Nr. 25. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3. Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poit Zeitungs Preislifte für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sosialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Es ist die Pflicht eines jeden Parteigenossen, für die Weiterverbreitung des Zentralorgans der Partei nach Kräften thätig zu sein. Daß unser Blatt in bezug auf politische Dinge vortrefflich informirt und häufig in der Lage ist, Nachrichten zu bringen, die keinem anderen Blatte zur Verfügung stehen, das ist allseitig anerkannt. Donnerstag, den 30. Januar 1896. Bimetallistische Utopien. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: währungs- Ideal als Heilmittel der Landwirthschaft birgt noch viel luftigerere Phantasien in sich. Es wäre psychologisch äußerst interessant, wenn einmal nachgewiesen werden könnte, als was sich denn der Bimetallismus in dem Durchschnittsgebirn seiner agrarischen Parteigänger abwie diese Den sich spiegelt, Zusammenhang zwischen ihrem Klasseninteresse und bimetallistischer Reorganisation des Münzwesens denken. Man fäme da wohl auf die wunderlichsten Gedankengänge: Die Noth der Landwirthschaft rührt von den niederen Getreidepreisen her; die Preise sind niedrig, weil nicht genug Geld im Lande ist; es ist aber nicht genug Geld da, weil die Staaten schon lange feine freie Ausmünzung des Silbers haben; wenn nun die Staaten dem jetzt von ihnen boykottirten, und einzig durch den Boykott entwertheten Silber die Münzstätten wieder öffneten, wäre die Entwerthung des Silbers gegenüber Dem Golde nicht allein gehoben, sondern es wäre mehr Geld im Lande. Mehr Geld beißt aber auch vermehrte Waarennachfrage und weiterhin Steigerung der Waaren, vor allem der Getreidepreise. Hohe Getreidepreise sind aber das Fundament jeder guten Boltswirthschaft. Die Zeiten sind schlecht für unsere Agrarier. Auf dem Markte ein fataler Tiefstand der Getreidepreise und in der Mit dem 1. Februar eröffnen wir ein neues Abonne- Politik Enttäuschung auf Enttäuschung. Eben haben erst die Regierungsvertreter sich im Reichstage mit größter Entschieden ment auf den heit gegen den Antrag Kanit ausgesprochen und schon hört man, daß der Bundesrath definitiv beschlossen hat, die von dem Reichsfanzler geplante internationale Währungskonferenz nicht einzuberufen. Der Bimetallismus, für den in agrarischen Kreisen so wacker die Werbetrommel geschlagen wurde, ist der geistige Zwillingsbruder des Kanig'schen Getreidemonopols. Bimetallismus und Getreidemonopol stellt die agrarische Phantasie sich als die beiden Wunderrezepte vor, nach denen alle„ Noth der Landwirthschaft" leicht sich heilen ließe. Und nun die doppelte Absage der Regierung- es ist zum Reichsfeind werden! Ünerwartet kommt die Wendung der Dinge nicht. Die Silberkommission vom Jahre 1894 war resultatlos verlaufen, und die Erklärung Hohenlohe's im Februar 1895, daß die Reichs leber dem politischen und wirthschaftlichen Theil werden aber die lokalen Workommnisse Berlins regierung bereit fei, zur Berathung der Währungsfrage eine internationale Konferenz einzuberufen, sollte wohl von Anfang feineswegs vernachlässigt. Die Besprechungen unsrer toman nur eine der üblichen Artigkeiten gegenüber der mächtigen So oder auch ein bischen anders mögen die utopistischmunalen Angelegenheiten sowie die ausführlichen Berichte tonservativen Partei sein. frausen Vorstellungen sein, durch welche in den weiten agrarischen über die Verhandlungen der Stadtverordneten- Versammlung Daran, daß nach Aufhören der freien Silberprägung in Kreisen das Echlagwort des Bimetallismus seine Popularität bringen den Leser in die Lage, die Erscheinungen auf diesem Ostindien und nach Beseitigung der amerikanischen Sherman- Akte gewinnt. Die Haltlosigkeit dieses Räfonnements liegt auf der Angenommen einmal, die große Entwerthung des wichtigen Gebiet des öffentlichen Lebens genau zu verfolgen. internationale Vereinbarungen im bimetallistischen Sinne noch Hand. während sich bis in Der lokale Theil des Vorwärts" verzeichnet alle Be- weniger wie früher erwartet werden durften, fonnte ein Zweifel Silbers gegenüber dem Golde gebenheiten des Tages und giebt ein getreues Bild des auch bei der deutschen Regierung nicht bestehen. Indem der die siebziger Jahre hinein 15/2 Pfund Silber ungefähr gegen Bundesrath, hauptsächlich wohl unter dem Einfluß der süddeut- Pfund Gold auf dem Weltmarkt eintauschten, wird gegen Vereins- und Versammlungslebens, welches schen Staaten, es ablehnte, eine von vornherein zur Unfruchtbar wärtig etwa die doppelte Silbermenge für 1 Pfund Gold ge in Berlin besonders starke Wellen schlägt. teit verurtheilte Konferenz einzuberufen, hat er nur das Selbst- zahlt sei nicht in technischen Fortschritten des Silberbergbaues, verständliche gethan; aber dies Selbstverständliche ist darum nicht sondern allein in der Einstellung der staatlichen Silberprägungen minder schmerzhaft für die agrarisch- konservativen Illusionen. begründet, angenommen ferner, bei einer neuen Erschließung der Man wirst den modernen Sozialdemokraten, deren Forde- Münzstätten für das Silber würde dieses seinen alten Werthsaz rungen auf der klaren Einsicht in das Wesen der fapitalistischen gegenüber Gold von neuem erobern und behaupten können, was Wirthschaftsweise basiren und daher durchaus realistischer Natur wäre die Folge? sind, utopien vor. Das heißt die Sache auf den Kopf stellen. Nicht die revolutionäre, von der ökonomischen Entwicklung getragene Partei, sondern die reaktionären Parteien, welche, mit dem Kapitalismus im ganzen einverstanden, ihm die einzelnen Giftzähne ausbrechen wollen, die sie gerade zu fühlen bekommen, denken utopistisch. Sie verschließen ihr Auge vor dem großen Zusammenhang der ökonomischen Geseze und meinen, dieses lebendige Ganze ihren subjektiven Klassenwünschen gemäß durch allerhand fleinliche Vorkehrungen meistern zu können. Nicht die Einsicht, die überspannte Illusion, welche nicht sehen will, um an Wunder furen zu glauben, ist die Triebkraft dieser Parteien. Handwerker und Agrarier, die einen von der Konkurrenz des Großbetriebes, die andern von der Konkurrenz der überseeischen Getreideländer bedrückt, find solche Gläubige aus Klaffeninstinkt. Was für jene Befähigungsnachweis und Innungsorganisation, das ist für diese Ebenso widmen wir dem Feuilleton die größte Aufmerkjamkeit. Jeht veröffentlichen wir einen Original Roman aus der Gegenwart: ,, Clotilde", von H. W. M. von Walthausen, der in einer deutschen Residenzstadt spielt und tiefe Blicke in das Leben der guten Gesellschaft" thun läßt. " Den neuen Abonnenten wird der bereits gedruckte Anfang dieses höchst spannenden Románs gratis nachgeliefert. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr, 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 M. für die Monate Februar und März entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungsliste für 1896 unter Nummer 7277.) 42 Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Antrag Kanik und Bimetallismus. Keine Geldverschlechterung, sondern eine Geld vermehrung die aber an und für sich noch durchaus keine gesteigerte Waarennachirage, teine Belebung der Produktion und Erhöhung der Preise bedeutet. Massenhaft würde das früher ausgeschlossene Silbermetall in die Münzen strömen, aber die Vermehrung des Geldstandes würde an sich der Produktion noch feine neue Kraft verleihen. Ein Ausschwung der Produktion und der Preise hängt in letter Instanz immer von der wirklichen oder spekulativ voraus. gefebenen Waarennachfrage ab. Die vorhandene Menge von Metallgeld hat bei entsprechender Anspannung des Kredites noch immer genügt, um in allen solchen Fällen die den Unternehmern sich bietende günstige Konjunktur voll auszunüßen und Waaren, mehr als gebraucht wurden, auf den Markt werfen. Der Aufschwung der Produktion endete regelmäßig mit einer Ueber produktion. Den unklaren Utopismus, der hinter dem Kaniz'schen Ge- Die Vermehrung von Hartgeld würde einfach den Gelddanken, die deutsche Getreide- Einfuhr staatlich zu monopolisiren, bestand der Banten mächtig erhöhen und sie befähigen, große steckt, hat der„ Vorwärts" neulich erst beleuchtet. Das Doppel: Geldmassen an Handel und Produktion auszuleihen, wenn Zeit zu verlieren, ich gehe daher jetzt, um sofort meinen er ihr die Schuld allein beimessen? mit ihr abbrechen? Clotilde.( Nachdruck verboten.) feierlichen Einzug hier zu bewerkstelligen. Zuvor aber sie aufgeben? Sie, die er liebte, die in ihrer VerlegenRoman aus der Gegenwart von H. M. M. von Walthausen. möchte ich mich um das Wohlwollen aller Parteien in heit jetzt so hold Erglühte, so Echöne, verlassen? weil meinem neuen Asyle bewerben. Die frischblühende Rose, ein Anderer sie ebenfalls schön fand? Nein! Leise die Zierde des Hauses, das Fräulein hat noch nicht ge- näherte er sich und flüsterte ihr über die Schulter sprochen, möchte auch ihr mein Erscheinen und Bleiben zu: Clotilde, lag nicht vorhin der Baron zu Ihren genehm sein." Dabei näherte sich Palavi dem jungen Füßen?" Mädchen. Die Erschreckte zuckte zusammen und sagte, ohne auf zublicken: Ja." Clotilde erwiderte diese an sie gerichteten Worte mit der Bemerkung: Ich bin erfreut darüber, ich werde viel hören und lernen." Das wäre mir lieb, denn nicht allein, daß dann meine Nachkur Erfolge verspricht, ich möchte Ihnen auch müglich werden und dazu bedürfte ich allerdings den Rang eines Hausfreundes. Wie ich höre, ist eine kleine Festlichfeit in Aussicht und wenn Sie dazu meine Dienste aunehmen wollten, würde ich mich sehr geehrt fühlen. Ich möchte einige selbsterfundene Arrangements gern zur Auf- Palavi erfaßte ihre Hand und flüsterte Clotilden zu: mir führung bringen, und es wäre mir lieb, wenn Sie dies So ungefähr habe ich mir nach der glühenden Beschreibung gestatteten." des Doktors die Tochter des Hauses vorgestellt, aber in " D, dann begegnen sich ja unsere Wünsche," sagte Wirklichkeit überstrahlt das Original die Beschreibung." Brambach. Die Verkörperung fünstlerischer Ideen stempelt Clotilde warf dem Doktor einen Blick zu, erröthete einen Gesellschaftsabend erst zu einem Festabend. Wir und senkte verschämt ihr Köpfchen. laffen Ihnen daher vollständig freie Hand und sind Ihrer" Nun kann ich um so freudiger hinwegeilen, um bald Ueberraschungen gewärtig." für längere Zeit wiederzukehren" und mit einer grüßenden Handbewegung trippelte Palavi zur Thüre hinaus. Dazu bedürfte ich noch besonders der Gunst der Damen. Meine Diener werden einige Requisiten bringen, und dies müßte doch vor allem die Frau des Hauses erlauben." " Ich stelle Ihnen zwei Zimmer zur Verfügung, sagte Georgine, arrangiren Sie und wohnen Sie dort, dann werden Sie unser Hausgenosse zugleich. Dies wäre allerdings einer meiner stillen Wünsche, denn ich habe auf meinen vielen Reisen in Deutschland und der Schweiz das Hotelleben zum Ueberdrusse genossen, aber es geht nicht." Warum nicht?" fragte der Doktor. " Die freundliche Aufnahme, die ich hier gefunden, läßt mich befürchten, daß um meinetwillen Opfer gebracht werden, und das kann ich nicht annehmen, es wäre denn, daß mir auch hierin freie Hand gelassen würde, dieselben auszugleichen." " Brambach folgte, ein baldiges Wiedersehen" ihm nachrufend. " Nun wie gefällt Ihnen Palavi?" fragte der Doktor Georginen. " Ein recht angenehmer Mann," erwiderte diese freudig, man sah es ihr an, sie war froh, einen reichen Miether bekommen zu haben. Mit dem Ausrufe:" Entschuldigen Sie mich, Herr Doktor, ich muß Ihrem Freunde die Zimmer wohnlich herrichten,- eilte sie in geschäftigem Eifer aus der Thür. Die beiden Verliebten waren allein. Beide auf geregt, mit übervollem, dem Zerspringen nahem Herzen, beide stumm ohne das rechte Wort zur Anrede zu finden. Clotilde schien den Blicken des Doktors aus zuweichen, fie blätterte mit zitternden Händen in ihrem Es wird Ihnen auch dies Arrangement überlassen", Album. sagte lächelnd Georgine, nur denken Sie mehr an unser Fest, welches schon morgen Abend stattfindet." Schon morgen Abend? O, dann muß ich von Ihrem gütigen Anerbieten Gebrauch machen. Dann habe ich keine Dem Doktor entging die Verlegenheit nicht, die Clotilde zu verbergen suchte. Er hatte also recht gesehen. Sie fühlte sich schuldbewußt. Sie hatte etwas gethan, deffen sie sich ihm gegenüber schämte. Das sprach für ihn. Durfte als " Er bewirbt sich um Sie?" Er hat mich besungen in einem Gedichte und versichert seine Liebe." Und Sie haben ihn erhört?" Ich bin ihm zu Dante verpflichtet, er hob mich auf, ich einmal auf der Eisbahn schwer gefallen war." Also aus Dankbarkeit und Begeisterung für den Dichter darf man das Gedicht nicht einmal lesen?" Ich habe es in mein Album gelegt, hier ist es." Der Doktor nahm das Blatt, überflog es und sagte: Das klingt ja gut, Sie sind wirklich eine Blume aus der Unschuldskrone." " Sie übertreiben, Herr Doktor. Ich weiß ja, daß ich noch ein unerfahrenes, thörichtes Kind bin, aber Ihr Spott thut mir weh." " Ich hätte Sie verspottet! Doch was seh ich das Gedicht dürften Sie ja gar nicht annehmen, es ist ja gar nicht an Sie gerichtet." " Es steht doch darüber: An Clotilde Br." Aber das Gedicht ist ein Akrostichon, die Anfangs buchstaben der Zeilen ergeben den Namen Bertha Schulz". Zufällig kannte ich dieses Fräulein, die junge Dame ist seit einigen Tagen die Braut Händrichs. Gewiß hat auch der Baron dieselbe gekannt, sie besungen, und veriverthet nun das Gedicht zum zweiten Male!" " Der Schändliche!" " Hatten Sie denn auch Ihr Herz befragt?" Das hat keine Stimme mehr, wenn seine heiligsten Regungen durch Spott ertödtet werden." Wie? Zum zweiten Male höre ich dies häßliche Wort, wie können Sie glauben, daß ich Ich glaubte, aber jetzt weiß ich, Sie können ein so allerdings einen beträchtlichen Profit machen. utopistisch. fie wird heth l Politische Uebersicht. Berlin, 29. Januar. = " " M diese danach Bedarf haben. Aber diesen Bedarf hängen. Und diese Kündigung brauchen sie nicht eher zurückzuziehen,| Etats des landwirthschaftlichen Ministeriums. fönnen die Silbermengen der Bant nicht erzeugen, der hängt ehe nicht die bedrängten Schuldner sich verpflichten, auch künftig- Wie es scheint, hat eine äußerliche Aussöhnung zwischen dem von dem Verkehr, von der Marktkonjunktur, dem Stande der hin den Echuldzins in Gold zu zahlen oder bei Silberzahlung Landwirthschaftsminister und den Konservativen doch stattWaarennachfrage ab. ein der sinkenden Kaufkraft des Silbergeldes entsprechendes Auf- gefunden; die beiderseitigen Reden ließen wenigstens nichts mehr Handel und Produktion haben solchen Bedarf nur, wenn sie gelo dem früheren Zins hinzuzufügen. Die Herren Agrarier von der Erregung und Erbitterung erkennen, die die fürzlich im auf starte Waarennachfrage rechnen können. Ohne diese Waaren- hätten so das Nachsehen. Die Geldverschlechterung, die der Reichstage von Herrn von Hammerstein gethane Aeußerung nachfrage bleiben die Silbermengen ein todtes Gewicht, Bimetallismus thatsächlich bedeutet, würde ihnen unter den ge- hervorgerufen hatte. Als erster stimmte der konservative Abg. v. das auf den Zinssuß des Leihkapitals drückt, ohne irgendwie gebenen sozialen Verhältnissen ebenso wenig wie die Geld- Heydebrandt v. d. Lasa das bekannte Lied von der Noth der Landwirthschaft an. Er fragte die Regierung, was sie nach Abdie Produktion und die Preise zu heben. Von der bloßen Geld vermehrung helfen. vermehrung einen Aufschwung des Marktes zu erwarten, Mit dem in der bimetallistischen Broschürenliteratur breit lehnung des Antrages Kaniß zu thun gedenke. Eine etwas schärfere an dem dann die Landwirthschaft partizipiren werde, ist baare getretenen Argumente, daß bei einer internationalen Doppelwährung Tonart schlug Graf Strach wih vom Zentrum an, der sich Utopie. der Getreide Import aus den früheren Silberwährungs- berufen fühlte, die wohlthätige Wirkung des Bundes der LandAndererseits, wenn eine solche Geldvermehrung mit einer ländern erschwert und dadurch eine erlösende Steigerung der wirthe zu preisen. Der Landwirthschaftsminister schien sich vorErst als der günftigen Marktkonjunktur zusammenfiele, könnten die heimischen Getreidepreise herbeigeführt werden würde, steht es genommen zu haben, nichts zu erwidern. Banten, infolge ihres erhöhten Geldbestandes, den momentanen um gar nichts besser. Nicht die Währungs-, sondern die Abg. v. Putitamer- Plauth ihn fragte, ob er die Agrarier etwa Kreditbedürfnissen von Handel und Produktion allerdings noch Produktionsverhältnisse der überseeischen Getreideländer ermög- Monologe halten lassen wolle und ihm die Versicherung gab, Alle taß seinen Freunden ein Angriff auf die Regierung fern liege, weiter entgegenkommen, als in früheren Epochen des Aufichwunges. lichen die Kornausfuhr zu billigftem Preise nach Europa. Aber welchen Vortheil hätte die Landwirthschaft davon? Das Münzerperimente tönnen an diesem Grundverhältnisse, aus erhob sich der Minister, um in bestimmter, aber doch formell ent Resultat wäre nur, wie auch der dem Bimetallismus früher ge- welchem sich die" Noth der Landwirthschaft" erzeugt, nichts gegenkommender Weise zu antworten. Er wies zunächst den Ausdruck kleine Mittel" als unzutreffend zurück; das, was der neigte Professor Lexis hervorhebt, daß bei derart erleichtertem ändern. Kredit die Ueberproduktion, in die der Ausschwung immer aus- Wohin man auch sieht, der agrarische Bimetallismus trägt Landwirthschaft geboten würde, sei von dieser früher nicht bezeichnet worden. Auf den Antrag Ranih und mündet, früher ungeahnte Dimensionen annehmen müßte. dasselbe utopistisch- unklare Gepräge wie das agrarische im Antrag so Man wird fagen: Die Annahme, von der hier ausgegangen Kanig formulirte Monopolideal. Beides find dumpfe Hoffnungen auf die Goldwährung könne fich die Regierung nicht einEs sei ungerecht, ihm einen Vorwurf wegen der war, daß das Werthverhältniß von Gold und Silber sich so be- einer privilegirten Klasse, deren ökonomische Grundlage von der laffen. haupten werde, wie es die zu einem bimetallistischen Bunde ver- hochgehenden Fluth der freien Konkurrenz immer bedrohlicher Handelsverträge zu machen, gegen deren Zustandekommen er sich einigten Staaten in ihren Münzsystemen festsetzen, ist nur der erschüttert wird, verworrene Illusionen, in die der Klasseninstinkt, mit Händen und Füßen gesträubt habe. Bemerkenswerth ist die Popularität wegen aufgestellt, um die Gegner nicht zu reizen. um seiner Furcht vor diesen Fluthen wegzutäuschen, sich flüchtet. Absage des Ministers an die Linke des Hauses, deren Hilfe man Thatsächlich rechnen die Agrarier viel weniger auf eine Aber die Fluth läßt sich nicht bannen, sie wird hoch und höher höchstens beim Widerstand gegen bestimmte Gedanken, aber nieWeiß Herr Geldvermehrung, als auf eine Geldverschlechterung, und ſteigen. mals bei pofitiven Vorschlägen brauchen könne. von Hammerstein nicht, daß die Handelsverträge mit Hilfe der indem sie diesem Ziele zusteuern, zeigen sie zwar rücksichtsLinken zu stande gekommen sind, oder hält er diese nicht für etwas lofen Egoismus, aber feine Utopie. Wenn Deutschland im Verein mit den übrigen Kulturländern nach dem alten WerthPositives? Die Rechte spendete den Worten des Ministers lebbaften Beifall, obgleich die Junker jest wohl ebensowenig wie verhältnisse alles ihm vom Verkehr angebotene Silber und Gold vorher wissen, was die Regierung in ihrem Interesse beabsichtigt, ausmünzte, dann würden die aus 151/2 Pfund Silber hergestellten Silbermünzen offiziell allerdings genau so viel gelten, wie Die heutige Reichstags- Sigung brachte uns einen ein Zeichen, wie wandelbar die Stimmung dieser Herren ist. die aus 1 Pfund Gold hergestellten Goldmünzen. Aber großen moralischen Sieg des Allgemeinen Wahl- Nach der Rede des Ministers wurde die Berathung vertagt. in der Praxis würde doch das früher höher gewerthetes Metall, das recht 3. Auf der Tagesordnung standen zunächst die An- Am Donnerstag findet die erste Lesung des Gold, auch weiterhin höher geschätzt werden und auch in Münz- träge der Fortschrittler und der Sozialdemokraten zur Ver- besoldungs- Gesezes statt. Münz- rage 3. Auf der Lehrer= form seinen Vorrang behalten. Man würde es aus dem Verbesserung des Wahlgesetzes. Während der Antrag Barth- Die Massenvorladung der ,, Vorwärts"-Redakteure tehr herausziehen und aufschaßen, und wer Goldmünze begehrte, Rickert eine bessere Abgrenzung der Wahlkreise und in einem Disziplinarverfahren gegen Unbekannt" giebt der müßte dafür mehr als die offiziell entsprechende Silbermünze, d. h. ein Aufgelb, bezahlen. In diesem Falle würden die Waaren namentlich die Wahrung des Wahlgeheimnisses bezweckt, Bossischen Zeitung" Gelegenheit, sich über den Zeugnißpreise, die sich auf Grundlage der Goldwährung normirt hatten, fordert unser Antrag die Ausdehnung des Wahlrechts zwang in Preßsachen auszusprechen. Sie erinnert nothwendig in die Höhe gehen. Sie waren auf Gold falkulirt auf die Frauen und die Ertheilung des Wahlrechts vom zunächst daran, daß es in Theorie und Praxis streitig ist, und wenn die Verkäufer diefelbe Goldmenge wie früher erhalten 20. Jahre an. Die Tebatte, in der unsererseits Blos und ob ein Zeugnißzwang in Disziplinarsachen gesetzlich zulässig sollen, so müssen sie, eben wegen des Aufgeldes, das für Gold Echoenlank den Parteistandpunkt vertraten, berührte natur- ist; in der Begründung zu§ 3 des Entwurfes eines gezahlt wird, den Preis in Silbermünze höher normiren. Die Silber- gemäß die Umsturzbestrebungen der Reaktion gegen das Einführungsgesetzes zur Straf- Prozeßordnung war seinerpreise, welche für Waaren gegeben werden, würden also in die allgemeine Wahlrecht und zur Verschlechterung des sächsischen zeit bekanntlich ausdrücklich erklärt: Außerdem Söhe gehen und die Landwirthe könnten, wenn nicht Landtagswahlrechts. Niemand- und das ist eine bemerkens- Bereiche der Straf Prozeßordnung bleiben zunächst Arbeitslöhne und sonstige Produktions to ft en werthe Thatsache wagte es, für Abschaffung des all- die Disziplinarstraffachen." Das Kammergericht sich entsprechend steigern, hier als Getreideverläufer gemeinen Wahlrechts eine Lanze zu brechen. Der einzige, freilich ist der Meinung, daß der strafprozeſſualiſche Sie bekämen für die gleiche Produktmenge eine größere der sich ihm abgeneigt erklärte, war König Stumm, und Zeugnißzwang in Disziplinarsachen analog" anzuwenden Summe Silbergeld und könnten nun, das ist die Hauptsache, mit dieser hat nie so zahm und so verblümt gesprochen, wie heute. sei. Mit wie geringem Erfolge das geschieht, das haben Aber der diefem entwertheten Silbergelde die Zinsen ihrer Hypotheken- Alle übrigen Redner wetteiferten in Liebesbezeugungen und ja frühere Vorfälle bereits dargethan. fchulden zahlen. Sie hätten aus der Preissteigerung den Vor- Lobeserhebungen an die Adresse des Reichstagswahlrechts ganze Zeugnißzwang gegen die Presse theil, die Gläubiger aber wären, da dieselbe Geldmenge infolge und das Schreckenstind, Graf Limburg- Stirum gab sich widerspricht und damit berührt die Voss. 3tg." der allgemein geftiegenen Waarenpreise eine verringerte Kauftraft die erdenklichste Mühe, sein unglückliches Herrenhaus Pro- ganz richtig den Kern der Sache so gut wie der hat, die Gepreйlten. Auch diese angenehme Spekulation, die ja am ehesten die nunziamento abzuleugnen, es von sich abzuschütteln. Es gegen den Beichtvater, Arzt und Vers Silberbegeisterung unserer Agrarier erklären tann, ist leider half aber nichts es erging ihm wie dem Chamisso'schen theidiger dem nationalen Rechtsgefühle. Zopfmenschen ,, und wie er sich wendet und wie er sich wie er für den Beichtvater, Arzt und Freilich in früheren Zeiten waren ähnliche Manipulationen dreht", die verwünschte Rede hängt ihm hinten". Und Vertheidiger hinsichtlich der ihnen in ihrem bei den Fürsten sehr beliebt. Sie pumpten ihre lieben Unter die Kollegen sorgten dafür, daß das fatale Ding Berufe anvertrauten Dinge nicht besteht, thanen nach Kräften an, doch wenn es ans bezahlen ging, gefiel gehörig festgenagelt ward, wobei sich namentlich so muß er auch für den Redakteur beschräntt es ihnen oftmals, das Geld so umzumünzen, daß jedes Gold- der Zentrumsmann Fuchs durch Eifer hervorthat. werden." und Silberstück weniger Gold und Silber als früher erhielt. Die Herr Limburg- Stirum hatte noch weiteres Pech. Durch Zum Schluß fragt das Blatt: Welche Wirkung aber Gläubiger aber mußten den Mund halten, da sie dem Namen eine Anspielung auf„ hergelaufene Leute", die sich als hat das Zeugniß- Zwangsverfahren vom politischen StandOffenbar eine äußerst wirksame Realpolitik! Aber eines Agitatoren aufspielten, brachte er den Antisemiten Binde- punkte, vom Standpunkte der Zweckmäßigkeit? Wenn die des Vorwärts" bezeugen, Unbekannt" fchickt sich nicht für alle, und die verschuldeten Agrarier dürften wald auf die Beine, der ihn entgegenwarf, daß diese her- Redakteure bei einer bimetallistischen Geldverschlechterung bedeutend schlechtere gelaufenen Leute" keine Strauchritter" zu Vorfahren nicht zu kennen, so werden sie vermuthlich nach Hause Geschäfte als jene patriarchalischen Fürsten machen. Die Rech- hätten, wie der Herr Graf, der überhaupt keine Ursache entlassen; soweit sie ihn kennen und nicht neunen, nung würde nur stimmen, wenn die Hypothekengläubiger, die ja habe, mit seinen Vorfahren zu prahlen. Der Herr Graf tönnen sie Strafen und Zwangsmaßregeln unterworfen den ländlichen Schuldnern gegenüber zweifellos die stärkere Partei hat nämlich das Blut einer" semitischen Stute", um den werden. Und das Ende ist, daß alle Welt erfährt, auf den sind, bei der Einführung der freien Silberprägung eine Ausdruck Bismarc's zu gebrauchen, in seinen gräflichen Vorwärts" und seine Leute" fönne fich Jedermann, der ganz passive Rolle spielten. Aber da sie feine Unter- Adern. ein Geheimniß verrathen wolle, verlassen, von ihnen sei kein thanen der Agrarier, sondern ihre Mitbürger und In eine wenig beneidenswerthe Lage gerieth der sächsische Vertrauensbruch zu besorgen. Und damit werden sich die tapitalfräftigere Mitbürger sind, würden sie den Als Gläubiger Bundesraths- Bevollmächtigte Graf Hohenthal. Schon in Zuträger des sozialdemokratischen Blattes ebenso wie seine ihnen zugedachten Streich sehr leicht pariren. tönnen sie durch massenhafte Hypothekenkündigungen leicht der Rede, die Blos zur Begründung unseres Antrags hielt, Leser mehren." Das ist so ungefähr auch unsere Meinung. den Bankerott über eine ganze Schicht der Landwirthe ver- war auf das sächsische Wahlrechts- Attentat hingewiesen worden, und als Schoenlant einen direkten Angriff machte, Polizei und Preffe in Preußen. Im preußischen nahm Graf Hohenthal das Wort, um zu allgemeinem Erstaunen Abgeordnetenhause hat der freisinnige Abgeordnete Wete zu versichern, daß ihm von einer Absicht der sächsischen Regie- ta mp das Verhalten der preußischen Polizei und Res rung, das Landtagswahlrecht zu beschneiden, nichts bekannt gierung gegen die Presse an einem eklatanten Falle gezeigt. sei, was er, als ihm die betreffende Kammerrede des Er wies darauf hin, daß im Herbst vorigen Jahres in fächsischen Ministerpräsidenten von Mitsch vorgehalten Breslau Erkrankungen verschiedener Personen in den schlesiwurde, dahin berichtigte, daß ein fester Plan noch nicht schen Bädern große Beunruhigung hervorriefen. vorliege. Und das ist insofern richtig, als die sächsische Breslauer Zeitung" wollte zur Beruhigung amtliches Regierung den in Aussicht gestellten Stein der Weisen noch material veröffentlichen. Das Pelizeipräsidium lehnte aber micht gefunden hat. die Mittheilung solchen Materials ab mit dem Bemerken, Jedenfalls ist eins heute klar geworden: Die ,, es hätte keinen Anlaß, einem Blatte wie der Breslauer reaktionären Umstürzler haben entdeckt, daß die Staats- Beitung", welches noch jüngst, gelegentlich des streichtrauben und Vernichtung des Reichstagswahlrechtes fozialdemokratischen Parteitages, die Maßs nahmen der Polizei derartig besprochen und ist Staatsstreich doch recht sauer sind. Schließlich wurde, unter Verwerfung unseres Antrages, eine derartige Saltung der Behörde gegens über eingenommen hätte, auch noch amtliches der fortschrittliche Antrag mit großer Wehrheit angenommen material zur Verfügung zu stellen. Eines oder für den Papierkorb des Bundesraths. Den zweiten Punkt der Tagesordnung bildete unser das andere; vereinigen laffe sich das nicht!" Eine Beschwerde an den Regierungspräsidenten hatte Antrag auf Sicherung des Vereins- und Versammlungsrechtsteinen Erfolg, obwohl in ihr darauf hingewiesen wurde, und zwar für jeden Reichsangehörigen ohne Unter- Die Mittheilung solcher amtlichen Nachrichten sei doch nicht schied des Geschlechts. Die Begründung er als Prämie für das Wohlverhalten der Zeitung zu be Das Nächste, was ich thun muß," sagte Clotilde, folgte durch Dieser zeigte in ausführlicher trachten. Der Regierungspräsident antwortete vielmehr, ist, daß ich dem Baron von Rürdorf sein Gedicht zurück- Rede die Ungeheuerlichkeit der herrschenden Zustände. ,, daß er, da der Polizeipräsident unzweifelhaft für berechtigt Schicke." Wir haben 26 verschiedene Vereinsgesetze in Deutschland zu erachten ist, einer geitung das von ihr behuss Veröffentlichung Und ich werde diesen Brief selbst bestellen." und diese verschiedenen Geseze werden überall verschieden gewünschte amtliche Material vorzuenthalten, sich nicht in der Clotilde nahm ein Kouvert zur Hand und beschrieb gehandhabt. Es ist die reinste Anarchie. Das Unrecht, Lage fehe, in beregter Angelegenheit sachlich etwas Weiteres zu es. Sie schien plötzlich reifer, entschlossener geworden das die Frauen jetzt politisch entmündigt, wurde scharf von veranlassen." dua Auf die an den Minister des Innern, damals noch dem Reduer gegeißelt, der nach Erledigung des prinzipiellen zu sein. Langenberg betrachtete sie mit Wohlgefallen. Mein Theiles der Frage an einer Reihe von Beispielen den status den Herrn v. Köller, den Gründer der Berliner KorresponEngel, Du sollst nicht mehr trauern", sagte Langenberg, quo auf dem Gebiete des Vereinslebens beleuchtete. Die sächsischen denz", weiter eingelegte Beschwerde antwortete jetzt der indem er Clotilden einen Ruß raubte und dann die Verse Eigenthümlichkeiten", die Auflösung der Partei und andere Minister v. d. Rece: Auf die Beschwerde vom 20. November v. J., betreffend in das Rouvert und dieses zu sich steckte, eine so holde Köllereien, die Bismarck'schen Rezepte, die von gemeiner Knospe soll aufblühen, soll für andere Liebreiz verbreiten, Gesinnung" diktirt sind, welcher Ausdruck dem die ablehnende Haltung des dortigen föniglichen Polizeipräfts denten gegenüber Ihrem Ersuchen um Mittheilung amtlichen bimetallistischen Rowdy Kardorff unparlamentarisch" schien, Materials zur Veröffentlichung in Ihrer Zeitung, erwidere ich und sich sonnen im wahren Glücke." die famose Praxis des Messens mit zweierlei Maß alles der Redaktion nach Prüfung des Sachverhalts ergebenst, daß ich wurde von dem Redner erschöpfend und eindrucksvoll be- teine ausreichende Veranlassung finde, eine handelt. Abänderung des Bescheides des tönigl. Regie. Nachdem er mit einem lebhaften Appell an das Rechts- rungspräsidenten vom 18. November v. J. eintreten Kunst und Wissenschaft. gefühl geendet, wurde die weitere Berathung bis zum nächsten zu lassen." Die Breslauer Zeitung" bemerkt hierzu: Im Alexanderplatz Theater ist am Dienstag Varney's Schweringstage vertagt. Auch der ministerielle Bescheid ist keine Antwort auf unsere Baudeville Die kleinen Lämmer" zum hundertsten Male auf Nächste Sigung Morgen 1 Uhr. Fortsetzung der zweiten Beschwerde; denn er geht, ebenso wie der des Regierungs- Präfi geführt worden. Dies Ereigniß gestaltete sich selbstverständlich Lesung des Etats. denten, auf den Kern der Sache überhaupt nicht ein. Es ist darzu einer kleinen Ovation sowohl für die mitwirkenden Künstler, einschließlich des Rapellmeisters, als auch für den Direktor, der in Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Mittwoch aus nicht zu entnehmen, ob der Minister die Begründung, womit das lange Zeit unbeachtet gebliebene Theater neues Leben zunächst den Etat des Ministeriums des Innern. der Polizeipräsident Dr. Biento unserem Vertreter das erbetene hineinzubringen wußte. Die flotte Darstellung des drolligen Eine Klage des Zentrums- Abgeordneten Brandenburg über amtliche Wiaterial verweigerte, billigt oder mißbilligt. Darauf Stückes und das volle Haus, das am Dienstag erzielt wurde, die Jmparität bei der Besetzung von Landrathsstellen rief eine allein aber kam es an; das ist die prinzipielle Seite der Angelegenheit. lafsen darauf schließen, daß die„ Kleinen Lämmer" vorab noch Kulturkampf- Debatte im kleinen hervor, an der sich besonders Dem Anschein nach wollen die dem Polizeipräsidenten überauf dem Repertoire bleiben werden. Das beste, was die junge lebhaft der nationalliberale Abgeordnete von Eynern geordneten Behörden einer Antwort, die ihre Meinung tlipp und Direktion thun tann, da gute Werte des nunmehr im Alexander betheiligte. Im übrigen bot die Diskussion nichts Nennens klar zum Ausdruck bringt, aus dem Wege gehen: auch diese Fests play Theater beliebten Genres gegenwärtig verteufelt rar find. werthes, Interessanter gestaltete sich die Berathung des stellung ist vielleicht nicht uninteressant." zwar unwissendes, so junges Ding kein Juwel nennen, das ist Spott! Auch zu Ihrem Freunde haben Sie über mich gesprochen." Clotilde begann laut zu weinen. " Gewiß habe ich mit ihm gesprochen. Der ganzen Welt möchte ich es zurufen: ich verehre und liebe Tich, Du bist für mich der Juwel, den ich mein nennen möchte. Clotilde, willst Du mein liebes Weib werden?" Clotilde blickte empor, ihre Augen erglänzten in Freudenthränen, mit erhobenen Armen und dem Rufe: Eugen!" flog sie dem Doktor an die Brust. " I Clotilde!" Du lieber Mann! D wie glücklich bin ich, die Stimme meines Herzens redet wieder: ich liebe Dich längst." " Mein herziges Mädchen! Dein auf ewig!" Bin ich Dir nicht unwissend, zu kindlich?" Bleibe noch lange fo!" Eugen, Dir will ich mich nun ganz anvertrauen, als die Deine." Und nochmals umarmten sich die beiden Glücklichen, ein heißer Kuß wurde ausgetauscht. ( Fortsetzung folgt.) " Auer. " " Die tischen Gründen. Hamiltons. * -O * * Deutsches Reich. Darauf kommt es in der That bei dieser charakte-| Korrespondenz ersichtlich war, auf Anregung der geängstigten Organisationen hineingezogen werden, um ristischen, aber für Kenner der preußischen Zustände doch Deutschen im Burenland eine von feinem Minister gegengezeichnete Standesgefühl und das Gefühl der zugehörig nicht eben verwunderlichen Angelegenheit an. Der Poli Depesche an den Präsidenten Krüger schickte. Das regte den feit zum Berufe zu erweden, sonst bleibe deren Poli- Depesche zeipräsident konnte das Material geben Jingo auf; und und diese Aufregung für die bestehende heutiger von Klassenbewußtsein getragener Die heute oder vorenthalten, aber nicht aus poli- Regierung, das heißt auch für sich auszunußen, war die Absicht Standpunkt ganz felbstverständlich. vorzunehmende Zentralisation bedeute einen großen Fortschritt für die zukünftige staatliche Organisation. Hierauf Ueber die Majestätsbeleidigung auf der Journalisten Eine interparlamentarische Konferenz sozialdemokra- wurde die Zentralisirung die Zentralisirung der genannten Organisationen tribüne des Abgeordnetenhauses nimmt in den„ Hamb. Nachr." tischer Abgeordneten ist bisher mehrmals geplant, aber nie- für das Großherzogthum Hessen beschlossen und der Fürst Bismarck das Wort zu folgenden Ausführungen: mals verwirklicht worden. Jezt wird der Gedante angeregt, ein 3entralausschuß mit dem Sig in Mainz " Der Vorgang erinnert uns an den Freiherrn v. Vincke, eine solche Konferenz mit dem nächsten internationalen Arbeiter gewählt. Die neue Vereinigung trägt den Titel: 3entral der einmal einen russischen Legationssekretär vor ver- fongreß zu verbinden oder richtiger im Anschluß an denselben verband hessischer Innungen und Berufssammeltem Landtage angriff, weil er bei der Beeidigung abzuhalten. Es wäre gut, wenn man sich rechtzeitig mit der vereine. Interessant war während der Debatte über den eines neuen Mitgliedes des Hauses nicht mit aufgestanden war. Frage beschäftigte und schlüssig machte. Titel des Verbandes die Aeußerung eines Redners, man Unserer Auffassung nach sollte es den auf der Tribüne anwesenfolle doch die Gelegenheit benutzen, um endlich einmal den Personen garnicht gestattet sein, bei den Rundgebungen des mit dem in einer unglücklichen Stunde gewählten Namen Hauses mit aufzustehen. Wenn man die Zuhörer auf der Tribüne Innung aufzuräumen. Bei jeder Gelegenheit werfe man als einen Bestandtheil des Hauses ansieht, dann muß man das Wort Der tonservative Parteitag für Berlin ihnen " Bünftler" an den Kopf und behaupte, sich auch ihre jezt als unerlaubt geltenden Ausbrüche wird vom Vorstande des Berliner deutschkonservativen Wahl- die Innung sei etwas Mittelalterliches und längst Ueberwundenes. der Zustimmung oder der Mißbilligung gefallen lassen. vereins auf Freitag, den 31. d. M., einberufen. Der Eintritt ist Man solle die Vereinigung Verband hessischer FachgenossenDie Tribüne steht vollständig ex nexu mit dem Hause, fie be- nur gegen Vorzeigung der namentlich ausgefüllten Legitimations- schaften" nennen. Aber das Wort Innung" blieb doch. findet sich lediglich im Zuhörerrecht; fie darf hören und sehen. farte gestattet(!).- Gewissensfreiheit. Mit rührender Naivetät was geschieht, aber daran in feiner Weise mitwirken. Ob sie bei Hochs oder Vereidigungen aufsteht, ist eine 3um Umsturz des sächsischen Landtags: protestirt der Pfarrer Schwarz in Heidelberg gegen das ganz gleichgiltige Sache für das Parlament und ob ein paar Herren ahlrechts. Die Dresdner Nachrichten" bringen folgende Bestreben der firchlichen Oberbehörden, Geistliche, die ihre von auf der Tribüne sich erheben oder nicht, das zu bemerken, der Kirchenlehre abweichende Ueberzeugung amtlich oder öffent ist gar nicht Sache des Hauses. Vor einigen Tagen ist hier ein Flugblatt verbreitet worden, lich aussprechen, des Amtes zu entsetzen, er protestirt gegen solche Es ist zu wünschen, daß dessen Verfasser der Redakteur des Dresdner evangelischen Verbote und Amtsentsegungen, weil sie in offenbarem wir allmälig zu dieser Auffassung gelangen; die entgegen Arbeiterblattes", des Organs der Dresdner Evangelischen Widerspruch mit dem Willen Jesu Chriſti ſind". gefeßte betrachten wir als einen Ausfluß von Herrschsucht, die Arbeitervereine ist. Wie wir erfahren, erachtet der Borstand So anerkennenswerth von einem gewissen Standpunkte solcher ſich auf die Tribüne ausdehnt und der sie ihre Unabhängigkeit des Vereins den Inhalt des Flugblattes mit den von den Kampf für Gewissensfreiheit ist, so würde doch Pfarrer Schulz nicht gönnt. Wenn die Tribünen mit lärmenden Demonstrationen Vereinen verfolgten Tendenzen so wenig vereinbar, daß derselbe nie ablaffen dürfen vom Protestiren, wenn er sich gegen alles an den Verhandlungen theilzunehmen fuchen, so müssen sie ge- den Verfasser veranlaßt hat, die Redaktion des genannten Blattes wenden wollte, was heute im Widerspruch mit dem Willen räumt werden, da sie zur Mitwirkung fein Recht haben; aber demnächst niederzulegen." Jesu Christi ist". aus dieser Rechtlosigkeit geht auch ihre Unabhängigkeit in bezug auf Aufstehen oder Sigenbleiben hervor." = Notiz: " " Desterreich. Frankreich. Die Sächsische Arbeiter Zeitung" bemerkt hierzu: Unsere Leser wissen, daß das Flugblatt sehr maßvoll abgefaßt und von männ- Graf Badeni in Lemberg. Die Voss. Zeitung" Dem Grafen Roon, der sich im Reichstage mit der Liebe lichem Ernst durchdrungen war. Mancher hat sich gewiß gefreut, meldet: Gleichzeitig mit dem Festabend im Rathhause zu Ghren. für die wirthschaftlich Schwachen brüstete und sich darin nicht daß auch in den kirchlichen Kreiſen bei dieser Gelegenheit ein der Miniſter Graf Badeni und Dr. v. Bilinski hielten die übertreffen lassen will von den jungen Strebern und Schwarm- gewiffer Muth, ein ehrliches Eintreten für die Armen hervor Arbeiter eine Versammlung mit der Tagesordnung ab: geistern, die sich unter den Chriftlich- Sozialen bemerkbar machen", trete. Aber es war eine Täuschung. Der Redakteur, Anfrage an den Grafen Badeni, was mit der hält heute das„ Volk" ein„ chriftlich soziales Manifest" vor, der im Christenthum nicht eine Phrase z zur geinigen Wahlreform gefchieht. Nach Schluß der Versammlung das der Herr Graf vor 2/2 Jahren, ehe er Reichstags- Abgeord- Benebelung des Volkes sieht, sondern einigermaßen Ernst macht zogen die Arbeiter vors Rathhaus und stimmten das Arbeiterlied neter war, unterschrieben hat. Und, so fagt das Blatt, gegen mit deffen Wahrheiten, er wird darob vom Vorstand des Vereins und Hochrufe auf das allgemeine Wahlrecht an. Die Polizei eben diese Christlich- Sozialen muß sich Graf Roon gewendet vor die Thür gesezt, da der Inhalt des Flugblattes mit den trieb die Menge mit blanten Säbeln auseinander und nahm zehn haben, die er damals unterstüßte, weil die Jungen" fich weder von dem evangelischen Arbeiterverein verfolgten Tendenzen Verhaftungen vor. Ob diese Verhaftungen wohl eine gein der christlich- sozialen Partei befinden, noch je befunden haben; nicht vereinbar sei! Die Maßregelung des Herrn Dr. Scheven nügende Antwort auf die Frage der Arbeiter waren?? er müsse also andere Chriftlich- Soziale im Auge gehabt haben, wird nicht hindern können, daß der Groll über das Wahldie bisher der christlich- sozialen Partei unter Führung Stöcker's rechts Attentat die Kreise der bisher frommen Lämmlein Steyr, 29. Januar. Bei der Ergänzungswahl zum angehört haben. Welche unter diefen", so fragt das Volt", des evangelischen Vereins weiter durchsäuert. Vielmehr beweist Reichsrath im Städtebezirk Steyr wurde der Anti„ belegt er mit dem beleidigenden Namen„ Streber"?" wir dieses Vorkommniß in denkbar kennzeichnendster Art wiederum, liberale Grb mit 1110 Stimmen gegen den Liberalen bitten um Namen. Bis sie genannt sind und der Herr weß Geistes Kinder die Macher der sogenannten, Arbeitervereine" Stigler, welcher 863 Etimmen erhielt, zum Abgeordneten Graf wird sich der Pflicht nicht entziehen können, seine allgemein evangelischer Richtung sind. Es zeigt sich, daß. sobald gewählt. gehaltene Behauptung zu beweisen-, möchten wir auf eine ernsthafte Frage des Arbeiterrechtes zur unferer Ansicht beharren, daß die Streber in einem ganz Entscheidung tommt, diese Auch- Arbeiter". - Ueber die französische Flotte äußert sich ein anderen als dem echt christlich- sozialen Lager zu finden sind. Vereine vollständig versagen, ja fich in Ani unserer Seite giebt es weder Orden noch Ehrenstellen, ihrem französischer Marine- Offizier, der durch seine hohe Stellung als wahren Charakter als Stüben der weder Rangerhöhung noch fette Posten zu erhoffen." Wohl aber, herrschenden, von Volksausplünderung und wohl informirt angesehen werden kann", seinen Landsleuten in einem im Eclair" erschienenen Artikel. Er stellt zunächst fest, daß so darf man schließen, auf der anderen Seite. Die Worte, Voltsentrechtung lebenden Parteien ent. die dem Gehege der gräftlichen Zähne entflohen sind, werden offen- puppen! Damit beweisen diese Vereine aber zugleich, daß in Frankreich die Ausgaben für die Marine um die Hälfte bar die reinliche Scheidung zwischen den Nichtsalstonservativen vom wahren Christenthum fein Fünkchen in ihnen wohnet." höher sind, als in England, daß jedoch die französische Marine nicht deswegen Die Hälfte besser ist. Die„ Nordd. Allg. 3tg." bemerkt zu diesem charakteristischen Beim Vergleich nach Tonnenzahl und Geschwindigkeit der beider= den fogenannten" Konservativen, wie der Minister v. Hammerstein so schön sagte und ben Christlich- Sozialen beschleunigen. Vorgange: Wie nicht etwa nur in Berlin, sondern überall die feitigen Kriegsschiffe stellt sich heraus, daß die französische Christlich- Sozialen die Wege der Konserva. Der Reichsbote" will es nicht wahr haben, daß er den tiven treuzen, dafür liefert das„ Dresd. Evang. Arbeiterbl.", Flotte kaum die Hälfte der ersteren erreicht und auch an GePfarrer Naumann denunzirt hat und behauptet, an ihm Anstoß welches von P. Scheven redigirt wird und an seiner Sturn die Devise: Schwindigkeit der englischen bedeutend nachsteht. Der Verfaſſer genommen zu haben, nicht weil er sich um die Besserung sozialer„ Gottes sucht, Königstreue, Nächstenliebe" trägt, einen bemerkens macht für diese Mißstände die französischen Arsenale verantwortlich. Schäden bemühe, sondern wegen der Art, wie er sich in Gegenwerthen Beweis. In Sachsen haben bekanntlich die Konser- So wurden in denselben von 1885-92 zwei Drittel der Summen verfann wohl ein Mann schreiben, der wie die Sozialdemokraten in Wahlrechtsreform in Anregung gebracht, deren Biel Schiffe franzöfifcherfeits nur ein Drittel gegenüber derjenigen der vativen im Verein mit den anderen bürgerlichen Parteien eine ausgabt, die die Engländer im gleichen Zeitraum verwendeten, während die Tonnenzahl der in diesen acht Jahren erbauten Christo einen Agitator für Sozialreform, aber nicht, wer in sein soll, die Sozialdemokratie zurückzudrängen. englischerseits erbauten Schiffe beträgt, d. h. die Franzosen er Christo den Erlöser und Versöhner mit Gott, der uns zur Dieses Bestreben bekämpft das genannte fittlichen Wiedergeburt und Erneuerung verhelfen will, sieht. christlich- soziale Dryan, indem es sich direkt gegen die bauten 147 000 Tonnen und die Engländer 407,000. Der Und vor jener falschen Auffassung Chrifti als sozialem Agitator von fonservativer Seite für die verlangte Reform gegebene Be- Gesammtwerth der englischen Flotte erreicht heute 2 Milliarden, müssen wir als vor einem der größten und gefährlichsten Jrr- gründung wendet, in einem Artifel: aß Dich nicht der der französischen nur 700 Millionen. Dabei ist So( wie Naumann) thümer warnen; denn ist Chriftus ein„ Proletarierkönig", ein antifer Laffalle, so kommen dann die Antisemiten und die naturalistischen Nationalenthuſiaſten und sagen: was soll uns jener alte jüdische Sozialiſt- wir verstehen das jetzt besser, wir bedürfen keiner geistigen Anleihe beim alten Judenthum." Also nur aus Furcht davor, daß die Antisemiten Gegner des Christenthums würden, fämpft der fromme Reichsbote" gegen den Pfarrer N. und denkt dabei gar nicht daran, daß er ihn, wie heute die Zustände nun einmal sind, denunzirt, wenn er von ihm als dem Sozialisten N." spricht: jaja, der heilige Eifer! " Ein Mahnwort die Erbauung der gelüften Deines Nächsten Rechts. Schiffe in Frankreich kostspieliger. und ein Weckruf", in dem es u. a. heißt: Der Schiffsrumpf toftet bier, sei es der Industrie, sei beraus haben, aber gleichzeitig auch eine 1300-1600 Fr. Die englischen Arbeiter sind besser bezahlt, " Tie Herren wollen die Sozialdemokraten es dem Staate, 2400 Fr. pro Tonne, in England dagegen nur Wertretung aller unbemittelten Schichten nach dagegen giebt es in Frankreich mehr Arbeiter für die gleiche möglich feit erschweren, oder glaubt Ihr, die Klassen in England. Warum? Weil die französischen Ingenieure damit Arbeitsleistung und die Materialien sind doppelt so theuer als Abgeordneten" werden Eure Interessen wahrnehmen, Ihr Handwerfer, Landwirthe, Bedienstete und Arbeiter?" zu verschwenderisch umgehen und viele Materialien als unbrauch Den sächsischen Konservativen derartige Absichten anzudichten Schiffstheilen verwenden sie außerdem Panzerplatten 1. Qualität, bar wegwerfen, die noch verwendet werden könnten. Bei gewissen ist echt chriftlich soziale Methode. Aber diese Methode wo ohne Echaden solche zweiter Qualität genommen werden Ein ,, wildes" Land. Grauen und Gruseln muß alle und das ist das charakteristische ist überall diefelbe, tönnten. Auch arbeiten die französischen Arbeiter nicht genug, Gamaschenknöpfe der Militärstaaten Europa's beim Vernehmen gleichviel, ob sie in Berlin, Dresden oder sonst zur Anwendung und zwar, weil die Arbeit schlecht vertheilt ist. Ebenso kommt folgender Kunde befallen: Sonntag, den 26. d. M. hielt Genosse gelangt, und sie richtet sich in Ziel und Wirkung stets gegen fehlerhafte Anfertigung zu häufig vor. Auch hieran sind die R. Seidel in Zürich einen Vortrag über den Sozialis. die konservativen! mus in der Weltgeschichte in der- Offiziers. Und trotz alledem haben die wenigen ehrlichen Evangelisch- Ingenieure schuld, da sie alles wissen und ausführen wollen, im tantine der dortigen Kaserne!. Und der Himmel Sozialen nicht den Muth, ihre Sache von der der Kon- Grunde aber nichts verstehen, denn sie sind nicht Spezialisten ist nicht eingestürzt, und kein Ozean hat die Sd, weiz ver- fervativen reinlich zu scheiden, Deshalb haben sie auch keine zu fasser die schlimmsten Gefahren für die französische Industrie. genug in den verschiedenen Fächern. Hiervon fürchtet der Verschlungen!... funft und genießen teine Achtung. Ein Blaubuch über Armenien ist dem englischen Der neue Standal. Bei Gelegenheit der BeMünchen, 29. Januar.( Privat- Telegramm). Die Münch. rathung des Etats der Kolonie Zontin streiften der Bericht Parlamente vorgelegt worden; es enthält alle Depeschen vom Post" ist in der Lage, ein interessantes Attenstück zu publiziren, erstatter Kranz und der Deputirte Marcel Habert die 24. Juli 1894 bis zum 16. Oftober 1895 und giebt eine weitläufige Vorgeschichte der armenischen Unruhen nach dem Berichte welches beweist, daß die Einrichtung der sogenannten schwarzen Frage der Konzessionen der toutinesischen Opiumgesellschaft, die der gemeinsamen Untersuchungskommission. Listen beim Militär auch im rechtsrheinischen Bayern von einem gewiffen Saint- Mathurin im Jahre 1887 gegründet Das Blaubuch schließt mit einem Memorandum des besteht. Das von unserem Bruderblatt veröffentlichte Berzeichniß und von der Regierung kongeffionirt ist. Wie behauptet wird, britischen Delegirten Shipley, welcher ausführt, die Zahl der ist vom Regierungspräsidium von Mittelfranken an das Kommando tbeilt, zumal fie feit 1890 ohne jebe Kontrolle geblieben ist. hat die Gesellschaft den Staat systematisch übervorarmenischen Opfer sei von der britischen und auss ländischen Presse sehr überschätzt worden. Wenn man München gerichtet und Herr v. Lanessau, der frühere Gouverneur von Tonkin, hat sich des Infanterie- Leibregiments in die Zahl der in jedem von den 23 Dörfern Getödteten auf trägt den Vermerk: Anhänger und Förderer(!) der sozialdemo- durch die den Opiumfabrikanten willfährige Bresse vollkommen 40 annimmt, so ergiebt sich einschließlich der an Nahrungsmangel tratifchen Partei bier und deren Eintritt in die Armee." Auf- 40 000 Frts., bann ein Monopol auf acht Jahre gewährt und einschüchtern laffen, ihnen zuerst eine Bachtermäßigung von Gestorbenen eine Totalsumme von ungefähr 900. Gleichzeitig führt Shipley aus, die Agitation gegen bie türkischen Behörden geführt sind 18 Namen zukünftiger Rekruten, die verschieden endlich im Jahre 1898 dasselbe Monopol für 81/2 Millionen fei Jahre lang von den auswärtigen armenischen Komitees in qualifizirt" werden wie„ Sozial. Gesinnung";" Anhänger der wieder zurückgetauft; dabei betrug das ganze Gesellschaftskapital den Distrikten von Musch und Talori unter den Armeniern beüberhaupt nur 14 Millionen. Daß solch ein Geschäftchen" nicht trieben worden, und der Mißerfolg in den Bestrebungen, dieser auf reinliche Weise zu stande kommen konnte, in klar. Als HauptBewegung Herr zu werden, habe zur Erbitterung der türkischen betheiligte an den Schwindeleien wurden Edwards, Hombert Behörden geführt. und on houre genannt; bei Edwards ist, wie wir schon Jingo und Monroe. In einer Rede, die Lord Hamil Haussuchung abgehalten worden, die belastendes Material gestern mittheilten, infolge der parlamentarischen Enthüllungen ton, Staatssekretär für Indien in Chiswick, einer Vorstadt Londons hielt, brachte er dem heiligen Jingo ein Opfer, indem ergeben haben soll. Diese Vorfälle werden von gewisser Seite zu einer erneuten Heze gegen den Präsidenten Faure auser die Monroedoktrin für England stabilirte." Wir wollen", so gebeutet. Mehrere Blätter weisen darauf hin, es feien bei renommirte er, die Monroedoktrin auf unsere Kolonien, be= Mainz, 27. Januar.( Eig. Ber.) Im Hotel Taunus waren Edwards, der früher Chefredakteur des Blattes Matin" war, sonders in Südafrika, anwenden; jede andere Nation gestern hier die Delegirten sämmtlicher im Großherzogthum drei Briefe von Felix Faure aufgefunden worden, welche sollte flar verstehen, daß jeder, der versucht, eine solche Doktrin, Heffen bestehender Innungen und freien Berufsvereine ver- derfelbe als marine minister geschrieben hätte. Der Figaro", soweit unsere füdafrikanischen Kolonien in Frage kommen, zu sammelt, um sich für die genannten Organisationen eine Zentrali- der allerdings nicht als zuverlässige Quelle betrachtet werden durchbrechen, auf den Widerstand der ganzen vereinigten Macht fation zu schaffen. 45 Delegirte und etwa 100 Gäste waren darf, stellt schon jetzt fest, daß die Briefe völlig bedeutungsEnglands und seiner Kolonien in allen Welttheilen froßen würde." aus ganz Hessen erschienen. Das Hauptreferat hatte der los feien. Wenn nun aber die Kolonien in allen Welttheilen" nach dem Redakteur Heinrich Fischer aus Worms, welcher sich für- Interpellation. Vorbild der Amerikaner vor hundert Jahren für sich selbst die Fallenlassen des Befäbigungsnachweises, dagegen für örtliche Kammer eine Interpellation über die Umtriebe der englischen Am 6. Februar wird in der Monroe- Doktrin aufstellen und sich vom Mutterlande loslösen, und nach Berufen gruppirte Zwangsorganisationen aussprach. Niger- Company und die Beschlagnahme eines französischen Schiffes was dann? Die Lehre des biederen Amerikaners hat offenbar Nur mit diesen könne dem Handwerk das verlorene Terrain durch dieselbe eingebracht werden. ihre zwei Seiten, die man je nach Bedürfniß zu gunsten oder zu wenigstens theilweise zurückerobert werden. Redner hob bervor, ungunsten Englands hervorkehren kann; darum ist es auch nicht daß es dem Einfluß süddeutscher Staaten zuzuschreiben sei, daß die besonders schlau von dem englischen Staatsmaun, sie so nach Voischläge des Ministers v. Bötticher den Berlepsch'schen Entwurf Die neue Universität von Brüssel, welche brücklich zu betonen. verdrängt hätten und tadelte die hessische Regierung, daß sie gleiche vor zwei Jahren gegründet wurde als Protest gegen die verNach dem Schluß seiner Worte zu urtheilen scheint übrigens Bahnen wandle. Weiter verwarf Redner das Projekt der hessischen knöcherte Jutoleranz der alten Zunft- Universität, hat sich vorHamilton das Burenland als eine südafrikanische Kolonie Regierung, die für das Handwerk geplante Vertretung auf die trefflich entwickelt. Unter ihrem Rektor Denis ist es gelungen, Englands aufzufassen, eine Anschauung, deren Unrichtigkeit die Gewerbevereine aufbauen zu wollen. Es seien dies keine Vers alle fünf Fakultäten zu beseßen und zwar mit so tüchtigen LehrBuren der Horde des Dr. Jameson vor kurzem erst mit ihren treter des Handwerks und das Handwert müsse gegen das träften, daß die neue Universität vom Staat förmlich anerkannt Büchsen flar gemacht haben. Die Drobung mit der Hineinziehen von Nichtbandwerkern in seine Angelegenheiten worden ist und das Recht hat, Zeugnisse auszustellen, Gramina Macht" verhallt gänzlich wirfungslos, da teine ganz entschieden Verwahrung einlegen. Alle Besserungs- vorzunehmen, furz alle Rechte einer regulären Universität. Sie einzige Nation sich in englische Angelegenheiten ges vorschläge ohne Zwangs Organisationen hat zwei Grundstücke und begann das gegenwärtige Semester mischt hat; fie zielt aber offenbar auf das Telegramm na ch Berufen müsse das Handwerk ab mit 110 eingeschriebenen Studenten und doppelt so viel Zu des deutschen Kaisers ab, der, wie aus unserer Johannesburger II ebnen. Auck bie Gehilfen müßten in diese hörern. " Sozialdemokratie";" Neigung zur Sozialdemokratie"; Notorischer Sozialdemokrat". Datum 28. September 1891. Es besteht kein Zweifel, daß dasselbe Formular noch heute gilt. forderung von 240 000 M. für die Herstellungskosten einer TeleDem bayerischen Landtage ist eine Nachtragsphonverbindung zwischen Frankfurt a. M. und Wien auf bayerischem Gebiete zugegangen. G Belgien. " " Italien. ift, wird gemeldet, die Gefahr der gegenwärtigen Lage sei groß; haben mag, daß jene Beschuldigung wider besseres Wissen die Buren seien anmaßend und widersetzten sich den unumgäng erhoben worden." Unter solchen Umständen schlug natürlich Rem, 26. Januar.( Eigener Bericht.) Die Truppen= fendungen aus Italien nach Abesiynien dauern, lich nothwendigen Reformen. Die Buren feien noch rings um auch die Geschäftsspekulation des gewissenhaften Geschichtsobwohl man jetzt bereits 15 000 Mann weißer Truppen dort Johannesburg konzentrirt. Ein Ausbruch der Voltaleidenschaft schreibers fehl. Sein Antrag, Reiher zu 6000 M. Buße zu verversammelt hat, noch immer fort und halten das Land in stehe bevor, wenn die Engländer nicht aus ihrer jezigen sklaven- urtheilen, wurde abgewiesen. Spannung, so daß alle Angelegenheiten der inneren Politik völlig ähnlichen Lage befreit würden. Man muß nicht vergessen, daß zurücktreten. Diese Wirkung ist vorzugsweise auf das Re- diefes Telegramm aus England kommt.trutirungssystem zurückzuführen; man sendet nämlich nicht ganze bas Meer, verloren. Kuba. " Parlamentarisches. Gewerkschaftliches. Lohnbewegung in der Konfektions- Industrie. Gewerfvereine der Auch über bereits geformte Regimenter Der Freibeuter Dampfer Hawkins" ist sondern entnimmt aus allen einzelnen Garnisonsstädten des 75 Meilen südöstlich von Long Island wrod geworden. Von gauzen Landes kleine Abtheilungen, die erst am Bestimmungsorte zu Bataillonen und Regimentern vereinigt werden; so daß es in 80 Kubanern, die sich an Bord deſſelben befanden, wurden 70 Schneider in Berlin und Rixdrs haben sich mit der jeder Stadt von den Alpen bis zur Meerenge von Messina Ab- gerettet. Die mitgeführten Kanonen und Schießvorräthe gingen allgemeinen Bewegung in der Konsektion solidarisch erschiedsfestlichkeiten giebt. Tie in Adigrat versammelten Truppen Infolge der durch den neuen Oberkommandanten General lärt. In der betreffenden Versammlung, die am Montag im ( 15 000 Weiße und 10 000 Schwarze) scheinen zum Vormarsch noch nicht bereit zu sein oder noch nicht für stark genug zum Eroreifen Weyler veröffentlichten strengen„ Didnungsmaßregeln" vermehrt Louisenstädtischen Konzerthaus abgehalten wurde, trat der Reder Offensive gehalten zu werden. Der Ministerpräsident Crispi sich die Auswanderung spanischer Bewohner. Der Insurgenten- ferent Herzog besonders warm für die Forderung hat deshalb vor einigen Tagen die ministeriellen Journalisten in führer Maceo verfügt noch über bedeutende Streitkräfte. Der nach Betriebswertätten ein. In Beziehung auf den hin, die den Arbeitern durch die Konkurrenz in Thüringen, feine Wohnung kommen lassen, um sie aufzufordern, rechtzeitig Verlust des Tampfers Hawkins" hat aber auf die Insurgenten- Erfolg der Bewegung wies derselbe Redner u. a. auf die Gefahr im Odenwald und in Belzig Treuenbriegen drohe; für die Abschwächung des üblen Eindrucks zu sorgen, den eine partei einen sehr deprimirenden Eindruck gemacht. das Unternehmerthum habe diese Gegenden schon ins Auge geUebergabe des Forts Makalle an die Abeffynier in der öffent lichen Meinung hervorrufen tönnte. Dieser Aufforderung wird faßt, um die Bestrebungen der organisirten Arbeiter zu vereiteln. Schließlich äußerte der Redner, daß noch niemals Ar bereits nachgekommen, indem man hervorhebt, das Fort habe seinen Zweck, den Vormarsch der Abessynier aufzuhalten, zur Das Organ des Herrn von Stumm, die ,, Post", beiter in einen gerechteren Kampf um bessere LebensGenüge erfüllt. Unabhängige Zeitungen werfen freilich Crispi berstet in ihrer legten Nummer fast darüber vor Wuth, haltung eingetreten feien, als jetzt die Arbeiter und Arbeiterinnen vor, er habe sich in die Lage versetzt, weder Frieden schließen noch daß wir vorgestern ihre fauftdicken Lügen und ihren der Konfektions- Industrie. Krieg führen zu können und er habe das ganze Unternehmen Vertrauensbruch bezüglich der Berathung über das bürger- Achtung, Drechsler Berlins! Am Sonntag, den 2. Februar, gegen Abessynien mit Leichtfertigkeit und ohne Voraussicht der liche Gesetzbuch festgenagelt haben. Auf ihren Brei aus- wird bei Bergner, Annenstr. 16, eine Branchenversammlung der Folgen herausbeschworen. Der Umstand, daß man vor Makalle führlich einzugehen lohnt sich nicht. Nur eines mag Drechsler abgehalten, um Stellung zur Lohnbewegung Granaten französischen Ursprungs und bei todten Abessyniern festgestellt werden. Zu Beginn einer vertraulichen Besprechung, Der Tischler zu nehmen. Es handelt sich in erster Linie französische Lebel- Gewehre gefunden haben soll(?), macht die die abermals gestern über die Behandlung des bürgerlichen darum, in wie weit sich die Kollegen, welche in TischlerwerkLage und die Stimmung noch mißlicher, da man in Afrifa so Gesetzbuchs im Plenum zwischen Vertrauensmännern der einzelnen stätten arbeiten, an den Forderungen nach 9 stündiger Arstark engagirt ist, daß man Frankreich gegenüber sich nicht leicht Frattionen stattfand, konstatirte der konservative Abg. v. Buchta beitszeit und 21 M. Abschlagszahlung, betheiligen mit Erfolg über den vermutheten Neutralitätsbruch wird be- daß das in der letzten Sigung proklamirte Stillschweigen über die wollen und können. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es schweren fönnen. Ueberhaupt schwächt die im Interesse der vertrauliche Sigung von der Post" gebrochen ist und daß die Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Politik Crispi's begonnene Unternehmung gegen Post" das Gegentheil der Wahrheit wieder( Siehe Annonce). J. A.: H. Kunze, SO., ReichenbergerAbeffynien Italiens Stellung in der auswärtigen Politik schon giebt. Deshalb sei es muylos, fortan Verschwiegenheit zu straße 50 v. 1 r. recht erheblich. empfehlen. Bei der Berathung über die Art der Behandlung zeigte sich abermals, daß eine fachgemäße Behandlung des Gesetzbuchs nur durch eine Verweisung des gesammten Gesetzbuchs an eine Kommission zu erwarten ist. Eine abermalige Besprechung hierüber soll indeß kurz vor der ersten Lesung des Gesetzes im Plenum stattfinden. " " Partei- Nachrichten. Schriftmaler des In- und Auslandes werden von einigen Berliner Unternehmern unter Berufung auf die kommende Gewerbeausstellung zu engagiren gesucht. Die Agitationsfommission der Firmenschilder- Branche macht dem gegenüber befannt, daß es an Arbeitsträften in Berlin teineswegs fehle, sondern die Arbeitsangebote wohl nur Arbeiter heranlocken sollen, damit die Unternehmerorganisation in den Stand gesetzt wird, den Gehilfen die Errungenschaft des Neunstundentages wieder zu entreißen. - Gin Opfer Crispi's. Ueber den Gesundheitszustand De Felice's haben wir trostlose Nachrichten. Sein Körper ist durch das feuchte, dumpfige Gefängniß so zerrüttet worden, daß die Nerzte kaum noch Hoffnung auf Genesung haben. Die Echein Amnestie des vorigen Jahres befreite ihn ja nicht aus dem Kerfer, und die neue vollständige Amnestie, von der man jezt spricht, wird, falls überhaupt etwas der Art geschieht, auch wieder eine Täuschung sein, denn Crispi's Stellung ist so unsicher, daß die Furcht und das böse Gewissen auch nach wie vor sein Handeln Polnische Gedächtnißfeier in London. Aus Anlaß der bestimmen werden. Und wie kann jemand amnestiren, der mehr vor zehn Jahren in Warschau geschehenen Hinrichtung der Die Agitationskommission der Brauerei: Arbeiter als irgend ein anderer für sich selbst der Amnestie bedarf? Und Mitglieder der polnischen sozialdemokratischen Partei Prole- Berlins und Umgegend ersucht uns um Veröffentlichung des der Schuldige hat einen natürlichen Haß gegen die Unschuld.tariat" veranstaltet in London das polnische Emigrantenfomitee folgenden: Die Zugehörigkeit und Thätigkeit für die politische Partei Galliano ist mit seinem Bataillon noch nicht in am 1. Februar um 3 Uhr nachmittags eine internationale Versammfung im großen Saale des Working Ladsinstitute. Den Vorsitz oder Gewerkschaft außer der Arbeitszeit soll", so lautete das Sicherheit. Das neueste Telegramm aus Rom lautet: Nach einer Meldung der Agenzia Stefani" aus Ada- Hagamus wird Dr. Aveling führen. Ansprachen werden halten gegebene Versprechen der sogenannten Ringbrauereien, feinen vom gestrigen Tage ist die Kolonne des Oberstlieutenant Galliano Debski und Jedrzejowski für die Polen, K. Pilenas Grund zu Maßregelungen oder Entlassungen geben." Aber trot in der Nacht bei Aiba vorbeimarschirt. Die Marschordnung der für die Litthauer, Beer und Szajer für die jüdischen Ar- dem giebt es ununterbrochen Streitigkeiten mit einzelnen Brauedie sich daran nicht kehren, als hätte gar kein schoanischen Armee war folgende: an der Spize marschirten beiter, Dr. Ed. Aveling, Eleonora Mary Aveling, reien, Die Vittoria Brauerei, LützowSoldaten unter dem Befehle Ras Mangascha's, dann folgte die Herbert Burrows Hyndman, Tom Mann und Boykott existirt. Kolonne Galliano's, den Schluß bildete Makonnen's Truppe.. Quelch für die englischen Sozialisten, Eduard Bernstraße Nr. 111/112, unter Zeitung des Herrn Dr. Kastel, In einer Entfernung von drei Stunden marfchirteit ein und Friedrich Leßner für die deutschen Partei- fand Menelik mit seinen Truppen. Kundschafter berichten, genossen. daß Galliano und seine Leute gut behandelt werden; Von der Agitation. In Cottbus sprach am Sonntag einige von den Kundschaftern fügen hinzu, daß Galliano bald in einer von über 1500 Personen besuchten Boltsversammlung im italienischen Lager eintreffen wird, andere melden, daß Reichstagsabgeordneter Bueb unter großem Beifall über das Menelik den Abschluß des Friedens erwarte und dieses Ereigniß von den dortigen Parteigenoffen gewählte Thema:„ Sind die in Hauzen abwarten werde. Arbeiter auch Menschen?" Hiernach ist also die italienische Besaßung thatsächlich friegsgefangen. Wenn die Organe Crispi's über Berrath schreien, fo follten sie an den Raub der abeffynischen Prinzen denken. Daß die Abeffynier ein von ihnen zur Kapitulation gezwungenes feindliches Korps während der Dauer von Friedensverhandlungen als Geisel behalten, ist nicht gegen das Völkerrecht, wie die Entführung der abeffynischen Prinzen und deren Festhaltung als Geifeln. England. -Bei der gestrigen Erfahwahl im Londoner Stadtviertel St. Pankraz für den verstorbenen Sir Julian Goldsmid( Unionist) wurde Jessel( Unionist) mit 2631 Stimmen gegen Harris( radikal) gewählt, der 1375 Stimmen erhielt. Serbien. Zum Kampf gegen die Neaktion in Sachsen. In zahl. reich besuchten Wolfsversammlungen der Orte Chemni, Radeberg 2c. 3 widau, Sebnih, Radebeul, protestirte das arbeitende Bolk gegen den nichtswürdigen Plan der Verkümmerung seines alten Rechts In Leipzig wurden zu demfelben Zweck 30 000 Exemplare eines Flugblattes verbreitet. Auch die Antisemiten und Freisinnigen hielten ProtestVersammlungen ab, diese in Baugen, jene in Marineu firchen i. V. " es vor zirka 8 Tagen für gut, den Brauer H., Vorsitzenden des Brauervereins, unter dem nichtigen Vorwande, den Kellermeister beleidigt zu haben, zu entlassen. Thatsache ist, daß H. eine Gelegenheit zum Sammeln für zwei zu 4 resp. 6 Monaten verurtheilte Kollegen benutzt hat und daß diese Sammlung, die nach Feierabend stattfand, den Anstoß des Herrn Kellermeisters erregte. In Berlin ist die Ent laffung eines Brauers zur jeßigen Zeit gleichbedeutend mit 12 bis 16 Monaten Arbeitslosigkeit. H. ist Familienvater und Die Direktion der Brauerei hat drei Kinder zu ernähren. hielt es nicht einmal für nöthig, mit der Rommission zu unters handeln, sondern theilte derfelben einfach mit, unser Kellermeister ist im Recht. Am Sonntag, den 2. Februar, wird sich in Cohn's Festsälen, Beuthstraße, eine öffentliche Versammlung der Brauerei Arbeiter eingehend mit dieser Angelegenheit befaffen und wäre cs erwünscht, wenn die Genossen des 2. Wahlkreises recht zahl reich erschienen. Aus Zürich wird gemeldet: Die Konferenz, die zwischen den Vertretern sämmtlicher schweizerischer Brauereien und der Arbeiterverbände zur Schlichtung der Differenzen abgehalten wurde, verlief resultatles. Sämmtliche Arbeiterblätter fordern um Boykott der Brauereien auf, der nun unvermeidlich wäre. Der Weberansstand in Halluin bei Lille, der bis jetzt zwei Monate gedauert hat, scheint nach einer bürgerlichen Meldung seinem Ende entgegenzugehen. Man hofft, daß es zu einem Ausgleich zwischen den Arbeitern und den jetzt zu einem Syndikat vereinigten Unternehmern tommt. Die Weber der mechanischen Weberei von Fauchille u. Ko. haben schon am Sonnabend die Arbeit wieder aufgenommen. Die Reaktionäre, zu feig, in öffentlichen Versammlungen ihren Plan zu vertreten, helfen sich durch Saalabtreiberei und ähnliche schäbige Mittel. Fast im ganzen Erzgebirge und Vogtlande werden dadurch die Versammlungen vereitelt. So in Plauen, wo am Sonntag Schoenlant sprechen sollte. Derweilen bleiben auch die Behörden nicht müßig. Sie bethätigen sich, schreibt die Sächs. Arbeiter- Zeitung", auf ihre Aufhebung der Selbstverwaltung. Die eigene Art. Auf den Fittigen des" Groben Unfugs" Stupfchtina nahm einen Antrag an, wonach die Gemeinde- Vor- Paragraphen, der nach der famosen Interpretation des steher mittelst königlichen Utases ernannt werden. Nähere Nach fächsischen Ober- Landesgerichts zur Universalwaffe gegen richten über diese Maßregel, die zweifellos von der größten Be- bie Sozialdemokratie geworden ist, ziehen sie gegen die deutung für das serbische Bolt sein würde, fehlen bisher noch. Protestbewegung zu Felde. Am heiligen Gründungstage des In Belgrad wurden zwei bulgarische Beamte unter dem Berdacht der Spionage verhaftet. Dieselben hatten große Geld- neuen Deutschen Reichs wurden drei Gersdorfer Genossen mit Strafbefehlen vom Amtsgericht Schirgiswalde bedacht, weil sie ſuumen in Gold und einen Check der bulgarischen Nationalbank Flugblätter ausgetragen, die gegen den Wahlrechtsumsturz im Betrage von 30 000 Frants bei sich. protestiren. Für die Betroffenen sicher ein sinniges Jubiläums angebinde. Daß Mitglieder von Militärvereinen ausgeschlossen werden, Fürst Ferdinand von Bulgarien ist, wie aus Rom wenn sie sich an der Protestbewegung irgendwie betheiligen, ver gemeldet wird, gestern Abend um 11 Uhr von dort abgereift, steht sich bei der in Sachsen gegen uns üblichen Kampfesweise ohne sich im Quirinal oder in der türkischen Botschaft ver von abschiedet zu haben. Der Fürst, welcher infognito vom Bapst von selbst. Ebenso selbstverständlich ist, daß alle Maßnahmen Depeschen und lehte Nachrichten. empfangen wurde, verließ denselben sehr erschüttert. Seine Reise der Reaktionäre nur frisch Wasser auf unsere Mühle liefern. Budapest, 29. Januar.( W. Z. B.) Abgeordnetenhaus. ist ein offenbarer Mißerfolg und wird nicht dazu dienen, ihm Ju Leipzig war Genosse Adé vom Nath seines Mandats Abg. Horanszfy übt eine scharfe Kritik über die OberInd spricht sich gegen die Buschläge die ohnedies stark erschütterte Stellung in Bulgarien zu festigen.als Stadtverordneter verlustig erklärt worden, weil er nicht in gespane Leipzig seinen wesentlichen Wohnsiz habe. Adé legte dagegen die für einige Obergespane gefordert werden. Redner er Türkei. Beschwerde ein, ist aber von der Kreishauptmannschaft abgewiesen klärt sich für die Annahme des Antrages Csaky mit dem Zu worden. Die Zahl der sozialdemokratischen Stadtverordneten fah, es möge eine parlamentarische Kommission entsendet vermindert sich dadurch auf 9. Der Sig bleibt bis zu den am Ende dieses Jahres stattfindenden Ergänzungswahlen frei. Bulgarien. Konstantinopel, 28. Januar. Neuerdings werden zu sammenstöße türkischer Truppen mit Kurden in der Landschaft Dersin gemeldet. Auch in der Umgebung von Urfa wird die Lage als bedrohlich angesehen. Die Garnison wurde verstärkt. " Polizeiliches, Gerichtliches: c. Der britische Schiffsbauerstreik ist nun vollständig zu Ende, denn die Schwierigkeiten, die in Belfast dem Abschluß des Friedens entgegenstanden, sind beseitigt. Die Arbeit wurde dort am Dienstag allgemein wieder aufgenommen. " aus, nicht an Wahlagitionen zu betheiligen, sei durchaus überflüssig. Der Minister bekämpft sodann den Antrag auf Streichung der Buschläge für 4 Obergespane. werden. Justizminister v. Erdely spricht sich dagegen aus, an die Staatsanwaltschaft Weisung zu ertheilen bezüglich der strafAns den Parteiorganisationen. Der sozialdemokratische rechtlichen Verfolgung der Mißbräuche in der Boldvathaler Verein für den 6. fächsischen Reichstags- Wahlkreis Dresden Vizinalbahn Affäre. Eine derartige Weifung sei überflüssig, Bom Theilungsplan. Bon allen Seiten regnet and( links der Elbe) hatte Ende vorigen Jahres 774 Mit- weil das Gefeß den Staatsanwalt ohnehin verpflichtet, jeden Abg. Julius Horvath es Dementirungen des russischen Theilungsplanes. Es bestehe glieder in 65 Orten, gegenüber 754 Mitgliedern in 59 Orten strafbaren Thatbestand zu verfolgen. auch feinerlei Begründung für Berichte von ruffifchen Flotten- am Schluß der ersten Hälfte des Jahres 1895. Versammlungs. spricht für die Enfendung einer parlamentarischen Kommiffion. rüftungen. Die Lage bezüglich der Türkei sei dieselbe wie bisher, lokale standen uns 15 in 13 Orten zur Verfügung. Eingenommen Der Minister des Innern Perczel tritt mit großer Wärme für die Mächte feien alle eifrig bemüht, den bestehenden Zustand aufrecht hat der Verein im letzten halben Jahr 1096,90 m., ausgegeben die Obergespane ein; eine Ermahnung an die Obergespane, sich zu halten. Das Reuter'sche Bureau" meldet dagegen, die 905,60 M. Das am 30. Juni vorhanden gewesene Defizit hat Armenische Vertheidigungs- Liga sei von ihrem Korrespondenten in fich auf 1215,48 m. vermindert. Petersburg benachrichtigt worden, daß der Sultan eine Allianz Konstantinopel, 29. Januar.( W. T. B.) Hier wurden mit Rußland in Vorschlag gebracht habe; diese Allianz werde Aus Zwickau wurde der„ Leipziger Volkszeitung" ge- 25 Armenier als Verfasser und Ueberbringer von Drohbriefen au jetzt von dem russischen Minister des Auswärtigen, Fürsten Lobanow, in Erwägung gezogen und bilde den Gegenstand von schrieben: Hans Blum hatte in der bekannten„ Bubenstück"-An armenische Notabelu verhaftet. Unter ihnen wurde ein StudiUnterhandlungen. Rußland sei vom Sultan ersucht worden, die gelegenheit auch gegen den Genossen Reiher, Redakteur des render der Medizin als Verfasser des Drohbriefes an den kürzlich Garantie für die Sicherheit seines Thrones zu übernehmen und Sächs. Volksblattes", geklagt. Er sollte indeß in Zwickau eben- ermordeten Bankier Karaghenzian ermittelt. Die Untersuchung Auch hier in dieser Angelegenheit dauert noch fort. der Sultan habe thatsächlich zugestanden, daß Rußland Anatolien fowenig Glück haben, wie in Berlin und Planen. wurde in dem Urtheil die Verwerflichkeit der Blum'schen Washington, 29. Januar.( E. N. of G.) In der heutigen beseze. Der Ueberschuß der Einnahmen solle für die überfälligen Angriffe gerichtsfeitig festgestellt. Die jest vorliegenden Urtheils Sigung des Repräsentantenhauses sind die ſeit Wochen vorRaten der Kriegsentschädigung verwendet werden. 1878 gründe des Schöffengerichts von Zwickau sprechen u. a. von bereiteten Beschlüsse zu gunsten der tubanischen Unab. Aufhebung Der englisch- türkischen Konvention von sei bei Lord Salisbury auf Widerstand gestoßen; doch werde vielfach irrig überfesten, falsch verstandenen oder flüchtig hängigkeit zum Ausdrucke gelangt und zwar durch die Vor angenommen, daß England bereit sei, Cypern zu laufen. Frank gelesenen französischen Schriftstücken, bezüglich deren Hans lage einer Refolution vom Ausschusse für auswärtige Angelegen Zu gunsten Reiher's heiten an den Senat. In derselben wird unverholen die Sympathie reich und Italien häften, wie verlautet, im Prinzip der Be- Blum fahrlässig gehandelt habe". setzung der asiatischen Türkei durch Rußland zugestimmt. Der führt das Urtheil noch an, daß er sich als Anhänger der sozial- des Unterhauses für das um seine nationale Freiheit kämpfende Vertrag stehe nahe vor dem Abschluß zwischen Rußland, Eng- demokratischen Partei wohl gereizt fühlen konnte, besonders vor Inselreich ausgesprochen und im ferneren wird der Präsident land, Frankreich und Italien zum Zwecke der endgiltigen Re- allem durch die in der Beschuldigung des Landesverraths ge der Vereinigten Staaten aufgefordert, seinen Einfluß bei daß gelung der Beziehungen zwischen dem Sultan und dessen christ- legene Beleidigung dieser Partei seitens Blum's, und zwar dies der spanischen Regierung dabin geltend zu machen, um so mehr, als jene Beschuldigung nach Lage der Sache im den Jusurgenten die Rechte einer friegsführenden Macht zu legten Augenblick in den Wahlkampf geschleudert worden war, gestanden würden. Da der Ausschuß sich nicht in der Lage Afrika. um den Gegner, den jede Bertheidigung genommen werden sollte, fand, einen Beschluß zu fassen, welcher die Erklärung der Aus dem Burenlande. In einem der Time3" zu schaden, eine Art des Wahltampfes, die nicht Rebellen als friegsführende Macht direkt auempfahl, so wurde aus Johannesburg zugegangenen Telegramm vom 27. b. Mts., gebilligt werden kann und zur schärfsten Erdem Beschlusse die obige Form gegeben, damit der Senat dems welches von englischen Einwohnern Johannesburgs unterzeichnet I widerung reizen mußte, zumal der Angeklagte geglaubt felben anstandslos feine Sanktion verleihen könne. lichen Unterthanen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Truck und Verlag von Wiaz Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 25. Reichstag. 26. Sigung vom 29. Januar 1896. 1 Uhr. Am Bundesrathetisch: Niemand. Auf der Tagesordnung steht die erste event. zweite Berathung des Antrages Barth- Rickert betr. A bänderung des Wahlgesetes für den Reichstag. Abg. Rickert beschränkt sich angesichts der Besetzung des Hauses( eshfind 17 Mitglieder im Saale) auf eine kurze Empfehlung des vom Hause schon am 17. April 1894 mit großer Mehrheit angenommenen Gesezentwurfs, der sich in der Zwischenzeit immer allgemeinere Sympathien erworben habe. So sei im vorigen Jahre von der badischen Regierung zum Zwecke des besseren Echutes des Wahlgeheimnisses eine Vorlage gemacht worden, die die Haupttheile des Antrags enthalte. Donnerstag, den 30. Januar 1896. schobca werden würden. Der Antrag Barth sei auch an sich unpraktisch. Abg. Schoenlank( Soz.): Graf Hohenthal weiß also hier in Berlin nicht, was in Dresden geschieht. Ich habe das fächsische Wahlrecht nicht als das Ideal, auch nicht als etwas Vorzügliches, aber doch als etwas Erträgliches angesehen. 13. Jahrg. württembergische Recht Gemeingut für ganz Deutschland würde. Damit ist auch die Meinung des Herrn von Marquardsen widerlegt, daß sich mit einem solchen Gesetz nicht auskommen laffen würde. Die Meinung, daß solche Bestrebungen doch aussichtslos seien bei dem Widerstand der verbündeten Regierungen, verdient teine ernste Beachtung, denn sonst hätten wir auch die mehrSächsischer Bevollmächtigter Graf Hohenthal: Dann stellt stündige Arbeit, die wir soeben gethan haben, unterlassen sich der Vorredner in Gegensatz zu seinen sächsischen Partei- fönnen. Und ist der immer und immer wieder zurückgenossen. Diese haben in zwei oder drei Seffionen Anträge auf gewiesene Befähigungsnachweis nicht immer und immer wiederAenderung des sächsischen Wahlrechts gestellt, und darauf ist in gekehrt und zwar zuletzt mit Erfolg? Ist eine Aenderung unseres jener denkwürdigen Sigung der fächsischen zweiten Kammer die Vereinswesens nothwendig, dann können solche Rücksichten nichts Erklärung erfolgt, die der Vorredner im Sinne hatte. Ob es verschlagen. Dasselbe gilt von dem Einwande der nivellirenden die Absicht der Regierung ist, das Wahlrecht Gleichmacherei, den damals Herr Bachem erhob. Warum will zu ändern, ist mir nicht bekannt. man Minderjährige von der politischen Er Abg. Bindewald: Die im Wahlkreise Dels Wartenberg ziehung ausschließen, da doch dieselben Minderjährigen aufgetretenen Redner meiner Partei waren keine hergelaufenen ev. die Waffen bereits tragen müssen. Gerade die Abg. Baffermann( natl.): Auch wir werden dem Antrage Männer; sie blicken auf einen Stammbaum zurück, auf den sie Nothwendigkeit dieser politischen Erziehung hat doch vorhin Was das zustimmen, da die Erfahrungen in der Wahlprüfungskommission stolz sein können, sie haben unter ihren Vorfahren Herr Gröber vom Zentrum besonders betont. die Sicherung des Wahlgeheimnisses auf diesem Wege zur Noth- teine Strauchritter!( Große Unruhe und Lachen rechts, Bereinsrecht für die Frauen betrifft, so will ja das wendigkeit machen. Der badische Entwurf hat nicht nur die Händeklatschen auf der Tribüne zur Rechten des Präsidiums.) Zentrum ihnen das Koalitionsrecht zur Wahrung ihrer Wahlcouverts, sondern auch die sogenannte Dunkelkammer, den Abg. Lieber( 3.): Ich muß entschieden dagegen protestiren, wirthschaftlichen Interessen geben; dieses wäre aber nur das beIsolirraum für die Beförderung des Stimmzettels in das Couvert, daß von einer gegenseitigen Ergänzung des preußischen und fannte Meffer ohne Heft und ohne Klinge, wenn die adoptirt. Reichs- Wahlrechts gesprochen wird. Ich brauche blos darauf Frauen nicht gleichzeitig das Vereins- und Abg. Schädler( 3.) giebt für die Zentrumspartei dieselbe zu verweisen, daß die Ronservativen uns in Preußen bei der Versammlungsrecht erhalten. In dieser Beziehung Erklärung ab. Sicherung der geheimen Abstimmung habe sie Steuerreform zwar mitwirken ließen, uns aber bei ist auch in neuerer Zeit ein gewaltiger Umschwung in der öffent ftets für alle politischen Wahlen verlangt, desgleichen auch für der enderung des Wahlgefeges, welches die noth- lichen Meinung vor sich gegangen; ich erinnere nur an den tie Kommunalwahlen, wenn auch hier vielleicht diese oder jene wendige Ergänzung dazu war, vollständig im Stich gelaffen letzten evangelisch- sozialen Kongreß, wo zum ersten Male eine Garantiemaßregel aus lokalen Rücksichten modifizirt oder ganz haben, so daß die Wirkungen des Dreitlassenwahl Frau für diese Forderung eintrat und nach dem Zeugniß des bei Seite gelaffen werden könne. Redner zitirt die neuesten systems zu ungunsten der breiten Massen ver- Prof. Delbrück mit dem hervorragendsten Erfolg. Auslaffungen des früheren Ministers Herrfurth über dieses Wahl- schlechtert sind und sie hier gleichwohl ihre Mitwirkung zur Ver recht in zustimmendem Sinne. besserung des Reichswahlgefehes verweigern. Abg. Graf Limburg- Stirum entgegnet, daß man erst den Effekt der Steuerreform in Preußen abwarten müsse, ehe man an eine eventuelle Aenderung des Wahlrechts ginge. Für das Landtags: wahlrecht fei noch keineswegs die behauptete Verschlechterung bewiesen, sondern zunächst nur bezüglich des Kommunalwahlrechts. Die Ronservativen feien sehr bereit, in eine Revision einzutreten, aber nicht blos nach einer Seite. Der frühere Abgeordnete und jetzige Professor Hertling hatie seinerzeit Erhebungen verlangt über die Verhältnisse der Konfektionsnäherinnen, denen zugemuthet war, trok schlechter Bezahlung noch das Nähmaschinengarn zu liefern. Der Reichstag beschloß einstimmig, der Regierung eine Enquete zu empfehlen. Zweifellos behandelt diese eine öffentliche Angelegen heit im Sinne des Vereinsgesetzes und nie hätten die Frauen diese Angelegenheiten anders behandeln können als indem sie sich öffentlich zusammenthaten und Vereine bildeten. Abg. v. Stumm( Rp.) bestreitet, daß der Antrag die volle Wahlfreiheit garantire. Gewisse Elemente würden nach wie vor auch die Heimlichkeit der Wahl zu durch brechen wissen. Man braucht bloß die nicht mit allen Förmlichkeiten vertrauten Arbeiter u. dergl. zu veranlassen, auf den Stimmzettel auch ihren eigenen Namen zu setzen, um ganz genau zu erfahren, wie dieser oder jener Wähler gestimmt habe. Eine absolute Sicherung des Wahlgeheimnisses sei also auch auf Abg. Fuchs( 3.) entnimmt den Ausführungen des Vor- Bereits anfangs der 70er Jahre hat Moritz Wiggers diefem Wege nicht zu erreichen. Besser wäre es, zu dem redners, daß die Konservativen einem erneuten Antrage des ein allgemeines deutsches Vereins und Versammlungsrecht be ursprünglichen Vorschlage der Regierung von 1866 zurückzu- Zentrums auf Abänderung des Wahlgesetzes in Preußen freund- antragt. Dieser Antrag sollte aber wesentlich blos das preußische fehren, die offene Stimmabgabe einzuführen, lich gegenüberstehen würden. Die Revision" des Grafen Vereinsrecht auch auf das Reich ausdehnen. Damals war das also die geheime abzuschaffen. Limburg heiße nichts anderes als Abschaffung begreiflich, denn die schlimmen polizeilichen Erfahrungen hatte Abg. Blos( foz.): Wenn auch die badische Regierung bes allgemeinen, gleichen, geheimen und man noch nicht gemacht, und Wiggers war ein Mecklenburger, auf den Boden des Antrages tritt, so lehren uns doch die direkten Wahlrechts. In gewissen Kreisen der für sein Vaterland ein Vereins- und VersammlungsEinen Stein auf MecklenBorgänge in Sachsen, weffen wir uns unter Umständen schrecke man ja selbst nicht vor einem Staats- recht erst schaffen wollte. von den Regierungen zu versehen haben. Daher ist es von it reich zu diesem Zwecke zurück; für die heutige burg will ich keineswegs werfen, denn ich wurde unter demi Sozialistengesetz zwar aus Preußen und Hamburg, Werth, wenn sich die große Mehrheit des Reichstages für den Offenheit des Grafen Limburg fönne man nur dankbar sein. Antrag ausspricht. Herr v. Stumm legt heute eine Sanftmuth Abg. Graf Limburg: Die beiden verschiedenen Wahl- aber nicht aus Mecklenburg ausgewiesen.( Heiterkeit.) Daß an den Tag, die an ihm neu ist. Abänderungsanträge, rechte fonsiruiren die Interessen- und Machtverhältnisse in den wir uns jeßt auch noch immer nicht allzuweit von dem preußidie die Basis des Reichs- Wahlrechts erschüttern einzelnen Staaten. Nendert man einseitig, so werden diese ver- schen Vereinsrecht entfernen sollen, wie Herr v. Marquardsen würden, hat er wohl blos deshalb bisher nicht gestellt, weil die schoben. Wir wollen diese Verschiebung nicht; unsere Forderung andeutete, fann man uns wirklich nicht zumuthen. Was auf felben ganz aussichtslos find; er hat aber doch erst ist also auch nicht der Ausdruck einer direkten Feindschaft gegen dem Gebiet des Vereinsrechtes in den verschiedensten Bundes staaten noch heute zu recht besteht, wird den meisten Mitgliedern vor furzem seine Ansicht dahin ausgesprochen, daß jedem das geltende Wahlrecht. Sozialdemokraten das Wahlrecht abgesprochen Abg. Lieber( 3.): Das Ausgleichssystem des Vorredners soll des Hauses gar nicht geläufig sein. In mehreren Staaten be werden müsse. Es ist uns mit dem Antrage nicht um eine sich auf alle Einzelstaaten beziehen; wie gleichen sich denn diese steht noch heute die unglaubliche bundestägliche BeDemonstration zu thun, aber doch nur um eine solche gegen das Machtverhältnisse in Württemberg aus, wo beide Wahlsysteme stimmung, daß Arbeitervereine und Verbindungen zu politiDemagogenthum draußen im Reiche, welches auf gewaltsamen das direkte Wahlrecht enthalten? Sie sprechen von allen" ichen, sozialistischen und kommunistischen Zwecken überhaupt verund meinen doch Umfturz des geltenden Rechts hinarbeitet. nur Preußen. Sie wollen uns boten sind, so in Hessen und Oldenburg, wo sonst ganz liberale Abg. Förster Neustettin( Reform P.): Wir wollen nicht, verhindern, in Preußen eine Wiederherstellung des status vereinsgesetzliche Bestimmungen vorhanden sind. In Anhalt dürfen daß der Volkswille, wie bisher oft geschehen, gefälscht werde, quo ante anzustreben, und drohen uns, das Reichs- nur Anhaltiner Mitglieder eines politischen Vereins sein; diese und stimmen deshalb für den Antrag, der aber vielleicht noch wahlrecht anzugreifen, wenn wir in Preußen am Wahlsystem Vorschrift ist durch alle Instanzen hindurch als gesetzliches Recht redaktioneller Aenderungen bedarf, auch nach der Seite des irgend etwas ändern. Es ist ganz willkürlich, daß die anerkannt worden. Weimar hat kein Vereins- und Versammlungspassiven Wahlrechts ergänzt werden sollte, auch die Frage der beiden Wahlsysteme begrifflich oder geschicht gesetz; diesen Zustand haben sich die Behörden dort jetzt dahin Abgrenzung der Wahlkreise behandeln fönnte. Wir sind für lich irgendwie sich ausglichen. Nach der Einführung zu nuke gemacht, daß sie ihr eigenes Belieben entscheiden laffen, Vorberathung des Antrags durch die Wahlprüfungs- Kommission. des Reichswahlrechts habe man im Gegentheil angenommen, daß und das ist bekanntlich gegen unsere Partei weidlich ausgenugt Abg. Beckh( frf. Vp.) ist gegen diese Erweiterungen, die nun auch in den Einzelstaaten die Tage des in diretten worden. Die reichsländischen Verhältnisse sind ja bekannt, sie den Zweck des Antrages leicht vereiteln, ja seine Annahme ge- Wahlsystems gezählt seien. In Preußen wurde sofort werden auch wohl noch von anderer Seite heute näher beleuchtet fährden könnten. Herr von Stumm habe bei seinen von Windthorst und Mallinkrodt der bezügliche Antrag gestellt. werden. Mecklenburg hat auch fein Vereins- und VersammlungsAusführungen die Ueberwachung der Stimm- Zur Zeit rühren wir nicht an dem indirekten Wahlsystem; wir recht; Vereine bedürfen daselbst der ministeriellen Genehmigung. abgabe durch die Sozialdemokraten im Auge; wollen nur seine Wirkungen zurückführen auf den Zustand, auf dem( Burufe rechts.) Rittergutsbesitzer und hohe Beamte mögen ja diese sei aber noch lange nicht so schlimm, wie die es sich vor der Steuerreform befand. Das ist teine Ver- mit diesen Zuständen zufrieden sein, aber uns anderen erscheinen vielfach vorkommende Thatsache, daß die schlechterung des Dreiklassen- Wahlsystems. Daß die Verschlechte sie hinterwäldlerisch, trotz des 25jährigen Bestehens des Deutschen Fabritherren sich die Stimmzettel ihrer Arrung im Gegentheil durch die Steuerreform herbeigeführt ist, ist Reichs. In Reuß ä. 2. find politische Vereine überhaupt ver heute schon flar, wenn auch die Statistik darüber noch nicht boten.( Große Heiterfeit.) In beiter vorweisen lassen. Deutschland haben wir Abg. von Wolszlegier Gilgenburg( Pole): Auch wir vorliegt. Weiß man nicht, daß in Berlin Minister in der dritten 26 Vereinsgesetze. Was in Hamburg erlaubt ist, ist zehn Schritte in Altona ein Vergehen und Verbrechen. In werden für den Antrag stimmen, vor allem auch, damit dem Klasse wählen? Der Widerstand gegen den Antrag zeigt, welche weiter polnischen Wolfe die Wahlfreiheit gewahrt werde. Absichten die Herren rechts mit dem allgemeinen Wahlrecht Württemberg dürfen die Frauen an Vereinen und Versammlungen theilnehmen; jenseits von dessen Grenze schnüffeln die PolizeiNachdem Abg. Gröber( 3) entgegen den Abgg. Blos und überhaupt haben. Förster für schleunige unveränderte Annahme des Antrages Abg. Fuchs( 3.): Sie bezweifeln, daß man mit Staatsbeamten nach der Anwesenheit von Frauen in Vereinen und gesprochen und für das allgemeine, dirette, gleiche streich gebanten umgeht? Steht der Graf Mirbach Ihnen Versammlungen herum, um die letzteren dann als ungesetzlich und geheime Wahlrecht als das am meisten in nahe oder nicht? Dieser Graf Mirbach hat im aufzulösen. Preußische Vereine dürfen nicht mit einander in politischer Hinsicht erzieherisch wirkende Wahlrecht Herrenhaus erklärt, daß das Volk in weiten eingetreten ist, auch das Urtheil des Fürsten Bismarck über das Kreisen mit Jubel es begrüßen würde, wenn Verbindung treten. Auf grund dieser Bestimmung hat die Dreitlassen Wahlsystem als das widersinnigste die Fürsten sich entschlössen, neuen Polizei die sozialdemokratische Organisation, Wahlverfahren zitirt und schließlich darauf hingewiesen hat, daß Reichstag auf grund eines neuen Wahlgefezes auch den Parteivorstand, auch die einzelnen Ber auch in Württemberg die Regierung damit umgehe, in zu berufen.( Bewegung und Unruhe.) Das nennen trauensmänner aufgelöst und uns angeflagt, und wir werden aller Voraussicht nach auch verurtheilt wer der Nichtung des Antrages den Kammern eine wir einen Staatsstreich. Vorlage zu machen, nimmt Damit schließt die Diskussion. den. Fünf Jahre lang haben wir diese Organisation gehabt; da tam Herr v. Köller und die verschiedenen Vereine wurden aufgelöst, und wenn wir uns demnächst vor dem Richter verantworten müssen, so bin ich fest überzeugt, daß wir auf grund der Juditatur verurtheilt werden, es müßte denn ein Wunder passiren, und das glaube ich bei einem preußischen Richter nicht. einen M Abg. Bindewald( Reformp.) Veranlassung, auf die gröb Nach dem Schlußwort des Abg. Barth wird der Antrag lichen Wahlbeeinflussungen amtlicher Kreise auf Kommissionsberathung zurückgezogen. Das Haus tritt sofort bei den letzten Erfazwahlen in Meserit- Bomst und Dels- Warten- in die zweite Lesung ein und nimmt die einzelnen berg näher einzugehen, um die Nothwendigkeit des Antrages dar- Paragraphen des vorgeschlagenen Gesezent zuthun, der ohne Kommissionsberathung sofort zum Beschluß er- wurfes ohne Debatte an. hoben werden müsse, um denjenigen, die ständig am Reichs- Ein Antrag der Abgg. v. Strombeck und( Heiterkeit.) Wir haben nun unseren Parteivorstand nach HamWahlrecht rütteln( Widerspruch und Heiterkeit rechts), in etwas v. Hodenberg, daß Beweiserhebungen in Wahlburg geschickt; da funktionirt er ganz ruhig weiter. Wir hätten das Handwerk zu legen. prüfungsfachen von den Behörden als Gil- uns auch Württemberg aussuchen können( Heiterkeit); vielleicht = Abg. Schoenlank( Soz.): Thatsächlich beabsichtigen fachen zu behandeln sind, wird angenommen. fönnten wir einmal Herrn Kollegen Gröber dort einen Besuch in Sachsen die Konservativen und National-= Es folgt die erste Berathung der von den Sozialdemokraten abstatten. Ich behaupte solche Zustände sind des Deutschen Reiches liberalen im Bunde mit der Regierung ein un-( Auer und Gen.) und von der Freisinnigen Volkspartei( Ancker im höchstenGrade unwürdig.( Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) erhörtes Attentat auf das dortige Wahlrecht, und Gen.) eingebrachten Gefeßentwürfe betreffend die Ge 3 Monate Gefängniß tönnte man am Ende mit der Resignation welches sie durch das preußische Dreitlassenwahlsystem erseßen währung eines vollständig freien Vereins- und eines guten Bürgers absigen.( Heiterkeit.) Aber solche Zustände find dann unerträglich, wenn man sieht, daß man andere, wollen. Früher hätten dieselben Parteien und die Regierung Versammlungsrechtes. sich gegen ein indirektes Wahlsysem und gegen eine Klassen= Der sozialdemokratische Entwurf schließt die Mitwirkung die dasselbe thun, ungeschoren läßt. Der Voreintheilung erklärt; heute sei die Stimmung umgeschlagen; aus oder Einflußnahme amtlicher Behörden in jeder Form aus und stand der sozialdemokratischen Partei ist genau bleicher Furcht vor den Sozialdemokraten pro- stellt diejenigen, welche die Ausübung der hier gewährleisteten so organisirt, wie derjenige aller anderen Wir haben, gewißigt durch flamiren die Ackermann, Mehnert und Schill den Um sturz des Rechte zu verhindern suchen, unter die Androhung einer Strafe politischen Parteien. Der Antrag Ander will frühere Erlebnisse, alles zu vermeiden gesucht, um bestehenden Wahlrechts und die Regierung stimme ihnen zu. Bei bis zu 3 Monaten Gefängniß. den sächsischen Ordnungsparteien habe Herr v. Stumm mit dagegen die Reichsseuchen- Gefeße, die Reichsmilitär- Gefeße und mit dem preußischen Vereinsgesetz in Konflikt zu kommen. feiner Schleifsteinpolitik gelehrige Schüler gefunden. die Bestimmungen der Landesgesetze über die Ueberwachung von 5 Jahre lang hatte das Berliner Polizeipräsidium an unserer Präsident v. Buol mahnt von weiteren Abschweisungen ab, Busammenkünften unberührt lassen. Organisation nichts auszusetzen gehabt, da trat mit einem Mal worauf der Redner mit der Aufforderung, den Antrag einstimmig Abg. Aner( Soz.): Das allgemeine Wahlrecht, über welches Herr von Köller ins Amt. Er träumte, daß er einen großen anzunehmen, schließt. wir soeben verhandelt haben, steht in engster Verbindung mit Schlag thun und die Sozialdemokratie vernichten werde und Sächsischer Bevollmächtigter Graf Hohenthal: Die dem freien Vereins- und Versammlungsrecht, ohne welches jenes löste unsere Organisationen auf und wanderte dann selbst sächsische Regierung weiß von diesen Ab nicht ausgeübt werden kann. Die weitesten Kreise sind über die nach Kammin, um stille Betrachtungen über die Vergänglidjjichten nichts.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Sollte Nothwendigkeit einer Aenderung der derzeitigen Bestimmungen teit alles Irdischen anzustellen.( Große Heiterfeit.) Die Liebe zum Vaterland soll genährt werden. Ja, wie aber das sächsische Wahlrecht geändert werden, so sind die über das Vereins- und Versammlungswesen in Deutschland Sozialdemokraten schuld( erneutes Lachen links), denn einig. Die Zuständigkeit der Reichsgesetzgebung geht aus tönnen Sie das verlangen, wenn heute der Deutsche gar nicht Artifel 4 Nr. 16 der hervor. Verfassung klar sie haben das Wahlrecht angegriffen. Am weiß, was das deutsche Vaterland von ihm verlangt. Er soll haben die Redner aller Parteien sich alle 26 Vereinsgefeße auswendig wissen, und doch giebt es darüber Abg. Graf zu Limburg Stirum wendet sich gegen den 1. Mai 1895 Und wie behandelt die Polizei die Abg. Bindewald, der von ungefeglicher Wahlbeeinflussung der in diesem Sinne ausgesprochen, fanden aber doch, daß die jetzige nicht einmal ein Buch. Amtsvorsteher und Großgrundbesizer gefprochen. Es sei doch Zeit zu solchen Aenderungen nicht angethan sei. Wann soll nun anderen Parteien? Ich greife die Organisation der konser= selbstverständlich, daß die Ansässigen im Kreise Dels- Wartenberg diese rechte Zeit kommen? Das Reich hat sein 25jähriges Jubiläum pativen Partei heraus, weil die Blätter dieser Partei allein lieber ihren verdienten langjährigen 2andrath v. Kardorff gefeiert; noch immer ist die Verheißung der Verfassung nicht er das Vorgehen der Polizei gebilligt haben; die nationalliberalen als einen hergelaufenen Agitator wählten. Landtags- füllt. Das Königreich Württemberg hat schon heute ein Blätter haben das nicht fertig gebracht. Ich werde Ihnen und Reichs- Wahlrecht ergänzten sich gegenseitig; man dürfe nicht Vereins- und Versammlungsrecht, welches sich nicht weit zeigen, daß auch die Konservativen viel schlimmere Die konservative Organi einseitig eines von beiden in Angriff nehmen, wodurch die be- von dem, was wir verlangen, unterscheidet. Sünder sind als wir. unter einer Leitung pon 34 Herren, stehenden Machtverhältnisse in Staat und Reich einseitig ver- Wir wären bereit auf unseren Antrag zu verzichten, wenn das ſation steht = von Wucherprozek Pariser und Genoffen. = aber und 3wvar follen 30 davon von den Parteigenossen rechts, Nufe: Zur Ordnung!), ist eine gefallene Größe; auch von schränken, aus der letzteren nur diejenigen Momente hervor. im Reiche für 5 Jahre und 24 von den Parlamenten für die den Herren v. Stumm, v. Köller ist nichts Rechtes mehr zuheben, die von allgemeinem Interesse sein könnten. Dauer der Legislaturperiode gewählt werden. Vom Reichstage zu erwarten, Herr Stöcker wird als gemeingefährlicher Dema- Längere Zeit beansprucht die Verhandlung eines Falles, bei find 8, vom preußischen Abgeordneten- und Herrenhause je 7 und goge bereits von Ihnen( rechts) auf unsere Seite geworfen. welchem es sich nach der Behauptung Pariser's um einen Erbvon dem sächsischen Landtage 2 Mitglieder zu wählen. Zu den( Heiterkeit.) schaftskauf, nach der Auffassung der Anklage aber um ein DarlehnsVorstandsmitgliedern des Reichstages gehören u. a. die Herren Auch die Herren Agrarier sind gefährlich, also auf unserer geschäft handelte. Ein Fabrifbesitzer Krüger, der inzwischen wegen v. Frege und v. Plöß. Diese 54 Herren als Gesammtvorstand Seite.( Große Heiterkeit.) Behandeln Sie die Arbeiter Unterschlagung, Betruges und Bankrotts zu einer längeren Gehaben den Elfer- Ausschuß zu wählen, von dem im Falle Hammer- a 13 gleichberechtigte Bürger, halten Sie sich nicht an fängnißstrafe verurtheilt worden ist, brauchte, um sich über Wasser stein des öfteren die Nede gewesen ist. Dem Elfer- Ausschuß ge- den Grundfah: wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe, zu halten, im Jahre 1891 Geld. Seine Ehefrau war an einer hören u. a. an: Freiherr v. Durand, Graf Klinkowström, v. Kröcher, lassen Sie Gerechtigkeit walten, und das thun Sie, wenn Sie noch nicht ganz reifen Erbschaft betheiligt, deren Werth auf ihr Graf zu Limburg Stirum, Frhr. v. Manteuffel, Dr. Mehnert, unseren Antrag annehmen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Theil auf etwa 50 000. zu veranschlagen war. Pariser erGraf v. Mirbach, Graf v. Schlieben und der unvermeidliche Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. flärte sich bereit, auf grund dieser Erbschaft 25 000 M. her Stöcker. Dieser Elfer- Ausschuß steht mit den übrigen Herren In persönlicher Bewertung protestirt Abg. v. Buchka( f.) zugeben und vertragsmäßig wurde festgesezt, daß die Erbschaft natürlich in Verbindung. Es ist ein Komitee, welches genau die- unter der Heiterkeit des Hauses gegen die Herabwürdigung seines nach 3 Monaten für 30 000 M., nach 6 Monaten für 33 000 W., felben Aufgaben hat, wie der sozialdemokratische Parteivorstand, Vaterlandes Mecklenburg, wie sie vom Abg. Auer beliebt später überhaupt nicht mehr zurückgekauft werden aber von einer Auflösung des Elfer- Ausschusses worden sei. tönne. Da der letztere Termin nicht inne gehalten wurde, fiel ist teine Rede. Ich möchte wissen, welchen Schluß 51/4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr. die ganze Erbschaft nach dem abgeschlossenen Vertrage Pariser Standal die Herren machen würden, wenn( Etats des Reichsamts des Innern und der Reichs Justiz- zu. Der Geldnehmer hatte, wie Pariser behauptet und vom ihnen das passirte und schreien können sie wirklich verwaltung.) Justizrath Sprenfmann und anderen Zengen bestätigt wird, bei besser als alle andern.( Heiterkeit.) Nach erfolgter Konsti den bezüglichen Verhandlungen angegeben, daß er das Geld haben tuirung des Geschäftsführer- Ausschusses sind die Herren wolle, um besonders günstige Chancen beim Ankauf von Roh= Manteuffel, Graf Mirbach und Graf Limburg material wahrnehmen zu können. Der Zeuge dagegen behauptet, an die Spitze der Parteileitung gestellt worden. Dieser daß er keinen Zweifel darüber gelassen habe, daß er das Geld Parteivorstand hat es sich zur Aufgabe gestellt, die zur Erhaltung seiner Existenz bedürfe. Er habe überhaupt damals fonservative Agitation systematischer und lebhafter nicht blos Vor der 3. Strafkammer des hiesigen Landgerichts I be- feine Ahnung davon gehabt, daß nach Verlauf von 6 Monaten vor den Wahlen, sondern auch sonst stärker zu betreiben als bisher. gannen heute die Verhandlungen in dem Wucherprozeß Pariser die ganze Erbschaft in das Eigenthum Parisers übergehen Das steht alles in dem Organisations- Statut der Konservativen. und Genossen. Auf der Anklagebank nehmen Play: 1. Kauf- follte, sondern das ganze Geschäft als ein Darlehnsgeschäft an Weiter steht darin, daß entsprechend einem Beschluß des Partei mann Heinrich Pariser, 1888 in Defterreich geboren; 2. Wein- gesehen. Thatsächlich ist Krüger später gegen Bariser flagbar vorstandes, wonach rednerische Kräfte bei den Wahlen in die händler Richard Meyer, 1855 geboren; 3. Hypothekenmakler geworden und hat eine Restsumme der Erbschaft in Höhe von Provinzen geschickt werden sollen, in den einzelnen Landestheilen Karl Herrmann, 1852 geboren und 4. Kaufmann A. Rie 30 000 m. mit Beschlag belegen lassen. Diese Beschlagnahme ist Vertrauensmänner gewählt werden follen, die derich, 1862 geboren. Die beiden ersten Angeklagten sind aber vom Gericht als unberechtigt aufgehoben worden. Pariser über die organisatorischen Arbeiter zu wachen und dem mosaischen, der dritte katholischen, der vierte evangelischen bestreitet, daß irgend etwas anderes als ein Erbschafts kauf in Vereinsvorstand vom Stande der Organisation Mittheilung Glaubens. Pariser, Meyer und Herrmann werden beschuldigt, Frage gestanden habe. Der Zeuge habe ihm über die Realisirzu machen haben.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten) theils gemeinschaftlich, theils jeder für sich unter Ausbeutung barkeit der Erbschaft ganz falsche Angaben gemacht und Zu diesen Vertrauensmännern gehören von Mitgliedern des der Nothlage des Leichtsinns oder der Unerfahrenheit er habe vergeblich versucht, das Geschäft gegen WiederHauses die Herren Dr. Kropatscheck, v. Staudy und Dr. Buchka. anderer Gelbgeschäfte gemacht zu haben, bei denen die erlangung der 25 000 Mark wieder rückgängig zu machen. Mir liegt nichts ferner als den Herren der deutschkonservativen Vermögensvortheile in auffälligem Mißverbältnisse zu den Als durch den Tod eines Erben der von ihm erworbene Partei einen Vorivurf daraus zu machen, daß sie sich politisch Leistungen standen. Der Angeklagte Riederich ist der Beihilfe Erbtheil sich vergrößerte, habe er freiwillig der Frau Krüger sie vor Noth Zuwendungen gemacht, um zu bewahren. bethätigen, aber was dem einen recht, ist dem andern billig. Es beschuldigt. ist nicht hübsch, wenn man selbst im Glashause sitt, nach der Pariser gilt, wie die Anklagebehörde behauptet, seit langen Im Ganzen seien aus der Erbschaft nicht mehr als 31 000 M. Polizei zu rufen und sich hinzustellen und zu rufen: Herr, ich Jahren in Berlin als ein Wucherer, der seine wucherischen Ge- berausgekommen. Die Angaben des Angeklagten Pariser erdanke Dir, daß ich nicht bin wie jene dahinten! schäfte im größten Umfange betrieb. Er soll sich damit ein an- halten durch die Beweisaufnahme eine gewisse Bekräftigung, Die Handhabung des Vereins- und Versamm- sehnliches Vermögen erworben haben. Seine Beziehungen während Pariser die Glaubwürdigkeit des Zeugen unter dem Iungsrechts in Sachsen spottet jeder Beschreibung. Heute erstreckten sich in höhere Kreise. Vermöge seiner bedeutenden Hinweise darauf anzweifelt, daß derselbe zur Zeit eine dreinur ein paar Beispiele aus der allerneuesten Zeit. Gegen die Mittel war er im stande, Ansprüche auf höhere Darlehen zu be- jährige Gefängnißstrafe verbüßt und schon beim Militär wegen heute erwähnte reaktionäre Bewegung zur Verschlechterung des friedigen und mit recht stattlichen Summen auszuhelfen. Die Meuterei zu 10 Jahren Gefängniß verurtheilt worden ist. Ter bestehenden sächsischen Wahlgesetzes hatte sich ein Verein, die Zinsen, die er berechnete, sollen sich zwischen 40 und 80 pCt Beuge muß dies bestätigen.- Die übrigen gestern zur Erörterung Wahlrechts Liga gebildet, der sich 28 000 Mitglieder an- bewegt haben. In vielen Fällen soll er nach Ansicht der kommenden Fälle sind ohne jedes Interesse und liegen für die geschlossen hatten. Was geschah nun. Der Verein hatte sein Staatsanwaltschaft auch noch höhere Zinsen genommen, häufig Angeklagten nicht ungünstig. Statut in einem Leipziger Blatt bekannt gegeben und nachher aber auch Darlehen zu dem üblichen Zinssage von 6 pet. Der Angeklagte Herrmann, der einzige, der sich in Hast wurde es der Polizeibehörde eingereicht. Da diese nun fand, daß auf das Jahr gegeben haben. In seinem Geschäftsverkehr übte befindet, sollte bei einem dieser Fälle betheiligt sein. der ursprüngliche in der Leipzig. Bolfsztg." abgedruckte Entwurf er die Vorsicht aller Wucherer: er bediente fich zahlreicher Gin früherer Lieutenant, der inzwischen wegen Kontrahirung. und der offizielle Entwurf des Vorstandes einige kleine Unterschiede Agenten, durch deren Vermittelung er die Geschäfte abschloß von Spielschulden in Höhe von ca. 30 000 m. seinen Abschied aufwies, so behauptete fie furzweg, die Liga habe zweierlei und vermied es nach Möglichkeit, mit den Geldsuchern direkt in hat nehmen müssen, hatte durch Vermittelung des noch in Statuten und das sei ein Verstoß gegen das sächsische Vereins- Verbindung zu treten. Zu diesen Agenten gehörte Herrmann, Plößensee sigenden Agenten Mar Wildenow ein Darlehn gegesez, und deshalb erklärte sie die Liga für aufgelöst. Wenn das der schon verurtheilte Agent May Bruck und andere. Das nommen. Herrmann sollte der Geldgeber sein, doch wurde seine nicht ein Mißbrauch der übertragenen Polizeigewalt ist, dann Darlehusgeschäft wurde durch die Vermittler abgeschlossen; diese Behauptung, daß er von der ganzen Sache nichts wisse, nicht weiß ich überhaupt nicht, was ein Mißbrauch ist. In Pegau ließen sich Wechsel über die Darlehussumme ausstellen und gaben widerlegt. Auch bei einem zweiten Darlehnsgeschäft, an welchem war eine Versammlung anberaumt worden mit der Tagesordnung: nach Abzug von Zinsen und Provision die Valuta, die sie von er betheiligt sein sollte, ergiebt sich, daß er dem Geschäfte gänz Er fern steht. Sie selbst be- lich darüber, daß beklagt sich " Das geplante Attentat auf das sächsische Landtagswahlrecht", Pariser als Geldgeber empfangen hatten. worden sei, obwohl er bei anderen für sich eine weitere Provision, die sie gleich in Haft genommen darin liegt doch nichts gefährliches! Der Bürgermeister von rechneten für sich eine weitere Provision, dem aus Auslande sogar dem an weil die Tages- falls in Abzug brachten. Mit Pariser Pegau aber verbot die Versammlung, weil die Tages- falls soll der An- Wucherprozessen stets gefolgt sei Rufe als Zeuge objektive unwahrheit und ordnung objektive ergangenen offenbare böswillige geklagte Meyer in enger geschäftlicher Verbindung ge- ihn Anschuldigungen gegen die große Mehrheit des sächsischen standen haben. Er soll theils Geschäfte auf eigene Hand ge- und garnicht daran denke, etwa zu entfliehen. Er habe eine Landtages nach der Richtung enthielt, daß fie in macht haben, wobei er die Mittel von Pariser bezog, theils soll zahlreiche Familie zu versorgen und beantrage seine Entlassung verbrecherischer Weise einen Angriff auf das Wahlrecht be- er sich durch Hergabe von Geld und lebernahme des Risikos an aus der Haft, welche durch nichts gerechtfertigt sei. absichtige und weil sie die Ankündigung einer schweren Beleidi- den Geschäften des Angeklagten Parifer unmittelbar betheiligt Staatsanwalt bestritt legteres. Thatsächlich habe sich der Angung der meisten Mitglieder der sächsischen Ständekammer ent- haben. Beide Angeklagte sollen äußerst geschäftsgewandte Leute geklagte längere Zeit im Auslande aufgehalten, nach Ansicht der halte und die Versammlung von vorneherein als eine solche sein. Schon bei Abschluß des Geschäfts follen sie stets darauf Polizei sei anzunehmen gewesen, daß er überhaupt sich von charakterisire, deren Zweck es sei, Gesetzesübertretungen oder un- bedacht gewesen sein, die Spuren ihrer Thätigkeit möglichst zu Deutschland fern halten wolle und aus diesem Grunde und um fittliche Handlungen zu begehen.( Gelächter bei den Sozial- verdunkeln. In weiser Voraussicht dessen, was vielleicht kommen Kollusionsgefahren zu vermeiden, sei es nothwendig gewesen, den demokraten.) Man kann in der That den sächsischen Behörden tönnte, sollen sie stets dafür gesorgt haben, daß belastende Angeklagten in Haft zu nehmen. An der Fortdauer der Haft die Krone nicht bestreiten in der Auslegung der gesetzlichen Be Schriftstücke nicht in die Hände der strafverfolgenden Be- habe er jetzt selbst kein Interesse mehr. Der Gerichtshof be stimmungen. Das Rezept des preußischen Justiz- börde fallen könnten. Die Anklagefchrift führt hierauf den schließt die sofortige Haftentlassung des Herrmann und vertagt zurück, ministers: wenn zwei dasselbe thun, ist es doch Umstand die daß wiederholten Haussuchungen um 4 Uhr die Verhandlung auf Donnerstag 9 Uhr. Die gezeitigt haben. Voraus nicht dasselbe, wird bei der Anwendung der nie ein großes Ergebniß vereins- und versammlungsgeseßlichen Besicht der beiden ersten Angeklagten foll so weit gegangen stimmungen in vollem Umfang befolgt. sein, daß sie die gerichtliche Ausklagung ihrer Wucherforderungen selbst vermieden und sich hierfür mehrerer Zwischenpersonen bedienten. Zu letzteren soll der vierte Angeklagte gehört haben, der seinerzeit Bureauvorsteher bei dem Nechtsanwalt Liffer war und für seine Bemühungen 1/3 pet. der ausgeklagten Summe als Provision erhielt. ganze Reihe " F " Lokales. er Der Die Mitglieder der konservativen Partei- Organisation dürfen ungenirt das thun, was uns als strafwürdiges Verbrechen aus Ju der ,, Disziplinarfache wider Unbekannt", von der gelegt wird. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" brachte wir gestern berichteten, sind nunmehr bereits zehn Redakteure gestern einen Beleg dafür, indem sie mittheilte, daß 9 konferund Angestellte des Vorwärts" zum Freitag Morgen nach vative Vereine des zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises die Moabit geladen. Unter den 3eugen" befindet sich selbst unser Gelegenheit des taiserlichen Geburtstages dazu benutzt haben, Die Verhandlung findet im großen Schwurgerichtssaale statt. Kollege Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt, der erst am um gemeinschaftlich in der Philharmonie ein Fest zu begehen. Den Vorsiz führt Landgerichts- Direktor Rösler, die Anklage 17. Januar, also am selben Tage, als der wahrscheinlich in Die Herren mögen feiern, was sie für feiernswerth halten, aber vertritt Staatsanwalt Strähler, die Vertheidigung führen die betracht kommende ,, Gnadenerlaß" aus dem„ Armee- Verordnungsbereits im Vorwärts" veröffentlicht war, aus ich möchte einmal sehen, wie die Berliner Polizei dazwischen gefahren Rechtsanwälte Dr. Sello, Leysersohn, Dienstag, blatt" Plößensee entlassen wurde. Eine so umfangreiche Bes wäre, wenn wir in ähnlicher Weise uns vereinigt hätten. Nägel I und Dr. Mendel. Wo bliebe die Organisation des Bundes der Land- Beim Aufruf der Zeugen ergiebt sich, daß eine große Anzahl mühung der königlich preußischen Behörden läßt darauf wirthe, wenn sich die Polizei der gesetzlichen Bestimmungen von Zeugen fehlt. Sie haben sämmtlich ihr Ausschließen, daß wir am Freitag Morgen gelegentlich unserer gegenüber seinem Treiben erinnerte! Nichts liegt mir ferner, bleiben durch ernste Ertrantung unter Be Vernehmung die Freude haben werden, auch unsere zur Zeit in als irgend einen Verein denunziren zu wollen. Aber ich rufung auf ärztliche Attest e entschuldigt. Plößensee fißenden Kollegen Pözich und Pfund zu sehen. fonstative vor aller Welt und dem ganzen deutschen Volke, daß Infolge dessen können von den zur Auflage stehenden Fällen In diesem Falle hätte die Vernehmung, die, wenn wir allesammt in der scheußlichsten Weise mit zweierlei Maß geetwa zwölf nicht verhandelt werden. Der Staatsanwalt behält nicht ehrlose Schufte wären, für die Behörden in jedem messen wird. sich vor, falls die zur Verhandlung gelangenden Fälle nicht aus Falle resultatlos verlaufen müßte, denn doch wenigftens Der Abg. von Stumm meinte, daß auch die Großreichen sollten, um den gewerbs- und gewohnheitsmäßigen Wucher einen Zweck. industriellen unter der Beschränkung des zu erweisen, eine Vertagung der Verhandlung zu beantragen. Den Parteigenossen von Steglitz und Friedenau zur Koalitionsrechtes au leiden haben. Wie stimmt das Für die Fälle, an denen Riederich betheiligt ist, fehlen gleich Nachricht, daß die Bibliothek des Arbeiter- Bildungsvereins in zusammen mit der Thatsache, daß in dem Verein mit dem langen falls die Zeugen. Rechtsanwalt Mendel beantragt deshalb Steglitz in den Besitz des Parteigen offen Fritz Schneider, Steglit, Namen nicht allein der Zentralverband der deutschen und auch weil nach seiner Ueberzeugung aus der Thätig Nugetr. 7, übergegangen ist. Schneider hat sich verpflichtet, Industriellen, sondern auch eine nimmermehr eine Begünstivon teit feines Klienten juristisch Interessentenvereinen vertreten sind, die alle zollpolitische und gung" fonstruirt werden könne, die Verhandlung gegen Riederich die Bibliothek den Mitgliedern unentgeltlich zur Berfügung zu reinpolitische Zwecke, jedenfalls eine direkte Beeinflussung der zu trennen und diesen Angeklagten zu entlassen. Der Gerichtshof stellen. E. Sudrow. Gesetzgebung zur Aufgabe hatten. Sie alle müßten nach dem giebt diesem Antrage statt. Zu den Fällen, die nicht verhan Das ,, Schlafstellenunivefen" zu beseitigen, ist schon ver preußischen Vereinsgefeß verurtheilt werden, aber natürlich Staats- belt werden können, gehört auch derjenige, der einigermaßen schiedenen Leuten mißlungen. Das hiesige Gesellenheim" anwalt und Polizeibehörden rühren sich nicht. Diese Dinge interessant genannt werden kann. Dieser betrifft einen Ingenieur des Ostdeutschen Jünglingsbundes" follte demselben Zweck denselben Mißerfolg gehabt. Im richten sich selbst. Wo blieben die Vereinigungen der Aerzte, Paul Baumert, der aus Rußland hierher gekommen war, dienen und hat bisher Journalisten und anderer Berufe, die nicht blos Berufs- durch Verwerthung von Patenten viel Geld verdiente und hier Jahre 1895 haben in dieser Anstalt nur 33 Personen längere interessen vertreten, sondern auch eine Einwirkung auf die wie ein Millionär lebte. Er soll hier eine Wohnung gegen einen Zeit( mindestens 1 Woche, durchschnittlich 3 Monate) und 35 Gefeßgebung anstreben, wo der Katholikentag, wenn gegen Miethszins von 8000 M. inne gehabt, eine elegante Equipage Personen blos vorübergehend( eine oder mehrere Nächte) gewohnt. sie die geseglichen Bestimmungen in demselben Maße beseffen und eine Mobiliareinrichtung im Werthe von mehreren Was bedeuten diese Zahlen gegenüber dem Heer der Schlafzur Anwendung gebracht würden, wie gegen uns? Die Petitionen hunderttausend Mark, zu welcher auch eine werthvolle Gemälde- burschen", das die Arbeiterviertel Berlins bevölkert! Aber auch Herr Baumert hat abgesehen von diesem Mißverhältniß der Bahl, das mancher aus dieser Vereine an die Volksvertretung würden allein genügen, gallerie gehörte, sein Eigen genannt haben. fie aufzulösen. Die letzte Thronrede wollte freie Bahn schaffen sich auch durch ein ärztliches Attest entschuldigt. Die übrig bleibenden dem erst kurzen Bestehen der Anstalt erklären wird, hat das Heim für die Entwickelung der geistigen und materiellen Sträfte der Fälle unterscheiden sich von den in anderen Wucherprozessen verhan- den beabsichtigten Zweck augenscheinlich verfehlt. Auch den Der erste Fall betrifft einen Offizier, der zur wenigen, die es benutten, hat es meist nicht als„ Heim" im Nation. Wie kann man von freier Bahn" sprechen, wenn die delten in keiner Weise. als dauernde Wohnstätte gedient. Vereinigungen der Arbeiter aufgelöst werden? Freie Bahn auch Beseitigung einer Unbequemlichkeit durch Vermittlung des eigentlichen Sinne, auf dem Gebiete des Vereins und Versammlungsrechts gehört Agenten Bruck 4000 M. auf Dreimonatswechsel erhielt und 5000 M. Es ist mehr nur eine Art Herberge für Durchreisende und erste zu den Voraussetzungen gedeihlicher Entwickelung sozialer dafür schreiben mußte. Geldgeber war Pariser. Dieser be- Unterkunftsstätte für Neuzuziehende gewesen. Wenn sogar die Berhältnisse, ganz abgesehen von der Parteistellung des hauptet, daß er mit dem Geldfucher in keinerlei Berührung ge- 33 seßhaften Bewohner, von denen 24 von außerhalb und nur Einzelnen. Was den Unternehmern recht ist, muß den Arbeitern kommen sei. Dieses in das Jahr 1893 fallende Geschäft sei von 9 aus Berlin tamen, durchschnittlich nur drei Monate blieben, billig sein. Der Busah 3uzug fernzuhalten!" bei der An- Bruck inszenirt worden, er selbst habe lediglich zwei Wechsel so kann die Anziehungskraft des Heims nicht groß gewesen sein. tündigung von Streits in Arbeiterblättern hat zu Anklagen und gegen Abzug von 10-12 pet. diskontirt und diese Wechsel seien Von diesen 33 hatten bis zum Jahresschluß 25 das Heim wieder zu Verurtheilungen wegen groben Unfugs geführt.( Hört! prompt eingelöst worden. Es komme ihm so vor, als ob die Zeit verlassen und zwar waren 15 nach außerhalb gegangen und 10 hört!) Die schwarzen Listen der Arbeitgeber aber haben für seiner Abwesenheit von Berlin dazu benutzt worden sei, um ihm in Berlin geblieben. Was mehr abgeschreckt hat, ob das in der feinen Staatsanwalt irgend etwas Auffälliges. Man will allerlei aufzuhalsen, von dem er nichts wisse. Auf Befragen des Anstalt übliche Beten oder die Höhe des Preises für Wohnung die Arbeiter in einer Ausnahmestellung erhalten, und gewiffe Vorsitzenden erklärt Pariser, daß er damals fein sehr reicher und Kost, tönnen wir nicht beurtheilen. Aber das ist klar, daß Leute hätten, wie die Artikel der Hamburger Nachrichten" Mann gewesen sei, sondern mit fremden Mitteln arbeitete. es selbst bei denen, die das Beten mit in den Kauf zu nehmen als Zeuge zu bereit sind, nur vereinzelt gelingen fann, sie zur Vertauschung beweisen, ihre Freude daran, wenn diese fortdauernde Knechtung Außer Bruck wird auch Mendel Treuherz die Arbeiter zu einer Verzweiflungsthat triebe, damit dann diesem Falle aus dem Gefängnisse vorgeführt. Beider Aussagen ihrer Schlafstelle mit dem erbaulichen Aufenthalt im Gesellenbein In einem zweiten Falle, in welchem ein zu bewegen. Eine wirklich behagliche Wohn und Schlaf wieder die Blut- und Eisenpolitit gegen sie Oberwasser erhielte. find ohne Belang. Aber die Arbeiter werden sich schön davor hüten. Wollen Sie früherer Offizier für einen Dreimonatswechsel über 2000 m. nur gelegenheit läßt sich auch wohl auf dem Wege der Vereinshilfe die sozialen Gegensäge nicht versöhnen, so müssen Sie den Kampf 1600 M. erhalten hat, kann nicht nachgewiesen werden, daß nur zu einem Preise schaffen, der für die meisten Arbeiter un • Dies ist auch der Fall bei einem erschwinglich bleibt, so lange die Arbeits- und Lohnverhältniffe führen, wie er dort in dem Blatte vorgezeichnet ist. Aber wo Pariser der Geldgeber war. " sind die Leute, die den Kampf gegen uns führen sollen? Der Geldgeschäft, welches der Angeklagte Meyer mit einem Bau- nicht andere sind. Von den 25 seßhaftesten Bewohnern, die 1895 Hintermann der Hamburger Nachrichten", der materialien- Händler abgeschlossen haben soll. Es ergiebt sich, das Heim wieder verließen, konnten 10 nicht wohnen bleiben, Bei weil sie keine Arbeit fanden. Sie gingen meist wieder nach durch die Vorlegung dieses Rezepts eine abgrundtiefe daß Meyer mit diesem Geschäft nichts zu thun hatte. Gemeinheit der Gesinnung gezeigt hat( Große Unruhe dem Gange der Verhandlung werden wir uns darauf be- außerhalb, oder suchten sich vermuthlich eine billigere Schlafs 01 fielle; vielleicht aber wurden sie auch obdachlos. Wir wundern er sich in keine Erörterungen über die Ursachen der vulkanischen| ein Stück Holz zerkleinern, glitt mit der Hand ab und gerieth uns nicht darüber, daß, wer nicht zahlen fann, auch aus dem Thätigkeit einlassen wolle, da alle bisher darüber aufgestellten mit dem Mittelfinger der linken Hand an die Kreissäge. Der christlichen Heim hinauskomplimentirt wird; Unmöglich es kann Theorien in ihren Grundlagen auf nicht allzu sicheren Ver- Finger wurde dicht an der Hand so weit abgetrennt, daß der man eben auch hier nicht verlangen. Aber das darf man muthungen beruhten, die sich zu einer populären Darstellung Arzt Dr. Barth, der herbeigerufen wurde, ihn ganz abschneiden fordern, daß die guten Leutchen wenigstens nicht dreist und wenig eigneten; er wolle vielmehr das, was er selbst und andere mußte. Der Berunglückte nahm einer uns zugehenden Meldung gottesfürchtig behaupten, daß ihre Spielereien zu etwas nüße sind. gesehen und was man an thätigen Vulkanen überhaupt wahr zufolge die Sache so leicht, daß er noch einen halben Tag in nehmen und beobachten tönne, so gut es mit Hilfe der Photo- der Fabrik blieb. Dann bekam er jedoch Wundfieber und mußte Die uusittliche Sozialdemokratie. Dem Gesangverein Butunft" in Velten ist vom dortigen Amtsvorsteher Giese die Er- graphie und durch einen erläuternden Vortrag geschehen tönne, feine Wohnung aufsuchen. In merkwürdiger Stimmung ist der Droschtenkutscher P. laubniß zur Aufführung des im Verlage der Expedition des einem größeren Publikum anschaulich zu machen suchen. Es wurden dann Photographien des Vesuv, des Aetna, des in den Tod gegangen, der in der Greifswalderstr. 52 wohnte. Vorwärts" erschienenen Stückes:" Sein Jubiläum" verweigert Vulkans auf den Liparischen Inseln vorgeführt; diefelben Der bei einem Fuhrherrn in der Neuen Königstraße bedienstete worden, weil das Stück geeignet sei, in sittlicher Beziehung stammten aus verschiedenen Zeiten und zeigten die fenerspeienden 62jährige Mann war am Dienstag Morgen zugleich mit seiner Mergerniß zu erregen. Wir sind neugierig, von Herrn Giefe zu Berge in verschiedenen Stadien ihrer Thätigkeit. Im zweiten erfahren, wo denn in diesem Stücke die gute Sitte verlegt Theile des Vortrages wandte sich Herr Fr. nach Hawaï, der Frau, die eine Aufwartestelle inne hat, vom Hause weggegangen; größten der Sandwichs- Inseln, wo er längere Zeit gelebt und er kehrte jedoch eine Viertelstunde später nach der Wohnung den Bulkan Kilanea in seiner Thätigkeit beobachtet zurück. Ginen luftigen Marsch pfeifend stieg er die Treppen hat. In guten Abbildungen wurde dieser Berg dem hinauf, und Nachbaren vernahmen noch, als B. bereits in seinem des Lebens" sang. Als die Frau des Droschkentutschers Publikum vorgeführt, wobei in den Erläuterungen auf immer sich befand, daß der alte Mann das Lied Freut Euch die charakteristischen Eigenthümlichkeiten hingewiesen wurde, durch welche er sich von den vorher geschilderten europäischen Bulkanen 1/2 Stunde später ihre Wohnung betrat, fand sie die Leiche ihres Gatten an einem Thürnagel hängend. Der alte Maun unterscheidet. hatte sich selbst den Tod gegeben; die Motive zur That sind noch nicht ermittelt. wird! Da nur die wenigsten Leute in die Lage kommen, selbst Bultane zu sehen und längere Zeit hindurch zu beobachten, fo verdient der Vortragende warmen Dank dafür, daß er seine eigenen Erfahrungen in dieser Weise einem größeren Publikum zugänglich machte. Das Fenerwachtgebäude vor dem Halle'schen Thore wird auf dem Hinterlande eines an der Ecke der Wilms- und Tempelherrnstraße belegenen Grundstücks errichtet werden. in der Ein umfangreicher Werkstättenbrand beschäftigte gestern früh von 7 Uhr an die Feuerwehr. Bei ihrer Ankunft stand bereits das vierte Stockwerk des Quergebäudes in der Prinzenftraße 102 in hellen Flammen. Das Feuer, welches in einer Drechslerwerkstatt ausgebrochen war, konnte erst nach einstündiger Arbeit bewältigt werden. Die Sommerferien der Gemeindeschulen. Die SchulDeputation hat fefistellen lassen, wie viele Gemeindeschulkinder Geschwister in höheren Schulen haben; sie will danach entscheiden, ob ein Aulaß vorliegt, die Sommerferien der Gemeinde schulen denen der höheren Schulen gleichzumachen, also von 4 auf 5 Wochen auszudehnen. Die Voss. 3tg." regt sich bei diesem Gedanken gewaltig auf. Sie schreibt: Bom schulpädagogischen Gesichtspunkte aus haben lange Ferien für Schüler und Schulen mehr Nachtheil als Vortheil, zumal in den Gemeindeschulen, wo es den Schülern während der Ferien größtentheils an der nötbigen Aufsicht fehlt und sie in dieser Zeit oft aus Rand und Band gerathen und allen Gefahren der Großstadt ausgesetzt sind." Dieser Grund ist von der" Boſſ. 3tg." und anderen bürgerlichen Blättern wiederholt angeführt worden. Dagegen spricht aber, was die Zeitschrift für Schulgesundheits. pflege"( 1895, Dezemberheft) über die Erfahrungen an russischen Schulen berichtet. An 40 Schulen mit über 9500 3öglingen Ingenieur- Dienstgebäude wurde 1892 beobachtet, daß die wegen der Cholera bis 15. September verlängerten Sommerferien die Gesundheit besserten, ohne den Lerneifer zu mindern. Seitdem dauern die Ferien regel mäßig bis 1. September, und auch in den folgenden Jahren hat Diese Maßregel auf Lernende und Lehrende gleich günstig gewirkt. Es in allerdings nicht gesagt, ob es sich um höhere oder ni dere Schulen handelt, und man wird vielleicht auch die russischen Berhältnisse nicht ohne weiteres auf deutsche Schulen übertragen dürfen. Aber die Behauptung, daß lange Ferien mehr Nachtheil als Vortheil bringen, wird durch die Erfahrungen Kämpfende Krieger. Eine grobe Ausschreitung begingen in Rußland zum mindesten nicht bestätigt. Daß die in Potsdam in der Nacht zum Dienstag einige angetrunkene Kinder in fünf Wochen eher aus Rand und Band gerathen" Unteroffiziere vom ersten Garde- Regiment zu Fuß. Sie über Swinemünde als in vier, ist freilich wahr nur ist noch die Frage, ob es nicht fielen, nachdem sie von der Geburtstagsfeier des Kaisers ge- Hamburg ganz wünschenswerth ist, daß Schulkinder einmal, aller Fesseln kommen waren, ohne Veranlassung den Bademeister Krüger von Berlin ledig, ordentlich aus Rand und Band gerathen", wenn auch die der Langen Brücke und schlugen derartig auf ihn ein, daß der Wiesbaden Pedanten unter den Pädagogen hinterher ihren Merger darüber haben, daß in den ersten acht Tagen nach den Ferien nicht alles felbe schwerverletzt und mit einem gebrochenen Fuß nach dem München städtischen Krankenhause gebracht werden mußte. Die Uebelthäter Wien. wie am Schnürchen geht. Auch den Lehrern sind fünf Wochen sind bereits ermittelt. dienlicher als vier, und es wäre fein Verbrechen, Wenn wirklich, wie die Boss. 3tg." vermuthet, mehr von den Lehrern Vom Anhalter Bahnhof. In einer üblen Lage befinden als von den Eltern für Verlängerung der Sommerferien der sich gegenwärtig die Leute, die auf dem hiesigen Anhaltischen Gemeindeschulen agitirt würde. In ihrer Besorgniß, die Bahnhofe längere Zeit warten müssen, um Reisende abzuholen. Gemeindeschulkinder könnten durch fünf Wochen Ferien fittlich Die Bedürfnißanstalt, die sich außerhalb der Sperrlinie neben gefährdet werden, kommt die Woff. 3tg." zu dem Vorschlag, dem Wartefaal dritter Klasse befindet und ohne Bahnsteigkarte von erziehlichen, gesundheitlichen(!) und schulpädagogischen Ge- zugänglich ist, ist augenblicklich wegen Umbaues gesperrt. Zu sichtspuntten aus zu prüfen, ob nicht beffer die Ferien der den übrigen Anstalten, die nur vom Bahnsteige aus zu erreichen höheren Schulen auf vier Wochen zu verkürzen feien. Obwohl find, lassen nun aber die Schaffner ohne Bahnftigfarte nie- schläge. in der Provinz die Ferien der höheren Schulen thatsächlich meist manden zu. nur vier Wochen dauern, dürfte der Vorschlag bei demjenigen Theile der Berliner Bevölkerung, der für die höheren Schulen in betracht kommt, wenig Antlang finden. Im Grunewald hat sich der 18 Jahre alte Kaufmann Der Feldwebel Hoffmann, welcher zur 1. Jnspektion im Konrad Schönfeld erschossen, der in einer Uhren Großhandlung Kurfürstenstraße 63-69 in der Oberwallstraße beschäftigt war. abfommandirt war, ist der„ Berl. 3tg." zufolge verhaftet Erhängt hat sich am Montag der Droschkenkutscher Nietschle worden. H., der verheirathet und Vater von drei Kindern ist, genoß eines sehr guten Rufes und erfreute sich allgemeiner Beliebt aus der Ließmannstr. 2. beit seiner Vorgesetzten; von seinem Abschied vom Militärdienst Witterungsübersicht vom 29. Januar 1896. trennte ihn nur noch ein Jahr. Am vergangenen Freitag wurde derselbe plöglich von einem Hauptmann sowie Unteroffizier aus dem Bureau heraus verhaftet und in das Mili ärgefängniß in der Lindenstraße eingeliefert. Die im Gange befindliche Untersuchung Stationen. verläuft selbstverständlich streng geheim. " " = " NW Barometerftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke CNNINNON( Stala 1-12) Wetter Nebel Temperatur nach Celsius FA0000( 5°.= 4° R.) -2 776 779 WSW 778 • SW Nebel Schnee 780 Still bedeckt 780 W bedeckt 782 Still bedeckt -13 748 Nebel -14 785 N 2 heiter 778 SW 2 halb bedeckt 780 ND bedeckt 4 • • Haparanda Petersburg Cort Aberdeen. Paris. Wetter- Prognose für Donnerstag, 30. Jannar 1896. Ein wenig tälteres, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges Wetter mit mäßigen westlichen Winden, ohne erhebliche NiederBerliner Wetterbureau. Einer Tockspikelet und unter Namen denen Briemer erhalten die N. N." nachstehende Mutheilungen: In der Angelegenheit des flüchtigen Prokuristen Hand Hans Priemer war Stadtreisender bei mir, zeichnete meine scheint die Art, wie Polizeibeamte die Billetschmuggeleien bei Die berechtigte und wiederholt erhobene Forderung, Firma in Kollektiv- Protura, war weder Kassirer noch hatte er Beamten der Hessischen Ludwigsbahn entdeckten", bedenklich daß auch den Bedürfnissen der Frauen durch Errichtung ent- mit der Kasse etwas zu thun. Seine Veruntreuungen bestehen nahe zu kommen, wenn die Berichte richtig sind, die selbst von sprechender öffentlicher Anstalten in angemessener Weise Rechnung in Waarenverkäufen, erstrecken sich auf einen Zeitraum von bürgerlichen Blättern neuerdings in dieser Aufsehen erregenden getragen werde, findet seitens der städtischen Verwaltung noch 11/4 Jahren und erreichen nicht entfernt den von mehreren Angelegenheit gebracht wurden. So wird einem hiesigen Blatte immer feine Berücksichtigung. Wie aus dem Verwaltungsbericht Blättern angegebenen hohen Betrag. Ein Zusammenhang aus Frankfurt geschrieben: des Magistrats pro 1894/95 zu ersehen ist, waren in Berlin an Priemer- von Hammerstein existirt nicht. Allenthalben wird in Frankfurt der Meinung Ausdruck geöffentlichen Bedürfnißanstalten vorhanden: 52 zweiständige, 96 fiebenständige, 1 zehnständige und 1 elfftändige, mithin Priemer Flinsch Hammerstein. Ueber die Flucht des geben, daß das Vorgehen der Hamburger Beamten zur Ausfindig150 Bedürfnißanstalten für Männer, dagegen nur 3 solche Prokuristen der Firma Flinsch bringt die Deutsche Gastwirth machung der Schuldigen, welches durch reichliches Bewirthen und für Frauen und 3 für Kinder. Es ist ein Miß- Zeitung" einige Mittheilungen, die Aufsehen erregen dürften. durch Anfreunden im Familienkreise geradezu einer Provokation Das Blatt schreibt: Der Chef des Flüchtlings batte die außer zum Bruch der Dienfivorschriften gleich fam, in feiner Weise verhältniß, wie es ärger nicht gedacht werden kann. Die Frauen sind heute im öffentlichen Erwerbsleben ebenso thätig ordentliche Nachsicht, vom Tage der Abreise feines Angestellten gebilligt wird. Interessant ist die Vorgeschichte zu dieser Billetbis zu dem Lage seiner Landung in New- Yort, wo das fd muggel- Affäre. Es geht daraus hervor, daß anfangs weder wie die Männer, sie sind gezwungen, ihrem Erwerbe nachzugehen die Hessische Ludwigsbahn- Direktion, noch die Frankfurter und die Straßen zu passiren. Es ist daher nicht mehr wie recht fragliche Haus eine Filiale besitzt, Stillschweigen zu beobachten. Staatsbahn- Verwaltung irgend welche Kenntniß von der Sache Erst am vergangenen Sonnabend, am Tage, an welchem der und billig, daß auch den Bedürfnissen der Frauen und nicht nur Ausreißer in New- York gelandet war, hatten. Einzig und allein durch Herumsprechen bei Beamten, waren die hiesigen der Männer Rechnung getragen werde. Die von einem Privats Zeitungen in der Lage, von der Thatsache des Verschwindens/ die auf der Strecke zwischen Hamburg und Frankfurt fahren, unternehmer errichteten Anstalten, die auch den Frauen zugäng lich sind, bilden keinen Ersatz, da die Benutzung derselben mit äußerst edel. Wie groß aber der Edelmuth des Prinzipals vorlagen, anfangs Januar einen Kriminalkommissar, einen gea Mittheilung machen zu können. Das ist in der That fam die Sache zu Ohren der Hamburger Kriminalpolizei. Diese fandte, wie schon mitgetheilt, ohne daß bestimmte Anhaltspunkte Geldkosten verknüpft ist, denn diejenigen Lokalitäten, welche mit war, geht aus der uns verbürgt zugegangenen Mittheilung der Aufschrift:" Für Frauen frei" versehen find und furt mit dem Auftrag, die pflichtvergessenen Bahnbeamten mit den privaten Bedürfnißanstalten in Verbindung stehen, hervor, daß der Chef seinem jungen Mann beim heimen Schuhmann nebst einem weiteren Beamten nach Frankund festzunehmen. Die Kriminalisten logirten entsprechen durchaus nicht den Zwecken, denen sie dienen sollen Abschied noch 3000 m. Reisegeld zugesteckt haben soll. Und nun kann Herr v. Hammerstein ruhig nach u eruiren dort sich und sind fast unbenutzbar und werden auch in nur sehr geringem Berlin ausgeliefert werden. Die ihm nabestehende Partei dürfte ein, verkehrten in Wirthschaften am Bahnhof, von getrennt angenommenen Maße tenußt. von seinen Indiskretionen kaum noch etwas zu befürchten haben. Auch ein Kampf für Ordnung und Sitte. Der Grund- Der Sündenbock ist gefunden, er rückte gerade zur gelegenen Zeit sie wußten, daß hier Bahnbeamte ein und ausgehen, und näherten sich diesen unter den verschiedensten Masten, sie besigerverein im Westen hatte an das Polizeipräsidium eine Be aus." Die Firma Flinsch, die in der vorhin abgedruckten dabei reichlich bewirthend. In einer Wirthschaft am Bahnhofe tition um Erlaß eines Betretungsverbotes der Bülowstraße Mittheilung an die„ N. N." der Angelegenheit einen verhältniß- tamen die Hamburger Beamten allerdings schlecht an. Da zwischen der Göben- und Potsdamerstraße durch Prostituirte gemäßig harmlosen Auftrich gegeben hat, wird nicht umhin können, wurde einer von ihnen sofort von der Wirthin, die ebenfalls richtet. Das Polizeipräsidium hat dies Gesuch abgelehnt, sich auch über die Angriffe, welche die„ Gastwirths- Zeitung" lange in Hamburg gelebt hat, erkannt, und als sie dies laut weil eine Erweiterung des für die Potsdamerstraße bereits be- bringt, zu äußern. äußerte, hielten sie es für angemessener, auf Nimmerwiedersehen stehenden Verbots die Prostitution und deren Ausartungen noch Den rohen Patronen, die heuchlerisch oder gedankenlos aus diesem Lokale zu verschwinden. Einem der Kriminalbeamten mehr in die der polizeilichen Aufsicht weniger unterzogenen über die Begehrlichkeit der Arbeiter räjonniren, möge ein Unglücks glückte es dagegen, bei einem Zugführer der Heſſiſchen LudwigsNebenstraßen drängen würde. Man will durch Vermehrung des fall, der sich am Montag in einem Arbeitergelaß zugetragen hat, bahn, deffen Vertrauen er gewonnen hatte, Schlafſtelle zu erhalten. Aufsichtspersonals die Uebelsände einzuschränken suchen. Der ein Bild davon geben, unter welchen entseßlichen Verhältnissen Hierdurch ist es denn gelungen, eine ganze Anzahl von Beamten der Polizeipräsident vergißt in der ganz verständigen Abfertigung der Arbeiter zum großen theil wohnt. Die Frau des Kellners Hessischen Ludwigsbahn zur Ueberschreitung ihrer Befugnisse und nur, daß auch noch so viel Schuhmannschaft nicht im stande ist, G. in der kleinen Markusstraße hatte seit vier Monaten das zu firafbaren Thaten zu verleiten, durch welche sie sich dem das gesellschaftliche Uebel der Prostitution zu bannen. 1 Jahr und 4 Monate alte Kind Bianca Bogel in Pflege. Da Strafrichter in die Hände spielten. Bis jetzt haben 17 Beamte Enthüllungen über Bierplanschereien machte in einer die Wohnung sehr feucht ist, so pflegte die Frau öfter ihr Vergehen mit der einstweiligen Verhaftung zu büßen. Die Sigung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast- und Sachen an dem eisernen Ofen, der in der Stube steht, zu Unterschleife sind übrigens von demselben Kriminalbeamten entSchankwirthe Berlins der Restaurateur Herr Hermann Gärtner, trocknen. Das geschah am Montag Nachmittag auch mit deckt worden, der damals auch den Billetschwindel auf der der auch Vertrauensmann der Berliner Brauerei- Arbeiter ift. einem Bette. Um es aufzuhängen, spannte Frau G. Strecke Hamburg- Köln und Berlin aufbeckte. Derselbe soll sich Gärtner führte im Anschluß an einen Vortrag über den Berliner eine Leine über den Ofen, die jedoch nicht hoch genug an- in Frankfurt als der Besizer eines öffentlichen Hauses ausFaßdiebstahl aus, daß eine Anzahl Berliner Brauereien, deren gebracht gewesen zu sein scheint. Als sie dann um 12 Ubr gegeben haben, das Fahrpersonal verschiedener in Frankfurt einNamen er nannte, das Berfahren beobachtet habe, von ihren wegging, um Plättwäsche wegzutragen, mußte sie die kleine laufender Züge eingeladen und auf das Feinste bewirthet haben. Flaschenbierkutschern fremde Flaschen annehmen zu lassen und Bianca, die im Kinderwagen lag, ohne Aufsicht zurücklassen. Im Verlaufe des Gesprächs ließ er dann einmal die Absicht verdiese sodann für 5 Pf. pro Stück zu verkaufen. Es sei sogar Die Frau blieb ungefähr 3/4 Stunden vom Hause weg. Als sie lauten, wenn es anginge, auch einmal eine billige Reise nach Basel vorgekommen, daß eine Brauerei Bier einer anderen zurückkehrte, fand sie die ganze Wohnung voll Qualm. Das oder fouft einer weiten Strecke zu machen, und die durch das Firma, das diese nicht Ios werden fonnte, als ihr Bett hatte an dem start geheizten Ofen Feuer gefangen, so Benehmen des sie Freihaltenden getäuschten Beamten sollen ihm verfengt waren. Eine andere große Brauerei soll daß die Federn zum Theil eigenes verkauft habe. Frau H., wirklich Billets besorgt haben. Ein anderes Mal soll er in der nach Angabe des Redners alle Reste aus den bedeutenderen der die Wohnungsnachbaren beisprangen, holte sofort Wirthschaft Zum Schlößchen" in Limburg mit einigen Beamten aus der Stube und das des Fahrpersonals der Ludwigsbahn zusammengetroffen fein und Ausschanklokalen, Bahnhöfen 2c. zurücknehmen. Dieses Bier den Wagen mit dem Kinde werde filtrirt, mit gutem Bier verschnitten und wieder verkauft. brennende Bett warf man zum Fenster hinaus. Allein, es war dort für etwa 15-20 Mart Wein und Bier gespendet haben, Die Kunden seien die kleinen Berliner Restaurateure, welche schon zu spät. Das Kind war bereits er stick t, ein Arzt, der wofür ihm die Beamten bis Frankfurt frei mitgenommen hätten. also gegen ihren Willen minderwerthiges Bier verkaufen müssen. sogleich herbeigerufen wurde, konnte es nicht wieder in das Leben Am Bahnhofe soll er gethan haben, als wollte er sich ein Billet lösen, worauf ihm die Beamten selber sagten, das brauche er Die weiteren Ausführungen Gärtner's waren derartig, daß die Wer zurückrufen. sammlung beschloß, den Redner aufzufordern, eine große öffent nicht, er solle nur so mitfahren. Aber man kann alle diese Sachen nicht als beſtimmt geschehen hinstellen." Eine Vermehrung ihres Pferdebestandes erhielt, wie liche Gastwirthe- Versammlung einzuberufen und in dieser den ein Berichterstatter meldet, am gestrigen Tage die Große Berliner Beweis für seine Anschuldigungen zu erbringen. Wie Herr Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft. Ein erst fürzlich gekauftes dänisches die sich zum theil mit der vorhin gebrachten deckt: Die Frankf. Kleine Presse" bringt u. a. folgende Mittheilung, Gärtner dem Berichterstatter mittheilte, wird er demnächst die Pferd, das einen Wagen der Linie Großgörschenstraße- WerftWie wir erfahren, sind die 8 Hamburger Kriminalbeamten, von ihm behaupteten Thatsachen wirklich der Deffentlichkeit über- aße fährt, brach gestern Nachmittag gegen 4 Uhr in der die feinerzeit in dem bekannten Hamburger Unterschleif- Prozeß geben und zwar in einer ihm beliebigen Form. Potsdamerstraße plöglich zusammen. Man schickte sofort um Die Liebe zum Militärstaat. Nicht weniger als Hilfe für das anscheinend sehr kranke Thier nach dem Depot in gegen Bahnbeamte thätig waren, feit dem 4. Januar in FrankDie Kriminalbeamten wohnten, natürlich 346 Reservisten, Wehrleute der Land- und Seewehr 1. und Schöneberg. Als aber der von dort beorderte Thierarzt erschien, furt gewesen, um den hier vermutheten Unterschleifern auf die Spur zu fommen. 2. Aufgebots und Erfahreservisten, welche sämmtlich ihren leßten tummelte sich bereits ein munteres Fohlen neben der Mutter Wohnsitz in Berlin gehabt haben, werden unter der Beschuldi- auf dem Fahrdamm der Potsdamerstraße. Mutter und Kind nicht unter ihrem wahren Namen, in drei Gasthöfen am Bahnhof. Sie knüpften mit den Bahnsteigschaffnern der Hessischen gung, ohne Erlaubniß bezw. ohne der Militärbehörde davon wurden nach dem Schöneberger Bahnhof gebracht und befinden Ludwigsbahn Verbindung an, regalirten diese Leute und Anzeige erstattet zu haben, ausgewandert zu fein, vom Amts- sich den Umständen nach recht wohl. Hat denn die Pferde veranlaßten sie, mit den Zugführern über billige Fahr gericht I Berlin auf den 2. Mai zur gerichtlichen Verhandlung bahn- Gesellschaft keinen Thierarzt, der den Zustand der Stute gelegenheiten" nach Basel, Mannheim, Mainz geladen. erfennen konnte? und Limburg zu verhandeln. Das geschah mit dem Die Kriminalbeamten löften Fahrgewünschten Erfolg. farten für eine halbe Strecke, der andere Theil der Fahrt wurde ohne Fahrkarte zurückgelegt, nachdem die Schaffner und In der Urania hielt am Dienstag Abend Herr Dr. Fried. An der Kreissäge verunglückt ist der 48jährige Schirr länder einen Vortrag über thätige Wulkane und und Reparaturmeister Rayuer in der Tuchfabrit von Ludwig Wultan Eruptionen. Der Vortragende erwähnte, daß Lehmann in Rummelsburg, Hauptstraße 5. Rayner wollte gestern # Köln, Gerichts- Beifung. dem ist jeden Montag Zahlabend. Der Vorsitzende und der Kassier wurden als Vertreter der Kasse bei den Sigungen des Verbandes Hamburg gewählt. Vermischtes. Bugführer mit Wein regalirt und mit kleinen Geldbeträgen daraus, daß das aus dem Forst geholte Holz dem landwirth honorirt worden waren. In einer Wirthschaft in der Kron- schaftlichen Betriebe dienen sollte, denn zum Holzholen brauche prinzenstraße fanden die meisten Zusammenkünfte der Kriminal man fein Gewehr. beamten und Bahnangestellten statt. Es wurde dabei flott ge gessen und getrunken und wenn es ans Zahlen ging, so war die Zeche bereits berichtigt. Die Hamburger ließen Gegen den früheren Redakteur der Berliner„ Nenesten Eine intereffante wissenschaftliche Expedition wird in sich das Personal der von ihnen benutzten Züge vor stellen, und so gelang es ihnen, der Behörde im Voraus das Nachrichten", den Hauptmann a. D. Benefeld, wurde wenigen Tagen nach Washington zurückkehren. Am 1. Novbr. v. J. vollständige Berzeichniß der der an den Unterschleifen be am Montag vor der zweiten Straffammer bei verschlossenen begab sich Professor W. Mc Ghee vom Ethnologischen Bureau mit theiligten Bediensteten zu verschaffen. Auch auf die Wohnungen Thüren verhandelt. Der Angeklagte war beschuldigt, jüngere mehreren Begleitern nach der im Kalifornischen Meerbusen geder Bahnbeamten erstreckten sich die Ausforschungen. Leute, welche bei der von ihm redigirten Zeitung bedienste legenen Infel Tiburon, die von den noch ganz dem Kannibalismus Mit recht schreibt unser Partei- Organ, die Frankfurter waren, zum Dulten von unzüchtigen Handlungen genöthigt zu ergebenen Seri- Indianern bewohnt ist. Alle Versuche früherer Volkestimme", daß im Falle diese Angaben sich bestätigten, die haben. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten, der vom Rechts Forscher, auf der Insel zu landen, scheiterten oder endeten mit Hamburger Beamten sich dreier Vergeben hätten zu schulden anwalt Wronker vertheidigt wurde, von der Anklage der dem Tode der Wissensdurstigen. Jetzt meldet ein Telegramm tommen laffen: der Anstiftung zum Betrug, der Bestechung Nöthigung in allen Fällen frei und verurtheilte ihn nur wegen aus Hermosillo, daß der von Me Ghee geleiteten Expedition die durch Vornahme unzüchtige Durchforschung der Insel geglückt sei, und daß die Theilnehmer von Beamten und des Betruges, da sie ja selbst mit den nicht Beleidigung m dem gefahrvollen Unternehmen wohlbehalten auf dem mexi vollgiltigen Billeten gefahren sein sollen. Die Justizbehörde erscheint Handlungen in einem Falle zu einer Gefängnißstrafe von fonach verpflichtet, die Sache auf das strengste zu untersuchen und, sechs Wochen, wovon vier Wochen durch die erlittene Unter tanischen Festlande angelangt wären. wenn sie sich bestätigen sollte, alle Schuldigen, welche Stellung fie fuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. auch einnehmen, zur Strafe zu bringen. Denn eine solche Provokation armer Teufel von Beamten wäre wirklich schmählich. Unter solchen Umständen und noch dazu bei der schlechten Besoldung der Beamten bei der Hessischen Ludwigsbahn ist es wirklich kein Kunststück, die Leute, namentlich wenn sie bezecht waren, zu vers leiten." Die Behörde wird nicht umhin können, sich in dieser Angelegenheit zu äußern, auch erscheint es erforderlich, bei passender Gelegenheit das angebliche Vorgehen der Beamten im Reichstage zur Sprache zu bringen. Soziale Rechtspflege. ob # " " Der anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. Elektra 1. Nach unseren Erkundigungen ist es für Sie aussichtslos, sich der Elektrotechnik zu widmen. Von Schulen tönnen wir Ihnen das Technikum in Mittweida, das Technikum in Ilmenau und besonders die Schule des elektrotechnischen Vereins in Frankfurt a. M. nennen. in Berlin Der Redakteur des Deutschen General- Anzeigers", Briefkasten der Redaktion. eines antisemitischen Blättchens, Karl Sedlayed, hatte sich mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Baht) gestern vor der achten Straffammer des Landgerichts I wegen Beleidigung durch die Presse zu verantworten. Im Oktober v. J. brachte der Vorwärts" einen Artikel mit der Ueberschrift Prinzipal und Verkäuferin". Ein junges Mädchen schilderte darin die Erfahrungen, die sie gelegentlich der Bewerbung um eine Stelle gemacht hatte. Sie habe sich auf grund eines Zeitungsinserats bei einem in der Frankfurter Allee habe in fie wohnenden Kaufmann gemeldet. Derselbe feinem Privatkomptoir empfangen, ihr ein Engagement in Aussicht gestellt, aber hinzugefügt, daß er eine bindende Zusage Schulz. Hasenclever wurde 1887 im 6. Berliner Reichsnoch nicht geben könne, sie möge sich am Nachmittage 4 Uhr im Wie manchmal gebant wird, das ergab die Verhandlung Wartesaal 2. Klasse des Bahnhofes Friedrichstraße einstellen, er tags- Wahltreis gewählt und vertrat denselben bis zu seiner Er eines Prozesses, welchen eine Anzahl Bauarbeiter Buzzer, würde dann das nähere mit ihr verabreden. Obgleich ihr diese frankung. Wegen des letzteren fand am 30. August 1888 eine Maurer 2c. vor der 3. Kammer des Berliner Gewerbe- Geschäftspraxis sonderbar vorgekommen sei, habe sie dennoch Nachwahl statt, bei welcher Liebknecht gewählt wurde, der seitgerichts, Vorsitzender Assessor Cuno, gegen die Bauunter sich eingestellt und den Prinzipal auch dort getroffen. Dieser her diesen Kreis vertritt. H. Gr. In dem Bericht ist ein Rechenfehler enthalten; nehmer" Petersen und Sprenger ausfochten. Zu Petersen, habe ihr bei einer Taffe Kaffee über ihr Aeußeres Schmeicheleien der Zimmerpolier war, tam eines Tages der zweite Beklagte gefagt und ihr Zumuthungen gestellt, welche sie mit ihrer eine Besitarte an Sie tam als unbestellbar zurück. Aus diesem und fragte an, jener nicht mit ihm zusammen Ehre unvereinbar hielt. Sie habe ihn natürlich abgewiesen und Grunde ist der Bericht noch nicht veröffentlicht. F. Kempf. Mutter und Vormund sollen den Drückeberger bauen wolle". Petersen ging darauf ein, obwohl er auf die Stelle verzichtet. Auf besonderen Wunsch der in Frage feinen Pfennig Geld hatte und Sprenger auch nur im stehenden Dame hatte der Vorwärts" den Namen des Prinzipals schleunigst bei dem Amtsgericht seines Wohnsizes- also zur Zeit verklagen. 7. M. 54. Daß ein Wirth ver ftande war, 1000 m. in das Geschäft hineinzuschießen". Ein in dem Artikel nicht genannt. Herr Teipel, welcher für das Bankhaus Priester u. Komp. Am 17. November wurde dieser Artikel im Deutschen pflichtet ist, jedem gegen Zahlung ein Glas Bier zu verGrundstückverkäufe vermittelte, besorgte dem Petersen 1000 M. Generalanzeiger" abgedruckt und dabei der alberne Verdacht aus- abreichen, ist in feinem Gesetz ausdrücklich ausgesprochen. Ju zum Anfangen" und außerdem die Stempelgebühren. Die eine gesprochen, daß der Vorwärts" den Namen des Prinzipals ver- der Weigerung fann indeß eine Beleidigung liegen.§. R. Der Ja. G. D. 50. Die Herrschaft ist leider zur Aufrechnung Summe gab der Holzhändler, die andere der Steinhändler her. schwiegen habe, weil es sich um einen Juden handle. Dann wurde von Priester u. Komp. durch Vermittelung T.'s das Generalanzeiger" sei in der Lage, dies nachzuweisen, der saubere des Lohnes gegen den Schaden berechtigt, den ein Dienstbote ihr Grundstück erworben", d. h. es wurden 2000 M. Anzahlung" Batron, der die schandbare Handlung begangen habe, sei durch Versehen zugefügt hat. Die Frage, ob ein„ Versehen" vorgeleistet. Dieselbe Bantfirma lieferte auch die Baugelder. Der Kaufmann Max Mannheim, Frankfurter Allee 85. Der so liege, ist von gelehrten Richtern zu entscheiden und wird daher Sprenger spielte den Schlauen und ließ Petersen alle Ver- an den Pranger Gestellte war wie aus den Wolfen gefallen, als in fast jedem Fall zu ungunsten des Dienstboten bejaht. träge abschließen. Das Grundstück wurde deshalb auch auf ihm der Artikel zu Geficht kam. Das einzige Wahre in den F. v. H. 1. Das Landgericht ist zur Klage auf Einwilligung den Namen des letzteren aufgelaffen und dieser war aus dem Mittheilungen des antisemitischen Blättchens war, daß Herr zur Eheschließung zuständig. 2. Für die Klage besteht Anwaltsfelben Grunde allein berechtigt, das Geld bei der Bank abzuheben. Mannheim im September v. J. durch die„ Vossische Zeitung" 3wang. 3. Durch Gewährung des Armenrechts geht kein poliEr allein leistete u. a. auch die Gegenzeichnung auf einem mit eine Verkäuferin gesucht und gefunden hatte. Er erstattete gegen flarer: in Deutschland bestehen hunderte von Verjährungsgesetzen. lisches Recht verloren. K. F. 50. Stellen Sie ihre Anfragen dem Ersten" der beschäftigten Putzerkolonne abgeschlossenen Sedlated Anzeige wegen Beleidigung. Der Gerichtshof hielt mit Bertrage. Beinahe bis zur Fertigstellung des fraglichen Baues dem Staatsanwalt die Fahrlässigkeit des Angeklagten für eine Theilen Sie also mit, auf welches Rechtsgebiet Ihre Anfrage bezug hat und um welche Forderung es sich handelt.- 100. in der Bredowstraße war feine, wenigstens teine nennens sehr grobe und ahndete dieselbe mit 300 M. Geldstrafe. In den siebziger Jahren. E. M. 11. 1 und 2. Nein. werthe Zahlungsunfähigkeit der beiden Bauherrn ein Daß in der Neujahrsnacht eine bedeutende Anzahl Richardstr. 103. Schadensersaßpflicht liegt vor.-K. N. 67. getreten, es ging alles ziemlich glatt, die Lieferanten Personen wegen Verübung ruheftörenden Lärms zur Wache Ja.- 5. F. 10%. 1. Nein. 2. Nein. 3. Nein. 4. Bebel erhielten ihr Geld- und auch die Arbeiter wurden istirt worden ist, beweisen die vielen Verhandlungen, welche jetzt Die Frau"," Geschichte des Sozialismus", Sozialdemokratische zufriedengestellt. Schließlich fam es infolge einer persönlichen dieserhalb vor vor den Schöffengerichten stattfinden. Bumeist Bibliothek, Stadthagen: Arbeiterrecht.- P. R. 63. Nein. Hegung des Petersen doch noch zu einer Katastrophe. Der Herr gehören die Unfugstifter der gebildeten" lasse an. -A. H., alter Abonnent. Liegt kein schriftlicher Lehrvertrag verspürte nämlich beim Abheben der letzten Baugeldrate einen mtsanwalt beantragte in allen Fällen, von einer Geld vor, so können Sie Ihre Tochter ohne weiteres aus dem ununwiderstehlichen Drang, sich eine Reihe von vergnügten Tagen strafe abzusehen und auf eine Haftstrafe zu erkennen. Es sei gefunden Berhältniß fortnehmen. Sprechen Sie zur Klarlegung zu machen, und dampste flugs mit dem" Draht" nach Hamburg durch alle Zeitungen gegangen, daß die Behörde den Unfug des Sachverhalts gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. ab. Als die Geschichte ruchbar wurde, was sehr schnell geschah, in der Neujahrsnacht der Neujahrsnacht endlich ausrotten und energisch E. L. Das Pfand- und Retentionsrecht des Wirths erstreckt fanden sich schleunigst die Handwerker ein, welche noch was zu gegen die Thäter vorgehen werde, die Angeklagten feien also fich auf alle der Pfändung seitens eines Gläubigers unterfriegen" hatten, und suchten sich an dem nicht niet- und nagel- genügend gewarnt worden. Der Gerichtshof ließ es allerdings worfene Gegenstände. Es besteht auch ohne ausdrückliche Geltendfesten Material schadlos zu halten. Aber auch der große Gläubiger, in den meisten Fällen bei einer Geldstrafe. Ein Student hatte machung. A. Z. 20. Kaution ist nicht erforderlich. die Bantfirma war bald in Gestalt eines Vertreters zur Stelle fich dicht vor das Pferd eines Schuhmanns gestellt und mit A. P., Charlottenburg. Nein. N. H. Ist nichts Bes und ließ den Bau für die kleinen sperren. Die armen Ar- lauter Stimme„ Profit Neujahr!" gerufen. Er wiederholte diesen sonderes vereinbart, so tönnen Sie jeden Tag, durchaus nicht beiter hatten natürlich wie immer das Nachsehen; sie mußten Scherz" dreimal, trotzdem der Schußmann ihn wiederholt auf nur des Sonnabends, das Arbeitsverhältniß fündigen. das Gewerbegericht in Anspruch nehmen," m wenigstens einen gefordert hatte, er möchte es unterlassen und seines Weges gehen. 2. A. 1000. An die Gemeinde- und Kirchenbehörde und an Schein ihres Rechtes zu bekommen. Aber das ver- Der Gerichtshof ahudete den Unfug des Angeklagten mit einer das Standesamt.- G. 14. Soweit ersichtlich, find Sie Handweislichste an der ganzen Sache ist, daß erst eine größere Beweis. Geldstrafe von 50 M. lungsgehilfe. Trifft dies zu, so besteht mangels anderer Abrede erhebung dahingehend nöthig wurde, ob Sprenger der Kompagnon des Das Treiben der Sarghändler in der Nähe der sechswöchentliche Kündigungsfrist zum ersten des Quartals; es ist Petersen, und damit mitverhafteter Arbeitgeber der Kläger gewesen ist. Der Mann sträubte sich zuzugeben, er sei ebenfalls Standesämter hat schon wiederholt Beranlassung zu polizei das Amtsgericht zuständig und der Abzug unzulässig.-. Ja. Arbeitgeber derselben. Durch die Beweiserhebung wurde das lichen Strasmandaten gegeben. Einen derartigen Strafbefehl- N. Brunnen. Unverständlich.- Ruhe. 1. Die wesent Arbeitgeber derselben. Durch die Beweiserhebung wurde das oben geschilderte Verhältniß bloßgelegt und außerdem dargethan, über 3 M. erbielt auch die Sarghändlerin Schönborn, welche lichsten Gründe zur Ehescheidung sind im Gebiete des allgemeinen daß Sprenger bei der Feststellung des mit dem Puyer-„ Ersten" richterliche Entscheidung beantragt hatte. Es stellte sich heraus, Landrechts: Ehebruch und dem gleichgestellte Fleischesverbrechen, geschlossenen schriftlichen Vertrages, den als Arbeitgeber aß wiederholt Leute, wenn sie das Standesamt 10a in der bösliche Verlassung, halsstarrige und fortdauernde Versagung der Petersen unterschrieb, mitgewirkt hat; ferner Behdenickerstraße verließen, in aufdringlicher Weise an- ehelichen Pflicht, gänzliches und unheilbares Unvermögen zur wurde erwiesen, daß Sprenger " Gewinn", geriffen" wurden, einen Sarg im Bedarfsfalle von der S. zu be- Leistung derselben, unheilbare Raserei und Wahnsinn, Nach der gelegentlich von den Bauraten abfiel", hervorragend ziehen. Im vorliegenden Falle hatte aber der Zeuge einen Ge- ftellung nach dem Leben, grobe Beleidigungen und Thätlichkeiten, betheiligt war. Die Beklagten wurden solidarisch ver- burtsfall angemeldet und war ihm die Offerte auf offener Straße Unverträglichkeit und Bantfucht, Bestrafung wegen grober Ber höchst peinlich. Der Staatsanwalt bezeichnete das Anreißen" brechen, wissentlich falsche Denunziation, unordentliche Lebensurtheilt, den Klägern den verlangten rückständigen Lohn zu als eine folossale Gefühlsrohheit und beantragte 20" M. Geld- art, Versagung des Unterhalts, unüberwindliche Abneigung. zahlen. Das Urtheil gegen Sprenger wurde damit begründet, strafe. Das Schöffengericht erhöhte die polizeiliche Strafe auf 2. Das darf der Mann nicht. 3. Die schuldlose Ghefrau hat daß er thatsächlich, wenn auch nicht formell, Mitunternehmer das Recht, Rückgabe ihres Vermögens und ferner nach ihrer des betreffenden Baues gewesen sei und deshalb für die Arbeits- 6 M. oder zwei Tage Haft. Wahl 1/4 des Vermögens des Ehemannes oder lebenslängliche löhne gleichfalls hafte. Alimentation von dem für schuldig erklärten Ehemann zu beziehen. W. E. Das ist zweifelhaft. Amerika 1881. Der Be Reichs Versicherungsamt. Versicherung der Jagd. Der Landwirth Urban, welcher etwa 19 Heftar eigenen Grund- Eine evangelisch- soziale Dame, so recht nach dem Herzen treffende soll bleiben, wo er ist. Kehrt er vor vollendetem besih bewirthschaftet, hatte die Gemeindejagd seines Wohnortes König Stumm's und des Elferausschusses der konservativen 42. Lebensjahre zurück, so fann er zum Nachdienen gezwungen gepachtet, die sich über eine Fläche von 478 Hektar erstreckt. Partei, Frl. Jda von Korkfleisch, hat am 27. Januar vor und überdies wegen Desertion bestraft werden. Eines Wintertages fuhr er zu dem Zwecke in die Forst, seinen 800 Damen und einigen Herren der besten Gesellschaft" in der können beide Wege einschlagen, beide können aber von Ihrem zur Neige gehenden Vorrath an Brennmaterial zu ergänzen. Da Aula des Vittoria- Lyceums über die Gründung wirth Gläubiger als ihm gegenüber ungiltig angefochten werden. ihm berichtet worden war, worden war, es feien in seinem Jagd- chaftlicher Frauen Hochschulen gesprochen. Diese W. Schröder. Nur sie haftet. Es bleibt nur der einfache Weg bezirk Wildspuren gesehen worden, nahm er das Gewehr follen Geheimrathstöchtern, Kommerzienrathstöchtern und anderen der Klage übrig. Werfen Sie, wie es scheint, dabei Roften nach, Töchtern der höchsten Stände" lehren, wie ein Haushalt zu so unterlassen Sie die Einflagung und vermehren nicht durch angekommen, verließ er den Schlitten, um zunächst ein Bedürfniß zu befriedigen leiten fei, als Schulgeld wird pro Monat 100 M. gefordert Klage Ihren Verlust.- M. 28. 100. Ihre gesammten einer werden. Das Institut soll zum Andenken der Fürstin Pfändung unterliegenden Sachen haften für die Pfändung. und sich zugleich zu orientiren; die Flinte legte er werden. Troß des Aufrufes an Zwei Streitende, C. D. 100, M. W. 99: Ja. unachtfam auf einen Sitz des Gefährts. Als er dann weiter Bismard gegründet 100. Es muß 800 zur R. in E. Sie haften für die Kosten. fahren wollte, bedurfte es einer fräftigen Anstrengung der alle deutschen Frauen haben sich bisher blos Leben Sie Pferde, den etwas angefrorenen Schlitten los zu bekommen; es unterſtüßung des Unternehmens bereit erklärt. Weß Geistestind Ihre Frau dann für die Kosten aufkommen. Gütergemeinschaft, so so baftet auch Ihr Vermögen. gab dabei einen Ruck, das geladene Echießzeug entlud sich und die Vortragende, und die ihr lebhaft Beifall spendenden Zuin A. P. 26. Für den Schaden, den das über 7 Jahr alte Urban wurde verwundet. Mit seinem Anspruch auf Unfallrente, hörer waren, zeigen folgende Säße aus ihrem Referate:„ Bu welchen die brandenburgische landwirthschaftliche Berufsgenoffens verlangen ist einerseits praktische, dann wissenschaftliche, dann Rind anrichtet, haften die Eltern nicht.- O. B. 13. Ja. schaft und deren Schiedsgericht zurückgewiesen hatten, be- taktische(?) Ausbildung vergleichbar der in den Offiziers: Lool 122. Aus dem angegebenen Wortlaut folgt nichts zu schäftigte sich dieser Tage das Reichs Versicherungsamt. Lehranstalten. Die Hochschulen sollen dazu dienen, die gunsten der Ghefrau. Die aufgewendeten Kosten tann sie in er hätte die Jagd Mädchen zu mehr germanischem Bollblut zu verhelfen. Gegenrechnung stellen. E., Arudtstr. 12. Nein: bis zum Im Rekurse behauptete der Kläger, er Nr. 50. Die betreffenden Reglements fönnen Eie gepachtet, um das Wild abzuschteßen, das ihm als Landwirth Ist dieses Ziel des Schweißes der Edeln nicht werth? Wir tappen 15. zum 1. Schaden verursachte. Die Entscheidung fiel auch diesmal zu alle im Dunkeln, vertrauen aber auf einen Gott und arbeiten in der juristischen Sprechstunde auf der Redaktion einsehen. 2 Wettende. Ja. F. S. J. Die Genehmigung wird seinen Ungunten aus. Gründe: Die Jagd unterliege für ein zukünftiges Geschlecht." Charakteristisch für die Rückständigkeit der Evangelisch von der Aushebungsbehörde vor Beginn der Reise auf Widerruf jedenfalls dann der landwirthschaftlichen Versicherung, wenn sie Theil oder Nebenbetrieb eines land- oder forstwirthschaftlichen Sozialen ist es auch, daß selbst Frau Lina Morgenstern ertheilt.- W. N. und Fürstenstraße. Der Antrag auf RückBetriebes sei. Vor allem würde grundsäglich der Annahme ihrer nachweisen fonnte, daß es selbst von ihrem Standpunkte ganz erstattung eines Theils der Klebemarken ist innerhalb spätestens Versicherung nichts entgegenstehen, wenn ein landwirthschaftlicher andere und viel wichtigere Aufgaben als die applaudirten 3 Monaten nach Eingehung der Ehe an den Vorstand der VerBetriebsunternehmer sie ausschließlich auf den von ihm selbst Vorschläge des Fräulein Korkfleisch gäbe, daß eine soziale ficherungsanstalt, deren Karte zuletzt beklebt war, zu stellen. bewirthschafteten Grundstücken ausübe. Für den Charakter der Jagd Richtung nicht die Besserung der Verhältnisse der Reichsten und Voraussetzung ist jedoch, daß mindestens 235 Marten vor Eheals Nebenbetrieb würde ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Angesehenften, sondern der Wermsten und Elendesten in die Hand eingang geklebt waren. D. M. 48. 1. Um die Vollstreck barkeit abzuwenden, müssen Sie den Antrag stellen, Ihnen zu gepachteten Jagdbezirk und der Umstand sprechen, daß der Ab- zu nehmen habe. Unseres Wissens ist dieser Vortragsabend der erste, der von gestatten, durch Hinterlegung die Zwangsvollstreckung abzuwenden. schuß tulturschädlicher Thiere der Landwirthschaft des Jägers zu gute tomme. Für die Feststellung des Begriffe der Jagd als der evangelisch- sozialen Frauengruppe in Berlin veranstaltet wurde; 2. In der Sache selbst können Sie sich auf das Zeugniß Ihrer des Agenten berufen. Der Antrag an die versicherungspflichtiger Nebenbetrieb der Landwirthschaft im diese hat damit den Nachweis nicht erbracht, daß sie weiß, welche Frau und Gegensatz zu dem Begriff der Jagd als Hauptbetrieb sei in- Aufgaben der heutige Tag stellt; sie hat ein hohes tattifches Un Staatsanwaltschaft ist zulässig, aber wenig aussichtsvoll. dessen nicht allein oder vorwiegend die räumliche Ausdehnung geschick bewiesen, indem sie mit einem solchen Vortrage ihre beider wesentlich. Es fämen vielmehr eine Reihe anderer Veröffentliche Thätigkeit begann und der Frau Lina Morgenstern bältnisse in betracht, z. B. die für den Haupt- und Nebenbetrieb allein das Verdienst ließ, den Standpunkt der Vortragenden zu erforderliche Arbeitszeit und das aus beiden erzielte Einkommen. bekämpfen. mit. An Stelle Ort und dem all D Versammlungen. = " B. N. 97. Sie Briefkasten der Expedition. $. R. Steinau. 1. Ja, Leinen 50, Halbfr. 1 M. 2. Für Postabonnenten liegen die Listen nicht bei, wir schicken Ihnen jedoch dieselben auf Wunsch zu. M. 12. 16. Nach dieser Straße liefert die von Ihnen ge wünschte Spedition nicht. Freiburg i. B. In unserer Expedition. Nach Einsendung des Abonnementsbetrages pro Monat 3 Mart beginnt die VerIm vorliegenden Falle spräche nun alles dafür, daß Die Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener die Jagd ein selbständiges und Hauptgeschäft des Klägers aus-( E. H. Nr. 61) hielt am 22. d. M. eine Generalversammlung ab. machte und daß die Jagd von ihm lediglich gepachtet worden Der Jahresbericht lautete: Ausgabe 18 979,03 m., Einnahme jei, um Profite zu machen. Das Interesse der nur 19 Hektar 39 872,92 M., mithin blieb ein Vermögen von 20 893,89 m. umfassenden Landwirthschaft des Klägers fönne unmöglich die Dem Vorstand wurde Decharge ertheilt. Eine längere Debatte Bacht einer Jagd von 478 Hektar erforderlich machen. Ein entstand über die Veränderung der Bureaustunden. Vom 1. Fe landwirthschaftlicher Unfall lasse sich hier auch nicht herleiten bruar sind die Bureaustunden von 3-6 Uhr nachmittags; außer- sendung. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 25. Abgeordnetenhaus. 7. Sigung vom 29. Januar, 11 Uhr. Donnerstag, den 30. Januar 1896. Am Ministertische: v. d. Recke, Frhr. v. Hammerstein und Kommissarien. An stelle des früheren Abg. Hugo Hermes( frs. Vp.) wird der Abg. Dr. Langerhans( frs. Vp.) als Mitglied der Staatsschulden Kommission und an stelle des Abg. Dlzen der Abg. Jürgensen( nl.) als Schriftführer gewählt. Die zweite Statberathung wird bei dem Spezialetat des Ministeriums des Innern fortgesezt. 13. Jahrg. Abhilfsmittel hat die Regierung abgelehnt, den Antrag die unzulässige Bemerkung des Vorsitzenden bezüglich des Kaniz. In der Währungsfrage wissen wir auch geforderten Obergutachtens betrifft, so sei auf einen Fall nichts Sicheres. Was gedenkt die Regierung nun zu Lewwa" hingewiesen, bei dessen Erledigung ein Gutachten nach thun ở Wir erwarten eine Erklärung vom Minister, dem andern eingeholt wurde, und wo sogar dem Obergutachten welche das Vertrauen zu der Regierung bei den Landwirthen des Prof. Fürbringer, dirigirenden Arztes am städtischen Kranken. wieder festigt, das uns nicht hätte genommen werden sollen. hause zu Berlin, ein neues Obergutachten eines Würz ( Lebhafter Beifall rechts.) burger Professors gegenübergestellt und als ausschlaggebend erAbg. Ring( f.): Von besonderer Gefährlichkeit für die achtet wurde. Und hinsichtlich der Schwierigkeiten, welche hier der Verbreitung der Viehfeuchen hat sich der Berliner Viehhof Bertretung durch einen lediglich von selbstlosen Moerwiesen. Aber bei den Sperrungen des Berliner Viehhofes tiven geleiteten Mann gemacht wurden, wollen wir nur könnte man etwas weniger fireng vorgehen, da den Schaden von feststellen, daß viele Berufsgenossenschaften sich in sehr vielen diefer Strenge immer nur die Landwirthschaft hat. Fällen durch einen Herrn vertreten lassen, der die Vertretung Bei dem Ausgabetitel„ Versicherungs- Revisoren" bekämpft der Abg. Graf Strachwih( 8.): Der Bund der Land- gewerbsmäßig übt, ohne zum Rechtsanwaltsstande zugelassen dem Abg. Lückhoff( ft.) die im Reichstage ausgesprochene Forde ich angehöre, foll seinen Mit zu sein, und daß diesem gegenüber niemals das geseßliche Bewußtsein rung um nachfichtigere Behandlung der ausländischen, namentlich gliederu bringen, was Recht zur Wegweisung angewendet und ihm auch niemals die der amerikanischen Versicherungsgesellschaften. Man muß von den die Landwirthe für einen Einfluß in die leisesten Schwierigkeiten bereitet wurden. Wir gönnen dies dem ausländischen Gesellschaften, die infolge ihres Versicherungsver Gefeßgebung haben tönnten, wenn fie einig Manne von Herzen, nur möge man auch andere ebenso behandeln. fahrens große Vermögen angesammelt haben, verlangen, daß sie wären.( Sehr richtig!) Daß die Handelsverträge die Wirkung mindestens die gleichen Verpflichtungen erfüllen, wie die ein- eines verlorenen Krieges haben, halte ich aufrecht. Die Aufheimischen. Wir schulden der Regierung Dank dafür, daß fie fündigung der Meistbegünstigungsverträge oder Revision der der unkontrollirbaren Thätigkeit der amerikanischen Gesellschaften Handelsverträge muß ernstlich erwogen werden. Mir scheint, in Ser Regierung ist nicht das volle Verständniß für die Größe des einen Damm entgegengesetzt hat.( Bravo!) Nothstandes vorhanden. Abg. v. Tzschoppe( ft.) bittet den Minister, beim Bedarf an statistischem Wiaterial fich zunächst an das statistische Bureau zu wenden, anstatt Erhebungen bei allen Gemeindeverwaltungen zu verlangen. Die Arbeitslaft der Selbstverwaltungsbehörden würde dadurch erheblich verringert werden. Abg. Rickert( frs. Vg.) theilt einen Fall aus Cöslin mit, wo einem russischen Staatsangehörigen mitgetheilt war, es folle seine Naturalisation erfolgen, sobald er aus dem russischen Etaatsverbande ausgeschieden sei; nachdem er dies bewirkt, sei er aber abschläglich beschieden. Reg.- Kommissar Geh. Rath v. Trott zu Solz: Der Cösliner Magistrat hat sich gegen die Naturalisation ausgesprochen; hatte er früher eine zusagende Erklärung erhalten, so würde das ein Grund sein, die nochmalige Prüfung der Angelegenheit zu verlangen. = Abg. v. Kröcher( t.): Wir haben vielfach katholische Bürgermeister in evangelischen Orten; die Leute fragen dort garnicht nach der Konfession, sondern nur ob der Mann tüchtig ift. Machen Sie es auch so!( Bravo!) Abg. v. Eynern( natl.) führt eine Reihe von Fällen an, wo in evangelischen Orten katholische Beamte fungiren. Das Zentrum ist eben nicht zufrieden zu stellen. wirthe, zum H Soziale Rechtspflege. Versammlungen. " " Ich gebe ihnen, was ich will." Mit diesen Worten engagirte der Restaurateur Wilhelmi den Lohnkellner N. für einen Tag. Nach gethaner Arbeit erhielt N. denn auch thatsächlich, glaubte, der Kellner sei genügend in Form der eingeheimsten was Wilhelmi ihm geben wollte, nämlich nicht 3. Letterer Abg. v. Puttkamer Plauth( t.): Es scheint, als ob die Trinkgelder entlohnt worden. Dieser war jedoch nicht damit zuRegierung die Agrarier hier Monologe halten lassen will.( Sehr fei. Das Gericht sprach dem Kläger 3 M. mit folgender Begründung frieden, das Gewerbegericht follte entscheiden, bei wem das Recht richtig.) Wir wollen den Minister nicht angreifen, obwohl seine Haltung im Reichstage uns dazu Veranlassung: Eine willkürliche Bestimmung, wie die des Beklagten, sei geben fönnte. Weiß denn die Regierung die Größe des Noth- feine maßgebende Abrede; es sei deshalb anzunehmen, daß gar ſtandes? Herrscht etwa noch die Anschauung Caprivi's, daß Deutsch- nichts verabredet sei. Nach der ständigen Praxis des Gewerbeland ein Industriestaat werden müsse. Der Nothstand gerichts stehe aber Lohnkellnern, sofern feine Lohnabrede getroffen droht das Kapital an monarchischer Gesinnung wirklich durch die, wie er sage, guten Trinkgelder allein abfinden, ist, ein Tagelohn von 3 M. zu. Wollte Beklagter den Kellner zu vernichten, das im Osten der Monarchie so fest auf- dann hätte er dies klar und deutlich beim Engagement ausdrücken gespeichert lag. Minister Freiherr v. Hammerstein: Im Vorjahre machte müssen, damit sich der Kläger entschließen tonnte, die Arbeit zu man mir den Vorwurf, zu ausführlich in meiner Programmrede übernehmen oder zu unterlassen. gewesen zu sein; heute wird mir der entgegengesette Vorwurf gemacht. Den Vorwurf, die Rechte Monologe halten zu lassen, Bei dem Kapitel„ Landräthliche Behörden" bringen die Abgg. weise ich zurück. Der Regierung liegt nichts ent= Rudolphi und Brandenburg( 3) Klagen über Verlegung fernter, als mit den konservativen Parteien in Jm vierten Wahlkreise wurde am Dienstag eine gut be der Parität vor; letterer verlangt die Besetzung katholischer Widerspruch zu gerathen; sie wünscht mit suchte Bolte versammlung in Keller's Saal" abgehalten. ReichsKreise mit katholischen Landräthen. denselben und den Mittelparteien zusammen tags- Abgeordneter Frohme referirte über die SozialMinister v. d. Recke: Die ja sehr maßvoll vorgetragenen zu gehen. Die Regierung ist entschlossen, dem Nothstande mit demokratie und das bürgerliche Gesetzbuch Beschwerden des Vorredners möchte ich doch bitten, mit that- allen durchführbaren und zweckmäßigen Mitteln entgegenzutreten. Der Redner ging nach einer allgemeinen Kritik der Rechtssächlichem Material zu belegen. Von den vorhandenen 283 Re-( Bravo! rechts.) Der preußische Staat ist nicht ein Industrie- anschauungen, aus denen der vorliegende Entwurf hervorgegangen, gierungs Referendaren find 31, von den 600 Assessoren 53 staat, sondern muß seinem Grundwesen nach ein zu einer eingehenden Besprechung derjenigen Punkte über, die für fatholisch, also 12 pet. Von den Landräthen find 13,5 pet. acerbautreibender Staat fein; allerdings hat die unsere Parteigenossen das meiste Interesse haben. Er berührte katholisch.( Hört! hört!) Ueber Einzelfälle werden sorgfame Regierung darauf zu denken, daß alle produktiven Stände zunächst den Titel 2, der von den juristischen Personen handelt und wohlwollende Ermittelungen angestellt; ich fann versichern, in ihren Interessen gefchüßt werden.( Sehr richtig! links.) und das Vereinsrecht regelt. Die Erwerbung der Korporationsdaß bei der Zulassung als Regierungs- Referendar die Konfession Wegen Hebung des Silberwerthes haben Erörterungen stattgefunden; rechte seitens politischer, sozialer und religiöser Vereine sei hierbes Bewerbers gar keine Rolle spielt. Schwierigkeiten fanden wir an den Stellen, deren Einverständniß nach ausgeschlossen, weshalb also der Entwurf gegenüber den Abg. Kircher( 3.) schildert die vergeblichen Bemühungen Sie selbst für nöthig hielten. Ein Mittel, die Getreidepreise von jetzt geltenden Gesetzen feinen Fortschritt darstelle. Ferner befatholischer Bürger zu Fulda, einen dortigen Amtsrichter Greif heute zu morgen zu heben, finde ich nicht; wissen Sie handelte der Redner die im Titel 7 niedergelegten Beals Landrath zu bekommen. jemanden, der ein solches besigt, fo will stimmungen über den Arbeits- und Dienstvertrag, die durchMinister v. d. Recke: Bei der Prüfung des Falles tam in ich ihm gern meinen Play räumen. Die Beaus nicht den gegenwärtigen Verhältnissen angepaßt seien, betracht, daß der Amtsrichter Greif nicht diejenige geschäftliche zeichnung der kleinen Mittel" ist mir recht zuwider; diese Mittel auch würden die Dienstboten nicht, wie wir es fordern, den Erfahrung besaß, wie der Gegenkandidat. find gar nicht so klein. Sie bekämpfen die Handelsverträge, gewerblichen Arbeitern gleichgestellt, sondern für diese blieben Abg. v. Eynern( natl.): Wir werden nach den gehörten nachdem Sie für deren Genehmigung ein erhebliches Kontingent neben dem bürgerlichen Gesetzbuch noch die reichsgesetzlichen BeBahlen vielleicht jett nöthig haben, eine Kommission gegen Ver- gestellt haben; ich dagegen gehe mit gebundener Marschroute; stimmungen über die Dienstboten bestehen. An dein gegenlegung der Parität gegen Evangelische einzusetzen. ich habe die Handelsverträge nicht gebilligt, muß aber wärtigen, an Sklaverei erinnernden Dienstbotenverhältniß würde Abg. Dasbach( 3.): Man verwechselt bei dem Zahlen- mit ihnen rechnen. Ein Gegner des Bundes also nichts geändert. Nach eingehender Behandlung dieses Gebiets material Ursache und Wirkung.( Widerspruch.) Weil seit langer der Landwirthe bin ich nicht. Ich würde gab der Redner eine sehr interessante Darstellung der rechtlichen Zeit die Katholiken zurückgesetzt werden, darum widmen fich ja mit dem Grafen Kanit der berühmteste Mann Stellung, die das bürgerliche Gesetzbuch den unehelichen Kindern, den die Söhne katholischer Familien nicht dem Studium.( Unruhe.) sein, wenn es möglich wäre, den Antrag Kaniz durchzuführen. fogen. Kindern der Sünde zuweist. Die heuchlerische Moral der Abg. Kirsch( 3.): Ich will anerkennen, daß die Be- Leider geht das nicht. Der beste Wille, zu helfen, ist bei der bürgerlichen Gesellschaft, die, der Nutur und Wahrheit zum Hohn, förderungsverhältnisse der Katholiken sich in den letzten Jahren Regierung vorhanden; mehr von ihr zu fordern, find Sie nicht jeden außerehelichen Geschlechtsverkehr als Sünde bezeichnet und gebeffert haben; aber im allgemeinen sind unsere Beschwerden berechtigt.( Bravo!) nicht nur der unglücklichen Mutter, sondern auch den unschul begründet. Nächste Sigung morgen( Tonnerstag) 12 Uhr: Lehrer- digen außerehelichen Kindern das Brandmal der Schande auf die Besoldungs- und Pensionsgesetz. Stirn drückt, sei in diesen Bestimmungen zum Ausdruck Schluß 43/4 Uhr. gekommen. Nachdem im Abschnitt I, Titel 1 des Entwurfs erklärt wird, daß Personen, von denen die eine von der anderen abstammt, in grader Linie verwandt sind, heißt es weiter: zwischen dem unehelichen Kinde und dessen Wie ein Arbeitervertreter vor dem Reichs- Versicherungs- Vater besteht keine Verwandtschaft". Das sei ein Widerspruch amte behandelt wurde. Recht merkwürdige Erfahrungen gegen die gesunde Vernunft. Das uneheliche Kind steht denmach machte am 24. Januar unser Parteigenosse, der Former und nur zu der Mutter in einem Verwandtschaftsverhältnißfund erhält Expedient Pä tel vor dem Reichs- Versicherungsamt, wo er die auch deren Namen. Es muß auch einen Vormund haben, ihr uneheliches Ansprüche zweier Dortmunder Arbeiter zu vertreten hatte. denn die Mutter hat nicht das Recht, als Vertreter dieser Arbeiter Kind zu vertreten, wohl aber die Pflicht, Päzzel hatte sich kaum für dasselbe er gemeldet, als auch schon besonders beobachtet und zu sorgen. Der Vater könne zwar zur Zahlung von alsbald einem sehr eingehenden Verhör unterzogen wurde. Pflegegeldern bis zum 16. Lebensjahre des Kindes angehalten Die Nennung feines Namens wurde von dem Vertreter werden, dieselben seien aber nicht nach seinen, sondern nach den der Berufsgenossenschaften, dem ehemaligen Regierungsrath Lebensverhältnissen der Mutter zu bemessen. Diese Bestimmung Köhler mit einer Geste beantwortet, aus der Päßel alles andere komme also hauptsächlich den wohlhabenden Verführern armer nur feine freundliche Gesinnung entnehmen konnte. Wir Mädchen zu gute, denen die Alimente, ihrer ärmlichen Lebensnicht, ob dies Abg. Graf Ballestrem( 3.) bemerkt, daß er von der Zentrums- wissen verwunderliche Gebahren von verhältnisse gemäß, recht fnapp bemessen würden. Dadurch also fraktion beauftragt worden sei, der Gemahlin des Oberbürger- dem Vorsitzenden nicht bemerkt wurde; jedenfalls blieb es glauben die Vertreter der bürgerlichen Moral den außermeisters v. Forckenbeck die Theilnahme und das Beileid seiner ungerügt. Auch ist uns nicht unbekannt, ob Herr Köhler, ehelichen Geschlechtsverkehr zu vermindern und die Sittlichkeit fatholischen Freunde auszusprechen; es sei also unrichtig, wenn der als Direktor der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft und zu heben. Bezüglich der rechtlichen Stellung der unehelichen behauptet werde, das Zentrum habe dem Todten die letzten Ehren der Neuen Pferdebahn- Gesellschaft ein außerordentlich bedeutendes Kinder seien einzelne Bestimmungen des preußischen allgemeinen verweigert. Einkommen, sowie beträchtliche Sigungsentschädigungen bezieht, Landrechts besser, als die des bürgerlichen Gesetzbuches. In ein Auf Anregung der Abgg. v. Heydebrandt( f.) und Dr. und bei alledem als Vorsitzender der Straßenbahn- Berufsgenossen gehender Weise erläuterte der Redner ferner die Bestimmungen Gerlich( ft.) bemerken die Minister v. d. Recke und Miquel, schaft noch einige tausend Mark Bauschalentschädigung" des Entwurfs über die Ehe, welche als Grundlage des Familiendaß die Dienstaufwand- Entschädigung der Landiäthe zu niedrig empfangen dürfte, ob diefer Herr Verständniß dafür hat, rechts gilt. Eine vernünftige Anschauung sei es, wenn nach und deren Erhöhung in Aussicht genommen ist. daß Proletarier ihren unbeholfenen Arbeitsbrüdern unentdem Entwurf aus einem Berlöbniß nicht das Recht auf tönne. hergeleitet werden Wenn aber geltlich mit Rath und That zur Seite stehen. Doch genug Eheschließung diesem Manne und ,, Die Ehe ist eine von dem Geschäftsführung. das bürgerliche Gesetzbuch bestimme: Der Vorsitzende, Geheimer Regierungsrath Stolzmann, ließ Willen der Ehegatten unabhängige sittliche und rechtliche Ord. unsern Genossen eigentlich faum zu Worte kommen. Was er nung", so bedeute das, wenn die Ehe einmal geschlossen, so denn wolle, ob die anwesenden Verlegten nicht selber reden müsse sie fortbestehen, ohne Rücksicht auf die gegenseitige Zus fönnten. Pägel fuchte hierauf dem Frager die unbeholfene Lage neigung oder Abneigung der Ehegatten. Weiter bestimme der flarzumachen, in welcher sich die meisten Arbeiter bei Entwurf, daß eine Ehe nicht geschlossen werden darf zwischen der Erledigung von Rechtsstreitigkeiten befinden und setzte einem wegen Ehebruch geschiedenen Ehegatten, und demjenigen, mit auseinander, daß sie dann Anschluß an Leute ihres Ver- dem er den Ehebruch verübt hat, falls der Ehebruch die Scheidungstrauens fuchten. Jetzt wurde er ausgeforscht, ob ihm etwa ursache war. Da nun- so meint der Redner denen, die sich durch der Konsulent in Dortmund, der den Leuten die Schriftfäße gegenseitige Neigung zu einander hingezogen fühlen, in solchem gemacht hat, seine Klienten zugeschickt hätte. Das Falle die Möglichkeit einer legalen Eheschließung fehle, würden verneinte P. energisch und erklärte, daß er eigentlich nur den viele Konkubinate infolge dieser Bestimmungen entstehen. Auch Former Alwin Körsten vertrete, welcher der Verletzten Ver- die Scheidung der Ehe erschwere der Entwurf gegenüber dem womit er tretung zuerst übernommen hatte. Dann habe wohl Körsten die jetzt geltenden Recht, der katholischen Aufder Unauflösbarkeit der Ehe nahe komme. Der Rest des Etats des Ministeriums des Innern Schriftfäße gefertigt( die wegen des darin enthaltenen Angriffs faffung von mir müßten wird ohne weitere Debatte bewilligt. auf den Gutachter, Kreisphyfitus Echulte, den größten Unwillen Im Interesse einer vernünftigen Moral eine möglichst leichte Lösung aller der Chen Es folgt der Etat der Landwirthschaftlichen Ver- der Richter erregt hatten). In dieser Art ging das Verhör dagegen waltung. weiter. Pätzel wies auch die letztere Annahme als falsch fordern, die nicht mehr durch das natürliche Band der im zurück; er, übrigen betonte daß man Beim Ausgabetitel Ministergehalt" fragt der fehl gegenseitigen Neigung zusammengehalten würden. Im Dezember er wenn man vielleicht annehme, Abg. v. Heydebrandt( t.), welche Mittel die Regierung ge he, erscheine für 1885 gab es in Berlin 6750 Gheverlassene und 1509 freiwillig anzuwenden denke, um der Landwirthschaft zu helfen. Der Geld vor dem Gericht. Das eigenthümliche Verhalten des von ihren Männern verlassene Frauen. Diese Zahlen bewiesen, Minister steht offenbar mit ganzem Herzen der Noth der Land- Herrn Stolzmann gegen den unbezahlten Vertreter der Arbeiter daß es in vielen Fällen nur an einer rechtlichen Handhabe fehle, wirthschaft gegenüber, aber es scheint doch, daß ihm das schwand noch lange nicht; denn als Pägel den Antrag auf Ein- um thatsächlich nicht mehr bestehende Ghen auch gefeßlich wahre Verständniß für die bedrohte Lage der bolung eines Obergutachtens stellte, fonnte er knapp aussprechen. zu trennen. Der Redner streifte sodann das Erbrecht, welches Landwirthschaft fehlt.( Sehr richtig! rechts.) Die Sofort fuhr der Vorsitzende dazwischen. des Privateigenthums bedacht Er fand es ganz auf möglichste Sicherung Lage ist sehr ernst; erfolgt nicht bald durchgreifende wunderbar, wie P. nur das Gutachten des Kreisphysikus, sei und einen Heimfall des Erbes an die Allgemeinheit zu ver= Herr Stolzmann hindern sich bemühe, und berührt kurz die Alimentationspflicht Abhilfe, so ist der Bankrott unausbleiblich.( Sehr richtig!) eines beamteten Arztes anfechten könne. Mehr noch als der Kleinbesitz leidet der mittlere Besitz, der seinen hielt es also gar nicht der Mühe für werth erst den ge- gegenüber erwerbeunfähigen Angehörigen. Die hierauf bezügdarüber in nicht- lichen Bestimmungen träfen weniger die wohlhabenden, als vielStolz darin fuchte, seine Söhne zu tüchtigen Beamten und sammten Senat nach seiner Meinung Offizieren heranzubilden.( Sehr richtig und Zwischenrufe links.) öffentlicher Berathung zu befragen. Dieses Verhalten ist uns mehr die unbemittelten Kreise, deren erwerbsunfähige Verwandte Mit kleinen Mitteln ist nicht zu helfen; es muß die unverständlich. Das Mißtrauen gegen den Vertreter fand seinen der öffentlichen Armenpflege anheimfielen. Die Kosten derselben Landwirthschaft nachdrücklich gegen die ausländische Konkurrenz höchsten Ausdruck in der Frage nach seiner genauen Adresse fönnten nämlich, wenn sich irgend ein Verwandter des betreffenber in der Fabrik, er arbeite. Was den ermitteln lasse, der nach Ansicht der Behörden von seinem färggeschützt werden.( Sehr richtig!) Tas von uns vorgeschlagene und Abg. Frhr. v. Heereman( 3.): Es liegt nach den jahreTangen Unterdrückungen der Katholiken im Gefühl, daß solche verfassungswidrigen Paritätsverlegungen vorkamen. Wir anertennen gern, wenn evangelische Beamte unsere Rechte respektiren. Aber diese Beschwerdeu müssen wir vorbringen. Die Abgg. v. Kardorff( ft.), v. Tiedemann- Labischin( ft.), und Dr. Friedberg( natl.) bedauern übereinstimmend diese Debatte. Wollte man versuchen, mit den Ziffern, die hier angegeben sind, bei den Evangelischen Eindruck zu machen, wir würden ausgelacht werden. Abg. Jerusalem( 3.) bittet um eine Aufbesserung der Lage der Lehrer an den Zwangs- Erziehungs- Anstalten. Regierungskommissar Geheimer Rath Krohne erwidert, daß eine allgemeine Regelung Schwierigkeiten biete; in einzelnen Fällen könnten die Regierungspräsidenten Abhilfe schaffen. Abg. Hausmann( natl.) führt Klage über die lange Dauer der Dienstzeit der Aufseher in den Strafanstalten; außerdem wünscht Redner zu wissen, wie weit die Vereinigung der Straf anstalten unter ein gemeinsames Ressort gediehen sei. Regierungskommissar Geh. Rath Krohne: Es ist darauf Bedacht genommen, daß durch bauliche Einrichtungen eine Er sparniß an Aufsichtskräften erzielt und deren Dienststunden vermindert werden. Die Verhandlungen über die Vereinigung der Strafanstalten unter ein Ressort schweben noch, dürften aber bald zum Abschluß gelangen. von zur " lichen Einkommen noch etwas abgeben könne, von diesem eingetrieben den Streitfonds ergab: Einnahme durch Zellersammlung[ wegung stehen sollen und unverheirathet find. Zum Schluß werden. Zum Schluß zeigte Genosse Frohme, wie in allen Be- 155,65 M., durch Liften 447,60 M., zusammen 603,25 M., fritisirte Tschernig das Vorgehen der Generalkommission, die stimmungen des bürgerlichen Gesezbuches der Geist der überlebten Ausgabe 530,20 m., bleibt Best and 73,20 m. Nachdem sich auf die vor vier Jahren in Halberstadt gefaßten Beschlüsse Rechtsanschauungen der alten Gesellschaft wehe, daß der Entwurf noch die sehr späte Ablieferung der Listen getadelt worden war, nur insoweit stüße, als sie zu ihrem Vortheil ausgefallen seien. aber, wenn er Gesetz werde, nicht im stande sei, die Verwirk- wurde der Kassirer entlastet und zum Schluß die gestern schon Wenn die Generalfommission in ihrem Aufruf alle organisirten lichung der besseren und vernünftigen Rechtsanschauungen, die mitgetheilte Resolution einstimmig angenommen. Arbeiter einlade, zugleich aber die lokalorganisirten Gewert. die Sozialdemokratie vertritt, zu verhindern. Der äußerst lehrBeifall gelohnt und darauf, weil eine Diskussion nicht stattfand, die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. 1 werden. Die Stuckateure hielten am 20. Januar die übliche Vereins- schaften ausschließe und damit aufs neue den Streit unter den Gewerkreiche, über 11/2 Stunden währende Vortrag wurde mit reichem versammlung ab. Kollege Hugo Grünenberg bot eine fchaften entfache, so habe sie kein Recht, diese Zusammenkunft der Zentralvorstände" als Gewerkschaftskongreß der organisirten Vorlesung über„ Lassalle's letzte Lebensjahre", die beifällig auf deutschen Arbeiter zu bezeichnen. Im übrigen könne unmöglich genommen wurde. Mehrere Kollegen theilten dann mit, daß bei ein Kongreß, der vor vier Jahren abgehalten wurde, heute über der Firma Schirmer in der Ausstellung 14 Mann entlassen die Form der Organisation beschließen, sondern darüber zu be= Der Verein Zonentarif" hatte zu Dienstag Abend eine worden wären, und zwar nach Angabe des Meifters Schirmer stimmen müsse den einzelnen Gewerkschaften entsprechend den öffentliche Versammlung einberufen, zu welcher sämmtliche Ver- wegen zu großer Faulheit", obwohl die Kollegen weit treter der Eisenbahndirektionen geladen, aber nur wenige er über ihr Pensum fertiggestellt hätten. Bedauert wurde noch, daß örtlichen Verhältnissen und der Art des Gewerbes überlassen schienen waren. Dr. Engel referirte über die Verkehrs- dort zwei Stuckateure Extrastunden machen, ohne dieselben bezahlt Eine von über 500 Werkstatt- Vertrauensmännern verhältnisse der Gewerbe- Ausstellung und tadelte zu verlangen. Einem Stuckateur, der dort die Polierrolle überdas bureaukratische Verhalten der Eisenbahndirektionen, sowie nommen hat, ist erklärt worden, daß es ferner für ihn unmöglich besuchte. Versammlung des Deutschen Holzarbeiter- VerDer verkehrstechnischen Kommission, dem wahrscheinlich ein Miß- sei, als Mitglied des Arbeitsnachweises zu fungiren und er daher bandes nahm am 28. d. M. bei Cohn, Beuthstr. 20, die Wahl erfolg bevorstehe, da die in Beziehung auf Fahrpreis und Tages- das Amt niederlegen sollte. Er ist darauf sofort aus dem Fach- einer Kommission vor, die in gemeinsamer Sigung mit der Orts zeit in Aussicht stehenden Verkehrserleichterungen die Ausstellungs- verein ausgetreten. Ferner fam zur Sprache, daß sich zwei verwaltung die nöthigen Vorkehrungen für den in Aussicht bummler" zwingen würden, sich einen Tag in der Woche auszu- Stuckateure, die bei derselben Firma arbeiten, selbst Rüstung stehenden Streit zu treffen hat. Ferner wurde beschlossen, in fnobeln", weil es dem Eisenbahnminister beliebe, den wahrhaft bauen, was sehr zu rügen sei. Bedauert wurde noch, daß manche nächster Woche möglichst für jede Branche in der Tischlerei technischen Werth der Ausstellung in den Hintergrund zu stellen. Kollegen die Indifferenten von dem Besuch der Bersammlungen Vertrauensmännerfizungen über ganz Berlin einzuberufen, Der Referent und alle folgenden Redner wandten sich abhalten. wo die Forderungen nach prozentualer Lohnerhöhung all die Presse, um die Berliner Bevölkerung zu einem Verband der Vergolder. In der Generalversammlung formulirt werden sollen. Ortsverwaltung und Kommission lebhaften Proteft gegen die bisherigen Verordnungen zu veram 20. Januar wurde zunächst das Andenken des verstorbenen wurden sodann beauftragt, die nöthigen Schritte einzuleiten, um anlaffen, durch Einberufung großer Volksversammlungen und Kollegen Esch in der üblichen Weise geehrt, dann ging man den Meistern die gestellten Forderungen zu unterbreiten. Der Abfaffung einer Petition an den Kaiser. Anstatt einer bisherigen über einen eingelaufenen Antrag zur Tagesordnung über und Borsigende Glocke ersuchte zum Schluß die Vertrauensmänner, Verbilligung von 27 auf 21 M. und von 19 auf 15 M. habe ein nahm hierauf den Rechenschaftsbericht des Vorstandes entgegen. die rührigste Agitation in den Werkstellen zu entfalten, vor allem allgemeiner Zonentarif einzutreten, wie in Frankreich, wo Danach wurden 8 Monats, 2 außerordentliche, sowie eine Ge- auch für die nöthigen Mittel zu sorgen. Die nächste Vertrauensder Erfolg der Ausstellung allein dadurch gesichert worden sei, neralversammlung abgehalten, ferner im ganzen 19 Vorstands: männer- Versammlung wird am Mittwoch, den 12. Februar, bei Cohn abgehalten. während bei uns die großen, entfernt wohnenden Volkskreise fitzungen und 5 Vorträge. Weiter wurden 3 neue Zahlstellen erzurückgehalten würden. Direktor Stangen vom Reiseburean, richtet, sodaß jetzt deren 6 vorhanden sind. Vergnügungen Luckenwalde. Am Montag Abend hielt Genosse Bebel der fich als offiziöser Vertreter der Eisenbahn- Direktionen waren im März eine Versammlung mit folgendem Tanz, im im Schneider'schen Lokal eine Volksversammlung ab, die um aufspielt, nimmt diefelben gegenüber der Ansichten eines Laien" Oftober eine Matinee. Die geplante Arbeitslosenunterstützung wurde 8 Uhr bereits so überfüllt war, daß die wegen des Arbeitsin Schuh, desgleichen Direktor Simon, während Professor von den Mitgliedern bei der Urabstimmung mit 282 gegen schluffes erst jetzt aus einer großen Anzahl Fabriken herbeiHottinger in profefforaler Schwulstigkeit einen patriotischen 167 Stimmen abgelehnt, dagegen ist die Reise- Unterstützung ein- strömenden Arbeiter und Arbeiterinnen keinen Platz mehr fanden. Hymnus anstimmt, ferner die Gefälligkeit der Franzosen gegen- heitlich geregelt und es sind neue Mitgliedsbücher ausgegeben Das Bureau bildeten die Genoffen öll singer, Trautsch über einem unfreundlichen Berliner lobt, der, um ihm den Weg worden. Der Streit der Leistenvergolder Berlins, fein Entstehen, und Mukrasch. Thema des Vortrags war: Die Sozial vom Spittelmarkt zur Gertraudtenstraße zu zeigen, 5 Pf. verfein Verlauf und seine Erfolge wurden zum Schluß geschildert. demokratie und die allgemeine Lage. Der ein und dreiviertellangte! Der hierauf vorgelegte Rechenschaftsbericht vom 4. Quartal stündige Vortrag endete um 10 Uhr unter stürmischem Beifall Die Filiale II. Nord des Verbandes der in Holz- stellte eine Einnahme von 706,81 M., eine Ausgabe von der Versammlung. Hierauf nahm Genosse Seiler das Wort bearbeitungs- Fabriten und auf Holzplägen 571,44 M. und einen Bestand von 185,37 M. feft. Die Mit- zu einer Philippika gegen die Faulen und Trägen, die beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen gliederzahl beträgt 310. Der Kassirer erhielt Decharge. bei einer Versammtung wie der heutigen in Schaaren fich Antrag, keine Annonzen mehr in die Deutschlands ehrte in der Versammlung am 20. Januar Gin wurde einzurücken, angenommen. Volks " der Aus einfänden, nachher aber wieder in die alte Theilnahmlosigkeit das Andenken des verstorbenen Kollegen Otto Schmidt in Zeitung" verfielen. Eine einstimmig angenommene Resolution erklärte das der üblichen Weise und nahm dann die Abrechnung vom Wahl des Filialvorstandes und der Revisoren gingen hervor: volle Einverständniß der Versammlung mit dem Gehörten. Einen 4. Quartal entgegen. In Beziehung auf die in nächster Zeit ab- F. Ewald als 1. Vorsitzender, E. Schmidt als 2. Vor- Sturm des Unwillens rief am Schluffe der Versammlung die Mitzuhaltende Generalversammlung soll, wie der Vorsitzende mit sigender, G. Krüger als Raffirer, Joh. Aßmann als theilung des Vorsitzenden hervor, daß bei Beginn der Versammlung theilte, dafür eingetreten werden, daß sie in Berlin tagt. Scharf Schriftführer, J. Magnussen als Beifiber; als Revisoren der Polizeikommissar im Auftrage des Bürgermeisters gerügt wurde die Nacht- und Ueberstundenarbeit in der Werk F. Nikolai, R. Langner, Max Driebe. Bibliothekare erschienen fei und den Ertrag der( polizeilich statt des Herrn Haberer, Anflamerstr. 33. Arbeitsnachweis blieben Jache und Kasfube. Die Bibliothek besteht aus angemeldeten) Zellersammlung( 74,05 r.) tonfiszirt und Verkehrslokal des Vereins sind bei Jennrich, Berg- 73 Bänden; es sollen 3 neue Bücher hinzugekauft werden. Der habe. Der Vorsitzende hatte Mühe, die allgemeine Grbitterung straße 12. Kollege Meier wurde wegen seiner den Verband schädigenden zu besänftigen, indem er erflärte, er werde gegen das seiner Handlungsweise ausgeschlossen. Zum Schluß machte der Vor- Ueberzeugung nach ungefeßliche Eingreifen des Bürgermeisters sigende auf den Besuch der Urania aufmerksam, der am 15. März Beschwerde erheben( was inzwischen geschehen. R. d.„ V."). ( Sonntag) vormittags vor sich gehen wird. Die Maßnahme des Bürgermeisters mahnt an ähnliche Vorgänge sächsischer Polizei- Allmacht und in der That ist denn auch der Luckenwalder Bürgermeister aus Sachsen herübergeholt worden. es find drei Brüder Der betreffende, Suchsland mit Namen war in Wurzen i. S. Stadtrath. Armen diefes Namens bekannt Arbeitern einen Geldbetrag zu beschlagnahmen, der ihnen bei ihrem färglichen Lohn sauer genug geworden ist und den sie 5- und 10pfennigweise zusammenbrachten, ist gewiß des öfteren in Breußen- Deutschland vorgekommen, jedoch kann gegen solche Maßnahmen nicht scharf genug protestirt werden. Wir fügen noch hinzu, daß Suchsland der Schwiegersohn des hier in Luckenwalde als grimmiger Feind der klassenbewußten Arbeiter bekannten Superintendenten 3 ander ift. $ und Berliner Naturheilverein 2. Heute, Donnerstag, ben 30. Januar, Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht Donnerstag: Südostschule, Eine öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend tagte am vergangenen Montag( in. geftriger Nummer war irrthümlich Sonntag angegeben). Zweck der Versammlung Zentralverein der Bildhauer Deutschlands( Verwar, Stellung zur Lohnbewegung im Frühjahr zu nehmen. Die in Zahl von etwa 500 erschienenen Puzzer hörten zunächst ein waltungsstelle Berlin). Am 21. Januar wurde die ordentReferat Millarg's an, der über die Sicherstellung des liche Generalversammlung abgehalten. Aus dem RechenschaftsArbeitslohnes" im Anschluß an die in voriger Woche im Reichs- bericht für das Jahr 1895 ist folgendes hervorzuheben: Eintage über den Bauschwindel gepflogenen Verhandlungen sprach. nahme 16 979,90 M., Ausgabe 21 660,10 M.( darunter für Redner erwähnte n. a., daß der Ausschuß des Berliner Unterstützungen a) bei Streits 6861 M., b) bei Arbeitslosigkeit Gewerbegerichts eine genaue Zusammenstellung der Klagen am Drte 10 605,50 m., c) bei Arbeitslosigkeit auf der Reife und Verlufte im Baugewerbe veranlaßt und dabei festgestellt 1108., d) bei Erwerbsunfähigkeit 1884,50 M.). Am Schluffe habe, daß bei der Kammer III. im Jahre 1893 1257 Klagen des Jahres betrug die Mitgliederzahl 785 gegen 722 am Jahresmit 66 102 M., im Jahre 1894 1880 Klagen mit 110 583 m., anfang. Wiedergewählt wurde als Vorsigender Goes, als und im Jahre 1895 2141 Rlagen gegen Bauschwindler anhängig Verwalter Roswig, als Kassirer Rubbert. gemacht wurden, sowie daß von 5700 Berliner Betrieben allein Die hiesige Zahlstelle des Verbandes der Zimmerer 434 zahlungsunfähig waren. Weiter führte der Redner an: Die und verwandter Berufsgenossen hielt am 26. Januar eine abends 8% uhr, im Saale des Vereins junger Kaufleute, Beuthstraße 20: Berufsgenossenschaften hatten im Jahre 1893 Verluste: bei 746 Personen 54 174 m., im Jahre 1894 bei 687 Personen außerordentliche Mitgliederversammlung ab; es war eine Bimmerer- Vortrag des Herrn Dr. Simoni über:„ Ursachen der allgemeinen Entversammlung, wie sie Berlin lange nicht gesehen hat, denn der artung" 80 262 m. Ferner erlitten Verluste die am Baugewerbe be- große Saal des Cohn'schen Lokals, Beuthstr. 21, wo sie abgehalten Waldemarfir. 14: Deutich. Nordschule, Müllerfit. 179 a: Deffentliche theiligten Berliner Krankenkassen durch Ausfall der Beiträge. wurde, war überfüllt. Zunächst gab der Kassirer C. Bethke die Gefundheitspflege. Beginn abends 9 uhr, Schluß 10% the te euäuate So z. B. die Krankenkasse der Maurer ſeit 1888-94: 54 174 W.; Abrechnung vom 4. Quartal. Danach betrug die Einnahme der Haupt- find zur Benuzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials die Krankenkaffe der Töpfer feit 1898-94: 400 m.; die taffe 1319,91 M., die Einnahme der Lofalfasse 889,87 Wt. und schonheiter- Fingerbung Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Berfigender Ad. Neus Krankenkasse der Maler seit 1893-94: 5000 m. Die deren Bestand 399,61 M. Der Kassirer wurde entlastet. Der mann, Pasewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten Handelskammer in Dresden hat Verluste ermittelt: Vorsitzende Rickert machte dann den Grund bekannt, weshalb an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Zr. Donnerstag. Abends 9 bis 11 Uhr: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangv. Freunds bei den Innungen: 248 000 m.; bei Einzelunternehmern die außerordentliche Versammlung einberufen worden war. Gschaft I, Brunnenfir. 143 bei Fischer. Borwärts II, Schönhauser Allee 28 162 700., die durch Bauschwindler verursacht wurden! Dorf Baget Diese schlimmen Erfahrungen, sowie die Praxis der Gewerbe- handelte sich darum, Stellung zu Flugblättern der lokalen bet kelle. rüblingsluft, Bülowstraße 59 bet Berner. nicht, Stegliz, Schloßftr. 66a, Zur Börse. Borar, Manteuffelstr. 9 bet gerichte: die sogenannten Kolonnenführer als selb= 3immerer- Organisation zu nehmen, worin unter den bekannten stödtein, Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerfir. 40 bei Klingenberg. jedenfalls nicht zu billigenden Angriffen auf die Nowad. armonie I, Tempelhof, Dorffir. 18 b. Gerth.- Steinfegers ständige Unternehmer zu betrachten, hätten seit einiger Verein zentralorganisirten Gewerkschaften für den der Sänger chor, Rustanien- Allee 28 bet Fiebiger. Flöter'scher Gesangs Sängerchor Berliner Zeit die Aufmerksamkeit der Gefeßgebung und damit auch der und Umgegend Propaganda verein, Koppenftr. 47 bet Wilhelm Lorenz. Zimmerer Berling gemacht Kürschner, Weinstr. 11 bei Feindt. Arbeiter- Gesangverein Oranien. verschiedenen politischen Parteien erregt und zu Vorschlägen 128 bei Martens. Oft- und Männer Gesangverein, veranlaßt, wie es möglich ist, im Baugewerbe sämmtlichen Be- wird. Diese Flugblätter haben unter den Verbandsmitgliedern burger Borstadt, Aderſir. Blumenstraße 32 große Entrüftung erregt, was in der langen Diskussion, die sich eft preußischer bei Reich. theiligten ihre Forderungen zu sichern. Die Unternehmerüber diese Art und Weise des Auftretens der Lokalorganisation Arbeiter Gefangverein Morgenroth IV, topenid, bet Schulz, Schönlinderstraße 9. Arion II, Artonaplas i Beisiger im Ausschuß des Gewerbegerichts schlugen vor: entspann, zum Ausdruck kam und zu der Annahme folgender bei Schermann. Butunft III, Belten t. b. M., Wilhelmftr. 19 im Hotel Aenderung der Konkursordnung, Beschleunigung der Bauprozesse, Resolution führte: Der Vertrauensmann der Berliner Zimmerer w. Brunow.- Kornblume, Gr. Frankfurterftr. 133 bei( olb. reu un Arbeiter Gesangverein Vineta, Aenderung des bestehenden Submissionswesens; die Arbeiter wird beauftragt, sofort Schritte einzuleiten, eine Ginigung beider eft, allifadenstraße 62 bet Reifer. Kastanien- Allee 11 bei Auguftin. Alpenröslein, Bergstraße 60 Beisiger bingegen: Stellung aller Baubetriebe Gefangverein Oberon, Alte Jakobstraße 68 bei bet Kunze. unter das Handelsgeseß. Hinterlegung einer Kaution bei Organisationen zu bewerkstelligen, widrigenfalls der Verband, benene Alpenrose, Forsterstraße Nr. 22 Zahlstelle Berlin, jede Gemeinschaft abbricht und in jeder Beziehung Dieffenbach. Ertheilung der Bau Erlaubniß nach Maßgabe der Bebauungs felbständig, auch betreffs des Sammelwesens, vorgeht." Diese schmidtstr.83 bei Fechner.- Gesangv. Morgen grauen, Neue Friedrich ſtr. 44 Edelweiß III, Wollinerftr. 62. Morgenroth I, Rummelsburg, Türrfläche zur Sicherstellung der Löhne. Auch sei die Bestimmung Resolution wurde gegen 7 Stimmen angenommen. Weiter erhob bei Röllig.- Gefangd. 2 yra II, Charlottenburg, Wallstr. 102 bet Maſchesti. des Titel VII,§ 971 des Allgemeinen Landrechts und deren Auf- die Versammlung gegen 2 Stimmen Protest gegen die in Gesangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bisnahme in das bürgerliche Gesetzbuch: Einstellung einer Borrecht Rede stehenden beiden Flugblätter. Der Versammlung wohnten marshöhen. Arbeiter- Gesangverein Spandau in Spandau, bei Radtke, Neumeisterstr. 5.- Glasarbetter. Röpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. hypothek, die ja auch vom Staatssekretär Nieberding als wirt auch der Vertrauensmann der Berliner Zimmerer, Fischer, und Edelweiß III, Gesangv. Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg.. fames Mittel bezeichnet worden wäre, als geeignete Sicherstellung der Unterzeichner des einen Flugblattes, Ernst Obst, bei. zu betrachten, obschon einzelne Parteiführer sowie verschiedene Auf die ausführlichere Wiedergabe der Verhandlungen über die Landesregierungen diese Frage als noch nicht genügend erörtert Flugblattangelegenheit müssen wir sowohl aus Rücksicht auf den anfähen. Der Einwand, daß eine Verminderung der Bauthätigkeit Raum des Borwärts", wie auch aus dem Grunde verzichten, eintreten würde, sei hinfällig, denn gerade in diesem Jahre wäre weil es sich dabei um den schon jedermann bekannten im gesammten Baugewerbe die Aussicht für eine Agitation günstig. 3wist zwischen lokalen und zentralisirten Gewerkschaften Wenn bisher so viele Bauarbeiter um ihre Lohnforderungen behandelt. Dieser Zwist wird immer und immer wieder trogen worden seien, so läge die Schuld zum theil an ihnen bald in diesem, bald in jenem Gewerbe zu Mißhelligkeiten unter selbst, denn wären fie alle organisirt, dann würden sie über die den organisirten Arbeitern führen. Das ist sehr bedauerlich, gewerblichen Angelegenheiten beffer aufgeklärt sein, so z. B. über benn die Arbeiter haben davon selbst den größten Schaden; es läßt die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung und über die Praxis fich aber nichts ändern, solange die feindlichen Brüder nicht einsehen, des Gewerbegerichts, das in neuerer Zeit alle höheren Forde- daß sie zusammen, nicht auseinander gehören. Wir können rungen, besonders in sogenannten Massenprozessen, in der Berufungsinstanz dem Landgericht überweise, wodurch eine schnelle deshalb nur wünschen, daß die vom Zimmererverband in der er Erledigung der Klagen unmöglich wäre. Nach dem mit Beifall wähnten Resolution empfohlene Einigung beider Dr aufgenommenen Referat sprach Dietrich gegen eine Gattung 8anisationen erreicht werden möge. allen ,, Bauspekulanten" aus Puhmeister, die In einer öffentlichen Versammlung der Kistenmacher, erdentlichen Berufen zusammengesetzt feien und gegen die am 27. Januar tagte, sprach Mäther über die Entwicke bie es faum einen wirksamen Schuh gäbe, da fie lung der Gewerkschaftsbewegung und ihre Aufgaben in der und wenn auch im Besitz einer Villa gewöhnlich, auf Gegenwart. Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. In Gummirädern fahrend, am Lohntage zahlungsunfähig wären; der Diskussion forderte Mertens zum Anschluß an die Organi 1893/94 feien allein in 1070 Klagen den Arbeitern 72 553 M. fation auf. Grunau wünschte, daß mehr Gewicht auf die verloren gegangen. Es wäre daher angebracht, eine Lifte über ideellen Aufgaben der Gewerkschaften gelegt werde, zumal die die Bauschwindler zu führen, um die Arbeiter vor Verluften zu materiellen Vortheile bei der andauernd ungünstigen Kons Hierauf gab gering sein könnten. Bitherflub Gleichheit, Uebungsfiunden abends 9 Uhr bei Neumann, schützen. Redner meinte zum Schluß, daß man im nächsten junktur Lothringerstraße 105.- Bithertlub Heimathstlänge 1895. Neue HochFrühjahr nur mit der Parole in die Lohnbewegung eintreten Bertrauensmann Tschernig den Jahres Bericht und fraße 49( Wedding). Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung bei Gittler, Nach dem Bericht Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8 Uhr. Vergnügungs- und dürfe: 9 Stunden Arbeit, 7 M. Tagelohn, Zahlung an jedem Sonn- die Abrechnung vom legten Quartal. Touristenklub Frete Brüder, abends 9 Uhr bet Roll, Adalbertstr. 21. abend.( Beifall.) In der Diskussion, an der sich Buchholz, betrugen die Einnahmen im verflossenen Jahr 294,25 M., wovon Statflub Sanfter Heinrich b. H. Brandt, ReichenbergerSchulz, Neumann, Dähne, Fint, Dietrich, Liebig, 151,65 m. durch Bous aufgebracht worden sind; die Ausgaben Ruderverein vorwärts, abends 9 Uhr bei Cohn's( Zur neuen Pont), BeuthStattlub Güb, abends 8% Uhr, im Sofal von Paul Müller, König und Millarg betheiligten, wurden die einzelnen erforderten 277,98 m., mithin blieb ein Bestand von 16,27 M. ftraße 122. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bei Bauschwindlerfirmen einer scharfen Kritik unterzogen, wobei Dann wurde über Vorgänge in der Kistenfabrik von Seifert Gräfeſtr. 31. Stattlub Tourné, abends im Restaurant Richter, Mariannenftr. 41. Millarg betonte, daß man später durch einen geeigneten berichtet. Als zwei Arbeiter, wovon der eine 22 Jahre und der G. Stein, Chriftburgerstraße 46.- Schwimmtlub echt", abends 9 Uhr, Rechtsanwalt die Namen diefer Bauschwindler feststellen und andere über 5 Jahre dort beschäftigt gewesen sind, ohne Angabe 9 uhr bei Rebrenz, Wrangelfir. 84. Gründen entlassen werden follten, erklärten fich Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8 Uhr der Deffentlichkeit übergeben lassen wird, um Material von bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, abends sy Uhr, Bonenfir. 40, be mit übrigen Arbeiter beiden folidarisch, wodurch Gieshott. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görlizerstraßen für die Gesetzgebung zu schaffen. Im übrigen wurden alle die Später hat de. Klub der Freunde bei Gnabt, Buttbuserstraße 32. Buzzer aufgefordert, fich dem Zentralverband der Maurer die Maßregel rückgängig gemacht wurde. Deutschlands anzuschließen und für die Sicherstellung der man sich der beiden Arbeiter aber doch noch entledigt und auch Gosialistischer Lefe und Distutirtlub, abends 8½ Uhr, August Geib, abends 9 Uhr im Arbeitslöhne sowie für die fünftige Lohnbewegung zu agitiren. alle anderen entlassen. Bedauerlicherweise haben sich dann Reichenbergerfir. 157, Gigung. Restaurant Zubeil. Lefe und Tistutiflub Reimer, abends 82 Uhr, Der vom Vertrauensmann Vogel verlesene Rassenbericht über Kollegen wieder angeboten, die sogar in der politischen Benur als der Wollinerstr. 62, Restaurant.- Männerchor Süd- D ft, Köpenickerfir. 101 bei Foge. Kummerfcher Gefangverein, angeftr. 65 bet Diezarec. Freiheitstlänge III, Luckenwalde, Jüterbogfstraße bei W. Hige. orbeers weig, Corgingfir. 2 bet lids. Eintracht I, NiederSchönweide, Grünauerstraße bei Streiter. St. Urban", NaunynFreiheitsgloden, Wörtherftr. 89 bei Buchholz. ftraße 44 bet Lütte. Kreuz - Gleichheit 2, Sremmen, Berlinerstr. 289, Neft. R. Urack. berger Sarmonie, Admiralftr. 18c bet Möhring. Brezelfchluß, Oranienstr. 51( Oranienballen) bei helfer. Gesangverein der Bergolder, Gefangverein Bölker: larmonie 4. Annenftr. 16 bei Bergner. frühling. Geibelftr. 30 bei Arndt. Gesangverein Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bet Glaser. Gefangverein Adlershof in Adlershof, Oppenſtr. 1 bei Schubert. Fund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Hermann Jahn, Echönhauser Allee 177 c. Donnerstag: Rauchflub Brüderlich= alle Bufchriften den Bund betreffend find au richten an: feit, Büdlerstr. 49 bei Schuhmacher. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorf= fcher Männerchor von 8-9 Uhr Notenfiunde; von 9-11 Uhr Uebungss fiunde, bei Brüning, Rosenthalerfir. 12.- Gesangverein Jugendfreuden, Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstraße 57. fropfenverein Wedding, abends 8% Uhr Sigung beim Restaurateur Vergnügungsverein Alpengrün, abends von Wolff, Gerichtstr. 44. 9-11 Uhr mit Tamen bei Bollmann, Beuffelstraße 32.- Geselliger Verein Damen. robsinn bei Geite, Swinemünderfir. 20, abends 9 Uhr, Sigung mit Tambourverein Froh- Fret. Uebungsstunde Montags und Geselliger Verein Hertha Tonnerstags& Uhr bei Rausch, Huffitenfir. 9.aber ds 9 Uhr Sigung Adalbertstr. 61. Dilettanten- Orchesterverein Allegro Theatergesellschaft Evelina, abends 9 Uhr bei Gonell, Falckenfieinstraße 5 ebungsfiunde Donnerstags 8% Uhr bet Rautenberg, Drantenstraße 180. Sigung mit Damen. firaße 20. bei Seidel, Gerichtsstr. 19. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) 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Aus den Scenen, Tänzen und Arrangements besonders hervorzuheben: Demona's Bauber. Saraus Tanzkorps. Die lebenden Münzen.- Am Spieltisch. Ein Ende mit Schrecken( Corn. Herz und Dr. Friedmann). Die 4 Jahreszeiten( Monstre- Pracht- Aufzug). Ein Schlittenkorso im Sommer, Strandleben. Die hereinbrechende Fluth." Zum Schluß: Ein wirklicher Schiffs- Untergang. ( Vom Blitz getroffen und entzündet, sinkt ein großer Dampfer in 20 Fuß Wasser.) ( Original- Jou v. Dir. Busch.) Obgleich das gegenwärtig auf dem Repertoire befindliche Pracht- Ausstattungsstück ,, Zscheus, das Waldmädchen" noch völlig unverminderten Erfolges sich erfreut, wird auch denjenigen, die dies Stück bereits gesehen, eine neue Anziehung zu bieten, die zweite grosse Pantomime des Cirkus Busch demnächst in Szene gehen und zwar in regelmäßigem Wechsel mit ,, Zsheus, das Waldmädchen". Neu Hippodrom Rungestrasse 8 eröffnet! 1. 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Januar, abends 81, Uhr: der Mäntelnäherinnen, Bügler, Zuschneider, Stepper, Stepperinnen, KinderkonfektionsOeffentliche Versammlung der Delegirten Näherinnen, Herrenkonfektions- Schneider und-Näherinnen, sowie Schneider und Näherinnen im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c. Tages- Ordnung: 1. Die jetzige Bewegung in der Berliner Konfektions- Industrie und die Stellung der Berliner Gewerkschaften dazu. 2. Antrag des Ausschußes bezüglich der Kranzspende am 18. März. 3. Gewerkschaftliches." Die Delegirten werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: R. Millarg. Bildhauer 271/8 Freitag, den 31. Januar, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Bergner, Annen- Straße 16: Oeffentliche Versammlung. 21/9 Tagesordnung: 1. Die geplante Lohnbewegung der Tischler und wie aller Branchen der Konfektions- Industrie am Montag, den 3. Februar, abends 8 Uhr. Für den Osten: Für Centrum: Für den Nord- Osten: Für den Süd- Osten: Für den Westen: stellen sich die Holzbildhauer dazu? Ref. Koll. Winkler. Für den Norden: 2. Bericht der Agitations- Kommission event. Neuwahl derselben. 3. Bericht der Delegirten der Berl. Gewerkschaftskommission und Neuwahl. 4. Abrechnung des Internationalen Agitationskomitees der Bildhauer. 5. Die Thätigkeit unserer Gewerbegerichts- Beisiger. Nieft's Festsäle, Weberstraße 17. Englischer Garten, Alexanderkrahe 27c. Paster's Gesellschaftshaus, Neue König#rake 7, in der Nähe des Königsthores. ( Konzerthaus Sanssouci, Koffbuferftr. 4a und Märkischer Hof, Admiralstraße 18c. Königshof, Bülowffraße 37. ( Berliner Prater, Raffanien- Allee 7. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 35 und Gründel's Festsäle, Brunnenstraße 188, in der Nähe des Rosenthaler Thores. Es ist Pflicht aller Holzbildhauer, in dieser Versammlung zu erscheinen. Für Wedding- Gesund Kösliner Hof, Röslinerstraße 8. Achtung! Hansdiener, Die Kommission. brunnen: Für Moabit: 0220 Ahrens' Brauerei, fromtraße 11-16. Achtung! Für Rixdorf: Viktoria- Säle, Hermannstraße 48-50. Tagesordnung in allen Versammlungen: Packer, Weinkellerei- Arbeiter u.[. w. Freitag, den 31. Januar, abends 9 Uhr, im Neuen Clubhause", Sommandanten- Straße 72: Grosse öffentliche Versammlung Tages Ordnung: 75/17 1. Vortrag des Genoffen Otto Naether: Sind die Arbeiter Menschen? 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersicht Der Vertrauensmann: Oswald Schumann, Adalbertstr. 47, Hof part. Achtung, Steinarbeiter! Freitag, den 31. Jannar, abends 7 Uhr, im Königshof, Bülowftr. 37: Oeffentliche Steinarbeiter- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Fortsetzung der Vorlage des neuen Tarifs. 2. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 172/17 Der Vertrauensmann. Verein für arzneilose Heilweise. 164/11 1. Die Ergebnisse der Verhandlungen mit den Konfektionsunternehmern, Händlern und Meistern und unsere Stellungnahme dazu. 2. Diskussion und Beschlußfassung darüber. Die Referenten werden in den Versammlungen bekannt gemacht. Kollegen, Kolleginnen! Erscheint in den Versammlungen vollzählig; es gilt, darüber zu entscheiden, ob Ihr gewillt feid, in eine Lohnbewegung einzutreten. Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins, Im Auftrage: J. Timm, Vertrauensmann. Zentral- Kranken- und Begräbnisskasse d. Sattler u. Berufsgen. Deutschlands ,, Hoffnung".( E. H. 64.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied August Krüger am Sonntag, 26. Januar, verstorben ist. Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 16/13 Sonntag, den 2. Februar, vormittags präzise 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: Nebungsffunde. Zentral- Kranken- u.Sterbekasse„ Genß an den Mai". Noten älteren Datum3 find mitzubringen. der Tischler Geübt werden die Lieder: Liedesluft",„ Saat und Ernte" und Die Vereine werden ersucht, die neueren Lieder in den Uebungsstunden Der Vorstand. u. anderer gew. Arb.( Hamburg). burchzunehmen.Bundes- Mitgliedstarte legitimirt. Um pünktliches Erscheinen ersucht Oertl. Verwaltung Berlin A. Montag, 3. Februar, abends 8 Uhr, im Lokal Süd- Ost, Waldemarstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1895. 3. Freitag, den 31. Januar, abends 81/2 Uhr, im Moabiter Clubhaus, Beuffelstr. 9. 2. Besprechung über die Zahlstelle Vortrag des Fräulein Minna Kube inder- Krankheiten, über fpez. Diphtheritis, Scharlach, Masern, Croup. Herren, und Damen als Gäste willkommen. 2461b Eintrittspreis für Gäste 15 ẞf. Der Vorstand. Naunynftr. 83 bei Köhn. 3. Neuwahl eines 1. und 2. Bevollmächtigten und eines 2. Kassirers. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Es ist nothwendig, daß in dieser Versammlung alle Mitglieder am Plate sind. 181 9 Die Ortsverwaltung. Belle- Alliance- Theater. Sonntag, den 2. Februar 1896, nachmittags 21 Uhr Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Die Räuber. Die Trauerspiel in fünf Aufzügen von Fr. Schiller. Die Verloosung der Plätze geschieht von nun an nicht mehr an der Kaffe, sondern wie früher an besonderen Tischen, auf denen die Urnen stehen, so daß jeder Besucher selbst sein Billet der Urne 235/1 entnehmen Achtung, Maler! Vereinsversammlungen egen kann. *** Freitag, den 31. Januar 1896: Kombinirte Mitglieder- Versammlung der Filialen Berlins im Lofal von Röllig, Neue Friedrich Straße Nr. 44. Tages- Ordnung: = 1. Unser diesjähriger Provinzialtag event. Wahl der Delegirten. 2. Arbeits Nachweis. fönnen bis zu 100 Personen abgehalten werden in der Gastwirthschaft von Jul. Wernau, 43022* E Rosenthalerstr. 57. Glas Bier 10 Pf. Telephon Amt III Nr. 1296. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonnabend, den 8. Februar, in Louis Keller's Festsälen, Boppenstraße 29: Möbel- Ausverkauf Grosser Wiener Maskenball. des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Wegen ganz bedeutender Bergrößerung meiner lager zu noch nie bagewesenen Preisen vollständig aus. Hum Umzuge und für Brautleute Bei der besonderen Wichtigkeit des diesjährigen Provinzialtages ist es Räumlichkeiten vertaufe ich mein WaarenPflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 124/20 Der Einberufer. Brauereiarbeiter. Sonntag, den 2. Februar, mittags 2 Uhr, in Cohn's Festfälen( gr. Saal), Beuthstr. 20-21, 1 r. Groke öffentliche Brauereiarbeiter Versammlung. Tages.Ordnung: 41 17 1. Vortrag des Genoffen P. Jahn über: 25 jährige Arbeiter- Beglückung im Deutschen Reiche." 2. Berichterstattung und Abrechnung der AgitationsKommission. 3. Berichterstattung über die Thätigkeit der Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. Neuwahl derselben. 4. Die Vorkommniffe in der Vittoria Brauerei. 5. Berschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen jedes einzelnen erforderlich, Die Agitations- Kommission. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 2. Februar, Vormitags 10 Uhr: Grosse öffentliche Maurer Versammlung im Lokale ,, Königshof", Bülowstr. 37. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Otto Antrick über Was hat die Arbeiterklasse von der heutigen Gesellschaftsklasse zu erwarten?" 2. Diskussion. 3. Abrechnung des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 132/3 Anfang 81/2 Uhr. Entree 50 Pf. ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Sonntag, den 2. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Ausstattungen, sowie einzelne Stüde gediegen und billigst einzukaufen. Man lasse sich nicht durch unmögliche Anpreisungen blenden, sondern besichtige sich die Möbel, welche nan taufen will, genau und vergleiche dieselben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Durch Eintauf von 9 großen Möbellagern zu günstigen Bedingungen verkaufe Bergner, Annenstraße 16: Branchen- Versammlung der Drechsler. Tages- Ordnung: 1. Unsere Stellungnahme zur Lohnbewegung der Tischler. 2. Diskussion. gange Einrichtungen, sowie einzelne Stücke 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbel: 80/9 händler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften SpottDie Ortsverwaltung. NB. Morgen, Freitag Abend bei Schöning, Stallschreiberstraße 29: preifen. Kleiderspind 15 Mart, Nußbaum- Sihung der Ortsverwaltung. tleiderspind 30, Muscheltleiberspind35, Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfedermatraße u. Seilfiffen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaug mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 105 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagout- Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilzahlung. 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Der Wegen Liquidation Damenmäntel- Firma Berg& Nesselroth Berlin C., Königstr. 33, Ecke der Neuen Friedrichstraße, sollen die noch bedeutenden Waarenbestände und anderes zu felttaxirten Preisen ausverkauft werden. Zum Verkauf gelangen nur Neuheiten der Saison. 4102* Elegante Winter- Jaquettes, Capes und Kragen für 6, 8-15 M., früher 15, 20-36 M. Elegante wattirte Abendmäntel 8, 10-30 m., früher 15, 25-75 M. Pelz- Mäntel( Räder und Paletots) aus Hamster, Febrücken, Bisam und Biber 25, 30, 50-75., früher 50, 60, 100-200 m. Plüsch Capes und Plüsch- Jaquettes 20, 30, 50-60 m., früher 45, 60, 100-150 m. Kinder- Winter- Mäntel für jedes Alter 2, 4-10 M., früher 5, 10-20 M. Regenmäntel aus den besten Stoffen und neueste Façons 6, 10-15 M., früher 15, 25-86 M. Der Liquidations- Derkauf. Königstraße 33, Ecke der Neuen Friedrichstraße, nahe dem Stadtbahnhof. Der Verkauf dauert nur noch kurze Zeit. Herm. Segall, Belle Alliance- Künstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. 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