Morgenausgabe simsem Nr. 513 A 258 46.Jahrgang Böchentlich 85 31. monatlich 3,60 T im voraus zahlbar, Boftbezug 432 R. einschließlich 60 Bfg. Boftzeitungs- und 72 Bfg Boftbeftellgebühren. Auslands abonnement 6,- M. pro Monat * Der Borwärts" erscheint modentag. ch zweimal, Sonntags und Montags einmal, bie Abendausgaben für Berlin and im Handel mit dem Titel„ Der Abend. Slustrierte Beilagen Boll und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wiffen", Frauen timme". Technit". Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts Vorwärts Beelinee Bolksblatt Freitag 1. November 1929 Groß- Berlin 10 Di. Auswärts 15 Pf. Die eta palttge Stonpareillezetle 80 Bfennig. Reflamezeile 5.- Reids mart Kleine Anzeigen" das fetige brudte Mort 25 Pfennig( zuläffig zwol Fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 12 fennig. Stellengesuche das erste Bort 15 Pfennig, jedes mettere Bort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben gablen für zwet Worte. Arbeitsmard Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen Zeila 40 Pfennig. Anzeigenannahme imhaupt. reschäft Lindenstraße 3, wochentäglich con 81%, bis 17 Uhr. Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Vorwärts- Verlag G.m.b.H. Fernsprecher: Dönhoff 292-297. Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin. Schwere Krise in Warschau Offiziere verhindern die Eröffnung des Parlaments. Warschau, 31. Ottober.( Eigenbericht.) Am Donnerstag nachmittag um 4 Uhr sollte der Sejm zu seiner ordentlichen Budgettagung zusammentreten. Die Vorhalle des Parlaments war eine Viertel. stunde vor der in Aussicht genommenen Eröffnung von etwa 100 Offizieren demonstrativ besetzt worden; nicht ein einziger war im Besitz einer Eintrittskarte für den Sejm. Der sozialistische Präsident des Parlaments Daszynski ließ die Offiziere unter Hinweis auf die Verlegung der Hausordnung auffordern, das Gebäude un verzüglich zu verlassen. Dieser Aufforderung wurde nicht entsprochen. Als dann Marschall Pilsudski erschien, führte der Sejmpräsident über das Verhalten der Offiziere Beschwerde und forderte nochmals Räumung der Vorhalle. Der Kriegsminister gab jedoch den Offizieren den Abmarschbefehl nicht und billigte damit die Provo Ention der Offiziere. Kurz vor 17% Uhr betrat Pilsudski das Zimmer des Scimmarschalls und forderte ihn auf, die Sigung zu ers öffnen. Daszynski erwiderte, daß er dieser Aufforderung nicht nachkommen könne. Pilsudski stellte darauf die Kurze Frage: ,, Ist das Ihr lektes Wort?" Als der Sejm marschall mit 3a" antwortete, verlies Pilsudski den Raum und fuhr aus dem Sejm ab. Der Sejmmarschall begab sich daraufhin zum Staatspräsidenten Moseisti und teilte ihm mit, daß er dessen Verordnung, nämlich die Eröffnung der Tagung nicht durchführen könne, solange die Offiziere das Parlamentsgebäude nicht verlassen. Der Staatspräsident hat angesichts der unlösbaren Lage dem Sejmmarschall Daszynski geraten, die Sigung zu vertagen. Der Aeltestenrat hat sich der Auffassung Daszynskis angeschlossen, die Sikung nicht zu eröffnen, solange die Offiziere die Vorhalle besett halten. Daraufhin wurde der Beschluß gefaßt, den Sejm vor: läufig zu vertagen. Die Abgeordneten werden über den Termin der nächsten Sihung drahtlich unterrichtet werden. Die Lage bleibt vollkommen ungeklärt. Nach der Verfassung hat das Parlament im Oktober zur Budgetberatung zusammenzutreten. Die Hinausschiebung des Seffionsbeginns bis zum äußersten Termin war eine neue Bestätigung des Zustandes, in dem Polen sich nun schon jahre lang befindet: an der Grenze von Verfassungsmäßigkeit und Militärdiktatur. ein Schreiben des Sejmmarschalls im Einverständnis mit dem Aeltestenrat verteilt, worin Daszyniski erklärte, er halbe es unter der Würde des Parlaments, die Seffion unter der Drohung von Pistolen und Säbeln zu eröffnen, und daß er deshalb die Sitzung vertage. Die Abgeordneten verließen das Hauts, während die Offiziere noch weiterhin im Borsaal ,, biwafierten". Es ist nur dem Geschid und der Festigkeit des Sejm marschalls Daszynski zu verdanken, daß der Konflikt nicht eine gewaltsame Lösung erfahren hat. Da der 1. November in den fatholischen Ländern Feiertag ist, wird die Eröffnungsfizung wahrscheinlich auf Montag verschoben werden. Abmarsch der Offiziere. Warschau, 31. Oktober, 23 Uhr.( Eigenbericht.) Soeben ist der Stadtkommandant von Warschau im Sejmgebäude erschienen und hat den Offizieren befohlen, es sogleich zu verlassen. Der Eindruck in Warschau. Warschau, 31. Oftober.( Eigenbericht.) Die Ereigniffe im Sejmgebäude wurden in der Hauptstadt schnell befannt und führten nachhaltige Bewegung herbei. Die Ar. beller ftrömten von den Betrieben in die Lokale der fozialdemotrafischen Organisation, wo das Unterfangen der Offiziere als deut. liches Zeichen des Ernstes der Situation erörtert wurde. Eine Extraausgabe des„ Robotnik", um die man sich in den verbreitet werden, da die Polizei ohne jeden Rechtsgrund das Haus Straßen riß, fonnte erst zum Teil mit einstündiger Verspätung der Arbeiterzeitung fo lange befeht hielt, bis die Erlaubnis der Zensurftelle vorlag. Die Hugenberg- Pleite. Beim Reichswahlleiter sind bisher für insgesamt 34 585 399 Stimmberechtigte 3299 152 Eintragungen gezählt worden. Der Durchschnittssak beträgt 9,54 Proz. Es stehen noch die Ergebnisse für 6 693 000 Stimm berechtigte aus. Allgemeine Binsfenfung. In New Hort, Amsterdam und London. New Bort, 31. Oktober. Die New- Yorker Bundesrefervebant hat ihren Diskontfah von 6 auf 5 Pro3. ermäßigt. Amsterdam, 31. Oktober. Die Niederländische Bank hat ihren Diskont mit wirkung vom november von 5% auf 5 Proz. herabgesetzt. 1. Die Belegung des Sejmgebäudes durch 100 Offiziere mag auf persönlicher Verabredung, wohl auch auf Anregung jener Obersten beruhen, die Polen regieren. Diese Offiziere wollen in den Sejm gegangen sein, um Pilsudski zu schüßen". Gefahr droht ihm von seinen politischen Gegnern nicht. Ob seine Freunde nicht im Interesse des Ansehens 6 ihres Landes Anlaß genug hätten, ihn der Aktivität zu entziehen, ist eine andere Frage. London, 31. Oftober. Um die Liquidationsüberschüsse. -O Bostscheckkonto: Berlin 37 536. Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkaffe Lindenstr. 3. Beamte in Not. Der Zusammenbruch der Bank für Deutsche Beamte. Die Bant für Deutsche Beamte, eine Genossenschaftsbant mit über 20 000 Kunden, darunter etwa 16 000 Genossenschaftsmitglieder, hat gestern plöglich ihre Schalter geschlossen und ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt. Polizei muß den Aufgang zur Zentrale dieser Bank in der Wilhelmstraße schützen, vor den zwölf Filialen der Bank stehen die leidtragenden Beamten, beim Bolizeipräsidenten von Berlin haben die Frauen von zahlreichen Polizeibeamten, ebenfalls Einleger der Bant, um Hilfe gebeten. Die Schließung der Bank erfolgte unter besonders traurigen Umständen. Wie bisher üblich, hatten die Behörden auf Wunsch der Beamten die zum Monatsende fälligen Gehälter der Bank überwiesen. Die Leitung der Bant hat aber auch diese neu eingezahlten Gehälter bereits zur Dedung fällig gewordener Verpflichtungen ausgegeben, und da es unmöglich war, neue Gelder zur Befriedigung der Einlegerforderungen zu beschaffen, mußten die Schalter der Zentrale und der zwölf Filialen geschlossen werden. Jeder kann sich sehr leicht eine Borstellung davon machen, wie es in den Beamten und Beamtenfrauen aussehen muß, die vertrauensvoll ihre Gehälter einer Bank überweisen und deren fristgemäße Auszahlung zum Ersten erwarten, und die dann plöglich vor dem Nichts stehen. Aber auch wer seine Spargelder zu der Bank getragen hat, fönnen. In Tausenden von Berliner Beamtenfamilien ist ist nicht in der Lage, auf diese Spargelder zurückgreifen zu Not und größte Gorge eingezogen, unmittelbar vor dem Winter, wo die Ausgaben sich häufen und wo mancher auf die Spargelder zurückgreifen muß, die er für Zeiten der Not und besondere Ausgaben bereitgestellt glaubte. So ist es begreiflich, daß zu Hunderten und Tausenden die Zentrale und ihrer Filialen standen, in der Hoffnung, daß betroffenen Beamten gestern vor den geschlossenen Gittern der die Schalter doch noch einmal geöffnet werden könnten. Noch ist es ungewiß, wie groß die Verluste der Bank für Deutsche Beamte sein werden, ob es sich um eine mög= licherweise vorübergehende Zahlungsstockung handelt oder ob ein so großer Teil der Spareinlagen verloren sein wird, so daß eine Rettung der Bank nicht möglich ist. Die Bank für Deutsche Beamte ist eine Selbsthilfeeinrichtung von Beamten in der Form einer Genossenschaft, deren Kapital aus Genossenschaftsanteilen von je 10 m. zusammengesetzt ist, und bei der die Genossen für eine Haftung bis 100 M. in Anspruch genommen werden können. Soviel man bis jetzt weiß, haben Ende August bei einem Genossenschaftskapital von 600 000 bis 700 000 m. die Einlagen 13 bis 14 Millionen Mart betragen, und die Bant für Deutsche Beamte war in der Lage, gelegentlich von Fusionsverhandlungen mit der Zentralbank für Deutsche Bamte rund 5% Millionen Mart erste Sicherheiten für von der Zentralbank gewährte 3wischenkredite zu stellen. Es ist also mit einiger Bestimmtheit anzunehmen, daß ein relativ großer Teil der Einlagen nicht bedroht ist. Die Bant für Deutsche Beamte hat allerdings mit dem Deutschen Beamtenbund und auch mit dem Deutschen Beamtenwirtschaftsbund nichts zu tun und ist als eine private Genossenschaftsbant anzusehen. Bemühungen, der Bank für Deutsche Beamte dem Deutschen Beamtenbund, Proz. ermäßigt. Die Bank von England hat ihre Diskontrate von 6% auf das heißt der Zentralbank für Deutsche Beamte anzugliedern, waren umsonst. An dem Widerstand der Direktion der Bank ist es auch gescheitert, daß sich die Bank für Deutsche Beamte durch den Revisionsverband der Beamtengenossenschaften fontrollieren ließ, deffen Kontrolle für die Sicherheit der Einlagen wenigstens eine gewisse Gewähr geboten hätte. erfolgte die Kontrolle durch eine Treuhandgesellschaft des Reichslandbundes; die Geschäfte der Bant wurden außerhalb jeder Kontrolle der Beamtengewerkschaften geführt. Die Bank für Deutsche Beamte war schon längere 3eit in Schwierigfeiten. Im vorigen Jahre hat fie rund anderthalb Millionen Mark verloren an einem dunklen Beleihungsgeschäft, das mit dem Prinzen Auguft zu Hohenlohe- Dehringen gemacht wurde. Weitere Verluste, man spricht von 400 000 m., traten in Kreditgeschäften mit einem Autodroschkenunternehmen ein. Wie schon bei der vor wenigen Monaten zusammengebrochenen, unter deutsch nationaler Füh rung stehenden Berliner Beamtenvereini= gung, handelt es sich auch hier um Geschäfte, die dem Zweck einer Genossenschaftsbank absolut zuwiderlaufen. Als die Lage der Bant schwierig geworden war, suchte man eine Sanierung durch Verschmelzung mit anderen Banken herbeizuführen. Der Versuch einer Verschmelzung mit der Zentralbant für Deutsche Beamte ist gescheitert. Der Zusammenbruch der Bank wurde dadurch herbeigeführt, daß die Zentralbank für Deutsche Beamte früher in Erwartung der möglicherweise erfolgenden Verschmelzung gewährte Kredite im Betrage von 1,9 Millionen Mark zurückzog. Die Bank für Deutsche Beamte hatte zwar aus dem früher erfolgten Bertauf der 2,3 Millionen Aktien der Bekleidungsgesellschaft für deutsche Beamte an die heute von Jakob Michael fonEin unhaltbarer Beschluß der britischen Regierung. London, 31. Oktober. Die englische Regierung hat das deutsche Ersuchen abgelehnt, die Ciquidationsüberschüsse gemäß den Empfehlungen des Boung- Planes zurüdzugeben. Wenn der Sejmpräsident Daszynski ablehnte, die Sigung zu eröffnen, da die Offiziere sich meigerten, das Gebäude zu verlassen, so hat er damit nur getan, was die Würde der Boltsvertretung vorschreibt. Sie muß volltommen frei tagen, sie darf einerlei Druck ausgesezt fein. Die Boltsvertretung darf nicht in Gefahr sein, daß bei irgendeiner Aeußerung eines Redners Bewaffnete in den Saal stürmen und die Verhandlungsfreiheit auch nur an= taften. Diese Gefahr bestand aber, denn sofort in der ersten Dieser Beschluß ist der Arbeiterregierung nicht Sigung sollten Mißtrauensanträge der Linten würdig. Mag auch der Buchstabe der Verträge Enggegen die Gesamtregierung eingebracht werden. land Recht geben, dem Geist der Versöhnungspolitik entAn ihrer Annahme ist gar nicht zu zweifeln; freilich hat der spricht dieser Standpunkt gewiß nicht. Das ist der britischen Bruder Pilsudskis, der Abgeordneter ist, schon legthin öffent Regierung bereits vor der Haager Konferenz fogar in englich angekündigt, die Regierung werde in diesem Falle zwar lischen Blättern wie dem Manchester Guardian" vorgezurücktreten, aber sofort eine ganz ähnliche Regierung erhalten worden und auch seitdem hatten sich die Proteste in nannt werden, d. h. fast lauter Militärs aus dem Pilsudsti- England selbst gegen diese engherzige Auffassung gemehrt. Lager! Man wird in Polen hoffentlich fühlen, wie beschä= mend das gestrige Schauspiel ist, das noch dazu so rasch auf ben starten Linksrud im Nachbarstaat der Tschechoslowakei gefolgt ist. Die Bertagung. Tardieu beauftragt. Paris, 12.30 Uhr nachts. Nach einstündiger Unterredung mit dem Präsidenten Doumergue verlieh Tardieu das Elysee und teilte mit, Nach vierstündigem Warten tras das Antwortsdyreiben baß ihn der Präsident mit der Bildung der Regierung Warschau, 31. Oftober. beauftragt habe. bes Staatspräsidenten ein, in welchem er den Sejmmarschall an Marschall Pilsudsti als Vertreter des erfrankten Ministerpräsidenten Er hat den Auftrag angenommen und beginnt Smijaliti verwies. Dasaninski hatte hierauf die oben gemeldete am Freitag vormittag seine Besprechungen. Unterredung mit Pilsudski. Kurz darauf wurde an die Abgeordneten ( Siehe auch 2. Seite.) So trollierte Debewa noch beträchtliche Forderungen. Diefe For derungen können aber nicht flüssig gemacht werden. Leider ist kein Zweifel darüber, daß hier sowohl den Borstand, als auch den Aufsichtsrat der Bank eine schmere Schuld trifft. Es ist mit den Geldern der Einleger in unverantwortlicher Weise gewirtschaftet worden, die Direktoren haben sehr hohe Gehälter bezogen, und es war eine mora lische Untreue allerschwerster Art, daß in dentjelben Augenblick, in dem die Gehälter der Beamten von den Behörden auf den Wunsch der Beamten überwiesen morden waren, diese Gehälter zur Abdeckung von Schulden verwendet wurden, so daß den allerdringlichsten Auszahlungsverpflichtungen nicht mehr genügt werden fonnte. Auf der anderen Seite war es befannt, daß schon vor mehreren Monaten die Oberpostdirektion Berlin die Schecks der Bant für Deutsche Beamte wegen des durch die verfehlten Kreditgeschäfte entstandenen Mißtrauens zurückgewiesen hatte; es wäre die Pflicht des Aufsichtsrates gewesen, die Genossenschaftsmitglieder über die gefährliche Situation aufzuklären. Auch Clémentet gescheitert. Tardieu als Nachfolger? Paris, 31. Oktober.( Eigenbericht.) fich feinerlei Jllusionen mehr darüber hingeben tonate, Clémentel hat auf die kabinettsbildung daß er in der Kammer das Gros der radikaljozialen Gruppe gegen sich haben würde, seinen Auftrag an den berzichtet. Präsidenten der Republik zurück. Am Donnerstag abend machte Clémentel noch einen Versuch, sich mit der radikalſozialen Rammerfraktion zu versöhnen. Er bat Daladier, das Ministerium des Inneren anzunehmen, stieß jedoch wiederum auf eine sehr entschiedene Ablehnung, die ihren Grund darin gehabt haben soll, daß Tardieu, 2oucheur und Cheron gegen seinen Eintritt in ein Kabinett der Mitte protestierten. Daraufhin gab Clémentel, der Es wird nunmehr mit einem Auftrag an Briand oder Tardieu gerechnet. Tardieu zu Doumergue gerufen. Paris, 31. Oktober. Um 9% Uhr hat Präsident Doumergue den Abgeord neten Tardien ins Elysee berufen. Aber alle diese Ueberlegungen über die Schuldfrage helfen nicht über die augenblidliche Rot hinweg, die in den Familien der Beamten eingetreten ist. Die Beamten fönnen nicht warten, bis ein neues Monatsgehalt fällig wird; es muß den Beamten sofort in irgendeiner Form geholfen werden. Das mindeste, was geschehen müßte, märe die Auszahlung von Borschüssen auf die späteren Gehaltsbezüge. Die Genossenschaftsmitglieder selbst müssen auf der anderen Geite darauf dringen, daß die wirkliche Lage der Bank so schnell wie möglich flargestellt wird. Die Ver= antwortlichkeit des Vorstandes muß festgestellt Ich en Industrie protestiert in einer Entschließung dagegen, und die Frage der Haftung, die die Genossenschaftsmitglieder daß an den Reichsbahnverhandlungen in Paris Bertreter der sehr ernst treffen tann, geflärt werden. Auch die Zentral Eisenbahngewertschaften teilnehmen. Er unterläßt es, bank für Deutsche Beamte, sowie die ihr nahestehenden Behinzuzufügen, daß an diesen Verhandlungen auch leitende amtengewertschaften fönnen sich der Pflicht nicht Bersönlichkeiten der Reichsbahn beteiligt sind und daß entziehen, alles zur Rettung der Bant und das unbedingt daher nur dem Artikel 165 der Reichsverfassung Genüge geschehen Notwendige zur Erleichterung der Notlage der betroffenen ist, der die Gleichberechtigung von Arbeitnehmern und Beamten zu fun. Unternehmern gewährleistet. Im vorliegenden Falle ist die Teilnahme von Gewerkschaftsvertretern um so mehr erforderlich, als die Regelung der zufünftigen Dienst verhältnisse und Arbeitsbedingungen einen der Hauptberatungs. punkte bildet, weil die Reichsbahnverwaltung unter dem starken Einfluß industrieller Kreise leider hartnäckig versucht, mit Hilfe der ausländischen Verhandlungsgegner die unüberlassen günstigen sozialen Sonderbestimmungen für die Eisenbahner aufrecht zu erhalten. Bevorrechtung der Unternehmer. Sämtliche gewerkschaftliche Spikenorganisationen protestieren. Der Vorstand des Reichsverbandes der Deut.| gleichen Grunde abgesehen, als nur Bank- und Industrievertreter in die Delegation aufgenommen wurden, die im Haag die deuts schen Intereffen zu vertreten hatte. Hinter diefem neuen Drama in ber Geschichte der Be amtenbanken verbirgt sich ein allgemeines voltswirt schaftliches Problem. Seit dem Ende der Inflation mar die Lage der deutschen Beamten immer besonders schwierig. Die Beamten waren schlecht bezahlt, und fie mußten zu Krediten ihre Zuflucht nehmen. So fam es, daß in Deutschland immer wieder und überall Beamtenbanken gegründet wurden, die als Selbsthilfeorganisation Spareinlagen der Beamten sammeln und zur Gewährung von Dar lehen verwenden sollten. So muß man die praktische Not wendigkeit von geldwirtschaftlichen Selbsthilfeinstituten der Beamtenschaft zugestehen. Aber es war ein großer Fehler bei diesen Gründungen, daß sie nicht unter zentrale Rontrolle genommen werden fonnten, und daß der Einfluß der Beamtengewerkschaften nicht ausreichte, diese Kontrolle zu erzwingen. Auch der Zusammenbruch der Bank für Deutsche Beamte in Berlin, der Zehntausende jetzt durch Verluste in Not bringt, ist auf diese mangelnde Kontrolle bei der Gründung und Führung von Beamtenbanken zurüdzuführen. Volkspartei und Außenministerium. Curtius foll Außenminiffer werden. neuer Mann für das 10100 Wirtschaftsministerium. 1131 Um die Verhandlungen über das Reparationsproblem nicht gu gefährden, und um dem Auslande gegenüber geschlossen aufzutreten, haben wir gegen die einseitige Ernennung von Vertretern der Industrie und der Banten als Sachverständige für den Doung- Blan, die uns erst durch Zeitungsnachrichten bekannt wurde, feinen Einspruch erhoben. Von einem Protest haben wir aus dem Braunkohle und Hakenkreuz. Der Reptilienfonds des Syndikats- Bisher 2 Millionen ausgegeben. Auf unsere Feststellungen, daß die Deutschuationale Bartel, der Stahlhelm und die Nationalsozialisten feit Jahren von dem Ostelbischen Brauntohlen. fyndikat ausgehalten werden, haben bisher weder die Geldgeber noch die Geldnehmer reagiert. Die Reichstagsfrattion der Deutschen Boltspartei trat am Donnerstag zu einer Sigung zusammen, die fich über den ganzen Tag erstreckte. Ueber den Verlauf erfährt das Nachrichtenbureau des Bere ins Deutscher Zeitungsverleger, daß Reichswirtschaftsminister Wir stellen deshalb zu der Sache weiter feft: Die Zahlungen Dr. Curtius auf Wunsch zunächst einen furzen Bericht über die an die rechtspuffchiftischen Organisationen find seit dem Jahre politische Lage unter besonderer Berücksichtigung der schwebenden außenpolitischen und reparationspolitischen Verhandlungen erstattete. 1923 üblich. Insgesamt dürften sie in den letzten Jahren 2 M11Für die Zahlungen Die Fraktion bekannte fich zu einer Fortseßung ihrer bis lionen Mark weit übersteigen. herigen Bolitit. Sie ist mit der Uebernahme des felbft besteht im Braunkohlenfyndikat ein Geheimfonds, der foReichsaußenministeriums durch den bisherigen Birt genannte Reptilienfonds. Dieser Fonds wird von einem schaftsminister Dr. Curtius einverstanden und beansprucht Generaldirektor Heubel und einem Oberffleutnant a. D.& ersten für die Fraktion die Belegung des Reichs wirtschaftsverwaltet. Heubel gehört der Firma 3. C. Heye an; Sterften ist ministerium s. Mit besonderer Gemigtuung wurde davon Kenninis genommen, daß der Gesundheitszustand des Fraktionsvorsitzenden Dr. Scholz fich wesentlich gebessert habe. Wahlrechtsraub in Württemberg. Demofraten gegen demokratisches Gemeindewahlrecht. Stuttgart, 31. Oftober.( Eigenbericht.) Die bürgerlichen Parteien des Württembergischen Landtages von der Rechten bis zu den Demokraten haben in der Donnerstagsigung trotz der eindringlichen Warnungen der Sozialdemokratie eine Berchlechterung des Gemeindemahlrechts beschlossen, indem fie die Aufenthaltsdauer in einer Gemeinde, welche die Boraussetzung für die Ausübung des Wahlrechts bildet, von sechs Monaten auf ein Jahr ausgedehnt haben. Dieser Beschluß soll insbesondere das Wahlrecht der industriellen Arbeiterschaft und damit ihren Einfluß auf die Gemeindepolitit einschränken. Die Sozialdemokratie wird es nicht daran fehlen lassen, diese unsoziale und plutotratische Haltung der bürgerlichen Parteien vor den Arbeitertreisen, die heute noch zur Anhängerschaft dieser Parteien gehören, ins rechte Licht zu setzen. Die Bombenuntersuchung. Ein weiteres Geständnis Herbert Schmidts. Die Justizpressestelle teilt mit: In der Boruntersuchung wegen der Bombenattentate hat heute der verhaftete Herbert Schmibt vor dem Untersuchungsrichter, Landgerichtsdirettor Masur, ein weiteres Geständnis abgelegt. Er hat zugegeben, daß er zusammen mit einem Unbekannten den Handgranaten anfchlag in effelburen in der Nacht vom 5. zum 6. April dieses Jahres begangen hat. Er beschuldigt den megen Beteiligung an anderen Altendaten bereits in Untersuchungshaft befindlichen Riaus ein, daß er ihn zu der Straftat angeftiftet und beide Täter in seinem Auto an den Tatort gefahren und von bort zurüd befördert habe. Schweizer Gewerkschaftsbund für affive Regierungspoliit. In der Frage der Beteiligung der Sozialdemokratischen Bartei am Bundesrat ift das Bundestomitee des Schweizer Gewert fcheitsbundes einstimmig zu dem Entschluß gelommen, daß sine folde Beteiligung fehr zu begrüßen wäre. Es gibt baher der Erwartung Ausdruck, dah ber Barteitag der Sozialdemokratischen Partei vom 30. November flar und deutlich fich auf diesen Boden ftellen möge. zweiter Geschäftsführer des Syndikats. Beide haben in der Verwendung des Fonds völlig freie Hand. Sie brauchen den Geldgebern gegenüber teinerlei Rechnung zu legen. Die Zahlungen an die fubventionierten Parteien bzw. Persönlichkeiten erfolgen durch den Braunkohlenindustrieverein. Er wird fozusagen als Dedadresse benutzt. Die Subventionen des Syndilats werden auf die einzelnen Briteffvertriebe unter Untoften verbucht. Die Reichshaushaltsordnung. Beratung im Haushaltsausschuß. In der Donnerstagsfizung des Ausschusses für den Reichshaus halt wurde die Beratung der Reichshaushaltsord= nung fortgeführt. Es wurde zunächst ein Paragraph verhandelt, nach dem einmalige und außerordentliche Ausgaben für bauliche Unternehmungen des Reiches erst dann in den Haushaltsplan ein zustellen sind, wenn Pläne und genaue Kostenberechnungen usw. vorliegen. Die Regierungsvorlage wünscht, daß von dieser Regel unter gewissen Voraussegungen Ausnahmen dann zulässig sein follen, wenn es sich um bauliche Unternehmungen mit einem Kostenaufwand von voraussichtlich weniger als einer Million Reichsmart handelt. Abg. Biebermann begründete einen Antrag, der diese Grenze auf 250 000 m. herabjezt. Der Antrag wurde angenommen. Einen breiten Raum in den Erörterungen nahm die politisch und etatsrechtlich gleich wichtige Frage ein, ob die vom Reichstag für einen bestimmten Zwed bewilligte Ausgabe, soweit nicht der Bollzug eines zu dieser Ausgabe verpflichtenden Gesetzes in Frage steht, bie Regierung zur Leiftung solcher Ausgaben zwingt ober nur ermächtigt. Nach der Begründung der Borlage vertritt das Reichsfinanzministerium uneingeschränkt ben legteren Standpunti, ohne indeffen diese Auffassung im Gesetz selbst zum Ausdrud zu bringen. Im Gesez findet sich nur die Bestimmung, daß die Haushaltsmittel wirtschaftlich und sparsam zu verwalten find, und bei den einzelnen Zwedbestimmungen nur insoweit in Anspruch genommen werden dürfen, als es zur wirtschaftlichen und sparsamen Führung der Reichsverwaltung erforderlich ist." Aus diesem Wort laut glaubt die Regierung den Schluß ziehen zu dürfen, daß fie, außer in den Fällen von auf gefeßlicher Grundlage ruhenden Auf gaben, non ber Leistung endgültig beschloffener Ausgaben nach ihrem Ermessen auch abieben tann. Der Vorsitzende wies auf den großen Mangel an Uebereinstim mung hin, der zwischen dem Gefeßestert und solcher Begründung be steht, und vertrat in Uebereinstimmung mit dem Reichsfinanzminister den Standpunkt, daß man diese außerordentlich schwierige und noch Nachdem aber der Reichsverband der Deutschen Industrie es noch für angemessen hält, gegen deutsche Delegierte dazu mitten in den Berhandlungen zu protestieren, find wir gezwungen, auch unsererseits offen Stellung zu nehmen. Wir erheben nunmehr fchärfften Einspruch dagegen, daß zum Verhandlungsführer für die Saarfragen ein Mitglied der deutschen Industrie ernannt wird und ersuchen die Regierung, diesen Bertreter alsbald zurüdzuziehen, um die Bertretern objektiven Berhandlungsführung Reichsregierung ohne industrielle Kontrolle zu der Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund: Graßmann. Allgemeiner freier Angestelltenbund: Aufhäuser. Deutscher Beamtenbund: Flügel. Gewerkschaftsring deutscher Arbeiter, Angestellten- and Beamtenverbände( H.-D.): Lemmer. Deutscher Gewerkschaftsbund: I mbusch. Allgemeiner Deutscher Beamtenbund: Faltenberg. nicht genügend geflärte Frage wie bisher in der Schwebe laffen solle. Auf der anderen Seite ginge es nicht an, daß der Ausschuß diese Begründung stillschweigend hinnehme. Es tönnte sonst eine spätere Regierung einmal aus folchem Stillschweigen die Schlußfolgerung einer Zustimmung des Haushaltsausschusses ziehen. Er schlage vor, in bas Brotokoll eine entsprechende genau formulierte Erklärung aufzunehmen. Diesem Borschlag widersprachen die Agg. Bernhard( Dem.) und Morath( Dt. Bp.). Sie verlangten, daß fon jesf etwas geschehe und eine wenu auch dehnbare Bestimmung int das Gesetz aufgenommen werde. Als solche schlugen sie folgenden 3ufag vor: Die Einsparungen dürfen dem vom Reichstag bei der Nach sehr eingehender Beratung, an der sich alle Frattionen Bewilligung der Ausgabe befundeten Willen nicht zuwiderlaufen." und von der sozialdemokratischen Fraktion außer dem Borsitzenden die Abgg. Stüdlen und einig beteiligten, wurde bem Borschlag des Vorsitzenden zugestimmt, der Antrag Bernhard- Morath abgelehnt, wobei allerdings alle Parteien, außer den Kommunisten, erklärten, daß sie durch die Ablehnung nicht die Tendenz des Antrages verwerfen wollten. Aus dem Reichsrat. Republitschuhgefeh eingelaufen. Der Reichsrat hielt am Donnerstag nachmittag unter dem Vor. fiz des Staatssekretärs 3weigert eine öffentliche Bollfizung ab. Gingegangen sind die Entwürfe eines Milchgefeßes und eines Republitschußgefeges, die den zuständigen Ausschüssen überwiesen wurden. Zur Erledigung tamen in der Bollsizung mur fleinere Vorlagen, u. a. auch Dentschriften und Bemerkungen des Rechnungshofes des Deutschen Reiches zu den Reichshaushaltsrech nungen von 1918 bis 1924. Sie wurden durch Kenntnisnahme erledigt; die vom Rechnungshof festgestellten Etatsüberschreitungen wurden nachträglich genehmigt. Ferner wurde angenommen die Berlängerung ber Gültigkeitsdauer einer Verordnung über Zollerlaß für Rohzuder um zwei Jahre. Danach soll Rohzucker, der als Verbrauchszucker wieder ausgeführt wird, zollfrei eingeführt werden dürfen. Im übrigen wurden noch eine ganze Reihe von Eingaben erledigt, die sich auf Brennereifragen bezogen. Heimwehr Provokation. Arbeitern sollen Faschisten als Kollegen aufgezwungen werden mien, 31. Otiober.( Eigenbericht.) In der landwirtschaftlichen Maschinenfabrit Heidt in Stockerau bei Bien wurden entgegen dem bestehenden Kollektivvertrag ohne Wissen und ohne Zustimmung des Betriebsrats 3 Se i m wehrleute eingestellt. Der Proteft der Arbeiterschaft blieb erfolglos., so daß die Arbeiterschaft die Butschiften aus dem Merf hinausbrängte. Daraufhin mabilisierte die Heimwehr einen Teil ihrer Anhänger, um in der Maschinenfabrit Heidt Drbnung zu schaffen. Etwa 174 Menschen trieben sie auf. Angesichts dieses Aufmarsches bemächtigte sich ber Arbeiterschaft große Aufregung, fo daß schließlich die Gendarmerie eingriff und die Heimwehrkolonne unter ihrem Schuß aus Stoderau abtransportierte Die Berhandlungen zwischen der Belegschaft des Berkes und dem Induftriellenverband über die Einhaltung des Kollektio vertrages sind vorläufig noch nicht abgeschlossen. $ Nach einer TU- Meldung soll die Schließung der Fabrit angefündigt worden sein für den Fall, daß die Arbeiter sich diese Kollegen nicht aufzwingen lassen. Gäbe! und Gklarek. Gabel widerlegt kommunistische Gensationshetze. M« beteüs berichtet, vernahm der Sklaref-llntersuchungs- ousschuß de» Preußischen Landtages am Donnerstag zunächst den sozialdemokratischen Bürgermeister von Köpenick. Kohl, der bis zum Jahre 1926 als unbesoldeter Stadtrat Vorsitzender des An- schaffungsamtes der Stadt Berlin gewesen ist. Kohl konnte samt- liche Unterstellungen, die ihm gemacht worden sind, als ob er von den Stlareks irgend etwas erhalten hätte, in vollem Umsang zurück- weisen und aufklären. Sein Vorschlag, die städtische Kleider- versorgungs-Gesellschast zu liquidieren und ihren gesamten Bestand an die Firma Sklarek zu verkaufen, ist nach Genehmigung durch Aufsichtsrat. Kämmerer, Syndikus und Magistrat am 25. Juni 1925 von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig debattelos gutgeheißen worden. Und da will man der Aufsichtsbehörde mangelnd« Aufsicht der korrupten Stadtverwaltung Berlin zur Last legen, weil sie nicht rechtzeitig in die Beziehungen zwischen Stadt und Sklarek eingegriffen hätte! Auf die Frage, warum die Stlareks eine bevorzugte Stellung als Lieferanten des Anschaffungsamtes gehabt hätten, gab der Zeuge Kohl eine besonders interessante Antwort: er harte zwölf Decken von zwölf verschiedenen Firmen besorgt und legte diese Decken ohne Nennung der Lieferfirmen mit Preisangabe den Wir t- schaltsdirettoren der städtischen Krankenhäuser vor:;e wählten die Sklareksche Decke, und so wurde diese bestellt. Von sämtlichen gegen Kohl erhobenen Vorwürfen blieb nur ein einziger unbeantwortet: die Frage des Kommunisten Kasper, warum seinerzeit der Direktor Kieburg angestellt worden sei, der von Hause aus doch nur Buchdrucker gewesen wäre und sich deshalb keinesfalls zum verantwortlichen Leiter eines größeren Amtes eignen rönne. Den größten Teil der Nachmittagssitzung füllte die Vernehmung des kommunistischen Stadtrats Säbel aus, der sich außerordentlich geschickt und wirksam verteidigte. Tr habe in dreieinhalb Jahren 45 Beschwerden über die Lieferungen der Sklareks bekommen und alle untersucht, ohne etwas wirklich Gravierendes zu finden. Von den Krediten der Sklareks bei der Stadtbank hätte er keine Ahnung gehabt, obwohl er Mitglied des Verwaltungsrates der Stadtbant sei. Die Verlängerung des Monopolvertrages mit den Sklareks um fünf Jahre habe er in gutem Glauben vor- genommen. Auch der Magistrat hätte damals, wenn er zufällig ruf die Idee gekommen wäre, einen Magistratsbcschluß herbei- zuführen, bedenkenlos zugestimmt. Er habe mit einem der Brüder Sklarek privatim verkehrt, aber keinerlei Gefälligkelten von ihm erfahren. Seine Anzüge habe«r sich bei der KDG. machen .lallen, aber nicht etwa bei einem ausgesuchten feinen Schneider, sondern wirklich bei der KVG.: er habe sie auch bezahlt. Auf die Frag« des sozialdemokratischen Abgeordneten D r ü g e> n ü l l e r. warum die„Rote Fahne" behauptet hätte, d i e Sklareks hätten der Stadt für 400 Millionen Schund geliefert und er selbst sei als korruptes Ele- m e n t in großem Boden aus der Partei hinausgeflogen, erwiderte Gäbsl, der ganze Umsah habe höchstens 40 Millionen bekragea und seiner lieberzeugung nach sei es kein Schund gewesen. Im übrigen wollt« er sich über sein Verhältnis zur Kommunistischen Vartei nicht äußern. Gabel schwieg daher auch auf die Frage, ob er die Bezeichnung„gewerbsmäßige Verleumder", die er auf die Redakteure des„Tempo" angewendet hatte, auch auf die„Rote Fahne" ausdehnen wolsts. Es läßt sich nicht verheimlichen, daß Säbel für die Zateresten der Sklareks einen ganz besonderen Eiser an den Tag gelegt hat und daß ihr« Wünsche bei ihm in einem Maße und mit einer Schnelligkeit berücksichtigt worden sind, wie dos sonst wohl bei Behörden gar nicht vorkommt. Aber in der heutigen Ver- nehmung ist chm jedonsalls nicht nachgewiesen worden, daß er dos u m persönlicher Dorteile willen getan hätte. Seine Dcrsicherung, daß er im besten Glauben gehandelt hätte, ist nicht widerlegt. Daß er die Zuwendungen der Sklareks an die Rots Hilfe ver- mittelt hat, wird ihm ein gerechtdenkender Mensch schwerlich als Ver- brechen anrechnen können. Warum sollt« er nicht als Kommunist Bürgerliche, die er für anständige, reiche Geschäftsleute hielt, um Un- terstützung eines Wohlfahrtsunternehmens seiner Partei angehen! Das Skandalöse am Fall Sklarek ist doch nur, daß eine derartige Beurteilung der Handlungsweise eines Menschen von den Kommu- nisten bei ihren politischen Gegnern nie zugelassen wird. Von deutsch- nationalen Lerleumderblättern ganz zu schweigen. Frau Stadtrat W e y l. die den Sklarek-Dertrag in B«r- tretunz des Bürgermeisters mitunterzeichnet hat, gab an, daß Säbel persönlich mit dem Vertrag zu ihr gekommen sei. ihr versichert hüt'e, daß die Sache in Ordnung ginge, ihr ein juristisches Gutachten vorgelegt hätte, wonach sie geircst unterschreiben könne und daß sie es ohne all« Bedenken getan hätte. Da von den Kommunisten niemand eine Frag« an die Genossin Wey! richtete, mußten die sozialdemokratischen Ausschußmitglieder die Frage nach dem berühmten Opossumpelz ouswersen. Antwort der Genossin Wey! lautete: Ich habe mit den Sklareks «ncder geschäftlich noch persönlich in irgendwelchen Beziehungen ge- standen, ich kenne sie überhaupt nicht. Selbslnerständllch habe ich von Ihnen nie etwas erhalten. Eine« Nerz, oder Oposfumpelz habe ich niemals besessen. lind die Kommunisten schwiegen weiter. Warum nur Herr Gäbet den Ausdruck„gewerbsmäßige Verleumder" lediglich auf die Redakteure bürgerlicher Blätter angewendet hat?! Neuer Kurs in Australien. Atbeiierrrgierung gegen zwangsweise Militärausbildung London, 51. Oktober.(Eigenbericht.) Die australische Arbeilerregierung hat beschlofien, da» gegmrvärstgs System der zwangsweisen Ausbildung sämtlicher wasfensähigsr junger Männer zwischen IS und 20 Zahlen für die australische Miliz abzuschaffen. An Stell« der jehigeu obligatorischen Ausbildung soll eine Neuregelung treten, über deren Charakter zurzeit noch nicht» Näheres bekannt ist. Molllemoras spürt es sehr, daß er abgetan ist. Die Kownoer Universität gibr ihm seinen Lehrstuhl nickst wieder, weil er vier Semester ohne Urlaub gesehlt Hobe und zu den zahlreichen politischen Gefangenen aus der Zeit der Regierung Woideinaras. die fast ausschließlich Sostald« mal raten oder Kommunisten sind, sind neuerdings 23 Waldemar isten gekommen, von der neuen Regierung interniert. Nun gehi es los! Nach der Pleite des Hugenbergfchen Volksbegebrens wird unverzüglich mit dem Export deutscher Sklaven begonnen. Unser Vild zeigt das Ein« treffen des ersten Transportes auf dem Viktualienmarkt von Timbuktu. Oer Rotfrontsumpf. Nechtskommunistische Enthüllungen über Leow. Die„Rote Fahne" schweigt sich über den Fall Leow sehr gründlich aus, aber das Organ der Rechtskommunislen„Gegen den Strom" redet. Es schreibt: „Im Interesse der Reinigung der revolutionären Bewegung von unsauberen Elementen wollen wir aus unserer Moppe einiges zum Fall Leow beisteuern. Genosse A. Schreiner schrieb am 24. August 1927 zur Begründung seines freiVilligen Rücktritts aus der Bundesführung des RFB.«in längeres Memorandum an das ZK. der KPD.(Abgedruckt in der Broschüre von Werner Iurr: Um die proletarische Wehrorganisation. Junius-Derlag.) In diesem Schreiben heißt es u. o.: ,„.. Vorschläge für den Posten eines Kassierers wurden unter den nichtigsten Dorwänden abgelehnt, obwohl die Bundes- koste säst ein Jahr ohne verantwortlichen Kassierer war. Dagegen brachte Leow allerhand Freunde in der Bundesleitung unter. So brachte ex 1925 einen gewissen Harri an, der eben eine längere Strafe als krimineller Gesanzener absolviert hatte. Troß meiner Warnung wurde derselbe eingestellt und wurde zur rechten Hand Leow». Räch seiner nach Monaten erfolgten Entlastung verwandle derselbe seine erworbenen kenatniste und sein vertrauen zu großen Uulerschlagungen in den Gauen, deren Kasten er angeblich im Auf- trag der Bundessührung um beträchtliche Summen erleichterte..." Zu den intimsten Helfern Leows in der Bundesleitung des RFB. gehörte ein gewisser Timm. Der wurde von Leow im Früh- jähr 1927 gegen die wiederHollen Protest« verschiedener Buirdes- leitungsmitglieder zum H a u p t v e r w a l t e r der Kassen- geschäfte für die Reichstreffensammelgelder ge- macht Der aus der Düstcldorfer Reichskonferenz März 1927 gewählte Kassierer Willi Sänger wurde von der Verwaltung und Kontrolle dieser Gelder ferngehalten. Bei der Revision nach dem Reichstrefjen stellten die beiden Revisoren erhebliche Unregelmäßigkeiten fest. Einer der damaligen Revisoren schreibt uns auf Grund seiner Aufzeichnungen: „Es ist wahr, daß die Revisoren, die am 9. und 10. Juli 1927 die Bundsskoffe zu prüfen hatten, voll« 8 Tag« für ihre Arbeit gebrauchten, weil ein« solche Fülle Monitas und Mißstände vor- Händen war, die eine solche Zeitspann« zur Durchsicht erforderten... Einige Fälle der Mißwirtschaft mögen zur Illustration dienen: Bei dem Reichskreffenkassierer Timm wurde eine Ouillung von 2000(zweuaufeud) Mark vorgesunden, über die keinerlei Auskunft über da» woher und wohin zu erfahren war. weder bei dem gewählten Bundeskafsisrer noch bei anderen Mit- gliedern der Bundesführung. T. gab zu seiner Entschuldigung an, daß Leow noch ein besonderes Sonlo verwalte und daß die Quittung vielleicht anderswohin gehöre.. Dieser Revisionsbericht war im ZK. der KPD. Gegenstand einer langen Untersuchung, deren Resultat die Vertuschung der Angelegen- heit war. Hatte man doch auch den Bock zum Gärtner gesetzt. Bor- sitzender der Kommission war Ottomar Geschke, der den Revisoren zur Beruhigung erklärte, Leow sei erledigt Die ließen sich be schwatzen— und Leow blieb. Er hat in dieser Zeit wiederholt geäußert:„W enn ich fall« fällt auch Thal- man n." Ein anderer Fall. Nach dem erwähnten Reichstrefsen wurde nicht Timm, nicht Leow gegongen, sondern der Bundes- kassierer Sänger, angeblich, weil er zu„wenig politisch" sei. S. hatte nämlich kein Lerständnis für das eigene Bankkonto Leows, dessen Ein- und Auszahlungen kein Mensch kon- trollieren tonnte, und das S. auflöste. Es kam als Nachfolger ein Mann„mit mehr politischem Verständnis"— Oelsner. Auch Interestant: Etwa Mitte des Jahres 1926 irrt« Seorn „verzweifelt" in den Geschäftsräumen der Bundesführung umher, es fei ihm in den Geschäftsräumen feine Brieftasche mit «inigen tausend Mark geklaut worden. Das Geld fand sich nicht wieder. Und alle Kundigen meinten: Wer weiß, bei wem er geschlafen hat! Um dieselbe Zeit wurde der B e r- trag zwischen dem Rot-Front-Verlag und der In- seraten-Cxpedition ohne sichtlichen Grund erneuert. An- statt der vorher festgesetzten öZlh Proz. erhielt die Bundesleiturg nur noch 30 Proz. von den riesigen Einnahmen für die Inserate in'der„Roten Front". Erst jetzt wurde uns aus der nächsten Umgebung der Geschäftsführung der Jnseratenexpediiion mitgeteilt, daß das einen Mehrgewinn von jährlich über 40 000 Mark für dieses„Privatunternehmen" bedeute, deren Geschäftsführer , ehrenwert« Parteigenosten" sind, die auf die Linie stehen, auf die mehr und mehr die gegenwärtige Parteiführung kommt. Leo« erhielt»»ach unserem Gewährsmann al, Gegenleistvng die 5000 Mark. deren Herkunft der„Volkswillc" so schamhast verschweigt, wobei wir nicht hoffen wollen, daß die Geschäftsleitung der Jnseratenexpedition auch Leows Ankläger zum Schweigen bringt. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang die bescheidene Anfrage an den„Loltswillen" ge- stattet, warum feine Gewährsmänner so schweigsam gc« worden sind?" Das sind sehr bestimmte Anklagen, die. wie wir zu wissen glauben, auch bewiesen werden können. Aber deswegen wird die„Note Fahne" darüber schweigen wie ein Grab. Wild-Südost. Mer Agramer Polizisten niedergeschossen. Belgrad. St. Oktober. Der Innenminister veröffentlicht folgendes Kom- muniqn«: Nach Mitteilung der Polizeibehörde in A g r a m waren zwei Beamte, Jossip Ketschou und Josstp Bau. be- auftragt worden, den Ehanffeur Ivan B a b i t s ch. der in einer Werkstatt der Firma Siemens beschäftigt war. zur Polizeiwache zu bringen. Als die beiden Beamte» de« Fabrikhos betrate« und Babitsch ihre Ausweis« zeigten, zog dieser, ohne ein Wort zu sagen,«ine» Ae. volver und feuerte auf die Beamten Schösse ab, durch die Ketschou sofort getötet und Bau schwer verletzt Komödienhaus. Tristan Vernard:„Der Hühnerhof". Ein alte? Schwank von Tristan Bernard, der mit bewunderung?- würdiger Ausdauer auf einem Thema herumreitet: der körpcr. lichen Lisbesbetätigling. Man lacht viel, am meisten über den mit todernster Mim« auf der Bühne herumturnendm Eurt Avis. vgr. wurde. Der Täter ergriff die Flucht. Da man annahm, daß sich Babitsch bei Freunden versteckt hielt, begab sich de« Polizeibeamte Tromsky in Begleitung eines zweite» Beamte» in die Wohnung des Mechanikers H r a«! l r> v i t s ch. Da sie den Gesuchten dort nicht fanden, wartete» die Beamten im Eingang des Hauses. Als Hranilovttsch heimkehrte und die Beamten erblickt«, zog er sofort eine« Revolver, tötete Tromsky durch einen Schuß und ver- letzte den anderen Beamten durch zwei Schösse. Hraui» lobitsch flüchtete, kouute jedoch im Laufe des Tages f e st» genommen werden. Verurteilier Hillsf-Hetzer. Er ist ausgerechnet Lehrer. Warm». 81. Oktober.(Eigenbericht.) Der vor kurzem in Koburg von einem h« strichen Kriminal» beamtsn aus der Schul« heraus verhaftete Lehrir Dietrich, «in berückstigter Hitlsr-Agitator und früherer Reichstags» abgeordneter, ist jetzt von dem Wormssr Schöffengericht wegen B«- leidiguug der Reichsfarben und wegen Prestmergeh«ns zu 2 Mo- naten und 1 Woche Gefängnis verurteilt. Di« Ver- Haftung und zwangsweise Vorführung mar notwendig geworden, weil Dietrich bei früheren Verhandlungen trotz Aufforderung weder erschienen war, noch sich entschuldigt hatte, WERTHEIM Leipziger Str.( Versand- Abt.) Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz nur Abt. Frische Blumen Leipziger Straße Blühende Erika... Tot 0.28 0.90 Blühende Primeln Topf 0.45 0.80 Blühende Alpenveilchen Toot v. 0.60 an Blühende Chrysanthemen 0.80 Farne verschiedene Sorten. Topf von 0.60 14 ax Balkontannen... St 0.50 0.60 Verkauf be allen 4 Geschäften Hyazinthen Hyazinthen Stilk 0.65 18 Stk. 6.25 Stick 0.45 10 Stk. 4.25 Fiyazinthen Frelland, Std. 0.20 10 Std. 1.90 Narzissen.... Sill mon 0.95 an Preise für Freitag u. Sonnabend, soweit Vorrat, Mengenabgabe vorbehalten. Fleisch, Fische, Geflügel, Obst und Gemüse werden nicht zugesandt. Frisches Fleisch Kalbskamm u.-Brust... Pfund 0.90 Kalbsnierenbraten...... Pfund 0.95 Kalbskeule ganz u. geteilt, bis 9 Pid., Pid. 1.10 Kalbsschnitzel. Pfund 2.20 Querrippe Pid. 0.80 Gulasch Pid. 0.95 Rinderkamm u.-Brust Pfund 0.90 Schmorfleisch mit Knochen 1.10 1.30 Pfund ohne Knoch. Roastbeef mit Knochen....... Pfund Frische Rinderzungen... Pfund Schweinebauch Rücken mit Beilage, Pfund u. 1.10 Schweinekamm.- Blatt mit Beilage, Pfund Schweineschinken mit Beilage, Pfund Kahler mild gesalzen. Gehacktes Ptd. 0.85 Liesen Pfund Prima Gefrierfleisch 1.20 1.25 1.28 1.30 Pfund 1.28 1.10 Hammelvorderfleisch Hammelrücken Rinderkamm u.-Brust.. Pfund 0.80 Konserven 3/1 Dose Leipziger Allerlei 0.90 Gem. Gemüse mittelfein 1.10 Gem. Gemüse fein 1.50 Jg. Erbsen D. 0.42 0.70 Kaiserschoten... 1.65 Jg. Karotten ganze 0.65 Br.-u. Schnittbohn, 0.57 .Pfund 0.86 Pfund 0.95 1 Dose Bruchspargel. Köpfe 2.15 Stg.- Spargel mittel 2.90 Pflaumen...... 0.62 Reineclauden... L00 Birnen halbe Frucht 1.05 Saure Kirschen... 1.10 Br.- u. Schnittb. I 0.75 Bismarckheringe 75 Pl. Spinat ... 0.58 Kohlrabi mit Grün 0.65 u. Rollmops 1 Ltr.-D. Würstchen D.5 Paar 0.93 Räucherwaren Fettbücklinge 0.42 0.48| Sprotten. Kistchen 0.58 Flundern Pfund v. 0.38 an Räucheraale Bunu 0 28 an Kieler Bücklinge 0.55 Spickaale Pfund 2.80 an NUR NOC Ausgezeichnet Okasa Obst u. Gemüse Weißkohl u. Möhren 0.05 Rotkohl Holst, Pid. 0.08 Wirsingkohl Holst. 0.08 Zwiebeln 3 Pfund 0.20 Sellerie Kopf 0.12 0.20 Rosenkohl.. Pfund 0 30 Grüne Bohnen Pfd. 0.25 Schwarzwurzeln 0.32 EB- u. Kochäpfel 3 Pid. 0.28| Treibhauswein Pid. 0.68 Rosmarienäpfel rote 0.15 Brunneräpfel fund 0.15 Boskoop- Renetten 0.20 Kochbirnen 3 Pfund 0.28 Amorettenbirnen 2 Pid. 0 25 Tafelbirnen 0.18 0.35 Bananen... Pfund 0.38 Fr. Ananas Pfd. v. 0.90 an Winterkartoffeln . Zentner von 3.25 an Zusendung in Groß- Berlin per Zentner 0.50, Sackpland 0.50 Käse u. Fette Camembert vollt., Schacht. 0.20. 028 Ramadou.. Stück 0.22 Limburger 0.55. 1.05 Edamer Pid. 0.74. 1.05 Holländer 0.74 u. 1.05 Emmenthaler ohne Rinde, Schacht, 6 Port. 0.75 Tilsiter Art ohne Rinde, Pfd. 0.78 Schweizer dän., Pfd. 0.92 Tilsiter vollf., Pfd. v. 0.98 Steinbuscher vollfett 1.10 Schweizer Art ohne Rinde, Ptd. 1.15 Münster volltett, Pfund 1.15 Schweizer Telf., Pfd. v. 1.28 Margarine Pfund 0,50 Kokosfetti Pid.- Tafel 0.50 Schweineschmalz 0.70 Molkereibutter Plund 1.82 Grasbutter.. Pfund 1.92 Tafelbutter.. Pfd. 2.08 Dän. Butter billigst Wein Preise für 1. Flasche, ohne Glas 1928 Wöllsteiner Rheinhesse. 1928 Hainfelder Letten sehr mild. 1926 Niersteiner fein entwickelt 0.85 0,90 1.30 1928 Liebfraumilch( blaue Kapsel) ansprech., Hebl. 1.50 1927 Oppenheimer Goldberg gehaltvoll..... 1.70 1928 Clottener Brauneberg spritzig, pikant.. Tarragona Rot suß, kräftig. Gold- Malaga feinst 1.80 0.90 1.30 Besonders preiswerte Naturgewächse: Wachstum Hauer, 1928 Dürkheimer Feuerberg Rotwein 1.10 1928 Maikammerer Schlangengässel 1.50 1921 Guntersblumer Autental Wachst. Schmitt, Rheinhesse 1.90 1927 Ruppertsberger Graben Wachs Weutsch, 2.10 Wachstum Erath, Heblicher Pfalzwein Männer! Neue Kraft: ,, Okasa"( sch Geheimrat Dr. med. Lahusen). Das unübertroffene hochwertige Sexual- Kräftigungsmittel( sexuelle Neurasthenie). Kein Reizmittel, für das gesamte Nervensystem überaus wohltuend. Ueberraschende Wirkung! Notariell beglaubigte Anerkennungen von zahlreichen Aerzten und tausende Dankschreiben dankbarer Verbraucher beweisen die einzig dastehende Wirkung! Trotzdem gibt es noch Zweifler! Wir versenden daher nochmals 30 000 Probepackungen umsonst Es ist eine neue Broschüre erschienen. In neuer, gediegenster Ausstattung! Mit neuem, bedeutend erweitertem, hochinteressantem und belehrendem Text! Wir legen diese Broschüre jeder Probepackung kostenlos bei. Es sind lediglich 40 Pf. für Doppelbrief- Porto beizufügen( unverlangte Nachnahmen kennen wir prinzipiell nicht). Zusendung diskret verschlossen durch das General depot und Alleinversand für Deutschland: Radlauers Kronen- Apotheke, Berlin W.61, Friedrichstr. 160. Beachten Sie genau! Okasa( Gold) für die Fran, Originalpackung 10.50 M. ( Silber) für den Mann, Originalpackung 9.50 M. Zu haben in allen Apotheken Die wirksamen Hauptbestandteile von Okasa" werden jetzt nach einer Methode, welche durch das Deutsche Reichspatent No. 471 793 geschützt ist, hergestellt! Alles Nähere bitten wir aus unserer oben angegebenen Literatur su ersehen. Wenn überhaupt noch eine Verbesserung unseres seit Jahren bewährten„ Okasa möglich war, so ist dies jetzt endlich durch diese Methode, welche in langjähriger Arbeit von einem deutschen Arzt entdeckt wurde, gelungen. Es dürfte dadurch Okasa" wirklich das unübertroffene Präparat sein. Achten Sie auf den Namen Okasa" und darauf, dass jede Packung den Namenszug Geheimrat Dr. med. Lahusen trägt es existieren Nachahmungen! Verwaltungsstelle Berlin Todesanzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer Rollege, der Optiker Max Wiesenthal 8,50 Mart. 3,4,50, 6,50. Pfalzwein Dhne Wurstwaren Leberwursthallesch 0.72 Blutwurst hall., Pfd. 0.72 Dampfwurst. Pfund 0.95 Sülz- u. Rotwurst Ptd. 1.10 Wien. Würstchen Pfd. 1.20 Hausm.Leberwurst 1.25 Fleischwurst Pfund 1.25 Mettwurst( Br. Art). 1.45 Jagdwurst.. Piund 1.45 Filet- u. Schinkenw. 1.65 Teewurst... Pfund 1.75 Feine Leberwurst. 1.75 Zervelat u. Salami 1,80 Zervelatw, I. Feildarm 2.00 Speck fett 1.35 mager 1.60 Schinkenspeck Pid. 1.95 Königstr. Rosenthaler Str. Maritzpl.: Landleberwurst Pfd.0.95 Knoblauchwurst Pfd. 1.15 Polnische Wurst Ptd. 1,45 Bierwurst... Pfund 1.45 Kaitee gene Rösterei Konsum- Misch, Pfd. 2.00 Haushalt- Misch.Ptd. 2.60 Sonder- Misch. Pfund 3.00 Olympia- Misch, Pfd. 3.40 Globus- Misch, Pfund 3.80 Tee Ceylon II.. Pfund 1.25 Indien.. China • Pfund 1.55 Plund 1.70 Ceylon.... Pfund 1.85 Darjeeling Pfund 2.00 Konfitüren Olympia- Kakao Pid. 0.90 Vollmilch u. 13 Taf. Vollmilchnuẞ) 100Gr. à 0.90 Geflügel u. Wild Tauben Stück von 0.68 an Suppenhühner frische.. Pfund von 0.88 an Junge Gänse... 4 Pfund von 0.95 an 1.20 an . Pfund von 1.10 an • Pfund von 1.25 an Fettgänse ungarische... Pfund von Junge Brathühner Enten. Puten ungarische Hirsch- Ragout Hirsch- Blätter Pfund von 1.15 an Pfund 0.48 Pfund 0.95 Kaninchen gestreift.... Pfund von Rehblätter 1.28 an Pfund von 1.38 an Wildschwein u. Gänsefleisch billigst Fische Dorsch ausgeweidet. Braiflundern Merlan.. Schellfische Plötzen mittelgroße Goldbars ohne Kopf .. Pfund 0.16 9 Pfund 0.20 Pfund 0.22 .Pfund 0.14 0.38 Pfund 0.25 Pfund 0.38 Seelachs ohne Kopf, ganze Fische, Pfund 0.40 Kabeljau ohne Kopf, gauze Fische, Pfund 0.42 Grüne Heringe feine, 5 Pfund 0.95 1.20 Zander frische. Fischfilet Lebende Karpfen Pfund von 0.58 an Pfund 0.68 ..Pfund von 1.05 an Lebende Hechte..... Pfund von 1.20 at Backartikel Pid. Pfd.an Olympia- Mehl 2- Beut. 0.55 0.58 5- Beut. 1.20 1.30 1.40 Rauhreit- Mehl.. .5- Plund- Beutel 1.40 Kartoffelmehl Pid. 0.20 Sultaninen 0,60, 0.52 0.38 Maispuder Pfund 0.30 Rosinen 0.36 0.48 0.74 Mandeln sus. 1.90 2.50 Korinthen Pia 0.58 0.68 Anzahlung. Schlafzimmer,] Soffmann Pianos. Stammhaus geSpeiſezimmer. Serrenzimmer. Rüden, aründet 1887. Bianos, Flügel Set Vermietungen Bolfterwaren, Einzelmöbel ufm. au moniums, 100 Instrumente, Auswahl., enorm billigen Preisen mit, langfristigen anerkannte Tonfchönheit, Breiswirdig- Beerzimmer fofort zu vermieten, 30,-, Ratenzahlungen. Fuchs u. Co., Snva teit, günstige Teilzahlungen. Reue Pianos teine Rochgelegenheit. Raulsdorf, poft. libenstraße 35, Treppe, Ede 900 Mart, gebrauchte 400 Mart an. Tagernd A. 8. 100. Chauffeeftraße. eine Möbelläufer merte Arebit und bar Möbelbazar, azoße Auswahl, Heine Breife! Beispielsweise. In Bianoforte. ftets Gelegenheitstäufe. Alte ftrumente Gegenrechnung. fabrik Georg Soffmann G. m. b. S., Berlin SB. Leipzigerstraße 57 ( Spittelmarkt). in neuen. 53. Arbeitsmarkt Erstklassiger Werkzeugmacher zwei Mechaniker Lintpianos, überaus preiswert. Biano. fabrik gin! Brunnenstraße 35. Klaviere. 150,-. 175,-. 200,-, 275, Schlafzimmer 455. Speisezimmer 517. 425,- gebrauchte, große Auswahl a Serrenzimmer 389. Spiegelschränke 118. Langjährige Garantie. Be. der gute Erfahrungen im Bestimmen Dielengarnituren 38. Anrichtetüchen 99. Teilzahlung a von Arbeitszeiten hat, als WerkzeugMeffingbettitelle 66. Kleiderschränke 48. chtigung lohnend. ftattet. Herer, Brunnenstraße 191 kalkulator, sowie Chaiselongues 28. Metallbettstelle 18. Auflegematragen 13. Gonftige Möbel 1 Treppe( Rofenthaler Blak) entfprechende Breise. Seilzahlung auf. Sprechapparate, Blatten, Berte, Su fchlagfrei. Bochenraten. Monatsraten. behörteile, größte Auswahl. Machnow Raffarabatt bis zehn Brot, auch TWeinmeisterftraße 14. Anzahlungen. Rfeine, auch ohne Anzah Iungen. Krebite bis zwei Jahre. Mäßige Rinfen. Sauptgeschäft Steglik. Schloßftraße 107; 2. Geschäft Neukölln, Ser2000 Kinderräder, großer Gelegen- lungsmöglichkeit in Meisterstellung ist mannplak 7; 3. Geschäft Belle- Aliance heitslauf, 7,50, 13, 15, 23- geboten. Angebote mit Lichtbild, handStraße 95, Untergrundbahn; 4. Spezial Kinderbreiräber 9,50, 11, 15 Mart. schriftlichem Lebenslauf unter Z. 24 Abteilung Neukölln, Hermannplak 4: Machnow, Weinmeisterstraße 14. an die Hauptexpedition des„ Vorwärts". 5. Geschäft, neu eröffnet, Rottbusser Straße Nr. 23, am Tor. Ratalog franto. Fahrräder aus feinmechanischen Betrieben( mit best. Meisterprüfung) für Montage von Installationsmaterial gesucht. EntwickZüchtige Abseger Rövenider für dauernde Beschäftigung Christionat. ftraße 39( Saltestelle Adalbertstraße). Unterricht Rebfeld, Babftraße 34, Hausnummer Kaufgesuche Diwandeden, Bitsch 22,-, Gobelin p Leihhaus Morigplag 58a. Berfauf von achten, verkauft fpottbillig gutladierte 8,-, 12,-, 16,-, Tischdecken 5-, 6,50, Ravalier- Garderobe, teils auf Seibe, Anrichteküchen 125,-, 148,- 195,-, Ia. Zahngebiffe. Blatinabfälle, Lötzinn Deutscher Metallarbeiter Verband& Steppdeden, prima Gatin, 10,50. 3adett., Frad, Smolinganzige, Gabar- fierte Rüchen 195,-, 275,- usw., Bücher Blei, Quedilber, Gilberschmelze, Gold. 12,50, 15,-. Seit 1884. Teppich Fischer, dinemäntel, Bauchanzüge, für jede Figur fchränke 48, 78, ufw.. Diplomaten. fchmelzerei Potsdamerstraße 105, an der Rurfür passend. Extra- Angebote für neue Gar. fchreibtische 79,-, 98,-. ftenstraße. Vorwärts"-Lefer Extra- derobe. Belajaden 50,- Belamäntel Speisezimmer, wundervolles Bitrinen rabatt. 95,- Sportpelze 85,-. Gebpelae 100,- büfett, Rrebena, schwerer Aussichtisch echte geberstühle. 375.-. 495.-. 675 Gardinen, Stores, 3, 6, 8, Reine Lombardware! Mart, Dekorationen, Fenster 5- 8.-, Benig getragene, teils auf Seibe ge usw. Badstraße 34. 14, Mart. Tüllbettdeden 4,-, 6.50, arbeitete, erfttlaffige Jadettangge, rad Serrenzimmer, Bibliothel. Diplomat Tanzschule Friedrich Donath, Michael Dekorationsftoffe, Meter anzüge, Smofinganzige, Gebrofanzüge mit englischen Rügen, zunder Tisch. Firchstraße 39. Bornehmes Brivatinfti. Conrad Fischer, feit Bauchanzüge, Binterulfter und Bale. Lederfeifel. Lederstilhle, 295, 375,- tut. Täglich Anfängerkurse. Fortschritt. 1884, Potsdamerstraße 105a, an der tots, für jede Figur passend und 495,- ufw. Babftraße 34 turie. Borwärts- Refer in jeder Form ftets vorrätig: Rehfeld, Badstraße 34, Sausnummer außerdem hochelegante neue Gar Teppiche ohne Webfehler, Rünftler, berobe, von erittlaffigen Schneidern ge- achten, verkauft fpottbillig Ankleide. Airta 160 x 235, 12,50, Boucle, sirta arbeitet, au staunenb billigen Preisen, schränke mit Spiegel 98,-, 135,-. 195, in Serren und ufw.. moderne Bettstellen 36,-, 48,-, 160 x 235, 14 Mart, Rünstler, girta Gelegenheitstäufe 200x300, 16,50, Smyrna, sirla 200X300, Damenpelzen. Leihhaus gowidi, Brin- 58.-. Patentmatraßen 13.-, 15,-. Auf 48 Mart, Smyrna mit Sandfransen, enftraße 105, eine sirfa 250x350, 65,- Mark. Ein Boften Lombardware Original- Tournan, durchgewebt, befon Berleth ders billig. Geit 1884. Teppich- Fischer, Angiige. Botsdamerstraße 105a, an der Rurfitt ftraße 105 ftenstraße. Vorwärts" Lefer Extrarabatt. geb. 3 August 1886, am 28. Oftober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet Freitag, ben 1. November, 16 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. KLEINE ANZEIGEN Jedes Wort 12 Pl. Anzeigen, welche für die Fettgedrucktes Wort 25 Pf. ( zulässig 2 fettgedruckte Warte). Stellengesuche -W das 1. Wort( fattgedruckt) 15 Pf., edes weitere Wort 10 Pf. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. nächste Nummer bestimmt sind, müssen bis spätestens 4 Uhr nachmittags in der Haupt- Expedition des Vorwärts, Lindenstraße 3, abgegeben werden.Dieselbe istwochentags von morgens 81% Uhr bis nachm. 5 Uhr anunterbrochen geöffnet. Verkäufe Kurfürstenstraße. Extrarabatt. Bekleidungsstücke, Wäsche usw. Treppe. Reine legematragen 19.50. 25,- 36, Mar. mer- Waschtoiletten mit Spiegel 98,-, 125,-, Nachttische 19.50, 29, hocheleganter Gefellfchafts Leihhaus Lowidi, Bringen. Rehfeld, Babftraße 34. Hausnummer achten, verlauft fpottbillig Blütfdfofas 98,-, 125,-, 148,-. Ruhebetten, printa Rindermäntel, Rinderkleider fehr billig, Arbeit, 39, 45,- Ausziehtische 39, eigene Anfertigung. Scheller, Schön: 48, 65,-, Rohrftühle 6,95, 7.50, 9,50 haufer Allee 65, 1 Treppe. Flurgarderoben 29.50. Rorbfeffel 7.50. 9,50, 14, Möbel Rehfeld, Badftraße 34, Sausnummer Wenig getragene Sadettanzilge. Spezialität blau, zweireibig, auf Geibe Möbelschau im Fabrifgebäude in fünf achten, verlauft[ pottbillig Schlafzimmer 40,- Gmotinganzüge. Bauchanzüge, Stodwetten. Schlafzimmer, Speifezimmer, mit großem Antleidefchrant, Marmor. Taillenmäntel, Baletots, alles zu Spott Berrenzimmer, Richen, Einzelmöbel find toilette, Bettstellen, Nachttische, Stühle, preifen. Gelegenheitstäufe in neuer mustergültig aufgestellt. Günftige Rah- 375-495,- 650.- ufw. Serrengarderobe. Leihhaus Rosenthaler lungsweise bis 24 Monate. Möbelfach Rehfeld, Babstraße 34. Sausnummer Tor, Linienstraße 203-204( Ede Rofen haus Schumann, Rionsfirdstraße 38. aten, verkauft nur reelle Tischlerarbeit. thaler Straße). Keine Lombardware. Fabrikgebäude, Nähe Kaftanicnallee. auch gegen Teilzahlung bei mäßiger Von Kavalieren wenig getragene, Alciberfpinben, Wäschespinden 30,- Rinsberechnung. Freie Lieferung, auch teils auf Geibe, und neue Jadettanzüge. Blüschiofas 35,-, Chaiselongues 26,-, nach außerhalb.. Smokinganzüge, Abendanzüge, Frad Ausziehtische 25,-, englische Bettftellen Möbel- Ramerling, Raftanienallee 56. anzüge, Ulfter, Baletots, Gerodpaletots 38, Schlafzimmer 225,- Rüchenein Rußbaum- Büfetts, Rrebenzen. Schreib. Bauchanzüge, jede Figur passend, Sport richtung 45,-, guterhaltene Möbel. tifche. Piefenauswahl Klubseffel, Bollrindleder, 65,-, 88, pelae, Damenpelamäntel Gellin, Gartenstraße 26. Möbelverfand Epottpreife Rahlungserleichteruna Gehpelze, 95, Mark, Brachtmodelle 135,-, 145, Mart, imitiert Bilbieber 48,- 68. Mufitapparate, Goldwaren enorm billig auch außerhalb. Chaiselongues. wie neu. 20 902. 95,-Mart. Rlubieffel- fifcher, Bots. Keine Lombardware. Leibhaus Fricd Batentmatragen: imiffima" Metall. Tannefallee 12. bamerstraße 105a, an der Rurfürsten. richstraße 2. Sallesches Tor. betten. Auflegematragen. Chaiselongues. Getragene Herrengarderobe Speziali. Walter Stargarderstraße achtzehn Rein Tappefallee 12. Bantow Schimidtftr. 1. Batentmatratzen, Wolfterauflagen, 9.ftraße. Borwärts"-2efer Extrarabatt. Läuferstoffe, Rotos, Meter 1.35, 1,65 tät Bauchfiguren. fpottbillig. Naß. Gor. Laben Mark, Boucle, Weter 2,50, 3,90 Mart, mannftrake 25/26 Früher Muladitrake Zahlungs- Erleichterung ohne Breisauj Musikinstrumente Zaveten. Saillat. Rolonteftraße 9 Gofaumbaue Belour, Meter 6,50, 8.50 Mart. Riefen- Rosenthalerstraße 48, 1 Treppe. Nähe flag. Schlafzimmer 550,-, Speisezimmer auswahl für Sausbefizer und Brivate. Sackescher Martt. Wenig getragene 450,-, Serrenzimmer 300,-, Antleide 30,- monatlich. Bianos 175,-, 275,-, Seit 1884. Teppich- Fischer, Potsdamer Kavalieranzige, Baletots. Emotings. fchränke mit Spiegel 95,-, Ritchen, 375,-. gebrauchte, neue. Große Aus firañe 105a, an der Kurfürstenstraße. Gelegenheitskäufe Heuer Garderoben. Volstermöbel. Möbelhaus Stein. Bein. mahl. Thür. Rottbusser Damm 64, 1 Torwärts" Lefes Exttarabatt. * alle Weiten, fabelhaft billig. Schendel. bergsweg Nr. 24. ( am Sermannplag). sofort gesucht. Karosseriewerke Drauz A.-G. Heilbronn( Neckar) Zum jugendlichen Elefante spricht seine welterfahr'ne Tante: „ Du hast' ne Hornhaut auf der Sohl', da hilft dir nichts, als„ Lebewohl"*. *) Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Aerzten mpfohlene Hühneraugen Lebewohl und Lebewohl. Ballenscheiben, Blechdose( 8 Pflaster) 75 Pfg., LebewohlFubbad gegen empfindliche Füße und Fußschweiß, Schachtel( 2 Bäder) 50 Pfg., erhältlich in Apotheken und Drogerien. Wenn Sie keine Enttäuschungen erleben wollen, verlangen Sie ausdrücklich das echte Lebewohl in Blechdosen und weisen andere. angeblich ebenso gute" Mittel zurück. Einem Teil unserer heutigen Auflage liegt ein Brospett der Fa. H. Joseph& Co., Neukölln, Berliner Straße 51/55, bet, betreff. Großer Propaganda- Verkauf", worauf wir unsere Leser besonders hinweisen. 3abrana 191. Beilage des Vorwärts Nr. 513 46. Jahrgang 46. Jahrgang Freitag, 1. November 1929 Skandalaffäre bei Deutschnationalen. Der Fall Lettow- Wege vor der Stadtverordnetenversammlung. Zu den Kommunalwahlen glaubt der deutschnationale| sation gelangen und dort explosible Gemische bilden, die schon zu Stadtverordnete Major a. D. Merckel für seine Partei werben Beschädigungen der Anlagen geführt haben und Menschenleben gezu können, indem er in Berlin umherreist und in Versammlungen fährden fönnen. Deutsch nationale und Volkspar über den Sklaret- Skandal und die rote Kommunalwirt| teiler lehnten die Vorlage ab, weil- man sagte das nicht dischaft" schimpft. In der Stadtverordnetenversammlung wurde ihm rekt den Fabrik- und Grundbesizern dadurch Kosten entstehen gestern zu seinem Verzeichnis kommunaler Skandale ein Beitrag dürften. Genosse Amberg trat lebhaft für die Vorlage ein. Der gestiftet, über den er gar nicht erfreut zu sein schien. Die Zustände Schuh der Menschen und der städtischen Anlagen ständen höher, bei der ehemals von der Organisation Berliner Hausbefizer beals die Geldinteressen der Unternehmer. Die Demokraten wollten triebenen und dann an die Stadt übergegangenen Berliner nochmalige Ausschußberatung haben. Diese ganze zahme AnMüllabfuhrattiengesellschaft wurden aus Anlaß einer gelegenheit benutzte Herr Stadtverordneter Dr.- Ing. Klinghardt von der Deutschen Volkspartei dazu, eine kleine den Magistrat um Aufklärung ersuchenden Anfrage der so= zialdemokratischen Fraktion unter die Lupe genommen, und dabei erfuhr man dann über die„ Verdienste" des Direktors Lettom und des im Aufsichtsrat sizenden deutschnationalen Stadtrats Wege erbauliche Dinge. Sehr hübsch war die Bemerkung des Auskunft gebenden Bürgermeisters Scholz, daß Stadtrat Wege nicht als Magistratsmitglied, sondern als Vertreter privater Interessen dem Aufsichtsrat angehörte. Ueber Stadtrat Reuter, der nach seinem Eintritt in das Magistratskollegium den bei der Bemag Dorgefundenen Zuständen ein Ende machte, sagte der Bürgermeister, daß Reuter dabei die Interessen der Stadt zu wahren sich bemüht habe und daß ihm das gelungen sei. Man vergleiche hiermit die frechen Versuche der tommunistischen Presse, unseren Genossen Reuter als ,, Mitschuldigen" hinzustellen! In einer sehr wirksamen Rede gab Genosse Riese den Deutschnationalen noch ein genaueres Konterfei ihres Parteifreundes Wege, der es verstanden habe, sich reimliche verschaffen. Er erinnerte sie daran, wie sie sonst so tapfer schmäten fonnten". Diesmal fonnten sie es nicht. Diesmal bemühte ihr Redner fich, den Deutschnationalen Wege zu verteidigen. Daß auch Direktor Lettor deutschnational ist, sei nebenbei erwähnt. Herr Wege, der jetzt nicht mehr Stadtrat ist, ist für die Kommunalwahlen als Stadtverordnetentandidat aufgestellt, und zwar an günstigster Stelle, damit er sicher wieder in das Rathaus hineintommt. Die Rückkehr des Oberbürgermeisters Böß aus Amerika und Jein vermutliches Erscheinen in der Stadtverordnetenversammlung batte zur Folge gehabt, daß Zuhörertribüne und Presseestrade überfüllt waren. Aber die Gekommenen wurden enttäuscht, die Sensationen und die Anregungen für große, fette Ueberschriften in den Standalblättern blieben aus. Der Mißtrauensantrag der Kommunisten gegen Böß er soll ohne Pension entlassen werden! wird erst in der nächsten Sizung am Donnerstag, dem 7. November, 16 Uhr, behandelt. In der Angelegenheit der Mitglieder des Kreditausschusses Bunge( Dnat.) Mühlmann( Soz.) und Rosenthal( Dem.) wurde der Dringlichteitsvorlage des Magistrats zugestimmt, nach der in einem gemildyten Ausschuß die Angelegenheit untersucht werden soll. Die Deutschnationalen hatten beantragt, das Verlangen des Oberpräsidenten nach Abberufung der Genannten zurückzuweisen. Das war alles, was von den großen Ankündigungen der Sensationszeitungen übrig blieb! In einer Vorlage fordert der Magistrat ein Ortsgesetz über die Beseitigung von Leichtflüffigkeiten auf den Grundstücken der Autogaragen, Wäschereien, Färbereien, Druckereien und ähnlicher Betriebe. Der Magistrat betont, daß Del; Benzin und andere Flüssigkeiten in die Abwässer der KanaliJohann Komáromi: 18] He, Koraken! Caus dem Ungarischen von Cllexander von Sacher Maroch Copyright by Büchergilde Gutenberg, Berlin. ,, Jawohl, Fräulein Emmi, ich werde ihr Ritter sein," sagte ich und schämte mich dabei. Darüber lachte fie mun sehr, aber auch ihr Lachen tat mir gut. Denn ich wußte, daß Fräulein Emmi mich gern hatte. Manchmal ging sie die Flucht der Zimmer entlang oder über die Gartenwege und ich sah ihr beglückt nach. Ich war glücklich, wenn ich sie sah. Sie beugte sich hier und dort über ein Blumenbeet und ich vernahm wieder ihre füße Stimme: ,, Hänschen, tomm her. Ich geb dir eine Blume." Ich lief ihr nach. Sie steckte mir die Blume auf den Hut und streichelte mit ihrer fleinen Hand mein Gesicht. Ich errötete und senkte den Kopf. Dann fniete sie vor mir nieder, nahm mein Gesicht in beide Hände und ich mußte ihr in die Augen sehen. Ich erinnere mich, o, ich erinnere mich, als Iniete sie auch jetzt vor mir und streichelte mich still mit ihren weichen Händchen. Ihr eines Auge war schwarz, das andere bläulich. Und sie hielt mich folange in ihren Händen, bis auf ihren langen Wimpern Tränen glizerten. ,, Hänschen, hast du mich lieb?" ,, Ich habe Sie sehr lieb, Fräulein Emmi." Sie tat mir leid. Denn sie mochte irgendeinen geheimen Kummer haben, wie der Oberfosat. Aber ich verstand das damals noch nicht. Dann nahm fie mich bei der Hand und führte mich durch die versteckten Winkel des Gartens oder zum Schlosse, in welchem sie wohnte. Sie stehen noch heute, diefe Gärten und jene Schlösser! Ihre Türme sind rot, Efeu schlingt sich um ihre Mauern, blutrote Rojen leuchten an den Glaswänden ihrer Terrassen und diese blutroten Aufgänge brennen durch eine der Lichtungen des Gartens, lodend bis in die neblige Ferne. Pappeln und Birken bewachen diese Schlösser gleich überirdischen Grena dieren, und wenn der November da ist, raschelt der Wind, mit den Blättern an den Ecken der Schlösser oder in den verlaffenen Irrwegen ihrer Gärten. Melancholie liegt in den Verstecken der Gärten und auf ihren schiefen Steinmauern hoden Gespenster, wenn die bleiche Mondfichel schon niederfällt am Himmel. Und inmitten dieser raschelnden Blätter, auf den vielverschlungenen Wegen geht in ihrer stillen, trauriI Bombe à la„ Nachtausgabe" und„ Rote Fahne" loszulassen. Er fragte, ob zwischen den Ankündigungen einer Leichtflüssigkeitsabscheiderfabrik im Hause des Stadtrates Busch und der Magistratsvorlage ein Zusammenhang beſtehe? Kleine Korruptionsaffäre gefällig?!- Stadtrat Genoffe Reuter fonnte dem neugierigen Herrn Klinghardt gleich die verlangte Antwort geben: Die Anregung zu dem Ortsgesetz sei von der Baupolizei ausgegangen. Allerdings, sagte dann Stadtbaurat Hahn weiter, ist der Magistrat der Anregung um so lieber gefolgt, als verschiedene Explosionen in den Abwässerkanälen auf Leichtflüssigkeitrückstände zurückzuführen seien. Diese Explofionen hätten über 300 000 m. Reparaturkosten verursacht. Herrn Klinghardts Wissensdrang war befriedigt, die Vorlage wurde angenommen. Bei der Begründung einer Anfrage wegen der Kosten der Verfassungsfeier in Berlin machte der einzige kommunistische Fraktionsredner Herr Lange wieder seine gewohnten Clownspäße. So befamen die Tribünenbesucher doch noch etwas ,, Eraußerordentlichen" Pressevertreter traten mit Monokel und dicken Hornbrillen bewaffnet wieder an und freuten sich ebenfalls bescheiden der Wizzeleien Langes. Das war alles! ( Deutschnationaler Korruptionssumps! Die sozialdemokratische Fraktion hatte eine Anfrage wegen der gegen Aufsichtsmitglieder der Berliner Müllabfuhrgesellschaft erhobenen Borwürfe folgenden Inhalts eingebracht: Der frühere Direktor der Müllabfuhr- Gesellschaft. Herr Friedrich Wilhelm Krüger, hat in einem Briefe an die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung behauptet, daß der Stadtrat a. D. Wege( Dnat.) zusammen mit anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats dieser Gesellschaft, duntle Ge ichäfte getätigt habe in der alleinigen Abficht, sich einen Vermögensvorteil zu beschaffen". Herr Krüger behauptet weiter, daß der städtische Dezernent, Stadtrat Reuter( Soz.), es für angebracht gehalten habe, diese traurigen, auf betrügerischer Handlung beruhenden Machenschaften mit dem Mantel der Liebe zuzudecken". Wir fragen an: Entsprechen diese Behauptungen der Wahrheit und was hat der Magistratsdezernent getan, um die Interessen der Stadt in der Bemag wahrzunehmen? Genosse Riefe verlangte Auskunft vom Magistrat, die dann auch Bürgermeister Scholh sofort gab. Scho! gab eine eingehende Darstellung der Entstehungsgeschichte der Müllabfuhrgesellschaft und ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften. An einer dieser Gesellschaften war der deutsch nationale Stadtrat Wege hervor= ragend als Vertreter privater Wirtschaftsver= bände vertreten, obwohl er gleichzeitig Magistrats= mitglied war.( Stürmisches Hört! hört! bei den Soz.) Als gen Weise, während die Speicher des Wirtschaftshofes im Mondlicht glänzen, vielleicht heute noch Fräulein Emmi auf und ab. Ihr großes Töchterchen vielleicht... Was weiß ich davon? Ich schaue nach fünfundzwanzig Jahren auf diese alten Schlösser zurück... Mein Gott, ich werde sie niemals sehen! Es war Frühling... Ruhe lag über der Gegend Aber auch diese Ruhe nahm ein unerwartetes Ende. Denn eines Tages tauchten die Kosaken auf. Sie tamen mit unbändigem Gesang und weit ausholenden Gebärden. Sie brachten viel Geld mit und saßen daher zurüdgelehnt, gebläht vor Stolz auf ihren Wagen, während sie mit ihren wagemutigen Liedern und großem Rädergeraffel in das Dorf rollten. Sie näherten sich aus der Richtung des Szärnyeger Berges in einer großen Staubwolte. Ich stand gerade auf der Seite des Szentivany- Muggels zwischen fleinen Birken. Mein Großvater, der Zimmermann, stand weiter oben auf dem Hügel und schaute über die Gegend. So selbstbewußt wie ein König. Oder nicht mal ein König. Gegenüber, in größerer Entfernung, stand, auf dem Muggel von Hardics, Brugos. Er hielt die Handfläche über die Augen, denn die Vormittagssonne fiel grell. Der Ver walter jah lange in die Richtung nach Süden. Er wurde auf eine ferne Staubwolte aufmerksam. Und aus der Staubwolfe, die sich mit Windeseile dem Dorfe näherte, scholl auf einmal Rädergeraffel und darauf ein friegsgefangähnliches Lied. Mein Großvater seufzte auf: Sie fommen Brugos stand unbeweglich auf dem anderen Hügel und lauschte auf das Lind, das sich gegen das Dorf entfernte. Der Staub, den die Kosaten aufwirbelten, stieg bereits über die Höhe der Pappeln hinaus. Mein Großvater nahm den Hut ab und faltete die Hände. Als betete er. 5. Kaum waren die Rosaten von ihrer aroßen Unter nehmung zurück, eilten sie schon wieder fort. In alle Windrichtungen. Aber jetzt gingen fie in kleineren Gruppen Los. Georg Bajda zog in die Wälder von Lazony mit dem Bemerken, daß er sich einige Wochen nicht zeigen werde. Auch mein Vater eilte heim. Die übrigen übernahmen eine schwere Arbeit bei der Bahn. andere verteilten sich auf ihre kleinen Aecker. Gott weiß wohin. Immer arbeiteten sie. Und obgleich sie, dem Gerücht zu folge, lejthin geldbeladen angefommen waren, verschwanden fie wieder nach zwei, dreitägiger Raft. Sie waren immer in Eile, um etwas zu sparen. Es war, als hetzte sie die Furcht | Stadtrat Genosse Reuter die Müllabfuhrgesellschaft übernahm, verlangte er, daß die drei Herren Krüger, Letow die gleichzeitig Direktoren der Müllabfuhr- Gesellschaft waren und Stadtrat Wege ihre Anteile an einer der Tochtergesellschaften, der„ GüterabfuhrGesellschaft", abgeben sollten, damit die Müllabfuhr diese Gesellschaft völlig übernehmen konnte, um sie später zu liquidieren. Stadtrat Reuter habe sich, so betonte der Bürgermeister, nur die Intereffen der Stadt angelegen sein lassen und der Magistrat billige seine Maßnahmen vollkommen. Genosse Reuter Der deutschnationale Di= ergänzte diese Ausführungen. rettor Lettom habe es verstanden, sich auf ein Grundstück der Vittoriapark- Gesellschaft, das die Müllabfuhr ankaufen wollte, 150 000 m. Vorschuß zahlen zu lassen, weil er Hauptaktionär der Biftoriapark- Gesellschaft, ebenfalls so einer Tochtergeefllschaft mar. Für Materiallieferungen hat Herr Lettow Vorauszahlungen bis zu 300 000 m. geleistet, ehe fie geliefert waren. Den Bemühungen Reuters ist es gelungen, diese Summen sicherzustellen, so daß Schädigungen der Stadt nicht eintreten. Herrn Liigner von der Wirtschaftspartei, feines Zeichens Fuhrunternehmer, der wieder einen Don- Quichotte- Ritt gegen die Gemeinwirtschaft reiten wollte, nahm sich Genosse Riese vor. Wie könne man von Gemeinwirtschaft reden, wo die Stadt nur 25 Prozent der Aktien der Müllabfuhrgesellschaft hatte. An dieser Gesellschaft machten sich privatfapitalistische Unternehmer so gesund wie es nur ging. Der Gesellschaft wurden von den Fuhrunternehmern sehr hohe Fuhrkosten von den, die Pferde stellenden Fuhrunternehmern berechnet, jedenfalls höhere Kosten, als ter Stadtfuhrpark jeht berechnet:( hört! hört! bei den Soz.) Die Güterabfuhrgesellschaft hat von der Müllabfuhr hohe Kredite erhalten. Man bedente: Die Müllabfuhr ist zu 75 Prozent privatfapitaliffifch, die Fuhrunternehmer find beteiligt, daneben die Direktoren wieder an den Tochtergesellschaften! Alles arbeitete sich schön in die Hände und Stadtrat Wege mar mit von der Partie! Herr Stadtrat Wege 30g feine Tane tie me von der Müllabfuhr und von den Tochtergesellschaften zog der Stadtrat Aufwandsgelder und Tantiemen in einer jährlichen Höhe, die das ganze Aktienkapital start überstieg. Für feine Tantieme ließ sich Herr Wege wieder Aktien geben. Allerdings zahlte er nur den halben Preis, um fie dann für doppeltes Geld an die Stadt weiterzuverkaufen. ( Stürmisches Hört! hört! bei den Soz.- Und der Mann mird wieder Stadtverordneter!) In diversen anderen Gesellschaften ( Pfandbriefamt, Stadtschaftsbant, Baugesellschaften) bezog Herr Stadtrat Wege hohe Tantiemen, wobei seine Eigenschaft, als Ber Immer Stadtrat nicht ganz ohne Einfluß auf seine Wahl war. Seinen weiteren Tatendrang stillfe Wege bei den Gründungen mehrerer anderer Müllabfuhrgesellschaften. Noch etwas Intereffantes. von Herrn Wege: Bei Streitigkeiten zwischen Müllabfuhrgesellschaft und der Stadt sollte ein Schiedsgericht Recht sprechen. Ein solches Schiedsgericht tagte und Magistratsvertreter darin war auch Stadtrat Wege, der, als Interessent der Müllabfuhr- Gesellschaft, diesmal hier die Intereffen der Stadt vertrat fürwahr ein vielseitiger Mann! ( Stürmisches Hört! hört! bei den Soz.) Meine Herren, wandte sich Genosse Riese an die Deutschnationalen, beseitigen sie auch diese Korruption; vielleicht betätigt sich Herr Major" Merkel auch ein21 und Sorge, daß sie auf ihre alten Tage Not leiden müßten. Nur der Oberfosat blieb daheim. Aber auch er fand keine Ruhe. Er stampfte zornig um das Haus oder machte sich im Stalle zu schaffen und brummte. Er war nie zufrieden und darum murrte er ohne Unterlaß. Möglich, daß er mit seiner raftlosen Beweglichkeit nur seine unruhigen Leidenschaften verdecken wollte. Oder er sprang aufs Pferd und ritt zur Er verbrachte Herde hinaus, dann blieb er tagelang dort. seine Nächte auf der Ebene von Mezpest, während er sich rücklings auf seinem Belz ausstreckte, die Arme hinter dem Kopfe verschränkend. Er konnte so bis zum frühen Morgen die Sterne beobachten. Aber an den Samstagabenden tauchte er immer auf, denn dann kamen die Kosaken von der möchentlichen Arbeit heim. Unser Borderhaus war auch jetzt ihr Hauptlager. Aber von jetzt an zahlte der Oberkosat seine Leute persönlich aus, sich selbst den doppelten Lohn zurückbehaltend. Danach tranten die Kosaten. Aber sie gebärdeten sich schon ruhiger. Vielleicht, meil sie vor der Abficht des Oberkosaken erschrafen, oder aber, weil sie schon auf alles gefaßt waren. Ich beobachtete sie aus dem Bett. Draußen lag die Nacht von Dämmerungen durchweht und von den Erddämpfen zogen Schatten über das Dorf hinweg in gespenstischem Schweben. Die Rosalen sprachen leije, mit großen Bausen. Sie flagten nicht und drohten nicht mehr. Dafür erwähnten sie das große Unglück des Antal Turbis, der um diese Zeit bereits im Hospital lag, ein lebendiger Toter. Denn seine Frau hatte ihm so lange heimgesucht, bis e er gegen Ende des Frühlings den Verstand verlor. Obgleich er nie die Absicht hatte, ein neues Weib zu nehmen, und die beiden Waisen sehr, sehr betreute. Und doch mußte man ihn eines Tages mit einem Wagen fortschaffen, und die zwei Kinder nahmen die Kosaten zu sich. Denn sie waren sparsame Leute, die Armen, solange sie auf dieser Erde lebten, aber sie hatten viel Liebe im Herzen. Und da der Oberkojat ihnen immer Einigkeit predigte, verließen sie einander nicht im Unglück. Sie sprachen über das armselige Schicksal Antals an diesen Samstagabenden, und der Oberkosat erzählte mit viel Bitterkeit, daß es mit dem armen Teufel nunmehr zu Ende gehe. Er war legthin in die Stadt geritten und hatte ihn im Hospital besucht, und Antal Turbis flagte ihm flüsternd, daß er sich nur vor den Nächten fürchte, denn dann tanzten viele Teufel unter den Fenstern des Krantenhauses. und während sie mit eingerollten Schweifen in einem Knäuel hüpften, riefen sie ihm immer zu: komm doch! komm doch!... Aber dieses entfekliche Locken vernähme im ganzen Krankenhaus nur Antal Turbis und sonst niemand. ( Fortsetzung folgt.) mal in diefer Deutsamationalen Angelegenheit ats Broschürenschreiber, wie er es im Fall Stfaret tat! Hier ist geschoben und verdient worden, daß es nur so eine Art hatte, Ausstellung politischer Plakate. In der Hochschule für Politik. In der Hochschule für Politit findet bis zum 10. November eine Ausstellung statt, in der eine zwar kleine, aber außerordentlich beachtenswerte Sammlung deutscher und ausländischer politischer Platate gezeigt wird. an der Spiße der Geschäftemacher stand Herr Stadtrat Wege, Mitglied der deutschnationalen Partei und Stadtältefter!( Lebhafter Beifall bei den Soz.) Stadtverordneter Glafer( Dnat.) verteidigt die hohen Tantiemen und Aufwandsgelder des Herrn Stadtrats Wege. Politische Reinheit seines, Aufsichtsratsposten und Stadtratsposten zu Dereinen. ( Stürmisches Hört! hört! bei den Soz.) Stadtverordneter Sommer ( Dem.) erklärte, Stadtrat Wege und Direktor Lettow hätten sich im Aufsichtsrat der Müllabfuhr- Gesellschaft bei Bekanntwerden der Krügerschen Angriffe in fiefstes Stillschweigen gehüllt, obwohl sie Die ausländische Auswahl umfaßt nur Rußland, Frank alle Veranlassung hatten, sich zu verteidigen. Der Kommunist Fehl- reich und England. Die Bereinigten Staaten find mann ſchrie fich über die Angelegenheit auch noch aus, dann schloß leider nur mit zwei techniſch und textlich sehr primitiven Beurteilung und Wertung des amerikanischen politischen Plakatwesens nicht gestatten. Auch die wohl durch die Kleinheit des zur Berfügung stehenden Raumes gebotene Beschränkung des Materials auf die bedeutendsten europäischen Staaten ist bedauerlich. Genosse Haß die Sitzung. Oberbürgermeister Böß traf gestern abend in Begleitung seiner Gattin pünktlich um 21.20 Uhr auf Bahnhof 300logischer Garten ein, von wo er sich unverzüglich nach seiner Wohnung in der Leibnizstraße begab. Der Bahnhof war, um jeden Zwischenfall zu vermeiden, durch ein Polizeiaufgebot abgesperrt worden. Einige nationalfozialistische Rowdys, die sich in der Gegend ständig umhertreiben, hatten sich am Bahnhofseingang eingefunden und ver= suchten Rüpeleien. Sie konnten schnell zur Ruhe gebracht werden. Kurze Zeit darauf fam es vor der Wohnung des Oberbürgermeisters in der Leibnizstraße abermals zu einem 3 wischenfall. Hakenkreuzler und Kommunisten hatten sich dort in größerer Zahl eingefunden, die beim Erscheinen des Magistratswagens, in dem sich Oberbürgermeister Böß befand, johlten und přiffen. Die Demonftranten", die fortwährend riefen:„ Wir fommen wieder!" wurden schließlich von der Polizei in die Nebenstraßen abgedrängt. Die Beamten verweilten längere Zeit vor der Wohnung, da noch mehrmals Versuche zu Demonstrationen gemacht wurden. Ein Mann, der sich bei dem Tumult besonders hervorgetan hatte, wurde festgenommen und nach dem Polizeipräsidium gebracht. " Maffenflucht aus der KPD. Stadtrat 3rgang mit 20 Funktionären ausgetreten. Ain Dienstag erklärte Stadtrat Jrgang in Tempelhof seinen Austritt aus der Kommunistischen Partei. 3wanzig tommunistische Funktionäre schloffen sich seiner Austrittserklärung demonstrativ an. Es handelt sich zumeist um Arbeitervertreter, die schon in der Vorkriegszeit in den Reihen der Sozialdemokratischen Partei ihren Mann gestanden haben. Sie alle erklären ihren Austritt damit, daß sie die Vertretung einer Politik, die die Zerschlagung der deutschen Ar: beiterbewegung zum Ziele habe und die sich daher Bei den deutschen, französischen und englischen Blataten handelt es sich naturgemäß, da in diesen Ländern durch die parlamentarisch- demokratische Regierungsform der politische Kampf sich meist in der Form des Wahlkampfes um die parlamentarische Macht abspielt, um Wahlplatate, bei den deutschen Plakaten um solche von der Reichspräsidenten und der letzten Reichstagswahl, bei den französischen und englischen lediglich um Blafate für die letzten Barlamentswahlen. Die russiichen Plata te stellen einen völlig anderen Typus dar. Sie dienen den Zweden der Aufrechterhaltung und Berankerung der Macht der diftatorisch in Rußland herrschenden Schicht in dem Bewußtsein der Arbeiter und Bauerninaffen, zum Teil auch als Buchersatz der„ Boltsauftlärung", natürlich im Sinne der bolschewistischen Dottrinen. Man muß zugeben, daß diese Aufgaben von den boljchemistischen Machthabern zum großen Teil gut gelöst werden. Bis auf wenige Aufnahmen bei den geradezu abschreckend titschigen Plakaten der deutschen Mittelstands"," Land volt". und anderen Splitterparteien stellt auch das deutsche 33 Personen erfrunten. Wieder Dampferfatastrophe auf dem Michiganfee. Milwaukee, 31. Oftober. Auf dem Michigansee sind die beiden Frachtdampfer Marquette" und Senator von Midolson" zwanzig Mielen von Port Washington( Wisconsin) entfernt, zusammengestoßen. Der„ Senator" ist innerhalb zehn Minuten untergegangen. Wie gemeldet wird, sind 33 Personen ums Leben gekommen und nur zwei gerettet worden. Der Dampfer Marquette" wurde schwer beschädigt. " allein gegen die Sozialdemokratie richte, vor ihrem Verkehrsunglück in der Leipziger Straße Gewissen nicht länger verantworten könnten. Wie wir hören, werden schon die nächsten Tage weitere Massenaustritte aus der Kommunistischen Partei in Tempelhof bringen. Wir wollen hoffen, daß die Massenflucht jener Arbeitervertreter, denen die Berantwortung gegenüber der deutschen Arbeiterbewegung hoch genug steht, einen früher begangenen Irrtum einzugestehen und in flarer Entscheidung einer völlig torrupten Partei den Rüden zu fehren, mit dazu beitragen wird, das verbrecherische Treiben der Kommunistischen Partei vor aller Augen bloßzustellen. * Der kommunistische Stadtverordnete Jädicke ist wegen„ parteischädigenden" Berhaltens aus seiner Partei ausgeschlossen worden. Gäbel vom Amt suspendiert. Eine Maßnahme des Oberpräsidenten. Durch Berfügung des Oberpräsidenten ist der Berliner Stadtrat Gabel von feinem Amte suspendiert worden, und zwar wird ihm auf Grund der bisherigen Feftffellungen in der Sklaret- Affäre vorgeworfen, daß er seine Aufsichtspflicht vernachlässigt, daß er einen unberechtigten Abschluß von Lieferverträgen vorgenommen, ம daß er Vergünstigungen angenommen habe. Gäbel ist bereits von dem Untersuchungskommissar, Oberregie: rungsrat Tapolffi, wegen dieser Borwürfe vernommen worden, doch mußte das Berhör am gestrigen Tage unterbrochen werden, weil der jezt suspendierte Stadtrat zur Bernehmung vor dem Untersuchungsausschuß des Bandtages erscheinen sollte. Die Meldung, daß auch der Bezirksbürgermeister Kohl von Köpenick vom Amte suspendiert worden sei, trifft nicht zu. Boruntersuchung Gflaret eröffnet. Die Boruntersuchung in der Sache Stlaret ist dem Antrag des Staatsanwalts gemäß am Donnerstag pom Unter fuchungsrichter des Landgerichts I eröffnet worben. D Er betrog Hinterbliebene. 9 mo Der angebliche Reifephotograph Willi Hartmann, der schon 14 mal vorbestraft ist und erst vor kurzem aus dem Zuchthaus entlassen worden war, versuchte es mit einem ganz besonders raffinierten Schwindel. Er setzte sich mit Friedhofsarbeitern in Berbindung, die ihm die Adressen der Hinterbliebenen bei neuen Beerdigungen verschafften.In Trauerkleidung erschien er als dann bald in der Wohnung der Angehörigen des Toten, gab sich als Beamter der Friedhofsverwaltung faffierte Beträge von 8 bis 150 Mt. zur Instandhaltung der Gräber aus und ein. Dieses Berfahren glückte ihm in zahllosen Fällen. lleber 30 Fälle standen gestern vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte gegen ihn zur Anklage, aber täglich laufen noch neue Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft ein. Bei einigen Besuchen verstand er es auch, wenn er irgendwo eine alleinstehende Frau antraf, diese aus dern Zimmer zu entfernen, indem er um ein Glas Wasser bat. Die Gelegenheit benugte er, um Diebstähle auszuführen. Der An getlagte wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. 18 Straßenbahnfahrgäfte leicht verlegt. Platat meist eine graphisch befriedigende Lösung von eindringlicher Bildwirkung dar. Mit an erster Stelle stehen dabei die befannten Platate der Sozialdemokratischen Partei. Bezeichnend ist es, daß die Deutschnationalen meist in Betomung ihrer reaktionären Haltung eine alterlümelnde, an male rische Borbilder vergangener Zeiten gemahnende graphische Technik bevorzugen. Die Platate der Kommunistischen Partei sind von erschreckender Primitivität und demagogiſcher Formulierung. In bezug auf die fünstlerischen und tertlichen Mittel, deren sich das englische und französische Wahlplakat bedient, muß ein grund sätzlicher Unterschied zum deutschen und russischen Plakat festgestellt werden. Graphisch meistens von erheblich geringerer Qualität mit der fast einzigen rühmlichen Ausnahme der Plakate der englischen Arbeiterpartei, zeichnen sich die fran zösischen und englischen Blafate fast alle durch eine raffinierte Formulierung des Tertes aus. Dabei wird selbst vor den gröbsten Fälschungen( Meister darin ist der französische Bloc national) und den in Deutschland vielfach erledigten Schauermärchen über die Absichten der Sozialisten nicht zurückgeschreckt. An die Eröffnung der Ausstellung schloffen sich zwei Borträge im Hörsaal der Hochschule für Politik an. Der erste mit dem Thema, ft Politit lehrbar?", gehalten von Prof. LittenKönigsberg, zeichnete fich in unerfreulicher Weise dadurch aus, daß eine Reihe unerträglicher Blattheiten in allerdings wizigschnoddriger Formulierung vorgetragen wurden. Der zweite Refe rent, Geheimrat Cleinow vom Auswärtigen Amt, der über die Bauernpolitit des Bolschewismus fprach, zeigte einen für einen bürgerlichen Politiker und Historiker auffällig tiefen und fachlich fundierten Einblick in die theoretischen und praktischen Probleme und Differenzen des Bolschewismus und des westeuropäischen Sozialismus. Quetschungen und Verstauchungen erlitten. Die Berunglückten wurden zur Rettungsstelle 14 in der Kronenstraße gebracht. Da sich die Verlegungen bei allen Personen als nicht gefährlich herausstellten, fonnten sie sämtlich nach Anlegung von Notverbänden wieder entlassen werden. Die Schuldfrage ist bisher noch ungeklärt; möglicherweise hat sich die Weiche infolge zu starter Verschmutzung beim lleber. fahren des Triebwagens selbst umgestellt. Der entgleifte Anhänger wurde durch die Feuerwehr wieder in die Schienen gebracht. Beide Straßenbahnzüge mußten aus dem Verkehr gezogen werden. Durch den Borfall entstand eine Bertehrsstörung von 15 Minuten, was sich in der Hauptverkehrsstraße sehr empfindlich auswirkte und lange Wagenburgen zur Folge hatte. Die Zahlungsperre der Beamtenbant. Ein Zeil der Gehälter ausgezahlt. Die Deutsche Beamtenzentralbant nahm gestern nach mittag Gelegenheit, sich zu der mitgeteilten Zahlungssperre der Banz für deutsche Beamte zu äußern. leitend, daß in der Bank für deutsche Beamte 16 500 Genoffen zu Das Borstandsmitglied Direttor 2odenwitz betonte ein fammengeschloffen seien und daß deren Einlagen 625 000 Mart be. trügen. Die Haftfumme beziffere fich auf 6% Millionen Mart. Direftor Lodenwiß wies darauf hin, daß durch die Veröffentlichungen anläßlich der Hohenlohe- Affäre Ende vorigen Jahres und der Automobilbeteiligung der Bank für deutsche Beamte im Auguft d. 3. eine gewisse Illiquidität als äußerer Anlaß eingetreten sei. Die Liquiditätsschwierigkeiten seien burch 3 wifchentrebite der Beamten zentralbank an die Bank für deutsche Beamte beseitigt worden, auch im Monat Ottober, als die finanzielle Anspannung burch weitere Abhebungen der Konteninhaber größer wurde. Am Dienstag habe dann der Gesamtvorstand der Beamtenzentralbant beschlossen, von einem Zusammengehen mit der Deutschen. Beamtenbant abzuEin Straßenbahnunglüd hemmte gestern nachmittag den Berkehr in der Leipziger Straße. 3wei Straßenbahnzüge der Linien 65 und 191 ffießen zufammen; 18 Fahrgäfte wurden leicht verleht und mußten die Hilfe der Rettungsstelle in der Kronenstraße in Anspruch nehmen. Der Zusammenstoß ereignete sich im stärksten Nachmittags. vertehr, wenige Minuten nach 15 Uhr. Ein in Richtung Spittelmartt fahrender Straßenbahnwagen der Linie 65 mit Anhänger paffierte die Kreuzung Leipziger. Ede Mauerstraße, als plötzlich beim Ueberfahren der Weiche der Anhänger aus den Schienen sprang und sich quer über das Nachbargleis stellte. Im felben Augenblid hatte ein aus entgegengesetzter Richtung fommender Straßenbahnwagen der Linie 191 die Unfallstelle erreicht. Der Führer versuchte mit allen Mitteln zu bremsen, die Entfernung war aber schon zu furz, um die Straßenbahn noch rechtzeitig zum Halten zu bringen. Der Triebwagen der Linie 191 fuhr mit großer Wuchtehen. Die Folgen der Zahlungseinstellungen der Bank für deutsche in den entgleisten Anhänger hinein Scheiben gingen in Trümmer, der Borderperron und die Seitenwand des gerammten Anhängers wurden eingedrückt. Der Fahrgäste, in der Hauptfache Frauen, bemächtigte sich eine Banit. Alles drängte den Ausgängen zu. Die Polizei sperrte die Unfallftelle sofort ab. 18 Personen hatten Glassplitterverletzungen, Funkwinket. Sämtliche Beamte sind insofern sehr bedauerlich, als eine ganze Reihe von Be amten, deren Gehälter von den Behörden an die Bant überwiesen Bis zum wurden, ihre Bezüge nicht mehr abheben fonnten. gestrigen Tage find allerdings noch für etwa 800 000 Mart Ge. hälter ausgezahlt worden, man weiß aber nicht, wie groß die Summen sind, die nicht ausgezahlt werden konnten, und wieviel Beamte geschädigt worden find. Direktor Lodenwitz erklärte, daß die Deutsche Beamtenzentralbant den notleidenden Beamten auf jede Weise helfen werde, und zwar hauptsächlich durch Darlehen, etwa zum Reichsbantdiskont. Interessant war die Feststellung, daß die Deutsche Beamtenzentralbant ihre 3 wischentrebite von der Deutschen Beamtenbant zurückgezahlt bekommen hat, und zwar vom 26. Oftober ab, so daß also sicherlich ein Teil der überwiesenen Beamtengehälter von der Bant für deutsche Beamte zur Abdeckung dieser Schuld benugt worden ist. Nach einer Erklärung der Bant für Deutsche Beamte ist die Lege der Bant nicht so schwierig, daß ein Zusammenbruch zu befürchten wäre. Furchtbarer Tod eines Eisenbahnarbeiters. Bom Buge erfaßt und mitgefchleift. Hans Kyser, Verfasser mehrerer Dramen, ethischer Dichtungen und des Faustfilms, versucht sich jetzt auch im Hörspiel. Sein Wert heißt Prozeß Gotrates" und ist in der Antite angesiedelt, in dem Athen, das Wahrheit genau jo menig wie die Gegenwart pertragen fonnte. Kyser betont in seiner einleitenden Rede das Moderne dieses Stoffes, er will Sofrates als den Kämpfer gegen Krieg und übersteigerten Sportenthusiasmus hinstellen und er gibt dem Sujet eine moderne sprachliche Form. Sogar Rundfunkreporter eriftieren in dem alten Athen und Günther Habant imitiert mit Glück feinen berühmten Kollegen Alfred Braun aus Berlin, fogar in dem vorsichtig gedämpften Tonfall. Was Kyser hier in antifer Gewandung ausspricht, ist eine Kritit an der Gegenwart. Plößlich entdeckt ein Bathetiker in sich das Talent zum Satiriter, der auf tein Parteiprogramm festgelegt ist, sondern in ein Bachen über gewisse heilige Güter der Nation ausbricht. Der Intendant Flesch zeigt mit dieser Aufführung Mut, den man früher im Berliner Rundfunk selten fand. In diesem Sendespiel herrscht hin und wieder tatsächlich eine souveräne Ironie. Kyser zeigt, wie Schlagworte entstehen, wie mit dem Begriff der Demokratie Schindluder getrieben wird, wie mit dem Begriff der Demokratie Schindluder getrieben wird, wie der Nutzen allein die Welt regiert, wie manche Leute politische Seil tänzerkunststücke aufführen und wie eine ewige Reaktion gegen jeden geistigen Fortschritt Sturm läuft. Und zwischen den fämpfenben Parteien steht Sofrates, der Wahrheitssucher, der mit seinem wissenden Geist den Fetisch hergebrachter Wortheiligtümer zerwissenden Geist den Fetisch hergebrachter Wortheiligtümer zer- wurde nach der Halle in der Eythstraße gebracht. schmettert und dem Eugen Klöpfer eine ehrende und bezwingende aus dem Elementarsten kommende und sich allmählich lösende Beredsamkeit verleiht. Mag Kyser manchmal in feinem Wig zu weit gehen, jedenfalls findet er eine gute Form für sein Hörspiel. Es ist einer der wenigen Abende, denen man voll zustimmen muß. Er: wähnenswert noch die ausgezeichnete Regie Brauns. F. S. Auf entsetzliche Weise ist gestern der 44jährige Bahnunterhaltungsarbeiter Karl Peter aus der Hardenbergstraße in Steglitz ums Leben gekommen. Beter war in einer Arbeiterfolonne auf den Gleisen der Wannseebahn unter der Sedanbrücke in Schöneberg mit Abstemmarbeiten an den Sodeln beschäftigt. Bei der Annäherung eines aus Wannsee fommenden Zuges gab der aufgestellte Sicherheitsposten das Warnungssignal. Offenbar hat P. das Signal überhört, denn er wurde von der Lokomotive des Zuges erfaßt und etwa hundert meter weit mitgefchleift. Die schwer verstümmelte Leiche des Unglücklichen Musitaufträge Wichtige Flugblattverbreitung throid of st D übergibt man nut dem Rachweis des Deutschen Mufiterverbandes. Berlin. Rom. mandantenftr 63,64 Dönhoff 3277-78 Beichäftszett 9-5 Sonntags 10-2 Ube Auf Wunsch Bertreterbefuch algid Sonnabend, den 2. November. und Sonntag, den 3. November. Pflicht aller Parteimitglieder ist es, sich daran zu beteiligen Pferdegulasch vor Gericht. Ein geschäftstüchtiger Gastwirt. Die Gulasch portionen im Restaurant. in der X- Straße waren besonders umfangreich und schmackhaft. Der Zulauf der Eßluftigen war groß, das Geschäft blühte. Eines Tages geschah aber etwas unerwartetes. Ein Fleischergeselle wurde entlassen. Bier Wochen lang bemühte er sich vergeb. lich zu seinem Lohn zu kommen. Als er zu guter Letzt noch ausgeschimpft und hinausgeworfen wurde, lief er zur Polizei und er stattete Anzeige: die umfangreichen und schmackhaften Gulasch portionen wären nicht aus Rindfleisch, sondern aus Pferde. fleisch gewesen. Morgen für Morgen habe ein Fleischergeselle das Pferdefleisch aus der Pferdeschlächterei den Gastwirten in das Reſtaurant gebracht, hier sei es in der Küche mit einer wohlduftenden Sauce zubereitet und den Gästen als Rindergulasch serviert worden. Der Gastwirt, ein umfangreicher Mann von viel Temperament erhob vor Gericht gegen diese Anschuldigung flammenben Protest: Nie habe er seinen Gästen Pferdefleisch vorgelegt; wohl sei in seiner Küche Pferdegulasch gefocht worden, doch nur für die Familienmitglieder daher wird er wohl so fett geworden sein. Der Fleischergeselle aber, der mitangeklagt war, bestätigte zu seinem eigenen Schaden, daß er das Pferdefleisch Tag für Tag aus der Pferdeschlächterei zur Küche transportiert und die Mamsell bezeugte unter ihrem Eide, daß sie es den Gästen wohlduftend und dampfend vorgelegt habe. Die Tochter des Angeklagten wollte nur von Familienpferdegulasch etwas wissen, der Lehrling leugnete selbst diesen und der Staatsanwalt beantragte zwei Monate Gefängnis wegen Vergehens gegen das Lebensmittelgesetz. Der Gastwirt, ein Mann mit bewegter Vergangenheit seine Borstrafen zeigen schweren Diebstahl, Raub und dergl. mehr und einer schwer voraussehbaren Zukunft-er saß gerade wegen Pferdediebstahls in Haft, hatte also gewissermaßen von to ten Pferden zu lebendigen hinübergewechselt meinte, es fäme hit- Oeffentliche Wählerkundgebungen Heute, Freitag, den 1. November: Weißensee. 19% Uhr in der Stadthalle, Pistoriusstraße. Referenten: Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R., und Rettor Zwölfer. Niederschöneweide. 19% Uhr in der Aula der Mädchen schule, Berliner Str. 31. Referent: Stadtrat Ernst Reuter. Hermsdorf. 20 Uhr im Lokal Lindengarten, Berliner Einheitsverband der Handel und Gewerbetreibenden Straße 133. Referent Stadtverordneter Adolf Döhnert und freien Berufe. Ortsgruppe Berlin. 20 Uhr im Lehrervereinshaus( Kleiner Festsaal, 1. Stod), Berlin C. 2, Alexanderplat, öffentliche Bersammlung. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der bevorstehenden Rom: munalwahlen für die Kleinhandel- und Gewerbetreiben den. Referent: Koll. Fuchs. 2. Verschiedenes. Morgen, Sonnabend, den 2. November: Friedrichshain. 17% Uhr Straßenfundgebung. Aufstellung Küstriner Platz in der Straße am Ostbahnhof. Abmarsch pünktlich 18 Uhr. Alle Parteimitglieder werben für diesen Umzug. Kreuzberg. 18 Uhr Antreten zum Propagandaumzug mit Musik auf dem Laufizer Platz. Anschließend Kundgebung unter freiem Himmel. Referent: Karl Litte, M. d. R. ihm nicht auf die zwei Monate Gefängnis an. Was sind mir zwei Pankow. 17% Uhr Propagandaumzug mit Fadein und " Monate Gefängnis"; er tönne es aber nicht dulden, daß hier böswillig gegen ihn falsch geschworen werde und er würde schon wissen, den Fleischergesellen und die Mamsell wegen Meineides ins Zuchthaus zu bringen. Das Gericht war aber der Ansicht, daß der junge Mensch, der nicht nur den Fleischermeister, sondern auch sich selbst bezichtigte, unmöglich die Unwahrheit gesagt haben tönne und verurteilte den geschäftstüchtigen Gastwirt zu zwei Monaten Gefängnis. Den Fleischergesellen sprach das Gericht frei. Die Auguftabrücke muß ausgebeffert werden. Eine eingehende Besichtigung der Augusta brüde im Zuge der Linkſtraße über den Landwehrkanal hat ergeben, daß die fechs äußeren Fußwegträger durch Abrosten auf etwa ein Drittel ihrer früheren Tragfähigteit geschwächt sind. Von den Klappenträgern der Mittelöffnung wurden vier Träger durch Anfahren von Schiffen und Abrosten fast völlig zerstört, während die übrigen mehr oder weniger start verbogen worden sind. Trop der Wichtigkeit der Brüde für den starken Berkehr durch die Linf. und Flottwellstaße mußte indeffen der Fahrvertebr gesperrt werden. Mit den Ausbesserungsarbeiten muß möglichst rasch begonnen werden, zumal ein Neubau der Brücke im Augenblid nicht in Frage tommt, da die zufünftigen Berkehrsverhältnisse und Wasserstände des Landwehrtanals im 3ufammenhang mit den Regu jollen. zwei Musikkapellen durch den Ort. Treffpunkt: Prinz Heinrich- Straße Ede Berliner Straße. Lofal Rober. Alle Parteimitglieder werben für diesen Umzug! Mariendorf. 19½ Uhr in der Aula der Oberrealschule, Rathausstraße Ecke Kaiserstraße. Referent: Stadtverordneter Ernst Arndt. Lichtenrade. 19% Uhr im Lofal Dreißig, Budower Weg 61. Referent: Stadtverordneter Franz Käming. Sonntag, den 3. November: Schöneberg. Antreten zum Demonstrationsumzug pünktlich 11% Uhr am Bahnhof Friedenau- Wilmersdorf, AusMahlsdorf. 14 Uhr Treffpunkt zur Demonstration bei gang Barziner Straße. Anders, Bahnhofstraße 37. Anschließend Wählerkundgebung im Lokal ,, Kurland", Müllerstraße Ede Lange Straße. Referent: Stadtverordneter Franz Raming. Männer und Frauen, lierungsprojekten der gesamten Berliner Wasserstraße geklärt werden erscheint in Massen! 2 Sie gaben ihr Erfpartes. Die Opfer eines Heirateschwindlers. Bor dem Schöffengericht Schöneberg gab es stürmische Szenen: Tränen und Wutausbrüche galten dem Angeflagten, einem früheren Ingenieur Rane, der sich jetzt als Wohnungsvermiffler betätigt. Eine Reihe älterer Mäd. chen traten gegen ihn als Zeuginnen auf. Der Angeklagte war mit einer Haushälterin bekannt geworden, die lange Jahre bei einem Kammergerichtsrat in Stellung gewesen war und nach dessen Tode einen Teil der Wohnungsein. richtung geerbt hatte. Sie mußte aber die Wohnung räumen und suchte nun ein Unterlommen. Der Angeklagte versprach ihr, eine neue Wohnung zu beschaffen. Während seiner„ Bemühungen ließ er sich von der Schwester dieser Zeugin, einer mit der Köchin, und mun erhielt er von der anderen Schwester als Köchin, dauernd Geld zuwenden. Schließlich verlobte er fich fünftiger Schwager dauernd Gelder. Die beiden Mädchen opferten ihm ihre gesamten, sauer verdienten Ersparniffe. Er wollte mit dem Gelde ein Geschäft anfangen und versicherte der fünftigen Schwägerin:„ Dann bist du auch versorgt." ein Geschäft erworben, aber, als er merkte, daß von den beiden Tatsächlich hat der Angeklagte auch mit dem fremden Gelde Frauen nichts mehr zu holen fei, war auch seine Liebe" zu Ende. Die„ Braut" machte große Augen, als Landgerichtsrat Schen! fie fragte, ob sie gewußt habe, daß der Angeklagte damals, als er wollten wissen, ob der Angeklagte es in ähnlicher Weise auch mit sich mit ihr verlobte, noch verheiratet war. Die Zeuginnen anderen Frauen getrieben habe. Das Schöffengericht ging mit Rücksicht auf die unverantwortliche Gewiffenlosigkeit des Angeklagten über den Strafantrag des Staatsanwalts hinaus und verurteilte den Angeklagten wegen fort gefeßzben Betruges zu neun Monaten Gefängnis. Eine Bewährungsfrist wurde dem Angeklagten zunächst verweigert, ihm aber in Aussicht gestellt, wenn er den angerichteten Schaden in Höhe von 3000 Mart wieder gut mache. Die Alpen im Winterkleid. In den Schweizer Bergen ist seit Sonnabend nacht reichlich er Schnee gefallen, und zwar bis gegen 900 meter herunter. In den Hochalpen mißt die neue Schneebecke schon gegen 30 Zentimeter. In den Höhenlagen von 2000 Meter ist die Temperatur schon unter dem Nullpunkt. Die Hetze um jeden Preis." Genoffe Brolat bittet uns, mitzuteilen, daß er in der Wählerinnenverjammlung auf dem Wedding nicht die Kreditbewilligung an die Sflarets als ver brecherischen Leichtsinn bezeichnet habe. Er habe vielmehr die Art und Weise, wie die Sflarets die Kredite abheben fonnten, leichtfertig genannt. Die cace gute Armband- u. Taschen- Uhr Große Auswahl, enorm billig, lange Garantie Hermann Wiese Artilleriestraße 30 Passauer Straße 12 Neu eröffnet: Kottbusser Damm 2 1920 Remwollener Kammgarn fin 3950 für 08.0 an Hätten Sie das für möglich gehalten? Da sehen Sie nun wieder, wie vernünftig es ist, bei uns zu kaufen. Daß unsere Preise so erstaunlich niedrig sind, das weiß heute wohl jedermann. 3.0 US.D Aber erst die guten Qualitäten, die Sie bei uns dafür bekommen, sind das wirklich Erstaunliche! Denken Sie nur für 39,50 solch vollwertige Kleidung! Und nun erst für 50,- oder gar 60,- Mark?? Überlegen Sie nicht lange Der blaue Sakko- Annug flott, elegant aus reinem Kammgarn, in guter Ver arbeitung und Ausstat fung, vorzüglich im Sits 39.50 Der Paleto! mit Samtkragen: flott im Sitz Gute tragfähige Ware, gute Arbeit. Schwarz, ma rengo, auf Wollsatinelle 3 3950 Der Uister mit Rund. gurt: hochmodern, Karo mit angewebter Abseite. Auf Kunstseide gesteppt, kunstseiden. Armelfutter 3950 GEHEN SIE Nachdruck von Wort und Bild verboten ZO Königstr. 33 Chausseestr. 113 Am Shf. Alexanderplats Beim Stettiner Bahnhof W C& A BRENNINKMEYER 105 Schriftliche Bestellungen auf die obigen Angebote können nicht berücksichtigt werden! 39 Aus der Partei. 13 Uhr marschbereit Bahnhof Baumschulenweg. Treptow( Orisverein). An Uhr gegen S Sozialiſtiſche Arbeiterjugend Gr.- Berlin Sozialistische Arbeiterjugend Gr.- Berlin veranstaltung.. Edhluk ber Beranſtaltuna acacu 16 Uhr in Niederſchöneweibe, infendungen für diese Rubrif nur an das Jugendsekretariat Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Achtung, Raffierer! Seute zwischen 17 und 19 Uhr Ausgabe des November " Jugend voran" und der Arbeiter- Jugend" sowie Abrechnung der Beiträge. Achtung, Abteilungsleiter! Reicht umgehend die Berichtsbogen 3. Quartal ein. vom Restaurant Waldhaus. Tortselbst Unterhaltung. Tempelhof. Bflichtantreten 12 Uhr Bahnhof Tempelhof zum Ummarsch des Kreises Güden in Baumfchulenweg. Tempelhof( Ortsverein). Connabend, 2. November, 20 Uhr, Eaalschuh in der Oberrealschule, Raiser- Ede Rathausstraße. Reichstartell Republik. Köpenid( Ortsverein). Gonntag, 3. November, im Sportlokal Wilhelmshof, Bahnhof Hirschgarten, ab 9½ Uhr Wertungs- und Uebungsschießen. Die Sozialistische Partei Bulgariens hielt ihren Parteitag in Sofia ab. Der Fraktionsführer Past u cho w wies auf die großen Schwierigkeiten hin, denen die demokratischen Ideen auf dem Balfan noch begegnen. In Bulgarien herrscht eine verkappte Parteidittatur. Die politische, wirtschaftliche und soziale Lage fei für die arbeitende Bevölkerung unerträglich. Das Volk hungere buchstäblich. Die bulgarische Sozialdemokratie besitzt in 1194 lokalen Organisationen 30 279 m tglieder gegen 1192 Abteilungsmitgliederversammlungen heute, Freitag, 19% Uhr: abend jeben Freitag, von 20½ bis 22 Uhr in Revtölin, Hermannfir. 199. Organisationen mit 30 151 Mitgliedern im Vorjahre; nach der fozialen Gliederung sind die Mitglieder in 6860 Lohnarbeiter, 2247 Handwerfer, 19547 Bauern und 1625 Freiberufler. Wie der Bericht ferner feststellt, wurden die Linksparteien auch im verflossenen Jahre von den Kreisregierungen terrorisiert. Der Parteitog zeigte tiefgehende Meinungsunterfchiede über die bisher geübte Koalitionstaftit mit den Gruppierungen des Eisernen Blocks"( Bauern und Handwerker). Viele Delegierte verlangten selbständiges Auftreten der Partei bei den Wohlen. Die angenommene Entschließung spricht sich jedoch für das Beibehaltender bisherigen Taftit in Abhängigkeit von der jeweiligen politischen Situation aus. Weiter wird festgestellt, daß das bulgarische Eiement in Mazedonien auf das Schlimmste terroristert werde, und es wird an die europäische Demokratie appelliert, für die Rechte dieser Minderheit im Namen des Friedens und der Ruhe auf dem Baifan einzutreten. Der Partei: tag nahm schließlich noch eine Entschließung gegen die unerträgliche Belastung des Landes und besonders der werktätigen Bevölkerung durch die Reparationslasten und für Durchführung einer Enquete zur Prüfung des wirtschaftlichen und sozialen Tiefstandes der hauptfächlich einbauerischen Bevölkerung Bulgariens an. Zentrum: Heim Landsberger Str. 50. Sanfa: Heim Bochumer Str. 8b. Moabit I: Schule Waldenferstr. 20-21. Moabit II: Heim Lehrter Str. 18/19. Fall. Arnswalder Play: Heim Raftenburger Ede Wehlauer Straße. plak II: Schule Connenburger Str. 20. Helmholgplak: Seim Danziger Nord: Straße 62, Baracke 2. Sumannplag: Heim Scherenbergftr. 7. often 1: Seim Danziger Str. 62, Barade 3. Weißensee: Heim Parkstr. 36. Wörther Plan: Schule Rastanienallee 82. Andreasplak: Heim Brommnftraße 1. Baltenplag: Seim Tilfiter Str. 4-5. Friedrichshain: Heim Dieftelmeyerstr. 5-6. Stralauce Biertel: Seim Goßlerstr. 61. Warschauer Biertel: Seim Litauer Str. 18. Warschauer Viertel(...): Seim Litauer Straße 18.- Schöneberg I: Heim Hauptstr. 15. Schöneberg IV( R.-F.): Heim Hauptstr. 15. Charlottenburg, Charlottenburg: Seim Fosinenstr. 4. Süb: Heim Srbelstr. 2. Lichterfelbe: Heim Lichterfelde- Weft, Albrechtstr. 14a. Mariendorf: Alte Schule, Torfstr. 7. Reukölln III: Heim Bergftr. 29. Köpenid: Seim Dahlwiker Straße. Baumschulen weg: Heim Ernststr. 16. Johannisthal: Rathaus, Ratskeller. Neu- Lichtenberg: Heim Sauffstraße. ± Röllnischer Park: Seim Waisenstr. 18. Bortrag:„ Das kommunistische Manifeft". Rosenthaler Borstadt: Heim Rehdenicker Str. 25. Bunter Abend mit Programm. Schöneberg II: Seim Hauptstr. 15. Organisatorisches. Vortrag: Rechte und Dahlem( R.-F.): Heim Rehlendorf, Bahnt offtr. 3. Pflichten des Lehrlings". Anschließend Mitgliederversammlung. Brik I und II: Rufammenkunft der Arbeitsgemeinschaft der Aelteren bei Runstmann, Ontel- Bräfig- Str. 115. Neukölln VI: Heim Treptower Str. 95-96. Bortrag: NiederDie Bedeutung der Kommunalwahlen für die arbeitende Jugend". hönereibe: Beteiligung, an der Wahlversammlung der Partei. Treptow: Heim Elsenstr. 3. Vortrag: Durch Deutschlands Gaue"( Lichtbilder). Kauls. Borsig dorf: Schule Adolfstr. 25. Vortrag: Was lefen wir für Bücher?" walde: Gründungsfeier im Jugendheim Tegel. Ueberfüllte Wahlverfammlung in Neukölln.beiterbewegung während und nach dem Kriege" Fortfekuna, Referent:" Ge In einer überfüllten sozialdemokratischen Wahlkundgebung sprach Landtagsabgeordneter Gen. Harnisch im Karlsgarten in Neufölln über die kommunale Arbeit der Partei in Berlin. Der Vor tragende erinnerte einleitend an das frühere Dreiflaffen= wahlrecht in den Gemeinden und die dadurch für die Arbeiterschaft erwachsenen Hemmungen. Gen. Harnisch ging dann über auf die Schaffung von Groß Berlin, zeigte den gewaltigen Fort schritt, der nach der Verschmelzung eingetreten ist und nur durch unser ständiges Drängen, gegen den Widerstand von rechts und links, durchgeführt werden fonnte. Im Berkehrswesen ist es rapide vorwärtsgegangen, auch städtebauliche Veränderungen fonnten geschaffen werden. Der Redner gab dann noch einen Ueberblick über die Arbeit des Sflaref- Untersuchungsausschusses des Landtages, wo die Kommunisten alles versuchen, um ihren" Gäbel vor den Wahlen nicht mehr als Zeugen vernehmen zu müssen. Mit einem begeisterten Appell an die Wähler, am 17. November dem Fortschritt in Berlin zum Siege zu verhelfen, schloß Harnisch seine glänzende Rede. Die Kundgebung wurde durch musikalische und gefangliche Vorträge des Sängerkreises der Neuköllner Kinderfreunde umrahmt. " Nachtvorstellung des Films Bluishande". Am Sonnabendabend um 23.15 Uhr findet im bobus Bala it Anhalter Bahnhof eine Nacht. vorstellung des Films Blutigande" statt. Dem Film gebt ein einleitender Portrag voran. Der Reinertrag dieser Vorstellung fließt der Deutschen Liga für Menschenrechte zu. Karten zum Preise von M. 1.20 find im Bböbus- Palast sowie bei der Liga für Menschenrechte, N 24, Monbijouplay 10, Eingang 1, erhältlich. Besser essen, weniger dafür ausgeben durch: Konserven Apfelmus Rudat. Werbebezirk Wedding: Aelterengruppe. Gerichtstr. 12-13. Bortrag:„ Arnosse Alexander Stein. Beginn des Jüngerenturfus im Ledigenheim Schönstedtstr. 1. Vortrag:„ Geschichte der Arbeiterbewegung". Referent: Genosse Werbebezirk Schöneberg: Alle Genossen beteiligen fich an der Flugblattverbreitung der Partei. Treffpunkt wie in den Gruppen bekanntgegeben. Conntag Demonstration gemeinsam mit der Partei. Treffpunkt 11 Uhr KaiserWilhelm- P'ah. Fahnen und Transparente mitbringen. # Werbebezirt Brenzlauer Berg: Das Bezirksamt beabsichtigt Anfang NoUebungs Typographisches Orchester. Musikverein Berliner Buchdrucker. Dirigent Erich Gutzeit. Boranzeige: Connabend, 16. November, bei Kliems, Hasenheide, oberer Gaal, 20 Uhr bis 5 Uhr früh, Familienabend. Ronzert, Gemischter Chor Südring, Gesangstrio. Anschließend Tanz. Eintritt 1 Mart.. Arbeiter- Radio- Bund Deutschlands e. B., Ortsgruppe Berlin, Gruppe Friedrichshain. Eonnabend, 2, November, 20 Uhr, gemütlicher Abend im Restau rant Wertalla, Berlin D. 17, Hohenloheftr. 8. Berein für Eirheitsturzschrift Reukölln. Dienstag und Freitag, 20-22 Uhr, Anfänger, Fortgeforittenene, Redeschriftlehrgänge. Raiser- Friedrich- Realgym nafium, Neukölln, Raiser- Friedrich- Str. 208. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen, Ortsgruppe Oberspree. Bersammlung am Dienstag, dem 5. November, 20 Uhr, im Einsiedler", Johannisthal, Sterndamm. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend ( Nachdr. verb.). Bewölkungsabnahme bei etwas niedrigeren Tagestemberaturen, nachts stellenweise Nachtfrostgefahr. Für Deutschland: Jm Süden und im Osten noch stärker betwölft mit einzelnen Regenfällen, sonst wollig bis heiter, fühl, Nachtfrostgefahr. Beihnachtliche Vorfreuden bei Zieh. Je mehr wir uns der Weihnachtszeit nähern, desto stärker tritt derjenige, dem zu Ehren eigentlich der ganze Rummel vor fich geht in den Vordergrund: das Kind. Leider ist es mit der finanziellen Stärke und also auch der Kauftraft der meisten Eltern nicht weit her und so ist das einzig Positive derer, die in der Wahl ihrer Eltern diesbezüglich nicht vorsichtig genug waren, das Bewundern all der heißbegehrten Herrlichkeiten findlicher Wunschwelt. Die Firma Tiek hat in ihren sämtlichen Filialen für ihre kleine und Pleinste Kundschaft mannigfaltigste lleberraschungen bereitgestellt. Im Werbebezirk Panlow: Beginn des Volkstanzkursus in der 3. Gemeinde- Hauptgeschäft Leipziger Straße sieht man Familie Dackelein, also eine ganze Generation der drolligen Kurzbeiner beim weihnacht schule, Turnhalle, 20 Uhr. lichen Einkauf in Berlin und merkt bei dieser Gelegenheit erst, was so eine Dackelfamilie doch für hat sich ein kompletter Wanderzirkus mit einem Elite- Riesenprogramm etabliert und all die lustigen Figuren, führen ihre artistischen und propagandistischen Darbietungen zu den Klängen einer forschen Zirkuskapelle aus; da ist der große Zirkuswagen mit dem prunfvoffen Aufgebot zirzensischer vember einen Stiturfus durchzuführen. Interesienten tönnen fich werttäglich Belle Alliance- Ansprüche an das Leben stellt; am von 8 bis 15% Uhr im Jugendamt, Panziger Str. 32. 3. 4, melden. Werbebezirk Kreuzberg: Morgen, Sonnabend, Demonstration gemeinfam mit der Partei. Treffpunkt 18 Uhr Laufiher Blak. Vorträge, Bereine und Versammlungen. Groten in menschlicher und tierischer Gestalt, da kämpfen RingReichsbanner Schwarz- Rot- Gold". 99 Gefchäfts ftelle: Berlin 14. Gebaftianfte: 37/38, Sof 2 Tr Freitag, 1. November. Lichtenbera. Rameradschaft Gustav Tempel. 20 Uhr Gigung bei Sönow, Frankfutrer Allee 263. Erscheinen Bilicht. Rameradschaft Nummelsburg. 20 Uhr bei Brunn, Türrschmidtstr. 40. Erscheinen Pflicht: Sonnabend, 2. November. Friedrichshain, 17% Uhr Antreten mit Mufit ohne Fahnen auf den Rameradschaftsfammelplaßen. Kreuzberg. 18 Uhr Antreten Laufiger Blak mit Tambourkorps ohne Fahnen. Bflichtveranstaltung. Sonntag, 3. November. Mitte. Ausmarsch. Antreten ohne Spielleute und Fahnen 8 Uhr Stettiner Borortbahnhof. Pflichtveranstaltung für alle attiven Rameraden, Friedrichshain. Rameradschaft Petersburg. 9% Uhr Generalappell bei Busch, Tilsiter Str. 27a. Imersdorf( Ortsverein). 11 Uhr Antreten Fehrbelliner Blak mit Mufit und Fahnen zur Beteiligung an der SPD.- Demonstration. Schöneberg- Friebenau. 13 Uhr große Demonftration. Treffpunkt Mühlenftr. 8. Nachzügler Bahnhof Friedenau- Wilmersdorf. Kreis Süben. Ortsvereine Kreuzberg, Neukölln, Tempelhof und Treptom fämpfer und boren Borer, da balanciert eine graziöse Kunstreiterin und Lionell, der behaarte Löwenmensch animiert zum Eintritt; am Alexanderplaß ist die meihnachtliche Revue etwas seriöser gehalten, sie zeigt die drei Weisen aus dem Morgenland, in der Wilmersdorfer Straße erfreuen zehn fleine luftige Negerlein die kleinen Besucher und auch in allen anderen Geschäften ist für Unterhaltung im reichsten Maße gesorgt. Berantwortlich für Politik: Dr. Curt Geyer: Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: Lotales 3. Steiner; Feuilleton: R. S. Döscher; und Sonstiges: Frik Raritäbt: Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderet und Berlagsanstalt Paul Ginger u. Co., Berlin GB. 68, Lindenstraße 8. Sierzu 3 Beilagen, Unterhaltung und Biffen" und„ Stabtbeilage". KARSTADT Lebensmittel Kolonialwaren .... Ds. 0.58 Zucker, fein.............. Pfd 0.28 Heidelbeeren. D. 0.90 Würfel- Zucker......... Pd 0.38 Weine u. Spirituosen % Stachelbeeren Ds. 1.00 Reineclauden... ... Ds. 1.00 Diamantmehl lose Kartoffelmehl Pfd. 0.27 .Pfd. 0.24 Mirabellen . Ds. 1.00 Puddingpulver lose...... Pfd 0.38 .Pd. 0.38 Ananas... Ds. 1.20 Ds. 1.20 Pfd. 0.38 *** Ds. 1.45 Frankf. Apfelwein... Frankenweiler Stahlb. Edenkobener... Niersteiner Domtal Johannisbeerwein Utiel( Span. Rotwein).. Tarragona Samos Malaga Kirschen rot m. Stein..... Gemischte Früchte Karotten geschnitten...... Ds. 0.45 Erbsen mittelfein......... Ds. 0.28 Erbsen fein ...... Ds 0.98 Gemischtes Gemüse... Ds. 0.95 Gem, Gemüse mittelfein.. Ds, 1.25 Brechspargel dünn...... Ds. 2.00 Schnittbohnen funge..... Ds. 0.5% Rote Beete. Ds. 0.50 Pflaumen- Konfitüre ca. 1 Pfd- Glas 0.50 Johannisbeer- Konfit. ca. 2 Pf.- Eim. 1.40 Annanas- Konfit.... ca. 2 Pfd- Eim. 1.55 Aprikosen- Marmelade ca.1 Pfd. Gl. 0.50 Apfel- Aprikosen.ca. 2 Pfd- Eim. 0.95 Apfel- Johannisb..ca. 2 Pfd- Eim. 0.95 Orangen- Marmelade ca. 1 Pfd.Etm. 1.00 Johannisbeer- Konfitüre..lose Pfd. 0.25 Preißelbeeren lose Pfd. 0.50 Mengenabgabe vorbehalten Obst u. Gemüse Bananen. Kochbirnen Graubirnen Pfd. 0.42 Pfd. 0.10 .Pfd. 0.20 Eß- und Kochäpfel..... Pia 0.10 Baumanns Reinetten.5 Pfd 0.35 Goldwein Pfd. 0.36 Rot- und Wirsingkohl..Pd. 0.06 Weißkohl Mohrrüben *** Erbsen, geschält gelbe........ Pfd 0.85 Viktoria- Erbsen..... Grüne Erbsen geschält. Weiße Bohnen Graupen, grob Burma Voll- Reis Sultaninen Korinthen.. Mandeln Aprikosen Backpflaumen .. Kaffee Pfd. 0.40 .Pfd. 0.33 .Pfd. 0.18 .Pfd. 0.21 Pfd. 0.50 Pfd. 0.65 Pia. 1.90 Pfd. 0.88 ..Pfd. 0.50 Großer Preis- Abschlag Auslese- Kaffee T. 0.52 Ltr. 0.85 Ler. 0.95 Ltr. 1.40 L. 0.85 SL. 1.10 Ltr. 1.05 Ltr. 1.20 Ltr. 1.20 Douro Portwein Ltr. 2.10 1926 er St. Martin. Berg m. GL. FL. 0.98 1927 er Bechtheimer..... GL. FL. 1.05 1925 er Wachenheimer..... FL. 1.10 1927 er Cru de Saint Castill. FL. 1.40 1926 er Chat. Grand Med. FL 1.95 1926 er Haut Sauternes.... FL. 3.00 Wir verweisen besonders auf unsere Stadtküche Weinbr. Spezial" 38% 1 Ltr. Fl. 4.40 Weinbr.- Verschn. 38% 1 Ltr. Fl. 3.90 Rum- Verschnitt 38%.. 1Ltr.- FL 4.80 Arac- Verschnitt 38%..... FL. 3.90 Alter Wacholder.... 1 Ltr. Krg. 3.50 .... 1 Ltr.- FL 5.00 Vanille u. Anisette...... Fl. 3.10 Pfd. ab 2.80 Bln.- Getreide- Kümmel..F. 4.93 Pfd. 1.75 Konsum- Mischg......... Pfd 2.10 Pfd 2.10 Santos IV... Pfd. 2.40 Costarica Pfd. 8.30 Pfd. 0.28 Malzkaffee.... Gebr. Gerste .Pfd. G.25 Tee, lose..... Wild u. Geflügel Hasen i. Fell Wild- Ragout Hirsch- Blätter Birkwild Fa 1.20 Pid 0.50 Pid. 0.95 Oderbr. Gänse....... Pfd. ab 0.95 Mast- Enten Pfd. ab 1.20 Suppen- Hühner.... Pfd. ab 0.90 Junge Tauben. Stck. ab 0.80 ..Fid 0.04 Poulets, holl. Pfd. ab 1.20 Pfd. 0.04 Stck. ab 1.60 Nordhäuser.... Fische Kabeljau ohne Kopf im ganzen Pfd. 0.20 Rotbarsch mit Kopf........ Pfd. 0.40 Schellfisch mit Kopf........ Pd. 0.35 Grüne Heringe. ........ 3 Pfd. 0.68 Frische Oderzander.... Pd. 0.25 Karpfen lebend. ab Pfd. 1.10 Büchlinge.. .... rfa 0.42 Lachsheringe .2 Stck 0.25 Geräucherter Lachs.... Sick. 1.20 Wurstwaren Blut- u. Leberwurst frisch. Pd. 0.25 Dampfwurst... ....... Pla..08 0.90 Pfd. 0.95 Sülzwurst....... Berl. Mettwurst......... Pfd. 0.98 Wiener Würstchen...... Pid 1.15 Jagdwurst.... Pid. 1.15 ... Pid. 1.15 Fleischwurst Hausm. Leberwurst.Pid. 1.28 1.10 Gutsleberwurst......... Pfd. 1.40 Pid. 1.40 Feine Leberwurst Streichmettwurst i. Rg.... Pd. 1.48 Zervelat und Salami... Pfd 1.65 Zervelatwurst& Fettdarm..Pid. 1.95 Grobe Teewurst. Pfd. 1.80 Schinkenspeck Schinkenspeck.......... Pd. 2.10 Zervelatwurst Braunschw... Pfd. 2.20 2.18 Pfd. 1.78 Pfd. 0.50 Pfd. 0.5 Pid 1.50 Butter und Käse Dänische Butter........ Pd. Molkereibutter Tafelmargarine. Bratenschmalz... Schweizer- Allgäuer. Edamer vollfett Tilsiter- Käse... Kochkäse .. Pfd. 1.10 .35% 0.83 20% 0.60 .1 Pfd.-Ds. 0.48 Delikatessen Saure Gurken..... Stck. 0.10 Matjesfilet.... 2 Std 0.25 Fettheringe i. Tom....Ds. 0.50 Portug Oelsardinen 4 Port. Ds. 0.95 Heringssalat......... Pfd. 0.85 Brathäppchen.... Port. Ds. 0.30 Filetheringe in Rem... Ltr. Ds. 1.00 Bratheringe Ltr. Ds 0.25 Brat- Rollmops...... Ltr. Ds. 0.85 Konfitüren Honigbonbon........... PL 0.45 Malzbonbon ....... Pf. 0.45 Milch- Bonbon....... 0.20 Creme- Pralinen....... Pid 0.65 Fondant- Mischung..... Pd. 0.80 Rhein. Spekulatius I..Pd. 1.10 Rhein. Spekulatius II..Pfd. 0.60 Pfeffernüsse( weiß).....Pfd. 0.50 Lebkuchen- Nüsse( weiß) Pid. 0.20 Kräuter- Printen........ Pd 1.00 Spitzkuchen mit Schokolade. Pfd 1.10 Honigkuchen 250 g....... Sick 0.50 Honigkuchen 500....... Stck 1.00 Teegebäck Mschg..Pfd. 1.00 Sandgebäck....... Pfd. 0.95 Kokosmakronen. ...... Pd. 1.00 Dominosteine gefüllt...... Pid. 1.40 Haushalt- Kahao........ Pd 0.88. Block- Schok. 500 g 1.00 250g Tfl. 0.50 Burgmühle Vollm Schok. 100 g T. 0.25 Burgmühle Speise- Schok. 100 TIL 0.25 Burgmühle Vollm.- Block 100& T. 0.25 Burgm. Vollm- Nuß- Block 100 Tfl. 0.25 Burgmühle Creme- Schok. 100 g Tfl. 0.25 Burgmühle Pral. 400 g 1.00 200 g 0.50 $ g Dersand nach allen Stadttellen ausgenommen verderbliche Waron Gebäck .. Dresdner Stollen leicht Pid. 1.50 Dresdner Stollen schwer.. Pfd 2.25 Apfel im Schlafrock. Stck 0.25 Cremeschnitten Apfelstrudel. Dessertgebäck Pariser Hörnchen Wiener- Gebäck.... 6 Stck 0.25 Vanillie- Zwieback. Pfd. 0.30 Stck 0.15 Stch 0.25 Stck 0.15 ..... Sick 0.10 U- BAHNHOF HERMANNPLATZ DER KARSTADT BAHNHOF Rr. 513 46. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Fleischteuerung- Schlechtes Brot. Die Pläne der Agrarier. Wie das Roggenproblem zu lösen ist. Freitag, 1. November 1929 Bermahlungszwang des Weizens ähnlichen Beimischungszwang für Roggen einzuführen. An dieser Stelle murde bereits wiederholt die unsinnige Einführung des Bermahlungszwanges für Weizen, die nur unnüge Spazierfahrten für Getreide in Deutschland zur Folge hat, scharf fritifiert. Ein Roggenbeimischungszwang, der so gedacht ist, daß zum Weizenmehl und zum Weizenbrot zwangs= aber ein nody piel größerer wirtschaftlicher Unsinn. Er würde die fich langsam bessernde Ernährung der Massen verschlechtern. Auch das Zentrum hat sich gestern beim Reichs. I finden, um die großen, im Weften verfütterten Gersten: und Mais- weise 15 Pro3. Roggen beigemischt werden, wäre ernährungsminister Dr. Dietrich für die Erhöhung des mengen teilweise durch deutschen Roggen zu ersehen. Gerstenzolls und einen Beimischungszwang für Roggen eingesetzt Vertreter der„ Grünen" Front haben ihre Forderungen beim Reichspräsidenten vorgetragen. Auf zwei schlechte Roggenernten in den Jahren 1926 und 1927 find in Deutschland zwei gute Roggenernten gefolgt. Die Roggen preise, die bei dem knappen Angebot 1926 und 1927 zeitweise sogar die Weizenpreise überflettert haben, lagen im letzten Jahr und zurzeit mehr in der Nähe der Futtergetreidepreise, da bei dem hohen Roggenangebot ein sehr großer Teil der deutschen Roggenernte verfüttert werden muß. Obwohl die schlechten Roggen: preise durch mehrertrag und gesteigertem Bertauf weitgehend ausgeglichen sind, werden von der deutschen Landwirtschaft täglich neue Forderungen zur Hebung der Roggenpreise erhoben. Der allernainste Vorschlag dieser Richtung wurde vor menigen Tagen von Dr. Mield in der Deutschen Getreidezeitung" gemacht. Mield schlägt zur Hebung der Roggenpreise einfach eine weitere Erhöhung der Roggen zölle und vor allem der Roggeneinfuhrscheine vor. Die Einfuhrscheine werden bekanntlich in Höhe des Zolles( 6 M. pro Doppelzeniner) bei Ausfuhr von Roggen aus Deutschland gewährt. Mit den Einfuhrscheinen, die ein starkes Exportdumping im Auslande ermöglichen, fann dann bei der Einfuhr anderer Getreidearten der Zoll bezahlt werden. - teures Schweinefleisch. Höhere Zölle für Juffergerfle – leures Sch Ein abfolut ungeeignetes und sowohl die nordwestdeutsche bäuer fiche Landwirtschaft wie auch die Berbraucherschaft außerordentlich schwer schädigendes Mittel zur Erreichung dieses Zieles wäre die Erhöhung der Futtergerstenzölle von 2 auf 5 M. pro Doppelzentner, wie sie gegenwärtig vom ertremen, großagrar: schen Teil der„ Grünen Front" gefordert wird. Nicht nur würde eine solche Maßnahme die Intereffen der nordwestdeutschen bäuer lichen Landwirtschaft um mindestens 70 bis 100 Millionen Mark im nächste Jahr, das ohnehin schlechte Schweinepreise bringen wird, schädigen, sondern auf die Dauer müßte aus einer solchen Zollerhöhung auch ein allgemeines Steigen der Schweinepreise um den Betrag der neuen Futterzollbelastung und damit eine Berteuerung des Schweinefleisches für die Konsumenten um 300 bis 400 millionen Mart befürchtet werden. Bauernfchaft und Verbraucherschaft haben daher allen Anlaß, mit allen Mitteln gegen die geforderte Erhöhung des Futtergerſtenzolles an Mitteln gegen die geforderte Erhöhung des Futtergerſtenzolles an zufämpfen. Die nordwestdeutsche bäuerliche Landwirtschaft hat auch bereits energisch gegen die Erhöhung des Futtergerstenzolles protestiert. Allerdings vermischt sich bei diesen Protesten mit vernünftigen volts wirtschaftlichen Erwägungen fleinlich ste Interessen politit. Wenn z. B. der demokratische Reichstagsabgeordnete Bereits im Jahre 1928 sind durch Einfuhrscheine 60 Millionen Mart Langen gegen die Futtergerstenzollerhöhung nur protestiert, weil Zölle bezahlt worden. In diesem Jahre dürfte sich der Berluft es vielen Bauern unbequem ist, von ihren alteingefahrenen Ge der Reichstasse aus den Einfuhrscheinen auf rund 100 Mil- wohnheiten, Gerste an die Schweine zu verfüttern, abzugehen und lionen Mart belaufen. Die Einfuhrscheine sind gerade beim fich auf teilweise Roggenverfütterung umzustellen, so kann dieje Roggen nichts anderes als eine Verbilligung des deutschen Roggens merkwürdige Einstellung objeftiver Kritif feineswegs standhalten. im Ausland auf Kosten der deutschen Steuerzahler, gegen die fich nach zahlreichen Fütterungsversuchen in den verschiedensten missenübrigens auch die ausländische, insbesondere die englische Landwirtschaftlichen Instituten und in der Bragis ist es ohne Schwierigkeiten schaft immer schärfer wendet. Jebe erneute Roggenerportförderung ist wirtschaftlicher Unsinn, denn wir haben ja in Deutschland keineswegs eine absolute Roggenüberproduktion, sondern der Roggen Pann mir infolge der deutschen Preisverhältnisse bisher bei großen Ernten nicht in vollem Umfange in Deutschland verwertet werden, meil eine Berfütterung des Roggens in den westdeutschen Futtergetreidezuschußgebieten unwirtschaftlich ist. Große Mengen deutschen Roggens werden daher bisher mit hohen Exportverlusten für das Reich ins Ausland exportiert und dort verfüttert; als Ersatz bes aus Ostdeutschland. exportierten Roggens wird dann im Westen Deutschlands Futtergerste für die Schweinemast eingeführt. Es dürfte nicht schwer sein, wirtschaftspolitische Maßnahmen zu und ohne Beeinträchtigung der Gesundheit der Schweine und der Fleischqualität möglich, 20 bis 40 Braz. der verfütterten Gerste durch Roggen zu ersetzen. Beimischung von Roggen zum Weizen schlechtes Brot. Ebenso durchsichtig sind die Interessentenwünsche, menn die Futtermittelimporteure mit absolut leeren Argumenten gegen die Verfütterung von Roggen Stellung nehmen und anstatt dessen, mit ähnlich durchsichtigen Zielen wie Tanzen, eine Erhöhung des menschlichen Roggenverbrauchs durch einen Roggenbei mischungszwang vorschlagen. Heiliger St. Florian, schen mein Haus, zünd' andre au!" fann man dazu nur bemerfen. Auch von agrarischer Seite wird neuerdings vorgeschlagen, einen dem an Es ist ein Irrtum zu glauben, daß ein Roggenbeimischungsamang eine erhöhte Nachfrage nach deutschem Getreide nach sich ziehen würde. Bei Roggenbeimischung zu Wiezenbrot würde in erster Linie die Nachfrage nach deutschem Weizen zurückgehen, da bei zwangsweiser Roggenbeimischung die Beimahlung von ausländifdem Qualitätsweizen in erhöhtem Umfange notwendig wird. Der Mehrverbrauch Roggen würde also einen minderverbrauch an deutschem Weizen nach sich ziehen. Im ganzen würde die Qualitätsverschlechterung des Brotes sicherlich einen verstärkten Rüdgang des Brotkonsums und damit das Gegenteil des erwünschten Zieles zur Folge haben. Es muß doch sehr merkwürdig erscheinen, daß man einen Roggenüberschuß mit ähnlichen Mitteln, nämlich Berschlechterung der Lebenshaltung befämpfen will wie im Kriege den Getreidemangel. Bernünftigerweise muß eine steigende Erzeugung nicht eine Ernährungsverschlechterung, sondern eine Verbesserung und Hebung des Lebensstandards zur Folge haben. Die mögliche Lösung. Die Absatzschwierigkeiten für Roggen fönnen nur durch ver startte Roggen verfütterung an Stelle von Gerste- und Maisverfütterung gelöst werden. Reineswegs ist hierzu eine Er höhung der Gerstenzölle notwendig, wohl aber sollte zur Einführung einer verstärkten Roggenverfütterung eine gewiffe Staats. beihilfe ermogen werden. Das Roggenproblem muß in einer Weise gelöst werden, die sowohl eine Schädigung der Verbraucherfchoft als auch der bäuerlichen Landwirtschaft ausschließt. Zinssenfung in London. Disfontfah von 6% auf 6 Proz. gefenft. Die Bank von England, die erst am 26. September infolge starter Goldverluste gezwungen war, ihren Diskont von 5½ auf 6% Prozent heraufzuseßen, hat gestern ihren Diskont fatz auf 6 Prozent ermäßigt. Diese Maßnahme der Bank von England ist für den europäischen Geldmarkt von größter Bedeutung. Sie steht in engent Zusammenhang mit den Kurseinbrüchen an der New- Yorker Börſe, die einen sehr starten Geld abfluß nach Europa zur Folge gehabt haben. Das Zurückströmen englischer Gelder nach London hat zu einer Steigerung des Pfundkurses von 4,847, auf 4,88 Dollar Der 5 oblolX- llow Norden Müllerstr. 10 Eröffnungs- Angebote Schwarze Kinder- Stiefel kräftiges Rindbox, mit Oesen oder Agraffen, bewährter Schulstiefel, Größe 31/35 M 5.90, 27/30 Lackleder- Spangenschuhe für Kinder, haltbares Material, moderne Formen, saubere Ausführung, Größe 31/35 M 6.25, 27/30 M Schwarze Damen- Spangen • in neuer Form, mit hohem oder niedrigem Absatz, hübsches Modell, eine ganz besondere Leistung. M Lackleder Spangenschuhe aparte Zierstepperei, moderne Form, mit echtem LXV- Absatz, elegantes Modell, sehr preiswert M Schwarze Ueberzichschuhe für hohen oder niedrigen Absatz, echt russisches Fabrikat, bewährte Qualität, besonders billig M. Schwarze Herren- Stiefel kräftiges Rindbox, Derbyschnitt oder Ringsbesatz, breite oder spitze Form, weiß gedoppelt Doppelsohlige Herren- Stiefel prima Mastbox, breite Form, mit Derbyschnitt, besonders kräftiger Strapazierstiefel.. M M 525 550 495 885 750 985 Jedes Kind erhält eine SCHUHHOF- Windmühle netstat sib 143a Eröffnung Freitag d.1.Nov. nachmittags 4 Uhr SCHUHHOF A LST 1 Paar Strümpfe gratis beim Einkauf von 5 RM an Dham Eröffnungstage m Laufe der letzten Woche geführt, wie auch der Dollar gegenüber| mohl er einen Teil der vorgetragenen Bedenten würdigte, von der der Markvaluta infolge großen Dollarangebotes mit 4,177 sehr Einlegung eines Einspruchs Abstand genommen. schwach lag. Musterarbeit eines Konsumvereins. " Man fann mit Sicherheit annehmen, daß die Entscheidung der Bank von England durch eine unmittelbar bevorstehende Dis: fontermäßigung der New- Yorker Bundes- Reservebant beeinder internationalen Berständigungsbemühungen floffene Jahr 1928/29 einen glänzenden Abschluß vor. flußt wurde. Der Distonijag der New- Dorter Bundes- Rejervebant ist am& Auguft von 5 auf 6 Prozent heraufgesetzt worden. In der Aussprache über den vom Geschäftsführer des Reichs fohlenrates, Berghauptmann Bennhold, erstatteten Bericht über die Lage der Kohlenwirtschaft wurde besonders eingehend der Stand behandelt. Der Borsitzende des Bergbauindustriearbeiterverbandes, Husemann, wies eindringlich auf die Notwendigkeit hin, beim Die Maßnahmen der Bank von England und die mit Sicher Bustandekommen einer Gemeinschaftslösung, wie sie durch die Genfer heit bevorstehende Kreditverbilligung in New Yorf werden auch die Kohlenbesprechung angebahnt worden ist, die Interessen der Bergarbeiter nicht zu vernachläffigen. Die von den Bergarbeitern an Entwicklung, auf dem deutschen Geldmartt nachdrüdlich bearbeiter nicht zu vernachlässigen. Die von den Bergarbeitern an einflussen. Die Deutsche Reichsbanf war während der Krise gebotene Mitwirkung und Mitverantwortung sei ein mefentliches in den Pariser Young- Plan- Berhandlungen infolge großer Gold Erfordernis für eine allen Beteiligten nützliche Konsolidierung der und Devisenverlufte zu einer Distonterhöhung von 6% auf europäischen Kohlenwirtschaft. Brozent gezwungen. Bei der überragenden Bedeutung des amerikanischen und englischen Geldmarktes für die Geldversorgung her fapitalhungrigen Staaten ist die 3ins höhe in London und Nem Vorf entscheidend für den Zinssaz am Weltmarkt und in Deutschland. Da die Situation der Reichsbank durch die Kreditnerbilligung in England fich sehr erleichtert hat, wird man auch in Deutschland in absehbarer Zeit mit einer Senkung des Reichs, 7 bantdistonts rechnen tönnen. Die überflüssige Brifettverteuerung. Gegen die Arbeiterstimmen beschlossen. Die Sihung der Kohlenwirtschaftsorgane. Ueber die am Mittwoch stattgefundene Sigung des Großen Ausschusses des Reichstohlenrates hören wir, das der Breiserhöhungsantrag des Rheinischen Braunkohlen- Syndicates, durch den der, jezige Grundpreis von 14 M. für Hausbrandbrifetts auf 15 M. pro Tonne erhöht wird, mit den Stimmen der Unternehmer, des Handels und eines Teiles der Berbraucher angenommen worden ist. Die Arbeitnehmervertreter hatten zunächst wegen der unzureichenden Begründung des Antrages die Bertagung bis zur Vorlage genauer Unterlagen verlangt. Der Vertreter der städtischen Kohlenverbraucher hat sich ebenfalls für eine einstweilige Bertagung ausgesprochen. Eine wirtschaftliche Notwendigkeit für die Preiserhöhung der rheinischen Braunkohle ist nicht erkennbar. Das Rheinische Syndikat hat geglaubt, die Erhöhung lediglich aus der gegenwärtigen Marktlage rechtfertigen zu können, die seiner Meimung nach die Erzielung höherer Preise zuläßt. Gegen diesen Gesichtspunkt sind von den Arbeitnehmern ernste Be= denten geltend gemacht worden. Seit 1924 hat sich die rheinische Brifettproduktion annähernd verdoppelt, während die Beleg schaft um 10 Bro& zurüdgegangen ist; die Arbeitsleistung je Mann und Schicht von 25,9 Tonnen stellt 197 Proz. der ArbeitsTeiftung für 1924 und 218 Proz. derjenigen von 1913 bor! Daraus folgt eine erhebliche Berringerung des Lohn anteiles, der auch nach der letzthin durch Schiedsspruch erfolgten Lohnerhöhung im Kölner Bezirt immer noch erheblich unter dem Stand Don 1924 bleibt. Labourregierung und Bergbau. Ab 1. April 7ftündige Arbeitszeit. Die Labour- Party- Regierung hat jest ihr Programin für die Reformen im englischen Bergbau veröffentlicht und den Gewerkschaften und Unternehmern die Borschläge zur Stellungnahme zugestellt. Im Mittelpunkt des Reformprogramms steht die Sentung der Arbeitszeit im englischen Bergbau von 8 auf 7% Stunden, bie im April nächsten Jahres durchgeführt werden soll. In dem Brogramm ist das Lohn problem nicht angeschnitten worden, jedoch hat Snowden in einer fürzlich gehaltenen Rede flipp und flar festgestellt, daß an eine Lohnfenfung infolge der Verringerung der Arbeitszeit nicht zu denken fei. Das im Aufbau begriffense britische Robiensyndikat soll feine Tätigkeit bereits vom 1. Jamiar 1930 an aufnehmen. Wie bereits früher mitgeteilt, ähnelt das englische Syndikat in seinem Aufbau sehr dem rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat. Zum Schutze der Verbraucher wird nach dem Vorbilde des deutschen Reichsfohlen rates eine Rontrollinstanz für die einzelnen Distrikte geschaffen, in der unter einem neutralen Vorsitzenden je ein Vertreter der Gewerkschaften und der Unternehmer sowie zwei Vertreter der Verbraucherschaft figen. Wie im Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat eine Umlage je geförderte Tomme Kohle erhoben wird, mit deren Hilfe Berluftegporte finanziert werden, sollen auch im britischen Syndikat berartige Abgaben zur Bezahlung von Ausfuhr verlusten eingeführt werden. Das neue Landwirtschaftskammergesetz. Der Entwurf zu einem neuen Bandwirtschaftskammergesetz ist foeben dem Staatsrat zugegangen. Der Amtliche Preußische Pressedienst gibt aus diesem Entwurf folgendes befannt: Als wichtigste Aenderung, die den weiteren Ausbau der Berufsvertretung bezweckt, sieht der Entwurf die Einbeziehung der landwirtschaftlichen Arbeitnehmer in die Landwirtschaftsfammern vor. Für das Maß der Beteiligung der Arbeitnehmer, zu denen auch die mitarbeitenden Familienangehörigen rechnen, stellt der benen auch die mitarbeitenden Familienangehörigen rechnen, stellt der Entwurf den Grundfag auf, daß ein Drittel der Size in den Kammern den Arbeitnehmern zufallen soll, während den Betriebsinhabern zwei Drittel der Sige verbieiben. Durdy Sagungsbestimmung soll indes das Anteilsverhältnis abweichend geregelt werden können, wenn die Zahl der auf die Betriebsinhaber einerseits und die Arbeitnehmer andererseits entfallenden Berufs angehörigen erheblich von dem Durchschnitt für das Staatsgebiet Bei dieser Sachlage fahen die Arbeitervertreter, denen sich ein Teil der Berbrauchervertreter anschloß, teine Beranlassung, dem Verlangen des Rheinischen Syndikates ihre Zustimmung zu geben. Dennoch wurde dieser Antrag, für den sich der Reichstohlen verband einstimmig einfegte, mit 13 gegen 8 Stimmen angenommen. Der Vertreter des Reichswirtschaftsministers hat, wie| abweicht. Fletter Ottoman- Mantel ganz auf Futter mit großem Pelzkragen u.Fechtmanschetten 5900 Elegantes Kleid reine Wolle HerrenUlster SakkoAnzug aus haltbarem Cheviot, mod. Streifen 4500 schwere Qualität mit Abselte 4800 1475 Neu aufgenommen: MOBEL aller Art Komplette Schlafzimmer, Spelsezimmer, Herrenzimmer, Wohnzimmer, Küchen, Einzelmöbel, Polsterweren, Metallbetten OHNE ANZAHLUNG Bis 24 Monatsraten Die Jahresbericht des Konfumvereins Borwärts" Dresden. Der Konsumverein Borwärts- Dresden legt auch für das vers Mitgliederzahl steigerte sich von rund 68 200 auf 80 300. Für den Gesamtumjaz liegt eine Erhöhung von 47,65 Millionen Marf im Pro BerteiBorjahre auf 57,40 Millionen Marf vor. Bro Mitglied muchs der Durchschnittsumfaß von 698 auf 714 20. an. fungstraft hat sich der Durchschnittsumfag von 39 200 auf 41 450 gesteigert. Der Konjumperein Dresden hat sich auch im verfloffenen Jahre als Preisregulator bemährt. Das geht 3. B. aus der Milch verteilung hervor. Die Umjazmenge steigerte sich von 4314 Millionen Litern auf 4821 Millionen Liter. Der Abgabepreis pro Liter betrug am Schluß des Geschäftsjahres beim Konsumverein Vorwärts 28 Pf., bei dem übrigen Kleinhandel 30 bis 31 Pi. Die Preisstellung des Konjums perhinderte eine weitere Steigerung des Milchpreises. Der Umia in Brot-, Beiß- und Feingebäd erhöhte sich um rund 355 000 m., auf 7,934 Millionen Mart. Der Konsumverein Barwärts hat die Brotversorgung im Bezirk Dresden maßgebend beeinflußt, so daß Dresden die niedrigsten Brot preise im Deutschen Reich hat. Die Mitglieder des Konsumvereins Borwärts haben daneben noch den Vorteil, daß dieser für 1928/29 einen Sparrabatt in Höhe von 3 Millionen Mar? ausbezahlt. Drei Millionen Mart! Diese Summe wird den Räufern wieder zugeführt. Leider muß der Konsumverein Borwärts in seinem Geschäftsbericht von zahlreichen Schifanen der Behörden bes richten. Diese haben anscheinend immer noch nicht die wirtschaft liche Bedeutung der Konsumgenoffenschaftsbewegung erkannt. D'a Wähler fönnen am 17. November, dem Tag der Gemeindewahlen, dazu beitragen, daß ihnen hier das richtige Licht aufgeht. Der Lebenshaltungsinder im Oktober. Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten( Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuch tung, Bekleidung und Sonstiger Bedarf") ist nach den Feststellungen des statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Oftober mit 153,5 gegenüber 153,6 im Vormonat nahezu unverändert geblieben. Die Inderziffern für die einzelnen Gruppen betragen( 1913/14 gleich 100): für Ernährung 153,8, für Wohnung 126,5, für Heizung und Beleuchtung 152,6, für Bekleidung 170,8, für den Sonstigen Bedarf" einscht. Verfehr 192,2 " Uftive Handelsbilanz für Sowjetrußland. Der russische Außenhandel über die europäischen Grenzen war im Jahre 1928/29 mit 25 Millionen Rubel aktiv. Insgesamt erhöhten sich Einfuhr und Ausfuhr gegenüber dem Vorjahr von 1420 auf 1456 Millionen Rubel. Der Außenhandelsumfang stieg also um 2½ Proz. Die Ausfuhr erhöhte sich dabei um 13,6 Proz. auf 722,7 millionen gegen 636,2 Millionen Rubel im Vorjahr. Die Einfuhr ging auf 697,2 gegen 820,1 Millionen Rubel im Vorjahr zurüd. Der jegigen Attivität mit rund 25 Millionen stand im Borjahr noch eine Paffivität des Außenhandels mit rund 184 Millionen gegenüber. Die Ausfuhr von Industrierohstoffen und erzeugnissen stieg unt 34,3 Broz. auf rund 389 Millionen Rubel: der Anteil bes industriellen Exports an der Gesamtausfuhr erhöhte fich von 45,5 auf 53,8 Proz. Am stärksten sind bei der Ausfuhrsteigerung Naphthaprodukte und Holz beteiligt, während die landwirtschaftliche Ausfuhr durch den Ausfall des Getreideerports einen Rückgang aufweist. Die Einfuhr für Industriezmede ist gegenüber dem Vorjahr von 75 auf rund 92 Broz. der Gesamteinfuhr gestiegen. Auf alle Fälle zu Modern Kaufhaus Modern ist stadtbekannt für billigte Preise auf TEILZAHLUNG 2 Kaufhaus Modern ist stadtbekannt für günstigfte Zahlungsbedingungen Kaufhaus Modern bringt stets die letzten Neuheiten! DAS GILT FÜR JEDERMANN: Sei modern kaufe auf TEILZAHLUNG IM KAUF HAUS Modern IM OSTEN: IM SUDEN: Gr. Frankfurter ftr. 101 Kottbuserdamm72 Ecke Krautstr. Am Straußberger- Pl. Ecke Lengusir Nähe Hermann- Pl bitte Herren- Ulster 36.- 39.50 45.- 52.- 65.- 78.85.- 95.- bis 150.- M Herren- Paletots 49.- 58.- 65.- 72.- 85.- 92.98.- 110.- 118.- bis 140.- M Sakko- Anzüge 36-39,- 45,- 58.- 65,- 72.85,- 95,- bis 150.- M Smoking- u. Frackanzüge Burschen- u. Knabenkleidung Berufs- und Arbeiterkleidung Damen Mäntel 16. 22.- 29.- 36.- 45,- 55, 63. 78. 85,- bis 175,- M Pelzmäntel in großer Auswahl Woll- Kleider 12, 16, 19.- 24.- 28.- 33.36.42.- 48.- bis 70.- M Selden- Kleider mit langem und kurzem Arm 12. 15. 18.- 23.- 26.- 32.. 37.- 45.- 58,- bis 150.- M Damen- Mäntel und-Kleider in extra großen Weiten Kinder- Mäntel in allen Längen Baumwollwaren, Inlette, Tisch-, Leib- u. fertige Bettwäsche Woll- und Strickwaren, Oberhemden, Damen- u. HerrenTrikotagen Teppiche. Läuferstoffe Vorleger, Brücken, Tisch-, Stepp- und Diwandecken, Gardinen, Gardinenstoffe Bettfedern, fertige Betten Schuhwaren für Damen, Herren u. Kinder, In einfach.u.Luxusausführung Freitag 1. November 1929 Unterhaltung und ÄNissen Beilage des Vorwärts 3lnge Stramm: ZHVCtS 1111 ZJtVdjß Sonntagabend... Schon hängen Sterne am nachtdunklen Himmel über der Großstadt. Di« hohen Miethäaser im Norden D:rlins drängen sich eng und lastend zusammen. Die flackernden Gaslaternen oerschotten die Strohe nur. Ein verwehtes Wand-r- sied. Ein Lauienklang... Junge Mensch lachen und schütteln sich die Hände zum Abschied. In ihren Haaren hangt noch der Atem des Waldes. Ein Schlüssel klappert im Schloß. Schritt« verhallen. Lene Kruschke steigt die enge Hintertreppe»um dritten Stock empor. In dem dunklen Korridor riecht es nach Kohl und seuchter Wäsche. Sie hängt ihren Lodenmantel an einen Haken und summt ein leises Lied. In der Küche brennt noch das Licht. Vater sitzt in eine Zeitung vertieft am Küchentisch und Mutter flickt. Di« Wasserleitung tropfl. Niemand sieht auf, als das Mädchen eintritt. Nur Mutter fragt, indem sie einen neuen Faden einfädelt: „Geht's nächsten Sonntag wieder so früh los, Lene?" „Ja. Mutter, aber der Tag ist immer noch viel zu kurz für all das Schöne da draußen und wir hatten so fein« Gespräche da- bei von...* Da fährt der Vater auf und knüllt die Zeitung zusammen: „Fang bloß nicht wieder an mtt sonem Gequatsche von Gott und de Sterne unds Gute! Mumpitz alles...! Dreck ist das Leben...1 Nur immer schusten, bis de ufs die Nase liegst, damit andere sich amüsieren können! Iawoll!" Der erregte Mann schlägt mit der Faust auf den Tisch. Etwas klirrt und fällt zu Boden. Ein Fluch entringt sich den Lippen des Mannes. Er hat sich an einer Gabel, die unter der Zeitung auf dem Tisch lag, gerissen. „Tut's sehr weh, Vater?" fragt dos Mädchen verstört. „Geh schlafen, Lene!" bittet die Mutter, mit einem Blick auf den Dater, der die schmerzende Hand unter die Wasierleitung hält. Das Mädchen zögert: „Wenn ich dir doch helfen könnt«, Vater, daß du ander» denkst. Wir müssen uns doch alle gegenseitig helfen." „So, hat dir schon mal einer wat geschenkt?" höhnt der Mann. „Nicht so, Vater, sein Brot erarbeiten muh jeder, und schwer ist es immer, wenn es ott auch ganz anders aussieht. Und glaub mir. glücklich sind auch die wenigsten dabei. Aber es gibt nur ein« Hilfe:' Nicht blind verdammen und dem Schein nach urteilen... Ein wenig Verständnis nur aufbringen,«in wenig Anteilnahme. Jeder trögt seine Last... Aber das Wissen um Gemeinsamkeit macht das Leben schon heller, macht olles leichter..." ..Halts Maul!" sagt da der Mann,„und mach, daß de ins Bett kommst!" ober in seiner Stimme ist ein anderer Klang als vorher. Um den Mund des Mädchens blüht ein ganz kleines Lächeln. „Laß man die Lene", sagt die Mutter,„die ist schon richtig!" „Tßat weißt du denn davon?" brummt der Mann,„verdienen tut se dabei noch nicht so oillc wie die Hilde zum Beispiel von Müller?!" „Dafür gibt se ooch keen Geld für seidene Strümpfe au» und.. und... einen Freund hat s« woll auch noch nich!" Die Frau bückt sich tief über die Näherei. Der Mann erwidert langsam: „Na... det wär auch noch schöner... sowat unser Mächen ».. unser« kleene Lene...!" Der Mann sitzt wieder am Tisch, den Kopf in die Hand ge- stützt. Die Wasserleitung tropft.... Montagmorgen.... In dem großen Fabriksaal stampfen die Maschinen. Regengraues Vormittagslicht fällt durch schmutzige Fenster, liegt lastend über arbeitende Menschen. Ein unterdrückter Fluch. Ein trockener Husten. Alles ertrinkt im Lärm der Masch!» nen. Nur die Stimme des Werksührers ist möchtiger. „Zum Donnerwetter, Piesecke, wenn Se denken, Se können hier saulenzen...?" Der Angerufen« fährt zusammen und beginnt etwa» zu stottern. In seinem übernächtigt aussehenden Gesicht brennen flackernd die Augen. „Reden S« nich, arbeiten S« gefälligst, sonst.. Der Werkführer, Herr Kruschke, ballt die Faust. Da geschieht es, daß die kleine Wund«, die er sich gestern abend gerisien hat. zu schmerzen beginn:. Rief dort nicht jemand? Nein! Di« Worte erwachen in ihm. Die Worte seiner Tochter:.... nicht blind oer- kämmen...!" Herr Kruschke zwingt den Blick noch eimnal zurück zu dem Mann, sieht gezwungene, fiebrig hastende Bewegungen. Schwer ringt es sich ihm los: „So geht das doch nich, Piesecke! Sind S« krank?" Steil ausgerichtet beginnt der andere wieder zu sprechen: Nein, das nicht, aber seine Frau hätte einen Unfall gchabt und nun läge sie allein zu Haus und der Arzt hätte gesagt, heute wäre die Krise, heute würde sich's entscheiden, ab...* Fritz Piesecke kann plötzlich nicht weiter sprechen.... Dem Herrn Kruschke würgt etwas in der Kehl«. Er muß sich erst räuspern. Zweimal setzt er an: „Na... Na, denn machen S« man, daß Se nach Haus kommen, für h-ut« haben S« denn Urlaub und... gute B-sierung für die Frau!" Damit geht er schon weiter. Fritz Piesecke starrt ihm nach und begreift alles noch nicht ganz. Zwei ander« Arbeiter aber stoßen sich an und grinsen: „Der Olle hat wohl'nen Rappel gekriegt, seit wann pfeift der denn aus d I e Luke?" „Na, vielleicht wird es jetzt«en bisken gemütlicher hier, det tut wirklich not!" Und die Maschinen stampfen.... Fritz Piesecke öffnet ganz leise die Kammertür. Mes ist so ruhig in der«einen Wohnung. Die Süll« bedrängt sein Herz Doch der Arzt hat gesagt, wenn seine Frau schlafen könnt«, wäre schon Hoffnung zur Besserung. Aber Frau Piesecke schläft nicht. Unrithig wirft sie sich umher. „Fritz!" stöhnt sie, als sie ihren Mann sieht. Ihr« Augen blicken schon klarer. „Wie gut. daß de da bist. Fritze. Die Heimarbeit muß dach geliefert werden! Eher hob ick keene Ruhe... Ick hob's doch so s-ste versprochen bi» heute mittag.. geh doch. da liegt det Paket.. denn.. denn könnt ick woll schlafen...!" Die Frau läßt sich matt in die Kissen zurücksinken. Der Mann nickt nur. Dann macht er ein paar Schritte, um das Fenster zu schließen. Draußen lärmen Kinder. Die Stadtbahn rasselt. Ein Leierkasten spielt.... Auf der Straße fällt es dem Mann ein: „Na. is man gut. daß ich mal selber hinkomme zu den feinen Fräuleins, den Malerinnen, die die Heimarbeit vergeben. Da quält sich meine Frau, immer in Hetze, für ein Lumpengeld, und die selber leben, heidi, in einem seinen Atelier mit Künstlerfesten und so.... Na, denen wcrd ich mal Bescheid sagen!" Fünf Treppen hoch, unterm Dach, liegt das Atelier für Seiden- malerei. Der Mann pustet ein bißchen, wie er oben ankommt. „Ick dachte ooch, die hätten'nen Fahrstuhl?" brummt er vor sich hin, dann klopft er an die Tür. Ein junges Mädchen im weißen Malkittel öffnet ihm. Er sagt seinen Namen und will noch mehr sagen, aber schon unterbricht das Mädchen ihm: „Oh.. wir haben schon so aus Ihre Frau gewartet. Wir müssen doch heute noch die Sachen bei der Firma liefern!" „Nu, und wenn Se nicht geliefert hätten, wär's ooch gegangen!" „Nein!" sagt dos Mädchen,„dann.. hätten wir die Kundschaft des Grossisten verloren... die Konkurrenz ist überall hinterher." „Aber verdienen tun Se schon genug bei die Sache, wo Se Ihren Heimarbeitern nur so'n paar Groschen bezahlen... Ick habe meiner Frau schon so oft Kroch gemacht, daß Se für fo'n> unter. Lumpengeld überhaupt arbeet.. da verdien ick doch anders. Det sollte mir mal einer bieten. Ins Gesicht schmiß ick's ihm! Det wollte ick Ihnen nur sagen!" Sein« Stimme wird ganz heiser vor Erregung. „Lieber Mann!" stammelt das Mädchen vollkommen hilflos „Lieber Mann! Arbeite ich nicht selber noch die halben Nächte durch, damit ich überhaupt von dem Verdienst loben kann, Glauben Sie, ich möchte gar keine Heimarbeit weggeben, aber man macht sich ja ganz kaputt... Ich bin schon immer müde... Und wenn die Arbeit nicht ganz tadellos ausfällt... die Konkurrenz unter- bietet jeden Tag die Preis«! Ihre Frau bittet auch immer noch mn mehr Arbeit, als sie eigentlich schaffen kann. Sie hat's wohl auch sehr schwer?" „Nee, eigentlich brauchte se dos gar nicht... Ick versteh det nich...! Und nu is je man krank." Der Mann erzählt plötzlich sehr besänftigt von dem Unfall, doch daß es wohl jetzt bald besser würde. Dann streckt er dem Mädchen seine derbe Hand hin. Er sieht jetzt erst, wie schmal die Gestast des Mädchens ist und wie blaß das Gesicht unter dem dunklen Haar. „Nu.. denn�entschuldigen Se man, Fräulein... und wenn meine Frau denn nachher wieder bei Ihnen kommen darf?" Das Mädchen lächelt. Durch dos große Glasfenster fällt ein schmaler Streifen Sonne. Rote Blüten in einer Vase flammen seltsam lebendig in diesem Licht. Sehr langsam geht der Mann die fünf Treppen wieder hin- fflchard Oerlach:*P&irfUll6SVO(fGl Der große Paradiesvogel trägt sein Gesieder wie ein Schlepp- «eid. Ich starrte ihm nach, als wäre mir eine schöne Tote, eine längst Verstorbene, die Jenny Lind oder eine Kaiserin von China begegnet. Falb und weiß zerrann der Schmuckseberbusch wie ein« sprühende Fontäne. Es war mir, als träumte ich den Traum eines Scheriffs von Babylon. Und ich tastete meine eigenen Augen ab, ob ich ihnen trauen sollte. Auf einen Ast gekrallt, groß wie ein Rabe, saß in seinem Käsig der Vogel, den die ersten Entdecker Göttervogel nannten. Es war kein Zweifel, er war von weit. her aus dem Dunkel der Aru-Inseln gekommen und strahlt« in seiner unglaublichen Schönheit. Gelblich, wie mit dem Saft einer Melone getränkt, schimmerte der Kopf. Stirn, Kinn und Kehle flirrten goldgrün. Flügel und Schwanz waren mattbraun abgetönt. Wie zwei Helmbüsch« aber wallten zu beiden Seiten die zerschlissenen Zierfedern herab. Gravitätisch humpelte der Vogel auf dem Zweig von rechts nach links und löst« sein« Füße so langsam und widerstrebend, als seien sie festgeklebt. Blindlings stürzte er sich in die Tiefe auf einen unteren Ast. mit einem merllichen Ruck, bedacht, das kostbare Kleid nirgends anzustreifen. Dann blockte er eine Weile reglos da und begann sich zu putzen. Ich mußte an die schloicken Finger der Mädchen denken, wenn sie die Nackenhärchen schnell noch einmal zupfen, ehe sie in den Theatersaol tänzeln. Ich fragte mich, warum man dem Vogel keinen Spiegel gegeben hatte. Es hätte einer mit goldgeschnitztem Rahmen sein müssen. Feder für Feder zog er fast ängsttich durch den dünnen graublauen Schnabel, den Körper fest an den Ast geschmiegt, den Kopf zärtlich hin und herbiegend. Flüchtig, wie man«inen Fächer ausmacht, spreitete er die Flügel. Senkrecht unter ihm wollte die Prunkschleppe. Plötzlich schien ihm etwas einzufallen. Den Hals kampflustig vorgestreckt, schrie er melancholisch wie ein heiserer Fasan. Bebend fuhr er auf einen unsichtbaren Gegner los. Wie ein Pfau sein Rad schlägt, so stellte er den sonst gesenkten Federbusch steil über sich Es sah aus, als wüchse ihm«in Strauß von abenteuerlichen Strohblumen aus dem Rücken. Minutenlang verweist« er so, im Takt mtt den Flügeln schlagend. Berbarg sich im Gebüsch ein Weibchen, das«r mtt dem glühenden Strahlenkranz seines Gefieders berücken wollt«? Hier im Käfig war er allein. Aber sein Ber- langen schwoll über Küsten und Korallenriffe und flatterte zwischen riesigen Mangroven. * Auf den Papuanischen Inseln nordwestlich von Neuguinea lebt der r o t« P a r a d i« s o o g e l, ein schlanker ungestümer Vogel von der Größe eines Eichelhähers. Sein Rücken ist kühlgelb wie Danille-Eis. Die metallgrünen Federn über den Augen ragen hervor wie zwei lleine Hörner. Smaragdgrün schillert die Kehle. Brust und Flügeln dämmern rotbraun. Die Schmuckfcderbüsche aber leuchten weinrot. Die mittleren Schwanzfedern sind wie ein dünner Eisendraht einen halben Meter lang ausgezogen, und an ihrem Ende wippt eine kleine Spirale. Di« aschblcmen Füße sind viel zu groß: derbe Klauen sitzen daran. Mit zuckenden Bewegungen rudert er fortwährend umher, so viel schmächtiger er ist, hat er doch etwas von der mutigstarken Haltung des Auerhahns. Die Paradiesvögel leben auf geheimnisvoll verschwiegene Weise. Sie nähren sich hauptsächlich von Früchten. Bei dem ge- ringsten Laut flüchten sie in die dicht belaubten Wipfel, annrutig spielend meiden sie den Erdboden und oerlassen die Baumkronen höchstens, um aus einem Bach zu trinken. Der Ruf des roten Paradiesvogels ist Nirrend und hell, viermal hintereinander stößt er ihn mit emporgeworsenem Schnabel aus. Am meisten ähnelt er dem Regenruf unseres Schwarzspechtes. Die Melanesicr, die schwarzen Ureinwohner jener fernen Inseln, wollhaarig, Ketten von Muscheln an Hals und Armen, schießen mit Pfeil und Bogen den Parodiesvogel aus luftiger Höhe. Und so edel ist dieses Gefieder, daß selbst die Wilden sich scheuen, es der Verwesung anheimfallen zu lassen. Sie balsamieren die Bälge in Asch« ein. Zu Zeilen einer töricht überladenen Mode droht« den Vögeln Verderb und Ausrottung. Ich habe«inen Paradiesvogeljäger kennen gelernt. Er war«in tollkühner tatenhungriger Mann. Zwölf Jahre zog er mit seiner Flinte durch die Fieberwälder, bergauf, bergab, zu Gast in den Hütten der Dorshäuptlinge. Tausend« der schönen Vögel erlegte er. Bis sich die Panier Modistinnen besonnen, daß man Hüte auch anders nls mit toten Tieren garnieren kann. Nach- dem der Paradiesvogeljäger sein Vermögen in Monte Carlo ver- spielt hatte, ging er nach Alaska, um Gold zu graben. « Nur von der Größe einer Singdrossel ist der Königs- xaradiesvogel, Er ist mtt dem Ornat der Dogen von Venedig angetan, bluttot sind seine Schwingen. Der Oberkopf ist etwas heller, wie das Fleisch einer Kirsche. Die Brust ist in ein« Frack- weste von gelockertem Weiß gekleidet. Ueber den Augen trauert ein schwarzer Harlekinfleck. Ein smaragdgrünes Kettchen säumt«in rauchbraunes Halstuch. Zwei fadenförmige Steuerfedern sind eigensinnig weit aus dem Schwanz herausgedreht. Der Schnabel ist honiggelb. Die Füße sind kobaltblau. Vor den eigentlichen Flügeln hat er ein zweites Paar grüner Flügelchen an den Seiten der Brust sitzen, die er aber nicht zum Fliegen benutzt, sondern nur eitel aus- breitet. Sein Ruf ist etwa„Ork ork ort ork," ein eigentümlicher Laut von der Stärke des Hühncrgockerns. Rasch und sprunghaft ist sein Wesen. Er schaukelt sich aus einem Zweig dicht über der Erde, turnt daran wie an einein Reck und erhascht eine Beere, ohne den Zweig aus den Füßen zu lassen. Seine Heimat sind die Insel» Misul, Salavatt und Neuguinea. Seine Augen sind so fremd, als habe er sich aus einer Mondlandschaft zu uns verirrt. Die beschriebenen drei Arten habe ich in der Gefangenschast belauscht, der blaue Paradiesvogel ist mir noch nie zu Gesicht gekommen. Ich kenne ihn mir von Abbildungen. Er muß der allerschönste fein. Samtschwarz, grün und blau ist sein Gefieder. Er hat die Farben des tropischen Himmels und der Schwertlilien. Nur in den hohen Gebirgen des östlichen Neuguineas lebt er, und tch weiß nicht, ob man ihn jemals in Europa gehalten hat. Er, der Unbekannte, der in den unwegsamsten Cafuarinen- und Eukaiypten-Wäldern wohnt, ist mir wie ein Traum. Ich kann glauben, daß es ihn gibt, und ich kann mir auch einflüstern, daß es ihn nicht gibt, daß sein Bild aus der Einbildung eines berauschten Malers entstanden ist. Seine Schönheit ist verschwenderisch, über- schwenglich und unbegreiflich. Chinefifche Friedhöfe Eine zahllose Menge spitzer Erdhaufen brettet sich allmählich aus bis an den Rand des Meeres. Es sind nichts als Gräber, wähl- los verstreut, wie vom Himmel herabgeregnet in dieser unsruchtbaren, von Salz verpanzerten Fläche. Friedhöfe gibt es nicht in China, darum findet man Gräber außerhalb der Stadt überall,„ilvas für den Lebendigen der Atem, das sind für die Toten die Knochen," lehrt ein Chinese den anderen. Und so schützen und erhallen die Lebendigen von heute in einer einzigartigen Totenknechtschaft olle Gräber des Landes, auch die aus den längst vergessenen Gene- rationen. China hat über 400 Millionen Einwohner, doch kaum weniger Gräber. Verbrennung findet nur selten statt: die Bauern begraben ihre Toten auf den Aeckern, die anderen belegen die dein Staat gehörenden Oedländereien, die Bergabhänge und das Meeres- ufer. Drei- oder viermal in der chinesischen Geschichte haben all- gemeine Gräbervernichtungen stattgefunden, jedesmal beim Wechsel von Dynastien: die letzte beim Anttitt der Mingdynasti« im Ausgang des vierzehnten Jahmnderts. Die Mandschudynaftie, die ün siebzehnten Jahrhundert die Regierung antrat, ließ die Gräber des Volkes nicht zerstören, wie sie auch die Grüfte der Mingkaiser ver- schonte. Es klingt sehr seltsam, ober durch dieses pietäwolle Ver- halten versagten die Mandschukaiser dem Lands eine Wohltat, nach der es dringend verlangte. Wären alle Gräber Chinas seit mehr als dreitausend Jahren noch vorhanden, so würde wohl kaum noch ein Platz für die Lebenden übrig sein. Aber es genügt auch, daß seit einem halben Jahrtausend in China kein Grab mehr zerstört worden ist, um bei der unablässigen Schmälerung des Bodenbesitzes eine Bodenkrisis herbeizuführen. Die Berg« bei Kanton und Nanking, die Kustenflächen in der Nähe der großen Seestädte sind ungeheure Tvtenselder. Bei manchen Städten wird schon der Raum für die Bestattung der Toten unerschwinglich. Das Volk würde im alten China aus sich heraus niemals gewagt haben, die allen Gräber den, Erdboden gleichzumachen. In dem neuen China beginnt allmählich eine Beseitigung der Gräber. Man hat ausgerechnet, daß China durch eine allgemein« Beseitigung seiner Gräber«in Gebiet von der Größe Deutschlands neu gewinnen würde. Auch die Anlage neuer Straßen und Siedlungen, der Bau von Eisenbahnen und Berg- werten würde unendlich viel leichter vor sich gehen als in der Gegen- wart, wo der Ingenieur auf die Ruhe der Toten peinliche Rücksicht nehmen muß. Es gab schon vor der Revolution in China viele Chinesen, die behaupteten, daß in China ein Dynastiewechse! not- wendig sei, damit wieder ein« allgemeine Gräbervernichtung das Land erleichtere und nicht nm End« die Zahl der Toten die Lebenden verdränge. lAlkon- Paqnet. Parteinachrichten, Ginfendungen für diese Rubrik find Berlin G 68, Sindenstraße 3, für Groß- Berlin stets an das Bezirkssekretariat 2. Sof, 2 Treppen rechts, zu richten. 3ur Nachahmung empfohlen! Für den Wahlfonds der Berliner Sozialdemokratic wurde von der Betriebsfraktion des Bezirks. amts Prenzlauer Berg der Betrag von 200 Mark an die Bezirkskaffe abgeführt, worüber hierdurch mit bestem Dank öffentlich quittiert wird. * J. A.: Alex Pagels. 3. Kreis Bedding. Beemten Obleute! Sonnabend, 2. November, 19 Uhr, im Lotal Sachie, Lindower Str. 26, wichtige Besprechung aur Bahlneriamm lung. Alle Obfeute müssen bestimmt anwesend fein. Empfang von Handaetteln. Der Werbeausichuß. 11. Streis Schöneberg. Die Abteilungsleiter werden gebeten, heute, Freitagnadmittag, von der Spedition Belziger Str. 27, die Sandzettel zur Ver fammlung abzuholen. Heute, Freitag, 1. November: 46. bt. Seute und Sonntag Flugblattverbreitung von Eichholz. Cuvry ftraße 23, aus. Cannabend, 2. November, Demonstration vom Laufiger Bles aus. 48. Abt. Ab 18 Uhr Ausgabe der Flugblätter bei Reller, Fürfienftr. 1. Sonnabend, 2. November, Demonstration. Treffpunkt Laufiger Blak um 18 Uhr. Die Funktionäre werden gebeten, dazu einzuladen. 18. Abt. Bichtenrade. Die Bezirksführer holen heute von 18-19 Uhr oder Sonn abend von 18 bis 19 Uhr von Genossen Semmler Flugblätter sur Ber teilung am Ganntag ab. 93. Abt. Reukölln, Abholung der Flugblätter heute ab 18 Uhr vom Lokal Schauer, Treptomer Str. 90, Berbrettung der Flugblätter am Sonnabend, Sonn dem 2. November, da am Sonntag, 3. November, Landagitation. tan, 3. Rovember, Lanbagitation nach Stortow. Abfahrt per Auto 7 Uhr von Grauer. Es können sich noch Genoffen beteiligen, die fich nicht gemelbet haben. 120. Abt. Friedrichsfelbe. Achtung, Bezirksführer! Die Flugblätter find heute non 17 bis 19 Uhr und Sonnabendnachmittag vom Abteilungsleiter abzuholen. 143. Abt. Waibmannsluft. 20 Uhr Elternversammlung in der Turnhalle Ruzhausstraße. Thema: Berufsberatung". Referenten: Genoffen Eisner und Seinrich Schäfer. Morgen, Sonnabend, 2. November, Flugblattausgabe und Flugblattverbreitung von den nachstehend angegebenen Lokalen aus: 1. Abt. Bon 17 bis 19 Uhr und Sonntag von 8 bis 10 Uhr bei Spiegel, Aderite. 1. 2. Abt. Ab 17 Uhr bei Ohngemach, Rommandantenftr. 89. Auch die SAJ.Genossen milfsent fich beteiligen. 3. bt. 26 17 Uhr und Sonntag ab 9 Uhr von Lofal Rungeftr. 30 aus. 12. b. b 18 Uhr und Sonntag ab 9 Uhr bei Schmidt, Bielefftr. 17. 13. b. Sonnabend und Sonntag von der Borwärts"-Spedition Bitheimss. hanener Str. 48, aus. Die Jugend tritt wieder gefchloffen an. 14. Abt. Ab 17 Uhr holen die Bezirksführer Flugblätter ah von Gottschalt, Butbuffer Str. 24. Die Genossen empfangen die Flugblätter um 18 Uhr in den 3chlabendlokalen. 15. Abt. Ab 16% Uhr und Sonntag ab 8 Uhr bei Obiglo, Stralsunder Str. 11. 16. Abt. Ab 17 Uhr bei Krüger, Suffitenstr. 34, Ede Echeringstraße. 17. Abt. Material abholen von Dofe, Nordhafen 6. 21. Abt. 19% Uhr Sigung aller Betriebsvertrouensleute, Abteilungsreferenten und Funktionäre in der Geschäftsstelle, Utrechter Str. 21. 22. bt. Ab 17 Uhr von Borkowsti, Brüsseler Str. 43, aus. Flugblattver breitung ab 18 Uhr. Sonntag ab 9 Uhr in den Rahlabendlotalen. 23. Abt. Ab 18 Uhr von den Rahlabendlotalen aus. Die Bezirksführer holen die Flugblätter von Grunewaldt, Kameruner Str. 19, ab. 24. Abt. Flugblattverbreitung ab 18 Uhr von folgenden Lokalen aus: 1. Gruppe: Rösner, Jmmanuelkirchstr. 25. 1a. Gruppe: Ahlschläger, Wins Ede Chriftburger Straße. 2. Gruppe: Bogel, Jablonskiftr. 9. 3. Gruppe: Röhler, Greifswalder Str. 80b. 25. Abt. 18 Uhr von den Lotalen: Schmidt, Rurische Ste. 24. Nößler, Goldaper Straße 9. Mener, Pasteurftr. 6. Aramer, Cotheniusstr. 3. Sonntag teine Flugblattverbreitung. Achtung, Bezirksführer! Einladungszettel zur Wählerkundgebung sind in den Sahlabendlotalen bei der Flugblattver breitung in Empfang zu nehmen. 26. bt. Ab 16 Uhr bei Beinlich, Weißenburger Str. 1. 27. Abt. 18 Uhr von den bekannten Rahlabenblokalen aus. Die Funktionäre treffen fich um 17% Uhr bei Reek, Sonnenburger Str. 1.. 31. Abt. 16 Uhr bei Goldschmidt, Stolpische Str. 36. 33. Abt. Treffpunkt zur Demonstration 17% Uhr Straße am Oftbahnhof. Schluß Rudolfplak. 35. Abt. Treffpunkt zur Demonstration 17% Uhr am Oftbahnhof. Sonntag ab 9 Uhr wichtige Flugblattverbreitung von den bekannten Lofalen aus. 36. Abt. Treffpunkt aur Demonstration 17% Uhr am Oftbahnhof. 37. Abt. Antreten zur Demonstration 17% Uhr am Oftbahnhof. Sympathi fierende mitbringen! 38. Abt. Treffpunkt zur Demonstration um 17% Uhr am Oftbahnhof. Ale Genossen beteiligen fich an der allgemeinen Flugblattverbreitung am Sonntag, dem 3. November, 10 Uhr, von den bekannten Lokalen aus. 39. Abt. Treffpunkt aur Demonstration 17% Uhr Laufizer Plaz, Ede Laufizer Straße. Banner und Blatate mitbringen. Flugblattverbreitung Sonntag, 91 Uhr. Juristische Sprechstunde, Lindenstr. 3. 40. Abt. Connabend, 2. November, beteiligen fich fämtliche Genoffinnen und Genossen an der Demonstration des 6. Kreifes. Treffpunkt 17% Uhr Laufiber Blah. Abmarsch 18 Uhr. Sonntag, 3. November, 9 Uhr, allgemeine Flugblattverbreitung, es ift Pflicht aller Parteimitglieder, fich hieran zu beteiligen. Flugblätter fönnen ab Connabend, 2. November, 16 Uhr, bei Reufner, Sagelberger Str. 20a, abgeholt werden. 41. Abt. Ab 18 Uhr Treffpunkt aur Demonstration Laufißer Vlak. Gonn tag. 9 Uhr, treffen fich alle Genoffen zur Flugblattverbreitung in ihren Bahlabendlokalen. Funktionäre vorher Material von Lipfert, Mariendorfer Str. 6, abholen. 42. Abt. Sonnabend und Sonntag Flugblattverbreitung von den bekannten Lokalen aus. 43. bt. 17% Uhr Treffpunkt zur Demonftration Laufiker Blak. Conning, 3. November, Flugblattverbreitung von den Sahlabenblokalen aus. 44. Abt. Treffpunkt pünktlich 18 Uhr Laufiger Vlak. Achtung, Bezirksführer! Flugblattausgabe bereits am Freitag, 1. Rovember bei Schibold, Admiralftraße 5. 56. Abt. Charlottenburg. Sonnabend und Sonntag von den bekannten 20falen aus. 68. Abt. Salenice. Nachmittags Flugblätter abholen von Schiller, JohannSigismund- Str. 11. 79. Abt. Schöneberg. Ab 18 Uhr treffen fich alle Partei- und Jugendgenossen zur Flugblattverbreitung. Die Bezirksführer bolen ihre Flugblätter von Groß, Sedanstr. 17, ab. Reutila, 30. t. 18 Uhr bei Gdabeifs, Beidler. 5. Gigung bes tebe Tungsvorstandes mit den Bezirksführern und Materialausgabe. 94. ht Sonnabend und Sonntag von den bekannten Lokalen aus. Die Bezirks führer holen die Flugblätter am Sonnabend ab 18 Uhr von Schröder ab. 95. Abt. Die Bezirksführer oder deren Stellvertreter ab 18 Uhr von Keil, Brinz- Handjern- Str. 38, aus. Pünktlich erscheinen. 106. Abt. Johannisthal 1814 Uhr bei Gobin, Roonstr. 2. 107. Abt. Faltenberg- Alt- Glienice, 20 Uhr im Lotal von Sabrecht, öffentliche Bersammlung der Freien Schulgemeinde mit Lichtbilbervortrag. Die Ge noffinnen und Genossen werden gebeten, zu erscheinen. 111. Abt. Bohusborf. 10 Uhr wichtige Funktionärßigung bei Seimann, Walters. borfer Str. 100. Lidtenberg. 117. Abt. 19 Uhr Mitgliederversammlung im Lofal Gievers, Schiller Ede Rantstraße, und bei Bflug, Lopold- Ede Emanuelstraße. Wichtige Mitteilungen. Flugblattausgabe. 119. bt. Ab 18 Uhr bei Bark, Möllendorf- Ede Rittergutftraße. Erfojeinen ist Bflicht. 124. Abt. Mahlsdorf. 20 Uhr Flugblattausgabe in den belannten gotalen. Das Bahlbureau der Abteilung befindet sich im Pola! Anders, Bahnhof straße 37. Alle Genoffinnen und Genoffen melden fich dort zur Wahlhilfe. 131. Abt. Riederschönhausen. 20 Uhr bei Alindt, Friedensplak, Funktionär. fizung. Wichtige Angelegenheiten. Sonntag, 3. November: Abholen der 7. Abt. Flugblattverbreitung bei Bärwalbe, Schlegelftr. 8. Flugblätter am Connabend, dem 2. November, ebendort. 33. Abt. Ab 9 Uhr von folgenden Lokalen aus: Sahn, Simon- Dach- Str. 9. Lojad, Benmestr. 8. Bertalla, Hohenloheftr. 3. Soffmann, Stralauer Alee 17. 52. Abt. Charlottenburg. Ab 9 Uhr bei Bade, Raiserin- Augufta- Allee 52. Dort ift ebenfalls die Abrechnung der Eintrittskarten vom Stiftungsfest vot aunehmen. 134. Abt. Bud. Ab 9 Uhr bei Göpfert, Am Bahnhof. Frauenveranstaltung. 25. Abt. Sonnabend, 2. November, 19% Uhr, im„ Berneuchener Schloß", Elbinger Str. 87, heiterer Abend. Bortragender: Erich Suber- Scharniti. Anschließend gemütliches Beisammensein. Jungfozialisten. Gruppe Schöneberg. Seute, Freitag, 20 Uhr, im Jugendheim Hauptstr. 15, Echwabenlandzimmer, Vortrag: Juli 1914". Referent: Reinhold Hirsch. Gäfte willkommen. Gruppe Wedding- Gesundbrunnen. Seute, Freitag, 20 Uhr, im Jugendheim Orthstr. 10, Fortsegung des Rurfus: Probleme der Außenpolitit". Referent: Mar Vottliger. Gruppe Charlottenburg. Seute, Freitag, 20 Uhr, im 2Lokal Spandauer Berg, Spandauer Chauffee, Generalprobe. Alle Genossen haben au erscheinen. Gruppe Süden. Sente, Freitag, 20 Uhr, in Jugendheim Vordftr. 11, Bortrag: Wirtschaftsgeographisches". Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Kreis Charlottenburg. Note Falten treffen fich aur Generalprobe für Sprech chor im gofal Spandauer Berg, Spandauer Chauffee, heute, Freitag, pünkt. lich 20 Uhr. Eonnabend, 2. November, fällt die Sufammenfunit aus. Gonne tag. 3. November, 8%, Uhr, Treffpunkt om Wilhelmplak zur Wahlhilfe. Geburtstage, Jubiläen usw. 24. Abt. Unferem fieben Genoffen Rarl Bälide, Marienburger Str. 54, an seinem 25jährigen Barteijubiläum die herzlichsten Glüdwünsche. 42. Abt. Unferem lieben Genoffen Fris Birrenersti, Lehniner Straße, zum 30jährigen Parteijubiläum die herzlichsten Glückwüniche. Heute zu Ticks: billige und gute Lebensmittel einkaufen GEMÜSE Kohlrüben....... Pid. 4Pt. Möhren gewaschen, Pfd. 5Pf. Weisskohl ....... Pfd. 5Pt. Rotkohl........... Pfd. 7Pt. Wirsingkohl..... Ptd. 7PL Zwiebeln..... 3 Ptd. 20Pf. Grünkohl..... 2 Pid. 15PL Sellerieknollen Ptd. 10 Pt. Grüne Bohnen Pid.25Pt. Kartoffeln 32. 10 Pland PL 0. Verkauf sowelt Vorrat Mengenabgabe Obst und Gemüse bleiben vom Versand ausgeschlossen FRISCHES FLEISCH gewürzt..... Kalbshaxen.............. Pid. 72p. Schweinekotelett Ptd. von 1,38 an Schabefleisch et Baskepeter, Kalbskamm ohne Beilage, Pid. 88Pf. Kassler mild....... Pid. von 1,28an Kalbsnierenbraten o.Blg. Pid. 96pf. Eisbein m.Spitzbein, gepök., Pfd.88Pt. bis 9 Pfd. schwer, Kalbskeulen ganz o.geteilt, Pid.1,05 Rückenfett bratfertig, o.Schwarie, Pid. 1,16 Schweinebauch o. Blg., Pfd. 1,28 Schweineschinkeno.Blatt, Ptd. 1,28 Hammelvorderfleischpfd.v.1,12 an Schweinekamm oder-schuft, Suppenfleisch.... Pfd. von 88Pf. an ohne Beilage, ohne Schwarte, Pid. 1,34 Schmorfleisch Keule, o.Kn., Pfd.1,28 Talg ausgelassen........... Ptd 58Pt. .... Ptd 1,32 Kalbsroulade gerollt... Ptd. 1,58 Roastbeef ohne Knochen, Ptd. 1,58 Rinderzunge m. Schlund, Pid. 1,08 Rinderleber frisch.Ptd. 1,28 C⭑*** GEFRIERFLEISCH Schmorfleisch ohneKnochen, Ptd. 1,20 Hammelrücken........ Pid. 96Pt. Rinderlungen.... ..... Ptd. 48Pt. Gulasch ohne Knochen...... Ptd. 98Pt. Hammelkeulen .Pfd. 1,12 Euter ....... Pfd 34Pt. Suppenfleisch Pfd, von 68Pf. an Rinderbacken ohneKnochen, Pfd. 58 Pt. Schweinenieren. .Ptd. 1,18 Hammelvorderfleisch Pfd.v.86Pf. an Rinderschwänze Pid. 88P. Schweineköpfe mit Backe, Pfd. 58Pf Wurstwaren Salzwurst......... Pfd. 88Pf. Mettwurst n.Br. Art, Ptd. 1,30 Dampfwurst...... Ptd. 93Pt. Schinkenpolnische Pfd. 1,35 Hausm.- Leberwurst Pid. 98P!. ff. Leberwurst..... Ptd. 1,45 Speckwurst..... Pfd. 98Pt. Zervelatwurst..... ..Ptd. 1,65 Fleischwurst...... Pfd. 1.20 Salami........Ptd. 1,65 Jagdwurst.....Pfd. 1,20 Schinkenwurst.....Pfd. 1,80 Fetter Speck...... Pd. 1,28 Teewurst.. .Ptd. 1,80 Corned beef lese, amer., Pfd. 1,20 Wiener Würstchen Pfd. 1,15 Konserven%, Dose Kaiserschoten.......... 1,65| Rote Rüben..... 60PL Junge Erbsen sehr fein 1,45 Jg.Wachsbrechbohnen 75pt. Jg. Erbsen mittelfein.. 78Pf. Apfelmus...... 58PL Gemüseerbsen.. 50Pf. Pflaumen mit Stein... 65Pt. Gemischt.Gemüse fein 1,45 Pflaumen ohne Stein.. 78Pf. Gem.Gemüse mittelfein1.10 Mirabellen....... 1,00 Berliner Allerlei...... 80Pt. Span. Aprikosen 1, Fr. 1,40 Jg.Brech- u. Schnittbohn. 56Pf. Sauerkirschen a. Stein 1,45 Ananas 8 Scheiben 1,20 **** Konfitüren Vollmilch- Nussbruch.... ........ Pid. 60Pf. Gefüllte Malz- oder Honigbonbon in Papier,. Pfd. 45Pf. Kakaopulver Marke, Bensdorp", stark entölt.... Pfd. 85Pf. Crèmeschokolade...... .... 4 Tafeln à 100 g 85Pf. Bonbonmischung Pfd. 45Pf.| Blätterteigbrezel Ptd. 95Pf. Kokosmakronen Pfd. 95 Pf. Vollmilchkrokett.2 Rollen50Pf. Teegebäck........ Ptd. 95Pf. Rumbomben..., Pid 45Pt. Wild und Geflügel Junge Enten... Pfand 1,25 Gänse Pfund von 95Pf. an Suppenhühner Ptd. von 88Pf. an Ungar.Mastganse Pta. von 1,18 an Birkhühner ausland., Stück 1,50 Gäusestückenfleisch Allgäuer Stangenkäse zu billigsten Tagespreisen Käse und Fette Holländer 40%... Pfand 1,10 20%... Pfund 58Pf. Blockkäse Emmenthaler ... Pfund 1,15 Holländer 20%... Pfand 78Pt. Art, 30% Edamer 20%...... Pfund 78Pf. Milch... 2 grosse Dosen 85Pf. Margarine... Pfund 50, 62Pt. Blockkäse Tilsiter Kokosfett....... Pfund 50Pf. Art, 20%............ Pfand 78Pt. Dan. Schweizer 30%.Pfd.95Pt. Molkereibutter.. Ptd. 1,78 Steinbuscher vollfett, Pfd.1,08 Grasbutter. Pfd. 1,95 Edamer 40%...... Pfund 1,10| Ausl. Tafelbutter Ptd. 2,04 Billige Angebote unserer Wein- Abteilung 1928 er Edenkoben. Gerech 1/1 Flasche| 1928 ar Liebfraumilch. 1923 er St.Martin. Spielfeld Montagne- Roiwein Vorzüglicher Erdbeerwein 1927 er EnsheimerRheinhesse 95PT 1927 er Sanheimer Lay. 1926 er Graves, zgl.weiss. Bordeaux Pf. Anteia, roter Dessertwein.. FL Unsere Spezialitäten: 40% Fl 160 Fl. 1928 er Wiltinger Mosel 1,00 Jam.- Rum- Verschnitt, 40% 4,00 A644 1928 er Rheinpfälzer Weisswein. Griechischer Muskat............. gute Qualität Roter Tarragona.. Vom Faß Spanischer Rotwein. Bowlen- Sortiment: 10 Flaschen 1928 er Wiltinger Mosel.. 2 Flaschen Carte Blanche, Fruchtschaumwein 1 Dose Ananas, in Scheiben Preise ohne Flasche. 206 OBST Kochbirnen gross 3 Pid. 35P Ess- u. Kochäpfel 3 Pid. 28PL Bananen....... Ptd. 38PL NeueParanüsse Pld 62PL Ananas 1. G, Ptd. v. 78Pt. Schweiz. Essäpfel 2 Ptd. 35Pt. Essbirnen..... 2 Pid. 35Pt. HerbertsRenetten- 35.. Fische und Räucherwaren PL " Bratschellfisch 2 Pid. 25Pt." Schellfisch........ Pid 40Pt. * Schollen...... 3 Pfd. 44Pt." Kabeljaufilet.... Ptd. 68Pt. * Grüne Heringe 3 Pfd. 68Pf. " Kabeljau i.g..... Pfd. 40Pf. * Lebende Schellfisch geräsch., Ptd. 40Pt. Flundern geräuch., Pid. 40Pf. Makrelen......... Pid. 58PL Spiegelkarpfen Pid.v.1.15an Bundaale.. ....... Bund 28Pt. * Rotbars.......... Ptd. 42Pt. Bücklinge ........ Pid. 42PL * Nur Leipziger Str., Alexanderpl., Frankfurter Allee, KottbuserDamm, Belle- Alliance- Str., Wilmerad. Str. Kolonialwaren Moulmain- Reis.Ptd. 28Pt. Neue Linsen.. Ptd. 34, 45 Pt. Patna- Reis....... Ptd. 30Pt. Haferflocken Ptd 24Pt. Karolinen- Reis... Pd. 38PI. Gebr. Gerste...... Pid. 23PL Eierfadennudeln Pfd. 50Pf. Gebr. Roggen Eiermakkaroni... Ptd. 55 Pf. Schokoladen***** .... Ptd. 23PL Graubohnen Pfd.26Pf. pulver............ Pid. 95Pt. Victoriaerbsen... Pfd. 24Pt. Tee lose.... Ptd. von 3,20 an Frisch gerösteter Kaffee 170 240 280 300 320 aus eigener Rösterei. ..Ptd. Konfitüre Vierfrucht- Marmelade 85Pt. Himbeer Liter 5Liter 100 475 Eimer ca. 2 Pid. zus. 1250 Pflaumen....... 92Pt. Orange Johannisbeer 1,15 Ananas. Eimer ea. 3 Pid. ....... 1,35 1,15 1,40 Neuseeland- Honig Gl.1,10 Bienenhonig 1,61. 50, GL. 95Pf. Erdbeer. Pid. 1,45 VORVERKAUF: Wohlfeile Woche Wir bringen zu dieser Grossveranstaltung Waren aus fast allen Abteilungen, die sich durch ihre grosse Preiswürdigkeit schon jetzt zum Einkauf für das Weihnachtsfest eignen Nr. 51346. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Abwehr gegen die Spaltung. Der Zimmererverband greift durch. Die Kommunistische Partei hatte aus Moskau den Befehl erhalten und an ihre Anhänger in den deutschen Gewert. 11fchaften weitergegeben, außertarifliche Cohnkämpfe zu entfachen und Delegierte zu einem kommunistischen Gewerkschaftstongreß zu wählen. Die fommunistischen Mitglieder der Gewerkschaften und die„ revolutionären Unorganisierten" sollen„ ftraffer zusammengefaßt" werden, d. h. es sollen, wo die Bedingungen günstig liegen, fommunistische Gewerkschaften aufgezogen werden. Bei den Rohrlegern, den Drehern, den Tabafarbeitern und den Arbeitern des graphischen Gewerbes ist bereits versucht worden, fommunistische Gewerkschaften aufzuziehen. Wie offen wiederholt ausgesprochen worden ist, galt der Streit der abgespaltenen Rohrleger nicht den Unternehmern, sondern dem Deut= schen Metallarbeiterverband und dem von diesem abge. schlossenen Tarifvertrag. Die Berliner Zahlstelle des Zentralverbandes der Zimmerer Deutschlands befindet sich seit Jahren unter der Diktatur einer rein fommunistischen Ortsverwaltung. Diese fommunistische Ortsverwaltung hat sich immer getreu nach den Anordnungen der Kommunistischen Partei gerichtet und kam dadurch wiederholt in Konflikt mit den Statuten und Beschlüssen ihres Verbandes. Sie ist wiederholt vom Hauptvorstand wegen ihres statutenwidrigen Verhaltens vermarnt worden. Aber auch in gewerkschaftlichen Dingen stand der Ortsverwaltung des Zimmererverbandes ein Befehl ihrer Partei höher als die Beschlüffe ihrer Gewerkschaftsorganisation. Das ging so weit, daß auf Antrag der Ortsverwaltung aus Berbandsmitteln, und zwar aus den Mitteln der Lokalkasse, zur Unterstützung des antigewertschaftlichen Rohrlegerstreits 25 000 Mart bewilligt wurden. Das hat schließlich dem Faß den Boden ausgeschlagen. Der Hauptvorstand des Zentralverbands der Zimmerer hat beim Landgericht in Hamburg eine einstweilige Verfügung er wirft gegen den 1. Vorsitzenden Wilhelm Repschläger, den 2. Borsitzenden Paul Schilf, den 1. Kassierer Adolf Ihm, den 2. Kassierer Hermann Gum3, den Schriftführer Oswald Throne, die Beisitzer Reinhold Krenz, Baul Anders, Johann Brose, Otto 3ager, Franz Hoppe und Paul Brauer. In der einstweiligen Verfügung wird den Mitgliedern der Berliner Ortsverwaltung des Zentralverbandes der Zimmerer verboten, über das Vermögen der Zahlstelle Berlin und Umgegend zu ver| legungsstelle des Amtsgerichts Berlin zu überweisen und etwaige im Besitz der Bank für die Zahlstelle oder deren Beauftragten befindliche Wertpapiere und Wertgegenstände an den zuständigen Berliner Gerichtsvollzieher als Sequester herauszugeben. Desgleichen sind derseiben Stelle die Geschäftsräume der Zahlstelle zu übergeben, und es wird der bisherigen Ortsverwaltung verboten, diese Räume wieder in Besitz zu nehmen oder andere dazu zu veranlassen oder den Versuch dazu zu unternehmen. | Diese einstweilige Verfügung ist bereits durchgeführt worden. Sie hat den Zweck, zu verhüten, daß die kommunistische Ortsverwaltung das Berbandsvermögen mifnimmt und entsprechend den Anweisungen der Kommunistischen Partei verwendet. Der Hauptvorstand des Zentralverbandes der Zimmerer hat gleich zeitig die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine geordnete Fortführung der Geschäfte zu ermöglichen und die Rechte der Mitglieder sicherzustellen. Ab 1. November werden für die Berliner Zahlstelle neue Beitragsmarten herausgegeben. Die Mitglieder werden angehalten, bei den bisherigen Beitragstaffierern feine Marken mehr zu entnehmen, da diese Beiträge ungültig sind und das Geld dafür weggeworfen wäre. Die Zahlftelle bleibt einige Tage geschlossen, um die Reorganisierung durchzuführen. Alle Rechte der Mitglieder bleiben jedoch gewahrt. Wenn der Zentralvorstand der Zimmerer nunmehr endlich durchgegriffen hat, so wird jeder objektiv denkende Gewerkschafter zugeben, daß er die Geduld, mit der er dem Treiben der fommunistischen Ortsverwaltung seit Jahren zugesehen hat, aufs äußerste getrieben hat. Eine Ortsverwaltung, die schließlich dazu übergeht, Verbandsgelder zur Unterstüßung notorisch antigewerkschaftlicher Unternehmungen herzugeben, ist für feine Organisation zu ertragen. Wir möchten einmal um einen entsprechenden Bergleich zu ziehen die kommunistische Zelle sehen, die Gelder zur Unterstützung des Wahlkampfes der Sozialdemokratischen Partei hergibt. Die Zentrale der KPD. würde mit Recht mit ihr sehr furzen Prozeß machen. Nicht anders haben aber die Repschläger und Genossen mit der Hergabe von 25 000 Mark für die Niederkirchner- Leute gehandelt. Bei den Kommunisten ist ja die Begriffsverwirrung schon so weit vorgeschritten, daß sie organisierte Arbeiter, die zu tarif und mißhandeln. Die Kommunistische Partei, mit der die abgesetzte Ortsverwaltung immer durch did und dünn gegangen ist, Freitag, 1. November 1929 hat ausdrücklich angekündigt, daß der antigewerkschaftliche Rohrlegerstreit nur ein Vorpostengefecht war und daß folche antigewerkschaftlichen Kämpfe nunmehr im großen aufgezogen werden sollen. Sie läßt überall von ihren Getreuen Delegierte zu ihrem Kommunistischen Gewerkschaftsfongreß wählen. In der Kommu verbandes scheint man der Meinung zu sein, daß die Gewerkschaften nistischen Partei und somit in der Ortsverwaltung des Zimmererdie Pflicht hätten, dieser Zerstörungsarbeit ruhig zu= zusehen. Das ist nun freilich ein Irrtum. Es fann fein Mitglied der Gewerkschaften im Zweifel darüber sein, daß jede direkte oder indirekte Unterstützung dieser Zerstörungsarbeit unvereinbar ist mit der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft. Wer die gewerkschaftsfeindliche Aktion der Kommunistischen Partei irgendwie unterstützt, muß wissen, daß er damit sich außerhalb seiner gewertschaftlichen Organisation stellt. Die Gewerkschaften werden sich mit unerbittlicher Energie gegen alle Versuche mehren, die offen darauf hinauslaufen, die Beschlüsse der Gewerkschaften zu ver Iegen und legten Endes die Gewerkschaften selbst zu spalten. Wenn jetzt der Hauptvorstand des Zentralverbandes der Zimmerer in Berlin durchgegriffen hat, so kann man wohl sagen, daß es höchste Zeit war. Einigung im Bauanschlägergewerbe. Die Unternehmer geben nach. Dor Im Berliner Bauanschlägergewerbe war es furzem wegen der Errichtung eines paritätischen Nach weises zu einem ernsten Konflikt gefommen. Nachdem sich die Unternehmer zuerst bereit erklärt hatten, gemeinsam mit dem Metallarbeiterverband beim Landesarbeitsamt die Errichtung einer Fachabteilung für das Berliner Bauanschlägergewerbe zu beantragen, zeigten fie fich plöglich gegenüber den Vorschlägen der Organisation hinsichtlich der Handhabung der Arbeitslosenvermittlung halsstarrig. Die Unternehmer verlangten, daß diese wichtige Frage durch den neu zu bildenden Fachausschuß beim Landesarbeitsamt geregelt werden solle. Dieses Anfinnen lehnte der Metallarbeiterverband aus reinen Zweckmäßigkeitsgründen ab. Die straff organisierten Bauanschläger beantworteten die ablehnende. Stellungnahme der Unternehmer mit dem Streitbeschluß, überließen es aber der Branchenkommission, den Streitbeginn festzusetzen, da noch einmal Verhandlungen über die strittigen Arbeitsnachweisfragen stattfinden sollten. Der Ernst der Situation war nun auch den Unternehmern flar geworden, so daß sie zur Einigung die Hand boten Vorbehaltlich der Zustimmung der Bauanschläger fam eine Vereinbarung. zustande, in der die Borschläge des Metallarbeiterverbandes grund fäßlich anerkannt wurden. Die fügen. Es wird dem 1. Vorsitzenden und dem 1. Kassierer weiter lichen Bedingungen arbeiten, als Streitbrecher beschimpfen mit der Bildung einer paritätischeternehmer erflärten sich endlich aufgegeben, die Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten anzuweisen, das gesamte Guthaben der Zahlstelle Berlin an die Hinter Künstliche Augen fertigen n.d. Naturu. passen ein F.Ad Müller Söhne Wiesbaden BERLIN NW 7, Georgenstr.42,1 am Bahnhof Friedrichstraße vom 1. bis 4. Mai 1929. Tiedmann's staunend billige Spirituosen u. Weine trotz erstklassiger Qualitäten! Feinster Richtenberger Edelbranntwein, FL 2.85 Feinster Weinbrand Verschn. Marke B. T." Echter Deutscher Weinbrand 8 Sterne. 9 19 2.95 4.95 Echter Jamaika- Rum Värschn. 3 Kr. F. 3.85 8 Fainster Jam.- Rum Verschn. 4 Kr.( Teerum) 1 Fl. 4.95 Feinster Afrikaner- Likör( Spezialität) Orig- Fl. 3.25 Allerfeinster Cherry- Brandy Halb u. Halb Fl. 4.25 Auch lose erhalten Sie: Feinster Apfelwain, vollsüß Liter 0.75 Feinster Erdbeerwein, sti Echter Tarragona, leurig süß Echter Malaga, edel Erstki. Johannisbeerwein, Stachelbeerwein Liter 0.95 Liter 1.45 Liter 1.35 Liter 1.60 Echter Papsinwein für Kranke,%, Liter 1.30 Feinster Ungar.Dessertwein Prims Wermuthwein, Marke Evisa" Liter 1.50 .. Liter 1.85 . Liter 1.90 • Liter 2.80 1 Fl. von 1.⋅ 1 FL 1.20 exkl Glas. Echter Insel Samos, vollstiẞ Echter Douro Portwein, feurig Feinste Rot- u Bordeauxweine Erstklassige Weißweine Bei Bestellungen von 10 M. an Lieferung frel Haus durch die Zentrale, Von M. 25.- an franko Nachnahme. Korbflaschen etc. werden geliehen Bernhard Tiedmann Theater, Lichtspiele usw. Freitag, 1. 11. Staats- Oper Unter d. Linden A.-V. 237 20 Uhr Freitag, 1. 11. Städt. Oper Bismarckstr Turnus II 1912 Uhr Der Bohème Troubadour Staats- Oper Staatl. Schausph. Am Pl.d.Republ. Vorst. 75 20 Uhr Spanische Stunde. Der arme Matrose. Angélique. am Gendarmenmarkt A.-V. 210 20 Uhr Ein besserer Herr Staatl. Schiller- Theater, Charlth. 20 Uhi Zum 1. Male Des Kaisers Soldaten SCALA Tägi. 2 Vorstell. 5 und 812 Uhr Barbarossa 9256. Preise 1-6 M. Wochtg. 5 U. 50 Pf.- 3 M Heute Premiere Zum ersten Male in Berlin Geraldine u. Joe die Stars vom Orpheum- Circuit New- York u. Ambassadeurs, Paris Bernard Etté zurück von seiner Europa- Tournee zum ersten Male wieder in Berlin mit seinen 16 Solisten Powers RiesenTanz- Elefanten vom New- York- Hippodrom und weltere Internat. Varieté- Stars Tägl. 5 u. 815 Sonnt. 2, 5 u. 815 Alex. E.4.8066 INTERNAT. VARIETE Heute Premiere PLAZA Grasses Schauspielhaus 8 Uhr: Likörfabrik u. Weinérokhandlung 3 Musketiere a. Zentrale: 017, Fruchtstr. 5-6. Alex. 4086 Serlin 0, Konigsberger Str Bin. 80, Gronauer Straße 6 Ecke Rüdersdorfer Sir in. 0, Fruch s raße 76 Ecke Lange Straße Bin. O, Andreass raße 4 Ecke Breslauer Straße Bin. So, Köpenicker Str. 59 Ecke Michaelkirchstraße Ein. O, Frankfurter Allee 270 Am Ring bahnhof Bin. N, Brunnenstraße 106 Ecke Rami- rstraße Bin N, Swinemünder Str, 85 Ecke Lortzingstraße Bin. H, Kastanienallee 49 Ecke Zionskirchstraße Neukölin, Hermannstr. 95-96 Ecke Warthestraße Berlin W, Balowstraße 48 Ecke Yorckstraße REGIE: CHARELL 3 Sonntag nachm. ungek., halbe Pr. Volksbühne Theater am Bülowplatz 8 Uhr Frühlings Erwachen Staatl. Schiller- Th. 8 Uhr Des Kaisers Soldaten Theater am Schiffbauerdamm 814 Uhr Gefallene Engel Staatsoper am Platz der Republik 8 Uhr Spanische Stunde Der arme Matrose Angelique Deutsches Theater D. 1. Norden 12 310 8 Uhr Der Kaiser V.Amerika von Bernard Shaw Reg.: Max Reinhardt Kammerspiele D.1. Norden 12 310 812 Uhr Der Unwiderstehliche Komödie von Géraldy und Spitzer Regie: Gustaf Gründgens Die Komödie 11 Bismck.2414/ 7516 8 Uhr Kolportage Komödie von Georg Kaiser Regie: Erich Engel Lessing- Theater Norden 10846 Gruppe funger Schauspieler Täglich 8 Uhr Cyankall $ 218 von Friedrich Woll Theater, Lichtspiele usw. auch folgende Seite! BS Kommission einverstanden. Ueber die Arbeitsvermittlung wurde vereinbart, daß beim Arbeits nachweis nur solche Kräfte eingetragen werden, die nachweislich das Zeichen, dem Sie vertrauen können Höchstleistung der Herrenkonfektion in Qualität, Verarbeitung, Form und Billigkeit Drei BS Spezialitäten 雀 Das Resultat unserer Anstrengungen Ulster aus marengo Cheviot mit Steppfutter. Ulster blaugrauer Cheviot mit Abseite u. Steppfutter, erstkl. Verarbtg. Ulster Velour- Cheviot in modernen Farben, Ersatz für Maß 60.90.120.Verlangen Sie kostenlos unseren neuesten Katalog BAER SOHN A. G. Berlin, Chausseestraße 29-30 Untergrund: Stettiner Bahnhof nindestens zwei Jahre als Bauanfchläger tätig sind, Der Fachausschuß fann, wenn trotz der Erfüllung dieser Boraus segung Bedenken gegen die Qualifikation des Antragstellers bestehen, Die Ablegung einer Fachprüfung verlangen. Im Inter effe des Nachwuchses für das Bauanfchlägergewerbe wurde schließlich noch vereinbart, daß jüngere Schloffer, die beim Arbeitsnachweis als Bauanschläger eingetragen werden wollen, eine zweijährige Lehrzeit durchmachen müssen. In der Branchenversammlung der Bauanschläger, die am Mitt woch zu dem Verhandlungsergebnis Stellung nahm, wurde von einem großen Teil der Diskussionsredner auch dieses Abkommen als ungenügend bezeichnet. Insbesondere wurde die Bestimmung start fritisiert, wonach im Laufe eines Jahres in einem Betriebe 15 Pro3. der Begeschaft ohne Bermittlung des Arbeitsnachweises eingestellt werden können. Die Branchenkommission führte demgegenüber an, daß es auch anderen Unterhändlern wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre, alle Tendenzen restlos durchzusehen und daß es im Laufe der Zeit wie immer bei solchen Neuerungen gelingen werde, das Arbeitsnachweisabkommen entsprechend den Wünschen der Anfchläger zu verbessern. Die Bersammlung ftimmte schließlich mit knapper Mehrheit der Bereinbarung zu, so daß nunmehr auch die Unterschrift unter das Lohnabkommen, die von der endgültigen Regelung der Arbeitsnachweisfrage abhängig gemacht worden war, vollzogen werden kann. Ebenso ist die vorsorglich ausgesprochene Kündigung des Manteltarifes hinfällig geworden. Das Arbeitsnachweis abkommen tritt, da noch Besprechungen mit den Behörden notwendig find, am 1. Januar 1930 in Kraft. Banfenfusion im Arbeitsministerium. Umfang der Kündigungen noch nicht bekannt. Das Reichsarbeitsministerium informierte am geftrigen Tage, wie uns der Allgemeine Verband der Deutschen Bankangestellten mitteilt, die Angestelltenorganisationen über die Stellungnahme der Deutschen Bant und der Disconto- Gesellschaft zu der von ihm zu gunsten der Angestellten unternommenen Intervention. Die Erflärungen der Bant gehen dahin, daß eine Uebersicht darüber, in welchem Umfang man zu Kündigungen schreiten werde, zurzeit noch nicht möglich sei. Man habe jedoch Ursache, anzunehmen, daß die Anzahl der Kündigungen in feinem Verhältnis zu den in ähnlichen Fällen in der Industrie eingetretenen Personalbeschränkungen stehen würde. Freiwillig ausscheidende Angestellte sollten hinsichtlich der Abfindungen den von Bankseite gefündigten gleich gestellt werden. An ältere Angestellte sollten Pensionen gezahlt werden. Neueinstellungen würden nicht vorgenommen werden, dagegen fönne man fich weber zu einer allgemeinen Vertürzung der Arbeitszeit noch zu einer partiellen in den Maschinenabteilungen entschließen. Die Angestelltenorganisationen haben den Reichsarbeitsminister gebeten, ihnen den Standpunkt der Banfleitung, der schriftlich mitgeteilt war, zugänglich zu machen, damit sie ihrerseits über weitere Maßnahmen zu beraten in der Lage seien. Der Baugewerksbund zieht um. Ab heute: Sitz Berlin. ist Entscheidend für die Tariffündigung war nicht nur die un Poffmechanifer gegen Rote Fahne". zureichende Entlohnung der Kraftdrofchtenführer, sondern Wiederholt hat sich das Berliner Kommunistenblatt mit ben auch die von den Unternehmern geübte Methode, diesen Tarifvertrag Mechanikern bei der Reichspoft beschäftigt, und zwar in der üblichen durch allerlei Winkelzüge unwirksam zu machen. So haben Weise, die nicht angetan war, den Intereffen dieser Arbeiterkategorie sich zum Beispiel die Unternehmer in sehr vielen Fällen gezu dienen. Die legte Monatsversammlung der in der Allgemeinen weigert, den im Tarifvertrag festgefeßten Garantielohn Deutschen Poſtgewerkschaft, Mitgliedschaft im Deutschen Berkehrsvon 8 M. pro Schicht zu zahlen, obwohl dieser Lohn gewiß nicht bund, organisierten Boftmechaniter hat sich mit dieser schädlichen als hoch anzusprechen ist. Die Branchenversammlung beauftragte Schreibweise der Roten Fahne" beschäftigt und ihre Meinung über eine derartige ,, Interessenvertretung" in folgender gegen eine Stimme die Organisationsleitung, den neuen Tarifvertrag so zu faffen, daß Entschließung zum Ausdruck gebracht: den Auslegungsfünften der Unternehmer endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Polizeipräsidium geführten Verhandlungen wegen der WinterDer Branchenleiter gab weiter einen Bericht über die mit dem kleidung der Kraftdroschtenführer, die bekanntlich durch eine Be fleidungsverordnung geregelt ist. Der Polizeipräsident anerkannte die wirtschaftliche Notlage der Droschtenchauffeure und setzte seine Berordnung über die vorschriftsmäßige Winterkleidung für den kommenden Winter zunächst aus, so daß also für die Chauffeure in diesem Winter außer der Einheitsmüze teine andere einheitliche Bekleidung vorgeschrieben ist. Diese Maßnahme des Polizeipräsidenten wurde von der Bersammlung mit größter Befriedigung aufgenommen. Lebhaft Klage geführt wurde jedoch über das Verhalten einzelner Schupobeamten, die auf Grund falscher Informationen von den Kraftdroschlenführern das Tragen des Flügelrabes an der Müze verlangen. Bon der Branchenleitung wurde darauf hingewiesen, daß diefes Kennzeichen einmal erst ab 1. Mai 1930 und dann nicht an der Mühe, sondern am linken Arm getragen werden muß. Winter Garten⭑ 6 8 Uhr Zentr. 2819 Rauchen erlaubt Heute Premiere Jise Bois und die übrigen November- Neuheiten. Sonnabend u. Sonntag je 2 Vorstellungen 3 und Uhr. 380 kleine Preise. Renaissance- Theater 8% STEMPELBRÜDER von Duschinsky Regie. Gust. Hartung. Ton in des Töpfers Hand Sonnabend nachm 5 Uhr Sonntag nachm 4 Uhr Krankheit der Jugend teinplatz C1. 09 01 u. 2583/84. Reichshallen- Theater TELE FUN KEN Direktion Pr. Robert Klein Deutsches Künstler- Theat. Barbarossa 3937 81 Uhr Die andere Seite Abends Sonntag nach. Berliner Theater 8 3 Des Andranges wegen prolongiert: „ Bei de Stettiner" Ulk- Revue. Nachmittags halbe Preise, volles Programm! Billettbest. Zentrum 11263. Dönhoff- Brett: Konzert Familien- Varieté. Dönhoff170 81% U Zwei Krawatten von Georg Kaiser Musik Spolianskv Planetarium am Zoo Tanz. Verläng. Joachimsthaler Straße B.5 Barbarossa 5578 Bom 1. November ab ist Berlin der Sitz des Deutschen Baugewertsbundes. Die Anschrift des Bundesvorstandes wie auch der Redaktion des Bundesorgans ,, Der Grundstein" Berlin SW. 48, Friedrichstraße 5/6( Fernsprecher: A 7 Dönhoff CASINO- THEATER 16 Uhr Herbst 7650, 7651, 6240, Bostscheckkonto Berlin 652 32. Bankkonto: Bant der Arbeiter, Angestellten und Beamten A.-G., Berlin, Konto Deutscher Baugewerksbund Zentrale). # Hinter dieser trockenen geschäftlichen Mitteilung verbirgt sich ein bedeutungsvoller Borgang, den„ Der Grundstein" als 2b schied von Hamburg würdigt. Von 58 Gewerkschaften nach Schaffung der Gewerkschaftskommision der Gewerfchaften Deutsch lands hatten im Jahre 1891 nicht weniger als 23 ihren Sig in Hamburg, andere Verbände wählten später Hamburg als ihren Sig. Mit dem Jahre 1903 verlegte die Generalfommission ihren Siz nach Berlin und ihr folgte allmählich eine Organisation nach der anderen. Berlin, das vordem der Sitz von sechs Gewerkschaften mar, ist heute der Sitz von 25 Berbänden. Der Deutsche Metallarbeiterverband folgt bald nach. In Hamburg dagegen haben heute mur noch zwei Verbände ihren Sitz, die der Maler und Zimmerer. abende am Sternenhimmel Lothringer Straße 37. 18 Uhr Rätsel des Neu! Täglich 84 Uhr Neu! Sternenlichtes Vertagte Hochzeltsnacht! 20 Uhr Bis an die und ein erstklassiger bunter Teil. Für unsere Leser: Gutschein für 1-4 Personen Sonstige Preise: Parkett u. Rang 0.80 M Fauteuil nur 1.25 M., Sessel 1.75 M., Metropol- Th. Theat. d. Westens 81 Uhr Tägl. 8 Uhr Lehár dirigiert Marietta Das Land des Musik v. Oskar Straus Lächelns Vera Schwarz, Richard Tauber Der Deutsche Baugewerksbund zählt heute über eine halbe Mil- Sonntag 2 u. 5 Uhr lion Mitglieder. Die Kraftdroschtenführer in Bewegung. Um Löhne und Arbeitszeii. Die letzte Branchenversammlung der im Berkehrsbund organifierten Kraftbroschtenführer hat einstimmig die Kün digung des seit Januar bestehenden Lohn- und Mantel. tarifes mit der Arbeitsgemeinschaft Berliner Kraftdroschtenverbände zum 31. Dezember beschlossen. Die Fledermaus kleine Preise Käthe Dorsch Michael Bohnen Sonnab. 4, Stg. 2 u. 5 Grenzen der Welt Eintritt 1 Mark, Kinder 50 Pf. Mittwochs halbe Kassenpreise. Barnowsky- Buhnen Theater in der Königgrätzer Straße Täglich 8% Uhr Die erste Mrs. Selby mit Fritzi Massary Friederike Komödienhaus Kleines Theat. Merkur 1624 Theat. a. Koitb.Tor Täglich 8 Uhr Kottb. Str. 6 Tägl.& Uhr Max Adalbert auchSonnt. nachm.3 U. EliteSänger Die Welt geht unter! Urkom. Rundfunkparodi. Das Kind DAS WAHR ZEICHEN muß 10 zu HO? BA als Nante am Flügel Rudolf Nelson Sonnabend 4 Uhr Das tapfere Schneiderlein. Täglich 8% Uhr Der Hühnerhof v. Tristan Bernard Die... Monatsversammlung der Mechaniker stellt mit Entrüstung fest, daß es sich das Organ der KPD., die ,, Rote Fahne", in legter Beit zur Aufgabe gemacht hat, ihre gefüllten Schmuzkübel über die Kollegenschaft der Mechaniker zu entleeren. Die Mechaniker Roten Fahne" behandelt und als Kollegen angeredet zu werden." der Deutschen Reichspoft verzichten auf die hohe Ehre", in der Freie Gewerkschafts- Jugend Berlin. Seute, Freitag, 19% Uhr, tagen die Gruppen: Sermannplay: Jugendheim Sanderftr. 11, Ede Sobrechtstraße. Die Jungens gestalten den Abend aus.- Cüben, Südwesten: Gruppenheim Waffertorstr. 9, v. pt. Bortrag: Berlins Lebensmittelversorgung". Baumschulenweg: Jugendheim Baumschulenweg, Ernstste. 16. Seimbesprechung. Rutritt nur mit Seimausweis und Verbandsbuch. Charlottenburg: Jugendheim Spreestr, 30. Heimbesprechung. Berbandsbuchtontrolle. Reppelinplag: Jugendheim des Bezirksamts Wedding, Turiner Ede Seeftraße( Eingang Zuriner Straße). Seimbesprechung. Kurareferate. Verbandsbud kontrolle. Nordring: Jugendheim Sonnenburger Str. 20. Bortrag:„ Das Betriebsrätegefek". Jugendgruppe des Zentralverkandes der Angestellten Seute, Freitag, finden folgende Beranstaltungen ftatt: Oberipree: Jugendheim Laufener Str. 2. Vortrag: Jugendgerichtshilfe". Refe rent: Sermann Rudat.- Röpenid: Jugendheim Grünauer Str. 5, 8. 2. Lefe abend, Südwest: Jugendheim Vordstr. 11, 2. Sof. Ausspracheabend, Spielabend. Sonntag 1130 TELEFUNKEN- MATINÉE IM GR. SCHAUSPIELHAUS 7. Konzert: Sonntag, den 3. November Mozart: Krönungsmesse/ KI.Nachtmusik Bach: V. Brandenburgisches Konzert Kammerorchester u. Chor Michael Taube unter Mitwirkung erster Solisten Vorverkauf: Bote& Bock, Wertheim und Großes Schauspielhaus KARTEN 0,50-1,50 RM. GERMANI PALAST Frankfurter Allee 313-314 Ab Freitag, 1., bis Montag, 4. November: Film: Das Schiff der verlorenen Menschen Hauptrollen: Marlene Dietrich- Fritz Koriner Max Maximilian Bühne: Gastsspiel Erna Offeney mit ihrer berühmten Tanzgruppe Beginn der Vorstellungen: Wochentags 6 Uhr, Sonnabds, 5% Uhr, Sonntags 3 Uhr. Trianon- Th. Merkur 2391 8% Uhr Elisabeth Strickrodt 99 in Die Ballerina des Königs" So. 4, Stg. 21 Uhr Schneewittchen Sonntag 3 Uhr Johannisfeuer Lustspielhaus esonders Friedrichstr. 236 wirksam sind die KLEINEN ANZEIGEN Im Bergmann 2922 Täglich 8 Uhr Vorwärts Grand Hotel und trotzdem !! billig!! Lustspiel von Paul Frank Gesunden Schlaf kräftige Nerven verschafft bei längerer Kur Baldravin WZ342687.Man achte auf den ges. gesch. Namen. Zu haben in Apotheken und Drogerien. Wo nicht erhältlich, weisen wirVerkaufsstellen nach Otto Stumpf A.- G.. Chemnitz. ROSE Gr. Frankfurter -THEATER Straße 132 Billettkasse: Alexander 3422 Täglich 8 Uhr: ( Sonntags 5% und 9 Uhr) Die leidhte Jsabell Jeden Mittwoch 5 Uhr: Das tapiere Schneiderlein Jeden Sonnabend 5 Uhr u. Jeden Sonntag 20 Uhr: Frau Holle Billig, schick and elegant Kurzberg ist dafür bekannt. Sie erhalten bel mir den gediegenen Makanzug od. Paletof für Mark 125.- und Mark 138.aus prima Stoffen, guten Zutaten und Verarbeitung Trotzdem Tellzahl. bis 6 Monate! MaB- Schneiderei J. Kurzberg nur Oranienstr. 160, L. TIETZ Die Spielwaren- Ausstellungen sind eröffnet! Leipziger Strasse:| Alexanderplatz: Frankf. Allee: Wilmersdorf. Str.: Beile- Alliance- Str.| Kottbus. Damm:| Brunnenstr.:| Andreasstr.: FUR BILLIGGUT Famille Dackellein Weihnachtseinkauf in Berlin zum Die drei Weisen aus dem Im Zaubergarten Morgenlande 10 kleine Negerlein Der Wendersirkus Elne Märchenrevue in 5 Bildern Die Heinzelmännchen Berliner Kinderfreuden STADI BEILAGE DES ti Wir helfen der Jugend! 190 11 Starter Rückgang der Fürsorgeerziehung. omi TEC Das Problem der Fürsorgeerziehung, das vor| einiger Zeit die Oeffentlichkeit start beschäftigte, ist in den Fachkreisen der städtischen Jugendämter seit Jahren Gegenftand eingehender Erörterungen. Allenthalben hat sich die Auffaffung durchgefeht, daß die 3 wangserziehung nur als allerlehtes Mittel angewandt werden dürfe. Diese Erkenntnis ist durch Anwendung vorbeugender Mittel und Ausbau der Jugendpflege praktisch durchgeführt worden. Im Jahre 1925 fonnte gegenüber dem Vorjahr ein Rüdgang Don 15 Proz. der Fürsorgezöglinge festgestellt werden, und vom Jahre 1926 ab beträgt der Rüdgang in jedem Jahr gegenüber dem Vorjahr weitere 10 Pro3. Am 31. März 1929 waren 7306 Fürforgezöglinge in Berlin vorhanden, das sind 17 3 öglinge auf 10 000 Einwohner gerechnet. Im Jahre 1927 famen 22,02 3öglinge auf 10 000 Einwohner. Sehr lehrreich ist ein Vergleich der Zahlen der einzelnen Bezirke. Es waren in Fürsorgeerziehung untergebracht am 31. März 1929: Berwaltungsbezirk 1. Mitte 2. Tiergarten 8. Spandau. 10. Zehlendorf Auf 10 000 Einwohner lich sammen am 31.8 am 31. 3. 1929 1927 Bevölkerung männ meib lich 310 645 287 926 441 299 369 810 226 525 3. Bedding 361 729 487 346 833 4. Prenzlauer Berg 338 806 274 195 469 5. Friedrichshain 337 811 392 289 681 26,07 28,73 18,23 24,88 23,03 30,02 13,84 19,02 20.16 28,08 6. Kreuzberg 886 414 415 327 742 19.20 25,37 7. Charlottenburg. 352 723 280 201 481 13,64 18,86 125 497 166 94 260 9. Wilmersdorf 195 530 90 74 54 968 21 11 164 82 11. Schöneberg 244 109 260 198 458 12. Stegli 184 717 114 18. Tempelbof 84 044 58 44 14. Reutölln 312 298 820 240 15. Treptom 108 102 89 41 16. Stopenid 77.543 84 17. Lichtenberg 219 045 200 18. Beißensee 65 951 63 113 604 91 134 003 74 19. Bantom 20. Reinidendorf 20,72 25,81 8,39 11,01 5,82 6,53 18,68 21,08 71 185 10,02 14,92 102 12,14 15,60 560 17,93 24,28 130 12,02 16,67 64 148 19,09 26,37 121 321 14,65 19,55 67 130 19,71 29,23 60 1519 18,29 14,93 50 124 9,25 12,40 4 295 465 4218| 3088 7306 17,00| 22,02 Die zum Bergleich aufgeführten Berhältniszahlen des Jahres 1927 laffen deutlich erkennen, daß der Rüdgang der Fürsorge3öglinge in faft allen Bezirken ziemlich gleichmäßig ist. Sie beweisen eine grundsätzliche Aenderung in der sozialen Arbeit der Jugendämter. An Stelle der nachgehenden Fürsorge durch Zwangs maßnahmen ist in immer steigendem Maße die vorbeugende Fürsorge und die Jugendpflege getreten. Die dank energischer fozialistischer Initiative betriebene Ausgestaltung der Familienfürsorge, die Errichtung von Kindergärten, Kinder. horten und Jugendheimen und nicht zuletzt die besonderen Hilfs maßnahmen für die erwerbslosen Jugendlichen haben zweifellos viele Kinder und Jugendliche vor der Fürsorge erziehung bewahrt. Besonders erfreulich ist es, daß vorwiegend proletarische Bezirke, wie Reinickendorf, Treptow, Tempelhof, Bankow, Prenzlauer Berg und Lichtenberg mit ihren Fürsorgezöglingen unter dem allgemeinen Durchschnitt bleiben. überwiesen werden müssen. Man wird auch in Zukunft nicht ganz auf derartige Anstalten verzichten können. Sie aber zu modernen pädagogischen Einrichtungen umzugestalten, war das Landesjugendamt in den letzten Jahren sehr bemüht. Die Erfolge dieser Arbeit sind auch nicht ausgeblieben. So zeigt sich auf dem Gebiete der Jugendfürsorge deutlich ein starker sozialdemokratischer Einfluß. Mag der 17. november diese günstige Entwicklung der städtischen Jugendarbeit durch einen Sieg der Sozialdemokratie weiter fördern helfen. Streifzug durch den Wahlkampf. " Nieder mit den städtischen Schuhreparaturwerkstätten". Wer Abend für Abend durch die gegnerischen Bersammlungen dieses Berliner Kommunalwahlkampfes geht, wird schon die Ohren spitzen müssen, um mur ein einziges Mal das Wort Kommunalpolitik zu hören. Dafür werden mit viel Stimmenaufwand, aber um so geringerer Sachfenntnis die Herren Briand und Chamberlain, Mussolini und Stalin herbeizitiert, Versailles, Locarno und Haag in Grund und Boden verdammt, Jauchtübel über den toten Stresemann ausgegoffen, die Männer der Regierung geschmäht und verleumdet, aber Wohnungsbau, Gaspreis, Jugendpflege oder Volksspeisung, ja davnn reden die Referenten nicht. Es sei denn, daß sie eine geschlagene Stunde den Fall Sklaret auswälzen und breittreten. Besonders die zehn Männlein, die die Wirtschaftspartei im Stadtparlament fizen hat, sind vollkommen aus dem Häuschen geraten: Stlaret, Stlaret schreien sie in die schwach besetzten Säfe, hohl geben es die Wände zurück. Voran der Schneiderobermeister Hafe, in den Germania- Sälen hat er es verkündet, daß er ins Rote Haus gehen will mit einem eisernen Besen und dafür sorgen, ja, für was wohl:„ Wir werden dafür sorgen, daß endlich Schluß gemacht wird mit den Schuhreparaturwerkstätten der Stadt Berlin!" " Und nachdem Herr Hale also geendet hatte, stand Herr Menz Dom Landtag auf, um Anekdoten aus Gräfenhainichen, Hanau und Breslau zu erzählen, nur nichts von Berlin, und Herr Molath, M. d. R., in letzter Minute herbeigeeilt, gab sein Scherflein dazu und donnerte in den geleerten Saal, daß die Wirtschaftspartei bis zum letzten Atemzug gegen die Grenzziehung im Osten fämpfen wird. Das ganze nennt sich dann Berliner Kommunalwahlkampf: nieber mit den Schuhreparaturwerkstätten, es lebe der Krieg gegen Polen! Da witterten in diesen Tagen auch die Ableger der Nationalsozialisten, die übrig Gebliebenen derer um Herrn von Ramin, morgenluft und trommelten am Montag achtzig, neunzig Mann nach Moabit zusammen. Als Herr v. Ramin seine blechernen Bhrafen hinausgeschmettert hatte, daß die alten Germanenseelen im Saale mur so tochten, stand der Knalleffekt noch bevor. August Richter, Mitglied der KPD. und der III. Internationale, wie er zweimal beteuerte, stand auf und fing eine Rede an zu halten: ,, Herr v. Ramin hat in martigen Worten zu uns gesprochen. Er ficht einen tapferen Stampf gegen den Young- Plan. Alle Deutschen müffen in einer Ginheitsfront diesen Kampf mithelfen zu führen." Die Versammlung rafte, und es nahm August Richter, stolzes Mitglied der KPD., niemand übel, als er am Schluß seiner so ergöglichen Rebe mit erhobener Faust herunterschrie: Berlin bleibt rot! Man merkt, Karlchen Radek ist wieder da. Der heute noch seinen Stein im Brett bei den Nazis hat, die aber Herrn v. Ramin am liebsten aufgefressen hätten, weil er daran zweifelte, daß Adolf Hitler ein Heiliger ist. Es war jedenfalls ein erhebender Att des Berliner Kommunalwahlkampfes. zu beachten ist noch die Tatsache, daß die Fürsorgeerziehungs. arbeit in den letzten Jahren sehr viel differenzierter geworden ist. Der größte Teil der Böglinge ist feineswegs etwa in Erziehungs anstalten untergebracht, sondern nur 37,98 Proz., davon der größte Teil in besonderen e il erziehungsheimen. 39,84 Proz., also mehr als ein Drittel, befinden sich in Lehre und Arbeit, und 14,06 Broz. find in der eigenen oder in fremden Familien untergebracht. Die Ein paar Tage vorher hatten die Deutschnationalen ihre ver früher übliche Methode, einen 3ögling der Fürsorgeerziehung ohne staubten schwarzweißroten Tücher entrollt und gleich drei Referenten weiteres einer Anstalt zu überweisen, besteht, soweit die Berliner übten sich im Aufzählen des Wortes Stlaret, das natürlich alle Jugendämter in Frage formen, längst nicht mehr. Es wird in Reforde schlug. Weit abgeschlagen endeten auf den Blätzen: Friedrich jedem einzelnen Falle die Frage, ob Familien- oder Anstalts- der Große und Jesum pon Nazareth; ferner liefen Kommunalpolitif. ob erziehung, geprüft. Freilich gibt es Kinder und Jugendliche, die Aber wie eine blinde Henne auch mal ein Korn findet, fand es ber auf Grund frankhafter Veranlagung oder auch auf Grund von eine der drei doch heraus: Im Norden, da bauen sich jetzt die Erziehungsschäden zeitweise Anstalten, meist Heilerziehungsheimen, Roten ein Lurusbad für dreieinhalb Millionen, aber bei uns im 72 RK. VORWARTS Westen zerfallen die Schulen" und lief krebsrot an. Hört, hört", rauschten die alten Tanten unten im Saal und däbberten noch lange angeregt über den herrlichen Wahlschlager der Deutschnationalen: ,, Berliner, wascht euch unter der Plumpe!" Der Zirtus soll schlechte Geschäfte machen bei einer derartigen Konkurrenz. Da Sven Scholanders Abschied. Der alte und dennoch immer noch jugendfrische Troubadour des Lautengefanges, Sven Scholander, will in diesem Jahre endgültig Abschied von uns nehmen. Eine überfüllte Veranstaltung des Boltsbildungsamtes Friedrichshain ließ in diesen Tagen nochmals die Kunst des Meisters voll zur Geltung tommen. Scholander schien frischer und lebensfräftiger denn je. Seine Stärke ist die Pantomime in feiner mufitalischer Umrandung. Bis ins feinste wiedergegeben traten seine Schöpfungen vor ein begeisterungsfreudiges Publitum. Lebhaft begrüßt wurden auch die Duette mit Margarete Brehm als Helferin. 3um letztenmal sang Sven Scholander vor der Arbeiterbevölkerung des Berliner Ostens. In nicht endenwollendem Beifall flangen Dant und innige Wünsche für den ferneren Lebensweg des nunmehr bald Siebzigjährigen wider. Bei dieser Gelegenheit sei auf ein anderes wichtiges Problem der Bildungstätigkeit im alten Berliner Often hingewiesen. Nirgends findet man hier geeignete schöne Konzert- und Vortragsräume. Nun, da die Benutzung der Schulaulen für öffentliche Veranstaltungen aus baupolizeilichen Gründen untersagt ist, verdient das Bestreben der Bezirkskörperschaften im Friedrichshain nach Schaffung guter Bildungsstätten besondere Förderung durch die verantwort lichen zentralen Stellen. Die jetzt herrschende ungeheure Raum= not droht alle positive Arbeit zunichte zu machen. Man möge affo endlich auch hier dem Drängen unserer Genossen in den kommunalen Rörperschaften nachgeben und fruchtbringender Bildungstätigteit würdige Stätten öffnen. Neue Kinderheime im Bezirk Lichtenberg. Das Bezirksamt Lichtenberg wird am 2. November 1929 das neue Kinderhaus an der Simplonstraße der Deffentlichkeit übergeben. Das Haus enthält eine Tagesfrippe, einen Kindergarten und einen Kinderhort. Ueber die besonderen Einrichtungen werden wir nach der Eröffnung ausführlich berichten. Das Kinderheim in dem Neubaublod an der Krättestraße in Friedrichsfelde fonnte wegen des Rohrlegerstreifs noch nicht fertiggestellt werden. Leider stehen auch die vom Magistrat angeforderten des Heimes wird deshalb in diesem Jahre leider nicht mehr zu Mittel für die Heimbewirtschaftung noch aus. Mit der Eröffnung redynen fein. Der Ortsteil Friedrichsfelde- Rarishorst besaß ein Jugendheim an der Straße 2lt- Friedrichsfelbe, das seiner unzulänglichen Räume wegen aber nicht den mindesten Anforderungen genügte. Das Jugendamt Lichtenberg hat deshalb, als das Katasteramt aus dem Amtsgebäude Trestowallee 44 auszog, die freigewordenen Räume zu einem Jugendheim ausgebaut. Das neue Heim verfügt über einen großen Raum für 50 Jugendliche und über einen bleineren für 20 Jugendliche. Daneben ist noch ein Garderobenraum mit eingebauten Schränken zur Aufnahme der Vereinsgeräte vorhanden. Sämtliche Räume haben einen geschmackvollen, modernen Anstrich und fünstlerischen Wandschmud. Farbige Möbel passen sich stilvoll der Einrichtung an. Neben einer reichen Auswahl von Gegenständen zur Belehrung und Radioantage. Die Anschaffung einer Lichtbildanlage und eines Unterhaltung der Jugendlichen verfügt das Heim auch über eine offertinos ist in Aussicht genommen Die Spareinlagen der städtischen Sparkasse. Die Spareinlagen bei der Sparkasse der Stadt Berlin find im September 1929 um 6 580 301 Mart( im Bormonat 6 328 576 Mark) auf 376,8 Millionen Mark gestiegen. Die Zahl der Sparkonten ist im Berichtsmonat um 13 239( 13 136) auf 756 860 angewachsen. Bei der Berliner Stadtbank Girozentrale der Stadt Berlinbetrugen die Kreditoren nach der Monatsbilanz für den 30. September d. 3. 206,7 Millionen Mart. Im Spargiroverfehr( fommun. Giroverkehr) wurden im Berichtsmonat 102 345 Boſten mit 265 744 648 Mart im Eingang und 58 400 Poften mit 229 113 984 Mart im Ausgang ausgeführt Grosser KaffeeKAISERS Preisabschlag 1000 FILIALEN KAFFEE GESCHAFT 5% RABATT IN MARKEN OAT alle Sorten 20 Pfg. d. Pfd. billiger Unsere Specialitäten: Mk.3,40 u.400 d. Pfd. IN NEUEN MISCHUNGEN u.VERBESSERTEN QUALITÄTEN Sonderangebot Freitag u. Sonnabend Marke Kaffeekanne JETZT 145 1/2 Pfd. Marke Kaffeekanne Extra JETZT 1.90 1/2 Pfd. Die Sozialdemokratie rechnet am 17. November Deine Stimmel entfcheidet über auf Dich! Gemeindevorsteher Schöffen Gemeinde Vertretung Kreisausfchuß Kreiskommiffionen Kreistag Hmtsvorficher Vertretung Landeshauptmann Provinzialausichuk im Reichs rat. Provinziallandtag Vertretung im Preuß. Staatsrat> w.T Aus der Arbeit der Bezirke. Annahme des Haushaltsplanes. 1. Bezirt- Mitte. Wahlmache um jeden Preis. 16. Bezirk Köpenick. 1929. Wahnsinn in Reinfultur: Der Anfauf des Grundstüdes Grünstraße 1 durch den Magistrat bedeutet eine Vorbereitung für den imperialistischen Krieg gegen Sowjetrußland." So sprach in der Bezirksversammlung des 16. Verwaltungsbezirts Rope nick der Kommunist Kleine. Sein Fraktionsfollege, der Reichstagsabgeordnete Raßler, behandelte eine Stunde lang die Arbeitslosen frage, für die ein Bezirksamt nicht zuständig ist. Der Kommunist Rebe redete in dieser einzigen Sigung mehr als zwanzigmal. Bei der zweiten Lesung des Haushaltsplanes wurden die Vorschläge des Haushaltsausschusses, über die Genosse Riese zusammenfassend berichtete, mit großer Mehrheit en bloc an genommen. Einstimmig angenommen wurde auch ein Antrag des Bezirksamtes, zur Anschaffung eines Koffertino apparates, der den Jugendoi ganisationen des Bezirks zur Verfügung stehen soll, 1500 M. zu bewilligen. Die Bezirksversamm lung mußte sich dann mit Anträgen der KPD. zum Erwerbslosenversicherungsgesetz und zum Rohrlegerstreit beschäftigen. Genojſe Weinberg antwortete den kommunistischen Maulhelden. Ein Hieb folgte dem andern, und die Gefichter der Kommunisten wurden, aftiven Revolutionäre" von Köpenid, etwa.250 an der Zahl, auf immer länger, als sie sich so vor ihren Anhängern auf der Tribüne abtanzeln lassen mußten. Die Anträge der Kommunisten wurden gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt, die diesmal sogar den üblichen Radau vergaßen. Frankfurter Allee bekommt wieder Bäume. 5. Bezirk Friedrichshain. Auf Antrag der Kommunisten fand am Mittwoch erneut eine außerordentliche Bezirksversammlung statt, die sich mit mehr als zwei Duhend kommunistischen Reklameanträgen befassen follte. Es ging dieser sterbenden kommunistischen Fraktion nie mals darum, fruchtbare Arbeit für den Bezirk zu leisten. Der Bezirk, der für jede Sigung mehr als 400 m. aufwenden muß, fönnte wahrlich solch nuglos vertanes Geld viel besser für das Wohl der Bevölkerung verwenden. Damit von vornherein die nötige Stimmung erzeugt wird, hatte die KPD. einen sogenannten Erwerbslosenausschuß mitgebracht, der von allen Fraktionen, die unterschriftliche Unterstützung seiner Forde rungen haben wollte. Wer seine Auftraggeber sind und was für eine Versammlung ihn zur Vertretung von Erwerbsloseninteressen beauftragt hat, erledigten sie furz und bündig mit der Antwort: ,, Das geht euch gar nichts an." Auf der Tribüne harrte er dann vergeblich auf die Beratung der Anträge, da die KPD- Fraktion die Vorgänge am 1. Mai noch dringlicher anjah, als die Schmerzen des Ermerbslosenausschusses". Bon beachtenswerter Wichtigkeit war lediglich eine Vorlage des Bezirksamtes um Bewilligung von 38 000 m. zur Errichtung einer Kinderkrippe. Trog der ungeheuren Raumnot im Bezirk ist es der Initiative der fozialdemokratischen Mehrheit des Bezirksamtes nach langen Bemühungen gelungen, auf dem Hofe der Häusergruppe in der Weißbachstraße Plak für die Errichtung einer Kinderkrippe zu schaffen. Erfreulich war auch die Antwort eines Vertreters des Bezirksamtes auf einen Antrag unseres Genossen Gutekunst, die Große Frankfurter Straße und die Frankfurter Allee nach Fertigstellung der Untergrundbahn wieder mit Bäumen zu bepflanzen, daß der ganze Straßenzug wieder mit vier Baumreihen besetzt wird. Ueber die Vorgänge am 1. Mai schickten die Kommunisten Herrn Deter vor, der dieses unerfreuliche Kapitel kommunistischer Butschtaktik mit unverschämten Beschimpfungen unserer Genossen verschleiern wollte. Mit erfreulicher Entschiedenheit wiesen unsere Genossen auf die verbrecherische Politik der Kommunisten hin. Der Tumult nahm derartige Formen an, daß sich Genosse Kaiser gezwungen sah, die Sitzung rorzeitig zu schließen. Es ist höchste Zeit, daß die sozialdemokratische Fraktion diesem dauernden kommunistischen Spettafel ein Ende macht. Auch die menigen noch stattfindenden Sigungen haben wichtige kommunalpolitische Aufgaben zu erfüllen. Man begann um 18% Uhr zu tagen, nach Mitternacht dauerte die Verhandlung noch an! Freilich hatten die Kommunisten die geboten, um Tribünen und Gänge zu füllen, und da mußte man doch, drei Wochen vor der Wahl, angeben und trompeten. Antrag für Antrag wurde durch langatmige Reden zu einer Hauptund Staatsaktion aufgebauscht, bis es selbst den schwarzweißroten Verbündeten der KPD. zuviel wurde und sie heftig gegen einen neuen fommunistischen Redneraufmarsch protestierten. Der gemeinsame mostomitisch- schwarzweißrote Kampf ging allein gegen die Sozialdemokratie. Als positiver Ertrag des Abends ist auf der anderen Seite freilich auch nur die Annahme eines fozialdemokratischen Antrages zur Erhaltung der zu buchen. Kleingartensiedlung Kämmereiheide Eine Stunde vor Mitternacht fam man zur Besprechung der Anfragen über die Betrügereien der Gebrüder Sklaret, soweit diese auch den 16. Bezirk betreffen. Eine Anfrage der sozialdemokratischen Fraktion um eingehende Mitteilung, in welchem Umfang auch bie Ropenider Verwaltung in Mitleidenschaft gezogen ist und in wieweit Köpenider Verwaltungsstellen hieran beteiligt sind, wurde Dom Stadtrat Herbst, dem Dezernenten des Wohlfahrts- und Jugend amtes, dahingehend beantwortet, daß der Bezirt von 1925 bis 1929 für 104 000 Mark Waren bei den Stlarets bezogen habe. Durch gefälschte Duplikatrechnungen, bei denen Unterschriften von Köpes nicker Beamten nachgemacht worden seien, sei die Stadtbant um 14 Millionen Mark geschädigt worden. Das Bezirksamt Köpenid habe auch bei anderen Geschäftsleuten Bestellungen machen wollen. Darauf fei er vom Magistrat angewiesen worden, daß die Bezirke auf Grund der Verträge nur bei der Firma Sflaret zu beziehen hätten. Das Schreiben des Magistrats trage die Unterschrift: Gäbel, Stadtrat. Anfragen der Deutschnationalen und Kommumisten beziehen sich dann auf die Rolle, die der Bürgermeister des Bezirks, Genosse Kohl, bei der Sflaret- Korruption gespielt habe. Die Deutschnationalen gründen ihre Anfrage allein auf die Rote Fahne". Der stellvertretende Bürgermeister, Stadtrat Ghr lich, gab bekannt, daß der Bürgermeister sich auf seinem ihm zustehenden Urlaub befände, aber auf die Angriffe ein Schreiben folgenden Inhalts an ihn gerichtet habe: Er habe fofort nach den Angriffen der Roten Fahne" feinem Disziplinarvorgesehten Bürgermeister Scholz einen eingehenden Be richt erstattet. Es sei unwahr, daß er die Gebrüder Sklaret vor ſeinem Eintritt in den Aufsichtsrat der Kleiderverwertungsstelle ge= tannt habe. Seine Wohnung in der Kleiststraße habe er in Höhe von insgesamt 40 000 Mart durch Aufnahme eines Bankkredites und monatliche Abzahlungen bezahlt. Der Bankkredit sei durch hypothefarische Belastung des Hauses abgedeckt. Er habe zudem durch den Ankauf des Hauses feinerlei Vorteile gehabt. Genoffe Ehrlich wies weiter darauf hin, daß der Bürgermeister durch die maßlofen Angriffe einen schweren Nervenzusammenbruch erlitten habe. Auf diese Erklärungen antworteten Kommunisten und Deutschnationale durch gemeinsame neue Attacken auf den Abwesenden. Der Deutschnationale Mier bekannte, daß ihm außer dem, was in der Roten Fahne" gestanden habe, nichts betannt sei; der Kommunist behandelte sämtliche Standalaffären von Tippelskirch bis Stlaret, die natürlich nur auf das Bündnis zwischen dem Kapitalismus und der Sozialdemokratie" zurückzuführen sind. Unser Redner Genosse Rhode wies darauf hin, daß wir es nicht nötig hätten, a hireben zu halten. Er beleuchtete noch einmal die Rolle des fommunistischen Stadtrats Gäbel, der zwar aus der KPD. ausgeschlossen sei, aber noch heute im Stadtparlament in den Bänken der kommunistischen Fraktion ein- und ausginge. Die Sozialdemokratie verlange Reinigung, aber sie versage sich jeder Hetze und jeder Uebertreibung. Die Versammlung beschloß mit den Stimmen der Sozialdemo fratie die Einfeßung eines Unersuchungsausschusses, der die Angaben der Presse nachprüfen und alle zur Klärung der Angelegenheit nötigen Feststellungen machen soll. Kommunistische Siedlungspolitif. Zu dieser Notiz in der Stadtbeilage des„ Vorwärts" sendet uns die Siedlungsgenossenschaft ,, Rinderreiche Familie" folgende Berichtigung. " Es ist nicht wahr, daß die Siedlungsgenossenschaft ,, Die finderreiche Familie" sich fürzlich" erst als neues" Betätigungsfeld der Kommunisten aufgetan hätte. Richtig ist, daß im wesentlichen ein fommunistischer Borstand bereits im Herbst 1927 durch den Auffichtsrat gewählt wurde, der in ordnungsgemäßer Generalversammlung zustande tam, nachdem ein im wesentlichen sozialdemokratischer Aufsichtsrat zurückgetreten war. Falsch ist, daß eine Mehrheit zusammengebracht wurde, die in einer nicht ordnungsmäßigen Generalversammlung einen fommunistischen Aufsichtsrat und Vorstand wählte"; richtig ist, daß seit dem Herbst 1927 noch zwei ord= nungsgemäße Generalversammlungen der Genossenschaft stattgefunden haben, nämlich im März 1928 und im März 1929. Falsch ist, daß beim Landgericht auf ungültigkeitserklärung der Generals versammlung" prozessiert worden wäre, erst recht falsch ist, daß der Brozek jetzt in der ersten Instanz durchgeführt werden" wäre; richtig ist vielmehr, daß niemals ein derartiger Prozeß geführt worden ist. Falsch ist daher, daß nach diesem Urteil alle getätigten Verträge seit März 1928 ungültig" wären. Ebenso ist falsch, daß jemals einem Mitglied der Genossenschaft die Miete gesteigert worden wäre. Falsch ist die Behauptung ,,, auch die Revisionsbeamten haben schon gegen die Buchführung, die nur mit Bleistift erfolgte, Einspruch erhoben"; richtig ist, daß der Revisor des Reichsverbandes Deutscher Baugenossenschaften bei seiner letzten Revision, ebenso wie bei allen früheren unter der derzeitigen Geschäftsführung vorgenommenen Revisionen die Buchführung als nach jeder Richtung hin forreft bezeichnet hat. Daß diese Berichtigung lediglich Spiegelfechterei ist, zeigt das inzwischen vom Landgericht I in der Angelegenheit erlassene Urteil. Durch den Abdrud dieses Urteils geben wir unseren Lesern die Möglichkeit, sich ein eigenes Urteil über den Wert kommunistischer ,, Berichtigungen" zu bilden. Das Urteil lautet: In Sachen H. gegen Gemeinnüßige Bau- und Siedlungsgenossenschaft ,, Die finderreiche Fami'ie" ist im Termin vom 16. Oftober 1929 folgendes Urteil erlassen worden: 1. Der Beschluß des Aufsichtsrats und des Vorsitzenden der beklagten Genossenschaft vom 13. Februar 1929, durch welchen der kläger als Genoffe der Beklagten ausgeschloffen worden ist, ist rechtsunwirksam, 2. die in der Generalversammlung der beklagten Genossenschaft vom 3. März 1929 gefaßten Beschlüsse, insbesondere die Beschlüsse, durch welche a) die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, b) die Zusammensetzung des Borstandes, c) der§ 9 der Sagung, der das Ausfchlußverfahren betrifft, geändert worden sind, d) die Tätigkeit der Genoffenschaft in besonderen Fällen auch auf nichtmitglieder ausgedehnt werden kann, e) bei Auflösung der Genossenschaft das Bermögen nicht der Stadt Berlin, sondern den Kreisen, in welchen das Bauvorhaben liegt, zufällt, f) die Bilanz für das Kalenderjahr 1928 genehmigt worden ist, sind auf Grund der vom kläger vorgenommenen Anfechtung nichtig, 3. der Beklagten werden die Kosten des Rechtsstreites auferlegt. Weitere 600 000 M. für die Schulkinderspeisung. Der Magistrat hat in seiner legten Sigung beschlossen, aus den Mitteln der Notstandsaktion weitere 600 000 m. für die Schultinderspeisung zur Verfügung zu stellen. Im Haushalt der Bezirksämter find bisher 1 600 000 Reichsmart für die Kinderspeisung vorgesehen. Um jedoch diese Wohlfahrtsaktion in derselben Weise wie im vorigen Jahre durchzuführen, ist es erforderlich geworden, weitere Mittel für diesen Zweck zur Ber fügung zu stellen. Bereinigung der Freunde von Religion und Bölferfrieden. Pfarrer Bleier spricht am tommenden Sonntag, dem 3. November, vorm. 10 Uhr, im Rahmen einer religiösen Feierstunde über Reformation" in der Trinitatislirche Charlottenburg, Karl- August- Plag. Die Revolution feier der Bereinigung findet am 12. November in der Fürstin- BismardSchule statt. Eintrittstarten sind bei Hegel, Charlottenburg, Stuttgarter Plat 6, zu haben. Der Preis hierfür beträgt 50 Bf. Nähere Angaben über Zwed und Ziele erteilt W. Schönherr, 1. Borsigender, Berlin- Steglig, Schönhauser Straße 14. Fermruf Steglit 8173. Billige Preise das fagt, genau betrachtet, garnichts! Wir überlaffen es Ihnen, erft die Qualität unferer Herren- u. Knabenkleidung bei einem Befuch in unferem Haufe zu prüfen 10% Unsere Strapazier- Ulster Mäntel zu billigen Preisen, gut, modern und dauerhaft: Mk. 39.55.68.48.Unsere Hauptpreislagen 98.110.gute Stoffe und Zutaten, sorgfältige Verarbeitung, flott gemacht: Mk. 85.125.Unsere feinsten Ulster Besonders elegante Mäntel in Stoff und Ausführung: Mk. 140.155.170.185.RIA Erders Duckhoff Gertraudtonitranc 8-9 An der Patrikirche