Hr. 34. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Verfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quiffung. Bei dem Unterzeichneten sind im Monat Januar folgende Parteibeiträge eingegangen: Sonntag, den 9. Februar 1896. 20,- Solingen, durch H. 50,-. Staßfurt, durch W. 20,-. Schwäbischer Zinsgroschen 25,-. Sorau N.-L., durch G. R. 25,-. Sorau, W. G. 7,60. Sagan, Uebersch. d. filb. Hochzeit b. Kortman 14,35. Trachenberg b. Dresden, v.gemüthl. Statspiel. 15,60. Velbert, Achim, v. d. Rothen 5,-. Aachen, nicht illuminirt 20,-. durch W. G. 30,-. Vorwärts", 4. Quartal 1895 11 009,70. Aachen, vergnügte Rothe 2,15. Aachen, gef. neue Wohnung, Winsen a. 2. 30,-. Winsen, gemüthliches Beisammensein der Judengasse 2,51. Altchemniz, Montagebummler 2,20. Altona, Holzarbeiter 2,20. In der Quittung über die Eingänge im Monat November gef. auf einer Gesellenfeier 61 durch W. G. 6,30. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 1. Kreis 100,- 2. Kreis 300,-. I. in Nr. 11 des Vorwärts" vom 14. Januar d. I. muß es ( darunter B. 3,90,. B. 10,-, scheinheilige S. 1,-, Neu- statt Achim, von den Rothen 55,-, heißen 5,-. jahrs- Karten E. H. 6,50.) 4. Kreis 1000,-( darunter " 1 Hamburg- Eimsbüttel, den 7. Februar 1896. Für den geschäftsführenden Ausschuß. A. Gerisch, Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstr. 4, I. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. zu Gewaltthätigteiten gegen einander öffent lich angereizt haben. Sie waren da her nach§ 130 Strafgefeßbuch zu bestrafen. Geht's nicht so, so geht's doch so. Das müßte ein schlechter Jurist sein, der nicht für jedes staatsgefährliche Uebel verschiedene Kräuter und Tränklein in der Pharmakopoe für Staatsrettung aufzu stöbern wüßte.§§ 20 und 21 des Preßgejetes sind nicht anwendbar? Macht nichts!§ 130 des R.-St.-G. thut auch seine Dienste. Die Hauptsache bleibt doch immer, daß Schulze und Bading ihrer Strafe nicht entgehen. " v. d. Tapezirern 50,-, Andreas B. 80,-, Emil Jenau 50,-, Emil Böhle 50,-, Mehr Licht 50,-, Echriftgießerei Wöllmer, Was nun den Nachweis für das Verbrechen der beiden Bierfonsum 50.-, Pugerkolonne Sypte, 50,-, Döring, rothe Verbrecher selbst angeht, so ging das ja nicht ohne ein Geburtstagsfeier 4,40.) 5. Kreis. Trotz Köller, Stumm und BisX- Strahlen der Jurisprudenz. paar ganz subtile Finessen ab, die der höchsten Bewundemarck 300,-( darunter Georgentirchstraße 1,-). Berlin, diverse Beiträge: Rothe Geburtstagsfeier, Laufigerfir. 2,-. Sanges Bum zweiten Male hat die Leonhardt- Kammer des rung der gesammten Juristenkorporation werth sind. Der brüder, Moabit 20,-. Bäcker Pf. 1,-. Ramſch, Gerichtstr. 5,50. Dr. 2. A. 20,- Personal des Vorwärts" 150,-. Dr. S. Landgerichts Berlin I zu Gericht gefeffen über die sogenannte dolus eventualis ist mit einer Schärfe herausgearbeitet H. 100,-. Ueberschuß v. Bergnügen der Schraubendreher 5,50. rothe Nummer" vom 18. März vorigen Jahres und zum worden, daß andere Richter, die demnächst über PreßDr. 3. Rg. 276,15. Ein gemüthlicher Schafst. 1,25. zweiten Male sind der, Herausgeber und der Drucker dieser vergehen abzuurtheilen haben, jedweden Drucker einer Das inkriminirten Schrift mit dem Schema der Leonhardt- Kammer Von Mitgliedern der U.- Dr. 10,85. Rothe Buchbinder Flugschrift zu Freiheitsstrafen verurtheilt worden. Grünstraße 5,- Sächsischer Genosse in Moabit 20,-. Bier- Urtheil, das diesmal wieder den Herausgeber Schulze mit für Eventual- dolus- Sachen gleichfalls unter das richterliche prozente bei Doyé 27, F. G. 5,-. Bading'sche Werk- vier Monaten Gefängniß, den Drucker Bading indeß dies- Fallbeil bringen können. Es lohnt sich, dieses Schema abtheilung 30,-. M. B. 75,-. J. B. 25, 21. H. 3. 5. 1,- mal gelinder fortkommen läßt statt zwei Monat sind ihm hier vorzuführen: Die Thäterschaft des Bading anlangend, so konnte selbstAlph. B. 6,-. G. G. 10. 1,-. Müller u. Genossen, Gormannstraße 2,50. Gutenberg 100, Gef. d. Wolters am Sylvesterab. b. zwei Wochen zugedacht haben wir bereits im Anschluß Schnepel 2,-. R. M. 5. 3. m. 3,-..- Mitgl. d. Druckerei v. w. an den Verhandlungsbericht mitgetheilt. Jetzt liegt uns die verständlich seine Verantwortung auch nur durch die genaueste besaß und wie weit diese Kenntniß reichte, feftgestellt 6,40. 21.6.- 50. Beitungsbändler- 50. Rartenlotterie, Weißen- Begründung des Urtheils vor. Im wesentlichen haben wir untersuchung, ob er vom Inhalt des Flugblattes Kenntniß nicht etwa auf den einzigen Umstand gegründet burgerfiraße-, 50. Echlesische Weber E. M. 2,-. Gin Gaal es da mit den nämlichen Gedankenentwicklungen zu thun, und v. Siemens u. Halste zum Jubiläum der Gründung des neuen mit denen die Leonhardt Kammer ihr erstes, vom Reichs- werden, daß das Flugblatt in seiner Druckerei gedruckt Deutschen Reiches 4,30. Bierkonsumenten der Kontobücherfabrit gericht späterhin kassirtes Urtheil zu begründen versuchte. worden war. Bading batte nun bereits in den Jahren 1893 v. 2. 3. 5,-. Gardinen 8,11. Kommis P. E. 1,50. Geburts: Nur feiner ist der Faden gesponnen, aber aus dem näm- und 1894 die rothen Nummern gedruckt und wußte, daß wenigs tag Manteuffelstraße 8,30. Ges. b. d. Geburtstag Schneider's, lichen Material ist der Strick gedreht, mit dem die beiden stens im Jahre 1893 die rothe Nummer beschlagnahmt, daß auch Admiralstr. d. Wiederhall 6,61. Falzer im Maschinensaal des Sozialdemokraten von Rechts wegen" gehenkt werden Anklage wegen ihres Inhalts erhoben worden, aber Freifprechung Vorwärts" 10,-. Baumschulenweg 25,-. V. B. P. S. 5000,- Beckum i. W. v. d. Kupferschmieden 8,50. Bern- follen in effigie meinen wir das natürlich. Aus dem erfolgt war. Er hatte ferner Kenntniß von dem Brandfadelvilde, das bereits früher Verwendung gefunden hatte und jetzt wieder burg, Ndahl. 150,-. Bulach, Tellersammlung 1,55. Bremen, nämlichen Material ist er gedreht, aus solchem Material, verwendet werden sollte. Er wußte endlich, daß die neue rothe ein Jünger Stephans 5,-. rothe Geburtstage wie es nur in den Hirnwindungen besonders berufener Nummer, die bei ihm gedruckt werden sollte, wieder zur Feier feier, Breitestr. 4/5, 3,50. Cottbus, Ueberschuß v. Schießen Rechtsgelehrter erzeugt zu werden pflegt. des 18. März erscheinen werde. Diese Thatsachen stehen auf der Genossen Spremberger Vorst. 4,-. Gotibus, S. 10,-. Nur in einem Punkte weicht das neue Urtheil grund- grund seines eigenen Geständnisses fest. Eine anderweitige Caffel 419,04. Dresden Altst. 5. fächs. Wahlkr. 500,-. Döbeln, säglich ab von dem früheren. Das Reichsgerfcht hatte das Renntnißnahme vom Inhalt des Flugblattes ist ihm nicht Romanus 13,- Ellerbeck Wellingdorf 20,-. Ecartshausen, frühere Erkenntniß aufgehoben, weil seiner Ansicht nach nachgewiesen. ges. b. einer Hochzeit durch R. 3,45. Falkenberg( Oberschl.) 2- die rothe Nummer keine periodische Zeitschrift sei und Aber das Gericht hat die ihm nachgewiesene Kenntniß Genf, Deutscher 100,-. Gersdorf, Y. 3. 1,15. Gelsenkirchen 20,- beshalb deren Herausgeber nicht als Redakteur auf grund für ausreichend erachten müssen, um auch ihn als verantwortlich Gera( Reuß) 80,-( dar. v. 3wöhen 30,-). Hilda 10,-. Hamburg, Tabatarbeiter der Fabr. v. Böhling u. Muhle 14,35. Desgleichen des Preßgesetzes abgeurtheilt werden konnte. Man muß für das Flugblatt und seine Wirkungen zu erachten. Denn zu druckende Flugblatt wenigstens möglicherweise 40,70. Hamburg, Sortirer u. Kompt.- Perf. der Tabakarb.- Ge- dieser Reichsgerichts Entscheidung eingedenk sein, um die Bading mußte fich sagen, daß das beabsichtigte, bei ihm nossenschaft 28,-. Hamburg, Ueberschuß der Maifeier 1892/93 Wendung würdigen zu können, mit der die Leonhardt- einen derartigen Inhalt haben werde, wie also 5416, Saftedt b. Bremen 25,-. Halberstadt 50,-. Hirsch fammer ihr zweites Erkenntniß abschließt mit den Worten: es ihn thatsächlich gehabt hat, berg, Auktion b. Effner 1,-. Hamburg, v. d. Marianern 25,-. Indem schließlich noch bemerkt wird, daß die neue Haupt- Inhalt, der zu Gewaltthätigkeiten im vorstehend erörterten Hildesheim, 10. hannoverscher Wahlkreis 200,- Ilmenau, verhandlung nichts dafür erbracht hat, daß das Sinne anreizt. Zu einer derartigen Annahme lagen für ihn Neberschuß vom Bigarrenkonsum der Weißgerber 20, fragliche Flugblait fich als eine periodische Zeitschrift genügende Anhaltspunkte vor, nämlich die Feier des 18. März, Karlsruhe, von einer unzufriedenen Gesellschaft 5,30. darstelle, ergiebt sich als Resultat aller vorstehenden Erwägungen, also eines revolutionären Ereignisses, das geschilderte Bild und Kiel, von zwei Grünspangesellen 1,-. Kirchhain, N. L., amerik. daß zwar die Angeklagten nicht als Redakteur, Ber- die frühere Beschlagnahme sowie Erhebung der Auflage, die sich Auktion beim Stiftungsfest der Lederarbeiter 11,55. Langerfeld, leger oder Drucker nach§§ 20 oder 21 des Preßan eine ähnliche Nummer bei gleichem Anlaß geknüpft hatte. Wenn aber jemand einen gewissen schädlichen Erfolg als möglich gef. b. d. Sylvesterfeier 2,50, Ueberschuß einer Waldpartie 0,50. gesetzes verantwortlich zu machen sind und deshalb eine Ea. 3, München, Waldläufer 5,-. Wiemel, d. E. B. 7,20. thatsächliche Feststellung, wie sie im ersten Urtheil vom vor sich sieht, so kann sich sein Wille in zweifacher Hinsicht Entweder er Mann im Mond 1325,-. Neudamm 4,-. Osnabrück, 18. Mai 1895 enthalten war, nicht getroffen werden konnte, daß rechtswidrig jenem Erfolge gegenüber verhalten. von Den will den schädlichen Erfolg nicht, verabsäumt aber gleichrothen Sängern 9,-. Offenbach a. Main, dagegen als thatsächlich erachtet werden müßte, welche Eintritt diejenigen Maßregeln, feinen durch den Vertrauensmann 50, daß die Angeklagten im März 1895 zu Berlin, ein jeder wohl Bulsnig, neugebildete rothe R. 4,65. Perleberg, gesammelt b. einer Geburtstagsfeier für sich, in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden verhindern fönnen. Alsdann handelt er fahrlässig. Oder 1,25. Pausa i. V., v. Genossen 10,-. Ronsdorf, v. Genossen Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung aber er will den möglicherweise eintretenden 51 = Breslau, 0 Clotilde.( Nachdruck verboten.) Gnädige," sagte Benovon zu Elly, als er ihr den rechten Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. Die Gräfin nahm an: wer einmal gespielt hat, spielt wieder, sie ging daher jetzt nur noch in den Kursaal und legte sich dort förmlich auf die Lauer. Tem Herrn Benovon wurde indeß das stete Herumgehen, Stehen und Aufpassen langweilig, er setzte sich zu weilen an das Roulett, um zum Zeitvertreib sein Glück zu versuchen. Und er spielte mit Glück. " In der Farbe der Liebe haben Sie Glück, meine und dann der Gräfin den linken Arm bot, um beide Damen mit gewohnter Galanterie nach Hause zu geleiten. Da Benovon in demselben Hotel speiste, so saßen die Drei bei der Mittags und Abendtafel oft lange beisammen an einem Tische für sich. Es wurde traulich geplaudert, gescherzt und gelacht, denn Benovon verstand es, Damen zu gewinnen. Er wußte aufmerksam und gefällig, mit feinem Anstande sie zum Lachen zu bringen. Bald entspann sich ein intimes Verhältniß zwischen Elly und Benovon. einen Die Gräfin erbleichte. Das Schreiben war von ihrem Schwiegersohn Kurt von Bergkuhn unterzeichnet. Er zeigte darin an, daß er nothgedrungen das Haus seiner Schwiegermutter und seine Frau für immer verlassen habe, weil es ihm unmöglich sei, länger mit ihr zusammen zu leben. Er habe die Scheidung eingereicht. Sie möge in Güte darein willigen. Er könne nicht zurückfommen, sie möge zur Ehre ihrer Tochter und ihres Namens seine noch schwebenden Schulden tilgen; sie möge jedes Aufsehen vermeiden, jedes Mittel, ihn zur Wiederkehr zu zwingen, verschmähen, denn er werde lebend nie zurückkehren. Die Gräfin zischelte einige unverständliche Worte zwischen Oftmals fam er zu den Damen und zeigte ihnen eine handvoll Gulden, welche er gewonnen. Elly lebte neu auf und war überglücklich, sie hatte den Zähnen, man sah es ihr an, sie tochte vor Wuth. Jezt las auch Elly und wurde leichenblaß. Die Gräfin und ihre Tochter saßen, wie noch viele solche Elogen von ihrem Manne nie gehört sie hatte ihn An seine Frau schrieb Bergkuhn: Sie möge fich einaudere Damen, um gesehen zu werden und zu sehen, auf ja nie geliebt. und ihn nie zu Worte fommen lassen und Sie wisse den roth sammtenen Divans, die rings in dem mit Gold war nie so geehrt, nie so zuvorkommend behandelt worden. verstanden erklären, daß ihre Ehe gelöst werde. überladenen Gesellschaftssaale angebracht waren. Die Gräfin triumphirte, daß von den vielen männer nur zu gut, wie unglücklich diese gewesen, welch qualvolles Da tam denn manchmal Benovon und händigte der bedürftigen Damen, welche im Badeort anwesend waren, Dasein sie gebracht. Elly wisse, daß sie nie geliebt wurde, Romteß Elly, für die er sich mit großer Liebenswürdigkeit ihre Tochter so schnell einen so stattlichen Verehrer ge- daß sie nie ihn geliebt habe. Er sei zu dieser Heirath durch seinen Vater, sie durch ihre Mutter gezwungen worden. Er zu interesfiren schien, einige der gewonnenen Geldstücke ein, funden hatte. mit der Bitte, doch einmal selbst zu setzen, um zu probiren Benovon hatte zwar eine starke Platte, ein sonn- tönne und wolle nicht länger so weiter leben. Seit Jahren und zu finden, daß sie nicht nur eine zierlich kleine, auch verbranntes, von Leidenschaften durchfurchtes und gekenn- sei ihm in dieser unglücklichen Ehe durch seine Frau das Leben zeichnetes Gesicht, aber er sah nur älter aus als er war. eine glückliche Hand habe. zur Qual, durch seine Schwiegermutter zur Hölle geworden. Sein voller schwarzer Bart, seine flotten Bewegungen, Er habe seine erste und einzige Liebe wiedergefunden Elly wollte nicht ablehnen, ihre Mutter wollte den galanten Rourmacher erst recht nicht betrüben, und so tam verriethen den noch jungen Mann. Er war groß und gut und sei entschlossen mit ihr zu leben und zu sterben. Sie es, daß die beiden Damen an den Spieltisch traten und gebaut, die Gräfin freute sich, wenn er, ihre Tochter am möge jeden Versuch, ihn zur Umkehr zu bewegen, unterlassen. Arme, dahin schritt, über das hübsche Paar, er paßte so Sie möge einwilligen, daß sie auf gütlichem Wege mit mitspielten. beiderseitigem Einverständniß und Willen getrennt würden. Die Gräfin freute sich über das Aufsehen, welches ihre gut zu Elly. Tochter an der Spielbank erregte, wenn sie graziös mit ihren Noch an jenem Glücksabende überreichte der Hotelwirth Sie möge das beifolgende Aktenstück nur mit ihrer Namensunterschrift unterzeichnen, dann stünde ihrer Trennung zierlichen Händchen sehte, und wie es oft geschah, das gewonnene der Gräfin ein großes Schreiben. Geld aufnahm. Sie hatte auf noir viermal verloren und auf* Sie entfaltete es. Ein zweites an Elly von Bergkuhn nichts mehr im Wege, dann sei die Scheidung so gut als vollzogen. ( Fortsetzung folgt.) rouge sechsmal gewonnen. lag darin. Es entsteht daher die Frage, ob Bading sich dem möglicherweise eintretenden schädlichen Erfolge, näm " " 23 Erfolg und ist im Sinne dieser Willensrichtung thätig, um sozialpolitischen Kenntnisse der Würdigung solcher Dinge, wissen. Im übrigen forderte er rückhaltlos freies Vereinsden Erfolg gegebenen Falles herbeizuführen. Dann handelt er nicht gewachsen sind. und Versammlungsrecht. Seine Partei sei durch Ervorfäßlich. Wohl aber interessirt uns hier der übrige Theil der fahrungen gewißigt sie werde niemals für eine Leonhardt'schen Deduktion. Knebelung der Sozialdemokratie durch Vereinsgesetze zu Also kurz: Bading hat den Juhalt der Märznummer haben sein. Er kam auf die Köllereien zu reden; was in lich dem möglicherweise vorhandenen strafbaren In nicht gekannt. Er hat aber gewußt, daß deren Blätter mit dem sozialdemokratischen Vorstand geschehen sei, könne jeder halte des Flugblattes gegenüber blos fahrlässig ver: halten hat, in welchem Falle für ihn völlige Straflosigkeit ein Artikeln gefüllt werden sollten, die bereits einmal oder gar Partei außer der katholischen auch geschehen, deren Drtreten würde, oder aber vorfäßlich. Das Gericht hat sich für die zweimal eine Freisprechung erfahren haben. Nun sollte ganisation Herr Bachem anfangs für unaugreifbar erklärte lettere Annahme entscheiden müssen. Bading ist nach seiner man meinen, d. h. der Laie pflegt so zu denken, daß eine Illusion, von der er jedoch, durch Zurufe belehrt, eigenen Angabe Sozialdemokrat. Er ist Berleger der sozial- mindestens dieses Bewußtsein den Drucker schüßen müßte noch im Laufe seiner Rede zurückkam. Für die Anträge demokratischen Zeitung Vorwärts". Er hat bereits die früheren vor dem Verdacht, möglicherweise irgend eine Straf- tönne seine Partei nicht stimmen; er beantragte aber rothen Nummern gedruckt und sich ohne jedes Bedenken sofort that mit der fraglichen Nummer beabsichtigt zu haben, also eine Resolution, die ein allgemeines Vereinsrecht vom zum Druck der neuen rothen Nummer bereit finden lassen. Man ihn selbst dann vor dem Verdacht schützen müßte, wenn Bundesrath fordert. kann daher unter Berücksichtigung der gesammten man die Anwendbarkeit des dolus eventualis auf Preß- Eine Kapuzinade des protestantischen Duellpfaffen Anschauungsweise, wie sie in sozialdemo= fratischen Kreisen besteht, unbedenklich den vergehen im Prinzip zugeben will. Da kommt nun aber die Schall, der das Bismard'sche Rezept: die Sozialdemokraten Schlußziehen, daß der hier in betracht kommende schädliche juristische Erleuchtung zu folgenden Erwägungen: Der Bading zur Verzweiflung und vor die AchtmillimeterErfolg, daß der Inhalt des Flugblattes, wie er sich thatfächlich ist Sozialdemokrat, außerdem Drucker des Vorwärts", dem Gewehre zu treiben, vertheidigte( Rufe: gestaltet hat, mit allen seinen Wirkungen auf weite Boltstreise ist zuzutrauen, daß er auch dann sich die Möglichkeit einer Praktisches Christenthum!) und Genosse Bueb stieg den Anschauungen und Wünschen des Bading durchaus ent- strafbaren Einwirkung der Drucksachen vor Augen stellt, auf die Rednerbühne, um die Handhabung des Vereinssprochen hat. Dazu kommt, daß nach den Umständen des Falles wenn ihm deren doppelte oder dreifache Freisprechung be- und Versammlungsgefeges in Elsaß Lothringen zu ein blos passives, gleich giltiges Berhalten dem mög tannt ist. Um dem Beispiel der Leonhardt schildern. Man hat die Zustände in den Reichslanden lichen Erfolge gegenüber, wie es der fahrlässigen Rammer Folge zu leisten, verweisen wir auf das bekannte fibirische genannt. Man könnte sie auch mit den Willensrichtung entsprechen würde, ganz ausgeschlossen erscheint. Gewiß liegt für einen Drucker in zahllosen Fällen keine Gedicht: Ein kleines Lämmlein weiß wie Schnee". Einem Buständen in unseren Kolonien vergleichen. Derselbe Geist, oder nur eine sehr geringe Veranlassung vor, sich um den Inhalt obrigkeitlich abgestempelten Ordnungsparteiler wie Herrn wie dort beherrscht bei uns die Politit. Wir haben der in seiner Druckerei gedruckten Schriften zu bekümmern, und Leonhardt, wird man es auch auf's Wort glauben, daß er unsern Leist und Wehlan. Und Bueb zeigte au man wird ihn für diesen Inhalt gar nicht oder nur mit dem Vortrage dieses Poëms keine umstürzlerischen Be zahlreichen Beispielen die Wahrheit dieses Wortes. Nie ist wegen Fahrlässigkeit verantwortlich machen können. Aber strebungen verfolgt. Aber einem Sozialdemokraten? Ja, das despotische Polizeiregiment unbarmherziger gegeißelt bei den ganz besonderen Umständen, unter denen an Bading das Rother, das ist ganz etwas anderes! worden. Die Regierung mucksete sich nicht. Solche Dinge Ansinnen, dieses Flugblatt zu drucken, gestellt wurde, mußte jeder Wir bitten nur ja nicht das als einen Scherz auf- find nicht zu vertheidigen, nicht zu entschuldigen. Man an seiner Stelle sich veranlaßt fühlen, zu dem Jubalte desselben zufassen. In einem Lande, in dem schon Gedankenstriche und th ut fie, schweigt und steckt den anderen einen Knebel in Stellung zu nehmen, da es sich jedenfalls, wie immer der Inhalt Ausrufungszeichen als Wahrzeichen des Dolus der strafenden den Mund, stat pro ratione voluntas. Der Wille ersetzt ausfallen würde, um eine hervorstehende Kundgebung sozialdemokratischer Anschauungsweise handeln mußte. Wer unter diesen Gerechtigkeit verfallen sind, ist auch das Lämmlein weiß Gründe. Nach Bueb's Rede wurde die Debatte vertagt. Nächste Umständen den Druck übernahm, ohne sich über den Inhalt zu wie Schnee vor Verurtheilungen nicht sicher, wenn ein orientiren, der wollte abfichtlich blind sein, der Sozialdemokrat es vorbringt. Wir wollen verrathen, deß Sigung Montag: Gewerbe- Ordnungs- Novelle, Etat des billigte von vornherein diesen Inhalt, selbst wir dieses scheinbar harmlose Gedicht schon haben vortragen Reichs- Schahzamts. wenn er dem Geseze widersprechen sollte, der wollte also hören mit einem Ton, einem Ton...! und mit Kommen den möglicherweise eintretenden schädlichen taren....! Ein staatsanwaltschaftlich begabter Zuhörer Etats berathung beim Forstet at fortgesetzt. Bemerkens Im preußischen Abgeordnetenhaus wurde die zweite Erfolg. Nun wird zwar hier und da das Vorhandensein eines Bor- hatte es leicht, den Nachweis eines Dolus zu führen, der werth erscheint, daß auch in diesem Jahre unentwegt vomr fakes in hier erörtertem Sinne, also einem blo3 möglichen schäd- nicht einmal in die Tarnkappe eventualis" sich einzuhüllen Regierungstische aus die ungünstige Finanzlage allen Auflichen Erfolge gegenüber bestritten und behauptet, daß in einem brauchte, um in jedem Gerichtshofe Gerichts- Notorietät zu befferungs- Anregungen entgegengesetzt wurden, selbst wenn sie solchen Falle höchstens von Fahrlässigkeit gesprochen werden erlangen. notorisch dürftig gestellte Unterbeamte betrafen. Originell war Herr fönnte. Allein diese Ansicht ist unbaltbar. Sie widerspricht der So weit finden wir alles begreiflich, preußisch Landrath Gerlich, der zur Ausschonung von Dedländereien die allgemein anerkannten Lehre vom Unterschiede zwischen vorsätz- deutsche gelehrte Gerichtshöfe vorausgesetzt. Verwendung von Schulkindern empfahl. Das werde für die Kinder lichen und fahrlässigen Handeln, der nicht in der größeren oder tommt etwas vor, vor dem unser Laienverstand still steht. feit derartiger Erinnerungen vom Rübenzupfen her! Beim Etat eine hübsche Jugenderinnerung sein. Man kennt die Annehmlich geringeren Wahrscheinlichkeit des Erfolges, sondern in der Willens- Die Kammer Leonhardt erklärt in den Schlußworten der Preußischen Bentral Genoffenschaftstaffe richtung zu suchen ist. Sie führt zu Konsequenzen, die verdes letzten Absages klipp und klar, daß Urtheile von Ge- entspann sich eine Debatte über den Nugen des Genossenschafs. nünftigerweise von niemandem gebilligt werden können. So würde beispielsweise jemand, der, um seine Fertigkeit im Schießen zu richtshöfen überhaupt keine rechtsbildende Kraft haben, ja wesens. Sfeptisch standen nur die Abgg. v. Eynern, Pererproben, auf einen in weiter Ferne gehenden Menschen zielt und nicht einmal als Element der Rechtsbelehrung für uns arme fius und Gothein dem Unternehmen gegenüber, aber der Grundton war Mehr Geld!" ihn erschießt, sowie jemand, der blindlings auf einen vorüber- Laien gelten können. sausenden Eisenbahnzug schießt schießt und hierbei einen In- Nach unserem Laienverstand steckt in diesem Theile des Die Erhöhung des Grundkapitals der Kasse wurde von jedem fonservativen und jedem Zentrumsreduer fassen tödtet, nicht wegen Mordes, sondern nur Erkenntnisses die bitterste Satire auf unser dem Volte ent- raftlos variirt, da aber erst Erfahrungen von 4 Monaten vorwegen fahrlässiger Tödtung bestraft werden können, weil fremdetes Juristenrecht. So etwas erscheint uns nur mög liegen, hatte es Herr Dr. Miquel leicht, seine Schöpfung her. in beiden Fällen eine Tödtung nur unter gewissen, lich, wo nur ein geschriebenes von Juristen fabrizirtes Recht auszustreichen. Sonderlich Neues tonnte mangels Material vielleicht recht unwahrscheinlichen Umständen herbeigeführt gilt, an dem jeder berufsmäßige Richter von neuem seine demnach nicht zu Tage gefördert werden. Die Debatte verlief werden konnte. Wissenschaft und Praxis haben daher von jeher Deutelungskunst üben kann. In Ländern des ungeschriebenen also eigentlich im Sande. Am Montag wird über den Justiz fast ganz allgemein dem strafrechtlichen Vorsatz diejenige Ausdehnung gegeben, die auch die hier berührten Fälle mitumfaßt." Volksrechts baut sich das Recht organisch fort, gleichsam in etat verhandelt werden. Beide Angeklagte wenden ein, sie seien sich einer Straf forallenartigen Verzweigungen durch Erkenntnisse. Deshalb Der Entrüstungssturm gegen das sächsische barkeit ihres Handelns nicht bewußt gewesen, weil in zwei ganz bat in England der Richter der Common Law so außer Wahlrechts- Attentat erfaßt immer weitere Kreise. gleichen oder ähnlichen Fällen zwar Auflage erhoben, aber Frei ordentliche Achtung vor dem Präjudizfall, Herr Die Genossen protestiren in Riefenversammlungen. In sprechung erfolgt sei. Es sind denn auch die beiden von ihnen Leonhardt! in bezug genommenen Urtheile verlesen worden, aus denen sich Dresden allein waren vorgestern sechs Protestversamm Doch wir bescheiden uns; ivir sind ja Laien. folgendes ergiebt. In der Strafsache wider Keßler handelte es lungen alle massenhaft besucht. Dußende anderer find in VersammAuch in den Bürgerkreisen wächst die Erbitterung. So veröffentlicht das„ Leipziger Tageblatt" heute aus nationalliberalen Kreisen folgende Buschrift: Aber nun 1 fich um eine zur Feier des 18. März im Jahre 1893 erschienene, nicht immer zu fassen vermögen, liegt vermuthlich an der für die nächsten Tage anberaumt. Bis Ende der nächsten " lungen ihren Willen kundgethan haben. Es werden also Daß wir die Weisheit der heimischen Rechtserkenntnisse die von den hier in betracht kommenden Beiträgen das mehr- außerordentlichen Verfassung, die der Juristenverstand in erwähnte Bild, das Gedicht Troß alledem" und einige Grab- deutschen Landen erlangt hat. Uns kommt er vor, wie so inschriften enthielt. In der Straffache wider Wilke und Ge- eine Crookes'sche Röhre, die durch die Saugpumpen jahre noffen handelt es sich ebenfalls um ein im Jahre 1898 zum langen Rechtsstudiums für die Ausstrahlung intellektueller 18. März herausgegebenes Blatt, das von den hier in betracht X- Strahlen präparirt wurde. fommenden Beiträgen den Aufsatz Die Folge einer Wahlrechtsänderung nach der Regierungs„ Ein Jahrhundert der Der Late hält den Angeklagten da vor sich für einen vorlage würde rettungslos sein, daß die 3. Klasse im Lands Revolution", die Carmagnole und das Gedicht Im Friedrichs- ganz harmlosen, seelisch wohlgebauten Menschen. Hat sich tage überhaupt nicht vertreten fein würde. Und hain" enthielt. In beiden Strafsachen erfolgte durch Urtheile was! Der Jurist bestrahlt ihn mit seinen juristischen gäbe man jedem Wähler der 3. Klasse 5 Stimmen vom 22. August 1898, beziehungsweise vom 2. Januar 1894 X- Strahlen, zieht sich mit dem Aufnahmeprotokoll in die und ließe man selbst ihre Frauen mit wählen, es Freisprechung. Es liegt teine Veranlassung vor, auf die Gründe beider Urtheile näher ein Dunkeltammer zurück und zeigt uns dann im Erkenntniß hülfe ihnen garnichts. In jedem Wahlbezirk soll jede zugeben. Es ist selbstverständlich, daß verschiedene Richter ein scheußliches Verbrechergerippe. Nichts als Dolus und der 8 Klaffen gleich viel Wahlmänner wählen. und Gerichtshöfe bei wesentlich gleichem Sachverhalt zu ver- dolus eventualis durch und durch, wo der Laie allerhand wohlhabenden Klassen angehören. Daß die 2/3 Majorität 2/3 der Wahlmänner der Landtagswähler in jedem Bezirke den schiedener Beurtheilung gelangen tönnen. Hier kann es sich gewohnte Menschlichkeit gesehen. nur darum handeln, ob die Angeklagten etwa das Be= Eine Wissenschaft hilft ja glücklicherweise der anderen. wußtsein der Rechtswidrigkeit deshalb nicht So helfen uns Herrn Röntgen's Entdeckungen den Geheimbeseffen haben, weil sie im Vertrauen auf die nissen deutscher Jurisprudenz auf die Spur. Richtigkeit der ergangenen freisprechenden Urtheile gehandelt haben. Diese Frage ist au Das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit besteht prudenz. allein in der gehörigen Renntniß und Würdigung aller derjenigen Thatsachen, in denen die Merkmale einer Strafthat zu finden sind. Die rechtliche Auffassung, die sich der Thäter, wenn auch von der Hand richterlicher Urtheile, gebildet hat, tommt für den Richter, deffen richterliche Auffassung eine andere ist, lediglich als Rechtsirrthum in betracht, der die Strafbarkeit nicht ausschließt. verneinen. 311 Also, Respekt fortan für die X- Strahlen der Juris" Politische Mebersicht. Berlin, 8. Februar. M in jedem Bezirke von ihrem gewaltigen numerischen Uebergewicht zu ungunsten der 3. Klasse Gebrauch machen würde, ist unzweifelhaft. Also soll die 3. Klaffe thatsächlich ihres Wahlrechts gänzlich beraubt werden. Was nüßt es ihnen, Wahlmänner zu wählen, wenn sie nie einen Abgeordneten in den Landtag bringen? Und diese 3. Klasse würde aus über 80 pCt. der Bevölkerung, sämmtlichen Wählern mit einem geringeren Einkommen als 2800 M. bestehen. Die Lehrer, Assessoren, Subalternbeamten, leineren Handwerksmeister, sämmtliche Arbeiter würden ihres Wahlrechts beraubt werden. Das Leipziger Kommunal Wahlrecht ist deshalb gerechter, weil die 3. Klasse ihre Abgeordneten direkt und nicht Der Reichstag hörte heute vor Eintritt in die Tages- bios Wahlmänner wählt. Genau so( wie oben gesagt) ist es in ordnung eine Erklärung des Reichskanzlers über die Doppel- Breußen. Was aber dort mit Mühe am Leben erhalten wird, währung an. Die Erklärung war nach dem Rezept der kann man bei uns nicht neu einführen. Man sollte niemandem Endlich behaupten die Angeklagten, das Bewußtsein der Stute in Reinecke Fuchs entworfen: ohne Noth ſein werthvollstes Recht nehmen. Wer Wind säet, Rechtswidrigkeit sei bei ihnen mindestens deshalb auszuschließen, Silft nicht und schadet auch nichts, man muß die wird Sturm ernten." weil nach der in sozialdemokratischen Kreisen herrschenden, auch Gläubigen stärken." Stimmt! von ihnen getheilten Auffassung eine Verwirklichung ihrer Ideen ganz und garnicht von einem physischen Kampf, von irgend zu kardorffen, wurde glücklich vereitelt. Ein konservativer Versuch, die Sigung mit Silber todt Die ,, Kreuz Zeitung" erwirbt sich heute den traurigen welcher Gewaltthätigkeit zu erwarten fei. Sie berufen sich in zu kardorffen, wurde glücklich Und der Ruhm, die sächsische Wahlrechts- Vorlage zu vertheidigen. Nun, diefer Beziehung auf einige von ihnen näher angegebene Säße Reichstag founte dann ruhig die Debatten des das ist ihre Sache. Sie begeht aber auch die alberne Heuchelei, aus der Schrift von Engels„ Die Klassenlämpfe in Frankreich letzten Schwerinstags fortsetzen, der am Mittwoch vor jenes Machwerk der plutokratischen Reaktion für nicht plutovon 1848-1850, herausgegeben von Engels". Die in bezug acht Tagen war. Zunächst fand die dritte Berathung des fratisch zu erklären und wirft uns vor, den Inhalt der Vorlage genommenen Säge sind denn auch verlesen worden. Dieselben fortschrittlichen Wahl- Gesezentwurfes statt. Sie begann mit unrichtig angegeben zu haben. Dabei passirt der Kreuzhaben aber das Gericht nicht davon zu überzeugen vermocht, daß einem lahmen Versuch des Grafen Mirbach, seine berüchtigte Beitung" ein doppeltes Mißgeschick: 1. hat sie- hente! in sozialdemokratischen Kreisen die behauptete Anschauung be- Umfturz- Aeußerung gegen das allgemeine Wahlrecht weg- offiziösen Geschwafel der sächsischen Regierungsblätter über die blos unfer Telegramm von ehvorgestern nebst dem Stebe. Denn abgefehen davon, daß eine vereinzelte Auslassung zudeuteln die Trauben sind noch sauer, es muß noch damals noch nicht erschienene Vorlage gelesen, und nur sehr wenig beweisen würde, ist auch in den verlesenen etwas Reaktions- Sonnenschein darauf fallen- worauf der 2. hat sie unser Telegramm vollständig mißverstanden. Von der Säßen nicht etwa die Ansicht ausgesprochen, daß die Antrag mit sehr großer Mehrheit angenommen wurde. Regierungsvorlage selbst hat das Zentralblatt der preußischen gewaltsame Erhebung des Arbeiterstandes gegen die befizenden Klaffen grundfäßlich, aus sittlichen oder sonst allgemein Initiativ- Beschlüsse des Reichstages sind entweder bestellte Junter noch heute teine Ahnung. Sonst könnte es nicht geltenden Bedenken auszuschließen sei. Vielmehr wird lediglich Arbeit" oder Makulatur. Und dieser Beschluß war schreiben, daß die Vorlage das Wahlrecht der Majorität des Davor gewarnt, daß der Arbeiter sich etwa voreilig auf einen teine bestellte Arbeit". " Wolfes nicht antaste. Oder weiß die Kreuz- Zeitung" nicht, daß Rampf mit wohlorganisirten und disziplinirten regulären Truppen Die erste Berathung unseres Vereinsgesetz- Entwurfs d. h. 1863 169 Staatsbürger unter 2800 M. Einkommen haben, laut den letzten sächsischen Einkommensteuer- Tabellen 95 pCt., einlaffe. Die Säße sprechen also nicht gegen, sondern für die und des parallel laufenden fortschrittlichen Antrags wurde also zur dritten, durch die zwei ersten Klaffen überſtimmten Auffassung, von der hier ausgegangen ist, daß nämlich die nun fortgesetzt. Der fortschrittliche Antrag unterscheidet sich Klasse gehören sollen? Bur ersten Klaffe würden blos 8820 und Sozialdemokratie eine offene Empörung und gewaltsame Erhebung erst dann für erfolgreich, aber dann auch für geboten unwesentlich von dem unsrigen, nur ist er kürzer und trägt zur zweiten 66 129 gehören, und die vereinigten Stimmen dieser erachtet, falls die Armeen ausreichend vom Geiste des Sozialis- mehr den Charakter eines Nothgesetzes. Der fortschritt zwei Klassen, zusammen 75 000 Stimmen, follen genau doppelt Träger sprach sehr warm für die Revolution entgegen zu treten." mus erfüllt und deshalb nicht mehr geeignet seien, einer sostale Rechte der Frauen. Er hielt überhaupt eine sehr gute der dritten Klasse. Die Stimme eines Reichen wird also that Rede, in welcher er klar nachwies, daß ein Staat ohne sächlich sech sunddreißig Mal so hoch geschätzt als die eines Mit der im letzteren Absatz enthaltenen Deduktion freies Vereins Armen. Und das soll nicht plutokratisch sein? und Versammlungsrecht und PreßDie„ Kreuz- Zeitung" hat aber auch die Unverschämtheit, uns wollen wir uns hier nicht befassen, weil sie mit der freiheit alles mögliche sei, nur kein Verfassungs Fälschung" vorzuwerfen, weil wir das fächsische WahlrechtsJurisprudenz im allgemeinen und mit dem dolus staat. Mit Schärfe geißelte er das 3weierlei Attentat als gegen das Wahlrecht der Majorität des Volkes geeventualis und seinen Begleiterscheinungen im besonderen Maß" der Behörden. Da sei ein Ausnahmegefeß noch weit richtet bezeichnet haben. Fälschung! Wie konnte die Kreuznicht das mindeste zu thun hat. Sie enthält eine durch besser, als ein solcher Zustand. Das sei wenigstens ehrlich Beitung" das Wort in den Mund nehmen? Wir rufen sie zur und durch irrthümliche Kritik der ungelesenen Schrift und und offen. Der verkappte Ausnahmezustand, der sich mit Scham. eine ebenso irrthümliche Auffassung vom Wesen der sozial- dem Feßen des gemeinen Rechts bedecke, sei der verwerf- Herr Stöcker hat gestern sich über seine neue polis demokratischen Partei. Es geht daraus allenfalls hervor, lichste und verderblichste Ausnahmezustand. Der Zentrums- tische Stellung in der Deffentlichkeit ausgesprochen. Was daß jemand ein sehr gewandter und brauchbarer Jurist mann Bachem, welcher der nächste Redner war, er gefagt, finden unsere Leser im Beiblatt. Den Lesern sein kann und daß doch seine geschichtsphilosophischen und wollte von der Gleichberechtigung der Frauen nichts wird sich, wenn auch nicht in dem nämlichen starten Wiaße mehreren Monaten einen neuen Feldzug beginnen werde. wie den Hörern seiner Rede, die Ueberzeugung aufdrängen, Beschwerden der Vergangenheit gutmache, werde die Regierung wonach General Arimandi von den Abessyniern eingeschlossen daß man c3 mit einem Manne zu thun hat, der sich in von Transvaal alles aufbieten, um für die Förderung der Juter sein soll, hat die größte Bestürzung unter der Bevölkerung eine falsche Lage gedrängt fühlt. Er war ein Mann des effen Südafrika's mitzuwirken. hervorgerufen. Selbst die regierungsfreundlichen Blätter be Hofes und der Rechten. Die Gesellschaft, in die er hinein- Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. fürchten, daß, wenn auch General Baratieri jetzt eine Schlacht gerathen ist, drängt nach links. Er möchte noch In Düsseldorf wurde am 7. Februar Redakteur Klee mit den Truppen Menelit's vermeiden könne, der Feind nach rechtser" gehen als die Rechte. So tlang denn Unmuth von der demokratischen Bürgerzeitung" wegen. Majestäts- Menelik beabsichtigt jetzt, sich in Arum zunt Kaiser frönen zu aus allen seinen Worten. Eine Zukunft hat er nicht mehr, beleidigung zu drei Monaten Gefängniß ver- laffen und Ras Mangascha zum König von Tigre einzusehen, nur noch eine Vergangenheit und eine unbehagliche urtheilt. Der inkriminirte Artikel über das Begnadigungs- sowie demselben die Vertheidigung des Landes allein zu überGegenwart. Daran wird auch der christlich- soziale Kongreß, recht war in sechs anderen Zeitungen abgedruckt, ohne daß laffen. Menelik werde sich dann mit seinen Truppen wieder nach der für den 26. d. M. einberufen ist, nichts zu ändern ver- eine Anklage erfolgte. Schoa zurückziehen, um im Herbst mit einer größeren Streitmacht die Italiener anzugreifen. mögen." * Deutsches Reich. 1 Spanien.get Madrid, 7. Februar. Anläßlich der Beerdigung eines Individuums, welches am Dienstag bei der Ankunft des Marschalls Martinez Campos festgenommen wurde, dann aber zu entfliehen suchte und auf der Flucht von einem Gendarmen ge tödtet wurde, veranstalteten die Republikaner heute eine Kunds gebung; es wurden einige aufrührerische Rufe ausgestoßen, doch wurde die Ordnung nicht gestört. andere Theile der Zürkei. Türkei. Amerika. таб 11103 Washington, 6. Februar. Der Senat nahm einen Antrag an, durch welchen Staatssekretär Olney beauftragt wird, Abschriften der in Deutschland, Frankreich, Belgien und Dänemark bestehenden Gefeße, Verordnungen und Dekrete, welche sich gegen die Einfuhr von amerikanischem Vieh richten, behufs Vorlegung bei dem Repräsentantenhause und dem zuständigen Komitee zu beschaffen. " Südafrikanisches. Die amtliche„ London Gazette" veröffentlicht eine von dem Staatssekretär für die Kolonien Chamber Die schlafende Tante.. In einem sonst leidlich Iain am 4. d. M. an den Gouverneur der Kapkolonie Robinson verständigen Artikel über die Konfektionsbewegung leistet sich die gerichtete Depesche. Dieselbe wirst zunächst einen Vosfische Zeitung" folgende Säße, die Zeugniß ablegen von dem Rückblick auf die Geschichte der Südafrikanischen tiefen Verständniß dieſes führenden freisinnigen Blattes für die Republik und hebt hervor, daß vor den Goldfunden in deren sozialdemokratischen Forderungen: Gebiete die Staatseinnahmen taum für die nothwendigsten Be „ Es gehören dazu( zu den Betriebswerkstätten) Räumlich dürfnisse genügt hätten und die Gewerbthätigkeit fast gänzlich feiten, die nur die Großindustriellen in dieser Branche zu schaffen in den Händen der Uitlanders geblieben sei. Die Depesche die Mitiel haben. Ihnen könnte die Forderung vielleicht willRumänien. giebt sodann dem Bedauern Ausdruck, daß im Gegensay tommen sein, weil sie für die Mehraufwendungen reichlich durch Bukarest, 8. Februar. Trotz des Dementie der Regierung, zu anderen Ländern, in denen eine große Einwanderung statt die Vernichtung der mittleren und kleineren Betriebe entschädigt daß kein Kredit zur Ausrüstung des Heeres in Anspruch genommen gefunden habe, die Uitlanders in Transvaal nie hoffen können, würden. Aber eine solche Entwickelung der Industrie sollte werde, haben sämmtliche Sektionen des Senats doch einen solchen die vollen Rechte der Staatsbürgerschaft zu erlangen. Die gerade der Sozialdemokratie am meisten widerstreben, da sie, Kredit von 48 Millionen angenommen. ganze Leitung der öffentlichen Angelegenheiten und das Be- wenn auch nicht fattisch, so doch theoretisch die Serbien. steuerungsrecht werde von einer in der Abnahme begriffenen Aufsaugung des Mittelstandes und des Klein= Belgrad, 8. Februar. In der Stupschtina theilte ber Minderheit monopolifirt, welche fast durchaus Ackerbau betreibe, betriebes durch den Großbetrieb bekämpft." Präsident den Dant des russischen Gesandten für während der Mehrheit, die die Staatseinnahmen von 75 000 Die sechs verbafteten Mitglieder des die Resolution mit, in welcher die Stupschtina die beleidigenden auf 2 000 000 Pfund Sterling gehoben habe, jede Stimme bei Turnvereins Borwärts" in Luckenwalde sind am Freitag Morgen Ausdrücke eines hiesigen sozialdemokratischen Blattes der Führung der Staatsgeschäfte versagt sei und sie feinerlei durch Polizisten in das Untersuchungsgefängniß des Landgerichts über den Kaiser von Rußland verurtheilte.- 19 Abstellung ihrer schweren Klagen erlangt hätte. Den Uitlanders nach Potsdam transportirt worden. Der Vorsteher Plöse wurde wären oft von Personen in hoher Stellung Versprechungen gemacht gefesselt geführt; man sagt übrigens, daß sein Verstand nicht worden, dieselben wären aber niemals erfüllt worden, und ihre pöllig intakt sei. -Aus Konstantinopel wird der Times" gemeldet, der Vorstellungen wären nur Spott und Hohn begegnet. Die An Sprache Lionell Philipps im vergangenen November und das vorige Woche auch seinen großen Tag. Es fand die erste Lesung ihrem Distrikt ein zweiter Libanon gemacht werde. Weimar, 7. Februar.( Eig. Ber.) Unser Landtag hatte Sultan habe die Botschafter um ihre Meinung befragen laffen, betreffs der Forderung der Einwohner von Zeitun, daß aus Manifest der National- Union vom 27. Dezember hätten gezeigt, der Regierungsvorlage über das neue Landtags Wabl. daß die Mehrzahl der Uitlanders sich in den tonstigefeß statt. Die Begründung der Vorlage durch den Staats: einen christlichen Statthalter und eine freiere Verfassung wie Der Libanon hat auf grund von Garantien der Großmächte tutionellen Grenzen zu bewegen wünschte. Großbritannien minister v. Groß, sowie die Zustimmung mehrerer fonservativer habe keinen Grund zu einer Einmischung gesehen, welche einer Abgeordneter gab dem einzigen sozialdemokratischen Abgeordneten, friedlichen Beilegung hätte schädlich sein können. Gerüchte unserem Genossen Baubert, Gelegenheit, das reaktionäre Gebahren über gewaltthätige Maßnahmen wären fortwährend als falsch dieser Herren gebührend zu kennzeichnen, sodaß, wie aus den Beerwiesen worden, so daß die Ansicht Boden gewann, die richten hervorgeht, während der Rede desselben mehrfach große ErUitlanders hätten nicht die Absicht, einen Zusammen- regung", Pfuirufe" zc. bemerkbar wurden. Seit dem 4. Februar stoß herbeizuführen. Diese Ansicht sei durch den Konsul der bat nun feine öffentliche Sigung mehr stattgefunden, die KomSüdafrikanischen Republik in London und die Regierung Trans- mission, an welche die Vorlage verwiesen wurde, berathet eifrig, waals getheilt worden. Die britische und die Kapregierung hätten von denn ein Theil will auf die Regierungsvorlage nicht eingehen, dem Zuge Jameson's bis zum letzten Augenblicke nichts ge- weil alle die Herren, welche bis zu 4000 M. Einkommen haben, wußt. Das Zusammenziehen der Polizeitruppe der Chartered des bisherigen direkten Wahlverfahrens verlustig gehen und mit Das Reuter'sche Bureau" erfährt, daß das Gerücht, dem Company in Mafeting und Pitsaui habe keinen Argwohn erregt, der großen Masse wählen müssen; ein anderer Theil will die zufolge England die Souveränetät Brasiliens da es in Verbindung damit berechtigt erschien, daß das Protek Vorlage so reaktionär gestalten, wie nur möglich denn wer über die Insel Trinidad anerkannt hätte, jeder Begründung torat über Betschuanaland an die Chartered Company über weiß, was nach uns tommt! Jetzt ist noch der entbehrt. Der Stand der Frage habe seit der durch Brafilien gegangen war. Es habe den Anschein gehabt, als sei auch die Re- geeignete Moment, um die historische, staat 3. erfolgten Ablehnung eines Schiedsgerichts teine Wenderung er gierung Transvaals überrascht worden, da dieselbe sonst doch Sir erhaltende Form zu befestigen, so so äußerte fahren. Das legtgenannte Bureau theilt ferner mit, der Staatss Herkules Robinson ihren Argwohn mitgetheilt haben würde. Am sich der Staatsminister v. Groß. Man sieht hier also deut- sekretär für die Kolonien, Chamberlain, habe an den Gouverneur 29. Dezember sei Chamberlain nahegelegt worden, lich wieder das Gebahren der bürgerlichen Parteien; man der Kapkolonie, Sir Herkules Robinson, eine umfangreiche Dedie Polizeitruppe tönne vielleicht benutzt versucht in den Einzelstaaten das Wahlrecht zu beschneiden, und pesche, welche sich auf die Beschwerden der in Transvaal anwerden, um in Johannesburg etwas zu er= gelingt's- dann wird man offen an die Beschneidung des fäffigen englischen Staatsangehörigen bezieht, behufs Mittheilung zwingen. Er habe darauf Robinson sofort telegraphisch an- Wahlrechts zum Reichstage gehen. Pflicht unserer Genossen an den Präsidenten der Transvaal- Republik, Krüger, abgesandt. gewiesen, Rhodes wegen der Folgen zu warnen, es sei aber in Sachsen- Weimar ist es, durch öffentliche Agitation, Ver- Die Depesche würde wahrscheinlich in furzem veröffentlicht bereits zu spät gewesen, da Jameson schon die Grenze über- fammlungen 2c. gegen die Verschlechterung des Wahlgefeßes zu werden. schritten hatte. Chamberlain erwähnt sodann, welche Schritte protestiren. er unternommen habe, um Jameson aufzuhalten. Nach Meldungen aus Havannah hat General Dieser habe indessen dem Boten, den der britische Agent in Darmstadt, 7. Februar.( Eig. Ber.) In der Zweiten Canella die Aufständischen unter Maceo, Nunez, Delgado und Prätoria an ihn gesandt, erklärt, er müsse nach Johannes- Rammer des Landtages lag ein Gesuch der Steueraufseher um Sotomayor in der Nähe von Candelaria geschlagen. Die Aufburg weitermarschiren, da er Lebensmittel Gehaltsausbesserung vor. Die Regierung zeigte sich nicht geneigt ständischen verloren 26 Tobte, 17 Gefangene und zahlreiche Ver und forderte die Ablehnung. Der sozialdemokratische Abgeord: wundete. Auf Seiten der Spanier wurden 5 getödtet und brauche. Um ihm nun diese Entschuldigung zu nehmen, habe er nete Jöft- Mainz stellte den Antrag, dem Gesuch Folge zu geben. 50 verwundet, darunter 3 Offiziere. General Weyler ist in ( Chamberlain) befohlen, Nahrungsmittel und Futter Jameson zur Verfügung zu stellen. Nachdem Chamberlain alsdann der Mißbilligung Auch Abgeordnete anderer Parteien traten für den Jösischen Portorico eingetroffen. Afrika. von Jameson's Vorgehen seitens der britischen Regierung, des Antrag ein, der mit erheblicher Mehrheit Annahme fand. Gouverneurs der Kapkolonie, Robinson und des damaligen Nürnberg, 7. Februar.( Eig. Ber.) In einer Versammlung Die Verhöre in Pretoria. Nach einer Melbung Premierministers der Kolonie, Rhodes, Erwähnung gethan hat, des hiesigen nationalliberalen Vereins wurde folgende Resolution des Reuter'schen Bureaus" aus Pretoria war in der Verbespricht er den Aufstand in Johannesburg und widmet einstimmig angenommen:„ Der nationalliberale Verein Nürnberg handlung gegen das Reform- Komitee am 5. d. M. der Hauptder von dem Präsidenten Krüger bewiesenen Weisheit und erklärt, daß er an dem allgemeinen, geheimen, gleichen und zeuge Jacobus Demeillon. Derfelbe sagte aus, Oberst Rhodes Mäßigung herzliche Anerkennung. Er habe dem Präsidenten direkten Wahlrecht festhält und ist überzeugt, daß das Pflicht- und andere Mitglieder des Reform Komitees hätten ihm am Krüger gegenüber hervorgehoben, daß es für die britische bewußtsein der Wähler selbst hervorgetretene Mißstände zu be- 28. Dezember v. J. mitgetheilt, daß Jameson, vom Komitee Regierung unmöglich sei, die Leute Jameseitigen im stande ist." dazu aufgefordert, auf dem Wege nach Pretoria sei, um daselbst son's zu bestrafen, und daß auch die Führer die Ruhe aufrecht zu erhalten. In Johannesburg fand die Jahresversammlung der dortigen Minentammer statt. James Hay wurde an stelle von Lionel Phillips, der eine Wiederwahl ablehnte, zum Präsidenten gewählt. Bum Bizepräsidenten wurde Langer zahl zu erhalten. Die Kandidaten für den Vollzugsausschuß Albu, Wagner und Brochon unterlagen ebenfalls. Dieselben hatten die Regierung während der jüngsten Borgänge in Johannesburg unterstützt. Desterreich. nur vor einem ordentlichen Gerichtshof ab- Wien, 8. Februar. Die Wiener Zeitung" veröffentlicht geurtheilt werden könnten, nichtsdestoweniger eine Bekanntmachung, die Wiedereinberujung des Reichsrathes habe Krüger beschlossen, die Gefangenen zum 15. Februar betreffend. fämmtlich an England herauszugeben. Weiter- Wenn Graf Badeni nicht wieder Winkelzüge macht, so muß hin spricht Chamberlain das Bedauern darüber aus, seinem Versprechen gemäß Ende nächster Woche die Wahlreform- mann vorgeschlagen, ohne jedoch die erforderliche Stimmen daß Präsident Krüger dem Gouverneur Robinson feine Vorlage der Regierung endlich publizirt werden. Zusicherungen betreffend die Reformen gemacht habe, und bezeichnet es als unbillig, daß bestehender Verdacht gegen eine Frankreich. Hand voll Leute aus den reicheren Klassen die Einführung von Paris, 7. Februar. In dem parlamentarischen Aus Reformen für eine ganze Gemeinschaft hinausschusse für Arbeitsfragen erklärte heute der Minister fchieben sollte. Chamberlain wiederholt, daß die ausdes Aeußeren, Berthelot, das Völkerrecht gestatte wärtigen Beziehungen der Südafrikanischen Re- die Einführung einer Steuer auf ausländische publik der Kontrolle Großbritanniens unterworfen seien Arbeiter nicht. Der Minister bekämpfte ebenso den Vorund tein Grund zu der Annahme bestehe, daß schlag, eine Steuer von Arbeitgebern zu erheben, welche ausirgend ein auswärtiger Staat die Rechte ländische Arbeiter beschäftigen, da dies zu Gegenmaßregeln führen Englands bestreite, welche die Regierung in ihrem Be- würde. Die Kommission verwarf darauf jede stande aufrecht zu halten gewillt sei. In den inneren An- Sonderbesteuerung ausländischer Arbeiter. gelegenheiten Transvaals fei England berechtigt, Paris, 8. Februar. In dem heutigen Ministerrathe wurde freundschaftliche Rathschläge zu erhalten. Bezüglich der der Gesezentwurf betr. die Organisation der Kolonial Uitlanders glaubt Chamberlain, daß die Schwierigkeit theilweise Arme e festgestellt. gelöst fei, indem denselben das Wahlrecht nach 5 Jahren " - Die Territorien Montsioa und Stanning sind von der britischen Südafrika- Kompagnie abgelöst und wieder unter die Verwaltung des Oberkommissars für Südafrika gestellt worden. Die Lohnbewegung = ber in der Konfektionsinduffvie. Die Verhandlungen der Fünfer Kommission mit den Konfektionsfirmen. In Ausführung der Beschlüsse der fürzlich mit einer Abänderung des Huldigungseides zu erhielten heute einen Brief von ihm allerdings noch aus dem lehten Ginigungsverfu che zwischen den Bertreter Die -Leo Frankel ist in rascher Genesung begriffen. Wir abgehaltenen großen Versammlungen wurden am Sonnabend die gestanden werde. Durch besondere Versprechungen, welche Hospital. Er wird bald wieder unter den kämpfenden Genossen Konfettionäre und denen der Arbeiterkommission gemacht. Präsident Krüger im Dezember bezüglich der Erziehungsein. im Brandenburger Hause tagende Versammlung wurde frage gemacht habe, sei eine weitgehende Abhilfe einiger von dem Regierungsrath Dr. Sprenger geleitet, Beschwerden gegeben. Für einige Staatsmonopole bezüglich der- Die Auslieferung Arton's ift endgiltig von der englischen sichtlich bemüht war, eine Ginigung herbeizuführen. Erfordernisse zum Minenbetrieb und anderer Handelsartikel Regierung bewilligt worden. Die Konfektionäre erklärten, daß sie nicht organisirt scheine tein annehmbarer Rechtsgrund vorhanden. Mit ihrer Holland. seien und infolge dessen zu den einzelnen Forderungen Weigerung, die Uitlanders in die Polizeitruppe einzustellen, ent- Amsterdam, 7. Februar.( W. T. B.) Wie das Handels- der Arbeiter teine bestimmte Stellung einnehmen, tönnten, ziehe die Regierung der Gemeinschaft der Ausländer eines der blad" erfährt, haben der Kapitän und die Rheder des Dampfers fondern daß ein jeder nur für seine eigene Firma Versprechungen Grundrechte. Chamberlain spricht alsdann die Hoffnung aus, daß Crathie", gegen den Urtheilsspruch des Rotterdamer Gerichts- machen, bezw. seine persönliche Meinung zum Ausdruck bringen felbst die konservativen Burghers jetzt begreifen, daß die wahren boses bei dem Appellgerichtshof im Haag Berufung eingelegt. tönnte. Interessen des Landes die Annahme der Vorschläge erheischen, Der Anwalt Thorbecke wird die Appellirenden und der Rotter In der ersten Sigung, welche um 41/4 Uhr durch Genossen durch welche die gerechten Ursachen von Unzufriedenheit be- damer Schöffe von Raalte den Norddeutschen Lloyd vertreten. Joh Timm eröffnet wurde, fanden Unterhandlungen mit den seitigt werden. Die britische Regierung habe sorgfältig erwogen, Bertretern der Herren- und Knaben Konfettion statt. Norwegen. ob es nicht möglich sei, den Wünschen der Uitlanders im Von den 70 in Berlin bestehenden Geschäften dieser Branche Rand entgegenzukommen, ohne den Interessen des Transvaals neu gebildete Bund der Landwirthe nahm gestern eine Christiania, 8. Febr. Der unter den Storthingmitgliedern hatten nur etwa ein Dugend Delegirte entsandt. Ueber die erste Eintrag zu thun. Im allgemeinen räth Chamberlain dem Präst- Resolution an, die den Wunsch ausdrückt, Bölle auf alle der von der Arbeiterschaft aufgestellten Forderungen, die un denten Krüger an, der Rand solle eine modifizirte landwirthschaftlichen Produkte, mit Ausnahme des erkennung von festzusehenden Lohntarifen, fand lokale Selbstverwaltung haben mit der Ermächtigung, Getreides, einzuführen. Der schwedisch- norwegische Handels- eine lange Debatte fiatt, die aber au feinem Reſultat fäbute; bie über rein lokale Angelegenheiten zu entscheiden, diese Ermächtigungen vertrag dürfte nur dann erneuert werden, falls jede Schädigung Furcht vor der Konkurrenz mit anderen Städten Arbeitgeber erklärten sich ausschließlich r hauptsächlich aus solle dem Veto der Staatsgewalt unterstehen, aber das Recht der der Landwirthschaft dabei vermieden würde. dagegen, Steuererhebung zum Zwecke der Zahlung einer jährlichen Abgabe an obgleich Genosse Timm ausdrücklich betonte, daß der Tarif sich die Regierung einschließen. Außerdem solle er dem Raud einen Rußland. nicht auf Berlin allein beschränken sollte und daß andere Städte eigenen obersten Gerichtshof gewähren. Zum Schlusse seiner Warschan. Hier starb, wie dem Volt" geschrieben wird, zur Griingung dieser Forderungen schon in den Streit getreten Depesche ladet Chamberlain den Präsidenten ganz plöglich der General Wierokin, Chef der Warschauer poli- find. Die zweite Forderung, Errichtung von Betriebsein, nach England zu kommen und über diese Fragen tischen Polizei. Die Obduktion hat nun den Berdacht bestätigt, wertstätten, zu verhandeln, und ersucht für den Fall, daß der Präsident nicht daß der General mit Strychnin vergiftet worden sei. Ein Diener beiterschaft nicht unbedingt aufrecht erhalten; diese Frage kommen tönne, Sir H. Robinson, die Verhandlungen zu führen. des Verstorbenen, dem man Beziehungen zu den Nihilisten nach sollte mit Rücksicht auf die Schwierigkeit der Durchführung vorDie Bevormundung, die Herr Chamberlain dem Transvaal sagt und der als der Mörder gilt, wurde in Haft genommen. läufig vertagt, aber für die Folgezeit im Auge behalten werden. auch in seinen inneren Angelegenheiten angedeihen lassen will, wierofin hatte zahlreiche politische Berbrecher nach Sibirien ge- Gewerberrath Dr. Sprenger erklärte, daß die Regierung scheint indeß nicht nach dem Geschmack der Buren zu sein, denn schickt und soll auch die Tortur angewandt haben, um bierdurch einen diesen Punkt berührenden Gefeßentwurf vorbereite. aus Pretoria wird vom 6. d. M. gemeldet: Das Organ der Re- Geständnisse herauszupressen. Er war deshalb sehr verhaßt. Im Die Forderung der Einsegung einer Kommission gierung von Transvaal, die" Pretoria Preß" schreibt, die Re- Monat Januar find in Rußland nicht weniger als vier Beamte zur Austragung etwaiger Streitigkeiten, die gierung wünsche nicht, sich die moralische Unterstügung, einer der politischen Polizei ermordet worden. zu gleichen Theilen aus Geschäftsinhabern oder deren Verzivilisirten Macht zu entfremden, die Bürger und die Regierung tretern und aus Schneidern bestehen soll, wurde dahin würden jedoch bis auf den letzten Mann der Idee eines Italien. modifizirt, daß Geschäftsinhaber, Zwischenmeister und Schneider fremden Der VorProtettorates entgegentreten. Wenn die Rom, 8. Februar. Die Na chrichten aus Erythrea zu gleichen Theilen darin vertreten sein sollen. englische Regierung in freundlicher Weise mit der Republit die Iauten bedentlich. Besonders die Meldung der Tribuna", schlag des Regierungsraths Dr. Sprenger, daß zu den wurde von den Vertretern der Ar Rominissionssihungen ein Mitglied des Gewerbegerichts als Un-| Komitee der Lohnkommission eine Erhöhung der bisherigen Löhne Parteiischer hinzugezogen werden soll, fand allgemeinen Beifall. I um 10 pCt. angeboten, was von der Lohnkommission als unDie weiteren Forderungen, betr. anständige, menschen- annehmbar bezeichnet wurde. würdige Behandlung und mindestens wöchent Bon 27 Firmen haben 18 eine Erhöhung des Lohnes um liche Lohnzahlung, wurde ohne Debatte zugestimmt. 10 pCt. angenommen. um es Eine Kundgebung der Zwischenmeister. Zu dem drohenden Ausstand der Konfektionsschneider erläßt der Vorfitzende des Vereins der Berliner Konfektionsschneider für Damenfonfektion Schneidermeister Fritz Bock aus der Oranienstraße Nr. 204 folgenden Aufruf:„ Wir fordern hiermit sämmtliche Auch mit der mit der Forderung der schnelleren Ab: Sodann nahm die Versammlung einstimmig folgende Reso: Schneidermeister, Gesellen und Arbeiterinnen der Damenmäntel: fertigung bei Empfangnahme und Abliefern lution an: Die heute hier versammelten Herrenkleider Konfektion auf, an den Vorstand sofort alle diejenigen Beläge von Arbeiten scheint man sich auf beiden Seiten einverstanden Fabrikanten haben nach eingehenden Berathungen beschlossen,( z. B. Abrechnungs- und Arbeitsbücher, Lohulisten u. s. w.) zu erklären. Die Konfektionäre werden morgen unter sich ton- ihren Arbeitern eine Erhöhung der Löhne um 10 pGt. zu be- einzureichen, welche geeignet sind, zur Feststellung derjenigen die ihren Schneidermeistern feriren, um der Fünfer- Kommission am Montag von dem Resultat willigen, sofern die ausständigen Arbeiter die Arbeit bis zum Konfektionsfirmen beizutragen, Der Konferenz berichten zu können, damit diese in der Lage ist, 9. d. M. wieder aufnehmen. Die Gewährung der genannten Schundpreise, und derjenigen sogenannten Schneidermeister, welche den am Montag Abend stattfindenden Versammlungen endgiltige Lohnzulage bildet das weitgehende Zugeständniß, welches die ihren Arbeitern und Arbeiterinnen Hungerlöhne zahlen, beiBorschläge zu unterbreiten. Herrenkleider- Fabrikanten zu bringen im stande sind. An diese zutragen. Sobald das genügende Material sich in unseren Im Anschluß hieran fand um 84 Uhr eine Verhandlung Busage halten sich die unterzeichneten Firmen bis zum 9. d. M., Händen befindet, werden wir die Namen der betreffenden Aus zwischen der Fünfer- Kommission und den Verabends 6 Uhr, gebunden; nach diesem Termine werden weitere beuter schonungslos der Oeffentlichkeit preisgeben und weitere tretern der Damentonfettion statt. G3 waren etwa Verhandlungen mit den Ausständigen abgelehnt." Freitag Vor Schritte veranlassen." 30 Firmen, u. a. V. Manheimer, Julius Schönlant, D. Levin mittag 11 Uhr findet eine Versammlung der ausständigen Schneider Gewerkschaftliches. und Gebrüder Singer vertreten. Im allgemeinen trat in dieser und Schneiderinnen statt. Versammlung weniger Entgegenkommen seitens der Arbeitgeber Presstimmen. Die in Holzbearbeitungs- Fabriken beschäftigten Arbeiter zu tage, wie in der voraufgegangenen Sigung. Namentlich Die Vossische Zeitung" schreibt heute: Die Berlins und der Vororte werden ersucht, in der heute, konnte die Frage des Lohntarifs nicht entschieden Forderungen, die an die Arbeitgeber gestellt werden, tönnen nicht Sonntag, den 9. Februar, vormittags 10 Uhr, schlechthin als unbegründet angesehen werden. Sie finden auch im Joël'schen Lokal, Andreasstraße Nr. 21, stattfindenden sie selbst in dieser Frage nicht fompetent feien, sondern in bürgerlichen Kreisen, wenigstens theilweise, Unterstügung. Die öffentlichen Versammlung zahlreich zu erscheinen. nur im Verein mit den 3wischenmeistern unter Lage vieler Arbeiter und besonders Arbeiterinnen in diesem wich. Bu dieser Versammlung sind auch die Herren Arbeitgeber handeln könnten. Zu der von dieser Seite gestellten Forderung tigen Geschäftszweige ist so traurig, daß eine wesentliche Auf- eingeladen, um sich über die ihnen vorgelegten Forderungen zu auf Einberufung einer neuen Versammlung, zu der auch die äußern. Kollegen, zeigt durch zahlreiches Erscheinen, daß Ihr Swifchenmeister einzuladen feien, konnten die Vertreter der Ar- befferung in hohem Maße wünschenswerth ist. beiter teine Stellung nehmen, weil die Zeit bis zu den am Montag Die Volts 3eitung" widmet der Bewegung einen gewillt seid, die Forderungen durchzuführen. Bedenkt, wie durch stattfindenden Versammlungen eine zu kurze ist. Sie begnügten Leitartikel, in dem es unter anderm heißt: Der Kampf die lange Arbeitszeit Eure Kräfte aufgezehrt werden, wie infolge sich mit der Erklärung, daß sie ihren Auftraggebern von den in der Konfektionsbranche ist nicht vom Zaun gebrochen worden. der Ueberanstrengung die Verlegungen Eurer Glieder täglich sich Wünschen der Konfektionäre in Renntniß sehen und nach Kräften Er lag Jahre lang in der Luft. Weitausschauende Unternehmer mehren. Mit Recht fönnen wir wohl sagen, daß kein Beruf auf zu einer friedlichen Beilegung des Streits beitragen wollten. mußten wissen, daß der Kampf über furz oder lang unvermeid- die Gesundheit so vernichtend einwirkt, wie der unfrige. Deshalb Verschiedene Firmen mußten selbst zugestehen, daß stellenweise lich war. Ihnen mußten die Zustände bekannt sein und tretet alle geschlossen für die aufgestellten Forderungen ein und Hungerlöhne unter dem Luder" gezahlt würden; wie aber sie sind ihnen bekannt gewesen in denen die Arbeiter erinnert jeden Kollegen, dieser Pflicht eingebenk zu sein. Die Zehner- Kommission. diesem Uebelstande anders abzuhelfen sei, als wie die und Arbeiterinnen dieser Industrie leben, oder, Achtung! Tapezirer. Die Kollegen der Werkstatt von Arbeiter es fordern, dafür konnte einen posi nicht zu beschönigen, in ihrer großen Ueberzahl vegetiren. tiven Vorschlag machen. Inbezug auf die übrigen von Auch das Publifum, felbst wenn es sich auch nur ein Jacob u. Braunfisch, Alexanderstr. 27, haben am Freitag, den Arbeitern aufgestellten Forderungen zeigten die an- bischen um das soziale Elend der betheiligten Arbeiterklassen 7. Februar, einmüthig die Arbeit niedergelegt, da es ihnen nicht wesenden Firmen dasselbe Entgegenkommen wie vorher fümmert, kennt diese Zustände hinlänglich. Das Elend der mehr möglich war, für die dort gezahlten Hungerlöhne weiter die Vertreter der Herrenkonfektion. Da die Arbeiter die Forde Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfektionsbranche gehört un- zu arbeiten. Der Firma ist ein Lohntaris mit 50 pCt. Aufrung der Errichtung von Betriebswerkstätten vorläufig nicht in gefähr in die Kategorie des Weberelends, das sprichwörtlich ist. schlag vorgelegt worden, weil eine solche Forderung die den Vordergrund gestellt haben, so bleibt als einziger- aller Die Sympathien jedes sozial empfindenden Menschen sind in Differenz anderen Geschäften gegenüber erst annähernd ausdings wichtigster Streitpunkt nur noch die Frage des Lohn- diesem Kampfe auf feiten derer, die ihre traurige Lage mit den gleichen würde. Trozz wiederholtem Versuch, die Angelegenheit tarifs offen. vom Gesetz erlaubten Mitteln in befcheidenem Umfange ver- gütlich beizulegen, ist seitens des Werkführers am Sonnabend beffern wollen. Eine maßvolle Ausbesserung des Verdienstes, eine Erklärung dahin abgegeben, daß sich die Firma von ihren Berichtigung. Herr Ferd. Manheimer sendet uns folgende eine geringfügige Entschädigung für ein mehr als eine Arbeitern überhaupt keine Preiſe vorschreiben laffe. Es ist unwahr, daß ich mich bereit erklärt habe, irgend: Stunde währendes Warten bei Ablieferung der Arbeit, Lohn- stehendes bringen wir hiermit allen Kollegen zur Kenntniß. welche Summe im Falle eines Streits den Streikenden zur menig übertrieben, so gerechtfertigt, daß darüber kein Wort zahlung in wöchentlichen Terminen das find Forderungen, so Der Bevollmächtigte der Filiale Berlin des Allgem. Deutschen Tapezirer Vereins. Verfügung zu stellen. Der ,, Verein der Berliner Wollfilzhut Fabrikanten Ich habe erklärt, daß bei den reichlich bemessenen Arbeits- u verlieren ist. Wo bei sechzehn- bis achtzehnftündiger ArbeitsLöhnen in meinem Geschäft nach genauesten Informationen seit täglich oft nicht mehr als 1 M. bis 1,50 m. verdient zur Wahrung gegenseitiger Intereffen" hat gestern in einer irgendwelche Nothlage weder bei meinen Meistern noch bei werden, da handelt es sich um Lohnverhältnisse, die ein wahrer außerordentlichen Generalversammlung folgenden Beschluß ge= Nachdem Herr Baruch im Namen der Firma meinen Arbeiterinnen vorhanden ist. Trotzdem habe ich mich Hohn sind auf den Satz, daß jeder Arbeiter seines Lohnes werth faßt: bereit erklärt, falls sich dennoch unter meinen Arbeiterinnen sei, und ein wahrer Hohn auf unsere Kultur dazu! Denn welche J. Bambus u. Ko. die Erklärung abgegeben hat, daß er sämmt Folge Erscheinungen durch derartige Zustände gezeitigt werden, liche bei ihm ausstehenden Arbeiter, mit Ausnahme der ordnungsirgendwelche Nothlage herausstellen sollte, was ich vorläufig das ist zu bekannt und auch zu oft geschildert worden, als daß es mäßig entlassenen Frau Schwegerle, wieder in Arbeit nehmen will, für ausgeschlossen halte, zur Linderung neben den bereits von nöthig wäre, in diesem Augenblick alle die entsetzlichen sittlichen sobald sich dieselben unverzüglich zum Antritt melden, hat bie meiner Firma ins Leben gerufenen größeren Unterſtüßungs- Schäden aufzuführen, die aus so unwürdigen Verhältnissen ent- heutige außerordentliche Generalversammlung als Ultimatum befonds weitere 10 000 m. gern zur Verfügung zu stellen. Berlin, den 8. Februar 1896. springen. Von den Arbeitern und Arbeiterinnen der Branche, schlossen: daß sämmtliche Fabriken der Vereins zumal in Berlin, wissen wir, daß sie politisch geschult genug mitglieder Sonnabend, den 8. Februar abends Herr Manheimer scheint sich der Deputation gegenüber, find, sich, wie sich auch der Kampf gestalten möge, niemals zu geschlossen werden und daß die Wiedereröffnung derselben, die, wie wir nochmals betonen, von der Fünferkommission zu irgend welchen Unbesonnenheiten und Ausschreitungen hinreißen nur dann ohne besonderen Generalversammlungsbeschluß erfolgen diesen Verhandlungen teineswegs autorisirt war, nicht mit zu lassen, die in ihren Rückschlägen verhängnißvoll werden darf, wenn bis Montag, den 10. Februar, mittags, der binreichender Deutlichkeit ausgesprochen zu haben. Die einfache könnten für jede größere Lohnbewegung. Es giebt eine ganze Beweis feitens der Arbeiter erbracht ist, daß die Arbeit bei Thatsache, daß er zur ev. Abstellung von Mothständen in den Anzahl von Leuten, die bei jedem Ausstand nur darauf warten, J. Bambus u. Co. wieder aufgenommen ist." Diese Erklärung beruht, wie uns aus sicherster Quelle mit Reihen seiner Schneiderinnen 10 000 m. spenden wollte, brauchte daß unliebsame Zwischenfälle heraufbeschworen werden, weil er doch sicherlich nicht in Verbindung zu bringen mit einem Aus- solche Zwischenfälle von ihnen in reaktionärem, arbeiterfeind- getheilt wird, auf unwahrheit. Vom Ausschusse der Berliner fall gegen die Schmußkonkurrenz und mit Betrachtungen überlichem Parteifinne ausgebentet zu werden pflegen. Diesen Leuten Gewerkschaftskommission geht uns in dieser Angelegenheit folgendes den Streit und seine Folgen. Wie wir vernehmen, ist übrigens muß es die Berliner Arbeiterschaft, die jezt im Kampf steht, Schreiben zu: Herr Manheimer heute vom Oberbürgermeister Celle durch ihre tadellose Haltung unmöglich machen, im Trüben zu empfangen worden; dieser Besuch des Königs ber Berliner fischen. Fest, ruhig und besonnen vertrete sie ihre berechtigten Konfettion" wird in Beziehung gebracht zu einem Einigungs- Forderungen, unterstützt von der Sympathie aller Freunde der ehrlichen Arbeit! versuche, den das Oberhaupt der Stadt unternehmen will. den Berichtigung zu: Ferdinand Manheimer. " = Vor: Die In der Angelegenheit der Sutfabrit von Bambus u. Co., Chauffeestraße, geben wir hiermit bekannt, daß in der im heutigen Vorwärts" unter der Spißmarde" Die Lohnkommission der Hutarbeiter" bekannt gegebene Angelegenheit, sich nicht dem Wunsche der Herrn Fabritbesizer Baruch u. Co.( Inhaber der Firma Bambus u. Go.) entsprechend geregelt hat. andern Wollhut- Fabriken, zehn an der Bahl, haben heute Nach mittag ihre Arbeiter und Arbeiterinnen, über 2000 Personen, entlassen und denselben erklärt, daß sie ihre Fabriken Arbeiterinnen der Firma Bambus 11. Ko. die Arbeit in so lange gefchloffen halten, bis die Hutarbeiter und dieser Fabrit bedingungslos( dem Anfinnen der Unternehmer entsprechend) wieder aufnehmen. Wir verweisen im ferneren auf den Bericht der Berliner Gewerkschaftskommission in der heutigen Nummer. Die Berliner Beitung" schließt einen Leitartikel Gelbst die national liberale Fraktion wird arbeiter über die Bewegung mit folgenden Worten: freundlich bei dieser großen Bewegung; sie hat beim Reichstage folgende Interpellation eingebracht: Im Verfolg des Wir können nur nochmals dem Wunsche Ausdruck geben, Beschlusses des Reichstages vom 11. Mai 1885 sind dem Reichs- daß das begonnene Werk der Einigung zu einem glücklichen Ende gebracht werden möge. Friede ernährt, Unfriede verzehrt, tag am 29. April 1887 die Ergebnisse der von den Bundes- das gilt besonders auch von den modernen Wirthschaftskämpfen. regierungen angestellten Ermittelungen über die Lohnverhältnisse Die Arbeiterschaft der Konfektionsbranche sucht nicht den Streit, der Arbeiterinnen der Wäsche fabrikation und der sie hat fein Herrschaftsstreben, sondern nur den berechtigten Konfektionsbranche, sowie über den Verkauf oder die Lieferung von Arbeitsmaterial( Mähfaden 2c.) seitens der Arbeit- Wunsch einer Besserung ihrer elenden Lage. Mit gutem Willen geber an die Arbeiterinnen und über die Höhe der dabei be- hüben und drüben könnte man wohl zu einer Verständigung rechneten Preise zugegangen. Nachdem sich die Lage diefer gelangen. Arbeiterinnen feit jener Zeit noch ungünstiger gestaltet hat, Wie die Kaye das Mausen, so kann das Organ des richten die Unterzeichneten die Anfrage an die verbündeten Re- Herrn Eugen Richter das Lügen nicht lassen, sobald dieses gierungen, welche gesetzgeberischen Maßnahmen diefelben zum Blatt auf Arbeiterangelegenheiten zu sprechen fommt. So beSchutz für Gesundheit und Sittlichkeit und gegen Ausbeutung gleitet es die Mittheilung über die von den Nationalliberalen In London hat sich die gegenwärtig dort tagende Werftdieser Arbeiterinnen durch das Trucksystem zu ergreifen be- eingebrachte Interpellation darüber, arbeiter Konferenz einstimmig für den geset abfichtigen?" welche gesetzgeberischen Maßnahmen die Regierung zum Lichen Achtstundentag ausgesprochen. Weiter wurde Schuhe für Gesundheit und Sittlichkeit gegen Ausbeutung beschlossen, am Montag wegen dieser Forderung eine Deputation der Arbeiterin nen der Wäschefabrikation und Konfektions- an den Staatssekretär des Innern abzusenden. folgender Bemerkung: branche durch das Trucksystem zu ergreifen beabsichtige Herr Wiesemann bemüht sich energisch, ein einiges Vorgehen der Arbeiter gegen die Leiter der Konfektions Industrie zu hintertreiben. Wir kennen die Motive dieses mit Herrn nicht, wir wissen nicht, ob ein uns unverständlicher Ehrgeiz oder andere Triebfedern ihn leiten. Das eine wissen wir nur, daß jemand, der die Geschäfte un= nachgiebiger Unternehmer besorgen will, nicht anders handeln tönnte, als Herr Wiesemann, der mehrmals, so gestern zweimal die schon vollzogene Einigkeit der lokal und zentral organisirten Schneider durch sein Dazwischentreten in ihr Gegentheil ver Berichte. wandelte. Die hente, vormittags 10 Uhr, im Schweizer- Garten, am Königsthor, beginnende öffentliche Versammlung der Hutarbeiter und Hutarbeiterinnen Berling wird zu der Angelegenheit Stellung nehmen. Die Interpellation wird den Reichstag in eine lebhafte Depelthen und letzte Nachrichten. Debatte führen, weil grade gegenwärtig von sozialdemokratischer Seite ein Streit im Konfettionsgewerbe zu Berlin zu inszeniren beabsichtigt wird." Breslau, 8. Februar.( Privatdepesche des„ Borwärts".). Die heute begonnenen Verhandlungen zwischen Arbeitern und Unternehmern der hiesigen Konfektions- Industrie werden am Montag fortgesetzt werden. tommend. Mayen, 8. Februar.( W. T. B.) Amtliches Wahlresultat. Kopf stellen. So fann eben doch nur die„ Freis. 3tg." die Dinge auf den Breslau, 8. Februar.( Privat- Telegramm des„ Vorwärts".) Der Hamburgische Korrespondent" kennzeichnet Verhandlungen schweben. Die Hauptfirmen zeigen sich entgegen Flensburg. Am 5. Februar beschäftigte sich hier eine die Nachtheile des bestehenden Arbeitssystems in der Konfektion mit folgenden Säßen: Erfurt, 8. Februar.( Privat- Telegramm des„ Vorwärts".) allgemeine Gewerkschaftsversammlung mit der Bewegung der Die bestehende Arbeiterschutz- Gesetzgebung versagt bei diesen In Enfurt befchloffen 900 Konfektions- Arbeiterinnen einstimmig, Konfektionsschneider und Schneiderinnen Deutschlands und wurde Heimarbeitern. Die Gewerbe- Ordnung hat in Fabriken für Montag früh in den Streit zu treten und nicht eher die Arbeit nach einem ausführlichen Referat des Verbandsvorsitzenden Frauen die elfstündige Magimalarbeit und für Jugendliche eine aufzunehmen, bis der Lohntarif bedingungslos unterzeichnet iſt. Holzhäußer eine zustimmende Resolution angenommen. Minimalgrenze des Alters festgesetzt: in der Hausarbeit der Konfektion wird am Drte nicht gefertigt, aber besto mehr ver- Konfektion herrscht unbegrenzte Arbeitsdauer und schrankenlose Bei der am 4. d. M. im 5. Reichstags- Wahlkreise Mayen- hrkauft; die Händler waren zu dieser Bersammlung eingeladen, Berwerthung der Kinderarbeit; in der Fabrik wird für helle, weiler stattgehabten Reichstags- Erfahwahl erhielten Baumschulen= jedoch nur zivei bis drei erschienen, die ihre Ansicht nicht kund gesunde, geräumige Arbeitslokalitäten gesorgt, die Hausindustrie befizer Wallenborn in Bitburg( 3.) 10 897, Landwirth Peter gaben, aber auch nicht gegen die Resolution zu stimmen wagten. hat ihren Sih in unzulänglichen, dumpfen Räumen, wo Arbeit, Cohns I. aus Ochtendung( Antis.) 539 und Redakteur Adolf ca. 1500 Personen besuchte Schneiderversammlung, in welcher die vollziehen; die Fabritordnung bestimmt Anfang und Ende der gewählt: Dresden. Donnerstag Abend tagte im Trianon eine von Rochen, Effen, Waschen, Schlafen sich oft im gleichen Zimmer Hofrichter aus Köln( S08.) 526 Stimmen. Wallenborn ist somit Rommission über die Berhandlung mit den Unternehmern Bericht Arbeitszeit, Art und Termin der Lohnzahlung, für die feste meldung aus Konstantinopel von gestern besagt, daß die BerWien, 8. Februar.( W. Z. B.) Eine bier eingegangene erstattete. Zu einem Ausgleich ist es nicht gekommen. Mit all Tarife vereinbart sind, der staatliche Aufsichtsbeamte überwacht gemeiner Begeisterung wurde beschlossen, die Konfequenzen die Beobachtung aller dieser Bestimmungen. Zudem steht der handlungen zur friedlichen Beilegung des Aufstandes in Zeitun hieraus zu ziehen und von den gestellten Forderungen unter Fabritarbeiter in der Versicherung für Krankheit, Unfall, In- ohne Ergebnis verlaufen feien, da keiner der beiden Theile die Montag Nachmittag 4 Uhr stattfindet, wird endgiltig beschließen. palidität, Alter. Das alles fällt beim Heimarbeiter fort, der Das alles fällt beim Heimarbeiter fort, der Bedingungen des anderen annehmen wolle. aller Willtür preisgegeben ist. Budapest, 8. Februar. Abgeordnetenhaus. UnterrichtsAusführlicher Bericht folgt. ministers Wlassics sagte dann über die Frage der Zulassung Breslau. Am Donnerstag hielten die Konfettionäre Aus der Kölnischen Boltszeitung" entnehmen wir der Frauen zu den Hochschulen: er erachte es für ungerecht eine neue Versammlung. Ihr Komitee hatte auf die Forderungen noch folgendes: und unbillig, die Frauen im Prinzip von der höheren Ausbildung der Lohnkommission folgende Antwort gegeben: 1. Der ge Wir haben bereits dieser Tage auf die Ergebnisse hingewiesen, auszuschließen, er wollte feine Konkurrenz organisiren, daher forderte Lohntarif wird abgelehnt. 2. Die Errichtung der welche die 1887 unternommene Enquete über die sozialen Wir würden auch keine Mädchengymnasien errichtet. Andererseits Betriebswerkstätten wird als unmöglich abgelehnt. 8. Die Ein- fungen eines Nähfadenzolles gehabt hat. Geradezu trostlose dürfe jedoch der befähigten Frau nicht der Weg zu höherer Aussegung einer gemeinsamen Kommission, bestehend aus drei Arbeit- Bilder wurden damals über die Lage der Näherinnen in der bildung verschlossen bleiben. gebern und drei Arbeitnehmern, wird zugebilligt. 4. Gegenseitige Wäschefabrikation und Konfektion bekannt. Es wurde festgestellt, Lima, 7. Februar.( W. T. B.)( Meldung des Reuter'schen anständige Behandlung ist selbstverständlich. 5. Schnellmögliche daß die Prostitution einen ständigen Nebenerwerb oder einen zeit- Bureaus.) Durch eine Petroleum Explosion in der Fabrik der Abfertigung wird zugesichert, doch kein Wartegeld für etwaigen weiligen Haupterwerb dieser Arbeiterinnen bildet. Der Gewerbe- Peruvian Corporations" in Callao brach in der letzten Nacht nothwendigen Aufenthalt augebilligt. 6. Sämmtliche Zuthaten Jnspektor von Posen erklärte z. B.:„ Die Wohnungsverhältnisse ein Feuer aus, welches 60 Tonnen Kohlen, 2 Behälter Petroleum mit Ausnahme der Nähmaterialien werden geliefert. Die siebente find je nach den Einkünften von der Prostitution besser oder und einen Theil der Vorrathsräume zerstörte. Die Stadt Callao Forderung, betreffend die Anerkennung von Arbeitsnachweisen schlechter. Bei Arbeiterinnen bildet, so lange sie sich nicht war sechs Stunden hindurch in der größten Gefahr, da sich in den Händen der Arbeiter, hatte noch nicht beantwortet werden der Prostitution ergeben haben, die Kartoffel das hauptsächlichste große Lagerfchuppen mit Petroleumfässern in unmittelbarer Nähe tönnen und ist inzwischen, nachdem die Schneider selbst die For Nahrungsmittel." Auf eine Industrie, deren Blüthe sich wesent- des Feuerheerdes befanden. Der Arbeiter, welcher das Feuer derung auf Errichtung von Betriebswerkstätten einstweilen zurück lich auf die Prostitution der in ihr beschäftigten Arbeiterinnen verursachte, wurde getödtet und zwei Feuerwehrlente vers gezogen haben, gegenstandslos geworden. Gleichzeitig hatte das gründet, brauchen wir nicht stolz zu fein. Berautwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Ming Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. " wundet. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 34. Reichstag. 35. Sigung vom 8. Februar 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst zu Hohenlohe, v. Bötticher, Graf Posadowsky, Reichsbank- Präsident Koch, v. d. Recke, v. Marschall. Vor Eintritt in die Tagesordnung erhält das Wort Reichstanzler Fürst zu Hohenlohe- Schillingsfürst: Ich habe vor Eintritt in die Tagesordnung das Wort erbeten, um dem Reichstag auf seine vorjährige Resolution wegen Einberufung einer Münzkonferenz eine Mittheilung zu machen. Sonntag, den 9. Februar 1896. 13. Jahrg. die rechte Seite sehr gut im Anfang nächster Woche herbeiführen| Wahlrechtsvorlage der ssächsischen Regierung hält noch an der und wir werden dabei keinen Widerspruch erheben. Nach längerer Debatte bittet Präsident v. Buol, dem Präsidium zu überlassen, bezügliche Vorschläge am Schluß der heutigen Sigung zu machen. Damit ist diese Angelegenheit erledigt. geheimen Wahl fest. Wenn Sie die Bedeutung des ge= heimen Wahlrechts erkennen wollen, dann bitte ich, bei den nächsten Wahlen seine Beseitigung zur Wahlparole zu machen, dann werden sie sehen, was daraus folgt.( Zustimmung lints.) ich als unzutreffend bezeichnet habe. der Abg. Richter: Wenn Graf Mirbach die Wahl Dirichlet's erwähnt, so ist bei dieser Wahl nach meiner Erinnerung nichts vorgekommen, was zu einem strafrechtlichen Eingreifen Gelegenheit geboten hätte. Es sind nicht Hunderttausende bei dieser Wahl verwendet worden, sondern noch keine 1000 m., und auch nicht von unserer Partei, sondern ein Mann in Königsberg hatte eine Summe zu dieser Wahl zugeschossen, um Stimmzettel und Flugblätter vertheilen zu lassen. Auf der Tagesordnung steht die dritte Berathung des von Abg. Lieber( 8.): Ich weiß nicht, ob der Vorwurf der Uns den Abgg. Barth, Rickert u. Gen. eingebrachten Gesetz- mündigkeit schärfer ist, oder der, daß die Wähler sich bestechen entwurfes, betr. die Abänderung des Wahlgefeßes lassen.( Sehr richtig! links und im Zentrum.) Daß Graf Mirfür den deutschen Reichstag. bach behauptet, er hätte im Reichstag sehr viele Anhänger für Abg. Graf Mirbach( f.): Bei der früheren Berathung haben seine Ansichten, man habe nur nicht Muth, das auszusprechen, verschiedene Herren mich genannt und liebenswürdig meiner ist ein Vorwurf, wie er mir im Reichstage noch nicht gemacht Meine Herren, im Verfolg der von mir in der Sigung des Aeußerungen im preußischen Herrenhause ge- ist. Graf Mirbach hat nicht geantwortet, welche Parteien BeReichstages vom 15. Februar v. J. abgegebenen Erklärung habe dacht. Ich afzeptire dieses Wohlwollen, aber ich muß Ber- stechungen üben, er hat auch über seine Worte im Herrenhauſe ich die Frage der Hebung und Befestigung des Silberwerthes mit wahrung dagegen einlegen, daß man aus meinen von Staatsstreiche keine Erklärungen gegeben. Wahrscheinlich den verbündeten Regierungen in eingehende Erwägung gezogen. Aeußerungen Schlußfolgerungen zieht auf die wollte auch Alexander der Große auf dem Wege Dabei leitete mich die Ueberzeugung, das das Schwanken und Partei, der ich angehöre; ich habe ausdrücklich erklärt, Verfassung den gordischen Knoten lösen, denn darauf hat Graf das starte Sinten des Silberpreises auch für uns daß ich nur für meine Person gesprochen habe. Ich glaube aber, Mirbach angespielt.( Heiterkeit.) ungeachtet unserer auf der Basis der Goldwährung befestigten ich stehe in meiner Partei nicht ganz allein da. Abg. Graf Mirbach: Wenn in der Partei des Vorredners monetären Situation wirthschaftliche Nachtheile mit Ich ging damals von einem Ausspruch des früheren Reichs- folche Dinge, wie ich sie erwähnt habe, nicht vorgekommen find, sich bringe.( Bravo! rechts.) fanglers aus, der mir gesagt hatte, wir sollten die Majorität so kann ich ihm nur gratuliren; ich habe aber doch viele WahlDie deutsche Silberproduktion umfaßt etwa 9 pCt. der nicht über die Autorität stellen. Darauf erwiderte ich, wie man aften gesehen, die das Gegentheil beweisen. Der juristische Silbergewinnung der Erde. Für den überwiegenden, aus aus die Autorität gegenüber dem Reichs- Wahlrecht, welches auf der Beweis für Bestechung und dergleichen ist natürlich sehr schwer ländischen Erzen dargestellten Theil dieser Produktion ist der Majorität beruht, anführen tönne. Ich habe damals auch vom zu führen, man erfährt die Dinge fehr viel später. Preisrückgang nicht von Belang; für den aus inländischen Erzen Staatsstreich sprechend ausdrücklich erklärt, daß ich dabei Turchhauen des gordischen Knotens habe ich nur eine glückliche gewonnenen Rest bedingt er jedoch eine Werthverminderung, die nicht an das Schwert dente. Ich habe auch aus Lösung der betreffenden Frage gemeint, an das Schwert habe so erheblich ist, daß sie die Rentabilität des auf Gewinnung von drücklich gesagt, daß auf grund des bestehenden ich dabei nicht gedacht. Ich habe das bereits im Herrenhause Silber gerichteten heimischen Bergbaues in Frage stellt. Wahlrechtes niemals ein Reichstag zu er erklärt und wiederhole es hier; ich darf verlangen, daß man Dazu tritt die Beeinflussung unseres Exports nach den langen wäre, welcher die Initiative zur davon Notiz nimmt und nicht Behauptungen wiederholt, welche Silberländern. Es unterliegt feinem Zweifel, daß der Verkehr Aenderung des Wahlrechts ergreift. Ich mit diesen Ländern durch das Sinken und die Schwankungen habe gemeint, daß das vorsichtige Zusammenwirken aller des Siberwerthes erschwert wird( Sehr richtig! rechts), besonnenen Elemente eine Wahlreform herbeiführen müsse. Ich wenngleich die Schwankungen während der letzten Zeit sich in würde den Vorschlag machen, daß man das Wahlrechts verhältnißmäßig engen Grenzen gehalten haben, und wenngleich Alter hinauffeßt, da das jugendliche Alter nicht geeignet für die Jutereffenten die Möglichkeit besteht, sich im Wege der ist, die Tragweite politischer Akte zu übersehen. Ich möchte Dedung gegen etwaige Verluste zu sichern. Auch die deutsche jeden der Herren an sein jugendliches Alter erinnern. Die Exportindustrie, soweit sie für Silberländer arbeitet, ist durch ganze Wahlagitation, die jeßt direkt zum jene Valutaverhältnisse in Mitleidenschaft gezogen. Ich unter- Stimmenfauf geführt hat, würde einen anderen Charakter schätze die Bedeutung dieser Einwirkung nicht; man wird sie annehmen, wenn das Wahlrecht nicht geheim wäre. Abg. Graf Mirbach: Ich beziehe mich nur auf den steno aber auch nicht zu hoch veranschlagen dürfen. Unser Export Die Regierung und alle Parteien würden ihre Ansicht geltend graphischen Bericht der Rede des Ministers v. Puttkamer. Wenn es nach den Silberländern beträgt seinem Werthe machen, das ist ihr gutes Recht. Es würden dann keine perfiden gewünscht wird, werde ich gern Publikationen darüber wieder nach nur 3-4 p& t. unserer gesammten Ausfuhr. Mittel mehr angewendet werden.( Lachen links.) Es sind die hervorholen. Db das angenehm sein wird, mag dahingestellt ( hört! hört! links), und hat sich ungeachtet der im Rückgange Leute zu mir gekommen, die erklärten, daß sie ja mit mir ein- bleiben. Ich habe gefagt, daß es bei allen Parteien Leute giebt, des Silberpreises liegenden hemmenden Momente im ganzen verstanden, aber sie hätten eine Mark bekommen für eine anderweite die über die Stränge schlagen. Wenn Herr Lieber aus einzelnen günstig entwickelt.( Hört! hört!) Die freilich kaum ein völlig Abstimmung. Ich habe den Leuten gesagt, sie sollten das Vorfällen Schlüsse zieht, so muß ich darauf hinweisen, daß das umfassendes Bild der Verhältnisse liefernden Ziffern der Reichs- Geld behalten und stimmen, wie sie wollten.( Heiterfeit.) anderwärts auch geschieht. statistit beweisen dies. Das Sinfen der Valuta, wie solches Aber die Herren haben nicht genug Vertrauen zur Ueber- Abg. Richter: Ich hätte gewünscht, daß Graf Mirbach für die Silberwährungsländer aus dem Rückgang des zeugungstrait ihrer Ansichten. Ich habe nur meine den stenographischen Bericht gleich mitgebracht hätte. Daun Silberwerthes folgt tann aber auch bis zu dem persönliche Ansicht ausgesprochen; eine Aenderung wird in der könnten wir die Thatsache gleich feststellen. Zeitpunkt, wo eine Ausgleichung durch entsprechende Erhöhung nächsten Zeit nicht erfolgen. Ich bin dankbar dafür, daß Sie mich der Inlandspreise und Löhne sich vollzogen hat, zur Erleichte- in die Debatte gezogen haben, Ihre gute Absicht habe ich verrung der konkurrirenden Ausfuhr aus jenen Ländern beitragen. standen. Endlich liegt in der durch den Silberfall herbeigeführten starten Abg. Bachem( 3.): Die Aeußerungen des Grafen Mirbach Unterwerthigkeit unserer Silbermünzen eine fortschreitende im Herrenhause sind von meinem Fraktionskollegen Fuchs an Deklassirung derselben zu Kreditgeld. Allerdings glaube ich be- gezogen worden.( Widerspruch des Grafen Mirbach: Rickert hat zu sollen, daß diese metallische Unterwerthigkeit sie angeführt im vorigen Jahre!) Herr Fuchs hat sie in diesem eine Gefährdung unserer Reichswährung nicht darstellt, denn Jahre wiederholt; die Worte des Grafen Mirbach gingen dahin, unser Verkehr ist mit Gold ausreichend gesättigt. Die Noten der daß die verbündeten Fürsten eine Aenderung herbeiführen müßten, Reichsbank finden in dem Goldschage der Bank eine genügende und zwar unverzüglich! Wenn darin kein Staatsstreich enthalten Deckung, und die Menge des umlaufenden Silbergeldes geht fein soll, dann will ich darauf verzichten, die Worte so aufzufassen. nicht über das Maß des Bedarfs hinaus.( Sehr richtig!) Selbst Bezüglich des allgemeinen Wahlrechtes will ich nicht mit vielen in fritischen Zeiten dürfte dieser Bedarf eine Abnahme kaum Worten antworten, sondern durch die That, indem wir für den Abg. Träger( frs. Vp.), als Antragsteller für die freisinnige erfahren. Wohl aber erscheint die Gefahr ver vorliegenden Antrag stimmen; daß ein Stimmentauf Partei, verweist auf die Debatte der letzten Tage, welche die brecherischer Nachprägung durch die Unter möglich wäre, halte ich für gänzlich ausgeschlossen. Nothwendigkeit eines Reichs Vereinsgesetzes tlar dargelegt habe. werthigkeit der Stücke näher gerückt. Bis jetzt ist Wir belehren das Volk schon jetzt; unsere Erfolge den Sozial- Ein Vereinsgesetz war schon 1872 in Aussicht genommen; es zwar innerhalb Deutschlands nur in einem Falle aus dem demokraten gegenüber beruhen nur auf dieser Belehrung. Dem tam aber nicht, wohl aber wurde das Preßgesetz verabschiedet, Jahre 1898 eine derartige qualitativ sehr unvollkommene, Grafen Mirbach gegenüber führe ich den Mißbrauch der reichen obgleich es in den Einzelstaaten auf ebenso viel Schwierigkeiten quantitativ bedeutungslose Nachprägung fest Leute bei den öffentlichen Wahlen ins Feld; ich glaube, daß die stieß wie ein Vereinsgesetz. Schließlich hat die Reichsregierung gestellt worden. Wenn aber auch die seitherigen Er- Unmündigkeit der Wähler des Grafen Mirbach nicht größer sein den Erlaß eines Vereinsgefeßes fallen lassen. Das Vereinsrecht fahrungen weitgehende Befürchtungen nicht rechtfertigen, immerhin wird als dieser Unfug. wird im bürgerlichen Gesetzbuch nach privatrechtlicher Seite hin fann der Preisrückgang des Silbers zur Nachprägung anreizen. Abg. Rickert( frf. Vg.): Graf Mirbach ist heute wieder geregelt; es hat sich aber gezeigt, daß die einheitliche Regelung Erscheint nach alledem die Hebung und Befestigung des aufgetreten als Gegner des geheimen Wahlrechts. Wenn jemand dieser Seite auf Schwierigkeiten gestoßen ist gerade wegen Silberpreises als wirthschaftlich und münztechnisch werth- ein Schurke ist und seine Stimme verkauft, dann ist man beim der mangelnden einheitlichen Regelung des Versammlungswesens. voll und demgemäß als ein erstrebenswerthes Biel geheimen Wahlrecht nicht sicher, daß er nicht noch weiter so Die einheitliche Regelung erstreckt sich nicht auf die politischen, ( hört! hört! rechts), so waltet doch kein Zweifel darüber ob, schurkisch ist und doch nicht so stimmt, wie er gesprochen hat. religiösen, sozialen und Unterrichtsvereine. Diese werden der daß dieses Ziel sich nur international verfolgen läßt Auf dem Lande werden die ländlichen Arbeiter wie Landes- Gesetzgebung unterstellt. Man sagt, die öffentliche Ord( Sehr richtig! rechts), und daß seine Erreichung nur das Vieh zur Urne getrieben, wo sie unter nung muß gesichert werden, es müssen aber auch Garantien für dann erhofft werden kann, wenn unter den Aufsicht der Inspektoren stimmen müssen. die Vereine selbst geschaffen werden gegen einen Mißbrauch der sämmtlichen an dem Weltverkehr wesentlich be- Wenu Graf Mirbach von Stimmentauf spricht, sollte er angeben, polizeilichen Befugnisse. Wir haben das allgemeine Wahlrecht, theiligten Kulturvölkern über den einzu welche Partei er gemeint hat. schlagenden Weg und die anzuwendenden Mittel Einverständniß besteht. Für ein solches Einverständniß bietet sich nach meiner Kenntniß der Verhältnisse zur Zeit keine Aussicht.( Hört! hört! links.) tonen = Abg. v. Marquardsen: Als Mitglied der WahlprüfungsKommission kann ich feststellen, daß nach den Wahlakien Bestechungen in feinem Staate der Welt so wenig vorkommen wie in Deutschland. Wir können stolz darauf sein.( Bustimmung links und im Zentrum.) Darauf werden die weiteren Bestimmungen des Gesetzent wurfes unverändert und ohne weitere Debatte und schließlich der Gefeßentwurf im ganzen gegen die Stimmen der Konservativen angenommen. Es folgt die Fortsetzung der ersten Berathung der beiden Anträge der Sozialdemokraten und Freisinnigen betr. das Vereins- und Versammlungswesen. 9 welches nur wirksam den Willen des Volkes zum Ausdruck Aba. Graf Mirbach( f.): Ich bin der Meinung, daß das ge- bringen kann, wenn Sprach- und Versammlungsfreiheit herrscht heime Wahlrecht viel mehr Gelegenheit giebt zu Abwegen. Ich und das um so mehr, wenn man die Wahlpflicht einführen will. erinnere nur an die Wahl des Abg. Dirichlet. Bei allen Parteien Es muß ein Reichs- Vereinsgesetz gefchaffen werden. Unser kommen solche Dinge vor, die über das erlaubte Maß hinaus Antrag, der nicht die ganze Materie erschöpft, der nur ein Von bimetallistischer Seite ist anerkannt, daß als Vorbedingung gehen. Ich bin nicht verpflichtet, auf solche Spezialien einzu- Nothgesetz darstellt, läßt die landesgefeßlichen Bestimmungen jeder internationalen Maßregel zu gunsten des Silbers die gehen. über die Ueberwachung von Versammlungen bestehen. Die Wiedereröffnung der indischen Münzstätten für die unbeschränkte Abg. Bindewald( Reformp.): Wir können dem Vorredner Hauptsache ist, daß die Vereine unter einander in Verbindung Silberprägung gelten muß. Ich kann dieser Auffassung nur bei- für seine offene Stellungnahme bentbar sein. Er that gut daran, freten dürfen. Das gehört zur Parteiorganisation und entspricht pflichten. Ich halte dafür, daß ohne diefes Zugeständniß alle daß er sich nicht mit feiner Partei identifizirte. Es würde für auch unserer Reichsverfassung. Jede politische Partei mus, um Versuche, den Silberpreis zu heben, vergeblich sein würden. Ich die konservative Partei nicht vortheilhaft sein, wenn dieselbe sich ihre Thätigkeit ausüben zu können, gegen den jezigen Zustand habe aber auf Grund eines vorläufigen Meinungsaustausches, geschlossen für die Abschaffung der geheimen Wahl erklären auftreten, denn das Verbot des Zusammenschließens der Vereine der gemäß meiner Weisung mit der englischen Regierung würde, denn dann würde sie nur in geringer Bahl wiederkehren; feßt geradezu eine Prämie auf die geheimen Verbindungen. Wenn gepflogen worden ist, die Ueberzeugung gewinnen müssen, daß auf das Volk ist aufgeklärt genug zu erkennen, daß es durch Wegfall die Stöller'sche Maßnahme an irgend einer Stelle die Wiedereröffnung jener Münzstätten in ab sehbarer Zeit nicht zu rechnen ist.( Hört, hört! links.) offene Wahl würde nur in einem Idealstaate möglich fein; jetzt Partei getroffen habe, so ist das eine falsche Auffassung. Ueber Nach alledem läßt sich von einer Müngtonferenz ist die Abhängigkeit der kleinen Leute zu groß, das sieht man allen Parteien hängt das Damotlesschwert der zur Zeit nicht erwarten, daß sie die Frage der beim preußischen Landtagswahlrecht, bei welchem nur noch die politischen Polizei. Hebung und Befestigung des Silberwerthes reichen Leute Einfluß haben. Die kleineren Leute betheiligen sich Die Frauenfrage ist nicht mehr von der Hand zu ihrer Lösung praktisch näher rücken würde. gar nicht mehr an den Wahlen, während die Theilnahme an den weisen, sie besteht nicht blos in den Kreisen, die man als gemeinEs erscheint daher auch nicht rathsam, daß Deutsch Reichstagswahlen von Jahr zu Jahr wächst. Deshalb müssen gefährlich bezeichnet. Nicht blos die hart arbeitenden Frauen, Iand die Initiative zur Einberufung einer solchen Kon- wir solche Angriffe auf das Reichstagswahlrecht, mit denen sondern auch diejenigen, welche den vom Dichter ihnen zus ferenz ergreift.( Sehr wahr! links.) Von dieser Ueberzeugung Graf Mirbach ja nicht allein sieht, auf das entschiedenste zurückgewiesenen Beruf, himmlische Rosen ins irdische Leben zu flechten, geleitet haben die verbündeten Regierungen einweisen. haben, glauben, daß die Männer ihnen gegenüber zu weit gestimmig beschlossen, dem Beschluß des Reichs- Abg. Aner( Soz.): Was Graf Mirbach persönlich für gangen sind in der Freiheit.( Heiterkeit.) Der Einfluß der tages vom 16. Februar vorigen Jahres auf Ein- Ansichten über das Wahlrecht hat, ist ziemlich gleichgiltig. Ich Frauen auf die Politik ist schon ein mächtiger geworden und berufung einer Münztonferenz zur Zeit teine habe aber die feste Ueberzeugung, daß seine An mittelbar stimmt hier doch manche Frau ab. Die Frauen sollen Folge zu geben.( Bravo! links.) Ich darf jedoch hinzufügen, daß. sichten in weiten Kreisen seiner Partei gefich an politischen Versammlungen nicht betheiligen. Einem wenn von seiten eines anderen Staats annehmbare, erfolg theilt werden, nur haben nicht alle den Muth, ihre Mei- Handwerkerverein wurde ein Lese- Abend mit Damen verboten. versprechende programmatische Vorschläge gemacht werden sollten, nung so offen auszusprechen. Deshalb müssen wir gegen die An- Verschiedene hannoversche Vereine wurden gefchloffen, ich meinerseits gern bereit sein würde, die Betheiligung Deutsch- griffe auf das allgemeine Wahlrecht Protest erheben. Graf der Verein für bas Wendenland wurde aber als lands an einer internationalen Berathung solcher Vorschläge in Mirbach behauptet, daß bei allen Parteien Beste chung sunpolitischer nicht geschlossen, trotzdem wurde ihm eine Aussicht zu nehmen.( Bravo! rechts.) versuche vortämen. Ich behaupte, daß solche Versuche Festtafel mit nachfolgendem Ball verboten. Das verstöße Abg. Graf Mirbach( f.) beantragt die Besprechung der Er- nicht bei allen Parteien vorkommen, sondern meist bei den dem gegen das Naturgesey: kein Vergnügen ohne Damen, oder, wie flärung des Reichskanzlers; niemand hat hier das Licht zu Grafen Mirbach nahestehenden Parteien. Wenn das Vereinsgesetz sagt: ohne Frauenspersonen.( Heiterfeit.) schenen. über die bestochenen Personen scharfe Urtheile gefällt sind, so möchte ich Wenn diese Auslegung strenge durchgeführt würde, dann würde Präsident v. Buol: Diese Besprechung ist zulässig, wenn doch sagen, daß diejenigen, welche die Bestechungsversuche wagen, viel fein Verein, der sich öffentlichen Interessen widmet, auch der niemand im Hause widerspricht. schärfer zu verurtheilen sind, als diejenigen, welche ihrer sozialen Bund der Landwirthe nicht, ein Vergnügen mit Damen verAbg. Singer( Soz.): Ohne das Recht des Hauses, sofort Stellung gemäß sich dagegen nicht wehren können. Wenu Graf anstalten dürfen. Zum Glück find die meisten Polizeibehörden in eine Besprechung der Erklärung eines Regierungsvertreters Mirbach in seiner Jugend keine politische Erfahrung hatte, so flug genug, sich von solcher Auslegung fernzuhalten. Es handelt einzutreten, auch nur im geringsten anzuzweifeln, muß ich doch fönnte man sagen, daß auch mancher jetzt noch nicht Ge- sich hier nicht um eine Parteisache, oder vielmehr es ist eine gegen die Besprechung Widerspruch erheben, weil ich nicht schmack und Reife an seinen politischen Anschauungen eminente Parteisache, denn alle Parteien haben das gleiche wünschen kann, daß durch diese Besprechung dem Hause die Be- finden kann.( Heiterkeit links.) Nicht jeder ist in der Interesse an der Regelung dieser Frage, damit die Kampfrathung der Initiativanträge geraubt wird.( Lachen rechts.) Wahl seines Vaters so vorsichtig gewesen, wie Graf Mirbach; bedingungen auf allen Seiten gleiche sind.( Beifall links.) Die Initiativanträge, welche heute zur Berathung stehen, sind aber die meisten anderen Leute werden früh ins Erwerbsleben Abg. Bachem( 3.): Ob grade ein Leseabend oder ein Festbereits durch die Berathung des bürgerlichen Gesetzbuchs zurück- gestoßen und leiden früher unter den politischen Schäden und ball mit Damen verboten wird, darauf kommt es nicht an; es gestellt worden; wir tönnen es nicht vor dem Volfe verantworten, gewinnen dadurch an politischer Erfahrung mehr, als die goldene stehen hier wichtigere Intereffen des öffentlichen Lebens in Frage. wenn diese Berathung noch weiter zurückgestellt werden würde. Jugend, deren Kenntniß im fünfundzwanzigsten Lebensjahr sich Für Preußen ist es nicht schmeichelhaft, daß diesmal nicht andere Eine Besprechung der Erklärung des Reichskanzlers tönnte ja auf Hunde, Pferde und Mädchen beschränkt. Selbst die Staaten, sondern Preußen als Illustration dienen mußte. Der der geheimen Wahl mundtodt gemacht werden würde. Gine Freude erweckt haben sollte, weil sie nur die sosialdemokratische $ werden kann, S = Darauf wird die Berathung abgebrochen. Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr. ( Novelle zur Gewerbe- Ordnung und Etat des Reichsschaamte.) Tokales. 18 E Achtung, dritter Reichstags- Wahlkreis! Auf die am Donnerstag, den 13. Februar, im Lokal des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39, stattfindende Volksversammlung sei ganz be sonders hingewiesen. Unser Parteigenosse, Reichstags- Abgeordneter Frohme wird über das bürgerliche Gesetzbuch sprechen. " 2700 0. Minister v. Röller hat die Parteileitung der sich im Sachsenwalde nicht beleidigt fühlt, warum entrüstet er zu gewähren. Im Namen des Volkes und der Gerechtigkel Sozialdemokratie in Antlagezustand gesetzt. sich dann so sehr? Ist er päpstlicher als der Papst? Warum können wir das verlangen, damit endlich einmal der Satz Wenn das Gericht der Anklage Folge giebt und vertheidigt er dann den Mann, der durch seine Vorschläge die vae victis! beseitigt wird. die Parteileitung der Sozialdemokratie verurtheilt, Arbeiter auf die Barrikaden treibt? Das ist das Christenthum, dann müssen die Leiter aller anderen Parteien welches herabgekommen ist auf den Satz morituri te salutant. Für ebenfalls vor den Strafrichter gestellt werden. unseren Antrag sprechen namentlich die Erfahrungen der 25 Jahre, ( Sehr richtig! rechts.) Wir haben auch Zeiten gehabt, wo wir uns welche Elsaß- Lothringen in bezug auf Vereinswesen geüber die Schwierigkeiten des Vereinsrechts hinwegsehen mußten. macht hat. Als Herr Colbus Elsaß Lothringen neulich in VerDie Organisation des Katholikentages, welche unter das Vereins- gleich brachte mit Sibirien, da ertönte namentlich bei den Nationalgefeh fallen tönnte, haben wir seit 20 Jahren aufgegeben; nicht liberalen ein unbändiges Gelächter. Die Nilpferdpeitschen die Vereine treten zusammen, sondern es findet eine General- werden nicht blos in den Kolonien zur Anwendung versammlung der Katholiken statt. Ich würde garnicht erstaunt gebracht, die Nilpferdpeitschen: Ausnahmegefeßze werden in sein, wenn ein Mann wie Herr v. Köller, etwas fände, um gegen Deutschland selbst gegen die Reichslande angewendet. Be uns einzuschreiten. Im vorigen Jahre habe ich allerdings ge- trachten Sie sich einmal das Monstrum der in Elsaß- Lothringen meint, daß jetzt teine geeignete Zeit für ein solches Vereins- geltenden Ausnahmegefeßze; ich habe den betreffenden Band auf gesetz sei; aber wenn die Dinge sich so zuspißen, wie durch den Tisch des Hauses niedergelegt. Solche Gesetze in der Hand In Sachen der Elektrizitätswerke. In der gestern unter Die Köller'schen Maßnahmen, dann muß man doch den Versuch eines Mannes wie Herr v. Köller- und Sie können sich denken, Vorsitz des Bürgermeisters Kirschner abgehaltenen Sigung der machen und die verbündeten Regierungen zu bewegen suchen, was sie für Wirkung üben. Matthias v. Köller ist allerdings ge- gemischten Deputation zur Berathung über die eventuelle auf diesem Gebiete eine Regelung eintreten zu laffen. gangen, aber sein Geist ist geblieben; die französischen Gesetze, ebernahme der Berliner Elektrizitätswerte Aber wir würden die Anträge nicht ohne weiteres annehmen deren fich das französische Volk nach Abschüttelung des in die städtische Regie wurde auf grund einer Reihe vortönnen, wir würden eine Kommissionsberathung beantragen, napoleonischen Joches sofort entledigt hat, weil es sich ihrer läufiger Erweiterungs- Projekte die voraussichtliche zukünftige wenn der Reichstag nicht so belastet wäre. Deshalb werden schämte, gelten bei uns, obgleich wir im Deutschen Reich, in Entwickelung dieser Werte erörtert. Es lag ferner das Ergebniß wir heute dagegen stimmen, weil die Anträge eine unbeschränkte einem Kulturstaat leben sollen. Wir sollen nicht germanisirt der Berathungen der für die finanzielle Seite der Frage einVereins- und Versammlungsfreiheit verlangen, die nicht gestattet werden, sondern wir werden borussifizirt, wie ja das Be- gesetzten Kommission vor, welches sich auf einen Bericht des Man wird die richtige Mitte finden müssen streben dahin geht, ganz Deutschland zu borussifiziren. Stadtraths Babel und ein Gutachten des Stadt- Elektrikers Dr. zwischen freiheitlichem Vereinsrecht und den beschränkenden Be- Ich werde Ihnen an einigen Beispielen aus dem vergangenen Stallmann stützte. Nach eingehender Diskussion, in welcher stimmungen, welche die öffentliche Diskussion in geordnete Jahre zeigen, wie man unsere elsässische Arbeiterschaft in bezug die technischen und wirthschaftlichen Gesichtspunkte erörtert Bahnen leitet. Es ist auch nicht gerathen, das Ver- auf das Vereins- und Versammlungsrecht behandelt. Es hat wurden, erstreckte sich auch die Berathung auf die einschneidende eins und Versammlungsrecht der Frauen dem langer Mühe bedurft, bis die deutsche Regierung sich entschloß, Frage der Zentralisation der Stromlieferung für die elektrischen der Männer vollständig gleich zu stellen, denn einen Theil der Gewerbe- Ordnung, der sich auf das Koalitions: Bahnen und auf das insbesondere bei einer Einverleibung der den Unterschied zwischen Mann und Frau tönnen wir nicht aus recht bezieht, in Elsaß- Lothringen einzuführen. Aber dieses Vororte wichtige Projekt der Stromvertheilung aus den im Bau der Welt schaffen. Auf dem wirthschaftlichen Gebiet gerade für die elfäffischen Arbeiter so nothwendige Recht steht begriffenen Elektrizitätswerken an der Oberspree. Das Resultat müssen die Frauen zum Vereinsrecht zugelaffen nur auf dem Papier. Die Sigung eines Textilarbeiter Verbandes der Berathung geht dahin, daß die Deputation mit sech gegen werden, aber nicht auf dem politischen Gebiet in Mülhausen, in der über den Nutzen der Organisation ge- sechs Stimmen beschlossen hat, den städtischen Behörden die Durch die Regelung der Stellung der Berufsvereine wird sprochen werden sollte, wurde verboten. In genehmigten Ver- e bernahme der Berliner Elektrizitätswerte auf diesem Gebiet eine Befferung herbeigeführt werden. 26 versammlungen, in denen über die wirthschaftlichen Verhältnisse in städtisches Eigenthum zu empfehlen. schiedene Vereinsrechte sind unerträglich; un- einzelner Fabriken gesprochen werden sollte, wurde Namenerträglich ist auch, daß in Preußen bei Girafe nennung einzelner Fabrikanten untersagt. Der Erziehungs- Beirath für schulentlassene Waisen" Wie soll man ist zwar begründet, aber wann und in welchem Umfange er verboten ist, was in anderen Staaten erlaubt die Mißstände in den Fabriken zur Kenntniß der Behörden seine Thätigkeit beginnen wird, erscheint noch sehr fraglich. Der ist. Wir werden zur zweiten Lesung des vorliegenden Gesetz- bringen, wenn man diese Namen nicht nennen darf? Ein solches Vorsitzende, Landgerichtsrath Felisch, flagt in einer an die„ Boff. entwurfs beantragen: Verbot ist vollständig gefeß- und kulturwidrig, weil dadurch der Btg." gerichteten Buschrift, daß die Geldzuwendungen bisher Der Reichstag wolle beschließen, für den Fall der Ab- Zustand in den einzelnen Fabriken nicht verbessert werden kann. nicht so reichlich gewesen sind, als erwartet wurde. lehnung der vorliegenden Anträge der folgenden Resolution Verboten wurde eine Versammlung zur Be Jahresbeiträge und über 7000 M. Rapital( wovon also nur feine Zustimmung zu geben. In Erwägung, daß das bürger- prechung der Arbeits- und 2ohnverhältnisse die Zinsen in betracht kommen) sind da. Herr Felisch sagt, liche Gesetzbuch die einheitliche Regelung der privatrechtlichen der Firma Frey u. Ko., welche den Lohntarif für die Ar- das sei sicherlich ein schöner Anfang", wolle aber wenig Verhältnisse des Vereinswesens enthält, den Reichskanzler zu beiterinnen so erheblich herabgesetzt hat, daß sie in 12 Tagen bedeuten im Vergleich zu dem, was selbst bei ſtrengster ersuchen, dem Reichstage eine Vorlage zu machen, welche die ungefähr 12 M. weniger verdienen. Der Bericht unseres Fabrit Begrenzung des Arbeitsgebietes geleistet werden müffe. öffentlich rechtlichen Berhältnisse des Vereins- und Ver- inspektors ist mehr oder weniger angegriffen worden. Ich berief Das stimmt; jeder Leiter eines größeren Berliner„ Wohlsammlungswesens einheitlich regelt. eine Versammlung, um diesen Reichsbeamten vor Angriffen zu thätigkeits" Vereins wird uns bestätigen, daß man Denn der Reichstag fann Gefeßentwürfe nicht ausarbeiten. Schüßen, unter Hinweis darauf, daß er nichts besseres liefern mit der oben genannten Summe noch nicht die bloßen Ber Der Sozialdemokratie wollen wir durch das Vereinsrecht keine Hand- konnte, weil eben unsere Gewerbebeamten nicht den nöthigen waltungskosten eines einzigen Jahres decken kann. Unter diesen habe bieten, wir wollen sie aber auch nicht blos durch Polizei- Rückhalt bei der Regierung finden, weil sie viel zu sehr Rücksicht Umständen darf man gespannt darauf sein, wie vielen Talenten maßregeln unterdrücken. Ohne polizeiliche Willkür haben wir auf die Wünsche der Fabrikanten nehmen; diese Versammlung, der Verein durch Unterstützung mit Geld die Wege zu einer die Sozialdemokratie in Köln zurückgedrängt, sodaß wir diesmal das kann nur bei uns passiren, wurde auch aufgelöst. Ende ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechenden Laufbahn ebnen ohne Stichwahl über sie gefiegt haben. Polizeiwillkür ist frevel- vorigen Jahres war in Mülhausen ohne unsere Mitwirkung ein wird. Wir fürchten, das schöne Zukunftsbild, das Herr Felisch haft. Recht muß Recht bleiben. Man muß einen Boden her- größerer Streit ausgebrochen und durch meine Intervention in der ersten Versammlung des neugegründeten Vereins unter stellen, auf dem beide Parteien sich sicher fühlen, auf dem man zu Ende geführt worden. Ich wollte die Arbeiterschaft warnen, einem großen Aufwand von dröhnenden Phrasen aufrollte, wird init Gründen und Gegengründen fämpfen fann. Gleiches Maß weiterhin leichter Weise sich auf einen Streit einzulassen und sehr bald start verblassen. Für wirklich kostspielige Unterund gleiches Recht für alle, aber Schuß gegen tendenziöse Aus über das Thema sprechen: Was lehrt der lette nehmungen wohlthätigen" oder gemeinnütigen" Charakters legung der Geseze; das wird eine versöhnende Wirkung aus- Streit die Arbeiter. Selbstverständlich ist diese Ver- reicht eben die vielgepriesene freie Vereinsthätigkeit nicht aus. üben.( Beifall im Zentrum.) fammlung als staatsgefährlich verboten worden. Abg. Schall( f.): Eine ungebundene Vereins- In Markirchen wurde eine Versammlung mit dem Thema: Ueber die Pestalozzifeier der Arbeiter- Bildungsschule und Versammlungsfreiheit tönnen wir in Ueber die wirthschaftliche Lage der Textilarbeiter und die Noth- bringt die vom Berliner Lehrerverein herausgegebene Pädago Deutschland nicht gebrauchen, es müssen immer wendigkeit der Organisation verboten. Zum Steuerzahlen werden gische Zeitung" einen ausführlichen, sehr wohlwollend gehaltenen einige einschränkende Bestimmungen vorhanden sein. Redner natürlich auch die Sozialdemokraten herangezogen. Ich sprach Bericht, der die symptomatische Bedeutung dieser, von der Berwendet sich gegen die Auer'sche Rede vom vorigen Mitt nun in einer Versammlung über die neue Gewerbesteuer im liner Arbeiterschaft mit so großer Begeisterung aufgenommenen woch. Auer wendete sich gegen die" Hamburger Nachrichten" Elsaß und gab an der Hand des stenographischen Berichts des Feier hervorhebt. Die einzige festliche Veranstaltung," heißt und ihren Hintermann, der seine von abgrundtiefer Landesausschusses ein Bild über die Art der Steuer und was sie es darin, die in der Reichshauptstadt selbständig neben den Gemeinheit der Gesinnung zeugenden Rezepte gegen die eigentlich wolle. Eine offiziöse und unrichtige Berichtigung in wohlgelungenen Festen der Lehrerschaft und ihrer Freunde statt Sozialdemokratie dort ablagert. Das richtet sich gegen den offiziösen Blättern bewog mich, noch einmal über dasselbe gefunden hat, war tein Fest der tonangebenden Bürgerschaft, es den Fürsten Bismard und enthält eine Beleidigung. Thema zu sprechen, aber ein hohes Ministerium verbot diese war die Pestalozzifeier der Arbeiter- Bildungsschule, eine Feier der Fürst Bismarck wird allerdings nicht annehmen, daß er durch Versammlung. Unsere politischen Versammlungen werden natürlich organisirten Arbeiterschaft." Die Betonung des sozialen diese Aeußerung beleidigt wird. Diese Aeußerung schließt sich furzer Hand verboten. Pestalozzi"( den der Festredner, Genoffe Heinrich Schulz, in feinem mancher anderen Aeußerung der Sozialdemokraten an, durch Selbst die Berichterstattung über die Thätig. Vortrage zeichnete) bedeute einen Fortschritt in der Auffassung des welche unser Volk auf das tiefste verlegt worden ist( Buruf: feit des Reichstages sucht man möglichst ein Strebens dieses Mannes, und dadurch unterscheidet sich die Feier Welches Volt?), unser deutsches Volt, zu dem ich mich rechne zuschränken. Nach Schluß der vorigen Session berichtete ich des Jahres 1896 von der des Jahres 1846, wo man nur den ( Lachen links). Damit bekämpfen Sie( zu den Sozialdemo- in Mülhausen; der überwachende Beamte löfte die Versammlung Vater Pestalozzi", und auch nur in dem engeren Kreise der traten) sich und Ihre Anträge selbst. So lange solche Dinge im auf, obwohl ich lediglich den stenographischen Bericht vorgelesen Lehrerschaft gefeiert habe. Der Bericht schließt:„ Die Feier war Reichstage möglich sind, wird einem der Gedanke nahe gelegt, ob hatte. Eine neue Versammlung wurde mir gestattet, auf dem der Bedeutung Pestalozzi's würdig, und die Berliner Arbeiter. es richtig ist, alle politischen Freiheiten, deren wir uns erfreuen, Polizeipräsidium wurde mir aber Kenntniß gegeben von einer schaft hat sich um das Andenken des großen Mannes verdient auch ihnen zukommen zu lassen. Da findet man es begreiflich, Mittheilung des Minifteriums, daß man ja füglich dem gemacht. Hoffentlich feiert die 200. Wiederkehr das ganze wenn in einer Versammlung der Beschluß gefaßt ist, in Er- Abgeordneten die Berichterstattung nicht verbieten tönne, daß Volt!" Die tonangebende Bürgerschaft" der Reichshauptstadt wägung, daß die sozialdemokratischen Bestrebungen vaterlandslos er aber eingehend über die Verhandlung berichten müßte". Ein- batte im Reichsgründungs- Jubeljahr allerdings anderes zu thun, und gegen Raiser und Reich gerichtet sind, daß sie das nationale gehender als durch Berlesung des stenographischen Berichtes als einen Mann zu feiern, von dem man allmälig zu begreifen Gefühl verlegen, den Reichskanzler aufzufordern, eine Beschrän- fann man doch nicht über die Thätigkeit des Reichstages be- anfängt, daß er keineswegs bloß ein harmloser Schulfung des allgemeinen Wahlrechts herbeizuführen. richten. Später wollte man mir die Berichterstattung überhaupt meister" war. Dieser Beschluß ist gefaßt worden in einer Versammlung in verbieten. Bebel als Straßburger Reichstags- Abgeordneter fonnte Eine für Angler nicht unwichtige Bekanntmachung erläßt Hamburg, welche von 2000 Personen besucht war.( Buruf: 200! auf badischem Boden wenigstens Bericht über seine Thätigkeit im das hiesige Polizeipräsidium:„ Mit dem Herrn RegierungsGroße Heiterkeit links.) Der Antrag will das Vereinsrecht aus- Reichstage erstatten; aber diesmal verbot man es ihm auf grand präsident n zu Potsdam ist eine Vereinbarung dahin getroffen dehnen auf Minderjährige und Frauen. Wenn auch die Schul- irgend eines Unsittlichkeits- Paragraphen. worden, daß Gesuche um Ertheilung der Erlaubniß zum Angeln tinder unter 14 Jahren damit nicht gemeint sein sollen, so ist es Bei der Ermordung des Fabritanten Schwarz, während des Sonntags oder währen der wöchentlichen Schonschon eine ungeheuerliche Zumuthung, die jungen Leute zwischen wo es sich nur um die That eines Ginzelnen zeit der Fische in den außerhalb der Berliner Weichbildgrenze 14-21 Jahren zu Vereinen zuzulassen. Das sind doch noch handelte, traf plöblich ein Telegramm aus irgend einem Jagd- befindlichen Gewässern zunächst dem Polizei- Schifffahrts- Bureau ziemlich grüne Jungen; um am politischen Leben theilzunehmen, revier ein:" Wieder ein Opfer der von den Sozialdemokraten müßte man hinter den Ohren erst trocken geworden sein. Diese getriebenen Aufhebung." Wir wurden plötzlich verfolgt und mit zur Prüfung und gutachtlichen Aeußerung vorgelegt werden." jungen und unreifen Glemente stören die Versammlungen und Haussuchungen bedacht. Man benutzte die Gelegenheit, um den Die Neue Berliner Omnibus Gesellschaft gegen ihre machen den Radau. Die Frauen gehören ins Haus, das ist christ- Offenburger Volksfreund" zu verbieten, nachdem man die Angestellten. Die Linie Spittelmartt. Golzstraße gehört beliche Anschauung; Paulus schreibt an die Ephefer: Der Mann Elsaß Lothringische Bolts- Zeitung" todtgeschlagen hatte. Eine tanntlich zu den beliebteren und daher sehr einträglichen Omnibusist des Weibes Haupt. Sie sind ja Gegner des monarchischen Versammlung zur Abwehr der Beschuldigung wurde verboten und strecken. Kürzlich ist diese Strecke zusammen mit einigen anderen Prinzips im Staate, also wohl auch im Hause; bei Ihnen wird wir mußten ins Ausland, nach Basel gehen. Ob das Linien in das Eigenthum der Neuen Berliner Omnibus- Gevielleicht die Herrschaft von der Frau ausgeübt, d. h. Sie stehen des deutschen Reiches würdig ist, lasse ich dahingestellt! Selbst sellschaft" übergegangen. Zu den Gründern gehören ein Fuhr. unter dem Pantoffel. Auf dem evangelischen Kongresse die unpolitischen Gesang Vereine werden herr, ein Hauptmann a. D. und einige Finanzgrößen. Das erste, ift allerdings eine Frau zum Worte gekommen.; es ist dort chitanirt. was die Gesellschaft gethan hat resp. was sie zu thun für nöthig überhaupt manches vorgekommen, mit dem ich mich nicht identi- Erst vor einigen Wochen hat ein Vereinsprozeß in befand, war, daß sie den Fahrangestellten, Schaffnern und fiziren möchte. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Elsaß eine ganz gewaltige Aufregung hervorgerufen. Es Rutschern eine Lohnreduktion von fast einem Drittel Unsere Zeiten sind politisch so aufgeregt, daß man sich hüten handelte sich um einen Verein, der nicht im geringsten mit ihres Verdienstes zumuthete. Die Leute, von denen manche sollte, die politische Streiterei in den einzigen ruhigen politischen oder wirthschaftlichen Bestrebungen etwas zu thun fünf und mehr Jahre im Dienst sind, erhielten bisher 3 M. Hafen, in das Haus hineinzutragen. Bon verständigen hatte. Auf einmal entdeckte die Staatsanwaltschaft, daß hier tägliche Löhnung, für einen Familienvater gewiß teine Frauen geht die Forderung nicht aus, daß sie aus, daß sie Ein- landesgefährliche Bestrebungen vorhanden sein könnten, klagte die Krösusrente. Dieser Tage wurden die Beamten abtheilungsweise fluß haben möchten auf das politische Leben. Wenn Leute an und sie wurden verurtheilt. Besonders werden Gesang- nach dem Bureau gerufen, wo ihnen ein Vertrag vorgelegt wurde, die Frauen, welche im Erwerbsleben stehen, auch an vereine mit allerlei kleinlichen Chikanen verfolgt: Fahnen dürfen nach welchem sie in Zukunft mit 2 M.(!) pro Tag sich begnügen = " " " " " da politischen Versammlungen theilnehmen sollen, dann möchte ich sie nicht tragen, mit Musit dürfen sie nicht durch die Straßen sollen, ebenso ist die Kündigungszeit gekürzt resp. fallen gelaffen die Hauswesen sehen! Die Frauen machen der Parteileitung ziehen u. f. w., aber bei irgend welchen festlichen Ein- worden. Troh der Vorsichtsmaßregel, daß man immer nur den Vorwurf, daß sie Frauen als Delegirte nicht gern sieht. Das zügen der Statthalter sollen fie theilnehmen. Lehthin truppweise verhandelte, ist die Direktion bisher zu keinem Resultate Auftreten der Frau Klara Zetkin und der Frau Steinbach auf haben sie aber, hierzu aufgefordert, es abgelehnt, da gelangt. Wie wir vernehmen, hat auch nicht ein einziger den dem Breslauer Parteitage, welche von Revolution gesprochen fie nicht an politischen Angelegenheiten sich betheiligen dürften. Revers unterschrieben. Man fühlt sich solidarisch in der Meinung, haben, verlockt nicht gerade zur Ausdehnung der Thätigkeit der Ich wünsche nur, daß sie das feste Rückgrat behalten möchten. daß ein Lohn von 10-15 Bf. pro Stunde teine menschenwürdige Frauen auf das politische Gebiet. Die Frauen werden Ihnen Ausweisungen sind bei uns etwas alltägliches. Be Existenz mehr ist. In Wind und Wetter, Frost und Regen auch manchmal unangenehm, wie das Beispiel der Frau Jochem sonderes Aufsehen hat die Ausweisung des Fabrikanten Noack- müssen die Omnibus- Angestellten hinaus, Zeit zum Mittagessen beweist. Dolfus erregt. Bei einer solchen Kinderei gleich mit Aus: haben sie faum, die Arbeitszeit ist eine unmenschlich lange Die Wichtigkeit und den Ernst der Frauenfrage erkenne weisungen zu fommen, nenne ich doch mit Kanonen nach Spaßen hält man eine Reduktion von 3 M. auf 2 M. für angemessen! ich an; es ist ein Nothstand, daß wir einen solchen Ueberschuß an schießen. Diese Ausweisungen haben wir auch bei Arbeitern Sind denn die Aktionäre oder die Direktion mit solchen Hunger. Frauen und Jungfrauen haben( Heiterkeit), die nicht in den Stand sehr häufig. Ich bin mit solchen Maßregeln sehr zufrieden; verdiensten auch zufrieden? der Ghe treten können. Ich wäre ganz für eine Junggesellensteuer. Sie sollen einmal sehen, wie viele wir das nächste Mal Wochen- Repertoir der Urania. Sonntag und Dienstag ( Heiterkeit.) Die Hagestolze unter den Parlamentariern würde in den Reichstag hineinmarschiren! Der Bundesrath , Das Antlig der Erde". Montag, Mittwoch, Freitag und Sonnich sogar dappelt besteuern, weil sie doch eigenlich das parla- hat fürzlich den vom Reichstag im vorigen Jahre an abend, Herr P. Spieß Photographie mit unsichtbaren Strahlen. mentarische Leben nur in dem konstitutionellen Leben des eigenen genommenen Antrag auf Aufhebung des Dittatur: Donnerstag, Herr Dr. Friedländer„ Ueber thätige Bultane". Hauses kennen lernen können. Die Frauenrechte sollte man er- Paragraphen in Elsaß- Lothringen abgelehnt. weitern, man sollte sie als Aerzte und als Juspektoren zulassen. Die Herren, welche sich in den süddeutschen Landtagen Im Berliner Aquarium nehmen gegenwärtig einige sollten einmal Sonst wird die Frau angewiesen sein auf das häusliche Leben befinden, anfragen bei ihren Regie: Quallenarten das Interesse des Publikums in Anspruch. Die und diefem am nächsten kommt die Schule, die Krankenpflege 2c. rungen, ob sie der preußischen Regierung das Heft in dieser Chrysaora ist in zartes Gelb und Roth gekleidet, die WurzelDa sollten auch die Frauen das Vereinsrecht haben. Aber in Beziehung weiter in Händen lassen wollen. Ich möchte unsere qualle zeigt von dem Milch- und Bläulichweiß des Schirmes zu das politische Leben sie hineinzuschieben, dafür werden wir nun süddeutschen Kollegen etwas scharf machen, damit sie ihren Re- dem Blauviolett der Randlappen und dem Roth oder Orange= und nimmer fein. Die Frau hat nicht nach politischen Ehren gierungen etwas auf den Leib rücken, damit nicht Elsaß gelb der Saugfraufen entzückende Abtönungen. Sehr veränderzu streben, von der Vorsehung ist ihr der Ruhm zugewiesen, Lothringen, welches ein deutsches Glazis gegen Frankreich bilden lich und abwechselungsreich in der Farbe ist eine absonderlich einen tüchtigen Nachwuchs heranzuziehen.( 3immung rechts.) soll, zu einem preußischen Glazis gegen Süddeutschland wird. gestaltete Glocken- oder Hutqualle, während wiederum eine mit Abg. Bueb( Soz.): Auf die Nachmittagspredigt des Vor- Bei solcher Behandlung fühlen wir kein Bedürfniß, deutsche zahlreichen Randfäden ausgestattete Aequorea sich durch flach uhrredners will ich mich nicht einlassen. Wenn er meint, daß man Patrioten zu werden. Es ist die höchste Zeit, Rechtsschuß uns glasförmigen Schirm von Krystallhelle auszeichnet. 1 Ueber eine Kriegsgedenkfeier, welche am Freitag von Fenster zu stürzen und dabei bedauert, daß er nicht vier Treppen- Das Deutsche Theater bringt in dieser Woche Wieder den, Post und Telegraphen Beamten Berlins" hoch wohne. holungen des neuen Schauspiels Liebelei von Arthur Schnizler unter dem Präsidium des Staatssekretärs Dr. v. Stephan abgehalten worden ist, bringen bürgerliche Blätter weitschweifige Mel gestrigen Börse das allgemeine Gesprächsthema bildete, ist gestern und nächstfolgenden Sonntag Abend. Am heutigen Sonntag Eine Aufsehen erregende Verhaftung, welche an der in Verbindung mit Kleist's Lustspiel Der zerbrochene Krug viermal, außer heute, Sonntag, Abend noch Montag, Donnerstag dungen. Es wurden die selbstverständlichen Lebehochs ausgebracht und auf Requisition der Staatsanwaltschaft erfolgt. Der Direktor Nachmittag wird Der Kaufmann von Benedig gegeben Huldigungstelegramme abgesandt; als besonderen Glanzpunkt bringt der Rheinisch Westfälischen Bank Herrmann mit Herrn Reicher als Shylock; am Dienstag fommt die„ Nordd. Allg. Ztg." die Anfangsstrophen eines Bismarck- Liedes. Friedmann ist Sonnabend Vormittag in der Wohnung feines der Meister von Palmyra mit Herrn Mainz und Freitag welches die Beamten mit Begeisterung singen durften, da zur Bruders Bernhard von Kriminalbeamten in Haft genommen und Sorma zur Aufführung; Mittwoch sind Die Weber, am Freitag Zeit bekanntlich zwischen Friedrichsruh und Berlin der sanftefte nach dem Untersuchungsgefängniß in Moabit übergeführt worden. Wind weht. Wir erhalten über diese erhebende Feier und einige andere Wie an der heutigen Börse verbreitet wurde, sollen Urkunden- Hamlet, Sonnabend Weh dem, der lügt mit Frau Sorma Wir erhalten über diese erhebende Feier und einige andere fälschungen zur Verhaftung Friedmann's geführt haben. Auch andere mittag ist Die Jüdin von Toledo bestimmt. Im Lessing und Herrn Kainz angefeßt. Für nächstfolgenden Sonntag NachDinge den folgenden recht interessanten Bericht: Das große Fest, das Herr Staatssekretär Dr. v. Stephan Gerüchte find im Umlauf. So heißt es, daß die Verhaftung Theater wird heute, Sonntag, das Lustspiel„ Der Thron seiner mit höherem Gefolge beehrte, hat am 7. d. M. in Kroll's erfolgt ist auf die Anzeige eines Herrn von Schewe, Direktors Bäter" von Fedor von Zobeltik zur ersten Aufführung gebracht Etablissement einen glänzenden Verlauf genommen. Von den eines Schöneberger Kreditvereins. Dieser Genossenschaft soll Fund Mittwoch und Freitag sowie nächsten Sonntag wiederholt. unteren Beamten konnten sich allerdings nur sehr wenige die angeblich Aktien verpfändet haben, welche gefälscht sein sollen. Comtesse Guckerl wind Montag, Dienstag und Donnerstag sowie Feier leisten; man nahm von dieser Kategorie hauptsächlich Leute, die Nach einer allerdings unkontrollirbaren Version handelt es sich am heutigen Sonntag Nachmittag zur Aufführung gelangen. man brauchen konnte. Unter ihnen sind viele frühere Militär- um außer Betrieb gesetzte Aftien der Potsdamer Straßenbahn. Am nächsten Sonnabend beginnt Frau Hedwig Niemann ihr auf musiker; die Auserwählten hatten den höheren Beamten am Freitag an der Börse überrascht übrigens das Vorkommniß durchaus drei Abende berechnetes Gastspiel im Leffing- Theater in Sardou's zur höheren Weihe des Tages etwas vorzuspielen, wie dies schon öfter nicht, da man es kommen sah. Die Rheinisch- Westfälische Bank Lustspiel Madame Sans- Gêne, deffen Titelrolle die Künstlerin bei bei ähnlichen Gelegenheiten geschah. Die Leiſtungen flappten wurde ftets und namentlich in der letzten Zeit mit Mißtrauen dieser Gelegenheit zum ersten Mal in Berlin zur Darstellung bringen vorzüglich, was kein Wunder nimmt, da die in betracht kommen: betrachtet. Duelche sie ihren Einfluß ausübte ,, wie weichelber in Szene, abends Gruft von Wildenbruchs König den Unterbeamten vorher öfters ganze Nachmittage vom Dienſte dispensirt wurden, um zu üben. Man hatte an deren Stelle B. der Lindenbauverein, hatten schwer darunter zu leiden. Heinrich. Dieses Stück wird außerdem noch Dienstag, Donnerstag, Dienstfreie Beamte herangezogen. Zum theil mußten auch die Thatsache ist, daß unter Leuten, welche der Bank nahe standen, Sonnabend und Sonntag, 16. Februar, wiederholt. Ibsen's im Dienst befindlichen Leute die Arbeit der Musiker verrichten. Schon seit längerer Zeit Sammlungen veranstaltet wurden, um Nora wird Mittwoch zum ersten Male aufgeführt und Freitag Während der Dienstzeit wurden auch die Theaterstücke zum theil etwa fehlende Depots zu ersehen und sonstige dringende Vereingeübt, die am Freitag aufgeführt wurden. So hat der Ober- bindlichkeiten zu erfüllen. Friedmann hat bis vor vier Wochen zum ersten Male wiederholt. Montag werden Freytag's Journalisten gegeben, Sonntag, 16. Februar, nachmittags geht in der Stegligerstraße 27 gewohnt, hat aber, da seine Frau Anzengruber's Pfarrer von Kirchfeld in Szene. Im Schiller= Telegraphenassistent Kabutz vom Haupt- Telegraphenamt seit fast in der Stegligerstraße 27 gewohnt, hat aber, da seine Frau trei Wochen keinen Dienst mehr verrichtet und sich nur dem schwer leidend ist, diese mit den Kindern zu seiner Schwieger- Theater tommt Sonntag Nachmittag Der Widerspenstigen Feste gewidmet. Das dies von den anderen Beamten zum theil mutter nach Wien gesandt. Die fürstlich eingerichtete Wohnung mit nicht gerade sehr zufriedenen Blicken betrachtet wurde, ist er: wurde alsdann geschlossen, und F. wohnte bis vor wenigen Zähmung zur Aufführung. Abends geht Onkel Bräßig in Szene. Montag wird zum ersten Male Ein toller Einfall tlärlich, da die Verwaltung sonst nicht gerade freigebig mit dem Tagen im Westminster- Hotel Unter den Linden und ist erst in von Karl Laufs gegeben und Dienstag und Freitag wieder letzten Tagen zu seinem Bruder Bernhard Friedmann verzogen, bolt. Mittwoch und Donnerstag finden Wiederholungen von Die große Rede, welche auf dem Feste bei Kroll gehalten wo die Verhaftung am heutigen Morgen erfolgt ist. Romeo und Julia statt. Sonnabend ist die letzte Wochenwurde, war vom Herrn Poftrath v. Albedyll in Dresden ausSämmtliche todten Hohenzollernfürften sollen, wie hiesige tags Aufführung von Der Widerspenstigen Bäbmung. gearbeitet worden. Es traf sich besonders gut, daß Herr Blätter melden, innerhalb zehn Jahren ihr Standbild in der Der Spielplan des Neuen Theaters wird auch in v. Albedya gerade um die Festtage herum von Dresden nach Siegesallee erhalten. dieser Woche von Bisson's Lustspiel Der Herr Direktor mit Berlin fommandirt war, um hier die Fernsprechanlagen zu Herrn Tewele in der Titelrolle beherrscht. Heute, Sonntag nachstudiren. mittags geht Bruder Martin, Sonntag, 16. Februar, Kabale und Liebe zu halben Preisen in Szene. Vom Donnerstag an wird Bisson's Lustspiel durch den einaftigen Schwant Ein Zündhölzchen zwischen zwei Feuern mit Herrn Tewele eingeleitet. Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater geht die Keller- Herrmann'sche Ausstattungskomödie Der Hungerleider der 25. Aufführung entgegen. Im Theater Unter den inden fest Frau Petterson- Norrie ihr Gastspiel heute in Offenbach's Die schöne Helena fort. Die Operette bleibt bis Freitag mit der Gastin in der Titelrolle auf dem Spielplan. Im Adolph Ernst Theater wird zur Zeit wieder Charley's Tante aufgeführt. Urlaub ist. Große Beunruhigung herrscht in Moabit über die täglich während der Mittagszeit vorkommenden Dachstuhlbrände. Am Da gerade einmal von der kaiserlichen Post die Rede ist, Freitag handelte es sich um zwei umfangreiche Brände in der sei noch kurz des Falles Buchholz gedacht. Buchholz ist Lübeckerstr. 52 und Birkenstr. 22 a. Donnerstag waren sogar drei im Januar diefen Jahres gestorben, nachdem er acht Jahre Brände zu verzeichnen. Gleich nach Mittag brannte der Dachhindurch für 2 Mart 50 Pfennige täglich der Postverwaltung als stuhl des Eckhauses Bremerstraße 46 und Wiclefstraße, dessen Hilfsarbeiter Dienste geleistet hatte. Bei seinen jammervollen Löschung sehr schwierig war und erst nach 3 Uhr beendet werden Einkommensverhältnissen hatte er sehr viel mit Krankheiten zu tonnte. Um 24 Uhr brannte in der Thurmftr. 48 der Boden fämpfen; er hinterließ eine Frau und vier kleine Kinder in der und kaum war dies Feuer gelöscht, als ein großes Feuer aus elendesten Lage. Die arme ebenfalls tränkliche Frau, die der Gozkowskyfir. 4 gemeldet wurde. Bei Ankunft der Feuerjezt rathlos dasteht, konnte nach dem Buchstaben des Gesetzes wehr hatte das Feuer bereits eine große Ausdehnung erlangt. Man von der Verwaltung feinen Pfennig Unterstüßung nimmt an, daß es sich in diesen Fällen um Brandstiftungen erhalten; das Mitleid der unteren Beamten brachte wenigstens handelt. soviel zusammen, daß der Todte einigermaßen anständig unter die Erde kommen konnte. Das Parodie- Theater wird, wie uns die Direktion schreibt, am nächsten Sonnabend wieder mit seinen Vorstellungen beginnen. Gefiern ist abermals in diesem Stadttheil ein großer Dach stuhlbrand, der neunte feit acht Tagen, ausgebrochen. Diesmal brannte es in der Beuffelstraße 45 von 103/4 Uhr früh an. Die 4. Kompagnie ließ foort einen Dampfspritzenzug und die mechanische Leiter vom Spittelmarkt nachkommen und mit vier Schlauchleitungen Wasser geben. Gegen 2 Uhr war die Gefahr beseitigt. Der Schaden ist wiederum sehr bedeutend und die Entstehungsurfache unaufgeklärt. 0 905 Gerichts- Beitung.buszo! A gegen Langenstein und Genossen wegen des Bubenstück Flugblatts In dem Plauen'schen Prozeß des Dr. Hans Blum wurden am 7. d. Mts. acht Angeklagte freigesprochen, Genoffe Langenstein wegen lediglich formaler Beleidigung zu 50 Mark Geldstrafe verurtheilt. Das Urtheil spricht ausdrücklich Bei einer im Bernauer Stadtforft am Sonnabend statt- von den Unwahrheiten, die Herr Dr. Blum über die gefundenen Treibjagd auf Hochwild hat sich ein betrübender Un- Sozialdemokratie verbreitet habe. Einen ausführlichen Bericht glücksfall zugetragen. Durch einen gänzlich unaufgeklärten Zufall tragen wir in der nächsten Nummer nach. ging das Gewehr des Jagdgebers beim Laden los und die Kugel traf den Förster so unglücklich, daß sein Tod nach wenigen Aus der Garde- Füfilier- Kaserne. Umfangreiche Unterfuchungen finden gegenwärtig bei der 10. Kompagnie der GardeFüsilier- Regiments in der Chausseestraße statt, und zwar handelt es sich dabei um vermuthliche Veruntreuungen auf der Kompagnie Bekleidungskammer. Der erst fürzlich zum Kompagniechef ernannte Hauptmann revidirte unvorhergesehen die Kammerbestände und Dabei stellte es sich heraus, daß diese nach dem Kammerbuch und der Inventarientafel nicht vollzählig vorhanden waren. Die Minuten eintrat. Sache ist natürlich sofort dem Regiment gemeldet worden, welches Zeugen gesucht. Die Personen, welche am Montag abend das Weitere veranlaßte. Die friegsgerichtliche Untersuchung gelegentlich der Konfektionsarbeiter- Versammlung Zeugen des wurde eingeleitet, in aller Stille fortgeführt, und infolge der Er: Borfalles waren, der um 8 Uhr vor dem Hause Kottbusergebnisse dieser Untersuchung ist der Kammerunteroffizier durch straße 4a( Sanssouci) zwischen einem Arbeiter und einem Schutz ein kriegsgerichtliches Erkenntniß zu mehreren Monaten Gefängniß mann passirte, werden ersucht, ihre Adresse bei Wilhelm Stern, ( wurden wir recht berichtet, so sind es sechs Monate) verurtheilt Gitschinerstr. 61 abzugeben. und bereits in das Festungsgefängniß nach Spandau transportirt worden. Trok dieser Bestrafung ist die Unterfuchung noch nicht beendet, da sich neue Belastungsmomente ergeben haben sollen, so daß voraussichtlich noch mehrere Unteroffiziere und auch Mannschaften in furzer Zeit die Reise nach Spandau unfreiwillig antreten werden. Nebenbei ist erst vor etiva acht Tagen über einen Unteroffizier dieser Kompagnie die friegsgerichtliche Untersuchung verhängt worden, weil er einen Garde- Füfilier seiner Ererzierabtheilung mißhandelt hat. Die Bestrafung steht indessen noch aus. Wir haben über diesen Fall Swinemünde. vor einigen Tagen bereits ausführlich berichtet. Hamburg Berlin Witterungsübersicht vom 8. Februar 1896. Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke MSM WSM SM (-3421B14 BE Wetter Temperatur nach Celsius Wegen Beleidigung batte sich am Sonnabend der Tischler Ernst Julig vor dem Schöffengericht auf eine Privattlage des Schneidermeisters Friß Teste zu verantworten. Bei letzterem arbeitete eine Näherin, die bei dem Angeklagten wohnte. Sie hatte mehrere Tage gearbeitet und ließ dann die Arbeit liegen. Als sie ihren Lohn in Höhe von 7,50 M. beanspruchte, machte T. eine Gegenrechnung über den ihm durch das Fernbleiben verursachten Schaden auf und durch Urtheil des Gewerbegerichts wurde festgestellt, daß der Meister noch eine kleine Summe heraus zu be= kommen habe. Nun nahm der Angeklagte in einer öffentlichen Versammlung Veranlassung, vor dem Meister Teste zu warnen ,,, da derselbe eine Arbeiterin nicht bezahlt habe." Der Vorsitzende versuchte vergebens, den Angeklagten zum Vergleich unter Uebernahme der Kosten zu bewegen. Julig erklärte, daß er als schlichter Arbeiter, der ein Unrecht nicht leiden könne", gehandelt habe. Aus den Akten ergab sich, daß er außer wegen Betruges auch schon wegen Diebstahls und zwar zu 6 Jahren Ge= fängniß vorbestraft ist. Der Angeklagte, welchem bedeutet wurde, daß er am wenigsten geeignet sei, in öffentlicher Ver= 8 fammlung fich als Wächter des Rechts aufzuspielen, wurde zu 30 Mart Geldstrafe verurtheilt. 770 772 bedeckt bedeckt 4 3 • • 773 • wolkig 775 W bedeckt 1 775 Nebel 775 WNW halb bedeckt 754 bedeckt -12 761 Still bedeckt -17 759 • 756 . SW G 5 Regen 11 bedeckt 774 . GSM Nebel 2 Kunst und Wissenschaft. -8 Versammlungen. 100 Eine von 500 Vertrauensmännern besuchte Ver. sammlung der Tischler der Kastenmöbel, Herrenschreibtisch und Bettstellbranche nahm nach eingehender Besprechung über die zu fordernden Lohn aufschläge einstimmig eine Resolution dahingehend an, daß sie mit allen gefeßlichen Mitteln für die Durchführung der vom Solzarbeiter Verband gestellten Forderungen zu wirken ge willt sei. In der Branchenvertreter Versammlung für Telephon, photographische, Nähmaschinen, Berigte, bie bie einzelnen Branchenvertreter gaben, stark von Galanterie und Luxusarbeiten wurden durch die einander abweichende Lohn- und Arbeitsverhältnisse festgestellt. Während in der Telephon- und photographischen Branche noch Verhältnisse herrschen, die den durch die gestellten Forderungen Vermischkes. Mord und Selbstmordversuch. Im Hause Thurmfir. 19 Wiesbaden ( Moabit) hat in der Nacht zum Sonnabend der pensionirte München Schuhmann August Schmidt seine Frau mit einem Beil er- Wien. schlagen und dann versucht, sich mit einem Rafirmesser den Hals Haparanda. durchzuschneiden. Ueber die Blutthat wird berichtet: Der in Betersburg Westpreußen im Jahre 1842 geborene Schußmann Schmidt Gort. war mit Marie, geb. Werner, aus Ladeburg( Kreis Ober- Aberdeen. Barnim) verheirathet und es wurden ihnen sechs Kinder geboren. Paris. Schmidt gehörte als Schuhmann zuletzt dem 74. Revier Wetter- Prognose für Sonntag, den 9. Februar 1896. an, dessen Bureau in der Stephanstraße 60 liegt. Ein rheumatisches Leiden nöthigte ihn vor sechs Jahren, sich in den Etwas warmeres, ziemlich trübes Wetter mit leichten RegenRuhestand versetzen zu lassen. Bis zum Ende vorigen Jahres fällen und frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. wohnte er mit seiner Familie in der Lübeckerstr. 47, wo er ein feinem Schwager, dem Hauseigenthümer Werner aus der Thurmstr. 11 gehörendes Milchgeschäft leitete. Ende Dezember gab er das Geschäft an Werner ab und siedelte anfang Januar nach dem Hause Thurmstr. 19 über. Hier bezog er mit seiner Im National- Theater fam am Freitag Abend Charlotte Familie im ersten Stock des zweiten Quergebäudes eine Wohnung. Birch- Pfeiffer's Echauspiel„ Die Waise von Lowood" zur AufGestern, Freitag, fündigte Schmidt die Wohnung, die er nur auf führung. Das Stück gehört zu den befferen der zum Glück auch Monatsvertrag gemiethet hatte, um nach der Melanchthonstr. 6 auf der Bühne selig entschlummernden Dame, womit allerdings zu erzielenden annähernd gleich kommen, ist die Lage der Arbeiter zu verziehen. Dort wollte er am 1. März ein Milchgeschäft nicht gesagt sein soll, daß es irgend welche Bedeutung in der in der Nähmaschinen- und Galanterie- Möbelbranche aufs tiefste übernehmen, das er für 2000 M. getauft hatte. Die Eheleute dramatischen Literatur beanspruchen darf. Die Darstellung im gesunken. Für den Anschluß an die Bewegung und Aufbesserung lebten, wie die Kinder übereinstimmend befunden, bisher immer National- Theater kann als recht gut bezeichnet werden; der Arbeitsbedingungen wird deshalb entschieden eingetreten sehr gut miteinander. Frau Schmidt war gestern Nachmittag die Künstler gaben sich fast alle nach Kräften Mühe, werden. ausgegangen, um Einkäufe zu machen. Nachdem sie abends so natürlich zu spielen, wie ihnen dies möglich war. heimgekehrt war, wollen Nachbarsleute gehört haben, daß das Herr Krüger, der den Lord Rochester gab, war zwar über Ehepaar sich zanfte. Schmidt hatte im Laufe des Abends Gebühr weich und sentimental, doch sprach er, ohne hohle Phrasen einen seiner Söhne in den Keller geschickt, um das dort zu machen. Die Titelrolle lag in den Händen eines Gastes, des liegende Beil heraufzuholen, und niemand dachte sich etwas Fräulein Clara Seno vom Berliner Theater. Mit nicht allzu dabei. Morgens zwischen 3 und 4 Uhr wurde die Frau fräftiger Stimme versehen, mußte die Dame zwar oft hauszu des Hausverwalters Moritz von dem Kellner Rabe mit dem Be: halten suchen, doch wußte sie durch ein lebhaftes, sympathisches merten aus dem Schlafe geweckt, daß man aus der Wohnung Spiel, das der Tendenz des Rührstückes angepaßt war, sich bald Schmidt's Hilferufe höre. Frau Moritz ging mit Nabe und die Gunst des Publikums zu erwerben. Das bis auf den legten anderen Hausbewohnern in die Wohnung hinauf und fah, daß Platz gefüllte Haus fargte nicht mit seinem Beifall. Frau Schmidt als Leiche in ihrem Bette lag. Ihr Mann hatte Theater- Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag, 9.: fie durch zwei Schläge mit der stumpfen Seite des Beiles ge- Margarethe.( Faust Herr Emil Göße, fönigl. Rammers, als tödtet; ein Schlag hatte die linke Seite des Schädels, der zweite Gast). Kroll's Teater: Nachmittags 3/2 Uhr: Der Ueber ein furchtbares Eisenbahn- Unglück bringt das die linke Wange getroffen. Frau Schmidt hatte keinen Laut Postillon von Lonjemeau. Slavische Brautwerbung. Montag, 10: Bureau Herold aus Budapest folgende Meldung: Aus Liptomehr von sich gegeben. Nachdem Schmidt die Frau erschlagen Die verkaufte Braut, Phantasien im Bremer Rathsteller. Szent- Mitlos wird gemeldet, daß Freitag Nachmittag ein Bug hatte, war er unruhig im Bimmer auf und abgegangen. Dienstag, 11.: Geschlossen. Mittwoch, 12.: Subskriptions im Engpaß bei Vazsecz entgleiste. Fünfzig Arbeiter einer Beche Dadurch weckte er die Kinder, die im Nebenzimmer ball. Donnerstag, 13.: Tannhäuser. Anfang 7 Uhr. sollen getödtet und viele schwer verlegt worden sein. schliefen und ob der That ihres Vaters Hilferufe ausstießen. Freitag, 14.: VII. Sinfonie der königlichen Kapelle. Anfang Schmidt nahm nun ein Rafirmesser und brachte sich einen tiefen, 7, Uhr. Mittags 12 Uhr: Deffentliche Hauptprobe. Sonn aber nicht lebensgefährlichen Schnitt in den Hals bei. Bevor abend, 15.: Lohengrin.( Lohengrin: Herr Emil Göze als er den beabsichtigten zweiten Schnitt führen konnte. Gaft.) Anfang 7 Uhr. Sonntag, 16.: Bajazzi. Mara. Phansprang sein Sohn Paul hinzu und entriß ihm das Messer. Die tasien im Bremer Rathsteller. Anfang 7 Uhr. Krolls Theater, Nachbarsleute holten sofort Aerzte berbei, die Schmidt einen nachmittags 32 Uhr: Der Trompeter von Säckingen. Montag, Nothverband anlegten und ihn dann in das städtische Kranken- 17.: Die Meistersinger von Nürnberg. Anfang 61/2 Uhr. haus zu Moabit brachten. Man hofft, daß der Mann nach Schauspielhaus: Sonntag, 9. Februar: Doktor Klaus. einigen Tagen vernehmungsfähig sein wird. Erst dann wird Kroll's Theater: abends 71/2 Uhr: Vasantasena. Montag, 10: man über seine Beweggründe für die That bestimmte Auskunft Die frante Zeit. Dienstag, 11: König Richard II. erhalten können. Es scheint aber schon jetzt ziemlich sicher, daß woch, 12.: Die frante Beit. Donnerstag, 18.: König Personal des Vorwärts" 30,-. Tertilarbeiter von Neuener in einem Anfall von Schwermuth gehandelt hat. Schmidt war Richard II. Freitag, 14.: Die frante Zeit. Sonnabend, 15.: dorf- Nowawes 20,- Arbeiter von Neuendorf- Nowawes 20,-. schon seit einiger Zeit tiefsinnig, wahrscheinlich infolge von Geld- 1812. Sonntag, 16.: Die frante Zeit. Krolls Theater: abends Handels- Hilfsarbeiter Berlin 80,-. 6. Berliner Wahlkreis 200,-. verlusten. Er hatte schon die Absicht geäußert, sich aus dem 71/2 Uhr: Uriel Acosta. Montag, 17.: Neu einstudirt: Judith. A. Gerisch. い Aus New- York wird gemeldet: Der verheerende Orkan, von dem gestern telegraphisch berichtet wurde, hat bedeutend größeren Schaden angerichtet, als ursprünglich angenommen wurde. Im Hafen scheiterten viele Schiffe, in Brooklyn wurde ein dreistöckiges Haus niedergerissen, wobei eine Anzahl Einwohner umtamen. Von einer Menge Häuser sind die Dächer abgedeckt, ferner find sämmtliche Telephone und Telegraphendrähte zerstört. Mehrere Eisenbahnzüge der ExpreßKompagnie wurden vom Sturm gänzlich umgeworfen. Briefkasten der Redaktion. Braner Florian Tröger. Ihre Einsendung fann wegen Raummangels erst Dienstag erscheinen. T Agte. Ihre Zusendung wanderte, da sie uns ohne ihre Unterschrift und Adresse zuging, in den Papierforb. Vielleicht legen Sie den Fall noch einmal dar. Quittung. Für die Ausgesperrten von Carmaux find Mitt bei mir eingegangen: Für den Jubalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 9. Februar: Opernhaus. Margarethe. Montag: Die verkaufte Braut. Schauspielhaus. Dr. Klaus. Montag: Die franke Zeit. Deutsches Theater. Der zerbrochene Krug. Hierauf: Liebelei. Nachmittags 1/23 Uhr: mann von Venedig. Der KaufMontag: Der zerbrochene Krug. Liebelei. Leng- Theater. Der Thron seiner Väter. Central- Theater. Zum 156. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Der geheimnisvolle Fremde! Der Riesenbrustlastenmensch hat Aufsehen gemacht! Kaufmann's Nachmittags 3 Uhr: Romteffe Variété- Theater Guckerl. Montag: Romtesse Guckerl. Berliner Theater. König Heinrich. Nachmittags 1/23 Uhr: Der Ver schwender. Montag: Die Journalisten. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der Widerfpenftigen Zähmung. Abends 8 Uhr: Onkel Bräfig. Montag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Ein toller Einfall. Königstraße, Colonaden. Geradezu Sensation hat der beste aller Humoristen Gentes gemacht!! Theowin's Schönheits- Gallerie. Das neue lustige Progamm Im Zoologischen Garten eine Pantomime wie sie sein soll. Walhalla- Theater Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Oranienstre 52 dicht an morikplay). Schwant in 3 Aften von Thomas Brandon. Repertoirstück des GlobeTheaters in London. In Szene gesezt von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tanz in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Anfang 8 Uhr: Zum 112. Male: Nur noch 19 Aufführungen Die kleinen Lämmer. Vaudeville in 2 Atten von 2. Varney. Borber: Pitts. Operette in 1 Akt. Text von Fritz Otto. Musik von Hans Loewenfeld. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Frl. Clara Leno vom Berliner Theater und Herrn Oskar Krüger v. Hoftheater zu Braunschweig. Die Waise von Lowood. Schauspiel in 3 Aften und einem Vorspiel von Charlotte Birch- Pfeiffer. Regie: Max Samst. Nachm. 3 Uhr: Opern Vorstellung zu kleinen Preifen: Der Freischüh. Oper in 3 Aften von Carl Maria von Weber. Morgen: Zum 1. Male: Charlotte Corday. Volksdrama in 4 Aften v. V. Dornfeld. Louis Keller's Festsäle Koppenstraße 29. Grösstes u. schönstes Etablissement der Residenz. Hente, Sonntag: Humor. Soirée der beliebten Hamburger Sänger 8 Herren. Außerdem: Gr. Concert Des Berliner Konzert- Orchesters unt. Leit. d. Hrn. Musikdir. G. Grass. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Nach der Soirée: LAVEST ACTION'S Großer Ball. 2 Musik- Chöre. DRICHSHAIN Aktien- Brauerei Friedrichshain ( Königsthor). Heute Sonntag: Großes Militär- Konzert Przywarski. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. An unfern Willem. Willem, wir begrüßen Dir; Freiberg, nimm die Huldigung hier! Willem, die kommt uns von Herzen, Freiberg, lebe ohne Schmerzen. Am Landes- Ausstellungspark Willem, aber merk Dir das, ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Täglich um 5½ und 8 Uhr: Affentheater und Circus. 30 Affen, 30 Hunde, 12 Pferde, Esel, Ziegen, Schweine, Hasen Freibergern woll'n wir Dir zum Spaß. Lints tief, nich so forsch, feste uff'n Kopp. Typographia Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. 66/14 Dienstag, 11. Februar, abends 9 Uhr: Uebungsstunde Willem, Du bist dran.[ 4382b Statt jeder besonderen Meldung. in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 20. Allen Freunden, Bekannten und GeGesang- Verein, nossen die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter tüchtig, mit gutem Dirigenten, sucht are geb. Weißel am 4. Februar, wollen sich Donnerstags, abends 9 Uhr, Mitglieder. Stimmbegabte Herren früh 83/4 Uhr fanft entschlafen ist. einfinden. 2604b Die Beerdigung findet heute Sonn- im Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9, tag, nachm. 2 Uhr, von der Halle des St. Georgenkirchhofs aus statt.[ 2606b Der trauernde Gatte nebst Kindern. Gustav Lindike, Heinersdorferstr. 14. Nach kurzem Krankenlager starb am 2. Februar in Annaberg i. S. Castan's Panopticum. is o neuesten Die 3w 3 Wellwunder. Kommen! Kaiser- Panorama ( Passage). 90/9 Fritz Linke, C., Jüdenstr. 36, empfiehlt seine 41678* Vereinszimmer mit Piano, 20 und 50 Personen fassend. Telephon: Amt V, Nr. 3386. Rixdorf.[ 43082*] Rixdorf. Julius Ritterband. Viktoria- Säle. Der Verstorbene hat sich durch seinen Eifer und die selbstlose Hingebung für unsere gute Sache ein bleibendes Andenken in unseren Reihen gesichert. Freie Vereinigung der Kaufleute. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, Richard Diese Woche: Neu! 3. Reise. Istrien. daß unser lieber Sohn Abbazia, Cherso etc. II. 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Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. 198/9 Danksagung. Allen Berwandten und Freunden, besonders den Kollegen der Firma Schäning, sowie den Chefs derselben und dem Berliner Metallarbeiter- Verband, welche meinem innigft geliebten Mann, dem Fraiser Louis Martens die letzte Ehre erwiesen haben, meinen aufrichtigen Dank. Die trauernde Wittwe Martens. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Theilnahme und die Kranzspenden am Grabe meiner geliebten Frau und unserer guten Mutter Marie Liebich geb. Lüneburg sagen wir allen Verwandten, Freunden und Freundinnen, insbeson dere den Kollegen, die meine liebe Frau zur Ruhe getragen haben, unfern tiefgefühlten Dank. 2603b Großer Saal für Vereine Sonntags noch zu vergeben. = Kinderwagen Räder und jede Reparatur Pallisadenstr. 101.[ 26026 Putbuserstraße 26 ** gesunde, kleine Wohnungen per sofort, auch zum 1. April 1896 bill. zu verm. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Mr. 34. Abgeordnetenhaus. 15. Sigung vom 8. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische Freiherr v. Hammerstein- Lorten mit Komanijjarien. Tie zweite Etats lesung wird mit dem Spezialetat der Forstverwaltung fortgesetzt. Nach längerer Debatte über forsttechnische Fragen werden von den Abgg. Horn( ul.), v. Detten( 3tr.), Hofmann( n.) und Frhru. v. Erffa( t.) die Gehalts-, Anstellungs- und Dienst: altere Verhältnisse der Forstassessoren und Oberförster erörtert, die bei der vorjährigen Etatsberathung bereits Gegenstand eingehender Betrachtung waren. Die Regierungskommissarien Geh. Rath Lehnardt und Donner legten dar, daß die Dienstaltersberechnung bei den Oberförstern genau nach denselben Grundsägen erfolgt, wie bei allen anderen Oberbeamten. frevel zu verüben. Sonntag, den 9. Februar 1896. Sicherheit zu beweisen von 13. Jahrg. drei bei landwirthschaftlichen Krediten gewöhnlich längere Fristen heim trat damals mit dem Wunsche einer Lohnverminderung gewährt werden müssen. Eine Verleumdung ist die Behauptung, an die Wender, die in der Fabrit thätig waren, heran, indem daß die Bank ein politisches Institut sei. Sie wird unparteiisch er sich darauf berief, daß die Einführung von Maschinen eine geleitet und soll nur allgemein wirthschaftlichen Zwecken dienen. Arbeitserleichterung herbeigeführt habe, welche die alten AtfordRegierungskommissar Geheimer Rath Rheinbaben giebt eine säge als nicht mehr angemessen erscheinen lasse. Die Wender Darlegung des Geschäftsverfahrens bei dem Institut, um dessen gingen anfänglich nicht darauf ein, als sie jedoch zu bemerken glaubten, daß ein sich stetig mehrender Mangel an Beschäftigung Abg. v. Mendel( f.): Wir dürfen hoffen, daß das Institut für sie vielleicht mit ihrer Weigerung im Zusammenhange stehen eine sehr glückliche Entwickelung haben wird, denn die Gründung fönne, forderten sie eine tarifmäßige Regelung der Preise. Herr zahlreicher neuer Genossenschaften ist nicht auffallend, weil das Fürstenheim arbeitete einen Tarif aus, den die Wender denn Bedürfniß längst vorhanden war und der Anstoß zu Neu- auch anerkannten. Sie verpflichteten sich schriftlich, das gründungen durch das neue Institut gegeben worden ist dieses Jahr 1896 hindurch nach diesem Tarife zu arbeiten. Am hat sich schnell das Vertrauen der Genossenschaften erworben und 6. Januar trat der Tarif in traft. Drei Wochen später kam wir sind Herrn v. Huene für seine geschickte Geschäftsleitung es zwischen Fürstenheim und seinen Zwickern zu Lohnstreitig feiten. Die Wender hatten sich davon überzeugt, daß der für aufrichtig dankbar. den Erörterungen des Vorrebners über das Genossenschaftswesen gegen früher benachtheilige, fie schlossen sich deshalb ihren Abg. Gothein( frf. Vg.): Mit Bedauern vermisse ich in das ganze Jahr 1896 anerkannte Tarif sie denn doch zu sehr den Namen Schulze- Delitzsch's. Die Bedenken v. Eynern's theile Arbeitsgenossen an und stellten ebenfalls Forderungen, deren Abg. Lamprecht( t.) legt dar, daß die Gehälter der Förster ich; nur ist unklar, wie man die Vermögensverhältnisse des Mäßigkeit selbst Herr Fürftenheim anerkannte. 3. B. forderten im Mißverhältniß stehen zu den Anforderungen, welche an ihre einzelnen oder der einzelnen Genossenschaft feststellen will sie eine Bulage von einem Pfennig für das Paar Schuhe, für Vorbildung und ihre Züchtigkeit und Ausdauer im Dienste ge stellt werden. Die Gehälter bedürfen der Aufbesserung. einer solchen Zentralstelle aus; man müsse ja ein das sie nach dem alten Tarif vom Jahre 1898 Bei dem Titel: Zum Antauf von Grundstücken zu den ganzes Heer von Spigeln zur Verfügung haben. Strebfaune Pfennige mehr bekamen wie zuletzt, und 5 Pfennige Zulage Forsten 1 050 000 m. bittet der Abg. Mooren( 3.) um eine Ver- Landräthe fühlen sich heute vielleicht zur Genossenschaftsgründung für Arbeiten, deren alte Preise pro Paar um 14 und 19 Pfennige ftärkung des Fonds, um den heimischen Bedarf an Holz aus veranlaßt und die Kreditgewährung kann leicht auf unlautere infolge der Anerkennung des Tarifs vom Januar dieses Jahres unferen eigenen Forsten wenigstens in absehbarer Zeit decken zu Motive zurückgehen. Daß der Spartrieb durch diese Darlehns- vermindert waren. Der Fabrikant stützte sich im Einigungstermin können. Als einen Gesichtspunkt von sittlicher Bedeutung regt Institute angeregt wird, wie Herr v. Mendel behauptete, vermag auf seinen Schein. Die Wender hätten es ihm schriftlich ge geben, daß im Jahre 1896 teine Aenderungen an dem Tarif vorRedner an, die neuen Anpflanzungen durch Schulich nicht einzusehen. kinder vornehmen zu lassen, die durch das Interesse für würdigkeit der einzelnen Genossenschafter halte ich für entbehrlich; furrenten gegenüber blamiren, wenn er nachgebe; dem Schieds Abg. v. Puttkamer Ohlau( f.): Die Prüfung der Kredit genommen werden dürften, und er würde sich darum seinen Kon die von ihnen gepflanzten Bäumchen abgehalten werden, Baum- es genügt die Genossenschaft zu prüfen. Das Bedürfniß für die spruch des Gewerbegerichts wolle er sich jedoch beugen. Die Von den Vertreter der Arbeiter dagegen machten geltend, daß sie nur der Gründung neuer Genossenschaften ist ein großes. Minister v. Hammerstein: Der Erwerb von Dedflächen Raiffeisen'schen Raffen ist noch nicht eine bankrott geworden. Noth gehorchend die fireitigen Tariffäße und die Giltigkeis ist im Westen schwierig, einmal wegen der hohen Preise, dann Kassen aber auch wegen des Festhaltens der Eigenthümer am Besitz. Im übrigen verdienen ja Gothein's Mahnungen volle Be- des Tarifs für das ganze Jahr anerkannt hätten. Sie wäre Nichtsdestoweniger wird der Ankauf solcher Dedflächen im Auge achtung. Ich glaube, daß wir mit der neuen Kasse einen sehr sich im Moment nicht der Tragweite ihrer Handlung vol tommen bewußt gewesen. Wenn nicht juridisch, so sei doch ihr glücklichen Griff gethan haben. Regierungs- Kommissar Geh. Rath v. Rheinbaben: Die nunmehriges Gintreten für höhere Tarifsätze moralisch gerechtPrüfung der Kreditfähigkeit macht keine großen Schwierigkeiten, fertigt. Einzelne Verbesserungen des neuen Tarifs sind bereits benn der Kasse haftet nicht nur die einzelne Genossenschaft, durch gütliche Einigung zu stande gekommen; die betheiligten Arbeiter forderten jetzt noch zulagen von 1 Pf. pro Paar sondern auch der Verband, dem sie angehört. gerade gearbeitete Damenschuhe, von 2 Pf. pro Paar rechts und lints ausgearbeitete Damenschuhe und von 5 Pf. pro Paar Herrenschuhe. Es tam nach längerer Verhandlung zu einem Bergleich in folgender Form: Die Arbeiter( Wender) erkennen an, durch das Schriftstück vom 4. Januar 1896 an den für dieſes Jahr verabredeten Tarif gebunden zu sein. Herr Fürstenheim nimmt diese Erklärung entgegen und verpflichtet sich unter Verzichtleistung auf seine Rechte aus diesem Schriftstück im Hinblick auf die Erklärung der Arbeiter, bei den Preissägen des Tarifs ihre Familien nicht genügend ernähren zu können, aus freien Stücken die Preise wie folgt ausbessern zu wollen.( Unter Anführung der Nummern des Tarijs wird nun der Preis für Damenarbeit um einen Pfennig pro Paar und der für Herrenarbeit um drei Pfennige pro Paar erhöht.) Nach dem so torrigirten Tarif sind bis zum i. April 1897 die Löhne der Wender des Herrn Fürstenheim zu berechnen. In den ersten drei Tagen des Januar 1897 haben sich die Wender oder Herr Fürstenheim darüber zu erklären, ob der Tarif über den April 1897 hinaus noch für ein ferneres Jahr beibehalten werden soll. Sämmtliche ausständigen Arbeiter werden eingestellt." Außer den Wendern werden jetzt auch die übrigen Streifenden( 3wicker 2c), die betreffs der Löhne mit Fürstenheim schon einig geworden und nur aus Solidarität im behalten. Abg. Dr. Gerlich( ft.): Daß das Forstschutz- Gesetz nichts taugt, darüber sind wir alle einig. Die Verwendung von Schulkindern bei der Anpflanzung ist dem Redner besonders sympathisch. Größere Flächen tönnten zur Aufforstung an Unternehmer vergeben oder durch Gefangene aufgeforstet werden. Abg. Dasbach( 3.) tritt für das Institut ein. Abg. Parifins( fr. Vp.): Für die Erlangung statistischen Materials über die Darlehen bietet die Zentralkaffe eine günstige Der Etat der Forsten wird ohne Abstrich genehmigt, ebenso Gelegenheit und ich hoffe, daß wir hierüber nächstes Jahr und ohne Debatte der Erlös aus Ablösungen von Domänengefällen und aus dem Verkaufe von Domänen und Forst- genaueres erfahren. Im Prinzip bleibe ich dabei, daß man die grundstücken, ferner die Rente des Kronfibeikommiß- Sache beffer der freien genossenschaftlichen Thätigkeit überlassen Fonds, sowie der Zuschuß zu dieser Rente. Es folgt der Etat der preußischen zentral genossen. schaftstasse. Abg. Graw( 3) wünscht eine größere Selbständigkeit des Instituts, das nicht abhängig sein dürfe von der Gunft des jeweiligen Ministers. Abg. Bock- Nordhausen( t.) möchte eine möglichst gleichmäßige Vertheilung der Kredite auf alle Provinzen. Regierungs- Kommissar Geheimer Rath von Rheinbaben: Statistische Erhebungen sind angeordnet worden, aber von den Freunden des Herrn Parisius sofort als eine politische Maßregel bekämpft worden. Die Zahl der Handwerker, die Kredit nachsuchten, war allerdings nur eine geringe, wird sich aber in Zu funft allem Anscheine nach heben. Abg. v. Tiedemann- Bomst( ft.) weist noch einige Einwürfe Gotheins u. Parisius' zurück. Der Etat der Zentral Genossenschaftskasse wird genehmigt. Nächste Sigung Montag 11 Uhr: Justiz Etat. Schluß 4/4 Uhr. Soziale Rechtspflege. A Gerichts- Beifung. Abg. v. Eynern( natl.): Es ist mir stets bedenklich, wenn ein neues Bankinstitut nach kurzem Bestehen mit so großen Bahlen prunkt. Mit 500 Genossenschaften hat man Geschäfte abgeschlossen; sind diese auch alle solide? Sind Prolongationen eingetreten? Wir können hierüber heute noch kein Urtheil haben. Aber das schnelle Aufblühen hat doch sein Bedenkliches. Minister Dr. Miquel: Das prinzipielle Bedenken theile ich, aber aus diesem allgemeinen Sat kann man im vorliegenden Der Ausstand in der Schuhwaaren- Fabrik von FürftenFalle keine Schlüffe ziehen, denn für eine ungenügende Borsicht heim und Komp. hier beschäftigte am 7. Februar das Gefehlt jeder Anhalt. Daß die alten Genoffenschaften sich ihrer werbegericht in seiner Eigenschaft als Ginigungsamt. Ausstande verblieben sind, die Arbeit wieder aufnehmen. Bealten Schulden entlebigen, ist doch begreiflich. Das wirthschaft. Die Leitung der Verhandlungen hatte Magistrats Affeffor theiligt find 38 Arbeiter. liche und genoffenschaftliche Bedürfniß ist ein großes. Die von v. Schulz, als Beisitzer und als Vertrauensmänner nahmen den Genossenschaften und Genossenschafts- Verbänden gewährte daran theil Schuhmacher R. Fleischer, Filzschuharbeiter Sicherheit erscheint doch ausreichend, um so mehr, als Lange, Schuhmacher Niederauer, Lederhändler Mayer, die Kreditwürdigkeit auch sonst noch in vorsichtigster Wäschefabrikant Philippsohn und Schuhwaarenfabrikant Das Reichsgericht gegen die Kritik todter HohenzollernWeise geprüft wird. Die Summe von 42 Millionen, die veraus- Erpel. Die Differenzen zwischen den Parteien datiren ihrem fürften. Drei Majestätsbeleidigungsprozesse tamen am 7. Februar gabt worden sind, erscheint nicht hoch, wenn man bedenkt, daß Ursprunge nach schon aus dem vergangenen Jahre. Fürsten vor dem 4. Senat des Reichsgerichts zur Verhandlung, von denen vom Voltsvertreter, der zu seinem Amt gleichsam prädestinirt greifende Volksbewegung veranlaßt; und selbst ein Theil der sei, von dem ehrfurchtsvolle Schauer ausgehen sollen, wenn er fächsischen Bourgeoisie, der mit der Seele gerne das Attentat Es giebt eine treffende studentische Schnurre, die von einem zum gemeinen Troß der Wähler niedersteigt. Genau, wie ein auf das Wahlrecht segnen möchte, zaudert mit dem Verstand und Man ruft das wunderlichen Professor der Mathematit handelt. Einem hoch gefeierter Professor sich von der profanen Menge abhebt. So erschricht vor den Folgen dieses Attentats. begabten jungen Mann hatte dieser Professor einmal mit be- tief steckt der Priesterglaube in dem Professorentypus, wie ihn Zeugniß das Bismarck von heute, dessen Haß mit zunehmendem dauerndem Achselzucken bedeutet: Aus Ihnen, mein Lieber, wird Sohm vorstellt, daß nichts die Ueberzeugung in ihm erschüttern Alter immer starrer wird, gegen den alten Bismarck zu nie etwas, fann niemals etwas Tüchtiges werden. Das tam so: fann:„ da, wo die Weihe ist, wirkt auch die Kraft." Und wie Hilfe, der einst das preußische Dreiklassen- System so grimmig Der Jüngling hatte keine sonderliche Vorliebe für Mathematit. auf primitiven Kulturstufen der Völkerglaube existirt, durch dring- zu verurtheilen verstand. Die reaktionären Stürmer glauben Jahre waren vergangen. Aus dem Schüler, dem sein Professor liche Gebete die Götter zur Erfüllung menschlichen damit, die bedenklich gewordene Bürgerschaft zu erneuten Muth einst so Schlimmes prophezeite, war ein weltberühmter Mediziner Wünschen zwingen zu können, so schließt Herr Sohm ähnlich zu entflammen, und trotz der alten Zauberformel:" Bismarck geworden. Während eines Naturforscherkongresses traf nun der viel- auf die innere Kraft der Beamteten. Wem die Weihe empfiehlt's", will es ihnen nicht recht gelingen. Auf der Seite genannte geniale Arzt mit seinem ehemaligen Lehrer der Mathematik eines Amts geworden, dem muß auch die Kraft des bedrohten Proletariats aber brauchte es feiner Zauberzusammen und in begreiflichem Stolz erinnerte er den alten hierzu verliehen sein, der muß die Kraft erzwingen können, wie formel und keiner Künsteleien; zur Abwehr gefestigt stehen seine Professor an dessen einstiges Urtheil. Sehen Sie," fagte er, so der orientalische Beter durch unermüdlichkeit seine Götter zwingt. Reihen. 7 Sonntagsplauderei. " " von als ein ist doch noch was aus mir geworden". Allein der professorale Wozu sonst das Amt und seine Weihe? Wer so denkt, der Der empfindsam proletarische Nerv hat in jüngster Zeit auch Herr ließ sich dadurch durchaus nicht verblüffen, sondern ant- wird leicht zu der merkwürdigen Ueberzeugung, ja zur eyaltirten da lebhaft reagirt, wo es sich um ein schweres Ringen handelt, wortete mit feierlichem Pathos, indem er den Zeigefinger der Auffassung des Wesens der Beamteten gelangen, wie sie in den wo aus tiefstem Druc sich die Sehnsucht nach Er. Die gegen Rechten gerade vor sich hinstreckte: Aber fein Mathe- volltönenden, keinen Zweifel verrathenden Kundgebungen Sohm's leichterung aus materieller Qual emporrang. matiter." Eo fehr war er in sein Fach verliebt, daß sich äußerten. Die Beamten haben Deutschland geschaffen. Die wärtige, weitumfassende Bewegung unter den Konfektionsaußerhalb seines Faches die Welt nichts mehr für ihn be- Beamten sind die natürlichen Vertreter der Arbeiterschaft. Wer arbeitern Deutschlands ist jäh aufleuchtendes und deutete. so umbekümmert um die Wirklichkeit das Beamtenthum gleich klärendes Symptom. Wenn ein Mann, wie der Industriebaron Diese Anekdote wird in mannigfachen Variationen erzählt. fam in eine Wolkenhöhe hebt und es von dem Zusammen- Manheimer, gleichgiltig aus welcher Absicht, das Elend der Bald gilt sie einem Mathematiker, bald einem steifleinenen hang mit der jeweilig herrschenden Gesellschaftsordnung los: Arbeiterschaft anerkennt, so wird auch ein naives Gemüth Philologen. Der Ernst, der hinter dem Scherz steckt, wird leicht zulösen vermag, der kann auch Naivetäten, wie die über empfinden, daß es weit gekommen sein müsse. Es dürfte die herausempfunden. Professoraler Dünfel, professorale Unduldsam- das Wesen der Proletarierfrage, vortragen, wären bange Frage entstehen, ob der fortgesette Jammer, die Ent feit jener Fachgelehrten, die über Spezialitäten brüten und nie sie selbstverständlich und unbedingt richtig und bei solchem fräftung, nicht alles Mark aus den Leibern und Seelen der mals den Busammenbang von Allgemeinerscheinungen begreifen, felfenfesten Vertrauen auf die eigene hohe Ueberlegenheit werden Konfektionsarbeiter, insbesondere der hausindustriellen, so sehr wird verspottet. Diese Hirnmenschen kennen jedes Eckchen, jedes dann Kleinigkeiten, wie sie Sohm Stadthagen gegenüber übte, ausgeschöpft hätten, daß sie willenlos, im dumpfen Hinbrüten, Winkelchen ihres Spezialgebietes und dabei können sie weltfremd ebenso leicht erklärlich. sich darein ergeben, zu verkümmern, daß sie selbst die Kraft ver bleiben, wie die Unmündigen. Die Feierlichen sind sich überall gleich. Wenn der magische Tieren, zu sagen, was sie leiden. Der gegenwärtige Lohnsich, daß Wer der professoralen Weise, die noch allerorten in deutschen Zauber, über den sie Herren zu sein wähnen, keine Gewalt kampf birgt die tröstliche Versicherung in Landen selbstgefällig sich breit macht, eingedent ist, der brauchte mehr auf die Menge ausübt, dann prüfen sie nicht etwa den unter den Gedrücktesten der Bedrückten ein proletarisches darum fich nicht so sehr über die pofsirlichen sozialpolitischen Bauber auf seinen Werth hin, sondern sie zetern über die nichts- Gemeinbewußtsein lebt. Wenn der Bürger von Berlin von alten Sprünge des Juristen Sohm zu verwundern. Bei den Männern frei- nußige Menge, die alle Furcht, allen Respekt und alle Frömmige Tagen sich zu unterhalten pflegt, wenn er mit ftolzer Rührung lich, auf die das Ansehen eines hochgelahrten Professors magisch feit verloren habe. Was konnte man nicht in der abgelaufenen damit prunkt, wie seine ehemals so provinzielle, so unansehnliche wirkt, mußte das Auftreten des Herrn Sohm bedenkliches Kopf- Woche über den Standal unserer Tage, über die Gleichgiltigkeit Stadt sich zu einer Weltmetropole entwickelte, wenn er des schütteln erregen. Wie konnten sie an so seltsamen Dilettantismus des Volkes und seiner Vertreter lesen! Vom zärtlichen Flehen, amerikanisch- raschen Wachsthums von Berlin gedenkt, da weift glauben! Bor ihrer Phantasie steht der hochragende Profeffor vom leisen Winseln an ging man über bis zur grollenden Enter auch in erster Linie auf die Weltmarktstellung Berlins in der da, ein Szepterträger auf dem Gebiete geistigen Schaffens. Und rüstung, zur donnernden Anklage. Hundert und aberhundert Konfektionsindustrie hin, wie sie sich sinnfällig in den stolzen mun sehen sie ihn mit unbefangenen Augen, der königlichen mal war der Vers zitirt worden: Aber der große Moment findet Kaufhäusern um die Hausvogtei verkörpert. Auf welchem UnterPurpurgewänder entkleidet, die sie ihm angedichtet haben. Sie ein fleines Geschlecht. Und das alles, weil das skeptisch ge- grund von Noth, Knechtung und Entbehrung dieser hohe Stolz sehen ihn, wie des armen Korbflechters Tochter in Fulda's wordene, mannigfach besorgte Volk durch die Vorlage des neuen emporwuchs, darüber geht man leichten Sinns hinweg. Man Märchenkomödie Talisman" ihren König in Unterhosen bürgerlichen Gesetzbuches nicht in brausende Begeisterung versetzt soll aber nicht heimlich tuscheln, man soll hören, deutlich und fieht, in seiner schwachen Menschlichkeit; und da stimmt war, weil es teine Erhabenheit ehrfürchtig zu schauen vermochte, für alle Welt vernehmbar, bis zu welchem Grad von unerträgalles so trefflich bei Herrn Sohm zusammen, Form und wo keine Erhabenheit steckt. lichkeit die Zustände gelangten, ehe die heutige Lohnbewegung Juhalt, Sprache und Gedanke. Längst nicht mehr ist das moderne Die im zelotischen Gifer heute die Volksseele verhärtet losbrach. Selbst die unduldsamsten Spießbürger, die sonst jeden Parlament eine Bühne, auf der die Handelnden in feierlich ab- und stumpf nennen, mögen sich ja nicht irren. Das Volk Lohnkampf verdammen und gegen die träge Arbeiterschaft, die gemeffenen Schritten einherwandeln. Sachliche Kämpfe, die führt sein eigenes Nervenleben und das reagirt empfindsam ihre Tage im Lotter- und Faulenzerleben zubringen möchte, los Nothwendigkeit, reale Politik zu treiben, haben den feierlich genug. Zum Hurrah- Enthusiasmus hat es eben zur Zeit ziehen, wagen es im Angesicht so offenbarer Wunden, wie sie in rhetorischen Stil von der Parlamentsbühne verbannt. Professor feine Veranlassung. Bitterernste Kämpfe bereiten sich vor. der Konfektion enthüllt sind, diesmal nicht, mit ihren üblichen Sohm weiß davon nichts. Wenn er vor dem Rednerpult steht, In Sachsen hat die wilde reaktionäre Jagd begonnen, Scheltphrasen um sich zu werfen. Heute nabt den Kämpfern in meint er, in priesterlicher Weise sprechen zu müssen. Nicht für der empfindsamste Nerv ist getroffen und das wachsame Gewissen Berlin ein entscheidender Tag. Wer einen Funken menschlichen eine Weile kommt es ihm in den Sinn, daß er leicht, wenn er des Volkes ist empört. Es brauchte keiner pathetischen Be Mitgefühls in fich hat, muß seine Wünsche zu denen der Käm also fein Sprüchel hersagt, dem feifenden, freischenden Pfäfflein schwörung, teiner demagogischen Heße und feines rührseligen pfenden gesellen. Sie sehen ihr Biel bescheiden genug, nur über ähneln könne, der eine Kapuzinade hält. In der Einsamkeit seiner Buredens! Der heftige Angriff auf die politische Mündigkeit des das dürftigste Dasein wollen sie sich erheben; um large Freuden Professorenwerkstatt destillirt er sich einen mystischen Begriff Proletariats hat in Eachsen sofort, unvermittelt eine weit- ringen fie. wote Alpha, " können, " B D und unter namentlich der eine Fall bezeichnend für die moderne Rechts- vorigen Sommer neu gebaut. Ein Erker des Neubaues war nur| Armenfriedhof zu Flatbush verscharrt. Der New- Yorker„ Herold" anschauung in Sachen des Saisonvergehens ist. Ueber die erste, wenige Meter vom Bahnkörper der Stadt und Ringbahn ent- berichtet darüber: Bürgermeister Tschech von Storkow, an dessen besonders wichtige Sache, in welcher es sich um die Verurtheilung fernt. Am 24. Oktober war der Angeklagte mit dem Arbeiter That man vor zwei Jahren anläßlich des halbhundertjährigen des Expedienten der sozialdemokratischen Volkswacht", Ernst Schwefel dabei beschäftigt, einige Rüfiftangen zu lösen und zu Gedenktages in den Zeitungen erinnert hatte, war am 14. DeZahn in Breslau durch das dortige Landgericht handelte, entfernen. Schwefel wurde von dem Bauleiter abgerufen und zember 1844 hingerichtet worden; feiner damals 20jährigen wurde nicht öffentlich verhandelt. Das Reichsgericht erkannte auf dem Angeklagten gesagt, er möge einige Augenblicke warten, er Tochter Elisabeth hatte er als Abschied die letzten Worte geVerwerfung der Revision des Angeklagten gegen das Ur- folle gleich einen anderen Arbeiter als Beistand bekommen. Der fagt:" Wärst Du ein Mann, würde ich Dir sagen: Räche theil vom 22. Oftbr. unter folgender Begründung: Wenn Lesertreis Angeklagte glaubte, eine gerade losgebundene Rüststange mich!"" Die verwaiste Tochter hat wenig Glück auf dieser Berlin von und Tendenz der„ Volkswacht" als gerichtsnotorisch bezeichnet sind, allein bewältigen zu hatte seine Kräfte aber Erde gefunden; ausgewiesen so war dies durchaus zulässig. Die Ablehnung eines Beweis- überschätzt, denn anstatt daß die Stange gerade herunter- polizeilicher Aufsicht gehalten, gelang es ihr, nach Amerita zu antrages des Angeklagten entsprach dem Gefeße, indem ohne fiel, fiel sie nach dem Bahnkörper herüber, und ragte flüchten; hier in New- York nährte sie sich kümmerlich durch Rechtsirrthum die zu beweisende Thatsache sowohl als un- etwa einen Meter weit in denselben hinein. In dem Sticken und gelegentliche schriftstellerische Arbeiten. Mit einem erheblich als eventuell der Wahrheit entsprechend angesehen selben Augenblick fam ein Stadtbahnzug. Die Stange streifte gewissen Willenau ging fie eine gemeinrechtliche Ehe ein, trennte worden ist. Ohne Rechtsirrthum ist auch der Angeklagte als mit der Spitze zwei Wagen dritter Klasse an der Längsseite und sich aber bald wieder von ihm. Seitdem war, wie sie selbst Thäter nach§ 20,1 des Preßgesetzes angesehen worden, der mit zertrümmerte 18 Fenster. Von den Fahrgästen wurden ver- fagte, der Hunger ihr treuester Gesellschafter. Vor 20 Jahren Verständniß und Kenntniß vom Inhalte des inkriminirten schiedene durch Glassplitter, wenn auch nur unerheblich verlegt, war die damals schon sehr gealterte, abgezehrte Frau eine häufige Artikels gehandelt hat. Auch in der Sache selbst unter- nur eine junge Dame erhielt eine Verwundung am Auge, welche Besucherin der Redaktionen deutscher Zeitungen; ein umfangliegt die Entscheidung feinem Bedenken. Dem Land ärztlicher Behandlung bedurfte, aber keine dauernden nachtheiligen reiches Manuskript über die Vorgeschichte des Attentats wollte gerichte hat es ferngelegen, etwa rechtsgrundsäßlich aus Folgen hinterlassen hat. fie in Druck bringen. Aber die Geschichte war zu veraltet, erst zusprechen, daß tadelnde Aeußerungen über die Vorfahren Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten eine als Johann Most mit seiner Freiheit" nach New- York tam, eines Menschen eine Beleidigung desselben enthalten müssen. In Gefängnißstrafe von drei Tagen, der Gerichtshof erkannte auf wurde Fran Willenau's Wunsch erfüllt und ihr Manuskript verder Bewerfung der Vorfahren eines Menschen eine Geldstrafe von 50 M. öffentlicht. Bis auf 72 Jahre hat es die stille Dulderin gebracht. mit einem Matel tann aber zugleich objektiv Aus Frankfurt wird uns vom 7. Februar geschrieben: Die Damen des Germania Frauen Vereins" von Brooklyn und subjektiv eine Beleidigung des Lebenden Vor der Straftammer standen hier zwei Schuhleute wegen wollten vor zwei Jahren die Greisin im Marien- Heim untererblickt werden. In bezug auf die Vorfahren des Kaisers Mißhandlung im Amte. Im November v. 3. hatte der Schug bringen, fie aber weigerte sich, dies zu akzeptiren; mit ihren ist eine solche Feststellung getroffen worden. Der Artikel war mann Hallstein einen Hausburschen verhaftet. Derselbe war Lieblingen, einer Schaar Kazen, von milden Gaben ihr Dasein nach der Feststellung des Landgerichtes gegen das ganze Hohen nicht ganz nüchtern und weigerte sich, seinen Namen zu nennen. fristend, lebte sie weiter in einem Zimmer von 65 Monell Str., zollernhaus gerichtet, um es herabzusehen, und es sollte dadurch Auf dem Revier, so behauptete der Hausbursche, sei er von Hall- Williamsburg; vor vier Wochen traf sie ein Schlaganfall, an der Kaiser als das gegenwärtige Haupt deffelben getroffen werden. stein geohrfeigt und von dem Schußmann Racha 13 mit dem dessen Folgen sie im Armenhospital zu Flatbush gestorben ist. Den§ 193 kann der Angeklagte nicht in Anspruch nehmen, da er nicht Säbel trattirt worden. Die Schußleute bestritten die Beschuldi Woher stammen die Namen unserer Münzen? Die die berechtigten Interessen der Arbeiter wahrzunehmen hatte. gung, einer wurde jedoch durch Zeugen überführt. Das Gericht älteste deutsche Münze ist der Kreuzer. Das Prägen der Münzen Die zweite Verhandlung richtete sich gegen den Redakteur sprach den Hallstein frei, verurtheilte den Schuhmann Rachals lernten die Deutschen von Missionaren aus dem byzantinischen Emil Neukirch, der vom Landgericht Breslau am 7. No- jedoch wegen Mißhandlung zu 100 M. Geldbuße. Der Staats-( griechischen) Kaiserreich. Da man in diesem Reiche bereits zu vember wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten Gefängniß anwalt hatte 50 m. beantragt. Constantin's des Großen Zeiten das Kreuz auf Münzen geprägt verurtheilt worden ist. Der Angeklagte hatte als Redakteur derDen Amtsdiener Flister in Weißensee, dessen Verbrechen hatte, so wurde dies in Deutschland beibehalten, und so entstand felben„ Volkswacht" einen Artikel veröffentlicht, in welchem eine der Vorwärts" feinerzeit aufbeckte, hat nunmehr das Schicksal der Kreuzer. Solche mit Kreuzen versehene Kupferstücke findet Bemerkung über die Energie des Kaisers vorkam. Das Reichs gericht verwarf die Revision des Angeklagten, indem es ereilt. Er hatte sich am Dienstag dieser Woche vor dem hiesigen man noch in Münzsammlungen. Der Name Pfennig stammt her mit dem Reichsanwalte der Ansicht war, daß der Vorwurf Anklage behauptet, daß F. bei Gelegenheit der Feststellung von Namens tommen zur Zeit Otto's I.( 936 bis 973) vor. UrAmtsgericht II wegen Vergehens im Amte zu verantworten. Die von dem althochdeutschen phantine( Pfand); Münzen dieses des Mangels an eigenem Willen eine Beleidigung enthalte. In der dritten Sache handelte es sich um ein Urtheil des Land- Steuerreklamationen Frauen zur Vornahme unfittlicher Handlungen sprünglich waren es Silbermünzen, die aber später auch in gerichts zu Güstrow vom 12. November v. J., durch welches nöthigen versuchte. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde Kupfer geschlagen wurden, so um 1300 in der schwäbischen Stadt Der Schuhmacher Gottfried Bethge zu Benzlin wegen Majestäts- Die Deffentlichkeit ausgeschlossen. Der Staatsanwalt beantragte Hall, weshalb diese Münzen den Namen Häller erhielten, woraus 2 Jahre Zuchthaus und 2 Jahre Ghrverlust. Es wurden dem sich die Schreibweise Heller bildete. Unter Otto I. wurden auch beleidigung verurtheilt worden ist. Die ihm zur Last gelegte Aeußerung betraf die Reisen des Kaisers. Seine Revision Angeklagten in Berücksichtigung seines hohen Alters und Schillinge geprägt, was die deutsche Bezeichnung für Bracteaten enthielt eine Anzahl prozessualer Beschwerden und bezeichnete es feiner großen Familie mildernde Umstände zugebilligt.( Hohlmünzen) ist und vom althochdeutschen seilt( Schild) hertommt. Man könnte die Bracteaten daher auch Schildmünzen u. a. als unzulässig, daß, nachdem wegen einer gewöhnlichen Der Gerichtshof erkannte auf 1 Jahr Gefängniß. nennen. Um das Jahr 1300 kommen auch Dickpfennige vor, und Beleidigung, die mit zur Anklage stand, das Verfahren eingestellt da man im Mittelalter die Manie hatte, alles zu latinisiren, so worden war, in derselben Sigung gegen ihn wegen Majestätsnannte man sie Grossus, woraus Groschen entstand. Auch der beleidigung weiter verhandelt worden sei. Das Reichsgericht erkannte auch in dieser Sache auf Verwerfung der Revision. Gewirt sozialer Kämpfe in den 40er Jahren nach Amerita ver- nämlich von marcus( großer Hammer). Die Mark war die Die Tochter des Bürgermeisters Tschech. Aus dem Name Mart stammt wahrscheinlinlich aus dem Lateinischen, Ein eigenartiger Sachverhalt lag der Anklage wegen fchlagen, hat Elisabeth Tschech, die Tochter des Bürgermeisters älteste deutsche Reichsmünze, ursprünglich ein Münzgewicht von Gefährdung eines Eisenbahntransports zu Tschech, welcher auf Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ein 22, später( 1042) von 16 Loth, wobei zur Verhütung weiterer grunde, welche heute vor der 2. Strafkammer des Landgerichts I Attentat verübte und dafür hingerichtet wurde, nach einem an Werthverringerung ein Zeichen( Marke, also von marcus, gegen den Maurer Karl Böttcher verhandelt wurde. An der Entbehrung reichen Leben ihr Dasein in einem Brooklyner Hammer, ein heiliges altdeutsches Zeichen) darauf angebracht Ecke des Schiffbauerdamm und der Albrechtstraße wurde im Spital geendet. Am 26. Januar wurde die irdische Hülle im wurde. ArbeiterHemden dhon zu 1 M. Blousen für jedes Gewerk, MonteurJacken u.-Hosen, Maler- u. 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Zu recht regem Besuch ladet ein Der Vorstand. 5/8 7 Metallarbeiter! Dienstag, den 11. Februar 1896, abends 8, Uhr, im Lokale von Gründel, Brunnenstr. 188: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: CS Der Streik in der Patent- Hufeisen- Stollen- Fabrik von Leonhard& Cie., Saarbrückerstr. 30. Zu dieser Versammlung sind besonders die Schloffer, Dreher, Fraiser, Stanger, Gewindeschneider und Berufsgenossen eingeladen. Der Geschäftsführer der Fabrik von Leonhard u. Cie., Herr Weidner, ist zu dieser Versammlung besonders eingeladen, Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstraße 44. 117/12 Achtung! Achtung! Branereiarbeiter. Heute, Sonntag, den 9. Februar er., nachmittags 1½½ Uhr, in Keller's Festsälen( oberer Saal): Deffentl. Versammlung der Brauereiarbeiter. 66| 15 Tagesordnung: 1. Die Maßregelungen auf dem Münchener Brauhaus. 2. Die beiden Arbeitsnachweise. 3. Verschiedenes. Pünktliches, zahlreiches Erscheinen wird zur Pflicht gemacht. Große öffentliche de ni Muster und Kreatiche Gutachten in Orig.- Carton 1 Schuhmacher- Versammlung in allen einschlägigen gratis oder direct durch plombirt 1/2 Pfund Cacao- Haus Maether& Co. Nachfolger, Berlin 29 Amsterdam. Höchste Auszeichnungen. Staatsmedaille 1892. In Deutschland ca. 15000 Verkaufsstellen. Man achte genau auf Firma und Schutzmarke( geflügeltes Schiff). Wegen Liquidation Der Damenmäntel- Firma Berg& Nesselroth Berlin C., Königstr. 33, Ecke der Neuen Friedrichstraße, sollen die noch bedeutenden Waarenbestände und anderes zu Feltfaxirten Preisen ausverkauft werden. Zum Verkauf gelangen nur Neuheiten der Saison. 4102* Regenmäntel aus den besten Stoffen und neueste Façons 6, 10-15 m., früher 15, 25-36 M. Elegante Winter- Jaquettes, Capes u. Kragen für 6, 8-15 M., früher 15, 20-36 m. Elegante wattirte Abendmäntel 8, 10-30 m., früher 15, 25-75 M. 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Es ist Pflicht jedes Dekorationsmalers, zu besagter Versammlung zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder. 26076 Der Bevollmächtigte. Hasenhaide. Neue Welt, Hasenhaide. Den verehrlichen Vereinen beehre ich mich, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich am 1. März cr. das obige Etablissement übernehme und 2584b vollständig renovirt eröffnen werde. August Frölich, fr. Keller's Hofjäger, Hasenhaide. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Steppdecken!! Jeden Sonntag: Grosser Ball. Mufit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht erstaunlich billig in der Fabrit den Parteigenoffen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen Berlin Sunentgeltlich zur Verfügung. Tages- Restaurant Weiß- und Bairisch- BierEmil Lefèvre, rains. Oranienstr. Lotal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf.-2 Vereinszimmer find noch einige Tage zu vergeben. C. Fischer. Admiralstr. 18c. 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Hoffmann, Veteranenftr. 14, Actien- Brauerei- Gesellschaft Moabit. oil Winspe10 Berlin NW., Stromstr. 116. diede Fernsprecher Amt Moabit No. 127. 48691* 2. Wahlkreis. Oeffentliche 14 große öffentliche Versammlungen Heute Abend 6½ Uhr, bei Zubeil, Linden Straße 106: der Mäntelnäherinnen, Bügler, Zuschneider, Stepper, Stepperinnen, KinderkonfektionsVersammlung für Männer und Frauen. Näherinnen, Herrenkonfektions- Schneider und-Näherinnen, sowie Schneider und Näherinnen Bortrag des Genoſſen Heinr. Schulz: Bestalozzi Konfektions- Industrie und seine Bedeutung für die moderne Arbeiterbewegung. 211/5 Entree 10 Pf. Nachdem: Gemüthliches Beilammensein. aller Brauchen der am Montag, den 10. Februar, abends 8 Uhr. Achtung! 6.Wahlkreis, Achtung! Für Centrum: Gr. sozialdemokratische Versammlung Für den Often: am Dienstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr, Für den Nord- Osten: int Bernhard Rabe's Salon, Solbergerstraße 23. Für den Süd- Osten: Tages Ordnung: 1. Die Nothwendigkeit der politischen Organisation. Referent: Reichstags- Abgeordneter Möller- Dortmund. 2. Diskussion. 219/13 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Für den Westen: Der Einberufer. Für den Norden: Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 9. Februar, abends 6 Uhr: Grosse Versammlung im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c. Für Wedding- Gesund brunnen: Für Moabit: Vortrag des Herrn Dr. Völkel aus Braunschweig Für Nixdorf: über:" Vorsehung". Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 56/16 Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder Zutritt. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Dienstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr, Englischer Garten, Alexanderstraße 27c. ( Paster's Gesellschaftshaus, Neue Königfrake 7, in der Nähe des Königsthores. Brauerei Friedrichshain, am Königsthor. Nieft's Festsäle, Webereake 17. ( Konzerthaus Sanssouci, Koftbuferffraße 4a. Rautenberg's Festsäle, Oraniene. 180 und Vereinshaus ,, Südost", Waldemarlfe. 75. Königshof( großer Saal), Bülowtrake 37. ( Berliner Prater, affanien- Allee 7. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 35 und Gründel's Festsäle, Brunnenstraße 188, in der Nähe des Rosenthaler Thores. Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. Ahrens' Brauerei, Stromstraße 11-16. Viktoria- Säle, Hermannstrake 48-50. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Wie haben sich die Großkonfektionäre zu unseren Forderungen gestellt? 2. Diskussion und Beschlußfassung darüber. Die Referenten werden in den Versammlungen bekannt gemacht. Kollegen und Kolleginnen, diese Versammlungen werden von entscheidender Wichtigkeit sein, in Cohn's Festfälen( gr. Saal), Beuthstr. 20-21, 1 T.: konfektionäre wird sich ergeben, was weiter geschehen soll. es ist daher Pflicht aller Betheiligten, zahlreich zu erscheinen. Aus der Stellung der GroßGemeinschaftliche Mitglieder- Versammlung der Verwaltungen Berlin- Zentrum,-Nord,-Moabit,-Ost, Rixdorf, Schöneberg und Charlottenburg. Tages- Ordnung: 1. Die Verschmelzung der hiesigen Verwaltungsstellen und die Einrichtung eines Auskunfts- Bureaus. 2. Wahl eines Bureaubeamten. 3. Bericht und Neuwahl der Agitationsfommission für die Provinzen Brandenburg und Pommern. 4. Verbandsangelegenheiten. Nur Mitglieder haben Zutritt! Mitgliedsbuch legitimirt! Bu zahlreichem und pünktlichem Besuch laden ein 120/10 Die Ortsverwaltungent Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 16. Februar 1896, vormittags 10 Uhr, bei Bergner, Annenstr. 16: Bundes- Sihung. 1. Vortrag über Gesundheitspflege. 2. Bundesangelegenheiten und Aufnahme neuer Vereine. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfeft. Anträge. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Die Vereine werden darauf aufmerksam gemacht, daß am 1. März, mittags 1 Uhr, Vorstellung in der Urania" stattfindet. Zur Aufführung ge langt:„ Das Antlig der Erde." Billets find in obiger Versammlung und bei P. Gent, Dresdenerstr. 107/108, 1. Stfl. 4 Tr., sowie bei P. Jahn, Schönhauser Allee 177c, zu haben. In anbetracht der wichtigen! Tagesordnung werden alle Vereine erwartet. 43 7 Der Vorstand. 164/12 Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins, Im Auftrage: J. Timm, Vertrauensmann. Kranken- u. Begräbnißkasse für die im Berliner Gürtler: n. Brouzeurgewerbe beschäftigten Personen ( E. H. Nr. 60). Dienstag, den 18. Februar 1896, Abends 8 Uhr, bei Möhring, Admiralstr. 18c: Ordentliche Generalversammlung. 2601b Tagesordnung: 1. Jahresbericht pro 1895. 2. Wahl des gesammten Vorstandes und der Ausschußmitglieder. Zutritt haben nur großjährige Mitglieder. Quittungsbuch als Legitimation erforderlich. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in der Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: R. Schmolt, Vorsitzender. Zinkgießer, Stürzer! Dienstag, den 11. Februar, abends 812 Uhr, bei Schuhmacher, Bücklerstr. 49: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Kassirers. 2. Gewerkschaftliches 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Der Vorkand. 260/4 Achtung! Oeffentliche Versammlung Kürschner! der an solzbearbeitungs Maſchinen und auf Holzplätzen Mitglieder- Versammlung Montag, 10. b. M., abends 81/2 Uhr, im Lokal von Feind, Weinstraße 11. 93/13 Die Ortsverwaltung. Spandau. Dienstag, den 11. d. M., abends 8 Uhr, der Pichelsdorf: beschäftigten Arbeiter am Montag, den 10. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Keller, Koppenr. 29( oberer Saal). Tages- Ordnung: 83 13 1. Situationsbericht. 2. Weitere Beschlußfassung. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, sämmtliche Vorkommnisse in den Arbeitsnachweisen bekannt zu geben. Der Vertrauensmann. Maler und Berufsgen. Deffentliche Boltsverjammlung Allg. Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitgliederversammlung der Filiale Berlin I. Am Dienstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr, für die Mitglieder finden in folgenden Lokalen Versammlungen statt: Für den Süden und Süd- Osten bei Stramm, Ritter- 2. ftraße 123. Referent: R. Millarg. Thema: Fortschritt und Armuth." Für den Osten bei Wiedemann, Blumenstr. Nr. 38. Referent: A. Hoffmann. Für den Westen und Schöneberg bei Paulisch, Sulmstraße 37. Referent: Dr. Weil. Die Versammlungen beginnen Punkt 8 Uhr. scheinen erwartet 125/2 Zahlreiches ErDie Bevollmächtigten. Oeffentl. Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordn. ueb- Mülhausen über:„ Das Roalitionsrecht der Arbeiter und grober Unfug im Sinne des Strafgesetzbuches. Disfussion. 3. Gründung eines Vereins. Rege Betheiligung ist erwünscht. 264/7 Der Einberufer. Der Polizeistunde wegen pünktliche Eröffnung der Versammlung. Möbel- Ausverkauf Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den il. Februar, abends 8½ Uhr, im Sokal von Hencke, Naunynstraße 27. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten P. Singer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 19/5 Bitte dringend, daß alle Arbeiter und Arbeiterinnen in dieser Versammlung erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Vertrauensmann der Allgem. Arbeiter und Arbeiterinnen. 0. Schüler. Achtung! Achtung! Metallarbeiter. ift fomit bie einzig reelle Gelegenheit gegeben, Am Montag, den 10. Februar 1896, abends 8½ Uhr: des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Wegen ganz bedeutender Vergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waaren lager zu noch nie dagewesenen Preisen vollständig aus. Zum Umzuge und für Brautleute Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen und billigst einzukaufen. Man laffe sich nicht burch unmögliche Anpreisungen blenden, fondern besichtige sich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche dieselben mit billigsten Preisen. Durch Einkauf von 9 großen Möbellagern zu günstigen Bedingungen verkaufe ich ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbelhändler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften Spott preisen. Kleiderspind 15 Mart, Nußbaumleiderspind 30, Muscheltleiderspind35, Kommode Sopha 16, Sprungfedermatraße Steittiffen Nußbaum trumeaur mit Stufe Go, Plüschgarnitur 50, aller in Schrifftgiehereien beschäftigten Arbeiter meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend Dienstag, den 11. Februar, abends 7/2 Uhr, im Lonisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tages- Ordnung: Große öffentliche Versammlung in Meyer's Salon, Müllerstraße 7. Tages- Ordnung: 1. Wie gedenken die Metallarbeiter die jetzige gute GeSchäftsperiode zur Verbesserung ihrer Lage auszunuken." Referent: Kollege Rohrlack. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 120| 11 Hierzu sind die Arbeiter der Maschinenfabriken von 1. Vortrag: Die moderne Produktion und ihre Folgen für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten von der Gewerkschaftskommission.. Sentiſſen 18, Spiegel 9, Guible 2, but Eduard Becker, Karl Flohr, C. S. P. Fleck Söhne und 4. Berschiedenes. Der Einberufer. Maler. Filiale Berlin II ( Nord). nette, hochfeine Blüschgarnitur 105 Mart. Doch A. Göde speziell eingeladen. Mittwoch, den 12. Febr., abends 8 Uhr, in Gründel's Getaufte Möbel fömmen foſtenfrei auf meinen Festsälen, Brunnenstraße 188: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die Aufgaben der Gewerkschaften. Referent: Reichstags Abgeordneter W. Klees. 2. Diskussion. 125/3 Jedes Mitglied ist verpflichtet, für den guten Besuch dieser Versammlung zu sorgen. NB. Gäste find uns sehr willkommen. Der Vorstand. J. A.: L. Jakobeit. feine Nußbaum- und Majagoni- Möbel spottbillig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilzahlung. Brautieute, welche ihre Möbel bei mir taufen, erhalten ein hochzeitsgeschent gratis. Kein Abzahlungsgeschäft. Eigene Tapezier11. Tischlerwertstätten, vier große Möbelspeicher. Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden dann durch eigene Gespanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb. 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Maurer Silberschmidt tabelt, daß die Zimmerer ohne vorherige Verständigung mit den Berliner Maurern vorgehen. Dieselben würden dadurch in einem für sie für einen Lohnkampf ungünstigen Zeitpunkt in Mitleidenschaft gezogen, da infolge der milden Witterung bereits die meisten Bauten fertiggestellt werden konnten, die neu anzufangenden Bauten aber noch nicht in Angriff genommen werden. Aus diesem Grunde dürften die Zimmerer auch nicht auf große materielle Hilfe seitens der Maurer rechnen. Die Versammlung erklärt durch ihre Abftimmung den Streit schließlich für gerechtfertigt und verspricht möglichste Unterstügung. geworden. Der Redner geht nun auf die Ursachen seines| Freitag, den 7. Februar, im Louisenstädtischen Klubhaus, AnnenBerwürfnisses mit den Parteiführern ein, deren erstes die straße 16 abgehalten mit der Tagesordnung: 1. Se chen= Haltung der Konservativen Korrespondenz" anläßlich des fog. fchaftsbericht, Rassenbericht und die Statistik Die Denkkraft der Reaktionäre im Landtag scheint immer Scheiterhausen- Briefes, dessen er sich nicht zu schämen habe", ge- vom zweiten Halbjahr 1895. 2. Bericht über die mehr einzuschrumpfen; sie rennen blindlings mit dem Kopfe wesen sei. Als der Brief im Jahre 1888 geschrieben worden sei, ohnbewegung der Bimmerer und Schneider. gegen die auf sie immer mehr eindrängenden Fragen der Zeit, hätten die Mittelparteien mit den verruchtesten Mitteln den 3. Gewerkschaftliches. In der Sigung der 2. Kammer vom 3. Februar wurde bei dem jungen Kaiser in ihre Neze ziehen wollen. Das habe im Inter- Der Punkt 1 der Tagesordnung wurde durch Geschäftss Stapitel: Universität Leipzig, das Streben weiter effe der konservativen Partei verhindert werden müssen, und ordnungs- Antrag auf die nächste Sizung vertagt, um den DeleFrauenkreise, an dem Studium der Wissen zu dem Zwecke sei der Brief geschrieben. Die Kons. Korr.", die girten Zeit zu geben, den erschienenen Halbjahrsbericht mit der schaften theilnehmen zu dürfen, zur Sprache gebracht mit ihm( Stöcker) an demselben Strange gezogen und gleichfalls darin enthaltenen Statistik der Berliner Gewerkschaften und der und der Kultusminister zu einer Erklärung hierüber ge- die mittelparteiliche Politik mißbilligt habe, hätte nun Marken- und Kassenabrechnung einer gründlichen Prüfung unter. nöthigt. Man sollte es kaum glauben, daß ein verhältniß nach Veröffentlichung des Briefes im Vorwärts" denselben, ziehen zu können. Gleichzeitig wurde beschlossen, in Punkt 2 der mäßig junger Kultusminister noch die alte Phrase von der der doch eine Parteifache wäre, für seine" Privatmeinung erflärt. Tagesordnung den Bericht über die geplante Aussperrung der von Gott gewollten Stellung der Frau, die nur Das sei unrecht gewesen und habe daher den ersten Grund zur Berliner Hutmacher aufzunehmen. ins Haus und in die Familie gehöre, zur Grundlage seiner ab- Mißstimmung gegeben. Diese Sache sei aber zwischen ihm und Mit den Berichten über die gegenwärtigen Lohn. lehnenden Erklärung machen würde, die Frauen nicht zum der„ Kons. Korr." ausgeglichen worden. Dann sei die Hege ge- bewegungen begann der Vertreter der Zimmerer, Lehmann. Studium zuzulassen. Und wie falbungsvoll verstand er es, zur tommen, die ihn in die Verbrechen des„ unglücklichen Mannes" Er setzte die Gründe, die zum Streik führten, auseinander und großen Befriedigung aller Kammerphilister und Pantoffelhelden,( Hammerstein's) verwickeln sollte, wobei die mittelparteiliche bezeichnete die endgiltig aufgestellten Forderungen: 9 stündige und zum Gaudium aller Roués, von der Frau als Haus- Presse Haus Presse schlimmer gewesen wäre als die Juden und Arbeitszeit und einen Stundenlohn von 55 Pf. pro Stunde, als ehre" zu sprechen. sozialdemokratischen Blätter. Statt nun in folch schwerer so bescheidene, daß im Verhältniß zu im Verhältniß zu den Gefahren, Nun, die falbungsvolle Predigt des Kultusministers wurde Beit an seiner Partei einen Rückhalt zu haben hätte die der Beruf mit sich bringe, die Bewilligung der gerade nicht sehr sauft ihres falschen Zaubers entkleidet, als Graf Schlieben ihu aus dem Elfer Ausschuß und selben bei der gegenwärtigen günstigen Konjunktur etwas Genosse Goldstein für die Gleichberechtigung der Herr Von Roon ihn aus der Partei zu drängeln selbstverständliches sein müsse. Er spricht den Wunsch aus, daß Frau auf allen Gebieten des öffentlichen versucht. Das sei nicht schön gewesen und nobel auch nicht. Die Gewerkschaftskommission sich mit dem Vorgehen der Zimmerer Lebens eintrat und an Thatsachen nachwies, daß die Wirth-( Bravorufe.) Auch seien die mittelparteilichen Blätter über ver- einverstanden erklärt. schaftspolitik der Gegner des Frauenstudiums die Frau von trauliche Berathungen im Elfer Ausschuß besser informirt gehäuslichen Arbeiten wegreiße, sie in die Fabrik, auf den Bauwesen als die konservativen. Ferner habe man ihm u. s. w. treibe und daß bei den heutigen Produktionsverhält- zum Vorwurf gemacht, daß er in Liegnit mit den nissen dafür gesorgt werden müsse, daß Unverehelichte christlich- sozialen„ Jungen" verhandelt hätte. Er habe sich hierdes weiblichen Geschlechts zur Erhaltung ihrer Existenz bei nichts vergeben, da die Liegniger von den Irrthümern der einen bürgerlichen Erwerb ergreifen können. Aber was Jungen" frei wären. Auch diese Schwierigkeiten seien beseitigt. nüßen bei dem unerhörten geistigen Tiefstand der Reaktionäre Dann blieben noch die Vorwürfe wegen der Haltung des Volk". die vernünftigsten Einwände, die bescheidensten Wünsche, die Obgleich er seit sechs Jahren feinen Einfluß mehr auf das schlagendsten Gründe, sie schlagen alles in den Wind, bis eines Volk" hätte und also für dessen Haltung nicht verantwortlich geTages ein freierer Bug fie hinwegfegen wird. Es bleibt also macht werden könne, habe er sich doch zu der Erklärung verstanden, auch dabei, daß die Hochschulen den Frauen verschlossen bleiben. nichts im„ Volk" zu veröffentlichen, so lange dies Blatt sich nicht Selbst der Kostenpunkt für die Einrichtung eines besonderen Ses auf der von ihm bezeichneten Linie bewege. Die von ihm ver- Der Vertreter der Hutma cher berichtet, daß seines minars für weibliche Studirende mußte als ein Grund für die langte weitergehende Erklärung habe er nicht abgegeben, um Gewerkschaft eine allgemeine Aussperrung seitens der Hutfernere Ausschließung dienen. Niemand außer den sozial- nicht ein politisch todter Mann sein zu wollen. Aber nicht die fabrikanten drohe, wenn die Berliner Arbeiterschaft nicht insdemokratischen Abgeordneten trat in dieser Frage auf die Haltung des Volt", sondern die verschiedenen sozialen gesammt hinter den Hutmachern stehe. Die Ursache dazu sei die Seite des Fortschritts freilich kein Wunder, wenn man Anschauungen der Christlich- Sozialen und der Maßregelung einer Arbeiterin der Firma Bambus u. Co. in der weiß, weß Geistes Kinder die Abgeordneten der Kartell Konservativen seien als Ursache der Scheidung anzusehen. Seine Chausseestraße wegen ihrer agitatorischen Thätigkeit für die parteien sind. fozialen Bestrebungen wären fiets sehr maßvoll gewesen und hätten Hutmacher- Organisation. Mit dieser Arbeiterin verließen sämmtAm 6. Februar gab es eine heftigere Debatte bei den Etats- sich im Rahmen der Sozialpolitik der Regierung bewegt. liche Arbeiter die Fabrik, auch die weiblichen, im ganzen 80. posten Leipziger 3tg." und" Dresdener Journal". Mit den Jungen" habe er keine Gemeinschaft gehabt. Er habe Da sich dieser Schlag gegen die Organisation richtet, weil eine Letzteres erfordert einen Zuschuß von 58 540 Mart. Genosse dem Pfarrer Naumann die Mitarbeiterschaft an der Hilfe" ver- Verständigung bisher nicht zu erzielen war und der Verband Geyer meinte, diese Summe set so gut wie zum Fenster sagt und auch, als in Breslau die„ Jungen" das Losungswort der Wollhutfabrikanten beschloß, seine sämmtlichen Betriebe zu hinausgeworfen. Wenn die Regierung durchaus ein eigenes ausriefen:" Das Land den Maffen", habe er sich dagegen schließen, so müsse man auf diese rigorose Handlungsweise eine Organ haben wolle, so folle man eine Verschmelzung beider gewandt und die Nothwendigkeit der Erhaltung deutliche Antwort geben. Blätter vornehmen, das werde sowohl finanziell als auch des Großgrundbesiges vertreten. Nie habe er Faber betont die prinzipielle Bedeutung dieser Angelegen hinsichtlich des Inhalts beider Blätter günstig wirten. eine Organisation des gesammten Proletariats den heit, die Angriffe der Fabrikanten richten sich in diesem Falle Das Dresdener Journal" sei inhalt resp. werth- Klassentampf gewollt, sondern. sein Bestreben sei, die gegen die Organisation der weiblichen Arbeiter überhaupt, 103, und die Leipziger Zeitung" führe als ez blatt wertthätige Bevölkerung in Berufs- und Interessenvereinen darum hätten die Arbeiter umso mehr die Aufgabe, die Organis einen rüdigen Ton gegen die Sozialdemokratie, weil die Regie- zu organisiren. In England seien die Berufsvereine fation der Frauen zu unterstützen. Auch den Hutmachern wird rung die Verantwortung dafür ablehne. noch vor 50-60 Jahren so revolutionär gewesen, daß sie jedes seitens der Delegirten die volle Sympathie und Unterstützung Der Wahlunrechtsminister v. Metzsch wollte den Spieß Mitglied verpflichtet hätten, auf Befehl einen Fabrikanten zu er- zugesichert. umkehren und der sozialdemokratischen Presse Anstand lehren, morden was auch in Birmingham thatsächlich geschehen sei- Die Angelegenheit der Brauer betreffs der bei einer fam aber damit sehr schlecht an, denn Genosse Geyer verlas heute wären diese Vereine sehr ruhig; fromme Leute und Brauerei schwebenden Streitigkeiten wird dem Ausschuß nur ein Bitat aus der Leipziger Beitung", das der Temperenzler gehörten zu ihren Mitgliedern und noch vor überwiesen. Minister selbst zu tadeln sich gezwungen fah, obgleich er sonst wenig Jahren wäre ihre Generalversammlung mit einer Rede Auch die an den Holzbearbeitungs- Maschinen gern vertheidigt, was gegen die Sozialdemokratie verübt wird. eines Bischofs eröffnet worden. Das sei die Folge beschäftigten Arbeiter treten nach dem Bericht ihres Und den Konservativen legte Genosse Geyer ein der Berufsorganisation. Unser deutsches Proletariat Proletariat sei Delegirten Biel am kommenden Montag in einen Streit, um die Pröbchen unfläthigster Schimpfereien auf den zwar organisirt, zu Wahlzwecken, unter der neunstündige Arbeitszeit und einen prozentualen Lohnaufschlag Reichstag aus ihrem offiziellen Parteiorgan, Führung von Bebel, Liebknecht und Singer. Diese zu erzielen. Der Ausstand hätte die beste Aussicht auf Erfolg, Vaterland" vor, das die Herren zum falsche Organisation müsse beseitigt werden durch Berufs- da Streikbrecher nicht aufzutreiben wären. Fischer und Litijiu Echweigen, aber beileibe nicht zum Erröthen brachte. Die organisation, welche die große proletarische Welt zertheile und warnen, obwohl die Lage aller Arbeiter eine gedrückte sei, so Provokation des Ministers hatte also den vereinigten Reaktionären wieder Korpsgeist in die Massen bringe. Gegenüber einer solchen wenig planvoll eine Reihe Streits zu gleicher Zeit vorzuteine freudige Stunde bereitet. Der Präsident Ackermann dämonischen Macht wie der Sozialdemokratie müsse man Geduld nehmen, da die materielle Leistungsfähigkeit der Arbeiter erlaubte sich bei der Debatte wieder Eingriffe in die Redefreiheit haben. Vieles sei jedoch auch hier schon besser geworden durch die dadurch zu sehr angespannt und eine Bersplitterung der Kräfte und wollte Geyer in seinen Ausführungen parteiisch hindern. Sozialreform und durch das Sozialistengesetz. Das Auftreten der zur Folge habe. Millarg rügt energisch das inkorrekte Verhallen Allein, auch er rfiff ab, als ihm Geyer über diese Beschränkung Sozialdemokratie sei maßvoller geworden. Aber nur wenn die dieser Gewerkschaft, die ebenfalls ohne Verständigung mit den der Redefreiheit eine eindringliche Vorlesung gehalten hatte. lebendige Macht des Christenthums im öffentlichen Leben sich geltend Holzarbeitern Berlins, die bedeutend in Mitleidenschaft gezogen Das Wahlgeset kommt jedenfalls erst am Mittwoch in mache, sei es möglich, den Geist der Sozialdemokratie zu bekämpfen. würden, jetzt allein vorgehe. Solle auch nicht gewartet werden, die erste Berathung. Man will in den fartellparteilichen( Beifall.) Die Mittelparteien feien nicht im stande, diesen Kampf bis die günstige Zeit verstrichen sei, so müßten doch die GewerkFraktionen erst noch den Abgeordneten Gehorsam einpeitschen, zu führen. Das sei vielmehr Sache der Christlich- Sozialen und schaften mindestens vorher informirt sein. Auch die Delegirten damit sie das Gesetz apportiren. Man merkt es mit jedem Tage nur möglich durch freiere Stellung der Kirche, die nicht der Holzbildhauer und Drechsler find nicht informirt, mehr, daß die herrschenden Kreise unfähig sind, ein so intelligentes byzantinisch sein dürfe. In konservativen Zeitungen meint namentlich die ersteren die sofort und direkt dadurch am Arbeiten Wolf, wie das sächsische, zu„ regieren". Ueber die Folgen ihres der Redner habe ich heut gelesen: die Konservativen gehen gehindert sind, wenn die Dekoupirer und Fraiser streifen, Borgehens ist sie sich nichts weniger als flar. Und selbst in jetzt rechts und Stöcker links." Nein, meine Freunde, das was ohne vorhergegangene Mittheilung entschieden als vermerf großbürgerlichen Kreisen wird diese Unfähigkeit unliebsam werden Sie nicht erleben! Wir gehen noch weiter(!) lich bezeichnet wird. Do st erklärt, daß sich die einzelne Bennche verspürt. Man weiß in jenen Kreisen sehr wohl, daß rechts!"( Großer Beifall.) Die fonfervative Partei fei nicht den Zeitpunkt für ein Vorgehen vorschreiben lassen könne. die Sozialdemokratie von dem Streich der Bolts- jetzt nicht der Lage, in Arbeiterkreisen zu wirken, Trotzdem wird auch dieser Streik santtionirt mit knapper Entmündigung die allergrößten Vortheile hat und warnen die da fie mit dem agrarischen Nothstande zu Majorität und die Hilfe der Gewerkschaften dadurch zugebilligt. herrschenden Kreise eindringlichst. Aber wen die Götter ver- thun habe, deshalb müßten die Christlich- Sozialen diese Auf- Die Verlesung der Präsenz liste ergiebt, daß die derben wollen, den schlagen sie mit Blindheit. Die Sozialdemo- gabe übernehmen. Es sei eine Trennung der Konservativen in Telegirten der Portefeuille- Arbeiter, Pußer, Schirmmacher, tratie Sachsens wird die Situation auszunuzen verstehen und zwei Richtungen nöthig, wovon die eine die ganzen sozialen Ver- Schäfte- Arbeiter, Stockarbeiter, Schlächter, Binkgießer, Bäcker, nicht nur die nächsten Reichstagswahlen, auch die Gemeinde- hältnisse umfaffe. Diese müsse an den kleinen Mann denken Böttcher, Bureau Arbeiter, Defateure, 1 Fabrik- und Hilfs wahlen werden davon Zeugniß ablegen. Mit dem Muthe der nicht nur an den Fabrik- und Landarbeiter fie müsse sozialarbeiter, Glafer, Chirurgische, Instrumenten- Arbeiter und Röche Kaltblütigkeit steht sie ihren Gegnern gegenüber. wirken, denn sie gehöre mit dem Volke zusammen, aber nicht nicht anwesend sind. mit dem mittelparteilichen Bourgeois. Auch der Kampf Zur Lohnbewegung der Ronfettionsbranche gegen die Uebergriffe und Anmaßungen des Judenthums müsse theilt Millarg mit, daß ein Grund zu Erörterung dieser Anweiter geführt werden.( Beifall.) Nun wollen wir sehen so gelegenheit nicht vorliege, da die Arbeiter und Arbeiterinnen in schließt der Redner ob wir uns in dieser Freiheit und Un- bester Einigkeit gemeinsam handeln. Die zur Zeit seitens des Hofprediger a. D. Stöcker besprach am Freitag vor einer gebundenheit nicht nützlicher machen können, als in der Vereini- Herrn Regierungsraths Dr. Sprenger, sowie des Gewerbegerichts vom Vorstande der christlich- sozialen Partei ein- gung mit den Konservativen. Das ist der Zweck der Scheidung mit den streitenden Parteien schwebenden Verhandlungen müßten berufenen Versammlung die Ursachen seiner Verdrängung aus( Stürmischer Beifall.) Oberwinder, Redakteur des Volt", in Ruhe abgewartet werden und würden die Montag stattder konservativen Partei. Der Saal der Tonhalle war von mehr erklärt gleichfalls, daß Stöcker keinen Einfluß auf das Blatt hatte, findenden 14 Versammlungen die Entscheidung bringen. Der als 2000 Personen besucht. Wie gewöhnlich in christlich- sozialen daß er( Oberwinder) vielmehr seit März 1890 die selbständige Schneider Wiesemann verlangt trotz des Unwillens Versammlungen wurde auch diesmal Stöcker bei seinem Er- Leitung der Zeitung ausübe. Er weist den Vorwurf zurück, daß der Versammlung darüber, daß die Angelegenheit über= scheinen mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Seine Stimmung er den Lesern des Volt" langsam das soziale Gift habe ein- haupt verhandelt wird, die Kommission möge entscheiden, schien jedoch, im Gegensatz zu früher, etwas gedrückt zu sein. träufeln wollen. Das Blatt siehe auf dem Boden der kaiser- daß die lokalorganisirten Schneider in die Lohukommission ge Als dieser Mann sich im vorigen Jahre an derselben lichen Botschaft Wilhelms I. Der nächste Redner Redakteur wählt werden und Stellung genommen werde zu dem Vorgehen Stelle vor seinen Getreuen wegen des bekannten Scheiterhaufen von Gerlach, hat den Professor Geb. Rath Wagner zu des Gewerkschaftsbureaus und des Vorwärts", welche die Briefes rechtfertigte und mit unverfrorener Dreiftigkeit, in dem dieser Versammlung eingeladen. Derselbe habe ihm brieflich Annoncen zu den am Sonntag von ihrer Richtung geplanten Gefühl, der konservativen Partei unentbehrlich zu sein, den frag- mitgetheilt, daß er nicht erscheinen könne, da er sich als Rektor Versammlungen inhibirt hätten; die Versammlungen würden nun lichen Brief, der ihn nach den von seiner Partei offiziell ver- der Universität nicht politisch bethätigen wolle, daß er aber die erst recht abgehalten werden. tretenen Anschauungen in derselben hätte unmöglich machen Trennung billige, und gewünscht hätte, sie wäre schon früher gemüffen, als eine harmlose Sache hinzustellen suchte, fonnte man fchehen. Herr Wagner räth in diesem Briefe den Christlich feine Haltung am besten mit dem Berliner Worte bezeichnen: Sozialen, nicht zu scharf gegen die Jungen vor Mir tann feiner!" Heute machte fich dagegen in zugehen, da ein zusammengehen mit diesen Ton und Ausdruck seiner Rede die Stimmung eines näher liege, als ein Anschluß an die Konser Menschen bemerkbar, der sich schweren Herzens in eine ihm un- vativen, die mehr Neigung hätten, sich der bequeme aber unvermeidliche Situation fügt. Stöcker führte Stumm'schen Richtung anzuschließen. Viele kon etwa aus, daß ihm die Scheidung von der konservativen Partei, servative Vertrauensmänner so meint Herr v. Gerlach mit der er und die Christlich- Sozialen so lange zusammen ge- weiter- wären bereits aus der Partei ausgetreten. Man dürfe fämpft, blutfauer geworden sei. Troß der Trennung von der sich nicht scheuen, nöthigenfalls den Kampf gegen die bis konservativen Fraktion würden die Chriftlich- Sozialen aber An- herigen Freunde zu führen. In seinem Schlußwort betonte gehörige der Gesammtpartei der Konservativen bleiben. Von vielen Stöcker, daß es jetzt vor allem darauf ankomme, die Seiten seien ihm Glückwünsche zugegangen. Das beweise, daß die unter den sozialen Verhältnissen leidenden 80 pCt. unseres Volkes Scheidung für nothwendig gehalten werde.( Zuruf: Sehr richtig!) Die für die christlich- vaterländische Gesinnung zu gewinnen, beziehungsKonservativen, namentlich auch Großgrundbefizer des Ditens, weise sie darin zu erhalten; er schloß mit dem Wunsche, daß die hätten vordem die Berliner Bewegung materiell und moralisch Zeitung„ Das Volt" jetzt durch und durch schriftlich- sozial werden unterstützt und wenn diese jetzt nicht mehr mit ihm zusammen- möge: eine Fahne, um die sich seine Partei scharen könne. Mit gehen wollten, so liege das an der Verschiedenheit der beider Hochrufen auf Stöcker und die christlich- soziale Bewegung ging feitigen sozialen Anschauungen. Er( Stöcker) sei der Alte ge- die Versammlung auseinander. blieben, er sei durchaus nicht radikaler geworden in seinen sozialen Anschauungen; im Gegentheil sei er jetzt nicht mehr so stürmisch Die öffentliche Versammlung der Dele als in jüngeren Jahren. Aber die Konservativen wären andere girten zur Berliner Gewerkschaftskommiffion wurde am dem " Versammlungen. in der Lage, 311th viel " Dr. Braun weist die Angriffe gegen den Vorwärts" zurück und bezeichnet das Verhalten Wiesemann's als einen Berrath gegen die Berliner Arbeiter; so muß man es bezeichnen, wenn einige Tage vor der endgiltigen Entscheidung der Dinge der aller Voraussicht nach aussichtslose Versuch gemacht wird, in der Schneiderbewegung Sonderbestrebungen anzuzetteln, störend in den Gang der schwebenden Verhandlungen einzu greifen. Einem solchen Gebahren dürfe der Vorwärts" nicht Worschub leisten, da sonst mit recht die Arbeiter entrüstet sein müßten. Diejenigen, die in so provokatorischer Weise Uneinigkeit in der Schneiderbewegung zu schaffen suchten, seien dadurch vor den Arbeitern gerichtet! Es hieße die Geschäfte der Gegner besorgen, gingen die Schneider auf diese Quertreibereien ein, umsomehr, da wie verlautet, die Firma Manheimer 10 000. zur Unterstützung des Streits gegen die Schmußkonturenz" gestiftet hat. Nach einigen Geschäftsordnungs- Debatten wird auch dieser Punkt der Tagesordnung verlassen. Im legten Punkt: Gewertschaftliches theilt der Vertreter der Schriftgießer mit, daß der Streik der Schristgießer bei der Firma Berthold nach achttägiger Dauer zu gunsten der Arbeiter beendet ist und dieselben sämmtlich wieder eingestellt wurden. " 94 9. Februar, nachmittags 5 Uhr, Sigung. Nach derselben Fidelitas. Theater- und Vergnügungs- Verein Tarragona". Sonntag, den Vergnügungs- Klub Oftend. Sonntag, den 9. Februar, nachmittags w ufommen. Die Arbeiter- Bildungsschule diskutirte am 4. Februar in bericht über das 4. Quartal entgegen, der eine Einnahme von 127 M., wie dies meine Lohnbücher ebenfalls beweisen fönnen. einer Fortsetzung der Generalversammlung vom 28. Januar d. J. 314,40 mt. und eine Ausgabe von 286,58 Mt. ergab. Nachdem Wenn es Mißstände im Adressenwesen giebt und sie ganz zu den von mehreren Mitgliedern der Nordschule eingebrachten An- dem Kassirer Decharge ertheilt war, wurde Grycze wsti als leugnen, habe ich keine Veranlassung- fo find sie in erster Linie trag auf Wiedereinführung der Diskutir an stelle der 1. Bevollmächtigter, Priemer als 2. Bev., Hagen als 1. Kassirer auf die in den letzten Jahren entstandenen Konkurrenzgeschäfte jetzigen Rede- lebungen. Der Vorsitzende Heinrich und 20ste als 2. Raffirer in die Ortsverwaltung gewählt. Hierauf zurückzuführen, die sich nicht entblöden, die Verkaufspreise für Schulz legte zunächst in ausführlicher Rede die Gründe dar, berichtete Heidenreich über die Verbandsherberge bei Preuß, Adressen im Interesse des Kundenfangs derartig herabzusetzen, die ihn dazu bewogen hatten, auf Ginführung der Nede- lebungen Neue Friedrichstr. 20. Dann hielt Friedr. Hofmann einen daß das in diesen Anstalten beschäftigte Personal eben that zu bringen. Der Zweck der Schule, der ausschließlich darauf interessanten Vortrag über das Recht auf Faulheit". Zum sächlich nichts verdienen kann, weil die Inhaber selbst nichts hinauslaufe, einer kleineren Zahl von strebsamen Arbeitern die Schluß ersuchte der Bevollmächtigte die Anwesenden, ihm alle erübrigen können." für die Befreiung der Arbeiterklasse nothwendigen geistigen Werkstätten, wo am 18. Januar nicht gearbeitet wurde, schleunigst In Köpenick hielt am 26. Januar die dortige Filiale der Waffen gebrauchen zu lehren, erheische, daß nur Unterrichts- mitzu theilen, damit man der Agitationskommission des D. M. V. Allgemeinen Arbeiter und Arbeiterinnens fächer gelehrt würden, die diesem Ziele zustreben. Das sei durch das betreffende Material baldigst zur Verwerthung überweisen Bereins für Berlin und Umgegend eine Versammdie sogenannten Diskutir Uebungen, wo ohne viel Kontrolle tönne. lung ab, wo Genosse Menzel unter lebhaftem Beifall über quantitativ viel, qualitativ dagegen sehr wenig geredet worden Die Zeutral Krankenkasse der Maurer Deutschlands bas moderne Vagabundenthum" sprach. Es kam dann folgendes fei, nicht erreicht worden. In den Rede- Uebungen dagegen( Bahlstelle Berlin) legte in ihrer Mitgliederversammlung am zur Sprache. Die Wittwe des im vorigen Jahre durch versuche er, den Schülern eine Anleitung zum forretten öffent- 26. Januar den Kassenbericht vom 4. Quartal 1895 vor. Danach Verbrübung in der Kuhnheim'schen Fabrik ums Leben gekommenen lichen Reden zu geben, indem er methodisch zunächst die mehr hat die hiesige Zahlstelle mit einem Bestand vom voraufgegangenen Bereinsmitglieds Lehmann, die 5 noch unerzogene Kinder zu äußerlichen Gesetze des Redens, im Anschluß daran die Geseze Quartal eine Einnahme von 34 261,80 m. erzielt, der eine Aus- ernähren hat, habe auf ihre Bitte um Unterstüßung unter für den inneren Bau einer Rede behandele. Der Redner friti- gabe von 32 985,25 m. gegenübersteht. Als Bestand verbleiben anderem den Bescheid erhalten, Dr. Kuhnheim könne sich bei der firte dann die Antragsteller sowie einige der übrigen sich in der mithin 1276,59 M. Da der bisherige Bevollmächtigte für Un- Ausdehnung seines Geschäfts um derartige Dinge nicht fümmern. Schule von Anfang an breitmachenden Koterien und Kliquen, fälle sein Amt niedergelegt hatte, wurde an dessen Stelle das Die Versammlung drückte darüber ihre Entrüstung aus. Hierauf die, weit davon entfernt, die großen Gesichtspunkte ins Auge zu Mitglied Garbe gewählt. Sodann wurde beschlossen, die Bahl- fchritt man zur Vorstandswahl, die folgendes Resultat hatte: faffen und dadurch zum Fortschritt der Schule beizutragen, im stelle des Nordens von der Wollinerstr. 3 nach der Swinemünder. Kniffert, 1. Vorsitzender; A. Wille, Kassirer; Gegentheil durch meistens sehr kleinliche und persönliche Straße 140 bei Bries zu verlegen. Daselbst wird von jetzt ab. Wegener, Schriftführer; sämmtlich Glienickerstr. 21 in Nörgeleien ein Krebsschaden für die Schule wären. Er schloß jeden Sonnabend, abends von 8-10 Uhr, tafsirt. Röpenid. mit dem Wunsche, daß die Schule sich zunächst im Innern Der Verein der Zimmerer hielt am 26. Januar in dem Am 2. Februar wurde in Köpenick im Raiserhof" eine einigen möge, um dann den äußeren Gefahren umso kräftiger entgegentreten zu können. Die Diskussion war rege. Von Lokale Vittoria- Park, Badftr. 12, eine Versammlung ab. Nach Bewertschafts- Bersammlung aller Branchen Schwandt, Reinede und Fratscher wurden die einem interessanten Vortrag des Genossen Reßler beschäftigte abgehalten, wo Genoffe Pörsch über„ Die Beseitigung des früheren Diskutirabende vertheidigt, indem sie bestritten, sich die Versammlung mit gewerkschaftlichen Angelegenheiten. Privateigenthums" referirte. Der Vortrag wurde beifällig aufdaß in denselben im allgemeinen ziemlich unfruchtbar geredet Von dem Mitglied Schulz wird darauf aufmerksam gemacht, genommen. Biegelmann theilte dann mit, daß im Monat worden sei und daß die jezigen Rede- lebungen zum Ziele daß bei der Firma Groher Arbeiter wegen ihres Eintretens für März das Gewerkschafts Kartell ins Leben treten führten. Wildung, Minde u. a. widersprachen dem sehr die Forderung eines Stundenlohnes von 55 Pf. gemaßregelt werde. Sämmtliche Gewerkschaften haben sich verpflichtet, bis Hierauf energisch, während Hansen und Georg Wagner mehr die sind. Jezt ist der Lohn bewilligt. Er empfiehlt deshalb den zu Ende dieses Monats Delegirte zu wählen. aus Der Mitte der Versammlung die Frage allgemeine Situation der Schule erörterten. In seinem Schluß- Berufskollegen, nicht unter diesem Anspruch in Arbeit zu treten. wurde worte ging Heinrich Schulz noch einmal auf die gegnerischen Ein anderes Mitglied spricht sich dahin aus, daß für die Zim- angeregt, ob es nicht angebracht wäre, Schritte zur Einwände ein. Er empfahl dann einen Antrag auf Ablehnung merer gegenwärtig eine günstige Konjunktur zur Ausbesserung Errichtung eines Gewerbegerichts in Köpenick zu unteraller die Aenderung des Lehrplanes betreffenden Anträge, wodurch der Löhne vorhanden sei. Mit einer Aufforderung zum Beitritt nehmen. Biegelmann bemerkte hierzu, daß er in dieser die Mitglieder am besten ihr Einverständniß mit der Leitung der in die Organisation und der Empfehlung, den„ Bauhandwerker" Sache beim Magistrat vorstellig geworden, aber abschlägig bes schieden sei. Die Versammlung war der Ansicht, der Magistrat Schule aussprechen könnten, und wodurch auch der Schule die zu abonniren, schließt die Versammlung. werde erst dann ein Gewerbegericht ins Leben rufen, wenn die unbedingt nothwendige Ruhe zur inneren Fortentwickelung ge- Die in der Kürschuerbranche beschäftigten Arbeiter nahmen gesammte Köpenicker Arbeiterschaft ein solches Verlangen stellt. währleistet würde. In der Abstimmung wurde dieser Antrag in einer öffentlichen Versammlung, die am 30. Januar tagte, den Das Bureau erhielt den Auftrag, nach dieser Richtung hin die mit 85 gegen 17 Stimmen angenommen. Damit waren alle Bericht ihres Delegirten, Kürschner Wi er, über die Thätigkeit nöthigen Schritte zu thun. anderen Anträge abgelehnt. Nach Erledigung einiger under Gewerkschafts- Kommission entgegen. Die Versammlung er wichtigeren Angelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. tlärte sich mit der Stellung ihres Vertreters einverstanden und Die Vereinigung aller in der Schmiederei beschäftigten übertrug ihm abermals auf ein Jahr die Vertretung in der Perfonen( Filiale Berlin Ost) ehrte am 28. Januar in einer Kommission. Dem Bericht folgte eine eingehende Uebersicht über 5 Uhr, bei Birt, Straußbergerfir. 3, Sigung. Nachdem Fidelitas. Gäste zahlreich besuchten Versammlung das Gedächtniß der verstorbenen die Agitation der Vertrauenspersonen. Im verflossenen Jahre Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag fein Unterricht. Die Leseräume Kollegen Aug. Menzel, worauf Genosse A d. Hoffmann wurden 9 öffentliche Versammlungen einberufen und 30 Sigungen find von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. unter vielem Beifall über das Thema Jm Kampf ums Dasein" abgehalten. Wie der Berichterstatter Stegge bemerkt, sei Unterricht am Montag: Südost Schule, Waldemarstr. 14: sprach. In der Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Deffentliche Gesundheitspflege. r Diskussion rügte Dörgeloh wiederum die immerhin ein nicht zu unterschätzender Erfolg zu verzeichnen. Die Nationalötonomie. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume Zustände auf dem Junungs- Arbeitsnachweis in der Mulachstraße Mitgliederzahl im Berband ist gestiegen und außerdem sind in find zur Benuhung der Bibliothet und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials und ermahnte um thatkräftige Agitation für die Vereinigung. einigen Werkstätten bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse erzielt. fchon von 8 Uhr an geöffnet. In der Pause, die hierauf folgte, wurden eine bedeutende An- Die Abrechnung ergab eine Einnahme von 448,47 M. und eine Lefetlub Karl Marx, bei Grube, Mariendorferfir. 6. Borträge, BorTefungen. Gäste willkommen. zabl Kollegen als neue Mitglieder aufgenommen. Nach dem Ausgabe von 366,18 M. Bei der Neuwahl der Vertrauens- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender Kaffenbericht, dessen Richtigkeit die Revisoren bestätigten, wurde personen wurden Regge, Hoppe, Seidenkamp, Ab. Neumann, Pafewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalenber dem Kassirer Decharge ertheilt. Der Vorsitzende machte hierauf Wittig und Frl. Köhler mit der Führung der Agitation sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Montag, abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Bieber bekannt, daß zur besseren Orientirung der Mitglieder die betraut. Unter Verschiedenem ersucht Wier um einen recht tafel der maler, Annenfir. 6, bet Ehrenberg.: 8utunft I, Stegli, Adressen der Kassirer resp. Hilfskassirer in jedes Mitgliedsbuch regen Vertrieb der Bons. Ein Gerücht, das im engeren Kreife bornftr. 16a, Echelhose's Gambrinus.- Arbeiter- Gefango. Borwärts Ill, eingefügt werden, und ersuchte, dieses zu beachten. Zwecks Gin- fursirt, der Vorsitzende der Krankenkasse, Dobronz, habe ichtenberg: Friedrichsfelde, Prinzen Allee& bei Karl Schulz. Sieber 310 etg, att mannsluft, Berlinerstraße bei Berbe.- Biebesfreibett II, ziehung der Kosten für die Versendung des Bruder Schmied" Gelder veruntreut, wird von dem Mitgliede Michaelis als Strausberg, Rosenstraße 1 bei Brammbach. Glodenrein( gem. Chor), find neuerdings 10 und 30 Pf.-Marken eingeführt worden. vollständig unwahr bezeichnet. Echönhauser Allee 46 bei Höhne.- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Ewinemünderftr. 49.- Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 89.Die Mitglieder wurden ersucht, damit keine Störung in der zu Zu den Mittheilungen über die Lage der Adressensendung des Bruder Schmied" eintritt, alle vorkommenden Wrangelfir. 84 bei Redang. Männerchor Sangestuft II, Wohnungs Veränderungen sofort beim schreiber ging uns von dem Inhaber des in der Blumenstr. 80/81 Bevollmächtigten straße 3 bei Ad. Neumann. Harmonie 2, Weinstraße 11, Restaurant befindlichen Adressenbureaus, Herrn Adolf Schustermann, Feind. inigtett 3, Groß- Lichterfelde, Amalienſtr. bet G. Senger. H. Schmidt, Breslauerstraße 8, zu melden. Seibt wünschte ein längeres Schreiben zu, woraus wir das folgende veröffent- tingmüller'iches Doppelquartett, Neu- Weißenfee, nar. 18 bei Aufklärung über die Lage des Streits der Wiener Kollegen, von bei Ww. Busch. Junge Eiche, Reinickendorf, Schwedenftr. dem im Vorwärts" berichtet wurde; es soll, ehe die Unter- lichen wollen: Hartmann. Solidarität, Drantenftr. 109 b. Greifer. Freya 2( gem. Als ich Anfang 1892 mein Geschäft begründete, existirte Chor), urbanstr. 61 b. Wulle. flüßung der Wiener Kollegen geregelt wird, eine Anfrage beim bereits am hiesigen Plaze eine Anzahl von Adressenbureaus, amerislee 28 acht auf II, Ertner, Restaurant Seebab am Gefangverein belweis 4, Rummelsburg, Rant- und schleife für den verstorbenen Kollegen Menzel, die von dessen ben jetzt so vielfach beanstandeten von 2,50 M. pro tausend Adressen. Borstand in Hamburg erfolgen. Zur Aufbewahrung der Kranz welche fast durchweg einen noch niedrigeren Preis bezahlten, als Götheftraßen- de b. Mertens.- Gefango. ber Metallarbeiter Offen", Blumenstr. 46 bei Tomaschat. Frau dem Verein als Andenken überwiesen wurde, soll ein ent- Mit Ausnahme eines Bureaus zahlten sämmtliche Schreibanstalten sprechender Schrank angefertigt und im Verkehrslokal des einen Durchschnittslohn von 1,75 M. bis 2,50 M. Ich fette Vereins angebracht werden. Zum Schluß richtete Kaiser an von Anfang an als niedrigsten Satz für das die Versammelten eine kurze Ansprache, worin er sie aufforderte, Ausschreiben von 1000 gewöhnlichen Adressen 2,50 M. fest und festzuhalten an den bisher erreichten Erfolgen und der Ortsverwaltung bei der Agitation helfend zur Seite zu stehen. Der bezahlte je nach der Art der Adressen bis zu 5 M., eventuell diesjährige Maskenball wird am 29. Februar bei Joel's, Andreas- sogar noch mehr. Der Durchschnittsverdienst eines Schreibers Straße 21, abgehalten. stellte sich, wie ich dies aus meinen Lohnlisten unwiderleglich beweifen tann, bei regulärer Arbeit auf 12-15 M. pro Woche. Im Verband der Möbelpolirer sprach am 27. Januar Außerdem beschäftigte ich von Anfang an ein ständiges Perfonal, das Mitglied Weber über das Thema: Der Streit als Mittel welches alle diejenigen Adressen- Kategorien ausarbeitet, deren zur Erringung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen. Redner Bufammenstellung längere Zeit in Anspruch nimmt und von legte dar, welche Bedeutung das Koalitionsrecht für die Arbeiter ungeübten Leuten, die nur vorübergehend sich mit Adressenhat und vertritt die Meinung, daß nur in Epochen wirthschaft schreiben befassen, überhaupt nicht in sachgemäßer Weise vorlichen Aufschwungs eine Lohnbewegung Erfolg verspreche. Es genommen werden kann, sodaß dann diese Adressen von müsse aber vor allen Dingen die Stärkung der Organisation, die den eigentlichen Akkordarbeitern nur abgeschrieben zu werden wichtigste Aufgabe zur Durchführung eines Lohnkampfes, aufs brauchen. Dadurch unterschied sich allerdings mein Bureau dringendste empfohlen werden. In der Diskussion wendet sich seit jeher von fast allen gleichartigen Instituten, in denen das Mitglied Schulz besonders an die Arbeiterinnen, indem er auch solche Kategorien von ungeschulten Leuten aus dem darauf hinweist, wie durch die geringere Bezahlung ihrer Ar- Adressenmaterial herausgesucht werden müssen, wobei die Bebeitskraft eine verderbliche Konkurrenz groß gezogen wird, die treffenden allerdings trop redlicher Mühe nichts verdienen können, Art der Entlohnung aber selbst die schreiendste Ungerechtigkeit wenn sie diese Arbeit in Afford machen müssen. Jede in fich birgt. Derartige Zustände können nur beseitigt werden, tomplizirte Arbeit, die ich Akkordarbeitern wenn die Arbeiterinnen sich gleichfalls der Organisation an- übertrage, wird von mir auf Beit bezahlt und schließen. Der Beitritt fei für sie um so leichter, als der Beitrag kann ich den Wahrheitsbeweis hierfür durch Vorlegung meiner nur 10 Pf. pro Woche betrage und von der Erhebung einer Lohnbücher antreten. Ich beschäftige jetzt durchschnittlich 70-75, Einschreibegebühr abgesehen werde. Der Aufforderung des bei flottem Geschäftsgange 100-120 Personen, worunter sich eine Redners wurde recht rege nachgekommen und ließen sich mehrere Anzahl auf Wochenlohn resp. Monatsgehalt angestellte, fowie der Anwesenden als Mitglieder aufnehmen. auch einige Hausarbeiter befinden. Der Durchschnitts- Wochenverdienst einer größeren Anzahl dieser Personen beläuft sich auf 18-20 M. und beträgt in einzelnen Fällen bis 25 und " Die lette General- Versammlung der Filiale Moabit des deutschen Metallarbeiter- Verbandes nahm den Raffen Für Kassen2 M. per Zahn. Garantie. Blomben 1,50 M. schmerzlos. Mitglieder Babieben vollIos 75 Pf. ständig schmerz 2608b Balu- Atelier, Nitterstraße Nr. 106. 8-8 Uhr. Bur insegnung enorm billia 3000 Std. schwarze Kleiderftoffe bedeutend unter Preis. Cheviot reine Wolle, Cachemire Mtr. 75 Pf., 95 Pf., Armure 1,45. Coteline Mohair reine Wolle 11. Wolle mit Seide, Mtr. 1,85, Alpacca 2,20, 2,65 M. Satin Merveilleux) reine Seide, Satin Duchesse tr. 1,25 Wt. bis 3,60 M. Satin Damast W. Pestachowski, Große Frankfurterstraße 86, zwischen der Markus- und Marfiliusstraße. 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