Nr. 24. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Juferate für die nächte Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Geldstrafe. Es ist in deutschen Landen zu einer jetzt sehr häufig geübten Praxis der Gerichtshöfe geworden, gegen Sozialdemokraten von einer Geldstrafe Abstand zu nehmen, weil angenommen wird, daß eine solche Geldstrafe den Angeklagten aus dem Grunde nicht treffen würde, weil dieselbe aus Parteifassen bezahlt werde. Es ist dies eine Annahme, die nicht nur noch des Beweises be darf, sondern dem Geiste der Gesetzgebung widerspricht. Mittwoch, den 29. Januar 1896. zu handeln, wenn es sich darum dreht, die Strafe nach unten zu normiren, das heißt dieselbe ärmlichen Verhältnissen gegenüber erschwinglich zu machen, so schwer wird es demselben, wenn es sich darum handelt, günstiger Situirten gegenüber den richtigen Maßstab anzulegen, ja es wird ihm in vielen Fällen zur Ünmöglichkeit, ein den Beschuldigten wirklich als Strafe treffendes Maß verhängen zu können, da die zulässige Strassumme nach oben begrenzt ist, während der unter Anklage stehende oft über ein Vermögen verfügt, die jenes Höchstmaß immer noch nicht als Strafe erscheinen lassen kann. Dies beweist aber nur, daß es weder das Gesez verlangt, noch daß es der Richter verlangen kann, daß die aufzuerlegende Geldstrafe von dem Bestraften wirklich in dem Maße als Strafe betrachtet wird, wie sie ihm zugedacht ist, noch daß Garantien darüber möglich sind oder daß Garantien über die Herkunft der zu leiftenden Strafsumme verlangt werden dürfen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. wenig, wie diese Fälle vom Gerichtshofe zu präjudiziren wären, ebenso wenig darf auf die bloße Annahme hin, der beschuldigte Sozialdemokrat, würde" von der Partei unterstügt werden, mit Recht" auf eine feinem Vergehen oder seiner Uebertretung nicht zukommenden Strafe erkannt werden. " als Nun noch ein anderer Punkt! Ich habe oben den Fall an genommen, daß von einem von zwei Sozien betriebenen Geschäfte, der eine der beiden Geschäftstheilhaber durch eine im Geschäftsbetriebe erfolgte Uebertretung bestraft würde. Dieser Bestrafte will die Summe aus der gemeinschaftlichen Betriebskasse bestreiten, wogegen sich der andere Sozius widersetzt. Der Be strafte giebt sich jedoch nicht zufrieden mit dieser Weigerung seines Kompagnons und strengt deshalb Klage gegen denselben an, worin er betont, daß die Strafe ihm durch eine aus dem ge meinsam betriebenen Geschäft erfolgte Uebertretung zuertheilt wurde. Er verlangt die Verurtheilung seines Theilhabers dahin, er an der Strafe insofern betheiligt werde, der gemeinschaftlichen Geschäftstasse zu entnehmen und auf die Unkosten des Geschäftes zu buchen wäre. Diese Klage würde jedes deutsche Gericht mit der Begründung zurückweisen, daß dieselbe unmoralisch gegen den Sinn des Gesetzes steht, wenn sei, da es jemand eine ihm auferlegte gerichtliche Strafe einem andern, selbst wenn derselbe an den Vortheilen des Straftenors mit theilgenommen hat, mit auferlegen will. Es wird also hiermit eine Handlung von einem Gerichtshof als unmoralisch gebrandmarkt, Die ein anderes Gericht dennoch nicht soweit ins Auge gefaßt hat, daß es sich veranlaßt gesehen hätte, in Hinblick hierauf von der Geldstrafe abzusehen und auf Gefängniß zu erkennen. Vermögens- und Geldstrafen bilden bereits bei den antiken Gesetzgebungen ein hervorragendes Strafmoment, und bei dem alten germanischen Strafrechte bildeten die Geldstrafen die Regel. Ihre Anwendung im modernen Strafrecht erbringt nach hervorragenden Rechtslehrern den Beweis einer höhern Sittlichkeit und Rechtlichkeit". Man will für geringe Vergehen und Ueber tretungen die moralischen Qualen und die gesellschaftliche Aechtung, die mit einer Gefängnißftrafe verbunden ist, nicht verhängen und Die bloße Annahme, eine Parteikasse könnte für den Be- daß begnügt sich, den Beschuldigten durch eine kleinere oder höhere Ver- schuldigten helfend ins Zeug treten, ist ebenso wenig eine Begründung, diefelbe mögenseinbuße zur Sühne zu führen. Dem Richter ist es vorbehalten, deshalb nicht auf die vom Gesetz vorgesehene leichtere Strafe je nach der Vermögenslage des Beschuldigten die Geldstrafe bis zu erkennen, als in tausend und abertausend anderen Fällen die zu einer gewiffen vom Gesetz begrenzten Höhe zu normiren. Jedes felben Schlüffe gezogen werden können, Schlüffe, die, wie oben auf Geldstrafe lautende Urtheil wird mit der Klausel gefällt, angedeutet, durch das Gesetz selbst ja gar nicht verworfen werden. daß im Unvermögensfalle eine gewisse Haft 2c. Freiheitsstrafe Wenn heute ein eleganter Rowdi wegen groben Unfugs zu einzutreten hat. Zur Ehre der Gesetzgebung will ich das soweit 300 M. Geldstrafe verurtheilt wird, die morgen der reiche Herr auffassen, daß der Sinn der substituirten Freiheitsstrafe nicht Onkel für den Taugenichts bezahlt, so hätte der Richter wohl etwa der ist, daß es dem Wohlhabenden vergönnt sein soll, sich annehmen müssen, daß der junge Herr, seines Zeichens Student, von dieser durch Geld loszukaufen, sondern, daß vielmehr damit die Summe nicht aus Eigenem bezahlen wird. ou die Absicht ausgesprochen wird, den Mißbrauch mit dem Wenn heute ein Aufsichtsrath irgend einer Aktiengesellschaft schwer nachweisbaren wirklichen Unvermögenssall zit hinter- wegen Gewerbe Rontravention zu einer Geldstrafe verurtheilt treiben. Es soll diese angedeutete Freiheitsstrafe bezwecken, wird, so müßte der Gerichtshof ebenfalls schließen, daß die Straf Ganz anders liegt der Fall jedoch, wenn ein Sozialdemokrat den Bestraften zu veranlassen, die Zahlung der Geldstrafe mit summe auf dem Handlungsunkosten Konto der Gesellschaft ge für ein im Dienste seiner Ueberzeugung unbewußt begangenes Vergehen oder für eine solche Uebertretung die Unterstützung der allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zu bewerkstelligen. Es bucht wird. fann gerichtlich der geforderte Beweis des gänzlichen Un Derfelbe Fall tritt ein, wenn der Mitinhaber einer Doppel- Kasse seiner Partei oder seines Verlegers in Anspruch nimmt. vermögens angetreten werden ohne, daß der Betreffende nicht Firma wegen irgend einer aus dem Geschäftsbetriebe hervor. Das Verhältniß ist hier kein unmoralisches ja sogar ein höchst trotzdem in der Lage sein könnte, die ihm auferlegte Geldfumme gehenden Uebertretung zu einer Geldstrafe verurtheilt wird, die moralisches, und es wäre vielleicht zu erwarten, daß selbst ein dennoch zu besorgen. Sei es, daß er eine Echuld eingeht, fei es, ebenfalls aus der gemeinschaftlichen Geschäftstasse erlegt werden sozialdemokratischer Redakteur, der gegen seinen Verleger oder daß er sich Vorschüsse für später zu leistende Arbeit verschafft, würde. Kein Gerichtshof wird es sich einfallen lassen, in gegen eine Parteikasse, deren juristische Persönlichkeit angeauf das Doppelte zu nommen, klagbar dahin vorgehen würde, daß dieselbe den durch sei es, daß er durch die Hilfe von Freunden oder Angehörigen diesem Sinne die Strafe etwa Geldstrafe erlittenen materiellen Schaden ersetzen fich die zur Bezahlung der Sühne nöthigen Mittel er- normiren, weil die Annahme begründet ist, daß beide Geschäfts- eine wirkt. Die angedrohte Freiheitsstrafe giebt dem Geseze inhaber die Strafe aus der gemeinschaftlichen Geschäftskasse be- solle, mit seiner Klage nicht zurückgewiesen werden würde, denn es wäre ihm ein Leichtes nachzuweisen, daß er den materiellen nur die Möglichkeit, auch dort noch etwas zu erzwingen, wo, zahlen würden." wie es im Volksmunde heißt, sogar der Kaiser das Recht ver- Aus all diesen Fällen, die, wie gefagt, vielfach im Justiz Schaden im Dienste des einen oder des anderen erlitten und daß loren hat, wo nichts ist, und die Gesellschaft hat alsdann das leben vorkommen, könnte mit derselben Begründung, wie bei An- die im Dienste unverschuldet und unbeabsichtigt erlittenen Ver Bewußtsein, daß derjenige, der sich an stelle der zu bezahlenden gehörigen der sozialdemokratischen Partei gefolgert werden, daß lufte von Privatparteien ebenso zn ersetzen wären, wie dies der Geldstrafe dennoch der substituirten Freiheitsstrafe unterwirft, der Beschuldigte mit Freiheitsfirafe zu belegen wäre, weil an Staat ja seinen Angehörigen, seinen Beamten und Soldaten sich thatsächlich im Unvermögensfalle" befindet. Das Gesetz genommen wird, oder weil, wie es sich aus obigem sogar ergiebt, gegenüber auch thut und diese Ersatzpflicht als höchst moralisch verlangt also nicht nur feinen Nachweis, woher die Mittel zur es als thatsächlich angenommen werden kann, daß der Bestrafte preist. Der Verleger oder die Parteikasse, die einen in ihren Bezahlung der Strafe genommen werden, es verlangt nicht von der Strafe nicht betroffen wird. Man sieht, wie weit diese nur nirgends diesen Nachweis, im Geif: e desselben Annahme führen würde, wenn sie nicht als Ausnahme, sondern als Diensten ohne Verschulden und ohne Eigennüßigkeit materiell liegt es sogar, daß der Betroffene den Unvermögensfall Regel gehandhabt wird. Man sieht aber auch, wie fich in diesem Geschädigten unterstüßt, erfüllt somit eine höchft moralische Pflicht, so weit wie möglich hinausschiebt und sich durch die oben Falle die Unzulässigkeit und die Unlogik solcher Ausgaben ergeben, und der Maßstab der Moral ist nun einmal fein zwiefacher. Es ließe sich noch erörtern, ob das Eintreten einer Gemeine angedeuteten Mittel in die Lage setzt, sich vor der Freiheitsein- wenn man sie auf das allgemeine Niveau des Lebens zur Anbuße zu bewahren. Man wird dies ohne weiteres zugeben wendung bringen wollte. Bei dieser Gelegenheit ergiebt sich aber schaft für einen durch den Kampf für dieselbe in materielle Noth müssen, zumal wenn man bedenkt, daß es ja gerade die Absicht auch sofort der Widerspruch, der zwischen dem Geiste und der oder Verlegenheit gerathenden Mitkämpfer als eine Unters stützung oder in diesem Falle als ein wirkliches Abwälzen des Gesetzgebers ist, dem Beschuldigten, ohne Ansehen der Person, Anwendung des Gesetzes liegt. ohne Rücksicht auf die petuniären Verhältnisse die leichtere Be- Es liegt nicht nur außerhalb des Bereiches der Möglichkeit, ber Strafe auf einen Dritten anzusehen sei. Ich glaube strafung art, falls dieselbe durch die That geboten ist, zu theil in dieser Hinsicht eine Garantie zu fordern, sondern aus den nicht. Das, was der Verleger oder die Parteitasse in diesem werden zu lassen. Beweis dessen liegt es ja aus angeführten Gründen und Beispielen auch außerhalb des Bereiches Falle nach Annahme des Richters thut, wäre nichts weiter, drücklich in den Machtbefugnissen des Richters, die Höhe der Zuständigkeit des Gerichtshofes, eine solche Garantie zu ver- als das Flüssigmachen einer thatsächlich bestehenden, aber der Geldstrafe Den Vermögensverhältnissen des Ein langen oder die Quellen der zu zahlenden Strassumme sich zu stillschweigend und nicht vertragsmäßig stipulirten Schuld, zelnen anzumessen, und bas heißt soviel, diesem jede vergegenwärtigen. Es dürften ja Fälle eintreten, wo man die der Betroffene, durch die Umstände gezwungen, eben ein der Beschuldigte könnte die Straffordert. Denn auch er ist ein Theil dieser Gemeinschaft und kann Möglichkeit einzuräumen, die Eühne, die das Gesetz verlangt, in vermuthen fönnte, summe einer der leichten That entsprechenden Weise zu ertragen. auf eine ungesetzliche Weise sich verschaffen, und wird auch in anderen Fällen ebenso zur Deckung der Kosten So leicht dem Richter es nun wird, im Geifte des Gesetzes er tönnte darum betteln oder gar stehlen gehen; und ebenso zugezogen werden, ist sicher auch in wiederholten Fällen schon mir Glück oder Elend, Jubel oder Jammer bringen wird, darf ich auf Ihre Gegenliebe hoffen?" Ach Sie sind so dringend- Herr Baron ich bin verwirrt, sehen Sie denn nicht meine Angst kommt stehen Sie auf!" 41 Clotilde. Brambach ließ ihn gewähren. Er wollte ihn, wie bis ( Nachdruck verboten.) her, fernhalten von dem Besuche, denn der Brief tam vom Dr. Langenberg. Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. 27. Anderen Tages war der Baron von Rürdorf Tischgaft im Brambach'schen Hause zur Mittagstafel. Clotilde war wie umgewandelt. Die ganze Nacht hatte sie sich Vorwürfe gemacht, daß sie der Einbildung sich hin gegeben: Ein reifer Mann könne ihrer großen Jugend ein anderes Gefühl als tändelnde Schmeichelei entgegenbringen. Sie war ja noch ein Kind. Um keine Thorheit zu begehen, nahm sie sich vor, die Rathschläge ihres Vaters genau zu befolgen, ihm zu nüßen dadurch, daß sie freundlich mit dem Manne war, der ihrem Vater eine Stütze geworden. Der Baron war ganz überrascht und überglücklich, seine Angebetete heute so gesprächig und freundlich zu finden. Georgine wunderte sich ebenfalls. Auch Brambach war sehr heiter gestimmt und freute fich über seine gute Tochter. Da wurde ihm vom Diener Jean ein Briefchen überbracht. Brambach erbrach und überflog es, dann sagte er zum Diener:" Serviren Sie den Raffee sogleich in meinem Zimmer; wir müssen heute die Tafel etwas frither abbrechen, es meldet sich soeben ein außergewöhnlicher Besuch an." " Zu Befehl, Herr Kommerzienrath," erklang es und Jean ging. Eo leid dem Baron gerade heute das frühe Aufheben der Tafel war, erhob er sich doch, und eine wichtige Arbeit vorschützend, bat er, ihn heute früher zu entlassen. Diesen Brief überreichte Brambach seiner Frau. Georgine hatte kaum gelesen, daß der Doktor darin in verbindlichen Worten anzeigte, er werde so frei sein, heute Nachmittag der Familie Brambach seinen Freund vorzustellen, als sie aufbrach ihre Anordnungen zu treffen. Brambach schien dies erwartet zu haben, denn als Georgine fort war, fand auch er einen Grund zu gehen und ließ die beiden jungen Leute allein. Der Baron ließ diesen Augenblick nicht unbenüßt. Er näherte sich Clotilden und sagte: Werthes Fräulein, ich empfehle mich Ihnen". Clotilde war von der feinen Manier, mit welcher der Baron den Wünschen ihres Vaters nachkam und seinen Besuch abkürzte, angenehm berührt und entgegnete, freund lich ihm die Hand reichend, in sympathischem Tone:" Verzeihen Sie diese Störung, leben Sie wohl" Preisen nur tann ich diese Störung," erwiderte rasch der Baron, indem er ihre Hand in der seinen behielt. Endlich finde ich Gelegenheit, Ihnen zu sagen, daß Sie mein einziger Gedanke früh und spät sind, daß Ihnen mein ganzes Herz gehört-" O " Herr Baron?" Der Baron sank in die Knie. D, entziehen Sie mir Ihre Hand nicht, zu Ihren Füßen lassen Sie mich betennen, daß ich Sie liebe, liebe mit aller Gluth meiner Seele!-" Stehen Sie auf, Herr Baron!- ich höre Stimmen Lassen Sie meine Hand los" Nicht cher bis Sie das eine Wort gesprochen, was Nur Ja oder Nein! man In diesem Augenblicke wurden Stimmen an der Thüre laut. Mit einem entscheidenden Ruck riß Clotilde gewalts sam ihre Hand los und sprang zur Seite. Der Baron schnellte empor und verbeugte sich wie zum Abschied. Doch zu spät, seine Kniebeugung war noch ges sehen worden. Nicht nur, daß Brambach plötzlich aus dem Nebenzimmer hinter den Beiden eintrat, jezt öffnete auch Georgine die Thür des Empfangszimmers, und rief herein: Heinrich! Clotilde! Doktor Langenberg stand hinter ihr und erhaschte durch einen Blick den ganzen Vorgang, wenn auch Clotilde bei Seite trat und Georgine die Thür sofort wieder zuzog. Neben Langenberg stand ein Freinder. Brambach entließ den Baron durch den Ausgang des Nebenzimmers und fand sich dann ebenfalls im Empfangs zimmer ein. Langenberg hatte sprachlos in das hochgeröthete Gesicht Clotildens geblickt, hatte schweigend ihre tiefe Verbeugung erwidert. Bei Ankunft Brambach's schien ihm erst einzufallen, daß er nicht allein war und daß seine Herzensangelegenheiten jetzt schweigen mußten. Einen feingekleideten, ältlichen Herrn vorstellend, sagte er:„ mein Freund Signor Balavi", dann zu diesem gewendet:„ Herr Kommerzienrath Brambach, Frau Kommerzienräthin und Fräulein Brambach." ,, Ah, Herr Palavi! Sie sind uns bestens empfohlen zugezogen worden, wenn es sich um ein anderes Mitglied dieser Annahme des Antrages Hize. Bei dem Posten: Kommission unserer Kenntniß der Dinge kann man dafür nicht einmal ein seiner Gemeinschaft handelt. für Arbeiterstatiftit entspann sich eine längere Debatte, in der Wüstenschiff" faufen. Wir sehen fomit, die Geldstrafe ist ein Institut, das uns aus Bebel die Mängel der deutschen Arbeiterstatistik hervorhob, Ich bin so klng und weise denkt der nene alten Zeiten überkommen ist, das im Sinne der gegenwärtigen und unmittelbar vor dem sechsten Jahrestag der Kaiser- provisorische Redakteur der Kreuz- Zeitung" und entdeckt Geseze als eine Milderung und eine Verfeinerung zu preisen sei, daß lichen Erlasse" das Eingefrieren der Sozialreform feststellte. flugs das Geheimniß des Entstehens und Wachsens der aber eine dieser Absicht und dieser Tendenz widersprechende Handhabung derselben, im Gegensaße zu unserem Rechtsgefühl und im Er forderte Ausdehnung der Befugnisse der Reichskommission Sozialdemokratie." In Berlin und Hamburg sind die Gegensatz zu unserer Kulturauffassung steht. Wir sehen weiter, zur Untersuchung aller Lebensverhältnisse der Arbeiter und meisten Sozialdemokraten; in Berlin und Hamburg herrscht daß die Geldstrafe nur auf dem Boden der kapitalistischen Wirth- verbreitete sich insbesondere über die Greuel im Bäcker das Manchesterthum ergo ist das Manchesterschaftsweise überhaupt noch bestehen kann, und daß alle Ver- gewerbe, zu deren Abhilfe immer noch nichts geschehen sei. thum schuld an der Sozialdemokratie. fuche, fie vollständig im Sinne der Gerechtigkeit zu handhaben, Ein großes Verdienst erwarb sich Bebel dadurch, daß Schade nur, daß die Rechnung ein Loch hat. Wäre an den gegenwärtigen sozialen Ungleichheiten scheitern, und daß er auch die Verhältnisse in der Konfektionsindustrie mit fie richtig, so müßte in dem Geburtsland des Heiligen eine Ausnahmeanwendung derselben diese Ungleichheiten nur der doppelten Bewucherung der Arbeiter durch Unternehmer Manchester, wo er heute noch den ganzen Staat be noch vermehren, den darin glimmenden Funken des Rechts schließlich ganz ersticken müsse, daß es ferner weder in der Macht und Zwischenmeister und mit allen ihren Folgen des herrscht weit unumschränkter als die Städte Berlin des Richters liegt, mit diefer Strafart das Recht zu treffen, physischen, sittlichen und wirthschaftlichen Glends skizzirte. und Hamburg beherrscht die Sozialdemokratie weitaus noch in dessen Befugniß, darüber Untersuchungen anzustellen, Herr von Bötticher, zuvorkommend wie immer, au- die stärkste Partei sein, noch mehr als in Deutschland, wo das was denfelben jedoch nicht veranlassen darf, dem Geiste der erkannte Bebel's Beschwerden und verhieß Abhilfe. Aber Manchesterthum doch eine sehr eingeschränkte Herrschaft führt. Gesetzgebung zum Troße eine Erleichterung aufzuheben, die nun Bebel meinte: Der Worte sind genug gewechselt, wir wollen Berglichen mit Deutschland ist aber in England die Sozialeinmal von derfelben vorgesehen ist. endlich Thaten sehen. demokratie sehr schwach. Politische Nebersicht. nur Berlin, 28. Januar. Auf Thaten von der Seite können wir bis zum Wenn die Kreuz- Zeitung" bedenkt, daß es in England St. Nimmerleinstag warten. feine deutschen Liebesgaben Junker, keine deutsche Polizei, Schluß der Sizung 5% Uhr. Morgen: Schwerinstag, teine dentschen Richter, keine deutschen Majestätsgefeße, Der Reichstag beschäftigte sich heute wieder aus- freifinniger und Bentrumsantrag über das Reichstags- feine deutschen Vereinsgesetze und keine ähnlichen deutschen schließlich mit den Arbeitern und mit Maßregeln zur Wahlrecht und sozialdemokratischer und freisinniger Antrag Annehmlichkeiten giebt, dann könnte sie vielleicht auf die über das Vereins- und Versammlungsrecht. wenn sie ihre Hirnmaterie anBesserung ihrer Lage und zur Lösung der sozialen Frage. über das Vereins- und Versammlungsrecht. Man sollte wahrhaftig denken, die Arbeiter müßten in Das preußische Abgeordnetenhaus begann am Dien 3- firengen will, was wir ihr übrigens garnicht zumuthen. Deutschland sehr glücklich sein, denn es giebt keine Partei, tag die zweite Lesung des StaatshaushaltsNeun konservative Vereine des zweiten Berliner die nicht von der größten Zärtlichkeit für sie beseelt wäre. Etats. Die Debatte hierüber bietet alljährlich dasselbe lang. Reichstags- Wahlkreises haben die Gelegenheit des Kaiserweilige Bild. Während die Reihen der Boltsvertreter zahlreiche Aber mit der Arbeiterfreundlichkeit ist es wie mit Rücken aufweisen, brängen sich um den Ministertisch neben den Reffort geburtstages dazu benugt, eine eklatante ueberdem Parlamentarismus: die Qualität steht im umge- ministern zahlloseKommissare mit unermeßlichen Altenbündeln, bereit, tretung des Vereinsgesetzes zu begehen, indem sie in den fehrten Verhältniß zur Quantität- je mehr desto jedem Abgeordneten auf irgend eine Anfrage, einen Wunsch oder eine festlich geschmückten Räumen der Philharmonie" zuschlechter. Kein Bolt hat so viel Parlamentarismus Beschwerde sofort Rede und Antwort zu stehen. Und fast jeder sammenkamen. Oberstlieutenant 3. D. von Krause wie das deutsche, alle Zeitungen sind bis oben hinauf der Anwesenden hat etwas auf dem Herzen. Da aber ihre hielt die Festrede, in der er die Helden Revue die vor 25 Jahren das Vater gefüllt mit Reichstags- Verhandlungen, Landtags- Verhand- Wünsche und Beschwerden meist weit auseinandergehen und passiren ließ, niemand auf das von feinem lungen u. f. w.- und in keinem Land taugt der Parla- infolge dessen Borland mentarismus weniger. Mit der deutschen Arbeiterfreund. rebner angeschnittene Thema fich einläßt, so gerſplittert land einigten, und des braven Heeres gedachte, das mit lichkeit ist es ebenso: viel Geschrei und wenig Wolle. Und sich die Debatte in tausend Einzelheiten. Zunächst fam der seinem Blute den Bruderbund zwischen Nord und Süd und Etat des Finanzministerium 3 an die Reihe. Wie West und Ost kittete." So zu lesen in der Norddeutschen heute war in der That viel Geschrei. feit Jahren, so wurden auch diesmal lange klagelieder über zu Allgemeinen Zeitung". Wir würden den Vorfall nicht erEs war noch immer unser Antrag betreffend das Alters- niedrige Gehälter einzelner Beamtenkategorien angestimmt, und wähnen, wenn wir nicht die feste Ueberzeugung hätten, daß und Invaliditätsgeseh, und der Abschwächungsantrag des wie feit Jahren erfolgte auch diesmal die stereotype Antwort den Herrschaften nicht das geringste pafsiren wird, verZentrums, worum die Debatte sich drehte. Der fon- vom Ministertisch, daß die Regierung sich nicht darauf einlaffen säumen aber auch die Gelegenheit nicht, die konservativen servative Staudy wünschte Abänderungen des bestehenden könne, einzelne Beamtentlassen herauszugreifen, weil dadurch und agrarischen Blätter an ihre Behauptung zu erinnern, Gesetzes im Interesse des armen Mannes; und er be- nur die Unzufriedenheit anderer erregt würde; man solle warten, solche Uebertretungen des Vereinsgesetzes würden zwar von nugte die Gelegenheit, sich und seiner Partei den Gamp'schen bis eine allgemeine Aufbesserung vorgenommen werden könnte. Sozialdemokraten und Freisinnigen, nie aber von Konser Salzsteuer- Vorschlag von den Rockschößen zu schütteln. Daß Dr. Miquel auch bei dieser Gelegenheit wieder einen Nach dem Konservativen der Fortschrittler. Beim Hymus auf seine gescheiterte Finanzreform anſtimmte, ist bei vativen begangen. der Gewandtheit des Finanzministers nicht wunderbar. Da aber Eine Erklärung erläßt in der, Kreuz- Zeitung" Heiligen Manchester schwor Bachnicke den Arbeitern außer Herrn Rickert niemand darauf einging, so war diese Frage das frühere Komitee der„ Kreuz- Zeitung", dem offenbar die ewige Liebe vom Staatssozialismus wollte bald abgethan. Nach Erledigung des Etats des Finanzministeriums Enthüllungen des Herrn v. Kröcher im Landtage gar nicht er nichts wissen, wissen, dem fortschrittlichen Liebesschwur begann die Berathung des Etats des Ministeriums des folgte der nationalliberale, abgelegt durch Enneccerus, dem Innern. Das Gerücht, der neue Minister des Innern würde recht gepaßt haben. In ihr kehrt die alte Litanei von der Mann, der alles beweisen würde, wenn er es tönnte eine Art von Programmrede halten, schien sich bewahrheiten zu sollen; juristischen" Möglichkeit einer Suspension Hammerstein's, wie Gneist. Er erklärte sich für den Antrag Size. Der aber es schien nur so. Der aber es schien nur so. Wohl erhob sich der Minister bei von den„ juristischen" Zweifeln und ähnliches wieder, aus fonservative Roon floß natürlich ebenfalls über von Liebe Beginn der Debatte, aber nicht um sein Programm darzu dem allen nur das eine hervorgeht, daß sich die Herren zu den Arbeitern, zugleich aber auch von Haß gegen das geben, der seiner Meinung nach besonders aktuell ist: über die zu nahe zu kommen, bevor sie schwarz auf weiß die Belegen, sondern nur um über einen Punkt Aufklärung zu gewaltig forchten, dem Manne mit der gefährlichen Piſtole Klebegesetz, das die Landwirthschaft ungerecht belafte. Frage der Reform des Wahlrechts zum Landtage. Singer, der nach ihm das Wort erhielt, fegte mit scharfem Frhr. von der Rede von der Horst erklärte, daß die Re- weise über seine Bergehen hatten, an denen sie wohl kaum Besen die Sophismen der Vorredner weg, beleuchtete den gierung sowohl eine Reform des Landtags: als auch des Ge- noch menschliche" Zweifel hatten. Vom Hammerstein. Die Frankfurter Zeitung" bringt Widerspruch zwischen Worten und Thaten, zeigte den meinde- Wahlrechts beabsichtige, daß sich aber diese Frage nicht übers wahren Charakter der Sozialreform und belehrte Herrn Knie brechen lasse. Die Rechte erklärte sich mit den Ausführungen des einige amüsante Enthüllungen über Hammerstein's Opfer; es Roon, daß es nicht die Arbeitgeber, namentlich nicht die Ministers einverstanden. Die Arbeiterklasse, die ja im Abgeordneten heißt da, daß es ihrer eine Menge aus den Kreisen seines freundDie ländlichen sind, welchen das Versicherungsgesetz schwere bause nicht vertreten ist, sieht der Reform des Dreiklassen- Wahl- fchaftlichen, politischen und geschäftlichen Verkehrs giebt. ländlichen sind, welchen das Versicherungsgesetz schwere systems mit großer Ruhe entgegen. Das System ist so schlecht, längst beobachtete gedrückte Stimmung einzelner fonservativer Laften aufhalft, sondern daß die Hauptlaft von den Ar- baß es kaum noch verschlechtert werden kann: eine Reform, wie Männer ist viel weniger auf die Noth der Landwirthschaft, über beitern zu tragen ist und daß die Herren Gutsbefizer die wir sie meinen, fann nur in der völligen Abschaffung des Drei- die fie öffentlich sprechen, als auf schwere Schädigungen durch Unternehmerbeiträge zur Invaliditäts- und Altersversicherung tlaffen- Wahlrechts bestehen. Eine eigenartige fozialpolitische den einstigen Freund und Parteigenoffen zurückzuführen, die ste ihren Arbeitern vom Lohn abzuziehen pflegen. Einige Weisheit verzapfte der freikonservative Landrath Gerlich, der sich weise und schmerzlich schweigend tragen. Eines dieser Opfer hat Bemerkungen des Herrn v. Bötticher veranlaßten Singer, darüber beschwerte, daß die zu Landarbeiten verwandten Straf- Herr v. Kröcher in seiner Rede geschildert, ohne den Namen des feine vorherige Kritik der Arbeiter- Versicherungsgesetzgebung gefangenen eine kürzere Arbeitszeit hätten, als die freien Arbeiter. Wermsten zu verrathen, den alle Vorsicht, daß noch ein bestimmter mit Material zu begründen, und noch wesentlich zuzuspißen. Man solle auch deren Arbeitszeit verlängern, da sonst die freien zahlungsfähiger Dritter auf dem Wechsel stehe, und daß dieser Herr Stumm, der sich den Scherz erlaubte, den Arbeit- Arbeiter sich ihrer Menschenwürde bewußt werden und ebenfalls nun bei der ritterschaftlichen Darlehnskaffe diskontirt werden furze Arbeitszeit verlangen könnten. Auch diesen menschen solle, nicht vor der betrügerischen Verwerthung seiner einmal gegebern würde durch die deutschen Geseze das Koalitions freundlichen Ausführungen spendete die Rechte Beifall. Am gebenen Unterschrift geschützt hat. In parlamentarischen Kreisen recht nicht minder verschränkt als den Arbeitern, Mittwoch wird die Debatte fortgesetzt. Auf der Tagesordnung erräth man den in der Geschichte der konservativen Partei oft rief Stadthagen auf die Rednerbühne, der über steht außerdem der Etat des landwirthschaftlichen Minifteriums. genannten Namen dieses Opfers und die hohe Summe, um die die Versicherungsgesehe sehr fräftige Wahrheiten Das kaiserliche Telegramm an den Republikaner es sich handelt. Als Ergebniß der niederen Jagd des edlen fagte, und grelle Schlaglichter auf die menschen- Krüger ist von Blättern, die der Regierung nahe stehen, Freiherrn sind neben dem Edelwild bekannte Restaurateure und unwürdige Behandlung der Armen in den den länd- auf einen spontanen Impuls" des Kaisers zurückgeführt Weinhändler mit Summen von einigen Taufenden angeschoffen lichen Kreisen fallen ließ. Die Abstimmung, welche worden. Ganz spontan war das Telegramni nicht.& worden. Ein pommerscher Gutsbesizer soll sehr erregt werden, wenn man ihm die harmlosen Worte zitirt:" Oh, bitte, Ihr Wort mum fam, ergab Ablehnung unseres Antrages gegen die war die Antwort auf ein Telegramm, welches die genügt mir, Herr Baron." Mit dieser vertrauensvollen Wendung Stimmen der Sozialdemokraten, und hierauf fast einstimmige Deutschen in Pretoria am 31. Dezember an den Kaiser ge- hat er nämlich als Tourist in Tyrol dem Freiherrn v. Hammerschickt hatten und in welchem sie ihn um Schutz baten. stein ahnungslos einige tausend Mart vorgestreckt, die dieser und darum herzlich willkommen," sagte Brambach, dem Diese Thatsache, die bisher unbekannt war, ist von unserem nothwendig zu seiner Flucht brauchte. Jegt hat er zum Schaden Da ist der Herr Erzbischof Fremden entgegenschreitend und ihm die Hand reichend. Korrespondenten in Pretoria zuerst veröffentlicht worden. auch noch den Spott. Und ich begrüße Sie, Herr Rath und Ihre werthe Wir verweisen auf seinen Brief in der gestrigen Nummer. Stablewski besser dran; der tann sich über manches Ungemach mit der angenehmen Erinnerung tröften, daß er den Familie mit doppelter Freude. Nicht nur den Träger des Zu den kommenden Männern wird auch Graf finanziellen Anzapfungen Hammerstein's glücklich entgangen ist. namens Brambach, der weit und breit rühmend genannt wird, wünschte ich kennen zu lernen, auch die werthen Damen, Wien, ein bevorzugter Liebling des Kaisers, gerechnet. gesucht; wer will es diesem verdenken, wenn er zunächst eine wird, wünschte ich kennen zu lernen, auch die werthen Damen, Philipp Eulenburg, der deutsche Botschafter in Er hat wirklich den Erzbischof von Posen in seiner Diözese auf: von denen mir mein Freund und Lebensretter Weil er der Zukunfts- Eulenburg ist, müssen seine Aeuße- politische Mission des einflußreichen konservativen Publizisten von schwerer Krankheit befreit so viel Anziehendes und Liebes erzählt." Dabei begrüßte Palavi Georginen und rungen mehr beachtet werden, als ihr innerer Werth es und Parteiführers vermuthet hat. Als sich herausstellte, baß rechtfertigen würde. Dies zur Entschuldigung, wenn wir ein Pump von etwa 20 000 m. der Zweck des Besuches war, dann Clotilde noch besonders. da ging die Diplomatie der Kirche ohne Schaden aus diesen Er war ein sehr beweglicher, in den Fünfzig stehender, aus den Schlußabsägen seiner Rede bei der Geburtstagsfeier Intermezzo hervor. Der Primas von Polen ist jetzt ein viel beneideter Mann." mittelgroßer Mann, mit blißenden Augen; sein bartloses des Kaisers des folgenden Sayes Erwähnung thun: Gesicht war überaus freundlich und gewinnend. der mich Georgine überwand daher das Mißtrauen, mit dem fie jeden ins Haus Tretenden betrachtete, und sagte: Turch Ihren Freund, den Herrn Doktor, sind Sie zugleich der Freund unseres Hauses geworden." " ( Fortsetzung folgt.) ido n Kunst und Wissenschaft. " " Freuen wir uns des Kaisers, der mit tief deutschem Empfinden Chriftliche Liebe. Der Reichsbote" vervollständigt seine das deutsche Wesen begreift, der so oft zu mir und anderen äußerte:" Die Kraft Deutschlands liegt in seinen Fürsten und in Denunziation des Pfarrers Naumann, den er schlankweg der Eigenart der deutschen Stämme." In dieser(?) Eigen- den Sozialisten Pr. N." nennt, durch die Mittheilung art sieht der Kaiser das Bollwert gegen den um einiger weiterer Stellen aus der Hilfe", in welchen die For. derungen der deutschen Lehrer- Gehaltserhöhung und Besserung sturz und die Anarchie. Ob dieser Satz als Programm bei einer Minister- der Boltsschule vertreten werden. Besonders aber regt er kandidatur genügt, sind wir außer stande zu beurtheilen. sich darüber auf, daß Naumann mit so manchen anderen das Christenthum Chrifti, wie es in der Bibel steht, gelehrt wissen Miquel. Man schreibt uns:„ Am letzten Ordensfeste will, nicht aber das Christenthum der Konfessionen, wie es in sollte der Kommunist und Organisator von Bauernaufständen den Ratechismen steht". Solche und ähnliche Gedanken nennt Die franke Zeit, R. Skowronnet's neuestes Lustspiel, a. D., liberaler Führer und Verwaltungsrath der Diskonto- der fromme Reichsbote" in christlicher Liebe demagogische wurde am Sonnabend zum ersten Male im Schauspielgesellschaft gleichfalls a. D. und gegenwärtiger föniglich eßerei; und mit dumpfer Stimme fügt er hinzu:„ Wir hause aufgeführt. Stowronnet's Backfisch- und Verlobungsgeschichten sind von solcher Simplizität, daß ein Blatt, das in preußischer Finanzminister und Oberagrarier Miquel in theilen sie mit zum Beweise, wie es mit diesen Leuten abwärts er nicht falle." Der Kunstkritik ein so bedachtsames und gemüthliches Tempo den erblichen Adelstand erhoben werden. Diese Auszeich- geht, und viele mögen sie mahnen: Wer steht, der sehe zu, daß liebt, wie die National- 3tg", den seligen Benedig einen„ drama- nung hat er aber mit Rücksicht auf seine früheren Die Lage der Italiener in Afrika ist eine tragitischen Revolutionär" gegenüber Stowronnet nennt. Diesmal politischen Anschauungen abgelehnt" wollte Skowronnet noch etwas Besonderes thun und sein schaal- Hat der bedächtige Herr Miquel gefürchtet, daß man tomische. Oder richtiger: sie ist tragisch, es wird aber eben füßliches Getränk mit Satire würzen. Er entrüstete sich gegen die einige den Adel kritisirende Reden und Briefe aus der Zeit Komödie mit ihr gespielt. Das gesammte offizielle Italien, nichtsnugigen Ankläger, die unfere Beit, unsere Gesellschaft frant des jugendlich ungestümen Miquel am Tage der Rang- das heißt Crispi, seine Rumpane und die Dummen, die sich und faul darstellen, während sie doch umgefehrt von Gesundheit von ihm über den Löffel barbieren lassen, schwimmen jetzt in firozt. Alle Nichtswürdigkeit dieser Unzufriedenen häufte er auf das erhöhung publiziren könnte? " Haupt eines verlumpten Schriftstellers Dr. Lüchtenau, der einen Von der Flottengründung. Den Berliner Neuesten einem Meer von Wonne ob der ungeheueren Ruhmesthaten Roman Die frante Zeit" schreibt. Nun tann gewiß irgend ein Nachrichten", die die famose Flottengründung zur Unterstützung der italienischen Armee; und begeisterte Freuden- und im ganzen Lande gefeiert wie Filou sich einer revoltirenden Kampfbewegung anschließen, wie der Weltpolitit" angeregt haben, wird offenbar Angst und Jubelfeste werden Ihre nationallibe- Herr Crispi in alle Welt telegraphiren läßt. Und was es ebenso Lumpenferle genug geben wird, die der Welt der Satt Bange vor einer recht tüchtigen Blamage. behaglichen streberhaft mit schönfärberischen Phrasen dienen, und ralen Freunde sind ihnen all zu lebhaft auf den genialen Plan ist geschehen? Nachdem neulich in Abessynien ein vordie letzteren haben am Ende das beffere Loos gewählt und eingegangen, indem sie gleich davon schwärmen, daß der Kaiser geschobenes Bataillon der italienischen Armee von den Einbrauchen nicht zerrissene Stiefel zu tragen, wie der niederträchtige die Jnswerkfegung aufs lebhafteste betreiben und alle Hebel an- geborenen in Stücke gehauen worden war, ist jetzt ein Lüchtenau. Ihr Brot ist gemeiniglich nahrhafter. Doch daß setzen wird, um das Ziel, das er sich gesteckt hat, die deutsche zweites vorgeschobenes Bataillon von den Eingeborenen dieser Lichtenau als typische 3 Grempel aufgestellt wurde, das Flotte derjenigen anderer Großmächte eben= war hart. Man hat ben armen Skowronnet darüber arg gebürtig zu machen, zu erreichen." Grschüttert von zwar nicht in Stücke gehauen, aber zur Räumung des Gebiet und zum zauft. Warum das? Kindern, die eine Fuchtel statt der Waffe soviel Phantaste, warnen die„ N. N." vor Uebertreibungen in festesten Punktes im eroberten" mit Sack und Pack gezwungen worden. ichwingen, begegne man mit einem fauften Schlag und die einem Sage, dessen Sinn ist: Gott schütze mich vor meinen Abzug Fuchtel liegt in der Ecke. Gegen Kindisches die Waffen ziehen, Freunden! Die Sammlungen des Blattes haben übrigens schon und deshalb Jubel! Es ist, wie wenn die Deutschen vor das wäre der Mühe werth! die imponirende Summe von 262 M. 82 Pf. ergeben. Nach einer siegreichen französischen Armee das belagerte Strap -OP Da der Redner Burg geräumt hätten mit Buficherung freien Abzugs. lichem Bustande. Auf den Werften befinden sich sodann) Frankreich. Und das soll ein großer Triumph" sein. Unwürdige zahlreiche Kanonenboote, die fich zur Vertheidigung von Fluß- Paris, 27. Januar.( Deputirtentammer.) Hubbard Komödie! Wenn von einem Triumph die Rede sein kann, läufen gut bewähren. Die Häfen haben eine äußerst starte Ber- interpellirt die Regierung wegen der Flucht Bitrac Desrosièrs, dann gebührt er den Abessyniern, die so menschlich waren, Schiffe vorhanden, steht auf der Höhe der Zeit. Ferner steht im Liste der 104 kompromittirt ist. Der Redner führt aus, theidigung erhalten und das Minenwesen, zu welchem extra welcher bei der durch die Zeitung" La France" veröffentlichten Feinde zu schonen, die ihnen durch ihre Standhaftigkeit Kriegsfalle die stattliche deutsche Schnelldampfer- Flotte zur Ver- die Regierung müsse verlangen, daß die Gerichtsbehörden und Achtung eingeflößt hatten. Eurapäer wären solch fügung, die stark armirt werden kann und durch die Kohlen die Polizei ihre Schuldigkeit thun. Der Abgeordnete sentimentaler Regungen, solch Humanitätsdufels", wie bunker einen Banzer erhält. Und trotzdem 4 Kreuzer, 1 Panzer- Mirman sagt, die Atmosphäre des Argwohnz, unsere Patrioten es nennen, nicht fähig gewesen sie schiff und 1 Panzerfreuzer gebaut werden, ist die Flotte für die das Parlament umgebe, rühre von der hätten die Befagung ruhig verdursten lassen, bis sie mit einige Schwärmer noch zu klein! Gemeinschaft mit gewissen Journalisten und den Aasgeiern in die belagerte Veste hätten einziehen fönnen. Es war ja nur die Sache von ein paar Tagen. Die wegen Landesverrath 3 mit dem belgischen anderen Persönlichkeiten her. Ingenieur verhafteten Frauen aus Magdeburg, Frau Richter mehrere Namen nennt, wird er zur Ordnung gerufen. MinisterNein doppelt befiegt sind die Italiener von den und ihre Tochter, sind der„ Frantf. 3tg." zufolge aus der Haft präsident Bourgeois erklärt, Vitrac Desrozièrs habe nicht in wilden Abessyniern": auf dem Schlachtfeld und durch in Leipzig entlassen worden. Präventivhaft genommen werden können, da es sich um eine Der MinisterEdelmuth. einfache Berleumdung gehandelt habe. Was aber wird aus Italien und aus den Italienern Dresden, 27. Januar.( Sächsischer Landtag.) 3wei präsident erklärt zum Schluß, daß er teine 3eitung in Afrika? Es liegt eine dichte Wolfe über den Vorgängen Petitionen veranlaßten in den letzten Tagen eine ziemlich leb- fubventionire. Hiermit ist der Zwischenfall erledigt. hafte Debatte in der 2. Kammer. Am 17. Januar wurde über dort. An sich schon ist es schwer, die Wahrheit über Vor- Die Betition des geschäftsführenden Ausschusses des Innungs- franzöfifchen Botschafters am Berliner ofe, Paris, 28. Januar. Bezüglich der Abberufung des gänge in so entlegenen weglosen Gegenden zu ermitteln, so verbandes deutscher Baugewerksmeister berathen, die eine Herbette, wird in unterrichteten politischen Kreisen bestätigt, daß ist doppelt schwer, wenn, wie hier, gerade von denen, Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker dies infolge seines leidenden Gesundheitszustandes geschehe. Der welche am meisten in der Lage sind, die Wahrheit zu er sowie die Einführung des Befähigungsnach Rücktritt werde jedoch nich der Rücktritt Herbette's damit bevor mitteln, alles aufgeboten wird, die Wahrheit zu verschleiern weises für Bauhandwerker wünscht. Der sozial gelangen. Andererseits wird der Rücktritt Herbette's damit beoder gar positiv zu fälschen. So viel aber ist gewiß, daß demokratische Abg. Fräßdorf wendete sich gegen den Begründet, daß der Botschafter bereits gehn Jahre als solcher in die Streitkräfte der Italiener wohl für einen Handstreich schluß der Petitionsdeputation, die eine, wenn auch sehr Berlin weile und als Doyen des diplomatischen Korps am Ber genügen mögen, für die Behauptung des von den Italienern verklausulirte Erklärung der Regierung, die Sympathie mit den liner Hofe bei manchen offiziellen Gelegenheiten das geraubten Landes aber auch nicht einmal annähernd aus- 3unftbestrebungen ausdrückte, der Zustimmung der Kammer Wort ergreifen müsse, was zu un annehmlichkeiten führen empfahl. Die Kammer stimmte denn auch mit Ausnahme der tönne. reichen. Mag nun in nächster Zeit ein glor Sozialdemokraten diesen Anträgen zu. Eine erregte Szene rief reicher Schwindelfriede geschlossen, oder ein glorreicher die anzügliche Bemerkung Fräßdorfs hervor, daß früher ein Beim Wettfriechen vor Rußland scheint Schwindelfieg erfochten werden zu irgend einem Schlag ist Güterausschlächter in der Kammer gesessen habe, dessen Sohn Frankreich auch unter dem radikalen Kabinet Bourgeois den Für eine Deputation zur Crispi gezwungen. In keinem Falle wird Crispi die seine Millionen ererbt habe und nun für Religion, Ordnung und Vorrang behaupten zu wollen. Rettung vor den unvermeidlichen Folgen seiner heimischen Sitte fämpfe. Abg. Mehnert bezog dies auf sich, spielte den Krönungsfeier des Baren verlangt das Rabinet einen Kredit von Lügen und Gewaltpolitik in dem glühenden Sande Afrika's Entrüsteten aber nur für Augenblicke, dann brachen seine nicht weniger als 975 000 Fr.Mäßchen wieder durch und behauptete dreist, zu wissen, daß finden. Die Arbeiter Glashütte von Carmaux " rascherer Vollendung bringen. mit -Auf verschiedenen franzöfifchen Univer fitäten wird jetzt von Studenten der Medizin gegen die ausländischen Studenten gehetzt, die auf französischen Man verlangt, daß keine Universitäten Medizin studiren. Studenten zugelassen werden, die nicht eine den französischen Anforderungen entsprechende Reifeprüfung bestanden haben; unb daß kein Ausländer das Recht haben soll, in Frankreich die ärztliche Praxis auszuüben, der nicht naturalisirt ist und nicht der franzöfifchen Militärpflicht genügt hat. Es scheint uns bei dieser Bewegung" weniger Chauvinismus vorzuliegen, als Brotneid, welcher der Jugend besonders schlecht ansteht. Ueber Leo Fräntel's Befinden waren in den Wir lassen nun die wichtigsten Depeschen über die Er- persönlich habe in der Kammer angreifen wollen, und daß man Arbeiter nicht gespalten. Die Differenzen, zu denen der bekannte schon früher ein anderer sozialdemokratischer Abgeordneter ihn hat die Hoffnungen unserer Feinde nicht erfüllt- sie hat die eignisse in der afrikanischen Kolonie Italiens folgen: überhaupt fozialdemokratischerseits Angriffe gegen ihn geplant habe. Schiedsspruch Anlaß gab, waren, wie das von vornherein für Rom, 27. Januar. Wie der„ Agenzia Stefani" aus Ada Dem Mehnert wurde vom Abg. Kaden bedeutet, daß, Hagamus vom heutigen Tage gemeldet wird, laufen dort sich wenn er sich durch die Anzüglichkeiten so sehr beleidigt fühle, es uns feststand, ganz unerheblicher Natur. Der Beweis hierfür vor in der widersprechende Gerüchte über den Marsch der Truppenabtheilung zu verwundern sei, daß er nicht seinerzeit gerichtliche Klage anliegt jet bereits telegraphisch Dort Wahl von Carmaux. galt es, ди des Oberstlieutenants Galliano um. erstattern sollen die in dem Bataillon Galliano's befindlichen aufgedeckt worden seien. Mehnert schloß also mit seinem anderen Maire und Generalrath zu wählen. Die Gegner Nach einigen Bericht gestrengt habe, als in den Zeitungen die Praktiken seines Baters getheilten stelle des schnöderweise gemaßregelten Calvignac einen Asfari's entwaffnet worden sein, während andere dieselben noch Reinigungsversuche nicht gut ab. bewaffnet gesehen haben wollen und behaupten, sie hätten nichts Am 21. Januar wurde die Petition des Hausbefizer- Vereins feßten Himmel und Hölle in Bewegung, um den Sozialisten das bemerkt, was auf einen Konflikt schließen ließe. Bisher ist zu Olbersdorf bei Zittau um Einführung der Deffent- Mandat zu entreißen und jener Schiedsspruch wurde weidlich ausGalliano in Ada- Hagamus noch nicht eingetroffen, auch ist der lichkeit bei den Gemeinderaths- Sigungen be- genutzt. Herr Refféguier und seine Myrmidonen arbeiteten Tag Bote, welchen General Baratieri an Ras Makonnen sandte, noch rathen. Für unbedingte Deffentlichkeit traten nur die Abgeordneten und Nacht fieberhaft. Ihr Kandidat, ein Herr Sudre, hatte die nicht zurückgekehrt. Seifert, Stolle, Hoffmann und Geyer ein. Der Unterſtüßung der meisten Beamten. Der fozialistische Kandidat, Rom, 28. Januar. Nach Meldungen der hiesigen Blätter Minister des Innern erklärte, tein prinzipieller Gegner der Soulié, wurde mit Roth beworfen. Alles umsonst. Vorigen Sonntag enthält das Schreiben des Negus Menelik an den General Deffentlichkeit zu sein, verschanzte sich aber bezüglich der behörd- fand die Wahl statt und die Arbeiter von Carmaux blieben sich Baratieri teine bestimmten Friedensvorschläge, lichen Unterfagungen öffentlicher Gemeinderaths- Sigungen wie selbst treu und der sozialistische Kandidat wurde mit großer sondern nur die Bitte, einen Bevollmächtigten zu gewöhnlich hinter wenn und aber, um die Verantwortlichkeit Majorität, mit 1907 gegen 1567 Stimmen gewählt. Und die Arbeiter Glashütte reift langsam aber sicher der senden. Rom, 28. Januar. Der Bericht des Generals Baratieri von der Regierung abzuwälzen. Es wurde ihm dareuf von Berwirklichung entgegen. Der Sieg des vorigen Sonntag wird fozialdemokratischer Seite bedeutet, daß sein cauzes Re- die vorbereitenden Arbeiten beschleunigen und das Wert zu daß sein über die Ankunft Galliano's und seiner Truppen, sowie über gierungssystem an dieser Politik Politik des Lavirens" leide, den Verlauf der Verhandlungen mit Menelit wird hier mit die Verwirrung schaffe und den ihm unterstellten Begroßer Ungeduld erwartet. Die Friedensfreunde bebehörden gestatte, nach eigenem Ermessen reaktionär zu vertürmen Crispi, den Feldzug zu beenden. Crispi fahren. scheint jedoch entschlossen zu sein, den Krieg unter Als freiwilliger aber recht unglücklicher Vertheidiger des allen Umständen fortzusehen. Ministers warf sich der Abg. Georgi auf, der in neuefter Beit Theilerei im Großen. Das„ Wolff'sche Breau" über den Nationalliberalen die Sympathie der Regierung durch allerlei mittelt eine Depesche der Londoner Zeitung" Daily News" aus Liebesthaten zu erwerben sucht. Natürlich stimmten die Sozialdemokraten gegen den BeWien, die befagt, die armenische Frage werde atut. Die russische Flotte sei in Sebastopol und Odessa bereit; die russischen Armeen schluß der Deputation, die Petition auf sich beruhen zu lassen. Für die Bahnhofsbauten in und um Dresden wurden aber im Rautasus seien an der Grenze zusammengezogen, um im Früh jahr in Armenien einzumarschiren. Rußland suche jetzt die Zu- mals über 4 Millionen Mark am 24. Januar anstandslos stimmung der Mächte zu einer Theilung der Türkei nach. Rußland bewilligt, womit die bis jetzt verwilligte Summe auf zirka schlage vor: es selbst wolle Armenien und die asiatischen Provinzen 58 Millionen Mark gestiegen ist, beinahe um das bis Alexandrette, sowie Ronstantinopel nehmen, Frankreich solle doppelte höher, als die ersten Beranschlagungen vorspiegelten. Syrien, Palästina und Jerufalem erhalten, England Egypten und die diesmal bewilligte Summe ist sicher nicht die letzte letzten Tagen sehr ungünstige Nachrichten verbreitet. Wir sind und die Ostküste des Persischen Golfs, Defterreich Serbien und Nachforderung, die gestellt wird, das weiß jeder Abgeordnete. in der glücklichen Lage, auf grund authentischer Information, Fränkel befindet sich Macedonien, Italien Tripolis, Griechenland Theffalien, Creta Es läßt sich aber nun auch nichts mehr dagegen thun, wenn der unsere Genossen beruhigen zu können. und die Inseln des Aegäischen Meeres. Es werde behauptet, verpfuschte Plan in seiner ganzen verfehlten Anlage nicht un- zwar noch im Hospital, aber er ist in der Convaleszenz; und geht die Genesung auch nur langsam vorwärts, so erwarten doch daß alle Mächte hiermit einverstanden seien mit Ausnahme von verbessert bleiben soll. Die Aerzte, die ihn mit peinlichster Fürsorge behandeln, feine Defterreich, welches sich noch seine Erklärung vorbehalten habe. vollständige Wiederherstellung. Der Wunsch ist hier der Vater des Gedankens. Pläne zur Theilung der Türkei haben nicht mehr den Reis der Neuheit für sich: der vorliegende zeichnet sich aber durch eine gewisse wartet man den Ausbruch eines neuen großen Standals, der Eleganz beim Hinwerfen der einzelnen Brocken aus; man merkt, diesmal die tontinesischen Opiumpacht Ron. daß er in Rußland ausgeheckt wurde, wo man eine entschiedene Weibliche Fabritinspettoren. In der ersten sessionen betrifft. Genauere Meldungen über diese AnBegabung für Theilerei im großen von jeher bewiesen hat, so an dem unglücklichen Polen, so in Asien. Natürlich wird noch badischen Kammer fam am 25. d. M. die Petition des gelegenheit liegen noch nicht vor, die Pariser Blätter begnügen viel Waffer den Berg hinunterlaufen, ehe man dem Kranten deutschen Frauenbundes um Einſegung weiblicher fich vielmehr mit sehr kurzen Angaben der Thatsache. Manne" ernsthaft an den Leib geht, aber sicher wird im ent- Fabrikinspektoren zur Berathung. Die Petition wurde gegen die -In Carmaux fand am 26. d. M. im 2. Wahlkreise Von den 4446 ein fcheidenden Augenblicke kein Gedanke daran, daß das türkische Stimmen einiger Fabrikanten der Regierung zur Kenntniß eine Generalrathswahl statt. Bolk doch sozusagen auch einen Willen habe, die Entschlüsse nahme überwiesen. Servorgehoben mag werden, daß geschriebenen Wählern stimmten 8508. Der fozialistische der hohen Politiker der zivilisirten Mächte" beeinflussen. Herr Kommerzienrath Scipio aus Mannheim die Anstellung Kandidat Soulié wurde mit 1907 gegen 1567 Stimmen weiblicher Fabrikinspektoren nicht für nöthig hält, da es andere gewählt, welche der Republikaner Dr. Sudre erhielt. Bei Chronik der Majestätsbeleidigungen. Die Straffammer Wege gebe, um die Klagen der Arbeiterinnen an der richtigen ben Sozialisten herrscht wegen dieses Ergebnisses große Freude. im Duisburg verhandelte am 25. Januar unter Ausschluß Stelle zur Kenntniß zu bringen. Die sozialistische Petite République" drückt dieselbe mit den der Deffentlichkeit gegen den Arbeiter Frütel genannt BauBravo! Carmaux hat seine Schuldigkeit gethan mann. Derselbe war der Majestätsbeleidigung in St. Ludwig i. Elf., 26. Januar.( Eig. Ber.) Wieder ist Worten aus: fünf Fällen angeklagt. Der frühere Rechtsagent und die sozialistische Partei fann und muß stolz sein auf dieses Der Staatsanwalt beantragte eine Ordnungsfäule geborsten! vier Monate Gefängniß, während das Gericht in jedem Weber in St. Ludwig( Elf.) der bis zum Tage feiner Fest. Resultat, denn sie hat den Anstrengungen der vereinigten einzelnen Fall auf drei Monate, drei Monate, gleich nahme der Redaktion des hier erscheinenden liberalen" reaktionären Meute Widerstand zu leisten gewußt. Der Sieg der fünfzehn Monate, zusammengezogen auf ein Jahr Oberelsässischen Volksfreund" führte, ist gestern Mittag durch Sozialisten bedeutet die vollkommene Niederlage des Baron Gefängniß und wegen der Höhe der Strafe auf sofortige die Gendarmerie verhaftet und in das Untersuchungsgefängniß de Reille und Rességuier's. Hiervon werden sie sich nicht sobald Verhaftung des Angeklagten erkannte. Bemerkenswerth ist, daß Mülhausen eingeliefert worden. Er hatte sich in seiner Thätig. erheben! Hoch die soziale Republik! Hoch Carmaux!" die Denunzianten- zwei holländische Familien, die mit bem feit als Rechteagent bebeutende Unterschlagungen- Madagaskar. Der Ministerrath beschloß, im Berurtheilten in einem Hause wohnten und sich in der letzten zu schulden kommen lassen. Weber bezeichnete die Sozial- Parlament ein Gelbbuch über den neuen Vertrag mit Beit mit demselben überworfen hatten demokraten in seinem Blatte wiederholt als 2umpen, Madagaskar zu vertheilen, sobald von dort die vollstän Deutsch verstanden und auch nur sehr gebrochen deutsch vaterlandsloses Gesindel, Theiler. Nun hat ihn bigen Nachrichten eingetroffen wären. Die Regierung wird sprachen, trotzdem aber vom Gericht als völlig glaubwürdig an das Schicksal ereilt. Der elfäffische Hammerstein fißt in Nummer zu gleicher Zeit den auswärtigen Mächten Mittheilung über gesehen wurden. In der Urtheilsbegründung wurde hervorgehoben, Sicher". bie Besizergreifung Madagaskars durch Frankreich machen. daß der Verurtheilte systematisch darauf ausgegangen wäre, Uebrigens berichten Londoner Blätter aus Madagaskar von ten Kaiser zu beleidigen. Auf die Parteizugehörigkeit sei das einem Aufstande der Eingeborenen gegen die Hovas im Distrikte Gericht nicht eingegangen, obgleich der Verurtheilte Vatomandry. Ein norwegischer Händler Namens Engle, und ja eine Zeitung, die„ Niederrheinische Volts. mehrere Hovas- Offiziere wären getödtet worden. Der Aufstand gewinne täglich an Ausdehnung. Die Franzosen werden offenbar tribüne" gelesen habe. Die Entlastungszeugen wurden in der Urtheilsbegründung mit keinem Worte erwähnt. noch manche Arbeit zu leisten haben, ehe ihr Besitz in Madagastar gesichert ist, wie das mit kolonialen Erwerbungen so der Fall zu sein pflegt. nur wenig - Der Pfarrer Röschte hat gegen feine Verurtheilung im Stumm'schen Prozeß die Revision angemeldet. Am nächsten Donnerstag findet der Prozeß der Pastoren Rau Naumann und Röschte gegen den Redakteur der„ Konfervativen Correspondenz" wegen Beleidigung statt. 10 Ungarn. " Re= einem gewissen Edwards vorgenommenen Haussuchung erEin neues Panama? Von einer vorgestern bei Belgien. Die sozialistische Bewegung im Heere hat den Kriegsminister veranlaßt, an die Regiments- Kommandanten Weisungen ergehen zu lassen. England. Die versuchte Vereinigung ber gierungspartei mit der vom Grafen Apponyi geleiteten gemäßigten Nationalpartei ist an dem Widerstande des Ministerpräsidenten gescheitert. Die geforderten Garantien für Unterlassung amtlicher Wahlbeeinflussung wurden verweigert. Budapest, 27. Januar. Gegenüber den in der leyten Zeit Deutsches Reich. von mancher Seite aufgestellten Behauptungen, daß die Regierung Gegen die Rolportage richtet sich eine Verdie Verstaatlichung des gesammten Schulwesens fügung des Justizministeriums, die es den Kolpor- und die Sätularisation der Kirchengüter anstrebe, teuren auf grund des§ 56 der Gewerbe- Ordnung verbietet, fleine wird von authentischer Seite erklärt, daß diese Behauptungen Druckschriften im Umherziehen zu verkaufen. Die Veranlassung böswillige Erfindungen seien. zu diesem Berbote hat angeblich ein Lieferungswert gegeben, das Budapest, 28. Januar. Abgeordnetenhaus. Ab den Fall Ziethen und die Geschichte des Prozesses in Romansorm geordneter Buschbach( liberal) sprach gegen den Antrag des Ein schweres Grubenunglück hat sich, wie wir behandelt. Grafen Efaty und hob hervor, wenn Mißbräuche vorhanden schon gestern tura mittheilten, wieder in dem Gardiffer Kiel, 27. Januar.( Eigener Bericht.) Die deutsche Kriegsfeien, so sei es Pflicht der Regierung, energische Maßregeln zu Ro blendistrikte in England ereignet. In einer Grube bei marine, die im vergangenen Jahre mit 4 neuen, 10 000 Zons treffen. Nicht jeder Abgeordnete, welcher sich Tylorst own wurden infolge einer Explosion beinahe 90 Berggroßen Panzerschiffen manöveriren konnte, wird in diesem Jahre mit Eisenbahnen beschäftige, sei zu verarbeiter verschüttet; die energisch betriebenen Rettungsarbeiten durch zwei weitere neue Panzerschiffe, Odin und Aegir vermehrt, dächtigen; er proteftire gegen eine derartige Auffassung. förderten 33 Bergleute noch lebend heraus, aber 55 werden als so daß neben der erst bezeichneten Brandenburgklaffe nunmehr Der Handelsminister Daniel erklärte, er übernehme die Ver: verloren betrachtet. Die letzten Depeschen melden, daß bis jetzt auch die zur Vertheidigung des Nord- Osee- Kanals aus 8 Panzer antwortung für jeden einzelnen Theil der Vizinalbahn Ron bereits 80 Leichen geborgen sind. schiffen bestehende Siegfriedklaffe vollendet ist. Bollständig geffionen. umgebaut und modernisirt wurden die Panzerschiffe Preußen und Deutschland. Jm Umbau befinden sich zwei Panzerschiffe der Sachfentlaffe, nach deren Fertigstellung die noch zu dieser Klasse Bern, 28. Januar. Die Gesezentwürfe des Bundesraths, verbleibenden zwei Panzerschiffe ebenfalls umgebaut werden, betreffend die Einführung der obligatorischen Unfall welches derartig ausgeführt wird, daß nur das Schiffs- und Krankenversicherung würden eine jährliche Aus bleibt. gerippe unversehrt Das im Auslande befindliche gabe von 7 333 000 Frants zur Folge haben. Der Bundesrath Areuzermaterial ist fast durchweg neu, zwei neue Kreuzer erklärt, daß hierfür die ordentlichen Einnahmen nicht ausreichen; liegen in der Werft zu Kiel, um im Sommer ins Ausland zu es müssen neue Einnahmen gesucht werden. Das beste sei die gehen. Ebenso sind die Avisos und Torpedoboote in vorzüg- Einführung des Zabatmonopols. Schweiz. % Italien. Die Geschichte der Lebelgewehre. Die offiziöse„ Riforma" hat es nun doch für gut befunden, die Nachricht wegen der Lebelgewehre, mit welchen die Abessynier bewaffnet sein sollten, zu dementiren, ebenso eine Anzahl anderer offiziöser und Regierungszeitungen. Man schreibt, daß die Regierung an General Baratieri telegraphirte, um zu erfahren, was denn wahres an der von Adolfi Rossi im„ Corriere" ge= brachten Notiz sei, daß die Soldaten von Maconnen mit Lebel gewehren bewaffnet seien. Darauf erwidert der General Baratieri, daß in der Umgebung des Forts Makalle eine Anzahl Amerika. Washington, 27. Januar. Das Repräsentantenhaus nahm Gewehre französischen Fabrikats, aber keine Lebelgewehre er die Resolution des Senats hinsichtlich der armenischen Frage an. Spanien. bentet wurden. Kuba. falls eine hohe Stimmenzunahme gegen die letzte Wahl zu vers zeichnen. Vor 2 Jahren erhielten wir 1047 Stimmen, jetzt 1874. Im Ganzen erhielten wir vor zwei Jahren 1130 Stimmen, jetzt aber 1609; mithin eine Zunahme von 479 Stimmen. Bei dec Wahl der Arbeitgeber in der Gruppe Handwerk sind wir unter: Eine amtliche spanische Depesche aus legen mit 31 gegen 59 Stimmen der Gegner. Durch unser EinDie Bekämpfung des Aufstandes auf Ruba kostet den Spaniern außer den vielen Menschen, die dem Fieber, Savannah meldet, daß Oberst Molina 600 Aufständische unter greifen find unsere Gegner aufgerüttelt worden. Doch welche den Strapazen und den Waffen der Aufständischen erliegen, tag: den Befehl von Bienvenido schlug und sich des Lagers der Auf- Mühe mußte noch aufwandt werden, um diese 59 Stimmen auflich eine Million Pefetos, deren Aufbringung bei der traurigen ständischen in Guanaja in der Provinz Pinar del Rio bemächtigte. zubringen! Todtenliste der Partei. In der Sonntagnacht starb in Die Aufständischen hielten einen Personenzug an und verbrannten Die Finanzlage des Landes außerordentlich schwierig ist. Er wirkte Essen unser Parteiveteran Daniel Eckardt. Spanischen Staatsmänner zerbrechen sich denn auch weiblich den alle Waggons. Kopf darüber. Im Ministerrathe beriethen ſie über eine Anleihe Daß die Unterstützung der Aufſtändischen durch die Ameri- schon zur Zeit des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins für die von 50 Millionen und die Mittel dazu, sowie über die Ein- taner noch immer andauert, beweist folgende Meldung aus Sozialdemokratie und war seit einer Reihe von Jahren Leiter der führung einer Kriegssteuer für Kuba. Die Vorlage wird der Washington: Die Kreuzer Raleigh" und Montgomery", Bewegung in Essen. Weiterfehend als so viele andere, empfahl er die Bollfahrzeuge Morrill"," Melane" und" Colfax" haben den den Bergleuten die Schaffung einer Organisation, auf deren Boden Gegenstand neuer Berathungen werden. Ministerpräsident Canovas del Castillo erklärte, er werde die Kammern im ge- Befehl erhalten, den Dampfer Hawkins" zu verfolgen, der mit erst gewerkschaftliche Erfolge gedeihen fönnen. Allzeit auf dem eigneten Moment einberufen. Da wird die Weisheit der Staats- Calixto, Garzia und einer großen Anzahl Flibustier an Bord Poften, wo es die Interessen des Proletariats galt, hat sich lenter auf ein neues Anziehen der Steuerschraube verfallen, fragt Philadelphia verlassen hat. Die Verfolgung geschieht auf Vor- Eckardt unter den Parteigenossen ein bleibendes Andenken fiellungen des spanischen Gesandten De Lome. Wenn sie den errungen. fich blos mit welchem Erfolge. " Hawkins" nur erst gefangen hätten! verhaftet. " Rußland. " Es wird geprügelt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. # Soziale Rechtspflege. In Breslau hatte der Kreis Vertrauensmann Mai 12./24. Januar.( Eig. Ber.) Es sind weitere die Parteigenossen für vorigen Sonntag zu einem geselligen BeiVerhaftungen zu melden. Bis jetzt sind folgende Namen bekannt geworden: Ingenieur Bogatyrew, Dr. med. Ljachowsky, Studd. tech. Jeder, der mit den militärischen Verhältnissen genauer ver- sammensein eingeladen. Als das harmlose Vergnügen im besten man ein Lied gefungen hatte, das ihr nicht gefallen haben mag. Ponomarew, Muromon, Malischewsky, Studd. med. Nifitin, traut ist, fennt auch die Schrecken der geheimen Justiz, die im Gange war, löfle die Polizei die" Versammlung" auf, wohl weil Bogaradze, Tachtarew, der frühere Student Zederbaum und die Dunkel verschwiegener Nächte an den Opfern mißverständlichen Der„ Einberufer" der„ Versammlung" soll nun wegen Vergehens Arbeiter: Babusckin, Lebedew, ein anderer Lebedew, Diensteifers oder kameradschaftlicher Tücke geübt wird. Wie viele, Kadi zitirt werden. Schewelew, wow, ferner drei andere Personen, deren Namen die im Schlaffaal beim„ Kommiß" gehauft haben, kennen nicht die gegen das preußische Juwel von Versammlungsgesetz vor den ihr Korrespondent nicht in Erfahrung bringen konnte. Diese Ver- unheimlichen Gestalten, die lautlos und tastenden Schrittes der Lager-In Iserlohn hat die Polizeibehörde eine Aktion gegen haftungen fanden am 16., 17. und 18. Januar statt. Außerdem stätte irgend eines unglücklichen Kompagnieschweines" oder eines den Borland des sozialdemokratischen Vereins eingeleitet. G3 ist ein eigenartiger Borfall, welcher auch mit einer Verhaftung Durchbrenners" nahen, die Hände wohl bewehrt mit Klopfpeitsche handelt sich dabei um eine lebertretung des§ 2 des Vereinseudete, zu verzeichnen. Ein eben ernannter Fabrikinspektor oder Leibriemen. Der Durchschnittssoldat dreht sich verständnißvoll zur Naswanow wurde aus dem Gouvernement Wladimir von dem Wand um, wenn er die flatschenden Schläge und unter der über- gesetzes, die sich der Vorstand soll zu schulden haben kommen Departement für Handel und Manufaktur nach St. Petersburg gezogenen Decke das flagende Gewimmer des Opfers vernimmt; laffen. Die Polizeibehörde behauptet nämlich, der Vorstand hätte zitirt und nach einer Unterredung mit dem Chef des De- nur ein dummer Rekrut starrt wohl mit schlaftrunkenen Blicken in letzter Zeit unterlassen, die neuaufgenommenen Mitglieder anzumelden; dagegen giebt der Kassirer an, daß er die Anmeldung partements seines Amtes enthoben. Am 10. Januar wurde er ängstlich auf den unheimlichen Vorgang, um schleunigst durch regelrecht besorgt hat. Da über die Anmeldung neueingetretener eine wohlgezielte Ohrfeige an seine Pflicht" erinnert zu werden. In meiner Korrespondenz vom 18. Januar habe ich schon Das ist etwas, was nur zu oft vorkommt und, dank den be- Mitglieder eine Bescheinigung behördlicherseits nicht ertheilt wird, berichtet, daß in den ersten Neujahrstagen( alten Stils) von der fonderen Begriffen, die beim Militär gelten, wohl nicht für so steht Behauptung gegen Behauptung. fozialdemokratischen Organisation unter den St. Petersburger erlaubt, aber auch nicht für besonders schlimm gehalten wird. Arbeitern ein Aufruf in Massen verbreitet wurde. Außerdem Nur selten dringt von diesen Dingen, die sehr wohl von den wurden mehrere andere Schriftstücke verbreitet, aus denen wir direkten Soldatenmißhandlungen durch Vorgesetzte zu unterwie bei der eine furze aber fehr zutreffende Auseinandersetzung erwähnenfcheiden sind, etwas an die Deffentlichkeit: wie Der Bismarckrummel und das Reichs- Versicherungs: über die Frage: Was ist ein Sozialist und politischer Rehme und beim Haberen ist Schweigen Ehrenpflicht der BeHohes Interesse darf eine Entscheidung beanspruchen, Berbrecher?" Das Auftreten und die Erfolge der sozia- theiligten. Und der Geschlagene? Nun, er hat das Recht der amt. liftischen Agitation haben die Aufmerksamkeit nicht nur der Denunziation; aber, wehe ihm, wenn er Anzeige macht; seine welche der 1. Senat des Reichs- Versicherungsamtes unter dem Bolizei sondern auch des Finanzministeriums, welchem bei uns Dienstzeit würde hinfort sagen wir, unangenehm für ihn Vorsiz des Geheimen Regierungsrathes Dr. Sarrazin fällte. die Fabrikaufsicht unterſtellt ist, auf sich gezogen. Die Polizei verlaufen. Um so größere Aufmerksamkeit verdienen Gerichts- Der bei einer Beche im rheinisch- westfälischen Kohlenrevier bedes von der Zechenverwaltung veranstalteten und das Finanzministerium suchen auch in ihrem Sinne die verhandlungen, wie die, welche vor einigen Tagen vor dem dienstete Arbeiter Kampofsky verunglückte am 1. April 1895 Arbeiter darüber zu belehren, was die sozialistische Agitation Militärgericht in München fich abspielte; fie gestatten einmal gelegentlich beim Abschießen von Böllern Bismardlarms; er wurde bezweckt. Es wurde mir erzählt, daß ein Polizei- einen Einblick in diese Verhältnisse. Wir geben daraus kurz verlegt. Die Knappschafts- Berufsgenossenschaft erblickte in Den tommiffar den Werkmeister einer großen Maschinenfabrit folgendes wieder: obwaltenden Umständen feinen Zusammenhang mit Am 24. November v. J. meldete sich der Rekrut Zimmeraufforderte, feine zu versammeln, und lehnte deshalb den Andem Bergwerks- Betriebe Diefem ist jedoch jetzt die ( der Polizeikommissar) diefelben über die Agitation belehre. mann von der 4. Rompagnie des 1. Pionierbataillons in Bezeichnenderweife antwortete der Werkmeister, daß eine Ingolstadt wegen Herzklopfens" zum Arzte. Bei näherer spruch auf Unfallrente a b. solche Rede an das Volt" dem Vertreter der Polizei das Leben Untersuchung fand nun der Arzt, daß der Körper Zimmermann's Rente vom Rekursgericht unter folgender Begründung zuerkannt fosten fönne. Das Finanzministerium hat, wie man mir ver- an mehreren Stellen Hantabschürfungen und blutunterlaufene worden: Das Böllerschießen sei in diesem Falle wohl dem Be= fichert, zwei Zirkulare erlassen, deren Entstehung direkt auf die Striemen aufwies, die darauf schließen ließen, daß das Herz- triebe der Zeche zuzurechnen. Der Betriebsbegriff umfasse auch neuesten Thatsachen der Arbeiterbewegung zurückzuführen ist. Ein flopfen Zimmermann's auf äußere Einwirkungen zurückzuführen alle diejenigen Handlungen und Maßnahmen, deren Veranlassung Zirkular geht von dem Departement für Handel und Manufaktur, sei, weshalb er diesbezüglich Meldung an die 4. Kompagnie in den äußeren Existenzbedingungen des Betriebes und seinen Be das andere direkt vom Finanzminister aus. Im letzteren wird erstattete. Bor seinem Kompagniechef gab nun Zimmermann ziehungen zum öffentlichen Leben liege und die für den Betrieb den Fabrikinspektoren eingeschärft, daß es ihre Pflicht ist, an, daß er in der vorhergegangenen Nacht gegen 12 Uhr von als solchen mit seinen Mitteln oder Arbeitskräften vorgenommen der sozialistischen Agitation entgegenzuarbeiten. Eo ruft unsere mehreren Personen in seinem Bette überfallen und würden. Dazu gehöre u. a. auch das Aufziehen von Fahnen, Agitation eine Gegenagitation hervor. Ich glaube kaum, daß mit Klopfpeitschen durchgeprügelt worden das Veranstalten festlicher Beleuchtung, sowie das Böllerschießen, unfere Regierung in diesem Kampfe mit geistigen Waffen" viel war. Von den Thätern hatte er, da ihm jemand die Bettdecke sofern damit die Feier öffentlicher Gedenktage bezwedt werde. Erfolg ernten wird. fest über das Geficht hielt, teinen gesehen und erkannt, wie er Derartige Feiern seien ja nicht nur auf das persönliche Empfinden der jeweiligen Betriebsleiter zurückzuführen, sondern auch auf auch nicht schreien fonnte. die Ueberzeugung, daß es sich für Betriebe einer großen Industrie gezieme, ihren Dank dafür angemessen auszudrücken, " " Arbeiter damit er Das Komitee für Wolfsbildung in Petersburg wurde von dem Minister der Boltsaufklärung", welchem es vor kurzer Zeit untergeordnet worden ist, aufgefordert, bis die Revision der Statuten des Komitees, welche vom Ministerium vorgenommen wird, vollendet ist, alle Eikungen dem Minifterium anzumelden mit Mittheilung der Tagesordnung derselben. In der darauffolgenden Sigung des Komitees vom 4. Januar ging von sämmtlichen Mitgliedern des Vorstandes wie auch aller von sie ihre Aemter niederlegen. die der An= In Odessa haben die Verhaftungen im vergangenen Sommer eine tiefgehende und ziemlich gut organisirte Arbeiterbewegung Die Untersuchung des Vorfalls ergab, daß Zimmermann von aufgedeckt. Während 1/2 Jahren fanden regelmäßig in einem vier Unteroffizieren der Stompagnie mißhandelt war, die Restaurationslokale Versammlungen von 150-200 Arbeitern am Sonnabend, den 23. November v. J. abends in der Unter- daß diese Industrie den Schuß und die Fürsorge der staatftatt. Es wurde auf diesen Versammlungen ein„ Programm offisiers- Speiseanstalt, wo sämmtliche Unteroffiziere lichen und anderer öffentlichen Berbände, den sie gebraucht, auch der südrussischen Arbeiter" diskutirt und angenommen. Dieses auf höheren Befehl alle Sonnabend Abende genießt. Dann läge den in betracht kommenden Betriebsleitungen Programm wurde später auch abgedrudt. Es betont mit großem zur Pflege des famerabschaftlichen Geistes auch daran, ihre Werthschätzung der vorhandenen öffentlichen Nachdrucke die unbedingte Nothwendigkeit der politischen fich zu versammeln haben, bereits den Plan mit Einrichtungen zum Ausdruck zu bringen. Bei der Entscheidung Reformen für die Fortschritte der Arbeiterbewegung. Die einander beriethen und den Entschluß faßten, den Rekruten dieser Sache habe das Gericht darauf Rücksicht genommen, daß Polizei kam doch schließlich hinter diefe Versammlungen und gemeinsam ordentlich durchzubläuen. Der Be- es sich um den Geburtstag des Fürsten Bismarck handelte, d. h. verhaftete eines Tages ungefähr 200 Mann, welche in der weggrund hierzu bestand nach dem Geständnisse der Angeklagten eines Mannes von größter nationaler Bedeutung, dessen Wirken Wirthschaft versammelt waren. Die Verhafteten sind- bis auf darin, daß Zimmermann sich einige tleine Verfehlungen hatte gerade die rheinisch- westfälische Industrie vielen Dank schulde. einzelne Ausnahmen Arbeiter. Sie werden jetzt angeklagt zu Schulden kommen laffen, infolge deren vom Kompagniechef Ob der Kläger zu dem Abschießen der Böller von einem Bechen beamten befohlen oder nur darum ersucht worden ist, sei angesichts wegen Gründung einer resp. Theilnahme an einer ge für ganze Kompagnie eine Verschärfung der Appelle heimen Verbindung zum Zwecke der Agitation unter den angeordnet wurde. Es sollte also der militärischen Erziehung der Thatsache, daß er in seiner Eigenschaft als Bechenbeamter Arbeitern mit gefeßlichen und ungefeßlichen Mitteln." Selbst des Zimmermann nur ein flein wenig nachgeholfen werden. dabei betheiligt war, gleichgiltig. verständlich werden die Angeklagten nicht vor Gericht gestellt Im Laufe des Verhörs bemerkte der die Verhandlung leitende werden, sondern auf administrativem Wege verschickt resp. ein- Ober- Auditeur:" Das ist ja eine schöne Wirthchaft; es macht den Eindruck, daß derartige Depelden und lehte Nachrichten. gesperrt werden. 3üchtigungen zur Gewohnheit geworden sind; Bremen, 28. Januar.( W. Z. B.) Bösmann's Telenur scheint bis jetzt noch keiner aufgekommen zu fein." Bemerkenswerth ist auch die Feststellung, daß Zimmermann graphisches Bureau" meldet: Nach einer heute hier eingegangenen erklärt hat: er würde einen ausbrüdlichen An- Depesche hat der Norddeutsche Lloyddampfer Braunschweig", am 14. Januar von Bremerhaven nach Nev- York abgegangen, am 21. Januar auf offener See den englischen Dampfer„ Catatrag auf gerichtliche Bestrafung geklagten, wenn ein solcher nothwendig wäre, lonia" von der Cunard Line mit gebrochener Welle angetroffen, ins Schlepptau genommen und heute nach Punta Delgada einnicht stellen."( Warum? Der Gerichtshof verurtheilte die angeklagten Unteroffiziere gebracht. Der Dampfer„ Catalonia" regiſtrirt ca. 4870 Registerzu mehrmonatlichen Gefängnisstrafen; als besonders straferschwerend erachtete er die Heimtücke, die bei Ausführung des fons brutto, war von Liverpool nach Boston unterwegs und etwa 6 Tage im Schlepptau der Braunschweig". Die„ Catalonia" Ueberfalles sich offenbarte. So ist der Einzelfall gefühnt; aber die kameradschaftliche hat an Passagieren 1 erster Kajüte, 37 zweiter und 67 Zwischendecker. Lynchjuftiz, dieser häßliche Auswuchs des Militarismus, wird Wien, 28 Januar.( B. H.) Die Eisenwerke beschlossen, Hangen und Bangen. E3 bestätigt sich, daß trotz aller Erlasse und troß aller Energie der höheren Vorgesetzten die Preise für Stab- und Fassoneisen in Desterreich- Ungarn um Ministerpräsident Stoilow Freitag Abend im Klub der National- und der Kompagnie Offiziereerst verschwinden, wenn das 25 bis 35 Kreuzer pro Meterzentner zu erhöhen, und zwar je partei erklärte, er könne versichern, daß die Zeremonie des stehende Heer dem Milizsystem Platz gemacht hat. nach Lage des Eisenmarktes. Uebertritts des Prinzen Boris zum orthodoxen Glauben Graz, 28. Januar.( B. H.) Aus Grabina wird ein noch im Laufe dieser Sobranje- Seffion, welche am 30. Januar Grubenunglück gemeldet. In dem Steinkohlenbau der alten Stils zu Ende geht, stattfinden werde. Der Minister Trifheimer Gesellschaft dortselbst wurden in einem Richtftollen in präsident richtete an die Präfekten ein Rundschreiben, welchem er denselben mittheilt, daß demnächst die Zeremonie Für die Familien unserer im Essener awei Bergleute verschüttet. Erst nach 26 Stunden gelang es, des Uebertritts des Prinzen Boris stattfinden werde und daß meineidsprozeß verurtheilten Genossen gingen die Verschütteten wieder ans Tageslicht zu fördern; diese hatten fie hiervon die Bevölkerung in Kenntniß seyen sollen, damit noch bei mir ein: Hanau a. Main, Sozialdemokratischer Berein nur geringe Verlegungen erhalten. Rom, 28. Januar.( B. H.) Nach den neuesten Meldungen fich dieselbe zur eventuellen Theilnahme an der Beremonie 27,94. Hanau durch G. H. 2,-, Barmen, Liste 53, 4,-. bereit halte. In den Kreisen der Sobranje- Majorität wird die Durch den Vertrauensmann des 9. hannov. Wahlkreises 14,75. ist Oberstlieutenant Galliano mit seiner Kolonne im offizielle Theilnahme Rußlands an der Zeremonie für sicher ge- Dortmund, Ungenannt-, 50, durch G. Lehmann auf Liste 227 Hauptquartier des Generals Baratieri eingetroffen. halten. Aber auf der anderen Seite wird aus Rom gemeldet,, 70, Lifte 246 2,-, Liste 268 4,20. Halle a. S., Sozialdaß der Papst den Fürsten Ferdinand von Bulgarien empfing demokratische Boltsbuchhandlung 92,50. Langendreerholz, von und demselben gegenüber seine bereits früher gegebene Antwort den Gemüthlichen durch R. 3,70. Von einer Rotte in Kirchwiederholte, daß der Uebertritt" des kleinen Boris zum wärder 7,30. Summa 159,59. Am 13. Januar quittirt orthodoxen Glauben nicht gestattet werden könnte. dem Komitee eingesetzten Kommissionen die Mittheilung ein, daß " Bulgarien. Ueber die Verhandlungen Ferdinands mit dem Papst e wird noch gemeldet, daß, nachdem der Papst trog mannigfacher und hochstehender Einflüsse seine Zustimmung zur Umtaufung des Erbprinzen Boris verweigert habe, Fürst Ferdinand nunmehr wenigstens erreichen will, daß der Papst von einer Erfommunitation Abstand nehme, unter Hinweis darauf, daß die Umtaufung des Thronfolgers eine Staatsnothwendig feit und unvermeidlich sei. [ Türkei. darum!) Partei- Nachrichten. Duittung. 54 860,76. Gesammtsumme 55 020,35. Den Gebern besten Dank. Bochum, 27. Januar 1896. Johanniterstr. 10. Wolfg. Wunderlich. Rom, 28. Januar.( W. T. B.) Die„ Tribuna" veröffentlicht in einer befonderen Ausgabe eine Depesche, welche nachträgliche Einzelheiten über die Vorgänge bei Makalle enthält und die bereits gemeldeten Nachrichten im wesentlichen bestätigt. Die Depesche berichtet, daß der Feind bei dem letzten am 18. d. M. unternommenen Angriffe mit Leitern in das Fort einzudringen versuchte. Die Italiener ließen den Gegner ganz nahe herankommen und schleuderten Steine gegen denselben, um den Glauben zu erwecken, daß Mangel an Munition eingetreten sei. Italiener plötzlich Schnellfeuer aus den Repetiergewehren und Kartätschen- Geschützfeuer. Der Gegner soll bei diesem Angriffe 1500 Todte verloren haben. N.B. In der letzten Quittung muß es heißen: Branzenberg- Als der Feind sich an dem Fort gesammelt hatte, eröffneten die Bochum Lifte Nr. 30 5,50. Bei der Gewerbegerichts: Wahl in Barmen sind die Kandidaten unserer Partei in der Gruppe Handwerk mit 235 London, 28. Januar.( W. T. B.) Eine Lloyd- Depesche aus gegen 163 Stimmen und in der Gruppe Industrie, wo Gegen: St. Michael meldet: Der Ennard- Dampfer„ Catalonia" hat den Die Finanznoth der armen Türken nimmt all- kandidaten nicht aufgestellt waren, mit 1374 Stimmen gewählt Schaft gebrochen. Petersburg, 28. Januar.( B. H.) Bezüglich einer angeblich mälig einen Grad an, der beinahe humoristisch berührt. Seit worden. Die Elberfelder Freie Presse" schreibt zu dem Ausfall der geplanien Mobilisirung der Flotte im Schwarzen langer Zeit sind die Gehälter der Beamten und die Löhnungen der Soldaten nur theilweise oder garnicht bezahlt worden, ganze Wahl: In der Gruppe Handwert sind fast ausschließlich Meer wird gemeldet, daß in hiesigen maßgebenden Kreisen davon Bataillone der einberufenen Redifs mußten wieder entlassen Bauhandwerker wahlberechtigt. Trotzdem von unseren Gegnern nichts bekannt sei. Der Zar werde voraussichtlich gleich werden, weil es an den nöthigen Unterhaltsmitteln gebrach. die gewaltigsten Anstrengungen gemacht wurden, ist uns ein Sieg nach der Krönung einen Abstecher nach Odessa machen und dort Gestern ordnete nach einer Meldung des Reuter'schen Bureaus" zugefallen, wie ihn wohl keiner erwartet hätte. Bei der Wahl vor eine Flottenrevue abhalten, an der auch die freiwillige Kreuzeraus Konstantinopel eine Frade die Entnahme von 120 000 Pfund 2 Jahren, wo wir unterlagen, erhielten wir nur 83 Stimmen, unfere flotte theilnimmt. Chicago, 28. Januar.( B. H.) Der in der Vorstadt Engleaus der Beamtenkasse unter dem Titel einer Anleihe an, um den Gegner 119 Stimmen, und jetzt ist das Verhältniß 235 gegen dringenden Bedürfnissen des Staates gerecht zu werden. Die 168. Das Hauptverdienst an dem Erfolg kann die vor einigen wood wohnende Däne Peter Hongaard führte durch Oeffnen der Frage ist nur, ob in dieser Beamtentasje" überhaupt noch Monaten gegründete Organisation der Maurer für sich in An- Gashähne vor dem Schlafengehen seinen Tod und den seiner Frau spruch nehmen. In der Gruppe Industrie haben wir gleich- und fünf Kinder herbei. Geld vorhanden war! Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 24. Reichstag. 25. Sigung vom 28. Januar 1896. 1 Uhr. Am Bundesrathetisch: von Bötticher. Präsident v. Buol eröffnet die Sigung um 1/4 Uhr. Die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgesetzt. Die Debatte über die Position Reichszuschuß zu den Alters- und Invalidenrenten" und die Dazu eingebrachten Anträge Auer und Hitze auf Revision der Sozialpolitischen Gesetzgebung war in der Sonnabendsizung nicht zu Ende. geführt worden. Mittwoch, den 29. Januar 1896. 13. Jahrg. legte Vorredner es als ein Prinzip der konservativen Partei hin- 12ande.( Zustimmung links, Widerspruch rechts.) Hören Sie gestellt hat, ein Gesez, nachdem es einmal Gesetz geworden ist, das Urtheil derjenigen, welche verdammt sind, in den Armenselbst wenn das gegen das Votum der Partei geschehen sei, häusern auf dem Lande zu wohnen. In der That sind die hinzunehmen, so hat eine solche konservative Gesinnung sich Schweine ställe der Gutsbesiger besser als das bei den Handelsverträgen nicht gezeigt!( Sehr richtig! Obdach der alten armen ländlichen Arbeiter. links.) Herr Schall hat neulich betont, daß sich seine Partei Die Armenpflege auf dem Lande kann sich in keiner Weise mit in der Fürsorge Fürsorge für die wirthschaftlich Schwachen derjenigen in den größeren und mittleren Städten vergleichen. von keiner anderen übertreffen lasse; wir sind es hier gewöhnt, Es freut mich, daß der Abg. v. Staudy für eine Aufhebung daß sich ein allgemeines Wettrennen erhebt bei irgend welchen der Salzsteuer ist. Ich hoffe aber, daß man den Anträgen, bei welchen es sich um die Fürsorge wirthschaftlich Ausfall nicht etwa durch neue indirekte Steuern decken wird, Schwacher handelt, aber man sollte sich nicht blos auf rein fondern diejenigen besteuert, deren Besitz und Eigenthum platonische Liebeserklärungen beschränken, sondern sollte diese sie befähigt, die Steuern zu tragen. Ich habe nicht gesagt, daß auch praktisch zum Ausdruck bringen. Das ist aber der Vorzug in allen Fällen die Altersrente an die Stelle des Lohnes trete, Abg. v. Standy( dt.) sieht sich veranlaßt, auf die Aus- unserer Partei gegenüber den anderen. Herr Schall hat aus sondern, daß in sehr vielen Fällen die Altersrente dazu benutt führungen des Staatssekretärs von Bötticher noch besonders zu er- drücklich hervorgehoben, daß es eine besondere patriotische wird, um den Lohn der Arbeiter herabzusetzen, und das halte ich widern, wenn auch schon sein Fraktionsgenosse Schall bereits das Leistung der Landwirthschaft gewesen sei, wenn sie die Lasten der aufrecht. Natürlich wird dies Verfahren motivirt mit der Einverständniß der Fraktion mit dem Antrag Hige erklärt habe. Alters- und Invaliditätsversicherung auf sich genommen habe, obgleich geringeren Arbeitskraft der Arbeiter. Der Staatssekretär wird In der Konferenz, zu der auch er( Redner) zugezogen worden, diese mehr davon gedrückt werde als die Industrie. Gerade die meine Behauptungen auf ihre Richtigkeit prüfen können, wenn Habe Herr v. Bötticher erklärt, daß von dem jeßigen Marken- Landwirthschaft hat den hauptsächlichsten Vortheil von er die Zahl und den Umfang derjenigen Renten feststellen ließe, system und von dem jezigen Beweisverfahren nicht abzugehen der Versicherung. Denn fie gebraucht diese entweder zur Kürzung die bereits von der Armenpflege in Anspruch genommen sind. sein werde. Das müsse befremden, denn der Reichstag habe sich der Löhne oder zur Erleichterung der Armenlaften. Die Fälle, Abg. v. Stumm( Rp.) bringt in Erinnerung, daß er schon im Januar 1894 auf einen Antrag von Staudy- Steppuhn fast daß den Leuten ihr Lohn um die Rente gekürzt wird, sind sehr anfangs der 70er Jahre die Aufhebung der Salzsteuer beantragt einstimmig zu der zu der entgegengesetzten Forderung vereinigt. häufig. Wenn die Agrarier sich rühmen, daß sie durch die Ver- und allerdings dafür das Tabakmonopol empfohlen habe Schwierig sei die Sache ja, aber nicht undurchführbar. Das sicherung gedrückt werden, so ist das auf keinen Fall richtig.( Seiterkeit). Daß er gegen die gefeßliche Gleich Kleben sei ein durchaus zweckiwidriges und veratorisches Ver- Auch die Staatswertstätten fürzen ja ihren berechtigung der Arbeiter fei, sei ein Märchen. fahren; an seine Stelle müsse das Umlageverfahren für die Arbeitern den Lohn um den Betrag der Rente. Gesegliche Gleichberechtigung und volles Alters- und Invalidenrenten treten. Das Beweisverfahren Ich bestreite, daß unser Antrag undurchführbar ist; er deckt Koalitionsrecht ohne jede Einwirkung der müsse von Grund aus geändert werden. Dann würden sich mit den Wünschen, die in den betheiligten Arbeiterfreifen Gesetzgebung seien aber nicht dasselbe. Auch auch zahlreiche Millionen an der Ausführung des Gesetzes nach dieser Richtung vorhanden sind. Die besitzenden Klaffen die Arbeitgeber hätten kein volles Koalitions: erspart werden können. Das Gesetz habe in seiner jetzigen müssen bereit sein, die Mittel aufzubringen, die nöthig sind, um recht. Er wolle gerade die Freiheit der Arbeiter Gestalt zu einer schweren Belastung des Grundbesitzes geführt dieser sozialen Pflicht zu genügen. Wenn die Mehrheit von der von dem Terrorismus der Sozialdemokratie. und sei bei dem Bauer der östlichen Provinzen geradezu verhaßt. Nothwendigkeit der Herabsehung der Altersgrenze überzeugt ist,( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Bezüglich der Armenpflege Der Großgrundbesit vertrete noch viel mehr dann wird sie auch die Mittel finden. Wir wollen hoffen, auf dem Lande theilt Redner die Ansicht von Staudy's, des als die Sozialdemokratie die arbeitenden daß die Festigkeit, mit welcher die Konservativen heute eine Er- gleichen bezüglich der Abnahme der Arbeitskraft bei hohen Klassen, nur daß die von ihm vertretenen Arbeiter noch höhung der Salzsteuer abgelehnt haben, vorhalten wird. Die Lebensaltern. ufrieden sind; wie lange es dauern werde, Versicherungsanstalten können heute, wenn sie wollen, jeden Abg. Stadthagen: Allerdings könnte auch in Berlin weit wisse er allerdings nicht. Die Beiträge zu erhöhen, Anspruch auf Rente zurückweisen und diejenigen Renten, mehr für die Armenpflege geschehen, aber als Mitglied der daran sei allerdings nicht zu denken. Auch kein Deutsch welche zugebilligt werden, entsprechen nicht den thatsächlichen Berliner Armendirektion muß ich ganz entschieden bestreiten, daß tonservativer würde für 3uschlag Verhältnissen. Warum soll der Individuallohn nicht als Maß auf dem Lande mehr geschieht als in Berlin. Jeden Tag fast Salzsteuer nach dem Vorschlage Gamp fiab genommen werden? Er ist doch der einzig richtige! Der fonnten wir die bittersten Klagen hören über die Armenpflege zu haben sein; man dürfe also diesen unglücklichen Invalide, der doch immer nach seiner idividuellen Leistung bezahlt, im Often, in Schlesien, Pommern und Ostpreußen. Die höchste Gedanken nicht den Agrariern in die Schuhe schieben. der muß sich auf einmal in Vergleich stellen lassen mit den Armenunterstüßung inkl. der Naturalien auf dem Lande ist Wenn Herr Kühn gegen den Abg. v. Kardorff polemifirte, weil Durchschnittslöhnen, die überhaupt gezahlt werden. niedriger als die niedrigste in Berlin. In Berlin werden dieser nie für das Invalidengesez gestimmt haben würde, falls er Wir haben seiner Zeit gegen die ganze Versiche ungefähr 7 Millionen M. für die Armenpflege ausgegeben, d. h. von dem Plane, das Sozialistengefeß aufzugeben, Kenntniß gehabt rungs- Gefeßgebung gestimmt, nicht weil wir gegen im Durchschnitt ungefahr 14 M. pro Monat. Im Osten macht man es hätte, so habe er( Kühn) doch gewiß mit seinen Genossen nicht das Prinzip waren, sondern weil das, was das Gesetz leistet, unter 6 M. ab. Herr v. Staudy sollte statt allgemein Behauptungen deshalb gegen das Gefeß gestimmt, um die Arbeiterbevölkerung uns nicht ausreichend erscheint. Trotzdem sind wir Thatsachen für die Richtigkeit seines Urtheils anführen. Herr einzulullen. bereit, zur Verbesserung des Gesetzes beizu v. Stumm hat bei seiner ganzen Stellung zum Recht der ArStaatssekretär v. Bötticher: Das as Martensystem ist tragen. beiter gar kein Recht mehr, von dem freien Koalitionsrecht der nichts vollkommenes, und ich bin sehr interessirt für alle Vor- Auf die Verhältnisse in England will ich nicht näher Arbeiter zu reden. Am liebsten möchten die Herren außer den schläge, die etwas besseres an seine Stelle sehen wollen. Es wird eingehen. Die Arbeiterverhältnisse sind dort doch in manchen Sozialdemokraten auch die ultramontanen Arbeiter von ihren aufrechterhalten werden in dem revidirten Gesetze Beziehungen besser als bei uns. Vor allem haben die Arbeiter Betrieben ausschließen, aber sie fürchten die Macht der nur dann, wenn sich relativ besseres nicht dort die volle Koalitionsfreiheit und daher auch Ultramontanen. Herr v. Stumm muß gegen das Koalitions hat fin den lassen. In den Revisions Vorschlägen bessere Löhne. Herr v. Stumm bestritt uns das Recht, uns Ver recht ber Arbeiter sein, denn er braucht möglichst befinden sich verschiedene Punkte, deren Berücksichtigung eine billiges Arbeitermaterial, das für ihn arbeitet und nach Reihe der hervorgetretenen Mängel von selbst verschwinden lassen seiner Pfeife tanzt. Mit der Ablehnung des sozialdemo wird. Im ganzen gewinnt doch das Gesez allmälig an Symtratischen Antrages wegen Herabsetzung der Altersgrenze pathie bei der Bevölkerung; die einmal verheißene würde der größte Mißstand sanktionirt, daß auch die mehr als Fürsorge für die bedürftigen Klassen tann und 70 jährigen Arbeiter immer weiter kleben müssen, wenn sie den wird ja der Gefeggeber niemals zurückziehen. Vertretung. Nachweis der Beschäftigung in den letzten drei Jahren vor ErDer Reichstag und die Gesammtheit der verbündeten Regierungen reichung des 70. Lebensjahres nicht führen können. So wie es haben die Pflicht, das Gesetz durch zweckmäßige Verbesserungen liegt, hat das Gesetz lediglich den Arbeitern auch diesen Theil populärer zu machen. der Armenlast aufgehalft; es giebt Armenverwaltungen, welche die Altersrente einziehen, weil der Empfänger vorher Almosen empfangen hat. Der Ausdruck Rente" für diese Bettelgroschen ist überhaupt so unberechtigt wie möglich. 8 zur treter der Arbeiter zu nennen. Ich glaube Ihnen, daß auch zu Ihren Wählern Arbeiter gehören, aber trotzdem haben Sie fein Recht, sich auch Vertreter der Arbeiter zu nennen, da die ganze Arbeiterklasse, soweit sie überhaupt politisch organisirt ist, hat in der Sozialdemokratie ihre Wenn unfer Antrag nicht zur Annahme ge langen sollte, so werden wir für den Antrag Size stimmen, weil wir es für einen Vortheil ansehen, daß die Regierung aus dem Reichstage heraus eine Aufforderung erhält, mit der Sterilität auf diesem Gebiet ein Ende zu machen. Es steht hier gerade so, wie mit der Revision des Unfallgefeges und doch wie oft und wie freundlich hat nicht schon der Staatssekretär v. Bötticher das Versprechen gegeben, die Anregungen in Erwägung zu ziehen!" " # Abg. Hitze( 3): Wir haben den Erlaß des Beschäftigungsnachweises der letzten drei Jahre für die 70jährigen ausdrücklich verlangt. Auch die Aufbesserung der heutigen niedrigen Juvalidenrente ist in unserem Antrage enthalten. Unser Antrag hat Aussicht auf praktische Erfüllung, der andere nicht. Erspar nisse am Militäretat heute durchzusehen, era scheint doch aussichtslos. Die Erhöhung der Invaliden rente ist auch viel wichtiger als die Herabsetzung der Altersgrenze, desgleichen die Erleichterung des Bezuges der Juvalidenrente. Damit schließt die Debatte. Der Titel wird bewilligt, der Antrag Auer gegen die Stimmen der Antragsteller ab= Abg. Pachnicke( frs. Vg.) spricht sich für den Antrag Hitze aus. Der Hauptgrund für die Unpopularität des Gesetzes liege weit weniger in dem Markenkleben als in dem damit zum Gefeß erhobenen Zwange. In den fozialdemokratischen Anträgen sei nur der Anfang dessen enthalten, was von gewiffer Seite angestrebt werde. Geradezu gefährlich sei der Gedanke, die Beiträge durch Steuern zu decken. Staatssekretär v. Bötticher: Es ist dieser Appell doch ganz Große Bedenken habe auch der Standpunkt des Herrn von unnöthig, denn der Reichstag weiß ja, daß er in nicht zu ferner Stumm, die Versicherung noch weiter auszudehnen, wenn sie Zeit mit einer Revisionsvorlage befaßt werden wird. Ich wiedernur möglichst absolutistisch gestaltet wird. Herr hole, daß die Beiträge verdoppelt werden müßten, um v. Stumm wolle den Arbeitern auf diesem Wege das die Herabsetzung der Altersgrenze auf das sechzigste Koalitionsrecht wieder nehmen. Dagegen müffe Jahr zu ermöglichen. Das ist zur Zeit ganz unaus ebenso protestirt werden, wie gegen den wehmüthigen Nachruf führbar. Den Wunsch des Abg. Enn ccerus betr. Berechnung des Abg. v. Staudy für das verflossene Sozialistengeſetz. des Aufkommens und der event. Verwendungen beantworte ich Abg. Enneccerus( natl.): Wir stimmen für den Antrag dahin, daß im Durchschnitt bis 1900 erforderlich find gelehnt, der Antrag Hize einstimmig angenommen. Size, wünschen aber nicht, daß daraus ein Präjudiz für unsere 757 Millionen; bei Gewährung der Altersrente vom 65. Jahre Stellung zu der Revisionsfrage im ganzen entnommen werde. wären 389, vom 60. Jahre 755 Millionen mehr aufzubringen. Mit der Einführung des Umlageverfahrens fönnten wir nicht Es werden an Ueberschuß 1900 vorhanden sein 382 Millionen einverstanden sein, denn das würde ein Zurückschrauben der bis+ 101 Millionen Reservefonds. Eine Rente von 36 M. herigen Entwicklung der Gesetzgebung bedeuten. Auf den sozialdemo- jährlich für jede vaterlose Waise für diese 4 Jahre erfordert 113, fratischen Antrag können wir schon deswegen nicht eingehen, eine Rente von 60 M. für die Wittwe 236, zusammen 349 Milweil wir die Invalidenrente auch weiter nach der Kombination lionen. Mit dem disponiblen Betrag würde sich das ermöglichen von Individuallohn und Tagelohn bemessen wollen. Die direkte lassen, aber es wäre dann 1900 alles aufgezehrt und eine ErVerknüpfung von Krankenkassen- Unterstüßung und Unfall- resp. höhung der Beiträge ganz unvermeidlich. Invalidenrente wünschen wir ebenfalls. Im allgemeinen muß man die finanziellen Wirthschaftsergebnisse der Versicherungs- Einrichtungen genau zu übersehen in der Lage sein, um sich über das Maß der thun lichen Reformen klar zu werden. Ich bitte um die Zustellung einer derartigen Uebersicht an den Reichstag thunlichst noch vor der dritten Lesung. " Bum Titel Auswanderungswesen" erklärt auf Anfrage des Abg. Hammacher( natl.) der Staatssekretär v. Bötticher, daß ein anderweiter Auswanderungs- Gesetzentwurf ausgearbeitet und jetzt dem Kolonialrath zur Begutachtung vorgelegt sei, der in nächster Woche darüber berathen werde. Das Reichsamt des Junern und das Auswärtige Amit würden sich alle Mühe geben, die Materie nach Kräften zu fördern. Zu den Ausgaben für die Kommission für Arbeiter= statistit ergreift das Wort: Abg. v. Standy betont, daß er stets ein Freund des Gesetzes Abg. Bebel( Soz.): Die Gewerbe- Ordnung giebt im§ 120 gewesen sei und nur eine Modifikation der Ausführung wünsche. dem Bundesrath das Recht, in denjenigen Betrieben, die die Wir würden uns mit Herrn Singer sehr freuen, wenn die Salz- Gesundheit besonders gefährden, Einschränkungen zu treffen. steuer ganz aufgehoben werden könnte( 3wischenruje rechts), Wir verlangen eine allgemeine Marimalarbeitszeit. Die Komjedenfalls viele auch von dieser Seite. Daß die Altersrente auf mission für Arbeiterstatistik hat nun in den verschiedensten dem Lande benutzt worden sei, den Arbeitslohn zu drücken, müsse Arbeitszweigen Untersuchungen angestellt, so bei dem Bäckereier bestreiten; das sei ganz unwahrscheinlich und beruhe wohl gewerbe, den jungen aufleuten, und bei den Abg. Graf Roon( dk.): In der Liebe für die auf Verwechselungen. Die Armenpflege auf den Gütern stehe sehr hoch Kellnern und Kellnerinnen. Mit den Protokollen wirthschaftlich Schwachen wird die echte über derjenigen in den Städten, wie auch in Berlin, sowohl was über die Verhandlungen der Kommission ist das Reichs. von feiner Partei übertroffen, am we die Naturalien als auch die Gewährung der Wohnung betrifft. Der amt des Innern so sparsam, ja ich möchte nigsten von den Sozialdemokraten, die mit industrielle Arbeiter fei keineswegs dem ländlichen fagen fo tnickrig gewesen, daß ich fein Exemplar ihrem unausführbaren Antrag wieder lediglich Unfrieden fäen Arbeiter, der konservativ wähle, an Inerhalten konnte und hierüber lebhaft Beschwerde führen muß. wollen, auch nicht von den jungen Strebern und telligens überlegen, und jener also auch politisch Ich wünschte, daß diese Drucksachen sämmtlichen Mitgliedern des Schwarmgeistern, die sich unter den Christlich feineswegs diesem als Muster vorzuhalten. Die Sozial- Reichstages zugestellt würden. Ich muß meiner Verwunde Sozialen bemerkbar machen und damit den demokratie vertrete allerdings wesentlich die rung darüber Ausdruck geben, daß troh dieser Untertonservativen Boden zu verlassen drohen. Das industriellen Arbeiter( Widerspruch rechts), aber suchungen und troß deren Resultate noch nichts Gesetz leidet aber thatsächlich an großen Mängeln. Vom nicht die Arbeiterschaft. von seiten des Bundesrathes geschehen ist. Es Markenkleben und von den Kosten der Verwaltung abge- Abg. Singer( Soz.): Ich habe nicht die Intelligenz der werden in den nächsten Tagen sechs Jahre seit der Veröffentsehen, wirkt es deshalb unzweckmäßig, weil es den Begriff ländlichen Arbeiter mit derjenigen der industriellen Arbeiter ver- lichung der kaiserlichen Erlasse und was ist bis heute ge= Arbeiter" zu eng faßt und die kleinen Handwerker, glichen, sondern auseinandergesetzt, daß wir, die Sozialdemo- schehen? Da sind zwar einige Verordnungen erlassen über Sie Landwirthe und viele andere Kreise wirthschaftlich Schwacher fratie, das Recht haben, uns als die Vertreter der Arbeiter zu Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter u. s. w., aber im übrigen nicht umfaßt. Als Härte wird auch empfunden, daß nur bezeichnen, weil die Arbeiter in unserer Partei ihre politische hört es vollständig auf. Die Klagen darüber, daß ein Stilldie wirklichen Arbeitgeber beitragspflichtig Organisation gefunden haben. Ich habe auch nicht bestritten, stand auf dem Gebiet der sozialen Gesez sind, sodaß Millionäre, die sich nur ein paar Dienst daß auch die ländlichen Arbeiter selbständig urtheilende Leute gebung eingetreten sei, find vollständig berechtigt. mädchen halten, relativ nichts zu leisten haben, während die find, aber ich behaupte, daß ihnen das selbständige Urtheil nichts Wenn eine Branche es giebt, welche von der Bestimmung, Kleinen Arbeitgeber ohne Vermögen, namentlich die Landwirthe, nüßt, weil die politische und ökonomische Macht der daß der Bundesrath Verordnungen erlassen kann, profitiren große und kleine, von denen die ersteren vielfach nur die Ver- konservativen Partei die freie Wahl der Arbeiter unter follte, so ist es zweifellos diejenige des Bäckerei gewerbes. walter ihrer Gläubiger sind, schwer von der Beitragsleistung be- drückt. Machen Sie( rechts) doch einmal die Probe aufs Gegen einen Maximalarbeitstag in diesem Gewerbe haben die troffen werden. Radikale Abhilfe brächte nur die Umwand. Exempel: enthalten Sie sich der Wahlbeein Meister stets mit einer außerordentlichen Hartnäckigkeit und Iung in eine allgemeine Rentenversicherungsflussung vom Landrath bis zum Nachtwächter Engherzigkeit gekämpft. Unter denjenigen Bäckereibetrieben, die Anstalt, der ieder Deutsche vom 16. oder 18. Jahre ab herab und Sie werden sich wundern über die darauf hin untersucht worden sind, befanden sich 53 pt. mit beizutreten verpflichtet wäre. Man brauchte nur Jnvalidenrenten Resultate der Wahlen. Schon jetzt wird es Licht in weniger als 12 Stunden Arbeitszeit, aber nicht weniger einzuführen und bei 70 Jahren den Nachweis der Invalidität den Köpfen der ländlichen Arbeiter und die Stichwahlen in als 28,6 pCt., in denen 12-14 Stunden gearbeitet wird; erlassen. Mit den Gemeinde steuern würden dann sehr Mecklenburg find symptomatisch und ein Gegenstand der Be- eine Arbeitszeit von 14-16 Stunden ist bei 13,2 pCt., einfach vierteljährlich auch die Versicherungsbeiträge sorgniß für Sie. Auch die väterliche Liebe", die patri vorhanden, eine Zeit von 16 bis 18 Stunden in 3,1 pct., erhoben, man brauchte feine Paläste für die Aufbewahrung archalische Fürsorge nüßt Ihnen nichts mehr. und über 18 Stunden wird gearbeitet in 0,7 pet. der Beder Karten mehr und alle Schwierigkeiten wären beseitigt. Der Abg. v. Stauby hat die Armenpflege auf triebe. Nun ist aber noch zu berücksichtigen, daß die Bäcker des " Abg. Singer( Soz.): Nachdem von den verschiedensten dem Lande als eine bessere hingestellt als die in den Nachts arbeiten, die Arbeit also eine besonders anstrengende und Seiten die Behauptung aufgestellt ist, daß wir unseren Antrag Städten. Ich kämpfe seit einem Jahrzehnt für eine erhebliche Ver- gefährliche ist. Eine große Anzahl der Arbeiter arbeitet theilwesentlich aus agitatorischen Gründen gestellt haben, halte ich befferung der Armenpflege in Berlin, aber diese Armen- weise nackend, und von einem Betriebe wird mir benich doch für verpflichtet, darauf einiges zu erwidern. Wenn der pflege steht thurmhoch über der Armenpflege auf dem richtet, daß man dort nur mit einem Schurz bekleidet arbeitet. 10 Die Ausgaben werden bewilligt, ebenso diejenigen für das Bundesamt für das Heimathswesen, das Schiffsvermessungsamt und die entscheidenden Disziplinarbehörden. Um 5/4 Uhr wird die weitere Berathung vertagt. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr.( Anträge betr. das Wahlgesetz zum Reichstage und das Vereins- und Versammlungsrecht.) Abg. Jerufalem( 3.) wünscht Gleichstellung der Richter mit den Verwaltungsbeamten. Abg. Rickert( fr. Vg.): Die Verweisung auf andere Parla mente trifft nicht zu, denn unser Parlament nimmt eine andere Stellung ein. Uebrigens hat der Abg. Miquel anfangs der 70er Jahre tapfer mitgeholfen, daß der damalige Finanzminister Camphausen höhere Mittel für die Volksschule bewilligte. Abg. Rickert( frf. Vg.): Sie können doch nicht verlangen, daß Sie Ausgaben bewilligen und das Reich Ihnen die Einnahmen besorgt.( Heiterkeit.) Wir find gern bereit, dahin zu wirken, daß die Reichs- und Staatsfinanzen selbständig jede für sich geordnet werden. Durch Vereinfachung der Verwaltung tönnen große Ersparnisse erzielt werden; wir wollen weniger, aber besserbezahlte Beamte beschäftigen. Finanzminister Dr. Miquel: Reichs- Finanzreform ist dringend nöthig. Wir verlangen teine Mehreinnahmen vom Reich, wohl aber die Summen, die wir früher vom Reiche erhalten haben und auf die wir dauernde Ausgaben gegründet haben. Reg.- Kommissar Lehnerdt: Wir haben es wiederholt erlebt, E3 fommt ferner hinzu die Höhe der Temperatur, unter welcher rechtigten Klagen abhelfenden Weise Beschluß gefaßt werden. diese Menschen arbeiten. Hier herrschen Verhältnisse, die eines Die Enqute über die Verhältnisse im Handelsgewerbe ist eben- daß nach der Erhöhung einzelner Beamtengehälter sofort ganze Rulturstaates unwürdig sind. In einer großen Anzahl von falls an den Bundesrath gelangt und wird demnächst ver- Klassen der Beamten aus gleichen Gründen Gehaltserhöhung Bäckereien tritt nur einmal, und zwar des Sonntags, eine öffentlicht werden. Auch bezüglich der übrigen Enquete ist kein fordern. Die Abgg. Wallbrecht( nl.) und Webekamp( frs. Vp.) sind Ruhezeit von höchstens 15 bis 18 Stunden ein. Stillstand eingetreten. Die Kommission hat das Recht, Anträge Man hat der Kommission vorgeworfen, daß sie sich heraus zu stellen, und kann solche auch in die Gestalt von Gesetz- für die Erhöhung der Gehälter, ebenso Abg. v. PuttkamerAn der Reichsverwaltung wird es nicht Ohlau( f.), der auch die auffallende Inkonsequenz in der Gehaltsgenommen hätte", die Grenzen ihrer Befugnisse zu überschreiten, entwürfen fleiden. namentlich hat es die" Post" ausgesprochen. Die Kommission ist tegen, wenn auf dem Gebiete der Sozialpolitik eine Verzögerung bemessung dieser Beamten anerkannt, aber wegen der Folgen, die eine Besserstellung nach sich ziehen würde, doch nicht ohne Bedoch am besten in der Lage, bestimmte Vorschläge zu formuliren, eintreten sollte. und ich meine sogar, daß die Kommission nicht recht daran Abg. Bebel: Warum nur 100 Exemplare der Protokolle denken ist. Auf eine Anregung des Abg. Bartels( t.) erwidert der gethan hat, daß fie es abgelehnt hat, sich auf eine inter- mehr? Warum nicht für jeden Abgeordneten eins? Sie werden fuchung einzulassen, wie die Arbeitsräume be alle untergebracht werden, der Herr Staatssekretär fann ohne Minister des Innern v. d. Recke, daß er die Erhöhung der fchaffen feien. Untersuchungen auf diesem Gebiete find nicht Sorge sein( Heiterkeit). Der Herr Staatssekretär ist immer Bahl der Regierungsräthe in wohlwollende Erwägung nehmen allein für die Arbeiter, sondern auch für das konsumirende außerordentlich liebenswürdig, schroff ist er nie, er fommit immer wolle. Minister Dr. Miquel anerkennt, daß die Zahl der bePublikum von der allergrößten Bedeutung. Wie es mit der nach Möglichkeit entgegen, aber in der Sache da haperts. Der Sittlichkeit gerade in dem Bäckereigewerbe aussieht, habe Worte sind nun genug gewechselt, wir wollen endlich Thaten foldeten Assessoren gegenwärtig gegenüber den Räthen eine Die Frage der Ernennung von mehr Räthen soll in ich schon mehrmals dargelegt und noch vor wenigen sehen. Gesetze und Verordnungen fann man allerdings nicht so große ist. Jahren sah sich der Reichs Anzeiger" genöthigt, auf schnell erlassen, wie der Bäcker Brot bäckt, aber die einzige Erwägung genommen werden, soweit die Finanzen das grund gewisser Vorkommnisse bekannt zu machen, da Rücksicht auf einen ertranften Vorsitzenden gestatten. Vielleicht wäre es gut, wenn das Haus dem Vorgange es nicht unbekannt geblieben sei, daß die Werkstätten reicht doch nicht aus, die Aussehung der Sigungen des englischen und französischen Parlaments folgt und keine Anvon Genußmitteln, die Brot und Kuchen der Kommission auf 13 Monate zu motiviren. träge auf Mehrausgaben stellt.( Heiterkeit.) bäckereien, Konditoreien theilweise als Schlaf: Warum hat der Bundesrath nicht hier und auf anderen Gebieten stellen für die Gehilfen benutzt wurden u. s. w., daß von seinem Verordnungsrecht Gebrauch gemacht? In der Zigarrendie Regierungspräsidenten angewiesen seien, Untersuchungen hier- fabrikation ist durch eine solche Verordnung das Sweatingsystem zum über anzustellen und nöthigenfalls geeignete Mittel dagegen zu völligen Verschwinden gebracht worden. Die heutige leberwachung ergreifen. Das Material, was die Herren zusammengebracht des Zustandes der Bäckereien auf Reinlichkeit und Hygiene ist völlig haben, ist der Deffentlichkeit vorenthalten worden; ungnügend, die Fabrik- Inspektion ist nicht zahlreich genug veres muß ein recht trauriges gewesen sein. Für den Antrag treten, und die Polizei hat dazu feine Zeit. Wir brauchen eine Minister Miquel: Die Zeiten ändern sich: Die Abgeordneten. Ranih hat man angeführt, daß die Brotvertheuerung besondere Wohlfahrtspolizei. Redner schildert die Zustände in dadurch beseitigt werden könnte, daß man die Bäckereien verschiedenen Bäckereien, die geradezu ekelhaft sind. Sogar find gern geneigt, Ausgaben anzuregen, ohne die erforderlichen monopolisirte, und um diesem Plan den Weg zu Pissoirs finden sich in Arbeitsstätten. Namentlich Einnahmen zu bewilligen. Gegen die Ausgaben habe ich nichts, babnen, bezog man sich auf die jetzigen Zustände in den in Dresden herrschen grauenhafte Bustände bis herauf zur Hof wenn nur die Mittel bewilligt würden. Mehr als je beruht Bäckereigewerbe- Berufen. Da hat denn ein Mann, der bäckerei. Nur die Militärbäckerei macht eine Ausnahme. Warum heute die Stärke des Staates auf guten Finanzen. Außerdem ist eine agitatorische Absicht nicht gehabt haben kann und bestehen in Preußen weitergehende und bessere Vorschriften über Vereinfachung der Verwaltung nöthig. Abg. Dr. Friedberg( natl.) billigt zwar die Forderung der fern ist von dem Verdacht, Sozialdemokrat zu sein, die Sonntagsruhe im Bäckergewerbe als in andern Einzelstaaten? ausgesagt, daß die gegenwärtige Broterzeugung Was der Durchführung der Arbeiterschutzmaßregeln am meisten Bartels, bekämpft aber das Prinzip eines schnelleren Avancements nicht blos etelhaft, fondern auch sanitäts- hinderlich ist, ist die liebe Rücksicht auf die Kleinmeister, diefe der höheren Verwaltungsbeamten. Uebrigens follte man widrig und eine Schande für das Jahrhundert Stüßen des Zunftzwanges, die von diesen Schuhmaßregeln es unterlassen, der Regierung für jede be willigte Forderung einen besonderen Dant fei. Der Rektor Schlick in Köln hat, da die Bäcker sich nicht irgendwie finanzielle Einbuße erfahren könnten. an dem Unterricht infolge der Tag und Nachtarbeit betheiligen Abg. Pachnicke erkennt sowohl das Verdienst des Vor- auszusprechen. Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Die letzte Instanz, die können, eine besondere Abtheilung für den Unterricht der redners, als auch die Berechtigung der Einwände der Gegner Bäckerlehrlinge eingerichtet und giebt über diese an: einer einseitigen Regelung der Frage im Bäckergewerbe auf dem über unsere Wünsche zu entscheiden hat, bleibt immer die Resie ständen geistig tiefer, erschienen abge stumpft, Wege der Verordnung an. Wolle man etwas auf diesem Gebiete gierung. Der Fehler liegt darin, daß die Mittel im Reiche nicht bewilligt werden, wo Herr Rickert und seine Freunde die fie feien nicht im stande, dieselbe Aufmertsamthun, so sollte man den Reichstag nicht unbefragt laffen. teit den Unterrichtsgegenständen entgegenzubringen, Abg. Molkenbuhr( Soz.) giebt Material für die Beurtheilung Bewilligung verhindern. wie die Angehörigen anderer Berufsstände.- Die meisten der Frage der Arbeitszeit in den Bäckereien. Von der Verkürzung Bäcker sind mit der Bäckerträte behaftet und während würden nur die größeren und größten Bäckereien betroffen und die ansteckende Geschlechtskrankheiten sich bei anderen könnten sie am ersten ertragen. Die von den Bäckermeistern erKlassen zu 1 pet. finden, trifft man sie bei den Bäckern mit hobenen Einwände hätten die Kommission nicht überzeugen fönnen. 8 pet. Es ist eine wichtige Aufgabe des Staates, Vor dem Polizeifozialismus brauche man sich nicht zu fürchten. hier einzugreifen. Die bloße Einschränkung Es wäre eine nüßlichere Beschäftigung für die Polizei, wenn sie der Arbeitszeit genügt nicht, um diese etel hier für die Abstellung von Schweinereien thätig wäre; sie haften Zustände zu beseitigen. Die Betriebe müßten fönnte sich damit sehr viel Popularität erwerben. einer fortgesetten Rontrolle, und zwar nicht durch die Fabrik- Inspektoren, die schon überhäuft sind, sondern durch besondere Bäckerei Inspettoren unterworfen werden. Unter den Meistern giebt es freilich auch weiße Raben: einer hat zu Bei der Ausgabe- Position Sächliche Ausgaben" führt gegeben, daß er mit seiner neunstündigen Arbeitszeit die Abg. v. Eynern( natl.) aus, daß Preußen dem Reiche und gesammte Konkurrenz aus dem Felde geschlagen habe. Im Vorzwar der Postverwaltung eine Subvention von 22 Millionen in stand der Bäckerei- Innung hat am 19. April vorigen Jahres ein Gestalt der freien Eisenbahnbeförderung zuwendet. Man sollte Meister erklärt: Ich schlage Ihnen vor, im Falle, daß die Arbeitszeit eingeschränkt werden sollte, sich sofort in einer Immediat- Die VII. Kommission( Erwerbs: und Wirthschafts- darauf Bedacht nehmen, dies Verhältniß zu ändern, da das eingabe an den Kaiser zu wenden und feine Mühe noch Kosten Genossenschaften) berieth einen Antrag Fuchs( 3): Die in Reich seine Verpflichtungen gegen die Einzelstaaten auch nicht zu sparen, denn es steht hier viel mehr auf dem Spiel als die Artikel 1 näher bezeichneten Konsumvereine und Anstalten dürfen erfüllt. Kosten betragen.( Hört! hört! links.) Wie weit ist nun die Sache in unmittelbarem Staatsdienst stehende Beamte des Reichs im Bundesrath gebiehen? Es ist ja bekannt, daß der Vorsitzende oder der Einzelstaaten weder anstellen noch beschäftigen. Des der Kommission für Arbeiterstatistit, Herr v. Rottenburg, in gleichen ist es ihnen untersagt in Gebäuden, welche dem Reich Benfion gegangen ist. Darüber liefen allerlei Gerüchte um. oder einem Einzelstaat eigenthümlich gehören, sei es gegen Miethe Es hieß: man habe ihn allmälig hinausgegrault, weil er oder unentgeltlich, Räume für ihre Zwecke in Benutzung zu es zu ernst gemeint habe mit der Sozialreform. nehmen. Vereine oder Personen, welche diesen Bestimmungen Wenn man damit die Programmrede des jetzigen Reichskanzlers zuwider handeln, werden mit wiederholten Geldstrafen von 150 bis 1000 m. bestraft. Der Antrag wurde mit 5 gegen vergleicht, so scheint er doch weniger Interesse für die Sozial 6 Stimmen abgelehnt. Ein Zentrumsantrag zu reform zu haben, als sein Vorgänger, der Graf Caprivi. §§ 20, 89 und 114, die sich auf die Darlehnskaffen- Vereine beDer Betrieb des Omnibus und Pferdebahn ziehen, besonders die Naiffeisen'schen und deren Petitionen entbetriebes müßte ähnlichen Untersuchungen unter- spricht, wird nach einigen Abänderungen Abs. 1 gegen 1 Stimme, zogen werden. Eine Hauptaufgabe der Kommission Abs. 2 und 3 einstimmig angenommen. In der nächsten Sitzung, es auch sein, die Verhältnisse der den 4. Februar, findet die zweite Lesung des Entwurfs statt. Arbeiterinnen zu untersuchen. Nehmen Sie die Sachen nicht leicht, die Zustände sind außerordentlich traurig. Aber auch das öffentliche Wohl steht auf dem Spiel. Weitaus der größte Theil der weiblichen Kleidung, der Kinderkleider, der Wäsche wird von Arbeitern Am Ministertische Dr. Miquel, später v. d. Rede und und Arbeiterinnen in Räumlichkeiten an- Kommissarien. gefertigt, welche aller Menschlichkeit Hohn Das Haus tritt in die Tagesordnung ein: 3 weite Beder Herren, die ein schnelleres Tempo wünschen, tann prechen, in Wohnstuben, die zugleich als rathung des Etats; Spezialetat des Finanzmini- ich nicht entsprechen. Die Thatsachen für die Beurtheilung Schlafstuben, Küchen dienen, wo trante Rinder fteriums. der Frage ergeben noch heute, wie schon früher unter dem liegen. Auf diese Weise werden Diphtherie, Scharlach Bei dem Ausgabetitel Ministergehalt" führt Grafen Eulenburg, nur ein non liquet. Gs finden bezüglich Die und andere Krankheiten und Krankheitsteime weiter Abg. Graf Hoensbroich( 3.) Klage über die ungerechte Be- der Wahlergebnisse noch statistische Erhebungen statt. getragen. Das bestätigt auch das Zeugniß eigentliche Wirkung der Steuerreform ist noch des handlung des Grundbefizes bei der Steuerreform. Dr. Knopf in Weimar. Was helfen dem gegenüber Minister Dr. Miquel: Es wird sich empfehlen, eine Debatte nicht tlar ersichtlich, so wenig bei den Landtagswie bei den Gemeindewahlen; es müssen die alle hygienischen Maßregeln in den Gemeinden und im Staate? über die Wirkungen des Gemeinde Abgaben Gesetzes so lange wahlen, abgewa.tet werden, die hoffentlich Damit man nicht sagen kann, die Kommission überschreite ihre auszusetzen, bis wir dem Hause die Denkschrift über die Wirkung statistischen Ergebnisse abgewa.tet werden, Befugnisse, würde ich vorschlagen, sie nicht mehr Kommission dieses Gesetzes mit ziffernmäßigen Belegen vorgelegt haben bis Ende dieses Jahres vorliegen dürften. Die Regierung bittet für Arbeiterstatistik", sondern Kommission für die werden. Sie, nicht zu drängen, die Regierung ist ernst ent Untersuchung der Arbeiterverhältnisse" zu Abg. Dr. Arendt( frt.) bittet, im Interesse der Verschlossen, die Wahlreform in Angriff zu nehmen; nennen; sie hätte dann auch über die Lohnverhältnisse, über die einheitlichung unseres Privat Notenbanken sie will das aber thun auf grund bestimmter Thatsachen und nicht Wohnungsverhältnisse der Arbeiter Untersuchungen anzustellen. Wesens auf die Beseitigung des Notenprivilegs zu drängen. Es einen Sprung ins Dunkle machen.( Beifall.) Namentlich muß mit dem sogenannten Sweating System Abg. v. Czarlinski( Pole) führt Klage über die Behandlung ( Schwigsystem) gründlich aufgeräumt werden; das könnte der Polen, namentlich über die massenhaften AusDadurch geschehen, daß von den Behörden die gegen weisungen. Selbst harmlose Zusammenfünfte, wo den wärtigen Arbeitsräume genau untersucht würden, Leuten Belehrung ertheilt wird, werden verboten. und wenn diese gesundheitsgefährlich seien, was sich zweifellos Abg. Reichardt( natl.): Die Ausweisungen müssen doch herausstellt, vielleicht durch Gesetz darauf gedrungen wird, daß Regierungskommissar Ministerialdirektor Meinecke: Die unter einem anderen Gesichtspunkte betrachtet werden. Von Betriebswerkstätten eingerichtet würden. Die Leute geben sehr Regierung hat stets auf Beseitigung des Notenprivilegs der der Magdeburger Polizei ist das statistische gern die vielgerühmte Selbständigkeit und Freiheit auf, um endlich Privatbanken gedrängt; gegen die Aufhebung dieses Privilegs Material bei der Volkszählung mißbräuchlich einmal in menschenwürdige Arbeitsräume zu der Frankfurter Bank sind von der Regierung Bedenken erhoben zu politischen Zwecken verwendet worden, kommen. Ein Hauptvortheil der Großindustrie besteht darin, daß worden. Auch über den Checkverkehr gehen die Meinungen aus polnische und galizische Arbeiter abzuschieben. Reg.- Kommiffar Geh. Rath Trott zu Solz: Die Angaben in den Fabriten viel mehr für Einrichtungen der Hygiene, ge- einander; es hat sich das gezeigt bei dem Versuche ein Checkgesetz nügende Ventilation der Arbeitsräume u. s. w. Fürsorge getroffen ist. zu entwerfen. über die in Preußen anwesenden polnischen Arbeiter Von seiten der Regierung muß in diesen Dingen mehr geschehen Abg. v. Ehnern( nl.): Die völlig unvorbereiteten Anfragen find meist übertrieben; die letzte Zählung hat ergeben, daß die als bisher. Wenn Sie der Sozialdemokratie wirt Arendt's tönnen wir heute nicht erschöpfend diskutiren, denn sie 3 ahl dieser Arbeiter nur eine geringe ift. lich Einhalt thun wollen, dann müssen Sie betreffen die Interessen Preußens nicht allein, sondern auch Abg. Seyffarth( natl.) bittet um nochmalige Jnangriffs sozialdemokratische Maßregeln einführen, anderer Einzelstaaten. Bei einer Förderung des Checkverkehrsnahme der Vorlage betr. die Verpflegungsstationen, welche die Arbeiter zufrieden stellen. Wir ver- dürfte Herr Arendt in seiner Vorliebe für das Silber sehr für welche in den Provinzen Bedürfniß und Interesse vor langen ja nichts Ungeheuerliches; es kann und muß erfüllt getränkt werden. werden.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) würde " B " Parlamentarisches. Abgeordnetenhaus. 6. Sigung vom 28. Januar, 11 Uhr. P = fönnte, wenn man dies Privileg für die Reichsbaut allein anstrebt, sich damit eine bedeutende Einnahmequelle für das Reich schaffen lassen. Weiter bittet Redner den Finanzminister, feinen Einfluß geltend zu machen, um eine Förderung des Check verkehrs zu bewirken. Der Rest des Etats des Finanzministeriums wird genehmigt. Es folgt der Etat des Ministeriums des Innern. Bei dem Einnahme- Titel„ Strafanstalts- Verwaltung" erörtert Abg. v. Czarlinski( Pole) den schäd lichen Einfluß der Gefangenenarbeit auf das Handwerk. Regierungskommissar Geh. Rath Krohne: Um den nachs theiligen Einfluß der Gefangenenarbeit zu verhindern, sind umfangreiche Maßnahmen getroffen worden, namentlich ist verboten die Anfertigung von Schuhmacher- und Schneiderarbeiten nach Maaß. Abg. Dr. Gerlich( ft.): Diese Einschränkung nüht wenig. Namentlich ist die Arbeitsdauer der Gefangenen eine zu turze im Sommer, wo der freie Arbeiter viel länger arbeiten muß. Geh. Rath Krohne: Eine längere Arbeitsdauer würde auch eine Vermehrung des Aufsichtspersonals nöthig machen. Bei dem Titel Ministergehalt" nimmt das Wort der Minister Frh. v. d. Recke: Ich will keine ausführliche programmatische Darlegung machen, sondern nur furz meine Stellung zur Frage der Wahlreform darlegen. Den Wünschen handen ist. = 11 111 Nach einer kurzen polemischen Auseinandersehung zwischen Minister v. d. Recke: Ich stehe der Sache sehr sympathisch Staatssekretär v. Bötticher: Ich kann mich dem den Abgg. Dr. Arendt und v. Eynern wird der Titel gegenüber. Nach eingezogenen Erkundigungen aber glaube ich, Wunsch schnellerer Förderung dieses 3weiges Miniftergehalt" bewilligt. durch Wiedereinbringung der Vorlage der Sache der gefeßlichen Fürsorge nur anschließen. E3 Bei dem Titel„ Oberpräsidenten zc." regt der mehr zu schaden als zu nügen. Einstweilen werde ich bestehen hier noch sehr große Mißstände. Die Abg. Bröse( t.) die Aufhebung der zweiten Kreissekretäre mir angelegen sein laffen, dafür zu sorgen, daß diese Anstalten Rommission ist ja die Frucht dieser Erkenntniß feitens der Re- an, da die Stellung des Kreissekretärs eine Art Vertrauens nicht ganz verschwinden. Abg. v. Tiedemann Bomst( ft.) verlangt Arbeits- Gre gierungen und des Reichstages. Aber die Ausführung der Ge- ftellung auch für das Publikum sei und das Vorhandensein danken erfordert Zeit und Vorbereitung. Die Kommission hat eines zweiten Sekretärs zu mancherlei Unzuträglichkeiten führe. leichterung der Amtsvorsteher und anderer umfassende Arbeit gehabt; daß ihre Beschäftigung zuleht ges Minister v. d. Recke: Die zweiten Kreissekretäre find Selbstverwaltungs- Beamten, da diese Leute so überringer war, lag lediglich an dem schlechten Gesundheits- nur eine Art Uebergangsstellung, die von selbst verschwinden lastet sind, daß ihr Beruf darunter leidet. Minister v. d. Recke anerkennt den Uebelstand, den er bes zustande des hochverdienten Leiters, Herrn wird. Uebrigens will ich die Anregung des Vorredners im Auge von Rottenburg, der allerdings deshalb leider den Dienst behalten. flagt. 3öpfe, die in bezug auf überflüssiges Schreib aufgeben muß, aber nicht etwa von irgend einer Auf eine Anregung des Abg. Gothein( frs. Vg.), ber um mert bestehen, sollen abgeschnitten werden. Abg. Rickert( frs. Vg.) schließt sich den Klagen Tiedemann's Seite herausgegrault worden ist. Von den Protokollen eine Besserstellung der mittleren Polizeibeamten bittet, erwidert stehen übrigens 50 oder 100 mehr gern zur Verfügung. Regierungskommissar Geh. Rath Lehnerdt, daß eine all- an; durch Beseitigung der zweiten Instanz kann in VerwaltungsDer Bundesrath ist im Besitze des Kommissionsberichts; es gemeine Aufbefferung der mittleren Beamten beabsichtigt werde; fachen viel unnöthige Arbeit erspart werden. Die Ausbedarf natürlich des Austrages von Meinungsverschiedenheiten, die Bevorzugung einer einzelnen Beamtenklasse sei nicht anweisungen der Polen werden mit unnöthiger Härte betrieben. Die amtlichen Kreisblätter bevor der Sache weitere Folge gegeben wird. Am 15. Dezember gängig. hat Preußen dem Bundesrath die Vorlage Abg. Rickert( fr. Vg.): Um eine Bevorzugung handelt es freiben einseitige Parteipolitit, namentlich zu einer auf die Bäckerei bezüglichen Verordnung sich hier nicht; die Polizeibeamten in größeren Städten haben gunsten des Bundes der Landwirthe. wird zugehen lassen; es darüber in ben begrößere Aufgaben zu erfüllen. einer Abg. Dr. Jrmer( f.) bittet, das Kommunal Wahl Abg. Frhr. v. Erffa( t.): Die Klagen über Zunahme des Schreibwerks sind gewöhnlich von den oberen Behörden verDas Ministergehalt wird bewilligt. anlaßt. Fortsetzung der Berathung morgen, Mittwoch, 11 Uhr. Schluß 4 Uhr. Lokales. 0 Gewerkschaftliches. Die Zimmerer der Firma Ed. Friedrich auf dem Terrain der Gewerbe- Ausstellung in Treptow haben, wie uns mitgetheilt wird, durch Rücksprache mit dem Unternehmer einen Stundenlohn von 54 Pf. erreicht. recht möglichst fo zu regeln wie das Landtag 3-1 Fächer, also Lesen, Schreiben, Rechnen, Gesang, Klavier, Stuhl- Izu verantworten. Die Anklage richtete sich gegen die unverehelichte Wahlrecht, das mit seinem Dreitlassen- System und Korbflechterei, Strick-, Häkel- und Filetarbeiten, Bürsten- Louise Sprenger, ihren Vater, den Portier Johann gut sei; vielleicht empfehle sich, dies Gemeinde- Wahlrecht nicht fabrikation u. s. w. Zur Beschäftigungsanstalt gehören die er- Sprenger, und dessen Ehefrau und ihre Schwester Martha für alle Städte gleichmäßig zu firiren, sondern nur die Grundzüge wachsenen Zöglinge, die die in der Fortbildungsschule erlernten Sprenger. Die erste Angeklagte war Verkäuferin in dem festzustellen. Fertigkeiten selbständig ausüben. Ihre Arbeit wird bezahlt, Simonsohn'schen Geschäft in der Oranienstraße. Das junge Minister v. d. Recke behält sich ein näheres Gin- ebenso die der Fortbildungsschüler, sobald sie genügt und zum Mädchen, welches sich mit einem redlichen Handwerker vergehen auf die Kreisblätter Angelegenheit vor Verkauf geeignet ist. 1894/95 befamen 73 Personen zusammen lobt hatte, hat es fertig gebracht, in einem Zeitraum von und weist nur darauf hin, daß viele sog. Streisblätter nur amt 13 144 M., macht pro Kopf und Monat 15 M. Im Vorjahre wenigen Monaten ein ganzes Waarenlager im Werthe von über liche Publikationsorgane sind. betrug der Durchschnittsverdienst pro Kopf und Monat 182/3 M. 2000 M. aus den Beständen des Simonsohn'schen Geschäfts zu Minister Dr. Miquel: Durch die brevi- manu- Ver- Der Rückgang ist theils auf Verringerung des Umfaßes, theils stehlen. Sie machte sich täglich ein Packet zurecht und schleppte fügungen könnte ja viel Schreiberei erspart werden; auch zweck auf die am 1. April 1894 erfolgte Herabsehung der Löhne um viele Dußende von Handschuhen, Dußende von Schleiern, tostmäßige Registratur- Einrichtungen wie z. B. bei den Eisenbahn 10 pet. zurückzuführen. bare Spigen und alle möglichen zur Damenkonfektion gehörige behörden können dazu beitragen. Schwierigkeit bereiten die Nachprüfungen der Oberrechnungskammer. Irrenstatistik. In der Frrenanstalt Dalldorf be- Gegenstände in großen Posten hinaus. Die gesammte gestohlene Waare wanderte nach Friedrichshagen, wo ihre Eltern ansässig fanden sich am letzten Tage des Jahres 1895: 1180 Personen waren. Ihr Vater hatte in einem bort in der Friedrichstraße Die Parterreräume ( 632 Männer, 548 Frauen), in Privat anstalten auf Kosten belegenen Haufe die Portierstelle inne. der Stadtgemeinde 471 Personen und in Privat pflege des Hauses standen leer, und dort brachte die Diebin 191 Personen. Die Idiotenanstalt bevölkerten am die gestohlene Waare in großen Kisten und Körben unter. Der 31. Dezember 1895: 83 Personen( 53 Knaben, 30 Mädchen), in Bater scheint sie alsdann auf dem Wege des Hausirhandels verPrivatpflege befanden sich 42 Knaben und 18 Mädchen. In schärft zu haben. Der Staatsanwalt beantragte gegen Louiſe der Frrenanstalt Herzberge wurden am 31. Dezbr. 1895 Sprenger 4 Jahre Gefängniß, gegen das Ehepaar 1032 Personen( 588 Männer, 444 Frauen) verpflegt, in Familien. Spr. je 4 Jahre 3uchthaus, gegen Martha Spr. 1 Jahr pflege befinden sich 172 Personen, in Privatanstalten 223 Per 6 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof verurtheilte die fonen. In der Anstalt für Epileptische Wuhlgarten erfte Angeklagte zu 2 Jahren Gefängniß, den Vater zu Die Vorwärts- Redaktion in Moabit. Unseren Lesern und war der Bestand am 31. Dezember 1895: 635 Personen 2 Jahren 3uchthaus, die Mutter zu 11 Jahren Mitarbeitern müssen wir mit einem recht wunderlich erscheinen-( 401 Männer, 234 Frauen). Hierzu find noch 85 beurlaubte nämlich, etwaige Besuche, die uns für Freitag Morgen zugebacht jimb, unter Berſonen zuzuzählen, ſo daß der wirtliche Beſtand ſich auffängniß und die leyte Angeklagte zu 3 Monaten Gesind, unter- 720 Personen( 452 Männer, 268 Frauen) beziffert. An Kindern lassen zu wollen, da so ziemlich die gesammte beherbergte die Anstalt Ende Dezember 1895: 20 Knaben, Redaktion sich um diese Zeit in Moabit befindet. 17 Mädchen. Hierzu traten noch 40 beurlaubte Personen. Es hat der königlich preußischen Regierung gefallen, so weit Insgesammt hatte die Stadtgemeinde Ende des Jahres 1895 bis zum Dienstag Abend bekannt, sechs Mann aus der 4213 solcher Kranken zu verpflegen. Redaktion vor den Untersuchungsrichter laden zu lassen, damit sie in einer Disziplinar Ermittelungs- Die städtischen Realschulen( oder höheren Bürger Sache gegen unbekannt" 3eugniß ablegen. fchulen), 11 Anstalten mit 124 Klaffen, wurden Ende 1894 Um welchen Fall es sich handelt, wissen wir nicht; von 4493 Schülern besucht. Ueber den Beruf der Eltern Aus Oranienburg wird uns mitgetheilt, daß die Lohns die amtliche Zuschrift läßt sich darüber nicht aus, und bringt der neueste Bericht der Schuldeputation folgende Angaben: differenzen der Korb ma cher beigelegt sind, ohne daß es zum wir können uns nur Vermuthungen hingeben. Sollte Von den Schülern waren 65 Söhne von höheren Beamten, 1176 Streit gekommen wäre. es sich aber, was wohl anzunehmen, um irgend einen Beamten von Subalternbeamten, 231 von Künstlern und Technikern, 65 Die Weberinnen der Tuchfabrit von Sternickel und oder eine sonst der Behörde unterstehende Person handeln, so von Landwirthen, 336 von Fabrikanten, 1466 von Kaufleuten, Gülcher in Gupen haben ihren Streit erfolgreich beendet. glauben wir den in dieser Sache intereffirten Herrschaften schon 942 von Handwerkern, unfelbständigen Gewerbetreibenden, Porjetzt fagen zu können, daß die aufgewandte Mühe umsonst ist. tiers, Dienern 2c., 198 von Rentiers, 14 von unbekannter Ab- Die Kölnische Zeitung" berichtet darüber: Der Geheime KomDenn das müßte ein schöner Esel sein, der sich in solchen Dingen funft. Selbst auf den Realschulen sind also nur wenig, merzienrath Arthur Gülcher, der alleinige Inhaber der großen der Redaktion zu erkennen gäbe. Schade also, daß sowohl Kinder von Arbeitern. der Untersuchungsrichter als auch wir um ein paar tostbare Bericht nicht zu ersehen, da die Handwerksmeister leider mit den Weberinnen zu erfüllen, und gleichzeitig die Ernennung eines Stunden kommen, die wenigstens, so weit unsere Person in Frage Gehilfen 2c. zusammengeworfen sind. Verhältnißmäßig groß Arbeiterausschusses angeordnet, der für die Folge in strittigen steht, wahrlich besser verwendet werden können. erscheint die Zahl der Subaltern beamten Söhne.( Man Fragen unmittelbar mit dem Arbeitgeber verhandeln soll. Die Die Parteigenoffen von Pankow werden nochmals dar vergleiche damit, daß in den Gemeindeschulen am 1. Mai 1894 2öhne der Weberinnen werden künftig nicht mehr nach dem Stück, 9188 Söhne von Subalternbeamten, aber 22 391 von selbständigen sondern nach der Schußzahl bezahlt, wodurch sich eine Lohnauf hingewiesen, daß die Wählerlisten zu den im März statt- Handwerkern u. f. w., 24 572 von Handwerksgehilfen, 28 582 erhöhung von 20-30 pt. ergiebt. Der Lohntarif wird in der findenden Wahlen zur Gemeindevertretung nur bis zum 30. Javon Lohn- und Fabritarbeitern gezählt wurden.) Bei dieser Weberei angeschlagen. Budem wurde einem der zwei Meister, unar ausliegen. Die Parteigenoffen Bilz, Schulzestraße 15, und Vorliebe der Subalternbeamten für die Realschule mag es sich über welche die Ausständigen sich beklagten, gekündigt. Karl Hoffmann, Kaiser Friedrichstraße 15, find bereit, für solche zum theil um das bekannte„ Standes"-Vorurtheil, zum theil aber Brab gehandelt haben se ch 3 Bunzlauer Töpfer, Wähler, denen es an Zeit mangelt, die Listen nachzusehen. In auch um den begreiflichen Wunsch handeln, daß ihre Söhne später die für die Ofenfabrik von Chr. Seibel u. Sohn in den ersten Tagen des Monats Februar findet eine Boltsverfamm einmal auf der sozialen Stufenleiter eine höhere" oder mindestens Dresden an stelle der streifenden Arbeiter engagirt worden lung mit der Tagesordnung statt: Stellungnahme zu den bevor- dieselbe Stelle einnehmen können, wie sie selber. Dem Volts waren. Als die Bunzlauer in Dresden von dem wirklichen stehenden Gemeinderathswahlen. schüler steht ja bekanntlich selten etwas anderes offen als der Stand der Dinge Kenntniß erhalten hatten, weigerten sie sich, Weg in die Werkstätten und Fabriken. in Arbeit zu treten, sofern nicht sämmtliche streikende Kameraden In den sämmtlichen in Berlin bestehenden 15 Markt- und zwar zu den alten Löhnen, deren Reduktion den Ausstand hallen, einschließlich der beiden Zentral- Markthallen( Bentral- verursachte, mit eingestellt würden. Die Firma ging darauf Markthalle I, Neue Friedrichstraße 24/27, Bentral- Markthalle Ia, nicht ein. Die Bunzlauer Töpfer verzichteten infolgedessen auf bie Arbeitsgelegenheit, obwohl ihnen die alten( böheren) Löhne Neue Friedrichstraße 29/24), befanden sich am 1. Oftober 1894 die Arbeitsgelegenheit, obwohl ihnen die alten( höheren) Löhne zusammen 4495 und am 31. März 1895 3806 Standinhaber. versprochen worden waren und obwohl sie seit längerer Zeit Reinickendorf. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß der Im März pflegen die Hallen immer am wenigsten besetzt zu sein. beschäftigungslos sind und meist eine Familie zu ernähren haben. Ueber die Streifenden selbst ist mitzutheilen, daß 6 Mann Arbeiterschaft auf dem westlichen Theil( Tegeler Chauffee) tein am 31. März 1894 waren zusammen 3994 Standinhaber vor- anderweit in Arbeit gebracht sind und auch die übrigen Aussicht Bersammlungslokal zur Verfügung steht. Der Vertrauensmann. handen, also 188 mehr als am 31. März 1895. Der Rückgang auf baldiges Unterkommen haben. ist hauptsächlich dadurch entstanden, daß zum theil die Händler + Der Manrergeselle Genosse Hartwig Walter ist am ihren Stand aufgegeben haben und auf der Straße den Haufir- Um Arbeiter- Entlassungen zu vermeiden ist in der 25. d. M. im 58. Lebensjahre gestorben. In Walter verliert die handel betreiben. Ihnen wird das Standgeld zu theuer ge- Sattlerei der königlichen Artillerie- Werkstätte Bartei einen wackeren Genossen, welcher allezeit bereit war, für fommen sein. Der Rückgang ist in den Außenhallen eingetreten, in München die Arbeitszeit vorläufig auf täglich sozialdemokratische Arbeiterbewegung einzutreten. älteren Genoffen dürfte der Verstorbene hinreichend aus der in den Zentralhallen find während des Obsthandels im Sommer 8 Stunden verkürzt worden. Wie sehr dringlich die allgemeine Durchführung dieser Methode, den Arbeitern über die deutschen Maurerbewegung bekannt sein, in welcher er bereits und Herbst mehr Händler gewefen als im Sommer 1893/94. Zeit des schlechteren Geschäftsgangs hinwegzuhelfen, gerade für in den Jahren vor dem Sozialistengeset und später, die Kassens Die Geschichte, daß Herr Friedmann wieder aus Frank München wäre, ergiebt sich aus dem Bericht des dortigen geschäfte in musterhafter Weise führte. Die Beerdigung findet reich nach Berlin zurückkehren wolle, wird jetzt vom Lot.- Anz." städtischen Arbeitsamts, wonach dieses Institut feit heute Nachmittag 32 Uhr von Bethanien aus nach dem wiederholt. Danach soll der Aermste ohne Geld sein, aber keine den zwei Monaten seines Bestehens von den 2639 Gesuchen der St. Emmaus- Kirchhof statt. Furcht hegen, daß man ihm hier wegen der ihm vorgeworfenen Unternehmer 80,5 pCt., von den 9661 Gesuchen der Arbeiter aber Strafthaten etwas thun könne. Das in seiner Abwesenheit nur 22 pet. erledigen konnte. Das zeigt deutlich, wie außer Depeschenzenfur. Aus Pilsen erhalten wir eine Buvom Ghrengerichtshof in Leipzig gefällte Urtheil halte er für ordentlich in München das Angebot die Nachfrage nach Arbeitern schrift, wonach ein dortiger Parteigenoffe von der Telegraphen- anfechtbar, und wenn er erst, was er sehnlich wünsche, von seiner überwog. verwaltung wie folgt benachrichtigt worden ist: de Berlin, 906 22 3 40. Laut Artikel 7 des internationalen Vertrages ist Zele: Frau geschieden sei, dann beginne wieder das Berliner Leben in zweiter verbesserter Auflage. gramm Nr. 2219 12 10 p. Adresse Kaiser Wilhelm II. von der Bestellung ausgeschlossen worden. Wie uns noch gemeldet Richtigstellung. Nicht in der Vereinsbrauerei, wie gewird, handelt es sich um ein Glückwunsch- Telegramm, das die meldet wurde, sondern in der Unionsbrauerei, Hasenhaide, haben Pilsener Sozialdemokraten am Montag zum Geburtstag die Arbeiter der Firma Bechstein am Sonnabend das GeschäftsWilhelms II. abgesandt haben. jubiläum feiern müssen. Die Parteigenossen von Brik werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Wählerlisten zur Gemeinderathswahl am 30. d. M. zuletzt im Amtshause während der Dienſtſtunden ausgelegt find. Parteigenossen, denen es an Zeit mangelt, die Listen einzusehen, wollen ihre Adresse und Steuernummer bei Dorn, Bürgerstr. 4 abgeben. Die Den " " Wenn Arbeiter in der Umgegend Berlins ein Ver- Einen zeitgemäßen und gemeinnütigen Rath, um das gnügen abhalten wollen, so können sie sicher darauf rechnen, so häufige Stürzen der Pferde, welches vielfach durch das Ballen daß es vorher immer einen recht heißen Kampf mit der königlich des Schnees unter den Füßen der Thiere verursacht wird, zu ver preußischen Obrigkeit foftet. Das sollte auch der Arbeiter- Ber- hindern, giebt die Allgemeine Fahr- Zeitung". Man reinige beim gnügungsverein„ Gefelligkeit" zu Friedrichshagen erfahren. Der Anschirren des Pferdes den Huf sorgfältig von jedem Unrathe, Berein wollte am legten Sonnabend im Lokal des Herrn Conrad trockne ihn alsdann ab und schmiere ihn mit brauner Seife recht zu Friedrichshagen ein harmloses Fest feiern. Zu diesem Zweck tüchtig ein, vorzugsweise aber da, wo das Eisen sich anlegt. war von einigen Mitgliedern die bekannte Komödie„ Der ent- Dieses Verfahren muß jedes Mal erneuert werden, wenn das Tarvte Spitzel" einstudirt worden; nach Aufführung des Stückes Pferd aus dem Stalle kommt, da dort der Huf wieder Schmutz sollte ein Tanzkränzchen abgehalten werden. Die beim Amtsvor- angenommen hat und die Seife abgelaufen ist; sonst genügt das steher Klut schon drei Wochen vorher bewirkte Anmeldung des einmalige Einschmieren für den ganzen Tag. Vergnügens hatte zunächst zur Folge, daß vom Vereinsvorstand nicht allein das Textbuch des Stückes, sondern auch die Statuten und die Mitglieder Lifte Des Vereins eingefordert wurden. Dann erfolgte am 20. Januar die Ant- Vom Tode des Erfrierens hat ein Schuhmann in der wort, daß der Spigel nicht auf die Bühne gebracht werden Nacht zum Dienstag den 34 Jahre alten Gürtler Heinrich dürfe, auch werde es teine Erlaubniß zum Tanzen geben, und Rappich gerettet, der sich obdachlos hier aufhält. Der Mann was dann noch vom Vergnügen übrig blieb, sollte nur genehmigt lag vor dem Hause Louisen- Ufer 26. Der Beamte brachte den werden, wenn die zu Gehör gebrachten Vorträge und Konzert- Halberstarrten in ein Krankenhaus. stelle des an " = Erhängt hat sich der 55jährige Handelsmann Friedrich Behrendt in seiner Rielerstr. 15 belegenen Wohnung. Aus Belfaft wurde am Dienstag telegraphirt: Infolge neuer Schwierigkeiten seitens der Ausständigen, welche gestern die Arbeit hätten wieder aufnehmen sollen, dauert der Ausstand fort. Gegen den Kompromiß mit den Unternehmern hatte, wie zur Orientirung bemerkt sei, eine sehr starte Minorität gestimmt. Versammlungen. Die Puter Berlins faßten am Sonntag in einer zahlreich besuchten Versammlung nach einem beifällig aufgenommenen Referat Millarg's über die Sicherstellung des Arbeitslohus einstimmig folgende Resolution:" Die Verfammlung erklärt die bei der Berathung der Anträge zum Schuße der Bauhandwerker seitens der bürgerlichen Parteien im Reichstage gemachten Vorschläge zur Abänderung der herrschenden Uebelstände im Baugewerbe für durchaus ungenügend und hält es für dringend nothwendig, daß die vom Berliner Gewerbegericht vertretene Ansicht, betreffend die Haftbarkeit der wirklichen Be fizer zum Gesetz erhoben wird. Die Versammlung spricht den Arbeit. im Ausschuß des Gewerbegerichts vertretenen nehmern ihre volle Zustimmung zu ihrem Vorgehen gegen und erwartet den Bauschwindel aus von den Puzern rege Betheiligung an der Agitation zur Beseitigung des gesammten Bauschwindels. Zu diesem Zweck verpflichten sich alle Kollegen, im kommenden Frühjahr alle zu Gebote stehenden gesetzlichen Mittel in Anwendung zu bringen, um dem gemeinSchaftlichen schwindelhaften Gebahren der Puzmeister und Bauunternehmer ein Ende zu machen; in diesem Sinne wird der Vertrauensmann beauftragt, das Weitere zu veranlassen. Die nichtorganisirten Buzzer werden aufgefordert, sich dem Zentral Näherer Bericht über die Versammlung folgt in nächster verband der Maurer Deutschlands anzuschließen." Nummer. ftücke im Manuskript eingereicht und die Namen der mitwirken- Ein entsetzlicher Unfall mit tödtlichem Ausgange hat sich den Personen der Behörde genannt würden. Auf dieses Verlangen fonnte der Vereinsvorstand nicht eingehen und es wurde am Montag in Charlottenburg ereignet. Der 42 jährige Kutscher Feige aus der Waldstraße in Moabit, der in der Nußholzhandlung daher beschlossen, das Vergnügen im Müggelschlößchen abzuhalten, das schon zu Köpenick gehört. Bereits am 21. Januar von G. Lindau beschäftigt war, sollte vorgestern Nachmittag eine wurde vom dortigen Polizei- Inspektor Jäckel die Erlaubniß er: Fuhre Balken nach dem Zimmerplatz von Schäffer u. Sohn an der theilt; es war Entlarvten Spizels", verlängerten Bayreutherstraße bringen An der Ecke dieser und der Augsburgerstraße, wo der Weg nicht gepflastert und abschüssig welcher auch in Köpenick beanstandet wurde, Das " Schwert des Damokles" zur Aufführung angemeldet worden. bog er schnell in die verlängerte Bayreutherstraße ein, dabei ift, begegnete ihm ein Rollwagen. Um diesem auszuweichen, Inzwischen aber war die neue That des Arbeitervereins wohl glitten auf der durch den Frost glatt gewordenen Bahn die Konfektionsindustrie erklärten sich am Montag in einer start Die lokal organifirten Arbeiter und Arbeiterinnen der dem Friedrichshagener Amtsvorsteher zu Ohren gekommen. Sonnabend Morgen wurde der Vorstand durch ein Schreiben der Pferde aus und warfen den Wagen um. Dieser fiel mit besuchten Versammlung, die im Englischen Garten tagte, mit der Köpenicker Polizeibehörde überrascht, in welchem stand, daß sammt den Balken gegen den Bretterzaun, der den etwa allgemeinen Schneider- und Schneiderinnenbewegung völlig eininfolge höheren Befehls die bereits ertheilte Zangerlaubniß zurückwei Meter tiefer gelegenen Zimmerplatz von Krakauer u. verstanden und verpflichteten sich, für die Durchsetzung der aufKomp. vom Straßenlande trennt. Der Zaun wurde gestellten Tarife und die Einführung von Betriebswerkstätten mit gezogen werde. Auch müsse das Lokal um 12 Uhr nachts geschlossen sein. Die bereits gezahlte Tanzsteuer war von der zertrümmert, Feige flog vom Wagen hinab auf den Zimmerplay, aller Energie einzutreten. In der Debatte war die Firma Behörde mit diesem Schreiben nicht zurückgesandt worden. Von und sechs Balfen, die ihm nachſtürzten, zerschmetterten ihm den Gerson wegen ihrer niedrigen Löhne heftig angegriffen worden, Kopf. Der auf dem Plaze beschäftigte Zimmerpolier von Krakauer worauf der Vertreter eines Ateliers für Damenkonfektion von einer nochmaligen Abänderung oder Berschiebung des Vergnügens ließ sofort zwei Aerzte holen, während mehrere Zimmerer den dieser Firma mittheilte, daß, falls in den anderen Geschäften mit konnte in der kurzen Zeit, die noch zur Verfügung stand, keine Berunglückten von den auf ihm liegenden Balken befreiten. Die den gleichen Forderungen vorgegangen werde, die Firma Gerson Rede sein, und da auch eine Beschwerde beim Landrath infolge Charlottenburger Polizei ließ einen Wagen von der Unfall- nicht die letzte fein werde, welche nachgebe. Die Versammlung Abwesenheit dieses Herrn ihren Zweck nicht erreichen fonnte, itation IV in der Flensburgerstraße Nr. 18 tommen, um wählte den Schneider Kulicke zum Vertrauensmann. Zum mußte das Fest nunmehr in der von der Behörde beliebten ver den Schwerverletzten dorthin zu bringen. Die Aerzte auf dem Schluß wurden alle Anwesenden aufgefordert, in den am Montag stümmelten Form abgehalten werden. Es hatte bei alledem einen vollen Erfolg, mochte auch in anbetracht der Staatsgefährlichkeit Bimmerplage erkannten gleich, daß der Verunglückte kaum noch stattfindenden Versammlungen zu erscheinen, wo definitiv Beder gedrängt volle Saal von etwa acht Gendarmen überwacht" retten sein werde, und ihre Befürchtung wurde leider auch zur schluß gefaßt werden soll. Wahrheit. In demselben Augenblicke, als man Feige in die Räume der Unfallstation hineintrug, gab er seinen Geist auf. worden sein. Die städtische Blindenanstalt besteht aus Blindenschule, Fortbildungsschule für Blinde und Beschäftigungsanstalt für Blinde. 1894/95 waren in der Blindenschule 26 Knaben und Gerichts- Beitung. 25 Mädchen, in der Fortbildungsschule und Beschäftigungs- Eine ganze Familie, bestehend aus Vater, Mutter und anstalt zusammen 44 männliche und 39 weibliche Erwachsene. zwei Töchtern, befand sich gestern auf der Anklagebank der achten Der Unterricht erstreckt sich auf wissenschaftliche und technisch Straffammer, um sich wegen wiederholten Diebstahls und Hehlerei Eine Gedächtnißfeier. In dem Berichte über die Berfammlung der polnischen Genossen bei Zubeil hat sich im Schlußfaße ein sehr bedauerlicher Druckfehler eingeschlichen. Der Sah foll natürlich lauten: Nach einer sehr regen Diskussion wurde zum Schluß eine Resolution angenommen, in der das Andenken der Hingerichteten gefeiert und das Gelöbniß abgelegt wird, im Geiste der Verstorbenen weiter zu wirken. * Arbeiter Bildungsschule. Unterricht fchule, Waldemarstraße 14: Geschichte. Nordschule, Müllerant Mittwoch. Güboft: laubniß mit einem Pistol geschoffen zu haben" firaße 179 a: Deutsch. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schul- beschuldigt ist. Am Ende wird in Sachsen auch noch ein im Theaterräume find zur Benuzung der Bibliothet und des reichhaltigen Beitschriften- stück vorgesehener Mord, Ehebruch oder sonst was Kriminelles materials schon von 8 Uhr an geöffnet. an dem Darsteller geahndet. Oeffentliche Versammlung der Holz- und Bretterträger Berline und Umgegend, sowte fämmtlicher Bretischneider und Kutscher von den Holzpläßen am Mittwoch, den 29. Januar, abends 8 Uhr, im Lokale von Ewald, Schönleinstr. 6. Vermischtes. nun Aus Dresden wird berichtet, daß Landgerichtsdirektor Dr. Thost, der Anfang dieses Jahres nach Freiberg verfett worden ist, Selbstmord verübt hat. Ueber das Motiv der Stationen. That verlautet nichts Bestimmtes. Man nimmt an, daß Swinemünde der Selbstmord in einem Anfalle von Schwermuth verübt Hamburg worden sei. Berlin Der Führer der russischen Räuberbande, die in letzter Zeit Wiesbaden. der schlesischen Grenze ihr Wesen trieb, ist in Sosnowice fest- München genommen worden. an Ein heiteres Stückchen polizeilicher Fürsorglichkeit berichtet die„ Sächsische Arbeiter- Zeitung" aus dem glücklichen Lande, so innerhalb der grünweißen Grenzpfähle liegt. In NiederHermersdorf führte der Wolksverein Gabionz ein Theaterstück auf, in welchem ein Darsteller ein Pistol auf seinen Partner abzuschießen hat. Der Pistolenschuß wurde auch richtig abgegeben. Aber fünf Tage später erhielt der fürchterliche Schüße ein amtshauptmannschaftliches Straf: mandat über 15 M. oder fünf Tage Haft auf grund des§ 367 Absatz 8 des Reichs- Strafgesetzbuches, weil er im Saale des Gasthauses zur Linde" in Niederhermersdorf, das ist an einem von Menschen besuchten Orte, ohne polizeiliche Er- vernichtet. Für den Inhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 29. Januar. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. 1812. Deutsches Thenter. Der Meister von Palmyra. Leng- Theater. Comtesse Guckert. Berliner Theater. König Heinrich. Neues Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Borher: In doppelter Bekehrung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Schiller Theater. Der Widerspenstigen Zähmung. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben. Alexanderplatz- Theater. Die kleinen Lämmer. National- Theater. Der Trompeter von Säffingen. Zum Schluß: 3scheus, das Waldmädchen. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. Briefkasten der Redaktion. = Druckfehler Berichtigung. In dem Feuilleton- Artikel Der historische Göz von Berlichingen" ist der letzte Satz von Daß er... bis" hatte" verstellt. Derselbe gehört 3eile 18, Spalte 3 nach Schicksal" vorgeschoben. " Urania " Barometerstand in mm, d. Meeressp. OGG Windrichtung Windstärke ( LBLB121222 Wetter Temperatur nach Celsius {( 5° C.= 4° R.) 776 4 774 . 777 GO 3 775 A heiter woltenlos wolkenlos wolkenlos -4 -8 774 3 Wien. Haparanda Petersburg. Cort 782 GSD Nebel bedeckt 767 GO wolfenlos-13 • 774 MNW • Aberdeen. Paris. 764 773 SW GD heiter heiter bedeckt • • 1424 Wetter- Prognose für Mittwoch, 29. Januar 1896. Zunächst wärmeres, ziemlich trübes Wetter mit geringen Mißvergnügter". Beide Briefe erhalten, gelesen und Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden, nachher aufflarend und etwas tälter. Berliner Wetterbureau. Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. Das Täglich um 51/2 und 8 Uhr: Affentheater und Circus. 30 Affen, 30 Hunde, 12 Pferde, Esel, Ziegen, Schweine, Hasen Löwen- Weib. Allerseelen. !! Der Eden- Garten!! Marionetten Castan's Panopticum. Schiller- Theater. Walhalla- Theater ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Der WiderSpenstigen Zähmung. Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Wieder Auftreten des Herrn Emil Thomas a. G. Zum 145. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Heute 8 Uhr: Zum 101. Male: Die kleinen Lämmer. Baudeville in 2 Akten von 2. Varney. Von der gesammten biesigen Presse als die beste Novität der Saison anerkannt. Donnerstag: Zum 1. Male: Pitts. Operette in 1 Att. Text von Friz Otto. Mufit von Hans Loewenfeld. Hierauf: Zum 102. Male: Die kleinen Lämmer. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Große Doppel- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Trompeter von Säffingen. Schauspiel in 3 Aften von Hildebrand und Keller. Regie: Fritz Schäfer. Zum Schluß: Zum letzten Male: 3schens, das Waldmädchen. Burleske von Hugo Busse. Regie: May Sam st. Morgen: Zum 1. Male: Konradin, der lehte Hohenstaufe. Tragödie in 5 Aften von Moritz Ritter von Gutmann, Sonntag- Nachmittags 4 Uhr: Kinder- Vorstellung: Hänsel u. Gretel. Kaiser- Panorama ( Passage). Oranienstr. 52( dicht am Morigplay). Eine Stunde im Zukunftsstaat. Vorher: Kneipp in Berlin. Lehte Aufführung im WalhallaTheater am 9. Februar. Die aus gegebenen Vorzugsbillets haben nur noch bis zu diesem Tage Giltigkeit. Anfang 8 Uhr. Sonntags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Concerthaus Sanssouci Rottbuserstraße 4a. Morgen, Donnerstag, den 30. Januar: Soiree der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Gr. Doppel- Konzert. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Bf. Vorverkauf 40 Pf.( f. Plakate). Freitag: Victoria- Brauerei. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Harry u. Joe. MIle d'Estrée. Salerno. Adolph Ernst- Theater.| Achtung! Maurer! Neu einstudirt: Madame Suzette. 0 Baudeville Bosse in 3 Aften von Sylvane und Ordonneau, bearbeitet von Ed. Jacobson u. J. Kren. Musik von Edmond Audran, In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Theater Königstraße, Rolonnaden. Heute, Mittwoch: Benefiz des beliebten Blanck unter Mitwirkung von 100 Artisten Anfang ausnahmsweise 7 thr. Monstre- Programm. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Baffage). Täglich. Grosse Vorstellung. Vollständig neues Programm. Signorina Cati. Alfredo Rese. Lotte Siger. Käthohen Möller. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ref. 50 Pf. R.Winkler. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Schlager auf Schlager. 9 Uhr: v. Hammerstein 91/4 Uhr: Fritz Friedmann 91/2 Uhr: Frau Wolkenstein 10 Uhr: Princess Colibri. Dazu das große, für Berlin neue Januar- Programm. Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1 M. Freitag: den 31. Januar: Benefiz für Hirschfeld und Clara'n. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Großes Konzert Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Sonntag, Dienstag und Donnerstag nach der Vorstellung: Groker Ball. Empfehle meine hocheleganten Säle für Vereine, Privatfestlichkeiten zu den tulantesten Bedingungen. W. Noack. Todesanzeige. Am Sonnabend verstarb unser Kollege Hartwig Walter. Er war Mitbegründer unserer Zahlder Maurer, wir verlieren an ihm ein stelle Berlin II des Zentralverbandes thätiges Mitglied. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 29. Jan., nachmittags 31/2 Uhr, nach dem Thomas- Kirchhof in Brig vom Krankenhause Bethanien aus statt. Um rege Betheiligung bittet 136/10 Die örtliche Verwaltung. Todes- Anzeige. Hiermit allen Freunden, Bekannten und Genossen die traurige Nachricht, daß unsere einzigste geliebte Tochter und Schwester 2442b Elisabeth Petermann im Alter von 14 Jahren und 3 Monaten am Sonntag, den 26. Januar, abends 7 Uhr, nach langem und schwerem Krantenlager verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 30. Januar, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neuen St. Jakobi- Kirchhofe, Hermannstraße in Riydorf, statt. Die trauernden Eltern u. Bruder. Englischen Unterricht ertheilt G. Liebknecht, Kantstraße 160. Sudhandlung des Borwärts Berlin SW., Beuth- Straße 2. Neue Erscheinungen. „ Neue Welt"-Einbanddecken 1895 und frühere Jahrgänge. In Golddruck 1,- M. In Schwarzdruck 0,80 M. Auch Einbanddecken für die Jahrgänge 1892, 1893, 1894, find wieder vorhanden. 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Diese hat nach dem Gesetz dem Meister Arbeiter und-Arbeiterinnen = ab= 4 Am Montag, den 3. Februar, wird das Resultat dieser Verhandlungen den betheiligten Arbeitern und Arbeiterinnen in zwölf Versammlungen behufs Stellungnahme vorgelegt werden. Versammlungen. für eine gütliche Regelung und ließen über Einzelheiten die Karte fortzunehmen und Ihnen zu übergeben. Ein neues des Tarijs mit sich reden. Niemand dächte daran. Arbeitsbuch soll Ihr Sohn sich von der Polizei auf Kosten des muthwillig zum Streit zu treiben. Würden die Meisters ausfertigen lassen. Gerner soll er auf Herausgabe des ist in ein neues Stadium getreten; die Meister und Unternehmer Arbeiter aber mit ihren Forderungen ab- Krankenkassenbuches und eines ordnungsmäßig ausgefüllten in der Konfektions Industrie, die behufs Verhandlung mit der gewiesen und zeigten die Betheiligten wie Arbeitsbuches, sowie eines Zeugnisses und auf SchadenKommission der Arbeiter am Montag in der Berliner Ressource bas hier geschehe- nicht das geringste Entersat wegen Nicht Herausgabe der Papiere flagen. tagten, haben die Arbeiterforderungen gegenkommen, dann allerdings bliebe den allerdings bliebe den- Freund. Die Wahlverhandlung bei den Wahlen zum Abgelehnt und dadurch gezeigt, daß sie nicht Arbeitern nichts anderes übrig, als den geordnetenbause ist eine andere als die zum Reichstage. Nach geneigt find, den berechtigten Forderungen Streit- ihre einzige Waffe anzuwenden dem für Preußen giltigen Wahlreglement werden zunächst einige derselben entgegen zu kommen. Die Versamm Wenn die vorhandenen Geldmittet auch feine großen seien, so sebe gefeßliche Bestimmungen vom Wahlvorsteher verlesen. Dann lung, die durch das Verhalten der Meister zum theil den Konfektionsarbeitern der oft erprobte Opfer- werden die Namen aller stimmberechtigten Urwähler aller Abeinen recht unruhigen Verlauf nahm, war Don etwa muth der gesammten Arbeiterschaft zur Seite, der theilungen aufgerufen. Nach diesem Aufruf erscheinende Urs 250-30 Personen besucht. Etwa ein Viertel der Anwesenden ihnen den Muth gebe, diesen Kampf gegen das Unternehmer wähler müssen sich beim Wahlvorsteher melden, tönnen aber an mochten Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfektions- Branche thum aufzunehmen. Wenn die Meister alles ablehnten, dann der Abstimmung nur theilnehmen, wenn diese noch nicht gesein. Diese hatten zum größten Theil in der Wiitte des Saales hätten sie auch die Schuld für die Folgen dieser Handlungsweise schlossen ist. Da die dritte Abtheilung zuerst wählt und die Platz genommen, während die Wieister beide Seiten und den zu tragen.( Beifall bei den Arbeitern.) Schneidermeister Betheiligung dieser an der Landtagswahl nicht sehr groß ist, so kann hinteren Theil des Raumes einnehmen. Tie Verhandlungen 2amprecht bemängelt, daß der Tarif in öffentlichen Ver- bereits um 10 Uhr Schluß der Wahl erfolgt sein.- 2. 2. Ja. leitete Schneider Schulz. Timm hatte hatte das Referat fammlungen am Montag angenommen und schon am Dienstag- Wenett. 1. Leider ist die Polizei zur Sehung der Polizeis und legte die bekannten Forderungen und den Lohn- den Meistern zugestellt worden sei. Er sympathisire mit stunde berechtigt. 2. Eine Bestrafung ist nicht ausgeschlossen. tarif dar, begründete dieselben in fachlicher Weise und wider- diefer Bewegung, die Bewegung, die aufgestellten aufgestellten Forderungen feien 3. Wird kaum möglich sein: Ihr Wunsch wird aber weiter be legte die von gegnerischer Seite gemachten Einwände, daß die aber zu hoch und nicht durchführbar. Die Ausführungen der fördert werden.- C. K. 35. Die fechswöchentliche Kündigungs Konfektions- Industrie die geforderten Lohnerhöhungen nicht tragen nachfolgenden Redner boten Nichts neues mehr, auch schien das frist steht Ihnen zu, mit Ihrem weitergehenden Anspruch auf könne. Die besseren Sachen würden dadurch nur um ein ge- Interesse der Versammlung erschöpft. Timm betonte in seinem Zahlung des Lohnes während Ihrer Krankheit würden Sie nicht ringes vertheuert( Oho, oho!) In den letzten sechs Jahren seien Schlußwort nochmals, daß die Arbeiter im großen und ganzen durchdringen.. 5. K. 1. Aus einem Pfund feinen Goldes die Preise auf die Hälfte gesunken.( Ruf: Is ja nich wahr!) nicht von ihren Forderungen abgehen würden und bezweifelte, werden 1891/2 Stück Bebumartstücke nach§ 1 des Reichsgesetzes Wer die Situation richtig beurtheilen könne, müsse die Forde daß in der gegenwärtigen Versammlung eine Einigung zu stande vom 4. Dezember 1871 geprägt. 2. Ja.-H. B. In Schlesien rungen der Arbeiter anerkennen. Man müsse sich ferner gegen die kommen werde. Nach einigen persönlichen Bemerkungen bringt gilt getrenntes Güterrecht.- E. 11. 22. Nirgends. 3. 22. Meister wenden, die gewohnheitsgemäß ihre Arbeiterinnen um der Vorsitzende zunächst die allgemeinen Forderungen Punkt für 1. Ja. 2 u. 3. Rest im zweiten Theil des Adreßkalenders. den Lohn betrügen; deren gäbe es eine ganze Menge.( Unruhe Punkt zur Abstimmung und ersucht darum, daß nur die Juter- A. 3. 77. Da Ihre Braut noch nicht volljährig( 21 Jahre und Widerspruch bei den Meistern.) Die Arbeitszeit sei schon effenten sich an derselben betheiligen möchten. alt), fann sie leider nicht auf Ergänzung der väterlichen Ges so lang, daß sie nicht mehr verlängert werden könne.( WiderFür den ersten Punkt: Anerkennung der vorgelegten Lohn- nehmigung zur Eheschließung flagen. Es bleibt nichts übrig, spruch.) Die Forderungen würden nicht eher von der Tages: tarife- erhob sich keine Hand. Höhnisches Gelächter seitens als den Weg gütlicher Verständigung wiederholt zu betreten. ordnung verschwinden, bis sie durchgesetzt seien.( Beifall bei den der Meister folgte diesem Resultat. Gegen diesen Punkt wurden Alter Kistenmacher. Zur Verlängerung des Pfandes war Arbeitern.) einige Hände erhoben. Abeimaliges Gelächter. In derselben der betreffende nicht verpflichtet. Strafbar hat er sich nach Schneidermeister Flügge bemängelt die einzelnen Tarif- Weise wurden die übrigen Hauptforderungen: Errichtung von Ihrer Darstellung nicht gemacht. Ihre Forderung bezüglich des sätze und meint, der Tarif sei nicht. vont Sach- Betriebswerkstätten, Einsetzung einer Kommission zur Aus- Borgegeldes ist nicht berechtigt Wollen Sie genauere Auskunft, veiständigen ausgearbeitet, einzelne Säße seien viel hoch, man solle sich mit Sachverständigen in Verbindung agung etwaiger Streitigkeiten, wöchentliche Lohnzahlung fo laffen Sie sich vom Gericht Abschrift des Erkenntnisses geben Anerkennung von Arbeits- Nachweisen in Händen und sprechen in der juristischen Sprechstunde damit gelegentlich vor. setzen, um einen neuen Tarif auszuarbeiten.( Bravo bei den der Arbeiter, abgelehnt. Für Punkt 4 und 5: Anständige Frohe Stunde. Ja. A. N. 5. 1. Ja. 2. An das Meistern.) Der Redner macht ferner den von seiten der Unter- Behandlung und schnelle Abfertigung bei Ablieferung Amtsgericht.- M. T. 100. Nein, Ihre Befürchtung trifft nehmer oft gemachten Einwand, daß die Konkurrenzfähigkeit der und Empfang von Arbeiten erhoben sich einige Hände unter nicht zu. Sprechen Sie indeß gelegentlich in der juristischen deutschen Konfektions- Industrie unter den viel zu hoch ge- ironischen Rusen wie:„ ja woll"," machen wir"," den Sprechstunde mit dem betreffenden Dokument vor. Elze. 1. Ja. schraubten Löhnen der Mäntelbranche" leiden müsse und räth Jefallen können wir ihr ja duhn" u. s. w., so daß 2. und 3. Das richtet sich nach den dortigen Spezialvorschriften; seinen Kollegen: Lehnen Sie den Antrag ab, lassen Sie die das Resultat über diese Punkte zweifelhaft blieb. Bei die Vorschriften sind keine für Deutschland einheitlichen. 4. Jn Arbeiter machen was sie wollen", wofür ihm lebhafter Beifall der ganzen Abstimmung fehlte den Be 10 Jahren. D. G. in W. Herrenlose Nachlässe fallen alleraus den Reihen der Meister zu theil wurde. Frau Guauck theiligten überhaupt jedes Bewußtsein dings in Preußen im allgemeinen dem Staatsfiskus zu. In Kühne, eine Dame aus den besser fituirten Streisen, be- von dem Ernst der Situation, sie schienen Berlin werden jedoch( auf grund eines Privilegs vom 27./12. 1508) fannt durch ihren Vortrag über die Frauenbewegung auf dem die Sache vielmehr als eine heitere Komödie beirenlose Nachlässe von außerehelichen adligen, fremden und legten evangelisch sozialen Kongreß, gab den Interessenten aufzufassen. Der Vorsitzende stellte nunmehr feft, daß die jüdischen Personen dem Staatsfistus( Polizeipräsidium), alle übrigen der Konfektions Industrie zu bedenken, daß die Käufe Hauptforderungen der Arbeiter abgelehnt und die Verhandlungen herrenlosen Nachläffe der Stadt( Armendirektion), und zwar, wenn rinnen der Konfektionsartifel genug Einsicht befäßen, omit resultat los verlaufen seien. der Nachlaß 150 M. nicht übersteigt, ohne Aufgebot ausgeliefert. um zu wissen, was für schreiende Mißstände in der KonfektionsMalkowsky. 1. Sie hätten vor Anstellung der Klage Branche beständen; sie billigten die Bewegung der Arbeiter und unsere juristische Sprechstunde aufsuchen sollen: jetzt läßt sich würden ihre Sympathie denjenigen Geschäften zuwenden, nichts mehr veranlassen, nachdem Sie die Klage zurückgezogen die die Hand zum Frieden böten, und die gerechten Forde haben. 2. In Berlin besteht keine Gütergemeinschaft. 5. N. rungen ihrer Arbeiter bewilligten.( Bravo bei den Arbeitern.) Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde gelegentlich vor. Ein Arbeiter, der in einer Gruppe von Meistern saß, meldet sich Jazlan. Versuchen Sie eine Klage auf Erstattung der von zur Geschäftsordnung und beklagt sich darüber, daß in seiner Ihnen verauslagten Kosten gegen die Kasse.. 50. 1-3 Nähe fortgesetzt unqualifizirbare Aeußerungen gefallen feien, Die Freie Vereinigung der Graveure, Ziseleure und Nem: nur Preußen find aktiv und paffiv wahlberechtigt für unter anderem wäre die Vorrednerin als" alte Here" und der verwandter Berufsgenossen wählte in der Versammlung am städtische Gemeinde- Aemter. J. C. 70. Derartige Fragen gleichen bezeichnet worden. Der Vorsitzende konstatirt, daß er 21. Januar eine Exekutivkommission von 7 Mitgliedern und beantworten wir nicht. 2. G. 20. Sie können Ihre Forde diese Aeußerungen nicht gehört habe und ersucht die betreffenden hörte dann einen Vortrag des Genossen Dupont über das rung nur in der gewöhnlichen Weise beim Amtsgericht einklagen. Herren, sich eines anständigen Betragens zu befleißigen. Liebsch Thema„ Die Kunst und die Arbeiter". Der Referent legte flar, Gothenburg. Haben Sie nicht ausdrücklich Ihre preußische hält es nicht für richtig, daß die Meister alle nach einer Schablone daß bei der heutigen, kapitalistischen Produktionsweise die freie Staatsangehörigkeit aufgegeben, fo find Sie jetzt Preuße und als Ausbeuter hingestellt würden. Er will nicht sagen, daß die Entfaltung der Kunst unmöglich ist und daß ihr erst in der Schwede. An der hiesigen Universität können Sie sowohl als Tarissäge zu hoch sind, aber die Meister wären zufrieden, wenn sozialistischen Gesellschaft der gebührende Platz eingeräumt Dentscher wie als Schwede immatrikulirt werden. – J. P. 72. fie selber solche Löhne betämen. Ueber schlechte Behandlung werden wird. In der Diskussion wurde die Stellung der Kunst 1. Ja. 2. Jn 30 Jabren. D. B. Ohne Einsicht des tönnten sich nur solche Arbeiterinnen beklagen, die sie verdienen. im heutigen Klassenstaat noch näher beleuchtet, und beim Ver- Zahlungsbefehls und des Auszuges nicht zu beantworten. Pfeiffer sucht den Meistern flar zu machen, daß auch sie schiedenen wies man auf die öffentliche Versammlung H. G. 545. Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde ein Interesse an dem Vorgehen der Arbeiter hätten und mit hin, die heute, Mittwoch den 29. Januar, in der Alten vor. W. D. 5371. 1. Uns nicht bekannt. 2. Eine Ver diesen Hand in Hand gegen die großen Unternehmer Jakobstraße bei Bolz abgehalten wird. pflichtung zur Benderung der Schlüssel hat der Wirth nicht. vorgehen müßten, wenn fie die Lage richtig สิน heurtheilen im stande wären. Als dieser Redner in beredten Arbeiter 2c. In einer Bezirksversammlung für den Norden einem anständigen Zweck dienen, liegt für uns keine BerVerband aller in der Metallindustrie beschäftigten Zwei Wettende Nr. 1166. S. A. Da die Wettsummen nicht Worten das Elend der Hausindustrie- Arbeiterinnen schildert und anlassung zur Beantwortung der Kaffeetisch Wettfragen vor. auch deren übermäßig lange Arbeitszeit, die bis sprach am 22. Januar Litfin über Florian Geyer". F. K. Nein. Leider steht es so, daß nach den Voraus 20 Stunden täglich betrage, berührt, wurden bei den einem Redner wurde gewünscht, daß die Kollegen sich öfter den Meistern unwillige Zwischenrufe und Widerspruch laut. Genuß eines geschichtlichen Vortrages verschaffen möchten, und angen zur Grlangung einer Alters- und Invalidenrente Ihr Schneidermeister Voltmann hält gleichfalls die Forderungen zwar könnten sie das in der Geschichtsstunde der Arbeiter. Water trot seiner 74 Jahre keinen Anspruch auf Altersrente und Schneidermeister Boltmann hält gleichfalls die Forderungen Bildungsschule. Der Vorsitzende machte noch die Mittheilung, auf Invalidenrente erhält, aber trotzdem weiter fleben muß. ern nach erreichter, fait völliger Erwerbsunfähigkeit ein Recht des Toriss für zu hoch und daher für undurchführbar und fragt, daß für alle drei Bibliotheken die Zola'schen Romane, Echlosser's auf Invalidenrente erhält, aber trotzdem weiter kleben muß. ob denn für den Fall eines Streits das nöthige Geld vorhanden fei. Es gehöre dazu eine Riesensumme, nur wenn diese vorhanden, Weltgeschichte und Werke über Elettrotechnik angeschafft werden, 1000. Ohne Einsicht in den Vertrag nicht zu beantworten. E. W. 100. 235. tönne er das Vorgehen der Arbeiter billigen. Der Redner meini und empfahl fleißigere Benutzung der Bibliothek, namentlich der B. W. 25. Verjährung liegt nicht vor. In concreto. Wenn Ihnen am 23. November endlich wissenschaftlichen Werke. ferner, wenn seitens der Arbeiter immer ein so fachlicher Ton eine schmale Rente zugesprochen, bisher aber nicht ausbezahlt ist, angeschlagen worden wäre wie in dieser Versammlung, danu Der Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Char- so liegt eine Bummelei vor, über die Sie sich beim Reichs- Vertönnten sie schon etwas erreicht haben. Trozdem geht auch dieser lottenburg, debattirte in seiner letzten Versammlung über sicherungsamt beschweren können. R., Rigdorf. Leider nicht. Herr nicht auf eine fachliche Würdigung der einzelnen die in letzter Beit viel erörterte Frage der Arbeitslosen. B. Kroll. 1. Verjährung liegt nicht vor. 2. Der Ehemann Forderungen ein, sondern bekämpft diese vielmehr mit dem Unterfügung und faßte hierzu folgende Resolution: haftet nicht für die vorehelichen Schulden seiner Frau. Einwand, daß im Falle einer Lohnerhöhung die Die Mitglieder der Filiale Charlottenburg erklären sich gegen. M. Sie können selbständig klagen; die Klage ist beim lische Kundschaft verloren ginge und spricht die Be- die Einführung der Arbeitslosen- Unterſti hung und zwar aus fol: Amtsgericht zu Köpenick einzureichen. 18/19. Sie fürchtung aus, daß diese Bewegung mehr auf Beseitigung genden Gründen: 1. bei Einführung derselben müßten nothwendiger find von dem Gnadenerlaß mitbetroffen; ein Mittel für Sie, der Zwischenmeister als auf eine Lohnerhöhung gerichtet sei. weise abermals die Beiträge erhöht werden, was wiederum ein dessen Folgen abzuwenden, giebt es nicht. Strafe und Kosten Gegen eine Bedrückung des Mittelstandes müsse man sich aber Sinken der Mitgliederzahl bedeuten würde. Den festen Mit- fallen fort. O. 300. Verständige Richter würden durch aufs äußerste wehren. Wenn die Arbeiter etwa gegen gliedern würde ein Agitiren für den Verein noch schwerer ge- diefe Manipulation die Kriterien des Wuchers erfüllt erachten. sechs bis sieben notorische Schundfirmen vor- macht; 2. da durch die jeden Tag fortschreitenden Ver- F. O., Landsberg a/ W. Ist in einem Miethsvertrag bes gehen wollten, hätten sie den größten Theil befferungen der Waschinen die Reservearmee der Arbeits- stimmt, daß er spätestens 3 Monate vor Ablauf desselben ges Der Meister hinter sich, sonst nicht. Unter lebhaftem lofen immer größer wird, erscheint es fast unmöglich, fündigt werden müsse. so muß spätestens am 31. Dezember, Bravo der Meister behauptet der Redner ferner, daß sich die die große Zahl der Arbeitslosen auch nur einigermaßen zu unter- beziehentlich 31. März, 30. Juni oder 30. September die Kündi Arbeiterinnen nicht über schlechte Behandlung zu beklagen füßen; 3. halten die Mitglieder es vor allen Dingen für noth- gung dem anderen fundgegeben sein, also wenn sie schriftlich hätten, daß vielmehr unbrauchbare Arbeiterinnen, wenn wendig, die gewerkschaftliche Organisation zu einer Stampfes erfolgt, dem andern behändigt sein. R. G. Weißenfee 40 a. fie Sachen verdorben hätten, beim Gewerbegericht um organisation zu machen, die Mitglieder zu bilden und auf- Tas wird im Statut geregelt sein. D. B. 5876. Das Bes den Lohn flagten und bekämen.( Sehr utlären, fie reif zu machen für den großen Kampf. der treffende finden Sie im zweiten Theil des Adreßkalenders. richtig.) Gegen den Arbeitsnachweis ist dem Arbeiterbewegung. Die Mitglieder find aus dagegen, Spandau B. 101, 8. 5. 6. Nein. F. R. 3. 1. Nein. 2. Ja. Giunde, weil dort, ebenso wie in der Kommission, Agitatoren Verein noch mehr zu einer Versicherungsanstalt zu machen. 2. N. Fragen Sie direkt bei der betreffenden Fabrik an, die Leitung an sich reißen würden, die nicht saa verständig seien, Sie verpflichten sich, ihre Stimmen nur einem solchen Kandidaten wenn es sie wirklich interessirt, wann sie eine bestimmte Anzahl und sich nicht anders als durch Tekleidung derartiger Posten zu geben, der auf der Generalversammlung gegen eine Beitrags: Fabrikate vollendet hat.- B. K. 100. Ein Eid kann von ernähren könnten.( Bravo.) Er hält die Durchführung der erhöhung und gegen die Arbeitslosen- Unterstützung stimmt." dem Betreffenden geleistet werden. Leistet er einen Falscheid, so In den Vorstand wurden gewählt: Loewe als Vor- erwarten ihn diefelben Nachtheile wie jeden, der einen Falscheid Tarifforderungen für unmöglich.( Bravo.) Tim in wendet sich zunäd st gegen Volkmann, der die Kommissionsmitglieder mifitender, Bernhard als Kassirer, Lau als Echriftführer, leistet. 6. 17. 1. Eoweit ersichtlich, haben Sie nur bis zu Que drücken belegt habe, die ein anständiger Monn erst beweisen Richter und Krajewski als Reviſoren. Montag, den Ihrem Aufenthalt in Berlin hier gesteuert, von da an haben müsse, ehe er sie ausspricht. Als der Reduer dies Gebahren 3. Jebinar wird eine öffentliche Versammlung bei Leder, Bis- Sie dort zu steuern. Der Bescheid ist also zutreffend. Die Volfmann's mit dessen antisemitischer Gesinnung und seiner Freund- mardstr. 74, abgehalten. weitere Berufung wegen Steuer höhe steht Ihnen frei. 2. Ja. 3. Kommt noch. 4. Nein. Scherer. Nein. Alter Abonnent 100. 1. Ja. 2. Beträgt der Jahres- Miethsains über 150 M., so ist er nicht gebunden. 3. Ja. - E. P., Lichterfelde. 1. Verjährung liegt nicht vor. 2. Das für läßt sich ein benimmter Weg nicht angeben; vielleicht find Beugen vorhanden? 3. Ja. Vergeuden Sie aber mit der Suche nach Erlangung des Erbes nicht unnüz Zeit und Geld; leicht sind solche Beweise nicht zu erbringen. M. Bg. 1. Nein, er kann aber als Beistand erscheinen. 2. Wer die Leistung des Offenbarungseides durch Haft erzwingen will, muß die Ver= haftungstofien( 15 Mt.) dem Gerichtsvollzieher und ferner allmonatlich voraus der Staatskasse die Alimentationskosten( 24 M.) zahlen. 3. Ja. 4. Ja.-W., Eisenach. Wenn die Forderung er engs Briefkasten der Redaktion. Von den -fa aft mit Ahlwardi zu erklären sucht, wurde er durch große Uns rube und Rufe:„ Zur Sache!" unterbrochen. Timm fahrt fort: Ich führe dies ja nur als Milderungsgrund für Herrn Volkmann an, wird aber durch weitere Zwischenruse: Politik Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Sahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. gehört nicht hierber!" Albiwardt hat doch keene Wesien ge= macht!" unterbrochen. Im weiteren weist der Redner den Vor- Die juristische Sprechstunde findet am Montag, wurf zurück, daß die Kommission nicht sachverständig zu Werte Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von gegangen sei und führt aus, daß gerade, indem die Tarifforderungen 6-7 Uhr statt. bewilligt würden, die schlechten Geschäftsinhaber am wirksamien Ad. Kempf. Sprechen Sie bitte auf der Redaktion vor. bekän pft werden. Die Zwischenrufe und Unterbrechungen seitens F. B. 192. Leider ist vorliegend die weiße Sklavin, und der Meister, die anscheinend nicht willens waren, ernstlich auf nicht die Herifchaft, selbst zur Tragung der Rosten verpflichtet. die Forderungen der Arbeiter einzugehen, mehrten sich derari, M. H. 100. Dem Meister, der keinen schriftlichen Lehrvertrag daß der Vorsitzende energisch zur Ruhe auffordern mußte. Timm abgeschlossen hat, steht fein Recht auf Schadenersay zu. Ihr Sohn ging darauf in eine fachliche Widerlegung der von den Vor: hat das Mecht, den Meister Schlaglieb zu verlassen und hat sein nicht ausgeflagt war, liegt Verjährung, war sie bereits rebnern gemachten Einwendungen ein und betonte schließlich, daß Arbeitsbuch, seine Invaliditätskarte und das Krankenkassenbuch ausgeklagt, fo liegt feine Verjährung vor. Die Beijährungsdie Kommission allerdings nur die Interessen der Arbeiter und nicht zu begehren. Wegen Herausgabe der Invaliditätskarte wenden frist für ausgeklagte Forderungen beträgt 30 Jahre. 5. Wahlkreis. Abänderung um Statut d. Oristrantenkaffe Belle- Alliance- Theater. Sonntag, den 2. Februar, abends 6 Uhr, im Lokale des der Schneider, Schneiderinnen Sonntag, den 2. Februar 1896, nachmittags 2½ Nhr: Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Versammlung. Vortrag des Genossen Paetzel. 214/5. verwandter Gewerbe zu Berlin Nachdem: Gemüthliches Busammensein. Entree 10 f. Der Vertrauensmann. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Mittwoch, den 29. Jannar, abends 8 1hr, vom 28. März 1894. Die§§ 14, 41 des Statuts werden wie folgt abgeändert: § 14. Hinter Kassenarzt wird das Wort Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. und gestrichen und dafür oder gesetzt. Karl.. § 41 wird dahin abgeändert, daß die Vorstandsmitglieder für Zeitverlust und entgehenden Arbeitsverdienst für jede angefangene Stunde 50 Pi. Entschädi in Bernhard Raabe's Salon, Kolbergerstraße Str. 23: gung erhalten. Grohe lozialdemokratische Volksversammlung = Zages Ordnung: Vorstehende Bestimmung wird hier durch genehmigt. Berlin, 16. Januar 1896. Der Bezirksausschus. Dippe. Vorstehende Abänderung tritt mit dem heutigen Tage in fraft. Berlin, 29. Januar 1896. 24436 Der Vorstand Franz Amalia Die Räuber. Trauerspiel in fünf Aufzügen von Fr. Schiller. Hedwig Margot. Franz Reßuer a. Gast. Schweizer. Siegfried Bruck a. Gaft. Julius Türk. Kosinsky Carl Wesselsky a. Gast. Spiegelberg Ernst Peterson. Sonntag, den 9. Februar: Auf vieliaches Verlangen: Ein Volksfeind. In Vorbereitung: Wilhelm Tell. B 230/10 Neue freie Volksbühne. 150/6 Da Herr Emanuel Reicher einstweilen verhindert ist, kann der geplante Reicher- Abend nicht stattfinden. Es ist uns jedoch gelungen, für Sonntag, den 16. Februar, nachmittags, Herrn Emil Milau zu einer Rezitation moderner Dichtungen zu gewinnen. Herr Milau befindet sich zur Zeit auf einer Kunstreise durch die Länder deutscher Bunge. Er bietet uns ein ausgewähltes Programm, verschieden von dem, das für den Verein Berliner Preffe" einige Tage zuvor aufgestellt ist. Eintritt für Mitglieder 20 Pf. Billets " 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten W. Beck( Gotha) über der Ortskrankenkasse der Schneider, an den Zahlstellen. Näh. Säulenanschlag am Freitag, den 14. Febr. Der Vorstand. Die Reichsgründung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 219/12 Männer! Der Einberufer. Frauen! Schneiderinnen und verwandter Gewerbe. Ferd. Math 3, Vorsitzender. Ernst Schröter, Schriftführer. Volks- Versammlung Bekanntmachung. am Donnerstag, den 30. Januar, abends 8 Uhr, im ,, Schühenhaus", Linienstr. 5. Zages Ordnung: 1. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 2. Freie Diskussion. 24536 J. A.: H. Engler. Die Herrn Geistlichen der betreffenden Kirchen sind brieflich eingeladen.-Austrittserklärungen sind bei den Kommissions- Mitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. H. Engler, Pallisadenstr. 33. Ad. Hoffmann, Blume str. 14. H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemann, Morißstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. Die in der letzten Generalversamm lung beschlossene Statutenänderung der Orts- Krankenkasse der Vergolder, Goldschläger und Berufsgenossen zu Berlin ist nunmehr von der Bebörde genehmigt und geben diese Alenderung unfern Mitgliedern hiermit zur Kenntnißnahme: Artikel 1. § 42 Absatz 2 erhält folgende Fassung: Nothwendige, durch die Amts übrung entstehende baare Auslagen, sowie der durch Wahrnehmung jeder Art von Rassenangelegenheiten erwachsende ZeitVerein aller in Schriftgiessereien besch. Arbeiter verluft und entgehende Arbeitsverdienſt und Arbeiterinnen Berlius und Umgegend. Mittwoch, den 29. Januar, abends 2 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vereinsmittheilungen. 2. Was gedenkt der Verein gegen die ungenügende Beschäftigung eines Theiles seiner Mitglieder und die übermäßige Einstellung von Lehrlingen zu thun? 3. Wahl einer Kommission zum Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Graveure! Ciseleure! 2445b ist den Vorstandsmitgliedern mit 50 Pf. für jede angefangene Stunde aus der Kasse zu ersetzen." II. 227/16 ilg' Maturheilkunde Bestes Krankenbuch zur Selbstbehandlung einschl. Kneippkur. Tausende aufgegebene Krante wurden dadurch noch gerettet. Neber 14 Million Exemplare schon verkauft. Prämiirt. 1800 Seiten, 350 Abb. Geb. 9,- M. durch Bilz' Verlag, Leipzig und alle Buchhandl. Bilz, Naturheilanstalt Dresden Radebeul, zu Winterturen besonders geeignet.-- Günſtige Erfolge bei allen Strankheiten.- Profpekte frei. Pariser Schneider- Akademie Berlin C., Hackescher Markt 5. Größte und befte Fachschule für Damen-, Knaben- u. Wäscheschneiderei. Unterricht von Damen an Damen nach meltberühmtem, leicht faßlichem u. tadellosen Siz garantirendem Pariser System. Damenschneiderinnen, welche sich die Zufriedenheit ihrer Kundinnen sichern wollen, sollten nicht versäumen, einen Zuschneidekursus zu nehmen. Tages- und Abendkurse von 20 M. an, Anfang u. Mitte jeden Monats. Prospekte gratis. 4162L* Die Direktion. schmerzlos eingesetzt, Reparaturen sofort. Weniger Ermäßigung. Dieser Nachtrag tritt mit dem ersten Künstl. Zähne Bewertette a feeslawski, Spittelmart 13 Tage nach ftatutenmäßig erfolgter Befanntmachung in fraft. Der Vorstand = der Orts- Krankenkasse der Vergolder, Goldschläger u. Berufsgenossen. Ernst Lißfe, Schriftführer. Emil Voges, Vorsigender. Dittrich- Pianinos Hente, Mittwoch, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstr. 75: zeichnen sich durch größte Toniülle, Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Sillier. 2. Distuffion. präzise leichte Spielarten, beste Mechaniten, stärkste Eisenkonstruktion, neu trenzartige Bauart, gediegene Arbeit, foline Preise ganz besonders aus. Rum anerkannt gut, Literfl. à 1,10, 1,60, 2,10 m., bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. Glühwein- Extrakt, ausgezeichnet, Liter 1,20 M., 5 Liter 5,50 M. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 M. [ 4184L* Medicin. Ungarwein, beite Qualität, Literflasche 2,10 M. Cognac fine Champagne à Fl. 3,50,** à Fl. 4,50, à Fl. 5,50 M. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann ** ** Co. 6a Belle- Alliance- Platz 6 a 81 Neue Friedrichstr. 81. 29 Genthinerstr. 29. 8 Oranienstr. 8. 3. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl. 4. Bericht des Delegirten elegante Ausstattung und billige, bodhi Rautenberg's Festsäle, höchst zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl. 5. Bericht der 14 er Kommission über ihre Thätigkeit und welche weiteren Schritte gedenken wir zu thun. Rollegen, wegen der äußerst wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden, in dieser Versammlung zu erscheinen. 2433b Der Vertrauensmann. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend.( Eing. Hilfskasse Str. 118.) Sonntag, den 2. Februar, vorm. 10 Uhr, in Cohn's Festfälen( fl. Saal), Beuthstr. 20-21, 1 Tr.: Ordentliche General- Versammlung. Zages Dronung: 1. Bericht des Vorstandes und Abrechnung des Kassirers. 2. Revisionsbericht. 3. Bericht des Ausschusses. 4. Wahl des Vorstandes und Ausschusses. 5. Jnnere Kajsenangelegenheiten. NB. Die Mitglieder werden noch ganz besonders auf§ 20 Absatz 1 des Statuts aufmerksam gemacht. 261/8 Die Verjammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: H. Metzke. Sicheren Leuten liefere ich meine allenthalben eliebten Flügel und Pianos gegen fleine monatliche oder vierteljährliche Ratenzahlungen billigst! zum Original Fabrifpreis. Ueber: raschende Neuheiten bei kaum denkbarer Koulanz. Alte, nehme in Rechnung. Augenblickliche Auswahl 280 In strumente. Dittrich, Berlin, Pots: dam, Magazin ersten Ranges. Berlin, Französischestr. 9, Fernsprecher Amt I Nr. 4564. Filiale Potsdam, Fernsprecher Nr. 408. Oranienstr. 180. Empfehle meine Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Sonnabend, den 28. März, und dritter Osterfeiertag noch frei. 24386 H. Scheip's Bierlokal, Marsiliusstr. 11, nahe d. Blumenstr, Weiß- und Bairisch- Bierlokal. 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