Nr. 40. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preislifte für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächite Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet... Fernsprecher: Amt 1, tr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 16. Februar 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. An die Parteigenossen! Politische Uebersicht. Voltsschichten zum Bewußtsein ihrer staats. bürgerlichen Stellung gelangten. Der MinisterDas Bureau des gefchäftsführenden Au 3- präsident bekennt sich zu dem Grundsatze, daß politische und soziale Reformen schusses befindet sich Berlin, 15. Februar. an Bestehendes anknüpfen und daß historisch Gewordenes mit den Anforderungen der Im Reichstage herrschte heute nicht die vergleichsweise Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstr. 4, 1 Tr. Gegenwart harmonisch verbunden werden soll. gemüthliche Temperatur von gestern die Luft war mit Im Interesse einer prompten und raschen Erledigung der de 3 geltenden Wahlrechts gewahrt, aber durch Art in Behandlung der so furchtbar ernsten Schäden und In der Vorlage seien die vier Interessengruppen Elektrizität geschwängert. Daß die humoristisch- feuilletonistische Barteigeschäfte ersuchen wir die Genossen, alle Sendungen Schaffung einer neuen Wählertlasse ergänzt. Mißstände des Militarismus nicht vorhalten würde, das und Zuschriften in bezug auf die Agitation, die Die Regierung wolle nicht, daß ein allgemeines verstand sich von selbst. Wahlen, sowie in Preß, Prozeß und Unter- Wahlrecht dem Wahlsystem ausschließlich zu stützungs- Angelegenheiten an die Adresse des Genoffen grunde gelegt werden folle; sie fordert, daß auch jene W. Pfannkuch, Hamburg- Eimsbüttel, Wahlberechtigung anerkannt werde, welche in besonderen Eichenstr. 4, I.; wirthschaftlichen und kulturellen Beziehungen der Staatsbürger begründet ist. alle Geldsendungen an die Adresse des Genossen A. Gerisch, Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstr. 4, I. zu senden. Genossen, die unsere wiederholt bekannt gegebene Adresse hartnäckig ignoriren, haben sich die Verzögerung der Erledigung ihrer Angelegenheit selbst zuzuschreiben. 610 Hamburg, den 16. Februar 1896. Der geschäftsführende Ausschuß. Wahlrechtskünftelei in Oesterreich. Berlin, 15. Februar. = Die Regierung wünscht das Zustandekommen der Wahlreform dringend und ist ernstlich gesonnen, dieselbe durch zuführen. Der Ministerpräsident betont schließlich, daß die Vorlagen ein zusammenhängendes Ganze bilden. rückte mit neuem, noch wuchtigerem Material an, nament Bebel mußte dem Kriegsminister antworten, und er lich warf er grelle Schlaglichter auf die Sittlichkeit in Militärkreisen, und er appellirte so nachdrücklich an die übrigen Parteien, daß diese nicht länger in der bisherigen Reserve verharren konnten. Der Herr Kriegsminister, der sofort nach Bebrel sich erhob, hatte seine Taktik geändert. Daß sein scherzDie Engherzigkeit dieser Wahlreform, die Ungerechtig hafter Ton von gestern kein passender gewesen, das hatte feiten und Ungleichheiten derselben, die beispiellofe er offenbar begriffen,- indeß anders als scherzhaft Komplizirtheit des Wahlverfahrens werden in Badeni's und humoristisch zu reden, muß ihm unmöglich erschienen Rede in keiner Weise beschönigt. sein, und so verblüffte er das Haus durch die Erklärung, Alle Ungleichheiten des bestehenden bestehenden Wahlrechts daß er gar nicht antworten werde eine Tattit, welche bleiben bestehen und eine neue Ungleichheit wird ihm den Genossen Stadthagen, der einige Fälle peinlicher, aufgepfropft Daß auf neun böhmische Fideikommiß aftenmäßig festgestellter Mißhandlungen vorbrachte, zu befizer ein Reichsraths Abgeordneter gewählt wird, daß dem Antrag veranlaßte, das Gehalt bes. Kriegsdie Wählerklasse des Großgrundbesitzes 85 Abgeordnete ins ministers zu streichen. Barlament entfendet, bleibt nach wie vor eine Abnormität tabelte es lebhaft, daß der Kriegsminister auf die Anklagen Der Zentrumsmann Lieber des österreichischen Parlamentarismus. aus dem Hause nicht geantwortet und für Dinge der Der große Tag ist für das österreichische Volk geAuch das besondere Privilegium für die Großindustrie ernstesten Art nur leichten Scherz gehabt habe. Er sprach. kommen, an dem der fromme und dreiste polnische Junker und das große Geldkapital, das Vorrecht der Handels- und sich sehr energisch gegen die Soldatenmißhandlungen aus Babeni, dem die Schicksale des österreichischen Boltes in Gewerbekammern, 21 Abgeordnete zu erwählen, bleibt be- und brandmarkte aufs schärffte den Duellumfug, und zwar die Hand gegeben sind, seinen von einem polnischen Sektions- stehen. Ebenso die merkwürdige Thatsache, daß Lente, die im Namen seiner ganzen Partei. Diese Wendung suchte chef ausgearbeiteten Wahlreform- Entwurf dem Parlamente besonders vorsichtig in der Wahl ihrer Eltern waren, als der Herr Kriegsminister dadurch abzuschwächen, daß er vorlegen mußte. Der Entwurf entspricht den Erwartungen, Großgrundbefizer, als Mitglieder der Handelskammern und lächelnd bemerkte, er habe Grund zu glauben, daß nicht die an eine Wahlreform Badeni's gestellt werden konnten. außerdem als Leute, die fünf Gulden direkte Staatssteuern alle Herren des Zentrums so dächten, wie Herr Lieber. Das Wahlrecht in Desterreich wird auch dann, wenn der zahlen, wählen können. Diejenigen, die mehr als fünf Gulden Dieser Rückfall in den gesteigen Ton bekam dem Herrn badenische Entwurf Gesetz werden sollte, kein allgemeines, direkte Staatssteuer zahlen, zu denen Zuschläge, Landes-, Be- Kriegsminister aber sehr schlecht. Ein zweiter Zentrumsmann: tein gleiches und fein direktes sein. zirts-, kommunale und Kultussteuern hinzukommen, werden nach Spahn erhob sich, nach Besprechung mit seinen Kollegen, Der Gesetzentwurf stellt stest, daß zu den bis wie vor 118 Abgeordnete als Vertreter der Städte und 129 um im Namen seiner gesammten Partei zu erklären, herigen 353 Mitgliedern des Abgeordneten Abgeordnete als Vertreter der Landgemeinden erwählen. daß das Zentrum einstimmig das Duell verurtheile und hauses weitere 72 tommen, welche von der All diese privilegirten Wähler erhalten auch in der neu- mit allen Mitteln auf die Beseitigung dieses gegen Res neuen allgemeinen Wählerklasse gewählt geschaffenen Wahlkurie das Wahlrecht, fie und der bisher ligion, Sitte und Gesetz verstoßenden Unfugs hinwirken werden. Hiervon entfallen auf Böhmen 18, Galizien 15, vom Wahlrecht ausgeschloffene Theil der Bevölkerung, der werde. Der Herr Kriegsminister, der nicht mehr scherzte, Nieder- Defterreich 9, Mähren 7, Steiermark 4, auf Ober- Defter mehr als zwei Drittel der Gesammtbevölkerung ausmacht, gab hierauf zu, er habe sich augenscheinlich geirrt. Sehr reich und Tirol je 3, auf Dalmatien, die Bukowina und Schlesien wählen nunmehr nach Badeni's Rezept ganze 72 Abgeordnete, gut sprach der Volksparteiler Haußmann, der selber einige je 2, auf Salzburg, Kärnten, Krain, Vorarlberg, Istrien, Görz, demnach 13 Abgeordnete weniger, als die besonders bevor große Fälle von Soldatenmißhandlungen vorbrachte, die Gradiska und Trient je ein Abgeordneter. Wahlberechtigt zugten Großgrundbesitzer für sich allein erwählen dürfen, lange verheißene Reform der Militärjustiz forderte, für in dieser neuen Wählerflaffe ist jeder eigenberechtigte Staats- 46 Abgeordnete weniger als die privilegirten Wähler der eine Vermehrung und humanere Instruktion der Militärbürger männlichen Geschlechts, welcher das 24. Lebensjahr Städte und 57 Abgeordnete weniger als die bisherigen und Aerzte eine Lanze einlegte und eine Resolution im Sinne vollendet hat, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist und künftigen Fünf Gulden- Männer der Landgemeinden". diefer Forderungen ankündigte. Genosse Schoenlant wurde der Ausschreibung der Wahlen seit mindestens Demnach wird das Wahlrecht ein durchaus ungleiches durch eine Rede des Konservativen Roon, der den unpolitis fechs Monaten im Wahlbezirk wohnhaft ift. Ausbleiben. schen Charakter des den Soldaten zum Besuch empfohlenen geschlossen sind Personen, welche im Den Klerikalen, den Gutsbesitzern und Bauern ist und befohlenen Vereins christlicher junger Männer" beDienstverhältniß stehen und mit den ferner das große Zugeständniß gemacht worden, daß ihre hauptet hatte, dazu bestimmt, an einer vorigen Donnerstag Dienst herren in Hausgenossenschaft Leben. Knechte nicht das Wahlrecht erhalten. in jenem Verein gehaltenen Rede des Erjesuiten Grafen Die neue Kurie umfaßt auch jene Wahl- Das Wahlrecht wird auch darum ungleich sein, daß es Hoensbroech den„ unpolitischen" Charakter jenes Vereins zu berechtigten, welche bereits gegenwärtig zum theil indirekt sein wird, vor allem in Galizien, in illustriren. Eine patriotische, mit wenn und aber gespickte, in einer der bestehenden Wählerklassen der Heimath Badeni's und der raffinirten Wahlmache. für und gegen die gebrandmarkten Mißstände sich wendende, wahlberechtigt sein würden. In der bisherigen Für die Agitation zu den Wahlen und für die Vor- mit einem agitatorischenHurrah! auf unser herrliches Kriegsheer Wählerklaffe der Landgemeinden, deren Wahlbezirke ausnahme derselben werden Verhältnisse geschaffen, wie sie in schließende Rede des nationalliberalen Oberhäuptlings schließlich aus Gerichte bezirken gebildet find, bleibt die feinem anderen Lande denkbar wären. Was für Schwierig Bennigsen; einige fromme Tiraden des Freikonservativen Graf indirekte Wahl bestehen. In den anderen bis teiten entstehen werden, geht schon daraus hervor, daß ganze Bernstorff und einige grimmige Tiraden des Antis herigen Wählerklassen, sowie in den übrigen Wahl- Provinzen, die von mehreren Nationalitäten bewohnt sind, semiten Werner; eine neue Nachmittagspredigt des bezirken der neuen Wählerklaffe gilt direkte Wahl. blos je einen Abgeordneten zu wählen haben. armen Duellpastors Schall,- und die Sozialdemokratie In den Ländern jedoch, in welchen durch Landes- Und trotz aller Fehler dieses Wahlentwurfes ist griff wieder in die Debatte ein. Genoffe Schulze erzählte gesetz für die Landtagswahlen direkte Wahl in die er ein Fortschritt, erzwungen durch die unermüdeinen Fall krasser Unterstützung von Kapitalisten durch Landgemeinde Kurie eingeführt wird, gilt auch für liche Agitation unserer österreichischen Partei Buhilfesendung von Soldaten, worauf Bebel im längeren die Wahl zum Reichsrath aus der Kurie der Landgemeinden, genossen. Es ist der Anfang des Endes des Schlußwort alle gegen ihn gerichteten Angriffe zurückwies, sowie aus sämmtlichen Wahlbezirken der neuen Wählerklasse gegenwärtigen Wahluurechtes. Die Abgeordneten, her insbesondere den Herrn Bennigsen tüchtig abfertigte, und die direkte Wahl. vorgegangen aus der Kurie des allgemeinen Wahlrechtes, dem Herrn Kriegsminister für nächstes Jahr, wenn nicht Graf Badeni hielt bei der Vorlage der Gesezentwürfe werden unermüdlich in der Kritik des bestehenden Wahl- Wandel geschaffen werde, ähnliche Anklagereden in Aussicht eine längere Rede, in der er auf die dringliche Natur der unrechtes sein, sie werden als wahre, als einzige Bolts- stellte. Der Herr Kriegsminister lächelte nicht er hat Wahlreform hinwies und unter anderem folgendes aus vertreter eine bevorzugte Stellung im Parlamente haben, sie heute keinen guten Tag gehabt. führte: idways werden ununterbrochen darauf dringen, daß das allgemeine, Montag Fortsetzung der Berathung des Militäretats. Seit zwei und einem halben Jahre beherrscht die gleiche und direkte Wahlrecht an stelle des Wahlunrechts trete. Frage der Wahlreform vorwiegend das Wir in Deutschland müssen es als besonders bezeichnend Das preußische Abgeordnetenhaus trat am Sonn parlamentarische Leben und dränge alle für unsere Zustände ansehen, wenn zu einer Zeit, wo in a bend in die zweite Berathung des Berg, Hütten- und anderen Angelegenheiten ohne Rücksicht auf Sachsen das Volk entrechtet wird, wo in Preußen das Sallinenet at 3. Ursprünglich schien es, als würde die Debatte deren Einfluß auf die wirthschaftliche und Wahlrecht durch die Steuerreform noch plutokratischer wurde, ohne nennenswerthen Zwischenfall vor sich gehen. Wohl oder übel staatliche Lage in den Hintergrund. Dieser mußte man sich aber mit dem fattsam bekannten bimetallifti. ungewisse Zustand wirkt jeder Erledigung wichtiger ftaat: wo in Baden die Verschlechterung des Wahlrechts vor- fchen RI age lied abfinden. Dr. Arndt rift sein altes Steckenpferd. mußte man sich aber mit dem fattfam bekannten bimetallifti. Klageli Arndtritt licher Aufgaben entgegen. Deshalb sei die Wahlbereitet und wo die mächtigen Feinde des Reichstags- Wahl- Seine Rede reizte Herrn Bröm el von der freisinnigen Ver reform in Angriff genommen worden; nicht rechts sich zusammenschaaren, ein politisch zurückgebliebenes einigung zu einer längeren Erwiderung, die sich ungefähr auf etwa um das Ungestüm der radikalen Par- Land wie Desterreich wenigstens den Anfang macht, ein im demselben geistigen Niveau bewegte. Bon bimetallistischer Seite teien und ihrer noch radikaleren Führer zu Interesse der herrschenden Klassen bestehendes Wahlrecht zu sprach noch der unvermeidliche Herr v. Kardorff, der der befriedigen, nicht um Drohungen oder Schlagworten Gehör durchbrechen und mit den Forderungen der Gerechtigkeit in zu geben, sondern weil es nothwendig gewesen sei, Ginklang zu bringen. parlamentarische Vorausseßungen für eine Wohin wir über unsere Grenzen sehen, erblicken wir sachgemäße Prüfung und Beurtheilung der staatlichen Angelegenheiten zu schaffen, alles Fortschritte, nur in unserem eigenen Vaterlande hebt die Die Reaktion frech und gierig das Haupt. Aber auch bei uns wegzuräumen, was die politische Thätigkeit ablenkt. Beschränkungen des Wahlrechts müßten übri wird ihr nicht der Sieg werden. Dafür sorgt die deutsche gens in dem Maße aufhören, als breitere Sozialdemokratie. vor und " Regierung vorwarf, sie habe sich in der Währungsfrage auf die Freisinnigen und Sozialdemokraten geftüßt. Obwohl niemand im Hause diese Worte ernst nahm, sah sich doch der Handelsminister Frhr. v. Berlepsch veranlaßt, zu erklären, daß die das Haus vier Stunden durch die Silbermänner gelangweilt Regierung lediglich ihrer Ueberzeugung gefolgt sei. Nachdem war, wurde endlich der eigentliche Gegenstand der Tagesordnung fast ohne Debatte erledigt. Anarchisten und Kapitalisten stehen bekanntlich in sehr fagte:„ Herr Bebel hat wieder an Soldatenmißhandlungen an- hier gehalten habe. Ich habe nicht gefagt, daß Serr Schall bas nothen Beziehungen zu einander, sind es doch zwei Stämme, die geknüpft. Da hat er jetzt vielleicht selbst den Eindruck gewonnen, Duell vertheidigt hat, er hat es aber gerechtfertigt im Jahre 1894 eiter und derselben Wurzel entsprungen find. Jezt zeigt dies daß dieser Buntt seines Repertoires nicht mehr die nöthige Bug- am 5. März und zwar so, daß der Abg. Lieber dagegen Protest Verwandtschaft sich wieder in einer recht drastischen Weise. traft hat. Ich habe wenigstens den Eindruck gewonnen, daß er erhob. Wenn er und seine Amtskollegen das Duell verurtheilen, Ditrch die kapitalistische Preffe geht seit einigen Tagen eine Notis volle Häufer nicht mehr schafft, wenn der Etat der Militär- dann ist ihr Einfluß in der Armee ein außerordentlich schwacher. des Inhalts: Wähler des Genossen Lütgenau hätten ihn auf verwaltung auf der Tagesordnung steht." Es ist aller( Sehr richtig! links.) Ich verweise nur auf einen Vortrag des gefordert, wegen von ihm verübter Unfittlichkeiten sein Mandat dings ein seltsamer Geschmack, der fich in diesem Pastor Wagner auf dem Kongreß der Sittlichkeitsvereine über nie berzulegen. Der Urheber dieser Notiz und dieser angeblichen Gleichniß ausdrückt.( Sehr richtig! lints.) Daß ber die fittlichen Verhältnisse auf dem Lande. Danach ist der AusEnt rüstungsbewegung ist ein gewisser Dempwolf. Dieser Reichstag ein Theater ist, daß wir uns in der Stellung Druck Unschuld vom Lande" ein durchaus unzutreffender. Es wird Bursche, welcher wegen gemeiner Handlungen, schwer bestraft, von Komödianten befinden, die ein gewisses Repertoire in diesem Vortrag das Heer als eine Schule der Unzucht bezeichnet; aus der Partei längst ausgeschlossen wurde, ift jetzt haben, das ist allerdings ein Vergleich, den eben nur die Soldaten würden durch das Beispiel der Vorgesetzten verleitet. Anatchist seines Handwerks und feit langem Handlanger der der Herr Kriegsminister machen kann nach dem, was wir Die Schrift enthält ein geradezu großartiges Material nicht Reaktionäre. Jest besorgt er im Schweiß seines Angesichts die sonst schon von ihm gehört haben. Daß die allein über die fittlichen Zustände auf dem Lande, sondern auch Geschäfte des durchgefallenen Möller. Herr Möller fennt wohl deutschen Volksvertreter diese wie manche in bezug auf die Armee. Es heißt bort u. a.: Weit mehr als das( prichwort: Wie der Herr so der Knecht. Es tönnte auch andere feiner Ausführungen mit Lachen in der Schlacht wird durch Tod und Krankheiten auf dem Gebiet umgekehrt lauten: wie der Knecht so der Herr. hinnehmen, spricht allerdings auch nicht der sog. geheimen Krankheiten das Heer geschädigt. Es werden Die Krisis in Frankreich ist sehr ernst. Aus den fehr für den Geist, der im Hause bei einer Beispiele angeführt, daß durch direkte Anreizung höherer französischen Blättern von gestern, die uns heute vorliegen, sollte. Für mich ist es vollständig gleichgiltig, wie start das Haus in die bürgerlichen Stände hinein weiter um sich greifen, o hoch ernsten Verhandlung vorhanden sein Offiziere die Unzucht begünstigt wird. Daß die Nachwirkungen ersehen wir, daß die Bewegung weit intensiver und hier besetzt ist sowohl unten im Saale, wie oben auf den Tribunen, darüber tann man sich unter diesen Umständen nicht wundern. heftig er ist, als wir nach den telegraphischen Berichten ver- und ich spreche nicht blos zu Ihnen, sondern zu den Millionen Wenn es so schlimm in der Armee aussieht, dann kann man sich muthet hatten. Sie richtet sich mit wachsender Gewalt draußen im Lande, und es fommt mir unter Umständen viel nicht wundern, daß die Folgen sich im bürgerlichen Leben zeigen. gegen den Senat. Der Sieg" des Senats vom vorigen mehr darauf an, zu jenen Millionen zu sprechen, weil ich weiß, Pastor v. Bodelschwingh schildert die traurigen Fefte der Dienstag war schlimmer als ein Pyrrhussieg es war daß bei diesen meine Worte viel mehr Anerkennung finden, Kriegervereine, wo es so herging, daß er sich sagte: einmal und die th brichte Herausforderung eines übermüthigen Gegners, wie hier im Hause, und das wird auch gestern der Fall gewesen nicht wieder habe er sich daran betheiligt. Lesen Sie die Proes war die selbstmörderische Vorbereitung der Niederlage. fein. Leichtgläubig, wie der Kriegsminister meinte, bin ich gar gramme der Herrenabende der Kriegervereine! Wenn das am Es war der Sieg des Raubthiers, das den Köder glücklich nicht. Wollen Sie einmal das ungeheure Material, was ich im dürren Holze, den älteren Leuten passirt, wie wird es dann erst erschnappt hat, und mitten im Gefühl des Triumphs" von getragen habe, auch Laufe der Jahre in meinen Reden zu diesem Etat zusammen beim grünen Holze aussehen. Wenn ich einmal Zeit habe, eine habe, auch nur einmal einer oberflächlichen Broschüre zu schreiben, dann werde ich nicht den von Herrn den töbtlichen Eisenarmen der Falle umflammert wird. Uebersicht unterziehen und damit vergleichen, was davon Schall mir angerathenen Titel wählen, sondern den folgenden: Der senat sigt in der Falle. Er hat sich in die Militärverwaltung mir widerlegen fonnte, dann Kapitalismus und Militarismus, die Zwillingsbrüder einer im die Geralt der Deputirtenkammer begeben, er hat sich werden Sie finden, daß das nur ein minimaler Bruch- Sinken begriffenen Welt. Und das Material dazu werden mir in's Unrecht gesetzt und dem Ministerium, das er zu theil ist. Mir tommt es nicht so sehr auf den einzelnen Herr Schall und seine Freunde geben.( Beifall links). stürzen gedachte, eine Waffe geliefert, wie sie wuchtiger Fall, als darauf an, daß das ganze System kritisirt wird. Die Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Wenn ich und schärfer nicht gedacht werden kann. Der Senat hat Uebel, die ich hier seit so und so vielen Jahren zur Sprache ge- fechs- oder siebenmal dem Abg. Bebel nachgewiesen habe, die öffentliche Meinung, hat das öffentliche Rechtsgefühl bracht, sind in der ganzen Nation bekannt, fie schreien zum daß er unrecht hatte, dann behauptet er zehnmal, er habe recht. Simmel. Wenn Sie diese Sachen nicht zur Sprache bringen, so G3 besteht im ganzen Lande nicht der allergeringste Zweifel gegen sich aufgebracht und auf seiten der Regierung ge- mögen Sie sich mit Ihren Wählern auseinandersetzen. Es darüber, daß von der höchsten Stelle bis auf die geringsten zwungen. Das Ministerium ,. welches in der geftrigen zeigt sich auch hier wieder der außerordentlich tiefe Stand, Instanzen herab die Mißhandlungen auf das scharffte verurtheilt Rammerfitung fehr kräftig und rücksichtslos auftrat, hat den das Bürgerthum allmählig in bezug auf alles das, werden, und daß dank der sorgsamen und scharfen Eingriffe die durch die ntschiedenheit seines Vorgehens allegesunden was es ehemals als sein Jdeal betrachtete, einninumt. Mißhandlungen von Jahr zu Jahr abnehmen. Welchen Zweck Elemente des Volks für sich gewonnen und die denkbar Es handelt sich bei den Misständen, deren Abstellung wir ver- hat es, daß der Abg. Bebel hier eine Anzahl von Fällen vorvortheilhafteste Stellung gegenüber all seinen Gegnern und langen, gar nicht um sozialdemokratische Forderungen; alles, bringt und sie breit tritt und es so darstellt, als ob namentlich gegenüber dem Senat, der sich durch seinen was wir wollen, kann auf dem Boden der jezigen Gesellschafts- in der Armee ganz allgemein verrottete Zustände herrschen? legten Sieg" zu der traurigen und schimpflichen Rolle ordnung geschehen und wenn Sie die vermorschte Ordnung Der Zweck ist nur, nach dem bekannten Rezept gegen die Armee verurtheilt hat: die lehte Zuflucht und der Vor- och aufrecht erhalten wollen, müssen Sie die Klagen zu agitiren; es soll den Wehrpflichtigen noch vor Eintritt der abstellen die wir vorbringen. Was ist mir denn Dienst verleidet werden.( Bustimmung rechts.) Ich will auf die tämpfer der Korruption zu sein. Falsches nachgewiesen? Ich habe Briefe verlesen von einem Details nicht eingehen; mir tam die ganze Geschichte wie ein Arton, der französische Hammerstein, ist jetzt ebenfalls jungen Mann, der sich wegen Mißhandlungen das Leben langsamer Rückzug vor, bei welchem nur noch die Heckgeschüße in seinem Vaterland unfreiwillig angekommen. Für die nehmen wollte. Der junge Mann hat sich aber nachher das feuern. Was die Deſertion einiger Soldaten in Aachen betrifft, radikale Regierung bedeutet er eine Armee- für die Leben nicht genommen. Dafür bin ich doch nicht verantwortlich. fo liegt die Sache hier gerade wie mit den Soldaten in Lübeck. honneten Ordnungsmänner ist sein Spizbubenkopf ein Die Hauptsache ist, daß der junge Mann überhaupt zu diesem Die Leute, die dort desertirt sind, gehören zu den unsicheren Medusenhampt. Entschluß fommen fonnte. Uebrigens hat der Kriegsminister Heerespflichtigen, das sind in der Regel Landstreicher, bei diesem Fall zugestanden, daß die Kameraden einen Mann, den sogenannte Stromer, die einen sehr scharf ausgeprägten Aus Muba kommt über Paris, wo die Aufständi- man besonders zwiebeln will, überfallen und mißhandeln. Das kann Wandertrieb haben( Heiterkeit) und die im Nichtsthun schen ein Organ gegründet haben, eine Nachricht, die, wenn doch von der Behörde nicht gebilligt werden, aber der Kriegsminister die angenehmste Beschäftigung finden.( Buruf bei den Sozials sie sich bestätigt, von ausschlaggebender Bedeutung ist: den scheint das ganz in der Ordnung zu finden. Durch solche That demokraten: Sehr hochgestellte Leute auch!) Diefe unsicheren beiden Heer haufen der Aufständischen, die vor Havannah fachen schlagen Sie fa fortwährend der Religion, der Moral, Kantonisten haben es in der Nähe der Grenze verlockend gefunden, ſtehen, ist es gelungen, sich zu vereinigen, wodurch der sittlichen Ordnung ins Gesicht. In einem andern Fall soll der einmal hinüberzugehen und dem Kunstgenuß der Bettelei zu leben. stehen, ist es gelungen, sich zu vereinigen, wodurch Rücken nicht vereitert gewesen sein. Ich habe gegen militärärzt. Von Ferdinand Lassalle sei es eine Dummheit gewesen, daß er ihre Macht erheblich vergrößert wird. liche Beugnisse ein großes Mißtrauen; wenn die Militärärzte alles fich geschlagen habe; was Sie für eine Dummheit von Ihren das, was sie bescheinigen müssen, beim jüngsten Gericht vertreten Führern halten, das müssen Sie selbst am besten wissen, darüber sollen, dann wird es ihnen schlecht gehen.( Widerspruch rechts.) maße ich mir tein Urtheil an.( Heiterfeit.) Ich hatte den Der Mann soll bestraft sein, weil er die Mißhandlungen zuerfi Eindruck gewonnen, daß Lassalle es seiner Mannesehre für Die bedingte Berurtheilung ist im Herzogthum abgeleugnet hatte. Warum hat er denn gelogen? Weil er fchuldig hielt, mit seiner Person einzutreten. Das Haus wird Sachsen- Roburg- Gotha eingeführt worden. fürchtete, bet Aussage der Wahrheit noch schlimmer behandelt zu es wohl gern sehen, wenn ich die 16 oder 17 Nummern des München, 15. Febr.( Privat- Telegramm des Vorwärts") werden. Man fann folchen Aussagen, wie ich an einzelnen Abg. Bebel nicht weiter widerlege, sonst tönnten wir uns noch Der niederbayerische Bauernverein, eine vom Zentrum gegen den Fällen beweifen kann, nicht immer trauen, selbst wenn sie beeidigt mehrere Tage darüber unterhalten und es sind auch noch Bauernbund gegründete Organisation, wurde seitens der Behörde ind.( Unruhe rechts.)( Präsident v. Buol: Ich nehme an, andere Kollegen des Herrn Bebel, die reden wollen.( Heiterkeit.) daß der Redner nicht im allgemeinen von militärischen Giden Abg. Stadthagen( Soz.): Ich bin doch zweifelhaft, ob der für politisch erklärt und damit verhindert, daß die Bauern- spricht, sondern nur von einzelnen Fällen!) Im Falle v. Strom- Kriegsminister für den Erustfall die Stellung ausfüllen kann, vereine unter einander in Verbindung treten können. Es ist beck ist allerdings der Mann, der die Behauptung auf- für die er 36 000 m. erhält, wenn er ernsthafte Dinge so scherzdies eine Lehre für das Zentrum, welches soeben mit einem be- gestellt hatte, wegen Berleumbung angeklagt, aber haft behandelt. Ich weiß nicht, welche Rolle er spielt, ob die sonderen Antrag für die Erhaltung und Verschlechterung des der Kriegsminister von einem Denkzettel. Darin lag eine gewiffe Sache geht nicht so weiter, daß man gegenüber den Ausführungen er ist doch nicht verurtheilt worden. Im Hamburger Fall sprach eines Pistol oder die eines Zigeunerbarons. Ich glaube, die bayerischen Vereinsgesetzes eintritt. Genugthuung. Das Kriegsgericht hat anders geurtheilt; es hat eines Abgeordneten fagt: es zieht nicht mehr und ähnliche Deutsches Reich. 9 Desterreich. Der Finanzminister legte dem Abgeordnetenhaufe den Entwurf eines Besteuerungsgesetzes für Börsenpapiere vor. Frankreich. -Weibliche Fabritinspektion. Wie dem B. den Major v. Schulze- Klosterfelde zu zwei Monaten Gefängniß Redewendungen. Für derartige Figuren ist das Geld der Steuer." telegraphirt wird, lehnte die Zweite beffifche verurtheilt. In bezug auf die Duelle hat der Kriegsminister zahler nicht da. Redner geht dann auf den Fall des HauptRammer gegen 15 Stimmen die Einführung weiblicher geschwiegen. Es ist feltsam, daß alle bürgerlichen Parteien, manns v. Strombeck ein, in welchem jetzt der Gutsbefizer Fabritinspettoren ab, beschloß dagegen einstimmig, die rozdem sie doch das Duell nicht vertheidigen, schweigen, wo Dommatsch wegen Verleumdung verklagt ist; dem Be Regierung zu ersuchen, den Fabrikinspettoren weib sie sprechen sollten. Das ist ein Zustand, der auf die Unter- tlagten ist es Das ist ein Zustand, der auf die Unter- tlagten ist es gelungen, nachdem bisher nur Zeugen liche Assistenten beizugeben. grabung der Moral hinwirkt, namentlich wenn von den höchsten benannt waren, welche im militärischen Dienstverhältnisse Karlsruhe, 15. Februar. Die zweite Rammer Leider hat Lassalles die Dummheit gemacht, sich in ein Duell ein- find. Der Abgeordnete fann nur für das eintreten, was ihm Stellen ein solch gemeingefährlicher Unfug geduldet wird. stehen, andere Zeugen zu finden, welche nicht mehr im Dienste Tehnte einen Antrag Muser ab, wonach die Rezulaffen. Kein Sozialdemokrat wird das entschuldigen. Wenn mitgetheilt ist; Herr Bebel hat in diesem Falle feinen Gewährsgierung dem Landtage Mittheilungen über Laffalle heute noch lebte, würde er wahrscheinlich anders denken. mann genannt. Redner verweist auf einen Fall, wo ein lan Die dem Bundesraths Bevollmächtigten er Die Ordensverleihungen follen wegen der militärischen Stellung in Saarburg, theilten Instruttioneu machen follwie seine Angehörigen glauben, infolge erfolgt und deshalb der militärische Rang dem bürgerlichen voran einer Mißhandlung ums Leben gekommen ist. Der Ritts gestellt sein. Es war jedenfalls ein Novum, daß dies bei den meister bestritt, daß eine Mißhandlung stattgefunden hätte. diesjährigen Ordensverleihungen zum ersten Mal geschah. Biel Aus des Privatbriefen des Berstorbenen geht aber hervor, daß leicht ist es eine Nachahmung der Sucht, den Reserve- er mißhandelt worden ist, daß er verhindert worden ist, in das lieutenant auch im bürgerlichen Leben hervorzukehren. Eigent- Lazareth zu gehen und als er es doh that, wiederum mißhandelt lich geht uns die Sache nichts an, denn wir Sozialdemokraten wurde. Redner verliest die Briefe, wobei er mehrfach durch Gelächter - Der Senat hat den niederträchtigen, mit patriotischen tommen nicht in die Lage, uns wegen Ordensverleihungen unterbrochen wird. Er bemerkt: Wenn es Ihnen lächerlich ist, daß Lappen aufgeputzten Bourgeoisantrag, den Eisenbahnarbeitern Kopfschmerzen zu machen( Heiterkeit); das wäre Sache der bürger- ein Vater sich darüber beschwert, daß sein Sohn beim Militär das Koalitionsrecht zu nehmen, in zweiter Lesung angenommen. lichen Parteien gewesen, aber ich wußte, daß es von diefer Seite umgekommen ist, so bitte ich, fagen Sie das bei den Wahlen. Eine Bedeutung hat das zum Glück weiter nicht. nicht gerügt werden würde. Die Broschüren, die mir der Kriegs- Der Fall zeigt, wie die Vorgesehten Mißhandlungen nicht ver England. minister anbot, besige ich längst, ich könnte dem Kriegsminister hindern können und schließlich an die Mißhandlungen nicht Aus London wird unterm 15. d. M. telegraphirt: vielleicht manche aus meinem Vorrath anbieten. Daß ein Tauf- glauben wollen. Die Militärverwaltung scheint feine Mittel Im Unterhause wurde die Debatte über die Transvaal und Trauzwang geübt wird, findet der Kriegsminister ganz be- zur Verhinderung zu haben, deshalb stellt man es etwas scherz frage fortgefeßt. Harcourt wies auf die Angaben Salisbury's greiflich. Er schreibt den Verzicht auf die kirchlichen Akte haft dar. Redner führt einen anderen Fall eines zum Krüppel hin, daß Präsident Krüger die Hilfe Deutschlands nicht gesucht einer schlechten Erziehung und und verderblichen Einwirkung gewordenen Klempners Kümmert an, der beim 2. westfälischen habe. Seiner Meinung nach tönne niemand, der zu einer. barum, Es handelt sich ob die Militärbehörde Infanterie- Regiment Nr. 15 gedient hat und nach zwei Jahren Spannung zwischen England und Deutschland beitrage, ein Freund Der Kriegsminister scheint garnicht zu wissen, daß wir ein Armenhause zu Gefekte überwiesen, da ihn seine Heimathsgemeinde überhaupt eine Befugniß zu einem folchen 3wange hat. als absolut unheilbar entlassen wurde. Er wurde dem Landdes Weltfriedens sein. Balfour erwiderte, Salisbury's Angaben feten auf die Bivilstandsgesetz haben. Die Statistit weist nach, daß die nicht übernehmen wollte. Erft auf Betreiben des Landeshaupt pofitiven Mittheilungen des britischen Agenten De Wet geftüßt. Kriminalität bei den Dissidenten am geringsten ist, daß sie also manns von Westfalen wurde eine triegsgerichtliche UnterWenn die englische Bevölkerung im Transvaal sich numerisch fittlich am höchsten, mindestens denen, die sich Christen nennen, suchung angestellt und der mißhandelnde Sergeant verurtheilt, vermehre, so müsse die Zeit kommen, in welcher die Buren ihre gleichftehen. Luther betrachtete die Ehe als ein rein weltliches aber es wurde die Mißhandlung nicht als die Ursache des jezige unbeschränkte Herrschaft nicht länger ausüben tönnten. Ding, in welches die Kirche nicht eingreifen soll. Mit den wissen Siechthums festgestellt. Dem Manne sind 15 M. monatlich Labouchère zog sein Amendement zurück. schaftlichen Vorträgen in den Jünglingsvereinen ist es nicht weit im Gnadenwege bewilligt; aber er will nicht Gnade, er will sein her; es wird mit der Wissenschaft sehr viel Unfug getrieben. Recht haben. Die Liste der Mißhandlungen ließe sich ins Die Behauptungen meines Freundes - In Korea find neuerdings wieder Unruhen aus. In den Jünglingsvereinen wird sehr viel über öffentliche An- Ungeheure fteigern. ausgelegenheiten gesprochen und Politit getrieben.( Widerspruch Bebel find ja zum übergroßen Theil bewiesen. Ich gebrochen. Eine Konferenz der Vertreter fremder Mächte ist in rechts.) In erster Linie wird natürlich die Sozialdemo hatte erwartet, daß der Minister anerkennen würde, daß ber russischen Gesandtschaft zusammengetreten. tratie bekämpft. Die Kommandirung von Soldaten in eine das System nicht beibehalten werden könne. Wenn er aber Gerberei entschuldigt der Kriegsminister mit einem Rothstand; annahm, daß wir Haß und Verachtung gegen die Armee haben, einen solchen Nothstand des Unternehmers benutzen die Arbeiter, so irrt er sich. Haß und Verachtung gegen die Armee müssen um ihre Forderungen durchzusehen. Das ist auch jetzt beim diejenigen haben, welche solche Zustände dulden. Für jeden Ausstand der Konfektionsarbeiter der Fall, fie wissen, daß die Denkenden ist offensichtlich, daß der Zweck ist: Abstellung der Unternehmer Bestellungen haben. Wenn das Angebot von Arbeits- Mängel und Einwirkung auf den Kriegsminister und die anderen fräften groß ist, dann drücken die Unternehmer die Löhne. Dabei Parteien, daß die Mißstände abgestellt werden, und weiter, daß darf ein Eingriff der Behörden nicht vorkommen; am aller man dazu kommt, wenigstens diesem Kriegsminister das Gehalt wenigften seitens der Armee. Der Rollege Schall hat meine zu streichen.( Große Heiterfeit.) Rede sehr ernsthaft genommen, denn er hat zur Widerlegung Generallieutenant v. Spig: Ueber den legten Fall haben 41. Sigung vom 15. Februar 1896. 1 Uhr. die längste Rede gehalten, die er bisher je gehalten hat. wir die Aften nicht zur Stelle. Wer eine Dienstbeschädigung ers Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Bron- Daß ich streng objektiv zu sprechen versucht habe, wird mir all- litten hat, der ist invalide. Es ist auf das genaueste recherchirt fart v. Schellendorff. gemein bestätigt werden. Herr Schall hat sich in seinem Urtheil worden, ob der Mann invalide geworden ist durch die Mißhands In Gegenwart von 26 Abgeordneten eröffnete der Präsident über meine Rede Uebertreibungen zu schulden tommen lassen. lung des Vorgesetzten. Wäre das der Fall, so würde er feine v. Buol die Sigung. Ich bin allerdings nicht Soldat gewesen, aber ich bin Soldaten gefeßliche Pension bekommen. Das hat sich aber nicht heraus Der schleunige Antrag wegen Einstellung des Strafverfahrens, find, in der Kasematte geboren und habe eine ganze Reihe von gestellt. Deshalb hat er nicht im Gnadenwege, sondern auf welches gegen den Abg. Stadthagen beim Landgericht Berlin I schwebt, Jahren in Kasematten gelebt; dann kam ich in ein Militär- grund des§ 110 des Gefeßes, eine Pension auf Beit erhalten. wird one Debatte angenommen und darauf die Berathung des Waisenhaus im zehnten Jahre und hatte die Verpflichtung, zehn Abg. Graf Roon( f.): Der heroische Entschluß des Herrn in der Jahre Militäretats fortgesetzt beim Gehalt des Kriegsministers. zu dienen. Daß ich Daß ich später Stadthagen, das Gehalt des Ministers nicht zu bewilligen, wird Abg. Bebel( Soz.): Der Kriegsminister hat gestern mich zu nicht genommen wurde, weil man allgemeine Körper- auf das Haus und den Kriegsminister keinen Eindruck machen. widerlegen versucht, gelungen ist es ihm nicht. Seine geftrigen schwäche bei mir tonftatirte, war mir sehr angenehm. Die Herren haben ja allerdings das Recht, über den Etat zu Ausführungen machten mir überhaupt den Eindruck, als sei er Ich habe ein lebhaftes Interesse für militärische Dinge gehabt reden, aber eigentlich ist das ungehörig, da sie von dem ganzen in einer ganz besonders unglücklichen Stimmung gewesen: Er mein Lebenlang, sonst könnte ich die Reden nicht halten, die ich Etat nichts wissen wollen, Afien. Amerika. Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten hat mit 216 gegen 91 Stimmen die freie Silberprägunge Bill abgelehnt, welche der Senat an stelle der vom Repräsentantenhause genehmigten Bondsbill angenommen hatte. Reichstag. Armee fann Bizepräsident Schmidt: Elberfeld: Herr Abgeordneter, ich| Bebel nicht das Recht bestreite, so zu antworten, nachdem die griffe niemals die Freude und den Stola austreiben laffen an muß Sie ersuchen, nicht in das Amt des Präsidenten ein Sozialdemokratie angegriffen ist. Die Konservativen sollten darin biefer herrlichen Institution, die wir an unserer Armee haben! zugreifen. Welche Reden hier ungehörig sind und welche nicht, eine Aufforderung fehen, daß sie vorsichtig sind mit dem Vorwurf( Lebhafter Beifall.) Abg. Graf Bernstorff( Np.) profeftirt bagegen, daß der unterliegt ganz ausschließlich meiner Beurtheilung. der mangelhaften Moral bei den unteren Klaffen.( Sehr richtig! Abg. Graf Noon( fortfahrend): Ich füge mich dem Bra links.) Sonst ist es nicht wunderbar, daß die unteren chriftliche Verein junger Männer Politit treibe. Der Vortrag fidenten, bemerke aber, daß die geftrigen Ausführungen des Klaffen einseitig urtheilen über die Moral der oberen Stände. des Grafen Hoensbroech hatte mit dem Verein garnichts zu thun. Abg. Bebel gegen einen abwesenden Oberst auch ungehörig waren. Die einzelnen Stände haben sich gegenseitig wirklich nichts vor Der Saal wird mitunter vermiethet. Der Kriegsminister würde Vizepräsident Schmidt- Elberfeld: Es ist ein Unterschied, ob zuwerfen. Ich habe mich attenmäßig überzeugen müffen, daß sich ein monumentum aere perennius feßen, wenn er Ehrenein solcher Ausdruckt gebraucht wird gegen einen Abwesenden oder noch nicht überall derjenige Schutz für Leben, Leib und Gefühl gerichte schaffen würde, welche eine genügende autoritative Stellung gegen ein Mitglied dieses Hauses. der Soldaten vorhanden ist, der wünschenswerth ist. Robe Miß haben, um das Duell unterdrücken zu können. Abg. Werner( Reform- P.): Die Herren von der SozialAbg. Graf Roon: Ich muß das anerkennen; schön ist es handlungen der Soldaten haben zu Geistes krankheiten geführt; aber auch nicht, wenn man gegen einen abwesenden Oberst der es giebt Rompagnien, bie tomplottmäßig dazu angehalten werdemokratie, welche heute gesprochen haben, waren nicht Soldaten; Armee folche Aeußerungen fallen läßt. Die Mißhandlungs- den, dem Vorgesetzten nicht die Wahrheit zu fagen, nicht bloß ich war Soldat und weiß, daß die Klagen geprüft und unterbes Abg. Bebel find auch als Mißhandlungsreden bezüglich der Behandlung, sondern auch wegen ber Kleidungs- fucht werden. Beim Militär müßte die öffentliche Gerichtspflege dieses Hauses zu betrachten.( Heiterkeit rechts.) Ich kann ftücke, welche Garnitur getragen wird u. f. v. G8 gehört der eingeführt werden, dann werden die Vorwürfe sich als unberechtigt mich nicht ganz zu dem Humor des Kriegsministers aufschwingen; ganze Mannesmuth eines Soldaten dazu, um sich dagegen aufzulehnen. beweisen lassen. Abg. Hankmann: Der Kriegsminister hat mich mißver. ich muß es doppelt bewundern, daß ein so viel belasteter Herr Sch will hoffen, daß der Kriegsminister bis zur dritten Befung, Ich habe gegen die Militärärzte feinen Vorwurf wie der Kriegsminister noch die Möglichkeit und Frische hat, auf jedenfalls aber in der nächsten Session in der Lage sein wird, standen. folche Dinge mit folchem Gleichmuth zu antworten. Herr Bebel die Erwartungen, die wir an seinen Eintritt in das Amt erhoben. Ich habe nur von Ausnahmefällen gesprochen. bas militärische Verfahren ein einseitiges ift, bat davon gesprochen, daß die Soldaten sektionsweise in den christ- fnüpften, zu erfüllen. Ein weiterer Punkt wird aber auch Weil eine Aenderung nur durch die Reform eintreten. lichen Verein junger Männer geführt werden, wo Politit getrieben der sein, in den Formen und Grundsäßen der Penfio wird. Aber womit beweist er denn, daß im christlichen Verein nirung der Offiziere eine Aenderung eintreten zu lassen. Wenn wir den Sozialdemokraten allen Boden für ihre Angriffe junger Männer Politik getrieben wird? Der Verein bietet Auch die Militärärzte nehmen nicht die richtige Stellung in der entziehen wollen, dann lassen Sie uns diese Reform der Armeeden jungen Leuten ohne Familienanhang ein chriftliches Organisation der Armee ein. Sie tönnen ihre Aufgabe der ge- verfaffung schleunigst herbeiführen.( Buftimmung links.) Heim. Redner verliest das Programm des Vereins für fundheitlichen Kontrolle nicht genügend ausüben. Februar, in welchem von teiner Politik die Rede sei. abgeftumpft und sehen leicht die Kräntlichkeit eines Soldaten als Herr Bebel glaubt, daß die zweijährige Dienstzeit die Selbst- Simulation an. Es muß dafür gesorgt werden, daß hier allgemein morde vermindert habe; ich schreibe es der größeren Sorgfalt eine Befferung eintritt. der Vorgesetzten zu. Uebrigens sind doch mit der zweijährigen Kriegsminister Bronfart v. Schellendorff: Ich habe bei Dienstzeit auch schlechte Erfahrungen gemacht worden. Die Sach- der ersten Berathung des Etats Auskunft ertheilt über den Stand verständigen sind der Meinung, daß wir zu der Organisation der Militär- Strafprozeßordnung. Ich habe nichts hinzuzufügen zurückkehren müssen, mit welcher wir die Franzosen geschlagen. und kann auch nichts davon fortnehmen. Der Vorredner hat Herr Bebel hat auch über das Duell gesprochen. Wir halten Zweifel ausgesprochen, ob die militärischen Berichte immer der das Duell für ein nothwendiges Uebel. In einem solchen Falle, Wahrheit entsprächen. Ich weise diese Annahme als eine völlig wo die Ehre höher steht als das Leben, kann es nicht ver- unberechtigte zurück. Die Erstattung eines falschen militärischen mieden werden. Gott wird das richten, aber der einzelne Berichtes gehört zu den schwersten militärischen Verbrechen, die Mensch hat damit nichts zu thun.( Lachen links). wir kennen. Es wird im Offiziertorps, aber auch bei den Ich möchte mit der Bitte schließen, laffen Sie sich doch von den unteren Chargen, als eine Ehrenpflicht betrachtet, die Wahrheit von jener Seite alle Jahre zum Ueberdruß vorgetragenen An- zu sagen. Aus den zahlreichen Beweisen ihrer Tüchtigkeit, welche flagen nicht irre machen an dem guten Zustande in der Armee, die deutschen Militärärzte im Inlande und im Auslande gean der Sorgfalt, welche alle Vorgesetzten haben, um die Armee liefert haben, geht hervor, daß der Vorwurf des Borrebners un auf dem Standpunkte zu erhalten, auf dem fie fich Jahrhunderte berechtigt ist. und besonders in den lezten Jahrzehnten gehalten hat.( 3ustimmung rechts.) Sie werden Abg. Spahn( 3): Als ihr jetziger Vorsitzender der Fraktion fann ich dem Kriegsminister erklären, daß alle anwesenden Mit glieder derselben mit Herrn Lieber einverstanden sind, fie find sogar der Ueberzeugung, daß er den Kriegsminister viel zu wohl wollend behandelt hat.( hört! hört! links.) Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Wenn ich Herrn Haußmann vorhin falsch verstanden habe, so gereicht mir das zur ganz besonderen Befriedigung. Der Vorredner würde mir einen Dienst erweisen, wenn er mir die einzelnen Fälle mittheilte, denn diese scheinen mir nicht geeignet, hier im Plenum verhandelt zu werden. Das gilt auch von den Berichten; abfichtlich werden sie nicht falsch abgefaßt. Abg. Schall( t.) wird mit großer Unruhe empfangen; er erklärt, daß er feine lange Nachmittagspredigt halten wolle. Die Debatte habe ergeben, daß die Herren links ein Theil der Kraft waren, die das Böse will und das Gute schafft. Die sozial demokratische Presse wird mich trot allen Widerspruchs immer als den Duellpfaffen hinstellen. Herrn Lieber gegenüber stelle ich fest, daß niemand so scharf das Duell verurtheilt wie ich, auch Herr Lieber nicht. Die Ansicht des Grafen Noon theile ich nicht. Wenn in der Armee noch nicht alles so ist, wie gewünscht wird, fo liegt das nicht an der Thätigkeit der Geistlichen, sondern es wird manches in die Armee hineingetragen. Abg. Schulte- Königsberg( Soz.) bringt einen Fall aus Königsberg vor, wo Soldaten den Unternehmern bei einem Arbeiterausstande zur Verfügung gestellt sind, ohne daß ein Nothfall vorlag wie in Frankfurt a. D. heute die was was Armee eine uns Abg. Lieber( 3): Der Kriegsminister glaubt aus Rücksicht auf die Parteien des Hauses nicht eingehen zu sollen auf die Abg. Bebel( Soz.): Ueber den Verlauf der Verhandlungen einzelnen von Bebel angeführten Punkte. Im Namen meiner politischen Freunde kann ich erklären, daß wir es lieber gesehen Kriegsminister v. Brousart: Wenn meine Annahme, daß bin ich erfreut, weil ich den Erfolg gehabt habe, die Vertreter hätten, wenn er die einzelnen Fälle amtlich behandelt hätte ein Theil der Fraktionsgenossen des Herrn Lieber dessen An- der bürgerlichen Parteien zum Sprechen zu bringen, ja selbst den oder es für die Zukunft wenigftens in Aussicht geftellt hätte. schauungen über die Art meines Auftretens nicht theilt, wie ich schweigsamen Herrn von Bennigfen aus seiner Höhle herauszu Die Sache ist außerordentlich ernst: ich habe manchesmal hart jest erfahre, nicht zutrifft, so ertenne ich bereitwillig an, daß locken, aus deffen Reden der fanatische Haß gegen die Sozialmit Bebel geftritten, aber ich fann feine Persönlichkeit niemals ich mich geirrt habe, und dies werden Sie daraus ersehen, daß demokratie spricht. Ich hatte das Gefühl, daß nicht mit der nöthigen Entschiedenheit und Energie von seiten der anders als völlig ernst nehmen.( Sehr richtig! links.) Sind die ich gar nicht eigensinnig auf meiner Meinung beharre. Beschuldigungen begründet, so hat der Kriegsminister gegenüber Abg. Dr. Schoenlank( Soz.): Der Kriegsminister hat gestern bürgerlichen Parteien gegen die Mißstände vorgegangen dem Vertrauen des Reichstages außerordentlich leicht zu erklären, in Abrede gestellt, daß der christliche Verein junger Männer ein ist. Ich habe nicht die Armee als Institution angegriffen. die Dinge liegen, ist Daß er Abhilfe habe eintreten lassen oder eintreten lassen würde. Herr politischer sei. Er verfügt ja meisterhaft über die Kunst, sich mit Wie Bebel hat sich etwas darauf zu gute gethan, daß er und feine Partei einem mehr oder weniger guten Wig über unangenehme Thatsachen Nothwendigkeit.( Abg. Rickert: Hört, hört!) Herr Rickert mus Was sagt allein schwere Mißstände öffentlich zur Sprache gebracht hat. hinweg zu helfen. er aber und das ein unschuldiges Kindlein sein( Heiterkeit), wenn er fich wundert, Warum hat er es so eilig mit diesem Berühmen gehabt? Gestern Zentrum zu dem, was der frühere Jesuitenpater Graf daß wir die Militärforderungen ablehnen. Wir lehnen fie ab, ist niemand von uns zum Wort gekommen. Er hätte abwarten Hoensbroech, der zum Protestantismus übergetreten ift, im chrift- weil die Armee auf einer uns nicht gefallenden Grundlage aufRedner gebaut ist, weil die Mittel dafür in nicht richtiger Weise aufsollen, ob wir nicht heute uns über diese Dinge äußern würden. lichen Verein junger Männer vorgetragen hat? Wir haben uns über sämmtliche Rapitelüberschriften, unter welche verliest die entsprechenden Stellen.( Unruhe rechts.) E3 gehört gebracht werden und weil von höchster Stelle aus die Armee als er die einzelnen Fälle rangirt hat, so ausführlich geäußert, daß zum Militäretat! Graf Hoensbroech hat dort politische Fragen Waffe gegen den inneren Feind, als den man uns bei passender wir ohne Kenntniß der einzelnen Fälle uns nicht gezwungen behandelt, er hatte sich, so führte er aus, nach dem Austritte und unpassender Gelegenheit zu brandmarken bestrebt ist, ge feben, über die allgemeinen Fragen uns Vom Duell habe ich gesprochen, weil die Duelle zu äußern. aus dem Jesuitenorden zum Wiedereintritt in den preußischen nannt ist. Ich halte meine Aeußerung über das Duell vollständig Staatsdienst gemeldet, der damalige Reichskanzler Graf Caprivi in der Zunahme begriffen find, erst gestern ist wieder aufrecht; Herr Bebel wird doch nicht glauben, daß habe ihm gesagt: was werde der heilige Vater und das Bens ein junges Leben dem Duell zum Opfer gefallen. Sogar die wir feitdem eine andere Stellung eingenommen haben. trum dazu sagen?( Große Unruhe im Zentrum, Glocke des bürgerlichen Kreise werden von diesem Unfug ergriffen. Dem Ich bin durchaus nicht geneigt, heute den Sekundanten des Präsidenten.) Ihre unartikulirten Laute beweisen doch, daß ich gegenüber sollte man sich nicht mit platonischen Erklärungen Grafen Roon zu machen zu feiner unbegreiflichen Entschuldigung recht habe und daß Sie sich ärgern. Graf Hoensbroech hat im begnügen, man sollte so lange drängen, bis die Regierung fich des Duells, ebensowenig wie ich das Herrn Schall gegenüber christlichen Verein junger Männer eine Kulturkampfpaufe der schließlich fügen muß. Die Mißhandlungen haben nicht abgethan habe. Für uns giebt es feine Entschuldigung; das allergewöhnlichsten Art gehalten, und da sollen dort nur wiffen genommen trotz aller Verbote und Grlasse verschiedener Fürsten Duell ist mit dem Christenthum unvereinbar.( Sehr richtig! schaftliche Gegenstände behandelt werden und blos guter und Generale. Früher sprachen sich die Erlasse nicht blos gegen im Zentrum.) Wir verurtheilen jede einzelne Soldatenmiß Thee getrunken werden? Nach dem Grafen Roon find förperliche Mißhandlungen aus, sondern aud, gegen das Schimpfen. Was Redner verliest Erlasse der Generale v. Möllendorff. Gneisenau, handlung, aber unsere Erfahrungen müssen uns abhalten, die Christen aller Konfessionen im Verein willkommen. einzelnen Fälle ohne weiteres als wahr hinzunehmen oder sollen die bei der die bei der Garde dienenden Katholiken sagen, v. Manteuffel u. f. w., welche den Offizieren verbieten, die daraus allgemeine Schlüsse zu ziehen.( Sehr richtig!| wenn sie dorthin fettionsweise geschickt würden, zu Soldaten mit Schimpfreden wie Kanaille, Hunde u. f. w. zu rechts und im Zentrum.) Herr Bebel hat auch wieder den Ham- den Ausführungen des Grafen Hoensbroech. Der Kriegs- trattiren. Beweisen diese zahlreichen Erlaffe, daß die MilitärNatürlich mußte Herr burger Fall vorgeführt, in bezug auf welchen der Kriegsminister minister hat also nicht forrett geurtheilt über den christlichen mißhandlungen so selten sind? mehr geiftvoll als für uns befriedigend von einem Denkzettel Verein junger Männer. Daß Graf Roon die Reklamepaute für v. Bennigsen das behaupten, denn sonst hätte er seine fanatischen gesprochen hat.( Hört! links.) Der Offizier follte nicht ver- diesen Verein geschlagen hat, wie nur ein smarter Yankee für Angriffe gegen die Sozialdemokratie nicht anbringen können. geffen, daß ihm die Waffe zur Vertheidigung des Vaterlandes irgend ein Unternehmen, das begreife ich; die Herren verstehen( Widerspruch bei den Nationalliberalen und rechts.) Wir brauchen anvertraut ist, nicht zur Selbsthilfe, am allerwenigften wehr- fich aufs Schreien. gar nicht schwarz zu färben, wäre das nöthig, dann wäre es um lofen Bürgern gegenüber.( Sehr richtig! lints und im Zentrum.) Abg. v. Bennigfen: Ich möchte zunächst im Namen meiner uns gefcheben. Wir können ganz bei der Wahrheit bleiben, und In welcher Form die Ordensverleihung erfolgt, ist mir als Mit Freunde dem Wunsche Ausdruck geden, daß die Reform des was wir da vortragen, ist noch schwarz genug, um die Entrüftung glied der Boltsvertretung vollständig gleichgiltig. Wenn aber Militärprozesses, welche nicht blos der jegige Kriegsminister, aller fühlenden Menschen zu erregen. Ich würde es viel lieber Bebel an eine Erscheinung der jüngsten Tage den allgemeinen sondern auch sein Vorgänger für nothwendig erklärte, bald zur gesehen haben, wenn die bürgerlichen Parteien die Dinge vor Tabel hat tnüpfen wollen, daß in bürgerlichen Kreifen immer Ausführung gebracht werden möchte. Was die Duelle betrifft, getragen hätten, die doch schlimm genug sind. Was ist denn widerlegt worden? Freilich man glaubt ja mehr die Unfitte um sich greift, daß man sich auf den militäris so verdenke ich es dem Zentrum nicht, daß es von seinem firch uns gegen wir sagen, aber alles, schen Rang mehr einbildet als auf einen bürgerlichen Stand, so lich- religiösen Standpunkte aus, und der linken Seite nicht, daß nichts, tann ich dem nur beitreten.( Hört, hört! lints.) Der faiserliche sie von ihrem raditalen Standpunkte aus auf diesen offen gesagt wird. Was als unrichtig erwiesen ist, ist so unbedeutend Ueber die Unfittlichkeit in der oder königliche Beamte ist ebensoviel werth wie der Reserve- baren Schaden in unseren öffentlich rechtlichen Zuständen wie das Tüpfelchen auf dem i. offizier. In bezug auf die Streitbrecher hat Herr Bebel wohl hinweisen. Es ist ein peinlicher Zustand, wenn gefeßliche Armee habe ich mich auf meine Gegner als Gewährsmänner genicht das richtige Wort gefunden. Die Soldaten sind nicht Borschriften nicht vollständig zur Durchführung gebracht stützt; in diesem Falle auf die Schrift eines evangelischen Geisttommandirt, fie haben nicht die Fortführung des Unternehmens werden, wenn im Militär und Bivil diese Gesetze mit der Sitte lichen; ihn mögen Sie antlagen, wenn es Ihnen nicht gefällt. solche uns schön hüten, Dinge gemacht, sondern nur das im Betriebe angelegte Rapital gerettet. und Auffassung über die Ghre sich zur Zeit noch in einem Wider Wir Das ift ein wesentlicher Unterschied. Was Herr Bebel zum spruch befinden. Ich und manche meiner Freunde, glaube ich, der Armee zu schreiben benn wir würden wegen Sen. Beweis für die Unfittlichkeit in der Armee auf den Tisch des find aber der Meinung, daß in einzelnen Fällen das Duell leidigung der Armee angeflagt und schwer bestraft werden. Nothwendigkeit wird. Hauses niedergelegt hat, ist so haarsträubend, daß kein Wort beinahe zur Zu allen Beiten Ueber die Aeußerungen des Garnisonpredigers Frommel berichtet der Verurtheilung parlamentarisch oder unparlamentarisch waren eben in vielen Dingen Sitte und Brauch stärker ein Berichterstatter, der selbst die Rede gehört hat. Herr scharf genug ist, aber es beweist nichts für die Armee. als die ehrwürdigsten Vorschriften und Bestimmungen der Gesetze. Frommel möchte ja jetzt gern die Aeußerungen verleugnen. Die Solche Dinge tönnen nicht ernst genug genommen werden; es Man kann es Herrn Bebel nicht verargen, wenn er jede Gelegen Herren von den Sittlichkeitsvereinen sollten ja eine Eingabe an steht die Ehre unferer Armee und unseres Landes auf dem Spiele. heit benutzt, um die militärischen Einrichtungen anzugreifen. Ift den Kaiser machen, um die Untersuchung zu beantragen. Seit Wenn ein englisches Blatt die Zapferkeit unserer Armee be- Doch das deutsche Heer in seiner ganzen Verfassung eine so fefte dem ich die Herren als Kronzeugen in Anspruch genommen unterlassen. Jede Kritik ist erzweifelt hat, so müssen wir dafür sorgen, daß ihr Ehrenschild Grundlage unserer heutigen Zustände, daß, so lange dieser habe, werden sie das blant erhalten wird. mächtigste Fattor der Erhaltung in unserm öffentlichen Leben nicht laubt, wenn die Herren unter sich sind, aber die ver Kriegsminister Bronfart von Schellendorff: Der Vor- unterminirt und bis zu einem gewissen Grade zerstört ist, die Biele fluchten Sozialdemokraten dürfen davon nichts erfahren. rebner hat meine Haltung gegen die Angriffe der Sozialdemos der Sozialdemokratie niemals erreicht werden können( Zustimmung).( Heiterkeit.) Ich bin auf die Frage nur eingegangen, weil Herr traten getadelt. Zu meiner Befriedigung wird seine Anficht Fremde Beurtheiler haben wiederholt auf den großen Werth, die Schall die Armee gegen uns ins Feld führte. Dabei habe nicht von allen seinen Parteigenoffen getheilt.( Widerspruch im Züchtigkeit und Vorzüglichkeit und den ehrenwerthen Geist unserer ich auch die Kriegervereine erwähnt und die Programme der Zentrum.) Ich laffe alle Vorgänge prüfen und gebe im Reichs- Armee aufmerksam gemacht. Wäre unfere Armee wirklich so roh Herrenabende, die nicht etwa außerhalb der Vereine entstanden tage Auskunft darüber: ich habe das auch gestern schon gethan. und gewaltthätig, wie Herr Bebel es darstellt einzelne Roh find, wie angedeutet worden ist. Die Sachen sind veröffentlicht wie hätte dies in worden und fein Kriegerverein hat dagegen Widerspruch erhoben. Herr Lieber scheint gestern nicht anwesend gewefen zu sein; heiten sind ja stets vorgekommen über die Fälle, von denen ich nichts wußte, konnte dem legten französischen Kriege zum Durchbruch tommen Herr v. Bennigsen meinte, wir wollten die Armee, das feftBollwerk bie gegen Sozialdemokratie, müssen! Hier berufe ich mich in bezug auf die Haltung und stehende ich auch keine Auskunft geben. der deutschen Armee nicht etwa blos auf graben. Ich könnte sagen: er unternellt mir diese Dinge, Abg. Hankmann( füdd. Vp.): Ich muß im Namen meiner Führung angreifen zu tönnen. Ich habe nicht ver. politischen Freunde und zugleich im Namen der freisinnigen deutsche Zeugnisse, nein, auch auf die Zeugnisse der Engländer, um mich So dächtigen wollen, ich habe das sachliche Material vorgebracht. Boltspartei erklären, daß ich es richtiger finden würde, wenn der ja allmälig auch der Franzosen felbst.( Sehr richtig!) Kriegsminister nichts entschuldigen, wenn er zugeben würde, daß human ist noch niemals ein Krieg geführt worden, so gerecht und Ich habe nicht einmal wie früher die Schlußfolgerung daraus hier und da Schattenfeiten vorhanden sind. Ich möchte billig denkend ist noch niemals in einem blutigen Kriege vom gezogen, daß eine Reform der Militär- Strafprozeßordnung nothhinsichtlich des Duells gleichfalls glauben, daß gleichfalls glauben, daß es ein obersten Heerführer berab bis zum letzten Wehrmann gehandelt wendig ist, weil mir gesagt wurde, das wäre dem KriegsDie Mißhandlungen habe unberechtigter Vorwurf Bebel's ist, daß andere Parteien worden, wie im französischen Kriege!( Lebhafte Zustimmung.) minister augenblicklich unbequem. Nothwendigkeit der Reform schweigen, wenn sie endgiltig ihren Standpunkt festgelegt haben, Ist Herr Bebel wirklich berechtigt, aus einzelnen Roh- ich als Beweis für die wie das Militär Strafprozeßordnung angeführt, Herr Bebel sollte einmal Anträge oder Refolutionen zur Probe heiten und Verbrechen und Schändlichkeiten, wenn sie wirklich der haben. Sie anderen Parteien auch früher gethan einbringen; das wäre beinahe nothwendig, weil heute von konfer- vorgekommen find, einen Schluß zu ziehen auf das Ganze? die Aber wir wollen eine vativer Seite das Duell als nothwendige Staatsinstitution dar- Wem von uns würde es denn einfallen, eine einzelne Partei, ich werden Ihre Gründe dafür haben. gestellt ist. Die Mitgliedschaft des Grafen Roon beim chriftlichen spreche gar nicht ausschließlich von der sozialdemokratischen Besserung so schnell wie möglich herbeiführen. Es kommt noch Verein steht im Widerspruch mit seiner Vertheidigung des Duells, Partei, verantwortlich zu machen für jede Betrügerei und jeden etwas hinzu. Durch die Vermehrung der Armee ist der Adel welches er sogar als eine Sünde betrachtet hat, denn er meinte: Unterschleif( Buruf Bebel's: Bourgeoisie!) ich sagte, nicht unter den Offizieren in den Hintergrund getreten. Die bürgerGott wird darüber richten. Wenn das aber der Fall ist, blos bei Ihnen, Herr Bebel der in ihrem Vereins- und lichen Parteien haben jetzt ihre Söhne in der Armee als Offiziere. bann ist er ein schlechter Lehrmeister für den christlichen Kassenwesen vorkommt, worüber sich eine ganze Liste aufstellen Mit jeder Vermehrung der Armee kommen so viel Arbeiter Verein junger Männer.( Sehr richtig! und Seiterfeit ließe! So können wirklich öffentliche Dinge ernsthaft eigentlich kaum in die Armee hinein. Nachher haben wir das selbst= auch Für die Drdens Berleihungen find Iinte.) die behandelt werden.( Sehr richtig!) Herr Bebel hat ja auch für das verständliche Verlangen nach Schutz dieser Arbeiter gegen Als ehemals liberaler Mann verurtheilt Staatsminister verantwortlich; aber ich habe darüber auch nächste Jahr neue Angriffe angekündigt. Aber der Ueberzeugung Mißhandlung. er meint, doch, von Bennigsen das Duell, aber eine solche Anschauung, daß ich dabei nicht länger ver muß ich Ausdruck geben, die Wirkung werden diese Angriffe nie Herr meilen will. In die Lohnkämpfe sollte sich die Armee nicht haben, daß man in Deutschland oder gar außerhalb Deutsch- daß es in manchen Fällen nahezu zur Nothwendigkeit würde. einmischen. Was die Frage der Unfittlichkei betrifft, so bedauere lands den Glauben hätte: hier ist etwas im großen und ganzen In England fällt es feinem Manne, auch feinem Offizier ein, ich, daß sie in dieser Form vorgebracht sind, obgleich ich Herrn faul im Heereswesen. Nein, wir werden uns durch solche An für die Vertheidigung seiner Ehre zur Waffe zu greifen. In -WWO werden von unters Helland und Amerika ist es ebenso. Die Liberalen vertreten| ben nöthigen Bollmachten zur Abgabe bindender Erklärungen vor Beferendar S. 10,--.$. F. 10,-. Leberwaarenfabrik Bornes heute ihren früheren Standpunkt so schwächlich, daß sie einer dem Gewerbegericht ausgestattet werden. Die Einladungen find mann 8,45. G. u. C. brab Lichtenberg 2,-. D. G. Nixdorf Regierung, die einigermaßen Energie hat, nicht mehr imponiren. Heute durch Zirkular erfolgt. 2, Von den Arbeitern der Piano- Mechanikfabrik Ernst Herr v. Bennigsen glorifizirte die Armee und behauptete nament lich, daß niemals weniger Rohheit vorgekommen fei, als im Die Zwischenmeister der Herren- und Knaben- Konfektion Jakob, Manteuffelstr. 56, 19,80. Arbeiter der Kartonfabrik Welzel u. Cie., Mehnerstr. 4, 7,35. Summa 2497,00 M. 646,25 M., also gestrige Gesammtsumme 3358,25 M.; hierzu Bei der gestrigen Abrechnung muß es heißen statt 627,25 M. die heutige Liste. In Summa 3855,25 M. Weitere Beiträge werden entgegengenommen. Ich Die Expedition. Gewerkschaftliches. Kriege von 1870. Solche Ausführungen machen sich auf dem Papiere hielten eine gemeinsame Versammlung am Sonnabend mit Kriege von 1870. Solche Ausführungen machen sich auf dem Papiere den Konfektionären ab; lettere erklärten, daß sie nicht mit sehr gut. Die Rede war ja auch nach einer bestimmten Stelle der Fünfer- Kommission, sondern nur mit ihren Ar gerichtet und nicht für die Mitglieder dieses Hauses bestimmt. beitern, das heißt mit den Zwischenmeistern verhandeln Außerhalb des Hauses giebt es auch eine Menge von Leuten, wollen. Die Meister verlangten einen festen Minimal= die sich durch solche patriotischen Phrasen berauschen lassen. Lohntarif, während die Vertreter der Konfektionsfirmen nur Wir müssen uns jetzt oft gegen Vorwürfe vertheidigen, für einen 10--15 prozentigen Lohnaufschlag sich verpflichten bie in unseren Ausführungen teinen Anhalt haben. habe niemals so objektiv gesprochen wie diesmal. wollten. Es wurde eine Kommission von vierzehn Meistern Denn es ist nicht angenehm, wenn nachher vom Regierungs öffentlichen Sigung, die am Montag stattfindet, Bericht erstatten Beitung" wird die unverfrorene Behauptung aufgestellt, daß die gewählt, welche mit den Konfektionären verhandeln und in einer Streit der Zimmerer Berlins. In der Baugewerks. tische erklärt wird, die Anführungen waren nicht richtig. Ich foll. Seute( Sonntag) finden zwei Konferenzen der betheiligten von den streifenden Zimmerern angegebene Bahl der Firmen, die prüfe das, was ich vorbringe. Es tann manchmal eine Kleinig feit unrichtig sein, das passirt den Ministern und der Militär- Konfektionäre und der Zwischenmeister statt. die Forderungen bewilligt haben, feinen Glauben verdienen. verwaltung auch. Daß die Berichte der Vorgesetzten über Miß- Herr Weigert theilt uns mit, daß auf seinen Antrag in Demgegenüber stellt die Lohnkommission der Berliner handlungen nicht immer den Thatsachen entsprechen, dafür haben der Versammlung der Zwischenmeister beschlossen ist: Die ge- Bimmerer einfach fest, daß die von dem genannten wir Beweise in solchen Verhandlungen, wo die Mißhandlungen vom wählte 21er Kommission zu ermächtigen, aus ihrer Mitte fünf Unternehmerblatt angezweifelte Zahl nicht nur wahr, bürgerlichen Gericht nachträglich geprüft werden konnten. Ich Mitglieder zu ernennen, die im Auftrage der Schneidermeister sondern gestern, am am Sonnabend Abend, bereits um glaube also das gethan zu haben, was meine Pflicht und Schul- das Einigungsamt des Gewerbegerichts zur Beilegung des weit über die Hälfte überschritten worden digkeit war; durch nichts habe ich mich um einen Strohhalm Streits mit den Arbeitern der Konfektionsbranche anrufen ist. Die Baugewerts- Beitung" bezweifelte, daß, wie von der von dem Wege abdrängen lassen, den ich für richtig halte. follen. Lohnkommission angegeben war, 105 Firmen mit einem Personal Nehmen Sie Beranlassung, dafür zu sorgen, daß unsere Klagen fich nicht wiederholen, dann werden wir gern zufrieden sein. Die deutsche Gewerkschaftspresse tritt mit aller wünschens- von 1500 Bimmerern die Forderungen bewilligt hatten, und werthen Entschiedenheit für die Unterstützung des großen heute haben bereits 170 Firmen mit einem Personal von mindestens 2000 Köpfen die Forderungen Stampfes in der deutschen Konfetionsindustrie ein. bewilligt. Daß der Sieg der streikenden Zimmerer nach Der hiesige katholische Arbeiterinnenverein hält am einem solchen Ergebniß nicht zweifelhaft ist, wird sich Sonntag Niederwallstr. 11 eine Versammlung über die Kon- die Baugewerks- Zeitung" selbst sagen. Sollte sie auch die fektionsbewegung ab. Richtigkeit der heutigen Mittheilung bezweifeln, so mag sich die Redaktion nach dem Streiflokal bemühen, um dort die Listen der Lohnkommission einzusehen. Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt Abg. v. Bennigsen: Herr Bebel, der für sich alle Objettivität beansprucht, hat mir leidenschaftlichen Fanatismus gegen die Sozialdemokratie vorgeworfen. Nach den heutigen VerhandYungen wird feiner im Zweifel fein, wo der leidenschaftliche Fanatismus fich findet. Verband der Schneider und Schneiderinnen. Den Darauf wird das Gehalt des Ministers bewilligt. Schluß 614 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Fort die sich zum Verband der Schneider gemeldet haben, in nächster vielen Anfragenden zur Nachricht, daß die Mitgliedsbücher denen, fchung der Berathung des Militär Etats.) Woche zugehen werden. 3 Parlamentarisches. angenommen wurde. Die Lohnbewegung in der Konfektions- Industrie. Aufruf! M. Beträchtliche Mittel sind aus allen Kreisen unserer Mitbürger den Streifenden zur Verfügung gestellt worden. Aber es sind noch weit größere Mittel nothwendig! " I Auch die Expedition des Vorwärts" hat sich bereit erklärt, die Beträge entgegenzunehmen und wird in diesem Blatte Rechnung legen. 2 * übten, Die Agitation3tommission der Schneider und Schneiderinnen Berlin 3 Vorwärts", 1. Rate 15,-. Rothes B. 10,-. rege für Aufbringung der Unterstüßungsgelder Die Lohnkommission ersucht nun die Berufsgenossen, recht thätig an sein. Weiter macht sie bekannt, daß jeder Aus Erfurt, 15. Februar, meldet das Wolff'sche Bureau: arbeitende Zimmerer, der auf grund der bewilligten Der Ausstand der biefigen Konfettions arbei. Forderungen in Arbeit getreten ist, sich in den Besiz einer Die Börsengeseh- Kommission verhandelte am 15. d. m. terinnen ist nach Bewilligung einer 12% pro- Arbeitsfarte zu sehen hat, da von nächster Woche ab Kontrolle geübt wird. Die Arbeitskarten werden täglich im blos über den Antrag Baasche über das Verbot des Zermin: entigen Lohnerhöhung beendet. handels in Kammzug. Gen. Schoenlank erklärte sich in längeren und Gewerberath Siebert der großen Mäntelfirma Unser Erfurter Bruderorgan meldet, daß der Regierungs- Streitlokal, Neue Friedrichstr. 44, ausgestellt. Ausführungen gegen den Antrag, der mit 12 gegen 8 Stimmen. Wahl im Namen des Regierungspräsidenten bearbeitungs- Maschinen und auf Holzplägen leber den Stand des Streiks der au Holz= den Dank für ihre Bereitwilligkeit aussprach, mit der fie die beschäftigten Arbeiter Berlins ist mitzutheilen, daß Forderungen der Lohnkommission der Arbeiter angenommen hat. wieder eine Firma, die von S. C. Pfaff, wo 46 Arbeiter dieses Berufs beschäftigt werden, die Forderungen bewilligt hat. Parteiliteratur. Auf Veranlassung der Agitationskommission Mögen die übrigen, noch ausstehenden Firmen diesem vernünftigen der Schneider und Schneiderinnen Berlins giebt die Buchwürden, wäre reichlich aufgewogen durch den Verlust, den sie Beispiele bald folgen. Das Opfer, das sie dadurch bringen handlung des Vorwärts" die Reichstagsreden infolge des Streits natürlich erleiden müssen. über, die Interpellation der Nationalliberalen in Broschürenform Die Haltung der Ausständigen ist musterhaft. Unter heraus. Die Broschüre erscheint am Dienstag Abend unter dem Berufung auf die Solidarität, die die sie gegenüber den auswärtigen Berufsgenossen immer erwarten fte Zitel: Das Arbeiterelend in der Konfektionsindustrie vor von diesen auch ferner dieselbe thatkräftige Ausübung dem deutschen Reichstag und kostet, um ihr die weiteste Ver- der gewerkschaftlichen Pflichten wie bisher. Die Arbeiterpreffe breitung zu sichern, nur 10 Pf. wird gebeten, zur baldigen siegreichen Beendigung des Streits das ihrige durch Bekanntmachung des vorstehenden beizutragen. Aufruf Für die streifenden Konfektionsarbeiter und Arbeite- an alle auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung rinuen gingen bei unserer Expedition ein: stehenden Handlungs- Gehilfen Deutschlands. Buchdruckerei M. Bading, Hilfsarbeiter der Abtheilung Werthe Kollegen! Unter Zustimmung der Mehrzahl der Spiritistische Vertrauensmänner hat die Agitationskommission beschlossen, daß Familie Vogel 3, 6. 80 2,- Firma P. Hausdiener 4, der erste Kongreß aller auf dem Boden der modernen ArbeiterPersonal der Buchdruckerei Gebr. Unger 13,40. M. B. 3, bewegung stehenden Handlungsgehilfen Deutschlands am 5. und Die Versammlungen am Sonntag. Um den vielfachen Von den Arbeitern der Schuhfabrit von Bergschmidt u. Lange 6. April 1896( 1. und 2. Osterfeiertag) in Erfurt stattWünschen Rechnung zu tragen und um die Ueberfüllung der Brunnenstr. 10, 75,-. Glühender Genosse 1, Dr. 23. 3,-findet. Die provisorische Tagesordnung lautet: Lokale nach Möglichkeit zu vermeiden, sind für Sonntag noch Harha i. S. Rothe Müße" 25,-. Sch. u. 2. 4,65. Arbeiter gefangverein" Nord" 50,-... 3. Schäferstr. 1, AgiI. Geschäftsbericht der Agitations- Kommission. zwei Versammlungen einberufen nach Sanssouci, Kottbuser- iations- Kommission der Stockarbeiter 10,-. Stockfabrik H. GoldII. Unsere Taktif. IJI. Unsere Forderungen. 1. Unsere Stellung zur Versiche straße 4a und nach dem Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. bach, Bierprozente 10,- Arbeiter von R. K., Alexandrinen- rungs- Gesetzgebung. 2. Sonntagsruhe. 3. Einführung einer einIn diesen fünf Versammlungen werden die Reichstage. ftraße 25, erste Rate 30,-. Werkstelle Fabrik it. Sellwig 3,80. Abgeordneten Bebel, Fischer, Schmidt, Dr. Schoen Deutschl. burch Babiel 100,-. E. 3. 20,-. 3. G. 1. Steinsgehilfen unter die Gewerbe- Ordnung. 5. Ausdehnung der GeVerein der Töpfer und Berufsgenossen heitlichen Geschäftsschlußstunde. 4. Stellung der HandlungsG. 1, bring 1, D. M. 20,-. Werkstatt Elrodt, Behrenstr. 24 15, ber Kranken- und Unfallversicherung auf alle Handlungsgehilfen. werbegerichte auf die Handlungsgehilfen. 6. Weiterer Ausbau Flugblatt und Streifversammlungen. Am Montag, Tapezirer und Näherinnen bei Pfaff mit einer Ausnahme 11,55. 7. Die Lehrlingsfrage. 8. Einführung einer Minimalden 17. Februar, vormittags 9 Uhr, fommt in allen Streitlokalen. F. Berlin 5 ,. In der Gewerkschafts- Kommission durch Kündigungsfrist. 9. Unterstützung beziehentlich Versicherung ein neues Flugblatt zur Vertheilung. Wir erfuchen die Millarg, darunter 200 M. aus bürgerlichen Familien 402, Kollegen und Kolleginnen der Konfektionsbranche, dasselbe zahl- Von den Geschäftsleuten der Markthalle XI, Marheinideplay gegen Stellenlosigkeit. reich zu verbreiten. Am Dienstag, nachmittags 2 Uhr, finden 13 Streifversammlungen statt, in denen über den Stand der Lohnbewegung Bericht erstattet wird. Die Lokale werden am Dienstag im„ Borwärts" und am Montag und J. A.: J. Ti m m. lant und Wurm referiren. Dienstag an den Anschlagsäulen bekannt gegeben. der Lebensbedingungen führt. IV. Unsere Presse. abgel. d. W. A. 27,25. Turnverein Fichte 2,50. Ein Bank Die Delegirten dürfen nicht in Vereinsver beamter 100,--. A. H. 5,-. H. Westen 10,-. Markusstr. 50 durch E. Mittmann 13,75. Berliner Studenten, 1. Rate 20,- ammlungen gewählt werden! Es sind zur Wahl berselben öffentliche Versammlungen einzuberufen; das Mandat 3. S., Adalbertstr. 22, 5, Alwine, Paul und Wilhelm der Delegirten muß vom Bureau der öffentlichen Bersammlung Bander 13,-. Von dem größten Theil des technischen Personals Bedauerliche Ausschreitungen sind, wenn auch blos ver 24,60. 21. J., Moabit, 10,-. Gesammelt im Saal III 32,95. und mir die Namen der gewählten Kollegen sofort zu nennen, der Aktien- Gesellschaft National- Zeitung" und einem Zeichner ausgestellt werden. Die Kollegen werden gebeten, diese Versammlungen schleunigst vom Vertrauensmann einberufen zu lassen einzelt, in diefen Tagen seitens übereifriger und ungeschulter Albumarbeiter der Fabrik C. R., Prinzenſtr. 84, 6,30. damit die Referenten für die einzelnen Punkte der Tagesordnung Streifender vorgekommen. Dies liegt nicht im Interesse unserer Fr. Wischn, Zimmerstr. 1,50. Mechaniker v. R. 6,50. Bewegung, unter denselben können alle leiden, wenn auch nach- Personal der Firma M. Urbach u. Ko. 13,45. 2. Ech. 4,-. festgestellt werden. gewiesen wird, daß die weitaus überwiegende Masse der Ges. bei Micheli 4,50. Bielbewußte, Café Gumpert 19,- 1. Der erste öffentliche Kongreß der auf dem Boden der modernen Die Tagesordnung der öffentlichen Versammlung muß lauten: Streifenden den Ernst der Situation vollständig erfaßt Dr. L. 21. 500,- Ges. von den Arbeitern bei Siemens u. hat und ernst, ruhig und würdig ihren Rampf um Verbesserung Balste, Berlin, B1. 20,-. Bading'sche Werkabtheilung 15,- Arbeiterbewegung stehenden Handlungsgehilfen. 2. Wahl des Wir fordern alle Streifenden auf, strengstens die Ordnung Wertstelle Winter 13,15. Gesammelt am Domban 8,20. Personal Bildhauer von J. C. Pfaff 7,-. Kartonfabrik Leop. Stein 8, oder der Delegirten. Das Recht, Delegirte zu entfenden, haben auch Städte, in in allen Fällen aufrecht zu erhalten, sich von jedem Afte der der Firma Ferdinand Stange, Papierausstattung, Beuthfir. 3, welchen keine Freie Bereinigungen bestehen; jedoch nur unter Rachsucht und des Hasses fernzuhalten. Wird dies beherzigt, 16,30. den oben angegebenen Bedingungen. 2. H. 911 4,65. Aus Lichterfelde 13,-. Ein so ist auch der Sieg gewiß. Rother aus der Biftoriastraße 5,-. S. 12 I. Rate 5,20. wird mit seinen Arbeiten am 2. Osterfeiertage fertig fein. Der Rongreß wird am 5. April vormittags eröffnet und Die Fünfer Kommission. Posamentiere a. d. Kommandantenstr. 4,75. Feilchenfeld, BuchJ. A.: J. Timm. Das Lotal, in welchem der Kongreß stattfindet, sowie die bruckerei 4,10. Bildhauerwerkstatt Lintstr. 5, Zur guten näheren Bestimmungen über die Anmeldungen der Delegirten Warunng! Unlautere Elemente versuchen während diefer Sache 2, Glück auf" 2,-. W. Kühn, Maurer, JahnUnlautere Elemente versuchen während dieser str. 1, Tischlerei Johannisftr. 14/15 8,-. Hausdiener, 50. Glück auf" 2, W. Kühn, Maurer, Jahnwerden noch bekannt gegeben. großen Bewegung im Trüben zu fischen. So erschien in der Personal der Kerstes'schen Buchdruckerei 7,75. Vom Bezirk 99 Rammler- und Graunstraße ein Pärchen, anscheinend ein Zu hälter mit seiner Dirne, um Gelder zu sammeln zum Streit. 2,50. Bom Perf. d. Ortskrankent. für das Buchdruckgew. 6,-. Buch- den Der Mann hatte ein leeres Notizbuch ohne Stempel und binder Neue Grünftr. 8,55. Inſtrumentenm. Werkstatt W. 3Die Agitation 3.Rommission der Handlungs. andere Legitimation und legte es den Arbeitern auf den furter Allee erste Rate 23,90. Arbeiter b. Friedr. Kirchner, Bürgerliche Soziald. 6,-. Gesammelt d. d." Sozialist" FrankGehilfen Deutschland 3. dortigen Neubauten zum Zeichnen vor, ohne jedoch seinen Zwed Brandenburgstr. 32 erfte Hate 15,85. Kollegen b. Buchbinderei August Penn, Berlin NO., Friedenstr. 46, II. zu erreichen. Wir warnen vor derartigen Schwindlern und bemerken, daß alle offiziellen Sammellisten für den Streit den Gilbermann, Blumenstr. 25,- Frau Knauer, Friedrichsfelde eingetreten und ersuchen die auswärtigen Kameraden, Solidarität Langer u. Ko. 10,50. Landau 1,-. Metallarbeiter der Firma Die Metallbrücker Erlangens find in eine Lobnbewegung Stempel des Berliner Gewertschaftsbureaus 1,50, Arbeiter der Fabrit Frige, Brandenburgstraße 75 6,30. zu üben. tragen müssen. Bau Alexandrinenstraße Meßpalast, innere Buzzer 4,50. Arbeiter = Sämmtliche Anfragen den Kongreß betreffend find nur an Unterzeichneten zu richten. Mit follegialem Gruß Uns wird mit der Bitte um Aufnahme überfandt folgender und Arbeiterinnen Buchbinderei Bading 10,-. Werkstatt A. Werkstatt die Arbeit niedergelegt. Ferner sind in dieser Stadt In Bremen haben 9 Maler der Brüggemann'schen Aufruf: Der Kampf der Konfektionsschneider und Näherinnen Stegemann 4,85. Ges. v. einigen Arb. aus dem Maschinenbau 16 Arbeiter der Stuhlrohrfabrik von Anton ift von allen Parteien des Reichstags und der Presse, sowie auch b. Ludw. Löwe u. Co. 32,65. Puberkolonne Mehlberg 9,-. 2. 2. Papendieck ausgesperrt worden. Unsere Expedition ift gern bereit, Beiträge zur Linderung der gegenwärtigen Nothlage entgegenzunehmen. Unterzeichnet ist der Aufruf von den Herren: Gustav Dahms, Robert Schweichel. Friedrich Spielhagen. Ernst von Wildenbruch. Julius Wolff. von ben Bertretern der Regierungen als ein berechtigter und u. Co. Saal 9 u. 10 Sollmannſtraße 35,- 3. Liebenow 3,--. nothwendiger anerkannt worden. Eine unausbleibliche Er- Klempner b. A. J. Schäfer 10,-. Rothe i. d. Spandauerstr. 4,50. In der Aussperrung der Wiener Schmiedegesellen ist scheinung dieses Kampfes ist, daß die armen Konfektionsarbeiter Ausländer 5,50. Seligsohn'sche Stockfabrit Leipzigerstraße 10,- es durch Vermittelung des Gewerbe- Inspektors Kulta zu einem und Arbeiterinnen momentan in eine noch tiefere Nothlage ge- S. S. Ch. XXIV 12,30. Seher bei Paß u. Garleb 6,95. für die Arbeiter befriedigenden Vergleich gekommen. Näherer kommen sind. Es gilt der allgemeinen Sympathie für die Kon- Bergers Gebrüder 11,50. Sargfabrit Mor. Klee mit einer Aus- Bericht folgt. fettionsarbeiter und die Näherinnen auch durch die That Ausnahme 9,60. Werkstatt Borsheim, Maler Schicklerstraße 3,20. Die Brauer und Faßbinder Defterreich- Ungarns halten bruck zu geben. Fabrit W. Grünftraße 12,30. 3ielbem. Arb. Christ u. Co. 11,05. am 5. und 6. April in Wien ihren ersten Kongreß ab. Glasarb. bei Roch n. Bein 3,-. Mod. 2. 32 11,25. Arb. der Die Tagesordnung lautet: 1. Situationsbericht, 2. Organisation, Firma Kalm u. Beuden mit Ausn. v. dreien 7,50. Dr. R. M. 3. Unterstützungswesen, 4. Streik und Boykott, 5 Presse, 6. Inter15,-. Kistenmacher aus der Kronenstr. 39/40 3,-. Lampen- nationaler Brauerkongreß in London, 7. Anträge. fabrit Eckel u. Glienicke, Wasserthorstr. 15, 13,25. Laternenfabrik Die Dach- und Schieferdecker der Schweiz halten am G. Müller 11,40. Marmorwaarenfabr. Heger 3,85. W. u. G. 6,15. 16. Februar in Zürich eine Delegirtenversammlung ab zwecks Der Vorwärts" war sich seiner Pflicht in diesem Kampfe Arbeiter v. Schiegnig 8,-. J. G. 7,10. Broncewaarenarbeiter Gründung eines Zentralverbandes. von Anbeginn an bewußt und hat seit Tagen schon zu Geld- bei Dietrich. Wasserthorstraße, 3,20. E. M. 0,50. Mückinprinz fammlungen mit Erfolg aufgefordert; wenn dieses Zirkular also 1,60, Sooff u. Go. 12, Lederarbeiter C. Keßner, 1. Rate Depelchten und lehte Nachrichten. an uns gelangt ist, so können wir daraus den Schluß ziehen, 5,- Gef. i. d. Stockfabrik von Girod 4,-. Metallwaarenfabr. daß es an die gesammte Presse gerichtet ist. Wasserthorstraße 5,35. Buchdruckerei M.Manteuffel, Ackerstr. 1324,55. Frankfurt a. M., 15. Februar.( B. H.) Die„ Frif. 3tg." Selma D. 5,- Gesammelt bei einem Nachmittagstaffee 6,95. meldet aus Würzburg: Ein Flaschenbierhändler erschoß den GeFrizze M. 4,95. 5. G., München 2,95. Unkel Bräfig 2,95. liebten feiner Fran, den er in flagranti bei ihr ertappte. berg 2,95. Von den Insassen der Heimstätte für Bruft der Finanzminister einen neuen Börsengesey- Entwurf ein. Eine Adolf u. Herm. Leffer 9,95. H. H., cand. med. in Heidel- Wien, 15. Februar.( B. H.) Im Abgeordnetenhause brachte franke in Malchow b. Berlin b. Siegmund 7,-. Aus bürger der hauptsächlichsten Bestimmungen desselben ist, daß die Steuer Die Unternehmer treten am morgigen Sonntag Vormittag lichen Kreisen d. Sch. 100. Von einem Verehrer F. A. Lange 19,95. für jeden einfachen Schlußschein bei Geschäften mit Dividenden 11 Uhr im Brandenburger Hause in der Mohrenstraße zur Wahl Waida, Pfarrer 10,-. Reinickendorferstr. 60a, eing. v. Seeger 2, tragenden Papieren 50 Kreuzer, bei allen übrigen 20 Kreuzer beeiner Kommission von fünf Mitgliedern zusammen, welche mit Personal der Buchdruckerei W. u. S. Löwenthal 18,75. tragen foll. " Im Norden hat am Sonnabend eine große Anzahl von Zwischenmeistern, die zahlreiche Arbeiter beschäftigen, ihre WerkNätten geschlossen, wodurch die Zahl der Streifenden erheblich vermehrt wurde. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Trud und Berlag von Wiez Bading in Berlin. Hierz Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 40. Kommunales. Berliner Stadthaushalts- Etat. Der Stadthaushalts Stat für Berlin pro 1896/97, wie er nunmehr gemäß§ 66 der Städte Ordnung vom 15. Februar cr. bis einschließlich den 22. Februar cr. in den Vormittagsstunden von 10-1 Uhr auf dem Berlinischen Rathhause eine Treppe im Finanzbureau, schließt in der Einnahme und Ausgabe mit 89 117 812 m. ab. Zimmer 38, zur Einsicht für die hiesigen Einwohner ausliegt, Die Summe vertheilt sich auf die einzelnen Kapitel wie folgt: Einnahmen Ausgaben 146 054 1849 002 491 700 18 330 316 16 559 167 10 456 143 1. Rämmerei 2. Städtische Werke 3. Steuern. 4. Rapital und Schulden. 5. Unterricht 6. Armenwesen 7. Kranken- sowie Gesundheitspflege und Heimstätten für Genesende 8. Part und Gartenanlagen 9. Bauwesen 10. Verwaltungskosten 11. Polizeiwefen = • M. 699 657 5 589 702 47 524 917 14 951 722 2591 121 1 140 407 1517 489 18 271 6 122 605 • 570 916 656 300 178 124 7 561 581 Summa 89 117 812 12. Straßen Beleuchtung, Reinigung und Besprengung 13. Verschiedene Einnahmen und Ausgaben M. 5 672 059 722 740 16 190 980 8 587 288 5 711 462 2 800 537 1 600 364 89 117 812 Die größte Einnahme weist das Steuerfapitel auf mit 47 524 917 M., denen nur eine Ausgabe von 491 700 m. entgegensteht. Die Ueberschüsse der städtischen Werke, soweit die felben der Stadt- Hauptkasse zu gute kommen, find im Kapitel 2 mit enthalten. Der Etat pro 1895/96 schließt ab in Einnahme und Ausgabe mit 90 386 365 M., der Etat pro 1896/97 ist daher um 1 268 553 M. niedriger. " Tokales. Achtung! 6. Wahlkreis. Heute Nachmittag 5 Uhr findet in Bernhard Raabe's Salon, Kolbergerstr. 23 eine große Boltsverfammlung" statt. Tagesordnung: " Die befizenden Klassen und die gegenwär tigen ohnbewegungen". Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Nach der Versammlung geselliges Bei jammensein, Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Der Einberufer. Die Parteigenoffen und Genoffinnen von Charlottenburg werden auf die heute Abend 6 Uhr bei Lehder, Bismarckftraße 74, stattfindende Versammlung aufmerksam gemacht, in der Frau Rohrladt einen Vortrag halten wird. In Wilmersdorf stehen der Arbeiterschaft nur die beiden Lokale Klingenberg's Volksgarten, Berlinerstr. 40, und Lehmann's Seeschlößchen, Kaiser- Allee, zur Verfügung. Sonntag, den 16. Februar 1896. Anträge in der betreffenden Sigung des Gewerbegerichts- Ausschusses einstimmig gefaßt worden sind. B 13. Jahrg. Der Militaria. Die Untersuchungen bei der 10. Rompagnie bes Garde- Füfilier Regiments wegen Unregelmäßigkeiten auf der Und das nennt sich Volksvertretung! Das Ergebniß Rompagnie Bekleidungskammer find nunmehr beendet. der im 4. Berliner Landtags- Wahlbezirke am 21. Januar Sergeant Scheffler erhielt drei Tage Mittelarrest und ein anderer 1896 stattgehabten Wahlmänner- Erfahwahlen ist folgendes: Der Unteroffizier wurde für längere Zeit im Feftungsgefängniß Bezirk zählt 1194 Wahlmänner. Ersawahlen fanden statt in 3 Spandau, zur Erholung" einquartirt. Wegen dienst173 Urwahlbezirken für 317 Wahlmänner. Die Zahl der stimm- vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen beim erschienene Urwähler in der 1. Abtheilung 141, in der 2. Ab- D. hatte einem Manne seiner Zielabtheilung, der den Kopf schief berechtigten Urwähler in allen drei Abtheilungen betrug 84 313, Ererzieren ist der Unteroffizier Druschinsky von der 12. Kompagnie dieses Regiments mit drei Tagen Mittelarrest bestraft worden. theilung 421, in der 3. Abtheilung 813, zufammen 1875 oder hielt, mit eigener Hand eine leine Korrektur" ertheilt. Der 4,01 pct. Bei der ordentlichen Wahl am 31. Oktober 1893 Regimentskommandeur, Oberst von Krosigt, fah dies zufällig und haben gewählt in der 1. Abtheilung 54,69, in der 2. Abtheilung ließ den pflichtgetreuen und diensteifrigen Exerzierlehrer fofort 34,42, in der 3. Abtheilung 9,43, in allen drei Abtheilungen zu nach der Lindenstraße abführen. fammen 12,17 pt. Während die Betheiligung an den Reichstagswahlen von Wahl zu Wahl zunimmt, verhält sich die Masse des Voltes gegenüber den auf grund des elendesten aller Wahl. Saberichter in Schöneberg, der gestern mit seiner 76jährigen Von einem achtzigjährigen Briefträger a. D. namens fyfteme vollzogenen Wahlen immer gleichgiltiger. Und das Chefrau die goldene Hochzeit beging, wissen die Blätter zu be wollen die sächsischen Voltsfeinde an die Stelle des geltenden richten. Der Jubilar hat 48 Jahre gedient, und lebt, wie hervor Rechtes sehen, wenn sie dieses der Bevölkerung gestohlen haben, gehoben wird, in sehr bescheidenen Berhältnissen. Das kann man von einem Unterbeamten aus Stephan's Reich annehmen, auch ohne daß es besonders bestätigt wird. Die Omnibuslinie Hackescher Markt- Börse- Hermannsplat- Nixdorf, die der Neuen Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft zugehört, wird vom Montag, den 17. d. M., ab über den Hackefchen Markt durch die Rosenthalerstraße bis zum Rosenthaler Thor verlängert werden. Statistik der letzten Stadtverordneten- Wahlen. Bei ben im November v. J. ftattgehabten Stadtverordneten Ergänzungs bezw. Erfahwahlen haben von 83 264 ftimm- Brand- Drohbriefe werden nicht nur im Stadttheil Moabit berechtigten Wählern der 3. Abtheilung 26 996 oder 32,42 pet. versendet, sondern auch in anderen Stadttheilen. So erhielt die ihr Wahlrecht ausgeübt, bei der Erfahwahl 1893 nur in der Neuen Schönhauserstr. 18 wohnende Hauseigenthümerin 26,51 pt., also 1895 mehr 5,91 pt., in der 2. Abs Frau R. ein Schreiben, welches nichtswürdige Schimpfereien und theilung wählten von 9867 eingeschriebenen Wählern Drohungen enthielt und der Polizeibehörde übergeben worden 1895: 4425 oder 44,85 pCt., bei der Ersatzwahl 1893: ist. Dieser Brief sowohl als auch die den Moabiter Haus 37,23 pCt., 1895 daher mehr 7,62 pt., in der 1. Abtheilung befizern zugegangenen Schreiben stammen, nach Angaben Schreib endlich wählten 1895 von 1486 ftimmberechtigten Wählern 730 fachverständiger, nicht aus einer Feder, sondern sind von vers oder 49,13 pCt., 1893 bei der Ersatzwahl 47,73 pSt., daher 1895 fchiedenen Personen geschrieben worden. mehr 1,40 pCt. Zusammen in allen drei Klassen übten von 94 617 wahlberechtigten Wählern 32 151 oder 33,98 pct. ihr Wahlrecht aus, bei der Ersatzwahl 1893: 28,16 pet. Bei den Stichwahlen wählten von 12702 eingeschriebenen Wählern der 3. Abtheilung 5971 oder 47 pct., bei der Ergänzungswahl 1893: 30,80 pct., im Jahre 1895 mehr 16,20 pCt., in der 2. Abtheilung wählten von 487 eingeschriebenen Wählern 329 oder 67,51 pCt., in der I. AbDen Händlern mit mecklenburgischen Lotterieloosen ist theilung von 68 eingeschriebenen Wählern 52 oder 76,47 pt. die Polizei wieder einmal scharf auf der Spur. Sie hat sogar 1893 hat keine Wahl in der II. und I. Abtheilung stattgefunden. zu dem außergewöhnlichen Mittel der Briefsperre" gegriffen, In allen drei Abtheilungen haben 1895 von 13 257 ein- um auch die Kunden jener Händler kennen zu lernen. Danach geschriebenen Wählern 6352 oder 47,92 pct. ihr Stimmrecht aus- werden alle von Preußen aus an die Händler gerichteten Briefgeübt. So ungerecht das Dreiklassen- Wahlsystem auch ist, so und Geldsendungen bei den betreffenden Postämtern beschlaggestattet es doch, wo die Klassen für sich wählen, der großen nahmt und eventuell zu Strafanzeigen gegen die Absender Masse der Bevölkerung, hier und da ihre Stimme zur Geltung benutzt. zu bringen. Daher auch hier eine steigende Betheiligung, während fich die Wählerschaft, soweit sie nicht den Besitz repräsentirt, von den Landtagswahlen, wo die drei Klassen zusammenwählen, über haupt fernhält. Lokals überrascht. Burr ist noch nicht entdeckt, obwohl außer den Sicherheitsbeamten Der Mörder des Knaben Willy nicht Hugo ist noch nicht entdeckt, obwohl außer den Sicherheitsbeamten Rigdorfs und des Kreises Teltow auch zahlreiche Berliner Kriminalbeamte in der Sache thätig sind. Die Obduktion der In der Magistratsfizung am Freitag sind die Etats- Leiche fand gestern in den ersten Nachmittagsstunden in der berathungen zur Feststellung des Stadthaushalts- Etats für 1896/97 alten Halle des Rixdorfer Friedhofes statt. Sie wurde im Beibeendet worden. Der Etat schließt mit einem Ausfall von sein des Amtsrichters Schlössing und eines Referendars als 47 085 517 m. ab. Die Einnahmen sind nämlich 41 592 895 M., die Ausgaben auf 88 628 612 M. festgestellt und dem Gerichtsphysikus Sanitätsrath Dr. Mittenzweig, vor auf Protokollführer von dem Kreisphysikus von Teltow, Dr. Elten, worden. Der Ausfall soll nun durch die Hundesteuer mit genommen. 450 650 M., die Bauplahsteuer mit 1 000 000 m., die BetriebsIn Köpenick stehen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft fteuer mit 235 000 m., die Umsatzsteuer mit 12 425 000 M., ben der Roßstraße 23( 5. Peters Bierhaus) achtzehn Berhaftungen Maffenverhaftungen. Die Polizei nahm gestern früh in folgende Lokale zur Verfügung: Klein'3 Stadttheater, Braumalzsteuerzuschlag mit 600 000 M., durch verschiedene EinWilhelmsplay, Saal und Garten. Goledi, Raiserhof, Grün- nahmen mit 14 000., zusammen mit 3542 150. gedeckt vor. Buhälter und Spieler wurden in einem Hinterzimmer des straße, Saal und Garten. Gerisch, Lindenstraße, Saal und werden. Da nun aber an Ausgaben 476 000 M. hinzutreten, so Garten. Schulz, Schönerlinderstraße, Arbeiter Vereinslokal. bleiben im ganzen zu decken durch Grund- und Gebäudesteuer, Baumgärtner, früher Enger. Dal brit, Bum goldenen sowie die Gewerbesteuer 48 969 567 M. Es werden daher von Hirsch". Gaul, Grünstraße. Weiß, Grünauerstraße. Kaiser, der vom Staate veranlagten Grund- und Gebäudesteuer und GeMarienstraße. Troppens, Rosenstraße. Ludwig, Marien- werbesteuer 148 pet. und 982/3 pCt. Gemeinde Einkommensteuer und Dorotheenstraßen- Ecke. Ma gdeburg, 3ur Pferde- erhoben werden. bucht". Kiez. Schröder, Rich. Schneider, Müggelheimerund Gartenstraßen- Ece. Schulz, Amtsstraßen- Ecfe. Golnow, außerordentlichen Sitzung hat das Magistratskollegium auf Magiftrat und Elektrizitätswerke. In seiner gestrigen Lindenstr. 6. Seidel, Grünauer- und Rudowerstraßen- Ecke. grund des Berichtes der gemischten Deputation zur Vorberathung der 55 jährige Gastwirth Hermann Evler aus der BlumenthalJoch, Schönerlinder- und Adlershoferstraßen- Ecke. 3ocher, der Angelegenheit wegen Uebernahme der Berliner Elektrizitäts- ftraße 23 in Friedrichsberg gemacht. In der Verzweiflung über Marienheim hinter der Bahn. Zu Versammlungen ist nicht zu haben das Lokal von Ge- getheilt haben, beschlossen, mit werke in die städtische Regie, deren Beschlüsse wir bereits mit ein Herzleiden und den schlechten Gang seines Geschäftes rannte brüder Scheer, Wilhelmsgarten, Rudower- und Berlinerstraßen Gesellschaft in tommiffarische Berathung in eingedrückt und aus Mund, Augen und Nase quoll ihm das Blut der Elektrizitäts. er fich an einer Wand den Schädel ein. Die Stirn wurde ihm Ede. Karl Gosemärker. dieser Angelegenheit einzutreten. hervor. Evler, der seit dem Jahre 1884 Wittwer ist, lebt zwar noch, liegt aber im Krankenhause sehr schwer darnieder. " Mit der Frage der Bekämpfung des Bauschwindels hat sich der Ausschuß des Berliner Gewerbe der Ufermauer am östlichen Theile des Planufers entlang nach Der neue Urban- Hafen ist jetzt bis auf die Fortführung gerichts neuerdings eingehend befaßt. Beisitzer hatten Material jeder Art zusammengetragen, das über seiner Bestimmung übergeben werden. Die Arbeitnehmer der Admiralbrücke zu vollkommen fertig und wird am 1. April Ausfälle, welche Bauarbeiter an Arbeitslohn erlitten hatten, 1896/97 die Ausrüstung ihrer Straßenbau- Aufseher und Rieselmeister mit Fahrrädern vorgesehen. sowie über betrügerische Manipulationen gegen die Bestimmungen Die Stadt Charlottenburg hat im Haushalts- Gtat der Versicherungsgeseße umfassende Auskunft gab. In mehreren Sigungen, die der Ausschuß abhielt, wurden die verschiedenen Anschauungen über die Bekämpfung und Beseitigung des Bau schwindels largelegt. Das Resumee dieser eingehenden Verhandlungen ist in folgenden Anträgen, welche der Ausschuß an den Bundesrath zu richten befchloffen hat, festgelegt worden: Den hohen Bundesrath ersucht der Ausschuß des Berliner Gewerbegerichts für Gutachten und Anträge, den gefeßgebenden Körperschaften nachfolgenden Gefeßentwurf zum Schutz der Bauarbeiter vorzulegen: Ihren schweren Verlehnngen ist im städtischen Kranten hause Friedrichshain das brave Fräulein naat erlegen, bie, wie wir vor einigen Tagen bereits meldeten, mit Gefahr ibres eigenen Lebens ein Kind unter den Rädern eines Fuhrwerks hervorzog und dabei selbst von einem Wagen der Pferdebahnlinie Moltenmarkt-- Weißensee überfahren wurde. Einen sonderbaren Selbstmordversuch hat Freitag Mittag Am Engelbecken ist Freitag Abend ein unbekannter Mann, anscheinend Arbeiter, ins Wasser gesprungen und ertrunken. Erhebliche Verkehrsstörungen fanden Freitag Abend auf der Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Groß- Lichterfelde statt. zwei Güterwagen aus dem Geleise gesprungen und hatten ein Zwischen 5 und 6 Uhr waren beim Rangirbahnhofe Tempelhof Geleise des Vorortverkehrs gesperrt. Obwohl von Berlin gleich ein" Rettungswagen" mit Material zur Hebung der entgleisten Wagen tam, so dauerte die Störung doch so lange, daß einige Lokalzüge, wie die um 6 Uhr 5 Minuten und 7 Uhr 4 Minuten auslaufenden, ganz ausfallen mußten. Am späten Abend war das Verkehrshinderniß wieder beseitigt. Witterungsübersicht Den üblichen Verbrecherkultus, durch den unsere Sensationsblätter erzieherisch auf ihr Lesepublikum einwirken, hatte vor allem der Berliner Lokal- Anzeiger" anfangs voriger Woche gelegentlich der Ankunft des Herrn v. Hammerstein in ausgedehntem Maße betrieben. In einer langen Depeschenreihe, die das Blatt am Montag Abend brachte, waren die nebensächlichsten Vorgänge, die sich auf den Rücktransport des Verbrechers bezogen, ge schildert worden; selbst die Schlipsnadel Hammerstein's hatten Für die Forderungen der bei Ausführung eines Baues be- die mit verschärften Instruktionen" versehenen Berichterstatter schäftigten Arbeiter aus dem gewerblichen Arbeitsverhältniß haftet des Blattes beschrieben. Kurzum, der L.-A." bezeigte dem bes Stationen. im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers( Rolonnen- rühmten Manne Aufmerksamkeiten in einem Maße, wie sie in führers, Zwischenunternehmers) der Bauherr, und im Falle dessen der bürgerlichen Presse sonst nur fürstlichen Personen zu Bahlungsunfähigkeit der Baugeldgeber. theil werden. E3 machte dabei nicht allzu viel aus, Sind Zwischenunternehmer vorhanden, so haften diese vor daß in der betreffenden Nummer der gewaltige Lohntampf der dem Bauherrn, und zwar sämmtlich solidarisch. Konfektions- Arbeiterinnen mit feinem Sterbenswörtchen erwähnt Der Arbeiter, der auf grund dieser Bestimmungen einen wurde. Vormann in Anspruch nehmen will, muß innerhalb acht Gewissermaßen um sein selbst von der bürgerlichen Preffe Tagen nach Fälligkeit seiner Forderung dem Bormann getadeltes Berhalten zu entfchuldigen, bringt der.-." in der unter Angabe der Höhe der Forderung Anzeige erstatten. Nummer vom Sonnabend Morgen nunmehr folgende Meldung: Der Angezeigte, der behauptet, daß ein Zwischenmann für ihn ,, Als der von Ala aus mitgefahrene österreichische Kommissar haftet, hat innerhalb 3 Tagen letterem von dem Anspruch Anzeige fich von Herrn v. Hammerstein verabschiedete, äußerte der zu erstatten und dem Arbeiter davon Nachricht zu geben. Der Kommissar wörtlich:" Es ist mir eine große Ehre gewesen, Baugeldgeber ist von der Haftung frei, sobald der Baugeld- Herr Baron, Sie fennen zu lernen, wenn auch leider unter so vertrag vor der Anzeige durch Zahlung vollständig traurigen Umständen." Es muß gesagt werden, daß diefe Worte erfüllt ist und er dieses durch Anschlag auf dem Bau bekannt unter den gegebenen Verhältnissen alle, die sie mit anhörten, gemacht hat. eigenthümlich berührten." Es wird beantragt, die zuständige Behörde zu ersuchen, durch Das ist schon richtig, aber ebenso eigenthümlich" hat der Aenderung des D. St.-G.-B. zu bestimmen: Verbrecherkultus, den das Blatt selber mit dem edlen Freiherrn getrieben hat, das gesittete Publikum berührt. 1. Daß, wer gewerbsmäßig Bauten aufführt, als Kaufmann au betrachten und verpflichtet sei, seine Firma eintragen zu laffen und kaufmännische Bücher zu führen. 2. Durch zutreffende Aenderung der Konkurs- Ordnung die Bestimmungen wegen betrügerischen Bankrotts zu verschärfen. 3. Durch zutreffende Aenderung des Strafgesetzes die Bestimmungen über den Betrug und betrügerischen Bankrott zu verschärfen. Durch die neuesten Erwerbungen des Berliner Aquariums sind die Bestände aller Abtheilungen des Justituts vermehrt und ergänzt worden. Das Affenhaus hat zwei verfchiedene Arten von Meerkazen aus Afrita aufgenommen und in die angrenzenden Bolièren find gefiederte Gäste der gemäßigten und warmen Zone eingezogen. Außerdem bekam das Aquarium Vielleicht dienen diese Anträge den Bau- Arbeitern sowohl in zwei Exemplare eines nordischen Vogels, deffen turze schmale Berlin wie überall im Reiche, wo der Bauschwindel auftritt, Flügel und weit hinten eingelegte Füße ihn auf den ersten Blick als eine Art Agitationsleitfaden im Kampfe gegen das Uebel. als einen fast ausschließlich schwimmenden und tauchenden Die Antragsteller hoffen, daß diese Vorschläge nicht nur beim Wafferbewohner ausweisen, dessen Aufenthalt das offene Meer Bundesrath und beim Reichstage Berücksichtigung finden, sondern bildet. Deshalb auch haben diese beiden, in der Größe einer daß sie auch in dem Theil des bürgerlichen Gesetzbuches, der fleinen Ente ähnlichen Taucher oder Lummen nicht im Vogelvom Vertragsrecht der Arbeiter 2c. handelt, festgelegt werden. haus, sondern in einem der geräumigften unteren Seewaffer Anfragen in diefer Angelegenheit wolle man an R. Millarg, bassins ihr Unterkommen gefunden, wo sie von Zeit zu Beit Annenstr. 16, richten. Es sei noch bemerkt, daß die angeführten ihre ausgezeichneten Echwimm- und Taucherkünfte zeigen. Berlin Wiesbaden München vom 15. Februar 1896. Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 2244| 22NNNW( Stala 1-12) Wetter halb bedeckt woltig woltig bedeckt Swinemünde Hamburg 773 NND · 772 N 772 771 NW 770 NO Dunst 771 N Schnee 765 Still -WO 762 NW 775 NNO 774 WNW wolfenlos wolkig wolkig bedeckt 778 NND 1 halb bedeckt Wien. Haparanda. Petersburg Cork Aberdeen. Paris. Temperatur 1111 111 nach Celsius 8 ( Hot Dog) 1228217782 3 Wetter Prognose für Sonntag, den 16. Februar 1896. Frost und schwachen nordöstlichen Winden. Trockenes, vorwiegend heiteres Wetter mit etwas strengerem Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Die Aufführung von Ibsen's ,, Nora" im Berliner Theater wäre am Dienstag beinahe noch in letzter Stunde polizeilich inhibirt worden. Herr Direktor Brahm hatte für das Deutsche Theater das alleinige Aufführungsrecht der Lange'schen Uebersetzung von Nora" erworben und protestirte nun gegen eine Benutzung derselben Uebersetzung im Berliner Theater. Das polizeiliche Aufführungsverbot lag bereits vor und es gelang Herrn Brasch nur durch eine persönliche Unterredung mit Herrn Dr. Brahm, von diesem die Genehmigung wenigstens für zwei Aufführungen zu erhalten. Nora" wird also sehr bald wieder vom Spielplan des Berliner Theaters verschwinden. Herr Intendant Prasch glaubte übrigens das Aufführungsrecht in aller Form Rechtens von der Verlagshandlung von Kühling und erfunden haben, das ihn befähigte, mit Hilfe der Röntgen- Strahlen setzte sich die Angeklagte auf den Fußboden, lehnte den Kopf Güttner erworben zu haben. sein eigenes Gehirn zu photographiren. gegen den Kinderwagen und erwartete den Tod. Gegen halb Theater- Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, den Einen Apparat, der Blinden die Sehkraft wiedergeben 12 Uhr kehrte das Schlafmädchen, unverebel. Bolfmann nach 16. Mara. Bajazzi. Phantasien im Bremer Rathskeller. An soll, will ein russischer Arzt, Dr. Noiszewski erfunden haben. Hause zurück und fand die Angeklagte mit den Kindern in fang 7 Uhr. Kroll's Theater: Nachm. 81%, Uhr: Der Ein russisches Blatt schreibt darüber:„ Es giebt Metalloide, wie völlig bewußtlosem Zustande vor. Sie riß sofort Thüren und Fenster Trompeter von Sättingen. Montag, 17.: Die Meistersinger Selen und Tellur, deren elektrische Reaktion sich nach der Be- auf, alarmirte die Nachbarschaft und deren Bemühungen gelang es, von Nürnberg. Anfang 6/2 Uhr. Dienstag, 18.: Der Barbier leuchtung ändert, so daß der Blinde, sobald er diese Veränderungen die Kinder wieder zum Leben zurückzubringen. Die Angeklagte selbst von Sevilla. Phantasien im Bremer Rathsteller. Mittwoch, in der elektrischen Leitung zu fühlen vermag, auch Licht- tehrte erst am nächsten Morgen zum Bewußtsein zurück; sie wurde 19.: Cavalleria Rusticana. Bajazzi. Donnerstag, 20.: Mignon. wirkungen zu empfangen beginnt. Diese Aenderungen in nach der Charitee gebracht und konnte von dort erst nach vier Freitag, 21. Fidelio. Sonnabend, 22.: Der Evangelimann. der elektrischen Funktion der genannten Metalloide hat nun Dr. Wochen in das Untersuchungsgefängniß entlassen werden. Die Phantasien im Bremer Rathsteller. Sonntag, 23.: Ivanhoe. Noiszewsti für seinen Apparat verwendet." Die Schilderung, Kinder, auf deren zwei die Stadt bis dahin schon Unterstützungen Kroll's Theater, nachmittags 3/2 Uhr: Bar und Bimmer die das Blatt von der Einrichtung des Apparates sowie von gezahlt hatte, sind inzwischen in städtische Waisenpflege genommen mann. Montag, 24.: 8um 100. Male: Hänsel und Gretel. Phantasien der Art und Weise seiner Handhabung giebt, ist leider allzu kurz worden. Die Angeklagte gab unumwunden die Absicht zu, im Bremer Rathsteller. Schauspielhaus: Sonntag, und unverständlich, so daß man beispielsweise nicht einmal er aufammen mit ihren Kindern aus der Welt zu scheiden, sie 16. Februar: Die krante Zeit. Kroll's Theater; Abends fährt, ob die Vorrichtung mit dem versagenden Seborgan in bestritt aber, mit rubiger Ueberlegung gehandelt zu haben. 7½ Uhr: Uriel Acofta. Montag, 17.: Die Quißows.' Dienstag, Verbindung gebracht werden muß, um seine Wirkung zu üben. Rechtsanwalt Ballien II beantragte die Freisprechung der 18. König Richard II. Mittwoch, 19.: Gin Sommernachts. Natürlich fehlt infolge deffen auch jede Erklärung, wie die Angeklagten, da diese bei Begehung der That nach seiner festen traum. Donnerstag, 20.: Die frante Beit. Freitag, 21.: elektrischen in Sehwirtungen umgewandelt werden. Allein e Ueberzeugung fich in frankhafter Störung der Geistesthätigkeit Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Sonnabend, 22.: Wallen- wird versichert, daß die angestellten Versuche sehr erfreuliche befunden habe. Jedenfalls habe sie ohne Ueberlegung gehandelt fteins Tod. Sonntag, 28.; Die trante Zeit. Kroll's Theater: Resultate ergeben haben, indem mit Hilfe des Apparates ein und verdiene eventuell die Bubilligung mildernder Umstände. Abends 7/2 Uhr: Vafantafena. Montag, 24.: 1812. Die Auf- Blinder das Fenster im Zimmer erblickte" und nach einiger Die Geschworenen schloffen die Ueberlegung aus und billigten führung der Angeklagten mildernde Umstände zu. Der Staatsanwalt von Friedrich Hebbel's Judith im Schauspiel- Uebung schon Menschen und Thiere unterscheiden konnte. hause ist auf beantragte das niedrigste Strafmaß von sechs Monaten übernächste Woche verschoben worden. Von Frithjof Nansen's Nordpolfahrt. Eine Draht Gefängniß unter Anrechnung von 2 Monaten UntersuchungsAußer dem Schwant Die Höllenbrücke gelangt Georg meldung der Hamb. Nachr." aus Chriftiania befagt, was be baft. Der Gerichtshof erkannte nach diesem Antrage. Die Engel's Schauspiel Hadasa zur Aufführung. Die Haupt fonders hervorgehoben zu werden verdient, daß Nansen nach rollen befinden sich in den Händen des Fräulein Lindner und des glücklich vollendeter Nordpolfahrt" in Ofisibirien angekommen fei. Geschworenen befchloffen, ein Gnadengefuch für die Angeklagte Herrn Matkowsky.- Jm März wird mit vollständig neuer Das ist zwar nicht ganz flar, läßt aber ebenfalls die Deutung zu, einzureichen. Ausstattung als 2. und 3. Abend des Zyklus von Shakespeare's daß Nanfen den Nordpol glücklich erreicht habe. Eine Meldung Königsdramen König Heinrich der Vierte in der Uebersetzung des Bür. Reuter" aus Petersburg, die englische Blätter vers von Schlegel- Tiect, bearbeitet von Wilhelm Dechelhäuser, gegeben. öffentlichen, ergänzt die bisherigen Mittheilungen in einigen wefentJm Opernhause wird Donnerstag, 20. Februar, am Tage lichen Einzelheiten. Danach ging die Nachricht, daß Nansen den Die im Schnitte: nud Stanzenban, beschäftigten Metallder Beiseßung von Ambroife Thomas, des französischen Meisters Nordpol erreicht habe, der„ Oriental Review" in Irkutsk von arbeiter hielten am 14. Februar bei Hente eine fiart besuchte Mignon gegeben. Das Wert geht an diesem Abend zum dem Händler Kouchnarew durch einen Herrn Randakow zu, der Versammlung ab, in welcher zur Einführung des neunstündigen 103. Male in Berlin in Szene. Im Deutschen Theater Rath der Bezirksverwaltung von Jakutsk ist und Mitglied der Arbeitstages Stellung genommen wurde. Um eine genaue Ueberwerden Schnitzler's Liebelei und Kleist's Berbrochener Krug Sibiriakow'schen Expedition war. Brieflich wurde diese Mel- ficht über die Situation zu gewinnen, haben die Vertrauensleute außer heute, Sonntag Abend, noch Dienstag, Donnerstag, dung nach Irkutsk und von dort nach Kirenst gesandt. Von dort in den Werkstätten Liſten zirkuliren lassen, die diejenigen zu unterSonnabend und nächsten Sonntag Abend gegeben. Heute, wurde sie drahtlich weiter befördert. Gine vollständigere Mit- fchreiben hatten, welche mit der Forderung der neunstündigen ArbeitsSonntag Nachmittag, tommt Die Jüdin von Toledo zur theilung ging in Petersburg aus Frtutst ein, wonach es, nach seit einverstanden find. In den betheiligten sechs SpezialAufführung; am Montag werden Die Weber gegeben; dem Bür. Reuter", scheint, daß die Neuigkeit ursprünglich aus werkstätten sind nach den Mittheilungen von Gunther und Mittwoch geht, neu einstudirt, zum ersten Male König Usijanst an der Mündung des Jana kam. In Petersburg ist nätber insgesammt 180 Kollegen beschäftigt, von denen 178 Heinrich IV. von Shakespeare mit Herrn Reicher in der Titel am Sonnabend aus Friutst ein Telegramm eingelaufen, ihre Unterschrift gegeben haben. Von diesen 178 gehören 148 Tolle, Herrn Rainz als Prinz Heinz, Herrn Hermann Müller als welches besagt, daß neue Nachrichten über Nansen fehlen. dem Metallarbeiter- Berband und 2 dem Hirsch- Duncker'schen Falstaff und Herrn Niffen als Percy in Szene, dieselbe Bor- Man hofft in Irkutst binnen einer Woche einen Brief zu er- Gewerkverein an. In der Versammlung selbst meldeten sich stellung wird Freitag wiederholt; für nächstfolgenden Sonntag halten. Der schwedisch- norwegische Gesandte in Petersburg noch die Kollegen der Firma Gerndt und erflärten gleich Nachmittag ist Das Lumpengesindel angesetzt. Das von Reuterstiold hat telegraphisch nach Christiania gemeldet, falls ihre Zustimmung. Von den fünf dafelbft beschäftigten Lessing Theater bringt am nächsten Sonnabend die von sechkundigfter Seite sei ihm mitgetheilt, die ausgedehnten Kollegen sind vier organisirt. Auf Antrag näther's wurde angekündigten zwei neuen Bühnenwerte von Wildenbruch Handels Verbindungen bes Großtaufmanns Kouchnarem einstimmig beschlossen, am Sonnabend, den 15. Febr., Jungfer Immergrün und Der Junge von Hennersdorf machten es wahrscheinlich, daß die Nachricht über früh 9 Uhr, in allen Werkstätten gleichzeitig zur ersten Aufführung, der sich am nächsten Sonntag Nansen rascher burch Agenten Kouchnarew's als durch den Chefs die Forderung des neunstündigen Ardie erfte Wiederholung anschließt. Komteffe Guckerl Boten Nanfen's weiterbefördert wurde. Die russische Regie- beitstages unter Beibehaltung des bisherigen Wochen tommit heute, Sonntag, Montag und Mittwoch zur Aufführung. rung sei angelegentlich bemüht, Auskunft über Nansen ohnes au unterbreiten: Weiter wurde beschlossen, Madame Sans- Gene mit Frau Niemann als Gaft wird Dienstag zu erlangen, und habe den Gouverneur von Jalutst bahin- in allen Werkstätten, die diese Forderungen bis Sonnabend und Freitag wiederholt, während Donnerstag das Lustspiel Der gehende Anweisungen ertheilt. Abend 6 Uhr nicht bewilligt haben, von Montag früh ab die Arbeit so lange einzustellen, bis diese Forderung bewilligt ist. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die MetallarbeiterBewegung schloß die Versammlung. B Thron seiner Väter von Fedor v. Zobeltig gegeben wird. Als Aus London traf am Sonnabend Abend das folgende Nachmittagsvorstellung gelangt am morgigen Sonntag Heimath wichtige Telegramm ein: Wie das„ Renter'sche Bureau" erfährt, mit Fräulein Dumont als Magda, am nächsten Sonntag der hat der britische Vizekonful in Archangelst in einem Telegramm Schwant Die Großstadtluft zur Aufführung. Im Berliner an das Auswärtige Amt in London die Nachricht bestätigt, daß Theater gebt heute, nachmittags Anzengrubers Pfarrer von Nansen sich auf der Rückfahrt vom Nordpol be Kirchfeld in Szene, abends Wildenbruch's König Heinrich. Dieses findet.Stück wird auferdem noch Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und nächsten Sonntag wiederholt. Montag wird Grillparzer's Tragödie Des Meeres und der Liebe Wellen aufgeführt, Mittwoch der Pfarrer Gerichts- Beifung. Versammlungen. Vermischkes. In Altona wurde der Restaurateur Karl Louis Breitrück, der am 22. Februar 1895 vom Altonaer Schwurgericht zum Tode verurtheilt wurde, weil er am 9. November 1894 ben fiebenvon Kirchfeld. Freitag( 23. Abonnementsvorstellung) und nächsten Ein Denunziant. In der gestrigen Schwurgerichtssitung jährigen Knaben Alwin Raczka ermordet und die Leiche in einen Sonntag( nachmittags) finden Wiederholungen von Goethe's Fauft am Landgericht I stand eine Anklage wegen Meineides gegen Sack gehüllt auf dem Boden über dem Tanzfaal feines Lokals Ratt. Das Neue Theater bringt auch in dieser Woche den Schausteller Otto Wilhelm August Krause zur Berhand verborgen batte, Sonnabend früh durch den Scharfrichter Neindelausschließlich Biffon's Lustspiel Der Herr Direktor mit Herrn lung, der anfangs Januar in einem Majestätsbeleidi- Magdeburg hingerichtet, Tewele in der Stitelrolle; eingeleitet wird jeder Abend durch den gungs- Prozesse, in welchem er die Rolle des Denunzianten Wieder ein Grubenunglück in Oberschlesien. In Einakter Ein Zündhölzchen zwischen zwei Feuern, in dem Herr inne gehabt, mitten in der Verhandlung wegen Meineides ver- der Königin Luife- Grube" in Zabrze wurden Sonnabend 5 Mann Tewele die Hauptrolle spielt. Morgen, Sonntag, Nachmittag haftet worden ist. Er hatte einen ihm bekannten Mann verschüttet; ein Verletzter wurde gerettet. Das Schicksal der wird zu halben Preisen Kabale und Liebe, und Liebe, Sonntag, beschuldigt, eine geradezu unsinnige Majestätsbeleidigung übrigen ist noch ungewiß. 28. Februar, nachmittags 3 Uhr, Mosers Militärstaat begangen zu haben. Um zu erforschen, weß Geistes Kind der Eine starke Leistung. Eine merkwürdige Geschichte läßt gegeben. Em Schiller Theater wird heute, Son... Denunziant fei, wurde der jetzige Angeklagte nach seinen Vor- fich die„ Mecki. Strel. Landesztg." aus Woldegk berichten:" Auf tag, Nachmittag Der Widerspenstigen Zähmung mit Fräulein ftrafen befragt und gab unter seinem Eide an, daß er nur ein- dem Landgute P. ereignete sich am vergangenen Montag ein Pauly und Herrn Patry gegeben, abends kommen Die zärtlichen mal wegen Sittlichkeitsverbrechens mit 1 Jahr Gefängniß vor ganz eigenthümlicher, auf Wahrheit beruhender Vorfall. Ein Verwandten und Ein Diener zweier Herren zur Aufführung. Im bestraft sei. Thatsächlich ist er außer elfmal wegen Bettelns Mann sollte einen schweren Eichenstamm ausroben; er wollte Bürgersaal des Rathhauses ist Franz Schubert- Abend. Die erste noch etwa fünfmal wegen anderer Bergehen vorbestraft. Er Dynamit zu Hilfe nehmen und hatte es mit irgend einer Aufführung von Bobeltit' Schauspiel Ohne Geläut ist auf hatte vor dem Untersuchungsrichter ein volles Geständniß abge- Mischung angerührt. Da es zwölf Uhr schlug, entfernte er fich Montag, 17. d. M., festgesetzt, Dienstag und Donnerstag wird legt; gestern versuchte er die Sache dahin zu drehen, daß er die zur Mittagspause und ließ den Brei leider unbeachtet liegen. die Borstellung wiederholt. Mittwoch und Sonnabend wird Frage des Gerichtsvorsitzenden dahin misverstanden habe, daß er Bufällig liefen zwei im Dorf sich tummelnde Schweine darauf Ein toller Einfall gegeben, Freitag geht Romeo und Julia in nur seine höchste Vorstrafe angeben solle. G8 blieb deshalb nichts los und fraßen den Sprengstoff. Der hinzukommende Arbeiter Szene. Im Theater unter den Linden beschließt übrig, als die Verhandlung bis zur nächsten Schwurgerichtsfißung vertrieb sie, und fo rannte das eine mit noch triefendem Rüffel nächsten Freitag Frau Peterson Norrie ihr Gastspiel, und zu vertagen und die Mitglieder des betr. Gerichtshofes als Beugen in den Pferdestall, wo eins der Pferde ihm einen starken Schlag am Sonnabend geht die Suppe'sche Operette Boccaccio, zu laden. versezte. Durch die große Erschütterung oder sonstwie entstand neu einstudirt, in Szene. Im Friedrich Wilhelm städtischen Theater wird die Ausstattungstomödie Der das Schwurgericht des Landgerichts 1 in einer gegen die Wittwe ein trichterförmiges Loch im Boden, von dem Schivein nur Die Verzweiflungsthat einer Mutter beschäftigte gestern eine gewaltige Explosion, und als man hinzueilte, fand man Hungerleider, bie bereits die 25. Borstellung hinter sich hat, Marie echt geb. Lange gerichteten Anklage wegen der einige Knochen und mehrere größere Fettflecke an der Decke und weiter gegeben. Im Belle Alliance Theater geht such ten Mordes. Die Angeklagte, welche vor etwa zwölf an den Wänden!" heute Nachmittag als Voltsvorstellung unter Regie von Herrn Rahren nach Berlin gekommen ist, hat sich hier mit dem Frankreich mehrfach beobachtet worden zu sein. Aus Bayonne Die Meteorerscheinungen in Spanien scheinen in Süd. Türk Schiller's Wilhelm Tell in Szene. Abends folgt die Schneidergesellen Hecht verheirathet. Nach bessen Zobe fiel es 37. Aufführung von Leopold Ely's Gesangs- und Ballet ihr schwer, fich und ihre brei Kinder im Alter von 6, 4 und wurde eine entsprechende Meldung gebracht. Jezt wird auch posse Böse huben. Im Apollo Theater weiß 1 Jahr zu ernähren. Sie versuchte es, sich durch Vermiethen Montag bei Sores, dicht bei Land B, auf dem Felde befanden, aus Bordeaux geschrieben, daß Leute, die sich am letzten jezt namentlich ber Harmonika Virtuose dell'Ora bas an Schlafburschen und Schneiderei durch die Welt zu bringen; Publikum burch seine eigenartigen Vorträge zu feffeln.ba fie hierzu jedoch Silfe gebrauchte und Löhne gablen mußte, burch eine schwache Detonation aufmerksam gemacht, Herr Dstar Krüger vom Hoftheater zu Braunschweig gaflirt blieb für sie ein Ertrag ihrer Arbeit kaum übrig. Sie war wieber: leuchtenden Körper mit Lichtschweif bemerkten, ber sich in westheute im National Theater als Fauft; nachmittags 8 Uhr holt in fo großer Verlegenheit, daß sie selbst von den Schlaf- Raketengeschwindigkeit, bewegte und dann in den Leyre- Fluß zu öftlicher Richtung vom Himmel Ichräg abwärts, etwa mit wird Das Kreuz am Ferner, Drama in 4 Atten von Karl Wald mädchen fleinere Summen borgte. Sie hatte schon wiedergegeben. Morgen( Montag) findet eine Wiederholung von Die holt anderen Personen gegenüber die Absicht ausgesprochen, fich fallen schien. Der Himmel war vollständig klar und die Zeit Waise von Lewood statt. Im Parodie- Theater be- und ihre drei Kinder aus der Welt zu schaffen, well, wie sie sich 93/4 Uhr abends stimmt mit den Meteorbeobachtungen in Spanien ginnt heute, Sonntag, die Borstellung um 71/2 Uhr, an den äußerte, fie die letzteren nicht allein auf der Welt und in fremder und hauptsächlich mit denen von Madrid überein. Wochentagen wieder um 8 Uhr. Selbstverständlich gelangen Pflege laffen wollte. Am 20. Oktober abends brachte sie diesen Kanonenboot" Jason" ist heute Abend nahe bei der Einfahrt in Aus Queenstown wird vom 14. Februar berichtet: Das heute und folgende Tage die 3 Novitäten: König Heinrich, Plan zur Ausführung. Sie schickte sowohl den Schlafburfchen die Docks aufgefahren; das Schiff fint fest. Gräfin Ilse und Zscheus das Waldmädchen zur Aufführung. als auch das Schlafmädchen aus dem Hause. Lehtere hatte ein Ein hochinteressantes Experiment mit den Röntgen: Tanzvergnügen vor und fonnte nicht vor Nacht heimkehren. schen Strahlen wurde im Wiener Museum gemacht: Gine Gegen 10 Uhr machte sie Kohlenfeuer in der Maschine, egyptische Mumie, die Menschengestalt zeigte, deren Inschriften warf nach einiger Beit nochmals Rohlen auf und d aber darauf schließen ließen, daß sie einen heiligen Jbis ent- als diese völlig in Brand gerathen waren, Schob Die juristische Sprechstunde findet am Montag, halte, wurde bisher, um sie nicht zu zerstören, nicht geöffnet. fie den Schieber zu, so daß ein Abzug nicht statt- Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von Gine Photographie mit den Röntgen'schen Strahlen wies nach, finden konnte und sich sehr balb ein Qualm entwickelte, ber 6-7 Uhr statt. daß man es in der That mit einer Jbismumie zu thun hat. einschläfernd auf die drei Stinder wirkte. Sie bettete die beiden M. M. 15. Wenn man ein alter Parteigenoffe" ist, hat Es zeigten sich die Umrisse eines Vogelsteletts, von menschlichen ältesten Kinder in der Küche auf dem Fußboden und rollte dann man Muth und rückt mit seinem Namen heraus. Steletttheilen war nicht die Spur sichtbar. Nach einer Mel- den in der Stube stehenden Wagen mit dem jüngsten Kinde dung aus New- York soll Dr. Charleton Smith ein Verfahren gleichfalls in die mit giftigem Dunst angefüllte Küche. Dann = A -A 44 Unbemitt. Muſikunterr.„ K“ Boftamt 79. Brockhaus', Meyer's Wer exiton, Brebur's Thierleben, Weltgefchichten, Bücher, ganze Bibliotheken Lauft Antiquariat Rochfir. 36, I.[ 80/ 1* Stoff hat fertige Anzug 20 M., feinste Buthaten, zwei Anproben, faubere Arbeit. Hofe 3,50 M. Münzstraße 4, Engel Aufpolstern den Fehr, Refte f. Knabenanzüge spottbill. Schleiermacherftr. 18. Mühlenstr. Nr. 8, boden 5 M. 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Am Donnerstag, Nachin. 5/2 Uhr, Anfang 11 Uhr. entschlief nach langen, schweren Leiden Der Reinertrag wird der Fünfer- Kommission überwiesen. Wilhelmine Schilling, geb. Artus, 66/16 im Alter von 53 Jahren. meine innigftgeliebte Frau 2706b Die Beerdigung findet heute, Sonntag Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des freireligiösen Friedhofs( PappelAllee) aus statt. Das Comité. Typographia Um stilles Beileid bittet der tiefbetrübte Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Gatte August Schilling, Badftr. 61. Dirigent: W. Bölker Allen Kollegen u. Genoffen zur Nach- Sonntag, den 1. März 1896, in Lonis Keller's Festsälen, 2720b richt, daß unser Kollege, der Klempner Karl Rafenberger am 12. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 16. Februar, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Jahnstr. 17, nach dem neuen Thomas- Kirchhof statt. Die Kollegen v. Schlein u. Stephani. Danksagung. 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Vereinszimmer Jeden Sonntag: Musikalische Abendunterhaltung.[ 4219L Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 40. Etat. Abgeordnetenhaus. Auf eine längere, auf der Tribüne faum verständliche Rede des Abg. Schulz- Bochum( natl.) erwidert Minister v. Berlepsch, daß aus Interessentenkreisen Beschwerden über das geltende Berggesetz nicht bekannt worden seien. Sonntag, den 16. Februar 1896. " 13. Jahrg. Gegen die Wahlentrechtungs- Vorlage sind beim Beifall; ein betrunkener Antisemit, der Radau zu machen vers sächsischen Landtage bis jetzt allein aus Leipzig suchte, wurde sehr prompt durch die Arbeiter aus dem Lokal 20. Sigung vom 15. Februar, 11 Uhr. und Umgegend 39 833 Petitionsunterschriften eingegangen. befördert. Ueberall zeigte das große Interesse an den Versamm Nach der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" steht es außer lungen, wie das Verständniß für den Sozialismus, allen Vers Am Ministertische: v. Berlepsch und Kommiffarien. Zweifel, daß selbst im Ministerium weitgehende folgungen und Schmähungen zum Troß, immer tiefer in die Tagesordnung: Berg, Hütten- und Salinen- Meinungsverschiedenheiten über die Vorlage des Herrn v. Meßsch Bevölkerung eindringt. vorhanden sind.„ Mag nun", schreibt unser Bruderorgan an Aus der Schweiz. In den Stadtrath Biels wurde einer anderen Stelle, die Kammermehrheit auf ihrem Plan belegten Sonntag der Sozialdemokrat Rißling gegenüber dem harren, mögen die anderen Faktoren der Gesetzgebung, 1. Kammer Kandidaten der vereinigten bürgerlichen Parteien gewählt. Der und Regierung, sich zu der Volksentrechtung schließlich stellen, wie sozialdemokratische Kandidat Genosse 3ürcher für den Gege- ihnen gut dünkt wir Sozialdemokraten werden unsere Pflicht meinderath( Magiftrat) kommt mit dem bürgerlichen Gegenthun. Der Volts protest wird in Permanenz ertandidaten in Stichwahl. Dann hält Abg. Arendt seine Rede über Silber. tlärt und wird dauernd und stets gewaltiger Abg. Brömel antwortet ihm vom Standpunkte der Gold- gegen die rechtsräuberische Reaktion zu Felde Polizeiliches, Gerichtliches 2c. währungs- Anhänger und bemerkt: Bei uns ist der ziehen." In Luckenwalde ist wieder ein Hagel von Straf Bimetallismus nichts weiter als eines der mandaten niedergegangen. Bekanntlich war in der Versammlung, prattischen Mittel zum 3wede höherer Ge- thum Gotha ist von den sozialdemokratischen Wahlmännern polizeilich tonfiszirt worden, weil die Sammlung eine nicht geAls Kandidat für den 11. Landtags- Wahlbezirk im Herzog- wo Bebel sprach, der Ertrag der Tellersammlung( 74,05 M.) treidepreise.( Sehr richtig.). auf einer Konferenz in Georgenthal Genosse Heinrich Wolf nehmigte Rollette gewesen sei. Jetzt haben der Einberufer der aus Dietharz aufgestellt worden. Seine Wahl ist unzweifelhaft. Bersammlung, Vertrauensmann Trautsch, und die Genossen Die Klage Dreesbach's in Mannheim gegen die beiden Scheller und Schulze, die die Tellersammlung beaufsichtigt Redakteure der nationalliberalen Badischen Landeszeitung", die hatten, wegen der„ Kollekte" Strafmandate erhalten, die für jeden unsern Genossen während der Landtagswahl schwer verleumdet auf 30 M. Geldstrafe oder 3 Tage Haft lauten, und die Redakteure haben, um seine Wahl zu verhindern, wird vom Schöffen- der Luckenwalder Zeitung" und des Anzeigers" sollen je 3 M. gericht in Karlsruhe am 6. März verhandelt werden, da im blechen, weil sie die Rollette" veröffentlicht haben. Die Polizei ersten Termin, am 5. Februar, die Sache gemäß dem Antrage behörde von Luckenwalde beruft sich dabei auf§ 1 ber der Verklagten vertagt worden ist. Es soll der Archivrath des Regierungs- Polizeiverordnung. Selbstverständlich ist richterliche Reichstags sowie der des badischen Landtags vernommen werden. Entscheidung beantragt. Als Zeuge figurirt auch Dr. Rüdt. - Die Straffammer in 2üneburg verurtheilte heute den Aus dem ,, liberalen Musterländle". Vorigen Sonntag eines Fabrikanten in Lüneburg zu 14 Tagen Gefängniß. Redakteur Thiel vom dortigen Volksblatt" wegen Beleidigung sollte in Mönch weiler in Baden eine von unseren Parteigenossen einberufene Versammlung zu gunsten der Einführung Fleißner, der Vertrauensmann des 8. sächsischen Reichstags Eine sechsmonatige Gefängnißstrafe hat der Parteigenosse des direkten Landtags Wahlrechts abgehalten werden. Die Versammlung wurde aber, wie der„ Offenburger Wahlkreises( Pirna), am Montag angetreten. Die Strafe ist Boltsfreund" mittheilt, dadurch vereitelt, daß sie" der Militär- ihm auferlegt, weil er in einem Vortrage einige Behörden bes Militär- leidigt haben soll. Je mehr sich die sächsischen Behörden mit verein unter Direktion des dortigen Bürger- leidigt haben soll. Je mehr sich die sächsischen Behörden mit meisters durch ein sangähnliches Gebrüll störte. dem Volksempfinden in Widerspruch sehen, um so eifriger suchen sie bei den Gerichten Schutz vor öffentlicher Kritit. Betheiligung an den Gemeindewahlen beschlossen die Parteigenossen Würzburgs. Abg. v. Eynern( natl.): Die Hoffnungen der Bimetallisten find überall aus guten Gründen fehlgeschlagen. Um der wenigen Millionen wegen, die unser Silber- Bergbau Schaden erleidet, ist die bimetallistische Agitation nicht zu entschuldigen. Abg. v. Kardorff( frk.) beklagt wieder einmal die Stellung der Regierung in der Währungsfrage und berechnet den Schaden der deutschen Landwirthschaft aus dem Fehlen der Silberwährung auf 300 Millionen jährlich! Minister v. Berlepsch erklärt, daß er sich nicht auf eine Währungsdebatte einlassen wolle, da die Stellung der Regierung in der Währungsfrage fest und bekannt sei. Abg. Rickert( frs. Bg.) bricht gegen Arendt's Anzapfungen eine Lanze für die Mitglieder des Cobdenklubs. Nach der Währung wendet sich die Debatte den Dungfalzen zu, deren hohen Preis mehrere Abgeordnete im Interesse der Landwirthschaft beklagen. Bom Regierungstische her wird auf eine Anregung des Abg. Bartmer( natl.) erwidert, daß eine Aufbefferung einzelner Mittel- und Unterbeamten der Berg- Verwaltungen stattgefunden habe und die Einführung der Dienstalterszulagen in Aussicht genommen sei. Der Etat wird genehmigt. Montag 11 Uhr: Bau- Etat. Schluß 44 Uhr. " 0 Partei- Nachrichten. In Spandau ist am Dienstag in einer start besuchten Verfammlung, wo Reichstags- Abgeordneter Bueb aus Mülhausen einen beifällig aufgenommenen Vortrag gehalten hatte, ein sozialdemokratischer Arbeiterverein gegründet worden, dem sofort 80 Mitglieder beitraten. Nächsten Dienstag wird bei Radtke, Neumeisterstraße 5, die erste Mitgliederversamm lung abgehalten, um den Vorstand zu wählen und um über die Statuten zu berathen. Sonntagsplauderei. " " " " Wegen Beleidigung zweier Direktoren der Zeche Westfalia wurde Genoffe Block in Dortmund, Redakteur an der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- 8tg.", zu 4 Wochen Gefängniß und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Er hatte einen Ars tifel veröffentlicht, worin der Unfall eines inzwischen verstorbenen Arbeiters der Beche u. a. dem Mangel an Schuhvorrichtungen zugeschrieben war. Das hat sich als unwahr herausgestelt. " = Versammlungen. Von der Agitation. Im Auftrage der thüringischen Agitationskommission in Erfurt unternahm Dr. Quard aus Frankfurt a. M. eine Agitationstour durch Thüringen, wobei er in Eisenach, Gotha, Waltershausen, Arnstadt, Jena, Bürgel, Pößneck, Jimenau, Heinrichs und Goldlauter bei Suhl und in Die Anhängerinnen unserer Partei in Rigdorf werden st a dt a. Drla wurde von der Ortsbehörde verboten, weil Duard Koburg Versammlungen abhielt. Eine Versammlung in Neudarauf aufmerksam gemacht, daß Montag, den 17. Februar, gewerbsmäßiger" sozialdemokratischer Agitator wäre und weil die abends 8 Uhr, in den Viktoria Sälen in der Hermann- geplante Besprechung der Handwerkerfrage durch ihn den öffentlichen Die Konsumenten Berlins waren von anarchistischer straße eine Volksversammlung abgehalten wird, wo Frieden zu stören geeignet sei. Neustadt a. D. liegt in demselben Staate Seite zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen worden, Reichstags Abgeordneter Dr. Bütgenau über das Thema Bersammlungen in Eisenach, Jena und Bürgel Sachsen- Weimar, wo Genoffe Quarck unbehelligt in drei anderen welche am 14. d. M. im Keller'schen Saale, Koppenstraße, statt. sprechen fand zur Erörterung der Frage: Wie stellen sich die Kon spricht: Die Frau und das bürgerliche Gesez fonnte. Allerdings wurde in Jena ein Pastor, der der Kritit sumenten zum Streit in der Konfektionsbranche?" Der Ein buch." Wollen die Frauen, daß das fertige Gesetz ihre Inter- des Christlichen Sozialismus" entgegentrat, unter lebhaftem ladung waren kaum 150 Personen gefolgt, unter welchen sich effen wenigstens um etwas besser berücksichtigt, als es in dem Beifall der auch von Dozenten und Studirenden besuchten Ver- auch Herr v. Egidy und einige Herren von der Ethischen sammlung widerlegt, und in Bürgel mit seiner welt- Gesellschaft befanden. Wiese als Einberufer und Referent be vorliegenden Entwurfe zur Blamage der bürgerlichen Männer- bekannten Stock- und Topffabrikation erklärte nach dem Vor- dauerte, daß die Arbeiterschaft ihre Macht als Konsument noch welt der Fall ist, so müssen sie sich fräftig regen. Die An- trage ein bis dahin ordnungsparteilicher Handwerksmeister, nicht erkannt und nicht verstanden habe, sich als Konsument zu hängerinnen unserer Partei haben deshalb die Pflicht, nicht nur daß die sozialdemokratischen Ausführungen den Nagel auf den organisiren. Auf Wunsch der Versammlung erläuterte Wiefe der Konsumenten Organisationen in den Kreisen ihrer Bekannten für zahlreichen Besuch der Ver- Kopf träfen. In Pößneck brachte die Versammlung er seine Theorien bezüglich schütternde Einzelheiten aus dem Elend der dortigen Textil- und war er der Meinung, daß auch in dem jezigen sammlung zu agitiren, sondern sich auch selbst dort pünktlich ein- arbeiterinnen an den Tag. Der gleichfalls anwesende bürgerliche Konfettions Streit die Konsumenten einen großen Druck zufinden. Das gleiche Ersuchen ergeht an unfere männlichen Landtags- Abgeordnete hüllte sich jedoch in tiefes Schweigen. auf die widerstrebenden Kapitalisten ausüben fönnten, Parteigenossen. In Goldlauter bei Suhl, einer preußischen Gemeinde, die wenn sie einen Konsumverein bildeten, in allen Stadttheilen feit langem mit ihren Gewehr- und Porzellanarbeitern in der Läden eröffneten und in diesen nur Waaren verfauften, welche Bewegung steht und bereits einen sozialdemokratischen Gemeinde- aus Geschäften stammen, die die Forderungen der Streikenden vorstand hatte, deshalb aber jetzt bis auf den Nachtwächter bewilligt haben. Der Geschäftsgewinn tönnte in die Streittaffe herab kommissarisch verwaltet wird, trat der Ortspfarrer, ein fließen. Doch erkannte er an, daß dieser Gedanke noch nicht ausNaumanurianer, dem Referenten entgegen. Die von Männlein gereift sei und verzichtete er demzufolge auf eine weitere Ausund Weiblein überfüllte große Versammlung bekannte sich jedoch spinnung dieses Gedankens. Diese übernahm Herr Rechtsanwalt durch ein donnerndes Hoch zur Sozialdemokratie. In Koburg Dr. Steinschneider, welcher es u. a. merkwürdig fand, daß zollte vor ebenfalls überfülltem Saal ein alter 48er, jetzt Frei- die sozialdemokratische Parteileitung die Bedeutung der Konsum sinniger, der Kritik des Sedanrummels durch den Referenten genossenschaften zur Hebung der wirthschaftlichen Lage der arbeiten schränken? Sollten die großen, öffentlichen Kämpfe unserer Zeit Schmeißt mer heraus den Ibig, er zerreißt mer sonst mein nicht den Ehrgeiz der Betriebsamen wecken? Welche glänzende Herz!" Es giebt einen tollen Pariser Fastnachtsschwant mit Namen Ausbeute, wenn die berufenen Wächter der Ordnung in aller- Seine Ruhe will er haben, der Herr Rollfuß, und wer Tricoche und Cacolet. Darin werden allerhand Maskeraden und hand Fährlichkeiten, die sie mit Liſt und unter verschiedenen seine Feinfühligkeit mit lauten Anklagen belästigt, der scheere Verkleidungen zu Detektive- Zwecken verwandt und der belustigende Maskeraden überwinden, auf den Kriegspfaden gegen die fich weg! Weil er im Grunde seiner Seele sich so sehr Kunstgriff bringt Ueberraschung um Ueberraschung. Was die schleichende Niedertracht gezeigt werden! Heran, heran, der sentimental vorkommt, wird er auch so leidenschaftlich gerne jedem übermüthige Phantasie der Pariser Komödiendichter erfann, Lorbeer winkt! zuhören, der ihn vertröstet, mit der Noth der Klageführenden sei was in Duhenden von Romanen, die auf äußerliche Ist man doch sonst, zumal auf Seiten unserer Reaktion, es nicht gar arg bestellt. Er und der Typus, den er vorSpannung berechnet sind, die Nerven des Lesers erregt gegenwärtig nicht arm an phantastischer Romantit. Da werden stellt. Er wird dem Minister dankbar sein, der frohlaunigen und reizt: der Kriminalist, der unerwartet im befremd- weitausschauende Marinepläne verfaßt und man träumt von Humors erklärt: das bischen Rauhheit des Soldatenlebens darf lichen Kostüm in den Gang der Ereignisse eingreift, er ist in Weltherrlichkeiten, die heute noch ungeahnt sind. Man man nicht allzu tragisch nehmen. Das hält gesund, das härtet den letzten Tagen in leibhaftiger Wirklichkeit erschienen. Ich setert über den Reichstag, der kurzsichtig fich der ab, und wenn einer mal dabei weichlich abfällt, je nun, das war glaube nicht, daß sich unsere Polizei sonderlich viel um Humor großen Zukunft verschließe, und einzelne Schwärmer eben ein Schlappier; und er wird jedem dankbar sein, der ihm oder spannende Senfationen fümmert; aber der findige Mann fordern. in eyaltirten Worten das Volk zur frei Gelegenheit schafft, leichtmüthig über großes, offenkundiges speziell, der das harmlose Gewand eines Kellners wählte, um willigen Steuer für eine gewaltige Heeres Flotte Glend hinwegzukommen. Es hat der Jammer in der Ronfeinem Amt dienen zu können, bereitete wirklich eine originelle auf, damit der kleine Reichstag beschämt vor dem stolzerwachten sektions- Industrie ihn für ein weilchen aufgerüttelt. Einmüthig Ueberraschung. deutschen Volksgewissen dastehe. Unschuldige Phantastereien! hat man ein schreiendes Unrecht erkannt. Der oberste RegierungsWas für prächtige Anregungen können phantasiebegabte Sie wechseln mit bösartigen ab, wie sie jetzt in der sächsischen vertreter konnte nicht anders: Er mußte das Unrecht Unrecht nennen. Menschen aus dem Thema:" Der überwachende Geheimpolizist Landtagsstube sich überſtürzen. Wenn die Lage nicht so ver- Aber soll man die Unbequemlichkeit, das Unbehagen länger erals Kellner" schöpfen, Anfäße zu einer staatsrettenden Literatur dammt ernst wäre, man wäre versucht, manches, was in den tragen? Sachte versuchen die Könige der Konfektion die er sind ohnedies allenthalben reichlich vorhanden; und so wie Kammerreden zum fächsischen Wahlrecht produzirt wird, als regte öffentliche Meinung einzuschläfern. Mit Wonne schlürft Pastor Schall laut und eindringlich vor der giftigen Sozialdemo- Fastnachtsscherz u betrachten. Welche Joylle malen man die beruhigenden Nachrichten ein, die hier und dort fratie warnt, so tritt auch in der Literatur das Streben auf, fich die Herrschaften in der sächsischen Kammer aus. in die Journale lancirt werden. Erft heißt es froh vor den düsteren Verführern, den Sozialdemokraten, die Gift Wie wissen fie in der Einbildung zu schwelgen, gemuth: Mit der Spektakelkomödie, die abermals von der brauchen und dabei arge Beschwörungen vor sich hinmurmeln, zu daß süßer ungetrübter Frieden, ein glückseliges Zeitalter, ein Sozialdemokratie aufgeführt wird, ift es im Ernst warnen. Ich kann mir denken, wie die Einbildungskraft eines Leben ohne jeden Mißklang einkehren werde, wenn das nicht viel. Die Berliner Konfektion wird durch den wohlgesinnten Erzählers etwa durch die Vorgänge in Möhring's mammonistische Wahl- und Gewaltgesetz zur That geworden. sogenannten Streit kaum berührt. Nun also! rufen die vom Lokal lebhaft befruchtet wird. Welche finsteren Intriguen lassen Da werde jeder trotzige Widerstand aufhören. Kampf- und Schlag Rollfuß aus, das läßt sich hören, dann, als die Umstände sich da spinnen? Die Gäste, die anscheinend harmlos zu Biere wunschlos, ein einzig schöner sächsischer Traum, werde das kritischer werden und man nicht mehr wegwerfend vom sozusammenkamen, das sind Unholde, unheimliche dämonische Ge- Dasein dahinfließen; und wo sich dennoch Begehrliche regen, genannten Streit" sprechen darf, als die Entschloffenheit fellen. Ihre nächtlichen Ränke und Werke bedrohen Wohlfahrt da wird man ihnen mit Nachdruck zurufen, wie Herr Roll- tausende von Arbeitskräften erfaßt hat, wird die Tattit und Leben der Gesellschaft. Sie jubeln, die schwarzen Ver- fuß, ein Rufer im Streit, mit Emphase thut: Wem es im der Unternehmer verändert. Notizen und Notizchen und geschickten schwörer; schon meinen sie, bald ans Ziel ihrer verderblichen schönen Sachsen nicht gefällt, der spute sich und wandere tauchen auf, Pfusch Er ist nicht einmal originell in seinem Aus- Arbeiter zu erzählen wissen. sollte einem Wünsche gelangen zu können. Da naht zum Glück der Rächer, nach dem Ausland. nicht mitten in ihre Reihen die Argliftigen liftig überrumpelnd. Er spruch, der gute Herr Rollfuß; und welche ausschweifende wundern, wenn man schließlich vernähme: Bei der Konfektion schwingt die Bierseidel und geraden Schrittes, voll vom Rettungs- Phantasie in volkswirthschaftlichen Dingen hat er zugleich be- ist es eben einmal so: Eine Masse wird berufen und wenige eifer, geht er auf das Haupt der Bande los, den Schwärzesten fundet. Milch und Honig wird fließen in sächsischen Landen, sind auserwählt. Ja, wer tüchtig ist und fleißig, der kann auch der Schwarzen, den Zückischesten unter den Lückischen, und wenn die Unzufriedenen von dannen ziehen und den Staub von sein redlich auskömmliches Brot gewinnen. Aber zur Konfektion ruft ihm mit donnernder Stimme zu: Sie sind mein ihren Füßen schütteln. wird das alte Leid der drängen sich so viele Pfuscher und Stümper. Das ist ja das Arrestant!" Erschreckt fahren die Verräther zurück; fahl wird sächsischen Uebervölkerung einem Schlage aufhören, Kreuz der großen Konfektionäre. ihr Antlig, als sie die Hilfstruppen des Mannes gewahren, der Arbeitspöbel wird sich davontrollen und dann wird das So und ähnlich hallt es aus der und jener Zeitungsecke der sie entlarvt hat. Wieder einmal ist die Macht des Bösen Königreich erst gemüthlich werden. Und Menschen von solchem wider. Und die Zeitungen? Sie wollen nicht undankbar sein gebrochen worden. Vorstellungsvermögen, von solcher Erkenntniß der Wirthschafts- wider ihre Auftraggeber. Sie geben gern die hilfreiche Hand So fann in mancherlei Formen das empfängliche Gemüth bedingungen unserer Zeit entrechten eine Voltsmehrheit. Sie zur Besänftigung der beunruhigten Deffentlichkeit. des noch unverdorbenen Voltes vor den Barbaren der Nacht entrechten sie mit der Begründung, die von jeher allem spieß- Aus den Reihen der Mächtigen in der Konfektion stammen verwarnt werden, die unsere Kultur in Trümmer zu schlagen bürgerlichen Denken die Norm abgab: Unsere Ruhe wollen wir fette Inseratenaufträge. Die Konfektion ist eine tüchtige bereit sind; und manche phantastische Erzählung kann durch haben, unſere unbekümmerte Ruhe um jeden Preis. Herr Roll- Meltfub für die Blätter; und kennt heute nicht farbenreiche Schilderungen von Fahrten und Thaten ver- fuß hat ein allzuweiches Gemüth. Er kann es nicht hören, wenn Macht, Werth und Einfluß des Inserats, des einzigen Herrn Er gehört zu jenem um- und Gebieters in einem beträchtlichen Theil der gesammten mummter Rächer der beleidigten Gesellschaft an romantischer einer über seine Schmerzen flagt. Würze gewinnen. Das Gebiet der Verkleidungen läßt fassenden Typus, den eine föstlich- fatirische Zeichnung Harburger's Presse? Durch diese Machenschaften sich nicht beirren, sich nicht der Phantasie übergroßen Spielraum, und der Geheimpolizist als in München treffend charakterisirt. Auf dem Bilde Harburger's einschläfern lassen, heißt es nunmehr. Bu bitter ist das Unrecht Kellner kann für die wohlmeinende Literatur Schule machen. sieht man einen prozigen Bankier, vor dem ein armseliger und zu warmfühlend die allgemeine Theilnahme mit den KonMuß sich denn die Romantik dieser Art immer auf Spielhöllen, jüdischer Bettelmann sein Leid bejammert. Da hält sich der fektionsarbeitern geworden, als daß die schönfärberische WerFalschmünzer Werkstätten und berüchtigte Kaffeeklappen be- Bankier die Ohren zu, ruft seine Diener herbei und schreit: logenheit abermals triumphiren sollte. Dann mit die vom E3 wer vom Alpha. Der Hierauf nahm ben Bevölkerung nicht anerkenne, während auf der andern Seite Beispielen die einzelnen Fragen der Bücher und richtet sammlung lebhafter Zustimmung. Timm in seiner Broschüre direkt die Konsumenten um ihre Unter- an alle Anwesenden, besonders auch an die Frauen, Vertrauensmann Fischer das Wort, der über die augenblickliche Stübung angehe. In der weiteren Diskussion sprachen noch mehrere die dringende Bitte, die Bücher recht gewissenhaft aus- Lage des Streits eingehend berichtet. Seines Dafürhaltens sei Anhänger des Konsumvereinsgedankens unter Verwerfung der zufüllen. Es feien 15 Kontrolleure ernannt, welche die Aus- der Sieg gewiß, wenn die Zimmerer nur einigermaßen dem BeHoffnung auf den Staat, welche der Arbeitermaffe eingeimpft füllung überwachen und zur Beantwortung einer jeden Frage schluß der Versammlung im Feenpalast nachtämen. Im allge worden sei. Die Versammlung verpflichtete sich ohne Resolution, gern bereit sind. Auch können Zimmerleute, die sich an der meinen ständen die Meister und speziell größere Geschäfte der nur Waaren zu kaufen, die unter menschenwürdigen Bedingungen Enquete noch betheiligen wollen, Fragebücher dort erhalten. Forderung freundlich gegenüber und haben bisher 110 Arbeithergestellt feien, nicht aber in Schleudergeschäften. Daß die Wichtigkeit dieser Enquete von den Arbeitern voll geber die 1800 Arbeiter beschäftigen, die Forderungen voll und und ganz begriffen sei, zeigt der Umstand, daß die Gewerkschafts- ganz bewilligt. Dieses erfreuliche Resultat müsse jeden Zimmerer Die Adreffen Bureaus und die Ausbeutung ihrer An- tommission in ihrer legten Sigung beschlossen habe, die Statistit anspornen, auch für die weitere Bewilligung der Forderungen, sowie gestellten, so lautete die Tagesordnung der am Donnerstag im auf sämmtliche Bauhandwerker auszudehnen. Nachdem noch für die Unterstützung der Streifenden einzutreten. In der Dis Schweizergarten abgehaltenen und von ca. 600 Personen besuchten Brindmann aus Hamburg, Redakteur des Verbands: tuſſion erkannten alle Redner die Verkürzung der Arbeitszeit als Voltsversammlung. Reichstags- Abgeordneter Dr. Bütgenau leitete die Versammlung ein, indem er noch einmal kurz die Organs der Zimmerer, fich verpflichtet, mit allen Kräften diese einen bedeutenden Fortschritt an. Vor allem aber gelte es, das traurigen Verhältnisse der Adressenschreiber beleuchtete. Nur den Enquete zu unterstüßen, beschließt die Versammlung am Sonn- nun Errungene festzuhalten. Ein Antrag, auch in Charlottentag, den 16. d. M. mit derselben zu beginnen. Dr. Friedeberg burg eine Streit Kontrollstelle einzurichten, um damit den einen Rath könne er den Adressenschreibern geben, sich zu organisiren theilt noch mit, daß die Sanitäts- Kommission bestrebt ist, mehrere Streifenden den Weg nach Berlin zu ersparen, wurde abgelehnt, und die geschlossene Macht den ausbeutenden Bureaus entgegenzu fraffe Fälle aus der Konfektionsbranche zu veröffentlichen und somit ist jeder verpflichtet, sich in Berlin der Kontrolle zu unterstellen. Wilde ergänzt in wirksamer Weise die Ausführungen des bittet er, alles Material an Dr. Zadek, Dresdenerstr. 109, zu ziehen. Nachdem noch kleinere Angelegenheiten besprochen, er Borrebners; er spricht sich energisch gegen die Errichtung eigener fenden, Die Namen und Adressen der Kommissions- folgte mit einem Hoch auf die Bewegung der Schluß. Adressenbureaus aus und glaubt den Adressenschreibern empfehlen Mitglieder find: Gruse, Barnimstraße 41 a; Julius zu können, eine eigene Organisation zu gründen. Die Adressen- Krüger, Friedenstr. 42; Th. Hoffmann, Gubenerstr. 8; über die Versammlung der auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Berichtigung. Zu dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht Schreiber Gorgitta, Ehrenberg, Obersti schildern nochmals die August Däring, Puttbuserstr. 42; Gustav Dietrich bringt uns der Fraisereikutscher Tischler eine Richtigstellung. In schändliche Bezahlung, die zwischen 6-15 Pfg. pro Stunde variirt Bahnstr. 48; Otto Romeite, Barnimstr. 18; Augufi und die Behandlung, die ihnen namentlich seitens dem Bericht waren die Worte eines Redners wiedergegeben der Lindow, Bergstr. 47; Max Leonhardt, Uferstr. 14b; worden, wonach der Kutscher von Herrn Roller an der Brust Herren Schustermann, Brode und Teßmer zu theil wurde. Die Herren Becher von der Firma Teßmer und Carl Bock, Schliemannstr. 6; Carl Janoske, Choriner gefaßt fei, als er sich geweigert habe, die Arbeiten an einer Die Herren Becher von der Firma Teßmer und straße 16; Rudolph Schult, Uhlandstr. 15; Carl Solzbearbeitungsmaschine aut verrichten. Nach der Darstellung Herr Ettisch von der Firma Schustermann versuchen ihre Firmen dadurch zu entlasten, indem jeder von ihnen Beyer, Rirdorf, Rosenstr. 5; August eithafe, Rum- des Herrn Tischler lag die Schuld an dem Vorfall wohl auf Wilhelm Schöning, beiden Seiten, benn auch er, Tischler, sei erregt gewesen. Einige behauptet, die andere Firma bezahle noch schlechter wie die Friedrichsberg, Jungstr. 49. melsburg, Türrschmidtstr. 33; ihrige. Daß aber sehr schlecht bezahlt wird, geben sie beide zu. Liffauer warnt die Adressenschreiber davor, eine eigene Orga Der Streit der Zimmerer. In Steglitz beschäftigte nisation zu gründen. 75 pet. der Adressenschreiber find stellen sich am Freitag eine gut besuchte Versammlung der Zimmerer mit lose Kaufleute, feiner weiß, ob er morgen noch Adressenschreiber der Stellung zum Streik der Berliner Zimmerer. Meißner, sein wird, und jeder hofft, es nicht zu sein. Darum der das Referat übernommen hatte, erläuterte den Anwesenden tönnen sich die Adressenschreiber nur einer bestehenden die im Rohnkampfe aufgestellten Forderungen, 9stündige ArbeitsOrganisation anschließen, die auf dem Boden der zeit und 55 Pf. Stundenlohu. Sodann giebt Redner eine modernen Arbeiterbewegung steht. Bauer schließt sich diesen Schilderung des bisherigen Verlaufs des Ausstandes und fordert Ausführungen an und stellt den Antrag, daß sich die Adressen- die Arbeiter zu einem einmüthigen Zusammenhalten auf. Die schreiber der Freien Vereinigung der Kaufleute anschließen. Es Redner in der Diskussion bekundeten einmüthig ihr Einverständniß gelangt hierauf eine Resolution zur einstimmigen Annahme, in mit dem Referenten und gelangte hierauf folgende Resolution zur der die Versammlung sich mit den Ausführungen des Referenten Annahme:" Die Versammlung erklärt sich mit den Berliner einverstanden erklärt. Der Antrag Bauer wird sodann gegen Zimmerleuten solidarisch und verspricht für die gestellten 3 Stimmen angenommen und lassen sich sofort eine große An- Forderungen mit ganzer Kraft einzutreten. Sie erblickt in der zahl Adressenschreiber in die Freie Vereinigung der Kaufleute Berkürzung der Arbeitszeit das wirksamste Mittel, der immer aufnehmen. Der Vorsitzende konstatirt noch, daß von sämmt- mehr graffirenden Arbeitslosigkeit zu steuern und hofft von allen lichen eingeladenen Reichstags- Abgeordneten nur ein sozial- uns noch fernstehenden Kameraden, daß sie sich sofort der Bedemokratischer Vertreter erschienen ist.) wegung anschließen. Weiter verspricht die Versammlung tüchtig für den Unterſtügungsfonds der Streifenden einzutreten." Zum Schluß wird bekannt gegeben, daß die MorgenSprache des Vereins der Zimmerer Berlins und der Umgegend heute Vormittag 10 Uhr bei Schellhase, Ahornstraße 15a, stattfindet. Tage später habe Herr Roller ihn wieder eingestellt; die Angelegenheit sei auf gütlichem Wege ausgetragen worden. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag tein Unterricht. Die Seferäume find von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. Unterricht am Montag: Südost Schule, Waldemarstr. 14: Deffentliche Gesundheitspflege. Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Nationalökonomie. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% 11hr. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Lefetlub Karl Marr, bei Grube, Mariendorferfir. 5. Vorträge, Vor lesungen. Gäfte wilkommen. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins d Umgegend. Sonntag, den 16. Februar, nachmittags 5 Uhr, Oranienſtr. 51: Versammlung. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 17. Februar, abends 8 Uhr: Bahlstelle 1 bei Feindt, Weinfir. 11; Bahlstelle 2 bet Gründel, Brunnenstr. 188; Bahlstelle 3 bet Lorenz, Martgrafenftr. 83; Bahlstelle Char: Tottenburg bei Beyer, Wallstr. 96, Charlottenburg. Freireligiöse Gemeinde. Montag, den 17. Februar, abends 814 1hr, Alexanderstr. 27 c( Englischer Garten), unterer Saal: Beschließende werfammlung. Wahl der Kassen- Revisoren. Beschlußfaffung wichtiger Ge meinde- Angelegenheiten. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure u. J. w. Montag, den 17. Februar, abends 10 Uhr, bei Buste, Grenadierstr. 33. Monats- Versammlung. Kollegen willkommen. Stenographischer Verein( Stolze) zu Berlin. Vereinslokal: Payenbofer Bierausschant, Euisenstr. 36. Sigung Montag, den 17. Februar 1996, abends 8% uhr. Tagesordnung: Fortbildung in der Stenographie. Samariterkurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 17. Februar, abends 8 Uhr, Beuthstr. 20 bei Gohn: Bortrag des Herrn Dr. med. Friedeberg über innerliche Blutungen( Lungen-, Magen-, FrauenBlutungen u. 1. m.) und stoliten. Danach praktische Uebungen im Anlegen von Nothverbänden und dergl. Zu einer öffentlichen Versammlung der Zimmerer, welche am Freitag bei Buske, Grenadierstraße, tagte, referirte Dr. Friedeberg über die Wichtigkeit der zu veranstaltenden Lebenshaltungs- Enquete unter den Zimmerern. Die Arbeiter, so führte der Redner aus, können der Regierung und dem Kapital als hauptsächliches Kampfmittel nur ihr gutes Recht entgegen- In Charlottenburg hielten die Zimmerer unter reger Befeßen. Dieses Recht zu verstärken, soll der Zweck einer derartigen theiligung am Mittwoch eine Versammlung ab, um gleichfalls Enquete sein. Dr. Zadek habe es sich gemeinsam mit dem Redner über den Stand der Lohnbewegung den Bericht entgegen zu Privat- Vergnügungs- und Theater- Verein„ Jasmin". Sonntag zur Aufgabe gemacht, durch Ausgabe von Fragebüchern nehmen. In einigen einleitenden Worten nimmt der Zimmerer nachin. 5 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57: Sizung. Fidelitas. Gäste in welche jede Familie 14 Tage lang ihre Lebenshaltung genau Freitag Veranlassung, der Versammlung einen Artikel des Vergnügungs- Klub Oftend". Sonntag 5 Uhr bei Birk, Straußverzeichnen soll, eine unanfechtbare Statistik aufzustellen, die dar freifinnigen Organs, der neuen Zeit", zu verlesen, der in bergerstr. 3: Sizung. Nachdem Fidelitas. legt, wie weit es dem deutschen Arbeiter unter den heutigen höhnender Weise den Streik der Zimmerer bespricht. Bühnenverband Preciofa". Esuntag Nachnt. 5 Uhr bei Behlendorf, wirthschaftlichen Verhältnissen möglich ist, sich und seine Familie treffende Abfertigung, die Redner diesem arbeiterfeindlichen Seughofstr. 8: Sigung. Rollenausgabe. Fibelitas. reichlich zu ernähren. Redner erläutert an der Hand von Organ zu theil werden läßt, begegnet in der VerAusschneiden. Mittheilung. Herr Vogel, Restaurateur, Berlin, ParochialStraße Nr. 36, erkrankte Mitte Juli 1893 an einer gichtischen Kniegelenk- Entzündung. Die Folgen diefes schmerzhaften Leidens wurden bald sichtbar, es stellte sich Schlaf- und Appetitlosigkeit ein, sodaß der Kranke faft zum Stelett abmagerte und nur mit Hilfe von Krücken sich mühsam fortbewegen konnte. Er begab sich in die Königliche Klinit, Berlin, Ziegelstraße 5-11, wo ihm die Aerzte eröffneten, daß sie bei der start vorgeschrittenen Entzündung eine Ampu tation des Beines für unvermeidlich hielten. Dem widersetzte fich der Kranke energisch, verließ die Klinik und suchte lette Rettung in meiner Lohtannin- Badeanstalt, die ihm schon früher empfohlen war. Nach dem Gebrauche von 24 mit Massage verbundenen Lohbädern konnte ich Herrn Vogel aus meiner Kur als geheilt entlassen und war derselbe im stande, seinen Geschäfte wieder vorzustehen. 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Arbeitsnachweis, Annenstr. 39, zu haben. Verein Stenographen- Schule. Dienstag, den 25. Februar, abends 1/29 Uhr: Großer Experimental- Vortrag über Photographie mit X- Strahlen. # 264/9 黏度 Eintrittskarten à 50 Bf. find zu haben in den Zigarren Geschäften Naunynstr. 81; Elsasserstraße( Ecke Novalisstraße); Gertraudtenftr. 21. Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein Berlins u. Umg. Montag, den 17. Februar, abends 8½ hr, bei Röllig, Neue Friedrichstrasse No. 44: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: I. Vortrag des Herrn Mannsfeld über die verschiedenen Staatsformen. 2. Diskussion. 3. Bericht der Rechtsschuß- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Bericht des Schiedsgerichts in Sachen des Rollegen Stein. 5. Vereinssachen. Um recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. Gäste 3 Grſcheinen der Mitgliede haben Zutritt. Mitglieder, welche noch mit den Beiträgen über vier Monate im Rückstande find, werden zu dieser Versammlung ersucht, ihren Verpflich tungen nachzukommen. Der Vorstand. 19/6 Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure und verwandter Berufsgenossen. Versammlung am Dienstag, den 18. Februar 1896, in den Oranienhallen, Oranienstrasse 51. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Fris Hansen. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 74/14 Heute findet die Besichtigung der im Bau begriffenen Gewerbe- Ausstellung statt. Treffpunkt am Schlesischen Thor, vorm. 10 Uhr. Lederarbeiter! Portefeuiller! Große Vereins- Versammlung am Montag, den 17. Februar, abends 81/2 thr bei Roll, Adalbertstr. 21. Tages- Ordnung: Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Die Kollegen der Fabriken von E. May, E. Raube und Brauer u. Comp. werden zu dieser Versammlung speziell eingeladen. II. Stiftungsfest den 14. März. Billets find zu haben bei Herrn Zack, Heinrichsplah. Charlottenburg. Sozialdemokratischer Wahlverein. MF Versammlung 27095 am Dienstag, den 18. Februar, abends S Uhr, in Triesethau's Salon, Sophie- Charlottenstraße 94. 252/3 Tagesordnung: 1. Was ist Recht. Referent Genosse Theod. Mehner. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegenheit. Gäste willkommen. Der Vorstand. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen besch. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Berlin II.) ( Filiale Nord Mitgl.- Versammlung am Dienstag, den 18. Februar 1896, abends 8½ Uhr, bei Herrn Jennerich, Bergstraße 12. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Fritz Wilke. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheit. 4. Berschiedenes. 88/15 Der Vorstand. Strelitzerstr. 52. Künstl. Zähne, es zahuziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 128 vorzügl. u. Garantie, schmerzt., Zahnschmerz beseitigt, schmerzRohtabake halte ich meine 42912* Möbel- Ausverkauf Masken- Garderobe es möbelfpeichers Rosenthalerstr. 13, bei Bedarf beft.empfohlen. 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SpiegelSaal: Grosser Festball. so auch Havanna-, Mexiko-, Sedleaf-, Anfang an beiden Tagen 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Große Horn- u. Streichmufit. Cuba- Tabake offerirt 2543b Empfehle meine beiden Säle sowie große Vereinszimmer zu allen Festlichkeiten Ge. Waage, De. Waage, it. Sto: Oscar Pietsch und Bersammlungen. Der obere Saal ist noch mehrere Sonntage für Vereine Wagen, gr. Blizlampe, Gläser, Heckbauer verfauft frei; der untere Saal Ostern zur Matinee und mehrere Sonnabende zu 27035 Berlin, Friedrichstr. 234. Sommernachtsbällen. Die Restaurationsräume stehen Sonntags den geProben nach auswärts geg. Nachnahme. lehrten Familien zur Verfügung. Steinbrink, Langestr. 41. 2. Wahlkreis. Hente Abend 6½ Uhr, bei Zubeil, Linden- Straße 106: Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Achtung! Vergolder! Montag, den 17. Februar, abds. 81/2 Uhr, in Bergner's Lokal, Annenstr. 16: 225/17 Vortrag des Genossen H. Faber:„ Der Kampf um Monatsversammlung. Arbeit." 211/6 Entree 10 Pf. Nachdem: Gemüthliches Beifammensein. 5. Wahlkreis. 1. Tagesordnung: Stellungnahme zum Gewerkschafts- Rongreß. 2. Besprechung des Antrages Stutt 3. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 5 große öffentliche Versammlungen aller Schneider und Näherinnen der Konfektions- Industrie am Sonntag, den 16. Februar, vorm. 10% Uhr: Feen- Palast, Wolfgang- u. Burgstraßen- Ecke. gart betreffend Reiſeunterſtügung. Keller's Festfäle, Koppenstraße 29. Kösliner Hof, Rösliner Straße Nr. 8. Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Englischer Garten, Alexanderstraße 27e. Heute, Sonntag, den 16. Februar, präz. 7 Uhr, im Lokale Verband deutscher Korbmacher des Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Oeffentliche Volks- Versammlung. 0 ages Ordnung: Verfassungskämpfe und Demagogenverfolgungen in Deutschland. Referent: Genosse Sassenbach. 217/7 Nach Schluß der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Entree 10 Pf. Der Einberufer. Achtung! Moabit. 98/11( Filiale Berlin). Montag, 17. d. M., abends 81/2 Uhr, Oranienstraße 51: Versammlung. Vereine, Achtung! welche Experimental- Vorträge Montag, den 17. Februar, abends 8 Uhr: Große öffentliche Bolts- Versammlung in Ahrens' Branerei, Thurmstraße Nr. 26. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wurm über: Die politische Lage. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 219 14 Der Einberufer. Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 16. Februar, abends 6½ 1hr, im Lokale des Herrn Volt( ob. Saal), Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Vortrag des Genossen Dr. H. Lux: Moderne Entdeckungen. Nachdem: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder mit ihren Angehörigen Zutritt. Eintritt 10 Pf. Bu Um zahlreichen Besuch bittet 5/9 Der Vorstand, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 16. Februar, abends 6 Uhr: Grosse Versammlung über Photographic mit X- Strahlen veranstalten wollen, erhalten bereit. willigst Auskunft von Clausen, Novalisstr. 7. 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Rautenberg, Restaur., Oranienftr. 180. Ewald, Restaurateur, Schönleinstr. 6. Wilke, Restaurateur, Andreasftr. 26. Mörschel, Schönhauser Allee 28. Augustin. Restaur., Kastanien- Allee 11. Marten, Restaurateur, Ackerstr. 123. Scheps, Reftaurateur, Gerichtsstr. 10. Hilpert, Restaur., Karlsgartenstr. 1. Schmidtke, Reftaurateur, Stromstr. 28. Böttcher, Restaur., Hermannftr. 199. Raabe, Restaurateur, Kolbergerstr. 23, Neumann, Reftaur., Pasewalkerstr. 3. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35. Schöneberg: Obst, Heftaurateur, Grunewaldstr. 110. Weissensee: Prinzenallee, Reinickendorf, Pankow Gnadt, Restaurateur, Buttbuserstr. 32. Frentz, Restaur., Rönigs- Chauffee 41. Witzel, Restaurateur, Ackerstr. 145. Vogt, Restaur., Febrbellinerstr. 34. Lietzke( Insel Rügen), Schwedterstr. 33. Röllig, Restaur., Neue Friedrichstr. 44.| Haferland, Bellermannstr. 28. Meldungen und Kontrolle von 9-11 und 3-5 hr. Max Brinner, Das Haupt- Bureau ist: Annen- Straße Nr. 16 Jerusalemerstr. 42 am Dönhoffplatz und ( Louisenstädtisches Klubhaus) Brunnenstraße 6. für wichtige Anfragen, Ausgabe der Sammel Listen, Entgegennahme der Großartig. Auswahl Sammlungen. von Kinderwagen, Unter keinen Umständen dürfen die Kollegen und Kolleginnen Sportwagen billigst. einzelner Werkstätten und Geschäfte Vereinbarungen abschließen; Viele Anerkennungen, bestes Fabrikat. Dieses hat nur durch die beauftragte Fünfer- und Agitations- Kommiffion Vortrag der Frau Emma Ihrer- Pankow über: Die Musterb. grat. Theilzahlung gestattet. der Schneider und Schneiderinnen zu geschehen. Haus- Industrie vom ethischen Standpunkt." im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c( gr. Saal). Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 56/17 Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder Zutritt. Coepenick. Oeffentliche Versammlung des Sozialdemokrat. Arbeitervereins am Dienstag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Genoffen Ad. Schulz, dönerlinderstraße. Zages Ordnung: 126/12 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, u. a. Wahl eines Schriftführers.( Referent wird in der Versammlung befannt gemacht werden.) Der Vorstand. Achtung! Rixdorf! Achtung Groke Volksversammlung am Montag, den 17. Februar, abends präzise 8 Uhr, in den Victoria- Sälen, Hermannstr. 48-50. 1/18 Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Lütgenau über das Thema: ,, Die Frau und das bürgerliche Gesetzbuch." 2. Diskussion. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch besonders der Frauen bittet Der Einberuferin. Achtung! Gr. Wiener Maskenball Freie Vereinigung aller i.d.chirurg.Branche arrangirt vom beschäftigten Berufsgenossen. Randflub ,, Humboldt" Dienstag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, in Gründer's am 22. Februar, in Gründer's Festsälen, Brunnenstr. 188. Der Vorstand. Gesellschafts- Haus 35, Swinemünderstr. 35. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Versammlungen. Gesellschaften vergebe auch Sonntags den unteren Saal, 200 Personen fassend. NB. Den geehrten Vereinen empfehle ich zu Sommerfesten Garten und Bühne unter toulanten Bedingungen.[ 42032* Jägerhans, 4227 103 Schönhauser Allee 103. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Saal zu Versammlungen u. Festlichfeiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Vereinshaus ,, Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Jeden Sonntag: Großer Ball. Ferner empfehle ich meinen Saal 500 Personen fassend, zu allen Festlichteiten und Versammlungen. 41452* Hermann Brüder. Fritz Linke, C., Jüdenstr. 36, empfiehlt ſeine 41672* Achtung: Vereinszimmer mit Piane, Metalldrücker. Montag, den 17. Februar 1896, abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tages Ordnung: 117/15 1. Was gedenken wir bei der augenblicklich günstigen Geschäftslage zu thun? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit der Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Ganz besonders find hierzu die Kollegen der folgenden Werk# tätten eingeladen: Bukke. Holy. Stobwaffer. Salmon. Winkesesser. Emil Sommerfeld. Landé. Wild& Weffel. Tade. Biegler. Allgem. Elekt.- Gesellschaft. Erich& Gräh. Rinow& Kaps. Weinbanm. Voelzkow. Schinzer& Gräf. Frister. Goldmann. Der Vertrauensmann: Paul Litfin. Ha 20 und 50 Personen fassend. Telephon: Amt V, Nr. 3386. Wo speisen Sie? Pommersche Küche Oranienstr. 181. Mittag mit Bier 50 Pf. Gr. Auswahl. Abendessen von 30 Pf. an. Sonnab. u. Sonntag: Musit. Unterhalt. Hiermit empfehle ich allen Genossen mein neu eingerichtetes Lokal Kastanien- Allee Nr. 36, Ecke Schwedterstraße. Großer Frühstücks, Mittags: und Abendtisch zu billigst. Preis. Sämmtl. Biere 1. Branntweine. Vereinszimmer mit Pianino. L. Weißbach.[ 4296 Empfehle Freunden u. Bekannten mein Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Salon, Brunnenstr. 188: Versammlung. Tages- Ordnung: 48/20 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über Muhamed und seine Lehre. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfeft, welches am Sonnabend, den 7. März in Gründel's Salon stattfindet. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Hin Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Dersammlungen Montag, den 17. d. M., abends 8% Uhr: Zahlstelle 1. bei Feindt, Weinstr. 11. Vortrag des Genoffen Türk: Das 168/3 " Buch der Freiheit. menfir. 188. Bortrag be wel II. bei Gründel, Brunnenstr. 188. Fr. Hoffman 1. des Genossen III. bei Lorenz, Markgrafenftr. 83. Vortrag des Gen. Ja hu. Charlottenburg bei Beyer, Wallstr. 96, Charlottenburg. " " Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. Maler u. Berufsgenossen! Am Montag, den 17. Februar 1896, abends 7½ 1hr, im großen Saale von Keller, Koppenstr. 29: Oeffentliche Versammlung aller im Malergewerbe beschäft. Personen, als Spezialisten, Maler und Anstreicher. = Tages Ordnung: Bericht der Lohnkommission über das Schlußresultat der Verhandlungen mit der Lohnkommission der Berliner MalerInnung, bestehend aus den Malermeistern Herren Bodenstein, Sobotta, Lange( Elsasserstraße), Kuhlemann( in Firma Richter), Rettig( Joachimstraße) und D. Hannig. 126/11 Alles nähere fiche Sonntag u. Montag Auschlagsäulen. Einen regen Besuch erwartend mit follegialem Gruß Die Lohnkommission der Maler Berlins u. Vororte. Kollegen! Erscheint pünktlich, denn die Versammlung wird punkt 8 Uhr eröffnet. Achtung! Töpfer. Achtung! Oeffentliche Versammlung A. Neufeld, Reichenbergerßte. 10. am Dienstag, den 18. Februar 1896, abends 6 1hr, Vereinszimmer zu vergeben. 26816* Berliner Ressource, 57. Kommandantenstr. 57. Sonntag, den 29. März, u. SonnJeden Sonntag:[ 4095L* bend, den 11. April, sind frei ge Chr. Schröder. ,, Alte Taverne", Stralan, Dorfstr. 25. , Grosser Ball bei freiem Entree. worden. 2669b in Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 184. Tages: Ordnung: Die gegenwärtige Lage der Töpfer Berlins und wie läßt sie sich verbessern. Um Erscheinen möglichst aller Kollegen ersucht 187/7 Der Einberufer: Ferdinand Kaulich. NB. Tellersammlung findet nicht statt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 3. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 40. " Aus Rukland. " Sonntag, den 16. Februar 1896. einem 13. Jahrg. heimen in Rußland erscheinenden Publikationen bemerkens- die Ringbahn benutzt, wurde im Laufe der Zeit dreimal, und werth ist ein relativ gut gedrucktes Büchlein von zwar jedesmal durch einen anderen Mann in der Kleidung eines einer ziemlich großen Auflage Eisenbahnbeamten, der sich in den von ihr allein benutzten Magen27. Januar/ 9. Februar.( Eig. Ber.) Trotz der 56 Seiten; sie soll in einer ziemlich polizeilichen Verfolgungen macht die Arbeiterbewegung( über 1000 Exemplare) erschienen sein und erfreut sich einer guten abtheil hineinsetzte, in schamloser Weise beleidigt. In dem letzten in St. Petersburg und anderen russischen Verbreitung, wozu auch wohl ihr harmloses Aeußere und eine Falle gelang es ihr, den Angeklagten feststellen zu laffen. Die Die Großstädten weitere Fortschritte. Bum Rapitel Ber ebenso harmlose Fälschung beitragen dürfte. Diese Fälschung Berhandlung ergab die Schuld des Angeklagten, der zu vier haftungen" find noch weitere vier Fälle zu melden besteht in der obligaten Aufschrift: von der Zensur erlaubt". Monaten Gefängniß verurtheilt wurde. sämmtliche Verhaftete sind Arbeiter..... Der Verein für den Derartigen Schriften, welche die Arbeiter über ihre wirthEin Bauunglück beschäftigte gestern die vierte Straf Kampf um die Befreiung der arbeitenden Klasse zeigt große Schaftliche und rechtliche Lage aufklären und sie im Kampfe kammer des Landgerichts I. In der Bredowstraße wurde im Rührigkeit. Jeder Anlaß zur Agitation, zur Erweckung des ums Recht" praktisch anweisen, sind für die Fortpflanzung der verflossenen Jahre ein Neubau aufgeführt, der am 20. September Klassenbewußtseins der Arbeiter wird von ihm geschickt sozialdemokratischen Gesinnung in weiten Arbeiterkreisen von der bis zum zweiten Stock gediehen war. Jetzt sollten die eisernen benutt. Der Vorwärts" hat seinerzeit über den Streit größten Bedeutung. Es ist alle Hoffnung vorhanden, daß unsere Träger eingemauert werden, die als Grundlage des Baltons der Arbeiterinnen in der Zigarrettenfabrik der Gesell Arbeiterliteratur sich zu einem bedeutsamen Faktor in dem dienen sollten. Zunächst mußte ein fliegendes Gerüst hergestellt fchaft Laferme berichtet. Der Streit endete mit Entlassung politischen Erwachen des russischen Proletariats entwickeln wird. werden. Mit dieser Arbeit wurde der Maurer Wilhelm von 30 Arbeiterinnen. Aber er hatte andere Folgen, welche beauftragt. 3ur ländlichen Arbeiterfrage. Wie trok Runze Als sich dann zwei Arbeiter auf aus dieser Weibermente", als welche den Streit unsere Obrig- des Vorhandenseins des Gemeinde- Eigenthums, welches an das Gerüst begaben, brach dies zusammen, einer der feit bezeichnete, einen Sieg der arbeitenden Frauen über die geblich ein Schuhwall gegen die Proletarisirung der Bauern- Arbeiter stürzte in die Tiefe und erlitt schwere Verschlimmsten Auswüchse der kapitalistischen Ausbeutung machen. fchaft sein soll die zunehmende Berrüttung der bäuerlichen legungen, der andere hielt sich an einem vorspringenden Die Fabrikinspektion hat in ihrem Zirkular an die Tabak- Wirthschaft in Rußland eine immer größere Anzahl von Per- Brett fest und konnte vor dem Absturz bewahrt werden. Die fabrikanten die Berechtigung der Unzufriedenheit der Arbeiterinnen sonen aus ihren Heimathsdörfern vertreibt, zeigen die folgenden Ursache des Unglücks wurde darauf zurückgeführt, daß Kunze die zugegeben und den Fabrikdirektoren den Fabrikdirektoren die gefeßlichen Be- Daten über das in Zentral- Rußland liegende Gouvernement beiden Eisenstangen so mangelhaft in dem noch frischen Mauerstimmungen über die Lohnabzüge, welche bisher in ganz wer. Im Jahre 1893 find von den Behörden von 228 wert befestigt hatte, das daffelbe ausgebrochen war. Außer Kunze ungefeßlicher Weise vorgenommen wurden, eingeschärft. Bezirken dieses Gouvernements 296 658, im Jahre 1894 aber wurde der Leiter des Baues, der Polier State zur Verant Der Verein" hat dieses Zirkular aufgegriffen und es in 309 379, also um 4,2 pt. mehr Pässe ausgegeben worden.| wortung gezogen, weil er weder die Herstellung des Gerüstes einem Flugblatte an sämmtliche St. Petersburger Zigaretten Charakteristisch ist die große Betheiligung der Frauen an dem überwacht nach dessen Festigkeit geprüft, hatte. Der Gerichtshof arbeiterinnen verwerthet. Das Flugblatt weist darauf hin, daß Verlassen der Dörfer. Von den 309 379 Personen, welche im schrieb dem Angeklagten State den größten Theil der Schuld bei das Zirkular der Fabrikinspektion eine direkte Frucht des Streits Jahre 1894 in den Dörfern Pässe nahmen, sind 74 662 oder und belegte ihn mit einer Geldstrafe von 200 Mart, während ist, und fordert die Zigarettenarbeiterinnen auf, Verbände zur 24,2 pCt. Frauen. In drei Distrikten hat sich die Zahl der Kunze mit 50 M. Geldstrafe davonkam. Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen zu gründen. Dieses fortgegangenen Frauen im Vergleich mit dem Jahre 1893 Im Frankfurter Viertel trieb im Juli v. J. ein Unhold Flugblatt wurde massenhaft in allen Zigarettenfabriken von um 5 pCt., in zwei Distrikten uni 13,4 pt. und in sein Unwesen, der den Damen durch Begießen mit Zinte 29,6 pt. vermehrt. Die St. Petersburg verbreitet. Antworten der die Kleider verdarb. Innerhalb furzer Zeit gelangten 20 der Eine vor kurzem erlassene Verfügung des durch seine Bezirksbehörden auf die Fragen der statistischen Bureaus erartige Fälle zur Anzeige. Am Abend des 27. Juli war ein arbeiterfeindlichen Maßnahmen bekannten Kommandanten des gaben, daß bis zu dem 1. Oktober 1895 die Zahl der Personen, Fräulein K. auf dem Heimwege begriffen, als sie stehen blieb, St. Petersburger Hafens Kontre- Admirals Werchowsky hat die welche in diesem Jahre Päffe genommen haben, um 23 pet. um die Ursache eines kleinen Menschenauflaufs zu ergründen. Intereffen der Werftarbeiter empfindlich geschädigt. Sie fett gegen das vorhergehende Jahr zugenommen hat. Das ist schon Plötzlich spürte sie eine Nässe an ihrem Halse. Sie entdeckte, fest, daß die Lohnauszahlung von nun ab ein-, nicht wie früher fein Fortgehen, sondern eine massenhafte Flucht aus den Dörfern, daß der Hals und die Rückseite ihres hellen Kleides mit Tinte zweimal im Monate erfolgen soll. Diese Verfügung vermehrt bemerken die Russtija Wedomosti", welchen wir diese Daten begoffen waren. Sinter ihr stand ein junger Mensch, die Abhängigkeit der Arbeiter und liefert diese den Bucherern aus. entnehmen. der davonlief, als Fräulein R. sich umdrehte. Es gelang, Man hat es mit ihr geradezu darauf abgesehen, die Bewegungsseiner habhaft zu werden, es war der 16jährige Tischlerlehrling freiheit der Arbeiter zu schmälern. Andererseits ist diese Maßregel Karl Hoffmann. Auf der Wache sowohl wie im Termine eine direkte Verlegung des Gesetzes. Denn der Art. 97 der Gewerbevor dem Schöffengericht bestritt er entschieden, daß er der Thäter Ordnung schreibt vor, daß, im Falle der Arbeitsvertrag auf Die geschlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe gewesen, er habe sich nur im Laufschritte entfernt, weil er sonst unbestimmten Termin geschlossen wird, die Lohnauszahlung im Handelsgewerbe verlegt zu haben, wurde dem Mitinhaber zu spät nach Hause gekommen wäre. Das Schöffengericht hielt mindestens zweimal im Monat erfolgen soll. Diese Gesetzes Graumann der Deutschen Transportgesellschaft" zum Vorwurf ihn für überführt und verurtheilte ihn zu 14 Tagen Gefängniß. verlegung erklärt sich ganz einfach aus der besonderen Stellung gemacht. Der Herr hatte eines Sonntags zwischen 10 und Auf die von Hoffmann eingelegte Berufung wurde die Sache der fiskalischen Unternehmungen. Dieselben sind zwar den 12 Uhr mehrere Leute mit dem Ausfüllen von Frachtbriefen be- gestern noch einmal in eingehendster Weise vor der sechsten Fabrifgesetzen unterstelli, aber von der Beaufsichti- schäftigt. Vom Schöffengericht und Landgericht verurtheilt, legte Straffammer verhandelt, aber mit demselben Ergebniß wie in gung durch Fabrikinspettoren frei. Die be- der Angeschuldigte beim Kammergericht Revision ein. Er erster Instanz. Das Erkenntniß des Schöffengerichts wurde betreffenden Verwaltungen beaufsichtigen sich selbst ein wahrlich bestritt nicht, Leute in der Zeit beschäftigt zu haben, in ftätigt. paradiesischer Zustand! Aus Anlaß der Verfügung Werchowsky's welcher im Berliner Handelsgewerbe laut den auf grund Wegen wissentlichen Zuwiderhandelns gegen§§ 7 und 8 hat der Verein" 2c. ein Flugblatt ausgegeben, in welchem die der Gewerbe- Ordnnng erlassenen Polizeivorschriften Gehilfen des Breßgesetzes war der Buchhändler Calé unter Anklage Schädlichkeit und Ungefeßlichkeit dieser Verfügung flargelegt Lehrlinge und Arbeiter nicht beschäftigt werden dürfen. Dagegen gestellt worden. Er ist der Leiter der im Verlage von John wird und die Arbeiter aufgefordert werden, gegen diefelbe energisch machte er geltend, daß die in Frage stehende Beschäftigung Schwerin erscheinenden Zeitung„ Mode und Haus" und zeichnet zu protestiren. irrthümlich dem Handelsgewerbe zugerechnet sei. Der FrachtEine erfreuliche Erscheinung in unserer geheimen für die Fuhrbetrieb gehöre dem Verkehrsgewerbe an, auf welches die Arbeiter bestimmten Literatur ist die neulich herausgegebene Bestimmungen über die Sonntagsruhe nicht Anwendung fänden, Echrift über die sogenannten Strafgelder, d. h. Lohnabzüge. Es und das Ausfüllen von Frachtbriefen sei eine Funktion, die zu wird darin sehr ausführlich die geltende Gesetzgebung analysirt diesem Betriebe gehöre. Im vorliegenden Falle, wo es sich um und ihre Mängel aufgedeckt. Dabei wird auch die ganze die Spedition von Gilgütern gehandelt habe, trete dies besonders russische Gesetzgebung zu gunsten der Arbeiter als die Frucht der Arbeiterbewegung der 80er Jahre schlagend nachgewiesen. Besonders wichtig war in dieser Hinsicht der Streit der Baum wollarbeiter auf der Morosow'schen Fabrik in dem Gouvernement Wladimir( 1885). Hier traten die Arbeiter mit klaren In folgenden Majestätsbeleidigungs Prozeffen wurde Forderungen, mit vollem Bewußtsein ihrer Interessen auf die von den Angeklagten eingelegte levision vom Reichsgericht Interessante Einzelheiten theilt der Verfasser über die Kniffe der verworfen: 1. In dem Prozeß des Redakteurs der„ Volksstimme" Fabrikanten, womit sie das Gesez über die Strafgelder umgehen. in Burgstädt, der wegen angeblicher Beleidigung des Königs Dasselbe schreibt vor, daß die im Gesek erlaubten Lohnabzüge von Sachsen und der Militärbehörde in Liegniß zu der furchtnicht dem Fabrikanten zu gute fommen, sondern einen Unter baren Strafe von einem Jahre Gefängniß verurtheilt war. flüßungsfonds für die Arbeiter bilden sollen. Das sagt bei 2. In dem Prozeß des Redakteurs der„ Thüringer Tribüne", weitem nicht allen Herren Fabrikanten zu, umsoweniger, als vor Mathias Güldenberg, der am 5. November v. I. vom Land dem Gesetze 1886 die Strafgelder notorisch eine ergiebige Ein- gericht Erfurt eine Strafe von fünf Monaten Gefängniß er nahmequelle für die Fabrikanten waren. Und sie sehen alles halten hatte. darauf, daß diese Quelle ihnen nicht versiege. Sie führen Gerichts- Beitung. hervor. Der Straffenat des Kammergerichts verwarf jedoch die Revision: Das Ausschreiben der Frachtbriefe in einem Speditionsbetriebe sei eine handelsgewerbliche Thätigkeit und der Angeklagte sei deshalb mit recht bestraft worden. 1 als verantwortlich für den Gesammtinhalt der Zeitung. Allmonatlich wird der Zeitung ein Beiblatt Aerztlicher Rathgeber" beigegeben und als Redakteur dieser Beilage ist„ Dr. Julius Lang" verzeichnet. Da„ Dr. Lang" nur der Schriftstellername des Dr. med. Julius Löwenthal ist, so wurde der Angeklagte darauf aufmerksam gemacht, daß von Polizeiwegen der Gebrauch eines Pseudonyms für das Amt eines verantwortlichen Redakteurs nicht zugelassen werden könne. Die Bezeichnung wurde jedoch nicht geändert, da der Angeklagte der Ansicht war, daß der Aerztliche Rathgeber" ein wesentlicher Bestandtheil von Mode und Haus" sei und, da er selbst die Verantwortlichkeit für den gesammten Inhalt dieser Beitung trage, es ohne jede Bedeutung sei, ob auf der Beilage ein wirklich bestehender oder nur ein Schriftstellername als derjenige des Redakteurs bezeichnet fei. Die 2. Ferienstrafkammer hatte sich f. 3. im wesentlichen auf denselben Standpunkt gestellt und auf Freisprechung erkannt, das Reichsgericht hat aber das erste Urtheil aufgehoben. Ganz abgesehen von der Unzulässigkeit des Gebrauch eines Pseudonyms zur Bezeichnung des verantwortlichen Redakteurs erklärte es das Reichsgericht für unzulässig, neben einem für den Gesammtinhalt auch noch einen für einen Theil der Zeitung Verantwortlichen zu zum Beispiel für dieselben Arbeiten verschiedene Lohntarise Wie es Damen, die in einem Abtheil der Stadtbahn benennen, da es dadurch unklar werde, wer die Verantwortlichein und die Lohnabzüge stellen sich dann als Differenzen siten, bisweilen gehen kann, hat dieser Tage eine Aufsehen keit für die betr. Nummer zu tragen habe. Rechtsanwalt der Lohutarife dar. Sie fleiden die Lohnabzüge in ein Prämien- erregende Zeitungsnotiz verrathen, nach welcher eine junge Dame Freudenthal hielt nur eine Fahrlässigkeit für vorliegend, system" ein, sie scheuen sich sogar nicht vor direkten Betrügereien und zu verschiedenen Malen in einem Abtheil der Stadtbahn durch der Gerichtshof aber erkannte nach§ 18 des Preßgesetzes auf Fälschungen. Und die Fabritinspettoren sehen sich einen während der Fahrt einsteigenden Mann in Schaffner- 30 M. Geldstrafe. öfters, wie sie selbst zugeben, nicht im stande, dieser Um Uniform belästigt sein sollte. Die Notiz klang unglaublich, der gehung der Geseze wirksam entgegenzutreten. Vorgang steht jedoch nicht vereinzelt da, wie eine gestern vor der " = Wegen wiffentlichen Meineides hatten sich gestern der Auf jedem Schritt zeigt der Verfasser die Nothwendigkeit für die 134. Abtheilung des Schöffengerichts verhandelte Anklage gegen Hauptmann a. D. Julius Niehr und die Kellnerin Arbeiter ihr gutes Recht selbständig zu schützen, denn der den Bahnwärter Lamprecht bewies. Die Verhandlung Marie Schreiber vor dem Schwurgerichte zu verantworten. Staat und seine Organe thun nur dann etwas, wenn sie wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführt, aus der Die 22jährige Angeklagte hatte in dem Hause Reichenbergers dazu durch das Auftreten der Arbeiter gezwungen werden. Urtheilsverkündigung ergab sich jedoch folgender Sachverhalt: straße 112 eine eigene Wohnung gehabt und follte für Monat Die Schrift über Strafgelder" ist was für unsere ge- Eine junge Dame, die in Neu- Weißensee wohnt und regelmäßig Juli vorigen Jahres zirka 9 M. Miethe schuldig geblieben sein. Auch der Major und Theodor von Rürdorf begrüßten Er hatte, um sie zu befreien, Entbehrungen und Schmach Bergkuhn. Dieser dankte mit großer Freundlichkeit und auf sich genommen, hatte sie und ihre Mutter, als er, nach Ueberraschung. Er konnte sich kaum enträthseln, woher die dem plöglichen Tode seiner Eltern, Gutsherr geworden war, Umwandlung dieser drei gegen ihn kam. Da fie aber mit noch unterstützt. der Gräfin fuhren, so war es erklärlich, daß sie durch diese selbst Aufklärung in jener unliebfamen Geldangelegenheit erhalten hatten. ( Nachbruck verboten.) steigen ein und auch ein 57 Clokilde. Wer mag da abreisen?" " Zwei Damen, sieh nur Herr." Ist das nicht-" " Es ist Elly! Laß uns zurückbleiben." Himmel, und meine Schwiegermutter! Ha! diesen Triumph will ich mir gönnen, sie mit Hohnlachen abfahren zu sehen." Rurt mit Blanka am Arme kamen näher, als Gräfin Klary und ihre Tochter eben Platz genommen. Der Herr ihnen gegenüber, Benno von Rürdorf, bemerkte Bergkuhn und grüßte ihn. Bergkuhn dankte erstaunt. Dadurch wurde die Gräfin aufmerksam und blickte neugierig sich um nach dem Gegrüßten. Doch wie erschrat sie, wie fuhr sie zusammen! Sie sah das lächelnde Paar. Sie stieß ihre Tochter an, stand auf, wollte reden dann aussteigen da zogen die Pferde an und sie flog, erst an ihre Tochter taumelnd, unsanft in die Wagenecke zurück. Ein Aufschrei, den die beiden Damen zugleich ausstießen, war alles, was Kurt und Blanka zu hören be tamen. Und so verhielt es sich auch. Die Gebrüder Rüydorf waren noch an jenem Abende zum Major v. Scheven gefahren, um ihm und der Majorin die schmähliche Niederlage der Gräfin zu erzählen. Theodor von Rürdorf hatte jetzt den Groll, den er gegen Bergkuhn hegte, aufgegeben, weil dieser einmal eine muthige That vollbracht, die zwar nicht zu vertheidigen, aber doch für seine und manche andere böse Schwiegermutter eine bittere Lehre war. Darum hatte auch er Bergkuhn freundlich begrüßt. Blanka führte ihren Kurt, der plöglich wie von doppelter Daß diese die Worte ausgesprochen: Hätte ich mein Bentnerlast befreit schien, zu einem Gutsbesitzer, der, wie sie Geld sonst wieder bekommen? ließ nur zu deutlich errathen, in der Zeitung gelesen, sein Gut verkaufen wollte. Sie daß die Gräfin es gewesen, welche das Geld vorgestreckt, trafen einen niedergeschlagenen Mann an, der sich ihnen aber auch das Pfandobjekt beansprucht hatte. als Dekonom Delroa" vorstellte und sein Gut als sehr Immerhin war aber der Pantoffelheld Bergkuhn der- preiswerth anprieß. jenige gewesen, der Rath geschafft, der seiner bösen Schwieger- Es lag im Schwarzwald, nahe der Heimath Blanka's, mutter Geld abgelockt, um damit zwei Hartbedrängte aus wo sie ihre Kindheit verlebt, wo sie ihren Kurt zuerst ges großer Verlegenheit zu retten. sehen und schöne Stunden verlebt hatte. Rüydorf und Scheven, sowie dessen Frau konnten daher Der Gutsbesitzer hatte unglücklich gespielt und schlug auf Bergkuhn nicht mehr zürnen, ja sie mußten ihm sein Besitzthum zu einem Spottpreise los, um nur zu Gelde dankbar sein. Denn jener unglückliche Vorfall war viel zu kommen und nicht wieder dorthin zurückkehren zu müffen. leicht der Grund, daß die Drei jetzt glücklich geworden. Der Kauf wurde gerichtlich abgeschlossen und Blanka freute sich, daß sie nicht umsonst gespart, sondern eine Stätte ihr Eigenthum nennen konnte, wo sie ihrem Kurt ein trautes Heim herrichten wollte. Rügdorf und Scheven waren im Auslande zu Rang und Reichthum gelangt und Mary Segler hatte GelegenIn ihrer Bestürzung hatte die Gräfin vergessen, den heit gefunden, ihren edlen Charakter zur vollen Geltung zu Rutscher halten zu lassen, um aussteigen zu können. Gie bringen. Noch an demselben Tage reisten Bergkuhu und Blanka mußte fort ohne ihre Galle versprigt zu haben. Rürdorf und Scheven hatten brave Frauen gefunden dahin ab. Das Aufsehen, welches bei ihrer Abreise stattfinden und lebten in glücklicher Ehe. Beno von Rürdorf hatte sich, als die Gräfin und sollte, war indeß vergrößert worden. Besonders aber hatte Scheven in seiner Mary eine Elly in den Zug eingestiegen waren, allein in das RauchHinter ihrem Wagen kam ein zweiter. In demselben aufopfernde Dulderin von wahrer Seelengröße fennen ge- toupee gesetzt. saß der Major von Scheven und Theodor von Rürdorf, lernt, die er immer mehr schätzen und lieben mußte. Mary In Straßburg waren die beiden Damen schon auswelche zwar nicht den Damen, wohl aber Benno von Rürdorf vergaß indeß nicht und erwähnte es oft, daß ihr damaliger gestiegen, um mun dort ihren Wohnsiz aufzuschlagen. das Geleit bis zur Bahn gaben. Erlöser, ihr hochherzigster Freund, dem sie ihr Glück, Beno von Rürdorf dampfte weiter nach Villier, wo in wieder zu ihrem Geliebten zu kommen, verdankte, Theodor der Nähe das Erbgut seiner Frau lag. von Kürdorf sei. ( Fortsetzung folgt.) Es sah indeß aus, als würde der Wagen der Gräfin durch den ihm folgenden Wagen eskortirt. Als die Frau des Angeklagten als Eigenthümerin des Grund- Ein preußisches Dorfoberhaupt. Eine recht patriarcha- I gab", wie die Wortwendung im Artikel lautete, der Wirth stückes den Miethsrest energisch verlangte, erklärte die Schreiber, lische Auffassung von der Machtvollkommenheit eines Dorf- Schröder sei abwesend gewesen und habe von dem Vorfall erst daß fie die Miethe richtig an den Berwalter abgeliefert habe. oberhauptes legte der Gemeindevorsteher Rhoden von Scheeren- Kenntniß erhalten, als schon alles vorbei war. Nach langer BeLetzterer wurde zur Verantwortung gezogen und auf grund der dorf bei Bossen an den Tag, der vorgestern vor der dritten rathung verkündete der Gerichtshof, daß der Angeklagte Dr. Erdeidlichen Aussagen der beiden Angeklagten wegen Unterschlagung Straffammer am Landgericht II stand. Der Eigenthümer mann der Beleidigung des Wirth Schröder für schuldig zu bemit 1 Woche Gefängniß bestraft. Hiergegen legte er Berufung Walter hatte dem kleinen Sohne des Gemeindevorstehers finden sei; da aber thatsächlich haarsträubende Sachen vor ein, weil Niehr sowohl wie die Schreiber vor dem Schöffen- eines Tages eine Ohrfeige gegeben, wurde deshalb gekommen seien, sei die Sache milde zu beurtheilen und der An gerichte dahin einen Meineid geleistet hatten, daß sie verklagt, vom Schöffengerichte aber freigesprochen, weil geklagte zu einer Geldstrafe von 20 M. zu verurtheilen. niemals zu einander nähere Beziehungen gehabt hätten. In der der Junge eine Züchtigung verdient hätte. Darauf applizirte Hauptverhandlung vor der Berufungs- Straffammer wurden die nun der Gemeindevorsteher dem Sohne des Walter eine ganz den Sozialismus. Gegen den Gastwirth T. in Holzweißig war Ein Beitrag zum Kampfe der Polizeibehörden gegen Behauptungen des Angeklagten durch die eidlichen Aussagen unmotivirte Ohrfeige, wurde nun seinerseits verklagt und vom vom dortigen Amtsvorsteher die Klage auf Konzessionsentziehung verschiedener Zeugen bestätigt. Dennoch leugnete die Schreiber Schöffengericht zu drei Mark Geldstrafe verurtheilt. Hiergegen eingeleitet worden, weil er der Böllerei Vorschub geleistet und troh mehrfacher Verwarnung die schweren Beschuldigungen eid- legte er Berufung ein. Der Vorsitzende der Strafkammer gab dadurch bewiesen haben sollte, daß zu erwarten fei, er werde lich ab, während der Niehr von dem Rechte der Zeugnißverweige- fich Mühe, einen Vergleich herbeizuführen, der Vater des Geohr- auch in Zukunft der Völlerei Vorschub leisten. Besonders wurde rung Gebrauch machte, um sich nicht durch eine wahrheitsgemäße feigten war auch bereit, die Klage( gegen Uebernahme der Kosten ihm zum Vorwurf gemacht, polnischen Arbeitern soviel Schnaps Aussage einer strafbaren Handlung zu bezichtigen. Der Verwalter zurückzunehmen; das fonnte aber nur geschehen, wenn der Ge- verkauft zu haben, daß sie in ihrer Trunkenheit Unfug trieben und sich wurde am 2. November v. J. freigesprochen und die Schreiber meindevorsteher seine Berufung zurückzog, dazu war dieser aber verprügelten. In der Berufungsinstanz wurde ihm auch die Konsofort nach dem Termine wegen wiffentlichen Meineids in Unter- nicht zu bewegen. Er blieb dabei: Was sollte wohl aus dem zeffion aberkannt. Vor dem Oberverwaltungsgericht hob der Beklagte fuchungshaft genommen. Auch gegen den Hauptmann a. D. Niehr Dorfe werden, wenn der Ortsvorsteher nicht einmal einem Jungen eine Reihe von Thatsachen hervor, die bei nochmaliger that wurde sogleich die Voruntersuchung eröffnet. eine Ohrfeige geben dürfte?" Dem Gerichtshof lag nun das sächlicher Würdigung das Gericht sicher zu einer anderen AufSchicksal des Dorfes weniger am Herzen, als das geltende Recht, faffung, wie der des Vorderrichters, geführt hätten. und so wurde denn die Berufung verworfen. Es kam auch zur Sprache, daß der klagende Amtsvorsteher die Klage Vor dem Reichsgericht wurde am 13. Februar die Revision zurückziehen wollte, ohne allerdings diese Absicht durchgeführt zu gegen das Urtheil des Schwurgerichts in Mülhausen i. E. ver- haben. Der dritte Senat wies die Revision zurück, weil ein handelt, durch das am 8. November v. J. der katholische Pfarrer Rechtsirrthum der Vorinstanz oder ein wesentlicher Mangel Burtz wegen Meineids zu 15 Monaten Gefängniß verurtheilt des Verfahrens worden war. Die Geschworenen hatten damals in erster Be- seitens Verfahrens nicht nachgewiesen sei, sei, und deshalb des Senats nicht nach Gründen hätte gesucht rathung die Schuldfrage verneint, aber eine Hilfsfrage bejaht, werden können, die eine mildere Beurtheilung angebracht sie wurden dann veranlaßt, noch einmal zu berathen und er- erscheinen ließen. fannten jetzt auf Schuldig. Vorgestern beantragte der Reichs- laffen deutlich durchscheinen, daß T. höchstwahrscheinlich seine Die legten Gäge der Publikation anwalt die Freisprechung des Pfarrers Burh und führte aus, daß Konzession behalten hätte, wenn der Senat hier nicht Revisions, der erste Spruch der Geschworenen, der auf Nichtschuldig lautete, sondern Berufungsinstanz gewesen wäre. Am interessantesten ist nicht widerspruchsvoll gewefen fei und feiner Berichtigung be- aber an der ganzen Sache, daß nicht die befürchtete Förderung durft habe. Das Reichsgericht hob den zweiten Spruch der der Vollerei den eigentlichen Anstoß zu der Klage gegeben hat, Geschworenen auf und erkannte auf Freisprechung des Vielmehr hat der Herr Amtsvorsteher hauptsächlich deshalb die Pfarrers Burh. Klage angestrengt, weil T. zweimal feinen Saal zu sozialdemo gethan hätte, so erklärte der Amtsvorsteher dem Beklagten fratischen Versammlungen hergegeben hat. Wenn er das nicht persönlich, dann hätte er, der Polizeiverwalter, die Klage nicht erhoben. Eine beffere Kennzeichnung der Unparteilichkeit mancher Polizeiverweser läßt sich nicht denken. Zu erwähnen wäre noch, daß T. zu den angeseheneren Bürgern seiner Ort. In der gestrigen Schwurgerichtsverhandlung wurden die jenigen Gerichtspersonen, welche in dem schöffengerichtlichen Verfahren gegen den Hausverwalter Mosemann mitgewirkt hatten, zeugeneiblich vernommen und bestätigten allerdings, daß die Angetlagten wiederholt von den betreffenden Gerichtspersonen nach ihren gegenseitigen Beziehungen gefragt worden sind. Die Angeflagten verblieben dabei, daß sie bei ihrer Zeugenvernehmung die diesbezüglichen Fragen mißverstanden hätten. Der Vertheidiger der Angeklagten Schreiber, Rechtsanwalt Dr. Felix Meyerstein, er gielte es, daß die Geschworenen die Schuldfrage wegen Meineides in dem einen Falle verneinten. Dagegen wurde die erste Schuldfrage wegen Meineides gegen die Schreiber und Hauptmann a. D. Niehr, für deffen Unschuld Rechtsanwalt Dr. Sauer in längerer Ausführung plaidirte, bejaht. Das Urtheil lautete unter Anwendung des§ 157 St.-G.-B., wonach die Aussage der Wahrheit gegen beide Angeklagte eine Strafverfolgung nach fich hätte ziehen können, gegen die Schreiber auf 1 Jahr Gefängniß unter Anrechnung von 2 Monaten auf die erlittene Untersuchungshaft Dresden gegen den Redakteur der„ Jüdischen Presse", Dr. Hirsch In der Privatklagesache des Buchhändlers Glöß aus und gegen Hauptmann a. D. Niehr auf 6 Monate Gefängniß. Hildesheimer, die vor einigen Tagen in der Berufungsinstanz Eine Anklage wegen Münzverbrechens beschäftigte verhandelt wurde, verkündete gestern der Vorsitzende der achten gestern das Schwurgericht des hiesigen Landgerichts I. Angeklagt Strafkammer des Landgerichts 1. das Urtheil. Der Beklagte waren der Arbeiter Max Emil Unterlauf, der Arbeiter hatte gegen Glöß Widerflage erhoben. Beide Parteien waren Paul Christall, der Möbelpolirer Paul Herrmann und vom Schöffengericht der Beleidigung für schuldig erklärt und zu schaft zählt. der Arbeiter Ernst Geisler. Es handelte sich um ein efalsch je 25 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Hiergegen war beidermünzerbande, die offenbar mit anderen ihres Gleichen in nahen feitig Berufung eingelegt worden. Der Gerichtshof zweiter Instanz Beziehungen gestanden hat. Der Angeklagte ist verwandt mit schloß sich den Ausführungen des Vorderrichters im wesentlichen an, dem berüchtigten Falschmünzer Lorenz, eine andere Verwandte erkannte daher auf Verwerfung der beiderseitig eingelegten Beverbüßt zur Zeit eine wegen Falschmünzerei ihr zuerkannte Zucht- rufung und legte die Kosten den Parteien zu gleichen Theilen hausstrafe. Die Geschworenen sprachen sämmtliche Angeklagte zur Last. im Sinne der Anklage schuldig. Unterlauf wurde zu 2 Jahren, Christall zu 3 Jahren, Herrmann zu Das Reichsgericht hat am Freitag die Revision des 2 Jahren 6 Monaten, Geisler zu 1 Jahr Zucht- Assessors Pigulla und der unverehelichten Anna Stubbe verhaus, ferner fämmtlich zu Ehrverlust und Stellung unterworfen. Dieselben waren am 2. Oftober v. J. von der dritten Polizeiaufsicht verurtheilt. Straffammer des Landgerichts I Berlin wegen Widerstandes 3 Wochen Gefängniß, bezw. 1 Woche Gefängniß und 3 Tagen gegen die Staatsgewalt und Beamtenbeleidigung zu 4 Monaten Haft verurtheilt worden. prozeß wegen Bruchs eines Eheversprechens begonnen. Die In London hat vor den Geschworenen ein SensationsKlägerin ist Miß Birdie Sutherland, Choristin am Gaiety. Theater, der Bellagte der ehrenwerthe Dudley Churchill Mar joribants, einziger Sohn eines Pairs von England. Die Schau spielerin beantragt einen Schadenersatz von 400 000 Mart, ihr Rechtsanwalt ist Sir Edward Clark, der Vertheidiger Ostar Wilde's. Soziale Uebersicht. Der ehemalige Bureauvorsteher des ehemaligen Rechtsanwalts Dr. Fris Friedmann, Ernst Paul Karl Ramin, Die Steingrubenbesitzer von Mayen, Ettringen der sich seit dem 1. November v. J. in Untersuchungshaft be= und Cottenheim in der Rheinprovinz, meist Inhaber kleinerer findet, stand am Freitag unter der Auflage der wiederholten Interesse sein dürfte, stand am 12. Februar vor dem Schöffen- beffere Preise zu erreichen. Die Vereinigung beginnt ihre Thätig. Eine Beleidigungsklage, die auch für weitere Kreise von Gruben, haben sich zu einer Vereinigung zusammengethan, um Unterschlagung und Urkundenfälschung vor der 7. Strafkammer des Landgerichts I. Der junge Mann, welcher in den vereinigten Scheeßel hatte den Reichstags= Abgeordneten Dekonomierath von den großen Lieferanten abhängig. Wenn die Steinarbeiter des Landgerichts I. Der junge Mann, welcher in den vereinigten gericht Rotenburg zur Verhandlung. Der Dr. med. Röhrs in teit am 17. Februar. Bisher waren die Grubenbefizer völlig Bureaus der Rechtsanwälte Dr. Löwenstein und Dr. Friedmann Müller in Scheeßel dadurch schwer beleidigt, daß er ihn der der genannten drei Orte gescheit sind, ahmen sie das Beispiel beschäftigt war, hat in mehreren Fällen fleinere und größere Brandstiftung beschuldigte. Dr. Röhrs mußte sich deswegen vor ihrer Prinzipale nach, indem sie sich ebenfalls organisiren. Summen. die er an bestimmte Adressaten abliefern sollte, unterfchlagen. In zwei Fällen hat er dann noch die Posteinlieferungs- funden und zu der höchsten zulässigen Strafe von 1500 m. sowie die bürgerlichen Kollegien von Seidenbeim( Württemberg), Gericht verantworten. Er wurde der Beleidigung schuldig be- Die Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes haben scheine gefälscht. In recht dreister Weise hat er den Fabrikanten zur Tragung der Kosten verurtheilt. In Rücksicht auf das hohe dem Antrag der Gewerbegerichts- Arbeiterbeifizer entsprechend, Barella um 500 M. betrogen. Letzterer wurde eines Tages Alter des Angeklagten nahm das Gericht von der Verhängung befchloffen. Das Arbeitsamt tritt am 1. April in Thätigkeit. durch den Fernsprecher angeklingelt und auf seine Frage, einer Freiheitsstrafe Abstand. toer dort sei, erwiderte ihm der am Telephon stehende Angeklagte: Es ist dies jetzt das a chte Arbeitsamt in Württemberg. " Hier Fritz Friedmann!" Der Pseudo- Rechtsamalt bat Herrn Die bessere Gesellschaft und das öffentliche Jnteresse Charakteristische Beispiele für die schändliche Willkür, wie Barella um ein Darlehn von 500 M., da er eine schleunige Reise in den Händen der Staatsanwaltschaft. Ein Preßprozeß die Berg leute auf manchen Werken behandelt werden, liegen anzutreten habe und in augenblicklicher Verlegenheit sei. Barella gegen die sozialdemokratische Freie Presse" in Elberfeld be- in zwei Mittheilungen vor, die der in Falkenau a. d. Eger ererklärte sich zur Hergabe des Darlehns bereit und nach einiger fchäftigte am 10. Februar mehrere Stunden die Elberfelder scheinende„ Glück auf!" veröffentlichte. Zeit erschien der Angeklagte und hob gegen eine von ihm selbst Straffammer. Unter dem 11. Oktober v. J. veröffentlichte die Die Bergarbeiter von Pecenit in Böhmen wollten eine gefertigte Quittung des Rechtsanwalts Dr. Friz Friedmann die" Freie Presse" einen haarsträubenden Vorfall aus Wipperfürth, gewerkschaftliche Versammlung abhalten. Darauf ließ der Leiter Summe ab. Die von ihm unterschlagenen Gelder erreichen eine allwo in der Wirthschaft von Schröder eine Gesellschaft, den der Grube den Arbeitern vorm Einfahren folgenden utas verHöhe von über 1200 m. Es scheint so, als ob er den größten besseren Ständen" angehörend, gegen Mitternacht das Dienst- lesen und dann am Schacht anschlagen: Es wird bekannt ge Theil der unterschlagenen Summen in Kneipen vergeudet habe. Sein mädchen des Wirths in ein Zimmer aufnahm, das Zimmer geben, daß derjenige, der mit dem Seger Michael Vorleben ist nicht makellos. Er hat f. 3.7 Jahre ehrlich und redlich verschloß und dann geradezu viehische Gemeinheiten und Cobal in Freundschaft tritt, sofort entlassen bei einem hiesigen Rechtsanwalt gearbeitet und das allerbeste Rohheiten mit dem Mädchen beging. Das Mädchen wird, und wer morgen in Reset' Gasthaus zur Versammlung Zeugniß erhalten. Dann ist er auf die schiefe Ebene gerathen wehrte sich nach Kräften gegen die Unholde der besseren geht, dem wird sofort gekündigt. Pecenit am 1. Feber und vor einiger Zeit wegen Unterschlagung zu 1/2 Jahren Ge- Gesellschaft" und schrie laut um Hilfe, wurde aber nicht 1896. Bergbau Bohamija Gesellschaft in Pecenik: Franz fängniß verurtheilt worden. Bald nach seiner Entlassung aus gehört, und die rohe Bande ließ erst von dem Mädchen ab, als Polet." dem Gefängniß hat er Anstellung bei Dr. Löwenstein und Fried- dasselbe erschöpft und ohnmächtig zusammenbrach. Dieser Artikel Die zweite Mittheilung betrifft Bergleute der Reichenauer mann gefunden und dort aufs neue die Veruntreuungen be- wurde von einer großen Anzahl Zeitungen abgedruckt. In dem Kohlengewerkschaft in 3 woda u, ebenfalls in Böhmen. gangen. Er hat sich bemüht, den Schaden theilweise wieder gut felben war nun noch ausgeführt, daß der Wirth Schröder sich Der Bergwerksleiter Mistofsky spendete dem Arbeiterverein in zu machen. Staatsanwalt v. d. Recke glaubte, daß der An- nicht habe sehen lassen und das Mädchen den Unholden preis- Lanz 5 Gulden, um sich in das Vertrauen der Bergleute ein geflagte eine besondere Milde nicht verdiene und beantragte gab. Wegen letzterer Behauptung fühlte sich der Wirth beleidigt zuschleichen. Auf seine Anregung wurden dann von der Beleg zwei Jahre Zuchthaus. Der Vertheidiger Rechts- und stellte Strafantrag. Zuvor hatte aber der Vater des schaft Vertrauensmänner gewählt, und als man ihm diese bekannt anwalt Dr. Coßmann machte die eigenartigen 3u Mädchens Strafantrag gestellt, und sonderbarerweise lehnte die gegeben hatte, entließ er sie ohne Angabe von Gründen. stände, die im Friedmann'schen Bureau geherrscht haben, als Staatsanwaltschaft in Köln Strafverfolgung gegen die Gäste der Die so bibisch betrogenen Bergleute wandten sich an den BergMilderungsgrund geltend. Der Angeklagte habe nicht den befferen Gesellschaft" ab. Der Vater des Mädchens beruhigte kommisar, dieser aber gab zur Antwort, daß der Werkbesitzer strengen und ernſten Beruf eines Bureauvorstehers dort aus sich aber mit dieser Ablehnung nicht und verfolgte die Sache entlassen könne, wen er wolle. geübt, sondern sei als eine Art Privatsekretär eines geldbedürftigen weiter. Der Strafantrag des Wirths Schröder gegen die Freie Ist es angesichts solcher Zustände übertrieben, wenn man Lebemannes benutzt; der zwischen dem Bellealliance- Garten und Presse" wurde aber von der hiesigen Staatsanwaltschaft" sofort fagt: die Arbeiter leben unter einem unerhörten Sklavenjoch? dem Friedrich Wilhelms- Garten hin und her pendelte, bald den aufgenommen und im öffentlichen Interesse liegend" ver Die unentgeltliche Beerdigung hat auf Antrag des Direttor Maurice, bald den Baron v. Erlanger aufzusuchen folgt. Die Verhandlung wurde, der Natur der Sache ent- dortigen Grütlivereins die Gemeindeversammlung in Rheinhatte, dabei zu Geldausgaben verleitet wurde und schließlich den sprechend unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführt. Gegen felden( Kanton Aargau) beschlossen. Im Kanton Thurs Halt verlor. Der Gerichtshof billigte dem Angeklagten mil- 11/2 Dutzend Zeugen waren geladen und der Vorgang genau so gau haben sie die Grütlianer ebenfalls verlangt, was die Rebernde Umstände zu und verurtheilte ihn zu zwei Jahren festgestellt, wie die Freie Preffe" ihn geschildert, nur wurde nicht gierung veranlaßte, eine allgemeine Umfrage bei den GemeindeGefängniß. bewiesen, daß der Wirth das Dienstmädchen den Unholden preis- räthen zu halten. Trinkt zu Hause selbergemachten Cognac, Rum, Nordhäuser nur aus Reichel's Essenzen in Originalflaschen mit Gebrauchsanweisung 75 Pfg., Nordhäuser 50 Pfg., nur allein bei Otto Reichel, Berlin SO., Eisenbahnstr. 4. Ein einziger Versuch beseitigt jeden Zweifel und zeigt den Werth der selbst bereiteten Getränke, sowie die ungeheure Ersparniß. Anerkennungen über meine Fabrikate ftehen Jedermann zur Einficht. Cu AS 1921 Erklärung. idos Anläßlich der vielfachen Notizen, welche seit einiger Zeit über Streitigkeiten zwischen den Brauern des Münchener Brauhauses und mir die Zeitungen durchlaufen, sehe ich mich zu folgender öffentlichen Darlegung des Sachverhalts veranlaßt. Als vor einiger Zeit einige Brauer des Münchener Brauhauses wegen Ordnungswidrigkeit ausführlich dargelegt im Vorwärts" vom 8. Februar entlassen werden mußten, versuchten dieselben ihre Entlassung als durch ihre Zugehörigkeit zur Organisation hervorgerufen, darzustellen, trotzdem das Münchener Brauhaus bereits 1894 die Organisation der Brauer ausdrücklich anerkannt hat und heut noch auf dem gleichen Standpunkt steht. Da die Anrufung des bei uns bestehenden Arbeiter- Ausschusses von den Entlassenen nicht beliebt wurde, schlug ich denselben vor, den Streit durch Schiedsspruch eines Reichstags= Abgeordneten, eines Stadtverordneten oder eines Vertrauensmannes nach ihrer Wahl zur Entscheidung bringen zu lassen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt und von seiten der Brauer die Intervention der Gewerkschafts- Kommission angerufen. Letztere überwies die Angelegenheit einem Ausschuß bestehend aus Herrn Körsten, " Kokosky, 22 Winkler, Millarg. Ich erklärte sofort, daß ich bereit sei, mich dem Spruch der genannten Kommission zu fügen; die Braner lehnten jedoch ein Mitglied der Kommission, Herrn Millarg, ab; die von ihnen vorgebrachten Gründe für diese Ablehnung wurden von der Kommission als nicht stichhaltig erachtet und da die Brauer trotzdem auf ihrer Ablehnung bestanden, erklärte die Kommission, mit der Sache nichts weiter zu thun haben zu wollen. Da mir jedoch gegenüber den von den Brauern abgehaltenen öffentlichen Versammlungen viel daran liegt, die Berechtigung meines Standpunktes öffentlich zu beweisen, habe ich die angebotene Intervention des städtischen Einigungs- Amtes dankend angenommen und mich verpflichtet, einen Schiedsspruch desselben zu respektiren, in der Erwartung, daß dies auch von der Gegenseite geschieht. Der Umstand, daß es den entlassenen Brauern mittlerweile gelungen ist, etwa ein Drittel der Brauer des Münchener Brauhauses zur Arbeitsniederlegung zu überreden, kann meine Ueberzeugung, korrekt gehandelt zu haben, umsoweniger erschüttern, als die übrigen zwei Drittel der Brauer, sowie sämmtliche Hilfsarbeiter, Böttcher, Maschinisten, Heizer und Kutscher im vollsten Einvernehmen mit uns leben und die Lohn- und sonstigen Verhältnisse zu einem Streik keinen Anlaß bieten fönnen. Bei achtstündiger Arbeitszeit beträgt der Sohn eines Brauers wöchentlich 30( minimal) bis 45 Mark. Berechtigten Forderungen der Brauer ist hierdurch in weitgehenderer Weise, als bei irgend einer anderen Berliner Brauerei, Rechnung getragen; gegen solche, die von jeder kompetenten Instanz als maßlos angesehen werden, muß ich neuerdings energisch Front machen. Verdächtigung meiner Person und Schädigung des Interesses meiner Gesellschaft in öffentlichen Versammlungen kann ich nicht ruhig hinnehmen. Arendt, Direktor der Münchener Brauhaus- Aktien- Gesellschaft. BBERLIN 24 a Chausséestrasse 24a, zwiſchen Invalidenstraße u. Friedrich. 11. Brückenstrasse 11, mit 10 Schaufenstern. Wilhelmstädtischen Theater. Ecke Rungestraße, 16. Grosse Frankfurterstrasse 16, frägüber d. National. Theater. Alle Frühjahrs- Neuheiten int Herren- u. Knaben- Bekleidung find eingetroffen. Unsere Auswahl ist eine so enorme, wie nie zuvor und dürfte wohl die reichhaltigste sein, welche je geboten ist. 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