbargemeinden gegen das billiges noch aus persönlichen titanenhafter Kraft macht sich das Ringen geltend. Es ist ein Projekt Einwendungen erhoben hätten. Der Privatkläger sei in Gründen den Bau der Dampfstraßenbahn zu verhindern 2c. Der erhabenes Echauspiel, weit herrlicher als die grandiosesten der Gemeindeversammlung, in der der erwähnte ablehnende Be- Privatkläger hatte als Staatsbürger wohl ein Recht, auf die Naturereignisse, diefem Ringen zuzusehen, und es ist eine er schluß gefaßt worden sei, nicht zugegen gewesen. Gefahren hinzuweisen, die durch die Dampfbahn entstehen um Fönnten, er war unifomehr berechtigt, vor dem Bau ber Bahn, weil er ein Gingesandt aus einer Faßfabrik in der] kleine Bank in der Größe einer gewöhnlichen Fußbank, die ganz mit Rücksicht auf die Insassen des Krankenhauses zu warnen. Nähe von Koblenz Roblenz aufgenommen und redigirt habe, genau nach der Lage der Sohle gemacht ist, er kann sie hoch welches ein Ebenso sei es unwahr, daß auf dem Werk des Privatklägers ein durch Denunziant fich getroffen fühlte. und niedrig stellen. Er arbeitet stets in fitzender Stellung, Mangel an Wohlfahrts- Einrichtungen vorhanden sei. Man werde Der Angeklagte legte gegen das Urtheil Revision ein und mit Ausnahme, wenn die Kohle senkrecht steht. Die Brust annehmen müssen, daß der Angeklagte gar nicht in Neunkirchen rügte u. a., das Urtheil sei nicht in geheimer Berathung berathen leidet nicht so viel, weil der Ellenbogen des linken Armes auf gewesen sei, sondern auf grund von Hörensagen die Broschüre ge- und nicht in öffentlicher Sigung publizirt worden. Weiterhin dem linken Knie ruht und somit der Oberarm sowie die Brust Die Ventilation ist eine sehr fchrieben habe. Es könne nicht zweifelhaft sein, daß die Behauptungen bestritt er die Zuständigkeit des Landgerichts Coblenz durch eine nicht viel gebraucht werden. des Angeklagten geeignet seien, den Privatkläger verächtlich zu Erklärung, die er zu Protokoll des Amtsgerichts Bremen gab. gute, überhaupt sind die Gruben hier in Northumberland Die Wagen find sehr klein, machen und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. Aus Schließlich fehle es an einer Sitirung des§ 20 des Preßgesetzes. fowie in Durham nicht sehr tief. diesem Grunde habe sich der Strafrichter mit der Angelegenheit Die Revision wurde vom Reichsgericht verworfen, da die 3 Wagen auf eine Tonne. Auf jeder Zeche sind kleine Ponys zu beschäftigen. Er wolle das Strafmaß dem Gerichtshof an- Beschwerden theils Protokollirungen seien, theils, wie die Be- von nicht 3 Fuß Höhe, welche von allen Orten die Kohlen beimstellen. Er ersuche aber bei der Strafzumessung in betracht streitung der Zuständigkeit des Gerichtshofes, in der Haupt- wegschleppen miiffen. Der Rohlenhauer hat nur Kohlen zu liefern. zu ziehen, daß derartige Angriffe gegen die befizenden Klassen in verhandlung nicht wiederholt worden seien. Das Verbauen und Schienenlegen besorgen wieder der Neuzeit sich häufen, und daß diese Angriffe von einem Eine Irrenhans- Affäre bildete die Grundlage einer An- andere, welche im Schichtlohn arbeiten. Die alten Leute haben Geistlichen ausgegangen seien, dessen Aufgabe es sei, Frieden zu verdienen tönnen wie die jungen Kohlenhauer. Es fieht ges stiften, anstatt Unfrieden zu fäen. Er beantrage endlich, neben lage, die, wie der Franks. Stg." gemeldet wird, am 21. Januar einen Platz für sich; es ist so eingerichtet, daß fie ebenso viel die Straffammer des Landgerichts Koblenz in 12 stündiger der Hauptstrafe auf Publikationsbefugniß für den Privat- Verhandlung beschäftigte. Angeklagt ist der Kaufmann Wilhelm spensterhaft aus, wenn man zu den alten Leuten auf die Arbeitsstelle kommt und Männer von 60 bis weit über 70 Jahre alt mit telle fommt und Männer von 60 bis weit über 70 Jahre alt mit tläger und auf Unbrauchbarmachung der inkriminirten Broschüre Meyer aus St. Goar, dessen Bater auf Veranlassung der königl. Schneeweißen Bärten arbeiten sieht. Die Bergleute tragen kurze Bertheidiger Rechtsanwalt Friedrich: Er habe mit Regierung zu Koblenz und infolge des Gutachtens des Kreis: Hofen, die noch nicht den halben Oberschenkel bedecken, fle find alle ziemlich groß. Für einen Deutschen macht es Widerstreben die Vertheidigung des Angeklagten übernommen, physikus Dr. Borges in Boppard und des Kreisphysikus Hofen, die noch nicht den halben Oberschenkel bedecken, fie Dr. Schulz in Koblenz im Jahre 1888 in der Provinzialwenn der Beamte zu den da er nicht auf dem politischen Standpunkte desselben stehe. rrenanstalt Andernach untergebracht und nach seiner Ent- einen sonderbaren Eindruck Arbeitern kommt. Allein, nachdem er die Ueberzeugung gewonnen, daß die Seine erste Frage ist gewöhnlich: Wie laffung entmündigt worden war. Wilhelm M. hat eine in der Broschüre enthaltenen Behauptungen geht's? Hast Du Tabak, oder eine Prise, oder wie geht's auf Wahrheit beruhen, habe er sich zur Uebernahme Broschüre herausgegeben unter dem Titel:" 8 Monate wegen Deiner Familie? Kannst Du auf dieser Stelle etwas verder Bertheidigung bereit erklärt. Wenn auch Fischer erklärt: er widerrechtlich entmündigt." Alexander Meyer, der Vater des Fluchen hört man felten. Wenn der eine nicht vorwärts kann, angeblicher Geistesgestörtheit eingesperrt und 6/2 Jahre dienen? Alles geht kameradschaftlich zu. Grobe Worte und habe bem Angeklagten nicht mitgetheilt, daß ihn der Privatkläger Angeklagten, hatte sich in einer Reihe von Beschwerdeschriften so holt er sich einen zweiten Mann. Man kann hier gut sehen, habe brotlos machen wollen, so habe Fischer jedenfalls eine über den Bürgermeister Hartdegen in St. Goar beschwert. daß der Beamte nur festes Gehalt bezieht und nicht noch nebensolche Bermuthung ausgesprochen. Der Angeklagte habe also in diesem Puntte bona fide gehandelt. Im übrigen feien Infolge dieser Schreiben wurden Strafverfahren wegen Bebei Prämien für Lieferung von so und so viel Kohlen und für alle anderen Behauptungen bewiesen worden. Die Aeuße- m. zu erkennen. = : Ersparen von Holz, denn gerade diese Prämien schädigen manchen rung betreffs der Wohlfahrtseinrichtungen sei feineswegs be-. auf grund der Gutachten der Kreisphysici Borges- Boppard Bergmann. Der Steiger fümmert sich hier nicht darum, ob einer leidigend; der Angeklagte sagt blos: die Wohlfahrtseinrichtungen und Dr. Schulz Koblenz für unzurechnungsfähig erklärt war. faul oder fleißig ist, ob er 10 oder nur 2 Schilling verdient. Abauf dem Werke Stumm können sich mit denen von Krupp nicht Meyer nicht wegen Gemeingefährlichkeit in einer Frrenanstalt gezogen und zugefeßt wird nicht. Je fleißiger einer ist, desto messen. Daß dies der Fall, werde wohl allgemein zugegeben werden. Es sei noch zu berücksichtigen, daß der gegenwärtige Alle 14 Tage ist Lohnzahlung und zwar auf den Freitag werden. Es sei noch zu berücksichtigen, daß der gegenwärtige unterzubringen sei. Die Ueberweisung fand darauf auch auf mehr Achtung genießt er bei seinen Kameraden. Besitzer höchstens 1/3 der Wohlfahrtseinrichtungen geschaffen grund der Gutachten der vorgenannten beiden Aerzte statt. nachmittags 4 ühr, an dem darauf folgenden Sonnabend wird habe. 1/3 rühren von seinem Vater, 1/3 von seinem Groß- Diese Ueberweisung erfolgte auf Anordnung der Regierung nicht gearbeitet. Den nächsten Sonnabend wird bis 1 Uhr Die Direktion der Frrenanstalt mittags gearbeitet. Die Arbeitszeit ist eine fechsstündige ai vater her. Im übrigen seien Kirchen, Fortbildungs. durch den Landrath. Andernach veranlaßte später die Entlaffung Meyers, schulen, Schlaffale u. f. w. teine Wohlfahrts barauf erfolgte die Entmündigung. Wilhelm Meyer, der Tage. Nachts dürfen keine Kohlen gefördert werden, oder sie einrichtungen der Arbeiter. Daß der Privatkläger Sohn, schrieb in der Broschüre u. a., fein Vater sei auf das Häuser, die der Grube angehören, in denen die Berglente freie werden doppelt bezahlt. Auf verschiedenen Gruben sind noch feinen Arbeitern feinerlei Bethätigung an politischen Gutachten eines einzigen Arztes hin in die Frrenanstalt ge- ohnung haben. Jeder verheirathete Bergmann erhält 5 Pence oder wirthschaftlichen Bestrebungen gestatte, habe die Beweis aufnahme vollständig erwiesen. worfen" worden. Weiter schrieb Wilhem M.: Als die Behörden für Miethe und freien Brand, wenn er bis zu 2 Meilen von Er( Werth.) berufe fich eventuell auf das Beugniß des ehemaligen lebendig begraben und zwar auf Veranlassung des Bürgermeisters Wochen und im Winter alle vierzehn Tage 12 Tonne Kohlen sich nicht mehr zu helfen wußten, hätte man seinen Bater ber Grube wohnt, und zwar werden ihm im Sommer alle drei Redakteurs des freisinnigen Neunkirchener TageHarldegen. Wilhelm Meyer ist auch noch des Widerstandes blatt", Johann Weber, jetzt zu Frankfurt a. M. wohnhaft. Dieser werde befunden, daß der Privatträger nicht nur gegen den Vollziehungsbeamten Räffer aus St. Goar, der eine frei ins Haus gebracht. feinen Arbeitern das Lesen der erwähnten Zei- Pfändung vornahm, angeklagt. Wegen dieses Deliktes beantragte der Staatsanwalt drei Wochen Gefängniß, wegen Beleidigung tung bei Strafe der Entlassung verboten, sondern des Bürgermeisters Hartdegen durch die Broschüre 6 Monate ihnen auch untersagt habe, wirthschaften, in Gefängniß. Der Urtheilsspruch wird erst in acht Zagen verdenen das Neunkirchener Tagebl" auslag, zu besuchen. fündigt. Ein Lehrer sei, weil er dieses Verbot nicht beachtet, auf Antrag des Privatklägers ftraf " verfest worden. Eine Wittwe, in deren Wirthschaft das Soziale Meberlicht. D 21 " Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. In der Schmiedewerkstatt des Fuhrherrn Schöneberg in Rixdorf, Schinkestraße 10/11, haben sämmtlich e Schmiede die Arbeit niedergelegt wegen Lohn. differenzen und weil alle Sonntage 4-5 Stunden gearbeitet wird. Die Agitationskommission der Schmiede Berlins. J. A.: Franz Helm, Admiralstr. 34. Neunkirchener Tageblatt" gefunden wurde, wurde ebenfalls fofort auf die schwarze Liste gefeßt, d. h. der Krankenkassenwesen. Der Kranken- und Sterbekaffe EinPrivattläger verbot seinen Arbeitern, fech s tracht zu Höhr( E. H.), der Kranken- Unterstützungskaffe der Monate lang die Wirthschaft der erwähnten Schlosser zu Frankfurt a. M.( E. H.), der Barbier- und FriseurWittwe zu besuchen. Letztere wurde bei dem Privat- gehilfen- Strankenkasse( E. H.) in Altona, der Kranken- und Be= Iläger um Rücknahme diefer Maßregel vorstellig mit der gräbnißtasse der chirurgischen Instrumentenmacher, Bandagisten Ueber die Ausbentung der Frauenarbeit in der KonBetheuerung: sie habe das Blatt nicht abonnirt, sondern und Berufsgenoffen( E. H.) in Berlin, der Brühler Kranken- fektions- Industrie tommt jetzt eine Unzahl traffer Fälle zur es sei ihr ohne ihr Wissen und Willen in ihre Wirthschaft und Sterbefasse( G.$.) in Solingen, der Kranken- und Kenntniß der Deffentlichkeit. So theilten Blousennäherinnen gebracht worden. Der Privattläger erwiderte: Er habe Begräbnißkasse des Kaufmännischen Vereins zu Kaffel( E. H.), in Friedrichsberg bei Berlin folgendes mit: In einem teine Beit, jeden einzelnen Fall zu unter der Viktoria"( E.$.) in Danzig und der Krankenkasse Mertne" Blusengeschäft, das angeblich noch nicht zu den schlech suchen, jedenfalls bleibe es bei der getroffenen( G. H.) in Hannover ist auf grund des§ 75 a des Kranken- testen gehört, bekommt die Meisterin für ein Dußend Berfügung. Es sei mithin bewiesen, daß der Privatversicherungs- Gesetzes die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie Blousen 2 Mart, davon zahlt sie den Arbeiterinnen 1,50 Mart tläger bemüht sei, seine politischen Gegner vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes den Anforderungen und zwar der Näherin 1,20 Mart und der Knopflocharbeiterin wirthschaftlich au ruiniven. Der Wertheidiger des§ 75 jenes Gesetzes genügen. 30 Pf. Lettere hat dafür mit der Hand 60 Knopflöcher zu beleuchtet noch in längerer Ausführung die weiteren Punkte, nähen und ebenso viel Knöpfe anzusetzen, eine Arbeit, die bezüglich deren er den Wahrheitsbeweis für geführt erachtet. ürttemberg im ersten Jahre ihres Bestehens giebt nach- lagen für Garn, Hafen und Defen, die sie zugeben muß eine Ueber die Thätigkeit der städtischen Arbeitsämter in wenigftens 21/2 Stunden beansprucht. Weiter hat sie noch AusDer Vorwurf der Unchriftlichkeit rechtfertige sich jedenfalls durch stehende Tabelle Aufschluß. Die Zahl der den Arbeitsuchenden Ausgabe von mindestens 5 Pf. pro Dutzend. Dazu kommen noch den Standpunkt, den der Privatkläger der Duellfrage gegenüber eingenommen habe. Der Vorwurf der Imparität sei burch den durch die Vermittlung der Arbeitsämter zugewiesenen Stellen die Ausgaben für Licht, Feuerung u. j. w., so daß die beträgt für Knopflocharbeiterin pro Stunde taum Umstand, daß der Privatkläger das evangelische Rechtsschutz10 Pfennige Der herausschlägt. Näherin geht es Bureau verwarf und das katholische gestattete, gerechtfertigt. nicht beffer. Das Fertigstellen von einem Duhend jener Blousen erfordert mindestens 10 Stunden. Die Auslagen an Garn u. s. w. betragen mindestens 10 Pf. Dann kommen hinzu die Kosten für Abnutzung der Nähmaschine, für Licht, Fenerung u. f. w. Infolge der Beschaffenheit des Stoffes, der sich nicht selten sehr schlecht verarbeitet, brechen beim Nähen Maschinennadeln, so daß die Ausgaben der Näherin sich noch erhöhen, furg, fie verdient pro Stunde bei angestrengter Arbeit teine 10 Pf. Die 29- Meisterinn ist auch ebenfalls durchaus nicht auf Rosen gebettet. In diesem Falle hat fie pro Dußend 50 3f. Gewinn. Davon muß sie aber Gummiband zugeben, eine Ausgabe von 15 Pf. pro Duhend ausmacht. Dann hat sie die fertig genähten Sachen zu bügeln und abzuliefern. Das Abliefern ist eine wahre Qual. In einer Woche sind drei Biefertage angefeht, wo von 9-3 Uhr abgefertigt wird. Wer um 9 Uhr erscheint und um 1 Uhr abgefertigt worden, ist froh. Jede einzelne Blouse wird über einer Büfte anprobirt und bemäkelt. Ein Theil davon geht wieder zurück. In dem fraglichen Gefchäft arbeitet sogar die Frau eines penfionirten Majors. Ueber die Konkurrenz der Personen dieses Schlages wird lebhaft geklagt. Hier sind Bustände aus einem Geschäft geschildert, das nach dem Urtheil der Betheiligten noch zu den" Humanen" zu rechnen ist. Eine beleidigende Absicht habe dem Angeklagten jedenfalls fern gelegen. Der Angeklagte habe die Broschüre geschrieben, nicht um die Person des Privatklägers anzugreifen, sondern, um die von letzterem gegen seine Partei geschleuderten Angriffe, in denen dieser der chriftlich- sozialen Partei Königs- und WaterLandstreue abgesprochen habe, zurückzuweisen. Aus diesem Grunde beantrage er prinzipaliter die Freisprechung eventuell eine weitere Beweisaufnahme zu befchließen. Monat Stuttgart min Cannstatt 146 122 88Ravensburg 2823213 Eßlingen NEUONANA Heilbronn März April 35 Mai Juni Juli 547 238 120 65 41 838 353 902 452 1118 229 August 841 264 346 104 September 989 Oftober 1158 263 149 November 648 81 82 Dezember 494 87 ca. 80 50 122 89 57 40 120 67 125 96 48 50 111 60 28 40 30 57 42 30 27 19 CONNECTI|| Göppingen 21 54 ca. 20 31 7511 2457 1018 545 881 296 165 was In der Replit bemerkt Rechtsanwalt Dr. Reil: Der Standpunkt des Privatklägers in der Duellfrage widerspreche teineswegs dem Chriftenthum. Es gebe viele religiöse Christen, die den Standpunkt des Angeklagten betreffs der Duellfrage theilen. Den neu angebotenen Wahrheitsbeweis ersuche er abzulehnen, im Reichstage seien diese Behauptungen längst als uns wahr erwiesen worden. Der Angeklagte Pastor Kötzschke schließt sich im wesentlichen seinem Vertheidiger an und bemerkt: Speisung und Bekleidung armer Schulkinder in der Durch seine Broschüre feien die Verhältnisse auf dem Stumm'schen Schweiz. Nach dem soeben erschienenen Jahrbuch für das Werke bedeutend besser geworden. Nach etwa einstündiger schweizerische Unterrichtswesen werden in zirka 1100 von 3900 Berathung des Gerichtshofes verkündet der Vorsitzende, Schulgemeinden ungefähr 35 000 Schulkinder mit Nahrung oder Amtsrichter Langsdorff, folgendes Urtheil. Der Gerichts- Seleidung oder mit beidem unterstüßt. Obenan steht der Kanton hof hat den Angeklagten der Beleidigung für schuldig er Bern, in welchem 1893/94 in 478 Schulgemeinden 18 195 ach tet und denselben zu einer Geldstrafe von 100 M., event. zu( 1888/84 7941) Rinder mit einem Kostenaufwand von 72 029 Fr. 10 Tagen Gefängniß und zur Tragung der Kosten des Verfahrens( 48 951 Fr.) unterstützt wurden. In dem genannten Jahrbuche Arbeitszeitverkürzung. In der Dampfsiegelei von Geverurtheilt. Außerdem hat der Gerichtshof auf Publikations- wird die Zahl der dürftigen Schüler auf rund 50 000 gefchäßt brüder Sixt in Waiblingen( Württemberg) wurde die befugniß für den Privatkläger im Deutschen Reichsanzeiger" und und dafür eine jährliche Unterstüßungssumme von 1 Million 9/ 2stündige Arbeitszeit bei gleichem Lohn wie bisher, freis auf Unbrauchbarmachung der noch vorhandenen Exemplare der Frauts berechnet. Die Erfahrungen, die bisher mit diesen Unter- willig feitens der Firma eingeführt. infriminirten Broschüre, sowie der zu ihrer Herstellung gedienten tügungen gemacht wurden, sind nach den Erhebungen des eidFormen und Platten erkannt. Der Gerichtshof hat bei genössischen statistischen Bureaus die besten. Der Zweck, den Ueber die Delegirtenversammlung der Arbeiter. der Urtheilsfindung weniger in betracht gezogen, man erreichen will: nämlich einen regelmäßigen Schulbesuch unionen von Bern, Biel, Basel, St. Gallen, bie Absicht der Beleidigung vorgelegen habe. Die fähig zu machen, dem Unterricht zu folgen und die Belehrung handelte, können wir unsere neulichen Mittheilungen heute durch ob ber Wahrheitsbeweis geführt worden sei, als daß herbeizuführen, die Kinder, indem man sie vor Hunger schützt, uzern, Winterthur und ürich, die am Sonntag wegen der schweizerischen Brauerbewegung verBehauptung, der Privattläger habe einen Arbeiter seiner po- aufzunehmen, und endlich ihren Gesundheitszustand zu heben, ist handelte, können wir unsere neulichen Mittheilungen heute durch litischen Thätigkeit wegen brotlos machen wollen, ist nicht er- erreicht worden. Im Jahrbuch wird in Rücksicht hierauf der folgenden Bericht ergänzen: Beschlossen wurde, mit dem Vorwiesen. Wenn diese Behauptung wahr wäre, dann hätte eine Wunsch ausgesprochen, daß das„ Pestalozzijabr" 1896 für die stand des schweizerischen Brauerei befizer- Verbandes zu unterBeleidigung nicht vorgelegen, denn es ist nach Ansicht des bedürftigen Schulkinder(= 10 pCt. der gesammten Schuljugend) trag. Zur Grundlage der Verhandlungen soll die vom Züricher handeln und zwar erhielt hierzu das Bundeskomitee den Auf. Gerichtshofes nicht verwerflich, wenn jemand für alle Beiten ein Jahr des Segens sein möge. Brauerfachverein vorgeschlagene revidirte Arbeitsordnung einen Menschen, dessen Wirksamkeit ihm un Neber Arbeits- und Lohnverhältnisse der Kohlen- genommen werden, Die ben heilvoll erscheint, aus seiner Stellung beBehnstundentag für feitigen will. Der Privattläger hat dies aber nicht gethan. Bergarbeiter in England. Wir haben vor einiger Zeit an Brauereien, Lohnerhöhung, Arbeitsnachweis, ferner für VerDer Gerichtshof hat auch betr. aller anderen inkriminirten Behaup- dieser Stelle Mittheilungen eines deutschen wegen Maßregelung legungen der Arbeitsordnung Bußen von 50 bis 500 Fr. enthält; tungen den Beweis der Wahrheit nicht für geführt nach England ausgewanderten Bergmannes über die Verhältnisse diese Arbeitsordnung soll ausnahmslos für das ganze Personal aller Brauereien gelten. Falls die Unterhandlungen zu keiner erachtet. Der Gerichtshof ist der Meinung: die inkriminirten in feiner neuen Heimath nach der„ S.-C." wiedergegeben. Behauptungen sind geeignet, den Privattläger liegen nunmehr von ihm eingehendere Angaben vor, aus denen Verständigung führen, soll in planmäßiger Weise mit der Verhängung des Boytotts vorgegangen werden. In der Delegirten zu verhöhnen und ihn der öffentlichen Miß wir folgendes wiedergeben: achtung preiszugeben. Die Widertiage hat Der Durchschnittslohn für Kohlen- oder Gesteinshaner ist Versammlung wurde mitgetheilt, daß der Präsident des Brauereiber Gerichtshof zurückgewiesen, da er in dem 5/2 Echilling bei 6stündiger Arbeitszeit, selbstredend Afford befizer- Verbandes, Hürlimann in Zürich, mit dem ArbeitsBriefe des Privattlägers an ben Berleger der Broschfire eine Be- arbeit. Gine Maßregelung einzelner unliebjamer Personen nachweis des Fachvereins fehr zufrieden sei. Von dem Direktor Schreiben leidigung des Angeklagten nicht finden kann. Es ist deshalb, durch das Geben von schlechterer Arbeit kann hier gar nicht einer großen Genfer Brauerei lag ein vorkommen, weil alle 3 Monate die Plätze durch das Loos ge- worin erflärt wird daß man mit den Arbeitern im wie verkündet, erkannt worden. wechselt werden, und zwar geschieht das folgendermaßen: Gine besten Einverständnisse bleiben und keinen Konflikt haben Woche vor dem ersten Tage eines jeden Vierteljahres und wolle. Die betreffende Brauerei war einmal zwei Tage lang zwar auf den Freitag Nachmittag fommen 3 Mann von der boykottirt und da bat der Direktor einen heiligen Respekt vor Union( Gewerkverein der Bergleute) und 3 Beamte der Grube Das Neichsgericht verwarf am 28. Januar die Revision, in einem von der Union gemietheten Lokale zusammen. 2. Schulwelche der Nürnberger Schuhmacher Andreas Fischer gegen seine finder ziehen die Nummern und Namen, was von diesen sechs aus Anlaß eines Streits am 15. November v. J. erfolgte VerMännern beaufsichtigt und angeschrieben wird. Am darauf urtheilung wegen Nöthigung und Körperverlegung eingelegt hatte. folgenden Sonnabend bringt jeder seine Arbeitssachen auf die Der ambulante Gerichtsstand. Der Redakteur der in neue Stelle und geht dann wieder nach Hause. Der Afford Bremen erscheinenden Deutschen Böttcherzeitung", Karl Friedrich lohn ist ein fester und richtet sich genau nach dem Steigen Holtmann, war vom Landgericht Koblenz wegen Beleidigung am und Fallen der Kohlenpreise. Dem englischen Bergmann ist 17. Ottober v. J. zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden, jede Bequemlichkeit gestattet. Jeder Kohlenhauer hat eine Gerichts- Beitung. Es alle vor, dem Boykott bekommen. Der Brauereibefizer- Berband hat be= fchloffen, die Wirthe einer boykottirten Brauerei einer anderen Verbandsbrauerei zuzuweisen, die von jedem Hektoliter Bier, der an die betreffenden Wirthe verkauft wird, 4 Frks. dem boykot. tirten Brauereibefiger als Entschädigung abzuliefern hat. Sur Beruhigung haben die Herren auch den Wirthen die Versicherung gegeben, sie im Falle eines Boykotts schadlos zu halten. We merkenswerth ist, daß mehrere große Brauereien dem Ring nicht angehören. " = Dersammlungen. " " Die Berliner Kranken- Unterstütungs- und Begräbnißverein für Frauen und Mädchen. Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 4 Uhr, bet Boltz( Feuerstein) Alte Jakobftr. 75. Generalversammlung. Bahtretches Erscheinen der Mitglieder unbedingt nothwendig. mit Damen. Bortrag. Tischler- Verein. Heute Abends 9 Uhr, Melchiorftr. 15: Versammlung Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. froß gweler Glühöfen ohne Bentilation. Die Size und In Weißensee tagte am Donnerstag eine gut besuchte der Dunft sei infolge dessen unerträglich und dennoch wäre es Volksversammlung, die zu den im März stattfindenden Stadtv. Im Fachverein der Musikinstrumentenarbeiter sprach untersagt, während der Arbeit Getränke oder sonstige Gr- Gemeinderaths Wahlen Stellungnahm. am 18. Januar Hoffmann über Glaube und Vernunft. Nach frischungen holen zu laffen. Auch die Zustände bei der Firma Borgmann referirte über die Aufgaben der Gemeindevertretung, der Diskussion verlas und erläuterte Drabnick den Jahres- Hartung wurden einer abfälligen Kritik unterzogen, wobei wobei er u. a. das Verhältniß der Stadtgemeinde Berlin zu den bericht von 1895. Hieran schloß sich eine längere Besprechung man vor allem Rechenschaft über die angesammelten Strafgelder umliegenden Ortschaften einer kritischen Schilderung unterzog Auf über die Streits im vergangenen Jahre. Ein Kollege, der in wünschte. In der Debatte wurden besonders die Eisengießer und zu lebhafter Betheiligung an der Wahl aufforderte. Köhler's Mechanit Fabrit arbeitet, bestätigte, daß dort Ueber- aufgefordert, sich mehr der Metallarbeiterbewegung anzuschließen. Antrag Badewald's wurde der bisherige Vertreter Genosse Stunden gemacht werden und andere Uebelstände herrschen. Die Kollegen Klix und Stöhr ergänzten die Angaben über Münzberg veranlaßt, einen Bericht über seine Thätigkeit zu 23ilms richtete an die Kollegen in jener Fabrik die Mahnung, die Mißstände noch durch einige weitere Puntte. Schließlich geben. Dieser Bericht gab au einer lebhaften Diskussion Ver Reinhardt. einmüthig und geschlossen zusammen zu halten, um bei einer wurde eine Resolution angenommen, worin zum Beitritt in die anlassung, in der von Franz, May. und Bemte etwaigen Lohnbewegung fampfbereit zu sein. Es wurden noch Organisation aufgefordert wird, und darauf die Bersammlung Badewald das Verhalten und die Namen von sieben neu aufgenommenen Mitgliedern bekannt in vorgerückter Stunde geschlossen. Thätigkeit Münzberg's lebhaft getadelt und aus diesem Grunde gegeben. sowie wegen der vielfach gemachten Erfahrungen Wahlenthaltung Die Uhrmacher hatten am 23. d. M. wieder eine öffent- empfohlen wurde. Hierdurch fühlte sich ein bürgerlicher Vertreter, Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Der liche Bersammlung. Näther sprach dort über das Thema: Herr Büttner, veranlaßt, sich den Arbeitern" als Vermittler Ausschuß des Bundes hielt am 19. Januar eine Sigung ab. Die Vorschläge der Regierung zur Rettung des Handwerks und ihrer Wünsche in der Gemeindevertretung zu empfehlen, was Die dreißig zur Aufnahme gemeldeten Vereine wurden in üblicher sind dieselben geeignet, eine Hebung der Lage der Uhrmacher Karow, Pasewalt, Gerstenberger und BorgWeise aufgenommen. Der Ausschluß von sieben Vereinen erfolgte herbeizuführen"? Redner verneinte dies und machte den Anmann bewog, energisch für Wahlbetheiligung einzutreten, um auf grund von§4 des Bundesstatuts( Nichtvertretung in der wesenden klar, daß im heutigen kapitalistischen Staate eine die Bemühungen der bürgerlichen Vertreter zu vereiteln. Hierauf Ausschußsizung); die Namen dieser Vereine sind: Hilaria", gründliche Befferung überhaupt unmöglich, sondern nur von der beschloß die Versammlung mit allen gegen fünf Stimmen Sangesfreund",„ Geduld"," Freundestreue"," Feldblume", Einführung der sozialistischen Produktionsweise zu erwarten sei. Wahl betheiligung und wählte ein Wahlkomitee, bestehend " Edelweiß 3" und„ Alpenrose"." Letzterer Verein hat Berufung Mäther legte dann als Vertrauensmann Rechnung. Diese ergab aus den Genossen Kopf. Beudert, Hauschild, Hackeangemeldet. Die Abrechnung vom Sängerfest in Weißenfee am an Einnahme 651,45 M., an Ausgabe 521,35 M., an ver- busch, Posselt, Franz und Karow. Die Wähler. 21. Juli 1895 wurde vom Kassirer verlesen und die Richtigkeit bleibendem Bestand 130,10 M. Mäther wurde entlastet und zum listen liegen nur noch bis zum 30. Januar im Amt vom Vorstand bestätigt; danach steht einer Einnahme von Vertrauensmann wiedergewählt, nachdem die Frage der Agitation 4350,95 M. eine Ausgabe von 2333,65 M. gegenüber, es also unter den Gehilfen der Klein- Uhrmacherei erörtert worden war. zur Einsicht aus. ein Ueberschuß von 2017,30 M. zu verzeichnen. Das Stiftungs- Zum Schluß wählte die Versammlung Scholz zum Vertreter in fest des Bundes in der Brauerei Friedrichshain am 14. Dezember der Gewerkschaftskommission. 1895 schloß mit einem Defizit von 131,60 m. ab. Vom Vorstand In einer öffentlichen Versammlung der Formftecher, wurde Bericht erstattet über die Abweisung der Klage beim Ober: Tapetendrucker, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen sprach am Verwaltungsgericht. Es stehe nunmehr der Arbeiter- Sängerbund 28. Januar Schöpte über die Vortheile der Verkürzung der Berlins und Umgegend unter§ 2 des preußischen Vereinsgesetzes; Arbeitszeit und über die in jenem Berufe vorhandenen Mißstände, jämmtliche Unternehmungen seien bei der Behörde anzumelden. Die der Abhilfe dringend bebürfen. In der Diskussion wurden Da der Bund nur aus Vereinen bestehe und keinen Einzel- besonders die Arbeitsverhältnisse der Firmen Piepmann, mitgliedern, so seien diese seitens des Vorstandes bei der Behörde Streligerstr. 60, und Porth u. Ko., besprochen und dort die ebenfalls zu melden. Bedauerlich wäre es, wie konstatirt werden Reduzirung der Arbeitszeit für die Formstecher als zunächst müsse, daß einigen Vereinen schon der Schreck in die Glieder nothwendig erachtet. Troydem die Saison ihrem Ende zuneige, gefahren ist, indem sie sich vom Bunde abgemeldet haben. Es sei die Konjunktur günstig zu nennen, und da die Kollegen unter wurde hierauf festgestellt, daß bereits nahe an 100 Vereine be- fich einig, so wäre zu erwarten, daß die Forderung: hördlich angemeldet sind. Betreffs der ferneren Stellungnahme Herabsetzung der Arbeitszeit bei der Firma Siepmann von 101/2 des Bundes wurde auf die in nächster Zeit bevorstehende auf 10 Stunden durchgedrückt werden kann. Nachdem sich die Generalversammlung verwiesen. Da durch das Ausscheiden Versammlung mit einem Vorgehen einverstanden erklärt hatte, zweier Revisoren aus ihrem Verein eine Ersagwahl nothwendig wurde eine Kommission von 2 Personen gewählt, die in Verwar, wurden die Vertreter der Vereine Liedesecho" und der bindung mit dem Vertrauensmann den Fabrikanten diese Forde „ Kürschner" zu Revisoren gewählt.- Ein Verein erhielt eine rung zu unterbreiten hat. Mit der Firma Porth u. Ko. soll sich Rüge, weil er zu Festen, insbesondere bei Arbeiterfesten( Arnoch eine spätere Versammlung beschäftigen. Um die Agitation beiter Bildungsschule) Bundeslieder unberücksichtigt intensiver zu betreiben, wurde auf Antrag Schöpfe Rollege Taffe. Luhnau zum Branchen- Vertrauensmann gewählt. Weiter beIn einer Branchenversammlung aller in der Elektro- auftragte man eine dreigliedrige Kommiffion, Untersuchungen technik beschäftigten Monteure und Hilfsmonteure kritisirte darüber anzustellen, in welcher Weise der vorjährige Maifonds am Sonntag Kollege Wiese verschiedene Firmen wegen ihrer verwendet worden ist. Zum Schluß ersuchte Schöpfe die AnSchleuderkonkurrenz. Hierauf hielt Litfin einen beifällig auf wesenden, mehr als bisher auf die Arbeiterinnen einzuwirken, genommenen Vortrag fiber das Thema Unsere Reichthumer", um auch sie zur Organisation heranzuziehen. worin er die Verarmung der arbeitenden Klassen als natürliche Folge der kapitalistischen Wirthschaftsordnung schilderte und die Arbeiter energisch aufforderte, sich zusammenzuschließen, um gegen die Ausbeutung Front zu machen. Beim Punkte Verschiedenes" Tamen noch mehrfache Mißstände zur Sprache. # " mon= Nr. 29, Samburg). Filiale Berlin 8. Sonntag, 26. Genuar, vormittags 10 Uhr, Badjir. 12 bet Cranz. Kaffenbericht. Berwaltu bericht. Innere Angelegenheiten. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 26. Januar cr., abends 6 Uhr, im Botal von Soffmann, Alexanderstraße 27e Bersammlung og beg Herrn Waldeck Manaffe über: ,, Das Recht des Tabels." Nachbem: Geselliges Beisammenfein und Tanz Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Sonnabend, Südost- Schule, Nordschule, Müllerstr. 179a: Rede Waldemarsir. 14: Nationalökonomie. übung. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benugung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ab. richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends Neumann, Pafewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinetalender find su 9-11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Grüne Eiche, Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bet Lastomosty. Syranta, Bandsberger allee 156 bei Goebel. Rirdorf, Hermannfiraße 197 bei Babenschneider. Sanges cho, Naunynftr. 86 bei gubeil. Männer- Gefangverein - Glüczu, Pasewalterstr. 3 bei Neumann. Bieberfranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Boltsgarten, Bergfir. 6. Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Bavel, Hauptstraße, Wintel's Salon. Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bei Dtto Schulze. Hand in Hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 Männer- Gesangverein Immergrün, Tegel, Spans bei Emil Heinecke. Frete Sänger, Schmargendorf, Wirthsdauerstr. 15 bet C. Rentner. haus Friedrich.. Gesangverein Frisch avf II, Schönwalde in der Mart. Weiße Rose II, Neu- Weißenfee, Straßburger- und Elsaßstraßen- Ecke, " Bum neuen Gifelthurm". Treue, Mariannen Ufer 2a, Restaurant urbof." Männer Gesangverein Eintracht 3, Teltow, BehlenDorferstraße 6 bet Dery. ,, Märkisch Kraut", Eisenbahnstr. 7 Rauchklub Theaterverein aue Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend find zu richten an: B. Gent, Dresdenerstraße 107/108. Sonnabend: Theaterverein„ Bavaria", Ackerstraße 17 bet Manfras. " Belgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf. Bereinskalender find zu richten an R. Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Boite II, Weinstraße 22 bei Steuer. bet Bauer. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Sounabend unverzagt", Rebuferstraße 13 bei Bogel. Blaue Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Sonnabend. Turnverein Friedensir. 37, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. 3. Männer 2. LehrAbthl. Boechstr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. ich te( Mitgl. b. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer Abtheilung Frete Turner & tiler, Gigung abends 9 Uhr bei Linte, Buttbuserfir. 24. Gigung: Fidelitas. 1 Privat Theater Gesellschaft bei G. Leichnis, Königsbergerstraße 28. Nach der Theaterverein Bavaria, Ackerstr. 17 bei Manfras. Privattheater: Gesellschaft Toni, abends 9% Uhr bet Zuleger, Swinemünderstraße 144. Theaterverein Lustige Brüder II, Sigung abends 9 Uhr, bei Reichelt, Hafenhaide Nr. 46/47. Theatergesellschaft Immer Theaters euftig, abends é uhr, Gigung bei Ruhl, Thorinerſtr. 63. verein Bohemia, abends 9 Uhr, Restaurant G. Wizel, Aderfir. 145. Privat- Theater- Gesellschaft& 111y, abends 9 Uhr Sigung, Schönh. Allee 185.In Pankow tagte am Sonntag eine Volksversammlung, feit Auflösung der Frauen- Agitations- Kommission die erste, die von einer Frau einberufen worden. Der sehr zahlreiche Besuch besonders der Frauen bewies, daß trok aller gegnerischen Maß nahmen der Sozialismus in immer weitere Kreise der proletarischen Mädchen und Frauen eindringt. Das Referat hatte Frl. Ba a der. Die Markthallen Standinhaber und Geschäftsleute Sie schilderte in ihrem sehr interessanten Vortrage über„ Das Recht Berlins waren für den 22. d. Mis. zu einer öffentlichen Ver der Frau im heutigen Klassenstaat" den schreienden Mißstand, daß fammlung entboten und dem an sie ergangenen Rufe ziemlich das weibliche Geschlecht in politischer Beziehung völlig rechtloš zahlreich gefolgt. Die Versammlung wurde im Lokale von Bolt, ist, obwohl fein einziger stichhaltiger Grund dafür angegeben Alte Jakobstr. 75, abgehalten. In derfelben referirte der frei- werden fann, warum, bei sonst fast gleicher Vertheilung der finnige Herr Ad. Färber über die Frage: Wie stellen sich die Pflichten und Laften, der Frau nicht auch die gleichen Rechte lings- Abth. Stalizerstr. 65-56, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. zur Gewerbe Ordnungs- Novelle im Reichstage?" Der Referent eingeräumt werden wie dem Mann. An der Diskussion be- Bereinigung ber Turnfreunde turnt Mittwochs und Sonnabends von 8-10% Uhr abends Turnhalle Demmtinerstr. 56-57Frau Ludwig, Frau Mesch, sowie fchaft Rixdorf- Briz, E. Wiersing's Reft., Knesebecftr. 118. Gemischter theiligten sich bekannte sich selber zu einer sehr monarchischen" Gesinnung, Krause, Kaulich, Freiwaldt und Hirschmeier, Chor Gleichheit, abbs. 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. um sich nicht der Gefahr auszusetzen, infolge seiner Kritik bie alle darin einig waren, daß die bestehenden Ver- Bühnenverband Normania, jeden letzten Sonnabend im Monat Sigung der Gewerbe Ordnungs Novelle, über welch lettere er sich hältnisse unhaltbar sind und daß es Pflicht der Männer in mehr als für die Markthallen Interessenten wünschenswerther ist, ihre Frauen, soweit sie noch nicht mit in unseren Breite ausließ, für einen gefährlichen Burschen" gehalten zu Reihen stehen, zu tüchtigen Anhängerinnen des Sozialismus werben. Die Kritik ließ inbeffen einen derartigen Verdacht heranzubilden. In einer Refolution, die einstimmig angenommen durchaus nicht zu, hielt sich vielmehr innerhalb der archischen Gesinnung", dessenungeachtet vertrat der Redner wurde, erklärte sich die Versammlung mit Fräul. Baader's nach besten Kräften die Interessen der Haufirer gegenüber dem Ausführungen einverstanden und sprach die bestimmte Erreaktionären Geiste, der den Regierungsentwurf der Gewerbe- wartung aus, daß im Rechtsstaat" Preußen das Vereinsgefeß dahin abgeändert werde, daß auch den Frauen das Wahl- und ordnungs Novelle durchweht. Dem Straßenhandel war der Vereinsrecht eingeräumt wird. Referent trotz der Klagen der Markthallen- Standinhaber feineswegs abhold, war aber doch der Meinung, daß derselbe in un- Der Arbeiterbildungsverein für Mariendorfund Umgegend mittelbarer Nähe der Markthallen und vor den Geschäften nicht hielt am 19. d. M. eine sehr start besuchte Generalversammlung ausgeübt werden solle. Er versprach sich eine Besserung der ab, wo Stadtverordneter Brun 3 seinen Vortrags- Zyklus über Verhältnisse durch Herabsehung der Plazmiethen in den Markt- die, Muhamedanisch- arabische Kulturperiode" begann. Gr erntete hallen. Die Diskussion gestaltete fich recht bunt. Standinhaber lebhaften Beifall. Der Vortrag wird am 16. Februar fortgesetzt und Straßenhändler vertraten gegenseitig mit Eifer ihren Stand- werden. Nach dem dann vom Vorstand gegebenen Bericht beträgt punkt, was zu vielfachen lärmenden Szenen führte. Die Stand- der Kassenbestand des Vereins 18,49 M. und die Zahl der Mitinhaber wollten im allgemeinen nur den in unmittelbarer Nähe glieder 46. Die Vereinsbibliothek ist an den Genossen Schulz der Markthallen bemerkbaren Straßenhandel bekämpft wissen und verkauft worden; dieser stellt die Bücher den Mitgliedern in waren der Meinung, daß durch Herabsehung der Markthallen ausgedehntestem Maße auch ferner zur Verfügung. In Beziehung Standmiethen der Straßenhandel von selber fich ausreichend ver- auf die in diesem Jahre vorzunehmende Gemeinderaths mindern werde. Zur Bekämpfung der Mißstände in den Markt Erfahwahl wurden die Genossen ermahnt, nicht die Prüfung hallen selbst wurde eine Organisation der Standinhaber in den der Wählerliste zu versäumen, die bis zum 30. Januar einzelnen Markthallen empfohlen. Diese Anregung war mit der ausgelegt ist. Hauptzweck der Versammlung. In einer Refolution sprach die In Steglitz wurde am 20. Januar eine KommunalVersammlung die Hoffnung aus, daß der Reichstag die Gewerbe- wähler- Bersammlung abgehalten, wo Theodor Ordnungs- Novelle, wenigstens soweit fie die Erschwerung des Meiner unter lebhaftem Beifall über die Bedeutung der Haufirhandels betrifft, ablehnen werde. Im weiteren sprach sich Gemeindewahlen sprach. Nachdem von verschiedenen Rednern Die Versammlung für eine Beseitigung des Straßenhandels in die Zustände in der örtlichen Verwaltung einer Kritik unter der Nähe der Markthallen und für eine baldmöglichste Herab- zogen worden waren, wurde in einer einstimmig angenommenen segung des Standgeldes aus. Resolution beschlossen, an den bevorstehenden Gemeindewahlen Als Kandidaten wurden auf= mit aller Kraft theilzunehmen. Bergnügungsflub Oftenb, Sigung abends 9 Uhr im Restaurant Rudolf, Krautstraße 6. Geselliger Arbeiter- Berein Proletaria, Sonnabend nach Deni 1. und 15. jeden Monats, abends 9 Uhr bet Sommer, Grünftr. 21. Rauchklub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei F. Krüger, Fennstraße 5. Stats Stattlub Blaue Blufe, bei Wuttte, Graudenzeritraße 2. flub Revolution, Gigung abends 9 Uhr bet Sauptmann, Wienerftraße 1-6.- Stattlub Brüderlichkeit, abends von 9 Uhr an Sigung bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19.- Stattiub 50. Jeden Sonnabend 8½ 1hr bei fein, Wienerstraße 31. Bergnügungsverein Alpen= veilchen, abends 10 Uhr Sigung bei Ruppin, Blumenstr. 49. Bergnügungsverein Bruderfette, Sigung abenbé uhr, bet parts, Gleditschstraße 23. Gäste willkommen. Schachtlub Springer, abendé 9 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57.- Geselliger Verein Sorgenfrei, Tambourverein Moabit, Sigung bei Kreisel, Staltzerfiraße Nr. 54 b. lebungsstunden Mittwoch und Sonnabend von 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, Berlebergerfir. 9.-Berein ehemaliger Schüler der 7. Realchule, präzise 9 Uhr im Restaurant Nepomut, Neue Roßstr. 22: Gigung. Touristentlub ,, Ruf". Jeden ( iffenschaftlicher Vortrag. Literarisches.) Sonnabend s ühr Neue Friedrichstr. 92, Restauration Grob. Dansk Forening Freja, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus), Danske Aviser Módeaften hver Lòrdag Kl. 9. Besógende ere velkomne. findes i Lokalet. German American Club Uncle Sam, 9 o'clock, Wallstr. 57. Guests are welcome. Mute St. Deutscher Sozialdemokratischer gefektub in Paris. fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. Sonore 314, Gafe du Lion de Velfort. Jeden Sonnabend öffentliche VerLondon. Der einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, der alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Zottenham Street, Zottenham Court Rd., W. London. Eingelaufene Druckschriften. Die Wagen- Sattler waren am 22. Januar mittels Handzetteln zu einer Versammlung berufen, um angesichts der günstigen gestellt: für den 1. Bezirk Genosse Gastwirth Schell ha ase, on der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( StuttGeschäftslage über etwaige Schritte zur Verbesserung ihrer Lage für den 2. Bezirk Genosse Tischler Mohr. Das Wahlkomitee zu berathen. Da die Versammlung aber nur schwach besucht besteht aus Fritsche, Guderow, Diering, Ost und war, wurde die Agitationskommission beauftragt, die Angelegen- erm. Rentsch. Diejenigen Genoffen, denen es nicht möglich heit der Wagen Sattler im Auge zu behalten. Der Vorsitzende ist, die jetzt ausliegenden Wählerlisten einzusehen, mögen ihre als Berschönerin des Heims". Namen in die Listen einzeichnen, die 1. bei Liete, 2. bei Boersch machte dann Mittheilung von der Beendigung des Streits bei Scholz Nachfolger in Schöne Borsdorf, 3. bei Schellhaase, 4. bei Hanusch ausberg, die dadurch erfolgt ist, daß sämmtliche Ausständige gelegt sind. Die Versammlung schloß mit einem warmen Appell anderweit Arbeit gefunden haben. Da der Fabrikant die an das Pflichtgefühl aller Steglizer Genossen. Forderungen nicht bewilligt hat, bleibt die Stellung der Sattler Reinickendorf. In der letzten General- Versammlung des zu ihm die bisherige. Der Versammlung war ein Vortrag Arbeiter Bildungsvereins sprach Genosse Paul Adolf Hoffmann's über den Kampf ums Dasein voran- ahn unter Beifall über natürliche Religion. Aus dem vom gegangen. Vorstand gegebenen Bericht ging hervor, daß sich im letzten Jahre In einer zweiten, zahlreich befuchten Metallarbeiter die Mitgliederzahl des Vereins um 50 pet. erhöht hat. Der Versammlung, die am Mittwoch im Norden Berlins in Kassirer Bauer erhielt für seinen Bericht Decharge und wurde Mörschel's Gesellschaftshaus tagte, wurde die Besprechung des einstimmig wiedergewählt. Zum ersten Borsitzenden wählte man Thema's fortgesetzt: Wie behandeln die Metall Gramm, zum zweiten Vorsitzenden Geisler, zum Schrift. industriellen ihre Arbeiter? Der Referent Mäther führer Berner. Beschlossen wurde noch, daß die Verfamm brachte nach einer Einleitung, worin er den Metallarbeitern lungen des Vereins versuchsweise ein halbes Jahr im„ Vorwärts" rieth, die gegenwärtige günftige Geschäftslage auszunuzen, um bekannt gemacht werden sollen. sich bei den Kühnemännern wieder die der Arbeiterschaft ge- Im Sozialdemokratischen Arbeiterverein in Köpenick bührende Achtung zu verschaffen, eine Reihe von Uebelständen hielt am 21. Januar Schriftsteller Heinrich Schulz aus zur Sprache, deren Vorhandensein in der Diskussion versichert Berlin einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Pestalozzi wurde. So wurde u. a. die Art der Preisfestsetzung bei der Firma und dessen Bedeutung für die moderne Arbeiterbewegung. Ju Gäbert als die Arbeiter empfindlich schädigend und als überhaupt der Diskussion sprach Richter. Genosse Gosenmärker, unzulässig bezeichnet. Bei der Firma Koch sollen in letzter Zeit in dessen Eigenthum die Vereinsbibliothek übergegangen ist, erDie flärte dann, daß er diese den Parteigenossen auch ferner zur Löhne von 9,95 M. in 51/2 Tagen verdient worden sein. Firma Leonhard u. Komp., die nur patentirte Spezial- Verfügung stelle und es gern sehen würde, wenn von diesem artikel fabrizire und fast ohne Konkurrenz arbeite, soll die Löhne Anerbieten recht fleißig Gebrauch gemacht würde. Seine Wohnung der Fraiser und Gewindeschneider andauernd reduzirt haben. ist Glienickerstraße 36, III. Die Versammlung wählte Paul Die Arbeitszeit gebe dort bis ins Ungemessene. Der Stunden- Beersch, Richard Noack und August Ladewig zu lohu schwanke zwischen 20-30 Pf. Bei der Firma Leonhardt Revisoren. Die Arbeiter und Parteigenossen werden aufgefordert, follen ca. 50 Personen 1 Kloset benutzen müssen und die Versammlungen besser zu besuchen als jetzt und dem Vereine Dieses werde einmal mur wöchentlich gereinigt. Die immer mehr Mitglieder zuzuführen, sowie das Interesse der Schmiede und die darüber liegenden liegenden Räume Räume feien Partei auch im übrigen immer hochzuhalten. gart, J. H. W. Diez' Verlag) ist uns soeben die Nr. 2 des 6. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Ans Wert! Der Sentralausschuß für die Erwerbsthätigkeit der englischen Frauen. 11.- Aus der Bewegung. Die Vortheile der Betriebsweitstätten für die Arbeiterinnen. Die oberschleftfche Grubenarbeiterin Zwei Professoren über Frauenftudium und Frauennatur. Von Dr. Josef Schwarz Budapest. Feuilleton: Der Jäger. Von Olive Schreiner.( Fortiehung.) Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., burch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1896 unter Nr. 2837) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. von der Uenen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Die g' Berlag) ist soeben das 17. Heft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Kleine Briefe. Der Weltmarkt und die Agrarfrisis. Bon Parvus. ( Fortsetzung.) Der vierte Band der Handwerts- Enquete und die Bünftler. Lebensmittel Veränderungen und Verfälschungen. Von Dr. Rudolph Meyer. Eine neue Art der Photographie. Literarische Rundschau. Notizen: Trauungen und Geburten in der Schweiz. Feuilleton: An Kindesstatt angenommen. Novelle von Emile Pouvillon. Autorisirte Ueberfegung aus dem Französischen von Alfred Götze. enthält in threr neuesten Nr. 17 folgenden leitenden Auffaz: Boltsbildungs- Pflege in Preußen. Bon J. Tews, Generalsekretär der Gesellschaft für Boltsbildung. Aus dem Nottzentheil heben wir hervor: Die sozialen Pflichten der Geistlichen. Von Pfarrer Fr. Naumann. Kommunale Wohnungspolitik und tommunales Wahlrecht. Von Stadtrath K. Flesch. Vorgehen des Gewerf= Wiener Magiftrats für die Sonntagsruhe im Bäckergewerbe.. schafts- Statinit der Gemeinde Antwerpen. Unfallentschädigung für die Baudeputations- Mitglieder in Breslau. Städtische Arbeitsnachweise. Kongreß der deutschen Textilarbeiter.- Verband der Arbeiter- Svanten und Unterstügungs Vereine in Desterreich. Der österreichische Gesezentwurf über die Bergwerts- Inspektion. Bon Dr. B. Karpeles. Ausdehnung der Conntagsruhe auf Kutscher in Desterreich. Anwendung der Arbeiter schuß Gefeße auf Konfettionsgeschäfte. Landwirthschaftliche Absatz= genossenschaften. Von Dr. K. Thieß. Ablehnung des Antrages Kanty. Anträge des Stuttgarter evangelischen Arbeitervereins an den Gesammt= Kirchengemeinderath über das Submissionswesen. Bertaufsgenossenschaft ber Wiener Handwerker. Rückerstattung der InvalidenversicherungsBeiträge an Ehefrauen. Canatorium Gütergoß der Invaliden- Ver= ficherungsanfalt Berlin. Haftpflicht Versicherungsanstalt sür die Mitglieder der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft Hannover.- Deutscher Verein für öffentliche Gesundheitspflege. Internationale Statistit der Boltsbibliotheken. Kemmiffion fir das technische Unterrichtswesen in Preußen. Echulärzte für Wiesbaden. Soziale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitie, Achtung! 1. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 26. Jannar, vorm. 101/2 Uhr, im Feen Palast, Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke: Grohe lozialdemokratische Volks- Versammlung. Tages Ordnung: Die gegenwärtige politische Lage. Referent: Reichstags- Abgeord neter Paul Singer. Frauen haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. 208/4 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Achtung! Dienstag, den 28. Januar, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Cohn( groker Saal), Beuth- Straße Nr. 20: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke Berlins. Jede Werkstatt wird ersucht, einen Vertauensmann zu entsenden. Orts- Krankenkasse der Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Handschuhmacher Seute, Bormittag 10 Uhr. Außerord. Versammlung. und verw. Gewerbe Berlins. Ausserordentliche Generalversammlung. Sonntag, den 2. Februar d. Is., vormittags 10 Uhr, bei Wernau, Rosenthalerstraße 57. 23276 Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über Erweiterung der Leistungen( resp. Zusazbestimmung su§ 13 Biffer 2). 2. Verschiedenes. Wegen der besonderen Wichtigkeit der Tagesordnung werden die großjährigen männlichen Mitglieder und deren Herren Arbeitgeber hiermit auf merksam gemacht und ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: Berth Hollubarsch, Vorsitzender, Fehrbellinerstr. 50, 4 Zr. Orts- Krankenkaffe der Maler. Dienstag, den 28. Januar, abends 81/2 lor, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44 bei Wernau: Zagesordnung: Die Musikfrage im Rösliner Hof. Der Vorstand. Fachverein der Klempner Berlins und Umgegend. Montag, den 27. Januar, abends 8½ Uhr, bei Sauermann, Adalbertstraße 8: Generalversammlung. Zages Ordnung: 89/3 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Wahl des Vorstandes und Arbeitsnachweis Kommission. 4. Verschiedenes und Aufnahme nener Mitglieder. Das Mitgliedsbuch dient als Legitimation, ohne dasselbe kein Zutritt. Recht zahlreiches Erscheinen wünscht Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. 158/7 Versammlung Sonnabend, den 25. Januar, bei Meier, Müllerstraße 7. Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerkarte Legit Werklede for Generalversammlung Branerei- Hilfsarbeiter! Legitimirt. Diejenigen Vertrauensmänner, welche zum ersten Mal von ihren ent sendet werden, erhalten ihre Karte in der Versammlung ausgestellt. Die Gesammt- Vertrauensmänner- Versammlungen finden von jetzt ab alle 14 Tage statt, um die für die Lohnbewegung nothwendigen Anordnungen zu treffent. Karten und Marken für den Streikfonds werden von heute, Sonnabend, ab auf allen Zahlstellen des Verbandes ausgegeben. Die Zahlstellen des Verbandes befinden sich: Für den Norden: Ruppinerstr. 44 bei Raabe. Tresckowstr. 24 bei Schmidt. Lothringerstr. 67 bei Dieke. Echwedterstr. 83. Müllerstr. 7a bei Gleinert. Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. Thurmfir. 84 bei Holzbächer. Birkenstr. 28 bei Buge. Stettinerstraße, Ecke Bellermannstraße. Für den Osten: Friedrichsbergerstr. 19 bei Winkelmann. Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Frankfurter Allee 90 bei Zabel. Koppenstr. 47 bei Lorenz. Langestr. 65 bei Tempel. Landsberger Allee 27a bei Lange. Elisabethstr. 65 bei Lange. Für Süd- Oẞt: Cuvryfir. 25 bei Erbe. Ritterstr. 123 bei Stramm. 80/14 Naunynftr. 86 bei Streit. Grünauerstr. 3 bei Golz. Görlitzer und Sorauerstraßen- Ecke bei Tolksdorf. Pücklerstr. 55 bei Schilling. Dieffenbachstr. 31 bei Gaule. Manteuffelstr. 69 bei Brödenfeld.( Da selbst befindet sich auch die Bibliothek der Drechsler.) Köpnickerstr. 194 bei Reichert. Für den Westen: Gneisenaustr. 35 bei Rosse. Culmstr. 36 bei Raumann. Belle- Allianceplay 6 bei Hilscher. Für Friedrichsberg: Friedrich- Karlstr. 11 bei Heinicke. Für Rummelsburg: Kant- und Türrschmidtstraßen- Ecke bei Schröder. Jeden Sonnabend: 3ahlabend. E Alle Werkstatt- Angelegenheiten sind zu melden bei dem Roll. Wiedemann, Anneuftr. 39, auf dem Arbeitsnachweis, oder an den Vorsitzenden der Werkstatt: Kontrollkommission, Kollegen Grunert, Manteuffelstr. 64. Achtung! Achtung! der Delegirten. Tagesordnung: 23336 Neuwahl des Rechnungs- Ausschusses. Bestätigung der Bureaubeamten. Wahl der Krankenbesucher. Statutenänderung (§ 19). Verschiedenes. Der Vorstand. Oeffentliche Polen- Versammlung in Ehren des 10jährigen Gedenktages der hingerichteten Genossen in Warschau am Sonntag, den 26. Jannar, nach mittags 1/23 Uhr, im Saale des Genossen Bubeil, Lindenstr. 106. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sonntag, den 26. Januar, nachmittags 2 Uhr, bei Wiedemann, Blumenstraße 38: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die häusliche Erziehung im heutigen Klassenstaat. Referent: Schriftsteller H. Schultz. 2. Disfusion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Brauerei- Hilfsarbeiters zu erscheinen. Der Vorstand. 41/15 Achtung, Rixdorf! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Montag, den 27. Jannar, abends 8 Uhr, in den ,, Victoria- Sälen, Hermannstr. 48-50. 154/6 Außerordentliche Generalversammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Frauen haben Zutritt. Adlershof. Bismarckstraße 16b, habe ich ein Cigarrengeschäft verbunden mit Weinhandlung eröffnet. Ich führe alle Sorten Cigarren, Tages- Ordnung: 80/17 1. Unfere gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse und die in Aussicht stehende Lohnbewegung. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Belle- Alliance- Theater. Belle- Alliancestraße 7/8. Cigaretten, Rauch-, Kau- und Schun: Morgen, Sonntag, den 26. Januar 1896, nachm. 2% Uhr: Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. tabat prima Qualität, in allen Preislagen, aus den renommirtesten Fabriken. Weine in schöner Auswahl zu Original- Engrospreifen. 22946 Verband aller in der Textilindustrie beschäftigten Arbeiter Bitte um geneigten Zuspruch. und Arbeiterinnen. Filiale Filiale III( Dekateure). Sonntag, den 26. Jannar, vormittags 102 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Beseitigung des Privateigenthums." Referent: Genosse Pörsch. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 197/8 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, der Papier u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Mittwoch, den 29. Januar, abends 82 Uhr, bei Bergner, Annenstr. 16. Branchenversammlung d. Kontobuch- Arbeiter u. Arbeiterinnen Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. A. Hoffmann über Glaube und Vernunft". 2. Thätigkeitsbericht des Vertrauensmannes und Wahl des selben. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Um zahlreichen Besuch ersucht 25/2 Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen.( E. H. 86, Hamburg.) Die Mitglieder- Versammlungen sämmtlicher Bezirke finden am Sonntag, den 26. Januar rr., wie folgt statt: Bezirk A: Nachmittags 3 Uhr bei Mowat, Manteuffelstr. 9.*) B: Bormittags 10/2 Uhr bei Sauermann, Adalbertstr. 8. " C: " " " " " D: " " " Grube, Mariendorferstr. 5. Wernau, Rosenthalerstr. 57. Tages. Orönung: 1. Geschäftliches. 2. Kassenbericht vom 4. Quartal 1895. 3. Verschiedenes. 23346 Die Ortsverwaltung. Jm Bezirk A findet ein Vortrag des Herrn Dr. We y I statt. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, Oranienstraße 51: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann über:" Glaube und Vernunft." 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Matinee. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. 143/10 NB. Die Kollegen, welche noch im Besitz von Matineebillets sind, werden ersucht, Sonnabend Abend bei Böcker, Naunynstr. 78, abzurechnen. Achtung! Reinickendorf. Achtung! Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 26. Januar, vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Grunow, Nordbahnstraße 15. Tages Ordnung: die Arbeiter zu den Gemeindewahlen. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Wahltomitees. 4. Verschiedenes. 223/2 Bitte genau auf No. 35 z. acht. 1. Rittmeiffer. Jede Uhr Franz repariren u. reinigen kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 M.50 Pf. Karl Amalie Zum zweiten Male: Die Räuber. Trauerspiel in fünf Aufzügen von Fr. Schiller. 230/18 Mischka Preger a. Gast.| Kosinsky Carl Weffelsky a. Gaft. Julius Türk. Ernst Elefeld a. Gaft. Hedwig Margot. Pater Schweizer Roller • • Frizz Pittschau. R. Fiez. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Geschäften zu haben. 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Der Streit als Mittel zur Erringung besserer Lohne wichtszunahme überr. und Arbeitsbedingungen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 14 Flaschen drei, 50 zehn Wiark exkl. In Gebinden( 1/4, 1/8, 1/16) zum Selbstabzieh. wesentl. billiger. Allein. Versandtstelle f. Berlin u.Provinz: Porterkellerei Ringler, Berlin, Brunnenstr. 152. Nicht die Flaschenanzahl, die Qualität entscheidet! Cigarren- Gigaretten, gediegenes, eigenes Fabrifat, unübertrefflich an Reellität und Güte. Hermann Wicht, 42738*] Dresdenerstraße 16. Reell und billig fauft man in der Norddeutschen Schuhfabrik von W. Hitschke, gegründet 1872, Arbeiter 11 Hüte 4120L* mit Kontrollmarke Der Vorstand. Parteigenossen! 0. Gerholdt DresdenerStraße Nr. 2 ( am Rottbuser Thor). Grösstes Lager in Sonnen- und Regenschirmen. Große Berliner Schneider- Akademie Berlin C., Rothes Schloß nur Nr. 1. Seit 1880 in denselben Räumen. Größte und besuchteste Fachschule, 1. 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