Nr. 44. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unterkreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. schusses befindet sich An die Parteigenossen! Das Bureau des geschäftsführenden Aus Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstr. 4, 1 Tr. Im Interesse einer prompten und raschen Erledigung der Parteigeschäfte ersuchen wir die Genossen, alle Sendungen und Zufchriften in bezug auf die Agitation, die Wahlen, sowie in Preß, Prozeß und Unter stügungs- Angelegenheiten an die Adresse des Genossen 2. Pfannkuch, Hamburg Eimsbüttel, Eichen str. 4, I.; = alle Geldsendungen an die Adresse des Genossen A. Gerisch, Hamburg Eimsbüttel, Eichenstr. 4, I. zu senden. Genoffen, die unsere wiederholt bekannt gegebene Adresse hartnäckig ignoriren, haben sich die Verzögerung der Erledigung ihrer Angelegenheit selbst zuzuschreiben. Hamburg, den 16. Februar 1896. Der geschäftsführende Ausschuß. Freitag, den 21. Februar 1896. hinaus. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. sie gespielten Trümpfen war endlich die vom Staats-| konnte die Uebereinstimmung dieser drei großen Kodifika sekretär in Aussicht gestellte Wirkung unseres neuen tionen eine verhältnißmäßig sichere Leitung bieten. Soweit einheitlichen Rechts über die Grenzen unseres Landes aber in diesen Kodifikationen verschiedene Säße herrschen, Die Spielerei, mit Weltreichs- und Welt so weit mußte im Interesse der Einheit des Ganzen das Deutschthumsgedanken scheint in letzter Zeit Mode zu kleinere und Schwächere zurücktreten!" Das preußische allwerden und erinnert in Betracht der Unfähigkeit unserer gemeine Landrecht stammt aus dem Jahre 1794 und gilt herrschenden Klassen, der Nation auch nur ihr eigenes zur Zeit für etwa 21 Millionen, der Code von 1804 für Haus wohnlich zu machen, start an jene Größenvahus- etwa 81/2 Millionen, das sächsische Gesetzbuch von 1863 für vorstellungen, die pathologisch dann aufzutreten pflegen, etwa 3/2 Millionen. wenn das Gehirn selbst der gewöhnlichen Arbeits- Es erübrigt nur die Ziehung der klarliegenden Konse verrichtung nicht mehr gewachsen ist. Sogar das ver- sequenzen aus diesen Thatsachen und dem von der pönte Wort des Prestige" ist in die Verhandlungen Kommission eingeschlagenen, der Gegenwart abgekehrten geworfen worden. Wovon lenken alle diese Verfahren, um einzusehen, wie wenig dasselbe geeignet war, Scheingründe ab? Von dem wirklich vorhandenen die natürlichen Gesetze" der Gegenwart gesetzgeberisch zum einzig zulänglichen Grunde einer Kodifikation, nämlich der Ausdruck zu bringen. Plato hat behauptet, wenn Menschen, Reformbedürftigkeit der bestehenden Rechts- von ihrer Geburt in einer Höhle eingeschlossen, nur die zustände, die freilich die herrschenden Klassen nicht an Schatten der Dinge an der Wand gesehen hätten, so müßten wollen. Lothar Bucher schrieb:„ Die Maschine, Fabrit, Ding und das Ding für den Schatten halten. So mußte erkennen, der Reform, die sie nicht gewähren sie, den Dingen gegenübergestellt, den Schatten für das Landwirthschaft wird am besten arbeiten, die mit der voll- es auch der Kommission ergehen, nachdem ständigsten Benutzung aller bekannten Naturgeseze eingerichtet prinzipiell ihren der Gegenwart abgekehrten Standist. Also dürfte auch wohl die Gesellschaft um so vollkommener punkt gewählt hatte. Als sich nach Fertigstellung sein, je mehr die Regeln, welche das Verhalten der Mitglieder des ersten Entwurfs selbst aus dem Lager der herrschenden bestimmen, den natürlichen Gesetzen des Menschen und der Klassen aber Stimmen gegen die zahlreichen Unbilligkeiten Gesellschaft entsprechen." Seit hundert Jahren hat Deutsch- und Anachronismen, die theils unbeabsichtigt, theils ablagen sämmtlicher privatrechtlichen Verhältnisse den un- weise an den vorgeschlagenen Rechtssat des: Kauf bricht geheuersten Wandel durchgemacht, damit sind also die Miethe! erhoben, da begann in der Juristenwelt jenes Selbst die chauvinistische Note ist von den Regierungen natürlichen Gesetze" andere geworden und diefe zu erbetäubende Geschrei von der sozialen Ausgestaltung des nicht ganz verschmäht worden. Der Staatssekretär des gründen, ist die Aufgabe des Gesetzgebers. Sonst wird ersten Entwurfs durch die Revision der zweiten Romveraltetes Recht neu stabilirt auf Kosten jener mission, Reichs- Justizamtes hält die Herrschaft des französischen nur von dem sich, soweit uns bekannt, an Zivilrechtes im Westen Deutschlands für national be- Harmonie des geseglichen und natürlichen Rechts, namhaften Rechtsgelehrten nur Gierke und Menger schämend und nachtheilig für die Rechtspflege„ jenseits die der Zweck aller Rechtsordnung ist, und die Gefahren ganz unbeeinflußt erhalten haben, haben, und in welches unserer Grenzen geboren, finde es jenseits derselben seine der bereits vorhandenen Gegensätze werden umsomehr ge- Professor Sohm in einem vor der Berliner juristischen naturgemäße Entwicklung". Nun haben allerdings die fünf steigert, je dauerhafter der Neubau ist. Wie häufig diese Gesellschaft gehaltenen Vortrage auf das lebhafteste einfranzösischen Codes ihren Einzug in die preußischen funktionelle Seite" des Rechts- und zwar gerade von den stimmte. Dieses enfant terrible der verbündeten RegieRheinlande, Rheinbayern und Baden unter der Juristenübersehen wird, hat bereits Jhering erkannt), und rungen hat aber wider Willen durch seine Dornröschenfranzösischen Fremdherrschaft gehalten, bereits in doch er würde es schwerlich für möglich gehalten haben, daß ein rede) im Reichstage enthüllt, was im innersten Kerne den den Vorjahren der Märzrevolution war dieses gewiegter, über dem Durchschnittsmaß der professionellen Gesetzgeber in seinem Verhältniß zum Rechtsleben bestimmt vermeintliche Fremdrecht in Deutschland aber volksthümlich Bildung stehender Jurist als solchen sehen wir den hat: Die Rechtspersönlichkeit, gesehen wie ein allernationalftes Recht geworden. Ueber die Gründe Staatssekretär des Reichs- Justizamtes an mit Befriedi- im der liberalen Staatsidee. dieser keineswegs aus falsch verstandenem Patriotismus zu gung erklären konnte:" Soweit das allgemeine Landrecht, Zwar wenn die Vorbehalte des Einführungsbedauernden Erscheinung ist man sich auch längst klar. der französische Code, das sächsische Gesetzbuch Rechts- gesetzes entschuldigend sagt, das bürgerliche Gesetzbuch Für das Zivilrecht liegen sie darin, daß man thatsächlich fäße Rechtsanschauungen gemeinsam vertreten, regele das gemeine bürgerliche Verkehrsrecht, in dem Einheimisches, wenn auch in fremd gewordener Form" soweit durfte die Kommission mit einiger Sicherheit an fein Arbeiter und kein Bauer als solcher zu unterscheiden oor sich hatte, indem das diesem Recht zu Grunde nehmen, daß diese Dinge auch dem Rechtssinn und den An- sei, das Recht der abstrakten Privatperson liegende ältere Gewohnheitsrecht des nördlichen Frank- schauungen des deutschen Volkes entsprechen; wenn man wenn er die Arbeiterfrage in der Hauptsache für reich eben ,, vollständig deutschen Ursprungs und zweifelhaft war, wie die Wahl getroffen werden sollte, so eine Frage der Lohnerhöhung hält- wenn er Charakters" war. Demnach ist die Rechtsentwicklung von keiner Arbeit, sondern nur von Diensten und Rechtspflege in den französisch- rechtlichen Gebieten einem philosophischen System blos von seiten seines geistigen bildeten einen großen Arbeiterstand von Dienern *) Derselbe sagt: Nichts ist verkehrter als ein Recht gleich wissen will: Alle, die dem Nächsten dienten, Deutschlands auch völlig deutsch, und wenn Herr v. Stumm Gehaltes, feiner logischen Gliederung und Einheit zu beurtheilen. Der Nation dem Staatssekretär entgegnete, das Recht Frankreichs" Möge es unter diesem Gesichtspunkt immerhin als Meisterstück das bürgerliche Recht beruhe auf genire ihn gar nicht, so fönnen wir ihm darin ausnahms- erscheinen, so ist doch damit über seinen wahren Werth noch in weise beipflichten. Noch schlechter und vielleicht der keiner Weise entschieden; letterer liegt in seinen Funktionen d. h. schwächste von allen zu Gunsten der Kodifikation aus in seiner praktischen Brauchbarkeit. Das bürgerliche Gelekbuch vor land in allen wirthschaftlichen und damit in den Grund- fichtlich mit untergelaufen waren, man denke beispiels dem Reichstage. 60 00 II. Clokilde. ( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. Er setzte sich an ihr Bett sie schlief fest, träumte von ihm. Er überlegte, daß es am besten sei, wenn er das Zimmermädchen herbeirief und selbst in die Apotheke ging. Oder trieb es ihn hinaus um zu sehen, wer der Mann da unten war? Er saß noch immer an Clotilden's Bett und horchte auf ihre Athemzüge. Sie waren ruhiger geworden, ein wohlthätiger Schweiß schien ihr Linderung und Ruhe zu bringen. Sie schlief fest. Jett konnte er es wagen, Beistand herbeizurufen und das Mittel zu holen, das die Macht der austürmenden Krankheit mildern sollte. Er nahm ein Licht von dem Armleuchter, öffnete leise die Thüre, ging hinaus, stieg die Treppen hinab und wollte den Portier klopfen, als ihm dieser schon entgegenkam, um einen Hotelgast einzulassen. und warten, er werde unterdeß das Zimmermädchen wecken und zur Eile antreiben. Langenberg trat aus der Thür und blickte sich überall forschend um. Er sah niemanden. Beruhigt drückte er die Thüre ins Schloß und schritt wacker zu, um die über den Bach gelegene Apotheke schnell zu erreichen und das Rezept bereiten zu lassen. Als Langenberg sein Zimmer verließ, erwachte Clotilde. Sie richtete sich auf- sah sich allein und sprang mit einem schnellen Entschluß aus dem Bett. Sie kleidete sich nothdürftig an und warf ein graues Tuch über den Kopf. Dann huschte sie aus dem Zimmer und tappte im Finstern die Stiegen hinunter. Was hatte sie vor? Handelte sie unbewußt im Fieberanfalle? Oder hatte sie bemerkt, daß ihr Mann fort ging? Wollte sie in Besorgniß ihm nacheilen? Sie kam unbemerkt aus dem Hotel und lief eiligen Schrittes die Lichtenthaler Allee entlang. Sie tam nicht weit, ein Fieberfrost durchschüttelte sie so arg, daß sie niederstürzte und besinnungslos auf der Straße liegen blieb. 35. Zur Hausthüre trat dann ein Mann herein, den Langen- Wie wir wissen, war zur Zeit, als Dr. Langenberg berg von der table d'hôte als Mitbewohner des Hotels mit seiner Frau im Kursaale am Roulett stand und spielte, tannte. Das war also wohl der Mann gewesen, den er auch Theodor von Rürdorf dort anwesend. vom Fenster aus gesehen. Sein Schwager, der Oberförster v. d. Mühlen war Langenberg ersuchte den Portier, er möge sofort das mit seiner Frau, der Schwester Rürdorfs, zu dem im BadeZimmermädchen aufwecken und es unverzüglich seiner orte anwesenden Oberjägermeister v. M. eingeladen. Fran, welche frant geworden, zur Pflege für die Nacht In einem Zweispänner fuhren sie von Burg Eberstein schicken. Er wolle indeß nach der Apotheke eilen. Auch nach Baden und Theodor fuhr mit, um einige befreundete möge der Portier Obacht haben, ihn sogleich einzu- Dekonomen im Konversationshause zu sprechen. Laffen. Im Restaurant, nahe am Hotel d'Angleterre, wollte Theodor Der Portier bedeutete dem Herrr Doktor, deshalb jetzt mit Schwager und Schwester wieder zusammentreffen, um die Hausthür nur einzuklinken, so brauche er nicht zu mit ihnen zurückzufahren. Lichte er *) Sohm verglich das Recht des Entwurfs mit dem schlummernden Dornröschen des Volksmärchens. An der Brücke stieg Theodor aus. Der Oberförster fuhr weiter nach der Privatwohnung des Oberjägermeisters, die sich an der Lichtenthaler Allee befand. Theodor ging in den Kursaal. Hoffte er dort noch jemand zu sehen außer seinen Freunden? Es schien so. Kaum eingetreten in den Saal, wendete er sich links zum Pharao. Ein weißer Hut, unter dem ein jugendlicher Blondkopf hervorlächelte, wurde für ihn zum leuchtenden Magnet. Rüydorf erkannte Clotilden. Er stellte sich so, daß er sie sehen und nicht von ihr gesehen werden konnte. Er achtete nicht auf das Spiel, er blickte nur nach ihr, um so mehr weil er bemerkte, daß der Polizeirath sie sammt ihrem Manne scharf beobachtete. Er hatte sich oft gewünscht, sie einmal wiederzusehen und nun sah er sie so nahe, freudestrahlend, in kindlicher Unbefangenheit an der Seite eines anderen. Ein Gemisch von Wehmuth und Freude durchzuckte ihn, als er sein ewig verlorenes Lieb so lebensfroh vor sich sah. Durch eine Bewegung seines Vordermannes wurde Rürdorf sichtbar. Er merkte dieses erst, als Clotilde mit Langenberg zu gleich ihre Blicke ihm zuwandten. Schnell kehrte er sich um und verließ eilig den Kursaal. Er war erkannt, bemerkt worden, und den stechenden Blicken Langenberg's zufolge in unliebsamer Weise. Er unternahm einen Rundgang durch die hell erleuchteten Anlagen, um nach seinen Freunden zu suchen. Der schöne Abend hatte viele Badegäste hergelockt. Die Tische vor dem Kurhause waren stark besetzt. Eine fremdländische Kapelle konzertirte und spielte eben die Ouvertüre aus der Oper Die diebische Elster". Unter den Laubgängen promes nirten viele Fremde. ( Forsehung folgt.) " der Freiheit des Privateigenthums, und der Arbeiterstand Gegen die Forderung die Kaserne am Kupfergraben abzu- so. d. Univ. Dr. Hans F. Hel molt. Dr. A. Lestien, müsse von der sozialdemokratischen Unfreiheit reißen und an derselben Stelle eine neue Kaserne zu errichten, Prof. a. d. Univ. Dr. Hans Meyer, Verlagsbuchhändler. zur bürgerlichen Freiheit erzogen werden: so ist sprachen die Abgeordneten Richter und Singer. Ersterer Dr. W. Ostwald, Prof. a. d. Univ. Dr. Walter das Alles, soweit es nicht greulichste Konfusion ist, verlangte, daß dieses Terrain für Wissenschaft und Kunst Schmidt, Gymu.- Oberlehrer. Dr. M. Siegfried, Karikatur, immerhin aber doch Karikatur eben der reservirt bleiben solle. Genosse Singer wies nach, daß Privatdozent a. d. Univ. Dr. Friebr. Stein, außerord. Prof. liberalen Staatsidee. Natürlich können wir der Werth des Grund und Bodens, der für die Kaserne in a. d. Univ. Dr. W. Wundt, Prof. a. d. Univ. Auch unferen Lesern gegenüber darauf verzichten, Einzel- Anspruch genommen wird, etwa 6/2 Millionen M. beträgt. Prof. Hasse, der Reichstags- Abgeordnete für Leipzig, hat kritik zu üben, sie wird ihnen selbst nicht Um das tgl. Echloß zu schüßen, brauche man keine Kaserne in den Aufruf unterzeichnet. schwer fallen. Die Auslassungen erinnern übrigens dortiger Gegend. Die Regierungsvorlage sei im höchsten Grade " " lebhaftest an die von Lassalle im Bastiat Schulze von unwirthschaftlich. Wenn der Reichstag nicht 3-4 Millionen Was ein Stumm'sches Dementi werth ift. Frhr. Delitzsch" vor nunmehr 32 Jahren an den wissenschaftlichen Mark ohne jeden Grund hinauswerfen wolle, so müsse die v. Stumm hat bekanntlich abgeftritten, daß er der„ SaarPranger gestellten Gedankenlosigkeiten des damaligen Heros Forderung abgelehnt und der Regierung überlassen brücker Zeitung" eine jährliche Geldsumme angeboten habe, der Fortschrittspartei.( Vergl. daselbst u. A. die ergöglichst bleiben, ihr Kasernenbedürfniß auf einem billigeren um sie unter seinen Einfluß zu bringen. Die Saarbrücker applizirten Ruthenstreiche hinsichtlich der Dienste, nicht Terrain zu befriedigen. Die Militärstimmung des Reichs- Beitung" erwidert hierauf: der Bauch von John Falstaff ist so aufgedunsen, ver- tages war jedoch nicht zu bändigen. Nationalliberale, Dizem eine längere Verhandlung mit der Firma Gebr. Hofer, Am 28. November 1895 führte Herr Landgerichtsrath schwommen und ungesund, wie diese Bastiat'sche Kategorie", Konservative und Zentrum vereinigten sich, um der Militär- daß die Verlagsfirma ihren bisherigen Redakteur Bühlke fallen Dzem eine längere Verhandlung mit der Firma Gebr. Hofer, und der bürgerlichen Freiheit, die darin besteht, daß verwaltung zu der verlangten billigen" Kaserne zu ver- laffen und besonders die chriftlich sozialen Bestrebungen be es jedem ohne Unterschied gesetzlich erlaubt ist, Millionär helfen. In flottem Marschtempo gelangte Militäretat und tämpfen solle. Herr Dlzem stellte eine jährliche Subvention zu sein".) Daß neben den grundsätzlich manchesterlichen mit ihm der allzeit lustige" Kriegsminister in den Hafen von zehntausend Mark in Aussicht. Herr Olzem erhielt eine so beCharakter des Ganzen einzelne sozialpolitische Flickereien der Ruhe. Das Haus hörte dann noch geduldig die Rede stimmte briefliche Abfage, daß die Firma damit alle weiteren der zweiten Kommission nicht viel besagen wollen, liegt auf des Abg. Enneccerus, der mit professoraler Gründlichkeit Berhandlungen endgiltig abgeschnitten zu haben glaubte. Troßder Hand. Sowohl an und für sich bedeutsam für die über Beschlüsse der Budgetkommission betr. das Dienst- dem sah sich am 24. Dezember 1895 Herr Fabrikant Karl Karcher, Arbeiterklasse als ungemein charakteristisch für den all- alterszulagen- System berichtete, um sich nach dieser Leiſtung mala in gleichem Sinne zu verhandeln. Im Verlaufe dieser St. Johann, veranlaßt, mit der Firma Gebrüder Hofer nochgemeinen Standpunkt der Verfasser, ist die völlige Vernach zu vertagen. Nun begann ein Vorpostengefecht für die Unterredung fagte Herr Karcher wörtlich: Ich weiß nicht, wie lässigung des Lohnvertrages, die vorgeschützte Uus Buckerschlacht. Entgegen den getroffenen Verabredungen bean- weit Herr Dizem bezüglich der Subvention" Aufklärung gegeben möglichkeit, das Gesinde recht zu reguliren, wodurch tragten Bennigsen und Kardorff die Zuckerstener morgen auf die hat, doch ich kann Ihnen sagen, daß Geh. Rath v. Stumm dasselbe den verrottetsten Partitularbestimmungen über Tagesordnung zu sehen. Richter wollte nichts davon wissen sich auf fünf Jahre binden würde." laffen bleibt( Menger: Man kann mit gutem Grunde und meinte, daß die steigenden Zuckerpreise Anlaß für die behaupten, daß kein Theil unseres Privatrechtsystems so Interessenten sei, die Beute schnellmöglichst einzuheimſen. Tie Hamburger Nachrichten", deren ordinäre zurückgeblieben ist und so sehr an die Leibeigenschaft und Singer führte die veränderte Stellung der Konservativen Ausfälle auf die bürgerlichen Geldsammlungen für die an ähnliche gewaltthätige Herrschaftsverhältnisse der feudalen auf die Agrarier des Zirkus Busch zurück, die dem Reichstag streikenden Konfektionsarbeiter wir gestern niedriger gehängt Gesellschaftsordnung erinnert, wie das Gefinderecht"), die eine ihnen genehme Tagesordnung ausdrängen wollen. Herr haben, leisten sich in ihrer neuesten Nummer wieder einige Verschränkung des Körperschaftsrechtes, Lieber spielte wieder einmal den Staatsmann, indem er Vorschläge Sozial durch die alle politischen, sozialpolitischen, religiösen und halb rechts halb links sprach und die Bündler auf den demokratie, die als Symptom dafür, wie weit ben die a hmptom dafür, erzieherischen Vereinigungen dem Befinden der Ver- Montag vertröstete. Zu einem Beschluß far es nicht. die geistige zurechnungsfähigkeit gewisser Kreise waltungsbehörden unterworfen werden( Gierke: ein Der Reichstag wird erst am Sonnabend entscheiden, ob er bereits jekt durch die blinde Sozialistenfurcht Ausnahmerecht zu Lasten des Arbeiter fich den agrarischen Schreiern beugen will. Nächste Sigung gestört ist, einiges Interesse verdienen. Nachdem das standes"). Unsere Fraktion wird vor allem, wie Freitag. Debatte über Petitionen und Resolutionen zum würdige Blatt seinen bekannten Standpunkt, daß die Sozialauch im Reichstage angekündigt, in diesen Punkten Dienstalterszulagen- Systemi sowie Etatsberathung. demokraten als prinzipielle Feinde alles Bestehenden vom durch die Kommissionsberathung Wandel zu schaffen sich Das preußische Abgeordnetenhaus fette am Donners. Reichstag auszuschließen seien, wiederholt und in heuchbemühen, ferner wird im Familienrecht zu erreichen ver- tag die zweite Berathung des Staats- Haushaltsetats beim lerischer Weise sich dagegen verwahrt hat, daß es zum sucht werden: verstärkte Stellung der Frau und vorurtheils- Ministerium für Handel und Gewerbe fort. Bei Putsche dränge, befürwortet es allen Ernftes die Aufnahme loser Schutz des unehelichen Kindes. Natürlich sind die den Einnahmen drehte sich die Debatte hauptsächlich um politischer Prostriptionslisten. aufgezählten Punkte nicht erschöpfend, sondern nur als bes die von dem Konservativen Felisch angeregte Frage nach Wir halten, schreibt das edle Bismarckorgan, die Sanirung sonders wichtig und auch nicht von vornherein aus einer Vermehrung der Zahl der Baugewerkschulen. Hierdurch des ungesunden Systems, unter dem wir arbeiten, auf dem Wege fichtslos herausgehoben. Дь im Erbrechte modernen sowie durch Einführung des Befähigungsnachweises und der Verwaltung und der Gesetzgebung für erreichbar, wenn die gesetzgeberischen Gedanken und Vorschlägen*) Ein- der Zwangsinnungen glaubt der Redner das Bauhandwerk erstere nur damit beginnen wollte, nach Maßgabe der Genauig gang zu verschaffen sein wird, steht dahin. Die heben zu können. Dem Wunsche einiger Zentrumsredner auf feit, die das vorhandene Material bietet, durch amtliche Kommission wird Einführung des Religionsunterrichts an gewerblichen Fort- Listen in jeder Gemeinde festzustellen, welche also ernste Arbeit zu leiſten bildungsschulen widersetzte sich der Handelsminister Freiherr Mitglieder derselben Sozialdemokraten find haben. Herrn Professor Sohm und seinesgleichen aber, die von Berlepsch; zwar hält auch der Minister eine religiöse oder doch wenigstens sich als solche offen am liebsten alles in Jubiläumsstimmung abgethan hätten, Erziehung der Jugend für nothwendig, doch scheinen ihm die Fort- und zweifellos bekennen. Im Besitz solcher Listen entgegnen wir, um mit ihnen im Tone seiner fabulirenden bildungsschulen nicht der geeignete Ort dafür zu sein, wird man, je vollständiger sie sind desto genauer, übersehen Kinderromantik zu reden, daß keiner unter ihnen der weil Damit der Charakter solcher Schulen geändert mit Schulen geändert können, welchem Bruchtheile der Bevölkerung der Königssohn ist, der das deutsche Dornröschen erweckt. Sie würde. Eine längere Debatte entspann sich nur noch Staat dabei überhaupt zu rechnen hat. Es würde auch allesammt zappeln jämmerlich in der Dornenhecke, die sie bei dem Antrage des Abgeordneten Dr. Langerhans feine Gesetzesverlegung, sondern nur eine Vor= zu durchdringen nicht vermögen. Wann werden die hundert( frs. Bp.) auf Aufhebung der königlichen Bleiche bereitung der Behörden zum Anschluß an zu durchdringen nicht vermögen. Wann werden die hundert in Solingen, die nichts einbringe und den an sie gestellten die kaiserlichen Aufforderungen zum Kampfe Jahre der Sage verflossen sein, da alles Volk in bösem Anforderungen nicht genüge. Nachdem seitens der Regierung die gegen den Umsturz darin liegen, wenn Zauberschlaf versunken lag? Voraussetzungen des Abg. Langerhans als falsche bezeichnet die Verwaltungsbehörden, die ja sonst Wann wird der heutige Staat zur Herberge der waren, wurde der Antrag abgelehnt und die Einnahmen be- por feiner statistischen Aufgabe, auch vor Gerechtigkeit werden? berigt: Bloch der willigt. Nach kurzer Debatte über den Nutzen bezw, den Schaden der anscheinend zwecklosesten, aurückschreden, der freien Konkurrenz im Handelsgewerbe wurde der Ausgabe: fagen wir also, bas Statistische titel Gehalt des Ministers" bewilligt und sodann die Amt sich die Aufgabe stellte, die Zählung weitere Berathung auf Freitag vertagt. der Sozialdemokraten herbeizuführen, soweit erkennbares Material dazu vorhanden Ein anderer Zwang als er bei der Boltszählung bei anderen Ermittelungen geübt wird, ist dabei Politische Uebersicht. Berlin, 20. Februar. " M ― Der Reichstag hielt gestern zwei Sigungen ab. Die heben sich abermals auch aus den Kreisen der Besitzenden und Gegen die Wahlrechts Aenderung in Sachsen er- ist. erste fand um 3/43 Uhr ihr vorzeitiges Ende wegen Beschluß- Stimmen, die qualitativ auf Bedeutung Anspruch machen nicht erforderlich, und ebenso gut wie der Staat unfähigkeit, die festgestellt wurde bei der Abstimmung über können. Bedeutende Unternehmer Dresdens beabsichtigen, feine Angehörigen nach ihrem religiösen Be. den Antrag Lieber, den von der Kommission gestrichenen in den nächsten Tagen eine Erklärung gegen den Wahlrechts- tenntnisse zu fragen berechtigt ist, glauben Titel zur Vermehrung der Reserven an Verpflegungs- Entwurf zu veröffentlichen, da dieser für den sozialen schwer jede der politischen Ueberzeugungen Wahlrechts- wir, steht ihm auch das Recht zu, zu wissen, wie mitteln für Preußen und Württemberg. Der größte Frieden bedenklich sei. Ferner macht sich, wie die Dresdner im Lande zu veranschlagen ist, da diese auf die Ent Theil des Zentrums stimmte übrigens gegen den Beitung" berichtet, unter den Fabrikanten der Lausitz eine wickelung des Staates doch noch von unmittelbareren Einfluffe Antrag seines Führers. Die neue Sigung setzte der Präsident stetig wachsende Bewegung gegen den Wahlrechts- Umsturz find, als die fonfeffionellen. unter allgemeiner Heiterkeit auf 3 Uhr an. In dieser Sigung geltend. Die Protesterklärung der Leipziger Professoren wurde die Berathung des Militäretats zu Ende geführt. Sohm, Binding und des Oberlehrers Boigt haben unter an- Dem Staate liegt doch die Statistik der Reichstagswahlen Die Heuchelei der letzten Wendung ist unbezahlbar. ") Wir verweisen hinsichtlich solcher auf die Vorarbeiten zu deren noch folgende bekannte Persönlichkeiten unterzeichnet: unb damit eine Uebersicht über die Wählerzahl der größten einer schweizerischen Erbrechtskodifikation und Prof. Eugen Huber: Dr. Ernst Elster, außerord. Prof. a. d. Universität. Otto Partei in jedem Wahlkreise vor. Was die HamBetrachtungen über die Vereinheitlichung des schweizerischen Erb- Forberg, Musikalienverleger. D. Dr. Casp. René burger Nachrichten" wollen, ist nicht ein Aufschluß rechtes, Basel 1895. Gregory, o. Hon.- Prof. D. Dr. G. Heinrici, Prof. darüber, wie schwer jede der politischen Ueberzeugungen geworden. Daher die mannigfachen Versuche mehr oder M Volksstück„ Der Meineidbauer" mit Fräulein Lanius und Herrn Pategg in den Hauptrollen in Szene. = Aus einem Nebenzimmer, dem Damit Kunst und Wissenschaft. hängt davon ab, daß sein dramatisches Erstlingswert auf einem Theater zur Aufführung gelangt; was möglich ist, thut Olga Deutsches Theater. Um des unsterblichen Schalks, des feisten Falstaff willen greifen unsere Theater von Zeit zu Zeit Abermals die Polizei als Kunstrichterin. Das Schau- bei Bekannten ihres Aushälters Culpheim, um die Annahme des Stückes spiel Die Puppengräfin" von Heinrich Burmeister, ge 311 beschleunigen. Ihre Liebe zu Robert gerne zur Shakespeare's Hiftorie„ Heinrich IV." Die humoristische Darstellungskunst steht da vor der genialsten Aufgabe, die jemals nannt Maximilian Braun, wurde vom 3. Senat des Ober- Ver- und der Etel gegen Eulpheim und ihre nnwürdigen Beziehungen Darstellungskunst steht da vor der genialsten Aufgabe, die jemals waltungsgerichts am 20. Februar dahin geprüft, ob ſeine öffentzu diesem nehmen im gleichen Verhältniß สิน und dichterische Frohlaune erfann und mit saftigſtem Behagen er liche Aufführung geeignet sei, das Sittlichkeits- und Schemgefühl schließlich kann sie es nicht mehr über sich gewinnen, des füllte. Allein die zweigetheilte Historie Shakespeare's mit Bantiers Zärtlichkeiten zu dulden. Der ahnungslose Robert ihrer Ueberfracht politisch- friegerischer Borgänge ist für der Zuschauer zu verletzen. Das Berliner Polizeipräsidium hatte wird über den Lebenswandel seiner Braut gerade in dem dies nämlich angenommen und deshalb der Direktion des die Bühnenneigungen unseres Publikums zu weitschweifig" Deutschen Wolkstheaters"( früher Bellealliance Theater") die Moment belehrt, als sie Anstalten macht, denselben aufzugeben. Genehmigung zur Aufführung des Stückes versagt, worauf sich der für Olga vom Bankier I minder feinfühliger Art, die beiden Theile des Dramas mit Dichter erfolglos mit einer Beschwerde an den Oberpräsidenten eigens eingerichteten Boudoir, hört er Rufe Olga's, welche Eine der jüngsten Bühnenbearbeitungen der beiden Theile des von Berlin gewandt hatte. Die Klage gegen den Bescheid des- ihren Widerwillen gegen Culpheim fundgeben. gegeben: Robert findet findet die Geselben vertrat Rechtsanwalt Dr. Grelling. Dieser führte in ist die Katastrophe Heinrich rührt von dem geiftvollen, nunmehr verstorbenen Regisseur rechtlicher Hinsicht aus, daß die Polizei nicht, wie sie es ges liebte mit dem Börsenmann bei Speis' und Wein. und Schauspieler am Deutschen Theater, von Heinrich Förster than habe, die Versagung der Genehmigung aus§ 10 Theil II Dlga, die sich um die Hoffnung, Gattin eines anständigen Der Bankier verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Als her. Sie wurde 1887 unter Arronge zum ersten Male ge Titel 17 des Landrechts herleiten könne. Denn darin werde nur Mannes zu werden, betrogen sieht, auch noch von Mutter und geben und am Mittwoch von Dr. Brahm wieder aufgenommen. So sehr sie die Falstaff'schen Humore schonen will, leidet fie doch Ordnung als Aufgaben der Polizei, nicht aber vom Schuße der da verliert sie jeden Halt und wird die Frau eines ungeliebten von der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Schwester drangsalirt wird, die nicht wissen, wovon zu leben: au dem argen Gebrechen, daß die prächtigen Genossen des Sittlichkeit gesprochen. Unter den Begriff der öffentlichen edlen zynischen Sir John nur wie verkümmerte Figuren er- Ordnung falle nicht eine innerliche ſittliche oder unfittliche In- ungarischen Pferdehändlers.- Ein normales Publikum, betonte scheinen. Bor acht Jahren gab Herr Friedmann den Sir John fizirung von Zuschauern einer Theatervorstellung, es müßte denn der Bertreter des Klägers, würde aus der Vorführung der Falstaff. Das war ein süß- säuerlicher Humor. Diesmal war er den träftiger zufassenden Händen des Herrn Hermann Müller gerade diese Infizirung so start sein, daß sich von den weib- Puppengräfin" entnehmen, daß der Dichter Personen und Verhältnisse zu erklären suche aus ihren wahren Ursachen, dem anvertraut. Auch sein Humor strömt nicht ursprünglich mit dem lichen Buschauern eine große Schaar sofort nach dem Verlassen sozialen Hintergrunde menschlicher Schicksale, und daß er andere breiten Behagen einher; der witzige Zyniker, dessen fruchtbares Hirn Ueberwucherung derselben herbeiführte. Grelling ging dann auf nachzugehen, und dasselbe von Grund auf zu heilen. Das in der des Theaters der Prostitution in die Arme würfe und eine immer neue wunderliche Einfälle ersinnt, wird häufiger als er den Inhalt des Stückes und die Entwickelung seiner Handlung Bersagung der Genehmigung liegende Verbot der Aufführung des Menschen dazu aufrufen wolle, den sozialen Ursachen des Uebels nachzugehen und dasselbe von Grund auf zu heilen. Das in der follte, zum derbkomischen Possenmacher. Aber an köstlichen Einzelheiten, an scharfen genrehaften Beobachtungen ist darum ausführlich ein, um darzuthun, daß das Verhalten der Polizei Bersagung der Genehmigung liegende Verbot der Aufführung des Schauspiels sei auch darum ungerechtfertigt. Die Klage Müller's" Falstaff" nicht arm. Träte der Zug zur Selbstironie feinen Ausführungen ist die Handlung furz folgende: Olga ftellung der Einzelheiten des unfittlichen Verhältnisses zwischen auch der tatsächlichen Voraussetzung entbehre. Nach wurde zurückgewiesen. Sei schon die ausführliche Darnicht so absichtlich in diesem Falstaff hervor, er gewänne an Warbeck, die Hauptfigur des Stückes, hat sich, um ihrer Olga und Culpheim bedenklich, so wäre doch besonders für das Lebensfülle und Einheitlichkeit. Den Preis des Abends gewann franken und schwachen Mutter wie ihrer Schwester e einen Herr Kainz als Prinz Heinrich durch jugendfrischen Uebermuth und jugendkräftig hinreißendes Feuer. Einen Meister aus der materiellen Halt zu bieten, dazu herbeigelassen, zu dem Bankier Gericht die Hauptszene entscheidend gewesen, welche zur Katain Culpheim strophe führte. Durch das Geräusch in dem versteckten Boudoir eines jener Aushalteverhältnisse zu treten, Periode des Herrn L'Arronge mußte arg vermissen. Das ist Georg Engels. Wie Engels den Friedens- deren es in Berlin Legionen giebt. Nebenbei fleidet sie Puppen und durch den heraustönenden Aufschrei der Olga werde den richter Schaul auffaßte, das war vollendete klassisch komische an, welche Beschäftigung ihr den Namen„ Puppengräfin" ein- Buhörern fundgethan, was der Bantier mit dem Mädchen vorKunst. Nie sah ich das Bild der Greisenhaftigkeit eindringlicher, trägt. Infolge des jahrelangen Umganges" mit dem Mann aus habe. Sonach sei aber das Stück geeignet, die Zuhörer in ihrem nie so verblüffend wahr dargestellt, wie durch Engels. Wie der gebildetem Stande" gewinnt sie intellektuell dermaßen, daß Sittlichkeits- und Schamgefühl in ergerniß erregender Weise zu Routinier zum tomischen Genie, so verhielt sich der jetzige Dar: wischen ihr und dem Schriftsteller Robert Norrmann, den sie verletzen. gelegentlich fennen lernt, ein Liebesverhältniß auf idealer Basis steller, Herr Fischer, zu Engels als Schaul. Nener Komet. Am 16. November 1895 wurde auf der Lick möglich wird. Sie verlobt sich mit diesem insgeheim und harrt Sternwarte in Kalifornien von Perrine ein sehr hübscher Komet Schiller- Theater. Um dem starken Zuspruch, den das voller Sehnsucht des Augenblicks, wo sie die seine werden und entdeckt, welcher nur kurze Zeit am Morgenhimmel sichtbar war, Zobeltig'sche Schauspiel" Ohne Geläut" am Schiller- Theater er- dem sie umgebenden Schmuze entrinnen kann. Der Verkehr mit dann in den Sonnenstrahlen verschwand, jeht wieder aus denfährt, zu genügen, sieht sich die Direktion veranlaßt, noch eine Norrmann, welcher natürlich von ihrem Verhältniß“ mit dem selben herausgetreten, nach Norden gelaufen und bereits wieder Aufführung dieses Werkes in dieser Woche einzuschieben. Der Bankier keine Ahnung hat, läßt ihr das Unwürdige ihres Lebens von neuem beobachtet worden ist. In nächster Nähe dieses Spielplan wird demnach dahin abgeändert, daß heute, Freitag, und die Schmach, die auf ihr ruht, immer mehr zum Kometen wurde jetzt von demselben Entdecker ein zweiter aufanstatt Romeo und Julia"" Ohne Geläut" zur Aufführung Bewußtsein kommen, ohne daß sie jedoch den Muth hat, dem gefunden. Er stellt sich als eine recht helle Lichtwolke im Ferns tommt." Sonntag Abend geht nach längerer Zeit Anzengrubers Geliebten alles zu enthüllen. Die Verbindung mit demselben rohr dar, die einen sternartigen Kern im Zentrum befißt, diesmal aber man " " fm Lande zu veranschlagen sei, sondern ein Aufschluß darüber nachzudenken, wie er seinen Patriotismus nach jeder unüberlegteflen Vorschlag einfach und genial in ein großes darüber, welche Arbeiter sich zur Sozialdemokratie bei einer Richtung hin zur Schau trägt. Mittel" umzuwandeln. Die Getreide- Verkaufsgenossenschaften statistischen Zählung der politischen Ueberzeugungen zu be müßten, meint sie, die Träger des gesammten Ein- und kennen wagen, damit der Staat und das UnternehmerHerr Geheimer Ober Regierungsrath G. Königs Verkaufs von Getreide, inländischem wie ausländischem, sein. Also eine Monopol Genossenschaft! Ob die Zentrumsagrarier thum diese Leute dann nach Möglichkeit chikaniren beehrt uns mit folgenter neuen Buſchrift: tönnen. Die In der heutigen Nummer( 43) des Vorwärts" bestreitet für das große Mittel" das nöthige Verständniß gewinnen werden, preußisch deutsche Wirklichkeit leistet der Reichstags- Abgeordnete Fischer das gesagt zu haben in der ist allerdings fraglich. Der Kampf für die kleinen Mittel" bereits das Menschenmögliche ant Reaktion, aber Versammlung im Feen- Palast, was die Nummer 41 des Vor- geht unterdessen mit aller Macht vorwärts. Auf die Bes die Phantasie bismärckischer Preßkosacken macht vor wärts" in dem Referat über seine Rede angab. Er liefert durch theuerungen der Agrarier, daß sie in ihrem Feldzug gegen die dem Menschenmöglichen nicht Halt. Der absurdeste den stenographischen Bericht der Reichstags- Verhandlung vom Margarine nur den unlauteren, auf Täuschung des PubliUnsinn, den die Bierlaune einer verängsteten Philister vorigen Winter über die Interpellation Hige wegen Durch fums ausgehenden Wettbewerb treffen wollen, wirft eine von feele auszuhecken vermag, wenn nur aus ihm führung der faiserlichen Erlasse den Nachweis, daß Herr der Frankfurter Zeitung" hervorgezogene Petition des Verder Haß gegen die Rothen hervorleuchtet, wird Minister v. Berlepsch keinen Zweifel darüber gelassen hat, daß bandes hinterpommerscher Molkereigenossenschaften" ein eigenals staatsmännische Weisheit allen Ernstes von ihnen faiserlichen Erlaß vom 4. Februar 1890 aufgestellte Programm Umschweife, sie verlangen mit ferniger Entschiedenheit auf grund es Aufgabe der töniglich preußischen Regierung sei, das im thümliches Licht. Die gemüthlichen Pommern machen nicht viel aufgetischt. Die Statistik als Polizeiwissenschaft zur Unter- zur Durchführung zu bringen und daß die Verzögerung in der der bestehenden Geseze kurzweg das Verbot der Hers drückung der Sozialdemokratie! Ein schöneres Symptom Durchführung wesentlich der Verhegung der Arbeiter durch die stellung von Margarine und Kunstschmalz. Das bornirten Erlasses wird der genialste Satiriker, der diese sozialdemokratische Agitation zuzuschreiben ist. Man vergleiche läßt an Deutlichkeit allerdings nichts zu wünschen übrig. Sippschaft einmal schildern will, sich schwer erdenken hiermit die Wiedergabe der Rede des Abgeordneten Fischer im Tönnen. Referat des Vorwärts",„ daß Minister v. Berlepsch, der zur 23 gegen 20 Stimmen den Antrag betreffend die Einführung Darmstadt, 20. Februar. Die zweite Kammer nahm mit Durchführung der Sozialreform berufen war, geäußert habe, daß Dem Buche von Dda Olberg, Das Elend in die Regierung jegt nicht mehr an die Durch direkter Landtagswahlen an. Die Regierung ist gegen diesen Antrag. der Hausindustrie der Konfektion", widmet der führung der Februar- Erlasse denke." Reichs- Anzeiger" eine anerkennende und zu- Die Aufforderung zur Zurücknahme einer von Herrn Fischer München, 19. Februar.( Eig. Ber.) Die Politischdes niederbayerischen Bauerns stimmende Besprechung. Er bezeichnet mehrere daraus gar nicht gemachten Aeußerung erledigt sich hiernach von selbst. Erklärung zitirte Säge als nur zu wahr und fordert die Frauen Ich ersuche ihn aber, mit mir bei der Redaktion des Vorwärts" vereins, welche wiederum einen Beweis abgiebt für die Vorder befizenden und gebildeten Klassen auf, aus der dahin zu wirken, daß die ohnedies schon genügend scharfen trefflichkeit des bayerischen Vereinsgesetzes und seine polizeiliche Schrift Oda Olberg's zu lernen, daß es ihre Pflicht sei, Reben der sozialdemokratischen Abgeordneten durch falsche Wieder. Anwendung, wird von dem Hauptorgan der Zentrumspartei ein den arbeitenden Frauen in ihrem harten Kampf um bessere gabe im„ Borwärts" nicht noch verschärft werden. Hochachtungsvoll mit der Bitte um Veröffentlichung Arbeitsbedingungen Hilfe zu leisten. Die Aufforderung des Berlin, 20. Dezember 1890. Reichs- Anzeigers" tommt gerade zu rechter Zeit, nur für die Redaktion der Norddeutschen" etwas zu spät, die durch den„ Reichs- Anzeiger" belehrt, sich ihre plumpe Kritik des Buches hätte ersparen können. " " G. Königs, Geheimer Ober- Regierungsrath. Deutsches Reich. " W " " den christlichen und drinnen im fach und ohne jeden Zusatz als Thatsache mitgetheilt. Wenn die ultramontane Augsburger Post- Zeitung" in verrätherischem Schweigen verharrt, sind wir so frei, das Begebniß und das Verhalten des Zentrums dazu etwas näher zu betrachten. Der niederbayerische Bauernverein wurde unter eifriger Mitarbeit des StaatsWir haben demgegenüber nur festzustellen, daß der Herr anwalts und Landtags- Abgeordneten Söldner s. 3. bekanntlich Geheime Ober Regierungsrath im Frrthum ist, wenn er an- zur Bekämpfung der zentrumsfeindlichen Bauernbund- Bewegung nimmt, der Vorwärts" könne zugeben, daß es sich hier um eine ins Leben gerufen. Die Zentrumsfraktion des Landtags und die Nach dem Bunde der Landwirthe hat auch die falsche Wiedergabe der Fischer'schen Ausführungen handle, in der ihr dienstwillige Geistlichkeit machte die ganze bäuerliche VetternGeneral Versammlung des deutschen Abficht, die ohnedies scharfen Reden der sozialdemokratischen schaft, und was sonst auf dem Lande in Abhängigkeit oder Furcht Bimetallistenbundes hier in Berlin getagt. Der Abgeordneten noch zu verschärfen". Ein Vergleich mit der vor der Kirche lebt, mobil, um die Mitgliederlisten zu Antrag Kanig, die wesentlichste Illusion und Hoffnung des gestrigen Darlegung Fischer's widerlegt diese Annahme, denn füllen. Dem Beispiele der Niederbayern folgten hierin die Bundes der Landwirthe, ist nach den letzten Erklärungen der im Gegensatz zu Herrn Königs- erklärte Fischer bezüglich der führenden Zentrum elemente in verschiedenen anderen rechtsrheinischen Provinzen. Die Rücksicht auf die die BauernRegierung nicht weniger todt, als das Phantom der Ausführungen des Herrn Ministers v. Berlepsch: Ich halte diese Erklärungen nach wie vor für eine bewegung zwang zur Aufstellung ziemlich weitgehender Doppelwährung. Das hinderte natürlich nicht, daß in beiden In Bersammlungen, in der Bestätigung meiner Auffassung, daß diese Ver- agrarischer Forderungen. Versammlungen mit dem üblichen Begeisterungsschwunge zögerung der Sozialreform heute- troß aller diplomatischen Presse wurde eifrig agitirt und eifrig agitirt und die Bewegung war das Todte wie ein Lebendiges gefeiert und gepriesen wurde. Verklausulirung- einem Aufgeben des Gedankens eine durchaus politische. Namentlich Herr Staatsanwalt Söldner Die Brusttöne der Ueberzeugung flangen so laut wie je. der Durchführung ber Februar Erlasse trieb mit mehr Eifer als Geschick eine agrarische Agitation, die In der Versammlung des Bimetallistenbundes trug der gleich tomme. der verheßenden" bauernbündlerischen um nichts nachstand. Vou ihm rührt auch der offenherzige Ausspruch in einer Versamm Vorsitzende, Herr von Kardorff, sein bekanntes Loblung her, daß man eine katholische Partei" gründen müsse, lieb auf das Allheilmittel der Doppelwährung vor. weil der Name Bentrum nicht mehr zieht". Einige Fabrikanten, die sich in ihrem Export durch Der Bundesrath nahm in seiner letzten Plenarden gesunkenen Silberwerth bedrängt fühlen, sekundirten sihung die Vorlage betreffend die Aktenstücke über die jüngsten Die Regierung, die die gewerkschaftliche Arbeiterbewegung überall ihm. Den Schluß bildete natürlich eine Resolution zu Die Vorlage betreffend den Entwurf eines Geseges für feits mochte sie aus gereifter Erfahrung wissen, was von noch Vorfälle in der südafrikanischen Republik zur Kenntniß. einengt, sah dem klerikalen Treiben lange vergnügt zu. Einergunsten des Bimetallismus. Interessant war der Kassen- Elsaß- Lothringen wegen Begebung von dreiprozentigen Renten so lauten und großen Worten des Zentrums zu den Bauern zu bericht des Geschäftsführers, der über die mangelnde zur Deckung der Ausgaben für die Verbesserung Verbesserung des halten ist, andererseits erhoffte sie von Zahlungslust der Bundesmitglieder bewegliche Klage führte. Süninger Kanals zu Schifffahrtszwecken und wegen Erhebung Bauernvereinen" eine wirksame Bekämpfung des ihr in der Seele Der Bund, so erklärte der Geschäftsführer, arbeite mit von Abgaben auf dieselben wurde den zuständigen Ausschüssen verhaßten Bauernbundes. Und während sich einzelne Behörden sehr geringen Mitteln. Das flang um vieles überwiesen. Dem Ausschußbericht über die Entwürfe von Ge- in Maßregelungen von Arbeitervereinen, in Verboten gewerkschaftlicher schaftlicher Versammlungen nicht genug thun konnten, bescheidener als die schwungvollen Programmreden, die setzen für Elsaß- Lothringen betreffend die Gewerbesteuer und die frähte kein Regierungshahn danach, als im vergangenen später folgten. Wandergewerbesteuer wurde die Zustimmung ertheilt. Jahre die verschiedenen Bauernvereine unter Proklamirung - Die Aussichten des 3udersteuer- Gefeß eines an politischen und wirthschaftlichen Forderungen Chronik der Majestäts- Beleidigungs- Prozeffe. entwurfes gestalten sich immer Sedenklicher. Im Bundes- reichen Programms entgegen der flaren Bestimmung des Gegen den Professor Dr. Quid de ist seitens der rath, so resümiren die Münchener Neuesten Nachrichten" ganz aus besten Reaktionszeiten stammenden Vereinsgesetzes mit einander Staatsanwaltschaft beim Landgericht München I Unter- furz die Lage, haben mehr als ein Drittel aller Regierungs- in Verbindung traten. Erft als im Landtage der Abg. Söldner suchung wegen Majestätsbeleidigung eingeleitet worden. Es stimmen, haben alle füddeutschen Staaten ihn verworfen; im durch ein garnicht zentrumsmäßiges, sondern niederbayerisch- bäuriſch handelt sich um eine in einer sozialdemokratischen Ver- Reichstag ist die Berathung vorerst weiter hinausgeschoben worden. grobes Auftreten den glatten Ministerpräsidenten zu einer wenig sammlung gehaltene Rede, in der Dr. Quidde im Anschluß bauer, sind nach wie vor selber uneinig, theilweise scharfe Gegner Rücksicht auf die Bauern draußen das Zentrum eine FraktionsDie nächstbetheiligten Kreise, die Zuckerindustriellen und Rüben chevaleresten Entgegnung gereizt hatte, und als immer aus an Ausführungen des Abg. v. Vollmar die Person des der Vorlage. Unterdessen sind die Zuckerpreise dermaßen gestiegen, erflärung für seinen Söldner und gegen den Minister abgab, deutschen Kaisers und insbesondere die Stiftung des daß damit allein dem Gesetz vorerst aller Grund genommen wird, scheint die christliche Bauernbewegung der Regierung Wilhelmsordens zum Gegenstande abfälliger Bemerkungen Der Preis, welcher in der Begründung des Gesetzes als Ziel unangenehm geworden zu sein. Später erfolgte dann im Landtag gemacht haben soll. und als nothwendig hingestellt wurde, ist thatsächlich die an christliche wie an bündlerische Bauernagitatoren- Adresse Balg in Baden, den 18. Februar. Die Majestäts- bereits überschritten; dabei läßt die Konjunktur eine gerichtete Verwarnung des Ministers des Innern und etwas beleidigungs- Prozesse machen sogar den ruhigen und loyalen weitere Steigerung erwarten. später die„ Politischerklärung". Aber auch von dem seit langen Bürgern" schon Kopfschmerzen. Der Badische Beobachter" Der Zorn der Agrarier, wenn nach den großen Mittelu" Jahren zur Nichtsalshofpartei umgemauferten Kammerzentrum weiß von hier berichten:„ Ein hiesiger Gemeinderath ist wegen nun auch dies kleine Mittel" zur Hebung nothleidender Land- scheinen schließlich die von seinem Söldner entfesselten Geister Majestätsbeleidigung angeklagt. Auch hier versteht das Bolk, wirthschaft Fluß ab geschickt wird, dürfte nicht gering sein. ebenso herzlich unbequem empfunden zu werden, wie die sozialwie der Abg. Veneden treffend ausführte, solche Klagen nicht.- Agrarisches. P. M." dem Anscheine nach Paul politischen Forderungen seiner katholischen Arbeitervereine. Ist doch der Angeschuldigte ein ruhiger loyaler Bürger, welcher Majunte verficht in der Schles. Volksztg.", während er Draußen hatte man den Bauern von" großen Mitteln" bei patriotischen Anlässen schon Toaste auf Kaiser und Landes- gegen den Antrag Kaniz polemijirt, die Idee des berufs- vorgeredet, berufs vorgeredet, hatte eifrig gekanigt" fürsten ausbrachte. Wenn man übrigens richtig gehört hat, soll genossenschaftlichen Getreideverkaufs". Die Landtage angesichts der Minister und nach für die es sich nur um eine Kritik über die militärischen Leistungen eines Kreuz- 3tg." nennt diesen Vorschlag mindestens unüberlegt". Sie rein firchlichen Interessen vortheilhaften Schiebungen hinter deutschen Fürsten im letzten Feldzug gehandelt haben." Was wendet ein, und das ist ja auch klar, daß der berufsgenossenschaft- den Koulissen" that fanftes Wasser in den braucht aber auch ein loyaler" Bürger einen Fürsten zu liche Getreideverkauf den Preis nicht heben würde, solange die agrarischen Wein. Nun fürchtet man sich vor der Verantwortung tritisiren, insonderheit wenn ein Denunziant dabei sitzt? Einfuhr ausländischen Getreides unbeschränkt oder nicht in bei den recht unchristlich angelogenen und mit Versprechungen geTer loyale Bürger sollte doch genug damit zu thun haben einer Hand vereinigt sei. Aber die„ Kreuz- Zeitung" weiß den reizten christlichen Bauern". Und die Politischerklärung kommt hat einen Durchmesser von zirka drei Bogenminuten und gestellten Kuchnarew's, welche in dessen Auftrage auf den Neu- Osawa's ist auch in Hinsicht auf die vergleichende Kulturgeschichte tönnte von ganz besonders guten Augen auch ohne Fernrohr fibirischen Inseln Mammuthknochen suchen, möglicherweise Mit- von Bedeutung. Sie lehrt, daß in allen Kulturen die Anatomie die als ein Sternchen gesehen werden, wenn er nicht so tief am gliedern der Expedition begegnet feien und vielleicht Nansen gleichen Phasen der Entwickelung durchgemacht hat. Zuerst herrschen Horizont stünde. Was ihn sehr interessant macht, ist seine rasche selbst gesehen haben, von denen sie dann die Nachrichten erfuhren nur Phantasien über den Bau des menschlichen Körpers. Dann scheinbare Bewegung, welche im Tage 2 Grad in Rettaszension und ihrem Auftraggeber Kuchnarew mittheilten, der sie feiner- tommt eine Zeit der Analogieschlüsse. Ginzelne thatkräftige und und 3 Grad nördlich beträgt. Man sieht ganz deutlich, wie er seits wieder nach Irkutsk gelangen ließ. Fürst Krapotkin, wißbegierige Männer seziren Thierleichen. Den Befund bei diesen an den Sternen vorbeihuscht. Diese rasche tägliche Bewegung der bekannte Geograph und Nihilist in London, schreibt dem übertragen sie auf die menschliche Anatomie. Dann kommt hängt in der Regel mit einer relativ großen Nähe an die Erde, Berl. Tagebl." zufolge: Der genaue Text des Telegramms, immer ein Reformator, der die Unzulässigkeit solcher Analogieetwa 20 bis 70 Millionen Kilometer Entfernung, zufammen. welches bezüglich Nansen's in Petersburg eingetroffen ist, lautete: fchlüsse nachweist und das planmäßige Studium des Baues des Solche Kometen ändern auch ihre Helligkeit sehr rafch. Ob die Irkutsk, 31. Januar( 12. Februar). Der Lieferant Nansens, Menschen einleitet. Dsawa schildert zunächst( seine Studie findet Helligkeit zunimmt, hängt davon ab, ob er sich noch stärker der Kuchnarew, meldet, durch den Polizeichef von Kolymst Kandatow, sich im Anatom. Anz.") die japanische Anatomie in der Zeit, Erde nähern wird. Einen Schweif besigt dieser Komet der- durch Post von Yakutsk nach Kirenst und von da durch Tele- in der sie noch ganz von der Gelehrsamkeit der Chinesen und malen nicht. graph der Revue des Ostens", daß Nansen den Bol erreicht, Koreaner abhängig war. Die japanische Anatomie war bis zur Röntgen und das Briefgeheimniß. Angestellte Versuche Land entdeckt hat und zurückkehrt." Die Zeitschrift Revue des Mitte des vorigen Jahrhunderts nichts als eine Sammlung von haben wie das Wiener Fremdenblatt" meldet- ergeben, Oftens" ist eine erstklassige Wochenschrift, die zu Irkutsk erscheint. Sagen und Märchen. Die Speiseröhre, so wurde gelehrt, hängt daß vor den Röntgen'schen Lichtstrahlen auch das Brief Sie wurde eine Reihe von Jahren durch den verstorbenen mit dem Herzen zusammen. Der Nährsaft des Magens bringt geheimniß nicht besteht, indem sie vom Papier durchgelassen Vadrintsew, den Erforscher Sibiriens, geleitet und ist es in das Herz ein und wird hier zu Blut. Auge und Leber stehen werden, von den Schriftzeichen jedoch je nach der Zusammen- nun durch Dr. Klements, der durch seine Erforschungen mit einander in Verbindung. Wandel schaffte zuerst Yamawaki, sehung der benußten Tinte ein mehr oder minder deutliches der Mongolei wohl bekannt und ein thätiges Mitglied des oft- Leibarzt des Landesherrn, der sich als erster auf das eigene Bild geben. Eigenthümlich allerdings sieht dieses Bild aus, denn sibirischen Zweiges der russischen Geographischen Gesellschaft ist. Studium der Anatomie verlegte, weil er der chinesischen mißtraute. Er mit begann es reproduzirt in einer Ebene alle Schriftzeichen, welche der ein- Die Beitschrift hat sich in geographischen Dingen stets wohl- Ueberlieferung der Ber gliederung von Fischottern. 1754 erwirfte er von dem geschlossene Brief enthält, demnach bei einem vierseitigen, einmal zu unterrichtet gezeigt. Es Da es feine direkte telegraphische Verbindung zwischen Yakutsk Fürsten die Erlaubniß, eine Verbrecherleiche zu öffnen. fammengefalteten Briefe achtfältige Schriftzeichen durcheinander, und überdies die Adresse und den Poststempel. Die Entzifferung und Irkutsk giebt( der Telegraph geht nicht über Witimst, das war dies die erste Sektion einer menschlichen Leiche in Japan. solcher Hieroglyphen würde allerdings faum gelingen; doch if an dem Zusammenfluß von Lena und Witim liegt), so wurde Yamawati's Beispiel fand Nachahmung. Von grundlegender Benicht jeder Brief vierfeitig, und man beschäftigt sich seither bie Meldung durch Post nach Kirenst gesendet, eine Stadt an dem deutung für die Entwicklung der Anatomie in Japan wurde eine bereits ernstlich mit der Frage, wie das Briefgeheimniß vor den Wege nach Irkutsk und 685 englische Meilen davon entfernt. Sektion, die drei Aerzte, Sugita, Otsuki, Mayeno 1771 vora allwissenden Strahlen gesch ist werden könnte. Mit der Her- Von dort gelangte sie durch Telegramm an die Revue des Oftens. nahmen. Sie hatten dabei die holländische Ausgabe der anatostellung einer für die Strahlen durchlässigen Tinte oder für die Die Entfernung von 685 Meilen zwischen Kirenst und Irkutsk mifchen Tafel des Adam Kulnus zur Hand. Bei einem Vergleiche Strahlen undurchlässiger Kouverts wäre diese Frage gelöst. Be- fann im Winter unter günstigen Umständen in nicht weniger des Leichenbefundes mit den Abbildungen wurden die drei Gefonders in letterer Hinsicht werden viele Versuche gemacht; als 5-6 Tagen zurückgelegt werden, sodaß die Poft von Yakutst, lehrten von der Uebereinstimmung gepackt, in der sie ihren Bedenn man ist überzeugt, daß ein Imprägnirungsstoff gegen mit der die Meldung nach Kirensk gesandt wurde, Irfuist nicht und mit den Bildern fanden. Sie faßten noch während der Röntgen'sche Strahlen in der Industrie eine große Rolle spielen vor dem 18. Februar erreichen konnte; unter der Annahme, daß Sektion den Plan, das holländische Werk ins Japanische zu ein Brief von Yakutsk mit jener Post abgegangen ist, können übertragen. Mit Eifer gingen fie ans Werk. Die Seele des müßte. teine weiteren Meldungen Irkutsk vor jenem Datum erreichen. Unternehmens war Mayeno, der einzige von ihnen, der Von Frithjof Nansen. Vorgestern Abend machte in einer was Kardakow anbetrifft, so muß in dem ersten Telegramın aus wenigstens etwas holländisch verstand. Die Uebertragung wurde Sigung der taiserlichen geographischen Gesellschaft in Petersburg Irkutsk ein Irrthum über seine Persönlichkeit gewaltet haben. für Jahrzehnte der Leitfaden, aus dem die japanischen Aerzte der Bizepräsident, Senator Semenow, die Mittheilung, daß es Der Polizeichef des Bezirkes Verkhoyanst, zu dem Kolymsk ge- Anatomie lernten. Sektionen wurden häufiger. Durchweg aber übereilt wäre, die jüngst über Nansen eingetroffene hört, ist ein Kosakenoffizier S. 2. Kandakow. Aber der beschränkte man sich auf die Durchmusterung der Brust und der Nachricht zu bestreiten. Der Sibirien Reisende Baron Toll habe auf den Neusibirischen Inseln Lebensmittel- Kandakow, von welchem die Meldung Kuchnarews fam, ist, wie Bauchhöhle. Eine neue Zeit für die Anatomie in Japan begann den Neusibirischen Inseln Lebensmittel- ein neueres Telegramm aus Irkutst meldet, nicht jener Kosaken mit dem Jahre 1871, als Oberstabsarzt Dr. Leopold Müller aus vorräthe für eine etwa zurückkehrende Polarexpedition niedergelegt. In der Voraussetzung, daß Nansen seinen Offizier, sondern ein Rath bei der Provinzialregierung von Berlin zur Errichtung einer medizinischen Schule nach Tokio Rückweg über diese Inseln nehmen würde, wurde er von diesen Yakutsk und ein Theilnehmer an der Expedition von Yakutst. Das berufen wurde. Müller gab den ersten anatomischen Unterricht nach europäischer Art in Japan. Nach seiner Rückkehr wirkten Borkehrungen unterrichtet und mit einer Karte versehen, auf giebt den Meldungen ein um vieles größeres Gewicht. Tokio fort. Jetzt leitet ein in Deutschland unter Waldeyer ge= nach einander Dönig, Gierke und Diffe in seinem Sinne in welcher diese Verproviantirungspunkte verzeichnet sind. Nansen bildeter Japaner Dr. Koganei in Tokio den anatomischen Unterricht, der dem bei uns üblichen durchaus nachgebildet ist. " " Die Anatomie in Japan. Zur Geschichte der japanischen hätte die Neufibirischen Inseln im Oktober oder spätestens im Kultur liefert ein japanischer Arzt, Ganutaro Osawa, der jetzt Januar erreichen können. Die legte von Peter Kuchnarem über- in Freiburg studirt, einen interessanten Betrag, indem er den mittelte Nachricht erklärt Semenow in der Weise, daß die An- i Entwickelungsgang der Anatomie in Japan schildert. Die Studie " man viel höchstwahrscheinlich ganz gelegen, um den lästig werdenden Nach einstimmigem Beschluß der Kom Leuten da draußen ein wenig das Gruseln beizubringen. Bei der missionen dürfen Maßregelungen aus Anlaß engen Verbindung, die das Zentrum mit Regierungstreisen hat, des Streits nicht stattfinden. genug. England. Berlin, den 19. Februar 1896. Ferdinand Manheimer. Obermeister Heil. J. Timm." den = Für die streikenden Konfektionsarbeiter und Arbeite rinnen gingen bei unserer Expedition ein: " = 1 Posamentiere bei Slevoigt M. 4,-. Schwimmklub„ Seebär" bei seinem zweifellosen Einfluß ist es garnicht anzunehmen, Sett. Berlin 1. R. 5,-. Rauchklub Wilhelm" 3,- Gesammelt daß es schon seit seit Wochen von der bevorstehenden von Mitgliedern des Vereins gesell. Bund 8,55. R., Belle. Maßregel unterrichtet war, ja es wird uns versichert, daß die Alliancestraße 2,-. 2., Waldemarstr. 29 1,50. Rother Ostpreuße Politischerklärung bereits früher erfolgte, D. G. 1,--. Statklub Gemüthlichkeit, Forsterstr. 49, 3,-. als der auf die Verschlechterung des Vereinsgesetzes, auf die tag in elf Bersammlungen, die nachmittags 4 Uhr Berein Hoffnung, Lebuferstraße, 5,-. M. M. 1,50. Bom Lefe Die Arbeiter und Arbeiterinnen werden sich am Frei Schwarzblechwaarenfabrit, Muskauerstr. 28, 6,90. Vom geselligen völlige Mundtodtmachung des werkthätigen Volkes beag dachte Antrag Pichler an die Abgeordnetenkammer tagen, über diese Vergleichsvorschläge schlüssig machen. flub Johann Jacobi 10,-. Statfeppel 1,60. Rauchflub Koeingereicht wurde. Go erklärt sich allerdings das Die Juhaber der Konfektionsfirmen der Damen- und lumbus 6,50. Beim Kartoffel- und Beim Kartoffel- und Heringsschmaus ge-, 50. Schweigen der maßgebenden bayerischen Zentrumspresse deutlich Kindermäntelbranche waren am Donnerstag Nachmittag in sammelt in der Oppelnerstr. 7, 4,-.. Klemm einer Anzahl von etwa 200 Theilnehmern unter Vorsitz Gesammelt von Zimmerern in Gr. Lichterfelde durch H. P. 2,25. Fürwahr, rührend zu sehen, wie sich eine altersmorsche Re- des Herrn Ferdinand Manheimer versammelt, der Kleine Nauke, Brandenburgstr. 1,-. Scheibe, Weißgerber 1,50. gierung und eine politisch reaktionäre, nur auf ihre klerikalen das Resultat der am Mittwoch Abend mit den Kommissionen Frau N., Prinzen- Allee 37 2, Arbeiter- Zitherv. Einigkeit durch Interessen bedachte Bartei für einander die Kastanien aus dem der Meister und der Arbeiter gepflogenen Verhandlungen A. T. 10,-. Schönfeld u. Schreiber 3,-. Gesangv. Allegro 10,-. Feuer holen. Ob sie bei dem nicht ungefährlichen Spiel sich mittheilte, und den Versammelten die Annahme der- Holzarbeiterverb. Zahlstelle Elbing 9,95. Rathenow. Auf Listen schließlich nicht doch gründlich verbrennen? ſelben empfahl. Widerspruch gegen die vorgelegten beim Wintervergnügen gesammelt 17,55. Jn der Expedition der - mehr wurde von verschiedenen Seiten bemerkbar, viel Boltsstimme"-Magdeburg eingegangen 100,-. Durch Krüger, Durch Auswanderung haben sich im Landgerichts- Ginigungsbedingungen machte sich nicht die Bereitwillig- Spremberg 29,95. Königsberg, Unbekannt 15,95. Gesammelt bezirk Straubing 92 Personen der Militärpflicht entzogen. feit e3 zur Einigung betont, da Von den rothen Kupferdem Ansehen der in Staßfurt d. Wizorowski 19,95. Dieselben werden nunmehr vom ersten Staatsanwalt am Land- Berliner Konfektionsindustrie nur förderlich sein könne, schmieden Beckums 14,45. Organisirte Schuhmacher Charlotten gerichte Straubing aufgefordert, sich am 10. April vor der dortigen Strafkammer einzufinden. Die große Zahl der Militär- wenn sie beweise, daß sie willens sei, die Lage ihrer Arbeiter burgs( Verf. 17. Febr.) 1,50. M. G. V.„ Namenlos" 19,95. flüchtigen wirft jedenfalls ein merkwürdiges Licht auf die Liebe nach Möglichkeit zu beffern. Die Vorschläge der Kom Vom Samariterkursus d. Arbeiter u. Arbeiterinnen 9,95. Voir des deutschen Volkes zu seinen Ferienkolonien". mission wurden debattelos und einstimmig Gen. Krauß, Neubert, Liebig beim Sfat 2,95. Von Lederarbeitern unter allfeitigem Beifall angenommen. Oranienburgs 9,95. Sammelliste Zürich M. GI. 78 Fr. 62,60. Textilarbeiter- Verband, Filiale I Berlin, d. Andreas 29,95. Von In einer öffentlichen Versammlung der Schneider der den organisirten Steinsetzern Magdeburgs 24,95. Ges. von der London, 20. Februar. Der große Rath des Senates der Damenkonfektion, die am Donnerstag nachmittag bei Reller in Hess. Landeszeitung", erste Rate 100,-. Frühschoppen bei Universität Cambridge hat einen Ausschuß ernannt, um zu der Köpnickerstraße tagte und von etwa 2000 Meistern besucht Brosy, Grüne Jungens, Moabit 3,25. Dreher u. Malerpersonal prüfen, ob die Anwesenheit weiblicher Studenten bei den Pro- war, referirte Herr Luhr unter lebhaftem Beifall über die Ver- Gebr. Hubbe, Neuhaldensleben 10,65. Gesammelt auf einen motionen zugelassen werden soll. Es wird angenommen, daß handlungen der 3 Kommissionen, die zur Annahme eines ein Vergnügen in Wriegen d. W. S. 5,95. Von den organidieses Vorgehen des Senates der erste Schritt zur Ertheilung beitlichen Lohntarif geführt haben. Er richtete, firten Buchdruckergehilfen Lörrach3 4,95. Rauchklub Holländer des Baccalaureats und der Doktorwürde an Frauen ist. nachdem sich einige Meister int zustimmender Weise 6,-. Arbeiter Gesangverein Zukunft I, Stegliß 10,-. London, 20. Februar. Jameson's Ankunft steht nahe geäußert hatten, an sämmtliche Meister die Aufforderung, Aus bürgerlichen Kreisen durch Sch. 30,-. Goldleistengrundirer bevor. Vor welches Gericht man ihn stellen wird, darüber gehen nicht nur vereinbarten Tarif inne zu halten, ges. bei Noack 2, Arb. Gesangverein Maiengruß II Char die Angaben auseinander, und man weiß noch nicht, wie er sondern die Arbeiterinnen auch entsprechend zu behandeln. Der lottenburg 2,-. 6 Gußschleifer bei B. Joseph, Ritterstr. 26 3,-. schließlich davonkommen wird. Ein großer Theil der englischen Tariffei so gestellt, daß eine Durchschnittsarbeiterin bei Rechtsanwalt Dr. H., Martgrajen 11. Leipzigerstr.- Ecke 100,-. Bourgeoisie sieht aber Jameson nicht als Schuldigen, sondern als zehnstündiger Arbeitszeit pro Woche 12 m. verdienen tönne; N. G., Kurfürstenstraße 6,-. Nordringfahrer Schönhauser sollen Helden an. Die sogenannte Gesellschaft," sagt die liberale dagegen Arbeiterinnen, welche unpünktlich D. R. 2, und Allee- Wedding 5,-. Tresckowstraße 3,50. Wochenschrift" Speaker", steht fast einmüthig auf der Seite der schlecht arbeiten, fünftig öffentlich bekannt gemacht Gesell. Verein Freundschaft 8,-. Verein Fridolin 5,05. Die geldgierigen Abenteurer, die Transvaal in derselben Weise werden.( Wenn 111111 die Arbeiterinnen den Stiel um Muskelkraft Wiesenstr. 39 5,-. Personal der Firma Schwan auszubeuten verfuchten, wie die Spanier vor 300 Jahren drehen und die vielen Zwischenmeister, die vom Geschäft u. Co. Alte Jakobstraße mit einigen Ausnahmen 6,50. Mittel- und Südamerika ausbeuteten. Der Straßenpöbel nichts verstehen, auch veröffentlichen, was dann? Red. Musikverein Baufenschwengel 10,- Per Post aus Rußland und die Musikhallen sind wieder einmal einig mit der d. V.) Daß die Löhne für die Arbeit auf Liefer- 15,-. Stattlub Nullramsch Rauchklub Hohenstaufen 3,-. Gesellschaft. Die Presse selbst die liberale, zu ihrer Schande scheinen angegeben werden sollen, wurde mit Mißfallen auf- 1. Rate 5,-. Gef. im Hause Feldstr. 1 2,70. 4 Schriftmaler 4,-. ist zum großen Theile in den Händen des Herrn Rhodes und genommen. Die Firma Kraft u. Lewin hat sich geweigert, Vom Buchhalter A. durch Schayer, Brunnenstr. 3,-. Rauch seiner Genossen. Gegen diese mächtigen Feinde müssen wir an diese Forderungen anzuerkennen, soll aber noch dazu geklub Veilchendust 10,-. Von einer Anzahl Arbeiter und Arfämpfen. Die liberale Partei hat eine Pflicht zu erfüllen, der zwungen werden. Im allgemeinen wurde das Entgegen- beiterinnen Kastanien- Allee 79 10,-. Troß P. Schall, Pantstr. 18 sie sich nicht entziehen kann, wenn sie nicht ihren alten Grund- fommen der Kaufmannschaft gelobt, wie das Verhalten 4,30. Firma Zöllner d. E. K. 3,25. Jakobitirchstr. Frau G. 1,50. fäßen und größten Traditionen untreu werden will. Wir können des Herrn Gerson, daß er diejenigen Meister, die sich Colibri's 3,80. Buchdruckerei Roebfe 7,70. Eck, Wäsche leider die Ehre nicht wiedergewinnen, die wir in der armenischen zu den bisherigen Preisen anboten, furzerhand zurückgewiesen zuschneider 1,-. Berl. Kartonfabrit 4,75. In bürgerlichen Frage verloren haben. Aber wir können wenigstens für unseren habe.( Beifall.) Man werde in Zukunft die unlauteren Kreisen gesammelt von H. S. 60,-. Von P. H. 3,-. Frau Rauch guten Ruf in der Transvaal- Frage kämpfen, und wenn sie sehen, Glemente einer strengen Kontrolle unterziehen. Nach Ver- J. N. 10,-. Zu meinem Geburtstag, J. H. 100, welcher bei flub Arkona S. D. 3,-. wie sich das Netz der Chartered Company täglich weiter aus- lauf einer halbstündigen Pause, während Personal der Buchdruckerei breitet und die unwahrscheinlichste Beute von ihr eingefangen Herrn Sernau wegen Uebereinstimmung der Kaufmann- E. Wertheim 4,-. H. B. 5,- Fichte Stat 1,-. wird, so werden wahre Liberale um so entschlossener werden, da- schaft mit dem Tarif angefragt war, wurde derselbe W. S., J. F., W. Sch., E. G., S. Ht. 9,-. Restaurateur für zu sorgen, daß in dieser Angelegenheit wenigstens der Name von der Versammlung einstimmig angenommen Stobbe, Kl. Kurstr. 10 11,80. Verein Sylvester 95 2,- Arbeiter Englands vor der Welt rein dastehen soll, wie groß auch immer und daraufhin vom Vorsitzenden Herrn Hey! der Streit und Arbeiterinnen der Seidenwaarenfabr. von J. List, Bernau der Reichthum und Einfluß derjenigen sein mag, die vor Gericht der Damenmäntelschneider für beendet erklärt M.-L. 8,55. zu bringen sind." Das ist eine große und löbliche Absicht. und zu gemeinsamem Zusammenhalten auch in der Zukunft auf- Von der Berliner Gewerkschafts- Rommission Nun, warten wir den Ausgang des Prozesses ab! gefordert. Die 21er Stommission blieb auf Antrag Voltmann durch Millarg 2089,45 M.( darunter: ( darunter: Von 2,84 11,90. als Kontrollkommission bestehen; aus deren Mitte Chirurgische Branche 50.--. ,, Aus bürgerlichen Kreisen" sollen auch die fünf Mitglieder zu der gemeinsamen Fünfzehner Rate 1 21. 2. 1000,-. Freie Vereinigung der Graveure Kommission delegirt werden. Mit dem Dank der Versammlung und Bifeleure 50,-. Geraer Genossinnen 50,-. Verein Berliner für die Thätigkeit der Kommission wurde die Versammlung ge- Droschtenfutscher 50,- Nauchklub" Bahia" 6,-. Redaktion schlossen. d. Volt." 600,- Freie Bereinigung der Stereotypeure Berlins 50,-. Von T. Müller, Ortsverein der Klempner und Metallarbeiter 14,-. Vom Professor H., Tellersammlung vom Evangelischen Arbeiterverein in Rassel 21,30. Beitrag des Rechtsanwalts Heine 30,05. Von den organisirten BuchDruckern Hannovers 1. Rate durch Rosenbruch 150,-. Fräulein " Spanien. Madrid, 20. Februar. Nach einer Depesche aus Havannah ist es den Führern der Aufständischen, Maceo und Gomez, celungen, sich zu vereinigen. Serbien. Das serbische Parlament, die Stuptschina wurde durch einen Utas geschlossen. Der Präsident der Skuptschina Garaschanin dankte in üblicher Weise allen Parteien für die erfprießliche Arbeit, welche sie bei der Berathung der auf die Verbesserung der Verwaltung, auf die Hebung der Volkswirthschaft und auf die Verstärkung des Heeres abzielenden Gesetze geleistet hätten. Die Lohnbewegung in der Konfektions- Induffvie. " Aus Pforzheim fommt ebenfalls eine erfreuliche Nachricht. Im dortigen Schneidergewerbe, wo neben den Kundenschneidern hauptsächlich die Maaßgeschäfte in betracht kommen, hat die aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichmäßig zusammengesetzte Kommission sich auf die Einrichtung von Betriebswert stätten und einen möglichst gleichmäßigen Stüd- 3, Frei und Froh" 3,20). lohntarif geeinigt; ob die Arbeitgeber die Abmachung ihrer Vertreter bestätigen werden, ist noch nicht bekannt. Doch ist alle Aussicht vorhanden, daß die Bewegung ohne Ausstand vor übergeht. Bei ca. 100 Meistern werden in Pforzheim etwa 300 Arbeiter gezählt. Vomi Summa 3178,05 M. Bereits quittirt find: 14850,01 M. Ge sammtsumme der bei unserer Expedition eingelieferten Beiträge: 18 028,06 9. " 1 Ju Kaffel faßte eine Bolksversammlung, wo unser Genoffe Depeschen und lehte Nachrichten. Garbe referirt hatte, folgende Resolution: Die Versammlung Die Kommissionen der Zwischenmeister und Konfektio- erklärt die in letzter Zeit der Deffentlichkeit mehr bekannt ge Meerane in Sachsen, 21. Februar.( Privattelegramm des näre der Damen- und Kindermäntel- Branche verhandelten am wordenen Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter und Vorwärts".) Bei der Landtags- Ersatzwahl erhielt GrünMittwoch Abend mit der Fünfer- Kommiffion der Arbeiter. Den Arbeiterinnen der Konfektions- Branche als tieftraurige und berg( Sozialist) 2521, Friedemann( Ordnungsbrei) Vorsitz führte Ferdinand Manheimer. Er drückte den menschenunwürdige; sie bringt daher den um Beseitigung der 2229 Stimmen. lebhaften Wunsch nach einer Einigung aus und legte die Erschlechtesten Zustände kämpfenden Arbeitern und Arbeiterinnen gebnisse der Berathung der Konfektionär- und Zwischenmeister- ihre vollste Sympathie entgegen und verpflichtet sich, Lemberg, 20. Februar.( B. H.) Gestern wurde zwischen Kommission vor. der Fünfer Kommission wurden diese fulturfortschrittliche Bewegung mit allen Sträften zu den Stationen Rozica und Rzesna polska ein Eisenbahnunglück die den Arbeitern gemachten Zugeständnisse als an unterstützen, sowohl in materieller als moralischer Hin- verhütet. Von unbekannten Thätern waren schwere Eisenstücke nehmbar anerkannt und auch im wesentlichen, im wesentlichen, fo- ficht. Die Versammlung appellirt ganz besonders an das auf die Schienen gelegt worden, um den von Lemberg nach weit sie sich auf die Löhne beziehen unverändert an- Konfektion konsumirende Publikum, bei Bedarf nur diejenigen Janos abgelassenen Personenzug zum Entgleifen zu bringen. genommen. Betreffs einiger Nebenpunkte trug man noch den Geschäfte berücksichtigen zu wollen, welche den Nachweis zu führen Dem Lokomotivführer gelang es jedoch kurz vor dem Hinderniß, Wünschen der Fünfer- Kommission Rechnung. Nach dreistündigen vermögen, daß sie ihre Waaren nur aus solchen Fabriken be- den Zug zum Halten zu bringen. Dabei verletzte sich der sachlichen Verhandlungen, wobei von allen Seiten eine Beilegung ziehen, welche die gerechten Forderungen der Arbeiter und Ar- Lokomotivführer ziemlich erheblich. Die Untersuchung wurde des Streits als im Interesse aller Betheiligten liegend bezeichnet beiterinnen bewilligt und solche in der Zukunft halten." fofort eingeleitet. wurde, kam folgende Vereinbarung zu stande: Hierauf wird ein Antrag angenommen, das Gewerkschaftsfartell möge, wenn irgend möglich, eine größere Summe zur fofortigen Unterstützung den Streifenden überweisen. Weiter wurde das Kartell ersucht, sofort Sammellisten auszugeben und verschiedene Zahlstellen in der Stadt zu errichten. Der Versammlung wohnte auch der Reichstags- Abgeordnete Prof. Hüpeden bei. Wir, die gewählten Kommissionen, 1. der Konfettions firmen der Damen- und Kindermäntelbranche, 2. der Meister dieser Branche, 3. der Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Branche unserer Vollmachtgeber folgendes in Vorschlag bringen und befürworten: Paris, 20. Februar.( B. H.) In der heutigen Kammersißung beantwortete Justizminister Ricard die Interpellation Chaudry äußerst energisch. Er erklärte, daß er bereits zweimal Aufschluß über die Südbahn- Affäre gegeben habe und daß er bereit sei, der Kammer und dem Lande alle nur möglichen weiteren Aufschlüsse zu geben. Die Sigung dauert fort. Die allgemeine Auf die bisher gezahlten Löhne bis zu 1,75 M. Ansicht geht dahin, daß sich das Kabinet noch weiter halten wird. soll sowohl der Meister als auch die Arbeiterin Brüffel, 20. Februar.( B. H.) Ein türkischer Grubenresp. der Arbeiter einen 3uschlag von 30 pet. erhalten, Ans Braunschweig berichtet über dasselbe Thema der besitzer namens Franzesto Barducci aus Konstantinopel wurde von 1,80-4,00 M. 20 pCt., von 4,10-8,00 M. 15 pCt., von Volksfreund": 50 pet. von den in hiesigen Nähstuben beschäf- in einem hiesigen Hotel im Zentrum um 11/2 Millionen Franks 8,00 M. an 10 pCt. 3uschlag. Diese Zuschläge beziehen sich ligten Näherinnen verdienen 10 bis 20 m. monatlich, 25 pCt. bestohlen. Die Summe bestand größtentheils aus Werthpapieren auf Stück arbeiter. Die Wochen arbeiter( Bigler, Stepper, 21 bis 25 M., 15 pCt. 26 bis 30 m. und 10 pCt. mögen mehr türkischer Gruben. Barducci war gestern nach Lüttich gereift, Zuschneider 2c.) erhalten einen Zuschlag von 10 pCt. zu den als 30 M. den ganzen Monat verdienen. Von diesem Verdienst hatte aber seine Roffer auf seinem Zimmer in dem hiesigen bisher gezahlten Wochenlöhnen. Diese Erhöhungen wird noch 1 M. für Kranken- und Invalidenversicherung ab Hotel zurückgelassen. Zwei junge Franzosen, welche inzwischen sollen in den Werkstätten in sichtbarer Weise gezogen, soweit die Näherinnen überhaupt versichert sind, denn das Nebenzimmer mietheten, sind des Diebstahls verdächtig. Die3 um Anschlag gebracht werden. Unter dem Anschlage manche Arbeitgeber halten das für überflüssig. Wenn die felben sind verschwunden; ihre Signalements wurden von der find die Kommissionen der Kaufleute, der Meister und der Ar- Näherin in diesem Falle trank wird, bleibt sie einfach zu Hause Polizei nach allen großen europäischen Städten telegraphirt. beiter mit ihren Namen bekannt zu geben. und die Sache ist abgemacht. Ist aber die Näherin in Rom, 20. Februar.( B. S.) Die Nachricht, daß Ras " Den Meistern soll für die Folge Nachlieferung von der Krankenkasse, so erhält sie im Krankheitsfalle 75 Pf. Sebhat und Ras Agos vom General Baratieri abgefallen feien, Materialien zu den Einrichtungen, Neftirendes auf Gutscheine, für den Tag vergütet, also mehr, als ein großer wird von den Blättern lebhaft besprochen. Die Abessynier, so Stickereisachen, und einzelne Piècen auf Kosten der Auftraggeber Theil der Näherinnen überhaupt verdient. Von den an- fagen die Blätter, fallen von unserem Heere ab, da sie einsehen, zugesandt werden. Die Abrechnung für die bis Freigeführten Löhnen müssen sich die Näherinnen nun Wohnung, daß der Sieg dem Negus bleibt. tag gelieferten Arbeiten soll am Sonnabend bis Nahrung und Kleidung halten. Dazu kommt, daß die Näherinnen Madrid, 20. Februar.( W. T. B.) Fünf Petarden explospätestens 6 Uhr geschehen. Die Lieferungen nicht regelmäßig beschäftigt werden, sondern oft genöthigt sind, dirten gestern Abend in der nächsten Umgebung des tgl. Palais. haben täglich von 9 bis 1 Uhr zu geschehen wochenlang zu feiern. Dieses gilt sowohl von der Kleider, wie Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Nur verschiedene und müssen in dieser Zeit angenommen werden. auch der Mäntel Konfektion. Bei der Mäntel- Konfektion müssen Personen wurden bereits als der Thäterschaft verdächtig in Haft Prozente dürfen nicht in Abrechnung gebracht werden. Sämmt die Näherinnen theilweise auch noch die Arbeit aus den Geschäften genommen. liche Buthaten( Leinen, Mousseline und Haar- holen und die fertige abliefern. Dieses Holen und Abliefern ist Lissabon, 20. Febr.( B. H.) Zur Katastrophe im Künstlertuch) sind von den Auftraggebern zu liefern. eine unangenehme Zugabe, da die Näherinnen immer stunden-, flub zu Santarem wird noch gemeldet, daß die Panit, die der Die Löhne der Arbeiterinnen sind auf den ja oft halbe Tage lang warten müssen. Dieses lange Ausbruch des Feuers unter den Anwesenden, sämmtlich AnLieferscheinen jedesmal zu vermerken. Warten ist besonders in einem Geschäft etwas ganz gehörige besserer Familien, hervorrief, unbeschreiblich war. In Zukunft soll bei Umgebung der hier gefaßten Beschlüsse Selbstverständliches. In einem anderen Geschäfte wird den Mehrere junge Leute kamen in den Flammen um, als sie Antein Meister bei einem derartigen Kaufmann arbeiten ebenso Näherinnen auf ihre klagen bei schlechtem Geschäftsgange der gehörige retten wollten. Bisher sind 45 Leichen aus dem einwenig dieser einem derartigen Meister Arbeit geben. Hath ertheilt, ins Nußgebirge zu gehen oder den Bohlweg öfter gestürzten Gebäude geborgen. An der Ausgrabung der übrigen Es soll aber auch der Meister teine Arbeiterin entlang zu spazieren. Diefen Rath müssen nun leider viele be- Bernnglückten wird eifrigit gearbeitet. au geringeren Lohnsägen beschäftigen. Die folgen, denn, daß die Näherinnen mit dem wenigen Verdienst auch Arbeiter verpflichten sich, bei einem Meister zu arbeiten, der nur aumähernd auskommen können, wird niemand behaupten. diese Beschlüsse nicht hält. So weit die Näherinnen noch Eltern haben, werden sie von diesen Für die sich in Zukunft ergebenden Streitigkeiten soll mit durchgeschleppt, auch wird noch nach Feierabend zu Hause eine ständige Kommission von je 5 Kaufleuten, gearbeitet. Wie diejenigen nun zurechtkommen, denen keine Hilfe 5 Meistern und 5 Arbeitern bestellt werden, von denen die letzt zur Seite steht, darum kümmert sich niemand. Freilich, wären genannten fünf von der legelen Fünfer Kommission zu präsen die Näherinnen organisirt, dann würde sich im Laufe der Zeit tiren find. doch manches bessern. Warrington( Lancashire), 20. Februar.( W. T. B.) In der Baumwollfabrit von Armitage u. Rigby entstand heute eine Fenersbrunst, durch die ein Schaden von ungefähr 20 000 Pfund verursacht wurde. 1300 Arbeiter und Arbeiterinnen sind infolge des Brandes brotlos geworden. Leigh( Lancashire), 20. Februar. Durch Umschlagen eines Förderkorbes in einer der hiesigen Kohlengruben tamen acht Bergleute ums Leben. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 44. werden. Reichstag. Freitag, den 21. Februar 1896. 13. Jahrg. an dieser Stelle ist nicht nöthig. Man sagte in der Budget:| wirken, daß den Beamten und Unterbeamten die Zeit vom Tage tommission, man muß das Schloß schüßen. Gegen wen denn? des Dienstantritts an bei der Anstellung als diätarische Dienst Ein solcher Einwand stellt die Verhältnisse Berlins auf den zeit gerechnet wird. 45. Sigung vom 20. Februar 1896. 1 Uhr. Kopf; es sind vorgeschobene Gründe. Es wären ganz andere Berichterstatter Abg. Enneccerns( natl.) berichtet ausführlich Am Tische des Bundesraths: Bronsart v. Schellen Dinge gefährdet, für die Sie nachher die Truppen gebrauchen über die Verhandlungen der Kommission. Die Dienstaltersstufen dorff, Graf Posadowsky, v. Bötticher. sollten. Ich verwahre mich gegen eine solche Begründung. Die feien eingeführt worden in der Weise, daß in keinem Falle ein Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Berathung Majoritätsparteien haben nicht den geringsten Grund, aus der Beamter in seinem bereits erreichten höheren Gehalte gefürat des Militäretats und zwar der einmaligen Aus- Nothwendigkeit des Schutzes des Schlosses die Bewilligung dieses werden könne. Er empfiehlt die Annahme der drei vorgeschlagenen gaben. Die Kommission hat in dreizehn Fällen die ge- Postens herzuleiten. Aus den auch für das Zentrum maßgebenden Resolutionen. In der Kommission war der Wunsch laut ge forderten Summen vollständig gestrichen, in vier Fällen Sparsamkeitsrücksichten sollte die Majorität des Reichstages die Vor- worden, die verbündeten Regierungen möchten die Berathung Ermäßigungen derselben vorgeschlagen; auf diese Weise lage ablehnen. Es handelt sich hier nicht allein um die 20 000 M. dieser Frage erleichtern durch einen vollständigen Besoldungsplan, sind im ganzen 3 870 050 M. abgesetzt worden; es sollen nur für den Entwurf; denn dieser würde doch nach den Raumverhält welcher für jede Klasse die Zahl der etatsmäßigen Beamten 2c. 36 681 795 m. statt der geforderten 40 551 845 m. bewilligt nissen des jezigen Platzes ausgearbeitet werden müssen und ich angiebt. Ein Beschluß ist darüber nicht gefaßt worden, aber der möchte verhüten, daß der Reichstag in diesem Falle auch nur Staatssekretär des Reichs- Schazamtes sagte eine solche Zusammen Der Berichterstatter Abg. Gröber( 3.) macht eingehende fagt. Wenn Sie diesen Bauplatz bewilligen, so schmeißen Sie stellung zu. Bezüglich der Petitionen beantragt die Kommission, Mittheilungen von der bereits bekannten Berathung in der 4-5 Millionen zum Fenster hinaus, die doch schließlich von den einen Theil durch die Beschlüsse für erledigt zu erklären, einen Budgetkommission, namentlich auch über die Kosten der Steuerzahlern aufgebracht werden müssen.( Zustimmung bei den anderen Theil der Regierung zur Berücksichtigung und als Material Rafernirung der noch nicht in Kasernen untergebrachten Sozialisten.) zu überweifen. Truppentheile. Ein Vertagungsantrag wird angenommen. Abg. v. Massow( f.): In der Kommission habe ich schon festgestellt, daß der Militäretat sich in bescheidenen Grenzen bewegt. Wir werden die einmaligen Ausgaben fast sämmtlich bewilligen. Wenn wir bei einzelnen Positionen eine Bewilligung ablehnen, so geschieht das nicht, weil wir die Forderung für unbegründet halten, sondern weil wir meinen, daß die betreffenden Bauten aufgeschoben werden können und müssen wegen der schlechten Finanzlage und der schlechten Lage der Landwirthschaft. Die Forderung von 88 000 Mark für eine Garnisonbäckerei in Paderborn soll nach dem Antrage der Kommission gestrichen werden. Das Haus tritt dem Antrage bei. Zur Vermehrung der Reserven an Verpflegungsmitteln ist eine erste Rate von 1 650 000 Mark gefordert. Die Kommission beantragt die Streichung, während die Abgg. Lieber( 3.) und v. Leipziger( f.) die Bewilligung beantragen. A Der Präsident schlägt vor, morgen die Etatsberathung fortzusetzen. Generalmajor v. Gemmingen: Die Frage ist in der Rommission eingehend erörtert worden. Die Militärverwalung steht nicht auf dem Standpunkt, daß neue Kasernen unbedingt auf dem Platz der alten erbaut werden müssen. So haben wir Abg. v. Bennigfen( natl.): Es ist die Absicht des Herrn den Verkauf der Garde Kürajfierkaserne und der Arreſtaustalt Präsidenten, nach der sechstägigen Pause, welche in Aussicht geangeregt und wollen dafür an anderer Stelle Neubauten im nommen ist, am ersten Tage die Zuckersteuer- Vorlage auf die doppelten Umfange ausführen. Aber es hat das seine Grenze; Tagesordnung zu setzen. Ich bin der Meinung, daß in zwei man kann nicht bis an die Peripherie der Stadt hinausgehen. Tagen die Generaldiskussion beendet werden könnte. Es würde Abg. Singer: Die Hauptsache, den außerordentlich hohen sich fragen, ob man nicht vielleicht morgen die ZuckersteuerWerth des Grund und Bodens hat der Regierungsvertreter mit Vorlage auf die Tagesordnung seßen sollte, oder ob nicht feinem Worte erwähnt. Die Militärverwaltung mag es ja für mindestens am Montag und Dienstag diese Vorlage zur Beselbstverständlich halten, an dem Plage, wo die alte Kaserne ge- rathung gestellt werden könnte, dann könnte die Pause einstanden hat eine neue zu erbauen. Die Volksvertretung aber hat dafür zu sorgen, daß nicht unnöthig Geld ausgegeben wird, und einhalb Wochen dauern und neben der Kommission für das das vermeiden wir, wenn wir einen 3 bis 4 Millionen billigeren bürgerliche Gesetzbuch könnte auch die Zuckersteuer- Kommission Daß dies an sich nicht unmöglich ist, hat während dieser Pause arbeiten. Die Landwirthschaft tönnte sich Abg. Lieber( 3.) erklärt, daß er in der Budgetkommission der Regierungsvertreter ja selbst zugegeben. Wenn man darauf nach der ersten Berathung dann auf das Gefeß einrichten. gegen die Bewilligung gestimmt habe; es müßten also schwer verweist, das sei Preußen- nicht Reichssache, so überlasse ich Präsident v. Buol: Ich habe nichts dagegen, daß der wiegende Gründe sein, wenn er jetzt für die Bewilligung ein- es dem Vertreter des Bundesraths, dieses bundes Reichstag, anstatt vom 22. Februar ab die Pause zu machen, trete. Die Bestände an Verpflegungsmitteln sind nicht so aus- freundliche Verhältniß zu Preußen zu verantworten. Ich meine am Montage die Zuckersteuer- Borlage in Berathung nimmt. reichend bemessen, daß dadurch der laufende Bedarf gedeckt werde aber, daß das Reich und Preußen, soweit es sich um die Interessen Abg. v. Kardorff( Reichsp.) wünscht, daß möglichst schon und auch eine Reserve für den Mobilmachungsfall gehalten der Steuerzahler handelt, identifiziren sollten. Unter der preußi- heute eine Entscheidung darüber herbeigeführt werde, damit die werden kann. Durch die Streichung würde eine Ersparniß nicht schen Sparsamkeit leiden Kulturzwecke ganz außerordentlich. Hier Mitglieder wissen, ob sie Sonnabend abreisen können oder hier herbeigeführt werden, denn die Ausgabe müsse doch gemacht werden. fönnen wir Millionen für das Reich und durch die Matrikular- bleiben müssen. Die Landwirthschaft wartet auf die EntSo schlimm sei die Finanzlage doch nicht, daß man diese Aus- beiträge indirekt für Preußen zu Bildungszwecken ersparen. Ich scheidung. Gegen diese großen wichtigen Interessen der Lands gabe jetzt nicht machen könne. hoffe, daß diese Verhandlungen die preußische Regierung ver- wirthschaft falle doch ein Beschluß des Seniorenkonvents nicht Abg. Richter( frs. Vp.): Es handelt sich nicht um Ankäufe anlassen werden, ihre Wünsche auf Verwendung des Plages der ins Gewicht. Redner beantragt die Zuckersteuer morgen auf die von Getreide u. s. w., sondern lediglich um eine Finanzfrage, an Militärverwaltung mitzutheilen. Die Mehrheit des Reichstages Tagesordnung zu sehen. welcher die Militärverwaltung garnicht interessirt ist. Die Mittel fann die Verantwortung für die Bewilligung nicht übernehmen. Abg. Richter( frf. Vp.): Für Montag fann heute überhaupt noch zu den Anfäufen werden jezt aus dem Betriebsfonds entnommen, Die Steuerzahler werden meinen Standpunkt würdigen: nichts beschlossen werden. Es handelt sich nicht um die Ansichten des eine Bewilligung würde also nur zur Verstärkung des Betriebs- müssen schon Kasernen gebaut werden, dann brauchen sie nicht Präsidenten allein, sondern um einen Beschluß aller Parteien des fonds dienen. Darüber fann feine Entscheidung getroffen werden, auf Plätzen gebaut zu werden, für die man Millionen durch Hauses über das Programm für die Reichstagsarbeiten. Ich wenn man nicht die Frage des Betriebsfonds im allgemeinen erörtert Verwendung für andere Zwecke herausbekommen kann.( 3u- weiß nicht, woher jetzt seit 24 Stunden die Gile kommt. Der und die Frage prüft, ob eine dauernde oder nur eine vorstimmung bei den Sozialdemokraten.) Grund ist ein sehr einfacher, denn die steigenden Zuckerpreise übergehende Verstärkung desselben nothwendig ist. Es handelt Abg. Prinz Arenberg( 3): Von dem Schuße des Schlosses entziehen der Vorlage den Boden. Nachdem der Bundesrath sich hier nicht blos um die 1 650 000 m., sondern im ganzen ist in der Kommission mit feinem Worte die Rede gewesen; es Monate lang über die Vorlage berathen und sich dort eine um 10 mill. Mart. Minderheit von 21 Stimmen gezeigt hat, kann man doch jetzt nicht die Vorlage überſtürzen( Bustimmung rechts). Es handelt sich um ein dauerndes Gesetz und nicht um eine Kampagne. Generallieutenant v. Gemmingen schließt sich den Ausführungen des Abg. Lieber an und widerspricht dem Vorredner darin, daß die Militärverwaltung fein Interesse an dieser Sache habe. Ein Zuwachs an Naturalien fällt ihr allerdings nicht zu, aber es wird ein unerquicklicher Zustand beseitigt. Abg. v. Kardorff( Rp.) schließt sich ebenfalls den Aus führungen des Abg. Lieber an. Eine Verpflichtung, im nächsten Jahre auf diesem Wege fortzufahren, liegt nicht vor, wenn die Finanzlage das nicht gestattet. Staatssekretär Graf Posadowsky: Die verbündeten Regierungen haben zweimal dem Reichstage eine Vorlage gemacht wegen der Verstärkung der Betriebsfonds, deren Nothwendigkeit niemand bestritten hat. Bestritten war nur der Weg, wie die Deckung beschafft werden sollte. Wenn die Verwaltung mit so geringen Betriebsmitteln hat arbeiten können, so liegt das daran, daß wir sehr viel Schulden aufnahmen und die Schuldentitel früher realisirten, als das Bedürfniß dazu vorlag. Abg. Hammacher( natl.) schließt sich den Ausführungen der Regierungsvertreter an. Das alljährlich wiederkehrende Bedürfniß werde auch von Herrn Richter anerkannt. Nachdem der Abg. Richter( frf. Bp.) nochmals gegen den Antrag sich ausgesprochen, verweist Abg. v. Leipziger( f.) darauf, daß im vorigen Jahre Richter selbst denselben Standpunkt eingenommen habe, wie ihn der jettige Antrag Lieber enthalte. Die Abstimmung durch Zählung des Hauses ergiebt, daß mur 147 Mitglieder anwesend sind, von denen 92 mit Ja und 55 mit Nein stimmen. Das Haus ist also beschlußunfähig, da zur Beschlußfähigkeit die Anwesenheit von 199 Mitgliedern gehört. Um 23/4 Uhr wird daher die Sigung abgebrochen und die nächste Sigung vom Präsidenten v. Buol auf 3 Uhr anberaumt. 46. Sigung. Um 3 Uhr wird die Sigung wieder aufgenommen. Zum Neubau der Rupfergraben- Kaserne nebst zu behör zur theilweisen Aufnahme eines Garde- Infanterie- Res giments in Berlin find 20 000 Mart für den Entwurf verlangt. Abg. Richter( frs. Vp.): Es besteht keine Meinungsverschiedenheit darüber, daß die jetzige Kaserne nichts mehr taugt und daß ein Ersatzbau zur Unterbringung der Truppen nothwendig ist; aber der Play, auf welchem die jetzige Kaserne steht, ist viel zu werthvoll für diesen Zweck. Würde man diesen Platz veräußern, so würde man mindestens die Mittel gewinnen, um an einem anderen Plage eine solche Kaferne aufzubauen. Dieses Terrain befindet sich im Mittelpunkte von Berlin und könnte für andere und höhere Zwecke als für Kasernenbauten verwendet werden. Vielleicht treten die anderen Refforts mit der Militärverwaltung zu diesem Zwecke in Verbindung. handelt sich darum, daß auf dem Plate eine Kaserne steht und eine neue gebaut werden soll; sie soll nur nicht mit Artillerie, sondern mit Infanterie belegt werden. Abg. Richter: Vom Schutz des Schlosses speziell ist allerdings nicht die Rede gewesen, wohl aber von dem Schutz der Interessen in jener Gegend. Das ist schließlich dasselbe. In Berlin giebt es innerhalb der Stadt kaum einen Play, der für Museumsbauten und ähnliche Dinge geeignet wäre, wie gerade dieser Platz. Es sind doch andere Kasernen in der Gegend noch vorhanden. Der Titel wird bewilligt. Abg. Singer( Soz.): Im Seniorenkonvent war es gerade der Abg. v. Manteuffel, der die Verschiebung der Berathung der Zuckersteuer nach der Pause damit begründet hat, daß in seiner Partei große Meinungsverschiedenheiten herrschen, sodaß man die Sache nicht über das Knie brechen fann. Herr v. Bennigsen hat nun einen schüchternen Versuch gemacht, die Zuckersteuer auf die Tagesordnung zu bringen, was ja begreiflich ist, da seine persönlichen Interessen dabei betheiligt sind.( Unruhe rechts.) 500 000 m. erste Baurate für eine Raserne für reitende Die Versammlung im Zirkus Busch möchte dem Reichstag eine Artillerie in Brandenburg a. d. Havel werden gestrichen. Tagesordnung aufdrängen. Nachdem alle Parteien sich auf den Bei der Forderung für eine Kavallerietaserne in Torgau Geschäftsplan eingerichtet haben, tönnen Sie doch nicht verlangen, fagt auf eine Anregung des Abg. Ritter Merseburg( dfr. Vp.) daß alles über den Haufen geworfen wird, um nur die Zucker der Generalmajor v. Gemmingen zu, daß die Militärverwaltung ftcuer- Vorlage zu berathen. Die Kommission wird in der Pause in Erwägung ziehen werde, ob die Stadt Merseburg für die nicht fertig werden; nicht in der Kommission, sondern in den Verlegung der Kavallerie durch eine Jufanteriegarnison ent- freien Vereinigungen wird das Schicksal entschieden werden. schädigt werden könne. Abg. Graf Mirbach( t.): Es bestehen allerdings erhebliche Gestrichen werden 15 000 M. für den Entwurf zum Neubau Meinungsverschiedenheiten unter meinen Freunden, aber um so einer Kavalleriefaserne in De13, 143 000 m. für Ergänzungs- mehr hat die Landwirthschaft und die Industrie den Wunsch, bauten in Minden zur Unterbringung eines Bataillons Infanterie, daß möglichst schnell eine Entscheidung herbeigeführt wird. 7000 M. für den Entwurf zum Dienstgebände des Bezirksfommandos in Hamburg, 350 000. für eine Trainfaserne in Darmstadt und 10 000 M. für den Entwurf einer Dragonerkaserne in Karlsruhe. Die Forderung für den Anschluß der Militärgrundstücke in Hannover an die städtische Kanalisation wird um 32 050 m. verkürzt. Die zweite Rate von 800 000 m. für den 2ockstedter Schießplatz wird mit der Einschränkung bewilligt, daß der Play 4500 Hettar nicht übersteigen soll. Gestrichen werden ferner 15 000 M. für den Entwurf einer Pionierfaserne zu Straßburg i. E., 500 000 M. für eine Infanteriefaserne in 3a bern und 10 000 M. für den Entwurf eines Generalfommando- Dienstgebäudes in Mey. Bei den Einnahmen bringt Abg. Wellstein( 3.) zur Sprache, daß den Städten Magdeburg und Wesel Ratenzahlungen für angetauftes Festungsterrain gewährt seien, der Stadt Koblenz aber nicht; das habe in der Bevölkerung große Beunruhigung erregt. Generalmajor v. Gemmingen: Es handle sich bei Koblenz nur um einen Kaufpreis von 822 000 M., und die Militärverwaltung sei der Stadt dadurch entgegengekommen, daß sie ihr 4 Haten bewilligt hat; wenn uns zugemuthet wird, den Kaufpreis auf 10 Raten zu vertheilen, so werden entweder die noth wendigen Ersatzbauten auf dieselbe Zeit vertheilt oder die Mittel des Reiches in Anspruch genommen werden müssen. Dazu fann sich aber die Militärverwaltung nicht verstehen. Es wird nunmehr die Abstimmung wiederholt, die vorher zur Beschlußunfähigkeit geführt hatte. Ter Antrag Lieber wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, Freisinnigen und eines Theils des Zentrums angenommen. Damit ist der Militäretat erledigt. Abg. Singer: Eine unwirthschaftlichere Forderung wie diese ist weder in diesem noch in früheren Etats zu finden. Nach einem mir vorliegenden Plan repräsentiren die 28 000 Quadrat meter, welche die jetzige Kaserne umfaßt, zu einem Preise von 2500 M. die Quadratruthe, einen Werth von 5 Millionen Mark. Außerdem soll aber noch das in der Nähe gelegene Montirungs- Es folgt die Berathung von Petitionen, welche sich auf grundstück mit zum Bau der Kaserne herangezogen werden. die Dienstaltersstufen beziehen. Dieses Grundstück hat einen Flächeninhalt von 4600 Quadrat Die Budget- Kommission beantragt folgende Resolution anzumeter oder 330 Quadratruthen und repräsentirt einen Grund nehmen: und Bodenwerth von etwa 1 600 000 m. Das sind also im 1. Ten Reichskanzler zu erfuchen, bei Aufstellung des nächstganzen 61/2 Millionen. Selbst die begeistertsten Anhänger jährigen Reichshaushalts- Etats auf eine Erhöhung des Meistvon Rafernenbauten sollten fich zu einem so un- gehaltes der Landbriefträger bis 1000 m. bedacht zu nehmen wirthschaftlichen Schritte nicht verstehen. Wenn einmal durch Einstellung einer weiteren Gehaltsstufe mit dreijähriger eine neue Raferne gebaut werden soll, so kann sie in Aufrückungszeit; Abg. Lieber( 3.): Wir lassen uns vom Zirkus Busch keine Tagesordnung aufdrängen, aber wir fürchten uns auch vor dem Birfus Busch nicht. Wenn der Reichstag die Zuckersteuer- Vorlage berathen will vor der Pause, so wird auch die Kommission für diese Vorlage während der Pause arbeiten können. Wir sind geneigt, im Interesse der Landwirthschaft vor der Pause die Buckersteuer Vorlage zur Berathung zu bringen; um aber feine Ueberrumpelung eintreten zu lassen, möchten wir die Berathung am Montag vorziehen. Abg. v. Bennigfen: Von einer Ueberrumpelung fann nicht mehr geredet werden, wenn die Berathung am Montag stattfindet. Ich möchte nur gegen die ganz ungehörige Insinuation. des Abg. Singer protestiren, als hätte ich meine Aeußerungen gemacht wegen meines persönlichen Interesses an der Zuckersteuer- Borlage. Herr Singer hätte bedenken sollen, daß ich sehr ernsthaft und entschieden vor Jahren für die Reform der Zuckerrüben- Steuer und für die Aufhebung der Materialsteuer eingetreten bin. Verträte ich persönliche Interessen, so hätte ich damals gegen mein Interesse gehandelt. Abg. v. Kardorff: Ich bin damit einverstanden, daß die Berathung am Montag stattfindet. Abg. Richter: Das wird sich erst am Sonnabend finden, wenn die Tagesordnung für Montag festgestellt wird. Wenn die Vereinbarung der Parteien hinfällig wird, dann sind alle Parteien lediglich auf die Vorschriften der Geschäftsordnung angewiesen. Meinetwegen könnten wir sofort die Pause eintreten lassen und am Montag über 8 Tage mit der Zuckersteuer beginnen. Abg. Rickert: Daß der Präsident aus eigener Initiative die Zuckersteuer- Vorlage auf die Tagesordnung seben follte, konnte niemand annehmen, da die Wünsche aus dem Hause die entgegengesetzte Richtung hatten. Abg. v. Stumm: Wir waren der Ansicht, daß die Zuckersteuer- Borlage in dieser Woche auf die Tagesordnung kommt. Damit schließt die Geschäftsordnungsdebatte. Da ein Antrag nicht vorliegt, bleibt es beim Vorschlage des Präsidenten. Schluß 5/2 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Fort fehung der Etatsberathung.) Parlamentarisches. einem Stadttheil gebaut werden, wo der Grund und Boden 2. Den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die nicht so werthvoll ist wie hier. Im öffentlichen Interesse wäre Bestimmungen über die Anrechnung der Militärdienstzeit bis zu Der Seniorenkonvent des Reichstages war gestern unter zu wünschen, daß andere öffentliche Gebäude hier stehen, die einem Jahr auf die vor dem 1. Januar 1892 angestellten Beamten Vorsiz des Präsidenten versammelt, um Wittheilungen über das wissenschaftlichen Zwecken dienen, an denen es in Berlin fehr ausgedehnt werden; beabsichtigte Reichstagsfest am 21. März entgegenzunehmen. mangelt. Mit recht verwerthet der Fiskus Tag für Tag die 3. den Reichstanzler zu ersuchen, in anbetracht der auf Ein- Es wird beabsichtigt, an alle ehemaligen Abgeordneten, namentlich ihm gehörigen Flächen möglichst theuer und die Reichsverwaltung führung des Dienstaltersfiufen- Systems bei einzelnen Beamten- an diejenigen, welche im Jahre 1871 im Reichstage waren, Einsollte vom preußischen Finanzminister lernen, der den Botanischen lassen eingetretenen Ungleichheiten mit Gehaltserhöhungen für ladungen zur Theilnahme an dem Feste ergehen zu lassen. Das Garten auch möglichst theuer verkaufen will. Wenn dies hier diese Beamtenklassen vorzugehen, insoweit sie von den allge- Fest foll in einem Mittagessen bestehen, bei dem durch die drei auch keine preußische Sache ist, so tönnte die Militärverwaltung meinen Gehaltserhöhungen des Jahres 1890 ausgeschlossen waren. Präsidenten Toaste auf den Kaiser und die verbündeten doch sehr wohl geneigt sein, dieses Terrain an Preußen Hierzu liegt folgender Antrag des Abg. Singer vor: In Fürsten, auf das Reich, und auf die Ehrengäste ausgebracht oder das Reich abzutreten zur Erbauung wissenschaftlichen Nr. 2 hinter Beamte" einzuschalten und Unterbeamte" und als werden sollen. Der Präsident theilte noch mit, daß nach Ansicht Zwecken dienender Gebäude. Die Konzentration von Truppen Nr. 4 hinzuzufügen: Den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu des Reichstagsvorstandes bei dem Feste dem Fürsten Bismarck Dant und Anerkennung für seine Thätigkeit bei der Wieder-| Reinigung der auf beiden Seiten projektirten Promenaden den errichtung des Reichs ausgesprochen werden soll. Der Preis Hausbesigern zur Last fallen solle. 0 für Ordnung Abstand und ermächtigt den Magistrat, die Einziehung der veranlagten und noch zu veranlagenden Bauplatzsteuer bis für die Theilnahme am Fest ist auf 5 M. festgesetzt. Für das Trink- Stadtbaurath Hobrecht erwidert, daß die in Aussicht ge- längstens 1. Januar 1897 einzustellen. Die Nothleidenden, die bedürfniß ist durch Ehrengaben von Wein gesorgt. Ein wichtigerer nommene Breite von 12 Metern für den Fahrdamm den Ansprüchen am Dienstag im Zirkus Busch der Welt ihr Leid verkündet Gegenstand beschäftigte den Seniorenkonvent bei dem 2. Punkt genüge. Für die Anlage einer Mittelpromenade sei die Straße haben, brauchen, wenn sie der Regierung mit Beispielen dienen seiner Tagesordnung. Während vor etwa 8 Tagen mit einer zu eng und deshalb würden an den Seiten Promenaden an- wollen, nur auf die Liebe hinzuweisen, welche die freisinnigen Ausnahme einstimmig dem Vorschlage des Präsidenten, die erste gebracht werden, deren Reinigung aber der Stadt übertragen Berliner Stadtväter ihren Hausagrariern unausgesetzt entgegen Berathung des Zuckersteuer- Gesezes nach der Pause werden solle. bringen. stattfinden zu lassen, beigetreten war, wird jetzt von agrarischer Seite lebhaft dafür agitirt, daß diese Berathung sofort vor- tlärung feinen Antrag zurückgezogen hat, wird die Vorlage dem Kaviarhändler Herrn Zellermayer erhalten wir folgende BuNachdem Stadtv. Fähndrich mit Rücksicht auf diese ErKellner für die Gewerbe Ausstellung gesucht. Bon genommen wird. Die Herren v. Kardorff, v. Mirbach, v. Bennigsen, genehmigt. machten geltend, daß die Landwirthschaft eine schnelle Erledigung der Vorlage wünscht. Nach Ansicht des Herrn v. Kardorff zur Durchführung der Parochialstraße nach der Neuen Friedrich- fucht" gebrachten Ausführungen bemerken, daß ich es den Kellnern Die Vorlage, betreffend die Festsetzung von Baufluchtlinien schrift: Es ist nicht wahr, wie Sie in Ihrem Blatte Nr. 42 unter der Ueberschrift Kellner für die Gewerbe- Ausstellung ge wird die erste Berathung nur zwei Tage in An- straße wird einem Ausschuß von 15 Mitgliedern überwiesen. spruch nehmen. Die Kommission könnte dann während der Pause ihre Arbeiten vollenden und das Gesetz im Plenum bis zu den Osterferien erledigt sein. Abg. Richter wendet sich energisch gegen die Absicht der Konservativen, welche er als eine Bergewaltigung der Minorität bezeichnet. Abg. Singer beruft sich auf die Ansicht des Abg. v. Manteuffel, der sich in der vorigen Sigung ausdrücklich in Rücksicht auf die in seiner Fraktion herrschende Meinungsverschiedenheit über die Vorlage für Hinausschiebung der Berathung erklärt hatte. Wenn Die fonservative Seite durch die im Birkus Busch gefaßten Beschlüsse zu einer anderen Stellung veranlaßt ist, so sei dies doch für den Reichstag fein Grund, die sorgsam geprüften Vorschläge seines Präsidenten über den Haufen zu werfen. Redner will es bei dem gefaßten Beschluß, auf deffen Ausführung sich die Mitglieder auch schon eingerichtet haben, belassen. Abg. Dr. Lieber empfiehlt, die Be rathung des Zuckergesetzes am Montag beginnen zu laffen und auf die Pause zu verzichten, event. diese zu verkürzen. Der Präsident bleibt bei seinem Vorschlage. Eine Verständigung im Seniorenkonvent fand nicht statt. Die Entscheidung über diese Frage muß daher dem Plenum überlassen bleiben. stücke am Spittelmarkt 4/7 und die Festsetzung von die Geschichte Alt- Berlins geschehen, wozu ich kontraktlich Es folgt die Vorlage, betr. die Veräußerung der Grund- beſtimme, die Kostüme bei der Firma Baruch u. Ko. anzuschaffen, sondern dies ist seitens des Vereins aufluchtlinien für den Spittelmarkt am Treff verpflichtet worden bin. Ferner ist es nicht wahr, daß ich nur punkte mit der Wallstraße und dem projektirten Fußgängerwege, 15 Kellner benöthige, sondern 20-80, wovon der größte Theil sowie für den letzteren. bereits engagirt ist. Die Wahlprüfungs- Kommiffion erledigte in ihren letzten beiden Sizungen die Prüfung der Wahl des Abg. Dr. Alex. Meyer- Halle. Die stattgefundene Beweiserhebung bestätigte fast durchgängig die erhobenen Protestbehauptungen auf unerhörte Wahlbeeinflussung des Landrathes v. Werder, so daß gegen die Stimmen der Konservativen und Nationalliberalen die Kommission zur Ungiltigertlärung der Wahl des Abg. Meyer ge langen mußte. 52 Uhr. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 20. Febr. Vorsteher Stadtv. 2angerhans eröffnet die Sigung um Die Wahl von zwei Mitgliedern der Versammlung und eines Bürgerbeputirten in die Deputation für die Kanalisationswerke und Riefelfelder wird dem Ausschuß zur Vorbereitung der Wahlen unbefoldeter Beamten überwiesen. Stadtv. Hugo Sa ch 3 referirt über die Ausschußverhand. die AusStadtv. Meyer beantragt, die Borlage einem Ausschuß von 15 Mitgliedern zu überweisen. Stadtv. Kyllmann meint, daß die Vorlage so gut durch gearbeitet und so oft durchgesprochen sei, daß ein Ausschuß nichts mehr daran verbessern könne. Stadtrath Borchardt schließt sich diesen Worten an. Stadtv. Meyer bleibt aber bei seinem Antrage stehen. Stadtv. Wohlgemuth hält es für wünschenswerth, daß diese komplizirte Vorlage in einem Ausschuß darauf geprüft werde, ob allseitig die Interessen der Stadt dabei gewahrt sind. Stadtv. Kyllmann bemerkt, daß diese Sache bei der Baufluchtlinien- Festsetzung schon in einem Ausschuß hinreichend besprochen sei. Die von Ihnen erwähnte Raution ist als Sicherstellung für die Tageseinnahmen, wie es bei derartigen Poften gang und gäbe ist und ist es nicht nothwendig, dieselbe in baarem Gelde zu hinterlegen, sondern kann auch durch irgend eine Garantie geleistet werden. Dem Juferiren des Herrn Wolff stehe ich ganz ferne; glaube aber im Interesse der Kellner gehandelt zu haben, indem ich mich nicht an gewerbsmäßige Stellenvermittler gewendet habe, die sich Um dieſem vorzubeugen, habe ich die Sache einem Privatmann nicht mit 20 M. begnügen, sondern 50-100 m. sich geben lassen. nicht mit 20 m. begnügen, sondern 50-100 m. sich geben lassen. übergeben. Soweit diese Mittheilungen Herrn Zellermayer entlasten, wie überwiesen. Die Vorlage wird einem Ausschuß von 15 Mitgliedern dies ja in der Berichtigung über die Anschaffung der altdeutschen Masteradentracht der Fall, stehen wir selbstverständlich nicht an, Die Stizze zum Neubau der XII. Realschule auf dem zu erklären, daß wir bedauern, in diesem Falle falsch unterrichtet über einen Antrag des Stadtv. Schwalbe auf Ausschußlich erscheint dieser wesentlichste Theil der Berichtigung gegenüber Grundstücke Frankfurter Allee 68/71 wird nach kurzer Debatte 8 sein. Hier treffen die in Nr. 42 unseres Blattes erhobenen Vorwürfe also die Gesellschaft Alt- Berlin. Aber wie nebensäch berathung genehmigt. allen den von uns angeführten Thatsachen, die von Herrn Zellermayer nicht berichtigt werden fonnten. Schluß 7 Uhr. Es folgt eine geheime Sigung. Lokales. 58 Straßenzüge sollen vom 1. April 1896 bis dahin 1897 in den verschiedenen Gegenden der Stadt neu- und umgepflastert Unser verhafteter Kollege Dr. Adolf Braun befindet werden und zwar sollen von zehu bisher noch nicht gepflasterten fich noch im Polizeigefängniß am Alexanderplatz, ohne daß die Straßenzügen 8 mit Steinen und 2 mit Asphalt gepflastert Ursache seiner Verhaftung bislang bekannt geworden wäre. Auch werden. Bon 47 Straßenstrecken, die bereits gepflastert sind und sonst liegen über Diese ebenso räthselhafte als für definitives Pflaster erhalten sollen, ist für 35 Strecken Asphaltunsere Rechtszustände bezeichnende Affäre feine Mit- pflaster bestimmt, für 2 Holzpflaster und für 10 Steinpflaster. theilungen vor, es sei denn, man brächte eine Meldung In den Asphaltstrecken wird an einzelnen Stellen, namentlich an bürger- Zeitung" zugetragen worden ist. Danach sind zwei Buch- pflaster eingelegt werden. Die Gesammtkosten für diese Arbeiten damit in Verbindung, welche der polizeifrommen Staats- Brückenrampen und an Pferdebahn- Haltestellen Holz bezw. Steins binder und der Hausdiener der Buchbinderei von Kämmerer, bei find auf 2 325 000 m. veranschlagt. der die Firma Mittler u. Sohn das Einbinden ihrer Drucksachen besorgen lassen soll, verhaftet worden. Das radauantisemitische Die beiden städtischen Volksbadeanstalten in der Thurms Blatt, das kein Wort des Tadels wußte, als Ahlwardt im Juden- Straße 85a und an der Schillingsbrücke finden, troß ihrer ärm flintenprozeß die bekannten Briefe dem Gerichtshofe vorlegte, er bei der Bevölkerung. Dies findet am besten dadurch seinen Auslichen Einrichtungen, von Jahr zu Jahr immer mehr Eingang dreiftet sich, wieder einmal von Diebstahl zu faseln. Mit solchem bruck, daß für das Etatsjahr 1896/97 bei der ersteren Anstalt Gesindel muß man sich herumschlagen! Iungen über seinen Antrag, betreffend die Festsetzung einer Baufür die Benutzung derselben 4100 Mt. und bei der anderen Anfluchtlinie für eine rechtsfeitige Spree Uferstraße Zum besten der streikenden Konfektions- Arbeiter und stalt 10 200 mt. mehr gegen das Vorjahr haben eingestellt zwischen Mühlendamm und Waisenbrück e. Der Arbeiterinnen veranstaltet der Karthaus'sche Gesangverein am werden können. Die bezüglichen Einnahmen betragen 51 000 und Ausschuß beautragt: nächsten Sonntag in Keller's Festsälen( großer Saal) eine 78 000 Mt. Und bei alledem geht die Stadtverwaltung in Die Versammlung hält die Anlegung einer rechts- Matinee unter Mitwirkung verschiedener Spezialitäten. Der Rücksicht auf die theuren Privatbadeanstalten entfeßlich langsam feitigen Uferstraße zwischen Waisenbrücke und dem Mühlen- Eintrittspreis ist auf 20 Pf. festgefeßt. Einer regen Betheiligung mit den Einrichtungen neuer und zweckmäßiger Bäder vor. damm für im hohen Grade wünschenswerth. Sie erachtet sieht das Romitee dieses Vereins entgegen. Siehe Inserat dieser jedoch die in dem vom Magistrats- Kommissar dem Aus- Nummer. Der Verein Berliner Presse hielt am 19. d. Mts. eine schusse vorgelegten Kostenüberschlage für Sigung ab, in welcher der Vorsitzende Herr Sudermann führung des Projektes angesezten Summen, namentlich 1 677 351 Röpfe. Sie hat sich während der letzten fünf Jahre des Landgerichts I Berlin, Herrn Geh. Justizrath Angern Die Bevölkerung von Verlin betrug am 2. Dezember 1895 einen am 10. d. Mts. an ihn gerichteten Brief des Präsidenten auch, soweit sich dieselben auf Leistungen an den Fiskus allerdings nur um 98 557 Köpfe( gegen 263 507 während des verlas, wonach sechs Mitglieder des Vereins zu gerichtlichen beziehen, für viel zu hoch, ersucht den Magiftrat, eine Fahrfünftes 1885-90) vermehrt; aber die Voltezahl im ehemaligen Sachverständigen für journalistische und schriftstellerische wesentliche Herabminderung dieser Leistungen herbeizu weiteren Polizeibezirk von Berlin ist um 166 081, von 1885-1890 Angelegenheiten ernannt worden sind: Die Herren K. Vollrath führen und sieht unter dieser Voraussetzung einer baldigen dagegen nur um 104 961 Personen angewachsen, und auch in den und K. Groddeck für das Gebiet der politischen TagesBorlage, betreffend Festsetzung von Fluchtlinien für die außerhalb der Grenzen dieses Polizeibezirkes gelegenen Vororten zeitungen, Redakteur Gust. Dahms für das Gebiet der Uferstraße, entgegen. Der Berichterstatter bemerkt, daß die Entschließung fünft eine außerordentlich hohe gewesen, wie die folgende Ueber- dramatische Arbeiten, Dr. Paul Hempel für Drucksachen der Hauptstadt ist die Voltszunahme im abgelaufenen Jahr- belletristischen Zeitschriften, Dr. D3tar Blumenthal für über diese Frage bald erfolgen müsse, ehe noch neue Bauficht zeigt: projekte auf und technische Fragen, Ernst Wichert für Verlagsangelegen dem betreffenden Landstreisen ausgeführt Es feien zwei Projekte aufgestellt worden, würden. heiten. Lehtgenannter soll am 1. April, die erstgenannten fünf sogenanntes Wasserprojekt Herren werden bereits am 26. Februar vereidigt werden. und ein Landprojekt. Das eine sei nur möglich durch Hinzunahme des Speicher Grundstücks auf dem linken Spree- Ufer. Beide Projekte beanspruchten einen Kostenaufwand von ungefähr 2 Millionen Mart, von denen aber nur 1 Million auf die Stadt entfalle. ein Bahl der ortsanwesenden Bevölkerung 3. Dez. 1. Dez. 1. Dez. 1. Dez. 2. Dez. 1858 1871 1885 1890 1895 Stadt Berlin... 458637 826341 1315287 1578794 1677351 Ortschaften im vor maligen weiteren Polizeibezirke: Rechtes Spreenfer: Lichtenberg. Bankow Weißensee Neu- Weißensee Borhag.- Rummelsbg. Heinersdorf 418 Borbag. Rummelsbg. Jungfernhaiden. Plötzensee( m. Oberförster. Tegel) Nieder- Schönhausen Reinickendorf Hohen- Schönhausen Stadtv. Singer: Ich habe gegen die Annahme des Ausschußantrages nichts einzuwenden, aber ein Moment hat der Ausschuß nicht berücksichtigt, das doch eine wesentliche Rolle spielt, die etwaige Betheiligung der Adjazenten an den Stoften. Kollege Mattern hat hier einmal davon gesprochen, daß die Adjazenten die ganze Sache tragen würden( Sehr richtig!), sie würden das Land zur Uferstraße umsonst geben, wenn man sie nur machen würde. Ich habe aber zur unentgeltlichen Hergabe seitens der Adjazenten niemals so großes Butrauen gehabt, aber es ist doch zweifellos, daß durch solche Anlagen die Adjazenten wesentlich materielle Bortheile haben.( Sehr richtig!) Es ist nicht zu bestreiten, daß der Werth der Grundstücke erhöht wird. Da ist es nicht zu viel verlangt, daß man die, welche aus solchen Anlagen hauptsächlich materiellen Vortheil ziehen, zu Friedrichsfelde. Leistungen heranzieht. Ich bedauere, daß im Ausschuß dieser Ober- Schönweide Gesichtspunkt nicht zur Berathung gekommen ist und wollte nicht verfäumen, das hier nachzuholen und, um mich eines geflügelten Wuhlheide und OberWortes der Neuzeit zu bedienen, den Magistrat scharf Biesdorf. zu machen gegenüber den Adjazenten, wenn er mit ihnen Tegel in Verhandlungen über diese Vorlage eintritt, daß den Herren flar wird, daß sie auch ihr Portemonnaie dafür aufmachen müssen, um nicht nur auf Kosten der Stadt Vortheile zu erzielen. Ich hoffe, daß der Magistrat dieser Anregung Folge leistet. Stadtv. Sachs erwidert darauf, daß Verhandlungen über Beiträge mit den Adjazenten gepflogen seien und daß die Anlieger ihre Forderungen für Grundstücke ermäßigt haben. Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des Ausschusses. försterei Köpenick " " Die wiederholt im Vorwärts" ausgesprochene Behauptung, Die ,, Deutsche Warte" sendet uns folgende Berichtigung: daß die Honorarsäte der, Deutschen Warte" unzureichende feien, erklären wir wiederholt als unwahr. Das Honorarbudget der Deutschen Warte" betrug ausschließlich der Gehälter für Redakteure und der Honorare für Zeichner 38 417,34. und kann sich mit Rücksicht auf den Umfang des redaktionellen Theiles zweifellos mit den Aufwendungen anderer Zeitungen für Mitarbeiter messen. Diese zuschrift ist nichts als eine überflüssige Verlegenheitsplvise, welche garnichts besagt. Warum bütet sich die Deutsche Warte", ihre 16422 eigene Buschrist an die Berichterstatter von Ende November vorigen Jahres zu widerrufen, in der diesen armen Leuten das Schundhonorar von drei und zwei Pfennigen pro Beile angeboten wurde? Warum berichtigt sie ferner nicht unsere Mittheilung über den Diebstahl, dessen wir sie am 31. Januar d. J. geziehen haben? Und warum berichtigt sie endlich nicht die von vielen Blättern gebrachte Meldung, daß ihre Spediteure einem neuen Abonnenten das Blatt sechs Wochen lang ohne einen Pfennig Entschädigung zustellen müssen? Einfach, weil diese Thatsachen, welche der Geschäftsführung des Blattes ein so wenig rühmliches Zeugniß ausstellen, unwiderleglich wahr sind. 4511 3385 10677 1862 6828 626 63 474 1390 3244 15854 165 22905 737 1262 1603 3019 5061 6998 228 298 1202 1772 174 169 7309 228 361 512 1570 6122 18032 502 11038 30301 1750 11931 1858 25176 626 36 1268 3108 887 • 1488 583 1245 507 688 1567 2170 2457 3094 2917 7219 10064 1180 1454 • . 3755 5563 83 153 178 159 52 21 61 52 603 408 717 591 8942 17476 719 768 915 1731 2148 2740 57204 88728 1887 • .. 3850 4555 8125 . 179 364 1417 3522 1662 3616 11238 19518 42371 5248 5164 76859 2137 4211 1068 1888 4146 5494 299 387 657 1591 716 1899 8501 12530 103 174 963 1755 1962 • 16 5 11 . 165 105 149 14 174 153 Rechtes Spreeufer zusammen Linkes Spreeufer: Schöneberg Rigdorf Treptow Tempelhof m. Hafenhaide 928 Deutsch- Wilmersdorf. 1027 Charlottenburg Friedenau Steglitz Stadtv. Kleefeld berichtet über die Vorlage betr. die Enteignung des zur Verbreiterung des Plates am Rosenthaler Bri Thor erforderlichen Straßenlandes des Grundstücks Elfaffer Schmargendorf straße 1, Gde Brunnenstr. 198. Der Ausschuß beantragt: Die Versammlung lehnt den Antrag des Magistrats Nieder- Schönweide wegen Erwerb des zur Verbreiterung des Plages am Forsthaus Kanne Rosenthaler Thor erforderlichen Straßenlandes des GrundDahlem stücks Elsasserstr. 1, Ecke Brunnenstr. 198, im Wege der Enteignung ab und ersucht den Magistrat, mit den Eigen thümern des Grundstücks zwecks Herbeiführung einer NOR) gütlichen Einigung zu verhandeln. Ueber das Ergebniß sieht die Versammlung einer anderweitigen Vorlage entgegen. Hundefehle, Paulsborn, Jagdschloß Grunewald, Hundekehle, Paulsborn, Spandauer Spige Linkes Spreeufer zusammen Ueberhaupt vorm. weiter. Polizeibezirk Eine Bedürfnißanstalt für Frauen befindet sich im Humboldthain noch immer nicht, obwohl die Errichtung einer 119671 foldhen längst beschlossen ist. Woran liegt die Verschleppung? 15872 28721 62677 22775 35702 59941 1178 1780 2835 6521 444 536 37 101 21508 40200 106342 179779 132393 7853 6845 16 Der Unteroffizier Familienabend des Gardekorps. Am Mittwoch Abend um 8 Uhr fand, wie bereits erwähnt, eine Busammenkunft von Unteroffizieren und deren Familien und Sonstigen Angehörigen im Wartesaal dritter Klasse Bahnhof 14350 Alexanderplatz statt. Es waren ungefähr vierhundert Personen erschienen. Nachdem der Veranstalter dieses Familienabends, Divisionspfarrer Goens, die Auserwählten im Namen des Herrn begrüßt hatte, wurden mehrere patriotische und geistliche Lieder Die Regimentskapelle des Alexander Regiments 2223 gefungen. tonzertirte zu dem Gesange der andächtig versammelten Personen und spielte auch in den Zwischenpausen verschiedene Mufitpiècen. Einige Unteroffiziere trugen schwungvolle patriotische Gedichte vor. Gegen 1/210 Uhr betrat der Feldwebel Engelbrecht, 6. Kompagie Regiments Alexander, die provisorisch errichtete Rednerbühne" und hielt einen längeren Vortrag über seine Reise nach St. Peters626 burg im Dezember v. J. Wenngleich dieser Vortrag zum theil einigermaßen interessant war, so machte er doch auch vielfach einen einschläfernden Eindruck. Im Verlaufe des Vortrages zeigte Feldwebel Engelbrecht mehrere Andenken, so z. B. Die Versammlung beschließt ohne Debatte danach. seine goldene Uhr, die ihm der russische Kaiser geschenkt Der Etat der Fleischschau für das von außerhalb einhat. Nach dem fast zwei Stunden währenden Vorvon Berlin..30450 57676 163546 268507 434588 geführte Fleisch pro 1896/97 schließt in Einnahme und Ausgabe trag hielt Herr Pfarrer Goens wieder eine geistliche mit 246 692 m. ab. Der Magiftrat beabsichtigt, die Bedingungen Eine zarte Rücksicht bekunden die Stadtväter den Leuten Rede, und zwar erwähnte er dabei das ewige Leben, Jesus für die Einfuhr frischen Fleisches behufs größerer Sicherheit der gegenüber, welchen die Bauplatzsteuer ein Dorn im Auge ist. Der Christus sei der Leitstern" u. s. w. Ferner meinte der geistliche Untersuchung zu verschärfen und unterhandelt darüber mit den zur Berathung über die fernere Behandlung der Bauplatzsteuer Herr:" Das Unteroffiziertorps ist die Stüße der Armee, von Staatsbehörden. Der Magistrat beantragt, den bisherigen Ge- von der Stadtverordneten- Versammlung eingesetzte Ausschuß hat welchem alles abhängt. Aber wir sind nicht nur die Lehrmeister bührentarif für das eingeführte frische Fleisch für 1896/97 in in feiner am Mittwoch unter Vorsiz des Stadtverordneten Heil unseres Volkes, sondern das- Beamtenthum unferer Zukunft", Geltung zu lassen. Die Versammlung genehmigt das ohne mann und in Anwesenheit des Kämmerers Maaß und des Stadt der en Ton das Kommando und deren Sprache Debatte und nimmt den Etat en bloc an. raths Hirsekorn stattgehabten Sigung nach eingehender Erwägung der Befehl ist Dieser Ausspruch erscheint uns sehr Bei der Vorlage über die Verwendung von Ersparnissen an aller thatsächlichen Verhältnisse beschlossen, der Versammlung bezeichnend. Zum Schluß der geselligen geselligen Busammenkunft Pflasterungskosten zur Umpflasterung der Memelerstraße folgende Beschlußfassung zu empfehlen:" Die Versammlung er wurde gesungen:" Ich bete an die Macht der Liebe." beantragt Stadtv. Fähndrich daran die Bedingung zu tennt die Nothwendigkeit an, die Härten, welche sich bei der Sodann war mancher froh, als er die freie Straße erreicht tnüpfen, daß der Fahrdamm dadurch nicht enger werde, sondern Beranlagung der Bauplatzsteuer ergeben haben, zu mildern, hatte, denn mit 300 Soldaten in einem engen Raume zusammenseine Breite von 15 Metern behalte; er fragt ferner an, ob die nimmt aber zur Zeit von einer Aenderung der Bauplatzsteuer- gepfercht sein, gehört gerade nicht zu den Annehmlichkeiten dieses • 314917 " Lebens. Im Laufe des Winters sollen noch zwei solche Verfammlungen stattfinden, also theilte Herr Pfarrer Goens den Anwesenden mit. Zu der Liebestragödie in der Schönleinfir. 28 wirdt berichtet, es sei sehr wahrscheinlich, daß Hilpert seine Beliebte mit deren Einverständniß getödtet habe. Spuren eines Kampfes find in der Küche gar nicht wahrzunehmen, auch hat man Hilfe rufe oder dergleichen nicht gehört. Bei der Firma Heppner hat die Mehrzahl der Tischler jetzt auch die Arbeit niedergelegt. Aber Die Ortsverwaltung des Deutschen HolzarbeiterAufruf: Unsere Die Literatur und das bürgerliche Gesetzbuch," so Verbandes veröffentlicht folgenden Bewegung nimmt einen erfreulichen Verlauf, täglich lautete das Thema, welches der Verein Berliner Presse auf die Tagesordnung seiner legten Sigung gestellt hatte. Zum Re- Das Gerücht von der Verhaftung des Mörders des aufgestellten Forderungen bewilligt erhalten haben. wird die Zahl derjenigen Kollegen größer, die unsere ferenten war Herr Affeffor Dr. Jul.& ubsczynski bestellt. Knaben Burr war gestern in Berlin verbreitet. Wir erfahren eine ganze Anzahl Kollegen sind vorhanden, die sich unserer In seinen einleitenden Worten wies dieser darauf hin, daß troß darüber folgendes: Gestern Abend gegen 7 Uhr stieg in der des gewaltigen Interesses, das sich von allen Seiten dem neuen Alten Jakobstraße ein Mann von einem Pferdebahnwagen, als Bewegung nicht anschlossen. Theils haben sie wohl die Erfolge bürgerlichen Gesetzbuche gegenüber geltend mache, die Literatur plöglich der Ruf laut wurde: Das ist der Mörder aus Rig fie die aufgestellten Forderungen ebenfalls von ihren Meistern unserer Thätigkeit und unserer Opfer für sich ausgenutzt, indem und Presse weder Zeit noch Muße gefunden habe, zu prüfen, dorf". Der Fremde flüchtete, verfolgt von einer großen Menschen bewilligt befamen, es aber nicht für nothwendig halten, Meldung inwieweit das Gesetz ihren eigenen Interessen förderlich oder nach- menge, nach dem Hause Stallschreiberstr. 12 und verschwand in davon an unser Bureau Sebastian str. 39 gelangen zu lassen, theilig sei. Nach der ungünstigen Rechtsprechung des Reichsgerichts der dem Gebäude spurlos, wiewohl ein größeres Aufgebot von geschweige denn ein Scherflein für die Sicherung unserer Preffe gegenüber habe diese allen Grund, eine rNeufodifikation Schußleuten die Etagen desselben sorgfältig durchsuchte. Später geschweige denn ein Scherflein für die Sicherung unserer eine Anzahl Kollegen mit etwas Mißtrauen entgegen zu sehen; und in der That sei in wurde zwar ein Mann in der Stallschreiberstraße verhaftet, der Erfolge beizutragen; theils ist dem Entwurf, was die Interessen der Literatur und der Presse mit dem Geflüchteten identisch sein sollte, doch wurde derselbe, überhaupt nicht zu stellen. Hier gilt es einzufeßen. Sollten und muthlos, noch derart indifferent die Forderungen angeht, manches reformbedürftige vorhanden. Beispielsweise da er sich als hier wohnender Kaufmann legitimirt hatte, sofort unsere bisherigen Erfolge, insbesondere eine gleichmäßige Arbeitshabe die Presse den Abschnitt über den„ Dienstvertrag" mit Auf- entlassen. zeit, von Dauer sein, so muß jeder Kollege seine Schuldigkeit merksamkeit zu betrachten. Nachdem der Redakteur in seiner Rechtsstellung durch die Rechtsprechung zunächst zum Gewerbethun. Berichtet nach unserem Bureau über alle diejenigen Werkgehilfen degradirt, dann zum Handlungsgehilfen erhoben worden stellen, von welchen Ihr wißt, daß sich dort die Kollegen ber Bewegung noch nicht angeschlossen haben; agitirt überall unter sei, sei er schließlich durch das Reichsgericht auch aus dieser Rechtsden Kollegen, die noch indifferent unferer Organisation gegensphäre hinaus an die freie Luft" des Rechts befördert worden, überstehen; beweist, daß Ihr erkannt habt, daß nur in geschloffenen so daß in Zukunft die allgemeinen Bestimmungen des bürgerso daß in Zukunft die allgemeinen Bestimmungen des bürgerReihen Befferung Eurer Lebenshaltung erreicht werben kann. lichen Rechts auch auf ihn Anwendung zu finden hätten. Nach eingehender, beifällig aufgenommener Erörterung der einVergeßt aber auch nicht, eifrigst zu dem Streitfonds beizutragen, schlägigen Bestimmungen des Entwurfs durch den Redner denn nur mit genügenden Mitteln ist eine Bewegung wie die beschloß der Verein, eine Kommission von 15 Mit unsere zu halten. gliedern einzusehen behufs Abfaffung der nothwendigen Abänderungs- und Ergänzungsvorschläge und beauftragte den VorDer Direktor der königlichen Pulverfabrik in Spandau, stand, die Vorschläge dieser Kommission dem Bundesrathe und Major Simon, ist am Donnerstag auf dem Spazierritt durch Reichstage zu übermitteln. In die Kommission wurden ge- einen Sturz mit dem Pferde verunglückt; er wurde schwerverlegt wählt die Herren: Sudermann, Groddeck, Jacobi, und bewußtlos nach seiner Wohnung gebracht. Röbner, Levysohn, Lubczynski, Schweichel, Spielhagen, Aug. Stein, Stephany, Vollrath, Anscheinend an Vergiftung ist Mittwoch Nachmittag gegen Wenzel, Wichert, v. Wildenbruch und Julius 5 Uhr in einem Gasthofe in der Invalidenstraße ein unbekannter Wolff. 40 jähriger Mann gestorben. Der Fremde hatte kaum den Gast Der Leseklub Karl Marx veranstaltet am 14. März im hof betreten, um sich ein Zimmer anweifen zu laſſen, als er auf dem Flur des ersten Stockes, wo er den Abort aufsuchen wollte, Jeenpalast eine Gedächtnißfeier des großen Todten, dessen Namen der Klub trägt. Die Festrede hält Genosse Liebknecht, Busammenbrach. Man trug ihn in ein Bimmer, legte ihn auf ein Bett und holte einen Arzt herbei. Als dieser kam, war der nahmen, Eisenbahnunglück. Das Eisenbahn- Betriebsamt der Stadt. und Ringbahn theilt mit: Donnerstag früh 5 Uhr 50 Min. fuhr auf Station Friedrichsberg der von Station Weißensee kommende Güterzug 4007 infolge Nichtbeachtens des Haltefignals durch den Maschinenführer mit dem nach dem Rangirbahnhof Rummels burg gerade ausfahrenden Ueberführungszug 4140 zufammen, wodurch beide Mittelgeleise gesperrt wurden. Verlegungen von Personen find nicht vorgekommen. Der Materialschaden ist nicht unbeträchtlich. Der Verkehr konnte nach beiden Richtungen um 10 Uhr 40 Min. wieder aufgenommen werden. In der Nähmaschinen- Fabrik von Laborenz in Riga Dorf, Knesebeckstraße, haben am Donnerstag sämmtliche Möbelpolirer bis auf drei die Arbeit niedergelegt, weil vier Kollegen gemaßregelt worden waren. Verloren gegangen ist die Liste Nr. 1988 der KonfettionsSie arbeiter Berlins( ungezeichnet), ausgestellt am 15. d. M. ist anzuhalten und an die Fünfer- Kommission zu senden. In Guben haben infolge von fortgesetzten Lobnreduktionen 106 Weber und Weberinnen der Tuch fabrik von Bernhard Lehmann die Arbeit eingestellt. Zivilberufsmusiker, sowie von drei Männerchören und zwei ge- Mann schon todt. Der Staatsanwalt ließ die Leiche beschlag Behandlung durch den Werkführer eingestellt, nachdem ihre Vermischten Chören ausgeführt. Weiter gelangt das Melodrama Columbus zur Aufführung. Das nähere besagt das in der Mit Sublimat hat sich am Dienstag der Tapezirer Walde heutigen Nummer befindliche Inserat. mar Becker aus der Andreasstr. 52 getödtet. Was den 55 Jahre Großes Aufsehen verursacht im Norden der Stadt das alten Mann, der verheirathet war und in geordneten Verhält in der Schweiz sind die Hechler in den Ausstand getreten. Verschwinden des Schwamm- und Rauchwaarenhändlers S. S.nissen lebte, in den Tod getrieben hat, ist unbekannt. Cantrowitsch, dessen Geschäft sich in der Rosenthalerstr. 50 Pfarrer Kneipp aus Wörishofen will Anfang März befindet. Der etwa 35jährige Mann hinterläßt eine Schulden- wiederkommen, um den Berlinern seine Wasserweisheit zu last, die auf ca. 500 000 Mart geschätzt wird. Vor 15 Jahren predigen. fam G. als armer russischer Kürschnergeselle nach Berlin; Zeugen gesucht! Die Personen, welche Zengen der Mißhandlung waren, welche am Montag Abend in Wilmersdorf ein dortiger Gendarm an zwei Charlottenburger Einwohnern begangen hat, werden dringend gebeten, sich bei Johann Waffen, Char lottenburg, Goethestr. 27, zu melden. er miethete sich in dem obengenannten Hause in der Arbeiter an Holzmaschinen Nr. 148, auf der 4,90 M. gezeichnet Verloren gegangen ist die Sammelliste für die ausständigen Rosenthaler Straße ein fleines Zimmer und betrieb von da aus anfänglich einen Haufirhandel mit Schwämmen. ind. Der Finder wird gebeten, die Liste Annenstraße 16 im Nach acht Jahren bereits fonnte G. als sehr wohlhabender Gewerkschaftsbureau abzugeben. Mann gelten, der nunmehr vier Etagen des Hinterhauses für Lagerzwecke verwendete und welcher durch eine reiche Heirath noch 1/4 Million Mark Mitgift erhielt. Nunmehr, im Besitz umfangreicher Mittel, begann G. zu wuchern; er diskontirte Wechsel zu hohen Zinsen, hatte jedoch dabei wenig Glück, denn er verlor u. a. bei Ronacher, Café Bauer und zulegt bei dem Rechtsanwalt Frizz Friedmann folossale Summen. In den letzten zwei Jahren hat E. sein ganzes Vermögen zugesetzt, er wußte fich darauf durch Gefälligkeitswechsel bedeutende Kapitalien zu verschaffen. So hat ein einziger Freund des Wucherers allein 220 000 m. durch derartige Afzepte verloren. Bereits am Stationen. Sonnabend, den 8. Februar verließ E. Berlin, ohne seine junge Frau von dem Ziel seiner Reise verständigt zu haben. Telegraphische Nachfragen in Hamburg, Leipzig und anderen Orten, Witterungsübersicht vom 20. Februar 1896. in welchen G. etwa zu thun haben konnte, waren erfolglos und Swinemünde es wird angenommen, daß der Schwammhändler mit Bruch- Hamburg theilen seines Vermögens in das Ausland geflüchtet ist. Die Berlin Flucht sei erklärlich, weil G. eine bei ihm lombardirte erste Wiesbaden Hypothet ohne Wissen seines Schuldners verkauft und den Erlös München für sich verwendet haben soll. 4 Wien. Haparanda. Petersburg. Sort Aberdeen. Paris. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung . 771 766 769 EGD 763 764 768 775 SW 784 ED 754 WNW . 752 758 G GD Windstärke (-) 65413221452 Wetter heiter bedeckt heiter heiter bedeckt Temperatur nach Celsius ( Gov= D09) BIBOBLO3679 0 0 bedeckt -13 heiter 6 bedeckt bedeckt Wetter- Prognose für Freitag, den 21. Februar 1896. südöstlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Ziemlich heiteres, ein wenig fälteres Wetter mit frischen Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. In Zwickau haben sämmtliche Steinmetzen des Baus fuche, die Angelegenheit in Güte zu regeln, zurückgewiesen worden waren. In der mechanischen Bindfadenfabrik in Schaffhausen Ursache der Differenzen war die unwürdige Behandlung der Arbeiter durch den Hechelmeister. Fast sämmtliche Streifende waren schon mehrere Jahre im Geschäft thätig, während der betreffende Meister erst seit 1. Dezember v. J. angestellt ist. Ausſteht noch ein Mann. ständig sind zehn Mann, darunter fünf Verheirathete. In Arbeit Die ,, Arbeiterunion" Schaffhausen steht auf seiten der Ausständigen und wird den Streit leiten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Zu schriften sind zunächst zu richten an den Allgemeinen ArbeiterBildungsverein in Schaffhausen. M Versammlungen. Eine öffentliche Versammlung der Sattler tagte am 19. Februar bei Brochnow, Sebastianstraße. Zunächst machte Pörsch der Versammlung die Mittheilung, daß die Lohn- und Agitatione Kommission dem Auftrage gemäß die Resolution, welche die Zurücknahme sämmtlicher Lohnherabseßungen auf deutsche Militärarbeit, Abschaffung beziehentlich Einschränkung der Hausarbeit, Beseitigung der Gefängnißarbeit u. s. w. forderte, mit ausführlicher Begründung der Forderungen den MilitäreffeftenFabritanten zugesandt hat. Die einzige Antwort, die bisher darauf erfolgte, besteht darin, daß auf einige Artikel von dem schon spärlichen Lohn noch weitere Abzüge gemacht wurden. Die Herren Fabrikanten haben sich also nicht veranlaßt gefühlt, überhaupt darauf zu antworten. Alle Anwesenden waren sich darin einig, angesichts der großen Streits in anderen Gewerkschaften, in bedeckt- 1 eine Lohnbewegung troß der herausfordernden Handlungsweise bedeckt der Fabrikanten nicht einzutreten; vielmehr sollen die Arbeiter Wie die Große Pferdebahn- Gesellschaft es versteht, einmal eingefactes Geld festzuhalten, davon giebt der folgende in den einzelnen Werkstätten darauf achten, daß, wenn keine Lohnerhöhung erzielt werden kann, mindestens die Löhne nicht drastische Fall Kunde. Eine Dame, die sich Ende Januar ein noch mehr gedrückt werden. Von verschiedenen Rednern wurde Abonnementsbillet für den Monat Februar gelöst hatte, erkrankte das Verhalten der Innungsmeister beleuchtet, die in den plöglich noch am felben Tage so bedenklich, daß sie auf AnordQuartals- Versammlungen für die Hebung des Handwerks einnung des hinzugezogenen Arztes für mehrere Wochen das Bett hüten mußte. Da somit keine Aussicht vorhanden war, die Fahr treten und für die Abschaffung der Gefängnißarbeit petitioniren, farte zu benutzen, bat die Kranke, unter Beifügung des ärztlichen dann aber, wenn sie von derartigen Versammlungen nach Attestes, die Pferdebahn- Direktion nicht etwa um Zurücksendung Hause kommen, Arbeit nach den Gefängnissen schicken. Obers meister Cobau soll in dieser Beziehung außerordentliches leisten. des eingezahlten Geldes, sondern nur um die Ueberschreibung Hierauf wurde mit der Begründung, daß in dieser Branche, der für diesen Monat geltenden Karte auf den Monat März ähnlich wie in der Konfektion, die Hausindustrie immer mehr ein gewiß gerechtfertigtes Verlangen. Der Abonnentin wurde jedoch die Karte mit dem kategorischen Bemerken zurückgesandt, überhand genommen hat und sich infolge deffen Zustände heraus gebildet haben, die unhaltbar sind, der Beschluß gefaßt, die daß eine Außerfourssehung der jetzigen auf den Kalendermonat Mit einem biblischen Zitat kündete ein in Kiel Lohn- und Agitationskommission zu beauftragen, mit der sozials lautenden Karten nicht stattfinde. Die Pferdebahn Gesellschaft wohnender Geschäftsmann den Umbau seines Geschäftslokals in demokratischen Fraktion des deutschen Reichstages in Verbindung heimst also eine immerhin in betracht kommende Summe ein, ohne sämmtlichen in Kiel erscheinenden vier Tageszeitungen an. Die zu treten, um diese zu veranlassen, hierzu im Reichstage Stellung dafür eine Gegenleistung zu gewähren. Das mag profitabel sein, Staatsanwaltschaft erblickte in dem Anfang des betr. Inferats zu nehmen. Da hauptsächlich staatliche Arbeiten in betracht anständig ist es aber nicht. einen Mißbrauch biblischer Worte und zitirte sowohl den fämen, so sei zunächst zu fordern, daß die Regierung die Ar Geschäftsmann als auch 2011 den vier Zeitungen je beiten nur an solche Fabrikanten zu vergeben hat, die BetriebsIn Moabit brannte es auch am Donnerstag. Morgens einen Vertreter vor das Schöffengericht. um 9 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Hause Spenerstr. 17 auch die Ansichten des Amtsanwalts, erfah in der Ander Arbeiter erfüllen: Einrichtungen, wie sie ähnlich in England bereits Dieses billigte wertstätten eingerichtet haben und auch die sonstigen Bedingungen gerufen, wo gleichzeitig in dem Dachstuhl des Quergebändes und wendung der drei Worte eine Verhöhnung der Religion und verbestehen. An das Kriegsministerium hatte die Kommission vor in demjenigen des Seitenflügels Brände entstanden waren. Bei urtheilte den Geschäftsmann als Urheber zu 150 M. Geldstrafe, längerer Zeit eine diesbezügliche Petition abgesandt, die aber bis Eintreffen der Löschmannschaften hatte das Feuer bereits eine event. für je 5 M. einen Tag Gefängniß. Der Verantwortliche jetzt, troß wiederholter Anfragen seitens der Kommission, unsolche Ausdehnung angenommen, daß eine Dampf- und zwei des Zentralanzeigers" bekam 50 Geldstrafe, während die Vertreter beantwortet geblieben ist. Eine längere Diskussion entspann fich Handdrucksprißen mit insgesammt vier Rohren in Thätigkeit der Nord- Onsee- Zeitung" und der„ Kieler Beitung" freigesprochen sodann nach dem Bericht des Delegirten der Gewerkschaftstreten mußten. Eine weitere Ausdehnung des sehr wahrschein wurden, da sie nachweisen konnten, daß sie nicht für das in Frage kommission über die Vorkommnisse gelegentlich des Schöneberger lich durch Brandstiftung hervorgerufenen Feuers konnte durch das stehende Inserat verantwortlich seien. Unser im Gefängniß sigende Sattlerstreiks. Pörsch führt dies auf verschiedene Mißverständenergische Eingreifen unserer Löschmannschaften verhindert Genosse Ströbel lehnte die Verantwortung ab, weshalb seine nisse zurück, die zwischen ihm und Millarg in der Kompetenz Sache vertagt wurde. Interessant ist nunmehr bald, was überhaupt frage vorhanden waren. Zum Delegirten zur GewerkschaftsZur Brandstiftungsepidemie. In Schöneberg wurden nicht strafbar ist. fommission wurde alsdann Pörsch, als Vertreter ann. vor einigen Tagen an zwei Häusern der Bahnstraße( Nr. 8 hausen gewählt. und 10) Bettel angeklebt, auf denen Brandstiftungen angekündigt Hierauf folgte die Berichterstattung der Agitationskommission. wurden. Infolge dessen bewachte man die Häuser drei Tage Aus derselben war zu entnehmen, daß im Laufe des Jahres lang sorgfältig. Als dann die Bewachung aufgegeben wurde, Der Schiedsspruch, den das Berliner Gewerbegericht als 20 öffentliche Versammlungen stattgefunden haben. Die Kom entstand am nächsten Morgen auf dem Boden des einen Ginigungsamt in Sachen des Streits der an Holz- mission hat ihre Aufmerksamkeit besonders der Sonntagsarbeit Hauses thatsächlich Feuer, das allerdings bald gelöscht werden bearbeitungs- Maschinen und auf Holzpläßen zugewandt und war dadurch gezwungen, 25 Uebertretungen zur beschäftigten Arbeiter Berlins gefällt hat, wird be- Anzeige zu bringen. Ferner hat die Kommission die Agitation sonders deshalb vielfach auf Widerspruch stoßen, weil er nicht unter den Koffer, Wagen und Treibriemen- Arbeitern entfaltet, den Neunstundentag, sondern nur die 91stündige Arbeitszeit be- leider nur mit geringem Erfolg. In die Kommission wurden willigt. Wir wissen ferner, wie schmerzlich es den so klaffen- hierauf neugewählt die Kollegen Kuhnfleisch, Schinsti, bewußten Arbeitern dieser Branche fallen muß, auf die Forde Pörsch, Giebler und Düsterwald. rung nach Freigabe des 1. Mai Berzicht zu leisten. Troßdem Herr Moffe bestreitet in einer uns zugesandten Berichti möchten wir den Streifenden empfehlen, den Schiedsspruch gung, daß die bei ihm beschäftigten Zuschneider die niedrigsten anzunehmen. Immerhin ist durch ihn eine halbe Stunde Löhne in der Branche beziehen. Die dahingehende Mittheilung und Sonnabends eine ganze Stunde gewonnen, während der Lohn in der Versammlung der Wäsche und Kravattenarbeiter und der bisherige bleibt, und eine etwas höhere Bezahlung der Ueber- Arbeiterinnen seien unrichtig. stunden ist ebenfalls zugebilligt. Das sind Errungenschaften, die man nicht unterschätzen soll. werden. tonnte. Die auf Ermittelung der Brandstifter in Moabit ausgefeßte Belohnung von 300 M. ist auf 1000 m. erhöht worden. Unter den der Brandstiftung verdächtigen Personen befindet sich ein etwa 19 Jahre alter bartloser Mann, welcher am 18. Februar dieses Jahres zwischen 22 und 3 Uhr nachmittags die Treppe zum Boden des Hauses Flensburgerstr. 12 furz vor dem Brande hinaufgegangen ist und drei bis vier ziemlich dicke Bücher mit schwarzem Einband unter dem Arm getragen hat. Gewerkschaftliches. Charlottenburg. Hier tagte am 16. Februar eine gut besuchte Bersammlung, in der Frau Mesch in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die Gleichstellung der Geschlechter Denunziation. Der Maurer Rudolf Kaufmann, Brunnenftraße 104, faß vor wenigen Tagen neben anderen Leuten in einer Gastwirthschaft, als eine Liste unter den Anwesenden herumging, auf der zum besten eines auf den Bauten der Ge- Lohnbewegung der Tischler Berlins. Entgegen der Be werbe- Ausstellung verunglückten Arbeiters Unterstützungsbeiträge hauptung, die Herr Tischlermeister Meißner in der Versamm- sprach. gezeichnet wurden. Als Kaufmann die Liste erhielt, verweigerte lung im Prater aufstellte, daß sich mehr Arbeiter im Ausstande er nicht allein die Zahlung eines Beitrages, sondern holte auch befänden, als in Arbeit wären, tönnen wir mittheilen, daß bis einen Schuhmann herbei, der den Arbeiter, welcher die Liste gestern Abend in 697 Werkstätten mit zusammen 7496 beherumgereicht hatte, notiren sollte. Der Beamte mußte natürlich schäftigten Arbeitern sämmtliche Forderungen der Tischler befeiner Pflicht nachkommen und der Arbeiter, der sich um die willigt worden sind, während sich noch nicht ganz 1000 Unterstübung seines franken und nothleidenden Kollegen bemüht Tischler im Streit befinden, die sich auf 143 Werkstätten hatte, erhielt ein auf drei Mark lautendes Strafmandat wegen vertheilen. Bei diesem günstigen Ergebniß ist noch zu beachten, unerlaubten Kollektirens zugestellt. daß gestern erst der vierte Streittag war." eArbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Freitag. Südost- Schule, waldemarfir. 14: Rede- Uebung. Nord- Schule, Müllerstr. 179 a: fchichte. Beginn 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume sind zur Beuzung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Wanderklub Reise- Onkel". Jeden Freitag abends 9 Uhr bet P. Ehlich, Rheinsbergerstr. 42. umgegend. Sigung am Freitag, den 21. februar, abends 8 Uhr, bei Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und Lorenz, Koppenftr. 47. Vermischtes. Die„ Times" melden aus Johannesburg, es werde behauptet, daß 100 Menschen umgekommen seien; es sei jedoch unmöglich, eine bestimmte Zahl anzugeben. Wer am 29. Februar geboren ist, hat allen Anlaß, feinen Geburtstag in diesem Jahre mit besonderem Glanze zu feiern. Er wird eine achtjährige geburtstagslose" Periode zu in durchmessen haben, denn der nächste 29. Februar trifft nämlich nicht, wie das sonst auf Schaltjahre zutrifft, in vier, sondern erst nach acht Jahren, das ist 1904, ein. In Danzig hat sich, wie man der„ Tgl. Rundschau" telegraphirt, der Direktor der Artillerie- Werkstatt, Major Abel, Mittwoch erschossen. Der Selbstmord des Offiziers erregt großes Aufsehen. Die Gründe der That sind unbekannt. 112 Jahr alt starb, der Ostd. Preffe" zufolge, am 13. Februar der älteste Bürger Mrotschens( Provinz Posen), der frühere Handelsmann Salomon; er feierte feinen Geburtstag im vergangenen Herbst. Modernes Bauwesen. Aus Graz wird der„ Voss. 3tg." berichtet, daß die vor zwei Jahren erbaute Gendarmeriekaserne einzustürzen drohe. Da das Holzwerk vermorscht ist, sind Mauern und Decken geborsten. Sicherheitsmaßregeln wurden vor genommen; die in der Kaserne wohnende Mannschaft war in größter Lebensgefahr und wurde ausquartirt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Bei dem Fener auf dem Maskenballe des Künstlerklubs Santarem, über das wir gestern, unter Depeschen berichteten, sind, wie weiter aus Lissabon berichtet wird, im ganzen 40 Personen getödtet. Die Zahl der Verwundeten ist beträchtlich. In Kiew ist am Dienstag das große National Theater, in welchem zumeist russische Opern aufgeführt werden, bis auf den Grund niedergebrannt. " Arbeiterrisiko. Aus Denver in Colorado wird telegraphirt: In der Kohlengrube Bultan" im Bezirk Newcastle fand eine Ga sexplosion statt. 55 Grubenarbeiter sollen getödtet sein. Sünen Ein Billardsaal in der Kirche. Nordamerikanischen Blättern zufolge hat der Pfarrer von Windsor im Staate Ontario im Kellerraum der Kirche des Ortes einen Billardsaal einrichten lassen. Diese Thatsache soll als Anziehungsmittel für die zerstreuungssüchtige und sündige Jugend dienen und sie vom Besuch der Wirthshäuser abhalten. Wenn eine genügende Anzahl junger Leute sich am Billardspiel ergößt, zu welchem auch Bier, jedoch kein Branntwein, verschänkt wird, erscheint der Küster und meldet, daß„ oben" alles bereit sei. Gofort wird die Billardmiene von der Kirchenmiene verdrängt, die reuigen Sünder gehen paarweise geordnet nach oben", wo der herr Pfarrer schon ihrer wartet, und nach Abfingung eines Liedes beginnt die Predigt. Nach derselben darf jedoch niemand wieder nach unten" gehen, die Reuigen müssen die Kirche verlassen und erhalten erst wieder am entgegengesezten Ende der Skirche Eintritt in den Billardsaal. worden. Wassermann. Ihre Angelegenheit ist privater Natur und geht die Redaktion nichts an. 1 Erziehungslehre aus dem 16. Jahrhundert. Ein merk würdiges Aftenstück aus dem sechzehnten Jahrhundert ist die letzte Bermahnung der Freifrau v. Quigen an ihre Töchter Anna Kunike und Christine Gödike. In diesem Schriftstück, das zu Briefkasten der Redaktion. Braunschweig verfaßt ist, sind die Erziehungslehren jener Zeit Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) aufgezeichnet. Eo warnt die edle Dame vor der Literatur anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. des Tages: Leset bi Liewe mich in den godlosen licht fertigen Böfern, da da soll voll Die juristische Sprechstunde sindet am Montag, Vergiftung durch Kohlenoxydgas. Der„ Boigtländische will ick durchut nich habben iß ut nicht nödig; 6-7 Uhr statt. inne steit, hat Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von Anzeiger meldet: In Asch( Böhmen) wurde die ganze Familie denn dei juck von unsern Herrn God bescheert ist, Feiler, aus 5 Personen bestehend, durch Einathmen von Kohlen- dei schull juck woll woren, dat ju in dei Bökern nich tau lesen W. W. Die Stadtbahn ist 1882 dem Verkehr übergeben orydgas vergiftet. Die zwei Töchter der Familie sind todt, die bedörvet, denn ut solchen Bökern komt arge Gedanken un ut dei beiden Söhne blieben bisher bewußtlos. Die Mutter, welche Gedanken komt böse Daten." Dann kommt die würdige Frau theilweise das Bewußtsein wiedererlangt hat, sagte aus, sie habe auf die jungen Männer. Wenn dei Junggesellen kummen, so ihre beiden Töchter, die mit ihr in einem Bette lagen, sterben lat juck nicht seien( sehen), bis ju zu Tische geiht, so macht enen K. Hoppmann. Wiederholen Sie die Frage unter K. H., sehen; sie habe aber nicht die Kraft gehabt, sich zu rühren oder fittgen Knits." Dann sollen sie ihre Augen vor sich nieder- Destrich, dieselbe ist uns unbekannt. einen Laut von sich zu geben. schlagen, die Hände vor ihren Leib halten und die jungen Sie in der juristischen Sprechstunde gelegentlich vor. Rechts2. A. 5. Sie haften als Besteller. 124 P. T. Sprechen Von einer grauenhaften Dynamitexplosion wird aus Männer bei Leibe nicht ansehen. Wenn dieselben aber Johannesburg im afrikanischen Burenlande berichtet: ihre Hand fassen, sollen sie solche wegziehen und unter schutz. 1. Auf grund schriftlicher Vollmacht ja. 2. Ja. In Viedendorp, ciner ärmlichen Vorstadt Johannesburgs, die Schürze stecken. Die Töchter sollen ferner auch J. M. 40. 21 Jahre.- P. W. 100. Die Höhe der Kosten fand am Mittwoch eine schreckliche Dynamiterplosion statt. Der nicht aussehen, sich bei Tisch in fein Gespräch einlaffen in einem Zivilprozeß hängt von der Höhe des Streitgegenstandes ganze Stadttheil ist vom Erdboden ver und die Beine still beisammen halten, den Kopf nicht ab. Wer in einem Verfahren bei einem Schiedsgericht die Kosten schwunden, hunderte von Häusern liegen in Trümmern, der regen, wenig effen und nur einmal trinken; sie könnten ja vor- trägt, bestimmt dieses. H., Annenstr. 12. Wenden Sie sich Berlust an Menschenleben ist voraussichtlich furchtbar, Ein dem auf ihrer Kammer essen. Wenn einer zu ihnen sage, daß er an die dortige Polizeibehörde. Nannhustr. 8. 1. Uns un starfes Polizei Aufgebot und Einwohner Johannesburgs sind sie lieb habe, sollen sie antworten:„ Ob Ihr mich lieb habt oder bekannt. 2. Die zuständige Stelle ist die Gewerkschaft. eifrig beschäftigt, die Leichen zu bergen. In allen Häusern nicht, das eine ist mir so lieb wie das andere".„ Wenn sie juck Kremzow. Wenn Sie Bier in Ihrem nicht konzessionirten Johannesburgs sind die Fenster zertrümmert. Eine weitere nich in Friede laten wulln un mit juck feddern( mit euch Lokal trinken lassen, so machen Sie sich steuer- und straffällig. Depesche meldet über den entsetzlichen Vorfall: Das Dynamit, plaudern), sagt also:" Packet juck weck un lat uns mit Friede" Nach Annahme der Gerichte ist es Ihre Pflicht dafür zu sorgen, durch welches die furchtbare Explosion hervorgerufen wurde, oder„ Je schlae juc uf de Snut, ju unbescheidene daß das Flaschenbier nicht in Ihrem Lokal getrunken werde.-füllte 3 Güterwagen, die im Augenblicke der Explosion gerade Gjela." Ganz so unmanirlich fromm, wie es die brave Frei- A. S. 157, O. N. 11, D. M. W. Sprechen Sie gelegentlich rangirt wurden. Durch die Explosion wurde ein großes Loch frau empfiehlt, sind wohl auch zu jener Zeit die jungen Damen in der juristischen Sprechstunde vor. G. W. M. 1. Der von ungefähr 30 Fuß Tiefe in die Erde gerissen. Alle Häuser nicht gewesen. Vormund. 2. Amtsgericht. 3. Das Armenrecht erwirkt der im Umkreis von einer halben Meile sind dem Erdboden Wenn die Bibel ,, gründlich" revidirt wird. Der Er- Vormund dadurch, daß er sich vom Vormundschaftsrichter die gleich gemacht. Bis jetzt sind 40 Leichen aufgefunden, ziehungsrath von Chikago hat, wie die Vossische 3tg." meldet, Bescheinigung der Unfähigkeit die Kosten zu tragen ertheilen läßt welche größtentheils entsetzliche Verstümmelungen aufweisen; das eine revidirte Bibel" zum Schulgebrauch, in der alle im und dann beim Gericht Bewilligung des Armenrechts nachsucht. Durchsuchen der Trümmer hat eben erst begonnen. 200 geringsten anstößigen Stellen ausgemerzt sind, herausgegeben. Goldfuß. Sie müssen zahlen. F. N., Nixdorf. 1. SelbstSchwerverwundete wurden ins Hospital gebracht, wo Die Revision ist jedenfalls gründlich ausgefallen. Das redend nein. 2. Ja. B. N. Leider nein. A. K. Eine schon mehrere ihren Verlegungen erlegen find. Wie man glaubt, salomonische Lied ist gänzlich ausgelassen worden, ebenso die Klage hätte leider wenig Aussicht auf Zimmerbefinden sich nur wenig Weiße unter den Getödteten. Erzählungen von Jakob und Sarah. Die Psalmen sind arg be- mann, Ruhrort. In beiden Fällen wäre Krankengeld zu schnitten worden. In der Geschichte von Josef ist natürlich auch zahlen, eine Klage auf Lohnzahlung aber wenig aussichtsvoll. das Potiphar'sche Kapitel gestrichen. Die revidirte Bibel beginnt mit dem 31. Verse des zwölften Kapitels von Markus. Dann kommt das zehnte Kapitel von Markus, darauf die Sprichwörter und das Buch Hiob. Die ganze neue Bibel hat nur Aus London liegt noch folgendes Telegramm vor: Das Reuter'sche Bureau" meldet aus Pretoria: Hier sind Listen zur Ginzeichnung von Beiträgen zur Unterstützung der Opfer der Dynamit Explosion aufgelegt worden. In verschiedenen Geschäften und an der Börse sind bereits 60 000 Pfund gezeichnet worden. 1 Rixdorf. IF Rixdorf. " 200 Seiten. Schäftebrauche. Achtung! Bimmerer. Achtung! Achtung! Sonnabend, 22. Sonntag, den 23. Februar, vormittags 10% Uhr: Große öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstraße 55. Tages- Ordnung: Bericht der Kommission über ihre Thätigkeit am Ort und welche Maßnahmen gedenken wir gegen diejenigen Meister zu unternehmen, die unsere Forderung nicht bewilligen. Das Erscheinen eines jeden Kameraden ist erwünscht. Die Kommission. J. A.: Beyer, Rigdorf, Rosenstr. 5. Achtung! Genossen Berlins! Achtung! Sonnabend, den 14. März, abends 81/2 Uhr, im Feen- Palast, Burgstraße Nr. 22, Ecke Wolfgangstraße: Gedächtnißfeier für Karl Marx veranstaltet vom Lejetlub ,, Karl Marx", 100/13 Gr. Vokal- u. Juftrumental- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker, Dirigent: B. Graß, unter Mitwirkung der Gesangvereine: " 99 Alpenveilchen, Freya I",„ Nordwacht, Olympia" und Norddeutsche Schleife". Dirigent: R. Blobel. Felfrede, gehalten von W. Liebknecht. U. a. gelangt zur Aufführung:„, Columbus." Billet 30 Pf. Nach dem Konzert: Ball. Billet 30 Pi. Achtung! Achtung! Sonntag, den 23. Februar 1896, mittags 12 Uhr, in Keller's Festfälen, Koppenstraße 29: Grosse Matinée zum besten der freikenden Sonnabend, 22. Febr., abends 9 Uhr, Versammlung bei Wernau, Dosenthalerstraße 57. Zahlreiches Erscheinen nöthig. Der Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, daß am Dienstag früh 7/2 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater, Hugo Christian, im Alter von 53 Jahren nach kurzen Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 41/2 Uhr von der Leichenhalle Prinzen- Allee aus statt. Danksagung. meer geliebten Tochter Für die Betheiligung beim Begräbniß Anna Hirse sagen wir Berwandten, und 27726 Briefkasten der Expedition. Gerlach, Töpfer. 4 M. dem Rassirer der Holzarbeiter übermittelt. Buchhandlung Vorwärks Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Das Arbeiferelend in der Konfektions- Industrie vor dem deutschen Reichstag. 3 Bogen Großoktav. Preis 10 Pf. Bei Partienbezug Rabatt. Die Mittwochsverhandlungen im Reichstage haben solches Interesse hervorgerufen, daß wir auf Veranlassung der Agitationskommission der Schneider und Schneiderinuen den stenographischen Wortlaut sämmtlicher Neden in Broschürenform erscheinen lassen. Diese Debatten sind der schlagendste Beweis für die Berechtigung der Streitbewegung, denn die Lohn- und Arbeitsverhältnisse sind so grauenhafter Art, daß sie sogar vom Ministertisch aus und von den Vertretern der Ausbeuterparteien verurtheilt werden mußten. Welaunten, saferen immighen H. Bartsch, älteste Mehlhandlung, Dank; besonders dem Herrn Redner Manasse, sowie dem gesammten Personal der Deutschen Hutfabrik und 2. Geschäft: dem Gefangverein Kaiser'scher Männer- 3. Geschäft: cher. Dank auch für die vielen schönen Kranzfpenden. Wwv. Hirse, geb. Book, nebst Söhnen. Täglich,( auch Sonntags vorm. von 7-9 Uhr): 44222* Hauptgeschäft: Manteuffel- Straße Nr. 89. Markthalle Eisenbahn- und Bücklerstraße, Stand Nr. 213/214. Markthalle Buckowerstraße und Luisen Ufer, Stand Nr. 229. bringt heute in empfehlende Erinnerung: B Rohe Kaffee's feinster Guatemala u. Preanger- Mischung I. 1 Pfd. 1,30, 5 Pfd. 6,45 feinster Campinas, grün und gelb, II. Gebrannte Kaffee's, extrafeine Mischung I . " II. 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Brüchner. 27726 lungen und Privatfestlichkeiten. 27716| Unbem. Musikunterr.„ K." Postamt 83. Grünauerstraße 17. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Tind und Verlag von May Bading in Berlin. Empfehle meine Säle zu Versamm druck finden schäftigung bei R. Auerbach, SO., 2717b 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 44. Abgeordnetenhaus. 23. Sigung vom 20. Februar 1896. 11 Uhr. Am Ministertische v. Berlepsch und Kommiffarien. Das Haus setzt die Etatsberathung bei dem Spezialetat der Handels- und Gewerbe- Verwaltung fort. Berichterstatter Abg. Graf Limburg- Stirum( t.) theilt mit, daß in der Budgetkommission die Frage der Anstellung weiblicher Fabrik und Gewerbe Inspektoren angeregt, aber die Schwierigkeiten, ein hierfür geeignetes Personal zu finden, von allen Seiten anerkannt worden sei. Bei dem Einnahme- Titel von den Baugewerkschulen" legt Abg. Felisch( f.) in längerer Rede den Einfluß dieser Schulen auf das Baugewerbe dar und wünscht eine Besserstellung der nicht akademisch gebildeten Lehrer an den Baugewerkschulen. Freitag, den 21. Februar 1896. Abg. Parifins( frs. Vp.) bestreitet die Richtigkeit dieser angeblichen Aeußerung von Schulze- Delitzsch. Abg. v. Brockhausen hält dieselbe aufrecht und verspricht weitere genauere Feststellung. Das Ministergehalt wird bewilligt. Weiterberathung morgen 11 Uhr. Schluß 41/2 Uhr. wird. eine gedeihliche Entwickelung solcher Schulen gegeben sind. Abg. Dr. Dittrich( 3.) tritt für eine größere Ausdehnung des Religionsunterrichts in den gewerblichen Schulen ein. Abg. Krawinkel( natl.) hält solche Forderungen nicht für unbedenklich; ein Bedürfniß dafür liege nicht vor. Technisches Wiffen und praktisches Können stärke auch das sittliche Bewußtsein des Menschen. Durch den entbehrlichen Religionsunterricht werde lediglich der konfessionelle Streit in diese Schulen getragen. Für die Aufnahme in die Baugewerkschulen sollte eine gewisse Befähigung verlangt werden. Daß diese Schulen weit hinter ihren Aufgaben zurückgeblieben sind, bestreite ich. Die in Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker würde dem Bauschwindel wirksamer entgegentreten, als der Befähigungsnachweis. Die Abgg. Euler, Plek und Dittrich( sämmtlich Zentrum) treten für Förderung des religiösen Unterrichts in Fach- und Gewerkschulen ein. Partei- Nachrichten. " 13. Jahrg. ist aber ein einziger der Beschwerdeführer vers nommen worden. Das hätte die Regierung in keinem Falle umgehen dürfen. auf den Ladefchiffen der Them se berichtet eine Londoner Ueber schändliche Ausbeutung jugendlicher Arbeiter Korrespondenz der Frankfurter Zeitung". Es handelt sich um die Schiffsjungen. Eine Kommission, die augenblicklich die Angelegenheit untersucht, hat festgestellt, daß Schiffsjungen 144 Stunden in der Woche unausgesetzt im Dienste gewesen sind, also noch 44 Stunden mehr, als die Kommission zur Untersuchung des Schwitzsystems in einzelnen Fällen ermittelt Gewerkschaftliches. Zu dem Streik der an Holzbearbeitungs- Maschinen und Schiedsspruch. In einer Erörterung der Dehmel'schen Angriffe gegen itgenau giebt die Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" hatte. die auch für die Leser des„ Vorwärts" nicht ohne Interesse sein eine Charatteristit der Anarchisten des Ruhrreviers, Abg. Dr. Kropatscheck( t.) hält eine neue Baugewerksschule fagt unser Bruderorgan, find harmlose ehrliche Kerle, denen Einige länger im Distrikt lebende angebliche Anarchisten, für die Provinz Brandenburg für nöthig und empfiehlt für die Sozialdemokratie nicht kräftig genug auf die Pfaffen auf Holzplänen beschäftigten Arbeiter Berlins hat das dieselbe die Stadt Brandenburg, wo alle Borbedingungen für schimpft und die der Meinung sind, daß, wenn sie mit Gewerbegericht als Einigungsamt Stellung genommen in folihrem Kopf durch die Wand zu rennen versuchen, der Schoden gendem davon die Wand haben werde. Eine ganz andere Sorte find diejenigen, die in dem letzten Jahr für fürzere Zeit, meist aus Die Herabsetzung der Arbeitszeit in Betrieben mit Holzaber energisch genug, um ihren zerstörerischen, verstandlosen Fana- behaltung des bisherigen Lohnfates mit der Maßgabe, bas Berlin, nach dem Ruhrrevier kamen. Verzweifelte Menschen, bearbeitungs- Maschinen auf 91/2 Stunde täglich unter Beitismus unablässig weiter zu verbreiten, sind darunter. Deren Sonnabends die Arbeitszeit auf neun Stunden beschränkt daß erfter Weg geht gewöhnlich nach sozialdemo- wird, wird als mit der Lage des Industriezweiges verträglich und fratischer Unterstüßung. Nach einer Stunde aber gerechtfertigt erachtet. Die weitere Forderung der Arbeiter, die chimpfen sie auf die Geber, besonders wenn sie gleich Arbeitszeit durchweg auf neun Stunden herabzusetzen, wird mit in die Gesellschaft und unter den Einfluß solcher von ihren Ge- Rücksicht auf die wirthschaftlichen Verhältnisse, unter welchen noffen gerathen, die wissen, was sie wollen und nichts gutes die Inhaber der Betriebe überwiegend arbeiten, als nicht wollen. Diese Leute sind überall; sie horchen den Unterhaltungen erfüllbar vieler Sozialdemokraten, fie wollen erfahren, wie man z. B. über Zuschlag von 10 Pfennigen pro Stunde bezahlt werden. erachtet. Ueberstunden follen dies und jenes vom Kaifer denkt, und sind überhaupt wiß- Gemeinsamer Arbeitsnachweis wird empfohlen. Die Forderung begieriger als man wünscht. An sich könnte ja ihr Herandrängen auf prozentuale Lohnerhöhung wird mit Rücksicht auf die Festan die Sozialdemokraten aus dem Bedürfniß erklärt werden, für stellung der wirklich gezahlten Löhne nicht für begründet erachtet. ihre Ideen zu agitiren. Aber die Erfahrung lehrt, daß ein Die Forderung der Freigabe des 1. Mai wird zurückgewiesen. anderer Beweggrund vorhanden ist. Berlin, den 20. Februar 1896. Bruderorgans erklärt, er sei fein„ Anarchist". Weiter leugnete Dehmel hat übrigens der Redaktion unseres Dortmunder er, von der nationalliberalen Bresse Geld für seine Verdächtigung Bütgenan's empfangen zu haben. Was es mit der Wahrheitsliebe Streit telegraphirt:„ 600 im Ausstande. Situation günſtig. dieses Mannes auf sich hat, zeigt die Mittheilung der katholischen Die Fabrit- Kommissionen" sämmtlicher Streifenden verhandeln mit Seitung Tremonia", Dehmel habe ihr am 27. Januar feine Enthüllungen" gegen Geld angeboten und im Beisein von der Fabrikanten- Kommission." Beugen zweimal erklärt, er fei Anarchist". Abg. Felisch( f.) tritt gegen die von Krehwinkel gewünschte Theilung der Baugewerkschulen auf; eine solche müßte die Folge haben, daß Meister erster und zweiter Klasse herangebildet werden, was zu großen Unzuträglich feiten führen müßte. Minister v. Berlepsch: Auf die Handwerkerfrage wird in nächster Zeit einzugehen sich im Reichstage Gelegenheit finden. Für die Beaufsichtigung des Religionsunterrichts in Fachschulen ist der Handelsminister nicht zuständig. Dieser Unterricht würde den Charakter der Schule völlig ändern. Die Schüler sind von ganz verschiedenem Alter; reifere Männer sigen neben jungen Leuten. ( Sehr richtig!) Wo Geistliche es verlangen, sind ihnen Räume zum Religionsunterricht angewiesen. Die Frage kann nur von dem Kultusminister erledigt werden. Das Bedürfniß nach Errichtung neuer Schulen erkenne ich an; am zweckmäßigsten halte ich mittelgroße Städte. Münster scheint mir für eine solche Schule geeignet, ob ich mich für Brandenburg entscheiden werde, das weiß ich nicht. Abg. Krawinkel( natl.) wünscht eine anderweite Zusammensehung der Kommission für das technische Unterrichtswesen, in der ihm zu viel Exzellenzen und Räthe sizzen. Minister v. Berlepsch: Diese Herren sind vielfach Gefinnungsgenossen des Vorredners, mit denen er sich wegen ihrer Zugehörigkeit zur Kommission auseinandersezen mag. Bei dem Einnahme- Titel„ Königliche Porzellan- Manufaktur" rügt Abg. Krawinkel( natl.) den Mangel einer faufmännischen Verwaltung und Buchführung bei diesem Institut, dessen tünstlerische Leistungen er gern anerkennt. Reg.- Kommissar Geh. Rath Lüders: Die interne Buchführung ist eine sehr genaue; unmöglich ist allerdings die Aufnahme einer Inventur, weil diese ein längeres Stillstehen des Betriebes nöthig machen würde, das bei uns nicht möglich ist. Ueber den Kostenpreis der Fabrikate sind wir durch die vorhandene Buchführung genau unterrichtet. Abg. Dr. Langerhans( frs. Vp.) bittet um Aufhebung der Musterbleiche in Solingen, deren Geschäftsbetrieb vielen Privatunternehmen eine lästige Konkurrenz mache, ohne besonderes zu Leiften. Regierungskommissar Geh. Rath Simon bekämpft diese Forderung, die Bleiche erprobe neue Bleichverfahren und erziele auch ganz leidliche Ueberschüsse. Abg. Möller( natl.) und Puttkamer- Ohlau widersprechen ebenfalls der Forderung Langerhans'. Minister v. Berlepfch: Die Bleiche fostet uns nichts, nüht aber einem Kreise von Industriellen; ich sehe keinen Grund für die Aufhebung. Ein die Aufhebung bezweckender Antrag Langerhans wird angenommen; die Einnahmen werden bewilligt.. " " Aus den Partei- Organisationen. Der Sozialdemokratische Verein für den 2. Hamburger Reichstags- Wahlkreis hatte im Jahre 1895 eine Einnahme von 13 975,67 M., wobei 604,11 m. Kassenbestand und 845 M. Bankkonto aus dem Jahre 1894 eingerechnet sind. Aus Beiträgen à 30 Pf. tamen 8826,90 M., aus solchen à 10 Pf. 189,90 M. ein. Auf Listen wurden 882,95 M. gezeichnet. Am Wahren Jakob" machte der Verein 1606,95 M. gut. Die Ausgaben beliefen sich auf 11 699,90 M., der Ueberschuß also auf 2275,77 M., wovon 1920 m. auf der Bank angelegt find. Unter den Ausgaben befinden sich folgende Bahlungen: 1600 M. an die Referenten- Kommission, 3869,58 für ( ländliche) Agitation, 1344 M. für Broschüren, 950 M. an den Maifonds, 2000 M. an den Vertrauensmann. " Mitglieder hatte der Verein 2774. Davon waren alt 15-20 Jahre 52, 20-30 Jahre 798, 30-40 Jahre 1003, 40 bis 50 Jahre 628, 50-60 Jahre 175, 60 und mehr Jahre 6( darunter 1 Mitglied 91 Jahre), unbekannten Alters 76. Verheirathet waren 1896 Mitglieder, ledig 878. mit einem Gewerbegericht als Einigungsamt. gez. Cuno.( Weitere Unterschriften.) Aus Kottbus wird uns über den Textilarbeiter= Der Hamburger Korbmacherftreik dauert fort. Die Zahl der Ausständigen, unter denen sich 39 Frauen und Mädchen befinden, beträgt insgesammt 140 und die Zahl der von ihnen zu ernährenden Kinder 125. Streifbrecher sind bis jetzt nicht zu verzeichnen. Gerichts- Beitung. " Die Das Recht der wirthschaftlich Schwächeren. Unter dieser Stichmarke schreibt die in der Offizin des Reichs: Anzeigers" und der Nordd. Allg. Zig." gedruckte Bank und Handelszeitung": Gin Aktionär der Kommandit- Gesellschaft auf Attien Herrmann Gerson hatte gegen die Bilanz des Jahres 1894 die Anfechtungsklage erhoben, weil er u. a. Abschreibungen von ca. 30 000 m. auf 3 Millionen Mark zu Buche stehende ungedeckte Forderungen für zu gering hielt und weil ferner auf das über 5 Millionen Mark bewerthete Waarenlager prozentualische Abschreibungen in der Bilanz vollständig fehlten. Die beklagte Gesellschaft, deren persönlich hastende Gesellschafter Herr Philipp Dem Berufe nach setzte sich die Mitgliederzahl wie folgt Freudenberg, dessen drei Söhne und Herr Franz Meyer sind, zusammen: Arbeiter 583, Bäcker 10, Barbiere und Fri- beantragten, bevor der Prozeß zuzulassen sei, von dem flagenden seure 19, Beamte 12, Bildhauer 9, Blockmacher 3, Aktionär eine Sicherheitshinterlegung von 60 000 m. Brauer 7, Brothändler 10, Bürstenmacher 13, Buchbinder 22, II. Kammer für Handelssachen erkannte auf eine solche von, Buchdrucker 24, Tachdecker 3, Drechsler 29, Ewerführer 26, 30 000 M. Hiergegen wurde Berufung eingelegt und das Kammer Färber 1, Fischer 1, Former 9, Gärtner 4, Gerber 26, Glafer 4, gericht hob am 12. b. M. das Urtheil der II. Handelskammer auf, Gipser und Stuckateure 5, Gold- und Silberarbeiter 4, Gürtler sette die Sicherheit auf 5000 M. fest und wies die Sache in die und Gelbgießer 12, Händler 44, Haustnechte und Komptoirboten 40, I. Instanz zurück. Da die 5000 m. hinterlegt worden, so wird. Heizer 30, Hutmacher 3, Kassirer 2, Kaufleute 21, Kellner 22, nunmehr die Anfechtungsklage ihren Fortgang nehmen; über Klempner und Mechaniker 52, Kolporteure 4, Rorbmacher 41, den Ausfall werden wir seinerzeit ausführlich berichten. Da Krankenwärter 1, Küper 19, Kürschner 6, Kupferschmiede 4, der Kläger außer der Kaution von 5000 m. baar noch 10 000 Kutscher 19, Lithographen und Steindrucker 4, Maler Aktien der Gerson- Gesellschaft, also etwa 15 000 M. an Werth. und Lackirer 45, Maschinisten und Maschinenbauer 88, hinterlegen mußte, ehe er sein Recht überhaupt verfolgen konnte, Maurer 145, Milchhändler 3, Musiker 19, Optiker 2, so sehen wir den wirthschaftlich Schwächeren auch in diesem Pantoffelmacher 1, Posamentiere 2, Rentiers 1, Sattler 6, Falle dem wirthschaftlich Starken gegenüber nicht gleichberechtigt. Schiffer und Seeleute 16, Schiffszimmerer 16, Schlächter 7, Wie wird den beiden erwähnten offiziellen und offiziösen Blättern Schleifer 12, Schloffer 90, Schmiede 83, Schneider 189, ob dieser umstürzlerischen Erfenntniß ihrer desgleichen staatsSchreiber 13, Schriftfeier 48, Schriftsteller und Redakteure 4, erhaltenden Schwester? Schuhmacher 100, Steinbrügger 7, Steinhauer 8, Stellmacher 17, Tapezirer 14, Tischler, Stuhl- und Instrumentenmacher 277, Töpfer 5, Uhrmacher 4, Vergolder 4, Wirthe 115, Bigarrenmacher und Sortirer 99, Bimmerleute 22, Bahntechniker 1, 3inngießer 2, Frauen 160, Unbekannt 66. Die polizeiliche Aufhebung einer Versammlung beim Bei dem Ausgabe- Titel„ Ministergehalt" bittet Eintreten der Polizeistunde beschäftigte den ersten Senat des Abg. v. Brockhausen( f.) die für das Gewerbe geplanten ReVerwaltungsgerichts, nachdem der Einberufer der Versammlung fruchtlos beim zuständigen Regierungspräsidenten und beim formen baldigft beim Reichstage einzubringen. Unter dem Zwange der Sonntagsruhe leidet das Kleingewerbe schwer.( Sehr richtig!) Oberpräsidenten zu Hannover die Beschwerde erhoben hatte. Bei der Ergänzungswahl zum Gewerbegericht in Der Einwand des Klägers, das Lokal, in welchem die VersammHart werde auch der Arbeiter getroffen, der am Sonntag feiern muß und der in Sorge ist um den Unterhalt seiner Familie für Penig i. S. wurden in der Klasse der Arbeitervertreter die lung tagte, fei von ihm gemiethet gewesen, wurde vom Oberpräsidenten für unerheblich erklärt. Der Regierungsbeamte die nächste Woche. Der Minister möge mit dem Kriegsminister sozialdemokratischen Kandidaten gewählt. und dem Eisenbahnminister in Unterhandlungen treten, damit Seinen 70. Geburtstag feierte am 20. Februar der lang- die Eigenschaft der geschlossenen Gesellschaft besaß oder nicht. führte aus, daß lediglich maßgebend fei, ob die Versammlung die Anfertigung von Uniformen leistungsfähigen Meistern, jährige Vertrauensmann unserer Partei in Bremerhaven, Junungen, übertragen werde, welche nicht Schunelöhne zahlen. Genoffe Hilter. Es war ihm vergönnt, das seltene Fest in Dies sei aber hier nicht der Fall gewesen, da an der fraglichen ( Sehr richtig! rechts.) Besonders gefährlich ist das Auftreten fast jugendlicher Frische zu feiern. Möge der wackere Mitkämpfer theilgenommen hätten und der Theilnehmerkreis nicht individuell zufammenkunft von Bauhandwerkern auch andere Personen der Waarenhäuser und Bazare, die den kleinen Geschäften ge- noch viele Jahre gesund und rüstig unter uns weilen, ein Bei- theilgenommen hätten und der Theilnehmerkreis nicht individuell fährlich werden. Redner verlangt eine hohe Betriebssteuer für spiel treuer Pflichterfüllung für die jüngere Generation! begrenzt gewesen sei. Für öffentliche Versammlungen, wie die in Frage stehende, gelte die Polizeistunde, welche dem VerVerkaufsläden, Erhöhung des heutigen 50 Pfennig= Portos, um Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. tehr in dem benutzten Lokale gesetzt sei. Somit wäre die Verden Versandtgeschäften zu steuern, und höhere Besteuerung der Wanderläger. Für die Hebung des Handwerks und Klein: Magdeburg im Gefängniß zu Gommern die lange Strafe an, Verwaltungsgericht bestätigte diesen Bescheid. Am 24. Februar tritt Redakteur Baumüller in fammlung mit recht um 10 Uhr aufgelöst worden. Das Ober gewerbes ist die Förderung des Genossenschaftswesens von großer die ihm wegen Majestätsbeleidigung durch Landgerichtsurtheil Wichtigkeit. vom 12. Stovember auferlegt ist. Die Strafe beträgt, nachdem Ueber das Recht der Polizeibeamten zur vorläufigen Abg. Diet: Neuwied( natl.) wünscht die Vorlage eines Ge- ihm 1 Monat der Untersuchungshaft angerechnet wurde, noch Festnahme einer Person hat sich das Reichsgericht in einem fetzes zum Schuße der Mineralwässer. Minister v. Berlepsch: Die Frage unterliegt noch der 11 Monate. Unser erprobter Genosse wird das Gefängniß also Urtheil vom 5. April 1895( Entsch. d. R.-G. in Straff. Bd. 27 Bearbeitung in meinem Ressort und soll nach Möglichkeit ge- erst am 24. Januar nächsten Jahres wieder verlassen. Möge er Sachverhältniß schritt der Schuhmann ein zum Zwecke der überlassen. 1 fördert werden; es sind bei der Sache auch andere Ressorts be- gesund zu den Seinen zurückkehren! Als Beitrag zur Behandlung politischer Gefangener in Strafverfolgung gegen den bei einer strafbaren Handlung betheiligt. Abg. Schmidt- Warburg( 3.) schließt sich den Ausführungen Redakteur Genossen Gewehr im dortigen Gefängniß, die eine Beschränkung der persönlichen Freiheit des Beschuldigten Preußen theilt die Elberfelder Freie Presse" mit, daß ihrem troffenen Angeklagten. Wie weit unter solchen Verhältnissen Brodhausen's an. Las Treiben der Bazare sei höchst gefährlich; Selbstbeschäftigung verweigert worden ist. Er wird in der Korset, zur Ermöglichung der Strafverfolgung durch die Beamten der solide Geschäftsmann werde dadurch proletarijirt. des Polizei und Sicherheitsdienstes verfügt werden kann, Minister v. Berlepsch: Die Frage der höheren Besteuerung fabrication beschäftigt. Will man dadurch dem Sozialdemokraten dafür ist§ 127 St.-P.-D. ausschließlich maßgebend. Dessen die Zwangsjacke versinnbildlichen, in die in dem ver- Stummten der Bazare muß ich dem dafür allein zuständigen Finanzminister Breußen jetzt das öffentliche Leben gesteckt ist? bestimmten und erschöpfenden Normen gegenüber darf dem Redakteur Weich old von der Neuen Wurzener § 161 St.-P.-D. nicht die Bedeutung beigemessen werden, Abg. Gothein( fr. Vp.): Warum sorgen denn die Herren rechts nicht zunächst für Beseitigung des Offizier- und Beamten- Beitung" hat am Dienstag eine sechsmonatige Gefängnißstrafe daß diejenigen Atte, welche gemäß§ 127 a. a. D. nur unter genau firirten gesetzlichen Vorbehalten für zulässig erklärt sind, Vereins?( Lachen rechts.) Giner der ihrigen, Herr Rudolph angetreten. aus dem Gesichtspunkte des§ 161 a. a. D. betrachtet einem an Hertzog, treibt das Versandgeschäft in großem Umfange; er hat diese Vortheile nicht gebundenen freieren Ermessen jener Beamten die tonservative Partei reich dotirt und erntet nun Undank. unterliegen sollen. Die Frage der Rechtmäßigkeit der Amtsauss Den vorhandenen Uebelständen könnte durch eine gute Zarifpolitik übung seitens des Schußmanns ist mithin lediglich auf grund abgeholfen werden. des angezogenen§ 127 St.-P.-D. zu prüfen. Dort ist verordnet, befehls[ vorliegen und Gefahr im Verzuge obwaltet. Die Entfernung des jetzigen Fabrikinspektors aus Beamten des Polizei- und Sicherheitsdienstes ein anderes Recht seinem Amte hatte in Frankfurt a. M. eine Arbeiter als das jedermann zustehende Recht der vorläufigen Festversammlung verlangt. Die Regierung antwortete, die annahme eines auf frischer That Betroffenen nicht zukommt, daß gestellten Ermittelungen hätten nicht die Nothwendigkeit eines aber diese Festnahme nur zulässig sei, wo entweder der Besolchen Echrittes ergeben. Nach der Frankfurter Boltsstimme" schuldigte der Flucht verdächtig oder dessen Persönlichkeit nicht Soziale Uebersicht. Der Staat Lübeck hatte am 2. Dezember nach dem vor Abs. Frhr. v. Erffa( L.) bestreitet dem Abg. Gothein, der läufigen Ergebniß der Volkszählung 83 324 Einwohner, daß sofern nicht die Voraussetzungen für Erlaß eines Haftsich hier als Vertheidiger des unlauteren Wettbewerbes aufgeworfen hat, das Recht, gewisse Herren der konservativen Partei aufzubürden. Abg. v. Brockhausen: Schulze- Delitzsch hat gesagt, daß er nicht geglaubt habe, daß die Genossenschaften so gemißbraucht werden würden. 6839 mehr als 1890. den fofort festzustellen fei." Das treffe im vorliegenden Falle nicht| Die Werkstatt: Vertrauensmänner des Holzarbeiter- und Dummer ermahnen die Zimmerer, sich zu dem eigentlichen zu, wo nach den Feststellungen des Urtheils der Schuhmann be- Verbandes hatten sich fast vollzählig am Mittwoch bei Cohn, Kampfe, der erst entbrennen wird, wenn die Arbeiten der Ge absichtigt habe, den Angeklagten der Polizeibehörde zur weiteren Beuthstraße, versammelt. Wiedemann gab nochmals einen werbe- Ausstellung beendet sind, vorzubereiten. Neubert erklärt, daß Verfügung zu übergeben, weil er fich infolge früher mit der ausführlichen Bericht über die Lage des Streits. Glode er die bei der Firma Pumplun arbeitenden Bimmerer sich unter Prüfung der Legitimation durch ihn selbst gemachter übler Erläuterte die getroffenen Maßnahmen der Stommission, mit welchen schriftlich verpflichtet haben, die übernommenen Arbeiten bis zum fahrungen es zur Regel gemacht" habe, auf eigene Fest- die Versammlung ihr Einverständniß bekundete. Er forderte die 25. Februar fertig zu stellen. Nachdem sich eine ganze Anzahl stellungen der Art sich nicht mehr einzulassen, sondern die be- Anwesenden auf, diejenigen Werkstätten einer besonders scharfen Redner mißbilligend über die bei Pumplun arbeitenden treffenden Personen der Behörde zu übergeben, damit von dieser Kontrolle zu unterziehen, in welchen die Arbeiter sich der Be- Zimmerer geäußert und die Versammlung gleichfalls großen auch das Erforderliche verfügt werde." Hierin liegt aber wegung noch nicht angeschlossen haben. Die Vertrauensleute Unwillen über das Verhalten derselben bekundete, erklärte eine offenbare Verlegung des Gesetzes. Allein aus Allein aus dem der Kastenmöbel- und Küchenmöbel- Branche werden beauftragt, Neubert, eifrig dafür wirken zu wollen, um die Zimmerer zu der Grunde, weil Angeklagter ihm nicht bekannt war, durfte zwei Versammlungen für ihre Branchen einzuberufen. Den Bewegung heranzuziehen. In einem Antrag wird sodann be= er nach§ 127 zur vorläufigen Festnahme nur schreiten, Möbelpolirern gegenüber erklärt die Versammlung nochmals, schlossen: Unterstübungsgelder von 3immerern, wenn Angeflagter nicht im ftande war, sich sofort zu legitimiren, fich insofern solidarisch zu erklären, als die Tischler sich ver- die bei nicht bewilligten Firmen arbeiten, oder wenn der Schuhmann dasjenige, was jener zu diesem pflichten, teine Möbelpolierarbeit zu verrichten. Die Unterstüßungs- werden nicht angenommen. Zwecke beizubringen vermochte, nach seinem pflichtmäßigen Er- frage wird bis zur nächsten Bertrauensmänner Versammlung Desgleichen wird folgende Resolution angenommen: meffen nicht ausreichend fand. Sein Einschreiten hielt sich auch vertagt. Besonders werden die Vertrauensmänner ersucht, recht Die Versammlung erklärt, da die Forderungen der Zimmerer in den Schranken rechtmäßiger Amtsausübung, sofern seine Ent- rege dafür zu sorgen, daß die Kollegen, die zu den bewilligten durchaus gerechte sind, dieselben mit allen Mitteln zur Durch. scheidung durch einen Irrthum über die einschlagenden thatsäch Forderungen weiter arbeiten, auch alle dem Beschlusse nach führung zu bringen. Es ist die Pflicht der Kameraden, lichen Verhältnisse, beispielsweise über die Beweiskraft der Legi- fommen, pro Woche eine Mart dem Streit- Unterstützungsfonds bei solchen Unternehmern, die unsere Forderungen noch nicht betimationsmittel beeinflußt war. Er überschritt jedoch seine Be- zu entrichten. Ferner wird noch bekannt gemacht, daß am willigten, die Arbeit einzustellen; ferner für den Agitations- und fugnisse, wenn er sich im guten Glauben an sein Recht oder Sonntag im Norden eine öffentliche Versammlung stattfindet, zu Unterstüßungsfonds rege zu agitiren, um jederzeit den kapitaohne solchen über das Gefeß hinwegfeßte und sich eine eigene, der auch die dort wohnenden Meister eingeladen werden. listischen Ausbeutungs Gelüften fampfbereit entgegentreten zu von diesem abweichende Richtschnur des Handelns bildete dahin: In einer zweiten Resolution wendet sich die Verden Betroffenen festzunehmen, ohne sich auf die Legitimationssammlung in sehr entschiedener Weise gegen die Verunglimpfungen frage überhaupt einzulassen." der Lohnbewegung der Baugewerfs- Zeitung". = fönnen. : 30 einem BeDie Tischlermeister des Nordens waren durch Säulenanschlag von dem Verein der Tischlermeister Nord" Mittwoch Abend zu einer Versammlung nach dem Berliner Prater ein Ein Beitrag zur Dienstboten Behandlung auf dem geladen, um Stellung zu nehmen gegen die Forderungen der Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hatte am Lande. Vom Landgericht Glogau ist am 28. Oftober v. J. Gesellen. Nur ca. 60 Meister waren diesem Rufe gefolgt und 16. Februar feine regelmäßige Mitgliederversammlung anberaumt. die Gutsbesitzersfrau Anna Härtel wegen gefährlicher, das war die Stimmung im allgemeinen eine recht gedrückte. Herr Zur Beschlußfaffung stand zunächst ein Antrag Pelz, die Beiträge Leben gefährdender Körperverlegung zu drei Monaten Gefängniß Tischlermeister Meißner leitete die Verhandlungen ein, indem er zu erhöhen. Da sich jedoch mehrere Redner gegen den Antrag verurtheilt worden. Auf ihrem Gute war eine über 60 Jahre darauf hinwies, daß die Meister des Nordens einen eigenen aussprachen, zog ihn der Antragsteller zurück. Sodann wurde alte Dienstmagd Johanne Müller in Stellung, welche nicht nur Tarif aufgestellt haben. An diesem Tarif sollten die Meister beschlossen, behufs Propaganda für die Organisation ein Flugblatt alt und tränklich war, sondern auch wegen Geschwollenheit der festhalten und keine Mehrforderungen bewilligen. Vor allem ausarbeiten zu laffen und im Anschluß daran zwei öffentliche Beine arbeitsunfähig war und vielfach über Schmerzen klagte. dürften die Meister, die bewilligt haben, keine neuen Arbeiter Versammlungen einzuberufen. Zum Schluß bewilligte die VerIm August v. J. fiel sie auf dem Felde bei der Arbeit kraftlos einstellen, damit die Streifenden nicht anderweitig angenommen sammlung den Streitenden in der Konfektion, den Zimmerern zusammen und mußte nach Hause gebracht werden. An einem werden. König meint, sämmtliche Meister müßten ihre Pro- und den an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeitern der nächsten Tage hatte sie einen Eimer mit Wasser in den Kuh- duktion einschränken. Den Arbeitern dürfe nichts bewilligt je 15 M. ftall zu tragen, war aber hierzu nicht im stande und mußte sich werden. Kutschmar räth den Meistern, schwarze Listen über die Der Intereffenverein der Kistenmacher nahm in seiner auf den Erdboden legen. Die Angeklagte beauftragte nun ihre rebellischen Arbeiter zu bilden. Ueber jeden neu einzustellenden Generalversammlung am 16. Februar den Rechenschaftsbericht jugendliche Dienstmagd Bergmann, die Müller an den Haaren in Arbeiter müssen Erkundigungen eingezogen werden, ob er auf seiner die Höhe zu ziehen, und wenn sie ihr die Haare ausreiße. Die früheren Arbeitsstelle seinen Afford beendigt habe, sonst sei er vom verflossenen Jahr entgegen. Danach gestaltete sich die Abrechnung vom 4. Quartal wie folgt: Einnahme 180,80 m., Bergmann führte aber diesen Auftrag nicht aus. Nunmehr beauf- fofort zu entlassen. tragte die Angeklagte ihre dreijährige Tochter Anna und ihre Nachdem noch mehrere Meister in blindem Eifer auf den Ausgabe 278,20 M., Defizit 158,40 M. Hierauf beschloß die ältere Stieftochter Agnes, so lange auf die Müller los- Streit und die Kontrollkommission geschimpft hatten, wird bearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeitern je 80 M. aus der Bersammlung, den Konfektionsarbeitern sowie den an Holzzuschlagen, bis sie aufstehe. Die Kinder, als willen folgende Resolution einstimmig angenommen: lose Werkzeuge der Mutter, schlugen nun mit Stöden Die Bersammlung erklärt, an dem aufgestellten Tarif ein. Rasse zu überweisen und durch Sammellisten weitere Beträge zu fammeln. auf die alte Frau los. Der Stock des älteren Mädchens müthig festzuhalten und keinem Arbeiter darüber hinaus zu bewar ein Meter lang und finger- oder mehr als zolldick. Troh zahlen. Ferner verpflichten sich die Meister, dem Verein Eine gut besuchte Versammlung des Fach vereins des flehentlichen Bittens der Müller führten die Kinder eine Nord" beizutreten und jeden neueinzustellenden Arbeiter nach der Stellmacher tagte am 16. Februar. Nach einem sehr Menge Schläge auf Kopf und Gesicht der bedauernswerthen seiner früheren Arbeitsstätte zu fragen und sich dort zu er beifällig aufgenommenen Vortrag des Chemikers Dr. Woll alten Person. Als die Kinder des Schlagens überdrüssig waren, fundigen, ob er seinen Afford beendigt hat und falls dies nicht beim über das Thema: Luft und Waffer" beschäftigte sich die Versammlung mit der Stellungnahme zu dem Streit der Holzergriffen fie Steine von der Größe einer Kinderfaust und be- der Fall, denselben sofort zu entlassen." warfen die Müller damit. Mindestens einer hat sie getroffen, Wie ernst es die Meister mit dieser Abstimmung gemeint arbeiter. Mit Rücksicht jedoch auf die am 23. d. Mts. jattbenn sie blutete am Kopfe. Es ist festgestellt, daß die Angeklagte haben, beweist der Umstand, daß unter den 60 anwesenden findende öffentliche Versammlung wurde von Hierauf unterzogen mehrere die Kinder einmal oder mehrmals aufgefordert hat, diese Miß- Meistern sehr viele waren, die bereits höhere Forderungen ihren schluß Abstand genommen. Redner den Jahresbericht der Innung einer treffenden Handlungen zu begehen und es wurde in der That der Kinder Arbeitern bewilligt haben. Ferner wurde eine Kommission geeine solche der Angeklagten erblickt, da die Kinder nur als wählt, bestehend aus den Meistern König, Eckert, Hovemeister, Kritik. Ein Antrag, während der Dauer der großen Lohnwillenlose Werkzeuge anzusehen seien. Die Müller ist am Tage Rutschmar, Otto Geisler, welche speziell in der Kastenmöbel bewegung eine Extrafteuer zu erheben, wurde abgelehnt. nach der ihr zu theil gewordenen rohen Behandlung gestorben, Branche die einzelnen Verhandlungen mit den Arbeitern Für die Ueberweisung von 25 M. an die streifenden Konfektionsarbeiter gaben die Mitglieder nachträglich ihre Zustimmung. Neu und es wurde angenommen, daß die Mißhandlungen ihren Tod führen soll. beschleunigt haben. Die von der Angeklagten gegen das oben: In Sachen des Streits der an Holzbearbeitungs- aufgenommen wurden 12 Mitglieder. erwähnte Urtheil eingelegte Revision, welche nur in unzu- Maschinen und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Arlänglicher Weise gegen die thatsächlichen Feststellungen anfämpfte, wurde am Donnerstag die Verhandlung vor dem Einigungsamt beiter der Eisengießerei und Maschinenfabrit wurde vom Reichsgerichte, das sich am 18. Februar mit der des Gewerbegerichts fortgesetzt. Als Auskunftsperson war der aktiengesellschaft vormals Keyling u. Thoma 3 Sache zu befassen hatte, als unbegründet verworfen, Gewerberath Dr. Sprenger geladen, um zu befunden, ob die sowie der Aktiengesellschaft vormals Kapler von den Arbeitern geforderte Berkürzung der Arbeitszeit zur war von dem Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter Otto Verminderung der Unfälle beizutragen geeignet sei. Dr. Sprenger Mäther für den 19. d. M. nach Rabe's Salon, Kolbergerstr. 23, tonnte über diese Frage zwar feine Auskunft auf grund statisti- einberufen und waren die Arbeiter außerordentlich zahlreich dem Die Volksversammlung, welche am 16. Februar, nach- fchen Materials geben, bestätigte aber, daß die Unfälle in der ergangenen Rufe gefolgt. Mäther referirte und hatte seinem Vortrage das Thema zu grunde gelegt:„ Die gegenwärtige Lage der mittags in Raabe's Salon, Kolbergerstraße 23 tagte, erfreute sich Holzbearbeitungsbranche besonders bäufig feien. Die Unternehmer sträubten sich namentlich gegen Ein- Metallindustrie, das Vorgehen der Metallindustriellen und unsere trotz der großen Bersammlungen, die bereits in den Vormittag- führung der 9stündigen Arbeitszeit, weil der in den Betrieben Aufgaben in der Gegenwart." In seinem Vortrage wies er auf stunden sich mit der Lage des Konfektionsarbeiterstreits be schäftigten, eines verhältnißmäßig guten Besuches. Auch hier gebrauchte Dampf für 10 Stunden bezahlt werden müsse, und die gegenwärtige günstige Konjunktur in der Metallindustrie lautete die Tagesordnung: Die besitzenden Klassen und die also nicht voll ausgenutzt werden könne, was eine Erhöhung der hin und hielt demgegenüber den Versammelten vor Augen, wie die Metallindustriellen es verstanden haben, in der schlechten gegenwärtigen Lohnbewegungen. Der Referent Jacoben legte Das Einigungsamt schlug als Grundlage der Einigung vor: Geschäftsperiode die Metallarbeiter vollständig unter ihre Botfeinen Ausführungen die gegewärtige Berliner Lohnbewegung 91/ ftündige Arbeitszeit, für jede Ueberstunde einen Zuschlag von mäßigkeit zu bringen, die schwarzen Listen floriren zu lassen und der verschiedenen Berufe zu grunde, indem er einen Ver 10 Pf. und Führung des Arbeitsnachweises durch Vertreter der den Arbeitsnachweis in der Gartenstraße zu einem Size Kühnegleich anstellte zwischen den Forderungen der hier in Frage Arbeiter und Arbeitgeber. 3impel erklärte im Namen mann'schen Despotismus zu machen, um vermöge der Furcht vor kommenden Arbeiterschaft. Es gehöre nicht viel Entgegenkommen der Lohnkommission der Arbeiter, daß diese unter allen Arbeitslosigkeit die Thätigkeit und die Macht der Organisation dazu, angesichts der traurigen Zustände in der Konfettions- Umständen an dem 9 stündigen Arbeitstag festhalte, bezüglich lahmzulegen. Die Folge dieser Furcht und Widerstandslosigkeit industrie diesen Arbeitern bei ihrem gegenwärtigen Streit sym- der übrigen Forderungen jedoch nachzugeben bereit wäre. sei eine maßlose Lohndrückerei gewesen, eine Üeberanstrengung pathische Kungebungen zu bezeugen. Wir betrachten daher die Namens der Fabrikanten erklärt Krone, daß dieselben nicht der Arbeiter und eine bedauerliche Korruption unter diesen. legteren, soweit diefelben von den besitzenden Klassen dargebracht werden, nur als ein Ergebniß der wahrheitsgemäßen Schilde- unter 91/2 Stunden herabgehen und, wenn die Verhandlungen Reder hielt den Versammelten vor Augen, wie sehr sie sich selbst rungen, welche durch die Organisation dieser Branche einerseits scheitern, von morgen an ihre Fabriken schließen werden. Auf schädigen durch die überlange Arbeitszeit und und von den Regierungsorganen aus an die Deffentlichkeit gebracht grund dieser Erklärungen verkündet der Vorsitzende folgenden sich diesbezüglich besonders da die Gießerei- Arbeiter bei Keyling und Thomas, 100 reichliche Veraulaffung It wurden. Hier kann das Bürgerthum von Besitz nicht anders, als Schiedsspruch: Die Herabsetzung der Arbeitszeit auf 91/2 Stunden ist mög- entsprechender Klage vorhanden sei, welche Ausführung zuftimmende die Erklärungen abgeben. Ganz anders ist Redner beleuchtete im Stellung der Besitzenden gegenüber den Lohnbewegungen über- lich, dagegen ist die von den Arbeitern geforderte 9 stündige lebhafter Zustimmung begegnete. weiteren die hygienischen Einrichtungen der Fabrit, die enormen haupt. Vor zehn Jahren( 1886) waren die besitzenden Klassen Arbeitszeit aus wirthschaftlichen Gründen nicht angängig. Der Zuschlag von 10 Pf. für die Ueberstunde ist an Abzüge im Laufe der letzten Jahre, die Art der Behandlung und einverstanden mit der Polizeiwillkür, welche unter dem damaligen Minister v. Puttkamer gegenüber den streifenden Bau- zuerkennen, auch ist die gemeinschaftliche Regelung des Arbeits- die drakonische Handhabung der Fabrikordnung und folgerte aus nachweises durchführbar. Die übrigen Forderungen der Arbeiter alledem die Nothwendigkeit, gegen solche Zustände energisch arbeitern gehandhabt wurde; man hörte nichts von Entrüstungen sind abzuweisen. Der Vertreter der Fabrikanten erklärt sich mit Front zu machen. Sei es in der Eisengießerei und Maschinendarüber, daß mehrere Arbeiter deshalb aus Berlin aus gewiesen wurden, weil sie lediglich als Führer in die diesem Schiedsspruch einverstanden, den Arbeitern wird auf fabrit von Keyling u. Thomas schon übel bestellt, so, meinte der damaligen Lohnbewegungen eingriffen. Die bekannte Phrase ihren Wunsch bis Montag Vormittag 8 Uhr Frist gewährt, sich Referent, sei die Mühlenbau Anstalt Aktiengesellschaft vormals Kapler in dieser Beziehung jener Fabrik noch über. Hier des Ministers v. Puitkamer: Hinter jedem Streit figt u äußern. die Hydra der sozialen Revolution, mußte damals dazu her- Charlottenburg. In einer öffentlichen Versammlung der herrschen nach der Versicherung des Referenten noch trostlosere halten, dem Bürgerthum das Grufeln beizubringen und den famosen Holzarbeiter, die am 14. Februar tagte, wurde beschlossen, sich Berhältnisse. Wieder und immer wieder sei den gedankenlosen Streiferlaß zu begründen. Es fonnte nicht ausbleiben, daß bei mit den Forderungen der Berliner Tischler einverstanden zu er: Arbeitern die Nothwendigkeit der Organisation klar gemacht dem Vorgehen seitens der Behörden gegen die damaligen bei flären und in nächster Zeit die gleiche Forderung den hiesigen worden, leider ohne großen Erfolg. Redner richtete nochmals die dringende Mahnung an die Metallarbeiter, sich zu organiStreits intereffirten Organisationen, die letzteren ihre ganze Fabrikanten zu unterbreiten. firen. 185 Kollegen( Stanzer 2c.) ständen bereits im Lohnkampfe, Existenz auf Jahre hinaus einbüßten, und einbüßten, und auch Neu- Die Zimmerer hielten am Mittwoch im Saale der Brauerei die Klempner würden demnächst in einen Lohnkampf eintreten gründungen nur zaghaft unternommen wurden. Die Thatsache, Friedrichshain eine öffentliche, von ca. 2000 Personen besuchte und über furz oder lang würde im allgemeinen an die Metalldaß die Löhne in allen Berufen bei diesen Zuständen auf ein Niveau Bersammlung ab, um sich über den gegenwärtigen arbeiter die Frage herantreten, welche Forderungen sie ihrerseits herabgedrückt wurden, welches den Arbeitern kaum die Möglichkeit Stand des Streits zu informiren. Der Ver bot, in leidlicher Weise für die Familien zu sorgen, ließ das trauensmann Fischer referirte zum ersten Punkt der Tages: Redner veranschaulichte in eindringlichster Weise, wie zu diesemr zu stellen gedenken, nachdem die Holzarbeiter vorangegangen find. Bürgerthum fühl bis ins Herz hinein. Die Forderungen der ordnung über den Verlauf und die Fortschritte der Be- Behufe eine starke Kampfesorganisation nothwendig fei und Arbeiter in der Holzindustrie, Tischler, Zimmerer u. f. w. sowie wegung der Zimmerer. Er führte aus, daß die Erfolge um Versammlungen. Betriebskosten bedeute. aller immer vorwärts!" Der müßte. " wandte „ Vorwärts, auch die Forderungen der Arbeiter in der Metallindustrie, welche des neuntägigen Kampfes bis jetzt durchaus günstige feien. Schloß seine Ausführungen mit dem Rufe: ( Großer Beifall.) In der folgenden fast alle darauf hinauslaufen, 9 oder 10 ftündige Arbeitszeit und 234 Arbeitgeber hätten die Forderungen der Zimmerer be Diskussion wurde die Firma Kapler in charakteristischer event. einen Durchschnittsverdienst pro Woche von etlichen 20 m. willigt, von denen man zum größten Theil annehmen darf, daß Weise illustrirt in bezug auf die Ueberstundenarbeit, zu erreichen, sind nur als äußerst bescheidene zu bezeichnen. Bei fie ihr gegebenes Wort halten werden. Immerhin sind noch auf die Straftafie, auf die Ordnung in der Fabrit, auf dem Streit in der Konfektionsbranche könne von nennenswerthen 202 Firmen vorhanden, gegen welche der Kampf die Akkordarbeit, auf die Kantinenwirthschaft zc. und wurde der werden Energie fortgeführt Forderungen überhaupt nicht die Rede fein; diese Lohn- mit Verwunderung Ausdruck gegeben, daß die dort beschäftigten bewegung ist nur zur Abwehr der allerschrecklichsten Zu- Vortragende beleuchtet sodann noch einmal die aufgestellten Arbeiter nicht schon lange Rückgrat genug gefunden haben, um stände inszenirt und das sehe selbstverständlich ein großer Forderungen der Zimmerer und kritisirt einen der Wahrheit Es ist daher direkt widersprechenden Artikel der Bau- gegen solche Zustände Front zu machen. Ebenso wurden noch Theil der befizenden Klassen auch ein. verschiedene Mißstände bei der Firma Keyling u. Thomas, vou Pflicht eines jeden Arbeiters, sich von dem Gedanken frei zu gewerts 3eitung über die Zimmerer Be machen, daß nur mit Rücksicht auf eine früher oder später ein- wegung. Zum Schluß theilt er der Versammlung mit, daß die welcher drei Meister in der Versammlung anwesend waren, vortretende beffere Geschäftskonjunktur, alle Lohnbewegungen ab Rommiffion fich an den Ausschuß des Gewerbegerichts gewendet habe geführt. Aufgefordert, über den Verbleib der rigorosen Strafhängig zu machen feien. Wir feine haben Urfache, mit dem Ersuchen, einen Einigungsversuch zwischen den Parteien gelder Auskunft zu geben, meldete sich keiner der Herren Meister zum Wort. Nach weiterer längerer Diskussion verpflichtete sich tönnen, Augenblickserfolge verzeichnen unseren zu unternehmen. Der Ausschuß habe bereitwilligst zu die Versammlung in einer Resolution zur Organisation, um den ganzen wirthschaftlichen Kampf nach diesen Grundsatz einzugefagt und so werde, falls die Unternehmer richten, sondern der letztere muß vielmehr einer planmäßigen, barauf eingehen, in der nächsten Zeit eine Wer eingeriffenen Mißständen, insonderheit der Ueberstundenarbeit " Geschick und Ausdauer geführten Organisation enthandlung vor dem Gewerbegericht stattfinden. entgegentreten zu können. springen; alsdann sei auch auf dauernde Verbesserung der In der sich diesem Referat anfchließenden Debatte polemisiren Die streikenden im Schnitte nud Stanzenbau be Lohn- und Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Industrie- Obst und Radzuhn gegen den Artikel der Baugewerts- Zeitung" fchäftigten Metallarbeiter waren gestern Vormittag zur Be zweigen zu rechnen. Unterlassen wir nicht, so schließt Redner, und bedauern die vom 11. Februar vom Bund der Bau-, sprechung ihrer Angelegenheit vollzählig bei Henke versammelt. unsere im Kampf befindlichen Brüder, auf die Gefahr aufmerk- Maurer- und Zimmermeister gefaßte Resolution, nach welcher ihre Wie Nather mittheilte, kommen 8 Werkstätten mit 195 Arfam zu machen, welche die Organisationslosigkeit der Arbeiter mit Generalversammlung beschloß: Die Forderung der Zimmer- beitern in betracht. Die Firma Dudeck hat die neunstündige sich bringt und jeden Sieg der Arbeiterschaft illusorisch machen muß. gesellen betreffs der neunstündigen Arbeitszeit vollständig abzu- Arbeitszeit bewilligt, die Angelegenheit ist durch die Kommission ( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion schlossen sich die Genossen lehnen, bezüglich des Lohnes es aber jedem Arbeitgeber soweit geregelt, daß die betreffenden Arbeiter zu Mittag die ( Bebhafter und Gruft den Ausführungen des Referenten an, au überlassen, wie er sich mit seinen Gefellen einigt. Arbeit wieder aufnehmen konnten.( Bravo.) Die Fabrikanten ersterer noch besonders hervorhebend, daß es Zeit sei, die gegne: Gin Redner fouftatirt einen Fall von unsolidarischem Verhalten waren zur Versammlung eingeladen, aber nicht erschienen. rische Presse aus den Arbeiterfamilien zu entfernen. Hierauf der Maurer auf einem Bau in der Prenzlauerstraße, an welchem Namens der Vereinigung der Schnitte und Stanzenfabrikanten" erfolgte Echluß der Versammlung mit einem begeisterten Hoch dieselben die Arbeit der Zimmerer verrichtet hätten; es fei Pflicht theilte die Firma Reiß n. Martin mit, daß diefelbe bercit ist, an auf die völlerbefreiende Sozialdemokratie. der Kollegen, derartige Fälle den Kontrolleuren zu melden. Obst einem anderen Tage mit einer von den Ausständigen gewählten mit einzelne Fälle zugeben mußte. Nichtsbestoweniger dem Vertrauenss hiermit einverstanden, war aber der Meinung, daß von den ge- wenig Glauben fand. Der gebildeten Fabrikantenvereinigung lehnten es die Herren Chefs ab, mit stellten Forderungen nicht abgegangen werden dürfe. Die wurde wenig Bedeutung beigemessen und derselben keine lange mann zu verhandeln, bis nach dem Termin, da der Herr Page des Streits sei eine überaus günstige, der Geist, welcher Lebensdauer vorausgefagt. Die bestehende Kominission, in welcher Heiden diese Arbeiterinnen noch wegen Beleidigung" verklagt die Streifenden beseelt, ein vorzüglicher. Es bedürfe nur eines alle Werkstätten vertreten sind, wurde beauftragt, in gewünschter hatte. Nachdem die betreffende Frau den Hergang in der Verund Hoffmann, Schulze, festen Zusammenhaltens, um die Fabrikanten, zur Kapitulation Weise mit den Fabrikanten zu verhandeln unter vollständiger ſammlung mitgetheilt zu zwingen. Mit Beifall wurde die Mittheilung aufgenommen, Aufrechterhaltung der gestellten Forderung: neunftündige Arbeits- Schmiedeknecht, Lewi, Jahn und Blanke sich über daß Herr Dudeckt aus der Fabrikantenvereinigung ausgetreten sei zeit bei dem bisherigen Lohn. diese Angelegenheit geäußert und zum Anschluß an die Organiin der richtigen Erkenntniß, daß dieselbe nur den Großfabrisation aufgefordert hatten, wies Frau Greifenberg insfanten zum Vortheil gereichen solle. Auch hat sich Herr Dudeck In einer öffentlichen Versammlung der Arbeiter und besondere darauf hin, daß durch Einstellung weiblicher bereit erklärt, für nothwendig werdende Ueberstunden 25 pet. Arbeiterinnen der Luguspapierbranche, die am Mittwoch Fabrikinspektoren die Unfittlichkeiten gegen Arbeiterinnen Lohnzuschlag zu gewähren. Einzelne Streitbrecher haben sich stattfand und von zirka 500 Arbeitern und Arbeiterinnen besucht in den Fabriken weit beffer ermittelt und mit der Zeit auch gefunden und ging die Ansicht der Versammlung dahin, daß ein war, referirte zum ersten Punkt der Tagesordnung: Wert unterdrückt werden würden. Die Besprechung weiterer derartiger Zusammenarbeiten mit diesen nicht wünschenswerth sei und führer Heiden bei Hoffmann u. Cie." Frau Vorkommnisse in anderen Fabriten wurde der vorgerückten Zeit irgend welche Maßregelungen nicht geduldet werden dürfen. Greifenberg unter lebhaftem Beifall der Versammlung. Es wegen für eine nächstfolgende Versammlung vertagt. Den gemachten Erfahrungen zufolge nimmt sich die Polizei sehr handelte sich in diesem Fall wieder einmal darum: sollen Bicsdorf. Hier fand am 16. Februar eine Versammlung der Fabrikanten an. Bezweifelt wurde die verbreitete Nachricht, daß die Arbeiterinnen den unausgesetzten unſittlichen Attentaten statt, in der Schriftsteller Schulz in einem intereffanten Vor die Firma Reiß u. Martin in Spandau 30 Mann angeworben habe. von feiten ihrer Vorgesezten in den Fabriken schutzlos preis- trag über die Dichtkunst vor und nach der Revolution von 1848 Daß sich indessen diese Firma die größte Mühe giebt, Arbeiter gegeben sein? Wie Bergemann in seinem Berichte sprach. Unter Verschiedenen konnte der Vorsitzende den Anzu erhalten, beruht auf Thatsachen. Besagte Firma hat auch mittheilte, wesenden bekannt geben, daß die Kommission zu verhandeln.( Seiterfeit.) Mäther erklärte fich haben, vom 1. April die Forderung zu bewilligen, was indessen und war von mehreren Arbeiterinnen " und einer bereits die Streifenden bei der Ortskrankenkasse der Maschinen- Frau, aber erst als sie in jener Fabrik zu arbeiten auf amt über die am 19. September Beschwerde an das Landrathsbauer abgemeldet. Um sich vor Schaden zu bewahren, empfahl gehört hatten lebhafte Klage über den Näther diesen, sich bei der Kasse als Selbstzahler zu melden. Heiden darüber eingegangen, daß er diesen Arbeiterinnen in Derfelbe wies auch darauf hin, daß mit den betreffenden Kollegen der verschiedensten Weise unfittliche Anträge gestellt, diese That: der Streit stehe und falle und appellirte er besonders an die sachen aber in einer eigens hierzu einberufenen WerkstubenStandhaftigkeit dieser, um die stolze Firma Reiß u. Martin zur Versammlung abzuleugnen versucht hatte, jedoch durch die überRapitulation zu zwingen. Die Firma soll sich bereit erklärt einstimmenden Aussagen der Arbeiterinnen überführt wurde. Für denJuhalt der Juserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 21. Februar: Opernhaus. Fidelio. Schauspielhaus. Wallenstein's Lager. Die Piccolomini. Deutsches Theater. König Heinrich der Vierte. Leffing- Theater. Madame Sans- Gêne. Berliner Theater. Faust. Neues Theater. Der Herr Direktor. Borher: Ein Zündhölzchen zwischen zwei Feuern. Erfolg begleitet war. Bekanntlich wurde die Versammlung aufgelöst, weil die Besucher Schirme und Stöcke bei sich trugen, die der überwachende Beamte für Waffen im Sinne des Gesetzes anjah. National- Theater. Parodie- Theater. Adhtung! Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Glöckner von Notre- Dame. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Regie: Max Samst. Morgen: Bum 1. Male: Ein Verrückter. Boltsdrama in 6 Bildern nach freier Benutzung des gleichnamig. im Berliner Vorwärts" erschienenen Romans von Baul Hiller. " Nachm. 4 Uhr: Kinder- Vorstellung. Aschenbrödel. Zschens, das Waldmädchen. Rendenz- Theater. Hotel zum Frei- Alexanderplatz- Theater. hafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. Die schöne Helena. Schiller Theater. Ohne Geläut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Böse Buben. Alexanderplat- Theater. No. 66. Hierauf: Die kleinen Lämmer. Anfang 8 Uhr: Zum 124. Male: Die kleinen Lämmer. Baudeville in 2 Atten von 2. Varney. Wegen kontraktlicher Verpflichtungen nur noch: 7 Aufführungen. Borber: No. 66. Operette von Offenbach. Urania National Theater. Der Glöckner Anstalt für volksthümliche von Notre- Dame. American Theater. Spezialitäten• Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Ohne Gelänt. Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein toller Einfall. Adolph Ernst- Theater. 3um 357. Male: Charley's Tante. Schwank in 3 Aften von Brandon Thomas. Repertoirstück des GlobeTheaters in London. In Szene gesezt von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tang in 1 Akt von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Mufit von F. Roth. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas als Gast. Zum 169. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine tolle Nacht. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Neu: Baronin Verona v. Bergen. Neu: Schönheits- Quart. Suleima. Dazu das toloffale für Berlin durchw. neue Februar- Programm! Kolter Talaschuss- Familie. Gebr. Francs. Marvelli, Afrobatentruppe Robin u. Berat. Lotti Romanowitsch. Harlow Trio. Little Paole. 4 Geschw. Schenk. Die tolle Jugend. Urtomische Pantomime von der Gesellschaft Theo. Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Naturkunde. Oranienstrasse No. 52 am Moritplay. Freitag, den 21. Februar: 1. König Heinrich. Wildromant. Bauarbeiter! Achtung! Große öffentliche Versammlung Schauſpiel von Ernst v. Sanftenbruch aller Banarbeiter Berlins u. Umgegend. 2. Gräfin Ilse, Was willfe oder der Trompeter von Bilse. Nach Dr. Friß Friedmann's Kriminal- Roman. 3. Zscheus, das Waldmädchen. Anfang 7/2 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Mlle. Eugenie FOUGÈRE Die tolle Nacht. Komische Pantomime von der Joseph Phoites- Troupe. Ferner 30 Kunstkräfte I. Ranges. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Am Landes- Ausstellungspark Passage- Panopticum. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Vollständig neues Programm. Mr. Charles. Lotte Siger. Mr. Fox. Mr. Alfredo Rex. Entree: Wochent. 10 Pf., Anf. 8 U. Sonntag 30 " 6 " " " R.Winkler. Kaiser- Panorama ( Passage). Diefe Woche: Neu! 3. Neise. IstrienAbbazia, Cherso etc. II. Gine Wande. rung durch das interessante Venedig. à Reise nur 20 Pf.. Kinder 10 Pf. Abonnement 1 M. Nächste Woche: Corfu! Castan's Panopticum. Die Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien!! aus Central- Afrika, die neuesten Weltwunder! Victoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Heute, sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf.( f. Platate). Zum Schluß auf allgem. Verlangen ( zum 102. Male): Vor 25 Jahren". Sonnabend: Soiree in Rudolph's Festsälen, Dt.- Wilmersdorf. Nur noch kurze Zeit! Affentheater und Circus. Ohne Extra- Entree. Soldaten und Kinder 25 Pf. Vorft. 5/2 und 8, Sonntags 4, 6, 8 Uhr. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonaden. Sonntag, den 23. Februar, vormittags 11 Uhr, in Scheffer's Salon, Infelstraße 10. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegirten der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl desselben. 2. Bericht der Gewerbegerichts- Beisitzer. 3. Auf welche Weise gedenken die Bauarbeiter eine Erhöhung der Löhne zu erzielen. 30/4 Bei der wichtigen Tages- Ordnung ist das Erscheinen sämmtlicher Bauarbeiter nothwendig. Der Einberufer. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist im Selbstverlage des Verfassers erschienen und durch uns zu beziehen: Der deutsche Pulverring und das Militär- Pulvergeschäft. Bon Georg Feuchter- Göppingen. Preis 1 Mark. dem Die aufsehenerregenden Mittheilungen des Abg. Bebel in der Reichstags Sigung am 19. Februar über die Thatsache, daß die deutsche Militärverwaltung als größte Abnehmerin Pulverring höhere Preise zahlen muß als das Ausland, find in dieser Schrift ausführlich und ziffernmäßig nachgewiesen. Diese Darlegungen waren der Reichstagsmajorität so unangenehm, daß sie Schluß der Debatte herbeiführte. Umsomehr muß die Oeffentlichkeit sich damit beschäftigen. Die Schrift giebt auch eine anschauliche Darstellung der Geschichte des Pulverringes, der Aufsaugung der kleineren Betriebe durch die Großen und legt quellenmäßig flar, wie schließlich das Aktienkapital nominell erhöht werden mußte, um die ungeheuerliche Höhe der Profite nach Außen zu verdecken. Vom Verfasser ist uns zu Agitationszwecken eine größere Anzahl Exemplare zur Verfügung gestellt worden, die wir an Genossen zum Preise von 50 Pf. abgeben können. 3943L* Bomben- Erfolg! Hammerstein's Zur Ankunft!!! Sensationeller Vortrag des wirklichen Humoristen Gentes. Theowin's Pracht- Modelle. Der Riefenbrustlastenmensch Das Carneval- Programm. Neuer Circus. Circus Busch Bahnhof Börse). Freitag, den 21. Februar, Abends 71/2 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung. Bum 2. Male: Die Jagd nach dem Glük. Großes phantastisches, choreographischhydrologisches Pracht Ausstattungsstück vom Direktor Busch. Märzund Maifeier empfehle dem verehrl. 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Nachm. 4 Uhr( ermässigte Preise und 1 Kind frei) und abends 71/2 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. hochfein, à Literflasche 1,30 M., 5 Literflaschen 6 M. inkl. Punsch- Extrakt, Grog- Extrakt, à Strfl. 1,60 M., 5 Strfl. 7,50 M. Ananas- Punsch, Burgunder- Punsch, à Siterfl. 3,50 m. Cognac fine Champagne, Orig. Fl. 3/4 Ltr. infl. 3,50, 4,50, 5,50 M. Echt Jamaica- Rum und Verschnitt, à Literfl. 2,10, 2,50, 3,10 m. Rum No. 3, Imitation, à Literfl. 1,10 m., 5 Literfl. 5. intl.[ 4187L* Medicin. Ungarwein, 1/2 Ausbruch, beste Qualität, Strfl. 2,10, 51. 9 25. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, ganz vorzügl., Ltrfl. 1,30 M. Eugen Neumann& Co. 6 a Belle- Alliance- Platz 6 a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. 29 Genthinerstr. 29. Niederlage: Potsdam, Waisenstr. 27 Freitag, den 21. Februar, nachmiffags 4 thr: Achtung, Holzarbeiter! Holzarbeiter! öffentl. Versammlungen Drei öffentliche Versammlungen. 1. Sonntag, den 23. Februar, vorm. 9. Uhr, im Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. Tages Ordnung: aller Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfektions- Industrie und zwar in folgenden Lokalen: Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Das Verhalten der Meister des„ Nordring" gegen- Süd- Ost, Waldemarstr. 75. über dem Beschluß der Meister- Versammlung im Böhmi schen Brauhause. 81/18 Hierzu sind die Meister des„ Nordring" eingeladen. 2. und 3. Montag, den 24. Februar, abends 8 Uhr: Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Keller's Festfäle, Koppenstraße 29. Tages- Ordnung: Der Stand unserer Bewegung. Jeder Kollege erscheine. Der Vertrauensmann. Neue Swinemünder Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 35. Joël's Festsäle, Andreasstr. 21. Prater, Kaftanien- Allee 7. Nieft, Weberstr. 21. Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Paster's Gesellschaftshaus,.. Gründel, Brunnenstr. 188. Ahrens' Brauerei, Thurmftr. 26. Rigdorf, Viktoria- Säle, Hermannstr. 44. Tagesordnung in allen Versammlungen: Die Einigungsvorschläge der Konfektions- Unternehmer und unsere Stellung dazu. Alle streikenden Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, ihre Streiffarten mitzubringen, damit die Beschlußfassung korrekt erfolgen kann. Am Freitag früh 9 Uhr kommt in allen Kontrollbureaus ein Flugblatt zur Achtung! Holzarbeiter. Achtung! Berbreitung. Freitag, den 21. Februar, abends 8 Uhr: Branchenversammlung der Kastenmöbelarbeiter im Lokale des Herrn Mörschel, Schönhauser Allee 28. Freitag, den 21. februar, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Küchenmböelarbeiter im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Besprechung über die Einführung einheitlicher Alfordpreise. Die Meister dieser Brauche werden zu dieser Versammlung behnfs Verständigung eingeladen. Die Vertrauensmänner: Geppert u. Dierke. Drechsler! 81| 17 Lurusmöbel- u. Galantericwaaren- Arbeiter u. Arbeiterinnen. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 23. Februar, vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Die Lohnbewegung unter den Drechslern und der Luxusmöbel- Branche. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann. Versammlung der streikenden Werkzeugmacher, Schnitte- und Stanzenbauer am Sonnabend, den 22. Februar 1896, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Henke, Naunynstraße Nr. 27. Tages- Ordnung: Die Verhandlungen mit den Fabrikanten und die gegenwärtige Situation. 117/20 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstraße 44. Metallarbeiter u. Arbeiterinnen Rixdorfs. Sonntag, den 23. Februar, vormittags 11 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. 48-50: Große öffentliche Versammlung. M Tages Ordnung: 1. Wie können wir die gegenwärtige gute Geschäftslage am besten ausnügen? Referent Kollege Rohrlack( Berlin). 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten vom Gewertschaftsfartell. 4. Neuwahl eines Delgirten und Stellvertreter zum Gewerkschaftskartell. 120/14 Die Kollegen folgender Werkstätten sind hierzu besonders eingeladen: Rixdorfer Messingwerke, Donner, Mariendorferweg, Kißling, Bergstraße, Schranimer, Richardstraße, Simon, Ziethenstraße, Wanzlick, Rosenstraße, Schulze, Hasenhaide, Bourchart, Ziethenstr. 46. Alle Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen Der Vertrauensmann der Metallarbeiter Rixdorfs. Stellmacher. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, 23. Februar, vorm. 9 Uhr, bei Mieft, Weberstr. 17. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wie stellen sich die Stellmacher zu einer Lohnbewegung. 3. Berichterstattung des Gewerkschaftsdelegirten und Neuwahl. desselben. 4. Verschiedenes. 159/1 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegeu ersucht um reges und pünktliches Erscheinen. Die Agitations- Kommission. Freie Vereinigung der Bauanschläger Berlins. Versammlung am Sonntag, 23. Februar, vorm. 102 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Drdnung: B 1. Antrag des Vorstandes. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. 33/18 Achtung! Achtung! Verein der Former. Die Mitglieder werden ersucht, am Sonntag, den 23. Februar, von 11-1 Uhr ihre Billets zum Stiftungsfeste, welches am 21. März in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße stattfindet, im Vereinslokal, gelangen und die Mitglieder nicht mehr berücksichtigt werden können. 61/5 Im Auftrage der Agitationskommission der Schneider u. Schneiderinnen Berlins: 3. Timm, Vertrauensmann. Achtung Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahn: ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Achtung! Genossen und Genossinnen! Gückel, Lauſiherplatz 2, Elſafferit. 12. Grosse öffentl. sozialdem. Parteiversammlung Markenschutz für den Kreis Niederbarnim Patente Musteru. ERICH PETERS. Berlin.S.W.29.Mittenwalderstr.28. Achtung! Raufen Sie gefälligt nur 4379L* Metall- Futz- Glanz Amor Derselbe ist sparsam, billig u. allbekannt das beste aller Metall Putzmittel und viel besser als rothe Pomade. In Dosen à 10 Pf. am Sonnabend, den 22. Februar 1896, abends 82 Uhr, in Stöhr's Gesellschaftshaus, Pankow, Mühlenstr. 24. Tages Ordnung: 223/3 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen über: Die Sozialdemokratie und das bürgerliche Gesekbudy. 2. Distusfion, Die Genoffen und Genossinnen der übrigen Ortschaften werden ersucht, sich recht zahlreich daran zu betheiligen. Der Vertrauensmann. Achtung! Steinmetzen Berlins. Große Innungsgesellen- Versammlung am Sonntag, den 23. Februar, vormittags punkt 10 Uhr, bei Maier, Müllerstr. 7. 172/19 Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung der Tarifkommission. 2. Verschiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird ein jeder Kollege ersucht, Die Tarifkommission. zu erscheinen. Achtung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Im Interesse Euerer eigenen Angelegenheit, und um unsere gerechte Forderung zur Durchführung zu bringen, ist ein jeder Steinarbeiter verpflichtet, in der Steinmez- Innungsversammlung zu erscheinen, da ein jeder das Wort erhält. Der Vertrauensmann. Mitglieder- Versammlung des Vereins aller in der Hut- und Filzwaarenüberall zu haben. Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Amor ist auch vorzüglich für Metall- Fabriken. Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik Gustav Lustig. Berlin S., Prinzenstr. 46. verfenbet gegen Nachnahme( nicht unter 10 m.) garant. neue vorzügl. füllenbe Bettfebern, b. Pfb. 55 Pf.. Halbbaunend. Bfb. M. 1,25 h. weiße Salbdaunen, b. Pfd. M. 1,75, vorzügliche Taunen, b. ib. m. 2,85. Von diesen Daunen genügen 3 Pfund zum größten Dberbett. Berpadung wird nicht bered net. S ophastoff. = ( Filiale Berlin) am Sonntag, den 23. Februar 1896, vorm. 10 Uhr, bei Bötzow( am Prenzlauer Thor). Zages Ordnung: 1. Urabstimmung über den Antrag der Filiale Berlin:„ Als Entschädigung für die Thätigkeit der Vorstandsmitglieder( außer das Gehalt des Kassirers Kempe) 1 Prozent von der Einnahme der Filiale zu bewilligen. 86/11 2. Vortrag des Kollegen R. Augustin. Pflicht aller Mitglieder ist es, in der Versammlung zu erscheinen und von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Der Vorstand. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 23. Februar, vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstraße Nr. 188: Große öffentliche Reite Versammlung der Maurer Berlins u. Umgegend. in Rips, Damast, Crêpe, Phantafe, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Kessler über: Die Gewerkschaftsbewegung eine Vorbedingung zur politischen Freiheit. 2. Diskussion. 3. Die Lebensin allen Qualitäten zu haltungs- Enquete im Berliner Baugewerbe. Referent: Dr. Friedeberg. 4. Diskussion. 5. Gewerkschaftliches. 131/5 Der Vertrauensmann: H. Westphal. Läuferstoffe Fabritpreisen. Berlin S., Emil Lefèvre, Oranienstraße 158. Achtung! Achtung! Rohtabak. Große öffentliche Versammlung Grösste Auswahl! Billigste Preise Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, Mr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Schlaffopha, Bettstelle, Matraßen. Kleiderspind, Wäschespind, Spiegelder Färber, Appretenre, Dekatenre am und verw. Berufsgenossen Berlins und Umgegend Sonntag, den 23. Februar 1896, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Glaube und Vernunft". Referent: Hirtenstraße 21, abzuholen. Da von der Zeit ab die Gaſtbillets zur Ausgabe spind, Spiegel, Ausziehtisch, Stühle Herr Ad. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: Ad. Me we 3. billig Reichenbergerstr. 160, v. I, Behring. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben.[ 64/2 Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin,