Morgenausgabe Tlr. 218 A HO 46. Jahrgang Döch-nMch SZPI. m«natNch 1,60 11. ta ooraut iablbar. 5 oflbe�üj 4JJ St -Inlihlitßlich 60 53(8. Poftzeitung». und 72 Pfg DosU>-sIellgeb2hr«u. Ausland». abonnemeM 6,— M. pro Mona». Sn„Eonnjrts*«rjchrlm«vchentäg. lich zwrimol. Sonntag, und Montag, einmal, dt« Adendausaaden für Berltu und im Rondel mit dem tilei.Der Adend". Jlluftrien« Beilagen.Lall und Zeit- und �linderfreund'. gerner .Unterhaltung und Wissen',.Frauen. stimme'..Technik'..Blick in die Büch erwell" und.Jugend-Vorwärt,' P> NeeUner volksvlatt Sonntag 11. Ma, 1929 Groß.Äersin 15 Pf- Auswärts 20 pf. Di« e! n| p«! f ♦ g• NonpareiVttei!« 80 Pfennig. Reklame �eile 5.— Reichsmark.„kleine Anzeigen' das teuge» druckte Won 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedrucne Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste WoN IS Pfennig, jedes weitere WoN 1V Pfennig. WoNe über IS Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile 00 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 10 Pfennig. Anzeigen» annahm« im Hauptgeschäft Linden- ftrahe 3. wochentögl. von 8Vz bis 17 Uhr« Jentrawrgan der Sozialdemokvatistben Vaetei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstratze 3 Fernsprecher: TönboO 292—297 Telegramm.Sdr.: Soztardemokra« Berk» Dorwärts-Berlag G. m. b. H. DostscheckkoMo: Berlin S7 WS.— vanklonto: Bank der Arbetler. Angestellte» »nd Beamten Wallstr. KS. DiSkonto�Selellschaft. Depositenkaste Lindenstr. Z Llmkämpster Gchiußbericht. Konferenzfiasko noch möglich. � Paris. 11. Mai.(Eigenbericht.) Die SachoerständigentonserenZ hat in Besprechungen Dr. Schacht» und Sir Iosiah S t a m p s eine ruhige Phase konzew trierter Arbeit erreicht, von deren Ergebnis das Ende dreimonatigen Ringens abhängt. Es �handelt sich dabei um die Vorbereitungen des Schlußberichts. Dafür Legt ein von den Alliierten unter Leitung Stomps ausgearbeiteter Entwurf vor. Er soll nach Möglich- t{it mit den von den Deutschen geltend gemachten Punkten in Ein- klang gebracht werden und darüber hinaus die verschiedenen Bor- behalte und Bedingungen enthalten, von denen Deutschland die An- nähme des Poungschen Äompromißvovsc�lags abhängig gemocht hat. Leicht wird es nicht sein, diesem Bericht die Unterschriften sämtlicher Delegationen zu sichern. Die Schwierigkeit liegt nicht allein bei den Vorbehalten, obwohl auch darüber noch lebhafte Diskussionen zu erwarten sind, sondern nicht minder bei den zahlreichen Forderun- gen der Gläubiger, die, wie z. B. die Aufrechterhaltung der K o n- trolle über dieEisenbahnen sowie gewisse einzelne Pfänder, für die deutsche Delegation ka m annehmbar sein dürsten. Das Ergebnis dieser Arbeit soll am Dienstag der Vollsitzung vorgelegt werden. Bis dahin werden sich die Sachverständigen offiziell nicht mit weiteren Gegenständen befassen, wenn auch natür- Baldwins Wahlmanifest. Für Schutzzoll.— Konservative Wahlpropaganda auf Staatskosten. London. II. Mai.(Eigenbericht.) Der konservative Ministerpräsident Baldwin hat am Sonnabend sein Wahlmanifest veröffentlicht. Baldwin wiederholt in diesem Manifest sein olles Schlagwort, dass er nicht gewillt sei,„theatralische Versprechungen".zu machen und bekennt sich wiederum zur„Politik de» Empire" als eines einheitlichen W i rt f ch a fts t ö r p e r s. Es sei ge- plant, die Politik des sogenannten Jndustrieschutzes fortzu- führen. Mit Ausnahme der Lebensmittel dürfe keine Industrie davon ausgeschlossen werden, ein unparteiisches Tribunal um Schutz- zoll anzugehen. Die von ihm betriebene Politik des Industrie- schutzes Hab« den Handel gefördert. Die großen Ersparungen, welch« die Regierung in den Ausgaben sür die bewaffnete Macht durchgeführt hätte, lägen ofsen zutage, und es sei zu hoffen, daß internationale Abkommen und weitere Einsparungen innerhalb der Departements der bewaffneten Macht eine Fortsetzung der Der- Minderung der Rüstungsausgaben erpiöglichen würden, ohne daß dabei jedoch die national« Sicherheit Großbritanniens in Frage gestellt werde. Die Alternative für eine konservative Re- gierung lautete eine sozialistische Regierung mit oder ohne liberaler Unterstützung, bzw«in Zustand d«s politischen Ehaos. in dem kein« Partei die Mehrheit Hobe. Jede dieser beiden Möglich- leiten wäre sür da» Wirtschaftsleben und das Wohlergehen der Nation seiner Meinung nach katastrophal. Mit dem Baldwinschen Wahlmanifest ist der vesseirtlichkeit ein amtliches Weihbuch zur Arbeitslosensrag« über- geben worden, in dem sich fünf konservative Minister gegen den Plan Lloyd Georges zur Ueberwindung der Erwerbslosigkell in Großbritannien wenden. Dies« Derössentlichung hat bei den Oppo- lich hinter den Kulissen die Verhandlungen über d« Dertetfirngs- schlüssel fortgehen. Für den Fall, daß eine Einigung sich als un- möglich erweisen sollte, scheint neuerdings der GehUnk«, den R« g i e- r u n g e n die Entscheidung zu überlassen, wieder an Boden zu ge- Winnen. Australischer Einspruch. Melbourne über London, 11. Mai.(Eigenbericht.) Der australische Bundesministerpräsident Bruce hat an den britischen Ministerpräsidenten Baldwin gekabelt, daß er sich gegen den Reparations-Zahlungsplan verwahre. Bruce verleiht seiner Freude über Churchills Unterhauserklärungen Aus- druck und protestiert gegen jeglichen Versuch, den Dominien einen Anspruch auf zukünftige Forderungen gegen Deutschland zu e n t z i e h« n. Schacht und Vogler im Ruhrgebiet. Essen, 11. Mai.(Eigenbericht.) Reichsbankpräsident Dr. Schacht und Generaldirektor Dr. Vogler sind zu eintägigem Besuch in Essen eingetroffen. Mit den führenden Persönlichkeiten des Industriegebiets wurde die Frage der kreditpolitischen Maßnahmen der Reichsbank und ihre Wir- kungcn aus das rheinisch-westfälische Industriegebiet erörtert. sttionsparteien schärfsten Widerspruch gefunden, da man hierin ein« konservative Parteipropaganda unter dem Deckmantel einer amtlichen Publikation aus Kosten der Gesamt- heit der Steuerzahler erblickt._ Stichwahltag in Krankreich. Entscheidung über die Gemeinden. Paris, 11. Mai(Eigenbericht). Der Sonntag wird die Entscheidung über die zukünftige Mehr- heit in den Stadtparlamenten bringen. Die Vorbereitungen zu den Stichwahlen sind nicht einheitlich. Während in der Mehrzahl der Gemeinden, so in Lille, Chartres und Grenoble, Sozialisten und Radikale sich zu gemeinsamem Vorgehen entschlossen haben, stehen sie sich in anderen, z. B. Perpignan, St. Etienne und vor allem Lyon in heftigem Kampf gegenüber. Besonders überrascht hat die Kündigung des Kartells durch die Sozialisten in Lyon als einer ofsenenKaßipfansagegegenHerriot. Die Lyoner Sozialisten fühlen sich diesmal stark genug, den Wahlkampf allein zu führen. Die Radikalen geben ihrer llnzusriedenheit ziemlich ge- räuschvoll Ausdruck. In Lille ist es in letzter Stunde noch zu einem Skandal gekommen: der hier von den Radikalen unter- stützte sozialistisch« Bürgermeister wird von einem städtischen Be- amten, der von der Liste abgesetzt wurde, beschuldigt, er habe chn durch das Angebot eine-„wichtigen Amtes" zum Schweigen bringen wollen. Der Ankläger, gleichfalls ein Sozialist, hat seine Gegcnkandidatur ausgestellt. In anderen Städten gibt es sonder- bare Kombinationen. In Nancy ist unter Leitung des früheren Penstonsministers Marin eine Liste zustandegekommen, die sich gegen einen auch von den Sozialisten bekämpften Kandidaten der Millelparteien wendet. In Troyes hat sich ein Bürgend lock unter Leitung der Rechten gebildet, da hier die Gssahy einer kom- munistischen Mehrheit besteht. Die Radikalen haben sich ihm ange- schlössen, die Sozialisten haben ihren Kanditdaten zurückgezogen. Die Sachsenwahl. Mehr Macht der Sozialdemokratie! Heute wird in Sachsen der neue Landtag gewählt. Selten ist in einem Wahlkampf so wenig von positiver Landespvlitik gesprochen worden, und soviel von Personen, selten hat das Ressentiment eine so große Rolle gespielt. Das Jahr 1923 mit seinen unglückseligen Ereignissen in Sachsen ist in der Erinnerung wieder aufgestanden. Abrechnung für 1923, für die Nachwirkungen dieses Jahres in der sächsischen Politik, das war im Wahlkampf vorherrschender als die nüchterne Frage: was soll werden? Zwischen 1923 und dieser Landtagsmahl hat eine andere Landtagswahl gelegen, die von 1926— aber sie hat nicht zurückgeführt zur positiven Politik. Die Splitter- gruppe der vier altsozialistischen Abgeordneten, die nach dieser Wahl in den Landtag einzog, hat die psychologischen Span- nungen verschärft, die der Bildung einer festen Regierungs- Mehrheit zur Durchführung und geordneten Kontrolle der Ver- waltung entgegenstanden, sie hat zugleich die Tendenzen zum Bürgerblock gegen die Sozialdemokratie versteift. Die Folge war, daß unter Zuhilfenahme der ausgesprochenen Jnter- essentengruppen, der Wirtschaftsparte! und der Aufwertungs- gruppe, eine Regierung zusammengesetzt wurde, deren einzig? positive Betätigung darin bestand, daß sie da war. Im Geiste dieser Regierung haben die bürgerlichen Par- teien rechts von den Demokraten einschließlich der Alt- sozialisten den Wahlkampf geführt unter der Parole: nie wieder Sowjetsachsen! Es hat kein Sowjetfachsen gegeben, aber die braven Spießbürger, die mit dem Sowjctgespenst ge- schreckt werden sollen, verstehen schon, was damit gemeint ist: die Sehnsucht nach dauernder politischer Jso- lierung derSozialdemokratie.die Aüfrechterhal- tung der Fiktion, daß auf der einen Seite der Staat und die Staatsbürger stehen, auf der anderen die Sozialdemokratie. Das sächsische Bürgertum ist zum großen Teil nicht nur sehr reaktionär, sondern auch im Sumpf des Interessenten- klüngels steckengeblieben. Die politischen Verhältnisse nach der Wahl von 1926 entsprechen seiner Geistesart. Im Froschteich der Klüngelwirtschast plätscherten die Jnteressentenpolitiker, und eine selbstherrliche Bureaukratie, die sich über ihre Re- gierung lustig machte, sorgte dafür, daß die einzige große geschlossene politische Kraft im Lande außerhalb des Einflusses in der Verwaltung gehalten wurde, so wie sie sich infolge der Verknüpfung der Umstände außerhalb der Regierung hielt. Nie wieder Sowjetsachsen— das heißt, der politische und verwaltungsmäßige Einfluß der Sozialdemokratie muß auf dem Stande der Vorkriegszeit gehalten werden. » t Di« Sozialdemokratie kämpft bei dieser Wahl selbstver- ständlich um die ganze Macht. Jeder Wahlkampf ist Macht- kämpf. Um so ausgesprochener die bürgerlich-antisogialdema- kratische Front aufgerichtet wird, um so stärker tritt diese Seite des Wahlkampfes hervor. Nach der Wahl beginnt die Prüfung der Lage. Hat das Ergebnis der Wahl nicht einen politischen Bergrutsch, die Eroberung der Parlamentsmehr- heit und damit der Regierung für die Sozialdemokratie her- beigeführt, so entsteht die Frage nach dem Anteil der Macht. Sachsen ist ein ausgesprochenes Arbeiterland. Parla- mentarifche Machtverteilung wie in Braunschweig, wo der Sozialdemokratie die Hälfte der Landtagsmandate gehört, müßte in Sachsen durchaus möglich sein. Wenn nicht die Kommunistische Partei existierte! Selbst wenn die Wahl mit einer Niederlage der bürgerlichen Front endet, die die Ar- beiterschaft fern von Regierung und Verwaltung halten will, so gestattet die Existenz der Kommunistischen Partei dennoch nicht, den Sieg über diese Tendenz auszuwerten. Die offizielle Kommunistische Partei hat von vornl�erein erklärt, daß sie einer sozialdemokratischen Regierung keinerlei Unterstützung geben werde, daß sie jede parlamentarische Re- gierung bekämpfen werde,„die doch nur im Rahmen der Verfassung alle gegebenen Möglichkeiten ausnutzen soll, um die radikalisierte Arbeiterschaft im Interesse des Finanzkapi- tals zu betrügen." Die kommunistische Rechtsopposition will zwar eine sozialdemokratische Minderheitsregierung unter- stützen, aber nicht, um sie arbeiten zu lassen, sondern nur, um im trüben zu fischen. Mit den Kommunisten ist keine Politik zu machen. Ihr Ziel ist ebensogut wie das Ziel der bürger- lichen Front die Fernhaltung der Sozialdemokratie von Re- gierung und Verwaltung. Das sind die allgemeinen Voraussetzungen für die Prü- fung der Frage nach dem Machtanteil, die sich schon vor der Wahl überblicken lassen. * Di« übermächtige Stellung der sächsischen Bureaukratie im Ministerial- und Verwaltungsapparat ist während des Wahlkampfes oft hervorgehoben worden. Es gibt Ministerial- direktoren, die in Wahrheit ungekrönte Könige von Sachsen sind. Der Ministerialdirektor Schulze im sächsischen Innen- Ministerium, ein vielgenannter Mann, ist mächtiger als der Ministerpräsident. Seine Macht erstreckt sich weit über den Bereich der unmittelbaren Staatsverwaltung hinaus in die Kommunalverwallun?. Er handhabt das Aufsichtsrecht und Reue Liquidation in polen. Enteignung deutscher Klemgrundbesiher. MTB. meldet: Zu den schon gemeldeten ZZ Fällen von Liquidation deutschen Grundbesitze» in Polen sind inzwischen ld neue Fälle gekommen. so daß seit dem 29. April dieses Jahres nach den veröfsentlichnngen im„Monitor Polski" bis heute 4Z Liquidationsverfohren durchgeführt sind. 3n allen diesen Fällen handelt es sich um Besitz von wenigen Hektar. Die Eigentümer sind besonders hart ge. troffen dadurch, daß der Liqnldotionserlös gering ist und«in an- gemessenes Entgelt nicht darstellt für ihre jahrelange Arbeil. Zn einer Reihe von Fällen ist da» Liqnidalionsoersahren noch deutscher Ansicht unzulässig, weil diese Besitzer am 10. Zanuor 1320 die polnische Staatsangehörigkeit besessen oder sie auch noch heute haben, so daß ihr Besitz nicht der Liquidation unterlag. hieraus ergibt sich, daß diese Liquidationen als politisches Mittel zum Kampf gegen die deutsche Minderheit benutzt werde». zwei Der sehr eigenartige polnische Regierungskurs der letzten i Jahre hat bei all seinen Exzessen wenigstens die Lage en in Polen nicht wesentlich verschlechtert; es hat sogar an Versicherungen gerechter Minderheitenpolitik durch ganz hohe Staatsfunktionäre nicht gefehlt. Diese neue Ent- eignungsserie scheint auch auf diesem Gebiet eine starke Ver- schlechterung anzukündigen. Auf diese Weise durchkreuzt die Warschauer Regierung alle Verständigungsbestrebungen ehr- sicher Friedensfreunde auf beiden Seiten der Grenze. Deutscher Volksbund für Versöhnung. Kattowit� 11. Mai. Die außerordentlich stark besuchte Generalversammlung des Deutschen Volksbundes wählte zum 1. Vorsitzenden einstimmig den Prinzen Heinrich von Pleß. Zum 2. Vorsitzenden den Sejm- abgeordneten Franz und zum stellvertretenden Geschäftsführer den Senator und Chefredakteur Dr. P a n t. Die Versammlung nahm entschieden gegen die Oppelner Vorgänge Stellung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die nationalen Gegensätze in ab- ' sehbarer Zeit überbrückt werden. Bürgerblockwahlen in Sachsen. Bilder vom sächsischen Wahttampf. Zwickau. 10. Mai. Wohl selten ist ein Wahllampf von den bürgerlichen Parteien auf so niederem Niveau und mit so gehässigen Mitteln geführt worden, wie der Kampf um den Sächsischen Landtag, der am 12. Mai gewählt wird. Kaum irgendein sachliche? Moment wird in der bürgerlichen Presse gegen die Sozialdemokratie ins Feld ge- führt. Gehässige, persönlich« Verunglimpfungen, aus dem Zu- fammelchang gerissene Zitate, und, wo das nicht ausreicht, döswillige Erfindungen, sind die Wahlmunition der Parteien des sächsischen Bürgerblocks, die unter sich eine Art Burgfrieden geschlossen haben. Manche Zeitungen führen diesen Kampf in einer so häßlichen und schmutzigen Art, daß man nach ihrer Lektüre«in unabweisbares Bedürfnis empfindet, sich dl« chönde zu waschen. Halenkreuz in?löten. Die größte Aktivität unter allen bürgerlichen Gruppen entfalten die Nationalsozialisten, die im letzten Landtag über zwei Abgeordnetensitz« oerfügten. Die Regierung cheldt hatte sich auch zuweilen ihrer Stimmen bedient. Im Wahlkampf glauben die treuen Schüler Hitlers durch ihre Radaupolitik einen Teil der enttäuschten W i r t s ch a f t s p o r te i l e r und Aufwert- ler für sich gewinnen zu können. Sie machen nicht nur eigene Bersammliingen, sondern schicken auch Sprengkolonnen in die Versammlungen des Gegner«. In Glauchau waren 50 unifor- micrte Hakenkreuzler in der überfüllten sozialdemokratischen Ber- sammlung erschienen. Von auswärts waren sie auf Lastautos ge- kommen, in der offensichtlichen Absicht, die Versammlung zu sprengen. Ein« halbe Stunde lang ließ sich der Vorsitzende den germanischen Radau der hakcnkreuzlerischen Störenfriede gefallen. Als dann wiederholte Ermahnungen zur Ruhe ohne Erfolg blieben, forderte er die Uniformie�n auf, die Versammlung zu oerlassen. Unter polizeilicher Assistenz traten die Hitlerleut« dann mit Gesang und -Heilrufen den Rückmarsch an und oersuchten im letzten Augenblick noch ein« Rauferei zu inszenieren, wobei einer von ihnen einem Schutzmann den Revolver aus dem Gürtel reißen wollte. Es ent- stand ein Tumult, der damit endete, daß die Hakenkreuzler von der Polizei mit Gummiknüppeln au« dem Saal« verdrSngt wurden. Dieser Zwischenfall war noch verhältnismäßig harmlos, wenn man an die Versammlung der Brandler-Opposition in Leipzig denkt, die von den Zentrale-Kommunisten gesprengt wurde. Oer„Massenstreik" der Kommunisten. Die Kommunistische Partei hat mit großem Kraftaufwand und unter Einsetzung ihrer„großen Kanonen� versucht, in Sachsen eine „Massenstreikbewegung" für die Berliner Barrikadenkämpfer in Szene zu setzen. Die Berliner Kommunisten wurden in der sächsischen Thälmann-Presse und in Tausenden von Flugblättern zu tapferen, todesmutigen, revolutionären Kämpfern ausgepustet! den sächsischen Arbeitern wurde vorgeschwindelt, daß die Arbeiterschaft von Verlin, Hamburg üpd im Ruhrgebiet bereits In den Massen- streik eingetreten sei, um ihnen so Mut zu machen zu ihrer sächsischen Aktion Mar H ö l z, der in Sachsen von Ort �u Ort im Auto fährt und in Versammlungen verkündet, daß dre Zeit bald kommen werde, wo er das sächsische Proletariat zu revolutionären Kämpfen führe, stellt sich da» bei als einer der Weddingkämpfer vor. Zum Beweis dafür zeigt er auf ein Leukoplastpslaster auf seinem Kopf, das angeb- lich eine Wund« decke, die von der Berliner Polizei herrühre. Es ist aber inzwischen bekannt geworden, daß Max Hölz am 1. Mai gar nicht in Berlin war, und daß er die Wunden, die ihm die Haken- kreuzler in Karlsruh« geschlagen haben, als Zeugen seines revo» lutionären Heldenmuts auf den Berliner Barritaden ausgibt. In Chemnitz habe ich die„grandiose� Massenstreikbewegung der Kommunisten miterlebt. Für Sonnabend nach dem 1. Mai war aufgefordert worden, um 11 Uhr die Arbeft niederzulegen und zur Kundgebung auf den Theaterplatz zu kommen. Ilm 12 Uhr waren von den 17l) 000 Chemnitzer Industriearbeitern berefts. 500 erschie- nen. Als sich nach 1 Uhr die Demonstranten zu einem Marsch durch die Stadt in Bewegung setzten, stießen noch ein paar kleine Gruppen zu ihnen, weil in Chemnitz die meisten Betrieb« am Sonnabend um die Mfttagsstunde schließen. Ich habe die Vorbeimarschierenden Kopf für Kopf gezählt Es waren genau 800 von den in Chem- nitz gewerkschaftlich organisierten 00 000 Arbeitern. Am Vormittag um 11 Uhr hatte kaum jemand die Arbeit niedergelegt. Aber am arbeitsfreien Sonnabendnochmittag und am darauffolgenden Sonn- tag„streikte"' die gesamte Chemnitzer Arbeiterschaft, um am Montag früh wieder geschlossen in den Betrieben anzutreten. Die komm»- nistisch« Streikparole war elend ins Wasser gefallen. Oer 1. Mai als Durgerfchreck. Die Kommunisten haben durch die blutigen Ereignisse vom 1. Mai in Berlin den sächsischen Bürgerblockparteien eine crwiinschle Wahlparole geliefert. Der Bürgerschreck geht um. Greuliche Bilder und Schilderungen vom kommunistischen Bürgerkrieg sollen die Wahlflauheit des sächsischen Spießers überwinden. Die Berliner Vorkommnisse machen eine solche Agitation recht wirkungsvoll. Außerdem haben die Thälmann-Kommunisten öffentlich erklärt, daß sie eine etwaige sozialdemokratische Minderheitsregierung stürzen werden und„gestützt auf die bewaffnete Macht des revolutionären Proletariats" für ein rotes Sowjetfachsen und Sowjetdeutschland lämpfen wollen. Mit ihrer wahnsinnigen Bürger- kriegshetze besorgen die Kommuni st en die Ge» schäftede« Faschismus und ihre Wahlparole kenn- zeichnet sie als Steigbügelhalter der Reaktion. In Sachsen haben es die Kommunisten besonders notwendig, für ihre inneren Schwierigkeiten ein« Ablenkung zu finden. Die Brandler-Opposition macht ihnen sehr zu schaffen, wenn sie auch wegen ihrer mangelnden Organisation und ihrer nur gering verbreiteten Wochenpresse auf keinen allzu großen Wahlerfolg rechnen darf. Durch die Agitation, die die Kommunisten mft den Leichen vom 1. Mai betreiben, hoffen sie, ihre Anhänger über ihr« innere Schwäche und Zerrissenheit hinwegzutäuschen. Praktisch aher haben sie nur erreicht, daß sich die organisierte Arbefterschaft von den Propagandisten des Bürgerkriegs abwendet und daß die Angst vor dem Bürgerkrieg den Stimmenrückgang der reaktionären Parteien aufhält. Felix Fechenbacfi. ist zugleich letzte Vefchwerdeinstcmz. Er ist die LervZrperung der sächsischen Bürgerblockpolitik. Die Bureaukratie, in die seit 1923 immer mehr renk- lionäre Elemente eingedrungen sind» ist in der Lage, den zähen Kampf der sächsischen Sozialdemokratie um Einflutz und Macht in den Gemeinden zu erschweren. Auch dort tritt die Sehnsucht des Bürgertums nach dauernder Isolierung der Sozialdemokratie hervor. Der Leipziger Oberbürgermeister, ein Vorkämpfer des Bürgerblocks, hat systematisch jede Einführung eines sozial- demokratischen Stadtrats in die Leipziger Stadwerwaltung als ein Unglück für die Stadt in öffentlicher Rede bezeichnet. Cr verkörpert den Geist der sozialen Ueberheblichkeit des de- sitzenden Bürgertums der Arbeiterschaft gegenüber. Was er als Ultra offen ausspricht, das denkt im stillen das besitzende Bürgertum in Sachsen und mit ihm die reaktionäre Bureau- kratie. Die Sozialdemokratie in Sachsen hat trotz dieser Wider- stände, gestützt auf ihre Geschlossenheit und Stärke, Macht- Position azif Machtposition in den Gemeinden erobert. Sie nimmt selbstverständlich jedes Matz von Machtanteil für sich in Anspruch, das irgendwie erreichbar ist. - Nach der Wahl entsteht die ernste Frage, ob es möglich ist, diese Taktik auch in der Landesverwallung durchzuführen. Die Absicht des Gegners ist, die Sozialdemokratie daran zu verhindern, mit der rein bürgerlichen Regierung eine mäch- tige Stellung in der Verwaltung zu behaupten. Eine Lünderrcgierung besitzt heute angesichts der ausge- dehnten Kompetenz des Reiches nur geringe politische und gesetzgeberische Freiheitsgrade, um so größeren Einfluß aber auf die Verwaltung und damit auf die Politik in den Gemeinden. Ihr Geist und der Geist der Verwaltung ist entscheidend. Das sächsische Bürgertum hat das wohl be- griffen, es hofft auf weitere politische Isolierung der sächsischen Sozialdemokratie. Die Entscheidung darüber, ob der Geist des Blirgerblocks, der sozialen und politischen Ueberheblichkeit der Arbeiterschaft gegenüber' weiter in Regierung und Ber- waltung herrschen soll— das Ist die politische Entscheidung, die nach der Wahl fällt. „Enimenschte Lournaitte." Es gab keine Schlacht, aber es gab doch eine I In Berlin wirb ein Werbeflugblatt der halbkommunistsschen Münzenbergpress« verbreitet mft folgender BoUenüber- schrift: Wir klagen an! Es gab kein« Schlacht, kein« Dach- schützen, keine Waffen— es gab nur Opfer! Weiter heißt es in dem Flugblatt: Tagelang bat die Presse Meldungen und Artikel veröffentlicht, die sich in nichts von den Kriegsberichten weiland der„großen Zell" unterschieden. In nichts: weder in dem, was erdichtet, noch in dem, was oerschwiegen wurde. Tagelang hat eine entmenschte Journaille unschuldige, in den Rücken ge- und Frauen zu„Dachschützen" gemacht, hormlose Balkons in „Schützennester" verwandelt usw. usw. Wer mag mit dieser Presse nur gemeint sein?— Wir greisen vrr.„Humanitö", dem Zentralorgan der Sommu- n i st i f ch e n Partei Frankreichs vom 3. Mai und lesen dort folgend« Darstellung ihxes Berlmcr Korrespondenten über die Maivorgäng«: Fest umspannt von den Kommunisten hat die Arbeiter- m-iss«— unter ihr eine bedeutende Zahl Unorganisierter und So zraldemokraten— der Polizei die gebührende Antwort erteilt. Au festen Kadern sormlerl, verschanzt hinter Barrikaden, haben die Arbeiter eine kräftige Verteidigung organisiert. Währent» eiehrerer Stunden, auf gewissen Punkten, haben sie die Polizei in Schach gehalten. Sie sind niemals zurückgewichen, ohne ihre unbeugsam« Festigkeit bevoiesen zu haben. Die Arbeiter waren mit gezogenem Säbel und Revolver in der Fauft angegrisfen warben. Wollt« man etwa von ihnen ver- langen, daß sie bei ihrer rechtmäßigen Verteidigung die Regeln de? englischen Boxkampfs beobachteten! Geht Koch! Zede Schwäch« wäre unter dicseu llmstäuden ein ver. breche« gewesen. Unsere Kameraden wußten es und haben das verbrechen der Schwäche nicht begangen. Wie sagt Münzenberg: Es gab keine Schlacht, kein« Waffen— es gab nur Opfer.— Alfa sitzt die verlogen«„entmenscht« Iour- naille" im Zentralorgan der französischen Kvmmu- n i st i s ch e n Partei?— Seltsam, seltsam! „Ich wende mich mit Abscheu.. Kennzeichnung kommunist, scher„Politik"? Leipzig. 11. Mai.(Eigenbericht.) Der bekannte Leipziger Straßenbahn- Betriebsrat Albert Schirmer hat seinen Austritt aus der KPD. erklärt und der SPD. folgendes Schreiben übersandt: „Ich habe meinen Austritt aus der KPD. erklärt und bin wieder zur SPD. zurückgekehrt. Die Toten des 1. Mal mahnen zu solchem Handeln. Ich habe der KPD. 11 Jahre angehört und der Austritt ist mir nicht leicht geworden. Langjährige Partei- Zugehörigkeit wirst man nicht fort wie einen allen Hut. Ich habe versucht, durch Kritik vom Irrweg« abzuführen. Die Betriebsrat». mahlen bei der Leipziger Straßenbahn, die Einheitsfront mit den Unorganisierten, die unlautere Kampfesweis« der KPD. kann ein Proletarier lauteren Charakter« nicht mehr mit- mache». Ich al» polllisch und gewerkschaftlich organisierter Arbeiter wende mich mit Abscheu von dieser Art Arbeiterpolitik." Gtadie gegen Zieichsrai. Gegen die steuerliche Begünstigung von Länderanleihen. Zu dem Beschluß des Retchsrats, dem Gesetzentwurf über die Besserung der Kassenlage des Reichs einen Zusatz anzufügen, wonach auch für Schuldverschreibungen und Schatzan- Weisungen der Länder einmalig« besondere Steuer- .-rleichterungen zugelassen werden sollen, weist der Deutsche Städtetag darauf hin, daß eine solche Forderung im gegenwärtigen Augenblick unannehmbar erscheint. Eine ungleiche Behandlung der Länder und Kommunen ist völlig unmöglich. Die Auswirkungen der neuen Reichsanleihe treffen in gleicher Weise den Kredit der Länder wie den der Gemeinden und Gemeinde- verbände. Das KredllbedÜrfni» d«r Kommunen entspringt eöenso schutzwürdigen und dringenden Lebensbedürfnissen der Allgemeinheft wie das der Länder. Die gegenwärtig« ernste Finanzlage des Reiches verbietet es, die neu« Dorlog« durch Sonderforderungen zu belasten. ver Schriftsteller Karl Schneidt wird am 13. Mai 75 Jahr« alt. Er lebt in Eggersdorf bei Strausberg in der Mark. Zurzeit ist er mit der Absassung seiner Memoiren beschästigt- Oie„Noigemeinschast". Für produktive WisseoschastspolUik. Aus süddeutschen Gelehrtenkrelsen wird uns geschrieben: Herr Dr. v- Dryander singt in der Wendausgab« der„Deut- fchen Tageszeitung" vom 8. Mai auf feine Weise ein Nachtliied von der deutschen Wissenschaftspfleg«. Es ist ein erfreulicher Erfolg des vor kurzem im„Vorwärts" erschienenen Artikels van Dr. Mose», daß jetzt sogar die Deutschnationalen ihr tullurfreund» liches Herz entdecken und sich für die Dissenschaft einsetzen nach- dem sie bislang, ebenso wie früher die Konservativen, von Wissen- schaft und Aufklärung nicht sonderlich viel hiellen. Man kann ja nicht erwarten� daß ein Neuling ssch van heute auf morgen in die schwierige Materie staatlicher Wissenschaftspflege hineindenkt: aber, daß ausgerechnet Herr o. Dryander das starte katholische Interesse an der Aufrechterhaltung des jetzigen unklaren Zustande« bei der Verteilung der Reichsgelder an die Wissenschaft stützt, ist doch einigermaßen verwundsrlich. Darüber täuschen alle Redereien und Beschönigungen nicht hinweg, daß die Organisation der Notgemeinschaft und ihre Stellung zum Reichstage und zur Reichsregierung dringend einer gründlichen Revision bedarf. Ist es nicht besser, wenn alle Parteien sich um die Wissen- schaft kümmern, als wenn wichtig« Etatsposten unter dem starken Einfluß einer einseitigen Partei vergeben werden? Weite Kreis« der Wissenschaft begrüßen die K r i t i k i m„D o r w ä r t«" als ersten Auftakt zu einem tatkräftigen Eingreifen des Reich«. Denn wefte Kreise der Wissenschaft sind der Notgemeinschaft entfremdet, nachdem sie ihr früher begeistert zustimmten. Statt des frischen wissenschastlichen Leben« herrscht«Ine Cliquenwirtschaft, der sich der einzelne notgedrungen fügen muß, wenn er etwas erreichen will. Die vielgerühmte Selbst- Verwaltung steht auf dem Papier: in Wahrheft regieren eimge wenige. Die Fachausschüsse sind nicht das geworden, was wir von ihnen erwartet hatten. Der Hauptausschuh besteht fast nur aus alten Herren. Zwar arbeitet die Notgemeinschaft schneller als manches Ministerium, aber man ist gegenüber ihrer Bureaukratie machtloser als gegen ein Ministerium: denn eine Berufungsinstanz gegen die Entscheidungen der Notgemeinschaft fehlt. Die Verteilung der Mittel auf die einzelnen Fächer geschieht willkürlich, ohne Rück- sicht auf soziale und kullurelle Notwendigkeiten. Vielleicht hat Dr. Moses aus den langen Listen gar nicht ein- mal die schlagendsten Beispiele für die Unsinnigkeft der mft Reichs- geldern finanzierten literarischen Ueberproduttlon unserer Wissen- schaft herausgegriffen; aber,- daß wir mit der wahllosen Unterstützung von aufgedunsenen NedensäiPichkeften wirklich in einen Irrgarten der deutschen Gelehrsamkeit hinein» geraten sind, daß dies«? Zuviel die Achtung vor der deutschen Wissen- schaft im Ausland unweigerlich untergräbt, das muh gerade der anerkennen, her eine wahre Lieb» zur Wissenschaft hat. Bevor wir auch nur einen Pfennig für«ine noch so gelehrte Untersuchung über das jenseitige Schicksal ungetauster Kinder spendieren, müßt» erst da« Problem der unterernährten Kinder im Dieeseft« gelöst sein. Jenes ist Verschwendung, die in keine, am wenigsten in unsere Zeft paßt. Aber für den Gedankengang de» Herrn v. Dryander ist e« bezeichnend, daß«r den Luxu» de« Pergamon» Museum« mit„nationaler Genugtuung" belrochtet. der uns in dieser Zeft, wo wir um die Höhe der Reparationslasten kämpfen, sicher iu cht gerade als Armutszeugnis gedeutet wird. Und dabei sind fett Ährzehnten die klinischen Einrichtungen Berlin« veraltet und spotten jeder Beschreibung. Die Kritik au de« viele» und hohen Zuwendungen für Rebeusächlichkeften ist mir gerade au» den Kreisen meiner Kollegen, die«« gut mft der Wissenschaft und der Notgemeinschaft meinen, immer stärker ent- gegengetreten. Jetzt handelt es sich gar nicht mehr um das eine oder da« andere Forschungsthema, obgleich die von Dr. Mose« angeführten Fälle mühelos vervielfacht werden könnten, es handell sich vielmehr darum, ob die vom Reich gegebenen, vom Steuerzahler aufgebrachten Gelder auch in Zukunft ohne jede Kontrolle nach dem Gutdünken einiger weniger verausgabt werden sollen. Hier ist«ine lohnende Aufgabe für den Reich« ml nister de« Innern. Jetzt bietet sich der best« Anlaß, um von selten des Reichs eine aktive Kulturpolitik aufzunehmen, nachdem die Persänlichkeftspolftik der Notgemeinschaft sich festgefahren hat. Es dürfte dem Reichsminister des Innern nicht zu schwor fallen, einen Kreis von hervorragenden Wissenschaftlern um sich zu ver- sammeln, um sich in allen wichtigen Fragen beraten zu lassen und das Vertrauen der Wissenschast zum Reich zu stärken durch Schaf- funz einer Aussicht», und Appellationsinstanz. Di« scheinbare Selbstverwaltung der Wissenschast mft ihren starken unsichtbaren Einflüssen soll einer wirklichen akttoen Beteili» gung der Wissenschaftler an der Entwicklung der Forschung Platz machen. Dann wird der Reichstag nicht mehr in Versuchung kommen. »die Wissenschastssonds zu kürzen, sondern er wird mit mehr Ver- trauen als jetzt dem Forscher dl« Summen in die Hand geben, die «r nötig hat, um seine soziologische Funktion zu erfüllen. Oemonstrationssonniag in Wien. Getrennte Aufmärsche des Schutzbundes und der Heimwehr Men. U. Mai. Da die Weisung des Bürgermeisters an die Polizeidirektion. Aufmärsche in Wien zu untersagen, infolge des Einspruchs, des Bundeskanzlers erst für Aufmärsche Gültigkeft hat, die nach dem 12. Mat stattfinden sollen, werden am Sonntag Aufmärsche. der Heimwehren und des Republikanischen Schutzbundes in Wien stattfinden. Es sind alle Vorkehrungen getroffen, daß die Aufmärsche der beiden Gruppen, die zeitlich und räumlich getrennt stattfinden werden, ohne Störung und Zwischen- fall verlausen. Von den Sammelplätzen in den verschiedenen Be. zirken der Stadt werden die Heimwehrabteilungen zur Lotio- kirche gehen, wo eine Feldmesse gelesen werden soll. Noch An- sprachen der Führer der Hetmwehren findet die Kundgebung ihr Ende, worauf die einzelnen Abteilungen m die verschiedenen Bezirke der Stadt zurückkehren werden. Von einem großen Umzug über ln« Ringstraße wurde abgesehen. Die Wteilvngen de» Republikanischen Schutzbundes und die Wteilungen der Arbeitsrsportoerein« werden sich im ersten Bezirk sammeln und nach Pen Außenbezirken mar. schieren, wo sportliche Veranstaltungen und Umzüge stattfinden. Verbot der Heimwehrwaffen. Uten. U. Mai.(Eigenbericht.) Die Bundesregierung hat an die Landesregierungen eine Wei. jung herausgegeben, daß zu de» Waffen, die demnächst dem Verbot im Versammlungsgesetz unterworfen werden, auch E i s p i ck« l und Spaten sowie Stahlhelme gehören, so daß auch diese Gegen- stände hei Umzügen(der Heimwehren) nicht mitgeführt werden dürfen. Dieser Erlaß ist auf den Protest der Eovaldemo- kratie gegen diese Aufmärsche zurückzuführe«. Teutonische GefchSfie. Die zusammengebrochenen Oelwerke. harborg.VIlhelmsburg. 11. Mai. lEigcnbericht.) In einem Riesenprozeß gegen die im Frühjahr 1928 zu- sammengebrochenen Oelwerke„Teutonia" wurde Freitag nachmittag 3 Uhr das Urteil vom hiesigen Schöffengericht verkündet. Cs lautet«:„Gegen den frühere,: Generaldirektor Tychsen auf 10 Monate Gefängnis wegen einfachen Bankrotts unter Freisprechung von den übrigen Anklagepunkten, gegen den ehe- nmligen Direktor Hansen wegen«infachen Bankrotts, eines einfachen und eines weiteren Betruges, einer Unterschlagung und späterer sortgesetzter Unterschlagung 1 Jahr ti Monate Ge- f ä n g n i s, gegen den Ingenieur Hansen. Schmidt wegen Bei- Hilfe zum Kontursvergehen und Beihilfe zum Betrug 2 Monate Gefängnis. Ihm wird Bewährungsfrist zugebilligt, wenn er 500 M. Buße zahlt. Den Angeklagten Tychsen und Hansen wird die erlittene Unter- fuchungshaft angerechnet. Dieser Prozeß hat Borgäng« aufgerollt, die grell« Schlaglichter werfen auf die Methoden, noch denen das tapitaliftisch« Wirts chöfts- system arbeitet. Die„Teutonia'-Oelwerke in Harburg-Wilhelmsburg, eine Tochtergesellschaft der Aarhus Oliefabrit in Aarhus(Dänemark), brachen im April 1928 unter der Last chrer Schulden zusammen. Bei diesem Konturs stellte sich heraus, daß nicht nur dos gesamte Aktienkapital in höhe von 7„5 Millionen Mark restlos verloren war, sondern daß die Wert« darüber hinaus mit rund< Millionen Schulden belastet blieben. Der Gläubigerausschuß, der sich aus einer Reihe von Vertretern größerer Jndustris. und Bankbetrieb« gebildet !>atte, stellte im Verlaufe des Konkursverfahrens fest, daß den Der- lüften nur Werte in Höhe von etwa 20 Proz. gegenüberstanden. Kapitalistische Willkürherrschaft und bodenloser Geschäftsleichtsinn hatten das große Werk in wenigen Jahren in den Abgrund ge- trieben. Die verantwortliche Leitung der„Teutonia", in der der auch mit der Generalleitung der Aarhus Oliefabrit beauftragt« General- direktor Tychsen«ine Diktatorrolle spielt«, hat seit Jahren die B i- l a n z e n der Teutonia sy st ematisch gefälscht. Im Jahre l926 schloß die Bilanz der Teutonia mit einem kleinen Gewinn ab, während in Wirklichkeit tin Verlust von 2 678 345 Mark da war. Roch viel schlimmer trieb man es bei der Bilanzaufstellung von 1927. Au» ihr seien nur«ine Ueberhöhung de» Betriebs- und Reparaturkontoe um 150 000 Mark und des Debitorenkontos um 5 Millionen Mark erwähnt. Im Jahr« 1927 betrug der Verlust der Teutonia in Wirklichkeit 4 079 000 Mark, während ihre famose Lei- lung in der Bilanz nur 317 800 Mark angibt. Der Gesamt- oerlust der Teutonia von 1924 bis 1927 betrug am 31. Dezember des letztgenannten Jahres 7 425 217 Mark, so daß das Aktienkapital bereits zu 99 Proz. verloren war. Di« Mittel, mit denen die Oeffent- lichkeit sowie dt« Industrie, und Bankwest, die mst der Teutonia arbeitet«, über dies« groben Fälschungen hinweggetäuscht wurde bis zum Tage des Zusammenbruchs, wirken geradezu grotesk. Die Bücher der Teutonia wurden systematisch gefälscht,- die Warenbestände wurden fortlaufend höher angegeben als sie waren. Mst Hilfe von falschen Fakturen(Doppelrechnungen) gelang.es den verantwortlichen Leitern des Unternehmens, auf nicht vorhandene Waren R« m b o u r s k r ed i t« in Höh« von vielen Millionen zu erhasten. Di«..umsichtig«" Leitung der Teutonia brachte sogar doppelte, ja dreifache eoabardtenwgen von VScrm an in« verschiedensten deutschen und ausländischen Banken fertig. Das gelang, weil einmal die Teutonia großes Vertrauen genoß und well die Direktoren der Danken in unglaublicher Leichtfertigkest den Warenüberschreitungen und den Bilanzangaben des Werkes ohne jede Nachprüfung Vertrauen schenkten. Ein besonders dunkler Punkt in dem Prozeß blieb die Trans- ferierung von etwa 7 Millionen Mark aus den Mstteln der Teutonia an ihr« Mutterfirma, die Aarhus Oliefabrik, diese Transferierungen veranlaßt« der allmächtige Generaldirektor Tych- sen, vor dem der ganz« Harburg-WilheUnsburger Betrieb zitterte. Er tat das offenbar» um die unter schlechten Berhällnisien arbeitende Fabrik in Aarhus yi Lasten der Teutonia vor dem Untergang zu retten. Durch diese Manipulationen gelang es Tychsen, 90 Proz. aller Anteile der Teutonia in den Besitz der Aarhus Olie-Fabrit zu briilgen. Nicht voll geklärt wurde in dem Prozeß ferner die Tatsache, daß von Aarhus zugunsten der Aktionäre der Teutonia erhebliche Summen nach Harburg-Wilhelmsburg zurückslosien. Buchmäßig sind diese Gelder nicht nachgewiesen; ebenso waren bei der Nachprüfung der Bücher im Anschluß an die Bekanntgabe des Konkurses die von den Direktor«n geführten Ge- Heimbücher mst den Angaben über den wahren Stand des Werkes spurlos verschwunden. Di« beteiligten Banken wurden insgesamt um mehrere Millio- nen Mark geschädigt: der Gläubigerausfchuß klagt von der Aarhus Llie-Fabrik die nicht gering« Summe van 8 Millionen Mark ein, von denen er behauptet, durch Tychsen zugunsten de» dänischen Unternehmen» geschädigt zu sein. Inzwischen entschieden ist mit Urteil de» Reichsarbeitsgerichts vom 20. April die Klage von 750 Arbeitern und Angestellten auf vier Wochen Lohn. Das Neichsarbcitsgericht hat die Forderung der so plötzlich und un- verschuldet um Arbeit und Lahn Gekommenen in vollem Umfang« anerkannt. Sie belaufen sich auf etwa 200 000 Mark. Aber Teu- tonia ist nicht allein von Aarhus au», sondern auch durch die große Hamburger Transportfirma Dierk« n. Co. geschädigt worden, die fortlaufend stark überhöht« Rechnungen, ja in vielen Fällen so. gar Doppclrechnungen für Transportleistungen ausstellte, die, von der Teuton'a in den meisten Fällen ohne Nachprüfung glatt bezahlt wurden. Dem angeklagten Direktor Hänfen wurde ein enges Freundschaftsverhältnis mit dem Chef der Firma Dierk« u. Co., von dem er zahlreiche Geschenke erhielt, nachgewiesen. Dierke ist in- zwischen in Hast genommen worden. Di« Betrügereien seiner Firma der Teutonia gegenüber sollen sich auf etwa 1,2 Millionen Mark belaufen. Der Prozeß um diese Dorkommnisi« ist, ebenso wie der Prozeß der Gläubiger, noch zu erwarten. Am Grab« der„Teutonia'-Oelwerke stehen viel« Hunderte von Arbeitern, die zu einem erheblich«, Teil bis heute noch ohne Be- schSstigung sind. Betrachtet man den verlauf des Prozesses und die getroffenen Feststellungen, so muß man sagen, daß da, Urteil sehr mild« ausgefallen ist-_________ Yaranuay bestreitet in einem Telegramm an den Bölkerbun» die Behauptung Bolivias. wiederum«in bolivianisches Fort angegriffen zu haben. Paraguay fei von der Schlich. wngskommission in Washington beauftragt worden, di« geogrw phische Lage des Fort? zu vermessen. Die Landmesser Para. guay» und ihre Eskorte faün jedoch von Doli vier» angegriffen worden. Kommunistische Berichterstattung über den 1. Mai. Bericht für Berlin und Umgegend: Blindlings feuerte die Schupo ins Leere auf eingebildete Gegner. Für die Provinz: Hinter improvisierten Deckungen leisteten wir heldenmüttg Widerstand. Für Moskau: Großer Sieg der Kommunisten!— Schupo vernichtend geschlagen! Blaue Dritte und falscher Bari. Frau Lodea0o.rff erzählt. In einem Berliner Spätabendblatt berichtet die erste(ge- fchiedene) Gattin Lubendarsfs über ihr« Schitfliüe an der Seite des .Kriegsverlierers. Neben vielen Belanglosigkeiten finden sich einige Sätze von historischem Interest«. So bestätigt Fryu Ludendorff die bekannte Darstellung der Flucht chres Gatten mit folgenden Sätzen: Ludendorff» Freunde drangen in ihn. Deutschland zu verlassen. Ich habe ihm nie dazu geraten; denn eine solche Handlung erschien mir seiner nicht würdig... Luden- dorss entschloß sich zu fliehen und verließ mit falschem Barl und blauer Brille bei Nacht und Nebel das Haus... Di« ersten Brief« Ludendorffs aus Dänemark und Schweden zeigten sein« gonze innere Zerrissenheit. Er klagte sich an. sein vaterülnd In schwerer Not im Stiche gelassen zu haben. Nach typischer Art der Schwächlinge, die sich durch ihr eigenes Verhalten gedemütigt fühlen, spann der Ausgerissen« natürlich Rache. Pläne. Frau Ludendorff berichtet darüber: Nach der Revolution tat Ludendorff wiederhalt den Aus- spruch:„Die größte Dummheit der Revolutionär« war es. daß sie uns alle leben ließen. Na, komm« ich einmal wieder zur Macht, dann gibt's kein Pardon. Mit ruhigem Gewissen würde ich Eberl. Scheidemann nod Genossen ausknüpsen lassen nnd baumeln sehen." Trotzdem hat die Republik sehr weis« gehandelt, daß sie Herrn Ludendorff nicht durch«ine Hinrichtung zum politischen Märtyrer stempelt«. Öie hat ihm dadurch Zeit gelasen, an sich selbst die geistig« und moralisch« Hinrichtung zu voll- ziehen, um al» verlachter politischer Hanswurst sein Lebensende zu beschließen. Charakteristisch für Ludendorff ist auch, daß er allein fein teures Leben rettete, seine Frau dagegen schutzlos in Deutschland bei einer Pensionsinhaberin zurück- ließ. Wie es Frau Ludendorsf dort erging, ist auch beachtlich: Die Hausgenossen singen an zu murren und wurden schwierig. Sie forderten von der P e n s i o n s i n h a b» r i n einstimmig, sie solle mich wegschicken. Mein« An- wesenhett gefährde die Sicherheit aller, wo ich wäre, müsse es über kyrz oder lang zu bösen Schießereien komnien. DI« Gäste de» Hause» bestanden zum größten Teil aus Ofstziersfamlllen. mst vielen war ich sogar befreundet.' Ihr Benehmen verletzt« mich daher außerordentlich, und ich war fest entschlossen, meinen Platz nicht gutwillig zu räumen. Aber alle« Sträuben half nichts. Binnen zehn Minuten wurde ich eines Tage» auf die Straße geseht. Dieses Charatierblld oerdient für all« Zeiten festgeholten zu werden, etwa unter der Ueberschrist:.Ludendorff» Gattentreue, deutsche Offizier», und Freundestreue in schwerer Zeiti" SSnig Fuads Empfang in Versin wird, was Programm und Feierlichketten anbetrifft, dem Empfang Amarnillahs sehr ähnlich sein. Und das. was hinterher kowntt... 7 l Rumäniens Minderheitsvölker. . SozialistlsM?iechtsforderung. � Cht« Delegation der Sozialdemokratischen Partei Rumänien?. bestehend au? den Abg. Ioh. F l u e r a s, Dr. Jakob P i st i n e r und Dr. Lothar Radacanu hat dem Ministerpräsidenten M a n i u ein Memorandum über die Fragen der nattonalen Minderheiten überreicht. Das Memorandum erinnert an die Versprechen der Resolution, die 1918 von der Nationalversammlung in Alba- Julia beschlossen wurde, und stellt Ihre Nichterfüllung fest. Es wirb die Schaffung eines besonderen Minderheitengesetzes ge- fordert, das die in der Resolution von Alda-Julia enthaltenen Prinzipien in die Tat umsetzen soll. Noch vor der Schaffung dieses Gesetzes müsse aber die Frage der Minderheitenschulen gelöst werden. Es müsse wenig- stens dos unzureichend« bestehende Gesetz durchgeführt werden, wonach in allen Ortschaften, wo ein« gewisse Anzahl Minderheiten- schüler existiert, diesen das Recht aus staatlich« Minderheiten- schulen zusteht. Es wird darauf hingewiesen, daß es„einen staai- lichen Dolksschulunterricht für die Minderheiten fast überhaupt nicht gibt". Oos Attentat von Kowno. Der verhastete Dosilius— ein Demokrat. Memel. 11. Mai. Der unter dem Verdacht der Teilnahme an dem Anschlag ävf Woldemara» oerhaftete Student Vostlins gehört der Studenten- organifatton Lufchra(Morgenröte) an. einer erlaubten demo- k r a t i f ch« n Organisation, die zwar in Opposition zur Regierung steht, aber weder kommunistisch noch sozialistisch ist. In den letzten Tagen wurden etwa 45 sozialistische Studenten und 25 Studenten von den Auschreninkai verhaftet. Im Befinden der beiden bei dem Anschlag auf Woldemara» schwer verletzten Per- sonen ist eine Besserung nicht eingetreten. „Sly." Städtisch« Oper. In der Städtischen Oper gelangt Ermann? Dolf-Fer- rari» tragische Oper„S l y" zur Berlin«? Erstaufführung Di« Gesamtdarstellung ist nicht stark genug, um die dichterifch« Unschth«tt und musikalische Schwäche des Werts vergessen zu machen. Immer. hin fehlt es nicht an Theaterwirkung. Beifall nach den Aktschlüssen. K-K. Wie Herr Ende berichtigi. Er war doch ia der Exzelsiordiele! Der kommunistische Reichstagsabgeordnete End« hott« uns eine Berichtigung geschickt. Gegenüber den Ausführungen des Gc- nossen Künstler in der Berliner Funktionürverfammlung be- hauptete«r. es sei unwahr, daß er am Mittwoch abend in eleganter Begleitung in der Exzelsiordiele ge- wesen sei. Der Ton dieser Berichtigung liegt auf Mittwoch. E? war in der Tat nicht Mittwoch, sondern Donnerstag! Um so schlimmer sür Herrn Endel Am Donnerstag, d«m 2. Mai. sielen in Neukölln die meist«» Opfer. Di« von der KPD. eingesetzten Gruppen führten die Provokation der Polizei fort, Herr Ende aber saß in eleganter Begleitung in der Exziksior- diel« und amüsiert« sich, während in Neukölln die Opfer fielen! Dann aber„berichtigt" er noch! Verurteilung ein» condbündlers. Wegen Vergehen? gegen dos Republikschutzgesetz wurde w Halle der Redakteur von der Tages- zeitung„Kreislaitdbund" zu einer Geldstrafe von 400 M. oerurteilt. Er hatte in einem Lettarttkel den Staat al».Beschützer maßlosester Schweinereien und ordinärer Unsitten" bezeichnet. Zerschlagung der Ortskrankenkassen Ein Mahnruf an das preußische Wohlsahrtsministerium. Seit Iahren kämpft die organisierte Arbeiterschaft um die Schaffung leistungsfähiger Krankenkassen. Di« ungeheure Z e r» splitterung in der Krankenversicherung hat sich stets hemmend einer wirksamen Durchführung der Krankenhilfe in den Weg gestellt. Nahezu 8000 Krankenkassen sind zur Durchführung dieses Zweiges der sozialen Versicherung vorhanden. Unter diesen 8lMX> Krankenkassen befinden sich nicht weniger als 3700, die weniger als 500 Mitglieder zählen und 2S00, die weniger als 2Ö0 Versicherte umfassen. Kennzeichnend für die örtlichen Verhältnisse ist das Beispiel von Berlin, wo allein nicht weniger als 13 Bäcker-Innungs- krankenkaffen bestehen. Daß infolge einer solchen Zersplitterung die Durchführung der Krankenversicherung stark zu leiden hat, ja daß sie teilweise selbst gefährdet ist, konnte Genosse L i t k e im Reichs- ■ ta�e vor einigen Tagen darlegen. Wenn heute noch Innungs- krankenkaffen mit 16 Mitgliedern, darunter 3 Gesellen und 13 Lehr- lingen. gebildet werden, so darf man sich nicht wundern, wenn in solchen Kassen die Rechte der Versicherten aufs ärgste beeinträchtigt werden. Die Rechnungs- und Kassenführung ist in diesen Zwerg- kassen derart mangelhaft, daß sie schon sehr häufig von amtlichen Revisoren beanstandet werden mußte. Genosse Litke mußte daraus hinweisen, daß z. B. den Versicherten einer kleinen Fleischer- Innungskrankenkasse an Stelle des Krankengeldes Wurst angeboten wurde. Derartige Beispiele sind durchaus nicht vereinzelt. Diese argen Mißstände sind wiederholt Gegenstand von Verhandlungen zwischen Reichs- und Länderbehörden, den Gewerkschaften aller Richtungen und den Krankenkaffenspitzenvcrbänden gewesen. Cs darf anerkannt werden, daß die meisten Länderregierungen sehr, wohl Verständnis für die Beseitigung solcher Mißstände gezeigt haben. Eine bedauerliche Ausnahme bildet der preußische Minister für Volkswohlfahrt, der in diesem Falle leider unter dem Einfluß seines Referenten Geheimrat Hoffmann steht. Dieser Ge- hcimrat hat seit Iahren trotz energischer Vorstellungen der Gewerk- schoften und der Krankenkassenspitzenverbände leistungsunfähige Krankenkassen zugelassen. Diese userlose Zulassung kleinster Znnungskrankenkassen wurde fortgesetzt, trotzdem der Reichstag am 4. April 1927 die Reichsregierung ersuchte, darauf hinzuwirken, daß die Voraussetzung für die Errichtung neuer Land-, Betriebs- und Innungskranken- kaffen von den Oberoersicherungsämtern schärfer geprüft und die Genehmigung bei der Bildung leistungsunfähiger Kassen versagt wird, Während alle Länderregierungen den Anregungen des Reichs- arbeitsministeriums entsprachen, haben wiederholte Verhandlungen im Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt zu keinem Erfolg geführt. Selbst der frühere, der Zentrumspartei angehörige Reichsarbeitsminister Dr. Brauns hat in einer Rede am 11. März 1928 im Reichstag erklärt, daß es mit der Gründung kleinster leistungsunfähiger Innungskrankenkassen nicht mehr so weitergehen dürfe und in Aussicht gestellt, daß bei der Gründung von Innungs- krankenkaffen neben einer Mindestmitgliederzahl auch die Zustimmung der Gelellenausschüsse festgelegt werden müsse. Wiederholt« Verhandlungen im Beisein des Preußischen Minister» für Volkswohlfahrt ließen die Hoffnung auf- kommen, daß eine Beseitigung der gröbsten Mißstände möglich wäre. Auf solche Zusicherungen wurde vom Minister selbst w einer Plenarverhandlung des preußischen Landtags hingewiesen. Trotz- dem hat es der Geheimrat Hoffmonn später verstanden, eine andere Haltung des Ministeriums herbeizuführen. Dies« schwankende Haltung des Ministeriums hat zu einer Rechtsunsicherheit in der Auslegung der gesetzlichen Grundlagen für die Neubildung von Krankenkassen geführt, deren weitere Entwicklung nunmehr zu den größten Besorgnissen Anlaß gibt. Während Geheimrat Hoffmann bis jetzt die Zulassung kleiner und kleinster Innungskronkenkassen ausgesprochen hat, anscheinend zur Stärkung des Handwerks, werden neuerdings zum Schaden der Versicherten systematische Bestrebungen unterstützt,'die auf eine völlige Zerschlagung der Ortskrankenkassen hinauslaufen. Au» der ganzen Entwicklung der Gesetzesbestimmungen über die Bildung und Zulassung von Innungskrankenkassen ist zu folgern, daß Innungskrankenkassen nur aufrechterhalten und er» richtet werden sollten für handwerksmäßige Betriebe. Die in Frage kommenden Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung sind in dieser Hinsicht völlig eindeutig. Trotzdem werden vom Minister für Volkswohlfahrt Innungs- krankenkassen genehmigt, die diesen Voraussetzungen nicht ent- sprechen. In Düren z. B. ist eine Innungskrankenkasse der Kauf- Mannschaft genehmigt worden, die vom kleinsten GemLseworen- Händler bis zum großen Warenhaus Tietz alles versichert, was nur in einem kaufmännischen Betriebe tätig ist: Geschäfte, die mit dem Geist und Sinn der Innung nicht das mindeste zu tun haben! Der unerhörteste Vorgang ans diesem Gebiete spielt sich aber seht in Remscheid ab. Hier haben sich Betriebe zu einer freien Innung zusammengeschlossen. die nicht zu den handwerksmäßigen, sondern offensichtlich zu fabrik- mäßigen Unternehmungen gehören. Dieser Zusammenschluß von industriellen Werken zur Schaffung von Innungskrankenkassen ist ein Mißbrauch der gesetzlichen Bestimmungen über die Schaffung solcher Krankenkassen und hat selbst bei dem Reichsverband des deutschen Handwerks zu schwersten Bedenken geführt. Alle örtlich beteiligten Körperschaften und Behörden, wie Handwerkskammern, Handelskammern usw. haben sich eindeutig gegen die Anerkennung solcher Gesamtfabrik krankenkaffen unter dem Deck- mantel einer Jnnungskrankenkaffe gewandt. Di« Handwerkskammer Düsseldorf hat sogar in einer Entscheidung dem Gesellenausschuh das Wahlrecht für die Handwerkskammer genommen mit der Motivie- rung, daß die Mitglieder des Gesellenausschusses keine Handwerksgesellen, sondern Fabrikarbeiter seien. Trotz dieser schwerwiegenden Bedenken aller beteiligten Kreise ist zu befürchten, daß durch die Genehmigung dieser Jnnungskrankenkaffe die. in, langjähriger mühe- voller Arbeit zum Schutze der versicherten Bevölkerung geschaffenen Einrichtungen der Allgemeinen Ortskrankenkasse völlig vernichtet werden. Die Allgemeine Ortskrantenkasse Remscheid zählt 20 000 Mitglieder. Durch die Errichtung der„Jnnungskrankenkaffe"' gehen der Allgemeinen Ortskraukenaksse 12000 bis 13 000 Mitglieder ver- loren. Die restlichen zirka 8000 Mitglieder setzen sich aus den un- günstigsten Ristken d�r Krankenversicherung zusammen. Der Reichs- arbeitsminister Wissel! hat in seiner Etatsrede die S o l i d a r- hastung aller Versicherten als das Fundament der deutschen Sozialversicherung herausgestellt. Diese Solidarhaftung wird durch das Verhalten des preußischen Wohlfahrtsministeriums vollkommen beiseite gestellt. Bis zum heutigen Tage hat der preußische« Wohl- fahrtsminister den Vollzug der Errichtung dieser Innungstraicken- lasse nicht ausgesetzt, obwohl er von den verschiedensten Instanzen darum ersucht worden ist. Aus diesem Grunds ist zu befürchten, daß, wie es der bisherigen Praxis des Wohlfahrtsministeriums entspricht. in wenigen Togen die Genehmigung zur Errichtung dieser Gesamt- fabrikkrankenkasse ausgesprochen werden wird. Es darf nicht sein, daß der preußische Wohlfahrtsminister auch die Errichtung dieser„Innungskrankenkasse" genehmigt, damit nicht die Allgemeine Ortskrankentasse Remscheid zerschlagen wird! Hier hat in erster Linie der L a n d t a g zu sprechen. Aber auch der Reichstag kann nicht schweigen. Ihm liegt ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion vor, durch ein Sperrgesctz die Errichtung von Innungskrankenkassen bis zur Reform des.Zweiten Buches der Reichsversicherungsordnung auszusetzen. Don den Parteien des Reichstages muh erwartet werden, daß sie dem sozialdemokratischen Antrage keine Schwierigkeiten in den Weg legen. lks gehl um die Aufrcchlerhaltuug der deutschen krankenver- sicherung! (Gewerkschaftliches siehe 3. Beilage.) L-raatwortlich fQc Politik: Dr. Citri Geyer: Wirtschaft:®. nljyyelhZter; «Lto>«rlschaf:sbeo>egi:na: Z. Stciaer: Feuilleton t X. S Dilcher: Lokale» aad Sonltiae«: Fnft Xarftädt: Aneeiaen: CV Sl»e« sämtlich in Perlin. jZrrlaa: Lorwärtz-Vcrlag GmbH.. Berlin Druck: Vorroarls-Buchdrucktre« unb Brrlaasonsjalt Paul Cinflcr u?o Sctlin£® 88 CinbcnftraR« i Hierzu 4 Beilagen uu»„Unterhaltung nnd Wissen'. herrEnkleidung und-Wäsche für garten und balkon Sportanzug 4 teilig, eilt longeie Beinkleid end Golfhose oder Breech»», QE in englischem Geschmack OS»m Perkal-Oberhemd gefünene Brust, mit I Kragen, � in modernen Dessl n»«990 Sommer-Mantel 2rGlhlo# mit Rundgvrt gute Streichgarn-Qualität, Q q braun gemustert 00>9m Nachthemd färb, indanlhr. 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Es gibt noch Gegenden, die selten besucht werden und daher wenig bekannt sind. Das Hinterland der Uckermärker Endmoräne ist ein« solche Gegend. Ein Blick auf die Karte zeigt klar, warum die Wanderer dieses Gebiet wenig beachten: die große Schorfheid« im Westen von Joachimsthal mit ihren unbestrittenen Reizen lockt ge- waliig. Was kann schon viel zu sehen sein in dem Waldgebiet zwischen Joachimsthal, Ängermünde, Greifenberg und Ringenwalde? Unter nehmen wir ein« Fahrt in dieses Land. Wir steigen in Alt-Hüttendorf(kurz vor Joachimsthal) aus dem Kleinbahn- zug, durchwandern das Dorf und gehen am Seeufer entlang auf den Grumsinsee zu. Vom hochgelegenen Friedhof in Alt-Hütten- dorf mit seiner mächtigen Eiche haben wir einen weiten Rund- blick a u f d e n G r i m n i tz s e e. Fast kreisrund liegt er da. sein« Ties« beträgt höchstens sechs Meter. Er ist stark verschilft und bietet uns den typischen Anblick eines verlandenden Stausees. Von dem Werbellinse« ist er in der Luftlinie nur knappe zwei Kilometer entfernt Dennoch liegt er fast 22 Meter über dem DZasjer- spiegel des werbellio. Der Grimnitzsee liegt nämlich auf der End« moräne, während der Werbellinsee gewissermaßen die Abfluß- rinne darstellt. Was aber ist denn eine'Moräne? Mit Moräne bezeichnet die Wissenschaft die oft recht ansehn, lichen mit Sand gemischten Geröll«, die die nordischen Gletscher während der Eiszeit vor sich herschoben und die dann mit Erlöschen der Eiszeit zum Stillstand und zur Ablagerung kamen. In weitem Bogen zieht sich die Moräne von O st preußen herüber, berührt mit ihrem Joachimsthaler Bogen märkisches Gebiet und oerläuft dann nach Mecklenburg und Holstein zu Die wasser- undurchlässigen Geschiebemergel der Endmoräne begünstigen die Anlage von sogenannten Stauseen, die sich denn auch im Hinterland der Uckermärker Endmoräne in reicher Zahl vorfinden. 3nleressaul ist bei allen diesen Seen der teilweise recht beträchtliche höhenunter- schied und ihre weit fortgeschrittene lZerlandung So sind Höhenunterschiede von 40 bis 50 Metern nicht selten. Zwischen Wolletz und M o o s s e« sind es 49 Meter, zwischen dem schwärzen See und seinem nur ,hv0 Meter entscrnten südlichen Nachbarsee schon 18 Meter. Teilweise sind die Seen vollkommen verlandet. Auf jie.r Kart« steht immer noch ein Melln-See oerzeichnet, der schon lange kein« offene Wasserfläche mehr hat. Aber zurück zu unserem Seeweg bei Alt-Hüttendorf. Wir schauen über den Grimnitzsee hinweg nach Joachimsthal und Alt- Grimnitz. In Alt-Grimnitz stand das Schloß, in dem im Jahre SSUck auf den QrimnHzsee. 1529 der Friede zwischen Brandenburg und den Herzögen von Pommern geschloffen wurde; es muß damals schon sehr brüchig ge wesen sein, denn im Jahre 1549 brach die Kurfürstin Hedwig durch ein« morsch« Stubendecke durch und fiel mit dem Unterleib so unglücklich in ein Hirschgeweih, daß sie seit der Zeit siech blieb. Von Joachimsthal sehen wir einige Türme und Dächer. Die Stadt hat bis zur weiteren Ausdehnung des Fremdenverkehrs eine schwere Zeit durchmachen müssen. Der Boden ist wenig ertragreich, und erst die Anwendung de? künstlichenDüngers schasfie hier Wandel. Die ärmlichen Verhältnisse der Stadt waren im ganzen Lande be- kannt und wurden schon fast als gottgegebene angesehen. Anders kann man es nicht verstehen, wenn im Jahre 1855 ein Chronist gegen den zunehmenden Luxus der Joachimsthaler wettert.„Hat doch heute die Stadt sogar zwei Kuchenläden, woran man vor dreißig Jahren nicht einmal im Traum dachte.' So schrieb 1855 ein Mucker. Was würde er wohl lzeute sagen, wo über dreißigKonditoreieninJoachimsthal vorhanden sind? Wir reißen uns nun aber endlich von Alt-Hüttendorf los, werfen nur rasch noch einen Blick auf die alt« Feldsteinktfche mit dem Holzturm und folgen dem Weg nach Norden. Amt Grimnitz mit seinen zwei Storchnestern bleibt rechts liegen, am G r u m s i n s e e betreten wir den Mischwald.(Der Grumsinsee hat am Südufer eine feine B a d e st« l l e!) Hier im Forst Grumsin beginnt das cigcnt- liche Wandergcbiet. Im Norden liegt der Görlsdorfer Forst, der mit in unsere Wanderung einbezogen werden soll. Di« beiden Wälder sind mit Höhenzügen durchsetzt, anmutig wechselt Laub- und Nadelwald. Viele Seen sind vorhanden, die Gelegenheit zu ge- sundem Ausruhen bieten. Was besonders auffällt, ist der Reich- tum an Wild, d«r immer ein Zeichen für eine wenig begangene Gegend darstellt. Hirsche. Rehe und Damwild finden wir reichlich, Wildschweine kann der aufmerksame— und leise!— Wanderer ebenfalls zu sehen bekommen. Schlangen sind besonders im südlichen Teil des Forst Grumsin stark verbreitet, vor allem natürlich Kreuz- o t t e r n, Ringelnattern und Blindschleichen. Letztcrc gehört ja zu den Eidechsen, aber der Naturfreund hält sich an die Schlangenähnlichkeit. Im dichten Gestrüpp hockt die Eule und der W o l d k a u tz, der seltene M o r d e r jagt den slinken Eich- Hörnchen nach. Hoch oben streicht mit langen Schlägen der Reiher durch die Lust, und weit über ihm segelt der Bussard, dessen wcithinfchallendes Hiäh den stillen Wanderer immer bc- gleitet. Für die botanisch Interessierten ist ebensalls reichlich gesorgt. An den nördlichen Seen wächst der in der Mark seltene Kolben- bärlapp(.Lycopodium davaturn) und der Sonnentau (Drosera i otirndilc-lia). Wacholder und Stechpalme (llex aquilolia) finden sich stellenweife. Unsere Freunde der Vor- geschichte mögen die alte Begräbnisstätte aus der Landenge im Prüßnicksee besuchen. Eine Besichtigung des Angcrmllndcr Heimatmuseums ist in diesem Zusammenhang zu empfehlen. Für Uebcrnachtung ist gut gesorgt. In dem Dorf G l a m b c ck, das sich bei mehrtägigen Wanderungen durch sein« zentrale Lage inmitten des hier befchriebenen Wandergebietes als Stand- quartier empfiehlt, gibt es Unterkunst im Gasthaus und Scheunenquartier auf dein Gutshofe.(Vorher bei dem Hegemeister anfragen.) Wer von Süden kommt, benutzt am besten«ine Sonntagskarte bis Werbellinsee. Ausdauernden Läufern kann der Anmarsch auch von Chorin(Sonntagskarte!) aus empfohlen werden. Von den Kern- bergen hinter Buchholz hat man ein« weite Aussicht auf das hier geschildert« Gebiet des Hinterlandes der Uckermärker Endmoräne. „Mir tut bloß einer leid.." Oer Mordfall von Klein-Kohlischken wird immer rätselhaster. Die umfangreichen Zeugenvernehmungen im Znfierburger Mordprozeß wurden gestern ein gutes Stück weitergeführt. Da die Vorgänge bekanntlich zehn Zahre zurückliegen, waren die Aussagen zum Teil recht unsicher. Der Vorsitzende oernahm weiter ein« Frau G l o m s, die mit ihrem Mann« während der Haft der Frau Jaquet den Hof bewirt- schaftete. Sie bekundete, daß sie einen Militärmantel im Schrank der Wohnstube und einen zweiten auf dem Boden des Hauses ge- funden habe. Während diese Zeugin behaupt«t, daß an diesem Mantel keinerlei Blutspuren zu sehen war«n, erklärte Frau Hölzner, daß an dem Mantel in der Wohnstube Blutspritzer mit bloßem Auge zu sehen gewesen seien. Dann' kam durch di« Zeugin eine merk- würdige Sache zur Sprache. Bei der Nichte der Frau Jaquet, Fräu- l«in Girleit, trafen zweimal Briese mit Geld ein, iu denen verlangt wurde. von diesen Summen Blumen zu taufen und diese bei Frau Gloms abzugeben, und daß diese sie an Frau Jaquet weiterleiten solle. Diese Briefe, die Poststempel einer Ortschaft trugen, die es gar nicht gibt, wurden beide Male von Jungen an Fräulein Girleit gebracht. In den Brief«» lagen Zettel, die an die Blumen geheftet werden sollten, mit der Inschrift:„Unserer großen Wohltäterin und ihrem verstorbenen Gatten" sowie„Lerneleiden ohne zu klagen". Der Bruder der Frau Jaquet ist dann zu Frau Gloms gekommen, um Nachforschungen anzustellen, wer seiner Schwester die Blumen schicke. Sauerbaum erNärte dabei:»Diese Blumen kommen von dem Mörder als Sühne." Der Direktor derStrafan st alt in Wartenburg, Kurz- hals, wurde über die Führung Dujordins im Zuchthaus befragt. Er erklärte, daß Dujardin sich stets tadellos geführt und alle Arbeiten zuverlässig verrichtet habe. Dujardin habe stets und ständig sein« Unschuld beteuert. Er sei einer der besten Ge- fangenen gewesen und habe sich auch nicht an Revolten beteiligt. Auch der Strafanstaltsbeamte Keßler bekundete, daß der Ange- klagte stets seine Unschuld beteuert habe. Vors.: Hat man ihm nie nahegelegt, ein Gnadengesuch einzureichen? Zeuge: Gewiß, sehr oft, er erklärte aber, daß«r keine Gnade, sondern die Wiederher- stellung seiner Ehre wolle. Der folgende Zeuge, Strafanftalts- inspektor Reinhold, sagte aus, daß Dujardin einen Posten gehabt hätte, der ihm die Flucht leicht gestattet habe. Er habe aber nie von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.„Ich bin seit 34 Jahren Strafanstaltsbeamter, aber von der Unschuld Dujardins war ich vom ersten Tage an überzeugt!" Dann wurde unter großer Spannung der ö4jährige Oberkellner Gustav Sauerbaum, der Bruder der Frau Hölzner, vernommen. Der Zeug« wird vom Vorsitzend«n ganz besonders ein- dringend ermahnt, die Wahrheit zu sogen. Sauerbaum schildert, daß er zur Zeit des Mordes als Soldat in Königs- b e r g gestanden habe, wo ihn auch das Telegramm vom Tode seines Schwagers erreichte. Das letztemal sei er vier Wochen vor dem Morde in Klein-Kohlischken gewesen. Er habe aus die Mord- nachrichte Urlaub bekommen und sei nach Jnsterburg gefahren, wo er der Verhaftung seiner Schwester beigewohnt habe. Auf Befragen des Vorsitzenden gab d«r Zeuge eine Darstellung, was seine Schwesi«r ihm von d«r Mordnacht erzählt habe. Seine Aussage deckte sich mit der der Frau Jaquet. Vors.: Auf wen hatten Sie Verdacht? Zeuge: Auf Dujardin. Vors.: Wieso denn? Zeuge: Weil mein Schwager mir sagte, er wolle den Wachtmeister Warschus bitten, Dujardin abzulösen, da er ihm unheimlich vorkomme. Außer- dem ging doch die unheimliche Geldgier Dujardins daraus hervor, daß er dauenid eine reich« Frau suchte. Vors.: War. bei dieser Unterredung mit ihrem Schwager noch jemand dabei? Zeuge: Ich glaube nicht. Vors.: Haben Sie ihrer Schwester von ihrem Mordverdacht auf Dujardin gleich nach der Ankunft Mitteilung gemacht? Zeuge: Jawohl, aber mein« Schwester sagte, das komm« gar nicht in Frage. Vors.: Nach der Haftentlassung der Frau Jaquet haben Sie sich mit ihrer Schwester schwer gezankt und dabei gesagt:„Du wirst schon hören, mir tut bloß einer leid. Was meinten Sie damit? Zeuge(nach langem Zögern): Das kann ich mir gar nicht denken. Dorf.: weshalb hat ihre Schwester 30 000 Mark von der Baak kurz vor dem Mord abgehoben? Zeuge: Mein Schwager und ich hatten besprochen, daß er die Gastwirtschaft in Moteningken taufen wollte, die ich bewirtschaften sollte. Vors.: Ihre Schwester macht hierüb«r verschiedene An- gaben. Was haben Si« denn nun, als Sie für ihre Schwester den Hof verwalteten, mit den 30 000 M. gemacht? Zeuge: Für die Wirtschast verbraucht! Beisitzer: Das ist einfach unmöglich. Di«se Summe beträgt die Hälfte des Wertes des Hofes. Vors.: Der Hof brachte ja auch sehr schöne Einkünfte, die haben Sie auch feXtaunendeeki i a II n£ � � �® v 24.—| loberlakeni a®•;rr,#£Ä5.M| Daunen 59-- i_ OTatMlMurlk- Daunendecke»�.«cu, tuter Oeueuu«». f"*'' 7 4,— uTb e r I a k e n i„».Si.SLi.«.»"'-"«""1 tlour, et ISO X........... A Güstav Steppdecken Trikotstoff -.8.90 doppel» eeltig, Satin doppelseitig, in diversen Farben, .»»»-. 11.75 Kindertagen || Bit Ii Daunen, IMxMO..../ j,— I Ueberiaken ff."■" cengenee Dnllltliuien, ct.»0x25«#.90 MnUM........, ECKE I 138 [Sebgert fln-5trj an Jer BBrnnrcK-Sttl (Verkauf nur Prinzenstr. Ecke Sebastlanstr.) Klappwasen Klappwasen nii Vsrdeclc, dopp. »chsen-Feilnrunz._ belle Farben..«9 «.Verdeck, Feder- Ctall«.Olliea, 4 A e Farben.. a95f•'» i tHifwowftf. fat ihre Schwester dpmr keine Abrechnung aerkangt? Zeuge: Nein. V o r s.: Das ist j? sehr meiAwürdig. Vors.: Sie waren doch dabei, als der blutbefleckte Mantel gefunden wurde. Wo waren die Blutflecken? Zeuge.: An der Brust. Sie waren etwa hofelnuhgrast. Als Solhät erkannte ich sofort, daß es Blut war. als wir die Sachen auf dem Boden fanden.' Vors.: Und Sie haben den blutbefleckten Mantel nüht sichergestellt? Das ist ja werkwürdig. Zeuge: Der Mantel ist doch, soweit ich weiß, der Staatsanwaltschaft vorgelegt worden. Vors.: Ihre Angaben «eichen vollständig von der Darstellung ihrer Schwester ab. Sie scheinen sich beide vorher nicht verständigt zu haben. D u j a rd i n: fyeiiit nach zehn Zahren schlendern Sie mir den Mordverdacht in» Gesicht, warum haben Sie das nicht vor zehn Zahren den, Gericht gesagt? Zeuge: Ich... ich hatte keine Veranlassung. Vors.: Ei« können auf die folgende Frag« die Antwort ver- weigern,.lhaben Sie den Revolver hinter den Ofen geworfen? Zeug«: So wahr ich hier stehe... Bors,(eindringlich): Haben Sie. Zeuge, irgend etwas mit dem Mord« zu tun? Zeuge: Nie im Leben. Bars.: Wollte ihre Schwester von ihrem Manne fort? Zeug«: Nicht daß ich wüsjte. Der Zeuge wurde darauf vom Gericht vereidigt, nachdem Sauerbaum noch vorher die Erklärung abgegeben hatte, daß er sich bei seinen Beobachtungen möglicherweise geirrt haben könne, und die Angaben seiner Schwester richtig seien. Der hierauf vernommene Sachverständige, Medizi- nalrat Dr. S ch u b a rt- Insterburg, hat die Leiche des I o g u e t nach der Exhumierung 2Vb Jahre nach dem Mord auf Vorhandensein von Morphium untersucht. Die chemische Untersuchung habe allerdings nichts Positives mehr ergeben können, da Morphium sich so lang« nicht in Leichenteilen hält. Der zweite Sachverständig«, Sanitätsrat Dr. Laser- Insterburg, hat die Leiche des Iaquet seziert. Der Schuß auf den Ermordeten müsse seiner Zlnsicht nach mit voller Kaltblütigkeit aus einerEntfcrnung oon2 5 Zentimeter abgegeben worden fein. Um einen aufgesetzten Schuß handele es sich aber nicht. Der Tod Iaquets müsse auf der Stelle eingetreten sein. Das Gericht vernahm dann im Anschluß daran den Detektiv Z e i s i n g aus Königsberg, der von dem Zeugen Sauerbaum am Ist. Mai 1919 beauftragt worden war, zugunsten der Frau Iaquet Ermittlungen in der Mordsache anzustellen. Der Zeuge hat darauf- hin seinen Angestellten Motzet nach Klein-Kohlischken gesandt, der nach längerer Tätigkeit seine Ermittlungen dahin zusammenfaßte, daß Frau Iaquet die Täterin, Dujardin offenbar der Mitwisser sei. Der Zeuge erklärte, dqß er 14 Tage nach dem Mord noch eine deutlich sichtbare Fußspur unter dem Schlaf- zimmersenster gesehen Hab«. Die Spitz« des Schuhes habe nach dem Garten hin gelegen. Vo rs.: Wir haben hier einen Brief bekommen, Herr Zeuge, daß Sie bereits im Jahre 1919 den Schuldbeweis gegen Frau Iaquet in der Hand gehabt, ober gegen Zahlung von SO 000 Mark reinen Mund gehalten haben. Zeug«: Das ist vollständig unsinnig. Ich habe im ganzen 2500 M. für mein« Bemühungen bekommen, und habe außerdem damals in meinen Akten den Der- merk gemacht, daß ich Dujardins Verurteilung für un- rlchtighalte. Zum Schluß der Sitzung wurde die Nicht« der Frau Iaquet, Frau Stolz, vernommen, die nach der Haftentlassung der Frau Iaquet in Klein-Kohlischken die Wirtschaft gelernt hat. Die Zeugin gab an, daß gelegentlich eines Gespräches di« Tante zu ihr gesagt habe: Vielleicht ist der Dujardin doch kein Mörder, dann kann ich ihm so recht nachfühlen, wie ihm zu Mute ist. In dieser Zeit sei ihr« Tante sehr nervös gewesen und habe nachts im Schlaf fromme Lieder gesungen. Die Zeugin berichtete dann noch kurz über einen Zusammenstoß, den Sauerbaum und seine Schwester, Frau Iaquet, nach ihrer Haftentlassung gehabt und bei dem ihr ihr Druder mit den Worten gedroht habe: Du wirst von mir noch hören. mir tut nur einer leid. Die Sitzung wurde dann geschlossen und auf Montag- morgenvertagt. Probleme der modernen Ehe. Or. Kautsky-Wien spricht zur Krage sozialistischer Sexualresorm Im dichtgefüllten Saal des tehrorvereinshaufes sprach Dr. Karl Kau« skq in ösfenllicher Versammlung zu den Berliner Soziolistinnen, denen sich auch viele Männer und Zugendllche zugesellt halten, über Probleme der modernen Ehe. Wie Frau Mathilde Wurm in ihren Begrüßungsworten be- tonte, verfügt Dr. Kautskq als Leiter der ersten kommunalen Eheberatungsstelle in Wien über besonders reiche Erfahrungen auf diesem Gebiete. Dr. Kautsky sagte vorweg, daß er sein Thema mit dem Begriff„oexuclprobleme" zugleich erweitern und beschränken wolle, erweitern in dem Sinne, daß er auch die unverheirateten Paare mit einbeziehe, begrenzen, indem er die Fülle der heute sich aufdrängenden Eheprobleme als Arzt auf das Gebiet der Sexual,- tät und des körperlichen Momentes in Ehe(oder freiem Verhält- ins) beschränken wolle. Innerhalb dieses so umgrenzten Gebiete» wolle er die Probleme der Arbeiterfrau ganz besonders berück- sichtigen. Die größere allgemeine Lebenssähigkeit des weiblichen Geschlecht» gegenüber dem männlichen, so führte der Redner aus, besteht nicht für die Zeit vom 20. bis 35. Lebensjahr, wo in der Vollkraft ihrer Jahre mehr Frauen als Männer dahingerosst werden, und zwar vorwiegend erwerbstätig« Frauen der Arbeiterschaft, die der ihnen auferlegten dreifachen Belastung nicht gewochsen sind. Während aber früher der Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung als unabänderlich hingenommen wurde, erwacht heut« auch bei den Masten das Bewußtsein von ihrer Trennbarkeit. Dafür hoben di« Frauen freilich von Aerzten und Klerikalen genährte Angstoorstellungen und geschlechtliche» Unbefriedigt- sein in der Ehe eingetauscht. Doch auch hiergegen erhebt sich das revoltierende Bewußtsein von der Mögtichkcit, die Zustände zu ändern. Dos Aussprachebedürfnis der Frauen, die noch in der vor- hergehenden Generation niemals auch nur zur leisesten Andeutung zu bewegen gewesen wären, ist heute sehr groß. Drei Gefahren bestehen für die Frauen im Geschlechtsleben: 1. die Gefahr der Ge- schlechtstranlheit, der man in Deutschland durch das Gesetz zur Be- kämpfung' der Geschlechtskrankheiten, um das die österreichischen Sozialisten Deutschland beneiden, wirksam begegnet. 2. die Gefahr der Schwangerschaft und 3. der Mangel an geschlechtlicher Befnr- digung. Die Angst vor Schwangerschaft findet in allen Kulwr- ländern ihren unwiderleglichen Niederschlag im Geburtenrückgang. Die Ursachen'sind die Erwerbsorbeit der älteren Ehefrau nnt be- reit» Mehreren Kindern, die Steigerung der Kulturansprüche und der Protest gegen die nutzlose Vielgebärerei in Verbindung mit hoher Säuglingssierblichkeit. Die Frau, die heute ihren Körper schult und pslegt, fürchtet die Entstellung im Konturrenz- kämpf der überzähligen Frauen um die Männer. Ihr Selbständigkeitsstrebcn ist oftmals so stark, daß sie lieber aus den Geschlechtsverkehr ver-ichiet, als daß sie sich durch eine Schwangerschaft in Abhängigkeil von dem Mann bringt. Um den heute stark bewußt gewordenen Eheschwierig- keitenzubegegnen, lehnte Dr. Kautstoy die von Lindsay und anderen Reformern gemachten Vorschläge als unbrauchbar ob. Seine Lösungen sind: Befragung des Arztes bei den typischen körpcr- lichen Ehestörungen, immer neu« Werbung des Mannes um die Frau und Erweckung der weiblichen Erotik durch den bewußt auf diese Aufgabe eingestellten Mann, Streben der Frau nach Schönheit und Erhältung der Jugend, Aenderung der Ehegesetzgebung, Be- Hebung der Wohnungsnot, Eroberung der Verwaltung, Mutterschutz, Eheberatungsstellen, Ausgabe von Berhütungsmitteln durch die Krankeilkasten, höheren Lohn des Mannes und ausreichende Freizeit, womit der Kampf um Sexual- und Ehereform einmündet in den großen Befreiungskampf des arbeitenden Volkes. Die Oiskussion bracht« eine wertvolle Ergänzung des Vortrages, indem von einer Rednerin die heute noch bestehende geschlechtliche Unterdrückung der Frau betont wurde. Die Frau bezahlt den oft schon sehr früh ein- setzenden Geschlechtsverkehr mit dem Verzicht auf volle Befriedigung, mit dem Verzicht auf Mutterschaft und mit dem Verzicht aus Liebe. Die Liebe, die heute in den nur sexuell betonten losen Beziehungen der Geschlechter entwertet ist, muß auf der neuen Basis der Kamerad- fchastlichkeit wieder als Grundlage der Ehe- und srcien Verhältnisse eingesetzt werden. Das Llrieil im Eliernmord-Prozeß. Schüler Artmann erhält mindestens 7 Lahre Gefängnis. Wien. lt. Mai. Im Elternmordprozeß A r l m a n n wurde heute der jugendliche Angeklagte wegen Mordes zu strengem Arrest von mindesten» 7. höchsten» 10 Zahren verurteilt. Unter großem Andrang des Publikums wurden Sonnabendvor- mittag die P l ä d o y e r s im Artmann-Prozeh begonnen. Als erster sprach der Staatsanwalt, der in seinen Ausführungen an den Behauptungen des meuchlerischen Eltern morde? festhielt. Cr logt», es tonne kein Zweifel darüber sein, daß Frau Artmann im Bette liegend zuerst erschossen wurde. Die Stiche seion ihr erst später zugefügt worden. Der Täter wollte dadurch einen Zweikampf vortäuschen. Es sei auch unzweifelhaft anzunehmen, daß auf den Vater vier Schüsse abgefeuert seien, als er noch schlief. Das beim Lokalaugenschein erfolgte Geständnis des jungen Artmann sei nicht e r n st zu nehmen und gebe nur eine Wieder- holung dessen, was er ursprünglich bei der Polizei ausgesagt habe. Die Wahrheit habe der Angeklagte n! e gesagt. Es sei a u z g e- schlössen, daß die Eheleute Anmann einander di« tödlichen Wunden zugefügt haben könnten. Die Tatfrage sei vollkommen klar. Unter großer Bewegung der Zuhörer schloß der Staatson- walt sein Plädoyer mft den Worten:„Als Mensch aus? tiefste er- schüttcrt, aber mit ruhigein Gewissen beantrage ich die Verurtei- l u n g des jungen Artmonn wegen meuchlerischen Elternmordos." Deutschösterreich kennt vier Arten des Strafvollzugs: Arrest, schweren Arrest, Kerker und schweren Kerker. Der Schüler Artmann konnte als Jugendlicher nicht zu Kerker, sondern nur zu Arrest verurteilt werden. Die Todesstrafe ist in unserer Nochbarrepu- Mit auch für Strafmündige seit der Umwälzung von 1918 abge- schafft.__ Lehren aus der Gchönleinstraße. Die preußische Siaaisregierung greift ein. Gelegentlich des Brandes bei der Firma T r o tz t i in der Schönlein st raße ist festgestellt worden, daß die zuständige Baupolizeibchörd« von einer Veräirdexung in der Ae- nutzungsart der Räume keine Nachricht erhalten hat. Wie der Amtliche Preußisch« Pressedienst mittellt, ordnen, um in Zukunft dem Entstehen baupolizeiwidriger Zustände durch Veränderung in der Bemitzungsart gewerblicher Räume nach Möglichkeit oorzu- beugen, die Minister für Volkswohlfahrt, für Handel und Ge- werbe und des Innern in einem gemeinsamen Runderl ah an die Regierungspräsidenten an, daß die staatlichen Polizeibehörden (Polizeiämter) und Gewerbeaufsichtsämter einen zu ihrer Kenntnis gelangten Wechsel in der Benutzungsart gewerblicher Räume in be- stehenden Gebäuden den städtischen Bmlpolizeibehörden mit- teilen und diese ihrerseits den genannten Behörden die ihnen zur Kenntnis gelangten Fälle bekanntgeben. Unsere sozialdemokratische Abgeordnete H o n n a hat in der vergangenen Woche in einem be! uns erschienenen Artikel daraus hingewiesen, daß der Arbeiter schütz gerode in teuer- Sack Xondon: ." (Beredt(igte Uebersetzung van Erwin Magmu). Als er an diesem Abend zu seinem Lager an der Klon- dike-Mündung zurückkehrte, fand er Kama vor, den Indianer, den er in Dyea zurückgelassen hatte. Kama hatte mit einem Kanu die letzte Post des Jahres gebracht. Er besaß«in paar hundert Dollar in Goldstaub, die Daylight sich sofort von ihm lieh. Dagegen versprach er ihm, einen Claim für ihn abzu- stecken, den er einregistr�eren wollte, wenn er Forty Mile passierte. Als Kama am nächsten Tage aufbrach, gab Day- light ihm«in« Anzahl Briefe an die alten Jungen? am unte- rcn Flußlauf mit, in denen er sie aufforderte, sofort zu kommen und sich Land abzustecken. Kama hotte von den anderen Männern in Bonanza Briefe mit ähnlichem Inhalt bekommen. „Das wird ein Zustrom, wie man ihn noch nie gesehen hat," lochte Daylight, und er stellte sich vor, wie die aufgeregte P»-völterung von Forty Mile und Eircle City sich in die Boot« werfen und in voller Fahrt die Hunderte von Meilen den Vukon hinauffahren würde, denn er wußte, daß man seinen Worten Glauben schenkte. Als di« ersten eintrafen, erwachte Bonanza Creek, und begann«in wahrer Wettlauf zwischen Lüg« und Wahrheit. bei dem auch die stärksten Lügner immer wieder von der Wahrheit geschlagen wurden. Wenn Leute, die Earmacks Worte bezweifelten, daß er zweieinhalb in der Pfanne ge- fanden hatte, selbst zweieinhalb fanden, so logen sie und sagten, sie harren«ine Unze gefunden. Und ehe die Lüge noch recht in Umlauf gekommen war. hatten sie nicht«ine. sondern fünf Unzen gefunden. Dann sprachen sie von zehn Unze«: wenn sie aber zum Beweis«in« Pfanne ansmuschen, so hatten sie zwölf darin. Und so ging es weiter. Sie logen getrost weiter, aber die Wahrheit blieb ihnen immer«ine Länge voraus. Eines Tages im Dezember füllte Daylight ein« Pfanne von der Felsunterlage seines eigenen Claims und trug sie in feine Hütt«. Hier brannte«in Feuer, fo daß da» Wasser in seinem Leinenbehälter nicht gefror. Er hockte sich neben dem / Behälter nieder und begann zu waschen. Erde und Schlamm schienen die Pfanne zu füllen. Als er sich in einem Kreise be- wegte, schwappten die leichten gröberen Teile über den Rand. Hin und wieder kämmte er die Oberfläche mit den Fingern und schöpfte ganze Hände voll Schlamm heraus. Der Inhalt verminderte sich beständig. Als er sich dem Boden näherte, gab er der Pfanne einen plötzlichen Stoß, so daß das ganze Wasser herausfloß. Der ganze Boden sah aus. als wäre er von Butter bedeckt. So schimmerte das gelbe Gold. Es war Gold— Goldstaub, grobes Gold, Goldkörner, Klumpen. Er war ganz allein. Er setzte die Pfanne einen Augenblick nieder und dachte an vielerlei. Dann wusch er zu Ende und wog die Ausbeute auf seiner Wage. Nach der gewöhnlichen Be- rechnung von sechzehn Dollar die Unze enthielt die Pfanne für reichlich siebenhundert Dollar Gold. Das übertraf feine kühnsten Träume. Er hatte erst gedacht, daß er zwanzig- oder dreißigtausend Dollar aus jedem Claim herausholen könnte, aber hier waren Claims, die wenigstens eine halbe Million wert waren, wenn auch das Gold in Flecken verstreut lag. An diesem Tage kehrte er nicht zum Schacht zurück, auch nicht am zweiten oder am dritten. Statt dessen zog er in leichter Ausrüstung, seinen Kaninchenfellschlafsack auf den Rücken ge- schnallt, aus, wanderte viele Tage hindurch und untersuchte das ganze benachbart« Gebiet. Er hatte das Recht, sich an jedem Wasserlauf einen Claim zu sichern, war aber zu vor- sichtig, um sich seine Chancen auf diese Weise zu begrenzen. Rur am Hunter Treek steckt« er sich einen Grund ab. Den Bonanza Cveek fand er von der Mündung bis zur Quelle abgesteckt, und dasselbe war der Fall mit jedem Bach und jeder Rinne, die in ihn mündete. Man hatte nicht viel Zu« trauen zu diesen kleinen Wasserläufen. Sie waren von den Hunderten von Männern abgesteckt, die zu spät zum Bonanza gekommen waren. Der beliebteste dieser Bäche war der Adams. Am wenigsten hielt man vom Eldorado, der ober- halb von Carmacks Claim in den Bonanza floß. Selbst Day- light glaubt« nicht recht an Eldorado, taufte aber doch einen halben Tlaimantell für emen halben Sack Mehl. Einen Monat später bezahlte er achthundert Dollar für den an« stoßenden Claim. Drei Monat« darauf erweiterte er wiederum seinen Besitz und bezahlt« vierzigtausend für«inen dritten Claim, und noch später aber das lag noch im Schöße der Zukunft sollte er hundertundfünfzigtausend für einen dritten an dem Creek bezahlen, der ursprünglich von allen am wenigsten gegolten hatte. Seit dem Tage jedoch, da er die siebenhundert Dollar aus einer einzigen Pfanne gewaschen und große Gedanken gehabt hatte, rührte er nie wieber Schaufel oder Hacke an. Wie er zu Joe Ladue am Abend nach diesem wunderbaren Ereignis sagte:„Joe, die Arbeit mit den Händen ist zu Ende. Jetzt fange ich an. mxin Gehirn zu gebrauchen. Ich will Gold bauen. Gold wird Gold zeugen, wenn man nur den Kopf am rechten Platze und genügend zur Aussaat hat. Als ich die siebenhundert Dollar auf dem Boden meiner Pfanne sah, da wußte ich, daß ich endlich Saatgut genug . hatte." „Und wo willst du es aussäen?" fragte Joe Ladue. Und Daylight hotte mit einer Handbewegung auf das ganze Land gezeigt, das um sie her lag, und auf die Flüsse und Bäche jenseits der Wasserscheide. „Dort." sagte er.„und ihr sollt sehen, wie es geht. Für den, der Augen hat, liegen Millionen hier. Und ich bab' sie gesehen, als die siebenhundert Dollar aus dem Boden meiner Pfanne hervorguckten und flüsterten:„Na, endlich ist Bur- ning Daylight da"." War Burning Daylight in früheren Tagen vor dem großen Goldfunde Earmacks der Held vom Bukon gewesen, so wurde er jetzt der Held des großen Fundes. Weit und breit erzählt« man sich die Geschichte seiner Chance, und wie er sie verfolgt hatte. Er hatte sie gut ausgenutzt, denn die fünf Glücklichsten besaßen zusammen nicht soviel Claim» wie er. Und«r verfolgte seine Chance immer weiter, ohne daß sein Glück ihn verließ. Die Klugen schüttelten den Kopf und prophezeiten, daß er jede Unze, hie er gewonnen hatte. wieder verlieren würde. Er handelte, behaupteten sie, als bestände das ganz« Land aus Gold, und keiner könnte ge- winnen, der es so machte wie er. Andererseits berechnete man den Wert seiner Claims auf Millionen, und manche hielten die für verrückt, die gegen Daylight wetteten. Hinter seiner prachtvollen Frei- gebigkeit und sorglosen Gleichgültigkeit in Geldsachen lagen eine gesunde, praktische Urteilskraft. Phantasie und die Kühn- heit des großen Spielers. Er sah voraus, was er nie mit eigenen Äugen gesehen hatte, und spielte so, daß er entweder viel gewinnen oder alle? verlieren mußt«. „Es ist zuviel Gold hier in Bonanza," behauptete er, „als daß es nur eine„Tajche" sein sollte. Es muß bestimmt von einer Mutterader irgendwo herkommen, und andere Creeks werden das beweisen. Behaltet den Indian-River im Auge. Die Bäche, die auf der anderen Seite der Wasser- scheide hineinfließen, können ebensogut Gold führen wie die hier."(Fortsetzung folgt.) gefährlichen Vetrisben erweitert werden muß. Vielleicht Ist Vorgehen der preußischen Regierungsstellen zun, Teil aus die Ausführungen unserer Genossin zurückzusühren. Es ist bestimmt zu erwarten, daß gerode die preußische Staats» regierung auch meiterhin nichts unterlassen wird, um Leben und Gesundheit der Arbeitenden zu sichern. Wie starb das Kind? Ron fand die Leiche einer Sechsjährigen. Der ungeflarte Tod eines sechsjährigen Kinde» beschästigi zurzeit die Kriminalpolizei: Man fand bei k a r l s h o r st die Leiche eines sechsjährigen Mäd. chens. Die stirou eines Bahnwärters sah gestern nachmittag an der Koulsdorfer Borort st recke zwischen den Stationen Friedrichsselde und Karlshorst ein etwa sechs- bis siebenjähriges Mädchen, das mit schlveren Äopsnerlegungen bewußt- los neben der steitabsallenden Bahnböschung lag. Das Kind wurde durch das Städtische Rettungsomt ins Lichtenbcrger chubertus- krankenhaus gebracht, wo es gleich noch seiner Aufnahme gestorben ist. Die Mutter des kleinen Mädchens erlitt bei der Nachricht oon seinem Tode einen so schweren Nervenschock, daß sie gleichsalls ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Bisher konnte noch nicht ermittelt werden, auf welche Weis« sich das Kind die tödlich« Verletzung zugezogen hat. �Man ninnnt zunächst an, daß die Klein« auf der Böschung gespielt hat und dabei abgestürzt oder von einem Zuge erfaßt und In dt« Ties« geschleudert worden ist. Doch wird auch genau nachgeprüft, ob das Kind etwa einem Verbrechen zmn Opfer gefallen ist._ Räuber und Rennpserdbesiher. Oer Gladbecker Lohngeldraub aufgeklärt. Der verwegene Lohngeldraub am 22. Aebruar. bei dem aus Schacht lll/IV der Zeche Matthias Slinne« in Gladbeck-Brauck ein Geldtransport von tlS000 M. von vier Personen überfallen wurde, ist nunmehr ousgeklärt. Bei«iner am vergangenen Montag vorgenommenen großen Z�tion der Essener und Gladbeckcr Kriminalpolizei wurden vier Brüder aus Essen-Altendors als Täter ermittelt und mit ihrem ganzen Anhang 24 Personen, festgenommen. Von den Vcr- hasteten sind sieben weiter in chaft behalten worden. Einer von ihnen hat den Räubern als Strohmann gedient. Auf seinen Namen wurde aus den erbeuteten Geldern in einem Vorort Essens eine Wirtschaft im Werte oon SO 000 M. erworben. Außerdem konnte von der Kriminalpolizei noch ein Rennpferd, das die Räuber gekauft hatten, sichergestellt werden. Das Pferd sollte am Himmelsahrtstags in Gelsenkirchen lausen, wurde aber kurz vor Beginn des Rennens beschlagnahmt. An Bargeld sind bis jetzt erst 4800 M. aufgefunden worden._ Kommunale Vereinigung für Wohnungswesen. Anläßlich der Tagung am 16. und 17. Mali,, B r e p, e n findet em« Aruppensitzung der sazialdemckratischeii Teilnehmer am M i t t w ö ch, d e n, 15. M a i, um 18''? Uhr, in Bremen statt upd zwar im V-rwaitungsgebäude der Allgemeinen Ortskronkenkasse(Bor- standssitzungszimmer), Contrescarpe 118(beim Ansgaritor), sünf Minuten vom Tagungslotat Essighaus. Es ist Pflicht eines seden sozialdemokratischen Tagungsteilnehmers, pünktlich zu dieser Sitzung zu erscheinen.__ Feuerwehrauto gegen Straßenbahn. Gestern nachmittag kam es an der Ecke Kastanienallee und Oderherger Straße zu«inen, Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnwagen und einem Feuerwehrauto. Beide Fahrzeug« wurden schwer beschädigt. Zwei Fohrgäste der Straßenbahn erlitten am Kopf Verletzungen, die übrigen kamen mit dem Schrecken davon. Durch den Vorfall entstand eine halbstündig« Verkehrs st örung. .Die politische Lage vor den englischen Varlamentswahlen." Bei den„Freunden der Internationalen Kleinarbeit" spricht Mittwoch, 15. Mai, im, 20 Uhr, in der Aula des Köll- nischen Gymnasiums, Insel- Eck« Wallstraße, über„Die politische Lage vor den englischen Parlamentswahlcn" Genosse C.<3. El- ston, M. A.-London. Sport. Rennen ju Karlshorst am Sonnabend, dem lt. Mai. 1. Rennen. 1. Leander fgreienbrink). 2. Mulatte lschreler). 8. Gilde(Couidt). Toto: 70)10. Platz: 23, 17: 10. Ferner liest Gladiator. L. Rennen. 1. Eigeniiiin lv. Bvrcke). 2. HuSdent(lit. Wimmeri. 3. Räuberhauplinann(Hr. Lehme). Toto: M: 10. Platz: 12, 16:10. Ferner lief: Spitzbub. 3. Rennen. 1. Krautjunker lKukulieS). 2. Staroste(schätz). 3. Cestastna lBultel). Toto: 20:10. Platz: 13,18,20:10. Ferner liefen: Vmor. S-bäserburg, FUiflran, Hadrian, Enierpe. 4. Rennen. 1. Pommer lEperjefu, 2. Mpron(». EaerlZberg). Toto: 48: 10. Platz: 25. 63: 10. Ferner itejtn: Luiitania(agb l. Manne«. treue(a:i«abr.>, Hans Günther tausqbr.), Bandit: lges.f. 6 Rennen. 1. Minnelied lW. Schmidt). 2. Balaton(Schatz). 3. Mastllaner(St»ü'r1. Toto: 20:10. Platz: 12, 14:10. Ferner lufen: Sternkunde, Nordmark. 6. Rennen: t. Tapri»,(». Borcke). 2. Roiiim(Hr. Qvast). 3.(»ein«- liedchen) Uhr Kanddallturnier, Die Magdcburgsahrcr treffen sich bei Bülow. Hirschgorfenstr. 1. Fahrgeld ist mit- tzubiiitoen.— Friedrickiehain. Kameradschaft Warschau, Mlttmoch, 13. Mai, ISlb Uhr, Kameradschaffsperfammlung bei Scheikc, Warschauer Str. 24. Resc- rent: Kamerad Seifert spricht über Krankenkassenwesen. Arbeitsgemeinschaft für Natur- und«Seiftcawissenschast. Montag. 13. Mal. 20 Uhr, Prinj-Louis-Ferdinand-Sfr, 2.)I.(Vegetarisches Restaurant.) vr. pbil. sur. med. den». v«t. Kammer:„Wie ermittelt man die Abstammung von Mensch, Tier und Pstanze." Freireligiöse Semcindc. Eonniag, 11 Uhr, Poppelallee 13 Vortrag des Herr» Dr. P. Krischen über„Krise und Zukunft des Frentenkertums". Her, mouium; Andante iSIuck), Gäste willkommen, «rbeiier.Samarttee.Bund S. B., Kolonne Berlin, Mifgliederpersainm. Zungen haben folgende Abteilungen: Neukölln. Montag. 13. Mai, Lakai „Propheten von einst und Propheten oon heute" ist der Titel einer Bortrogsreihe, die Mar Hochdorf auesenblicklich im Rundfunk hält. An zweiter Stelle behandelt er den englischen Re- volutionär und puritanischen Heiligen Oliver Eromwcll. Eine silänzeirde historische und psychologische Studie, die aber mehr in der Vergangenheit verankert ist, als daß sie in die Gegenwart hinaus- strahlt.' E romwell hat auch jetzt Bedeutung. Bielleicht ist äugen- blickkich erst, abgesehen von seiner religiösen Einstellung, die Zeit gekommen, der Eromwcll vorausgeeilt ist. Es wäre reizvoll, wenn Hochdorf die Beziehungen seiner Propheten für die Gegenwart deutlicher herausarbeiten würde. Er könnte das Theina ungefähr so stellen: Was bedeutet uns Eromwsll heute? Was können wir von ihm lernen'? Aber Hochdorf bleibt im Historischen, die Gegenwart wird nur angedeuiet. Immerhin ist sein Vortrag von so großem historischen Interesse, immerhin sind seine Aussühnmgen so künst- lerisch gestaltet, daß anch eine rein historische Betrachtungsweise bei ihm Änteressc erweckt. Das Abendprogramm heißt„E i n Ki r s ch b l ü te n f e st in Werder". Im Rohmen oon mehr oder minder geistreichen Liedern und Witzen geht Hans Brcnnerts nicht vielgespielte Komödie„Der Kais e'r j ä g e r" in Szene. Ein Hauch oon Lairdstraßenromaiztik, der Gcgcnsag oon Wien und Berlin lebt in diesem Stück, das sonst an Bluiucnlhals„Im weißen Rössl" erinnert. Typen, gut stilisiert, gut herousgemeiselt und heuie noch nicht veraltet, Situationen, frisch und lebend� gesehen, die auch ohne Bühnenbilder im Radio wirken. Dazu«icke gute Regie und gute Sprecher. Alles in allem ein erfreulicher Abend. F. S. Schilling, Kirchholstr. 41,— Echönebera. Montag. 18. Mai, Lokal Ebersstr, 88. — Kreutzberg. Dienstag, 14, Mai, Laudahn, Lulscuuscr 32.— Hermsdors. Dlensiag, 14. Mai, Turnhalle Roonstratzc.— Charlottenburg. Donncrstaa, 16. Mai. Jugendheim Rosincnstr. 4.- Wrddding, Donnerstag, 18. Mai, Lokal Roland, Turincr Sir, 8.— Mitte. Donnerstag, 18. Mai, Leibnitz. Gpm- nassum, Manamicnplotz.— Treptow, Donnerstag, 16. Mai, Lokal Sraetzstratze Ecke Wildenbruchstratzc.— Wcißensee.. Montag, 13. Mai, Lokal Stücke, Chorlottenburacr Str. 3,— Reinickendorf, ssreitog, 17. Mai, Lokal Matter. Reinickendors-West. Eichdornstr. 14.— Friedrichshain, Mittwoch, 15. Mai. Lokal Busch, Tilsiter Str. 27,— Pohnsdorf. Sonntag. 28. Mai(10 Uhr). Lokal Heimann. Woitersdorfer Str. 196.— Beginn der Versammlungen 20 Uhr. Reg« Beteiligung wird erwartet. Vereinigung Sogoldemolratischcr Studicrrnder. Moivtag. J3. Mai, Philo- sophisch« ssachschost, Arbeitsgemeinschaft politischer Ideensreise, Eiilleituugs- portraz des Genossen Dr. Engelhard, Dienstag, 14. Mai, Meditzinifch« Fach- fchast, Lichtbildervortrag, Thema:„Probleme per individuelle» Arbeitsphnsio- logie." Referent Prof. Woldt. Mittwoch. 15. Mai, Mitgliederpcrlammlung VIN 26 Uhr im Roten Saal des Fentralnerbandes der Angestellten, Belle- Alliance-Str, 7—19, Donnerstag, 18. Mai, Juristische Fachschast. Thema wird am Breit bekannsgegeden, Di« ArbeitZgemcinsckiasteu siudcn um 26 Uhr im „Bund". Aldrcchtstr. 11, statt. Lotzinlwissensihasllich« Vereinigung. Dienstag, 14. Mai, l«'.h Uhr, im Zimmer 1 des Lrhrcrvereinslnlufes am Äleranderplatz(Zugang durch das Lauptrestauranf), Mitgliederversammlung, Referent Genosse Wolsgaug Bartels. Theina:„Trotzt: und sein Kamps," Gäste willkommen. Mitgliedskarte nicht vergessen! Verband sotzlnlbemvlratifchcr Akademiker iVausak, Friedenau. HLHnelstr. 3). Vortragsabend Mittwoch. 15, Ziiai, 26 Uhr, im Raten Haus, Rollendoefplatz. Referat Dr. Julius Sanauer:„Sozealisicrung der Wissenschast." Korreserat Dr. Wall«r Borgius. Bademoden bei Grünfeld. Mit dem ebenso praktischen, wie hübschen schwarzen Badetrikot ist es länM nicht mehr getan. Wohl bleibt das Trikotgewebe das Hauptmaterial der Badegardcrobe, ober d!« Ausführung in bezug auf Farben, Musterung und Verarbeitung ist eine ungemein reich- hastige. Lorherrschend und sehr beliebt sind die wollenen, bunt- gemusterten Badeanzüge in zwei Teilen, oben gemustert, gestreift. kariert, oder mit hübschen Jntarsienmustern versehen, unten uni- färben. Dazu Badeschuhe aus Gummi In farbig, gemustert, mit und ohne Hacken und als Neuestes Strandsandolen aus Holz mit koketten Btumensträußchcn als Berzienina. Die Bademäntel aus Frotte- stoff, Chenille und— letzter Schrei— aus Palmfasern van der Insel Madagaskar. Babby-Anzüge mit der dazu gehörigen flotten Bobby-Kappe in weiß und bunt, Strandhüte aus Bast von Agave- pflanzen, Slrandschirme, Badesch muck und allerlei lustiges Wasser- aetier ails Gummi. Dies alles gibt es in reichhaltigster, färben- srcudigster Auswahl bei Grünseld, Leipziger Straße, zu sehen und zu kaufen. Außer all diesen Luxusartikeln, die ja nun einmal l>ei der Llixusfrau drei Biertel aller Raiurbegeisterung aus- machen, sieht man auch noch die einfachen, hübschen Badeonzüge in schwarz, bunt, zweifarbig gemustert usw. Eine g'otze Psiagstsrrude bringt der Gerwaui,-Palast, Fravksurt» Allee 3IA--:il4, das grötztc Theater des Ostens, seinen Besuchern. Es ist der Direktion aelnnge». den grötztcn Film der Gegenwart«Der Patriot), der in Amerika mit liiifm Aufwand von Millionen Dollar unter den schwierigsten Vrrhäitnissrn gedreht wurde, zur ErstaussÜhrung für den gesamten Ofttn »nd Lichtenberg iu erwerben. Seit der Aussührung ron Ben Hur, der allen Kinofreunden noch in bester Erinneruna ist, ist dies der packendste Film, der seitdem erschienen ist.(Siehe heuliges Znserat.) Lebenskuust. Graue Haare machen alt, wirken nachteilig. Darum nehmen bereits viele Taufende Sntrupal, ein biologisches Kaarsiärtungswasser. da» auf natürliche Weise die frühere Haarfarbe wiedcrfchasst. Zur allgemeinen Haarpflege werden Enirupai Kopfwasd)s«il»ii benutzt, die nngewithnlich sparsam im Gebrauch stnd. kostenlosen Prospefs und Austunst erteilt Chemische Fabrik Mar Ludewig», Co., K. m. b. H,. Chorlottcnburg, Grolmanstr. 3. 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Mai, der ein weiteres Ansteigen der Kreditlnonspruchnahme der Reichsbank bis hart an die Grenze der vierzigprozenttgen Noten- deckuyg zeigt, ist an dieser Stelt« der Wunsch geäußert worden, daß die Reichsbankleitung an die Frage einer nochmaligen Diskont- erhöhung mit der größten Bor ficht herangehe, da«ine weiter« Kreditoerteuerung für die Wirtschaft zweifellos erhebliche Konjunkturhemmungen auslösen würde. So sehr ich die in dieser Bemerkung zum Ausdruck gebrachte Auffassung, daß ein« Diskont- erhöhung NUr nach sorgfältigster Abwägung der Frage ihrer Not- wendigkeit jeweilig erfolgen darf, billige, so sehr scheint 45 mir auf der anderen Seite nötwendig, in der gegebenen augenblicklichen Situation klar herauszuarbeiten, welche Nachteile sich ergeben, wenn die Reichsbank, um eine Diskonterhöhung zu ver- meiden, ihre bereits begonnene Politik der Krediteinschränkungen ohne Erhöhung des Diskontsatzes fortsetzt. Die Lage der Reichsbank hat sich infolge der zeitweisen Zu- spitzung einer Flucht in die Devisen, die leider nicht gang außer dem Zusammenhang mit der von dem Reichsbankpräsidenien in einem früheren Stadium betriebenen Taktik in den Reparation?- Verhandlungen stand, so stark der Grenze ihrer gesetzlichen Bewe- gungsfreiheit genähert, daß die Notwendigkeit einer Abwehr weiterer Kreditansprüche der Wirtschaft an die Zentral» Notenbank und darüber hinaus eines gewissen Druckes auf den Abbau dieser Kreditansprüche Nicht zu bestreiten ist. Die Reichs- dank hat sich auch dieser eindeutigen Lage keineswegs verschlossen. Es stehen aber der Reichsbank zur Abwehr der Kreditansprüche zwei Mittel zur Verfügung. Das normale Mittel für die Abwehr von Kreditansprüchen an die Reichsbank Ist die E r h ö h u n g des Diskontsotzes. Bei einer nötigenfalls scharfen Erhöhung des Diskontsatzes werden zwangsläufig eine Reihe von bisher ren- tablen Kreditansprüchen für die Kreditnehmer Unrentabel werden und deshalb ausscheiden. Gleichzeitig wird die Erhöhung der Zinssätze«inen Anreiz für den Rückstrom oder den Zustrom von Kapitalien aus dem Ausland, hauptsächlich in der Form kurz« fristiger Kredit«, bieten. Da die vielleicht ein wenig spät gekommene letzte Diskont- erhöhung von auf 7� Proz. die erforderliche Einwirkung auf den Reichsbankausweis nicht gezeitigt hat, hat öU Reichsbant sich gescheut, die Konsequenz einer weiteren Erhöhung, etwa auf 8H Proz., zu ziehen. Dafür können Zweifel in die Wirkfamteit einer derartigen Herouffetzung mitgesprochen haben, daneben aber auch Vorstellungen, daß ein« weitere Diskontheraufsetzung, die sich bei den Bindungen der Bankkonditionen automatisch auf alle Wirt- schaftskredit« fortpflanzt, eise Depressionswirkung ausüben würde, die sonst vermeidbar wäre. So entschloß sich die Reichsbank, zu dem anderen Mittel der Abwehr von Kreditansprüchen zu schvesten, nämlich zur unmittelbaren Begrenzung de? »«ueia�tlaen Bankkunden eingeräumten Wechsel- kredit«. Unter den Kunden der Reichsbank sind die wichtigsten uqd für die Gesamtwirtschast entscheidenden die Banken. Wenn nun die Reichsbank von den Baiiken fordert, daß sie die bei ihr in Anspruch gmommenen Diskontkredite nicht Nur nicht erweitern, sondern stufenweise bis zu bestimmten Terminen vermitiderj� so wird zwar mit großer Sicherheit die erwünschte Besserui�-�g Reichsbantstatus erzwungen werden, aber es taucht doch auf, ob bei diesem System der Drosselungen die Rückwirkungen auf die ßonsunkl*� auf die Beweglichkeit dek Gesamtwirtschaft»i(fc unangenehmer werden, als«S bei einer Distoi��g� c�ll °»Sre. die so hoch hinauf geht, daß sie das notwendige Eni- lastungsziel irreichen würde. Die ganze Kreditgebarung dir primU, Banken, das Verhält- ni-i der verschiedenen Formen ihrer Geldanlagen Und Kredit« zu- einander beruht auf der Annahme, daß W e ch s e l mit den«rforder- lichen guten Unterschriften und einer Laufzeit bis zu drei Monaten nötigenfalls bei der Reichsbank diskontiert und zu barim Geld« gemacht werden können. Für den Liquidiiätscharakter dieser Wechsel ist die Frage, ob in einem kritischen Moment der Diskontsatz um einige Prozent höher ist als vorauszusehen war, von untergeordneter Bedeutung. In dem Augenblick hingegen, in dem die Möglichkeit, diese Wechsel bei der Reichsbank in bares Geld umzuwandeln, un- abhängig vom Diskontsatz aufgehoben wird, wie es bei der Kreditrestriktion der Fall, ist, ist jede einzelne Bank gezwungen, ihre ganze Liquidilätsberechnung umzustellen, sie ist gezwungen, ihre flüssige Reserve für den Fall�ftärkerer Rückforderungen ihrer Einleger erheblich zu vergrößern. Der gleiche Prozeß, der sich in dieser Beziehung bei den Bonken abspielt, wird sich auch in denjenigen Kreisen der Industrie und des Großhandels zeigen, die bisher einen guten WechfelbZtand als«ine Bargeldreserve ansehen durften ohne Rücksicht auf die Diskonthöhe.: Wissenschaftlicher Vortrag für Acrztc. 19.45; Student und Arbeiter. Ab 20.15: Ucbertragung aus Berlin, 22.45: Bildfunkversuchc. Sonnabend, 18. Mai: 16; Veranstaltungen des Zentralinstituts. 16.30; Praktische Wohnungs- polltik der Beamtenschaft. 17: Ucbertragung aus Hamburg. 18: Der Industriearbeiter an der Wasserkante. ISJO: Französisch für Anfänger, I8J>5: Das rheinisch-westfälische Industriegebiet Dentschlandseoder! 20: Stunde des Landes. 21; Klaviervorträge. 21.30: VioIIn Vorträge. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Dentschlandsender: 20: Die Stunde des Landes. 21: Klaviervorträge. 21.30: Violinvorträge. Königswusterhausen. Sonntag, 12. Mal: Ab 8.55: Ucbertragung aus Berlin. 13.45: Bildfurkversuche. Ab 14.30: Ucbertragung aus Berlin. IS: Unser Verhältnis zum Staat von gestern und heute. 18.45: Festwochen der Reichshauptstadt. 19.10: Von der wahren Liebe und der Regeneration. Ab 20: Uebertragung ans Berlin. Sehr früh fällt dieses Jahr Pfingsten Ein langer Sommer wird uns da erfreuen. All' unsere Kleidung, unsere Schuhe, das Badezeug, das sommerliche Oberhemd, der leicht« Hut für die Dame und den Herrn, alles muß länger halten, weil es mehr beansprucht wird als sonst. Die kluge Hausfrau, der vor- sorgend« Hausherr sehen deswegen auf besonders gute Oualitäten. Aber das Beste kostet leider immer ein paar Mark mehr als man gerade zur Verfügung hat.— Wie gut. daß da das Fluß-System jedem ermöglicht. Allerbestes zu kaufen, ohne daß die Zahlung Druckt. Das Kaufhaus Max Fluß. Berlin. Rosenchaler Straße 58, �jt in diesem Sommer eine besonders große Auswahl Oualitäts- rnaVefr'11 relativ sehr günstigen Preisen, die bei ein Sechstel An- zohlung f.unf Monatsraten zu bezahlen sind. 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Er muß in allen kultuipolhischen Fragen äußerst versiert sein, um instruktiv aut Funktionäre und Mitgheder in Wort und Schrift einwirken zu können, in Betracht kommen daher nur solche Bewerber, die nachweislich mehrere Jahre hinduich aktiv in der Freidenkerbewegung gewirkt haben. 'Bewerbungen— nur schriit ic' e— sind bis spätestens 20 Juni d. J. an die Hauptverwaltung des Verbandes mit Angaben über die bishe ige Tätigkeit und Erwähnung der Oehaltsarsprüche zu richten. Tertand für Freiilenbertni und FemasstalM Beilin SW 29, Gneisenaostra�e 41 Oi« Verbandsleitung. Der heutigen Stadtaiislage Ueat ei, Prospekt der ftnaa HeraMwa TleU bei. betresfeod Crotzer Pfingat-VerkamL woraus wt, nfm«rser detanpar, htwoelse». scnunnoff senunno? vemnäcNst ouch:7Ur»nükc4S Qmtz&esoademQde�mheUs�AHg�oie�ücdieJlimgst�lPodke!!! vom BatScflscO bis zur a/ärlcs/en Figur. 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Beilage des Vorwärts Sonntag, 42. Mai 1929 Keine Solidarität! Was Moskau erreicht Hai. Die offizielle kommunistische Presse leugnet nicht, ja, sie rühmt es, daß die KPD. die Straßenkämpfe in Berlin gewollt und organisiert hat. Die offiziös« kommunistisch« Presse freilich ver- sucht den Berlinern einzureden, daß die Polizei die Barritaden gebaut hat, um auf harmlos« Passanten schieß«» zu können. Di« Thälmann- wie die Mürizenberg-Presse behauptet aber Übereinstimmend, die„Massen" der Arbeiter seien auf Seite der KPD., wobei es freilich jedem überlassen bleibt, zu erraten, ob diese „Mass«»' harmlose Spaziergänger oder Barrikadenkampfer sind. Aber einen Punkt möchten wir hier einmal in aller Zklarheit herausstellen: Barrikadenkämpfer oder harmlos« Spaziergänger, sicher ist, daß die Massen, und zwar nicht allein die rund 6000 Teilnehmer am Berliner Demonstrationsstreit— die chimmel- sahrtsarbeiter von Leiser«inbegrisfen—, sondern die 400 000 Mitglieder der freien Gewerkschaft«», gar nicht zu reden von den mehr oder weniger revolutionären Unorganisierten, der KPD. und ihren Blutporolen den Rücken gekehrt hab«U. Sie haben am I. Mai weder als Spaziergänger noch als Barrikadenkämpfer de- monstriert. Sie haben am 2. und 3. Mai gearbeitet. Sie haben am 7. Mai weder die Verkehrs- noch die Arbellsruhe eingehalten, die ihnen die Abgesandten Moskaus und deren traurige Handlang«? vorschrieben. Fehlt es der Berliner Arbeiterschaft etwa an Mut? Wagt«s die Arbeiterschaft nicht mehr, für ihre Forderungen und Ideale einzustehen? Wenn man es wagen würde, die Grundrechte und Errungenschaften der Arbeiterschaft anzutasten oder gegen die Repu- blik zu putschen, dann wäre sehr schnell ollen klar, daß es der Arbeiterschaft weder an Mut gebricht, noch daß sie nicht gewillt ist, entscheidende Angrssfe ruhig hinzunehmen. Was die KPD. aus Anordnung Moskaus von der Arbeiterschaft Deutschlands verlangte und weiter verlangt, hat nichts zu tun mit einer Arbeiterpolitik. Unter dem Sozialistengesetz und vor dem .Krieg nannte man Leute wie die sogenannten Führer der KPD. Achtgroschenjungen. Wenn es einem Menschen in der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften eingefallen wäre, der Arbeiterschaft anzuraten, Barrikaden zu bauen, den bewaffneten Ausstand vorzubereiten,«in solcher Mensch würde aus der Stelle mit Kroch hinausgeflogen und vielleicht auch noch auf seinen Geistes- zustand untersucht worden sein. Es ist also nicht verwunderlich, ja, eigentlich nicht besonders rühmenswert, daß die Arbeiterschaft nichts zu tun haben wollte mit dieser Politik von Achtgroschenjungen oder Berrückten. Wie sehr Moskau es jetzt— natürlich ungewollt— daraus angelegt hat, die Kommunistische Partei Deutschlands zu ruinieren, geht daraus her- vor, daß man trotz des schmählichen Zusammenbruchs der Putsch- und Barrikadentaktik, trotz der offensichtlichen Abkehr der Massen, selbst der Mehrhest der Mitglieder der KPD., von dieser verlangt, diese Politik weiterzutreiben. Darf man sich dann noch wundern, daß die Arbefterschaft— ihrer helligsten Tradition zuwider— jede Solidarität verleugnet mit denen, die soeben noch von ihr zu Bertrauensleuten bestellt worden sind? Nicht olle dieser„Führer" waren so vorsichtig wie die M ö l d e r s und Z o l l e r, die ihren revolutionären Elan für die Plenarversannnlung des Ortsausschusses des ADGB. aufgespart hatten. Da sind dt« Betriebsräte von Holzmann, die Oberschreier bei Siemens, da sind vor allem D e t e r und Krüger, weiland die Herrgötter in der Verkehr»-A.-G. Diese„Führer" hoben ihren Auftrag, den Pussch zu organisieren, durchzuführen versucht. Sie büßten ihre Treue gegenüber Moskau mit dem Berlust ihrer Arbeits- stelle. Und was sst die Folge? Kein Hahn kräht nach ihnen, ihr Gefolge von gestern kennt sie heute nicht mehr! So tüchtig haben die Abgesandten Stalins gearbeitet, daß der Begriff der Solidarftät aus der deutschen Arbeiterschaft ver» schwunden zu sein scheint. In Wirklichkeit scheint es nur so. Denn noch niemals hat die Arbeiterschaft sich mit Achtgroschenjungen solidarisch gefühlt. Ob diese Leute im Auftrag der Berliner Kriminal- polizei oder der Moskauer GPU. handeln, sst schließlich unerheblich E» bedarf wirklich keines besonderen Scharfsinns, um zu erkennen, daß die„Führer", die die Arbeiter auf die Barrikaden treiben wollen, nur im Auftrag von Leuten handeln können, denen das Leben und die Zukunft der deutschen Arbeiter zum mindesten gleich güllig sind. Mit solchen Lockspitzeln aber kann ein ehrlicher Arbeiter sich nicht solidarisch fühlen.__ 46 Millionen Gewerkschastsmitglieder. Die Entwicklung der Weltgewerkfchastsbewegung. Unter dem Titel„Die Statistik der Gswerkschofsbewegung am 1. Januar 1928' veröffentlicht der Internationale Gewertschaftsbund in seiner Monatsschrift„Die Internationale Gewerkschaftsbewegung" (April 1929) eine ausführliche Statistik, worin auch den verschiedenen Richtungen in der Weltgewerkschastsbewegung eine Betrachtung ge- widmet sst. Dieser lkebersicht entnehmen wir nachstehende Angaben: Am 1. Januar 1925 umfaßte die Statistik der Weltgewerkschafts- bewegung 46 Länder mit 36 062 711 Gewerkschaftsmitgliedern; am 1. Januar 1928 stellten sich dies« Zahlen auf 62 und 46 187 060. Hieraus geht hervor, daß die Statistik oevbcssert wurde: es sind 16 neue Länder(größtenteils latein-amerikanische) aufgenommen worden. Die gewerkschaftlich Organisierten wurden nach ihren ver- schiedenen Richtungen verteilt: Richtung IGB.(d.h. freigewerk- s ch a f t l i ch Organisierte, ungeachtet ob sie dem IGB. angeschlossen sind oder nicht): kommunistisch«, konfessionelle, syndikalsstische Organi- sationen. Die Organisationen, die keiner der vier Hauptrichtungen angehören oder deren Richtung aus verschiedenen Gründen zahlen- mäßig nicht festgestellt werden tonnte, wurde in die Rubrik„Ver- schieden« Organisationen" eingereiht. Die R i ch t u n g I G B. umfaßte am 1. Ianaur 1925 17 702 431 Mitglieder in 30 Ländern(wovon 13 133 004 Mitglieder in 23 Ländern direkt dem IGB. angeschlossen waren) und am 1. Januar 1928 19 377 448 Mitglieder in 47 Ländern(wovon 13 144 225 Mit- glieder in 26 Ländern direkt dein IGB. angeschlossen waren). Die kommunistische Richtung zählte am 1. Januar 1925 7 333 845 Anhänger in 12 Ländern und 13670 462 in 17- Ländern am 1. Januar 1928. Die konfessionellen Organisationen umfaßten an diesen Daten 2 112 109 in 15 bzw. 2 149 069 in 15 Ländern. Für die syndikalistische Richtung waren die Zahlen 471 439 und 12 bzw. 285 500 und 12. Die übrigen Organisationen umfaßten 8 442 887 in 32 bzw. 10 704 581 in 36 Ländern. Am 1. Januar 1925 und 1928 war der prozentuale Anteil der Richtungen an der Weltgewerkschaftsbewegung wie folgt: Richtung IGB. 49,1 und 42,0: Kommunisten 20,3 und 20,6; konfessionelle Richtung 5,9 und 4,6; Syndikalisten 1,3 und 0,6; übrige Organisattonen 23,4 und 23,2. Der Zuwachs des Prozenssatzes der Kommunisten ist nur Schein: er ist zurückzuführen auf die Steigerung der Mitglieder- zahlen in Rußland und die Tatsache, daß Moskau in China sehr willkürlich 2 800 000 Mitglleder zu seinem Gebiete rechnet. Für weiter« Einzelhetten verweisen wir auf obengenannte Monats- schr'ft.__ Kurzer Prozeß in Schweden. Spalter werden ausgeschlossen. Wie in vielen anderen Ländern, so besteht auch in Schweden ein kommunistssches„gewerkschaftliches Einhellskomitee'. das 1926 gebildet wurde. Es ist wohl überflüssig, zu bemerken, daß das Er» gebnis der kommunistischen„Einheitsbestrebungen" nur Spaltung. gegenseitiges Mißtrauen und heftige M e i n u n g s k äm p f e waren, die allmählich zu einer Gefahr für die so notwendige Soli, darität und Geschlossenheit der Gewerkschaftsbewegung wurden. Das Einheitskomitee, das unter dem Namen„Gewerkschaftliche Einheit' ein eigenes Organ herausgibt. h:ell im Januar 1929 seine zweite Reichskonserenz ab, auf der auch ein Vertreter der„Profintern' anwesend war. Die Konferenz nahm natürlich eine Anzahl Resolu- tioncn an und wähllc in Widerspruch mft einem Beschluß des letzten schwedischen Gewerkschaftskongresses ein neues„Einhellskomitee', das sich später mit dem Ersuchen an die„sympathisierenden' Ber- bandsabteilungen wandte, an das Komitee regelmäßige Bei» träge zu leisten. Einzelne Derwaltungsstellen kamen diesem Ersuchen auch nach. Der Ausschuß des schwedischen Gewerkschaftsbundes hat sich nun sehr eingehend mll der durch das aggressive Auftreten der Koinmu- nisten entstandenen Lage befaßt und beschlossen: 1. alle Mllglieder Samum die Mo-Mirt*, dunkel g» peepelt Trotteur topee mit bru- ueta BoxceU" beetrx Wir haben ans immer zur höfhsien Aufgabe gestellt, den Qualitätsgedanken für unsere Schuhe an aüererste Stelle zu rüthen. Was wir in diesen Hauptpreislagen bieten, erfüllt jeden Modeansprach und gewährleistet gute Qualität and eine erprobte Passform.— Unsere Kundschaft weiss das! Braun breit, form, erbt Goodyeer gedoppelt Hellbraun Boxe.ll, breiteckige Form, E ahmenarbeit Aeltestes Schuhhaus grössten UmSanges! imft Dcrwalkmgsst«?«» oufzufortxrn, für We AufvschtWhaQrmg bar Erv'erkschoftseinbeit einzutret«» und oll« Versuche abzuweisen, d« Vcrwaltugnsstellen zum Auschtuh an dos EinheitskomUee zu be- wegen: 1. die Verbandsvorstände auszusordern, durch die Verbonds- Zeitungen, besondere Rundschreiben oder aus andere Weise die Mit- glieder über die Tätigkeit und Absichten der kommunistischen Spalter aufzuklären und all« Verwaltungsstellen urch Mitglieder auszuschließen. die illoyal auftreten oder in Widerspruch mit den statuta- risch gefaßten Beschlüssen der Landeszentrale oder der Verbands- vorstände handeln. Der Beschluß zeigt, daß man in schwedischen Gewerkschafts- kreisen nicht mehr über die wahren Absichten der Rüsten und ihrer schwedischen Anhänger im Lweifel und bereit ist, alles einzusetzen, uw die Einheit und Kampfkraft der schwedischen Gewerk- schaftsbewegung aufrecht zu erhalten. Oer Butab als Lubilar. Der Bund der technischen Angestellten und Be- amten(Butab) feiert in diesen Tagen ein Jubiläum. Am l Mai waren seit der Gründung des Bundes der technisch-industriellen Beamten 25 Jahre vergongen, und am 27. Mai sind zehn Jahr« seit dem Zusammenschluß des Bundes der technisch-industriellen Beamten mit dem älteren Deutschen Technikerverband zum heutigen Bund der technischen Angestellten und Beamten verflossen. Der Butab. der dem MsA-Bund angeschlossen ist, zählt zurzeit mehr als 60 000 Mitglieder. Er hat sich sehr energisch der Interessen der technischen Angestellten und Beamten angenommen. Er be- schränkt sich nicht auf sozialpolitische Forderungen, sondern macht auch von dem Mittel oer gewerkschostlichen Selbsthilfe Gebrauch So gelang es ihm, die Gehalts- und Arbeitsverhältnisse der technischen Angestellten und Beamten vorteilhaft zu beeinslussen. Zurzeit ist er an etwa.?lO Tarifverträgen beteiligt. • Zur Durchsührung seiner gewerkschaftlichen Aufgaben und um seinen Mitgliedern in Fällen persönlicher Not zu helfen, hat der Bund besondere Einrichtungen geschaffen. Er zahlt seinen Mitglie- dern II n t e r st ü tz u n g bei Stellungslosigkeit, Eterbesällen, Umzügen infolge Stollenwechsels sowie in besonderen Notfällen und bei gewerk- schaftlichen Kämpfen, Weiter hat er einen gutgeleiteten Stellen- nachwels,.der mit einer Firmenauskunftei in Verbindung steht. Besondere Bedeutung hat seine Rechtsabteil ung. Den Mit- gliedern wird hier sachverständiger Rat beim Abschluß von Dienst- vertrügen, in Fragen des Erfinderschutzes usw. erteilt. Bei Streitig- keiten aus dem Arbeitsverhältnis gewährt der Bund feinen Mit- gliedern kostenlos Rechtsschutz. Allein im Jahre l92L gelang es dem Bund, über 60» 000 Mark Bargeld und etwa llX> Zeugnisse sowie Ansprüche aus der Sozialversicherung usw. für seine Mit- glieder zu erkämpfen. An Unterstützungen zahlte der Bund 1926 trotz der damals verhältnismäßig guten Konjunktur, wodurch die Anforderungen an Stellcnlosenunterstützungen gegenüber dem Vor- johrc verhältnismäßig gering waren, nicht weniger als �00 000 Mark aus. Aus Anlaß seines lOjährigen Bestehens veronstaltet der Bund heute im Großen Schauspielhaus, vormittags 11 Uhr, eine Feier, auf die hiermit besonders hingewiesen sei. Gehaltsbewegung der Werkmeister. In den Briefumschläge und Papierausstattungs-Fabriken. Bereits seit Februar schweben Verhandlungen zwecks Abschluß Dsrtes neuen Geholtsabkommens. Die Forderung der Werkmeister beträgt 10 Praz. Nachdem die ersten Verhandlungen ergebnislos ver- �uien� Witten? da hie Arbeitgeber lediglich ein« Verlängerung de» WWWnmens wällten, wurde im April den Arbeitern eine 4,6 pra- zentige Erhöhung geboten. Als letzten Vorschlag mochten die Ar. beitgeber außerdem dos Zugeständnis, die Laufzeit bis zum Z't Juni 1930 festzusetzen. Di« DranchenoersamnMng am Mittwoch hielt nach dem Bericht des Branchenleiter« diese» Angebot als absolut ungenügend, zumal in Anbetrocht der sehr niedrig liegenden G«l)ält«r. Nach einer äußerst erregten Diskussion, in der die Empörung über das Ver- halten der Arbeitgeber zum Ausdruck kam, wurde folgende E n t- Schließung einstimmig angenommen: „Der Werkmeisteroerband wird beauftragt, die Derhand- l un gen nochmal» auszunehmen. Die Kollegen erklären Su-drücklich. daß sie zu ihrer Forderung nach wie vor stehen und menschenwürdig« Gehälter fordern. Sollten die Verhandlungen wider Erwarten wiederum ergebnislos verlaufen, verpslichten sich di« Kollegen, mit äußerstem Nachdruck ihrer Forderung Geltung zu verleihen." Die Maler lehnen den Schiedsspruch ab. Di« Mitgliederversammlung des Malen»« rbondes lehnt« ifreitog, nach einem Reserot des Genossen S ch t e m a n n. am «in- Ämmig«inen vom Reichstarifamt gefällten Vorentscheid zum neuen Reichslahnabkommen ad. Dieser Entscheid sicht ab SO. Juni ein« Erhöhung der bis zum?lvlauf des letzten Lohnabkommens am SO. April In Berlin gültigen Löhne um 4 Proz.— 6 Pf. pro Stunde vor. Am IS. Mai wird das Reichstorisomt seine endgültige Entscheidung fällen. Die Ablehnung des Schiedsspruches erfolgt insbesondere deswegen, weil d'e Bauarbeiter fest 30. April durch Schiedsspruch ein« Lohnerhöhung von 7 Pf. haben und di« Differenz zwischen Maler--und Bauarbeiterlöhnen bei der Verteueruvg der Lebenshaltung keinesfalls vergrößert werden darf. Die Maler werden in der Arbeitslosenverstcherung wie die Maurer als Saisonarbeiter behandelt und sovdern auch entsprechende Löhne. WoWnüW mü&SA AU•« T« LI U N ORBS LAU«98 1 B./, I hr, im Saale des R ichswlrtschaftsrats, Pellevuestr. IS, Vortrag de« Gen. Stadtschulrat nydahl Ober Stödt Schulwesen Eintritt frei— Parteimitgliedsbuch legitimiert. Knrsns fOr lalenrlcUcr, SchOflen... Hittwoch, den 15. Kai, abend« 71/, Uhr, im Vortragssaal Undenstr. 3. 1 Hol II, Vortrag des Gen Rechtsanwalt Rudolf Ahraham Ober uugendracht und Jugend- StrafraChL«rMtarmidungtunoie Gestern noch auf stolzen soffen... halle, 11. Mai.(Eigenbericht.) Seit 1920 befand sich die Fachgruppe der Angestellten der All- gemeinen Ortskrantenkasse Halle, dem ZdA. angeschlossen, sest in den Händen der Kommunisten. Gestern wurde in einer Gruppenver- sammlung der kommunistischen Leitung der Fachgruppe ein Miß- trauensootum mit 52 gegen SS Stimmen ausgestellt. Die Leitung der Fachgruppe ging in die Hönde der Amster- dam er über. O Was es mit den Erfolgen der KPD. bei den Betriebsratswahlen auf sich hat, zeigen recht deutlich auch die Ergebnisse der Wahlen in der thüringischen Metallindustrie, einst eine Hochburg der Kommunisten. Abgegeben wurden insgesamt 60 675 Stimmen. Die freien Gewerkschaften und der A f Tl- B u n d erhielten 1504 Sitze, die Kommunisten 27. die Christen, Hirsche. Völkischen und Stahlhelmer 115, die Gelben und Syndikalisten 21. Ein Kampf ums l�echi. Schwere Anschuldigungen gegen eine Neichsbehörde. Der Deutsche Beamtenbund veröffentlichte in Nr. 54 seines Organs„Der Beamienbund' vom 1Z. Juli 1928 die Leidensgeschichte eine» abgebauten Oberpostsetretärs F. In Berlin-Mahlsdorf, wobei der Postbehärd« Vergehen bzw. Verbrechen gegen die 88 348. ISS, 274 Zist. 1 und 267 ff. StGB, zum Vorwurf gemacht werden-, die Verfehlungen sollen in Fälschung des aktenmäßig festgestellten Ge- sundheitszustondes des F-. Urkundenbeseitigung. Willkür, dauernd ungerechter Behandlung und gewissenlosem Vorgehen bestehen. Die Poswerwallung hatte sich des F. als lästigen Beamten mit Hilf« des Postoerttauensarztes entledigen wollen, der diesen aus Grund völlig verstümmelter Personalakten nach kurzer Untersuchung nicht nur für dauernd dien st unfähig, sondern sogar für g e i st« s g e- stört feit dem Jahr« 1908 erklärt«. Der Obergutachter entschied zwei Jahr« später, daß F. dienstfähig und geistig n o r- mal sei. F. hat sich alsdann in einem Schreiben an den Herrn Reichspost. minister al» Derfasser des veröffentlichten Aufsatzes bekannt und hat «abiten, daß gegen chn Strofantrag auf Grund der§8 186. 187 StGB, gestellt werde, damit er den Wahrheit ibowei» für seine Be- Häuptlingen antreten könn«: der Generalstoatsanwalt habe di« Stellung de» Strafontrage» abgelehnt, da der Antrag des Beleidig- ten fehl«. Der Minister lehnte die Stellung de» Straiantrage» ob. da er die Erörterung der Angelegenheit als abgelchlossen betrachtet. Somit ist wohl mit Sicherheit anzunehmen, daß die Reichsposlbe- 1)0 rde in diesem Fall« ihre Schuld, gegen Recht und Gesetz verstoßen zu haben, anerkennt, trotzdem aber Wiedergutmachung verweigert Der betroffen« Beamte, Dater von drei unversorgten Kindern. ist erst im Januar 1921 aus schwerer sibirischer Gesangenschaft heim- gekehrt. Seit dieser Zeit hat F. eine ganze Anzahl öffentlicher Ehren- ämter im Bezirk 17(Lichtenberg) bekleidet. Der Reichstag dürfte sich jetzt mit der Frage befassen, ob ein« Reichsbehörde derart un- geheuerliche Vorwürfe in der Oeffentlichkeit ungeahndet lassen dari. Außerdem ist di« Erörterung dieses Falles im Reichstag für die niederen Beamtenklassen von Bedeutung, da sie das Mißverhältnis der Recht« dieser Klassen gegenüber den�höheren Beamten In krasser Wesse zum Ausdruck bringt. Die Lehrberatung». Sprechstunden der Berliner Gewerkschaft»- schule werden während der Sommermonate nur einmal wöchentlich, und zwar Montag», m der Zeit von 4 bis 6 Uhr abgeholten. Di« Freitag-Sprechstund« fällt aus. Aufgehobene Sperre. W« un» der Zentralverband her Hotel.. Restaurant- und Cafäangestellten mitteilt, sind di« Differenzen mit dem Ledigenheim, Jnh. Fritz Rieprid), Schönstedt- st raßel, beigelegt. Die Sperre wird hiermU aufgehoben. Große» Reinemachen. Der Hauptvorstand des Deutschen Metall- arbeitervcrbandes hat die gesamt« Onsgruppenoerwaltuna in bgesetzt. Der Verwaltung in Sollngen wurde von den Kommunisten be- Solingen wegen kommunistischer Quertreibereien a b j herrscht. Zn Köln ist für da» Stock gewerb« ein Schiedsspruch ge- fällt worden, der für die Dollarbeiter In Köln ein« Erhöhung des Tarifstundenlohnes um 5 Pf- und für dl« Stuckateur« im bergischen Land eine solche um 7 Pf. vorsieht. Di« Putzer blieben von dieser Lohnregelung ausgeschlossen. Sie sind daher am Sonnabend in Streik getreten. BoSaa» ba Sab«. Vvt&m. Henieg, 1X4 Hh«. te Scel S b*.% Berlin« Kewerlschaftshiuiscs, ßngcluler 34—35. Bersammwng sämtlicher in ben Meiel- »Strieben Fi-fchäftigfen Lackierer. Maler. Anstreicher unä Hilfsarbeiter. Berichterstattung Über die Berbonhlunaen mit dem VBSRZ. Zeder in hen Metall- betrieben— Abt. Lacklcreteien— Beschäftigte ist vetpslichtet, an dieser Bei» anstaltung teilzunehmen. fZdd�reie GewerkschastS'Iugend Groß-Verlin beule, Ganntag- lolgenbe Beranstaltung: Südmesten: Führung durch Alt-Berli». Treffen um 10 Uhr Märkische« Museum.— Achtung. Sruppeuleiter! Morgen, Montag, Erunpcnlcitersttzung um ISti Uhr im Saal U des Gewerkschasishauses, Cngeluser 34—25, Eingang vom Hof. @�!uoendaruvpe Ves�entralverbandes Oer Anaesteilten «eulölli,! Heule. Tonntag. ab 18 Uhr, au! dem Eporlplah Srenzalle«. letties Training- für all- Zugendmiiglteder m den sportlichen Weit» kämpfen anläßlich des Eaulugendtreffens.— Morgen, älloniag, linden folgende Beranstalfungen statt: Tegcl-Reinickendorf: Zugend heim Reinicken, dorf-Ost. Lindauer Straße. Baracke. Bartrag:„Ettvas Über Blnd-olazle.* Befereni Arinr Bochow.— weddingt Jugendheim Turincr Ecke Seestraß«. MMMWMWWMMMWU Zui MwMMWWWMMWMWM ____ Wrent Wilhel______ Jugendheim Kunterstr. 44. Bortrog:»Ter kaufmännische Beruf und seine nukunsf." Beserenf Heinz Many.— Urban: Jugendheim Hobrecht. Ecke Sanderstraß-. Besprechung betr. das Soujugendireffen, anschltcßend Breit. spiele.— Tewpelhofi Jugendheim Eermaniasir. 4- 6. Bortrag:»Unser chou. jugendtressen in Neustrelitz zu Pfingsten dieses Zahres." Referent Eeorg Heilbrunn.— llhorlottenburg: Zugendh-iM Rostnenstr. 4. Bortrag:»Geschichte der Menschheit." Referent Dr. Max Schütte. �iSozialistischeArbeiteriugendGr.-Verlm s Einsendungen fOt diese Rubrik nur an das Zugendsefreiartat | Berlin SD 68, Linden grabe Z Politischer Jnformationsabcnd moegen. pünktlich I«'4 Uhr, im Sitzungssaal des Bezirksamt» Rreuzbna, Dorck- ~ Wehrproblem." Referenten: Saal Sender, Friedei.h buch keia _____ K 11.«ortrag:»Das Stampfer. Ohne Mitgliedsbuch Zutritt'. laal, Lindenstr. 3, 2. Hof. 2 Tr. link». Genosse Curt Biging spricht über„Alpenwandern". Alle Gruppen müssen vertreten sctnl Rahrpeeis-rmühlgung Pfingsten: Die Anträge müssen bis Dienofog, den 14. Mai. 18 Uhr. beim Abgangsbahnhot aestellt werden. Bei Ngen über die Stadtbahn nach Osten delm Schlcssschcn Bahnhof, nach Westen Dahnhol Char. lotfenburg Maflugendiagt Auf dem Maliugendlag In Brieselang find gesunden worden: ssilmpackfaffeffe, Turnschuhe und zwei Geldbäisen. Tie Sachen ssnd abzuholen im Eckrefariaf. heute. Sonntag. Särthrr Platzt Treffpunkt zur Werbung Ig Uhr bei ssrltz Sfausfer, Wdrther Siraße 14.— Rculölln V; Sp eleu in d-r KSnIgsheide. Treffpunkt l4>4 Ubr Sertzberqplatz.— ReukSIo VITT: Sp'elen In der«SN'gsheide. Tr-ffpui:kt Jtz'j Uhr floiser.jzt'.tdcfdi. Ecke Weichs«! steaßc.— Südwest: Beteiligung an der Parfeiveranstaltung.— Steglitz: Helm Albrechtstr. 47. IS Uhr Hrimabend.— gehkettdorst Heim Bahtthossir. i>. 18 Uhr Hkimabcttd. Werbebezirk vberspree: Spielen In der stänigsheid«. Tressptinkf der Gruppe RiederschSneweide 14 Uhr Bahnhof iZohannioihaier Seife). IS Uhr im Heim Obrrschönrweide Werdeabend für Wien. Fefedrichehagen: Aul» de» Nichard.Wagncr-Shzeum». Bntao.WM«. Straße, ig Uhr W-rbef-i«r:»Rote Zugend.-- Uakapenbeitrag 85 Pf. T1■■■ 1»MM~u Morgen, Montag, 19% Uhr. IL Sinakrei»: Uebungsabend pünktlich 20 Uhr Im Hei« Barckstr,_ ssolkrlatz li Grugvenabend fällt aus. Treffpunkt zum Znformatiansibend um IS Uhr am»Eoloilum--, Bahnhof Nordring.— Zalkplatz N: Schul« Sonnen» buraer Sir.. 20. Außerordenlliäil Mitgliederrersammlung.—"M''" stadfi Schule Sonnenbnrg-r Str. 20.. Faschismus.-' Heim Olberstroße. Heiterer Abend.— Pankow M.___________ W____|__| .SAZ. und Retchabanner.--— Nenkklla I: Treffpunkt zum Znformationsabend IS Ilhr Hermonnplatz.— Neuli-llu lll: Letzter Termin für die Pfingstfahrt- anmeldung beim Genossen Altenkircki. Echilleepromenade 5. Werbebezirk Prenzlauer Bergt Pf« Arbeitsgem-tnfchakt der Aelterengeuppo togt am 15. Mai im H-im Tonnenburger Etr. 30. ISstz Ubr. imlung.— Schönhauler Bor. — Ehorlottenburg.Naebt I. N.?.t Seim Särfchstr. 14. Vekierberichk der öffenilichen w-ilerhienststess« Berlin und Umgegend. sRachdr. ße: b.) Wolkig bis Keiler und warm, G-witletneizung, schwach« veränderliche Wind«.— Züc vensschlandt Im Nordwesten bewölkt und kühler, sanft heiler bis wolkig und war« mit Gea tterveigung. *�=8 Kfein&te!Raici3L VO0KL lltaJerraeSnaeat ckt*(faverfaeßofieja. SSo-A NI«d©rlao©n mit ReparaturwerkstAtt© In Berlin: Or. Frankfurter Str. 83 Oranlenetr, 137. Am 6. Mal verstarb an den Folgen eines am«. ds. Mts. erlittenen Verkehrsunfalles das Mitglied unseres Vorstandes, der Maschinenmeister Robert Fincke In dem durch ein tragisches Geschick so frflh und unerwartet Verstorbenen verlieren wir einen Mann von hervorragenden Charaktereigenschaften, der in treuer PtlichterfOllung und mit hohem sozialen Verständnis als Vertreter der Versicherten im Vorstand unserer Kasse tätig war. Ein ehrendes Gedenken wird dam Verstorbenen anter uns stets bewahrt bleiben. Berlin, den II. Mai 19». Der Vorstand der Ottskrankenkasse der Stelndmcker and Uibographca. Verband d.Lluwflrapben.SJeinürumer n. verwandten Bernte Miiglicdsdiafi Berlin Unser Kollege, der Stcindruckcr Roberl Fincke ist am 6. Mai 1029 Im Alter von 47 Jahren an den Verletzungen eines Verkehrsunlalles verstorben wir sind schmerzlich bewegt Ober das plöutnche trag! che Ende unseres Kollegen Fincke, der ein langjähriges Mitglied unseres Verbandes war und seit vielen Jahren ununterbrochen als Qi Uppenleitungsmitglied der Steindrucker, als Betriebsrai und Vertrauensmann Im Interesse der Koüegenschalt erfolgreich gewirkt hat Die Mitgliedschaft Berlin wird ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 14. Mal 19», um 18"jUnr. im Krematorium Baumschulcnweg statt Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. vev Ortrroniaad. S! iPrtxTri*af&htfij*rflS ufimto Am 4 Mai starb plötzlich infolpr HtrzlöHmung unltt ftollrgt. Lädieret Paul Zahr im Aller oon 47 Iahreit Ehre feinem Andenke»! Die Arbeiterschaft der Firma C. Ade, Reinickendorf. Am Donnerstag, dem 9 Mai. tm- schlief plötzlich und unerwanei mein iiedsr Manu Gustav Köppen im 80 Lebensfahr. Dies zeigt tief. detrstbt au WerJUroUBe Köppern(t b. Schäler Die Einöfcheruna erfolgt am Dienstag. dem 14. Mai. nachm. 4 Uhr, im jkremaiorium Daurnfchnlenweg, ftiefholzfttotze. Deotsdiei Metallartieiter-Verbaoll Vcnraltunesstellc Berlin Todesanzeige Dr» Miigliedern zur Nachricht, daß unier Kollege, der Arfeiier Hermann Heidt geh 1«. AprU 188� am 8. Mai gestorben ist. Die Einäscherung findet am Dienstag. dem lt. Mai.>?/, Uhr. im Krematorium Gerichlstratze statt. Rege Beieiligung wird erwartet. Nachruf Den Mitgliedern zur Nachricht, haß unfer Kollege, der Arbeiter Qeorg Euen geb 17. September 1858, am 8. Mai an Ischias gestorben ist. Die Sin- äscherung Hui bereits stattgesnnben. l�tcni Vbibcttttttl £U Oclns Siedlungs-Parzellen direkt vom Altbasitzer daher sehr preiswert ... Kleine An- und Abzahlungen Ehemal. Gut Fredersdorf guter Kulturboden Vorortstatfon Fredersdorf bei Berlin f2. Station hinter Hoppegarten, 30 Minuten ab Schleaischen Bhf. Bahnsteig A. Siedlerkarte 20 Pf. Auskunft: Siedlung Fredersdorf b. Berlin Fernapr.: Amt Neuenhagen 636 ["Äusschtienlen � J Aufbewahren I Wegen Tarifbruch und Nichtbenutzung des öffentlichen Arbeitsnachweises für das Gastwirtsgewerbe werden hierdurch für die Mitglieder unseres Verbandes folgende Gastwirtsbetriebe gesperrt: Westen; Schultheiß- Patzenhofer.Zum Onkel Emst*, Ansbacher Straße 49, Ecke Wiitenbergplatz, Inh Rasch ke Korden-Te?el: Caf£ Seerose, Inh. Müller, Müllerstraße, Ecke Seestraße Tusculum, Inh. Hochfeld, Tegel See-Pavillon, Inh. Spielberg, Tegel Strand-Garten, Inh Pieper, Tegel Picbelsberge; Kaisergarten, Inh. Pirwlt* Hirschgarten: Wilhelmshof, Inh BQlow Oberschöneweide: Strandschloß, Inh. Wolf Niederschöneweidc: Kyffhäuser, Inh. Rosenberg Erkner: Bürgergarten, Inh. Schröder Fiedler's Restaurant, Inh. Fiedler Woltersdorfer Schleuse: Zum Kranichsberg, Inh. Günther Zcniralverband der Hotels Restaurant- und Cafd- Angestellten Zweigverein Berlin Berlfn N 14, Elsosscr Strafte S6»SS n Telephon: Norden 1813 und 804 Aufbewahren 1 Auaschneide'| TvO* SO I.QafeJu/f ttbel Große Frankfurt er» tr. 78 | nttelcm Badsir. 42-48-Tarmilr. 73 J Xotlbosscr Damm 77 "eiizahlunq zu den günstigsten Ratenzahlungen ScNaüimmerSpeisezmmerHerrerajnrimer KUdien u.sdmfltdie Enzelmöbel.SpezAtitig: Teppiche-Gardinen Dekorationen-Steppdecken. Bettvorleger fertige Federbetren. 9>hn Infolge eines Betkehtonnfalles oer- starb am 8 Mai iSN. nachm 4V, Uhr, mein liebet Sohn, unser lieber Bruder. Schtvager und Onkei. der Sieindi ucker WeNklM Im Atter oo» 47 Jahren. Dies zeigen liesbelrstbt an WW«. Angtute Fincke Paul Fincke mli Familie Albert Fincke mit Familie Berta Sommerfeld«b Verlobte Die Einäscherung erfolgt am Dieus- """ C nachm. 8»/, Uhr, Baumschutenmeg. lag. dem 14. Mai im Krematorium Am Donnerstag, 10. Mai, oerschied nach längerem Krankenlager unser lieber Kollege, der Maschinensetzer »rano Weiß Im 47. Ledenssahre. In den langen Iahren treuer Mtf- arbeit erwies(ich der Verstorbene stets als lieber Mensch und braoer Mitstreiter. «de» seinem Andenken> Di« Masdaiaeiiäetzer der UUiteln A.-G., Berlin. Die Einäscherung ersoigt am Dien»- tag, 1«. Mai. pormiffags 10'/, Uhr. im Krematorium Baumschulenweg. Nach langem, schwerem Leiden eufschiies um 8. Mai IMS vor- mittags I0>/, Uhr. im 56 Lebensjahre meint liebe gute Frau, meine liebe Multer.Schwi, germutter.Srotzmutler, Schwester. Schwägerin und Tante Elise Lange geb. Seil midi In tiefet Trauer Hermann Lange. Ais Kinder Altred Lange, Alice Lange, eab. Kathen; als Cnlcl Herbert and Alfred Lange. Die Einäscherung findet am Montag. dem 18. Mai, abends 7 Uhr. im Krematorium Baumschuienweg. Ktesholistratze. statt. Statt Karten, Fiir die freundlich erwiesene Zeil- nähme zur Einäscherung meines iieden Mannes sage ich im Namen der trnnernden Hinterbliebenen dem Bezirksverband Berlm und der 18 Ad- terlung der EBD.. sowie der Wohl- sahrts-und Iugendksmmtsston,Zt8a I Bezirksamt Wedding und allen Frenn- den nnd verwandten meinen innigsten D°nk. Fra0 8B|da Geneinhardt. Berlin. Kösltner Straße 19. Die Beisetzung findet am 28. Mai. nachmittags!>/, Uhr. Urnenfriedhos Seestraße, statt. Allen'ieoen Freund n und Parlei- genossen sowie der Stadt- und Be» zirkeoerorbnelen.Fraition der SPD. deionder» Herrn Stadlral Schweik- Hardt und Herrn Lutz tiir die herz- iichen Warte und Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes. Baters. Groß- nnd Schwiegervaters Heinrich Schröder herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Karoline Schräder, geb. Sprung Monats- £4 Rcvten ANTCL CrofkFranXforierStcJk \J itroulW sc Platz Schlafzimmer Küchen f. Rate JunC mm Lesdan s Korbmöbel üt'lenble Ftnren Aparte Muster MäSige Preise W.ihtlt'a o.Vsrkaf: KcukSlln Isueirabeirtr. 20 isd Hermannstr. 10 kl 8'«». 17» Am 7. Mai. morgens I't, Uhr. entriß uns der unerbittliche Tod nach iuriem, schwerem Krankenlager meinen herzensguten, ireutorgenden Mann und»eben Pflegevater, den Kraft- droschkenkllhreig Eranz Steltner im 82. Ledenssahre. Berkin«O l«, den lv. Mal 19«. OMstetmina Slaltneu, geh Entgk Zeitz sai lher als Pstegs.ahu. vi« Ausbahrung der Leiche findet im Krematorwm BanmISuIenweg am ia Mai, nachmittags i Uhr, statt miHrnodk, be« IS. JKai, abend» t Mb«, im pariere et aal be» Oecbanbsbaafeo. Ctalenfkratze«AM Branchenversammlung der Hiiisarbelter. (Lager-, Saal- n. Hotarbeiter, Packer, Padeertnnen, Werkzeug- uack '— ufishrer, An- Fabrstubl- _______...__ und Etsen. gteberelarbeltcr) Tagesordnung; 1. Da» Ardeitslchutzgesetz. 2 Unlere Löhne 8 Verbands- und Branchsnangelegen. hellen. Mitglledsduch leatttmlert. zahlreicher Bestich wird erwartet. Kereeeerlevemevel vieaatag, den 14. Mal. obenba I Übe,«rn«ihnngsla»' bes vardandOhanirs. Olntenstentza«SM Funlitloiriirhonlerciu. Tagesordnung 1 Stellungnahme zum Lohnadkommen. 2. Dlstutsion. All« Betriebe mllssen bestimmt pertreten sei». kemung. scnninefvellep. SlSNieF UNd PFKLTLF. Die vertranenspläzinerkonseeang fällt am Dduuarstag. dem 18. d.Mts. aus. Zplelpisn unserer KnltnenbtaUnng. Zn der Woche vom 18. dls 19. Rat: L Der Harem oon Buchara(Original� Orienistim) 2. Technilcher Film. it. Humoreske Zn der«»che am». Us M. Stell L Danton(Der Held der sranzöstschen Neoointion). 2 Technttwer Film. 8. Humoreske ZA dar Vacha vom 77. Mal St» 2. Juni: 1. Wolga— Wolga. 2 Technischer Film. 8. Humoreske. Zn der Wache vom s bis 9. Zunii l. Nnlp, uns Liebesabenteuer. t i. Antragen weaen Uebselafimig und Besuch der Abteilung find lelephoniick» oder schritt. >» an die«nttnravtetinag(Bureau Linien(tt- 83.85, gtmwez 30) zu richten. Ule Ortaverarsikong. Technischer gsttm. Humoreske KrovmSbölfsbrlii! Nk MbtisadunSi gnaiüBi fiBiecmneU Wegen Absatzstoekung wird vorllbvr- gehend an Privat zu Fabrikpreisen verkauft Speise-, Herren- und Schlaf- timmer in erstklassisen Holz- und St lartan. Hervorragende Werkstatt- arbeit S lahre Garantie Aul Wunsch auch Zahlungserlelthterung. Anfragen erbeten unter Chiffre 84 an Annorcen-Expedition Löw4 Steinar, Berlin W8. JägerstreSe 62 a. MMmna- Bekleidungs-ündüs+rie G. m. b. W. Brunnenstraße 188-190, am Rosenthaler Platz Frühjahrt-Ultter und Paletott in bester Ausführung in allen Größen und MllZIISIO Preislagen vorriUg Irenclicoats-, Loden- u. Snirnnllllünlel Sportbekleidung a'.':9.!! Windlacken"ei« gestattet. — Frei« Schulgemeinde. Dienstag, 11. Mai, 1S>4 Uhr, Schröderstr. 2, Mit- gliüervcrsammlung. 3. Kreis Gedding. Dienstag, 14. Mai, ISVi Uhr. jtreismitgliedernerlaminlnng im Pharussaal, Müllerstr. 142. Tagesordnung: Dortrag:.Da» Wohnnngs. wesen im Bezirk Wedding'. Referent Stadtrat lkarl F-binnke. 4. lirei» Prenzlauer Berg. Die Kreisfunktionärversammlung am Dienstag, dem 11. Mai, muß ausfallen. Die Äasino.Festsäle sind vorläufig geschlossen. — Freie Schulgemeindr. Montag, 13. Mai, Igih Uhr, Elternversammlung in der Schule, Scnnenburger Str. 20. Ansprachen des Schulfreundes Bürgermeister Dr. Dstrowski, eines Schulleiters und eines Elternmit. gliedcs.— Freidenker— Parteigenossen! Mittwoch, IS. Mai, 19H Uhr, in den Casino.Fcstsälcn, Pappelallee IS, Fraktionsversammlung der SPD. Sehr wichtige Tagesordnung. Die Fraktionsleitung. f 6. Kreil»reuzberg. Heute,«»»»tag, 12. Mai, findet unser Früh- q liagsfcst in Treptow, Alte, Eierhänschen, statt. Dasselbe ist arrangiert i-j von der 30. Abteilung. Mitwirkende: Arbeiter. Sesangoerri» Solidari- ' tat, Soz. Arbeiterjugend Südwest: Tombola, Onkel Pell« Original, Kasperle. Festredner Genosse Ott» Meier, M. d. L. Eintritt 25 Pf. Tanz 50 Pf. Kinder frei. I 7. Krei» Charlottenburg. Dienstag, 14. Mai, 19Vi Uhr, im Zimmer 1 des Rathauses, erweiterte Kreisvorstandssthung.— Mittwoch, 15. Mai, 20 Uhr, im Jugendheim, Rcssnenstr. 4, Sitzung der Zugendkommissson.— Bezirks» oerordnetenfraktio» mit sämtlichen Bürgerdeputierten am Montag, dem 13. Mai. pünktlich 101h Uhr, im Rathaus Charlottenburg, Sitzungszimmer 1. Sitzung. 0. Krei» Wilmersdorf. Beamtenansschntz. Montag, 13. Mai, 20 Uhr, Be- amtenoevsammlung im Biktoriagarten, Wilmersdorf, Wilhelmsau« 114115, Groher Kasinosaal. Eingang zur Kegelbahn, 1 Tr. link», Vortrag:.Wie agitiert man unter de» Beamten für die Partei?' Referent Polizeioberst -. D. Dr. Hermann Schützinger. Parteibuch legitimiert. 10. Krei» Zehlcndorf. Sprechstelle der Arbeiterwohlfahrt. Genosse Bernhard Iander hält am Donnerstag, dem 10. Mai, keine Sprechstunde ab. 11. Krei» schöneberg-Friedena». Dienstag, 14. Mai, Sitzung der Zeitung». kommission. 13.«reis Tempelhof. Fraktionssstzung Montag, 14. Mai, 20 Uhr, Dorfstr. 42, parterre. 14. Krei, ReukSlla. Dienstag, 14. Mai, lOVj Uhr, in den Passagefäle». Berg. stratze 151. Kreirfrnltionäroersammwng. Vortrag:.Der Berliner Etat im Spiegel der Parteien.' Referent Stadtoerordnetenoorsteher Johanne» Hätz. Interessiert« Ritglieder haben Zutritt.— Die für Montag, 13. Mai, vor. gesehene graktionssitzung findet nicht statt 17.«'----'~--------------------' lung._..______ 1914 Uhr, in der Bibliothek, Weichselstr. 28. Wichtig« Tagesorhnung. Erscheinen oller Mitglieder dringend erforderlich. Heule, Soaalag. 12. Mal. »i. Abt. Alle Genossen, die gewillt find, am 2«. Mai nach Magdeburg zu fahren, geben noch heute ihre Adresse ab beim Genossen Wilhelm Gold. fchmidt, Swlpische Str. 38. 30. Abt. Zahlmorgen und Zahladend. Di« Genossinnen werden auf die heutige Beranstaltung lffrühlinasfest, unter 0. Kreis), 10 Uhr im Alten Eicrhauschen, Treptow, aufmerksam gemacht. Die Kontrollen müssen recht. zeitig um 14 Uhr dort sein.. 52. Abt. Charlottenburg. Früh 9 Uhr Flugblattverbreitung bei Bad«. Kaiserin. Auaufta-Allee 52..... 85. Abt. Tempelhof. Die Genossinnen und Genossen treffen sich zur Baum» blllte in Lichicnvad« um 15 Uhr au der Stratzenbahnhalte stell« Radestrotz- in Lichtenrade. Um 10 Uhr für Nachzügler im Lokal Ziohrmann, Lichten. rat«, Hilbertstratze. Morgen. Montag. 13. Mai. 20. Abt. 20 Uhr bei Burg. Prenzlauer Alle« 189, Funitionürsstzung. 40. Abt. 20 Uhr bei Keufner, Hagelbergerstr. 20», Funktionärsitzung. Di« Bezirksführer laden zur Abteilungsversammlung am Dienstag, 14. Mai, bei Jung, Dreibundstr. 11, ein. 77. Abt. SchSneberq. 20 Uhr bei Schmidt, Grunewaldstr. 10, Borstandssitzung. 124». Abt. Mahldsdorf-Süd. 20 Uhr bei Draber, Uhlandstr. 10, Funktianär. 134. Abt"«nch. Ij|>4 Uhr bei«Opfert, Am Bahnhof, wichtige Borstandssstzung mit allen Funktionären. Dienstag. 14. Mai. 40. Abt. 20 Uhr Abteilunamersammlung bei Jung, Dreibundstr. 11. Refe. rent Karl Lttke, M. b. R. 00. Abt. Wilmersdorf. 20 Uhr bei«ulka, Lauenburger Str. 20, Ritglieber. Versammlung. Bortrog:.Die letzten politischen Ereignisse.' Referent Franz Künstler, M. b. R. 00. Abt. Marievdorf. Achtung! Für die Kreisvertreter. Und Funktionärver. sammlung im Lokal Herold am Dienstag, 14. Mai, werden besondere Legitimationen nicht ausgestellt. Mitgliedsbuch und Funktionürausweis genügen. 70. Abt. Dahlem. Mittwoch, lss. Mai, 20 Uhr, bei Schilling, Ahtellnns«»«. sammlung. Wichtige Tagesordnung. Jraueoveraaflallungen. 3. Krei» Tiergarten. Montag, 15. Mai. 1914 Uhr. in den Moabtter Bier. hallen. Kirchstr. 13, Funktionärinnenkonfcrenz., VeiLe SSdae: VKIoroSaat ?. Kreis Charlottenburfl. Dienstag, 14. Mai, 19% Uhr, Abtcilungsleiterinnen. sttzung ausnahmsweise bei der Kreisleiterin, Meineckeftr. 25, Gartenhau», parterre. Pünktliches Erscheinen ist erforderlich, da dos Hau» um 8 Uhr geschlossen wird. 13. Krei» Tempelhos, Moriendors, Marienselde, Lichtenrade. Sonntag, 12. Mai, treffen sich die Genossinnen zur Baumblüte in Lichtenrade um 15 Uhr in der Raabestratze, Straßenbahnhaltestelle Linie 99. Nachzügler treffen sich ab 10 Uhr in Lichtenrade. Waldrestaurant Rohrmann. Daselbst Kaffeekochen. Zrauenveranstaltungen am Montag. 13. Mai. 24. Abt. 3. Gruppe. 1914 Uhr im.Schweizerhäuschen", Greifswalder Str. 80, Vortrag:»Unsere Konsumgenossenschaft". Reierent Genosse Bielke. 137. Abt. Reinickendors-West. Montag, 13. Mai, 20 Uhr, Funktionsrinnen. sitzung im Bolishaus, Echarnweberstr. 114. Erscheinen dringend erforderlich. Frauenveranstaltungen am Dienstag. 14. Mai. 7. Rai. 1914 Uhr im Vereinshaus des Norden», Gartenstr. 0»»Soziales in Sage und Märchen". Referent Hanns H. Komm. 0. Abt. 20 Uhr bei Hübner, Wilsnacker Str. 34,»Kulturausgaden de» Sozia. lismus". Referent Willi Wolfs. 23. Abt. 19«4 Uhr bei Bartel, Wärther Str. 12,»Satiren, Grotesken nnb lustige Lieder". Vortragender Genosse Losemann. 107. Abt. Falkenbeeg.Alt. Glienick«. 20 Uhr bei Meier, Straße am Fallenberg, »Wohlsahrtspflege im alten und neuen Staat". Rcferentin Denosssn Boll. mann. 124. Abt. Mahlsdors. Unser Frauenabend findet diesmal ausnabmsweis« nicht am Montag, dem 13., sondern am Dienstag, dem 14. Mai, 20 Uhr, statt. Lokal»Nordstern", HSnower Str. 47.„Körperpflege" mit gymnastischen Vorführungen. Bortragende Genossin Lotte Vaetow. I28./130. Abt. Pankow. Der Frauenabend am 14. Mai fällt aus. Dafür beteili« gen sich alle Genossinnen am gleichen Tage am Filmvortrag»Kinder- republik Seekamp" im Kasinosaal, Breite Straße. Araueuveraostalluagea am Mittwoch. 15. Mai. 7. Abt. 1914 Uhr im Bereinshau» des Norden», Gartenstr. 0,»Soziale» in Programm". Referent Architekt Otto Most. 54. Abt. Eharlottenbnrg. Alle Genossinnen beteiligen sich am Mittwoch, dem 15. Mai, 1914 Uhr, an der Mitgli-derversaliunlung im Jugendheim, Rossncnstr. 4,„Die politisch« Situation und der L Mai". Reserentin Mathilde Wurm, M. d. R. Unser Frauenabend fällt zugunsten dieser«e» meinsamen Veranstaltung aus. Schoneberg. 77. Abt. 1914 Uhr bei Jürgens. Barbarossastr. 5»,.Röte und Krankheiten der Proletarierfrau". Referent Stadtarzt Dr. Georg LOwenstein. — 78. Abt.. 1914 Uhr bei der Genossin Krone, Tempelhofer Str. 10, Musl. ■«w«...._____'•«-____ oi—:_»70 OfUi kali scher Abend mit Gesanqsvorträgen von Anni Pfärter-Kron«.— 70. Abt. —.....-' Sedanstr. 17,„Wichtige kommunalpolitische Probleme". 20 Uhr bei Groß Referent Willi Wolff 80. Abt. Moriendors. 1914 Uhr bei Niendorf, Mariendorf, Cbausseestr. 19, „Was muß die Frau von der Sozialversicherung wissen?" Referent Kurt Kietzmann. III. Abt. Bohnsdorf. Alle Genossinnen beteiNgen sich am Mittwoch, dem 15. Mai, am Zahlabenb. Unser Frauenabend ist auf Mittwoch, den 19. Juni, verschoben worden. Nähere Mitteilung erfolgt noch. 138. Abt. Hermsdorf. 20 Uhr bei Dewald,.BevOlkerungsvolitik". Referent wirb am Dienstag bekanntgegeben. Bezirksausschuß für Arbeikerwohlsahrt. btt Ar- Rosen. FürsorgerOnnen), Wohlsahrt-pflegerliunen) nnb Kreisletterinne» de, beit-rwohls-brt: Mittwoch. 15. Mai, pünktlich 20 Uhr, im Sackeschen Hos. 9 , Haler Str. 46-41, Vortrag der S-nossin Dr. Magna» sW-hlsahrtsschule) über »Segenwartsprobleme der fürsorgerifchea Peazi»." Zahlreiche» Erscheinen wird emiatttt* 10. Krei» Pankow. Sämtliche parteigenOsflschen Wohlfahrtspfl-tzer und -Pflegerinnen aller Abteilungen de» 19. Kreises sind zu einer wichtigen B«. sprechung am Mittwoch. 15. Mai, vilnktlicki 20 Uhr, im Lokal zum Türkischen Zelt. Maier, Pankow, Breite Str. 14. eingeladen. Akten des Amtes, welche sich !n Händen der Parteigenossen befinden, sind zur Besprechung mitzubringen. Zungsozialisttsche Dereiniguag Gruß-Berlin. Morgen, Montag, 18. Mai, 1014 Uhr, in der«nla de, m«ilhelm-Syma-ssum».«ochstr. 13, Gel-mtver- astaltun». Dort rag: W m»Problem« Sowjetrnßlonbs." Referent Genosse Theo bor Da»,«atze- M r'' hörige UN» nahestehender Organisationen und Gäste herzlich WM- � Gruppe TeMpelhof-Mariendors: Dienstag» 14. Mal, 20 Uhr, im Ingenb- heim Gcrmaniastr. 4—0, Vortrag:»Psycholog:«." Referentin Genossin Pauisen. Zlrbeiksgemeiuschaft der Sinderfreunde. Di« Geschältsstell« bleibt am Freitatz, 17. Mai,-«schlössen Di« Mige Bor- stand-sttzung fällt am Freitag aus. Mittwoch, 15. Mal. findet die Kelsersitzung Drotz-Berlin statt. Ort wird Dienstag früh bekanntgemacht. Da, Probezcltlager I findet Pfingftrn bestimmt in Birkenwerder statt. Alle Zelt«, die mit dem Auw dorthin befördert werden sollen, müssen Mittwoch zwischen 10 und 19 Uhr in der Geschästsstelle abgeliefert werden.— Nächste Zeltlagerausschußsitzung Montag, 13. Mai, 20 Uhr, Geschäftsstelle. »i-ets Ritte: Montag, 13. Mai. Kreishelfersitzung im Heim Zehdenicker Straße um 20 Uhr. Gruppe Ariouaplatz: Sonnwg, 12. Mai, um 18 Uhr Heim- abend im Heim Tieckstr. 18.__. Kreis Eharlottenbnrg: All« Eltern kommen morgen, Montag, 15. Mai, um 20 Uhr ins Heim Rosinenstr. 4 zum Elternabend. «reis Reinickeiidors: Achtung! Am Mittwoch. 22. Mai, findet in Ttgel, Jugendheim Bahnhofsttaße, eine«intervertretersitzung de, Kreise, statt. Alle Gruppen haben mindestens zwei Vertreter zu schicken. Beginn 1714 Uhr. Krei, Prenzlauer Berg, Gruppe Freiheit. Montag, 13. Mai, 17— 19 Uhr, im Jugendheim Connenburger Str. 20. für alle Kinder Bunter Abend. Mitt- woch, 15. Mai, daselbst um 17 Uhr Pfingstfahrtbesprechung. Pfingstkahrtgewer müssen bi« zu diesem Termin an Kurt Lücke bezahlt werben. Bibliotheksbü-Her werden künftig nur noch an den Mittwochnachmittagen ausgegeben.— Krei». helferfitznng am Dienstag. 14. Mai, 1914 Uhr, im Hort der Kinderfreunde, Danziger Str. 02. Erscheinen aller dringend erforderlich. m Krei, Neukölln, Gruppe Baddin: Montag, 13. Mai, 17 Uhr, wichtige Sruppenbesprechung im Heim Flughafenstt. 08. Tiergarten, Gruppe August Bebel, Znag- und Note Falken: Dienstag, 14. Mai, von 1714— 1914 Uhr im Heim Waldenferfttaße Basteln. Küken: Mitt- woch, 15. Mai, von 17—19 Uhr Heimabend ebenda.— Gruppe Tiergarten-Süd: Dienstag, 11. Mai, Heimabend im Heim Bülowstt. 88 vor 17— 19 Uhr. Freitag, 17. Mai, Spiel und Tanz im Tiergarten lRosengarten), 1014 Uhr Treff- Punkt vor dem Heim. Schöneberg-Friedena»: Die Iungsalkengrupve Friedenau trifft sich Dienstag von 17—19 Uhr im Iugendh.cim Offenbacher Str. 5»: die Schöneberger Gruppen treffen sich im Jugendheim Haupiftr. 15. Rote Falken I: Montag, 13. Mai, Kartenlesen. Rot« Fallen ll: Montag, 13. Mai,„Unsere Falkcngebvte", 2. Abend. Am Donnerstag, 10. Mai, gemeinsames Spielen und Zeltlager. besprechung, Zungsalleu I: Dienstag, 14. Mai, Spielen. Freitag, 17. Mai, Liederabend. Iuugsalke» II: Mittwoch, 15. Mai, Spielen. Freitag, 17, Mai, Tanzen. Kfikengruppc: Dienstag, 14. Mai, Spielen. Freitag, 17. Mai, Gc- meinschastsversammlung. Geburtslage. Jubiläen usw. 31. Abt. Unserem alten Freund« Hermann B-nman», Siolpisch« Straß« 27, zu seinem 25jährige» Parteijubiläum die herzlichste» Glückwünsche. 94. Abt. Neukölln. Montag, 13. Mai, feiert unser Genosse Karl Elles und sein« Ehefrau, Selchower Str. 12, das Frst der Silderhachzeit. Wir grata- li-reu sie herzlichst. |(Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 25. Abt. Die Beisetzung unserer verstorbenen Genossin T u s ch e r findet am Dienstag, 14. Mai, 14 Uhr, auf dem Städtischen Friedhof in Britz, Chaussee. straße 115, statt. 91. Abt. Neukölln. Unser« Genossin Scheibe ist in den unruhigen Mai- tagen durch ein Kopfschuß getötet worden. Wir verlieren in ihr ein treues langjähriges Mitglied. Ehre ihrem Andenkenl Einäscherung am Montag, 13. Mai, 20 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg. Rege Beteiligung der Genossen ist Pflicht. KOFFER WND PLATTEN DfcWtflf wird sdio Herr.-Hdbsdiuhe, Rindbox, Q weiß ged.� rnod. 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Unterhaltung unö Wissen Jllice JCandsberg: 1111(2 SoflH Schroff fuhr der fungr Elegant den öffnenden Diener an. der mit devoter Verbeugung tn Stillschweigen verharrt«, bis der Ein- tretende mit einer regelrechten Frage kam. „Ost mein Vater da?" „i)«rr Lertz Ist zugegen, gnädiger Herr, jedoch nicht zu sprechen!" Einen Augenblick schien«e. ol, od der Elegante in feinen schroffen Ton zurückjollen wollte, doch vor der stoischen Haltung des Dieners, die durch nichts zu erschüttern war. erwachte nur eine leichte Wut. „Melden Sie mich und sagen Sie, es fei das letztemal, daß ich Herrn Lertz senior behellige!" Wortlos verlieh der Diener das Zimmer Ungeduldig schritt Clou» Lertz die vier Ecken des mittelgroßen Warteraumes ab. Ob der Gelehrte und Seelenarzt Gehsimrat Lertz seinen Sohn vorließ? Zu der Ungeduld gesellte sich rln Bongen vor der kommenden Szene, das er trotzig zu überwinden sucht«. „Herr Lertz läßt bitten I" Ein Scheusal, dieser Diener, sa�t unentwegt„Herr Lertz"— kennzeichnet den Dater. Mit einer hastenden Bewegung schab er den Diener beiseite und rannte über den langen, engen Gang zu dem bekannten Sprech- zimmer seines Daters. Ohne anzuklopfen trat er«in. Hinter einem riesigen Schreibtisch saß allgewaltig die riesige Gestalt de» berühmten Mannes. „Tag. Vater," stieß Claus hervor. Kaum daß der Alte aufblickte. „Du läßt durch den Diener seltsame Dinge sagen, merk dir's, vor fremden Menschen beherrsche dich, wenn'» auch schwer fällt!" Mühsam rang Elaue sich zur Ruhe. Er beugte sich ein wenig über den Schreibtisch, so daß sich seine Gestalt in dem polierten Holz« widerspiegelte. „Und du verleugnest dich vor dem eigenen Sohne!" „O nein, ich wollt« nur nicht gestört sein— und das durch Nichtigkeiten!" Claus fuhr zurück. Seine Augen weitet«» sich. Sein Atem keuchte und die Brust hob und senkt« sich unter den stürmischen Schlägen seines aufgeregten Herzens. „Mein Lebeneglück nennst du eine Nichtigkeit!" „Was du L«btn»gluck nennst ist— Lappalie! Du weiht das selbst, aber dein Trotz will nur meinen Willen niederkämpfen! Es wird dir schwer fallen—" Kreideweih stand Claus vor dem Schreibtisch Für»ine Sekunde huschte der Blick d«s Arztes über die Gestalt de« jungen Mannes. Blitzartig, nicht verratend, was«r dachte. „?ch hasse dich!" Die Hände krampften sich um ein unsickstbares Etwa«— „Du bist eine Memme—"# „Vater— bring mich nicht zum Aeuhersten—" ,�5(h wiederhole, daß du ein» Memme bist!" Nicht mehr seiner Sinne mächtig, rannte Tlau« aus den Vater zu— Er stutzte. Bor seinen Augen lag plötzlich«in« Waffe— wohl von des Vaters Hand dorthin gelegt. Cr hing mit den Blicken an dem zierlichen Revolver— „So nimm ihn doch, Memme, schieß, dann bist du mich lo» und kannst machen wo» du willst— du—" Ein Wort folgte, das dem Jungen di« Besinnung raubte. Cr ergriff die Masse— ein scharfer Knall— der Arzt zuckte zusammen und griff sich ans Herz. Matt sank«r in den Sessel zurück, von dem er ausgesprungen war. Die Wirkung de« Schusses auf Claus war furchtbar. Sein Iknterkieser klappte nach unten, während seine Glieder zu schlottern anfingen. „Vater Wie ein wundgeschosscncs Tier brüllt« Tlau« endlich auf und stürzte dem Vater In di« Knie. „Vater— Vater— ich— nein, das darf nicht sein— ich lieb« dich, ich liebe dich, du bist der beste Mensch, ich wollte«» nicht so haben, aber du bist stets der Gütig« gewesen, nie bös«, ich hob dich schon immer lieb gehabt, w«nn ich es auch nicht zeigt«— Vater, ach, nein, du sollst leben,— da» Weib da, ich hätt« e» doch nie geheiratet, sie ist schlecht, du hast recht gehabt, sie mir zu verweigern— sie will Geld, nicht ein Menschenherz, hast du g«sagt— Vater— schnell— einen Arzt—" Er umklammerte den Zusammengesunkenen. d«r ihn mit einem seltsamen Blick mustert«. Er stand auf und lächelt«. „Vater!" „Kindskopf, du," lachte der dröhnend.„Glaubst du, ich ließe mich mitten in meinem Lebenswerk von meinem Söhnlein er» schießen—" „Du-" Clau» wußte nicht, was er sagen sollte. Cr lag noch immer auf den Kni«n und starrte den Vater an. „Platzpatronen, Ich wollte«inmol so ein Geständnis haben— na, gut. und merk dir's, seinen Vater soll man nicht erschießen, auch nicht mit Platzpatronin—* „Du kannst verzechen?" „Steh auf. Junge, hast mir einen Gefallen erwiesen, kann's brauchen in meinem Werke: Di« Psych« oder ganz deutsch: Die Seele!" Clau« stand auf. Der Bater hing bereit» wieder an seinem Wert« und beachtet« ihn nicht mehr. Er ging lautlo«, atemlos und demütig. Unten aus der Straße schien e» ihm, al» sei sein Leben beendet und vor ihm läge ein neue» Feld, das noch rein und unberührt auf ihn wartet«. Was er sich vornahm in diesem Augenblicke waren kein« leeren Flüchtigkeiten, sondern war eherner Wille zur Besse« rung. „Seelenarzt" stand aus dem Schild« neben sein«» Vater» Namen. er kannte die Seelen— und die seine» Kinde» hatte er trotz des Anschlages auf fein Leben restlo, durchschaut und ihm verziehen, ehe noch die Tat»ollbracht... verschiedenen Teilen der Welt.„Der Kamps mit Gistschlangcn ist mir eine Frage des Temperaments," meint er.„Wie bei allen gefährlichen Berufen bringt die Gewöhnung eine gewisse Verachtung von Situationen, die den gewöhnlichen Menschen zu Tode erschrecken würden. Aber das erstemal, da ich mit einer Mamba zusammentras, hatte ich einen Eindruck, der noch heute meine Alpträume bestimmt. Ich befand mich in meinem Zelt in der Nähe eines Zuludorfes: de:: Abend war hereingebrochen, und ich lag aus meinem Feldbett, um die Heimkunft eines eingeborenen Trägers zu erwarten. Da hörte ich ein merkwürdiges Rascheln und sah auf dem Boden etwas 10 Fuß Langes, Schwarzes von der Dicke eines Männerarms, das 2 Fuß von meinem Kopf entfernt kroch. I» dem Bruchteil einer Se- künde war ich aus dem Ml heraus, aber bei dieser hastigen Flucht stieß ich meine Laterne um. Als mein Boy eine Kerze und Streich- HAzer brachte, war ich tollköpfig genug, Licht zu machen und zurück- zukehren. Ich sah die Schlange gerade in einer Eck« verschwinden und hieb wütend auf ihren Schwanz. Es war die Tat eines Wahnsinnigen, denn sofort bäumt« sich die Maicka auf, und ihr spitzer böser Kopf war in dein Halbdunkel kaum ein«» Fuß von mir entfernt.' Schlag auf Schlag ließ ich min auf diesen Ungewissen Schatten hernieder- regne», dessen wie Diamanten leuchtende Augen meine lächerlichen Aiesbrengungen zu verhöhnen schienen. Nur die Geistesgegenwart meines Boy» rettete mich vor dem Tier, dessen bloße Berührung. schon Tod bedeutet, indem er eine Handvoll trockenes Gros zu- sainmelrroffir, es anzündete und dem Untier in die Augen warf. Mit zitternden Knien inch in Schweiß gebadet fand ich mich schließlich außerhalb de» Zeltes. Ich bin niemals wieder einer Mamba nyr mit einem Stock bewaffnet entgegengetreten. Vielleicht infolge eines Angstkompleses, der sich den sonst surchllofen Zulus dutch Dutzend« von Generationen verWit hat, verfallen di« Eingebor«nen sofort in einen Starrkrampf, wenn sie von einer Mamba gebissen werdey. Gewöhnlich tritt der Tod nach vier oder fünf Stimden«in, doch habe tch auch«inen Fall gesehen, bei dem ein Zulu bald nach dem Biß unter Zuckineg«» verschied. Trotz jahrelanger Forschungen hat man noch kein Heilmittel gefunden, um das Gift dieser Schlanze wirksam zu bekämpfen: es ist so stark, daß der kleinste Tropfen bereits tötet. Die Gistmeng«, die eine Mamba besitzt, ich sehr gering. Von den 800 Mambas, bie ich getötet habe, habe ich von keiner mehr als höchstens 20 Milli- gramm Gift„melken" können, während bei den Kobra» ich von einem einzigen Exemplar bisweilen mehr als ein Zehntel Gramm gewann. Man hat Zwar im Laboratorium ein Serum gegen das Mambagift hergestellt, aber ich habe, wenn ich es anwandte, keine Wirksamkeit feststellen könne». Wieviel Tote im Zululand diese Giftschlange aus dem Gewissen hat, kann man nicht einmal ahnen, denn in den Gebieten, die von dieser Schlange verpestet sind, kommen fast täglich Todesfälle vor. Einmal wurde ich nach einem Ort gerufen, wo gegen 20 dieser Untier« gemütlich in der Sonne lagen, aber bei Meinem Herannahen hatten sie sich in einem Augenblick aufgerollt und schössen nach ihren Löchern fort! Ich wartete eine Siunde, das Gewehr in der Hand, und sah drei von ihnen heroorkriechen und im Urwald verschwinden. Ich folgte der nächst�».. einem große» Reptil, desien Länge Ich später mit 11 Fuß seststellt«. Aus das Geräusch hin wendete sich die Mamba um: ihr spitzer, böfcx., Kopf schwebte über dem hohen Gras. Ich war zwischen ihr und ihrem Loch In der gefährlichsten Lag«. Einem solchen Tier gegen- über, da« sich schneller sortbewegt, al» das Auge zu folgen vermag. und dessen bloße Berührung Tod bedeutet, mutz man eiserne Nerven und stets den Finger am Drücker des Gewehrs haben. Ich gab ihm eine Ladung unter den Kopf, wodurch ich es glatt entzweischnitt. Dann kam das Geschäft des„Melkens". Man kann dieses nur mit dicken Handschuhen ausführen und muß das Gift sofort nach dem Tode au« den Drüsen in einen Glasbehälter ausdrücken. Ein paar bernsteinfarbene Tropfen träuseln herab, aber genug, um ein Dutzend Menschen zu töten. Kobras und Pussottern sängt man gewöhnlich lebendig mit Hilst eine« langen Slockc», an desien End« sich eine Schlinge be- sindet: sie werden dann in einen Sack gesteckt und nach meiner Schlangenfarm gebracht." A«« Qeheimniff von Ströhen Still Vor einigen Jahren fanden Minenarbeiter in einer der Blei- minen von Bröken Hilh in Nord-Rhodesi««inen Schädel, der Vor- arbeiter und Mineningenieure so seltsain anmutete, daß sie den Fund vor dem Schicksal bewahrten, mit anderen Knochemiberresten in den Schmelzofen zu gerate». Eine verdienstlich« Tat, die allerdings Anthropologen und Anatomen ein tüchtiges Stück Arbeit aufgeben sollte: zerbrechen sich die Gelehrten doch seither den Kopf, den ge- heimnisvollen Fund zu deute» und das Alter des Schädels feftzu- stellen. Dieser zeigte einige so auffallend« Eigentümlichkeiten, daß sich«in ganzer Legendentranz um den südcisritanischen Fund herum- s�ann. So fand man das rechte Schläfenbein und das ongrenzendä Ätück des Hinterhauptbeines herausgebrochen, und am linken Schläfenbein beobachtete man oberhalb der Ohröffnung ein rundes Loch von 8 Millimeter Durchmesser. Dies wurde der Wirkung eines mordernen Montelgeschosi«» zugeschrieben,— das Individuum mußte danach erst vor kurzem in die Höhle geraten sein: aus einer Der- letzung am Warzenfortsatz schlössen andere widerum auf eine eben- soll» ganz modern« Ohrenoperation, so daß e« jedenfalls unbestreitbar schien, daß der Rhodefia-Mensch unser Zeitgenosse ist. Heute liegen genaue Untersuchungen de» Britischen Museums vor, Uber die Franz Weidenreich in den„Nowrwifsrnjchaiten" berichtet, und die diesen Hypothesen durchaus widersprechen. Die stark hervorspringenden Augenbrauenwülste, die einen tierischen, brutalen Ausdruck heroorrufen. der massige Obertiefer, die fliehend« Stirn, nicht zuletzt der geringe Schädelinhalt,— 1280.Kubikzentimeter gegen 1408 beim Neandertaler und etwa iöOÖ beim neuzeülichrn Menschen— erwecken den Eindruck, daß der Schädel von Bröken Hill weit eher einem mächtigen Affen der Borzeit ol» einem Menschen zugehört. Kaum wird es uns jemal» gelingen, das Geheimnis, das den Rhodesia-Schädel umwittert, völlig zu lüften. Nur Hypothesen sind gestattet, von denen die annehmbarst« die scheint, daß ein« in onato- Mischer Beziehung durchaus archäische, d. h. vorzeitliche Urform des Menschengeschlechts sich erhalten Hot und nun—«in Halbtier hineinragt in unser modernes Zeitaller,— im morphologischer Hinsicht dos Zwischenglied darstellend zwischen dem„Affenmenschen von Java" und dem Neandertaler der Altsteinzeit, desien Alter man auf 100 000 bis 150 000 Jahre schätzt. So schließt sich die Kette der menschlichen. Borfahren und wir blicken auf unsere Ahnenreih«: Affenmensch van Java, Duckmensch von Rhades ia— so genannt wegen der vermutlich gebückten Kopf- Haltung unseres Dorfohren— und altsteinMllcher Neandertalmensch? Dr. L. f>. IValier JlwUole Versieh: DW SchwergeprÜHen. Man kann jetzt, betritt man in Berlin die Hall« eine, jener distinguierten Hotels, in denen ein Fünfuhrtee»m vier beginnt (was nach Londoner Zeit erst drei bedeute» würde), im Kreise stets ein Dutzend fchworgeprüfter Herren vorfinden. Alle dies« tadel- losen Gentlemen trinken mit umflortem Auge ihren Mokka, setzen träumerisch den Likör an die Lippen, al« hätten sie einen finsteren Schmerz auf diese Art abzuwürgen, starren tragisch aus die tanzen- den Paare und erheben sich zuweilen resigniert, um vor einer Tänzerin eine formoollendeie Verbeugung.zu machen, die der Tragik nicht ganz entbehrt. Betrachtet man da« Bild noch genauer, so wird man entdecken, daß jeder dieser Icheinbar so Schwergeprüs- ten eine graue Haarsträhne auf seinem zumeist dunklen Scheitel spazieren führt, nicht einen ganzen Streifen Grau, nein, da« würde die Illusion eines zu vorgeschrittenen Alter«, eine« zu großen Leides erwecken, eine Strähne, flott weggebürstet und Symbol dieser Figuren im Brennpunkt dessen, was der Berliner, mit Recht oder Unrecht, mondäne» Leben nennt... Natürlich, wir reihen dl» Augen auf. Woher kommt das, wn» hat dos zu bedeuten'? Wurde die Reichshauptstadt von einer furcht- baren, alle erschütternden Katastrophe heimgesucht? Und wenn. würde dann der Berliner nicht froh sein, die Einzelheiten schon zwei Stunden später in irgendeinem seiner Nacht-, Spät-, Früh-, Mittag- oder Abendblätter lesen zu können, nicht zufrieden sein. da» alles noch einmal schon am nächsten Mittag im Kino als Wochenschau zu erleben und sich zu sagen: det i» Tempo? Aber Erschütterung? Davon ist nun auch wirklich nicht di« Rede, mag das Problem noch so verzwickt erscheinen, es ist einfach zu lösen, wie jede große Frage. Dieses ist die neue Mode, Fasson ik>?0. Woher sie kommt, wer sie ersann, niemand weiß es. aber sie findet Anklang und sie ist in einem viel wesentlichereu Sinne, als man meint. Wende und Umkehr, und dos sogar, mag dies« Aouherung noch so phantastisch scheinen, in einem tragischen Sinne! Gehen wir einmal die letzten Jahre zurück, jene Jahre, die nach und nach da» Bild de» äußeren Dasein« ia, Europa wieder aus jenen Zustand umformten, den mir gewohnhettsmäßig den.nor- malen" nennen. In oll dieser Zeit, bis gestern, wurde da, Ideal männlicher Erscheinung der„Sporttyp", der stark« Mann, der Boxer und Wellretovdler onerkanitt, die Herrenwelt mühte sich, zu m«n. sendieken, denn wenn auch Zigarrenroisender von gutem Leibe«. umfang, moderne Figur wollt« jeder machen. E» wurde soviel gesportalt und geturnt in diesem Jahre, wie kaum im Zeitalter der athletischen Griechen. Training hieß da» große Wort, dem Mann und Frau, Herr und Dame. Greis und Kind Untertan waren— einmal mußt« e» wieder anders werden, und c» beAurn da, wo der Walzer den Eharleston, der Tango den Black-Bottom ablöste. Ein neue» Zeitalter des Gefühls und der Träume, der Poesie und Ga. lanterie schien wieder anzubrechen... als gerade die ältesten Damen bei der schlanken Linie, dem Bubikopf unb der Kamera d- schostseh« anlange wollten oder da» eben ausprobiert hatten. Aber— was soll nun die grau« Strähne, das Zeichen der Diedertehrenden Dekadeaz? Di« Gestalten sind eisern trainiert, die Damen müssen erst wieder viel Sahne efjen, um der jetzo.neuen" Linie gerecht zu werden, die von den Kleidern bereit» vorgeschrieben wird und die Herren offenbar eine melancholische Miene aussetzen, den Anschein de» Leidens und der Trostbodürsttg- keit erwecken, um wahrhaft schick zu fein, mag da« Temperament des«inen oder anderen noch so sehr zu Uebermut und derben Witzen neigen! Da» Zeltalter der neuen Gefühl«, neuen Sehn- suchte ist Mode geworden, und so schnell haben jich die inneren Menschen nicht umstellen können. Der Weg von der neuen Sachlichkeit zur neuen Romantik sührt über den Friseur. Die ersten Coifseure des Kontinent» sind sieberhast mit der Herstellung oder Färbung grauer Haarsträhnen für Herren beschäftigt, einige geldlos« Rouö» sollen, einem boshaften Derneh- men nach, Unterricht im Tragen der von der Mode geforderten leisen Melancholie geben. Und da» muß man sich vorstellen: Beim Tee trifft sich der vom Leben etwas mitgenommene junge Herr, dessen Haar ent- sprechend dem letzten Schick eben anzugrauen beginnt, desien träu- merische Augen von einem schweren Leid erzählen, mit seiner„Freundin", deren übermüiige Tennisbälle er noch vor einer Woche lachend parierte. Sie ißt ein Basier nach dem anderen, um in ihr hinten lang ausgebuchtetes Kleid hineinzuwachsen, er starrt träumerisch aus das Gewog«....„Ach, ich bin de» Treiben« müde.. Und da die Mode der Dame Mütterlichkeit in Körper- und Gefühleform vorzuschreiben beginnt, tröstet sie ihn. spielt st« ihre neue Rolle mit üblichem Channe und dem Gefühl„Wie oft werde ich noch«inen Fauxpas begehen.. ihn zu trösten, der sich onstrengen muß. müde zu sein, dos Leben satt zu hoben und van dem sie weiß, wie schwer e« ihm fällt, sein- neue Rolle entsprechend der Mode des Augenblicks zu spielen. Ihre Gesten und Gefühle gehen aneinander vorbei— oder sollt« es schon so weit mit ihnen sein, daß sie beide kein Gefühl mehr haben und es ganz gleichgültig ist. welche« sie sich vortäuschen? Leere kann jede Maske mit Recht tragen. Das also ist di« neue Romantik? Dann wollen wir doch lieber bei der„Sachlichkeit" bleiben, denn auch sie hat ihre Träumerei— und ehrlicher ist sie bestwvrtt! Wie man QiHtchlangen»melkr Die Gewinnung de» Gifte» der Giftschlangen ist zur Herstellung de» Schutzserums und zu wisienfchaftlichen Untersuchungen notwendig, und so widmet sich heut« mancher dem abenteuerlichen Perus des Giftschlangenjägers. Bon seinen Erlednksien und Erfahrungen bei dieser gefährlichen Beschäftigung erzählt der Naturforscher W. E. Jones, der innerhalb von Zö Jahren 800 Mambas getötet hat, in einem südafrikanischen Blatt.' Seit langem labt er im Jimern van Zulu. Land, fern von jeder Kultur, im Kampf gegen diese giftigen Reptilien, unter denen die Mamba die gefährlichste ist. Er„mekkt" da» Gtft au» den Drüsen der Tiere und schickt es in getrocknetem Zustand an Gelehrt« in den Dr. Dwlglaß: �MlßverstLudnLs. .Geh hin zur Aluelse, fauler LÜuechtl" gebot der Welse... Elu grüner Specht mlt roteui Schopf uud leerem fEftogen lieg sich das Dlug nicht zweimal sagen und kam zum nächsten Ämsenhausen höchst lernbeflissen angelaufen. �Fürwahr, hier geht es steigig her!" durchschaute und vermerkte er. »Da woll'n wir denn nicht mngig bleiben und gleichfalls uns die Zeit vertreiben!" Stieg feinen Schnabel, lang uud grog, in den Betrieb uud frag drauf los. »He! halt!" rief bag entsetzt der'Weise, »du störst sa diese üebeusk�ise! Sie soll'u doch blog ein Beispiel geben! kannst du das nicht verstehu?"—»Dln eben: ein Beispiel ist dazu bestimmt", versetzt der Specht,»dag man stchs nimmt!" ... Und ist in einem ZirtzackbogP ironisch wiehernd fortgestogen. Xeinr. Stemmer: fflOCHlSBCti ttt'iTlülO.kkR Sange bevor China, das 5000jährige Reich, reformiert wurde, gab es moderne Chinesen: auf Java, in Malakka und auf all den vielen Inseln rund um Ostasien. Meie von diesen Auslandschinesen sind reiche Leute, ja, in Malakka gibt es einen herrlich gelegenen marmornen chinesischen Millionörsklub. Dort habe ich seinerzeit den Herrn Woo-Pai-Foo kennengelernt, eyien Kaufmann, der mir dieser Tage einen halb malaiischen, halb chinesischen Brief geschrie- den hat mit einem bißchen erläuternden Englisch, so daß ich olles richtig verstehen konnte. Der Brief war eine Danksagung. Ich war es gewesen, der das Glück des chinesischen Kaufmanns besiegelt hat. Nicht durch Darlehen und geschäftliche Tips— Woo ist reich und kliug und ich bin arm und töricht—, sondern daß er seit 16 Iahren in der glücklichsten Ehe lebt, das verdankt Woo, sagt er, seinem deutschen Freunde Hemmer. Ich war sein Glücksbringer. und auf welche Weise es mir gelungen war, so viel eheliches Glück nach Hinterindien zu bringen, das will ich hier erzählen, es ist im Grunde kein großes Kunststück. Woo, der wie jeder Chinese, der etwas auf sich hält, in der Heerenstraße wohnt, wo einst die reichen Holländer residiert hatten, besaß weder Bater noch Mutter mehr und hatte sich deshalb um eine Braut umgesehen. Seine Wahl fiel aus ein blutjunges Ge- schöpf aus reichem Hause. Zur Hochzeit wurde ich eingeladen sowie auch ein kleiner Plantagenassistant namens Freund, und natürlich Chinesen, Chinesen ohne Ende. Wir schmausten vorerst im Hause der Braut, da gab es Bogelnestsuppe, Aga-Aga, Haifischflosien und faule Eier, ein Makkaronigericht, wie ich dachte, das sich aber als Regenwurmouslauj entpuppte, zerhacktes Geflügel mit Dutzenden von Saucen und viele andere Delikatessen. Als Gegengift wurde Brandy und Whisky serviert, und wir hielten uys tüchtig daran, ich und Freund sowie auch die Schar der Chinesen. Mein Tisch- nachbar, ein einflußreicher Chinese, dem ich Bescheid tun mußte, leerte sein Glas ein ums andere Mal mit einem Iamsang:„Prosit ex!" und zeigte mir den Glasboden. Mein Kopf begann sich zu drehen und ich war froh, als wir Gäste das Haus verlassen konnten uich, eine Bor- und Nachhut bildend, die Braut(die wie die übrigen Frauen des Hauses von Innenbalkons aus unserem etwas lockeren Treiben zugesehen hatte) unter Fackel und Raketenglanz nach dem Hause des Bräutigams bringen mußten. Dort, im Schlafzimmer des jungen Paares, wurden die Glück- wünsche dargebracht. Neben dem großen fast quadratischen Bett, das das Zentrum bildete, stand ein kleines chinesisches Tischchen, an dem sich Braut und Bräutigam gegenüberstanden, die jedem der Gäste, die zum Gratulationsakt aufmarschierten, ein Täßchen Tee kredenzten. Die gute chinesische Sitte oerlangt es indessen, daß der Gratulant, ehe er dem jungen Paar seine Wünsche darbietet, um ihm Glück zu bringen auf seinem Lebensweg, von einem Ende des Bettes zum anderen hinüberrollen muß. Das erfordert fünf oder sechs Drehungen: ein gewagtes Stück nach so vielen Iamsangs. Als die Reihe cm mich kam, fing ich am verkehrten Bettende mit dem Rollen an, das heißt, ich machte nur eine halbe Drehung seitwärts und wollte rasch wieder auf mein« Beine gelangen. Da kam wie eine Billardkugel Freund von der anderen Seite angeschosien Und über- trug seine ganze Bewegungsenergie auf mich. Ich flog aus dem Brautbett, einem jungen Chinesen zwischen die Beine, der eine bombastische Gratulation vor dem Brautpaar an dem Tischchen vortrug. Der Gratulant stürzte auf den Bräutigam, dieser auf die Braut und sie auf die Tassen. Alles lag kunterbunt auf dem Boden. Die Braut hatten wir gleich wieder aufgerichtet. Es war ein weißgepudertes Püppchen, das noch nie unter Männern gewesen war und am ganzen Leibe zitterte. Allmählich kam alles wiqjjer auf die Beine. Neue Tassen wurden gebracht und das Bettrollen und Glückwünschen wurde fortgesetzt. Ich versuchte mich zu drücken und schlich nach der Tür zu. Da packte mich Woo beim Arm.„Ber- zeih mir," sagte ich. „Ich habe dir nichts zu verzeihen," sagte Woo. mich umarmend, „ich muß dir danken." „Wofür?" fragt« ich erstaunt. „Für die spaßige Szene," sagt« Woo.„Man hätte sie nicht besser arrangieren können. Das beste Omen auf einer Chinesen- Hochzeit ist ein komischer Zwischenfall. Und war das nickst zum Schießen?" Tatsächlich verbreitete sich eine zuversichtliche Stimmung im Broutgemach und die Braut zitterte nur noch sehr wenig. Und tatsächlich ist Woo heute der glücklichste Chinese von Malakka. Das verdankt er nur mir, sagt er. S)a8 fflundeparadies Los Angeles ist nicht nur die Hauptstadt des amerikanischen Filmreiches, von dem das bekannte Hollywood nur einen Teil dar- stellt, sondern es ist auch das amerikanische Hundeparadies. Die Tausende von jungen Männern und Frauen, die in den Holly- wooder Melters beschäftigt sind, haben fast jeder zum mindesten einen Hund, an dem sie zärtlich hängen. Die Männer bevorzugen die deutschen Polizeihunde, während die Damen mehr für russisch« Wolfshunde und Terrier schwärmen. Dazu kommen noch die vier- füßigen Lieblinge der Filmkolonie selbst, die als Darsteller Ber- wendung finden: darunter befindet sich mancher Hundestar, der berühmter ist als viele menschliche Schauspieler und ein weit größeres Einkommen hat als die meisten Filmdarsteller. Doch nicht nur die Filmwell schwärmt für Hunde, sondern die Liebe zu diesen Freunden des Menschen ist in Los Angeles überhaupt ttef einge- wurzelt, und die Zahl dieser vierfühigen Lieblinge ist überaus groß. Natürlich sucht man ihnen ihr Leben so angenehm wie mög- lich zu machen und möglichst viel für ihre Schönheit zu tun. Die gewähnliche Hundehütte ist in diesem Paradies längst abgeschafft: die Tiere wohnen vielmehr in„Hundeheimen", die vielfach luxuriöser und bequemer ausgestattet sind als die meisten menschlichen Woh- nungen. Eine ganze Industrie für die Hunde ist schnell entstanden. So zeigte kürzlich ein Zahnarzt in Los. Angeles an, daß er sich voll- ständig auf Hundezahnheilkunde spezialisiert habe, und sein Geschäft blüht. Dann kamen die Hundebadeanstalten. Der erste, der eine solche Einrichtung eröffnete, lenkte dadurch die Aufmerksamkeit- auf sich, daß er seine Kunden in schönen Kraftwagen abholte. Diese Hundeautos fuhren nun von San Pedro nach Hollywood und von San Fernando nach San Gabriel, kurz durch ganz Los Angeles und brachten die Hunde nach der Badeanstalt. Manchen Tag wnrc den die prachwollen Kochelwannen von 400 Hunden benutzt, und dos eine Institut genügte bald nicht mehr für die Nachfrage, so daß andere geschaffen wurden. Einer suchte den anderen zu über- trumpfen. Die neueste Anstatt dieser Art ist nicht nur für Hunde, sondern auch für Katzen bestimmt, und um das Geschäft zu beleben, erfolgt die Bezahlung nach dem Pfund, d. h. der Eigentümer des Hundes oder der Katze entrichtet seine Gebühren nach dem Gewicht des Tieres, wobei ein Pfund 10 Cents kostet. Auf diese Weise können die winzigen mexikanischen haarlosen Hunde, die manche Schöne von Los Angeles in ihrem Arm trägt und die nicht mehr als ein Pfund wiegen, für 10 Cents gebadet und getrocknet werden, während ein irischer Wolfshund, ein Bernhardiner oder sonst der Vertreter einer großen Hunderasse, der 100 und noch mehr Pfund wiegt, sehr viel mehr bezahlen muß. Es gibt einen riesigen Wolfs- Hund, der der Star manchen Films gewesen ist, dessen Gew»>� 300 Pfund beträgt und der daher seinem Herrn 30 Dollar iefc* Baden kostet. Mit den Badeanstalten stehen natürlich Schönheit»- salons in Verbindung, in denen die Hunde gekämmt, frisiert,„pedi- kürt" und auch sonst mit Schönheitsmitteln behandell werden. Eine vollständige derartige Behandlung des Hundes kostet 10 Dollar: da- bei erhält er auch eine„Dauerwelle". Baden, Reinigen und Frisieren des Fells kostet 5 Dollar. st oberiiee: 3)er er/lc Sallchmün&er Falschmünzer könnt« es erst geben, fett um 700 v. Ch. in Lydien (Kleinasien) die ersten Goldmünzen geschlagen wurden. Immerhin dauerte es über 150 Jahr«, ehe der„erste Falschmünzer", den die Geschichte kennt, in Erscheinung trat. Es war dies kein geringerer als der Tyrann Polykrates, der Herrscher von S a m o s, der Freund des Königs Amasis von Aegypten. Dieser Herrscher wurde einst von den Spartanern belagert. Als die Not der Belagerten aufs höchste stieg, kam der schlau« Tyrann auf einen rettenden Einfall. Er wußte, daß die Spartaner nur eisernes Geld kannten und sich in fremder, zumal in der Goldwährung, nicht aus- kannten. So ließ er eine Menge samischer Münzen aus Blei schlagen und diese ganz dünn vergolden, was bei der Höhe samischer Gold- schmiedekunst ein leichtes war. Dieses schwere„Goldgeld" bewog die Führer des spartanischen Heeres, nach 40tägiger Belagerung von Samos abzuziehen. Der fürstliche Falschmünzer wird sich des ge- lungenen Betruges nicht wenig gefreut und gelächett haben, als er von den Zinnen seiner Burg dem abziehenden Heere nachschaute. Ob die Spartaner den Betrug gemerkt haben, wird nicht über- liefert. Aber das Sprichwort: Wie du mir, so ich dir, galt schon damals und sollte in ganz eigenartiger, verhängnisvoller Weise an Polykrates in Erfüllung gehen. Orötas nämlich, der persische Satrap der Stadt Magnesia, vermutete seit langem, daß Polykrates nach der Seeherrschast im ägäischen Meere, das persisches Hoheftszebiet war, trachtete, nd sann deshalb auf dessen Vernichtung. Er sandte Boten an den Beherrscher von Samos und ließ ihm melden, daß der Großkönig Kambyfes, sein Herr, ihm, dem Orötas, nach dem Leben trachte. Er bat daher den Polykrates, ihn mtt samt seinen ungeheuren Schätzen abzuholen und bei sich aufzunehmen. Dafür sicherte er dem Fürsten einen Teil seiner Schätze zu, mit deren Hilfe er sich zum Beherrscher ganz Griechenlands machen könne. Sollte er aber den Worten feiner Boten nicht trauen, so möge er einen Vertrauten zu ihm senden, dem er den Anteil am Schatze zeigen werde. Dem ehr- geizigen, geldgierigen Polykrates schien das Anerbieten des Persers gar sehr verlockend. Er sandte also einen Boten an ihn ab, dem der Satrap auch tatsächlich 8.'schwere Kisten, bis zum Rand mit Gold gefüllt, als Anteil des Samiers zeigte. In Wirtlichteil waren die Kisten bis oben hin mit schweren Steinen angefüllt, auf denen nur eine Schicht persischer Goldmünzen lag! Vor den Augen des Boten wurden di« Kisten nun verschlossen und für den Samier berettgestellt. Macht- und Goldhunger bewogen den ahnungslosen Polykrates in diese listig gestellte Falle zu gehen. Als er bald darauf zu Orötas kam, ließ ihn dieser hinterlistig gefangennehmen und eines grau- samen Todes sterben. So endete als betrogener Betrüger der erste Falschmünzer! (taeMtaan» 0-90, gerupfte 0-80, 0*50] Kissen, gefüllt... 4 10. 3 70, 2*45 von m 20- Weiß, gerupft ock. geechlissen 3-80, 1*90 Unterbett, gefüllt.. 9-80,870, 5*55 Preisl- Nf-42 Deunen.»»»»»»»,» 5*S0 1 Oberbett, gefüllt,, ll-40, 9 35, 0*95 Betttedemrelnlgang bei Einkauf von M, SO*— für einen Stand gratis. 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