Nr. 30. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Kampf überstehenden Kreise. Mittwoch, den 5. Februar 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Abseits vom großen Strome der Arbeiterbewegung,| zu blühen; speziell die Berliner Damenkonfektion beherrscht in der Konfektionsindustrie. unberührt von der Erkenntniß der sozialen Zusammenhänge, konkurrenzlos den Weltmarkt, sie diktirt, wenn sie es nur in ihrem Elende dahinbrütend, ohne Hoffnung, aus dem will, die Preise, sie kann die kleinen Opfer, die die Arbeiter Ein großer Arbeiterkampf besonderer Eigenart ist aus- selben herauszukommen, haben die Arbeiterinnen Jahre von ihr fordern, leicht von ihrem Gewinne zugestehen, fie gebrochen, eigenartig wegen der Kämpfenden, wegen ihrer lang gefrohndet, um ihren glücklicheren Schwestern den kann sie aber auch auf die Konsumenten, ohne daß diese es Stellung zu einander, wegen der Breite der Bewegung, Staat zu liefern, in dem diese sich glücklich fühlen, in dem sie besonders fühlen, abwälzen, oder einen Mittelweg wählen. wegen der Forderungen, die aufgestellt wurden, wegen der sich bewundern lassen. Die Konfektions- Industrie ist bisher auf die Forderungen Haltung der sonst theilnahmelos Lohnbewegungen gegen Eine Thatsache höchster Bedeutung für den Beobachter nicht eingegangen, sie hat den Streit in Breslau, Stettin der sozialen Entwicklung, für alle die, die in einer auf- und Hamburg ausbrechen lassen, nicht ihr Verdienst ist es, Es fämpfen die Aermften der Armen, die von Groß- steigenden Klassenbewegung den Kulturfortschritt sehen, ist wenn es in Berlin noch nicht zum offenen Kampfe geindustriellen und Zwischenmeistern ausgebeuteten Haus- es, wenn solche Massen sich aufraffen, um der Verelendung kommen ist. industriellen in einer Industrie, die viele Millionen jährlich ein Halt entgegenzurufen. Schon das Faktum allein, daß Selbst Kreise, die ganz unbetheiligt sind, bereiten sich, einer kleinen Anzahl von Unternehmern, den Herren der Kon- diese Schichten der Bevölkerung sich auch zu rühren be- wie wir einer Mittheilung der Vosischen Zeitung" ent fettion, einbringt, fie streiken, beziehentlich sind bereit zum ginnen, ist als hocherfreulich zu bezeichnen, ist der Benehmen, vor, in den Kampf einzugreifen, während zahlreiche Streit, wenn in wenigen Tagen das legte Losungswort ginn der Hoffnung, daß so zahlreiche Arbeiter und Arbeites Chefs der Konfektionsfirmen noch immer die Haltung des fällt, weil ihr Elend nicht mehr getragen werden kann, rinnen der Menschheit nicht verloren zu gehen brauchen, unbetheiligten Zuschauers einnehmen. Aus einer ganzen Reihe weil die offenkundigen Leiden, unter denen sie seit langer daß sittlicher Ernst, wirthschaftliche Widerstandsfähigkeit von Anzeichen geht hervor, daß dieser Streit das Interesse Zeit seufzen und ächzen, zwar aller Welt bekannt, durch die Ausbeutung doch noch nicht ertödtet sind. weitester Kreise in hohem Maße erregt, daß ganz allgemein aber ohne jede Linderung geblieben sind, weil ihnen bestendie Sympathie auf Seite der Arbeiter und Arbeiterinnen falls werklose, wenn auch nicht wortarme Eympathie entist. Noch mehr wie wir scheint dies die„ Nordd. Allg. 8tg." gegengebracht wurde. Schon seit langem ist die Näherin zu fühlen, die in einem an Klassenverhetzung unübertreff als der Typus des Elends bekannt, ja selbst in den Akten, baren Artikel die Bourgeoisie zur Wahrung ihres Klassen der Hauptsache für den ruhigen Staatsbürger in der interesses aufruft. vom Reichskanzleramt im Jahre 1887 unternommenen Enquete über die zu erwartenden sozialen Wirkungen eines Nähfadenzolles steht es deutlich geschrieben, daß die Arbeiter und vor allem die Arbeiterinnen der Konfektionsindustrie in so ver elendeten Lebensverhältnissen vegetiren, daß selbst ein minimaler Preisaufschlag auf den von ihnen verbrauchten Nähfaden eine schwere, unerträgliche Belastung wäre, daß es der Tropfen gewesen wäre, der das Elend der Näherinnen ber das Glend ber zum Ueberfließen gebracht hätte. Bedeutungsvoll ist auch der Kampf wegen seiner Ziel punkte. Wir begreifen es vollkommen, wenn selbst Wohl meinende aus den besitzenden Klassen dem Kampfe, der nun entbrannt ist, zwar Sympathien, aber nicht genügendes Verständniß entgegenbringen; sie leben in Verhältnissen, wo das, was gefordert wird, so selbstverständlich ist, daß sie Allgemein fühlt man, daß es die schärfste Satyre auf nicht recht überzeugt werden können, daß Zehntausenden unsere von bezahlten Federn so sehr gerühmte Sozialdas fehlt. Daß den Arbeiterinnen Arbeitsräume zur Ver- politik ist, daß Zustände, wie sie in der deutschen fügung gestellt werden müssen, daß die Arbeiterinnen es sich Konfektions- Industrie eingerissen sind, existiren können, daß erst erkämpfen müssen, daß sie wissen, was sie verdienen, es einer großen Bewegung noch bedarf, um die Durchsehung daß sie als Forderung aufstellen müssen: so unbedeutender Forderungen anzubahnen. Für uns ist kein Wort darüber zu verlieren, daß den Mißständen in der Konfektious Judustrie und einer Reihe ähnlicher Jndustrien nur durch kräftiges Eingreifen der Gesetzgebung und Verwaltung einigermaßen gesteuert werden kann. aber unsere Gesetzgebung, die die Aktionen der Arbeiter Körper gegenüber die Hände in den Schooß legt, blieb hemmt, diesen offenkundigem Schaden an unserem sozialen. den Arbeitern und Arbeiterinnen nichts anderes übrig, als, ihrer eigenen Kraft und der Solidarität der Arbeiterklasse vertrauend, in den Kampf zu treten. Eine anständige, eines Menschen würdige Behandlung, daß rohe Redensarten oder gar Handgreiflichkeiten( wie sie vor gekommen) unterbleiben müffen. Zwischen den eigentlichen Gegnern, den Arbeitern und Schnelle Abfertigung bei Empfangnahme und Abliefern der Arbeiterinnen, die die Forderungen aufstellen, und den Arbeiten. Bei länger als einstündigem Warten wird pro Stunde Konfektionsfirmen, die sie bewilligen sollen, steht ein Zwischen40 Pf. vergütet. glied, das im Produktionsprozesse sie verbindet, in Mindestens wöchentliche Lohnzahlung am Schluß der Woche, sozialer Beziehung sie aber fie aber trennt: die Schicht das alles ist vielen ganz unverständlich. Die Frau, die der Zwischenmeister. Diese sind es, welche die Löhne durch selbst hier und da näht, wird es garnicht begreifen, ihre ständige Konkurrenz unter sich immer tiefer und tiefer daß für das Nähen eines wattirten Radmantels 2 M. 50 Pf., zu drücken verstehen. Sie sind es, die den Arbeiterinnen, für das Nähen eines gewöhnlichen Jaquets 1 M. 25 Pf., für auf deren virtuose Ausbeutung in der Regel allein und einen ganzen Knabenanzug 1 M. als Lohn erst erkämpft fast nie auf Sachkenntniß, besonderen Geschmack zc. ihre werden müssen. Existenz beruht, nicht blos rein wirthschaftlich ihre Ueber- Alle Forderungen der Arbeiter zeichnen sich durch eine macht fühlen lassen. Sie, die wirthschaftlich entbehrlichsten bis aufs äußerste getriebene Zurückhaltung, durch eine in Personen im Produktions- und Zirkulationsprozesse die Augen springende Selbstverständlichkeit aus. der Konfettion, fügen in oft an Schamlosigkeit Wir sind überzeugt, daß eine Einigung zu erzielen ist, grenzender Weise zur endlosen endlosen Ausdehnung der wenn ebenso guter Wille und ebenso ruhige Ueberlegung Arbeitszeit und zur Herunterschraubung der Lebens- auf Seite der Unternehmer vorhanden wäre, wie auf der haltung auch oft noch unwürdige Behandlung, geschlechtlichen der Arbeiter. Die Industrie, eine der blühendsten des Mißbrauch. Sie drücken so die Arbeiterinnen zu willenlofen Reiches man sehe nur auf die Paläste des Hausvogtei Maschinen ohne Muth und Vertheidigungsfähigkeit gegen plazes- bedarf wahrlich nicht zur Existenz so unwürdiger Augriffe, unfläthige Zumuthungen und Injurien herab. Verhältnisse der Arbeiter und Arbeiterinnen, um äußerlich 47 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. 30. Die bevorstehende Trauung des Doktor Eugen Langenberg mit der Tochter des Hofbuchdruckereibesitzers Kommerzienrath Brambach, Clotilde, bildete ein Ereigniß für die halbe Stadt. Der Polterabend wurde in einem der größten Hotels gefeiert. Es waren viele und vornehme Gäste geladen und erschienen. Der Bürgermeister und mehrere Stadträthe mit ihren Frauen. Der Freund Langenberg's, Assessor Händrich mit seiner Braut Frl. Bertha Schultz, sowie der ganze Halbe Sechserklub" waren anwesend. Georgine versäumte indeß nicht, den Frauen dies unter dem Siegel der Verschwiegenheit damit zu erklären, daß ihr Schwiegersohn reiche Gönner und viele dankbare Patienten habe, die, wie besonders Palavi, oft solche Festlichkeiten aus ihrem Beutel bestritten, um nur fröhlich zu sein und ihre Ideen anzubringen. bat die fröhlich Versammelten, ihm auf einige Augenblicke Gehör zu schenken. Ein lautes Beifallsklatschen und Bravorufen unterbrach ihn zum Willkommen. Balavi dankte und entschuldigte sich, daß er nur eine fleine bescheidene Huldigung darbringen könne, aber er fordere die Anwesenden auf, einzustimmen in ein dreifaches Hoch auf das junge Paar. Ein lauter, freudiger Jubelruf, durchbrauste dieses Hoch den Saal. Palavi hatte schon halb gewonnenes Spiel. Als das Gläserklingen verhallte, rollte auf ein ge gebenes Zeichen der Vorhang empor, und plötzliche Stille trat ein. Ueberrascht von dem strahlenden Lichtmeer, der blumenreichen Szenerie, fühlte sich Jedes in die Gefilde der Himmlischen versetzt. Brambach hatte es verstanden, durch seine öfteren gemüthlichen Gastereien gute Freunde und sich selbst in An- Eine liebliche, weibliche Gestalt, die Göttin des Glücks, sehen zu erhalten. trat mit zwei geflügelten Genien auf. Sie sprach in Obgleich es vielen ein Räthsel war, wie er es möglich schönen Worten und gebundener Rede ihre Freude darüber machte, die Kosten dieses Gesellschaftgebens" zu bestreiten, aus: ein in Liebe verbundenes Paar, dem sie erscheinen so fanden sie sich doch immer wieder ein, denn man aß und wolle, hier in einem so fröhlichen Kreise zu finden. Sie trank gut bei Brambach's. befahl ihren dienstbereiten Genien, dieses Paar immer zu umschweben und ihre Wünsche zu erlauschen. Dann holte sie ein prächtiges Füllhorn herbei. Tie Genien nahten ihr mit blinkenden Tabletten, auf diese stellte die Göttin allerhand Gegenstände, aus allen Reichen der Natur im Kleinen nachgebildet, die sie dem Füllhorn entnahm. Was sich davon das junge Paar wünsche, solle ihm gewährt werden. Auch heute hatte Georgine im Vertrauen ausgeplaudert, Eben wollten die Genien, zwei allerliebste junge Mäddaß Palavi einen gelungenen Polterabend Scherz vor chen in lichten, prächtigen Kostümen, zu dem jungen Paare zuführen gedenke. Die Neugierde war daher, in Er- mit den Geschenken gehen, da trat plötzlich der Zwillingss innerung an die Verlobungsaufführung, eine große. bruder des Glückes, der Zufall" ein und vertrat ihnen den Man blickte mit gespannter Aufmerksamkeit nach der Weg. Er führte einen biederen, alten Mann im Kostüme im Saale aufgestellten Bühne und erwartete, da die der mittelalterlichen Handwerksmeister der Glücksgöttin zu, leiblichen Genüffe der Tafel ein gewisses Wohlbehagen er- und stellte ihr denselben als einen großen Künstler in seinem zeugt hatten, nun einen seltenen geistigen Genuß. Fache vor mit folgenden Worten: d Da erhob sich Palavi von seinem Sig, begrüßte und Dieser Mann hat ein großes Kunstwerk geschaffen, ist M Da Wir sind überzeugt, daß dieser Kampf begleitet ist von dem Wunsche aller deutschen Arbeiter, daß ein voller Sieg sein Ende sei. Politische Nebersicht. Berlin, 4. Februar. Aus dem Reichstage. Der heutige zweite Tag der Berathung des bürgerlichen Gesetzbuchs zeichnete sich dadurch zum Vortheil gegen gestern aus, daß die Sitze der Abgeordneten wenigstens halbwegs besetzt waren. Ein volles Haus gab es zwar auch heute noch lange nicht. In eingehenderer Weise besprach heute zunächst der aber nie von dem Glücke begünstigt worden. Er hat sich daher an mich ,,, den Zufall" gewendet." Ibn und sein Kunstwerk bringe ich hierher, weil ich weiß, Du willst ein liebend Paar beglücken," hub der keck auftretende Bursche von neuem an- ,, ich, der Zufall bin gern gefällig, was wärest Du das Glück, ohne mich. Ich muß Dich oft führen, Deiner Verschwendung Einhalt thun und viele Deiner Thorheiten wieder gut machen. Darum laß uns vereint dem jungen Paare dieses Kunstwerk schenken, statte Du es aus mit Deinem Reichthum." " " Aber was ist denn das für ein Werk?" frug die Glücksgöttin. „ Es ist ein Prachtgebäude," begann der Künstler. " In seinem Innern angenehm, geschmackvoll hergerichtet, enthält es alles, was Wohlbehagen und Freude verschafft. Es wird Zufriedenheit bringen, denn ein Vogelpaar hat schon sein Nestchen daran gebaut und schnäbelt sich, ein Bild des Friedens und der Liebe." Nun so bringt es dem jungen Paare zur Freude, dem Künstler zum Ruhme." Und der Zufall trug mit dem Künstler einen verhüllten Gegenstand die Stufen der Bühne herab dem jungen Paare Dort fiel die Hülle. Es war ein riesiger Baumkuchen. Er stellte eine Wiege dar, darin ein Storchnest und auf demselben standen zwei Klapperstörche, welche sich schnäbelten. zu. Das Erstaunen und Gelächter war groß. Der Künstler nöthigte Langenberg, das Kunstwerk anzubrechen und der Zufall fügte es, daß der Doktor zwei allerliebste Wickelkinder zuerst in die Hand nahm. Darauf kamen auch die beiden, als geflügelte Genien gekleidete Mädchen und hielten Clotilden ihre Präsentirbretter hin. Es war Fruchteis darauf in allerhand kunstvollen Formen. Auch reichte die Göttin des Glücks ihr Füllhorn, gefüllt mit Bonbons, herum, Jeden nöthigend, zu zulangen. ( Fortsetzung folgt.) von * * Dentsches Reich. da freifinnige Abgeordnete Rechtsanwalt Rauffmann den Ent- Bu Stöcker's Sturz. Unsere gestern ausgesprochene gestellt worden. Die Untersuchung seitens der Polizeibehörden wurf. Sein Standpunkt zu der Vorlage ist ein sehr freund- Ansicht über die Ursachen von Stöcker's Sturz erhält eine nimmt ihren regelmäßigen ununterbrochenen Fortgang, und wie licher, nur in bezug auf das Cherecht und die Bestimmungen vollwichtige Bestätigung durch einen Artikel der mittel wir hören, hat sie allerdings hinsichtlich der Thaterschaft schon über das Vereinsrecht hat Redner den Wunsch, daß parteilichen Schlesischen Zeitung", die sich über gewisse Anhaltspunkte ergeben. Darüber hinausgehende MelAenderungen in liberalem Sinne plat greifen mögen, innere Vorgänge in der konservativen Partei meist trefflich suchung zwar sehr energisch, aber auch streng geheim geführt wird." trefflichungen beruhen jedoch, wie gefagt, auf Erfindung, ba bie Unters dann wäre er bereit, für das große nationale Wert" zu unterrichtet gezeigt hat. Sich gegen die Erklärungen wendend, ftimmen. die die Ursachen der Entfernung Stöcker's aus der Partei Zur Orientfrage. Der englischen Regierung scheint Nach dem freifinnigen Redner ergriff als außerordent in allerhand persönlichen Gründen suchen, sagt das Blatt: das Kunststück gelungen zu sein, gleichzeitig dem Sultan licher Vertreter des Bundesraths der Geheime Justizrath Die Differenzen Stöcker's mit der konservativen Abgeordneten- und dem Zaren wohlgefällig geworden zu sein. Es liegen Professor Plant das Wort. Herr Plant hat vor 18 Jahren haus- Fraktion liegen vielmehr auf fozialpolitischem wenigstens gleichzeitig die folgenden telegraphischen Melbereits das Augenlicht verloren und es ist staunens tirum, hatte in der Gigung des Abgeordnetenhauses Gebiete. Der Fraktionsvorsitzende, Graf Simburg bungen vor: werth, wie der blinde Mann, unterstützt Der erste Lord des Schakes Balfour hielt gestern Dom 21. Januar unter einem phänomenalen Gedächtniß, das gesamnite Material Rechten den Wunsch ausgesprochen, daß die Regierung, dem eine unrichtige Annahme zu glauben, daß England irgend allgemeiner Zustimmung der Abend in Bristol eine Nede, in welcher er fagte, es wäre beherrscht. In seinem Vortrag, der mehr einen Appell des Kaisers Rechnung tragend, bald energischere Maß- etwas gethan habe, um Rußland von einem Einakademischen Charakter trug, polemisirte der Herr regeln der Sozialdemokratie gegenüber ergreifen möge; er hatte schreiten in Armenien abzuhalten. Professor gegen die bisher laut gewordenen Be- betont, daß es nöthig sei, den Kampf gegen den Umsturz Die Times" melden aus Konstantinopel, Lord Salisbury's Denken, wobei er sich besonders gegen Herrn Hintelen und nicht als„ Geisteskampf", fondern als glatte Macht Rede habe die Zufriedenheit des Sultans erworben. feine Einwürfe wandte. Das Haus, welches dem sowohl frage" zu behandeln. Einen solchen Standpunkt hat Der türkische Botschafter in London Costaki Pascha sei beauftragt, fachlich wie auch durch die Eigenart des Redners hoch Stöcker stets perborreszirt. Stöcker ist noch heute der der Anerkennung des Sultans Ausdruck zu geben. interessanten Vortrag mit gespanntester Aufmerksamkeit zu christliche Liebe und durch eine fräftige Fortführung der Sozial Ansicht, die Anhänger der Sozialdemokratie seien durch hörte, spendete zum Schlusse lauten und allgemeinen Beifall. reform wieder zu gewinnen. Nach dem Professor unser Genosse Stadthagen. Da Gegen die 8udersteuer- Borlage, die nun Die Ausführungen des Grafen Limburg- Stirum, die die Stellung auch dem Reichstage zugegangen ist, haben außer füddeutschen unsere Fraktion über ihre endgiltige Stellung zu dem Ent- seiner Fraktion präzisirten, entsprachen also Stöcker's Ansichten Staaten auch Bremen und Hamburg im Bundesrathe gestimmt. wurf noch keinen Beschluß gefaßt hat, so sprach unser Genosse nicht. Sie thaten das umfoweniger, als der Fraktionsvorsitzende im 36 zustimmenden standen 21 ablehnende Stimmen entgegen. uur in seinem Namen, ohne die Fraktion nach irgend Berlauf seiner Rede noch diejenige christlich- soziale Richtung scharf einer Richtung zu verpflichten. Die Ausführungen bekämpfte, die sich bemüht zeigt, eine Arbeiterorganisation herbeizu- Ein Gefeß über die Ankündigung von Stadthagen's wendeten sich zunächst besonders gegen die Be- führen. Bekanntlich ist aber Stöcker selbst Verfechter der Arbeiter Geheimmittelu. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" Hauptung, daß durch den Entwurf gemeinsames Recht für Organisation und diese Forderung hat auch in dem letzten schreibt: Wenn die Köln. 3tg." meldet, dem Landtage solle in das ganze Reich geschaffen werde. Ein Blick in die Ein-" Eisenacher" Programm der„ alten" Chriftlich- Sozialen eine hervorragende Stelle gefunden. Demgemäß protestirte schon nächster Zeit ein Gesezentwurf über die Ankündigung von Geheimführungsbestimmungen widerlege diese Behauptung. Redner bald nach der Rede des Grafen Limburg Stirum mitteln zugehen, so ist das zivar richtig, dieser Entwurf bezieht. tabelte dann besonders, daß jene Rechtsmaterien, welche das Bolt" anscheinend in Stöcker's Namen und erklärte, sich indessen nur auf das Geltungsgebiet des rheinischen Rechts." die arbeitenden Klaffen in erster Linie inter der ehemalige Hofprediger habe die Absicht gehabt, den anfecht- Jm Gebiete des rheinischen Rechtes ist befanntlich die Auf effirten so die die Bestimmungen über das Ge- baren Ausführungen des Fraktionsvorsitzenden entgegenzutreten nahme derartiger Inserate sehr erschwert. Demnach scheint es: finderecht- nicht einheitlich geregelt seien. Damit uno überhaupt sein Verhältniß zu den Konservativen flar zu sich um eine Erleichterung, solche Ankündigungen aufzunehmen, Andere Schritte zur Preßfreiheit scheinen uns bleibe die Ausnahmegesetzgebung inklusive des Prügel- Rechts legen"; allein ihm sei das Wort abgeschnitten" worden. zu handeln. gegen das Gefinde" in seinen schlimmsten Auswüchsen ezteres ist nun zwar nicht richtig; aber Stöcker hat daraufhin dringlicher. aufrecht erhalten. Der Entwurf stelle sich vor als Kapitalisten- und als der Versuch mißlang, entschlossen seinen Austritt aus der Weltesten der Berliner Kaufmannschaft Stellung genommen. Dies biefe, Klarlegung im Eiferausschusse versucht,-Gegen den Börsengesehentwurf haben die und Unternehmerrecht. Das sei auch erklärlich, wenn man Grafton, mit der er in wichtigen Fragen nicht mehr harmonire, an ist nicht zu verwundern. Diese Herren sind selbstverständlich für die Väter des Entwurfes fenne. Nicht nur die Vertreter meldet. Die erwähnte Klarstellung sollte durch einen Antrag herbei die vollste Freiheit, die sie meinen". Beschränkungen der der Arbeiterklasse, auch die Vertreter des sogenannten geführt werden, den Stöcker eingebracht hatte und der die Arbeiterbewegung und ähnliche Lappalien haben sie nie zu einem Mittelstandes seien von der Kommission zur Vorbereitung fonservative Partei auf die Forderung, die Arbeiterbewegung Proteft veranlaßt, sie haben das Vertrauen zur Regierung nie des Entwurfes ausgeschlossen gewesen. Ter Entwurf sei in ihrer Berechtigung anzuertennen", festlegen sollte. Nach dem das Produkt der Interessen der herrschenden Klassen, Austritte des Hofpredigers aus dem Elfer- Ausschusse fiel dieser erschüttert. -Herr Majunke, der frühere Chefredakteur der„ Ger die 98 Prozent des werkthätigen Volkes sind von Antrag natürlich unter den Tisch." der Vorberathung desselben Die Bornirtheit seiner konservativen Gegner hat es mania", stellt in einer feierlichen Erklärung den wegen seiner ausgeschlossen gewesen. Redner erklärt sich zu dem Versuch bereit, diese Unterlassung glücklich so weit gebracht, Herrn Stöcker wieder einen agrarischen Bestrebungen von der Bentrumspartei gebontotteten Schimmer von Arbeiterfreundlichkeit zu in der Kommiffionsberathung nach Kräften gut zu machen. Kommt er noch einmal dazu, wenn auch vorübergehend, Bestrebungen gewesen, im Gegensatz zu Herrn Bachem, dem Ver verschaffen. Herrn v. 2oe das Zeugniß aus, er sei stets ein eifriger Anhänger des Infallibilitätsdogmas und Vorkämpfer ultramontaner Gelingt dies, wozu freilich sehr geringe Aussicht vorhanden eine politische Rolle zu spielen, spielen, so hat er's leger der Kölnischen Volkszeitung", der anfangs gegenüber den Herrn v. Limburg Stirum und Leuten seines Schlages zu unfehlbarkeits- Bestrebungen eine tühle Neutralität beobachtet danken, in denen der Schnapsjuntergeist mit dem Schlot- habe.juntergeist zusammengeflossen ist. Das sind die Männer der- Die Wirkung der Spaltpilze im Anti. nächsten Zukunft! semitismus. In dem ehemals Ahlwardt Böckel'schen, dann Herr Stöcker hat übrigens in einer Buschrift an seine Beckel- Dühring'schen, dann Bodeck'schen„ Deutschen Volts. Wähler erklärt, er beharre bei seinen sozialpolitischen, kirchen- recht", erklärt Herr von Mosch:" Da der bisherige Verleger des Deutschen Volksrechts", Herr E. Boded, erklärt hat, politischen und sonstigen Grundsätzen. Die Pommersche Reichspost" fordert entrüftet einen daß er das genannte Blatt nicht weiter führen tönne, und die nächste Nummer( Nr. 5, 2. Jahrgang) nicht mehr er Parteitag der Konservativen. scheinen laffe, so werde ich dem noch verbliebenen fleinen Die fächsischen Wahlrechts- Attentäter sind in Politik in der Schule. Ein Herr Professor Dr. Abonnentenstamm von nun ab die Deutsche Reform"( in argen Schwulitäten. Sie hatten gehofft, ihren Umfturz- Dannehl in Sangerhausen, der jüngst erst Hamburg) zusenden und zur Einführung derselben den frei geStaatsstreich in aller Ruhe und Gemüthlichkeit" verüben Direktor des Sangerhäuser Gymnasiums geworden ist, hat wordenen Titel" Deutsches Voltsrecht" zunächst wieder aufzu können, find nun aber durch die wachsame Sozial- bei der Schulfeier zu Raisers Geburtstag in demokratie in ihrer Arbeit gestört worden. Es giebt gewisse der Aula des Gymnasiums eine wenn nicht in der Absicht, Wozu wir unsere Soldaten haben? Personen und Handlungen, die das Tageslicht scheuen. so doch in der Wirkung parteipolitische Agi Märkische Boltsstimme", unser Bruderblatt in Frankfurt a. D., Und dazu gehören unsere sächsischen Reaktionspioniere und tations rede gehalten. Wenn irgendwo, ist jedenfalls ist in der Lage, einen kleinen Beitrag zur Beantwortung dieser ihre Wühlereien. Sie flattern jetzt verblüfft herum, eine so entschieden parteipolitische Rede in einer Schule vor Frage zu liefern, der folgendermaßen lautet: Bor etwa drei wie Fledermäuse in einer Scheune, wenn plöglich unreifen Kindern nicht am Plaze. Der strebsame Herr Wochen kam es in der Gerberei der Gebrüder Schulz, hier, zu mit einer Laterne hineingeleuchtet wird. Sie wissen nicht Direttor hat es für angebracht gehalten, alle Oppositions Differenzen zwischen Unternehmern und Arbeitern, sodaß letztere die Arbeit niederlegten. Eine Einigung tonnte nicht erzielt werden, wo aus noch ein. Aber die Fledermäuse bleiben doch Fleder- parteien mit der Lauge seiner Pennalpolemit zu begießen. trotzdem die Herren Schulz die Arbeit gebrauchten. Aber sie mäuse; und trotz aller Verblüfftheit haften sie doch zäh an Die regierungsfreundliche Sangerhauser Zeitung" druckt das hatten es auch nicht nöthig, mit den Arbeitern zu unterhandeln, dem Gedanken, ihr Nachtwerk fortzusehen und zu vollenden. unreife Zeug mit Behagen nach. Wir wollen nur zur wvozu hat man denn das stolze Kriegsheer, als daß es überall helfend Die Nationalliberalen, die vor der Wählerschaft Angst be- Kennzeichnung den Theil hier wiedergeben, in dem der einspringt. So auch bei Gebr. Schulz. Es erschienen zwei kamen und schon zu wanken begannen, suchen fich wieder patriotische Pädagoge in einem Rundblick nach anderen Grenadiere in der Arbeitsstätte, um hier Ochsenhäute zu gerben. zusammen zu schließen, und wiegeln nach Kräften Reichsfeinden" auf die Sozialdemokratie zu sprechen Wir fahen uns auf die Bitte der Betheiligten veranlaßt, uns an den ab. In dem neuesten Aufruf des Parteiausschusses, der kommt. So also erschallte es vom Katheder der Gymnasial. Kommandeur des Grenadier- Regiments Nr. 12, Herrn Oberst Liebert zu wenden mit dem Ersuchen, hier Remedur zu schaffen, die Leipziger Bürgerschaft zur Generalversammlung vom Aula: nächsten Sonntag einladet, heißt es:" Von der Regierungs- Schon früh, als ein frischer Zug patriotischer Schaffensfreude gleichzeitig bemerkend, daß wir nicht glaubten, daß er davon vorlage scheinen sich viele eine sehr irrige Vorstellung zu durch die gefeßgebenden Körperschaften ging, hat sich ein Theil unterrichtet. Als Antwort erhielten wir folgenden Brief: Frankfurt a. D., 81. 1. 96. machen." Rein Zweifel, die Mannesseelen" verrichten der zur Mitarbeit Verpflichteten, die Dänen, Polen zc. direkt abwieder ihr altes Geschäft, das Volk für die Vivisektions- lehnend verhalten; in dem Ultramontanismus ist die alte versuche der Reaktion einzuschläfern und zurecht zu legen. die sich in immer fleinere Fraktionen und Frattiönchen ich selbst die beiden Soldaten meines Regiments zur Aushilfe römische Kalamität neu erstanden, und von einer Partei, Auf Ihr Schreiben von gestern erwidere ich Ihnen, daß Nur auf diese Gesellschaft keine Hoffnungen sehen! gespalten, hat der große Schöpfer des Reiches mit recht das Das Attentat wird entweder durch die Sozialharte, aber unwiderlegte Wort sprechen müssen:„ Alles, was in der Schulz'schen Gerberei auf einige Tage beurlaubt habe. demokratie vereitelt, oder es gelingt. feit 1870 großes und ersprießliches in Deutschland geschehen Wenn Sie sich über die einschlagenden Verhältnisse, vor allem An der sächsischen Sozialdemokratie, und an ihr allein, ist, ist gegen die Stimmen und unter dem hartnäckigsten Wider über das Verhalten der Arbeiter ihrem Arbeitgeber gegenüber ist es, die Schlinge zu zerreißen, die dem sächsischen Volk, spruch der sogenannten Fortschrittspartei geschehen", und nur zu näher unterrichten wollen, so werden Sie sehen, daß letzterer in um es politisch zu erdrosseln, von den Ordnungs- Thugs oft hat der Erfolg bewiesen, daß die Regierung den Fortschritt, sei, dann werde auch er für den Entwurf stimmen. Nach Stadthagen's Vortrag vertagte sich das Haus auf morgen Nachmittag 1 Uhr. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Dienstag das Ordinarium des Etats des landwirthschaftlichen Ministeriums. Da ausschließlich Wünsche lokaler oder persönlicher Natur zur Sprache gebracht wurden, so bot die fünfftündige Debatte nichts die Allgemeinheit Intereffirendes. Am Mittwoch wird sich das Haus mit Initiativanträgen beschäftigen." " " ver= und nehmen. machen. Herr Redakteur! " Liebert, Die der umgeworfen werden soll. Auch die indischen Thugs manche Oppositionspartei mit ihrer engherzigen, jedes großen einen Noth stand verfekt war, zu dessen Beseiti waren gemüthliche" Leute, die sich lächelnd und freundlich Buges entbehrenden Politik den Hemmschuh an dem Sieges- und gung ich auf seine dringende Bitte die Hand geboten habe, wie dem Opfer nahten. Doch wehe dem, der ihrer Gemüthlich Triumphwagen des Reiches vertreten habe. Und doch wird ich dies bei Feuersbrunst, Wassersnoth u. dergl. in einem großen Theil der weder national, noch teit traute im Nu war ihm die Schlinge um den Hals. christlich fühlenden Presse über Reaktion geklagt, auch thun würde. Also tein falsches Vertrauen. Nicht nachlassen sobald die Staatsleitung einen energischen Schritt vorwärts thut." Ich ermächtige Gie, hiervon vor in der Protestagitation! Kräftig handeln! Das Bild der Parteizerriffenheit, in welcher das Unwesen der Deffentlichkeit und dem Reichstage Gebrauch Rasch handeln! Keinen Augenblid ver- Kleinftaaterei zu Schande und zum Schaden des Baterlandes in su ma che n. Lieren! anderer Form wieder wüthete, wird dann vom Redner vervollständigt durch eine Schilderung des ft a atsfeindlichen Eine Versöhnung der Agrarier mit der Regie: Gebähtens der Sozialdemokratie, welche der Oberft und Kommandeur rung fündigt die Köln. Volkszeitung" an. Die naive Monarchie und der bestehenden Gesellschaftsordnung offen den des Gren.- Regts. Prinz Carl. Hoffnung eines liberalen Blattes, daß Herr v. Plöh jetzt Krieg erklärt hätte und diesen Kampf mit den unlautersten Mitteln, Herr Oberst Liebert scheint, nach seiner Zuschrift zu urtheilen, der Nächste" sein werde, den die konservative Partei wie Verführung und Bestechung nicht tief genug in das Wesen der wirthschaftlichen Kämpfe einausmerze, erstickt das klerikale Blatt mit folgendem Kalt- eidigten Soldaten und Beamten, führte, gedrungen zu sein, wenn er fie auf eine Stufe mit Feuersbrunst, wasserstrahl: die sehr wohl wisse, weshalb und zu welchen Zwecken es die Wassersnoth u. dergl. stellt. Hat er wohl nie bedacht, daß es sich Daran ist nicht zu denken. Ist die Boff. 3tg." ein solcher Wehrkraft zu untergraben, jede staatliche Autorität vernichten in dem einen Falle um die Abwendung einer gemeinen Frembling in Ifrael, daß sie nicht weiß, wie der Konflikt zwischen und jedes religiöse Gefühl zu ertödten bemüht sei. Gefahr, im anderen aber um die Auseinandersehung zwischen der Regierung und dem Bund der Landwirthe hinter den Kulissen Es liegt uns fern, mit diesem falbadernden Professor zwei, menigstens theoretisch, gleich berechtigten Parteien längst beigelegt ist? Die Anfänge dieser Verständigung datiren polemifiren zu wollen. Nur möchten wir an ihn die handelt? Was würde der Herr Oberst wohl gethan haben, wohl schon vor der Berathung über den Antrag Kanit im bringende Frage richten, wo er Beweise für die Ver- wenn er von Arbeitern um Schuß gegen das Unternehmerthum Reichstage zurück. Die Regierung wird den Konservativen so führung und Bestechung von vereidigten Soldaten und Be- angegangen wäre? Macht man ihm als einem Offizier, der in weit als irgend möglich entgegen kommen, nur das große amten" durch die Sozialdemokratie hat und was er sich den engen Anschauungen seiner Klasse aufgewachsen ist, das 3u1Mittel" zur Hebung der der Getreidepreise bleibt versagt. überhaupt unter dieser Phrase vorstellt. geständniß, daß er von sozialpolitischen Dingen nichts zu verAuf dieser Grundlage ist das Kompromiß geschlossen, stehen brauche, die Forderung der Unparteilich feit dem schließlich auch Herr v. Plöz beitreten wird, wenn er auch halten. Für uns ist die Kannegießerei des Herrn Direktors in auf der nächsten Generalversammlung des Bundes bestrebt sein der Aula hauptsächlich von Interesse als Zeichen der Beit, muß man dann um so schärfer ihm gegenüber aufrecht ermuß, feinen Rückzug noch durch allerhand Theaterdonner und in der erwachsene Männer und Frauen der OppositionsSchleswig, 3. Februar. Der Administrator der Spar- und Kolophoniumblige zu decken. Eine kluge Regierung fann den friedens- parteien wegen angeblicher Verstöße gegen das Vereinsgesetz bedürftigen Konservativen nicht zumuthen, sich von dem Antrage hart verfolgt und in ihrer politischen Thätigkeit beein- eihlasse des Kirchspiels Haddeby, Hufner Jepsen- Busdorf, ist Kanit jetzt offiziell loszusagen; fie wird zufrieden sein, wenn fie trächtigt werden, während der strebsame Schuldirektor vor wegen großer Unterschlagungen, welche 100 000 m. betragen sollen, ihn allmälig unter den Tisch fallen lassen. Und unreifen Kindern die Reaktion verherrlichen und die Oppobies wird geschehen man warte nur ab. Als Belohnung er fitionsparteien verunglimpfen kann. halten die artigen Konservativen ein ganzes Füllhorn ,, kleiner Mittel", und damit werden sie sich schließlich auch zufrieden geben. Diese Lösung haben Fürst Hohenlohe und Herr Miquel ge funden, denen es gelungen ist, nach beiden Seiten dafür Stimmung zu machen. So kann die konservative Partei jeht um so 1chärfer den Kampf gegen die Chriftlich- Sozialen führen und sie wird dafür den Segen der Staatsregierung haben." Redat. " verhaftet worden. Effen, 3. Februar.( Eigene Mittheilung.) ( Eigene Mittheilung.) Die in der Wahlprüfungs- Kommission des Reichstags gepflogenen VerhandZur Veröffentlichung des Gnadenerlasses durch den lungen über die Wahl des Kommerzienrath 3 Krupp Vorwärts" will das, Berliner Tageblatt" erfahren haben, daß habe hier viel von sich reden gemacht. Allgemein ist man der die Meldung einiger Blätter, daß es bereits feststehe, daß der Ansicht, daß der Abg. Krupp, sollten sich grobe Beeinflussungen vom Vorwärts" vorzeitig publizirte militärische Amnesticerlaß seiner Wähler herausstellen, fein Mandat niederlegen in der Mittler'schen Druckerei gestohlen worden ist, vollkommen würde. Nach einer Behauptung, die vielfach bestätigt wird, hat unbegründet ist. Bis jest ist noch gar nichts fest- 1 Krupp bei seiner Aufstellung 1893 erklärt: Sollten " " " Schweiz. der Bulgarien. zut meine Wähler irgendwie von ihren Unternehmern oder Meistern rung aur Auswanderung verbindert wird. Der zu meiner Wahl gedrängt werden, dann lege ich bei Fest Vertreter der Regierung betonte, daß die Behörden bei der Ausstellung eines solchen Falles mein Mandat nieder!" Obfertigung von Reisepässen für Auswanderer ganz vorschrifts-Folgende puhige Protlamation hat Prinz dieses zutrifft, tönnen wir nicht bestimmt fagen; wir wissen aber, mäßig verfahren, und daß die Regierung bestrebt ist, den Ferdinand an fein geliebtes Bolt erlaffen: daß zur Zeit der letzten Wahlbewegung eine solche Aeußerung schädlichen Einflüssen der Auswanderungs- meines den Vertretern der Nation vom Throne aus gegebenen " Ich erkläre meinem vielgeliebten Volke, daß ich in Erfüllung Krupp's in Effen allgemein tolportirt und geglaubt wurde. Agenten entgegenzuwirken. Nun, es ist ja mehr wie ein Fall" von gröblich ft er Da werden die galizifchen Junter also doch zufrieden sein, allen meinen Kräften gestrebt habe, um die Schwierigkeiten Versprechens alle möglichen Anstrengungen gemacht und mit Wah Ima che erwiesen worden und man dente nur nicht, in daß man ihren Arbeitern in den herrlichen patriarchalischen Ver- zu beseitigen, welche sich der Erfüllung des heißen Wunsches Kettwig allein sei es so zugegangen. Allerdings, wie im hältnissen weiter zu leben gestattet. dem gesammten Nation, Uebertritte Des Thron Kreise Dortmund hat man es nicht getrieben. Aber wer folgers in den Schooß der nationalen Kirche, entgegenstellten. Arbeiter ist, weiß, was es zu bedeuten hat, wenn Meister und Ungarn. Nachdem ich die Pflichten der Rücksicht gegen alle diejenigen, von Vorarbeiter in der Werkstatt für den Brot- Räuberbande im Banat. Wie aus Temesvar denen die Behebung dieser Schwierigkeiten abhing, erfüllt und berrn" agitiren, Flugblätter vertheilen 2c. Noch eins: gemeldet wird, verhaftete die dortige Polizei eine meistens aus meine Hoffnungen scheitern gesehen habe, da ich dort, wo ich es Mit verblüffender Genauigkeit kannte das liberale" Komitee alle wohlhabenden Bauern und Gewerbetreibenden bestehende Räuber- erwartete, gegnerischen Vertrauensleute, und waren es Krupp'sche Arbeiter, bande, welche seit Jahren Bauerngeböfte ausraubte, Ueberfälle Bulgarien bedarf, nicht fand, habe ich, treu dem meinem ein weises Verständniß für dasjenige, dessen dann konnten sie sicher sein, liberale Vertrauensmänner" zu auf den Landstraßen ausübte und auch Gemeindekaffen plünderte. vielgeliebten Volke werden. Man bestellte diese Leute einfach zum Stimmzettelverabgegebenen eidlichen Versprechen, Aus Siebenbürgen wird ein großer Militär- aus eigener Initiative beschlossen, alle theilen und entzog den Gegnern so ihre Kräfte. Wir sind über- befreiungs- Schwindel gemeldet. Bereits im Verlaufe beseitigen und auf dem Altare des Vaterlandes dieses schwere alle Hindernisse zeugt, daß wenn der Abg. Krupp alle jene Praktiken seiner der Voruntersuchung sind 18 Personen verhaftet worden, die vor und unermeßliche Opfer darzubringen. Ich mache somit allen Anhänger tennen würde, er anständiger wie Möller zehn bis fünfzehn Jahren ihrer Militärpflicht nicht genügt haben. Bulgaren bekannt, daß am 2. Februar( a. St.), dem Tage der Dortmund, darauf verzichtete, Abgeordneter für Später foll in einer Disziplinaruntersuchung festgestellt werden, Erscheinung Christi im Tempel, die heilige Taufe des Essen zu sein. Krupp selbst ist persönlich nicht verantwort ob etwa auch höhere Persönlichkeiten an dem Schwindel be- Brinzen Thronfolgers Prinzen Boris nach dem Ritus lich für jenes Treiben zu machen. Seine einzige Schuld ist, theiligt sind. daß er sich überhaupt in Essen aufstellen ließ, in der nationalen orthodoxen Kirche in Tirnowo stattfinden wird. Effen, wo tausende seiner Arbeiter ihn wählen müssen. Wohl Möge der König der Könige diesen unseren Schritt segnen und hat K. damals strengstens jede Wahlmache untersagt, aber er kann Bafel, 1. Februar.( Eig. Bericht.) Die Baseler Arbeiter: unser Vaterland und unser Haus per saecula saeculorum sich vor dem Agitationseifer" feiner Angestellten nicht retten. fchaft hat ein Wahljahr vor sich. Zunächst sollen im Frühjahr( durch die Jahrhunderte hindurch) schützen! Zum Schluß sei an einem Beispiel bewiesen, wie die Kandidatur die Wahlen zum Großen Rath und weitere Erfahwahlen für das( a. St.), im Jahre des Heils 1896, beni neunten unserer Gegeben in unserer Hauptstadt Sofia, am 22. Januar Krupp's eine steigende liberale Wählermasse" zur Folge hatte. Gewerbliche Schiedsgericht vorgenommen werden. Bisher zählte 1890 stellten die Liberalen einen Bergmann(!) namens Pohl die sozialdemokratische Großrathsfraktion 6 Mitglieder von ins- Regierung. Ferdinand." mann auf; derselbe erhielt ca. 9000 Stimmen. Krupp er gesammt 130 Mitgliedern des ganzes Rathes. Man hofft auf eine Dieser feierliche Schwulst wirkt um so lächerlicher, wenn man hielt 1898 fofort nahezu 20000 Stimmen. So schnell hatten wesentliche Verstärkung der sozialdemokratischen Gruppe. Gleichfalls sich den Anlaß vergegenwärtigt, ob nämlich das Würmchen sich die Arbeiter zu liberalen Ideen bekehrt". Wer denken ge- läuft auch die Amtsdauer der Regierung ab. Die Wahl der Regierung Boris so oder so getauft werden soll. lernt, findet sehr bald die Ursache dieser Zunahme. erfolgt durch das Volk und wird mit der Wahl des Großen In Rußland hätschelt man dem fügsamen Ferdinand die Rathes verbunden werden. Die Vorlage über das Proportional- Pausbäckchen. Einer Depesche aus Petersburg zufolge schreibt - Ginen Städtetag, zu welchem etwa 60 größere ablsystem liegt noch im Schooße der Regierung und kommt der Swet":" Wenn Rußland sich überzeugen fönnte, daß in Städte Preußens eingeladen werden sollen, wird der Berliner bei den vorstehenden Wahlen noch nicht zur Anwendung. Im Bulgarien ein fester Zustand zu entstehen im Begriffe ist, und Magistrat auf den 9. Februar einberufen. Es soll eine Herbst kommen dann noch die Wahlen für den National- und daß man mit der Frage des Uebertritts des Prinzen Boris zur gemeinsame Petition gegen das Lehrerbefoldungs- Ständerath. Basel hat drei Nationalräthe zu wählen. Es ist Orthodoxie nicht spielt, so würde das in Rußland große Freude Gefeß an den Landtag berathen werden. Dem Beschluß der Hoffnung vorhanden, den Genossen Wullschläger, der bei hervorrufen und Rußland würde es verstehen, dieses Bulgarien Stadtverordneten- Versammlung, über diese Angelegenheit in ge- Der letzten Wahl schon eine große Stimmenzahl auf sich ver- zu beweisen. Auf jeden Fall würde der Uebertritt des mischter Deputation zu berathen, hat der Magistrat zugestimmt. einigte, in den Nationalrath zu bringen. Nur dem gemeinsamen Bringen Boris eine neue Epoche in den Beziehungen In dem Gesetz- Entwurf werden bekanntlich die größeren Städte Ansturme der Freifinnigen und Konservativen ist er bei der letzten Rußlands zu Bulgarien bedeuten." Die Nowoje möglichst stiefmütterlich behandelt. Wahl unterlegen. Wremja" sagt, Prinz Ferdinand werde seinen Schritt nicht zu bereuen haben. Der Uebertritt des Prinzen Boris werde den hauptsächlisten Grund für die Gleichgiltigkeit, welche Rußland Paris, 4. Februar. Joseph de Givry, Redakteur des Bulgarien gegenüber hegt, beseitigen, da Prinz Ferdinand Blattes Echo de l'Armée", dessen Bruder Ulrich de Givry vor dadurch, daß er sich dem Berliner Vertrage füge, aufhören längerer" Beit wegen der an dem verstorbenen May Lebaudy würde, ein Usurpator zu sein. verübten Erpressungen verhaftet worden ist, wurde heute VorSofia, 4. Februar. Das von dem Ministerpräsidenten mittag unter der gleichen Anschuldigung gefänglich eingezogen. Stoilow in der Sobranje verlesene Manifest hebt die Der Ministerrath beschäftigte sich mit der Entlassung Schwierigkeiten hervor, welche sich dem Uebertritt von 4 Arbeitern aus der Glasfabrik in Car- bes Prinzen Boris entgegenstellen. Trotzdem werde maux. Ferner beschloß der Ministerrath heute der Kammer der Uebertritt des Prinzen zur orthodoxen Kirche am 14. Februar einen Gesezentwurf vorzulegen, welcher die freie Ausübung erfolgen. der aus dem Gesetz von 1884 sich ergebenden Rechte über die Berufsgenossenschaften zusichert. Aus dem Königreich Stumm. Wie der„ St. Johanner Zeitung" von glaubwürdiger Seite mitgetheilt wird, hat Freiherr von Stumm der Handelstammer zu wissen gethan, daß er wegen einer einseitigen Beschlußfaffung in der letzten Sigung der Kammer feine sämmtlichen Aemter als Borsigender hiesiger Korporationen nieder Iegt. Das genannte Blatt meint, der Freiherrn v. Stumm unbequeme Beschluß sei möglicherweise derjenige über die Schifffahrtsabgaben, die die Kammer für die elsaß lothringischen Kanäle zu hoch fand, für die preußische Strecke des Saartanals gänzlich ablehnte, während sie früher bei Berathung über die Frage der Saar Mosel Kanalisation sich für Kanalabgaben ausgesprochen hatte. Der Grund zu diesem Schritte des Herrn v. Stumm tönnte aber auch auf anderem Gebiete liegen. Was sollen nun die Korporationen in St. Johann ohne ihren geborenen Borsigenden machen? = 0 Frankreich. England. = Amerika. -O " Savannah, 4. Februar.( C. N. of G.) Eine DrahtnachWie die Petite Republique" mittheilt, wurden auf einer ten Staaten. Nach einer Meldung aus Indianopolis vom - Zum Präsidentenwechsel in den Bereinig Insel der Levante von dem Mittelmeer Reservegeschwader 4. d. M. hat der ehemalige Präsident Harrison in einem Schreiben Prüfungsversuche, betreffs des Standes der Befestigungen, anAus Hessen wird uns geschrieben: Ein großer Theil des gestellt. Diese Versuche sollen ergeben haben, daß die Strand. an den Vorsitzenden des republikanischen Ausschusses, welcher batterien sich gegen die Marineartillerte nicht habe Harrison als Kandidaten für die Präsidentenwahl empfohlen durch den Gnadenerlaß vom 18. Januar berührten halten können. Die Strandbatterien wurden von einem Kreuzer hatte, erklärt, er habe, feitdem er das Weiße Haus verlassen, niePublikums befindet sich über die Wirkungen des Erlaffes noch in einer Entfernung von 3500 Metern total vernichtet. Der als den Wunsch gehabt, dorthin zurückzukehren. Harrison im Zweifel und es entsteht allmälig anstatt des Jubels so eine Bericht rief bei der Regierung einige Erregung hervor und es schließt, er könne nicht einwilligen, daß sein Name mit der KonArt Kazenjammerstimmung. Im Gegensatz nämlich zu den in sollen möglichst schnell Abhilfsmaßregeln ergriffen werden. vention von St. Louis in Verbindung gebracht werde; er Preußen und anderen deutschen Staaten bekannt müffe seine Freunde bitten, dies als seinen aufrichtigen und endgegebenen Gnadenatten sind in Hessen die mit den betreffenden giltigen Entschluß anzunehmen. Strafen rechtskräftig erkannten Kosten, sowie Salisbury's schlecht begründeter Ausfall gegen in Forst und Feld Strafsachen die Pfandgelder, Ruba. Werth und Schadenersah Gelder nicht erlassen. Somerule( er zog bekanntlich einen ganz finnlosen Vergleich Die im Verwaltungsweg erkannten Strafen werden ebenfalls vom zwischen Irland, Norwegen, Ungarn und dem Transvaal) hat richt aus San Felige meldet, daß die Insurgenten dort Erlasse nicht betroffen, während bedingungsweise erlassene die Irländer wieder auf die Beine gebracht. John Redmond am Sonntag einen Eisenbahnzug entgleisten, neun Strafen, die unter das Editt fallen, nunmehr als unbedingt erklärte gestern in Dublin, das parnellitische Partei: der Waggons verbrannten und die fünfzig Mann starke Beerlaffen anzusehen find. Straftaten, die zwar vor dem programm für die nächste Parlamentstagung fei fertig. Bei gleitung beffelben angriffen, deren Befehlshaber net 14 col18. Januar begangen sind, bezüglich deren aber der Strafbefehl Lord Salisbury wissen lassen, der ersten Gelegenheit werde Die Parnelliten Partei baten sie tödteten. Gestern Abend griff eine starke Truppenoder das Urtheil bis dahin noch nicht rechtskräftig war, find Lord Salisbury wissen lassen, daß Homerule noch macht unter General Marin in der Nähe der Zuckerplantage gleichfalls vom Erlasse unberührt geblieben. todt sei, und zwar burch Aufwerfung der von San Julian die Abtheilung Gomez' an, mußte sich jedoch Homerule Frage in einem Bufazantrage zur Adresse mit beträchtlichen Verlusten zurückziehen. Maceo -In München ist auch die zweite gegen das dortige des Unterhauses an die Krone. Ferner werde die Partei die ist mit einem bedeutenden Truppentheil in die ( Quidde sche) demokratische Blatt erhobene Anklage wegen an- Sache der exmittirten irischen Pächter vertreten und Provinz Havannah eingedrungen. geblicher Majestätsbeleidigung niedergeschlagen worden.- das Verlangen nach Autonomie der irischen GrafSt. Ludwig i. E., 1. Februar.( Eig. Bericht.) Die Unter- chafts- und Kommunal- Verwaltung im Parlament fuchung gegen den verhafteten liberalen Redakteur und Rechts zur Sprache bringen. Um hinter den Parnelliten nicht zurückzustehen, werden jetzt konnen hai aus dem Lager von Farasmai die als Geifeln zurückMaffanah, 3. Februar.( Agenzia Stefani"). Ras Mas agenten Weber von hier fördert geradezu unglaubliche Resultate Au tage. Bis jetzt hat die Staatsanwaltschaft 38 Fälle von auch ihre Konkurrenten, die Antiparnelliten, hervortreten müssen. behaltenen italienischen Offiziere freigelassen; dieselben kamen Betrug und Unterschlagung ermittelt. Die Summe der unter- hr bisheriger Führer Justin MacCarthy hat den Borsiz in ausgezeichnetem Bustande heute Abend im italienischen schlagenen Beträge hat 35 000 m. längst überfliegen. Die Be- niedergelegt. 2018 Kandidaten für sein Amt werden Sexton Lager an. und Dillon genannt. träge differiren von 50 m. bis 5000 m. In einer einAus Cape Coast Castle wird vom 4. d. m. ge sigen Rolfursmasse, bei der er Kontursvervalter war, Plymouth, 4. Februar. Sir Cecil Rhodes ist an meldet, daß das West Yorkshire- Regiment mit dem Könige beträgt die unterschlagene Summe 5000 M. Die Staats- Bord des Kapdampfers Moor" hier eingetroffen und hat sich Prempeh und anderen gefangen genommenen Aschantis dort anwaltschaft Mülhausen erläßt nun an alle diejenigen nach London weiterbegeben. cingetroffen ift. Aufforderung ergehen, welche mit Weber in Geschäftsverbindung standen, sich unverzüglich bei ihr zu melden. Von den Meggern, Bäckern, Spezereihändlern, Schuhmachern, Schneidern nicht " 1 Schweden. In der zweiten Rammer fam es vor einigen ist fast tein einziger in St. Ludwig, der ihm nicht schon mehr Tagen zu einer höchst erregten Sigung, worüber aus Stockholm oder minder große Beträge zum Einziehen übertragen hätte und folgendes berichtet wird: www Afrika. 4 Die Bewegung um den Betrag betrogen wurde. Jetzt wundert man sich hier, Hedin, einer der radikalen Stockholmer Abgeordneten, in der Konfektions- Industrie. Aus Hamburg meldet das„ Echo", unser Bruderblatt: In daß er diese Betrügereien so lange treiben fonnte. Aber er richtete scharfe Angriffe gegen das Kriegs. war eine einflußreiche Person im Dorfe, eine treue Stüße minifterium, weil einem Sohne des Chefs des der heute Morgen 91/2 Uhr stattgehabten start besuchten öffentvon Thron und Altar, und durch seine Schimpfereien Remontewesens in seiner Eigenschaft als Gestüts- lichen Versammlung erstattete die Agitationskommission Bericht auf die Sozialdemokraten bei den Spießbürgern und besitzer solche Pferde von der Behörde ab- über den Stand der Bewegung und das Ergebniß der Verhandden Behörden gut angesehen. Er war früher Polizei- getauft würden, die vorher tafsirt worden lungen mit den Unternehmern. Die aufgestellten Forderungen, fommiffar, wurde aber wegen verschiedener Unregel- waren. Dann brachte Hedin die Unsicherheit zur Sprache, welche auf Beschluß der am 20. Januar stattgehabten öffent mäßigkeiten im Amte entlaffen; die Sache selbst tam die in Stockholm durch das Auftreten der Sol- lichen Versammlung den Unternehmern unterbreitet wurden, find seinerzeit nicht zur gerichtlichen Verhandlung. Er blieb daten hervorgerufen worden ist, ferner die Mißhand- sammt und sonders von letteren abgelehnt worden. Nur noch ein Ehrenmann und wurde Rechtsagent und natio- lungen, die sich im Schiffsjungen Korps die Welteren fieben Firmen haben dieselben theilweise be nalliberaler Redakteur. Auffallend bei dieser ganzen den Jüngeren gegenüber zu schulden kommen ließen. Den Vorwilligt. Es wurde mit allen gegen vier Stimmen beschlossen, Affäre ist, daß kein einziges bürgerliches elfäffisches Blatt von gefeßten fehlt nach Hedin moralische Autorität. Ausschreitungen die Arbeit in sämmtlichen Konfettions.Ge. der Verhaftung Notiz nimmt. Dagegen konnte man in von dieser Seite würden nicht bestraft. Bei vielen Reschäften niederzulegen. Der Streit ist somit allen diesen Blättern lesen, daß in Mülhausen ein gimentern sei die Prügelstrafe wieder eingeführt worden, proklamirt. sozialdemokratischer Führer" mit 200 M. durchgebrannt sei. was in Schweden Anlaß zur Bildung eines über das ganze Land Zas fonnte man in allen Blättern von der Straßburger Post" sich erstreckenden Vereins gegeben habe, deffen Zweck ist, alle Uebergriffe einer von 3000 Personen besuchten Versammlung der KonfektionsStettin, 4. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) In bis herunter zum Oberelsässischen Volksfreund" in St. Ludwig der Vorgesetzten zur Sprache zu bringen. Auch dem Intendantur- schneider und-Schneiderinnen wurde der Generalstreit proflamirt. lefen und wie wurde über die Verderbtheit und Schlechtigkeit der wesen wurden gründlich die Leviten gelesen. Die Inten Blos 11 Perfonen stimmten dagegen.( Wiederholt.) Sozialdemokratie gezetert. Jetzt ist's stumm im Land herum. Danten sollen bei Armeelieferungen 3 wischenDas von Weber redigirte Blatt hat sich bis heute noch nicht von händler gewesen sein und den Gewinn mit Lieferanten und einer Versammlung am Sonnabend von dem Eintreten in einen In Magdeburg befchloffen die Konfektionsschneider in feinem Schrecken erholt. Seit der Verhaftung Weber's find be- Handwerkern getheilt haben. Die Untersuchung", die aus diesem Streit vorläufig abzusehen. reits drei Nummern erschienen und noch immer finden wir keine Anlaffe stattgefunden habe, bezeichnet Hedin als eine folossale Mittheilung über den Fall Weber". Wenns doch ein Lüge", obwohl sie von amtswegen und auf" chriftlichem Grunde" Sozialdemokrat wäre, dieser Weber, aber das Malheur! Wie geschehen sei. Der Lektor Höjer tadelte die beschleunigten armselig nimmt sich der kleine sozialdemokratische Sünder mit Kriegsrüstungen mitten im tiefsten Frieden sowie daß die feinen lumpigen 200 Märklein gegen diesen großen Spitzbuben großen Militarlasten, die infolge der 1892 bewilligten und Gauner Weber mit seinen 35 000 Mart aus? Heeresreform entständen, jetzt, entgegen den damaligen Bersprechungen der Regierung, auf die Schultern der Unbemittelten gewälzt worden seien. = " Desterreich. Spanien. " Breslau, 4. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) In einer von 1200 Personen besuchten Versammlung der Konfektionsschneider und Schneiderinnen wurde die Niederlegung der Arbeit beschlossen.( Wiederholt.) Breslau, 4. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Betheiligung der Konfektionsschneider und Schneiderinnen am Streit ist sehr stark, Stimmung vortrefflich. Breslan. Am Donnerstag, den 6. Februar, wird sich das Gewerkschaftstartell mit der Lohnbewegung in der Konfettionsindustrie befassen. Lemberg, 3. Februar. Der Landtag nahm einen Antrag des Sonder Ausschusses für die Auswanderungsfrage an, wonach eine Resolution gefaßt werden soll, in welcher der Madrid, 4. Februar. Marschall Martinez Campos Erfurt, 4. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Landesausschuß aufgefordert wird, auch fernerhin die Aus erklärte in einer Unterredung in Corunna, es sei dringend noth- Die heute Nacht spät nach Mitternacht beendete Volksversammwanderungsbewegung im Lande zu beaufsichtigen und im wendig, den Feldzug in Kuba durch alle möglichen lung im Kaiferfaal war von ungefähr 1500 Personen besucht. Cinvernehmen mit der Regierung für möglichst energische Ab- Mittel zu beendigen, selbst durch das Bugeständniß Nach einem trefflichen Referate Fabrentamm's wurde unter wehr des Einflusses schädlicher Faktoren zu sorgen; ferner der Autonomie, wenn dieses nothwendig wäre; die großer Begeisterung die Resolution einstimmig angenommen. wird in der Resolution die Regierung aufgefordert, die Aus. Silfsquellen der Kolonie, fügte der Marschall hinzu, In der Umgegend vom Taunus und Spessart, wo wanderungsagenten strenge zu beaufsichtigen, feien erschöpft. Die Polizei in Madrid ließ gestern äußerst elende Zustände in der Konfektion herrschen, wird eine die vorkommenden Mißbräuche strengstens zu ahnden und eine Maueranschläge entfernen, welche einen für den lebhafte Agitation betrieben. An verschiedenen Orten sind gutNovelle zum Strafgefeße einzubringen, durch welche die un- Marschall Martinez Campos beleidigenden besuchte Versammlungen abgehalten worden, wo beschlossen wurde, berechtigte Bermittelung und die Ermunte- Inhalt hatten. gleichfalls Forderungen zu stellen, München, 4. Februar.( Privatdepesche bes Borwärts") v. Bollmar beleuchtete in Augsburg in einer überfüllten Bolts- wurde geltend gemacht, daß zum groben Unfug nöthig wäre, Die hiesigen Konfektionsschneider, und Schneiderinnen erklärten versammlung die heutigen politischen Zustände in Deutsch nachzuweisen, daß die Handlung ohne Fug vorgenommen sei. Hier habe aber der Angeklagte recht gehabt, so wie geschehen zu sich mit den aufgestellten Forderungen einverstanden und ver- land". fichern ihre kämpfenden Kollegen der vollsten Solidarität. als groben Unfug an." Er beantrage fostenlose Freisprechung. handeln. Die Deduktion des Staatsanwalts erinnere an den be= fannten Saz: Was man nicht definiren kann, das sieht man Nach längerer Berathung erkannte der Gerichtshof auf 14 Tage Begründung: " D Ans Stuttgart meldet die Schwäbische Tagwacht": Die Redakteur der Breslauer Boltswacht", ist durch das Gefängniß Genosse Schebs, der eben aus dem Gefängniß entlassene Forderungen, welche von den Konfektionsarbeitern leben von einer derartigen Nervosität befallen worden, daß er und Näherinnen Deutschlands an sämmtliche KonfektionsHaft. Der Vorsitzende Hammer führte aus, daß eine Be inhaber gestellt wurden, sind der Stuttgarter Einwohnerschaft längere Zeit dringendster Schonung bedarf. durch das am letzten Sonntag zur Verbreitung gelangte Flug- Parteikonferenz. Gine außerordentliche Parteifonferenz für unruhigung weiterer Kreise vorliege, indem Arbeitslose dadurch blatt so ziemlich bekannt. Mit der Zustellung dieser Forderung den 8. und 10. Schleswig Holsteinischen Wahlkreis( Altona- gehindert würden, Arbeit zu nehmen. Der Nachsatz der an die hiesigen Konfektionäre wurde die höfliche Einladung ver Stormarn und Lauenburg) findet am Sonntag, 28. Februar, Notiz, worin gesagt ist, daß Mitgliedern eventuell die AusEnüpft, am Dienstag, den 28. Januar, in Balluff's Bierhalle nachmittags 4 Uhr, in dem Lokale des Herrn C. Dänecke in schließung aus dem Verbande treffe, wenn sie der Notiz erscheinen zu wollen, um sich mit den Arbeitern über die Wandsbek, Sternstr. 27, statt. Die Konferenz ist öffentlich. entgegen handeln würden, ergeben vollständig den Thatbestand einzelnen Punkte zu besprechen. Auf diese Art glaubten des groben Unfugs. Der Gerichtshof hatte bei der StrafPolizeiliches, Gerichtliches 2c. wir auf friedlichem Wege etwas zu erreichen, aber wir haben uns bitter getäuscht. Die Herren haben uns-zur Rede- und Versammlungsfreiheit im abmessung in betracht gezogen, daß der Angeklagte, an den das ignorirt und demonstrativ unser Anerbieten zurückgewiesen. Sie deutschen Vaterlande. Gin Seitenstück zu dem an dieser Strsmandat gestellt ſei, weitere Veröffentlichungen unterlassen habe. wollen statt den Frieden den Krieg. Sonst wären sie erschienen Stelle bereits veröffentlichten Versammlungsverbot in Werdau Ein ritterlicher Liebhaber. Wegen Nöthigungversuchs und hätten uns wenigstens etwas geboten. Trotzdem werden sich( gr. Sachsen) hat der Bürgermeister von Neustadt in die Herren aber nicht geniren, wenn die Arbeiter zum letzten Thüringen, Wimmler mit Namen, geleistet; er verbot eine Ver- und Beleidigung hatte sich vor der 4. Straffammer am LandMittel, zum Streit, greifen, die Behauptung aufzustellen, der oder sammlung, in der Genosse Dr. Quarck über Handwerk gericht I der Arbeiter Stanislaus Jalowiezki zu verantworten. jener Agitator oder Heyer" habe den Kampf angezettelt. Die und Sozialdemokratie" reden wollte, mit folgender Der Angeklagte hat eine Tochter Gertrud, die in dem bekannten Café chantant" Reichsadler" als Sängerin auftritt. In dem deutsche Konfektions- Industrie hat sich eine ausschlaggebende 1. weil nach den eingezogenen Erkundigungen Dr. Quard, der Lokale verkehrte häufig der Kommis Eugen Berger, der mit Stellung auf dem Weltmarkt erobert, sie ist zu einer der blühendsten Industrien geworden und schon mancher der großen Sprecher, gewerbsmäßiger sozialdemokratischer Agitator ist, der Gertrud ein Verhältniß anknüpfte und ihr gelegentlich Geld2. weil der Gegenstand, über welchen der p. Quard zu beträge lieh, die sich schließlich insgesammt auf 26,50 m. be Konfektionäre hat nach wenigen Jahren sich ins Privatleben sprechen beabsichtigt, seiner Natur und seinem Inhalt nach liefen. Um sich zu sichern, traf der junge Mann mit dem Besizer zurückgezogen, um auf edelmetallenen Lorbeeren auszuruhen. Diese Behauptung ist nicht aus der Luft gegriffen, der Konfektionär", von solcher Beschaffenheit ist, daß dessen Behandlung des Lokales ein Abkommen dahin, daß regelmäßig bei Ausdurch einen sozialdemokratischen Agitator eine Gefährdung zahlung der Gage für die Sängerin ein kleiner Betrag abgezogen Organ der Konfektionäre Deutschlands, ist evidenter Zeuge dafür. Nun sollte man meinen, die Arbeiter und Arbeiterinnen des öffentlichen Friedens, sowie eine Gefahr für die öffent- werden sollte, damit auf diese Weise die Schuld allmälig getilgt ciner solchen Industrie erhalten wenigstens einigermaßen anliche Ordnung und Sicherheit herbeizuführen geeignet ist. würde. Hiermit schien die Gertrud nicht zufrieden, sie theilte es gemessene Löhne, doch weit gefehlt. Je mehr die Konfektion sich Die Bezeichnung gewerbsmäßiger"( Agitator) ist erst nach ihrem Vater mit und dieser begab sich am 28. Oktober v. J. abends ausdehnt, desto mehr drücken die Konfektionäre die Arbeitslöhne, träglich in das Schriftstück hineintorrigirt. Wer mag wohl dem zu dem Geschäft, in welchem Berger in Stellung war. weil sie infolge geringer Arbeitslöhne, nicht blos einzelne Unter: Herrn Wimmler auf seine eingezogenen Erkundigungen die Aus- Diefen erkennen zu können, hatte ihm seine Tochter die nehmer, sondern die Industrien ganzer Länder vom Weltmarkt funft ertheilt haben, daß Gen. Quard gewerbsmäßige Agitation Photographie ihres Liebhabers übergeben. Berger bemerkte, fernhalten können. Das ist der Wucher mit der mensch treibt? Wenn das Vorgehen des Herrn Wimmler dem Gesetze als er zufällig einen Blick auf die Straße warf, wie ihm jemand, lichen Arbeitsfraft. von Sachsen- Weimar entspricht, wäre damit wieder die Noth- der eine Photographie in der Hand hielt, wintte, er trat hinaus Nach diesen Schilderungen wird es jedem einzelnen so ziem- wendigkeit des von unserer Reichstags Fraktion beantragten und wurde von dem Angeklagten mit folgenden Worten lich klar sein, daß von einer friedlichen Lösung dieser Sachlage Reichsgesetzes über die Versammlungs- und Vereinsfreiheit dar- empfangen:" Wenn Sie nicht noch heute das Gehalt meiner Tochter freigeben, so fißen Sie morgen in Moabit, denn Sie zwischen Arbeitern und Unternehmern nicht mehr gesprochen gethan. werden kann, ein strammes Vorgehen aller Arbeiter und Genosse John, Redakteur des„ Volksblattes für führen die Kasse in dem Geschäft und ich weiß, daß Arbeiterinnen genannter Industrie mit thatkräftiger Unterstützung Hessen" in Kassel, hat am 2. Februar eine dreiwöchige Sie das im Reichsadler" verkneipte Geld ihrem Prinzipal gestohlen haben." Berger ließ sich, weil er sich schulddes konsumirenden Publikums fann unseres Erachtens nur den Gefängnißstrafe angetreten. und nun fam der Augewünschten Erfolg bringen. Dann kommen vielleicht UnterEinen Versuch, die Tellersammlungen bei öffent- los fühlte, auf nichts ein als unerlaubte Rol geflagte zwei Tage später zu dem Chef Berger's mit der nehmer wie Händler zu der Einsicht, daß es besser gewesen wäre, lichen Volks- Versammlungen leften anzusehen, machte wenn sie die Hand zu einem friedlichen Ausgleich geboten hätten. das Oberamt& ßlingen Mittheilung, dieser bestehle die Kaffe; er habe dies ihm und ( Württemberg); doch hatte es damit feinen Erfolg. seiner Frau gegenüber eingestanden und ihnen seine Uhr und Die Herren Gewerbe Inspektoren, welche wenn fie darüber reinen Mund unferer Einladung zu obiger Sihung Folge Genoffe Ring, der als Vorsitzender einer Versammlung, Schweigegeld angeboten, leisteten, verfolgten die Ausführungen der verschiedenen in der gesammelt war, angeklagt wurde, führte vor Gericht aus, halten wollten. Der Chef kannte seinen jungen Mann, der schon Redner, welche die Zustände der Konfettionsarbeiter schilderten, daß solche Sammlungen noch in jeder Versammlung, ja sogar 5 Jahre bei ihm thätig war, als ehrlich, er wies den Angeklagten sehr genau, und versprachen, soweit sie in der während des Sozialistengesetzes und unter den Augen der Be- ab und dieser rief nun während des Fortgehens dem anwesenden 2age feien, eine Einwirkung auf die Arbeit hörden unbeanstandet vollzogen wurden und er auch nichts Kommis noch mehrere grobe Schimpfworte zu, u. a. meinte er, geber auszuüben, uns helfend beizustehen. Strafbares daran finden könne. Dieser Ansicht trat auch der daß dieser schlimmer sei als die oberschlesischen Spitzbuben. Der Amtsanwalt bei und betonte, daß er im Strafgesetzbuch Staatsanwalt hielt den Angeklagten der Beleidigung und verteinen Paragraphen finde, welcher hier in suchten Erpressung für überführt und beantragte 6 Monate Ge betracht kommen fönne; er müsse daher von Stellung fängniß. Der Gerichtshof sette die Strafe auf drei Monate eines Strafantrages absehen. Das Gericht sprach den Angeklagten Gefängniß herab. fostenlos frei. werden. deren Gewerkschaftliches. In der Schuhfabrik von Fürftenheim u. Comp. in Berlin, Andreasstr. 32, ist infolge eines Lohnabzuges ein Streit ausgebrochen. Die Agitations Kommission der Schuhmacher Berlins. J. A.: Nauer. Die Ausständigen ersuchen die auswärtigen Kameraden um Bethätigung der Solidarität. Gelder und sonstige Sendungen find an D. Dölling, Hamburg St. Pauli, Seilerstraße 47, H. IV I zu richten. Ans Wandsbeck wird berichtet, daß die auf den Ziegeleien des Stadtraths Meier beschäftigten Maurer die Arbeit eingestellt haben, weil dieser Herr anstatt des ortsüblichen StundenSoziale Rechtspflege. " Um Stadtverordneten Sigung stattgefunden, Stadtverordneten Münch sehr übel mitgespielt wurde; Die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" widmet dem auch von uns bereits angezeigten Buche„ Das Elend in der Hausindustrie der Konfektion" einen schamlosen Leitartikel in der letzten Nummer. Man kann zweifellos die Art der Darstellung Wegen öffentlicher Beleidigung hatten sich vor einigen Tagen zwei Mitglieder des Arbeiter- Bezirksvereins in Spandau Oba Olberg's von irgend einem Standpunkte aus tritifirend Eulen und Schröer vor dem dortigen Schöffengericht zu angreifen, man fann ihren Forderungen zustimmen, aber verantworten. Die Beleidigung soll begangen sein in einer Verauch sie ablehnen; aber eines darf man nicht: das Buch mit einigen verleumderischen Redensarten dem Der Streik in der Berthold'schen Schriftgießerei in sammlung des Vereins, in welcher ein etwas romantischer BeScheiterhaufen übergeben. Wo der Geldsack der Kapitalisten Berlin ist zu gunsten der Arbeiter beendet. Diese sind heute schluß der Stadtverordnetenmehrbeit, der dahin ging, fich goldene Amtstetten anzuschaffen, lebhaft fritifirt wurde. Durch die Aeußegetroffen wird, da beginnt bei ihren journalistischen wieder an ihre Pläge zurückgekehrt. Vertretern das Pathos der tiefsten fittlichen Entrüstung, das ist rungen, die damals gefallen, fühlten sich eine Anzahl von bürgereine untrügliche Regel und paßt auch auf diesen Fall; aber lichen Stadtverordneten und der Bürgermeister getränkt. In dem Termin vor dem Schöffengericht gaben die An wenn die Entrüstung alles überwältigend über diese Herren geklagten den inkriminirten Wortlaut der gethanen Aeußerungen tommt, dann bleibt der kühlen Ueberlegung auch nicht mehr das geringste Plätzchen: die Universal- Kraftphrasen werden hervor Um einen Abwehrstreik handelt es sich bei der gestern sie jemand hätten beleidigen wollen; besonders stellten sie es in im großen und ganzen zu, fie verwahrten sich aber dagegen, daß geholt, Die Worte der zitternden Entrüftung sprudeln gemeldeten Arbeitsniederlegung der 100 Rorbmacher und hervor wie ein stürmischer Waldbach und regelmäßig for bmacherinnen in Hamburg. Sie waren mit der Be- Abrede, daß sie den Oberbürgermeister und den Stadtverord= beschließen sie ihr lächerliches Geschrei mit dem beim flechtung von Demijohns( Glasballons) beschäftigt. Ein tüchtiger im Auge gehabt, und Gulen erklärte besonders, daß er neten- Vorsteher genannt hätten; sie hätten andere Personen Philifter immer effektvollen gellenden Rufe Die Sozial Arbeiter verdiente dabei bisher wöchentlich 10-12, ein schwacher eigentlich den Stadtverordneten Fahrenkrug gemeint habe, der demokratie kommt, rette fich wer tann!" Oder 8-9 M. Die Export- und Lagerhaus- Gesellschaft, zu der auch was ist es anders, wenn das würdige Blatt des großen die Dresdener Bank gehören soll, muthete ihnen nun einen Ab- an die Kette gelegt werden müsse. Es habe eine empörende - in welcher dem Pindter und seiner ehrbaren Nachfolger fich folgende zug zu, wonach sich dieser ohnehin überaus niedrige Verdienst Sätze leistet: Ein bei dem Lohnstreit nicht unmittelbar noch verschlechtern würde. deshalb habe er sich so scharf geäußert. Münch habe auch gegen interessirter Leser, der jedoch an allen Fragen des öffent lichen Wohles, also namentlich an der wichtigen Frage des lage wegen Beleidigung eingereicht, die noch schwebe. Der Anein Magistratsmitglied und einen Stadtverordneten die PrivatArbeiterwohles Antheil nimmt, aber unter allen Umständen auch geflagte Schröer bleibt auch dabei, daß er bestimmte Personen eutschlossen ist, von den Sozialrevolutionären und ihren Helfers helfern sich nichts vorschwindeln zu lassen, wirft ein Buch, das nicht gemeint habe. Die Frage des Gerichtsvorsitzenden an Eulen, ob er der sozialdemokratischen Partei angehört, verneinte der ihm gleich in den ersten Säßen die Tendenz der Klassenver Angeklagte. Er habe in jener Versammlung als Steuerzahler hetzung verräth, ärgerlich und unwillig bei seite. Vielleicht gesprochen. Der Angeklagte Schröer bekennt sich auf die gleiche hat er für immer die Lust verloren, sich mit lohns von 60 Pf. nur 40 Pf. bezahlt. einer Angelegenheit zu befassen, Frage des Vorsißenden offen zur Sozialdemokratie. Einziger Zeuge Fürsprecher In Gelterkinden in der Schweiz haben die Posamenter war Bolizeifommissar Klieme, der seine Bekundungen entsprechend ihm einmal im Lichte tom= munistischer Hezer erschienen sind. Leser, durch Einstellung der Arbeit die Entlassung des mißliebigen seinem Bericht über jene Versammlung machte. Ueber die politische Gesinnung des Angeklagten Eulen befragt, erklärte er, daß, wenn die naiv genug sind, durch die ganz ein: Fabrikdirektors Weibel durchgefeßt. seitige Darstellung sich bethören zu lassen, Eulen sich auch nicht offen zur sozialdemokratischen Partei werden mit den Singer, Naumann und Konbekenne, er ihn doch für dringend verdächtig sozialistischer Gefinnung halte! Gulen verkehre mit den Führern der Sozial sorten in den kommunistischen Chorus ein stimmen. Ob davon aber nun die nothleidenden Arbeiter Die Sonntagsruhe und die Zuschneider in Kleider- demokraten, agitire für sie bei den Wahlen und mache für fie einen Nutzen haben, muß doch vor der Hand bezweifelt handlungen. Der Inhaber eines Herrengarderoben- Geschäfts Propaganda. Der Amtsanwalt beantragte gegen jeden AngeDen Arbeitgebern felbft aber könnte es schließ- namens Herz beschäftigte eines Sonntags seinen Zuschneider im flagten 150 M. Geldbuße ev. 30 Tage Gefängniß. Der Gerichtss lich kein Mensch verdenken, sollten sie wie ihre Schränke Laden mit Anprobiren und Maßnehmen. Er wurde deshalb hof erkannte auf je 100 M. Geldbuße ev. 20 Tage Gefängniß, so auch ihre Herzen verschließen, wenn das Literatur- mit einer Geldstrafe belegt, die vom Gericht befprach den Beleidigten auch die Befugniß zu, das Urtheil auf Die Straffammer legte auf den imwefen heutiger Zeit den Unternehmer, er mag für seine ftätigt wurde. Ein Kosten der Angeklagten im Spand. Tagebl." und im„ Anzeiger Arbeiter thun, was er will, von vornherein als einen schlechten wand des Angeschuldigten, daß der Zuschneider hier durch für das Havelland" zu veröffentlichen. Zur Begründung des Menschen brandmarkt." Das ist wahrlich die richtige fittliche die Thätigkeit im Handelsbetriebe Handlungsangestellter geworden Urtheils wurde ausgeführt, daß die inkriminirten Aeußerungen Söhe für die patentirten Vertreter der Ordnung, der Sitte und sei, wofür auch sein Gehalt von 4000 m. spreche, tein Gewicht. Rundgebungen des Spottes, des Hohnes und der Mißachtung Religion, die den offenbarsten sozialen und wirthschaftlichen Sie nahm an, daß das Zuschneiden, Anprobiren und Maß- seien und daher grobe Beleidigungen enthielten. Schäden nicht abhelfen wollen, warum? weil sie glauben nehmen auf jeden Fall zum handwerksmäßigen Betriebe nur glauben! ein Sozialdemokrat oder eine Sozial- gehöre, ganz gleich, ob es im Auftrage eines Raufmannes und demokratin habe sie aufgedeckt. im Laden desselben ausgeführt werde, oder ob die Werkstatt der Depeschen und letzte Nachrichten. Die Frankfurter Zeitung" berichtet aus Berlin: Auch Betriebsort sei. Der Laden könne leicht zur Werkstatt gemacht Triest, 4. Februar.( B. H.) Der Dampfer Betty" von die Berliner Schneidermeister für Damentonfettion werden, und was dem Kleinhandwerker nicht gestattet sei, tönne erkannten in einer Versammlung die schlechte Lage der Mäntel- dem großen Geschäft auch nicht erlaubt werden. In der der austro- amerikanischen Linie verbrannte, wie der„ Mattino" meldet, im Hafen von Savannah. Die Ladung, die aus Baum= näherinnen an, hielten aber den gewählten Zeitpunkt sowie die Revision betonte Herz, daß eingetragener Kaufmann Agitationsweise der Streifkommission für verfehlt und die und nicht Schneidermeister sei. Er rügte es weiter rechts. wolle bestand, ist vernichtet. Forderung nach Betriebswerkstätten für undurchführbar. Um irrthümliche Gesetzesauslegung, daß der Umstand für unerheblich eine Befferung in der Bezahlung der Arbeiterinnen herbeizuführen, erachtet sei, daß am fraglichen Sonntag das Anprobiren und wurden folgende Schritte in Erwägung gezogen: 1. Gründung Maßnehmen vom Zuschneider im Laden vorgenommen wurde. einer Arbeiterinnenvereinigung unter der Leitung des zu Der Straffenat des Rammergerichts wies indessen am reorganisirenden Zentralvorstandes der Schneidermeister für 3. Februar die Revision zurück, indem er der Rechtsauffassung Damenkonfektion. 2. Unterdrückung der Schmuskonkurrenz. des Borderrichters und seiner Würdigung der Thatsachen voll 3. Herausgabe eines Flugblattes zur Aufklärung des Publikums tommen beitrat. Ein Zentrumsorgan, die„ Köln. Volkszeitung", äußert sich in einer Zuſchrift aus Berlin über die Bewegung folgendermaßen: Die Sympathien weiter Kreise sind hier für die ArMadrid, 4. Februar.( W. T. B.) Ein amtliches Telegramm beiter, insbesondere für die Konfettionsarbeiterinnen, über deren Zuzug fernzuhalten wieder einmal strafbar! Der aus Havannah meldet, daß eine Abtheilung der Kavallerie des materielles und moralisches Elend nachgerade genug in die Redakteur Richard Jahn von der„ Ameise", Organ des Ver- Generals Marin die Vorhut von Marimo Gomez bei San Antonio Deffentlichkeit gedrungen ist; es ist auch bereits amtlich in den bandes der Porzellanarbeiter, hatte f. 3. ein Polizeimandat auf zwischen den Provinzen Savannah und Pinar del Rio geschlagen Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse der Näherinnen und sechs Wochen Haft erhalten, weil er in dem Fachblatt, Die bat. 3wanzig Aufständische wurden getödtet und zahlreiche verArbeiterinnen in der Konfektionsbranche festgestellt worden." Ameise" die Firmen namhaft machte, in welchen sich die mundet. Die Verbindung zwischen Gomez und Maceo ist verArbeiter in Lohndifferenzen befanden und dabei bemerkt, daß hindert. Zuzug fernzuhalten sei. Jahn erhob Einspruch und nachdem die Madrid, 4. Februar.( W. Z. B.) Eine amtliche Depefthe Sache zweimal vertagt war, ftand gestern vor dem Charlottenburger aus Havannah meldet, daß zwei Zusammenstöße mit den Aus= Von der Agitation. Vor einer äußerst zahlreich besuchten Amtsgericht Termin an. Jahn berief sich auf die Rechte, welche ständischen stattgefunden haben, bei San Juan und bei Gapinal; Versammlung referirte am Montag Abend in Fürstenwalde ihm die Gewerbe- Ordnung einräume, und führte an, das Organ einige Aufständische wurden getödtet. Bei San Felipe brachten an der Spree der Reichstags- Abgeordnete Aug. Kühn aus werde nur an Verbandsmitglieder geliefert und ist deshalb die Aufständischen einen Eisenbahnzug zum Entgleisen; die in Langenbielau unter lebhaftem Beifall über die politische und weiteren Kreisen nicht zugänglich. Der Staatsanwalt hob hervor, dem Zuge befindlichen spanischen Soldaten schlugen die Aufwirthschaftliche Lage. Reichstags Abgeordneter Genosse daß gegen einen derartigen Unfug( einzuschreiten sei. Das ständischen; auf beiden Seiten fielen mehrere Mann. Molkenbuhr sprach am Sonntag, den 2. Febr., in Breslau Blatt habe auch in den Vereinslokalen( die sich natürlich in New- York, 4. Februar.( W. T. B.) Der Dampfer über den agrarischen Raubzug auf die Taschen des Volkes". öffentlichen Gasthäusern befinden) ausgelegen und sei mithin St. Paul" der American Line, welcher am 24. v. Mts. bei Long In Bremerhaven sprach am Sonntag Genosse Junge auch jedermann zugänglich gewesen. Er beantragte das Branch aufgefahren war, wurde heute früh 10 Uhr wieder flottaus Bremen über die gegenwärtige politische Lage". Genosse höchste Strafmaß von sechs Wochen Haft. Von der Vertheidigung gemacht. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berhn. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen Partei- Nachrichten. S er Gerichts- Beitung. " Venedig, 4. Februar.( B. H.) In der hiesigen großen Uhrenfabrik von Gebr. Berion wurde durch einen Brand ein be= deutender Schaden angerichtet. Mehrere tausend Uhren wurden vernichtet. Die Gebrüder Berion find Deutsche. Belgrad, 4. Februar.( B. H.) Die hiesigen Blätter haben die Berichterstattung über die Sigungen der Stuptschina eingestellt wegen Beleidigung der serbischen Preffe durch den Vizepräsidenten der Stuptschina Pawlowic. Die Berichterstattung soll erst wieder aufgenommen werden, nachdem Pawlowic Genugthuung gegeben hat. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 30. Reichstag. Mittwoch, den 5. Februar 1896. 13. Jahrg. richtspraxis, namentlich auf das Reichsgericht. Erst wenn wir ein geschlossen bleiben die überkommenen mittelalterlichen einheitliches Recht haben, wird das Reichsgericht seine Aufgabe Machtverhältnisse, das Ausnahmerecht der arbeitenden erfüllen können. Jezt macht sich der Formalismus der Recht Klasse und in dem Einführungsgesetz wird ausdrücklich der 31. Sigung vom 4. Februar, 1 Uhr. sprechung und die Berfahrenheit des Rechtes geltend. Ich schließe Landesgesetzgebung die Fortsetzung dieser veralteten Rechtss Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Nieber mit dem Wunsche, daß auf dem Schutt der Jahrtausende ein großer institute anheimgegeben. Dazu gehören die Familien- Fideiding, Professor Sohm, Profeffor Mandry, Geheimrath und stolzer Bau entstehen möge, den unsere Nachfolger wohnlicher tommiffe. Welcher wirthschaftliche Grund liegt vor, die Familien Künzel, Professor Planet. ausgestalten mögen, als es uns jetzt möglich ist.( Beifall links.) Fideikommisse noch weiter auszudehnen? Wer ist nun mehr für die Die erste Berathung des bürgerlichen Gefehbuchs Geheimer Justizrath Plank: Es handelt sich nicht darum, Einheit, ich oder jene Herren, die sagen:" Nur schnell fertig, damit wird fortgesetzt. ein neues Recht zu schaffen, sondern nur darum, das bestehende es so scheint, als ob wir eine Einheitlichkeit haben"? Das Wasserrecht, Abg. v. Dziembowski- Pomien( P.): Man muß fragen, ob Recht festzulegen. Es war das gemeinsame, dem gesammten Be- das Jagdrecht, das Fischereirecht ist in den meisten Partitularstaaten die Kommission etwas neues geschaffen hat; die Kommission hätte wußtsein der deutschen Nation am meisten entsprechende Recht nichts weiter als ein besonderes Raubrecht der Großgrundbesitzer, fich von allen partikularrechtlichen Strömungen frei machen herauszufinden und auch das werdende Recht zu berück der Jagd- und Fischereiberechtigten. Das Versicherungsrecht und müssen. Es entsteht die weitere Frage, ob die Umwandlung des fichtigen und, soweit es bereits reif, zum Abschluß zu bringen. das Verlagsrecht ist in den Entwurf wohl deshalb nicht aufbürgerlichen Rechts nicht die wirthschaftlichen Verhältnisse stört. Endlich mußten die wirklichen praktischen Bedürfnisse im Leben genommen, weil die Regierungen es besser bei Gelegenheit des Für den Anfang würde das sicher der Fall sein; es wird eine berücksichtigt werden, und diese Aufgaben hat der Entwurf erfüllt. Handelsrechts zu erledigen gedenken. Es darf aber nicht gesagt gewisse Rechtsunsicherheit Play greifen. Ich glaube, daß die Der Entwurf bemüht sich aufs äußerste, nicht blos allgemeine werden in dem Entwurf, daß das Versicherungs- und das VerlagsVorlage sich nicht unbeeinflußt gehalten hat von politischen Rechtsgedanken hinzustellen, sondern flare, bestimmte, präzise recht der landesgesetzlichen Regelung vorbehalten sei. Die Haft= Tendenzen, indem sie z. B. die Ansiedelungs- Gefe- Rechtsfäße aufzustellen und zu einem geschlossenen System zu pflicht der Beamten müßte in gründlicherer Weise eingebung ausschließt und damit für die polnischen Bauern verbinden, so daß für jeden Fall des Lebens auch die Entscheidung geführt werden. Bei den Bergarbeitern und beim Geeine Ausnahme schafft bezüglich der Erwerbung des aus dem Gesetzbuch zu entnehmen ist. Es wäre aber unmöglich, finberecht könnten Sie die Einheitlichkeit schon heute durchEigenthums. Mängel in politischer Beziehung Beziehung zeigen für alle Fälle allgemeine Regeln zu geben. Besondere Einwendungen führen. Das Einführungsgesetz aber schließt sie aus. Ist das sich auch bei dem Abschnitt von den juristischen Personen. sind erhoben worden gegen die Vorschriften des Entwurfes Ihr Patriotismus? Von der Zerrissenheit Deutschlands, von den Die Vereine, welche Politik und Sozialpolitit treiben, sollen keine über die politischen, religiösen und sozialpolitischen Vereine. veralteten Feudalverhältnissen tritt uns so ein Stück Hörigs juristische Persönlichkeit erhalten. Die Regelung des Wenn man den Vereinen die juristische Persönlichkeit und dadurch keit noch heute in dem Gesinde recht entgegen, und es ist Vereinsrechtes, wie sie der Entwurf bringt, einen außerordentlichen Machtzuwachs einräumte, so war man charakteristisch, daß es nach dem Entwurf auch weiter konservirt paßt nicht für einen Rechtsstaat, sondern für auch verpflichtet, dafür zu sorgen, daß diese Gestaltung nicht bleiben soll. Der Code civil ist seinerzeit so außerordentlich einen Polizeistaat.( Sehr richtig! bei den Polen). Dritten schädlich würde, was durch die Vorschriften über das populär geworden, weil er den politischen und wirthschaftlichen Dem freien Ermessen des Richters ist zu viel Spiel- Statut und über die Nothwendigkeit der Eintragung Strömungen der Zeit theilweise recht gab und mit einem Feder raum gelassen; die Richter selbst werden dadurch in eine gewährleistet wird. Auch ein Einspruchsrecht der Verwaltungs- strich die alte erst im 16. Jahrhundert aufgekommene Gesinde sehr mißliche Lage kommen. Auch dem Partikularrecht ist zu hehörden wurde in den Entwurf aufgenommen. Vielleicht wäre Ordnung befeitigte; er fügte die Gesinde- Ordnung einfach in viel Raum gelassen. In religiöser Beziehung schließe es nicht nothwendig gewesen diese Bestimmungen, die ja nicht den Arbeitsvertrag ein. In deutschen Landen dagegen, wenn ich mich den Ausführungen des Abg. Rintelen an. Wenn die wünschenswerth sind, aufzunehmen, wenn wir ein allgemeines auch nicht überall, z. B. nicht auf dem platten Lande in Mecklen Zivilehe aufrecht erhalten wird, dann entstehen Schwierigkeiten Reich 3 geset über das öffentliche Vereinsrecht burg seit 1894, wohl aber in Altpreußen besteht noch mit den Nachbarstaaten; Rußland erkennt z. B. eine vor dem hätten, ein Gesez, welches uns die Möglichkeit böte, gegen immer das besondere Prügelrecht der Herrschaft, unter dem das Standesamt geschlossene Che nicht als eine vollgiltige an. gemeinschädliche und gefährliche Vereine vorzugehen. Gesinde seufzt. Natürlich haben sich die beiden Großgrundbesizer Abg. Kauffmann( frs. Vp.): Ich fann namens meiner Dazu bieten aber nicht einmal alle Einzelstaaten eine genügende Hand- in der Kommission ihr Prügelrecht nicht nehmen laffen wollen, Freunde erklären, daß wir meinen, daß der Reichstag einer habe. Es ist dem Entwurf der Vorwurf gemacht, daß die Schuld- ebenso wenig wie am Anfang des Jahrhunderts, als die allNachprüfung einzelner großer Materien, namentlich des verhältnisse fapitalistisch geregelt sind. Der Entwurf ordnet das gemeine Gesinde- Ordnung in Preußen eingeführt wurde; da hat Vereinsrechtes sich nicht entziehen kann. Der Redner Verhältniß nach der Gerechtigkeit. Auch beim Miethsvertrag und Suarez den Junkern erflärt, ein ausdrückliches Züchtigungsrecht schildert eingehend die Zersplitterung des in Deutschland gelten- Dienstvertrag finden sich Abweichungen von der Regel zu gunsten brauche in die neue allgemeine Gesinde- Ordnung nicht hineinden Rechtes und die daraus hervorgehende Verschiedenheit in der der wirthschaftlich Schwächeren. Bei der Miethe ist der Grund- geschrieben zu denn die Ansicht des Richters Rechtsprechung; sodann geht er in eine Kritik des Entwurfes ein. faz aufgestellt: Kauf bricht nicht Miethe; das ausgedehnte würde sich ja immer auf die Seite der Herrschaft stellen. Bei der Rechtssprache des Entwurfes, die vielfach an- Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Miethers ist Der Herr Vorredner hat auch gar nicht den Arbeitern nahe ge gegriffen ist, handelt es sich um Formulirung von allgemeinen erheblich beschränkt. Gesundheitsgefährliche Wohnungen fönnen legt, besonderes Vertrauen zu dem richterlichen Ermessen zu Rechtssätzen; um diese technische Sache tann sich wohl der ohne Kündigung geräumt werden. Beim Dienstvertrag ist dafür haben, er hat sich ausdrücklich nur an die anderen Parteien ge= Reichstag nicht fümmern. Man fann manches anders fassen. gesorgt, daß die persönliche Freiheit nicht allzu sehr beschränkt wendet. Das stimmt genau zu dem Verhalten des preußischen Bezüglich der materiellen Rechtsfäße ist der Vorwurf erhoben, wird. Der Abg. Rintelen hat die Begriffsbestimmung des Eigenthums Justizministers, der uns hier au hören gab, daß er als Rechtssatz daß der Entwurf kein deutsches Recht enthalte. Aber ich fritifirt. Der Entwurf behandelt das Eigenthum durchaus nicht bereits früher gelernt habe: si duo faciunt idem, non est idem( wenit bin der Meinung, daß dieser Vorwurf ganz unberechtigt nach römischen Begriffen.( Beifall.) Der Staat ordnet nur die zwei dasselbe thun, so ist es nicht dasselbe), d. h. daß er das als iſt. Redner geht geht die einzelnen Partien des Gesetz- rechtliche Seite der Ehe. Die Hauptbedeutung der Ehe liegt auf Rechtssah gelernt, was der Dichter Terenz spöttisch von einer buches durch und unterzieht sie einer Prüfung, ob dem sittlichen und religiösen Gebiete. Aber die rechtliche Seite schlechten Rechtspflege gesprochen hat. Bisher glaubte die fie deutsch- oder römisch- rechtlichen Ursprunges feien. hat nur das bürgerliche Recht zu ordnen, deshalb müssen Arbeiterklasse, das Recht der gleichen Behandlung auch in der Prof. Gierte hat getadelt, daß die alten, längst rückständig ge- die Voraussetzungen festgestellt werden, unter welchen recht- Justiz zu haben, dank dem preußischen Justizminister wissen wir wordenen Bestimmungen des Agrarrechtes nicht aufgenommen lichen Umständen die Ehe giltig ist oder unter welchen Formen jegt: das ist falsch. Nun ist hier selbst im Zivilrecht find. Er kommt mit all' den mittelalterlichen Belastungen, die sie aufgelöst werden kann. Der Entwurf hält sich bezüglich der überall das Ermessen des Richters ausgedehnt, der doch allenglücklicherweise die Stein- Hardenberg'sche Gesetzgebung auf- Eheschließung lediglich an das bestehende Recht, welches im falls hie und da die Verhältnisse der Besitzenden, nun gehoben hat. Unter dem Bärenfell des Germanisten guckt plök Bivilstandsgeseh enthalten ist. Bezüglich der Ehe giebt und nimmer aber die der Befitlosen tennen kann. lich der agrarische Fuchspelz heraus. Die deutschen es zwei Richtungen: die eine meint, daß mit der Liebe die Ehe Wenn die Anführung einzelner Fälle verlangt wird, so weise ich Bauern werden sich für ein solches Agrarrecht bedanken, durch aufhören müsse; die andere, daß die Liebe nicht stirbt und die auf die Kündigungsfristen beim Dienstvertrage bin, mit welchem welches sie zurückgeschleudert würden in die Verhältnisse, wo der Ehe unzerreißlich sein muß. Beide Auffassungen können nicht die Ausdruck anscheinend im Gesetzbuch der Arbeitsvertrag gemeint Bauer noch hörig war. Herr Rintelen will den Bauern den Grundlage für das bürgerliche Recht geben. Der Entwurf trägt denn ist. Hier haben Sie nach dem Entwurf das freie Ermessen des Wald wiedergeben. Er sollte uns einmal ein Verzeichniß der sittlichen Forderungen und den praktischen Bedürfnissen Rechnung. Richters. Welcher Richter wird bei irgend einem Gesinde- oder jenigen seiner Freunde vorlegen, die bereit wären, den Bauern Wenn Geisteskrankheit jede geistige Gemeinschaft aufhebt, wenn Arbeitsverhältniß eine andere Stellung als der sogen. Arbeitden gemeinsamen Wald und die gemeinsame Mart der Blödsinn eingetreten ist, der dem Tode gleich zu achten ist, geber einnehmen können. Ist der vorliegende Entwurf wiederzugeben! Wir würden mit Frenden dabei sein. Die lange dann muß die Scheidung eintreten auch aus wirthschaftlichen sozial oder nicht? Ich verlange, daß überall da, Lifte, welche das Einführungsgesetz aufstellt, von Rechtsgebieten, Gründen, z. B. in den arbeitenden Klaffen. Die väterliche Ge- wo ein Recht des wirthschaftlich Schwachen mindestens in denen die Landesgeseze in kraft bleiben, kann man nur mit walt faßt der Entwurf auf als den Schuß der Familie im von weiten Boltstreifen bereits anerkannt wird, dieses Bedauern lesen. Sie ist die Verlust liste des deutschen Interesse des Kindes. Daraus folgt, daß, wenn das Kind nicht geschütt werden foll, um nicht eine neue Aus Einheitstampfes.( Sehr richtig! links.) Diese aus mehr schußbedürftig ist, die väterliche Gewalt fortfallen muß. beutungs- Ordnung unter dem patriotischen Schein eines ein geschlossenen Rechtsgebiete tönnen wir nicht mehr hineinarbeiten; Für den Fall des Todes des Vaters tritt die mütterliche heitlichen bürgerlichen Gesetzbuches zu schaffen. Von dem Augen3. B. das Wafferrecht; ein solcher Entwurf würde allein eine Gewalt ohne weiteres ein, nicht durch die Bestimmung blick an, wo unsere jetzige wirthschaftliche Ordnung besteht, ist ganze Session in Anspruch nehmen. Mir würde besonders d as des Vormundschaftsgerichts. Das ist ein Fortschritt. fein Zweifel darüber, daß der Arbeiter frei sein muß, frei über Gesinde recht am Herzen liegen. Es wird zu erwägen sein, Redner fordert dann die Parteien auf, die unwesentlichen For- seine Persönlichkeit muß verfügen können, muß verfügen können, wenn er die ob nicht eine Reichs- Gesinde Ordnung auszuarbeiten derungen ganz fallen zu lassen, um so den Fortgang des Unter- Arbeitskraft verwenden tann. Nun finden wir in den wäre. zu beklagen ist, daß nicht einmal auf dem Gebiet des nehmens zu fördern und das Werk, das ein großes und von fünf Paragraphen über die Selbsthilfe dem bestehenden Enteignungsrechtes ein einheitliches Gesetz zu stande gekommen ist. hervorragender nationaler Bedeutung sei, zum guten Ende zu führen. Bustand gegenüber eine wunderbare Neuerung. Der Meinen Freunden liegt besonders am Herzen das Kapitel von Nächst der gemeinsamen Sprache, so schließt er, ist das gemeinsame moderne Staat erklärt es für hochreaktionär und staats. den juristischen Personen. Der Bundesrath hat es entgegen dem Recht die edelste und köstlichste Frucht des nationalen Geistes, das feindlich, in einem geordneten Staatswesen die Selbsthilfe Entwurf verschlechtert. Der Entwurf ist sich nicht fonsequent. stärkste und festeste Band der nationalen Einheit. Jezt ist die zuzulassen. In den meisten bestehenden Gesetzgebungen ist fie Er gestattet die Eintragung in das Vereinsregister, er verleiht kostbare Frucht reif an Ihnen ist es jetzt, sie zu pflücken, das daher ausdrücklich verboten. Hier im Entwurf wird die Selbstaber auch die juristische Persönlichkeit durch Anerkennung des eherne Band der deutschen Einheit zu schmieden! Geben Sie dem hilfe in einem Umfang zugelaffen, daß die persönliche Freiheit Etaates, dem auch ein Auflösungsrecht gewährt wird. Die Deutschen sein gutes und einheitliches Recht, und das deutsche des Arbeiters dadurch geradezu ausgeschloffen wird.§ 223 fagt: Vereine, welche Politik oder Sozialpolitit Bolt wird Ihnen diese That danken in aller Zeit!( Lebhaftester Wer zum Zweck der Selbsthilfe den Verpflichteten festnimmt treiben, sind geradezu der Polizei preis Beifall auf allen Seiten des Hauses.) oder den Widerstand des Verpflichteten gegen eine Handlung. gegeben.( Sehr wahr!) Es genügt, daß die Polizei den Abg. Stadthagen: Der Vorredner irrt in der Vermuthung, die dieser zu dulden verpflichtet ist, beseitigt, handelt nicht Verein als einen mit Politit beschäftigten betrachtet. Welcher ich könnte vielleicht gegen den Gesetzentwurf sein, weil er eine widerrechtlich, wenn obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig zu ergemeinnüßige Verein kann aber der Politik oder Sozialpolitik Schuhwehr gegen die Sozialreform errichten solle. Das Gesetz: langen ist und ohne sofortiges Gingreifen die Gefahr besteht, ganz fern bleiben?( Sehr richtig! rechts.) buch würde uns die schärfsten Waffen in die Hand geben. Die daß die Verwirklichung des Anspruchs vereitelt oder wesentlich ers Benn ein Verein die Scylla des Einspruchsrechtes der Polizei jenigen aber, die begeistert ein einheitliches Recht wünschen, find schwert wird." Danach würde der Arbeitgeber, der glaubt auf die Arumschifft hat, dann kann er der Charybdis der Auflösung ver- nicht die Verfechter der bestehenden Gesellschaftsordnung, sondern beitsleistung Anspruch zu haben, berechtigt sein, den Arbeiter ein: fallen. Die Bestimmungen verdanten ihre Form fast ausschließlich die Sozialdemokraten, die Arbeiterklasse. Ein- us perren, oder im Falle des Streits seine Fabrik zu der Furcht vor der Sozialdemokratie. Aber die heitliches Recht nenne ich aber nicht das to difisirte Recht schließen und feinen Arbeiter herauszulassen, weil nach seiner AnGerechtigkeit ist stets die beste politische Klugheit und durch die der Ausbeutung, und so wenig ich als Sozialdemokrat ficht ein Recht auf die Arbeit besteht. Hier hat man also angenBorenthaltung der juristischen Persönlichkeit kann man die verlangen kann, daß hier in diesem Reichstage die Möglichkeit fällig ein Gewaltverhältniß der Arbeitgeber gegenüber den ArSozialdemokratie nicht aufhalten. Ich hoffe, daß die Kommission vorhanden wäre, die soziale Rechtsordnung jetzt durch Ge- beitern mit hineinfließen lassen, wie es stärker garnicht gedacht Abschnitt verändern wird. Für die Berufs fetesparagraphen festzusehen, so bin ich doch bereit, die werden kann. Den Verfassern des Entwurfes dürften vereine und Fachvereine in weitester Ausdehnung muß Arbeit สิน fördern, ein wirklich einheitliches Recht diese Konsequenzen taum flar geworden sein, den eine sichere Rechtsbasis geschaffen werden, dann zu schaffen und zu diesem Zweck die ausnahmerechtlichen Be- Interessenvertretern hätte es aber kaum entgehen können, werden diese Vereine ihre soziale Aufgabe beffer lösen ftimmungen des Entwurfs gegen die Arbeiter und die Be- wie hier ein schwer fchiver erkämpftes Arbeiterrecht wieder 1önnen. Das freie Vereinswesen ist ein Bundesgenosse günstigung der Sonderrechte der Unternehmer, Großgrundbefizer entfernt wird. Gewiß soll auch der Arbeiter fein im Kampfe gegen die Sozialdemokratie.( Bustimmung und Kapitalisten gegenüber den wirthschaftlich Schwachen zu Recht der Selbsthilfe haben; wie sieht es aber in Wirklichkeit linf) Der Abg. Rintelen gefiel sich in der Rolle der Kassandra bekämpfen. Es ist eben anerkannt worden, daß die wirthschaft: damit aus? Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts ist ein und folgerte aus dem Familien- und Cherecht, daß der Entwurf lichen Bedürfnisse die Träger der Rechtssätze sind, daß der Arbeiter, der von seinem Arbeitgeber 20 M. weniger 73 Pf. gu die Gemeinde, den Staat und die Monarchie zu grunde richtet. Gefeßgeber die Aufgabe hat, den wirthschaftlichen Bedürfnissen erhalten hatte, und bevor er den Lohn erhielt, erst die In Diese Ausführungen des Abgeordneten Rintelen, der die alte nachzuforschen und dies in Gefeßesform zu bringen. Der Staats- validitätsfarte u. bergl. holen follte, wegen Diebstahl zu Sturmfahne des Zentrums führte, nehme ich nicht tragisch. sekretär hat gestern das gerade Gegentheil gesagt, daß näm- fech 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden, weil er die Ich hoffe, daß er die Fahne wieder zusammenrollt und auf den lich hier ein Ausnahme, ein Klassenrecht geschaffen wird. Er 20 M. genommen, gewechselt und die 73 Pf. zurückgebracht hat. Aftenwagen packt und mit uns zusammen arbeitet.( Widerspruch behauptete, daß zu der zweiten Lesung der Kommission die( Hört! hört! links.) Nach dem jezigen Entwurf würde im Zentrum.) Er würde sonst alle Parteien gegen fich haben. Vertreter aller maßgebenden politischen Parteien hinzugezogen mit dem Arbeiter genau dasselbe geschehen, denn das Die einzigen Herren, die auf Herrn Rintelen's Seite stehen worden seien. Nun, die 98 pet. der werkthätigen Bevölkerung Reichsgericht würde später sagen, wie jetzt gefagt ist, fönnten, wären die Herrn Stöcker und v. Hammerstein( Heiter sind nicht hinzugezogen worden. Zugezogen waren zwei Herren der Mann hätte nur auf 20 M. weniger 73 Pf, nicht aber auf keit), und diese gehören glücklicherweise nicht dem Hause an. der konservativen Partei und des Großgrundbesitzes, die 20 M. ein Recht gehabt, er durfte sie also nicht wegnehmen, Ein Gefeß, wie das vorliegende, kann auf die Ausgestaltung zwei von der Partei der Schlotbarone, ein Herr aus nicht umwechseln gewinnsüchtige Absicht ist bekanntlich zum von Gitte und Religion, auf die Heiligkeit der Ehe u. f. w dem Zentrum, ein Vertreter des Großkapitals, der Börse, Diebstahl nicht nothwendig. Der Entwurf enthält weiter feinen Einfluß haben. Glaubt man denn, daß die ein Herr, der früher auf der freisinnigen Seite gefeffen erhebliche Eingriffe in die persönliche Freiheit Eheleute, die Ghe eingehen wollen, ein hatte, und ein nationalliberaler Herr. Von dem des Arbeiters. Schon im Sachsenspiegel ist ausdrücklich die Kapitel des bürgerlichen Gesetzbuches aufschlagen? Wenn organisirten Proletariat einschließlich des Mittel- Frage, ob jemand sich lebenslänglich verdingen fann, die Eheleute das Gesetzbuch aufschlagen, dann ist es mit standes ist auch nicht einer gehört worden. Und mit nein beantwortet worden. Seitdem die Hörigkeit der Ehe vorbei. Durch die Einschränkung der Ehescheidung wird die ganze Sache wurde in einem kauderwälschem Deutsch vorgetragen, und Leibeigenschaft abgeschafft sind und der Arbeiter über seine die Heiligkeit der Ehe nicht verstärkt. Die Frauen, die feit das auch im zweiten Entwurf nicht viel besser geworden ist. Arbeitskraft frei verfügen kann, ist als allgemeines Prinzip an Jahren bemüht find, das Recht der Frau zu heben, protestiren Auch die Uebersetzung des Code, das badische, württembergische erkannt, daß sich niemand zu einem lebenslänglichen Dienste vergegen eine solche Einschränkung der Ehescheidung. Wir müssen Landrecht, das schweizerische Obligationenrecht, das alte öfter- pflichten kann. Solche Verträge sind ungiltig, weil sie gegen die Biese zu allgemein gehaltenen Borschriften genauer formuliren. reichische Recht, ja selbst das preußische Landrecht übertrifft die öffentliche Ordnung verstoßen. In dem Entwurf wird unter Bezüglich der geschäftlichen Behandlung sind wir wohl jetzt ein- Sprache des jetzigen Entwurfs. Will man die Sprache in der Umständen ein lebenslänglicher Vertrag zugelassen und die verstanden, daß der ganze Entwurf der Kommission Kommission verbessern, so ist es auch gut. Mir kommt es aber örigkeit zu gunsten der Großgrundbefizer überwiesen werden soll. Im übrigen verspreche ich mir weniger auf die Form als auf den Inhalt an. Da ist es zu wieder eingeführt. Der Regierungskommissar hat vorhers eine unwahrheit, wenn behauptet wird, von dem Zustandekommen des Entwurfs eine segensreiche Wirkung. nächst es gefagt, es wäre sozialpolitisch hoch anzuschlagen, daß Wir werden eine lebendige Wirkung davon haben auf die Ge- würde eine Einheit geschaffen. Es sollen davon. Es sollen davon aus- bei dem Arbeitsvertrag eine Bestimmung getroffen fei, diesen fie wenn = " 0 = M = dieser Schuld int der daß die Lebenslänglichkeit nicht zulässig wäre. Nun ist aber im Gewaltherrlichkeiten bei dieser Gelegenheit zu erobern, su- bezogenen Waaren an seine Mitglieder abgiebt, von der vor Entwurf nicht ausgeschlossen die Lebenslänglichkeit für den Fall, stimmen oder nicht. Auch sonst sind auf dem Ge- stehenden Strafbestimmung nicht berührt." daß nach dem Vertrage die Dienstleistung durch einen anderen biet des Arbeiter Versicherungsrechtes eine Menge von Durch Annahme dieser Bestimmungen ist der Chikane und vorgenommen werden darf. Wenn 3. B. ein Gutsbesitzer einen Fragen ftreitig geworden, wo die Gewerbegerichte mit den ge- Denunziation von Konsumvereins- Mitgliedern Thür und Thor Arbeiter ansiedeln will, so nimmt er in den Vertrag die Be- lehrten Gerichten uneins sind. Die definitive Klärung und geöffnet. Nächsten Donnerstag wird die zweite Lesung beentet. ftimmung auf, er sei zum lebenslänglichen Dienst verpflichtet, Umgestaltung des Arbeiterrechtes ist dringend erforderlich, ebenso es stehe ihm aber frei, seine Dienstleistung durch einen anderen wie die Regelung des Rechtes des Arbeitsvertrages, nicht so, Lokales. verrichten zu lassen. Da ist nach diesem Zusatz der An- wie man es in Rom und im Sklaventhum thut, sondern entfiedler Beit feines Lebens an den Bertrag gebunden. Kein Gesetzbuch sprechend dem Stande der Produktion und den wirthschaftlichen In der Sache Auer und Genossen wegen angeblid, er der bestehenden Kulturstaaten enthält eine ähnliche Bestimmung. Verhältnissen freier Arbeiter. Beim Schadensersah scheint die Verlegung des Vereinsgefeßes ist den Betheiligten jetzt die Mite Der Kongostaat hat 1888 im Interesse der Abschaffung der Frage der Verantwortlichkeit der Beamten nicht richtig geregelt. Der theilung zugegangen, daß die Voruntersuchung abgeschlossen und Sklaverei eine derartige Klausel für ungiltig erklärt, und hier Rechtsgrundsatz vom Schadensersatz muß allen gegenüber, die auch die Sache der Staatsanwaltschaft übergeben sei. Es wird also will man ein besonderes Stlavenrecht für die Arbeiter nur fahrlässig einem anderen Schaden zugefügt haben, gelten. in nächster Zeit Termin für die Hauptverhandlung angesetzt einführen! Ist das Sozialpolitik? Das heißt den Standpunkt Nach§ 95 des Unfallgesetes ist den Arbeitern die Wohlthat werden. der Starken, noch mehr befördern und die Schwachen dieses Rechtsgrundsages genommen worden. Herr Rintelen hat Miether Elend. Im Haufe des Herrn Meyer, Hausund Mitglied politisch und wirthschaftlich möglichst rechtlos machen. Diese ein 3ins maximum gefordert, ich bin da nicht seiner Mei- eigenthümer der Armen Kommission Bestimmungen verstoßen gegen die guten Sitten, und es nung, aber weite Kreise muß es verstimmen, wenn sie das Wucher 73. Stadtbezirt, Johanniterstr. 12, wohnte seit dem April 1892 muß versucht werden, in der Kommission sie herauszubringen; sie gesetz ansehen und gleichzeitig finden, daß die öffentlichen eine Frau Albrecht, die sich, so gut es eben ging, burch das Halten find geradezu ein Hohn gegen die Arbeiterklasse. Das Selbst- ei hhäuser bei kleinen Darlehen bis zu 24 pet. von Schlafleuten und Pflegekindern ernährte. Die Frau kränkelte hilferecht des Entwurfs tommt der besigenden Bevölkerung nehmen dürfen, wie z. B. das Leihhaus in Berlin. Eine solche viel und so tam es, daß sie mit der Miethe im Rückstande blieb. zu gute, insofern es sich auf Grundstücke oder Häuser Ausbeutung der Armen darf nicht aufrecht erhalten Es handelte sich schließlich um 37 M., den Betrag für etwa bezieht. Auf 11/8 Monat. Der Regierungskommissar hat auf die Beschrän- werden, das ist direkte Begünstigung des Wuchers. Meyer ließ wegen fung des Pfandrechts hingewiesen. Ich gebe ihm zu, daß, wenn das Familien- und Gherecht wird mein Freund Frohme armen Frau nicht nur einen Theil ihrer Sachen versiegelir, man die preußischen Verhältnisse in betracht zieht, ein Fortschritt genauer eingehen. Die Stellung der Frau bleibt eine fondern jagte diefelbe mit den Kindern am 2. Oktober v. J. bezüglich des Pfandrechts gegenüber dem jezigen zu fonstatiren unterdrückte, der Herr der Schöpfung erlaubt sich, nach erledigter Exekutionstlage auf die Straße, und zwar des ift. Württemberg und Hannover fennen aber schon heute tein sie ganz besonders schlecht hinzustellen. Ich habe im morgens um 61/2 Uhr. Ihre Bitte, daß er doch wenigstens Pfand- u. Retentionsrecht, und wie kommt der Verpächter dazu, daß übrigen nicht gehört, welche Frau oder welches sich gedulden möge, bis die kleinen einen Schluck warmen er hier das Recht des Pfandes, der Retention, des Vorzuges vor Fräulein der Kommission, in der ja alle Interessen ver- Kaffees genoffen hätten, ließ er unbeachtet. Das gesammte anderen Leuten haben soll? Dieses Recht bestand bereits in treten fein sollten, angehört hat. Wir verlangen für die Möblement verblieb in der gesperrten Wohnung. Als der dreizehn römischer Zeit zu gunsten der Großgrundbesitzer und es wurde Menschenhälfte, die hier noch keine Vertretung hat, jährige Sohn der Ausgesperrten, welche aller Mittel entblößt dagegen angekämpft mit dem Augenblick, wo der deutsche Hinter mindestens das gleiche Recht wie für den Mann. war, sich in der Mittagszeit an Meyer wandte, 11111 faffe als Hinterfasse aufhörte. Ist etwa das Pfandrecht des Ver- Das vernünftige Recht, welches Sachsen hinsichtlich der An- das noch in dem solange innegehabten Heim befindliche pächters ein uraltes? Reineswegs. Im alten Deutschland mußte sich sprüche der unehelichen Kinder hat, wird im Entwurf Brot und Schmalz zu erlangen, bedurfte es erst langen allerdings der Hinterfasse, der Lehnsmann gefallen lassen, daß fallen gelaffen. Die Entschädigungen dürfen nicht nach der Noth Buredens des hungrigen Jungen, bevor sich der Herr Hauswirth zur alles das, was er eingebracht hatte, selbst seine Person, der burft, sondern müffen nach den Erwerbsverhältnissen des Mannes Deffnung der Wohnung bequemte. Er müßte viel Zeit haben, Herrschaft seines Lehnsherrn unterworfen war. Aber sobald bemessen werden. Die Verwandtschaft zwischen dem unehelichen meinte der Brave. Der Mutter eines der Pflegekinder, welche Dieses Gewaltverhältniß aufgehört hat, liegt nicht per geringste Kinde und seinem Erzeuger muß anerkannt werden, auch das von Meyer ein Bett und einen Mantel für ihr Kind heraus wirthschaftliche Grund vor, daß der Vermiether und Berpächter Erbrecht des unehelichen Kindes und die Frage der Lohnpfändung verlangte, wurde das Haus verboten, und Herr Meyer gab das Pfandrecht behalten soll. Es ist eine Kontroverse, ob es wegen der Alimente. Wenn die Freiheit dadurch, daß man dieses seinem Kutscher auf, die Thür zu hüten. Nachdem Frau A. nicht schon heute bestehendes Reichsrecht ist, daß das Retentions- Wert anrührt, gestört werde, dann brauchen wir kein Parlament, mehrere Tage bei Bekannten verbracht, stellte ihr der Malerund Pfandrecht des Vermiethers sich nicht weiter erstreckt als dann genügt der Absolutismus. Wir wollen keine Schein- meister Kley vorläufig einen unvermietheten Ladenraum in seinem auf die an sich ihrer Pfändung unterliegenden Sachen. Aber einheit; ich will auch nicht einmal etwas besonders Sozial- Hause zur Verfügung. Sie suchte nunmehr den Herrn Meyer ich hebe hervor, daß fast alle deutschen Staaten die Beschränkung demokratisches, sondern was möglich ist innerhalb der heutigen auf und forderte die Herausgabe der nichtversiegelten Sachen; auch gegenüber dem Verpächter haben. Es ist ein Wucher Gesellschaftsordnung zu gunsten der Hilf da hatte sie aber die Rechnung ohne den Wirth gemacht. schlimmster Art, daß es irgend einem Gläubiger gestattet sein soll. Iofen. Bringen Sie unseren Anträgen in der Kommission und Meyer ließ ihr nur altes Gerümpel und behielt sich, was brauch unentbehrliche Gegenstände dem Schuldner zu entziehen, und nun will nachher im Plenum mehr Wohlwollen entgegen, als es gestern bar mit dem Bemerken zurück, daß er mit dem Erlös die Kosten der vorliegende Entwurf dem Verpachter einen solchen Vorzug geben! aus den Ausführungen des Staatssekretärs heraustam.( Beifall für feinen Anwalt decken würde. In ihrer Noth ging Frau A. In Preußen ist das Retentionsrecht der Hausbesizer erst vor lints, 3ischen rechts.) die Armendirektion um Hilfe an, die denn auch nach einigen wenigen Jahren beschränkt worden, aber für die Werpächter beWochen Nachforschungen veranlaßte. Von dem Rechercheur wurde fleht es noch. Diese Bestimmung über das Retentionsrecht ist ihr u. a. gesagt, Meyer würde jezt die noch nicht versteigerten t.in besonderes sozialpolitisches Verdienst. Sachen herausgeben, man hätte ihn dazu bewegt. Die Freude über diese Botschaft wurde jedoch bald durch eine arge Guttäuschung abgelöst; Meyer erklärte der Frau A., als sie bei ihm vorsprach, in der ihm eigenen Sprache: Die Sachen wollen Sie? Machen wir nicht giebts nicht." Jetzt ist Termin zur Versteigerung der fraglichen Gegenstände auf den 7. Februar fest gefeßt. Die Versteigerung der zuerst gepfändeten Sachen hat 54,30 M. ergeben, wovon nach Abzug von Transport und Ber steigerungskosten nicht einmal die Miethsschuld( 37 M.) getilgt werden konnte. Um 5 Uhr wird die weitere Berathung bis Mittwoch 1 Uhr vertagt. Außerdem ist die Interpellation wegen der Transitläger auf die Tagesordnung gestellt. Der sonst übliche Schwerinstag foll nach Erledigung dieser Gegenstände statt finden. Parlamentarisches. 13 Im Hinblick auf die kaiserlichen Botschaften sollte den Großgrundbefizern die Schamröthe ins Gesicht steigen, wenn sie gefounen wären, solche Bestimmungen in das Gesetz aufzunehmen. Es sind teine sozialpolitischen Verbesserungen, sondern Verschlechterungen der schlimmsten Art. würde durch den Gefeßentwurf ein Zustand entstehen, den ich Die Margarinekommission nahm mit 18 gegen 4 Stimmen für einen ungerechten und abscheulichen halten muß. Ich ver-( Sozialdemokraten und Freifinnige) folgenden vom Abg. Lose( 3) lange, daß in diesen Gesegentwurf Be. ftimmungen& wingender Natur hineingebracht gestellten Antrag an: Käseartige Bubereitungen mit Margarine werden, damit nicht durch Verträge und Ver= oder sonstigen nicht ausschließlich der Milch entstammenden Fetten sowie der Bertrieb von solchen im Inlande sind ver einbarungen die wirthschaftlich Schwachen boten." Daß Margarinekäse unbestrittener Weise ein besseres tannte Amts- und Ortsvorsteher der Nachbargemeinde FriedrichsLieutenant a. D. Nöder, der unseren Lesern bereits be ausgebeutet werden. Es darf nicht beschlossen werden, daß das Recht des Miethers, wegen einer ungesunden oder un Nahrungsmittel als der aus Magermilch hergestellte Käse ist, berg- Lichtenberg, ist seit einigen Wochen äußerst rege darum bemüht, brauchbaren Wohnung auszuziehen, ihm entzogen wird. Es binderte nicht die agrarische Mehrheit, diesen Antrag aus auch öffentlich die Wahl der Kandidaten seiner Richtung in die wären solche Bestimmungen gegenüber den allgemeinen Rechts aunehmen. Ein Antrag Klose:" Von je 100 Kilo Margarine ist Gemeindevertretung zu fördern. Den Anfang machte er mit einer eine Sontrollabgabe von 1 Mark zu entrichten und von launigen Epistel in der letzten außerordentlichen General- Veranschauungen nicht nöthig, wenn man ficher wäre, daß die Richter nicht nach der Zollbehörde zu erheben", fam zur Debatte. Bon fammlung des Grundbesitzervereins Lichtenberg- Friedrichsberg, Dem Grundsay handelten den Regierungsvertretern wurde darauf hinder feine ureigenste Schöpfung ist. Er suchte die Angriffe feiner oder Recht sprächen: si duo faciunt non est idem. Nach dem vorliegenden Entwurf ist der Vertrag nur nichtig, gewiefen, daß die Ausführung der Kontrolle Sache der Gegner in der Gemeindevertretung, die dort bekanntlich in der auf persönliche Gründe zurückzuführen wenn der Vermiether den Mangel einer Wohnung argliftig ver- einzelnen Bundesregierungen ist und daß die Zollbehörden mit Mehrheit sind, schweigt. Ich will nicht nur den argliftigen Vermiether treffen, der Grhebung von Abgaben nicht betraut werden können. Abg. und sich selbst als den Mann hinzustellen, dem sondern jeden Vermiether, auch wenn er in Treue und Glauben Rose motivirt seinen Antrag damit, daß ja auch für die Unterwohl der Gemeinde ganz besonders ans Herz gewachsen sei. handelt. Ich glaube, baß ich in ber Kommission nicht auf suchung von Fleisch Gebühren entrichtet werden müssen. Abg. In der Bethätigung seines ungemeinen Interesses am Gedeihen Widerstand stoßen werde, wenn ich die Erweiterung dieser Be- Herbert bestritt, daß dieser Vergleich zutreffend sei, denn die der Gemeinde tönne ihn, meinte er, das gegen ihn in der Presse stimmungen beantrage. Während allgemein die nachherige von jeder fabrizirten Margarine entrichtet werden. Ghrenpflicht," nicht gleich bei jeder Schwierigkeit die Flinte ins Während allgemein die nachherige Kontrollabgabe soll nicht allein von der untersuchten, sondern losgelassene Geschrei" nicht beeinflussen. Er halte es für seine Bahlung der Mietben als richtig anerkannt wird, verlangen die Die Abgabe sei nichts weiter als eine Steuer, welche Rorn zu werfen. Die Kniee müßten ihm dann erst zittern und Berliner Hausbefizer die vorherige Zahlung und bei einmaliger von den Fabrikanten auf das Nichtzahlung erfolgt die Gymiffion mit Haftung für die ganze werden würde. : den Fabrikanten auf die Konsumenten abgewälzt das würde nicht eher paffiren, als bis er ein Greis sei. Dem 11 Man wolle den Miethsdauer. Es müsse eine taffatorische Bestimmung an mittel wieder einmal vertheuern. Armen die Lebens von seinen Gegnern in dem Gemeindeparlament beschlossenen Abg. Klose erklärt, Rathhausbau stellte er das Projekt eines neuen Schulhauses genommen werden, welche solche Berabredungen ausschließt. daß Es giebt hier sogar die Ungeheuerlichkeit, daß jemand exmittirt herbeizuführen, und ziehe er daher den Antrag zurück. Bu 69 unnüß; etwelches vorhandenes Kleingelb müßte nugbringenber es nicht seine Absicht sei, eine Bertheuerung gegenüber. Die Ausgaben für ein Rathhaus erklärte er für werden fann allein deshalb, weil seine Kinder einmal laut ge schrien haben und dergleichen. Eine ganze Anzahl der Haus- stellten die Abgg. Wurm und Herbert den Antrag: Das verwerthet werden, so zur Regulirung der Frankfurter Damit würde man beffere befizer nicht alle find geradezu brutal bezüglich der An- gewerbsmäßige Verkaufen und Feilhalten von Butter, deren Fett Chauffee und anderem. wendung solcher Bertragsbestimmungen. Ich kann hier natürlich gehalt nicht 80 pet. erreicht oder deren Wassergehalt 15 pet. oder Steuerzahler in die Gemeinde hineinziehen. Manche nicht auf alle Einzelheiten eingehen, aber das Angeführte genügt, Salzgehalt 8 pSt. überschreitet, zu verbieten." Bei der Be- Wohnungen ständen leer, denn bei dem jezigen Zustande müßten im zu zeigen, wie nothwendig es ist, diesen Wünschen in der gründung wies Abg. Herbert darauf hin, daß die Zahlen der die Leute häufig bis an die Knie im Dred waten. Rommission Rechnung zu tragen. Die größten Beschwerden habe amtlichen Denkschrift entnommen feien; man folle nicht warten, Da hat Herr oder schon recht. Er bemerkte im Anschluß an ich natürlich bezüglich des Arbeitsvertrages vorzubringen. Den bis der Bundesrath von der Vollmacht Gebrauch mache, sondern die Mittheilung, daß er die Rathhaus- Baukommission allein habe Ausbruck Arbeitsvertrag" fennt der Entwurf überhaupt sofort gegen die Butterfälscher vorgehen, die bis 40 pat. Wasser wirthschaften" lassen:„ Was ist da für ein Blödsinn heraus. in die Butter hineinkneten. Der in großem Umfange betriebenen gekommen!" Den Beschluß des Landrathes betreffend die Rathgarnicht; er spricht von Dienstvertrag und Werkvertrag. Butterfälschung der Molkereien müsse schleunigst ein Riegel vor haus- Angelegenheit will Röder nuz verpflichtet sein, den GeBezeichnender Weise ist man auch nicht einmal dann versucht, geschoben werden. Die Regierungsvertreter hoben meindevertretern zu unterbreiten, wenn ihn der Landrath dazu den Begriff des Dienstvertrages zu definiren. Gerade auf dem hervor, daß man noch erst weitere Erwägungen über die zu- winge. Die Weigerung Röder's, diesen den Rathhausprojektlern Gebiet, wo die wirthschaftliche Entwickelung vorwärts gegangen ist, wo römisch oder beutschrechtliche Grundsäge überhaupt nicht lässige Höhe des Wassergehalts anstellen müffe. Der Antrag günstigen Beschluß gleich zu Beginn einer Gemeinderathssigung vorwehr angewendet werden können, wird der Mensch, der seine wurde mit allen gegen die Stimmen der Antragsteller abzulesen, nachdem er sich schon monatelang in seinen Händen Sirbeit hingiebt, wie ein Stück Waare, der Träger der Arbeits- gelehnt. Die§§ 7-11 wurden nach der Regierungsvorlage befand, hatte, wie wir berichteten, zu einem Streit der Mehrheit Iraft wie eine Sache behandelt und von einer angenommen. der Gemeinderäthe geführt. Derartige Kämpfe, meinte der Waaren sorte gar nicht unterschieden. Das Die Konfumvereins- Kommiffion begann am Dienstag die Rebner, würde er noch einige Jahre aushalten, länger aber ist der schärfste Vorwurf, den ich dem Entwurf zweite Lesung und nahm die Beschlüsse der ersten Lesung Art. 1 nicht. Er bat die Versammelten, ihn trotz allen Geschreies in machen muß. E3 müßte doch möglich sein, auch an, und lehnte mit 11 gegen 3 Stimmen einen Antrag sann den verschiedenen Gesindelzeitungen fräftig zu unterin den Gefeßentwurf den Arbeitsvertrag aufzunehmen ab: landwirthschaftliche Konsumvereine von den Beschränkungen stüßen; er wünschte sich noch zwei oder drei Herren in der Geentsprechend der modernen Entwickelung. Das ist aber des Verkaufs an Nichtmitglieder auszunehmen, auch wenn sie meindevertretung mehr auf seiner Seite, die den rücksichtslosen unterblieben und dem Partitularismus auch hier wieder einen offenen Laden halten." Angenommen wurde Herren, die drin sind und ihn in rücksichtslosester Weise befperrangelweit Thür und Thor geöffnet. Nach dem Ein- mit 8 gegen 6 Stimmen ein Antrag Hihe, dem Art. 1 hinzu- schimpften und angriffen, das Handwert legten." fi hrungsgesetz bleiben die Gewerbe- Ordnung, Handelsgesetzbuch, zufügen: Marten, Anweisungen, Quittungen oder ähnliche Der auf das Gemeindewohl nach seinen eigenen Angaben Seemannsordnung, Binnenschifffahrts Gesetz u. f. w. bestehen, Erfahmittel für baares Geld dürfen im Verkaufsbetriebe der in so sehr bedachte Herr Vorsteher verschwieg, daß er wohlwollenderund aus dem Ganzen soll sich dann die Einheitlichkeit auf diesem Abs. 4 und 5 aufgeführten Vereine und Anstalten nicht ver- weise die Gemeinde auf Erhöhung seines Gehalts, sowohl Gebiete ergeben. Diese Gesetze aber überlassen vielfach der wendet werden."§ 30a wurde mit 11 gegen 3 Stimmen an- als Amtsvorsteher wie als Gemeindevorsteher, verklagt hat. Landesgefeßgebung die Regelung von Einzelheiten. Ein solcher genommen( Borschriften über die Legitimation der Mitglieder"). Der Wahlausschuß des Grundbesitzervereins, welcher sich durch Lapsus sollte in dem Entwurf nicht vorkommen und würde ver- 145 a wurde wie folgt abgeändert und mit 11 gegen eine einstimmig angenommene Resolution vollkommen auf die mieden werden, wenn Sie ein einheitliches Arbeitergesetz hinein- 3 Stimmen angenommen: Personen, welche für einen Konsum- Seite Röder's stellte, hat nunmehr ein Zirkular verbreitet, welches schrieben. Dann erst könnte man vielleicht von einer Rechts- verein den Waarenverkauf bewirken, werden, wenn sie der die Resolution und die Reformpläne Röder's enthält und das einheit reden, dann würde sozialpolitisches Del in die Para Vorschrift des§ 8 Abs. 4 zuwider wissentlich oder ohne Be- nach feinen Eingangsworten den Zweck der Einleitung des graphen dieses Gesetzes hineingegossen sein. Das ist nicht obachtung der nach§ 3a von dem Vorstande erlaffenen An- diesjährigen Wahlkampfes" hat. Der Kampf ist denn auch geschehen, denn sonst wäre die Aufrechterhaltung des weisung Waaren an andere Personen als an Mitglieder oder entbrannt, er trägt jedoch bei der Reserve, in der sich noch unsere Gesinderechts und der Vorbehalt bezüglich der Bergwerts- deren Vertreter verkaufen, mit Geldstrafe bis zu 150 M. be- Parteigenossen halten, ein ziemlich frähwinkelhaftes Gepräge. Nach arbeiter einfach nicht denkbar. den Motiven soll straft. Gleiche Strafe trifft das Mitglied, welches aus dem Zum Kotze- Skandal weiß ein hiesiges Lotalblatt folgendes die Definition des Begriffs Gesinde" dem Landesgesetz über- Stonfumverein oder von einem mit diesem wegen Abgabe von zu berichten: In Sachen des Zeremonienmeisters von Koze hat lassen bleiben. Da nun gleichzeitig in das Reichsgesez nicht hin- Waaren Verbindung stehenden Gewerbetreibenden, der Ehrenrath des Königs- Ulanen- Regiments( 1. Hannoversches) eingeschrieben wird, was Dienstvertrag ist, würde der Partikular auf grund feiner Mitgliedschaft, bezogene Waaren gegen Nr. 13, vor welchen die Angelegenheit durch das Generalstaat das Recht haben, eine Reihe gewerblicher Arbeiter in das Entgelt gewohnheitsmäßig oder gewerbsmäßig an Nicht- fommando des X. Armeekorps verwiesen ist, feine vorbereitende Gesindeverhältniß hineinzuziehen, und das ist meiner Meinung mitglieder veräußert. Derselben Strafe verfält das Mit- Thätigkeit aufgenommen. Es finden fortgesetzt Vernehmungen nach der offenbare Zweck gewesen, den die Ausarbeiter des Entglied eines Konsumvereins, welches seine zum Waarenkauf in von Angeschuldigten und Zeugen statt, die sich zu diesem Zwecke wurfs erster Lesung verfolgt haben. Sie haben beim Unfallgesetz Diesem oder bei einem mit diesem in gedachter Geschäfts- nach Hannover begeben. Sobald der aus drei Mitgliedern des ganz ähnlichen Anschauungen Raum gegeben, als sie in dem verbindung stehenden Gewerbetreibenden berechtigende Zegitimation, Offizierkorps bestehende Ehrenrath feine Thätigkeit beendet hat, Kommissionsbericht sprachen: von den gewerblichen Arbeitern und insbesondere auf Marken, sonstige Zeichen oder Bezugsscheine einem erstattet er dem Ehrengericht Meldung, dem sämmtliche Offiziere dem sonstigen Gesinde. Die Arbeitgeber, namentlich auf dem Dritten zum Zweck unbefugter Waarenentnahme überläßt. Der Dritte, des Regiments angehören. Der Kommandeur des Regiments, Lande, sehen noch heute jeden Arbeiter als Gesinde an. welcher von solcher Legitimation, von solchen Marken, Zeichen deffen Chef der Kaiser, ist Oberstlieutenant von Pfuel. Durch das Unfall- und Krankenkassen- Gesez werden uns täglich oder Bezugsscheinen zu demselben Zwecke Gebrauch macht oder auch weiß das Blatt zu melden, daß Prinz Friedrich von HohenFälle vorgeführt, wo die wirthschaftliche Entwickelung dabin ge- auf andere Weise zu unbefugter Waarenabgabe zu verleiten zollern, der fommandirende General des III. Armeekorps, fein brängt hat, daß gewisse Kreise und Theile aus dem Gesinde unternimmt, wird in gleicher Weite bestraft.- Die Abgabe von Abschiedsgesuch eingereicht habe, welches vom Kaiser genehmigt verhältniß ausscheiden, ihnen aber trotzdem die vollen Rechte Gegenständen, welche Mitglieder von Ronfumvereinen als solche worden sei. Auch andere hohe Offiziere hätten ihr Abschiedsgewerblicher Arbeiter nicht gegeben werden. Das Gesinderecht beziehen, an ihre Koftgänger oder in ihren Speise- Anstalten zum gesuch eingereicht. Die Verabschiedung des Prinzen Friedrich it zweifellos ein Nidument einer veralteten Rechtsanschauung, alsbaldigen persönlichen Berbrauch, fällt nicht unter vorstehen de von Hohenzollern sei in engsten Busammenhang zu bringen mit die auf einem Gewaltsverhältniß beruhte, und es wird sich Strasbestimmung. Ebenso wird der Fall, daß ein Konsumverein, dem wider Herrn v. Roße seitens des Offiziertorps des Husarenb..lb zeigen, ob Sie denen, die versuchen, sich neue welcher Mitglied eines anderen Konsumvereins ist, die von lettere Regiments in Rathenow ergangenen Urtheilsspruch, welcher später in " Versammlungen. 1 vom Raiser umgestoßen worden ist. Dem Rathenower Urtheil| Festungsstrafe und außerdem bie Versehung in die bringen wird. Wie bei solchen Gelegenheiten üblich, fehlte es fei Bring Friedrich von Hohenzollern in seiner Eigenschaft als zweite Klaffe des Soldatenstandes sicher. Im übrigen follen bei auch gestern nicht an den" Spenden" für die Direktion und Gerichtsherr beigetreten. feiner Kompagnie in legter Zeit wiederholt Diebstähle vor die Künstlerschaft. Diese ist allerdings auch eine Anerkennung Nachträglich wird noch gemeldet, daß auch Prinz Albert von gekommen sein. Die triegsgerichtliche Untersuchung wird ergeben, schon wegen der Qual werth, ein halbes Jahr hindurch und Sachsen- Altenburg seinen Abschied eingereicht habe, sowie daß in inwieweit er an diesen Diebstählen betheiligt ist. Nach Ver- noch länger dasselbe Zeug herunterraspeln zu müssen. Das den hohen Hofchargen demnächst eine Veränderung eintreten büßung seiner Festungsstrafe wird Ziege, der bereits im zweiten Publikum, das zahlreich versammelt war, schien sich vortrefflich werde. Bei solchen Nachrichten muß den loyalen Staatsbürger Jahre dient und sich bisher gut geführt hat, zur weiteren Ab- au amüfiren und zeichnete namentlich die Damen Worm und ja eine Gänsehaut überlaufen. leistung seiner Dienstpflicht in die Disziplinar- Abtheilung des Göhrs, sowie Herrn Emil Thomas durch rege BeifallsVon einer Lohnbewegung der Angestellten des neuen Gardekorps versetzt werden. spenden aus. Berliner Fahrrad Dienstmanns Instituts Von frommen Kriegern und vom heiligen Krieg. Am Die Direktion des National Theaters theilt uns mit, fonnten wir dieser Tage berichten. In dieser Angelegenheit Montag Abend wurde die erste Kompagnie Garde- Füsilier- Re- daß Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, eine Kindervorstellung schreibt uns die Direktion des Instituts: Die von einem Theil giments in das Vereinshaus für christliche junge Männer in der Hänsel und Gretel", und Sonntag, nachmittags 3 Uhr, eine der Fahrrad- Dienstleute der Direktion am 31. Januar cr. über- Oranienstraße geführt, um sich an den Nebelbildern kriegerischer Opernaufführung zu fleinen Preisen Der Freischüß" stattfindet. reichte Bittschrift um Herabfehung der täglichen Abgaben wurde Ereignisse aus den Feldzügen zu ergößen. Der Eintrittspreis Heute geht" Maria Stuart", morgen wiederum Konradin, der dahin beantwortet, daß die großen Betriebsunkosten eine Herab- betrug zehn Pfennige, welche die Mannschaften aus ihrer eigenen lezte Hohenstaufe", in Szene. fegung nicht zulassen, denjenigen, welche mit ihrem Verdienst Tasche bezahlen mußten. Zugleich wurden sie ermahnt, ja recht nicht auszukommen glauben, wurde die Kündigung anheimgestellt. fleißig an den Sonntagen im Vereinshaus zu erscheinen, wo für Die Folge war, daß sämmtliche Mannschaften bis heute noch ihr seelisches Heil hinreichend gesorgt werde. Die Welt sei Eine öffentliche Holzarbeiter Versammlung, die am fahren, ein Zeichen, daß der Verdienst doch nicht so unlohnend vergänglich und man müsse sich daher auf das ewige Leben bei ist. Nach den Ermittelungen der Direktion verdient im Gegen- Beiten vorbereiten. 27. Januar im Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9, tagte, beschloß theil ein strebsamer Fahrrad- Dienstmann durchschnittlich täglich In ziemlicher Konfusion hat der im August vorigen nach einem Referat Grunert's mit allen gegen zwei Stimmen, ca. 4,50-5 M. Ferner hat die Direktion bereits seit längerer Jahres aus dem Leben geschiedene königliche Dekonomie- energisch für die Durchführung der bekannten Forderungen der Beit Schritte gethan, die Mannschaften in betreff Unfall, Strant Inspektor a. D. Robert Wegner zu Deutsch- Wilmersdorf seine Holzarbeiter Berlins einzutreten und für die Beschaffung der zur heits- und Invaliditätsfall sicher zu stellen. Im übrigen geben Angelegenheiten zum theil zurückgelassen. Der Herr war Ge- Lohnbewegung nöthigen Mittel mit zu forgen. Von mehreren wir Ihnen die Versicherung, daß wir es an Entgegenkommen meindevorstand dieses Ortes und später Schöffe, sowie Waisen Kollegen wurde mitgetheilt, daß sie bei einer Charlottenburger und Koulanz unseren Mannschaften gegenüber nicht fehlen lassen rath; auch hatte er die Reuter'sche Vormundschaftssache zu Firma die Arbeit niedergelegt hätten, weil sie nur 14 M. Su alt! Der 71 Jahre alte Arbeiter August B., welcher führen. Als diese Angelegenheit nach dem Ableben Wegner's wöchentliches Koftgeld bekamen, während 24 M. ausgemacht geDie übrigen Versammlungstheilnehmer verdie Feldzüge mitgemacht hat und noch ungewöhnlich rüftig ist, regulirt werden sollte, stellte sich heraus, daß 3200 M. von den wesen wären. so daß er sehr gerne Arbeit übernimmt, um seine bescheidene verwalteten Geldern nicht auffindbar waren. Schließlich erklärte sprachen darauf, bei der betreffenden Firma nicht in Arbeit zu Altersrente zu erhöhen, bewarb sich kürzlich um eine Stellung sich die Wittwe des Verstorbenen in dem am 30. Januar vor als Tageswächter auf dem Exerzierplatz zur einsamen Pappel. dem Vormundschaftsgericht am Amtsgericht II Berlin verhandelten In Weißensee faßte am 2. Februar eine öffentliche Der Posten wird mit 10 m. wöchentlich bezahlt, eignet sich also Termin bereit, den fehlenden Betrag den Mündeln zu ersetzen. Holzarbeiter Versammlung, wo Klinger referirt überhaupt nur für einen älteren Mann mit bescheidenen Lebens- Es ist begreiflich, daß diese Angelegenheit in Wilmersdorf viel hatte, einstimmig eine Resolution, worin unter Berufung auf ansprüchen oder für jemanden, der etwas Vermögen besitzt. besprochen wird. Unter der Arbeiterschaft von Wilmersdorf war die Steigerung der Lebensmittel und die Verkümmerung der Dieser Tage erhielt nun B. vom Regimentskommando des Kaiser Wegner als feste Ordnungssäule und als Sozialistenfresser sehr Arbeitsgelegenheit durch die Maschinenarbeit erklärt wird, daß Alexander- Garde- Grenadier- Regiments den wörtlichen Bescheid, bekannt. man mit allen zu Gebote stehenden Mitteln für die Durchführung taß er zu alt" sei. der Forderungen: Neunstundentag, Montags und Sonnabends eine lohn, eintreten werde und im übrigen die Beschlüsse der Berliner Stunde weniger, und 21 M. wöchentlichen Minimal- AbschlagsBahlstelle des deutschen Holzarbeiter- Verbandes zu den feinigen mache. Die Kollegen wurden noch aufgefordert, aus jeber " Der ehemalige Bureauvorsteher des Dr. Fritz Friedsich herausgestellt hat, daß er sich auf den Namen des Rechtsmann, namens Ramin, ist in Haft genommen worden, weil es anwalts von einem hiesigen Fabrikanten 500 Mark zu erschwindeln wußte. Er soll noch andere Strafthaten ähnlicher Art auf dem Kerbholz haben. treten. D Welche Giftigkeit haben die Monatskarten der Stadt bahn Manche Leute, die eine Monatstarte der Stadt und bahn? Mauche Leute, die eine Monatskarte der Stadt- und Hingbahn besigen, die für fünf Stationen gilt, lassen diese un ansgenußt, sobald sie außerhalb dieser Strecke noch mehr als Werkstatt Vertrauenspersonen zu der heute fünf Stationen abzufahren haben. Das ist nach einer EntMittwoch abend 1/29 Uhr im Lokal des Herrn Kuhne, scheidung der Eisenbahndirektion Verschwendung. Die Verkehrs Was kosten die Röntgenstrahlen? Der Vorstand eines inspektion Berlin hat erklärt: Der Inhaber einer für fünf naturwissenschaftlichen Vereis zu Rottbus wandte sich fürzlich Wölfe- und Pistoriusstraßen Ede, stattfindenden BeStationen giltigen Monatstarte hat bei einer Weiterfahrt nach an einen hiesigen bekannten Dozenten der Physik, welcher seit rathung zu entfenden. Es wird dringend gebeten, dafür einer beliebigen Station der Stadt- und Ringbahn als Buschlag einiger Beit Experimentalvorträge über die von Prof. Dr. Röntgen zu forgen, daß keine Werkstelle unvertreten bleibt. 10 Pf. zu zahlen. Es ist nun zweifelhaft, was unter Weiter entdeckten X- Strahlen hält, in der Absicht, den Vortragenden Die Ethische Gesellschaft nahm in ihrer lehten Generalfahrt" zu verstehen sei. Einige Bahnsteig beamte legen den Be- an einem Abend für Kottbus gewinnen zu können. Die latonische versammlung zunächst den Kassenbericht vom vierten griff dahin aus, daß die Fahrt auf einer der fünf Stationen, Antwort lautete jedoch: Bis Ende Mai täglich befeßt; Honorar Quartal 1895 entgegen. Einschließlich des früheren Befür die die Monatskarte gilt, begonnen sein müsse, wenn ein Zu 250 Mart pro Abend!"" Bei einer so kostspieligen Wissenschaft standes betrug die Einnahme 679,45 M., die Ausgabe 642,95 m., schlag von 10 Pf. für die ganze Strecke genügen soll, andere scheint für Arbeitervereine wenig Hoffnung vorhanden zu sein, der Ueberschuß 36,50 M. Die Einnahme im ganzen dagegen machen diese Einschränkung nicht, wenn man sich auf die die Röntgenstrahlen zu sehen. Jahre belief sich auf 1661,85 m., die Ausgabe auf eben mitgetheilte Entscheidung der Verkehrsinspektion beruft. am Jahresschluß ein Bestand Auf Arbeiterfahrkarten können nach einer soeben von der Eisenbahndirektion erlaffenen Verfügung von jetzt ab ingreicher wit in gleicher Weise, wie es bereits im Stadt- Ringbahn- Werkehr nachgelassen ist, auch im Berliner Vorort Verkehr außer den im Fahrplan durch einen(*) fenntlich gemachten Zügen benugt werden: 1. Zur Hinfahrt sämmtliche Züge, mit denen die Bestimmungsstation bis 8 Uhr morgens erreicht wird, und 2. zur Rückfahrt sämmtliche Züge, von denjenigen Stationen ab, welche von den Zügen nach 4 Uhr nachmittags verlassen werden. " Man weiß, daß unsere Kunstgärtner Den Winter in Sommer aut verwandeln, bemüht Die Voltastraße, welche das Gelände des ehemaligen alten 1625,35 M., somit blieb Biehhofs durchschneider und die Brunnenstraße mit der Hussiten von 36,50 m. Die Bibliothek ift bedeutend vergrößert worden. straße verbindet, ist dem Verkehr übergeben worden. Merkwürdig Im vergangenen Jahre wurden 58 Sonntagsversammlungen, Inschrift: Das Betreten Der Bürgersteige ist das Stiftungsfest abgehalten, ferner ist ein Sommerausflug unterberührt die an den Bugängen auf großen Holztafeln angebrachte 4 ordentliche und 2 außerordentliche Generalversammlungen und streng verboten! Die letteren find zwar noch nicht nommen worden. Kassirer und Rendant wurden entlastet. Die Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: einstimmig wiederregulirt, was aber das Betreten schaden soll, ist ein Räthsel. gewählt wurden Paul Stempel als erster und Gustav Gegen den Prokuristen Priemer, der bekanntlich längst Brunsch als zweiter Vorsitzender, ferner W. Güth als erfter, in Amerika sein soll, hat nunmehr die angeblich um einige W. Pflügner als zweiter Schriftführer, M. Jäschte als 20 000 M. geschädigte Firma Flinsch Strafantrag gestellt! erster, D. Hirschmann als zweiter, G. Wilde und In die Spree sprang in der Nacht zum 1. d. M. die Ver- R. Kruse als Hilfstassirer, D. Grassow, E. Pomplun, Militärisches. In der Berl. 3tg." lesen wir: täuferin Agnes Landau, die mit ihrer Schwester zusammen eine Chr. Birnbaum, H. Henflich zu Ordnern, A. Heidtke Eine nach verschiedensten Richtungen hin lehrreiche Szene Wohnung im Hause an der Stadtbahn Nr. 1 inne hatte. Gie zum Rendanten, D. Dame, E.& ebling, J. Samme zu hat in der Nacht vom Sonntag auf Montag fich abgespielt. In war im Begriff, mit ihrem Bräutigam in der genannten Nacht Revisoren, Frau Severin und Frl. Bethte zu Bibliothekarinnen. einem der Leipzigerstraße benachbarten Lokal der Friedrichstraße in einer Droschte nach Hause zu fahren. Unterwegs kam es zu Statut auszuarbeiten, auch wurde ihr ein Antrag des Frl. AltFerner wurde die Statutenkommission beauftragt, ein neues war ein Gardeschüße mit einem der anwesenden Gäfte in einen einem lebhaften 3wist zwischen den beiden, der damit endete, heftigen Disput gerathen, dem der Soldat schließlich dadurch ein daß Agnes Landau an der Stralauer Brücke aus der Droschke mann zur Berathung überwiesen. Auf Antrag Dame beschloß Ende machte, daß er sich erhob und das Restaurant verließ. Tros heraussprang und geradewegs ins Wasser lief. Die Leiche man, am 2. Osterfeiertag ein Vergnügen mit folgendem Bro dieser besonnenen Haltung des Mannes, der, wie aus feinem ganzen fonnte noch nicht aufgefunden werden. gramm abzuhalten: Vokal- und Instrumental- Konzert, Vorträge, Betragen und feiner Ausdrucksweise hervorging, eine gewiffe Feftrede und Ball. Der Vorsitzende schloß die GeneralversammBildung verrieth, war ihm ein im Lokal zugegen gewefener Unter- Erdmannstraße Eine schreckliche Szene spielte fich Montag Abend in der lung mit der Aufforderung an die Mitglieder, für die Veroffizier auf die Straße gefolgt, um sich hier als Vertheidiger der Erdmannstraße zu Schöneberg ab. Dort wohnt im Hause breitung der Grundsäge der Gesellschaft nach besten Kräften einnach feiner Meinung durch den Soldaten verletzten guten Sitte Nr. 11 ein Arbeiter Peters, welcher früher in der Wellblechfabrit zutreten. und Ordnung aufzufpielen. Hierbei begnügte er sich nicht nur, thätig war. Vor etwa Jahresfrist war demselben in der Fabrit von Pfeiffer u. Druckmüller und dann in einem Kohlengeschäft den Schüßen in brüsteftem Ton anzufahren, sondern er unterVermischtes. stügte die Kraft seiner Lungen noch mit der Straft seiner eine eiferne Stange auf den Kopf gefallen, infolge dessen sich bald Fäufte, indem er den Mann heftig rüttelte und schüttelte. Hatte Unfälle geistiger Berwirrung einstellten. Montag abend fam biefer Gaß, der beiläufig nicht von„ Nathan dem Weifen" her eine Entzündung des inneren Ohres und ferner auch zeitweise Unter Palmen wandelt man nicht ungestraftder laute Zonfall die Baffanten zunächst nur angelockt, so ver- die Frau des P. von einer Besorgung gegen 7 Uhr nach Haufe ftammt, wie gemeiniglich angenommen wird, flingt zwar etwas wandelte sich die bloße Neugierde bald in die lebhaftefte Theil- und fand ihren Mann in der noch finsteren Wohnung auf dem räthselhaft, er enthält aber eine tiefe Wahrheit, wenn auch der nahme, die zur entschiedensten Parteinahme wurde, als der beleiderschrank siten und unverständliche Laute ausstoßen. Als sie Urheber sich dessen wohl schwerlich bewußt war. Denn es war treßte Jünger des Mars fich thätlich an den Untergebenen Licht gemacht hatte, bemerkte sie zu ihrem Entfeßen, daß er sich eine prophetische Wahrheit. Doch, wir müffen uns ervergriff. die Arme biß fortwährend in und sich bereits ganze klären. Der zu Hunderten angewachsenen Menge bemächtigte sich eine ungeheuere Bewegung. Studenten, denen die Feubalität Stücke Fleisch herausgeriffen hatte. Die Frau stürzte in ver- find, zweiflungsvoller Angst hinaus zweiflungsvoller Angst hinaus und rief mehrere Männer uns mitten im Winter die schönsten Blumen des aus allen Schmiffen blickte, beehrten den Herrn Unteroffizier und der Nachbarschaft zur Hilfe herbei. Als diese jedoch die Woh- Sommers hervorzuzaubern; mit diesem Streben geht Hand in fein Gebahren mit Titeln, die wiederzugeben selbst die bekannten nung betraten und zu dem Manne sprechen wollten, sprang er Hand das andere, es ergänzend und übergipfelnd: uns in die in die Goffe getauchten Federn des Herrn Kriegministers fich ge- mit einem Satz von den Schranke herab, stieß sie bei Seite und Tropen zu verfeßen und unter Palmen wandeln zu lassen. Und sträubt hätten! Aber die jungen Leute ließen es nicht bei ihrer her- stürmte hinaus, die Treppen hinab und auf die Straße, wo er mit diefen Balmen haben wir es hier zu thun. Sie find überall ben Kritik bewenden. Sie trennten die beiden Soldaten von einander, berart raste, daß die in großer Menge herbeigeeilten Leute ent- zu sehen, stehen überall zur Schau. Wenn man sie ansieht und zwangen den Unteroffizier, seinen Namen zu nennen, damit das weitere veranlaßt werde. Als diefer den Versuch machen setzt auseinander stoben. Inzwischen aber war die Frau nach auch aus nächster Nähe hält man sie für lebendige man fie anrührt, mertt man jedoch, wollte, mit gezogenem Seitengewehr sich eine Gaffe durch die der nahen Maison de santé geeilt, hatte dort Hilfe Palmen; wenn erbeten, und kehrte nun mit mehreren Wärtern der daß sie gemacht" ,, nachgemacht" find; und wenn ihn dicht Umdrängenden zu bahnen, wurden so viele und so Anstalt zurück, welchen es mit Unterstützung von einigen anderen man in geschlossenem Raum unter ihnen sitt und wandelt, dann wuchtige Stöcke drohend in der Luft geschwungen, daß der Herr Männern schließlich gelang, ben jetzt vollkommen tobfüchtig ge- begreift man die Wahrheit des Wortes, das wir an die Spige es vorzog, anstatt der Waffe den herbeigeeilten Schuhleuten wordenen B. zu fassen und zu überwältigen. Nachdem sich das dieser Notiz gesetzt haben. Sie verbreiten einen außerordentlich seine Befreiung zu überlassen, die durch zerstreuung der Menge Thor der Anstalt hinter ihm gefchloffen hatte, fehrte die Frau unangenehmen Geruch, der sich in den Schleimhäuten der Nase und Fortführung des Unteroffiziers der bemerkenswerthen Szene bes Unglücklichen trostlos in ihre Wohnung zurück, wo während und des Rachens festsetzt und lange Zeit haftet. Wo mehrere solcher des ganzen furchtbaren Vorgangs die beiden Kinder der Palmen in geheizten Lokalen bei geringer Ventilation sind, ist Aus der Garde- Füfilierfaserne. Ein raffinirter Familie, eines von drei Jahren und eines von vier Monaten, der Geruch so penetrant, daß Uebelkeit erregt wird. Der Geruch Ginbruch ist, wie erst jetzt befannt wird, in der Nacht vom allein zurückgeblieben waren. gleicht dem von Schweinfurter Grün zu deffen Herstellung Donnerstag zum Freitag voriger Woche in die Kantine des Herr Wilhelm Schmidt, Schönhauser Allee 108, erfucht bekanntlich Arsenit verwandt wird; und die Palmblätter haben ersten Bataillons Garde- Füfilierregiments in der Chauffeestraße uns mitzutheilen, daß er mit dem von uns fürzlich genannten auch die Farbe des Schweinfurter Grün. Es wäre sehr gut, verübt worden. Thäter ist der Garde- Füfilier Tieße von der Betrüger gleichen Namens aus derselben Straße nicht identisch ist. wenn die Sanitätspolizei die Sache einmal untersuchte. Aweiten Rompagnie dieses Regiments. In der angedeuteten Der Direktor der Landes Bildergallerie in Budapest, feierte die zweite Kompagnie Kaisers Ge Unrichtig war die am 31. Januar auch von uns gebrachte burtstag in einem Restaurant, zu welchem auch Meldung, daß der Gürtler Paul Eisermann geistesgestört von Abgeordneter Karl Pulszky wurde auf grund ärztlicher Unterder Pächter Pächter der Kantine namens Wille mit seiner einem Schuhmann aufgefunden wurde. Eifermann litt an einem suchung für geistestrant erklärt. Derselbe soll nach einer Frrenganzen Familie eingeladen war, so daß also niemand Krampfanfall, doch befindet er sich im vollen Besiß seiner Geistes- anftalt übergeführt werden. die Kantinenräume beaufsichtigen konnte. Ziege entfernte sich fräfte. Wir bedauern, einer unrichtigen Reportermeldung Raum Ueber eine Fenersbrunft wird aus Benedig berichtet: heimlich von dem Soldatenball, schlich in die Kaserne, öffnete die gegeben zu haben. In der Nacht zum Dienstag wurde der größere Theil der zur Kantine führende Thür mit einem nachgemachten Schlüssel, Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 17. Oktober v. J. Maschinen der Flanellfabrik von Herion durch eine Feuersbrunst stahl drei versiegelte mit Nickel- und Kupfergeld gefüllte Säcke auf der Ringbahnstation Schönhauser Allee gesehen haben, wie zerstört. Bei dem Brande wurden etwa 10 Personen verlegt, und versteckte sie in seinem Spinde unter alten Fuß dem Arbeiter Wittkopf, Rügenerstr. 15, morgens 6 Uhr, beim Bu- barunter zwei Feuerwehrleute schwer. lappen 2c. Dabei vergewisserte er sich nicht einmal, schlagen der Koupeethür der Mittelfinger der linken Hand zer was und wie viel sich in den Säcken befand. Erst quetscht wurde, werden gebeten, sich an die Adresse des Genannten am Freitag Nachmittag bemerkte der Pächter feinen zu wenden. ein Ende machten. Nacht In Hongkong ist, wie die" G. N. of G." berichten, eine furchtbare Seuchenepidemie ausgebrochen. Die Behörden haben drahtlich an das Pasteur- Institut in Paris die Bitte gerichtet, sofort Heilferum gegen die Seuche zu senden.(?) Briefkasten der Redaktion. O. G. 14. Jm befonderen tönnen wir feinen stenographischen Verein empfehlen. Vielleicht werden Sie durch das Abreßbuch befriedigt. C. Jacob 4. J. Timm, Alte Jakobftr. 18/19. Görligerstraße. La Critica Sociale, Mailand, Galleria Vittorio Emanuele. Verluft und erstattete unverzüglich Anzeige auf dem Von einer Droschke wurde gestern Nachmittag der 59 Jahre Regimentsbureau. Sofort wurde das ganze erste Bataillon alte Wilhelm Jahnke aus Stettin an der verfehrsreichen Ecke der alarmirt und auf dem Kafernenhofe zusammengezogen. In König- und Klosterstraße überfahren. Man brachte den VerGegenwart der herbeigeeilten Offiziere wurden die sämmtlichen unglückten in ein Krankenhaus. Betten, Spinden, Kristen u. s. w. aller Unteroffiziere und Mannschaften des Bataillons einer gründlichen Revision unterzogen Wetter- Prognose für Mittwoch, den 5. Februar 1896. und fand man auch die gestohlenen Geldbeutel unver Ein wenig wärmeres Wetter mit mäßigen südwestlichen sehrt in dem Spinde des Garde- Füsiliers Tietze vor. Winden und zunehmender Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Durch einen sofortigen primitiven Regimentsbefehl wurde einem Unteroffizier befohlen, den Dieb in die Arrestzelle der Rafernenwache abzuführen. Noch am Freitag Abend verfügte bann das Regimentstommando die Untersuchungshaft, infolge beren er dann gegen 6 Uhr abends mittels geschlossener Droschke Im Zentral Theater wurde gestern zum 150. Male das 2. R. 100. Elterliche Erlaubniß ist nicht erforderlich. in die Militär Arrestanstalt, Ecke Linden- und Ritterstraße, Bugstück„ Eine tolle Nacht" aufgeführt. Das ist eine Thatsache, Wegen Ertheilung des Passes müssen Sie sich an die Polizeitransportirt wurde. Ein Unteroffizier und ein Gefreiter seiner die Bände spricht für den Geschmack des Publikums, und die die behörde wenden. B. S. in J. 1. Da es sich um GeschäftsKompagnie gaben ihm mit scharf geladenem Gewehr das Hoffnung, daß der immer noch beliebte tolle Possen- Blödsinn schulden handelt, so verjährt die Forderung erst in 30 Jahren. Geleit! Dem leichtsinnigen Soldaten ist nun eine schwere besseren Leistungen weichen werde, sobald nicht zur Erfüllung 2. Auch die Darlehnsforderung verjährt erst in 30 Jahren. = Theater. Geisenheim. Die Nummern 1 und 27 sind natürlich ordnungsgemäß erschienen. Für den Inhalt der Jnserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 5. Februar. Opernhaus. Die Walküre. Schauspielhaus. Die kranke Zeit. Deutsches Theater. Der Talisman. Leffing- Theater. Romtesse Guckerl. Berliner Theater. Faust. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Zum 152. Male: Eine tolle Nacht. Urania Monatl. v. 10 90. aut Musikunterricht- Konservat. Boechstr. 5.[ Theilzahlung. liefert elegante Unbemittelten Kindern MusikunterAnstalt für volksthümliche richt. Off.„ Musik" Poſtamt Dresdenerſtr. Naturkunde. Aelterer Männerchor sucht gute Am Landes- Ausstellungspark. Tenöre und II. Bässe. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Große Poffe mit Gesang und Tanz Täglich Vorstellung im wissenschaftin 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Henes Theater. Der Herr Direttor. Alexanderplatz- Theater. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. Der Bettelstudent. Schiller Theater. Julia. Romeo und Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben. Alexanderplat- Theater. Pitts. Hierauf: Die kleinen Lämmer. National- Theater. Maria Stuart. American Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Romeo und Julia. Donnerstag, abends 8 Uhr: Romeo und Julia. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich v. Schiller. Regie Frig Schäfer. Morgen: Konradin, der lezte Hohenstaufe. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: KinderVorstellung: Hänsel und Gretel. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Opernvorstellung zu kleinen Preisen: Der Freischütz. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Vaudeville Posse in 3 Atten von Sylvane und Ordonneau, bearbeitet von Ed. Jacobson n. J. Kren. Musik von Edmond Audran. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Louis Keller's Festsäle Koppenstraße 29. Grösstes u. schönstes Etablissement der Residenz. Hente, Mittwoch: Humor. Soirée der beliebten Hamburger Sänger 8 Herren. Nenes komisches Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nach der Soirée: Familienkränzchen. Heute 8 Uhr: Zum 7. Male: Pitts, Operette in 1 Att. Text von Fritz Otto. Musik von Hans Loewenfeld. Hierauf: Zum 106. Male: Die kleinen Lämmer. Vaudeville in 2 Akten von L. Varney. Von der gesammten hiesigen Presse als die beste Novität der Saison anerkannt. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Die tolle Nacht. Romische Pantomime, dargestellt vou der berühmten Phoites- Troupe. Auftreten von Eugenie Fougère und 30 Kunstkräften I. Ranges. Rasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Moabiter Stadttheater Alt- Moabit 48. Hente, sowie jeden Mittwoch: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anf. präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate.) Durchweg neues, urkomisches Programm! Neu! Unter anderem: Neu! Artisten- Kniffe Morgen, Donnerstag: Soirée im Concerthaus Sanssouci. Kaiser- Panorama ( Passage). 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Der Riesenbrustkastenmensch hat Aufsehen gemacht! Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonaden. Geradezu Sensation hat der beste aller Humoristen Gentes gemacht!! Theowin's Schönheits- Gallerie. Das neue lustige Progamm Im Zoologischen Garten eine Pantomime wie sie sein soll. Walhalla- Theater Oranienstr. 52( dicht am Morigplay). Eine Stunde im Zukunftsstaat. Vorher: Kneipp in Berlin. Leyte Aufführung im WalhallaTheater am 9. Februar. Die aus gegebenen Vorzugsbillets haben nur noch bis zu diesem Tage Giltigkeit. Anfang 8 Uhr. Sonntags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/58, Annenstr. 42/48 ( City- Paffage). Täglich: Grosse Vorstellung. Vollständig neues Programm. Signorina Cati. Alfredo Rese. Lotte Siger. Käthchen Möller. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ref.50 Pf. R.Winkler. 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Mts. wurde beschlossen, die Einberufung einer General Versammlung so lange zu vertagen, bis das Erkenntniß des Ober- Verwaltungsgerichts in der Prozeßaugelegenheit des Vereins vorliegt. 235/4 Von Luxemburg find 50 Mark eingegangen, über die dankend Zschens, das Waldmädchen. quittirt Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. M.: Julius Türk. Elektrisches Ballet. Außerdem: 100 Clowns, männliche und weibliche. Die 5 fache Postfahrschule, ger. v. Herrn Kloske. Zwei dreif. Springfahrschulen, geritten von Rum * * Mile. Gisella 1. Herrn Hess. Ron- anerkannt gut, Literfl. à 1,10, 1,60, 2,10 M., bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. furrenz der Springpferde La Folie u. Glühwein- Extrakt, ausgezeichnet, Liter 1,20 m., 5 Liter 5,50 m. Royalist; der phänomenale Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 m. [ 4184L* Szandorsprung. Gin hippolog. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 m. Potpourri, vorgef. v. Dir. Busch. 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Am Ministertische: Frhr. v. Hammerstein- Lorten und Rommiffarien. Das Haus fetzt die zweite Etatsberathung fort bei dem Kapitel: Landwirthschaftliche Lehranstalten" des landwirth schaftlichen Etats. Abg. Dr. Dünkelberg( natl.) erörtert die Vertheilung des Lebistoffs auf den Lehranstalten und findet die getroffenen Anordnungen vielfach unzweckmäßig. Abg. v. Pappenheim( t.) bestätigt die Vorwürfe des Vorreduers. Es muß verhütet werden, daß solche Fachschulen lediglich zu dem Zwecke von Schülern aufgesucht werden, um das Einjährigfreiwilligen 3eugniß zu er werben. 1 Mittwoch, den 5. Februar 1896. Dem Angeklagten wurde vorgehalten, daß er vor dem Schöffengericht, nachdem der Vorsitzende wiederholt und ein dringlich vor dem Meineide gewarnt und die Zeugen zunächst zum Verlassen des Sigungszimmers aufgefordert hatte, beim Hinausgehen eine lächelnde Miene gemacht habe, was fofort aufgefallen und im Protokoll vermerkt worden sei. Diesbezüglich erklärte der Augeklagte, nicht zu wissen, ob er damals gelächelt habe. Es sei möglich, absichtlich habe er dieses aber nicht gethan. 13. Jahrg. Maurer Henze von der Arbeit kommen sehen. Schade sei ver- Kähne's, daß die Notiz falsch sei, von dem am zweiten Ostermuthlich hierauf durch eine die Beefener- und Wörmligerstraße feiertag durch Kähne verhafteten jungen Mann Teubner verbindende Schlippe gegangen und dem Henze begegnet, worauf unterstüßt. Teubner erklärte nämlich, die Aeußerung„ Halt die er ihn angesprochen habe und etwa 10 Schritte mit ihm gegangen sei. Fresse!" nicht gehört zu haben, da er betrunken gewesen sei. Erst dann häbe Schade auf Henze eingehauen und sei links ab- Für Schneckenburger war diese Angabe um so fataler, als gegangen. Als Henze aber dann eine unanständige Bemerkung Teubner's Begleiter am zweiten Ostertage, ehle, geistesausstieß, fei Schade nochmals auf ihn losgegangen und habe ihm schwach ist. Schneckenburger beantragte nun die Vertagung der mehrere Schläge verfest. Am Tage nach dem Vorgange habe er Sigung, um weitere Zeugen zu laden und den Wahrheits( Schulz) in Begleitung Schade's den Henze auf dem Markte getroffen beweis doch noch antreten zu können. Das Gericht lehnte und auf Befragen von ihm die Mittheilung erhalten, er, Henze, wolle aber den Antrag ab und verurtheilte Schneckenburger wegen seine Papiere vom Bau holen. Henze sei hierauf mit Schade zum Beleidigung des Sergeanten Kähne zu 14 Tagen Gefängniß. Maurermeister Reichardt gegangen, habe seine Papiere geholt Infolge eingelegter Berufung kam die Sache am 4. Juli vor der und sich darauf dem Streit angeschlossen, worauf er in der Strafkammer zur Verhandlung. Schon damals gewann die Moritzburg eine Streiffarte bekommen hätte und in Leipzig Arbeit Sache zu gunsten Schneckenburgers ein wesentlich anderes Aussehen. fuchen wollte. Zeuge Kähne blieb zwar bei seiner früheren Aussage, obwohl mehrere Zeugen das Gegentheil bekundeten. Die Verhandlung wurde aber vertagt, da sich herausstellte, daß noch ein zweiter Schußmann, Namens Lühow, dem Vorgange beigewohnt hatte. Es wurde beschlossen, den Lüzow als Zeugen zu laden. In der Verhandlung am 27. Juli gelang es, den Wahrheitsbeweis für die Darstellung im„ Volksblatt" zu erbringen, so daß der Gerichtshof auf Freisprechung des Medakteurs Schneckenburger erkannte. In der Begründung des Urtheils wurde gesagt, daß der Wahrheitsbeweis vollständig erbracht worden ist, somit Zur Klarstellung des Sachverhalts waren 20 Zeugen ge- von einer Beleidigung gar keine Rede sein könne. Die Aussagen laden, die sich über den Vorgang am 9. Juli, sowie über den Rähne's wurden als unzuverlässig bezeichnet. Gs wurde Minister Freihern v. Hammerstein wird die Angelegenheit Charakter und die Führung des Angeklagten äußern sollten. nun gegen Kähne das Verfahren wegen Meineids eingeleitet. in Erwägung ziehen. Daß der Angeklagte Sozialdemokrat ist, oder, Kähne ist inzwischen aus dem Polizeidienst ausgeschieden und Abg. Barthold( ft.) hält eine Besserstellung der Lehrer an sozialdemokratische Anschauungen gehabt habe, Magistratsbote geworden. den landwirthschaftlichen Mittelschulen für dringend nöthig; wußte teiner der Zeugen zu befunden, die Am 24. Januar d. J. hatte sich nun das Schwurgericht mit wichtig wäre auch, das Institut der Wanderlehrer zu vervoll- längere Jahre mit ihm umgang gehabt hatten. der Sache zu befaffen. Nachdem der Bericht des„ Volksblattes" Er soll nicht einmal Mitglied des Maurer- Fachvereins und auch und die Urtheile der ersten und zweiten Instanz gegen SchneckenRegierungs- Kommissar Geh. Nath Thiele: Die Gehalts- fein Versammlungsbesucher gewesen sein. Von dem Maurer- burger verlesen waren, ließ der Vertheidiger des Angeflagten, verhältnisse der Mittelschul- Lehrer sind an den meisten Anstalten meist er Reichardt wurde ihm das Zeugniß eines ruhigen Rechtsanwalt Jentzsch, durch die Aften feststellen, daß am 21. Sepgeregelt. Daß die Wanderlehrer diese Schulen ersetzen könnten, und' tüchtigen Arbeiters ausgestellt. Bezüglich des heute tember v. J. im Auftrage des Ersten Staatsanwalts ist nach den bisherigen Erfahrungen nicht anzunehmen. Die Be- als Zeugen auftretenden, damals angeklagt gewesenen Maurers vom Hallischen Landgericht, Herrn Göße, der fürchtung, daß durch Fortbildungsschulen der Mangel an Ge Schade wurden auch die Fragen gestellt, ob Echade Sozial- Antrag gestellt worden ist, den Angeflagten sinde vergrößert werden könnte, scheint nach demokrat oder Mitglied eines Fachvereins ist oder war. Die mangels hinreichender Belastung außer Verden Erfahrungen, die mit diesen Schulen im Westen gemacht sind, Eltern des Zeugen Schade suchten ihre Aussage, daß ihr Sohn folgung zu sehen. Die beschließende Straffammer war nicht begründet. tein Sozialdemokrat sei, durch den Hinweis darauf zu be- aber entgegengesetzter Meinung und beschloß die Er weisen, daß er sich freiwillig beim Militär gemeldet affnung des Hauptverfahrens. Regierungs- Kommissar Geh. Rath Thiel: Daß die Lehranstalten als Einjährigfreiwilligen Pressen benutzt würden, ist faum anzunehmen, denn die Anforderungen an die Schüler sind Dort höher als auf anderen Lehranstalten. Die Anordnung des Abg. v. Mendel- Steinfels( f.): Auf den landwirthschaft lichen Lehranstalten fehlt ein gründlicher Unterricht in den Fächern des Handelsverkehrs und des landwirthschaftlichen Geschäftsverkehrs. tommmen. Nachdem noch der Abg. Dr. Glatthalter( 3.) einige Wünsche in bezug auf die Unterrichts- Ertheilung an den ländlichen Forth a be. Wit Rücksicht darauf, daß Schulz in Schöffengericht Die Beweisaufnahme wurde mit Vernehmung des Ober bildungsschulen geäußert, wurde das Kapitel genehmigt. noch vor der Verwarnung vor dem Meineide gelächelt haben Polizei- Inspektors Wey dem ann eröffnet. Zeuge bekundet, Bei dem Kapitel, Veterinärwesen" führt der sollte, waren einige Zeugen geladen, die bekunden sollten, daß daß sich Angeklagter Rähne als Beamter gut geführt und sich Abg. Graf Hoensbroech( 3.) aus, daß die Fleischschau die Angeklagter gewöhnlich eine etwas verlegen eines außerordentlich höflichen Benehmens befleißigt habe. Er Viehzüchter ganz nuylos mit einer schweren Abgabe belaste; auch lächerliche Miene macht, die er bei ernsten, wie sei als Beamter eher zu milde als zu schroff verfahren. Gegen ist es schon vorgekommen, daß Schweine für trichinös erklärt auch bei nichternsten Anlässen zur Schau trägt, Buhälter und Lattcher( berlinisch: Sonnenbrüder) sei er zuweilen wurden, die es garnicht waren. Trichinosis kommt selten vor: ohne sich etwas dabei zu denken. Einige Zeugen nicht energisch gewesen. Vor den Festen erhielten die Beamten jeder kann sich durch Kochen des Fleisches dagegen schützen. bekundeten dieses; der als 3euge geladene von ihm, dem Ober- Polizeiinspektor, immer Ordre, mit dem Gegen den Bandwurm, der aus den Finnen entsteht, wende man Amtsgerichtsrath Dr. Bindseil bekundete aber, Publikum nicht so streng zu verfahren, und da sei es möglich, für 50 f. Extratt: fidicis maris aus der Apotheke an und daß ihm das Lachen des damals aufgetretenen daß Angeklagter diesbezüglich die Aeußerung:„ Es ist warte den natürlichen Verlauf ab.( Heiterkeit.) Zeugen Schulz so fraß erschienen sei, daß er ihn zweiter Festtag" gebraucht hat. Ueber die Führung zur Rede gesetzt und den Vorgang habe im Protokoll vermerken des Kriminal Sergeanten Vienbort befragt, erklärt Beuge, lassen. Bom Zuschauerraum aus sei ihm, dem Vorsitzenden, auch daß Vienbork einer seiner gewissenhaftesten Beamten sei, damals bestätigt worden, daß Schulz gelacht habe, währenddem der ohne zurückzuhalten, aber auch ohne Angeber zu sein, seine letterer dieses bestritten habe. eigenen Kollegen anzeige, wenn sie etwas Sträfliches begingen. Minister v. Hammerstein: Die Frage gehört zum Reffort der Medizinalverwaltung. Die Abgg. Graf Hoensbroech und Ring( f.) wünschen, daß die Kosten der Fleischschau, die ja doch der Allgemeinheit zu gute tommt, auf die Staatstafse übernommen werden. Abg. Lamprecht( t.) bittet um Beibehaltung der Fleisch Schau, die doch recht gute Resultate aufzuweisen habe. Abg. Szmula( 3) wünscht Ermäßigung der FleischschauGebühren. Bei dem Kapitel Förderung der Fischerei" wünscht Abg. Szmula( 3) die Ausbildung von Fachmännern, um die Teichfischerei nußbar zu machen. Bom Regierungstische her wird bemerkt, daß die Anregung des Vorredners, für die Regierung von besonderer Bedeutung ist und weiter geprüft werden soll. Uebrigens werden auch für die Binnenschifferei erhebliche Beträge verausgabt. " D Als Hauptbelastungszeugen traten auf die Arbeiter Pretsch Einen Auftrag, über die Belastungszeugen gegen Kähne Erund Föhse, sowie die Maurer Henze und Sch a de. Zeuge lundigungen einzuziehen, hat Zeuge Weydemann ausführen lassen, Preßsch war in seinen Angaben etwas eigenthümlich zu Werke dabei aber nicht ermittelt, ob die Zeugen So gegangen und hatte sich, als er durch den Bertheidiger auf einen zialdemokraten waren. Ob der Zeuge Rockert Zuhälter Widerspruch aufmerksam gemacht wurde, einmal sogar zu der gewesen sei, ist ihm ebenfalls unbekannt. Angeflagter wirft ein, Aeußerung verstiegen: Na, fo genau nehmen wir das daß er acht Jahre Unteroffizier gewesen und beim Militär nicht." Diese Angabe wurde vom Gericht gerügt. Zeuge Henze für seine Führung vorzüglich" bekommen habe. Danach befragt, blieb bei seiner früheren Angabe, wonach Schade seitwärts von was Zeuge mit dem Kähne unternommen hätte, wenn dieser die hinten plöglich auf ihn zugesprungen und ohne weiteres geschlagen Aeußerung:„ Halt die Fresse" zugegeben hätte, erwidert der haben solite. Als unwahr wurde bezeichnet, daß Echade erit Ober- Polizeiinspektor, daß Kähne in diesem Falle einen ernsten mehrere Schritte mit Henze gegangen fei. Zeuge Schade, aus Verweis bekommen hätte, oder mit 3 M. Geldstrafe belegt der Strafhaft vorgeführt, stellte den Vorgang vom Abend des worden wäre. Des weiteren giebt Zeuge an, daß er, als er den Bei dem Kapitel Moor- Deich Dünenwesen äußern die Abgg. 9. Juli zunächst so dar, wie er im wesentlichen vom Angeklagten Gerichtsbericht des Voltsblattes" über die Freisprechung Ring(), Pappenheim( f.), Kirsch( 3.), 2o3( fraktionsgeschildert worden war. Er war bis dato stets uneidlich vernommen Schneckenburger's gelesen habe, er diesen Bericht dem Ersten les), Mooren( 3.) Wünsche in bezug auf Wasserbauten in und beklagte sich über die harte Bestrafung, sowie auch darüber, daß Staatsanwalt zugesandt habe mit der Anfrage, ob der Bericht verschiedenen Landesgegenden; letzterer beklagt namentlich er mir nichts dir nichts wegen ein paar Ohrfeigen eingefperrt richtig sei. Bezüglich Rähne's Verhalten wegen event. Unter die Verunreinigung kleiner Flüsse in industriellen Gegenden worden sei. Durch die Strafe sei ihm seine Ehre genommen, da lassung einer Anzeige wegen Widerstandes meint Zenge, daß er des Westens. Würde die Industrie so von der Landwirth man ihm nun nachreden könne, er habe auf dem Kriminal gesessen. sich mit aller Kraft dagegen wende, aus den Reihen der Beamten schaft geschädigt, wie die Landwirthschaft es sich von der Nach wiederholter eindringlicher Verwarnung vor dem Meineide mit Widerstandsanzeigen überschwemmt zu werden. Er sei nicht Industrie gefallen lassen muß, die Behörden in den Industrie- durch den Vorsitzenden konnte sich der Zeuge zur Abgabe einer anderen der Meinung, daß jemand schon einen Widerstand begehe, wenn bezirken würden längst eingeschritten sein. Aussage als früher nicht entschließen. Erst nachdem der er den Arm rühre. Minister v. Hammerstein: Es ist unmöglich, auf die ein- Staatsanwalt die Erklärung abgegeben, daß Seitens des Kriminalfergeanten Lühe, dem der damalige gehende Besprechung dieser Angelegenheiten hier einzugehen, die wenn Zeuge Schade das beschwöre, was er bis Arrestant Teubner durch Kähne überliefert wurde, wurde erklärt, mehrere Stunden erfordern würde. Ich kann nur wohlwollende heute bekundet habe, ein Untersuchungs- daß er, Lühe, damals nicht den Eindruck be= Erwägung zusichern, sobald die Wünsche im Ministerium vor- verfahren wegen Meineides gegen ihn ein- tommen, daß Teubner betrunken gewesen sei. gebracht werden. geleitet werde, und nachdem es Schade gestattet worden Sieben Zeugen bekunden hierauf mit Bestimmtheit, daß die war, einmal mit seiner Frau außerhalb des Gerichtssaales zu Worte Halt die Fresse" und" Ich habe keine Fresse" gesprechen, da erklärte er, der Vorgang habe sich im wesentlichen fallen sind. Bei dem Titel: Förderung des Obst- und Weinbaues" wiederholt Abg. Ring( t) feinen bereits in früheren Jahren geltend gemachten Wunsch, ein Dezernat für Gartenbau im Ministerium einrichten. Der Rest des Drdinariums wird bewilligt. Sodanu vertagt sich das Haus. fo zugetragen, wie die Belastungszengen befunden. Er wurde Zeuge Sergeant üow, noch einmal streng vor dem nun vereidigt, desgleichen auch der Zeuge Stößel, der anfänglich Meineid verwarnt, bekundet, daß Kähne, als er auf Teubner zu in seinen Angaben mit Schade barmonirte und nachträglich ging, die Redensart: Es ist zweiter Festtag", geäußert habe. nicht mehr ganz dabei verblieb. Nach Verlesung der Schuld- Die Worte:" Halt die Fresse" oder:" Ich habe keine Fresse" fragen plaidirte der Staatsanwalt auf Schuldig des wiffentlichen seien nicht gefallen, und wenn sie gefallen wären, müßte er sie Nächste Sigung morgen 11 Uhr: Initiativ Anträge. Meineides; der Vertheidiger, Herr Rechtsanwalt Herold, hin- ganz bestimmt gehört haben, da er ja bei jenem Vorgange nur Schiffsregister für Binnenschiffe 2c.) Schluß 4 Uhr. Bwei Schwurgerichtsurtheile. I. II. Das sozialdemokratische Voltsblatt für Halle" brachte am 18. April v. J. folgende Lokalnotiz: gegen auf fahrlässigen Falscheid. Nach dem Spruche der 3 Meter von Kähne entfernt stand. Es wurde dem Zeugen Geschworenen wurde der Angeklagte des fahrlässigen Falscheides vorgehalten, daß die anderen 7 einwandsfreien Zeugen, die die für schuldig erklärt. Der Staatsanwalt beantragte hierauf, da Aeußerungen: Halt die Fresse" 2c. gehört haben, viel vor der Grad der Fahrlässigkeit ein sehr hoher gewesen sei, eine fichtiger wären und er, Lüzow, sich der Gefahr aussetze, auch Gefängnißstraße von 9 Monaten. Der Gerichtshof ging auf die Anklagebant zu kommen. Er solle dem Angeklagten nicht aber über den Antrag des Staatsanwalts etwa aus Kameradschaft mit dem Eide einen Dienst leisten. In Halle a. G. soll beim letzten Maurerfireit der Maurer hinaus und erkannte nach§ 163 des Str.-G.-B. auf das Zeuge blieb aber auch dann noch bei seiner Aussage, als ihm Gustav Schade den Maurer Henze met Faustschlägen gemiß- höchst zulässige Strafmaß bei fahrlässigem Falscheid, die entgegengesetzt aussagenden Zeugen gegenübergestellt wurden. handelt haben, weil er am Streit nicht theilnahm. Das Schöffen- auf ein Jahr Gefängniß. Bei Verkündung des Urtheils Kommissar Goldmann schildert den Angeklagten als einen gericht, unter Vorsitz des Amtsrichters Bindseil, hielt die Anklage wurde gesagt, daß, wenn Angeklagter den Eid aus Fahrlässigkeit besonnenen und ruhigen Beamten und äußert sich über das von für erwiesen und verurtheilte Schade zu der verhältnißmäßig sehr verlegt, er in hohem Maße fahrlässig gehandelt habe. Dem ihm abgefaßte Protokoll bei Kähne's Boruntersuchung. In dem hohen Strafe von 6 Monaten Gefängniß. Auf Verlangen des Verurtheilten wurden zwei Monate der Untersuchungshaft an- Protokoll hieß es, Kähne habe zugegeben, daß er aus TeubAutrichters Vindfeil ist Schade sofort nach der Sigung in Haft gerechnet. ner's Mund die Worte:„ Ich habe keine Fresse", vernommen hat. Dieser Umstand könne aber darauf zurückgeführt werden, genommen worden. Dasselbe geschah mit dem Maurer Ferdi= naud Schulz, den man des Meineids verdächtig hielt, weil daß Teubner ihn, Rähne, mißverstanden habe. Heute stellte nun Kommissar Goldmann die Sache so dar, als habe Rähne gar seine entlastenden Aussagen mit den Erklärungen der Belastungszeugen in Widerspruch standen. Am 23. Januar wurde wegen Eine rettende That. Am zweiten Osterfeiertage famen nicht zugegeben, aus Teubner's Mund die Worte: Ich dieser Sache vorin Schwurgericht gegen Schulz verhandelt, der abends gegen 8 Uhr zwei etwa 18-20jährige Leute am Hospital- habe keine Fresse", gehört zu haben. Der Gerichtsvorsitzende machte bis dahin 42 Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte. platz vorbei. Sie sangen ruhig vor sich hin. Ohrenzeugen be- den Zeugen auf die erheblichen Widersprüche aufmerkSchulz hatte seinerzeit eidlich bekundet, Schade habe am stätigen, daß von Brüllen durchaus nicht die Rede sein konnte. fam mit dem Bedeuten, ja an den Eid und nicht daran zu Abend des 9. Juli bei Henze's Herankommen nicht gleich auf Ein Polizeisergeant sagte zu ihnen:„ Macht, daß Ihr nach Hause denken, daß ein früherer Polizeibeamter auf der Andiesen losgeschlagen, sondern sei nach dem Zusammentreffen mit tommt!" Der eine junge Mann antwortete:„ Na, Herr Ser- flagebant size. Einent anderen Zeugen würde das viel härter Henze erst mehrere Schritte gegangen; beide hätten darauf mit geant, es ist ja noch nicht um 8 Uhr."" Halte die Fresse!" angerechnet werden. Kommissar Goldmann bedauert seinen Irr einander gesprochen, und dann erst habe Schade auf Henze los- antwortete der Mann des Gesetzes. Nana, ich habe über- thum und berichtigt sich dahingehend, daß das von ihm ab: geschlagen. Diesen Angaben standen die Bekundungen mehrerer haupt keine Fresse!" ließ sich nun in ganz ruhigem Tone gefaßte und von Kähne unterschriebene Protokoll wohl Belastungszeugen gegenüber, welche erklärten, daß Schade an der der Angeredete vernehmen. Darauf der Sergeant:" Vorwärts, richtig sei und er nicht annehme, daß Kähne damals bestritten Ecke der Ludwigstraße gelauert, dann dem Henze entgegengegangen tommen Sie mit!" Und der Wächter der Ordnung faßte den habe, von Teubner die Aeußerung:" Ich habe keine Fresse!", geund plößlich vom Fahrwege aus fcitwärts von hinten auf jungen Mann am Kragen und schob ihn vor sich her. Als dem hört zu haben. Henze zugesprungen sei und geschlagen habe. Angeklagter er Arretierten dabei die Mühe vom Kopfe gefallen war, durfte Wachtmeister a. D. Später bestätigt im wesentlichen die flärte fich für nichtschuldig und behauptete, als Zeuge nur die er sie nicht einmal aufheben. Daß der Vorgang sich genau so, Angaben des vorgenannten Zeugen. Wahrheit gesagt zu haben. Er sei mit den damals gleichfalls wie vorstehend geschildert, zugetragen hat, sind mehrere Augen- Der feinerzeit arretirte 18 jährige Zeuge Teubner erklärt in den Streit getretenen Maurern Stößel und Schade nach dem und Ohrenzeugen bereit zu bekräftigen." zunächst, sich nicht mehr entsinnen zu können, die Aeußerung: Riebeckstift Neubau gegangen, um zu sehen, ob dort bei dem Da der Sergeant Karl Friedrich Kähne, gegen den fich Halt die Fresse" gehört und darauf erwidert zu haben:„ Ich Maurermeister Reichardt noch Maurer arbeiten. Vor der Beesener- die Notiz richtete, auf Befragen seines Vorgesezten erklärte, daß habe keine Fresse". Kurz vor der Vereidigung verändert straße habe sich Schade von ihnen getrennt und sei die Beefener die Notiz unwahr sei, wurde gegen den Redakteur des Volks er aber seine Aussage ganz wesentlich. Straße entlang gegangen, während er, Angeklagter, und Stößel blatte", Schne cf enburger, Strafantrag wegen Beleidigung Es folgt fodann die Vernehmung des Amtsgerichts. die Wörmlicherstraße hinaufgegangen seien. In der Nähe der genellt. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht, das unter raths Dr. Bindseil. Zeuge bezeichnet es als eigenthümlich, Lutwigstraße hätten sie bald nach 6 Uhr den nicht mitstreikenden Vorsik des Amtsrichters Bindseil tagte, wurde die Angabe daß der damals angeklagt gewesene Redakteur Schneckenburger, " " Dem er wochenlang vorher die Akten zugesandt, nicht schon vor dem Soziale Webersicht. von jetzt ab nur noch 8 Pf. per Zentner bezahlen, was bei einem Schöffengericht den Beweis der Wahrheit erbracht habe und erst bisherigen Verdienst von 18 M. die Woche eine Schädigung von durch Zeitungsaufrufe Zeugen zu ermitteln suchte. Vier Monate Dem Deutschen Verein gegen den Mißbrauch geistiger 2 M. für die Schiffer bedeuten würde. Begründet" wird die nach dem Vorfalle feien erst die Zeugenaufrufe im Volts. Getränke theilt ein Fabrikarbeiter mit, daß er Schnaps trinten Lohnkürzung damit, daß die Salzverfrachter in den letzten Jahren blatte" erschienen, die wohl mit Mißtrauen aufzunehmen seien. müsse, weil er sonst von seinen Mitarbeitern verfpottet würde. wegen der ausländischen Konkurrenz schlechte Geschäfte gemacht Es wird auch diesem Zeugen bedeutet, daß er irre, denn Der Verein bemerkt dazu: hätten. Ob die Spediteure, wenn sie gute Geschäfte gemacht nicht 4 Monate nach dem Vorfalle, sondern 6 Wochen danach Wenn mancherorts unter den Arbeitern hätten, wohl jetzt eine Ausbesserung gewähren würden? seien die Aufrufe im ,, Boltsblatt" erschienen. Zeuge erklärt weiter, solche schlimme, dumme Tyrannei herrscht, daß Kähne, den er damals vor dem Meineide dringend gewarnt, warum wird fie nicht ausgerottet Streifprozesse in Rußland. Im Februar 1894 sind auf auf ihn und auch auf die Schöffen den Eindruck der Wahrhaftigkeit die große, mächtige deutsche Arbeiterpartei, Arbeiter, denen vom Direktor des Bergwerks die Sonntagsruhe durch dem Bystrianst'schen Bergwerk des Kaisers( im Altaigebirge) die gemacht habe. Er, Zeuge Dr. Bindseil, habe die fefte die doch das Wort Freiheit auf ihre Fahne Ueberzeugung, daß es in dieser Sache nicht geschrieben hat? Wer Freiheit schaffen will, bei der versprochen, aber nicht gegeben wurde, eigenmächtig nicht zur Arbeit erschienen, wofür der Aufseher Kawerin jedem eine mit rechten Dingen zugehe. Es wurde dem Zeugen Trintsitte muß er anfangen. Denn Alkohol- Knechte seitens des Vorsitzenden bedeutet, daß der Gerichtshof in dieser sind zu jeder anderen Freiheit unbrauchbar." Geldstrafe von 1 Rubel auferlegte. Darauf stellten sie die Arbeit Beziehung kein Urtheil von ihm verlange. Nicht einmal, sondern hundert und tausendmal hat die deutsche ein. Den herbeigerufenen Polizeibeamten gelang es, durch Ueber. Beuge Kriminal- Sergeant Wienbort wußte bedeutend mehr Sozialdemokratie auf diese Frage die Antwort ertheilt; ja ihre Arbeit zu bewegen. Die übrigen 79 erklärten der Polizei, erst redung 26 von den 105 Ausständigen zur Wiederaufnahme der über den Vorgang als früher und zwar aus dem einfachen Grunde, Existenz selbst ist die Antwort. Gebt dem Volke die Bildungsweil er sich nachträglich alles gut überlegt" habe. Da mittel, die wir ihm erringen wollen, damit es sich höheren nach Entfernung des Aufsehers Kawerin vom Bergwerfe, welcher mals, nämlich bei seiner Vernehmung vor der Strafkammer, als Dingen zuwenden kann; gebt ihm ein behagliches Heim, worin sich überhaupt durch Auferlegung schwerer Geldstrafen verhaßt ge= überlegt. Auch dieser Zeuge verwickelt sich mit seinen früheren Arbeitszeit, damit es nicht durch den Fusel die erschlafften Menge wurden Drohungen schwerer Art ausgestoßen. Gegen die 79 Arer vom Rathhause geholt wurde, habe er sich das nicht so genau es sich wohlfühlen kann verkürzt die übermenschlich lange macht hatte, die Arbeit wieder aufnehmen zu wollen; einige von ihnen waren dabei mit Brechstangen und Steinen bewaffnet und aus der Angaben in Widersprüche und wurde nochmals dringend Nerven und Muskeln zum ewig gleichbleibenden Frohndienst an beiter wurde ein Strafverfahren eingeleitet, dieses aber später in vor dem Meineide verwarnt. Er will in unmittelbarer zuregen braucht dann erst, aber dann auch sicher verschwindet Nähe des Vorganges gestanden haben, obwohl der Angeklagte die Schnapsflasche für immer von den Stätten der Arbeit. Wer Beziehung auf 72 von ihnen eingestellt, und zwar auf grund des behauptet hat, teine Zivilperson in seiner nächsten Umgebung aber solches alles anstrebt, der darf nicht in den Reihen eines am 14. November 1894( am Hochzeitstage des Kaisers) erlassenen bemerkt zu haben. Er habe nicht gehört, daß Kähne die kleinen Vereins einen ideologischen Kampf gegen Symptome Manifefis. Die noch übrigen sieben Arbeiter wurden vor kurzer Aeußerung„ Halt die Fresse" gethan und Teubner erwidert hat:„ Ich führen, dessen Play ist in der Sozialdemokratie, die dem Grund Beit von dem Kreisgericht in Tomsk der Anstiftung zum Streifen habe keine Fresse". Und wenn die Aeußerung gefallen wäre, so aller unserer gesellschaftlichen Schäden, dem kapitalistischen Gefängniß verurtheilt worden. Das Gericht erklärte aber zufür schuldig befunden und jeder von ihnen ist zu einem Jahre hätte er sie hören müssen. Wirthschaftssysteme den Krieg erklärt hat. Etwas recht Auffälliges ereignete sich noch kurz vor Vergleich, daß diese Strafe ihnen auch auf grund des Manifestes eidigung der gesammten Zeugen. Der Gerichtsvorsitzende erklärte raths Schichan in Elbing wird in der Elbinger Beitung" Das hinterlassene Vermögen des Geh. Kommerzien vom 14. November 1894 erlassen wird. Vor der Mostauer Gerichtskammer werden bald 33 Arwiederholt, daß die Aussagen der Zeugen nicht miteinander in auf 46 Millionen Mark angegeben. Besonders gewinn- beiter stehen unter der Anklage, fich am 27., 28. und 29. April Einklang zu bringen seien, und hatte dabei die Zeugen bringend war der Torpedobootsbau, da die Boote sehr häufig des vergangenen Jahres an dem Streit in der großen ManuTeubner, Lühow und Vienbort im Auge. Da erklärt der Zeuge Bröm me, daß ihm Teubner nach der Strafkammer- über die kontraktmäßige Geschwindigkeit liefen und jeder Knoten faktur in Jaroslaw betheiligt zu haben. verhandlung gegen Schneckenburger beim Auszahlen der Zeugen wird nur ein kleiner Theil an die Erben ausgezahlt, während eine Extraprämie von 30 000 M. einbrachte. Vom Vermögen gebühren auf die Frage, ob er, Teubner, bei jenem Vorgange das übrige Geld im Geschäft bleibt und die Erben am Gewinn denn wirklich so betrunken gewesen sei, daß er sich des Vortheilnehmen. Geheimrath Schichau zahlte 261 613 M. Steuern, ganges nicht mehr zu erinnern wiffe, geantwortet habe:" D, ja, davon 168 012 M. Kommunalsteuern; daß er in seinem Testanachdem ich jetzt das gehört habe, weiß ich es." mente der Arbeiter gedacht habe, die ihm mit Hirn und Muskeln das ungeheuere Bermögen schafften, davon wird nichts gemeldet... Teubner giebt zu, dieses dem Brömme erwidert zu haben und läßt sich nun, nach nochmals eindringlicher Verwarnung vor dem Meineide nach und nach dazu herbei, zuzugeben, daß es möglich fei, daß Kähne ihm gegenüber die Aeußerung: " Halt die Fresse" gethan und er erwidert habe:" Ich habe keine Fresse." Den anderen beiden Zeugen Polizeisergeanten Lützow und Vienbort, wurde nunmehr in energischer Weise bedeutet, daß durch Teubners jetziges Zugeständniß ihre Glaubwürdig feit ganz bedeutend erschüttert worden sei. Das Resultat davon war, daß Lützow nun nicht mehr die Angabe aufrecht erhielt, wonach er so nahe bei Rähne gestanden, daß er die Aeußerung, Halt die Fresse" 2c. gehört haben müßte. gab zu, daß die Aeußerung gefallen sein kann, er habe sie aber nicht gehört. Beuge Vienborf erklärt, die Sache sei ihm höchst fatal und ändert seine Aussagen dahingehend ab, daß höchst fatal und ändert seine Aussagen dahingehend ab, daß er nach seiner Ueberzeugung" hätte die Worte:" Halt die Fresse" 2c. hören müssen. Er Hierauf wurden die Eheleute Brömme und Rockert( Belastungs: zeugen), sowie Teubner, Lützow und Vienbort vereidigt, und die Bernehmung der Zeugen war zu Ende. = " " Bäckerei- Enquete in Bayern. Die Kreisregierungen sind der Frankfurter Beitung" zufolge angewiesen, im ganzen Lande Erhebungen über die Verhältnisse im Bädergewerbe( Rein lichkeit, Schlafverhältnisse, Krankheiten u. s. w.) anzustellen und Weißständen sofort abzuhelfen. Soziale Rechtspflege. Von einer Versammlung des Vereins der ArbeitgeberBeisitzer des Gewerbegerichts Berlin war dieser Tage in der bürgerlichen Presse viel die Rede. Die Herren hatten wieder einmal über das Gewerbegericht zu klagen, da dieses in der Frage, ob ein erkrankter Arbeiter für die Dauer seiner Erfranlung Lohnansprüche an feinen Unternehmer hat, in letter Zeit zum theil Entscheidungen fällte, die dem Arbeiter günstig waren. Es wurde aus der Praxis des Gewerbegerichts folgendes angeführt: Einige Kammern weisen den Lohnanspruch des erfrankten Arbeiters für die Zeit seiner Krankheit unter allen Um Die von uns bereits erwähnten Erhebungen, welche das Fabrit beiter nicht sofort wegen Krankheit ausdrücklich entlassen wird, Erhebungen des schweizerischen Fabrikinspektorats. ständen ab. Andere Rammern werden denselben, sofern der Ar inspektorat im Auftrage des eidgenössischen Industriedepartements ohne weiteres anerkennen und den vollen Lohn und das von der macht, das dazu durch Beschluß der Bundesversammlung in der Krankenkasse gezahlte Krankengeld zubilligen. Wieder andere vorigen Sommerfession eingeladen worden, beschränken sich nicht Kammern sprechen dem erkrankten Arbeiter den Lohn unter auf die Freigabe des Sonnabend- Nachmittags für die Fabrik- Abzug des Krankengeldes zu. Abzüge, Bußen, Naturalleistungen, Verwendung von Marten üblichen Tagelohnes an. Diese Rechtsanschauung wurde in arbeiterinnen, sondern erstrecken sich auch auf die Lohnzahlung, einen Anspruch auf Lohnzahlung nur in Höhe des ortsund Gutscheinen 2c. Die bezüglichen Erhebungen finden statt in der Versammlung der Unternehmer unerträglich genannt und man allen Betrieben, welche nur dem Haftpflichtgesetz und nicht auch gelangte zu einer Resolution, daß die Ansicht einzelner Vordem Fabrikgesetz unterstehen und ferner in jenen Betrieben, die fizender der Kammern des Gewerbegerichts, der erkrankte Ar beiter habe für die Zeit seiner Erkrankung den Arbeitslohn zu mehr als 5 Arbeiter beschäftigen. fordern, den gesetzlichen Bestimmungen und der seit mehr als 25 Jahren von den Gewerbetreibenden, sowohl Arbeitgebern als Arbeitnehmern, geübten Praxis widerspricht. Nach Verlesung der drei Schuldfragen wegen wissent Soziale Gesetzgebung im Kanton Schaffhausen. In lichen Meineids und der Nebenfragen: Konnte sich der seiner letzten Sigung beauftragte der Große Rath die Regierung, Angeklagte durch Angabe der Wahrheit eine Verfolgung wegen Gesetzvorlagen auszuarbeiten und mit thunlichster Beschleunigung eines Verbrechens oder Vergehens zuziehen" plädirte der dem Großen Rathe zur Berathung, vorzulegen. In erster Linie Staatsanwalt Heinemann auf Schuldig soll ein Gesetz über Schaffung eines weiblichen tanto sprechung und meinte, im Laufe der Vorunter: nalen Fabrikinspektorats dem Rathe unterbreitet wersuchung sei der Verdacht rege geworden, daß den. Eine weitere Vorlage soll die Einführung unentgeltlichen das Resultat der Belastungen gegen den Schulunterrichts und Verabreichung der Lehr Angeklagten eine sozialdemokratische Mamittel auf Kosten des Staates zum Gegenstand haben. chination sei. Die flare Beweisaufnahme Ferner ist ein Gesetz über unentgeltliche Beerdigung habe aber ergeben, daß nichts 0011 bem in Berathung. Auch ein Gesetz über die Kontrolle der erwiesen ist. Von den Schlußfolgerungen, Lebensmittel wird in Schaffhausen demnächst vorbereitet zu denen Amtsgerichtsrath Dr. Bindseil ge- werden. tommen war, tann heute teine Rede mehr sein. Die politische Frage spielt in diesem Prozesse teine Rolle. Wie fich Schneckenburger die Zeugen gesucht hat, daß ist seine Sache. Es sei nicht das geringste erwiesen, daß Beugen beeinflußt worden sind. In leinlicher Weise habe Angeklagter die Zeugen ver- an alle im deutschen Handels: und Transportgewerbe dächtigt, denen absolut nichts nachzureden ist. Er, der Staatsanwalt, sei von der Schuld des An= getlagten vollständig überzeugt und bitte die Geschäfts, Haus, Komptoirdiener, Packer, Geschworenen um ein gerechtes Urtheil. Gewerkschaftliches. Aufruf beschäftigten Silfsarbeiter als: Martthelfer, Ausläufer, Speicher, Eine Kammer endlich erkennt So ganz bombenfest steht die Anschauung, welche den Unternehmern durch ihre Interessen eingegeben ist, denn doch nicht. und besonders hapert es gewaltig mit der Berufung auf die gesetzlichen Bestimmungen. Im Gebiete des gemeinen Rechts mit Ausnahme von Sachsen, wird z. B. überwiegend angenommen, daß der Lohn gezahlt werden müsse, wenn die Be hinderung zur Arbeitsleistung eine unbedeutende war, z. B. infolge einer militärischen Uebung oder kurzen Krankheit. Auch aus dem allgemeinen Rechtsgrundsatz, daß Verträge erfüllt werden müssen, wäre zu folgern, daß der Arbeitgeber in allen den Fällen, in denen die Unfähigkeit zur Arbeit ohne Ber schulden des Arbeiters( also z. B. in den oben erwähnten Fällen der Leistung einer militärischen Uebung oder der Er frankung) eintritt, den Lohn bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu zahlen hat. Diesem Grundsatz und dieser Folgerung entsprechend ist auch von gelehrten Gerichten wieder holt zu gunsten des erkrankten Arbeiters der Arbeitgeber zur Zahlung des Lohnes vom Beginn der Krankheit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist verurtheilt worden. Selbst das Reichs= gericht hat in einem Erfenntniß vom 13. März 1880( Gruchot, Der Vertheidiger des Angeklagten plädirte für Frei- Speditions- und Kellerarbeiter, Roll- und Archiv, Band 24 S. 1074) erkannt, daß einem Werkmeister, da sprechung. Hervorgehoben sei ganz besonders aus dem Geschäftskutscher, Möbeltransport- Arbeiter, Kündigung nicht stattgefunden hatte, der volle Lohn für die Dauer Plaidoyer dieses Herrn die Bemerkung: daß bekanntlich Führer der Fuhrleute und verwandte Berufsgenossen! seiner Krankheit bis zum Ende der Kündigungsfrist zu zahlen sei. Sozialdemokraten die Meinung ausgesprochen haben, daß ein Kollegen! Am 24 und 25. Mai d. J. wird in Halber- Der Entwurf des bürgerlichen Gesebuch 3(§ 557 Meineid wohl erlaubt sei, wenn es sich darum handle, einen st a dt im„ Odeum" der II. Berufstongreß der II. Leng) nimmt eine ähnliche Stellung wie das gemeine Recht Genossen herauszureißen. Handels Hilfsarbeiter Deutschlands abgehalten. und schlägt demgemäß als§ 557 folgende Bestimmung vor:„ Ist Der Angeklagte wandte sich noch gegen einige Belastungs- Dieser Kongres hat die Aufgabe, die noch an vielen Orten herrschende die Vergütung nach Beitabschnitten bemessen, so wird der zur zeugen und erklärte, daß er aus„ politischen" Motiven belastet Unklarheit über Agitation und Organisation durch gemeinsame Dienstleistung Verpflichtete des Anspruchs auf die Vergütung worden sei. Nach 7 Uhr abends zogen sich die Geschworenen zurück. Aussprache zu beseitigen. Ferner foll berathen werden, in nicht dadurch verlustig, daß er für eine verhältnißmäßig nicht welcher Weise wir die gesetzliche Regelung der erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund Die Berathung dauerte taum fünf Minuten. Arbeitszeit unseres Berufes am besten fördern können. ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert ist; er Und das Urtheil lautete auf Nichtschuldig und Frei- Weiter stehen viele Kollegen heute noch unter der Gesinde- muß sich jedoch den Betrag anrechnen laffen, welcher ihm für sprechung. Ordnung. Die Wohlthat des Gewerbegerichtes ist ihnen die Zeit der Verhinderung aus einer auf grund gesetzlicher Berinfolge dessen entzogen, wie beispielsweise in München und pflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt." Koburg, während in anderen Orten bereits seit langem das Für Werkmeister trifft§ 133 c der Gewerbe Ordnung die be Das Organ des Herrn v. Stumm, die Bost", brachte in genaue Gegentheil der Fall ist. Der Kongreß hat dagegen sondere Bestimmung, daß für den Fall einer Entlassung wegen ber Nummer 30 vom 31. Januar einen Bericht über die Schwur- energisch Stellung zu nehmen und den Kollegen Mittel und andauernder Krankheit 6 Wochen hindurch ihnen der Lohn unter gerichts- Berhandlung gegen den Maurer Schulz, der mit den Wege anzugeben, diese mißlichen Verhältnisse zu ändern. Der Abzug des Krankengeldes oder der Unfallrente gezahlt werden Worten begann:„ Der Eid der Sozialdemokratie". Es genügt, Kongreß muß in anbetracht der für unseren Beruf hochwichtigen müsse. zur Gharakterisirung der Verleumdungssucht des Stumm'schen Tagesordnung von allen Orten, wo organisirte Kollegen vorBlattes auf den Bericht über die Verhandlung gegen Schulz handen sind, beschickt werden. sowie den über die Verhandlung gegen Rähne zu verweisen, wo Die Kollegen an denjenigen Orten, wo noch keine Organi der Staatsanwalt die Sozialdemokratie gegenüber den Bind- fationen bestehen, ersuchen wir, zur Gründung von Organisationen feil'schen Verdächtigungen in geradezu glänzender Weise recht- und zur Beschichung des Kongreffes möglichst bald überall öffentfertigte. Von den so wichtigen Ergebnissen dieser Gerichts- liche Verfammlungen einzuberufen. verhandlung hat das Organ des Herrn v. Stumm natürlich Wegen der nöthigen Information resp. wegen des Agitations teine Meldung gemacht. materials wolle man sich an die unterzeichnete Adresse wenden. Der Tric, den sich der Wertheidiger des Polizeisergeanten Wir bitten besonders die Vorsitzenden der Gemert Kähne in seinem Plaidoyer an die Geschworenen leistete, fchaftskartelle, unsere Kollegen bei der Agitation möglichst Führer der Sozialdemokratie billigten den Meineid, wenn es sich Gewerbegericht. Eine allgemein wichtige Ents zu unterstützen. Darum handelt, einen Genossen herauszureißen, hat unsere scheidung hat die Kammer I unter dem Vorsitz des Assessors Bur schnellen Erledigung der Arbeiten ist es nothwendig, Techow in bezug auf die Veränderung von Lohnhallischen Parteigenossen veranlaßt, eine Protestversammlung daß schon jetzt die provisorische Tagesordnung des Kongresses in bedingungen gefällt. Dem Bügler N., welcher mehrere abzuhalten. Die Versammlung war von gegen 2000 Personen öffentlichen Versammlungen diskutirt wird. Wir schlagen als Wochen bei einem Schneidermeister gegen 18 M. Wochenlohn besucht und faßte nach dem Referat des Redakteurs Thiele Tagesordnung vor: 1. Bericht der Agitations Kommission; thätig war, wurde von seinem Chef plöglich am legten Zahlungs einstimmig eine Resolution, worin es heißt: Die ze Verfam a) Kaffenbericht, b) Rechenichaftsbericht. 2. Der gegenwärtige tage eröffnet, daß er hinfort für 15 M. arbeiten müsse. N. lung spricht sowohl über die von dem Rechtsanwalt Jensch, Stand der Sozialreform im Handels- und Transportgewerbe. widersprach dieser Ankündigung; er wollte unter keinen Um als Bertheidiger des des Meineids angeflagten früheren Polizei- 3. Die Gesinde Ordnungen und ihr Einfluß auf unseren Berufständen für einen geringeren Lohn arbeiten. Hierauf antwortete sergeanten Rähne, wie auch über die von dem Amtsgerichtsrath 4. Wie gestalten wir in Zukunft unsere Organisation und Agitation? der Meister, er gebe den Lohn, der ihm, dem Meister, passe. Dr. Bindseil gethanen Aeußerungen ihre tiefste Entrüstung 5. Unsere Taftit. 6. Fachpresse. 7. Der internationale Arbeiter. Der so brüstirte Bügler legte die Arbeit nieder und verklagte und protestirt mit aller Entschiedenheit gegen die und Gewerkschaftstongreß in London. 8. Algemeines und An- feinen Unternehmer auf Bahlung einer Entschädigung von 36 W., Behauptung, daß bekanntlich Führer der Sozialdemo- träge. traten die Meinung ausgesprochen haben, daß ein Meineid den Lohn für 14 Tage. Die Klage wurde unter folgender BeWeiteren Vorschlägen zur Tagesordnung wird gern entgegen gründung abgewiesen:" Der Kläger mußte, war er mit dem wohl erlaubt sei, wenn es sich darum handle, einen gefehen. Genossen herauszureißen. Die Versammelten glauben umso mehr Angebot des Beklagten nicht zufrieden und wollte er sich dennoch Wir machen nochmals ausdrücklich aufmerksam, ben alten Lohn für die Zeit der gesetzlichen Kündigungsfrist ein Recht zu haben, die von dem Rechtsanwalt Jentsch gethane daß, um jede Verwickelung mit den verschiedenen Vereinsgesehen sichern, wohl protestiren, durfte aber nicht die Arbeit Aeußerung zu verurtheilen, als gerade der in Frage kommende zu vermeiden, die Erörterungen über Kongreßfragen uur niederlegen. Vielmehr hätte er während der 14 Tage Prozeß zur genüge bewiesen hat, daß von seiten des Gein öffentlichen, nicht etwa in Vereinsversam mweiter arbeiten und erst sehen müssen, ob die Abzüge wirklich richtsvorsigenden gerade die als 3eugen auflungen stattfinden dürfen. tretenden Polizeibeamten ernstlich vor dem gemacht würden." Alle Anfragen 2c. sind an Karl Alboldt, Berlin C., Meineid gewarnt werden mußten, was bei Auguststr. 38, zu richten. Reichs Versicherungsamt. Die Versicherungsden übrigen Zeugen nicht wahrgenommen pflicht der Bühnenarbeiter betrifft eine grundsätzliche werden konnte." Entscheidung des 1. Senats. Der Arbeiter Wilhelm war am 18. September 1893 während der Pause zwischen dem ersten und zweiten Akt eines Luispiels auf der Bühne des Neustädtischen Hoftheaters in Dresden damit beschäftigt, einen schon zum Ge Die Neckarschiffer find infolge einer bedeutenden Lohn fürzung in einen Streit eingetreten. Bisher erhielten sie für den Transport des Zentners Salz von Heilbronn nach Mann heim 9 Pf. Die Spediteure der Saline Heilbronn wollen jedoch Aus diesen Beispielen ergiebt sich, daß die von dem Unternehmerverband angegriffenen Arbeitnehmer- Beisiger im Gewerbegericht selbst nach bürgerlicher Rechtsanschauung nichts so ungeheuerliches gethan haben, als sie im Verein mit dem Vorsitzenden in den angeführten Klagefällen dem Arbeiter den geforderten Lohn zubilligten. Die bisher geübte Praxis, auf die sich die Unternehmer berufen, bedeutet im grunde nichts weiter als das Recht des Stärkeren, dem die betroffenen Arbeiter sich bislang zu fügen hatten. = im des D = im stande man Redner den Vereinigung der Turnfreunde. Mittwochs und Sonne abends, Turnen in von 8-10 Uhr abends der Turnhalle. Demmtnerstraße 66-57. Arbeiter Turnverein( Ablershof) jeden Mittwoch und Sonnabend von 8 bis 10 Uhr bei Wöllstein.1. # fropfenverein Nord- Ost. Jeden Mittwoch bei A. Vogel, Elbingerstr. 9. Rauchfluh Grüne Quaite, abends 9 Uhr bei Schwarz, köpeRauchklub Arkona, abends 8 Uhr Orientalischer Rauchtlub, abends 9 Uhr, Neichen5. Rauchklub Noochloch, Rauchtlub Meffalina, ftraße 41. -W brauch hergerichteten, für den zweiten Aft benöthigten Kron- Ischläge des Ausschusses zu prüfen und giltige Bestimmungen zu leuchter herunterzulassen, um ihn in die erforderliche Lage zu treffen. bringen. Infolge eines Versehens farambolirte derselbe mit Die Eisenformer und Metallgießerei- Arbeiter waren Berliner Radfahrerverein„ Solidarität". Sigung jed. Mittwoch nach dem einem soeben hinaufgewundenen anderen Leuchter, der im ersten Aft benutzt worden war, und zwar so unglücklich, daß Wilhelm am 2. Februar recht zahlreich im„ Kösliner Hof" versammelt, und 15. im Monat, abends 9 Uhr, Reſtaurant W. Roll, Waldemarite. 61. aus der Höhe des zweiten Stockes eine Glocke mit großer Wucht folge der Bewegung unter den Metallformern und wie sind wir Geisler, Jenn- und Tegelerſtraßen- Ecke, Uebungsstunde, Aufnahmen. um die Frage zu erörtern: Was lehren uns die bisherigen Er Geselliger Verein unter uns, Sigung 8 Uhr bei Fischer, Beusselstr. 66. Musikdilettanten- Verein Preciosa abends 8% Uhr bet auf den Kopf fiel. Seine Erwerbsfähigkeit war nach beendetem Heilverfahren vernichtet. Wilhelm erhob nun bei der Ver- im stande, die jetzige günstige Geschäftslage in den Eisen- Mufit- Dilettanten- Berein Nordische klänge, bet center, SwinemünderReferenten waren Näther und fraße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr. Schwimmverein Nord, sicherungsanstalt der sächsischen Baugewerks- Berufsgenossenschaft gießereien auszunuzen? @ e= Anspruch auf Unfallrente. Von der Berufsgenossenschaft und Stopsad Trotz der günstigen Konjunktur, welche, wie abends 7% Uhr Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102, lebungsstunde. selliger Verein Anna- Marie, abends 9 Uhr, im Restaurant Roll, Adalbertderen Schiedsgericht zurückgewiesen, legte er beim Reichs- Nät her mittheilte, zur Zeit in den Gisengießereien zu ver- straße 21, Sigung.- Stattlub Die zu stige 3wölf, im Restaurant RuhlVersicherungsamt Returs ein. zeichnen in doch ist, herrschen Auch dieses wies den Gießereien so Andree, Chorinerstr. 53.- Gtattlub 50, 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wiener Kläger ab: Stattlub Pique Golo, abends 9-12 Uhr im Botal des sich Es handele wie fraße 50. sich hier arge Mißstände, daß wundern müsse, um teine Bau- arge -Stattlub Treff, Frankfurter Allee 90 arbeit, die versicherungspflichtig wäre. A13 unter den obwaltenden Verhältnissen Arbeiter zu schaffen Herrn Gichmann, Neue Hochfir. 28. Bauarbeiten bet Babel. Kraft- und Artistentlub& iche, Mittwochs von 9-11, Sonn Sinne seien. Artisten und Bau Unfall Versicherungsgesetzes seien erblickte die Hauptursache tags von 11-1 Uhr, bei Augustin, Rastanien- Allee 11. nur alle diejenigen von Theater- Verwaltungen in eigener der Uebelſtände im Indifferentismus der Arbeiter vieler und Ringsport- Berein ereinte Kraft. Mittwoch abends von 9-11 Uhr, BergnügungsDies großer Gießereien. Regie ausgeführten Bühnenarbeiten anzusehen, welche entweder war müsse anders werden. Sonntag vormittags 10-11% Uhr bei Herrath, Plan- Ufer 92a. verein Fortuna, abends 8% Uhr, Sigung bet Schulz, Weberstr. 10. Musikdilettanteneine, wenn auch nur vorübergehende Verbindung der hergestellten Daß es den Arbeitern möglich sei, lediglich durch einmüthiges Theaterverein Variété, bei Weigt, Martgrafenſtr. 87.Theile, wie Podien, Tribünen, Rampen, Gas- und Wasserleitungen, Busammenstehen den Unternehmern gegenüber erfolgreich zu Berein nat fch, abends 9 Uhr bet Steffens, Kolbergerstr. 2, Vereinsabend. mit dem Theatergebäude schaffen oder welche auf die unmittelbare hieraus die Pflicht für alle Gießereiarbeiter, sich zusammen zu nickerſtraße 121 a.- Rauchtlub Granate, Forsterfte, chter, Staligeroperiren, habe die letzte Bewegung gezeigt. Redner folgerte Errichtung eines Bauwerks, z. B. eines stockwerkartigen, zum Aufenthalt der auf der Bühne thätigen Personen bestimmten schließen in einer festen Organisation, um die jezige günstige Hauses gerichtet sind. Eingeschlossen seien hierbei die erforderKonjunktur und auszunnhen gleichzeitig gewappnet ubergerstraße 24 bet Tauschte.- Rauchflub Frisch gewagt, abends» Uhr lichen Schlosser, Anschläger, Maler-, Tapezier- u. s. w. Arbeiten. fein für die unausbleiblich kommenden schlechten Zeiten.( Beifall.) bet F. Stockendorf, Nur gegen die, bei derartigen Regiearbeiten ihnen zustoßenden Stopsad erinnerte daran, daß diese Versammlung die erste Admiralftr. 33 im Restaurant abends% 9 Uhr. bei Wuttke, Graubenzerstr. 2.- Rauchtlüb Ohne 8wang, Weinstr. 28 bei Unfälle seien die betheiligten Arbeiter bei der Versicherungs- öffentliche Formerversammlung im Norden seit dem Jahre 1890 anstalt der für den Betriebsort zuständigen Baugewerks- Berufs- sei und ermahnte die Eisengießerei- Arbeiter dieses Stadttheils Rauchtlub Virginia, abends 9 Uhr bet Schnteber, Admiralitraße 21. genossenschaft zu versichern. Bei dem Unfall des Rekursklägers zur Organisation, wobei er des Organisations- und Agitations- Rauchttub umoristiche Pfeifenbrüber, abends 9 Uhr bet Salzhabe es sich lediglich darum gehandelt, eine schon bestehende über 90 pCt. der Arbeiter jett organisirt seien. Man solle diefem 9 Uhr im Total Schmidt, Köpnickerstr. 171 gangs des Südens gedachte, welcher dahin geführt habe, daß webel, Klofierfir. 83.- Rauchflub Sumatra Süd- Ost, abends 8% ubr bei Mangold, Liegnizerstr. 18. Rauchflub Gemüthlich feit II, abends Rauchtlub Walbesgrün, Beleuchtungsanlage zu handhaben. Rauchklub Schmotes Werte, jeben Beispiel nacheifern. Wenn auch in den Eisengießereien des bei Tilgner, Forfierstr. 22. Mittwoch Rautsir. 39. Rauchklub Congo II, Wienerftr. 44 b bet Schmidt. Nordens das Großkapital in Frage komme, so dürfe - Rauchtlub Abguß I von 9 Uhr ab bei Nawrott, Markusstraße 23. dieser Umstand die Arbeiter doch nicht abhalten, sich einer Freie Vereinigung der Kaufleute, im Englischen Hof, Neue Organisation, gleich viel welcher anzuschließen, ziel- und klassen- Roßfir. 3, gemüthliches Betsammensein. Arbeiter- Stenographenverein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunden abends 8% Uhr in den Res bewußt zu werden und solidarisch denken und handeln zu lernen. faurants Cwczaret, Langeñir. 65 und Seibler, Ratiborstr. 16.- Roller'scher In einer gut besuchten öffentlichen Maurerversamm: Redner fagte thatfräftige Mithilfe des Südens bei dem Agita etenographen verein Pionir, Hussitenstr. 9, Restaurant Rausch, abends Tung, die am Sonntag im Königshof" abgehalten wurde, be- tions- und Organisationswerk im Norden zu und schloß seine 8 Uhr, Unterricht und Fortbildung. richtete der Vertrauensmann der Berliner Maurer zentralistischer Ausführungen mit einer nachdrücklichen Aufforderung an die Richtung, Panser, über seine Thätigkeit und legte zugleich Eisen- und Metallgießerei- Arbeiter des Nordens, einzutreten in Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben während des mit Reib und Glied zum Kampfe für beffere Lohn- und Arbeitsverdem 27. Januar abschließenden letzten Geschäftsjahres. Erstere hältnisse.( Beifall.) Nach einer längeren Diskussion, in welcher betrugen insgesammt 716,55 M., lettere 580,29 m., es verblieb auf die Verhältnisse verschiedener großer Eisengießereien des Norsomit ein Bestand von 130,26 M. Als Mitglied der Agitations- dens bezug genommen und darauf hingewiesen wurde, daß jetzt für der Provinz Brandenburg faum 20 pCt. der dortigen Eisengießerei- Arbeiter organisirt sind, theilte Panser mit, daß auf Beranlassung dieser Rom- beschloß die Versammlung, in allen Gießereien eine energiſche Agitation zu entfalten zur Erzielung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen durch Organisation. " Versammlungen. Nordschule, MüllerSpäth. Mauchklub Die Dampfenden, Langestr. 24 bei Jeratsch. German- American Klub ,, Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. m. Wallstrasse 57.- Ladies und Gentlemen welcome. German American Society. Berlin C., Münzstr. 17, at Frieboes Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime. Briefkasten der Redaktion. F wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( gwet Buchstaben oder eine Sahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. M. B., Adalbertstraße. Deffentliche Versammlungen gehen, von besonderen Fällen abgesehen, den Vereinsversammlungen vor. Die Bahl der Berichte ist jetzt so überaus groß, daß Berzögerungen bei der Veröffentlichung unvermeidlich sind. Otto Jochem, Danzig. Wir haben teine Veranlassung, Ihre Zuschrift zu veröffentlichen. wenn er vor oder Agitation für die Organisation. Silberschmidt legte an ftraße 179 a: Deutsch. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulz der Synagogengemeinde des neuen Wohnsizes, chtete Erklärung, materials schon von 8 Uhr an geöffnet. Kongreß. mission im fraglichen Zeitraum in der Provinz, ab gefehen von Berlin und seinen Vororten, 33 Versammlungen abgehalten wurden, die sämmtlich von Berlin aus mit Referenten versorgt worden sind. Außerdem wurden in 72 Orten Flug- Wilmersdorf. In der letzten Generalversammlung des blätter verbreitet. Der Erfolg zeigte sich darin, daß drei neue Arbeitervereins wurde die Abrechnung gegeben. Die GinZahlstellen Potsdam, Spandau, Schwiebus- errichtet nahme betrug 70,95 M., nach Abzug der Ausgaben blieb ein werden konnten und daß die übrigen Zahlstellen einen Zuwachs Defizit von 2,91 M. Ueber das Thema„ gelernte und an Mitgliedern erfuhren. Panser wurde als Vertrauensmann ungelernte Arbeiter" entspann sich eine lebhafte Debatte, wobei wiedergewählt. Hierauf bielt Genoſſe D. Antrid man darin überein kam, daß es ungelernte Arbeiter im eigent= einen interessanten Vortrag, worin er die Frage behandelte: lichen Sinne überhaupt nicht gebe, gleichviel, welche Branche in Forst- Frankfurt a. O. Briefliche Antwort zu ertheilen ist Was hat die Arbeiterklasse von der heutigen Gesellschaft zu Frage komme, denn wenn jemand eine Arbeit leisten wolle, so unmöglich.. Ein Jude fann nach dem Gesetz vom 28. April 1876 erwarten?" Er kam zu dem Schluß, daß die kapitalistische Ge- müsse er sie doch vorher erlernt haben. Der Verein wird am ohne Austritt aus der jüdischen Religionsgemeinschaft aus dersellschaft für die Arbeiter nur Unterdrückung übrig habe und 14. März ein Vergnügen abhalten. Gäste haben nur Zutritt, fenigen Synagogengemeinde austreten, der er zur Zeit des Ausdaß die Arbeiter als Klasse sich Glück und Freiheit selbst wenn sie eingeführt sind. tritts angehört. Er wird, wenn er aus einer Synagogengemeinschaffen und zwar erobern müßten. Zu diesem Zwecke Arbiter- Bildungsschule. Unterricht am Suboft fchaft ausgetreten, bei Verlegung seines Wohnfiges nicht Mitglied empfahl er unter lebhaftem Beifall den Anschluß an und die schule, Waldemarstraße 14: Geschichte. der Hand von Thatsachen dar, wie sehr gerade den Maurern räume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriften- bei seinem Einzuge eine schriftlich dahin daß er nicht Mitglied der Gemeinde werden wolle, abgiebt. Hat eine starke Organisation noth thut. Maurern, die in Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner in Berlin. Mittwoch, er dies unterlassen, so wird er Mitglied der Synagogengemeinde der Cughafener Straße die ganze Woche durch bis an den 5. Februar, abends 8½ uhr, im Bereinslokal„ Kommandanten- auté des neuen Wohnsizes. Will er überhaupt aus dem Judenthum Kommandantenstraße 10-11: Große Versammlung Frauen. Wichtige die Ruiee im Grundwasser stehend gearbeitet hatten, Tagesordnung. fei schlankweg ein Stundenlohn von 50 Pf. gezahlt worden; auf ihre Bemerkung, daß 55 Pf. für die Arbeit nicht zu viel wären, habe es geheißen, wenn sie für 50 Pf. nicht arbeiten wollten, dann gäbe es genug andere, die es thäten. Man behandele eben, meinte der Redner, die Arbeiter so, wie sie es verdienten. Wäre die Organisation derselben eine umfassende und festgegliederte, dann hätte es z. B. auch nicht vorkommen können, daß die in der günstigen Zeit vor Weihnachten auf mindestens 20 Bauten erzielten Lohnerhöhungen schon wieder verloren gegangen wären, wie es thatsächlich meist der Fall sei. Redner rügte ferner, af die Behörden manchmal daß die finnenfälligsten Gesetzes verlegungen nicht bemerkten. Der Bauherr Grün lasse in der Teltowerstraße an einem Ausbau den ganzen Sonntag arbeiten und die Polizei schreite nicht ein, obwohl die Arbeiter im auffallenden Arbeitsanzug zum Frühstück und des Mittags über die Straße gingen und der Polier auf der Straße Feierabend pfeife". Zum Schluß berührte Redner noch die große Zahl der Betriebsunfälle auf Bauten, die sich durch eine strenge Kontrolle dieser Menschenfallen" vermindern ließen, wenn sich eine achtunggebietende Organisation dahinter mache. Die Ver Sammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in der sie sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärte und durch welche sich die Anwesenden zum Anschluß an den Zentralverband deutscher Maurer und zu eifriger Agitation für denselben verpflichteten, damit endlich einmal den Uebergriffen des profitgierigen Unternehmerthums ein Dämpfer aufgefeßt und im Baufache beffere Zustände geschaffen werden könnten". Der Vertrauensmann Banser wohnt Gol 3 str. 89; an ihn ist über Mißstände auf den Bauten zu berichten. " 11 worn, gun Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin Centrum. Mittwoch, den 5. Februar, abends 8% Uhr, bei Bergner, Annenitr. 16: Berfammlung. Tagesordnung: Discussion über den 2. deutschen GewertschaftsMusik- Vergnügungsverein" Andante". Mittwoch Abend Uhr, Uebungsstunde bet Krüger, Fennstr. 5. uhr, im Reñaurant zum Storchnest, Wöhlertstr. 1, unentgeltlicher UnterArende'scher Stenographenverein Apollobund". Mittwoch, abends richt in Arends'scher Stenographie. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. JohannJacoby, bei Friz Liegte, Echwedterfiraße 33. Gesundbrunnen, abends 8% Uhr, bei Saferlard, Bellermannfir. 87. Gleichheit, abends 8% Uhr bei Stramm, Ritterfiraße 123. Seine, Rirdorf, abends 8½ Uhr, Prinz- Handjernitr. 60, parterre. Ginigkeit, abends 8½ Uhr bei geige, Triftstr. 1.- Theater und Leseklub Morgenroth, abbs. 9 Uhr, im Restaur. Diete, Lothringerstr. 67. Sozialdemokratischer Agitationstiub Often, abends 8% Uhr, bet Jauer, Fruchtitr. 52. bei Stehmann. 1 theil, bet Lerche. - Steinnette, Base= 0 austreten, so hat er seinen Austritt aus dem Judenthum auf grund des Gesetzes vom 14. Mai 1873 in gleicher Weise zu er flären, wie der Austritt aus einer chriftlichen Kirche auf grund desselben Gesetzes erfolgt. Er ist dann von Ablauf des zweiten Kalenderjahres nach seiner Austrittserklärung ab von den Kirchengemeinde Angehörigkeit Leistungen befreit, welche auf persönlicher Kirchen oder beruhen. Der Betreffende scheint nur aus seiner Synagogengemeinde, nicht aber D. B. Nein. aus dem Judenthum ausgetreten zu sein. F. Sch., Friedrichsberg. 1. Der Hauswirth darf retinirte Sachen keineswegs ohne weiteres verkaufen, sondern muß die Sachen wie jeder andere Pfandgläubiger aufbewahren und fann die Sachen nur nach vorangegangener Austiagung seiner Neumann, Bajewalter ſtr. 3. Que Qenderungen in Bereinstalender find zu Wiethe muß der Wirth die Sachen herausgeben. 3. Falls die Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsitzender Adolf Forderung pfänden und verkaufen lassen. 2. Gegen Zahlung der richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Mittwody. Uebungs: Derausgabe Ihres Eigenthums nicht auf Ihre Aufforderung hin funde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern.- 3ied sfreiheit 1, erfolgt, müssen Sie flagen. G. S., Stiefvater 11. Die Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15 Andreasstr. 26, bei Wilfe. ( Gemischter Gbor), Rosenthalerstraße Nr. 57 bei Wernau. Unverzagt i, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Freya I, Namensänderung zwecks besseren Fortkommens ist nur mit Ges Lorbeer nehmigung des Justizministers möglich. 5. Nippel. 1. Ja. tranz 1, Weinstraße Nr. 28 bet Späth. Deutsche Eiche 12. Nein. Die Buchdruckerkunft führt man auf eine Erfindung Große Frautfurterstraße Nr. 133 bei Gold.- Echo 1, Pantow, Mühlentraße, Störr'sches Gesellschaftshaus.- Gefangverein Arion III, Rirdorf, Herr des Henne Gensfleisch zum Gudenberg, genannt Johann Gutenmann- u. Herrfurthitraßen- Ecke bei Weiß.- Einigtett( Sutmacher), Rofen berg, und des Johannes Fust und Peter Schöffer zurück. Gutenthalerstr. 12 bei Brüning. Allegro, Wrangelfir. 141 bei W. Schmidt. berg wurde ungefähr im Jahre 1397 geboren. Im Jahre 1452 Freiheit 1, Bülowstraße 65 bet Richter. walleistraße 3 bei A. Neumann. mig.- i edes lust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret. Süd-, Falckensteinstr. 7 bei Trittet erschienen die ersten Druckwerke. Gine ähnliche Erfindung nimmt Freier China bereits für das 10. Jahrhundert für sich in Anspruch. Männerchor Norde ft( früher Klempner) Moabit, Eindener und Ueber das erste Auftauchen der Schreibschrift herrscht Dunkel. Siemensstraßen- Ecke 14.- Kupferschmiede, Weinfraße 11 bei Feind. Rothe Nette 1, Echöneberg, Golzstr. 43 bei Selaufe. Appolonia, Aus sehr alter Zeit finden bei Chinesen, Phöniziern, Egyptern, Rosenthaler fir. 57 bei Wernau. Freiheitsgruß, Gremmenerstr. 1 bei Peruanern und vielen anderen Völkern sich Knotenschriften und Wathies. Schneeglöckchen 1, Nixdorf, Hermanns und Karlsgartenfiraßen- Ecke bet Silpert.- Matengruß 8, Friedrichshagen, Rund: Hieroglyphen vor. Die Lautschrift, die besondere Zeichen für Bokale und Konsonanten enthielt, findet bei Phöniziern, Egyptern Unverdroffen, Lindowernraße 26 bet Sachs. Vorwärts 7, Nummels= Die Adressenschreiber der Berliner Adressen Schreib- elfenburg, Langefaße 65 bei Owezarec. und anderen fich im 9. Jahrhundert vor Christi vor. Die Erbei Greinert Hoffnung 3, findung der gothischen Schrift an fielle der altgermanischen Runens anstalten hielten am Sonnabend Abend eine Zusammenkunft burg, Göthe- und Kantstraße= Ecke Brandenburg a. H., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße.-Freiheits: ab, um gegen die niedrigen Arbeitslöhne und die lange Arbeits- länge 1, Stallschreiberir. 29, 3um eichenen Stabe" bei Schöning. schrift wird dem Bischof Ulfilas( 4. Jahrhundert) zugeschrieben. wenn Sie den Tag, an dem er zeit, die in dieser Branche herrschen, Stellung zu nehmen. Etwa Arbeitergefangverein von Brit in Briz, Bürgerstr. 4 bet Dorn. See ger Gitschiuerstraße. Aber! Matengruß 2, dreihundert Personen waren erschienen. Bom Einberuferscher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Göbel. Charlottenburg, Wallfir. 96 bet Beyer. Dämmerlicht, Borndorfer Seberen ist, als Geburtstag mitrechnen, selbstverständlich den 26. die Chefs eingeladen R. S. 500. 1. Ja: der Vater es außerehelichen Kindes Gorgitta waren Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger kom faße 17 bei Hoffmann. größeren Theil aber nicht da. Recht erbauliche Dinge munitation 16 bei Glafer. Seimathtiänge, Repenic, Rosenftr.. 101 hat nicht das Recht sich vor Alimentenzahlung durch das Vers bet Troppens. Gesangverein Freiheitst länge II, Choriner 2. In wurden über die Anstalt Don Schustermann, ftraße 55 bei Hobect. Männer Gesangverein Palme, Beiten i b. m. langen, die Mutter solle ihn beirathen, zu drücken. Blumenstraße, berichtet. Herr Schustermann hatte einen bei Bemlin.-Weiße Rose, Reinickendorf, Residensstr. 101 bei Malchin.. 5 Jahren. D. S. 1. 80 Jahre lang. 2. Aufbewahren müssen - Sanges= Sie die Bände, Kosten für die Aufbewahrung fönnen Sie nicht Vertreter gesandt, der sich redlich abmühte, diese Anstalt Männer Gesangverein& iederlust, Adalbertstr. 21 bet Roll. Gleichheit, Schönhauser beanspruchen. B. A. 150. Wenn Sie den Nach als vorzüglich zu preisen. So hob er u. a. hervor, daß man blüthen, Stralauer Plag 10-11 bet Poppe. Allee 135 bei Ramlow. Gesangverein Frohsinn It, Friedrichsberg, mit einem Tagelohn von 2,50 M. sehr gut aus Wartenbergftr. 67 bet Lange. Sängerchor der Maler, Komman- weis erbringen können, daß Sie die Sachen mit Bewilligung Männer- Gefangverein 8iel Ihres Mannes für sich erworben haben, so haften die kommen und sogar eine Familie ausreichend dantenstraße 15, Knoblauch's Bierhallen. Arbeiter- Gesangverein Sachen nur für Ihre eigenen Schulden. 2. M. 100. Nein. ernähren könne. Daß die Schreiber aber selbst diesen bewußt, 8 ughofstraße 8 bei Behlendorf. bet Reich. Ginig, Blumenstraße 32 Arbeiter Gesangverein Neue Unwissend Ober- SchönVerdienst nur mit Aufopferung ihrer Nachtruhe W. Paukow, C. W. 1: Nein. Männer Gesangverein bet Schmidt. Arbeiter Gefangverein weide. 1. Der Ehemann haftet für die Schuld nicht. 2. Die erreichen können, erwähnte der Herr nicht. Nach den Angaben bitarttas, Hochstraße 32a Firma braucht das Sopha nicht zurückzunehmen, sondern fanu in der Versammlung verdient ein Schreiber in diesem Bureau utunft II Nieder- Schönhausen, bei Settekorn, Lindenstraße. Bruderherz, Bernauerftr. 40-41 bet R. Bort. Kreuzberger täglich nur etwa 1,50 M. bei einer Arbeitszeit von morgens Harmonie, Admiralstraße 18c bei Möhring. Frog Stunde, auf Zahlung flagen. 3. Man nimmt an: nein, N. 6. 73. Polizeiliche Erlaubniß für einen geselligen Verein giebt es 8 Uhr bis abends 6 Uhr. Mittags:, sowie Frühstücks- und Rottbus r Ufer 57 bet Ringel. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu Vesperpause wird den Schreibern angeblich nicht gewährt. fchriften sind zu richten an B. Gent, Dresbenerir. 107-108, 1. Gift. IV. ebenso wenig, wie ein Altersminimum für den Vorsitzenden. B. St. 32. Beschweren Sie sich Bei dem geringsten Versehen würden die Schreiber in diesem ittwody: Gefeliger Verein Brüderlichteit, Georgenfirchir 65 bei C. A. Sie haben Recht. Theaterverein beim Kultusminister. 1015. Die Wohnungen der Notare ftuden Bureau von dem festangestellten Oberschreiber Weiß, dem Buch- Epäth.- Verein Rhetorit, Manteuffelfr. 95 bei Schulze. Bergnügungsverein Amor 2, Sie im Adreßkalender. Ebenda findet G. 40 Auskunft. halter Sommer und dem Bruder Schustermann's, Josef, mit Proletariat, Naunynfir. 85 bet köhn. Rauchtiub Rothe Fahne, Cuvryfir. 48 Buttmannstr. 9 bei Hentschel. D. S. 250. Nach Ihrer Darstellung sind Sie zu sechs nicht wiederzugebenden Schimpfworten belegt. Auch über die bei Liehs. Geselliger Verein Freundschaft, Bimmerftr. 89 bei Engel. Theater: Wochen Gefängniß verurtheilt, haben davon bis zum 18. Januar Führung der Krankenkassenbücher wurde lebhaft geklagt. Ein Geselliger Verein Deutsche Etche, Fürbringerfir. 7 bei Grothe. verein Bühnenverband Apollo, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Schreiber z. B. soll nach seinem Ausscheiden sein Buch erst nach drei Mundharmonika- Verein Borwärts, Kreuzbergstr. 12 bei Rothe. drei Wochen Rummeline verbüßt, sind am 18. Januar von dort egmittirt, erhielten Nachricht, Ihre Strafe fei erlaffen, erhalten Wochen zurückerhalten haben, nachdem er mehrere Male um Rück- felliger Verein 2iegniger Schweiz, Legnigeritr. 9 bei Sabel. nun aber nachträglich die Mittheilung, es habe ein Irrthum fendung gebeten hätte. Betreffs der übrigen Adressen- Theaterverein Nora, Admiralftr 18c, Märkischer Hof. schreibanstalten wurde mitgetheilt, daß diejenigen Schreiber, fettigere end, jeben 2. Mittwoch in data comer, Grünftr. 31: vorgelegen, und die Einladung, noch auf die Dauer von drei Geselliger Verein Setter und Fidel, jeden Mittwoch abends 8 Uhr: Wochen sich in das Gefängniß zu begeben. Ein Frrthum lag welche die Adressen aus den verschiedensten Adreßbüchern der Welt eigung und Fidelitas bei Lastowsty, Königsbergerur. 5-6. Humoristischer nicht vor, da auch Gefängnißstrafen( bis 6 Wochen auszuschreiben haben, mitunter nur 50 bis 60 Pig täglich ver- Gefellige Brüder, Pallisadenstr. 20 bet Schäffer. Musitverein Pauten- Höhe) erlassen sind. Der Einladung müssen Sie also dienen. Dagegen wurde die Anstalt von Teß mer in der Charlotten- Rauchklub, Görligerstr. 42 bei Picht. schwengel, Orantenstr. 180 bei Rautenberg. A. M. W. 1. Ja, wegen Herausgabe straße als äußerst reell bezeichnet. Dort verdienten die Schreiber Griang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch, Arbeiter nicht Folge geben. täglich 2,50 bis 7 M., was zahlreiche Schreiber bekundeten. Gefangen offnung riebisberg. Hebungsunde abends der Invaliditätsfarte müssen Sie sich an die Polizei, wegen AusGefangverein der che, stellung eines Zeugnisses an das Gericht wenden. 2. Gegen Bei Teßmer wird von morgens 8 Uhr bis nachmittags 5 Uhr 9 Uhr, Restaurant D. Schulze, Friedrich Karinr. 34. Uebungsst abends 9-11 Uhr bei Max Mörschel, Schönhauser Allee 28. Gefang gearbeitet mit Gewährung von 11/2 Stunden Mittags- und ent- verein or man nta, abends sub, bet autéle, Spandauer lidt Bridal with umber on the beleidigungstage anstellen; a Sigung im Vereinslotal bei Lange, nächit müssen Sie dieferhalb Schiedsmann angehe Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Xylograph 96. Antwort auf solche Anfragen lehnen wir Zum Schluß der Zusammenfunft wurde ein Ausschuß Stromfir. 28. gewählt, der zu berathen hat, ob sich die Schreiber der Freien Sigung mit Damen. Turnverein Fichte. nicht vor. Der Betreffende scheint eine strafbare Unterschlagung Vereinigung der Kaufleute Berlins oder dem Verein der Bureau- Alte Fotobstraße 96/97: Wittwoch und Sonnabend von 8 bis Wiesegarth. 1. Sie können nur auf angestellten anschließen sollen oder ob eine selbständige Organi- 1. Wanner Abtheilung turnt 10 Uhr, Tuinhalle Friedenstraße 37. 3. Männer- Abtheilung turut mitte begangen zu haben. Herausgabe flagen. 2. Dein 8-10 Uhr, Turnhalle wöckhar. 27. Gringer. 1. Nein, falls nicht sation mit eigenen Bureaus zu gründen ist. In nächster Zeit wech 2. L.hrlingsabtheilung tuint Mittwoch u. Sonnabend 8-10, Stal Berjir. 60-57. etwa ein Versehen des Kutschers vorliegt. 2. Hunger. wird eine öffentliche Versammlung abgehalten, um die Vorsprechender Frühstücks- Vesperpause. # geit, Ewinemünderstraße 45 bei Reuter. 1 Ge Verein Ge= Verein Tamen, abends 9 Uhr, zeughofmaße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, abends 9 Uhr bei Wiersdorf, ab au ertheilen. Schlefierin. Erfahpflicht der Eltern liegt Don und Connabend Abend Achtung! 4. Wahlkreis. Achtung! Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a: Groke öffentliche 215/11 Volksversammlung Zages Ordnung: Achtung!| Deutscher Holzarbeiter- Verband. Alle Rabigspanner Berlins und Um gegend werden ersucht, Sonntag, den . Februar, früh 9 Uhr, im Lotal des Herrn Wernau, Rosenthalerstr. 57, zu einer wichtigen Besprechung sich einzufinden. 264/5 Allen Freunden die traurige Mittheilung, daß meine geliebte Frau, Achtung! ( Zahlstelle Berlin.) Tischler. Achtung! Vertrauensmänner- Versammlungen. Tischmacher( inkl. Damenschreibtische und Nähtische) am Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, geb. Lüneburg am 4. d. m. fanft ent- in Louis Keller's Festsälen( kleiner Saal), Koppenstr. 29. schlafen ist. Die Beerdigung findet am 7. D. W., nachm. 3 Uhr, vom Trauer Branche für Sihmöbel n. Spiegelrahmen Aus der lekken Beit. Referent: Reichstags- hause, rangelfir. 87 aus statt. Abgeordneter Richard Fischer. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Männer! Frauen! Um stille Theilnahme bitten[ 2549b Friedrich Liebich, Maurer, u. Söhne. Kranken- und Sterbe- Nuterflüßungs- Kasse Hausdiener. am Mittwoch, den 5 Februar, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße Nr. 20, 1 Tr. Brauche für Telephon-, Telegraphen, Volks- Versammlung unge der Berliner photographische Apparate, Bugdrudutenſilien, Nähmaschinenam Donnerstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstraße 188. Iages Ordnung: 1. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 2. Freie Diskussion. J. A.: H. Jaensch. 2501b Die Herrn Geistlichen der betreffenden Kirchen und Synagogen sind brieflich eingeladen. Austrittserklärungen sind bei den Kommissions- Mitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. H. Engler, Pallisadenstr. 33. Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14. H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemann, Moritstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. Rohrleger und Gehilfen. Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale von Bolt, Alte Jakobstraße 75( oberer Saal): Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Bueb( Mülhausen) über: usere wirthschaftliche Lage und wie beseitigen wir dieselbe. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Kollegen, erscheint Mann für Manu, um frei auszusprechen, daß wir in einen Rampf eintreten können. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 1179 Der Vertrauensmann der Rohrleger: 0. Ficius. Berliner Gewerkschafts- Kommission. Freitag, den 7. Februar, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung der Delegirten im ,, Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstr. 16. Zages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht, Kaffenbericht und Statifiit pro 2. Halbjahr 1895. 2. Bericht über die Lohnbewegung der Zimmerer und Schneider. 3. Gewerkschaftliches. 211/9 Die Delegirten werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. 2.: R. Millarg. Verein der graphischen Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands.( Filiale Berlin.) Am Sonnabend, den 1. Februar, verstarb plößlich das Mitglied Wilhelm Neumann, Barnimstraße 11. 5. Februar, nachmittags 3 Uhr, von Möbel, Galanterie und Luxusmöbel am Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranicnstraße 180, am Freitag, den 7. Februar, abends 8 Uhr, Die Beerdigung findet Mittwoch, den Brauche der Kastenmöbel( inkl. Herrenschreibtische) der Leichenhalle des Krankenhauses im Lokale des Herrn Fiebig, Gr. Frankfurterstraße 28. Friedrichshain nach Weißensee statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 25426 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern aller in der Hutund Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zur Nachricht, daß die Kollegin Anna Grünthal gestorben ist. 86/10 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 5 Februar, nachmittags 2 Uhr, vom Katholischen Krankenhause, Große Hamburgerstraße aus nach dem Rath. Kirchhof Weißensee statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung! Für die liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung unseres Sohnes fagen wir allen unsern herzlichsten Dant. Heinrich Fenner und Frau. Spezialbranche für Bau u. Ladeneinrichtungen am Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrit Buske( fr. Seefeld), Grenadierstr. 33. Hierzu sind besonders die auf Bimmerplägen beschäftigten Tischler eingeladen. Brauche für gute Bauarbeit und gute Möbel nach Zeichnung am Mittwoch, den 5. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Brochnow, Sebastianstraße 39. Branche für Küchenmöbel und Särge am Donnerstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44. Tagesordnung für alle Versammlungen: Besprechung unserer Forderungen, insbesondere der anf prozentuale Lohnerhöhung. Die Kollegen werden ersucht, aus allen Wertstellen Vertrauensmänner zu entsenden. Legitimationskarten werden in den Versammlungen ausgestellt. Auch werden daselbst Fragebogen über Betheiligung am Streit 2c. ausFür die zahlreiche Betheiligung beim gegeben. Diese Fragebogen sind möglichst schnell auszufüllen und auf den Begräbniß meines innig geliebten Verbandszahlstellen am Sonnabend wieder abzuliefern, damit die ZusammenMannes sage ich dem Holzarbeiter- stellung der beantworteten Fragen sofort vor sich gehen kann. Verband( Rixdorf), sowie den früheren Kollegen der Tischlerei von Virgens, dem Rauchklub„ Eiche" und dem Die Ortsverwaltung. Achtung, Zimmerer! Berliner Raucherbund, meinen herz Heute, Mittwoch, den 5. Februar 1895, abends 8 Uhr: lichsten Dank. Die tiefbetrübte Wittwe Ernestine Berwig nebst Kindern. Unser Vater Brivatiero hann 1. Schwiegervater, der bei Buske, Grenadierstr. 33: Sihung der Plakdeputirten. Jeder Zimmerer hat Zutritt. Donnerstag, 6. Februar, abends 8½½ Uhr, im Englischen Wanz lick aus Rixdorf hat uns am Sonntag, den 9. Februar, vorm. 10 Uhr, im Feen- Palast: Garten, Alexanderstr. 270: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung für die Anhänger der Arbeitslosenunterstützung ( Mitglieder welche mit Ja" gestimmt haben). Tagesordnung: 1. Spezialisirtes Resultat der Urabstimmung. 2. Dis tuffion. 3. Statutenberathung. 4. Verschiedenes. 1022 Mitgliedsbuch legitimirt. B Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Verwaltung. Achtung! Vergolder! Achtung! Donnerstag, den 6. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27: Grosse öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitsverhältnisse der Versilberer und die Arbeitsniederlegung ber Bersilberer in der Fabrik von Scholz, Lottumstraße. 2. Das Zwischen meistersystem und wie treten wir demselben entgegen? 3. Die Schneiderbewegung in der Konfektionsbranche. Die Versilberer Berlins werden ersucht, in dieser Versammlung zahlreich Die Agitations- Kommission. zu erscheinen. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Am Donnerstag, den 6. Februar 1896, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Fritz Wilke, Andreasstr. 26: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Theodor Metzner über:" Volksaufklärung und Klassenbewußtsein. 2. Diskussion, 3. Abrechnung vom Weihnachts1/29/14 vergnügen. 4. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. NB. Alle diejenigen Mitglieder, welche noch Billets vom Maskenball haben, werden hierdurch aufgefordert, die Billets oder den Betrag dafür so schnell als möglich beim Rassirer abzurechnen. Droschkenkutscher! 529 Donnerstag, den 6. Februar, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Große öffentliche Versammlung 30. Januar verlassen und ist noch nicht zurückgekehrt. Wir ersuchen Jedermann, welcher über denselben Auskunft geben 258/5 fann, sich an uns oder an die nächste Polizeibehörde zu wenden.[ 23486 Emil Müller, Rigdorf, Richardsplay 11. 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Die Lohnkommission. Ballschuhe Salon und Promenadenschuhe in denkbar elegantester und solidester Ausführung, durchweg mit Lederfutter und Lederkappe, müssen in der kurzen Zeit bis zu dem Ende Februar stattfindenden Umzuge unbedingt geräumt werden. Gemsleder- Schuhe mit Seiden-| Dieselben mit LederSchleife, Holzabsay, absah. Mt. 4,25 ausgeschnitten Mt. 2,90 Weiße engl. Lederschuhe, Schleife, Dieselben mit LederHolzabsaz, ausge schnitten mt. 4,00 Seidene Atlasschuhe in rosa, absatz Mt. 3,50 Kalblackschuhe mit Spigkappe, Seidenschleife, Holz absaz. Mt. 3,50 Jacques Raphaëli weiß, hellblau mit Schleife 3weig . Mt. 4,25 Fabrikant für Cigarren, Schulwaaren, Herrengarderobe, Liköre Berlin, Nene Promenade 8. B: Spandauer Brücke 2. B ilg' Maturheilkunde Bestes Krankenbuch zur Selbstbehandlung einschl. Kneippkur. Tausende aufgegebene Krante wurden dadurch noch gerettet. leber 1/4 Million Exemplare schon verkauft. Prämiirt. 1800 Seiten, 350 Abb. 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