Nr. 147. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Defterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. gern spred- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Es kracht. Sonnabend, den 27. Juni 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Prinzip- und Programmlosigkeit verhüllt durch den Staub, die konservative Partei Gefahr im Verzuge. Wie alles Lebendige einen stetigen Entwickelungsprozeß durchmachen muß, welchen die Sozialistenhayz aufwirbelte. Das rothe Gewenn es nicht dem Tode und der Verwes ung verfallen foll, so muß auch eine Partei sich stetig entwickeln, sie darf Wir wollen hier nicht von dem Gesellschaftsbau in spenst bethörte die Sinne, und im Ordnungsbrei wurde nicht auf einer Stufe stehen bleiben und sich da verhärten und feiner Ganzheit reden- nicht von den Symptomen der der politische Verstand erstickt. Die Gesellschaft vor den versteifen, sonst wird sie unfähig für die Aufgaben Fäulniß und den Anzeichen des nahenden Sturzes, die Sozialdemokraten retten, das war Alles, worauf es des Volkslebens; denn dieses bleibt nicht stehen, sondern tagtäglich, ja allstündlich sich der Aufmerksamkeit jedes ankam das ersetzte Prinzip und Programm. entwickelt sich stetig weiter. Was mit dieser Entwickelung nicht Diesem, für unsere Feinde recht behaglichen Zustand Schritt hält, das bleibt am Wege liegen und wird denkenden Menschen aufdrängen nicht von der chronisch vom rollenden Rade der Zeit beiseite ge= gewordenen ökonomischen Krise, nicht von dem ebenfalls roher Unterdrückung bei geistiger und sittlicher Verworfen. Bleibend ist nur das Prinzip des Lebens selbst; chronisch gewordenen politischen Kuddelmuddel( le gâchis sumpfung hat der 1. Oftober 1890 ein Ziel gesetzt. aber es webt sich stets neue Kleider, in welchen es in die général, wie ein Franzose es genannt hat) nicht von Die Sozialdemokratie trat wieder leibhaftig in die Sichtbarkeit tritt. So ist auch das Bleibende in einer Partei nur ihr Prinzip, ihre Wahrheit aber die Art ihrer Wirkden Baare- und Bismarckskandalen, die ein System kenn- öffentliche Kampfbahn, sie stand lebendig und greifbar vor samkeit und ihre Aufgaben gestalten sich verschieden nach den zeichnen. Wir wollen heute nur von dem großen Krach" dem Volk, und Angesichts der jugendkräftigen, frischen GeWandelungen des Volkslebens und der Verhältnisse. Dem sprechen, der in das deutsche Parteiwesen gestalt von Fleisch und Blut konnte das rothe Gespenst sich nicht mehr ans Tageslicht wagen. gemäß hat auch die konservative Partei sich erneuert, als mit tommen ist. der Errichtung des Reiches die Aufgaben des Volkslebens sich Das Volk sah, was die Sozialdemokratie ist. Es Beim Nahen des 1. Oktobers im vorigen anders gestalteten. Und sie ist diesen neuen Aufgaben ge= recht(!) geworden, indem gerade sie die den Bedürfnissen des Jahr zerbrachen zerbrachen die die Gegner der Sozialdemokratie begriff, daß es von unseren Gegnern getäuscht wor Voltslebens entsprechenden Reformen in Angriff genommen hat. sich unseren Kopf, was nun geschehen werde, wenn den war. Und die gegnerischen Parteien fanden sich vor Das hat ihr das Vertrauen und die Sympathie des Volkes das Sozialistengeset uns nicht mehr als eiserner Reif" die Nothwendigkeit gestellt, dem betrogenen Volke Proeingetragen(!) und sie nahm einen hohen Aufschwung(!). Aber umspanne, und wie die nothwendige Auflösung unserer gramme vorzulegen, oder ihre Programmlosigkeit einzusie scheint in Gefahr zu sein, stehen zu bleiben, die frühere Frische(?) des Vorwärtsstrebens einzubüßen und Partei sich vollziehen werde- denn daß die Sozialdemo- gestehen. wieder das Vertrauen verschiedene Anzeichen deuten Wohlan keine der gegnerischen Parteien ist im fratie der Auflösung zueilte, stand fest, die Frage war darauf hin des Volkes zu verlieren." blos ob wir durch Selbstmord oder an Altersschwäche Stande gewesen, ein positives Programm zu entwerfen. Der„ Reichsbote" dessen Ausführungen wir durch oder durch Todtschlag- an innerer Fäulniß, an Programm- Sie sind alle mehr und mehr in dem allgemeinen Ordlosigkeit oder in einer blutigen Katastrophe verenden nungsbrei versunken; und die Verhandlungen des Reichstags eine Kritik nicht die Frische der Ursprünglichkeit nehmen in der letzten Winter- und Frühjahrs- Tagung haben aufs wollen kommt dann auf die mancherlei bedenklichen Damals sagten wir den kassandra'schen Klugmeiern: Klarste bewiesen, daß alle gegnerischen Parteien in den Zeichen der Zeit, die graffirende Korruption, die Zerfegung „ Die Sozialdemokratie wird nach dem ersten Oktober ökonomischen Kardinalfragen, von denen die politischen der Verhältnisse, die wirthschaftlichen Schäden u. s. w.) sein, was sie vor dem ersten Oktober war. Sie hat ein Fragen insgesammt abhängen, ohne jegliches positive Pro- und fährt fort: Prinzip, sie hat ein Programm, sie hat ein Ziel, und bis gramm sind, und daß sie alle mur ein einziges wirkliches dieses Prinzip durchgeführt, dieses Programm verwirklicht, Biel haben, das negative: in der einen oder anderen dieses Ziel erreicht ist, wird sie unentwegt fortkämpfen und Form die Grundlagen der kapitalistischen Gesellschaft und damit die Quellen der politischen Knechtschaft und des voranschreiten." ökonomischen Elends aufrechtzuerhalten. würden. Und heute, um die Sommersonnenwende des Was ist aus den Kartellparteien" geworden, Jahres 1891, drei Vierteljahre nach dem ominösen Tag, weiß Jeder, der Augen hat zu sehen und Ohren zu hören, die im Februar 1887 sich durch die verlogensten und niederträchtigsten Manöver die Majorität im Reichstag daß wir recht hatten. Uns konnte der 1. Oktober nicht, wohl aber erschwindelten und drei Jahre lang Deutschland ausmußte er unseren Fein den gefährlich werden. Was plünderten, und, im Namen des Patriotismus, der Schmach der Sozialdemokratie ihre Stärke verleiht, sie unbesiegbar und Schande zu überliefern trachteten? Bersprengt, zermacht, sie daran hindert, in falsche Bahnen einzulenken, das trümmert, in alle Winde zerstreut, wie weiland die fehlt unseren Gegnern: ein Prinzip, ein Prospanische Armada. Die nationalliberale Hälfte gramm und ein positives Ziel. Sie haben mur der siamesischen Kartellz willinge ist todt, beein negatives Ziel: die Vertheidigung der Grund- graben, verfault, und die konservative Hälfte? lagen, auf denen der heutige Staat und die heutige Die Antwort ist zu lesen in den herzzerreißenden Gesellschaft ruhen, die Erhaltung des herrschenden Jeremiaden der„ Kreuz- Zeitung" und des Reichsbote". Systems der Ausbeutung und der aus ihm entspringen- Man höre nur die„ Mahnung", welche der Reichsbote" den Mißbräuche, Mißstände und Ungerechtigkeiten aller dieser Tage( in Nr. 144) an die Konservativen" ergehen Art. Und das ist doch wahrhaftig kein Prinzip und kein ließ. Es heißt da: Programm. In der Aera des Sozialistengesetzes wurde diese Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 95 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Es ist allerhöchste Zeit, daß die Konservativen im Lande sich aufraffen zu ernster und fleißiger Arbeit; denn es ist für " Zu dem allen kommt, daß fast jeder Tag uns Thatsachen von Betrügereien, Fälschungen, Defrauda= tionen, Korruptionen auf den verschiedensten Gebieten enthüllt, welche auf einen bedenklichen moralischen Niedergang hinweisen, denen gegenüber es der Revo Iutionspartei leicht wird, sich als die Hüterin der Moral und guten Sitte aufzuspielen und so das Volk in ihre Netze zu locken. Aus alledem ergiebt sich, daß es allerhöchste Zeit ist, daß die konservative Partei im Lande sich wieder aufrafft, sich be finnt auf ihre große Aufgabe zur Gesunderhaltung des Volts= lebens und die ihr noch etwa in den Gliedern liegende Kar= tellschlaffheit abschüttelt. Sie darf nicht mehr nach dieser Zeit rückwärts blicken, sonst verfällt sie dem Schicksal von Lots Weib; diese Zeit ist vorbei. Die konservative Partei kann und soll gern allen mehr positiv gerichteten Parteien die Hand reichen zum Kampfe gegen die Mächte des Umsturzes, allein ihre Aufgabe im Volksleben kann sie nur selbst und mit eigenen Mitteln erfüllen. Jede Verquidung mit anderen Barteien, denen sie die Anwendung dieser Mittel nicht zumuthen kann und denen zu Liebe sie doch auch ihre Aufgaben nicht hintanstellen darf, kann für die Erfüllung ihrer Aufgaben nur schädlich wirken. „ Jeder Blick in das Volksleben zeigt uns, daß die Hauptaufgabe in der Erhaltung und Stärkung des Mittelstandes und in der Schaffung von sozialen Ordnungen in der Großindustrie besteht, durch welche die Arbeiter gesetzmäßige Organe Da nimm den ganzen Bettel! Kauf Dir Küsse dafür von. den Madlen, denn freiwillig kriegst Du ja keine von ihnen." Ju dem einzigen Wirthshause des Dorfes, auf welches das Schloß des vertriebenen Fürstbischofs von Trient phan tastisch durch die wirbeluden, jagenden Flocken von der Höhe Er schob ihm das Geld, welches auf dem Tische lag, herabschaute, waren sie dem Wirthe willkommene Gäste. verächtlich hin, wodurch ein Theil der Münzen auf die Erde Denn er sah sie nicht zum ersten Male bei sich und wußte, rollte, und stand auf. Die Zuschauer lachten, was Crespo daß sie das Geld nicht fest hielten, am wenigsten Fra noch wüthender machte. Fluchend sprang er auf und zog Rabbioso. Bald funkelte der rothe Fenerwein in den sein Messer. Die Zuschauer fielen ihm in den Arm. Gläsern; Kartenblätter wurden hervorgeholt, die Pfeifen in Ambros aber rief: " Nur Brand gesetzt. Qualm und Lärmen erfüllte die Stube. Wenn Du Dich im ehrlichen Kampf mit mir messen Darüber blieb der Eintritt eines Fremden, der sich zu der Das Geheimniß, welches seine Herkunft und Ver- allein und theilnahmlos vor dem Kamin sitzenden Frau willst, mir ist's recht. Gebt Raum!" Auch er zog sein Messer und stellte sich in die Mitte gangenheit umgab, erhöhte seine Anziehungskraft. Planatschers gesellte und mit dieser nach einer Weile ein Planatscher schwieg über das, was er wußte, und Gespräch anknüpfte, so ziemlich unbeachtet. Der in der der Stube. Sein Vorschlag wurde von den Anwesenden mit Crespo suchte vergebens, etwas aus Ambros herauszulocken. vollen Blüthe der Männlichkeit stehende Fremde hatte einen Jubel begrüßt. Sie warfen die Karten weg, ließen den Ambros schloß sich keinem enger an und zu Crespo wurde schwarzen Vollbart, der ihm bis auf die Brust reichte und Wein stehen und drängten sich zum Rampfplay. sein Verhältniß mehr und mehr ein gespanntes. Der eitle dunkle Augen von mild ernſtem Ausdrucke, der um so ge- Martha blieb ruhig am Kamin fizen, sie war an derartige Serravallese konnte es nicht ertragen, daß sein Ansehen bei winnender war, als er von einem wohlgebildeten, treuherzigen Auftritte gewöhnt. Crespo's Augen funfelten, wie er Amden Baschern und mehr noch sein Glück bei den Mädchen und klugen Gesichte unterstützt wurde. Die Unbill des bros gegenüber Stellung nahm. Jetzt hoffte er, für seine von Ambros verdunkelt wurde. Wenn die Köpfe vom Wetters hatte auch ihn, wie er der Frau mittheilte, ver- oft verletzte Eitelkeit Nache zu nehmen. In demselben Wein erhitzt waren, kam es zu manchem Streit zwischen aulaßt, ein Obdach in Pergine zu suchen. Die verdächtig Augenblick aber trat der Fremde zwischen sie und rief, ausschauende Gesellschaft, in die er gerathen war, schien ihm Jedem eine Hand abwehrend entgegenstreckend: Beiden. " So lang' ich es hindern kann, soll hier kein Mord geDas Vorrücken der Jahreszeit begann indessen der indessen keine Besorgniß einzuflößen und mit ruhigem, ja wilden Romantik des Pascherlebens bedenklichen Abbruch zu theilnehmendem Blicke betrachtete er die wilden, kräftigen schehen. Steckt die Messer ein!" Und da die beiden Kämpfer thun. Starker Schneefall, welcher um die Wintersounenwende ein Gestalten der Spieler und Trinker. An einem der Tische, ihn mit einem zornigen Staunen über seine Einmischung trat, verschloß die höher gelegenen Bässe und auch in den die ihm zunächst standen, spielten Ambros und Crespo; betrachteten, ohne ihm Folge zu leisten, während die ZuThälern begann es zu schneien, so daß die Pascher häufig Andere schauten ihnen mit aufgeſtützten Ellenbogen, die müßig bleiben mußten. Eines Tages, in der zweiten Hälfte Pfeifen zwischen die Zähne geklemmt, zu. Ambros hatte forderung mit einem so gebieterischen Blicke aus seinen jetzt des Januar, wurden Ambros und seine Gefährten auf dem Glück und Crespo begleitete jeden Verlust mit Flüchen und flammenden Augen, daß Ambros wenigstens gehorchte. Wit Wege nach Trient von einem Schneestuem überfallen und Geftitulationen. Beißende Bemerkungen über das Glück einem Griff umfaßte er Crespo's Handgelenk und dieser genöthigt in Bergine, am Eingange des schmalen Felsen- seines Gegners begannen sich hineinzumischen. Da warf Griff wirkte wie der Druck eines Schraubstockes. Crespo ließ aufstöhnend sein Messer fallen. Ju der Stube herrschte thats der Ferfina, etwa zwei Stunden von der Tyroler Ambros die Karten auf den Tisch und rief? Grenze, eine Zuflucht zu suchen. Meinst Du, daß ich Dir Dein Geld abnehmen will? eine Todtenstille. schauer unwillig murrten, zur Wahrung und Geltendmachung ihrer Interessen erhalten. I funden hat, auch hier hilfreich zur Seite steht. Die Macht] Die letteren Mittel sind nöthig, um unseren auf die Koalition dieser Sympathie darf Herr Baare jedoch nicht überangewiesenen Arbeiterstand einerseits vor Ausbeutung zu schützen schäzen. Man kann sogar freigesprochen werden und dennoch und ihn andererseits aus den Händen der Sozialdemokratie zu in den Augen des Volkes ein gerichteter Mann sein. befreien. Und der Schutz des Mittelstandes ist nöthig, um den Fortgang der Proletarisirung des Volkes zu verhüten und der Herr von Caprivi wird in der Kölnischen Zeitung" Sozialdemokratie den Zufluß abzuschneiden. Soll diese Auf über das Bohnenlied gelobt. Sie entdeckt, daß er sich als gabe erfüllt werden, so muß in erster Linie-" schlagfertiger Redner und als guter Tattiker auch auf dem Doch hier müssen wir den Leser etwas zappeln lassen. glatten parlamentarischen Boden erwiesen habe. Alles was Also wie soll die konservative Partei ihre große Auf- er gesagt habe, sei klar, offen, ehrlich und von patriotischem gabe zur Gesunderhaltung des Volkes" erfüllen und mit Geifte erfüllt gewesen. Deshalb hat die„ Kölnische" auch Sem Baterlande sich selbst retten? Der Leser räth's nicht? die Besorgnisse, als ließe die Regierung die Zügel schleifen, Nun, da ist das große Geheimniß: und ließe sich unsicher vom Winde treiben", zurücktreten Um sturspartei, wenn diese doch einmal eristiren muß, wobei die erstere mit vereinten Kräften, ohne jegliche Unterschiede der politischen Parteistellung gegen die zweite ankämpfen müßte. Meine Herren, jeder von uns sollte, wenn er an diese große Arbeit herangeht, seine private politische Meinung, die er Zeit hat, in anderer Beziehung zur Geltung zu bringen bei dieser Arbeit draußen lassen, wie man seinen Stock und Hut draußen läßt, und an die Arbeit herangehen nur mit dem Bewußtsein, daß er seinem König zu dienen und die gefährdete Weltordnung zu schüßen hat. Das ist also mein Standpunkt in dieser Frage, das ist auch der Standpunkt meiner sämmtlichen Landsleute, also derjenigen, die nach diesem Gesetze vertilgt und verdrängt werden sollen." Mit diesen Auslassungen ist nun die andere Seele" - so muß in erster Linie der Hausierhandel mit lassen. Mit einem Wort: Herr v. Caprivi ist ein halber innerhalb der polnischen Fraktion nicht einverstanden, und Bieh, Ellen waaren, Kleidern, Fleisch, Fleisch, Bismarck, und wenn er so dabeibleibt, wird er noch ein da sie die Majorität noch auf ihrer Seite hat, so hat sie Branntwein, Werthpapieren und Handwerker ganzer Bismarck werden. Man sieht, die Kölnische nach einer Mittheilung des" Gon. Wielf." einen feierlichen waaren verboten werden, denn dieser ist die Beitung" ist über den neuen Kurs" etwas anderer Beschluß herbeigeführt, worin ausdrücklich betont wird, Herr Hauptquelle des Ruins unserer Handwerker Meinung, als Genosse Vollmar. von Roscielski habe seine Rede gehalten, ohne daß ihm die und der Bauern; aber zu diesem mehr negativen Mittel muß die Förderung positiver Maßregeln kommen, um und Grundsäßen der Fraktion nicht in Uebereinstimmung Befugniß dazu von der Fraktion ertheilt worden sei, und er habe Ansichten entwickelt, welche mit den Anschauungen stehen. durch zuführung foliden Kredits und billiger Handwerker- Konferenz wieder auseinander gegangen. Sang- und klanglos, wie sie zusammengetreten, ist die Rohmaterialien die Leistungsfähigkeit und Den Mitgliedern ist Stillschweigen über die Beschlüsse aufden Wohlstand dieser Klassen zu heben. Außer gelegt worden. Reden ist auch überflüssig, wenn die Thatdem muß die konservative Partei jetzt alles aufbieten um die fachen deutlich genug von dem gänzlichen Fiasko aller Bestrebungen der evangelischen Kirche größerer Selbständigkeit und dadurch zu frucht Junungsbestrebungen sprechen. barerer Arbeitsentfaltung zu unterstützen." Politische Uebersicht. EN Auf vorläufig. Das Ferment( der Gährungsstoff), das zur Damit ist die Sache vorläufig abgethan, aber auch nur schließlichen Spaltung führen muß, wird durch die Absage Der Leser blickt erstaunt um sich. Ist das Alles? Der Segen kommt nie allein kaum meldeten wir ber Fraktion an Herrn von Roscielski nicht beseitigt. Und Ja, wohl. Es ist Alles. jüngst, es sei wieder ein neues Gewehr" entdeckt worden wer hat das Wunder bewirkt, daß ein Pole von der Verirgendwo in Frankreich, da kam flugs die Nachricht, auch föhnung mit dem monarchischen Preußen sprechen konnte, einem Und auch die Partei, die als Programm der Gesell- in Italien sei eins entdeckt worden, mb tarm war Biele, dem die preußische Staatskunst seit einem Jahrhundert schaftsrettung und der eigenen Rettung nichts anderes zu unsere Tinte trocken, da kam die nämliche Botschaft aus vergeblich zustrebt? Herr v. Koscielski sagt es ſelbſt: Die bieten hat, ist alle. Rußland und heute erfahren wir aus zuverlässiger Privat Sozialdemokratie. Wir brauchten nur ein paar Tirailleure abzuschicken, brauchten nur die Einleitung zu einer quelle, auch in Deutschland sei eine ähnliche Erfindung Agitation unter dem polnischen Proletariat zu treffen, und gemacht worden und eine zweite sei unterwegs. Also ein wahrer embarras de richesses, und gleich jenem Vater, schon treibt das böse Gewissen die Koscielski's in die Arme dem seine Gattin Drillinge bescheerte, können wir aus der monarchischen Ordnungspartei. Ju dem Maße, als die rufen: Herr, halte ein mit Deinem Segen! Bahl unser Anhänger im polnischen Volke wächst, wird sich Berlin, 26. Juni. auch der Sieg in dem Kampfe zwischen Realpolitikern und Oder doch nicht. Nein, Kartoffelfrawalle und Kartoffelaufläufe befferes Gewehr! Jeden Tag eine neue, bessere Kanone! Jeden der Ersteren neigen. jeden Tag ein neues Ideologen innerhalb der polnischen Fraktion auf die Seite in Frankfurt a. d.D., in Osnabrück, in Deutsch- Tag eine neue, bessere Mordmaschine sonstiger Art! Jeden Krone und auf verschiedenen anderen Jahrmärkten. Von Tag? Jede Stunde, jede minute! Die preußische Regierung könnte also wissen, wie sie überall her Klagen über die zunehmende Theuerung.„ König Wolkenbruch von Morderfindungen, so daß die Menschen firen". Sie lasse uns Sozialdemokraten gewähren, daun es anzufangen hat, um Bolen mit Gewalt zu„ germaniStumm" hat seinen" Arbeitern eine Theuerungszulage" gar keine Zeit haben, irgend eine einzuführen und noth fallen ihr Landjunker und Bourgeoisie von selber zu. bewilligen müssen, schwärmt aber doch für die hohen Korn- gedrungen warten müssen, bis der Wolkenbruch vor- bas polnische Proletariat muß sie freilich verzichten. Seine zölle- ein Beweis, daß dieselben sehr ein- bei ist." träglich sein müssen. Die Stadtverordneten in Und ist er vorbei, dann ist vielleicht auch die Vernunft werden es mit sozialdemokratischem und internationalem Germanisation nehmen wir in die Hand, das heißt, wir Frankenstein haben für die Polizeigefangenen, infolge der zurückgekehrt. hohen Brot und Kartoffelpreise, 33 Prozent Bulage" bewilGeiste erfüllen. ligt und ähnliche Meldungen zu Dußenden. Trotzdem Der Zersegungsprozeß, der sich innerhalb der hält die Regierung nach wie vor an der Ansicht fest: es politischen Parteien des Bürgerthums unaufhaltsam vollJm österreichischen Reichsrath hat ein czechischer besteht kein Nothstand. zieht, geht auch an dem kleinen Häuflein der polnischen Abgeordneter, unter heftigen Angriffen auf den sogenannten Und nun klammern sich die Brotvertheuerer an das Fraktion nicht vorüber. Zwei Seelen wohnen ach in ihrer Dreibund, eine Allianz Desterreichs mit Rußvergleichsweise günstige Wetter der letzten 8 Tage, das den Brust. Die eine, die sich nach den„ Gefilden hoher Ahnen" land befürwortet. Nun, das wäre allerdings die Allianz Saaten sehr zuträglich war. Leider sind aber die Vorräthe sehnt und die unverbrüchlich an die Wiederherstellung des des Schafs mit dem Wolf, und so groß auch die politische so erschöpft und sind die Flächen, wo nichts mehr zu bessern Sarmatenreiches glaubt, ist mit der anderen, wenn man Farbenblindheit der österreichischen Staatsmänner" ist, so ist, so groß, daß, selbst wenn die Witterung fortgesetzt will, realpolitischen Seele in Konflikt gerathen, welche an hochgradig wird sie doch wohl kaum jemals werden können, günstig bleibt, eine halbwegs gute Durchschnittsernte und der Erde mit ihren Ernten und Renten sich für immer mit um in Rußland einen Freund zu erblicken. That niedere Preise nicht zu erwarten sind. Also nicht klammernden Organen" festhalten möchte. Herr v. Kosächlich ist Desterreich unter allen Staaten Europas nachlassen in der Agitation gegen bie kornicielski hatte ihren Wünschen Worte verliehen, als er in ber, welcher mit Rußland die wenigsten Intereffen gezölle! der Plenarsizung des Herrenhauses am 12. b. M. zu der mein, und die meisten mit den russischen scharf kollidirenden Herr Baare hat Glück Berathung der Denkschrift der Ansiedlungs- Kommission für Interessen hat. Selbst England tönnte sich eher, auf dem Strafrichter, wie es recht und billig ist, Bekanntschaft folgendermaßen äußerte: fozusagen. Sollte er mit Bosen und Westpreußen sich über die Stellung der Polen einige Beit wenigftens, mit Rußland abfinden, wohingegen die Spitzen der russischen Eroberungspolitit sich direkt gegen machen, so dürfte er nur wegen des kleinsten Theiles der das Herz Desterreichs richten, über dessen Leichnam Stempelfälschungen zur Verantwortung gezogen werden. Anstatt Unmögliches zu erstreben, d. h. diejenigen Preußen, Alle Fälschungen, die vor dem Jahre 1881 verübt wurden, bie sich zur polnischen Nationalität bekennen, zu entnationali- nach bekanntem Wort- der Weg nach Konstantinopel gehts" find nämlich verjährt. Fusangel hat belastendes Ma firen oder zum Proletariat herunterzudrücken, sollte man doch Zwischen Rußland und Desterreich giebt es überhaupt keine terial hauptsächlich für die Jahre 1876 bis 1881 vorge versuchen, Mögliches zu erreichen, mit gegebenen Möglich Interessengemeinschaft die Existenzbedingungen und Ziele bracht, und nur zehn Nummern aus jener langen Liste feiten zu rechnen. An Stelle des fehlenden nationalen Bandes, beider Staaten schließen einander vollständig aus. was ja ein- für allemal nicht herzustellen ist, sollte man doch ver- Triumph Rußlands ist der Untergang Desterreichs. Und von Stempeln, die für die Revisoren auf dem Bochumer fuchen, zwischen uns allen ein dynastisches Band zu knüpfen. wenn Desterreich Leben will, so muß es als gewappneter Werk angefertigt worden sind, unterliegen noch nicht der Meine Herren, für dieses Losungswort sind wir alle zu haben und Pförtner an der Donau stehen und Rußland den Vormarsch Verjährung. Bei zwei dieser Stempel ist eine preußische wir fahren Alle damit besser. Meine Herren, ich meine, ob ein Bahnverwaltung, die der Oberschlesischen Eisenbahn, betheiPreuße deutsch oder polnisch zu Gott betet, ob er auf polnisch in die Balkanhalbinsel verbieten. ligt. Andererseits hat aber Baare selbst zugegeben, daß 1881 bis 1891 über achtzig Stems von pel auf dem Werke für ausländische und inländische Bahnverwaltungen angefertigt worden sind. Die Untersuchung wird keinen Grund haben, an den letzten zehn Jahren der Bochumer Arbeit" stillschweigend vorüberzugehen. Möglich, daß sich die Rechnung für Herrn Baare dadurch verschlimmert, möglich, daß ihm die Sympathie des Herrn Staatsanwalts, die er in so reichem Maße ge Der Fremde ließ seinen Blick über die Gesichter der Anwesenden schweifen und sagte: Seid Jhr unvernünftige wilde Bestien, daß Ihr einander mordgierig an die Kehlen springt? Schämet Euch, Habt Ihr aber so heißes Blut, daß Ihr einen Aberlaß braucht, ei, so wüßt' ich wohl einen guten Bader für Euch. Habt Ihr denn nichts davon gehört, daß Desterreich im Be griff ist, dem Franzosen den Krieg zu erklären?" " Hurrah!" jubelten die Tyroler. Crespo aber zuckte mit den Schultern und verließ den Kreis. " " " " Der oder deutsch seinen König hochleben läßt, das sollte gleich So liegen die Dinge thatsächlich. Trotzdem ist es recht giltig sein; so lange er Gott anruft und seinen König verehrt, albern, wenn deutsche Zeitungen sich in sittliche Entfo lange follte er gleichwerthig und gleichberechtigt sein; und rüstung über das Verhalten jenes czechischen Abgeordneten wenn wir so verfahren, haben wir erst einen Zustand ge- hineinarbeiten. Ist nicht, seit Desterreich 1866 aus schaffen, der die Monarchie fähig macht, gegen äußere und Deutschland hinausgeworfen wurde", das naturgemäß nach gegen innere Feinde zu kämpfen. Wenn Sie mich aber fragen, wie ich mir diesen Zustand denke, so habe ich das in wenigen Rußland hinneigende slavische Element in Desterreich Worten dargelegt. Nach meiner Ansicht, meine Herren, sollte zu einer Uebermacht gelangt, welche dem Deutschthum nothes in einer ernſten Zeit, wie der jetzigen, innerhalb der preußi- wendiger Weise gefährlich werden, und den russischen schen Monarchie nur zwei Parteien geben: die staatserhaltende, Interessen ebenso förderlich werden mußte, wie den deutschen ordnungsliebende Partei und die staat zerseßende nachtheilig? war an sahen ihn, dicht in seinen Mantel gehüllt, von ihrem ver- der Saumpfad, der über den Jaufen nach Sterzing dahinrollen. borgenen Pfade aus in dem engen, wildschönen Felsenthale führte, noch ein sehr belebter und auf dem Sand herrschte ein großer Verkehr. Hofer selbst trieb außer der hatte, richtete auch mancher Gast, der am Sand im Passeier- es fehlte daher nicht an geräumigen Speichern, Stadeln Diefelbe Frage, die Ambros an den Fremden gestellt Gastwirthschaft einen Getreide und Pferdehandel und thale eintehrte, an Hofer. Solche Gäste fanden sich dort und Stallungen, welche sich um das große, mehrstöckige besonders seit der zweiten Hälfte des Monats Januar ein. Haus gruppirten, an dessen langer Südseite eine offene um die Mitte des Monats in Wien gewesen. Sie hatten Ferner über den Bergen glänzten, eine Laube über der Der Sandwirth, Anton Nessing und Franz Hueber waren Gallerie sich hinzog, während im Westen, wo die ötthaler Meinet Ihr, daß Tyrol ruhig zuschauen werde?" Anton Steger, der kaiserliche Büchsenspanner, hatte sie zu wilde Passer brauste nahe an dem Hause vorüber, und eine endlich das Ziel ihrer patriotischen Bestrebungen erreicht. Hausthür und darüber ein offener Ballon vorhingen. Die fragte der Fremde, indem er sich mit beiden Händen den dem Erzherzog Johann geführt und dieser fie zur endgiltigen auf hohen Pfählen ruhende Laufbrücke führte auf das Tangen Bart ftrich. Euer Blut gehört dem Vaterlande; Berathung ihres Planes an den jungen Freiherrn von Hor- jenseitige linte Ufer. Die Berge ringsum, auf denen im das behaltet in einem feinen Herzen." mayer, einen Landsmann, der schon seit mehreren Jahren Norden über St. Leonhard, dem Hauptorte des Thales, die Ambros reichte ihm mit leuchtenden Augen die Hand. in Wien lebte, gewiesen, Die Worte des Fremden waren wie ein Sonnenstrahl in sammenkünften In vier nächtlichen Zu Ruinen der Jaufenburg thronten, waren war alles zwischen ihnen festgestellt Thalfohle bis zur sein umnachtetes Gemüth gefallen. ihnen festgestellt Thalsohle in das dichte worden. Die Erhebung Tyrols Tyrols sollte Da hab' ich auf meiner Reis' von Einem reden mit der Kriegserklärung Desterreichs follte gleichzeitig gehüllt. das dichte Grün mächtiger Föhren Die Rebe gedieh hier nicht mehr, hören, den sie Fra Rabioso nennen. Bist Du's?" fragte erfolgen und dazu Napoleon wohl aber noch Nuß und Kaftanie und als ein Der Fremde, ihn wohlgefällig betrachtend. Ambros nickte stimmt. Frohen Herzens waren die drei Tyroler Patrioten, westlichen Giebelseite des Hauses ein alter Nußbaum sein der neunte Februar be- Riesenzeuge des kräftigen Pflanzenwuchses streckte bei der und er fuhr fort:„ Mache Deinen Namen an den Bayern jeder auf einem anderen Wege, in die Heimat zurückgereift, mächtiges, jetzt freilich winterlich entlaubtes Geäft aus. wahr, wann's Beit ist." um die letzten Vorbereitungen zum Aufstande zu treffen. Klar zeichneten sich die Spitzen, die gleich Wächtern in Bei Gott, das will ich," rief Ambros aus voller Brust Da saßen denn am Sand in nächtlicher Berathung, wenn weißen Mänteln rings auf den Höhen standen, auf dem und seine Landsleute stimmten ein. alles im Hause schlief, der Rothbart Haspinger, der hellen Winterhimmel ab. Was schaffet Ihr denn über die Grenze?" fragte der Feuergeist in der Kutte, und der verwegene ehemalige Frembe vertraulich, sette aber gleich, ohne die Antwort ab- Wildschlüße Speckbacher aus Rinn im Unterinnthale mit Andreas Hofer auch eines Nachmittags in den ersten Leer von Gästen war es am Sand nie. So saß denn zuwarten, hinzu: Ich habe gehört, daß drüben große dem Andrä zusammen und stellten die Kriegsoperationen fest. Tagen des Februar in der geräumigen Wirthsstube mit Nachfrage nach Pulver ist." Crespo fam unterdessen wieder in die Stube. Er mahnte holeit, so aus dem Busterthale Peter Kemenater, der fühne waren, im bedächtigen Gespräch über die Zeitläufte, zum Aufbruche, da das Schmeetreiben inzwischen nachge- Wirth von Schabs, und der junge Peter Siegmayr aus Handel und Wandel, als draußen ein Räderrollen sich verlaffen hatte. Mittel- Ollang, den Hofer zu seinem Ordonnanz Offizier nehmen ließ, das trotz des schlechten Weges auffallend rasch Ambros machte sich mit seinem Gepäck zu schaffen, bis wählte, oder das Licht der Lampe fiel auf die jugendlichen sich näherte. feine Kameraden die Stube verlassen hatten. schönen Züge Peter Mayrs, bes Wirthen in der Mahr, unUnd wann ist's Beit?" fragte er jetzt bringend den weit Brixen. Also die Kornpreise sind noch mehr in die Höhe ge Fremben. Der Besuch solcher Gäste, welche die Nächte in heim- Sofer auf, und begab sich vor die Hausthür. Seine Frau, gangen? Go, so!" Mit diesen Worten stand Andreas Ich bent mir halt, wann die Flintenhähne in den licher Zwiesprache mit dem Hofer durchwachten, statt sie in welche die Gastwirthschaft leitete, da er wegen seiner Ges Thälern zu trähen auheben, dann ist's nimmer weit den guten Betten des Wirthshauses zu verschlafen, und ge- schäfte häufig von Hause abwesend sein mußte, trat zu ihm, bis Zag, perfette biefer in einem scherzhaften Tone.„ Ber- wöhnlich wieder verschwunden waren, wann bie erſten blieb jedoch auf der Thürschwelle stehen, vor der er stand hlaf's nur nicht. Auf Wiedersehen!" Sonnenstrahlen die Scheitel der Hoch- und der Alpler- und stützte sich leicht mit der Rechten auf seine Schulter. G eine Miertelstunde wäter fuhr er davon. Die Bascher spite berührten, siel nicht auf. Denn damals war war eine noch hübsche, stattliche Frau, in der kleidjamen Gegen die Kornzölle. Wir stoßen da immer auf die unheilvollen Wirkungen) aus Paulsdorf, Lemberg und Slavonien. Politische Uebersicht. Arbeiterbewegung. ber Bismarck'schen Blut- und Eisenpolitik, die Europa, und Im Feuilleton: Auf der Suche nach der Noth. Mit Quartalschluß werden die Genossen allerorts ge besonders unserm Deutschland noch lang in den Knochen Sommerfeld( Laufit). Am Montag hat hier feit bem beten, für dieses Blatt unter den polnischen Genoffen kräftigst zu stecken wird, ehe der Organismus die Folgen über- Jahre 1883 wieder die erste Boltsversammlung stattgefunden. agitiren. Probenummern stehen stets zur Verfügung. Die Gewunden hat. Dieselbe war von 800 bis 1000 Perfonen besucht und hatte zum nossen mögen sich deshalb an Wl. Kurowski, Berlin SW., BeuthThema die Kornzölle. Genosse Apelt- Berlin referirte. Die Reso- straße 2, wenden. Die Kongogreuel werden nun, wie wir einem Tele- lution wurde gegen eine Stimme angenommen. Am Dienstag gramm aus Brüssel entnehmen, von Kapitän Becker folgte zu gleichem Zwecke eine Versammlung mit demselben Angermünde. Sonntag, den 21. b. M., fand hier eine felbst eingestanden. Jedenfalls herrschen im sog. Kongostaat Referenten in dem benachbarten Gaffen. Daselbst war eine sozial- öffentliche Volksversammlung statt. Unsere Herren Lokalbefizer die entsetzlichsten Zustände. Die französische Kammer demokratische Versammlung überhaupt noch nie abgehalten worden. Reiche verfahren, indem sie uns ihre Säle rundweg verweigert hat es deshalb auch durchaus nicht eilig, den das Verhältniß Die Besuchsziffer betrug wenigstens 1000; aus der ganzen Um- waren ganz nach dem Muster der meisten ihrer Kollegen im Frankreichs zu diesem Staat" regelnden Vertrag zu rati gegend in stundenweitem Umkreise waren die Einwohner au hatten. Wir sahen uns deshalb genöthigt, den Herrn Bürgersammengeströmt. Hier wurde die Resolution einstimmig anfiziren. genommen. Hervorgehoben fei noch, daß in der Sommerfelber meister mit dem Ersuchen anzugehen, die Abhaltung der BerIn den Motiven zu dem französischen Gesetzentwurf, Bersammlung tonstatirt wurde, der Verdienst eines Tuchmachers fammlung unter freiem Himmel zu geftatten. Der Bürgermeister tam Stadt liegenden Klosterplatz zum nicht geringen Schreck der betreffend die staatlichen Arbeiter- Pensionskaffen, heißt betrage nicht viel mehr als 6 bis 7 Mart die Woche- trotz der am bem bereitwilligst nach und wies uns den mittten in ber theuren Zeit! hier stark vertretenen Stöckerianer an. Das Thema der Veres: Die Regierung erhebe nicht den Anspruch, mit dem Entwurfe eine vollständige Lösung der Frage zu bieten. Lüneburg. Am 22. Juni fand hier eine gut besuchte öffent- fammlung lautete:" Die Bestrebungen der Sozialdemokratie." Indem sie aber mittelst wirklicher Vortheile, die sie biete, liche Männer- und Frauen- Bersammlung mit der Tagesordnung Genoffe Franz Berndt referirte. Wenn je eine Versammlung den Sinn für Sparsamkeit in Arbeiterkreisen fördere, glaubt statt:" Die Kornzölle und die Reichsregierung". Das Referat den Namen Volksversammlung tragen darf, so war es gewiß sie einen ansehnlichen Fortschritt zu bewirken.- I'm An- hatte Herr Reichstags- Abgeordneter Wurm übernommen. Die diese. Frauen, Männer und Kinder, überhaupt wohl über tausend Personen, hatten sich eingefunden, um zu hören, ob es wahr sei, daß die Sozialdemokraten theilen" und" hängen" wollen. Im hange wird die Zahl der Lohnangestellten gemäß der Volks- Resolution wurde einstimmig angenommen. zählung von 1886 auf 9 101 469, darunter 6 630 000 Ar In Neumühle sprach am 21. Juni vor einer großen Versamm Laufe der vorhergehenden Tage hatte sich das Gerücht verbreitet, beiter und Taglöhner, angegeben. Der Staatsbeitrag wird lung von Straßburger Sozialisten und badischen Bauern Caln an diesem Tage würde es" Steine regnen", die Sozialdemokraten im ersten Jahre auf 3 190 000 Frants, im 31. Jahre nach bach- Karlsruhe gegen die Kornzölle. Die diesbezügliche Resolu- würden auseinandergesprengt werden 2c. Aber die„ Nürnberger tion wurde einstimmig angenommen. Als Böhle- Straßburg über hängen Niemanden", ehe sie ihn nicht haben"! Prom ulgirung des Gesetzes auf 87 660 000 Frants geschätzt. die reich sländischen Preßverhältnisse sprach, Wie war man erstaunt, als man erfuhr, was die Sozialdemokratie anstrebt, und als an den hohen Böllen nachgewiesen Der Pariser Bäckerstreik dauert fort. Auch ein wurde die Bersammlung polizeilich aufgelöst. Theil der Fleischergesellen steht aus. Und andere Bevern. Am 22. Juni hatte unser Ort zum ersten Male wurde, wie nothwendig es sei, daß das Privatrecht an Grund Streits sind zu erwarten. Der Grund für diese Streit das Schauspiel einer sozialdemokratischen Versammlung, obgleich und Boden aufgehoben werden muß zu Gunsten des Gemeinbesitzes! Dat heb ick all immer feggt", riefen die Zuhörer. Um epidemie" ist darin zu suchen, daß die Herren Arbeitgeber die Einberufer mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt furz zu fein, fie zeigten ihr volles Einverständniß mit dem die Last der schlechten Zeiten" auf die Arbeiter zu hatten. Die Versammlung war nicht einmal öffentlich bekannt Referenten und anstatt mit Steinen beworfen zu werden, kam wälzen und bei geringeren Löhnen größere Arbeitsleistungen gegeben und doch hatten sich Hunderte von Zuhörern eingefunden. Der Referent aus den Beifalls bezeugungen gar nicht heraus. Von Auf der Tagesordnung stand:" Die Kornzölle und die deutsche den vielen anwesenden Gegnern meldete sich trotz mehrfacher Anzu erpressen suchen. Tout comme chez nous. Reichsregierung", Referent war Reichstags- Abgeordneter Förster meldeten wir schon aus Hamburg. Redner unterzog unser Bollwesen einer recht scharfen 8apfung keiner zum Wort. Eine den Ausführungen des Referenten entsprechende Resolution wurde angenommen. Am Schlusse der gestern telegraphisch der die Festungswerke von Baris Kritik und beleuchtete an der Hand ſtatiſtiſchen Materials die Bersammlung unterzog Genosse Berndt das Verhalten der Regieder Regiephotographirt haben soll, ist in geheimer Sigung von einem Rornpreise von früher und heute in einem fast 11/2 stündigen, mit rung dem herrschenden Nothstande gegenüber einer kurzen Kritit vielem Beifall aufgenommenen Vortrage. Die Zuhörer lauschten Bariser Gericht zu 5 Jahren Gefängniß und 3000 Franks ben Ausführungen des Redners mit der größten Aufmerksamkeit und die Resolution des Parteivorstandes wurde auch hier mit Strafe verurtheilt worden- Bivilisation des 19. Jahr- und häufig konnte man den Ausspruch hören: Hier ward man großer Begeisterung aufgenommen. Musterhaft war die Haltung der Versammlung übernommen. Mit einem begeisterten Hoch auf hunderts, und zwar fin de siècle" am Ende dieses erst klaut dörch". Der Vorsitzende fragte, ob Jemand den Aus der Versammlung, alte Genoffen aus Schwebt hatten die Zeitung führungen des Redners etwas zu entgegnen hätte, es meldete sich die Sozialdemokratie wurde die für Angermünde denkwürdige Jahrhunderts höchster Zivilisation und Aufklärung. jedoch Niemand zum Wort. Obgleich auch viele größere Land- Versammlung geschlossen. Die Untersuchung gegen die von Rußland gedungenen wirthe anwesend waren, hatte doch keiner den Muth, in den Mörder des bulgarischen Finanzministers Beltschew dauert geistigen Kampf einzutreten. Darauf trat der Vorsitzende in Magdeburg, 25. Juni. Der Vertrauensmann von Magdes fort und nimmt neuerdings noch größere Ausdehnung an. kräftigen Worten für die Arbeiterpresse ein und forderte die An- burg theilte in ber legten Voltsversammlung eine interessante Stambulow scheint die Gelegenheit zu einer empfindlichen wesenden auf, nur Arbeiterblätter zu lesen, denn nur diese feien Statistik all der polizeilichen Aufmerksamkeiten mit, welcher de Schwächung der Ruffenpartei im Lande zu benußen. Ihre es, welche einzig und allein die Interessen der arbeitenden Bedie Magdeburger Volksstimme" seit ihrem Bestehen zu erfreuen noch immer wird von neuen Verhaftungen gemeldet. So Förster schloß der Vorsitzende die imposante Versammlung. Nun, und 39 Vernehmungen statt, Strafmandate erhielten wir 46 in hervorragendsten Häupter sind geflohen oder gefangen und völkerung wahrnähmen. Nach einem Schlußwort des Genossen hatte. Darnach fanden 12 Haussuchungen, 7 Beschlagnahmungen sind kürzlich ein Dr. Tsatschew und ein früherer Oberst 22. d. hier gefäet worden ist, kräftig emporgeschossen sein und Riselow als an der Ermordung des Finanzministers bethei- schließt Einsender seinen Bericht mit den Worten: Wenn sich ligt festgenommen worden. Angeblich haben Haussuchungen nur erst der Bauer rührt, dann wird's schon besser werden bestimmte Daten über das Komplot zu Tage gefördert. u. s. w. Der Prozeß dürfte in etwa einem Monat beginnen.Ein deutscher Spion", S Der Weltpost- Kongres steht am Ende seiner Arbeiten. In den ersten Tagen des Juli wird der Schluß der BeDer nächste Kongreß findet in rathungen eintreten, Washington statt. * Neueste Nachrichten. Wir erhalten folgendes Privattelegramm: Der in der Stichwahl gewählte radikale Gegenkandidat von Nieuwenhuis, Rechtsanwalt Treub, verzichtete in einer öffentlichen Erklärung auf Annahme des Mandats und erfolgt nun in Schoterland demnächst Neuwahl, in welcher Nieuwenhuis voraussichtlich siegt. " Die ,, Germania" scheint wirklich an Hirnerweichung zu leiden. Sie nennt es" Feigheit", daß wir die Vollmar'schen Auslassungen nicht zum Gegenstand einer Polemit machen. Wenn die Gelehrten der Germania" bei ihren Kollegen von der Kölnischen Volkszeitung" in die Lehre gehen wollten, würde es ihr vielleicht aufdämmern, wie grenzenlos albern ihr heutiger Leitartikel:" Bollmar kontra Singer" ist. die Höhe von 1277 Mt.( in 23 Fällen erfolgte Freisprechung, in 19 erfolgte Verurtheilung zu 282 Mt., und 4 Fälle zu 110 Mr. schweben noch in der Berufung). Strafbefehle erfolgten 6 in Höhe von 40,60 Mt., Termine fanden 18 statt, Anklagen wurden To erhoben, davon erfolgte in 3 Fällen Freisprechung. BerFrankenhaufen am Kyffhänser, 24. Juni. Am 20. Juni urtheilungen fanden 5 ftatt: einmal zu 6 Monat, einmal zu fand hierselbst eine von zirka 400 Theilnehmern besuchte öffent 3 Monat, einmal zu 200 Mt., einmal zu 100 Mt., einmal zu liche Boltsversammlung statt, in welcher Genosse Schulze- Erfurt 50 Mt., noch nicht erledigt sind 7 Fälle. An Gerichts, Sitz-, unter großem Beifall über die Kornzölle und die Reichsregierung Entschädigungs- und Vertheidigungskosten wurden gezahlt ca. referirte. 1678 Mt., so daß die auf uns lastenden Bedrückungsmaßregeln einschließlich der Strafen eine Geldeinbuße von zusammen 2428 Mt. innerhalb eines Jahres ausmachen. Die vom Parteivorstand empfohlene Resolution fand einstimmige Annahme, desgleichen eine andere, in welcher der Stadtrath aufgefordert wird, die schwarzburgische Regierung zu ersuchen, beim Bundesrath für die sofortige Suspension und spätere gänzliche Aufhebung der Getreidezölle zu wirken. Pforzheim, 25. Juni. In einer von etwa 800 Personen besuchten Bersammlung referirte Genosse Rüdt über das Thema " Die Getreidezölle und die Stellung der Reichsregierung zu den selben". Lange vor Beginn war das Lokal dermaßen überfüllt, daß Viele keinen Eintritt mehr finden konnten. Die von der Partei ausgegebene Resolution wurde mit dem Zusatz einstimmig angenommen, daß die badische Regierung durch ihre Vertreter im Bundesrath die Aufhebung der Zölle beantragen möge. Ferner wurde eine gegen das städtische Oktroy gerichtete Resolution ohne Widerspruch angenommen. Gegner meldeten sich trotz wiederholter Aufforderung nicht zum Wort. * * Eisleben, 24. Juni. Genosse Franke befindet sich immer noch in Untersuchungshaft, auch wird uns soeben noch bekannt, daß die gegen Kaution beantragte Haftentlaffung von Seiten des zuständigen Gerichts abgelehnt worden ist. Sehr befrentdend ist es, daß die Rädelsführer sich alle auf freiem Fuß befinden, und von einer Anklage gegen die Nädelsführer seitens der Staatsanwaltschaft ist bis jest nichts bekannt. Braunschweig, 25. Juni. Eine start besuchte Volts. versammlung fand am Dienstag hier statt; in derselben sprach teichstags- Abgeordneter Förster über die kulturgeschichtliche Bedeutung der Arbeiterbewegung. Nach dem Vortrage, der lebhaften Beifall fand, wurden in das Landagitationskomitee folgende Genossen gewählt: Lüttichau, Hellwig, Bornemann, Osterloh, Altendorf, Grimme und Heidemeck. Hierauf machte Genosse Stegmann die traurige Mittheilung, daß Genosse Schmidt aus Blankenburg, nachdem er erst vergangenen Sonntag aus dem Gefängniß, wo er eine viermonatliche Strafe wegen Majestätsbeleidigung abbüßte, in das Krankenhaus gebracht worden war, bereits am Montag Nachmittag an der Proletarierkrankheit ver Berichtigung. Der böse Druckfehlerteufel hat storben ist. In warmen Worfen gedachte Stegmann der Thätiggestern aus dem waschechten Sozialistentödter einen wahr= Soeben erschien Nr. 26 der ,, Gazeta Robotnicza". In- feit des Verstorbenen als Parteigenossen. Genosse Kießling stellte haften Hans Blum gemacht. Das können wir allerdings nicht Wie geht es unsern Ar- den Antrag, den Verstorbenen auf Parteikosten beerdigen zu verantworten, und berichtigen es hiermit pflichtschuldigst. Also halt:" Die Politik der Mageren." beitern Notizen aus dem Arbeiterleben. Korrespóndenzen lassen, was einstimmig angenommen wurde. waschecht nicht wahrhaft- bei Leibe nicht.! Korrespondenzen und Parteinachrichten. Tracht der Passeierinnen. Der Wagen tam von St. Martin her Brief, der durch die Vermittelung Kugstatschers, des Post- lieben Freunde! In dem Wein da ist kein Tröpflein und hielt gleich darauf vor dem Hause. Zwei Männer saßen verwalters von Bozen, in Nessings Hände gelangt war, Falschheit." darin und Hofer hieß sie herzlich willkommen. Es waren meldete, daß Kaiser Franz seines Schwankens und Zögerns Er schrieb gleich einige Laufzettel, durch welche Nessing langjährige werthe Freunde von ihm: Herr von Tschöll, kein Ende wüßte. Obgleich Napoleon bereits durch seine sofort Peter Hueber und die Freunde in Südtyrol von der der in der Gegend von Bozen begütert war, und Gasser, Spione von den geheimen Rüstungen Desterreichs unter veränderten Disposition in Kenntniß setzen sollte. Die Ausder Bürgerhauptmann von dort. Auch Hofer's Frau richtet war und über deren Zweck von dem Wiener Hofe führung der Maßregel duldete keinen Aufschub und Hofer schüttelte den Freunden und Gesinnungsgenossen ihres gebieterisch Auskunft verlangte, so konnte sich dennoch Kaiser nöthigte deshalb die Freunde zu keinem längeren Verweilen, Mannes kräftig die Hand. Während er die Angekommenen Franz nicht entschließen, mit der offenen Kriegserklärung auch bot der Weg durch das Passeierthal nach Meran in die Herrenstube führte, achtete seine Frau erst darauf, zu antworten. Der Termin der Erhebung Tyrols mußte manche, in der Dunkelheit doppelt bedenkliche Stelle. daß der Hausknecht das Pferd, welches von Schweiß glänzte, daher auf vier Wochen hinausgeschoben werden; dann würde Raum eine halbe Stunde später trugen die Läufer sorgfältig abrieb; dann richtete sie einen Jmbiß, den sie Desterreich bestimmt schlagfertig sein. Hofers dessen Bettel mit dem kurzen Befehl, sich bis auf ohne geschäftiges oder geräuschvolles Wesen auftrug. Es Das war in der That eine leidige Nachricht. Was Weiteres still zu halten, dem Brenner und dem oberen Jun herrschte überhaupt in dem Hause, trotz des lebhaften Ver- sollte man thun? Sollte man noch länger warten, oder, thale zu, dank der vorzüglichen Organisation wurde Hofers tehrs, weder Lärmen noch Rohheit. Die Gäste zahlten, ba das Zeichen zum Aufstande bereits gegeben war, los Weisung in wenigen Tagen selbst in den entlegenſten Thälern aber sie blieben im wahren Sinne des Wortes Gäste schlagen und dadurch Desterreich zwingen, die Scheide des bekannt. Wie bitter aber auch allerwärts der Aufschub des Hausherrn, wurden als solche behandelt und mußten Degens ebenfalls wegzuwerfen? Gaffer war hierzu geneigt, empfunden wurde; der neunte Februar ging vorüber, ohne sich der im Hause herrschenden Zucht und frommen Sitte zumal nach zuverlässigen Nachrichten augenblicklich nicht daß die Mine unter den Füßen der Bayern aufgeflackert unterwerfen. Sie war eine wackere Frau, die Lebens- mehr als 4000 Bayern, die überall hin zerstreut waren, im wäre, oder auch nur ihr Dasein durch ein lokales Aufzucken gefährtin des Hofer, und von einem festen Herzen, eben Lande ständen und es kaum möglich sein würde, das Ge- verrathen hätte. bürtig ihrem Manne, dessen volles Vertrauen sie genoß, heimniß der Verschwörung noch länger zu bewahren. Da= Einstweilen mußte fich Tyrol mit allerhand Ernennungen dessen Begeisterung für die Befreiung des Vaterlandes sie theilte. Niemand wußte beffer als sie, wie treu und ebel, b'Hilliers in der Lombardei mit einer starken französischen und mit allerlei Aufrufen an das treue Volk von Tyrol" gegen machte Herr von Tschöll geltend, daß Baraguay von Kriegs- und Zivilkommissarien und Verwaltungsräthen, wie voll Einfalt, Reblichkeit und Uneigennüßigkeit er war. Armee stände und Tyrol von ihm, in Verbindung mit den begnügen. Aber auch er wußte ihren Werth voll zu schätzen und herz- Bayern, erdrückt werden müßte, wenn Desterreich sie nicht Hand. Was dagegen die Kriegsrüstungen betraf, so war Damit war man in Wien schnell bei der liche Neigung verband Beide. Herr von Tschöll und Gaffer in Schach; hielte. Sehr fraglich sei es, ob es gelänge, Desterreich auch nach vier Wochen noch nicht schlagfertig. benahmen sich in einer Weise gegen sie, die von der Desterreich mitzureißen und sie nicht vielmehr von ihm im Es saßen zu viel Böpfe im Rath, zu viel Saugrüssel an Achtung zeugte, in der auch bei ihnen die schlichte Frau Stiche gelassen werden würden. Die Selbsthilfe der Völker den Kriegstaffen und die Erhebung Tyrols mußte abermals ihres Freundes stand. Sie aber zog sich unauffällig aus sei allen Herrschern ein Dorn im Auge. hinausgeschoben werden. der Herrenstube zurück, nachdem sie einige freundliche Worte mit ihnen gewechselt und sie eingeladen hatte, es fich schmecken zu lassen, und sorgte dafür, daß sie nicht gestört ist," äußerte der bärtige Andrä.„ Unser kluger Freund, Herr von würden. Denn schon die Eile, mit der sie gefahren waren, schöll hat Recht von wegen dem erdrückt werden. Ist Jm langsamsten Schritte, als zöge er einen Leichen verrieth ihr, daß es sich nicht blos um einen freundschaft aber Gott uns bisher gnädig gewesen, daß er unsere Feinde wagen, kam der Apfelschimmel den holprigen Weg von MonLichen Besuch handelte. mit Blindheit geschlagen hat, so laffet uns auch ferner auf than nach dem Klosterhofe herauf und machte gewohnheitsgeGaffer brachte eine Hiobspost. Sobald die Hausfrau ihn vertrauen, daß er ihnen die Augen zuhalten wird. Wir mäß an der Vortreppe Halt. Der Klosterbauer saß ganz die Stube verlassen hatte, zog er einen Brief hervor, um gewinnen derweilen immer noch neue Freunde und der zusammengefunken auf dem Gefährt und merkte es nicht und dessen schleunige Bestellung Nessing, der eben nicht ab- Bayern im Land werden ja nicht mehr werden. Aber regte sich nicht, bis Jerg, der schon eine Weile nach ihm kommen konnte, thn gebeten hatte. Zum Glück hatte sich vergeffet darüber den Leib nicht. Ich dürfte leichter dem ausgeschaut hatte, ihn roh am Arm schüttelte und fragte, Herr von Tschöll gerade in Bozen befunden und so waren Empereur als meiner Frau unter die Augen gehen, wenn ob er seinen Stausch auf dem Wagen ausschlafen wollte. ( Fortsetzung folgt.) fie in dessen Fuhrwert unverzüglich aufgebrochen. Der ste bie Schüsseln noch voll fände. Esset und trinket, thri " Ich mein' halt, wir warten, bis Desterreich schlagfertig Sechstes Kapitel Theater. Sonnabend, ben 27. Juni. Schauspielhaus. Der neue Herr. Berliner Theater. 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Der Redakteur des„ Gothaischen Voltsblattes", Genosse Joos, wurde vom Schöffengericht wegen Beamten beleidigung zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. * " Sonnabend, den 27. Juni 1891. 8. Jahrg. Konsulat, um sich hier Rath und Hilfe zu holen. Auf dem Flur Herrn Sagert eingeschritten wurde, steht am 2. Juli, Vormittags daselbst traf er einen Landsmann, der später als der Landschafts- 10/2 Uhr, vor der zweiten Strastammer, Saal 49, Termin an. maler v. E. ermittelt wurde. Dieser nahm sich freundlich des besorgten Familienvaters an und erbot sich, mit ihm zur Der Vorsteher der Neisser deutschen Reichsbank- Nebenstelle Bolizei zu gehen und Nachforschungen nach den abhanden Gottlieb Mayer wegen vielfacher Unterschlagungen und Gekommenen anstellen lassen. สิน Unterwegs eröffnete schwerer Urkundenfälschungen vor den Geschworenen. er dem betrübten Landsmann, daß es hauptsächlich darauf an ( Fortsetzung.) tomme, Depeschen nach allen Richtungen gehen zu lassen, was Neisse, den 25. Juni 1891. Der Andrang des Publikums ist ein ganz enormer. Den allerdings schweres Geld kosten würde; er erbot sich zugleich, die Aus Schlesien. Die Berufung des vom Schöffengericht in einleitenden Schritte dazu zu thun, wenn ihm der Landsmann Gerichtshof bilden: Landgerichtsrath Gentz( Präsident) und die Reichenbach fürzlich wegen Beleidigung eines Geistlichen zu sechs das nöthige Geld gleich einhändigen wollte. Dieser erklärte sich Landgerichtsräthe Beier und Fritsch( Beisigende). Die königliche Monaten Gefängniß verurtheilten Redakteurs des sozialdemo- bereit und meinte, zunächst mit 5 M. loszukommen; doch erklärte Staatsanwaltschaft vertritt Gerichtsassessor Alter, die Vertheifratischen Proletariers aus dem Eulengebirge", M. Baginski, der Maler, daß er mindestens 32 M. dazu gebrauche und ohne digung führt Rechtsanwalt Grzimet. Der Angeklagte ist ein sehr hat den Erfolg gehabt, daß die Gefängnißstraße auf sechs Wochen Zahlung dieser Summe seine Zusage zurückziehen müsse. Der stattlicher Mann, der jedoch durch die lange Gefängnißhaft törpervon der Strafkammer zu Schweidniß herabgesetzt ist. Fremde zahlte wirklich die 32 M. und hat sie natürlich verloren, lich sehr gelitten hat. Der Präsident bemerkt nach Aufruf der Geschworenen, daß Altona. Die mit Ueberwachung der Versammlungen be- Frau und Kinder jedoch ohne den Maler wiedergefunden. Der die Zahl der Geschädigten noch nicht vollständig festgestellt sei. auftragten Beamten verlangen Da die Verhandlung ergeben dürfte, daß der Geschworene, ohne Zweifel im Auftrage Schwindler iſt verhaftet worden. ihrer Vorgesetzten-, daß die Versammlungsbesucher das Lokal Eine Entführungsgeschichte. In einem hiesigen Hotel Rittergutsbesitzer Freiherr v. Faltenhausen, ebenfalls zu den Gesofort verlassen, sobald der Vorsitzende ordnungsgemäß geschlossen war, wie eine Lokalkorrespondenz meldet, am Dienstag eine schädigten gehört, so beschließt der Gerichtshof: diesen von der hat, ganz ohne Rücksicht darauf, wie spät es ist. Diese Praris, elegant gekleidete junge Dame in Gesellschaft eines Herrn, der Geschworenenliste zu streichen. Als Sachverständiger wohnt welche aus der sozialistengesetzlichen Zeit herrührt, scheint sich sich für ihren Gatten ausgab, angeblich aus Königsberg i. Pr. Reichsbank- Direktor Mannowsky( Breslau) der Verhandlung bei. auf die Annahme zu stüßen, daß Niemand ein Recht tommend, abgestiegen. Als am Mittwoch Nachmittag das Paar Bei Feststellung der Personalien des Angeklagten ergiebt sich, daß habe, länger in dem Lokal zu verweilen, als die ange in seinem Zimmer ein wenig ausruhen wollte, erschien in dem Letzterer u. A. die Pflegschaft über das Vermögen von Emin meldete Versammlung dauert. Eine haltlosere, mit dem Gesetz Hotel ein älterer Herr in Begleitung eines jüngeren und ver- Pascha geführt habe. unvereinbarlichere Ansicht kann es nun allerdings kaum geben. langte den angeblichen Gatten der Dame zu sprechen. Ghe noch Es wird alsdann der Anklagebeschluß verlesen. Der AngeNur in einem Falle sind die Anwesenden verpflichtet, sich so- der Diener des Hotels die Beiden anmelden konnte, waren flagte bemerkt auf Befragen des Präsidenten: Ich bekenne fort zu entfernen", nämlich wenn ein Abgeordneter der Polizei- fie bereits in das betreffende Zimmer getreten. Der mich schuldig, nur habe ich keineswegs so viel Wechsel gefälscht, behörde aus gesetzlichem Grunde die Versammlung für aufgelöst alte Herr stürzte sich auf die auf einem Divan ruhende als in der Anklageschrift aufgeführt sind; es figuriren darunter erklärt hat(§§ 5 und 6 des preußischen Gesetzes vom Dame, riß sie empor und schrie sie an. Inzwischen hatte eine Reihe Prolongationswechsel. Ich besuchte das hiesige 11. März 1850). Nicht aber ist die Polizeibehörde, wenn die der Begleiter des alten Herrn, der Vater der Dame, den angeb- Gymnasium bis zur Oberprima, so bemerkt der Angeklagte im Bersammlung ordnungsmäßig geschlossen ist, befugt, von den An- lichen Ehegatten an der Brust gefaßt und auf einen Seffel ge- Weiteren auf Befragen des Präsidenten und trat alsdann bei wesenden die sofortige Räumung des Lokals zu verlangen. Vom drückt, wo er ihn niederhielt." Schurke! Räuber!" und Aehn- dem verstorbenen Kaufmann Trefß hierselbst in die Lehre. Im Augenblicke des Schlusses der Versammlung an haben die Polizei- liches schrie er so laut, daß viele der im Hotel anwesenden Jahre 1866 erhielt Trefß die Reichsbank- Agentur und im Jahre beamten keinerlei Befugniß mehr, im Lokale irgend welche An- Fremden zusammenliefen. Der Mann wäre von dem Bräutigam 1877 schließlich die Verwaltung der hiesigen Reichsbank- Kasse. ordnungen zu treffen und Handlungen vorzunehmen, es sei denn, erwürgt worden, hätte nicht der Wirth die Kämpfenden aus- Am 18. April 1881 starb Trefs. Ich bemühte mich infolge dessen daß Gesetzwidriges geschieht, welches sie zum Einschreiten einandergebracht. Nachdem die Ruhe einigermaßen hergestellt um die Stellung als Reichsbank- Vorsteher. Ich reiste nach veranlaßt. Mit welchem Rechte will man den Wirth war, mußte der Inhaber des Zimmers an den Vater des Mäd- Breslau. Von dem dortigen Reichsbant- Direktorium wurde mir hindern, das Versammlungslokal nach Schluß der Ver- chens den Inhalt einer Brieftasche, noch etwa 17 000 Mart, wohl Aussicht gemacht, mir aber gesagt: Es wäre sehr gut, fammlung innerhalb der Grenzen seiner gewerblichen welche die Tochter dem Vater entwendet und ihrem Verführer wenn ich mir eine Empfehlung bei dem Reichsbank- Präfidium in Berechtigung als Gastlokal zu benutzen? Und mit wel- anvertraut hatte, herausgeben. Das junge Fräulein wurde als Berlin verschaffen könnte." Da der Bruder der Frau Trefß, einer chem Rechte erlaubt fich die Polizei, Theilnehmern dann gezwungen, dem Vater und Bräutigam noch an demselben ehemals verehelichten Schnitzer mit dem verstorbenen Reichsbantder Versammlung zu verbieten, zu verbieten, nach Schluß derselben Abend in die Heimath zu folgen. Präsidenten von Dechend gut bekannt war, so wurde ich Herrn sich daselbst als Gäste noch aufzuhalten? Das ist ein Eingriff in das Haus- und Gewerberecht des Wirthes und in die persön- Die Leiche eines unbekannten jungen Mannes wurde v. Dechend empfohlen und erhielt auch sehr bald meine BeStallung. Präs. Sie haben einen Amtseid geleistet? liche Freiheit der Gäste, ein Gingriff, den man sich unter der vor einigen Tagen im Jagen 189 der Friedrichsthaler Forst geklagter: Jawohl, allein ich war auf viermonatliche Kündigung Herrschaft des Sozialistengesetzes glaubte gefallen laffen zu zwiften Swinemünde und Ahlbeck aufgefunden. Der Verstorbene, ohne Pensionsberechtigung angestellt.- Präs. Sie fühlten sich müssen, gegen den jetzt aber entschieden Stellung genommen welcher etwa 20 Jahre alt, mittelgroß und schlank ist, hat kurz doch aber als Beamter? Angeklagter: Das kann ich eigentlich gehaltenes blondes Haar und einen blonden Schnurrbart. Das Oberhemd, sowie eine mit Perlen gestickte Haarbürste tragen die nicht sagen. Da ich nicht fest angestellt war, so konnte ich mich auch nicht als Beamter fühlen. Präs.: Wodurch sind Sie nun Buchstaben H. H. und eine bei dem Todten befindliche filberne auf die Bahn des Verbrechens gerathen? Angekl.: Meine Cylinderuhr ist mit beur eingrauisten Namen„ Dende Einnahmen betrugen wenig über 2000 m., ich hatte aber an die Stettin deutet darauf hin, daß der Unbekannte, dessen Todesursache noch nicht ermittelt worden ist, aus Berlin stammt. werden sollte. Die Polizei gewinnt bei dieser Praxis nichts; der Vorsitzende braucht, um den Anwesenden längeres Verweilen im Lokal möglich zu machen, ja nur die Versammlung beliebig auf eine derung der Räumung des Lokals nach Schluß der Versammlung erregt die Polizei nur böses Blut, zumal diese Maßregel doch, genau betrachtet, recht kleinlich erscheint und um so mehr unangenehm empfunden und durchaus nicht zu Gunsten der Polizei beurtheilt wird. Sollte die Polizei in dera längeren Verweilen der Versammlungsbesucher im Lokal eine„ Gefahr für die Ordnung" wittern, nun, so hindert sie ja nichts, die Gäste durch ihre Organe beobachten zu lassen. Denen wird ihr Glas Bier trotzdem munden.j Tokales. " - " Anräumlichkeiten zu zahlen. Die ersten 2 Jahre gelang es mir wohl, mich nothdürftig durchzuschlagen, im Jahre 1883 wurde Die Leiche eines Berliner Selbstmörders wurde vorgestern meine Lage jedoch eine solch bedrängte, daß ich mich schließlich Vormittag im Berlin- Charlottenburger Verbindungskanal, ungefähr verleiten ließ, falsche Wechsel zu machen.- Prás.: Sie machten 100 Meter unterhalb der zum Gutsbezirk Plößensee gehörigen aber nicht blos falsche Wechsel, Sie unterschlugen auch große Königsdammbrücke von Schiffern aufgefunden und ans Land ge- Summen von den Ihnen amtlich anvertrauten Geldern? bracht. Nach der Leichenhalle zu Plößensee überführt, wurde der Angefl.: Allerdings, ich wurde eben, als ich die VerbrecherTodte als der vor einigen Tagen aus seiner Schumannstr. 14b laufbahn einmal betreten, von einem Verbrechen zum anderen belegenen Wohnung verschwundene 73jährige Almosenempfänger getrieben. Ich machte falsche Wechsel, um mir Geld zu verKarl Uhle erkannt. Nahrungssorgen scheinen den alten Mann schaffen und beraubte die Bankkasse, um die Wechsel zu decken in den Tod getrieben zu haben. und suchte andererseits wiederum durch gefälschte Wechsel die Kassendefekte zu decken. Die Lokalkommission von Wilmersdorf giebt den Ge- Präs. Sie waren doch aber auch gerichtlicher Konkursmassennossen Berlins und Umgegend bekannt, daß das Lokal Pietschs Verwalter und hatten auch als solcher Einnahmen? Angefl.: Wenn auch die nen geschaffenen Gewerbe- Schieds. Volksgarten" den Arbeitern zu Versammlungen wieder zur Ver- Allerdings, diese Gelder gingen nur nicht immer gleich ein. gerichte noch viel zu wünschen übrig laffen und den fügung steht," Vorwärts" und" Teltower Voltsblatt" liegen Präs.: Ihre Frau soll auch vermögend sein? Angell.: Meine Wünschen der sozialdemokratischen Arbeiter noch lange nicht ent- dafelbst aus. Im Viktoria- Garten Wilhelmsau liegt der Vor- Frau hatte zur Zeit noch kein Vermögen.- Präs.: Jedenfalls sprechen, so sind diefelben doch immerhin noch besser, als die bis- wärts" aus, jedoch ist der Saal zu Versammlungen nicht zu hatten Sie doch Aussicht, Einnahmen als Konkursmassen- Verwalter herigen Gewerbegerichte der Gemeindebehörden, welche in Lohn- haben, weil der Wirth befürchtet, sonst die in seinem Garten zu erhalten, Sie befanden sich mithin doch nur vorübergehend in -Vorwärts" und einer bedrängten Lage; war es Ihnen denn nicht möglich, fich ftreitigkeiten zwischen Arbeitern und Unternehmern die Vorinstanz spielende Kürassier- Kapelle zu verlieren. der ordentlichen Gerichte zu bilden hatten. Wenn schon in" Volksblatt" liegen ferner aus in der Restauration von Gräz, Geld zu leihen. Sie waren doch in hiesiger Stadt eine sehr großen Städten seitens der Arbeiterschaft vielfach Klage zu führen Brandenburgischestraße und Landhaus, Berlinerstraße und Kaiser- geachtete Persönlichkeit und haben auch hier Verwandte? Angefl.: Ich konnte mir von meinen Verwandten und Bewar über diese Art Gerichtsbarkeit, so war dies noch viel mehr allee- Ecke. tannten nichts leihen. Auch meine Frau war äußerst streng, ich in ländlichen und kleinstädtischen Distrikten der Fall. Was man Polizeibericht. Am 25. d. M. Morgens wurde ein Arbeiter in mußte ihr genau über alles Rechnung legen und durfte ihr nicht da so mitunter erleben konnte, dafür hier ein fleines Beispiel aus jüngster Zeit: Der Tischler P.( Berlin) sah sich anfangs dieses seiner Wohnung, in der Eisenbahnstraße, erhängt vorgefunden. sagen, daß ich für die Bureaulokalitäten 2000 M. zahlen müßte. -Als Nachmittags der Arbeiter Rosenkranz am Nordhafen Präs. Sie haben auch Börsendifferenz- Geschäfte gemacht? Jahres genöthigt, den Tischlermeister S. in Trebbin gemäß der Bestimmung 120a der Gewerbe Ordnung beim dortigen große Flaschen mit Salzsäure auf einen Wagen lud, zersprang Angefl.: Jawohl, das geschah aber erst später.- Präs.: Gie Magistrate wegen Arbeitslohn zu verklagen. Es wurde denn auch eine derfelben, und ergoß sich die ausfließende Säure über seine hofften dadurch Gewinnen zielen p Angell. Gewiß. ein Zermin auf den 8. Februar D. J. anberaumt. Wer aber nicht füße, so daß er schwere Berlegungen erlitt. Vor dem Hause Präs.: Das gelang Ihnen aber nicht?- Angel.: Nein. tam, war der Tischlermeister S. Nur der Kläger war zur Stelle. Neue Königsstraße 22 fiel Abends ein Milchhändler in der Präs.: Sie haben Ihre eigenen Werthpapiere verpfändet und um Diesem wurde nun feierlichst eröffnet, daß gegen den Beklagten Trunkenheit zur Erde und erlittt eine so bedeutende Verlegung Ihre Frau darüber zu täuschen, haben Sie ihr stets die Kou-Angekl.: Jawohl. Ich war, wie gesagt, in das Verfäumnißurtheil erlassen werden würde. B. beantragte hier an der Stirn, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain pons gegeben? Am 25. d. M. und dem darauf fol- berartiger Bedrängniß, daß ich immer weiter auf die Bahn des auf die Zwangsvollstreckung gegen G., blieb aber trok gebracht werden mußte. Verbrechens tam. Ich suchte mich schließlich zu betäuben und eines nach mehreren Wochen eingereichten Erinnerungsschreibens genden Morgen fanden fünf kleine Brände statt. gab mich einem lüderlichen Lebenswandel hin. Der Präsident ohne jedwede Nachricht über den Erfolg der beantragten Zwangserörtert nun die einzelnen Wechsel- und Buchfälschungen und be= vollstreckung. Dieferhalb reichte nun P. am 14. April eine Bemerkt alsdann: Angeklagter, Sie haben anfänglich gesagt, daß schwerde über den Magistrat zu Trebbin bei der vorgesetzten BeSie aus Noth gehandelt haben, Sie haben aber auch bereits selbst hörde ein, auf welche er unterm 27. Mai, vom Regierungsprä angedeutet, daß Sie sehr viel für Ihre eigene Person verbraucht fidenten in Potsdam den Bescheid erhielt, daß der Herr Präs haben? Angefl.: Allerdings, ich habe aber auch sehr viel fident nach stattgehabter Erhebung, sich nicht veranlaßt sehe, der In Bezug auf den bekannten Fall Ziethen geht uns Prolongationskosten und Zinsen zu zahlen gehabt. Präf.: Sie Beschwerde von Aufsichtswegen Folge zu geben. Am 20. Mai erhielt B. glücklich ein Schreiben des Magistrats zu Trebbin, in eine Notiz zu, die wahrscheinlich in der Tagespresse reproduzirt sollen auch zu einer hiesigen sehr bekannten Frau in intimen viel Geld dafür verausgabt welchem ihm eröffnet wurde, daß die Zwangsvollstreckung gegen werden wird, die wir jedoch nicht zum Abdruck bringen, wei sie ver- Beziehungen gestanden und den Tischlermeister S. aus dem Urtheil vom 3. Februar d. I. schiedene offenbare unrichtigkeiten enthält und weil durch der dem haben Sie in einem hiesigen, sehr anrüchigen Lokale haben? Angefl.: Das ist richtig. Präs.: Außervorgedachten Termine gar nicht vorgeladen war, dem- artige indiskrete und tölpelhafte Reporterstreiche der so ernsten verkehrt und dort sehr viel Geld verausgabt?- Angekl.: Ja zufolge auch kein Versäumnißurtheil gegen ihn erlassen und natur- und wichtigen Sache nur geschadet werden kann. Wir erwarten wohl, das war aber nur in der ersten Zeit, in den letzten gemäß auch teine Zwangsvollstreckung vollzogen werden könnte. Wird von dem Taft der Tagespresse, daß sie künftighin in dieser Jahren ist das nur selten vorgekommen.-Präf.: Es soll auch das ganze Verfahren schon durch die Nichtvorladung des S. illustrirt, Angelegenheit die nöthige Diskretion wahren wird, welche der in den letzten Jahren vielfach vorgekommen sein? Angekl.: In den letzten Jahren nur selten. Präs.: Sie sollen im erso wird es dies nicht minder dadurch, daß fast 5 Monate Zeit gebraucht Gegenstand erheischt. wähnten Lokale bisweilen an einem Nachmittag 40 bis 50 Mart wurden, um diesen Lapsus zu entdecken. Nunmehr wurde ein neuer Termin auf den 25. Mai anberaumt, zu welchem nun auch ,, Albertine", die bekannte in der Berliner Volks- Tribüne" perausgabt haben? Angekl.: Jawohl.- Präs.: Sie besuchten richtig neben dem Kläger auch der beklagte Tischlermeister er erschienene Novelle war gestern Gegenstand einer Verhandlung das Lokal gewöhnlich Nachmittags, wenn Ihre Frau Sie im er, Gegenſtarts 1. hadbelle Bureau wähnte, während Sie des Abends zu Hause blieben und schien. Hier wurde nun aber P. lediglich wegen seiner Beschwerde vor der dritten Strajkammer des Landgerichts I. Es handelte über den Magiftrat an die obere Berwaltungsbehörde interpellirt, fich um eine Entscheidung darüber, ob die Platten u. f. w., die ihrer Frau gegenüber den soliden Ehemann spielten. Der Anund dann kurz bedeutet, daß ihm das Erkenntniß zugeschickt zur Herstellung des Druckes gedient haben, vernichtet werden geflagte schweigt. Auf Antrag des Staatsanwalts wird fest. gestellt, daß der Angeklagte in seiner Eigenschaft als Reichsbankwerden würde, ohne daß eine weitere Verhandlung stattgefunden sollen oder nicht. Es wurde vom Staatsanwalt der Ausschluß vorsteher 2500 bis 3500 M., außerdem in seiner Eigenschaft als bätte. Am 16. Juni erhielt P. endlich das Ürtheil des Magistrats ber Deffentlichkeit während er noen Genoje gerner, gerichtlicher Konkuvsmassenverwalter vielfach 3000 Wi., aber auch zu Trebbin, durch welches er mit ſeinem Klage- Anspruche abge. Stellen beantragt. He im erschienen, einmal 4300 M. und im Jahre 1885 fogar 7500 m. jährliche wiesen wurde. Nun erst war es P. möglich, beim Amtsgericht indem er hervorhob, daß die Novelle in Buchhandel erschienen Einnahme gehabt hat. Außerdem hat der Angeklagte etwa wiefen eine Klage anzubringen. Man pflegt zwar zu sagen, set, also öffentlich für Jedermann zugänglich, mithin auch fein 100 mi. jährlich als Versicherungsagent gehabt. Präf.: Aus lanajam führe auch zum Ziele, doch erscheinen 6 Monate den Grund zum Ausschluß der Deffentlichkeit borhanden feier Alledem geht hervor, daß Sie sich in einer eigentlichen Nothlage doch etwas gar zu lange, zudem die schließliche Erreichung des Gerichtshof nimmt denn auch hiervon Abstand. Die Stellen Zieles noch sehr in Frage steht, sofern nämlich die offengelaffene werden verlesen und hierauf die Bernichtung der Platten be- nicht befunden haben? Angell.: Ich befand mich schon insozehntägige Berufungsfrist nicht gewahrt wird. Solche und ähn- schlossen. Die Kosten werden der Staatskasse zur Last gelegt. fern in einer Nothlage, als ich meiner Frau nicht sagen durfte, daß ich 2000 M. an die Familie Treft zu zahlen hatte.- Präs.: liche Fälle, wie der geschilderte, sollen, wie uns versichert wird, befanden sich vielleicht in augenblicklicher Geld= Auf Antrag der königlichen Staatsanwaltschaft ist Sie in der ländlichen Praxis" keineswegs zu den Seltenheiten gegegen die Genossen Cassardelli, Prange, Bartel und Reichling verlegenheit, dies konnte sie doch aber nicht veranlassen, hören. Die Anklage wegen Uebertretung der§§ 1 und 12 des Vereins- fremde Gelder anzugreifen. Sie erfreuten sich doch in hiesiger Stadt eines sehr guten Rufes; Herr Stadtrath Thau hat gesetzes erhoben und das Hauptverfahren eröffnet worden. zweifellos Ihnen gegenüber sehr generös gehandelt und hätte sich nicht habe stattfinden können, weil der Tischlermeister S. zu dem Ein russischer Auswanderer hatte am 23. d. Mts. hier in Berlin das Unglück, daß ihm im Straßengewühl seine Frau and seine Kinder abhanden famen. Er suchte sie vergebens auf llen Bahnhöfen und Plätzen und begab sich schließlich ins russische Gerichts- Beitung. Verlesung der Gegen den Schlächtergesellen Aurin und Genoffen, jedenfalls auch nicht geweigert, Ihnen durch ein Darlehn zu gegen die seiner Zeit von der Staatsanwaltschaft auf Antrag des helfen?- Angekl.: Ich glaubte nicht, daß mir Jemand eine : erwäge, daß der Angeklagte eine hervorragende amtliche Stellung Soziale Uebersicht. größere Summe leihen würde, ich ließ mich daher verleiten, die| Umständen könne jedenfalls keine Rede sein. Der Angeklagte| nennen, welche beauftragt werden sollte, Mittel zur Ueberwachung mir anvertrauten Gelder anzugreifen und falsche Wechsel zu habe nicht aus Noth gehandelt, sondern seine verbrecherischen der Bäckereien zu finden, in denen die Arbeit fortgesetzt würde, machen und gerieth dadurch, wie gesagt, nachdem ich die schiefe Thaten begangen, um ein ausschweifendes Leben führen zu und die Arbeit diese Nacht zu verhindern. Ebene einmal betreten, immer tiefer auf die Bahn des Ver- tönnen. Es falle dies um so schwerer ins Gewicht, wenn man Paris, 25. Juni. Die Delegirten von 21 Alimentationsbrechens. Präs. Sie haben früher, als Sie noch bei Treft Buchhalter bekleidete und dieselbe mißbrauchte, um nicht bloß seine vorgesetzte Rorporationen hielten Nachmittags auf der Arbeitsbörse eine waren, ein jährliches Gehalt von 1500 Mt. gehabt. Wenn Sie Behörde, sondern auch seine Mitbürger zu täuschen. Er( Staats- Bersammlung ab und beschlossen eine sofortige Geldunterstützung von Ihren Einnahmen als Bantvorsteher und Konkursmassen- anwalt) habe sich vergeblich nach mildernden Umständen umge- für die streifenden Bäcker. Die Bäckermeister haben verwalter 2000 m. abziehen, dann hatten Sie doch noch immer sehen und sei der Ueberzeugung, daß auch die Geschworenen die übrigens die Behörden um Schuh gebeten, da die Bäckergehilfen bedeutend mehr als 1560 M.? gedroht haben, die Arbeitsaufnahme um jeden Preis zu verAngell.: Ich war aus Anlaß selben in allen Punkten verneinen werden. meiner höheren Stellung genöthigt, eine größere Wohnung zu Der Vertheidiger, Hechtsanwalt Grzimet, führte aus: Er bindern, nöthigenfalls sogar das Gas in den Bäckereien auszulöschen. haben und auch etwas größeren Aufwand in meinem Haushalt gebe zu, daß der Angeklagte nach Lage der Dinge als Beamter zu machen. Bräs.: Wodurch kamen nun Ihre Manipulationen anzusehen sei. Bei dem Geständniß des Angeklagten sei es ja nicht Brüffel, 25. Juni. Nach Meldungen aus Niel herrscht schließlich zur Kenntniß Ihrer vorgesetzten Behörde.- Angell: Ich zweifelhaft, daß die Geschworenen die Schuldfragen bejahen daselbst seit zwei Tagen unter den Arbeitern einer wurde eines Tages zu dem Vorsteher der hiesigen Filiale des Schle werden, allein einmal bestreite er, daß 249 felbständige Hand- Bementfabrik anläßlich Lohnherabsehungen große Erregung. fifchen Bankvereins gerufen und mir ein von mir auf den Namen lungen vorliegen und andererseits sei er doch der Meinung, daß Die Gendarmerie hatte mehrfache Zusammenstöße mit den Ronge gefälschter Wechsel vorgehalten. Ich gestand auch sogleich dem Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen feien. Der Streifenden und machte von der Waffe Gebrauch. Mehrere Verein, den Wechsel gefälscht zu haben. Es wurde Anzeige erstattet Angeklagte habe vielleicht das erste, zweite und dritte Mal eine Haftungen wurden vorgenommen. Jetzt scheint die Nuhe wieder und alle meine Fälschungen und Unterschlagungen entdeckt; selbständige Handlung begangen, indem er der Meinung gewesen, hergestellt zu sein. ich wurde daher am 7. März d. J. verhaftet. Der Präsident weitere Fälschungen bezw. Unterschlagungen würden nicht er will nun zur Vereidigung des Sachverständigen, Reichsbank forderlich sein. Als der Angeklagte aber eingesehen, daß er sich Versammlung der Schneidermeister befchloffen und zwar London. Nach dreiwöchentlichen Unterhandlungen hat die direktors Mannowsky( Breslau) schreiten. Der Vertheidiger pro- nicht mehr retten könne, habe er jedenfalls den Entschluß gefaßt, mit 22 gegen 18 Stimmen bei 14 Stimmenenthaltungen den Arteftirt gegen die Zulassung dieses Sachverständigen, da das fortgefeßt Fälschungen und Unterschlagungen zu begehen und Reichsbankdirektorium zu Breslau, als direkte Aufsichtsbehörde, feien diese jedenfalls als eine einzige selbständige Handlung auf heutige, von zirka 5000 Schneidern besuchte Versammlung, Sonnbeitern nichts zu bewilligen. Darauf beschloß die wesentlich an der Sache interessirt fei. Nach kurzer Berathung zufassen. Der Angeklagte verdiene zweifellos eine schwere Strafe. abend früh allgemein die Arbeit niederzulegen. beschließt der Gerichtshof: den Protest des Vertheidigers ab- Allein wenn man erwäge, daß sich der Angeklagte immerhin in Wegen der in wenigen Wochen bevorstehenden stillen Zeit wird zulehnen, zumal der Angeklagte in vollem Umfange geständig sei. einer bedrängten Lage befunden und durch eine einzige leicht der Kampf sehr heftig werden und viel Noth und Elend zeitigen. Der Sachverständige, der alsdann vereidigt wird, entwirft in fertige Handlung auf die Bahn des Verbrechens getrieben worden Es wird dringend gebeten, allen Zuzug fernzuhalten. In letter ausführlichster Weise ein Bild von den Manipulationen des An- sei, so werde man dem Angeklagten mildernde Umstände nicht geklagten. Ein Geschworener stellt die Frage: ob die Kaffe versagen können. Der Angeklagte habe, ehe er die Bahn des Beit war derselbe sehr stark. Alle arbeiterfreundlichen Blätter der hiesigen Reichsbant einmal unverhofft revidirt worden sei. Berbrechens betreten, ein ehrenvolles Leben geführt. Er( Ver- werden um Abdruck gebeten. Der Angeklagte bemerkt auf die Frage des Präsidenten: Er sei theidiger) ersuche die Geschworenen, das Verdikt so abzugeben, New- York, 26. Juni. Wie aus Pittburg gemeldet wird, von der Revision niemals vorher benachrichtigt worden und habe daß dem Angeklagten die Rückkehr zum ehrlichen Leben nicht beschlossen 25 000 Eisenarbeiter des Staates Pennsylvanien, daher stets einen gefälschten Wechsel bereit gehabt, um das verschlossen werde. Er sei der Meinung, daß dem Ange- heute Abend wegen verweigerter Lohnerhöhung die Arbeit niederDefizit zu decken. Staatsanwalt: Der Kaffenbestand kann sich flagten mildernde Umstände mit gutem Gewissen zugebilligt zulegen. doch aber jeden Augenblick ändern, der gefälschte Wechsel, den werden können. Schon mit Rücksicht auf die sehr anständige der Angeklagte bereit liegen hatte, konnte ihm danach wenig Familie des Angeklagten bitte er( Vertheidiger) das Verdikt helfen? Angell.: Ich wußte ganz genau, wenn ich eine Revision fo abzugeben, daß der Angeklagte vor dem Zuchthause bewahrt zu erwarten hatte, zumal mir doch die Ankunft der Züge aus werde. Breslau genau bekannt war. Sobald ein Revisor das Kassenlofal Staatsanwalt Alter replizirt: Er müsse es entschieden bebetritt, muß jedes Geschäft unterbleiben.- Sachverständiger, Reichs- streiten, daß der Angeklagte aus Noth gehandelt habe. Eine Kongreß der Bäcker und verwandten Berufsgenossen bank- Direktor Mannowsky: Das, was der Angeklagte zuletzt gesagt, Geldverlegenheit dürse doch einen Mann von der Stellung des zu Altenburg. Am 24. Juni, Nachmittags 3 Uhr, eröffnete fann ich nur bestätigen, die Revision war immer eine unver- Angeklagten noch nicht veranlassen, fremde Gelder anzugreifen der Einberufer E. Kretschmer- Hamburg nach einer Begrüßungshoffte; da aber dem Angeklagten die Anfunft der Büge bekannt und Wechsel zu fälschen. Der Angeklagte habe aber hauptsächlich rede des Kollegen Kable- Altenburg den Kongreß. Zunächst wurde waren, fo fonnte er sich stets auf die Revision ein wenig vor die vorliegenden Handlungen begangen, um einen lüderlichen eine Kommission zur Prüfung der Mandate niedergesetzt; in diebereiten. Ich muß dabei bemerken, daß die Buchführung des An- Lebenswandel führen zu können. Er habe geständlich mit der selbe wurden die Delegirten Schlüter- Berlin, Tusche- Leipzig und geklagten eine so forrekte, ja geradezu musterhafte war, so daß Frau Harmsen 8000 Mart, mit anderen zweifelhaften Damen Bleckmann- Hamburg gewählt. Auf Grund der Mandate ergab wir annehmen mußten: die Reichsbank Nebenstelle in Neiffe be- ahnliche oder vielleicht noch höhere Summen verpraßt, so daß sich, daß 18 Delegirte anwesend waren, welche insgesammt finde fich in besten Händen. Wir hatten niemals Veranlassung, er( Staatsanwalt) der Meinung sei: der Angeklagte habe 14 Städte vertreten. Die Wahl der beiden Borfizenden, welche über die Geschäftsführung des Angeklagten einen Tadel auszu- das fehlende Geld nicht hinter sich gebracht, sondern in gleiche Befugniß haben, geschah durch Stimmzettel; gewählt sprechen. Wir mußten annehmen, daß der Angeklagte die Wechsel- wüster Gesellschaft verjubelt. Der Angeklagte habe dies wurden die Bäckermeister Wunderlich- Altenburg und Kretschmerunterschriften genau auf ihre Echtheit geprüft hatte. Die Fäl- Leben geführt, obwohl er verheirathet und Bater mehrerer Hamburg. Per Altlamation wurden gewählt als Schriftführer schung der Than'schen Wechsel war so geschickt gemacht, daß Herr Kinder sei. Dieser Umstand habe jedenfalls auch seinen finan- Jöst Offenbach bei Frankfurt a. M., Heyer- Leipzig und Stadtrath Thau felbst nicht im Stande ist, die echten von den ziellen Ruin bewirkt. Der Angeklagte, der so wenig Rücksicht auf Thiele- Dresden; zur Führung der Rednerliste Bleckmann- Hamunechten Wechseln zu unterscheiden. Aehnlich geschah es mit den feine Familie genommen, tönne nicht verlangen, daß ihm nun burg. Die von der Geschäftsleitung eingebrachte Geschäftsordnung Wechseln des Herrn Franz Ronge. Herr Rouge hat eine etwas mit Rücksicht auf seine Familie mildernde Umstände zugebilligt wurde mit einigen Abänderungen angenommen, desgleichen die unleserliche, sich oftmals verändernde Handschrift, so daß auch werden. Im Uebrigen haben die Geschworenen nur die That zu vorgeschlagene Tagesordnung in folgender Fassung: 1. Kondieser die unechten von den echten Wechseln nicht unterscheiden prüfen und danach, unbekümmert um die etwa eintretende Strafe, stituirung des Kongresses. 2. Geschäfts-, Rassen- und Situationskann. Wurden doch selbst die hiesigen Bantiers mit den falschen ihr Verdikt abzugeben. Die Geschworenen haben nicht Gnade zu bericht der Geschäftsleitung. 3. Situationsbericht der Delegirten. Wechseln getäuscht. Im Uebrigen muß ich bemerken: der An- üben, sondern nur Recht zu sprechen. getlagte hat seine Pflichten als Reichsbank- Beamter stets getreu4. Bericht über das Fachorgan; Berichterstatter: Redakteur E. lich erfüllt. Es ist bei der Revision festgestellt worden, daß die nur dem Landesherrn zustehe, allein er müsse bemerken, daß die Referent: Fischer- Mühlhausen i. Th. 6. Die zukünftige Ge Bertheidiger: Er wisse wohl, daß die Ausübung der Gnade Pfeiffer- Berlin. 5. Die prinzipielle Haltung des Fachorgans; Kaffe stets auch an den vorhergegangenen Tagen gestimmt hat, Geschworenen die Folgen ihres Urtheilsspruches wohl zu prüfen ſtaltung unserer Organisation und Agitation. 7. Der bevores tam höchstens einmal eine Differenz von 15 Pfennigen vor. haben. Das Reichsgericht habe bekanntlich vor einiger Zeit ein stehende deutsche Gewerkschaftskongreß und der internationale Präs.: Angeklagter, Sie müssen doch im Laufe der Jahre viele Urtheil des Schwurgerichts zu Oppeln aufgehoben, weil dem Ber- Arbeiterkongres in Brüffel. 8. Anträge und Allgemeines. Nach Hunderttausende aus der Bankfasse entnommen haben? Der An- theidiger untersagt wurde, die Geschworenen auf die Folgen dem Situationsbericht, welchen Kollege Kretschmer Hamburg geflagte schweigt. Präf.: Sie haben allerdings die Defette ihres Urtheilsspruches aufmerksam zu machen. immer wieder durch falsche Wechsel gedeckt, allein auch in dieser theidiger geht alsdann nochmals des Längeren auf die Frage Weise zu sprechen fam, Der Ver- erstattete, wobei er in großen Zügen auf die Art und Beziehung müssen Sie doch in großartigstem Maßstabe vorge betreffs der mildernden Umstände ein. Der Angeklagte habe sich erst, Agitation in welcher die Organisation und Der Bäcker Deutschlands während Der gangen sein, denn als die Katastrophe eintrat, waren noch Wechsel nachdem er auf die Bahn des Verbrechens gerathen, gewisser zwei Jahre von der Geschäftsleitung behandelt worden letzten im Gesammtbetrage von über 90 000 M. im Umlauf? Angell.: maßen, um sich zu betäuben, einem lüderlichen Lebenswandel hin- ist, erwähnte der genannte Redner, daß die Seite Das fann stimmen. Sachverständiger, Reichsbank- Direttor gegeben. Staatsanwalt: Er müsse dem Vertheidiger erwidern, welche innerhalb dieser Zeit unternommen wurden, die Genehmi Mannowsty: Ich möchte an den Angetlagten die Frage richten, es sei wohl erklärlich, wenn sich Jemand aus Anlaß seiner gung der Geschäftsleitung nicht erhalten hatten. Der Geschäftswo er all das unterschlagene Gelb gelassen hat. Der Angeklagte bedrängten Lage dem Trunke hingebe, um sich zu betäuben, daß und Kaffenbericht, welchen Kretschmer Hamburg ebenfalls hatte in seiner Doppeleigenschaft als Reichsbank- Vorsteher und aber Jemand, um seinen Kummer zu vergessen, sich einem erstattete, ergab für die zweijährige Verwaltungsperiode 1560,39 M. Konkursmassen- Verwalter eine durchschnittliche Gesammteinnahme Lebenswandel hingebe, wie es der Angeklagte gethan, sei doch Einnahme, 1339,98 M. Ausgabe, 220,41 M. Ueberschuß. Die von jährlich 6500 Mart, zum Mindesten ist der Werbleib von nicht recht glaubhaft. Der Angeklagte, vom Präsidenden zum Revision der Abrechnung der Geschäftsleitung wurde einer Kom40 000 M. nicht ersichtlich. Ich bin nämlich der Ansicht, daß der Worte verstattet, richtet an die Geschworenen die Bitte, ihm mission von drei Personen übertragen. Angeklagte die 40 000 m. hinter sich gebracht hat. Es ist fest- mildernde Umstände zuzubilligen. gestellt, daß der Angeklagte im Ganzen 7584 M. im BörsenDifferenzspiel verloren und 27 500 m. an Prolongationsspesen, schriebene Rechtsbelehrung, worauf sich dieselben gegen 62 Uhr Der Präsident giebt alsdann den Geschworenen die vorgeZinsen u. f. w. gezahlt hat. Die Werthpapiere, die der Ange- Abends zur Berathung zurückziehen. flagte besessen hat, sind verschwunden. Ich glaube nämlich, daß der Angeklagte ein sehr schlaues Manöver trieb. Er suchte den dichten Menschenmenge umlagert und begehrt in förmlich Bei vorgerückter Abendzeit ist das Gerichtsgebäude von einer Anschein zu erwecken, daß er ein sehr sparsamer, ordentlicher stürmischer Weise Einlaß. Der Zuhörerraum ist Kopf an Ropf und vermögender Mann fei, um sich soviel wie möglich Ver- gefüllt. Gegen 91/4 Uhr Abends kehren die Geschworenen trauen zu erwecken. Er benügte deshalb jede Gelegenheit, die zurück. Der Obmann, Rentmeister Hake, bittet vor der Verlesung von ihm gekauften Werthpapiere feinen Bekannten zu zeigen. Des Urtheilspruchs: die Verhandlung auf morgen zu vertagen. Der Angeklagte bestreitet, irgend welche Gelder hinter Bräf.: Ich wollte auch diesen Vorschlag machen, da die Verlesung fich gebracht zu haben. Auf Befragen des Staatsanwalts giebt Ses Urtheilsspruches mindestes vier Stunden dauern dürfte. Ich der Angeklagte zu, daß ihm die ungefähre Zeit der Raffenrevision erfuche Sie aber, doch wenigstens die erste Frage nebst der ersten wohl bekannt war.- Sachverständiger, Reichsbank- Direktor Mebenfrage zu beantworten. Mannowsky: Es ist richtig, daß die Revisionen nicht häufig vorfeit des Bublifums verkündet hierauf der Obmann, daß die Ge Unter gespanntester Aufmerksam genommen werden. Bei den umfangreichen Geschäften, die wir schworenen die erste Schuldfrage bejaht, die Frage nach milternin Breslau haben, ist dies auch nicht möglich. Wir halten das den Umständen dagegen verneint haben. auch nicht für nothwendig, da seit dem 150jährigen Bestehen der deutschen Reichsbant, bezw. fönigl. preußischen Staatsbank und feit dem 100jährigen Bestehen der Bantuebeustellen faum 6 bis 8 folch trauriger Fälle vorgekommen find. Wir haben eben zu den Vorstehern der Bank- Nebenstellen volles Vertrauen, da wir nur wohlhabende Leute, die eine angemessene Kaution stellen tönnen und von denen wir nns überzeugt haben, daß ihre Rechtschaffenheit keinem Zweifel unterliegt, zu Bankvorstehern ernennen. Daß der Angeklagte die Raution nicht aus eigenen Mitteln gestellt hatte, war uns nicht bekannt. Der Angeklagte suchte auch mir gegenüber den Anschein zu erwecken, daß er ein vermögender Mann sei, indem er mir erzählte, daß er sich das Haus, in dem die hiesige Reichsbank belegen, kaufen wolle. Der Sachverständige befundet im Weiteren auf Befragen des Präsidenten, daß der Angeklagte zweifellos als Beamter anzusehen sei. Er habe einmal den Amtseid geleistet, den Titel Kaiserlicher Die Organisation aller in den graphischen Gewerben Reichsbantvorsteher geführt und sei auch von seiner vorgesetzten beschäftigten Hilfarbeiter und Arbeiterinnen ist augenblick Behoebe als Beamter betrachtet worden. Der Angeklagte tonnte ich benonatlich erscheinendes Organ" union" penis ſchloſſen, denselben eine tägliche Entschädigung von 10 Mark zu Behörde a wohl als verliest alsdann eine eingeholte Auskunft des Reichsbant- tönnen. Die Union" soll vor allem ber Vertretung der Inter- Summe ausgeworfen werden, deren Höhe nach den jeweiligen direktoriums zu Berlin. Diese befagt ebenfalls, daß der An- essen aller Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen jener Branche dienen, Reises und Arbeitsverhältnissen jedes einzelnen Delegirten be geklagte als Beamter anzusehen fet. Der Sachverständige bes einen neinungsaustausch der Berufsgenossen sowie auch der stimmt wird. fundet im Weiteren, daß die Reichsbant, nach Abzug der Raution einzelnen Bereine unter einander ermöglichen, endlich eine Ansich demnach führen und bemerkt: Der Gerichtshof hat beschlossen: Das VerDer Präsident läßt alsdann den Angeklagten in den Saal bift der Geschworenen zu versiegeln und in Verwahrung zu nehmen und die Verhandlung auf morgen( Freitag) Vormittags 8 Uhr zu vertagen. urtheilte heute den früheren Vorsteher der hiesigen ReichsbankNeisse, 26. Juli.( Telegramm.) Das Schwurgericht verNebenstelle Mayer wegen vielfacher Wechselfälschungen und Unterfchlagungen zu zehn Jahren Zuchthaus. Arbeiterbewegung. U Danach wurde der Kongreß um 6 Uhr 15 Minuten bis Donnerstag, Morgens 8 Uhr, vertagt. Zu bemerken ist noch, daß Wien ebenfalls durch einen Dele girten vertreten war; der Kongreß sprach denselben eine berathende und beschließende Stimme zu. über, der die Unterschrift auf einem ihm vorgelegten Wechsel ein- nissen außerordentlich schwer gedrückt sind und nur durch straffe Versammlungen. VI. Generalversammlung des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker. Bierter Verhandlungstag. Eröffnung 9 Uhr Morgens. Correspondent" Redakteure und Festsehung Die Versammlung setzte die Berathung über Wahl der Ser Gehälter fort. Es wurde nach längerer Debatte bebeiten zu besorgen habe, während dem anderen die Administration schlossen, daß ein Redakteur die Leitung der redaktionellen Arobliege und derfelbe nebenbei noch mitarbeiten müsse. Zum Chefredakteur wurde Gasch- Leipzig, zum Administrator Härtel- Leipzig jährlich festgesetzt. gewählt, ersterer einstimmig, letterer gegen 10 Stimmen. Das Gehalt wurde für Gasch auf 2200, für Härtel auf 2000 M. Punkt 9 der Tagesordnung, Fessehung der Ges hälter und Remunerationen für die Vorstands= mitglieder, sowie der Zagegelder für die Delegirten, war bald erledigt. Die Versammlung erhöhte Das Gehalt des Verbandsvorsitzenden einstimmig auf 2500 M. jährlich, wobei die für Repräsentation zu bewilligenden Gelber mit einbegriffen find. Das Gehalt des Rassirers und des Sauptverwalters wurde auf 2300 Mart, die Remuneration für die Beisitzer auf je 75 Mart jährlich erhöht. Bei Festsetzung der Tagegelder für die Delegirten wurde be Bei Punkt 10: Wahl der geschäftsführenden außer dieser Schädigung eine Reihe von Privatpersonen um etwa streben. Der leitende Gedanke bei der Gründung des Blattes ist sitzenden, Beyer- Berlin zum Hauptverwalter und Eifler- Berlin als 90 000 Wt. geschädigt worden seien. Der Angeklagte giebt auf gewesen, daß die im graphischen Gewerbe beschäftigten Hilfs Kassirer gewählt.( Der bisherige Kassirer Wied hatte sein Amt Befragen des Präsidenten zu, daß er dem Banfier Gloger gegen arbeiter und Arbeiterinnen in ihren wirthschaftlichen Verhält aus persönlichen Gründen niedergelegt.) mal bezweifelt, mit Entrüftung geäußert habe: Sie halten mich Organisation sowie genügende Aufklärung über ihre eigene Lage der Tagesordnung; Festsetzung der Mitglieder wohl für einen Wechselfälscher? Es sei das zu der Zeit geau einer Befferstellung gelangen tönnen. Die„ Union" erscheint Beiträge verhandelt. Einzelne Rebner waren für, die meisten wesen, als die Wechselfälschung bereits in vollem Gange war. vom 1. Juli 1891 ab. weitere Beweisaufnahme wird allerseits verzichtet. Döbeln. Hierauf wurde über den einstweilen zurückgestellten Punkt 6 -Auf jeräsident verliest alsdann die den Geschworenen nahi lempner der Großfuß'fchen Fabrit ihre mäßigen 50 bie Allgemeine Stasse wöchentlich zu belaſſen. Der gegen Erhöhung der Beiträge. Die Delegirten befchloffen eine legenden 249 Hauptfragen, zu denen noch eine große Anzahl Forderungen durchgefeht. Sie wurden in jeder Weise von der Rücksicht auf die ohne Zweifel unvermeidlichen Lohntämpfe Nach dreiwöchentlicher Dauer haben die immig, die Mitgliederbeiträge auf der bisherigen Höhe von Pf. für Unter- und Nebenfragen hinzukommen. Die Verlesung der Schuldfragen nimmt mehrere Stunden in Arbeiterschaft Döbeln's unterstützt. Alle hierher gelockten Klempner bei Durchführung der neuen Tarifordnung eine Extrasteuer er Dagegen waren die meisten Delegirten der Ansicht, daß mit Anspruch. Es beginnen alsdann die Plaidoyers. Der Vertreter lärten sich mit den Streifenden solidarisch, keiner begann die Der Staatsanwaltschaft, Gerichtsaffeffor Alter, entwirft zunächst Arbeit. ein Bild von dem geschäftlichen Treiben des Angeklagten, be Paris, 25. Juni. Die Bädergesellen hielten heute hoben werden müsse. Die Versammlung resolvirte sich demgemäß Die Generalversammlung beschließt, den Vorstand des Unter Teuchtet alsdann seine einzelnen Strafthaten und weist des Nachmittag in der Arbeitsbörse eine weitere Versammlung ab, tüßungsvereins zu beauftragen, im Hinblick auf die bevorstehende setzes fet. Der Staatsanwalt plädirt am Schlusse auf Schuldig nicht darüber einigen, ob der Streit heute Abend oder morgen steuer bis zur Höhe von 50 Pf. pro Woche und Mitglied Längeren nach, daß der Angeklagte Beamter im Sinne des Ge- welche sehr tumultuarisch verlief. Die Versammlung konnte sich Tarifbewegung in kürzester Frist eine obligatorische Extrabezfiglich aller vorliegenden Fragen und bemerkt: Von mildernden beginnen solle. Es wurde beschlossen, eine Kommission zu erlauf unbestimmte Zeit auszuschreiben. Literarisches. Bum Ort der nächsten Generalversammlung wurde nach| Reichstage- Wahlkreis ersucht den Parteivorstand um möglichst| Hierbei fuhr die Maschine des Güterzuges in das Ende 100 sich der Postwagen beturzer Debatte Leipzig außersehen. baldige Bekanntgabe des neuen Partei Programm- Entwurfes des Personenzuges hinein, fand. Der Unfall nahm einen verhältnißmäßig günstigen Bei Punkt 12 der Tagesordnung: Etwaige weitere damit eine gründliche Diskussion desselben möglich ist. Anträge und Beschwerden, wurde zunächst eine lange 2. Die Versammlung ersucht die Redaktion des Vorwärts" Verlauf, weil der Güterzug infolge des starken Ansteigens Debatte über die Erledigung der Angelegenheiten mehrerer Ge-( Inzwischen geschehen. Red. d. Vorw.) und der Volkstribüne", der Strecke sich sehr langsam bewegte. Verwundet wurde ein hilfendruckereien in Rheinland und Westfalen gepflogen. die Rede des Abg. Vollmar abzudrucken, damit sich ein Jeder Schaffner, ein Postbeamter ernstlich( derfelbe erlitt Arm- und Um 34 Uhr wurde die Verhandlung vertagt. informiren kann. Beinbruch) und ein englischer Reisender leicht am Kopf. Der Nachmittagssigung: Beginn 44 Uhr. Eine Frage an den Vorstand, ob die rückständigen Billets Post- und Gepäckwagen des Personenzuges sowie die Maschine Zunächst handelte es sich um die Frage, ob der Unter- vom Stiftungsfest eingegangen feien, wurde durch die Auskunft des Güterzuges sind beschädigt. ftübungsverein darauf hinstreben wolle, zwischen den Buchdruckern erledigt, daß, wenn die Billets nicht Ende dieses Monats eingeund Schriftgießern einerseits und den übrigen Arbeitern im gangen wären, die Betreffenden im Vorwärts" bekannt gemacht graphischen Gewerbe, speziell dem in Buchdruckereien und Schrift würden. Der Vorsitzende machte dann bekannt, daß am 19. Juli gießereien beschäftigten männlichen und weiblichen Hilfspersonal ein gemeinschaftlicher Ausflug nach Oranienburg stattfindet. andererseits, ein bestimmtes Verhältniß festzusetzen. Die Ansichten Nachdem der Vorsitzende ferner die Mittheilung gemacht, es wür waren getheilt; darüber stimmten jedoch sämmtliche Delegirte den gelesene Zeitungen in den Zahlstellen entgegen genommen Die letzte Nummer der„ Berliner Volks- Tribüne" Abon überein, daß die Buchdrucker die Organisationen der männlichen und von dort an gute Adressen befördert werden, und derselbe nementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando[ frei und weiblichen Hilfsarbeiter nach Kräften fördern und unter- zur pünktlichen Beitragssammlung mit dem Hinweise darauf er- ins Haus]. Einzelne Nummer 15 Pf. Redaktion und Expedition stüßen müßten. Ein diesbezüglicher Antrag Leipzig wurde von mahnt hatte, daß fortan säumige Mitglieder nach vorhergegan- SO.( 26) Glisabeth- Ufer 55) enthält in ihrer letzten Nummer folder Versammlung als vorläufig undurchführbar abgelehnt. Des- gener Erinnerung ausgeschlossen würden, ging die Versammlung gleichen ein Antrag Hannover, wonach die den Gau- und Bezirts mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die völker gende Artikel: Aus der Woche.-Soziales aus Defterreich.- Dur Handelsvertrag mit Oesterreich- Ungarn im Lichte der Sozialreform. Die Stellung des Kaisers in der Verfassung und in vereinen entstehenden Portokosten der allgemeinen Kaffe zur Laft befreiende Sozialdemokratie auseinander. fallen sollen. Kartonbranche. In dem Versammlungsbericht der Karton- der Wirklichkeit. Aus dem Budget der europäischen Staaten. branche ist das Gesagte dahin richtig zu stellen, daß die Kollegen Aus dem sozialen Leben. Gedicht. Novelle. Das Probst, Reimann und Stephan in etwas ihren Verpflichtungen Jahr 2000. Soldatenbriefe. Ueber die Vernichtung des nachgekommen sind, während dies von Seiten des Herrn Hegener Bauernstandes.- Arbeiter- Aristokratie. Die Hungerkur. bis jetzt nicht geschehen ist. Sodann diskutir te die Versammlung in Anbetracht der sich innerhalb des Unterstützungsvereins geltend machenden Strömung betreffs Errichtung von Spezialorganisationen zur Regelung ihrer gewert schaftlichen Angelegenheiten, die die Gesammtinteressen zu schädigen im Stande find, die Frage, ob zur Regelung der Das Referat über die lehte Versammlung des sozialSpezialangelegenheiten Spezialversammlungen der einzelnen Branchen einzuberufen seien. Eine diesbezügliche Resolution wurde demokratischen Wahlvereins für den zweiten jedoch abgelehnt, und besonders den Maschinenmeistern der Vor- Wahlkreis ist dahin richtig zu stellen, daß in nächster wurf gemacht, daß sie stets ihren eigenen Weg gingen und bei- Beit nicht eine", sondern keine" Versammlung abgehalten wird, und die Genoffen Rezzerau, Jakob und Ecke nicht für das spielsweise schon das Johannisfest stets für sich feierten. Einstellen des Versendens von Arbeiterblättern, sondern für die Partie nach Mariendorf gesprochen haben. Folgende Resolution- Berlin wurde angenommen: Da es innerhalb des Unterstützungsvereins Fachvereine( wie Maschinenmeister, Schriftgießer- und Stereotypeurvereine) giebt, die aus Unterstützungs- und Nichtunterſtüßungs- Mitgliedern bestehen, so empfiehlt die Generalversammlung daß jede Gemeinschaft in obengenannten Fachvereinen mit Nichtmitgliedern vermieden wird. Nach kurzer Begründung gelangte auch folgende Resolution zur Annahme: Um eine recht rege Agitation in allen Gauen entfalten zu können, wünscht die Generalversammlung, daß alle Gauvorstände geeignete Redner nach allen Orten entsenden, um die Kollegen über die bevorstehende Tarif: bewegung aufzuklären. Desgleichen die weitere Resolution: Die Generalversammlung ermächtigt den Zentralvorstand, unter besonderen Umständen die Aufnahme zu vollziehen unter Befreiung vom Beitragszwang zur BentralKrankenkasse und zur Zentral- Invalidenkaffe. Hiermit war die umfangreiche Arbeit der Generalversamm Tung erledigt. Der Vorsitzende Döblin ergriff zum Schluß noch mals das Wort, um alle Beschlüsse furz zu rekapituliren, wobei er betonte, daß sämmtliche Beschlüsse von dem Geiste echter Humanität und wahrer Menschenliebe diktirt seien. Er fnüpfte Die Hoffnung daran, daß die Beschlüsse dem Unterstüßungsvereine zum Segen gereichen möchten. Schulz- Hamburg forderte die Versammlung auf, dem Vorstande ihren Dank für die vorzügliche Leitung der Verhandlungen auszusprechen. Hierauf erfolgte 63/4 Uhr Abends der Schluß der 6. Generalversammlung des Unterstützungsvereins deutscher Buchbrucker. 99 " Depelthen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Köln, 26. Juni. In der vergangenen Nacht brach über die Oberrhein Gegend ein schweres Unwetter herein. In EhrenTischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr Adalbertfir. 21: Bersammlung. breitenstein wurden ein Scheune eingerissen und die Straßen Ausgabe der Billets zu der am Sonntag, den 5. Juli, stattfindenben Land- überschwemmt, so daß die Einwohner in die oberen Etagen partie. flüchten mußten. Nach Pfaffendorf und Horchheim sind Pioniere Achtung, Schäftebranche! Sonnabend, den 27. Juni, Abends 9 Uhr, bei Beyer, Neue Grünftr. 14, Vereinsversammlung. Tagesordnung: Bortrag zur Hilfeleistung ausgerückt. Der Eisenbahnverkehr nach NiederDie Luft als Hauptnahrungsmittel. Diskussion. Billetausgabe zur Dampfer- lahnstein war Stunden lang unterbrochen. Bei Mincheringen an der oberen Mosel wurde ein Vater mit seinen drei Söhnen von partie nach Potsdam zc. Lese- und Diskutirklub Johannes Wedde". Sonnabend Abend o Uhr öffentliche Versammlung für Männer und Frauen in den Fluthen fortgerissen; die Söhne wurden gerettet, der Vater möme's Gesellschaftshaus, Fichtestr. 29. Tagesordnung: 1. Bortrag: Der ertrant. Der Bahnverkehr auf der Strecke Trier- Metz ist unterEinfluß der Literatur auf die Erziehung des Menschen. 2. Distusfion. 3. Ber- brochen. Die Weinreben haben stellenweise durch das Unwetter schiedenes. Nachher geselliges Beisammensein und Tanz. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 28. Junt, sehr gelitten. Borm. 10 Uhr: Bortrag des Herrn Henning über: Was ist Religion und wer hat Religion? Verein Bildung und Geselligheit". Sonntag, den 5. Jult, Familien partie nach Königs Wusterhausen( Neue Mühle). Nähere Bedingungen werden an den Vereinsabenden, Sonnabends, bei Leitmann, Brunnenstraße 9, befannt gegeben. Lefektub, Wissenschaft". Sonntag, den 28. Junt, Bormittags 10 Uhr, öffentliche Bersammlung im Klublotal Kirchbachstr. 7. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirklub Achtung! Filzschuharbeiter! Montag, den 29. Junt, Abends 8% Uhr, Versammlung bet gemter, Münzsiraße 11. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Henning über die Entstehung unserer Grde. Discussion. Ausgabe der Billets zum Sommerfest. Berschiedenes. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreiches Erscheinen unbedingt nothwendig. Feuerbach" im Sofale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24." eine" Abends 9 Uhr, im Lotale des Herrn Bechlin, Hornstr. 11. Lese- und Distutirtlub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißensee, Restaur. Duſedann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 im fleinen Saal. Gäste haben Zutritt. Freiheit", Abends 9 ühr bei Zubeil, Naunynftr. 86. Paris Deutscher Gäste tonnen burch Mitglieder eingeführt werden. Ede Rue Montmartre und Nue fozialdemokratischer Lesetlub. Etienne- Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlungen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Freund Gesangverein Sanges Echo," An die Sigung schloß sich sofort die Sitzung der IX. General- chaft", Friedenstr. 48 bet Tollfühn. versammlung der Zentral- Kranken- und Begräbnißtasse für die Staligerstraße 142 bei Greifer. Gesangverein yranta", LandsbergerGrüne Giche", Rirdorf, nesebeck und Mitglieder des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker an. Hermannstr.- Gde bei Beiler. Gesangverein Glückzu" bei Bergmann, PrinzenGesangverein Treuer Bund" bei ulrich, Arndt- und FriesenZu Vorsitzenden wurden per Attlamation Döblin- Berlin und Allee 10.ftraßen- Ecke. Gefangverein, Phönir", Steinmegstr. 76 bet Lemnr. Klapproth- Hannover gewählt. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gesangverein" Phönir". Steinmeßstr. 76, bet Semm. Aufnahme neuer Mitglieder. Bitherklub Musikverein Vorwärts", Ab. 8%-10% uhr, Annenstr. 14, part. aldrose", Ab. 9 Uhr bet Sleemann, Lauftgerstr. 41.- Bitherklub, armonie", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.- Tambour Berein Deutsche Eich e", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, WaterlooUfer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. Anwesend sind ebenfalls 65 Delegirte als Vertreter von 22 Gauen. Nachdem die nothwendigen Formalitäten erledigt waren, wurde die Versammlung der vorgerückten Zeit wegen um 7 Uhr Abends vertagt. straße 31 bet Musehold. 9 bei " Paris, 26. Juni. Der Polizeipräfett 2ozé hat jede Straßenfundgebung der Ausständigen untersagt. Der Minister des Innern, Constans, hat strenges Einschreiten gegen Ruheftörer angeordnet. Die Bäcker sind entschlossen, bei dem Streit zu verharren. Das Kriegsministerium hat angeordnet, daß die militä rischen Proviantanstalten des bis Bordeaux reichenden Bezirkes Brot liefern. In den heutigen Abendversammlungen der Schlächter und Kuchenbäcker wird wahrscheinlich der Ausstand erklärt. Die Regierung erwägt Maßregeln gegen die Uebergriffe der Arbeitersyndikate. Die Proviantanstalten konnen nur den fünften Theil des Bedarfes an Brot liefern. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, 26. Juni. In einer heute Nachmittag abgehaltenen Versammlung der Bäckergesellen wurde ein Antrag angenommen, welcher an die Gesellen, welche in der vergangenen Nacht gearbeitet hatten, die Aufforderung richtet, sich heute Abend den Streifenden anzuschließen. Ein Schlächter theilte mit, daß die Schlächtergesellen in den Schlachthäusern von morgen ab ebenfalls ausständig werden. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. W. G., Egerzierstraße. Uns ist von der Frage nichts bekannt. J. S. Wenn der Hauswirth die Annahme eines eingeBerliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von Der sozialdemokratische Wahlverein des vierten 8-10 Uhr, Turnlotal Martannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends schriebenen Briefes verweigert, fo wird es so angesehen, als habe Berliner Reichstags- Wahlkreises hielt Dienstag Abend eine 9-11 hr.- 2übeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung er von der in demselben enthaltenen Kündigung Kenntniß erlangt. furnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gym Ist hiernach die Kündigung rechtzeitig erfolgt, so fann der Miether Versammlung im Osten. Es sprach daselbst der Genosse Joseph naftum, Elisabethstraße 57-58. Stattlub Ram sch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 uhr, Sigung nach Ablauf der kontraktlichen Frist ausziehen. Stahl über die amerikanischen Arbeiterverhältnisse. Zu Beginn J. W., Bremerstr. 1. Sie müssen uns einen in Altenburg Stattlub, Na msch", Fürstenbergerftr. 10.eingeladen. feines Vortrages streifte der Referent kurz die Lage der Arbeiter in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genossen find freundlichst Humoristischer Wohnenden eine Vollmacht zusammen mit Ihrer Frau ausstellen, Privat in Amerita. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse daselbst seien klub" Adonis" bet Seib, Stoppenstr. 75. Gäste willkommen. Lotal" Veteranen- und zwar entweder durch das hiesige Amtsgericht, Neue Friedrichim Großen und Ganzen nicht besser, als überall, wo die Arbeiter Theater Gefellschaft Schneeglöckchen" im Wettin. Theater- Berein Staconda" Abends straße 13, oder durch einen Notar. 2. Auf Antrag Ihres BeVerein Lustige Brüder" Abends 9 Uhr, für Lohn arbeiten, und der Grad der Ausbeutung mindestens derselbe wie hier, ja vielfach ein noch weit höherer. Insbesondere Brüderstr. 26. Bergnügungsverein Gorgen fertigung des Testaments zugesandt. schilderte Redner die wirthschaftliche Lage und die Organi- siebzeit, Wrangelſtr. 30. Gäste willfom. R. G., Bazillen. Sie können diese Arbeit unbesorgt machen; fationskämpfe der Bigarrenarbeiter und gab darauf ein Gesammt brecher", Mendelssohnſtr. 4, Sigung mit Damen. Gäfte wilkommen. „ Süd- West Berlin", Abends Noller'scher Stenographen Verein bild der Entwickelungsgeschichte der Gewerkschaftsbewegung, wo- 8% uhr, im Restaurant Bürger- Garten"," Sindenstr. 105, unterricht und dieselbe ist, wenn Sie die Näpfe ausspülen, vollständig unRauchtlub„ Goldene Quaste", 9 Uhr, Lothringerftr. 67 bei Brückner. gefährlich. bei er auch der harten Kämpfe erwähnte, welche die vorge- uebung. Rauchtlub, Dornröschen" Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Pietsch, Ringenwalde. Ihre Frau ist als Erbin Jhres Vaters beRauchtlub Rothe Nelte", Weinstr. 22, bet rechtigt, den Betrag, um welchen er das Haus Ihrer Schwiegerschritteneren Arbeiter mit den torrumpirten reaktionären VerHennigsdorferstraße 24. bänden, so auch mit den Knights of Labour( Ritter der Arbeit). Steuer. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Butritt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. mutter durch Neubau verbessert hat, ersetzt zu verlangen. Daß führen müssen. Im weiteren Verlauf berührt Redner das Tambourverein ,, Deutsche Eiche" 9 Uhr im Restaurant mutter oder einem von ihr dazu Beauftragten niedergerissen Eingreifen von Henry George in die Arbeiterbewegung, Brangelstr. 30. Tambourverein, Deutche et de 10 hr bei Siebzeit, der Stall nach dem Tode des Mannes von Ihrer SchwiegerBergnügungsverein worden ist, ändert daran Nichts. Wir können Ihnen nur rathen, von dessen Versprechungen sich die Arbeiter verlocken ließen. Die Teschendorf, Boffener- und Fürbringerfir.- Ece. Quodlibet" bei Säger, Grüner Weg 29. Theaterverein ,, Amor" Enttäuschung ist ihnen nicht erspart geblieben. Die gewerkschaftPotsdamerstr. 89. Bühnenverband ,, Normannia" tagt alle Sonnabend sich an einen dortigen Anwalt zu wenden. Verein Kreuzfider" liche Organisation der amerikanischen Arbeiter sei eine sehr straffe; vor dem Ersten bet Dahme, Grüner Weg 59. E. W., Lottumstraße. Das Unfallversicherungs- Gesetz geVergnügungsverein Garmen es wäre an ihr nichts auszusehen, wenn nur die Führer der Ge- bet Dobberstein, Mariannenſtr. 81/82. Rauchflub ,, Dornröschen" jeden Sonn- währt nur für solche Unfälle Unterstüßung, welche sich im Betrieb wertschaften eine prinzipielle Haltung einnehmen und fammt der Sylva" Oranienstraße 46. Stattlub der Fabrik zc. ereignen. Wenn ein Arbeiter auf dem Nachhause,, Ramsch 9 Uhr bei W. Schmidt, Wrangelfir, 141. wege ausgleitet und sich beschädigt, so kann er dafür Nichts von Masse der Arbeiter aus ihrem Schlaf aufwachen würden. Aber abend nach deur Grsten bet Döhring, Prinz Eugenstr. 89, auch in Amerika wären Parteigenossen, welche unermüdlich thätig der Berufsgenossenschaft verlangen. find, Aufklärung in die Massen namentlich der englischen Arbeiter zu tragen. ftraße 9 Uhr, Sigung. Bergnügungs- Verein" Bustige 18", Abends 9% uhr, bei vollmächtigten wird Ihnen vom dortigen Gericht eine AusIn der Diskussion über den beifällig begrüßten Vortrag be antwortete der Heferent verschiedene Fragen über die amerikanischen Verhältnisse, sich des längeren über die dortigen schauderhaften Rechtsverhältniffe verbreitend. Unter Punkt„ Bereinsangelegenheiten" wurden die Genossen Infinger, Neuhaus und Baumgart zu Revisoren gewählt. -" Vermischtes. POLLO Aus dem Kreise Niederbarnim, 26. Juni. Vom Blitz erschlagen wurde am Mittwoch Nachmittag in Stolzenhagen die vom Felde heimkehrende Ehefrau des Bauerngutsbesitzers Schulz, während zwei in ihrer Nähe befindliche Arbeiterfrauen nur betäubt wurden. Frankfurt a. M., 26. Juni. Heute Nacht ging ein Wolken bruch über Bad Soden und Umgegend nieder. Die gesammte Der sozialdemokratische Wahlverein für den fechsten Berlfuer Reichstags- Wahlkreis hielt am Dienstag Abend eine öffentliche Versammlung ab, welche sehr gut besucht war. Genoffe Werner referirte über" Lassalle und die heutige Sozial- Ernte ist vernichtet. demokratie". In der Diskussion sprach ein Genosse im Sinne Schon wieder trifft aus der Schweiz die Nachricht des Referenten. Auf eine Anfrage um nähere Auskunft über die Rede des Abg. Vollmar sprach Genosse Werner in sehr scharfer von einem auf der Strecke Basel- Brugg erfolgten EisenbahnWeise seine Ansicht dahin aus, daß er befürchte, die Sozial- unglück ein, welches leicht zu einer furchtbaren Katastrophe hätte demokratie würde in Verflachung gerathen, wenn die Masse nicht führen können. Aus Basel, 26. Juni, wird gemeldet: Gestern Abend 6 Uhr hatte der nach Basel fahrende Per dentfähiger würde; es könnte ihr dann so gehen, wie seinerzeit der stolzen Chartistenbewegung in England. Unter Verschiedenem sonenzug die Station Brugg verlassen. Jun Boeßbergtunnel, verlangte Schuhmacher Mogach die Niederfetzung einer Kommission, 500 Meter vom südlichen Ausgang, wurde die Maschine fehler welche den zwischen ihm und Werner schwebenden Streit unter- haft und rerfagte den Dienst. Der Zug fuhr nach längerem Still suchen sollte; man schritt jedoch hierüber zur Tagesordnung. stand rückwärts nach dem Ausgang des Tunnels zu. Inzwischen Hierauf gelangten folgende Anträge zur Annahme: war von Brugg ein Güterzug abgelassen worden, da man glaubte, 1. Die Bersammlung des Wahlvereins im sechsten Berliner daß der Personenzug die Strecke längst durchfahren habe. A. B. 1. Zur Auswanderung nach Amerika ist ein Paß nicht unbedingt nöthig. P. H., Breslauerstraße. Die Herrschaft ist im Recht. Wenu für Dienstboten 14 tägige Kündigung ausgemacht ist, so ist diese doch nicht vom 1. zum 15., sondern nur vom 15. zum nächsten 1. statthaft. C. K. 1. Wenn der Hund ein Luxushund war, so muß Ihnen der Besitzer den durch den Hund angerichteten Schaden erfeßen, also erftens die Reparaturkosten und zweitens den Betrag, welchen die geflickte Hose weniger werth ist, als die ganze. Die Klage ist an das hiesige Amtsgericht I zu richten. C. O., Bremen. 1. Darin liegt kein strafbarer Betrug. 2. Es besteht ein durch Strafandrohung geschütter gefeßlicher Impfzwang. Die Strafe wird nach jeder erfolglosen Aufforde rung von Neuem festgesetzt. 2. K. 5000. 1. Ihr einziger besserer Anzug unterliegt nicht der Pfändung. 2. Welche Gegenstände als unentbehrlich nicht der Pfändung unterliegen, läßt sich so allgemein nicht beantworten, es tommt auf die Lage des Einzelfalles an. 3. Gie müffen bis zum 1. Oktober noch Steuern zahlen. 4. Wegen rückständiger Steuern ist Lohnarrest zulässig. E. A. 55. Der Verkauf eines Schankgeschäftes ist mündlich giltig; der Käufer kann auf Uebergabe und der Verkäufer auf Zahlung des Uebernahmepreises klagen. 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Max Schayer, Reichenbergerstr. 54, Ecke Lausitzerstraße. Oeffentliche Versammlung der in Lurus- Papierfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen heute, Sonnabend, Abends S/ 2 Uhr, in Hensel's Ballsaal, Invalidenstraße 1a, Ecke der Brunnenstraße. Tages- Ordnung: 258b 1. Die wirthschaftliche Krisis und die Lage der in oben bezeichneter Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Referent: Kollege H. Schlegel. 2. Diskussion. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Achtung! Den Genossen zur Nachricht, daß das Stiftungsfest des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg und Umgegend, welches am 27. d. Mts. in der Schloßbrauerei zu Schöneberg stattfinden sollte und polizeilich verboten wurde, bestimmt am 11. Juli stattfindet. Die Billets behalten ihre Giltigkeit. Beschwerde gegen das Verbot ist erhoben. 108/6 Im Auftrage des Vorstandes: P. Hackelbusch, Schöneberg, Grunewaldstr. 115. Lese- und Diskutir- Klub ,, Süden". Am Sonnabend, den 27. Juni, findet das Stiftungs- Fest in ,, Keller's Hofjäger"( Hafenhaide), statt. Geschafts- Häuser SommerWesten. Werth: 4 M. für 2,50 M. Baer So BERLIN. N. Chauffeestraße 24a. 0. Gr. Frankfurterstraße 16. SO. Brückenstraße 16, am Bahnhof Jannowihbrücke. Sommer- Ausverkauf. Große Vorräthe unter Preis, soweit Lager reicht. Herren- Jakets 95 f. Sommer- Anzug. Guter Waschstoff. Werth: 14 M. für 8 M. Sommer- Anzug. Prächtige Muster. Werth: 20 M. für 12 M. 50 Pf. Sommer- Anzug. Aparte Caro's. Werth: 30 M. für 21 M. Kammgarn- Anzug. Prachtvolle Muster. Werth: 40 M. für 28. 50 pr. Rock- Anzug. Feines Kammgarn. Werth: 45 M. für 32 M. Herren- Beinkleider 1 M. 25 Pf. Sommer- Beinkleid. Borzüglicher Waschstoff. Werth: 3 M. für 1. 80 Pf. Sommer- Beinkleid. Kammgarn- Streifen. Werth: 4 M. 50 Pf. für 2 M. 75 Pf. Kammg.- Beinkleider Moderne Muster. Werth: 10 M. für 6. 50 Pf. Engl. Leder- Hose. Echte Waare. Werth: 4 M. für 2. 85 f. Arbeiter- Jacken. Schwerer Drell. 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Jost, Mariannenstraße 21, und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. 356/2 nahe Moritzplatz. Billiger wie in jed. Laden. Jeder Preis ist mit Zahlen an der Waare ausgezeichnet. Eigene Werkstätten Während des Ausverkaufs findet der Vertauf an Geschäfte nicht statt. rothen Erde empfehle: Feinen LandAllen Westfalen und Freunden der Fleischwaaren zum billigſten Preiſe. Schinken, sowie sämmtl. Wurst- u. Westf. Fleischw.- Fabrik u. Niederlage 43, Lindenstr. 43, 870L vis- à- vis der Zimmerstraße. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Einzelverkauf und Versandt von Uhren u. Goldwaaren zu Original- Fabrikpreisen. Regulateure, Stand- und Weckeruhren zu auffallend billigen Preiſen. Spezialität: Remontoir- Uhren nur guter Qualität von 9 Mt. an. Nur I Mark. Anerkannt größte Leistungsfähigkeit. Garantie bis zu 5 Jahren. Preisgekrönt auf vielen Ausstellungen. Rath im Zivits und Strafprozeß. Gins Mashu goldene Ketten nach Gewicht bei billigster Façonberechnung( von ziehung von Forderungen. 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Verschiedenes. Entree à Person 10 Pf. Der Vertrauensmann. Kartonbranche! Montag, 29. Juni, Abds. präz. 81/2 Uhr: General- Versammlung 509 L 612 L] H Jllustrirte Preislisten gratis und franko. E Hüte mit Kontcoll- Marke. Grösste Auswahl in Sonnen- und Regenschirmen L. Spiegel, Zum 836 L Roth. Cylinderhut Nur Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarke. Rosenthalerne. 45. Stalizerstraße 131, und Rohmann. bei Säger, Grüner Weg Nr. 29. Cohn's Hosen- u. Anzugfabrik Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. An- Pallisadenstr. 7, unweit d. Büschingpl., neben Frister Wilhelm Zapel, Hutmacher. A. Goldschmidt, trag auf Auflösung des Vereins event. größtes Lager u. billigste Bezugsquelle Rohtabak andauerbrücke 6, Wahl einer Liquidations- Kommission. Berlins, arbeitet aus Resten und ver3. Verschiedenes. Die Mitglieder tauft im Einzelnen: Knabenhofen von werden ersucht, recht zahlreich zu er- 1 M. an, Jacken 1,50, Herrenhofen 1,50, scheinen und die restirenden Beiträge zu Knabenanzüge 2 M., Burschenanzüge entrichten.[ 131/10] Der Vorstand. 3,50, Herrenanzüge 12 M. Nach Maaß ohne Preiserhöhung. Flicken gratis. Pallisadenstraße 7.[ 8101 Grofe Je des writglied it verpflichtet, in Deffentl. Volls- Versammlung Jede Uhr dieser Versammlung zu erscheinen. 300/5 Die Ortsverwaltung. für Männer und Frauen am Dienstag, den 30. Juni cr., zu repariren Abends 82 Uhr, in Gr.- Lichterfelde( außer Bruch) unter Garantie kostet bei mir 1,50 Mk. am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Martt.[ 746 Alle Uhren A. Lange, Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Großes Lager in Strohhüten u. Regenschirmen. Reelle Bedienung. 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Silberwaaren unter Garantie des Gutgehens für billiges Brot! Referent Reichstags- C. Wunsch, Naunynftr. 38, 1,50 Mark( außer Bruch) bei Schriftgauer Landsberger Allee 19/20. Abgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. 369/4 Der Einberufer 2. Berichterstattung der Delegirten Kranken- und Begräbniß- Kasse von der Generalversammlung. 3. Verschiedenes. 252 b Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. FACHVEREN 25 HE Die Ortsverwaltung. Marken z. quittiren von 580L Parteider Bau- u. Fabrikarbeiter Berlins( E. H.-K. 13). Generalversammlung der Mitglieder am Sonntag, den 5. Juli, Borm. 101/2 Uhr, im Lokal des Hrn. Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal. 2. Beiträgen Innere Kaffenangelegenheiten. empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, 3. Berschiedenes. 129/5 Das Rassenbuch legitimirt. Tegir Vorstand. n. d. Dranienplay. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Gr. Lager, bill. Preise. eigener Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Den Genossen des Westens empfiehlt sein Lager von W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferty. 29 gegenüber der Dankes- Kirche.[ 25L Lager aller Arten Uhren, Uhrketten ch empfehle den werthen Genossen ineine Waft- u. Plätt- Anstalt für jede Art Haus- und Leib- Wäsche. F. Thiede, Adlershof kei Cöpenick, Waldstraße 33. Zur Anfertigung von 230b [ 85b Filz- und Seidenhüten Herren- Anzügen, auf Granitvrl. F.Priess, Arbeitsnachweis Personen befindet sich: Der Arbeitsnachweis für männliche Stadtbahnbögen No. 103/104 am Alexanderplatz gegenüber dem Kgl. PolizeiPräsidium. Fernsprech Anschluß Amt V. 1263. 203M Der Arbeitsnachweis für weibliche Personen befindet sich: Klosterstrasse No. 97 an der KaiserWilhelmstraße. Fernsprech- Anschluß Amt V. 3235. ( nur m. Kontrollmarken) garant. gut sigend- aus besten deutschen Uhr Morgens bis 7hr Abends. Die Bureaus find geöffnet von und englischen Stoffen solide Preise, Während dieser Zeit können sich die C. Polvogt, Frobenstraße 12, empfiehlt sich G. Reckzeh, Ghneidermir., angelten, bis ionen Arbeit nach718L Ecke Bülowstraße. aller Arten, schöne Vögel, weiße u. bunte Mäuse vert. 11. kauft die zoologische Handlung von Kaninchen Naunynstraße 30. Schuhe und Stiefel arbeitsuchenden Personen in den an die Bureaus anstoßenden Sälen so gewiesen ist. Die Gebühr beträgt 20 f. Die Herren Arbeitgeber werden um Meldung der offenen Stellen Schkendih- Leipzig. Niets- Bureau des tönigl. prenß. W. Redtmann, Koppenstr. 90.[ 268b aus der deutschen Schuhfabrik in Erfurt, dringend gebeten. Rechts- Bureau Amtsrichters a. D., Preisliste gratis und franto. Alte Jakobstr. 102, 11. Gewissenh. Rath, Cigarrengeschäft, 15 Jahre beſt., mit Kontrollmarke.[ 867 L Kinderwagen Größtes Lager Berlins Hilfe in all. Angelegenh. 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Jahrg. bes beachtet! umfaßt diese Statistik vorzugsweise die besseren Ar- Athmungs- und Artikulationsorgane, die von den Aerzten als beiter- berechnet sich sonach wie folgt: 300 Arbeitstage, Sig des Uebels aufgefaßt werden.- Thatsache ist jedenfalls, daß weniger 203/4 Tage Arbeitslosigkeit und 7/2 Tage Krankheit die Heilung Stotternder bisher vielfach nur mangelhafte Resuldurchschnittlich,= 27134 Tage mit täglich zehnstündiger Arbeits- tate ergeben hat. zeit und einem Arbeitslohn von 36 Pf. pro Stunde, ergeben ein Denhardt legt und wohl auch nicht mit Unrecht Die Fachkommission des Vereins der Klempner Berlins hat Jahreseinkommen von 978 m. 30 Pf. Siervon gehen bei einem fonderen Werth auf das Gutachten solcher gebildeter Personen, sich der Aufgabe unterzogen, eine Statistik über die gewerblichen verheiratheten Mann ab: Miethe 252 M., Steuer 15 M. 88 Pf., die selbst Stotterer sind oder waren, und namentlich auf das Verhältnisse der Klempner im Jahre 1890 aufzunehmen. Diese Alters-, Invaliden- und Krankenkasse täglich 6 Pf., so bleiben Gutachten stotternder Aerzte. Er theilt auch mit, daß ihm Aufgabe ist ihr gelungen; sie hat einen werthvollen Beitrag für ihn und seine Familie noch 1 m. 88% Pf. übrig; bei von dieser Seite zustimmende Erklärungen zugegangen sind und zur Arbeiterstatiflik geliefert, der überall und in allen Zwecken ledigen Arbeitern verbleiben pro Tag 2 M. 39 Pf. namentlich erklärt ein solcher Arzt, er wundere sich nur, daß man Nachahmung verdient. noch nicht früher auf diese Erklärung des Stotterns gekommen ist; sie lag boch so nahe, sie ist ein Kolumbusei! Wir geben den Bericht der Kommission im Wesentlichen hier wieder. Von 1000 Fragebogen, welche die Kommission ausgab, wurden 565 ausgefüllt. Von den an der Statistik betheiligten Personen gehören 324 Klempner dem Verein der Klempner( Fachverein), beziehungsweise, doch sind dieses nur wenige, dem Allgemeinen Metallarbeiterverein an, 93 gehören dem Gewerkverein( Hirsch- Dunker) und 148 gehören feiner Organisation an. Die 565 Betheiligten arbeiten bei 294 Arbeitgebern, von denen 56 der Innung, 12 dem Verband der Metallindustriellen und 85 feiner Organisation angehören; von den übrigen fehlen die Angaben. Kündigung findet nur bei 16 Arbeitgebern statt. übrig? Von dieser Summe hat der Arbeiter den Unterhalt für sich und seine Familie zu decken: Kleidung, Wäsche, Nahrung was bleibt da für geistige Erfrischung, was für Erholung Die Krankheitsstatistik ergab im vorigen Jahre folgendes Resultat. Von 562 Berufsgenossen waren 109 frank; auf den Krankheitsfall kamen durchschnittlich 6½½ Wochen. Nach den Krankheiten vertheilen sich die Fälle wie folgt: Lungenkrank. Brustkrank Rheumatismus Halsleiden. Augenkrank Bleikolik Unterleibskrant. Typhus. Influenza Verschiedene Krankheiten Die Arbeitsvermittelung geschieht zum größtentheil durch Umschauen, Anfragen bei den Meistern, und haben hierdurch 334 Klempner Arbeit erhalten, 132 durch die Zeitung, 84 durch den Verein der Metallarbeiter und den Verein der Klempner, 20 durch den Verband der Metall- Industriellen, 5 durch die Herberge zur Heimath. Der Bericht macht mit Recht auf das Verderbliche des Umschauens" aufmerksam; dieses Anbieten der Arbeitskraft kann nur auf den Lohn drücken; sie überhebt den Arbeitgeber der Nachfrage nach Arbeitern. Der Bericht mahnt zu besserer Benuzung des Arbeitsnachweises des Vereins( Wallstr. 7-8). Die Dauer der Beschäftigung bei ihrem gegenwärtigen und zwar Arbeitgeber betrug bei " 276 unter 1/4 Jahr, 47 bis 1/2 17 bis 7 Jahr, 4255LE " 79 1 8 9 " " " " 39 2 10 " " " " 23 3 15 " " " 17 34 1 16 " " " 0 1 18 " " " 20 12 " " 406 1 " 18 Mann von 3 bis 24 Wochen. 1 Woche bis 21/2 Jahr. 64243 17 " " 6 " B 1 bis 6 Wochen. 8 " " " " 7 " " " " 18 " " 10 " 眨 10 " " 16 6 " " " " BP " " 26 " 3174611 Die Berufsunfälle beliefen sich auf 90, wovon 57 auf Bau durch mangelhafte Sicherheitsvorrichtungen hervorgerufen find, 33 tamen in Fabriken und Werkstätten zum Theil durch schlechte Schuhvorrichtungen an den Maschinen vor. 8 Mann hatten Blutvergiftung. Lehrlinge. 60 Arbeitgeber beschäftigten 114 Lehrlinge 33 je 1 Lehrling 4 je 4 Lehrlinge 1 5 12 15 2 Lehrlinge 106 " 3 " 1 " " Der Letztere mit den 12 Lehrlingen wohnt Kaiserstr. 45. Die Lehrlinge werden einschließlich der Aufräumungsarbeiten ERIGEZwischen 10 bis 1612 Stunden täglich beschäftigt, meist vertreten sie die Stelle eines Laufburschen oder Arbeitsmannes. Beschäftigungslos waren im Jahre 282 Kollegen während zusammen 1955 Wochen 37 Jahr 31 Wochen. Auf den Durch schnitt der 565 an der Statistik Betheiligten berechnet, tommen auf jeden 20% 4 Tage Arbeitslosigkeit; auf die 232 arbeitslosen Kollegen berechnet, fallen auf jeden 8'Wochen 21/2 Tag. Auf die Einzelnen vertheilt sich die Zeit der Arbeitslosigkeit wie folgt. Es waren arbeitslos. 11 Wochen RAZER RE 1 Wochen " n " " " 17 234567840 13 20 19 27 11 18 3 20 6 9 17 10 " Das Alter maßen: 622860461B 12 13 " 14 • " 16 . " " 20 " " 24 " 26 " 182222 der Berufsgenossen stellte sich folgender bis 20 Jahr alt 64 25 157 " " " 30 177 " " 1 " 35 77 " " " bis 40 Jahr alt 43 50 28 " " " über 50 6 " " Das höchste Alter betrug 60 Jahr. Von 11 Personen fehlt die Altersangabe. Das Durchschnittsalter betrug 30 Jahr 1 Woche 2 Tage. Berheirathet find 240, ledig 825. Trotzdem, so flagt Denhardt, bereite sich wieder eine Periode chirurgischer Stotterbehandlung vor, welche davon ausgeht, daß Mißbildungen in Hals und Nase in organischem Zusammenhange mit dem Uebel zu bringen sind. Allein alle jenen krankhaften äußeren Erscheinungen, die man als Ursache des Stotterns anfieht, findet man auch zugleich bei anderen Personen, die feineswegs stottern und umgekehrt, findet man sie vielfach nicht bei Stotternden. So hat Denhardt unter 103 stotternden Perfonen nur zwei gefunden, die Abnormitäten in Nase oder Sals aufwiesen und auch hier bleibt die Frage offen, ob diese Abnormitäten nicht viel mehr Folge als Ursache des Stotterns waren. Wir begnügen uns damit, diese Andeutungen über die neue Auffassung der Stotterkrankheit denn daß das Stottern eine solche ist, wird wohl Niemand bezweifeln- wieder zugeben. Die Beseitigung von äußeren Uebeln der Sprachorgane ist bei der Behandlung des Stotterns jedenfalls kein Fehler, und wo diese Beseitigung schmerzlos für den Patienten erfolgen fann, liegt kein triftiger Grund vor, sie zu unterlassen oder gar zu hindern. Wo dies Verfahren aber nicht ausreicht, da soll man doch getrost den Versuch machen, durch Einwirkungen auf das Vorstellungs vermögen und auf die Willenskraft des Stotternden dem Uebel zu steuern. Uebrigens ist garnicht zu leugnen, daß man bei stotternden Kindern oft jenen hochgradigen Eigensinn entwickelt findet, der auf eine mangelhafte seelische Beanlagung schließen läßt. Für Eltern stotternder Kinder sind die Auffassungen Denhardt's jeden falls im hohen Maße beachtenswerth und sollten bei den Entschließungen darüber, in welcher Weise die Heilmethode vorgenommen werden soll, wohl in Erwägung genommen werden. Ferner beschäftigen 42 Arbeitgeber 181 ungelernte Arbeiter Augenblicklich werden in Tempelhof an den Straßenund Arbeiterinnen, von denen noch 6 schulpflichtig. Der Durch ecken Anschlagstafeln wenn wir recht unterrichtet sind, schnittsverdienst stellt sich auf 8 M. 70 Pf. pro Woche. Die Zahl im Ganzen 12 Stück der Arbeiterinnen beläuft sich auf 78 und werden diefelben mit wie die Litfaßsäulen in Berlin dienen sollen. Zwischen aufgestellt, die denselben Zwecken, göthen, Laciren, am Balancier, mit Packen und Putzen beschäftigt. einem senkrecht stehenden, zierlichen Gifengestell ruht die ebenso In einigen Fabriken übersteigt die Zahl der weiblichen Arbeiter zierliche, eiserne Tafel, welche auf beiden Seiten beklebt werden die der männlichen. kann. Wenn auch dieselben gegenwärtig auf Kosten der GeDiefer Statistit fügt der Bericht noch eine Reihe von Bemeindebehörde aufgestellt 2c. werden, so hat doch, so schreibt man merkungen über Mißstände in den Werkstätten an. Die Fabrit und uns, der Buchdruckereibesitzer Rinka die Sache hauptsächlich in Werkstatt- Ordnungen sind ziemlich gleich lautend; Singen, Pfeifen, der Hand. Es dürfen z. B. nur bei Rinta gedruckte Blafate 2c. lautes Reden, Tabakrauchen u. s. w. sind verboten. Einzelne an die Tafeln geklebt werden, wie denn auch die Gebühren nur Werkstätten zeichnen sich jedoch noch durch größere Fürsorge für an Rinta zu bezahlen sind. Dafür, daß die Gemeindebehörde die die Arbeiter aus. In der Fabrik von Schäffer u. Walcher wird Tafeln einsetzen, streichen u. f. w. läßt, wird wohl seitens Herrn ein Revers vorgelegt, in welchem der Arbeiter sich verpflichten Ninka eine Gegenleistung( vielleicht in unentgeltlichem Druck der muß, bei Strafe der Entlaffung keiner Organisation anzugehören. amtlichen Bekanntmachungen?) gewährt werden. Uebrigens hat In derselben Fabrik, ebenso wie in der Fabrik von Hirschhorn Herr Rinka das Ankleben der Plakate an die Tafeln bewerkstelist das Strafgeldersystem sehr ausgebildet, das übrigens vielfach ligen zu lassen. Wenn diese Tafeln einerseits durch ihr geschmackvorkommt. Bei Gebr. Wolf foll von jedem Artikel 1-10 Pf. volles Aeußere zur Zierde des Dorfes" Tempelhof dienen, so ist abgezogen werden, und wie der Werkführer sich äußerte, um die damit andererseits dem Befudeln der Zaun- und Häuserecken Kosten der Arbeiterversicherung herauszuschlagen.( Wir geben durch Ankleben von Plakaten ein für alle Mal ein Ende diese Mittheilung wieder und damit auch den Herren Wolf Ge- gemacht. Aber dafür hat es den Anschein, als ob sich hier aus legenheit, falls ein Irrthum vorläge, ihn zu berichtigen. Die den kleinen Anfängen ein ähnliches Monopol herausentwickeln hier gerügten Abzüge find gesetzlich unzulässig und strafbar.) wird, wie es mit allen seinen Unzuträglichkeiten in Berlin von Bei Hufeland wird sogar das Frühstücken außerhalb der Werk- den Arbeitern nur allzu schwer empfunden wird. statt( beim Budifer) mit Entlassung bestraft. Bei Förster u. Sie Runge müssen die Arbeiter 20 M. Kaution stellen. Ueber Ein klobiger Bauernstreich bezw. die kagenjämmerlichen unregelmäßige Lohnzahlung wird besonders geklagt bei Herrn Folgen desselben verursachen augenblicklich den Bewohnern des Wächter und beim Hof- Klempnermeister Thielemann in der Ritter- im Nordosten Berlins gelegenen Dorfes H. starke Kopfschmerzen. straße. In zwei Lampenfabriken( Wald und Sommerfeld) wird In der vorigen Woche tamen daselbst sieben oder acht jüngere Die Arbeitszeit beläuft sich im Durchschnitt auf 60 Stun- von den Klempnern verlangt, daß sie zu Festtagen die Fenster Bauern nach dem Dorfkruge und bestellten sich je ein Glas Bier. den pro Woche. Hier entbehren die Angaben der Statistik der reinigen. Der Wirth, welcher sehr wohl weiß, daß die reichen Bauern im Vollständigkeit. In 5 Werkstätten wird als längste Dauer der Wenn die vorliegende Statistik auch manche Mängel und Dorfe selbst nur alle acht oder vierzehn Tage ein Glas Bier Arbeitszeit 66 Stunden, in 2 Werkstätten 48 Stunden angegeben. Rücken enthält, so wird doch Niemand die Schwierigkeit dieser trinken und nur dann einmal ordentlich in den Beutel greifen, 120 Werkstätten haben eine tägliche Arbeitszeit von 10 Stunden, Zusammenstellung verkennen und jeder Sachkundige wird das wenn sie nach Berlin kommen, brachte eigenhändig das bestellte doch sind die Saisonarbeiter gezwungen, zeitweise bei schlechtem Verdienstvolle der Arbeit der Fachkommission zu würdigen wissen. Bier, und da er annahm, daß die Gäste ein zweites Glas Bier Lohn fürzere Zeit, und in der flotten Geschäftszeit wiederum Hätten wir, wie in der Schweiz, ein amtliches Arbeitssekretariat, nicht verlangen würden, überließ er dieselben daher sich selbst und halbe Nächte zu arbeiten. Die flotte Geschäftszeit fällt bei dann könnte eine vollständigere Statistik hergestellt sein. Bei ging aufs Feld hinaus. Die Bauern aber dachten nun, einmal 92 Arbeitgebern, hauptsächlich der Baubranche, in den Herbst( August den ungeheuren Prätentionen( Anmaßungen) der Innungen, die nach Studentenart einen ordentlichen Ult zu machen. bis November), bei 42 in die Zeit von Februar bis Mai. Regel- sich alles amtlichen Schutzes erfreuen, follten sie doch die Ersten rückten mehrere Tische zusammen, stellten das acht Zentner mäßige Geschäftszeit wird von 18 Werkstätten, welche einen bis sein, welche eine Arbeitsstatistik aufstellen, aber, das kennzeichnet schwere Klavier darauf, fetten auf dieses ein volles Faß Bier zwei Arbeiter beschäftigen, angegeben. die Herren, sie haben vor nichts so große Schen, als vor der Ruhepausen sind in 19 Werkstätten 21/2 Stunden, in 123 offenen Darlegung der Thatsachen. Sie können nur durch Verhüllung oder Entstellung der Thatsachen gegen die Arbeiter anzweistündige und in einer Werkstätte einstündige. Die Arbeit spezialisirt sich von 153 Werkstätten in 36 tämpfen. auf Bau, in 43 auf Bau, Gas- und Wasseranlagen, Die Fachkommission der Klempner hat sich durch ihre mühe15 auf Lampen, 13 auf Küchengeräthe, 7 auf Zintguß, 39 auf volle Arbeit nicht nur den Dank ihrer speziellen Berufsgenossen, verschiedene Arbeiten. In diesen Wertstätten wird in 76 Ueber- sondern den der Arbeiter überhaupt erworben.. stundenarbeit geliefert, in 62 in dringenden Fällen, in 13 unregel mäßig. Durch Ueberstundenarbeit zeichnet sich besonders aus die Bauflempnerei von Peters, Köthenerstraße, und die KüchengerätheFabrik von Bär u. Stein, Mexandrinenstraße. Von den Wertstätten mit regelmäßiger Arbeitszeit sind 7 auf Bau, 2 auf Rüchengeräthe, 1 auf chirurgische Instrumente, 1 auf Lampen, 1 auf Feuerzeuge, 1 auf Ventilation. Lokales. und bauten auf letzterem noch eine Pyramide von Biera gläsern auf. Nachdem dies geschehen, trollten sie sich, im Boraus in heller Schadenfreude schwelgend über das verdugte Geficht, welches der Wirth bei der Heimkehr machen und über die Anstrengungen, welche ihn das Abbauen der Pyramide vermeintlich toften werde. Sie hatten die Rechnung diesmal aber buchstäblich ohne den Wirth gemacht. Als dieser vom Felde heimkehrte, fand er im Gastzimmer ein wüftes Chaos. Die Tische waren unter der schweren Last zusammengebrochen, das Klavier lag zertrümmert zwischen den Scherben der Gläser. Der Schaden, welcher entstanden ist, beträgt einige hundert Mark, den nun die Gäste zu ersetzen haben. Wenn sich auch der Wirth beEine neue Auffaffung über die Ursachen des Stotterns, wegen lassen dürfte, von der beabsichtigten Stellung eines Strafdie in weiteren Kreisen und namentlich bei den Aerzten Beachtung doch jeder ein anständiges Summchen zu zahlen und das trifft antrages wegen Sachbeschädigung abzusehen, so haben die Gäste Der Arbeitsverdienst ist bei 2 pet. der Arbeit 20-30 Pf verdient, ist von dem Vorsteher der Sprachheilanstalt zu Eisenach, die Leute sehr schwer, denn je reicher ein Bauer ist, um so" sparpro Stunde, bei 63 pet. 30-40, bei 35 pet. 40-50 Pf. Der Herrn Rudolph Denhardt, ausgesprochen worden und Verdienst eines Klempnergesellen beläuft sich hiernach durch wird neuerdings von demselben gegenüber allen Angriffen mit alle Familien mit einander verwandt sind, ist daselbst der famer" pflegt er zu sein. Da das Dorf nur klein ist und fast schnittlich auf 36,3 Pf. pro Stunde. Wenn man aber bedenkt, jedenfalls sehr einleuchtenden Gründen vertheidigt, so daß diese Schmerz über die den Geldbeuteln drohende Gefahr ein allgedaß sich an der Statistik vorwiegend nur die besseren Auffassung wohl einer näheren Prüfung würdig zu sein scheint. meiner. Arbeiter betheiligt haben, so ist der Durchschnittsverdienst Denhardt faßt das Stottern nicht, wie es die Mediziner bisher der Klempner im allgemeinen bedeutend niedriger anthaten, als ein törperliches Gebahren auf, das durch In einer Elberfelder Zeitung stehen seit kurzer Zeit drei zunehmen. In 84 Werkstätten mit 285 Arbeitern wird Mißbildung der beim Sprechen in Thätigkeit tretenden Organe Heiraths- Annonzen aus Berlin- Westend, Charlottenburg und nur in Akkord gearbeitet, in 69 mit 280 Klempnern ist die bedingt ist, sondern als ein Leiden, das seinen Sitz in den feeli- Martinikenfelde bei Berlin, in welchem von jungen Damen mit Lohn- und Afford- Arbeit getheilt. schen Fähigkeiten des Stotternden hat; Denhardt bezeichnet das 50 000 m., 20 000 m., 80 000 m., 150 000 M. und drei Millionen Als höchsten Afford- Berdienst gaben 5 Klempner 70 Pf. pro Stottern als eine Psychose; er sucht den Nachweis zu Mart junge Männer zur Verehelichung gesucht werden. Ein Stunde an, viele gaben ihnt auf 20 Pf. an. Der höchste Ver- führen, daß das Stottern ein psychisches Leiden ist, dessen äußere Elberfelder Herr schrieb hierauf nach Charlottenburg postlagernd. dienst im Durchschnitt ist 44, der niedrigste 13 Pf. Wo der At- Erscheinung eine als eine Folge- oder Begleiterscheinung eines Nach einigen Tagen erhielt derselbe von dem Großen Eheverfordverdienst auf 70 Pẞf. angegeben ist, war dieses nur in Ueber- inneren, rein seelischen Vorganges begriffen werden kann. Die mittelungs- Bureau„ Welt- Familien- Journal" einen unfrantirten stunden der Fall. Sprachstörung, die sich in unzweckmäßiger Verwendung der Sprach- Brief mit einer Quittung über 7 M. 50 Pf., den Kostenbetrag Die Miethe für Wohnungen betrug bei den Verheiratheten werkzeuge und in mannigfachen trampfartigen Erscheinungen einer Nachnahmesendung, welche mit dem nächsten Tage hier einim Durchschnitt 252,2 M., im höchsten Betrage 660 M., im nie äußert, soll nach dieser Auffassung hervorgerufen werden durch treffen würde. Der unsrantirte Brief mit dreißig Pfennig gedrigsten 94 M. Die gesammte Miethe von 230 verheiratheten die in dem Stotternden festgewurzelte Vorstellung, im freien Ge- langte zur Annahme; die Nachnahme wanderte dagegen zurück. Klempnern betrug 57 963,50 M. Bei 10 Klempnern fehlen die brauch der Sprache behindert zu sein. Die Vorstellung ist bei Ein Weiteres dürfte durch die eingeleitete Nachforschung ermittelt Angaben. den Stotternden auch zeitweise nicht vorhanden und werden. Bei den ledigen Arbeitern betrug die Miethe im Durchschnitt dieselben sprachen dann ganz geläufig, eine Erscheinung, die nicht 86 M., die höchste 450 M., die niedrigste 60 m., die gesammte erklärlich sein würde, wenn man die Ursache des Stotterns in Miethe 22 533 M. der Mißbildung der Sprachorgane suchen wollte. Dabei erkennt Die Stener für verheirathete Klempner ist im Durchschnitt der Autor aber ausdrücklich an, daß die als letzte Ursache des 15,88 M., die höchfte 75 M., die niedrigste 6 M.; die Gesammtsteuer Stotterns von ihm angenommene Wahnvorstellung ihrerseits wieder von 229 Verheiratheten betrug 3638 M. 17 Pf. Für ledige aus Anlaß vorübergehender mechanischer Einwirkungen, wie Berufsgenossen betrug die Steuer im Durchschnitt 7 M. 50 P., Stoß, Schlag, Fall u. f. w. entstehen kann. die höchste 45, die niedrigste 6 M. pro Jahr, die Gesammtsumme Die Möglichkeit einer Heilung des Uebels soll gerade, sobald dasselbe als eine geistige Strankheit aufgefaßt wird, eine viel Das Jahreseinkommen eines Klempners und, wohl näher liegende sein, als bei der bisher üblichen Behandlung der von 250 Genoffen 1875 M. Gerichts- Beitung. Drei Urknudenfälschungen und ein Betrng wurden dem Kaufmann Julius Sachs zur Laft gelegt, welcher gestern vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I stand. Der Angeklagte war früher mit dem Kaufmann Gabriel K. befreundet. Er vermittelte für denselben eine Heirathspartie und während der Literarisches. häufigen Abwesenheit des K. vertrat er denselben im Geschäft. Dianand, 22. Jani. Der Prozeß gegen die Direktoren ber Später haben die Genannten sich entzweit, weil einer sich durch falliten Turiner Banca d'industria e commercio, Chiaramelli den anderen für übervortheilt hielt, es tam zu Zivilprozessen und und Menouti, wegen Unterschlagung und Fälschung schloß damit, zu dem Strafverfahren gegen S. Während einer längeren Ab- daß Ersterer zu zwölf, Letzterer zu sieben Jahren Gefängniß verwesenheit des K. wurde gegen den Angeklagten von einem Bres- urtheilt wurde. lauer Hause eine Forderung geltend gemacht und ein Gnthaben des Schuldners in Höhe von 200 M., welches dieser bei 8 einer hiesigen Firma hatte, seitens des Gläubigers mit Arrest belegt. Der Angeklagte erhob gegen dies Verfahren Einspruch, er unterbreitete dem Richter eine schon von früher datirte Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Bessionsurkunde, wonach er das fragliche Guthaben an seinen Verlag) ist soeben das 39. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. Freund K. abtrat und erzielte auch dadurch, daß der Arrest wieder Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bochum. Die Arbeiter: aufgehoben wurde. Diese Zession soll falsch sein. In den beiden bewegung in den Vereinigten Staaten. 1860-1866. Von anderen Fällen soll der Angeklagte den Namen des K. ebenfalls F. A. Sorge. Die Gewerbe- Ordnungs- Novelle. Von unbefugter Weise unter Schriftstücke gesetzt haben. Der Zeuge K. A. Bebel.( Schluß.) Der Baccarat- Standal. Feuilleton: behauptete im Termine, daß er von der ganzen Klage- Angelegen- Der Pariser Garten. Novelle von Minna Kautsky. heit des Beschuldigten, sowie von der Zession gar keine Ahnung gehabt habe, der Gerichtshof brachte aber eine Anzahl Briefe zur Verlesung, woraus erhellte, daß S. und K. unter einer Decke ge= steckt hatten. Von einer Urkundenfälschung konnte somit nicht die Rede sein und auch in den übrigen beiden Fällen wurde der Angeklagte entlastet. Dagegen hielt der Gerichtshof einen Betrug gegen die Breslauer Firma für vorliegend und erkannte dieser halb auf sech 3 Monate Gefängniß und ein Jahr Ehrverlust. Der Staatsanwalt hatte nur vier Monate beantragt. Unerhörte Grausamkeiten gegen ein angenommenes Kind wurden der Frau Christine Lucke, Inhaberin einer BettfedernReinigungsanstalt, zur Last gelegt, welche gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I stand. Die Beschuldigte hat vor drei Jahren einen damals elfjährigen Knaben ihrer Schwester, den die Letztere nicht ernähren fonnte, angenommen. Der Knabe war, ohnehin geistig nicht besonders veranlagt, in seiner Schulbildung weit zurückgeblieben, so daß er auch nicht annähernd mit seinen gleichaltrigen Kameraden Schritt zu halten vermochte. Seine Pflegemutter hat nun thatsächlich, wie durch die Beweisaufnahme auch festgestellt wurde, sich aufs Aufopferndste bemüht, dem Knaben vorwärts zu helfen, sie hat ihn zur Anfertigung seiner Schularbeiten angehalten, soll aber hierbei das Maß des Erlaubten weit überschritten haben. Es waren viele Zeugen ge= laden, um den Sachverhalt aufzuklären. Die Zeugen theilten sich in zwei Gruppen, deren Aussagen arg im Widerspruche standen. Als Hauptbelastungszeugin trat eine Frau Löpke auf, welche eine Zeitlang die Gastfreundschaft der Angeklagten genossen hat, aber fortgewiesen wurde, weil ihr Benehmen anstößig war. Diese bekundete, daß der Knabe eine höchst brutale Behandlung erleiden mußte und außerdem so wenig zu essen bekam, daß er bei den Nachbarn bettelte. Eines Tages sei sie hinzugekommen, wie die Angeklagte mit dem Knaben ein gefährliches Experiment vornahm. Dieselbe habe habe ihn auf einen Schemel gestellt, ihm einen Riemen um den Hals geschlungen und den Riemen an einem Nagel in der Wand befestigt. Dann habe die Angeklagte dem Knaben den Stüßpunkt unter den Füßen fortgestoßen und in diesem Augenblicke sei die Zeugin erschienen, um den Knaben aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. In einem zweiten Falle sollte die Angeklagte den Knaben mit dem Gesicht in einen Eimer voll schmuzigen Wassers gesteckt und in einem dritten Falle ihn mit dem Stiefel ihres Mannes ins Genick gestoßen haben. Die einzige, die von diesen Greuelthaten wußte, war die Zeugin Löpfe. Ein Theil der übrigen Zeugen wußte nur zu bekunden, daß der Knabe häufig Prügel erhielt und selbst bis Nachts 3 Uhr noch bei seinen Schularbeiten fizzen mußte. Die Angeklagte räumte dies bis zu einer gewissen Grenze ein. Wenn der Junge sich ohne Erlaubniß bis zehn Uhr Abends auf der Straße herumgetrieben, so habe er allerdings die wohlverdienten Prügel erhalten und sei auch gezwungen worden, feine Schularbeiten noch in der Nacht aut machen. Hierbei habe sie ebenso viel gelitten, wie der Knabe, da sie doch seine Thätigkeit überwachen mußte. Der Knabe selbst bestritt im Termine, daß er von seiner Tante mißhandelt oder unzureichend ernährt worden sei. Der Polizei- Wachtmeister, der ihn am Tage nach der angeblichen Mißhandlung untersucht hat, hat keine Spur irgend einer Büchtigung an seinem Körper gefunden. Der Staatsanwalt hielt dennoch die Anklage aufrecht und beantragte gegen die Beschuldigte eine Gefängnißstrafe von einem Jahre. Der Gerichtshof folgte aber den Ausführungen des Vertheidigers, Rechtsanwalt Sachs, und erkannte auf Freisprechung. Es sei allerdings anzunehmen, daß die Angeklagte das ihr zustehende Züchtigungsrecht überschritten habe, die ihr zur Last gelegten Körperverletzungen seien aber nicht erwiesen. Vermischtes. Briefkaffen der Redaktion. W. S., Falkensteinstraße. Ob die Schuyleute bis jetzt im Dienst schon mit weißen Beinkleidern gegangen sind, wissen wir nicht. Uebrigens eine weltbewegende Frage! Zu dem grauenhaften Selbstmord im Bärenzwinger zu Frankfurt a. M. wird noch berichtet: Die Karoline Wolff war lediglich zu dem Zwecke, sich das Leben zu nehmen, nach Frankfurt a. M. gekommen. Sie logirte schon einmal in der Zeit vom 2. bis 10. März in einem Gasthaus in der Ostendstraße daselbst. Damals war sie in ihre Heimath gereist und in der jüngsten Zeit wieder nach Frankfurt zurückgekehrt. Sie hat sich mehrmals ausgesprochen, Derjenige, der sie mittelst eines Seiles zu dem Eisbären im Zoologischen Garten herablasse, daß derselbe sie auffresse, erhalte von ihr hundert Mark. Man hat aber diesen Ausspruch nur als Scherz aufgefaßt. Zweimal soll sie versucht haben, sich im Main zu ertränken, wurde aber beide Mal rechtzeitig daran verhindert. Sie war nicht unvermögend, ihr Sparkassenbuch weist eine Einlage von 8000 Mart aus. Die Verstorbene war sehr heirathelustig; der Umstand, daß sie feinen Mann bekommen konnte, soll ihren Geist verwirrt und sie in den Tod getrieben haben. Vielleicht dürfte ihr graufiger Selbstmord auch das traurige Schlußkapitel einer Liebesgeschichte sein, denn bei ihren früher geäußerten Selbstmordgedanken hatte fie als Grund derselben angegeben, sie habe mit 20 Jahren heirathen können, doch habe sie es damals verschmäht; nun sei sie in den Vierzigern, da wollte sie Keiner mehr. Die letzten in Wenn mich ihrer Logiswirthschaft geäußerten Worte paren: der Bärenfütterer nicht mit 20 Jahren heirathen wollte, so kann mich jetzt sein Eisbär fressen." Der Warter des Bärenzwingers war ihr Landsmann und es scheint fast, als habe sich früher einmal eine Herzensangelegenheit zwischen den Beiden abgespielt, die nicht zu erwünschtem Abschluß gekommen ist. " Glogau, 25. Juni. Eine entsetzliche Blutthat hat, wie bie Schlef. 8tg." mittheilt, gestern früh das Dörfchen Schrien in die größte Aufregung versetzt. Der herrschaftliche Kutscher Tast hatte aus Verzweiflung darüber, daß er seinen Dienst verlieren sollte, beschlossen, seine Familie und sich selbst ums Leben zu bringen. Mit einem fünfläufigen Revolver erschoß er zunächst drei seiner Kinder, die im Bett lagen, einen vierten Schuß gab er auf seine Frau ab, derselbe streifte jedoch nur die Wange der Frau. Das vierte Kind wurde gar nicht getroffen. Im Glauben, seine ganze Familie umgebracht zu haben, begab sich der Mörder nach dem Boden des ihm zur Wohnung angewiesenen Hauses und erhängte sich. Der verwundeten Frau wurde sofort ärztliche Hilfe zu Theil. J. F. G. B. Wenden Sie sich schriftlich oder mündlich an das Ihnen zunächst gelegene Postamt. Die beiden Briefmarken stehen zu Ihrer Verfügung, da die Auskunft stets unentgeltlich ertheilt wird. G. S. 14. Jn Statangelegenheiten halten wir uns nicht für kompetent. M. N., Audreasstr. 77. Wir sind feine Kartenspieler und bedauern, Ihnen deswegen keine Auskunft ertheilen zu können. Herne. Bis auf das Heutige noch nie etwas erhalten. Ergo! Alter Abonnent G. G. 11. Mai 1878: Höbel. 2. Juni 1878: Nobiling. K., Eysstr. 1. Durch Anmeldung Ihres Klubs haben Sie Ihrer Pflicht genügt. Eine polizeiliche Genehmigung erfolgt nicht. Sie können Versammlungen abhalten, müssen dieselben aber polizeilich anmelden und sich polizeiliche Ueberwachung ge= fallen lassen. Wenn Sie für Ihre Versammlungen ein eigenes Zimmer für den Abend haben, so sind Sie an die Polizeistunde nicht gebunden. G. 2. 100. Ein Bierabzieher, der selbständig für sich arbeitet, unterliegt nicht der Altersversicherung. 10. Zichung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 179 97 344 46 77 501 32 78 624 901 62 81 99 92382 400 17 51 524 54 Biehung vom 26. Juni 1891, Bormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 140 587 629[ 300] 40 89 832 943 1295 354 408 751 73 871 975 2004 [ 1500] 117 388 506 63 600 800 41 929 56 3040 104 271 454 68 602 8 727 36 49 4223[ 1500] 323 413( 1500] 535 734 85 898 961 5134 85 326 91 409 34 71 594 656 888 6041 150 51 56 3000] 254 512 607 79 742 834 943 7031 191 219 54 74 644 13001 65 95 862 8069 159 357 418 71 637 741 955 9016 71 190 216 737 821 71 925 10066 210 22 308 50 89 584 660 748 990 11036 128 32 261 333 462 640 931 84 93 12048 157 89 224 315 440 586 621 47 822[ 1500] 51 56 74 946 13349 635 99 781 835 93 937 39 96 14002 12 48 62 84 111 24 80 292 436 46 58 588 647 706[ 1500] 25 906 39 89 15244 68 421 511 87 677 704 12 87 883 16011 37 208 365 478 563 79 607 47 747 55 64 810[ 500] 57[ 3000] 78 919 64 17085 122 483 607 77( 15001 77218013 19 133 71 288 305[ 3000] 534 614 733 43 97[ 300] 822 23 19072 10( 3000] 13[ 300] 29 40 220[ 3000] 72 328 30 31 51 56 92 491 539 99 617 809 38 20137 289 379 449 685 747 833 968 21013 118 232 81 303 37 481 563 625 93 877 87 22296 318 87 509 83 92 613 56 835 23187 224 [ 1500] 363 420 513 31 833 952 60 24176 97 209 14 32 54 362 465 791 13001 805 926 25046 211 40 413 571 852 55 973 26021 58 101 36 69 245 578 634( 300) 47 802 80 95 903 27345 91 418 579 613 33 728[ 500] 97804 938 28018 98 15001 128 71[ 3000) 763 95 861 993 29060 114 227 84 308 54 486 543 616[ 300] 748 80 857 954 Göttingen. Am Mittwoch ist hier der Erfinder des elettro- magnetischen Zelegraphen, der Physiker Weber Geheimer Rath Professor Dr. Wilhelm Eduard gestorben. Der Genannte hat am 24. Oftober 1804 in Er war einer von den Wittenberg das Licht der Welt erblickt. Göttinger Sieben", welche im Jahre 1837 von der reaktionären hannöverschen Regierung ihres Amtes entsetzt wurden. 30069[ 500] 71 88 238 454 527 70 91 615 31 115001 52 98 99 756 902 18 81003 26 42 149 440 78 644 736 32099 272 318 47 587 682 706 12 808 43 901 33141 238 56 445 805 34230 381 407 40 549 825 967 35117 221 38 42 307 1500] 34 494 598 639 784 848 68 907 30 88 36011 98 153 226 715 40[ 1500] 96( 300) 973 37124 53 73 610 14 1500] 30 33 39[ 5000] 86 740 69 820 36 943 38056 72 294 592 729 917 39019 63 93[ 1500] 211 656 61 813 912 40090 105 25 84 85 293 420 536 96[ 500] 771[ 300] 906 27 87 99 41154 254 70 99 380 91 609 39 791 869 89 924 42073 183 253 373 419 541 48 658( 300) 767 824 35 910 43219 328[ 3000] 31 35 417 99 625 74 749 73 968 75[ 1500] 44018 75 103 295 302 81 436[ 1500] 530 73[ 1500] 673 732 841 933 45050 74 196 258 59 419 513 59 68 692 760 887 46114 58[ 30001 288 505 99[ 500] 765 880 47017( 300) 160 92 393 495 517 43 59 690 795 820 24 78 903[ 1500] 27 48077 142 76 85 201 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508 737 48 869 180027 149 82 303 456 589 733 857 73 975 181025[ 1500] 229 403 647 59 72 75 909 13 182094 170 82 315[ 5001 32 427 527 633 41 44[ 1500] 707 85 814 29 183007 87 96 150[ 500)] 36 6 416 41 47 507 600 45 184079 146 219 42 44 415 85 445 676 723 91 802[ 3000] 927 185 190 259 95 725 50 55 60 186230 305 97 530 57 82 635 55 822 965 75 187119 209 26 91 448 511 84 644 74 86 806 28 94 97 900 11 188044 60 206 604 25 860 86 189034 132 92 248 580 890 969 10. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 67 411 500 22 00 115001 928 48 94001[ 5000] 284 405 69 531 44 919 Biehung vor 26. Juni 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 98 293 492 516 73 603 28 96 879 954 1243 364 572 622 754 2053 216 62 301 99[ 3000] 421 51 503[ 1500] 54 699 731 3049 124 808 74 447 115001 661 743 829 928 58 4007 13 104 337 74 401 36 668 711 67 812 27 44 5094[ 3000) 650[ 1500] 771 830 935 89 6076[ 300] 830 65 405 13001 36 551 64 746 70 844 7010 29 81 97 130 99 292 304[ 1500] 418 36 734 79 912 15001 87$ 136 251 325 73 91 445 506 38 79 854 9022 66 259 510 33 44 609 13[ 3000] 74 88 831 10253 415 21 93 642 704 25 813 82 902 46 54 11294 377 522 55 616 48 99 846 79 12079 109 34 290 422 42 83 669 716 75 814 99 999 18150 130 000] 214 52 53 356 434 61 74 632 79 704 908 14027 [ 3000) 35( 30001 76 176 337 556 661 764 834 907 13041 64 187 277 425 38 514 81 816 76 992 10117 13001 70 223[ 3000] 344 426 584 608 [ 1500] 17 94 783 803 14 29 977 17102[ 3000] 29 42 299 313 691 734 18016 50 63[ 1500] 240 78 84 330 59 471 84 602 40 765 66 68 82 844 995 19009 37 43 97 242 353 538 801 64 904 80 90 99 20122 284 130001 94 320 500 64 621 33 734 1037 56 116 24 94 254 712 38 22071 163 67 297 817 95 996 23080 109 316 15001 86 93 461 505 93 611 27 64 67 74 711 921 24038( 500! 75 126 325 456 547 1500] 641 89( 15001 23019 70 132 1500] 43[ 1500] 489 26161 438 68 523 66 868 88 970 27087 93 221 41 99 520 81 600 834 940 28207 344 580 82 637 58 730 60 816 953[ 3000] 56 29066 116 53 79 553 915 33 80153 514 21 51 13001 736 71 13001 964 68 31020 251 346 456 745 933 32159 80 92 202 15001 6 31 365 88 631 130001 99 753 820 90 936 99$ 3002 28 39 165 93 207 17 313 67 559 676 91 853 86 98 966 34244 398 538 79 675 720 52 35030 112 450 552 647 975 36007 12 28 224 88 540 895 990 37070 76 13001 180 331 77 92 463 749 67 13001 801 38111 22 203 44 430 48 73 98 518 52 88 656 60 878 910 39013 65 143 353 421 22 30 74 675 803 72 40111 30 747 83 815 38 41177 284[ 5000] 88 300[ 3000] 71 542 [ 500] 52 766 899 971 42007 425 15001 688 761[ 300] 928 73 43077 233 495 505 611 51 797 904 32 44119[ 30001 203( 3000) 490 582 817 96 45149 316 65 88 415 70 88 544 115001 633 742 82( 15001 46012 34 64 107 19 130001 27 279 356 423 115001 46 516 699 741 979 47086 241 16001 385 684 94 822 934 48047 73 162 130001 219 312 406 11 890 977 49082[ 500] 146 15001 68 98 286 410 521 81 742 63 886 50059 123 72 277 353 936 1001 88 112 19 277 84 92 360 97[ 300] 654 77 767 76 850 969[ 300] 52003 19 355 94 474 536 737 53060 421 83 551 708[ 3000) 813 54002 9 264 331 49 92 427 70 501 33 59 88 643 784 87 98 55011[ 300] 92 412 40 534 115001 90 115001 880 923 64 71 92 56099 501 46 48 86 793 820 94 940 57132 52 55 369 408 537 880 904 88 58012 193 363 75 90 95 442[ 1500] 596 738 53 79 844 59088 239 326 70 566 814 87 38 96 95075 155 82 269 98 321 77 91[ 1500] 541 59 614 66 74 830 75 909 96286 93 888 589 619 57 957 97057 73 78 82 95[ 1500] 103 27 209 84 841 98084 106 281 85 405 594 974 88 00026 91 301 27 480 539 669 100006 160 219[ 500] 26 45 61 829 70 481 512 655 84 713 66 810 74 92 101025 268 414 84 518 46 777 898 901 47 52 54 102311 39 441 76 83 552 715 916 36 103132 99 529 40 662 986 104168 293 335 489 613 31 716 842 94 965 105052 87 93 256 488 516 608 720 68 903 17 28 80 99 100146 309( 500] 423 73 74 627 720 59 807 970 107110 70 76 232 412 25 538 62 634 714 16 19 39 826 927 108024 94 257 69 92 420 57 699 864[ 3000] 109117 259 95 390 537 65 670 904 60 809 55 57 112032 246 50 809 405[ 300] 75[ 300] 570 625 45 72 110092 138 218 53 502 681 834 920 81 111180 85 308 747[ 3000] 775 818 34 89 113041 399 467 521 48 606 55 99 727 877 926 35 75 116229 39 332 61 473 89 694 995 117000 8 77 206 300 62 495 114040 98 273 485 99 560 631 787 993 115108 277 13001 88 397 846 642 792 852 992 118064 302 61 425 36 74 651 67 738 924 58 59[ 3000] 119003 65 83 112 62 66 373 440 88 523 657 725 937 51 70 120019 397 495 969 121278 382 433 65 733 859 946 122082 126 201 13 15[ 1500] 66 386[ 3000] 97 416 504 40 53 57 641( 5001 813 923 34 93 95 123006 114 49 211 32 315 402 531 662 702 17 825 33 60 13001 919[ 300] 42 99 124025 176 93 233 370[ 30001 506[ 1500] 619 750 897 125083 130001 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.