Nr. 27. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Jusertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Konfektions- Schneiderei und Hausarbeit in England. London, den 28. Januar. Der Kampf, den die deutschen Konfektionsschneider unter nommen haben, ist ein so wichtiger, daß es am Plaze sein wird, ihm auch von hier aus einige Worte zu widmen. Sonnabend, den 1. Februar 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Northampton vorangegangen, ist es den organisirten Arbeitern| Unterstaatssekretär für die Kolonien war, beantragte schon 1891, dieser Industrie 1890 gelungen, auch in London wenigstens den Ausgeber von Arbeit genau in der gleichen Weise wie den für bestimmte Arbeiterkategorien Theilwerkstätten und einen Fabrikanten für die Arbeitszeit, sanitäre Umgebung zc. der von festen Lohntarif durchzusehen, dem 1895 ein erweiterter ihm beschäftigten Personen haftbar zu machen, und der berühmte Lohntarif gefolgt ist. Aber die Schuhkonfektion ist im Ostende Statistiker Charles Booth, der wie Burton aus der viel weniger ausgebreitet als die Kleiderkonfektion, und den Geschäftswelt hervorgegangen ist, und der auf grund seiner Schuhmachern stand bei ihrer Bewegung außerdem eine schon klassischen Untersuchungen über die Verhältnisse der arbeitenden ziemlich entwickelte Maschinentechnik zur Seite. Immerhin zeigt Klassen die Umstände und Wirkungen des Hausarbeitssystems das Beispiel der Schuhmacher, daß, wo ihnen nicht ganz be- fennt wie fein zweiter, befürwortete als Mitglied der großen fondere Uebelstände entgegenstehen, der Gewerkschaftskampf gegen föniglichen Kommission zur Untersuchung der Arbeitsverhältnisse, daß die Hausarbeit sehr wohl erfolgreich fein kann. außer dem Unternehmer auch der Eigenthümer der Wohnung( der Hauswirth), wo hausindustrielle Arbeit verrichtet wird, dafür verantwortlich gemacht werde, daß diefelbe genau innerhalb der Vorschriften des Fabrikgesetzes in bezug auf Hygiene( Luftraum), Arbeitszeit zc. ausgeführt werde. Selbst dieser Vorschlag hat theilweise Anwendung in dem Asquith'schen Fabrikgesetz gefunden, wenigfiens soweit es sich um Vermiether von Arbeitspläßen im Schleifergewerbe handelt. Das Uebel der modernen Hausarbeit ist zuerst in England in seiner vollen Scheußlichkeit aufgetreten, unzählige Kämpfe und Bekämpfungsversuche sind hier gegen dieselbe geführt worden und noch immer spielt sie eine große, den Fortschritt der Arbeiter flaffe hemmende Rolle im wirthschaftlichen Leben des Landes. Bielleicht werden die Gegner des bevorstehenden Kampfes- der ein Kulturkampf im wahren Sinne des Wortes genannt werden darf daraus ein Argument herleiten wollen für die Unmöglichkeit, Unvernünftigkeit und was souft noch der Forderungen der deutschen Konfektionsschneider, aber dies tonturriren. 1881 gab es in Leeds erst sieben Kurz, der Strom der öffentlichen Meinung geht in England Argument hält bei näherer Prüfung nicht Stich. Die Verhältnisse, die die große Maffe der Konfektione. schneider des Londoner Ostendes zur Zeit noch außerhalb des Bereichs der Organisationen halten, herrschen nicht überall vor. In England selbst entwickelt sich neben London Leeds( Yorkshire) als Stapelplatz der Kleiderkonfektion, und dort wird die selbe in großen Werkstätten betrieben, die bei geregelter Arbeitszeit( 10/2 Stunden) erfolgreich mit London oder acht Fabriten für fertige Kleidungsstücke, 1891 schon 54, von denen einige über tausend Arbeiter beschäftigen. Auch Manchester hat größere Konfektionswerkstätten als London. All diese weisen der Entwickelung den Weg an. ftreng gegen die gewerbliche Hausarbeit, aller rührenden BeiDaß die Hausarbeit in der Schneiderei ein großes soziales spiele ungeachtet, mit welchen die Anwälte derselben das Mitleid Uebel ist, darüber sind nachgerade alle Sachverständigen einig. für eine Sache zu gewinnen suchen, über welche die wissenschaftSelbst die vom Haus der Lords Mitte der achtziger Jahre einliche Einsicht den Stab gebrochen. Alle Nachtheile, welche die gefeßte Kommission zur Untersuchung der Ursachen und Wir- Da aber aus den vorher entwickelten Gründen die Organi Aufhebung der Hausarbeit im Gefolge haben soll, würden, selbst fungen des Schwiharbeits- Systems tam zu dem Schluß, daß fationen der Arbeiter in der Konfektionsschneiderei noch nicht im wenn nicht illusorisch, verschwinden vor den großen Vortheilen der dieses seine Wurzel in der Hausarbeit habe. Der Zwischen- stande sind, die Masse der in ihrer Industrie thätigen Haus- jelben für die allgemeine wirthschaftliche und soziale Entwickelung. meister, heißt es im Bericht, ist nicht die Hand des Unterdrückers, arbeiter zur Aktion zu bewegen, hat der Gedanke immer mehr Aber sie sind illusorisch. Man frage die Arbeiter und Arbeiterinnen sondern das Werkzeug der Unterdrückung". Will man den Scheuß- Boden gefaßt, durch die Gesetzgebung der Entwickelung in den großen Werkstätten zu Leeds mit ihrer geregelten Arbeitslichkeiten des Schwiharbeits- Systems mit Erfolg zu Leibe gehen, so Beine zu machen. Den Kämpfen der Arbeiter gegen das Schwitzeit, ob sie sich zurücksehnen nach der Zeit, wo ihre Wohnung muß man bei der Hausarbeit den Hebel anlegen und alles thun, system ist vom großen Publikum in steigendem Maße Sympathie ihre Arbeitsstätte war, und sie werden die Fragenden auslachen. was im ftande ist, die Aufsaugung derselben durch die entgegengebracht worden, und seit die Untersuchungen Was Karl Mary von der Wiedergeburt der Baumwollarbeiter Werkstattsarbeit herbeizuführen. Darüber ist in England die der Kommission der Lords den Zusammenhang des von Lancashire nach Einführung der Fabrikgefeßgebung schrieb, Arbeiterwelt wie die Welt der bürgerlichen Sozialpolitiker einig. selben mit der Hausarbeit unwiderleglich nachgewiesen das kann man heute bei den Arbeitern in den Schuhfabriken Bisher hatte man jedoch die Ausführung der Sache den haben, richtet sich die Aufmerksamkeit immer mehr dieser der Mittelgrafschaften sehen, und wird sich überall zeigen, wo Arbeitern überlassen. Es geht indeß mit dem Uebel der Haus- u. Schon die Fabrifgefez- Novelle von 1891 enthielt Be an die Stelle ungeschüßter, unkontrollirter Arbeit die geregelte arbeit wie mit anderen Krankheiten: je länger es Zeit gehabt ftimmungen, wonach die Unternehmer, die Hausarbeiter( out- Arbeit in großen Werkstätten tritt. hat, sich einzufressen, um so fester fibt es. Wo es eine Lokalität worker) beschäftigen, vom Reichssekretär des Innern verpflichtet ganz unterwühlt, da ist ihm am schwersten beizukommen. Das werden konnten und wurden, genaue Liften dieser Arbeiter zu Oftende von London ist solch ein Herd, den die Hausarbeit führen, die den Sanitäts- und Fabrikinspektoren zu Inspektionsfelbst für die Fortpflanzung der Hausarbeit hergerichtet hat. zwecken jederzeit zur Einsicht offen zu halten seien. Aber das Eine seit Generationen an sie gewöhnte und durch sie demorali- war nur der Anfang. Die neue, im letzten Parlament durch firte Menschenklasse wohnt dort und steckt alle Hinzukommenden Herrn Asquith eingebrachte Zusatzgefeßgebung verbietet den mit ihrem Gifte an, soweit sie es nicht schon vorher waren. Für Inhabern oder Leitern von Fabriken und Werkstätten, den bei fie und für die Maffe der Ausgestoßenen und Schiffbrüchigen, die sich ihnen beschäftigten Frauen und jugendlichen Arbeitern Arbeit hier zusammenfinden, existirt der Begriff Organisation nicht; jeder zur Fertigstellung nach Feierabend mit nach Hause zu geben, Versuch der Aufrüttelung ist noch an ihrer moralischen Hilf- und bestimmt, daß wenn ein Sanitäts- oder Fabrikinspektor dem Iofigfeit gescheitert. Das Dftende von London, wenn es etwas Ausgeber von Arbeit mitgetheilt hat, daß von ihm ausgegebene beweist, beweist, wohin die Hausarbeit die Menschen schließlich Arbeit unter unsanitären Bedingungen ausgeführt werde, dieser treibt, wie tief fie dieselben herabzudrücken vermag. Die Verzweiflung bei Strafe für Abhilfe zu sorgen hat. Noch einige weitere Be des Sozialisten und Gewerkschaftlers ist auch die Verzweiflung ftimmungen dieses Gesetzes verrathen den Zweck, schrittweise des bürgerlichen Reformers, des Philantropen, des Geistlichen. der Hausarbeit den Boden zu untergraben," aber alle sind erst Es ist bezeichnend, daß in der Schuhwaarenkonfektion das Abschlagszahlungen auf das, was nicht nur die Gewerkschaftler, In England haben ferner die Behörden als Auftrags Londoner Dstende sich dem Aufkommen der großen Werkstatt sondern die bürgerlichen Sozialreformer, Männer der Theorie geber sehr entschieden im Sinne der Forderung gehandelt, die weit spröder entgegengestellt hat, als die anderen Zentren der und der Praxis, von der Gesetzgebung verlangen. Der liberale jetzt die deutschen Konfektionsschneider stellen. Seit mehreren Schuh- und Stiefelverfertigung. Erst nachdem Leicester und Abgeordnete Sidney Buxton, der in der vorigen Regierung Jahren schon stellt die Direktion der Londoner 44 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von Boheimb, diese Sirene, meinen Schwiegersohn zu bestimmen gewußt, daß er sie erwartet, ihn zur Flucht verführt. Sie ist ins Schloß zurückgekehrt, hat sich Urlaub erbeten, Gelder erhoben und ist dann mit vielen Effekten von hier abgereift, ,, Eine Notiz über Ihre Familie? Daß ich nicht um irgendwo mit dem Opfer ihrer Verführung zusammenwüßte," stammelte Brambach. zutreffen." H. M. M. von Walthausen. 1 Um so schlimmer." Die müßte noch spät unter" Lokales" von meinem Redakteur Herrn v. Rürdorf eingeschickt worden sein." ,, Ah! v. Rüxdorf ist der Verfasser dieser Skandal geschichte? Ja, nur er konnte so etwas veröffentlichen, und Sie wissen nichts davon?" ,, Nein, habe leider heute mein eigenes Blatt noch nicht gelesen." Eo hören Sie. Die Gräfin entnahm ihrem altmodischen Strickbeutel ein Zeitungsblatt und las: " Einem verbürgten Gerücht zufolge hat der Legations rath v. Bergkuhn seine Frau böswillig verlassen und ist mit der Hofdame Fräulein von Boheimb durchgebrannt. Eine seltsame Art aus der guten Gesellschaft auszutreten, aber immerhin eine That, die der Laufbahn eines vollen deten Roué würdig ist und als neuestes Mittel gelten kann, böse Schwiegermütter los zu werden." " Und das steht in Ihrem Blatt!" Brambach war sprachlos vor Erstaunen, Georgine stand da, wie vom Blik getroffen. " ,, Verzeihen Sie, gnädige Frau Gräfin, dies Versehen," brachte endlich Brambach mühsam hervor. Eine Berichti gung soll die Notiz und zugleich das üble Gerücht, an dem ja doch nichts Wahres sein kann, in bester Form widerLegen." Ist es denn möglich?" hauchte Georgine. Ja, es ist so," zürute die Gräfin, eine nette Verwandte haben Sie da, Frau Kommerzienräthin. Und ich habe diese Schlange groß gezogen, ich habe sie an den Hof gebracht, und die Täuschung über ihren adeligen Namen aufrecht zu erhalten gesucht. Und Sie waren die Kupplerin." " Aber Frau Gräfin", rief entrüstet Georgine. Es ist doch so. Sie haben die verbotene Zusammenfunft Ihrer Roufine mit einem Ehemann gestattet; Ihr Mann übersieht eine Anzeige, die unsere und Ihre Familie kompromittirt. Ich verlange Genugthuung." " Sprechen Sie, verlangen Sie, gnädige Frau Gräfin," lispelte Brambach. Nicht nur, daß Sie die Notiz widerrufen, sondern das Entweichen der Beiden als völlig harmlos und unzusammenhängend darstellen, ich verlange auch, daß Ihr Redakteur sofort entlassen wird und keiner seiner Schmutzartikel mehr Raum in Ihrem Blatte findet." Dieses eigenmächtige Einrücken einer persönlichen Anfeindung wäre allerdings ein Grund." " Nein, es ist, es soll ein Grund sein. Rürdorf hat schon früher unsere Familie, dann mich persönlich beleidigt. Wir waren froh, daß er aus unseren Kreisen hinausgedrängt und bis zum Reporter herabgekommen war, und Sie geben diesem Menschen gar eine feste Stellung. Er muß un schädlich gemacht werden." Die Gräfin zerdrückte, ballte das Zeitungsblatt, warf es Brambach vor die Füße und sagte:" Das Gerücht ist leider bittere Wahrheit. Bergkuhn ist verschwunden Brambach wollte reden, aber die Gräfin ließ ihn und auch das saubere Fräulein Boheimb. Alle Nach nicht zu Worte kommen. forschungen über den Verbleib und Zufluchtsort der Sie freischte, indem sie sich erhob. Begreifen Sie Flüchtigen find bis jetzt resultatlos geblieben. Meine sorg- denn nicht, daß Sie den ganzen Hof beleidigen, wenn Sie fältigen Erkundigungen haben ergeben, daß in Ihrem Hause veröffentlichen: Eine Hofdame sei durchgebrannt? Entweder eine Zusammenkunft der beiden Entflohenen stattgefunden Sie jagen diesen Rürdorf noch heute fort, oder Sie haben hat. Von hier aus sind beide in unserer Equipage nach der mich und den ganzen Hof gegen sich." Dabei rauschte die nächsten Bahnstation gefahren. Wahrscheinlich bort hat die Gräfin aus der Thür, falt sich verabschiedend. Es handelt sich um teine sozialistische Forderung. Es handelt fich um eine, auf dem Boden der bürgerlichen Gesellschaft durchrührbare, für deren eigene gefunde Entwicklung nothwendige Reform. Und es handelt sich um eine Reform, die feineswegs nur durch die Gesetzgebung verwirklicht werden kann. Im Gegentheil. Die Gesetzgebung fann die Hausarbeit nicht rundweg verbieten, das haben alle Fachleute eingesehen, die sich mit der Frage näher beschäftigt haben. Die englischen Gewerkschaftler- Sozialisten, wie Nichtsozialisten verlangen nicht mehr, als was die gut bürgerlichen Herren Booth und Burton vorgeschlagen haben. Der Staat als Gesezgeber fann feinerseits nur die Hausarbeit durch Spezialvorschriften unbequem so kostspielig machen, daß die Unternehmer selbst auf sie verzichten. Das ist aber ein um ständlicher Weg, und was in dieser Hinsicht zu erwarten ist, macht die Aktion der Arbeiter nicht überflüssig. Brambach tänzelte ihr nach und versprach:" Ihr Wunsch soll erfüllt werden, gnädige Frau Gräfin." Auch Georgine, die sich noch immer nicht von ihrem Schreck erholt hatte, gab der Gräfin Geleit. Brambach half ihr sogar in den Wagen. Dann ging er nach dem Komptoir, um diesem Herrn von Nürdorf, der nun doch unmöglich in seinem Hause war, tüchtig die Wahrheit zu sagen, vielleicht daß er ihn dadurch los werde. Rürdorf war noch nicht gekommen, statt seiner lag aber ein Brief von ihm da. In diesem Schreiben entschuldigte der Baron sein Ausbleiben und bat, seine kontraktlichen Verpflichtungen als gelöst zu betrachten. Brambach war erstaunt, daß Rürdorf ihm zuvorkam. Hatte die Gräfin an ihn geschrieben? Nürdorf war nicht der Mann, der sich von dieser Seite bestimmen ließ, die Flinte ins Korn zu werfen. Aber er gab mit dieser Stellung zugleich seinen Einfluß, seine Stimme als Kritikfer auf, denn die beiden einflußreichen Zeitungen der Residenz waren für ihn nun, verschlossen. Er war also mundtodt. Und seine Liebe zu Clotilden? Hatte ihn zu diesem Schritte gedrängt. Er liebte aufrichtig, sie hatte ihn verschmäht. Das Schicksal stellte sich ihm überall hemmend in den Weg. Er war ein guter Mensch, doch nur Schlimmes mußte er erfahren. Er arbeitete viel und mit gründlichem Fleiß, doch er fand fand niemals große Anerkennung und lebte färglich. Langenberg brachte ihm das Akrostichou. und klärte ihn auf. Rürdorf gestand offen diese Verse auf Bestellung gearbeitet zu haben, aber er hatte nur sein Ideal besungen, das Gedicht paßte nur auf Clotilden, wenn auch die Anfangsbuchstaben anders lauteten. Das Mißgeschick, sein steter Begleiter, hatte ihn wieder einen Streich gespielt. Georgine war ganz zufrieden, daß es so gekommen. Wie schonungslos Rürdorf in der Aufregung vorgehen fonnte, zeigte sich, als er Georginen's Mädchennamen Boheim und ihre Verwandte blosstellte. Doch gönnte sie Blanka diesen Denkzettel für solch eine topflose, altjüngferliche Handlung, durch die sie sich den Aufenthalt in der Residenz für immer verwirkt hatte. ( Fortsetzung folgt.) Polizei bei Vergebung von Uniformlieferungen für I agrarischen Rettig bestreute Wurm noch mit einigem Salz, der ermitteln lassen will, ob ein ihm unterstehender Beamter ihre 15 000 Angestellten die Bedingung, daß die Arbeit indem er ihm mittheilte, daß in einem Gramm„ Natur- dem Vorwärts" den Inhalt des Miltitär- Verordnungsblattes" in der Werkstätte des Kontraktunternehmers gemacht butter" 40 Millionen Batterien, in dem Gramm Margarine mitgetheilt habe. Obgleich die Vernehmung über drei Stunden werden muß. Ebenso das Handelsamt bes Staatsblos 2 Millionen zu finden seien man müsse also die dauerte, dürfte das Ergebniß für den Herrn Kriegsminister ministeriums. In dessen Lieferungskontrakt für Kleidungs- Naturbutter von Rechts wegen verbieten. Beim Titel wenig befriedigend sein, denn keinem der Vernommenen war die " stücke heißt es: Der Kontraktunternehmer verpflichtet sich, daß alle in Reichs- Versicherungsamt" behandelte Genosse Molkenbuhr Person, die dem„ Vorwärts" den kaiserlichen Erlaß übermittelte, diesem Kontrakt bestellten Kleidungsstücke in seiner das ganze Gebiet des Arbeiter- Versicherungswesens, bekannt, selbst eine Beschreibung derselben zu geben, waren die eigenen Fabrit gemacht werden, und daß teine zeigte die Mangelhaftigkeit der herrschenden Ein= Arbeit in den Wohnungen der Arbeiter ge- richtungen, die sich nach feiner Richtung hin bewährt 3eugen außer stande. Unbegreiflich ist uns die Auswahl der geladenen Beugen. Man macht werde. Jede Verlegung dieser Bedingung soll, wenn haben. Redner brachte eine große Anzahl von Fällen vor, So hat der Kriegsminister auch diesmal mit der Presse dem Präsidenten des Handelsamis überzeugend nachgewiesen, in denen das schreiendste Unrecht verübt wurde. Die Ver- fein Glück gehabt. den Kontraktunternehmer für eine Strafe haftbar machen, die unglückten werden von einer Berufsgenossenschaft der anderen für jeden einzelnen Fall 100 Pfund( 2000 M.) nicht über zugeworfen, wie die„ Heimathlosen" in der guten alten Zeit lub vor den Reichstags- Abgeordneten Auer, der zur Zeit der Versteigen darf." D. h. der Minister kann für jeden einzelnen Ber- von einem Staat dem anderen; und die Behandlung der öffentlichung des Erlasses im Auslande weilte, unseren Expedienten stoß bis zu 2000 Mart Strafgeld verlangen, resp.„ Versorgten" ist oft schlimmer als im Buchthaus. Die sachliche Glocke, der nicht das mindeste mit der Führung unserer Rezurückhalten. Fast noch drastischer lautet das Kontraktformular Wucht der von Moltenbuhr vorgebrachten Thatsachen hatte daktion zu thun hatte, unseren Kollegen Schmidt, der sich zur Zeit des Londoner Grafschaftsraths für Lieferungen, und noch eine ersichtliche Wirkung auf das Haus. Sehr zerknirscht Duzende von englischen Behörden haben in gleicher Weise waren die Herren Agrarier, als ihnen vorgehalten wurde, der Veröffentlichung in Staatspension am Plößensee befand, Man hat in den letzten Wochen in Deutschland gründlich daß die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft in ihrer einen Theaterkritiker, einen weiteren Mitarbeiter, der auch nicht Frömmigkeit und Menschenliebe so gut wie nichts den mindesten Einfluß auf die Entschließungen der Redaktion auf England geschimpft, von seinem Egoismus, seiner Habgier und ähnlichen Schlechtigkeiten gesprochen. Die deutschen Be- für Sicherheitsmaßregeln ausgegeben hat, daß aber hat. Es muß eine recht schlecht unterrichtete Stelle gewesen die Unfälle fort sein, die über die Redaktionsinterna unseres Blattes die Inforhörden, die Unternehmer in der Bekleidungsindustrie und das im landwirthschaftlichen Betrieb die Hausarbeit für ihre Arbeitslieferungen streng verpönt. große Publikum Deutschlands haben jetzt Gelegenheit, zu zeigen, während zunehmen, und voriges Jahr die Zahl mationen gab. wie unrichtig die Entrüstung über jene schlechten Eigenschaften von über 32 000 erreicht haben, darunter 2300 Ganz abgesehen von der großen prinzipiellen Bedeutung war, sie haben Gelegenheit zu zeigen, daß sie beffer, edler, weniger todt! Und angesichts solcher Zustände verzögert die des Zeugnißzwang- Verfahrens ist diese Art der Vorladungen gierig sind wie die Engländer, daß sie mehr als diese für die Regierung von Jahr zu Jahr die Vorlage der Kultur zu leisten vermögen. Uebrigens dreht es sich auch um vor 5 Jahren schon versprochenen Novelle zu den Ver- charakteristisch für unsere deutschen Rechtszustände. Irgend ein Sande 13 intereffe. Die deutsche Konfektionsindustrie ist sicherungsgesetzen! Stadthagen sekundirte Moltenbuhr in einem Beamten beliebt es, etwas zu ermitteln, und ein Dußend zum großen Theil Export- Induſtrie. Heute ist es" Schwiz dem Verlangen, endlich aus dem Unfallversicherungs- Gesetz unbescholtener Leute müssen ihre kostbare Zeit opfern und waare", die von Deutschland exportirt wird Arbeiter in ihrem Bestreben unterstützt, daß dieselbe zur die besonderen ausnahmerechtlichen Bestimmungen, welche vor wer die dem Zimmer eines Amtsrichters im dichtbesetzten Waare wird, die die unter anständigen, der Höhe der dasselbe gegen die Arbeiterklasse enthält, zu entfernen und Flur des Moabiter Kriminalgerichtsgebäudes darauf warten, daß Zeit entsprechenden Bedingungen hergestellt worden, der hilft die seit vielen Jahren versprochene Novelle endlich vorzu- fie unter Eid erklären können, sie hätten mit dem Ermittelungsdem deutschen Namen im Auslande zur wahren Achtung, der legen. Durch eine Anzahl drastischer Beispiele erläuterte er verfahren und mit der Redaktion eines dem betreffenden Beamten erwirbt ihm Ehre in der werkthätigen Welt, der reinigt den die ungeheuerliche Machtfülle, die den Berufsgenossenschaften unbequemen Blattes nicht das allermindeste zu thun. deutschen Export von dem schlechten Ruf, der heute auf dem durch das Gesetz und theilweise auch durch die Rechtfelben lastet. Und daß die deutschen Konfektionsschneider ihrer sprechung beigelegt ist, und die fast schußlose Stellung des Gottesfürchtig und dreift ist auch diesmal das Organ Industrie fein unmögliches Bugeständniß zumuthen, das beweist Arbeiters, dem durch das Unfallgesez viele Rechte gebes Meineides zu bezichtigen, weil wir unter Eid aussagten, daß der Agrarier, die Deutsche Tageszeitung". Sie wagt es, uns das Beispiel von Leeds. nommen sind. uns die Person, die uns von dem kaiserlichen Erlasse Kenntniß verschaffte, vollständig unbekannt sei. Das Blatt schreibt ferner, der Abdruck eines Schriftstücks unbekannter Herkunft sei der Beweis eines grenzenlosen journalistischen Leichtsinnes, der empfind liche Strafe verdient. Politische Nebersicht. Berlin, 31. Januar. In der heutigen Reichstagsfizung wurde die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern fortgesetzt. Beim Posten Normal- Aichungskommission" verlangten der Antisemit Dr. Förster und der freisinnige Lenzmann eine Gehaltsaufbesserung der in den verschiedenen Ressorts des Reichsamts des Innern beschäftigten technisch gebildeten Beamten. Herr v. Bötticher beklagte es, daß die Beamten sich nicht dieserhalb an ihn gewandt haben; übrigens sei nicht er, sondern die Reichs Finanzverwaltung in der Sache zu ständig. Der Posten, Gesundheitsamt" veranlaßte den Zentrums abgeordneten Dr. Lingens zu einer Frage betreffend die angebliche Infektionsgefahr der Friedhöfe; er polemifirte gegen die Mittheilungen über die vom Reichs Gesundheitsamit angestellten Untersuchungen. M einenge: " " Herr v. Bötticher versuchte die Schuld an den Vorgängen von sich abzuwälzen. Selbst König Stumm mußte zugeben, daß die Unfallnovelle zu lange auf sich warten läßt. Im übrigen trat er selbstredend sonder Harm dafür ein, daß der verletzte Arbeiter gewissermaßen als Eigen- Und dabei ist der Vorwärts" noch nie mystifizirt worden. thumstück des Arbeitgebers be- und mißhandelt werden Reifende Base. dürfe. Die Ultramontanen schlossen sich durch Abg. Hize Die neneste Aera der Beleidigungsprozesse erregt mehr dem Wunsche auf baldige Borlegung einer Unfall- und mehr selbst in juristischen Kreisen tiefes Unbehagen. So unterzieht jetzt auch Professor von Schulte in Bonn die novelle an. dabei hervortretenden Mißstände einer eingehenden Kritik in dem Singer betonte nochmals scharf die Nothwendigkeit neuesten Hefte der Deutschen Revue". Schulte erklärt, daß nach schleuniger Gesetzesvorlegung und gab dem Freiherrn ungefünftelter Auffassung und nach der Ansicht der tüchtigsten v. Stumm einige Pillen zu schlucken. Da diese auf Frei- Strafrechtslehrer die Strafbarkeit der Beleidigung die herru v. Stumm noch nicht genügend gewirkt hatten, Absicht, zu beleidigen, voraussege; eine nicht hielt Stadthagen dem Führer der Schlotbarone beabsichtigte Beleidigung fönne nicht strafbar sein. Aber auch noch ein Kleines Kolleg. Das Kapitel Reichs dies wird( in der Praxis) nicht einmal allgemein zugegeben, ja Versicherungsamt wurde sodann bewilligt, desgleichen ohne man hat in dem berüchtigten dolus eventualis ein Hilfsmittel. Denn, so argumentirt man, hat jemand Debatte das Kapitel physikalisch-technische Reichsanstalt. auch nicht die direkte Abficht, zu beleidigen, gehabt, Das Kapitel„ Kanalamt" wurde nach einer kleineren Debatte so hat er doch vielleicht die Nebenabsicht gehabt. Und da gleichsfalls genehmigt. Damit ist das Ordinarium des giebt's ja Wege genug, eine solche zu finden: eine unbedachte Bei demselben Titel nahm auch Genosse Klees das Etats des Reichsamts des Innern erledigt. Das Extra- Aeußerung, eine harmlose Wendung, ein zufälliger Umstand wird Wort, um die Aufmerksamkeit auf eine eminent wichtige Ordinarium gab zu einer Debatte keine Veranlassung. als Merkmal der Beleidigung erfaßt, und die eventuelle Absicht Frage der Volksgesundheit zu lenken: nämlich die Be- Nächste Sigung morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Fort ist erwiesen." Schulte führt aus, daß der heutige Wortlaut der schaffung von guteni Trinkwasser. Er weist durch amtliche sehung der Etatsberathung( Reichs- Justizverwaltung, Mech- Beleidigungsparagraphen allen Auslegungsfünfteleien Thür und Zahlen nach, daß infolge fortgesetter Verunreinigungen das nungshof) und einige kleinere Gesetze. Thor öffne, daß insbesondere auch die Auslegung des§ 193 von der Wahrnehmung berechtigter Interessen die Presse in einer für Wasser der Bode, Saale und Elbe als Trinkwasser ganz unbrauchbar geworden ist. Trotzdem sei nichts zur Ab- Das preußische Abgeordnetenhaus überwies am Freitag das Wohl und Gedeihen des Vaterlandes höchst schädlichen Weise hilfe geschehen. Für die Armen sei dieser Zustand weit den Entwurf des Lehrerbotations- Gejeges an eine ,, Nichts ist für das Baterland gefährlicher als allgemeine Kommission von 21 Mitgliedern. Natürlich floffen sämmtliche schlimmer als für die Reichen, die durch Filtrirvorrichtungen Redner von Lehrerfreundlichkeit über; da aber die Ansichten unzufriedenheit, Nörgeln und Angreifen in allen Schichten, das und fünftliche Waffer sowie andere Getränke sich der über die Mittel und Wege, wie den Lehrern zu helfen sei, weit fein. Offene, ehrliche und scharfe Kritik ist das einzige Mittel, Gefühl, überall denunzianten preisgegeben zu Vergiftungsgefahr entziehen könnten. Die Armen aber find an die Scholle gefesselt; und wenn man die wenn auseinander gehen, so wird man sich nicht wundern dürfen, die Vorlage in der Kommission schließlich eine eine zu verhüten, daß sich in der Verwaltung der Staaten Zustände mit dem Sinken der Löhne und der Lebenshaltung solche Gestalt annimmt, daß für die Lehrer nichts dabei bilden, welche nur zum Unheil führen. Was in Braunschweig, abnehmende Widerstandskraft des arbeitenden Volkes herauskommt. Die Intereffen der Stadt Berlin, die bekanntlich Kurhessen, Lippe und anderwärts sich früher begeben hat, bürfte gegen Krankheitserreger bedenke, so fönne man am stärksten zu den Kosten des Gesetzes herangezogen wird, ver- genügen, um diesen Saß zu rechtfertigen." Deshalb dürfe die volle Freiheit der Presse zur Besprechung sich der Wahrheit nicht verschließen, daß die Gefahr einer trat Abg. K nörde von der freifinnigen Volkspartei. Obwohl öffentlicher Angelegenheiten feiner Beschränkung unterliegen. Verseuchung immer näher rückt und wir von einer furcht der Redner der Befürchtung Ausdruck gab, daß die berechtigte Schulte zeichnet ein wahrheitsgetreues Bild des heutigen Zubaren Epidemie bedroht sind. Redner forderte dann vom und auch sonst eine Reihe schwerer Bedenken vorbrachte, Mißstimmung der Lehrer durch die Vorlage nicht befeitigt würde standes. Wer unbedingt vor Beleidigungsklagen gesichert Gesundheitsamt eine aberinalige und genaue Untersuchung erklärte er fich doch um des lieben Friedens willen und in fein wolle, müsse sich hüten, auch dem besten Freunde des Wassers der Bode, Saale und Elbe und befürwortete jener Nachgiebigkeit, die den Freisinn bisher von einer politischen gegenüber mündlich gar schriftlich eine Aeuße zu thun, die über zum Schluß die Erweiterung der Vollmachten des Reichs- Niederlage zur andern geführt hat, für eine Kommissions beren Amtshandlungen ein verwerfendes Urtheil enthält. Unberen sittlichen Werth oder Gesundheitsamts. berathung. Die Erörterung, die bis jetzt sehr ruhig verlaufen Herr v. Bötticher bemerkte, daß im Schooße der ver- war, nahm plöblich einen recht stürmischen Charakter an, als höflichkeiten, Unterlassung herkömmlicher Ehrenbezeigungen, bündeten Regierungen und von den Einzelstaaten Erörte- Abg. Frhr. v. Heereman vom Zentrum vom eigentlichen Privatpersonen gegenüber erlaubt, werden manchen Beamten oder gar Fürsten gegenüber als Beleidigungen gedeutet. Und rungen dieserhalb stattgefunden hätten, und daß eine Ab- Thema ablenkte und eine Kulturkampf- Debatte zu eröffnen boch sei einst in Gisen bei einem hoch auf Bismard ein sehr suchte. Freilich ohne den gewünschten Erfolg, denn außer dem hilfe des Uebels herbeigeführt werden würde. Nun tam eine oratio pro domo Kultusminister Dr. Bosse und dem nationalliberalen Profeffor vornehmer Herr und hoher Hofbemter figen geblieben, ohne hätten wir fast Dr. Friedberg ging fein Redner darauf ein. Dr. Friedberg daß dazumal in diesem Benehmen eine Beleidigung gesehen gefagt nein, nicht eine Rede für sein aus, aber für machte bei dieser Gelegenheit dem Zentrum bittere Vorwürfe Irgend ein unbedachtes, unbesonnenes, tadelndes genüge heute zum That feinen Weinkeller, der allerdings ein sehr wichtiger über sein Verhalten bei der Dortmunder Wahl; er erbot fich Bort gegen den Landesherrn bestand Wer der Majestätsbeleidigung. Theil des Hauses, namentlich eines Bourgeoishauses ist; auch, den Nachweis zu führen, daß unser Genosse Lütgenau nur Mai 1886 den damaligen König Ludwig II. privatim oder Bayern im fie wurde freilich trotz des begeisternden Gegenstandes mit Hilfe des Zentrums gewählt fei. Offenbar tann Herr nicht mit ciceronianischer Beredsamkeit- von dem national Friedberg den Schmerz über die Niederlage feines Freundes Möller öffentlich aus Gründen getadelt hätte, die für seine Entliberalen Bürklin( felbstmörderischen Bizepräsidenten) ge- aufzuzählen, dazu fehlt es uns an Raum. Neu war es jedoch beleidigungsprozeß gemacht worden. Nun erst die Beleidigung von liberalen Bürklin( felbstmörderischen Vizepräsidenten) ge- nicht verwinden. Alles das, was sonst über uns gesagt wurde, mündigung geltend gemacht wurden, dem wäre der Majestätshalten. Er wandte sich voll pathetischen Ingrimms gegen nicht. Erwähnt sei nur, daß der fromme Herr von Heereman Goethe, Schiller, Lessing, Petrus Damiani, Luther, fie alle wären Religionsgesellschaften und die Beschimpfung ihrer Gebräuche! die Weinpantscherei und beklagte die Unzulänglichkeit der wieder einmal als sicher wirkendes Mittel zur Ver- Goethe, Schiller, Lessing, Petrus Damiani, Luther, sie alle wären Berwegen jezigen Schuhmaßregeln. tilgung der Sozialdemokraten die religiöse wegen Vergehens gegen§ 166 des Strafgesetzbuchs in das Ge,, Dem Denunziantenthum ist Die bekannte agrarisch junkerliche Fürsorge für den Erziehung der Jugend empfahl. Nach diesen kleinen fängniß gewandert. Magen des armen deutschen Boltes eine Fürsorge, die Zwischenfällen erlosch das Interesse an der Debatte; bie legten Redner Thür und Thor geöffnet. Kriecherei, Strebers fich allerdings nicht darauf erstreckt, besagten Magen zu sprachen vor fast leeren Bänken, bis endlich ein Schlußantragthum, niedrige Gesinnung findet Play. Der füllen, sondern schädliche, d. h. dem Geldbeutel der Herren die Diskussion beendete. Das Haus überwies sodann noch einen geistigen Freiheit wird eine Schraute gezogen. Agrarier schädliche Nahrungsmittel von ihm fern zu halten- Entwurf, der eine Aenderung des Pensionsgesetzes zu gunsten der Wenn ein Schriftsteller bei Besprechung öffentlicher Dinge jedes Lehrer an höheren Schulen bezweckt, nach kurzer Erörterung anort auf die Waagschale legen muß, um nicht gegen eine.t also diese agrarische Fürsorge für den Magen des armen die Unterrichtskommission. Am Sonnabend wird der land. Beleidigungsparagraphen zu verstoßen, wird er gehemmt und geMannes brachte den freikonservativen Rettich auf die Beine wirthschaftliche Etat weiter berathen. und preßte ihm einen mächtigen Nothschrei aus ob der = Leider war der Vertreter des Reichs- Gesundheitsamts 0 uns wurde. oder E lähmt. Sind die Gefeße so unvollkommen und mangelhaft, daß der ehrliche, wohlwollende, patriotische, gesunde Mensch bei der besten Absicht hineinfallen tann, dann ist Wandel nöthig. Es ist gleichgiltig, welcher politischen oder kirchlichen Richtung un angehört, wo es sich darum handelt, einen Zustand zu beseitigen, der geradezu verderbenbringend ist. Unzufriedenheit, Mißmuth, Zurückziehen ist die Folge." man bie ber der nationalliberalen Partei angehörige Profeffor hinausDie praktischen Vorschläge zur Beseitigung des Uebels, auf bie der der nationalliberalen Partei angehörige Professor hinauskommt, find allerdings nicht geeignet, das Uebel an der Wurzel anzugreifen, denn die Beleidigungsprozesse an sich will er bestehen lassen. Am wichtigsten ist noch, daß er die Beleidigungsprozesse zur Aburtheilung den Schwurgerichten überweisen und daß er die Kritik schüßen will durch den neuen vierzig Millionen giftiger Batterien( Hu! Hu!), die in einem Ju dem Ermittelungsverfahren gegen Unbekannt Gramm ausländischen Getreides entdeckt worden sind. wurden heute fünf Mitglieder unserer Redaktion und fünf in Moral der Geschichte: civis Germaniteutsche Reichs- Beziehung zu unserem Blatte stehende Schriftsteller, darunter bürger, eßt fein unteutsches, importirtes Korn, und bezahlt sogar einer unserer Theater Berichterstatter, außerdem ein das teutsche, d. h. das Junkerkorn doppelt! Beamter unserer Expedition, vor den ersuchten Richter geladen, Dr. Köhler so grausam, den Nachweis zu liefern, daß diese um zu bekunden, von wem der erst am 18. Januar im„ Militär Batterien übrigens nicht gesundheitsschädlich seien und beim Berordnungsblatt" publisirte kaiserliche Gnadenerlaß Backen ertödtet würden. Der freisinnige Rickert machte fo frühzeitig zugestellt wurde, daß er in dem Zentralorgan der hierauf den Vorschlag, das vom Reichs Gesundheitsamt sozialdemokratischen Partei schon am 17. Januar publizirt werden veröffentlichte vorzügliche Gesundheitsbüchlein", das nur in konnte. Einer der Geladenen, Reichstags: Abgeordneter Stadthagen, § 193. Tadelnde Urtheile über wissenschaftliche, künst 10 000 Exemplaren gedruckt wurde und 1 M. kostet, in hatte dem ersuchten Richter mitgetheilt, daß er heute am Er- lerische oder gewerbliche Leistungen, über Amt 3= ciner billigen Ausgabe herzustellen. Herr v. Bötticher scheinen verhindert sei, daß er aber auch späteren Ladungen zu folgen bandlungen, Regierungsatte, ingleichen Aeuße meinte, das sei schwierig wozu ihm von den sozial- nicht in der Lage sei, weil er ein Disziplinar- Ermittelungsverfahren rungen, welche zur Ausführung oder Vertheidigung von demokratischen Bänken zugerufen ward:" Die Vorwärts" wider Unbekannt für gesetz- und verfassungswidrig halte. Der Rechten oder zur Wahrnehmung berechtigter priBuchhandlung übernimmt die Herstellung für 20 Pf. das vater oder öffentlicher Interessen gemacht werden, Stück!" Genosse Wurm, der nun das Wort nahm, zeigte, wie erste Bernommene, unser Redakteur Braun proteftirte gegen seine leicht es sei, das Gesundheitsbüchlein ganz billig herzustellen. Vernehmung in dem Diszinar- Ermittelungsverfahren, weil seines Das Volk werde aus ihm lernen, was zu gesundem Leben noth- Grachtens ein solches auf grund der Straf- Prozeßordnung nicht wendig ist, und es werde des weiteren lernen, daß unter den statthaft sei, er erklärte sich aber unter dieser Verwahrung, und jezigen Verhältnissen die ungeheure Mehrzahl der Menschen dem Zwange sich fügend zur Zeugenschaft bereit. Die Disziplinarauch das zum Leben Nothwendige nicht haben kann. Den Untersuchung werde seitens des Kriegsministers gefordert, fowie Verhaltungen und Rügen der Vorgesetzten gegen ihre Untergebenen, dienstliche Anzeigen oder Urtheile von seiten eines Beamten und ähnliche Fälle sind nur insofern strafbar, als Aeuße= rungen in Wort und Schrift gebraucht sind, welche an sich als Jujurien angesehen werden müssen." Selbst diese maßvollen Vorschläge werden in der Gegenwart sicher wirtungslos verhallen. Vorgethan und nachbedacht, ist die Art deS Thoren und ist auch die Art der liberalen Staatsmänner. Die ,, Vossische Zeitung" ergeht sich Tag für Tag in Klagen über unsere Rechtszustände, die so herrliche Blüthen treiben. Da ist der Jammer über die Menge der Majestätsbeleidi- gungs- Prozesse, den ctolns ovsritualis, die kniffliche und rabulistische Rechtsauslegung, den„groben Unfug", den Zeugnißzwang, den ambulanten Gerichtszwang der Presse, und mit den Klagen über all diese„Schönheitsfehler" geht Hand in Hand die Verhimmlichung nicht nur der Re- gicrung, sondern überhaupt des persönlichen Regiments. Wie verträgt sich diese mit jenen Klagen! Und welche Leichtfertigkeit, nach all diesen Erfahrungen darauf zu drängen, daß das neue bürgerliche Gesetzbuch über Hals und Kopf wo möglich an dloo zur Annahme gelange! Wer den Regierungsvorlagen so viel blindes Vertrauen ent- gegenbringt, sollte aufhören über Enttäuschungen zu klagen!— Die Gladiatorenschminke versucht dem Hofprediger F a b e r jetzt auch die„Kirchliche Korresp. für die deutsche Tagespresse" abzukratzen. Der verunglückte Säuberungs- versuch lautet folgendermaßen: „Gleichzeitig mit Faber's lateinischem Zitat„Ave Caesar, morituri te salutant" wird ein Wort eines ungenannten Abgeordneten kolportirt:„Wir sind doch keine Gladiatoren." Also ohne weiteres die Voraussetzung, daß der Redner bei jenem Zitat an Gladiatoren gedacht habe! Und doch konnte jeder, der die weitverbreiteten Gerok'schen„Palm- blätter" kennt, sich dort leicht unterrichten, in welchem Sinn Hofprediger Faber dies Bild gebraucht hat. Eins der er- greifendsien Lieder Gerok's schildert(in der 102. Aufl., Abth. I. Seite 75) unter der Aufschrift„Aye, Caesar, morituri te salutant" den Märtyrertod altrömischer C h r i st e n, und zwar in nachdrücklichstem Gegen- sah gegen die Gladiatoren. Man sollte doch gebildeten Hörern so viel Urtheil zutrauen, daß ein theologischer Redner in einer Predigt nur an den verbreitetsten unserer religiösen Dichter gedacht haben kann. Man mag es vielleicht bedauern, daß derselbe nicht zugleich an den naheliegen- den Mißbrauch seines Zitates gedacht hat. Man mag auch Kritik üben an der seit Kögel's Glanzperiode weithin nach- geahmten Manier, geistreiche Anspielungen aus allerlei moderne Arten und Unarten an die Stelle der biblischen Einfalt zu setzen. Aber man schiebe einem Prediger nicht Dinge unter, an die er nicht im Traume gedacht hat!" Um uns kurz und knapp auszudrücken: das ist eine faule Ausrede. Das Lied Gerok's stellt die alt- römischen Christen vor allem in ausdrücklichen Gegensatz gegen den römischen Kaiser, auf dessen Befehl sie den Märtyrertod erlitten. Ihren Henker grüßen sie als „Morituri", als Todgeweihte. Herr Faber aber begrüßt im Namen seiner Mitpatrioten den deutschen Kaiser doch als seinen hochverehrten Fürsten, zu dessen Ehre und auf dessen Geheiß er im Kampf zu sterben bereit ist. Diese Anspielung bei dieser Gelegenheit— denn sie kommt unmittelbar hinter der Versicherung der Treue gegen den Fürsten— hat nichts, aber auch gar nichts zu thun mit den Empfindungen, die die Gerok'schen Märtyrer gegenüber dem Cäsar beseelten. Herrn Faber's Worte sollen nicht die schmerz- liche Resignation der Opfer gegenüber dem, der sie opfert, sondern den Todesmuth eines unbedingt seinem Herrn er- ge denen Kämpfers ausdrücken. Es ist und bleibt ein Gladiatorenruf, nicht ein Märtyrergruß, den der Hof- Prediger ausgestoßen. Daran wird alle pfäffische Deutelungs- kunst nichts ändern.— Der imposante Protest des sächsischen Volkes gegen das reaktionäre Attentat auf das Wahl- recht ist den sächsischen Nationalliberalen in die Glieder gefahren. In einer Konferenz des nationallibcralen Partei- Vorstandes mit den nationalliberalcn Abgeordneten hat ein Theil der Vorstandsmitglieder sich entschieden gegen die Abänderung des bestehenden Wahlgesetzes erklärt,— wie nationallibcrale Blätter mittheilen. Den„Mannessceleit" wird's angst. Auch ein konservativer und ein kammerfort- schrittlicher Abgeordneter haben sich öffentlich gegen das Attentat ausgesprochen. Sogar das„Leipziger Tage- blatt" fühlt Beklemmungen und veröffentlicht in seiner heutigen Nunimer den Aufruf eines„Vaterländischen Vereins" zu einer Protestversammlung bürgerlicher Parteien. Diejenigen Bürger, die mit der Verkürzung des Wahlrechts nicht einverstanden sind, sich aber den Sozial« de mok raten nicht anschließen wollen, sind eingeladen, sich am 5. Februar zu versammeln. Und auf den 9. Fe- bruar hat der Vorstand der nationalliberalen Partei Sachsens in Sachen des Wahlrechts eine a u ß e r o r d e n t- liche Generalversammlung berufen, die sich mit der Sache beschäftigen soll. Die eigenthümliche Rolle, welche der sächsische Bcvoll- mächtigte Graf Hohenthal vorgestern im Reichstag gespielt hat, wird auf die sächsischen Attentäter und Umstürzler nicht gerade ermuthigend wirken.— Soldatcnniisthandlnngen. Ein bayerischer Offizier, Oberst L i s s i p e o l o stellt in einer, beiläufig sonst durch Liebedienerei und loyale Bewunderung des herrschenden Systems ausgezeichneten Schrift die Thatsache fest, daß in der bayerischen Armee die Soldatenmißhandlungen bis vor 25 Jahren unbekannt waren und erst mit Einführung der neuen Militärorganisation im Sch wange gekommen sind. Diese Angabe gilt natürlich nur mit der Einschränkung, daß die häufigen und groben Mißhandlungen erst eine Folge der neueren Militärorganisatiou und der durch sie bedingten viel höheren Anforderungen an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften sind. An Rohheiten und gelegentlichen Püffen hat es aber auch vor 1866 in der bayerischen Armee so wenig gefehlt, wie in allen anderen stehenden Heeren.— Chronik der Majestätsbeleidignngs- Prozesse, Zu einem Jahre Gefängniß war der Redakteur der„Magdeburger Volksstimme", Genosse Baumüllcr, am 12. November v. I. vernrtheilt worden, weil er sich nach der bekannten Rede des Kaisers in angeblich majestätsbeleidigender Weise mit der„Rotte" und dem '„Rottenführer" Auer beschäftigt hatte. Das Reichsgericht verwarf am Donnerstag die Revision gegen das harte Urtheil der Magdeburger Strafkammer.— In Stettin wurde wegen Majestätsbeleidigung und Sachbeschädigung der Arbeiter Robert M a a ß zu ein Jahr und sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Verhandelt wurde unter Ausschluß der Ocffent- lichkeit..v. ri t Mainz, 27. Januar. Wegen Majestätsbeleidigung stand ein A ck e r s m a n n aus O f f st e i n vor der Strafkammer, der- selbe soll auf dem Felde auf den Großherzog von Hessen ge- schimpft haben. Da der einzige Zeuge, der gleichzeitig Denn»- ziant war, schwerhörig ist und sich deshalb verhört haben kann. erfolgte Freisprechung...«. � Neviges, 28. Januar. Hier wurde ein Knopfmacher wegen Majestätsbeleidigung verhaftet. Rostock. Die Hauptverhandlung, welche auf den 30. Januar gegen unseren Genossen, den Redakteur G r o t h von der„Mecklen- burgischen Volkszeitung", wegen Majestätsbeleidigung angesetzt war, fand nicht statt. Das Gericht hat die Verhandlung auf Antrag des Vertheidigers, welcher verhindert war, am 30. an- wesend zu sein, aus den 27. Februar verschoben.— Ein neuer Auslieferungsvertrag mit den Ver- einigten Staaten soll bekanntlich vom Deutschen Reich abgeschlossen werden. Die Verhandlungen, welche nun schon zehn Jahre lang dauern, rücken aber nicht von der Stelle. Zum theil liegt dies daran, daß die Reichsregierung in bezug aus Militärflüchtlinge Forderungen stellt, welche das amerikanische Asylrecht einschränken würden, und daß sie überhaupt die Auslieferung in Fällen verlangt, wo that- sächlich politische Vergehen formell als gemeine Verbrechen erscheinen. Jetzt wird von amerikanischer Seite der Vorschlag gemacht, die Verhandlungen künftig in Washington zu führen, statt wie bisher in Berlin. Es werde sich dort leichter ein Resultat erzielen lassen. Jedenfalls wird es gut sein, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit sich diesen Verhandlungen zuwendet, die sehr heikle Fragen berühren und leicht zu einem Attentat aus das Asylrecht benützt werden könnten. Der Auslieferungsvertrag, den die Schweiz vor einigen Jahren mit Rußland abgeschlossen hat, bildet ein ab- schreckendes Beispiel.— Deutsches Reich. — Der Bundesrath hat in seiner am 30. d. M. ab- gehaltenen Plenarsitzung deu Ausschußanträgen, betreffend die Entwürfe einer Anleitung zur Bestimmung des Baumwollen- geholtes in Wollengarn und einer Instruktion für die zoll- technische Unterscheidung des Talgs und der schmalzartigen Fette, sowie betreffend die Aenderung der Anweisung für die Ab- fertigung harter Kammgarne die Zustimmung ertheilt. Von der Nachweisung über die den Bundesstaaten bis Ende Dezember 1895 überwiesenen Beträge an Reichs-Silber-, Nickel- und Kupfer- münzen wurde Kenntniß genommen. Außerdem wurde über die Verleihung von Korporationsrcchten an die Siedelungsgesellschaft für Deutsch-Südwestafrika sowie über verschiedene Eingaben Be- schluß gefaßt.— — Erledigter Reichstagssi h. Der national- liberale Abgeordnete Wamhoff, Vertreter für Osnabrllck-Bersen- brück- Iburg hat sein Reichstagsmandat niedergelegt. Am 15. Juni 1893 fielen auf ihn 10 642, auf den welfischen Gegen- kandidaten 10 973, auf den sozialdemokratischen 3296 und auf den antisemitischen Kandidaten 309 Stimmen. In der Stichwahl wurde er mit 13 420 gegen 13 250 welfische Stimmen gewählt. Der Wahlkreis kann in der Nachwahl den Nationalliberalen leicht verloren gehen.— — Die Militärstrafprozeß- Ordnung wird, wie die„Post" erfährt, und diesmal glauben wir ihr, dem Reichstage in dieser Session nicht zugehen.— — Sonntagsruhe beini Militär. Das„Armee- Verordnungsblatt" veröffentlicht folgende Kabinetsordre des Kaisers: Um nieinem Heer erneut zu erkennen zu geben, wie sehr mir die Erhaltung und Förderung des religiösen Sinns am Herzen liegt, erkläre ich hiermit ausdrücklich, daß die Be- stimmung im§ 28, Absatz 3 der Garnisondienst-Vorschrist vom 13. September 1888, nach welcher unter gewöhnlichen Verhält- nissen kein Soldat an Sonn- und Festtagen am Kirchenbesuch behindert werden soll, sich auch auf den freiwilligen Kirchen- besuch erstreckt. Sie haben diese meine Willensmeinung, in der ich mich mit der in nieinem Heere lebenden Glaubensfreudigkeit eins weiß, demselben bekannt zu geben und das weitere zu veranlassen. Berlin, den 23. Januar 1896. Wilhelm. Bronsart v. Schellendorff. Die„Voss. Ztg." bemerkt dazu sehr treffend: Es sind die religiösen Grundgedanken, die der Kabinetsordre das eigenartige Gepräge verleihen. Der Kaiser spricht von der„Erhallung und Förderung des religiösen Sinnes", er weiß sich eins mit der im Heere lebenden„Glaubensfreudigkeit", und aus diesem Gedanken heraus räumt er die Hindernisse für den freiwilligen Kirchenbesuch der Soldaten hinweg. Hoffentlich hat aber der Erlaß die gute Nebenwirkung, daß die Sonntagsruhe den Mannschaften weniger als bisher geschmälert wird.— — Daß Herrn Miquel der Adel angeboten sei, er diesen aber abgelehnt habe, wie der„Vorw." behauptet hatte, wird von der„Magdeb. Ztg." als Erfindung bezeichnet. Wir können unseren Informationen mehr trauen, wie denen der Tante Faber.— — DieElfer-Koni Mission der konservativen Partei wird morgen zusammentreten. Da muß nun endlich Herr Stöcker über seine Beziehungen zum„Volk" Farbe be- kennen.— — Um die Anstellung von Sachverständigen für Preß- und schriftstellerische Angelegen- b e i t e n hatte der„Verein Berliner Presse" die Landgerichte Berlin 1 und Berlin II ersucht, nachdem einem ähnlichen Gesuche des Journalistenvereins in Leipzig von dem dortigen Land- gerichts-Präsidenten ohne weiteres nachgegeben worden war. Wie jetzt die„Volks-Zeitung" hört, hat es der Präsident des Landgerichts I abgelehnt, dem Ersuchen des„Vereins Berliner Presse" zu willfahren, und zwar mit der Motivirung, daß ein■ Bedürfniß gerichtsseitig nicht anerkannt werden könne. Der Bescheid des Präsidenten des Landgerichts II steht noch aus. Es ergiebt sich hieraus von neuem, meint das genannte Blatt, wie wenig die Presse auf Entgegenkommen seitens der Behörden zu rechnen habe, auch wo es sich um die vitalsten Interessen der Presse als eines moralischen und bedeutsamen gewerblichen Faktors unseres öffentlichen Lebens handelt. Inzwischen liegt es im Interesse derjenigen, die in Preßangelegenheiten mit den Gerichten zu thun haben, nicht zu versäumen, um von Fall zu Fall die Hinzuziehung von Sachverständigen zu beantragen, damit sich aus der Praxis erweise, wie nützlich und unentbehrlich auch in Preßangelegenheiten wirkliche Sach« verständige sind.— — Eine Erklärung rheinischer Zentrums- blätter, von 55 Verlegern unterzeichnet, wendet- sich gegen die rheinischen Zeiilrumsagrarier, besonvers gegen den Vorsitzenden des rheinischen Baneriwereins, Freiherrn von L o ö, dessen verwirrende, widerspruchsvolle und unaus- fühlbare Pläne den Zusammenhalt der Zentriunspnrtei schädigen und gefährden müßten. Die Erklärung schließt:„Die Unier- zeichneten wissen sich bei der Verurtheilung dieser Sonder- bestrebungen in vollster Uebereinstiminnng mit dem Provinzial- ausschuß der rheinischen Zentrumspartei, sowie mit den Zentrums- fraktionell des Landtages und Reichstages".— — Mit Erklärungen bombardiren sich gegenseitig die entzweiten konservativen Brüder christlich-sozialer. halb-chriplich- sozialer und ganz u n sozialer Liichtung. Graf Roon hat gegen daS„Volk" ein« Breitseite von nummerirten Sätzen losgefeuert, in denen er die Leute vom„Volk" der„Streberei" bezichtigt. Das„Volk" erklärt nicht minder langathmig, daß es auf seinem Standpunkt beharrt. Adolf, der Aalglatte aber schweigt— und morgen ist der 1. Februar!— — Die Eichsfelder lehnen sich energisch gegen die weitere Einschränkung des Hausirhandels auf. In einer Petition gegen die Gewerben ovelle weisen sie nach, daß in den Kreisen Heiligenstadt, Worbis, Mühlhausen und Duderstadt in einem Jahre 3483 Hausirscheine gelöst wurden. Bei dem reichen Kindersegen der Eichsfelder sind 15—20 000 Köpfe direkt auf den Hausirhandel als Erwerbsquelle angewiesen. Die Petition wendet sich insbesondere gegen den Ausschluß von Sämereien, Blumenzwiebeln, Schmuck- fachen, Brillen und optischen Instrumenten vom Hausirhandel. Die Hausirer mit Sämereien sind schon durch das Interesse an der Erhaltung ihrer Kundschaft in den jährlich bereisten Bezirken gezwungen, gute keimfähige Waare zuführen. Was die Schmuck- fachen anbetrifft, so sind an der Haarschmuckindustrie mindestens 1000 Seelen, davon allein 600 in dem Orte Leinefelde, interessirt. Das Hinausrücken der Altersgrenze für Hausirer auf das 25. Lebens- jähr wird nur zur Folge haben, daß das wilde Hausiren ohne Gewerbeschein seitens jüngerer Personen überhand nimmt. Was sagt die„Germania" nun? München, 30. Januar. Der Wirthschaftsausschuß des Landtages nahm einstimmig einen Antrag an, die königliche Staatsregierung zu ersuchen, auf thunlichst baldige Gründung einer Landes-Hypothekenbank auf genossenschaftlicher Grundlage unter Staats- aufsicht und mit staatlichem Zuschüsse hinzuwirken. Die Re- gierung hatte sich mit dem Antrage einverstanden erklärt.— Straßburg i. Eis., 30. Januar. Aus der Rede, mit der der Statthalter die Session des Landesausschusses eröffnet hat. theilen wir noch folgendes mit: Der Landeshaushalts-Etat für 1896/97 lasse eine w e f e n t- lich bessere Gestaltung der Finanzlage des Landes erkennen. Das verflossene Jahr habe einen U e b e r- s ch u ß ergeben und auch das laufende Jahr werde voraussichtlich einen solchen aufweisen. Immerhin sei eine feste, dauernde Grundlage für das Finanzverhältniß zum Reiche zu wünschen. Im Interesse der L a n d w i r t h s ch a f t und der Landeskultur würden dem Hause ein Projekt betreffend die Hardt-Ausbesserung, ferner Vorschläge zur Förderung der Hagel- und Viehversicherung zugehen. Ein Weinbau-Jnstitut für Elsaß-Lothringen sei errichtet worden. Gleichwohl bilde den Haupthebel zur Förderung des landwirthschafilichen Wohl« standes die Selbsthilfe und das genossenschaftliche Zusammen- wirken der Landwirthe. Daher habe man den Kreis- vereinen die Rechte einer juristischen Person verliehen und außerdem erhöhte Zuschüsse aus dem Landesfonds bewilligt. Die im Jahre 1892 beschloffene Verbesserung des Kanal netzes sei vollendet. Mit bezug aus den Hnninger Kanal habe auch die Regierung der Stadl Basel ihr Interesse an der Verbesserung der SchiffsahrtS- Verhältnisse dieses Kanals kundgegeben. Der Schiffsahrtsverkeh» auf dem Rhein habe sich uni nahezu das Toppelte gegenüber dem Vorjahre gehoben. Dank dem Entgegenkommen der groß» herzoglich badischen Regierung sei eine baldige Vorlage dieses R h e i n r e g n l i r u n g s- Entwurfes zu erhoffen. Auf dem Gebiete der Gesetzgebung kündigt die Rede Vorlagen an betreffend die Neuordnung der Gewerbesteuer, serner betreffend den Entwurf eines Gesetzes über das Stempelwesen und die Gebühren in Verwaltungs-Angelegenheiten, ferner einen Entwurf bezüglich der Pensionirung der Gerichtsvollzieher und einen Gesetzentwurf betreffend das Vermögen der Ortschaften sowie die Vermögens- und andere Angelegenheiten, bei welchen mehrere Gemeinden und Ortschaften betheiligt sind, endlich einen Gesetzentwurf betreffend die Wahlen der Mitglieder der Bezirks- und Kreisvertretungen.— Oesterreich-Ungarn. — Ueber die Thron solge-Frage zirkuliren seit einiger Zeit Gerüchte der verschiedensten Art, die aber alle das gemeinsame haben, daß der Kaiser, der seit dem mysteriösen Tode des Kronprinzen Rudolf kein zur Nachfolge berechtigtes Kind besitzt, die zur Thronfolge zunächst berechtigten ältesten Söhne seines Bruders Karl Ludwig von der Erbfolge aus- schließen und dem Manne seiner Tochter Marie Valerie, einem Mitgliede des Kaiserhauses oder dem zukünftigen Manne der einzigen Tochter des Kronprinzen Rudolf die Nachfolge sichern wolle. Hierzu wäre eine Aenderung der pragmatischen Sanktion, der von Karl VI. erlassenen durch internationale Verträge gesicherten und in verschiedenen Friedensschlüssen anerkannten Erbfolge-Ordnung erforderlich, was auch mit Rücksicht auf die rivalisirenden Nationalitäten im eigenen Lande mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden wäre. Deshalb ist es nicht erstaunlich, daß die hochofsiziöse Wiener„Politische Korrespondenz" alle diese Gerüchte in entschiedenster Weise de- mentirt. Interessant ist es aber trotzdem, festzustellen, wieso derartige Gerüchte auftauchen konnten. Man stellt weniger den Wunsch des 5täisers. die Krone seinen Kindern zu erhalten, in den Vordergrund, als die Rücksicht auf den allgemeinen und tief begründeten Mangel an Popularität der nächsten Thronerben, der Erzherzöge Franz Ferdinand von Este und Otto. Der erstere ist der Erbe des kolossalen Vermögens der Familie Modena, er ist hochgradig schwindsüchtig und unverheirathet. Was man von ihm weiß ist nicht viel. Er wurde wie seine Brüder von Jesuiten erzogen, hat militärisch keine andere Leistung auszuweisen, als daß er einmal auf der Landstraße einen Leichenzug zum Stillsland zwang und dann mit zahlreichen ihn begleitenden Osftzieren zweimal im Galopp über den Sarg setzte. Er wurde, um dieses Bubenstück in Vergessenheit gerathen zu lassen, auf lange Reisen geschickt. Seine Gesundheit soll so vollkommen zerrüttet sein, daß er es kaum zur Majestät bringen dürfte. Desto wahrscheinlicher ist die Thronbesteigung seines Bruders. des Erzherzogs Otto, der sich eines noch weit schlechteren lliufeL erfreut. Der" mit einer Stichle des Königs von Sachsen ver- i Hcirathetc Prinz halte nach einem schweren Zechgelage den sublimen Einfall, seinen Zechkumpanen seine Frau im Bette zu zeigen und konnte nur durch einen wachhabenden Offizier, der ihm und seinem Gefolge mit gezücktem Degen den Eintritt in das Schlr.fgemach der Erzherzogin verwehrte, an der Aussührung des Vorhabens verhindert werden. Es war das Verdienst des unserer Partei sehr nahestehenden ReichSraths-Abgeordneten Pernerstorfer, daß er diese niemals bestritteiien Thatsachen im Parlamente bekannt gab. Die edeln Prinzen rächten sich dadurch, daß sie den Abg. Pernerstorfer in seiner Wohnung überfallen und schwer verwunden ließen. Der Kaiser hatte hierauf auch den Prinzen Otto aus einige Zeit vom Hofe entfernen lassen.' Trotzdem bleibt es, wie nun amtlich gemeldet wird, bei der gesetz- lichen Thronfolge und in absehbarer Zeit— der Kaiser ist 65 Jähre alt— wird Oesterreich durch einen Kaiser beglückt werden, von dem nichts anderes bekannt ist, als was wir von ihm berichtet haben und etwa noch das, daß seine Frau nur durch die größten Anstrengungen ihrer Verwandten dazu bewogen werden konnte, mit ihrem Manne weiter zusammenzuleben. Das monarchische Gefühl in Oesterreich hat durch diese Vorgänge im kaiserlichen Hause schwere Einbuße erlitten, die nock größer werden wird, wenn Otto I. den Thron bestiegen haben wird.— Frankreich. Paris, 31. Januar.(B. H.) Die Direktoren der Werften von drei Kriegshäfen haben ein Rimdschreibeu erlassen, daß die durch das Budget sür die Arbeiten des laufenden Jahres vor- geseheiieii Gelder ungenügend seien und daß im Laufe von Belgien. Gewerkschaftliches. An die Möbelpolirer. einigen Monaten ein sehr großer Theil der Arbeiter entlassen| Venezuela die Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen zu werden müsse, wenn keine außerordentlichen Kredite gewährt ersparen. Die Monroe Doctrin fann man, wenn die Lage werden sollten. Das Rundschreiben hat unter den Arbeitern sonst dazu angethan ist, wohl auf Grenzstreitigkeiten große Erregung hervorgerufen. zwischen einem europäischen und einem amerikanischen Staate. Sonntag, den 2. Februar 1896, vormittags 10 Uhr, findet anwenden, insoweit es sich um Gebietsansprüche handelt. Aber Andreasstr. 21, bei Joël, eine große öffentliche Versammlung selbst nach der neulich von dem Senatskomitee für auswärtige aller in der Möbelpolirerei beschäftigten Arbeiter und ArbeiteAngelegenheiten in Washington angenommenen Resolution, die rinnen statt, in welcher die Siebener Kommission den neu ausübrigens Präsident Cleveland für gefährlich und unbrauchbar er- gearbeiten Tarif vorlegen wird und wo über die bevorstehende lärt hat, tann die Monroe Doctrin nicht an- Lohnbewegung endgiltig Beschluß gefaßt werden soll. gerufen werden, um böswillige Schuldner gegen In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir um Rettamationen eines europäischen Staates zu zahlreiches Erscheinen. schüßen." Brüffel, 31. Januar. Die Vorarbeiten für die im Juli stattfindenden Wahlen beginnen bereits. Heute findet ein großes Meeting statt, in welchem die Progressisten die Vereinigung mit den Sozialisten für die Wahlen vorschlagen. Man glaubt, daß diese Vereinigung zu stande kommen wird. England. Brixton, 30. Januar. Bei der hiesigen Ersatzwahl zum Unterhause wurde Hubbard( fonf.) mit 4493 Stimmen gewählt; der liberale Gegenkandidat Nunn erhielt 2131 Stimmen. Italien. Rom, 30. Januar. Die Nachricht von der Ankunft des Oberstlieutenant Galliano im Lager Baratieri's wurde hier mit lebhaftesten Genugthuung begrüßt. In den Café's, Restaurants, Klubs und Theatern fanden Beifallskundgebungen für den König und die Armee statt. Depeschen aus den Provinzen melden ähn liche Aeußerungen der Bevölkerung. Rom, 30. Januar. Die Deputirten der äußersten inten ernannten in einer heute Nachmittag abgehaltenen Verfammlung eine Kommission, welche eine Tagesordnung formulirte, in der die Wiedereröffnung der Deputirten fammer behufs Berathung über die Lage in Afrika verlangt wird. Die Partei der äußersten Linten wird heute Abend über diese Tagesordnung verhandeln. Serbien. Belgrad, 31. Januar. Auch die liberale Partei hat beschlossen, in die politische Aktion wieder einzutreten, und wird die Gründe zu diesem Schritt in einem Manifest auseinander: setzen.Bulgarien. Prinz Ferdinand hat sich nach Bulgarien zurückbegeben. Seine Aufnahme dürfte teine besonders herzliche werden. Die Tage seiner Fürstlichkeit scheinen gezählt zu sein.Türkei. M NB. Den Kollegen, welche noch kein Flugblatt erhalten haben, diene zur Nachricht, daß in den Zahlstellen noch welche Die Siebener Kommission. zu haben find. = - Chile und die Monroe Doctrin. In Chile bereitet der Anspruch der Vereinigten Staaten, alle anderen amerikanischen Staatsgebilde zu bevormunden, entschiedenes Un- Achtung; Holzarbeiter Berlins! Aus verschiedenen Werkbehagen. Der in Valparaiso erscheinende, Chileno" hebt in einem ftellen geht uns die Mittheilung zu, daß eine Anzahl größerer UnterLeitartikel hervor, daß die selbstfüchtige Interessenwirthschaft und nehmer und Meister, um ihre Lager zu füllen, länger der Mangel an diplomatischer Sittlichkeit", wie sie in den arbeiten lassen wollen. Kollegen, es liegt wohl in Vereinigten Staaten herrschen, den südamerikanischen Republiken Eurem wie im Interesse aller Kollegen, daß Ihr diesem Ver teine Sicherheit und feinen Echut verbürgen und fährt dann langen angesichts des in Aussicht stehenden Streits nicht nachfort: Wir Spanisch- Amerikaner haben nichts gemein mit dem tommt. Meldet jedes derartige Anfinnen, welches an Euch ge Volte der Vereinigten Staaten. Wir sind von dessen Denkweise ftellt wird, auf unserem Arbeitsnachweis, Aunenstraße 39. Ferner weiter entfernt, als von der irgend einer europäischen Nation. ersuchen wir die Vertrauensmänner für die Werkstellen, welche Spanien gab uns seine Raffe, feine Sprache und seine Gefittung. noch feine Flugblätter erhalten haben, solche von den Zahlstellen Frankreich hat uns ein Jahrhundert genährt mit seiner Kunst abzuholen. Vergeßt nicht die Streitbeiträge. Die und Literatur. England hat uns Handel, Industrie, Eisenbahnen Ortsverwaltung des deutschen Holzarbeiterund Dampfschiffe besorgt. Deutschland hat uns Schulmeister, Verbandes. Offiziere und eine uns hochnütliche Einwanderung geschickt. Es wäre eine Gefahr für alle amerikanischen Länder, den Vereinigten Staaten zu erlauben, den absoluten Schiedsrichter zu spielen mit der Machtvollkommenheit, Fragen zu prüfen und Entscheidungen zu fällen, welche niemand von ihm verlangt." Kuba. Savannah, 30. Januar. Hier liegen Nachrichten vor von einem heftigen Engagement des Generals Suarez Valdez in der Richtung auf Seiba del Agua; Einzelheiten sind noch nicht bekannt. General Marin ist mit 1200 Mann Infanterie und 1000 Mann Kavallerie nach Guanajay aufgebrochen. Afrika. Parlamentarisches. Achtung, Maler und Berufsgenossen. In dem Malergeschäft von Webling in Berlin, Golzstr. 16, waren am 27. Januar 20 Kollegen von einem Bau, infolge ungebührlicher Behandlung durch Herrn Wehling, und wegen der niedrigen Löhne( den Ornamentmalern wurden 45 Pf. per Stnnde gezahlt) in Differenzen gerathen. Durch einmüthiges NiederIegen der Arbeit wurde Herr Wehling zum Nachgeben gezwungen und bewilligte noch am Montag Nachmittag jedem Gehilfen 50 Pf. Stundenlohn, sagte auch humanere Behandlung zu und erklärte auf Ghrenwort, teine Maßregelung eintreten zu lassen, worauf die Kollegen am Dienstag früh wieder weiter schafften. Jedoch am Mittwoch Abend bereits entließ Herr Wehling 6 Gehilfen, infolge dessen erklärten sich 10 andere Kollegen mit den Entlassenen solidarisch und legten ebenfalls die Arbeit nieder. Wir ersuchen nun alle Kollegen, die Solidarität hoch zu halten. Die Lohntommission der Maler Berlins. Ada- Hagamus, 30. Januar.( Agenzia Stefani".) Heute Abend 6 Uhr ist Galliano mit seinem Bataillon Erzerum, 10. Januar.( Köln. 3tg.") Vor einigen Wochen hier eingetroffen. Er war morgens aus der Um wurde das Kloster Mariemana bei Hassankaleh( zwischen hier gebung von Hausen aufgebrochen, woselbst gestern Abend und der russischen Grenze) von unbekannten Leuten in Brand die eingetroffen ist. General ganze fchoanische Armee Lohnbewegung in der Konfektions Industrie. In gesteckt und der Bischof ermordet. Die amtliche Untersuchung hat Baratieri war um 1 Uhr aus dem Lager aufgebrochen, um Stettin berichtete am Mittwoch in einer von 3000 Schneidern bisher folgendes ergeben: Den Behörden in Erzerum wurde, Galliano entgegenzugehen; Baratieri überbrachte die Anerkennung und Näherinnen besuchten öffentlichen Verwahrscheinlich durch Spione, gemeldet, daß ein gewiffer des Königs und des Vaterlandes für seine Offiziere und weißen sammlung die Lohnkommission über die Unterhandlungen Dschenuelt, ein orthodoxer Armenier, und drei andere Armenier, und eingeborenen Soldaten, die Bewunderung verdienen für den mit den Vertretern des Verbandes der Stettiner Konfektionsals Lafen verkleidet, von hier nach Often abgegangen seien. in ihnen herrschenden Geist und ihre Haltung. Galliano führte firmen. Die Lohnkommission hatte zum mindeſten die tarifHierauf wurde der Kaimakam von Hafsantaleh aufgefordert, Waffen, Munition und Kriegszubehör mit sich und war von mäßige Regelung nach Maßgabe der bestehenden höhsten Lohnauf diese Personen zu fahnden. Nach einigen Tagen tam einem Unterführer Ras Makonnen's begleitet. fäße verlangt; es wurde also auf eine allgemeine Lohnerhöhung von Hassanfaleh die Meldung, daß vier Lasen das Kloster Marieverzichtet. Eine Einigung fam aber trotzdem nicht zu stande, weil mana verbrannt und den armenischen Bischof ermordet hätten; die Konfektionäre den Bergleich ablehnten. Sie trösten sich das die Lasen seien entwischt. Sabri Bey, einer der Beamten Schakir mit, daß wenn es bei irgend einer Firma zu Lohndifferenzen Paschas, wurde nun dorthin entsandt und fand das Kloster in mit den Arbeitern tommt, sämmtliche Arbeiter aus= gesperrt werden sollen, und daß, wenn die ausgesperrten ArTrümmern. Ein Geistestranker, der zu Zeiten zurechnungsfähig sein soll, machte ihm folgende Angaben: In einer Nacht seien vier Die Kommission zur Berathung des Gefeßentwurfs beiter durch den Hunger firre gemacht" find, man sich nach Be Lasen gekommen und hätten Einlaß begehrt. Der Bischof habe betreffend den unlauteren Wettbewerb hat ihre gestrige lieben Arbeitskräfte aussuchen könne. Die Herren vergeffen bei zuerst verboten, die Thore zu öffnen, später aber habe er befohlen, Abendfizung mit der ersten Berathung des§ 9( Bestrafung der dieser schönen Spekulation, daß ein solcher brutaler Aft von die Fremden, die armenisch gesprochen hätten, einzulassen. Man Mittheilung von Geschäfts- oder Betriebs geheimnissen) ausgefüllt. Unternehmerwillfür die Entrüstung der gesammten Arbeiterschaft die Fremden, die armenisch gesprochen hätten, einzulassen. Man Die mehrstündige Diskussion bezog sich sowohl auf die Mitwachrufen würde, die sich dann sehr wohl merken würde, an habe dann in einem Zimmer des Bischofs gegessen und getrunken, und endlich sei alles ruhig geworden. Später habe ertheilungen sogenannter Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse welchen Orten und in welchen Geschäften die Stettiner Großfurchtbares Geschrei des Bischofs und zweier Frauen gehört; er während der Dauer des Dienstvertrages, als auch auf Mit- konfektionäre ihre Waaren absehen. gemacht Eine dem Gewerkschaftstartell in sei von seinem Lager im Stalle aufgesprungen und habe sehen theilungen, welche nach Ablauf des Vertrages einberufene werden, wenn den angestellten Lehrlingen oder Arbeitern Leipzig öffentliche Versammlung Sprach wollen, was es gebe. Einer der Lasen habe auf ihn geschossen von den Prinzipalen schriftlich Verschwiegenheit auferlegt ist. den Konfektionsschneidern und Näherinnen in dem gegenund ihn am Arme verwundet, worauf er sich im Stalle ver- An der Berathung betheiligten sich die Vertreter aller Parteien wärtigen Kampfe ihre volle Sympathie aus und vers borgen habe. Dann habe das Kloster gebrannt, und er habe sich sowie die Regierungskommiffare. Singer bekämpfte unter Bezug pflichtete sich zu materieller In einer gerettet. Soweit die Erzählung des Geistestranten. In amt lichen türkischen Kreifen ist man der Ansicht, daß das Verbrechen" ahme auf seine im Plenum gemachten Ausführungen sehr energisch Resolution wurde ausgesprochen, nur in den Geschäften zu In der Ablehnung der Ziffer 2 faufen, welche Produkte führen, die unter den von den Arbeitern durch den genannten Armenier und seine Genossen ausgeführt die Regierungsvorlage. Die Verwa Is worden sei. Man wird in dieser Annahme bestärkt durch die Schweigepflicht über die Dauer der Austellung hinaus) verlangten Bedingungen angefertigt find. Thatsache, daß die Kirche des Klosters mit ihren geweihten waren alle Redner einig, während sich einige Redner tungen der Konsumvereine haben ihre Solidarität den Gefäßen in edlem Metall ganz unberührt geblieben ist, was nicht von Zentrum, Dr. Hammacher( natl.), Dr. Meyer( frf. Vg.) für Betheiligten gegenüber in gleicher Weise bekundet. die Annahme der Ziffer 1( Bestrafung für Mittheilung während In der Umgegend vom Taunus und Spessart, wahrscheinlich gewesen wäre, wenn die Mordbrenner wirklich des Dienstvertrages) aussprachen. Dr. v. Langen( f.) hatte einen wo außerst elende Zustände in der Konfektion herrschen, wird Lasen gewesen wären. Außerdem ist es auffallend, daß die Thore des Klosters die Richtigkeit der Aussage des Antrag gestellt, der die Mittheilungen von Geschäfts- und Be- eine lebhafte Agitation betrieben. An verschiedenen Orten find Geistesfranken vorausgesetzt den vier„ Lafen" geöffnet wurden, triebsgeheimnissen, deren Kenntniß unter Mißbrauch des Ver- gutbesuchte Bersammlungen abgehalten worden, wo beschlossen nachdem einige Tage vorher 200 wirkliche Lasen nicht in das wurde der Langen'sche Antrag gegen 5 Stimmen ab trauens erworben ist, bestrafen will. Bei der Abstimmung wurde, gleichfalls Forderungen zu stellen. feste Kloster dringen konnten. Die türkischen Behörden behaupten, der ermordete Bischof sei ein ruhiger Mann gewesen, der unter gelehnt. 3iffer 1 der Regierungsvorlage wurde den Muselmanen nur Freunde gehabt habe; er sei ein Gegner mit 8 gegen 6 Stimmen und 3iffer 2 der Vorlage der armenischen Terroristen gewesen und habe für die Armenier ein stimmig abgelehnt. nur durch die türkische Regierung etwas erreichen wollen. Die Nächste Sigung Mittwoch Abend. Armenier ihrerseits, wenigstens theilweise, halten daran fest, daß der Ueberfall und der Mord weiter nichts feien, als ein fleines Glied in der langen Kette der Schandthaten der letzten Monate. Wo ist die Wahrheit? Vielleicht gelingt es später, sie genau festzustellen.0 Amerika. = " 9 916 Partei- Nachrichten. Todtenliste der Partei. In Baden hat unsere Partei zwei brave Mitstreiter durch den Tod verloren, den Genossen Pfundstein in Villingen und den Genossen Schober Polizeiliches, Gerichtliches: c. In Luckenwalde fanden am 29. und 30. d. M. Die Direktion der Viktoria- Brauerei- Aktiengesellschaft ersucht uns unter Beziehung auf die in der Donnerstags- Nummer des Vorwärts" veröffentlichte Mittheilung der Agitations" tommission der Brauerei Arbeiter Berlins und Umgegend um Aufnahme folgender Berichtigung: ,, 1. Die Entlassung des Brauers H. aus unserem Betriebe steht mit seiner Zugehörigkeit oder Thätigkeit für eine politische Partei oder Gewerkschaft in gar keinem Zusammenhange, wie schon allein der Umstand beweist, daß H., welcher zu den am 15. bezw. 16. Mai 1894 von uns entlassenen Arbeitern gehörte, am 22. April 1895 auf seine Bitte in unserem Betriebe wieder eingestellt worden ist und von diesem Zeitpunkte an bis zu seiner am 19. Januar 1896 erfolgten Entlassung also volle neun Monate ununterbrochen bei uns gearbeitet hat. 2. Die Entlassung des H. ist lediglich erfolgt, weil er als du jour Habender während seiner Arbeitszeit seinen Vorgesetzten, den Kellermeister, beschimpft hat. Die erwähnte Sammlung ist übrigens von dem Kellermeister nicht beanstandet worden und hat auch stattgefunden. Hochachtungsvoll! = New- York, 20. Jan.( Eig. Ber.) Der Rettor aller in Rüppurr. Deutschen, Ahlwardt, der in New York mit seinen 50 Cents Vorstellungen tein Glück hatte, treibt jetzt im benachbarten Brooklyn sein Wesen, wo er bei den- Anarchisten massenverhaftungen statt; es handelt sich um eine Aueine Heimstätte gefunden hat. In deren Wissenschaftlichem Debattir Klub" hielt er neulich blos für 10 Gents Eintrittsgeld flage wegen Meineids resp. Verleitung dazu; die Betroffenen sind einen Vortrag über" Die Wahrheiten und Irrthümer des Sozia: der gesaminte Vorstand des Turnvereins" Vorwärts" und zirka lismus", in dem der Herr ein Blech zusammenschwatzte, wie es acht Mitglieder desselben. Die Meineide sollen gelegentlich einer kaum in der ersten Zeit unserer Bewegung in Deutschland Berhandlung gegen den Verein geleistet sein. Der Turnverein Vittoria Brauerei- Aktiengesellschaft. irgendwo von irgendwem zu tage gefördert worden ist. Der Vorwärts" gehört dem Arbeiter- Turnerbund an. Die Direktion: Dr. Kastel." Wegen Veröffentlichung eines Manöver= unparteiische" anarchistische Vorsitzende dieser Versammlung ließ briefes, der im Juli vorigen Jahres im Harburger Leipzig. Eine am 30. Januar im Pantheon in Leipzig in der Diskussion nur zwei seiner Genossen zu Wort kommen. Parteiorgan" Boltsblatt" abgedruckt war, hatten sich unsere abgehaltene Voltsversammlung nahm Stellung zur Bewegung In einer dieser Tage stattgehabten weiteren Versammlung, in Genossen Redakteur Kauffmann und Drucker Weber vor der Konfektionsarbeiter und verpflichtete sich nach dem Referat welcher sich A. mehr mit seiner„ Spezialität“, den Juden, befaßte der Straftämmer in Stade zu verantworten. Der Staats- des Genossen Timm- Berlin, die Konfektionsarbeiter nicht und mittheilte, daß eine antisemitische Organisation gegründet anwalt beantragte gegen Genossen Kauffmann 3 Monate Ge- nur finanziell zu unterstüßen, sondern ihren worden sei, die schon hundert Mitglieder zähle, tam unser Ge noffe Forfer zum Wort und leuchtete dem Herrn gründlich heim. fängniß und gegen Weber 300 Mt. Geldstrafe. Das Urtheil Bedarf auch nur in solchen Geschäften zu decken, lautet wegen Verächtlich machung für Kauffmann vier Modie die Forderungen der Arbeiter und ArWashington, 31. Januar.( E. N. of G.) Der General nate Gefängniß, Weber wurde freigesprochen. beiterinnen bewilligt haben. In der Debatte wurde anwalt hat die sofortige Einleitung des Prozeßverfahrens gegen noch bekannt, daß die Verwaltungen des großen Konsumvereins die Mitglieder der fubanischen Junta in New- Yort, durch welche Leipzig- Plagwiß und Stötterit sich verpflichtet haben, ihren Bedie Freibeuter- Expedition auf dem gescheiterten Dampfer Hawkins darf nur bei solchen Unternehmern zu decken, die die Forderungen organisirt worden war, angeordnet. bewilligt haben. B Genosse Brecour in Kiel hat das Gefängniß verlassen, in dem er wegen eines Preßvergehens 45 Tage ein gesperrt war. Wegen Beleidigung des konservativen Reichstags: Abgeordneten Jacobs tötter wurde der Redakteur ber Thüringer Tribüne" in Erfurt, Genosse Wiertelarz, zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. auferlegte. Der Gewerkverein der Blecharbeiter von Süd- Wales ( England) beschloß vorigen Sonnabend in Swansea einen allgemeinen Ausstand aller seiner Mitglieder, die Wochenlohn Darniederliegen der Blechindustrie dadurch entgegenzutreten, daß baben. Der Zweck ist, wie das„ Hamburger Echo" berichtet, dem alle Fabriten schließen. Das soll am 1. März geschehen. Der Berein hat 11 000 Mitglieder. Deutschland und Venezuela. Ueber die Pläne Deutschland und Venezuela. Ueber die Pläne der deutschen Regierung bei ihren Reflamationen in Venezuela giebt eine für offiziös geltende Mittheilung des Hamb. Corresp." folgende Auskunft:" Wenn die neueste Note des deutschen Ge- Düsseldorf batte den Fabrikanten Springorum wegen seines Die Niederrheinische Volts tribüne" in fandten, Grafen Rex, in den Regierungsfreifen von Venezuela überaus rohen Auftretens gegen eine Arbeiterfrau, die ihn um " Unbehaglichkeiten" verursacht, wie den„ Times" aus Caracas den rückständigen Lohn ihres Mannes bat, einen Fabrikpascha" berichtet wird, weil man bei der fortgesetzten Weigerung, genannt. Der Herr fühlte sich dadurch beleidigt und klagte. die der Großen Venezuela Eisenbahn Gesellschaft" garan Das Schöffengericht wies ihn jedoch ab, indem es den verklagten tirten Zinserträge nun auch wirklich zu zahlen, ein träftiges Vorgehen der Reichsregierung für möglich hält, so Rebateur Wessel freisprach und dem Fabrikanten alle Kosten Depeschen und lehte Nachrichten. darf man wohl erwarten, daß man sich in Caracas besinnt und Die vom Stadtrath in Burgstädt i. S. am 24. Juli Wien, 31. Januar.( W. T. B.) Hier liegt folgende Meldung diese Reklamation der Reichsregierung ebenso berücksichtigt, wie die vorigen Jahres verfügte Auflösung des Wahlvereins aus Konstantinopel vor: Die in Zeitun eingetroffenen Konsuln übrigen bereits erledigten. Vor der Hand wird offiziös der fanden daselbst eine äußerst ernste Lage vor. Der Hungertyphus ist von der Kreishauptmannschaft aufgehoben worden. Meldung des Bureau Dalziel" widersprochen, daß zwei deutsche Genosse Schuhmeier in Wien sollte nach der Be. und Storbut fordern durchschnittlich 140 Opfer täglich. Der Kriegsschiffe den Auftrag hätten, zur Unterstützung des deutschen hauptung der Staatsanwaltschaft in einer Nummer der„ Volts: Gesundheitszustand der türkischen Truppen ist ungeachtet der Gesandten in Caracas sich nach Puerto Cabello zu begeben. tribüne" fünf Verbrechen", drei Vergehen und eine Uebertretung den Aufständischen kürzlich unternommener Durchbruchsversuch unter ihnen herrschenden Dysenterie ein besserer. Ein von Man wird aber in Caracas daraus nicht schließen dürfen, daß begangen haben. Die Geschworenen dagegen erkannten in sämmtdie Reichsregierung sich schließlich auch bei der Nichterfüllung lichen Punkten auf Freisprechung und bereiteten dadurch scheiterte. Die Konsuln haben ihre Verhandlungen zur Verihrer im Interesse der deutschen Unternehmer gestellten Forderung der Wiener Staatsanwaltschaft, die wegen ihres besonders mittelung einer friedlichen Uebergabe bereits eröffnet. Inberuhigen werde. Keinesfalls fann Präsident Crespo darauf rechnen, daß, falls sein Verhalten in dieser Sache ein Ein- schifanösen Verhaltens gegen die Arbeiterpresse berüchtigt ist zwischen wurden eine Anzahl von nach Zeitun Geflüchteten, darwieder eine wohlverdiente Niederlage. unter Katholiken und 4 Priester, nach Marasch expedirt. schreiten seitens der deutschen Regierung nothwendig machen. Petersburg, 31. Januar.( W. Z. B.) Der bildende Künstler Michel Mikeschine ist heute gestorben. sollte, die Vereinigten Staaten sich einmischen würden, um " " Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 27. Reichstag. 28. Sigung vom 31. Januar, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher, Nieberding. Der Abg. Wamhoff( 4. Hannover) hat das Mandat niedergelegt. Die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgefekt beim Rap. 10 des Ordinariums der Ausgaben„ Statistisches Amt". Auf eine Anfrage des Abg. Schwarze( 3) erklärt Geh. Oberreg-Rath Wermuth, daß bereits Schritte zur Ausbesserung der Gehälter der mittleren Beamtenkategorien dieser Behörde eingeleitet ſeien; ob auch eine Erhöhung des Maximalgehaltes dabei stattfinden werde, darüber lasse sich nichts bestimmtes fagen. Sonnabend, den 1. Februar 1896. 13. Jahrg. suchen gerichtet haben, die gesundheitliche Beschaffenheit des ein Gesetz, betreffend die Feststellung der Vorkenntnisse der zur Elbe- und Saalewassers untersuchen zu lassen. Diesem Ersuchen Kontrolle der Reichsgesetze auf dem Nahrungsmittelgebiete beist entsprochen worden und das entsprechende Gutachten den rufenen Beamten als eine dringende Nothwendigkeit. Die betreffenden Regierungen zugegangen. gelegenheit nicht näher treten. Wir können der An- Beamten der politischen Polizei seien doch dazu absolut nicht legt; es besteht die Hoffnung, daß die betheiligten beiden besondere selbständige Gesundheitsbeamte haben. Die russischen Ein Reichsgesetz ist nicht ver- geeignet. Wolle man die Gesetze durchführen, so müsse man werden. Landesregierungen die Sache zu einem gedeihlichen Ende führen Roßhaare und Schweineborsten würden erst am Drte des BerGesundheitsamt zu fordern, scheint mir zu weit zu geben. von Seuchen Veranlassung; Vorschriften, welche die AnsteckungsEine Kompetenzerweiterung hier aus für das Reichs- brauchs nur mangelhaft desinfizirt und gäben zur Verbreitung Exekutive Befugnisse dieser begutachtenden Behörde zu geben, gefahr beseitigten, bevor das Produkt in die Hände der Widerstand stoßen. das würde bei den verbündeten Regierungen auf entschiedenen Arbeiter tommt, feien ebenfalls dringend erforderlich. Direktor Köhler: Von Reichswegen ist auf dem Gebiete die Deklarationspflicht für Zuckerzusatz die Bestimmung, daß der viel geschehen. Jeder praktische Arzt muß heute dargethan haben, Abg. Bürklin( natl.): Das Kunstweingeseh enthält über der Ueberwachung der Nahrungsmittel- Gesetze doch schon recht Bundesrath die zulässige Grenze festzusetzen hat, wo diese daß er sich ausreichende Kenntnisse in der Hygiene angeeignet Abg Lenzmann( frf. Vp.) verwendet sich ebenfalls für Auf- feiten im Gefolge. Deklarationspflicht beginnt. Diese Befugniß hat Unzuträglich hat. Ferner bestehen einheitliche Vorschriften über die Vorbil befferung der Gehälter der verschiedenen Beamtenfategorien bei Grenze liegen, laufen Gefahr, als gefälscht verdächtigt staaten. In Zukunft werden also die berufenen Behörden und Die Naturweine, die jenseits dieser dung und Prüfung der Nahrungsmittel- Chemifer in allen Bundes den dem Reichsamt des Innern unterstellten Behörden. Er ver- zu werden. Und die Produzenten dieser Weine kommen dadurch Beamten über ein ausreichendes Maß von technischen Kenntnissen weist u. a. auf eine Eingabe von Sekretären und Kalkulatoren, in eine sehr schiefe Lage. Beim sauren Gewächs liegt anderer verfügen. Der Mißstand wegen der importirten Roßhaare und worin besonders darauf hingewiesen wird, daß diese Beamten nur seits die Versuchung nahe, den Zuckergehalt durch Zuckerzusatz Schweineborsten ist uns lange bekannt und unsere Bemühungen sehr schwer das Maximalgehalt erreichen können. Auch die Sekretariats bis zu dieser Grenze zu erhöhen. Jedenfalls werden die Pro- in dieser Beziehung reichen bis 1884 zurück. Die vorgeschlagenen Assistenten beim statistischen Amt seien in dieser Beziehung be- duzenten und der reelle Weinhandel hierdurch geschädigt. Auch Anordnungen scheiterten an der Behauptung, daß das Material nachtheiligt. hat die Produktion des Kunstweins, der als natürlicher Wein durch die Desinfektion minderwerthig werde. Neuerdings ist Geh. Rath Wermuth bittet diese Erörterungen bis dahin verkauft wird, sehr zugenommen, sodaß man schon ernsthaft von wieder Material über die Frage eingefordert worden, und neue zu versparen, wo die Budgetkommission sich mit den betreffenden höherer Besteuerung und Gehaltsfragen, wie beabsicht, beschäftigt haben wird. von einem förmlichen Verbot Erwägungen werden angestellt werden. Daß eine Desinfektion Der Titel wird genehmigt. Beim Kapitel„ Normalaichungs- diese Frage des Kunstweins zu sprechen anfängt. Ohne mich über an der Grenze durchzuführen gelingen werde, ist sehr unwahrRommission" bringt heute auszulassen, muß ich doch die scheinlich. Forderung energischer Durchführung des bestehenden GeAbg. Förster- Neustettin( Reform- P.) ähnliche Wünsche be- fetes als berechtigt erklären. Man weiß in den betreffenden treides liebevoll annehmen würde, war selbstverständlich. Die Abg. Rettich: Daß sich Herr Rickert des ausländischen Ge züglich der technischen Hilfsarbeiter vor, welche durch die Ein- Orten jedes Haus, wo die Weinschmierer wohnen, man erkennt Thatsache aber, daß diese eingeführten Getreideforten sehr stark führung der Alterszulagen schlechter gestellt feien als vorher. es schon an dem niedrigen Preise des Produktes. Die Kontroll- batterienhaltig sind, hat er nicht aus der Welt schaffen können. Staatssekretär v. Bötticher: Ich habe schon im vorigen vorschriften müßten etwa dahin verschärft werden, daß die Viele Autoritäten auf dem bakteriologischen Gebiete behaupten, Jahre erklärt, den Wünschen der technischen Hilfsarbeiter meines Fässer eine entsprechende Aufschrift erhalten. Das Gesetz ist ein daß die beim Backen entwickelte Hige zur Vertilgung der Bak Refforts entgegenkommen zu wollen. Der Etat entspricht ihren Kompromiß und ein solches muß loyal und anständig durchgeführt terien nicht ausreicht. Die Frage bedarf also in der WiffenWünschen nach zwei Richtungen, einmal nach der Herabsetzung werden. der Dienstaltersstufen und dann bezüglich der Heraushebung aus schaft doch noch der völligen Klärung, bevor man über die Sache Staatssekretär v: Bötticher: Im Jahre 1892, als das urtheilt. der Klasse der mittleren Beamten. Für das, was nicht ge- Gesetz zu stande kam, fehlte es für die zuerst berührte Grenzschehen konnte, liegt der Grund in den Rücksichten auf die all- frage an dem hinreichenden Material. Der einheitliche Saß, wieder zur Vorlage kommen werde. Abg. Förster Neustettin fragt, ob das Seuchengeset gemeine Finanzlage. Man hat an eine allgemeine Geder gewählt worden ist, hat sich nicht für alle Weinsorten, haltserhöhung in diesem Jahre in Preußen und Weingegenden und Jahrgänge bewährt. Eine mehrjährige in dieser so belasteten Sizungsperiode nicht mehr vorgelegt werden. Staatssekretär v. Bötticher: Das Reichs- Seuchengesetz wird im Reich nicht denten können. Dieser Erwägung Beobachtung war daher nöthig und diese ist seit 1892 ständig Der Gedanke aber ist nicht aufgegeben. sollten auch die technischen Hilfsarbeiter sich nicht verschließen. fortgeführt worden. Das Ergebniß dieser Erhebungen wird auf Abg. Lenzmann tritt lebhaft dafür ein, daß diese technischen dem Gesundheitsamt gesichtet und verarbeitet. Der Mangel einer Das Kapitel wird bewilligt. Hilfsarbeiter, die allesammt eine hohe wissenschaftliche Bildung Kontrolle der Weinplanscherei ist abgestellt worden, soweit an befizen müffen, denen sehr hohe Aufgaben in allen Ressorts des die Reichsverwaltung ein bezügliches Ersuchen herantrat, so beReichsamts des Innern gestellt sind, nicht blos hinsichtlich ihrer züglich der Medizinalweine. Ich werde gern in Erwägungen äußeren Stellung, sondern auch hinsichtlich ihres Gehaltes vom eintreten darüber, auf welchem Wege dieser mangelnden Kontrolle Subaltern Beamtenpersonal unterschieden werden müssen. Es im allgemeinen abzuhelfen sein wird. berühre doch sonderbar, wenn der hohe Chef dieser Beamten im Vorjahre zusage, fich dieser Beamten anzunehmen, und in diesem Jahre keine einzige Mark ihrem Gehalt zugelegt sei. Staatssekretär von Bötticher: Die Herabsehung der Dienstaltersstufen hat auch eine sehr große finanzielle Bedeutung. Die Borbildung der betreffenden Beamten ist teineswegs eine gleiche; viele unter ihnen haben das Abiturientenexamen nicht gemacht. Ich kann es ja den Herren nicht verwehren, wenn sie sich mit ihren Wünschen an den Reichstag wenden; wären sie aber zu mir gefommen, so hätte ich ihnen die Gründe auseinandergefeßt, weshalb diesmal eine Gehaltsaufbesserung für sie nicht zu erreichen war; ich hätte ihnen noch viel schönere Gründe, als die Krankheitserregern gefchüßt werden.( Heiterfeit links.) Das hier vorgetragenen, geben tönnen.( Heiterkeit.) Abg. Hammacher( natl.): Dem Staatssekretär wird ja nicht der mindeste Vorwurf gemacht. Wir sind aber dabei interesfirt, daß diese Posten nicht überhaupt besetzt werden, sondern von Männern, welche den großen Aufgaben auch gewachsen sind, die ihnen hier jeder Tag stellt. Wie steht es in dieser Beziehung z. B. beim Patentamt? " Abg. Rettich( dt.): Das russische und rumänische Getreide ist gesundheitlich vielfach bedenklich. Untersuchungen der Professoren Graf zur Lippe- Weißenfeld und Reinke haben ergeben, daß in einem Zehntel Gramm russischen Weizens 639 000 Batterien gefunden wurden. Getreideproben haben einen geringeren Bakteriengehalt; es sind Nur wenige der bis 2 Millionen in 1/10 Gramm konstatirt worden. Diejenigen Batterien, welche Nährgelatine verflüssigt, find gefährliche Krankheitserreger, und die Gefahr einer Eenchenverschlep ng ist mithin nicht ausgeschlossen. C3 wäre doch Aufgabe der Staatsregierung, Sorge zu tragen, daß die Konsumenten vor diesen Lieferungsgetreide an der Berliner Börse ist meistens nicht sehr gut für Lieferung guten Brotes geeignet; das nicht lieferungsfähige, das also noch viel schlechter ist, wird aber doch nicht vernichtet, sondern zu Biehfutter verarbeitet und damit weiterer Schaden angerichtet. = 4 Beim Kapitel, Patentamt" wünscht hufs schnellerer Ansehung der Termine für die Entscheidung der Abg. Hammacher, daß eine Stellenverinehrung eintrete bes Patentstreitigkeiten. Ferner fragt er, ob eine Denkschrift über, das Waarenzeichen- Gesetz zu erwarten sei. Staatssekretär v. Bötticher: Die Denkschrift wird dem Reichstag zugehen; daß sie ihm noch nicht zugegangen ist, erklärt sich daraus, daß ein Wechsel im Präsidium des Patentamtes eingetreten ist. Klagen über Verzögerung in der Ansehung der Termine sind mir bisher nicht bekannt geworden. Ob fich organisatorische Aenderungen empfehlen, würde erst zu prüfen sein. Das Kapitel wird genehmigt. = Beim Kapitel, Reichs- Versicherungsamt" fordert Reform des Unfallversicherungs- Gesezes, die Abg. Molkenbuhr( Soz.) die endliche Vorlegung einer fchon seit 5 Jahren versprochen sei und immer in furzem vor gelegt werden soll, aber bis heute noch nicht erschienen sei. Bielleicht könne Herr von Bötticher heute wenigstens das Jahr zehnt angeben, in welchem diese Vorlage kommen wird. Aus den jährlichen Uebersichten der Berufsgenossenschaften geht hervor, daß die Zahl der Verunglückten und dauernd erwerbsunfähig gewordenen Personen rapide abnimmt. Da wäre nun sehr erfreulich, wenn etwa verbesserte Unfallverhütungs- VorDirektor Köhler: Die erwähnten Untersuchungsergebnisse schriften dazu beigetragen hätten, die Zahl der schweren Unfälle sind auch von uns mitgetheilt worden und haben uns Veran zu verminden. Daß dies aber nicht der Fall ist, beweist die Zahl Abg. Förster: Wir haben unsere Anregungen so fachlich lassung zu ähnlichen Untersuchungen gegeben, obgleich es nicht der Getödteten, die eine vorgetragen, daß die Schärfe, welche in der Erwiderung des neu ist, daß alte Getreide Arten ziemlich reich an solchen ift. Redner geht dann auf die Ergebnisse der Berufsgenossenvon Jahr zu Jahr steigende Staatssekretärs lag, mir nicht ganz begreiflich erscheint. Vor- Bakterien find. Wir haben 33 Proben untersucht, die ausschaften ein und bemängelt es, daß die Verlegten nicht immer würfe gegen den Staatssekretär haben wir garnicht erhoben. ländischen darunter überwiegend aus Material, welches an der die volle Rente erhalten, die ihnen zusteht. Die Norddeutsche Staatssekretär v. Bötticher: Schärfe liegt mir weniger am Berliner Börse zu haben war. Am wenigften war eine füd- Holzberufsgenossenschaft entzieht die Rente zum theil den Per Herzen als Sachlichkeit; ich habe nicht mit Schärfe gesprochen, amerikanische Getreide- Art, Weizen aus La Plata, verunreinigt, fonen, welche eine Heilanstalt früher verlassen haben, als es die auch dem Vorredner keinen Vorwurf daraus gemacht, daß er dann eine nordamerikanische, dann kam die Gerste. Russischer Aerzte gestatten. Sie behandelt den Verletzten gewissermaßen als überhaupt die Sache zur Sprache gebracht hat. Ich weiß sehr Weizen war am meisten verunreinigt.( Hört! rechts.) Die ihr persönliches Eigenthum und verweift ohne weiteres dessen gut, daß dieses Recht von jedem Reichstags- Abgeordneten jeder Verunreinigung tommt wohl überall vor. Gin Ueberweisung in die Heilanstalt, und wenn er sie früher verläßt Zeit in Anspruch genommen werden kann. Dem Abg. Hammacher absoluter Werth ist den Zahlen nicht beizulegen. Wenn das als angeordnet ist, so wird ihm soviel Rente abgezogen, wie der erwidere ich, daß sich bis jetzt ein Mangel an geeigneten Persön Getreide gut gelagert wird, nimmt sein Bakteriengehalt erheblich Berufsgenossenschaft beliebt. Aus Neurahnsdorf habe ich feiten für die Besetzung der Aemter nicht bemerkbar gemacht hat. ab. Es kommt im wesentlichen auf die Art der Keime an einen Brief mit 14 Unterschriften Wiederholt find bei den Neubesetzungen technische Hilfsarbeiter und auch nicht darauf, ob sie verflüssigt werden oder nicht. Die Leute schrieben, daß sie in der dortigen Heilanstalt fest= erhalten, worin in die höheren ständigen Stellen aufgerückt, und das wird auch Die Hißegrade, die beim Baden und Kochen gehalten werden, daß einzelne von ihnen ein volles Jahr ihrer ferner geschehen. angewendet werden, sind so hoch, daß die Freiheit beraubt, dort haben arbeiten müssen. Sie könnten doch Das Kapitel wird bewilligt. Beim Kapitel Reichs- Krankheitserreger ihnen nicht widerstehen ebenso gut zu Hause in ihren Familien arbeiten. Gesundheitsamt" fragt Entlassen tönnen. Für das Gesundheitsamt liegt also werden sollte einer. Wer aber die Anstalt auf seinen Wunsch Abg. Lingens wiederum nach dem Stande der Unter- tein Anlaß vor, in der Sache etwas weiteres verlasse, dem werde die Rente geschmälert. Gäbe es da keine suchungen über das Verhalten der Infektionsstoffe bei der Ver- zu thun. Grenze? Solche beklagenswerthen Uebelstände reichen allein wesung von Leichentheilen. Abg. Rickert: Erfreulich ist es, daß das Reichs- Gesundheits- schon hin, möglichst schnell eine Novelle vorzulegen. Auch die Direktor des Reichs Gesundheitsamtes Dr. Köhler: Die amt durch die heutigen Mittheilungen dieser Bakterien Judikartur des Reichs- Versicherungsamts ist für viele Arbeiter Versuche des Gesundheitsamtes über den Einfluß der Verwesungs- geschichte allen Boden entzogen hat. Ich möchte anregen, daß das eine ungünstige, insofern die Arbeitertolonnen, welche vorgänge auf die Jufektionskeime sind abgeschlossen und die Er- vom Gesundheitsamt herausgegebene Gesundheitsbüchlein in das Löschen und Laden von Schiffen besorgen, vom gebnisse werden dem hohen Hause zur Verfügung gestellt werden. größeren Mengen auch im Lande verbreitet und zu diesem Reichs Versicherungsamt nicht mehr als Arbeiter, sondern Natürlich fonnten für diese Bersuche nur fünstlich infizirte Thier Bwed weniger weitläufig und billiger hergestellt werden möchte. als selbständige Unternehmer betrachtet werden, förper zur Verfügung gestellt werden. Die Versuche haben sich In jeder Familie sollte es vorhanden sein. In Amerifa, in im Falle der Verunglückung keine Rente erhalten. Redner auf die Krankheitserreger des Typhus, der Cholera, der England find ähnliche Bücher in ungeheuren Massen verbreitet. führt in dieser Beziehung zwei Fälle aus Altona an. Tuberkulose, des Tetanus, der Pmeumonie, des Milzbrandes Direktor Köhler ist für diese Anregung sehr dankbar. So sind die Unternehmer in der Lage, die Unfallversicherung erfireckt; desgleichen auf die verschiedensten Bodenarten. Ueberall Eigentlich fei aber die große Ausgabe schon so zusammengedrängt, illusorisch zu machen, sobald sie die Arbeit in Atford an eine hat sich eine Verschleppung über die Gräbersole hinaus nicht daß man sie kaum noch weiter zusammenbrängen kann, und auch Arbeiterfolonne vergeben, wo dann der Arbeiter nicht mehr als herausgestellt, selbst nicht durch das Wasser. Ordnungsmäßig der Preis ist schon sehr gering und dürfte den meisten erschwing: Arbeiter im Sinne des Gesetzes, sondern als selbständiger Arangelegte Kirchhöfe stellen danach eine Gefahr für die Verschleppung bar sein; er beträgt bei 20 Exemplaren 80 Pf. Ich will gern beiter bezeichnet wird und der Rente verlustig geht. Dadurch ist dieser Krankheiten nicht dar. erwägen, ob eine kleinere und billigere Ausgabe herzustellen im Laufe der Jahre der Umfang der Unfallversicherung nicht Abg. Klees( Soz.): Durch vorgenommene Umleitungen ist möglich ist, oder ob es sich mehr empfiehlt, Einzelausgaben erweitert, sondern eingeschränkt worden. Auch in bezug auf die die Saale und Elbe so verunreinigt worden, daß herzustellen, wie wir fie über die Cholera herausgegeben haben Unfallverhütung könnte noch manches geschehen. das Trinkwasser der Stadt Magdeburg un- und über die Zuberkulose herauszugeben im Begriffe find. Herr Gamp hat sich beschwert darüber, daß das Reichsgenießbar geworden ist. Versuche zur Erbohrung von( Beifall.) Versicherungsamt den landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften Grundwasser haben im Umkreis von 4-5 Stunden ein günstiges Abg. Wurm( Soz.): Wir sind auch mit dem Buche sehr Unfallverhütungs- Vorschriften aufzwingen will. Da hätte aber Resultat nicht ergeben. Ueber den Grund der Verunreinigung zufrieden, wünschen aber nur, daß es billiger, nicht daß es an doch die Landwirthschaft selbst etwas thun müssen; aber es sind hat das Reichs Versicherungsamt Untersuchungen angestellt. Umfang geringer herausgegeben würde, event. brauchte man nicht bei 12 Millionen versicherter Personen im Jahre 1892 ganze Weiter scheint seine Kompetenz nicht zu reichen. Es müßte doch so gutes Papier. Wünschenswerther aber wäre, daß die in dem Buch 4 M.( Heiterfeit), 1893 33 M. und 1894 56,20 m. ausgegeben das Recht haben, auf die Einzelstaaten dahin einzuwirken, aufgestellten Grundsätze auch überall unfere sonstige Gefeßgebung worden( Heiterkeit), trotzdem die Zahl der Unfälle bei der Landsolche Verhältnisse zu beseitigen. Eine gefeßliche Handhabe be- durchdringen. Das Büchlein schreibt das Minimum au Luftraum für wirthschaft sich stetig vermehrt. Die Unfälle sind nicht zumeist züglich der Verunreinigung von Flußläufen existirt freilich menschliche Wohnungen, an Nahrung für den Menschen u. f. w. genau auf Trunkenheit zurückzuführen, denn es sind unter den 32 000 nicht, sondern blos Ministerialerlasse. Es muß aber ge- vor; möchte doch auch die Reichsfinanzverwaltung dafür sorgen, Verunglückten nicht weniger wie 8000 Frauen und Kinder. Da lingen, die Urheber der Verunreinigung, die der Verunreinigung, die Kaliwerke daß die arbeitende Bevölkerung Löhne erhält, welche ihr ermög- find die Unfallverhütungs Vorschriften dringend nothwendig. in Staßfurt und Westeregeln und die Salz- Bergwerke an der lichen, diesen Vorschriften nachzukommen. Dies gilt besonders von den Bremsvorrichtungen; wie oft hört man Eaale und Elbe an der ferneren Verseuchung des Magdeburger Herr Rettich hat eine Schauergeschichte von den von einem Durchgehen der Pferde. Auch die Dreschvorrichtungen sind Trinkwassers zu verhindern. Der Rath des preußischen Handels- Batterien im Getreide erzählt. Noch viel schauerlicher ist nicht genügend geschüßt. Der Betrieb muß so eingerichtet werden, daß ministers, die Schöpfstelle für die Wasserwerke Magdeburgs ober es um die deutsche Butter bestellt. In einem Gramm deutscher die Vorschriften nicht illusorisch gemacht werden. Wenn den halb der Elbe an die Saale zu verlegen, würde der Stadt Butter find 40 Millionen Batterien gefunden worden, in einem Herren Landwirthen die Normalvorschriften des Reichs. Magdeburg 6-8 Millionen foften. Die Mansfelder Kupfer Gramm Margarine nur 2-3 Millionen.( Große Heiterkeit.) Versicherungsamtes unbequem sind, dann mögen sie doch etwas bauende Gewerkschaft leitet ihre start falshaltigen Abwäffer Damit wird also nichts bewiesen. Viel beffer wäre es, das tiefer in ihren Säckel greifen und als praktische Leute selber etwas ebenfalls der Saale zu; bei niedrigem Wafferstande gelangen Bäckereigesetz dränge endlich durch, dann würden wir mit diesen Praktisches schaffen. diese Salze in die Elbe und verschlechtern das Trinkwasser auch Bakterien nicht mehr graulich gemacht werden können. Abg. Stadthagen( Soz.): Es ist eine Ungeheuerlichkeit, daß ihrerseits. Auch gegen diese sind die betroffenen Gemeinden völlig Redner bedauert, daß das Reichs- Gesundheitsamt lediglich die verunglückten Arbeiter von den Berufsgenossenschaften eine berathende und begutachtende Behörde ist; seine Fraktion gezwungen werden in die sog. Rentenquetsch- An= machtlos. halte die Forderung aufrecht, daß diese Behörde zu einer stalten. In der Heilanstalt des Dr. König in der Wilhelm. cxekutiven umgestaltet werden müsse. Der Partitularismus der Straße geht es nicht anders zu als in Neu- Rahnsdorf. Die ArEinzelstaaten habe einfach zurückzutreten. Er bezeichnet ferner beiter befinden sich da wie im Zuchthause. In einem Falle hat Staatsminister v. Bötticher: Ich bin von der Angelegen heit nur insoweit unterrichtet, als ich weiß, daß die anhaltische und die preußische Regierung an die Reichsregierung das ErB das Reich 3 Versicherungsamt u gunsten eines Arbeiters ent- die Novelle zur Unfallversicherung ebenso schnell vorlegen wie die Manipulation, der Schriftführer im Wahlvorstand war, mittler schieden, nachdem es festgestellt hatte, daß das Essen in jener Revision der Invaliditätsversicherung. Die Berufsgenossenschaften weile gestorben ist und auf den Todten nun alle Schuld geladen Anstalt verdorben und ekelhaft, daß die Nachtruhe durch Wanzen ge- müssen zur Heilung des Verletzten das Recht haben, die Ver- wurde. In der Wahlprüfungs- Kommission herrschte Einstimmig stört und die Schlafränme schlecht ventilirt waren. Auch die Berliner unglückten in Heilanstalten unterzubringen. Dieses Recht wird keit darüber, daß das Mandat zu kassiren sei. Herr Wamhoff Polizei war mit der Anstalt nicht zufrieden. Das Schiedsgericht auch manchmal mißbraucht, aber die Schuld liegt nicht immer ist dieser Eventualität durch die Niederlegung des Mandates der Berufsgenossenschaft hatte dem Arbeiter die Rente gefürzt. bei den Berufsgenossenschaften, sondern manchmal an den aus dem Wege gegangen, trotzdem aber beschloß die Kommission, Aus Neu- Rahnsdorf sind Leute entsprungen; sie wollten lieber Aerzten. Es sollte den Arbeitern das Recht gegeben werden, schriftlichen Bericht über den standalösen Vorgang an das Haus auf jeden Rentenanspruch verzichten, als die Quälerei aushalten. gegen eine solche Entscheidung der Berufsgenossenschaften Be zu erstatten. Es hat den Anschein, als ob es da noch viel schlimmer ist als schwerde einzulegen. Ich möchte dagegen den Wunsch ausin dem Brauweiler Arbeitshaus. Aehnliche Zustände existiren brücken, von einer Ausdehnung der Unfallversicherung vorläufig Zusag von 1 Kilogramm Phenolphtalein zu 100 Kilogramm In der Margarine- Kommission wurde zunächst über den in einer Heilanstalt in Bonn. Ich könnte Ihnen hunderte von abzusehen. Beispielen anführen. Typisch ist, daß der Arbeiter das willen- Abg. Singer( Soz.): Herr v. Bötticher könnte sich den Margarine debattirt; dieser Zusatz soll in den Margarinelose Werkzeug in den Händen derjenigen Berufsgenossenschaft ist, Angriffen entziehen, die er als gegen sich persönlich gerichtet fabriken erfolgen und ein Erkennen der Margarine jedermann die ihm gegenüber verpflichtet ist. Die Schuldner, die Berufsgenossen- betrachtet, wenn er dafür sorgen würde, daß der Präsident leicht ermöglichen, da Phenolphtalein bei Zusatz von Soda( Asche) schaften, springen mit ihrem Gläubiger, dem Arbeiter, schlimmer um als des Reichs- Versicherungsamtes als Kommissar der verbündeten sich roth färbt. Der Direktor des Reichs- Gesundheitsamts theilte mit Sklaven. Ist das eines zivilifirten Staates würdig, und Regierungen hier anwesend wäre, was hier schon mehrfach ver- auf Grund besonders vorgenommener Versuche mit, daß sich das tommt so etwas noch in anderen Staaten vor? Die Berufs- langt worden ist. Unsere Anklagen wegen der Novelle Phenolphtaleïn in der Margarine nicht so einfach durch Begenossenschaft als Schuldnerin fungirt als Richter und übt einen zur Unfallversicherung richten sich nicht gegen den Staatssekretär, wohl beim Verreiben, am besten, wenn das zu untersuchende Fett feuchten mit Sodalösung( Aschelösung) nachweisen laffe, aber Einfluß auf die Rechtsprechung, daß das kleine Wenig, welches sondern gegen das Verhalten des Bundesraths. So gut man den Arbeitern zugewiesen ist, fortwährend verkleinert und ge- auf anderen Gebieten Nothgesetze macht, so gut könnte man auch nicht schwer, dasselbe der Margarine bei der Fabrikation zuzugeschmolzen wird. Da Phenolphtalein sich in Del löst, set es schmälert wird. hier durch ein Nothgesetz die dringendsten Uebelstände beseitigen. Ich bedauere sehr, daß es dem Einfluß des Herrn Bra Demgegenüber sollte man nicht immer mit der Antwort egen; für die Gesundheit ist es nicht schädlich. Dagegen fidenten des Reichs- Versicherungsamt es nicht fommen: Wir erwägen die Dinge. Auch ich halte, wie lasse es sich durch Waschen der Margarine mit verdünnter heißer Sodalösung gelingt, derartigen Bestrebungen mit Erfolg entgegenzutreten. der Borrebner, die Novelle zur Unfallversicherung für dringend Großbetrieben möglich, sei noch nicht festgestellt, werde aber unterabscheiden; ob dies auch in Diefer Herr, Standpunkt steht und eher das soziale Königthum vertritt und die Ausdehnung der Unfallversicherung zurückgestellt werden soll. Großbetriebe vortreffliche Knetmaschinen vorhanden seien, durc der durchaus nicht auf unserem politischen nothwendig. Darin stimme ich nicht mit ihm überein, daß Großbetrieben möglich, sei noch nicht festgestellt, werde aber untersucht werden. Abg. Wurm wies darauf hin, daß gerade im eine Aussöhnung der Arbeiter- und Arbeitgeberinteressen anstrebt, Wenn der Wille vorhanden gewesen wäre, wäre auch der Weg welche eine solche Gutfernung des Phenolphtalein nicht unmög genießt das Vertrauen der Arbeiter in hohem Maße. Er ver- gefunden worden. Daß Herr v. Stumm und seine Gesinnungs- lich, sondern sehr wahrscheinlich sei. Ihm sei aus der Praxis fucht im Gegensatz zu dem bureaukratischen Beamtenthum aus genossen den Klagen, die meine Freunde vorgebracht haben, kein vollem und aufrichtigem Herzen vernünftige Grundsätze in der williges Ohr leihen, ist selbstverständlich, aber die Arbeiter bekannt, daß das Durchfneten von Butter bei jedem ButterRechtsprechung zur Geltung zu bringen, aber wir sehen, wie werden unfern Ausführungen durchaus zustimmen. Gegen Heil- händler, der größere Quantitäten verbrauche, nothwendig sei; ohnmächtig dieser Herr ist. Je größer die Reich 3- anstalten hat sich Stadthagen nicht erklärt, er hat sich nur da- so haben z. B. auch Konsumvereine solche Knetmaschinen. versicherung geworden ist, umso unheilvoller gegen erklärt, daß der Berunglückte mit sich machen lassen muß, antisemitische Abg. 3kraut benutzte aber diese Gelegenheit, Von anderer Seite wurden diese Ausführungen bestätigt; der der Einfluß der Berufsgenossenschaften. Sie was die Berufsgenossenschaft will. Sie was die Berufsgenossenschaft will. Die Vertrauensärzte der drängen das Reichs- Versicherungsamt auf die alten Wege, so daß schon Berufsgenossenschaften sind zu sehr von den letzteren abhängig, um gegenüber dem Abg. Wurm zu behaupten, daß die von fogar gedruckte Formulare für die Abweisung von Ansprüchen als daß sie die Interessen der Arbeiter wahrnehmen sollten. tönne ja Wurm dann um so eher für Zusatz von Phenolphtaleïn ihm geschilderte Manipulation bedenklich sei. Uebrigens benutzt werden. Die Arbeiter sollten daher ihre Vertrauensärzte befragen stimmen, da es ja dem ihm nahestehenden Konsumverein möglich tönnen. Die Arbeiter täuschen sich, wenn sie Herrn Bödifer die im ponirende Gewalt zutrauen, die er früher besaß. Die Verhält misse sind stärker als sein guter Wille. Er ist beinahe hilflos bei der Machtfülle der Berufsgenossenschaften. Was soll man dazu fagen, daß der tranfe Arbeiter nicht einmal den Arzt feines Vertrauens und seiner Wahl benutzen fann? Es entspricht altdeutscher Gewohnheit, daß bei denen, die einen gemeinsamen ökonomischen Betrieb haben, der Gewaltsherr einzustehen hat für die Schäden, die in seinen Betrieben geschehen. rufsgenossenschaften. Soweit ist die Gesetzgebung leider nicht gegangen, sie hat nur fleine Ansäge dazu gemacht. Aber durch§ 95 des Unfallversicherungsgesetzes haben Sie auch in den Fällen, wo eine ftrafbare Handlung eines Unternehmers einen Unfall herbeigeführt hat, den verletzten Arbeiter aller weiteren Rechte als der schmalen Unfallrente beraubt. Nach§ 95 hat lediglich in den Fällen, wo der Unternehmer vorfäßlich einen Unfall herbeiführt, er selbst zu haften, in allen anderen Fällen, selbst bei strafbarer Handlung des Unternehmers, ist der zivilrechtliche Anspruch aus geschlossen und der Arbeiter auf die Unfallrente verwiesen. Und die Berufsgenossenschaften gewähren weit weniger an Unfallrente, als zivilrechtlich Schadenersatz geleistet werden müßte. Abg. v. Stumm( Rp.): Herr Stadthagen hat sich gegen die fei, das Phenolphtalein aus der Margarine zu entfernen. zwangsweise Unterbringung der Arbeiter in Heilanstalten aus- Gegen diese Verdächtigung erhob der Abg. Wurm Protest, gesprochen.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Da giebt mies auf die Berdrehung seiner Mittheilungen hin, die Jstraut es nur ein Mittel: Lassen Sie die Arbeiter mit zahlen, dann sich gestattet habe, und bemerkte, daß man allerdings bei einem haben Sie auch Arbeitervertreter nach dem Muster der Knapp- Herrn Jstraut an solche Verdächtigungen gewöhnt sein müsse". schaftstassen. Die Vertrauensärzte werden in dubio immer auf Dafür erhielt der Abg. Wurm vom Vorsitzenden Abg. Bache m die Seite der Arbeiter treten und nicht auf die Seite der Be-( 3entrum) einen Ordnungsruf; eine persönliche Verdächtigung hatte der Vorsißende aus den Aeußerungen Jskraut's nicht Abg. Stadthagen( Soz.): Was ich bekämpft habe, war, daß gehört. Nachträglich behauptete nun Jetraut, er habe nur gesagt, die Arbeiter gezwungen werden, sich anderen Aerzten als ihren die von Wurm geschilderte Manipulation grenze nahe ans bedenkliche. Zur Abstimmung famen die AbänderungsVertrauensärzten anzuvertrauen und Heilanstalten, die in der Macht der Berufsgenossenschaften stehen, aufzusuchen. Nur in anträge des Abgeordneten Rose( Bentrum): au§ 2: Die zu verwendenden Dele müssen entfärbt sein; dieser einem Fall ist Remedur eingetreten. wurde mit sieben gegen zehn Stimmen a ba Abg. v. Kardorff: Wie fann man annehmen, daß die Antrag Vertrauensärzte abhängig von den Berufsgenossenschaften seien. gelehnt.§ 2b Schluß:" Der Zusatz von Färbemitteln Die geringe Besoldung, die sie von ihnen erhalten, fällt doch zur Margarine ist untersagt", wurde mit 10 gegen 7 Stimmen nicht sehr ins Gewicht gegen ihre sonstige Praxis.( Widerspruch( Sozialdemokraten, Freisinnige, Nationalliberale) angenommen; bei den Sozialdemokraten.) Man kann also annehmen, daß sie ein Unterantrag Blö: Butter darf nur gefärbt werden, wenn unparteiisch ihr Urtheil abgeben nach bestem Wilen und sie zum Export nach dem Auslande verkauft wird", wurde mit 2 gegen 15 Stimmen abgelehnt. Gewissen. Als Landrath habe ich auch darin einige Erfahrung.§ 2 b. Auf je 100 Kilo Margarine ift 1 Gramm Phenolphtalein Der Antrag Klose: Die Ausgaben werden bewilligt. Beim Kapitel„ Kanalamt" dankt Abg. Lingens( 3.) für die Seel- zuzusetzen; die Herstellung und der Handel von Margarine ohne sorge, die für die Arbeiter am Kanal eingerichtet war und empfiehlt, die diesen Zusatz ist verboten", wird mit 13 gegen 4 Stimmen( SoSeelsorge für die ständigen Arbeiter und für die Schiffsmannschaft, zialdemokraten, Freisinnige) angenommen. Die Debatte über welche den Kanal paffirt, einzurichten. Für die evangelische oder sonstigem nicht ausschließlich der Milch entstammenden Fett den Antrag Klose:„ Käseartige Zubereitungen aus Margarine Kirche in Holtenau ist vom Kaiser schon ein Beitrag gestiftet worden. Vielleicht wäre es zweckmäßig, für eine katholische sind verboten", wurde auf nächsten Dienstag vertagt. Kirche dem Bischof von Osnabrück in Brunsbüttel oder Holtenau Dem Herrenhause ist eine im Kultusministerium ausein Grundflück zur Verfügung zu stellen. gearbeitete Dentschrift über Bau und Einrichtung Das Reichs- Versicherungsamt fönnte sich ein großes Verdienst erwerben, wenn es mit den Versprechungen aufhörte und uns eine Novelle zum Unfallversicherungs- Gesetz vorlegte; und wenn sie auch noch so schlecht sein sollte, würde sie doch etwas Befferung schaffen. Aber je länger es dauert, je mehr die Unternehmertlassen auf diese Behörden einwirken können, desto schlechter wird die Vorlage sein im Interesse der Arbeiter. Die Berufsgenossenschaften maßen sich sogar Rechte an, die ihnen das Gesetz gar nicht giebt. Der Arbeiter ist insofern übel daran, als er gewöhnlich nicht weiß, daß er Abschriften der Untersuchungs- Staatssekretär v. Bötticher glaubt nicht, daß das Reich ländlicher Voltsschulhäuser in Preußen zugegangen. protofolle und der polizeilichen Ermittelungen verlangen tann; ein Grundstück zur Verfügung stellen kann. Wenn sich von Mit dieser Dentschrift verfolgt Dr. Bosse das Ziel, er fennt die Aften nicht, er bekommt nur den Entscheid der katholischer Seite irgend ein Unternehmen zur Gründung einer die Forderungen, die vom gesundheitlichen, schultechnischen Berufsgenossenschaft, und auf diesem muß stehen, daß Kirche aufthut, so wird eine ähnliche Unterstützung aus dem und bautechnischen Standpunkte gestellt werden müssen, und wie Berufung einzulegen ist. Die Norddeutsche taiserlichen Dispositionsfonds auch dafür wohl gewährt werden. um den Volksunterricht zu einem die geistige und Holz- Berufsgenossenschaft hat nun auf dem Bescheid die An- Abg. Jebsen( natl.): Die deutschen Rheder haben niemals förperliche Entwickelung der Kinder gleich förderlichen zu machen, ordnung festgesetzt, daß die Berufungsschrift in zwei Exemplaren daran gedacht, ihre Schiffe nicht durch den Kanal fahren zu mit den finanziellen Rücksichten in Einklang zu bringen, die durch einzureichen und dieser Bescheid beizulegen ist." Das schreibt lassen, um damit eine Pression auf den Reichstag zu üben, wie die wirthschaftliche Lage der ländlichen Bevölkerung und die das Gesetz nicht vor. Ich bedauere, daß das Reichs- Versicherungs- es Herr v. Bötticher neulich angedeutet hat. Der Grund liegt Leistungsfähigkeit der Baupflichtigen einerseits, die Beitrags amt nach dieser Richtung hin kein Verordnungsrecht hat. Wir allein darin, daß der Tarif zu hoch ist, nur die Fahrt von lasten des Staates andererseits geboten find. Die Denkschrift müffen hier immer wieder unsere berechtigten Beschwerden vor- Hamburg hat einen Vortheil von dem Tarif; 50 bis 60 pCt. stellt folgende Grundsätze auf, die unter Aufhebung aller bisbringen, Sie zwingen uns ja dazu, jede Gelegenheit, die damit aller Schiffe gehen deshalb von Hamburg durch den Kanal. herigen entgegenstehenden Bestimmungen in Zukunft maßgebend im Zusammenhang steht, immer wieder heranzuziehen, um unsere Aber die gewöhnlichen Nord- Ostseeschiffe können ihn nicht be- fein sollen: Beschwerden vorzubringen, während wir und Sie die Zeit, die nußen.( Redner sucht das zahlenmäßig zu beweisen.) Die Er- 1. Die aus gesundheitlichen Gründen an die Volksschulhäuser dazu nöthig ist, beffer bazu gebrauchen könnten, eine Novelle zu sparung von einem Tage für die bis höchstens nach Dover im allgemeinen und ihre Unterrichtsräume im besonderen ge= machen. Bersprochen ist sie seit Jahren, aber jetzt bleibt es fahrenden Schiffe für die weiterfahrenden ist die Ersparniß stellten Forderungen müssen bei allen Neubauten vollständig er wieder beim Alten und die Unfallgefeggebung arbeitet weiter zu noch viel fleiner wiegt für diese die Lasten nicht auf, welche füllt werden, sowohl wenn der Staat Beiträge leistet, als ungunsten der Arbeiter. Der Vortheil des Prinzips, daß ihnen die Kanalpaffage auferlegt. Zu den Tarifen kommen noch wenn die Entwürfe von der Regierung nur im Oberin allen Fällen Erfah zu Leisten ist, wird weit die Lotsen- und Klarirungskosten, z. B. für ein Schiff von aufsichtswege geprüft, von den Gemeinden aber auf eigene überwogen durch die Nachtheile, die das ewige Warten 600 Tons 400 M., während die Ersparniß höchstens 300 m. beträgt. Kosten aufgeführt werden. G3 fommen hierfür vornehmlich in mit sich bringt. Ich bitte also den Herrn Staatssekretär, Der Tarif muß herabgesetzt werden, sonst wird der Kanal nicht betracht die Bestimmungen über die Lage, Bodenbeschaffenheit die Novelle schleunigst vorzulegen. Wenn ich die Politik der benutzt; also empfiehlt sich Ermäßigung auch im Interesse der und die nachbarlichen Verhältnisse des Schulgrundstückes sowie Bosheit, der ich sonst fern stehe, empfehlen wollte, tönnte ich Reichsfinanzen. die Vorschriften über die Höhe und Beleuchtung der Schuls 1r rathen: Legen Sie die Novelle nicht vor, denn die Unsimmer. zufriedenheit wächst dadurch stetig. Staatssekretär v. Bötticher: Der definitiv festzusehende Zarif wird ja demnächst dem Reichstage vorgelegt werden, 2. Den zur Sicherung des Verkehrs in bezug auf die Enge eventuell muß dem Bundesrath noch weiter die vorläufige Be- und Abmessung der Thüren, Flure, Bänge und Treppen gestimmung darüber überlassen werden; in jedem Falle tommen troffenen Bestimmungen, muß in allen Neubaufällen wie bei 1 wir sehr bald nochmals zur Erörterung dieser Frage und können vollständig genügt werden. uns dann auseinandersetzen. Ich habe allerdings den Eindruck 3. Die zur Verhütung von Krankheitsübertragung geforderte aus der Erfahrung heraus gewonnen, als ob wir doch vielleicht Trennung des Schülerverkehrs vom Lehrerwohnungs- Verkehr etwas zu hoch gegangen feien; es ist nicht ausgeschlossen, daß muß bei allen Neubauten, zu denen der Staat Beiträge leistet, nach weiteren Erfahrungen eine Herabsetzung vorgeschlagen wird. grundsätzlich durchgeführt werden. Für Neubauten, welche von Uebrigens habe ich den Rhedern, die ja doch auch auf Gewinn den Gemeinden auf eigene Rosten ausgeführt werden, hat die arbeitende Leute sind, mit meiner vorhin zitirten Aeußerung keinen tönigliche Regierung bei Prüfung der Entwürfe im OberVorwurf gemacht. aufsichtswege auf die Beobachtung dieser Vorsichtsmaßregel thunlichst hinzuwirken. 4. Ueber die Größe der Sizpläge und die Grundfläche der Schulzimmer, sowie über den Umfang der Lehrerwohnungen haben die föniglichen Regierungen in jedem einzelnen Falle nach den örtlichen Verhältnissen Entscheidung zu treffen. Den Entwurfs. beispielen sind mittlere Durchschnittsmaße zu grunde gelegt, die ausnahmsweise auf die im Text der Denkschrift angegebenen Mindestmaße eingeschränkt werden dürfen, wenn Sparsamkeitsrücksichten dazu zwingen. Staatssekretär von Bötticher: Der wesentliche Inhalt der Vorträge der Vorredner befaßt sich mit den Entscheidungen des Reichs- Versicherungsamtes, welche, da das Gericht souverän ist, nicht angefochten werden können. Ich meine, ich hätte mich neulich schon deutlich genug darüber ausgesprochen, woran es liegt, daß die Novelle noch nicht weiter gediehen ist. Sie liegt dem Bundesrath vor. Die Verzögerung liegt jetzt darin, daß man die Idee einer fundamentalen Reorganisation des ganzen Arbeiter versicherungswesens in die Diskussion geworfen hat, und eine folche Frage muß zum Austrag gebracht werden.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Ein so umfassendes Gesetz, wie die Das Kapitel wird bewilligt, besgleichen die ersten Titel des Novelle zur Unfallversicherung fann man nicht machen in einem Extraordinariums. Moment, wo man nicht weiß, ob man nicht innerhalb Bei der Ausgabe für Ausschmückung des Reichstagsgebäudes 6 Monaten eine totale Umgestaltung der Versicherung vornehmen hat die Kommission folgende Resolution vorgeschlagen: als muß. Aber schließlich wird es immer Leute geben, welche mit Grundfah auszusprechen, daß vom Gtatsjahre 1897/98 ab Fonds, den richterlichen Entscheidungen letzter Instanz nicht zufrieden welche die Ausschmückung des Reichstagsgebäudes betreffen, in find und wir werden von den Herren Sozialdemokraten immer dem Etat für den Reichstag und nicht, wie bisher, im Etat des Klagen über die Entscheidungen der Gerichte hören. Reichsamts des Innern zur Einstellung gelangen. Abg. v. Stumm( Rp.): Ob die Novelle erst dann vorgelegt Die Resolution wird angenommen, ebenso ohne Debatte die werden soll, wenn die Frage der Reorganisation entschieden sein übrigen einmaligen Ausgaben und schließlich auch die Einwird, ist auch mir zweifelhaft. Ich glaube, man tönnte auch nahmen. jetzt mit einer Novelle zur Beseitigung von Uebelständen vor- Schluß nach 53/4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend das halte ich für einen durchführbaren Versuch. 1 Uhr.( Busazerklärungen zur Konvention über den interEine Novelle im Sinne des Herrn Stadthagen wird doch nicht nationalen Frachtverkehr und Fortseßung der Etatsberathung.) Besserung schaffen; nach ihm ist sie eigentlich überflüssig. Er bewegt sich in Widersprüchen. Er tadelt die Rechtsprechung des Bleichs- Versicherungsamts und lobt daneben den Herrn Präsi denten desselben; er beklagt aber, daß die Berufsgenossenschaften ihn beeinflussen. Was haben diese für einen Einfluß auf das In der Wahlprüfungskommiffion wurde gestern die MitReichs- Versicherungsamt? Die Kürzung der Rente, weil der theilung gemacht, daß der nationalliberale Vertreter für OsnaArbeiter nicht in einer Anstalt hat aushalten wollen, ist zu brück, Hofbefizer Wamhoff, sein Mandat niedergelegt hat. Es gunsten des Arbeiters entschieden; dazu braucht man also teine ist durch richterliche Entscheidung festgestellt, daß im Orte Dissen Novelle. Tie Errichtung von Heilanstalten und Erholungs- unter der Leitung des Gemeindevorstandes West arp grobe Wahl- Achtung, 6. Wahlkreis. Den Parteigenossen bringen wir anstalten halte ich für sehr richtig; der Reichstag wird sich nicht fälschungen vorgekommen sind. Es ist nachgewiesen, daß für eine folgende Parteispeditionen bei der Lieferung des Vorwärts", bagegeu erklären, daß die Arbeiter gezwungen werden große Anzahl Wähler Bettel in die Urne gesteckt und die Wahrer Jakob"," Postillon", sowie sämmtlicher Parteiliteratur inüffen, in folche Anstalten zu gehen, um die Heilung zu Wählerlisten entsprechend gefälscht wurden, obwohl die be- in Erinnerung: Moabit, Otto Hempel, Lübeckerstr. 16, vollziehen, damit diese nicht durch den Leichtsinn der Arbeiter treffenden sich der Wahl ferngehalten haben. Außer- Hof part. Wedding und Oranienburger Vorstadt, verhindert wird. Getadelt wird die Rechtsprechung in bezug auf dem wurden die Wahllisten dadurch gefälscht, daß Ab- Emil Stolzenburg. Wiesenstr. 14. Gesundbrunnen, Wilh. Bruchschäden; es handelt sich dabei aber mehr um eine Krant- stimmungsvermerke bei einzelnen Wählern nachträglich weg Gaßmann, Grünthalerstr. 67.( Vom 1. April ab, Grünthalerheit, nicht um einen eigentlichen Betriebsunfall, sonst müßte man radirt worden sind. Einen Beauftragten der welfischen Partei, straße 64.) Rosenthaler Vorstadt, Gustav Rosenthal, ja jedem Arbeiter, der nicht mehr arbeiten kann, ohne daß ein welcher zu dem Zwecke nach Dissen gesandt wurde, um die vor- Granseerstr. 6. Schönhauser Vorstadt, Karl Mars, Unfall vorliegt, eine Hente geben. gekommenen Fälschungen festzustellen, machte Herr Westarp Rastanien- Allee 96. Abg. Hize( 3.): Die Frage der systematischen Zusammen- dadurch unschädlich, daß er ihn wegen Diebstahlsverdacht in Genossen! Es ist heute mehr als sonst am Plaze, für die Irgung aller Arbeiterversicherungen muß allerdings zuerst ent- Saft nahm. Diefer Streich brachte dem nationalliberalen Agitator Berbreitung unserer Presse Sorge zu tragen. Thue daher jeder fchieden werden. Aber ich glaube kaum, daß das Reichsamt Westarp drei Monate Gefängniß ein. Wegen Wahlfälschung feine Pflicht! Alle Beschwerden wolle man ungefäumt den oben des Innern sich dazu entschließen wird. Da sollte man dann wurde W. dagegen freigesprochen, da sein Romplice bei der genannten Speditionsinhabern bekannt geben. Parlamentarisches. 5. Bei Umbauten vorhandener Schulhäuser sind die Bestimmungen der Denkschrift so weit zur Anwendung zu bringen, als es im einzelnen Falle nach den gegebenen Verhältnissen möglich und in wirthschaftlicher Beziehung gerechtfertigt erscheint. Dabei ist in erster Linie dahin zu wirken, daß den in bezug auf die Beschaffenheit der Schulzimmer und auf die Verkehrssicherheit für Neubauten maßgebenden Bedingungen auch bei Umbauten möglichst vollständig genügt wird. " Tokales. " gegengenommen. Von der Agitationskommission der Brauereiarbeiter erhalten wir eine Zuschrift zu unserer gestern über die Bierplantschereien gebrachten Meldung. Dieselbe besagt, daß Herr Gärtner nicht Bertrauensmann der Brauereiarbeiter Berlins ist und daß die Auschuldigungen, die er vorgebracht hat, seine Brivatsache seien; sie hätten feinen Zusammenhang mit den Brauereiarbeitern und der Kommission derselben. richtet worden ist. " Theilen indem an den Die Arbeiterschaft von Stralau Rummelsburg und der Stadtverordnete Scheiding, der jedoch bei der Umwandlung ausgedehnt behandelter Walzer, ein drolliges Sieb, das Fräulein Umgegend wird darauf aufmerksam gemacht, daß am Drte eine ausschied. Die Attien stehen jeht auf 24,50. Die Verhältnisse Szilassy grazios vortrug und manche andere hübsch empfundene politische Organisation unter dem Namen:" Sozialdemokratischer der Gesellschaft liegen gegenwärtig so verworren, daß es weder und fein ausgearbeitete Stelle verhalfen der Kompofition zu Verein für Stralau- Rummelsburg und Umgegend" besteht. Pflicht dem kürzlich neugewählten Aufsichtsrath noch der ebenfalls einem wohlverdienten Erfolg. Möge Herrn Löwenfeld bei eines jeden Arbeiters ist es, sich dieser Organisation anzuschließen. neuen Direktion bisher möglich war, eine flare Uebersicht zu ge- ferneren Arbeiten das Glück lächeln, einigermaßen erträgliche Gelegenheit bietet jede öffentliche Vereinsversammlung. Auch winnen. Die irgendwie noch noch in betracht kommenden Textfabrikanten zu finden. werden Anmeldungen und Beiträge täglich abends beim Kaffiver Hypothekenwerthe sind bei der Berliner Bant, bei der Grundschuld. Paul Habermann, Rummelsburg, Kantstr. 2a, 2 Treppen, ent- bant und anderen Instituten verpfändet. Die verschiedenen 12 Uhr von Herrn Prof. Warburg im physikalischen Institut Die Röntgen'schen Strahlen wurden gestern Mittag um Terrains und Baustellen in Heinersdorf, Charlottenburg 2c. find der Universität dem sehr zahlreich erschienenen Auditorium voralle arg, zum theil über den Werth verschuldet und daher schwer geführt. Herr Warburg zeigte zunächst die Wirkung der sogen. 70 000 Mart' das Jahr. Von den am 1. Januar 1896 fällig b. i. der Stelle in einer mit sehr verdünnter Luft angefüllter Glaszu realisiren; sie erfordern allein einen Zinsenaufwand von über Rathodenstrahlen, welche von der Rathode ausgehen, geweſenen Zinsen sind 30 000 Mart noch heute nicht bezahlt. röhre, welche mit dem negativen Pol der Elektrizitätsquelle in der Bank über den Antrag auf Zuzahlung von 35 pet. Beschluß Fluoresziren, wobei es in grünlichem Lichte leuchtet. Bon der fluores= Am kommenden Montag nun soll in einer Generalversammlung Verbindung steht. Wo fie das Glas treffen, bringen sie es zum gefaßt werden, zirenden Stelle gehen dann die von Prof.Röntgen gefundenen neuen Die Klage der Freien Volksbühne gegen das Polizei- Abend zwei Personen. Die eine, der 16jährige Arbeitsbursche zum Fluoresciren bringen; dieses Leuchten des Schirmes im Das Elend. Hilflos aufgefunden wurden am Donnerstag Strahlen aus, welche einen mit Leuchtfarbe bestrichenen Schirm präsidium in Sachen der bekannten Zensurmaßnahme ist vom Wilhelm Zohmann, der aus Tiekow im Kreise Osthavelland völlig verdunkelten Raume war deutlich sichtbar; an dem Schirm Oberverwaltungsgericht nunmehr abgewiesen worden. In der Verhandlung vom 3. Januar hatte das Gericht bekanntlich stammt und sich obdachlos in Berlin aufhält, war hierher entstand ein dunkler Schatten, wenn den Strahlen ein undurchbeschlossen, die Urtheils verkündigung, die nunmehr nach vier gekommen, um Beschäftigung zu suchen. Vor dem Hause Köp lässiger Körper, 3. B. ein Stanniolstreifen, in den Weg geftelt Wochen eingegangen ist, auszusetzen, da der Gerichtshof sich noch des 55. Reviers sich seiner annahm und ihn mit einer Droschke Platte wirken, so können auch auf ihr solche Schattennickerstraße 72 war er frant liegen geblieben, bis ein Schuhmann wurde. Da die Strahlen auch auf die photographische nicht vollständig habe entscheiden können. Sobald wir die Urtheilsbegründung haben, werden wir einem Krankenhause zuführte. Der zweite ist der 27 Jahre alte bilder erzeugt und festgehalten werden, gleichfalls wohnungslose Arbeiter Karl Schiche, der aus Wronke beschalteten feine Bersehung der Silbersalze näher auf die Köllerthat zurückkommen, durch welche eine der im Kreise Samter stammt und um 7 Uhr an der Ecke der Char- stattfindet. Herr W. präzisirte eine Reihe von Photographien, segensreichsten Institutionen in der Arbeiterschaft zu grunde ge- lotten- und der Französischenstraße liegend aufgefunden wurde. welche im Institut von Dr. Aronz und Dr. Kaufmann Auch ihn brachte ein Schuhmann in ein Krankenhaus. aufgenommen sind, z. B. das Schattenbild einer Maus, in Zur Ferienfrage. Die Voff. 3tg." antwortet auf unsere welchem das Knochengerüst deutlich hervortrat; auch zeigte er Notiz in Nr. 25, fie rege fich feineswegs bei dem Gedanken auf, Eine Kapitalsgröße ersten Ranges in Berlin hat feit mehrere von Prof. Röntgen hergestellte Photographien und daß man die Sommerferien der Gemeindeschulen nun etwa doch einiger Zeit den Hut seines Leibdieners mit einem wallenden ließ von Herrn Dr. Kaufmann während der Vorlesung ein auf 5 Wochen verlängern fönnte. Wahrscheinlich hat sich die roth- weißen Federbusch schmücken lassen und fauft mit seinem schwarzes Lederportemonnaie photographiren; auf der Platte erAufregung inzwischen gelegt, nachdem das Blatt durch eine Zu- begummiräderten Gefährt tagtäglich in der Mittagszeit über den schienen nur die metallenen Bügel, sowohl der äußere als der schrift aus seinem Leserkreise darauf hingewiesen worden ist, Da um diese Zeit der Verkehr dort sehr rege ist, so wird mancher, das Leder als völlig durchlässig für die Strahlen erwies. Potsdamer Play, so daß der Schmuß meterweit zur Seite spritzt. innere, und die im Innern enthaltenen Münzen, während sich daß höhere" Schüler in langen Ferien ebenso aus Rand und der sich nicht weit genug zurückstellt, über und über beBand" gerathen, wie Gemeindefchüler. Damit fiele ja das gegen fudelt, wie dies ja auch vielfach bei den Hofwagen Strahlen tönne man etwas Sicheres noch nicht sagen. Für eine Zum Schluß bemerkte er, in betreff der Natur der neuen die Verlängerung angeführte Argument, daß für die Gemeinde- stattfindet. Dieser Unfug wäre noch gar nicht so schlimm, wenn besondere Art von Kathodenstrahlen könne man sie taum halten, schüler besondere sittliche Gefahren" davon zu befürchten seien. Wenn die Boff. Btg." ihren Vorschlag, lieber die Sommerferien nicht junge Schuhleute häufig sich durch den Federbusch beirren der höheren Schulen auf 4 Wochen zu verkürzen, jetzt unter ließen und Publikum, Pferdebahnwagen, Droschken 2c. zum Halten der höheren Schulen auf 4 Wochen zu verkürzen, jetzt unter zwingen wollten, damit der Herr Kohlenbaron in seiner Luft anderm damit begründet, daß man in früherer Zeit, als die fahrt nicht aufgehalten werde. Daß es bei dieser Gelegenheit Ansprüche allerdings bescheidener waren", nur vierwöchige Ferien tannte, so erinnern wir daran, daß die Gemeindeschüler viele giebt, die mit elegantem Schwunge ihre Kopfbedeckung früher wieder noch bescheidener" waren und sich mit drei Wochen ziehen in der Meinung, es handle sich um eine Fürstlichkeit, bebegnügten. Man fönnte übrigens die Frage, wieviel Wochen darf feiner besonderen Erwähnung. Ferien für höhere und für niedere aus gesundheitlichen oder er ziehlichen Gründen empfehlenswerth sind, und ob dabei die Rücksicht auf die Lehrer oder auf die Kinder oder gar auf die Eltern den Ausschlag geben soll, ruhig der Fachpresse überlassen, wenn sie nicht in den freisinnigen Berliner Blättern, und nicht zuletzt in der Voff. 3tg." feit langem ein ständiges Thema bildete. Der linke Flügel des Berliner Freisinns" fordert befanntlich fünf Wochen für die Gemeindeschulen, damit die Klassen. gegenfäße nicht noch vermehrt und nicht schon den Kindern eingeprägt werden". Doch macht man auch in diesen Kreisen eine ziemlich faure Miene zu der gerade in letzter Zeit lebhafter gewordenen Agitation. So stimmte der Stadtverordnete Caffel am Mittwoch in einer Bezirksvereins Versammlung der Be merkung der Boffischen Beitung", daß die Agitation mehr von den Lehrern" betrieben werde, lebhaft zu und fanzelte bie Frevler ob ihrer Begehrlichkeit mit einem beinahe komischen Eifer ab. " " Nach keiner Richtung hin aufgeklärt ist ein Selbstmord, den ein Fremder, der anscheinend aus Desterreich stammt, am Donnerstag in einem Gasthofe der Dorotheenstadt verübte. Man fand den Mann, nachdem die Thür gewaltsam geöffnet war, gestern in seinem Zimmer erhängt vor. Er trug eine Visitenkarte bei sich, die den Namen Peyer Prag trug; der Selbstmörder nannte sich Wolff. es obwohl sie unter der Einwirkung der letzteren entstehen. Auch über die Natur der Kathodenstrahlen sei man bisher noch nicht über Vermuthungen hinausgekommen, fo baß nicht wunderbar sei, wenn das Wesen der durch sie erzeugten neuen Strahlen noch ganz unbekannt sei. Etwas Zuverlässiegs über beide Strahlenarten werde sich wohl erst ermitteln lassen, wenn es gelingt, ihre Fortpflanzungsgeschwindigkeit zu messen, worauf sich in nächster Zeit wohl die Bemühungen der auf diesem Gebiete arbeitenden Physiker richten werden. Am Abend wurden dieselben Experimente und Photographien der Physikalischen Gesellschaft von Herrn Dr. Kaufmann vorgeführt. Aus Zürich liegt der folgende telegraphische Bericht über neue durch die Röntgen'sche Entdeckung errungene Erfolge vor: Zu dem Fahrstuhlunglück hei Wertheim, über das wir Vor 250 Theilnehmern des intertantonalen Klinischen Aerztegestern berichteten, wird uns von einem Vertreter des Geschäfts gemeldet, daß der Chef selber auf die Erkundigung nach der tages demonstrirte heute Nachmittag der Professor der Physik Pernet vom hiesigen Polytechnikum mit den RöntgenUrsache des Vorfalles nicht geantwortet habe; die telephonisch an die Firma gerichtete Frage fei vielmehr von einer unter- fchen Strahlen. Die Versuche ergaben eine Reihe neuer geordneten Person, die nicht orientirt gewesen, beantwortet überraschender Resultate. Die deutlichste Erkennbarkeit der Handworden. Von einer Weigerung, die von dem Berichterstatter an Aluminiumplatten zur Auffassung der Strahlen ergab die wurzelfnochen einer Mumienhand durch Einschiebung von das Geschäft gerichtete Frage zu berantworten, tönn keine Rede sein. Klarste Wiedergabe der Knochen des Unterarms eines todten Mannes bis 30 Zentimeter Länge. Ein mit Zinnoberbei schärfster Erkennbarkeit aller Knochen außerdem sehr scharf wachs injizirter Ober- und Unterarm der gleichen Leiche zeigte die Haupt- Blutarterie mit einigen Verzweigungen, ein bis jetzt nirgends erreichtes Resultat. Die Photographie einer Kinderhand ließ verfalfte Theile in den Knochen erkennen. Aerztegesellschaft ernannte den Experimentator zum Ehrenmitglied. Die Versammlung fandte dem Professor Röntgens, der seine wissenschaftliche Laufbahn in Zürich begonnen hatte, ein Huldigungstelegramm. Professor Pernet übersandte ihm die von ihm aufgenommenen Photographien. Die Versuche wurden von der Versammlung mit jubelndem Beifall aufgenommen. Infolge Beschlusses der Stadtverordneten- Versammlung, wonach im Untergeschoß des Gebäudes Königstraße 1/6, eine In Groß- Lichterfelde sind in der letzten Zeit nicht blos von den Auf die Dörfer gehen jetzt die Abhänge und Rollidiebe. provisorische Fußgänger- Passage auf die Dauer eines Jahres Schaufenstern der Geschäfte zahlreiche Hafen, Schinken 2c. verhergestellt werden soll, hat die städtische Baudeputation vom schwunden, sondern auch von Wagen, die ohne Aufsicht auf der Magistrat den Auftrag erhalten, ein diesbezügliches Bauprojekt Straße standen, Waaren aller Art entwendet worden. Weder nebst Kostenanschlag baldigst aufzustellen und zur Genehmigung von den Dieben noch von den gestohlenen Gütern hat man bisher vorzulegen. Gleichzeitig ist die Baudeputation angewiesen etwas entdeckt. Man vermuthet, daß die Spitzbuben nicht Einworden, demnächst mit möglichster Beschleunigung an die Her- heimische, sondern Berliner sind, die in der Umgebung der Hauptstellung der Fußgänger- Passage wie auch der Regulirung der stadt Gastrollen geben. Königstraße in ihrem Theile zwischen der Langen Brücke und der Poststraße heranzugehen und diese Arbeiten in gleicher Weise Größere Unterschlagungen, durch welche die Firma baldmöglichst auszuführen. Im Anschluß hieran sei noch mit S. Bleichröder seit längerer Zeit erheblich geschädigt wurde, sind, getheilt, daß die Direktion der Großen Berliner Pferde- Eisen- wie das Berl. Tagebl." meldet, in diesen Tagen entdeckt worden. bahn- Gesellschaft dem Magistrat das Projekt der provisorischen Die Angelegenheit ist der Kriminalpolizei zur weiteren Aufklärung Geleise- Anlage für die Königstraße zwischen Spandauer und übergeben worden; die unterschlagene Summe soll sich auf mehr Burgstraße zur Verbindung der Geleise auf dem Schloßplatz vor als 100 000 m. belaufen. gelegt hat. Ein nicht sehr billiges Vergnügen wird der Besuch der Berliner Gewerbeausstellung werden. Wenn man sämmtliche Schauftellungen 2c. besichtigen will, was allerdings an einem Tage nicht gut möglich ist, so hat man auf einen Eintrittspreis von 11 Mt. 50 Pf. zu rechnen. Dabei soll die Gewerbeausstellung noch verhältnißmäßig billig sein; die Eintrittspreise der Pariser Weltausstellung von 1889 tamen auf etwa 30 Mart und die der Jubiläumsausstellung von Chitago gar auf 50 Mart zu stehen. Der flüchtige frühere Rechtsanwalt Dr. Frit Friedmann ift noch kurz vor dem Zeitpunkte, wo in Leipzig auf seinen Ausschluß aus dem Anwaltsstande erkannt wurde, auf grund der Thatsache, daß er sein Amt verlassen hatte, vom Präsidium des Landgerichts I aus der Liste der bei ihm beglaubigten Rechtsanwälte gelöscht worden. Dieser Maßregel folgte unmittelbar die Entscheidung in Leipzig., deutende Summen. Hundesteuer. Im ersten Vierteljahr 1895 waren in Berlin 23 054 mit je 20 m. verfteuerte Hunde vorhanden, 419 weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 1893. An, steuerfreien Hunden wurden zugleich 4988 gezählt. Ein alter Zuchthäusler, der Kellner Paul Holowski, wurde am Montag bei einem Taschendiebstahl Unter den Linden ertappt und verhaftet, nachdem er erst sechs Tage vorher aus Sonnenburg entlassen worden war. Wetter- Prognose für Sonnabend, den 1. Februar 1896. Wetter mit geringen Niederschlägen und frischen nordwestlichen Ein wenig fälteres, zeitweise auftlärendes, vorwiegend trübes Winden Berliner Wetterbureau. Kunft und Wissenschaft. Gerichts- Beitung. Die tantonale Jutereffante Enthüllungen über das Verhalten Berliner Polizeibeamten in der Saalfrage und bei Recherchen Verhandlung zu tage, die sich am Donnerstag vor der 9. Strafnach dem Vorleben von Sozialdemokraten förderte eine tammer am Landgericht Berlin I abspielte. Der öffentlichen Beleidigung mehrerer Beamten des Polizeider Maler May Wenzel beschuldigt. Am 18. August v. J. präsidiums in einer sozialdemokratischen Versammlung war Er bäte darum, daß feine Rede damit er nicht wieder auch richtig protokollirt würde, unschuldig verurtheilt werde, wie es ihm schon einmal durch die unrichtige Protokollirung einer Aeußerung über die Religion ergangen sei. lieutenants hin verurtheilt worden, obgleich vier andere Beugen Damals fei er allein auf die Aussage eines Polizeidas Gegentheil beschworen hätten und die übrigen 150 Zuhörer bereit gewesen wären, zu seinen gunsten zu zeugen. Man könne entnehmen, wie viel Werth unter solchen Umständen der Aussage des Polizeilieutenants beizumeffen set. fand in dem Mayer'schen Lokale in der Müllerstraße eine Ver sammlung der Maler, Lackirer und Anstreicher statt. Da der Einberufer sich zu frank fühlte, um die Versammlung zu leiten, so vertrat der Angeklagte seine Stelle und hielt mehrere längere Die Neueinstudirung von Kleift's Zerbrochener Reden, in welchen er die zur Anklage stehenden Beleidigungen Krug", die das Deutsche Theater am Dienstag ver- vorgebracht haben soll. Der die Versammlung überwachende anstaltet, weist folgende Besetzung auf: Gerichtsrath Walter Max Reinhardt; Dorfrichter Adam- Hermann Müller; Licht, des Angeklagten: Bei einem Hoch auf den verstorbenen Polizeilieutenant Gufferow fonstatirte folgende Aeußerungen Schreiber- Sans Fischer; Frau Marthe Rull' Marie Parteigenossen Engels feien mehrere Personen ſizen ge Meyer; Eve, ihre Tochter Helene Staglé; Ruprecht Tümpel, blieben; das zeuge von einem bedeutenden Mangel an Wie der Voff. 3tg." von fundiger Seite mitgetheilt ein Bauernbursch- Paul Biensfeldt; Frau Brigitte, feine Anstand. Wenn bei einem Hoch auf den Kaiser ein wird, war die Angabe der von dem durchgegangenen Buchhalter Muhme Marie Corbach; Ein Bedienter des Gerichtsraths Sozialdemokrat fizzen bliebe, so würde er wegen Majestätseiner hiesigen Schirmfabrik veruntreuten Summe von 20 000 m. Friedrich Kayßler; Liese Meta Bünger; Grete Emma beleidigung bestraft, wenn aber ein Hoch auf einen Sozialweit übertrieben. Sydow; Ein Büttel- Adolf Baumann. Diesem folgt Arthur demokraten ausgebracht würde, könne man ungestraft fizzen Infolge der Rattenplage in der Engros Markthalle hat Schnißler's" Liebelei" in nachfolgender Besetzung: Hans bleiben. Ginem Parteigenossen fönne man eine derartige unInfolge der Rattenplage in der Engros Markthalle hat Weiring, Violinspieler am Josephstädter Theater- Emanuel anständigkeit nicht zutrauen, feine Aeußerungen bezögen sich auf jezt die Markthallen Verwaltung fünf Hunde angeschafft, um Reicher; Christine, feine Tochter- Agnes Sorma; Mizi andere Personen. diese Thiere zu vertilgen. Der Schaden, den namentlich die Schlager, Modiftin Gisela Schneider; Katharina Binber, Engros- Schlächter in letzter Zeit erlitten, repräsentirt ganz be- Frau eines Strumpfwirkers Marie Meyer; Frig Lobheimer -Rudolf Rittner; Theodor Kaiser- Josef Jarne; Ein Herr Hermann Nissen. und Julia gegeben. Im Schiller- Theater wird heute zum ersten Male Romeo Im National- Theater geht heute zum ersten Male KonEine polizeiliche Verordnung gegen das Wurftfärben radin, der letzte Hohenstaufe, Tragödie in 5 Aften von Moritz foll, wie ein Berichterstatter zu melden weiß, in Aussicht stehen. Gutmann in Szene; die Titelrolle spielt ein Gaft, Herr Hans Preger vom Stadttheater zu Mainz, während die übrigen HauptAus der Kaserne. Ueber eine triegsgerichtliche rollen mit den Damen Samft, Arm und Pögner und den Herren Untersuchung wider einen Unteroffizier wegen Miß- Wach, Wesselsky, Steinreuth und Aschinger besetzt sind. handlung eines untergebenen ist vom GardeFüsilier- Regiment, Chausseestraße, zu berichten. Als vor einigen Alexanderplat- Theater. Pitts. Operette in einem Att Tagen sich die zehnte Kompagnie diefes Regiments beim Rekruten: on Friz Otto. Musik von H. Löwenfeld. Es gab eine Exerzieren befand und„ Griffe" mit dem Gewehr übte, sah sich Beit, die jetzt allerdings fast ein Menschenalter zurückliegt, wo ein Unteroffizier veranlaßt, einen Mann seiner Abtheilung funken sprühe. Das war, als Offenbach an den armen Göttern man auch vom Textbuch einer Operette verlangte, daß es Geistesthätlich anzugreifen. Der gemißhandelte Garde Füsilier meldete Griechenlands die Gebrechen seiner Zeit perfiflirte, und den Taft die erlittene Mißhandlung seinem Feldwebel, der die Meldung In allen diesen Aeußerungen sah die Polizei Beleidigungen, weitergab. Infolge deffen wurde von der ersten Garde- Infanterie- zu den prickelnden Tönen des Kankans, an dem die Herrlichkeit namentlich bezog sie die Aeußerungen auf die überwachenden Bedivision, die darüber zu entscheiden hat, die friegsgerichtliche des faiserlichen Frankreich sich zu Tode tanzte. Als dann die Stadt amten, die wegen des Sißenbleibens bei der Ovation für Engels Untersuchung verhängt und bereits finden tagtäglich im Militär- voll Blut und Wunden die Verbrechen des Bäsarismus gebüßt hatte, gefallen waren. Die Beweisaufnahme ergab in dieser Richtung, Untersuchung verhängt und bereits finden tagtäglich im Militär- strich eine andere Luft durch Paris, in der die Offenbach'sche daß in der That einige Versammlungsbesucher sich von der Arrestgebäude in der Lindenstraße Verhöre mit den anderen Leuten der Kompagnie statt. Den Namen des betreffenden Muse nimmer gedeihen konnte. Der Altmeister der Operette Ovation ausgeschlossen hatten, die niemand kannte, die also zu den Unteroffiziers konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen. legte sich zum Sterben und ward von Strauß abgelöst, der nach organisirten Malern und Genossen nicht gehört haben konnten. Nebenbei bemerkt ist dieser Unteroffizier erst vor kurzem von seine Walzerrythmen zu ranken wußte. An solchem Blödsinn dings einmal mit Ulig ein Gespräch gehabt. der Fledermaus um nichts anderes als um fade Rokokomäßchen Der Polizeihauptmann Ancion befundete, er habe allereiner Unteroffizierschule zum Garde Füsilier- Regiment versett Dieser hätte ein worden. Das friegsgerichtliche Urtheil werden wir zu gegebener fällt es bei einer noch auftauchenden Schöpfung dieser Art nie- unbeschränkte Nachttonzession. Nun wären einige Male Arbeiterging die Operette zu grunde; man refignirte und heutzutage Lokal, worin besseres Publikum" verkehrte und deshalb hätte er Zeit bekannt geben. mandem mehr ein, nach dem Werth des Libretto zu fragen. So versammlungen bei Uliz abgehalten worden, und da hätte er Schwierige Verhältnisse herrschen in der Real- Kredit- ist denn auch von der Textdichtung zu dem fleinen ulit darauf aufmerksam gemacht, daß dadurch der Charakter Bant, Kommandantenstr. 72. Die Bant wurde in den sechziger Werk Des jungen Komponisten Romponisten Löwenfeld nur das feines Lokals verändert werde, und daß er die Folgen zu Jahren als Genossenschaftsbank gegründet, um Grundbesizern eine zu sagen, daß sie unter der Kanone ist. Frisch tragen haben werde. 0 gegeben, daß er zur Beit Arbeit habe, der recherchirende SchutzEr habe ein Strafaufschubsgesuch eingereicht, und darin anmann hätte aber seine Vorgefeßten beschwindelt und deshalb wäre sein Gesuch abgelehnt worden. Der Angeklagte hatte ferner erzählt, der Polizeihauptmann Ancion hätte dem Restaurateur Uliz mit Entziehung der demokratische Verfamlungen abhalten ließe. Stonzession gedroht, wenn er in seinem Lokale sozialHilfe zu leisten, und wurde im Jahre 1888 in eine Aktiengesell- und ansprechend, wenn auch gerade nicht besonders originell, Uli bestätigte das im wesentlichen. Er war sich durch die schaft umgewandelt. Leiter des Unternehmens war bis dahin ist aber die Musik gehalten. Ein reizender, allerdings etwas Frage des Hauptmanns bewußt geworden, daß er nicht auf werthlos. Das Gericht verneinte die Beleidigung in dem Falle wegen des Sihen bleibens und verurtheilte den Angeklagten im übrigen zu einem Monat Gefängniß. J Die Hauptverhandlung gegen die Mörder des Bahns wärters Schulz in Zeltow, Kurz und Wohlau, findet heute vor dem Schwurgericht am Landgericht II statt. dem richtigen Wege set. Er hatte später seinen Saal zu geringen Standes gegenüber, welche hart ums Dasein tämpfen[ vorbestraft. Der Vorsitzende weist die Angeschuldigten auf diesen Versammlungen verweigert. müßten; er beantrage gegen ihn eine Gefängnißstrafe von drei Umstand hin und ermahnt sie, sich durch Ablegung eines Der Schuhmann Dittborn hatte bei dem Schuhmacher Monaten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dialoscinsti, er offenen Geständnisses der Milde des Gerichtshofes zu em Stephan recherchirt, ob der Angeklagte Arbeit hätte. Aus der klärte, daß er in betreff der Trinkgeldfrage awar pfehlen. Diese Mahnung wird von dem Angeklagten Aussage der Frau Stephan ging hervor, daß ihr inzwischen auf dem Standpunkte bes Staatsanwalts stehe und Mertens, der bei dem ersten Falle, in welchem es sich um Dieb. verstorbener Mann dies bestätigt hatte, daß aber Dittborn gleich das Recht, ein solches zu fordern, nicht anerkennen ftahl von Wolle handelt, betheiligt ist, nicht beherzigt, er widererwidert hatte: Das wissen wir besser, der artönne, im vorliegenden Falle müsse er aber auf Freisprechung ruft sein früher abgelegtes Geständniß. Als Hauptbelastungsbeitet nicht, der wird als Agitator bezahlt." plaidiren, weil der Angeklagte doch, wenn auch rechts irrthümlich, zeuge tritt der Kriminalschuhmann Dittmann auf, welcher die Er Dittborn gab dies zu, wollte aber, was sein Reviervorstand sich in dem Glauben befunden habe, ihm stehe das Recht zu, mittelungen in dieser Sache angestellt hat. Der Angeklagte bestätigte, auch die Auskunft des Stephan berichtet haben. Jeden- Trinkgeld zu verlangen. Kraffert behauptet, daß ihm die Bootsleute Waaren angeboten falls lautete der Bericht, den der Polizeilieutenant Friesen Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Staats- hätten, was von den letzteren entschieden bestritten wird. dem Staatsanwalt erstattet hatte, Wenzel arbeitete anwalts an und verurtheilte den Angeklagten wegen Erpressung Da die Beweisaufnahme etwas Bemerkenswerthes nicht überhaupt nicht. Das Gegentheil bewies Wenzel durch zu sechs Wochen Gefängniß. bietet, so werden wir uns darauf beschränken, das Urtheil miteine Bescheinigung seines Arbeitgebers. Auf die Frage des Ver- Der große Schifferprozek gelangte heute vor der zweiten zutheilen. theidigers, woher er wisse, daß Wenzel nicht arbeite, erwiderte Straftammer des Landgerichts I unter dem Vorsitz des Land- Der Gerichtshof fällte folgendes Urtheil: Cohn 8 Monate Der Schuhmann, er hätte ihn etwa 14 Tage vorher mit gerichts- Raths Stubenrauch zur Verhandlung. Aus der Haft Gefängniß( einfache Hehlerei), Schmidt 1 Jahr ZuchtBüchern gehen sehen, außerdem hatte Wenzel Bücher in wurden folgende Personen vorgeführt: 1. Handelsmann Moris haus, Kraffert 1 Jahr Buchthaus( gewerbsmäßige seiner Wohnung!! Der Staatsanwalt beantragte 2 Monate Gefängniß, indem Kraffert, 4. Cohn, 2. Fuhrherr Friedrich Schmidt, 3. Arbeiter Wilhelm Hehlerei), Merten 3 4 Monate Gefängniß, Greulich 4 Monate, Steuermann Gustav Mertens aus Bord 4 Monate, Roost 3 Monate, Breitenstein 2 Monate, er alles für Beleidigungen erachtete, namentlich auch die Havelberg, 5. Bootsmann Karl Greulich aus Havel- Reed 2 Monate, Schüße 3 Monate, Redmann 1 Woche Aeußerungen wegen des Sigenbleibens auf die Beamten bezog. berg, 6. Bootsmann Wilhelm Borck aus Havelberg, unb Schreiber 4 Monate Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Heine plädirte für Frei- 7. Steuermann Christian Roost, 8. Bootsmann Wilhelm Die gegen die Schiffer erkannten Strafen wurden fast durchsprechung. Die Aeußerungen hätten sich zum theil garnicht auf Breitenstein: 9. Bootsmann Friedrich Reed, 10. Boots- weg durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet. Die Beamten bezogen, zum theil wären sie nicht beleidigend oder in mann Erich Sch ühe, 11. Bootsmann Otto Red mann und Aus Spandau berichten hiesige Blätter: Gegen den Führer Wahrung berechtigter Interessen gethan. Was der Angeklagte 12. Schiffseigner Joseph Schreiber. Diefelben find theils des der Sozialdemokraten im Wahlfreise Potsdam- Spandau- Osthaveldem Hauptmann Ancion nachgesagt habe, sei im wesentlichen gemeinschaftlichen Diebstahls bezw. der Unterschlagung, die An- land, Töpfermeister Schröer hier, ist von der Staatsanwaltschaft erwiesen. Natürlich werde ein solcher Drud immer in geklagten Cohn, Schmidt und Kraffert der gewerbsmäßigen Anklage erhoben worden wegen öffentlicher Beleidigung des verschleierten Formen ausgeübt, hier sei der Zweck Behlerei beschuldigt. Die Angeklagten Cohn und Schmidt hatten Oberbürgermeisters Rölge und des bisherigen Stadtverordneten aber durchfichtig genug gewefen, und Ulig hätte ihn auch ver ihre Wertheidigung den Rechtsanwälten Ballien, bezw. Vorstehers Neupert. Schröer, der Stadtver ordneter ist, hat in standen. Auch mit seiner Kritik des Verhaltens der Polizei Dr. Schwindt, übertragen, einige der übrigen Angeklagten wurden einer Voltsversammlung eine Vorlage des Magistrats, bei der es bei der Recherche wäre der Angeklagte ziemlich im Rechte ge- durch die Rechtsanwälte Stadthagen und Dr. Jvers vertreten. sich um Anschaffung von Amtsketten für den Oberbürgermeister wesen, wenn auch vielleicht die Schuld an der falschen Auskunft Die Anklagebehörde vertrat Assessor Woermann. Die Haupt- und den Stadtverordneten Vorsteher handelte, besprochen und nicht allein bei dem Schuhmann liege. Wenn der recherchirende schuld wird den Angeklagten Cohn, Schmidt und Kraffert zu- darüber Bemerkungen gemacht, die schwere Beleidigungen der Beamte von vornherein alles besser wisse, dann solle man solche geschrieben, welche sich verbunden haben sollen, Waaren, welche von beiden Herren enthalten sollen. Mitangeklagt ist der Arbeiter Recherchen lieber ganz unterlassen, denn dann wären sie völlig den Schiffern veruntreut waren, für ein Billiges zu erstehen, um Guler vom Feuerwerkslaboratorium, der sich in ähnlicher Weise sie mit großem Nußen weiter zu veräußern, oder für sich zu ver- über die Amtskette äußerte. Gegen Schröer ist außerdem die wenden. Kraffert trat dabei als Versucher auf. Er machte sich an den gerichtliche Untersuchung eingeleitet wegen Gotteslästerung, die Anlegeplägen zu thun und suchte die Wirthschaften auf, in denen er in einem Vortrag über„ Volkserziehung" ausgestoßen die Schiffer zu verkehren pflegten. Hatte er sich mit ihnen be- haben soll. Mit der prinzipiell wichtigen Frage, ob es ein Recht fannt gemacht, so machte er Anspielungen, daß die Schiffer sich auf Trinkgeld giebt, hatte sich gestern die erste Straftammer leicht einen Nebenverdienst verschaffen könnten und wenn er des Landgerichts I zu beschäftigen in einer Straffache wegen merkte, daß seine Bemerkungen auf einen fruchtbaren Erpressung und Sachbeschädigung, welcher Vergehen sich der Boden fielen, trat er offen mit dem Anfinnen hervor, daß Fuhrherr Hermann Fräd rich schuldig gemacht haben sollte. Der sie von der ihnen anvertrauten Ladung einen Theil für eigene Prokurist Thiessen der falliten Sonderburger Bank wurde von Aus Flensburg wird vom Freitag berichtet: Der frühere Angeklagte hatte im September v. J. mit seinem Einspänner- Rechnung verkaufen sollten. Er werde ihnen dabei behilflich sein. Der ersten Straffammer von der Anklage des Betruges freis Fuhrwert viele fleine Umzugsfuhren zu machen. Er hatte Leider ist es dem Angeklagten Kraffert gelungen, recht viele gesprochen. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefängniß beans auch mit der Maurers- Ehefrau Frenzel vereinbart, ihren Schiffer zu verleiten. Beigten fie fich geneigt, so machte Kraffert gesprochen. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefängniß bean= größeren Hausrath für einen Preis von 5 M. von der Fürbringer seinen Genossen Cohn und Schmidt Mittheilung, worauf der straße bis nach der benachbarten Zoffenerstraße zu schaffen. Anstatt, lettere au verabredeter Zeit mit seinem Fuhrwerke an der wie verabredet, um 6 Uhr abends zu kommen, fam der Angeklagte kurz Anlegestelle erschien, um die veruntreuten Waaren ab= Versammlungen. vor 10 Uhr. Er war selbst sehr ärgerlich darüber, daß er bei den vorher zuholen. Bestanden dieselben in Leder oder Wolle, ausgeführten Umzügen fo lange aufgehalten worden war. Die Sachen so brachte Schmidt sie zum Mitangeklagten Cohn, der Entgegen der Angabe in der Schriftgießer- Versammwurden in Eile verladen, von einer Schonung derfelben war in der Linienstraße 52 ein Produktengeschäft betrieb lung, über die wir in der gestrigen Nummer berichteten, wird feine Rede. Als das letzte Stück auf dem Wagen war, verlangte und dergleichen Waare leicht absetzen fonnte. Aber auch Schmidt uns mitgetheilt, daß in der Schriftgießerei von Gursch nicht der Angeklagte, daß Frenzel vor der Abfahrt 3 Mt. Trinkgeld betrieb einen schwungvollen Handel mit allen möglichen anderen 8 Gehilfen und 6 Lehrlinge, sondern 17 Gehilfen und 8 Lehrlinge zahlen sollte, für jeden seiner Helfer eine Mart. Als Frenzel Waaren, welche von den Schiffern gestohlen waren; in der Anfich weigerte, fommandirte der Angeklagte ,, Abladen!" worauf seine flageschrift werden Kaffee, Schellack, ein Faß Firniß, ein Faß Gehilfen das Mobiliar vom Wagen herabnahmen und es Rothwein, furz, alle möglichen Waaren aufgeführt, die von auf die Straße setzten. Wenn die Eheleute Frenzel nicht während Schmidt veräußert sein sollen. Hatten die ungetreuen Schiffer der Nacht mit ihrem Hausrath auf der Straße liegen wollten, Roggen, Weizen oder Mais geladen, so verwendete Schmidt diese mußten sie sich der Forderung des Angeklagten fügen, sie Futterstoffe in seiner Wirthschaft. Ein großer Theil der Schiffer erreichten nur eine Herabsehung des Trinkgeldes auf 2,25 M. ist nicht ermittelt worden. Der Angeklagte Schiffseigner Schreiber Der Angeklagte ließ seine schlechte Laune auch beim Abladen hat geständlich im Juli vorigen Jahres von einer für die Holzan den Sachen aus, die Berliner Redensart 3weimal umziehen handlung H. Nadge bestimmten Ladung Nußbaumholz etwa ist eben so schlimm, als einmal abbrennen," wäre in 300 Ranten und im August v. J. von einer für die Holzhandlung diesem Falle zutreffend gewesen. Die Eheleute brachten das Ver- Louis Bry bestimmten Ladung von Mahagoni Blöcken halten des Angeklagten zur Anzeige. Frädrich erklärte im und Nußbaumkanten einige der letzteren und einen MahagoniTermin, daß seine Trinkgeld- Forderung berechtigt gewesen sei, block an Schmidt für 80 bezw. 20 m. verkauft. In allen diesen eine Ziehfuhre ohne Trinkgeld für die Lente gäbe es überhaupt Fällen diente Kraffert als Vermittler. Das Treiben der Angeklagten, nicht. Wenn einzelne Sachen beim Transport Schaden welches seit Jahren fortgesetzt worden ist, gelangte durch einen eigengenommen hätten, so sei dies nicht sein Verschulden; artigen Zufall zur Entdeckung. Im September v. J. hatten die An- Aus Kiel erhalten wir folgendes Privattelegramm: vorfäßlich habe er nichts beschädigt. In betreff In betreff des geklagten Roost, Breitenstein und Reeck von einer PartieBagdadhäuten, Der Stettiner Dampfer Direktor Reppenhagen", der mit 2000 letzten Punktes hielt der Staatsanwalt den Beweis der welche für die Firma Naphtali u. Brohn bestimmt waren, Tons Kohlen beladen, den Nordostseekanal paffirte, strandete am Vorsäglichkeit auch nicht erbracht, er beantragte dieserhalb die 70 Stück entwendet und an Schmidt für 85 m. verkauft. Dieser Freisprechung. Dagegen halte er die Thatbestandsmerkmale der übertrug den Weiterverkauf an Cohn, welcher nun zufällig die Audorfer See. Das Borderschiff ist voll Waffer gelaufen; der Expreffung für erwiesen. Es tomme lediglich darauf an, ob es Waare derselben Firma zum Kauf anbot, der sie gestohlen worden Dampfer mußte ans Ufer gesetzt werden. ein Recht auf Trinkgeld gäbe oder nicht. Er bestreite, daß ein war. Die Häute wurden sofort an besonderen Merkmalen erkannt. solches Recht vorhanden sei, denn wenn sich auch eine Gepflogen Cohn wurde wegen Verdachts der Hehlerei verhaftet, und nun heit herausgebildet haben möge, für bezahlte Dienstleistungen spannen sich die Fäden immer weiter, bis sämmtliche Angeklagten noch eine Extravergütung zu gewähren, so dürfe dies bei der sich in Haft befanden. Mit Ausnahme des Schiffseigners wir bitten bet jeder Anfrage eine Chiffre( awet Buchstaben ober eine Bahn) Rechtsprechung doch nicht in betracht kommen. Der Angeklagte Schreiber, der vor länger als 20 Jahren eine nicht erhebliche anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. habe ein besonders rohes und brutales Verhalten gezeigt Leuten Berurtheilung wegen Hehlerei erlitt, ist keiner der Angeklagten| J. A. Namen nennen. Telephon Amt IV 447. Streng reelle Bedienung. M.Schulmeister Schneidermeister, Dresdener- Strasse 4, Kottbuser Thor, empfiehlt zu außergewöhnlich billigen Preisen nachstehende Spezialartikel: Einsegnungs- Anzüge aus Satin, Kammgarn, Diagonal-, Tuchstoffen, ein- und zweireihig Jaquet- Anzüge in gedieg. wollenen Zwirnstoffen, 1. u. 2 reihig in glatten Diagonal, KammJaquet- Anzüge garn, Satin. u. Cheviot- Stoffen, 1- u. 2 reihig in englischen Cheviot- Stoffen, eleg. Jaquet- Anzüge Ausführung Rod- Anzüge Rod- Anzüge i. guten, wollenen, schwarz. Rammg. u. Satin- Stoffen, moderner Façons modernster Farben, elegante Schnitts Façons feinen Satin-, Tuch- und Gehrod- Anzüge Sammgarn- Stoffen, 2reihig. Frühjahrs- u. Sommer- Paletots aus Satin, Diagonal, Kammgarn, in allen erdenklichen Farben,( auch Sacco- Paletots vorräthig) Beinkleider in dauerhaft., wollenen Stoffen, versch. Farben, Kammgarn und Cheviot Hohenzollern- Mäntel mit einer 5 mtr. weiten Pelerine • • Don mr. 12-35 " 16-24 20-35 " " 22-36 . " " 25-38 " " 9 30-42 W 30-45 15-35 " . 5-10 " " 27 ." " " an. Knabenpaletots, Knabenanzüge Kleidsamer Façons in großer Auswahl. Schul- Anzüge win Stoffen, 1 und 2reihig von M. in Cheviots, Velour- u. dauerhaften 6 an Bestellungen nach Maass von englischen, französischen und deutschen Stoffen werden in eigener Werkstatt unter meiner persönlichen Leitung gut und billig ausgeführt. Begründung des Geschäfts 1878. Telephon Amt IV 447. schmerzlos eingesetzt, festsigend. Reparaturen sofort. Weniger Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Lausitzerplatz 2, Elsasserstr. 12. Auf Cheilzahlung Winterpaletots, Anzüge, Damenmäntel, Jaquets, Gardinen, Teppiche, Möbel, Betten etc. bei L. Silberstein, 41522* Rosenthaler str. 49, 1. Strickwoll- Refte, Zephyr, Rockwolle zu Partiepreisen jetzt Holzmarktstr. 60, Hof links 1 Tr. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 4261 L* .. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Möbel, alte und neue, ganze Wirthschaften tauft P. Schönknecht, Auguststraße 3a, Alte Stiefeln, Reparaturen reell u. ausw. Bestellung. u. billig Dresdenerstr. 49, Runge. * Restaurant mit Garten und voller Konzession nahe der Ausstellung ist frankheitshalber zu vert. Näh. Böckhstraße 49 bei Jung. 24926 Wirthschaft, Nußbaum, 350 M. zu verk., Werth 1200 M., zu erfr. bei Restaurateur Müller, Soldinerstr. 93. Alte gangbare Schlosserei, westl. Vorort, ist Umstände halber billig zu verkaufen. Zu erfr. Stegliz, Schüßenstraße 51, bei Rattuy. 24796 Meinen Freunden und Bekannten theile hierdurch mit, daß ich das früher von Herrn L. Karthun innegehabte Weiß- und Bairisch- Bierlokal 2485b am 1. Februar übernehme. Um freundlichen Besuch bittet G. Federhart, Bopptr. 4. Neue Hofen, Ueberzieher Pfandleihe Staligerstr. 13. Künstl. Zähne Bemittelte Grmäßigung. Kreslawski, Spittelmarit 18 billig zu verkaufen * M Hannover Elberfeld Barmen tragt. beschäftigt würden. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- WahlSonntag, den 2. Februar, vor kreis Stralsund- Franzburg- Rügen. mittags 10 Uhr, bet zinke, Jüdenftr. 36, Sthung. Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Vortrag. 3. Diskussion. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 2. Februar cr., abends 6 Uhr, tm total von Hoffmann, Alexanderstraße 27c, Berfammlung. Bortrag bes Serrn Dr. Went über:„ Das Satteffen." Nachbem: Geselliges Beiſammensein und Tanz Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale bei Wilke, Andreasstr. 26. Vortrag des Genoffen Bogasch. Berlin 1. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 3. februar, 8 Uhr, Privat- Theatergesellschaft Billy". Sonnabend, Sigung, abends Uhr bet Echeriners, Artonaplaz 1. Vermischtes. Briefkasten der Redaktion. Bazar M. Bär 23 Kommandanten- Strasse 23 Ecke Alte Jakob- Strasse. Essen a. R. Stettin Cassel Ausverkauf wegen Aufgabe des hiesigen Zweiggeschäfts Galanterie-, Kurzwaaren, Haus- und KüchenGeräthe, Glas und Porzellan. Allerbilligste Preise. Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade J. Brünn Am Stadtbahnhof ,, Börse.' Inventur- Ansverkauf! Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Meu eröffnet! Hippodrom u. Reitbahn Rungestrasse 8 Rungestrasse 8 Großes Musikreiten bis abends 11 Uhr. Entree frei. für Herren und Damen täglich Verantwortlicher Redakteur: August Jacobcy, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 27. Abgeordnetenhaus. Sigung vom 31. Januar, 11 Uhr. Am Ministertische: Dr. Miquel, Dr. Bosse und Komfarien. Die erste Berathung des Lehrer befoldungsGejeges wird fortgesetzt. Abg. Latacz( 3.): Die Lehrer sind durch die Vorlage mit großer Freude erfüllt worden; allerdings bleiben noch manche, feit langem geäußerte Wünsche unerfüllt. Die Festsetzung der Mindest grenze des Lehrergehaltes ist immerhin ein erfreu licher Fortschritt, wenn auch thatsächlich die meisten Lehrer gegenwärtig bereits ein höheres Gehalt beziehen. liches Schulgeset jetzt können Sonnabend, den 1. Februar 1896. ein Wort darüber verlieren. Erleichtert hat uns Herr Friedberg durch seine Rede unfere Stellung zur Vorlage nicht. Wir werden trotzdem uns bemühen, an der Vorlage mitzuarbeiten und namentlich die Ungerechtigteit gegen die Städte zu beseitigen. -13. Jahrg. Der Reich stommissar bemerkt: Der heute zur Vers handlung stehende Unfall sei kein Seeunfall, sondern ein See verbrechen, das geeignet sei, den guten Ruf der deutschen Seeleute start herabzusetzen. Nur des Geldes wegen habe man die gesetzlichen Bestimmungen eines fremden Landes, Abg. Ehlers( frf. Vg.): Das bedenklichste der Vorlage ist verletzt. Wenn auch der Agent die Verstauung vorgenommen die Schädigung der Großstädte. Man scheint dabei habe, so bätten doch zweifellos die Schiffsoffiziere davon ge ausschließlich die Verhältnisse Berlins im Auge gehabt zu haben, wußt. Von einem schlechten Gewissen des Kapitäns zeuge die aber für andere Städte garnicht paffen; andere Städte sind es, daß er nicht sofort nach dem Hafen zurückgekehrt sei, weniger günstig fituirt als Berlin. Redner exemplifizirt nament- um den Scheintodten ärztliche Hilfe zu verschaffen, was als eine lich auf Danzig. Wünschenswerth wäre es, wenn alle Parteien grobe Pflichtverletzung zu bezeichnen ist. So habe er aber seine der Vorlage zustimmen könnten, dann würde endlich das Rennen Hände in Unschuld waschen wollen. Dem 2. Steuermann sei um die Gunst der Volksschullehrer aufhören. die Neue zu spät gekommen; er, der von der lebensgefährlichen Die Debatte wird geschlossen. Die Vorlage geht an eine Verstauung wußte, hat der erhaltenen 10 Rubel wegen gebesondere 21er Kommission. fchwiegen. Sämmtliche 3 Schiffsoffiziere feien mehr oder weniger Es folgt die erste Lesung der Pensionsgefez- schuldig, weshalb er gegen diefelben den Antrag zu stellen sich Novelle( betr. Lehrerpenfionirungen.) für verpflichtet halte, allen dreien die erworbenen Patente zu Abg. v. Vof( ft.): Die Vorlage ist der Form nach un- entziehen. zweckmäßig. Das alte Gefeß hat Mängel, die nun hier auf die Der Senat erkennt: Die Ursache des Unfalles Lehrer übergehen. Es wäre richtiger, ein neues Lehrer- Pensions- liege daran, daß die ums Leben gekommenen Leute zu gesetz zu machen, zumal hier einige ganz neue Gesichtspunkte in lange in schlechter Luft gehalten wurden. Verantwortlich betracht kommen, namentlich die Anrechnung der Dienstzeit auf dafür sei in erster Linie der erste Steuermann, der davon das zur Pension berechtigende Dienſtalter. gewußt habe. Betreffs des Kapitäns hat das Seeamt angenommen, daß er nichts davon gewußt habe, weil ihm nichts direkt nachgewiesen fei, ebenso denkt das Seeamt über den 2. Steuermann. Allerdings sei er davon unterrichtet gewesen, aber der 1. Steuer mann habe ihm gesagt, der Kapitän wiffe davon Bescheid. Der Spruch lautet: Der 1. Steuermann hat den Tod der 6 Emigranten dadurch verschuldet, daß er die Unterbringung der Leute in der Pickback geduldet hat, ihm werde das Schiffer- und Steuermannspatent entzogen. Hoffentlich legt der Reichskommissar Berufung gegen dies milde Urtheil ein, und hoffentlich verfehlt nicht der erste Staatsanwalt Schwarz, der der ganzen Verhandlung beiwohnte, nunmehr die öffentliche Anklage zu erheben. Die Abgg. Bartels( t.) und Frhr. v. Heereman( 3.) beantragen Worberathung durch die Unterrichtskommission. Das Haus beschließt nach diesem Antrage. Nächste Sigung morgen( Sonnabend) 11 Uhr: Landwirth schaftlicher und Gestüts- Etat. Schluß 31/2 Uhr. Ein Derbrechen auf Ser. Aus Flensburg wird uns berichtet: bot, " Gerichts- Beifung. Abg. Knörrke( frs. Vp.): Es würde in der That zur Zeit nicht rathfam fein, ein neues Schulgesetz in Angriff zu nehmen. Mit Unrecht stellt man die heutige Volksschule so dar, als entbehre ſte des chriftlichen Charakters; das ist unzutreffend. Aber wir wissen ja von früher, was die Herren rechts unter dem Begriffe der christlichen Volksschule verstehen; selbst ein so tirchlicher Mann, wie der Herr Kultusminister, kann diese Forde rungen nicht erfüllen. Eine Verfassungswidrigkeit ist in der VorTage nicht enthalten, sie beseitigt Nothstände, die nicht länger Abg. Dr. Lohmann- Hagen( natl.) hat ebenfalls Bedenken geduldet werden dürfen. Allen gerechtfertigten Wünschen, gegen die Form der Vorlage. Die Kommission möge eine klarere die wir früher ausgesprochen, genügt das Gesetz nicht. Die Fassung finden. Arbeit unserer Lehrer wird, verglichen mit der Arbeit Regierungskommissar Geh. Rath Germer: Die Regierung anderer Beamten, leider als geringwerthiger beurtheilt. hat geglaubt, nachdem früher das geltende Pensionsgefez bereits Indes, wir nehmen an, was die Regierung uns bietet. Eine mehrfach in ähnlicher Weise amendirt war, dies auch bezüglich Ungerechtigkeit aber ist die Entziehung des der Volksschullehrer thun zu können. Staatszuschusses an die Großstädte; Berlin, das besonders die Verpflichtung hat, höhere Lehranstalten zu unterhalten, verliert allein 1 Million; die 68 Großstädte, welche Staatsunterstützung beziehen, haben ihre Finanzen auf diese Unterstützung hin geregelt.( Burufe.) Man sagt, dieser Ausfall müsse ausgeglichen werden; das ist eine schöne Redensart; ich werde den Herren, wenn Sie so ungerecht behandelt werden, auch zurufen: Das muß ausgeglichen werden.( Heiterkeit.) Ich hoffe, die Kommission läßt sich sich ernstlich angelegen fein, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. Bu Bedenken giebt die Bestimmung Anlaß, daß Naturalien- Ein Vorgang, der lebhaft an den Stlaventransport zur See Der antisemitische Redakteur Oswald Kuorr hatte sich leistungen auf das Mindestgehalt angerechnet werden sollen. früherer Zeiten erinnert, gelangte am 28. Januar vor dem hiesigen am Mittwoch vor dem Schöffengericht in Charlottenburg 3u niedrig pflegt man diese Leistungen nicht zu schäßen. Seeamt zur Verhandlung. Anfangs dieses Jahres lag in dem wegen Betruges zu verantworten. Dem Angeklagten wurde, Aber es ist doch merkwürdig, daß dieselben Herren, die stets be- russischen Ditfeehafen Libau der 684,27 engl. Reg. Zons große wie die„ Charlottenburger Neue Zeit" meldet, zur Last gelegt, haupten, die Landwirthschaft rentire sich nicht, nun dem Lehrer Flensburger Dampfer Hermann", Kapitän J. Lorenzen, zur Abim Jahre 1893 in der Absicht, sich den Vortheil der den Betrieb der Landwirthschaft zumuthen. Gegen den§ 7 fahrt bereit, um eine Badung Holz und Stückgüter nach dem Kreditgewährung zu verschaffen, das Vermögen des Buch( Verlust der Alterszulagen bei unbefriedigender Führung) habe ich englischen Hafen Hull zu überführen. Obgleich die Ladung 25 Mart druckerei Besizers Schmücker in Moabit um mehr als nur formelle Bedenken. Die gleiche Bestimmung besteht für alle die Räume des Frachtdampfers vollständig ausfüllte und wissentlich die falsche Thatsache vorgespiegelt habe, er hätte eine geschädigt zu haben, indem er demselben anderen Beamten; ein Privilegium können die Lehrer nicht be- sonst teinerlei Unterkunftsräume für Passagiere anspruchen. Bisher ist die Bestimmung wenig angewendet; hatte dennoch der Kapitän mit einem staatliche Anstellung in Aussicht. gewiffenlosen Zur Sache selbst erklärt hoffentlich wendet der Minister sie garnicht mehr an. So wie russischen Agenten die Vereinbarung getroffen, gegen einen Knorr, daß er eine militärische Schrift verfaßt habe, welche von der Entwurf vorliegt, kann er nicht bleiben; den Wünschen der Preis von 900 M. 80-90 russische Emigranten als Passagiere dem Kaiser seinerzeit, als derselbe noch Oberst und Kommandeur großen Städte muß Rechnung getragen werden. des Garde- Husaren- Regiments gewesen ist, im Regimente eins Abg. Frhr. v. Scereman( 3): Ich bin mit meinen indem er 1000 Pfd. Prot, I Faß Salzheringe und Kartoffeln angeführt worden sei. Gestützt auf diese Thatsache sei er 1893 bei Freunden gern bereit, den Lehrern zu helfen, ich vindizire ihnen Bord brachte. Als Unterkunftsräume wies der Kapitän diesen Herrn v. Lucanus um eine Anstellung im Preßbureau eingekommen, mehr, als die Vorlage für sie verlangt, denn sie haben einen Emigranten, die bei der stürmischen Witterung und der falten habe auch seine Papiere eingereicht, sei aber nach längerem Warten hohen und heiligen Beruf( Bravo! im Zentrum.) Aber ich Jahreszeit unmöglich an Deck bleiben konnten, die beiden leeren abschlägig beschieden worden. Die hierauf bezug habenden Schriftstücke habe in bezug auf die Regelung einzelner Materien dieselben Be- Räume der Kohlenbunker an, welche über dem Kesselraum unter legt der Angeklagte vor. Der Zeuge Schmücker sagt aus, daß denken wie die Herren rechts. Entweder können wir ein einheit- Deck liegen, außer den Mannlochlöchern keinerlei Deffnung noch Knorr früher bei ihm als Redakteur der von ihm( Schmücker) machen. Ventilation besigen und 32 Fuß lang, 8 Fuß breit und 7 Fuß verlegten Moabiter Nachrichten" in Stellung gewesen sei, daß ( Sehr richtig!) Ich frage, wo bleiben die Rechte der Ge- boch waren. In diefen von denstohlentrimmern gefürchteten er aber jo traurige Erfahrungen meinden, ber Gltern, der Kinder?( Bravo). Sie können die follten und mußten bie nicht beneibenswerthen fortelen Mäumen er ſchließlich froh gewesen sei, als dieſer wegging. Auch habe er Schule nicht schwerer schädigen, als indem sie dieselbe zu einer darunter Frauen mit 17 Kindern, zum theil Säuglinge, eine ihm die Moabiter Nachrichten" ganz und gar überlassen. Anfang staatlichen Abrichtungsanstalt machen.( Bravo!) Das ist eine fechstägige Seereise antreten. 1893 ist dann Knorr zu Schmücker gekommen und hat mit diesem falsche Nichtung. Die Schule gehört der Gemeinde.( Bravo!) Aber nicht genug mit dieser Grausamkeit, am 2. Januar wegen der Drucklegung des Blattes unterhandelt. Schließlich ist Der Staat hat weder Beruf noch Fähigkeit für den Unterricht; erschien nochmals der Agent, um den Kapitän zur weiteren Auf- wifchen beiden eine Einigung zu stande gekommen und Knorr er soll das anderen Kräften überlassen. Wichtiger als der Unternahme von 25-30 Emigranten zu bewegen, die keine Bässe be- bat mehrere Wochen die einzelnen Nummern prompt bezahlt. richt ist die Erziehung in der Schule; fie muß religiös sein, faßen und daher durchgeschmuggelt werden sollten. Der Kapitän Dann gerieth Knorr in Zahlungsschwierigkeiten und Schmücker wenn nicht der ganze Unterricht eine bloße Abrichtung werden lehnte dies Anerbieten ab und wies den Agenten vom Bord, weigerte fich den Druck weiter herzustellen. Nun trat der Ansoll. Noch heute ist dem Geistlichen der berechtigte Einfluß auf der aber in dem ersten Steuermann Dreesen aus Apenrade einen geklagte an den Drucker mit der Geschichte von der staatlichen Religionsunterricht und Schulerziehung entzogen. Wo sollen wir Menschen fand, der für Geld zu allem zu haben war. Er ver- Anstellung heran und versprach, von den Einkünften aus dieser denn hinkommen, wenn unsere Jugend in der Schule nicht abredete mit dem Agenten Herma, daß dieser die Flüchtlinge Stellung würde alles beglichen werden; der Minister sei ihm mehr religiös angeleitet wird? Da muß die Sozial: nachts um drei Uhr an Bord bringen sollte und verstaute sehr wohlgesinnt, seine Papiere seien bereits eingefandt 2c. demokratie mit ihren Ansichten triumphiren!( versteckte) zehn von diesen vorn im Schiffsraum unter Schmücker ließ sich bereden, die Zeitung weiter zu drucken. ( Sehr richtig!) Der Staat sollte doch Gott danken, wenn die dem Mannschaftslogis, während die übrigen fünfzehn in Erklärung, daß eine Antwort noch nicht eingegangen fei, Nach einiger Zeit mahnte er Knorr und erhielt die. Kirche ihm hier hilft. Das Gesetz ist eine Reise ins Dunkle, die dem hintersten unteren Schiffraum, der sogenannten Pickback ver- aber gerade darin liege für ihn der Beweis, daß er annehmen ich um so weniger mitmachen kann, als ich persönlich das staut wurden. Dann ließ dieses gewiffenlose Schiffsoffizier den nöthige Vertrauen dem Herrn Kultusminister untersten Schiffsraum mit einem Mannlochdeckel belegen und dürfe, die erstrebte Stellung zu erhalten. Später hat Knorr dem nicht entgegenbringen kann.( Bravo!) die Decksöffnung mit einer Qute schließen, und mit Tauwerk und Schmücker gesagt, daß es mit der Stellung nichts geworden sei Kultusminister Dr. Boffe: Diese schroffe Stellungnahme ist dergleichen belegen, so daß dieser Versteck für 6 darin ein- und ihm Wechsel zur Deckung seiner Forderung gegeben, diese für mich um so schmerzlicher, als ich eine friedliche und versöhn- geschlossene Personen zu einem lebendigen Grabe werden sollte. führten Beweisaufnahme beantragte der Amtsanwalt auf grund aber nicht eingelöst. Nach Schluß der sehr eingehend ge lice Politik verfolgt habe gegenüber der katholischen Kirche. Am nächsten Vormittag, den 3. Januar, revidirten russische des§ 268 eine Gefängnißstrafe von 2 Monaten. Der Vertheidiger, und darum diese Antwort! Was hat der Erlaß von 1876 mit Gendarme das Schiff, wobei Dreesen 2 Matrosen an dem hinteren R- A. Balin II, plädirte für Freisprechung. Der Angeklagte Knorr. der Vorlage zu thun? Er erkennt, obwohl in der Zeit des Schiffsende aufstellte, um die unglücklichen Opfer zum Schweigen stellte auf die Frage des Vorsitzenden, ob er zu seiner Wertheidigung heißesten Kulturkampfes entstanden, doch das Recht der Geist zu veranlassen. Inzwischen hatte Dreesen auch noch den zweiten lichen an. Bisher ist noch keine Beschwerde wegen Handhabung Steuermann Heed in seine Kabine gerufen, ihm 10 Papierrubel noch etwas hinzuzufügen habe, die Behauptung auf, der Zeuge tes Erlasses an mich gelangt. Ich will den Gemeinden die Schule in die Tasche gesteckt mit dem Bemerken, er solle schweigen, da Schmücker habe soeben einen wissentlichen Meineid geleistet. Das von dem Vorsitzenden, Amtsrichter Dr. Hirsch, publizirte belassen; ich habe darüber nie einen Zweifel gelassen. Und außer dem Kapitän niemand vorläufig etwas wissen dürfe: wenn die Schulen wirklich Abrichtungsanstalten sind, an wem. Gegen 11 Uhr stach der Dampier in See und nachdem die Urtheil lautete: Der Angeklagte ist des Betruges schuldig und liegt denn das?( Sehr richtig!) Die heutige Rede des Molen passirt, der Lootse das Schiff verlassen und man bereits wird unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Geldstrafe Herrn v. Heereman beweist, wie falsch es wäre, die hohe See erreicht hatte, befreite man die im vorderen Schiffs: strafe von 6 Tagen tritt, verurtheilt. Der Angeklagte hat, so hieß von 30 M., an deren Stelle im Unvermögensfalle eine Gefängniß= heute ein Schulgesetz zu machen.( Sehr richtig!) raum verstreuten zehn Leute. Hinten hatte man die Leute ver es in der Urtheilsbegründung, durch Vorspiegelung einer That= Bei diesen Debatten würde die Sozialdemo geffen. Wohl hörte der Kapitän das Geschrei von Frauen, doch sache, von welcher er wußte, daß sie falsch war, den Schmücker tratie al3 tertius gaudens theilnehmen. Taß glaubte er dies von solchen zu vernehmen, die seekrank geworden den Wünschen der Eltern Rechnung getragen wird, ist selbst waren. Als endlich die Pickback geöffnet wurde, entströmte der veranlaßt, die Zeitung auf Kredit weiter zu drucken und dadurch verständlich; aber wir können solche Wünsche nicht unbefehen selben eine derartig schlechte Atmosphäre, daß kein Mensch wagen dem Schmücker Schaden verursacht. annehmen. Was den§ 7 anbetrifft, so hat der Lehrer mit dem fonnte, hinabzufteigen. Der Koch, welcher bineingesehen hatte, Darf man Stenern zahlen, ohne den Mund zu halten? Moment, wo er die Nachricht erhält, daß sein Gehalt erhöht ist, rief entsetzt aus: Kapitän, hinten sind alle Mann Wegen Beleidigung des Oberbürgermeisters Lindemann in ein flagbares Recht auf die Gehaltserhöhung. Die Bestimmung erstick t." Nunmehr wurde ein Windsack hinabgelassen, der Düsseldorf ist am 22. Oktober v. J. der Redakteur der des§ 7 besteht für alle anderen Beamten. Ich bedaure die Maschinist schlug ein Bleirohr durch, durch welches ebenfalls üble sozialdemokratischen Niederrheinischen Voltstribüne", Dstar Echärfe in der heutigen Debatte. Wenn schon der uns allen Atmosphäre entwich. Sämmtliche 15 eingesperrten Personen im Wessel in Düsseldorf, vom dortigen Landgericht zu 500 m. als milde bekannte Herr v. Heereman solche Angriffe erhebt, Alter von 20-30 Jahren lagen im Raume bewußtlos umher, Geldstrafe verurtheilt worden. Bei dem neuen Rheinhafen wenn das am grünen Holz geschieht, was will am dürren 6 davon waren in dem Wasser neben dem Wellentunnel ertrunken, waren bedeutend mehr Gelder verbraucht worden, als werden?( Sehr richtig und Unruhe.) Allein wir begegnen uns die übrigen 9 erholten fich bald wieder an Deck. Nachmittags die Stadt bewilligt hatte und es war vom Magistrat in dem Wohlwollen für die Lehrer und so hoffe ich, wird doch um 4 Uhr übergab die Schiffsmannschaft die Leichen dem Meere, das Versprechen gegeben worden, die Sache zu unternachdem dieselben durch eine Kohlenlast beschwert waren. suchen. noch das Gesetz zu stande kommen. In Der einem Artikel, in dem genannten Abg. Dr. Friedberg( natl.): Als Mittel gegen die Der die Verhandlung führende Vorsitzende hatte im Rieler Blatte am 9. September v. J. erschien, brachte der Angeklagte Sozialdemokratie sollten sich doch die Herren vom Hafen eine Besichtigung des Dampfers vorgenommen, dabei aber die Sprache auf diese Angelegenheit und sagte dabei u. a.:„ Das Zentrum ebensowenig betrachten, wie ihre Geistlichen, seit wir die Absicht, in die Pickback hinabzusteigen, der schlechten Luft Ehrenwort, welches Herr Lindemann damals der Deffentlichkeit bei der Düsseldorfer Wahl gesehen haben, daß mit Ihrer wegen aufgegeben. gegeben, ist bis zur Stunde nicht eingelöst," ferner: Serr Hilfe Sozialdemokraten gewählt werden.( Sehr richtig! In der Vernehmung bestreitet der Kapitän, etwas von den Lindemann und seine Vasallen haben offenbar nicht den Zwischenrufe.) Mit seiner Konnivenz gegen das Zentrum wird verstauten Emigranten gewußt zu haben. Muth, der Sache auf den Grund zu gehen." Das Gericht er Der Herr Kultusminister ebensowenig erreichen, wie mit der Ter 1. Steuermann will solches erst am Morgen von dem flärte diese Behauptungen für unwahr und beleidigend. Der Konnivenz gegen die Orthodoxer.( Dho! rechts.) Wollen Sie Agenten zu hören bekommen haben, muß aber auf Befragen des Schutz des§ 193 Str. G.-B.( Wahrnehmung berechtigter Interessen) uns den Kampf um die Schule aufzwingen, so werden Sie uns Borsigenden zugeben, daß er sich habe von dem Agenten Geld wurde für verwirkt erachtet, da die Absicht der Beleidigung aus der geauf dem Platze finden. Einen Minister von der Naivität des geben lassen und auch dem 2. Steuermann etwas davon abge- brauchten Form hervorgehe. In seiner Revision rügte der bereit ist, das foftbarste Gut der Reformation, unsere Gewiffens was diefer jedoch entschieden bestreitet. Der 2. Steuermann will recht wohl verlangen zu wissen, was mit den Steuern geschieht, die 10 Rubel als Belohnung für die Besorgung von Proviant und im vorliegenden Falle um so mehr, da mehrere Millionen freiheit, preiszugeben.( Beifall und Widerspruch.) Abg. Sieg( natl.) hat Bedenken gegen Einzelheiten der für die Emigranten angesehen haben. Mart über die bewilligte Summe hinaus verbraucht worden Außerdem bekundek dieser, daß die aus dem hinteren Raum feien. Die Höhe der Holzanlieferung und Vorlage. In der Verhandlung vor dem Reichsgericht erkannte Naturalien wird sehr verschieden bewerthet. Die Rechte entströmende Luft so schlecht war, um eine Lampe zu erlöschen. der Reichsanwalt an, daß die Grörterungen des Urtheils über der Gemeinden erscheinen jedesmal sehr eingeschränkt, Matrose Hansen bezeugt, daß um 2 Uhr nachts der Agent mit den§ 193 nicht von Rechtsirrthum frei feien, da das Gericht Im 25 Leuten antam und sagte, er hätte von dem 1. Steuermann die Er offenbar die Form der Aeußerung mit dem Inhalte der wenn sie einen untauglichen Lehrer los fein will. ganzen ist Annahme der Vorlage zu wünschen, damit wir mit laubniß zum Verstauen derselben. Matrose Dangaerd hatte felben verwechselt habe. Er beantragte deshalb die Auf. unfern Lehrern endlich mal Ruhe und Frieden bekommen. den Befehl erhalten, die Luke zu öffnen, er fah nur todte hebung des Urtheils.- Das Reichsgericht cutsprach Abg. Bartels( f.): Es wäre am besten gewesen, das Menschen und konnte der schlechten Luft wegen nicht hinab- diesem Antrage und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Bedlin'sche Schulgeset anzunehmen; heute würde niemand mehr steigen. anderer " " Versammlungen. = Krystallpalaft nennt sich ein Balllokal in der Prinzenstraße in Verbindung getreten und hat viele derfelben zur An- jedoch nicht gefaßt. Große Schwierigkeit verursachte die Neuwelches berühmt ist wegen seines Damen"-Publikums. Der Jn erkennung der Forderung vermocht. Die meisten Prinzipale befehung des Poftens des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. haber desselben wollte vor einigen Monaten dem Geschäft neue stehen der Forderung sympathisch, andere indessen durchaus Schließlich wurde Alexander und als sein Stellvertreter Anziehungskräfte gewinnen; er erließ zu diesem Zweck ein feindlich gegenüber und haben dabei leider viele Gehilfen auf Kretschmar gewählt. Den Schluß der Erörterungen bildete Birtular an eine Reihe von Damen, worin diese freundlichst zu ihrer Seite. Die Durchführung der Forderung ist bei der in der die Verhandlung, die die Fünfer- Kommission mit der KrahuDen von ihm veranstalteten Ballfestlichkeiten eingeladen wurden. Branche herrschenden ungeregelten Arbeitszeit mit großen gesellschaft gepflogen hat. Diese Angelegenheit ist noch nicht Mehrere Telephonistimmen, die auch eine solche Einladung er Schwierigkeiten verknüpft, weshalb vielfach darauf hingewiefen spruchreif, da die Tarife erst am 1. April herausgegeben werden. halten hatten, fühlten sich durch die Zumuthung, jenen Tummel- wurde, daß die allgemeine Durchführung des Neunstunden- Arbeits- Bis dahin stehen die Krahne jedermann unentgeltlich zur Verplatz der Jeunesse dorée und der Halbwelt aufzusuchen, be- tages nothwendig wäre, um eine Regelung der Ueberstundenfrage fügung. leidigt. Sie erstatteten der Staatsanwaltschaft Anzeige und möglich zu machen. Die schwerste Arbeit steht der Kommission In einer gut besuchten Versammlung der Kontobuc auf deren Antrag wurde gegen den Besizer des Krystall- noch bevor, indem bisher nur die guten und besseren Werkstätten in Arbeiter sprach am Mittwoch A d. Hoffmann unter Beifall palastes, Herrn B. das Strafverfahren eingeleitet. Schöffen- betracht gekommen sind. Die Meinung eines Theiles der Versammlung über:" Glaube und Vernunft", worauf ein anderer Redner das gericht und Straffammer verurtheilten B. denn auch wegen Be- tam in einer Resolution zum Ausdruck, laut welcher unter An- Buch:" Moses oder Darwin" von Dodel- Port und Hoff= leidigung auf grund des§ 185 des Strafgesetzbuchs. In der erkennung des Wirkens der Kommission dieses für beendet und mann den Austritt aus der Landeskirche empfahl. Der Bericht Revision gegen das landgerichtliche Urtheil führte der An- die Funktionen der Kommission dem Vertrauensmanne über- des Vertrauensmannes konnte vom Stellvertreter Waitsch mur geklagte aus, daß ihm die Absicht, die fraglichen Damen zu be- tragen werden sollten. Diese Resolution wurde indessen nach ungenügend gegeben werden, weil der bisherige erste Vertrauensleidigen, vollständig fern gelegen habe; ferner rügte er, daß ihm längerer Berathung abgelehnt und beschlossen, die Kommission mann wegen ungebührlichen Verhaltens einer Arbeiterin gegenvom Vorderrichter der Schutz des§ 193( Wahrung berechtigter weiter bestehen und wirken zu lassen, sie aber auf 7 Personen über mit den Kollegen und dem Verband in Differenzen Interessen) versagt worden sei. Die Revision wurde mit zu vermindern. In die Kommission wurden dann gewählt gerathen war und sein Amt niedergelegt sowie den Austritt aus folgender Begründung zurückgewiesen. Die Absicht Deibrich, Turow, Petersohn, Ringer, Baum, dem Verband erklärt hatte, nachdem er vom Vorstand vergeblich Sein Verhalten der Beleidigung sei durchaus nicht erforderlich, eine Hand Rohrbed. Das siebente Mitglied wird sich die Kommission zur Verantwortung vorgeladen worden war. Iung zu einer Beleidigung zu stempeln. E3 genüge selbst ernennen. Es folgte die Berichterstattung des Vertrauens- wurde von Lent, Schiefer und Schmidt aufs schärfste schon das Bewußtsein, daß die Handlung beleidigen könnte, und mannes Seltenborn. Auch dieser hat nach besten Kräften getadelt. Aus dem Bericht ergab sich, daß die im vorigen Jahre dies Bewußtsein wäre nach den Feststellungen des Vorderrichters gewirkt und im Sinne der gewünschten Zentralisation eine abgehaltenen öffentlichen und Werkstuben- Versammlungen den ficher vorhanden gewefen. Dann sei es auch kein Rechts Agitation nach außen hin entfaltet. Dieses ist es zu verdanken, Erfolg hatten, daß nicht nur eine große Anzahl von irrthum, wenn B. der Schuß des§ 198 versagt wurde. Sei es daß zwei Vereine, in Magdeburg und Solingen, gegründet worden Kollegen und Kolleginnen dem Verbande zugeführt, sondern auch ein berechtigtes Interesse des Ballhausbesizers, Maßregeln sind und einer in Mainz im Werden begriffen ist. Die auch mancherlei Uebelstände in den Fabriken beseitigt wurden. zu ergreifen, die den Verkehr in seinem Etablissement zu heben Einnahmen beliefen sich laut Bericht auf 201,22 M., die Aus- Hierauf wurden Kerthoff als erfter und Theuerkauf als bezwecken, so dürfe er doch dieses Interesse nicht soweit treiben, gaben auf 200,89 m. Selten horn wurde auf Antrag der zweiter Vertrauensmann für die Kontobuchbranche gewählt. Die daß er den Anspruch anderer auf Achtung verlegt. Revisoren entlastet und unter voller Anerkennung seines bisherigen Einführung der sogenannten„ Nutenbücher", einer veränderten Wirkens 3 als Vertrauensmann wiedergewählt. Ebenso wurde Art von Kontobuch- Ginbänden, und die dafür gezahlten niedrigen Grill wiederum in die Gewerkschaftskommission delegirt, nachdem Löhne, sowie die Verhältnisse in den Fabriken von BarschaĬI, er Bericht erstattet und sein Amt niedergelegt hatte. Die Ver- Heuer, Aschelm, Bange und Rosenthal zeitigten eine Die Arbeiter Bildungsschule hielt am vergangenen sammlung erklärte fich in einer Reſolution mit seiner bisher lebhafte Diskussion, die damit endete, daß weitere Schritte zur Dienstag im Englischen Garten, Alexanderstraße, ihre ordent entfalteten Thätigkeit einverstanden und beauftragte ihn, in der Beseitigung der Uebelstände gethan werden sollen. Zum Schluß liche Generalversammlung ab. Zunächst gab der Vor- Gewerkschaftskommission dahin zu wirken, daß in den Branchen, wurde auf den am 8. Februar stattfindenden Maskenball hinsigende, Schriftsteller Heinrich Schulz, den Vorstandsbericht, für welche eine Organisation besteht, die Berufsgenossen sich nicht gewiesen, weiter wurden die Werkstuben- Vertrauensmänner ersucht, woraus folgendes zu entnehmen war: Das beendete Quartal dadurch der Kontrolle der Gewerkschaft entziehen, daß sie sich jeden Mittwoch vor dem 1. jedes Monats zur gemeinschaftlichen bedeutet für die innere Entwickelung der Schule eine Periode einer verwandten Organisation anschließen, im vorliegenden Sigung im Lofal von Lenz, Alte Jakobstraße 69, zu erscheinen. erfreulichen Fortschrittes. Die seit Ottober feingeführten schul- Falle dem Gold- und Silberarbeiter- Berbande, wie auch dem Eine Sitzung der Plazdeputirten der Zimmerer, die technischen und methodischen Neuerungen haben sich durchweg Metallarbeiter- Verbande. Im Interesse der eigenen Branchen- am 30. d. M. bei Buste tagte, beschäftigte sich mit der Tagesgut bewährt. Hat sich die Schülerzahl auch nicht wesentlich organisation und um einer Bersplitterung vorzubeugen, soll viel- ordnng: Einleitung zur Lohnbewegung". Nach eingehender vergrößert, so hat sich doch in den einzelnen Unterrichtsfächern mehr darauf hingewirkt werden, daß sich jeder Arbeiter feiner Diskussion, der sich Fischer, Hing, Stöhr, ein fester Stamm von theilweise neuen, wissensdurstigen Schülern zuständigen Branchenorganisation anschließt. Als Ersatzdelegirter Dummer, Lehmann, Ridert und andere betheiligten, gebildet, die mit regem Eifer und vielem Fleiß dem Unterrichte wurde Tiede gewählt. wurde beschlossen, der zu Sonntag, den 2. Februar, vormittags regelmäßig beiwohnen. Am besuchtesten sind die Fächer Deutsch, Nationalökonomie und Redeübung. Der Unterricht wird ausEine gut besuchte öffentliche Versammlung der Holz- 10 Uhr, nach dem Feenpalaft einberufenen öffentlichen General schließlich unter dem Gesichtspunkte ertheilt, in den Schülern und Bretterträger, zu der auch die Brettschneider und Holz- Bersammlung die Wiederaufstellung des 1889er Tarifs( neunbrauchbare Mitkämpfer für die moderne Arbeiterbeben futſcher eingeladen waren, hörte am Mittwoch einen geweit flündige Arbeitszeit und 60 Pf. Stundenlohn) zu empfehlen. Die Ea Forderungen sollen, wenn nöthig, durch partielle Streits durchgeführt zubilden. Von der Veranstaltung großer Volksversammlungen schaftlichen Vortrag des Genoffen Ewald beifällig an. ift im verflossenen Vierteljahr aus mehreren Gründen noch Ab- entspann sich dann eine lebhafte Debatte, aus der folgendes werden. Das Datum, wann sie in fraft treten, ist von der öffentlichen 1000 Angehörigen des in Rede Generalversammlung zu bestimmen. Ferner soll der Versammlung stand genommen worden. Gegen ein polizeiliches Strafmandat erwähnt ſei. Von Der der Vorschlag gemacht werden, mit der Leitung der Bewegung gegen Schulz und fünf Genossen" wegen Abhaltung einer nicht stehenden Berufs sind noch nicht 100 organisirt. den Vertrauensmann Fischer und vier noch zu wählende Pervon 50 Pf., der bei der Lohnbewegung angemeldeten Versammlung( gemeint ist die Festrede beim Sommerfest) ist richterliche Entscheidung beantragt. Zum Schluß vor 6 Jahren nur theilweise durchgesetzt wurde, wird heute sonen zu betrauen. Alle Redner betonten, daß das Hauptgewicht gedachte der Vorsitzende noch des letzten Stiftungsfestes, das überhaupt nicht mehr gezahlt. Auf verschiedenen Arbeitspläßen der Bewegung auf die Verkürzung der Arbeitszeit zu legen sei, durch seine Vereinigung mit einer Pestalozzi- Feier in überaus giebt es zweierlei Stundenlohn; ein Theil der Arbeiter bekommt damit die infolge langer Arbeitszeit so häufig vorkommenden dort beispielsweise 40, der andere 35 Pf. Geringere Stunden- Unglücksfälle verringert, anderntheils der immer mehr anwachsenwürdiger Weise verlaufen ist und der Schule neue Sympathien erworben hat. Der zweite Vorsitzende, Otto löhne bis herunter auf 27 Pf. find nicht selten. Bei den den Reserve- Armee Arbeitsgelegenheit verschafft wird. Hola, verlas sodann die statistischen Aufnahmen über Schüler- Afforblöhnen herrscht dieselbe Unregelmäßigkeit. Selten wird einigen Anhängern der Bentralisation wurde die in der Verbandszahl, Besuch der einzelnen Lehrfächer, Betheiligung der Schüler der Satz von 4 Pf. pro Rubitfuß innegehalten, sondern vielfach Versammlung gefaßte Resolution, die in der Donnerstagsnummer an den verschiedenen Organisationen 2c., der Kassirer H. Königs werden Balfen schon für 3 Pi. und 2/2 Pf. pro Kubitfuß des Vorwärts" mitgetheilt ist, zur Distusfion gestellt und dabei gab hierauf den Kassenbericht. Leider stehen die Einnahmen zu ausgetragen. Dieselbe Ungleichmäßigkeit herrscht beim afford. Die Flugblatt- Angelegenheit angeschnitten mit der Begründung, Den ziemlich hohen Ausgaben nicht in entsprechendem Verhältniß, mäßigen Verladen der Bretter; so werden pro Schock 2,50 M. daß diese Sache noch vor der öffentlichen Versammlung geregelt die Schule wird daher auf neue Mittel zur Erhöhung der Ein- und 2 M. gezahlt. Verschiedentlich wird den Kutschern das werden müsse. Nachdem jedoch Fischer erwidert hatte, daß nahmen zu finnen haben. Der Kaffenbestand betrug Ende De Berladen überlassen. Es soll vorgekommen sein, daß den die Lohnbewegung mit der Organisationsfrage nichts zu thun zember 769,04 m. Dem Kassirer wurde für seine Kassenverwal- Kutschern das Laden einer Fuhre mit 4,50 M. angerechnet wurde, babe, wurde die Debatte abgebrochen und zwar mit dem Wunsche tung, sowie für bie Abrechnung vom Sommerfest während diese den Trägern nur 3 M. dafür zahlten. In der einzelner Redner, daß sich eine spätere Sigung mit dieser Ans Decharge ertheilt. An flelle Versammlung wurde deshalb die Frage aufgeworfen, ob denn elegenheit beschäftigen möge. von zwei ausscheidenden den Kutschern fein auskömmlicher Lohn zu theil würde, daß Im Rigdorfer Gewerkschaftskartell legte am 28. Januar Revisoren wurde Genosse Alfred Böttcher wieder, Weiter wurde der Vertrauensmann die Abrechnung vor, die eine Einnahme sowie Genosse Lichtenberg neugewähit. Der bisherige zweite fie zu folchen Mitteln greifen müßten? Schriftführer wurde wegen Bernachlässigung seiner Pflichten als den Brettschneidern nahegelegt, den Trägern feine Ronkurrenz zu von 96,69 M., eine Ausgabe von 97,20 m., fomit ein Defizit machen. Geklagt wurde über die Willkür, die in Beziehung von 51 Pf. ergab. Hierauf theilte der Vertrauensmann die Vorstandsmitglied des Amtes entsetzt und Genoffe Hermann Jbscher an feiner Statt gewählt. Ein von mehreren Mit- auf die Kranken- und Unfallversicherung von den Unternehmern Gründe mit, die ihn bewogen, sein Amt niederzulegen. Auf gliedern der Nordschule eingebrachter Antrag auf Wiederein- geübt werde. Tischler Doft meinte, daß angesichts der bevorstehenden Antrag Ostermann's wurde eine Kommission gewählt, die führung der früheren Diskutir- Uebungen an stelle der jetzigen Lohnbewegung der Tischler die hierbei auch in betracht kommenden die Sache zu untersuchen und in der nächsten Bersammlung Rede- Uebungen wurde, nachdem er vom Genossen Fratscher Balten- und Bretterträger für sich ebenfalls etwas herausschlagen darüber zu berichten hat. Der Vertrauensmann erhielt dann begründet worden war, wegen vorgerückter Zeit bis zu einer fönnten und überdies zur Unterstützung der Tischler moralisch Decharge. Ueber den zweiten Punkt der Tagesordnung: Die verpflichtet wären. Die Stimmung der Versammlung ging Lofal- und die Zentralorganisation, entspann sich eine lebhafte demnächst( am Dienstag, den 4. Februar im selben Lotale) statt boch bahin, daß die Frage einer Lohnbewegung noch in Debatte, die dahin ging, daß von der zentralen Organisation jedoch findenden Fortsetzung der Generalversammlung vertagt. anderen öffentlichen Versammlungen, die in nächster Zeit die meisten Vortheile zu erwarten seien; folgender Antrag wurde Als angenommen:" Das Rixdorfer Gewerkschaftskartell beschließt, Einer öffentlichen Versammlung der Graveure und öfter einberufen werden sollen, zu erörtern sei. Biseleure erstattete am 29. Januar die in der vorhergegangenen Beitpunkt einer Lohnbewegung wurden die Monate Juni und daß nur die Delegirten der Zentralorganisationen sowie der durch öffentlichen Versammlung zum Zwecke der Erreichung einer Juli für günstig erachtet; gegenwärtig fei höchstens ein Viertel der Vertrauensmänner Bentralisirten, und auch diejenigen der Lokal25 prozentigen Lohnerhöhung für leber Kollegen beschäftigt, die übrigen wären arbeitslos. Jm allgemeinen organisationen auf den Gewerkschafts Rongreffen zugelassen stundenarbeit gewählte 14er Kommission Bericht über bauere die gute Arbeitszeit nur drei bis vier Monate im ganzen werden, bei denen wegen der Eigenartigkeit der Verhältnisse ihre bisherige Thätigkeit. Troß der ungeeigneten Weihnachtszeit Jahr. Rollege Rannal schlug 40 Pf. Minimal Stundenlohn Zentralisation unpraktisch ist." Nach Erledigung fleinerer hat die Kommission doch eine emfige und nicht erfolglose Thätig- und eine Arbeitszeit von 6 bis 6 Uhr( mit den gesetzlichen Ruhe- Fragen beschloß man, in der nächsten Versammlung Stellung zum feit entfaltet. Sie ist mit einer Reihe von Prinzipalen pausen) als Forderungen vor. Ein bindender Beschluß wurde Gewerbegericht zu nehmen. " Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 1. Februar. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Die franke Zeit. Deutsches Theater. Weh dem, der Iügt. Leffing- Theater. Untreu. Fräulein Wittwe. Berliner Theater. Faust. Neues Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Bekehrung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. Der Bettelstudent. Schiller- Theater. Romeo und Julia. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Central- Theater. Gine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Pitts. National- Theater. Konradin, der legte Hohenstaufe. American- Thenter. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaiser- Panorama ( Passage). Nur diese Woche: Erste Reise Amerika, Kalifornien, Mond. Gine Heise 20 Pf., Kinder nur 10 Pf. Zaufende Abonnenten. Stundenlohn ca. Schiller- Theater.| Alexanderplatz- Theater. Central- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: 3. 1. Male: Romeo and Julia. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Abends 8 Uhr: Der Widerspenstigen Bähmung. = Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Vaudeville Poffe in 3 Aften von Sylvane und Ordonneau, bearbeitet von Ed. Jacobson ut. J. Kren. Musik von Edmond Audran. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Das folossale Februar- Programm! Für Berlin durchweg neue Spezialitäten! Mss. Martha. Mr. Frankloff. Mr. Arve. Gebr. Francs. Familie Schenk. Lotti Romanowitsch. Harlow Trio. Rembrand u. Cläri. Marvelli- Truppe. Robin u. Berat. Kolter Talaschuss, 5 Personen auf dem Thurmseil. Ein 3 und 6 jähriges Mädchen als Thurmfeilläufer.. Die tolle Jugend. Urtomische Pantomime von der Gesellschaft Theo. Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Anfang{ Heute 8 Uhr: Zum 3. Male: Pitts. Operette in 1 Att. Text von Frit Otto. Musik von Hans Loewenfeld. Hierauf: Zum 103. Male: Die kleinen Lämmer. Baudeville in 2 Akten von 2. Barney. Von der gesammten hiesigen Presse als die beste Novität der Saison anerkannt. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Herrn Hans Preger vom Stadttheater zu Mainz. Konradin, der lezte Hohenstaufe. Tragödie in 5 Aften von Morig Gutmann. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nachm. 4 Uhr: Kinder- Vorstellung: Hänsel und Gretel. Alte Jakobstr. 30. Zum 148. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Urania Von Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. 劉 店 Das Passage- Panopticum. Löwen- Weib. 2 Täglich um 51/2 und 8 Uhr: Affentheater und Circus. 30 Affen, 30 Hunde, 12 Pferde, Esel, Ziegen, Schweine, Hasen Allerseelen. !! Der Eden- Garten!! Marionetten: Castan's Panopticum. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Apollo- Theater Walhalla- Theater Grosse Vorstellung. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Her Erstes Auftreten der berühmten französischen Excentrique- Sängerin. Mlle. Eugenie Fougère. Ferner: 10 Debuts Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Oranienstr. 52( dicht am Morigplatz). Eine Stunde im Zukunftsstaat. Vorher: Kneipp in Berlin. Letzte Aufführung im WalhallaTheater am 9. Februar. Die aus 群 gegebenen Vorzugsbillets haben nur noch bis zu diesem Tage Giltigkeit. Aufang 8 Uhr. Sonntags 7/2 Uhr. Entree 30 Pi Vollständig neues Programm. Signorina Cati. Alfredo Rese. Lotte Siger. Käthchen Möller. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Res. 50 Pi. R.Winkler. Guten Morgen! Lade zum Kauf bei mir ergebenst cin Carl Schindler Likör- Fabrik 2490b 55. Chausseestr. 55. A. III 8917. Concerthaus Sanssouci Rottbuserstraße 4a. Hente, sowie jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Anf. präz. 8 Uhr. Britton, Steidl, Krono, Röhl und Schrader) Entree 50 Pf. Urkomisches Sonntags- EnsembleUlk- Programm! Morgen, Montag: Soiree in der Victoria- Brauerei. 7 Anfang Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 f. Wundervolles Programm! Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Neuer Circus. Circus Busch( Bahnhof Börse). Sonnabend, den 1. Februar, Abends 71/2 Uhr: Muster- Gala- Vorstellung. 3schens, das Waldmädchen. Elektrisches Ballet. Außerdem: Gin hippol. Potpourri der beftdress. 30 Hengste, vorgef. vom Dir. Busch. Fauler Zauber, ostpreuß. Hengst, ger. von Mme. Maria Doré. Zum Schluß: der Baguettesprung a. Vigilant, engl. Vollbluthengft. Conversano II, echt Lipizaner Hengst, dreff. u. ger. v. Herrn Foottit Burghardt. Ronkurrenz der Springpferde La Folie u. Royalisa. Der phänomenale Szandorsprung. 停車 Grande Batonde americaine. Auftreten der beliebtesten Clowns. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( ermässigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei) Winternachtstraum. Abends 71/2 Uhr: Zscheus. Der Löwe des Tages Riesenbrustkastenmensch Die sensationelle Neuheit. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonaden. Das pompöse lustige, neue Capacitäten- Programm. Theowin's Schönheits- Gallerie. Tolle Streiche im Zoologischen Garten. Die drollige lustige Pantomime. Der sensationelle Virtuose Schindler. Empfehle mein Weiss- u. BayrischBier- Lokal, Vereinszimm. b. zu 20 Perf., mit Piano, für die ganze Woche frei. W. Thielow, Lothringerstr. 112. Grünau. G. Lindenhayn, Gastwirth, hält seine Lokalitäten best. empfohlen. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob- Strasse 75. Amt I, 1082. 4274L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen zu koulantesten Bedingungen. Paster's Fettsäle Neue Königstr. 7. Mein Saal mit Nebenräumen noch einige Sonnabende zu vergeben.[ 4269L zu Festlichkeiten u. Versamml. unentgeltl. Alexanderstr. 27c. Säle Oswald Grauer N. Köslinerstr. 2 empf. fein Weiss- u. Bairisch- BierLokal nebst gr. Vereinszimmer. Bur Bahlstelle für Gewerkschaften, Krankenfassen 2c. sehr geeignet. 41942* H. Scheip's Bierlokal, Marfiliusstr. 11, nahe d. Blumenstr, Weiß- und Bairisch- Bierlokal. Ver fehrslokal aller Sachsen. Gemüthliches Beisammensein des Sonnabends und Sonntags. 43012* Rixdorf.[ 43082*] Rixdorf. Diktoria- Säle. Großer Saal für Vereine Sonntags noch zu vergeben. reliedrexio Ihrem Mitgliede, bem Schloffer 15hlen Albin Mendelski 盒 LeQ senden zum heutigen Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. Die Mitglieder 264/4 des Skatklubs Sorgenbrecher. Statt jeder besonderen Meldung! Am 80. Januar entriß uns der Tod ganz unerwartet unser jüngstes Töchterchen Ingrid im Alter von 9 Monaten. Rechtsanwalt Schmilinsky und Frau, Helene geb. Roestel. Die Beleidigung gegen Frau Rei mann nehme ich zurück, da dieselbe eine ehrbare Frau ist. Marie Zips. Die Beleidigung, welche ich gegen Frl. M. Sander ausgesprochen habe, nehme ich hiermit zurück und erkläre, daß die von mir behaupteten Aeuße rungen unwahr sind. F. Paul. Ehrenerklärung. 2489b Die gegen Frl. Reppich ausgestoßenen Beleidigungen nehme ich hiermit zurück und erkläre dieselbe für ein ordentliches Mädchen, der ich nichts Nachtheiliges nachsagen kann. 2b82b Frau Fiebig. Hierdurch nehme ich die Beleidigung gegen die Lokalkommission zurück und erfläre, daß ich mich im Frrthum befunden habe. 24876 R. Liedtke, Grünau, Friedrichstr. 1. Berlin, Jan 27/796 Rec. N 1057. Stündlich 5 Eßläſſel zu nähmen. Berliner Volks- Apotheke Veteranenstr.24 1921 CariM Ben M.1,25. Halb und Halb Ueberall zu haben! Mampe mil Pomeranzen feinste Likörmischung ueb Carl Mampe Berlin N. Veteranens 218 Y 2335b Herren- Hüte 65 Pf. mit unbedeutenden Fehlern. Bessere Hüte, enorm billig, verkauft das Fabrik- Komptoir Barnimstr. 4, Müllerstr. 12c. Deutscher Porter. Deffert- u. Malzkraftbier 1. Ranges. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, befond. f. Blutarme, Brustkr., Bleichsüchtige, Wöchnerinnen, Retonvalesgent. 2c. das leicht be= fömmlichste, nahrhaft. fräftigste Bier. Ist blutbild. 1 desh. beff. Gesichtsfarbe u. Gewichtszunahme überr. 14 Flaschen drei, 50 zehn Mart ertl. In Gebinden( 1/4, 1/8, 1/16) zum Selbstabzieh. wesentl. billiger. Allein. Versandtstelle f. Berlin u. Provinz: Porterkellerei Ringler, Berlin, Brunnenstr. 152. Nicht die Flaschenanzahl, die Qualität entscheidet! Jede Uhr repariren u. reinigen fostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 M.50 Pf. außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regulaforen und Wecker, alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, 35, Chaussee- Strasse 35. Bittelgenau auf No. 35 z. acht. Putbuserstraße 26 gesunde, tleine Wohnungen per sofort, auch zum 1. April 1896 bill. zu verm. Möbl. Schlafft. Manteuffelstr. 79, v. 1 Tr. r. b. Rörbig, mit Benfion 10 m. 2488b pro Woche. Schlafstelle f. H., Kürassierstr. 22 v. III. Freundl. Schlafstelle für 1 Herrn, 24816 Langestr. 12, Portier. Frol. Schlafft. Madaistr. 10, v. 4 Tr. v. Möbl. Schlafft. f. H., sep. G. v. 1 Tr., Reichenbergerstr. 56 bei Ww. Nispel. Frol. Schlafft. Dresdenerstr. 57, Menzel. Arbeitsmarkt. Tüchtige Mechaniker finden lohnende, dauernde Beschäftigung bei Reiniger, Gebbert u. Schall, Elektrotechnische Fabrit, Erlangen. Kartonarbeiterinnen, geübte, in und außerm Hause, verlangt Schwandt, Neue Jakobstr. 6. Tüchtige 2474b 48182* Chromo- Lithographen finden dauernde Beschäftigung. Kunstdruck Kaufmann, 19 Brandenburg a. H. Tücht. Farbigmacher verl. bei Lohn P. Szczodry, Rottbuferdamm 99, Wickelmacherin verlangt sofort Wolff, Marienburgerstr. 3-4 II. Schlofferlehrling verl. Schlosserei von Nippe, Steinmehstr. 24. Arbeiter- Bildungsschule Sentral- Kranken- n. Sterbelaffe Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. Dienstag, den 4. Februar, abends punkt 8½ Uhr: der Tischler. ( Verwaltung Berlin B.) Außerordentliche General- Versammlung Sonntag, den 2. Februar, vormittags im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion vom 28. Januar über den Antrag auf Wiedereinführung der Diskutir- Uebungen in der Nordschule. 2. Verschiedenes. 10 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1895. 2. Antrag betreffend die Weiterführung 5/6 der 5 Pfennig- Marken. 3. Verschiedene Rassenangelegenheiten. Es wird strengte Kontrolle der Mitgliedsbücher geübt; ohne dieselben kein Eintritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 181/10 Die Ortsverwaltung. Verband der in Buchbindereien, Bentral- Kranken- u. Sterbekaſſe der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 3. Februar, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Bolk, Alte Jakob- Straße 75: Mitgliedschafts- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Pinn über: Urchristlichen Rommunismus." 2. Mitgliedschaftsangelegenheiten( Neuwahl der Vergnügungs- Kommission). 3. Fragekasten. [ 25/3] Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter ( Berlins und Umgegend. Mentag, den 3. Jebruar, abends 82 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37; General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Raffenbericht der Revisoren. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kontrollkommission und Neuwahl derfelben. 3. Antrag, die Bibliotheken betreffend. 4. Beschlußfaffung über ein abzuhaltendes Sommerfest. 5. An den Vorstand gelangte Anträge. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. Die Versammlund wird punktlich eröffnet und ersuchen wir um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. 112/18 Der Vorstand. Zur Beachtung! Die Ronferenz der Vertraueneleute des Westens findet jetzt im Lokale von Hermerschmidt, Beusselstr. 90, statt. Former D. 0. und Gießerei- Arbeiter! Sonntag, den 2. Februar 1896, vormittags 10 1hr, im ,, Cösliner Hof", Cöslinerstr. 8: Grosse öffentliche Versammlung. aller in Eisen- it. Metallgiessereien beschäftigten Former und Giesserei- Arbeiter. Tages Ordnung: 117/8 1. Was lehren uns die bisherigen Erfolge der Bewegung unter den Metallformern und wie sind wir im stande, die jetzige günstige Geschäftslage in den Eisengiessereien auszunützen! Dief.: 0. Naether und L. Stopsack. 2. Diskussion. Kollegen! Erscheint Mann für Mann in der Versammlung! Der Vertrauensmann der Metallformer. 2. Stopsad, Sorauerstraße 18. Achtung! Achtung! Metallarbeiter. Sonntag, den 2. Februar, vormittags 1/210 Uhr, im greßen Saale der„ Kronen- Brauerei". Alt- onbit 47-49: Große öffentliche Metallarbeiter- Versammlung Cea für Moabit und Charlottenburg. Tages- Ordnung: " 1. Vortrag: Der Werth der Arbeitsverkürzung bei der gegenwärtigen günftigen Geschäftslage der Berliner Metallindustrie". Ref.: Stoll. H. Rohrlack. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. der Tischler u. ( Oertl. Verwaltung Berlin C.) Sonntag, den 2. Februar, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstr. 106: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1895. 2. Verlegung der Zahlstelle Nr. 3 von Roffe, Gneisenauftr. 35, Rafsenangelegenheiten. 3. Andere Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 188/6 Berlins und Umgegend. Sonntag, den 2. Februar, nachmittags 5 Uhr, Oranienstr. 51: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Ingenieur Schmidtdorf über: Elektromagnetismus, Dynamomaschinen( mit Experimenten). 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 138/12 Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Montag, den 3. Februar 1896, abends 8 Uhr, in Rixdorf, Knesebeck- Straße 49: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Möbelpolirer von Rigdorf zu der Lohnbewegung der Berliner Kollegen? Ref.: Roll. P. Kluge. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich morgen, Sonntag, vormittags 10 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21, zu erscheinen; dortselbst können die Kollegen, welche ihre Beiträge für 1895 bezahlt haben, neue Quittungsbücher erhalten. 146/20 Der Vorstand. Achtung, Rixdorf! Sonntag, den 2. Februar, vorm. 11 Uhr, bei Rohr, Knesebeckstr. 49: Grosse öffentliche Die Crisverwaltung Holzarbeiter- Versammlung. Zugleich den Mitgliedern zur Kenntniß, daß am 7. März ein bei Maskenball stattfindet Köhler, Teltowerstraße zum Versammlung eingeladen. Besten d. Invaliden unserer Kasse. Zages Ordnung: 80/20 1. Der bevorstehende Streit. Ref.: Kollege Millarg. 2. Diskussion. Die Kollegen von Rigdorf und Briz werden dringend zu dieser Der Vertrauensmann. Bekanntmachung. Belle- Alliance- Theater. Orts- Krankenkalle Sonntag, den 2. Februar 1896, nachmittags 2½ Uhr des Gewerbes der Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Lackirer. Sechste Abänderung zum Statut der Orts- Krankenkasse des Gewerbes der Lackirer zu Berlin. Artikel I. Karl § 29 wird folgendermaßen ab- Franz geändert: § 29. Die Beiträge find jeden Montag für die beginnende Woche fällig und müssen in 4 wöchentlichen Zwischenräumen von den Arbeitgebern im Rassenlokal ein gezahlt werden. Die Beiträge müssen bis zum 8. jeden Monats für den vergangenen Monat gezahlt sein. Artikel II. Schweißer Die Räuber. Trauerspiel in fünf Aufzügen von Fr. Schiller. · Franz Reßner a. Gast. Amalia.. Hedwig Margot. Julius Türk. Rosinsty Carl Weffelsfy a. Gast. Siegfried Bruck a. Gaft. Spiegelberg Fr. Peterson. Die Verloosung der Pläne geschieht von nun an nicht mehr an der Kasse, sondern wie früher an besonderen Tischen, auf denen die Urnen hehen, so daß jeder Besucher der Vorstellung selbst sein Billet der Urne entnehmen kann. 235/1 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Borstehende Bestimmung tritt am Sonnabend, den 8. Februar, in Louis Keller's Festsäten, Montage nach der statutenmäßig erfolgten Bekanntmachung in traft. Berlin, den 4. Dezember 1895. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse des Gewerbes der Lackirer. H. Runge, Vorsitzender. Koppenstraße 29: Grosser Wiener Maskenball. Anfang 8/2 Uhr. Entree 50 Pf. Vorstehende Abänderung wird hier- Sonntag, den 2. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn durch genehmigt. Berlin, den 16. Januar 1896, Der Bezirksausschuß. Dippe J.-N. 6639. Bergner, Annenstraße 16: Branchen- Versammlung der Drechsler. Zages Ordnung: 1. Unsere Stellungnahme zur Lohnbewegung der Tischler. 2. Diskussion. Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 8. Februar, 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 80/9 abends punkt 81/2 11hr: Ausserordentlichen zur Beachtung! Alle diejenigen Wertstellen, welche noch keine Flugblätter erhalten haben, tönnen auf den Zahlstellen des Verbandes dieselben Generalversammlung abholen. bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über die Verfügung des Herrn Oberpräsidenten vom 30. Dezember 1895, betreffend Erhöhung der Beiträge. 2. Beschlußfassung über die ärztliche Behandlung unserer Mitglieder. 3. Ersagwahl eines Ausschuß- Mitgliedes zur Prüfung der Jahresrechnung ( Arbeitgeber). Kollegen! Bei der Bedeutung des Referats für die momentane Bage der Arbeitenden in der Metallindustrie ist es Pflicht jedes einzelnen, in der Versammlung zu erscheinen. Die Kollegen der Firmen Lndw. Loewe& Co., Siemens& Halske, Freund& Co., Gebauer, Anhaltische Maschinen- Fabrik, Borsig, Kirchstraße und Alt- Moabit, Petzold& Co., Waldstraße, David Growe, Kaiserin Augusta- Allee, sind ganz besonders dazu eingeladen. Die Agitations- Kommission des deutschen Metallarbeiter- Verbandes. 104/9 J. A. Friedr. Hofmann, Wittstockerstr. 21. Achtung! Oeffentliche Versammlung Der an 120.7 Achtung! 84/10 Holzbearbeitungs- Maschinen u. auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 2. Februar, vormittags 10 Uhr, imr Lokale des Herrn Jeneric( früher Relig), Bergnrahe 12: Tages Ordnung: 1: Vortrag über die bevorstehende und beschlossene Lohnbewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen des Norden werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Roll-, Geschäfts- und Lastfuhrwerkskutscher, Möbeltransport-, Speditions- und Speicher- Arbeiter sowie alle auf Kohlen- und Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Kutscher. Sonntag, den 2. Februar, abends 6 Uhr: Große öffentliche Versammlung bei Bolzmann, Lichtenbergerstraße Nr. 16. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Glaube und Vernunft. Referent: Genoffe Adolf Hoffmann. 2. Distussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts- Rommission und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. NB. Nach der Versammlung findet ein 75/18 5 Gefelliges Beilammenfein arrangirt vom Verband, statt. Um zahlreiches Erscheinen, auch der Frauen, Der Vertrauensmann: Oswald Schumann, Adalbertstr. 47. ersucht Verantwortlicher Redakteur: August Jacobcy, Berlin. Für den 4. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Der Vorstand. J. A.: Herm. Runge, Vorsitzender. Nor 1/2 Mark • Goldin- Remontoir Anker- hr garantirt gut gehend nur Wt. 4.50, Goldin Damen Aufer Uhren nur Mt. 5.50, Goldin- Ringe u. Stetten àmit. 1.50, ausgezeichnete Wederuhren nur Mr. 3.-; zahlreiche Anerkennungen. Versand durch eith's Neuheiten Vertrieb in Berlin C., Scybelstr. 5. Reell und billig fauft man in der Norddeutschen Schuhfabrit von W. Hitschke, gegründet 1872, Staliterstr. 13, Ece Admiralstraße, am Kottbuser Thor. 42700* Wegen Totalanflösung einer mech. Strumpfstrickerei verbunden mit Herren- Artikel, müssen die Waarenbestände zu festtagirten Spottpreisen werttäglich von 9-2 und 3-8 Uhr schleunigst geräumt werden. Komman Dantenstraße 20 im Laden. 11. Polsterwaaren, Möbel reelle aare emps. Achtung! Schuhmacher Achtung! Sonnabend, den 1. Februar, in Tendecker's Feftfälen, Sophien- Straße 34: Grosser Wiener Maskenball arrangirt vom Verein deutscher Schuhmacher. Anfang 8 Uhr. Ende?? Um 12 Uhr: Demaskirung. Um 1. Uhr: Kaffeepause. Billet 50 Pf. Nach derselben eine Ueberraschung. Billet 50 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. J. A.: G. Schrul. NB. Die Kollegen werden auf die am 16. Februar im Belle- Alliance: Theater stattfindende Volks Vorstellung unter Regie von Julius Türk au merksam gemacht. Billets sind beim Komitee zu haben. MACHT STARK GESCH ERFURT SCHUHFABRIKER Herren- Hüte 75 Bf. ( Mustersachen) 40478* Nur neueste Façons, extra prima Qualitäten, giebt zu enorm billigen Preisen ab Die Fabrik im Comptoir Grüner Weg 2, I, im Comptoir Roppenstr. 56, I, im Comptoir Reichenbergerstraße 166. Geöffnet bis abends 9, auch Sonntags. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmader in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 63164 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigen alten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reich. liche Einkäufe zu unterstützen. 43211.* Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. Kaufen Sie nur echte Branntweine, alten Nordhäuser, Cognak, Rum, Arrak. 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26. Kleinverkauf von 10 Pf. ab. E Franz Tutzauer, Achtung! Tischlermeister,[ 39612* Berlin SW., Blücher- Straße 14. Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 42459*