Nr. 45. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 22. Februar 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Schach den Umstürzlern! Die sächsischen Landtagswähler, die am Donnerstag den Landtags- Wahlkreis Meerane, Hohenstein- Ernstthal und Limbach den vereinigten Umsturzparteien entrissen und ihn für die Sozialdemokratie eroberten, haben den Attentätern, die dem sächsischen Volk sein wichtigstes sächsisches Landesrecht entreißen wollen, die passendste Antwort gegeben. Das sächsische Bolt ist nicht gewillt, sich entrechten und im cigenen Lande mundtodt machen zu lassen. lieren es thatsächlich: sie werden in die dritte Klasse verwiesen. Es hat den Handschuh, den man ihm hingeschleudert hat, aufgenommen und ist entschlossen, für sein gutes Recht mit allen Kräften zu kämpfen. Schach den Umstürzlern! Der 20. Februar war ihnen eine Warnung. Wird sie von ihnen verstanden werden? Wenn das nicht polizeiwidrige Dummheit ist, ist es zynischer Hohn. = ver= , aber wir wollen ja niemand entrechten- im Gegentheil, in die Kammer wählen zu wollen nur dürfen es keine wir wollen den 3 Mart Bensus abschaffen und dadurch Sozialdemokraten sein. Nun dazu brauchen die Arbeiter 150 000 Bürgern, die bisher nicht wählen konnten, das kein Wahlrecht auch kein Scheinwahlrecht. Wahlrecht ertheilen. Also nicht Wahlrechtsbeschränkung, Ein paar Jdeologen der bürgerlichen Parteien machen sondern Wahlrechts ausdehnung." seit mehreren Tagen Anstrengungen, das Attentat zu verhindern. Verschiedene Professoren, darunter der arme Sohm, bei dem der Jurist dem Politiker weniger Schaden gethan zu Gewiß, das Wahlrecht, d. h. das Recht, einen Stimm- haben scheint, als neulich im Reichstag der Politiker dem Jurist, zettel in die Wahlurne zu werfen, soll ausgedehnt werden haben eine sehr eindringliche Petition an den sächsischen aber das so ausgedehnte Recht ist nur ein Scheinrecht, König und die sächsischen Kammern gerichtet. In entsetzlich ist werthlos, ja ist schlechter als gar kein Recht. Tenn es schwulstigem Stil- woher es nur kommt, daß die deutschen ist eine Täuschung ein Trug. Professoren mit unserer schönen deutschen Sprache auf Nehmen wir an, das ausgedehnte" Wahlrecht werde so gespanntem Fuß stehen? sagen die gelehrten annähernd derselben Zahl zu theil, wie das Reichstagswahl- Herren einige für deutsche Professoren ganz Allein was wird es mußen. Der recht. Gutes sind in Sachsen ungefähr 700 000 Reichs- nünftige Dinge. Nach dem Attentats- Wahlgesetz- Entwurf König tagswähler. foll gegen das Wahlrechts- Attentat sein. würden, den sächsischen Einkommensteuerlisten entsprechend, Aber in derartigen Fällen sind die Könige fonin runder Summe 9000 auf die erste, 80 000 auf die ftitutionell sie lassen die Minister thun und fallen ihnen Von den massenhaften Protestversammlungen sagten zweite und 600 000 auf die dritte Klasse entfallen. Die nicht in die Arme. Und die Minister nebst ihren Handdie Herren Umstürzler: Das war Krethi und Plethi 89 000 Wähler der beiden ersten Klassen haben demnach langern in der Kammer arbeiten mit Hochdruck, um die das Gros der Wähler denkt anders!" Nun, jetzt haben sie doppelt so viel Wahlstimmen als die 600 000 fatale Operation möglichst bald hinter sich zu haben." zu den Protestversammlungen die Protest iva hl. Der der dritten Klasse, und sie haben diese doppelte Majorität Ob sie die Warnung des Donnerstag verstanden? fragliche Wahlkreis war, seit das sächsische Wahlgesetz be- für jede einzelne Wahl, so daß die Wähler der Gehört ward sie sicher. Doch wenn der Karren schon eine steht, das jetzt umgestürzt werden soll, im Besize der Kon dritten Klasse niemals einen eigenen Kandidaten so große Strecke der abschüssigen Ebene hinuntergerollt ist, servativen. Jetzt am Vorabend der Ausführung des durchbringen können. Die Turchbringung eines Kandidaten dann giebt es kein Aufhalten mehr. Holtertipolter gehts Attentats auf das Wahlrecht hat die Wählerschaft dieses wäre blos möglich mit Hilfe der Wähler einer der beiden, oder abwärts konservativen Wahlkreises sich mit großer Mehrheit für den der beiden oberen Klassen; und wo die Klaffengegensäge so Unseres Amtes ist es nicht, die Interessen der Kandidaten der Sozialdemokratie, der einzigen wirk- schroff und das Klassenbewußtsein der kapitalistischen Klasse so bürgerlichen Gesellschaft zu wahren. Mag der Karren im lichen Ordnungspartei erklärt,- der einzigen Partei, ausschließlich und so intolerant ist, wie in Abgrund zerschellen das geht die an, welche drin in deren Munde das Wort Ordnung kein Hohn, keine Sachsen, da ist an derartige Kompromisse garnicht zu sitzen. Uns verschlägt's nichts. Wir sizen nicht im Heuchelei, keine blutige Satire ist. denken ganz abgesehen davon, daß sie der Arbeiter un- Karren. Wir haben festen Boden unter den Füßen; wir Was am Donnerstag die Wähler in hellen Haufen an würdig wären. fennen unser Ziel, und nichts, was nicht zu überwinden die Wahlurne trieb, das war der brennende Zorn darüber, Gewiß, die Geldsäcke der ersten und der zweiten Klasse wäre, liegt zwischen uns und dem Ziel. daß ihnen, die nun mehr als ein Bierteljahrhundert lang haben ein warmes Herz" für die Arbeiter und sie haben Der Karren ist groß. Und mancher, der noch nicht das Wahlrecht ausgeübt haben, dieses ihr Recht geraubt das so oft beschworen, daß wir ihnen glauben müssen-drin sitzt, schickt sich an, hineinzuspringen. Auch außerhalb und ihnen damit die politische Mündigkeit im Staate Sachsen aber das warme Herz" schlägt nur für die Arbeiter, deren Sachsens. Das amtliche Organ der sächsischen Regierung, entzogen werden soll. Denn alle Wähler, welche Herz für den Geldsack schlägt; und fintemalen nach das" Dresdener Journal", suchte gestern die Nothwendigkeit am 20. d3. Mts. für den sozialdemokratischen Kan- dem heiligen Geldsacks- Evangelium zwischen den Interessen des Wahlrechts Attentats aus den Reichstag 3- Vera didaten, und außerdem gut drei Viertel derer, des Kapitals und der Arbeit Harmonie herrscht, sind das handlungen nachzuweisen. Der Sozialdemokratie muß auch die für den Umsturzkandidaten des Geldsacks stimmten, auch die einzig richtigen Vertreter der Arbeiterinteressen. Der Reichstag versperrt werden. Sonst ist das sächsische verlieren ihr Wahlrecht, wenn das Wahlrechts- Und so I che Arbeiter werden die Geldsäcke der ersten und Attentat ein Schlag ins Wasser, oder Selbstschuß, der nur Attentat zur Ausführung gelangt. Das heißt: sie ver- zweiten Klaffe mit Vergnügen als Kandidaten annehmen. den Schüßen trifft. Wohlan Jeder ist seines Schicksals Die dritte und unterste Klasse das ist in ihrer Art So gut sie Handelskammer- Sekretäre und andere Kommis Schmied. Wer und was immer mit dem Karren in den Abgrund dasselbe, was bei den Indiern die unterste Kaste die in die Landtage und den Reichstag schicken, können sie auch Kaste der Parias: alle diejenigen werden in sie hinein- einige gutgesinnte Arbeiter schicken es sieht sogar hinabsaust- die Kultur hat nichts dran verloren. Die geworfen, die im Staat und der Gesellschaft nichts schöner aus. Sozialdemokratie ist auf dem Plan sie wacht darüber, zu sagen haben. Kurz die Herren Wahlrechts- Attentäter haben in daß nicht blos Europas Völkern, sondern den Völkern einer besonderen Ansprache an die Wähler ihr Wort gegeben, aller Welttheile die heiligsten Güter gewahrt künftig, d. h. wenn das Attentat gelungen ist, auch Arbeiter werden. - Da behaupten die Herren Attentäter allerdings mit unschuldiger Miene und sich zwingend, ernsthaft zu scheinen: 61 Clotilde. Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. M als er nichts vernahm, ging er. Doch kaum hatte er einige Hier muß ein Arzt herzu," sagte der Oberförster, aber ( Nachdruck verboten.) Schritte vorwärts gethan, so stieß er wieder auf das Paar, wo einen finden?" welches ihm vor kurzem begegnet war, und sah dasselbe mit Ich weiß Rath," sagte Theodor. Im Hotel dort an einander ringen; die Frau suchte dem Mann einen Revolver der Allee wohnt der Doktor Langenberg, wir heben die aus der Hand zu winden. Nürdorf war schnell ent- Bewußtlose in den Wagen und fahren sie dahin, der Doktor schlossen. Den Mann mit der linken Hand am Kragen, kann ihr dann den ersten Beistand leisten." mit der rechten Hand an seinen Arm fassen war das Wert eines Augenblicks. Der Maun bog sich rückwärts, erschrocken, als hätte ihn der Böse schon vor der That gepackt, sein Arm hob sich aufwärts und der Schuß ging in die Luft. Rürdorf erfaßte die Waffe und schleuderte sie in den nahen Bach. Er ging weiter und noch ehe die zu Tode erschrockenen Eheleute wieder zur Besinnung gelangten, war Theodor lachend verschwunden. Da sah Rüzdorf den ihm wohlbekannten Polizeirath schnell auf zwei Männer zueilen, die in Wortwechsel begriffen schienen. Er hörte im Vorbeigehen nur unklar etwas von Dieb und Mörder, aber er erkannte deutlich Clotilden und ihren Mann. Er beobachtete von weitem das Paar und sah wie Langenberg mit seiner Frau nach dem Hotel d'Angleterre ging, wo hinein beiden der Polizeirath folgte, mit einem, trotz der Zivilkleidung, kenntlichen Polizisten. Mehrere Male ging Rürdorf vor dem Hotel auf und ab, doch bemerkte er nichts Auffälliges mehr. Er nahm sich vor, später noch einmal hier vorüber zu gehen. An dem Hause, das der Verabredung nach zum Busammenkunftsort bestimmt, stand schon der Wagen. Auch seine Schwester mit ihrem Manne war schon da und drängte zur Heimfahrt. Sie stiegen ein und der Kutscher fuhr die LichtenEr sann hin und her, doch fand er keine Erklärung thaler Allee hinab. Nahe der Brücke hielt er plötzlich die für diesen seltsamen Vorfall, der in ihm bange Besorgniß Pferde an, da er bemerkte, daß ein dunkler Körper den für Clotilden hinterließ, denn sie hatte erschrocken ausge- Weg versperrte. sehen und beim Gehen geschwankt. Da klopfte ihm einer seiner Freunde, der ihn gesucht, auf die Schulter und rief ihm ins Gedächtniß, daß er längst erwartet werde. Hinderniß. liche Gestalt. Der Kutscher sprang ab und sah mit Schrecken das Vor den Hufen der Pferde lag ausgestreckt eine mensch Was giebt's?" frug der Oberförster. " Ach Gott," rief der Kutscher, hier liegt ein weibliches Wesen auf der Straße!" ,, Was sagen Sie!" rief der Oberförster und sprang aus Theodor und seine Schwester folgten. In diesem trauten Kreise mochte es heute lange gedauert haben, ehe man sich trennen konnte; es war schon spät, als Rürdorf ging, um mit seinem Schwager wieder zusammenzutreffen. Von einem Pärchen, welches im heftigen Wortwechsel an ihm vorübereilte, hörte er die Worte: dem Wagen. Mann! Mann! Du wirst doch das nicht thun!" Laß mich, ich habe alles verloren!"" Ja, auch den Kopf, sonst Sie regt sich nicht sie ist todt," sagte der Kutscher würdest Du an Deine Töchter und mich denken." Darauf und drängte die Pferde zurück. verschwand das Paar im Dunkel der Nacht. Rürdorf konnte noch immer den Gedanken nicht los werden, es der Gestalt niedergebeugt, sie athmet noch. Der Kleidung müsse Clotilden ein Unglück zugestoßen sein, er mußte noch einmal am Hotel d'Angleterre vorübergehen. Er stand eine Weile davor, da wurde die Thür geöffnet und Langenberg sah heraus. Rürdorf lauschte noch, ob etwa ein Hilferuf ertönte; Sie ist nicht todt," sagte der Oberförster, der sich zu " Nun gut," sagte der Oberförster, ich steige in den Wagen, ihr hebt sie empor und ich nehme sie ab." Rürdorf faßte an den Armen, der Kutscher an den Knien das vermummte Mädchen an und sie trugen es zum Wagen. Unwillkürlich mußte Rüydorf an den Wintertag denken, wo er die lebensfrohe Clotilde in seinen Armen gehalten, er ahnte in der Dunkelheit nicht, daß er auch jeht Clotilden trug, die in einem Fieberanfalle fortgelaufen und hier bewußtlos zusammengebrochen war. Der Oberförster zog die Ohumächtige in den geräumigen Wagen, legte sie mit dem Gesicht an die Polster und hob ihre Füße auf den breiten Fond. Die Oberförsterin hielt sie und kniete vor ihr, damit sie nicht falle. Die beiden Männer nahnien ihr gegenüber Platz. Der Kutscher wendete um und bald hielt der Wagen vor dem Hotel d'Angleterre. Der Oberförster hatte schon die Wagenthür geöffnet, er stieg aus und ging auf die Hausthür zu. In diesem Augenblicke kam ein Mann herbeigeeilt, der ebenfalls in das Hotel wollte. Verzeihung! Sie wohnen wohl hier, redete der Oberförster den Ankommenden an, kennen Sie den Dr. Langenberg?" " Der bin ich selbst." im " Ach, Herr Doktor, wir haben da eine Ohnmächtige Wagen, wollen Sie nichtWer ist denn die Kranke?" " " Wir kennen sie selbst nicht." " Ich bin hier nicht praktizirender Arzt, ich habe Eile, nach ist es ein Mädchen aus feinem Haufe," fuhr er fort. meine Frau liegt im Fieber. Hier ist ein Fläschchen, reiben Die Oberförsterin faßte nach einem Arm, betastete den Sie der Dhumächtigen mit diesem Aether die Schläfe ein Puls und sagte:„ Sie ist noch warm, sie fann von einer und halten Sie ihr denselben unter die Nase. Ohnmacht befallen; hier umgesunken sein, Hebt sie empor." Aber Herr Dottor-" hier können wir sie nicht liegen lassen." ( Fortsetzung folgt.) I Politische Uebersicht. Berlin, 21. Februar. Heute rufen die Catilinarier den ehrlichen Leuten das Arbeit und der Entgegennahme der fertig gestellten Waaren Quousque tandem! 31. sowie über sittliche Mißstände geklagt, welche im Verkehre der Arbeiterinnen mit ihren Auftraggebern vorkommen sollen. In Fürwahr wir haben es herrlich weit gebracht. allen diesen Richtungen soll die Kommission für Im Reichstag waren gestern die Zuckerleute noch Polizei, Maizeitung und Telephon. In der Straf- Arbeiterstatistik die erforderlichen Ermittelungen unter Vernicht auf ihren Plägen, da die Frage, ob das Zuckergesetz fache wider Redaktion und Verlag der„ Halberstädter nehmung von Auskunftspersonen aus den betheiligten Kreiſen noch vor der Pause berathen wird, erst heut zur Ent- Sonntags- Zeitung" wegen Verbreitung verbotener Schriften vornehmen und über das Ergebniß sich gutachtlich äußern. scheidung kommt. Die Konservativen sollen ihre Mannen(§ 28 des Gesetzes über die Presse) wurde Genosse Friz Der 24. Februar der auf nächsten Montag fällt telegraphisch nach Berlin beordert haben, um dafür zu Stunert heute als Zeuge auf Anordnung des Amtsgerichts ist der 48. Gedenktag der französischen Februar sorgen, daß die Zuckerinteressenten möglichst schnell die hierselbst im Geschäftshause desselben von dem Untersuchungs- revolution, deren Folge in Deutschland die März= 60 Millionen Liebesgabe einftreichen fönnen. Es richter vernommen, nachdem in gleicher Sache bereits früher revolution war. Die Februarrevolution knüpfte an war die Stille vor dem Sturm, welche die Reichstags- ein Dutzend anderer Zeugen geladen waren. Der als Zeuge die Wahlreform- Bewegung an. Unter Louis Philippe war sigung beherrschte. Die Resolutionen der Budget- geladene und mit der üblichen zwangsweisen Vorführung" das Stimmrecht nur ein paarmal hunderttausend WohlKommission betreffs des Dienstalterszulagen- Systems standen bedrohte Genosse sagte unter seinem Eide aus, daß ihm von dem habenden und Reichen ertheilt, die das Monopol zur Verhandlung. Singer hatte eine Zusatz- Resolution natürlich zu ihrer Bereicherung beantragt, durch welche der Reichskanzler aufgefordert wird, genau vor zehn Monaten Geschehenen wenig erinnerlich sei. der Gesetzgebung natürlich die den höheren und mittleren Beamten zugedachten Vor: So viel er wisse, sei die Halberstädter Sonntags- Beitung" ausnutten wie jede herrschende Klasse das thut, die au weder von ihm, noch einem seiner Kollegen im der Klinke der Gesetzgebung" sitzt. Die demokratischen theile auch auf die Unterbeamten auszudehnen. Ebenso Vorwärts" telegraphisch, telephonisch oder sonst Massen forderten Ausdehnung des Stimmrechts, Wahlverlangte Singer, daß allen Beamten bei ihrer Anstellung die Zeit vom Tage des Dienstantritts an als diätarische auf eine Art von der erfolgten Konfiskation der Maifest reform. Und für die Wahlreform wurde auf sogenannten vor dem 27. April 1896 benachrichtigt Reformbanketten agitirt. Dienstzeit angerechnet wird. Wir verweisen auf den Sitzungs- zeitung benachrichtigt Reformbanketten agitirt. Am 22. Februar 1848 wurde bericht, aus dem der Leser ersehen wird, daß die Sozialein für Paris anberaumtes Reformbankett verboten- das Im Laufe dieser Vernehmung wurde die Dede der führte zu Unruhen, die zur Revolution anschwollen und any demokratie wieder einmal allein blieb mit dem Versuch, selben und der Protokollaufnahme insofern unterbrochen, 24. Februar 1848 den Thron des korrupten Bürgerkönigs eine Forderung der Gerechtigkeit zu erfüllen. Konservative, als der Herr Amtsrichter auf einen Punkt zu sprechen fam, wegfegten. Zentrum und Nationalliberale sprachen zwar von ihrem der für weite Kreise nicht ohne Interesse sein dürfte. Er warmen Herzen für die Unterbeamten, zu mehr reichte es machte den Zeugen nämlich darauf aufmerksam, daß das Paris zum Gedächtniß der Februar- Revolution wiederum Nächsten Sonntag und Montag gedenkt man nun in jedoch nicht. Die Resolutionen der Kommission wurden Berliner Polizeipräsidium in der vorliegenden te for mbantette abzuhalten jedoch nicht für angenommen, die weitergehenden Anträge Singer's dagegen Straffache eine dahingehende aftenmäßige Bekundung gemacht Wahl reform, denn die Franzosen haben das allgemeine abgelehnt. Die übrigen Gegenstände wurden im Galopp er habe, daß von der Redaktion des Vor- Stimmrecht und zwar ganz uneingeschränkt( vom 21., nicht - aber für die Ver ledigt. Eine längere Diskussion fand nur bei dem Etat wärts", und zwar durch die Redakteure wie wir erst vom 25. Jahre), des Juvalidenfonds statt. Bei diesem Kapitel kamen die Kunert und Braun über die Beschlagnahme fassungsreform. der Maizeitung vom April 1895 tele= Und wenn die Reformbankette des Jahres 1896 auch alten Klagen der Juvaliden zum Vortrag. Die Regierung phonisch diverse Nachrichten verbreitet nicht so unmittelbaren und schnellen Erfolg haben werden hatte wohlwollende Worte, aber fein Geld für die verlangten Zuschüsse zu den knappen Pensionen. wie die des Jahres 1848, so wird das Ziel: Beseiti parlamentarisch geschulter Redner über das Ohr des hohen" französischen Verfassung doch unzweifelhaft erDaraus ergiebt sich ein naheliegender Vergleich. Wielein gung des Senats und Demokratisirung der Hauses, dem er angehört, zu verfügen pflegt, so findet auch reicht werden. Morgen stehen ein paar Etats, Wahlprüfungen und Petitionen auf der Tagesordnung. worden. worden seien. " " " Das preußische Abgeordnetenhaus setzte am Freitag die der Vorwärts" mit unbedingter Sicherheit bei dem Ber- Bezüglich des Majestätsbeleidigungs- Prozesses zweite Berathung des Etats für Handel und Gewerbeliner Polizeipräsidium Gehör. Der Unterschied liegt freilich fort. In den einförmigen Gang der Debatte, die sich wiederum darin, daß der Parlamentsredner gehört sein will, gegen den Demokrat Dr. Quidde in München wird von der Frankfurter Zeitung" bemerkt, die Staatsanwaltschaft hauptsächlich um die Frage des Fortbildungsschulwesens drehte, während der Vorwärts" keine Vorliebe dafür hat, von sei durch sozialdemokratische Zeitungen auf die inkrimibrachte nur der Nationalliberale von Eynern einige Ab- Unbefugten, insbesondere von dem Hörorgan des Berliner nirten Worte aufmerksam geworden. Leider haben verwechselung, der auch heute einen kleinen Kulturkampf zu entfesseln Polizeipräsidiums verstanden oder mißverstanden zu werden, schiedene unserer Parteiorgane eine Münchener Korrespons suchte. Er warf dem Zentrum vor, daß es die Einführung wenn er telephonische Privatgespräche mit Freunden oder denz aufgenommen, die allerdings betreffs der Rede des des Religionsunterrichts in Fortbildungsschulen nur zur Bekannten hat. Förderung des konfessionellen Streites wünsche und daß Herrn Quidde recht ungeschickte Wendungen enthielt. es bei der letzten Stich wahl in Dortmund für den Welcher Art mag das polizeiliche Hörorgan sein? Eine Absicht der Denunziation hat aber selbstsozialdemokratischen Kandidaten gestimmt habe. Die National- Betreffs der Verhältnisse der Arbeiterinnen in der Wäsche- verständlich nicht vorgelegen. Und der Verfasser jener liberalen fönnen offenbar den Schmerz über die Entfernung fabrikation und Konfektionsbranche hatte der Staatssekretär des Korrespondenz würde es gewiß selber am allerlebhaftesten des Herrn Möller aus dem Reichstage nicht verwinden, sonst Junern im Reichstage mitgetheilt, daß Maßregeln zur Besserung bedauern, wenn er den Prozeß veranlaßt hätte. Das ist würde der Abg. Eynern nicht bereits zum zweiten Mal in dieser der in diesen Betrieben bestehenden Zustände in der Vor- jedoch nicht anzunehmen, fanden die Aeußerungen doch Session im Abgeordnetenhause die Dortmunder Wahl zur Sprache bereitung begriffen seien. Es besteht nun, wie die amtliche in Gegenwart der Polizei statt was obendrein auch den gebracht haben. Wie früher, so unterstügte auch diesmal fein Berliner Korrespondenz" mittheilt, zunächst die AbFreund Dr. Sattler diese Ausführungen. Namens des ficht, in Ausführung des§ 154 Absatz 3 und 4 der Ge- unserer Meinung nach ganz harmlosen Charakter jener Zentrums gab Abg. Dasbach die Erklärung ab, daß die werbe Ordnung die Vorschriften der§§ 135 bis 139 b Worte und jedenfalls die Abwesenheit einer beleidigenden Zentrumspartei in Dortmund Wahlenthaltung proklamirt habe, über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Absicht erweist. da die dortigen Nationalliberalen furz vorher das Zentrum be- Arbeitern, welche gegenwärtig nur für Fabritbetriebe gelten, auch schimpft hätten; im übrigen sei nicht nachgewiesen, daß ein Mit- auf die Werkstätten zur Anwendung zu bringen, in denen die Die Straffammer zu Me 13 in Lothringen verurtheilte in ihrer Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozesse. glied des Zentrums für Lütgenau gestimmt habe. Nach diesem Anfertigung von Kleidern oder Wäsche stattfindet. Sodann ist Sigung vom 18. d. M. zwei Italiener, den 45jährigen Zwischenfall wurde die Etatsberathung wieder aufgenommen, der Kommission für Arbeiterstatistik die Aufgabe gestellt worden, Maurer Dominit Gasparini, geboren in Martinengo und zur Sie die am Sonnabend fortgesetzt wird. Auf der Tagesordnung mit thunlichster Beschleunigung über die Lage der Arsteht noch der Etat der Eisenbahnen. Zeit in Kreutlingen wohnhaft, und den 36jährigen Arbeiter beiterinnen in der Konfektionsbranche und der Wäschenäherei Bugole, geboren in St. Bortelo und zur Zeit in Roßlingen näher aufzuklären. Quousque tandem! Wie lange noch soll es ge- Bekanntlich beschränken sich, schreibt die„ Korrespondenz", wohnhaft, wegen Majestätsbeleidigung zu 6 bezw. 9 Monaten geduldet werden! rief vor faft 2000 Jahren der Römer die neuerdings laut gewordenen Beschwerden nicht nur auf die Gefängniß. Beide Bergehen wurden in Wirthschaften begangen. Cicero dem Verschwörer Catilina und den catilinarischen übermäßig lange Dauer der Arbeitszeiten, sondern betreffen auch In Frankreich hat sofort nach Ablauf des FaschingsExistenzen zu, die nuter dessen Führung das römische Reich eine Reihe anderer in den betreffenden Betriebszweigen hervor friedens" der politische Kampf wieder begonnen. In der in ihre Gewalt bringen wollten, um es auszuplündern. getretener Mißstände. Jusbesondere wird darüber Klage geführt, Deputirtenkammer erhielt das Ministerium, welches seinen Heute ruft die„ Kreuz- Zeitung" das Quousque tandem! baß die gesundheitlichen Verhältnisse in den Werkstätten Standpunkt konsequent und fest vertrat, eine noch größere und in den Wohnräumen der Heimarbeiterinnen ungünstig den Sozialdemokraten zu, weil sie die Krebsschäden unserer feien und hierdurch nicht allein die Gesundheit der Arbeiterinnen Majorität als in der vorigen Woche. 309 gegen 185 modernen Gesellschaft ausbrennen und die Ausplünderung geschädigt werde, sondern auch eine Gefährdung der Gesundheit Stimmen gaben ihm ein Vertrauensvotum; und auch der der ehrlichen Leute durch die Catilinarier verhindern wollen. des Publikums herbeigeführt werden könne, welches die unter Justizminister, der sich den besonderen Haß der„ Honneten" Es ist die verkehrte Welt. Was Catilina und seine so ungünstigen fanitären Verhältnissen hergestellten Waaren zugezogen hatte, bekam für sich persönlich eine, wenn auch Catilinarier vor 2000 Jahren gewesen, das sind heute in Gebrauch nehme. Ferner wird geltend gemacht, daß nicht ganz so bedeutende Majorität.( S. unter Frankreich.) die Herren Agrarier, die in Hammerstein noch heute das System der Zwischenmeister, durch deren Ver- Der Senat scheint etwas eingeschüchtert zu sein. Er ihren Parteiführer hätten, wenn die spießbürgerliche Moral mittelung in der Konfektionsbranche die Ueberweisung der hat auf ein weiteres Tadelsvotum verzichtet. Die Trauben zu geschehen pflegt, empfindliche Lohnkürzungen und nicht noch so viel Macht befäße, daß die Staatsanwalt- Hebervortheilungen für die Arbeiterinnen mit sich bringe. End- hängen zu hoch. lich wird nicht nur über die geringe Höhe der Löhne, sondern Ans Afrika kommen überaus ungünstige Nachrichtent vielfach auch über Unregelmäßigkeiten und Verzögerungen bei für die Italiener. Die wenigen Eingeborenen, die es bisher der Lohnzahlung, über Weiterungen bei der Aushändigung der noch mit Baratieri hielten, faigen an abzufallen. Menelik -- das wird jetzt offiziell zugegeben hat die italienischen schaft sich ins Mittel legen mußte. Bor 2000 Jahren wurde das Quousque tandem! den Catilinariern zugerufen. " " Kunst und Wissenschaft. Diese neue Entdeckung des Herrn Narkivicz ist nun keines- Stellungen umgangen; und die italienische Armee wegs neu, sondern bereits in den fünfziger Jahren von v. Reichen ist in Gefahr, abgeschnitten zu werden. Gerhart Hauptmann soll an einem dramatischen Märchen bach gemacht worden. v. Reichenbach nannte diese Ausstrahlung Die v. Reichenbach nannte diese Ausstrahlung Die telegraphische Verbindung telegraphische Verbindung mit der Küste und arbeiten. Od und glaubte sie auf magnetischen Ursprung zurückführen zu aus Italien ist bereits unterbrochen. Wenn nicht Theaterchronik. Vom fgl. Opernhause ist eine neue müssen. Seine Experimente, auf die ich hier, um den Raum ein Wunder geschieht, erscheint eine schwere Kataaweiaftige Oper ,, Das Glockenspiel" von J. Ulrich, dem( französi- des Vorwärts" nicht zu sehr Vorwärts" nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen, strophe unvermeidlich. Die Italiener zählen gegent eingehen will, unternahm schen) Komponisten der Oper" Der Lotse", die im vorigen Jahre nicht näher er in einem 30 000 attive Truppen ohne die Eingeborenen, in der Charlottenburger Flora aufgeführt wurde, zur Aufführung absolut dunklen Zimmer; und schon nach furzem Aufenthalt in angenommen worden. Der Text der im Französischen„ Le demselben konnten empfängliche Personen Lichterscheinungen oder auf die kein Verlaß mehr ist. Das ist eine ziemCarillon" genannten Oper ist von P. Gheuft und J. Méry) ver- odische Ausstrahlungen, wie sie von Reichenbach nannte, ver- lich bedeutende Streitmacht, aber sie soll sehr schlecht faßt und von Bolten- Bäckers ins Deutsche übertragen. Ein nehmlich an den Extremitäten und dem menschlichen Haupte ausgerüstet sein. Gegen 10 000 Mann sind als Verstärkung Staatsstreich", eine neue Bearbeitung des Scribe'schen Lustspiels wahrnehmen. Aus letzterer Thatsache leitet v. R. die Hörner des unterwegs, sie können jedoch vor der Entscheidung kaum Minister und Seidenhändler" von Ayel Delmar, ist von der fgl. Moses und auch den Heiligenschein ab. Da aber nicht jeder auf dem Kriegsschauplage eintreffen. Die Crispi Generalintendang für das Schauspielhaus zur Auf- Mensch, sondern nur sogenannte sensitive Personen, unter denen Presse gesteht ein, daß die Lage gefährlich ist; und man führung angenommen. Im Deutschen Theater er sich allerdings Mediziner, Chemiker, Naturforscher u. s. w. glaubt allgemein, die Regierung sei im Besiz weit scheint Ernst von Wolzogen's Lumpengesindel" diefen Sonn- befanden, diese Lichterscheinungen wahrnehmen konnten, so wurde. tag zum ersten Male in einer Nachmittags- Borstellung. v. Reichenbach's Entdeckung von den Zunftgelehrten ignorirt, schlimmerer Nachrichten, als sie veröffentlichen läßt. Und -in echt Bismarc'scher Weise Das Berliner Theater hat die Aufführung der neuesten verlacht, seine diesen Gegenstand behandelnden„ Od- Magnetischen schon beginnt Herr Crispi dramatischen Dichtung von Wilbrandt, Hairau", die für den Briefe" auf den Index gefeßt; ja Herr Dubois- Reymond erklärte die Verantwortlichkeit für die afrikanische Expedition, März geplant war, im Einverständniß mit dem Dichter hinaus- v. Reichenbach sogar feierlich für verrückt. geschoben. Hairau" wird mit Herrn Sommerstorff in der Titel. Dies hat nun aber alles nicht die feststehende Thatsache aus rolle voraussichtlich erst im Herbst d. J. in Szene gehen. Der der Welt schaffen können; im Gegentheil ist es jetzt der Wissen Richter von Balamea" ist von der Generalintendanz der Hof- fchaft gelungen, den exakten Beweis für die v. Reichenbach'sche theater dem Neuen Theater für das Baumeister- Gastspiel frei- Entdeckung zu erbringen, den Beweis, der v. N. nur Kuba. Die Vereinigung der Heerhaufen von Gomez gegeben worden. Das Gastspiel des Künstlers wird am 2. März vollkommen gelungen war, denn auch er hatte versucht, und mit der Aufführung dieses Stückes eröffnet werden. Das theilweise mit Erfolg, diese Ausstrahlungen auf der Platte zu und Maceo wird jetzt auch von den Spaniern offiziell zu Belle Alliance Theater veranstaltet heute, Sonn- fixiren. Auch die Röntgen'sche Entdeckung läßt sich sehr gut gestanden. Die Insurgenten dringen immer weiter vor abend, abends 8 Uhr, eine Boltsvorstellung unter Regie des mit der vor langen Jahren von v. R. gemachten vereinbaren, auch nach den spanischen Berichten- obgleich auch Herrn Türk; es tommen Schiller's" Räuber" zur Aufführung. wie Dr. Karl du Prel im letzten Heft der Zukunft" sehr spanische Berichte vorliegen, die zum 20. Male- den Sonntag Nachmittag geht, ebenfalls als Wolfsvorstellung, Wilhelm treffend nachweist, nur daß er zum Schluß seiner rein fachlichen Tod des Insurgentenführers Maceo melden. Inzwischen Tell" in Szene. An dem Ferdinand Freiligrath gewidmeten Ausführungen wieder fein unvermeidliches offultistisches SteckenDichterabend, den das Schiller Theater im Bürgerfaale pferd reitet. Indem ich für diejenigen, welche sich näher sind auch schon wieder diplomatische Zerwürfnisse zwischen des Rathhauses Sonntag, den 23. d. m. veranstaltet, wirten als informiren wollen, auf diesen Artikel verweise, gestatte ich mir Spanien und Kuba anläßlich der Blokade eingetreten. Wir Sängerin Fräulein Jeanne Golz, als Sprecher Fräulein Grete zum Schluß nur noch eines fleinen Poems Erwähnung zu stehen augenscheinlich am Anfange des Endes. Meyer und die Herren Ewald Bach und Paul Pauly mit, den thun, welches im letzten Heft der Münchener Jugend" vereinleitenden Vortrag hält Adalbert von Hanstein. Der nächste öffentlicht wurde und in dem es am Schlusse heißt: " Dichterabend wird Paul Heyse gewidmet sein; den einleitenden Vortrag wird Dr. Eduard Engel halfen. " Und Dubois- Reymond ist blamirt; Hört wieder mit Verdruß, Daß sich ein Forscher niemals schiert Um Ignorabimus. Nicht folget ihm, wer geistig jung Des Wissens Schätze mehrt. Drum fort mit allem, was den Schwung Des Jugendmuths beschwert." die sein ureigenstes Wert ist, auf andere zu schieben. Das wird ihm freilich nichts nützen; die Wahrheit ist zu bes kannt, und eine Niederlage in Afrika wird ihn auch ihren Rückschlag ausüben. ** Deutsches Reich. - Der Kaiser hat bei dem Fefteffen der Mitglieder des brandenburgischen Provinziallandtages eine recht bilderreiche Rede gehalten: Röntgen Reichenbach Narkivicz. Uns wird von einem Leser geschrieben: Durch die Presse geht( auch von uns er Als er im Herbst vorigen Jahres das Meher Schlachtfeld bea wähnt. Red.) eine Notiz, wonach am Sonnabend Nachmittag suchte, habe er im Geifte die Kompagnien und Regimenter der im Hotel Continental der russische Staatsrath von Narkiviczalten Märker" geschaut, wie sie vorüberzogen, ihren blutigen Jodko( Mitglied und Mitarbeiter des kaiserlichen Instituts für Lauf verfolgend. Und da ist mir zum ersten Male die experimentelle Medizin in Petersburg) hochinteressante Mitvolle Größe der That, die Die Mark für ihren theilungen über neuere Entdeckungen auf dem Gebiete der König im großen Kriege gethan hat, gethan hat, flar geworden, Elektrizität, Physiologie und Elektrotherapie gemacht hat. Die Redaktion giebt diese zuschrift lediglich ihres inter- und in meinem Herzen regte sich das Gelübde, daß für Dieser furzen Notiz nach handelt es sich um elektrische Aus- effanten Inhalts wieder, ohne daß sie sich anmaßt, auf dem die Leute, die solches haben thun können, nichts zu hoch, nichts firahlungen des menschlichen Körpers und deren photographische hier betretenen schwierigen Gebiete irgendwie Partei zu erzu viel sei, als daß es ihr Markgraf thun müßte, um sich bei Aufnahme. greifen. hnen zu bedanken." Dann wandte sich der Kaiser der Rede der 11 11 3 denken: " " Der Anblick des besiegten Feindes, der Anblick der tausende von den Edelsten und Besten, die im Kampfe gefallen und als Leichen das Schlachtfeld bedecken, die Erinnerung an die Seufzer und Schmerzensrufe der Verwundeten, an die Feuersgluth lodernder Häuser, an all' die Ruinen, an all' Die zertretenen und zerstampften Fluren, welche das Gefolge des Krieges find, laffen, so schreibt er in seinem letzten, die Sedan feier streifenden aftenbriefe, in dem warmfühlenden Christen herzen eine vollständige, ungetrübte Festesfreude nicht recht auftommen." Es giebt eben verschiedenes Christenthum! Desterreich. " werden. 1903 " " Der Streit wird hierdurch für beendet erklärt. Die Fünfer Kommission wird für die Folge mit der weiteren Vertretung der Interessen der Arbeiter und Arbeiterinnen beauftragt." Interessen der Arbeiter und Arbeiterinnen beauftragt." Eröffnungsfeier des Nordostsee- Ranales zu:„ Als sich die Vorgehens Ricard's mit der allgemeinen Politik. Nehmen Sie fich Hohenzollern" der Einmündung des Kaiser Wilhelmkanals näherte, in acht. Sie lassen sich vom lärmenden Theil der Kammer fortwar die Nacht im Verschwinden. Ein schweres Gewitter stand über reißen, der einen Durchsichts- und Umwälzungsfeldzug beginnen uns und Blik und Donner wechselten rasch miteinander ab- will, schüßen Sie die öffentliche Ordnung, morgen ist es dazu ein gewaltiges Schauspiel! Es schien die Natur in großer Auf- vielleicht zu spät. Bourgeois:" Ich erkläre mich mit Ricard ver- Im Kösliner Hof war auch diesmal, wie immer regung zu sein. Da ein solches Gewitter die Eröffnung, ja die bunden, der den Ministerrath von der Rechtmäßigkeit seiner Hand- während der Lohnbewegung der Saal mitfammt den Gallerien ganze Feier in Frage stellen konnte, regte sich doch die Besorgniß lungen überzeugt hat. Wir lassen uns von niemand fortreißen und dicht gefüllt. Etwa 1000 Personen, fast ausschließlich Frauen in meinem Herzen, ob uns auch dies gelingen möge. Denn bleiben unserm Programm treu. Wir haben das Eigenthum und die und Mädchen waren anwesend. Timm hatte das Referat und es war das große Wert, welches mein Herr Großvater an- Ruhe der Straße zu schüßen gewußt und werden es weiter thun. führte etwa folgendes aus: Wir stehen jetzt etwa 14 Tage im gefangen hatte, welches unter den Augen der gesammten Welt der Vor dem Senat fönnen wir uns nicht beugen, so lange die Kampf. Heut liegen Ihnen die Abmachungen der letzten Tage zur Vollendung entgegenging, und eine angst erfüllte Bitte Kammer uns das Gegentheil befiehlt." Ribot: Welchen Zweck Entsaeidung vor, über die Sie, wie ich hoffe, mit der gewohnten rang sich aus meinem Herzen, ob der Himmel uns wohl ein bat Ihr neuliches Berufsgenossenschafts- Gesetz? Sie liebäugeln Ruhe verhandeln werden. Es ist hier ein Flugblatt gegen die guadenreiches 3eichen geben würde, und ob es uns be- mit den Sozialisten." Bourgeois:„ Wir suchen die Arbeiter Beendigung des Streits verbreitet worden, welches von einer schieden sein würde, den schönen Tag zu erleben? Die Bitte schaft zu versöhnen." Ribot: Ihre Politit führt nothwendig Seite ausgeht, die sich bis jetzt weder an den Kämpfen noch an wurde erbört; als die Hohenzollern" in den Kanal einlief, zur Ohnmacht und zu gefährlicher Erregung." Sarrien be- den Geldopfern zum Streit betheiligt hat. Wir sind uns bewußt, stieg die Sonne strahlend aus dem Gewölf empor. Nun, meine antragt folgende Tagesordnung: Die Kammer bestätigt ihre die Interessen der Arbeiter in vollstem Maße gewahrt zu haben. Gs Herren", fuhr der Kaiser unmittelbar nach dieser Erzählung fort, Abstimmung vom 18. Februar, erneuert der Regierung den Aus- war von Anfang unserer Bewegung an unser Bemühen, auf frieddas ist das Fazit, das wir aus den vergangenen 25 Jahren druck ihres Vertrauens und geht zur Tagesordnung über." lichem Wege unsere Forderungen durchzusehen, und erst als die gezogen haben; dies ist der Rückblick. Nun erwächst Bourgeois verlangt die verlangt die Annahme dieser Tagesordnung. friedliche Erreichung unserer Forderungen unmöglich war, aber auch für uns die Pflicht für die Zukunft. Das, Poincaré:„ Sie verstecken die Sonderangelegenheit Ricard's hinter wurde der Generalstreit erklärt. Db unsere Gegner recht was wir erlebt, das, was geschehen, verdanken wir doch nur ihrer allgemeinen Politit. Sie haben Angst vor einer offenen Ab- haben, wenn sie behaupten, wir hätten in frivoler Weise dem großen Kaiser Wilhelm und seinem Gott- ftimmung." Bourgeois:„ Ich möchte Herrn Poincaré doch bitten, den Streit angezettelt, das mögen Sie selbst beurtheilen. vertrauen. Die ganze Feier, die sich im letzten Jahre ab- Ausdrücke, wie Angst haben, nicht anzuwenden. Sie beleidigen mich Wir haben den Vorschlägen, die uns gemacht wurden, deshalb gespielt hat, gipfelte nur in der Berherrlichung dieser persönlich; wenn Sie selbst teine Angst haben, so beantragen Sie doch zugestimmt, weil wir der Meinung sind, daß geradezu heilig gewordenen Persön offen einen Tadel gegen Ricard." Lafferre:" Ich beantrage, der wir gegenwärtig nicht mehr erreichen konnten. lichkeit." Sarrien'schen Tagesordnung den Saz anzufügen: Die Kammer Auch die Konfettionäre erklärten uns vor dem EinigungsDen Schluß der Rede bildete ein Appell an die deutschen bedauert das Eingreifen des Siegelbewahrers in den Gang der amt, daß sie den Streit noch einige Wochen aushalten könnten. Auch Frauen, speziell die Märkerinnen, die stets eingedent fein Rechtspflege.". Die Kammer beschließt mit 283 gegen 238 Stimmen das mußte unsererseits berücksichtigt werden. Der Redner schil mögen, daß sie uns eine brave, tüchtige Generation junger zuerst über Sarrien's Tagesordnung abzustimmen. Sie nimmt dort die Verhandlungen vor dem Einigungsamt, und verliest die Märker voll Gottvertrauen und Zuversicht heranbilden helfen." dann diese, also eine Vertrauenstundgebung für die Regierung, dort erfolgten Abmachungen, die auch von den Anhängern der mit 309 gegen 185 Stimmen an und lehnt Lafferre's Zusatz, die sog. raditalen Richtung der Kollegen( Kulick und Frau Der Erzbischof von München Freising Zadelsfundgebung gegen Ricard allein, mit 279 gegen Gubela) mit beschlossen feien. scheint über die Kriegserinnerungen weniger enthusiastisch zu 234 Stimmen ab. Von den Zwischenmeistern wurde uns gesagt, daß viele Arbeiterinnen sich gar nicht am Streit betheiligten, und daß sie selber fich England. dem Streit nicht anschließen könnten. Man müßte ein - Im Unterhause wurde die englische Re- schlechter Vertreter der Arbeiter sein, wenn man all diese gierung gefragt, ob sie es abgelehnt habe, mit Deutsch- Gründe bei der Entscheidung nicht berücksichtigen würde. land gemeinsam für die Förderung eines internationalen Unsere Organisation ist bisher von den Kollegen in3abkommens dadurch zu wirken, daß sie die indischen arg vernachlässigt worden, daher waren die Geldmittel Münzstätten dem Silber wieder eröffnete. Der erste Lord des im Hinblick auf die große Menge der Streifenden nur Schatzes Balfour erklärte darauf, das Gerücht sei nicht wahr, da knapp. Wenn auch viele Kollegen und Kolleginnen Deutschland der englischen Regierung in betreff eines inter- in anerkennenswerther Weise auf Unterstüßung verzichtet haben, nationalen Münzabkommens nicht näher getreten fei, so hätten wir doch nach ungefährer Schäßung diese Woche etwa und daß die englische Regierung gern gemeinsam mit der 30 000 m. und nächste Woche 45 000 m. gebraucht. Der indischen Regierung die Frage der Wiedereröffnung der indischen Verfasser des hier verbreiteten Flugblattes, der fich fo Bei der ersten Lesung der Wahlreform: Münzftätten in Erwägung ziehen würde, wenn eine solche Maß radikal geberdet und sich vermaß, in unsere Bewegung Vorlage erklärten die parlamentarischen Vertreter aller Parteien regel sich im Interesse einer Währungsreform als praktisch einzugreifen, hat bis jetzt nichts weiter für den Streik ihre grundsätzliche Uebereinstimmung mit der Regierungsvorlage. erweise. Das stimmt nicht recht mit den Erklärungen, die von gethan, als 23,30 M. gesammelt. Wenn Sie, verehrte Kollegen, Nur die Jungczechen und der radikale Ruthene Romanczuk ver- der deutschen Regierung abgegeben sind und wird von unseren heute beschließen, daß Sie weiter streiken wollen, so muß ich hielten sich als unbedingte Anhänger des allgemeinen Stimmrechtes Bimetallisten voraussichtlich wieder nach Kräften ausgeschlachet Ihnen sagen, daß Sie es auf Ihre Kosten thun müssen, denn es ablehnend. Aus verschiedenen Erklärungen ging, wie die„ Boff ist nicht genug Geld vorhanden; und da wir troy aller Bemühungen 3tg." meldet, hervor, daß wesentliche Aenderungen nicht Der Bericht des Handelsamtes über auch nicht mehr herbeischaffen können, so dürfen wir, um durchzubringen wären und daß das Beharren auf Aenderungen Streits und Arbeitssperren ist nunmehr ver- die große Menge der Unterstützungsgesuche zu berücksichtigen, das Zustandekommen der Wahlreform mit der erforderlichen öffentlicht worden. Die Streits und Arbeitssperren des Jahres auch die Weiterführung des Streits nicht empfehlen. Unsere Er Zweidrittelmehrheit vereiteln würde. Einige Tiraden des Minifiers 1894 haben den Vereinskassen der englischen Arbeiter 1 120 000 M. folge find groß genug, wenn wir bedenken, daß wir diese mit Falkenhayn, der von der Nothwendigkeit, zu Gott zurückzukehren, gekostet. Die Arbeitgeber verloren die Zinsen eines Kapitals einer nahezu unorganisirten Masse errungen haben. Da unsere sprach, wurden von dem Antisemiten Lueger in sehr schneidiger von 180 000 000 m., welches brach lag. Die Einigungs- und Vereinbarungen noch nicht endgiltig sind, so ist es Sache der Orgaund eindrucksvoller Weise zurückgewiesen. Man soll mit dem Schiedsgerichte haben 1894 1365 Arbeitsstreitigkeiten geschlichtet, nisation, für die Zukunft mehr zu erringen. Redner schildert nun die Worte Gott", sagte Lueger, nicht spielen." Würde der Herr so daß es nicht zur Niederlegung der Arbeit kam. Verhandlungen über die Einigung in der Damenmäntel- Ron gott auf der Erde erscheinen und in das Haus der fettion. Anfangs wollten die Konfektionäre die Fünfer- Kommission Abgeordneten gewählt werden, so würde er gewiß nicht nicht anerkennen, nach Ausbruch des Streits luden sie uns aber dem Hohenwartklub als Mitglied beitreten.( Lebhaite doch ein. Hätten wir die Abmachungen nicht angenommen, so wäre die Heiterkeit.) Aber auch der vereinigten Linken würde Gegenpartei einfach über uns hinweggegangen. Wir sind mit dem unser Herrgott nicht beitreten." Präsident:" Das verlegt größten Opfermuth in den Kampf eingetreten und haben denselben unsere Gefühle!"( Gelächter bei den Antisemiten.) Lueger: An die Arbeiterschaft Berlins. Die außerordentliche Eindruck auf die weitesten Kreise machen, wenn wir auf Es würde jetzt einen günstigen nach besten Kräften geführt. Nein, er würde der Linken nicht beitreten!" Präsident: " Bitte, nicht in dieser Weise fortzufahren, weil das die Ausdehnung, welche der Kampf in der Konfektionsbranche grund der gemachten Vorschläge heute den Frieden schließen. Gefühle der Gläubigen verlegt." Lueger:" Ich muß mich angenommen hat und der Umstand, daß bei den erbärm- 3war haben wir nicht alles erreicht, was wir gefordert haben, dagegen verwahren, daß man den Gottesglauben mit lichen Löhnen der Arbeiter dieselben sofort unterstützt aber die Schuld daran ist vor allem denen zuzuschreiben, die Bestrebungen von Junkern identifizirt.( Beifall bei den Anti- werden mußten, und der weitere Umstand, daß es bisher der Organisation fern standen.( Lebhafter Beifall.) semiten, Widerspruch im Zentrum.) Es ist nicht zulässig, In der Diskussion sprachen 6 Redner für die Weiteraß der Glaube an Gott in Verbindung gebracht wird bei Ausbruch des Kampfes An allen Baar: führung des Streiks. Sie bemängelten den zu niedrigen mit dem Wahlrechte des Großgrundbesizes, mit Privilegien mitteln fehlte, der hat es nothwendig gemacht, daß Lohnzuschlag, manchen Meistern schon einzelner Klaffen. Wenn das geschieht, so muß die Lauge des die Fünfer Kommission Darlehen aufnehmen mußte. Anfang des Streits gewährt worden sei, auch erklärten Spottes über diese Leute ausgegossen werden, damit man weiß, Die Deckung dieser Schulden ist Ehrensache sie, ohne Unterstützung weiter streiken zu wollen. Die Stimmung den daß dies ein Mißbrauch Gottes wäre. Wäre Jesus Christus der Versammlung schien zunächst zweifelhaft, da eintretenden Rednern heute wieder unter uns, er würde zwar nicht gekreuzigt werden, wir richten deshalb an die Arbeiterschaft das Ersuchen, für Fortsetzung des Streits aber der Staatsanwalt würde ihn um dieser die Sammlungen auch jetzt nachdem der Streik beendet ernster, zum theil ironischer Beifall gespendet privilegirten Klassen willen wegen gewiffer ist, noch fortzusetzen und die eingehenden Gelder an die Stand der Dinge dargelegt hatte, wurde die Resolution mit allen wurde. Nachdem aber Timm nochmals eingehend den Reben einsperren.( Erneuter Widerspruch. Beifall bei bisherigen Adressen abzuliefern. den Antisemiten.) gegen 6-8 Stimmen angenommen und die Versammlung mit Die Fünfer- Kommission. einem begeisterten Hoch auf die Arbeiterbewegung geschloffen. Frankreich. In einer Reihe öffentlicher Versammlungen hat sich Denselben zustimmenden Verlauf nahm die Versammlung Ueber die Donnerstagsihung der Deputirtens fammer entnehmen wir der Bossischen Beitung" folgenden die große Mehrzahl der Arbeiterschaft der Konfektion im Lokal Süd- Ost, Waldemarstraße, in der Frau Reimann referirte und die Resolution mit großer Majorität angenommen Bericht: mit den Ergebnissen der Einigungsverhandlungen ein- wurde. Auch in in Sanssouci, in der A. Scholz Nach Erledigung eines unwichtigen Punktes begründete verstanden erklärt und sich für Beendigung des Streiks sprach, gelangte die Versammlung zu demselben Schluß. Chanden seine Anfrage über die Widersprüche des Justizministers ausgesprochen. In ein paar Versammlungen suchten zwar Referat des Genossen Pfeiffer, dem sich eine sehr lange DisIm Prater, Raftanien- Allee, beschloß man nach einem Ricard. Ich bin", sagte Chandey, kein Gegner der Neuerungen, Referat des Genossen Pfeiffer, dem sich eine sehr lange Dis welche die Regierung plant; ich habe sie bisher unterstützt. Auch unberufene Elemente dadurch im Trüben zu fifchen, tussion anschloß, den Streit in der Damenkonfektion aufzuheben, ich will Aufdeckung aller ergernisse und Bestrafung aller Schul- daß sie Beschlüsse für Weiterführung des Streiks pro- aber den Ausstand in der Herrenkonfektion fortzusetzen. digen, welchen Ranges fie auch seien, aber ich will teine Verdächti- vozirten ein Versuch, der vereinzelt auch gelang. Wir Dagegen wurde in den Versammlungen Swinemünder gung Unschuldiger und feine Ungefeßlichkeiten in der Rechtspflege. müssen den Herren natürlich die volle Verantwortung Gesellschaftshaus, bei Gründel, Brunnenstraße, und Die Kammer hat vorigen Donnerstag der allgemeinen Politit für ihre Beschlüsse zuschieben. Die Fünfer- Kommission, solution abgelehnt und die Fortseßung des Streits beschlossen. bei Nieft, Weberstr. 17, nach heftiger Diskussion die Re des Kabinets ihr Vertrauen ausgedrückt, heute handelt es sich aber nicht um die allgemeine Politik, sondern darum, ob der deren Haltung im ganzen bisher von der In Joël's Festsalen referirte Frau v. Gyzicki Justizminister in den Gang der Rechtspflege eingegriffen hat. drückenden Mehrheit der interessirten und or- und befürwortete in der ihr eigenen ruhigen und fachlichen Das aber hat er gethan, wie aus seinen Anweisungen an den ganisirten Arbeiter gebilligt worden ist, wird auch Weise die Annahme der vorstehenden Resolution. Die Anarchisten obersten Staatsanwalt und den Untersuchungsrichter hervorgeht." waren in dieser Versammlung sehr zahlreich erschienen und so war Justizminister Ricard:„ Ich habe den Fall Rempler schon viermal für die Folge mit aller Entschiedenheit, aber auch unter es gelungen, daß Herr Landauer zum Vorsitzenden der Versammlung dargestellt; ich bin bereit, es so oft zu thun, wie Sie wünschen. klarer Beurtheilung der Sachlage handeln. Wir lehnen gewählt wurde. Derselbe empfahl eine Gegenresolution zur Mir war von der Kammer die Pflicht auferlegt, die Südbahn- es aber ab, für die Handlungen und daraus resultivende Annahme, nach welcher sich die Anwesenden veruntersuchung zu einem Ergebnis zu bringen. Bis Gude 1895 Folgen unsinniger Schreier mit verantwortlich zu sein. pflichteten, weiter au streifen. Das Wort führten dann war eigentlich nichts geschehen. Gewisse Gerichtspersonen haben auch in der Diskussion fast ausschließlich einige Anarchisten. zu Bertrauten ihrer Amtsgeheimnisse Politiker genommen, die Was bisher nicht erreicht wurde und zu erreichen war, mit welchen Phrasen herumgeworfen wurde, mag der Ausspruch zugleich ihre Verwandten sind; das ist ungehörig. Ich soll Regel- kann nur durch die geschlossene und zielbewußte Thätig- eines Reduers bezeugen, der den Arbeitern empfahl, weiter zu widrigkeiten begangen haben, solche bestehen aber nicht. Lepoittevins keit der Organisation erreicht werden. ftreifen, auch wenn sie vor die Achtmillimeter getrieben würden. Ernennung erfolgte genau nach dem Herkommen. Einen Troß der Bemühungen einiger ruhiger Elemente triumphirten Brief Rempler's habe ich nie erhalten; von einem Einspruch die anarchistischen Maulhelden und brachter ihre Resolution zur Annahme. Ueber die Versammlungen, welche in Ahrens' Brauerei sowie in Riydorf und bei Pafter abgehalten wurden, war am Schlusse unseres Blattes ein Resultat noch nicht eingegangen. hatte in den die 100 Meridionalbahn da Die Lohnbewegung in der Konfektions- Industrie. = Die Fünfer- Kommission. und Ertheil von am zun Remplers erfuhr ich nichts. Deramel:" Es giebt in Paris schon Nachdem die Grundlagen der Beilegung des Streiks für die 27 Unterfuchungsrichter, wozu haben Sie einen achtundzwanzigften Herrens und Knabenkonfektion am Mittwoch vor dem Einigungsernannt? Jaurès: Für Panama allein wären 104 erforderlich. amt, die der Damen- und Kindermäntelbranche dagegen durch freie ( Gelächter.) Ricard: Um Ihnen zu zeigen, wie Rempler Bereinbarung zwischen den Kommiſſionen der streitenden Theile festseine Untersuchung geführt hat, nur eine Thatsache. Er gelegt worden sind, haben gestern Nachmittag die Arbeiter und Tante Voß und das Proletariat der KonfektionsDepartements, Arbeiterinnen in elf großen Versammlungen auch ihrerseits sich liegt, noch feine einzige Bernehmung veranstaltet. Rempler's mit den Resultaten der Kommissionsverhandlungen beschäftigt. induftrie. Für die streitenden Schneider und Schneiderinnen Brief an den Staatsanwalt ist mir erst nach Lepoittevins Er Die Versammlungen verliefen zum theil recht stürmisch, der Konfektionsbranche war der Bossischen Zeitung" von einem nennung befannt gemorden; er hätte aber feinen Einfluß auf in fast allen eine heftige Opposition gegen die Herrn ein Geldbetrag zugesandt worden. Die Expedition schickte In allen Ver- jedoch das Geld mit dem Bemerken zurück, daß für diesen meine Entschließung gehabt, auch wenn ich ihn früher gekannt Beendigung des Ausstandes gemacht wurde. ES hätte. Die Ueberwachung von Untersuchungen fasse ich als meine Sammlungen vertheilten Anhänger der Anarchisten ein von Herrn 3 weck Gelder nicht angenommen würden. Amtspflicht auf; sie ist fein unerlaubter Eingriff in den Gang Landauer unterzeichnetes Flugblatt. Zur Beschlußfassung lag den ging auch ohne ihr". der Rechtspflege."( Händeklatschen auf der äußersten Linfen. Versammlungen folgende Resolution vor: Aus Stettin geht uns folgender Aufruf zu:„ Die elende Barthou tabelt Ricards Borgehen in heftigen Ausdrucken. Man Die heutige Versammlung erklärt sich mit den von der Lage der Konfektionsschneider und Näherinnen beschäftigt gegen hat niemals das Haupt der Rechtspflege sich so herabwürdigen Fünfer- Kommission abgeschlossenen Verhandlungen vor dem wärtig alle Bevölkerungsklassen Deutschlands. In fast allen sehen. Vorsitzender Briffon: Sie können sich solcher Worte Einigungsamt einverstanden; sie erwartet jedoch die energische die krassesten Mißstände in dieser Industrie zu beseitigen. Im Orten, wo Konfettion gefertigt wird, ist der Versuch gemacht, nicht bedienen." Barthon: Ich muß dennoch sagen, daß das Zimmer des Justizministers ein verrufener Ort geworden Fortsetzung der Verhandlungen zur Anbahnung eines Gegensatz zu Stettin ist das Unternehmerthum fast überall ift, wo es Angebereien regnete; ich bin auch Minister ge- festen Minimaltarifes für alle vorkommenden Arbeiten. in eine fachliche Prüfung unserer Forderungen eingetreten. Die wesen, ich habe auch Klarheit gewollt, aber ich habe immer Nur so sind stabile Verhältnisse zu schaffen. Mit den Stettiner Konfektionäre( 26 Firmen) haben einen Ring gebildet, zwischen sittlich tadelnswerthen, parlamentarisch zu ver. um die Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen niederurtheilenden Handlungen und Strafihaten, die den Richter angehen, von der Fünfer- Kommission mitunterzeichneten Bedingungen zukämpfen und damit unsere Lebenslage noch tiefer herabund Kinder Konfektion erklären sich zudrücken. = unterschieden. Die Minister sagen, sie wissen, weshalb wir sie für die Mäntelangreifen. So sagen Sie es doch! Möchten Sie etwa unter die Versammelten gleichfalls einverstanden und sehen hierin einen Es steht zweifellos fest, daß, wenn die Unternehmer siegen, stellen, daß wir nicht volles Licht wünschen? Ich würde dafür Schritt zur Anbahnung geordneter Arbeitsverhältnisse. Es ist alle diejenigen dauernd ausgesperrt werden, die im nur Berachtung haben." Ricard wiederholt, er habe nur seine Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen diefer Branchen, nur dort zu blicklich ca. 2000 Mann Bordertreffen dieser Bewegung stehen. Es find augen Pflicht gethan und sebe ruhig dem Urtheil der Kammer entgegen. am Streit betheiligt, Ribot: Wir haben die Untersuchung der Südbahnfache begonnen, und arbeiten, wo die gemeinsam festgesetzten Bedingungen durch in den nächsten Tagen werden sich dem noch ca. 2000 Näherinnen aber aus Gesetz gehalten, Sie verquicken absichtlich die Rechtsfrage des geführt werden. anschließen. Hier ist es Ehrenpflicht aller denkenden Arbeiter, so " Wie tief die Löhne in der Konfektionsindustrie gesunken find, zeigt eine Mittheilung, die von der„ Unterfränt Vollstribüne über die Lage der Konfektionsarbeiter Schweinfurt's veröffentlicht wird. In einem Flugblatt der dortigen Schneider heißt es: Ende der 80er Jahre wurde für eine Hose 80-90 Pfg. bis 1 M. und 1 M. 20 Pfg. bezahlt und wurde die Arbeit leichter gemacht; heute bekommen wir 25-30 und 40 Pfg., in seltenen Fällen für Kammgarnhosen 50 Pfg. Noch schlechter werden die Westen bezahlt. Sackos wurden früher bezahlt mit 2 M., 2 M. 50 Pfg. bis 3 M., heute bekommen wir 60, 70 bis So Pfg. bis 1 M. 50 Pfg., das letztere sind aber schon Kammgaru- Sackos. Dasselbe trifft bei den Paletots und Mänteln zu." * * Für die streikenden Konfektionsarbeiter und Arbeite rinnen gingen bei unserer Expedition ein: Bigarrenbude Lora, Usedomstraße 1,25. Personal R. Schüssel, Seydelstr. 7, 6,80. Pflanzerverein Südost 10,-. 2. T. 1, 2. R. 1, Leichenbegängniß Südost 2,-. Arbeiter Sängerbund Berlin 300, Aufruf fchnell wie möglich mit einzugreifen. Doppelt hilft, wer schnell spricht doch das ganze Resultat, daß am gestrigen fünften Streit- sei bedauerlich, daß die Arbeiter überhaupt verhandelt. Behilft. Die Lohukommission der Schneider und tage vorlag, für den vortrefflichen Lauf der Bewegung. Der zeichnend für die Arbeiterfreundlichkeit des Direktors sei die Näherinnen Stettins. Alle Briefe und Sendungen sind Einmüthigkeit und Ausdauer der Tischler Berlins wird es im Art der Ausfüllung der Zeugnisse für entlassene Organisirte; zu richten an Leonhard Faust in Stettin, Restaurant Bunde mit der Solidarität der auswärtigen Kollegen gelingen, dort heißt es: Führung: Leistungen zufriedenstellend. Burow, Rosengarten 6, I. auch in den noch ausstehenden Werkstätten den vollständigen Sieg Es bedeute dies nichts anderes als eine verblümte schwarze Lifte. Für einen taktischen Fehler hält Echterbecker, daß die In Kiel beschäftigte sich am Mittwoch Abend eine gut zu erringen. besuchte öffentliche Volksversammlung mit den Forderungen der Brauer es ablehnten, mit Millarg im Ausschuß der GewerkBerliner Konfettionsarbeiter. Die Referentin, Frau an alle in Holzbearbeitungs- Fabriken beziehentlich an Holz- schaftskommission zu verhandeln, es grenze dies an Beleidigung. Köhler aus Wandsbeck, schilderte in ergreifender Weise das bearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter Berlins! Wiedemann, der in längeren Ausführungen das Verhalten Elend der Konfektionsarbeiterinnen und legte die Schäden dar, Kollegen! Gestern ist Euch das Ürtheil des Gewerbegerichts des Herrn Arendt während des 1890 er Streits und Boykotts die durch das Schwißsystem in diesem so vielen Proletariern Be- bekannt gegeben, welches dahin lautet: 912 stündige Arbeitszeit, geißelte, meint, daß es ein bekannter Schachzug des Herrn Arendt jei, dann, wenn ein Krieg zwischen Arbeitern und schäftigung gebenden Industriezweig verursacht sind. Durch eine Sonnabend 9 Stunden, für Ueberstunden 20 Pf. Lohnzuschlag. entbrannt, stets die Gemaßregelten auf einstimmig angenommene Resolution erklärten sich die Arbeiter Von den Vertretern der Arbeitgeber ist dieser Schiedsspruch Unternehmern Riels solidarisch mit den im Ausstand befindlichen Konfektions- anerkannt, die Vertreter der Arbeiter glaubten, sich diesem furze Zeit bei sich einzustellen, um die Sympathie der arbeitern Deutschlands und verpflichten sich, Ronfektionsartikel nur Urtheil nicht ohne weiteres unterwerfen zu können und baten Arbeiterschaft sich zu sichern; die Eingestellten aber werden, troßdem zuweilen die tüchtigsten Arbeiter, aus den nichtigsten Gründen in solchen Geschäften zu kaufen, die ihre Waaren daher beziehen, sich Bedenkzeit bis zur nächsten Versammlung aus. und dies in der Regel des Nachts von 1-2 Uhr- auf das wo den gestellten Forderungen entsprochen wird. Die Diskussion Darum, Kollegen, überlege sich ein jeder die Sache reiflich über das Referat ergab, daß auch die Konfektionshändler( Kon- und erscheint alle in der am Sonntag, den 23. Februar, vor- Pflaster gesetzt. Sei doch selbst ein Angestellter aus Oranienburg fektion wird in Riel nicht angefertigt) mit den Konfettions: mittags 10 Uhr, in Joël's Lokal, Andreasstr. 21, stattfindenden entlassen mit der Begründung, daß er seine Steuern nicht bearbeitern sympathisiren, überhaupt es der Wunsch der ganzen Versammlung, um Beschluß zu fassen, wie wir uns weiter zu zahle; solche Arbeiter könne er nicht gebrauchen. Weiter habe der Bevölkerung ist, wenn die in diesem Gewerbe so trassen Miß- verhalten haben. Herr Direktor Maßnahmen getroffen, nach welchen jeder Arbeiter, stände endlich einmal beseitigt werden. Bei der festen Entschlossenheit der Kollegen und bei den der 5 Minuten zu spät kommt, den Tag aussehen muß und im günstigen Verhältnissen kann es keinem Zweifel unterliegen, daß wiederholten Falle die plögliche Entlassung erfolgt. Für selbstwir den Neunstundentag erringen. Als bedauerlich muß es be verständlich hält Redner, daß in einem Betrieb, in dem 27 orgazeichnet werden, daß die Redaktion des„ Vorwärts" den Rath nisirte und und 12 unorganisirte Arbeiter beschäftigt sind, 12 ertheilt, uns dem Schiedsspruch zu unterwerfen; nur Unkenntniß es zu Reibereien kommen muß. So habe Herr Direktor der Verhältnisse kann die Feder des Verfassers geleitet haben. Arendt verlangt, daß man ihm einen bekannten Nun noch ein Wort an die uns nahestehenden Berufs- Streitbrecher, Hühne, als auf dem Arbeitsnachweis zuletzt genossen: Tischler, Drechsler, Bildhauer! Unter Euren Kollegen Eingetragener, sofort zusende.( Der anwesende H. veranlaßt haben sich bereits einige gefunden( welche ihre Klassen- hierauf eine ziemliche Unruhe.) Hilfsarbeiter, Maschiniſten hierauf eine ziemliche Unruhe.) Silssarbeiter, Maschiniſten lage noch nicht begriffen), die sich hergaben, um die Maschinen und Heizer entnehme Herr Arendt nicht vom Nachweis. zu bedienen. Wir ersuchen daher, daß die betreffenden von ihren Ein solches Vorgehen bezeichnet Redner als eine Degradation eigenen Berufskollegen auf das unsolidarische ihrer Handlungs- der Berliner Arbeiterschaft, die seine Kundschaft bedeute. Weiter weise aufmerksam gemacht werden. sei ein Arbeiter entlassen, der es gewagt, für 14 Ueberstunden Nur durch festes entschlossenes Handeln kann etwas erreicht Bezahlung zu verlangen, allerdings mit der Begründung, daß werden, darum Kollegen steht fest im Kampf, Schulter an feine Arbeit vorhanden sei, trotzdem andere Angestellte UeberSchulter, das gesteckte Ziel nicht aus den Augen verlierend, und stunden machten. Redner bewegt sich nun des längeren in zum Sieg! bald ist der Kampf beendet. Darum auf, Kollegen, zum Kampf, Ausführungen über die häufigen Entlassungen aus den nichtigsten Gründen und über die Kündigung des Nachweises Das Streiffomitee. durch Arendt. Wenn die Verhandlungen bis dato ohne Erfolg blieben, so läge die Schuld auf seiten des Herrn Direktor, der eine gütliche Verhandlung mit den Arbeitern immer ablehnte. Um die Arbeiterfreundlichkeit des Herrn zu beleuchten, giebt Nebner bekannt, daß, laut Ausspruch Arendt's, jeder entlassen wird, der es wagt, über Mißstände des Betriebes in Versamin lungen zu sprechen. Das Vorgehen gegen den Arbeitsnachweis von Arendt nennt Redner ein rigoroses, wenn er verlangt, daß ihm wie ein Brief dies beweist binnen zwei Stunden 6 Arbeiter zugesandt werden sollen, um von diesen zwei vorübergehend einzustellen; später feien unter denselben Verhältnissen 27 Mann bestellt worden, um nenn von diesen auszuwählen. Richtig sei allerdings, daß, als man erfuhr, im Münchener Brauhaus sei ein Streit ausgebrochen, die gewünschten Arbeitskräfte verweigert wurden und dies- 10 schließt Redner habe ihm sein Solidaritätsgefühl geboten. Die Erklärungen des Herrn Arendt im Vorwärts" hält Redner für nichtssagend und den Thatsachen nicht entsprechend. ( Beifall und und Unruhe auf einer Seite des Saales.) Winter( Mitglied des Ausschusses der Gewerkschaftskommission) erklärt kurz, daß die im Vorwärts" veröffentlichten Erklärungen Arendt's nur richtig seien, die der Streifenden aber den Thatsachen nicht entsprächen; er ersucht, am nächsten Tage die Gewerkschaftstommission erst sprechen zu lassen und jede weitere Beschlußfassung auszusetzen. Ein von Stabernad gestellter Antrag auf Schluß der Debatte und die Einberufung einer neuen Versamm lung im größeren Saale findet keine Annahme und beschließt die Ver. sammlung, Schluß der umfangreichen Rednerliste eintreten zu lassen. Steiner ist der Ansicht, daß für die Brauer Gründe genügend vorlägen, Millarg abzulehnen; es seien die Brauer von ihm be leidigt. Die beiden nächsten Redner, die unter der größten Unruhe sprechen, hegen die Ansicht, daß der Zeitpunkt gekommen, an dem man Herrn Arendt die Maste der Arbeiterfreundlichkeit und genasführt, jetzt hieße es endlich energisch vorgehen. Neumann( Böttcher) erläutert nun in ruhiger Form den Verlauf der geplanten, aber resultatlosen Verhandlungen zwischen Arendt und den Streifenden; bedauerlich sei, daß der Direktor jede Verhandlung mit Kommissionen der Arbeiter( Agitationstommission) ablehnte. Das Verhalten der Arbeiter vor dem Aushält Redner für taktisch richtig. Charakteristisch für die Arbeiterfreundlichkeit des Herrn Arendt sei hierbei, daß er bereits gelegentlich der letzten Vorgänge die Polizei in Anspruch genommen habe mit dem Bemerken, so ab Vor allen Dingen ist es aber nothwendig, der Lohnkommission und zu könne man doch einen weggreifen. Ein nun folgender Mittheilung von sämmtlichen Unregelmäßigkeiten zu machen, die Revner hält die Schuld an den augenblicklichen Zuständen im in den Geschäften passiren, welche unsere Forderung anerkannt Münchener Brauhause auf seiten der Brauer, die dem Treiben haben. Die Lohnkommission der Berliner 3immerleute. gehen ließen. Die Erklärung des Genossen Winter hält der des Direktors so lange müßig zugesehen und vieles über sich erJ. A.: Theodor Fischer. größte Theil der Redner als feine private MeiNeue Friedrichstraße 37, ist durch gegenseitiges Uebereinkommen( Ein Heizer des Münchener Brauhauses, der dem Redner Der Ansstand der Schuhmacher bei der Firma Teschner, nung und wartet die Ansicht der Gewerkschaftskommission ab. beendet, nachdem die Forderungen der Streifenden bewilligt 2 iedemann Unwahrheiten vorwirft, ruft durch sein Verwurden. 1 Alle Zusendungen sind zu richten an das Streiffomitee, Verein Schleimtopf 3,-. Durch Mariannen- Ufer 4 bei Gehlhoff. P. Singer für 2. 1000,-. Von den Beamten der Orts- Krankenkasse und dem Budifer An der Stadtbahn 46 abg. Zum Streik der Zimmerer ist zu berichten, daß bis jetzt d. Herrmann 5,70. Redakteur B. 1,-. Gesammelt im Lotterie- 254 Baugeschäfte mit zusammen 3000 beschäftigten Arbeitern Ilub Jägerhaus durch Buchmüller II 1,10. Konsumfasse Buch- die Forderung der Zimmerer entweder auf Ehrenwort oder druckerei H. S. Hermann 50,-. F. T. Briß 4,-. G. S. Rigdorf 1,-. durch schriftliche Erklärung bewilligt haben. Zu den bewilligten Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen 87,60. Bigarren Firmen gehört nun auch die Firma Held u. Franke, welche die fabrik A. Motes, Pofenerstr. 17 5,-. Durch B. Stabernack 4,-. Arbeiten am Dom und auch sonst noch größere Bauten auszuVon einig. Arb. der Firma E. Zander 3,70. Schraubendr. Eggert 2,-führen hat. Deutsche Sonnenblume 3,-. Aus bürgerlichen Kreisen II. Rate Um nun den Sieg vollständig auf unserer Seite zu haben, 1500,- Perlmutterarbeiter bei Crosinski u. Eisenac 29,- ist es Pflicht derjenigen unserer Berufsgenossen, welche schon zu Regelflub Alte Jakobstraße 2,-. Berliner Studenten III. Rate den neuen Bedingungen arbeiten, auch den Beschlüssen der öffent30,- Gesammelt in einem Lehrerinnen- Seminar 15,-lichen Versammlungen nachzukommen und wöchentlich außer Orientalischer Rauchklub 5,75. Athletentlub Heralles" 5,- den Sammlungen zum Agitations- und Unterstützungsfonds eine Flugtauben Verein Columbia 5,-.. u. Ko." 1,50. Stattlub Mark für die Streitenden abzuliefern; nur dann wird es uns Tourné, Wrangelstr. 84, 10,-. Von den Bäckerei- Arbeitern möglich) sein, den Anforderungen, die an uns gestellt werden, Brunnenstr. 178 4,50. Gesangverein Epheu 10,-. Behn nachzukommen. Des weiteren geben wir unseren Berufsgenossen Arbeiter und Arbeiterinnen der Albumfabrik Ritter bekannt, daß am Sonntag in sämmtlichen Zahlstellen Morgen straße 23 4,-. Oppenheim'sche Schuhfabrik, Berlin Sprachen stattfinden, und ersuchen jeden, sich dort über die genaue 12.50. Gesangverein Deutsche Eiche I" 10,-. Schlosserei Lage zu informiren. H. Scherbel, Prenzlauerstraße 6, 4,20. Zweigverein Auf folgenden Zahlstellen sind jeden Sonntag Vormittag Berlin der Barbiere u. Friseure 3,-.. B. 48 2,-. Arbeiter- Marken zum Agitations- und Streitfonds zu haben: Gesangv. Bineta d. Stumpe 10,-. Bom Pflanzerverein Nelke 5,-. Norden: Schulstr. 43 bei Mundt; Bergstr. 60 bei Germanicus 5,-. H. R. 3,30. Rauchklub Grüne Giche 5,25. Hilgenfeld; Hochstr. 32a bei Schmidt. Rauchklub Eichfach 5,-. Von den Arbeitern und Arbeiterinnen Nordost: Treskowstr. 24 bei Schmidt; Wörther Plak 39 " = " Süd- Westen: Blücherstraße an der Garnisonkirche bei vom Gesicht reiße. Die Arbeiterschaft sei genügend getäuscht Raumann. der Firma Duisberg 17,-. Rauchklub Waldesgrün Forster bei Buchholz. ftraße 22 10,-. Aus bürgerlichen Kreisen 500,-. Von den Osten: Markusstr. 14 bei 3ippte; Fruchtstr. 52 bei verrotteten Frauen und Mädchen Berlins 20,-. Schirm- auer. stockfabrik A. Wendt, Stralauerstraße 56 8,-. Gesammelt Süden: Mariendorferstr. 5 bei Grube; Manteuffelvon den Freunden freiheitlicher Bestrebungen 9,95. Nicht und Reichenbergerstraßen- Ecke bei Fürstenau. Marxist 5,- Allg. Deutsch- Defterr. Arbeiterverein Kopen- Westen: Culmstr. 36 bei Paulsch. hagen 20,24. Hessische Landeszeitung", 2. Rate 100,-. Gewert schaftskommission Hildesheim, vorläufig, 150,-. Sozialdemofratischer Arbeiterverein Köpenick 29,95. M. Wendt, Berlin 2,95. Gesammelt am Punschabend bei Albert Auerbach) in Gegenwart eines Ronfettionärs, dieser natürlich ausgeschlossen 7,86. Organisirte Buchdrucker in Glogau 20,-. Von den Genossen in Glogau 5, N. Pfaffer in KI. GI. 3,-. H. in N. 14,95. Ortsverein der Porzellanarbeiter Moabits 29,95. Summa 4134,-Mart. Bereits quittirt sind 18 028,06 Mart. Gesammtsumme der bei unserer Expedition eingelieferten Beiträge 22 162,06 m. Partei- Nachrichten. Zur lehten fächsischen Landtagswahl. An 19. d. M., dem Tag vor der Wahl, fanden in Meerane, Hohenstein- Ernstthal und Limbach Versammlungen statt, die massenhaft besucht waren. In den beiden letztgedachten Orten sprachen Auer und Liebknecht über die Bedeutung dieser Wahl, als einer Protest wahl gegen das Attentat, welches die sächsischen Ordnungsparteien auf das Wahlrecht zu machen im Begriff sind. Gewerkschaftliches. A Moabit: Birkenstr. 24 bei Gebauer. Schöneberg: Grunewaldstr. 110 bei Db st. Charlottenburg: Göthestr. 67. Steglig: Ahornstr. 15. Reinickendorf: Provinz- und Bürgerstraßen- Ecke. Weißensee: Röhlte und Charlottenburgerstraßen- Ecke.schuß Pankow: Florastr. 40. Sammellisten für die streifenden Zimmerer Berlins sind nur im Streitbureau, Neue Friedrichstr. 44, zu haben. halten eine große Unruhe hervor.) Arendt, Handels- HilfsGleichzeitig werden die Schuhmacher darauf aufmerksam arbeiter, bedauert, daß die Entlassenen die Gründe derselben ver gemacht, daß am Sonntag, den 23. d. M., früh 72 Uhr, von schwiegen haben, es herrsche deshalb wenig Klarheit. Er bittet folgenden Lokalen Flugblätter ausgetheilt werden. Dragoner- die Anwesenden, erst den Spruch der Gewerkschaftskommission abstraße 15 bei Lange; Swinemünderstraße 51 im Restaurant; zuwarten und dann eine weitere, größere Voltsversamm= IungAn die Holzarbeiter Deutschlands! Ackerstraße 123 bei Marten. Die Agitationskommission. für die er die heutige nicht halte einzuberufen. Wie Ihr aus der Arbeiterpresse ersehen habt, sind die In Stettin befinden sich die Tapezirer verschie Kommt man zur Ansicht, daß das Recht auf seiten der Arbeiter, Tischler Berlins Montag, den 17. Februar in schiedener Wertstätten im Streit. Im Berliner wird man gewiß geschlossen eintreten.( Unruhe und Beifall.) den Streit getreten. Unsere Forderungen: 52stündige Lofal Anzeiger" werden tüchtige Tapezirer und selbständige Gine nunmehr folgende persönliche Auseinandersetzung zwischen Arbeitszeit pro Woche( Montag und Sonnabend 8 Stunden, die Polsterer nach außerhalb verlangt. Näheres bei Gebrüder Fürst, einem Streikenden und im Münchener Brauhause sich in Arbeit anderen Tage 9 Stunden Maximal- Arbeitszeit) sowie Minimal- Mohrenstr. 36. Die Kollegen wollen daher bei Befindlichen artete zu solchem Tumult aus, daß der überwachende Abschlagszahlung von 21 M. pro Woche, sind in den meisten allen Engagements die übliche Vorsicht walten Beamte um 12 Uhr die Versammlung auflöfte. Werkstätten bewilligt. In einer Reihe von Werkstellen, die in lassen. ihrer Mehrzahl Spezialbranchen angehören, ist die Arbeit eingestellt Der Bevollmächtigte der Filiale Berlin worden, weil die Forderungen nicht bewilligt wurden. Unter des Allgemeinen deutschen Zapezirervereins. Depeschen und letzte Nachrichten. Versammlungen. diesen Werkstellen befindet sich auch die Nähmaschinenfabrik von Brüssel, 21. Februar.( B. H.) Großes Aufsehen erregt Frister u. Roßmann. Dort wurde bisher 58 Stunden gearbeitet und Löhne wurden erzielt von 15-21 M. Diese Firma das Verschwinden des bekannten hiesigen Notars Verhagen seit Dienstag. Derselbe hat 2 Millionen Schulden hinterlassen. Ein sucht nun, um die berechtigten Forderungen unserer dort beschäftigten Kollegen zu umgehen, in den ärmsten Gegenden Versammlung tagte am Donnerstag Abend in Cohn's FestEine äußerst gut besuchte öffentliche Brauerei- Arbeiter: Haftbefehl ist ergangen. London, 21. Februar.( B. H.) Aus Prätoria wird geDeutschlands( Neustädtel- Schneeberg, Sonneberg 2c.) durch Annoncen Tischler für ihre Fabrik und giebt dabei an, daß sie fälen, Beuthiraße, behufs Stellungnahme zum Streik auf dem meldet, daß die feindliche Bewegung der Boeren gegen die EngMünchener Brauhause. Einleitend bemerkt der Vorsitzende länder start anwächst, so daß eine Kollision zwischen England und als gute Akkordarbeiter bis 30 M. verdienen könnten. Kollegen! Fallt den kämpfenden Berlinern nicht in den betrachte und ersucht um größtmöglichste Objektivität. Winkler letzter Zeit am Rande" ansässig gemacht haben, stehen auf seiten Kollegen! Fallt den kämpfenden Berlinern nicht in den Trittelwiß, daß er die Versammlung als ein Schiedsgericht Transvaal nicht zu vermeiden sein dürfte. Die Deutschen, die sich in Rücken, beweist vielmehr Euer Solidaritätsgefühl. Ihr erspart Ench dadurch auch vielfache Enttäuschungen, denn schildert nunmehr in einer kurzen Uebersicht die bereits bekannten der Boeren. Der Besuch des Präsidenten Krüger in England kann als nicht 30 m. würdet Ihr verdienen, sondern, selbst wenn Ihr Vorkommnisse und Verhältnisse im Münchener Brauhause, aufgegeben betrachtet werden, denn die gesammte Bevölkerung die zur Arbeitseinstellung Anlaß gaben. In seinen Aus- von Transvaal ist gegen eine solche Reise; sie würde, wenn der Euch nach Wochen eingearbeitet habt, nur wenig mehr als 15 M. führungen giebt er zu, daß Streit und Unfrieden unter den Präsident die Reise dennoch unternähme, den letzteren sofort abDurch Bethätigung der Solidarität helft Ihr Arbeitern des Betriebes herrschte; die Ursache hierzu aber gebe setzen und zur Neuwahl eines Präsidenten schreiten. Eine Anzahl uns den Sieg, die Berkürzung der Arbeitszeit einzig und allein der Direktor Arendt, der Unorganisirte und englischer Großgrundbesizer stehen bereits in Unterhandlungen erringen. Streitbrecher in seinen persönlichen Schuh nehme, dagegen die wegen Verkaufs ihres Grundbesiges und wollen dann nach Die Ortsverwaltung Anhänger der Organisation in jeder Beziehung hintanseze. Auf des deutschen Holzarbeiter Verbandes, Briefe sind zu richten an Th. Glode, Lausigerstr. 52, III, die Mittheilung, daß der Streit beschlossen sei, habe Herr Arendt bemerkt, daß dies schon längst fein sehnlichster Wunsch oder an das Streitbureau Sebastianstr. 39. fei. Nachdem Redner die resultatlosen Verhandlungen des Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Gewerbegerichts als Einigungsamt gestreift, giebt er der Ansicht Ueber den Stand der Berliner Tischlerbewegung Raum, daß sich das Vorgehen und Verhalten des Direktors tönnen wir heute wiederum erfreuliches berichten. Zu den in Arendt nur gegen die Organisation richte, die ihm schon längst vortger Nummer erwähnten 697 Werkstätten mit 7496 Arbeitern, ein Dorn im Auge sei. Er selbst, Redner, fei mit dem Prädikat wo die Forderungen b.willigt sind, kamen bis gestern Lump bezeichnet worden, als er um die Erlaubniß nachgesucht, auf Abend hinzu 24 Werkstätten mit 275 Mann, so daß ein ihm zugegangenes Schreiben nach dem Gewerbegericht zu gehen. Athen, 21. Februar.( W. T. B.) Nach hier eingegangenen also bis jetzt 7771 Tischler in 721 Wertstellen Der nächste Redner, häufig von den anwesenden Bierfahrern des Nachrichten haben die Türken in der Provinz Selino auf Kreta unter den neuen Bedingungen arbeiten. Mag die Zahl der im Münchener Brauhauses unterbrochen, bemerkt, daß Herr Arendt 12 Christen ermordet. Gleich nach dem Bekanntwerden der Nach. Streit stehenden Tischler unter Berücksichtigung der noch nicht aus den nichtigsten Gründen Arbeiter auf die Straße werfe; den richt ergriffen die Christen Gegenmaßregeln. Der Gouverneur eingetroffenen Meldungen, immerhin noch 900 betragen, so Spruch des Gewerbegerichts hält er für ein Stück Juristerei und entsendet Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen, Rhodesia auswandern. Rom, 21. Februar.( B. H.) Die militärischen Blätter registriren die Lückenhaftigkeit der letzten Meldungen vom Kriegsschauplatz. Die Abendblätter bezeichnen die Lage als sehr ernst. Turin, 21. Februar.( B. H.) In die Kassenräume des Bankhaufes Pugliesi u. Negro drangen vermittelst falscher Schlüssel Diebe ein und erbrachen zwei Geldschränke, wobei ihnen Rentenfoupons im Werthe von 80 000 Lire und 100 000 Lire als Depots hinterlegter Werthpapiere in die Hände fielen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 45. Reichstag. Sonnabend, den 22. Februar 1896. 13. Jahrg. niedrig befoldeten Unterbeamten viel unerträglicher als bei den arbeiter in die Stellen der Mitglieder des Patentamtes aufhöheren Beamten. Der Unterbeamte kann 50 bis 100 MM. viel rücken. über den Verlust einiger Tausend Stimmen trösten, wenn gleich selbst die Befriedigung dieser kleinen Wünsche noch nicht ausreichen wird, um die Thätigkeit der Sozialdemokratie unnüß zu machen, um ihre Stärke zu vermindern. Ich bitte dringend den Reichstag, meinen Antrag anzunehmen. Thut er dies, so wird er sich den Dant vieler Leute erwerben, die in wirthschaftlich so schweren Verhältnissen leben, daß sie die Ungerechtigkeit, die darin liegt, daß ihnen drei Jahre für treu geleistete Dienste nicht angerechnet werden, nicht ertragen tönnen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Berichterstatter Abg. Enneccerns erklärt sich namens der Kommission gegen den Antrag Singer, der schon von der Kommission mit großer Mehrheit abgelehnt ist, weil er eine große Ungerechtigkeit für die Militäranwärter zu gunsten der Zivilanwärter sein würde. Die Resolution ist das Erreichbare und darauf sollte sich der Reichstag beschränken. = Abg. von Stumm( Rp.) protestirt ebenfalls dagegen, daß die Rechte für die technischen Hilfsarbeiter kein Herz haben soll. mit Redensarten hilft man nicht, sondern nur dadurch, daß man das nöthige Geld zur Verfügung stellt; dann werden die Chefs für die Beamten ihrer Verwaltung schon sorgen. Alles übrige ist nur geeignet, die Disziplin zu lockern. Redner erklärt sich für die Resolution der Budgetkommission. Wenn ernsthaft etwas geleistet werden soll, dann müssen die Mittel bewilligt werden und dann wird sich zeigen, wer mehr Herz für die Beamten hat. ( Beifall rechts.) Abg. Lingens( 3.): Bei den Bewilligungen haben wir uns an die vorhandenen Einnahmen zu halten. Wir können doch nicht ein Eldorado schaffen und Wechsel auf die Zukunft ausstellen! ( Sehr richtig! rechts.) Die Anträge der Budgetkommission werden mit einer an Einstimmigkeit grenzenden Mehrheit angenommen; die Anträge Singer gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freifinnigen abgelehnt. weniger entbehren als der höhere. Selbst wenn meine Resolution Abg. v. Leipziger( f.) weist darauf hin, daß er bereits im 47. Sigung vom 21. Februar, 1 Uhr. eine Mehrbelastung von mittlerem Umfange erforderte, sollte die vorigen Jahre für die technischen Hilfsarbeiter eingetreten sei; Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Graf Reichs- Finanzverwaltung im eigenen Intereffe ihr zustimmen. Wir er könne auch heute nur ein Wort für eine Gehaltserhöhung Posadowsty. sind, wie Sie sehen, in gewisser Weise selbstmörderisch. Sie sagen, wenn dieser schwer einzurangirenden Beamten einlegen. Für die Die gestern abgebrochene Berathung der Petitionen wegen die Verhältnisse verbessert werden, schwindet der Stimulus, sich Landbriefträger wünschen auch wir ein Meistgehalt von 1000 m. der Dienstaltersstufen und der dazu gestellten Anträge der Sozialdemokratie zuzugefellen und ihre Macht wird damit Herr Singer fennt die Verhältnisse der Landbriefträger nicht; der Budgetfommission und des Abänderungsantrages Singer gebrochen. Nun gut, nehmen Sie meine Resolution an, ihre wärmste Vertretung haben sie auf der rechten Seite des wird fortgesetzt. und ich will Ihnen Glüd wünschen, wenn eine Anzahl Hauses gefunden.( Sehr richtig! rechts.) Die Anträge des Herrn Abg. Singer( Soz.): Wir haben f. 3. für das Dienstaltersstufen- von Beamten, die sonst für uns stimmen, zu Ihnen Singer erfordern so viel Geld, daß die Parteien, welche das System gestimmt, weil es dem Beamten nach einer bestimmten übergehen. Die Abhilfe Abhilfe berechtigter Klagen soll uns Geld bewilligen, ihm nicht folgen können. Daß Herr Singer Zeit eine von der Willkür der vorgesetzten Behörde unabhängige Zufriedenheit schaffen will, muß doch bezweifelt werden. Er Bulage gewährleistet. Selbstverständlich wollten wir damit weiß, daß die Mehrheit des Hauses seinen Antrag nicht annimmt eine Verbesserung, nicht eine Verschlechterung der Bezüge der und gerade deshalb stellt er sich als den Mann hin, der allein Beamten gegen früher herbeiführen. Es handelt sich jetzt darum, helfen will. die mit diesem System verbundenen Mißstände zu beseitigen. Tie Finanzverwaltung ist dem Bestreben des Reichstages nach dieser Richtung nicht günstig gewesen, einmal aus finanziellen Gründen und dann aus paritätischen Gründen. Die Erklärung der Reichs- Finanzverwaltung in der Budgetkommission braucht aber nicht die Hoffnung auszuschließen, daß im Laufe der Zeit der Versuch erneuert wird, die Ungleichheiten zu beseitigen. Die Resolution Geheimer Ober- Regierungsrath Neumann: Die Ausgleichung der Budgetkommission betreffend die Erhöhung des Meistgehalts der Härten, welche sich herausgestellt hatten bei Einführung der der Landbriefträger auf 1000 m. kann ich nur auf das Dienstaltersstufen, ist nach Möglichkeit versucht worden. Aber in dringendste der einstimmigen Annahme des Hauses empfehlen. einigen Punkten konnten die ausgesprochenen Wünsche nicht beZweifellos erhalten die Landbriefträger ein sehr geringes Gehalt, rücksichtigt werden, weil es nicht möglich war, die betreffenden Abg. Singer( Soz.): Ich überlasse es dem Hause zu enttrotzdem große Ansprüche an sie gestellt werden. In der Budget- einzelnen Klassen herauszunehmen und für sie die Verhältnisse scheiden, wo mehr Redensarten zu finden sind, bei uns oder fommission hat man allerdings das Leben der Landbriefträger so anderweit zu regeln, ohne daß dadurch wieder Ungleich drüben. Bringen Sie uns doch Steuern, die wir annehmen geschildert, daß man glauben tönnte, sie führten eine heiten entstehen würden. Rein Ressort hat für fich tönnen, das heißt Steuern, welche die Reichen treffen. Aber Art idyllischen Lebens und daß die Unterbeamten eigentlich keinen das Privilegium beansprucht, die Unterbeamten zurück Steuern, welche auf die Schwächsten in der Bevölkerung drücken, anderen Wunsch haben könnten, als Landbriefträger zu werden. zustellen. Der Reichstag hat früher 1000 m. als Meist die aus der Tasche des armen Mannes genommen werden, können Die Landbriefträger wurden geradezu als wohlhabende, reiche gehalt für die Landbriefträger verlangt, als das Mindestgehalt wir nicht bewilligen, und damit vertreten wir mehr die Interessen Leute geschildert und als so zufriedene Leute, daß sie zum theil 650 M. betrug und das Meistgehalt erst in 21 Jahren erreicht des Volkes als Sie( rechts). Daß der Antrag nicht angenommen ihre Touren auf dem Veloziped machen könnten. Dieses Veloziped wurde. Jetzt beträgt das Mindestgehalt 700 M. und das Meist werden kann, habe ich nicht gewußt; ich habe Sie viel muß sich aber der Landbriefträger auf seine Kosten anschaffen gehalt von 900 m. wird schon in 12 Jahren erreicht. Bezüglich leicht überschätzt, ich habe angenommen, daß Sie den Noth( hört! hört! bei den Sozialdemokraten), es ist also keine Er- der Anrechnung der Militärdienstzeit kann die Regierung nur im ständen etwas warmherziger gegenüber stehen würden. Unerleichterung des Dienstes seitens der Postverwaltung. Einverständniß mit der in Militärsachen entscheidenden preußischen schwinglich sind die Summen nicht, welche die Erfüllung meiner Man hat ferner die Schwere der Dienstleistungen der preußi- Berwaltung vorgehen. Die preußischen Grundsätze würden durch die Anträge erfordern würden. Ueber die Unzufriedenheit im Lande schen Bahnwärter zum Vergleich herangezogen. Aus diesem Um- betreffende Resolution umgestürzt werden und deshalb bitte ich bin ich durchaus nicht besorgt, denn Ünzufriedenheit ist die stande kann man doch nur die Nothwendigkeit einer den Reichstag, dieser Resolution nicht zuzustimmen. Die An Quelle alles Fortschrittes. Man muß Unzufriedenheit anregen, entsprechenden Gehaltserhöhung dieser Beamten herleiten, aber rechnung der Dienstzeit vor der diätarischen Dienstzeit würde ein die Zustände schildern, wie sie sind, um dadurch zur Abhilfe beizu nicht die Nothwendigkeit, daß auch die Landbriefträger niedrige ganz ungerechtfertigtes Geschenk an die Beamten sein. Die Er tragen. Die Diskussion bat ergeben, daß die Anträge als berechtigt Gehälter beziehen müssen. Es wäre Aufgabe des preußischen Ab- höhung des Gehalts der Ober- Postsekretäre bis auf 4000 m. ist anerkannt werden, aber auch, daß die Parteien, mit Ausnahme der geordnetenhauses, für die Bahnwärter ebenso intensiv einzutreten, dem Steichstage 1890 vorgeschlagen, aber damals nicht ge- linten Seite nicht bereit sind, die Wünsche der Beamten zu era wie wir für die Landbriefträger; es würde vielleicht Erfolg nehmigt worden, weil man mit der Gehaltserhöhung füllen. Wenn Sie die Wünsche erfüllen wollen, so haben Sie ja haben. Es ist gerecht und billig, daß die so angestrengten nur 10 weit vorgehen wollte, wie es in Preußen die Mehrheit und können allein die Steuern und andere EinLandbriefträger nach 21 oder 24 jährigem Dienste 1000 m. geschehen iſt. Die Ober Postsekretäre befinden fich nahmen beschließen, wozu sollen wir auch dafür stimmen! Wenn Gehalt bekommen. Da nur 14 pet. der Landbriefträger gewissermaßen in leitender Stellung, aber die gleich stehenden wir gegen den Etat stimmen, so geschieht das, weil die Annahme Dieses Benefizium für sich werden in Anspruch nehmen Eisenbahnbeamten, die Güterexpeditions- Vorsteher, die vielleicht des Etats ein Vertrauensvotum ist, wozu wir keinen Anlaß tönnen, so würde die Sache keinen großen Mehraufwand er noch eine größere Verantwortung haben, haben ein geringeres haben und weil der wesentlichste Theit des Etats, der Militärfordern. Die zweite Resolution will die Bestimmungen über die Gehalt als 4000 m. etat, von uns für kulturwidrig gehalten wird.( Zustimmung bei Anrechnung der Militärdienstzeit bis zu einem Jahre auf die den Sozialdemokraten.) vor dem 1. Januar 1892 angestellten Beamten ausdehnen. Ich sehe nicht ein, warum der Reichstag hier einen Unterschied machen soll zwischen höheren, mittleren und Unterbeamten. Eher könnte man diesen letzteren ein Benefizium gewähren, weil sie seiner am meisten bedürfen. Ich habe des halb beantragt, die Unterbeamten in die zweite Resolution mit aufzunehmen. Wie aus den Petitionen hervorgeht, beschweren sich die vor 1892 in den Dienst getretenen Militäranwärter, daß fie ungünstiger gestellt sind, als die feit 1892 in Dienst getretenen. Eine Kabinetsordre von 1891 soll dieses Verhältniß, wie gesagt wurde, regeln, aber ich glaube, daß der Ausschluß der Unterbeamten eine Quelle berechtigter Unzufriedenheit und Mißftimmung eröffnen würde. Aus den Kreisen der Postassistenten sind uns Beschwerden zugegangen darüber, daß die nach 1892 eingetretenen Postbeamten günstiger gestellt sind als wie die vor 1892 angestellten, weil ihnen das Militärdienst jahr bei der Anstellung angerechnet wird und weil sie während Der Mililitärdienstzeit höhere Bezüge hatten als die anderen; ich erinnere nur an die Unteroffiziersprämie. Will der Reichstag also gerecht sein, so muß er seinen Wunsch auch auf die Unterbeamten ausdehnen. Der Beamte, der in eine höhere Karriere Abg. Pauli( Rp.) tritt wie bei früheren Gelegenheiten für tritt, die eine längere Vorbildung und höhere Aufwendung von die technischen Hilfsarbeiter des Alichungsamts, des Patentamts Rapital erheischt, hat nach unserer Auffassung fein Recht, besser und des Reichsgesundheitsamts ein. und günstiger behandelt zu werden, als diejenigen, die nicht in der Abg. Hammacher( natl.): Für die weitgehenden Wünsche glücklichen Lage sind, vermöge reicher Eltern sich dasjenige Maß des Herrn Singer tönnte man ja eintreten, wenn er und seine von Bildung zu erwerben, welches sie befähigt, in der heutigen Freunde bereit wären, dem Reiche die nöthigen Mittel dazu zur Minister Thielen: Ich habe feine Veranlassung, die Frage Gesellschaft höhere Einnahmen zu erzielen. Die Boltsvertretung Verfügung zu stellen( Sehr richtig! rechts), denn der Antrag unbeantwortet zu laffen. Die Reichs- Eisenbahnen beziehen ihre hat jedenfalls feine Ursache, diese durch die kapitalistische würde eine Mehrausgabe von 1 Million Mark mit sich bringen. Kohlen theilweise von der Saar aus Staats- und Privatwerken. Produktionsweise begründete Verschiedenheit durch eine ungerechte, Redner erklärt sich gegen den Antrag Singer und für die An- Die Preise hatten ermäßigt werden können, weil früher abschlechtere Behandlung der Unterbeamten zu Unterbeamten zu verschärfen. träge der Budgetkommission, welche bereits genügend begründet geschlossene Verträge abgelaufen waren. Die Verträge der Die wichtigste Resolution ist die dritte. Die Be seien. preußischen Staatsbahnen mit dem Ruhrkohlen- Syndikat laufen schwerden, mit denen wir überschwemmt werden, werden nicht Geheimer Ober- Regierungsrath Neumann: Unter den Un- am 1. Juli dieses Jahres ab. Ich kann mich begreiflicherweise eher verschwinden, als bis die Ursachen derselben weggeräumt sind. gleichheiten der Dienstaltersstufen haben auch andere Beamten über das zukünftige Verfahren noch nicht äußern; es würde die ( Zustimmung links.) Man kann es den Leuten nicht verdenken, daß als die Oberpostsekretäre zu leiden, auch die vortragenden Räthe Vertragsverhandlungen beeinträchtigen. Es ist allerdings von sie sich dagegen wehren, daß sie durch das Dienstalters- des auswärtigen Amts und des Reichsamts des Innern feiten der Kohlenwerke der Versuch gemacht worden, die Preiſe zulagen- System materiellen Schaden erleiden. Eine Reihe von tönnen berechtigte Klagen führen. Entscheidend für eine zu erhöhen. Die Preise im Etat sind nur Durchschnittspreise Klagen aus der Postverwaltung hat mich veranlaßt, noch eine Ausbesserung kann nur die Stellung sein, welche die betreffenden der Bezüge aus den verschiedenen Kohlengebieten an der Saar, vierte Resolution zu beantragen, daß den Beamten und Unter Beamten in der Verwaltung einnehmen. Ruhr und Oberschlesien. beamten die Zeit vom Tage des Dienstantritts an bei Abg. Werner( deutsch- soziale R.-P.) spricht sich für die der Anstellung als diätarische Dienstzeit berechnet wird. In der Refolutionen der Budgetkommission aus und für den Antrag Kommission ist nun festgestellt worden, daß der von mir Singer, soweit er die Anrechnung der Militärdienstzeit auf die bekämpfte Zustand nicht nur bei der Postverwaltung, sondern in Unterbeamten ausdehnen will. Besonders erfreulich ist, daß dem allen Ressorts und auch in der preußischen Staatsverwaltung Landbriefträger ein Gehalt von 1000 M. zugebilligt werden soll. vorhanden ist, und dies hat mich veranlaßt, meinen Antrag auf alle Beamten auszudehnen. Ich freue mich übrigens, daß in diesem Falle das Privilegium, welches sonst die Postverwaltung zu haben schien in bezug auf eine mög- Abg. Schwarze( 3.) spricht die Hoffnung aus, daß die Relicht schlechte Stellung ihrer Unterbeamten, sich doch nicht in folutionen einstimmig augenommen werden würden. Die Ein vollem Umfange als richtig erweist. Die Verwaltung hat gemeint, führung der Dienstaltersstufen habe den Beamten in sehr vielen daß die fünf diätarischen Dienstjahre bei der Anstellung und dem- Fällen eine Schädigung gebracht. gemäß bei der Alterszulage nicht in Berechnung zu bringen Abg. Lenzmann( frs. Vp.): Wir werden selbstverständlich find, weil man doch in der Lage sein müsse, beurtheilen zu für die Resolutionen der Budgetkommission stimmen. Ich möchte tönnen, ob der betreffende Beamte sich für die definitive aber auch für die technischen Hilfsarbeiter beim PatentAustellung eigne. Abgesehen davon, ob wirklich diese fünf amt u. f. w. eintreten und freue mich, daß Herr Pauli der rechten Ceite auch für Jahre nicht zu viel sind, stellt es sich aber heraus, daß von diese Beamten der neben der diätarischen noch eine sogenannte Probe oder ein Wort eingelegt hat. Hoffentlich wird dadurch Borbereitungszeit bei den Reichs Verwaltungen existirt, Widerstand bei den verbündeten Regierungen beseitigt. Redner und diese wird nun ebenfalls nicht berechnet; das ist geht auf die Petition dieser Beamten ein, deren wissenschaftliche ein außerordentlich großes Unrecht, und dieses will mein Vorbildung und bedeutsame Thätigkeit wohl eine anderweite Abg. Graf Kanit( t.): Ich nehme an, daß die Qualität Antrag beseitigen. In der Postverwaltung werden 3. B. junge Stellung derselben verlangt. Es ist in der letzten Zeit schwierig der Kohlen keine geringere ist, denn dann würde ein Mehra Leute mit 18 Jahren angenommen. Was liegt nun für ein ver- geworden, für diese Stellung Personen zu finden, weil die verbrauch und dadurch eine Mehrausgabe entstehen. nünftiger Grund vor, diese Leute dazu zu verurtheilen, 3 Jahre zunächst Industrie die Leute bedeutend beffer bezahlt. Das Patent- Abg. Hammacher( natl.): Der Reichstag ist doch wohl nicht der in der Berwaltung zu sein, ohne die Aussicht, diese 3 Jahre bei ihrer amt muß diese Beamten schon durch Zeitungsanzeigen Ort, um die Kohlenpreise für die preußischen Staatsbahnen zu späteren Anstellung angerechnet zu bekommen. Man spricht da suchen, was bisher bei Reichsbeamten doch nicht üblich war. erörtern. Für die Reichs- Eisenbahnen seht sich der Preis zuvon einer sogenannten Lehrlingszeit. Andere Lehrlinge haben Alle diese Gründe sollten die Reichsverwaltung doch bestimmen, fammen aus den Preisen der Zechen und den Transportkosten. Teine so große Berantwortung, und dann handelt es sich hier auf die finanzielle Mehrbelastung nicht so großes Gewicht zu Es werden hauptsächlich Saarfohlen verbraucht, deren Proeigentlich nicht um Lehrlinge, denn die Leute kommen sofort in legen. duktionsgebiet dem Reichslande benachbart ist. Stellungen, in denen sie eine Leistung nicht erst lernen, sondern Geh. Ober- Regierungsrath Neumann: Für diese Hilfsarbeiter Im übrigen werden die dauernden Ausgaben ohne Debatte fofort ausüben sollen. Aber selbst wenn es eine Lehr- und ist insofern Sorge getragen worden, als die Aufrückungszeit von bewilligt. Probezeit wäre, hätte man noch kein Recht, sie nachher nicht an- 21 auf 18 Jahre herabgesetzt ist. Von der Gesammtzahl der Unter den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats sind zurechnen. Erweist sich der Mann als unfähig, so fann er ja technischen Hilfsarbeiter hat nur 1s die Maturitätsprüfung gemacht. 3 500 000 M. für Vermehrung der Betriebsmittel vor der Anstellung entlassen werden, erweist er sich aber als Eine Gehaltserhöhung für das nächste Jahr kann nicht in Aus- ausgeworfen zur Beschaffung von Lokomotiven und namentlich fähig, so hat er auch Anspruch auf Anrechnung feiner ficht gestellt werden, da zahlreiche akademisch gebildete Beamte von Personen- und Güterwagen, die auf den Reichs- Eisenbahnen Dienstzeit vor dem 21. Jahre, Dienst bleibt Dienst, ob vor vorhanden sind, die die gleichen Ansprüche hätten. Troß des nicht in genügender Zahl vorhanden sind. Diese Ausgaben, 21. Jahre. Dieser Zustand ist bei den Fehlens der akademischen Bildung können die technischen Hilfs- sowie die einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Etats oder nach dem = Unterstaatssekretär im Reichs Postamt Fischer: Der Abg. Singer hat gesagt, die Poftverwaltung scheine es als ihr Privi legium zu betrachten, ihre Beamten schlechter zu stellen, als es die anderen Ressorts thum. Soll diese Redewendung mehr sein Es folgt die Berathung des Etats der Reich 3 Eisenals eine bloße Redensart, so muß ich ihr entschieden entgegen- bahnen. Bei den Ausgaben für die Kosten der Züge weist treten. Diese Behauptung findet in den Verhandlungen der Abg. Graf Kanit darauf hin, daß dieselben eine Verminderung Budgetkommission über diesen Gegenstand nicht den gezeigen, weil die Koblenpreise ermäßigt find. Der Preis ist im vorigen ringsten Anhalt. Wir haben keinen Zweifel darüber gelassen, Jahr mit 12,40 M., dieses Mal mit 11,65. angesetzt worden. daß bei der Anrechnung des Diätariats von der Postverwaltung Seit 1892 hat eine allmälige Abnahme des Preises sich gezeigt. genau nach denselben Grundsätzen verfahren wird, wie es in Das ist um so erfreulicher, als bei den preußischen Staatsallen anderen Verwaltungen geschieht. Weit entfernt, darauf bahnen eine ähnliche Ermäßigung nicht wahrzunehmen ist. In stolz zu sein, daß ihre Beamten schlechter gestellt sind, als alle Preußen sind die Kohlen abgeschlossen mit 8-8,60 m. ab Beche. anderen Beamten, ist die Postverwaltung mit aller Energie für Beruht dieser Preis von 11,65 M. auf einem bereits abdie Interessen ihrer Beamten eingetreten und sie hat erreicht, geschlossenen Vertrage oder vermuthet die Eisenbahn- Verwaltung was zu erreichen war. nur ihn zu erzielen? Meine Frage soll teine indiskrete sein. Auf dem Ruhr- Kohlengebiet herrscht die Tendenz, die Preise in die Höhe zu setzen. Ein Börsenblatt meldet, daß die Preise 5 M. höher pro Doppellader abgeschlossen werden. Wenn mir eine Antwort aus irgend welchen Gründen nicht ertheilt werden sollte, so würde ich mich damit zufrieden geben. Der andere Antrag des Herrn Singer hat nur einen agitatorischen Zweck, da die Sozialdemokraten die Gelder zur Deckung der Ausgaben nicht bewilligen. Abg. Lingens( 3.) fragt, welchen Einfluß die neuesten Maßregeln, z. B. die Einstellung der Gütertransporte auf die Sonn tagsruhe gehabt haben. Minister Thielen: Die Sonntagsruhe ist auf den Reichss Eisenbahnen durchgeführt. Gewöhnlich ruht mit Ausnahme der durchgehenden Züge der Güterverkehr mit Ausnahme der besonders verkehrsreichen Zeit. Es haben vom Bureaupersonal durchschnittlich 89 pCt. vollständige Sonntagsruhe, 19 pt. einen halben Zag; das Stations, Strecken und Fahrpersonal tommt natürlich nicht so gut weg. Abg. Lingens( 3.): Die Mittheilungen sind sehr nennens werth; es wäre aber wünschenswerth, zu erfahren, welchen moralischen und gesundheitlichen Einfluß die Sonntagsruhe auf die Beamten ausgeübt hat.( Seiterkeit.) Minister Thielen; Daß die Sonntagsruhe moralisch und gesundheitlich gut wirkt, davon bin ich überzeugt, aber statistisch läßt sich das nicht nachweisen. Abg. von Stumm hält auch dafür, daß die Sonntagsruhe moralisch und gesundheitlich gut wirkt; das könne er aus per fönlicher Erfahrung bestätigen. D 2853 500 M. für den Ausbau neuer Bahnen und zweiter Geleise halten, den berechtigten Forderungen der Invaliden gerecht zum Mittagsmahle Schweinebraten. Sie aßen von diesem werden ohne Debatte bewilligt. zu werden, denn dann müssen wir gar feine Pensionen gewähren. jedoch nur die Krusten und warsen das übrige einfach fort. An Im übrigen wird der Etat ohne weitere Debatte genehmigt. 3. Tage genossen sie zum Frühstück Raviarbrötchen mit Schluß 53/4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. Rothwein und am 4. Tagestreitten sie, da die ihnen gezahlten Löhne zum Leben nicht ausreichten. Den ( Rechnungen und Wahlprüfungen.) Herren Genossen" wurde in diesem Falle der verdiente Lohn zu theil, indem man sie einfach aus der Arbeit entließ und neue Kräfte an ihrer Stelle annahm. Dieser famose„ Streitfall" hat Beim Etat des Reich 3 Eisenbahnamts regt Abg. Hammacher die Abänderung des Artikels 10 der Berner Frachtkonvention an, damit die Schwierigkeiten beseitigt werden, welche durch die Maßregeln der russischen Zollverwaltung ent standen find. Präsident des Reichs- Eisenbahnamts Schulz erklärt, daß die Frage auf die Tagesordnung der nächsten internationalen Verfammlung gesetzt werden soll und zwar auf grund eines deutschen Autrages, der von den Interessenten gebilligt und von der öfterreichischen Regierung unterstüßt ist. Der Etat wird genehmigt. Es folgt der Etat des Reich 3- Invalidenfonds. Bei den Invalidenpensionen infolge des Krieges von 1870/71 Bei den Invalidenpensionen infolge des Krieges von 1870/71 fragt Abg. Graf Oriola( natl.), wie sich die Regierung zu den im vorigen Jahre verhandelten Petitionen von Kriegsinvaliden wegen Erhöhung ihrer Pensionen stellt. Im Namen einiger meiner politischen Freunde kann ich erklären, wenn die Mittel des Reichs- Invalidenfonds nicht ausreichen, sind wir bereit eine Wehrsteuer einzuführen.( Beifall.) Besserung geschaffen wird. färben. von zu Parlamentarisches. Tokales. = " - das " " Es ist Die Margarine Kommission begann am 21. Februar die also ernstere Folgen für die übrigen Arbeiter und den Bauherrn zweite Lesung. Die Versuche des Reichs- Gesundheits amtes haben nicht gehabt. Die Sache selbst aber, die uns von absolut zuverergeben, daß Phenolphtalein leicht entfernt werden kann, ein lässiger Seite mitgetheilt wird, liefert einen neuen interessantcn ficheres Mittel zur Erkennung der Margarine bei Färbung mit Beitrag zu dem Kapitel: Wie Streiks fabrizirt werden!" Das radau- antisemitische Blatt scheint ein Bierteljahrhundert diefem Stoffe aber nicht gegeben ist. Dies wurde auch vom Abg. Wurm noch ausführlich dargelegt. Trotzdem erklärte sich geschlafen zu haben. Als der grrroße Krieg zu Ende war und Die Stommiffion mit 12 gegen 7 Stimmen für Beibehaltung des der Erbseind" besiegt am Boden lag, begannen bekanntlich die Beschlusses der ersten Lesung, Margarine mit Phenolphtalein zu inneren Feind, den deutschen Arbeiter, zunächst damit, daß sie Organe der deutschen Gründungsgauner den Krieg gegen den Eine sehr lange Debatte entstand über den in der ersten ihr Publikum mit dem berühmten champagnertrinkenden Maurer Lesung gefaßten Beschluß, die Fabrikation von Margarinekäse zu ergößen suchten. Lange zog dies Bravourstück aber selbst da mals nicht, denn der Schwindel war doch gar zu dämlich. Erft zu verbieten. Abg. Rettich( f.) erklärt, ihm sei es dem Genie der Radau- Antisemiten war es vorbehalten, diese nicht darum thun, den unlauteren Wettbewerb zu verhindern, sondern er wolle das Molkerei Ge- Pièce wieder aufzufrischen. Daß dies zu einer Beit geschieht, wo gerade im Bauwesen der Arbeiter, falls er das Glück hat, Abg. v. Schöning(.): Ich bedauere, daß dieses wichtige aus, man begebe fich jest auf einen Weg, der in sondern auch oft genug in der infamsten Weise um den faner werbe schützen. Staatsminister von Bötticher führte überhaupt Beschäftigung zu finden, nicht allein elend bezahlt, der Gesetzgebung aller Kulturstaaten noch Leute im Lande erwarten, daß auf diesem Gebiete eine beschritten ist. Wohin tämen wir, wenn man ein Nahrungs. verdienten Lohn vom chriftlich- germanischen Arbeitgeber" bc. nun, das ist gerade die spezifisch antia dem muß man sie auch lassen, wenn er in den Staats- turrenz macht. Diese Bedenken haben in der preußischen Regierung femitische Forsche. und Kommunaldienst eintritt. Selbst bei der tnappen Finanzlage müßten wir Ein Veteran vom Kutscherbock. Sein 50jähriges Dienst: für solche Dinge das Geld dazu geführt, daß bereits ein Ressort beantragt hat, unser diesen Die Regierung habe noch jubiläum konnte am 20. d. Mts. der 77 Jahre alte DroschkenUmständen das Gesetz abzulehnen. haben. Wir haben das Geld zu Prachtbauten, aber nicht für diese Zwecke, feinen Beschluß gefaßt, er fei aber nicht im Zweifel, futscher Biedermann, Breslauerstr. 20, begehen. Biedermann ist trozdem wir Die Ehrenpflicht hätten, für diese Ausgabe einzutreten. daß sich im Bundesrath keine einzige Stimme eines der ältesten Mitglieder des Vereins Berliner Droschken ( Buſtimmung dafür finden werde. Abg. Herbert meinte, er fei dem futscher, nicht nur dem Lebensalter, sondern auch der Zugehörigkeit rechts.) Abg. Rettich dankbar für seine Offenheit. Endlich sei zum Verein nach, dessen Mitglied er seit der Gründung ist. Abg. Rickert( frf. Vg.): Es handelt sich um eine Ehren auch von der Regierung das fulturwidrige des Verhaltens der Troß seiner 50jährigen Thätigkeit als Droschkenkutscher ist er pflicht des Reiches, die erfüllt werden muß und es werden sich Agrarier hervorgehoben worden. Aus Uebermuth oder um die noch heute so arm wie zu Beginn seiner Laufbahn und muß als auch die Mittel dazu finden. Ich persönlich habe die Meinung, Agrarier zu ärgern, esse doch niemand Margarine oder Margarine- 77jähriger Greis noch Droschke fahren und sich seinen färglichen daß der Reichs- Invalidenfonds, wenn man ihn nicht zu ängstlich täse, sondern weil die Einkommensverhältnisse einen großen Theil Lebensunterhalt sauer verdienen. Viele der Fuhrherren, für die anfaßt, einiges Geld hergeben wird. Ich hätte gewünscht, daß der Bevölkerung dazu zwingen. Die Herren Agrarier möchten er gearbeitet hat, haben es allerdings weiter gebracht al3 die Herren vom Bundesrathe uns eine Antwort gegeben hätten. sich doch einmal vergegenwärtigen, daß es im Deutschen Reiche er und leben heute von ihren Renten. Biedermann bezieht ja Generallieutenant v. Spitz: Wenn ich den Herren so ant- auch noch andere Leute als Großgrundbefizer giebt. Abg. Wurm auch eine Rente, von der er aber leider nicht leben kann bie worten könnte, wie es aus dem Herzen der Militärverwaltung hob hervor, daß man sich ansteckende Krankheiten bei der Butter Altersrente! kommt, so würden Sie vernehmen, daß keiner in diesem Hause, fehr leicht zuziehen könne; diese sei gefährlicher als Margarine. mag er noch so warm fühlen für unsere Invaliden und Vete- mit 11 gegen 6 Stimmen wurde das Verbot der Fabrikation Tempelhof 33 000 M., die Gemeinde Schöneberg aber 30 000 M. Das Tempelhofer Feld, für welches die Gemeinde rauen, uns übertrifft. Die Militärverwaltung ist aber nur ein aufgehoben. Glied in unserem großen Staatswesen und ihre Wünsche werden Margarinekäse wieder Verbot stimmten die Konservativen und der Antisemit Grundstückswerthsteuer vom Militärfistus haben wollte, ist nach modifiziert durch das, was die Reichsregierung allgemein für straut. In der ersten Lesung war beschlossen worden, daß zur Her- einer Entscheidung, welche der Kreisausschuß als erste Justanz durchführbar hält. Von diesem Standpunkte aus muß ich ellung von Margarine nur Magermilch mit einem Fettgehalt gefällt hat, steuerfrei. sagen, daß die hier gemachten Vorschläge von einer sehr großen unberechenbaren finanziellen Bedeutung sind. Debatte, an welcher sich eingehend die Abgg. Herbert und glocke", wird, wie er uns mittheilt, am Dienstag, den 25. Febr. von höchstens 0,05 pCt. genommen werden darf. Nach längerer Herr Joachim Gehlsen, der Herausgeber der„ ReichsDer Vorschlag, allen wieder im Staatsdienst angestellten Militär: 28 ur m betheiligten, wurde dieser Beschluß aufgehoben und im Lokal Bismarckshöhe" zu Charlottenburg einen Vortrag pensionären ihre Pension ganz oder in höherem Maße als jetzt zu belaffen, würde 6 Millionen jährlich erfordern. Nachdem erst dafür beschlossen, die näheren Bestimmungen dem Bundesrath über sein Flüchtlingsleben in Frankreich, England und der 1893 diese Angelegenheit zum Vortheil der Pensionäre geregelt überlassen. Für die Regierungsvorlage, die eine derartige Schweiz halten. worden ist, weiß ich nicht, ob die verbündeten Regierungen den Beschränkung nicht enthält, fand sich keine Mehrheit. Zeitpunkt für gekommen erachten, die Sache anderweitig zu Die fozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten haben trische Straßenbahnen wichtige Erfindung wird gegenwärtig von Eine für die Umwandlung der Pferdebahnen in elek regeln. Was die Entschädigung für den Zivilversorgungsschein zu dem Bericht der Wahlprüfungs- Kommiſſion über die Wahl des den„ Nenen Berliner Elektrizitätswerken" ausgeführt. betrifft, so muß man zwei Kategorien unterscheiden. Den An- Abgeordneten Colbus im zwölften Wahlkreise der Reichslande eine elektrische Lokomotive, welche den Zweck hat, bei Einführung stellungsschein bekommt ein Invalide, der nach freier Wahl den Elsaß- Lothringen einen Antrag eingebracht, der Reichstag wolle des elektrischen Straßenbahnbetriebes eine Umgestaltung all de Sivilversorgungsschein verwenden oder eine Entschädigung nehmen beschließen, die Wahl für ungiltig zu erklären. schon vorhandenen Pferdebahnwagen unnöthig zu machen, da fann, diese freie Wahl ist aber bei dem vollkommen invaliden und ein Anhängen der letzteren an die Lokomotiven genügt, den alten dienstunfähigen Mann ausgeschlossen, er muß die Entschädigung Betrieb mittels Pferden in einen elektrischen zu verwandeln. annehmen, und es ist deshalb nur gerechtfertigt, wenn diese Entschädigung höher ausfällt als die andere. Auch in der Unser Kollege Dr. Adolf Braun ist Freitag Nachmittag wichtigen Frage der Veteranenversorgung liegen Herz und Kopf 4%, Uhr wieder freigelassen worden, nachdem er vorher vom im Streite. Nach den Freiheitskriegen hat es 45 Jahre ge- Untersuchungsrichter vernommen worden war. Die Beschuldi dauert, bis man anfing, den Veteranen, die brav gekämpft, aber durchaus feinen Schaden erlitten hatten, nach Maß gung, unter der unser Kollege verhaftet worden ist, lautet vorhandenen Mittel freundlich gegenüber auf meineid! Der Werth der Anklage auf eines der zutreten. Jm vorigen Jahre find für die furchtbarsten und entehrendsten Verbrechen erhellt wohl am In der Vogelausstellung der„ Aegintha" im Grand bedürftigsten Veteranen 1800 000 m. bewilligt worden; wir besten daraus, daß Braun auf freien Fuß gesetzt wurde, obwohl Hotel Alexanderplatz sind gestern die Preise vertheilt worden. haben 770 000 Veteranen, und daß darunter eine ganze Menge erwerbsunfähiger und bedürftiger Leute ist, liegt auf der Hand. er Ausländer ist, und daß der Richter es nicht einmal für nöthig verzeichneten die goldene Medaille für Rausch, der nun zum Zuerst waren die Herren für die Kanarienabtheilung fertig und Diese Zahl haben wir gewonnen nach Maßgabe der Zahl der fand, die Kaution anzunehmen, die für unsern Kollegen an- dritten Male die höchste Auszeichnung erhalten hat; die filberne Soldaten, welche die französische Grenze überschritten haben geboten war! Medaille erhielten Bohnenstengel, Spankuhle, Stiller; die und mit Zuhilfenahme der bekannten englischen Tafeln, die von Den Parteigenoffen und Genossinnen des Kreises bronzene Bamberger; besondere Ehrenpreise erhielten Hirschberg, Dell Lebensversicherungs Gesellschaften benutzt Niederbarnim zur Nachricht, daß am heutigen Sonnabend, Wagner und Ulbrich. In der Abtheilung der ausländischen werden, und die allgemeine deutsche Volksstatistik. Daß 120 M. für einen erwerbsunfähigen Mann, der gar nichts straße 4, eine sozialdemokratische Parteiversammlung des Kreises zweiten Preisen die goldene Medaille, die silberne Fockelabends 81/2 Uhr in Stör's Gesellschaftshaus Pankow, Mühlen- Vögel erhielt Fräulein Hagenbeck mit 6 ersten und 5 anderes hat, nicht genügen, liegt auch auf der Hand. Anderseits stattfindet, in welcher Reichstags- Abgeordneter Stadthagen über mann, Brühl, von Sydow und Hertel. Für Ausstellung fann nicht geleugnet werden, daß es eine dankbar zu begrüßende die Sozialdemokratie und das bürgerliche Gesetzbuch sprechen wird. einheimischer Bögel hat Didakowsky die goldene Medaille Beihilfe ist, wenn ein Mann, der doch nicht durch den Staatsdienst erwerbsanfähig und bedürftig geworden ist, 120 M. Vom Wasserverbrauch Berlins. Die Gesammtzahl der erhalten, die filberne mit Zuerkennung besonderer Ehrenpreise bekommt. Wir theilen diese Ghrengaben nicht aus, sondern die an das Rohrsystem der städtischen Wasserwerte am Schlusse des Schulze und für Bastardzucht Maire und Strube; die bronzene Kraft, Krüger und Herrmann, ohne Ehrenpreise Blumhoff, H. Zivilbehörden, in Preußen das Ministerium des Innern. Bei Betriebsjahres 1894/95 angeschlossenen Grundstücke betrug Medaille erhielten Giesbrecht, Bunke, Grösch und Hildebrand. fühler Ueberlegung fann man hier nicht einen Rechtsanspruch Wasser versorgten Grundstücke 23 428, 386 mehr als im Vorjahre. Die Bevölkerung der mit Für allgemeine Leistungen find vergeben worden: Nadlermeister bezw. eine Pflicht des Staates anerkennen. E3 wäre das jedes Grundstück zu 72 EinSchindler die goldene Medaille; die silberne mit besonderer Ans auch G3 wohnern gerechnet( Bolkszählung von 1890) betrug anerkennung Nadlermeister Manecke, Milcher für Nistkästen, Büchler ein bedenkliches Präzedenz für spätere Kriege. & 3 ist schwer etwas was zurückzuschrauben, einmal ins Jahresschlusse 1703 481 Perfonen. Die Zahl Zahl der für funstvoll ausgestopfte Vögel, W. Lackowiz für ein Prachts Leben gerufen ist. Es wäre auch schwierig, die jetzige Invaliden- städtischem Leitungswasser versorgten Einwohner hat werk Unsere Vögel", Matte für die glänzenden Resultate seiner versorgung, die ein gesetzlicher Anspruch ist, zurückzuschrauben. gegen das Vorjahr um 29 260 Personen oder 1,75 pet. Fischzuchtanstalt in Lankwitz, Majewski für die glückliche Heilung Denten wir einmal, wir bekommen einen großen Strieg, der vermehrt. Der Gesammtverbrauch der ganzen Stadt betrug in vielleicht noch mehr Invaliden macht wie der leyte, und die dem angegebenen Betriebsjahre 41 947 282 Stubifmeter. Es sind einiger Todeskandidaten von Papageien. Für praktisches Futtermaterial erhielten Naumann und Wegener ehrende AnerMittel des letzten Krieges sind nicht vorhanden dann wird es von den Werken Charlottenburg und Lichtenberg in gesammt tennungen. dem durch den Krieg erschöpften Lande doch sehr schwer werden, 41 947 232 Kubikmeter Wasser gefördert. Von diesem Wasser Schlächtermeister Suhu, Reichenbergerfir. 23, hat, wie das alles in der Weise durchzuführen, wie es bis jetzt geschehen sind geliefert für den eigenen Betrieb der Werke 267 814 Kubit ist. Das muß bei aller Wärme des Gefühls, welches wir mit meter= 0,638 pCt., unentgeltlich für öffentliche Zwecke jetzt amtlich festgestellt ist, in großem Umfange Pferdefleisch zu Ihnen theilen, wohl erwogen werden. 13,961 pCt. und gegen Zahlung Wurst verarbeitet, die er dann als aus Rind- und Schweine Unterstaatssekretär Aschenborn: Der Abg. Graf Oriola 35 827 396 Stubikmeter 85,411 pCt. Der Wasserverbrauch im fleisch hergestellt verkaufte. verlangt eine Statistik über die Beihilfe an die gänzlich erwerbs- Stopf betrug im Gtatsjahre 1894/95: 67,81 Liter, im Vorjahre eignete sich gestern früh ein beklagenswerther Unfall. Ein Stein Jahresdurchschnitt aus dem städtischen Rohrnek pro Tag und Arbeiterrififo. Auf dem Neubau Mauerftraße 86/87 er unfähigen Kriegstheilnehmer. Der durch das Geseh vom 22. Mai 1895 dafür festgesetzte Ausgabebedarf des Jahres 68,48 Liter. Der Minderverbrauch an Wasser im letzten Rechnungs- träger namens August Thiele, der hinter einem anderen Kollegen 1895/96 ist wieder unverändert in diesen Etat eingestellt worden, jahre wird der niedrigen Temperatur des Sommers 1894 zu gebend, eine Molle mit Steinen in die erfte Etage tragen wollte, da die Unterlagen für eine anderweite Veranschlagung noch geschrieben. hatte hierbei das Unglück, daß ihm von oben herab ein Mauerfehlen. Diese Summe von 1800 000. ist an die Bundes- Der wegen der Beschäftigung nud Austellung von Stein so heftig auf den Kopf fiel, daß er betäubt zu Boden stürzte. nach Maßgabe der Matrikularbeiträge vertheilt jüdischen Lehrkräften an den hiesigen Gemeindeschulen unterm Der Verunglückte mußte sofort bebuss Anlegung eines Nothworden, eine Auskunft über den Finalabschluß des 27. Dezember v. J. an den Magistrat ergangene Erlaß des verbandes zur nächsten Unfallstation gebracht werden. Jahres liegt aber seitens der Bundesstaaten noch nicht Kultusministers und die denselben Gegenstand betreffende Ver- In der Untersuchungsfache gegen den Komplizen des por. Nur von Bayern ist die Auskunft eingegangen, daß fügung des königl. Provinzial- Schulkollegiums vom 29. Januar Rechtsanwalts Friz Friedmann, Agent Claussen, geht, wie von 1700 angemeldeten Personen 1500 berücksichtigt werden 1896 unterlag am Dienstag unter Vorsitz des Stadtverordneten dem„ Berliner Tageblatt" aus Hamburg geschrieben wird, dem fonnten. Danach würde das Verhältniß günstig sein. Wie Gerstenberg der Berathung des Ausschusses, welchen die Stadt- Untersuchungsrichter immer mehr Material zu. Nachdem bereits weit die Summe erhöht werden kann, würde sich also erst verordneten- Bersammlung über den Antrag des Stadtverordneten eine Anzahl gefälschter Wechsel den Akten beiliegen, hat die im Etat für 1897/98 zeigen. Durch das Gesetz vom 22. Mai Dr. Preuß, betreffend die neuerdings von den Staatsbehörden in Polizeibehörde auch nach anderer Richtung hin Nachforschungen 1895 wollten wir die Frage zum Abschluß bringen, um den bezug auf das kommunale Schulwesen erlassenen Anordnungen angestellt, da man die Vermuthung begte, daß noch weitere falsche Betheiligten Ruhe zu geben und sie von weiteren Agitationen niedergesetzt hat. Alseitig war man der Meinung, daß dieser Wechsel sich in Umlauf bestuden. Die Annahme hat sich be= fernzuhalten. Der Invalidenfonds hatte im vorigen Jahre Erlaß nicht ruhig hingenommen werden dürfe, feine Beseitigung stätigt; es sind zwei weitere gefälschte Wechsel zur Stelle gebracht, einen Aktivbestand von 83 Millionen Mark; seitdem ist vielmehr mit allen nur irgend zulässigen Mitteln angestrebt welche die Namen Hamburger Firmen tragen. Die Untersuchung er mit dem Bedarf des Gesetzes vom 22. Mai 1895 werden müsse. Eine diesbezügliche Resolution soll gefaßt werden, wird, um jede Verschleierung zu verhindern, sehr geheim geführt. belastet worden, das macht 2300 000 t. Die Regierung der Ausschuß hat aber die spezielle Feststellung des Wortlautes wird nicht engherzig in der Beurtheilung dieser Verhält- bis zur nächsten Sigung vorbehalten. Die Brandstiftungen in Moabit nehmen kein Ende. gabe der ftaaten = 5 852 022 Rubikmeter= am mit sich Die infolge der Maseru Epidemie in Wriezen a. D. wieder eröffnet worden. Die Zahl der an dem Orte bisher an geschlossenen Volksschulen sind jetzt auf Verfügung des Landraths Masern Ertranften betrug insgesammt 319. Doch ist kein einziger Todesfall eingetreten. Gegenwärtig sind an den Masern noch 31 Personen erkrankt. uiffe vorgehen, das beweist auch die Erhöhung des Dispositions. Auf Antrag der gemischten Deputation, welche über die Gestern war schon wieder ein neuer Fall zu melden. Um 10% Uhr fonds für Unterstützungen an Striegstheilnehmer von 400 000 auf Maßnahmen der städtischen Behörden gegen das Lehrerbesoldungs- früh stand der Dachstuhl des Hauses Thurmftr. 47 in Flammen. 700 000 M. Vom Jnvalidenfonds dürfen nur die Zinsen verwendet gesetz vorberathen hatte, hat das Magiftrats- Kollegium befchloffen, Die nahe Feuerwache löschte das Feuer durch schnelles Ein werden, und wenn der Zinsfuß noch weiter heruntergeht, müssen an die Mitglieder des Herrenhauses und des Hauses der Ab- greifen in etwa einer Stunde. Sistirungen finden täglich statt, wir schließlich Zuschüsse geben. Der Juvalidenfonds ist aber geordneten eine Dentschrift einzureichen, in welcher zahlenmäßig und trotzdem will es immer noch nicht gelingen, den Thäter feiner ganzen Natur nach ein Aussterbefonds, der Bedarf ver: nachtheilige Wirkungen des Gesetzes für die größeren Städte dingfest zu machen. Donnerstag Abend wurde die Feuerwehr mindert sich durch Abgang infolge Todes schließlich bis zum nachgewiesen werden. nach der Möckernstr. 127 gerufen. Dort war gegen 10 1hr Nullpunkt. Nur in diesem Jahre haben wir wegen der neuen Von dem pyramidalen Geist, mit dem die Radau- Anti- abends in einer Schlafftube ein Feuer aus Unvorsichtigkeit entBelastung eine Mehrausgabe. Aber dies beweist, daß ganz semiten den Kampf gegen die Arbeiterschaft führen, zeugt eine standen, bei dem sich die Wohnungsinhaberin verlegte. Die außerordentlich viel für die materielle Lage der Betheiligten ge- Mittheilung, die wir im gestrigen Morgenblatt der Staats: Samariter der Feuerwehr legten der Frau Nothverband an. schehen ist. bürger- Zeitung finden. Sie lautet: Der aus Berlin entwichene Schwammhändler CantroAbg. Graf Oriola( natl.): Ich vermisse eine Beantwortung" In welch einer leichtsinnigen Weise die Genossen" mit- witsch hat sich zunächst nach Leipzig begeben, wo er durch die meiner Frage über die Statistik. Daß sie noch nicht vorhanden unter Streits hervorrufen, beweist ein Vorfall, der sich im März Bahlungseinstellung einer bedeutenden Firma etwa 300 000 m. ist, verstehe ich wohl. Aber man hätte doch erklären können, daß vorigen Jahres auf einem Neubau in der Lankwigstraße ereignete. verloren hat, doch scheint sich seine Hoffnung, einen Theil dieser eine solche Statistik vorgelegt werden soll. Wenn das Verhältniß Die dort beschäftigten Steinträger ließen sich eines Tages um Summe durch einen außergerichtlichen Vergleich retten zu können, der unterstützungsbedürftigen Beteranen zu den Unterstützten wie die angegebene Zeit bei einem in dortiger Gegend wohnenden nicht erfüllt zu haben. Ueber seinen weiteren Verbleib ist nichts 17:15 sich verhält, so würde doch hier eine weitere Hilfe möglich Restaurateur junge Gänse braten, von denen die ersten auf bekannt. Der Werth des noch vorhandenen Waarenlagers des sein. Die Rücksicht auf den nächsten Krieg kann uns nicht ab dem Markte erschienen waren. Am nächsten Tage bestellten sie sich E. tünfte sich auf 80000 m. beziffern. Im Zirkus Busch ist am Donnerstag bereits das zweite| Wetter- Prognose für Sonnabend, den 22. Februar 1896. 116. Februar im Lokale des Herrn Schröder, Müllerstr. 178. Jn Ausstattungsstück aufgeführt worden. Es heißt Die Jagd nach Trockenes, vorwiegend heiteres Frostwetter mit scharfen einem intereffanten Vortrag sprach Genoffe Saffenbach über den Redner Berliner Wetterbureau. Uebergang vom Zunftzwang zur Gewerbefreiheit. schilderte in seinem Vortrage die Macht und den Einfluß des Bunftzwanges auf das Handwerk zur Zeit des Mittelalters und begründet dann, wie durch die wirthschaftliche Entwickelung Gerichts- Beitung. Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Sonnabend, Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Nationalötonomie.- Nordschule, Müllerfir. 179a: Redeübung. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Ste Schulräume find zur von 8 uhr an geöffnet. Benuhung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon Ethische Gesellschaft. Gonntag, den 23. Februar cr., abends 6 Uhr, im Lokal von Hoffmann, Aleranderstraße 27 c Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. 8 adet über Boltsgefundheit". Nachdem: Geselliges Betsammenfein und Tanz. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( G. H. nr. 29). Filiale 5 Berlin. Gonnabenb, Den 22. Februar, abenos 9 Uhr, bei Diefe, Lothringerftr. 67: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Aufftellung der Kandidaten zur General- Bersammlung. 2. Käffenbericht. 3. Verschiedenes. Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichshagen und Umgegend. Connabend, den 22. Februar, abends 8% Uhr: Bersammlung im Restaurant Waldhaus", Friedrichstraße. Thema:" Das Buch der Freiheit." Referent: Genoffe Goffman Verein Berliner Schirmmacher. Sigung am Sonnabend, 22. Februar, abends 9 Uhr, in Röllig's total, Neue Friebrichstr. 44. Theater- und Vergnügungsverein„ Humor". Gizung jeden SonnBorberettung von„ Der Theater- Verein der Louisenstadt. Jeden Sonnabend, abends 9 Uhr, aben abends 9½ Uhr, Schwedterstraße 17. Waldteufel." Annenstraße bet Broz: Sizung. Brobe zu„ Safemann's Zotaben Chauffeeftr. 23: Sigung. Gäfte milkommen. Theater- und Vergnügungs- Verein„ Troilus". Sonnabend 9 Uhr, abends 8 Uhr, im Total des Herren Graf, Briserstraße 23: Sizung mit Damen. Vergnügungs- Verein ,, Enftige Seelen". Sonnabend, 22. Februar, Vermischtes. dem Glücke" und enthält, wenn es auch nur eine Birkuspantomime östlichen Winden. ist, mehr dramatisches Leben, als manches andere, neuerdings auf modernen Bühnen aufgeführte Dichterwerk. Ueberhaupt ist zu beobachten, daß, seitdem sich gewisse Theater angewöhnt haben, durch allerhand Zirkuskunststücke ihr Publikum zu amüsiren, Das Reichsgericht, 1. Senat, verhandelte gestern über diese Schranke durchbrochen wurde, und der freien wilden Ron man sich in der Manege bestrebt, wiederum den eigentlich die Revision der Schriftsteller Curt Baake und H. Lux. Die furrenz als herrschendes Prinzip die Bahn geebnet wurde. Bei die Welt bedeutenden Brettern näher zu kommen. So war in beiden wurden von der Brausewetter- Kammer zu je 3 Monaten Besprechung gewerkschaftlicher Angelegenheiten bedauerte Ebert, dem im Zirkus Busch aufgeführten Stück von Dressurkünften Gefängniß verurtheilt, weil sie als Berichterstatter vom Frank- daß die Maurer, trotzdem ihnen bei der Einberufung der Ver. und Klownsprüngen nicht allzuviel zu merken, desto mehr aber furter Parteitag das Material zu dem Protokoll geliefert haben. fammlungen in den verschiedenen Stadttheilen Gelegenheit zum wurde Besuch derfelben gegeben wurde, dennoch der Besuch ein so Regie, die vor aller Augen in Verwandlungen das menschen Die von den Angelagten eingelegte Revision. Weine mangelhafter iſt. möglichste leistete, zu bewundern. Das Stück handelt von auf die Krankheit des Landgerichts- Direttors einem Wüstling, der seine Familie an den Ruin gebracht Brause wetter, unter dessen Vorsitz das Urtheil, einen Tag und verstoßen hat, und nun, von dem Teufel und den Unter- vor Ausbruch der Krankheit gefällt wurde, wies der Vorsitzende teufelinnen des Spiels mißleitet, am Arm seiner Courtisane auf als unerheblich zurück und der Senat trat dieser Auffassung Abenteuer loszieht. Er gewinnt ein Vermögen, veranstaltet ein bei, als der Vertheidiger einen Gerichtsbeschluß provozirte. verschwenderisches Fest und verleugnet hartherzig Weib und Näherer Bericht morgen. Kinder, als diese auf dem Feste das Mitleid durch den Verkauf Interessante Polizeigeschichten sind, wie der Boltsarmseliger Blumensträußchen wecken wollen. Der Armen nimmt sich unter dem besonders bewegten Beifall des Publikums ein Beitung" aus Düsseldorf geschrieben wird, aus der dortigen Gegend zu berichten. Vor einigen Wochen wurden zwei Polizeibraver französischer General an, der auf dem Personenzettel den beamte aus Rheydt zu drei bezw. fünf Monaten Gefängniß vernicht ganz unbekannten Namen Boulanger führt. Den urtheilt, weil sie einen unschuldig verhafteten jungen Mann mit Sünder aber ereilt das Geschick in den Fluthen des Meeres den von der Stadt angeschafften Gummischläuchen mißhandelt ohne 10 Fuß, tiefes Wasser in der Manege hat zur Zeit die hatten. Kurz vorher waren von der Düsseldorfer Strafkammer beste Pantomime feinen Werth. Ein wirklicher Dampfer fährt auch zwei Rheydter Polizeibeamte wegen Mißhandlung eines heran, wird vom Blitz getroffen, versinkt vor den Augen der Arrestanten mit mehrmonatigen Gefängnißftrafen belegt worden. Buschauer, und mauſetodt ist der Sünder. Wir wußten wohl, Der Bürgermeister Dr. Strauß von Rheydt hat nun im Gemeinderath so mußte es verlaufen, das Glück war nie bei denen, die vers- mitgetheilt, daß er im Interesse des Ansehens der Polizei zwei der sagt Glasbrenner in seinem Drama von der Sündfluth. Diese Beamten gekündigt habe; für alle Berurtheilten hat der Bürgeran sich schon aufregende Geschichte ist aber eigentlich nur das meister Gnadengesuche eingereicht. Doch weiter: In Viersen Gerippe der Handlung, die erst wahrhaft bewunderungswürdig hatte der Polizeisergeant Falteneyer zwei Bürger wegen Be gemacht wird durch Ballets von mindestens hundert, leidigung verflagt, weil diese in einem Briefe an den in den mannigfaltigsten Kostümen erscheinenden Damen, Bürgermeister behauptet hatten, der Polizist sei mit einer Person, durch Prachtgefährte und Gruppirungen buntester Art, durch die die unter fittenpolizeilicher Kontrolle steht, am Kirmes verschiedenartigste Anwendung elektrischer Glühlampen selbst am abend in einem Garten spazieren gegangen. Vor dem Schöffengericht Körper der Balleteusen, durch einen Dieb, der seinen Raub im in Viersen führten die Angeklagten den Beweis für die Wahrheit Luftballon in Sicherheit bringen will und einen Schuhmann, der ihrer Behauptung, weshalb beide freigesprochen wurden. Der Amtsihn dito im Luftballon verfolgt, und durch sonstige Ueberraschungen anwalt sowohl wie auch der Polizist Falkeneyer legten Berufung der unglaublichsten Art- alles dies unter Leitung und gnädigstem gegen das Erkenntniß ein, und deshalb wurde die Sache jetzt noch ein Beistand des Spielteufels, vor dessen Umgarnungen zu warnen mal vor der Düsseldorfer Strafkammer verhandelt. Die Angeklagten die hochmoralische Tendenz des neuesten Dichterwerkes ist. brachten eine Reihe von Zeugen, welche die Behauptung, die Direktor Busch hat in diesem Stück abermals geleistet, was ein Zirkusdirektor fin de siècle überhaupt zu leisten im stande ist. zur Klage geführt hatte, eidlich als wahr erhärteten; auch die Prostituirte felbft beschwor, daß der Sergeant mit ihr den Durch eine Feuer@ brunst ist die umfangreiche Papier Wegen Hehlerei wurde das Schneider G.'sche Ehepaar in Garten aufgesucht habe. Der Polizist Falteneyer sagte das fabrik der Firma Härtel u. Ro. bei Noffen im Muldenthal der Blumenthalstraße in Friedrichsberg verhaftet. G. ist be- gerade Gegentheil aus. Der Staatsanwalt beantragte,( Sachfen) faft vollständig eingeäschert worden. Biele hundert schuldigt, Tuche von Hausdienern und Schneidern aufgekauft den Polizisten, der uneidlich vernommen worden war, nicht zu Arbeiter sind dadurch brotlos geworden. und hierfür Preise gezahlt zu baben, welche faum den zehnten vereidigen. Die Vereidigung erfolgte aber, und Falkeneyer Der Hamburger Packetdampfer Markomannia ist, wie Theil des reellen Werthes ausmachten. In der Wohnung des leistete den Gid, dem ein halbes Dußend andere eidliche der Hamb. Korr." meldet, auf der Fahrt nach Westindien, laut Ehepaares wurden für ca. 2000 M. Waaren beschlagnahmt. Aussagen direkt entgegenstehen! Die Angeklagten Telegramm vom 15. b. M. aus Baranquilla, beim Cap Augufta wurden aber auch von der Straffammer freigesprochen, gestrandet. Der Dampfer befindet sich in schlechter Lage Umfangreiche polizeiliche Streifen finden jetzt allabendlich weil dieselbe den Wahrheitsbeweis als erbracht und ist voraussichtlich vollständig verloren. Der Maschinenam Maybach- Ufer und in der Laubenstadt auf den Köllnischen ansah. Was wird nun mit dem Ordnungswächter Falteneyer raum ist voll Wasser. Die Mannschaft befindet sich noch an Wiesen statt, da die Kriminalpolizei immer noch die schwache geschehen? Bord. Hoffnung hat, daß der Mörder des unglücklichen Knaben Willy Burr unter den Personen zu suchen ist, welche sich dort herumzutreiben pflegen. In der Nacht zum Freitag wurden wiederum 22 Männer und 2 Frauen, welche fich theils am Maybach- Ufer umbertrieben, theils in den Lauben auf den Köllnischen Wiesen Eine Mitgliederversammlung des Fachvereins der Musik nächtigten, festgenommen. Ferner wurde in Rixdorf als des instrumentenarbeiter tagte am 16. Februar Elifabethkirchstr. 14. Die Katastrophe in Johannesburg. Vom geftrigen Tage Mordes verdächtig ein gewiffer Emil Bruns, der unter dem Namen Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Gen. Litfin wird aus Johannesburg berichtet: Bis jetzt sind 50 infolge der „ Klavier- Emil" bekannt ist, festgenommen. Der Verhaftete ist ein trage folgte eine längere Discussion, an der sich die Mitglieder Gin Theil derselben wurde heute Nachmittag unter großer über das Thema:" Unser Reichthum". Dem interessanten Bor: Dynamit- Explosion ums Leben Gefommenen aufgefunden worden. früherer Lehrer, der wegen Sittlichkeitsvergehens an Seibt und Kleinlein betheiligten. Kindern seinen Beruf aufgeben mußte und jeden sittlichen Halt derem die miserablen Verhältnisse bei Pietschmann( Harmonika- heute an der Unglücksstätte erschienen. Der Zeitung Standard Kleinlein fritisirte unter an- Betheiligung der Bevölkerung beerdigt. Präsident Krüger ist verloren hat. Irgendwelche Schuldbeweise liegen bisher aber noch gegen keinen der Verhafteten vor und es hat den Anschein, fabrit), wo Wochenlöhne von 6 und 7 M. gezahlt werden, und and Diggers News" wird gemeldet: 10 Zonnen mit Dynamit 13 m. schon einen guten Verdienst bedeuten. Drabnid find explodirt. Die 10 Wagen, welche das Dynamit enthielten, als sollte auch dieser Mord ungefühnt bleiben. machte auf die gegenwärtige Lage der Streits aufmerksam und waren drei Tage hindurch der Sonne ausgesetzt; hierdurch wäre Zeugen gesucht. Am 11. November 1895, nachmittags forderte die Kollegen auf, sich recht rege an den Sammlungen zu das Unglück verursacht worden. Mehr als 100 Menschen sind 1/25 Uhr, wurde Invaliden und Brunnenstraße- Ecke dicht vor betheiligen. Listen sind von dem Vertrauensmann Fischer abends getödtet, mehrere hundert verlegt; die meisten derselben sind einem dort haltenden Pferdebahnwagen ein Mann von einem von 8 bis 91/2 Uhr bei Böker, Naunynstraße 78, abzuheben. Die arme Leute. Der Hilfsfonds für die Hinterbliebenen der durch Bierwagen überfahren. Die Fahrgäste, die auf dem Vorder- nächste Mitgliederversammlung für den Norden findet am die Explosion Umgekommenen ist auf 100 000 ftrl. angewachsen. perron des Pferdebahnwagens jenen Borfall gesehen haben, werden| 15. März statt. Neu aufgenommen wurden 38 Kollegen. In der Kapkolonie, wo die meisten der Opfer geboren sind, ist gebeten, ihre Adresse an Schankwirth Wilhelm Eichelmann, Eine Wanderversammlung des Vereins 3ur ebenfalls ein Fonds zur Unterstügung der Hinterbliebenen er Müllerstr. 55, gelangen zu lassen. Wahrung der Interessen der Maurer tagte am öffnet worden. Versammlungen. gehörige Dampffägewerk in Fichtenbau bei Brimfenau ist total Das der Firma Andreas und Kappen in Sprottau niedergebrannt. Die bedeutenden Bretterbestände und sonstigen gehörige Dampffägewerk in Fichtenhau bei Brimkenau ist total niedergebrannt. Die bedeutenden Bretterbestände und sonstigen Holzvorräthe sind vom Feuer verschont geblieben. In Kiel ist, wie das B. 2." meldet, der Inhaber der fallirten Seifenfabrik von Duenssen Nachfolger in Friedrich stadt, Rathmann und Kreistagsabgeordneter Scheller verhaftet worden. Erklärung. C In der am 20. d. Mis. stattgefundenen Brauer Versammlung find nach Zeitungsberichten vornehmlich von dem Gastwirth Wiedemann eine Reihe von Behauptungen aufgestellt worden, zu deren Abwehr ich mich zu folgender Erklärung genöthigt sehe. Gegenüber der immer von neuem von Herrn Wiedemann zu tendenziösen Zwecken aufgestellten, von mir wiederholt als unwahr charakterisirten Behauptung, die Entlassung einiger Brauer aus dem Münchener Brauhause sei wegen deren Zugehörigkeit zur Organisation der Brauer erfolgt, konstatire ich abermals, daß ich namens meiner Gesellschaft die Organisation der Brauer bereits im Jahre 1894 ausdrücklich anerkannt habe und heute nach wie vor auf demselben Standpunkt stehe. Zur Entscheidung über die Rechtmäßigkeit meiner Gründe bei der Entlassung der betreffenden Brauer habe ich mich dem Schiedsspruch der Gewerkschafts- Kommission zu unterwerfen bereit erklärt der deutlichste Beweis, daß ich eine eingehende derselben nicht fürchte und als dieser Schiedsspruch von seiten der Brauer verhindert wurde, habe ich die von diesen angerufene Vermittelung des Gewerbegerichts vorbehaltlos akzeptirt. Das auf diese Weise auf beiden Seiten als Schiedsgericht ausdrücklich anerkannte Gewerbegericht hat nach eingehender Verhandlung zu meinen Gunsten entschieden und nichts ist wohl zur Reun zeichnung der Handlungsweise meiner Gegner ge eigneter, als der Umstand, daß sie erstens sich dem Schiedsspruch der Gewerkschafts- Rommission ent wohl Prüfung ziehen und zweitens das Urtheil des Gewerbe gerichts, das auf ihr Anrufen gefällt ist, nicht anerkennen. Wenn eine Anzahl der Brauer meiner Gesellschaft der Organisation nicht angehören, so ist dies lediglich durch Herrn Wiedemann veranlaßt, der ihren Ausschluß aus der Organisation bewirkt hat, weil sie sich bei 30 M. Minimallohn und achtstündiger Arbeitszeit nicht zum Anschluß an die ohne Grund Streifenden entschließen konnten. Woher übrigens die Angriffe auf das Münchener Brauhaus stammen, erhellt zur Evidenz aus folgendem: Der Einberufer der öffentlichen Versammlung der sogenannten ausständigen Brauereiarbeiter, Herr Steiner, ist nicht mehr Brauer, sondern Bierreisender der Pichelsdorfer Brauerei; die Redner auf gegnerischer Seite, die Herren Wiedemann, Eiermann, Neumann, Preuß sind gleichfalls nicht mehr Brauer, sondern Restaurateure, zum theil mit dem Gelde der Pichelsdorfer Brauerei eingerichtet und nature gemäß von dieser abhängig. Jeder dieser Versammlungen hat der Direktor der Pichelsdorfer Brauerei, umgeben von seinem Stabe von Bierreisenden und sonstigen Anhängern beigewohnt und ste dirigirt. Meine Stellung zur Organisation der Brauer charakterisirt wohl am besten der Umstand, daß ich den Vertrauensmann der Organisirten wieder eingestellt, daß ich die Kompetenz der Gewerkschafts- Kommiffion anerkannt habe, die sogenannten organisirten Brauer aber nicht. Arendt Direktor der Münchener Brauhaus Actien- Gesellschaft". immt die Nedaktion dem Publikum Alexanderplatz- Theater. Urania Für den Inhalt der Juferate über- Anfang 8 Uhr: 3um 125. Male: Anstalt für volksthümliche gegenüber keinerlei Verantwortung Die kleinen Lämmer. Theater. Sonnabend, den 22. Februar: Opernhaus. Der Evangelimann. Phantasten im Bremer Raths= teller. Schauspielhaus. Wallenstein's Tod. Deutsches Theater. Liebelei. Vorher: Der zerbrochene Krug. Leffing- Theater. Jungfer Immers grün. Hierauf: Der Junge von Hennersdorf. Berliner Theater. König Heinrich. Nenes Theater. Der Herr Direktor. Vorher: Ein Zündhölzchen zwischen zwei Feuern. Residenz- Theater. Hotel zum Frei hafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. Die schöne Helena. Schiller- Theater. Ein toller Einfall. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Die Räuber. Alexanderplat- Theater. No. 66. Hierauf: Die kleinen Lämmer. National- Theater. Ein Verrückter. American Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein toller Einfall. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Die Journalisten. Abends 8 Uhr: Der Meineidbauer. Adolph Ernst- Theater. Bum 358. Male: Charley's Tanke. Schwank in 3 Atten von Brandon Thomas. Repertoirstück des GlobeTheaters in London. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tanz in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobдr. 30. Emil Thomas als Gast. Zum 170. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine tolle Nacht. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Ein Verrückter. Bolksdrama in 5 Aften( 6 Bildern) nach dem bekannten Roman aus den Berliner Vorwärts" für die Bühne bearbeitet von Paul Hiller. Regie: Max Samst. Personen: Dr. v. Schulz, Unterrichts Minister.. Leo Steinreuth. Bezirksamts Affeffor Wichert. PriesterLudidiero Robert Wach. . Ernst Clefeld. Förster Balder.... Friz Schäfer. Anna, dessen Tochter Bertha Arco. Förster Göpfert... H. Schwendler. Poiten, Bauerngutsbesitzer Siegm. Aschinger. Rathi Martha Baumann seine Kinder Hansl Else Müller. Gattl, Lehrer Siegfr. Bruck. Kreittmayer, Wirth. Heinrich Samst. Leoni, seine Frau.. Minna Poegner. Straßner Hans Hermes. Bauern Eigenberger Erich Stern. Bäger, Briefbote May Görner. Grosch, Registrator. Felix Stern. Toni Lechner, Holzfnecht.. Minna, Köchin Karl Wesselsty. Räthe Urban. Hochzeitsgäste, Bauern, Bäuerinnen. Zeit: Gegenwart. Ort der Handlung: Ein süddeutsches Gebirgsdorf. Nachm. 4 Uhr: Kinder- Vorstellung. Aschenbrödel. Bum Schluß: Zscheus, das Waldmädchen. Morgen: Ein Verrückter. Nachm. 3 Uhr: Opern- Vorstellung: Der Freischük. Naturkunde. Vaudeville in 2 Aften von L. Varney. Am Landes- Ausstellungspark Wegen kontraktlicher Verpflichtungen ( Lehrter Bahnhof). nur noch: 6 Aufführungen. Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftBorher: No. 66. lichen Theater. Operette von Offenbach. Näheres die Anschlagzettel. Feen- Palast Burgstrasse 22. 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Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 45. Abgeordnetenhaus. 24. Sigung vom 21. Februar 1896. 11 Uhr. Am Ministertische: v. Berlepsch und Kommissarien. Die Spezialberathung des Etats für Handel und Gewerbe wird fortgesetzt. Sonnabend, den 22. Februar 1896. 13. Jahrg. nicht aufgelöst. Die Maßregeln der Behörden liefen darauf welcher die dem Dekonomierath Grub gehörige Milchkuranstalt hinaus, so meinte Goldstein, einen Sängerbund am Biktoriapark leitet, wurde beschuldigt, am Sonntag, den von Arbeiter Gesangvereinen nicht zu stande 6. Oktober, einen Kutscher Milch zu festen' Kunden noch um tommen zu lassen, während man die Zentralisation der 11 Uhr vormittags haben ausfahren zu lassen. Die Anklage " patriotischen" Gesangvereine pflegt. fand darin einen Verstoß gegen§ 12 Abs. 2 der PolizeiDer Minister v. Mes ch behauptete zum soundsovielten Berordnung vom 21. März 1895 über die Sonntagsruhe im Male, es werde nicht mit zweierlei Maaß gemessen, Gewerbebetriebe mit Ausnahme des Handelsgewerbes".Bei dem Titel: Remunerirung der Vorsitzenden und Stell- obwohl diese Behauptung durch massenhafte Borkommnisse Rechtsanwalt Dr. Julius Stadthagen hatte für vertreter bei den Invaliditäts- und Alters- Versicherungs- Schieds- widerlegt wird. Und der Abg. Schill verstieg sich bei Be den Angeklagten in erster Instanz geltend gemacht, gerichten bittet gründung des Deputationsbeschlusses gar zu der Be- daß der angeführte§ 12 Abs. 2 der Verordnung vom Abg. Bachmann( natl.) um Besserstellung dieser Beamten, hauptung, der Verein„ Frohe Sänger" habe sich mit öffent 21. März 1895 eine Ausnahme von dem in§ 105 b Abs. 1 der die heute noch ungünstiger als die richterlichen Beamten in der lichen Angelegenheiten befaßt, weil die beiden Gewerbe- Ordnung vorausgefchickten gänzlichen Verbot der Justiz gestellt sind; auch möge man diese Stellen Richtern Exemplare des Almanach bei ihm gefunden worden seien. Sonntagsbeschäftigung ftatuire und daher nur Anwendung finde, übertragen. Die sozialdemokratische Tendenz in Arbeiter Gesang- wenn es sich um einen Betrieb der im§ 105 g Abs. 1 ber Ge vereinen äußere fich in den sozialistisch angehauchten werbe- Ordnung angeführten Arten handelt. Dies sei hier nicht Liedern, die bort gesungen würden. Diese fozial der Fall. Es handele sich hier nicht um ein Handelsgewerbe, demokratischen Tendenzen bewiesen, daß man sich mit wie es etwa bei der Bolle'schen Molkerei vorliege, sondern um Politik refp. öffentlichen Angelegenheiten befaffe. einen Ruhstall, aus welchem das rohe Erzeugniß die Milch Minister v. Berlepsch: Der letztere Wunsch ist berechtigt; allein ganz fann man die Verwaltungsbeamten in diesen Stellungen nicht entbehren und es steht den Oberpräsidenten auch das Vorfchlagsrecht zu. " Bei dem Kapitel gewerbliches Unterrichts= wesen" erörtert der Abg. v. Schenckendorff die Nothwendigkeit einer ander weiten Organisation dieser Schulen. Ueber den gestern besprochenen Streit in betreff der Trennung der Baugewerksschulen sei es für den Laien schwierig, sich ein rechtes Urtheil zu bilden. Die feste Anstellung der Lehrer sei eine der wichtigsten Forderungen, deren Erfüllung dringend nöthig ist und die alljährlich hier vor gebracht werden muß, bis die Regierung fie bewilligt. Was die Errichtung neuer gewerblicher Fortbildungsschulen betrifft, so follte mehr auf das Bedürfniß der betreffenden Landestheile Rücksicht genommen werden. Abg. Bachmann wünscht eine Besserstellung der NavigationsTehrer. Minister v. Berlepsch hält den Wunsch für berechtigt. Allein die Finanzverwaltung widerspricht dieser Forderung, weil fie anderen Beamtentlassen dazu dienen würde, höhere Forderungen zu begründen. Abg. Kraivinkel( natl.) bittet um eine Ausdehnung des gewerblichen Fortbildungs- Unterrichts. Auf eine Anregung des Abg. Plek( 3.) wird vom Regierungstische versichert, daß die Regierung es sich angelegen sein lasse, tüchtige Lehrkräfte sich zu sichern. Es seien auch Verhandlungen in der Schwebe, die Gehalts- und Pensionsverhält nisse festzustellen. Abg. Frhr. v. Heeremann( 3.) wiederholt die gestrigen Forderungen nach Ertheilung von Religions- Unterricht an die gewerblichen Schüler. Er dankt dem Minister für dessen Maß nahmen zu gunsten des gewerblichen Kunstunterrichts. V Der Der Abg. Gener erklärte darauf, falls diese Begründung unverarbeitet frisch verkauft und an Sonntagen nur auf vors als zutreffend erachtet werde, müßten sofort, wenn nach herige Bestellung hin an Kunden ausgefahren wird. den Worten des Ministers nicht mit zweierlei Maß gemessen Arbeitsraum eines solchen landwirthschaftlichen Betriebes sei werden solle, fofort alle fogenannten nationalen auch feine Fabrik und feine Werkstätte, deshalb falle und patriotischen Gesangvereine aufgelöst auch das Ausfahren des Erzeugnisses nicht unter den Begriff des werden. Denn in all diesen Vereinen würden Lieder gesungen, Betriebes einer Fabrik oder Werkstätte. Das Schöffengericht die im Sinne Schills politische Tendenzen verfolgten und alle diese hatte sich dieser Anschauung angeschlossen und auf Freisprechung Vereine ständen mit einander in Verbindung. Außerdem meinte erkannt, der Staatsanwalt aber Berufung eingelegt. Bei der Geyer, es sei nichts weniger als schmeichelhaft für die Regies gestrigen Verhandlung vor der Berufungsinstanz wurde erwogen, rung, wenn der Minister erkläre, es solle mit gleichem Maße ob das Verfahren des Angeklagten unter eine der verschiedenen gemessen werden, die Behörden im Lande dagegen sich nach neueren Bestimmungen über die Sonntagsruhe oder aber unter diesem Ausspruche des Ministers nicht richten, wie es in zahl die allgemeinen Bestimmungen der Polizeiverordnung vom reichen Fällen geschieht. Diese Wirkung seiner Definition 24. November 1853 falle. Rechtsanwalt Dr. Stadthagen bestritt der Abg. Schill, denn wiederum so äußerte der gewandte führte aus, daß hier kein Handelsgewerbe, Jurist wörtlich- Vaterland und Sozialdemokratie fein Betrieb" und keine Werkstätte vorliege und machte, ei zweierlei. unter Berufung auf ein Gutachten des Professors Dr. Heubner Auch der Abg. Niethammer warf sich in die Debatte auf das hygienische Bedenken aufmerffam, wenn es und griff die sozialdemokratische Opposition mit den unglaublich unmöglich werden sollte, eine solche auf grund ärztlicher Anordwiderspruchvollsten, zum hundertsten Male von ihm aufgetischten nung für die künstliche Ernährung von Säuglingen bestimmte Milch an den Sonntagen zu expediren. Die allgemeinen Beftimmungen der Verordnung von 1853 träfen nicht zu, weil die eleganten Wagen der Molkerei auf Federn ruhen und lange nicht so viel Geräusch machen wie z. B. ein Omnibus. Sollte auf grund jener Verordnung das Fahren solcher Wagen an Sonntagen überhaupt verboten sein, dann dürften auch keine Droschten fahren, denn diese dienen auch dem Gewerbebetriebe der Fuhrunternehmer. Der Gerichtshof erachtete diese Ausführungen als durchgreifend und erkannte auf Verwerfung der Berufung des Staatsanwalts. Redensarten an. Vom Abg. Geyer wurde ihm darauf erwidert, daß es im Lande Gelächter erregen müsse, wenn Niethammer fast in dem selben Athemzuge behaupte, die sozialdemokratischen Abgeordneten seien gar feine richtigen Sozialisten und dann beren Thätigkeit als eine revolutionirende, die Volks. masse vergiftende hinstelle. Die Liberalen sollten doch an die früher von ihren Gesinnungsgenossen getriebene Opposition zurück denken. Die Sozialdemokratie siehe in Opposition gegenüber dem bürgerlichen Staat, die Liberalen hätten in Opposition zum Abg. Dr. Glattfelter( 3) hält namentlich die soziale Be- feudalen Staat gestanden und seien für dessen Be. deutung des gewerblichen Unterrichtswesens für wichtig; der feitigung mit der Waffe in der Hand auf die vielbeklagten Verrohung der Jugend fann hier erfolgreich ent. Straße gegangen, bis der feudale Staat ge gegengewirkt werden; allerdings werde das ohne Inanspruch stürzt wer nahme der Seelsorge nicht möglich sei. Lauban. Gewerkschaftliches. vertreten zu sein. Abg. Felisch( t.) betämpft nochmals die Theilung der Bau- unangenehm, aber sie schämen sich doch nicht, gegen die sozial Den nationalliberalen Helden sind diese Reminiscenzen zwar u die Lederarbeiter, Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufsgenossen aller Länder! gewertsschulen in höhere und niedere; die letzteren würden dann demokratische Opposition reaktionärer aufzutreten, als früher die Kollegen! Das unterzeichnete Komitee zur Eins nur ein Pfuscherthum großziehen, das nachdrücklich bekämpft Feudalen dem Liberalismus gegenüber. Es gab also wieder eine bie ersten Vorarbeiten erledigt und einen Aufruf erlassen, worin berufung der internationalen Ronferenz hat sverden muß. regelrechte Sozialistendebatte, die, von den Gegnern heraufsämmtliche Abg. Eichel(.) wünscht Errichtung einer Webeschule in beschworen, ihnen feine Freude machte. Die Beschwerde ließ fämmtliche Organisationen ersucht werden, auf der Konferenz die Kammer gegen die Stimmen der Sozialdemokraten auf sich Abg. Schall( 1): Dem religiösen Bedürfniß fönnte genügt beruhen. Es haben nun die Kollegen aller in betracht kommenden werden, wenn überzeugte christliche Lehrer angestellt werden; die den Die Wahlentrechtungs Vorlage wird in der Deputation fein Lebenszeichen von sich gegeben. Wir ersuchen daher die - Länder, außer den Kollegen in Dänemark und Luxemburg, noch Schülern mit gutem Beispiel vorangehen. Sache der kirchlichen mit fabelhafter Geschwindigkeit durchgepeitscht. In drei Organe werde es dann sein, sich der jungen Leute anzunehmen. Shungen Kollegen aller Länder, die Frage der Beschickung oder Nicht. war man mit der allgemeinen Minister v. Berlepsch: Im wesentlichen stehe ich auf dem Debatte, die geradezu blamabel verlief, sowie beschickung schleunigst zu berathen, sowie Anträge zur Konferenz spätestens bis zum 1. Mai an uns gelangen zu lassen. Standpunkte des Vorrebners und habe auch in diesem Sinne mit der Spezialberathung des Entwurfs Anordnungen getroffen und bin auch bereit, eine generelle Anfertig. Die Sigung, in der man die redaktionellen weisung in dieser Richtung zu ertheilen und mich mit dem Feststellungen der völlig werthlosen Abänderungen vornahm, sollte Kultusminister in Verbindung zu sehen. Allein obligatorischer jogar als eine Situng zweiter Lesung betrachtet Lehrgegenstand für gewerbliche Unterrichtsanstalten kann der werden, wie einige Abgeordnete wünschten. Ueberhaupt Religionsunterricht nicht werden. rathung, wie sie im parlamentarischen Leben sich wohl felten äußerte sich eine Berfahrenheit und Unbeholfenheit bei der Bezeigen dürfte. Nur dem Einspruch eines Abgeordneten, der dem Entwurf nicht zustimmt, ist es zuzuschreiben, daß die erste Lesung nicht auch als zweite betrachtet wurde. Der Vizepräsident Streit, Rammerfortschrittler und alter Achtundvierziger, treibt, der Regierung zuliebe die Vorlage schnellmöglichst durchzupeitschen. Der Abg. Rüder aber meinte, man müsse den Schein vermeiden, als wolle man die Sache überhaften. Als ob dies nicht schon geschehen wäre! Abg. v. Eynern( natl.) bemerkt dem Abg. Glattfalter, der den Religionsunterricht als Mittel gegen den Umsturz anpries, daß diese Behauptung wenig Glauben verdiene, wenn das fromme Zentrum, wie das bei der Wahl in Dortmund geschehen, selbst einem Sozialdemokraten seine Stimme gebe. Auf eine Anfrage des Abg. Schaffner( natl.) wird vom Regierungstische her erwidert, daß die Aufwendungen zu Fortbildungsschulen im Regierungsbezirke Wiesbaden in den letzten Jahren erheblich gesteigert worden sind. Auf einen Wunsch des Abg. Schenck( frs. Vp.) erklärt der Minister v. Berlepsch, daß er eine genaue Statistik über das gewerbliche Unterrichtswesen veranlassen werde. Abg. Dasbach( 3.) führt den Nationalliberalen eine Reihe von Einzelfällen vor, in denen auch sie für Sozialdemokraten bei den Wahlen geftimmt haben. Die Abgg. Reichardt( natl.), Euler( 3.), Gothein( frf. Vg) und v. Schenckendorff( natl.) bitten den Minister, der Fachschule in Magdeburg nicht durch Entziehung der Staatsfubvention und Neu- Errichtung einer Kunstgewerbeschule den Lebensfaden abzuschneiden. Minifter v. Berlepsch und Geh. Rath Lüders legen dar, daß der Unterricht in der Fachschule mangelhaft sei. Schließlich wird ein Antrag Sattler( natl.), der auch von dem Abg. Bröse( f.) unterstützt wird, angenommen, dahingehend: die Regierung möge die Angelegenheit nochmals in Er wägung nehmen. Die Weiterberathung wird sodann auf morgen 11 Uhr vertagt; außerdem Eisenbahn- Etat. Schluß 3/4 Uhr. Dresden, 20. februar. Gerichts- Beitung. wurde 0 Berufsgenossen aller Länder! Jeder Tag zeigt uns, wie nothwendig es ist, daß wir uns mehr und mehr nähern, wir müssen ühlung nehmen und uns in jeder Form zu unterſtüßen suchen. Weil unsere Intereffen überall die gleichen sind, müssen wir sie Konferenz in Vorschlag gebracht: auch gemeinsam und planmäßig wahren und vertreten. Das Einberufungskomitee hat deshalb als Grundlage zur 1. Schaffung nationaler Berufsorganisationen. 2. Regelung des Reise- Unterstützungswesens. 3. Unterstüßung in jeder Form bei Streiks. 4. Einsetzung eines internationalen Sekretariats. Um nun der Konferenz eine Grundlage für nuhbringende Berathung und Anregungen zu geben, möchten wir jede Dele. gation eines Landes verpflichten, einen schriftlichen Bericht abzufassen und denselben so zeitig als möglich an das Komitee einzu senden. Diese Berichte müssen möglichst die Zahl der im Lande bes findlichen Lederarbeiter aufweisen, ferner die Lebenshaltung und Arbeitsverhältnisse, die Lohnverhältnisse, die Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit und den Stand der Organisation. Die Konferenz wird am 8. August, vormittags 9 Uhr, in Berlin( Marienbad), Badftr. 35, abgehalten, also vor dem Kongreß der Lederarbeiter Deutschlands, welcher jedenfalls am 10. August stattfindet. Die Direktionsverhältnisse des Bellealliance- Theaters wurden gestern vor der siebenten Straftammer des Landgerichts I. in eingehender Weise erörtert. Es handelte sich um Ferner legen wir Werth darauf, daß Angaben über die eine Anklage wegen Vergehens gegen die Gewerbe- Ordnung, gesetzlichen Bestimmungen gemacht werden, welche die Gründung dessen die Theaterdirektoren Charles Maurice und Sternheim von Organisationen, Agitation u. s. w. begünstigen oder er vom Schöffengericht für schuldig befunden worden waren. Beide schweren. hatten Berufung eingelegt, da aber der Angeschuldigte Stern Wollen wir nach dieser Richtung und gegen das Ausbeuterheim zum Termine in der Berufungsinstanz nicht pünktlich thum mit seinen Praktiken und Kniffen uns wehren, so müssen wir erfchien, so sein Einspruch verworfen und uns unbedingt persönlich zusammenfinden und aussprechen. Vergegen Maurice allein verhandelt. Am 8. Februar 1895 fäumt also nirgends, in keinem Lande, einen Vertreter nach und der Theaterdirektor Franz mit Berlin zu schicken. schlossen Maurice den damaligen Inhabern des Bellealliance Theaters, den Direktoren Sternheim und Burghof, einen Vertrag dahin ab, daß sie das Theater vom 1. Mai desselben Jahres ab pachtweise übernehmen sollten. Maurice engagirte sofort eine große Anzahl Künstler und Musiker in der Erwartung, daß ihm die polizei- In der zuversichtlichen Hoffnung, daß dieser Appell feine liche Konzession zum Betriebe des Gewerbes nicht versagt werden Wirkung nicht verfehlen wird, und weil wir wissen, daß Ihr in würde. Hierin fand er sich indessen getäuscht, die Polizei be- denselben gedrückten Verhältnissen lebt wie wir, und Ihr und Sächsischer Landtag. willigte ihm zwar die Konzession für das Spezialitäten wir nur einen Feind den Kapitalismus haben, rufen wir und Gartentheater, nicht indessen für das Haupttheater. Euch Allen zu: Auf denn zur ersten internationalen Konferenz Wiederum erzeugte die zwieschlächtige Anwendung des Maurice gerieth dadurch in eine arge Verlegenheit, da nun der Lederarbeiter in Berlin. Mit solidarischem Gruß Vereins und Versammlungsgesetzes durch die Behörden eine feine mit den Künstlern abgeschlossenen Verträge nicht giltig lebhafte Debatte in der Sigung der 2. Kammer vom 18. Februar waren. Jetzt ertheilte Rechtsanwalt Dr. Friz Friedmann den Das Lederarbeiter Konferenz. " Frohe Sänger" in Aue hatte eine Rath, daß der frühere Direktor Sternheim, der sich noch im J. A.: M. Arndt, Berlin, Soldinerstr. 38, IV. Beschwerde an den Landtag gerichtet, weil er auf grund des Besize der Konzession befand, wieder als Direktor eintreten sollte. Die Arbeiterblätter des In- und Auslandes werden um Ab§ 24 des Vereinsgefeßes( Inverbindungtreten) aufgelöst worden Es kam auch ein Nachvertrag in diesem Sinne zu stande. Sternist. Die Beschwerde und Petitionsdeputation beantragte, die beim trat wieder ein, ihm wurde ein Gehalt von 19 250 M. bruck gebeten. Beschwerde auf sich beruhen zu lassen, denn der vierteljährlich zugesichert, wogegen Maurice das Risiko des Metallarbeiter des Westens von Berlin, die dem Unternehmens trug. ganzen habe sich mit Sternheim unterzeichnete dann Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter sei mit anderen Gesangvereinen behufs Abhaltung nachträglich die mit den Künstlern abgeschlossenen Kontratte Berlins und Umgegend beitreten wollen, tönnen sich in Schöne und die Vorstellungen nahmen ihren Anfang. Polizeieines gemeinsamen Sängerfestes in Verbindung getreten. Als Präsidium und Schöffengericht hatten Schöffengericht hatten angenommen, daß berg bei Obst, Grunewaldstraße 110, ferner bei Gabriel, gelegenheiten befaßt habe, ließ die Deputation gelten, daß bei der Wiedereintritt Sternheim's nur ein Scheinmanöver set, si ging, Bellealliancestr. 74, aufnehmen lassen. Den beschlagnahmten Utensilien des Vereins a wei Gyemplare worden. Im Berufungstermin gelang der Nachweis, daß Stern Maurice war zu 50 und Sternheim zu 25 m. verurtheilt der alljährlichen Almanachsbeilage zum heim wohl die Thätigkeit eines Direktors entfaltet hatte, auch Wahren Jakob" gefunden worden seien. Die Deputation hatte in ihrem Bericht einige humoristische führte der Bertheidiger aus, daß ähnliche Verhältnisse wie beim Sprüche aus dem Almanach abgedruckt, die dem Abg. Stolle Bellealliance- Theater auch beim Schiller- Theater und beim königl. Naunynftr. 27 abgehalten werden. Der Vertrauensmann der Gesau Beranlaffung gaben, diese Auflösungsarbeit der Polizei Theater beständen. Der Gerichtshof gewann nicht die Ueberzeugung, daß ein Berliner Metallarbeiter. Otto Mäther, N., Anklamer. mit vernichtendem Spott zu überschütten und die große Scheinvertrag vorliege, hob das erste Urtheil auf und erkannte straße 44. Gefahr, die dem Staate durch den Almanach erwachsen sei, in humoristischen Zügen zu schildern. Auch der Abg. Gold: auf Freisprechung. " Der Gesangverein Verein und Beweismaterial dafür, daß der Verein sich mit öffentlichen AnKomitee zur Einberufung der internationalen Grunewaldstraße 121, bei Werner, Bülowstraße 59 und bei Achtung! Werkzeugschlosser, Schnitte und Stanzenmacher! Da die Verhandlungen mit den Fabrikanten erst beute früh 10 Uhr stattfinden, so kann die Versammlung ber Streifenden erst Nachmittag 8 Uhr bei Hente, Achtung Maurer! Im Treptower Part( Ausstellung) tein fritisirte scharf die Auflösungssucht, die sozialdemokratischen Von grundsätzlicher Bedeutung für Molkereien ist eine werden die Maurer gezwungen, wochentags bis 9 oder 10 Uhr Bereinen gegenüber Platz gegriffen hat und die sich nun sogar Anklage wegen Vergebens gegen die Gewerbe- Ordnung( Sonn- abends sowie auch Sonntags zu arbeiten. Wer es nicht will, auf harmlose Gesangvereine erstreckt. Natürlich werden patrio- tagsruhe), welche gestern die 6. Strafkammer des hiesigen Land- wird von den Polieren Haagen, Fiedler, Golzow und Schzig tische" Gesangvereine, obwohl fie Sängerbünde gebildet haben, gerichts I beschäftigte. Der Geschäftsführer Emil Lettow, entlassen. Beim Polier Heinrich Fiedler sind am Donnerstag, Arbeitern nüßen können. Aus Burg wird uns geschrieben: Die hier feit ungefähr 11/4 Jahren bestehende Burger GenossenschaftsSubfabrik, welche seinerzeit von den ausgesperrten Schuhmachern mit wenig Mitteln ins Leben gerufen wurde, ist in der Nacht zum 18. Februar durch eine Feuersbrunst voll ständig vernichtet worden. Gerettet ist fast nichts. Sämmtliches Material, wie auch sämmtliche Maschinen und Werkzeuge, selbst die Werkzeuge der in der Fabrik beschäftigten Personen, wurden ein Raub der Flammen. Zirka 60 Personen, von denen die meisten verheirathet sind und eine große Familie zu ernähren haben, sind durch dieses Brandunglück in die troft loseste Lage versetzt. Es ist noch nicht abzusehen, wann sie wieder Arbeit finden werden; Wochen können vergehen, ehe ein neuer Betrieb in Gang kommt. genommen: " ben 20. d. Mts., vormittags, 15 Mann aus diesem Grunde ent- I geräumt sei und Schlamp lieferte unter großer, theils haupt 245 Wertstätten an der Bewegung betheiligt, von Jassen worden. Näheres hierüber in der öffentlichen Maurer- stürmischer Heiterkeit der Versammelten eine Menge Beispiele diesen haben 172 Werkstätten die Forderungen Bersammlung am Sonntag, den 23. d. Mts., vormittags 10 Uhr, dafür, wie wenig fich auf viele Behörden im lieben Vaterlande bereits bewilligt, in 76 wird geftreitt. Bon bei Gründel, Brunnenstraße 188, wozu die Herren Poliere dieser das Wort anwenden laffe: Wem Gott ein Amt giebt, giebt er 622 Polirern, die sich an der Bewegung betheiligten, haben Bauten hierdurch dringend eingeladen werden. auch Verstand." Folgende Resolution wurde einstimmig an- 440 die Forderungen der Kommission bewilligt Karl Knöpchen. erhalten, 193 streiten noch; im übrigen ist man aber Aus Kottbus wird uns telegraphirt, daß der Streik Die Versammelten erklären sich gegen jede den Gesammt der Meinung, daß bei ftrenger Kontrolle und Ausdauer die Der Textilarbeiter große Dimensionen angenommen hat. buchhandel beschränkende Bestimmung der Gewerbe- Novelle, so- Forderungen in sämmtlichen Werkstätten bewilligt werden. Die Zahl der Ausständigen beträgt jetzt zirka 3000. Heute, wie gegen jede Beschränkung der Gewerbefreiheit überhaupt und In der der darauf folgenden Diskussion, an der sich Sonnabend wollen die Fabrikanten eine Massenkündigung bitten einen hohen Reichstag, den Gefeßentwurf der verbündeten gegen vierzig Redner betheiligten, wurden die geradezu vornehmen. Da es sich um durchaus berechtigte und durchführ Regierungen, betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung jämmerlichen Zustände in einzelnen Fabriken gegeißelt. bare Forderungen der Arbeiter handelt, die die Fabrikanten nicht in der jetzigen Gestalt abzulehnen, da die darin enthaltenen Be- Am unerträglichsten, insbesondere für Arbeiterinnen, bewilligen wollen, wie z. B. um die Forderung nach Einführung ftimmungen den Ruin von hunderttausenden von Existenzen sind die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der schon früher geeiner einheitlichen Lohntabelle, so richtet sich das Auftreten des herbeiführen würden." nannten Zugusmöbelfabrik von Schoy, wo die Arbeiterinnen Rottbuser Unternehmerthums von selbst. Mögen sich die Zur Lohubewegung der Tischler Berlins. Die Herren nicht nur im Afford den geringen Lohn von 5-6 M. pro Woche deutschen Textilarbeiter an dem Zusammenhalt des dortigen schreibtisch- und Buffetmacher hatten sich über 500 Mann am erreichen, sondern gezwungen wurden, bei Androhung Fabrikantenthums ein Beispiel nehmen und ebenfalls Donnerstag bei Keller, Koppenstraße, versammelt, um über Auf- fofortiger Gutlassung des Abends Arbeiten fest zu ihren kämpfenden Brüdern stehen, dann wird ftellung eines einheitlichen Tarifs in ihrer Branche zu berathen. bis nach Rigdorf mit nach Hause zu nehmen, um der Kampf in Kottbus für das Proletariat der Textil- Klofe, welcher die Versammlung einleitete, führte hierzu folgendes fie am andern Tag fertig mit nach der Fabrik industrie günstig enden und die Fabrikanten werden begreifen aus: In den einzelnen Werkstätten seien ganz verschiedene 3u bringen; geschah dies nicht, dann wurden die Arbeitemüssen, daß die Zeiten vorüber sind, wo der Unternehmer mit Forderungen gestellt worden, die einen haben 5 pCt., andere innen mit allen erdenklichen Grobheiten und Vorwürfen tratden Arbeitern verfahren kann, wie's ihm paßt. Nach einer Mittheilung der Vossischen Zeitung" sollen die ftande abzuhelfen, haben 27 Werfftellen versucht, 10 pet., auch 15 pet. Aufschlag gefordert. Um diesem Miß- tirt; gewöhnlich wird von ihnen immer nur als von„ den Weieinen bern" gesprochen. Textilfabriken von Geisler und H. Jäger durch die Ausständigen Minimaltarif aufzustellen und sich verpflichtet, denselben Als die Lohnzettel dort kontrollirt wurden, fand man verbeschädigt worden sein. Diese Nachricht ist vermuthlich falsch. zur Durchführung zu bringen. Damit dies aber geschehen schiedene nicht vor, wahrscheinlich die schlechtesten. Diejenigen, welche Sollte sie zutreffen, so wird man im Lager der Streitenden un- tann, sei es nothwendig, daß die übrigen Werkstätten sich einen Lohn von 15-17 M. angaben, waren aber solche, die auf zweifelhaft alles thun, um die Wiederholung solcher bedauerlichen diesem Tarif anschließen und auch diejenigen Kollegen, die sich Arbeiterinnen lauteten, die in der Fabrik und des Nachts zu Borkommnisse zu verhindern, die nur den Ünternehmern, nie den bereits zu niedrigen Forderungen geeinigt haben, nochmals in Hause arbeiteten. Doch habe sich Herr Schoy in theils entden Streit treten. Auch die Meister dieser Branche haben ge- rüsteter, theils herablaffender Weise bereit erklärt, den wünscht, daß ein einheitlicher Tarif aufgestellt werde und daß in Arbeiterinnen ein Prozent Lohnerhöhung zu bewilligen, allen Wertstellen dieselben Löhne bezahlt werden. Zu diesem Zweck während mindestens 200 Prozent erforderlich sind, um nur einen hatten die Meister der Herrenschreibtisch- und Buffetbranche am Mitt- einigermaßen angemessenen Lohn zu erhalten. Desgleichen habe woch eine Versammlung, in welcher Redner zugegen war. Er habe sich die Firma Labrenz seit 10 Jabren ständig geweigert, dort die Ansicht gewonnen, daß die Weister gewillt feien, Lohnverbesserungen zu bewilligen, und wurden die fordernden ArDie aufgestellten Forderungen zu bewilligen. In dieser Versamm beiter stets gemaßregelt. Der Direttor der Nähmaschinenlung mußte Herr Tischlermeister Gerabeck zugeben, daß er für fabrik von Frister u. Roßmann habe die Maßregel anzwei Diplomatentische 28 M. Lohn zahle, während der jetzt auf gekündigt, nur 14tägige Lohnzahlungen einzu gestellte Tarif hierfür 49 M. fordere. Wir können ihm dann führen. In einer Fabrit unter der Firma Frau auch glauben, daß er, wie er sagte, an diesem Artikel noch ein von Soden" werden eine Anzahl jugendlicher Arbeiterinnen recht schönes Stück Geld verdient. Die Meister haben eine in ungefeßlicher Weise ausgebeutet, ohne daß es bis jetzt Kommission von sieben Mitgliedern gewählt, welche in der der Polizei auch nur einmal gelungen wäre, Ermittelung der heutigen Versammlung vollzählig erschienen ist; diese soll mit Thatsache herbeizuführen, weil die Arbeiterinnen mit eigener einer gleich großen Kommission der Arbeiter über den aufgestellten Uebereinstimmung sofort in ein Verfted gebracht werden. In Tarif verhandeln und beantragt er, heute sieben Kollegen zu wählen. ähnlicher Weise werden die Zustände in einer Anzahl anderer Herr Tischlermeister Sch. Schulz theilt nunmehr im Namen der Fabriken geschildert. Punkt 2 der Tagesordnung wird dadurch Kommission mit, daß die Meister im allgemeinen feine Bedenken erledigt, daß die, von der Kommission vorgeschlagenen Untergegen diesen aufgestellten Tarif hätten und damit einverstanden stützungen für Streifende nach kurzer Diskussion angenommen In der Ungarischen Waggonfabrik in Arad steht ein feien. Herr Tischlermeister Lerabeck, ebenfalls Mitglied der Kom- werden und zwar erhalten: Männliche die ersten 8 Tage Dann erhalten Streit der dort befchäftigten 60 Sattler in Aussicht. Die mission, erklärt, er begreife nicht, wie Herr Schulz dazu kommt, nichts, mit Ausnahme der Bedürftigen. 2 M., und diejenigen mit Arbeiter wollen versuchen, die 15 stündige Arbeitszeit zu besu sagen, daß alle Meister einverstanden feien. Er kann nicht diejenigen mit 4 Rindern feitigen und die elenden Löhne aufzubessern. diefe Preise bewilligen. Herr Schultz hat das wohl blos des: weniger Kindern 1,75 M.; Frauen und Arbeiterinnen an) 1,50 M. pro Tag. Arbeitslose wegen gesagt, weil er sich heute mit seinen Arbeitern geeinigt( vom ersten Tage des Streits als solche weiter habe. Wiedemann tritt den gemachten Borschlägen energisch werden auch während entgegen und bittet die Versammlung, einstimmig die geführt. Nach einer kräftigen Ansprache des Gen. Reuter Eine gut befuchte Volksversammlung für den 2. Wahl- Redner fort, so weiter, wie Sie bisher gefämpft haben. Der Streifenden erfolgt durch Mitbringen der Eine gut befuchte Volksversammlung für den 2. Wahl- Wahl einer Kommission abzulehnen. Kämpfen Sie, so fährt wurde noch auf Antrag befchloffen: Die Kontrolle der kreis tagte am Donnerstag in Reinhards Gesellschaftshaus. von 8-12, nach= Genoffe Frohne behandelte das Thema:„ Die Sozialdemo: Streit darf durch derartige Tarifverhandlungen nicht verfchleppt Streittarten vormittags von kratie und das bürgerliche Gesetzbuch". Der Redner besprach werden. In 8 Tagen muß der Streit beendigt sein und fann mittags von 2-5 Uhr im Lokal von Wiedemann in einzelne die Arbeiterschaft besonders interessirende Kapitel dieses er beendigt sein, wenn die Arbeiter sich nicht zu thörichten der Blumenftr. 38. Entwurfs und kritisirte zunächst die Bestimmungen über das Vereins Handlungen verleiten lassen. Die Arbeiter, die noch keine For recht, durch welches der polizeilichen Willtür Thür und Thor geöffnet Richtschnur nehmen. Es darf nicht so gehen wie 1889, wo sicher der derungen gestellt haben, können sich den aufgestellten Tarif zur werde. Für diesen Theil des Entwurfs werde wohl in der werde. Für diesen Theil des Entwurfs werde wohl in der Kommission faum eine Majorität zu stande kommen. Bei der Streik ebenfalls nur durch die Tariffrage zu Wasser geworden ist. Besprechung des Kapitels vom Arbeitsvertrage hob der Referent ihr Ginverständniß zu erkennen gegeben, daß sie auch keine StomWährend dieser Ausführungen hat die Versammlung wiederholt hervor, daß die Gesindeordnungen, deren veraltete Bestimmungen mission mehr wünsche und zieht Klose darauf seinen Antrag mit den Grundfäßen eines Rechtsstaates nicht in Einklang zu zurück. Sillert theilt noch mit, daß Tischlermeister Hanke die bringen feien, durch den vorliegenden Entwurf nicht be- Meister der Branche, die bewilligt haben, zu veranlaffen fucht, ihre rührt würden, und beleuchtete ferner die der Natur und Vernunft Hohn sprechende rechtliche Stellung, welche das Unterschrift wieder zurückzuziehen. Henze bemerkt, daß bei der bürgerliche Gesetzbuch den unehelichen Kindern anweist. Die Firma J. C. Pfaff die Forderungen nicht als bewilligt zu beBesprechung des Kapitels über die Ehescheidung bot dem Redner trachten seien, da dort noch immer weiter Ueberstunden gemacht Gelegenheit, die Heuchelei der gegenwärtigen Gesellschaft zu kenns zeichnen, welche die Heiligkeit der Ehe dadurch zu befestigen glaubt, daß sie solche Ehen, die durch das Band gegenseitiger Zuneigung nicht mehr zusammengehalten werden, durch äußeren Zwang aufrecht zu erhalten sucht. Aus den Massen des arbeitenden Bolles erwachse ein neues Recht; diesem besseren und vernünftigen Recht Geltung zu verschaffen, sei die Aufgabe der Arbeitertlaffe. Die Maler und Auftreicher Rheinlands und Westfalens halten ihren diesjährigen Provinzialtag am 1. März in Barmen bei Peter Krauß, Nödiger- und OberdörnerstraßenEcke ab. Versammlungen. = Der Verband der Bäcker hielt am 10. b. M. feine regel erfreute. Nach einem recht beisällig aufgenommenen Bortrag des mäßige Mitgliederversammlung ab, die sich eines guten Besuchs Herrn Georgus verhandelte man über die Stellung zu dem jezigen lauf feßt, um die mißliebigen Arbeiter zu maßregeln. Nach Vorgehen der Junung, die, wie bekannt, schwarze Listen in Ums längerer Diskussion wurde folgende Resolution einstimmig au genommen: Die Versammlung proteffirt einmüthig gegen die gefaßten Beschlüsse der hiesigen Bäckerinnungen, wonach diejenigen Gesellen, welche sich„ böswillige" Denunziation gegen Meister zu Schulden kommen lassen, keine Arbeit mehr erhalten. Die Versamm lung erblickt darin eine Maßregel gegen diejenigen Gesellen, welche für die Beseitigung der Mißstände in Bäckereien, sowie für gestellte Tarif in einem noch näher zu bestimmenden Lokal verständlich etwaige Bergehen der Gesellen, wie sie in den Meister Die Versammlung nimmt einen Antrag an, daß der auf: Durchführung der Sonntagsruhe eintreten. Sie verurtheilt selbstausgehängt wird. Auf eine Anfrage theilt der Vorsitzende zeitungen in letzter Zeit dargelegt find. Aber hier steht den Bogasch mit, daß es noch nicht entschieden ist, ob der Arbeiter Herren das Gericht zur Seite, das derartige Bergehen, falls fie verpflichtet ist, einen angefangenen Afford fertig zu stellen. Auf erwiesen, bestrafen wird. Des weiteren ersucht die Versammlung grund des§ 152 der Gewerbe- Ordnung ist jedoch anzunehmen, alle Gesellen Berlins, Uebertretungen der Sonntagsruhe, sowie daß der Arbeiter nicht zur Fertigstellung gezwungen werden kann. Uebelstände in Bäckereien dem Vorstande der Bahlstelle zur An Genosse Stadthagen besprach gleichfalls in längerer Die Musikinstrumenten Arbeiter Berlins nahmen in zeige zu bringen." Die Versammlungen finden jeden zweiten Rede über verschiedene Abschnitte des bürgerlichen Gesetzbuches einer gut besuchten Versammlung am Donnerstag bei Hente in Dienstag im Monat Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig statt. und meinte, daß die Einführung eines einheitlichen Rechts auch der Naunynstraße Stellung zum Streit der Tischler. Im Verband der Textilarbeiter( Filiale I) hielt am für den Arbeiter von großem Interesse sei. Unsererseits würde Der Referent Kleinlein führte den Versammelten die zur Zeit 15. d. M. Genosse Pörsch einen beifällig aufgenommenen Vordaher versucht werden, den Entwurf nach Möglichkeit zu ver- ausgebrochenen Kämpfe der Arbeiter vor Augen und bezeichnete es tidg. Hieran schloß sich unter Vereinsangelegenheiten der Be beffern, obwohl wir nicht alle Bestimmungen hineinbringen können, als erfreuliches Zeichen, daß neben der anhaltenden Einwirkung auf richt des Kassirers über das legte Quartal. Der Verein hatte in die unserer Meinung nach hinein gehören. Namentlich müßten die Gesetzgebung durch die Sozialdemokratie eine neue Epoche dieser Zeit influſive eines Bestandes vom voraufgegangenen die Rechte der Frauen vermehrt werden, nicht nur im Gherecht, wirthschaftlicher Kämpfe angebrochen sei, unter welcher große Quartal eine Einnahme von 661,16 M. und eine Ausgabe von fondern vor allem auch auf dem Gebiete des Vermögensrechts, Mengen fampfes und opferfreudiger Proletarier in unsere Reihen 391,04 M. zu verzeichnen, mithin ist ein Bestand von 270,12 M. was bei der heutigen wirthschaftlichen Stellung der eriverbenden treten. Die großen Berliner Streits in diesem Jahre seien vorhanden. Sodann wurden den streifenden Drahtwebern in Frauen unerläßlich sei. Auch die Ausführungen dieses Redners wiederum ein Merkzeichen in der Geschichte des Emanzipations: Dresden 20 M., den Webern in Kotibus 20 M. und den Konwurden mit großem Interesse angehört und beifällig aufgenommen. fampfes der Arbeiter und die Tischler können mit Stolz fagen: fektionsarbeitern in Berlin 30 m. bewilligt. Eine Resolution, welche befagt, daß, da der Entwurf des bürger- wir sind dabei gewesen. Nach einer eingehenden Erörterung der Lage Der Verband der in Buchbindereien, der Papier. lichen Gesetzbuches den Auschauungen der arbeitenden Klasse nicht der Tischler schließt Referent mit dem Appell an die Versammlung: und Lederwaaren Industrie beschäftigten Ar entspricht, derselbe im Sinne der Sozialdemokratie zu ändern Es ist bei ernsten Kämpfen anderer Berufe auch in unserer Branche beiter und Arbeiterinnen hatte am 17. b. M. eine eventuell abzulehnen sei, wurde angenommen. Tradition, helfend einzuspringen; um so mehr haben wir die Mitgliederversammlung einberufen, in der Frau Gnaud einen Die Novelle zur Gewerbe- Ordnung, welche der Prüfung Pflicht, die Tischler zu unterstüßen; unsere nächsten Berufs- interessanten Vortrag hielt. Hierauf machte der Vorsitzende be des Reichstages unterliegt, hatte eine gutbesuchte Protest genoffen müffen zum Siege gelangen. Darum ist es Pflicht fannt, daß die streitenden Schneider und Schneiderinnen die be versammlung aller Berlags., Rolportages und aller, den Kämpfenden nicht als Streifbrecher in den Rüden willigten 200 m. erhalten haben. Für die streikenden Holzeine Unterstützung von Reise Buchhändler und von Angehörigen ber beim 8u fallen, sondern fie materiell möglichst zu unterstützen arbeiter beantragte der Vorstand Buchhandel intereffirten Gewerbe veranlaßt, bie am 20. Februar( Beifall.) In der Debatte tritifiren eine Anzahl Redner das 30 M., welche von der Versammlung auf 50 M. erhöht wurde. Wilhelm giebt die Anregung, fich im Cohn'schen Festfale abgehalten wurde. Der Referent, Buch- Fallenlaffen des Minimallohns von 21 M. für den schwächsten Das Mitglied händler Ernst Schulze, wandte sich scharf gegen die Be- Arbeiter feitens der Tischler, worauf Ahrends die Gründe dafür mit denjenigen Firmen, welche während der Ausstellung inners stimmung im Entwurf des Bundesraths, daß hinfort Be- larlegt. Der Vorsitzende Must row hält ein Eingehen auf halb derselben arbeiten laffen, zu beschäftigen. Es muß darauf ftellungen auf Waaren nur bei Kaufleuten oder solchen diesen Punkt für diese Bewegung nicht förderlich, da es Sache gedrungen werden, daß die dort beschäftigten Arbeiter ents Personen aufgesucht werden dürfen, deren Gewerbe der Tischler selbst sei, ihre Taftit zu bestimmen. Riediger, sprechend der entstehenden Mehrausgaben entschädigt werden. betrieb Waaren der angebotenen Art Verwendung finden. Ludwig, Bloßis und Fischer äußern sich im wesentlichen Der Vertrauensmann Bytom sti erklärt, er babe sich mit Diese Bestimmung bedeute, wenn zum Gesez erhoben, die Ver- gleichfalls im Sinne des Referenten und schließt der 2. Punkt dieser Frage schon beschäftigt, und spricht die Hoffnung aus, nichtung tausender, besonders kleinerer Griftenzen und ins- der Tagesordnung mit der einstimmigen Annahme folgender Re- bestimmte Forderungen durchzufeßen. Zum Schluß ersucht der besondere eine theilweise Vernichtung des Buchhandels. Redner folution: Die Versammlung erflärt sich mit den streitenden Kassirer, die Zahlstelle in der Müllerstraße bei Weinert mehr legt dar, wie gerade der Verkehr des Buchhändlers mit dem Tischlern solidarisch und verpflichtet sich, dieselben moralisch zu benutzen. weitesten Maße zu unterstützen. 311 Privatpublikum, vermittelt durch den Reisenden und den Kol- und finanziell im Die Droschkenfntscher Berlins und Umgegend hielten in find vom Vertrauensmanu Fischer porteur, den Literaturvertrieb ins ungemessene gesteigert und diesem Zwecke mit der Nacht zum 21. d. M. im Saale der Norddeutschen Brauerei Listen der nicht nur die Volksbildung gefördert, sondern auch dazu bei dem Stempel desselben versehene Tischler eine öffentliche Versammlung ab zur Erörterung der Frage: getragen habe, tausenden von Menschen Arbeits- und Verdienst zu entnehmen und möglichst hohe Beträge in dieselben ungefäumt Welche Pflichten haben die Droschkenkutscher Berlins gegen fich gelegenheit zu schaffen. Wenn wirklich dem Bundesrathe einzuzeichnen. Der zweite Punkt der Tagesordnung wird haupt- felbft und gegen die Arbeiterpartei?" und Entgegennahme des Das Bestimmungsrecht über Ausnahmen vorbehalten bleiben fächlich mit einer Erörterung darüber ausgefüllt, wie die gegen Berichts über die Errichtung eines Streitfonds. Ueber die erste solle, dürfe sich doch niemand in süße Hoffnungsträume wiegen; wärtig im Streit befindlichen Gewerkschaften am zweckmäßigsten Frage referirte Genoffe Pörfch, welcher in eingehender Weise es féi gar nicht daran zu zweifeln, daß der Bundesrath gerade unterstützt werden und wird beschlossen, daß die Musik die Bwecke und Ziele der Arbeiterorganisationen erläuterte, die ben Buchhandel nicht im Wohlwollen zu ihm ausnehmen Instrumentenarbeiter nur Listen von ihrem Vertrauensmann Nothwendigkeit derselben veranschaulichte und farlegte, wie auch werde. Herr Schulze erörterte dann die Aussichten, welche Fischer, welche den Stempel der Gewerkschaftskommission und den Droschtenkutschern gleich anderen Arbeitern die Pflicht ers dem Detail- Buchhändler für den Fall blühen, daß die ein- den des Vertrauensmannes tragen, entnehmen sollen. Eine Aus- wachse, durch gewerkschaftliche Organisation ihre wirth schneidendste Bestimmung des Entwurfs Rechtskraft erlange. nahme würde nur bei den Tischlern zu machen sein, schaftliche Lage zu verbessern und sich ebenso politisch Der Detailift würde quasi dem Haufirergewerbe eingereiht, wo welche auf eigene Listen nur in ihrer eigenen Gewert zu organisiren.( Beifall.) Im Anschluß hieran gab gegen protestirt werden müsse. Redner schildert im einzelnen schaft sammeln. Im Verschiedenen fordert ein Redner die 5. Schulz den Bericht über die Errichtung eines Streiffonds. Die Blackereien, welche nach dem Entwurf den Haufirern Bechstein'schen Klavierarbeiter auf, daß sie der Notiz in der Aus: Die Vertrauensmänner find sich dahin schlüssig geworden, zur bevorstehen, und zerpflückte bie bezüglichen Bestimmungen stellungszeitung, daß die Firma Bechstein über 500 der intelli- Bilbung eines Streiffonds Bonds à 10 Pf. zu verausgaben. betreffs der Erwerbung des Wander- Gewerbescheine3, der gentesten Arbeiter verfüge, insofern Rechnung tragen, daß sie Jeder Droschkentutscher soll gehalten fein, wöchentlich mindestens Steuer- Erhebung, der Genehmigung des Verzeichnisses über schleunigst um eine Lohnerhöhung vorstellig würden, welche eine Marke zu entnehmen und dieselbe in ein zu diesem Zwecke die zu vertreibenden Bücher und diejenige, welche die Ausübung ihnen unbedingt zustehe, da ja die Firma felbst ihnen das angefertigtes Buch zu kleben, wodurch jeder gleich einen Ausdes Gewerbes vom vollendeten 25. Lebensjahr abhängig macht. Prädikat der Tüchtigkeit ausstelle( Heiterkeit), worauf ein bei weis über seine geleisteten Zahlungen in Händen hat. Bous Uuter großem Beifall schloß er mit einem Aufruf zu energi- B. beschäftigter Arbeiter erwidert, daß eine diesbezügliche Be- und Bücher werden von dazu bestimmten Vertrauensleuten vers schem Protest. An der Debatte betheiligten sich Buchhändler wegung schon im Gange sei und demnächst die Deffentlichkeit be abfolgt. Die Sammlungen nehmen sofort ihren Anfang und Woß, Haufirer Farber und Rolporteur Sch I am p. Eine schäftigen werde.( Bravo!) wurde mit der Veranstaltung derselben die auf zehn Mitglieder gründliche Abfertigung erfuhr ber Standpunft des Zentrums, der In einer sehr stark besuchten Versammlung der Möbel- erhöhte Agitationstemmission betraut. Derfelben gehören an: die Verbreitung wissenschaftlicher lichtbringender Werte am liebsten polirer am Donnerstag Abend erstattete Höfer im Namen der Stiller, Krause, Kuhn, Schreiber, S. Schulz, gleich ganz verbieten laffen möchte.& ärber bezeichnet als Kommission Bericht über den gegenwärtigen Stand der Lohn- änel, Neie, Iffländer, Albert Schulz und größtes Nebel die Macht, welche den Polizeiverwaltungen ein bewegung. Bis zum Donnerstag, den 20. Februar, waren über Richard Krause. 143. Rec. N 1057. Berlin, Jan 27/96 Wündlich 5 Eßlifel zu nehmen. Berliner Volks- Apotheke Veteranenstr.24 Be Halb und Halb Mampe mil Pomeranzen feinste Likörmischung ebers Shaben Champagner flasche M.1,25. Ueberall zu haben! Carl Manuprantant Berlin N. Veteranens Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 1. März 1896: Sonder- Vorstellung in der Urania, Invalidenstr. 57-62. Eröffnung des Physitsaales vot mittags 9 Uhr. Anfang der Vorstellung vormittags punft 10 Uhr. Billets à 50 Pf. sind noch in sämmtlichen 3 ahlstellen, sowie im Arbeits nach weis, Annenftr. 16, zu haben. Das Komitee. 25/9 Orts- Krankenkasse der Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe. Bekanntmachung. Die durch Beschluß der Generalversammlungen vom 22. April und 3. Dezember 1895 vorgenommene 1. und 2. Abänderung der§§ 13, 30, 41, 43, 53, 64 und Streichung des§ 66 des Statuts sind vom Bezirksausschuß 27826 genehmigt worden und treten am 1. März cr. in kraft. Die gedruckten Nachträge können von heute ab im Raffenlokal, Klosterstraße 65-67, während der Kassenstunden in Empfang genommen werden. Die wöchentlichen Raffenbeiträge betragen vom 1. März 1896 ab: für die I. Klasse 51 Pf. für die III. Klasse 21 Pf. II. 24 Berlin, den 22. Februar 1896. IV. 18 N 2 Der Vorstand. Beerdigungsverein Berliner Bimmerleuke. Sonnabend, den 29. Februar, findet in dem großen Saal ber Brauerei Friedrichshain( früher ips) ein Grosser Wiener Masken- Ball statt, wozu die Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins eingeladen werden, recht zahlreich zu erscheinen. Billets à 50 Pf. sind vorher bei den unterzeichneten Komitee- Mitgliedern zu haben: 259/8 Klebb, Mariendorferstr. 2; Gieche, Andreasstr. 59, 3 Tr.; Girke, Naunynftr. 62, 3 Tr.; Mahn, Eisenbahnstr. 31, 2 Tr.; Schacht, Tresckow. ftraße 28, Stfl. 1 Tr.; Schulz, Pappel Allee 5a, Ag. 8 Tr.; Rau, Langestr. 33. S. p.; Richter, Diedenhofenerstr. 9, Stfl. 2 Tr.; außerdem bei Herrn Bandelow, Langefte. 13 im Restaurant; Herrn Silberberg, Barnimstr. 2 im Restaurant und Herrn Schmidt, Münchebergerstr. 28 im Restaurant. Anfang 8½ Uhr. R Das Komitee. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 2. Herren- Süte 75 Vf. Mustersachen. Vollständig fehlerfrei. Nur neueste Façons, extra prima Qualitäten, giebt zu enorm billigen Preisen ab Die Fabrik im Comptoir im Comptoir Grüner Weg 2, I, Koppenstraße 56, L im Comptoir Reichenbergerstraße 166. Geöffnet bis abends 9, auch Sonntags. Einsegnungs- Anzüge in blan, schwarz, Cheviot-, Satin-, Kammgarn- etc. feinsten Stoffen v. 10-30 1. Streng reelle Bedienung, auch n. Maaß i. eleg. Ausf. a. Kottb. Thor, A. Wormann, Dresdenerstr. 2, be MACHT EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE Telephon Amt IV 447. STARK GESCH ERFURT FABRIK SCHUHFA 2. Haus v. der Staligerstraße. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jeht, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigen alten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reich4821L* liche Einkäufe zu unterstüßen. Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. Streng reelle Bedienung. M.Schulmeister Schneidermeister, Dresdener- Strasse 4, Kottbuser Thor, empfiehlt zu außergewöhnlich billigen Preisen nachstehende Spezialartikel: Einsegnungs- Anzüge aus Satin, Kammgarn, Diagonal-, Tuchstoffen, ein und zweireihig 1- u. 2 reihig Jaquet- Anzüge in gedies, wollenen Zwirnstoffen, Jaquet- Anzüge Jaquet- Anzüge in glatten Diagonal, Kamm garn, Satin. u. Cheviot- Stoffen, 1- u. 2 reihig in englischen Cheviot- Stoffen, eleg. Ausfahrung i.guten, wollenen, schwarz. Kaming. u. Satin- Stoffen, Rod- Anzüge. Satin Stoffen, moderner Façons Rod- Anzüge modernster Farben, elegante Schnitts Façons B Gehrod- Anzüge Sammgarn- Stoffen, 2reihig. von feinen Satin, Tuch- und Frühjahrs- u. Sommer- Paletots aus Satin, Diagonal, Rammgarn, in allen erdenklichen Farben,( auch Sacco- Paletots vorräthig) Beinkleider in dauerhaft., wollenen Stoffen, versch. Farben, Rammgarn und Cheviot Hohenzollern- Mäntel mit einer 5 mtr. weiten Pelerine · . " Mt. Don mir. 12-35 16-24 20-35 " 22-36 . " 25-38. " 30-42 " 30-45 15-35 " 5-10 " " . Ausivahl. 27 an. Knabenpaletots, Knabenanzüge leidfamer Façons in großer Schul- Anzüge zwien: Stoffen, 1- und 2reihig von M. 6. in Cheviot, Velour- u. dauerhaften 3wiru • an Bestellungen nach Maass vou englischen, französischen und deutschen Stoffen werden in eigener Werkstatt unter meiner persönlichen Leitung gut und billig ausgeführt. Begründung des Geschäfts 1878. Telephon Amt IV 447 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 23. Februar, vormittags 10 Uhr, im Feen- Palast, Ecke Burg- u. Wolfgangstraße: Auherordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die Besoldung des ersten Vorsitzenden. 2. Die gegenwärtigen Streifs. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Beschlußfassung über die beim Vorstand eingehenden Unterstützungsgesuche. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. Kollegen! Obige Versammlung wird Beschlüsse zu fassen haben, welche sowohl für jedes Mitglied, als auch für die Organisation im allgemeinen von weitgehendster Bedeutung sind. Wir fordern deshalb alle unsere Mitglieder, welche an der Entwicklung und dem Gedeihen unserer Organisation ein Interesse haben, hierdurch auf, 212/6 Mann für Mann in dieser Versammlung zu erscheinen, Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung der Schrauben-, Façondreher und Berufsgenossen am Dienstag, 25. Februar, abends 812 Uhr, bei Henke, Naunynstr. 27. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Litfin. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. NB. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. W. Rothe, Lausitzerstr. 16. 118/1 Achtung! Achtung! Die Versammlung der streikenden WerkzengSchlosser, Schnitte- und Stanzenmacher findet er heute, nachmittags 3 Uhr, bei Henke, Naunynffr. 27, statt. 118/2 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter Otto Naether, N., Anklamerstr. 44. Achtung, Zimmerer! Die zum Sonntag geplante öffentliche Versammlung findet nicht statt, da uns keine großen Säle mehr zur Verfügung standen. Es finden deshalb in sämmtlichen Zahlstellen Morgensprachen statt. Wir ersuchen unsere Berufsgenossen, dieselben rege zu besuchen. 258,10 Die Lohnkommission der Berliner Bimmerleute. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 24. Februar 1896, abends 8½ Uhr, Oranienstr. 51: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Diskussion über den Antrag Seibt. 2. Abrechnung vom Weihnachtsvergnügen. 3. Vereinsangelegenheiten. Sämmtliche Werkstatt- Delegirten werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Kollegen, welche noch Weihnachtsbillets haben, werden ersucht, Sonnabend, den 22. d. M. abends, bei Boecker, Naunynstraße 78, abzurechnen. Der Vorstand. Sonnabend, den 29. Februar, in den gesammten Räumen des Lokals von Schnegelsberg, Hasenhaide: Grosser Wiener Maskenball 142/15 Billets à 50 Pf. sind bei den Vorstandsmitgliedern und im Vereins. Iotal, Naunynstr. 78, zu haben. Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß die Versammlung am Montag abend ausfällt. Jedoch werden die Kollegen ersucht in den Oeffentlichen Versammlungen am Montag, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße 18e und bei Mörschel, Schönhauser Allee 28, recht zahlreich zu erscheinen. sowie In der Nähmaschinen- Fabrik von Laborenz, Riedorf, bei Schoy, Mariannenstr. 3132, find Differenzen ausgebrochen. Heute Abend werden in den bekannten Zahlstellen Flugblätter vertheilt; die Kollegen werden gebeten, für die weiteste Verbreitung derselben Sorge zu tragen, sowie ferner den Streitfonds nicht vergessen zu wollen. Der Vorstand. Drechsler! Luxusmöbel- u. Galanteriewaaren- Arbeiter u. Arbeiterinnen. Große öffentliche Versammlung em Sonntag, den 23. Februar, vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Die Lohnbewegung unter den Drechslern und Stock- Arbeiter.| Deutscher Holzarbeiter- Verband. Montag, den 24. Februar, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Distusfion. 3. Merk statt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Um reges Erscheinen ersucht 175 10 Der Vorstand. Da es mir infolge von Maßregelung nicht möglich ist, Arbeit zu erhalten, habe ( Zahlstelle Berlin wird g Achtung! Van der Bewegung rungen der Ro Sorgt für Bahli rete streikbeiträge. Achtung! Beitragsammler! Wir ersuchen im Anfang jeder Woche mit den Kassirern Grunert und Mieke abzurechnen. Moabit. Bezirks- Versammlung Beusselstr. 9. ich mich als Schuhmacher eingerichtet am Sonntag, 23. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokal Moabiter Klubhaus, und bitte alle Freunde und Genossen um geneigten Zuspruch. Otto Rösicke, 2790b Wienerstr. 29, H. part. G eorg Wagner Uhrmacher jetzt ReichenbergerStraße 23, nahe Kottbuser Thor, Uhren, Goldwaaren etc., sowie alle Reparaturen. Deutscher Porter. Dessert- u. Malzkraftbier I. Ranges. Brauerei Burghalter, Potsdam, Zages Ordnung: 1. Unsere Bewegung und wie gedenken wir die bewilligten Forderungen festzuhalten? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Es ist Pflicht aller Kollegen, auch der Nichtmitglieder, zu erscheinen. Besonders sind die Kollegen aus den Maschinen- Fabriken L. Löwe& Co., Anhaltische Maschinen- Fabrik, Borsig, Siemens& Halske hierzu eingeladen. Das Streikbureau befindet sich Sebastiantraße 39 bei Brochnow. Die Zahlstellen des Verbandes befinden sich: Für den Norden: Ruppinerstr. 44 bei Raabe. Tresckowstr. 24 bei Schmidt. Lothringerstr. 67 bei Dieke. Schwedterstr. 33 bei Lietzke. Müllerstr. 7a bei Gleinert. Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. Thurmstr. 84 bei Holzbächer. Birkenstr. 28 bei Kluge. Stettinerstraße, Ede Bellermannstraße bei Peterson. gegr. 1736, besond. f. Blutarme, Bruftfr., Bleichfüchtige, Wöch nerinnen, Refonvales zent. 2c. Das leicht befömmlichste, nahrhaft. fräftigite Bier. Ist blutbild. u. desh. beff. Gesichtsfarbe u. Gewichtszunahme überr. 14 Flaschen drei, 50 zehn Wark exkl. In Gebinden( 1/4, 1/8, 1/16) zum Selbstabzieh. wesentl. billiger. Allein. Versandtstelle f. Berlin u.Provinz: Porterkellerei Ringler, Berlin, Cuvryfir. 25 bei Erbe. Brunnenstr. 152. Nicht die Flaschenanzahl, die Qualität entscheidet! Für den Often: Friedrichsbergerstr. 19 bei Winkelmann. Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Frankfurter Allee 90 bei Zabel. Koppenstr. 47 bei Lorenz. Langestr. 65 bei Tempel. Landsberger Allee 27a bei Lange. Elisabethfir. 65 bei Lange. Für Süd- Ost: Ritterstr. 123 bei Stramm. Naunynstr. 86 bei Streit, Grünauerstr. 3 bei Golz. Görlizer und Sorauerstraßen- Ede bet Tolksdorf. Pücklerstr. 55 bei Schilling. Dieffenbachstr. 31 bei Gaule. Manteuffelstr. 69 bei Brödenfeld.( Das selbst befindet sich auch die Bibliothet der Drechsler.) Röpnickerstr. 194 bei Reichert. Für den Westen: Mittenwalderstr. 16 bei Jmhoff. Culmstr. 36 bei Paulsch. Belle- Allianceplat 6 bei Hilschor. Für Friedrichsberg: Friedrich- Karlstr. 11 bei Heinicke. Für Rummelsburg: Kant- und Türrschmidtstraßen- Ecke bel Schröder. Jeden Sonnabend: Zahlabend. Die Ortsverwaltung. Achtung, Holzarbeiter! Herren- Hüte 65 Pf. Drei öffentliche Versammlungen. Bessere Hüte, enorm billig, 1. Sonntag, den 23. Februar, vorm. 9% Uhr, mit unbedeutenden Fehlern. verkauft Fabrik- Komptoir Barnimstr. 4, Müllerstr. 12c. Neu eingetroffen! im Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. Tages Ordnung: Das Verhalten der Meister des„ Nordring" gegenüber dem Beschluß der Meister- Versammlung im BöhmiHerrenhüter fchen Brauhause. Steife u. weiche Mt. 1,-; 1,50; 1,75; 2,-; 2,50; 2,80; 3,50; 4,-. Einsegnungshüte, neuestes Façon, Mt. 1,50; 1,75; 2,-. Elegante Cylinder: Mt. 5,-; 6,-; 7,50; 10,-; 12,-. Kein Laden. H. Gabriel, Hut- Engros- Geschäft, Grüner Weg 112, a. d. Markusstraße. Guten Morgen! Lade zum Kauf bei mir ergebenst ein. Carl Schindler 55. Chausseestr. 55. A. III 8917. ( Nordh., Liköre, Cognac, Rum, Ungari.) Täglich,( auch Sonntags vorm. von 7-9 Uhr): 81/18 Hierzu sind die Meister des„ Nordring" eingeladen. 2. und 3. Montag, den 24. Februar, abends 8 Uhr: Bonzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Keller's Festsäle, Koppenstraße 29. Zages Ordnung: Der Stand unferer Bewegung. Jeder Kollege erscheine. Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Oeffentl. Versammlung ( Nord, Vitore, Cognac, Aum, Ungarn, der an Holzbearbeitungs- Maschinen u. auf Holzplägen beschäft. Arbeiter Verkauf von gekochtem Rind- u. Schweinefleisch à 30-40 Pf. pr. Pfd., Ia. Berliner Bratenschmalz am Sonntag, den 23. Februar 1896, im Lokale des Herrn Joël, Andreasstraße 21. Zages Ordnung: 1. Bericht über die Lage des Streiks. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. à 45 Pf. pr. Pf. und bestem Speisetalg Verwaltung der Kochanstalt in Bitte genau auf No. 35 z. acht. à 35 Pf. per Pfd. Städt. Schlachthof. Jede Uhr repariren u. reinigen fostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1 M.50 Pf. auper Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren und Wecker, alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, 35, Chaussee- Strasse 35. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabritation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabale. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pig. 4261 L* H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Reell und billig Der Vertrauensmann. Rixdorf! Holzarbeiter! Rixdorf! Montag, den 24. Februar, abends 8 Uhr, den Victoria- Sälen, Hermannstraße 48-50: Gr. öffentl. Holzarbeiter- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der gegenwärtige Stand unserer Streitbewegung. 2. Diskussion. Die Vertrauensleute werden darauf hingewiesen, daß in den bekannten Bablitellen am Sonnabend die Listen abzurechnen sind, sowie am Sonntag, vormittags 10 Uhr, im Streitbureau zur Berathung zu erscheinen. 81/20 Das Comitee. Charlottenburg. Sonntag, 23. Februar, vorm. 11 Uhr, Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Deffentl. Holzarbeiter- Bersammlung. 81/19 Tages Ordnung: 1. Die Lohnbewegung der Tischler. 2. Wann stellen wir unsere Forderung. Der Einberufer. Achtung! Charlottenburg. Achtung! fauft man in der Norddeutschen Schub- Sonntag, 28. Februar, im Lokal Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39; fabrik von W. Hitschke, get Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball Auftreten der Theater- Gesellschaft Strzelewicz. gegründet 1872, Sfaligerstr. 13, Ecke Admiralstraße, am Kottbuser Thor. 42709* 127736 Hochachtungsvoll H. Wernicke, der Luxusmöbel- Branche. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey ,, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin,