Nr. 38. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. == Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petzeile oder deren Naum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Konsumvereins- Chikanirung. Freitag, den 14. Februar 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. den Konsumenten, auch wenn sie Beamte oder maligen Lobpreisern verfolgt, weil die Arbeiter sich Offiziere find, verboten oder erschwert wird, sich zwar das Gute zu nutze machten, das eine Konsumin Konsumvereinen zu organisiren. Und Erschwerungen organisation zu bieten vermag, feineswegs aber für dieses Unsere Gesetzgebung soll, nach dem Wunsche der chikanösester Art waren in der Kommission vorgeschlagen, Linsengericht ihr Erstgeburtsrecht der freien Meinung und reaktionären Parteien, in eine neue Aera eintreten, deren und es bedurfte großer Mühe seitens der Opposition, die des Strebens, die Gesellschaftsordnung von Grund aus Umrisse von Friedrichsruh aus vorgezeichnet wurden: die sich in der Minorität befand, um diese Ausnahmegeseze in etwas umzugestalten, aufgaben. Arbeiter sollen zur Strafe dafür, daß sie Sozialdemokraten wenigstens zu mildern. Ursprünglich wollte die Mehrheit Und weil nicht unbedeutende Massen sozialdemokratischer find, chikanirt werden, jegliche Berücksichtigung ihrer der Kommission ganz uneingeschränkt gelten lassen, daß nicht Arbeiter nicht von Partei wegen, sondern aus privaten berechtigten Interessen soll schwinden. Neben den großen nur der Verkäufer bestraft wird, der in einem Interessen sich in Konsumvereinen organisirten, deshalb Mitteln wie Wahlentrechtung, werden eine Reihe kleiner Konsumverein Waaren an Nicht mitglieder wissentlich ver- bekämpfen die Arbeiterfeinde diese Organisationen erst vorgeschlagen, deren Erfolg sich mit den Friedrichsruher kauft, sondern auch dasjenige Mitglied, das aus recht. Vorschlägen deckt. Dabei soll denjenigen Bevölkerungs- dem Konsumverein oder von einem mit diesem wegen Ab- Jm Königreich Sachsen, wo man ja die Vergewaltigungsfreisen, welche die großkapitalistische Entwickelung gabe von Waaren in Verbindung stehenden Gewerbe- politik zur Staatsraison erheben will, geht man noch bru zermalmt und zerstört, eine Scheinhilfe gewährt treibenden auf grund seiner Mitgliedschaft bezogene Waaren taler vor, als in der Reichstags- Kommission. und ihnen vorgeredet werden, nicht der Groß gegen Entgelt gewohnheitsmäßig oder gewerbsmäßig an Am 30. Januar d. J. kam in der zweiten sächsischen tapitalist, sondern der Arbeiter ist ihr Feind. Damit Nichtmitglieder veräußert. Kammer ein Antrag Rüder( f.) zur Verhandlung, der glauben die sich für sehr schlau haltenden Füchse der Durch diese Bestimmung würde bei jeder Arbeiter- nicht mehr und nicht weniger wünscht, als eine UmsatzOrdnungsparteien zweierlei erreichen zu können: erstens, oder Beamtenfamilie, welche Kostgänger, Pensionäre n. dergl. ste u er für Konsumvereine, die bis auf 3 pt. gesteigert daß die Mißstimmung, welche der kleine Besitzende infolge besitzt, der widerlichsten Denunziationspest Thür und Thor werden soll. Unsere Genossen Poste It, Stolle und des wirthschaftlichen Bersehungsprozesses empfindet, sich zu- geöffnet worden sein. Die Butter wie der Käse, die Seife, Seifert wiesen sehr treffend nach, welche Ungerechtigkeit nächst gegen die Arbeiter und deren klaffenbewußte Ver- das Licht wie das Petroleum hätten für die Kostgänger in dieser Steuer liegen würde, die nicht den privaten Ge tretung, die Sozialdemokratie kehrt, und zweitens, daß das nicht von den Waaren genommen werden dürfen, die aus werbetreibenden, sondern nur die Konsumvereine belasten durch diese mit Hilfe der Kleingewerbetreibenden besser ge- dem Konsumverein stammen! Bis 150 M. Geldstrafe sollte soll. Bostelt rechnete vor, daß der von ihm geleitete Konsumfnebelt werden können. man solche furchtbare Verbrechen bestrafen! verein„ Vorwärts" in Dresden dann jährlich etwa 67 500 M. Abgaben zu zahlen hätte und so den Mitgliedern 50 pCt. der Dividenden geraubt würden! So wie die Margarine- Chikanirung die Bauern zu Es gelang der Opposition schließlich, die Mehrheit dem Glauben bringen soll, sie hätten keine besseren Freunde zu bewegen, den Chikaneparagraphen dahin abzu als die Margarinefeinde, so wird im Reich wie im schwächen:" Die Abgabe von Gegenständen, welche MitProbirländel der Reaktion, im Königreich Sachsen, glieder von Konsumvereinen aus solchen beziehen, in ihrer ein Feldzug gegen die Konsumvereine eröffnet, der Speise- Anstalt oder ant ihre Kost gånger dieselben mit Chikanen aller Art der Vernichtung entgegen zum als baldigen persönlichen Verbrauch, führen soll. fällt nicht unter vorstehende Strafbestimmung." # Das half nichts! Die Majorität des sächsischen Landtages tritt für diese schreiende Ungerechtigkeit ein; sie erklärt, daß sie die selbständigen Existenzen der Kaufleute schüßen wolle und nimmt auf die Interessen der wirthschaftlich noch Schwächeren, der Arbeiter und Kleinbürger, gar Im Reich ist aus der beinahe unschuldig aussehenden Immerhin bleibt das freie Verfügungsrecht keine Rückficht. Natürlich ist die antisemitische Demagogie Regierungs- Vorlage von der Kommission ein Aus- beschränkt, das sonst jeder Käufer über seine rechtmäßig dabei einig mit der konservativen. nahmegesetz gegen Konsumvereine geschaffen erworbene Waare besitzt; mit jeder anderen Waare Der Antrag ist der Beschwerde- und Petitionsdeputation worden, wie es bisher in der ganzen deutschen Gesetzgebung können ihre Besitzer thun und lassen, was sie wollen die überwiesen worden, der bereits ähnliche Petitionen von seines gleichen nicht findet. Was jedem Privathändler er- Konsum vereins- Waare dürfen sie aber nicht nach Seiten der Kaufleute vorliegen. Mit welcher Eile und Unlaubt ist, wird dem Konsumverein verboten. Um dem Vor- freiem Ermessen weiter veräußern, nur zum alsbaldigen geschicklichkeit übrigens dieser Antrag ausgearbeitet wurde, wurf einseitiger Ungerechtigkeit zu entgehen, erstrecken persönlichen Verbrauch in ihrer Speise Anstalt oder an offenbar um nach Außen hin bei den Kleingewerbefich die Beschlüsse der Konsumvereins Kommission ihre Kostgänger ist ihnen dies gnädigst gestattet worden! treibenden, denen das Wahlrecht geraubt werden nicht uur auf die die Konsumvereine welche Ers Db aber nicht diejenigen Parteien, welche mit Hilfe soll gute Stimmung für die Reaktionäre zu machen, werbs und Wirthschafts genossenschaften sind, der Kleingewerbetreibenden Siege gegen die Arbeiter erringen beweist der Unistand, daß der. Wortlaut des sondern auch auf Konsumanstalten, welche von Arbeit wollen, bei den Plenarberathungen diesen Gnadenerlaß zu Autrages juristisch unhaltbar und nicht einmal gebern für ihre Arbeiter oder Beamten betrieben Falle bringen werden, bleibt noch abzuwarten. Die eng- richtiges Deutsch ist, wie ein nationalliberales Mitglied der werden, sowie auf alle Gesellschaften, Korpo- herzigste Interessenpolitik mancher Krämer will eine völlige sächsischen Kammer rügte. Als darauf unser Genosse Stolle rationen, Vereinigungen, namentlich auf Vernichtung oder strengste Einschränkung der Konsum im Landtage die Konservativen fragte:„ Hat sich jemals Beamten und Offiziersvereine, deren wesent- vereine; sie betrachten diese als eine unberechtigte Er- eine Partei mehr blamirt als die Ihrige?" erhielt er dafür licher Geschäftszweck es ist, ihren Mitgliedern oder für be scheinung, durch die ihr, wie sie meinen, privilegirtes An- vom Präsidenten Ackermann einen Ordnungsruf. Aber stimmte Berufstreise in dem Bezug von Waaren Vortheile recht auf die Geldbeutel der Konsumenten eingeschränkt recht hatte Stolle deshalb doch, wenn auch freilich vorläufig zu verschaffen". wird! Als ob die Konsumenten der Händler wegen da in Sachsen der Unfinu Sieger bleiben wird. Es sollen So wenig es zu billigen und zu dulden ist, wenn wären oder nicht vielmehr die Händler um der Kon- eben auch noch die letzten Schlafmützen von den Ohren des Beamte während ihrer von den Steuerzahlern bezahlten sumenten willen! deutschen Michel gezogen werden das ist die kulturDienstzeit in irgend einer anderen Geschäftsthätigkeit, Dieselben Konsumvereine, welche vor jetzt drei Jahr historische Mission der Rückwärtsler, die sie auch mit der also auch in einer Konsumanstalt, thätig sind, so wenig zehnten als unfehlbares Mittel zur Vertilgung der Sozial- modernen Chikanegesetzgebung erfüllen. entspricht es dem gleichen Recht für alle, sobald demokratie angepriesen wurden, werden jetzt von ihren ehe55 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Hätte ich mein Geld sonst wieder bekommen?" fuhr die Gräfin auf, er war ein Spieler." " Ich habe Ihnen heute gezeigt," sprach Benno weiter, ,, wie leicht man durch Verführung zum leichtsinnigen Spieler werden kann, Sie haben genug verspielt." " Ja, wahrlich," stöhnte die Gräfin, so viel, daß ich faum von hier fort kann." " Ich war damals als Freund des Lieutenant v. Scheven an der Ehrenschuld betheiligt, und schwur: Ihnen einmal eine Lektion zu geben. Sie können genug haben. Ich, mein Freund und seine Frau, wir sind gerächt, ich will zeigen, wie man böse Weiber düpirt und zahm macht. Sie ließen damals ein zartes Mädchen oft eingeschlossen im Zimmer sigen, jetzt lasse ich Ihre Tochter, die Sie mir zur Frau anbieten, sitzen, denn ich bin längst verheirathet." Ein gellender Schrei ertönte und Elly fiel wie ohnmächtig in ihren Stuhl. Die Gräfin und Elly erhoben sich mit zustimmenden dankbaren Blicken und fenkten dann verschämt die Augen vor Benno und Theodor, die sich als vornehme Kavaliere verabschiedeten und sie verließen. 33. Was in aller Welt konnte der Grund hierzu sein? Um so größer war seine Freude; er lachte einmal über das andere schadenfroh auf, daß er drei Uebel zugleich so schnell losgeworden. Dann brachen beide förmlich zusammen. ,, O Blanka, rief Kurt, Du ahnst nicht, welch ein be Die Gräfin war ihr Geld, Elly ihren Mann los, ohne seligendes Gefühl es ist, dem Bereiche einer stets nörgeluden, einen andern erobert zu haben. zänkischen Frau und einer biffigen, bösen Schwiegermutter fern zu sein. Wie athme ich auf, befreit von einer jahrelangen Qual! Wie bin ich beglückt nach einem liebeleeren Dahinleben, voll liebloser Behandlung, in Dir meine erste, wahre Liebe wieder zu finden! Wie bin ich Dir dankbar, daß Du mich nicht vergessen und mir Trene bewahrt." Er umarmte Blanka und sie tauschten einen langen, heißen Kuß. Zur Linken des Kurhauses führt ein etwas steil auf steigender Weg nach dem freundlichen Dörfchen Steinbach, dem Geburtsorte des großen Baumeisters Erwin, der den Straßburger Münster. erbaute. Dort hatte ein uns bekanntes Paar Zuflucht und Wohnung gefunden und verlebte in stiller Burückgezogenheit recht glückliche Stunden. Es waren Kurt und Blanka. " Ja, die treue Liebe ist eine niebesiegte Macht!" rief Blauka, sie hat mich aufrecht erhalten in Hoffnung, sie hat In Baden- Baden und im dortigen Kursaal waren mir den Muth und die Kraft gegeben, das zu vollbringen, fie zwar schon einige Male gewesen, aber sie hatten sich was ich mir selbst nicht zugetraut hätte: mit Dir zu ents nur verstohlen gezeigt, denn es war ihnen nicht umbes fliehen. Nur noch einmal wollte ich die schönen Stunden kannt, daß die Gräfin und Elly unter den Badegästen erleben, die das erste Lieben mir geboten, nur noch weilten. einmal dem einzig geliebten Manne an der Brust ruhen und dann sterben. Doch nun Du frei bist, möge kommen was da wolle, ich juble auf, ich will Dich fest halten in meinen Armen und ganz Dir leben." Die Gräfin war vor Bestürzung keines Wortes mächtig. " Ich denke, auch wir sind nun hier zu Ende," nahm Heute gingen sie mit großer Freude den Waldweg, der Theodor von Rürdorf jetzt das Wort. Möge uns das nach Baden- Baden führte. Schicksal nicht wieder feindlich zusammenführen. Damit Sie fühlten sich freier, denn sie brauchten sich nicht Sie aber sehen, daß ich es nicht eilig mit dem Geld habe, mehr zu fürchten, gesehen zu werden. und Ihnen nur zeigen wollte, wie wehe das Mißtrauen Kurt von Bergkuhn hatte das Dokument in der Tasche, thut, so lege ich fünfhundert Gulden hier nieder, damit worin seine Frau durch ihre eigenhändige Unterschrift bees Ihnen ermöglicht wird, bald hier fortzukommen." fräftigte, daß sie einverstanden sei mit der Scheidung, daß Benno fügte dem hinzu:„ Ich reise morgen zu meiner Frau sie ihre Ghe als gelöst betrachte. und meinen Kindern nach Frankreich zurück. Wir ver- Er konnte sich nicht erklären, wie es gekommen, daß sprechen Stillschweigen." seine Frau so schnell eingewilligt. " Damit fein Gerede entsteht, will ich die Damen, mit Noch mehr aber wunderte er sich, daß seine sonst so denen ich hier oft gesehen wurde, zur Bahn bringen und hartnäckige, ja geizige Schwiegermutter es ihr erlaubt habe, Sie können mit demselben Zuge abreisen. Für heute-zu unterschreiben, denn damit übernahm sie ja seine Schulden gute Nacht." zu bezahlen. Meine süße Blanka! Welches Leid, welche trübe Zeit wäre mir und Dir erspart worden, wenn das Schicksal uns nicht auseinander gerissen hätte." ,, Lieber Kurt! Du ahnst nicht, welche fummervollen Stunden eine Braut durchlebt, die den Geliebten, den sie einzig und wahrhaft liebt, verliert. Ein immer währender Schmerz nagt an ihrem Herzen, keine Freude lächelt ihr vollkommen, immer muß sie des Einen gedenken, den sie liebt, überall wird sie ihn vermissen, für den ihr Herz in Liebe glüht, von dem sie nun für immer getrennt ist. ( Fortsetzung folgt.) Politische Neberlicht. Berlin, 13. Februar. Gewand des Gesezes hüllt, das ist gleichgiltig: der Punkt, sin, Artikel 4 der Ronvention von 1884 aufrecht auf den es ankommt ist, daß die in den Händen erhalten." der Regierung und der herrschenden Klassen und Der Reichstag bereitete sich heute ein kleines Parteien befindlichen Machtmittel zur Vergewaltigung kann ohne die Zustimmung Englands. Das ist die sogenannte Der oben erwähnte Artikel 4 bestimmt, daß die TransvaalRepublik feine Verträge mit auswärtigen Mächten abschließen Fester trieb auswärtige Politit", ein Leckerbissen, den des Volkswillens, oder sagen wir richtiger des Majoritäts- Suzeränität, welche die englische Regierung durch die Fassung er in deutscher Bescheidenheit sich selber verboten hat. Daß willens benutzt werden. Oder ist es keine Vergewaltigung, des deutschen Kaisertelegramms verlegt glaubte was der Herr v. Marschall über die Transvaal- Angelegenheit reden wenn einem Volfe gegen den ausgesprochenen Willen und Anlaß zu dem großen Spektakel war. wolle, war schon seit 10 Tagen bekannt. Und als das leidenschaftlichen Protest der Mehrheit des Volkes ein Da die deutsche Regierung den Artikel 4 ausdrücklich Weißbuch geſtern Morgen erschien, wußte man auch, daß politisches Grundrecht genommen, die politische Mündigkeit anerkannt hat, so ist jeder Grund zu weiterem Gefeife wegUnd geraubt wird? Ist die Entmündigung eines Volkes, die gefallen. geftört Unterfuratelstellung eines Volfes nicht eine Vergewaltigung? die Rede sehr harmloser Natur sein werde. damit ja die friedliche Stimmung nicht werde, gaben die Unternehmer des Traktaments sich vor der heutigen Sigung viel Mühe, um zu erwirken, daß feine ernsthafte Debatte sich an die Rede Marschall's anschließe. Ohne die Sozialdemokratie wäre das auch geschehen. = * * Ein Vers Chronik der Majestätsbeleidigungen. werden faun? - die schlimmste Vergewaltigung, die überhaupt gedacht fahren wegen Majestätsbeleidigung gegen den verantwort lichen Redakteur des„ Stettiner Boltsboten" ist eingestellt niemals Recht werden. Wird das Attentat auf das sächsische gegenüber der bürgerlichen Presse bemerkt war, daß Gewalt aber, das ist ein alter Grundsatz kann worden. Es handelte sich um eine Notiz, in welcher Der Nationalliberale und nationale Jubelgreis Ham der herrschenden Klassen mit Bestimmtheit zu erwarten, so Einladung zu der Feier am 18. Januar erhalten Landtags- Wahlrecht verwirklicht, was bei der Verblendung die sozialdemokratischen Abgeordneten, falls sie eine macher leitete die Vorstellung ein, worauf Herr v. Marschall ist jedem Menschen in Sachsen, der sich in seinem Rechte würden, dieser nicht Folge leisten würden. Nach der Herr Reichskanzler hatte es vorgezogen, dem kleinen gekränkt fühlt, und der einen Funken von Mannhaftigkeit der in der badischen Kammer abgegebenen Erklärung Feste fernzubleiben mit der ihm eigenen Geschicklichkeit, im Herzen und„ Ehre im Leibe" hat die Pflicht auf des Staatsministers Dr. Nott sollen von dem Gnadenakte alle Klippen vermeidend, seine Rede vom Stapel ließ. Sie erlegt, mit aller Kraft dahin zu wirken, daß das neu ge- des 18. Januar auch solche Majestätsbeleidigungen getroffen war tadellosgerade so wie die Marschall'schen Noten in schaffene System wieder beseitigt wird. Das Volk wird zum werden, bei denen der eigentliche böse Vorfaz fehlt. Daß dem Weißbuch aber fie sagte auch was nicht in diesen gesagt ist, und was in diesen nicht nicht eher ins Land kommen, als bis entweder der Wider vor dem 18. Januar Berufung gegen das schöffengerichtliche auch nichts, Kampf gegen die Regierung gezwungen. Und Ruhe kann dieser Gnadenakt sich auch auf Straffälle bezieht, in denen gefagt ist, das sagte sie auch nicht. In dem Weißbuch wie stand des Volkes gebrochen und die Ruhe des Kirchhofes Urtheil eingelegt worden ist, versteht sich nach der„ Straßb. in der Rede Marschall's glänzt aber durch Abwesenheit hergestellt oder das geschaffene Wahl unrecht weg- Bost" von selbst; denn man müsse doch vor der Begnadigung gerade das, was uns vor allem interessirt, und was den gefegt ist. ganzen. Transvaal- Spektakel hervorgerufen hat- nämlich dem Verurtheilten noch die Möglichkeit des Erweises lassen, die Depesche des Kaisers. Sie war das Rührmich nichtan, Der Wahlgefehentwurf im sächsischen Landtage. daß er überhaupt nicht schuldig ist. um das die Herren Patrioten sich herumschleichen wollten, aus Dresden meldet uns eine Privatdepesche: wie die Katze um den heißen Brei. Deutsches Reich. Der Wahlgesehentwurf wurde nach zweitägiger Redeschlacht Auch der Zentrumsmann Lieber, der in Windthorst' an die Gesetzgebungsdeputation verwiesen. Dagegen stimmten trag Mecklenburg Schwerins, betreffend die Zollbegünstigungen Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sihung den Anscher Weise eine große staatsmännische Rede dadurch an- die Sozialdemokraten. Die Bertheidigung des Entwurfs war bei der Einfuhr von Getreide und anderen Erzeugnissen des fündigte, daß er feierlichen Schritts auf die Rednerbühne tläglich. Die konservative Majorität stimmen dafür. Die Landbaues, sowie die Vorlage, betreffend die Verleihung von stieg, nippte nur an dem seltenen Leckerbissen und vermied Nationalliberalen waren gespalten. Der Minister v. Metsch be- Korporationsrechten an die mit dem Size in Düsseldorf neu sorgfältig den heißen Brei. Das gleiche thaten die Herren gründete den Entwurf sehr unglücklich; seine Angriffe auf die gebildete" Westdeutsche Handels- und Plantagen Gesellschaft" Ausschußbericht geschmackvolle Kunststück fertig brachte, für die Agrarier im Sozialdemokratie wurden energisch von unseren Rednern zurück über den Entwurf eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen, betreffend allgemeinen und der letztere für die Doppelwährung ins gewiesen. Die Gegner wurden kleinlaut, besonders die National- die Wahlen der Mitglieder der Bezirksvertretungen und der besondere Reklame zu machen. liberalen, denen ihre Annegionsbestrebungen von 1866 vorgehalten Kreisvertretungen wurde die Zustimmung ertheilt. Erst Richter brachte Ernst in die Debatte und be- wurden. Ein kaiserlicher Glückwunsch. Die ,, Dresdener handelte ziemlich eingehend die famosen Flottenpläne. Er Nachrichten" und der Frankfurter Generalanzeiger" brachten in Ju Frankreich hat der Senat die Unvorsichtigkeit den letzten Tagen die Nachricht, der Kaiser habe die konservative führte u. a. den Fürsten Bismarck als Befürworter einer begangen, der Regierung des Herrn Bourgeois ein Miß- Parteileitung zur Ausscheidung Stöcker's beglückwünscht. Das gemäßigten und besonnenen auswärtigen Politik gegen trauensvotum zu ertheilen. Wenn deutsche Zeitungen, die" Bolt" bemerkt hierzu, ihm sei dieſe Nachricht bereits vor acht den Zickzackkurs ins Feld- allerdings nur ein Scherz, in der Ausräumung, des kapitaliſtiſchen Augiasſtalles ein Tagen als authentisch aus parlamentarischen Kreisen zugegangen. denn der Altkanzler hat in der Praxis mit ziemlicher Verbrechen gegen die heilige Weltordnung erblicken, nun schon Bimetallisten. Die„ Berliner Neuesten Nachrichten" ver Regelmäßigkeit das Gegentheil dessen gethan, wozu er sich den Fall des französischen Ministeriums in unmittelbare öffentlichen in ihrer Nummer vom 10. d. Mts. eine die Haltung vers theoretisch bekannte. öffentlichen in ihrer Nummer vom 10. d. Mts. eine die Haltung Dem Blümchen Rührmichnichtan ging Bebel kräftig zu nach in einem groben Frrthum. Sie vergessen erstens, des Herrn v. Kardorff, in welcher es heißt: Nähe gerückt glauben, so befinden sie sich allem Anscheine der Reichsregierung in der Währungsfrage betreffende Zuſchrift Leibe; er gab der Ansicht Ausdruck, daß, wenn unsere daß der Senat in Frankreich Regierungen nicht zu stürzen Beziehungen zu England nicht trotz allem und allem so vermag. freundliche wären, der an das Telegramm sich anschließende Ministerien können in Frankreich nur durch die DeputirtenDazu hat er nicht das nöthige Ansehen. Spektakel sehr leicht zu einem Krieg hätte führen können. kammer gestürzt werden, in der allerdings schon eine geEr beleuchtete die jetzt graffirende Russenfreundlichkeit, die ringe Majorität, das heißt eine Majorität von auch in Ostasien hervorgetreten sei und uns demnächst ein wenigen Stimmen für die Regierung genügt, um die russisches Aulehen auf den Berliner Markt bringen werde. Regierung zur Demission zu zwingen. Auch der Volksparteiler Haußmann beschritt, freilich etwas zaghaft, das Feld der auswärtigen Politik und protestirte energisch gegen die Flottenpläne. von Manteuffel und Kardorff, von denen der erstere das Ein patriotischer Erguß des Herrn Liebermann von Sonnenberg ließ das mit so fludirter Feierlichkeit begonnene Fest in eine Tingeltangel- Bosse ausmünden. Ein großer" Tag war's nicht. Morgen: Fortsetzung der Etatsberathung( MilitärEtat). " Wieder ein Kaltwasserstrahl gegen die " Die Wiedereröffnung der indischen Münzstätten war von England noch in der Brüsseler Konferenz zugesagt Hierzu bemerkt die Nordd. Allgem. 3tg." offiziös:„ Diefe Angabe beruht auf einem Ferthum. Die Verhandlungen der das heißt eine Majorität von nur Brüsseler Konferenz erreichten am 17. Dezember 1892 ihr Ende, zu einer Zeit, wo die indischen Münzstätten noch der freien Silberprägung für private Rechnung offen standen. Erst im Juni 1893 also sechs Monate später ist die Schließung der indischen Münzstätten erfolgt. gehört werden. bürgerlicher Tugend, daß alle ehrlichen Menschen in Frank Und zweitens übersehen die betreffenden Organe Auf der Brüsseler Konferenz selbst haben die englischen und baß der Senat, indem er das Ministerium deshalb tadelte, hinsichtlich der in Indien künftig zu befolgenden Münzpolitik die reich auf Seiten des Ministeriums Bourgeois stehen, und indischen Delegirten wiederholt erklärt, daß ihre Regierung fich weil es den Spitzbuben zu kräftig auf den Leib rücke, volle Aktionsfreiheit vorbehalte." sich in den wohlverdienten Ruf gebracht hat, mit- Der Geseßentwurf über die Disziplinar den Spizbuben zu sympathisiren. Und das ist eine verhältnisse der Privatdozenten stellt die letzteren gewaltige Waffe für das Ministerium Bourgeois, das gleich den Professoren unter das Disziplinargefeß für die nicht. ohnehin nach einer guten Gelegenheit sucht, um mit dem richterlichen Beamten, also unter die provinziellen DisziplinarDie Reform der Militär Strafprozeßordnung Senat, der nur ein Korruptionsheerd und ein Hemmschuh behörden, und in höchster Instanz unter das Staatsministerium. wird immer weiter und weiter hinausgeschoben. Der des Fortschritts ist, endlich einmal gründlich aufzuräumen. Die Fakultäten sollen die Befugniß behalten, ihrerseits Verweise preußische Kriegsminister hat zwar sein Verbleiben im Es ist ja möglich, daß auch in der Deputirtenkammer 3 ertheilen und sie sollen vor der Einleitung jedes auf EntAmte von einer solchen Reform abhängig gemacht, er ist sich demnächst – wenn auch nicht schon heute, wo eine laffung eines Privatdozenten gerichteten Verfahrens gutachtlich auch nach wie vor Kriegsminister aber reformirt wird große Tebatte ist eine Majorität von Spitzbuben und- Staatlich patentirte agrarische Wissens vorläufig noch nicht. Vor einiger Zeit wurde von Spitzbubenfreunden findet, die das Ministerium Bourgeois zu fchaft. In einer Notiz über Stöcker und Wagner offenbart Freunden der Regierung in übertriebener Fürsorge für das Fall bringen; allein von diesem Fall würde es bald wieder bie" Konserv. Korr." den Herzenswunsch der Agrarier nach einer Wohlergehen unserer Volksvertreter die Nachricht verbreitet, aufstehen. Die Reaktion gegen die Panamisterei ist in staatlich patentirten Wissenschaft, die nichts weiter lehrt, als die wegen Ueberbürdung des Reichstages werde in dieser Frankreich kräftiger als man erwartet hatte, und sie gewinnt Heiligkeit des Profits und die Nothwendigkeit, den Agrariern Session die Vorlage nicht mehr eingebracht werden. täglich an Kraft. den Geldbeutel zu füllen. Sie thut das in folgender Form: Diese Mär erregte nur ein ungläubiges Lächeln. Jetzt wird Der Figaro" hat einen vom 13. Juli 1895 angeblich „ Das Wert ist erst halb gethan, indem der Häuptling des dem" Stuttgarter Beobachter" angeblich aus Offiziers- vom jetzigen Unterrichtsminister Combes geschriebenen Brief Pastoren- Sozialismus politisch todt gemacht wurde. G3 wäre wünschen, daß die Lehrstühle unserer freisen mitgetheilt, und das klingt viel wahrscheinlicher, daß veröffentlicht, in dem vom Direktor der Staatsbahnen eine die Reform des Militär- Strafverfahrens infolge des Stelle gefordert und ein ziemlich unverhüllter positiver Er- gegeben würden, sie dürfen nicht länger dem pseudoEr- Universitäten der wahren Wissenschaft wiederneuerwachten Widerstandes an höchster Stelle pressungsversuch gemacht wird. Ist der Brief echt, so muß wissenschaftlichen Professoren- Sozialismus offen stehen." mehr als fraglich geworden sei. Bezüglich der für Herr Combes natürlich über Bord fliegen. Allein das- Soldatenmißhandlungen. Wegen Mißhandlung Württemberg sich daraus ergebenden Konsequenzen erschütterte doch nicht die Stellung des Ministeriums. Das von Soldaten ist in Stettin der Unteroffizier Steglin von der meint das Organ der Volkspartei:" Will sich Preußen Ergebniß der heutigen Debatte werden wir wohl noch in 4. Kompagnie des Königsgrenadier- Regiments Nr. 2 durch abermals der Reform entgegenstemmen, so ist Württem- einem Telegramm mittheilen können. friegsgerichtliches Erkenntniß zu zwei Jahren Festung und zur berg genöthigt, allein vorzugehen. Seine Die englischen Blaubücher sind doch etwas gesprächiger Degradation verurtheilt worden. Nach dem, was aus der Ver. Regierung hat die Neigung und den Willen, die Reform als unsere deutschen Weiß bücher. Während unser Weißbuchhandlung verlautbart, handelt es sich um zahlreiche Mißdurchzuführen; die Voltsvertretung geht einig mit der Re- über Transvaal buchstäblich nichts bringt, was nicht schon be bandelungen, die zum theil eine Aufnahme der Mißhandelten in das Lazareth nothwendig machten, gierung: darum erscheint der Zeitpunkt gekommen, die fannt war, giebt das englische Blaubuch einige ganz interessante aber trotzdem nicht angezeigt wurden. Erst der Reform für das 13. Armeekorps anzubahnen, die für die Ausschlüsse. Ein Telegramm aus London vom gestrigen Tage Rekrut Brenner machte Anzeige, als er von Steglin beim Turnen preußische Armee noch nicht nüglich ist." besagt: Das heute veröffentlichte Blaubuch enthält noch folgende mit dem Säbelgriff einen so schweren Stoß in das Kreuz er Der Protest des fächsischen Volkes gegen das Schriftstücke: Gine Depesche Chamberlain's an Robinson vom hielt, daß er zur Heilung einer achttägigen Lazarethbehandlung Attentat auf das Wahlrecht ist so imposant, daß die 14. Januar enthält die Antwort auf eine Anfrage des Präsidenten Und das wird immer so bleiben, bis militärische Gerichtss sächsische Regierung mit ihren Trabanten, den sogenannten Krüger über die Bestimmung des englischen liegen verfahren nach modernen Grundsätzen geregelt ist. Ordnungsparteien, über die Bedeutung desselben sich keiner Der Wichtigthuer Dr. May Hirsch hat wieder Täuschung hingeben können. Hinter dem Protest steht die Kriegsschiffe den Befehl erhalten hätten, nach der Delagoas einmal das Bedürfniß gehabt, mit seinen Generalräthen beim Mehrheit des sächsischen Volkes. In bezug hierauf Bai zu gehen, wo sich schon Schiffe anderer Länder besänden. Reichskanzler und Herrn v. Bötticher zu antichambriren. Um kann kein Zweifel obwalten. Im Moment, wo Das fliegende Geschwader solle für alle Fälle bereit sein; die ihn los zu werden, versprachen die beiden Herren, Hirsch's Bitte, der Plan des reaktionären Staatsstreiches Staatsstreiches bekannt Regierung habe aber durchaus nicht die Absicht, dasselbe zur seine Berufsvereine anzuerkennen, wohlwollend zu prüfen. wurde, erhob sich in ganz Sachsen aus den Reihen des Zeit in die südafrikanischen Gewässer zu entsenden. Münster i. W., 10. Februar. Das Münster'sche„ Tageblatt" arbeitenden Volks ein Schrei der Entrüstung: wir halten 13. Januar telegraphirte Chamberlain an Robinson bezüglich meldet: Gestern Nachmittag wurde auf dem Hofe der Münzfaserne fest an unserem Recht! der friedlichen Regelung Die Protestbewegung schwoll der Transvaal Angelegenheit. unter dem dort befindlichen Schuppen ein Appell abgehalten, ( awinenartig an, je mehr die Einzelheiten der von der Re- Solange die Beschwerden der Uitlanders bestehen bleiben, der von 11/2 Uhr bis 61/2 Uhr dauerte. Von der Straße aus gierung vorbereiteten Maßregel in die Deffentlichkeit Unruhen bestehen. der Depesche, werde die Gefahr innerer fonnte man die Abhaltung desselben übersehen. Die Manns Möglicherweise sei Präsident Krüger schaften traten im 3. Anzuge an und mußten den 4., 5. und brangen. Und als die Regierungsvorlage erschien, überzeugt, daß er sich auf irgend eine auswärtige Macht stützen 6. Anzug vorzeigen. Außerdem mußten Helm, Roppel und welche die schlimmsten Drohungen und Befürchtungen könne, um dem Verlangen nach Reformen zu widerstehen oder Bandelier vorgewiesen werden. Als das natürliche Licht nicht wahr machte, da brach der Zorn des Volks elementar- um Forderungen an England zu stellen. Ich glaube Sie An- mehr genügte, mußte eine Lampe zu Hilfe genommen werden. start los in den gewaltigen von gesichts dieser Möglichkeit benachrichtigen zu sollen, daß Eng Da um 63/4 Uhr der Stalldienst beginnt, der um 74 Uhr bes gewaltigen Rundgebungen Dresden, Leipzig und anderen Städten des Landes, fand sich um jeden Preis der Einmischung endet sein soll, aber oft bis 8 Uhr währt, verblieb den Mannwo, wenn die in Sälen nicht Platz findenden Massen mit irgend einer fremden Macht in die Angelegenschaften nur eine Pause von 1/4 Stunde. Dieser lange Dienst au gezählt werden, underttausende demonstrirt haben beiten der Transvaal Republik widerfeßen einen Sonntagnachmittage ist mit dem neuerlichen Erlaß des eine Kundgebung, wie seit 1848 in feinem Staate des wird. Ich erinnere daran, daß die Annahme, Deutschland Kaisers, die Sonntagsruhe der Truppen betreffend nicht in Eindente an eine solche Einmischung, in England einen ein- tlang zu bringen. europäischen Festlands ähnliches erlebt worden ist. Die stimmigen, noch nie dagewesenen Ausdruck der öffent- Die Berliner Neuesten Nachrichten" treten heuchlerische Hedensart, daß eine Entrechtung der Arbeiter- lichen Meinung hervorrief. Um für alle Fälle vorbereitet tlaffe nicht beabsichtigt sei, daß im Gegentheil der Pluto- zu sein, hat die Regierung ein fliegendes Geschwader mit für die Knebelung der Presse in den Reichslanden ein, weil fratie ein Riegel vorgeschoben werden solle, fann angesichts zwölf Torpedobooten in Dienst stellen lassen, außerdem liegt eine dadurch auch die protestlerischen, klerikalen und sozialdemo der schreienden Thatsachen nur als Hohn klingen und ver- Anzahl anderer Echiffe bereit. Die Regierung hat gegenwärtig fratischen Blätter niedergehalten werden. Das ist die richtige bitternd wirken. feinerlei Grund, einen Interessenkonflikt mit den auswärtigen Höhe für bismarck- offiziöse Tintenfulis! Mächten vorauszusehen, ich glaube aber, Sie wissen lassen zu Gegen die Chikanirung der Konsum. Die fächsische Regierung und ihre Parteien können fich follen, daß England feine Aenderung in seinen vereine( siehe den heutigen Leitartikel) regen sich besonders in unter solchen Umständen keiner Täuschung hingeben: sie Beziehungen zur Transvaal Republik dulden Sachsen die Arbeiter allenthalben. Freitag, den 21. d. M., finden handeln gegen den Willen des Volkes. Und wird. England achtet loyal die den Berträgen unterliegende in Leipzig. mehrere große öffentliche Versammlungen statt, in damit stellen sie sich auf den Boden der Gewalt. Ob innere Unabhängigkeit Transvaals, wird aber seine Stellung als denen die Arbeiterschaft gegen diese geplante Knebelung der die Gewalt sich in Staatsstreichen äußert oder in das dominirende Macht in Südafrika und besonders die Bestimmungen Konsumvereine protestiren wird.-dem Präsidenten Krüger mitzutheilen, daß drei englische den Geschwader 3. Chamberlain ersucht Robinson, heißt c3 in V = Am M bedurfte. Dresden, 12. Februar.( Eig. Ber.) Bis zur Stunde find bestehen, welche vor dem Jahre 1892 angestellt und Kommunales. fozialdemokratische Petitionen gegen die Wahlrechtsvorlage mit denjenigen Anwärtern, welche nach dem 1. Januar 1892 140 000 Unterschriften eingelangt. Ihre Zahl dürfte sich auf in den Postdienst eingetreten sind. Auch die Gehalts- und Stadtverordneten- Versammlung. 250 000 erhöhen. Aufrückungsverhältnisse der Telegraphengehilfinnen wünschte Ab- Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 13. Febr., Der anhaltische Landtag ist auf den geordneter Singer zur Sprache zu bringen. Durch einen Ge= nachmittags 5 Uhr. 24. Februar einberufen. schäftsordnungsantrag veranlaßt, beschloß die Kommission die Beschwerden und Anträge nach den einzelnen Ressorts zu er- Zur Verlängerung des Vertrages mit dem Garnisonrepräsen -Aus Nürnberg wird berichtet, daß die Beschwerde ledigen. Demgemäß wurden eine Anzahl Petitionen von Beamten tanten, betreffend die Ein quartirungsverhältniffe von der Regierung abschlägig beschieden worden sei, die des Reichsamts des Junern, des Patentamts, des Versicherungs- der nicht fasernirten Truppentheile, ſowie bie gegen die Schließung der dortigen Mitgliedschaft amts, des ſtatiſtiſchen Amts, sowie des Reichsheeres und der Quartiervergütigung für die zum Naturalquartier berechtigten Des Deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Marine von der Kommission der Regierung als Material über- Militärpersonen auf die Zeit vom 1. April 1896 bis 31. März Verbandes erhoben war. Das mag dem„ Geiste" des wiesen. bayerischen Vereinsgesezes entsprechen; daß die Schließung der 1899, ertheilt die Versammlung die Zustimmung. Mitgliedschaft aber in sozialpolitischer Beziehung den Wegen der vorgerückten Zeit mußte die Berathung abscharfsten Tadel verdient, bedarf angesichts der scheußlichen gebrochen werden und sollen die Petitionen der Post- und FleichsZustände, die jetzt durch die Bewegung in der Konfektionsindustrie Eisenbahnbeamten in der nächsten Sizung- Freitag Vormittag Deutschlands ans Tageslicht gezogen sind, feines Beweises, denn 10 Uhr erledigt werden. Schutz vor der Ausbeutungswuth des anarchischen Rapitalismus und seiner Handlanger, des Zwischenmeisterthums, gewährt dem Proletariat neben den nothwendigen geseglichen Vorkehrungen einzig und allein seine Organisation. V Da Die Nachweisung der öffentlichen und privaten a 3 flammen wird zur Kenntniß genommen, nachdem Stadtv. Scheiding auf die erfreuliche Zunahme der privaten Flammen hingewiesen hat, die hauptsächlich der im vorigen Jahre endlich durchgefeßten Ermäßigung des Gaspreises für gewerbDie Wahlprüfungs- Kommission beschloß in ihrer Sigung liche und wirthschaftliche Zwecke zu verdanken ſei. am Donnerstag Vormittag, die Wahl des Abgeordneten v. Reibnitz Bei dem Bericht über den Stand der Kanalisations: ( freifinnig), Gumbinnen I, für giltig zu erklären. Herr v. Reibniz war arbeiten drängt Stabtv. Kyllmann auf die endliche Aufin der Stichwahl nur mit drei Stimmen Mehrheit gegen den Kandi- ftellung eines Projekts für das Radialsystem XI( Norden). Desterreich. daten der Konservativen und Bauernbündler gewählt. Ein von Stadtrath Marggraff hält die Frage noch nicht für spruch3ündhölzchen Monopol. Nächsten Sonntag der unterlegenen Partei eingereichter Wahlprotest, der an vielen reif, auch ein städtisches allgemeines Interesse dort nicht für findet in Wien eine Versammlung von Zündhölzchen- Fabrikanten Stellen auf behördliche Hilfe bei der Beschaffung des vorliegend. statt, um zu der von der Regierung geplanten Zündhölzchen- Materials hinweist, rügte besonders auch, daß eine Von den vier städtischen Grundstücken, welche durch GeSteuer Stellung zu nehmen. In den Kreisen der Zündhölzchen- Anzahl russischer Unterthanen und Armengeld- Empfänger an der meindebeschluß f. 3. dem Kuratorium für das städtische Turndiese Angaben sich bewesen jetzt Deputation für das städtische Turn- und BadeIndustriellen wird als die günstigste Art der Besteuerung die Wahl theilgenommen haben. dem Monopolisirung der Produktion und des Vertriebes bezeichnet; ſtätigten und diese Stimmen gewählten Abgeord wefen zur Benutzung als Spiel und Eispläge überDer hat dasjenige in Wiesendie Regierung verhielt sich jedoch bisher gegenüber der Ein- neten abzuziehen sind, so wäre dessen Wahl gefährdet gewesen, lassen worden sind, führung eines Zündhölzchen- Monopols ablehnend. wenn nicht die Freisinnigen durch einen Gegenprotest das straße 55/59 schon im vergangenen Sommer eine andere Gefecht wieder zum Stehen gebracht hätten. Im Gegenprotest Bestimmung erhalten, da Theile desselben zum Bau war nämlich unter Beweis gestellt, daß besonders einige Lehrer des neuen Asyls für Obdachlose" gebraucht wurden. in der Schule für den konservativen Kandidaten agitirt und den Ersatz will der Magistrat angesichts des in dortiger Gegend vor Eltern durch die Schulkinder konservative Aufrufe und Stimm- liegenden Bedürfnisses das städtische Grundstück Pantstr. 11/12 zettel mit der Aufforderung zugeschickt haben: nur konservativ zu und Wiesenstr. 49/54 zum 1. April 1896 pachtfrei machen wählen. Die Kommission hat derartigen Mißbrauch der Schule und der Deputation zu gleichem Zwecke bis auf weiteres überzu Agitationszwecken von jeher streng verurtheilt und auch in weisen. Im Etat für 1896/97 sollen die für die Herrichtung des diesem Falle wieder die konservativen Stimmen der betreffenden Grundstücks als Spielplatz nöthigen Mittel gefordert werden. Urnen kassirt. Dadurch hat sich das Stimmenverhältniß Stadtv. Mie ßner will die Playfrage in einem Ausschuß wieder zu gunsten des Herrn v. Reibniz gestaltet und ist seine erörtern. Der vorgeschlagene Platz sei über 11 000 Meter groß Wahl giltig. und bringe 2000 M. Miethe. Es gebe zahlreiche kleinere, gleich geeignete Plätze in nächster Nähe, z. B. Ede der Pant nud Schulstraße. Italien. Ront, 12. Februar. Die Kammern sind zum 5. März einberufen worden. Die Gerüchte von der Demission einiger Minister werden von der" Agenzia Stefani" als unbegründet bezeichnet. Portugal. Lissabon, 12. Februar. Heute früh 4 Uhr verhaftete die hiesige Polizei einen Anarchisten als den Urheber des Attentates vor dem Hause des Arztes Joyce vom 4. d. M. Gleichzeitig stellte die Polizei fest, daß das Attentat von einem Komitee von 9 Anarchisten, welche bereits festge nommen sind, vorbereitet war. Amerika. Der neue spanische Oberkommandant auf Kuba, General Weyler, nimmt geradeso wie der verflossene Martinez Campos den Mund gewaltig voll und will durch eine Zeit vernichten. Abwarten! Nenderung im Systeme der Kriegsführung die Rebellen in kürzester Sima, 12. Februar.( Reuter's Bureau.) Hier ist eine Ministertrisis eingetreten. Afrika. Pretoria, 11. Februar.( Reuter's Bureau.) Der Prozeß gegen die Mitglieder des Reform Komitees hat heute begonnen. Difiziere des australischen und anderer britischen Freiwilligen- Corps fagten als Zeugen aus, daß die Corps lediglich zum Schutze von Leben und Eigenthum gebildet sind. Die weitere Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Parlamentarisches. Als Die Reichstags- Kommiffion zur Berathung des Gesetz entwurfs gegen den unlauteren Wettbewerb trat Stadtv. Gerstenberg hält diesen Platz doch für zu ent am Mittwoch Abend in die zweite Berathung der Vorlage ein In der ersten Berathung war im§ 1 entgegen dem Vorschlage legen. Auch sei es ja gar nicht erforderlich, den ganzen Platz zu der Regierung auf Antrag des Abg. Rören( 3.) eine Be- planiren; 4-5000 Meter genügen vollkommen. Es wird nach dem Antrage Mießner beschlossen. Stimmung aufgenommen worden, wonach gegen unrichtige Angaben über geschäftliche Verhältnisse" auf Unterlassung und Von einer besonderen Deputation für die Vers Schadenersah geklagt werden fann. Während die Borwaltung der Rieselfelder will der Magistrat trotz des lage die Delifte im einzelnen aufführt, also eine Generalisirung betreffenden Beschlusses der Versammlung aus den letzten Des vermeidet ist, die in erster Lesung angenommene Bestimmung so ember nichts wissen. Er fürchtet, daß bei einer Theilung der allgemein, auslegungsfähig und tautschuckartig, daß schwere Be- Kanalisationsdeputation in zwei Deputationen für die erſte nur denken sogar auch vom Regierungstisch aus dagegen geltend die Bearbeitung und Anweisung der Betriebsrechnungen übrig gemacht wurden. Ein Antrag, die allgemeine Fassung geschäft- bleiben würde. Dem Zwecke jenes Beschlusses wird nach der liche Verhältnisse" zu streichen, wurde nach langer Dis- Ansicht des Magistrats besser dadurch entsprochen, daß die Deputation um 1 Stadtrath und 2 Stadtverordnete vermehrt und fussion mit 9 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Dagegen " Deputation für die städtischen Kanalisationswurde eine namentlich für Von 1882-1885 die Presse sehr wichtige gleichzeitig in werke und Riefelfelder" umgetauft wird. Bestimmung dem§ 1 hinzugefügt. Es lagen hierzu mehrere habe ein besonderes Kuratorium für die Verwaltung der Anträge vor. Abg. Singer hatte beantragt:„ Gegen Redakteure, Berleger, Drucker, sowie deren Angestellte fann ein Anspruch Riefelgüter bestanden; diese Einrichtung habe sich aber so wenig auf Unterlassung von Angaben und Schadenersatz nicht bewährt, daß sie am 1. Januar 1886 wieder aufgehoben wurde. Die Magistratsvorlage wird mit der vom Stadtv. Frenzel geltend gemacht werden, wenn die Veröffentlichung im Auftrage eines Dritten geschieht und dies aus der Form der Veröffent vorgeschlagenen Modifikation angenommen, daß auch noch ein lichung selbst erkennbar ist." Dieser Antrag wurde abgelehnt, da- Bürgerdeputirter in die Deputation entsandt werden soll. Der Heu und Strohmarkt in der Wieners gegen der folgende Antrag Vassermann angenommen:„ Erfolgt Der Seniorenkouvent des Reichstages hat am die öffentliche Bekanntmachung in einer periodischen Druckschrift, straße wird von der Polizei als Hinderniß für den Verkehr nach und von der Gewerbe- Ausstellung in Treptow angesehen Donnerrstag unter dem Vorsitz des Präsidenten über die ge- so ist der Anspruch auf Ersatz des entstandenen Schadens gegen und soll schleunigst nach den Vorplätzen nördlich und südlich des schäftlichen Dispositionen der nächsten Wochen berathen. Die die für den Inhalt der Druckschrift verantwortlichen Bersonen nur Besprechung hat zu dem Ergebniß geführt, daß bis Ende nächster zulässig, wenn der verantwortliche Redakteur die unrichtigkeit alten Ostbahnhof- Gebäudes verlegt werden. Die Kosten für Woche die zweite Berathung des Etats nach Möglichkeit gefördert der Angaben kannte, oder wenn derselbe einen Verfasser oder Ein- die Verlegung der Waage nebst Welblechbude sind auf 1600 M. werden, und dann eine Pause in den Plenarberathungen von 8-10 sender nicht nachweist, welcher sich im Bereich der richterlichen veranschlagt. Tagen eintreten soll. Die Aussehung der Plenarverhandlungen Gewalt eines deutschen Bundesstaates befindet." Bum§ 5, der Nach furzer Erörterung, in der mehrseitig beklagt wird, daß geschieht, um den Kommissionen Gelegenheit zu geben, für ihre dem Bundesrath Vollmacht ertheilt, Vorschriften gegen Quantitäts- die Stadt sich der Ansicht der Polizei ohne weiteres zu fügen Arbeiten mehr Zeit aufzuwenden. Namentlich die Kommission verschleierungen zu ertheilen, wurde ein Antrag angenommen, der habe, wird die Vorlage angenominen. Der Magistrat theilt zur Vorlage über den Verkauf der für das bürgerliche Gesetzbuch hat den Wunsch, daß eine Zeit eine solche Vorschrift bezüglich des Bierhandels in Flaschen aus- Reſt flächen der Grundstücke Spittelmarft 8/10, Ede lang keine Plenarsizungen stattfinden, damit sie ungestört schließt. Im übrigen wurden die§§ 1-7 in der Fassung der arbeiten kann. A er auch für die anderen Kommissionen ersten Lesung angenommen. In einer heute Abend stattfindenden der Oberwasser- und Kurstraße, mit, daß er sich bemüht habe, Börsenreform, Gerichtsverfassung, Margarine u. f. w. weiteren weiteren Sigung wird der Rest der Vorlage durchverathen für dieſe Reſtflächen dem Beschluß der Versammlung gemäß 550 000 M. zu erzielen. Er sei nochmals mit dem Kaufmann wird es fördernd sein, wenn der ganze Tag für ihre werden. Jacques Nathanson, dem Eigenthümer der angrenzenden Arbeiten zur Verfügung stehe. Die Thätigkeit des Plenums beginnt nach Ablauf der Bause mit der ersten Berathung der oder nicht? bildete in der Sigung am Donnerstag die Haupt- in Verhandlung getreten. Justiznovelle- Kommission. Dreimännerkollegium Grundstücke zwischen Kurs, Kleine Kur- und Oberwasserstraße Es sei ihm jedoch trotz aller Zuckersteuernovelle, über welche die Ansichten in den agrarischen frage, in der Justiznovelle- Kommission. Bekanntlich gehört zu Bemühungen nicht gelungen, ihn zu einem höheren Gebote als Kreisen des Reichstages so weit auseinandergehen, daß eine mehrtägige Generaldiskussion der Vorlage zu erwarten einer der bösesten Verschlechterungen, welche die Justiznovelle 520 000.(= 1405,40 M. für das Quadratmeter) zu steht. Die Etatsberathung der nächsten Woche soll nur beabsichtigt, die Herabsetzung der Anzahl der Richter von bewegen. An dieses Gebot hat sich Herr Nathauson bis eindurch einen Schwerinstag( Initiativanträge aus dem Hause, 5 auf 3. Da zur Schuldfrage Zweidrittel- Mehrheit erforderlich schließlich 15. März 1896 gebunden. Der Wiagistrat hält diesen vermuthlich Fortsetzung der Berathung des Antrages Auer und i, so bietet die Besetzung der Strafkammern mit 5 Richtern den Preis für annehmbar und ersucht die Versammlung, unter AufGenoffen: Vereins, Versammlungs- und Koalitionsrecht, sowie Vortheil, daß 2 Stimmen genügen, um eine Verurtheilung ab bebung ihres früheren Beschlusses sich mit Veräußerung für Etwas sehr euphemistisch nennt die Rechts- 520 000. einverstanden zu erklären. Antrag auf Aufhebung des Impfzwanges) unterbrochen werden. zuwenden. sprache die Besetzung der Straffammern mit 5 Richtern Die Vorlage gelangt heute ohne Debatte zur Annahme. Die Budgetkommission beschäftigte sich in ihrer Sißung statt mit 3 eine„ Garantie" für gute Rechts- Es kommt ein dringlicher Antrag ein, den Magistrat am Donnerstag mit den Petitionen, welche in bezug auf das pflege. Die Regierung will diese Garantie" abschaffen, weil um Auskunft darüber zu ersuchen, als ihm bekannt ist, daß der Dienstalterszulagen System eingegangen sind. Der Bericht sie eine Art Berufung, und zwar auch für den Staatsanwalt, an- geschäftsführende Ausschuß der Gewerbe- Ausstellung von den erstatter Abg. Enneccerus besprach die allgemeinen Gesichts- geblich einführen will. Dem gesunden Menschenverstand wird es Ausstellern für das Gas 15 resp. 20 Pf. pro Rubikpuntte und stellte fest, daß das Altersdienstzulagen- System ein- ein ewig unlösbares Räthsei bleiben, wie eine Verbesserung der meter verlangt, obgleich ihm den städtischen Begeführt und an den Grundlagen desselben daher nicht zu rütteln Rechtspflege durch, Abschaffung einer Garantie für hörden ein Einheitspreis von 10 Bf. bewilligt worden ist, fei. Man müsse vielmehr bemüht sein, die durch die gute Rechtspflege herbeigeführt werden kann. Indeß Juristen gleich giltig, für welche Zwecke das Gas Verwendung findet. eingeführten Alterszulagen für einzelne Beamtentategorien giebt es, die dennoch eine dahin gehende Behauptung aufstellen Der Antragsteller Stadtv. Her big begründet den Antrag, entstandenen Härten nach Möglichkeit zu beseitigen. Die General und, da die Regierung die Verschlechterung durchaus haben dessen Dringlichkeit nicht beaufiandet wird, mit dem Hinweis Diskussion, welche sich auf die Erörterung der allgemeinen Grund- will, für dieselbe begeistert eintreten. Die Kommission hatte im darauf, daß die Versammlung seinerzeit die betreffende Besätze beschränkte, führte aach einigen Zustimmungen zu den vom vorigen Jahre wenigstens für die Instanz über Berufungen willigung in dem Glauben habe eintreten lassen, daß der billige Referenten gemachten Aeußerungen, zur Besprechung der von wegen Vergehen und Verbrechen die Fünfmännerzahl gerettet. Preis den Ausstellern zugute käme. Beamten der verschiedenen Ressorts der Reichsverwaltung ein- Am Donnerstag versuchten in anerkennenswerther Weise die Stadtrath Na mslau: Der Magistrat hat auf die Untergegangenen Petitionen. Schon in der Generaldiskussion war Zentrums Abgeordneten Schmidt( Warburg), Broekmann vertheilung des Gafes und der Kosten der Gewerbe- Ausstellung der Abg. Singer auf die Beschwerden über die Reichspost- und Schwarze den Angriff gegen die Garantie der Fünfe abzu- teinen Einfluß. Feststeht, daß die nothwendige Rohrleitung verwaltung eingegangen. Hauptsächlich hatte sich der Redner dagegen wehren. Die freisinnigen Kommissionsmitglieder und unsere Ges 160 000 m. gefoftet hat, die der Ausschuß auf die Gasabnehmer ausgesprochen, daß in der Postverwaltung der Gebrauch herrscht, die nossen unterstüßten ihr Vorgehen. Die Freisinnigen? Ach nein! Abg. untervertheilen will. Da diese zu den Generalunkosten keinen vor dem 21. Lebensjahre im Postdienst zugebrachte Zeit bei der Lenzmann erklärte im Gegentheil, da die Regierung nicht Beitrag leisten wollten, könne man nur dem Arbeitsausschuß und Anstellung nicht anzurechnen. Bei Einführung des Dienstalters: wolle, gebe er gern nach. Er sei nachgiebig his zum den Ausstellern überlassen, wie sie sich einigen wollten. zulagen- Systems war von der Postverwaltung die Einrichtung zeß. Erkläre die Regierung, sie wolle nicht einmal Stadtv. Hugo Sachs theilt mit, daß von den 95 Intergetroffen, daß von einer längeren diätarischen Dienstzeit bei den Kommissionsvorschlag vorigen Jahres annehmen, dann essenten nur zehn die Bedingungen des Ausschusses nicht definitiver Anstellung nur 5 Jahre nicht angerechnet werden würde er auch da nachgeben. Diese Selbst- unterschrieben hätten; alle übrigen hätten die Forderung des follen. Bei längerer diätarischer Beschäftigung soll also nur die entrechtung seitens eines freisinnig gescholtenen Volks: Ausschusses als berechtigt und billig anerkannt. Troß der mehr als fünf Jahre betragende Zeit in Anrechnung gebracht vertreters veranlaßte den Abg. Mundfel, seinem Frattions genannten höheren Preise müsse das Ausstellungsunternehmen werden. Bei der Postverwaltung und, wie mitgetheilt wurde, genossen gehörig den Kopf zu waschen. Er wies in einer selbst noch immer etiva 40 000 m. für die Rohrlegung bezahlen. auch bei den übrigen Reichsverwaltungen giebt es nun außer einer für Herrn Lenzmann klaren Weise darauf hin, daß solch Stadtv. Her big vertritt die Auffassung, daß der geschäftsdiätarischen auch noch eine Vorbereitungs- und Probedienstzeit, deren ein Kompromißgelüst kompromittirend ist und dahin führen muß, führende Ausschuß nicht korrekt verfahren ist; es liege eine UnWirkung darin gipfelt, daß die vor dem 21. Lebensjahr im an stelle der Berathung in der Kommission die Willkür der Regierung geheuerlichkeit vor, die in den Kreisen der Gasindustriellen sehr Reichs- und speziell im Postdienst zugebrachte Zeit bei der An- zu sehen. Auch einige andere Mitglieder der Kommission, selbst böses Blut mache. Die meisten Firmen hätten unterstellung gar nicht zur Erscheinung tommt. Hierdurch werden rechtsstehende, legten dem freisinnigen" Lenzmann dem schrieben, weil sie mußten, weil man ihnen die Pistole natürlich die Beamten und namentlich die mit geringeren Ge- freiwilligen Regierungskommissar", wie er im allgemeinen im auf die Brust gesetzt habe. Es sei doch wunderbar, daß hältern arbeitenden Unterbeamten schwer geschädigt. Aus diesen Reichstage genannt wird tlar, daß sein Standpunkt ein der Vorredner, der im geschäftsführenden Ausschuß size, sich der Gründen sowie aus dem Umstande, daß die angeblich im Probe- unhaltbarer sei, den allenfalls ein politischer Interessen desselben hier so warm annehme. oder Vorbereitungsdienst befindlichen Beamten sich in voller Ver- Tintentuli eines 2otal Anzeigers" oder eines Stadtv. H. Sa ch 3: Ich bin nicht Ausschußmitglied, sondern antwortlichkeit für ihre Dienstevrrichtungen befinden, wendete ähnlichen von gleichen Rücksichten auf das Geschäft" wie auf Ehrensyndikus des Vorstandes der Ausstellung. Ich konnte sich der Abg. Singer gegen die Einrichtung der Vorbereitungs: die Regierung" geleiteten Blattes einnehmen könne, den daher meiner Meinung hier ohne jede Rücksicht Ausdruck geben, und Probedienstzeit. Redner führte ferner aus, daß aber nimmer ein ernst zu nehmender politischer Mann hätte aber Anstand genommen, das zu thun, wenn ich direkter wenn die Post junge Leute von achtzehn Jahren be- vertreten könne, es sei denn, seine politische Richtung wechsele Gasinteressent wäre.( Heiterfeit.) schäftige, die Verwaltung auch die Pflicht habe, diese nach der jeweiligen Anweisung seines Chefs oder der Regierung. Stadtv. Dinse erklärt als Unbetheiligter, daß das VerBeit bei der Anstellung mitzurechnen. Von seiten der Abg. Lenzmann erwiderte entrüstet, die erhobenen Vorfahren des Ausschusses inforrekt, ungerecht und unschön sei. Die Regierungsvertreter wurde die Auffassung Singer's bekämpft, würfe träfen gegen ihn nicht zu, les fiele ihm Versammlung habe allerdings den Konsumenten, die doch hohe indem darauf hingewiesen wurde, daß es allgemein üblich sei, nicht ein, gegen seine Ueberzeugung stimmen zu wollen. Aber Playmiethe zahlen müssen, direkt den billigeren Preis zu gute Probe- und Vorbereitungs- Dienstzeit in Anspruch zu nehmen. ein Kompromiß sei nothwendig. Es gelang ihm nicht, die Ueber kommen lassen wollen. Die Rohrlegung gehöre zu den GeneralAußer dieser Frage wurde vom Referenten die Anrechnung der zeugung der übrigen Kommissionsmitglieder zu ändern. Die An unkosteu. Der Ausschuß treibe hier mit dem ihm von der Militärzeit zur Sprache gebracht. Auch diese Angelegenheit träge Schmidt u. Gen. fielen dann gegen 7, der Kommissions Stadt überlassenen Gafe wie mit einer Handelswaare Schacher. wurde vom Abg. Singer in bezug auf die Postverwaltung zur vorschlag erster Lesung( Besetzung der Berufungstammer Stadtv. Vogtherr: Die Beleuchtungsfrage scheint für den Diskussion gestellt. Namentlich wünscht der Redner die Ungleich mit 5 Richtern) aber wurde mit 16 gegen 5 Stimmen gerettet. geschäftsführenden Ausschuß das Ei des Kolumbus zu sein. Hätte heit zu beseitigen, welche zwischen denjenigen Militäranwärtern Die nächste Sigung der Konimission findet am Freitag statt. er uns seinerzeit diese seine Absicht ganz klar gestellt, so wäre der " " " Bersammlungsbeschluß, wenn auch nicht anders ausgefallen, und als solche nur Interesse hätten, mit den Konfektionären zu geber, die Lohnverhältnisse mit seinen Gefellen zu regeln. Für so dech vielleicht an einige Bedingungen geknüpft worden. Die verhandeln. Man beschloß dann, eine Kommission mit der diesen Akt werden die Herren ihre guten Gründe haben. Es ist Stadt giebt dem Ausschuß das Gas zum Einheitspreis, macht Aufgabe zu betrauen, einen Lohntarif auszuarbeiten, der den ein neuer Beweis, was von dieser Seite zu erwarten ist; ſelbſt also foulanter Weise von dem leider noch bestehenden Preis- Konfektionsgeschäften vorgelegt werden soll. Diese Kommission die winzigste Forderung erscheint jenen Herren ungeheuerlich. unterschied keinen Gebrauch; der Ausschuß aber glaubt wird der am Freitag Vormittag stattfindenden Ver Erfreulicherweise sind unter den, Meistern, welche bewilligt haben, Diese Koulanz nicht nöthig zu haben, sondern verfällt sammlung der Zwischenmeister bestimmte Vorschläge machen; zirka 35 Jnnungsmeister; also nicht alle Mitglieder der seinerseits in die schlechte Praxis den Ausstellern gegen- man plant die Erhöhung der Lohnsätze um 3313-50 pCt. und will Junung sind so arbeiterfeindlich wie ihre Wortführer. Hoffent über zurück. tommen auch keineswegs blos die dann gnädig den Arbeiterinnen einen Theil davon abgeben. Die lich gelingt es uns bald, die Herren zu überzeugen, daß wir Gaskonsumenten auf der Ausstellung in betracht. Mit dem Versammlung verlief sehr stürmisch, mehrere jüdisch aussehende unsere Forderungen nicht aus Uebermuth, sondern der NothStadtv. Dinse halte ich die Gasleitungskosten für General- Leute wurden per Schub entfernt. wendigkeit entspringend gestellt haben. Darum auf, Kameraden, ein unkosten des Unternehmens. Der geschäftsführende Ausschuß Die Berliner Abendpoft" meldet: Fragebogen an die ganzer Sieg soll es werden; wer nicht für uns ist, der ist gegen uns. it ja lange Zeit der Meinung gewesen, daß mit Sonnen- von ihnen beschäftigten Zwischenmeister haben mehrere größere Gin jeder Arbeitgeber hat zu erklären, daß er unsere Forderung untergang auch die Ausstellung untergehen sollte( Seiterfeit), Konfektionsfirmen versandt, um zu ermitteln, welche Ausdehnung anerkennt, widrigenfalls die Arbeit niedergelegt werden muß. und ist erst durch die lebhafte Agitation der Bevölkerung der Streit genommen hat und in welchem Maße Bügler und Jeder streifende Zimmerer muß sich sofort eine Streitkarte, und zu einer anderen Meinung gebracht worden; er hätte Stepper daran betheiligt sind. jeder, der zu den anerkannten Forderungen in Arbeit getreten ist, fich bei einigem Nachdenken schon früher fagen können, Die Sympathie, welche den streifenden Konfektionsarbeitern eine Arbeitsberechtigungskarte beschaffen. Dieses ist unbedingt Maße entgegengebracht wird, hat das Organ der Großtonfektionäre, den„ Konfektionär" arg verschnupft. Derselbe richtet einen deutlichen Absagebrief an die bürgerlichen Kreise, Derselbe welche mit den Arbeitern und Arbeiterinnen sympathifiren. fektionäre dem Schiedsspruche des Gewerbegerichts unterwerfen Auch gegen die Zumuthung, daß sich die Konsollen, wendet sich der Konfektionär" in sehr derber Weise. Die Ronfeftion, so ruft er ingrimmig, brauche teine Bevormundung, namentlich nicht von einer Seite, die dazu gar nicht berufen erscheine und die besser vor eigener Thüre tehren sollte. Es gebe genug Weberelend im Eulengebirge zu lindern. Warum sich denn mit einem Male für das angebliche Elend in der Berliner Konfektion interessiren? daß diese hinterwäldlerische Anschauung in Berlin auf die und Arbeiterinnen aus bürgerlichen Kreifen in so hohem nöthig, da seitens der Kommission eine Rontrolle ausgeübt Dauer nicht durchzuführen ist. Hätte der Ausschuß das Gas zu dem niedrigeren Preise abgegeben und größere Rosten gehabt, so wäre der Erfolg höchstens der gewefen, daß man vielleicht am Schlusse nicht mit großen Ueberschüssen geprunft hätte und mit glanzvollen und an gewissen Stellen willkommenen mildthätigen und patriotischen Stiftungen vorgegangen wäre, fondern es wäre dann die Vergünstigung dem Zweck der Aus stellung an sich zu gute gekommen, das Ausstellen wäre erleichtert, ein größerer Kreis von Ausstellern ermuntert worden. Darum bedauere ich gleichfalls, daß der Magistrat es abzulehnen scheint, auch nur einen moralischen Einfluß auf den Ausschuß auszuüben. Nach einer kurzen Erwiderung des Stadtv. Hugo Sachs sprechen noch die Stadtvv. Wortmann im Sinne des Antrags, Schwalbe für den Standpunkt des Magistrats. Ein Beschluß kann nicht gefaßt werden. Schluß 7 Uhr. Die Lohnbewegung in der Konfektionsinduffrie. Aufruf! Gut gebrüllt, Löwe. werden muß. Die Ausstellung der Karten geschieht im Streitlokal Neue Friedrich str. 44, täglich von 9-12 und 2-8 Uhr. Zu gleicher Zeit ersuchen wir die arbeitenden Kameraden, tüchtig für die pe funiäre Unterstübung der Streis tenden einzutreten. Die Lohntommission der Zimmerer Berlins und Umgegend. Bei dem Streik in Rottbus, dessen gestern kurz Er wähnung geschah, handelt es sich um Textilarbeiter der Firma Hirsch u. Graßmann. Sie traten am Dienstag in den Ausstand, weil ihnen die Forderungen: Erhöhung des Lohnes und Verkürzung der Arbeitszeit auf elf Stunden, nicht bewilligt wurden. Zur Zeit beträgt dort die Arbeitszeit zwölf Stunden. Jedoch wird oft die halbe Nacht hindurch gearbeitet. Es Aus den anderen Streiforten der Konfektionsarbeiter und ist schon vorgekommen, daß ein Arbeiter 30 Stunden hintereinander -Arbeiterinnen in Deutschland, so aus Stettin, Erfurt gearbeitet hat. Da es trotz dieser langen Arbeitszeit keine Frühstücksund alle liegen Meldungen vor, daß die Stimmung der Aus- und Vesperpause giebt, so verlangen die Arbeiter anstatt der ständigen fortdauernd vorzüglich ist und daß sich immer mehr bisher bestehenden einstündigen Mittagspause eine solche von und mehr Arbeiterinnen der Bewegung anschließen. Es verlautet, 11/2 Stunden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß auch andere daß allerorten die Solidarität der Proletarier die schwere Probe Fabriken mit in den Ausstand gezogen werden. Wir ersuchen glänzend besteht und daß die Erkenntniß vom Werth der Organi- alle Tertilarbeiter Deutschlands, ihre Pflicht den Rottbuser sation sich gerade durch diesen gewaltigen Lohnkampf in allen Kollegen gegenüber zu erfüllen. Beträchtliche Mittel sind aus allen Streisen unserer Kreisen der arbeitenden Bevölkerung verbreitet. Das wäre in Der Zentralvorstand des Verbandes deutscher Zeptilarbeiter. Mitbürger den Streikenden zur Verfügung gestellt worden. der That eines der besten Ergebnisse, das die vereinte Anstrengung aller deutschen Konfektionsarbeiter zeitigen könnte. Nur eine or= Aber zu einem siegreichen Durchführen des gewaltigen ganisirte und geeinte Arbeiterschaft fann eine Befferung ihrer Die Tapezirer Stettins stehen in einer Bewegung um Kampfes, an dem jedermann interessirt ist, der ein Herz Lage in der kapitaliſtiſchen Geſellſchaft erringen. In Berlin Beseitigung des Affordsystems und Einführung eines Minimalfür die Noth und das Elend der Konfektionsarbeiter und Schneiderinnen seit 3 Wochen hat die Organisation der Schneider und um 4000 it lohutarifs. Am Sonnabend soll der Streit begonnen haben. -Arbeiterinnen hat, fehlt noch viel. Es wird darum glieder zugenommen. die dringende Bitte, nach Kräften zur Unterstützung der Kämpfenden beizutragen, wiederholt. Doppelt giebt, wer rasch giebt. Auch die Expedition des„ Vorwärts" hat sich bereit erklärt, die Beträge, entgegenzunehmen und wird in diesem Blatte Rechnung legen. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins J. A.: J. Timm. Berlin, 18. Februar. Die Betheiligung an dem Streit der Konfektionsschneider und Näherinnen nimmt täglich an Ausdehnung zu. Am ersten Tage hatten sich nach einem allgemeinen Ueberschlag an 5000 Personen Streiffarten ausstellen lassen; heute ist die Zahl auf reichlich 10 000 gestiegen; ein weiteres Anwachsen wird eintreten, weil die Arbeiterinnen, welche ihre Anwachsen wird eintreten, weil die Arbeiterinnen, welche ihre feine ausgefertigt haben, übernommenen Arbeiten J. A. Karl Hübsch. Versammlungen. Eine von Der Aufruf zur Unterstützung der Streifenden hat, wie lebhaften Widerhall in allen Kreisen der Bevölkerung gefunden. die Quittungen der Vorwärts"- Expedition beweisen, einen Lohnbewegung der Holzarbeiter Berlins. Aber noch sind bei weitem nicht genügende Mittel aufgebracht gegen 1000 Bertrauensmännern besuchte Ber worden und darum wendet sich heute von neuem die Agitations- a m m Iung des Deutschen Holzarbeiterverbandes, welche dichttommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins an die gedrängt nach Hinwegräumung von Tischen und Stühlen den Deffentlichkeit mit dem Ersuchen um Unterstüßungen. Wir großen und fleinen Saal bei Gohn füllte, nahm den Bericht der zweifeln nicht daran, daß sich das offensichtliche Intereffe für diese große Arbeiterbewegung auch durch zahlreiche Geldspenden dokumentiren wird. * Streitleitung über die Verhandlungen mit dem Vorstand der Innung entgegen. Der Vorsitzende Glocke betonte, daß in diesen Ver bandlungen, die mehrere Stunden in Anspruch genommen, die Vertreter des Verbandes nach allen Seiten den Standpunkt der Für die streifenden Konfektionsarbeiter und Arbeite Kollegen gewahrt hätten und nach eingehender Erörterung über rinnen gingen bei unserer Expedition ein: die Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Tischlergewerbe die Ver Büttner 1,-. Kommis P. J. 1, N. V. 6,50. Silberne treter der Innung einstimmig beschlossen, einer zum Donnerstag Hochzeit, Ohmgaffe 2, 4,20. J. W. 5,-. Von den Berliner einzuberufenden Tischlermeister- Versammlung zu empfehlen, folgende Malern d. Lohnkommission 50,-. Rauchklub Sumatra und Bestimmungen anzuerkennen: Einführung der neunstündigen Congo II. 3,-. Bettführ 7,50. Schafstöppe vom Alexanderplatz Arbeitszeit( Montag und Sonnabend 8 Stunden) und eine von 21 M. 32. Viktoriastraße 10,- Arbeitergesangverein Ginig 10,- Minimallohn Abschlagzahlung per Woche Schw. 1,-. Osnabrücker Papierwaarenfabrik, Ritterstr. 90, 15,-für Die Versammlung den schwächeren Mittelarbeiter. Sachen annehmen, sondern die Arbeit niederlegen. Die 9 Rothen v. d. Offenbacher Frauen- Kr.- Kaffe. Berw. I 2, beschloß hierauf, die Beschlüsse der Tischlermeister- Bersammlung Klosterkirche 3,-. M. G. abzuwarten und nächsten Montag in einer Vertrauensmänner Zahl derjenigen, die nicht nur für die erste Woche, sondern Werkstatt W., Ritterstr. 73, 4, 2,-. Amerifan. Sympathizers 15,-. Cand. phil. S. 10,-- Versammlung endgiltig Beschluß zu fassen, wann die Forderungen überhaupt auf alle Unterstüßung verzichtet haben, ist sehr groß Verein der Zinkgießer und Stürzer Berlins u. Umgegend 50,- den Meistern vorgelegt werden sollen. Ferner wurde beschlossen, von diesen haben sich nur wenige der Streitkontrolle unterstellt, Birch 2,-. A. Holz 6,-. Genossen der L.'schen Apotheke 1,50. daß bei eintretendem Streit diejenigen Kollegen, welche die For obwohl sie die Arbeit ruhen lassen. Es wäre erwünscht, wenn auch sie sich Streitkarten aussiellen ließen. Die Stimmung unter Fachverein der Bäcker Berlins und Umgegend 20,- Personal derungen bewilligt bekommen und weiter arbeiten, pro Woche von Broncewaaren- Fabrik den Streifenden ist eine gute. An den Flugblattvertheilungen Grimmstraße, 13,55. u. Comp., 1 M. Beitrag zu zahlen haben. Nach Erledigung verfchiedener und den Kontrollen betheiligten sich alle Streitenden sehr lebhaft. Dr. L. 10, Gesammelt in einer bürgerlichen Familie 321, Scholz 8,-. Schiffer D. A. 5,- auf den Streit bezüglicher Fragen erfolgte der Schluß der Ber Die Konfektionäre bemühen sich, durch geringe Lohnzulagen fammlung. die Zwischenmeister zum Weiterarbeiten zu bewegen. Die Ar- Weißenfelser Genossen 10, Zentralverband der Brauer und beiterinnen lehnen solches Anfinnen durchweg ab, weil sie Berufsgenossen, Hannover 150,-. R. Sanftenbach 1- Sans Depeschen und letzte Nachrichten. = neuen Die wiffen, daß solche Zugeständnisse keinen Werth haben und ebenso schnell wieder zurückgezogen werden können. Nur die Fünfer Kommission fann mit den gesammten Unternehmern verhandeln und abschließen, erst ihre Abmachungen bieten eine Garantie, daß etwas geschaffen wird, was dauernden Nutzen für die betheiligten Arbeiter hat. Am Freitag Vormittag 9 Uhr kommt wieder ein neues Situations- Flugblatt in den einzelnen Kontrollokalen zur Vertheilung. Wir bitten die Streikenden, sich zahlreich zur Vertheilung einzufinden. der 28. Dette Gertrud Summa 751,25 M. Bereits quittirt 1960,75 M.; in Summa 2712,- M. Weitere Beiträge werden entgegengenommen. Die Expedition Partei- Nachrichten. Wien, 18. Februar.( B. S.) Anläßlich der heutigen Debatte über den Ausgleich mit Ungarn entstanden im niederösterreichischen Landtage wiederum große Tu multe. Die antisemitischen Abgeordneten griffen die ungarische Monarchie, die Liberalen und die Großgrundbesizer äußerst scharf an. Sie wurden wiederholt zur Ordnung gerufen. Die 3um Kampf ums Recht in Sachsen. In einer Schilde Sigung mußte vorübergehend wegen allgemeiner Unruhen rung der Protest versammlung in Stötterig fagt die geschlossen werden. Von den Gallerien wurde das Publikum gewiefen. Arbeiterbataillone mehr, das waren Regimenter und Divisionen, der Südbahn- Angelegenheit mit 326 gegen 43 Stimmen eine von bürgerliche Leipziger Gerichtszeitung":" Das waren teine Paris, 13. Februar.( W. T. B.) Die Kammer nahm in die zur Heerschau angerückt waren. Eine Heerschau der Sozial- Bourgeois verlangte Tagesordnung an, durch welche dem Kabinet demokraten in gleicher Stärke hat Leipzig noch nicht gesehen! das Vertrauen ausgesprochen wird. Eine vom Zentrum verlangte Ausbeutung der Arbeiterinnen in der Kondas waren politisch denkende Männer, die für die Erhaltung ihrer Tagesordnung wurde mit 341 gegen 222 Stimmen abgelehnt. Am nächsten Sonntag, morgen? 10 Uhr, finden in Keller's Festsälen, im Feen- Palast und im Kösliner Hof drei große Versammlungen statt, in denen die Reichstags- Abgeordneten Bebel, Fischer und Wurm sprechen werden über:" Die fettionsindustrie und der Reichstag." In dem Geschäfte von V. Manheimer haben die Arbeite rinnen in einer Betriebswerkstätte durch ihr entschlossenes und einiges Vorgehen eine wesentliche Lohnerhöhung durchgefeht. Die Organe aller Parteien beschäftigen sich mit den Verhandlungen des Reichstages über die nationalliberale Interpellation. Ohne Ausnahme konstatiren sie eine den Kämpfenden hervorragend günstige Stimmung in allen Kreifen der Bevölkerung und geben der Meinung Ausdruck, daß der Streit mit einem Siege der Arbeiter und Arbeiterinnen ausgehen werde. Täusche man sich nicht! Das waren feine unreifen Burschen", politischen Rechte demonstrirten!" " Frage der Wahlrechtsänderung niemals das Urtheil eines Leipziger Die Dresdner Nachrichten" erklären, daß der König in der Professors eingeholt habe. Ein solches Urtheil könne daher auch nicht in ablehnendem Sinne abgegeben sein. verweigert. wischenfälle betreffs der Untersuchung in der Südbahn- Angelegen herrscht große Erregung bei überaus großem Andrang. Pams ( radikal) bringt eine Interpellation ein über die jüngsten heit. Redner bemängelt es, daß der Senat Angaben ohne Beweis angenommen habe und gegen das Kabinet oppofitionell In Netschkan i.. hat die Militärbehörde den Soldaten aufgetreten sei.( Protestrufe im Zentrum, Beifall auf der äußeersten den Beſuch aller drei Gale verboten, die es dort giebt. Linfen, Tumult.) Pams greift in seiner weiteren Rede den Senat Grund: die Wirthe hatten ihre Säle auch unserer Partei nicht wiederholt an. Brisson versucht den Redner zu unterbrechen, Die Kontrollversammlungen, die man erst nach ist aber durch den Lärm auf der äußersten Linfen nicht verMylau verlegen wollte, werden nun in der Turnhalle Netzschkau's nehmbar. Zum Schluß frägt Pams, ob das Kabinet entschlossen Das Berliner Gewerbegericht wird, wie die„ Boff. 3tg." abgehalten. In Netschkau liegt übrigens gar kein Militär, das sei, das Werk der Gerechtigkeit weiter zu führen. Der Justizmeldet, morgen( Freitag) an den Anschlagsäulen eine Bekannt- Verbot trifft also nur Urlauber. minister erwidert, die Kammer habe dem Kabinet den Auftrag machung erlassen, in der die Arbeitgeberschaft in der Konfektionsgegeben, Aufhellung in die Südbahn- Angelegenheit zu bringen, Industrie, die Zwischenmeister und die Arbeitnehmerschaft aufPolizeiliches, Gerichtliches 2c. welche der Senat zu verhindern versucht habe. Der Justiz gefordert wird, durch Generalversammlungen Körperschaften zu Redakteur Gewehr in Elberfeld hat am 11. Februar minister Ricard rechtfertigt hierauf den Wechsel des Unterernennen, die befugt sein sollen, vor dem Einigungsamt des in dem dortigen Gefängniß eine viermonatliche Strafe an- fuchungsrichters. Er, Ricard, ließ einen Wechsel eintreten, um Gewerbegerichts bindende Beschlüsse bei den Verhandlungen zur getreten, die ihm wegen Beleidigung des preußischen Offiziers- suchungsrichters. Er, Ricard, ließ einen Wechsel eintreten, um die Untersuchung zu beschleunigen. Es sei unrichtig, daß der Beendigung des Ausstandes der Schneider und Schneiderinnen ftarbes auferlegt ist. zu fassen. Dazu ist zu bemerken, daß die Arbeitnehmerschaft in Der Polizeikommissar Urbach in Styrum bei Düssel- erste Richter in einem an ihn gerichteten Briefe dagegen Verwahrung der Fünferkommission ihr beauftragtes und allgemein borf hatte eine Bersammlung aufgelöst, wo Genosse Rohrladt eingelegt habe. Der Minister erklärt, die volle Verantwortlichkeit für anerkanntes Organ bereits besitzt. aus Berlin über den Breslauer Parteitag berichten wollte. Auf seine Handlungsweise übernehmen zu wollen, er werde fort Die Zwischenmeister der Damenkonfektion hielten am die eingelegte Beschwerde erwiderte der Landrath, daß die Auf- fahren, die Wahrheit aus Licht zu bringen; es verstehe sich von Mittwoch Abend eine Versammlung ab, um zu dem Streik dar lösung zu unrecht geschehen sei und er den Beamten davon selbst, daß seine Befehle zur Ausführung gelangen.( Lebhafter Beifall auf der Linken. Einige Stimmen fordern den öffent Arbeiter und Arbeiterinnen ihre Stellung zu präzisiren. Die benachrichtigen werde. ichen Anschlag der Rede. Die Bewegung hält an.) London, 13. Februar.( W. T. B.) Das Reuter'sche sich sonst heftig bekämpfenden, Vereinigung, Innung und Verein Berliner Schneidermeister, sind, durch den Streit geeit, entBureau" meldet aus Brisbane: Ein Passagierdampfer tenterte schlossen, allen Angriffen der bösen Arbeitnehmer entgegen- Streit der Zimmerer in Berlin. Bis zum 13. Februar, heute auf dem angeschwollenen Brisbaneflusse; von 80 auf dem zutreten. Hauptwortführer war wiederum der durch seine anti- abends 7 Uhr, haben 129 Arbeitgeber mit zusammen 1750 be- Dampfer befindlichen Personen sind nur 40 gerettet worden. semitische Abenteuer bekannte Herr Bolfmann und ein Herr schäftigten Zimmerern die Forderung, neunstündige Arbeitszeit London, 13. Februar.( B. H.) Die letthin in Kon Ulrich. Die Zwischenmeister waren sehr entrüftet, daß die vor- und 55 Pf. Lohn bewilligt. Der Geist der Streifenden ist ein ftantinopel vorgenommenen Verhaftungen hängen, nehmen Leute" in der Sympathie- Versammlung im Berliner guter, umsomehr, da sich die ganzen Vororte solidarisch mit uns auf der hiesigen Botschaft eingegangenen Depeschen zufolge, mit Konzerthause ihrer Abneigung gegen die Sweater fo offen erklärt haben und allenthalben die von uns gestellten Forderungen der Entdeckung eines gegen den Sultan gerichteten Der Sultan sollte nämlich Ausdruck gegeben hatten und beklagten sich bitter über zu den ihrigen gemacht haben. Dies ist eine Unterfügung, die Anschlages zusammen. daß sie, anstatt ben Fahrt nach die Regierung, Moschee anstatt den Mittelstand( das Bedeutung hat. heißt die Zwischenmeister) zu schützen, zu schüßen, dieselben auch Bon allen vernünftig Denkenden ist angenommen worden, auf ein türkisches Schiff gebracht werden, dessen Kommandeur mit Schmuh bewirft". Es wurde allgemein der Wunsch daß einer so bescheidenen Forderung feine große Schwierigkeiten Mitglied der Verschwörung war. Der Sultan sollte solange feftlaut, daß man die beiden Organisationen zu einer verschmelzen gemacht werden, was im allgemeinen auch zutrifft. Die Innung gehalten werden, bis er Reformzugeständnisse gemacht oder seine müffe, damit die Angriffe der Unstürzler von oben und von denkt darüber allerdings anders. In ihrer letzten Versammlung Abdantung erklärt hätte. Die Verschwörer wollten seinen Bruder unten parirt werden könnten. Ven einem Herrn Schrötter wurde nahmen die Herren folgende Resolution an: Die heute Reschad zum Sultan ausrufen. Wie es heißt, ist der Sultan im der Antrag gestellt, daß die Meister mit den Streifenden gemein- im Architektenhause tagende außerordentliche Versammlung der Besize allen Materials über die Verschwörung. Die Anftifter, same Sache machen und die Arbeit gleichfalls nieder: Innung, Bund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister Berlins der Redakteur des Marinejournals und zwei höhere MarineTegen sollten. Gegen diesen Antrag wurde eingewendet, erklärt sich einstimmig ganz entschieden gegen die geforderte offiziere, find ins Ausland geflüchtet. Im Yildiz- Kiosk herrscht daß die Meister doch keine Arbeite, sondern Arbeitgeber seien Verkürzung der Arbeitszeit, und überläßt es jedem Arbeit wieder große Aufregung deswegen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Lind und Verlag von Wing Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. = Gewerkschaftliches. bei einer der " des Propheten 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 38. A mts. Reichstag. M Freitag, den 14. Febenar 1896. 13. Jahrg. illusorisch machen können.( Beifall.) Was in den letzten zehn die Empfindlichkeit des anderen.( Beifall.) Die öffentliche Jahren zur gedeihlichen Entwickelung in dieser Beziehung gethan Meinung in England pflegt das, was sie will, mit großem Freiist, hat sich alles am hellen lichten Tage vollzogen; wir haben muth zum Ausdruck zu bringen, ohne ängstlich darüber zu grübeln, 39. Sigung vom 13. Februar, 1 Uhr. dabei nichts zu verschweigen und zu beschönigen und nichts zu was das für einen Eindruck auf das Ausland macht. Das ist ihr Recht, Am Tische des Bundesraths: Fürst zu Hohenlohe, rechtfertigen. Wir haben vor Jahren eine Dampferlinie nach aber dann sei man auch nicht allzu empfindlich, wenn wir einmal v. Marschall, Graf Posadowsky. der Delagoa- Bai errichtet und eine Bahn von der portugisischen das gleiche thun, und wenn wir in dieser Frage, die unsere Die zweite Berathung des Reichshaushalts- Etats Landesgrenze nach Pretoria gebaut. Deutsche Reichs Interessen berührt und die öffentliche Meinung Deutschlands aufs für 1896/97 wird fortgesetzt beim Etat des Auswärtigen angehörige haben sich dort niedergelassen und find an tiefste bewegt, dann auch mit gleichem Freimuth sagen, was wir Unternehmungen dort betheiligt. Diese legitimen Interessen denken und fühlen.( Beifall.) Die Freiheit beanspruchen wir, Beim Gehalt des Staatssekretärs bemerkt der Berichterstatter wollen wir pflegen und fördern im freundlichen Wett- daß, wenn unser Interesse bedroht wird durch offenkundiges Prinz v. Arenberg, daß aus dem Etat des Auswärtigen Amts tampf mit anderen Nationen. Dieser Pflicht kann und wird Unrecht, wir es als solches bezeichnen und unsere Genugthuung, diesmal alle Ausgaben ausgeschieden sind, welche sich auf die das Deutsche Reich sich nicht entziehen.( Beifall.) Wir wollen daß das Unrecht unterlegen und Recht doch) Recht geblieben ist, Kolonien beziehen. den status quo aufrecht erhalten bezüglich der Delagoa- Bai und in einer Form zum Ausdruck bringen, wie es dem Empfinden Abg. Hammacher( natl.): Die Budgetkommission hat bezüglich des Besitzstandes unserer Eisenbahn, und wir wünschen der ganzen Nation entspricht.( Wiederholter lebhaftester Beifall.) die politische Lage Deutschlands diesmal im Zusammenhange mit die Erhaltung der Selbständigkeit der südafrikanischen Republik, Abg. Lieber( 3.): Wit meinen politischen Freunden bin den Nachrichten behandelt, daß die verbündeten Regierungen die wie sie vertragsmäßig gewährleistet ist. In diesem durch ich sowohl durch das vorgelegte Weißbuch als insbesondere durch Absicht verfolgen, die deutsche Flotte in großartigem Stile zu aus konservativen Programm stehen wir weder mit Eng- die eben gehörten Darlegungen des Herrn Staatssekretärs in vermehren. Nicht um diesen Gegenstand jetzt zu approfundiren land noch mit irgend einer anderen Macht in Widerspruch; vollem Maße befriedigt. Wir wünschen die Erhaltung und - das geschieht zweckmäßiger bei Berathung des Marine- Etats- wohl aber treten wir in einen starten Gegensatz zu jenen Be Wiederherstellung guter Beziehungen zu England, aber niemals sondern damit schon heute die Vertreter der politischen Parteien strebungen, welche in Südafrika ganze Arbeit machen wollen, auf Rosten des Rechtes und der Großmachtstellung des Deutschen Aulaß nehmen würden, ihre Haltung in dieser Frage darzulegen, welche aufräumen wollen mit den selbständigen Staatsgebilden Reiches.( Beifall.) Wir legen Werth darauf, daß es auch im halte ich mich für verpflichtet auszuführen, welche Stellung meine und dem Besitzstand anderer europäischer Mächte, welche ganz Auslande über allen Zweifel klar sei, daß in auswärtigen Anpolitischen Freunde zu der Frage der Flottenvermehrung ein- Südafrika verändern und zu einem einheitlichen Wirthschafts- gelegenheiten das Zentrum im Reichstage und im Reiche keine nehmen. Wir begrüßen die Erklärung des Herrn gebiet machen wollen. Durch den Sieg dieser Bestrebungen Ausnahmestellung gegenüber den nationalgesinnten Parteien Staatssekretärs Freiherrn v. Marschall, daß die verbündeten würden wir allerdings eine schwere Schädigung unserer Deutschlands einnimmt, daß wir mit vollem Vertrauen hinter und wir haben auch Regierungen nicht beabsichtigen, dem Reichs Interessen erfahren, Kolonial- dem gegenwärtigen Leiter der auswärtigen Angelegenheiten tage eine Vorlage zu machen, welche auf eine besig in Südafrika, also auch politische und nicht ausschließlich stehen. Wir hoffen, daß die Erkenntniß dieser Thatsachen das Vermehrung der Flotte über die im Marine wirthschaftliche Interessen. Man hat uns vorgehalten, wir ihrige dazu beitragen werde, um jenes schöne Wort zur vollen Etat ausgeworfene Position hinausgeht. buhlten um die Gunst der Buren es ist in diesem Zusammen Wahrheit zu machen, mit welchem der deutsche Kaiser vor den Mit besonderer Genugthuung hat es uns erfüllt, daß Herr hang auch das Wort fofettiren gefallen und wollten uns versammelten Vertretern der verbündeten Regierungen und des v. Marschall erklärt, daß die verbündeten Regierungen sich nicht in ihre Angelegenheiten mischen. Sympathien der Völfer laffen deutschen Volkes und unter lebhafter Zustimmung derselben identifiziren mit jenen uferlosen Plänen, die in letzter Zeit in sich nicht reguliren und kontrolliren; die beiderseitigen Vor- das Jubelfest des Deutschen Reiches eingeweiht haben: Das wie vor eine Stüye des der Presse besprochen und befürwortet sind; derartige Vorlagen würfe schließen sich aus und ich wüßte fein sichereres Mittel, Deutsche Reich wird nach würden in dem hohen Hause den lebhaftesten Widerspruch soweit ich die Buren kenne, mit dem wir bei ihnen alle Sym- Friedens bleiben.( Beifall,) finden( Sehr richtig!) und die Thätigkeit lähmen, welche pathie für Deutschland von Grund aus zerfiören und ausrotten Abg. v. Manteuffel( t.): Meine Freunde beabsichtigen unbedingt erforderlich ist, ist, diese Fragen einer glück- tönnten, als eine Haltung unsererseits, die den Verdacht erregte, daß ebensowenig wie das Zentrum die Diskussion dadurch zu verlichen Lösung entgegenzuführen. Wenn Herr v. Marschall wir uns in ihre Angelegenheiten mischen wollen und daß wir ein längern, daß wir die Stellungnahme zu der Flottenvergrößerung erklärt hat, daß die Regierung, ohne eine Aenderung in unserer moralisches und rechtliches Protektorat erstreben.( Beifall.) hier vortragen. Ich beziehe mich auf das, was Herr v. Massow auswärtigen Politik eintreten zu lassen, sich ernstlich mit der Wir haben bei uns im Innern so manche in der Kommission gesagt hat. Wenn ich mit wenigen Worten Prüfung der Frage beschäftigt hat, ob die gegenwärtige Schwierigkeiten( Heiterkeit; Rufe: sehr gut zu über auf die Aeußerungen des Staatssekretärs eingehe, so will ich Rüstung zur See ausreicht zur Wahrung der deutschen In- winden, so daß ich nicht wüßte, woher uns die hervorheben, daß uns die Ausführungen desselben und teressen, so erkennen meine politischen Freunde darin nur den Lust kommen follte, auch noch die Verant- das Weißbuch nach jeder Richtung hin befriedigt haben.( Beifall.) Ausdruck des historischen Verantwortlichkeits- Bewußtseins, wortung für die inneren Angelegenheiten Die Ausführungen haben in dem einen Punkte, der mit der welches der deutschen Regierung immer eigen war. Nicht blos anderer Staaten zu übernehmen.( Heiterfeit.) Transvaal- Angelegenheit nichts zu thun hat, lebhaften Widerhall bei der Regierung, sondern auch in den Kreiſen ernst nach- Objektiv betrachtet war der Einfall Dr. Jameson's ein gefunden, nämlich als er sagte, daß wir im Innern Schwierig denkender politischer Männer verdient es eine sehr reifliche Gr- völkerrechtswidriger Att( Sehr richtig!), der auch unsere Inter- feiten genug hätten und nicht gewillt seien uns in die Verwägung, ob unsere Flotte in ihrem gegenwärtigen Zustand essen bedrohte und damit für uns das Recht und die Pflicht hältnisse anderer Länder einzumischen.( Beifall.) Wir hoffen, ausreicht, die deutschen überseeischen Interessen genügend zu schuf, einzugreifen. Wenn behauptet wird, daß Präsident Krüger daß die Regierung damit in erster Linie die agrarischen schüßen, ob auch insbesondere die Nothwendigkeit vorliegt, die unsere Intervention angerufen habe, so ist das ein Irrthum, Schwierigkeiten meint.( Heiterfeit links.) Wir hoffen, daß Zahl unserer Kreuzer zu vermehren. Welches aber auch immer mir ist nichts davon bekannt geworden. Sofort nach Eingang die Regierung in erster Linie diesen Mißständen abhelfen wird. das Ergebniß der Erwägungen der Regierungen und des Bundes der betreffenden Nachricht habe ich auf Anweisung des( Heiterfeit. Buruf: Fertig!) Nein, noch nicht!( Große HeiterNur raths sein möge gelangt eine darauf bezügliche Vorlage an Herrn Reichskanzlers mich an die englische Regierung mit feit.) in dem äußersten Fall kann eine Körperden Reichstag, so werden wir ebenso wie früher nicht allein mit der Anfrage gewendet, welche Maßnahmen dieselbe zu schaft wie der Reichstag sich in die Verhältnisse der äußeren dem nöthigen lebhaften Patriotismus, sondern auch mit der ergreifen gedente, um die Gefahren zu beschwören, die Politik mischen. Deshalb hätte es meinem Wunsche und dem nüchternen Erwägung sie einer Prüfung unterziehen, ob sie in durch den Einfall Jameson's entstanden waren. Mit dieser meiner politischen Freunde mehr entsprochen, wenn von einem den geforderten Mitteln gerechtfertigt ist. Damit ist diese Frage Anfrage haben wir einmal unsere Interessen gewahrt und gleich einzigen Mitgliede des Reichstages eine Erklärung abgegeben für uns zur Zeit parlamentarisch erledigt. zeitig der Sonderstellung Englands Rechnung getragen. Die worden wäre( Sehr richtig! rechts), z. B. wie die Erklärung des Das gestern dem Reichstage über die neueren Vorgänge in englische Regierung hat uns mit Bereitwilligkeit mitgetheilt, Herrn Lieber.( Zustimmung.) Das ist nicht beliebt worden, desSüdafrika vorgelegte Weißbuch enthält nur in einem Punkte welche Maßregeln sie schon vorher getroffen hatte, um, so weit halb müssen auch die anderen Parteien sprechen. Wir können etwas nenes und eine Aufklärung von einer gewissen Bedeutung. sie es konnte, Dr. Jameson zu rückwärtiger Bewegung zu veran dem Staatssekretär nur danken, daß er in voller Ruhe und SachDurch englische Blätter wurde die Nachricht verbreitet, daß lassen; ich muß in vollem Maße anerkennen, daß die englische lichkeit innerhalb der gezogenen Grenzen den Standpunkt aufrecht Deutschland bereits, um dem Präsidenten Krüger und der süd- Regierung mit aller Energie und Umsicht alle Schritte gethan erhalten hat, den er aufrecht erhalten mußte, daß er der Ehre afrikanischen Republit in ihrem Kampfe gegen die Rhodesia" zu hat, um dieses Ziel zu erreichen, und daß, wenn Deutschlands nichts vergeben und das Recht nicht verlegt hat. Hilfe zu kommen, Verhandlungen mit Portugal wegen Ent- trotzdem Blutvergießen eintrat, die englische( Beifall rechts.) sendung von Truppen nach der Delagon- Bai angeknüpft habe. 9 egierung teinerlei Verantwortung hatte. Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich bin in manchen Punkten mit Diese Nachricht entspricht nach dem Weißbuch der Wahrheit Es fonnte darüber kein Zweifel bestehen, daß der Einfall des der Regierung nicht einverstanden, z. B. in bezug auf die nicht. E3 bestand die Absicht, einen Theil der Mann- Dr. Jameson in Verbindung stand mit der Bewegung der so- Währungsfrage.( Großes Gelächter links.) Deshalb bin ich um schaft des„ Seeadley" in der Delagoa Bai zu landen, genannten Nationalpartei in Johannesburg, daß jener Einfall so mehr erfreut, daß ich vollständig einverstanden sein kann mit und dann, auf den Wunsch des Konsuls von Herff, nach das Signal sein sollte zur revolutionären Bewegung in dieser der Haltung des Fürsten Reichskanzler namentlich auch in dieser Johannesburg zu schicken, um das deutsche Konsulat und die Stadt. Wäre der Schlag gelungen, so standen zunächst Transvaal- Angelegenheit. deutschen Intereffen zu schützen. Herr v. Hürff hatte die Re- annarchistische Zustände zu befürchten, und für die Deutschen war Abg. Richter( frs. Vp.): Der Lauf der Verhandlung hat gierung über eine bevorstehende revolutionäre Bewegung in die Gefahr um so größer, als in Johannesberg Elemente dargethan, wie nöthig die Erörterung der auswärtigen Johannesburg unterrichtet, und es war deshalb Pflicht der von und sind verschiedener Art vorhanden ganz die Politik ist. Man soll es nicht bei Attlamationen be= deutschen Regierung, den Weg zu beschreiten, den sie beschritten deutschen Reichsangehörigen in entschiedener Gegnerschaft wenden lassen, sondern die Sachen eingehender erörtern. hat. Durch die glückliche Niederschlagung der in die süd- zu jener Nationalpartei standen. Es hätten sich dort In dem Weißbuch liegt schwarz auf weiß firirt das Programm Die ereignen fönnen, afrikanische Republik eingedrungenen Freibeuterbande ist glück- Dinge vorwurfsvollen der Regierung vor, welches durch die heutigen Erklärungen eine licherweise die Veranlassung entfallen, an eine Landung von Frage ausgesetzt hätten: wie war es möglich, daß bei der Erweiterung erfahren hat. Mit diesem Programm können wir 20 Stunden Eisenbahnfahrt Truppen in der Delagoa- Bai zu denken. Sie werden alle aus relativ turzen Entfernung uns durchaus einverstanden erklären, es zerstört jede Meinung, dem Weißbuch die Ueberzeugung gewonnen haben, daß unser ein deutsches Kriegsschiff landete, ohne daß auch nur der Ver- als wenn eine Angliederung in irgend einer Form in Transvaal Auswärtiges Amt mit Entschiedenheit und Energie, aber auch such gemacht wurde, den bedrängten Deutschen in Pretoria zu beabsichtigt wäre, als ob irgend welche Protektoratsgelüfte bestehen. mit Umficht und in streng abgegrenzten Formen die Rechte Deutsch- Hilfe zu kommen?( Sehr richtig!) Aus diesen Erwägungen Das wäre geeignet, die Sympathien für Deutschland in Translands in der gefährdeten füdafrikanischen Republik zu wahren ver- heraus habe ich nach der Weisung des Herrn Reichskanzlers vaal zu zerstören. Nach diesem Programm haben wir in Transstanden hat.( Beifall.) Ich glaube, der Reichstag schuldet dafür dem dem Antrage des Konsuls v. Herff stattgegeben und ihn vaal zu wahren die materiellen Interessen Deutschlands, die Auswärtigen Amt einen lebhaften und aufrichtigen Dant.( Bieder- ermächtigt, im Nothfalle zum Schutz des Konsulats und der dortigen Bahnanlagen und Handelsbeziehungen. Wir haben also holter Beifall.) Wir alle, glaube ich, dürfen mit Stolz in der Deutschen, die darin Zuflucht suchten, das Landungskorps des dort dieselben Interessen zu wahren, wie die anderen Völker, vielleicht Enunziation des deutschen Kaisers einen Aft des deutschen Schiffes" Seeadler" heranzuziehen. Es handelt sich um 50 Mann, vielfach noch in größerem Umfange. Was die Vorkommnisse Selbstbewußtseins, einen Ausdruck der Gefühle des deutschen die ausreichend waren, um das Konsulat mit den Deutschen zu der letzten Zeit betrifft, so ist es eine gute Folge der Vorlage Volkes erkennen.( Beifall.) Die englische Bevölkerung bezw. die schützen, aber in keiner Weise ausreichend für andere Zwecke. eines Weißbuchs, daß es ein Märchen ist, als ob die Transvaalenglische Presse haben sich sogar zu Feindseligkeiten gegen den Ich habe gleichzeitig an die portugiesische Regierung die Bitte regierung die Intervention der deutschen und der französischen deutschen Kaiser und die deutsche Nation veranlaßt gesehen. gerichtet, die Landung des Korps zu genehmigen, weil diese Ge- Regierung angerufen bätte. Der Staatssekretär hat hervorWir beklagen das aufs tiefste und weisen es mit der größten nehmigung zur Landung und zum Durchmarsch unumgänglich war. gehoben, daß die englische Regierung mit aller Energie und Ums Entrüstung als unberechtigt zurück. Wir alle haben das Gefühl, Bevor die Antwort darauf eintraf, war die Gefahr für die sicht den Freibeuterzug zu vereiteln bemüht war. In dem Blaudaß die Erweiterung der Kluft, welche jetzt zwischen der Deutschen beseitigt und damit die Sache erledigt. Das ist die buch treten diese Aeußerungen schärfer hervor, als es bisher der englischen und der deutschen Nation zu befiehen scheint, auch für einfache Thatsache. Wir haben bei den Verhandlungen, die sich Fall war. Aber die Frage bleibt offen, warum hat sie verhindern vermocht, daß ein Zug uns etwas Ernstes und Bedenkliches ist. Möge es der deutschen an die Festnahme des Dr. Jameson knüpften, eine absolute nicht überhaupt zu Zurückhaltung beobachtet. Wir thun in diesem Augenblick dasselbe unternommen Diplomatie gelingen, jene Kluft allmälig auszufüllen. Die englische Regierung hat be Staatssekretär v. Marschall: Bevor ich die Anfrage über angesichts der Erwägungen, mit denen sich die Regierung in Pretoria| fondere Rechte, aber auch besondere Pflichten Transvaal gegenüber. unser Verhältniß zu England beantworte, muß ich einen furzen beschäftigt nach der Richtung, ob mit Rücksicht auf das rapide Wenn ein Staat beschränkt ist in dem Abschluß von AllianceRückblick auf die Entwickelung unserer Beziehungen Anwachsen von Johannesburg eine Erweiterung der Rechte der verträgen, so hat die andere Regierung die Pflicht, diesen Staat zu Transvaal werfen. Die rechtliche Stellung dieser Uitlanders möglich sei. Aus dem Weißbuch haben Sie ent zu schützen gegen Angriffe, namentlich wenn sie aus ihrem eigenen Der Abg. HamRepublik ist festgelegt in der Konvention derselben mit England nommen, was wir verhandelt haben. Man pflegt solchen Publi Gebiete hervorgehen.( Sehr richtig! rechts.) einer von 1884. Darin ist der Republik für ihre inneren Angelegen- tationen den Vorwurf zu machen, daß sie sich über das bereits macher hat erwähnt die Eventualität der Landung heiten völlige Selbständigkeit gewährt, dagegen hat sich England Bekannte in größter Breite ergehen, dagegen eigentlich die inter- deutschen Matrosen- Abtheilung. Ich stimme mit ihm überein bezüglich der auswärtigen Angelegenheiten, obgleich auch hier effantesten Dinge verschweigen. Ich will nicht sagen, daß darin, daß die Eventualität nicht eingetreten ist. Es hat feinen gegen den früheren Zustand eine erhebliche Erweiterung der dieser Vorwurf im allgemeinen unbegründet fei Zweck, darüber zu sprechen, ob die Verwickelung dadurch nicht Befugnisse eine Kontrolle( Heiterkeit), ich kann Ihnen nur amtlich versichern, daß es in größer geworden wäre als sie war. der Republik eingetreten ist, insofern vorbehalten, als nach Artikel 4 der Konvention Verträge diesem Falle nicht zutrifft, daß das Weißbuch voll- Sympathie weiter Kreise des deutschen Volkes war in dem und Vereinbarungen mit anderen Staaten mit Ausnahme des ständig die Verhandlungen enthält, die wir insbesondere mit der Telegramm des Raisers enthalten; es war der Ausdruck der einfachen menschlichen Theilnahme. Das Telegramm Oranje- Freistaats der Genehmigung der Königin unterliegen. englischen Regierung gehabt haben.( Zustimmung.) An diese Konvention inüpfen sich zeitlich und auch ursächlich die Unsere Beziehungen zu der englischen Regierung haben keinen ist nicht überall so ausgelegt worden, wie es beabsichtigt war. Beziehungen an, die wir seitdem mit der südafrikanischen Re- Augenblick aufgehört, gute, normale und freundliche zu sein. Die Worte eines Souverains finden mehr Beachtung, und der publik unterhalten haben. Bereits im Sommer 1884 trat die( Beifall.) In England hat aus Anlaß der jüngsten Vorgänge Souverain ist nicht wie ein Minister in der Lage, einen Republik mit uns in Verhandlungen, die am 22. Januar 1885 eine hochgradige Erregung gegen Deutschland Play gegriffen, Kommentar zu geben. Daher waren die Kundgebungen eines zum Abschluß eines Handelsvertrages Dieser die in Wort, Schrift und Bild einen sehr scharfen Ausdruck ge- Souverains bisher sehr selten; aber ich wünsche nicht, führten. Vertrag hat nach Artikel 4 der Konvention die Gefunden hat. Ich unterlasse den aussichtslosen Versuch, gegen daß diese Kundgebungen allzu häufig werden. nehmigung der englischen Regierung erhalten; er blieb also Stimmungen mit Argumenten zu kämpfen und ich will fein Die Königin von England hat dem Präsidenten Krüger auch eine unanfechtbare Grundlage für unsere Beziehungen. In diesem Wort sprechen, welches Del ins Feuer gießen könnte; ich be- ein Glückwunschschreiben gesendet; er ist auch im englischen Vertrage ist uns die Freiheit der Niederlassung, die Handels- schränke mich darauf, die Thatsachen, wie sie sich zugetragen Parlament seiner Mäßigung wegen gelobt worden. freiheit, die Freiheit des Gewerbebetriebes in der Republik ge- haben, gegenüberzustellen den Vermuthungen, welche aus den ist das bestgelobte Staatsoberhaupt.( Seiterkeit.) Man muß Es ist nicht ihm das gönnen, denn kaum ein Staatsoberhaupt ist währt, gleichzeitig auch die Meistbegünstigung. Wir haben Ereignissen des Tages hervorgewachsen sind. Davon haben vor eine so schwierige Aufgabe gestellt worden als er. danach in allen diesen Beziehungen auch nicht hinter England deutsche Art, fremdes Recht anzutasten. zurückzutreten.( Hört!) Stehen wir also vor der Frage, was wir stets Beweise gegeben, daß wir fremde Interessen Die fremden Einwohner des Staates, die durch den Goldhunger haben die Deutschen eigentlich in der Republik zu suchen, und fremdes Recht achten und wir sind gern bereit, mit herangezogen sind, haben keine Neigung, die dauernden Interessen wir wollen allen anderen Nationen in den besten Beziehungen zu stehen. des Staates zu vertreten. Daß unsere Beziehungen zu England so dürfen wir in voller Ruhe antworten: = " uns der wurde. Der Ausdruck der Er dort die Rechte ausüben, welche die Republik mit Ge- Allerdings sehen wir voraus, daß diese Achtung gegründet ist im allgemeinen während dieser Vorgänge und Erörterungen nehmigung Großbritanniens uns vertragsmäßig eingeräumt hat. voll und ganz auf unbedingte Gegenseitigkeit( Sehr richtig!) und normale und freundliche geblieben sind, ist erfreulich. Ich meine Wir wollen nicht, daß dort staatsrechtliche und faktische Ber- daß die Empfindlichkeit des einen Theiles, mag sie noch so be auch, daß die Erregung in England, die mir unverständlich änderungen eintreten, welche unsere Rechte erschweren oder rechtigt sein, Hand in Hand geht mit der gehörigen Rücksicht auf war und der eine ähnliche Erregung in Deutschland nicht gegens " = = das aller über gestanden hat, in Abnahme begriffen ist. Allerdings Parlament der Flotte ihre Bedeutung verschaffen. Das ist jetzt wechsel zwischen Deutschland und England trägt eine große haben einige englische Staatssekretäre durch ihre Reden nicht nöthig, jetzt ist die Aufgabe, alle Richtungen des Staats- Kühle zur Schau, die doch wohl nicht blos auf die Verhältnisse kein Verdienst um die Verminderung dieser Erregung.( Sehr lebens gleichmäßig zu berücksichtigen, damit nicht nicht durch die in Transvaal sich bezieht. Wenn man die Vorgänge der legten wahr! bei allen Parteien.) Es ist ja nicht das erste Mal, daß besondere Vorliebe jeweiliger Machthaber ein Zweig des Staats- Beit in betracht zieht, dann wird man das verstehen und auch hervor unsere Beziehungen zu England durch vorübergehende Miß- lebens besonders gepflegt wird. Diese Bedenken müssen uns die Aufregung begreifen, welche das Telegramm stimmungen gestört würden. Fürst Bismarck verwies 1878 bei zu einer um so strengeren Prüfung des Etats veranlassen. gebracht hat. Als Japan in China Sieg auf Sieg erfocht, da sprachen davon, der Orient- Interpellation darauf, daß Interessengegenfäße( Beifall links.) die deutschen Blätter daß Japan zwischen England und Deutschland nicht beständen, höchstens Abg. Bebel( Soz.): Die Herren v. Manteuffel und v. Kardorff das ostasiatische Preußen sei. Man hoffte von seinen Siegen vorübergehende Rivalitäten. Die Kolonialpolitik hat mehr Be- haben es für das beste gehalten, wenn der gesammte Reichstag die Eröffnung Chinas für den deutschen Export. Der rührungspunkte gebracht, als früher vorhanden waren; allein nach der Erklärung des Abg. Lieber sein Einverständniß mit der Jubel war in Deutschland groß. Der Friede von Schimonoseki namentlich durch die Thätigkeit des Herrn v. Marschall ist es gelungen, auswärtigen Politik der Regierung ausgesprochen hätte. Sehr brachte für Japan nur das, was jeder andere Staat auch für durch Verträge die Streitigkeiten auf ein Minimum zu reduziren. felten kommt der deutsche Reichstag in die Lage, sich über die sich in Anspruch genommen hätte. Da kommt plöglich die NachJedenfalls sind alle Meinungsverschiedenheiten zwischen England auswärtige Politik auszulassen und ich hoffe, daß man das richt, daß die deutsche Politit sich von ihrem bisherigen und Deutschland in Afrika von minimalem Interesse gegenüber heutige Beispiel beherzigt, es für Pflicht und Ehre des Bundesgenossen getrennt und auf die Seite Frankreichs Das den großen Interessen in Europa.( Zustimmung.) Wenn ein Reichstages erachten wird, sich auch um die aus- und Rußlands getreten fei. war ein Frontwechsel, Berwürfniß entstehen sollte, so würde England bald wahr wärtigen Angelegenheiten zu kümmern. Der Er der auch unsere Organe in dem Auslande überraschte. nehmen, wie feine Interessen gefährdet find, nicht von seiten flärung des Herrn Lieber hätten wir uns nicht anschließen tönnen, Das Generalfonfulat in London hatte zu einem Diner auch die Deutschlands, sondern von seiten Rußlands in Indien und am denn wir können unser unbedingtes Vertrauen japanische Gesandtschaft eingeladen, das Diner mußte wegen Bosporus und von seiten Frankreichs in Egypten und am nicht befunden. Es bezieht sich das nicht auf Transvaal dieses Wechsels der Politik abgesagt werden.( Buruf rechts: Mittelmeer. Darum meine ich, trotz aller solcher afrikanischen allein, sondern auch auf unsere auswärtige Politit im allgemeinen. Klatscherei!) Diese Klatschereien finden bei Ihnen( nach rechts Kontroverfen liegt in der Uebereinstimmung zwischen Wenn der Staatssekretär in der Budgetkommision am 7. Februar deutend) den allermeisten Eingang; ich erinnere Sie nur an die England und Deutschland eine Bürgschaft erklärt hat, daß die Forderungen nach neuen Kreuzern, nach einer Affaire von Rozze.( Sehr richtig! links.) Man hatte gehofft, für den Weltfrieden. Ein 3erwürfniß mit Eng- Veränderung des Flottenplanes feineswegs auf einer Aenderung daß wenigstens besondere Vortheile für Deutschland erzielt feien, land würde die Gefährdung des Weltfriedens und unserer überseeischen und auswärtigen Politit beruhe, so fann aber nichts war erreicht worden, im Gegentheil, durch die eine Gefährdung der vitalsten Interessen Englands und Deutsch- ich diese Auffaffung nicht theilen. Es find nicht allein in der russisch chinesischen Abmachungen wurden die deutschen lands mit sich bringen.( Sehr richtig! links.) Transvaalfrage, sondern auch in anderen Fragen der aus Interessen direkt benachtheiligt. Die Bundesgenossen hat Herr Arendt, der ja als Bimetallist beinahe ebenso groß ist wärtigen Politit für die Weltmachtstellung Deutschlands und man zurückgestoßen und hat höchstens einen Scheinfreund gewonnen. wie Herr v. Kardorff, spricht von einem deutschen Weltreich, sein Verhältniß zu seinen Verbündeten Ereignisse eingetreten, die Die deutschen Kapitalisten flammerten sich an die Hoffnung, daß bestehend aus 80 Millionen Deutschen in Deutschland selbst, zu erörtern Pflicht des Reichstages ist. In der Transvaal- An- bei der großen Anleihe, die China in Europa für die Zahlung in Desterreich, in der Schweiz, in Amerita u. f. w. gelegenheit hat sich die Reichsregierung durchaus forrett verfeiner Kriegsentschädigung zu machen gezwungen sein würde, Für dieses deutsche Weltreich verlangt Herr Arendt eine starte halten, nicht blos gegenüber den Versuchen des Cecil irgend eine Betheiligung möglich und ein größerer Gewinn einzu deutsche Politik; jeder Deutsche im Auslande sollte den Kopf Rhodes und seiner Anhänger unter Führung des heimsen sein würde. Diese Hoffnung war vergebens. Es wurde hoch tragen und sich bewußt sein des civis romanus sum", daß Dr. Jameson, in Transvaal einen völferrechtswidrigen sogar bekannt, daß die chinesisch russischen Anleihen er Raiser und Reich hinter sich habe. Das römische Reich hat Einfall zu machen, sondern mit Rücksicht auf die Eventualität, hinter dem Rücken Deutschlands abgeschlossen feien ein klägliches Ende genommen; die zivilisirten Völker lassen sich gefährdete Reichsangehörige durch deutsche Truppen zu schüßen. und daß durch Rußland. es fertig fertig gebracht wurde, auch nicht alles gefallen, wie die Barbaren im Alterthum. Die geringe Anzahl der Mannschaften beweist, daß hier von die Gründung einer russisch chinesischen Bank in China Wenn hier ein Großproßenthum auftreten würde, so würde bald einer aggressiven Politif in bezug auf die durchzusehen und daß ein geheimer Vertrag zwischen Rußeine Schädigung der deutschen Interessen eintreten, die nicht auf Unterstüßung der Transvaalregierung teine land und China abgeschlossen ist, abgeschlossen ist, der sich naturgemäß gewogen würde durch einzelne Erfolge einer schneidigen Politit. Rede sein kann. Aber ich wundere mich nicht, daß das gegen Deutschland richten muß. Deutschland hat in diesem Fall Die Deutschen in Desterreich und in der Schweiz würden die ersten englische Blaubuch eine solche Erklärung des englischen Konsuls feine eigenen Bundesgenossen Oesterreich und Italien und seinen sein, gegen eine Einmischung in ihre Verhältnisse sich zu verwahren. in Pretoria ausweist, da ja in den Atten auch ein Telegramm wenigstens bis dahin alten Bundesgenossen England im Stich Ich rechne es dem Fürsten Bismarck als hohes Verdienst an, enthalten ist, ausgehend von den Deutschen in Transvaal, worin gelaffen, um auf die Seite seiner natürlichen Feinde Rußland daß er sich niemals in die inneren Angelegenheiten von sie direkt an den deutschen Kaiser sich wenden. Es ist und Frankreich zu treten. Desterreich und Rußland im Interesse der dortigen Deutschen begreiflich, daß der englische Konsul zu dem Glauben Auch in der Türkei hat die deutsche Politik die eingemischt hat. Herr v. Bennigsen hat sich vor einigen Tagen gekommen sei, das sei nicht von den Deutschen, sondern von der russischen Interessen mehr berücksichtigt, als dafür ausgesprochen, daß der Bismarckische Geist die politischen Transvaal- Regierung ausgegangen. Aber auf der andern Seite nöthig war. Dadurch mußte in England Mißtrauen entstehen. Gutschließungen unserer Nation leiten und beeinflussen solle. Die ließ sich die Aufregung durch die in dem Weißbuch geschilderten Gegenüber der seit zweihundert Jahren klar und deutlich verauswärtige Politit des Fürsten Bismarck haben wir niemals Greignisse nicht erklären, eine Aufregung, die auch besonders für folgten russischen Politit leben wir in der That von der Hand bekämpft. Diese Vorsicht in der auswärtigen Politik haben wir die materiellen Interessen Deutschlands von verhängnißvollen in den Mund; wir befinden uns bis zu einem ge= für eine durchaus berechtigte gehalten und es war mir von Nachtheilen begleitet war. Die Ursache ist gegeben durch das wissen Grade im Schlepptau von Rußland, hohem Interesse, daß unmittelbar nach dieser Rede des bekannte kaiserliche Telegramm vom 2. Januar verfehrteste und verhängnißvollste, was uns paffiren kann. Herrn v. Bennigsen die Hamburger Nachrichten" die Rede an den Präsidenten Krüger. Wer ohne Kennt Fürst Bismarck hat alles aufgeboten, um das Verhältniß zu nicht verneinten, aber sie legten die Linie der Politik niß der Verhältnisse dieses Telegramm Ias, mußte Rußland freundlich zu gestalten. Als er aber einfah, daß dies des Fürsten Bismarck in einer eigenartigen Weise fest. glauben, daß nicht eine Flibustierschaar, sondern ein nicht möglich war, da machte er sofort reinen Tisch und sorgte Er bezeichnet es als Hauptaufgabe der deutschen Politik, den Nachbarstaat über Transvaal hergefallen fei und daß vor allem dafür, daß die russischen Papiere aus Deutschland Frieden zu sichern und die innere Entwickelung vor Störungen der deutsche Kaiser dem letzteren jetzt gratulire, daß verdrängt wurden und nach Frankreich wanderten. Aber Frankzu bewahren. Auswärtige Unternehmungen, wie sie Frankreich diese Nachbarmacht ohne Hilfe einer auswärtigen Macht nieder reich ist jetzt auch mißtrauisch geworden gegen die russischen unternommen, um den nationalen Ehrgeiz oder die Eroberungs geschlagen sei.( Buruf rechts.) Ja: bums!( Heiterkeit.) Mit Papiere. Man machte wieder wieder den Versuch, die gelüfte zu befriedigen, widersprechen den deutschen Interessen. Dieser Charakterisirung ist auch deutlich gesagt, worauf es in Papiere den dummen Deutschen aufzudrängen. Deutschland habe genug mit sich zu thun und müsse deshalb diesem Telegramm ankommt. Die Transvaal- Republik war von Herr Witte war hier anwesend und hat verhandelt, er sollte sich vor der Versuchung bewahrt werden, sich einzumischen, so- den Plänen des Rhodes und des Jameson längst unter- hier von einer Krankheit erholen. Die Eingeweihten haben dar bald in Europa oder sonst wo irgend etwas los ist. richtet. Nach dem langen Telegramm des Weißbuches über gelacht. Berlin ist überhaupt kein Kurort für trante Leute. ( Zustimmung links.) Man müsse immer erst abwarten, was die war die deutsche Regierung in dem ruhigen Bewußtsein, So ausgezeichnete Patrioten wie die Herren zunächst betheiligten Mächte thun; das Vordrängen in solchen daß, wenn Dr. Jameson und Konsorten in der That versuchen Hansemann und Bleichröder haben fleißig mit Fragen erzeugt stets Nachtheile. Der Artikel schließt damit, daß würden, in den nächsten Tagen in Transvaal einzubrechen, die Herrn Witte vertebrt, vielleicht haben Sie auch mit die Befolgung der Bismard'schen Politik eine große Euthalifam- Transvaal- Regierung vollständig stark und kräftig genug sei, um dem Auswärtigen Amt in Beziehungen gestanden und haben feit in auswärtigen Angelegenheiten bedeuten würde. Bon den Einfall niederzuschlagen und auch das später bekannt ge- gefragt: was fagt Ihr dazu, wenn wir jetzt geneigt sind, den chauvinistischer Seite wird der Versuch gemacht, die wordene Wort des Präsidenten Krüger, daß er nur gewartet Russen einmal aus der Verlegenheit zu helfen? Es scheint, daß auf einem festen Geleise sich bewegende babe, bis die Schildkröte ihren Kopf vorfiecte, um ihn ihr ab- diese Frage, wenn nicht mit einem direkten Ja, doch mindestens Politik zur Entgleisung 8 11 bringen; die zuschneiden, beweist, daß man sich seiner Stärke wohl bewußt mit einem günftigen Kopfniden beantwortet ist; denn seitdem ist jenigen, die das versuchen, sind die treuesten war. Wie dann ganz wider allen völkerrechtlichen Brauch und das Geschäft so weit gediehen, daß, wie ich höre, im Laufe der Anhänger des Fürsten Bismarck, das sind dieselben jeden diplomatischen Üsus von deutscher Seite und zwar von nächsten Woche an der hiesigen Börse 200 Millionen staatlich Leute, die immer verlangen, daß etwas geschehen muß, die eine einer Stelle, die man sonst nicht in völkerrechtlichen Ver- garantirter russischer Eisenbahnanleihe ausgegeben werden sollen. Gewaltpolitit empfehlen, die sich gegen den handlungen in den Vordergrund zu stellen pflegt, ein( Lachen rechts.) Reichstag felbst, gegen das Wahlrecht und das Telegramm wie das mitgetheilte zur Absendung kommen Dieser Umschwung zeigt, daß sich Ihre Ueberzeugungen in Bolt kehrt und schließlich zum Staatsstreich fonnte, ist mir heute noch unverständlich. Ich demselben Maße ändern wie die Ueberzeugungen am Regierungsausartet. Diese Ausführungen richten sich nicht gegen würde es begreifen können, wenn ein solches Telegramm tische. Die 200 Millionen machen nach meiner Meinung auch die Regierung, sondern gegen die Vertreter der chauvinistischen ganz auf eigene Faust von der höchsten Stelle ausgegangen das Kraut nicht fett, aber es wird mehr folgen. Man wird in Strömungen. wäre. Der Staatssekretär hat aber ausdrücklich erklärt, daß das dieser Zulassung der 200 Millionen eine moralische Unterstügung Ich bedauere, die Mittheilungen über den nicht der Fall wäre; er übernehme die volle Berantwortlichkeit; des deutschen Auswärtigen Amtes sehen; die Franzosen werden mit Flottenplan fann ich nicht hinausschieben bis ja, dann aber hat man sich doch über das Maß der Verwahrer Begierde die Gelegenheit wahrnehmen und einen großen Theil zum Marine Etat. Diese Mittheilungen geben Wasser antwortung, welche er mit der Absendung des Telegramms über ihrer russischen Staats- und Schuldpapiere auf den deutschen Markt auf die Mühle der kolonialen Enthusiast en; nahm, schwer getäuscht. Daß dieses Telegramın nothwendig werfen. Das ist nicht viel, aber die Beseitigung des Widerspruchs wird man sieht darin eine Ermuthigung für die große diese Wirkung erzielen mußte, die es in England erzielt hat, ist zur Vermehrung des Absages an russischen Papieren in DeutschWeltpolitif. Diese Bewegung selbst, der Aufruf zur für keinen zweifelhaft, der einigermaßen die Beziehungen land führen. Je mehr das Geld in russischen Sammlung freiwilliger Flottenbeiträge ist in auswärtiger Staaten fennt.( Widerspruch rechts.) Papieren angelegt wird, desto mehr schwindet Lächerlichkeit verlaufen.( Heiterkeit.) Eine solche Als ich das Telegramm las, habe ich mir gesagt, das ist die Hoffnung, daß wir unsere Reichs- und Vermehrung der Flotte halten wir durchaus nicht doch unverständlich, so was hätte ich nicht für möglich gehalten, Staatsanleihen fonvertiren tönnen.( Zuruf bei für nothwendig. Alle diese Pläne stehen im und die Wirkung wird die denkbar schlimmste sein. Was würde den Nationalliberalen: Das ist ja die reinfte Kannegießerei!) Widerspruch mit der Rede des Reichskanzlers man in Deutschland gesagt haben, wenn Deutschland an der Rußland hat sich durch die deutsche Hilfe eine Stellung errungen, vom vorigen Jahre, in welcher gesprochen wurde Stelle Englands gewesen wäre und wenn von einer fremden wie niemals früher. Es hat auch in Bulgarien die Oberhand ge von der Erhaltung des Vorhandenen und dem Ersay Macht oder dem Souverän eines fremden Staates ein Telegramm wonnen( Burufe rechts: Boris! weiterkeit), ohne auch nur der abgehenden Schiffe; auf grund dieser be ähnlichen Inhalts mitgetheilt worden wäre, das einen indirekten Vor einen Mann zu opfern. Mit einer gewissen Schadenfreude ruhigenden Erklärung find 40 millionen Mart wurf und Angriff auf die deutsche Regierung enthalten hätte? spricht man von einer Jfolirung Englands; aber Deutschland für neue Schiffe bewilligt worden. Wir haben seit( Lebhafter Widerspruch rechts.) Jawohl, diese Auffassung ist hat sich durch seine Politik auch isolirt. 1888 300 Millionen für Heer und Flotte extra ausgegeben. Die allgemein verbreitet, gewesen.( Erneuter Widerspruch.) Das Es war bezeichnend, daß am 18. Januar, ehe die bekannte Kreuzer find zurückgestellt, weil der Bau der Panzer und der Telegramm würde unter gleichen Verhältnissen, wenn Frankreich Rede gehalten wurde, in der Zukunft" ein Artikel erschien, Hohenzollern" als besonders dringend bezeichnet wurde. oder Rußland in Frage käme, nicht geschickt werden. Das beweist, welcher vor dem Weltkaiserthum warnte. Der Vorredner hat Was von dem damaligen Marineplan ausgeführt worden daß man glaubte, fich England gegenüber etwas herausnehmen nachgewiesen, welche großen Opfer das Volk für Heer und Marine ist, hat mehr gekostet als der ganze Plan fosten sollte. zu dürfen( Lebhafter Widerspruch), was man Frankreich oder bereits gebracht hat. Wir können nicht eine Seemacht wie Solche Marineforderungen kommen gerade in einem Augenblick, Rußland gegenüber nicht gethan hätte.( Große Unruhe.) Die England haben, ja wir fönnen nicht einmal Rußland gleichwo die anderen Forderungen des Reichs- und Richtigkeit dieser Auffassung ist bestätigt durch den Eindruck, kommen. Will man solche Ausgaben machen, dann muß man Staatsleben 3 ebenfalls herantreten. 2 Milliarden Schulden den die Angelegenheit in England und in der ganzen Welt die Mittel nehmen von den reichen Leuten haben wir bereits gemacht, wir sind zu einem Budget für gemacht hat. Die Engländer sind doch keine Barbaren, sie sind durch eine Vermögens-, Erbschafts- und EinMilitär, Marine und Pension gekommen von 600 Millionen im in Fragen der auswärtigen Politik unendlich versirter als wir tommensteuer, nicht aus den Taschen der ar Ordinarium und wir können diese Last nur tragen dadurch, daß Deutsche. Dort haben sich ganz bestimmte Gebräuche in bezug beitenden Klassen, welche jest neun zehntel die indirekten Steuern um 450 Millionen Mark zugenominen auf den internationalen Verkehr herausgebildet und bei aller der Lasten zu tragen haben. Führen wir eine Politik, haben. Solche neuen Forderungen kommen, für Freimüthigkeit der englischen Presse würde man niemals zu daß wir zur entscheidenden Stunde auch gute und leistungsסטן E3 die Kafernen in Preußen allein in den nächsten Jahren solchen Aeußerungen und Angriffen gegen Deutschland und die fähige Freunde haben. Desterreich und Italien sind nicht 180 Millionen, für die Uebungspläge, für höchste Stelle in Deutschland geschritten sein, wenn nicht in dem leistungsfähig, aber England. England und Deutschdie Verstärkungen der Festungen Dußende Telegramm ein Aft der Feindseligkeit gegen England selbst land vereinigt, sind eine Macht, gegen von Millionen erforderlich sind. Der ganze Plan gefunden wäre.( Widerspruch.) Wenn es Gebrauch werden die niemand antommen tann. Wir können der Besoldungsverbesserungen der Beamten sollte, daß in solchen auswärtigen Beziehungen über die Köpfe mit der englischen Industrie konkurriren, das muß man ruht feit 1890; den Soldaten tann tein warmes der auswärtigen Leiter hinweg in voller Selbständigkeit solche in England fühlen, aber das reicht nicht aus, uns auf die Abendbrot gewährt werden; die dringendsten Re- Meinungsäußerungen und Kundgebungen stattfinden, dann find Dauer mit England zu entfremden. Aber eine starte formen in der Postverwaltung werden abwir keinen Tag sicher, daß wir nicht eines Strömung in der Bourgeoisie ist vorhanden, gewiesen. In Preußen stockt jede Reform des Morgens mal vor einer Katastrophe, einem die systematisch auf eine Entfremdung zwischen Eisenbahntarifwefens; es fehlt au Geld für die Kriege stehen.( Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Deutschland und England binarbeitet, die neuen Richterstellen, die Reform der Medizinal Es ist mehr im nationalen Interesse des Vaterlandes gehandelt, verkehrteste Politik, die man sich denken kann. Ich habe es für gehalten, polizei unterbleibt; den Städten entzieht man hier an dieser Stelle, wo unser Wort überall gehört wird, offen nothwendig dies auszusprechen. ift ein Die Schulbeiträge im Betrage von 3 Millionen Mart, um und rückhaltslos uns auszusprechen, als es von seiten der großer Vorzug, daß wir überhaupt einmal zum Austausch die Lehrer auf dem Lande besser zu stellen. Alle Mittel sind Mehrheitsparteien geschehen ist, die über diese Sache sich hinweg unserer Meinungen auf diesem Gebiete kommen, daß das Auserforderlich, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. zuschlängeln versucht haben.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) land sieht, nicht nur wie die herrschenden Klassen in Deutschland Was die überseeischen Beziehungen dem Handel und der Ich würde die Sache milder beurtheilen, wenn nicht unsere denken, sondern auch diejenigen Klassen, die im Industrie bringen können, wird aufgewogen durch die Schädigung, Politik in Ostasien innerhalb 24 Stunden auch eine plögliche entscheidenden Moment ihre Haut zu Markte welche die zahlreichen Beunruhigungen des wirthschaftlichen Wandelung erfahren hätte. Weder England noch tragen müssen, die deutschen Arbeiter.( Beifall Lebens mit sich bringen. Gerade diejenigen begeistern sich für Deutschland können sich ohne Gefährdung bei den Sozialdemokraten.) die Weltpolitif, welche die engherzigste Wirthschaftspolitik ver- ihrer beiderseitigen Interessen auf die Dauer Abg. Haußmann( südd. Vp.): Ich halte es doch für theidigen, die nicht die internationalen Beziehungen fördert ernsthaft verfeinden. Ich kann der deutschen Presse nothwendig, daß der Reichstag auch in auswärtigen An( Sehr richtig! links.) und durch Vertheuerung der Lebensmittel nur rathen, fich fünftig dieselbe Mäßigung in dieser Frage auf gelegenheiten Stellung nimmt. Der Standpunkt des Auswärtigen Amtes die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt schädigt; diese zuerlegen, wie es der Staatssekretär gethan hat. in der ostasiatischen Freunde Der Weltpolitik verlangen die Auffündigung Auf die Dauer können die Dinge in Transvaal nicht fo Politit ist nicht so unangreifbar wie in der der Meistbegünstigungsverträge.( Sehr richtig! links.) Was bleiben, wie sie sind; eine Handvoll Leute, welche die Minderheit Transvaalfrage. Durch die Vorlage des Weißbuchs hat soll man zu solchem Widerspruche sagen! Die Abstand find, können den Anforderungen der Uitlanders keinen Wider das Auswärtige Amt die Zustimmung des ganzen Parlaments nahme von diesen engherzigen wirthschaftlichen Plänen würde stand leisten. Abenteurer sind unter den Leuten, welche nach sich errungen; denn auch der Vorredner hat ausgeführt, daß er die Entwickelung Deutschlands mehr fördern als der Bau von Transvaal gekommen sind; ich weiß nicht, ob Sie unseren die Politik als eine durchaus korrekte anerkennt. Ich kann mir, Kreuzern u. f. w. dort ein Es hat Zeiten gegeben, wo gegen die Flotte Kollegen Krupp, der großes Werk hat, dazu wenn ich die Mittheilungen des Weißbuches vergleiche mit den wollen. Der ganze eine Abneigung in den höheren Kreisen herrschte. Da mußte das rechnen Brief und Depeschen Mittheilungen, welche gleichzeitig die englische Regierung = " " 〃 gegeben hat, das außerordentliche Maß der Aufregung demokratischer Redakteur wegen Sittlichkeitsvergehens gezogene Arzt, Herr Dr. Laskau konnte nur den Tod der vier jenseits des Kanals nur durch das Mißverkändniß er unter Anklage gestellt wurde, weil er in einer Zusammenstellung Bersonen fonstatiren, während der 7jährige Erich, dem der tlären, daß die Intervention Deutschlands angerufen sei. von Anzeigen schlüpfrigen Inhalts, welche er aus ordnungs- Magen sofort ausgepumpt wurde, gerettet werden konnte. Zwar Man fann der englischen Regierung den Vorwurf nicht ersparen, parteilichen Blättern zusammenlas, der bürgerlichen, für Ordnung, erkrantte der Knabe in der heutigen Nacht noch einmal schwer, daß sie vielleicht zu unvorsichtig gewesen ist. In das Weiß- Religion und Sitte kämpfenden Presse einen Spiegel ihrer eigenen so daß ärztliche Hilfe abermals geholt werden mußte, doch bebuch ist das Telegramm nicht aufgenommen, Unfittlichkeit vorgehalten hatte. Der Gerichtshof war damals findet sich Erich jetzt außer jeder Gefahr. Bei Frau Löwenberg welches das Hauptattenstück ist, für welches der verständig genug, auf Freisprechung zu erkennen; der Staats- wurden im Portemonnaie 30 M. baares Geld, sowie ein Brief Staatssekretär die Verantwortung über anwalt, der die bürgerlichen Blätter unbehelligt gelassen hatte, vorgefunden. Die Leichen wurden im Laufe des heutigen Vornommen hat. Es wäre beruhigend für alle po erkannte zwar ausdrücklich an, daß der Anzeigentheil der sozial- mittags nach der Morgue geschafft. litischen Kreise, wenn der Staatssekretär er demokratischen Presse einen entschieden sittlicheren Inhalt trage, Das traurige Schicksal des Fabrikanten ruft in der ganzen flären wollte, daß er bereits vor der Ab- als der bürgerlicher Blätter, beantragte aber bei alledem eine Gegend allgemeine Theilnahme hervor, da 2. sehr beliebt war, sendung des Telegramms Kenntniß von dem empfindliche Geldstrafe. sowohl durch seine Reellität, wie auch durch sein freundliches felben genommen hatte. Ich bin nicht der Ansicht des Eine Anklage, welche den soeben erwähnten Fall weit hinter Wesen. Das Dienstmädchen hatte L. kurz vor der That zu seiner Vorredners, daß aus diesem Telegramm hervorgeht, daß man sich läßt, ist jetzt gegen den Vorwärts" eingeleitet worden. in der Sebastianstraße wohnenden betagten Mutter mit der sich England gegenüber etwas herausnehmen zu können glaubte. In Nr. 267 vom 14. November v. J. brachten wir im lokalen Theil Weisung geschickt, nicht vor 10 Uhr zurückzukehren. Die Flasche Diese einseitige Beurtheilung Bebel's ist nicht berechtigt. Das folgende Notiz: mit dem Gift, in welcher noch eine geringe Quantität vorhanden, Telegramm ist, was die menschliche Gesinnung anlangt, nicht an- Der Gerichtsassessor sucht ein Zimmer. In dem Charlotten- wurde beschlagnahmt behufs Feststellung der Art des Giftes. fechtbar. Die Freude darüber, daß der Kleine nicht unterdrückt straße 28 erscheinenden Zimmeranzeiger der Berliner Wohnungs- Katastrophen wie diese zeigen in lezter Zeit unheimlich wird von dem größeren, ist berechtigt. England hat fein Recht zeitung" Nr. 30 findet sich folgende Anzeige, die an Deutlichkeit häufig den Interessenten der heutigen Ordnung an, daß die zur dagegen Widerspruch zu erheben, daß solche Telegramme von Deutsch nichts zu wünschen übrig läßt: Möblirtes Zimmer, am liebsten Beit noch bestehende Gesellschaftsordnung in raschem Verfall beland abgesandt werden. Die Erregung in England ist übertrieben. bei einer von einem Gerichtsassessor auf fofort gef. griffen ist. Rathlos stehen die perrschenden derartigen Vorkomm Ein faktischer Werth für die Kundgebung lag nicht vor, nachdem Gefl. Off. unt. S. G. 318 a. d. Geschäftsst. d. Bl." Den Gerichts- nissen gegenüber. der Angriff siegreich zurückgeschlagen war. Das Auswärtige Amt assessor möchten wir einmal in einem Ruppeleiprozesse agiren hätte sich sagen können und vielleicht sagen sollen, daß die Eng- sehen." Aus der Kaserne. Durch Urtheil des Kriegsgerichts sind länder nicht gerade erfreut gewesen sind über die Prügel, die Wegen dieser Notiz, welche für jeden der objektiv lefen ieht in Potsdam eine größere Anzahl Mannschaften vom Reihre Landsleute erhalten haben. daß der Kollege Richter die Kundgebung verlesen hat, welche von der Annonce schamlos zu tage tretenden Absicht, hat sich unser Kollege eines Sonntags im Hansen'schen Tanzlokale vor der Langen Es war mir sehr erwünscht, fann, nichts anderes besagt, als eine strenge Verurtheilung der in giment der Gardes du Corps, Leib- Garde- Husarenregiment und 3. Garde- Ulanenregiment bestraft worden. Dieselben hatten dem Fürsten Bismarck selbst inspirirt gewesen ist, denn sie ent- Kunert demnächst vor der Strafkammer, in Gesellschaft mit Brücke unter sich eine sogenannte„ Koleurschlägerei" angefangen, hält ein Programm für die auswärtige Politit, das auch von der verantwortlichen Redakteurin der Wohnungs- Zeitung" zu Die schließlich derartig ausartete, daß verschiedene Gegenstände in der Opposition akzeptirt werden kann.( Zustimmung links.) verantworten. Wir sind vieles gewöhnt, aber diese Anflage dem Zotal demolirt wurden und das Blut in Strömen floß. Da Wir können die Regierung sogar bitten, daß sie auch hat uns und hoffentlich nicht blos uns doch überrascht. den Schein vermeiden wolle, als ob sie man mehrfach den einschreitenden Unteroffizieren du jour den eine Einmischung in fremde Angelegenheiten suche. Die Regierung hat Zur Verhaftungsaffäre in der Admiralstrafe haben wir Gehorsam verweigerte, mußten diese schließlich die Schloßwache mitgetheilt, daß unsere auswärtigen Beziehungen gute seien. Die noch zu melden, daß unser Parteigenosse Ewald, der sich eben- requiriren, welche die Soldaten auseinandertrieb und einige Die Rädelsführer haben nun erhebliche englischen Staatsmänner sehen ja auch die Transvaalfrage als falls unter den Sistirten befand, bedenklich rheumatisch erkrankt davon festnahm. erledigt an. Ich glaube, die Verschärfung ist eingetreten durch war und daher einen Arzt verlangte. Ewald befolgte den Rath Festungsstrafen erhalten, u. a. ein Gardes du Corps, der, nachden scharfen Ton der jetzt in England an das Ruder gelangten des Kommissars Schöne, sich an den Aufseher zu wenden, doch dem er einen Unteroffizier beleidigt, unter Zurücklassung seiner fonservativen Partei. Wir sind nicht auf England angewiesen, nicht zu theil.- Die Vernehmungen am Dienstag Abend zogen reits ein Hufar nach Spandau transportirt. Ein Ulan, der wurde ihm die erbetene ärztliche Hilfe im Polizeigefängniß Müße entfloh, zehn Monate Festung. Am Dienstag wurde be= oder um es anders auszudrücken, wir sind kein Haar mehr auf sich zum theil erheblich in die Länge. Ein Parteigenoffe berichtet, gegen einen Unteroffizier du jour thätlich vorgegangen war, England angewiesen als England auf Deutschland. Wer hätte die größte Freude daran, wenn Eng batten noch drei der sozialdemokratischen Verbrecher ihrer Ent- ihn nicht verriethen. Erst als ein anderer Ulan fälschlich in daß er erst nachts halb 12 Uhr entlassen wurde; um diese Zeit konnte anfänglich nicht ermittelt werden, da seine Kameraden land und Deutschland sich überwerfen würden? Frankreich und Rußland, gegen welche sich unsere laffung zu harren. Verdacht gerieth und deshalb in Untersuchungsarrest genommen Rüstungen wenden. Ich glaube, es fällt jeder Grund weg, Kunst und Konfektion. Die Direktion des Parodie- Theaters werden sollte, nannte er den richtigen Thäter. Die weniger bei aus dieser vorübergebenden Mißstimmung welche am Sonnabend, den 15. Februar 1896, ihre Vorstellungen der Schlägerei Betheiligten haben Arreststrafen erhalten. einen Grund herzuleiten für eine große wieder mit den Parodien auf 1. König Heinrich; Flottenvermehrung. Man spricht von einer organischen 2. Gräfin Ilse; 3. 3scheus, das Waldmädchen Weiterbildung der Flotte. Wie kann man das aufrecht erhalten beginnt, hat sich entschlossen, 5 pet. seiner täglichen Brutto: gegenüber der vorjährigen Rede des Reichskanzlers. Die Re- Einnahme der Streikunterstützungs- Kasse der Konfektionsarbeiter gierung ist in feiner bequemen Lage, sie ist in eine Konfliftslage zu überweisen. Vielleicht folgen die übrigen Theater der Reichsgedrückt, sie hat sich zu einer halben Flottenvermehrung bequemt. hauptstadt diesem guten Beispiel. Früher ist von diesem Bedürfniß nichts gesagt worden, man muß es also nicht als dringend empfunden haben. Die deutsche Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde Weise operirte, zeigte ein Fall, der einen hiesigen General beiWas den Schuß der Deutschen im Auslande betrifft, so möchte hat am Mittwoch im Bürgersaale des Rathhauses den zweiten nabe in fatale Situation gebracht hätte. In den Kassabüchern die Regierung sich einen Bericht des Grafen Haßfeldt erbitten, der von ihr angekündigten Vorträge halten laffen. Herr Pro- stand ein von diesem entnommener Vorschuß in beträchlicher ob die in England wohnenden Deutschen den Wunsch haben, sich feffor Dr. Wahnschaffe sprach vor einem zahlreichen und auf- ſtand ein von diesem entnommener Vorschuß in beträchlicher Höhe als„ Vorschuß für Inspektionsreife". Da dieser Vorschuß durch neue Kreuzer schüßen zu lassen. Sie werden einstimmig merksamen Publikum über das Thema„ Unsere Heimath zur etwas unverhältnißmäßig lange offen stand, unternahm es ein Eiszeit." Nachdem der Vortragende die früheren Theorien über fagen: Ihr könnt uns nicht besser schüßen, als wenn Ihr die erratischen Blöcke, die ja auch in der Mark noch recht höherer Offizier, den Herrn General" fo hintenherum" daran zu möglichst freundschaftliche Beziehungen zu Eng- häufig anzutreffen sind, gestreift hatte, suchte er den Zuhörern Reise gemacht, noch ein Vorschuß entnommen war. Es fand sich mahnen. Dabei stellte sich heraus, daß zu jener Zeit weder eine land aufrecht erhaltet. Wenn die Marineforderungen die Entstehung der Gletscher in den Alpen zu demonstriren, um jedoch bei den Belegen eine sehr geschickte Quittungsfälschung hervortreten, werden dieselben Kämpfe eintreten, wie bei den Militärforderungen. Die Mittelparteien würden ein gutes Wert dann auf das eigentliche Thema zu sprechen zu kommen. Unseres jedoch bei den Belegen eine sehr gefchickte Quittungsfälschung mit dem Namen des Generals. Man ging natürlich der Sache thun, wenn sie diesen ganzen Plan als einen vorübergehenden sette Herr Wahnschaffe bei seinem Publikum Traum behandelten. Das Zeutrum wird sich auch verdient u umfangreiche Vorkenntnisse auf dem Gebiete der Geologie fofort auf den Grund und dabei stellte sich die Unterschlagung und Fälschung heraus. Es war dies der Vorfall, der zur Vermachen, wenn es keinerlei Zweifel aufkommen läßt, daß es für voraus, als daß sein Vortrag auf jeden der Zuhörer so Das Geld hat Hoffmann, trotzdem er ververständlich wirken konnte, wie dies zu wünschen gewesen wäre. haftung führte. dieſe Bläne weder jetzt noch in den nächsten Jahren zu haben wir hatten als Einleitung eine in träftigen Bügen gehaltene heirathet und Vater von 2 Kindern iſt, in der Geſellſchaft Je größer die Flottenforderungen, um so geringer das Geschick Slizzirung der Geschichte unserer Erde erwartet; statt dessen wiederholt mit gezogenem Degen in Schankwirthschaften trat und niedrigster Dirnen vergeudet. Es ist ferner festgestellt, daß er der auswärtigen Verwaltung. Abg. Liebermann von Sonnenberg: Und Bebel ſprach! Kenntniß unseres Erachtens nur bei dem Theil der Zuhörer, für anderen Chargirten sollen in der Goltzstraße nichts neues ge Abg. Liebermann von Sonnenberg: Und Bebel sprach! tam der Vortragende gleich mit einer Reihe von Details, deren dort Soldaten Front machen ließ, selbst Gänsemärsche mit und man glaubt den auswärtigen Minister von Utopien reden zu hören. Aber Herr Bebel ist nicht der geeignete Interpret der den die schon gehaltenen und noch geplanten Vorträge eigentlich wesen sein, wobei an den Enden der gezogenen Degen allerhand Gefühle des deutschen Voltes; er hat sich mit Eifer alles nationale nicht bestimmt sind, vorausgesetzt werden sollte. Es würde uns Lebensmittel aufgespießt waren. Zur Zeit ist Hoffmann in das Denken und Fühlen abgewöhnt.( 3uruf bei den Sozialdemokraten: freuen, wenn die Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde, Garnisonlazareth übergeführt, da er sich durch seine Ausderen gute Absichten von uns am allerwenigsten unterschätzt Quatsch!) Ich kann nur mit Liebknecht sagen: Der Name Vater werden sollen, bei ferneren Vorträgen bedenken wollte, daß das schweifungen gefährliche Krankheiten zugezogen hat. land hat keinen Zauber in Ihrem Munde.( Heiterkeit links.) Stieftind des Militärstaates, die Volksschule, den fünftigen StaatsIn unserem Munde hat der Name Vaterland einen Klang von bürger wohl mit Bibelsprüchen vollpfropfen durite, aber auf dem hohem Zauber. Es mag demjenigen, der sich für einen großen Gebiete der Naturkunde nicht einmal den allerbescheidensten AnPolitiker hält, Genugthuung bereiten, feine rettenden Pläne hier sprüchen gerecht zu werden vermochte. vorzutragen. Aber es würde der auswärtigen Verwaltung nicht gefallen, diese Reden anzuhören, welche wir schon haben anhören Das Projekt der elektrischen Ringbahn zwischen Berlin brach, wie bereits gemeldet, gegen 12 Uhr mittags ein gemüffen.( Heiterfeit.) Wir hätten uns damit begnügt, wenn das und den südlichen Vororten scheint jezt endlich seiner Verwaltiger Dachstuhlbrand in der Rathenowerstraße, Ecke Quizow Einverständniß mit dem Verhalten der Regierung ausgedrückt wirklichung entgegenzugehen. Nachdem nun auch die Gemeinde- straße, aus, der großen Schaden verursachte. Gleichzeitig worden wäre. Die Flottenpläne lassen uns fühl; wir werden vertretung von Tempelhof beschlossen hat, mit den Unter- brannte es im Hause Rathenowerstraße Ecke Kruppinnerhalb der finanziellen Leistungsfähigkeit immer bereit fein, nehmern den Vertrag abzuschließen, steht damit von sämmtlichen straße und am Johannestisch Nr. 4. Gegen vier Uhr dasjenige zu erbringen, was nothwendig ist zur Wahrung betheiligten Vorortgemeinden nur noch Schöneberg aus. stand der Dachstuhl Paulstr. 5 in Flammen, dann, wenige der Ehre und Macht Deutschlands und zum Schuße seiner Inter- Doch sind auch hier die Verhandlungen bereits soweit ge- Minuten später, wurde die Feuerwehr abermals nach der Kruppessen. Darüber hinaus wird die Regierung auch nicht gehen diehen, daß der Vertragsabschluß in türzester Zeit erfolgen straße gerufen, wo der Dachstuhl brannte. Um 5 Uhr kam die wollen. Wir theilen die Anerkennung für die Politik in der wird. Meldung, daß der Dachstuhl Thurmstr. 49 brenne und dann, Transvaalfrage. Die Erregung der öffentlichen Meinung in daß in der Kaiserin Augusta- Allee in den Berliner Asphaltwerken Erachtens . Ueber den vor kurzem verhafteten Feldwebel Hoffmaun aus der Golzstraße erfahren wir einige nähere Details. H. war fommandirt zur Pionier- Inspektion in der Kurfürstenstraße 63 und diente bereits im 11. Jahre. Ihm war die Verwaltung der sog. Tagegelderkasse anvertraut, an welcher er Fälschungen und Unterschlagungen seit 2 Jahren in Höhe von über 2000 m. verübte. Daß dabei Hoffmann in sehr geschickter Die Brände in Moabit dauern fort. Im Laufe des Mittwochs sind dort etwa ein halbes Dußend Dachstuhlbrände vorgekommen, außerdem hat die bereits ganz abgearbeitete Feuer. wehr noch an einigen anderen Stellen der Stadt thätig sein müssen. Nachdem Grüner Weg 111 ein Feuer gelöscht war, Der Polizeipräsident setzt, wie an den Anschlagfäufen bekannt gegeben wird, gleich dem Grundbesitzerverein 300 M. auf die Entdeckung des Thäters aus. England würde vielleicht nicht so umfassend gewesen sein, wenn Eine Familien- Katastrophe, der 4 Personen zum Opfer man sich nicht in England daran gewöhut hätte, in Kolonial- gefallen find, hat sich am Whittwoch Abend in dem Hause Schmid- Feuer ausgebrochen sei. Hier brannte das Dach des zweistöckigen fragen bei uns ein ungemessenes Maß von Nachgiebigkeit zu traße 39 zugetragen. Hier wohnte, wie berichtet wird, seit dem Wasser, weshalb die Berliner Wehr bald wieder abrückte. Gegen finden.( Zustimmung rechts.) Man fand plöglich Selbst- 1. Oktober v. J. der Fabrikant Moritz Löwenberg, geboren bewußtsein und Stärke.( Zustimmung rechts) Es sind noch 5. August 1852 zu Stegers, Kreis Schlochan, mit seiner aus Frau 8 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Magdeburger Platz geanderwärts deutsche Interessen zu vertreten, wir wollen hoffen, und sechs Kindern bestehenden Familie. Er betrieb eine Fabrik rufen, so daß es kaum möglich ist, über alle Brände eingehender daß die Regierung auch für die Interessen der griechischen und für Brenn- Necessaires, Brenn- Frifirlampen 2c. in der Neander- zu berichten. portugiesischen Gläubiger in Deutschland eintreten wird.( Heiter- Straße 36, ein Geschäft, das gut ging, so daß der Mann seine teit lints.) Das Telegramm war ein Ausdruck der Gesinnung Familie ganz anständig zu ernähren vermochte. 2. war aber des ganzen Voltes. Wenn Herr Richter nicht wünscht, daß stark nervös, fußleidend und hatte sich in letzter Zeit eine Blutsolche Rundgebungen des Oberhauptes Brauch werden, vergiftung am Arm zugezogen. Hierzu fam, daß dem Fabritanten fo sage ich: wir wünschen nicht, daß das Oberhaupt ein Auftrag, für welchen er bereits große Posten Rohmaterialien für solche Rundgebungen gebunden wäre an die Zustimmung angekauft und zugeschnitten hatte, anullirt wurde, wodurch ihm des Herrn Richter und seiner Freunde.( Bustimmung rechts.) ein großer petuniärer Verlust entstand. Dies alles mag auf dem Es ist kein Chauvinismus, es tam nur zum Ausdruck die Einheitlichkeit Deutschlands; es famen zur Geltung die Worte, die damals die heimkehrenden Sieger vom Sockel der Germania begrüßten: Nun ist die Kette wieder voll, weh, wer daran rühren foll! Es heißt jetzt wieder: Ein Haus, ein Volt, ein Herr! Damit schließt die Diskussion. Der Berichterstatter Prinz Arenberg geht noch kurz auf die Verhandlungen der Kommission über das Telegramm an den Präsidenten Krüger ein. Darauf wird das Gehalt des Staatssekretärs genehmigt und um 5 Uhr die weitere Berathung bis auf Freitag 1 Uhr vertagt. Lokales. · Ein Brandstifter, auf dessen Konto auch ein Theil der Moabiter Brände entfällt, ist am Donnerstag in Charlottenburg ein Bettler um Unterstützung angesprochen, als gleich darauf auf dingfest gemacht worden. In dem Hause Kantstraße 56 a batte dem Boden Feuer ausbrach. Die erregt hinzueilenden Hausbewohner träntlichen Mann schwer gelastet haben, so daß er für die Zu- trafen dort einen Bettler an, der in einer Bodenkammer Papier kunft der Seinigen besorgt, schon mehrere Tage mit dem Plan anzündete, während eine zweite Abtheilung des Bodens schon in eines gemeinschaftlichen Selbstmordes sich trug. Am Mittwoch ordnete 2. seine geschäftlichen Angelegenheiten, bezahlte noch die Flammen stand. Der auf frischer That ertappte Mann hat bei rückständige Miethe und begab sich am Nachmittag gegen 3 Uhr haben, sondern auch zugestanden, der vorfäßliche Urheber eines der Polizei nicht nur eingeräumt, diesen Brand angelegt zu in seine Wohnung, wo er mit seiner Frau Henriette, geborene Salomon, längere Zeit im Hinterzimmer der aus drei Stuben turz vorher in dem Hause Wilmersdorferstr. 112 entstandenen bestehenden Wohnung allein blieb. Gegen 8 Uhr abends Feuers gewesen zu sein. Später hat er seine Aussage noch dahin erweitert, daß er auch bei den Moabiter Dachstuhlbränden wurden die drei jüngsten Kinder, der am 16. März 1894 zu betheiligt gewesen sei. Er giebt sich für einen Schlosser Horn Berlin geborene Karl, die am 29. August 1890 ebenfalls hier aus; doch erscheint noch fraglich, ob dieser Name der geborene Margarethe und der 7jährige Erich ebenfalls in das hintere Zimmer von der Mutter hineingeholt. ,, Auf dem Tisch richtige ist. stand", so erzählt der kleine Erich, der einzige Augenzeuge der Verhaftet wurde der frühere Husarenoffizier von Wedel, Katastrophe, eine Flasche, in welcher sich, wie Water fagte, der in letzter Zeit mit den fünf Barrisons verschiedene ZehnLiqueur befand. Erst trank Vater, der sich zu Bett gelegt hatte, tausende verjurt hat. Als das Geld dem Edelsten und Besten In der Urania, Wrangelstr. 10, wollen einige Arbeiter ein ganzes Glas davon aus, dann gab Mama Karl und Grethe schließlich knapp wurde, entnahm er Schmuckgegenstände auf der Metallknopf- Fabrit von Leopold Stern, Köpnickerstr. 113, davon zu trinken. Erich selbst biß, wie er weiter aussagt, die Pump und versetzte sie. Wegen dieser Handlungen hat die am 7. März einen Maskenball veranstalten. Die Kranken- Zähne zusammen, trant jedoch, als er jah, daß die Mutter ein Polizei den schneidigen Lebemann dieser Tage im„ Kaiserhotel" tasse Berliner Bierfahrer und Berufsgenossen hält am Glas der Flüssigkeit zu sich nahm, ebenfalls einen Schluck. Dem verhaftet. 25. Februar in den Konkordia- Sälen, Andreasstr. 64, ältesten Knaben, dem 13 jährigen Walter, der sich mit den beiden Selbstmord hat am Mittwoch die 84jährige Frau des einen Maskenball ab. Zu Versammlungen für Arbeiter werden übrigen Geschwistern Irma und Paul im Alter von 12 und Maurerpoliers A. Kl. am Weidenweg Nr. 2 begangen. Als der beide Lokale nicht gegeben. 9 Jahren im Nebenzimmer befand, war das Verhalten der Eltern Mann abends gegen 7 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, In Deutsch Wilmersdorf nahm der Arbeiterverein in aufgefallen, und da er die Mutter ſtöhnen hörte, so eilte er, fand er seine Frau als Leiche auf. Sie hatte sich in der Küche da das Dienstmädchen fortgeschickt werden war, zu dem Haus am Fensterkreuz erhängt. feiner letzten Sizung zu den bevorstehenden Gemeinderathswahlen verwalter Lehmann. Inzwischen hatte Grich, der nach dem Stellung. Da unsere Parteigenossen am Orte teinen Kandidaten Trank die Besinnung verloren und nach einigen Minuten wieder Ein schwerer Betriebsunfall ereignete sich am gestrigen zur Verfügung haben, der Hansbesitzer ist, wurde beschlossen, zu sich gekommen war, die Thür wieder aufgeriegelt, so daß der Nachmittag in der Bock'schen Hutfabrik in der Greifswaldersich nicht an der Wahl zu betheiligen. Es empfiehlt sich für Verwalter und andere Hausbewohner in das Berliner Zimmer, straße 35. Dortfelbst tam der Arbeiter Walter mit der rechten die Wilmersdorfer Parteigenossen, diesen Beschluß zu befolgen. in welchem die graufige That geschehen, eindringen fonnten. lang, die Maschinen zum augenblicklichen Stilstand zu bringen, Hand in das Getriebe einer Welle. Ihm wurde, obwohl es ge= ,, Der Gerichtsaffeffor sucht ein Zimmer." Die Kunst Den Eintretenden bot sich ein schrecklicher Anblick dar. ber gange Arm fast völlig zermalmt. Der Unglückliche wurde im ausgekleidet der Staatsanwaltschaft im Lande der Frommen und Freien, Löwenberg Bett, die 44jährige Breßprozesse gegen die Sozialdemokraten zu konstruiren, entfaltet Gattin in ihren Kleidern Sopha auf der nach dem Krankenhause Friedrichshain gebracht. 1 neben dem sich immer wunderbarer. Es wird der Leserschaft unseres Erde, während die beiden Kleinen, Karl und Grethe Einen Auflauf verursachte am Donnerstag früh um 61/2 Uhr Blattes noch erinnerlich sein, sein, daß vor einiger Zeit aufeinander auf dem Sopha lagen. Die Züge sämmtlicher ein Unfall, der an der Ecke der Dresdener und der Buckowers ein sozial- Leichen waren auf das Eniseßlichste verzerrt. Der sofort hinzu straße einem Postwagen zustieß. Der Packetwagen Nr. 165, der irren wir nicht, geschah es in Mainz eine schwere Ladung vom Amte in der Oranienburgerstraße nach| Von einigen Holzplätzen aus, die dem mit einem etwa Rigdorf bringen wollte, tippte infolge des Bruches der hinteren einem Meter hohen Baune umgebenen Schneeplage gegen Are um. Der Kutscher sprang vom Bock herab, der Schaffner über liegen, haben Leute die beiden Personen, den Mörder aus dem Wagen heraus; beide tamen ohne Schaden davon. und fein Opfer, unter dem Wagen liegen sehen, sie aber für Die Ladung wurde im Verlauf einer halben Stunde in einen Vogelsteller gehalten, die sich dort in der Gegend häufig aufaus dem Depot in der Köpnickerstraße herbeigeholten Reserve- halten, und deshalb sich nicht weiter um sie gekümmert. Die Polizei: wagen umgepackt. organe Berlins und der Vororte sind sofort in Kenntniß gefeßt Wegen schlechten Geschäftsgauges hat sich am Mittwoch Mittag der Zigarrenhändler Josef Büttner durch einen Revolverschuß das Leben genommen. Büttner, ein alleinstehender Mann von 63 Jahren, wohnte seit dem 14. d. M. als After: miether in dem Hause Wißmannftr. 21 zu Rixdorf und betrieb sein Geschäft in einem Laden des Hauses Kl. Hamburgerstr. 2. Bis vor drei Monaten hatte er ein Geschäft in der Chauffeestraße neben den Germaniasälen gehabt und dabei nach seiner Angabe 3000 M. zugesetzt. Auch das neue Geschäft in der Hamburgerstraße ging nicht, so daß zu den Geschäftsschulden, die Der Mann schon hatte, bald noch Miethsschulden hinzufamen. Ein Schwindler, der sich betrügerisch in den Besitz von Fahrrädern sette, die er sofort bei Trödlern 2c. verpfändete, ist heute zur Haft gebracht worden. Er nennt sich Hagemann; es besteht aber begründeter Zweifel, ob er auch wirklich so heißt. Der Eigenthümer eines in der Reinickendorfer Straße versetzten Rades fonnte noch nicht ermittelt werden. Personen, die zur Sache Angaben machen wollen, tönnen sich in den Vormittagsstunden zwischen 9-12 Uhr im Polizei- Präsidialgebäude, Zimmer Nr. 320 II. melden. Ein abscheulicher Luftmord ist am Mittwoch Nachmittag bei den Köllnischen Wiesen auf der Grenze zwischen Berlin und Rixdorf am Maybachufer hinter der Thielenbrücke verübt worden. Gegen 2 Uhr nachmittags bemerkten mehrere Knaben, daß ein Mann, der von der neuen Wiener Brücke her fam, sich an den 10 jährigen Schüler der 151. Gemeindeschule Hugo Burr, den Sohn eines Arbeiters aus der Wienerftr. 57a, worden. Im voraus allen, die mich auf die eine oder andere Art bei der Lösung meiner Aufgabe unterstüßen, herzlichen Dank. Emil Hauth, Schriftsteller. Zürich- Riesbach, Holbeinstr. 31. Die Parteipresse wird um Abdruck ersucht. Telegraphen- Bureau eine bestimmt gehaltene Meldung, die, wenn Der Nordpol entdeckt? Aus Petersburg bringt Wolff's sie sich bestätigen sollte, das Jahr 1896 zu einem der ruhmvollsten in der Geschichte der Entdeckungsreisen machen würde. Besondere Spezialisten der Diebeskunft treiben gegen: Die Depesche lautet: wärtig im Süden der Stadt in der Hafenhaide ihr Geschäft. In der Nacht zum Sonntag wurden zwei Männer Nach einem Telegramm aus Frkutsk hat der Lieferant des die einen Sad trugen; sie ließen denselben fallen und enthalten, Nordpolfahrers Nansen, Kaufmann Kaichnarew, den Präfekten Der Sack enthielt mehrere gestohlene Pferdegeschirre, die von be- in Kolymsk( Nordsibirien) wissen lassen, daß Nansen den Pol nachbarten Pferdebesitzern herrührten; es meldeten sich infolge erreicht, Land entdeckt habe und zurückkehre. Bekanntwerdens dieses Diebstahls noch mehrere in gleicher Weise Bestohlene, deren Eigenthum jedoch nicht ermittelt werden konnte. In den Abendstunden sind wiederholt die Ladenkassen kleiner Geschäfte geplündert worden; man vermuthet Schuljungen als die Diebe. lichem Erfolge lauten. tnappe Meldung nennt, dürfte Nischne Kolymsk( Nieder.- K.) zit Unter dem Rolymist, das diese hocherfreuliche, leider so verstehen sein, ein Ort von etwa 400 Bewohnern unweit der Mündung der Kolyma in das nördliche Eismeer( etwa 69 Gr. 11. Br., 162 Gr. östl. 2.). Es giebt noch ein Sredne Kolymst In der Steiger'schen Mordsache hielt der Untersuchungs-( Mittel- R.), eine Stadt und Feftung am Mittellaufe der Kolyma. richter beim Landgericht zu Potsdam am Dienstag einen Lokal- Da die Meldung nicht erwähnt, daß die Rückkehr Nansen's termin ab. Die Anklage gegen Hoffmann und Grabowsky, welche bereits erfolgt sei, so darf man aus ihr nur schließen, der That verdächtig sind, dürfte auf Körperverlegung mit tödt- daß auf irgend eine Weise( Brieftauben, Flaschenpost, Ballon) eine Nachricht von der Expedition an die Küste Otsibiriens gelangt fei. Die letzte Nachricht von Nansen wieder der Krankenwärter Ernst Hoppe, der theils unter eigenem 1893; er fegelte an diesem Tage aus der Jugorstraße, un Zur Haft gebracht wurde, wie die Boff. 3tg." meldet, felbst, die nach Europa gelangt ist, datirt vom 3. Auguſt Namen, theils unter dem Namen" Roeppen" im vergangenen längs der Küste Sibirien bis zur Mündung des Olenek im Jahre fortgesetzt Berichte über von ihm erdichtete Unglücksfälle Westen der neusibirischen Inseln vorzubringen und sich dann an in Weißensee, Rixdorf und Charlottenburg erscheinende nordwärts zu wenden. Die Meeresströmung, die einst die Hose Zeitungen lieferte und sich bezahlen ließ. Wegen derartiger Be- des Matrosen der„ Jeannette" an die Ostküste Grönlands trieb, trügereien in Berlin wurde H. bereits im vergangenen Jahr zu sollte den" Fram" eben dahin führen. Die jetzige Meldung drei Monaten Gefängniß verurtheilt. tommt also von einer Seite, die gerade entgegengesetzt ist der Die„ N. Richtung, in der Nansen seine Rückkehr erwartete. . 3." erinnert daran, daß die im Spätherbst vergangenen Jahres aus Grönland eingelaufene Meldung, daß man in einem „ Fram" zu erkennen glaube, mit sehr triftigen Gründen beim Westen Grönlands im Eis eingeschlossenen Schiffe den zweifelt wurde. Wetter- Prognose für Freitag, den 14. Februar 1896. mit mäßigen nordwestlichen Winden, keine oder unerhebliche Etwas tälteres, vielfach heiteres, zeitweise woltiges Wetter Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Zu dem Unglücksfall in der Georgenkirchstraße 27, über heranmachte. Ein 7 jähriger Bruder des Hugo sah, wie den wir vorgestern berichtet haben, wird uns noch mitgetheilt, der Mann diesem die Hand reichte und hörte, daß er daß es nicht Frau Jankowski, sondern die im Erdgeschoß des ihm sagte: Hier hast Du Geld, Du kannst für mich Hauses wohnende Frau Boginska war, welche zuerst das Unglück einen Gang machen". Dann ging der Mann mit dem Knaben gewahr geworden ist. nach dem Maybachufer zu. Einige der Gespielen folgten bis an die Thielenbrücke und kehrten hier um. Nur der Knabe Marsante aus der Forsterstraße und der andere Burr gingen noch weiter mit. Am Maybachufer blieb auch der lettere stehen, folgte aber Dann wieder, als er die beiden aus den Augen verloren hatte, um seinen Bruder zu suchen. Nachdem er auf wiederholtes Rufen feine Antwort erhalten hatte, kehrte Kunst und Wissenschaft. er um und ging zu den Gespielen zurück. Niemand fümmerte sich weiter um Hugo Burr. Als dieser auch am Donnerstag Morgen noch nicht nach Hause gekommen war, zeigte zu veröffentlichen: Leopold Jacoby. Wir werden ersucht, folgende Buschrift Der Vater sein Verschwinden auf dem Bureau des 87. PolizeiMit dem Tode Leopold Jacoby' 3 ist dessen literarischer reviers in der Liegnitzerstraße an. Am Donnerstag Nachmittag, Nachlaß, wie auch die Aufgabe einer Darstellung seines Lebens während man noch nach dem Knaben suchte, Adolf Menzel ist von der Royal Academy of Arts in London zum auswärtigen Ehrenmitgliede ernannt worden. Schiller- Theater. Fedor von Zobeltig', Schauspiel„ Ohne Geläut", welches seinerzeit am Lessing- Theater mit starkem Er. folge zur Aufführung kam, wurde von der Direktion des SchillerTheaters erworben und geht an dieser Bühne Anfang nächster Woche in Szene. Die Hauptrollen werden von Fräulein Pauly und den Herren Patry, Bach und Bategg dargestellt. Im Bürgersaale des Rathhauses findet Sonntag, den 16. d. M., auf vielfaches Verlangen, Franz Schubert- Abend" statt. Den Vortrag über den großen Tondichter hält Prof. Karl Krebs von der gegen 3 Uhr auf dasselbe Bureau zwei junge Leute die den Dichter persönlich kannten oder zu irgend einer mit die Damen Eugenie Reinhold und Johanna Süßna und die mit der Meldung, auf einem abgezäunten Blaze hinter 3 eit mit ihm korrespondirten, die Bitte, mir auf sein Leben Herren Franz Harres und Julius Barneckow. Die nächsten der Thielenbrücke, auf dem Schnee abgeladen wird, oder seine politischen, fünstlerischen und philosophischen An- Dichterabende werden Paul Heyse und Franz Grillparzer ge liege unter einem Wagen die Leiche Leiche eines Knaben schauungen bezügliche Mittheilungen freundlich zur Verfügung widmet sein. mit durchschnittenem Halse. Polizeilieutenant Mezz bestellen zu wollen. Von ganz besonderem Werthesind gab sich sofort dorthin und fand die Meldung bestätigt. Die mir Mittheilungen über die erste Lebensperiode Leiche wurde als die des Hugo Burr erkannt. Neben ihr lag Leopold Jacoby's( die Studienzeit in Marburg und Berlin, Vermischkes. ein Markstück, jedenfalls das Geld, das der Mann dem Knaben die Thätigkeit als Parlamentsstenograph bis zur Uebersiedelung Aus Guayaquil wird vom Mittwoch berichtet: Durch eine beim Anlocken und Verschleppen gegeben hatte, ein Schufter- nach Commacchio und Triest 1877). Auch bitte ich im Interesse heftige Feuersbrunst wurden hier vier Gebäudeblocks zerstört. meffer mit schwarzem Griff, und ein Stück Wurst. Die Leiche der Sache die Redaktionen aller Blätter, die nach dem am Unter den niedergebrannten Bauten befinden sich das Konsulat wurde gestern Abend nach Rixdorf in die Obduktionshalle 20. Dezember 1895 erfolgten Tode des Dichters Nefrologe von Bern und die Augustinerkirche. Der Schaden wird auf gebracht. Eine genauere ärztliche Besichtigung hat noch nicht brachten, mir je zwei der betreffenden Nummern gefl. zur Ver- 4000 000 Besos geschäßt. stattgefunden, doch erscheint es nach der ganzen Sachlage zweifel- fügung stellen zu wollen. los, daß ein Luftmord vorliegt. Der Mörder war ein mittelgroßer Mann mit schwarzem Schnurrbart. Er trug einen faden scheinigen braunen Winterüberzieher und eine graue Hose. Izuschicken. Etwa eingesandte Originalbriefe werde ich auf Wunsch der Besitzer derselben nach genommener Abschrift sofort ihnen wieder Fachverein der Stellmacher Berlins und der Umgegend. Sonntag, den 16. February, vormittags 10 Uhr, RosenthalerAv. 57 Versammlung. Vortrag des Herrn J. Wollheim, Chemiker, über:" Luft und Wasser." Gewerkschaftliches. Aufnahme neuer Mitglieder. Laut Beschluß der letzten Versammlung werden die Versammlungen von jetzt an pünktlich eröffnet. Der Vorstand. 159/10 Sonnabend, den 14. März, in Leydeder's Fettsälen, Sophienstr. 34: Grosser Wiener Maskenball unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Maieuzweig"( Stellmacher). Billets à 50 Pf. sind im Verkehrslokal Elsasserstraße 9 und bei den Komiteemitgliedern zu haben. Um zahlreiche Betheiligung ersucht D. D. Achtung! Schöneberg. Achtung! Sonnabend, den 15. Februar, abends 7%, Uhr, DI findet bestimmt eine Große öffentliche Volks- Versammlung für Männer und Frauen in einem Saale der Schloßbrauerei statt. Pat. Hand- Nähmaschine, gut nähend, vert. bill. Schulstr. 11, H.2. Eing. 1 Tr. r. Pianino, u verkaufen Dittrich, Bechstein, wenig gebraucht, fof. Französischestr. 9. Event. Theilzahlung. Thiele- Rolle, Mehl- u. Vorkost, Einrichtung u. Möbel fortzugsh. verkauft Alte Jakobstr. 120a, Butterhandlung. Schlaffo pha, Bettstelle, Matragen, Kleiderspind, Wäschespind, Spiegelspind, Spiegel, Ausziehtisch, Stühle billig Reichenbergerstr. 160, v. I, Behring. Putbuserstraße 26 * * gesunce, fleine Wohnungen per sofort, auch zum 1. April 1896 bill. zu verm. Möbl. Zimmer o. Schlafst. 8. 15. Febr. oder 1. März z. v. b. Löchel, Grimm straße 35, v. 3 Tr. I. 2662b Arbeitsmarkt. Achtung Metallarbeiter! Der Streif bei der Patent- Hufeifen Stollenfabrik von Leondauert unverändert fort. Zuzug ft fernzuhalten. Thema: Unsere örtlichen Verhältnisse mit Bezug auf die Gemeindewahlenhardt& Cie., Saarbrückerstr. 30, Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Glühwein- Extrakt, Nietmaschine. hochfein, à Literflasche 1,30 m., 5 Literflaschen 6 M. intl. Punsch- Extrakt, Grog- Extrakt, à 2trfl. 1,60 m., 5 Strfl. 7,50 M. Ananas- Punsch, Burgunder- Punsch, à Literfl. 3,50 M. Cognac fine Champagne, Orig.-Fl. 3/4 Ltr. infl. 3,50, 4,50, 5,50 m. Echt Jamaica- Rum und Verschnitt, à Literfl. 2,10, 2.50, 3,10 m. Rum No. 3, Imitation, à Literfl. 1,10 M., 5 Literfl. 5 M. inkl.[ 4187L* Medicin. Ungarwein, 1/2 Ausbruch, beste Qualität, 2trfl. 2,10, 51.9 25. Briefkasten der Redaktion. F. R. 100. Ja, z. B. im Zirkus Schumann. 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Jahrg. zweckmäßig durch Umwandlung in Attordlohn besonders| wieder verlassen wollte, wurde sie angehalten, da bemerkt worden während der Getreide Ernte ersehen zu lassen". Jede war, daß sie mehrere ungekaufte Gegenstände in ihrem Korb Herr" erleidet nicht den geringsten Schaden! Ermüdung wirkt also als Lohnverminderung! Der hatte verschwinden lassen. Es fand sich in dem Korbe denn auch wirklich ein kleines Spielwaaren- Lager, bestehend aus Blech" " Der pommersche Arbeiterfreund denkt aber auch daran, wie man trompeten, einem Gummiball, allerlei Schmucksachen 1. dergl. den Arbeiter, der zum 1. Oktober weggehen will, weil er sieht, wie vor. Die Frau hatte der Versuchung nicht widerstehen können, er nun doppelt und dreifach ausgebeutet wird, aufs neue feffeln auf dem Wege des Diebstahls einige Christgeschenke für ihre fann. In den Pachtvertrag soll die Bestimmung tommen, da- Kinder sich zu verschaffen. mit im Falle der Kündigung unreell denkenden Arbeitern die weiteres zu und versicherte dem Gerichtshofe, daß sie selbst nicht Sie gestand ihr Vergehen ohne Gelegenheit entzogen wird, die Pachtwirthschaft zu devastiren, wiffe, wie sie dazu gekommen sei. Der Staatsanwalt beantragte und sich so auf Kosten des Besitzers zu bereichern, daß der ab- mit Rücksicht auf die ganze Eachlage selbst das niedrigste Straf Daher allgemeines Jammern über die Landflucht" der Arziehende Insimann keine Naturalien, außer den ihm maß von einem Tage Gefängniß, auf welches der beiter nicht nur nach den Städten, sondern von den besonders eigenthümlich gehörenden mitnehmen darf und daß er am Gerichtshof auch erkannte. Der Vorsitzende erklärte, daß er sich mit Knutengeist gesegneten oftelbischen Gefilden nach Gegenden, Kündigungstermin, am 1. Juli, in denen die Selbstherrlichkeit der abligen also vor der nach den Verhältnissen der Angeklagten erkundigen und und bürger Ernte die ganze lichen Agrarier schon Pachtung in die Hände des falls ihre Angaben sich bestätigen sollten ein Gnadengesuch menschlicheren Gepflogenheiten hat Herrn zurückgiebt!" Was ferner der Justmann im ersten befürworten wolle. Platz machen müssen. Wir haben bereits in Nr. 299 des Jahre als Vorschuß vom Besizer an Vorwärts" vom 22. Dezember 1895 darauf hingewiesen, wie erhalten hat, soll er„ fachgemäß" beim Abzuge wieder herausSaatgut, Deputat, in Nr. 87 der Deutschen Landwirthschaftlichen Presse" vom geben, für geleistete Handarbeit, künstlichen Dünger soll er„ ent30. Oftober 1895 ein Rittergutsbesitzer Dr. W. 2. in Posen vor schädigt" werden. geschlagen hatte, chinesische Arbeiter in Deutschland einzuführen, und zwar mit der Begründung, durch diese Kuli Einfuhr die heimischen Landarbeiter zu überzeugen, daß wir( die Rittergutsbesizer) nicht von ihrer Laune abhängig sind und nach Wunsch Ersaz finden können". Dr. W. 2. war dabei so freundlich, die Bei hilfe des Staats zur Anwerbung solcher chinesischer Arbeiter in Anspruch nehmen zu wollen, und erklärte, er fordere diese Ruli- Einfuhr aus moralischen Gründen, die in der unzweifelhaften Rückwirkung auf unsere heimischen Landarbeiter liegen." rathen. い " Soziale Uebersicht. Konzentration des Kapitals. Die Elektrizitäts- AktienLandarbeiter seitens des Besitzenden ist wohl kaum noch möglich! ihrer Generalversammlung vor einigen Tagen beschlossen, das Eine unreellere" Art des Vorgehens gegen den besitlosen gesellschaft vorm. Schückert u. Comp. in Nürnberg hat in Man bedenke nur, daß letterer es völlig in seiner Hand hat, Attienkapital auf 18 Millionen Mark zu erhöhen. Die Zahl der die Entschädigungen u. f. w. festzusetzen! Aktiengesellschaften in Nürnberg betrug 1890 18, gegenwärtig 26. besitzern auf das dringendste; er meint, das alte patriarchalische Herr Pr. empfiehlt sein Ausbeutungssystem den Guts,, Gegen die Errichtung weiterer Gewerbegerichte in Instverhältniß sei dahin, es müßten neue Formen gesunden Württemberg" betitelt sich ein Leitartikel des nationalliberalen werden, bei denen der ganze Stand der Landarbeiter als gleich- Schwäbischen Merkurs", worin nachzuweisen versucht wird, daß, berechtigtes Glied der Gesellschaft eingereiht wird". dank der unermüdlichen Agitation der sozialdemokratischen Partei, bleibt! Stimmt ganz genau! Die neue Form der Sklaverei so viele Gewerbegerichte unnöthigerweise" errichtet wurden, daß für den Arbeiter ist die kapitalistische, die jenen dem Buch- ein Bedürfniß für weitere Gewerbegerichte dermalen nicht anDieser Vorschlag ging verschiedenen Gutsbesitzern und Guts- staben der Gesetze nach zwar als gleichen Stand bezeichnet, ihn zuerkennen sei und daß der Nutzen der Gerichte zu den Kosten verwaltern doch zu weit; sie wiesen ihn zurück, nicht ohne mehr aber in die der alten Hörigkeit völlig gleichwerthige Abhängig- und Umständlichkeiten" ihrer Organisation und ihrer Unteroder minder offen ihre Angst vor der Sozialdemokratie, die feit als 2o hustlaven und Pachtsklaven bringt, so daß haltung nicht entfernt im Verhältniß stände. Weiter habe sich in solche Vorschläge bei den Wahlen ausnußen würde, zu ver- er nach wie vor ein gefügiges Ausbeutungsobjekt der Besitzenden Württemberg die„ leberflüssigkeit" einer Reihe von Gewerbegerichten ergeben. Neuerdings( in Nr. 4 der Deutschen Landwirthschaftlichen Das System des Herrn Pr. ist ganz schlau aufgeflügelt, Aus diesem unvernünftigen Gerede geht lediglich hervor, daß Presse" vom 15. Januar 1896) wendet sich ein Herr Pr. in wenn auch nicht ganz neu. Aber seine Rechnung hat einen die Gewerbegerichte den zum„ Schwäbischen Merkin" in BePommern ebenfalls gegen den Vorschlag des Posenschen Ritter: Fehler er hat die Sozialdemokratie vergeffen. Sie siehung stehenden nationalliberalen Fabrikanten Württembergs gutsbesizers, besonders aus praktischen" Gründen. Dabei macht wird dafür sorgen, daß die Landarbeiter zu dem von Herrn Pr. ein Dorn im Auge find. Die Arbeiter wissen, welch großen er Mittheilungen und Vorschläge, die ein scharfes Streiflicht auf und seinen Profitgenossen so gefürchteten„ Verstande" kommen Nußen sie von den Gewerbegerichten haben. Und darauf, nicht die ländlichen Verhältnisse werfen und für unsere Land- und die Kerntruppe im sozialen Befreiungskampfe werden! Auch auf das, was die nationalliberalen Volksausbeuter meinen, agitation beachtenswerth find. Die Kulis hält er für die dauernde Landarbeit körperlich zu arbeiter so verständig" zu machen. Wir wollen für ihre Ver die Vorschläge des Herrn Pr. sollen dazu beitragen, die Land- kommt es an. schwach und die moralische Rückwirkung auf die heimischen breitung in Landarbeiterfreifen eifrig Eorge tragen. Landarbeiter" faßt er in einer dem Dr. W. L. entgegengesetzten Weise auf. Er erklärt, daß die Sachsengängerei das patriarchalische Verhältniß" zerstöre. Alte ein= gefeffene tüchtige Instfamilien machen Wanderfamilien Play, deren Interesse nicht mehr dem Lande angehört, sondern die ihren Sinn längst der Stadt zugewandt haben, welchem Drange fie auch bei erster bester Gelegenheit nachgeben und dort hin atwandern." Die Einführung von Kulis würde eine Landflucht unserer heimischen Arbeiter zur Folge haben". Dr. W. 2. hatte geschrieben, er wünsche die Kulis nur so Tange, bis unfere beimischen Arbeiter zu besserem Verft an de gekommen sind". " " Herr Pr. in Pommern zeigt dagegen, daß dies gar nicht mehr nothwendig sei, da sie bereits zu befferem Verstande getommen seien. Er sagt: " " Gewerkschaftliches. Der Streik der an Holzbearbeitungs- Maschinen be schäftigten Arbeiter Berlins dauert fort, da die Unterwurden, nur 91/2 stündige Arbeitszeit an stelle des geforderten nehmer, mit welchen auf deren Wunsch Verhandlungen gepflogen Neunstundentages und wollten. Die von diesen Unternehmern beschäftigte Arbeiterzahl und sonst überhaupt nichts bewilligen beträgt ca. 900. beitern. Soziale Rechtspflege. Gewerbegericht. Das Aussehen der Arbeit ist einer der vielen Uebelflände, mit denen vornehmlich die Arbeiter auf Schwindelbauten zu rechnen haben. Sowie dem an sich zahlungsunfähigen Unternehmer" vom Geldgeber, der Bank 2c. nicht getraut wird, sowie er seinen Verpflichtungen gegenüber dritten nicht nach kommt oder sonst etwas nicht klappt, bleibt Bewilligt haben bis jetzt 16 Unternehmer mit ca. 120 Arder Bau liegen und die Arbeiter werden vertröstet, daß es bald wieder weitergehen werde". Wenn dieselben nun in der An- gerichts sich bereit erklärt, vor dem Einigungsamt in Das Streiffomitee hat auf Ersuchen des Gewerbenahme, es werde nach ein paar Tagen alles wieder im Loth" fein, ruhig warten, wird ihre Geduld häufig hart auf die Probe Verhandlungen mit den Unternehmern einzutreten. gestellt, und schließlich wenden sie sich an das Gewerbegericht mit ie sich an das Gewerbegericht mit In Leipzig haben die Stuckateure( Anseher) der " Ich kann aus Buckerrübenbau- Gegenden Westpreußens, Entschädigungsansprüchen. Mit einem derartigen Falle hatte Firma Sturm u. Fischer, Braustraße, wegen Lohndifferenzen wo das Arbeiten mit Sachfengängern zu Hause ist, die That- sich dieser Tage die Kammer III zu beschäftigen. Der Bauherr" die Arbeit eingestellt. fache mittheilen, daß bei der lezten Reichstagswahl Reimann hatte es sich gefallen lassen müssen, daß seine Gläubiger verhältnißmäßig viele Stimmen in Arbeiterkreisen( von unter den Handwerkern, die bei dem in Frage stehenden Bau bezirk Karwin, dem Schauplatz des seinerzeit viel beZwei große Bergarbeiter Versammlungen im Gruben Instleuten) für den Sozialdemokraten ab betheiligt waren, ihm die geschäftliche Leitung des Baucs aussprochenen schrecklichen Grubenunglücks, beschlossen, daß nach gegeben sind zum großen Erstaunen der Besizer und wo man der Hand nahmen. Einem Fabrikbefizer Drawe als ihrem Ver- ordnungsmäßiger 14 tägiger Kündigung am 24. Februar auf c3 gar nicht erwartet hat. Das ist ein Zeichen der Zeit, treter wurden die Baugelder zedirt. Reimann hatte sich jedoch allen Gruben jenes Bezirks die Arbeit eingestellt welches man nicht unbeachtet vorübergehen lassen darf. Bu hierauf nicht mehr um den Bau gekümmert, die Bank verweigerte werden soll, wenn die vorgekommene Maßregelung von Bergsolchem" Verstande" kommen die Landarbeiter und feinem weitere Zahlungen und der Bau mußte liegen bleiben". Den leuten bis dahin nicht rückgängig gemacht ist. anderen. Durch Konkurrenz von Chinesen als Arbeiter Klägern wurde gesagt, fie müßten vorläufig aussehen, die würden sie hartnäckig werden und nur darauf warten, sich als Sache werde sich schon regeln. Die Regelung ließ aber lange Kerntruppe in die Reihen der Sozialdemos auf sich warten, und die Kläger beschritten den Klageweg, indem tratie eingliedern zu lassen. Der von der Scholle einmal fie die Wartezeit entschädigt verlangten. Das Gericht indeffen losgelöste Landarbeiter, ebenso die Wanderfamilie", unterwies die Klage mit der Begründung ab, daß die Kläger fich scheiden sich in ihrer Denfungsart taum noch in etwas vom ohne Vorbehalt hätten vertrösten laffen, fei so gut wie ein direktes Einverständniß mit dem Aussetzen. Industriearbeiter." armen Die Maske der Menschenfreundlichkeit wird also ganz ruhig abgenommen; nicht um des Arbeiters willen sollen diese einen Landbesitz erhalten, sondern um einen seßhaften Stamm von Leuten für den Gutsbesiger zu schaffen! Die Bewirth schaftung des eigenen Landes soll der Arbeiter der Frau und den Kindern überlassen, ab und zu soll er auch einen Tag bewilligt" erhalten, aber er muß täglich zur Arbeit auf dem Gutshofe erscheinen. " " In Pforzheim sind die Arbeiter der Ww. Stora'schen Schuhfabrit in den Streit getreten. Gefellen auszusperren, verwirklicht, obgleich dieser BeDie Wiener Schmiedemeister haben den Beschluß, ihre schluß von der Behörde für ungefeßlich erklärt worden ist. Bis Dieses Zugeständniß verdient festgenagelt und den Land- Von der Erfüllung eines Akkord vertrages 400 Schmiedegesellen arbeitslo 3. In einer Ver= zum Dienstag waren infolge dieser brutalen Maßregel über arbeitern zur Kenntniß gebracht zu werden. entbinde nicht der Ausschluß der Kündigungssammlung am Dienstag faßten die Meister über die Forderungen Nur die Furcht vor der Sozialdemokratie frist. Diesen Einwand erhob der Inhaber einer Metall- der Gesellen folgende Beschlüsse: Der geforderte zehnstündige ist es, welche die profitsüchtigen Großgrundbefizer abhält, waarenfabrik gegen die Lohnreftforderung zweier Mechaniker. Arbeitszeit von 7 Uhr früh bis einschließlich 12 Uhr mittags Sulis einzuführen! Ohne die Sozialdemokratie würden Das Gericht verurtheilte jedoch die Beklagte zur Zahlung und von 1 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends die Landarbeiter also dieser schmählichen Ronkurrenz unterworfen des geforderten Refilohns, indem es den Standpunkt einnahm, führbar, doch tönne auf eine halbstündige Frühstückspause am sei durch= und dem unlautersten Wettbewerb preisgegeben sein! die Arbeitsniederlegung ror Fertigstellung des übernommenen Vormittag nicht eingegangen werden. Dagegen sei den Gehilfen Wahrlich die Landarbeiter haben also alle Ursache, fich Affords sei dann nicht als Vertragsbruch aufzufassen, wenn die soviel Zeit einzuräumen, als sie zum Frühstück benöthigen. Die der Sozialdemokratie anzuschließen, und sie werden dies auch, gesetzliche Kündigungsfrist allgemein ausgeschlossen fei. wie dies ja Herr Pr. zugiebt. Eine feine Jronie des Schicksals Forderung, jenen Gesellen, die an Sonntagen am Vor Um die Bezahlung sogenannten Ausschusses mittag zum Zwecke der Verrichtung bringender Arbeiten von ist dabei, daß nicht die Stüßen von Thron und Altar es sind, drehte sich ein Rechtsstreit, den der Former 3. gegen die Firma 8 bis 11 Uhr Inspektion halten, als Entschädigung einen welche den Kampf für die heiligsten Güter der Nation" gegen Röjjemann u. Kühnemann führte. Es war ihm die Bezahlung Gulden zu bezahlen, sei insofern„ umannehmbar", als es jedem Asiatenhorden" führen, sondern wir Sozialdemokraten! mehrerer Pulsometer verweigert worden, die er nunmehr im einzelnen Meister überlassen bleiben müsse, nach dieser Richtung Knadfuß, wie wird Dir?! Herr Pr. hat aber auch positive" Mittel, um den er am Mißlingen der Arbeit feine Schuld trage. Von den treffen. Die Nachmittage am Fasching- Dienstag, am Char- Sonn Wege der Klage zu erkämpfen suchte, unter der Begründung, daß mit jedem einzelnen Gesellen ein freies Uebereinkommen" zu Gutsbesitzern zu helfen. Er will den Wanderzug drei vernommenen Zeugen, worunter sich der Werkmeister be- abend und am heiligen Abend freizugeben und zu bezahlen, sei vom Lande eindämmen", die Sachsengängerei" beseitigen, und fand, wurde bekundet, daß sich beim Gußausschuß nicht näher diskutabel, aber hinsichtlich des ganzen Tages am 1. Mai und am zwar dadurch, daß er die Losung ertheilt:„ Gebt euren bestimmen lasse, ob ein Arbeitsfehler begangen sei. Auch im vor Sonnabend vor Pfingsten sei es unmöglich, diese Tage freizuArbeitern ein Stück Land zur eigenen Bewirth liegenden Falle ließ sich der Beweis nicht erbringen, trotzdem geben. Hingegen könne das Verlangen, nur am Sonnabend Abend schaftung!" wurde der Kläger abgewiesen. Maßgebend für das Urtheil das Dienstverhältniß zu fündigen und zu lösen, als akzeptabel war die Feststellung, daß jeder Akkordzettel" die Säße enthalte: bezeichnet werden. Der Forderung, daß die Werkzeuge für den Be Der Former übernimmt die Garantie für guten Guß", und schlag dem Gesellen vom Meister beizustellen seien und der Geselle " Ausschußstücke werden vom Former ohne Bergütigung ersetzt". dafür nicht hastbar sein soll, könne nur dahin Rechnung getragen werden, daß der Geselle nur bedingt haftbar gemacht werden soll. Was die Abschaffung von Kost und Logis bei dem Meister anlange, so seien die Herren gern bereit, diese Forderung zu bewilligen, ja noch weiter zu gehen, jenen Gesellen, die auf Ein Proletarier- Weihnachten. Eine traurige Weihnachts- ein Bett beim Meister reflektiren, soweit eines frei ist, auf Also der Hörige in moderner Form! Die Gespannarbeit geschichte wurde gestern von einer wegen Dicbstahls angeklagten Ar- Widerruf ein solches gratis zur Verfügung zu stellen. Dem Verauf dem Arbeiterland( 3-6 Morgen) soll der Gutsbefiger gegen beiterfrau unter Thränen dem Schöffengerichte mitgetheilt und die langen, die Lehrjungen am Vormittag und am Nachmittag je Entgelt ausführen, für das Land hat der Instmann die orts Erzählung machte in ihrer Einfachheit sichtlichen Eindruck auf einmal um Eßwaaren zu senden, könne nicht stattgegeben übliche Pacht zu bezahlen furz, die kapitalistische Abhängig- den Gerichtshof. Frau R. ist die bis jetzt völlig unbescholtene werden, da nach einer Rücksprache mit dem Gewerbe Inspektor feit in schärfster Art. Denn sobald der Arbeiter durch Ueber Frau eines Formers. In ihrer Häuslichkeit sah es zur der Lehrjunge zur Erlernung des Geschäftes und nicht zum arbeit das Stückchen Land fultivirt, sich auch, wie Herr Pr. Weihnachtszeit recht traurig aus: der Mann ohne dauernde Herumschicken da sei. Dagegen werde den Lehrjungen das es wünscht, auf die Viehzucht geworfen hat, ist er mit tausend Arbeit, von den sieben Kindern das jüngste krant, Noth und einmalige Verlassen der Werkstätte am Vor- und Nachmittag geFäden, die zu stärksten Ketten werden, an feine Scholle ge- Elend ein ständiger Gast-- was Wunder, daß das schöne Lied stattet. Hinsichtlich der Forderung der Gesellen nach Einführung feffelt und die Höhe des Lohnes, des Pachtgeldes, von der fröhlichen" Weihnachtszeit in diesen Räumen feinen eines Minimal- Wochenlohnes von 11 fl. für Jungschmiede, 18 ft. dcs Entgelts für Gespannleistung, der Strafen, die Länge Wiederhall fand. Es war am Abende vor Weihnachten, als die für Beschlagschmiede, 15 fl. für Feuerburschen und 16 fl. für Altder Arbeitszeit, die Kürze der Pausen u. s. w. bestimmt in un- Frau bekümmerten und wehmüthigen Herzens durch die hell er- gesellen, sowie der Uebergabe der Stellenvermittelung an die Geumschränkter Vollmacht der Herr Gutsbesiher! leuchteten Straßen schlich. Der Strahlenglanz, welcher von den fellen wurde nur die Debatte eröffnet, aber fein Beschluß gefaßt, Das irische Knechtungssystem in Deutschland! prächtig ausgestatteten Schaufenstern aus den Bürgersteig be- der erst in einer späteren Sigung erfolgen wird. Doch wurde Herr Pr. schildert auch sein Ideal von Landarbeiter! leuchtete, verdüsterte ihr Herz immer mehr, denn sie dachte daran, hinsichtlich des Minimallohnes, der jetzt bei Jungschmieden 8 fl. Ihm ist einer bekannt, der viel Pachtacker besitzt und während daß bei all dem Glanze um sie her es ihr noch nicht möglich ge per Woche beträgt, betont, daß dies für ausgelernte junge der Sommermonate bereits um 3-4 Uhr morgens auf seinem wesen sei, auch nur einem ihrer Kinder eine Weihnachtsfreude und schwächliche Leute genug sei und diese sich nicht mehr Lande thätig ist( Abmähen von Korn, Reinigen der Kartoffeln) zu bereiten. Halb im Traum war sie vor dem großen verdienen. Ueberdies und vom Frühstück an auf den Hof zu seinem Herrn in Arbeit Wertheim'schen Verkaufsladen in der Oranienstraße angelangt, leistung, mithin tönne auch ein Normalarbeitslohn nicht eingebe e3 feine Normal Arbeitsgeht! lange betrachtete sie die in den Schaufenstern in buntem Durchgeführt werden. Betreffs der Arbeitsvermittelung wurde darauf Armer deutscher Kuli! Wie sollst du abgerackert werden, einander ausgelegten Kostbarkeiten, dann trat fie plöglich mit hingewiesen, daß sich dieselbe einst in den Händen der Meister damit der Herr" recht viel verdient! Und damit dieser ja nicht fühnem Entschluß in den Laden. Da fluthete die fauflustige und der Gesellen gemeinsam, befand und sich hierbei solche halt= etwa Schaden leide, wenn der Arbeiter, ermüdet von der Arbeit Menge hin und her und niemand achtete des blaffen Weibes, losen Zustände herausgebildet hatten, daß die Gesellen es vorauf seiner Scholle, zum gnädigen Herrn kommt, schlägt der welches mit einem Korbe am Arm sich ziellos von dem Menschen- zogen, sich von derselben zurückzuziehen. Der Bericht über den schlaue Pommer vor, die 3 ahlung des Baarlohnes firomie treiben ließ. Als sie nach einiger Zeit das Geschäft Streit der Meister" lautete dahin, daß in allen neunzehn Be" Gerichts- Beifung. " = Mann. Die zirken mehr als 200 Meister die Arbeit eingestellt" und legenheit die Forderungen von 1889 wieder zu stellen. Redner 150 pCt. verlangten. Die Forderung wurde abgelehnt und etiva 400 Gefellen entlassen haben. Hierbei wurde betont, daß stellte deshalb eine diesbezügliche Resolution. Die nachfolgenden blieben alle Versuche der Arbeiter, eine Einigung mit den Prin nur noch die größeren Werkstätten, die zehn bis zwölf Gesellen Redner, die hauptsächlich das schädliche der Ueberstunden- zipalen herbeizuführen, erfolglos. Demzufolge legten 27 Gehiljen beschäftigen, arbeiten lassen, weil sie fürchten, ihren Kunden- arbeit betonen, sprechen sich für die Resolution Dupont aus. Die Arbeit nieder. Einer nahm die Arbeit wieder auf, verFreis zu verlieren. Dies fei jedoch nicht zu befürchten, da Schwandt ist der Ansicht, daß die betheiligten Holzschiedene sind abgereift oder haben anderweitig Arbeit gealle Schmiedemeister feierlichst gelobt haben, sich den Kunden- arbeiter durch das Vorgehen der Holzbearbeitungsmaschinen- funden, zut noch 19 unterstützen sind noch freis gegenseitig zu garantiren und von keiner fremden Kundschaft Arbeiter doch überrumpelt wurden, man hätte früher informiren Firmeninhaber waren zur Versammlung schriftlich eingeladen. eine Arbeit anzunehmen. Endlich wurde beschlossen, an den sollen, um sodann geschlossen vorzugehen. Die Versammlung Die Herren lehnten indessen schriftlich ihr persönliches Erscheinen Magistrat und an die Statthalterei eine Eingabe zu richten, um nimmt hierauf die Doupont'sche Resolution mit großer ab und gaben in dem Schreiben gleichzeitig die Erklärung ab, diesen Behörden die nöthige Klarheit über die„ Nothwendigkeit" Mehrheit an und wird von der von Winkler gestellten nur fortab einen Wochenlohn von 24 M. zu gewähren. Sollte später des Meisterstreits zu verschaffen und den Akt der Selbsthilfe zu folgender Passus angenommen:„ Die Versammlung hält im einmal wieder in Afford gearbeitet werden, so erklärten sich die rechtfertigen. Zum Obmann des„ Streitfomitees" wurde der Interesse der Ausbesserung der Arbeitsverhältnisse und der Lebens- Herren nicht abgeneigt, die geforderte Lohnerhöhung von 50 pбt. Schmiedemeister Jakob Jellinek gewählt. Außerdem wurde das lage der Holzarbeiter die diesjährige Bewegung der Tischler eintreten zu lassen. Bei einer sofortigen Bewilligung dieser Definitive Streitkomitee" konstituirt und in dasselbe aus jedem und Berufsgenossen für durchaus nothwendig und nüßlich." Forderung hätten die Herren nach ihrer Versicherung nur einen Bezirt zwei Schmiedemeister berufen, die beauftragt sind, in ihren Des weiteren stimmt die Versammlung folgendem Antrage zu: fleinen Theil der beschäftigt gewesenen Gehilfen beschäftigen Bezirken für den Anschluß aller Schmiedemeister an den Streit"" Das heutige Bureau wird beauftragt, in nächster Zeit eine ge- tönnen, da es an Arbeit mangele. Die Arbeitsverhältnisse bei zu agitirent. meinschaftliche Versammlung der Prinzipale und Gehilfen zwecke der in Rede stehenden Firma wurden in der Diskussion Wie Wolff's Bureau meldet, ist am Mittwoch in einer Kon- Stellungnahme zur Angelegenheit der Holzbildhauer während der allgemein But bemerken ale höchst schlechte bezeichnet. ferenz von Vertretern der Meister und der Gehilfen mit Aus Holzarbeiterbewegung einzuberufen." ist, daß die Firmeninhaber der Innung als Mitglieder zunahme der Lohnfrage eine Einigung zu stande gekommen. Der Der Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission soll gehören. Der zur Verlesung gebrachte Lohntarif der Firma Arbeitstag wurde auf 10 Stunden festgesetzt. Am Donnerstag der vorgerückten Zeit halber in nächster Versammlung gegeben erregte in der Versammlung allgemeine Verwunderung. Auch sollten die Verhandlungen fortgesezt werden. Es wird gehofft, werden. Als Revisor für den Vertrauensmann wurde Kripale wurde darauf hingewiesen, daß in allen besseren Werkstätten daß man auch in der Lohnfrage sich einigen werde. gewählt und wurde die gutbesuchte Versammlung mit einem Hoch schon seit Jahren der Mindestlohn 27 M. betrage. Bis jett auf die Arbeiterbewegung geschlossen. find dortselbst vier Streifbrecher in Arbeit getreten. Nach einer " Versammlungen. W Albert anderer Gewerk " Zu einem Protest gegen den Versuch der Lohu: eingehenden Charakterisirung der Firma Jakob u. Braunfisch drückerei der Buchdrucker- Junung gestaltete sich die Vereins- und einer längeren Erörterung der Streitangelegenheit, welche Eine gut besuchte Mitgliederversammlung des Verversammlung der Arbeiterinnen an Buchdruck- Schnellpressen, die die Filiale des Allgemeinen Deutschen Tapezierervereins in die eins zur Wahrung der Interessen der Maurer am 12. Februar bei Bergner abgehalten wurde. Der Referent Hand genommen hat, erklärte fich die Versammlung mit dem tagte am 6. Februar. Das Referat hatte Genoffe Metzner maffini unterwarf das Verhalten jener Innung hinsichtlich Borgehen bei der Firma Jakob u. Braunfisch einstimmig ein übernommen, der über das Thema„ Voltsaufklärung und Klassen- der Anstellung des weiblichen Hilfspersonals einer scharfen verstanden und versprach denselben vollständige moralische und bewußtsein" sprach. Eine Diskussion über den gehörten Vortrag Kritik. In mehreren Sitzungen hätten sich die Herren mit der materielle Unterflüßung. In Bethätigung dieses Beschlusses wurde dem Versammlungsbureau die Leitung des Streits überfand nicht statt und wurde zum zweiten Punkt, Abrechnung vom Frage befaßt, wie am besten weibliche Arbeitskräfte anzuWeihnachtsvergnügen, übergegangen. Die Bilanz weist folgende lernen und wie sie zu bezahlen seien. Daraus sei zu ent- tragen und für Unterstützungszivecke von den vorhandenen öffentUeberschuß 4,65 M. In bezug auf die Stellung der Maurer um die Löhne desto bequemer herabsetzen zu können. In letzterer ermächtigt, Sammellisten zirkuliren zu lassen. Zur entsprechenden zur Lohnbewegung der Zimmerer faßte die Versammlung fol- Beziehung sei bezeichnend, daß die Junungsbrüder die Frage, Beachtung wurde ferner mitgetheilt, daß in Stettin gestreift wird. genden Beschluß:" Die Maurer verpflichten sich, die Zimmerer in Wie sind die Anlegerinnen zu bezahlen?" schlankweg beantwortet Eine sehr gut besuchte Versammlung aller in der Hutihrem Kampfe zu unterstützen. Ferner wird jeder Maurer darauf auf hätten:„ Mit nicht mehr wie 12 Mart". Dieser Satz sei aber und Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite merksam gemacht, sich nicht zum Balken hochbringen oder einer der niedrigste, mit dem die Anlegerinnen jetzt rechneten. Mit rinnen tagte am Mittwoch in Böhow's Brauerei. Zuerst gab anderen Arbeit, wodurch der Streit der Zimmerer in die Länge der Tulernung von Arbeiterinnen habe die Junung übrigens auschke den Bericht der Delegirten zur Gewerkschafts- Komgezogen wird, verwenden zu lassen." Von einem Redner wird schon begonnen, der Arbeitsnachweis des Herrn Freund erfreue mission und erläuterte deren Stellungnahme zu den Lohn sodann mitgetheilt, daß auf dem Bau in der Marienburgerstr. 16, sich deshalb seit einiger Zeit bei verschiedenen Firmen großer bewegungen der letzten Zeit, worauf er einstimmig in die dem Maurermeister Runze gehörig, feine Baubude vorhanden ist. Beliebtheit. Redner legt dar, daß die bestehenden Vohnverhältnisse Gewerkschafts- Kommission wiedergewählt wurde. Die Arbeiter müssen ihre Kleidungsstücke der Witterungsunbill, angesichts der zu verrichtenden Arbeit und sonstiger Umstände durch Schneider berichtete sodann über die Thätigkeit der Lohn. dem Staub und Schmutz aussehen. Der Lohn wird in einem aus nicht mal als gute bezeichnet werden könnten. So feien schon kommission. Dieselbe hat während der Dauer ihrer Amtsperiode Lokale ausgezahlt und somit die Arbeiter indirekt gezwungen, derart, daß einer weiteren Verschlechterung auf jeden Fall vor in 28 Sigungen 12 Streitfälle zwischen Arbeitern und Unterdort auch ihr Geld zu verzehren. gebeugt werden müsse. Um das aber thun zu tönnen, müsse nehmern erledigt und sich somit als vortheilhaft für die InterDie Möbelpolirer hielten am Montag, den 10. d. M., erst alles gethan werden, die Organisation zu stärken, welche sich essen der Arbeiter erwiesen, indem sie der Organisation Achtung bei Kranz, Badstraße, eine öffentliche Versammlung ab. Die von dem Schlage, den ihr der letzte Buchdruckerstreit beibrachte, bei den Unternehmern verschafft habe. Die Neuwahl der LohnSchmidt, Fräulein Tagesordnung lautete:" Unsere Lohnbewegung". Der Vorsitzende noch nicht wieder ganz erholt habe. Zunächst wird es nöthig kommission ergab folgendes Resultat: Weber gab eine furze Einleitung zu dem Thema. Redner sein, die Arbeiterinnen über die drohende Gefahr aufmerksam Schwarz, Model, Fräulein Büttner, Späth, schiderte besonders die traurige Lage der Polirerinnen, die, nach zu machen. Es empfehle sich die Verbreitung eines entsprechenden a uschte, W. Krüger, Fräulein Martin, Fran den Darlegungen des Redners einen Verdienst von höchstens Flugblattes, das zugleich zu einer demnächst einzuberufenden Stud, G. Schulz, Fattte und Schneider. Nach von Kur erstatteten Jahresbericht über den Dis5-6 M. pro Woche erzielen können. Kluge besprach den von Versammlung einladet. In dem Blatte wären auch die sanitären dem der Kommission ausgearbeiteten Tarif, mit welchem sich die Ver- Mißstände in den Druckereien zu beleuchten, gegen deren gesetz- pofitionsfonds war am 1. Dezember 1894 ein Bestand von fammlung einverstanden erklärte. Otto bat um eine recht rege liche Abhilfe schon jetzt die Innungshelden Sturm liefen. Gegen 595,10 M. vorhanden. Die Einnahmen betrugen: 1283,15 M. Verbreitung jener so ungerechten Maßregelung der in der Näh- diese, wie gegen die Bestrebungen der Lohndrückerei müsse durch Listensammlung, 106,85 M. Ueberschuß vom Vergnügen, maschinenfabrit von Just, Blumenstraße, beschäftigten Arbeiter. schleunigst Protest eingelegt werden.( Lebhafter Beifall.) Die 88,45 M. durch Tellersammlungen. Summa 2022,50 M. Dem Wie Redner mittheilt, ist den Polirern dort ein Abzug zu Borsigende empfahl namens des Vorstandes, dem Innungs- steht eine Ausgabe von 1842,20 m. gegenüber( darunter gemut het, der entschieden abgelehnt werden mußte, weshalb die Vorstande einen Minimaltarif zu unterbreiten, und zwar 510 M. Unterstützung bei Ausständen Arbeit niedergelegt wurde. Nachdem der Vorsitzende aufgefordert als Minimallohn festzusetzen 16 M. für Punktirerinnen, 13 M. fchaften, 100 M. für die Angehörigen der in Essen Verhatte, zahlreich dem Verband beizutreten, ging die zahlreich be- für Anlegerinnen und 8,50 M. für Bogenfängerinnen. Es find urtheilten, 205 M. Mittwenunterstützung), sodaß ein Bestand von suchte Versammlung mit einem Hoch auf die Lohnbewegung das Löhne, wie sie vielfach schon gezahlt werden, ihre allgemeine 680,30 m. bleibt. Zu den Sammlungen steuerten 720 Personen auseinander. Festlegung würde nur den schlech test bezahlten Arbeiterinnen bei, deren höchste Jahresabgabe 8 M., die niedrigste 10 Pf. eine Lohnerhöhung von 1 M. bringen. Nach lebhafter Debatte, betrug. Lund theilte mit, daß den streikenden KonfektionsIn einer sehr gut besuchten Versammlung der All: in deren Verlauf sowohl ein Vertreter der Maschinenmeister wie arbeitern durch Beschluß der Vertrauensleute 300 M. aus dem gemeinen Arbeiter und Arbeiterinnen, die am Dienstag bei ein solcher der Hilfsarbeiter die Unterstützung ihrer Kollegen zu- Dispositionsfonds bewilligt worden sind. Die Versammlung ge= Hente, Naunynstraße, tagte, sollte Genosse Singer referiren. Da gesichert hatten, wurde beschlossen, im Sinne der nehmigte diesen Beschluß. Eine etwa einstündige Debatte rief Punkt 4 derselbe, durch eine Sigung der Stadtverordneten- Fraktion ver- Massini'schen Vorschläge vorzugehen. Der Tarif soll noch der Tagesordnung hervor: Stellungnahme zu den im Vorwärts" hindert, um 91, Uhr noch nicht anwesend war, wurde zuerst der weiter ausgearbeitet werden; er soll ganz speziell auch eine erscheinenden Annoncen, den Hutverkauf durch sogenannte FabrikPunkt Verschiedenes" behandelt. Mehrere Redner schilderten die Regelung der Arbeitszeit vorsehen, doch nur insoweit, als die Komptoirs betreffend. Lund führte hierzu aus, daß die Kollegen Zustände in der Berliner Velvetfabrik und in der Anilin- vielfach beliebte Umgehung der gefeßlichen Schußbestimmungen schon längst eine Besprechung der Angelegenheit gewünscht hätten. fabrik in Treptow, wobei namentlich über unangemessene für Arbeiterinnen verhindert werden soll. Mit Rücksicht auf den Vorwärts" habe er sich jedoch gegen eine Behandlung der Arbeiter durch manche ihrer Vorgesetzten öffentliche Behandlung der Sache gesträubt und fürzlich getlagt und darauf hingewiesen wurde, daß nur durch Wie behandeln die Metallindustriellen ihre Arbeiter? die Redaktion brieflich hierüber interpellirt. Als er eine gute Organisation diese diese sowie andere Mißstände, lautete das Thema, womit sich eine äußerst zahlreich besuchte nach Verlauf von acht Tagen noch keine Antwort auf unter denen die Arbeiter leiden, bekämpft werden können. Versammlung der Arbeiter der Aktiengesellschaft Schäffer u. Walter sein Schreiben erhalten hatte, habe er nochmals deswegen Ein Antrag, Singer aufzufordern, das Versäumte in einer an- am 12. Februar beschäftigte. Ein umfangreiches Material über angefragt und nun einen Brief von der Expedition erhalten, deren Versammlung nachzuholen, wurde angenommen. Nach An- die Zustände in genannter Fabrik stand dem Referenten Otto worin es etwa heißt, daß diese bei Aufnahme von Inseraten nahme einer Resolution, die die ungelernten Arbeiter und Nät her zur Verfügung. Die Zahl der bei Schäffer u. Walter Be- nach einem Beschluß der früheren Preßkommission verfahre, der Arbeiterinnen zum Anschluß an den Verein auffordert, wurde schäftigten beläuft sich auf 400 Arbeiter. Die Fabrit umfaßt 2 Schlosses besagt, daß nicht anstößige oder nicht schwindelhafte Annoncen die Versammlung mit einem Hoch auf die Bewegung dieser Ar- reien, 2 Gürtlereien, 2 Drehereien, 1 Klempnerei und Drückerei, aufgenommen werden könnten. Wenn er( Lund) die fraglichen beiter und Arbeiterinnen geschlossen. 1 Formerei und Gießerei und 1 Bau- Abtheilung. Die Arbeits- Inserate für Schwindel halte, möge er das nachweisen, Lund meint demEine imposante öffentliche Bildhauer Versammlung seit ist eine 10ftündige, die aber, ausgenommen in stiller Beit, worauf Remedur geschaffen werde. nie inne gehalten wird. tagte am Mittwoch Abend in Joel's Saal, in der Genosse Gürtlerei, die unter der Leitung des Meisters Losse steht in diesem Falle nicht erbringen lasse, daß aber die betreffenden Besonders trifft dies zu in der gegenüber, daß sich zwar der Beweis des Schwindels Keßler eingehend über die Stellung der Arbeiter in der hier wird bis zu 90 Stunden in einer Woche gearbeitet. Annoncen den Stempel des Schwindels so offenkundig an der heutigen Wirthschaftsordnung" referirte. Der Vortrag fand un- Aus der Kaffe, in die die Strafgelder fließen, werden sonder Stirn trügen, daß jeder denselben erkennen müsse, und daß man getheilten Beifall und wurde von einer Diskussion Abstand barer Weise die Kosten für zerbrochene Fensterscheiben soweit nicht Fachmann sein brauche, um zu wissen, daß Hüte für 65 Pf. genommen. Bum nächsten Punkt:" Sind die Bildhauer gewillt, der Thäter nicht zu ermitteln war- entnommen. Die Firma nicht herzustellen seien. Nachdem noch mehrere Redner in in Verbindung mit den Forderungen der Tischler die alten hat zwar bestimmte Anordnungen getroffen, die Unfälle verhüten gleichem Sinne gesprochen und Genosse Schmidt, das Mitglied Forderungen: Einführung der 8 stündigen Arbeitszeit und sollen, von der Existenz eines Verbandskastens weiß jedoch kein der früheren Preßkommission dagegen zur Rechtfertigung der Lohnarbeit von neuem jetzt zu stellen?" führt Dupont Arbeiter etwas. Durch Probiren von Petroleumlampen wird die Luft Expedition zweimal das Wort genommen hatte, gelangte folgende an, daß es unrathsam erscheine, daß die Holzbildhauer, im Saal, der ohne Ventilation ist, derartig verpestet, daß die Resolution einstimmig zur Annahme:" Die Versammlung die bei der Bewegung der Tischler ebenso wie Drechsler Fenster geöffnet werden müssen, wodurch wiederum unerträgliche beauftragt das Bureau, die Redaktion des Vorwärts" zu er und Möbelpolirer int Mitleidenschaft gezogen werden, die alten Forderungen jetzt wieder wieder aufnehmen wollen. Zugluft entsteht. Die Fenster selbst sind fast undurchsichtig vom suchen, daß in Zukunft Inserate, die den Berkauf von Hüten Vor allem sei nicht zu übersehen, daß die Hälfte der Schmuz. Ebenfalls mangelhaft ist die Waschvorrichtung. Für zum Preise von 65, 75 Pf. und 1 m. in Fabrittomptoirs 10 bis 15 Mann ist ein Bottich von 3/4 Meter Durchmesser empfehlen, was Holzbildhauer außerhalb der Organisation stehe, übrigens halte vorhanden. In der Klempnerei und Drückerei ist die Transmission grobe Täuschung des Publikums ist, nicht mehr auf ein offenkundiger Schwindel und eine er die augenblicklich günstige Konjunktur in der Holzbranche nicht so niedrig, daß die großen Riemenscheiben nur 1,90 Meter vom da folches der Würde eines für angethan, um auch für die Holzbildhauer dabei etwas heraus Groboden entfernt sind. In diesem Raum stehen 7 Drücker Arbeiterorgans nicht entspricht." Ferner wurde beschlossen: zuschlagen: die Forderungen der Tischler und Holzbildhauer bänke, 1 Bohrbant, 2 Bohrmaschinen und 14 Gaslöthöfen. Dit ein Flugblatt zwecks Agitation für den Verein herauszugeben. seien nicht dieselben und in solchem Falle hält er für wird in dem Raum auch noch verzinnt, die dazu benußte Salz- Der Vorsitzende theilte mit, daß Frau Stuck in der Versammlung gut, wenn gelegentlich einer Bewegung eine betheiligte Branche, wie hier die Holzbildhauer, sich passiv verhält. Säure entwickekt fürchterlichen Dunst. Zinn und Kolophonium im Schweizer Garten" ein Portemonnaie mit Geld verloren Branche, wie hier die Holzbildhauer, sich passiv verhält. zum Biegen der Röhren wird ebenfalls in demselben hat." Wer über den Verbleib desselben etwas wisse, möge der Redner appellirt hierauf an die Anwesenden, schon jetzt, also vor Raum geschmolzen. Nach der Prozedur des Biegens wird Kollegin davon Mittheilung machen, um ihr wieder zu ihrem dem Streit, der eventuell eintreten fönne, sich rege an Samm- die Ausschmelzung im Raume wieder vorgenommen. Für die Eigenthum zu verhelfen. Lungen zu betheiligen, um gewappnet zu sein; die Bewegung der Drucker wird während des Tages auf einem Herde großes Holzarbeiter ersucht er in diesem Falle Gewehr bei Fuß abzu- Feuer unterhalten, für die Schlosser und Klempner zum am Mittwoch im Englischen Garten zu einer sehr zahlreichen Die Händler, Händlerinnen und Hanfirer hatten sich warten und moralisch und finanziell zu unterstützen. Redner Schmieden eine Esse und eine Löthpuste. Von einer anderen schlägt der Versammlung folgende Resolution zur Annahme vor: Arbeit wird die Luft mit Bleistaub durchsetzt. Fast sämmtliche Bersammlung vereinigt, um Stellung zu nehmen gegen die im des Ausbruchs eines Holzarbeiter Streits absolutes Abbes Buges durch Fensteröffnen an Die Versammlung empfiehlt den Holzbildhauern Berlins im Falle Arbeiter in diesem Raume leiden am Halse und infolge Reichstag zur Berathung stehende Novelle zur Gewerbe- Ordnung. 9 obert Schmidt hatte warten während der Dauer des Streits. Um jedoch zu einem Als Waschvorrichtung für sämmtliche Arbeiter in diesem Raum merkte, daß die diesjährige Regierungsvorlage etwas günstiger Augen Entzündung. Reichstags- Abgeordneter diesem Punkte das Referat übernommen. Redner be eigenen Vorgehen zwecks allgemeiner Durchführung der alten dienen 2 Wannen von 1/2 Meter im Durchmesser und 1/4 Meter aussehe, indem sie die so gefährlichen Anträge des Zentrums Forderung: Einführung der Lohnarbeit bei einer Höhe. 81/2 stündigen Arbeitszeit gut gerüstet zu sein, ver- annen werden mittags und abends gefüllt und nach dem Ge16 Personen benutzen je ein solches Gefäß. Diese nicht berücksichtigt hat. Mit Sicherheit ist schon heute vorauspflichten sich die Anwesenden, alle Kollegen der Holzbranche, brauch einfach ausgegossen. Angesichts dieser unwiderlegten Miß- zusehen, daß die Novelle in der vorliegenden Form, wahrscheindie dem Zentralverein der Bildhauer Deutschlands noch stände nahm Näther Beranlassung, den Kollegen, die sich still- lich aber mit Hinzufügung noch einiger Verschärfungen, zur Andemselben zuzuführen, da nur durch nahme gelangen wird. alles schweigend gefallen lassen, bittere Vorwürfe einen straffen Zusammenschluß Erfolge zu erringen find. machen, und legte ihnen nahe, sich der Organisation an Novelle, welche für die Haustrer von besonderem Interesse zu Redner geht dann die einzelnen Bestimmungen in der Stein seiner Branche der Vorwurf gemacht werde, die betheiligten duschließen, um vereint solchen Mißständen entgegenzutreten. find, durch, wie polizeiliche Erlaubniß des Haufirens in den daß Zum Schluß rügte Quitow, fich Die Gürtler Branchen als Tischler, Drechsler, Möbelpolirer und Holz bei Sch. u. 2. nicht an der Ausfüllung der Frage fachen, Bijouterien 2c., um den Anwesenden vor Augen zu führen, einzelnen Gemeindebezirken, Verbot des Hausirens mit Schmuckbildhauer mit ihrem Vorgehen betreffs der jetzigen Bewegung bogen betheiligt haben. Den dortigen Kollegen wurde auf- fachen, überrumpelt zu haben; es treffe dies aber keineswegs zu, man gegeben, aus ihrer Mitte einen Vertrauensmann zu ernennen, daß alle diese Bestimmungen dazu angethan sind, tausende habe alle Betheiligten früh genug unterrichtet. Nachdem er die Forderungen seiner Kollegen genau präzisirt, ersucht er die An- um auf schnellstem Wege das Versäumte nachzuholen. Troy Hanfirer in ihrer Existenz zu gefährden. Bezüglich des Detailwesenden, die Bewegung seiner Branche moralisch und mehrfacher Aufforderung des Vorsißenden meldete sich von den reifens bemerkt Redner, daß er sich entschieden ablehnend verfinanziell zu unterstützen, der Geist unter den Ausständigen zahlreichen Arbeitern und Werkmeistern niemand, der den An- balte gegen einen Versuch, die Plackereien des Haufirhandels auch den Reisenden aufzuhalsen. Die Händler dagegen haben alle Ursache, energisch Protest zu erheben, daß ihnen die Gesetzfei ein allgemein guter und könne der Sieg nicht ausbleiben. gaben des Referenten widersprochen hätte. Winkler wendet sich nun gegen den ersten Theil der vor- Die Arbeitseinstellung bei der Firma Jakob u. Braan gebung die Möglichkeit nimmt, ihren Lebensunterhalt in ihrem Tiegenden Resolution. Das absolute Abwarten tönne er nicht fisch, Alexanderstr. 27a, beschäftigte am 12. Februar eine öffent bisherigen Berufe zu finden.( Lebhafter Beifall.) unterschreiben, es dürften die Arbeitgeber daraus den Schluß liche Ta pezirerversammlung. Bei der genannten In der Diskussion nahm Herr Färber das Wort, der ziehen, es wollen die Bildhauer die derzeitigen Forderungen Firma haben, wie bereits berichtet, 26 bereits berichtet, 26 dort beschäf- angab, auf feinem parteipolitischen Standpunkt zu stehen. nicht wieder aufnehmen. Die allgemeine Bildhauerkonferenz zu tigte Gehilfen die Arbeit eingestellt. Die Ursachen der Arbeits- Rebner pläbirte im Gegensatz zu dem Referenten dafür, auch Nürnberg habe ganz ausdrücklich die 8- und 8/ 2stündige Arbeits- einstellung sind in den schlechten Lohnverhältnissen bei genannter die Detailreisenden unter die Bestimmungen für das Hanfirzeit verlangt, und darum halte er für gut, bei gegebener Ge- Firma zu suchen, weshalb die Gehilfen eine Tariferhöhung um gewerbe zu stellen und empfahl den Anwesenden, unter heftigen 1 werden genommen Ausfällen auf die politische Anschauung des Referenten, sich im| bleibe alles beim alten. Die Händler werden sich nun an das nisationen herbeizuführen; wir haben nöthigeres zu thun, als Kampf um ihre wirthschaftlichen Intereffen feiner politischen Ministerium wenden und sich am 28. Februar in einer öffentlichen die Lokalorganisation zu bekämpfen". Partei dienstbar zu machen. Die weitere Debatte war Versammlung bei Buste, Grenadierstraße, nochmals mit dieser Frage im wesentlichen eine Bekämpfung des von dem Herrn beschäftigen. Ferner werden sämmtliche Händler, Händlerinnen Färber vertretenen Standpunktes und gelangte am Schluß folgende Resolution zur Annahme: und Haufirer Berlins gebeten, ihre Strafmandate an Schröder, Sfaligerstr. 130, zwecks einer statistischen Aufstellung einzusenden, wieviel indirekte Steuern die Händler durch Bezahlung der Strafgelder aufgebracht haben. Georg Schmidt. Friedrichsberg. Im hiesigen Arbeiter Bildungsverein sprach am 4. d. M. Dr. Joël in einem interessanten Vortrage Die 2c. Versammlung hält den vom Bundesrath dem Reichsüber Religion und Sittlichkeit im Lichte der Naturwissenschaft. tag cingereichten Gesetzentwurfe für unannehmbar, da durch den Dem Referat folgte die Erledigung einiger Vereinsangelegen felben zahlreiche Angehörige unseres Berufs in ihrem Erwerb geheiten. Die Abrechnung des Vereins weist eine Einnahme von schädigt werden und einer nicht minder großen Zahl die vollständige Berichtigung. Der letzte Versammlungs- Bericht der lokal 141,70 M. und eine Ausgabe von 57,85 m. auf; ferner ist von Bernichtung der Existenz droht. Die Versammlung vermißt bei diesem organisirten Lederarbeiter giebt mir Veranlassung zu folgender dem letzten Vergnügen ein Ueberschuß von 7,10 M. zu vers Gesetzentwurf die Paragraphen über die Rechte des Haufirers, um sich Erklärung: Meine Erwähnung der Lokalorganisation in zeichnen. Bezugnehmend auf die günstigen Kassenverhältnisse vor dem Uebereifer einiger Beamten ſchüßen zu können. Die Verfamm- meinem Geschäftsbericht ist nicht mit den Worten und auch dem beschloß die Versammlung, 50 M. dem Vertrauensmann zu lung sieht auch diesen Entwurf für unvollkommen an, weil darin Sinne nach nicht so gewesen, wie unser Schriftführer sie im überweisen. Die Versammlung diskutirte sodann, welche Stellung nicht angegeben ist, mit was es noch erlaubt ist, zu handeln. Bericht für den Vorwärts" eingesandt hat. Den Verband sie zu den Gemeinderaths Wahlen den Parteigenoffen empfeble. Sogar die Hauptsache ist in diesem Entwurf vergessen. Was damit in Beziehung zu bringen, ist unangebracht, da es nur man einigte sich dahin, in anbetracht der örtlichen Verhältnisse soll aus den hunderttausenden Händlern und Händlerinnen meine Angelegenheit ist, die ich auch event. allein vertreten würde. sowie aus taktischen Gründen diesmal von einer Betheiligung werden, die bei etwaiger Annahme dieses Entwurses brotlos Genaue Auseinandersehungen darüber verbietet mir hier der an der Wahl abzusehen. Wie der Vorsitzende bekannt giebt, ift Raum, ich habe dieselben in unserer Branchenversammlung am die Bibliothek an den Herrn Kopp verkauft, der sie jedoch den Bezüglich des zweiten Punktes der Tagesordnung theilt 10. b. M. gemacht und bin jederzeit bereit, meinen Standpunkt Mitgliedern des Vereins leihweise zur Verfügung stellt. Die Schröder die Antwort mit, die er auf die eingesandte Resolution in einer Bersammlung des Fachvereins zu präzisiren, wenn das nächste Versammlung findet am 25. d. M. statt. bezüglich des Sonntagshandelns vor der Gewerbe Ausstellung sonderbare Zusammentreffen aufhört, daß der Fachverein immer erhalten habe. Er wurde zu dem Hauptmann feines Polizei an demselben Tage Versammlung hat wie der Verband. Von reviers bestellt, welcher ihm mittheilte, daß der Herr Polizei-" Kampfesmethode" fann also hier gar keine Rede sein, mir präsident eine derartige Resolution nicht beantworte." Im übrigen I persönlich liegt nichts ferner, als einen Zwiespalt beider Orga werden?" Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 14. Februar: Opernhaus. 7. Symphonie Abend der fgl. Kapelle. Schauspielhaus. Die franke Beit. Benisches Theater. Hamlet. Leffing- Theater. Der Thron seiner Väter. Berliner Theater. Nora. Henes Theater. Der Herr Direktor. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas als Gast. Bum 161. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gefang und Zang in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine tolle Nacht. Alexanderplatz- Theater. Anfang 8 Uhr: Zum 117. Male: Nur noch 14 Aufführungen Die kleinen Lämmer. Theater Unter den Linden. Die Vaudeville in 2 Aften von L. Varney. schöne Helena. Schiller- Theater. Romeo und Julia. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben. Alexanderplat- Theater. Pitts. Hierauf: Die kleinen Lämmer. National Theater. Der Hüttenbefizer. American Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vor ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Borher: Pitts. Operette in 1 Att. Text von Frih Otto. Musik von Hans Loewenfeld. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. Apollo- Theater Castan's Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Mlle. Eugenie FOUGÈRE Die tolle Nacht. Freitag, abends 8 Uhr: Romeo und Komische Pantomime von der Julia. Sonnabend, abend38 Uhr: Der Wider penstigen Zähmung. National- Theater. Joseph Phoites- Troupe. Ferner 30 Kunstkräfte I. Ranges. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Große FrankfurterBraße 132. Parodie- Theater. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 5 Aften v. Georg Ohnet. Regie: Max Samst. Morgen: Conradin. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Das Kreuz am Ferner. Adolph Ernst- Theater. Bum 350. Male: Charley's Tanke. Schwank in 8 Aften von Brandon Thomas. Repertoirstück des GlobeTheaters in London. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tanz in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonaden. Bomben- Erfolg! Hammerstein's Ankunft!!! Sensationeller Vortrag des wirklichen Humoristen Gentes. Theowin's Pracht- Modelle. Der Riesenbrustkastenmensch Das lustige Carneval- Programm. Oranienstr. 52 am Morigplatz. Sonnabend, d. 15. Februar 1896: Wiedereröffnung. 1. König Heinrich. Wildromant. Schauspiel von Ernst v. Sanftenbruch. 2. Gräfin Ilse, Was willfe oder der Trompeter von Bilse. Nach Dr. Frizz Friedmann's Kriminal- Roman. 3. Zscheus, das Waldmädchen. Anfang 8 Uhr. Sonntag 72 Uhr. Victoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Heute, sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( f. Plakate). Neu! Neu! Artisten- Kniffe Morgen, Sonnabend: Soirée in Spandau, ,, Rother Adler". Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Seute! Benefiz heute! für den urdrolligen Ernst Kühne. Neues Programm! Täglich um 51/2 und 8 Uhr: Affentheater und Circus. 30 Affen, 30 Hunde, 12 Pferde, Esel, Ziegen, Bentral Kranken- und Sterbekaffe der Tischler. Heute, Freitag, den 14. Februar, abends s uhr, findet im Lokal von Schöning, StallschreiberEs wird ersucht, daß alles am Play ist. ftraße 29, bie tombinirte Versammlung aller Berwaltungen statt. Kranken- Unterstüßungs- Verein der Labalarbeiter Berlins. ( G. 5. 88.) Sonnabend, den 29. Februar 1896, abends 9 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: General- Dersammlung. Tages Ordnung: Neuwahl des gesammten Borstandes und AusRechnungslegung. schusses. Vereins- Angelegenheiten. 187/6 Nach Schluß: Gemüthliches Beisammensein. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Achtung! J. A.: Carl Butry. Achtung! Verbands- Versammlung! Am Freitag, den 14. d. Wits., abends 8 Uhr, in Ahrens' Brauerei: Verbands- Versammlung der in der Damen- u. Kinderkonfektion beschäftigten Arbeiter n. Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend. Tages Ordnung: B 1. Bortrag über Zentral- und Lokalorganisation.( Referenten werden in der Versammlung bekannt gegeben.) 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegen Schweine, Hasen heiten. 4. Berschiedenes. Gäste willkommen. Der Einberufer: Heuser, Adalbertstr. 50 III. Panopticum. 3 Weltwunder. Die neuesten Kommen! Kaiser- Panorama ( Passage). 58/5 Achtung! Achtung! Textil- Arbeiter Filiale I Berlin. Sonnabend, 15. Februar, abds. 8½ Uhr, bei Wilke, Andreasftr. 26: Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Bruno Pörfdy über: Die Beseitigung des Privateigenthums." 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Diese Woche: Neu! 3. Reife. Istrien. Tanz. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Abbazia, Cherso etc. II. Gine Wandes 197/9 Der Vorstand. rung durch das interessante Venedig. Abonnement 1 Nächste Woche: Pf. à Dieiſe nur 20 Bf.- Stinder 10 Bi Freie Vercinig. d. bau- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Corfu! Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Das folossale Februar- Programm! Für Berlin durchweg neue Spezialitäten! Mss. Martha. Mr. Frankloff. Mr. Arve. Gebr. Francs. Familie Schenk. Lotti Romanowitsch. Harlow Trio. Rembrand u. Cläri. Marvelli Truppe. Robin u. Berat. Kolter Talaschuss, 5 Personen auf dem Thurmseil. Gin 3 und 6 jähriges Mädchen als Thurmseilläufer. Die tolle Jugend. Urtomische Pantomime von der Gesellschaft Theo. Anfang Sonntags 6 Uhr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Neuer Circus. Circus Busch( Bahnhof Börse). Freitag, den 14. Februar: Abends 71/2 Uhr: Gr. humoristische Vorstellung. für Schöneberg und der Umgegend. Sonntag, den 16. Februar, nachmittags 1½ Uhr, in Ob Salon, Grunewaldstraße 110: General- Versammlung. Zages Ordnung: = 1. Abrechnung von der Weihnachtsbescheerung. 2. Vortrag über Gewerkschaftsorganisation. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragekasten.- Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet 29/7 Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale Centrum. Sonnabend, den 15. d. M., bei Paasch, Alte Jakobstr. 83, abends 81/2 Uhri Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Jahn über:„ Die Malthus'sche Bevölkerungstheorie". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 158/12 Der Vorstand. Bur Beachtung! Maskenball- Billets, welche noch übrig sind, ersuchen wir in die Versammlung mitzubringen, da keine mehr in unserem Besitze sind. Das Comité. Achtung! Achtung! Ang! Rabitspanner g und Berufsgenossen. Sonntag, den 16. Februar, vormittags 1/212 Uhr, im Lokal des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188( am Rosenthalerthor): 3fchens, das Waldmädchen. Große öffentliche Versammlung. Elektrisches Ballet. Außerdem: A Tages Ordnung: Die Clowns Gebr. Veldeman m. b. ber gewerkschaftlichen Organisation. 2. Distuifion. 8. Verschiedenes. 1. Vortrag des Genossen Friedr. Hofmann über Zweck und Nußen verunglückten Hut. Gebr. Cavallini, Zu dieser Versammlung werden die Spanner, Pußer und Hilfsarbeiter, exzentr.- akrob. Clowns. Die amerik. Freunde, höchst fomische Episode. Gebr. Sowie die Mitglieder des baugewerblichen Hilfsarbeiter- Bereins ganz besonders eingeladen. Der Einberufer. Dux, die luftigen Chinesen. F 3. 1. Male: Der Elefant als Kapellmeister. Equestr. Arrangement v. 100 Hengsten, dress. u. vorgeführt vom Dir. Busch. Leopard, Pferd mecklenb. Rasse, dress. 1. ger. v. Hrn. Foottit- Burghardt. Das Bernhard Trio, Afrobaten auf dem Piedestal. Sonnabend: Bscheus. Sonntag: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 1hr( ermässigte Preise und 1 Kind frei) u. abends 71/2 Uhr. Coepenick. Guten Morgen, Herr Fischer! 5 Pfund Brot für 40% f. Entree 30 Pf. Ref.50 Pf. Anf. 8 Uhr. R.Winkler. liefert die Bäckerei von[ 4890L* Gratias, Rudowerstr. 12. Tempelhof. [ 262/8] Mariendorf. Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins Sonntag, 16. Febr., nachm. 31/2 Uhr, bei Teutschbein- Marienfelde. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent: Stadtv. Bruns. 2. Diskussion. 8. Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. Der Vorstand. Achtung! [ 12/8] Charlottenburg. Sonntag, den 16. Februar 1896: Marienfelde. Achtung! Auftreten der Theater- Gesellschaft Strzlewicz im Lokale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Raffenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. H. Wernioke. 4394L* Nach der Vorstellung: Grosser Ball. Hochachtungsvoll Freitag, den 14. Februar, nachm. 2½ Uhr, finden Bier öffentliche Versammlungen Unbemitt. Muſikunterr.„ K“ Boftamt 79. Strickmaschinen Achtung! 6.Wahlkreis. Achtung! Kolbergerstraße Nr. 23: aus der Dresdener Strickmaschinen- Sonntag, den 16. Februar, nachm. 5 Uhr, in Bernh. Ranbe's Salon, Fabrik sind die besten und ein leichter Erwerbszweig für Männer, Frauen u. Posam.- Geschäfte. Erlernen leicht und gratis. Arbeit wird nachgewiesen. 41502* für alle Schneider und Näherinnen der Herren- und Knaben- Verkauf Fabrikpreiſen. Lager bei Konfektion, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Zuschneider, getr. 49, Berlin. dem Vertreter A. Homburger, HeiligeKinder- Konfettions- Schneider und Näherinnen, sowie Schneider und Näherinnen aller Brauchen der Konfektions- Industrie statt und zwar in folgenden Lokalen: Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Keller's Festfäle, Koppenstr. 29. Berliner Prater, Kastanien- Allee Nr. 7. Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. Tages- Ordnung: Der Stand unserer Lohnbewegung. Das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen ist Pflicht. Heute, Freitag, vormittags 9 Uhr, kommt in sämmtlichen Kontroll- Lokalen ein Flugblatt zur Verbreitung. Wir ersuchen um zahlreiche Betheiligung. Frisch auf! Durch Kampf zum Sieg! Die Agitations- Kommission der Schneider u. Schneiderinnen Berlins Jim Auftrage: J. Timm. Möbelpolirer! Sonntag, den 16. Februar, vormittags 10 Uhr, in Nieft's Lokal, Weberstraße 17: Oeffentliche Versammlung. Tages. Ordnung: 1. Die jetzige Situation unserer Bewegung und wann gehen wir mit unseren Forderungen vor? 2. Beschlußfassung. 3. Verschiedenes. Am Sonnabend, den 15. Februar, findet in den sämmtlichen Zahlstellen Vertheilung der Lohntarife und Streiftarten statt. 147/4 Die Siebener- Kommission. J. A.: Max Richter, Berlin, Grüner Weg 65. Achtung! Zimmerer. Achtung! Verein der Zimmerer Berlins und der Umgegend. Sonntag, den 16. Februar, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Feßfälen ( großer Saal), Beuthstraße 21: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Das Verhalten der Vereinsmitglieder zur Lohnbewegung und Unterftügungsfrage. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 257/16 Ju dieser Versammlung muß jedes Vereinsmitglied zur Stelle sein. Zutritt hat jeder Zimmerer. Der Vorstand. Große öffentliche Volksversammlung der Konsumenten Berlins Achtung! Kaufen Sie gefälligst nur 4379L* Metall- Putz- Glanz Gr. Volksversammlung. Vortrag. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Zahlreiche Betheiligung erwünscht Achtung! Moabit. 219,15 Der Einberufer. Achtung! Montag, den 17. Februar, abends 8 Uhr: Große öffentliche Volks- Versammlung in Ahrens' Brauerei, Thurmstraße Nr. 26. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wurm über: Die politische 219 14 Lage. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Einberufer. Amor Arbeiter- Bildungsschule Derselbe ist sparsam, billig u. allbekannt das beste aller Metall Buzmittel und viel besser als rothe Pomade. In Dosen à 10 Pf. überall zu haben. Amor ist auch vorzüglich für Metall- Fabriken. Sonntag, den 16. Februar, abends 6½½ Uhr, im Lokale des Herrn Volk( ob. Saal), Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Vortrag des Genossen Dr. H. Lux: Moderne Entdeckungen. Nachdem: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder mit ihren Angehörigen Zutritt. Eintritt 10 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) in der Brauerei Friedrichshain, am Königsthor: 5/9 Sonntag, den 16. Februar, vormittags präziſe 9 Uhr, Vertrauensmänner- Versammlung. 81/11 Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerkarte legitimirt. Die Ortsverwaltung. Heute Freitag: Sihung der Ortsverwaltung im Lokale des Herrn Schöning, Stallschreiberstr. 29. Pifts Achtung, Holzarbeiter! Gesetzl. geschützt Aromatischer Kräuter- Liqueur Alleiniger Fabrikant: Sonntag, den 16. Februar, vormittags 10% Uhr: Zwei öffentliche Wilhelm Pauli Holzarbeiter- Versammlungen. Berlin, N.O, Grosse- Frankfurterstr. 91 Pitts Achtung! ist überall zu haben. 1. Brauerei Friedrichshain, Achtung! 2. Schweizer Garten, am Friedrichshain. Künstl. 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Berichterstattung über die Verhandlungen mit den Meistern. 2. Wann sollen die Forderungen gestellt werden? Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist Pflicht. Der Vertrauensmann. Guten Morgen! Fachverein d. Holz- u. Bretterträger Berlins und der Umgegend. Mitglieder- Versammlung Lade zum Kauf bei mir ergebenst ein. Sonntag, den 16. Februar, vormittags 10 Uhr, bei Carl Schindler 55. Chausseestr. 55. A. III 8917. ( Nordh., Liköre, Cognac, Rum, Ungarw.) Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik Gustav Lustig. Berlin S., Prinzenstr. 46, versendet gegen Nachnahme( nicht unter 10 M.) garant. neue Dorziigl. füllenbe Bettfedern, b. Pfd. 35 Bf. Salbdaunend. Bfb. M. 1,25 h. weiße Halbdaunen, b. Pfb. M. 1,75, borzügliche Dauneu, b. fb.. 2,85. Bon diesen Daunen genügen 3 Vfund zum größten Dberbett. Berpadung wird nicht bered net. Nophastoff S Reste = in Rips, Damast, Crêpe, Phantafe, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten 811 Läuferstoffe Fabrikpreisen. 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Sonntag, den 16. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstraße 21: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Paul Jahn über:„ Die französische ArbeiterBewegung und das Recht auf Arbeit." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um regen Besuch bittet Der Bevollmächtigte. 38/11 Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und der Umgegend. Sonntag, den 16. Februar, vorm. 10% Uhr im Lokale des Herrn Schröder( Wedding- Park), Müllerstraße 178: Wander- Versammlung. V Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen J. Sassenbach über:„ Der Uebergang vom Zunftzwang zur Gewerbefreiheit." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Alle Maurer sind zu dieser Versammlung eingeladen. r. 185, Brunnenstraße Nr. 185. 129/5 Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin.