Morgenausgabe Nr. 265 A 134 46.Iahrgang WScheotNch API. msrnSIch i.A Il. im ooraii» zaHIdar. Polld�ug tlgen Räumung des Rhelnlandes. Nun sei«ine weiter« wich- tige Etappe auf dem Wege der Liquidation des Krieges durchschritten: trotzdem bleibe noch eine große Strecke Weges und „gewisse Probleme" könnten nur mit der größten Klugheit gelöst werden. Das Blatt glaubt nicht an den Zusammentritt einer diplo- matischen Konferenz Ende Juli. Es liege kein Interesse zur Einbe- rufung einer Konferenz ähnlich der Londoner Konferenz 1924 vor. Eher könnte eine Zusammenkunft der Außenminister erfolgen oder es käme ein« einfache Regelung der mit dem Poung-Plan zu- sammenhängenden Fragen auf diplomatischem Weg in Frage. Alle Nochrichten in dieser Hinsicht bezeichnet das Blatt als verfrüht. Befriedigung in London. London. 8 Juni.(Eigenbericht.) In ofiziellen Kreisen zeigt man sich über den Abschluß der Pa> riser Besprechungen lebhaft befriedigt. Es wird jedoch bewnt, daß die Regierung durch di« Beschlüsse der Sach. verständtgeo nicht gebunden ist. Offiziös verlautet, daß eine Konferenz der beteiligten Staaten nach dem Muster der Dawes-Konserenz von 1924 abgehalten werden soll, um die politischen Konsequenzen aus den Empfehlungen der Experten zu ziehen. Diese Konferenz soll auf Wunsch der britischen Regierung innichtzufernerZeit In London tagen, lieber weite Kreise der Arbeiterpartei hinaus wird der Auffassung Au». druck gegeben, daß die Existenz der Arbeiterregierung ein« sicher« Gewähr für das G e l I N g« n der neuen Londoner Konferenz darstelle, da es Romsay Moedonald und seinen Mitarbeitern be» reits unter den unvergleichlich schwierigeren Verhältnissen 1924 gelungen sei, einen positiven Abschluß zu erreichen. Amerikanische Betrachtung. washlnglon. 8. Juni.(Eigenbericht.) In amtlichen Kreisen wird die Pariser Bereinbarung o p t i» m i st i s ch betrachtet. Das Resultat des P o u n g- Planes wird darin erblickt, daß die Reparation auf nüchterne Geschästsbasis gestellt wirb. Als Folge erwartet man«in« erhebliche Besserung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, wovon auch Amerika profitieren werde. Von einer baldigen Zurückziehung de, Besatzung aus dem Rheinland und der Freigabe der deutschen Eisenbahnen verspricht man sich eine Belebung des Handels und der deutschen Industrie. Die Gründung her internationalen Reparationsbank wird als wichtigstes Ergebnis der Pariser Der- Handlungen betrachtet. Diese Gründung sei ein wichtiger Schritt zur internationalen Finanz». Konzentration und zur Stabilisierung der Finanzen der ganzen Welt. Der Eharak. ter der Bank als Kontrollorgan üb« die internationalen Anleihen sowie als Instrumevt zur Stützung der Währungen eröffnet nach Meinung maßgebender Kreise einen Ausblick auf den gewaltigen Ausbau der Weltwirtschaft. Die Räumung wird vorbereitet. Brüssel. 8. Juni. Der Kriegsminister hat Anweisungen über die Rück- beförderung der belgischen Desctzungstruppen gegeben. Soüt- aber Belgien noch nach 1939 an der Besetzung des Rheinland:, teilnehmen, so ist dafür ein Reiterregiment vorgesehen. Oer Wortlaut des Berichts. Die Veröffenllichung des Wortlauts des Sachvcrstän» digenberickts von Paris ist für heute in allen beteiligten Ländern freigegben worden. Wir haben über den Bericht berests eine ausführliche vorläufige Darstellung gegeben. Aus dem Wortlaut, zu dem heute nur noch der Text der Anlagen fehst(Plan der Reparationsbank, belgische Markforderungen, Verteilung der Annuitäten unter die Gläubigerländer) wollen wir heute noch einige interessante Ergänzungen nachtragen. Ueber die Absichten des Doung-Plans sagt der Bericht: „Der Dawes-Plan hat nicht versucht, die Ursachen für die Lage darzulegen, deren Verbesserung der Zweck seiner Dorschläge war. In Uebereinstimmung mit diesem Vorgang hoben wir ver. sucht, noch einen Schritt weiter zu machen und mit dem von uns oorg«Ichlagenen Versahren«ine Einrichtung zu schaffen, die von Ansang an im Sinne einer freimütigen Zusammen» arbeit auf internationaler Grundlage geleitet sein soll. Ihr« Träger sollen sich verpflichtet fühlen, die Kriegs- stimmung zu verbannen, ihre Vorurteile, ihren Parteigeist und ihre herausfordernd« Sprache aus der Well zu schassen und «ms ein gemeinschaftliches Ziel im Sinne gegenseitigen Verständnisse» und guten willens hinzuarbeiiev." Bei folgenden Bemerkungen über die Erfüllbarkeit des Noung-Planes ist zu berücksichtigen, daß sie auch durch die Unterschrift der deutschen Sachverständigen gedeckt sind: „Wir glauben, daß wir bei den vorgeschlagenen Annuitäten und Bedingungen die Möglichkeiten aller wirtschaftlichen Verhällnisi« und finanziellen Kraft«, die normalerweise wirksam sind, gebührend berücksichtigt haben. Wir glauben weller. daß wir durch den Einbau von Aufschubrechten für«inen Teil der Annuitäten und durch Ermögllchimg einer unparteiischen Untersuchung Vorsorge getroffen habe», daß ollen normalen oder besonderen Schwierigkeiten begegnet werden kann, die Deutschlands Leistungsfähigkeit zeitweilig ernstlich beeinträchtigen kännen, selbst wenn Deutschland allen guten willen und Scharfsinn aosgeboten hat, um derartigen Schwierigkeiten zu begegnen, ohne zu dem zwar außergewöhnlichen, aber doch sehr wertvollen HUssmillel zu greifen..." In dem von uns gegebenen Borbereicht blieb unklar, wie sich aus der Tätigkeit der Internationalen Re- parationsbank eine Erschließung neuer Han- delsgebiete ergeben soll, die besonders auch für Deutsch- land wichtig ist. Obwohl die Anlage über den Plan der Internationalen Reparat ionsbank noch nicht veröffentlicht ijt, gibt der Pariser Bericht doch für diese Frage schon eine ge- wisse Klärung: „Da ferner die Aufgab« der Uebertragung der Zahlungen in iremde Währungen neben einer Einschränkung der Einfuhr eine Ausdehnung des deutschen Ausfuhrhandels bedingt, untersuchten wir die Möglichkeit,«in Finanzinstitut zu ichaften, das m der Lage wäre, zu einer Vermehrung des Welthandels beizutragen, und zwar durch Finanzierung von Unternehmungen— insbesondere in den unentwickelten Ländern-»-, die man wahrscheinlich sonst mit den gewöhnlichen vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten nicht in Angriff nehmen würde.' Die sonstigen Borteile der Internationalen Reparation?- dank werden in folgenden Textstellen deutlich gemacht: „Die neuen, durch die Bank eingeführten Möglichkeiten er» ganzen die an anderer Stelle des Planes gegebenen Bestimmungen, nach d«n«n Deutschland ermächtigt ist, einen Transseraufschub zu erklären. Sie räumen chrer Natur nach«her im voraus Umstände aus dem Weg, welch« von sich aus zu einem Transferaufschub iühren könnten. Diese Vorbeugungsmaßnahmen haben doppelten Charakter: einmal kann die Bank von chrer Befugnis, Kredit zu gewähren, Gebrauch machen, um die Trans» ierierung der Annuitäten vorübergehend zu erleichtern, zweitens wird die Bank pr der Lage sein, im Einverständnis mit der Reichs- dank die auf chrem Konto bei der Reichsbonk laufenh eingehenden Neichsmarkbetröge in Deutschland anzulegen..'„Die Donk wird m der Lage sein, kurzfristige Kredite und Zwischenkredite an die Käufer von Sochlieserungen zu geben, ein Umstand, der für die Errichtung öfsentlicher Anlogen über Sachlieferungskonto von Be- deutung ist..„Der Nutzen der Bank als stabilisierender Faktor der Wechselkurse ist ossenstchtlich.. „Das Bureau für Reparationszahlungen und die damit in Verbindung stehenden Organisationen in Berlin werden ausgehoben '»st» die Beziehungen der Reparalionskommission zu Deutschland werden beendet werden..." Um Deutschlands Leistungsfähigkeit und die Angemessen- heit der jetzt ja auch von den deutschen Sachverständigen mit vorgeschlagenen Annuitäten wurden bekanntlich schwere Kämpfe gesuhrt. Folgende Textstellen spiegeln die Schwere dieser Kämpfe deutlich wieder: „Wir hoben uns den von den deutschen Sachverständigen vor- gebrachten Gesichtspunkt zu eigen gemacht, daß, wenn Deutschland jetzt eine Verantwortung von der Art einer seierlichenSchuld- Verpflichtung aus geschäftlicher und finanzieller Grundlage übernimmt, es gut daran tut, sorgfästig zu prüfen, wo die Grenzen der Belastung liegen, die es endgültig auf sich nehmen kann. Wir haben daher ihren Bedenken bezüglich der Derpflichtungen, welche sie bedingungslos anzunehmen bereit sind, volle Gerechtigkeit wider- fahren lassen und haben einen Faktor hineingearbeitet, der in schw'e- rigen Zeiten als Sicherheitsveniil funktionieren kann, nämlich das Recht Deutschlands, aus e i g e n« n i t i a t i v c de» Transfer und in einem geringeren Zlusmoß« die Aufbringung eines Teiles der Annuität aufzuschieben. Die Spann« zwischen den beiden Ziffern(dem ungeschützten Teil und der Gesamtonnuität) darf nicht als Zeichen«ine» Zweifels an d« deutschen Transfer, und Aufbringungsfähigkeit angesehen werden: sie stellt vielmehr elo Zugeständnis an die aoerkeuueuswerte Entschlossenhell der deutschen Sachverständigen dar. für«ine Verpflichtung, die nach deren Meinung nicht unter allen Umständen innerhalb der Grenzen der deutschen OeistungssShlgkell Uegl. keine nabedlngle Haftung zu übernehmen. Jchoch muß betont werden, daß der in Dorschlag gebrachte Gesamtbetrag der Arnuistäl, wenn er auch weit davon entserg: ist, • die von den Gläubigern geltend gemgchten Ansprüche zu decken, einen Betrag darstellt, der— eine Annohm«, zu der die Gläubiger allen Grund zu haben glauben— von Deutschland tatsächlich auf- gebracht wie auch transferiert werden kann." Für die ersten 37 Jahre gellen folgende Zahlungen: MMIonea Mark MtllUmm Marl 1329/30... 74S.8 1948 49... 2 210.0 1030 31... 1 707.9 194S/S0... 2 31ö.ö 1931 32... 1083.0 1960/31... 2 337.0 1932 33... 1738.2 19 1 �**' 2341,9 1933/34... 1804,3 1S52 53.. r 2 344.0 1934/33... 1866,9 1953'54... 2 332.0 rj35 36... 1 892,9 1954/55... 2 363,3 1936 37... 1 SZS.7 1933 36... 2 338.3 1937 38... 1 977.0 1956/37... 2 352,9 1938/39... 1 995,3 1957/58... 2 360 3 1939 40... 2 042,8 1958/59... 2 392,5 1940 41... 2 155,5 1959/60,.. 2 360,3 1941/42... 2 lL0.7 1960,61... 2 379,2 1942 43.. 2198.0 1961 62... 2 307.0 1943 44... 2194:3 1962 63..- 2 388,9 1944 45... 2 207,5 1983/64... 2 401.3 1945 46... 2203.8 7964 65... 2400,8 1946 47... 2 199,5 1965,66... 2 427�1 1947 48... 2 215,3 Durchfchmttsannuität der 37 Jahre 1988V Millionen ohne Dawes-Anleihe. Sehr Interessant ist, daß der Sachverftändigendericht einen Wunsch der deutschen Unternehmer übernommen hat. der ......"''' �fsass lehmer Sachverständ igen der icht mischt sich, nach unserer Ausfassung, in unzulässiger Weise in die inneren deutschen Verhältnisse ein, wenn er über die Fndustrieobligatlonen und die Auf- bringungspflicht der Industrie folgendes sagt: „Diele Sonderbeloswng unterscheidet sich, abgesehen von den Umständlichkeiten, die sie in der Gesetzgebung mit sich bringt, und der Erhebunxsart. in keiner Weise von der gewöhnlichen Besteue. rung. Wir empfehlen, daß sie beseitigt und daß bei der Verteilung der steuerlichen Erleichterungen, zu deren Durchführung unser Plan die denlsche Regierung instand setzen wird, die Aushebung berücksichtigt wird." Für dy deutsche Oeffentlichkeit ist es eine gewisse Ueber- raschung, daß Deutschland nach dem Sachverständigen- plan o o n s i ch aus und aus eigener Initiative— allerdings müssen die heute noch unbekannten Bedingungen dafür er- stilst sein— den Transferschutz in Kraft setzen kann: Die entscheidende Stelle lautet: „Um Deutschland gegen die mögliche Auswirkung einer verhält- nismäßig kurzen Depression zu schützen, die aus Gründen innerer oder äußerer Art die Valuta einer so schweren- Belastung aussetzen könnte, daß die Uebertragung ins Ausland mit Gefahr verbunden wäre empfehlen wir, der deutschen Regteruag da. Recht zu» zuerkennen, mit golägiger Voranzeige dl« Uedcrlragungcn vuler den in der Anlage... dargelegten Bedingungen um höchsten» zwei llahre ovszvschlebcn." Man sieht, wie der Text de? Berichtes viele Dinge der Pariser Abmachungen erst deutlich macht und auch den Abmachungen selbst erst jenen lebendigen Jnhall gibt, den die leidenschaftliche Führung der Verhandlung und das lebendige Interesse der Well an den Pariser Vorgängen erwarten liest Fuads Einzug in Berlin. Oer Vürger wichst schon den Zylinder, Am meisten freuen sich die Kinder, Schon fährt er vor, Hurra, durchs Brandenburger Tor, Hm, hm... aha.- Was Nebt noch da?! Amtsantritt der Arbeiterregierung. Lebhaste Ovationen. Generalgouverneurs D a r« n n e beantragt dessen W i e d« r a U f- nahm« in\di« Partei. Cr war seinerzeit auegeschlofs«� worden, da er den Posten gegen den Willen der Partei angenommen hatte. Wer nicht nur Varennne, sondern auch Paul Voncou? und der Pariser Wg. F i o n c s t t e haben verschiedentlich die Pqrteidiszipltn.gebrochen: Paul Boncvur hat u. a. alz Vorsitzender der Auswärtigen Kammerkommission das Kongregations- 9 e s etz gegen den Willen der"Fraktion besührvrtct und Fiancetie hat im Pariser Stadtrat verschiedenllich im Gegensatz"zu seiner Fraktion Maßnahmen des P o t i z e i p r ä f, o k t e n g e bTf lägt. Aus den Reihen des linken Flügels wird ein neuer Vorstoß gegen Pauk Boncour und auch gegen den Kammerpräsidenten Bu�sson unternommen werden in Gestalt eines Resolutionsantrags, roonach jedem Parteimitglied verboten sein soll, irgendeinen P o st e n, sei eg auch nur in der Kammer, anzunehmen. Es kann kaum damit gerechnet werden, daß ein solcher Antrag angenommen wird. eondan. 8. Juni.(Eigenbericht.) Im Schlosse Windsor wurden die Amtssiegel den neuen Minister» und Mitgliedern de» Geheimen Staatsrats übergeben: sie leisteten den Amtseid. Di« neuen Minister, di« in Staatskarossen mit berittenen Kut- jchern und livrierten Dienern von der Eisenbahnstation Windsor zum Schlosse gebracht wurden und nach der Feier ebenso zurück- kehrten, waren auf der Fahrt sowie auf der Eisenbahnstation Wind- sor. dem englischen Potsdam, Gegenstand lebhafter Ovatio- nen. Besonders wurde Margaret Bondfield, der erste weib. lich« kabinettsminister und das erste weiblich« Mitglied des Ge- Heimen Staatsrats, gefeiert. Di« neuen Minister verweillen fünf- viertel Stunden im Schlosse Windsor: dann Hieltm sie in London den ersten Knbinettsrat ob. Oer französische parieiiag. paul-Voncour-Oebatte in Sicht. Pari», 8. Juni.(Eigenbericht.) Der 26. Sozialistische Parteitag wird am Sonntag in Nancy eröffnet. Breiten Raum wirb die S ch u l- und die Sozialpolitik der Partei einnehmen. Mit rein politischen Fragen großen Stils wirb sich der Parteitag diesmal weniger beschäftigen. Immerhin wird der britische Arbeiterwahlsteg erörtert werden. Endlich steht die Dis- kussion einiger Fälle von mangelnder Parteidifziplin auf der Tagesordnung. Di« zuständig« Organisation des früheren Oikiaiuren-Kreundschast. Mussolinis Lufiflotte besucht das Sowjetreich! Moskau. S. Zuni.(Ofl-Expreß.) Der Besuch des llallenischen Alugzeuggeschwader» von 35 Ma» schioeu unler der Führung des Unlersiaalefekretär» Ztalo Balbo und des Ualleaischeo Ozeansliegers de Piaedo in Odessa wird In Moskau als weitere» Zeichen derlradilionellgulenBezlehunge» zu Jlallea angesehen. De» italienische Botschasler Eerrulti hat sich nach Odessa begeben. Ihm folgt heule der Ehes der Roten Luslslott« Laranow. Zu Odessa sind zahlreiche Festlichkeiten süe die italienischen Gäste vorgesehen. „Neues vom Zage". Hindemith-Llraufsührung in der Repvblikoper. „Neues vom Tage"— der Mensch«in Stück Zeitung. das Leben eine Reihe von Togesneulgkeiten. Handlung: Ehezwist. Krach, mißglückte Scheidung, fingierter Ehebruch, ertappter Ehe- brecher, Skandal im Museum, Sensation im Hotelbad. Gefängnis.. Endlich ist das Paar, das der Weg zur Freiheit durch oll diese Etappen geführt hat, reif geworden, als hochbezahlte Attraktion auf einer Barietebühne aufzutreten und öffentlich die Komödie seiner Ehe zu End« zu spielen, die Komödie eines Scheidungs- Prozesses ohne Ende auch hier, ohne Schlußefsekt, das ist endlich der Schlußefsekt des Abends. Jeder Schauplatz ein Schlager und jedes Bild ein« Situation, die es in sich Hot, einzuschlagen. Ein« Operette, denkt man, wenn man Marcellus Schis- fers von Aktualitäten strotzendes, mit lockerem Witz zum Zer- springen gelädenes Textbuch lieft— eine Operette, wie sie feit Jahr. zehnten nicht bagewesen. anders und besser geartet als alle, di« da- gewesen.„Lustig? Oper" nennt sich, was daraus geworden. In der Tot, das Buch ist lüstig, und Paul Hindemith hat eine Oper daraus gemacht. Wer ihr« Wirkung wäre noch viel, viel lustiger, wenn sie mehr aus dem Buch geholt wäre. Nicht nur vom Woct und von den Worten gelst viel verloren: die Musik ist zu wichtig, zu ge- wichtig für dos leichtherzig, auch ein wenig leichtfertig gezimmert« Szenengerüst: den leichten Sinn des Textdichters erdrückt der sachlich streng« Geist des Musikers, und das befreiende Lachen bleibt aus,«s bleibt auf halbem Wege stecken, zu dem Schiffers Situationen den Zuschauer reizen, doch das Hlndemiths lierbe Satzkunst dem Hörer verbietet. Nur stellenweise, nur in glücklichsten Augenblicken deckt sich mit dem szenischen dos musikalische Geschehen, lange Strecken hindurch läuft die Musik neben der Handlung oder hinter dieser her. Diese Musik, an sich gewertet. Ist die Arbeit eines Meisters, die Partitur Zeugnis nicht nur höchsten Könnens, sondern echter und selbstverständlicher Produktivität. Hindemith beherrscht den Ton und Stil, an dem cr wie kein anderer mitgeschaffen, und er beherrscht die Mittel dieses Stils mit unfehlbarer Sicherheit, er handhabt'sein Orchester, in dessen Grundton Wagner-Pereinigung und Strawinfky- Bejahung resolut zusammenklingen, mit einer Ueberlegenhell, die im „Eardillac" noch nicht erreicht war. Die Formprinzipien, die schon in der tragischen Oper dow'» Merten, siird in dieser lustigen Oper noch konsequenter, doch auch un- ausfälliger, darum überzeugender angewandt. Das Ganze der Par- titur ist ausgeteilt in eine Folge knapper, klar und scharf profilierter Einzelnummern: und dies Ganze zeigt in allen Teilen straffe Gl!«- derung. es ist erfüllt von musikantisck�m Clan, und dieser Elan holt durch bis zum Schluß, auch wo der Bühncnvorgang, wie in den späteren Bildern, nachläßt. Wo Handlung und Dtusik sich decken, da sind Höhepunkte der Wirkung. Sie wollten noch nicht zusammenkommen, der Stil des Revuelibrettisten Schiffer und der Stil, von dem der Musiker Hinde- müh ausgeht. Cr hätte sichg leicht machen und entschlossen Operette machen können: er hat sich? schwerer gemocht vielleicht, als geboten war. Doch nur, wo zusammentrifst, was fürs erste unvereinbar bleibt, erwachsen der Zukunft fruchtbar« Möglichkeiten. Klemperer, dem Kompromisse und Konzessionen fremd sind, gibt dos Werk ohne Versuch, zu mildern, was darin wider- fpruchsooll ist, gibt es in einer Ausfuhrung, die in seiner Art und auf ihre Weise schlechthin vollkommen ist. Ausgezelchnet die LöfiNig alles Szenischen durch Ernst Legal und Traugott Müller. Unter den Darstellern hervorragend Sabine Kalter, Erik W i r l, Fritz K r e n n. Nach allen Attschlüsicn und zum Schluß lebhaftester Bei- fall: Beifall ganz ohne Opposition: und trotz fehlender Opposition langanhaltend. Klaus Pringsheim. Reichstag und innere Verwaltung. rr,u i Beilagen und»Unterhaltung und W>Iien'. Nr. 265* 46. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Gonntag. 9. Luni 4929 Promenadenmischung. Doh Deutschland nicht alz der klassisck)e Baden der l)undezucht und des Hundesports gelten kann, wie es etwa England ist, darüber gibt es kaum eine Debatte. Zum Beispiel ist der heute fast zum Ueberdruß gehaltene Schäferhund zum erstenmal im Jahre l882 aus einer Ausstellung in Hannover erschienen. Zu damaliger Zeit war der Typ des Schäferhundes dem heutigen ähnlich. Aber in der Farbe waren die Hunde von damals total oerschieden von den heutigen. Der dunkelfuchsrote, den man heute gor nicht mehr sieht, war sehr häufig und der vollständig verschwundene grauschwarz gefleckte mit weißem Halskragen oußcrordent« lich beliebt. Der Schäferhund zeigt den Ilrtyp des caniz familiaris matris optimai, sozusagen der Urform mit großer Deutlichkeit. Ob diese Form auch für den Wolf vorbildend war, läßt sich nicht feststellen. Aber heute. noch wird das Experiment gemacht, zum Beispiel in der Dressur- und Zuchtanstalt für preußische Polizei- ' Hunde in Grünheide, daß man Wolf mit Schäferhund kreuzt und Formen züchtet, die den Charakter des Schäferhundes mit der Scheu und Wildheit des Wolfs vereinigen. ffassetier und Bastard. An diesem für jedermann deut- lichen Beispiel läßt sich mit Leichtigkeit erkennen, daß die verschiedenen Rassen- formen der Hunde in fortwährender Umbildung begriffen sind. Während nun aber d'e Tiere der Wildnis, die einzeln bebenden ebenso wie die in Herden existierenden, mit konservativer Treue immer wieder speziell A r t g e- Nossen aussuchen, um sich mit ihnen zu verbinden, kommt diese Tatsache, sobald die Tiere Hausbar gemacht werden, regelmäßig in Fortfall. Es ist gor kein Zweifel, daß Dienstborkeit das Tier in seinen besten Eigenschaften lähmt und schädigt. Es verliert seine Wildheit, jawohl! Aber damit auch einen großen Teil seiner Kraft, seiner Behendigkeit und auch seines Intellekts. Wenn wir bestrebt sind, die domestizierten Tiere streng in Rassen zu züchten, so kommen dafür nicht nur die ästhetischen Gründe in Frage-, wir wollen nicht nur das schöne, abgenindet« in Form und Farbe, rassenhochste Bild vor uns sehen(in dieser Hinsicht wird, durch Modetorheit veranlaßt, ja viel gesündigt!), nein! Der Hauptzweck der Rasscnzüchlung besteht darin, daß wir dem Hausbar gemachten, teilweise entwerteten Geschöpf die Eigenschaften der Wildform, und das ist die Rasse, zurückgeben wollen. Freilich verbinden wir damit immer die Absicht, das Geschöpf dem Menschen nutzbar zu machen. Und es ist vielleicht die schwerste Aufgabe des Züchters, die Eigenschaften des Wildtiers konstant zu erhalten und gleichzeitig die Wildform des Charakters so abzuschwächen, daß das Tier den Menschen als„Herrn" erkennt, ihn liebt und seine Wünsch« freudig erfüllt. Das muß gesagt werden, wenn von unverständigen Menschen immer wieder behauptet wird: die„Rassenfexerei" sei Unsinn, der Bastard oder'Blendling, also das, was man im Volks- Humor,„die Promenadenmischung" nennt, böte ebenso Keiner kennt seinen Stammbaum. kräftige, intelligent« und brauchbar« Geschöpf«— so zeugt solches Urteil nur von völliger Unkenntnis. Es ist gar kein Zweifel, daß es unter deu Bastarden sehr kluge und starke Hunde gibt. Die Schönheit der Tierspezies erleidet ober in jedem Fall eine Einbuße. Nicht nur für den, der di« Rassen- kennzeichen so im Blut« hat, daß er jeden Blendling verabscheut. Diese Merkmale find, wie gesagt, nur die Merkmale der Wildform, sie sind also das, was die unerreichte Künstlerin Natur in Jahrtausenden zweckmäßig formg«recht und zur absoluten Schönheit strebend geschaffen hat. In Varietes sieht man häufig Artisten, deren Hunde fast unglaubliche Kunst- stücke, wie zum Beispiel den doppelten Salto, das sich zweimal in der Luftüberfchlagen, das Tanzen auf den Hinter- oder sogar Vorderläusen, vieles and«r« machen. Die Tiere find, das muß jedem ausfallen, sehr intelligent und es sind selten einwandfreie Rossen- Hunde. Dahingegen fast immer Terriersormen. Worum?— Well der Terrier ein nicht zu großer, sehr wendiger Hund ist, der dabei lebhaft, intelligent, eine ausgezeichnete Sprunghand besitzt. Insonder- heit aber, weil er der am meisten gleichmäßig im Quadrat gebaute Hund ist. Das ist für all di« g«zeigten Kunststücke von großer Wichtigkeit. Und wenn«s sich auch oft um keineswegs reine Terriersormen handelt, so bleibt der Charakter der Rass« bei allen diesen Künstlern ausschlaggebend. Das zeigt uns aber, daß auch für den Blendling, wenn wir ihn benutzen wollen, die Eigenschaft, die der gewollte Zweck verlangt, unerläßlich bleibt. Bei einer Kreuzung zwischen verschiedenartigen Individuen kommt es immer zu einem Vorwiegen einzelner Eigenschaften des einen oder des anderen Teiles. Die Erbmasse, im Tier ebenso gut wie im Menschen, wird nicht allein durch die beiden eben gepaarten Individuen, sondern auch durch deren Vorsahren bedingt, und so kann, um m«hr beispiei- Haft zu reden, ein gut gebauter edler Terrier durch Generationen von Bastorden sein Erbgut so tatkräftig und viril durchbringcn, daß die Blendlinge noch nach Jahrzehnten die vorzüglichen Eigenschaften des Stammvaters beinahe vollkommen reproduzieren. Die Charaktere der Blendlinge sind außerordentlich widerspruchsvoll und man darf ruhig sagen, unzuverlässig. Eine Hausangestellte, die die Gabe hat, ihre Tier« gut zu beobachten, schreibt mir von einem großen braunen Schäferhund, der nach seiner ganzen Erscheinung offenbar ein Blendling war:„Auch'an diesem Hunde konnte ich bald die große Hundetreu« feststellen. Aber sein Charakter war wieder ein ganz anderer. Ich brachte ihn auch zum lachen(wir hatten uns nämlich in unserer Korrespondenz über das Lachen der Tiere, speziell der Hunde unterhalten), aber dieses Lachen war anders. Ich hotte bei diesem Hund immer den Eindruck, er tut alles, weil ich gut zu ihm war. Aber er war auch ein Strolch. Er fiel Kinder an, die ihm gar nichts taten. Natürlich strafte ich ihn dafür, wie es sich gehörte. Und dann kam es mir manchmal vor, als wollte«r sagen: ich kann mir alles leisten! Er hieß „Askan" und ich muß von ihm noch eine Hühnergeschichte erzählen. Mein Askan ließ sich doch die gestohlenen Eier gut munden und die Nesteier vergrub er im Garten. Ich klagte darüber, jedoch die Frau glaubte mir nicht. Nun paßte ich auf, um Material gegen ihn zu sammeln. Di« Hühner waren besonder« Lieblinge von mir. Im ganzen fünfzehn Stück in allen Farben. Ich kannte sie auch an der Stimme und konnte zu jederzeit sagen, welches Huhn legte. Ich redet« richtig mit ihnen und verstand sie auf ihre Art. Leider wurden sie mir von ruchloser Hand eines Nachts abgeschlachtet. Aber «ins von ihnen, das„Goldene" verhalf mir, vorher noch unseren Eierdieb zu überführen. Ich traf ihn, wie er, in seiner Hütte liegend, Das Promenadenereignis. ein Ei ausjchleckte. Nahm ihn beim Halsband und führte ihn in den Hühnerstall. Dort sitzt meine„Goldene" aus dem Legencst und eine ander« Henne hält davor Wache. Die goldene Henne plusterte sich auf und als ich meinen Askan abführte, sprang sie vom Nest und folgte dem Hund laut gackernd in den Garten..." Hundebesitzer aus Laune. Dies« Geschichte zeigt, wie tierliebeni* Menschen, die sich fort- während mit ihren Pfleglingen beschästigen, Eigenschaften und speziell intellektuelle Fähigkeiten aus den Tieren herauszuholen vermögen, von deren Existenz-der Durchschnittsmensch keine Ahnung hat, ja, (Dereditigte üebersetzung von Erwin Magnus). So lebte er denn ausschließlich für sein Geschäft, aber die sitzende Arbeitsweise und das viele Trinken taten ihm nicht gut. Er wurde fett und weichlich, und feine Muskeln wurden schlaff. Und das schlimmste war, daß er jeden Glauben an die Menschheit verlor. Hin und wieder berichteten die Zeitungen von seinen Streichen, bei denen unter dem Einfluß des Alkohols etwas von dem alten Burning Daylight zum Durchbruch kam. Dann konnte er in seinem großen roten Auto meilenweit die Umgegend durchjagen mit einer Ge- schwindigkeit. die ihm manche Strafe eintrug. Er zahlte lachend und ließ die Leute über seinen neuen Wahnsinn reden. Eines Sonntags befand er sick spät am Nachmittag jenseits der Bucht in den Piedmont-Bergen, diesmal ober nicht in seinem eigenen Wagen. Er war der Gast Wasser- fall-Bills, eines Glücksritters, der nach dem Süden gekommen war, um das siebente Vermögen durchzudringen, das er dem gefrorenen Boden Alaskas entrissen hatte. Er war es ge- wsfen» der das Land mit einem Meer von Champagner—' zu fünfzig Dollar die Flasche— überschwemmte: der den Eiermarrc Pis hundertzehn das Dutzend in die Höhx getrieben hotte, nur um feine Liebste zu ärgern, die ihm den Laufpaß gegeben: der einen Cxtrazug genommen und jeden Rekord zwischen San Franziska und New York geschlagen hatte. Nun war er wieder hier—„das Glückskind der Hölle", wie Daylight ihn nannte— und im Begriff, fein letztes Ver- mögen zum Fenster hinauszuwerfen. Es war eine lustige Gesellschaft. Sie hatten sich gut amüsiert und waren jetzt von San Franziska um die Bucht h-wum über San Jost* nach Oakland unterwegs. Dreimal waren sie wegen zu schnellen Fahrens angehalten worden. das drittemal' waren sie jedoch ihrem Plagegeist entwischt. Da sie fürchteten, daß er telephonischen Bescheid gegeben Härte, sie anzuhalten, waren sie hinten um die Berge herum- gefahren und sausten nun aus Oakland zu. In voller Fahrt schwangen sie um eine Wegbiegung und sahen vor sich einen abgeschlossenen Seitenweg. Jenseits des Gatters hielt auf einem kastanienbrauen Pferd eine junge Dame, die sich gerade niederbeugte, um das Gattertor zu schließen. Schon auf den ersten Blick kam sie Daylight sehr bekannt vor. Im nächsten Augenblick richtete sie sich mit einer Bewegung, die nicht zu verkennen war, im Sattel auf und ritt fort. Es war Dede Mafon— er erinnerte sich, von Morrison gehört zu haben, daß sie sich ein Reitpferd hielt, und freute sich, daß sie ihn nicht in der lauten Gesellschaft be- merkt hatte. Wasierfall-Bill stand auf, klammerte sich mit einer Hand an die Rückseite des Vordersitzes und winkt« mit der andern, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er spitzte die Lippen, um den durchdringenden Pfiffauszustoßen, für den er in alten Tagen berühmt gewesen war, als Day- light ihm das Knie auf die Schulter setzte und ihn auf seinen Sitz zurückdrängte. „Du k— k— kennst die Dame?" sprudelte Wasserfall-Bill hervor. „Jawohl," antwortete Daylight,„und darum sollst du den Mund halten." „Schön. Ich gratulier« dir zu deznem guten Geschmack, Daylight. Sie ist einfach Puppe, und reiten kann sie auch!" Jetzt kamen einige Bäume dazwischen, so daß sie nicht mehr zu sehen war. und Wasserfall-Bill stürzte sich in das Problem, wie sie den lauernden Schutzleuten entwischen sollten, während Daylight sich im Wagen zurücklehnte, nach- dem er noch gesehen hatte, wie Dede Mason den Landweg hinuntergoloppierte. Sie rittt im Herrensitz und saß aus- gezeichnet zu Pferde. Bravo, Dede! Daß sie den Mut hatte, auf die einzige natürliche Art zu reiten, sprach auch wieder für sie. Sie hatte den Kopf auf dem.rechten Fleck, das war sicher. Als sie am Montag zum Diktat hereinkam, betrachtete er sie mit erneutem Interesse, wenn er sich auch nichts merken ließ. Aber der nächste Sonntag fand ihn selbst zu Pferde jensents der Bucht zwischen den Piedmont-Bergen. Er ritt den ganzen Tag umher, sah aber nicht einen Schimmer von Dede Mason. obwohl er schließlich auf dem Seitenwege mit den zahlreichen Gattern nach Berkeley ritt, wo sie nach Morrisons Erzählung angeblich wohnte. Es war em verlorener Tag, denn Dede Mason hatte er nicht getroffen: und doch nicht ganz verloren, denn Day- light hatte die frische Luft und den Ausflug so genossen, daß er am nächsten Tage dem Pferdehändler den Auftrag gab, ihm das beste kastanienbraune Pferd zu verschaffen. Im Laufe der Woche besah er eine ganze Herde kastanienbrauner Pferde, probierte verschiedene, war aber nicht zufrieden. Erst am Sonnabend fand er Bob, der ziemlich groß war für ein Reitpferd, aber nicht zu groß für einen so starken Mann wie Daylight. „Das ist der richtige," sagte Daylight: aber der Händler war nicht so zuversichtlich.„Er steckt voll von Launen und Einfällen, wenn er auch nicht eigentlich boshaft ist. Er kann Ihnen gelegentlich den Hals brechen, aus reinem Vergnügen, verstehen Sie, ohne sich«as dabei zu denken. Ich selbst möchte ihn nicht reiten. Aber er ist ein Prachttier! Nicht der geringste Fehler! Er hat nie harte Arbeit geleistet. Es ist aber noch niemand mit ihm fertig geworden. Er ist aus den Bergen und von früh auf schlechte Wege gewohnt. Er ist so sicher auf den Beinen wie eine Ziege, solange er sich nicht auf die Hinterhand setzt. Er schlägt nicht aus, steigt nur. Man muß ihn mit Sprungriemen reiten. Es kommt ganz auf feine Laune an. Einen Tag kann man ihn in aller Ge- mütsruhe mehr als zwanzig Meilen reiten, und am nächsten Tage ist er gar nicht zu regieren. Automobile kennt er so gut, daß er sich neben sie zum Schlafen legen oder Heu aus ihnen fressen würde. Er läßt neunzehn vorüberlaufen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, und über das zwanzigste setzt er vielleicht aus reinem Uebermut wie ein durchgegan- gener Mustang hinweg. Alles in allem: Er ist zu lebhaft und nicht zuverlässig genug. Der jetzige Besitzer hat ihm den Namen Judas Ischariot gegeben und will ihn nicht ver- kaufen, ohne daß der Käufer alles von ihm weiß. Mehr kann ich Ihnen nicht erzählen— aber schauen Sie sich mal die Mähne und den Scheif an! Haben Sie je so etwas gesehen? Haare, so fein wie die eines kleinen Kindes!" Der Händler hatte recht. Daylight untersuchte die Mähne und fand sie feiner als die irgendeines Pferdes, das er je gesehen. Auch di« Farbe war ungewöhnlich, fast kastanien- braun. Während Daylight seine Finger durch das Haar gleiten ließ, wandte Bob den Kopf und legte ihm scherzend das Maul auf die Schulter „Satteln Sie ihn. ich will ihn probieren," sagte er zum Händler.„Ich möchte wissen, ob er Sporen gewöhnt ist. Aber keinen englischen Sattel. Geben Sie mir einen guten mexikanischen und eine leichte Kandare, weil er zum Steigen neigt."(Fortsetzung folgt.) vou deren Vorhandensein er kaum zu überzeugen wäre. Die meiste» tzuudebesihcr wissen überhaupt nicht, was sie mit ihren Tieren an- sangen sollen. Eine Anzahl kaust sich den Hund, Ü r g e n d e i n c r Laune folgend, und läßt ihn neben sich hinvegetieren. Die Peitsche ist intmer zur' Hand und von einer Ordnung in bezug auf Pflege, Sauberkeit, richtiges Futter und Bewegung in freier Luft, ist keine Rede. Dann kommen die Hunde narren, die jede Erziehung oder Abrichtung für einen Frevel an dem„geheiligten" Geschöpfchen halten: die sich in lächerlicher Weise zu dem Sklaven solcher Bestien machen und die Mitwelt obendrein durch die Un- gezogenheiten ihrer Amis oder Lobbys ärgern. Der kleinste Teil weiß, daß jede Freude, die man gewinnt,«in gut Teil körperlichen und geistigen Arbeitsaufwand voraussetzt: daß man, um an einem Tier Freude zu haben, dieses Tier richtig warten, füttern und pflegen muß, aber es außerdem auch erziehen und sich in die Hand arbeiten muß. Die guterzogenen, verhältnismäßig seltenen Hunde erregen überall Aussehen und Bewunderung und man kann immer wieder den Ausspruch hören:„Der ist ja klüger als ein Mensch!" Und hier setz« ich wieder da ein, wo ich angefangen habe: der Bastard, inag er noch so gute Eigenschaften besitzen, er wird n i e so leicht zu erziehen sein und so sehr die Eigenschaften für «inen guten Hund mitbringen, wie der Rassehund. Wobei nicht ver- gessen werden darf, daß zivar die Anschaffung eines Bastards sehr billig ist, der Hund aber während seiner Haltung doch erhebliche Unkosten macht. Und daß man, tritt einmal die Notwendigkeit an den Besitzer heran, den Hund ausverkaufen, mir einen Rassehund für bares Geld irgendwo unterbringen wird. Hans Hyan Vampyr der Giraße. Bon ihrem Ausbeuter in den Meineid getrieben. Eine DirnentragSdte entrollte eine Verhandlung vor dem Schwurgericht I. Die Arbeiterin L. war fleißig und solide gewesen, bis sie die Bekanntschaft eines Mannes machte, der sich bald als einer der schlimmsten Bampyre des Asphalts entpuppte. Er zwang das junge Mädchen, die Arbeit aufzugeben, und auf die Straße zu gehen, um ihm das Geld zu einem mühelosen Dasein zu verschaffen. Unter Schlägen und Drohungen wurde sie hinaus- getrieben, auf ihren Gängen beobachtet und in schamlosester Weise ausgenutzt. Als sie in ihrer Verzweiflung ein FlSschchen Lysol zeigte und drohte, daß sie sich vergiften wolle, rief ihr Ausbeuter ihr in zynischer Weise zu:„Sauf doch und verrecke!" Sie hat die Drohung dann in die Tat umgesetzt, wurde aber gerettet. Als sie geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden war, ging das Höllendasein weiter. Die Mißhandlungen und Er- Pressungen häuften sich, so daß sie schließlich in ihrer Ver- zweiflung zur Polizei lief und ihren Peiniger wegen Zuhälterei anzeigte. Unter den Drohungen und Mißhandlungen schlimmster Art wurde sie gezwungen, ihre Anzeige zurückzunehmen. Das Strafverfahren war aber bereits gegen den Zuhälter eingeleitet worden. Vor dem Ermittlungsrichter beschwor sie nun, daß sie nur aus Rache Anzeige erstattet hätte, und daß an ihrer Anzeige nichts W o hre s sei. In der späteren Verhandlung des Zu- Hältereiprozesses gab sie aber der Wahrheit die Ehre, so daß sie nun wegen Meineides angeklagt wurde. Bereits vor einem Jahre hatte das Schwurgericht sie zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Das Reichsgericht hatte das Urteil aufgehoben, weil nicht berücksichtigt worden war, daß die Angeklagte durch die wahrheitsgemäße Aussage sich selbst einer strafbaren' Handlung, nämlich einer Begünstigung, bezichtigt haben würde. Gestern, berichtigte mun das Schwurgericht seinen früheren Irrtum. Der Staatsanwalt selbst billigte dfr Angeklagten unter den obwAl�pden Umständen weiteste Milde zu. Die Angeklagte erhielt die Mindeststrafe von vier Monaten und IS Tagen Gefängnis. Vier Tote des Straßenverkehrs. Der verkehr auf den Berliner Sirahen hak gestern nachmittag wieder vier Todesopfer gefordert. Einen besonders schrecklichen Tod fand der 52jährige Arbeiter August Sa prautzki aus Wuhlsdorf, der sich mit seinem Fahr- rade auf dem Heimweg befand. S. fuhr in der Berliner Straße in Lichterfelde von hinten so unglücklich auf einen Lasttankwagen aus, daß ihm das spitze Verschlußstück in die rechte Halsseite drang. Die Verletzung war so schwer, daß der Tod auf der Stelle eintrat. — In der E l sa s s e r Straße wurde der 8öjährige Rentner Berthold Mayer ans der L i n i e n st r. 122 beim Uberschreiten des Fahrdammes. von einem Lieferauto überfahren und lebens- gefährlich verletzt. Der Greis wurde in das naheliegende Lazarus- Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit nach seiner Aufnahme g e- starben ist.— Auf tragische Weife kam gestern abend der Bau- meister W e tz a ck am Kaiserdamm ums Lebe». W. sühne seinen Hund aus; das Tier, das plötzlich über den Fahrdamm hin- weglief,.geriet in Gefahr, von einem Auto überfahren zu werden. Der Mann eilte hinter seinem Hund her, wurde aber dabei selbst von dem Wagen erfaßt und schwer verletzt. W. wurde st e r b e n d ins Westender Krankenhaus gebracht."— In der Nähe der elterlichen Wohnung wurde gegen 18 Uhr der achtjährige Schüler Helmuth Behrend in der Gustav-Müller-Straße zu Schöneberg von einem L a st a u t o überfahren. Die Räder gingen so unglücklich über das bedauernswerte Kind hinweg, daß wenige Minuten später der T o d eintrat. Die Siadlverordnefen haben ihre nächste Sitzung am Donnerstag um 16% Uhr. Die letzte Sitzung vor den. Sommerserien wird am 25. Juni(Dienstag) sein. Oer fleißigste Arbeiter im Oorf. Schluß der Beweisaufnahme im Rogens-prozeß. I-'. I?. Neustrelih, 8. Juni.(Eigenbericht.) lieber dem Gerichtssaal im mecklenburgischen Großherzagsschlaß liegt so etwas wie Müdigkeit. Die letzten Zeugen im Rogens- Prozeß werden schnell erledigt. Ihre Zlussagen sind aber nicht von geringer Bedeutung. Nachzutragen ist eine Episode aus der Aussage des Zeugen Adler, des Zellengenossen von Jakubowski: Nach dem Besuch des Rechtsanwalts Koch erzählte Jakubowski, daß der Verteidiger Dr. Koch ihm gesagt habe,.er würde zu 5 bis 6 Jahren begnadigt werden, da er sich nur der„M i t w i s s e r- scha st" schuldig gemacht habe, die wäre er bereit abzusitzen. Sollte Jakubowski etwa dadurch zum Ausdruck gebrachi haben wollen, daß diese Verurteilung seiner Schuld der Wirklichkeit entspricht? Die Verwandten der Frau Nogens-Kaehlcr, das Ehepaar H a r n a ck, Frau Rogens mitgebrocht« Schwester und deren Mann, ließen die Frau erneut in eigentümlichem Lichte erscheinen. Die beiden Zeugen haben der Beerdigung des kleinen Ewald beigewohnt, nachdem sein« Leiche aus dem Kaninchcnloch herausgeholt worden war. Es fiel ihnen das unstet« Wesen von Fritz Rogens auf. Als Frau Rogens-Kaehler die Vermutung aussprach, das Kind müsse mit einem Taschentuch erwürgt sein, meinte Fritz, daß dies wohl mit den Händen geschehen sein würde. Die Eheleute wollen sofork Verdacht gegen Friß und gegen die sfrau des Kreuzfeld. Lisbeth. geschöpft haben. Diesen Verdacht sprachen sie dann später auch in einein Briefe an Frau Rogens aus. Es heißt darin u. a.:„Die Mordsache werden wir in die Hand nehmen, denn wir glauben, daß Ewald von Fritz ermordet worden ist. Wäre Lisbeth zum Besuch fortgefahren?" Frau Rogens antwortete darauf:„Mit der Mordsachc leicht gesagt! Das muß Fritz getan, haben und mit Lisbeths Einverständnis, an des Russen Unschuld habe ich inuuer geglaubt, dieLisbeth versteht sich ja gut auf Lügen." Hinterher hat aber Frau Rogens ganz anderes zu den Eheleuten Harnack über den Russen ge- äußert. Sie hat gesagt, sie wolle dafür sorge», daß der Rufs« nicht herauskomme und„man würde sicher der Großmutter mehr glauben, als dein Russen". Auf Antrag des Nebenklägers soll der Kriminal- tommissär Dräger über einen Brief befragt werden, den Frau Rogens an ihre Stiefmutter Frau Treumann geschrieben habe. Frau Treumann hat aber von ihrem Zeugnisverweige- rungsrecht Gebrauch gemacht. Das Gericht beschließt trotzdem, den Kriminalkommissar Dräger über diesen Brief zu befragen. Der Zeug« erklärt, daß in diesem Briefe zu lesen gewesen wäre: Der Russe habe es getan, um für Ewald nicht zahlen zu müssen. Frau Rogens hatte aber früher erklärt, daß der Russe pünktlich gezahlt habe. „(kr hat es nicht getan, er hat es nicht getane Sehr kurz gestaltete sich die interessante Vernehmung der nächsten Zeuginnen. Die ein« von diesen ist mit Frau Rogens acht Tag« vor der Hinrichtung Jakubowski? zusammengetroffen. Als die Rode auf die Angelegenheit kam, sagte Frau Rogens:„Ach, er hat es nicht getan, e r h a t e s n i ch t g e t a n!" Die Zeugin fragte darauf:„Warum haben Sie es nicht gesagt, wenn er es nicht getan hat?" Frau Rogens sagte darauf nur:„Umsonst Ist Kreuzfeld nicht verschwunden." We andere Zeugin fuhr mit Frau Rogens nach der Hinrichtung in der Straßenbahn zusammen. Als sie erfuhr, daß sie aus Palingen sei, sagte sie zu Frau Rogens:„Schrecklich, was der Russe angerichtet hat!" Frau Rogens sagte darauf:„Der Russe ist unschuldig, ganz andere haben es gemacht."—»Weshalb haben Sic denn das nicht gesagt?"—„Das konnte i ch n i ch t," erhielt sie zur Antwort. „De verfluchte Ruß is bat!'' Als vorletzter Zeuge ist der Obcrlandjäger D i b b e r t an der Reih«. Er hatte die ersten Nachforschungen angestellt. Auch Jaku- bowski ist von ihm mehrmals vernommen worden. Er ließ ihn ober auf freiem Fuß. Frau Rogens war es, die den ersten Verdacht aus ihn lenkte: sie rief in ziemlicher Erregung aus:»De ver- flucht« Ruß is dat, wenn ick to Hus west wir, wirk»ich ge- schel?en!"(Der verfluchte Russe ist es. Wenn ich zu Haufe gewesen wäre, dann wäre es nicht geschehen.) Der Oberlandjäger hatte gelegentlich eines Transports den Jakubowski noch vor der Verurteilung ermahnt, nichts zu verhehlen, falls Kreuzseld es mit der Tat zu tun haben sollte. Jakubowski sagte daraus:„Wer Ewald ermordet, ich nicht weiß/" Der Oberloiidjägcr drang aber weiter in ihm:„Schon einmal hast du ihn geschont, als ihr zusammen gestohlen habt. Nun willst du ihn auch nicht verraten. Wenn du noch was weißt, so laß dich vorführen." Nach der Vex- urteilung brachte der Oberlandjäger Jakubowski nach Altstrelitz ins Gefängnis. Er fragte ihn dabei wieder, weshalb er die Sache mit Kreuzfeld nicht bei Gericht vorgebracht habe, worauf Jakubowski sagte:„Ich nicht gefragt bin und Rechtsanwalt erst drei Tag« vor Termin bei mir war." Oberlandjäger Dibbert schilderte Jakubowski als guten Menschen und fleißigsten Arbeiter im Dorf. Kreuzseld da- gegen sei hart, grob und frech gewesen. Kriminalrat Gennat. Als letzter Zeuge faßt Kriminalrat Gennat nochmals das Er- gebnis seiner Ermittelungen zusammen. Er schildert, wie die an- fänglichen„Unterbringungsgespräche" zu„M o r de g« s p r ä ch e n" wurden. Die Berliner Kriminalpolizei habe die Rollen sämtlicher Mitglieder der Familie Rogens geprüft, auch die von Jakubowski uyd Kreuzfeld, und sei doch nicht imstande gewesen, für die Beteiligung des Kreuzseld am Morde feste Anhaltspunkte zu finden. Als eigentümlich müsse es erscheinen, daß Jabukowski Frau Rogens kein ein,;igesmal belastet habe, daß der Mord ausgerechnet am Tage vor dem Termin im Vormundschoslsgerichk geschehen sei und daß Jakubowski noch kurz vor der Tat für den kleinen Ewald einen blauen Anzug gekauft habe. Sehr verdächtig erscheint die Erzählung der Frau M e t t, daß sie Jakubowski ermahnt habe, sich nicht an den Kindern zu vergreifen, serner, daß Jakubowski sein Mordgespräch mit August und Fritz im gewissen Sinne zugegeben habe. Kriminal- rat Gennat ist, wie der Staatsanwalt feststellt, doch der Ansicht, daß Jakubowski am Mord beteiligt sein müsse. Als der Zeuge die Gründe auseinandersetzen will, aus denen heraus er zu dieser Ansicht gekommen sei, wird er daran durch den Nebenkläger, Rechtsanwalt Brandt gehindert. Das sei bereits eine über den Rahmen der Zeugcnvernehmung hinausgehende Aeußerung, erklärt er, auch der Vorsitzende ist derselben Ansicht. Kriminalrat Gennat schränkt seine Aussagen ein. Die Beweisausnahme ist abgeschlossen. Am Dienstag um 10 Uhr erhält der Staatsanwalt das Wort zum Plädoyer, d:r Nebenkläger und die Verteidiger dürsten erst am Donnerstag zu Wort kommen. Das Urteil wird nicht vor Freitag o d e"v Sonnabend gefällt wenden. Eine selisame Erprefferaffare. Drohbriefe einer Frau. Mii einer eigenartigen Erpresseraffäre mußte sich die kriminalpoNzei beschästigen. Ein Geschäftsmann, der in der Uhlandstraße Damentoiffektivn verkauft, erhielt kürzlich einen Brief, in dem er aufgefordert wurde, umgehend 500 Mark postlagernd an ein Aint in der Lothringer Straße zu übersenden. Der ungenannte Schreiber ließ durchblicken, daß er, wenn Zahlung nicht erfolge, das Geschäft des Kaufmanns ausräumen und auch ihn selbst nicht verschonen würde. Roch einigem Schwanken übergab der Geschäftsmann den Bries der Kriminalpolizei. Ein S ch e i n b r i e f wurde nach der Lothringer Straße aufgegeben. Der Empfänger erschien dort aber nicht. Er mochte wohl gemerkt haben, daß man das Amt beob- achtete und sandte dem Kaufmann ein Telegramm, das Ueber- weffung des Geldes noch dem Zentrum der Stadt verlangte. Diesem Postamt ging wiederum das Ersuchen zu, den unter einer Chiffre lagernden Brief nach dem Postamt Lichterselde weiter zu befördern. Auch das war noch nicht der Endpunkt. Die letzte Station war wieder das Postamt in er Lothringer Straße. Hier erschien nun gestern eine Frau, uin den Brief abzuholen. Die Kriminal- beamten, die auf Posten standen, nahmen sie fest und brachten sie zum Polizeipräsidium. Es ist die 37 Jahre alte Frau ei.tes Werkmeisters, die mit ihrem Ehemanns in durchaus geregelten Verhält- nisten lebt. Die Frau leugnete natürlich, die Schreiberin des Briefes gewesen zu sein. Die Nachforschungen ergaben aber, daß sie im Jahre 1920«inen Monat lang Verkäuferin in jenem Geschäft gewesen war und daher Bescheid wußte. Da von Not- lag« in ihrem Falle keine Rede sein kann, so bleibt mir die Bcr- mutung übrig, daß die Frau sich aus diesem Wege ein Taschengeld für Sonderanschaffungen erwerben wollte. Zwei gefährliche Kabelbrände. Große Störungen für Straßenbahn« und Fuhrwerkeverfehr Durch zwei gefährliche Kabelbrände in Moabit und in der L u i s e n st r o h e wurde gestern nachmittag der Straßenbahn, und Fuhrwerksver- kehr empfindlich gestört. Aus bisher noch ungeklärter Ursache geriet um 16.45 Uhr vor dem Hause Turm st r. 62 ein Schaltkabel der Straßen- bahnstromleitung in Brand. Di« Oberleitung zer- riß und hing quer über dem Fahrdamm. Der gesamte Per- kehr wurde sofort polizeilich gesperrt und über die B e u s s e l- st r a ß e umgeleitet. Die Feuerwehr löschte den Brand nach kurzer Zeit. Die Jnstandsetzungsarbeiten an der Unfall- stelle dauerten jedoch zwei volle Stunden, und erst um 18.50 Uhr konnte der Fahrdamm für den Verkehr wieder freigegeben werden. In der L u i s e n st r a ß e werden zurzeit Kabel erneuert und die ousgehobenen Erdschächte unter dem Bürgersteig sind deshalb mit Holzbohlen belegt. In dem K a b e l s ch a ch t brach plötzlich Feuer aus, und die Flammen griffen auf den B r e t t c r b e l a g über. Die Feuerwehr hatte eine halbe Stunde zu tun, um den Brand, der st a r k« n Qualm zur Folge hatte, zu löschen. Auch an dieser Stelle mußte derStraßenvgrtehr längere Zeit u m» geleitet werden. 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Eröffnung im Lahre Für die Deutsche Bauousstcllung in Berlin wird setzt ein bestimmteres Programm bekanntgegeben. Di« nicht immer erfreulichen Auseinandersetzungen, unter denen der Plan dieser Veranstaltung heranreifte, führten Anfang dieses Jahres zu einer endgültigen Vereinbarung der Stadt Berlin mit den im Verein Bauausstellung zusammengeschlossenen Verbänden der Bau- Wirtschaft. Das Ausstellungs-, Messe- und Frcmdenoerkehrsamt der Stadt, das mit der Geschäftsführung der geplanten Baliausstellung betraut wurde, besorgt« dann die vorbereitenden Arbeiten. Die Deutsche Bauausstellung, deren Eröffnung in Berlin nun erst im Jahre 1931 möglich wird, ist als Fachausstellung mit Lehrschaucharakter gedacht. Sie wird eine Daueranlagc werden, auf die sich für eine längere Reil?« von Iahren die Aus- stellungsintereffen der deutschen Bauwirtschaft konzentrieren sollen. Das Programm erstreckt sich einstweilen aus die ersten fünf Jahr« von 19Z1 bis 193 Z. Für die Eröffnungsausstellung im Jahre 1931 ist die Zeit vom 16. Mai bis 1. Oktober in Aussicht genommen. Sie wird unter dem Leitgedanken„Neues Bauen und Woh- n e n" einen Querschnitt durch das ganze Gebiet des Bau- und Wohnungswesens geben. In den Iahren von 1932 ab wird die Aus- stellungsdauer jedesinol auf einen„Baumonat" beschränkt werden, in 1932 aus die Zeit von Mitte September bis Mitte Oktober. Den Dauerkern der Bauausstellung wird man alljährlich durch Sonderausstellungen des Bau- und Wohnungswesens be- reichern, in 1932 durch eine Sonderschau„Der neue Verkehrsbäu", in 1933 durch eine Sonderschau.Landwirtschaft und Bau Wirtschaft", in 1934 durch eine Sonderschau„Der neu« Haushalt", in 1933 durch eine Sonderschau„Wörme, Licht, Farbe, Scholl". Vorträge, Lehr- gänge und Tagungen werden jede Sonderschau begleiten. Dies« all- jährlich wiederkehrenden Fachveranstaltungen sollen private Bau- Herren und Geineinden, die Industrie, die Kunst und die Wissenschaft als Aussteller und Besucher regelmäßig zusammcnsühren. Das Programm für die E r ö f f n u n g s a u s st e l l u n g von 19 31 ist auch im einzelnen schon ausgestellt. Die Daueranlage wird das neue Bauen(vom Rohstoff bis zum fertigen Rohbau) und die neue Wohrmng und Einrichtung umfassen. Diese beiden Haupt- gruppcn werden durch die Abteilung Bauwisscnschoft und Baukunst verbunden und durch die Sonderausstellungen Landwirtschaftliches Mustergehöft und Mustersiedlung Heerstraß« ergänzt. Daran schlie- ßen sich Turn-, Spiel- und Sportwesen, Garten- und Parkanlagen, Denlmalbau, Heimatschuß, Friedhöfe, Friedhofstunst, Sonderbauten für Verwaltung und Verkehr im Dienste der Ausstellung, Erholungs- und Vergnügungsstätten baukünstlcrischcr Art. Di« Veranstaltung wendet sich, wie man hier sieht, nicht nur an die Fachwelt, sondern an alle Schichten der Bevölkerung. Das von der Stadt zur Verfügung gestellte Gelände ist 99 Hektar groß und kann erreicht werden mit Stadt-, Ring- und Vorortbahnen(Bahnhöfe„Ausstellung",„Witzleben",„Heerstraße", „Eichkamp"), mit der Untergrundbahn(Bahnhöfe.Laiserdamm" und „Reichskonzlerplatz") und mit mehreren Straßenbahn- und Autobus- linien. Der Generalbebauungsplan, entworfen von Stadt- baurat Dr. Wagner und Professor Poelzig, gestattet«inen allmählichen Ausbau nach den Bedürfnissen der Wirtschaft. Mit den baulichen Arbeiten ist schon begonnen worden, und ein Teil davon soll bereits Ende dieses Jahres fertig werden. Aushebung eines Gpielttubs. 22 gewerbsmäßige Spieler und Falschspieler verhastet. Eine Spielpartie, die sich seit einiger Zeit in einer Privat- wohnung im zweiten Stock des Hauses Kurfür st endamm 12 niedergelassen hatte, empfing in d«r Nacht zu gestern unerwünsch- ten Besuch von der Kriminalpolizei. Es ist eine Partie, die schon vor dem Kriege b« st and und dem Bac huldigte, als es noch nicht oerboten war. Obwohl den Leitern bekannt sein mußte, daß erst kürzlich ein ähnliches Unternehmen aufgehoben und zu 6999 Mark Geld- st r a f e verurteilt worden war, setzten sie das verbotene Spiel fort. Außer den üblichen Sicherungen mit Spannern usw. hatte der Klub eine Klingelleitung nach der Straße legen lassen, die nur Eingeweihten bekannt war. Sie sollte den Spannern ermöglichen, rechtzeitig Signal zu geben, wenn die Polizei in Sicht kam. Trotz aller dieser Vorsichtsmaßnahmen gelangten die Beamten doch hinein und überraschten 22 Personen bei Bac und ..Meine Tante— Deine Tante". Alle wurden noch in den Räumen festgestellt. Der einzige, der sich hatte in Sicherheit bringen können, war der Unternehmer. Ihm war es gelungen, zu„türmen". Während der Feststellung der Gäste kehrt« er aber zurück, angeblich, um die Aufgeregten zu beschwichtigen. Unter den Ueberraschten be- landen sich nicht nur gcwcrbsmäßige Spieler, die der Polizei schon bekannt sind, sondern auch solche, die im Verdacht stehen. Fälsch- spi«l«r zu sein............... Ltnterschlagung, kein Raub. Oer Buchhalter der BVG. mit 9000 Mar? flüchtig. Das verschwinden des Buchhalter» Blax Krüger, der am Freitag mit 8959 IN. vermißt wurde, hat sich nun doch als Flucht nach einer Unterschlagung herausgestellt. Zum Transport der Lohngelder werden für gewöhnlich zwei Beamte abgeordnet, die auch gemeinsam gegenzeichnen müssen. Am Donnerstag hatte Krügcr bei der Hauptkasse des Betriebs- bahnhofcs angerufen und gefragt, ob er nicht ausnahmsweise eine Stunde früher kommen könne, da er sonst seine Arbeit nicht be- wältige. Er bat auch, ihm nicht zu kleines Geld bereitzulegen, da er selbst auf seiner Kasse die Umwcchselimg besorgen könne. Seinem Kollegen, der ihn hätte begleiten sollen, sagte er von dieser Vereinbarung kein Wort. Er erschien allein schon um 7la Uhr und bekam wunschgemäß große Scheine. Da er alle Lohn- listen ausgefüllt vorlegen konnte, trug man keine Bedenken, ihn ab- zufertigen. WohVi der Ungetreue sich mit dein Gelds gewandt hat, ist noch nicht festgestellt. Nachforschungen in seiner Wohnung ergaben Anhaltspunkte, daß er den Streich von langer Hand vorbereitet liot._ Tie Benutzung der Kriegsbeschädtgtenabteile. Mit der Einführung des neuen'Eisenbahnpersonentarifs im Herbst 1923 fiel bekanntlich die vierte Wagenklasse weg. Die Reichs- bahn erklärte sich aber bereit, in den meisten Zügen Kriegsbe- schädigtenabteil« weiterzusührcn. Nunmehr ist die Frage der Aus- weise für die Kriegsbeschädigten zur Benutzung der Kriegsbe- schädigtenabteilc im Bereich« i>«r deutschen Eisenbahnen einheUlich neu geregelt worden. Zur Benutzung des Kriegsbeschädigten- obteils sind berechtigt: Schwerkriegsbeschädigte mit Be- icheinigung der Eisenbahn Verwaltung über freie Beförderung des ständigen Begleiters, Schwerkriegsbeschädigte und Schwerbesatzungsbeschädigte mit rotem Ausweis zur bevorzugten Abfertigung vor Amtsstellen, Minderkriegsbeschädigte und Mindcrbcsatzungsbeschädigte mit rotumrandetem Ausweis, der für das Kalenderjahr ausgestellt wird, mit dem von der ausfertigen- den Stelle abgestempelten Lichtbild und der eigenhändigen Unter, fchrist des Inhabers versehen sein muß. Dieser Ausweis ist durch den Deutschen Eiscnbahnoertehrsvcrband neu geschaffen worden. Er kann durch die Krieqsbeschädigtenfürsorgestellen denjenigen Kriegsbeschädigten und Besatzungsbeschädigten ausgestellt werden, die noch Art ihrer Verletzung oder Gesundheit?- schädigung mährend der Beförderung sitzon müssen, die ober keinen Am'pruch aus die anderen Ausweise haben. Wie der Reichsbund der Kriegsbeschädigten mitteilt, sollen die alten rotumrandcten Ausweisvordrucke. die bisher unier An- bringung des Vermerks:„Zur Benutzung d«s Kriegsbeschädigten- obteils" noch weiter verwandt werden konnten, von jetzt an nicht mehr benutzt werden. Sie werden jedoch im laufenden Kalender- jähr noch anerkannt._____ Kür die Erwerbslosen. Die leidige Baumfrage in den Arbeitsämtern. Veranlaßt durch einen Beschluß der, Stadtverordnetenversamm- lung hat der Magistrat Berlin das Landesarbeitsamt Brandenburg g«bet«n, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die ord» nungsm äß ige Auszahlung d«r Erwerbslosen- unter st ützung sicherzustellen sowie in allen Bezirken g c n ü ge n.i� M e 1d c u n d, Z a-H ljt e l l«n zu schassen, um den Erwerbslosem die.-Auegaben der Fochrgeldor zu ersparen. Weiter war gebeten morden, daß das Arbeitsamt ollen Betrieben gedruckte Bekanntmachungen zum Aushang zustellt, aus denen zu ersehen ist, welche Schriftstücke von den Erwerbslosen bei Entlassungen dem Arbeitsamt vorgelegt werden müssen. Ferner sollten die Arbeits- ämt«r angewiesen werden, die Erwerbslosen nach Möglichkeit ihren zuständigen Bezirken zuzuweisen. Der Präsident des Londesarbeitsamtes Brandenburg hat hier- auf mitgeteilt, daß die Berücksichtigung der ersten beiden Anregungen mit der Lö f u n g der R a u m f r o g c für Berlin eng zu- fammeiihängs. Es sollen Maßnohmen ergriffen werden, die linier- bringung der Berliner Arbeitsämter organisatorisch wirksam zu ändern. Für das große Arbeitsamt Berlin- Mitte ist dies bereits zum größten Teil durchgeführt. Wo in anderen Arbeitsämtern, z. B. in Berlin Süd-Ost, noch Raumnot vorhanden ist, wird diese ebenfalls durch Ankauf von Grundstücken oder Ermietung neuer Räume beseitigt werden, indessen müsse in Betracht gezogen werden, daß die Reichsanstalt nicht in Kürz« alles nachholen bzw. beseitigen kann, was lange Zeit hindurch bestanden und verbcsserungs- bedürftig war. In dem Schreiben wird weiter mitgeteilt, daß die Ueberweisung der Erwerbslosen an die zuständigen Bezirkestellen nach 9 Wochen ohne weiteres erfolgt. Ebenso seien bereits Bekanntmachungen er- lassen worden, aus denen die Erwerbslosen ersehen können, welche Unterlagen sie dem Arbeitsamt vorzulegen hoben. Das Tittlichkeitsverbrechen auf eine Greisin. Das Schöffengericht Mitte beschloß zur Klärung der sexual- pathologischen Seite des Sittlichkeitsattentats auf eine 83jährige Greisin— worüber wir in der Abendausgabe berichteten— noch ein Obergutachtcn über den Angeklagten Kart Hardt- mann einzuholen und vertagte daher die Verhandlung. Der Staatsanwalt hatte gegen den Angeklagten 1 Jahr 9 Monate Ge- fängnis beantragt._ Typographia. Das im gestrigen„Abend" für heute, Sonntag, 11Vs Uhr angekündigte Konzert im„Bolkspark", Tempelhofer Feld, findet nicht statt. Kifcherunglück bei Memel. Drei Fischer ertrunken, 16 Boote vermißt. 3n der vergangenen Nacht hat sich bei P a l a n g e n an der litavischen Küste ein schweres Fischerunglück zugetragen. Am Tage vorher war eine große Anzahl von Fischerboolen in See gegangen. Gegen Nacht kam ein schwerer Sturm aus. Bei der Rückkehr k e n. terlen zwei Boolc in der Brandung des Hafens der Ao. Dabei ertranken aus dem einen Boot zwei, au» dem anderen ein Fischer. Es fehlen noch 16 Boote, so daß man auch unter diesen noch Berluste befürchtet. „Vergiß nicht!" B e r Ii n hat wieder ein Kriegerdenkmal mehr. Am Sonntag wurde für die gefallenen Gardepionier« ein von Privatpersonen aus privaten Mitteln gestistctes Denkmal an der Garnisontirche auf dem Kaiser-Friedrich-Platz enthüllt. Damit nicht die Stadtverwaltung um Erlaubnis zur Aufstellung des Denkmals gebeten zu werde» brauchte, hat man es an die Wand der Kirche gelehnt. So konnte geltend gemacht werden, daß es aus kirchlichem Grund und Boden steht und ein Teil des Kirchen- gebäudes ist. In der Bezirksversammlung Kreuzberg war gegen die Absicht, dieses Denkmal dort zu errichten, Einspruch erhoben worden, weil es der Verherrlichung des Krieges dienen werde. Aber die Stadtverwaltung hatte nicht hineinzureden, dabei blieb es. Die Enthüllungsfeier bringt jetzt den Beweis, daß jene Befürchtung nicht unbegründet war.„Vergiß nicht!" predigte ein Militärgeistlicher, der die Weihercde hielt. Wenn das heißen soll: „Vergiß die Toten nicht!" so stimmen wir zu. Aber die Festschrist, die zur Cnthüllungsfeier vom Denkmalskomitee herausgegeben worden ist, läßt vermuten, daß an einen Tag der Rache gedacht wird. Die„Wiederaufrichtung des Reiches zu alter Macht und Größe" wird darin betont, die„Erziehung unseres Nachwuchses im Sinne der gefallenen Helden" wird gefordert.„Nur so werden wir", sagt das Geleitwort der Festschrift,„dem Schonddiktat von Versailles zum Trotz alle Zeit bereit bleiben für den Tag, an dem das Schicksal uns Deutschen von neuem an den Puls fühlen wird. Wann das sein wird, wissen wir nicht. Aber das wissen wir, daß dann das Reich wieder Männer, wieder Truppen und Gardepioniere brauchen wird wie die von 1914!" Die Festschrift enthält auch eine Reihe Gedichtt mit ähnlichen Gedankengängen. Ein Gedicht„Vorwärts und durch!" mahnt:„Volk, erwach'! Auf Wall und Wehre sinne in der finster» Zeit!" Es fehlt auch nicht das bekannte vor und in dem Kriege gesungene Lied mit dem Kehrreim:„Haltet aus! Lastet hoch das Banner wehn! Zeiget ihm, zeigt dem Feind, daß wir treu zusammenstehn, daß sich unsre alte Kraft erprobt. wenn der Schlachtruf uns cntgegentobt. Haltet aus in Sturmge- braus!" Da wird man wohl nicht vorbeigreifen, wenn man an- nimmt, daß auch das Gelöbnis, nicht zu vergessen, in demselben Sinne zu deuten ist. Uns aber soll dieses„Dergiß nicht!" eine neue Mahnung sein» allen Välkerverhetzungcn un-d Kriegeschürereien aufs schärfst« ent- gegenzutreten. Bsrgiß nicht, deutsches D ol k, in welches Unglück schwarzweitzrote Kriegshetzer dich gestürzt haben! lieber die Ausgaben der UZohnungsäinter spricht im Reichs- b u n d Deutscher Mieter, Verband Berlin, Herr Stadt- rat R o s i n. am Montag, dem 19. Juni, im Rathaus Berlin, Saal 199(Eingang Iüdenstratze) abends 8 Uhr. Oßjae MizzaSHmg KfeitesfeföcäcjSL vom. 7Mef*me/Snaaa der*fen>eH weniger als 25 Proz., wenn man den Wohlstandinder in Rechnung setzt. In den ersten 10 Jahren 6,35 Milliarden weniger. Run werden im Doung-Plan nicht gleiche, sondern gestaffelte Jahreszahlungen(Annuitäten) vorgesehen. Die Grundsätze, nach denen diese Staffelung vorgenommen wird, dürfen der späteren Besprechung des Berichtes der Sachverständigen vorbehalten bleiben. Hier genügt es, die Höhe der einzelnen Jahreszahlungen in de» ersten zehn Jahren anzuführen. Das Reparotionsjahr wird nach dem Pvung-Plan vom 1. April bis zum 31. März laufen, so daß das Reparationsjahr 1930 am 1. April 1930, das Reparationsjahr 1931 am 1. April 1931 usw. beginnt. Die Zahreszahlungen von 1930 bis 1939. Höh» der Wenlaer als nach Poung-zahlung dem Datues-Plan in Millionen Mr. in Millionen Mr. IgZO......... 1708 792 1931......... 1685 815 1932......... 1738 762 1933......... 1804 696 1934......... 1867 633 1935......... 1893 607 1936......... 1940 360 1(137......... 1977 323 1938......... 1995 505 1939......... 2043 437 In den Jahren von 1930 bis 1939 wird Deutschland also noch diesem Plan 6350 Millionen weniger zu zahlen haben: rechnen wir dazu noch die Entlastung de» laufenden Jahres(etwa 500 Millionen), so kommen wir ohne Berücksichtigung des Wohlstandeindex auf ein« Entlastung von 6800 bis 6900 Millionen. Es ist also damit zu rechnen, daß unsere Verschuldung, wenn der Dawes-Plan durch den Poung-Plan ersetzt sein wird, nach zehn Jahren wenigstens um rund 7. unter Berücksichtigung des Wohlstandindex aber um nicht weniger als 8 Milliarden geringer sein wird, als wenn der Dawes-Plan in Krast bleibt. Nach zehn Jahren wird Deutschland also nicht bloß 450 Millionen weniger zu zahlen haben, sonder» noch dazu rund 600 Millionen weniger an Zinsen sür Auslands- anleihen und noch vielleicht 200 Millionen weniger wegen de» Wegfalls des Wohlstandsinder. Es�ist also so, als ob der Ardeiter in unserem B.e i s p i e l zunächst nicht 70, sondern nur 60 Ml. jährlich und dann mit der Steigerung seines Verdienste- ent- sprechend mehr zu zahlen hat. ver Paung-Plan verspricht uns eine wesentliche Enliastung. wir dürfen aber deshalb nicht übersehen, daß die gesamte Belastung trotzdem eine ganz gewaltige bleibt, und die Uebernahme einer end- gültigen Regelung aus diesen Grundlage» ein sehr große» Risiko für un» bedeute«: ein Risiko, zu dessen Milderung der Jonng-Plan auch Sicherungen gibt, die weiter zu prüfen sind. Neuer großer Lindcar-Aufstieg. Fahrradproduttion von 20000 auf 44000 erhöht. «00 Fahrräder täglich! Unter der Leitung des Dixettor» flulp und durch die Hingebung der organisatorischen und der Betriedsträft« des Wertes hat die Sindcar gohrrodwerk« A.-T. im vergangenen Jahre einen naucn außerordentlich bemerkenswerten Ausstieg zu verzeichnen. In run- den Ziffern ausgedrückt, erhöht« sich die Produktion gegenüber dem Jahre 1927 von 20 000 auf 44000 Fahrräder. Di» im Laufe des vorigen Jahr«? durchgeführte sehr bedeutende Erweiterung des Wer- kes hat di« Leistungsfähigkeit auf 600 Fahrräder pro Tag erhöht. Im neuen Jahre 1929 sind trotz des Kataftrophenwinters, der natur- gemäß das Frühjahrsgeschäft außerordentlich hemmen muhte, und trotz der großen Arbeitslosigkeit, di« auch heute noch fortdauert, Produktion und Absatz weiter retordmaßig gestiegen. Die Zahl der Arbeiter wurde in diesem Jahre von Januar bis Ende Mai von l57auf4I2erhöht. Der Versand der Räder erreichte bis Ende Mai die Zifser von 27 35 5, da» ist gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres mit 15 614 Stück trotz der außerordentlich erschwerten Verhältnisse nicht viel weniger als das Doppelte. Dies« Leistungen sind um so bemerkenswerter, als die gesamt« private Fahrradindustrie sich in einer außerordentlich schweren K r i s i» befindet und auch jetzt noch von der saisonmäßigen und leichten konjunkturellen Besserung der Wirtschaftslage kaum etwas verspürt. Die organisierte Arbeiterschaft weiß, wodurch dieser schöne usstieg möglich wurde. Es wird hier die Richtigkeit des «danken» bewiesen, daß Arbeiterunternehmungen mit großem Er- folg überall da rechnen köstnen. wo di, Organisation d«» Absatzes durch die Zuhilfenahme der gewerkschast'ichen Verbände und den Appell an di« Solidarität der Arbeiterschaft bei gleich- zeitiger Sicherstellung h ö ch st e r V u a l I t ä t sür die gelieferte Ware systematisch in Angriff genommen wird. Der glänzend« Erfolg der Lindcar-Werle wärc mit Sicherheit nicht denkhar gewesen ohne eine solche von den Arbeiterorganisationen g-färderte Absatzstcherung. Erst im Jahrs 192» hat die Lindcar Fahrradwerk A.-G. mit der Schaffung von verkaufsniederlagen und Auslieferungsläg-rn in Berlin und im Reiche begonnen. Ende Mai 1929 bestanden aber bereits 28 Niederlagen in Berlin und im Reich«, außerdem eine größere Anzahl von Auslieferungslagern. Allein in den 5 Monaten des Jahres 1929 murden in den Filialen 12036 Räder umgesetzt oder 53,�1 Proz. des Gesamtumsatzes ynd in den Äus- lieserungzlagern 4602 Räder oder 22,6 Proz. des Gesamtumsatzes. Di« Bilanz zeigt, daß selbstverständlich dies» stark« Erweit«- rung der Fabrikation und de» Umsatz«» auch di» Finanz«« der Lindear-Fohrrodwerk« stark beeinflußt hat. Reichlich mehr als ein« Million Mark werden als Zugang allein bei den Grundstücks- und Betriebswerten für das vergangene Jahr 1928 ausgewiesen. Di« verdoppelt« Produktion, di« starte Erweiterung des Betriebs. der Ausdau des Absatznetzes hat denn auch zum End« vorigen Jahres dl« Lankschulden von 1,21 auf 3,64 Millionen Mark erhöht. Diese Bankschulden werden aber schon in diesem Jahre zu einem sehr er- heblichen Betrag, mindestens mit 1,5 Millionen Mark, abgetragen, da der Aufsichtsrat der Generalversammlung die Erhöhungdes Kapitals von einer halben auf 2 Millionen Mark vorschlagen wird, wobei die neuen Aktien wiederum nur vop ArlxiterverbSnden und Arbeiterunternehmungen übernommen wer- den, so daß die Lindcar-Werke eine reine Arbeiterfabrik bleiben. Trotz des Werksausbaues gelang es, die lausenden Lieseranten- schulden gegenüber dem Borsahr noch von 0,38 auf 0,35 Mil- lionen Mark zu senken Die Gewinn» und Vertu st rechnung zeigt, daß auch die Betriebskosten pro Fahrrad gesenkt worden sein müssen. Trotz Verdoppelung der Produktion sind Materialkosten und Löhne gegen dos Vorjahr insgesamt nur von 1,36 auf 1,98 Mil- lionen Mark gestiegen. Als Reingewinn wird ein gegen das Vorjahr von 75 000 auf rund 125 000 M. gestiegener Betrag ousge- wiesen. Von diesem Reingewinn solle« den gewerkschaftlichen Aktienbesitzern 10 Proz. zufließen, die selbstverständlich wieder nur im Interesse der Arbeiterschaft Verwendung finden. Der Reserve- fonds wird auf rund 100 000 M. erhöht. OI0MII. Jahrzehnie erprohie Persil-MeihoJe Jhre Wäsche: ÜUrch Einweichen Durch weiches Wasser, üurcH einmaliges kurzes Kochen Nehmen Sie aber immer Persil in der vorgeschriebenen Menge! 1 Paket reicht für bis 3 Eimer Wasser. Lösen Sie Persil kalt auf! der lüdsche mit Henko, Henke!'s IDasch-und bkichsoda toird aller1 Schmutz behutsam gelockert das Sie durch beigäbe von ei was Henko zur Waschlauge erzielen, wird kräftige Schaumbildung und volle Ausnutzung' des Wasch mittels erreicht der Wäsche mit Persil entstehen im Waschkessel Millionen aller e kleinster Bläschen, die die Wäsche durchströmen und ihr das frisch-. duftende Weiss verleihen.- Daher kein Peiben und kein bürsten. Hur einmaliges kurzes Kocheru Nur in Originalpackung— niemals lese. Hersteller auch von Henko-Henhels Wasch« und Blelchseda. Sonntag 9. Juni �929 Unterhaltung unö ÄNissen Beilage des Vorwärts 9>aul SchulimeHaumburg SSu feinem 60, QeburMag am iO, Juni 2>ot einem Vierieljahrhundert erschien Ser 1. Band der»Kultur. arbeiten� nan Paul Schultze-Naumburg, und dadurch wurde eine unendlich wichtige Bewegung, wenn nicht ins Leben gerufen, so doch r-chi eigentlich organisiert und in weitere Kreise getragen. Wenn bmte der.dfeimatschutzgedanke unsere ganze Kultur durchdringt, jr in andern Länder« Nachahmung gesunden hat, wenn der das Alte zerstörende Restaurierungswahn aufgehört hat und uberall an die gute Ileberlieserung in Stadt und Land verständnisvoll an- geknüpft wird, so ist das zum großen Teil de' unermüdlichen Arbeit d'eses Mannes zu danken, der wie ein getreuer Etkhard die guten Deister der Vergangenheit, der deutschen bodenständigen Eigenart, d-r zweckmäßigen Schlichtheit und des gesunden Geschmackes auf- ri'i� Sein einzigartiges, vielbändiges Werk der»Kulturarbeiten�, das jetzt in neuer umgearbeiteter Ausloge bei Georg D. W. Collwey in München erscheint, stellt»die Veränderung der Erdoberfläche durch den Menschen" dar, und wie der Dersasser in seinem Vorwart zu der neuen Ausgabe schreibt, besteht sein Zweck darin,»der entsetz- lichen Verheerung unseres Landes auf allen Gebieten sichtbarer Kultur entgegenzuarbeiten. Diese Bücher sollen auch die ungeübte- s'en Augen durch stetig wiederholte Gegenüberstellung guter und schlechter Lösungen gleicher oder ähnlicher Aufgaben zum Vergleich und damit zum Nachdenken zwingen: ferner sollen sie auf die guten Arbeiten unserer Vergangenheit, die zeitlich bis an die Mitte des �Zohrhunderts heranreichen, aufmerksam machen und so die Tra- dition, d. h. die unmittelbar fortgepflanzte Arbeitsüberlieferung wieder anknüpfen helfen." An anderer Stelle schildert Schultze-Naumburg die Situation, in die er zu Ansang des M. Jahrhunderts hineintrat. Unser Volk mar in einem atemlosen Wettlaus nach den Errungenschaften der ?e.chn>k und Industrie begriffen und achtere kaum noch aus die Schönheit, die m Matur und Kunst von> der Vergangenheit ge. schaffen war.»Noch hörte es nicht auf die vereinzelten Stimmen, die riefen: Was tut ihr? Aber langsam schwollen die Stimmen an und wurden zu einem Ehor der Warner, und manch �iner wurde gedankenvoll, wenn er ihn hörte. War es am Ende ditf» wahr, daß man über dem Wichtigen das Wichtigste vergaß, daß man für Ersetzbares Unersetzliches drangegeben hatte? Keine Be- megung in der Tiefe eines Volkes entsteht ohne allgemeinen Zu- sammenhang mit der inneren Entwicklung des Volkes, rmd es ist kein Zufall, daß die Gedanken, die sich zum Teil unter dem Namen .Heimatschutz" zusammenfanden, zeitlich mit Ideen zusammengehen. die ein neues Doltsethos schaffen wollen. So standen Männer auf, die mit Besorgnis auf den drohenden körperlichen Verfall des Volkes sahen und die Forderung stellten, daß durch Körperübungen und Wettkämpfe ein neues stahlhartes Geschlecht beronwüchs«. Man wies aus die in ein enges französisches Korsett gezwängten Frauen und Mädchen und forderte, daß auch sie in freier und gesunder Leibesschönheit aufwüchsen, um Mütter von starken Männern sein zu können. Man räumte auf mit viel Stubenhockerei und mit vielem Unfreien und mit vieler häßlicher Prüderie, und wurde wieder seines Körpers froh, wie es alle großen Völker gewesen waren. Ein Be- sinnen, ein Umkehren war über unser Volt gekommen. Es hat seine Prüfung bestanden und sich selbst wiedergefunden."% Mit solchen stolzen Worten kam: Schultze-Naumburg heute auf sein Werk zurückblicken. Freilich ist noch vieles zu tun. aber manches ist gebessert und ein bedeutsamer Anfang gemacht. Dazu hat er nicht nur durch seine erzieherische Arbeit in Wort und Bild, sondern auch durch sein künstlerisches Schaffen beigetragen. Man braucht nur sein Haus und seinen Garten zu betrachten,-die er sich in Soaleck ge- schaffen und in einem schönen Bande der Bücher der„Gartenschön- hell" geschildert hat. In organischem Wachstum ist hier von ihm Haus, Garten und Landschaft zu einer harmonischen Einheit ge- staltet waren. In seinen Bauten hat dieser Meister durch klaren Aufbau, zweckmäßige Form, praktischen Grundriß und Schönheit des Matertals viel zur Reform unserer Architektur beigetragen. Ja, es gibt kaum ein Gebiet künstlerischer Kultur, das ihm nicht Anregungen verdankt, wie er ja auch in seinen Kulturarbeiten den Rahmen überaus weit gespannt hat und alles in seine Betrachtung hineinzieht, von der Pflanzen- und Gesteinswelt, van der Veränderung der Ende, der Gesteine und des Wassers durch den Menschen, von der Formung der Landschaft bis zu Brücken und Straßen, Häusern und Denkmälern, Forsten und Viehzucht, bis zu den geselligen Formen des Lebens und der Tracht. Es sei daran erinnert, daß er in seinem Buch über»Die Kultur des weiblichen Körpers als Grundlage der Frauenkleidung" als erster eine Der- besferung der Kleidung vom hygienischen und ästhetischen Stand- punkt gefordert hat, gegen die Unnatur der Mode aufgetreten ist. Auch auf diesem Gebiet sieht er heute vieles von dem verwirklicht, was ihm vorschwebte. Wir danken ihm an seliwm 60. Geburtstag für seine fruchtbare Tätigkeit zum Segen unser� Volkes. Jttexander von Sacher ttlaf och: ÜDd* IftlXif Maische Igel war über dem Schanktisch eingeschlafen. Die ganze Beleuchtung bestand aus einer gelblich flackernden Oellampe, die vom Deckenbalken niederbaumelte. Maische Igels glatter Schädel leuchtete wie eine polierte Kugel durch den Rauch herüber, denn die Wirtsstube war angefüllt mit dichtem Qualm und in diesem nebelnden Rauch war es uns, die wir in einer Ecke des Schankrauwes vor der Flasche saßen, als trieben wir auf einem geheimnisvollen Schiff durch unbekannte, ferne Gegenden. Wir Iiieben dahin, ohne zu wissen, woher wir kamen und wo wir einmal landen würden und die Geschichten, die wir einander erzählten, schieben nur dazu da zu sein, um uns die Zeit zu verkürzen auf dieser ungewissen, endlosen Reise. Der Mut, meine Lieben--, mir ist. als hätte er in den Erzählungen unseres heutigen Abends eine Hauptrolle gespielt. Und d-ch ist es mit dem Mut«ine verteuselte Sache. Ich will ja nichts gegen die Helden großer und gefährlicher Abenteuer sagen, aber im toglichen Leben... Da fällt mir eine Geschichte ein, die ich selbst erlebte. Die Stimme— ich hörte durch den schweren, wallenden Nebel nur die Stimme und sie schien mir aus großer Ferne zu kommen— räusperte sich und begann: Wjr befanden uns auf einer Fahrrodpatrouille in der großen Tiefebene. Ich hotte meinen Unteroffizier dabei mit zwei Mantt. Obwohl wir die schnurgerade Landstraße entlangfuhren, hatten wir schon fett drei Stunden alle Orientierung verloren. U eberall diese endlosen Landstraßen, überall rechts und links die gleichen, endlosen Weizenfelder, das ganze Bild nur setten van dem fernen Dach einer Hütt« oder dem langen Arm eines Ziehbrunnens unterbrochen. Diese große Eintönigkeit bringt es mit sich, daß man mitunter nicht mehr weiß, wohin man eigentlich möchte. Die Sonne fiel grell und drückend und wir fuhren in tiefem Schweigen nebeneinander her. Die Straße war so brett, daß wir alle Vier in einer Reihe Platz hatten. Plötzlich vernahm ich einen Schreu Einer der Leute hatte hinter sich geblickt und schien etwas Un- gewöhnliches zu sehen. Wir hielten unsere Räder an und ge- wahrten, hinter uns blickend, auf der Landstraße eine schwarze Kugel, welche sich uns mit ungeahnter Schnelligkeit näherte. Wir sahen uns verwundert an. Aber da war nicht viel Zeit zum lieber- legen, denn plötzlich brüllte mein Unteroffizier erschrocken: Vorwärts, Herr Leutnant, auf die Räder, es ist ein Büffel! Es war wirklich einer von diesen großen, schwarzen Teufeln, wie sie auf der Tiefebene vorkommen. Wir ließen uns nicht zweimal ermahnen, sondern traten in die Pedale, was das Zeug hielt. Wir flogen nur so über die Landstraße dahin. Aber i�is schien nicht viel zu nützen, denn wenn wir von Zeit zu Zeit ängstlich über die Schulter blickten, sahen wir. daß der Büffel sich uns mit großer Geschwindigkeit näherte. Er stampfte und fauchte daher wi« eine Lokomotive. Da war guter guter Rat teuer, denn wir wußten aus Erfahrung, daß so ein Kerl von unglaublicher Hartnäckigkeit beseelt ist, wenn es gilt, einen Menschen zu verfolgen. So ging das«ine kleine Weil«, der Schweiß trat uns aus den Poren vor Anstrengung und wir traten die Pedale wie die Wilden. Da winkte uns im letzten Augenblick Rettung. Vor uns versperrte ein großes, eichenes Tor quer die Landstraße. Es war ein Gehöft, das über die Straße gebaut war. Solche Höf« trifft man auf der großen TIefehene häufig. Der Büffel keuchte bereits in unserem Rücken, was jetzt folgte, währt« kaum einen Augenblick. Knapp am Tor angelangt, reckten mir uns in den Pedalen hoch ergriffen den oberen Rand des Tore» und schwangen uns in den dahinter befindlichen Hof hinüber. Alle vier zugleich Unsere Sohlen hatten kaum Jicn Boden berührt, da knallten die Hörner des Büffels schon gegen die Balken des Toresl Aber es war ans gutem, schwerem Eichenholz und hielv stand. Wir waren gerettet. Wir sahen uns an, und als wir uns so in die verstörten Gesichter blickten, machten wir keineswegs den Eindruck von Helden. Ich wischte mir den Schweiß aus den Augbn und sah mich mn. Das Gehöft lag im Schweigen der Mittagsglut und es schien niemand von den Leisten daheim zu seist..Ich hatte mich aber geirrt, denn von hinten, aus der Richtung des kleinen Gemüsegartens näherte sich eine Gestalt. Es war ein daumlonger, kleiner Bauernjunge, so recht zerrauft und schmierig, natürlich barfuß. Seine ganze Bekleidung bestand aus einem Höschen, das aber anscheinend aus der Hos« eines Erwachsenen für ihn zurecht- geschnitten war, denn hinten war es ihm viel zu weit und das Hinterteil baumelte fast bis auf den Boden herab. Er schien die ganze Szene beobachtet zu haben, denn er näherte sich uns mit einer etwas schadenfrohen Grimasse. Dann bückte er sich, hob von der Erde eine kleine, dünne Weidengerte auf, sah uns noch einmal der Reihe nach an und dann tat er etwas, was wir nur deshalb nicht verhindern konnten, well uns der Schreck den Atem verschlug. Der kleine Kerl schritt nomlich.zum Tor, schab den Riegel zurück und öffnete es sperrangelweit. Hirster dem Tor stand natürlich immer nach der Büffel mit gefenkten Hörnern. Er schien selbst sehr erstaunt zu sein, als der kleine Mann ihn: entgegentrat. Wie wir nun sahen, hatte der Büffel einen Ring in der Nase, es war also ein Ausreißer, einer der schon als Zugtier verwendet worden war. Diese kennen die Menschen und ihre Gewohnhetten genauer, als die Herdentiere, und sind, einmal wild geworden, auch weitaus ge- föhrlicher. Unser kleiner Kerl faßte nun mit Seelenruhe mit einem Finger der linken Hand in den Ring, stieß eine Flüt der groß- lichsten Flüche und Beschimpfungen aus und lsseb mit der Weidengerte wie ein Irrsinniger aus den Büffel ein. Das Tier stand noch eine Weile reglos, dann wandte es den Kopf, schnaubte milleid- erregend und ergriff die Flucht.----- Als wir in der Dämmerung(zu Fuß, denn unsere Fahrräder waren nicht mehr zu gebrauchen) den Heimweg antraten, sprach keiner von uns Vieren ein Wort. Ich glaube, wir schämten uns unsäglich voreinander. So ist es nun mit dem Mut, weNn man ihn zufällig braucht, den kann man nicht vorbereiten, der ist von selbst da oder er fehtt von selbst. Wir trieben im Nebel dahin auf einem unbekannten Schiff und einige von uns erzählten Geschichten. Maisch« Igel war am Sckiank- tisch eingeschlafen. Sein glatter Schädel leuchtete zu. uns herüber, wie eine poliert« Kugel. Memrirti memmer: SitlS JlbflillT Der süße Hauch einer Chinesin hat schon Blumen zum Tanzen gebracht und ihr Elsenbemantlitz den Mond hinter den Wolken her- vorgelockt:— so sagen die Poeten, die allerdings immer ein wenig übertreiben. Die Chinesin, von der hier die Rede ist, war mindestens so schön wie May Wang, trug eine perlgraue, rosenrot bestickte Brokat- tunika, schwarzseidene, geölle Beinkleider und figurierte als das Aequioalent einer Geisha auf einem der sogenannten Blumenboote in All-Kanton. Di« vornehmen Chinesen, die rings um uns aus- gesuchte Delikatessen verzehrten, wie Fischmägen od»r Entenzungen, nahmen keinerlei Notiz von dem Blumenbootmädchen:«s gall ja damals sür fhocking, sich mit einem weiblichen Wesen öffentlich zu unterhalten, oder gar ihre Hand Zu streichelst, sei sie wer auch immer— heut« ist man bekanntermaßen vielfach anderer Ansicht im Reich der Mitte, heute ist man dort„modern". Ich war schon damals weniger zurückhaltend, denn erstens war ich blutiung, trug zweitens einen schneeweißen, srischgobügelten Tropenanzug und drittens ist es überhaupt nicht die Art des Europäers, mtt seinen Gesühleu hinterm Zaun zu hatten. Ich �vor jedoch nicht nur zudringlich, sondern noch obendrein eitel- und neu- gierig und wollte gerne wissen, wie denn so ein Ehinesenmädchcn, das sich nichts anmerken läßt, die Aufmerksamkeit eines jungen Europäers entgegennimmt, was sie über mich iiisbesondere und uns Weiße im allgemeinen sich in ihrem hübschen schwarzem Köps- chen zusammendenkt. Mein Gastgeber, der österreichische Konsul, der ausgezeichnet chinesisch sprach tot mir den Gefallen, interviewte dos zierliche Geschöpf in bezug auf diese Punkte und hat mir dann später die Sache ordentlich verdeutscht. Ich habe fein«, respektive ihr« Worte nie vergessen und kann sie noch heut« aus dem Kopf niederschreiben. Also. Der Europäer, so sagte die schlitzäugige Schöne, gitt mir alz das Lächerlichste und Verrückteste, was es auf Gottes Erdboden gibt, well er die Manie hat, alles auf den Kopf zu stellen, olles verkehr: zu machen, in der umgekehrten Weise, wie es der Ehinaie feit- 5000 Iahren macht. � Der Weiße schüttelt die Hand des anderen zum Gruß, statt, wi« wir es machen, sein« eigene, was doch hygienischer ist und seiner. Statt Weiß trägt er— Schwarz als Trauer! Wem: ihm etwas nicht einfällt, kratzt er sich nicht etwa auf der Ferse: nein, aus- gerechnet hinterm Ohr muß er sich kratzen. Wenn ein Chinese sich rächen will, erhängt«r sich vor der Tür seines Feindes: damit ruiniert er ihn. Der Europäer bringt statt sich seinen Feind um: damtt ist er selber ruiniert. Der Weiße stellt die Pferde mit dem Kopf gegen die Wand, bis sie blödsinnig und bösartig werden und mtt den Hinterfüßen ausschlagen, der Chinese stellt seine Gäule richtig: mtt dem Schweif nach hinten in den Stall. Statt dein Gast den linken, den Ehrenplatz anzuweisen, laßt ihr ihn taktloser Weise rechts setzen. Statt eure Titel aus eure Vorsahren zu ver- erben, laßt ihr sie auf eure Nachfahren übergehen, die doch in keiner Weise zu euren Verdiensten beigetragen haben. Ein Chinese (sein« Gefühle keusch verbergend) locht, wem: er den Tod eines teuren Verwandten anzeigt und seine Braut weiiu bei der Hochzett, der Europäer macht es umgekehrt und platzt immer mit leinen Gc- fühlen heraus, wie ein Kind. Wenn man einen Meifichen ruft, winkt man mit der Hand gegen ihn, wem: man ihn fort haben will, gegen sich: so hat e» der Chinese immer gemacht, aber der Europäer tut es umgekehrt. Er nimmt auch bei soierlichen Gelegenheiten den Hut ab, statt ihn aufzubehalten, lind so in lliienblich- feit weiter. Aber der Weihe stellt nicht nur alles auf den stopf, er hat auch keine Spur von Manieren und kennt keine einzige der dreitausend Regeln des guten Benehmens. Er spricht immer gut von sich, statt schlecht, geht ohne Schamgefühl n:tt ferner Frau Arn: m Ann über die Straße, spricht vor allen Leuten mit ß)r und i ß t sogar mit chr. Er bezeugt seine Zuneigung indem er seine Lippen auf die Wange feinen. Mutter, des Kindes und felbst feiner Frau fetzt und macht dabei ein Geräusch wie beim Trinken von Reiswetn. Der Europäer ist mit einem Wyrt unappetitlich und unmöglich, außerdem ißt er Ochsenfleisch und riecht dadurch ranzig. Das Blödsinnigste aber ist fein Aussehen. Der Europäer ist weiß am ganzen Körper und am Kopf„rot" wi« der Teufel. Es sind schon chinesische Babys vor Schreck gestorben, weil si« so ein roter(blonder) Teure! angefaßt hat. Und sie, die perlgraue Lui. hatte die ganze Zeit gezittert vor Angst, ich könnt« sie am Ende auffressen. Ich sähe ganz danach aus.-- Seit jener Zeit frage ich nie, welchen Eindruck ich auf eine Dame gemacht habe. Chinesin oder nicht. S&eHfcherase um Ilapoleon /. Als Napoleon I. zum zwettenmal gestürzt und nach Sankt Helena verbannt war, entstanden allerlei boshafte Scherze, die des gefallenen Großen spotteten. Manches wagte sich ans Licht, was man vielleicht früher gedacht, zu sagen sicher nicht gewagt hotte. So brachte das „Journal de Paris" im Juli 1815 folgende Anzeige: „Wegen schneller Abreise einer Person werden verschiedene Efsellen zur Versteigerung gegen bare Bezahlung an den Meist-> bietenden ausgeboten: 1. Ein in mehrere Stücke zerbrochener eisernen Szepter. 2- Eiste schlecht» ausgebesserte Krone, die sich nicht mehr auf dem Haupte hallen will. 3. Ein« Hand der Gerechtigkeit, so gut wie neu, da sie noch niemals gebraucht worden ist. 4. Ein herrliches Paar Pistolen, mit welchen es unmöglich ist, sich zu töten. 5. Einige von wurmstichigem Tannenholz gemachte Stufen und einen großen mtt Fliegen gestickten Teppich. 6. Eine Abhandlung über den Vortheil der Postwagen für militärische Rückzüge." Die Uebersetzimg stammt gleichfalls aus dem Ansang de» 19. Jahrhunderts. Ein deutscher Wortscherz, der von Mund zu Mund kursserke, lautete: „2>cr Räuber Helena'? ward einst in Paris erkannt: Der Räuber von Paris wird jetzt nach Helena verbannt." Auch dieser- Reim stammt aus dem Jahre 1815, desgleichen der folgenden Vers, öer fn einem alten deutschen Büchlein folgendermaßen gebracht wird: „An den Pabst, nach seiner Rückkehr 1815, als er diejenigen Männer verwiesen hatte, welche von Napoleon Aemter annahmen.. Sage, heil'ger� Vater! mir: Was ist unsre Sünde hier?' Den du salbtest,— leckten wir." Nicht auf Napoleon, aber auf Fürsten seiner Zett bezieht sich folgender charakteristische Spruch, der hier auch noch angefügt werden kann: Gebet eines Hofmanns. O Himmel steh' mir heute bei, daß ich nicht meiner Pflicht vergesse: daß stiir der Fürst recht gyödig sei. und auch sein Hund und die Moitresse!" Dies zu Nutz und- Frommen der Nachwett mitgeteilt. Henni Lehmann. Warum dda Stiefinger drei 9ahre früher Wovelle von A. ..ui Neunundsechzig wird sie sterben, sagt Ida hiesiger. Ihre �utter und Grobmutter, wahrscheinlich auch die Urgroßmutter, sind mit Neunundsechzig gestorben. Einstweilen ist sie mit Fünsundsechzig die munterst« Frau,«ine unternehmende, ausblühende! Die ganze Klasse beneidet den.Großen' und den„Äleinen" um dies« Großmutter. Die hat Geld in Zeiten, in denen man Vater und Mutter in Geldangelegenheiten nicht nahekommen darf. Berg. und Talbohn kann der Kleine am Monatsende sich leisten, die dres- sterten Flöhe kann der Große stch ansehen. Der Glasbläser Hiesiger wußte nicht, was für ein Wert er tat, als er seiner Mutter das Eckstübchen einräumte Sie hatte in Berlin nicht mehr bleiben können. Sie hatte dort ihr Leben in Kellern zu. gebrocht. Sie war dort, auch als ihr Mann noch lebte. Waschfrau gewesen. Schließlich konnte st« kaum noch kriechen, geschweige waschen. Man mußte ste holen. Wenn ste stch nur nicht zu lang« quälen muß! Da» BegräbnisI Sie hat zwar dafür gespart, es geht aber womöglich für Arznei drauf. Ida Hiesiger genießt eine wunderbare Arznei, welch« die Ihrigen keinen Pfennig kostet, und st« lebt auf! Was für ein Städtchen! Zu jeder Straß« guckt ein Berg herein! Um die Ecke, drei Häuser weit, ein Bachi In der Stadt blitzt und schaM ein Bach! Im März hört sie ihn im Stübchen! Manchmal überrauschen die großen Bäume vor ihren Fenstern den Bach! Ida Hiesiger» sechzehn Jahre wachen aus: Das Pastorat in Neu.Galow, der Eichgrund mit dem Häuschen, in dem Vater und Mutt«r hausten und acht Geschwister wimmelten— weiche Weg«, große Felder, Wiesen, die Schafherde de» Baron», die der Vater hütete----- Ida Hiesiger fegt all« Spinnweben hinaus. Jede Schublad« wird innen und außen gesonnt. Sie werkt mit dem Frühling vor ihren Fenstern um die Wette. Wenn die großen Kronen draußen sich begrünen, liegen alle ihre alten Decken blütenweiß aus ihrem Platz. Wenn aber der Mai über der köstlichen Bescherung die Kerzen ansteckt, drüben an den Kastoni«n am Bahndamm weiße, hüben vor den Fenstern, die nach dem Nachbargarten gehen, rot«, dann bleiben die Damen von Ida Hiesiaere Kundschaft, die in Villen mit großen Garten wohnen, deren Salon» dreimal so groß« Fenster haben. staunend auf der kleinen Schwelle stehen. Dt« Flickfrau wohnt wi« «in Vogel in schwingenden Zweigen, sie wohnt im Angesicht des Mai»! Nicht nur wegen des sauberen Stübch«n» und der Frühlings- pracht vor den Fenstern kommen immer mehr Damen zu Ida Hiesiger herauf, sondern weil sie so gut alle», was zernsien ist, wieder heil machen kann und so schnell und pünktlich damit ist. Die aufgeweichten Hönde sind fest und trocken geworden, und es ist ein« Lust, still in der Sonn« zu sitzen, m soviel Sonn«, daß sie schließlich doch am Vorhang ziehen muß. Sohn und Schwiegertochter brauchen wegen Lebens und Sterbens keine Sorge mehr zu haben, im Gegenteil Großmutter, was hörst du? Hörst du die Drossel, Kleiner? Ich seh sie auch. In der Linde sitzt sie. die der Kastanie über die Schuller guckt, da. Ida. singt sie. richtig Ida. Immer wieder Ida! Lieber Gatt. sch«nk mir noch ein Paar yährchen dazu, noch zwei, drei Iährchen über Neunundsechzig! Wem winkst du Großmutter? Wink« auch. Kleiner, schnell! Gleich sind sie über die Brücke! Wie lang der Zug ist! Das Geschrei! Au» jedem Fenster gucken mehrere. Wohin fahren so viel«? Nach Weimar. Hinten die Lokomotive strengt sich an. Sieh, wi« sie sich in Fahrt setzt, schnell, immer schneller! Wi« die Räder sich drehen. schnell, immer schneller! Oben, unten, aus allen Lächern dampft und zischt sie. Kleiner, ist qp nicht, al» wenn ste Hörner ansetzte, da grad auf der Brücke! Wie ein Lausbub, einer wie du. der in die Hände spuckt: Woll'n wir mal, woll'n wir! und schiebt da? ganz« Volk hinauf. Weg sind sie' Im Grünen! Weißt du noch. Großmutter, im Winter, wenn wir bis zuyi Bahnhof sehen? Wenn wir den Zug schon bei der Abfahrt sehen? Ja. Junge. Jetzt ist ein« grün« dicke Mauer, durch die du nicht durchsehen kannst. Wie im Wald« wohnen wir im Sommer. Der Kastanienbaum grab über ist der grSht«, Großmutter. Kleiner, wie er dl« Aeste bewegt! Auf und nieder, hin und her. Langsam, stolz. Du stehst seinen Stamm picht vor grünen Aesten. Wie ein Mantel, Großmutter. Er hat einen Mantel von Kopf bis zu Fuß. Richtig, Kleiner. Ich sag's ia, du bist ein kluger Junge. Kein Kaiser hat einen solchen Mantel wie der Kastanienbaum. Wenn du genau hinsiehst, wenn du den Wipfel ansiehst, der ist wie ein Kopf. Siehst du die Nase, dos Kinn? Di« Locken? Und sieh nur die Blüten auf dem Kopf. Wester unten am Mantel auch, da. Großmutter. Er hat Blüten im Knopfloch, die ganz« Brust voll Blüten. Großmutter! Groß- nuttter, warum blüht er nicht über und über wie die anderen. Hüben der Rote blüht auch. Er legt sich mit den roten Kerzen in dein« Fenster. Wenn die brennten. Aber warum blüht drüben der Große nicht über und über? Er will eben mal nicht. Er ist auch so herrlich. Er trägt da» Kinn hoch und seine Blüten auf dem Kops w« Horner. Kleiner, wohin zeigt er mst Kinn und Nase, mst der Brust, mst den Blüten im Knopfloch, ha. ha, ha! Wohin guckt er mit seinen Augen voll Blüten? Nach Weimar. Großmutter. Richtig, nach Weimar. Flieg, Nadel flieg! Maikäfer flieg, heißt's. Großmutter. So fang ich. als ich«in Kind war. Ich hör' schon den Zwei- Uhr-Zug. Ich weiß hier immer, wie spät es ist. ich brauch' hier keine Uhr. Sieh. Kleiner, die Maschine raucht überhaupt nicht, die braucht sich nicht zu mühen, trotzdem der Zug wieder so voll ist. Sie kommt den Berg herab, Großmutter. Ia. st« fährt von selber. Verstehst du, was sie singen? Sie winken. So braun und froh ist all dies fahrende Volk hier. Was müsien hie für Geld haben, daß sie so viel reisen können. Woher kommt diese ganze nacktarmige Menschheit. Sicher nicht aus Lkrlin. Au» Weimar, Großmutter. Ruhtig. aus Weimar. Da ist's kein Wunder, daß sie all« so sidel sind. Warum ist man da fidel? Weimar Ist doch die allerschänste Stadt. Du bist doch nie dort gewesen. Großmutter? Hall mich nur nicht für so dumm. Kleiner,«in« Stadt, die Weimar heißt. Eine Stadt mst einem solchen Nomen gibt'» im ganzen Deutschen Reiche nicht mehr. Dort im letzten Wagen spielt einer auf der Mundharmonika wie mein Bmder Christlan abend, auf der Türschwell« im Eichgrnnd. Damals war ich sechzehn. So jung warst du. Großmutter? Bloß vier Jahre aller als ich! Großmutter, du und ich. wir wollen nach Weimar fahren. Ich bin zu alt zum Reisen. Großmutter,«s ist doch ganz nah! Biel näher als deine Wasch, stellen in Berlin. Du bist doch gestern erst mst deiner Schule dort gewesen. Ich will mal mst dir noch Weimar fahren. Großel. Dort hat der Walfgang von Goethe sein« Häuser, Großel. Und«in lleine» Hau» an einer großen W-es«. Du kannst was betteln. Kleiner. Unter so reich« Leute paß ich nicht. Nu Hab' dich doch nicht! Ueberhoupt zum Goethe darf jeder rein. Was ist da» hier. Kleiner? Lumpen.., Meinetwegen Lumpen. Wer morgen find's wieder Rosen Der Frau Professor ihre Tochter kommt nämlich mir den Kindern über» morgen aus Berlin. Da will die Frau Professor wieder, all« ihr« Gardinen dran haben. Drunten um die Housecke herum wirb gesungen: Der Mai ist gekommen. Großmutter kennt's. Sie hat's in der Schule gesungen. Ein schwarzrotgoldene, Fähnlein flattert über den Sängern, die eben um die Ecke verschwinden. Hinter diesem Trupp kommt einer mst einer roten Fahne, in deren Mitte ein goldener Stern prangt. Ihr Lied kennt Großmutter nicht. Die International« erkämpft das Menschenrecht. Das sind Bolfchewicken. Großmutter, Uin GotteswiNen. kommen die auch aus Weimar? Großmutter hat gehört, daß die einander aufessen. Ida Hiesiger wohnt nicht nur im Atem des Mals und Goethes, vor ihren Fenstern, prangt und schallt auch der Lehenskaum. der uretmge. derselbe, der seine Wurzeln ties an Minnrs Quell hat. unter Hessen Zweigen Wodan sann. D>« Internationale erkämpst da» Menschenrecht— Wohlauf, die Luft geht frisch und rein D«r Mai ist gekommen— Deutschland, Deutschland, über alles wird in seinen Zweigen gesungen•— und Fahnen in allen Farben flattern. Großmutter, weißt du auch am Morgen, wenn du eben auf- wachst, welch« Zeit es ist? Dann stiehll sich ganz leise«in Zug herein, der hat leicht« Last. Dann ist's sechs. Wenn du ihn aber nicht hörst? Man sagt mir's die Postkutsche. Die kommt um halb sechs die Straße heraus. Klipp, klapp schallte es da von den Pferdehufen durch die stille Straße. Un wie spät ist es da? Halb sechs. Der Große war zu den beiden ins Stübchen gekommen. Di« Postkutsche wirst du bald nicht mehr hören, sagte er, die Post be- kommt Autos.- Di« Post bekam Autos. Die frühe Stunde hatte nicht mehr ihren besonderen Schall. Im nächsten Frühjahr legte der Wirt im Nachbargarten den Staketenzaun um. I.n Garten wurden die meisten Bäum« gefällt. Es entstand«in« ungeheure Blöße. Di«, reichte bis zu der weih- getünchten Wand, bis zu der Autogarage der Fabrik hinüber, die man früher nicht gesehen hatte, und die jetzt gar hart und grell her- vorsprang. Furchtbar leer, hart, bloß war der Raum, aus dem man die mächtigen Krone» gefällt hatte. Wenn Ida Hiesiger morgens erwachte, drehte sie sich schnell zur Wand und deckte sich bis über die Ohren zu. so entsetzlich war ihr die Blöße, der grelle, böse Schein, mit dem die Blöße ins Stübchen schnitt. Statt der Drosseln, Amseln und Finken hört« sid drunten von srüh bis spät Axt und Säge. Der Wirt war nämlich sehr geschäststüchtig. Geschäftehäuier entstanden an Stelle der Bäume. Ein Friseur wird einziehen. Im anderen Laden wird man Zestungen und Ansichtskarten verkaufen, Im nächsten Schokolade und Bonbons. Ida Hiesiger wäscht keine Deck«, sonnt kein« Schublad«. Zwar schmücke» sich die Bäume drüben am Bahndamm wie alle Jahre, ober das macht ihr das Fehlen der anderen, die ihr lo»ah« standen, noch schmerzlicher. Der Anblick der hingestreckten Stämme, die de» ganzen großen Garten füllen, er- schüttert sie. Bäum« am Haus, die hegt man, die pflegt man, die hat man lieb! Zeitungen, Zigaretten, Schokolade sind ordinär« Dinge, aber Schatten und Dogelgesang sind das beste, was ein Wirt seinen Gästen bieten kann, wenn sie vom Bahnhof kommen, wenn sie womöglich au« Berlin komnien. Ist dos ein Wirt? Oh die große Sünde, oh. die bösen Hände! Was ist das für eine Welt, in der das irngestrast gesckehen darf? Ida Hiesiger, die nie jemanden gehaßt h«. wünscht Pech und Schwesel aus dlesen Wirt herab. Sie mag nicht im Stübchen sein. Sie will zum Bach. Dort liegen Bäume und Slräucher auch hingestreckt. In der heimeligen Straße ist dasselbe breste grell« Licht. Der Bach wird überiunnett. erklärt man ihr. Die Straß« wird zu eng für de» zunehmenden Berkehr. Eine breite helle Straße wird geschaffen, in welcher die Auto» einander werden bequem aus- weichen können. Die klein« Frau hat sich nie so verlassen und einsam gefühlt. Sie begraben den Bach lebendig, und niemand entsetzt sich darüber. Sie sendet dem fahrenden Volk, das mit nackten braunen Knien an ihr vorüberzielst. einen bösen Blick nach. Ihr graut opr ihrem Stübchen. Sie setzt sich aus die Steinbank. Zu Haus« sagt der Große: Die Großmutter ist wieder wunder- lich. Sie sitzt im Regen aus der Stembank und hört nicht. Der Sohn und der Kleine holen sie heim. Sie bekommt Lungenentzündung und ist in drei Tagen tot. parken in der Lust. Ein Iohannisburger Ingenieur hat eine Garage konstruiert, Me besonder« Behälter für den Wagen vor- steht, die an einem Gerüst in der Lust aufgehängt werden können. Der Platz unter der Garage, die auf Pfeilern steht, bleibt für de» Berkehr frei. Durch einen Druck auf den Knopf wird der BeHalter für den Wagen herausgefahren und herunterpehglt. Di« Kosten für die Garage für 100 Wagen sind mit 70 000 W. in deutschem Geld« berechnet. Dustende Blumen. Von den 4000 Blumenarten in Europa besitzen mir 400 Duft, und von diesen duftenden Blumen haben etwa SO einen widerlichen Geruch. Einige stürmische Regentage brauchen Ihre Hoffnungen auf schönes SommerweUer nicht zu knicken. Sie erinnern nur daran, sich auch mit entsprechender Kleidung zu versehen, die Sie in bekannt großer Auswahl u. Billigkeit bei uns vorfinden. Ans unserem riesigen Strickwarenlager; BUdsmone, reinwollene Sirickkleider 1* besonders apart. Striekarten, Jumper mit kunstseidenan KBekten.. 29. Wae erefte seile nrfldUlger Pullover reio wollen oder_ Wolle mit Kunstseide vielen Ausführungen, allen Weilen t«08 ide io MM en, I n%M m nur«7* Ava Blutenlager eine onermeßliohe Anaw�hl von Blusen au. 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Wenn die Arbeitvkonferenz dem Arbeits- omt ihre Auftröge übermittelt habe, so wäre der Völkerbund immer noch in der Lage, durch die Nichtbewilligung der Gelder die Er- tüllung der Ausgaben zu verhindern. Im Friedensvertrag sei das Arbeitsamt als souverän« Einrichtung eingesetzt worden. DI« Arbeitergruppe werde einen Vorschlag einreichen, um zu ver. hindern, daß in einer Dölkerbundskommission die Arbeiten und die Verwendung der Gelder im Arbeitsamt weiterhin kritisiert und ein. gsschrönkt würden. SO 000 Lehrlinge zuviel. �ehrlingszüchterei in der Schneiderei. Vom Deutschen Vekleidungsarboiterverband wird uns ge- schrieben: In d«n letzten Jahren litten wir aus Gründen mannigfacher Art an einer überaus starten Nachfrage noch Lehrstellen, der ober ein wesentlich geringerer Bedarf gegenüberstand. Die Eltern schulentlassener Kinder hatten Sorge genug, um eine Idnterkunftsmöglichkeit des Sohnes oder der Tochter in irgend einem Berufe zu beschaffen. In vielen Fällen dürste es wohl kaum ge- langen sein, eine dem Wünsche und der persönlichen Eignung des schulentlassenen Kindes entsprechende Lehrstelle zu erhaschen. Weil der Junge oder das Mädel aber doch einen Beruf erlernen fall, wird, der Not gehorchend, aber nicht dem eigenen Triebe, auch mit einer Lehrstelle in irgendeinem Beruf vorlieb genommen, an den man zuvor kaum gedacht hat. So ist es sicher vielen Eltern ergangen, die, weil sonst nirgends etwas zu sinden war. den Jungen oder das Mädel in die Sch neiderlchre gaben. Hier hat sich leider immer ein„Lehr- meistert gesunden, der dos.Opfer" auf stch nahm, zu seinen ein, zwei oder»och mehr Lehrlingen noch einen hinzuzunchmen. Zu- nächst sind die Eltern glücklich, daß sie eine Sorge um die Zukunft ihres schulentlassenen Kindes los sind, doch der Katzenjammer folgte bald hinterher. Durch die von den Schneidennnungen betriebene Lehrlingszüchtcrei ist heute dos Herren- und Damenschneidergewerbe der Katastrophe nahe. Nach den amtlichen Feststellungen bei der Berufs- und Be- tncbs-ählüng im Juni 1925 wurden in der Herren-»nd Damen- schneidere! 77 SM Lehrlinge in 99 614.Velrleben" gezählt. Das Gros der Lehrlinge entfällt auf die Kleinmeister, die nur i bis 5 Arbeitskräfte beschäftigen. Die Zahl der in den kleinen Betrieben beschäftigten Gehilfen und Gehilfinnen ist so gering, daß auf e'nen„Betrieb" nur 0,89 Arbeiter, jeder..Betrieb" jedoch einen Lehrling hat. Weit krasser wirkt das Bild, wenn man die Zahlen der unter Tarifvertrag arbsitenden Gehilfen und Gehilfinnen in Berg'eich zu der Gesamtzahl der Lehrlinge stellt. Da es sich hier um einen allgemeinverbindlichen Reichstarif handelt und der Deutsche Bekkeidung-arbeiterverband in allen Städ- ren Deutschlands Filialen hat, ist olles, was irgendwle für die Schneiderei Bedeutung hat, erfaßt worden. Hiernach wurde fest- gestellt, daß in der Herren- und Damenschneiderei zusam- men in 16390 Betrieben 36 661 männliche und 17 238 weibliche Ar- keitskräst« vorhanden stnh., I» diesen Betricchsn.allein sind ZS3ZZ Lehrlinge beschäftigt- Allein' dies« Zähl wäre schon viel zu hoch, um nur als Bervfsnachwuchs z»-dienen. �Da"abe>' tatsächlich nach IWVmtltchen Feststellung Im Jahre 1926 77 569 männliche und weibliche Lehrlinge gezählt wurden(in der Zwischenzeit hat sich diese Zahl noch erhöht), kann man feststellen, daß mindesten» 50 000 Lehrlinge zuviel vorhanden sind, sür die keine Möglichkeit besteht, nach Be> endjgung ihrer Lehrzeit als Gehilfe bzw. Gehilfin Arbeit zu finden. Für die Derufsangehörigen der Herren- und Damenichneiderek bedeutet dies« Feststellung totsächlich eine Katastrophe. Di« Regel ist, daß der Lehrmeister den Platz des Ausgelernten für den neuen Lehrling freimacht. Wegen Ueberange- bots von älteren, erfahrenen Arbeitskräften hat aber der Ausge- lernte kaum Aussicht, in einem tariflich geregelten Betrieb Aufnahme zu sinden. Dieser Zustand erfährt auch in den nächstsolgendcn Jahren kein« Milderung, obgleich die Zahl der in den Jahren 1930 bis.1932 heranwachsenden Jugendlichen wesentlich geringer ist als in den voraufgegangenen Jahren. Die Herren- und Damenmaßschneiderei ist im Rückgang be- griffen. Gegenüber 1913 ist die Zahl der unter Tarif arbeitenden Herrenmaßschneidergehilsen im Jahre 1928 um 12 292 gesunken. Die Zahl der Gehilfinnen in der Damenschneiderei, soweit tarifliche Regelung in Frage kommt, ist von 28 668 im Jahre 1921 auf 17 228 im Jahre 1928 gefallen. Diese totostrophale Auswirkung einer kurzsichtigen Innungs- Politik hat natürlich in erster Linie die Arbeiterschaft zu spüren. Ob- wohl auch die Unternehmer mittelbare Folgen dieser Ueberfüllung des Berufs mit Lehrlingen und Kleinmeistern verspüren, sind alle Anstrengungen des Deutschen Bekleidungsarbeiterverbandes,«ine?e- meinsame Regelung des Lehrlingswesens herbei-zi- führen, bisher ohne Erfolg geblieben. Jetzt besteht nur noch eine Hoffnung auf das Berufsausbildung sgesetz. Darüber hinaus müsien wir aber olle Eltern eindringlichst er- mahnen, im Interesse ihrer Kinder bei einer Berufswohl die Herren- und Damenschneiderei als ungeeignet für eine Existenzgrundlage auszuschalten. Löhne der Reichswasserstraßenarbeiier. Ab 3. April um 3 und 4 Pfennig erhöht. Die Lohnbewegung für die Reichswasserstraßen. ar Kelter kann minmehr als abgeschlossen angesehen wer- den. Bei den Verhandlungen im Reichsverkehrsministerium ist folgendes vereinbart worden: Die Stundenlöhne werden für die Reichswasserstraßenardeiter im Lohngebiet I um 4 Pf. und in den Lohngebieten II und III um 3 Pf. erhöht. In den Orten, wo fiir die Eisenbahner Orts- lohnzulagen gezahlt werden, erhöhen sich die 4 bzw. 3 Ps. um den Prozentsatz der betreffenden Ortslohnzulage. Die gleiche Regelung gilt auch für die Strcckenunterhaltungsarbeiter. Die Lohnerhöhung gilt ab 3. April 1929(Beginn der Lohmvoche) und läuft bis znin 31. März 1931.._ Hamburger Krostdroschkenfahrer vor dem Streit. In Hamburg droht im Kraftdroschkengewerbe ein Streik auszubrechen. Die Droschkenbesitzer weigern sich, den dieser Tage gefällten Schiedsspruch anzuerkeniren, obwohl er nur eine geringe Lohnerhöhung vorsieht. Außerdem wollen sie die Fahrer zwingen, noch vor der Entscheidung über den Antrag auf Berbindlichkeitserklänrng des Schiedsspruchs«inen Revers zu unterschreiben, wonach sie sich verpflichten sollen, unter schlechte- r-en Bezügen, als sie der Schiedsspruch vorsieht, iveiterzuarbeit-n. Ob dieser Herausforderung beschlossen die Krafidroschkensahrer, am Dienstag in Streik zu treten, falls bis dahin der Schiedsspruch nicht für verbindlich erklärt ist. Ausdehnung des bulgarischen Tabatarbeiterstreits. Sofia. 8. Juni..(Eigenbericht.) Der bulgarische Tabakarbeiterstreik hat nunmehr alle Zentren der Tabakindustrie mit Ausnahm« von Sofia und Dubnitzä erfätzi. Es streiken insgesamt 30 000 Arbeiter. Alle bisher unternommenen Verhandlungen verliefen ergebnislos, da die Unternehmer die von den Arbeitern geforderten einheitlichen Zuschläge ablehnten und nur ein Almosen von wenigen Lewa anboten. Die Streikenden klagen über P o l i z« i t e r r o r. Nock) wie vor sind alle Der- sammlungen oerboten. Die Berhastungen und Miß- Handlungen von Streikenden häufen sich. Der sozialistische Abgeordnete S a k a s o w hat in der Kammer vom Ministerpräsidenten Lioptschoff voll« Freiheil für die Streiken- den verlangt und gegen die Polizeiübergnif« stark protestiert. Des Ministerpräsident will am Sonntag ins Streikgebiet abreisen. Eine Ilubiläuineschrisl hat der Bund der technischen Angestellten und Beamten herausgegeben, die chronologisch das Werden der frei- gewerkschaftlichen Technikerbewegung schildert. Dos Buch, in einein geschmackvollen Leineneinband gefaßt und in Kunstdruck hergestellt. gibt einen Ueberblick über die Bedeutung der Techniker im Wirt- jchaftsleben, die Ansänge ihres organisatorischen Zusammenschlullca und das Wirken und den Wert des Butab, der heute das Groß der organisierten deutschen Techniker umspannt. Einige in den Text eingestreute Bilddrucke vermitteln dem Leser einen Einblick in das organisatorische Getriebe des Bundes. Di? Festschrift ist im In- dustriebeamten-Berlag G. m. b. H., Berlin NW. 40, Werststr. 7, zum Preis von 2,50 M. erhältlich. vorsieht. Der Schiedsspruch enthält zum erstenmal auch eine Neu- regelung der weiblichen Beschäftigten. Berliner Gewerkschaftsschule. «cht»»«,«rbilter-»rd»»«cyeIl!e»>B?tri»b«rate: Die»» tag. 11. Z»'-i. 19 Uhr, im Siaal 3 d«» kcwerlsS.astzhaiisrs, Eagelut» 21— ZS.»achft» Lrbrilö. rrchtticher Iasann�tiOiieabeud sitr Betricb-ritc. Zahlreich« tkikili«»»« wiri» erwartet. Oesonder» dt»»«ageriählte» Betrieberat«» wird der Se!uch dk! Abends dringend«mpfohlra. Di« Scllnah»,« Ist knftenl»,. D«r f»I«r»d:»nd letzte«brnd»er de» Tommerieric» findet am Dienstag, 25. Z»»i, im gleiche» Unterricht»»«»»» statt. U-Bahn— S. SR. 31 Montag. 15H Uhr, bei Hoffmann. Lucken- walder Ecke Schöneberger Etraßc, wichtige Versammlung aller Genassen. Mitgliedsbuch ist mitdubrtngrn. Der grakii»n»»arstand. Achtung, AGG.. Hennigsdorf. Zf. Mittwoch. IS Uhr, im iloten Echlotz. wichtige Versammlung aller SPD.»Genossen der Jf. Mitglieds» ff! buch ist mitzubringen. Der Fraktions»arstai>». Achh»»g, 8. Löwe«. Ea.I Mittwoch. 1« Uhr. bei velschläger, Ver. lichingenstr. 5, Versammlung aller Parteigenassrn. Wichtige Tage». ardnung. Der Fraltionsvorsiand. y il Verband der Gemeinde»»nd Dtaatsarbeiter, Filiale Berlin,? rauche: Ge» fu»dhoit»welen. Morgen, Mautag. 20 Uhr, ist im Hackeschen Haf. Vo'en- thaler Str. 10-41, eine Versammlung des gesamten Hau», unb Wirtschas:-- perfanals der Bnstaltzbetricbe. Tagesordnung: 1.„Das Gesundheitswest« der Stadtgcmeinde Verlin". Veferenlin Etadtoerordnete Dr. Käthe Franleu. thal. 2. Vcrbaudsangclegenheitcn. Pilultlichrs und nollzSHIlges ErfS-einen wird erwartet. Mitgliedsbuch dient als Ausweis. Kolleginnen und Kolleg:». die länger als vier Wochen mit ihren Beiträgen im Rückstand stnd, haben keinen 3ulr!lt. ., Berireternersanralnng de» AIA-Ortstartell» Berlin Margen, Montag. Illth Uhr. im Saal 5 be» Gewerkschastshause». Referat de» Kollegen Eschbachi „Die Bedeutung der Berufsschule fvr den Almestellten" u. a. Die Ortsnerwaliung Berlin de» Deutschen Miirlernerbandea veranstaltet Eintrittskarten stnd ,um Preise von 30 Pf. für das Konzert und 50 Pf. für den Ball bei der Ortsverwaltung de» Deutschen Mustkervcrbandcs, Komma». danlenstr. 63-«, erhältlich._ »�reie Gewerkschasts-Lugenö Groß-Berlm Zugendbeiratrs. Mitglieder IZuoendaruppe des?entrolverbandes der Angestellten tj Morgen, Montag, find folgende Veranstaltungen: Tegel.ZieinIckenderf: Zugendhe-Nl Reinickendorf-Ost, Lindauer Straße, Baracke. Einführung»- abend.— Wedding: Jugendheim Turiner Ecke Seestraße. Vortrag: i.Bus dem Leben Friedrich Cberts". Referent Dr. Max Schütte.— Ztorden: Jugendheim Kastanienallee 81. Vortrag:„S-xualfraaen der Zugend". Zieferen. tin Martha Schultze.Frentzel.— Sichtenderg: Jugendheim Sunterstr.«. Vor. trag:„Meine Erlebnisse im Gefängnis"(Fortsetzung). Referent Wilhelm Lewinfli.- Urban? Fugen dbrtm H- brecht. Eck» Sanderstraße.„Slaßbrennor. Abend". Referent'Gebra' Heelkmin».•— r-mnelhof: Zugandhest» D«r n«,. bürg: Jugendheim Rosinen str.-L Bericht und Erlebnisse vom Saujugendtag. woTTfiTuiT» wen krau smsis*«»sä(ss»m«jsis« AU 6« TE LLU M BRESLAU«SS IS.UUNI-IS.SE DAMENKLEIDUNG UND-HÜTE STRUMPFE Wollinusselin-Kleid bedruckt,•Inforbiger AÄ-— Kock w n d Schal 0750 Toile rayö« Kleid S• i d O, in ballen Farben Japon-Kleld rein$eld., bedr., Spltxanlcrag. jSi4rm AUSSTEILUNG «HEIMAUFBAU» d. Berliner Hausfrauenvereins E.V. (gegr. Lina Morgenstern} im Erdgeschoß meines Möbelhauses FÜR GARTEN ÜegestOhle �25 mit Armlehne und Fußteil Künstlerdocke auf weiß. 122 A..» H2 K r e p b Ivb 140 Wollplücch-TUchdecken m.schwererKelimfranse, ma Reinseid. bedr. 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Ende nach 10 Aulsang nuriar Herrschatten Kleine Komödie von Siegfried Geyer Die Komödie |1 Bismck.24I4/751& 8! i, Ende geg. IO-'jU. Oer küaaa. der seiren 'iases änöeits 3 Akte von Edgar Wa'ace, Regie: HieinzHilpert Laslspleibüus Tägl.8-/. Uhr Arm wie eine Kirchenmaus Skldelsky, Flink. Beriscr u. a. Rundfunkhörer hglbe Preise. Thalia-Theater Dresdener Sir. 72-73. 8-, Uhr HaQsndie HEUTE UND WASSER- SIE KNNNEK NICKIS BESSEÜES UKIERNEIIMEH! GeöHnei von 9 Ubr vorm. bis 9 Ubr abends (Einiass bis 8 Ubr).< Oanovskj-Eahnoi ThMtor m aar KSnlggrätz.t StraBa Täglich 8V. Uhr Rivalen Komödtenhaua Täglich S»/4 Uhr CharieysTaate mit Curt Bote. Sofiiner Thesler Di rektHeinx Herald CharlottenstraSe 90 A. 7. Dönhoff 170 S'i,. Ende 10'/« Uhr. Leute Tarstellnnsenl Die foul Frankfurter von Carl Rössler Regie; EBSeO Beben. Dknslag.deo 11. iinl Zum ersten Male Reponer (Tc Front Page) RegietlfeiniHilpert OtieO. Künstl.r-Th. 8-;. Uhr Prosit eipsv Operette».Gilbert Agnca EsterbazT Fritx Schöll Rundfunkhörer kalbe Preise I Hotel EigeniOm� CurtElschner Festspiel wochen: Heute und folgende Tage 8 Uhr: Berlin, wie es weint und lachti Volksstück mit Gesang von Berg u. KaliscH Musikalische Lotung: Wolfgang Zelier Regle; Fritz Holl Bühnenbilder u. Kostüme; Edward Suhr Agnes Straub, Margarete Melzer, Dora Gereon, Grete Bäck, Hans| Wassmann, Oscar Sabo, Viktor 1 Schwanneke, Armin Schweizer. Josef Almas, Viktor de Kowa Vorverkauf täglich von 10 bis 2 Uhr an der Z Theaterkasse und bei Tietz und Wertheim Elg!DI»TIS0«»«l»«SSISGs»Jls»AS« Excelsior Berlin SRI AsbtHsr Bthnksf Größtes Hotel des Kontinents «00 Zlmmsr/ 800 Bettsn/ Zlmm.r M. S.— an � Sitzfläche für ca. 2000 Pots. Sehenswürdigkeit Berlins Russisch-Römische Bäder/ Heilbtder direkter Zugang vom Hotellimmer, 1 |M Frankfurter Allee 313 I. 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Dr. ch o t b a n, Künsüerfest im„Haus am Mellensee" veranstaltet von der Genossensehart Deutscher Bfibnenangehörigen aSki zugunsten ihrer Wohl fahr UkaAecn Sonnabend, den 15. Juni 1929 Beginn Sonnabend 17 Uhr VOH 5 biS 5"| En<,e Sonntag früh 5 Uhr Künstlerwallfahrt Im Thespiskarren nach dem Mellensee unter allgemeiner Teilnahme der Scbauspielerscbaft Szeniscb-mnsikalische Äoffflhrnng.u. Ballett auf der Bflhneim Mellensee Nachtkorso der Schauspieler auf dem Mellensee Auserlesenes Feuerwerk und Iliumination des Mellensees Gondel-Serenaden/ Gr. Nachtkabarett/ Autogrammstunde der Künstler Die besten Tanzkapellen unter Leitung der bekanntesten Dirigenten TANZ:: TOMBOLA Anioverkelir der B. V. S von 4 Uhr n seh IN. ab Zoo u unterbrochen. Rückfehtt während dor ganzen Schauspielernaclu nach Bedarf.« Anioweg über Manendon-Zoasen.» CUcabskn ab Potsdamer Voror.bahn.» Verbl.dmsg bis Mallen-Saalow.» Vorverlcoi an den Wertheim-Theaterkassen. 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Trefspnnkt srüh S Uhr Stettin«« B»r»rtd»d»d»s. Familien kiinncn stasfee lochen. t. Jtrcis Peenzlaner Bern. Montan, 10. Juni, 19 Uhr, bei»lufl, Danzizer Siraße 71, Sitzung des erweiterten Kreisvorstandes. S 5. strei» Fricdrichsbain. Montag, 10.__________ s Scscllschaftshans, Frnchtstr. 30-, Srei,oorstand,fitznna mit allen Attei. W lunqateiter«.— Ilm 20 Uhe itreiswnktionärfitznu« ebendort. Vortrag: W„Ter Reich» etat'. Reserentin Clara Bohm-Schuch, M. d.>. Krei»- 7Z . angclegensteite». 7. Srei» Scharlottenbnrg. Dienstag, 11. Juni, 19� Uhr, Sitzung de» er. wcitcrtcn Krcisvorstande» in Ählerts Festsälen, Berliner Str. 88 Ecke Brauhofstratze. 9. Brei» Wilmersdorf. Montag, 10. Juni, 20 Uhr, bei Ihlenfeld, Uhland» Ecke Eiintzelstratze, Sitzung de» engeren Kreisvorstande» mit den Äbtei. lungsleitern. U. Kreis Schöneberg.Friedenav. Seit vielen Jahre»»nl erhält der Schöne- berger Frauen, nnd MädchenbUduna»»er«i» eine Ferienk»lo»l«. In diesem Jahre beginnt die Zeriealolonte am 9. Juli in Dahlem, End- station der SSnle 43. Meldungen werde» an folgend«»� Stele» entgegen. aenomme»! ZSrgen», B<—.-~ Frau B. Schulze, Martin velhofer Str. 10, vorn barg. Fregestr. 77 vorn parr.; nramin.»ranaaene. n«, va., n.»» Friedenau, Mainauer Str. 8, Seiteneingang 1 Tr. Absah rt Stratzenbabnhos Belziger Strotze. Rst-Ueh, 19 Uhr Stratzenhahnhos Bel- zig«. Stratze.«ei vole.«ervsleanng betrögt der stahrtkoftenbeitraa IS« da» erste und zweite Kind an» einer Familie i« Kind 1 M. pro Woch«, weitere Kinder srei. � �,_______, 12. Kreis Steqlitz.L-nkwitz.Lichterfelde. Montag. 10. Juni, 19% Uhr,«reis. vorstaiitssitzung an bekannter Stelle...........____. 13.«rei» Tempelhos. Montag. 10. Juni,. pstnktNch 19% Uhr, bei Niendorf, Ud. Mariendorf, llhavffeestr. 19, Kreisvorstandssttzung. Kreis KSpenick. Dienstag, 11. Juni, 19% Uhr, in Stelle wichtige Kreisvorstandssttzung. n Köpenick an bekannter »erfamnUnng Ui�der Schulaul- Barkane,�«» de« Mi Montag, 10. Znni, 19 Übe, de.»rci.mltgliedee. illendorfstratze, Be- CO«TTtu■m WrTCrCnt nvXII».qBTöi« 19.«rei» Pankow. Montag, 10. Juni, 19% Uhr, bei Mever, Türkische, Feit, Breite Str. 14, Kreisdelegiertenversanunlung. 20.«rei» Steinickendors. Montag, 10. Juni, 19 Ubr, im kleinen S'tzunassaal de- Rathauses in Wittenau, Sitzung de» erw«>tert«n«reisvvrstandes. heule. Sonnlag. S. Juni. 47. Übt.»Unser Weg" kann vom Senoffen Mazanke abgebolt werden. Morgen. Sonnlag. 10. Zuul. Auuklloaärsihungen in den nachstehend angegebenen Lokalen. 7. Sbt. 19% Uhr bei Bärwald, Schlegelftr. 8. ». 9kbt. 19% Uhr bei Sildner, Wilsnacker Str. 34. 12.»bt. 10% Uhr bei Schmidt, Wrelefstr. 17. 14.«bt. 20 Ubr bei Laurttzen, Putbusser Str. hl. >3.«bt. 10% Uhr bei Obiglo, Strallunder Str 11.. 10.«bt. 19% Uhr bei Kinzel, Ufedomstr. 22. Der Zahlabend fallt in diese« Monat o»s. 17.«b«. 19% Uhr bei Dos«, Rordhafe» tz. 18.«bt. 19% Uhr bei Sorgatz, Uferstr. 12. 19.«bt. 19% Uhr bei Schrepel, Grstnthaler Str. ll>. 20.«bt. 20 Uhr h-i Pose, Koloniestr. Ist. 21.«b«. 19% Uhr in der chcschoftsstelle. Utrechter Str_ 32,«bt. 19% Uhr bei Senkel, Utrecht« Str. 10, Funktionirsttzun».»er Vorstand tagt eine Stund« frither edendort. 23.«bt. 19% Uhr bei Srunewaldt.»ameruner Str. 19. 39.«bt. 20 Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3.«brechnungen. Die noch ausstehenden Recherchen mästen mitgebracht werden. 40.«bt. 20% Uhr bei Böttcher. Hagelderger Str. 9, Funktwnärsttzung. Die Genossinnen und Genossen werden gebeten, sich an der Einäscherung de» ; Genossen August«eufner im Krematorium Baumschulenweg um 18 Übe «1. Kh"'Di-'"B.,i-kAr.e holen um 19% Uhr im Lokal Lipsert, Morien. d-rfer Str. 8,„Unser Weg' ab. 42. 9lbt. 20 Uhr bei Witr»dorss. Urbanste. 8. 43.«bt. 19% Uhr bei«revp, Planuser 75/7«._.» 45.«bt. 19% Uhr bei Piotrewski, Grünauer Strasse Ecke«ottbuster Ufer, Sitzung s-intllcher Funktionäre.«u»gabe von„Unser Weg', autzerdem von Funktionär, und Referentenmaterial. Di« Referenten stnd dazu freundlichst eingeladen. 47.«bt. 20 Uhr bei Bvartz, Raunnnstr. 44. 48.«bt. 20 Uhr bei«eller. Fllrstcnstr. 1.... 54.«bt. Charlottenburg. 20 Uhr bei Casver. Guerickeftr. 1. 80.«bt. Mariendors. 20 Uhr bei Ri-ndors, Ehausteestr. 19. Neukölln. 90.«bt. 19% Uhr bei Schabeiko, Weichselstr. 5, Funktionärver- sammlung.— 91.«bt. 20 Uhr bei Ramin, Mainzer Strasse.— 94.«bt. 19% Uhr bei Schröder, Stcinmetzstr. 52. Erscheine» aller Funktionäre ist Pflicht.— 95.«bt. Pünktlich 20 Uhr bei Pflanz, Prinz-Handsern-Str. 73. — 98.«bt. 20 Uhr bei Teich, Knesebeckstr. 135. 101.«bt. Treptow. 19% Uhr Borstandssitzung in der Spedition, Groetzstr. 60. Dienstag. 10. Juni. 0«bt. 20 Uhr Sitzung de» Abteilungsvorstandes bei Dobrohlaw, Swine- Münder Etr. 11. 8.«bt. 20 Uhr Funktionärversammlung bei Rickert. Steinmetzstr. 88-. 13.«bt. 19% Uhr bei Teichert, Lübecker Str. 8, ffunktionärsttzung. 24.«bt. 19% Uhr bei Köhler, Greifswalder Etr. 80d, Schweiz-rh-uzchen, 27. Sit. �19% �Uhr �bei Reetz, Sonnenburgcr Str. 1, Funktionärsttzung. 28.«bt. 19% Uhc bei Bartelt, Wörther Str. 19, Funktionärsttzung. 39.«bt. 19% Uhr bei Pohst, Ltzchcner Str. 103, Ecke Etargardcr Strotze, Funktionärsttzung. 31.«bt. 20 Uhr bei Goldschmidt, Stolpische Str. 38, Funktionärsttzung. 40.«bt. 20 Uhr Bbteilungsversammlung bei Jung, Dreibundstr. 11, Bortrag: „Die Revarationsregelung'. Referent Ernst Reumann. 00.«bt. Wilmersdors. 20 Uhr bei«ulia, Lauenburger Str. 20, Mitglieder» Versammlung. Bortrag:„Die Sozialdemokratie im Roten Hause'. Res«. rent Stadtverordneter Hans Movwod. 130.«bt. Reinickevdors-Vst. 20 Uhr bei«ichne, Restdenzstr. 9, Funktionär. sitzung. Pünktliche, Erscheinen ist notwendig. 7.«bt.«» zu» ear am Sonntag, 10. Znni,»ach Hvhennanent»! «inderbeli' tzaranzeige!«uaflng„_________._______ ,lal.Waldschänk«', Südau-gana. Spiel und Spart,«indei ,»affeekachen. Trrffpnnkt 9 Uhr Stettin«« Dorortbahnhof. sinben ua, in der Waldschänke. »ars, »sti. 5 rauenveranstaltungen. 2.«rei. Tiergarte». Dienstag, 11. Juni, treffen sich die Funltionärinncm 15% Uhr vor dem Konsumwarenhaus, Eharlottenburg, Rostnenstrotze. 7. Brei» Charlottenburg. Montag 10. Juni, pünktlich_7% Uhr. Funktwnä. lgszimn :e Mit! 11. Krei» Schoneberg. Montag, 10. Juni. 20 Uhr, bei Will, Martin-Luther. � � � 5 s f.» 7t l....„.„ i. Dt.. 1.1\ M A T» A••• A HsZ s» �» A t>1 A»»• A»»_ rinnensttzung im Rathaus, Sitzungs�mmer 1.— Mittwoch, 19. Juni» Kafseekochen in Finkenkrug. Rähere Mitteilung erfolgt noch. Strotze 89, Funktionärinncnsttzung. Auch die Helferinnen für die Ferien» kolonie stnd eingeladen. 9.«bt. Donnerstag. 13. Juni, 15% Uhr, gemütliches Beisammensein mit Kafseekochen im„Blauen Assen", Seestr. 5. 21.«bt. Dienstag. 11. Juni, 10 Uhr, treffen stch die Genossinnen zur Be» stchtigung der Konsumgcnostenschast in Lichtenberg vor dem Gebäude Ritter» gutstratzc. Interessierte Genossinnen können sich beteiligen. 24.«bt. Dienstag, Ii. Juni, Ausflug nach Brieselang. Treffpunkt 8% Uhr Bahnhof Weitzensee. Gäste willkommen. 31.«bt. Montag, 10. Juni, treffen stch die Genossinnen um 10 Uhr Bahnhof Schönhauser Allee zum Ausflug nach dem Freibad Grünau. Rachzüglt reffen sich im Gart« 41.«bt. Montag, 10. Schönhauser Ire""'' ee zum Ausflug nach dem Freibad Grünau. im Garten am Sportdenkmal. gier Juni, 19% Uhr. „Die Frau in Politik und Wirtschaft." rauenabent bei Besnhoff, Belle. Referentin Bllianee-Str. 73-. Dr. Dora Fabian. 98.«bt. Renkiill». Montag, 10. Juni, 19% Uhr, Frauenabend bei Teich, Knesebeckftr. 135.„Die Frau und die Kommunalwahlen." Referentin Erna Kresse. Jungsozialisten Groß-Verlin. Die Tagungsorte de, Information», bend, am 13. Znni(wahr. "••--•■—, ,, 3ttni Mittwoch, «chtnngl Di« Tagungsorte de, Information», bend, am 13. Ichrinlich Porckftr. 11, Zngendhet») nnd die Gesamt»« eanstaltnpg mit de« G«a»ssen Engelbert Graf könne»»mstänbehalbcr erst �Voclienpro�ramm des Berliner Rundfunks. SonntaK, 9. Juni: 5.30; rrQhkouert. 8.58: Standenjlockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche. »: Mortenleier. 12: Mittaiskonierl. 14: Schachfunk.>4.30: Für den Landwirt. 15.30: Mlrchen. 16.25: Uebertraenn» Stadion Qranewald: Jabiläumssportfest de» VBAV. AnschlieBend: Teemasik. 19: Staat aad Jatendpflege. 19.30: Aetypten, Land nnd Leate. 20: Orcbesterkonzcrt. Danach: Taszmasik. Montag, 10. Juni: 12.15: Wettermeldungen für den Landwirt. 15.30: Gaunersprache und -reichen. 16: Die Ausgrabungen in Ephcsus. 16.30: Das Fremdwort in der Qclehrtcnsprachc. 17: Unterhaltungsmusik. 18.30: Englisch für Anfänger. 19: Das Weltparlament der Frauen in Berlin. 19.30: Ein Beitrag zur 7, Berliner Turn- und Sportwoche. 20; Musika-Anckdotcn. 20.30: Orchestcrkonzcrl. Danach: Tanzmusik. Dienstag, 11. Juni: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt 15.30: Freuen vereine und ihre Bedeutung für das private und Öffentliche Leben. 16: Ans der Heimat des Labyrinths. 16.30: Vom neuen Sinn der Kameradschaft. 17: Orgelkonzert. 17�0: Schallplattenkonzert. 18; Unveröffentlichte Briefe. 18.40: Stunde mit Büchern. 19.10: Die Erforschung der Arktis mit dem Luftschiff. 19.35; Richard Strauß und sein dramatisches Werk. 20;„Schnappschüsse". Deutscblandsender: 20: Violinvor träge. 20.40: Shakcspearc-Licdcr. 21; Unterhaltungsransik. Mittwoch. 12. Juni: 12.15: Wettermeldungen für den Landwirt. 15.30: Die Bekämpfung der Kleider- und Pelrmotten. 16: Welche Vorteile bieten Wanderkarten? 16.30: Der Rennsport als Wirtschaftsfaktor. 17: Jugend am Mikrophon. 17.30: Unterhaltungsmusik. 18.40: Bedeutung und Inhalt der Fraucn-Turn- und Sporftagung m Berlin. 19: Wohin reisen wir? 19.30: Rechtsfragen des Tages. 20: Tänze. 20.30: Volkslieder. 21: Uebertragung Charlottenburger Schloß: Rokokokonzcrt. Danach: Tanzmusik. Donnerstag. 13. Juni: J2J0: Die Viertelstünde für den Lindwirt. 18.30: Fremdspriehliche Vor. trlte. 16: Die Kunst der Erzählnn». 16.30; Der neue Mensch In der Wirtschaft. 17: Oevertüreo nnd Märsche. 18: MOtterbriefe. 18.40: Die ROCkver- sicherunz. 19: Das KDnsüeriscbe und Modische. 19.30; Mqiarts Opern. 20r Ueberlragjnf Philharmonie: Arienabend. Danach: Tanzmusik. Freitag, 14. Juni: 12.15: Wcttcrmeldunngcn für den Landwirt. 15.30: Sparsamkeit im Haushalt. 16: Wie spiegelt sich der Geist der Völker in ihren Bauten. 16.30: Die Entwicklung des Berliner Ausstellungswcsens im Spiegel der Kunstrichtungen. 17: Unterhaltungsmusik. 18.40; Das deutsche Traber-Derby. 19: Die Technik der Ciscnbahnstraßen. 19.30: Das tausendjährige Lenzen an der Elbe. 20; Sendespiele:».Die Stumme von Fortici'*. Oper von Aubcr. Sonnabend, 15. Juni: 12.15: Weltermelilunzen für den Landwirt. 15.30: Der Somnierschnitt des Obstes. 16: Mcdizinisch-hyzienische Plauderei. 16.30: Die Bcdeutunz der Francnarbeit in der feinmechanischen Industrie. 17: Rezitationen. AnschlieBend: Teemusik. 18.40: Kreditgewährung als neuzeitliche Form des Kundendienstes. 19: Der LIebhaier-Photograph. 19.30: Als Qerichtsberichterstatter In Moabit. 20: Stadt ohne Schlaf(Uebertragung ans dem Berliner Leben). 20.30: FunkJ brettl. Danach: Tanzmusik. 24: Spiele um Mitternacht. Könisswusterhausen. Sonntag, 9. Juni: Ab 6.30: Uebertragung aus Berlin. 18�0: Die Einheitlichkeit der QedankenJ weit Friedrich Nietzsches. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Montag, 10. Juni: 16: Französisch(kulturkandlicfa-literariscfae Stunde). 16.30: Die französische und die deutsche Oper Im 17. Jahrhundert. 17: Uebertragung ans Berlin. 18: Nene Strömungen in der Philosophie. 18.30: Englisch für Anlänger. 18.55: Wie heben wir die Erträge in unseren Binnengewässern? 19.20: Deutsche Geselligkeit. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Dienstag. 11. Juni: 16: Schülerwandern im Geiste der Arbeitsschule. 16.30: Die französische und die deutsche Oper im 17. Jahrhundert. 17: Uebertragung aus Leipzig. 18; Musikverstchefl. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Verkehrs- problcme in der Stadt und auf dem Lande. 19.20: Der Zufall als moderner Brotgeber. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deotschlandsender: 20: Violinvorträgc. 20.40: Shakespeare-Lieder. 21: Unterhaltungsmusik. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 12. Juni: 16: Plaudereien Uber die deutsche Sprache, 16.30: Das Vermächtnis der Brüder Grimm. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Modern« Handwerksfragen. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55; Welche Wetterregeln sind beim Wandern zu beachten? 19.20: Praktische Völkerpsychologie. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Ab 20; Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 13. Juni: 16: Erziehungsberatung. 16.30: Da» Vermächtnis der Brüder Grinim.' I7> Uebertragung aus Berlin. 18: Deutsche Geselligkeit. 18.30: Spanisch für Fort. geschrittene 18,55: Der landwirtschaftliche Maschinenpark vor. der Ernte. 19.20: Die Bedeutung des deutschen Kaufmannes im Auslande. 19,55: Wetzgpe bericht für die Landwi: tschalt. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Freitag, 14. Juni: 16: Bnch und Kind. 16.30: Musikverstehen. 17: Uebertragung aus Leipzig. 18: Sinn und Unsinn de» Berechtigungswesens. 18.30: Englich für Eortu geschrittene. 18.55: Neuere geistesgeschichtliche Werke. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Ab 20: Uebertragung ans Berlin. Sonnabend, 15. Juni: 16: Aus der Arbeit der pädagogischen Abteilung des Zcntialinstituts. 16,30; Beamtenrecht in der Uebergangsreit. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Aus dem Arbeitstag einer Wohlfahrtspflcgcrin. 18.30: Französisch für Anfänger. 18.55; Meeresküste und Landschaft in Nordwcstdeutschland. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Prima Boucle aus reinem Haargarn -Z 45- 73.- Verkauf nur TSu$nithi � � K Ö-K105- äM24-Sm- frans«, gefreue Cbpien 125 v.Perser Teppichen ääö 1. J. 459. 28. Strafsache gegen den Schriftleiter Alfred Rede in Berlin- Bohnsdorf wegen Beleidigung. Das Schöffengericht»erlin�Milte. Ad- teilung 208. in Berlin hat am 26. Oktober " Angenagte wird wegen übler MXÄTÄÄ'Ä SltTfWr« mWCSS ""■Tern Staatsministe- Hirtsiefer. dem Abgeordneten Klott und dem Oderdürger- merster der Stadt Effen wird die Befugnis zugelprochen, den Urteilstenor binnen i Monaten nach Iustellung de» recht«. kräftigen Urteil» in der„Bvtrn Fahn«�. dem.Borwart»' und der. Germania auf Kosten de» AnaeUagte» durch-m maäge Einrückung öffentlich bekannt zu Alle Exemplare der Kummer 133 der „Roten Fahne" vom 8. Juni 1938. d-e zu ihrer Herstellung beslimmten Platten und Formen, soweit sie im �rsttz der im 5 41 Ablatz II StGB, genannten Personen sich h-sind-n öezw. die Exemplare öffentlich ou»ge!egt oder öffentiich angeboten find. find unbrauchbar zu machen. Der Angellagt- trogt die Kosten de» Bewahren». Auf die Berufung de» Angeklagten und der Staatsanwaltschast llnäT,.1®* vorstehend« Urteil hat das Landgericht I, 4. qrotze Straftammer, Berlin, am lt. April 1929 tut Recht ertannt: Die Berufung de« Angeklagten wird »erwarten. Aus die Berufung der Staa«»- anwattjchatt wird da» angefochtene Urtert hinsichtlich de» Strafmatz«» unter Aufrecht» «rha tun, im übrigen dahin abgeändert datz die Strafe auf einen Monat Gesang- ni» festgesetzt wird. D'e Kosten der Berufungsinstanz hat der Angeklagte zu tragen. Da« UrteU N. Instanz tft vollstreckbar. Der Generalstaatsanwalt beim Landgericht L EINZELHVBEL TEPPICHE OHME ANZAHLUNG bedeutet allein noch keinen Vorteil; denn Möbelkauf ist Vertrauens- eache, es kommt darauf an kWo".„wie" und„was" man kauft, Deahetb besichtigen Sie ohne Kaufzwang unsere Riesenläger � CARDIN EH OHNE ANZAH WAI BEtTE in besonders schönen, lichtechten Farben u. konat/erlsch hervor- 1 Segenden Mustern; neueste, von ersten FachkO nstle rn ent- worfeoo Dekors, injast allen.QcdBen, und Preislagen vorrittg VOM�BESTEN OHME ANZAHL UNO Auf Wunt&i~ 8 rft äff eh S/e'fOf Jedes bei uns gekaufte Möbelstück einen. Möbelgarantieschein.' 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Thema: „Inneres Koalitionsrecht". iReferent Dr. Frankel.— Führungen: Donnerstag, 13. Juni: Arbeits, und Waisenhaus Lichtenberg.— Leichiaihletik jeden Freitag non 7—9 Uhr im Poststadion und Schwimmen jede» Dienstag von 7>/,— 8� Uhr. — Sonnabend. 13. Junt, Dampferfahrt nach dem Müggelsee. Abfahrt 13 Uhr non der Woisenbrücie, nahe Märkisches Museum, Stadtbahn Jannowitzbriicke, mit dem Dampfer„Lotte-Hertha".— Dir Arbeitsgemeinschaften finden im „Bund". Albrechtstr. 11, um 20 Ahr statt. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Grofj-Uerlin. Freitag. 14. Juni, pünktlich 20 Uhr, streisleitersistung in her Zentrale, Lindenstr. 8. strr!» Friedrichshain: Dienstag, 11. Juni, 20 Uhr, im Jugendheim Diestel- meyerstraße, Zlreishelfersttiung. Tiergarten. Gruppe August Gr bei. Rate Falken: Dienstag, 11. Juni, von JTV»— 1914 Uhr Tanzabend im Heim Waldenserstraße.— Inngfolken: Dienstag non I7i„-.19>4 Uhr Basteln ebenda.— fiülen; Mittwoch, 13. Juni, Heimabend ebenda.— Alle Jung- und Rote Fallen: Mittwoch Treffpunkt 17>« Uhr Wald- Gtke Wielefstraße zum Baden in Plagensee.— Gruppe Tiergarten-Süd: Dien». tag von 17—19 Uhr Heimabend im Heim Vülowstr. 88, Freitags. Epielabend im Grogen Tiergarten tRosengarten). Treffpunkt 1014 Uhr vor dem Heim. Schimeberg-Feiedenan: Die Jungfalkengruppe Friedenau hat ihren Heim. abend Dienstags von 17—10 Uhr im Jugendheim Offenbacher Str. 3o. Alle Schöneberger Gruppen find im Jugendheim Hauptstr. 13.—..Falkenknkrn! I!. Juni Basteln: 14. Juni Spielen.— Zungsalken I: 12. Juni Spielen: 14. Juni Tanzen.— Inngfolken II: 12. Juni Spielen; 14. Juni Kleben.— Rat, Falken: 10. Juni Lichtbildervortrag:„Die Sterne". Are!» Reukölln: Morgen, Montag, um 17 Uhr Falkenratsttzung im Heim Bergstraße 20., Geburlstage. Jubiläen usw. 29. Abt. Unsere« langjährigen Senaflen»nd früheren Abteilungeleiter «Nd Kassierer Hermann Srashald, Prenzlauer Allee 188, die herzlich. sten Glückwünsche zu seinem 80. Geburtetage. Die Genossinnen und Genossen der 29. Abteilung. 41. Abt. Unserem bewährten Genossen Reinhold Kasan entbieten wir zu seine« 80. Geburtstage am 10. Juni die herzlichsten Glückwünsche. | Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation j 40, Abi, Am 4. Juni verstarb unser Genosse August Keufner, Sogelberger Str. 20o, welcher über 24 Jahre der Parlei die Treue gehalten hat. Ehre seinem Andenken! Einäscherung am Montag, 10, Juni, 18 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, 47. Abt. Am 5. Juni verstarb unser langjähriger Genosse August B u l i ck e, Köpcnicker Str. 2*w. Die Einäscherung findet am Dienstag, ll, Juni, 131 j Uhr. im Krematorium Vaumfchulrnweg. Kiesholzstraße, statt. Um rege Betetligung wird gebeten. 90. Abt. Am 8. Juni«erstarb unser Genaste, der Architekt Wilhelm Uli stich. Emser Str. 109, im 44, Lebensjahre, nicht, wie irrtümlich ange. aeben, im 74. Lebensjahre. Ehre feinem Andenken! Einäscherung hat bereit, stattgefunden. 493. Abt. Adlershas. Unser Gr nasse Hermann Dehme! ist infolge Gasvergiftung mit seinen Angehörigen in der Rächt zum l. Juni verstorben. Ehre ihrem Andenken! Einäscherung am Montag. 10. Juni, 19 Uhr, lm Krematorium Vaumschulenweg, Bir bitten um rege Beteiligung. Sozialistische Arbeiterjugend Gr.-Verlm Siniendongen für diese Zlnbrtk nur an da« Jugenbfefretarlat Dcrlin 62168, fmdenftrale 5 Die Uebungsstnnde» de» Singkeeise» finden norliinsig nicht statt! Heule, Sonntag. Schdnhgnser Barstadt: Seimabend lg'-s Uhr Echönfließer Str. 7.— Zehlendars: Treffpunkt 1,18 Uhr am Bahnhof Zehlendors-Mitte, zum Schö- nower Park.— Loukwist: Fahrt nach Zossen. Treffpunkt 147 Uhr Kirche, �7 1, m 11 1.» i3th a* 5 a t» 6* f X* Off a 1•• l �a»» 9» a» 0. OQ»fO• Sv„,-•. A« X A T Ci«• st OXa»»,« | 13. Juni, 13 Uhr.— Sonntag, 9. Juni. Rnberriege: 7 Uhr Bootshaus zur Stadttohri noch Tegel.— Montag. 10. Juni. Kreuzberg, Jugend I: 30 Uhr Jugendheim Porckstr. It. Wichtige Fohrtoelprechung. Dienstag. 11. Juni. Kreis Westen: Ptlichtneronstaltung auf dem Wittenbergplast. Treffpunkte: Ehatlottenbutg: 20 Uhr Edenpa ait: Tiergarten: 20 Uhr Kleiner Tiergarten: Steqlist und Zehlenborf: 1914 Uhr Düppelplast: Wilmersdarf: 20 Uhr Fehr- belliner Plast: Schöneberg: 191, Uhr Hochkirchsiraße: Spandau: Z0>4 Uhr Wilhelmplast in Ebarloitenburg. Wedding: 19', Uhr Mitgliederverfaminlung im Pastenhofer-Ausschank, Ehäusseesir. 64. Referent Kam. Litte. Thema: „Der Kämpf um die politische Macht". Tewpelhos: IstOj Uhr Antreten am Bht Tempelbof zur Zeilnabme om Umzug des Kreiie» Süden in Reukölln. fFahrl nach Saiiee.Friedrtch.Straße.t Treptow(£)tls»e«ein)t 1914 Uhr Bhi. Kaiser- Friedrich-Straße in Reukölln. Adiohrt Bhs. Riederichöneweide 18-34 Uhr. Pslichtoeranftaltung.— Mittwoch, Ii. Jnni. Renkölln-Brist: SdnistfportabenS am Mittwoch. 13 Uhr. Sportplast Kaiser, Friedrull- Ecke Innstraße.— Lichter- selbe: Die Kameradschaftsversammlung am Dienstag fällt«u». Uhr Bhf. Marienfelde. Reinickendorf-Best: Heim Seidelstr. 1, Heim- abend.— Lichtenberg-Mitte: Treffpunkt zur Fahrt»ach Bernau 7 Uhr Bahn- Hof Stralau. Rummelsburg. Morgen, Montag. 19>» Uhr. Moabit Ilt Heim Lehrter Str. I!.'l9...Vogelkunde".— Feankfuetee Viertel: Heim Litauer Str. 18. Lichtbilder:„Wien".— Falkplast ll: Schule Sonnen, burger Str. 20:„Die KJI,"— Hallesche» Zar: Heim Porckstr. 11. Z. 3, Seite, rer Abend.— Pankow III R.-F.: Heim Sörschstr. 14.„Togespolitischc Fragen". — Fallplast I: Gruppenabend fällt aus, Treffpunkt zur Veranstaltung im Gewarkschaftsbaus, Eolosseum, Gleimstraße Ecke Cchänbauser Allee. Werbcbeziri»iUe: Ansschußsistung beim Gen, Martin»ellerwaun.-z Zehdenlcker Str. 14, pünktlich 19 Uhr. Sämtliche Karten zur Dampfer- t?- fahrt mästen abgerechnet»erden. Richtabqeeechnete Karten gelten al» verkauft und«üsteu bezahlt»erden. verbebezirk Prenzlauer Berg: Interessierte Mitglieder de, MB. können sich am Ausspracheabend der Jugendgruvpe der Sozialmistenschaftlichen Per- einigung im Gewerksehostshaus, Sngelufer. Saal 3, beteiligen. Es spricht die Genossin Wurm über.Politisierte Jugend'. Berbebrziri Teltowkanal: Alle interessierten Genossen beteiligen sich am Ausspracheabend im Gewerksckmltshaus, Engelufer, Saal Z. Die Genossin Wurm .—-- 1 jjjj,.(,(,5„Politisierte Jugend". Mitgliedsbücher nicht oergesse». öerbebeziek Lichtenberg: Uebungsabend fiir die Peranstaltung„Rote Jugend", 21 Uhr, Jugendheim Sunterstr. 44. Voriräge, Vereine unöNersammlungen. # Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". S t s» ä i t s st e l l e: Berlin S. 14. CebaManstr. 37/88. Po' 2 Zkr. Ganuarftand. Kameraben, die bereit stnd, am Sochsentrefsen in Ehemnist am 29. und 30. Juni teilzunehmen, melden sich bald- möglichst zwecks Zusammenstellung einer. Sonder-Gesellschastsfahrt im Gau- bureau, Sebastiansir. 87—38. Fahrpreis �etwa 12 M. Letzte Meldefrist am Photvgeweinschast im Tonristenverein„Die Ratnrsrennfee". Jugendheim des Ostens, Große Frankfurter Str>0, nahe Koppenstraße, Montag. 20 Uhr, Portrag mit Lichtbildern:„Hochgedirgsphotographie". Referent Herr Kammerer. Eintritt frei. Gäste willkommen. Sojialmistenschastliche Bereinigung, Jngendqrnppe. Montag. 10. Juni, 1914 Uhr, spricht im Saal 3 des Eewerkschatlschauses, Engeluter 23. Genossin Mathilde Wurnt, M. d, R,, über„Politisierte Jugend", Mitgliedsbuch der Partei oder der SAI. legitimiert. l.ongkeIIWW... j»n denn Waschen durch Einflüsse der obenerwähnten Art beseitigt, denn die Anwendung diese» zuverläfstgc» Waschmittels macht nicht nur jede eindringliche Hand. dearbellung der Wäsche unnöiig, sondern sichert gleichzeitig auch ein ganz geregeltes und gefahrloses Bleichen.. Weiße Zähne: Cblorodont Am 7. Juni starb nach langem, schwerem Leiden unsere liebe und einzige Tochter klsbetd tlsdmsrkt im 19, Lebensjahre. Die ticflrauerndcn Eltern Otto Jahrmarkt and Frau. Sie Einäscherung findet am Dienstag. dem ll. Juni, 18'/, Uhr, im Krematorium Eerichtstraße statt. Ortsoerwoltung Berlin. Todaaanzalg«. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Buchbinder Franz Schmidt verstorben ist, Die Beerdigung findet am Montag, dem 10. Junt 1939, nachm 3 Uhr. auf drm Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis- Friedhof in Eharlottenburg, Neuer Fürstendrunner Weg, statt, Ferner den Mitgliedern zur Näch. richt, daß unserKollege, der Buchbinder Karl Selffarth verstorben ist. Die Einäscherung findet am Diens- tag. dem ll, Juni, vorm. 19 Uhr, int Krematorium in der Gerichiftr, statt Edre ihrem Andenken! Reg, Beteiligung erwartet Di« Orisverwnltnng. »MlliifHelMM'Mill Zpiolplsn unserer Knlturabkailnng In der Boche vom 10, dia 10. Junt: I. Alraune, 2. Technischer Film. 3 Humoreske. In de« Boche vom 17. bis 23. Juni: I. Das Dokument von Schanghai. 2. Technischer Film. 3. Humaresle. In der Boche vom 24. bis 30. Jnni: 1. Eisbrecher Krafstn. 2. Technischer Film. 3. Humoreske. In der Bach« vom 3 bis ll. August: l. Brand in Kasan... 2. Technischer Film. 3, Humoreske. Anfragen wegen Uederlassung und Bestich etuAMetlung sind tetephontschpdor schrift» sich an die Kulturabteilung(Bureau: Llnienstr.«3 83, Zimmer 20) zu richten, In der-Zeit vom t. Juli dl» 4. Auaust ist unsere KuIturabteUung geschlossen, Wiedereröffnung am S. August. Dt« Ort i Verwaltung, Verwaltung Berlin Am Mittwoch, dem X Juni 1929, verschied unser Kollege, der Dekateur August Bulicke Die Einäscherung findet om Dien»- tag. dem ll.Juni 1929, nachmitlogs IV; Uhr, im Krematorium Daum» schulenweg statt. Rege Beteiligung erwartet Die Vrt-verwaltnug. BeltsnvlmsMuvS. Unierzeichnete Betriebskrankenkaffe wird per 10, d. Mte. aufgelöst und bittet die- selbe, eventl Ansprüche sofort zu stellen zwecks schneller Abwicklung der Geschäfte, WMMMsnelielirgllrsiiekt IlktiEniieullsdiBft, Btrlin-Strilau. GroD-MObeliahrlk Für Möbelsuchende besondere Gelegenheit— An Private verkauft zu günstigen Preisen: Speise-, Herren- und Schlafzimmer in erstklassigen Holr- und Stilarten. Hervorragende Werkstattarbclt 5 Jahre Garantie. Auf Wunsch auch Zahlungserleichterung. Anfragen erbeten unter; Chiffre A4 an Ann.-Expcd. Löw£ Steiner, Berlin W A, Jllgentrefee Ale. Tapeten, Szillat, �iolontestraße 9. Bettenperkanll Wegen Geldmangel spottbillig! Zicue li.—!'Prachtvolle 22.30! 2.i,—l Douerndetten 19,—! Keine Lom- bardware! Leihbau» Brunnenstraße 47, au' Pornanten Emil. WWMMWM.. Rupf. federn Pfund 30 Pfennig an. Bettfedern- Detifedern. Bettfederu gd Fabrik, grau« ...... Pfc:' WW gung. Wäsche. Bert, tdernfabrik Schwan. Brun- Dampircinigung Neu: ncnftraße 132 Fabrikgebäude. Websehler-Tcpptche. Kleine Webichler'2x3 19.- Mari. 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