Morgenausgabe Nr. 517 A 260 46. Jahrgang Böchentlich 85 31. monatfta 8.60 tm voraus zahlbar Boftbezug 4.32 2 einschließlich 60 Big. Boltzeitungsw 72 Bfg. Boftbeftellgebühren Auslands abonnement 6.- M pro Monat * Der Borwarts ericheint mochentage fich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel Dez Abend Illustrierte Beilagen Bol end Zeit und Kinderfreund. Ferner Unterhaltung und Wiffen. Frauen timme" Technit" Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts predod via dea Vorwärts Berliner Boltsblatt Sonntag 3. November 1929 Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. Die etapeitige Ronpareillezetla 80 Bfennig. Reflamezeile 5.- Reichs mart..Kletne Anzeigen das ettge brudte Wort 25 Bfennig( zuläffig met Fettgebruckte Worte) jedes weitere Bor 12 Blennig. Stellengesuche das erite Bort 15 Blennig, jedes weitere Bort tu Biennig. Borte über 15 Buchstaben gablen für zwei Worte Arbeitsmart Beile 60 Biennig. familienanzeigen Zeile 40 Pfennig. Anzeigenannahme imhaupt elchäft Lindenstraße 3, wochentäglic son 81%, bio 17 Ubr. Bentralorgan der Sozialdemokratischen Bartei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Tönhoff 292-297 Telegramm- Adr: Sozialdemokrat Berlin. Vorwärts: Verlag G. m. b. H. Bostichedfonto: Berlin 37 536. GOO Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Wallstr 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitenkasse Lindenstr. 3. Der wirkliche Volfsentscheid. Die Gemeindewahlen am 17. November/ Ein Kampf um die Macht! Es wird Zeit, noch nachbrüdlicher als bisher, von der muß die Partei wählen, die ihn aus einem rechtlosen ernsten Dingen zu reden. Hugenbergs Boltsbegehren gehört zu diefen ernsten Dingen nicht. Was ist das mehr, als ein schöner Klamauf? Heze, Standal, Gelächter mit dem unvermeidlichen Endresultat 0,0! In einem Jahr mird fein Mensch mehr davon reden. In einem Jahr aber werden die neuen Gemeinde Dertretungen, die am 17. November gewählt werden follen, immer noch amtieren, und drei Jahre später, wenn Herr Hugenberg längst zu den Ausgedienten der Politik gehören wird, werden sie auch noch da sein. Den Schaum der politischen Schaumschläger zerbläst der Bind. Bas sozialistische Kommunalpolitit im mag, weil der Widerstand der Gegner zu start ist, bleibt den Massen der arbeitenden Menschen als Entbehrung den Massen der arbeitenden Menschen als Entbehrung fühlbar. Stillen schafft, bleibt bestehen. Was sie nicht zu leisten der= Zwischen der Hugenbergschen Boltsabstimmungstomödie und dem wirklichen Ballsentscheid vom 17. November gibt es ebenfomenig Bergleichsmaßstäbe wie zwischen Unsinn und Sinn! Es ist notwendig, ein paar Grundtatsachen in bas Gedächtnis der Zeitgenossen zurückzurufen. $ Heute gibt es in Preußen und in ganz Deutschland nur gleichberechtigte Gemeindebürger und Gemeinde bürgerinnen. Wieviele von ihnen sind sich deffen bewußt, baß sie ihre Gleichberechtigung einzig und allein der sozial-! bemokratischen Partei verdanken? 3m alten monarchischen Deutschland gab es teine einheitlichen Bestimmungen über das Gemeindewahlrecht. In jedem Ländchen, ja fast in jeder preußischen Provinz gab es ein besonderes Recht". Alle diese Systeme aber stimmten darin überein, daß sie einer Minderheit die Herrschaft verhehen, nämlich der Minderheit der Besitzenden. In dem größten Teil Breußens, besonders auch in Berlin, galt das Dreiflaffenwahlrecht. Zwei Drittel der Gemeindevertretung gehörten infolgedessen von vornherein den Wohlhabenden. Ein Teil der Kandidaten in allen lassen, also auch in der dritten, mußte dem Hausbesitzerstande angehören. Für die gemeine Masse hieß es: Wählen dürft ihr wohl, aber es hilft euch nichts!" Die Mehrheit war der befigenden Klaffe von vorherein gesichert. Wer hat gegen dieses infame System der Unterdrückung gekämpft? Einzig und allein die Sozialdemokratie. Die Rechtsparteien verteidigten es frampfhaft, die Mitte machte feinen Finger frumm, um es zu beseitigen. Aber die Sozialdemokratie hatte das gleiche Gemeindewahlrecht für Männer und Frauen in ihrem Programm. Sie fämpfte dafür. Und als im Herbst vor elf Jahren das alte System zusammenbrach, mar die Zeit gekommen, es durchzusehen. Jetzt steht das gleiche Gemeindewahlrecht für Männer und Frauen in der Verfassung von Weimar. Ruli zu einem politisch gleichberechtigten Bürger gemacht hat. Das ist die sozialdemokratische Partei! Ein anderes! Wer von den Jüngeren meiß, mer von den Welteren denkt noch daran, daß dieses Berlin, wie es heute ist, erst seit neun Jahren eristiert, und daß es seine Entstehung der Sozialdemokratie verbanft? Bordem gab es eine Raiserstadt Berlin" mit noch nicht 2 Millionen Einwohnern. Um sie herum lagen Charlottenburg, Schöneberg, Neukölln und zahllose andere Gemeinden, die alle von einander unabhängig waren und die alle felb ständig mehr gegeneinander als miteinander drauf los wirtschafteten. Es gab infolgedessen reiche Gemeinden, vornehme Bororte, die im Reichtum erstickten und zu den allgemeinen Laften nichts beitrugen, und arme, die ungeheure Lasten tragen mußten und dennoch feinen Schritt aus dem Elend heraustamen. Die Schaffung ber Einheitsgemeinde Berlin war eine foziale Großtat ersten Ranges. Sie ist von der Sozialdemokratie vollbracht worden. Am 27. April 1920 wurde das Gefeß, das 8 Stadtgemeinden, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke zur Einheitsgemeinde Groß- Berlin zusammenfaßte, vom Landtag mit 165 gegen 148 Stimmen angenommen. Von den 165 waren 132 Sozialdemokraten, 33 Demokraten. Gegen das Gesez stimmten alle Parteien der Rechten und der Mitte geschlossen, sowie 6 Demokraten. Die Sozialdemokratie ist die einzige Partei, die für die Einheitsgemeinde gekämpft und trog der damaligen Spaltung geschlossen für sie gestimmt hat. Einheitsgemeinde Groß- Berlin sind beide SchöpDas gleiche Gemeindebürgerrecht und die fungen der Sozialdemokratie. Schon um dieser beiden Taten willen müßte sich die erdrückende Mehrheit des Boltes von Berlin zu ihr bekennen. * Gemeinderecht und gemeindliche Einheit waren aber nur die Grundlage, auf der die Sozialdemokratie aufbaute. Wenn sie in dieser Aufbauarbeit gehemmt war, so liegt der Hauptgrund dafür in dem Umstand, daß sie durch den Understand vieler Arbeiterwähler die Mehrheit im Stadtparlament verloren hat. Die Wahlen vom 25. Oktober 1925 brachten den Parteien folgende Mandatszahlen: Sozialdemokraten Deutschnationale Kommunisten. Demokraten Bolkspartei Wirtschaftspartei Zentrum Sonstige 9 73 47 43 21 14 10 8 9 225 Also: Zersplitterung der Bürgerlichen, aber auch ZerUm ein Zehntel Prozent! Die Ziffern der nationalen" Begehrer. Wir geben hier die Ergebnisse der Eintragungen zum Infíationsbegehren aus den einzelnen Wahlkreisen, soweit die Ziffern bis Sonnabend abend beim Reichswahlleiter vorlagen. Zum Vergleich stehen die Ziffern vom fommunistischen Panzerfreuzerbegehren und von dem Boltsbegehren gegen die Fürstenabfindung. 1 Ostpreußen 2. Berlin 3. Bot dam II. 4 Botsdam I . O 9 @timmtreis 0 • 5 Frankfurt- Ober 6. Pommern 7. Breslau 8 Liégniz 9. Oppeln 10. Magdeburg. 11. Merleburg 12. Thüringen 13. Schleswig- Holstem 14 Bejer- Ems. 15. Dfthannover 16. Südhannover- Braunschweig Stimm berechtigte Nummer unb Rame Zahl der Eintragungen überhaupt Broz Dagegen Eintragungen zum Boltsbegehren Panzerfreuzerverbot Fürftenenteignung überhaupt Proz überhaupt Proz. 1 341 042 1 540 882 1 286 099 1 270 449. 1 056 202 1 172 255 1233 250 789 850 822 711 1 095 723 330 738 95 655 130 479 190 070 198 733 388 206 164 239 103 860 62 217 24,66 6,21 10,15 14,96 18,82 33,12 13,32 13,15 14 741 248 464 1,1 166 078 12,6 16,1 864 362 58,9 107 109 8,3 5140 7 43,5 84344 6,6 479 491 40,8 11 337 1,1 244 600 23,5 11 549 1,0 204 715 17,8 16 830 1,4 383 561 32,0 7.463 0,9 267 415 34,8 7,56 7.937 1,0 153 038 19,9 181 310 16,55 14 329 1,3 377 452 35,4 937 693 1 473 488 175 079 18,67 58 700 6,3 307 266 34,3 240 169 16,30 50 588 3,4 561 530 39,8 1 041 380 140 246 13,47 17 363 1,7 296 073 29,4 956 939 679 485 1302 321 1.554 601 1 601 821 1 644 365. 111 983 11,70 12 496 1,3 201 228 22,3 134868 19,85 7295 1,1 152 647 23,4 143 309 11,00 11 749 0,9 441 067 35,1 57.738 3,71 26 093 1,7 358 081 26,8 50 944 3,18 38861 2,4 584 267 35,4 89 724 5,46 29 589 1,8 538 093 34,2 1 436 872 18 928 1,32 30 255 2,1 366 540 27,1 776 332 1462 113 1 121 280 9 687 1,25 4.052 0,5 118 723 15,8 29 296 2,00 81 487 5,6 530 536 38,7 35 462 3,16 23 417 2,1 259 427 24,6 1 608 905 68 897 4,28 9 290 0,6 209 071 13,6 590842 15 524 2,63 2887 0,4 61 822 7,9 217 008 13,39 10 519 0,7 321 760 20,6 16 689 2,83 6588 1,1 159 081 2,2 122 819 82 402 9,45 41.003 3,2 545 864 44,4 8,98 55245 6,0 418 047 48,4 198513 110 551 32 325 15,91 64935 5,2 577 155 49,4 6,44 27 365 1,6 478 034 £ 9,3 2,16 24 033 1,6 500 238 34,7 27.735 3,04 12 899 1,4 325 609 37,5 35 630 4,02 41.888 4,7 395 836 47,4 122 779 20,86 4268 0,7 161 160 28,1 Zusammen. 41 073 459 4 133 812 10,06 1216 968 2,9 12 523 939 31,8 9 17. eftfalen- Nord 18. Westfalen- Süd. 19. Hessen- Moffau 20 Köln- Aachen Beseitigung der Gleichberechtigung, Wiederherstellung des alten Unrechts ist noch heute die Parole der Rechten. Alio schreibt eines der deutschnationalen Hauptorgane, die Bommersche Tagespost", am 2. November 1929: Der unfittliche Zustand, daß Kommunalsteuern von einem Gremium beschlossen merden, dessen entscheidende Stimmträger großenteils von den betreffenden Caffen nicht getroffen 21 oblenz- Trier 22 Düsseldorf- Oft werden, ist zur Gewohnheit, ja zum Charakteristikum der heutigen 23 Düsseldorf- Weit Kommunalpolitif geworden. Das ist die Folge davon, daß der 24 Oberbayern- Schwaben( 10 Gemeinden fehlen) Selbstverwaltungsgedanke an das ideenlose allgemeine 25 Niederbayern( Teil). und gleiche Wahlrecht ausgeliefert wurde. Wenn es da noch Arbeiter, Angestellte, Beamte und vor allem Frauen gibt, die deutschnational wählen, dann fann einen schon heller Ingrimm paden über ein solches Maß menschlicher Dummheit. Für mindestens neunzig Prozent der Wählerinnen und Wähler heißt die Abgabe eines deutsch nationalen Stimmzettels genau soviel wie die Erklärung: Schwil wieder rechtlos werden!" Wer dagegen ein bißchen Stolz, ein bißchen Menschenwürde im Leibe hat, 26 Franfen 27. Pfalz. 28 Dresden- Baußen 29 Leipzig 30. Chemniß- 3vidau 31. Württemberg 32. Baden.. 33. Hessen- Darmstadt. 34 Hamburg 35. Mecklenburg* . 1 620 203 590 188 1 299 108 917 989 1247 715 1.717 104 1 495 624 $ 13 361 887.319 588 448 splitterung der Arbeiter! Eine knappe sozialdemokratisch- kommunistische Mehrheit von 116 unter 225, die aber praktisch total unbrauchbar ist, da die Kommunisten nie daran denken, mit den Sozialdemokraten sozialistische Aufbau« p o l i t i k zu treiben, vielmehr die Selbstzerfleischung der Ar- beiterklasse ihr einziger Sport ist. In der Kaiserzeit hatte Berlin eine gemaltige sozial- demokratische Wählermehrheit. Aber diese Wählermehrheit bildete überall in den zersplitterten Berliner Gemeindeparla- menten dank des Wahlunrechts und der Zersplitterung nur eine ohnmächtige Minderheit. Jetzt, wo durch die Sozialdemokratie das Wahlunrecht und die Zersplitterung besestigt sind, jetzt, wo also«ine sozial- demokratische Wählermehrheit regieren könnte und zeigen könnte, was sie zu leisten vermag, besteht diese sozialdemokra- tische Mehrheit picht mehr! Blinder Unverstand hat sie zer- schlagen. Jede kommunistische Stimme am 17. No- v e m b e r ist ein Schlag gegen die Berliner Arbeiterschaft! Jede kommunistische Stimm« am 17. No- v c m b e r i st ein Schlag gegen den Sozia- l i s m u s! Unter Ueberwindung ungeheurer Schwierigkeiten, die durch die Zerrissenheit der Arbeiterklasie verschuldet sind, hat die Berliner Sozialdemokratie kommunale Auf- bauarbeit im Interesse des Proletariats nn Mm Sinne des Sozialismus geleistet. Es ist hier nicht der Ort, alle ihre Leistungen aufzuzählen. Der wütende Angriff, der von rechts her, aus dem großbürger» lichen Klasienlager gegen sie geführt wird, ist der beste Be- weis für ihr sozialistisches Wirken, das durch keine Skandalhetze von rechts und links verkleinert werden kann. Keine Skandalhetze kann auch die Tatsache aus der Welt schaffen, daß dies« ungeheure Arbeit um der Sache willen geleisttt worden ist und in der reinen Absicht, den hohen Idealen der sozialistischen Arbesterbewegung zu dienen- Stückwerk, gewiß, Menschenwerk, mit menschlichen Un- Vollkommenheiten behaftet, Anfang nur— aber Anfang einer echten sozialen Revolution. Denn die echte sozial« Re- nolution erfüllt sich nicht in der Zerstörung, sondern im Auf- bau. Es ist, allen Hindernissen zum Trotze, gelungen, auf dem Boden der Demokratie ein Achtung gebietendes Werk kommunaler Gemeinwirtschaft aufzurichten. Um wievel schneller aber könnte alles gehen, wieviel mehr könnte geleistet werden, wenn eine geschlossene sozia- listische und demokratische Arbesterpartei— und das kann nur die Sozialdemokratie sein— als Mehrheit im Roten Hause regieren und die Dinge in ihrem Geiste ge» stalten tönntel Die kommenden zwei Wochen gehören dem Kampf, dem Kampf um die reale Macht in den Gemeinden, für n n s dem Kampf um die reale Macht in der von uns ge- schassen M' Einheitsgemeinde Berlin.'-. Diesen Kampf wollen wir führen mst aller Begelsterung und aller Hingabe an die große Sache der Arbeiter- fforffe und des Sozialismus! Endlich! Oie iKepublit greift einmal durch! Bei der OberpoMrettwn in Minden hat sich, wie wir seinerzeit BiÄdeten, der unglaubliche Fall zugetragen, daß da« einzige Eier t-Aild, das auf Verlangen eines republikanischen Referenten geliefert rnordeji war, wenige Tag« nach seiner Anbrin« pung beschädigt vorgefunden wurde. Angeblich war es„von der Wand gefallen", ab er dabei hatte der lllagel das Bild in der Weiss durchstochen, daß gerade die Augen Eberts getroffen waren. Die Ilntersuchung noch den Tätern dieser Zerstörung verlief st.lbstverftändlich refullatlos, denn der völkische Personal« r o s e r e n t, Postrat Henckel, hatte gar kein Interesse daran, etwas Positives festzustellen. Bezeichnend für ihn ist, daß er sich nach dem Tode Sberts in der obsälligsten Weis« über den verstorbenen Reichs- prästderrten äußerte. Um das Maß voll zu machen, hielt es der Oberpostrot B u ß m a n n noch für angebracht, von den Rationaliarben der Republik als von Srhwarz-Rot-Sch... zu sprechen. Als diese Dinge bekannt wurden, waren nicht nur die beteiligten Herren Reserenten, sondern dle Mehrzahl der aus der OPD. Minden Mchäftigten Beamten gerade über deirjenigen„empört", der diese Dinge nicht mehr schweigend hinnehmen wollte. Der Präsident der Oberpoftdirektlon gab an, von allem keine blasse Ahnung zu haben. Aus Veranlostung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktian hat der Reichspostminister Dr. Schätze! jetzt energisch durchgegriffen, pnd zwar hat er den Postrat Henckel nach Dortmund straf» er- setz rund ihm eine anständig« Rase gedreht. Der Oberpostrat Büß- wann oder, der die Nationalsarben beleidigt hat, slognachHalle und erhielt eine Geld st ras« von ISO Mark. Außerdem werden die Beamten der Oberpostdirektign Minden bald die Ehre haben, jedes Dienstzimmer der OPD. mit einem Ebert-BÄd ge. I-Hmückt zu sehen. 0 Stabe, 2. November. Der.Regierungspräsident Dr. R os« hat an den Oondrat des Kreises Kehdingen folgendes Schreiben gerichtet: ..Dos(chjrfe Eintreten der„Freiburger Zeitung" im Haupt- Klolt und in der Beilage„Ar und Halm" für da« Bolkebsoehren Freiheitsgejetz und die dahei gegen die Reichs- und Staatsregisrung erhobenen Angrisss»ertragen sich nicht mit der Stel- l u n g« i n e s a m t l t ch« n K r e i s b.l a.t t« s.'... Da das Kreis- blatt in der zurückliegenden Zeit bereits mehrfach Anlaß zu Pean- standungen gegeben hat, entziehe ich ihm nunmehr den K r« i sb lqt t-CH a r a kter. Ich ersuch«, dieses dem Blatt zu eröffnen und dafür Sargs zu tragen, daß dem Blatt staatliche Aufträge künftig nicht mehr erteilt werden. Da» Gleich« g ll iür Austrägs de» Kreises. Der bestehende Vertrag ,st umgehend zu kündigen. Endlich ersuche ich, sicherzustellen, paß die übrigen Reichs- und Staatsbehörden, die bislang Beziehungen zu dem Blatt unter- balten haben, diese ebenfalls unverzüglich abbrechen. Sollte ein« der vorgenannten Behörden nicht dazu bereit sein, so ist zu be- richten, damit ich die Zentralinstanz zum Eingreifen veranlassen kann." O weh, wir haben„gesiegt!" Die Enttäuschung im Lager der freien". Man konnte es kaum anders erwarten und doch muß es registriert werden: die Tatsache, daß das Mindestmaß der Eintragungen zum Hugenberg-Begehren doch noch erreicht und um einige tausend Stimmen überschritten wurde, hat der Rechtspresse glatt den Atem genommen. Sie ist zunächst kaum in der Vage, etwas Ernstes zu sagen. Denn sie hatte sich grundsätzlich schon ganz auf ein vollkommenes Scheitern eingerichtet und die Walze vom„amtlichen Terror" auf besonders heiseren Ton gestimmt. Nun, da doch noch«in paar Tausend Stimmen mehr sich zu den„wirklich Freien"(nach Hugenberg) gefunden haben, findet Westarps„Kreuz-Zeitung:„W ar es auch nur ein knapper Sieg, so wollen wir uns seiner freuen." Aber mit der Freude dauert es nicht lange, denn schon bald darauf wird den verbündeten Hitler- Leuten gehörig der Text verlesen: Um der historischen Wahrheit willen muß festgestellt werden, daß er(der Zuchthausparagraph 4. Red. D.) von manchen Bekämpf«» des Doung-Planes und der Kriegsschuldlüge al» Be. lastung empfunden wurde. Besonnen« Kreise sahen die Verdrehungen und Verhetzungen, die aus diesem Paragraphen künstlich konstruiert werden konnten, und ander« damit verbundene Schädigungen voraus. Bekanntlich ist nun jener Abschnitt des Freiheitsgesetzes aus besonderes Drängen der Ratio- nalsozialisten aufgenommen und später nur etwas abgeändert worden. Am so weniger berechttgt scheint es uns jetzt, wenn sich die Nationalsozialisten nun mit Ihr« eigenen Agitation und ihren Erfolgen brüsten, aber dem Stahlhelm und den Deutschnationalen den Vorwurf machen,„nicht die notwendigen Anstrengungen gemacht zu haben". Um die„Siegerfreude" ganz auszukosten, wirft die „Kreuz-Zeitung" den verbündeten Nazis„übertriebenes Selbstbewußtsein",„Ziellosigkeit" und„Einbruch in die Nachbarkolonnen" vor, wobei sie die Wahlen von Baden ausdrücklich als ein W a r n u n s z e i ch e n anspricht. Der „Reichsausschuß" Hugenbergs soll nun dafür sorgen, daß die Nazis in Zukunft die angeordneten Marschstraßen inne- halten und die braven Konservativen nicht stören. Ganz so freudig, wie die Kreuzzestungsrttter ist die be- nachbarte„Deutsche Tageszeitung" nicht gestimmt. Sie schweigt lieber und gibt nur Nachrichten. Dieses Schweigen ist goldiger als das Schwätzen der„Deutschen Elaß- Zeitung", die wirklich Töne anschlägt— Töne, die wie aus einer anderen Well zu stammen scheinen: „Die denkenden Männer selbst im.Demokratischen" Lager müssen sich darüber im klaren sein, daß vier Millionen ent- schlössen« Menschen eine Macht sind, die nur Dummheit oder Verlogenheit aus der Well reden kann. In der Geschichte aller Volk« und Zeiten genügten kleinere Scharen tatbereiter Männer, ihrem Willen Geltung zu oerschaffen." Es wäre angesichts solcher. Kraftmeierei von Interesse festzustellen, wie viele gepreßte und geschleppte alt« Frauen unter den„tatbereiten Männern sein mögen, Frauen, die um ihrer Unterstützungen willen den Lockungen und Drohungen der nationalen Edelinge folgen mußten. W i e viele Abhängige unter den Männern sind, denen der Boykott des Landbundes oder die Entlassung drohte, wenn sie nicht einschreiben gingen. Aber fragen wir nicht erst. Selbst bei den Elaßens ist das bekannt und sie zittern vor dem zweiten Reinfall beim Volksentscheid. Der geheime Stimm- zettel ist chnen in der Seele zuwider. * Das Präsidium des Reichsausschusses für das Hugenberg- Begehren tagte am Sonnabend in Bettln und«ließ faxende Kundgebung: „Trotz Severing, Braun und Genossen ist das Volksbegehren gegen Tnburplan und Kriegsschuldlüg« mit Erfolg durch- geführt. Alle Verleumdungen der Ermllungspresie haben es nicht vermocht, vier Millionen ausrechter deutscher Männer und Frauen von dem ossenen Bekenntnis ihres Fve-iheiiswilleris zurückzuhalten. Beispielloser Terror und skrupcl- los« Gesinnungszwartg sind zuschonden geworden. Die Eintragung in die Ehrenliste des deutschen Volksbegehrens war ein Bekenntnis und eine Tat. Der Dank kommender Geschlechter ist ihr Lohnl Die erst« Schlacht ist gewonnen! Der Kampf geht weiter!" Das klingt ganz so, als wenn es mit Herzbubbern nieder- geschrieben sei. Der„Donk kommender Geschlecht«" ist auch ein Trost, befand«? bei den„aufrechten deutschen Männern und Frauen", die als Landarbeiter unt« dem Terror ihrer „gnädigen H«ren" und deren Beamte sich eintragen n rußten. Bei der Eeheimabstimmung des Bolksentfcheids werden die Herrschaften sich ebenso fragen, wo dle Unterzeichner geblieben sind, wie sie jetzt vergeblich Umschau nach den fehlenden eigenen Wählern hatten müssen.« Wieder 3000 weniger. Die letzten Zählresultate. Nach den beim Reichswahlletter bis zum 2- November 18% Uhr abends eingegangenen Meldungen stellt sich das Ergebnis wie folgt: Zahl der Stimmberechtigten 41ll7Z4SS. Zahl der Eintragungen 4 133 812(also nicht 4 136 000, rote mittags gemeldet wurde), mit hin Beteiligungsziffer 10,06 Proz. Gemessen an der Gesamtzahl der Stimmberechtigten(41 278 807) liegen die Eintragungsziffern aus SOLO Proz. des Reichsgebietes vor. Es st e h e n n o ch a u s die Ergebnisse aus 10 Gemeinden des Stimmkreises Nr. 24 lOberbayern— Schwaben) mit rund 1770 Stimmberechtigten und aus Teilen des Stimmkreifes 2.Z(Nieder- bayern) mit rund 203 670 Stimmberechtigten. Für die übrigen Z3 Sttmmkreise liegen die vorläufigen Eintragungsergebnisse voll- ständig vor. « Da am Abend 3000 weniger Eintragungen gezählt wurden trotz weiterer Gesamtergebnisse, so muß also ein bei t>« Hast der Zählung verständlicher Rechenfehler am Mittag vorgelegen haben. Bei allen diesen Meldungen ist zu berücksichtigen, daß es sich um vorläufige Resultate handelt, und daß dle endgültige Ziffer erst viel später an Hand der Akten festgestellt werden kann. Das Netz der Bombenleger. Mitteilungen des Untersuchungsrichters. Altona. 2. November. Am Sonnabend vochmikkog gab der Untersochongs- r Ichler Dr. Masur im Allonner Amksgerichksgebävde ln An- wesenheil von Staatsanwalkschoflsral Dr. Eichhoh-Berlln und Dr. Braschwitz vom Dandezpolizeiaml Berlin weil«« Aufklärungen üb« den Stand der Bombenangelegenheit. Er bezeichnete zunächst die vergangene Woche al» einen der größten Erfolge In der Untersuchung der Bombeuangetegen- hell. Außer der Aufdeckung der Bombenwerkstall sei es jetzt auch gelungen, das Zllteulal auf das Oldenburger Finanzamt vom Zuni d. 3. aufzuklären. Den Anschlag habe Herbert Schmidt v«Lbt. Auch die hier verwandten Bomben seien von kapphengsl und seineu IMkorbeIl«n In der Bombenw«k- statt angefertigt worden. Damit seien im ganzen jetzt siebe« Attentate aufgeklärt, nämlich diejenigen von Kollingstedt. Bcidenfleth. Wesselburen. Itzehoe, Oldenburg. Niebüll und Schleswig. Aufzuklären bleiben jetzt noch die Anschläge in Lüneburg und Berlin. Als geistigen Urheber aller bisherigen Anschlüge bezeichnete Dr. Blastic den Landvolkführer Klaus heim. Die Bombenwerkstolt, die vor kurzem aufgedeckt wurde, befand sich übrigens nicht in Altona, wie zuerst gemeldet worden war, sondern In Hamburg. Die Bombeuhersteller Aisred Sapphengst aus Altona. Othmarschen und h«berl Schmidt halten in der Artedenstraße in Homburg einen Raum gemietet und als Zltelter hergerichtet. In der Pressebesprechung wurde noch mitgeteilt, daß der unter dem BerdachtderBegünstig u n g am Freitag festgenommene Werner Brandt aus Altona dringend verdächtig sei, die Flucht des Alfred Kapphengst in irgendeiner Verbindung mit Berlin finanziert zu haben. Brandt, der Maler von Beruf ist, hat die zur Bombenherstellung dienende Werkstatt nach derqn Liquidation von Kapphengst und Schmidt abgemietet: Usber die Roste, die der Landvolkführer Hamkens- Tetenbüll in der Bomöenangelegenhett spielle, teilte Staatsanwaltschaftsrat Dr. Eichhckz folgendes mit: Zur Richtigstellung immer wiederkehrender irreführender Nachrichten in der Oesfentlichkett, besonders in Schleswig-Hplstein, weist die'Iustizpressestelle in Berlin- Moabit darauf hin, daß die Boruntersuchung auch gegen Landwirt Wilhelm H a m k e n s. Tetenbüll ihren Fortgang nimmt. Denn Hamkens selbst hat bei seiner polizeilichen Vernehmung und spät« zu Protokoll des Untersuchungsrichters er- klärt, er habe aus persönlichen Asußerungen des Landwirts Klaus „Don Carlos"— Regie Zehner Staats! heater. Da» Volk begehrte Ießner, auch Kortner und Müthel. Man kämpfte um Intendanten unb Intriganten. Es war ein langer und lauter Abend. dl. H. Heim erfahren, daß dies« die Anwendung von Gewaltmitteln plane. Als eine-n seiner Mitarbeit« hierbei Hab« Klaus Heim den Kaufmann Herbert Dolck bezeichnet. Daß bei den ersten drei Attentaten der Syndikus Guido Weschke beteiligt gewesen sei, habe er. Hamkens, gleichfalls gesagt. Diese Bezichtigungen hat Hamkens auch bei sein« richterlichen Gegenüberstellung mst dem Angeschuldigten Heim aufrechterhalten. Danach besteht gegen Hamkens nach sein« eigenen Aussage mindestens der begründete Verdacht eines Vergehens gegen Paragraph 13 des Sprengstoff- gesetzes unvermindert fort. Bomben und Erpressung. Wer nicht zahlt, bekommt eine Handgranate ins HattS! Das von dem neuerdings in Hanlburg verhafteten Herbert Schmidt eingestandene Bombenattentat in Wesse lburen bestand aus dem Wersen v o n H a n d g r a n a t e n in di« Häuser von zwei wohlhabenden Bürgern aus Westelburen. Daß die Gra- naten nicht krepierten, lag sicher nicht in der Absicht der Werfer. Da nun gleichzestig mit diesen Handgranatenanschlägen' bei per-' schiedenen Einwohnern Wesselburens anonyme Brief« ein- gingen, di«— unbeholfen und falsch geschrieben— sich in d u n k l« n Drohungen gegen all« Kapitalisten ergingen, so en: stand damals der Eindruck, daß dies« Anschlag« mit den Bombenallentatcn nichts zu tun hätten, sondern auf Täter schließen ließen, die der Kommunistischen Partei naheständen. Das Geständnis des Schmidt hat diesen Irrtum aufgeklärt. Es war nicht der dumpfe Berzweiflungsakt irregeleiteter Proletaner, sondern die berechnende Drohung gewissenloser Putschisten, dte durch Handgranaten und Drohbriese die zu- geknöpftvn Geldbeutel für ihre Zwecke etwas lockern wollten. Wenn auch der Oesfentlichkett der wahre Grund dieser Anschläge zunächst verschwiegen blieb, so haben die davon Betroffenen Mnau gewußt, weshalb die Drohung gegen sie erfolgt war und was sie zp tun hatten, um Wjederholunz«, vorzubeugen. Es verdient festgehalten zu werden, daß in diesem Fall« da» Verbrechen eines Attentats nicht nur benutzt wurde, um den Kampf gegen den polttischen Gegner, gegen das„verhaßte System" zu fuhren, sondern daß hier den Tätern nahestehend« Kreise eingeschüchtert werden sollten, um Geld herzugebenl Diese Feststellung ist deshalb wichtig, weil in der Rechtsprest« s ch o n wieder Kräfte am Werke sind, um diesen Berbrecherkreis mit dem Nimbus von ldealem Kämpsergeist zu umwehen. Nicht Politik, sondern Erpressung ist die Triebkraft dieser Leute.gewesen. Das wird festgehalten werden mästen! Der bulgarische Aaminerprästd:nl Zankow erhielt mehrer« ano- nyme Drohbriese. Der Iustizmlnister hat verstärkten Schutz des Sobranjegebäudes veranlaßt. England gibt Beispiel! Beitere Labour- Siege in den Gemeinden. Condon, 2. November.( Elgenbericht.) Die Arbeiterpartei hat auch bei den Gemeindewahlen der Londoner Borotte 2 widen ham und Galind je zwei Size und in Centou vier Size gewonnen. Jm Stadtparlament von Ceylon wurde damit erstmalig eine Mehrheit errungen. In dem dusgesprochen bürgerlichen Borort von Condon Wimbledon, wo die Arbeiter bicher feinen einzigen Vertreter im lofalen Parlament besaßen, gelang es ihnen, einen Kandidaten durchzubringen. Einzelergebnisse aus den Provinzstädten liegen noch nicht vor. Aus den Meldungen aus Manchester, Birmingham und den anderen großen Industriestädten geht jedoch deutlich hervor, daß die kommunisten eine neue vernichtende Nieder. lage etliffen haben. Bisher liegt feine einzige Meldung über einen erfolgreichen fommunistischen Kandidaten vor. Straßentumult in Warschau. Zwei sozialistische Abgeordnete verletzt! Warschau, 2. November. Bel Zusammenflößen zwischen Polizei und Sozialisten sind 15 Polizisten leicht verlegt worden. Es demonstrierten ungefähr 400 Menschen. Die Polizei hat zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Der sozialistische Abg. Dubois wurde geschfagen und der sozialistische Abg. Pragier an der Hand durch einen Säbelhieb verlegt. Die Reffungsgesellschaft leiftete den beiden Abgeordneten Dienste. Sejmmarschall Daszynfti beabsichtigt, in dieser Angelegenheit bei den Behörden zu inter. uenieten. Der sozialistische Robotnit" ist abermals, offenbar im Jajammenhang mit den gestrigen Borfällen, beschlagnahmt worden. Nach einer Totenfeler der Sozialistischen Partei für einige ihrer Mitglieder waren die Versammlungsteilnehmer unter Führung eini ger Sejmabgeordneter durch die Straßen marschiert, um gegen die Berhinderung der Parlamentseröffnung zu demonstrieren. Dabei ist es zu den Zusammnestößen gekommen. Hebe gegen den Polen: Bertrag. Saboteure an der Arbeit. Die schnellen Fortschritte, die feit Hermes' Verschwinden von der Bühne der Wirtschaftsverhandlungen zwischen Deutschland und Polen erzielt worden sind, haben alle die Kreise in helle Aufregung verjet, denen an einer Berewigung des deutsch pol. nischen Handelsfrieges gelegen ist. Der por zwei Tagen erfolgte Abfluß des deutsch- polnischen Liquidationsvertrages hat die Herren auf der Rechten vollends aus dem Häuschen gebracht. Sie sehen, daß es dem neuen Berhandlungsleiter, dem deutschen Gesandten in Warschau, Ulrich Rauscher, ernst damu ist, den zwischen Deutschland und Bolen angehäuften onfitttstoff abzubauen und den seit 1925 anhaltenden Wirtschaftsfrieg zu beenden. Ein Wirtschaftsfrieg miro zmar nicht mit Gasgranaten und Maschinengewehren geführt, aber jedes Drudmittel und jede Schitane ist recht, um dem Gegner wirtschaftlichen Abbruch zuzu. fügen. Auch in dem vierjährigen deutsch polnischen Wirtschaftsfrieg famen alle nur den baren Kampfmittel, wie Ein fuhrverbote, Rampfzölle und Niederlaffungsschifanen gegenseitig zur Hmmendung. Einen Borteil von diesen unsinnigen Methoden hatten meber Deutschland noch Bolen, dagegen hatte die werttätige Bepofferung, die durch die gegenseitige Exportdroffelung Ar. beit und Brot perior, hüben und drüben die Zeche zu bezahlen. Seit Jahren nahmen die Notrufe von Arbeiterorganisationen mie non Unternehmern aus den schlesischen Grenzgebieten, die am härtesten von dem Wirtschaftstrieg betroffen waren, fein Ende. Nicht anders mar es in Polen, wo der Landwirtschaft ihr größter Abfagmarkt in Europa verschlossen blieb. Wer die Interessen des gesamten Bolles verficht, muß es also auf das wärmste begrüßen, daß es dem neuen Berhandlungsleiter Ulrich Rauscher gelungen ist, eine Basis mit Polen zu finden, die den Abschluß eines Handelsvertrages für die nächste Zeit erhoffen läßt. Es ist eine Binsenwahrheit, daß das voltswirtschaftliche Gesamt intereffe bei Handelsverträgen den privaten Interessen bestimmter Wirtschaftskreise voranzustellen ist. Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß in jedem Lande einzelne Wirtschaftsgruppen Opfer zu bringen haben. Natürlich wird es teine Regierung geben, die einer Wirtschaftsgruppe Opfer zumutet, welche ihre Eristenz erschüttern. Bei den deutsch- polnischen Verhandlungen steht auf deutscher Seite das Interesse der deutschen Exportindustrien mit ihren Hunderttausenden von Arbeitnehmern im Bordergrunde, während Polen auf die Aus fuhr von Schweinen und von Kohle besonderen Wert legt. Will Deutschland also feinen wichtigsten Ausfuhrindustrien den großen polnijden Markt öffnen, jo tommt es um Zugeständnisse in der Kohlen und Schweineeinfuhr nicht herum. Wenn der Landbund und die grüne Front" ihre Massen jezt mobil machen und die Barole ausgeben, daß der bevorstehende deutsch polnische Handelsvertrog notwendig den Ruin der deuts schen Landwirtschaft nach sich ziehen müsse, so ist dies glatte Demagogie. Es ist ein Unding. zu behaupten, daß das voraussicht liche Einfuhrfontingent für polnische Schweine in Höhe von 200 000 Doppelzentnern den deutschen Schweinemartt tuinieren würde. Ein mal wird diefe polnische Schweineeinfuhr nicht auf den freien marit tommen, sondern größtenteils in betischen Fleischwaren fabriken Verwendung finden und zum Teil auch nur als Durchfuhr. ware Deutschland durchlaufen. Im übrigen ist es eine alte Tat fache, bak die starken Breisschwenfungen für Schweinefleisch mit der Einfuhr ausländischer Schmeine nichts zu tun haben, sondern aus Ichließlich auf innerdeutsche Verhältnisse zurückzuführen sind. Böllig undistutabel find die Forderungen der Grünen Front, die bestehenden Kampfzölle für polnischen Roggen und Futtergerite aufrechtzuerhalten. In diesen Forderungen fommt nichts anders zur Ausbrud als der Wunsch, den deutsch- polnischen Handels: fried zu verewigen. Bandbund und Grüne Front, die mit allen Mitteln im Reichstag ein Zustandekommen des deutsch- polni. schen Handelsvertrages Jabotieren wollen, werden nicht erwarten, daß verantwortungsbewußte Barteien ihre Katastrophenpolitit mitmachen werden. Deutschnationale Müllverwertung. W Müllabfuhr Gesellschaft Letto Bei der Müllabfuhr zeigte sich, daß ein Kasten beson ders schwer war. Man vermutete einen schweren Jungen als Infaffen... Letto Wege Wege Tantie men. Dividende TochterGesellsch Aufsichtsrat Aktien Bei weiterem Suchen fanden sich in dem Müll noch allerhand Wertobjekte, wie Attien von Zochtergesellschaften, Aussichtsratepoften, Tantiemen und Dividenden. Ein Zeichen, daß die beiden Jalaffen in der Müllver wertung wenigflens für sich gut Bescheid wußten. Wege 2 ... aber als man ihn ausfippte, fanden sich darin der deutschnationale Stadtrat Wege und der deutschnationale Direktor Letto. Letto 百 人 Befichl du daint wege Gegendierole Korruptionami ง T Tief auf dem Grunde des Müllfastens aber fand sich zufammengerollt eine schwarzweißrote Fahne, die von den Genannten erst am 17. November entrollt werden follte, mit der Inschrift:„ Gegen die rote Korruption!" Tardieus Mammutliste. 27 Namen.- 6 neue Unterstaatssekretariate! Paris, 3. November, 1 1hr nachts. Um ½ 1 Uhr nachts gab der neuernannte Minister präsident Zardieu seine endlich zusammengestellte Ministerliste bekannt. Sie lautet: Diele überaus lange Liste zeidet fich nicht nur durch ihren ausgesprochen rechts gerichteten Charakter aus, jondern auch burch die auffallende Tatsache, daß ein neues Ministeramt und sechs neue Unterstaatssekretariate geschaffen wurden. Keine prinzipielle Gegnerschaft der Radikalen? Iardie u hat am Sonnabend einen ersten Wiserfolg 31 Derzeichnen gehabt. Die radikale Barlamentsfraktion hat sich mit 46 gegen 28 Stimmen geweigert, in das Kabinett Tardieu einzutreten. Der Kampf um diese Abfage verlief äußerst stürmisch. Ministerpräsidium und Juneres André Zardieu, Unterstaatssekretär im Ministerpräsidium séraud, Interstatssekretär im Innenminsterium René Manaut, Justizministerium Senator Lucien Subert, Finanzministerium Senator Chéron, Unterstaatssekretär im Finanzministerium Champetier de Ribes, im Finanzministerium Champetier de Ribes, Auswärtige Angelegenheiten Briand, Kriegsminister Im Auftrage des rechten Parteiflügels hatte der Bürgermeister Maginot, Marine Georges 2ehgues, Unterstaatssekretär im Marineministerium Deligne, Landwirt von Reims Marchandeau eine Entschließung für die Unterschaft Hennessy. Unterstaatssekretär im Landwirt ftigung Tarbieus eingebracht, da das Regierungsprogramm Tardieus schaftsministerium Robert Sérot, Ceffentliche Arben Mindestforderungen der Radifalen Partei entspreche und die beiten Pernot, Unterstaatssekretär für öffentliche Ar Gruppe Marin feinen Einfluß auf die Regierung haben beiten Mallarné, Sandel Pierre Etienne Flan solle. Durch den Wiederspruch Herriots, Maloys, din, Quftfahrtministerium Laurent- Gynac, Kolo. Bonnets und Delbos murde dieser Borstoß jedoch abgeschlagen. Die von Dalabier wiederhergestellte nien Pietri. Pietri. Unterstaatssekretär im Kolonial. ministerium Alcide Delmont, Arbeitsminister Loucheur, Unterstaatssekretär im Arbeitsministerium für Sygiene Oberkirch, Unterricht Senator Pierre Marraud, Unterstaatssekretär für förperliche Ertüch tigung Henry Baté, Unterstaatssekretär für schöne Künste rancois Poncet, Unterstaatssekretär für technischen Unterricht Bareth, Pensionsministerium Senator Gallet, Ministerium für Post, Telephon und Telegraphenwesen Germain Martin, Ministerium für Handelsmarine Rollin. Der 9. November bleibt. Borstoß in Sachsen zunächst abgebogen. Dresden, 2. November. Der Aeltestenrat des Bandtages beschäftigte fich heute mit ber Brage ber Tagesordnung für die nächste Bollfizung am 6. Rovember. Nachdem der Bandtagspräsident Bedel( 503) inzwischen von sich aus die Tagesordnung festgefeßt und an die Abgeordneten hatte verteilen laffen, ohne darin die Borlage gegen den 9. Nopember zu berücksichtigen, erklärten fich die bürgerlichen Abgeordneten an einer weiteren Besprechung unintereffiert, während die Linksparteien eine Auslegung der Landtagsarbeiten bis nach den Gemeindewahlen befürworteten. Da im Aeltestenrat nicht abgestimmt werden fann, wurde die Sigung nach furzer Zeit ergebnislos abgebrochen. Zur endgültigen Frledigung der Regierungsvorlage dürfte vor dem 9. November faum noch genügend Zeit zur Verfügung stehen. Heimwehr und Bundesbahn. Gefährliche Treibereien. 3welfes Todesopfer des Budapester Hungerstreifs. Nachdem nor einigen Tagen der Kommunist Alerander 25 my im Baizener Wir erhalten Kenntnis non Treibereien in Deutschösterreich, Gefangenenhause gestorben war, ist geitern der Emigrant lerander Staron ebenfalls an den Folgen des Hungerstreils einer die so bezeichnend sind, daß sie auch im Reich Interesse verdienen. ungenentzündung erlegen. Staron verbüßte eine zwölf- Die Bundesbahnen sind ähnlich wie später die Deutsche jährige Kerferstrafe wegen eines geplanten Attentats auf den Reichsbahn im Sanierungsprogramm verfelbständigt worden; Reichsverweser Horthy. Die Nachrichten über weitere Indesopfer unter ben im Hungerstreit befindlichen fommunistischen Häft ihrem Generaldirektor Dr. Günther wurde fchon vor einiger opfer unter den im Hungerstreif befindlichen kommunistischen Häft- Beit auferlegt, zurückzutreten. Das mag einen Grund in lingen haben bisher feine Bestätigung erfahren. Parteidisziplin fiegte über den Opportunismus derjenigen Parteimitglieder, die gegen den Preis eines Ministersessels ein Opfer ihrer Ueberzeugung bringen wollten. Immerhin fonnte sich die radikale Parteigruppe nicht zu einer prinzipiellen Oppofition gegen Tardieu entschließen. Sie bescheinigte ihm vielmehr, daß er sowohl in seinem Regierungsprogramm wie auch in der Zusammenseßung seines Kabinetts eine anerkennenswerte Bemühung um die Versöhnung unternommen habe. Die Radikalen würden ihn daher auch ohne voreingenommene Feindseligkeit lediglich nach seinen Taten beurteilen. bent Bunich nacy einem System gehabt haben, das darauf ausgeht, die starke gewerkschaftliche Organisation der Eisenbahner und ihre Entschloffenheit zum Abwehrkampf gegen den Faschismus zu brechen. Run erfahren mir, daß die Heimwehren. wieber aufgeputscht von dem steirischen Landeshauptmann Dr. Rintelen, die Ernennung des Generaldirektors der Alpinen Monton. gefefffchaft zum Generaldirektor der Bundesbahnen, fordern und Aussicht haben, sie durchzusetzen. Die Alpine Montangesellschaft, an der auch reichsdeutsches Schwerindustriefapital beteiligt ist, fördert seit langem den Heim mehrfaschismus nicht nur durch Gelb, sondern auch durch Betriebsterror, der Arbeiter in die Heimwehr preßt. Die Alpine ist der größte Geschäftspartner der Bundesbahn, der ste Kohle und Eisen liefert. Ein Beschluß des Betriebsrats hat zwar seinerzeit aus brüdlich gefordert, daß Geschäftspartner der Bundesbahn nicht zu ihren Leitern ernannt werden sollen. Aber die Alpine wünscht, ihren Heimwehrfold aus der Bundesbahnfasse zu nehmen und ihren Betriebsterror auf die Bundesbahn auszubehnen. Dazu soll ihr Die Regierung Schober verhelfen. Lut fie es, so wird sie ihren bisher unklaren Charakter enthüllen! Labour greift ein. London, 2. November.( Eigenbericht.) In der Unterhausigung am Montag werden die sozialistischen Abgeordneten Burton, Leyton und Price den Außenminister über die politische und wirtschaftliche Situation in Deutschösterreich befragen. DE Hitlers Futterfrippenpolitit. Was die Beamten von einer völkischen Regierung zu erwarten haben. Der Bund deutscher technischer Zollbeamten, auf dessen Bundes tag fein Borfißender, Zollamtmann Dr. Klüver, unter brausendem Beifall ein offenes Bekenntnis zur Republik ablegte, hat durch ein Rundschreiben seine Mitglieder davor gewarnt, für das Boltsbegehren einzutreten. Dies Runtschreiben ist von dem gesamten erweiterten Bundesvorstand unterzeichnet. Die deutschen Bolltech nifer haben mit dieser Stellungnahme für die Republik den Zorn des Herrn Hitler erregt. Unter der Ueberschrift zum Kapit I Charakterfestigkeit der Beamtenschaft" druckt der Bölkische Beob achter das Rundschreiben ab und bemerkt dazu folgendes: „ Es wird einmal der Tag tommen, wo der Boden der Lats fachen nicht mehr schwarzrotgelb gepflastert sein wird! Und dann wird begreiflicherweise der neue lagen wir ruhia der national sozialistische Staat sich die Beamten genau ansehen, denen er ben Staatsapparat ausliefert. Und er wird voraussicht, fich nur auf die Dienste jener Beamten Bert legen, deren moralische und politische Charat. terstärfe heute schon die Garantie verspricht, daß der deutsche Nationalstaat in ihren Händen gut aufgehoben ist. Genosse Seveting ist nicht in der Lage, die Beamten, die sich beim Voltsbegehren einzeichnen vor disziplinärer Berfolgung zu schüßen, und der tommende Staat der nationalen Chre mtb ebenjomen'g in der Lage sein, die Dienste von darafter chwaten, unzuverlässigen Beamten in Anspruch zu nehmen. Aber er wird gewillt sein, Beamte. Die heute schon offen ihren Bekennermut zeigen, so zu beschäftigen, mte fie es Derbienen. Und unter Siefen werden die es folgen einige Namen nicht sein!" Die Absichten auf Einführung einer volfischen Staatsfuttertrippenpolitik tönnen wirklich nicht beffer aufgedeckt werden, als es hier geschehen ist. Der„ kommende Staat der nationalen Ehre duldet also nur vöttishe Beamte!. Und diese Leute wegen es, fich als Hüter und Schüßer der verfaffungsmäßigen Rechte der Beamten aufzuspielen und andere als Futterfrippenjäger anzuflagen? Do trösten wir uns. Bis zur Errichtung des nationalsozialistischen Ehrenftaates wird es zunächst noch eine Zeitlang dauern, und bis dahin werden Herr Hitler und feine Mannen vermutlich aus Größenwahn übergeschnappt fein. KPD. Banditismus. Bur Kennzeichnung der Gesindelpartel. 3 Wir lefen im rechtskommunistischen Gegen ben Strom":" ,, Wie unser Leipziger Bruderorgan berichtet, sind im Anschluß an die legte Bezirkskonferenz einige oppofitionelle Ge noffen auf dem Rückweg in der Zeißer Straße in Leipzig Don zwei bis jetzt leider noch in der KPD. organisierten Wegelagerern aus dem Hinterhalt überfallen worden. Unser Genaffe Ostar Merter, ein langjähriger Parteifunktionär, wurde in der unmenschlichsten Weise mit Fußtritten, Fauft Oeffentliche Wählerkundgebungen Heute, Sonntag, den 3. November: Wilmersdorf. Treffpunkt zur Demonftration pünktlich 11% Uhr Fehrbelliner Play. Banner und Fahnen mitbringen. Schöneberg. Antreten zum Demonstrationsumzug pünktlich 114 Uhr am Bahnhof Friedenau- Wilmersdorf, Aus gang Barziner Straße. Mahlsdorf. 14 Uhr Treffpunkt zur Demonstration bei Anders, Bahnhofstraße 37. Anschließend Wählerkund gebung im Lofal Kurland", Müllerstraße Ecke Lange Straße. Referent: Stadtverordneter Franz Käming. Morgen, Montag, den 4. November: Wilmersdorf. Deffentliche Beamtenversammlung 19% Uhr im Viktoriagarten, Wilhelmsaue 114/115, Neuer Saal. Tagesordnung: Beamte, Angestellte, Arbeiter und die Kommunalwahlen. Referent: Stadtverordneter Hans Boywod. Johannisthal. 19% Uhr im Lotal Einsiedler, Sterndamm. Referent: Bürgermeister Grunom. Bohnsdorf. Jungwählerversammlung um 20 Uhr im Lokal Heimann, Waltersdorfer Str. 100. Referenten: Genoffen Seigewasser und Gallas. Sorgt für Maffenbesuch! Wedding. Dienstag, den 5. November: 19% Uhr in den Pharusfälen, Müllerstr. 142. Referenten: Bürgermeister Dr. Ostrowski und Stadt verordneter Bruno Krause.- Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Str. Referentin: Gertrud Hanna, M. d.& Prenzlauer Berg 29. und 30. Abt. 19% Uhr in den Kasino- Festsälen, Pappelallee 15. Referent: Stadtverordneter Karl Bublig. Charlottenburg. 19% Uhr in der 8. Gemeindeschule, Joachimsthaler Str. 31/32. Referent: Bürgermeister Dr. Herz. Schöneberg. 20 Uhr in der Hohenzollernschule, Belziger Straße Ecke Eisenacher Straße. Referent: Stadtver ordnetenvorsteher Johannes Haß. Tempelhof- Mariendorf. Antreten zum Werbeumzug mit Musik und Fackeln pünktlich 19 Uhr in Mariendorf, Chausseestraße Ecke Dorfstraße. Treptow. Treffpunkt zur Demonstration und Abmarsch 18% Uhr Wiener Brücke, mit Musit. Anschließend Wählerkundgebung im Lokal Viktoriapart, Am Treptower Part 26. Referent: Stadtverordneter Wilhelm Strieder. Neukölln. Haupttreffpunkt zur Demonstration um 19 Uhr Reuterplag. Umzug mit Musik und Fackeln. Treffpunkte der einzelnen Abteilungen: 89. und 90. Abt. 18% Uhr Reuterplag. 91., 94. und 95. Abt. 18% 11hr Boddinplay. 92. und 93. Abt. 18% Uhr Böhmischer Blaz. 96., 97. und 98. Abt. am Bahnhof Hermannstraße. 99. Abt. Briz 18% Uhr Reuterplatz an der Wage. Baumschulenweg. 19% Uhr in der Aula des Lyzeums, Baumschulenstraße. Referent: Stadtverordneter Hermann Lempert. Zehlendorf. 19% Uhr im Gesellschaftshaus Bohna, Karlstraße. Referent: Hanz Holz. Mitte 6. Abt. 19% Uhr in Hoffmanns Festfälen, Schwedter Straße 23. Referent: Stadtverordneter Willi Riese. Männer und Frauen, erscheint in Massen! Als zweifes Todesopfer des Hungerstreits der Politischen in Ungarn ist der Kommunist Alexander Sataron gestorben. an geblich an Grippe mit Lungenentzündung. Wie schon mitgeteilt, werden die ungarischen Strafanstalten nicht geheiztl ( Gewerkschaftliches fiehe 3. Beilage.) fchlägen und Schlagringen mißhandelt. Er erlitt fchwere Verlegungen im Gesicht, besonders an den Augen, und mußte ins Krantenhaus gebracht werben. Der Borfall geschah am hellichten Tage und ohne vorangegangene Auseinandersetzung. An diesem überaus bedauerlichen Vorgang sind, wie die Arbeiterpolitit" mit Recht betont, nicht die beiden Wegelagerer, fondern vor allem die Rebattion der Sächsischen Arbeiter. eitung" schuldig, die durch ihre tägliche gemeine Lügenhetze die Genossen zu solchen verbrecherischen Taten treibt. Schlagt lie Berantwortlich für Tolitik: Dr. Curt Gener: Birtſchaft:. Klingelhöfez; tot, ft echt sie nieder, brecht ihnen die Knochen!" das sind die Parolen, die heute von sogenannten fommunistischen Redatteuren aus dem sicheren Redaktionszimmer ausgegeben werden." ? Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner: Feuilleton: R. 8. Dösches: Lotales und Sonstiges Frik Rarstädt: Anzeigen: Th. Slode: fämtlich in Berlin. Berlag: Forwärts- Verlag G. m b. 5 Berlin Druck: Vorwärts- Bud drückeret and Berlaasanstalt Paul Singer a. 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Schloß id Kolonie Vogtsbrigge Dem Urmen und Niedergedrückten wieder eine Stüße zum Aufflieg, die Möglichkeit der Einordnung in die Gesellschaft zu bieten, ift das Bestreben der Berliner Stadtverwaltung und insbefondere auch der fozialdemokratischen Stadtverordnetenfraffion gewefen. Das führte feinerzeit zum Ankauf des etwa 5000 Morgen großen Gutes Joachimshof- Bogtsbrügge in der Oftpriegnih, das zur Einrichtung einer Arbeiterkolonie bestimmt worden ist Veranlassung dazu waren die guten Erfahrungen, die der Magistrat mit der Arbeiterkolonie Ribbedshorft im Havelländischen Luch gemacht hat, wie hier feinerzeit berichtet wurde. Der freundliche Herbstmorgen ist ganz dazu angetan, Rörper und Seele zu lüften. So werden auch die vielen Obdachlosen empfinden, die das gleiche Reiseziel Joachimshof Bogts. brügge mählen, vom Lehrter Bahnhof mit der Bahn bis Breddin, einer Station hinter Neustadt an der Dosse. Bon Breddin ist es dann noch eine Stunde zu Fuß; mit dem Guts wagen, der uns fährt, geht es schneller. Die Kartoffel- und Rübenschläge stehen noch im saftigen Grün, auch der Wald trägt Jein volles Sommerlaub, ein Zeichen dafür, daß wir uns hier In einem Niederungsgebiet befinden, dem die sommerliche Dürre nicht viel gefchodet hat. Es ist ein hochherrschaftlicher Wald, den mir auf der letzten Chausseestrede durchfahren und der in Größe von 600 Morgen schon zum Berliner Gutsbezirk gehört. Hier stehen fchon einige Arbeiterhäuser im freien Waldausschnitt, hart an der Chaussee ein altes Herrenhaus; der Wagen biegt ein und hält por Dem Giebeleingang: Bogtsbrügge. Feierliche Mittagsstille ringsum, dieser Besuch kommt ganz überraschend. Nur vom uralten Guts: port rauscht es wie zur Begrüßung fanft herüber. Ein paar Feuerwehrleute verschwinden im Hintergang des Hauses. Wie fmmer gilt der erste Gang bei einer solchen Besichtigung der Küche. Sonderbarerweise fragt hier auch ein Feuerwehrmann mit weißer porgebundener Schürze in den großen Kesseln herum. Wir müssen eine Kostprobe von dem Rest aus den dampfgeheizten Riesenfesseln entnehmen: Erbsen mit Fleisch zusammengefocht. Sehr wohl schmeckend, nur vom Stehen etwas dick gequollen. Unzweifelhaft ist das Essen mit Liebe gekocht, es fehlen auch alle die Zutaten an Suppengrün und Gewürzen nicht, die das nahrhafte Gericht nach Aschinger Art" berühmt machen. Wie mun zufällig der Blick zum Fenster hinaus auf die grüne Rasenfläche im Park fällt, lümmeln dort ebenfalls ein paar blaue Uniformen im Grase herum. Ja, hat es denn hier gebrannt, daß so viel Berliner Feuerwehrleute auf diefem entfernten Gutshof beisammen sind? Die Frage wird mit hellem Gelächter beantwortet: ,, Das sind doch die Ferienkolonisten, Johann Komáromi: 20] He Koraken! Caus dem Ungarischen von Culexander von Sache Maroch Copyright by Büchergilde Gutenberg, Berlin. Andreas Pikor mußte im allgemeinen viel von vergangenen Tagen. Er erzählte mehrmals, daß in der west lichen Ede des Gartens Goldmünzen vergraben lägen, in einem großen Kessel. Vor langer, sehr langer Zeit hatte er in einer Georginacht gesehen, daß in jener Ede des Gartens eine gelbe Flamme hochzüngelte und mußte gleich, daß der Teusel seinen Hintern dreimal gegen den Deckel des Kessels geschlagen hatte. Davon famen die Flammen. Er säumte auch nicht lange, sondern besprach sich mit Georg Bajda und mit meinem Bater( fie waren noch junge Bürschlein damals). ebenso mit dem unglückseligen Antal Turbis und mit Josef Sandura, fie versorgten sich mit Harken und Grabschaufeln und begannen, unter dem Schuße der Nacht, geheim zu graben. Sie gruben auch schon vier Nächte lang, Andreas Bitor hatte seine Hade auch bereits im Reffelgriff peranfert, ste schwizten zu fünf wie die Hunde, aber Antal Turbis entfuhr immitten der großen Anstrengung ein Fluch, der gegen den heiligen Nepomut gerichtet war, worauf der Steffel mit einem phrenbetäubenden Knall bis in den Mittelpunkt der Erde hinabfuhr. Andreas Bifor langte darauf in feinem 3orn Turbis ein paar hinter die Ohren, daß er sich dreimal über schlug. Aber der ungeheure Schah war daraufhin futsch. Aber auch andere seltsame Dinge geschahen im gräflichen Garten. Im rückwärtigen Ende des Gartens stand ein wahrer Walt schweigend, und dort, int tiefften. Dunkel der Bäume, hing auf dem Stamm einer uralten Esche ein Marienbild. Durch das Unterholz trippelnde Dienstmägde schlugen ein Kreuz, wenn ihr Weg hier vorbeiführte, und entfernten fich eilig aus der Dämmerung dieses schweigenden Blazes. Denn in der Gegend des Marienbildes erschien sowohl um Mitternacht wie auch oft am hellichten Tage die tote Tochter eines früheren Berwalters, während sie, auf bloßen Füßen Eniend, zum Heiligenbild auffah. Ihr Seidenhaar reichte bis zur Erde hinab. Das arme Fräulein machte ftumm die Kreuzes zeichen und betete mit schweigendem Mund. Das war Bahr unsere Freunde aus dem Berliner Asyl!" Jawohl, man hat ihnen die abgelegten blauen Uniformen der Berliner Feuerwehr gegeben, derbe Sachen, die in der landwirtschaftlichen Arbeit noch gut zu tragen find. In solcher mammhaften Kleidung und start bestiefelt machen die Leute einen ganz anderen Einbrud, als wie mir fie nach den Glendsbildern vom Asyl zu sehen gewöhnt sind. Die vers wetterten und zerfurchten Gesichter der Alten blicken zufrieden, auch die der Jüngeren haben viel Besinnliches oder Selbstbewußtes, mas das harte Erleben der legten Zeit ausgelöscht hat. Jezt, nor dem tommenden Winter, ist jeder Asylist heilfroh, ein warmes Dach über dem Kopf zu haben. 150 Mann ist die Belegschaft ftart, die auf Bogtsbrügge und dem bicht benachbarten Gut Joachimshaf bauft. Die Eß imd Schlafräume im Gutshause werben, besichtigt, fie find aufs fauberfte für den speziellen 3med hergerichtet unb zum Teil umgebaut. Der Einbrud der Kofermierung ist nicht vorhanden, eher der des gruppenweisen häuslichen Zusammenschlusses.| In allen Räumen ist elettrisches Licht; eiserne Schränke, reichliche Baschgelegenheit, marme Betten vervollständigen den Einbrud, daß für die Rolonisten gut gesorgt wird. Wenn sich nur unfere Band wirtschaft daran ein Muster nehmen wollte, wie Gutsarbeiter untergebracht werden sollten! Da es unter den Asylisten viele Handwerker gibt, so werden die Talente, sobald man sie entbedt hat, in den Dienst der Kolonie gestellt. Maler und Maurer haben ständig zu tun, in der Schneiderstube ist Hochbetrieb, hier ist sogar ein elektrisches Bügeleisen in Tätigkeit. Redyter Hand vom Haus breitet sich ein ausgedehnter Garten, in dem das Gemüse für den Küchenbedarf gezogen wird, denn Gutswirtschaft und Küche führen getrennte Rechnung. Auf den Wiesen. Links von der Chauffee zieht sich das ungeheure Biesenterrain des Gutes hin, hier allein ein Plan von 1000 Morgen, vieredig geschnitten. Herrlich ist der Blid über eine solche freie Ebene, die von Wäldern umgrenzt mind, mit sanften Höhen im Hintergrunde. lleberhaupt diese Landschaft der Unterefbe, sie ist noch vollständig unberührt und mir wenig bekannt. Welches vortreffliche Ferienwanderziel wäre sie für unsere Jugend, wenn die Stadt von den Gutsgebäuden eines als Wanderherberge einrichten wollte. Bor läufig winft der Obermagistratsrat mit der Geste des Geldzählens diesen Plänen ab, die hier in dem herrlichen Waldbestand auf Schullandheime, Kranken- und Kindererholungsstätten u. a. bin deuten. Man tommt bei dieser Gelegenheit auch auf die Rentabili tät der Güterwirtschaft und diefes Stadtgutes im befonderen zu fprechen, denn selbstverständlich ist das, was der Stadt billig zum Kauf angeboten wird, bis in den Grund herabgewirtschaftet. Die Stadt läßt sich pon anderen Gesichtspunkten leiten; vor dem Eigen mußen steht der humanitäre 3med. Sie bedarf folcher isoliert ge legener Güter zur Einrichtung städtischer Arbeiterkolonien, die fich in verfehrsreicher Umgegend nicht halten tönnen. Der Oberinspektor Bäg, der von der Stadt beim Kauf des Gutes mit übernommen murde, konnte bei allem Fleiß bei dem Vorbesiger nichts erwirtschaften, hat aber bereits unter dem neuen Regime so viel erreicht, daß er hofft, das Gut wird sich bald aus Eigenem erhalten. Man muß dabei berücksichtigen, daß die Asyliften, die hier als Arbeiter heraustommen, gewissermaßen nur Halb- und Biertelleistungen eines normalen Arbeiters vollbringen und größtenteils an die Arbeit erst gewöhnt und angelernt werden müssen. Es gehört erst einige Wochen förperliches und seelisches Ausruhen dieser vom Schicksal herabgedrückten Menschen dazu, nebenher auch unendliche Geduld, um sie dem Arbeitsprozeß einzufügen. Daher machen die heit, unbedingte Wahrheit. Auch meine Mutter hatte das unglückliche Mädchen einmal gesehen, die vor sechzig Jahren irgendeinen jungen Förster sehr geliebt hatte, da jedoch der Bater nicht in die Ehe einwilligen wollte, ging das Mädchen in die Latorca und ertrant. Das Grab stand noch am Fried hofshügel, ein Weidenbaum neigte sich darüber und das arme Geschöpf, erschien immer noch, um zu beten in feiner großen Ruhelosigkeit. Vor diesem dunkel bewaldeten Teil des Gartens hatten mir große Angst, und wenn an hellen Mittagen ein lang gezogener, unverständlicher Schrei aus der Richtung der alten Esche herüberflang, flüchteten wir fopflos zum Glas haus oder in das Schloß. Ein, zweimal bemerkte uns der Berwalter bei unserer Flucht und dann rief er uns heiser an: Was treibt ihr dort, he?" " Das geschah meistens an den frühen Nachmittagen. Um diese Zeit pflegte Brugos sein Mittagbrot zu beenden, und es war feine Gewohnheit, nach Tisch eine halbe hand voll Tabat aus seiner allerlängsten Pfeife zu rauchen. Er lehnte sich mit den Ellenbogen über den Zaun, die Pfeife reichte darüber hinaus bis zum Straßengraben, und der Bermalter minfte da er den Pfeifentopf mit dem Arm nicht erreichen fonnte eines der Kinder zu sich. Manchmal mich selbst: Romm einmal her, du Betjar, und stede mir die Pfeife an!" Vor Brugos hatten wir immer Angst. Aber er begann uns zu loden: Du friegst einen Kreuzer, menn du fie an stedit." -w Auf das Bureden schlich ich näher. Der Alte. reichte mir die Streichholzschachtel und ich stedte die Pfeife an. Erft bat er die Streichhölzer zurück, dann, während er diden Qualm hervorpaffte, meinte er, ich folle mich zum Pfeifentopf stellen und hineinguden. Ich gudte hinein. Brugos fragte. darauf: Willst du den Kreuzer?" Jamohl", sagte ich arglos. Der Alte blies in den Stiel, und ich mußte auf einmal so viel Rauch schlucken, daß ich zu niejen begann. Brugos rannen die Tränen vor Bergnügen herab, und aus feinem aufgesperrten Mande sehen die schwarzgelöcherten Zähne hervor: Hier hast du den Kreuzer, schlude ihn!" Und er lachte so lange, bis feine fleinen Neuglein in feinem Bollmondgesicht ganz verschwanden. Dann schnaufte er blinzelnd wie ein schläfriger alter Röter. Diefen Scherz trieb er oft mit uns, aber den Kreuzer erhielten wir niemals. Gutshof Joachimshof. modernen Bodenbearbeitungsmaschinen, die reichlich vorhanden fired, gerade hier fich bezahlt. Die 1000 Morgen Wiefen, die zulegt gang unbrauchbar und fauer waren, weil das Ueberschwemmingswaffer der Jäglig bis tief in den Sommer hinein auf ihnen stand, fins durch ein einfaches Verfahren trodengelegt, das ein Privatbesitzer aber mohl nie zur Anwendung gebracht hätte. Man hat an der Jäglig( ein Flüßchen, das auch unter dem Namen die ,, Knatter" befannt ist: Kyritz an der Knatter") einen Vorflutgraben entlanggezogen, an dessen Ende eine Schneckenpumpe steht. Motorenkraft betriebene Pumpe schaufelt in der Minute 8000 Liter Wasser aus dem Graben heraus und es bedarf nur weniger Stunden, unt das Wasser von den Wiesen abzuziehen. So geben die Wiesen schon jetzt, im ersten Jahr der neuen Bearbeitung, reichen Ertrag. Der Gutsbetrieb. Diese mit Am Walbrand entlang, etwa 2 Milometer entfernt, tommt man zu dem eigentlichen Gut Joachimshof, wo etwa der vierte Teil der Arbeiter stationiert ist. Hier befinden sich auch die umfangreichen Biehstallungen, die Molkerei, Scheunen, Speicher, ein riesenhafter Futtersilo, die freundliche Inspektorwohnung und andere Gebäude, auch eine Anzahl Deputantenwohnungen, die den Neubau einer Schule notwendig machen. Alle Gebäude, die 3. T. start im Verfall find, erfahren eine Instandsehung von Grund auf. Welchen Umfang der größtenteils aus Weidewirtschaft bestehende Betrieb hat, ermißt man am besten aus den Zahlen der Viehhaltung. Es sind 470 Stüd Rindoieh, 41 Pferde, 4 Maulesel und 130 Schmeine vorhanden. Zwei Traftoren, Motorpflüge und sonstige motorische Kräfte machen den Betrieb zu einer vorbildlichen modernen Landwirtschaft. So, wie in diesem Jahr der Ausfalt der Ernte durchaus befriedigend war, hofft man auch in den nächsten Jahren tüchtig voranzutommen. Es ist jedoch, wie schon bemerkt murde, nicht die Aufgabe der Stadt, Ueberschüsse aus solchem Guts betrieb herauszuwirtschaften, viel höher zählt das soziale Guthaben, menn es weiter in dem bisherigen Maße gelingt, die Asyliſten wieder einer geordneten Lebenstätigkeit zuzuführen. Bisher wares es statistisch erredynet, über 50 Prozent der Leute in städtischen Arbeiterfolonien, die als landwirtschaftliche Arbeiter oder Handmerter in der Umgegend Arbeitsverdienst fanden und nicht mehr zu denen zählen, die periodisch immer zum städtischen Asyl in der Fröbelstraße wiederkehren. Diese Obdachlosen, die auf den Gütern der Stadt bis zu sechs Monaten Aufenthalt nehmen dürfen und, wenn sie sich bewähren, wohl auch länger, erhalten außer dem tariflich geregelten Lohn, Berpflegung und Kleidung. Sie sind in den meisten Fällen wieder zu schaffenden Mitgliedern der Gesellschaft geworden. Dann, wenn er mit der großen Pfeife zu Ende war, matschelte er von dannen. Sein vorhängender Bauch verdeckte seine Füße, und daher fonnte er sich nur rudweise bewegen. Möglich jedoch, daß ihn auch der Strid hinderte, mit welchem sein Bauch angebunden war. Um die Kaffeezeit lernte ich mit Bandi neben der Beranda. Aber mehr als die Bücher interessierte mich das Butterbrot und der Kaffee, den uns Fräulein Emmi in ge= blümten Tassen herausbrachte. Ihre zerbrechliche Gestalt neigte sich halb aus der Türe, und sie rief uns mit fanfter Stimme: Kommt herein, Jungen. Gure Jause ist fertig. Diese gläserne Veranda, die mit leuchtenden Rosen bedeckt war bis zum Dach hinauf, begleitet mich noch heute als Erinnerung, wenn ich aus der großen. Ferne der Zeit auf sie zurückblicke... Auch im Winter lag fie im Sonnenschein. Und wenn der Sommer heiß sprühte, drangen durch den Teppich der Schlingrosen nur wenige Lichtflecke hinein und tanzten auf den Wänden oder den Decken. Fräulein Emmi, deren Schönheit mich mit Bewunderung erfüllte, saß strickend in einem geflochtenen Seffel. Manchmal las sie auch. Ein Buch oder eine Beitung. Ihr Fuß, wenn er manchmal unter dem grauen Rödchen hervorlufte, mar so flein, daß er in meiner Hand Blaz gehabt hätte. Wenn wir mit dem Kaffee fertig waren, mintte sie mich gewöhnlich zu fich: Seh dich mal her, Hänschen. Hierher, auf diesen fleinen Stuhl. Ich setzte mich zu ihren Füßen nieder und betrachtete fie mit flugen Augen. Ich erbebte, menn fie mich anjah. Einmal fragte fie mich: Nicht wahr, dein Großvoter, der Obertofat, ist auf meinen Bater böse?" " Ich jagte nicht ohne Betlemmung: Ja, er ist böse. Sie schwieg. Und nach einer langen Weile gab sie zur Antwort: Hier stedt das Unglüd, Hänschen. Auch mein Bater ist ein zorniger Menich", und sie seufzte. Das wird fein gutes Ende nehmen." Sie dachte nach. Später beugte sie sich über ihre Handarbeit: Die Menschen find schlecht, Hänschen. Es wäre besser, immer ein Kind zu bleiben.. Sie versuchte, ein kleines Lied zu summen, als hätte fie meine Anwesenheit vergessen. Ich sah sie umentmegi an Fährst auch du im Herbst ins Kollegium?" fragte fie dann. Ich weiß es nicht. Fräulein Emmi", sagte ich traurig. Meine Mutter wünscht es, aber dazu wäre viel Geld nötig. ( Fortjeßung folgt.). Die rollenden Räder Berlins. Ein Film vom Massenverkehr. Die Berliner Verkehrsaktiengesellschaft( BVG.) führte vor| zusammen, und aus ihnen ersteht die große Organisation Vertretern der Presse ihren soeben fertiggestellten Werbe- der BB G., prachtvoll symbolisiert durch ein gewaltiges, freifendes film vor. Er gibt eine Borstellung von der gewaltigen Rad. Bie uns überhaupt in diesem Film, den man bewußt ohne Arbeit, die heute die BBG. als größtes tommunales irgendeine der üblichen Handlungen" gedreht hat, die rollen den Verkehrsunternehmen im Interesse der Bevölkerung leiffet. Räder" in vollendet schönen Aufnahmen immer wieder begegnen. Es ist erfreulich und wird von uns sehr begrüßt, daß die Wir sehen unser Berlin von einer neuen, interessanten Seite. Die BBG. der Oeffentlichkeit Gelegenheit gibt, einen Einblick in Leinwand zeigt, wie das gesamte Stadtbild von Straßenbahn das gewaltige und vielseitige Getriebe des Unternehmens zu schienen und Oberleitungen durchzogen ist. Staunend be bekommen. merten wir, daß auch der Untergrundbahntunnel feine technische Schönheit hat. Im Namen der BBG. begrüßte Genosse Dr.- Ing. W. Majerezit die Erschienenen. Man tönnte meinen- so führte er aus-, daß ein so großes Verkehrsunternehmen wie die BBG. feinerlei Werbung bedürfe. Denn überall in der Stadt begegnen uns die Straßenbahnen, Omnibusse und Untergrundbahnen. Täglich werden sie von großen Bevölkerungsmassen benutzt. Und trotzdem tönnen die wenigsten die BBG. wirklich. Nun ist aber fast jeder Fahrgast zugleich Berliner Einwohner, das aber bedeutet, daß er Mitbefizer bes Bertehrsunternehmens der Stadt ist. Die BBG. hat daher den Wunsch, ihre Fahrgäste auch mit den Teilen ihres Betriebes und ihrer Verwaltung befanntzumachen, die in der Regel nicht für jeden frei zu sehen sind. Die Inganghaltung der Berkehrsmittel fegt einen gewaltigen technischen Apparat voraus. Die Unterhaltung der Gleisanlagen und der Stromzuführungs leitungen, das Signalsystem auf der Untergrundbahn, die Pflege der elektrischen Motore und der Omnibuffe, die tägliche Reinigung fämtlicher Wagen, und schließlich die zwedentsprechende Dienst verteilung des Personals stellt einen sehr verwickelten Mechanismus bar. Der Film beginnt mit außerordentlich gut gelungenen Trid. aufnahmen. Die früher getrennten Gesellschaften, die Straßen bahn- Betriebs- G. m. b. H., die Allgemeine Berliner Omnibus- Aftien gesellschaft( Aboag) und die Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin, fließen auf der Leinwand plöglich Wir erleben einen Tag Berliner Berkehr. während die große Stadt noch in tiefem Schlaf liegt, wird durch die menschenleeren Straßen das Personal der BVG. mit be= sonderen Mannschaftswagen zu den Betriebsbahnhöfen befördert. Dort werden die Bagen zu ihrem Tageslauf gerüstet. Ein sehr schönes und eindrucksvolles Bild bietet die mechanische Waschmaschine für Straßenbahnwagen. Bwei gewaltige Bürsten sperren dem Wagen scheinbar den Weg, und während er sich durch dieses Hindernis hindurchdrückt, wird er von allem Schmutz der Straße befreit. Der Film zeigt uns den architektonisch schönen, modernen Betriebshof Treptow, wo wir die Omnibusse bei ihrer täglichen gründlichen Reinigung sehen. Besonders interessant sind auch die Bilder, bie uns eine Anschauung von der gründlichen Ausbildung des Fahrpersonals vermitteln. Der Film schließt mit Jehr wirkungsvollen& andschaftsaufnahmen aus der schönen Umgebung Berlins. Die Berliner, die den Bildstreifen in den nächsten Wochen über all zu sehen bekommen dürften, werden mit dem BBG.- Film" sicherlich sehr zufrieden sein. Der Film wird dazu beitragen, das Verständnis für die Arbeit der Verkehrsgesellschaft und all ihrer Mitarbeiter und Helfer zu erhöhen. Wir Sozialdemo= traten aber sind besonders erfreut, weil er ein lebendiges Bild von den Erfolgen sozialdemokratischer Arbeit gibt. Schulbücher in der Republik. Noch ein Beitrag zu einem beschämenden Kapitel. | bedauerlich, daß diese längst überlebten Uebungsbücher vornehmlich da nicht durch neuzeitliche ersetzt werden fönnen, wo die Stadt den Schülern die Lehrmittel tostenlos zur Verfügung stellt; es sind num einmal seit Jahren solche Bände als Hüter der Bibliotheken vor einmal feit Jahren folche Bände als Hüter der Bibliotheten vor. handen; ein Erfaz durch Neuanschaffung würde die Gefbmittel der Stadt zu fehr beloften. Man braucht als Republikaner allerdings dann nicht in Gorge zu sein, wenn unsere Jungen, frische Unter. setundaner einer hiesigen Aufbauschule mit wahrhaft gesunder Er. reagieren, daß sie blätternd die Röpfe fchütteln und auf Befragen fröhlich lachend die eine oder andere ber erwähnten Stellen vorlesen. möchten unsere republitanisch gesinfiten Jungen doch überall zu diesem Mittel einer bescheidenen Selbsthilfe greifen! Noch immer find die Magen aus republikanischen Lehrerkreisen nicht verstummt darüber, daß gar oft in den an unseren höheren Schulen eingeführten Geschichts- und Lesebüchern sich Andeutungen bzm. Stellen finden, die in der einen oder anderen Form die Tat fache des Borhandenseins der Republit unbeachtet laffen, wenn sie nicht sogar dazu neigen, geschichtliche Darstellungen in tonservativ fäbelflirrender Weise mehr als fubjettiv darzustellen. Uns Repu blikanern mag es indessen zur Beruhigung dienen, daß das Mini fterium zur objektiven Prüfung dieser für die staatsbürgerliche Erziehung, auf die erste Benutzung des erwähnten Buches in der Form ziehung unserer Jugend höchft wichtigen Frage eine befondere Rom. mission von ausgesuchten Fachmännern eingelegt hat. So etpas geht aber natürlich nicht für sämtliche Gebiete unserer Schulfächer; wie tönnte man auch ahnen, daß fremdsprachliche Lehrbücher in ihrem harmlos grauen Gewand ganz treu und brav der guten alten Zeit", in der man daran dachte, unsere Jungen zu triegstüchtigen Soldaten zu erziehen, heute noch zur Zeit der Repu blit große Elgen fingen. Zum Beweis dafür seien Stellen aus dem Lese- und Ülebungsbuch der englischen Sprache von DubislavBoel", 23. Aufl. 1925 mit dem Bemerken angeführt, daß die zuerst zitierte Stelle in einer neueren Auflage 1928 nicht mehr zu fin den ist: 11 B. S. 54: Die Nelsonsäule. Die Löwen find verschieden von denjenigen, die am Fuße des Dentmals liegen, das unfer Kaiser dem Kaiser Wilhelm hat errichten lassen." 13 B. S. 58/59. Kaiser Wilhelm und Maria Stuart.( Enthält genaue Genealogie Wilhelms II.) Auf diese Weise finden wir, daß Kaiser Wilhelm II. ein Nachkomme jener Fürstin ist, deren Schicksal fo unglücklich war und deren Leben durch das Schauspiel unferes großen Schiller in unserem Baterlande so wohl befannt ist." 19 B. S. 69. Der Untergang der Iltis. Sugleich forderte er fie auf, in dem letzten Augenblick ihres Lebens des Baterlandes und des Kaifers zu gedenten, dem sie ihr ganzes Leben so treu gebient hätten, und dies dadurch zu zeigen, daß sie mit einstimmten in ben Ruf: Lang lebe Se. Majestät, der Kaiser Wilhelm II." 21 B. S. 73: Der Herzog v. Marlborough. Wie gewöhnlich hielten es die Engländer für ihre Pflicht, die Leistungen ihres eigenen Helden auf Kosten derjenigen anderer Nationen zu vergrößern." 61 B. S. 175a. Die Winterschlacht in den Masuren.( Nach derselben Quelle.) Das Feldherrntalent unseres Hindenburg, unter stügt von feinem nie raftenden Generalftabschef Ludendorff, hatte fich wieder glänzend bestätigt. In altpreußischer Aufopferung hatten die Generale und Offiziere( Nicht- Offiziere waren an der Angelegen heit offenbar gar nicht beteiligt. Red. d. ,, B.") den Feind nicht mur geschlagen, sondern auch vernichtet." Es soll bei diefem furzen Beitrag ganz außer Erörterung bleiben, wieviel unsere Jungen davon haben, wenn solche geistreichen Säße trampfhaft auf den Regeln der Grammatit fußend in ein mehr oder weniger gutes Englisch übertragen werben. Jeder Fachmann weiß, daß etwas Derartiges der modernen Methodit wider spricht. Nicht unerwähnt fann aber bleiben, daß ein derartiger Tegt der staatsbürgerlichen Erziehung im Sinne der Republik geradezu Hohn spricht. Es ist überaus Kinderhaus Lichtenberg. Luft und Licht und Liebe den Kleinen! Die Stadt Berlin mehrt ihre Einrichtungen zum Wohle unseres Nachwuchies. Bor furzem wurde im Berwaltungsbezirk Kreuzberg das Jugendhaus in der Bordstraße eingeweiht. Am Sonnabend fonnte der Berwaltungsbezirt Lichtenberg fein auf dem Grundstück Simplon fir, 15 errichtetes Kinderhaus eröffnen. 25 Kinder im Alter von 6 Wochen bis zu 1% Jahren auf. Ana geschlossen ist eine Abteilung für 25, Krabbeltinder" von 1½ bis zu 3 Jahren. Für 60 Kinder von 3 bis zu 6 Jahren ist der Kinder garten bestimmt. 60 schulpflichtige Kinder finden im Kinderhort in der schulfreien Tageszeit die notwendige Betreuung. Alle Räume des Kinderhauses haben reichliche Zufuhr von Luft und Licht. Die Aufenthaltsräume und die Möbel wirken durch ihre heitere Farbig feit freundlich und anheimelnd. Hübsch ist auch das Aeußere des Kinderhauses und die Grünanlage, die es umrahmt, Hinter dem Hause liegt ein von Gesträuch umgebener Sandspiels platz für die Kleinen. Der Bezirk Lichtenberg hat die Reihe seiner nach dem Kriege geschaffenen Wohlfahrtseinrichtungen um eine neue vera mehrt. In seiner Arbeit für die Bohlfahrt des Kin des hat er mit diesem schönen Kinderhaus einen guten Schritt vorwärts getan. Das Bezirksamt ist bemüht, für die neu ent stehenden Wohnviertel umfichtig schon jetzt Borsorge zu treffen. Es wird sich nach Möglichkeit im voraus die Räume sichern, die für Einrichtungen der Jugendwohlfahrt gebraucht werden. Schwerste Verfehlungen." Erklärung des Genossenschaftsverbandes zum Krach bei der Beamtenbant. Zu dem Zusammenbruch der Bank für Deutsche Beamte e. G. m. b. H. teilt der Deutsche Genossenschafts. Berband folgendes mit: Die Bank für Deutsche Beamte ist im Laufe des Jahres 1926 Mitglied des Revisionsverbandes gewerblicher Genossenschaften zu Berlin gemorden. Obwohl die Notwendigkeit einer gefeßlichen Revision nach dem Genossenschaftsgefeh erst nach Ablauf von zwei Jahren gegeben war, fand schon im März 1927 eine außer ordentliche Revision der Bant durch den dem Deutschen Genossenschafts- Berband angeschlossenen Revisionsverband statt. Die Revision nahm die ungewöhnliche Zeit von 21 Tagen in Anspruch. Bei der Revision ergaben sich schwerste Berfehlungen. Diese wurden in einer eingehenden Besprechung mit Borstand und Aufsichtsrat erörtert und u. a. die Bedingung gestellt, daß die bisherigen leitenden Direktoren der Bant, die beiden Brüder Weber und der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Rothscheidt, sofort ihrer Poften enthoben würden. Der Borsitzende des Aufsichtsrats wies diefe Forberung brüst und höhnisch zurüd. Um dem jezt unvermeidlichen Ausschluß aus dem Revisionsverband zu entgehen, trat bie Bant aus dem Revisionsverband aus und schloß sich dem Reichsverband der Landbund- Benossenschaften an, ber die Bant ohne Rüdfroge bei dem Deutschen Benoffenfchaftsverband aufnahm. Der Revisionsverband des Deutschen Genossenschaftsverbandes hatte damit alle gesetzlichen Möglichkeiten eines Einschreitens erschöpft. Der Borfißende des Aufsichtsrats trägt jedenfalls für die großen Verlufte der Bank die Hauptverantwortung. Der Deutsche Genossenschaftsverband ist im Berkehr mit feinen Revisionsverbänden bemüht. nicht nur durch zweijährige, fondern durch jährliche und öftere Revisionen die Gefchäftstätigkeit der angeschlossenen Genoffenfchaften zu überwachen, um Mißstände beizeiten aufzudecken und abzustellen, Deshalb find Schwierigkeiten bei Genossenschaften des Deutschen Genossenschaftsa Berbandes auch feltene Ausnahmen." Zurzeit tagt in Berlin der Deutige Beamtenwirta schaftsbund, ber sich ebenfalls eingehend über den Zusammens bruch des Instituts unterhalten wird und vielleicht auch die Möglich teit einer Hilfestellung unterfudyt. Aus Kreifen der Einleger wird Derlangt, daß eine neutrale treuhänderische Stelle die Bücher und Geschäfte des Instituts eingehend prüft, damit den gefchädigten Kunden ein zuverläffiger Einblid in die Borgänge gegeben werde. Den Optimismus der jebigen Bantieitung hinsichtlich des wahrscheinlichen Ergebniffes der Sanierungsbemühungen teitt man an vielen Stellen nicht, nachdem die Verhandlungen an scheinend nicht mit dem nötigen Nachdruck und der erforderlichen banktechnischen Sachfenntnis geführt werden. Beamte der 2 be Geschäftsräumen und sind mit der Durchsicht der Bücher teilung I des Polizeipräsidiums weilen in ben beschäftigt. Böß auf vier Wochen beurlaubt. eröffnet. Das Kinderhaus Lichtenberg dient verschiedenen Einrichtungen der Kinderwohlfahrt als Heim. Säuglingstrippe, Rin. dergarten und Kinderhort sind hier miteinander untergebracht. Zur Feier der Eröffnung hatten Bürgermeister Genoffe Das auf eigenen Wunsch beantragte Disziplinarverfahren Dr. Siggel und Bezirksverordnetenvorsteher Genoffe Tempel die Bezirkskörperschaften Lichtenbergs und der Nachbarbezirke einWie der Amfliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der geladen. In einem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Kinderhauses schilderte der Bürgermeister die Schwierigkeiten, die Oberpräsident der Provinz Brandenburg und Berlin pet. zu überwinden gewesen sind. Schon im Jahre 1925 wurde der fönlich den Oberbürgermeister Böß über die gegen ihn erhobenen Bau eines solchen Kinderhauses geplant. In 1926 fonnte mit der Beschuldigungen vernommen und dem Anfrage des OberbürgerAusführung eines ersten Bauteiles begonnen werden, und jetzt im meisters entsprechend das förmliche Disziplinarverfahren Herbst 1929 ist nach der Vollendung des zweiten Bauteiles das eröffnet. 3um Untersuchungstommiffar ernannte der Oberganze Haus benutzungsfertig geworden. Stadtrat Genosse Thurm präsident den auch in den fonftigen Disziplinarfachen fungierenden übergab als Dezernent für die Wohlfahrtspflege des Bezirks das Oberregierungsrat Tapoliti. Dem Antrage des Oberbürgermeisters fertige Kinderhaus den fleinen Bürgern der großen Stadt". Er Böß auf Beurlaubung hat der Oberpräsident zunächst auf 3n fämtlichen eröffneten mies hin auf die Notwendigkeit, den zur Erwerbs. vier Wochen entsprochen. tätigteit genötigten Müttern die Betreuung Disziplinarverfahren aus Anlaß Sttaret ernannte der Oberpräsident ihrer Kinder durch Säuglingstrippen, Rinder den Oberregierungsrat Dr. Gaede zum Beamten der Staatsan. gärten und Kinderhorte zu erleichtern. Hoffentlich waltschaft. werde, schloß er, für Lichtenberg in absehbarer Zeit noch manche Einrichtung dieser Art geschaffen werden, die den Kindern Luft und Licht und Liebe gewährt. Bei der Besichtigung fanden die einzelnen Abteilungen des Kinderhauses den vollen Beifall der Gäste. Das Haus liegt in einem der bevölkertsten Teile des Bezirks Lichtenberg. Besonders eine Krippe war hier dringend notwendig. In ihr ist auch für ärztliche lleberwachung und Hilfe gesorgt. Die Krippe nimmt Stadtrat Bene de hat nach seiner Rückkehr von der Amerika reise bei Bürgermeister Scholtz den Antrag gestellt, dafür zu sorgen, daß er bald vernommen werde, um ihm Gelegenheit zu geben, die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zu entfräften. Diefem Wunsche ist durch Mitteilungen an die Staatsanwaltschaft Rechnung getragen worden. Die Vernehmung des Stadtrats Benecke wird Montag oder Dienstag stattfinden. Bettfedern Vertrauensartikel Pfund 95 P. Fertige Betten Graue Federn.... Plund 95 PL. Weiße Federn. Weiße Halbdaunen graurot Inlatt mit graven Federn Oberbett. Unterbett 2.30 5.60 Schleißfedern 1.90 Daunen.. 5.75 Kissen Echt chines. Wortz. gesetzl. gesch. 7.35 6.15 .2.65 Federn PfdM3.60 Halbdaunen Pfd.M.5.10 Daunen Pfd M8.50 Rettfedern Gustav Fabrik Lustig Fertige Inlette Fertiges Oberbett echt türkisch- rot • Oberbett 13.50 Kissen.... 3.95 rat echt türkisch- rot oder Illa, gold, 8.75 2.50 fraise, blau Iniett, Indanthren, mit Monopoldaunen, 130 X 200 42.75 Prinzen- Str. ECKE Sebastian- Str Wilmersdorfer Str 138 an der Bismarck Str seit 1886. Lastzug in die Spree gestürzt. Drei Pertonen in Lebensgefahr. Gestern abend stürzte am Tegeler Weg ein ans Traktor und zwei Anhängern bestehender Lastzug in die Spree. Der Chausseur und ein Mitfahrer wurden mit den Fahrzeugen in die Tiefe gerissen: sie konnten jedoch gerettet werden. Einem zweiten Mitfahrer war es gelungen, sich durch Abspringen in Sicherheit zu bringen. Die Unfallstelle liegt unmittelbar an der Stadtbahnübersührung, die in nächster Nähe des Dahnhofs Iungfernheide vom Tegeler Weg über die Spree himoegsührt. Kurz nach 19 Uhr kam den Tegeler Weg in flotter Fahrt«in Traktor mit zwei Anhängern einer Speditionsfirma herunter. Passanten sahen plötzlich, wie der Führer ohne ersichtlichen Grund aus den Bürgersieig am Sprceufer fuhr. Es gab einen mächtigen Krach, das hölzerne Geländer wurde von den schweren Fahrzeugen wie ein Streichholz zerknickt. Die beiden Anhänger überschlugen sich und stürzten die steile Böschung hin- unter. Das alles war das Geschehen von wenigen Sekunden: der gesamte Lastzug war in der Spree versunken. Der Mitfahrer des letzten Anhängers hatte die Gefahr noch rechtzeitig erkannt; es gelang Ihm. im letzten Augenblick abzuspringen, ohne ssch dabei zu verletzen. Auch der Führer und der andere Mitfahrer kamen wie durch ein Wunder noch glimpflich davon. Beide stürzten in das eissge Wasser der Spree. Glücklicherweise gerieten sie nicht unter die umgestürzten Fahrzeug«, so daß sie mit Hilfe vou Passanten schnell da» rettende Ufer erretchen konnten. Die alarmierte Feuer- wehr, die unter Leitung des Oberbourates Scheel« mit mehreren Spezialfahrzeugen anrückte, stellte das Brückengeländer wieder her und übergab später die Unfallstelle der Strompolizei, die sofort Warnungslichtern und Warnungsslaggen anbrachte. Der Lastzug liegt so tief im Wasser, daß seine Bergung ohne Taucher kaum möglich sein wird.— Die Ursache des Unfalles wird von der Polizei noch untersucht. Der Führer des Traktors behauptet, daß die Steuerung versagt habe. Neuer Wochenmarkt in Neukölln. Di« rührig« Neuköllner Verwaltung hat setzt aus dem der De- meind« gehörigen Gelände an der Wilhelm-Busch-Straße «inen Wochemnorkt eingerichtet, der am Sonnabend seiner Bestim- mung übergeben wurde. Der neue Wochenmortt mit 350 Ständen weist«ine Anzahl neuzeitlicher Derb« st« rangen gegenüber den bestehenden Märften auf. So sind die Stände nicht mehr los« zu- sammenges ügt«. immer wieder neu mrizu richtende Bretterbuden, iondern G i s«n b o u t« n. deren stabile Konstruktion gleichzeitig "euers- Auf zur Wahl!"«"°'° aplier, _. ußerbeen ist das ganz« T«rratn gepflastert und mit Zu« und Abflußleiwngen versehen, so daß die Reiniguna, Beseitigung des Abfalles usw. viel gründlicher und vor allem rascher erfolgen kann Daß hier eine starke Ledürfmssrog« erfüllt wurde, beweist der Umstand, daß gleich am ersten Tag« sämtlich« Stände vergriffen waren. Markttage sind Montag und Donnerstag vormittag und Sonn- abend nachmittag. Besonders der Sonnabendoerkauf ist ein ungeheuer reger, da dieser dichtbevölkerte Bezirk, der noch dazu über leine Ätartchalle verfügt, naturgemäß ein starkes Käufer- kontingent stellt. Ueberall wirbt man. überall kämpft mau in der arbeiten. den Bevölkerung sür den Sieg der Sozialdemokratie' am 17. November. Raummangel gestaltet uns nicht, über alle Kundgebungen zu berichten, wir teilen mit: Die starke Parteiorganisation des Bezirk« Friedrichs- Hain zeigte in einem gewaltigen Aufmarsch am Sonnabend abend ihre Kräfte. Ein riesiger Fackelzug marschiert« fast zwei Stunden lang vom Küstriner Platz aus durch die dichtbebauten und engen Mietkasernenstraßen in den Stadtvierteln um den Schlesischen Bahn- Hof. In der Langestraße, Markusstraße und Memeler Straße standen die Straßen dicht gedrängt von Anwohnern. Transparente und Plakat« im Zug forderten zum Eintritt in die Partei auf. Die Arbeiterkampflieder überdröhnten mächtig den Straßenlärm. Auf dem Nudolfplotz löst« sich der Zug nach einer kurzen Ansprache des Kreisvorsitzenden. Genossen Buch mann, auf, der zur Mt- arbeit in den Reihen der kämpfenden Sozialdemokratie und zur Wahl der Liste 1 aufforderte. Am Lausitzer Platz traten gestern abend die Partei- genossen des Kreises Kreuzberg an, um in einem imposanten Fackelzug die Wähler zu mahnen, am 17. November für die Sozialdemokratie zu stimmen. Di« Beteiligung war sehr stark. Transparent folgte auf Transparent in dichter Folge. In markanten Inschriften zeigten sie die Forderungen der Sozialdemokratie auf. Waldemarstraße, Naunynstraße, Reichenberger Straße— überall das gleich« Bild: in dichten Scharen stehen die Hausbewohner am Straßenrand und lasten den Zug an sich oorbeimarfchieren. Am Kottbusser Ufer wurden die Fackeln zusammengeworfen. In zünden« den Worten ruft dann Genosse Emil Barch die Demonstranten auf, am 17. November ihre Pflicht zu tun und sozialdemokra- ti s ch zu wählen. Auch die Abtei lang Pankow veranstaltete einen Propagandaumzug. Es formiert« sich ein imponierender Zug, voran zwei Musikkapellen vom Reichsbanner und dem Mufilerverband. Dann folgten zahlreiche Mitglieder der TAI., die ein großes Schild mit der kategorischen Aufforderung:„Wählt. SPD., Liste r stolz mit sich trugen. In einer Wahlkundgcbung der Partei in der Stadchall« Weihen- ste riefen am Freitag die Genossen Stadtrat Kurt Löwen st ein und Stadtrat Rektor Zwölfer zur Wahl der sozialdemokratischen Liste auf. Genosse Löwenstein wandte sich aufs schärfste gegen die verlogene Hetze der Rechten und der Linken gegen die Sozialdemo- kratie wegen des Stlarek-Skantxilz. Das Geschrei über die Skon- dale soll die eigene LeistungsunfSHigkeit verdecken, soll den Swrm gegen den kommunalen Sozialismus verhüllen. wir täuschen nicht mehr Machl vor. al» wir haben; und wir sind mU unseren Erfolg-» bei welkem noch nicht zufrieden. Mehr Macht muß der Sozialdemokratie von den werNätigeu geschaffen werden, um die Erfolge zu vergrößern. Die Kommune muß ganz unter unseren Einfluß kommen. Auf dl« örtliche« Leistungen de» Bezirk» Weißens« ging Ge- nosse Stadtrat Zwölfer ein. Auch im Bezirk Weißens«« war mit den Kommunisten keine Zusammenarbeit für die Interessen der Werktätigen möglich, und trotz des Ueberwiegens der Arbeiterbevölkc- ZaKlaUtenrolersttel rung hatte die Sozialdemokratie keine Mehrheit im Bezirks- Parlament. Di« Teilerfolge besonders auf dem Gebiete der Woh- nungspolitit. der Schaffung von Grünflächen für das vor dem Kriege vom elendsten Profitwohnungsbau beherrschte Weißense« vsr- ändern das ganze Antlitz des Bezirks. Mütter-, Säuglings-, Kinder-, Jugendfürsorge, Schulneubau und Schulreform, Kinderspeisung, Kindererholung, Spielplatzbau sind in Weißense« wohl vorbildlich für ganz Berlin. Dienst an der Allgemeinheit ist auch für Weißen- sc« die Parole der im Bezirk von der Sozialdemokratie geführten Kommunalpolitik. Di« entlegensten Winkel, Wortenberg und Falken. berg, konnten jetzt an den allgemeinen Stadtverkehr angeschlossen werden. Vierzigjähriges Parteijubiläum in Charlottenburg. Das Fest des 40sährig«n Bestehens feierte der Kreis Chorlotten» bürg der Sozialdenrokratischen Partei im Großen«aal des Spondauer Bockes. Den Ansprechen der Genossen Welk und Katzen st ein hatte man einen wirkungsvollen Rahmen ge» geben: Auf dem großen Podium waren die der Parter nahestehenden Organisationen ausmarschiert, lim ihre Fahnen und Banner geschart standen die Delegierten der Abteilungen des Bezirks, di« Kinder- freund«, die Roten Fetten, die Arbeiter ingsnd, Bundestveue Arbeite?. sportler mit ihren Sportgeräten, der Sprechchor und Abordnungen des Reichsbanners. Genosse Katzenstein, selbst ein alter Chartotten- burger Kämpfer, rief noch einmal all di« Begebenheiten ernster und heiterer Natur in Erinnerung, tue die Parteiarbeit während der 40 Jahr« begleiteten. Den Alten hotte man«ine besondere Ehrang .zugedacht. In Lichtbildern zogen sie auf weißer Leinewand vor» über— oll die alten Dorsitzenden des„Wahlverein s". die alten Parteispediteure, die Kassierer, die alten Kleinarbeitcr, die den Boden vorbereiteten für eine Saat, die gut aufging. Dom Bezirksvorstand waren die Genossen Kunstler und Pagcls erschienen. Die musikalische Umrahmung der eindrucksvollen Feier hatte der Charlottenburger Volkschor.�Harmonie" übenwmmen. Bei den Segnern. M« es bei unseren Gegner», den Deutschnationaten, zugeht, zeigte eine Versammlung iu Dahlem, in der als Kanone der Abgeordnete M a r e tz ki«ine fcharzweißrote SRede hielt. Der Saal faßt 400 Personen, etwa 50 Menschen waren versammelt. Es war ein nettes, gemütliches Kaffeekränzchen. Der Deutschnationale Mir- dach wünschte di« Zeit de» vreiklassenwahlrcchts zurück, der Deutsch, nationale Schönemeyer meinte, daß die Arbeiter und Beamten der Berliner Verwaltung kaum ein Interesse hätten, intensiv zu arbeiten, da sie ja doch ihrer Position sicher seien. Kommunal- beamte und Gemeindearbeiter werden sich diese Aeußerung merken und werden am 17. November wissen, ob sie sich zu den Schöne» meyer» bekennt oder zur Partei, die ihre Arbeit würdigt und an- erkennt, nämlich zur Svzialdemokratiel Achtung Arheitersporller! Das Fußball-Städtespiel Lücke n» malde-Berlin findet auf dem städtischen Sportplatz Fichten- berg, Kienaststraße, am Bahnhos Snalan-Rummelsburg, morgen, Sonntag, um 14.15 Uhr, stört. Vorher, um 13 Uhr, Kämpf« Jugendmannfchasten. Di« Deranstalter bitten um regen Besuch. Oberschuhe 74 verschiedene Ausführungen von T22 Kamelhaarschuhe doppelsohligeStiefel Gamaschen, PeSi- u. Hausschuhe Russenstiefel die grosse Mode in verschiedenen Ausführungen Ae»«l»l»»»«n und hoch* ••klapp« iu Iraflen Das erösste Schuhhaus Berlins Wie wählt der Kleingewerbetreibende? Mit Ach und Krach Es gibt nur eine Antwort: Sozialdemokratisch: Die Kleingewerbetreibenden und fleinen Unternehmer fühlen sich immer noch allzugern als Mittelstand, obmohl ihre mirtschaft liche Lage häufig noch schlechter als die des Arbeiters ist. Im Zeitalter der Truste und Synditate fönnen die fleinen Unternehmer feine Hilfe von den großen Unternehmern und ihren Verbänden erwarten. Nur zu den Wahlen besinnen sich die großen linternehmer darauf, daß es doch 6 Millionen fleine Ge= merbetreibende ober etwa 12 bis 15 Millionen öhler stimmen gibt. Schnell wird dann durch die. mmungsfefretariate genügend Material veridic, um zu ,, bcmeisen", daß beispielsweise allein die Deutschnationalen die rich tige Interessenvertretung dieser Stände find. Wie die fleinen Gemerbetreibenden denken, zeigte so recht eine Versammlung des Einheitsverbandes der Handel und Gewerbe treibenden und freien Berufe", die im Lehrervereinshaus abgehalten wurde. Der Verbandsvorsitzende Blottfc zeigte die Lage der fleinen Unternehmer auf, die nur durch übermäßig lange Arbeitszeit und durch Mitarbeit aller Familienmitglieder sich noch behaupten tönnen. Heute ist auch der fleine Gewerbetreibende fein selbständiger Unternehmer; ist abhängig von den Rohstoffabrikanten und häufig wird in den Meineren Betrieben nur noch Teilarbeit geleistet. Welche Partei fann dem profetarisierten Gemerbetreibenden Hilfe bringen? Etwa die Mittelstandspartei, die lediglich Hausbesiẞer. er intereffen vertritt? Oder gar die Deutschmationale Bolkspartei, die Interessenvertretung der Truste und Syndikate? Denken die fleinen Gewerbetreibenden auch daran, wer sich dem 21 bbauder Mieterschußgeleggebung, der gerade den kleinen Bemerbetreibenden erhebliche Mietserhöhungen brachte, entgegengestellt hat? Die Sozialdemokratie hat diesen Kampf allein gegen alle anderen Parteien geführt. Die Sozialdemokratie ist in ihrem Parteiprogramm und auch in ihrer prattischen Arbeit immer wieder dafür eingetreten, daß zur Verteilung der Lasten die ftärkeren Schultern mehr herangezogen werden. Eine steuerliche Erleichterung fönnen die fleinen Gewerbetreibenden auch nur von der Sozialdemokratie erwarten. Die Sozialdemokratie mit ihrem Madyteinfluß fann allein den Kampf um Verbesserung der Löhne und damit Verbesserung der Kauffraft erfolgreich führen. Und da die fleinen Gewerbetreibenden von der Stär fung der Kauftraft allein Befferung ihrer Eriftenglage ermarfen fönnen, find fie auf Gedeih und Verderben mit der Front der Arbeitnehmerschaft verbunden. Ber das richtig erkennt, dem wird es am 17. November nicht schwer fallen, aus dieser Erkennt nis die richtigen Schlußfolgerungen zu ziehen und sozialdemo fratisch zu wählen. Die Diskussion bestätigte dem Refe renten, daß eine große Zahl der fleinen Gewerbetreibenden ihre Klaffenlage richtig erfannt hat. Left sozialistische Zeitschriften! I hat Hugenberg nun doch genügend Dumme für das Inflationsbegehren zusammengetrommelt. Der nach Entscheidung des Reichstages nunmehr durchzuführende Volksentscheid wird die Pleite nur noch verstärken. Den Demagogen um Hugenberg und Hitler geht es lediglich um die Unterminierung der deutschen Demokratie. Das wird ihnen nicht gelingen! dem dritten Spurt fest Manthey zum Borstoß an, Door jag hinterher, das Feld vermag wieder aufzuschließen. Doch nun mühlt Danen, liegt ein scharfes Tempo vor, das zunächst nur Funda mithält. Lieg führt jedoch auch die übrigen wieder heran. Da versucht Dagen aufs neuc vorzustoßen, gewinnt mit seinem Partner Ray naud viel Plazz. Plötzlich stürzen gegenüber die Zielgeraden Deneef, Wissel, Ehmer, B. Wolfe und Tonani. Das Rennen wird neutralisiert. Am Transparent erscheint die Mitteilung, daß die Fahrer Deneef, Negrini, Schön, Louet und Gooßens je 20 m. Straje wegen Ueberschreitens des roten Streifens zahlen müssen. Endlich bekommt das Haus die langermartete Jagd zu sehen. Der Italiener Negrini ist es, der nach dem achten Spurt davonGirar Das Volk entscheidet geht. Die Boltes hinterher, während der Bariner Negrinis bereits am 17. November über dieses verbrecherische Treiben. Die Kommunalwahlen werden beweisen, daß die deutsche Arbeiterschaft bereit ist, die Sozialreaktion niederzuwerfen und ihr Geschick selbst zu bestimmen. Gebt Hugenberg Antwort: Wählt alle am 17. November Liste 1 Sozialdemokraten Entwicklung haben die Zeitschriften wesentlich beigetragen." Der Sprecher war nicht darauf eingestellt, etwa vorurteilslos Propaganda für joziafoemotratische Zeitschriften zu machen. Er selbst gehört der Sozialdemokratie nicht an. Aber er muß anertennen, daß der J. H. B. Diez- Berlag in seinen Zeitschriften dem Arbeiter Rampfmaterial bietet, das nicht zu unterschäßen ist. Der Vortrag schließt mit den Worten: Mir selbst und hoffentlich auch Ihnen war das Studium der genannten Arbeiter. zeitschriften werfvoll und Gewinn. Man fann vor allem das eine daraus entnehmen, daß es aufwärts geht mit unserer Arbeiterschaft, daß Kräfte am Werte sind, die, mit Führertalent begabt, lang Unterdrückte heraufzuführen zu den Gütern unserer Kultur, daß aber auch Kräfte am Werte sind, die neues schaffen, aus der Welt des Arbeiters Geborenes, ein Neues, das unsere Kultur um formt, stärkt und bereichert." Es ist zu erwarten, daß dieser Appell starfen Biderhall findet und daß der zahlreichen Leserschaft unserer fozialistischen Zeitschriften aus dem J. 5. W. Diez Verlag neue Freunde gewonnen werden. Sport. Krüger Funda weiter in Front. Mit Dorn- Maczinsti in der Spite. Unserer hentigen Ausgabe liegt ein Bestellschein des A H. B. Diez Berlages bei, der besondere Beachtung verdient. Er wirbt für die Zeitschriften, Die Gesellschaft" ,,, So= zialisti fáe Bildung", „ Die Gemeinde", ,, Die Frauento elt",„ Die Ilustrierte Republikanische Zu den Abendstunden bekommt das fast ausverkaufte Haus Zeitung" und den Wahren Jakob". Der Schriftsteller gar nichts zu sehen. Ruhig ziehen die Fahrer ihre Kreise und denken Walter Jäger hielt jüngst in München einen Rundfunk- nicht daran, etwas zu unternehmen. Das Kurvenpublitum versucht vortrag über das Thema„ Arbeiterzeitschriften". Er sich allein zu unterhalten. Bei Beginn der fagte:„ Nur Träumer und Phantasten können heute noch der Meinung sein, die Arbeiterschaft noch immer als eine Masse rechtloser Barias zu betrachten. Diese Zeit ist endgültig vorbei. Zu dieser Zehn- Uhr- Wertung also nach 24 Stunden, sind insgesamt 636,240 Rilometer zurückgelegt. Das Stundenergebnis beträgt 30,780 Kilometer Nach WERTHEIM Leipziger Str.( Versand- Abt.) Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Weißwaren Bäffchen- Garnitur f. spitz. Ausschn., Ottomane garn. 160 Bindekragen Crêpe de Chine, 225 doppelt, mit Spachtelspitze garn. Pulloverkragen Crêpe de Chine oder Crêpe Georgette, 245 neuer Schnitt, mit Spitze Pulloverwestc neue Form, eingearbeitetes Motiv Plissee- Kragen 345 Crêpe de 425 Chine, mit garniert. Bindeenden Makotuch 49 Pf. Wäschestoffe Madapolam weiche Qualität, Meter rein ägyt. Baumwolle, Meter 58 Pf. ca. 140 cm breit, Meter gebleicht, Meter Barchentlaken mit farbiger Kante Baumwoll- Schlafdecke Lakennessel Köperbarchent dengo ablöst, fönnen die Berliner vor die Italiener gehen. Gleich darauf haben die Gebrüder Wolfe eine Runde aufgeholt. Auch Girardengo vermag sein Verlustkonto um eine Runde abzustreichen Boltes am schnellsten im Bilde und jagen hinterher. Irgendwo Nach wenigen Momenten Ruhe stößt Miethe vor. Wieder find die stürzt Miethe. Im selben Augenblid zieht Zonant davon. In wilder Fahrt gehen die Ablösungen vor sich. Bald ist auch Miethe wieder auf der Bahn, da stürzt plöglich in der Auslauffurre Raynaub Das Rennen wird neutralisiert. Nach kurzer Neutralisation find bald wieder alle Fahrer auf der Bahn. Jest wird auch der Stand des Rennens bekannt: Spize: Krüger Funda 74, Dorn Maczinsli 26 Buntie Eine Runde zurüd: Gooßens- Deneef 56, Petri- Tieg 49, Gebrüder Bolte 40, Chmer- Kroschel 33, Hürtgen- Miethe 22, Lehmann. Wissel 16, Wauters- Bermandel 13, Tonani- Binda 8 Bunkte. Zwei Runden zurüd: Louet- Mouton 36, Manthey- Schön und RaynaudDanen je 24, Girardengo- Negrini 19 Punkte. Rennen zu Karlshorft am Sonnabend, dem 2. November. 1. Rennen. 1. Slfe XIII( v. Borle), 2. Chriftine II, 3. Barademart. Toto 20:10. Blaz: 15, 29, 20:10. Ferner liefen: Sofrates, Charls, Karla Victoria( gef.), Caper, Beate, Erle, Hallenser, Freischük, Pilot, Johanniterin, Comet( gef.), Bilddieb. 2. Rennen. 1. Boruffia( Schäfer), 2. Lall, 3. Spala. Zoto: 33:10, Blak: 15, 12, 17: 10. Ferner liefen: Karl- Heinz, Barasdin, Heliade( gef.), Filanda. 3. Rennen. 1. Nebbich( v. Borle), 2. Patriotin, 3. Banbiti. Toto: 28:10 la: 13, 17, 22:10. Ferner liefen: Rappellopf, Numero, Nordsee, Fechter ( gef.), Manoir. 4. Rennent. 1. Honesta( Bolff), 2. Tiber, 3. Rohrpoft. Koto: 24: 10. Blas: 12. 13, 12: 10. Ferner liefen: Edil, Palmieri, Biesbaden, Surya, Woffut, Thymian. 5. Rennen 1. Bandola, 2. Dberjäger, 3. Bezna. Koto: 16:10. Blas: 14, 25, 28: 10. Ferner liefen: Daim II, Ro Friend, Immelmann, Le Tournemain, Lazenburg, Saut du Cerf. 6., Rennen. 1. Baroli( Müfchen), 2. Sonntagmorgen, 3. Friderun. Zoto: 70:10. Blaz: 24, 30, 38:10. Ferner liefen: Radames, Neuer Ulfter, Lagina, Strius, Hella X, Frundsberg, Midgard, Echo, Der Mud, Leuchtturm, Alfemene. 7. Rennen. 1. Tamaratten( Schuller), 2. Schlehblüte, 3. Rosenbring. Toto: 39: 10. Plag: 29, 26: 10. Ferner liefen: Sabalia, Adoritin, Falter. 8. Rennen. 1. Abt. 1. 3los( Grabsch), 2. Nogana. 3. Sturmhaube Zoto: 32:10. Blaz: 16, 19, 32: 10. Ferner liefen: Märchenland, Ra. tulla, Pfalzmädchen, Sachse, Briholder, Flinkes Mädel, Bissenschaft. 8. Renneu. 2. Abt. 1. Grasgräsin( v. Schmidt- Pauli jun.), 2. Mila, 3. Starlchen. Toto: 68: 10. Blag: 24, 18, 22:10. Ferner liesen: Marime Serous, Francesfo, Roswitha, Florett, Riviera, Friederike. Manteuffelstraße 29. Der Achtzigjährige, der Borwärts" leser ist, wohnt Sein en 80. Geburtstag feiert heute der Tischlermeister Julins Groffe, bereits 50 Jahre in derselben Bohnung. got sta head g 329€ 11 3 billige November- Gage Kleider- u. Seidenstoffe fei Kleider- Moiré feine Farben .. Meter alle Saisonfarb. 130 Reinwoll. Crêpe- Caid Mr. 360 Matelassé für elegante Morgenröcke, ca. 100 cm breit, Meter 490 für Wintermäntel, feine Muster ca. 140 cm breit.... 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Jahrgang Wie lebt das arbeitende Volf? Eine wichtige Haushaltsstatistit.- Der falsche Lebenshaltungsindex. # Die folgende intereffante Darstellung des Genoffen Suhr| mit dem zunehmenden Einkommen auch die Fa= jdjilbert in ganz rohen Zügen das durchschnittliche Er miliengröße wächst. Im gesamten Haushalt der Arbeiter gebnis der neuen Haushaltsstatistik des Statistischen Reichs familie spielt neben dem Lohn des Baters das Arbeitsein amts für alle erfaßten Arbeiterfamilien. Die Ziffern geben tommen der erwachsenen Kinder eine große Rolle es es nur einen allgemeinen Anhaltspunkt für die Entwick lungsten benzen seit der Vortriegszeit. Beim Bergleich steigt bis auf 16,6 Proz. des gesamten Familieneintommens! Neben diesem gemeinsamen Arbeitseintommen der der durchschnittlichen Einkommenshöhe ist die Geldentmertung zu berücksichtigen. Die Erhebungen find in einer Zeit bester Ronjunttur gemacht worden, wo der Einkommensausfall durch Arbeitslosigkeit auch für Familienmitglieder gering war. Die Wohnungsnot führt dazu, daß nollnerdienende ältere Söhne und Töchter länger in der elterlichen Familie mohnen, womit sich das Durchschnittsein kommen auch bei vergleichsweise derselben Zahl von FamilienWie lebt nun die Arbeiterfamilie mit diesem Einkommen? Durchschnittsausgaben einer angehörigen erhöht. Es mußten auch gegen früher größere Arbeiterhaushaltung in Deutschland Teile des Einkommens für Kleidung, Möbel und Wäsche vermendet werden wegen der Löcher, die Krieg und Inflation im Haushalt geriffen haben. Das wirkliche Bild des Arbeiterhaushalts dürfte also ungünstiger fein, als es die nackten Zahlen der Statistik erkennen laffen. Die Redaktion. Endlich nach anderthalb Jahren erscheinen die Ergeb= nisse der amtlichen Haushaltungsstatistit.„ Man" maiß, daß die wichtigsten Ergebnisse der amtlichen Erhebungen von Wirtschaftsrechnungen 1927/28 schon lange vorliegen, aber unperftändliche politische" Gründe haben die Beröffentlichung bis jetzt verzögert. Schade, daß sich das Statistische Reichsamt auf diese Beife felbft um einen Teilerfolg seiner Arbeit gebracht hat. Darüber hinaus vertreten mir die Auffaffung, daß die Oeffentlichteit Anspruch auf die fofortige Offenlegung der Resultate solcher Erhebungen hat. Die Haushaltungsstatistit baut fich auf 2036 ganzjährige Wirtschaftsrechnungen auf und dürfte die größte und -mie mir auch annehmen möchten-egattefte Erhebung in ihrer Art sein. Db fich die aufgewandte Mühe in allen Teilen lohnt, muß sich noch erweisen. Die Erhebung ist jedenfalls wesent: lich umfangreicher und eratter als die amtliche Haushaltungsstatistit 1907, an der sich 853 Familien beteiligten und deren Ergebnisse die Basis für den Lebenshaltungsinder bilben. Die neue amtliche Erhebung muß die Grundlage für die Reform des Lebenshaltungsindex abgeben. Vorläufig liegen freilich erst Teilrefultate für 896 Arbeiterfamilien nor, die noch fein andgültiges Urteil gestatten, aber schon manchen intereffanten Einblid an Hand unserer graphischen Darstellungen in Die Haushaltsführung der Arbeiterschaft gemähren, mobei besonders reizvoll ist, die Ergebnisse der Borkriegserhebung zum Vergleich mit heranzuziehen. Durchschnittsemnahmen einer Arbeiterfamilie in Deutschland In% der Gesamteinnahme Lohn d.Arbeiters Einnahme d.Familie 88.8 11.4 85.9 14.1 82.0 18.0 75.3 R4.7 66.5 33.5 Z Bei einem Jahreseinkommen der Familie unter v.2500 3000 v.3600 v.4300M. 2500 M. his 3000M.bis3600M bis 4300M u.mehr Bei einer durchschnittlichen Kopfzahl der Familie: 4.2 4.4 3.6 3.9 4.9 Die 896 Arbeiterfamilien haben im Durchschnitt ein Gintonamen non 3325,12 M. im Jahr. Aber nur dem Unfundigen wird diese Höhe des Durchschnitseinkommens überraschen. Man darf eine Haushaltungsstatistit nicht mit einer Lohnstatistit Bermechseln. Es find immer nur Familien mit besonders geregelter Lebensführung, die sich dazu bestimmen laffen, Tag für Tag ein ganzes Jahr lang alle Ausgaben Pfennig für Pfennig aufzuzeichnen. Die Sorge um das tägliche Brot läßt unzählige nicht zu dieser Ruhe kommen. Außerdem: es ist das Einkommen einer Familie non durchschnittlich 4,6 Personen, in der Frau und Kinder mitverdienen. Der Lohn des Mannes macht am Familieneintommen mit rund 31 M. in der Woche tnapp 80 Broz. aus. Die Ehefrau verdient in fast der Hälfte aller Familien mit, dabei handelt es sich meift um gelegentliche Nebeneinnahmen aus Baschen, Nähen, Aufwartung. Das Rätsel der verhältnismäßig hohen Einkommen löst fich zwanglos, wenn man feststellt, daß bei den erfaßten Haushaltungen In% der Gesamtausgaben von 3325.12 Mark im Jahr für 4.2 Personen Nahrung Wohnung Bekleidung 45.7 17.5 12.7 Steuern u. Beiträge 12.1 Bildung 2.. Erholung u.Vergnügen 2.0 Korper Gesundheitspfla 1.4 Ersparnissen 1.3 Sonstige Ausgaben 4.1 Z Familie spielen alle anderen Nebeneinnahmen wie etwa die Leistungen aus der Sozialversicherung- eine untergeordnete Rolle. An erster Stelle unter allen Ausgaben stehen mie nicht anders zu erwarten die Aufwendungen für Nahrungsund Genußmittel. Doch sind die Ausgaben mit 45,3 Broz. wesentlich geringer wie vor dem Kriege 1907 gaben die Arbeiter familien 52 Broz. ihres Einkommens für die Nahrung aus. Gemiß betrug das durchschnittliche Einkommen damals 1835 m. jährlich ( mit freilich viel höherer Kauftraft), aber auch in den Haushaltungen mit über 3000 m. Jahresausgaben murde damals mehr als 52 Broz. für die Nahrung aufgewandt. Desmegen berücksichtigt der Der Winter fommt. Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg nimmt flärker zu. Die faisanmäßige Berschlechterung bes Arbeits marties im Bereich des Landesarbeitsamtes Brandenburg hat sich in der Woche zum 26. Ottober in perftärttem Maße forte gelegt. Der Zugang an Arbeitsuchenden betrug 9971, an inter gungsempfängern 5750. Diese Steigerung ist nicht außer. gewöhnlich, denn in der entsprechenden Woche des Vorjahres ftiegen die Unterftügungbezieher um 4350. Ungünstig wirkt nur die Höhe der Gesamtzahl, die um 38 946 oder 40 Broz höher liegt als im Vorjahre( 95 688). Die Entlassungen von Erntehilfsarbeitern aus der Landwirt schaft hielt unvermindert an. Die rückläufige Bewegung in der Metallindustrie hielt an. Entlassungen wurden in Berlin aus dem Werkzeug. fomie allgemeinen Maschinenbau, in der Broving nornehmlich aus der Fahrzeug und landwirtschaftlichen Maschinenindustrie gemeldet. Auch die Textil industrie bot nur garinge Unterbringungsmöglichkeiten. Das Baugewerbe mar in Berlin im allgemeinen noch gut beschäftigt. Die in der Bor moche gemeldete erhöhte Nachfrage nach taufmännischen Angestellten ist in der Berichtswoche wieder zurückgegangen. Sonntag, 3. November 1929 Bebenshaltungsinber auch die Ausgaben für Nahrungsmittel mit 54 Praz. Benn der Arbeiter ber Ratriegszeit dagegen mur 45 Broz für Nahrungs- und Genußmittel aufwendet, lo zeigt fich hier eine bedeutungsvolle Berfchiebung in der Hauswirtschaft, die um so größer ist, da gleichzeitig in der Nachkriegszeit infolge der Nahrungszwangsmirtschaft die Ausgaben für Mieten gefunten sind. Die reine Miete verzehrt jetzt nur 10 Proz. des Einkommens. Schlägt man zur Miete noch die Instandsehungskosten für Wohnung und Einrichtung, Heizung und Beleuchtung, dann steigt der Post en für die Wohnungsausgaben auf 581 m. jährlich 17 Broz. aller Ausgaben. Dagegen mußte die Arbeiterfamilie in der Borkriegszeit 21,1 Proz. ihres Einkommens für Wohnung einschließlich Heizung und Beleuchtung aufwenden. Als nächster Posten erscheint im Budget der Arbeiterfamilie der Aufwand für die Kleidung. Die Ausgaben für Kleidung und Bäsche machten vor dem Kriege 11 Proz. aller Ausgaben aus, jetzt ist der Anteil auf über 12 Broz. gestiegen, während der Lebenshaitungsinder den Kleidungsaufwand nur mit 10 Proz. berücksichtigt. Entscheidend ist aber das Anwachsen aller sonstigen Ausgaben von rund 14 auf rund 21 Broz. des Budgets. Der Rüdgang der Nahrungs- und Genußmittel im Arbeiterhaushalt entspricht genau den gestiegenen Aufwendungen für die sonstigen Lebensbedürfnisse( außer Wohnung und Kleidung). Es ergibt sich daher bei einem Bergleich der Ergebnisse der amtlichen Erhebungen der Wirtschaftsrechnungen von 1907 und 1928 für den Arbeiterhaushalt im großen und ganzen folgendes Bild: Die Ausgaben für die Wohnung sind gefallen, der Aufwand für die Kleidung ift geftiegen. Vor allem aber haben die Ausgaben für die sonstigen Lebensbedürfnisse eine wesentliche Steigerung auf Kosten der Aufwendungen für die Nahrungs- und Geuusmittel erfahren. Diesem Bild entspricht die Zusammensehung des Lebenshaltungsindex in feiner Weise mehr. Steuern und Berficherungsbeiträge mehr als verdoppelt. Untersucht man mun, wodurch die sonstigen Ausgaben eine solche Steigerung erfahren haben, dann ergibt sich, daß dieser Aufwand zum allergrößten Teil zwangsläufig durch die Steuern und Verficherungsbeiträge bedingt ist, die 1907 nur 4,9 Proz, jetzt aber 10,4 Pro3. der Gesamtausgaben ausmachen auch ein Beitrag zur sozialen und steuerlichen„ Belastung" in Deutschland! a Diese Wenderungen in der Struktur der Haushaltun gen verdienen eine weitergehende gründliche Untersuchung in Berbindung mit den zahlreichen Erhebungen, die viele Gewerkschaften( wie . B. der AfA- Bund jetzt wieder) über die Lebenshaltung ihrer Mitglieder veranstaltet haben. Mit den fortschreitenden Beröffentlichungen des Statistischen Reichsamts werden wir unsere Skizze auch in wirtschaftspolitischer Hinsicht ergänzen. Otto Suhr. und andersma zusammenbrechen laffen. Automatisch ergab sich eine Gelboerbilligung in der ganzen Welt. Daraus zog die Reichs bant die Konsequenzen. Sie tat es vorsichtig und ermäßigte das Sinsniveau mur um ein halbes Brozent. Nach der ganzen S lage gimiben mir aber ermarten zu dürfen, daß spätestens zu Beginn des neuen Jahres eine weitere Kreditverbilligung sich rechtfertigen laffen mirb. Reichsbankpräsident Dr. Schacht begründete in der Zentralausschußfizung der Reichsbant die Sentung des Reichsbankdiskonts in folgender Weise: Die Beunruhigung, die im Frühjahr im Zusammenhang mit dem Verlauf der Pariser Verhandlungen in Deutschland entstanden und durch das Berhalten gewisser ausländischer Streise nod verschärft worden war, hatte damals zu einer starten Verminderung des Gold- und Devisenbestandes der Reichsbant geführt. Die Bank hatte sich daher veranlaßt gesehen, iroy berminderter Attivität der Wirtschaft ihren Distont und Lombardjag am 25. April um 1 Proz. zu erhöhen und außerdem im Kreditgeschäft starte Einschränkungen eintreten zu lassen. In der Zwischenzeit haben sich die Berhältnisse des Marktes und der Reichsbant grundlegend geändert. Es war der Bant möglich, ihren Gold- und Depljen bestand mieder aufzufüllen; er betrug am 31. Oftober 1929 2588 Millionen Mart gegenüber 1991 Millionen Mart am 30. April 1929 und 2696 Millionen Mart am 31. Oftober 1928. Die Inansprud der Bestand an Inlandswechseln fentie fich von 2734 Millionen Mart ain 30. April auf 2119 Millionen Mart am 31. Oktober d. I. Sowohl der Umlauf an Noten- und Rentenbankscheinen nis auch der gesamte Zahlungsmittelumlauf bemegen fich etwa in Vorjahrshöhe. Bold und deckungsfähige Devisen besserte fich von 43 Proz. am Die Deckung der umlaufenden Reichsbanknoten durch 30, 2pril 1929 auf 53,6 Broz. am 31. Ottober 1929. In der Berichtswoche stieg die Zahl der Arbeitsu chennahme der Reichsbant im Kreditgeschäft ist zurüdgegangen: den um 9971 auf 234 258, d. 5. um 4,45 Braz. gegenüber einer Zu nahme von 6849 gleich 3,15 Broz. in der Bormoche. Bon den Arbeitsuchenden tamen auf Berlin 193 364. Die Zahl der Haupt unterstützungsempfänger in der versicherungsmäßigen 2rbeitslosenunterstützung betrug 112 889, in ber Krisenunterstützung 21 745, aufammen 134 634 Personen. Bon den Hauptunterstügungsempfängarn in der Arbeitslosenversicherung entfielen auf Berlin 88 734, von denen der Krisenfürsorge 18 802. Billigeres Geld. Die Diskontermäßigung der Reichebant. Bom Standpunkt des Status der Reichsbant bestehen daher keine Bedenken, der nach wie vor schwer fämpfenden Wirtschaft durch eine Sentung des Diskontsages entgegenzukommen. Daß diefer Schritt nicht eher getan werden konnie, mar in der Hauptsache in den angespanten Berhältnissen an den ausländiWarum Lassen Sie sich Ihre Tischplatte verderben? Wie wir gestern bereits meldeten, hat die Reichsbant ihren Legen Sie unter die Grünfeld- Tischdecke die Grünfeld- Molton Diskontsatz für Wechsel von 7% auf 7 und thren 3inssatz für Unterlage( Größe 130 X 160 cm für den eckigen Tisch M. 13.Lombarddarlehen von 8% auf 8 Prozent ermäßigt. Seit über Anlegeteile Größe 130 x 60 cm M. 6,30, für den runden Tisch [ mit Gummi- Rabelzug] Größe 130 cm m. 14,50). Uebrigens: Seber zwei Monaten wäre bei der Reichsbant und in der deutschen Wirt- follte die Ausstellung Der gut gedeckte Tisch besichtigen, die in fchaft die Situation an sich zu einer Kreditverbilligung reif gemeinem Haufe Leipziger Straße noch bis zum 7. november zu sehen ist. wesen. Daß die unerhörte Börsenhausse in Nem Vort durch ihre Anziehungskraft für alle verfügbaren Bankgelder der Welt den internationalen Geld und Kapitalpreis immer mieder hochtrieb, machte auch für die Reichsbant eine Kreditverbilligung unmöglich. Die Wirtschaftsgesetze haben mun die Börsenhaussen in New York Landeshater Leinen- und Gebildweberei FrGrnfeld Größtes Sonderhaus für Leinen und Wäsche, Leipziger Straße 20-22. Rurfürstendamm 227. Verjüngen Sie Ihren Radioapparat MIT FRISCHEN TELEFUNKEN- ROHREN FUR LAUTSPRECHER EMPFANG RE 134 TELEN FUN KEN Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. ichen Geldmärften begründet. Da sich indeffen neuerdings an den meisten Auslandsgeldplägen mit Zinssenfungen verbundene Erleichterungen durchzusetzen beginnen, hat das Reichsbankdiret. forum sich entschlossen, den Diskont und Lombardsag der Reichsbank um ½ Proz. zu ermäßigen. Bei der Bemessung der Sonntag, 3. November: Herablegung mußte auf die internationalen Geldmarktverhältniffe, die relative Höhe der Säße des Berliner offenen Marktes und die zum Jahresschluß zu erwartenden Mehransprüche die gebotene Rüdsicht genommen werden!! 1 7: Funkgymnastik. 8: Für den Landwirt. 8.55: Stundenglockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche, 9: Morgenfeter. Anschließend: Glockengelänt des Berliner. Doms. 10: Wettervorhersage für Sonntag. 10.55: Bildfunk. 11: Elternstunde. 11.30: Orgelkonzert. 12: Mittagskonzert. 14: Heiteres vom Theater. 14.20: Klaviertrios. 15.20: Märchen. 15.45: Schallplattenkonzert. 16.30: Sende18: Teemusik. spiele: Bunbury", eine triviale Komödie von Oscar Wilde. 18.30: Zigeunergeschichten. 19: Russische Volks- und Kinderlieder. 19.30: Tagesglossen. 20: Zwei Komponisten interpretieren ihre Werke. Danach: Tanzmusik. 23.45: Um Mitternacht beim Sechstagerennen( Uebertragung Sportpalast). Montag, 4. November: Auch die Lage der Reichsbant am 31. Oftober rechtfertigt die Diskontsenfung. Die Ultimobeanspruchung war, mie erwartet, verhältnismäßig flein. Die Wechselbestände sind nach einer Erhöhung um 468,5 auf 2450 Millionen sehr niedrig, die Lombarddarlehen haben sich meniger als normal um 64,6 auf 106,6 Millionen erhöht, die Bestände an Reichsschazwechseln find um 86,7 auf 92,2 millionen gestiegen. Nach einer Berringerung der fremden Girogelder um 100,5 auf 454, der Bermehrung ber Goldbestände um 10,2 auf 2229,1 und der Deckungsdevisen um 5 auf 359 Millionen hat sich der Notenumlauf um 722,5 auf 4833 Millionen erweitert. Die reine Golddeckung betrug 46,1 Proz. gegen 54 Proz., die Deckung durch Gold und Devisen 53,6 gegen 62,6 Proz. in der Vorwoche. Die Dedung zum Oktoberschluß ist refordmäßig Dienstag, 3. November: günſtig. Die Bereinigung der Berliner Banken und Banfiers hat ent sprechend der Diskontermäßigung die vergüteten und die erhobenen 3insfäße um 1 Broz. gefentt. Ein blamabler Rückzug. 7: Funkgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.30: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 13.20: Jugendstunde. 18:45: Begegnungen mit Frauen des Orients. 16.30: 16.05: Der Sternhimmel im Monat November. Sonaten. 17.30: Friedrich Wolf, liest aus, seinen Werken... 18: Lieder. 18,25: Volkswirtschaftliche Tagesfragen. 18.45: Die ersten Freiheitstage am Rhein. 19.10: Unterhaltungsmusik. 20: Aus der Werkstatt des Verteidigers. Programm der Aktuellen Abteilung. 20.50:, Unterhaltungsmusik. 21.10: Lebendige Dichtung. 22.30: Funk- Tanz- Unterricht. Danach: Tanzmusik: 23.43: Um Mitternacht belm Sechstagerennen. 20.30: 7: Funkgymnastik. 9: Was ihr im Berliner Zoo seht und was ihr sehen solltet. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 13.50: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 13.20: Jugendstunde. 18.45: Insekten als Zerstörer von Möbeln und Bauholz. 16.05: Bei den Deutschen in Karpatho- Rußland. 16.30: Unter19: Georg Trak!. haltungsmusik. 18: Stande mit Büchern. 18.30: Konzert. Kaiserbuch von Paul Err.st. 18: Der Getreidehaushalt der Welt. 18.30: Spa nisch für Anfänger. 18.55: Der Mensch Bismarck. 20: Deutschlandsendera Volkstümliches. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 7. November: 16: Das Österreichische Schulwesen.. 16.30: Uebertragung aus Berlin. 17.30: Religiöse Kultmusik. 18: Deutschlands Anteil an der Besiedlung und an der Entwicklungsgeschichte Südafrikas. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Sachgemäße und wirtschaftliche Bestandespflege im deutschen Walde. 19.20: Kundendienst und Kundenbedienung. 20: Deutschlandsender: Wovon man spricht. 20.30: Konzert. 21.30: Schlager. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freltag. 8. November: 16: Bilder aus dem Wiener Schulleben. 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Chemie im täglichen Leben. 18: Das Zugabewesen im Dienste der Reklame. 18.30: Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Die Bedeutung der Einzelzweige der Textilwirtschaft. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 20: Deutschlandsender: Konzert. Anschließend Unterhaltungsmusik. Anschließend Uebertragung aus Berlin, Sonnabend, 9. November: 16: Probleme der Schulfunkmethodik. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Was der Beamte vom Leben sieht. 18: Meine Arbeitsmaschine. 18.30: Französisch für Anfänger. 18.55: Unsere europäischen Nachbarn. 19.20: Politische Weisheit, die uns nottat. Anschließend Uebertragung aus Berlin. 20: Sonated. 21.10: Unterhaltungsmusik. Anschließend: Beim Sechstagerennen. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Mittwoch, 6. November: 7: Punkgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schaffplattenkonzert. 13.20: Jugendbühne. 16.20: Unterhaltungsmusik. 18.10: Randschau für Blumen- und Gartenfreundo. 18.35: Die Stadthalle in Magdeburg. 19: Spanische Lieder- und Musikvorträge. 19.25: Bildfank. 19.35: Das InterDanach Unterhaltungsmusik. Anschließend: Um Mitternacht beim SechstageReichsverband der Industrie/ Reichsbahn/ Gewerkschaften. view der Woche. 20: Uebertragung Stadthalle Magdeburg: Orchesterkonzert. rennen. Donnerstag, 7. November: 7: Funkgymnastik. 9: Schulfunk. 12.30: Die Viertelstande für den Landwirt. 13.30: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 15.45: Kinder im Film. 16.65: 80 Jahre deutsche Briefmarken. 16.30: Konzert. 17.40: Störungen der kindlichen Sprachentwicklung. 18.05: Das Wunder einer Fahrt im Freiballon. 18.30: Unterhaltungsmusik. 20: Woron man spricht. 20.30: Tiroler Volkskunst. 21.30: Wilhelm von Scholz liest aus seinen Werken. AnDer Reichsverband der Deutschen Industrie hat auf die scharfe Erflärung fämtlicher deutschen Gewerkschaften gegen seine anmaßende Forderung, die Gewerkschaftsvertreter aus Paris von den Eisenbahnverhandlungen zurückzuberufen, mit einer blamablen Rüd zugserflärung geantwortet. Die erste Erklärung des ReichsverDie erste Erklärung des Reichsver bandes hatte ausdrücklich die fofortige 3urüdberufung der Gewerkschaftsvertreter verlangt. Jetzt erklärt der Reichsverband, seine Entschließung wende fich ja gar nicht gegen die Anhörung von Arbeiter- und Beamtenvertretern als Sachverständige, sondern nur dagegen, daß sich die Gewerkschaftsvertreter feit Wochen offensichtlich zur Kontrolle der Delegierten der Reid) 5 erziehung in England. 16.05: Zum 50. Geburtstag der elektrischen Glühbirne. regierung(!) in Paris aufhalten". schließend Tanzmusik. 23.30: Punk- Tanzunterricht. Freitag, 8. November: 7: Funkgymnastik, 12.30: Die Viertelstande für den Landwirt. 13.50: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 15.45: Kinder16.30: Unterhaltungsmusik. 17.40: Oskar Loerke liest eigene Gedichte. 18: Oeffentliche Wirtschaft und Privatwirtschaft. 18.30: Violinvorträge. 18.53: Das neue Buch. 19.05: Volkslieder. 19.30: Grundzüge der Geopolitik. 20: Nordische Tänze und Lieder. 20.30:„ S. O. S. rao, rao- Foyn." Krassin" rettet ,, Italla". Von Friedrich Wolf. Danach Tanzmusik. Sonnabend, 9. November: 7: Pankgymnastik. 12.30: Weltermeldungen für den Landwirt. 13.50: Bildfank. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 15.45: Schachstunde. 16.03: Ein Rundgang durch europäische Welthäfen. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18: Programm der aktuellen Abteilung. 18.30: Das Junge Geschlecht. 19: Max Hansen singt für Ste! 19.30: Zum 9. November. 20: Sendespiele:„ Die Hochzeit des Figaro", Oper von Mozart. Danach Tanzmusik. Sonntag, 3. November: Ab 7: Uebertragung aus Berlin. 18: Die Hubertussage. 18.30: Arzt und Patient. 19: Deutschlands Anteil an der Weltmusik. 20: Deatschlandsender: Berlin. Diese Haltung ist jämmerlich. Welche Delegierten der Reichsregierung sollen nun wirklich von den Gewerkschaften fontrolliert werden! Wahrscheinlich allein Herr Dr. v. Siemens, der aber ist fein Delegierter der Reichsregierung, denn sowohl der Reichsverkehrsminister Stegerwald, als auch der Reichswirtschaftsminister Curtius haben Herrn D. Siemens die Reise nach Paris ausdrücklich verboten. Also kann dem Reichsverband die Anwesenheit von Gewerkschaftsvertretern nur unangenehm sein, weil diese zufällig Kenntnis davon bekommen könnten, wie Herr v. Siemens das Eisenbahnkomitee in Paris fachverständig" berät. Noch unwahrhaftiger ist der Hinweis der vom Reichsver: band veröffentlichten Erklärung darauf, daß der Vorsitzende der beutschen Delegation für die Saarverhandlungen in 20: Träume"( Rezitationen). 21: Konzert. Anschließend Uebertragung aus feiner Weise als Vertreter der Industrie betrachtet werden dürfe, da er doch von der Reichsregierung ernannt jet. Herr v. Simfon um diesen handelt es sich, ist der Vorsitzende des handelspolitischen Aussch fes im Reichsverband der Deutschen Industrie! Er ist im Solde des Reichsverbandes der Deutschen Industrie und wird diesem ols früherer Staatsbeamter mit Sicherheit besonders gute Dienste Teiften. Gewiß ist Herr». Simson von der Reichsregierung er nannt, aber fann er deshalb die ihm vom Reichsverband heute zugeschnittene Unternehmerhaut ablegen? Den Gewertschoften muß Dienstag, 5. November: es in der Tat sehr schwer fallen, einem Industrievertreter wie Herrn non Simson bei den Saarverhandlungen die Bertretung ihrer Intereffen anzuvertrauen. Bahrlich, der Reichsverband hätte besser von vorn herein geschwiegen! Montag, 4. November: Berlin. 17.30: Religiöse Kulumusik 18: Geschichte des trélen Volksbildungs16: Englisch( kulturkundlich- literarische Stunde). 16.30: Uebertragung aus wesens. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Arbeitsleistung und Maschinenanwendung in der nordamerikanischen, Landwirtschaft. 19.20: Die Verarbeitung der natürlichen und künstlichen Steine. 20: Aus der Werkstatt des Verteidigers. 20.30: Deutschlandsender: Klaviervorträge. 21: Märsche, Anschließend Uebertragung. 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Bücherstunde. 18: Kleine Formen der Klaviermusik. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Gutes Deutsch für jedermann. 19.20: Politische Weisheit, die uns nottut. 20: Deutschlandsender: Heitere Lieder. 20.30: S. O. S. rao, rao Foyn."..Krassin" rettet ,, Italla". Von Friedrich Wolf. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 6. November: 16: Das amtliche Gutachten fiber Sittlichkeitsvergehen an höheren Schulen von der Praxis aus gesehen. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Das Funkwinkel Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G. 14. Gebaftianstr. 37/38, Sof 2 32. Genvorstand. Die für Montag, 4. November, angelegte Jugendleiterfizung fällt megen Berhinderung des Referenten aus. Nächste Gigung nach den Wahlen Schöneberg- Friedenan. Zu der am Sonntag. dem 3. Sovember, stattfindenden Demonstration Antreten um 11 Uhr, niat um 13 Uhr. Montag, 4. November, Mitte. 6. Rameradschaft. 20 Uhr Ber fammlung Gipsftr. 3. Webbing. Jungbanner. 20 Uhr Gigung im Jugendheim Gotenburger Str. 2-5, Rote Schule. Kreuzberg. Jugend III. 20 Uhr Ber fammlung im Jugendheim rangelstr. 128. Dienstag, 5. November, Mitte. 5. Kameradishaft. 20 Uhr Versammlung Rosenthaler Hof. Ramerad Duder. stadt spricht über Heimwehr, Schußbund, Stahlheim und Reichsbanner". Brenz lauer Berg. 2. Sundertschaft. 19 Uhr Eaalschuh in den Casino- Festfälen, Pappelallee 15. Charlottenburg. Rameradschaften Wittenberg und 800. 20 Uhr Caalfdurk zur SPD.- Bersammlung in der Joachimsthaler Str. 31-32. Wilmers borf( Ortsverein). 20 Uhr Saalfdus der DDP.- Bersammlung in den Spichernfalen, Spichernftraße. Schöneberg- Friedenan. 20 Uhr Saalschus in der Sohenzollernschule, Belziger Straße, Pantow- Norb. 20 Uhr Kameradschaftsverfamun fung bei Meier, Türkisches Relt, Breite Straße. Mittwoch, 6. November. Prenzlauer Berg. 20 Uhr erweiterte Vorstandssigung bei Burg. Brenalquer Aller. 1. Sundertschaft. 19 Uhr Saalfduk in den Unions- Festfälen, Greifs walber Straße. Schöneberg- Friedenau. Kameradschaft Friedenau. Die Kame rabfchaftsfihung am 6. November fällt wegen der Wahlarbeit aus. Charlotten burg. Kameradschaften Stuttgart und Siemensstadt. 20 Uhr Saalschuk aur SPD- Bersammlung im Edenpalaft, Raiser- Friedrich- Str. 24. Wilmersdorf. 20 Uhr Eaalschutz der SPD.- Verfammlung im Bittoriagarten, Wilhelmsauc. Panlow. 20 Uhr Training ber Sportler in der Turnhalle Bollantstraße. Röpenid, 1916 Uhr Saalschuß in Schröders Gesellschaftshaus, Friedrichshagen. Reinidendorf Dit( Rameradschaft). Sonntag, 3. November, treffen fich alle Rameraden um 9 Uhr im Bereinslokal, Residensstr. 8. Sandballspiel zwischen Stettin und Reinidendorf- Oft. Kreuzberg. Zugversammlung am Dienstag. dem 5. November, 20 Uhr. Bug 5 im Mekpalast, Alte Jakobstraße 14, Ede Ritterstraße. Bortrag Ramerad Adolf Hoffmann, M. d. 2.: Ernstes und Seiteres aus den Tagen des Rufammenbruchs". Rege Beteiligung mit Frauen wird erwartet. Bug 4 bei Gründler, Bimmerftr. 30. Vortrag. Lichterfelde Lantwin( Kameradidaft). Dienstag, 5. November, 20 Uhr, Versammlung bei Edymidt, Lichterfelde, Hindenburgdammi Ede Roonstraße. Referat. Erscheinen Pflicht, Die Marine- Abteilung des Reichsbanners Schwarz- Rot- Golb bält ab 6. Now pember ihre regelmäßigen Uebungsabende jeden Mittwoch in der Turnhalle Reue der Boltsidhule, Albrechtstr. 20( Nähe Bahnhof Friedrichstraße), ab. armeldungen für die Marine- Abteilung werden ab 20% Uhr dortfelbft enta gegengenommen. Reichsbunb ber Striegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Ariegerhinter bliebenen, Bezirk Zentrum. Montag, 4. November, 20 Uhr, findet im Rofent thaler Sof, Rofenthaler Str. 11-12, die Monatsversammlung statt, Tages ordnung: Bericht vom Gaufag. Ortsgruppe Stordbft 4. Mitgliederve fammlung am Dienstag, dem 5. November, 20 Uhr, in den Unions Festfälen, Greifswalder Str. 222. Wellerbericht der öffentlichen Wetterdienstilelle Berlin und Umgegend ( Nachdr. verb.). Teils wollig, teils heiter, fehr fühl, Nachtfrostgefahr, schwade Winde. Für Deutschland: Nur im Westen und Dsten des Reiches starte Bewölkung nnd vielfach Niederschläge, im Süden vorwiegend troden, stellen weise heiter, überall fühl, nachts vielfach leichte Fröste Die Rochkurse im Fröbel- Oberlin- Institut, Wilhelmftr. 10, beginnen wieber am 1. November. Seit 45 Jahren erfreuen fie fich des größten Buspruchs. Das Deutsche Teppichhaus Emil Lefevre, Berlin, nur Dranienstr. 158, frifft fchon jest Borbereitungen für den Weihnachtsverlauf und hat in allen Abteilungen besonders preiswerte Angebote in Teppichen, Gardinen, Stores. Deden aller Art, Läuferstoffen, Möbelstoffen usw. aufammengestellt. Trotz der billigen Preise auf Wunsch Sahlungserleichterung ohne jeglichen Preisauffglag. Spezialtatalog tostenlos! Die bekannte Zigarren- Import- Firma Dito Boenide, Berlin 8, Fran zöfifche Straße 21, die vor kurzem das Jubiläum ihres 30jährigen Bestehens beging. bat foeben ein neues Zweiggefchäft Invalideuftraße 117" eröffnet, weldes infolge feiner nünftigen Lage, gegenüber dem Stettiner Bahnhof, so. wohl den dort anfäffigen, als auch diefen Bahnhof benußenden Rauchern eine bequeme Einlaufsgelegenheit bietet. Daß die Jabrikaie der genannten Firma fowohl mas Ronfum, als auch hochfeine Diner- Zigarren anbelangt, hinsichtlich ihrer Gitte und Preiswürdigkeit an der Spike stehen, bemeift die im Jahre 1928 mit dem Boenide- Hausmarte- Coronas- Sortiment erzielte 50prozentige Abfassteigerung aus zirka 23 Millionen Stüid. Trok allem und allem ist es der tiefgehende Bunsch sehr vieler Menschen von Kultur, die Räume des Hauses mit echten Berfer- Teppichen zu fchmüden. Der Kauf von echten Berjer- Teppichen ist nicht fo ganz einfach, weil das Verständnis im großen Bublikum filz den Wert eines solchen Teppichs natur nemäß fehlt. Nuz oberflächlich ist der Laie imftande, den Wert eines folchen Stildes au erkennen. Die Firma Teppich- Bursch, Berlin C. 2, Spandauer Straße 32, das große und maßgebende Svezialhaus hat es pendent, Berier Teppiche zu außergewöhnlich günstigen Breifen direkt zu importieren. Eine fehenswerte Ausstellung in den Schaufenstern und ein Gonberverlauf, fiber melden der Annoncenfeil des Blattes eine erschöpfende Auskunft gibt.- bürfte eine außergewöhnliche Gelegenheit für das laufende Bublitum fein, die Firma Teppich- Bursch und ihre Orientausstellung zu besuchen. Höhere Gewinne des Vereins für Zellstoffindustrie. Bei einem um 15 Broz. erhöhten Reingewinn von 0,75 Millionen Mark fann der Verein für 3ellstoffindustrie in Berlin mieder eine Dividende von 10 Broz. zahlen. Die Produktion des Unternehmens steigerte sich im Berichtsjahr von 32 auf 37 Millionen Kilo Bellstoff, während die Papierproduktion sich von 11 auf 12 Millionen Kilo erhöhte. Die gesamte Produktion fonnte restlos abgesetzt werden. Wie die Verwaltung angesichts der überhöhten Papierpreise von einer dringend notwendigen er auf- Das Programm der Veranstaltung Arbeit war gut zu fehung der Preise sprechen tann, ist völlig unverständlich. sammengestellt. Es wurde ausschließlich Kunst geboten, die dem Bekanntlich gehört die Papierindustrie zu einem der rentabelsten| proletarischen Milieu unserer Tage entsproffen ist. Man hörte GeIndustriezweige in Deutschland, und besonders die Zeitungsverleger fangoorträge und Rezitationen. Unter den ausführenden Künstlern fönnen ein Liedchen von der rigorosen Preispolitik des Kartells für war die stärkste Stütze das Lendvai Quartett, musikver Zeitungsdruckpapier fingen. Auch die übrige Papierindustrie, die ständig und stimmlich glänzend geschult. Es brachte u. a. eine inallerdings fartellmäßig nicht so geschlossen ist, kann sich über eine zu tereffante Uraufführung von Arnold Schönberg:„ Das Kleine Profitrate feineswegs beschweren. Glüd". Friz Genschow und Hannah 3 weig sprachen Dichtungen von Barthel, Bröger, Lersch, Ostar Maria Grai u. a., Hannah Zweig leider manchmal mehr technisch fauber als wirklich erlebt. Hier hätte eine andere Frau vor das Mikrophon gehört: Fränze Roloff, eine der sehr wenigen, die Dichtungen dieser Art gestalten können. Im Rahmen der Abendveranstaltung wurden zuerst eitberichte" gesandt, ein Ausschnitt aus dem Prozeß wegen des Rüstungsstandals um Shearer." Aber da diese Zeits berichte doch in erster Linie für die politisch wenig Geschulten bestimmt sind, wäre es fehr zweckmäßig, ihnen eine Einleitung von etwas mehr als zwei Säßen vorauszuschicken. Ein Konzert Funt orchester unter Bruno Seidler Wintler. Solist Hans Heinz Bollmann( Tenor) folgte. Es nannte sich Lustige Musik aus Operetten". Warum lustige"? Das blieb das Geheimnis der Hautkrankheiten, Fabrik, Berlin SW 63, Alexandrinet: straße 29a. ,, Funtstunde"; der Hörer merkte nichts Besonderes davon. Tes. Die Aktienkurse im Oftober. Fast die Hälfte unter Bari. Im Oktober hat sich die Abwärtsbewegung der Kurse erheblich perftärft. Nach der Tabelle der Commerz- und Privatbant stellten sich von den amtlich zur Notierung gelangten Werten 49,3 Broz, also nahezu die Hälfte, unter Pari gegenüber 47,4 Proz. am Ende des Bormonats. Bel Rheumatismus, Gicht, Ischias, Nerven- oder Erkältungsschmerzen, fun Sie gut, die leidenden Stellen mit Reichels Electricum einzureiben, das eine durchgreffende, schnell schmerzbefreiende Wirkung ausübt. Flasche M. 1.25, 2.- u. 3.50, in Apoth. und Drog. erhältlich, sonst durch Otto Reichel, Berlin 43 30, Eisenbahnstr. 4. Abler- Rundendienst Schecks jest in ganz Deutschland und auch im Ansland aüttig! Die Adlerwerte, die mit ihren Kundendienst- Scheds eine auch von amerikanischen Fachleuten als vorbildlich anerkannte Einrichtung defen haben, geben bekannt, daß die Kundendienst- Gdheds, bie aur fostenlosen Jn. anspruchnahme des Inspektions- und Pflegedienstes berechtigen, nicht nur in Wohnbezirk des Befihers Geltung haben, sondern überall, bei jeder Adler. Beriretuna in Inland wie im Auslande präsentiert werden können. Es ift erfreulich zu hören, daß es deutscher Initiative vorbehalten war, diefe muftergilltige Einrichtung zu schaffen. Finger". ein Laster, Kwietsche Pilaster Hast Du vergesse irgendwo nie das Jedoch achte dabei immer auf den Patentschutz Schlimmer Seit 80 Jahren käuflich in Apotheken à 45 Pf. Gutachten über kranke Brüste durch Hans Kwiet's Pilaster1879 Boenicke's Jubeljahr 1929 Neu eröffnet: Zweiggeschäft Jnvalidenstr.117 gegenüber dem Stettiner- Bahnhof. 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Er betrifft die Einberufung eines Gewerkschaftstongresses. Natve Gemüter werden erstaunt fragen, wie die Kommunistische Partei dazu fomme, einen Gewertschafts tongreß einzu. berufen. Die Sache ist aber noch problemat Jcher. Es handelt sich um die Durchführung eines russischen Auftrages. Es ist immer sehr schwer, festzustellen, wer im Augenblick die deutschen Bes auftragten der russischen Gewalthaber sind. Sicher ist nur, daß weder die Mitglieder der KPD. noch die deutsche Arbeiterschaft irgendeinen Einfluß auf die Zusammensetzung oder die Beschlüsse" des Zentralfomitees diefer angeblich proletarischen Partei haben. Nichtsdestos weniger nimmt die KPD. für sich das Recht in Anspruch, die Gewerks schaften zu tontrollieren, ihnen die Taftit vorzuschreiben und ihnen zu befehlen, wer als Bertrauensmann der Mitglieder die Geschäfte zu leiten hat. Sonntag, 3. November 1929 diesen Arbeitern wird, ist die geringste Sorge der russischen Gewalt haber und ihren deutschen Beauftragten. Die deutschen Gewerkschaften und die Gewerkschaften der ganzen Welt haben bisher alle Bersuche der russischen Gewalthaber, die balschewistische Diktatur. über die Gewerkschaften aufzurichten, er. folgreich abgewehrt. Sie werden auch diesmal ihre Einheit und Unabhängigfeit gegen alle Zerstörungsversuche fuche, die deutschen Gemertschaften unfer die Stmute Stalins zu sichern. bringen, wird durchgegriffen. Der Zentralvorstand des Zimmererverbandes hat die Mitglieder des bisherigen Borstandes der Zahlstelle Berlin wegen groben Berstoßes gegen die Verbandsfagungen und gegen die Entschließung des Verbandstages über die grundfäßliche Haltung und Einheit des Verbandes ausgeschlossen. Die fommunistischen Unterwühler der Gewerkschaftseinheit, die zur Abhaltung eines sogenannten revolutionären Kongresses gegen die Gewerkschaften übergehen, drohen, ihren die Gewerkschaften übergehen, drohen, thren Kampf gegen die Spalter der Gewerkschaften, für die„ Einheit" der Organisation weiterzuführen. Mag die KPD. ihren Kampf um die Eroberung, um die Zers mürbung und Berschlagung der Gewerkschaften weiter führen, dann nur von draußen, nicht länger von innen heraus. Die Ankündigung, der alte Borstand" führe seine Geschäfte in Als Vertrauensmann der Mitglieder" fann man eigentlich nicht einem neuen Laden weiter, ändert nichts an der Tatfagen, vielmehr müß'e es heißen: Bertrauensmann des Zentralfache, daß feine Mitglieder aus dem Verbande ausgeschloffen fomitees der KPD. Darauf sind diese Leute noch besonders stolz. In ihrem offiziellen Organ weisen sie ausdrücklich darauf hin, daß fie jest gegen die Ortsverwaltung des Schuhmacher verbandes oorgehen, obwohl deren Mitglieder auch Mitglieder der KPD. find oder noch sind. hat schon jemand gesehen," fragt der KPD. find oder noch sind. hat schon jemand gesehen," fragt das Blatt, daß die Sozialdemokratische Partei eine von Sozialdemokraten geführte Zahlstelle deshalb bekämpft, weil die Führer dieser Zahlstelle die Interessen dieser Mitglieder nicht ge mahrt haben?" und ihrer Aemter enthoben find. Angestellte einer Gewerkschaft, die sich dazu herabwürdigen, sich der KPD. zu unterwerfen, fich von der BD. diftieren zu lassen wie sie ihre Berbandsgefchäfte zu führen haben, find für die freien Gewerkschaften unmöglich. Daher ist in diesem Falle so verfahren worden, wie die ABD. es der Arbeiterschaft immer wieder nahegelegt hat: rüdichtslos die eigenen Reihen von diesen Verrätern zu säubern". Die Gewalthaber in Rußland haben über das ruffische Bolt thre Dittatur aufgerichtet. Seitdem persuchen sie immer wieder, Richtig. Das hat man noch nicht gesehen. In der Sozial- ihre Diftatur auch auf andere Bölker, ganz besonders aber auf die Richtig. Das hat man noch nicht gesehen. In der Sozialpolitische und gewerkschaftliche Arbeiterbewegung der anderen Bölker bemokratischen Partei ist man ber sozialfaschistischen" Auffassung, auszudehnen. daß das Urteil darüber, ob die Interessen der Mitglieder einer Gewerkschaft gewahrt werden, diesen Mitgliedern allein zu steht, die eines Vormundes nicht bedürfen. Auch wenn dieser Bormund in Mostau fizt und seine Vertreter im Karl- Liebknecht Haus hat, ift er deshalb noch nicht befugt, Interessen wahrzunehmen, mit deren Wahrnehmung ihn niemand beauftragt hat. Wir sind dem offiziellen Organ der KPD. jedenfalls dankbar für die Offenherzigkeit und auch für das angeführte Beispiel mit 3weidrittelmehrheit hat die leßte Generalversammlung der Schuhmacher der amtierenden Ortsverwaltung ein Bertrauensvotum ausgeftellt, obwohl die fechzehnjährige„ revolutionäre Straft" als Bertrauensperson des Apparats" ihren Bannfluch über Hörz und Genossen aussprach " 1 Die Beauftragten Mostaus pfeifen auf den Beschluß der Schuhmacher, die gestern noch als rühmendes Beispiel vor geführt wurden. Die Mitglieder pfeifen aber auf die Bonzen der PD. Gegen die Zerstörungsarbeit und die Ber Bom Standpunkt der russischen Diktatoren ist dieses Bestreben durchaus folgerichtig Dem russischen Arbeiter geht es schlecht. Man vertröstet ihn mit Marchen, wonach es den Arbeitern in anderen Ländern noch schlechter gehe, und mit der Hoffnung auf die Beltrevolution". Damit der ruffische Arbeiter dieses Märchen glauben tann, wird er von der Arbeiterbewegung der Welt fern gehalten Die Hoffnung auf die Weltrevolution" wird genährt durch aufgetauschte Nachrichten über Massentämpfe". Benn& B. durch aufgetauschte Nachrichten über Maffenfämpfe". Benn& B. bei Lorenz 70 Beschäftigte streifen, wird den russischen Arbeitern erzählt, die gesamte Belegschaft von 2600 Arbeitern und Arbeiterinnen führe einen„ revolutionären Kampf gegen den Willen der Gewerkschaftsbureaufratie". Und gleichzeitig wird eine Solidari. tätsresolution zugunsten Sowejtrußlands produziert. " Es ist ohne weiteres flar, daß fich folche Maffenfämpfe viel leichter auslöfen lassen, wenn es gelingt, einen Teil der organisterten Arbeiter pon feiner Gewertschaft abzu trennen. Wie es bei den Berliner Rohrlegern gelungen ist. Was dann aus Einheitslohn bei der Verkehrs: A.G. Gleicher Anfangslohn. Höchstlohn nach 5 Jahren. Bei der Zusammenlegung der drei Berliner Ber. fehrsbetriebe zur Berliner Berkehrs- A.- G. war auch in Ausficht genommen, die grundverschiedene Entlohnung in den bisher selbständigen Betrieben auf eine einheitliche Basis zu bringen. Bet ten Lohnverhandlungen im Frühjahr dieses Jahres war es noch nicht möglich gewesen, diese Aufgabe zu lösen. In lang wierigen Berhandlungen, die aus Anlaß des Ablaufs der einzelnen Lohntarife am 1. Oliober in den letzten Wochen geführt wurden, ist die Lösung dieser schwierigen Aufgabe nunmehr gelungen. Die verschiedenen Höchstlöhne in den Verkehrsbetrieben wurden bisher teilmeise nach 5, 14 oder 18 Jahren erreicht Daß überhaupt eine einigermaßen zufriedenstellende Lösung gefunden wurde, ist nicht zulegt auf die Tatsache zurückzuführen, daß de: Berjonaldirektor der Berliner Berkehrs- A- G. ein Sozialdemokrat ist, den freilich die KPD. nicht genug verunglimpfen fann. Für das Verkehrspersonal ist ein Einheitslohn festgelegt worden, der am Anfang der Beschäftigung eine Mark pro Stunde beträgt und bis auf 1,15 Mart nach fünfjähriger Beschäftigungsbauer steigt. Dazu kommen noch Fahrer und Tätigkeitszulagen, so daß sich die Löhne für das Berfchrs. personal wie folgt erhöhen: Für Fahrer im Straßenbahnbetriebe je nach der Beschäftigungsdauer, also vom Anfangs- bis zum Höchstgehalt nach fünf Jahren um 7,09 Mart bis 9,32 Mart pro Monat; für die Schaffner im Straßenbahnbetrieb um 4,49 Marf bis 6,72 Mart: für das Persenal im Hochbahnbetriebe um 20 bis 30 Mart pro Monat. Diese verhältnismäßig hohe Zulage hei der Hochbahn ergibt sich daraus, daß das Höchstgehalt bei allen Bera. fehrsarbeitern bereits nach fünf Jahren erreicht wird, während es bisher bei der Hoch- und Untergrundbahn erst nach 16 und 18 Jahren gezahlt wurde. Bei den Fahrern im Omuibus betrieb ergibt sich durch die Angleichung eine Senfung des Anfangsgehalts um 3,25 Mark pro Mona. und für die Omnibusfchaffner um 5,59 Mart. Für die Fahrer und Schaffner der Aboag, die länger als sechs Monate beschäftigt find, ergeben sich jedoch 3ulagen zwischen 1,14 Mart und 12,18 mart pro Monat. Bet dem technischen Perfonal mar die Regelung nach piel schwerer zu finden; hier machte schon die Neufassung des Gruppenplans ungeheure Schwierigkeiten. Durch die Neugrapples rung einzelner Arbeiterfategorien schwanken hier die Zulagem zwischen 2 und 15 Pf. pro Stunde. Beim technischen Berfonal mar der Lohn bisher gestaffelt nach einer Beschäftigungs. Allergrösste Auswahl Stiller ரபு Unübertroffene Qualität Billigste Preise Aufmerksamste Bedienung Allerscho Modelle Für die Strapazen der Strasse-, für den Gesellschafisabend und die Bälle-, zur Wanderung am Wochenende und zur geruhsamen Erholungsstunde im Heim: für jeden Zweck, In jeder Preislage, aber ausnahmslos in den unübertrefflichsten Qualitäten und in völlig unerreichter Auswahl präsentieren sich Stiller- Schuhe Iston M Warme Kinder- Stiefel farbig Filz mit Plüschoder Lackgarnitur, Grösse 23,24 3,90, 20 bis 22 3,50........... 18/19 2⁹⁰ Kinder- Ueberschuhe farbig and schwarz, der beste Schutz geren nasse Füsse und Erkältung, Grösse 81-85 8,50, 23-28 750 Schwarz Atlas Pumps u. Spangenschuhe für den Abend, in nenester Form, mit Louis XV.- Absatz Ueberschuhe are besten und schönsten Mocelle der führenden Spezialmarken, 16,00, 15,0, 14,50, 12,50, 10,00, 790 890 Lack- Spangenschuhe mit amerikanischem oder Louis XV.- Absatz, gutes Material. 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Ein Teil der Redner aus den Reihen des technischen Personals, insbesondere her Aboag, lehnte das Berhandlungsergebnis wegen der geringen Bulagen ab. Biele Redner betonten jedoch im Interesse der Schaffung einer einheitlichen Entlohnung, daß die Gruppenintereffen zurüdgestellt werden müssen und daß das Ber. handlungsergebnis annehmbar sei. Es biete eine braudy. bare Grundlage für den weiteren Ausbau des Entlohnungssystems bei der Berliner Berkehrs-.- G. Nach eingehender Aussprache stimmte die Versammlung dem Verhandlungsergebnis mit großer Mehrheit zu1. Abrechnung der Rohrleger. Nach dem Zusammenbruch des wilden Streifs. Der nach zehnwöchigem, aussichtslosen Kampf gefaßte Beschluß der Niederkirchner- Rohrleger, die Arbeit wieder aufzunehmen, bedeutet gleichzeitig das vorläufige Ende einer von Tag zu Tag notmendiger gewordenen Auseinandersegung mit diesen Schädlingen des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Dabei hat die Organisation einen Bangmut fondergleichen bewiesen. Dußende Male ist Nieder tirchner in allen möglichen Berbandsförperschaften davor gewarnt worden, den Bogen zu überspannen. Aber alle jene bitter ernst gemeinten Ermahnungen hat er in den Wind geschlagen, vielmehr hat er dem Deutschen Metallarbeiterverband den Fehdehandschuh hingeworfen, als er in einer Verwaltungssigung am 19. März dieses Jahres großspurig erklärte: Bei Philippi jehen wir uns wieder!" Jetzt haben wir uns am 30. Oktober bei Philippi wieder gesehen. Die große Durchbruchsschlacht" ist elend zerschellt. Bei solch einem traurigen Ende, herbeigeführt durch die gemiffenlosen Machenschaften fommunistischer Gewerkschaftsspalter, erfüllt die Mitglieder des DMB. tiefes Mitgefühl mit jenen von Niederkirchner und seinen Komplizen ins Verderben geführten Familien, die heute bitterster Not ausgesetzt sind. Aber wenn jegt Die Niederkirchner- Nachläufer in Scharen tommen und um ihre Wiederaufnahme in den DM B. bitten, dann hat dazu die Drganisation zu erfiären: Wer den Mantel während der Auseinandersetzungen mit Mieder firchner nach zwei Seiten getragen hat oder wer sich während des Rampfes als Marodeur betragen hat, für den fann es feine Rüd tehr in die Reihen des DMV. geben. Der Deutsche Metallarbeiternerband, ber heute eine Million Mitglieder zählt, ist feine Drga nisation, mit der man Fangball( pielen lann, Das waren ungefähr die Leitgebanten der oftmals von stür mischem Beifall unterbrochenen Rede des Genossen Paul Edert auf der gestrigen Branchenversammlung der im DMB. organisierten Rohrleger und Helfer. Es war ein erschütternder Moment, als Edert die erbärmlichen Ueberfälle tommunistischer Rowdies auf DMV.- Kollegen schilderte, wie jene mit Dolchen, Spaten und anderen Waffen gegen die Arbeitenden vorgingen, voj benen heute noch ellige fm Rrantenhaus liegen Es hat in den hinter uns liegenden Tagen etwas geloftet, sich als Vertreter Des Tarifgebantens zu befernen. Aber das fefte Aushalten Die Staatliche Porzellan- Manufaktur Berlin" unterhöft bis zum 9. November 1929 werttäglich von 9-19 Uhr ihren feit Jahren populär gewordenen Sonderverkauf. Bemalte und weiße Porzellane, die megen geringfügiger Mängel wesentlich im Preise herabgelegt worden sind, werden in reichhaltiger Auswahl zum Ber faufe gestellt. Es befinden fich hierbei fomplette Service, Dejeuners, Bafen, Figuren, Sammel- und Moffatassen. Den zahlreichen Lieb: habern non Berliner Borzellan wird Gelegenheit geboten, schöne Stüde zu äußerst günstigen Breifen zu erwerben. hat seine Frucht getragen: heute mustert die Rohrlegerbranche des DMB. wieder 3600 Mitglieder, davon find 798 Kollegen der Ber einigung während des Streits zum DM B. zurüdtehrt Mit einem donnernden Hoch auf den DMV. wurde die bis zum Bersten überfüllte Versammlung geschlossen. Konflikt der Speditionsangestellten. Bor dem Schlichtungsausschuß wird am Montag über die Gehaltsforderungen der Speditionsangestellten verhandelt. Von der Entscheidung des Schlichtungsausschusses und der Haltung der Unternehmer wird es abhängen, ob ein Kampf vermieden werden kann. er unnec Benn nicht alles trügt, werden die Unternehmer unnadh giebig bleiben und sogar Berschlechterungen in der Gruppierung eines großen Teils der Speditionsangestellten verlangen, um hier und da individuelle" Ausgleiche vorzunehmen. In solcher Situation dürfte es dann allerdings zu schärfften Auseinandersehungen kommen, die nicht ohne Folgen für Handel und Berkehr bleiben würden. Die Angestellten find zum Kampf entschloffen und nicht gewillt, Verschlechterungen hinzunehmen. Sie verlangen vielmehr eine allgemeine, gleichmäßige und angemeffene Erhöhung ihrer Gehälter Ueber die Schlichtungsausschußverhandlungen wird am Dienstag in einer allgemeinen Speditionsangestelltenversammlung im P. d. C. ( siehe Bersammlungskalender) berichtet werden. B Der Streif bei der Bamag- Meguin A.-G. Gestern nachmittag waren im Verbandshaus der Metallarbeiter die freige wertschaftlich organisierten Arbeiter der Firma Bamag Meguin versammelt, um zu dem Ergebnis der Berhandlungen mit der Firma über die Wiederaufnahme der Arbeit Stellung zu nehmen. Wie von uns bereits mitgeteilt, bestanden schon seit einiger Zeit in einzelnen Abteilungen der Bamag wegen des 26 stoppens der Arbeiten Differenzen, die vor drei Wochen in den betreffenden Abteilungen zur Arbeitsnieberlegung und daraufhin zur Aussperrung der Gesamtbelegschaft führten. In wiederholten Berhandlungen zwischen dem Berband Ber liner Metallindustrieller und dem Metallarbeiterverband erklärte ich die Firma bereit, die Aussperrung aufzuheben und 300 Mann der Belegschaft fofort und den übrigen Teil in einer Woche wieder einzustellen. Doch sollen vier Betriebsräte nicht wieder ein gestellt werden. Auf dieser Basis tam aber eine Verständigung mit Die Firma hat jetzt ihr Angebot der Belegschaft nicht zustande. wiederholt, jedoch mit der Einschräntung, daß für die Wiedereinstellung der nicht sofort in den Betrieb zurüctehrenden Be legschaft teine Frist gelegt wird. Die Firma hat sich aber verpflichtet, nicht eher Einstellungen Betriebsfremder vorzunehmen, bis alle alten Betriebsarbeiter mieder eingestellt find. Streit durchbrochen wurde, der Belegschaftsversammlung am Mon Die Versammlung beschloß nach längerer Aussprache, da der tag vormittag im Moabiter Gesellschaftshaus zu empfehlen, zu diesen Bedingungen die Arbeit am Dienstag wieder aufzunehmen, da nach ihrer Ansicht ein Weiterführen des Streifs zwedlos ist. " Kampfbeschluß bei Maurer& Dimmid." Wir erhalten die folgende von 46 Mitgliedern des Buchdruder. verbandes bei dieser Firma gefaßte Entschließung: „ Die Rote Fahne veröffentlicht am 31. Oftober unter der Ueberschrift: Kampfbeschluß bei Maurer und Dimmid" eine Resolution der Buchdruder obiger Firma, über welche in einer Bersammlung der Buchdruderverbandskollegen abgestimmt wurde. In dem Bericht heißt es, daß diefe Resolution gegen menige Stimmen" angenommen wurde. Diese Angabe ist eine Irreführung. Es befindet sich im Betriebe der Firma Maurer u. Dimmid ein sehr großer Teil der Verbandskollegen, welcher mit dieser tommunistischen Taktik der Ab faffung von Resolutionen nicht einverstanden ist und sich schärfstens dagegen verwahrt. Im übrigen ist die Resolution nur unter der Bedingung genehmigt worden, daß dieselbe nicht veröffentlicht wird." Portofrel v. Mk Nr. Berliner Gewerkschaftsschule. Der nächste Arbeitsrechtliche Informationsabend abends 7 Uhr, im Saal 5 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/23. für Betriebsräte ist am Dienstag, dem 5. November, Beiter des Abends ist Genosse Dr. Bröder vom Vorstand des ADGB. Zutritt zu diesen Informationsabenden haben alle freigewerffchaftlich organisierten Betriebs-, Arbeiter und Angestelltenräte. Int den Abenden follen in völlig freier Aussprache für die Betriebsräte widybige arbeitsrechtliche Fragen behandelt und burchbesprochen mer den. Die Teilnehmer brauchen sich vorher zu diesen Abenden nicht anzumelden, sie können zwanglos, fo, wie es ihre Zeit erlaubt, daran teilnehmen. Jn nachstehend aufgeführte Lehrgänge der Berliner Gewerkschaftsschule tönnen noch Sörer aufgenommen werden: C. 6. Betriebswirtschaftliche Arbeitsgruppe 1. Die Formen der Unter nehmung. Schrer: Dr. G. R. Barl. Unterricht: Donnerstag, 19 Uhr. SophienLnzeum, Weinmeisterfte. 16-17. Gem. 7. Betriebswirtschaftliche Arbeitsgruppe H. Die Organisation bes Betriebes. Lehrer: Frit Fride. Unterricht: Dienstans, 19 Uhr, im Unterrichts raum der Berliner Gewerkschaftsschule, Engelufer 24-25, 2. Sof, 1 Trp. rechts. Arbeitswissenschaftliche Besprechungen für Betriebsräte und Bertrauensleute. Leitung: Georg Paible. Unterricht: Donnerstags, 19 Uhr, im Sophien- Enzeum, Weinmeisterstr. 16-17. E SPD.- Fraktion der A. D. R. ber Stabt Berlin. Montag, 164 Uhr, großer Gaal, Gewerkschaftshaus, Engelufer. Tagesordnung: 1. Goziale Aufgaben der Stadt Berlin. Referent: Dr. Julius Mofes, M. b. R. 2. Ergebnis der Berhandlungen über die ruhcaehaltemäßige Anftellung der Kolleginnen. 3. Verschiedenes. Der Fraktionsausschus. Bezirksamt Mitte. Dienstag, 16% Uhr, im Sadeschen Fof, Posen thaler Str. 40-41, öffentliche Bersammlung aller beim Bezirksamt Mitte beschäftigten Arbeiter, Angestellten und Beamten. Genosse Artur Crispien( Parteivorstand) spricht über: Berliner Kommunalpoliti?". In Anbetracht der Wichtigkeit des Themas wird zahlreiches Erscheinen erwartet. Der Werbeansidhuk. Achtung, Lindström, Schlesische Straße! Dienstag, 16% Uhr, im Cafe Alfen, Schlesische Bride, Fraktionsverfammlung der SPD.- Getoffen. Sympathifierende tönnen durch Genoffen eingeführt werden. Der Fraitionsvorstand. Der Rechtsverkehr mit Lieferanten und Kunden. Mit diesem wichtigen Fragengebiet beschäftigt fich eine berufetundliche Arbeitsgemeinschaft, die vom Zentralverband der Angestellten veranstaltet wird und am Dienstag, dem 5. November 1929, 20 Uhr, im AdA.- Verbandskaus, Sedemannstr. 12( Unterrichtszimmer), beginnt. Leiter dieser Arbeitsgemeinträgt für Erwachsene 7 M., für Jugendliche 4 M. In freier Aussprache werden wichtige Pechtsfragen der faufmännischen Tagespragis, behandelt unter be fonderer Berücksichtigung des Prozesses, der Zwangsvollstredung und des Kon acrade der kaufmännischen Angestellten können auch Nichtmitglieder als Gäfte am Unterricht teilnehmen.. fchaft ist Amtsgerichtsrat Dr. Otto Kahn- Freund. Die Teilnehmergebühr be turies. In Anbetracht der Bebeutung dieser Rechtsfragen für die Berufsarbeit Angestellte im Nahrungs- und Genußmittel- Gewerbe. Allgemeine Verfamme Tung mit eingeladenen Gäften morgen, Montag, 4. November, 20 Uhr, im neuen Berbandshaus, Berlin SM. 48, Sedemannfir, 12, großer Eaal. 1. RepaGauleiter Hans Got furcht. 2. Die neuen Angestelltentarife im Nahrungsund Genußmittel- Gewerbe. Achtuna! Die Funktionäre und Vertrauensleute rationslaft und Young- Blan.( Neue Gefahren für die Arbeitnehmer.) Feferent: müffen eine Stunde früher erscheinen. Angestellte im Speditions und Berkehrsgewerbe. Algemeine Verfammiuna mit eingeladenen Gästen Dienstag, 5. 9ovember, 20 Uhr, im Bala's des Centrums, Sofen baler Etc. 36( Nähe Eadefcher Markt). Land und Leute und Berkehrsverhältniffe in Amerita. Referent: Reichstagsabgeordneter Steinkopf. Bericht über die Tarifverhandlungen. Atung! Die Funktionäre und Ver. trauensleute treten eine Stunde früher aufammen. Freie Gewerffchafts- Jugend Berlin. Achtung! Heute, 19% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24--23, Eaal IV, Portrag: Finnland das Land der 35 000 Teen", im Licht. bilb und Gefang. Brogramm: 1. Lichtbilderportrag. 2. Dili Suolahtt finat aur Rantele. Rarten zum Breife non, 30 Bfennig find noch an der Abendtaffe su haben. Jucendoruppe des Zentralverbandes der Anaefellten 1 Seute, Sonntag, finden folgende Beranstaltungen ftatt: Bunter Abend im Jugendheim des Oftens, Große Frankfurter Str. 16. Beginn 18 Uhr, und im Jugendheim Lehrter Str. 18-19, Beginn 19 Uhr. Morgen. Jugendheim Montag, finden folgende Beranstaltungen ftatt: Webbing: Turiner Ede Seestraße. Erstiger Abend. Schönhauser Bortabt: Jugendheim der Schule Raftanienallee 88. Vortrag: Berufsausbildungsgefch. ArbeitsSchuhgefeh" Feferent: Arthur Padom Urban: Jugendheim Fobrecht Ede Canderstraße. Spiel und Bieberabend. Tempelhof: Jugendheim der Schule Germaniaſtr. 46, Eingang Gökstraße, tuppenbesprechung. Charlottenbuto: Jugendheim Rofinenstr. 4. Mir fließend butler Abend. befuchen die Bersammlung des Werbebezirts. Der reinwollene Kammgarn- Anzugstoff 217-> M. E. 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November, um 0.30 Uhr, verschied nach langem, in großer Geduld ertragenem Leiden infolge Herzschwäche mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater, der Dachdeckermeister Georg Krebs im Alter von 59 Jahren. Die trauerden Hinterbliebenen. Berlin N 4, Bergstr. 26. Die Beisetzung erfolgt am Mittwoch, dem 6. November, um 4 Uhr, von der Leichenhalle des StHedwig- Friedhofes, Liesenstraße, aus. Das Kind DAS WAHR ZEICHEN FOR BILLIG GUT Blumenspenden jeber Art Itefert preiswett Paul Golletz porm. Robert Meyer Mariannenstraße 3 Ecke Naunynstraße Amt Morigpl 103 03 Nach langjähriger spezialärztlicher Deutscher Metallarbeiter Verband Tätigkeit habe ich mich niedergelassen Verwaltungsste.le Berlia Todesanzeige. Dr. med. Konrad Hagen Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Facharzt für Beinleiden unser Rollege, der Schlosser Paul Hoffmann geb. 13 April 1874, am 31. Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet Dienstag, den 5. November, 1912 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Nach kurzem, schmerem Leiden ver starb am 31. Ditober mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwieger, Groß- und Urgroßvater, der Riaviermacher Wilhelm Lohse im 81. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet am 5. November, 14 Uhr, auf dem Gemeindetriedhof, Mariendorfer Weg, statt. Am 31 Ottober, nachts 2 Uhr, ent fchlief jant nach furzem Leiden mein lieber Wlann. unjer Bater, Bruder, Schwiegervater und Großvater August Krüger im 73. Lebensjahr. Jn tiefer Trauer Ww. Emilie Krüger geb. Rönnebeck nebst Kindern, N, Scheringfte 10. Trauerfeier Montag, ben 4. Ropember, nachmittags 22 Uhr. im Krematorium Gerichtstraße. Nach langen, schweren Leiden verschied heute morgen um 3 Uhr meine liebe, unvergeßliche Frau, unsere herzensgute Mut er, Schwiegermutter und Goßmutter Ida Stegemann geb. Kastenbein im Alter von 53 Jahren. Jn tiefer Trauer Otto Stegemann nebst Kindern und Enkelin Elly, Max Stegemann und Frau, geb. Piefferkorn, Paul Rabe und Frau, geb. Stegemann. Berlin, den 2. November 1929. Alsenstraße 4. Die Einäscherung wird noch befanntgegeben ( Beingeschwüre, Krampfader leiden, Fuß- und Kniegelenkbeschwerden) 034, Frankfurter Allee 330 an der Warschauer Straße. Sprechzeit: 9-11. 4-17, Mittwochs nur 9-11, Sonntags 10-11. Zugelassen zu allen Krankenkassen. Nach ca 7jähriger Tä igkeit an Städtischen Krankenhaus Neukölln ( Innere Abtlg. Oberarzt Dr. Zadek) und an der III. Mediz. Universi ätsklinik( Geh.- Rat Prof Goldscheider) habe ich mich als Facharzt für Innere Krankheiten niedergelassen. Dr. med. Kurt Burg Berlin- Britz. Lowise- Reuter- Ring 25 ( Straßenbahnen: 6, 47, 48 und 115) Sprechz. 5-7 Uhr. Tel. Neuk. 8337 Ich habe mich in Britz, Rudower S raße 24 als Zahnarzt niedergelassen. Sprechstunden: 9-1. 3-7, Sonnabend 9-5, Sonntags nur nach vorherirer Anmeldung. 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Ottober, entschlief nach langem Leiden meine herzensgute Frau, unsere fürsorgliche Mutter, Schwieger- und Großmutter Marie Eßmann geb. Lobjinski Roppenstraße 36, im 80 Lebensjahre. Heinrich Ehmann nebst Kindern und Enkelkindern. Die Einäscherung findet am 4. November, nachm, 3 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Kierholzitraße, ftatt Beinleiden Krampfadern, Beingeschwüre, Fechten aller Art, Benenentzog. Gelenkrh., Jichias, Rheuma Sentfitße ufw. werden feit 30 Jahren erfolgreich behandelt in Dr. Strahl's Ambulatoriam G. m. b. H., Mauerstr. 91. Sprechz: täglich 9-12 t. 3-5, außer Sonntags. Profpeit u. Austunft toftenlos Behdl. fast schmerzl u. ohne Berufsstörung. Spezial- Abtefling für Post- Versand: Berlin SW 19 Für Stellenangebote jeder Art ist der Vorwärts das wirksamste Insertionsorgan 68400 Kunden wurden in einem Monat bei uns zur Zufriedenheit bedient. 50PF Ist soeben erschienen und zum ermäßigten Preise von nur 50 Pfennig zu beziehen durch Buchhandlung J. H. W. 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Hof, 2 Treppen rechts, zu richten. Propagandamaterial für die Stadtverordnetenwahl ist ab Montag, dem 4. November, vom Bezirkssekretariat, Lindenstr. 3, 2. Hof 2 Treppen, abzuholen. # 2. Kreis Tiergarten. Dienstag, 5. Rovember, 19% Uhr, Sigung der Geschäfts leitung mit den Abteilungsleitern bei Sandow, Flensburger Str. 3. Boranzeige! Dounerstag, 7. Rovember, 19% hr, in ben Arminiushallen, Bremer Str. 73, Areisfunktionärßigung mit ben Bablbureauvorstehern. allen Stellvertretern und Beisigern. Referent Julius Bethge. Eintritt unter Borzeigung des Parteimitgliedsbuches, 4. Areis Brenzlauer Berg. Am Montag, 4. Rovember, fenden alle Abteilunen einige Genoffen um 18% Uhr zu Rlug, Danziger Str. 71, zum Abholen des Materials für die Transparente. 5. Kreis Friedrichshain. Mittwoch, 6. November, 181 Uhr, Bezizisveriamme lung im Rathaus, Stadtverordneten sigungssaal. Tribünenkarten 18% Uhr beim Genossen Fischer, Spandauer Straße. 7. Kreis Charlottenburg, 11. Areis Schöneberg sub 12. Rreis Steglis. Ale Arbeiter, Angestellte und Beantte werden gebeten, die öffentliche Wahlverfammlung am Mertag, 4. November, 19% Uhr, im Viktoriagarten, Wilmersdorf, Wilhelmsaue 114/115, Reuer Goal, au besuchen. Referent Stadtverordneter Sans Wonwod. 17. Kreis Lichtenberg. Mittwoch, 6. November, 191 Uhr. Rreisvorstandssigung bei Tempel, Cubrunstr. 7. Dienstag. 5. November, 19% Uhr, Realgymnafium an der Bartaue in Lichtenberg, Deffentliche Rundgebung ber Arbeiter, Angestellten und Beamten aller öffentlichen Verwaltungen, An ftalten und Betriebe im Berwaltungsbezirk Lichtenberg. Referent Stadtrat Stimming: Der Kampf um die Rommune". 18. Kreis Beißenfee. Am Dienstag, dem 5. November, 20 Uhr, bei Gallas, Funktionärsigung. Begirlsfrauentag heute, Sonntag, 3. November, 9½ Uhr, im großen Sigungsfaal des preußischen Staatstates, Berlin. 6, Leip aiger Str. 3. Tagesordnung: 1. Die fozialen Einrichtungen der Stadt Berlin. Referentin: Stadträtin Alara Benl. 2. Die Bedeutung ber wirtschaftlichen Betätigung der Stadt Berlin auf dem Gebiete der Maffenversorgung. Referent: Stadtrat Reuter. 3. Bericht über Dr. ganisation und Agitation. Genoffin Räthe Rern. Zutritt zu der Ronferenz nur mit Mandat und Mitgliedsbuch. Snbaber von Gastkarten haben nur bei Borzeigung des Mitgliedsbuches Zutritt aur Tribüne. Türkontrolle 1. Kreis mitte. Das Frauenfelretariat. Heute, Sonntag, 3. November, Flugblattverbreitung von den nachstehend angegebenen Lafalen aus: 4. Abt. Ab 9 Uhr bei Brandis, Stralauer Str. 10. 33. Abt. Ab 9 Uhr be Sahn, Simon- Dach- Straße 9; Bojad, Benmestr. 8; Wertalla, Hohenlohcftr. 3; Soffmann, Gtralauer Alee 17. 95. Abt. Reukölln. 74. und 75. Bezirk: 9½ Uhr in der Alertloufe, Inhaber Röpple, Allerstr. 43. 106. Abt. JohannisthoL. De Genofsinnen und Genoffen beteiligen fich am Umzug des Reichsbanners 14% Uhr Rigdorfer Straße, Ede Raiserstraße und fchließen sich dort an. 122. bt. Biesdorf. 9 Uhr hei Borath, Marzahner Gtr. 31. 128. bis 130. Abt. Bankow. Ab 9 Uhr von folgenden Lokalen: 1. Bezirk: Zokal Road, Raiser- Friedrich- Straße. 2. Bezirk: Schweizerhitte. Marimilianftraße. 2a. Bezirk: Rober, Brinz- Heinrich- Straße, Ede Berliner Straße. 3. Bezirk: Baader, Siffingenstr. 4. 4. Bezirk: Türkisches Relt, Breite Straße. 5. Bezirk: Riemms Bierhallen, Berliner Str. 118. 6. Bezirk: Neumann, Ponerowstraße. 7. Bezirk: Trautmann( Privatmohnung), Görschitr, 13. 8. Bezirk: Löffler( Brivatwohnung). Gaillarditt. 18. 9. Bezirk: Suth, Bollantstraße. Morgen, Montag, 4. November: 4. t. 19% Uhr bei Brandis, Stralauer Str. 10, wichtige Funktionärsizung. 15. bt. 191 Uhr bei Obiglo, Stralfunder Str. 11, Funktionärsigung. 16. Abt. 19% Uhr bei Kinzel, Usedomstr. 22, außerordentliche Funktionär. fgung. 17. Abt. 19% Uhr bei Dose, Am Nordhafen 6, Funktionärsigung. 19. Abt. 19 Uhr bei Schrepel, Grünthaler Str. 13, wichtige Funktionärsigung. Jeder Bezirk muß nertreten fein. 23. bt. 19 Uhr bei Grunewaldt, Kameruner Str. 19, wichtige Funktionär. figung. 26. Abt. 20 Uhr bei Beinlich. Beißenburger Str. 1, Funktionärsigung. 27. 9. 1914 Uhr Funktionärfikung bei Reuge, Milaftr. 5. 29. Abt. 20 Uhr bei Burg, Prenzlauer Allee 189, wichtige Funktionärßigung. 57. Abt. Charlottenburg. 20 Uhr bei Arndt, Rantstr. 51, Funktionärfizung. 141. Abt. Rofenthal. 20 Uhr bei Frische, Niederstraße, wichtige Funktionär. fizung. Erscheinen aller Funktionäre ift Pflicht. Dienstag, 5. November: 7. Abt. 19% Uhr bei Arendt, Schröderstr. 2, Funktionärsgung. 48. Abt. 20 Uhr bei Riefelbach, Ritterstr. 94, Funktionärsigung. Die Funktio. näre müssen dort abrechnen. 103. Abt. Oberschöneweibe. 19 Uhr bei Winkler, Wilhelminenhofstr. 82b, Funk. tionärligung. Die Betriebsvertrouensleute müssen daran teilnehmen. 106. Abt. Johannisthal. 19% Uhr bei Gobin, Roonstr. 2, Sigung sämtlicher Funktionäre. Frauenveranstaltungen. 3. Kreis Bebbing. Mittwoch, 6. November, Besichtigung und Führung durch die kommunalen Einrichtungen des Bezirks Wedding. Treffpunkt 18 Uhr pünktlich Grengstraße, am Sportplag. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Donnerstag, 14. November, 20 Uhr, in der Edulaula, Gleimstr. 49, Film- und Vortragsabend Die da unten" ( Bille- Film). Ansprache der Genoffin Alara Bohm- Schuch, M. d. 9. 9. Kreis Wilmersdorf. Sonntag, 10. November, 17 bis 19 Uhr, im Freiherr von- Stein- Enzeum, Wilmersdorf, Weimarische Straße, Film. und Bortragsabend Freie Fahrt". Ansprache der Genossin Alara BohmSchuch, M. d. R. Außerdem Mitwirkung der Arbeiterjugend. Eintritt 30 Pf. Frauenveranstaltungen am Montag, 4. November: 7. Abt. 20 Uhr bei Arendt, Schröderstr. 2, Bortrag:„ Aenderungen in der Arbeitslosenversicherung". Referent Georg Raible. 32. und 38. Abt. 19 Uhr in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtstr. 36a, Bor trag: Sozialistische Erziehung". Referentin Klara Bohm- Schuch, M. d. R. 104. Abt. Niederschöneweibe. 19½ Uhr bei Krüger, Berliner., Ede Fennstraße, Bortrag: Das Wirtschaftsgeld der Hausfrau". Referentin Alara BohmSauch, M. d. R. 134. Abt. Buch. Der Frauenabend fällt aus. November 3 Bursch Weihnac 50 der radfahrenden Genossen zur Kommunalwahl. Am Mittwoch, den 6. November, findet ein Demonstrationsumzug aller radfahrenden Parteigenossen und Arbeiter sportler des 1. KreisesMitte statt. Zur Teilnahme sind die Radfahrer folgender Organisationen verpflichtet: Parteigenocsen des 1. Kreises- Mitte, Arbeiter- Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität, Reichsbanner. Sozialistische Arbeiterjugend, sowie die Radfahrer aller Kreissportvereine Treffpunkt 18.30 Uhr Brüderstraße 16-18 an der Petrikirche. Zahlreiche Beteiligung aller parteigenössischen Radfahrer des Kreises Berlin- Mitte ist Ehrenpflicht 138. bt. Sermsdorf. Die Genossinnen mit ihren Angehörigen beteiligen fich am Sonntag um 16 Uhr an der Beranstaltung der Jugend im Jugend. heim, Foonftraße, Turnhallengebäude. Auchen ift bitte mitzubringen. Für Raffee forgt die Jugend. 140. Abt. Borsigmalbe. 19% Uhr bei Woitfchach, Ernftstr. 1, Boxtr.: Die Frauen und die Rommunalwahlen". Referent Stadtrat Hente. Frauenveranstaltungen am Dienstag, 5. november: 16. Abt. 19% Uhr bei Krüger, Suffitenstr. 34, Bortrag: Die Frau und die Rommunalwahlen". Referentin Margarete Schentalowski. 33. Abt. 19% Uhr im Konferenzzimmer der Schule Hohenloheftr. 10, Bortrag: -Sungersnot und Kinderelend in Rußland". Referentin Dr. Judith. 117. Abt. Lichtenberg. 1914 Uhr bei Brunn, Türrschmidtftr 40, Film. und Vortragsabend Neues Wohnen und Bauen". Referentin Margarete Sartig. 140a. Abt. Wittenau- Morb. 20 Uhr im Lokal Schulz, am Bahnhof WittenauNord, Bortrag: Rommunale Fürsorge". Referentin Minna Todenhagen, Stadtverordnete. Frauenveranstaltungen am Mittwoch, 6. November: Seiteres aus der 21. Abt. 19 Uhr bei Rroll, Utrechter Str. 21, Vortrag: Ichönen Literatur". Bertragender Henrn Reiff. 105. Abt. Adlershof. 20 Uhr bei Echmidtbauer, Bismardftr. 74, Gefelliger Frauenabend. Raffee gratis. Gäste willkommen. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. Arbeiterwohlfahrt 3. Kreis Webbing. Sihung der Fachgruppe Jugendwohlfahrt am 5. November, 191 br. Webbinger Vereinshans, Gericht. ftraße 71. Wegen der Bichtigkeit ber Tagesordnung werden alle Selfer unb Abteilungsleiter gebeten zu erscheinen. Jungjozialisten. Gruppe Bohnsdorf. Dienstag, 5. Ronember, pünftlich 19% Uhr im Jugendheim, Bachtelftr. 1. Sprechchorprobe. Bleistift und Papier bitte mitbringen. Gruppe Süben. Wir machen schon heute die SAJ. und jungen Bartei. genoffen in den Kreisen Kreuzberg und Neukölln. fowie Prenzlauer Berg, auf Fichtestraße, aufmerksam. Saltet euch diesen Abend frei und besucht die Ber bie Jungwählerverianunlung am Donnerstag, 7. November, in Rabes festfälen, fammlung recht zahlreich. Gruppe Lichtenberg. Montag. 4. November, pünktlich 20 Uhr im Jugendheim, Gunterstr. 44, Bertrag: Die Stellung des Proletariats zum Staat". Referent Hermann Ahlfeld. Partei- und SAJ.- Get offen, sowie Gäste sind freundlichst eingeladen. Am Mittwoch, 6. Rovember, spricht Genoffe Quitpold Stern, Bien, in einer öffentlichen Beranstaltung her Bereinigung fozialdemokratischer Studierender Aber das Thema: Aultur und Klassenkampt". Bir bitten alle Genoffen, die nicht an der Gruppenkonferenz teilnehmen, um refilofe Beteiligung. Det der Beranstaltung: Bula bes Röllnischen Gymnasiums, U- Bahnhof, Inselbrücke. U- Bahnhof, Beginn 20 Uhr. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen, Kreisgruppe Kreuzberg: Mittwoch, 6. November, 20 1hr, Siguna im Bezirksamt Kreuzberg. Dordftraße 11. Stadtrat Genoffe Marste spricht über Schulverwaltung. Bereinigung sozialdemokratischer Studierender. Montag, 4. November, 20 Uhr im Bund, Albrechtstr. 11, Beginn des Margistischen Elementarfurfus, Leiter Dr. Brannthal. Dienstag, 5, November, 20 Uhr, Cozialökonomische Fachschaft, Arbeitsgemeinschaft über Birtfchaftsprobleme der Gegenwart. Leiter: Gen. Naphtoli. 1, Thema: Der Doung. Blan. Referent Genosse Leites. Mittwoch, 6. November, 20 Uhr, im Köllnischen Gymnasium, Inselstr. 2-5, Deffentliche Studentenversammlung. Es fpricht Luitpold Stern( Wien) über Kultur und Klassenfampf. Sungsozialisten und SAJ.- Genossen find herzlichst eingeladen. Donnerstag, 7. November, 20 Uhr, Bund", Hochschulreformausschuß. Thema: Pas Stubenfenrecht. Refe. rent Genoffe Krüger. Freitag 8. November 20 Uhr, Bund", Juristische Fachschaft. Genoffe Seller spricht über Die foziologischen Grundlagen des öffentTichen Rechts der Gegenwart. Gonnabend, 9. Noventber, 20 Uhr, Bund", Gefelliges Beilaumensein. Diskussion über: Warum sind wir Eosialisten?" Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Groß- Berlin. Bezirkshelferversammlung. Mittwoch, 6. November, 20 Uhr, Gigungsfaal Bezirksamt Kreuzberg, Nordstr. 11, Bor rag Dr. Siegfried Bernfeld: Binchologie und Arbeiterfinder". Gäste millkommen. Vorstandssigung. Freitag. 8. November, 20 Uhr. Geschäftsstelle. Fachkursus für Külenhelfer. Montag. 4. November, 20 Uhr, Jugendheim Waffertorstraße. Revolutions acdenktag. Sonntag, 10. November, Friedrichshain. Fote Fallen, Jungfallen und Selfer treffen sich 10 Uhr Landsberger Blak. Die Rreife bringen Blumen und Fahnen mit. Kreis, Tiergarten. Gruppe Auguft Bebel. Rote Falfen. Dienstag. 5. November, 17% 19% Uhr, in Heim Waldenserstraße, Disfussionsabend. Die Novemberrevolution. Jungfallen ebenda. Unser Bastelabend muß leider aus fallen, allo fein Material mitbringen, dafür Singfang, mir bringen alle Liederbilcher mit. Aüten. Mittwoch ebenda von 17 bis 19 Uhr Seimabend. Tiergarten- Eüb. Dienstags und Freibags von 17 bis 19 Uhr im Heim Bülowftraße 88, Seimabend. Areis Friedrichshain. Montag, 4. November, 20 Uhr. Jugendheim Diestelmenerstraße, Kreishelferfigung. Thema: Gemeinschaftsfeier. S. und Kinderfreunde Donnerstag Kreishelferturfus im Jugendheim Litauer Straße. Arcis Mitte. Achtung! Materialausgabe Dienstag, 5. November, in der Reit Don 18-19 Uhr im Seim Elifabethkirchstraße 19. Am Donnerstag, dem 7. November, findet eine Bollversammlung aller Roten Fallen um 17% Uhr im Seim Zehdenicker Straße statt. Die Faltenräte der einzelnen Gruppen besprechen bis dahin mit den Foten Falten die Tagesordnung. Gruppe Ernst Toller. Montag in der Elisabethtitchftr. 20 von 18-19 Uhr Turnen. Dienstag, Rehdenider Etr. 24, 18 bis 19% Uhr, Foter- Falfen- Abend. Tonnerstag Spielen und Basteln, Connabend Heimabend der Jungfalten. Gruppe Engelufer. Wir Roten Falten betei. ligen uns wieder an der Wahlarbeit. 834 Uhr treffen wir uns am Engelbeden, um zu Schilling, Rungestr. 30, zu gehen. Am Montag um 19% Uhr Schillings brilde, Schwimmen. Es foftet 10 Bf. Gruppe Artonaplan. Mittwoch, 6. NoDember, Turnen von 17% bis 19% Uhr in der Schule Ruppiner Str. 48. Sonntag, 3. November 1929 Turnzeug nicht vergeffen. Sonntag. 10. November, treffen mit uns um 8% Whe nor dem Heim. Bir befuchen mit den Groß- Berliner Kinderfreunden die Gräber der Revolutionsopfer. Rote Falten. Montag, 171 bis 19% Uhr, Bosteln. Freitag, 17% bis 19% Uhr, Revolutionsfoier. Jungfalten. Dienstag, 17 bis 1914 Uhr, heimabend. Am Freitag beteiligen wir uns au Gemein schaftsabend der Roten Falten. Reftfalten. Montag, 17% bis 19% Uhr, Gingen. Alle Beranstaltungen im Heim Elisabethtirchstr. 19 Kreis Wedding. Scute. Eonntag, ist das Jugendheim, Echönstedtstr. L non 15 bis 18 Uhr geöffnet. Die GAZ. Wedding veranstaltet am Montag, dent 4. November, in der Schule Wiefen. Ede Bankstraße, einen ilma seud. Es läuft der Jugendtagfilm Wien 1929. Die Roten Falken find eingeladen. Eintritt 10 Bf. gegen Vorzeigung der Rinderkarte. Kreis Reinidendorf. Gruppe Reinidendorf- Dft. Rote Falfen. Dienstaa. 5. Fovember, Aussprache über Arbeiterführer. Donnerstag. 7. Rovember. Boftein. Zusammenfünfte von 17% bis 19% Uhr im Jugendheim Lindauer Straße. Sütengruppe. Montag, 4. November, Basteln. Tonnerstag, 7. 9ne Dember. Arcisspiele. Die Berichte der Junafalken. stehen noch aus. Die Roten Falfen gehen jeden Sonnabend zum Faden nach der Gerichtstraße. Treffpunft 14% Ubr am Seebad. Geburtstage, Jubiläen usw. 77. Abt. Schöneberg. Unserem Abteilungstaffierer Gen. Wisi Seiazi aut feinem 50. Geburtstage bie herzlichsten Glüdwünsche. 91. Abt. Neukölln. Scute, Sonntag, 3. November, berebt der Vater unseres Abteilungsleiters, her Genoffe Martin Galonsta, Rablower Straße 3, feinen 70. Geburtstag. Unserem rührigen Funktionär und alten Borkämpfer für den Sozialismus bie herzlichsten Glüdwünsche. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 16. Abt. Unfer alter Genoffe Auguft Rtger ist am 81. Oktober per fchieben. Chre feinem Andenten, Ginäfcherung am Montag, 4. November, 14 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Wir bitten um rege Beteiligung. 27. Abt. Unser Genosse Schäfer, Rhinomer Str. 3, ist verstorben Ehre seinem Andenken. Einäscherung am Dienstag, 5. November, 16% Uhr. im Arematorium Gerichtstraße. Wir bitten um rege Beteiligung. 89. Abt. Neukölln, Unfer after Genoffe Wilhelm Lohfe. Bannierstr. 13. ift im Alter pon 80 Jahren plöslich verstorben, Ebre feinem Andenken. Bes erdigung am Dienstag, dem 5. November, 14 Uhr, auf dem Neuköllner Friede bof. Mariendorfer Weg. Wir bitten um rege Beteiligung. SA Sozialistische Arbeiterjugend Gr.- Berlin Ginfendungen für biefe Rubri? nur an bas Jugendsekretariat Berlin GB68, Lindenstraße 3 Singfreis! Uebungsabend Mittwoch, 6. November, 19% Uhr, im Scim Einbenstr. 4. Bereinigung Sozialbemokratischer Studiernder. Deffentliche Beriammlung Mittwoch, 6. November, 20 Uhr, in der Aula des Röllnischen Gninnaftums, 11- Bahnhof Infelbrüde. Bortrag: Rultur und Riaffenkampf". Referent: Luite pold Ctern. Für die Aufführung" Arenzang der Maschine" des Berliner Vollschors am Mittwoch, dem 6. November, 20 Uhr, im großen Saal der Reuen Belt, Solenheide, erhalten Mitglieder der G23. gegen Borzeigung des Mitalieds buches an der Raffe Rarten zum Vorzugspreis von 1 M.( fonft 1,50 m.). Heute, Sonntag, 3. November: Artoneplag: Schule Elifabethkirchstr. 19. SHeimabend. Gäste willfommen. Schönhauser Borstadt: Flugblattverbreitung. Treffpunkt 9 Uhr beim Genossen Goldschmidt, 20 Uhr Seimabend. Warsdauer Viertel: Berbeumzug in Klausdorf. Treffpunkt 14% Uhr Wilhelmplak( Nähe des Bahnhofs). Süb weft: Wahlpropaganda. Charlottenburg: 19 Uhr Seimabend, Rofinenstr. 4. Steglis: Jüngere. Heimabend 18 Uhr im neuen Heim. Rehlendorf: Fivablattverbreitung. Treffpunkt 8 Uhr Bahnhof Rehlendorf- Mitte. Neukölln III: Treffpunkt 814 Uhr Geldhomer Straße, Nachzügler 10 Uhr Saalbau Bergstr. 147. zum Besuch der Renolutionsfeier. Wilmersdorf: Demonstration gemeinsamt mit der Partei. Treffpunkt 10% Uhr vor dem Heim Wilhelmsaue 123. Ab. maridh 11 Uhr pünktlich. Nachzigler Fehrbelliner Blak.. Benachbarte Gruppent find eingeladen. Fahrverbindungen: 44, 45, 3, 51, 7, 191 bis Berliner Ede Brandenburgische Straße, U- Bahnhof Fehrbelliner Vlah. Lichtenberg Nord: Flugblattverbreitung. Bris I und II: Seimabend 18½ Uhr. Tempelhof: 10 Uhr Flugblattverbreitung bei Tommerenina, Biftoriastraße. Spaziergang zum Stealiter Heim. Werbebezirk Mitte: Fluablattverbreitung. Treffpunkte: Kölnischer Bart und Rentrum 9 Uhr am Rölnischen Bart. Rosenthaler Borstadt und Artona plak 9 Uhr am Rofenthaler Blak. Sprechchor Merbebesir Bebbing: Schönftette. 1. 18 Uhr Seimabend. Dortſelbſt Musikerprobe file die Filmperanstaltung am Montag. Werbebeaie! Often: Abendveranstaltung im Heim Litauer Str. 18. Werbebezirk Schöneberg: Demonstration gemeinsam mit der Partei. Treffe punft 11 Uhr Raiser- Wilhelm- Plak. Fahnen und Transparente nicht vergessen. Berbebezirk Teltowtanol: Die Reichstagsbesichtigung findet nunmehr be ftimmt am 15. Dezember statt. Morgen, Montag, 20-22 hr. Seim Rohlendorf Bahnhofftr. 3. Ausgabe Potes Bauvo! t", gegen fofortige Bezahlung. Werbebegirl Meiniderborf: 3m Jugendheim Hermsdorf. Soonftrake, findet um 16 Uhr ein Einführungsabend statt. Sämtliche Gruppen des Werbebezirks beteiligen fich daran. Werbebezirk Prenzlauer Berg: Die acftrige Notiz, daß die Beranstaltung um 20 Uhr in der Schulaula, Gleimstr. 49, beginnen foll, beruht auf eineit Srrtum. Die Beranstaltung beginnt pünktlich um 18 Uhr( internationale Feier). Die Genossen, die Vorarbeit leiften müssen, treffen sich um 16 Uhe vor der Schule Gleimstr. 49. Reltbahnen und rote Fahnen men hente aur internationalen Feier mitgebracht werden. Eintrittskarten, die bis 17 Uhr nicht abgerechnet find, müssen bezahlt werden. Die Mitwirkenden in Sivalen" treffen fich rm 10 Uhr Tanziger Str. 62, Barade 2, I., zur Broke FEET Werbebezirk Brenzlauer Berg: Schulaula Gleimstr. 49. 18 Uhr, internationale Feier Mieder die Grenzen". Must. esitotionen, AnSprache der Genoffin Math. Burm. M. d. R., Eprechcor, Wienauffilbring, Ezene aus Rivalen" usw. Werbebezirk Reutölln: Saalbau Heroftr. 147, 1014 Uhr, Revolutions. feier. Eintritt 40 Bf. Rarten, die bis 10% Uhr nicht abgerechnet sind, müffen bezahlt werden. 17 Uhr Sreffpunkt Serzbergplak( 3eitungs- F1 foef) zum gemeinsamen Besuch der Sternwarte. Abteilungsmitgliederversammlungen morgen, Montag, 4. November, 19½ Uhr: Falfplak 1: Schule Sonnenburger Str. 20. Norbolt II: Seim Danziger Straße 62. Hallesches Tor: Heim Nordstr. 11. Barfigmalbe: Heim Sommerfelder Straße. Bankow III( R.-F.): Seim Eörschstr. 14. ㄓ Sania: Echule Bochumer Str. 8b. Seiterer Abend. Follplak II: Schule Sonnenburger Str. 20. Einführungsabend. Sumannplak: Heim Scherenbergftraße 7. Bortrag: Berufsausbildungsgeset". Charlottenburg- Süd: Seimt Enbelfte. 2. Jungwählerversammlung. Meukölln III: Seim Flughafenftr. 68. Wichtige Funktionärsigung Johannisthal: Fathaus, ebungsabend. Eprech chor. Schönhauser Borstadt: Unterhaltungsabend. Instrumente mitbringen. Reidenberger Biertel: Funktionärligung. Werbebeairt Neukölln: 18-19 Uhr Ausgabe der Filmfarten im Barteifekretariat. Schon Novembermuss man bekannt.u. beliebte Marken Muster kaufen. hervorrag. Copien echter Perser Boucle reines Haargarn Echte Perser Qualitäts- Marken- Teppiche Edelerzeugnisse Prima Boucle modesie Wollperser Marke.Kasak"| Bettumrandungen direkter Import bestes deutsches Fabrikat, seit wundervolle Perser uz.T.mod.Muster Jahrzehnten erprobt, mod. Muster ca 350 435.349-298-400 118. 389- Teppiche, reine Wolle m. Fr Nigde Anatol 13.50 ca 45 x 90 Beludjistan 16.50 50 ca 45x90 200 179-159-115-225 149 340 nur soweit Vorrat Turandot QUAL Teppich. Bes.geeig.f. 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Unterhaltung und Wissen Friedrich Wolf: Der Ringkampf ,, Unentschieden!" ruft nach drei Minuten der Chef. Der nächste Match in der nächsten Vorstellung! Beginn in zehn Minuten! Es wird gerungen bis zur Entscheidung! Generalprämie für Fred, falls er fiegt, volle 50( 1) Mart!" Friedrich Wolf ift der Autor von Kolonne Sund" und Rampf| fieren wir ein paar Gänge Gürtelkampf nach Art des Schweizer im Rohlenpott" und bes Dramas„ manfali", das in Berlin so großen„ Schwingens". Die Gegner packen sich an den Gürtelgriffen und Mein Freund Hayn, furz Aubade" genannt, erschien eines suchen einander aufzuheben und niederzufanten. Morgens gegen 7 Uhr auf meiner Bude über dem Neckar. Mit den Worten: Erhebe dich und wandle!" und mit der Spize seines Alp: stods trieb er mich vom Lager. Eine Stunde später zogen wir zwei Tübinger Studenten des Jahres 1908 bereits gen Süden. 22 Mart betrug unfere ,, Börse". Alb und Hegau glühten in tropischer Sonne. Am fünften Tag, dem Tag vor Pfingsten, tamen wir in Konstanz Die Stadt glich einem Heerlager Bei der Verbrennung des Hus' fann es nicht bunter gewesen sein. Das ganze Landvolk war zur Kirmes in dem Ort. Vergebens fuchten wir ein Bett oder nur einen Stuhl. Es war schon Nachmittag. ail Da gingen wir zum See. Die Körper brannten uns von den fünf Sonnentagen über die Kalf- und Wacholderfeßen des Hegan. Bon einer Bootsverleiherin, did wie ein Walfisch und gutmütig wie Hinaus auf den See! Die ein Lamm, nahmen wir einen Kahn. Broden herab und ins grüne, glashelle Baffer! 3mei Stunden tollten wir vom Waffer ins Boot, vom Boot ms Wasser. Wir stehen wieder in unserer Garderobe.„ Der Schinder! Baß uff! Der beschummelt dich!" fmurrt Jenny, in deren Riefendamen hirn ein Gedanke sich gebiert. Plöglich legt sie in einer Art Solidarität ihre gigantische Hand auf meine Schulter: Soll ihm versalzen werden, dem..." Strahlend springt der Chef herein: Los, Freunde! Wieder rappelvoll! Der ganze Markt steht vor der Bude!" Mir ist doch nicht ganz wohl in der Manege. Der Publiko setzt Erwartungen auf mich. Die Gegner reichen sich die Hände, verpflichten sich, nach den Regeln der allround catch as catch can in fairem Stil zu fämpfen und schwören einander ewige..." Wir haben schon losgelegt. Jenny lupft mich einige Male und wirbelt mich wie einen Ball durch die Arena. Ehe ise aber wieder am Mann ist, stehe ich wieder. Doch unmöglich, im Gürtelkampf bei dem Koloß etwas auszurichten. . Eimal, da Aubade" fich trodnet, ich ihn wieder taufe, er mir nach will, tippt das Boot. Die Kleider rutschen ins Wasser und beginnen zu verfaden. Gerade noch greifen wir zu. Klatschnaß ,, Der zweite Gang unentschieden! In der nächsten Borfizen wir im Kahn. Die Kleider haben mir; aber der Inhalt der Taschen liegt drunten im See; Aubades Uhr und alles Geld. Keinstellung..." Aber da kommt er beim Publikum jetzt recht. Ein Pfennig ist uns geblieben, nicht einmal ein Pfand zum Verseßen. ohrenbetäubendes Gejohle:„ Entscheidungskamps! Kassa!" Der Chef Und die Miete für das Boot? Wir überlegen einen Augenblid, ob droht mit der boa constricta, die er loslassen will. Er macht sich wir im Gebüsch an Land gehen und das Boot dem Spiel der Wellen völlig madig. Wir fahren übergeben sollen. Doch es obfiegt das Gute in uns. zu unserm Walfischweib und legen die Bootsleine und unser Schicksal in ihre Hand. Saudredete Kerle", gurgelte es aus ihrer Brust; dann aber umschleiert sich ihr Auge. Sie greift in den Seitenschlitz ihres Rodes und gibt jedem von uns einen Fünfziger fürs Vesper und für den Markt. Dies Bootsweib gehört in die Legende. Wir Rohlinge sind nicht einmal gerührt oder beschämt. In einer halben Stunde ist die Mart hin; jetzt beginnt der Hunger, der wie eine Feile an der Magenwand reibt. Der Markt! Buben an Buden. Schießstände, Freßzelte, Schaugerüfte. Jeber Hofenmaß hat seinen Groschen. Nur wir sind ,, aller Mittet entblößt". Dabei zauberhafte Attraktionen: Wetttauchen von Niren und Seelöwen! Lotterie mit Ringwerfen, morin ich schon als Junge geradezu ein Champion war und mit fünf Würfen einmal eine Wanduhr und ein Bowlenservice gewant. Damm ein Bachkabinett, eine Teufelstreppe, eine Jusionistenschau mit ber Dame phne Kopf im Sarg. Und hier eine richtige Bildweft bube mit der ,, boa constricta gigantica", mas da ist die original meritanische Riesenschlange, die da mißt von der Zungenspige bis zum Schwanz 12 Meter, Don dem Schwanz bis zur Bungenipige hin wiederum 12 Meter, in ganzer Länge aljo 24 Meter! Die wahre Meltattraktion bietet sich aber zu sehen, meine Herrschaften, in Jenny, der Riefendame, dem stärksten Weib des Kontinents, welches zum griechisch- römischen Gürteltampf herausfordert jeden Mann, wes Standes und Landes er auch sei! Wer aber Jenny im Gürtelfampf zu besiegen vermag, für den sind an der Kasse hinterlegt. 50( 1) Mart!" Baufenwirbel! Fanfare! Aus dem Dunkel des Zeltes tritt... Jemmy! Sehr beachtlich, Fehr selbstbewußt, sehr fompatt! Sie treuzt nach Art der Schwer gewichtler ihre Arme auf die Brust und blickt mit fühlem Marmorblid auf uns Stimmerlinge da drunten, die wir noch nicht die 3meizentnergrenze erreicht haben. Na?!" stößt mich Aubade in die Rippen. Sein Hohn peitscht mich. Wie ein grimmiger Hund habe ich chon die ganze Zeit die 50(!) Mart an der Kassa" angeftiert. Unfaßbar, was man dafür essen, trinken, leben könnte! In München und Nürnberg hatte ich mir im Fünftampf erste Preise geholt. Sollte man den Fleischkloß, da wirklich nicht erledigen? Also feiner der Herren?" ruft der Herr Direktor. Auf einmal, wie von einem Wind hinaufgeweht, stehe ich oben. Der Herr Direttor starrt mich entgeistert an. Sofort aber ist er wieder Herr der Lage, flüstert etwas mit mir armem Irren und zerrt mich nach vorn. Trommelwirbel! Fanfarenstoß! Meine Meine Damen und Herren! Der Mann ist gefunden, der da wird tämpfen mit Jenny, dem Riesenamazonenweib des Kontinents. Es ist Fred Wurmsam, der Studentenchampion von Westeuropa! Meine Damen und Herren! In nie dagewesener Weise werden sie heute sich paaren sehen Kraft, Schönheit, Grazie und Ehre um den General gewinn der Hauptprämie von 50(!) Mark, ausgefeßt für den Sieger von der Direktion!" Die letzten Worte gehen unter im Ansturm der Massen. Im Nu ist die Vorstellung ausverkauft. Ich selbst harre in einer durch eine Zeltbahn abgeteilten Ecke der Bude meines Schicksals. Leicht erschöpft will ich mich auf einen Sack sehen; doch darin schlebt etwas in dicken Bindungen; die„ boa constricta gigantica". Dann tommt Jenny mit dem Chef. Wir machen Shakehands. Jenny tagt mich mit einem Blick und scheint sehr beruhigt. Der Chef aber ist sehr erregt: man müsse die Nummer in mehrere Biecen" aufteilen. Der Laden sei gerammelt voll, und draußen warte mindestens noch dreimal soviel Bublikum! Wir sollten zuerst Gewichte stemmen die erste Nummer; dann etwas Ringen mit Griffefuchen und Badenkampf, doch ohne Entscheidung die zweite Borstellung mit Bublifumwechsel; wiederum Scheinkämpfe und dann der letzte große Clou um die Hauptgeneralprämie! Fünf Enüppelvolle Borstellungen feien gesichert! Na und?" fragt Jenny und legt den Kampfgürtel um ihre Hüften. Der Chef versteht, Jeder von euch beiden erhält 2 Mart Gratifitation pro Borstellung!" Jenny sieht mit einem Marmor blid auf den Mann im Frad. Dann mit einer Kopfbewegung gegen mich: Und wenn er siegt?" Der Frad schüttelt sich vor Lachen über diesen guten Wig. Er läuft hinaus in die Manege, da bas Bublitum schon ruft und johlt. Jenny sieht ihm nach. Auf einmal bligt es in ihrem breiten Gesicht, vielleicht die But des Schaustlaven: Snider! Scheißteri! Gongschlag! Die Gewichte werden nach draußen geholt. Gongschlag! Bir springen in die Arena! Bir beginnen zu stemmen und mit den Grifffugeln zu merfen. Man hat mir ein blaurotgeftreiftes, ärmellojes Tritot angezogen; ich mar damals prima in Form, riß rechts einen Zentner; das Gewichtemerfen war meine Spezialität. Der hat Bouillon!" tommis Don ber Rampe. Der Bublito ist auf meiner Seite. Dann mar Da flüstert mir Jenny zu: Los du! Es ist gleich aus!" Mitten in dem Tumult beginnen wir wieder zu ringen. Sofort Totenstille. Wir sind jetzt warm. Das ist kein Weib, das ist eine riesige feindliche Maffe. Immer wieder muß ich fugeln; da benutze ich eine Finte: ich bleibe wie erledigt liegen; wie sie herankommt, unterlaufe ich fie, daß sie stolpert und wie ein Berg hinknallt. Rajender Beifallsdonner! Beilage des Vorwärts Jenny liegt noch immer wie betäubt; ich drehe sie auf die Schultern. Der Beifall wird Orkan. Bravo, Fred! Fred hat gefiegt! Auszahlen! Kaffa! Kassa!" Undeutlich höre ich, wie der Chef protestiert wegen, unfairen Kampfes". Doch das Volk ist entfesselt; es dröhnt durchs Zelt wie von hundert Donnern. Ich selbst kniee neben meiner gefällten Amazone und halte ihr immer noch trampshaft die Schulter nieder, als fönne der Sieg mir noch entwunden werden. Plötzlich pact mich das Entsetzen: wenn der Koloß bei dem Sturz sich das Genick gebrochen?! Ich öffne vorsichtig ihre Lider; da lacht sie wie ein Lausejunge, platzt furz heraus und schließt schnell die Augen. Als der Chef mit Hilfe der Boa" wirklich die Kasse retten will, fommt es faft zu einer Lynchjustiz. Mit Messern und Zelt= pflöden rückt man gegen ihn vor. Die Platzpolizei greift ein. Ein Verhör stellt mit überwältigender Mehrheit aller Zuschauer fest, daß ich Jenny regulär und fair" geworfen habe. Das sind die ersten 50( 1) Mart, die ich in knapp einer Stunde verdient. Jenny beglückwünscht mich in der Garderobe:„ Er plagt vor But!" Sie lacht wie ein Erdbeben. Der Chef tommt und läßt uns nicht mehr aus den Augen. Er fieht aus, als wollte er sich gleich auf mich stürzen. Während ich das Tritot ausziehe, halte ich mit der einen Hand das Geld in meinem Hosensad fest. Draußen hebt eine frenetische Menge mich auf die Schultern und trägt mich eine Strecke durchs Getümmel. Aubacke schreitet erhobenen Hauptes daneben. Es wird noch ein wilder Abend; wir schlafen auf einem Billard. Meine Hosentasche habe ich mit einem Bindfaden zugebunden. Am nächsten Morgen, Pfingstsonntag, gehen wir an den See zu der Bootsfrau, did wie ein Walfisch. Sie ist baff, wie wir ihr das entliehene Bootsgeld aushändigen. Sie blidt auf uns, als seien wir der Heiligenlegende entstiegen, wir saubredeten Kerle". Dann fahren wir mit dem nächsten Dampfer über den ganzen See nach Lindau, Otto Flake: Bilder aus Colmar Das ist eine Stadt, von der ich oft geträumt habe: weil ich in ihr heranwuchs und sie dann, seit meinem zwanzigsten Jahr, nicht mehr sah. Ich träumte daher von ihr auch nicht romantisch als einem Drt, den man gern tennenlernen möchte, sondern tiefer, geheimnisvoller, fast wie von einer Boregistenz. Die eine oder andere Gelegenheit, diese Stadt wiederzusehen, ließ ich abfichtlich unbenutzt Wiedersehen unterbricht die Gerbebe der Erinnerung. Dann fam der Krieg und die Jahre nach ihm: die Stadt der Kindheit lag nun unzulänglich in einem fremden Land. So wurde fie vollends Bergangenheit, und als diefer Prozeß vollendet war, fuhr ich neulich eines Tages hin, durchaus nicht sicher, ob ich nicht unberührt durch ihre Gaffen gehen würde, unfähig, mir felber, wie ich einst war, zu begegnen. * Ich bin nie so durch eine Stadt gegangen. Schatten schritten neben mir und lentten mich. Ich bog um Eden, blieb vor Türen stehen, schaute zu Fenstern auf, Don einem Wissen geleitet, das nicht aus dem Bewußtsein fam. Ich hätte blind sein fönnen und wäre so gegangen. Es war ein Sommerabend, Fledermäuse strichen durch die Dämmerung. Haus um Haus wußte ich plötzlich die Namen, die vor dreißig Jahren an den Geschäften standen, sah die Gefichter von Menschen, Die vielleicht schon lange im Grabe liegen eine Bädersfrau, eine Wäscherin, den Apotheker, der schwindsüchtigen Papierhändler, der mir Federchen verlauft hatte." Ich öffnete das Tor des Hauses, in dem ich als sind wohnte, stieg die zwei Treppen hinauf, las im Lichte eines Zündholzes an der Tür unseres Siodmertes einen französischen Namen, und ging zurück und faß zu meiner eigenen Verblüffung unversehens auf dem Treppengeländer, um im Damensitz die vier Abfäge hinunter zugleiten, wie einst der Knabe getan hatte. An den Wendungen zugleiten, wie einst der Knabe getan hatte. An den Wendungen galt es abzuspringen und sich wieder hinaufzuschwingen. Es war stockfinster und doch hatte der Körper noch die Erinnerung an die Balance, die für dieses nicht ungefährliche Kunststüd nötig war. Unten sprang ich vor einer Frau ab, die aufschrie, fand traft derfelben Erinnerung den Griff des Tores und strich mit unflaren Empfindungen die Häuser entlang, die mir nun in einem toten Brügge zu stehn schienen, so klein und grau waren fie. landesgerichts diese Ueberlieferung fort, besiedelten ein Biertel. Deutlich lief neben dieser hohen Bourgeoisie die der Rentner aus der französischen Zeit her, ohne sie zu schneiden. An Bauban erinnert eine Borstadt, seine Bälle verwandelten sich in Promenaden. Die Krutenau ist eine Faubourg aus der großen Revolution; sicher spannten in ihr die Deligencen aus, ficher gibt es alte Stiche von ihr. Das Marsfeld, auf dem mir Schlittschuh liefen, heißt wieder, wie es vor 1870 hieß, Champ de Mars. General Rapp, der darauf in Bronze steht, schaut nicht mehr zum Bezirkspräsidentenpalais hinüber, fondern zur Präfettur, die eines Erzbischofs würdig wäre. Als ich um das Denkmal ging, fam mir ein Trupp von Gassene findern entgegen und wahrhaftig, sie fangen das elfäffische Lied vom Hans im Schnofeloch, der alles hat, was er will und was er hat, das will er nicht, und was er will, das hat er nicht. Es ist schon etwas um diesen Nationalgefang. Im Vordersag heißt es, daß der gute Hans hat, was er will, dann wird diese positive Aussage ironisch und selbsterkennerisch in ihre betden Gegensätze ausgelöst. Der Elsässer ist der geborene Dialektiker, aus Zwang, Geschichte, Schicksal, Lage. Wenn er dazu philosophischer begabt wäre, als er, der Alemanne, ist, dann hätte er die hegelschsten aller Philosophen hervorbringen müssen. Aber er ist Praktiker. Er geht in die Opposition und steht Zeit seines Lebens in ihr, Oppofition ist Reaktion auf das, was scheint mir, begegnet man einem freilich ganz abgeschwächten Angerade ist ihm gefällt es nie. Bei dem flaminverwandten Badener, flang, wenn er seine Säge mit dem berühmten ,, ha, nun" einleitet. Beim Elsässer ist diese Gebärde heftiger, bijfiger, grollender. Gespräch und hatte, nach so vkelen Jahren der Abwesenheit, einen In den Anlagen tam ich mit einem Mann aus dem Volk ins Gespräch und hatte, nach so vielen Jahren der Abwesenheit, einen nahezu metaphyfischen und das heißt nur endgültigen Eindruck vom gereizt steptischen Charakter, diefes Stammes gegenüber allen denen, die ihm mit ihren Forderungen ins Land tommen Forderungen. absolute Werte zu übernehmen, die anderswo ohne sein Zutun geprägt worden waren. So hatten es die Deutschen verlangt, so verlangen es jetzt die Franzosen. Als Franzose vor 1870 gebore.. In den Mannesjahren Deutscher, der in Kiel diente, im Alter wieder Franzose, hatte er ein fast wildes Achselzucken für eine Welt, die von ihm Entscheidungen erwartete. Uebrigens fam ein Geruch, von Wasser und Holunder, und er erregte mich mehr als alles andere: der Sinnbach, an den ich weiß Gott nie mehr gedacht hatte, roch noch wie ein Menschenalter zuvor hunderte mit guten Europäern verforgen. Im Zug von Straßburg melancholischer Abend. # Hinter der Stadt steht das Gebirge, vor ihr liegt die Ebene, die zum Rhein zieht und von Wasserarmen burchzogen ist. Bom Gebirge her stoßen die letzten Rebäcker ins Flachland vor, in die Bannmeile der Stadt, Wiesen, Busch und Gärten gebieten ihnen halt. Waffer ist überall, die Ill, die Lauch, die Thur, der Logelbach. Die Hinterfronten des ältesten Teiles gehen auf die Lauch, auf der Lauch fahren die Gärtner ins Borgelände, mo sie die dunkle Erde mit untergeschnallten Brettchen festtreten. In den Rähnen bringen sie Jauche hinaus, mit den Jauchekellen schöpfen sie Wasser aus der Lauch; mancher tleine Stichling gerät so aufs Land und zappelt sich unter den bambushaften Stauden der Sonnenblumen zu Tode. Der Fuß verästelt sich zwischen den Gärten. Wenn die Gärten aufhören, beginnen die Wiefen, die bis in den Sundgau ziehen. Man kann stundenlang in ihrer gehen, fie find eine Brarie. Drüben auf dem Berg, die Drei- Eren, sind die Striche einer lateinischen Drei. Aus der römischen Zeit ist nichts geblieben als der Name der Stadt; man leitet ihn von Columbarium, Taubenhaus, ab. Die späteren Perioden mischen sich im Stadtbild wunderbar. Die Klöster und Kirchen, voran Unterlinden und Santt Martin, find Mittelalter. Das Rathaus der Reichsstadt, das Kopfhaus, das Bolizeitommiffariat mit dem entzückenden Erter find Renaissance. Dann tam das achtzehnte Jahrhundert und prägte die entscheidenden Büge: Colmar wurde Juristenstadt mit dem höchsten Appellations hof und den Hotels der Chauffeurgasse. Hundert Jahre später setzten die Richter des deutschen OberWenn dieses Bauernoolt geistiger wäre, müßte es die Jahre nach Colmar fuhr id mit jungen Leuten aus Colmarer Familien; sie besuchten die Universität und fehrten abends nach Hause zurück. Die einen lasen Pariser Zeitschriften, die anderen die deutschen Blätter der Heimat. Wenn sie ausgelesen hatten, tauschten sie, wie sie auch mit der Sprache wechselten. Das wäre alles gut und schön, wenn es auf Freiwilligkeit beruhte. Das Kostbarste, was Colmar befißt, ist Rioster Unterlinden die Kunstschüße und der Bau selbst. Eine klare, quadratische Anlage unschließt einen kleinen, affenen Hof. Um den Hof läuft ein Streuzgang mit Spigbogenfenstern, die bis zum Boden reichen und durch ein schlankes Säulchen halbiert werden. Wenn die Pforte hinter uns zuschlägt, umfängt uns die Kühle mittelalterlicher Klöster, ohne Kälte, und ihre Abgeschlossenheit ohne Feindschaft. Die Architektur dieses Ursulinerinnenhauses hat nichts Finsteres: Sonntage weden Hof und Kreuzgang zu ihrem geheimsten Leben. Es ist kein Kloster, durch das Inquisitoren schritten, sondern ein Haus füßer und inniger Mystik. Mitten im grasbewachsenen Hof steht eine tleine Sandsteinfigur Martin Schongauers von zarten, feinen Dimensionen. Ueber das Dach schwingen fich Bögel in den Hof und nippen aus den Bertiefungen, die der Regen in das Bostament gewaschen hat. Naturwissenschaftliche Sammlungen, ethnologische, chinesische Rüstungen, Mumien, Bücher, altdeutsche Bilder, die eljässische Maler schule des 19. Jahrhunderts, der Isenheimer Altar und Matthias Grünewald damit ist das Kloster ausgefüllt. Alles, was den zweifelhaften Begriff eines Museums bildet, ist da zusammengestellt. Aber mich verzauberte es, als ich zur Schule ging, und noch immer hat das Wort Museum einen wunderbaren Klang. ermann Horn: Fifchen auf hoher See Das Leben, das sich an Bord eines Segelschiffes abspielt, unter| scheidet sich naturgemäß ganz wesentlich von dem der Dampfschiffmatrosen, die von den Angehörigen der Segelschiffe meist ziemlich über die Achsel angesehen werden, weil der Segelschiffmatrose weit mehr verstehen muß und eine an Bord geachtetere Stellung einnimmt als sein Kollege auf dem moschinengetriebenen Koloß. Denn bei aller Eintönigkeit des gleichen Dienstes bietet sich den Matrosen auf einem Segelschiff ungeheuer Interessantes und Reichhaltiges. Zu den beliebtesten und einträglichsten Beschäftigungen gehört das Fischen, und man kennt den richtigen leidenschaftlichen Liebhaber schon furz nach der Musterung, wenn die gemeinschaftlich angemorbenen Leute im Mannschaftsraum ihre Effekten auspaden. Er wird nicht verfehlen, einige start: Angelhaken, einen Elfer wie eine Harpune zu zeigen, denen er einen Play in seiner Koje anweist, wo er sie im Bedarfsfalle leicht holen tann. Die Fische, auf die es der Seemann abgesehen hat, sind in der Nordsee, von wo das Schiff ausgeht, die gemeine Matrele, in den ersten Flächen der Atlantik der sagenumwobene Begleiter der Schiffe, der Delphin, som Seemann Schweinfisch genannt, weil er, wie man behauptet, innerlich wie ein Schwein aussehe und auch einen diesem Lier ähnlichen Rüssel habe. Dann der zu den Thunfischen gehörige Bonite und die Goldmakrele. Rechnet man hierzu noch den hai. fisch und allenfalls in der Nähe gewisser Küsten das Harpunieren der großen Seeschildkröten, so ist das Repertoire schon erschöpft. Die Matrele ist mur von März bis Juni in der Nordsee zu fangen. Zu dieser Zeit eilt der ebenso schön gestaltete wie gefärbte Fisch aus der tiefen See nach den Küsten, um dort zu laichen. Da läßt man benn einfach eine Schnur mit Angelhaken, an dem ein Stückchen meißer Linnen oder glänzendes Blech befestigt ist ein anderes Locmittel fennt man auf See nicht von dem Schiffe nachschleifen. Die Schnur wird an der hinteren Reeling befestigt und noch ein zmeitesmal mit schwachem Zwirn angebunden, der reißt, wenn der angebissene Fisch, der bis zu zweieinhalb Pfund schwer wird, meist aber mur ein halbes bis ein Pfund wiegt, sich zu befreien sucht. Der Mann am Ruder paßt auf und meldet es, wenn einer angebissen hat. " Wenn aber der Ruf Swienfisch vor de Bug" erschallt, läßt jeder die Arbeit, mit der er sich augenblicklich beschäftigt, liegen. Alles eilt in heller Aufregung auf die Bad, vor dessen Bug man die grauen, glatten Wale in fühnem Bogen aus dem schäumenden Bugmaffer tauchen sieht, bei jedem Erscheinen einen pustenden Laut mit cinem Strahl Wasser ausstoßend. Dann steigt der Harpunier, meist der Bootsmann oder einer der Steuerleute, wenn unter den Ma trofen nicht ein besonders geschickter Werfer ist, auf die den Stampf stod straffziehenden, am nächsten dem Wasser liegenden Ketten. Steht er dort sicher, so wird ihm die an einem mächtigen Manilafeilende befestigte Harpune gereicht; das Tau läuft durch einen Block, der an irgendeinem der den Klüverbaum stüzenden Stache befestigt ist. Die übrige Mannschaft steht auf der Bad und hält das Tau, um fofort ziehen zu können, wenn der Harpunier einem der kleinen Bale das Eisen in den grauen Spec gejagt hat. Sitzt die Harpune, dann mird mit lautem Hoiho der zappelnde Fisch vor dan Blod geholt, einer der Leute steigt hinauf, wirft ihm eine Schlinge um den Schwanz und im Nu befindet sich nun ier Bewohner der fühlen Meerestiefe, mit dem Schweife schlagend und mit der spizzen bas bas Fallen und Schlagen des Fisches an Ded nerursacht, ge hören, ist, eilt alles, um sich die Beute zu sichern. Häufig macht sich daher ein Spaßvogel zunuzze, und macht mit einem Riemen, den er auf den Boden schlägt, ein ähnliches Geräusch, um dann die hera Schnauze, die mit unzähligen, kegelförmigen langgestreckten Zähnen beigzeilten Kameraden auszulachen. besetzt ist, um sich beißend, an Deck. Wenn man Glück hat. fann man auf diese Weise mehrere Die Goldmakrele, die bis zu zwanzig Pfund schmer wird, ist ein wunderschön gefärbter Fisch von wechselnder Farbe. Leuchtend blau, umflossen, steht er bei Windstille im Wasser. Erst wenn das Schiff non der mächtigen, über den ganzen Rücken gehenden Flosse goldem etmas Fahrt macht, läßt er sich herbei, den zusammengedrückten Kopf, dessen Oberfiefer den Körper nach vorn faft rechtminflig abFische harpunieren, meist aber verschwinden die übrigen des Trupps, der gewöhnlich aus acht bis zehn Stück besteht, nach dem ersten Wurf. Das Fleisch des Schweinfisches ist dunkelbraunrot, wie geschließt, nach dem über dem Wasser spielenden Lockköder zu wenden. ronnenes Blut, und wird von den Matrosen als millkommene Abs mechslung gern gegeffen. Den Sped tocht man zu Tran aus oder wirft ihn auch weg. Auch zu Stiefelschmiere wird er verwendet oder bei Sturm zur Beruhigung der See über Bord gegoffen. Wundervoll ist diese Jagd, wenn sie bei Nacht vor sich geht in jenen Gegenden, wo das Meer von Billionen leuchtender Molusken erfüllt ift, die in hellem Glanze bei jeder Bewegung des Waffers erstrahlen. Dann schleudert der Harpunier fein Eifen auf einen funtalnden Kranz, und von dem aus dem Wasser geholten Fisch fallen die Wassertropfen wie Diamanten. Hat das Schiff die heiße Zone erreicht, beginnt die Jagd auf die Goldmafrelen und die Bonite. Das Ungel und Elfern dieser Fische ist dasselbe wie bei den anderen. Nur beißt die Matrele schwerer an, und die Freude über einen Fang ist immer groß, weil ihr Fleisch außergewöhnlich schmackhaft ist. Dazu ist die Makrele der gefährlichste Feind der fliegenden Fische. die ängstlich vor ihr aufflattern und auf Ded fallen. Wenn das eigentümliche Klatschen, Somie er sich verleiten läßt, den Körper der Oberfläche des Wassers zu nähern, schleudert man den Elfer nach ihm. das ist ein Instru ment wie die Harpune am Ende siner Wurfstange befestigt, nur daß es statt einer Spize deren drei, sechs oder zwölf hat. Am Deck gebracht, verändert sich das Blau, das der Fisch im Wasser hatte, in purpurrot, dann in ein glänzendes Silbergran, durch das die ursprünglichen Farben nachzittern, bis der Fisch ein ledernes Grau annimmt. Leichter läßt sich die Bonite fangen. Bei Regenwetter und starter Brise holt man sie, die Angel mit dem Etüdchen weißen Linnen über dem Wasser tanzen lassend, wonach fie bis zu einem halben Meter springt, dugendweise aus den Wellen. Ihr Rüden ist stahlgrau und glitert grün und rot. Bon ihrem Fleisch erzählt man ich, es feit mitunter giftig. Es furfiert sogar eine Geschichte, wo. nach einmal bis auf einen Hund die ganze Mannschaft eines Schiffes an dem Genuß von Bonitenfleisch gestorben sei. Trotzdem wird das Fleisch auf See überall gegeffen. Hermann Horn. Der Komiker des Meeres tid gleidh fommt, werden die Taschentrebss doch gern gegeffen. Besonders beliebte Bissen sind bei ben Helgoländern die Scheren und die fettige Maffe, die unmittelbar unter dem Rückenschild der Ruieper" liegt, wie die Krabben ganz allgemein auf Helgoland genannt werden. trägt Der große Taschenfrebs gehört zu den turzschwänzigen, echten Krabben. Er ist non gedrungener Gestalt. Der sechsgliedrige, plattenförmige und furze Hinterleib wird unter dem großen Rückenschild des breiten, vorn abgerundeten Kopfbruststüdes eingeschlagen. Das vorderste der fünf Beinpaare ist sehr starf entwidelt in fräftige Scheren mit schwarzen Scherenfingern. Die übrigen Beine sind bedeutend fürzer, fantig. behaart, stielförmig und laufen jämtlich ipit aus. Die Farbe des großen Taschenkrebses mechselt zwischen Gelbrot, Rot und Rotbraun, die Unterseite ist hell. Die Stirn ragt etwas über die gestielten Augen hinweg und trägt rechts und links von ihnen drei gleich große und stumpfe Zähne; dann folgen neun breite Lappen des Seitenrandes. " ,, Wunderlicher und tomischer", schreibt schon Goethe 1786 aus Venedig ,,, lann man sich nichts vorstellen, als die Gebärden dieser, aus einem runden Körper und zwei langen Scheren bestehenden Geschöpfe." Es ist in der Tat auch ein sonderbarer, fast belustigender Anblick, wenn so ein Taschenkrebs, der nicht nur gut schwimmt, sondern, wie die meisten Krabben, auch sehr behende läuft, mit hochgehobenem Kopfe und aufgerichteten Augen seitlich daherstolziert fommt, zumal er dabei die riesigen Scheren in drohender Stellung über dem Kopfe gehoben hält. Nicht umsonst nennt man ihn den Clown oder Komiter des Meeres; nimmt er doch mit seinen langen Scheren oft die seltsamsten Stellungen ein. Im überspülten Trümmergestein der Brandungszone in Felsenspalten und an Molen der Nordsee( weniger häufig im Adriatischen und Mittelmeer) sigen die Taschenkrebse und pressen ihren flachen Leib in die verstecktesten Winkel hinein. Obwohl ihr Fleisch an Zartheit dem des Hummers Menschen, die ohne Salz leben Die neuesten Untersuchungen auf dem Gebiet der Ernährungs funde haben erwiesen, daß in der Ernährung des modernen Kulture menschen viel zu viel Golz enthalten ist, und daß durch die vom Rörper nicht gebrauchten Salzrüdstände Gewebeftörungen wie über. haupt verschiedene gesundheitliche Schäden verursady merden. Nun gibt es auf der Erde tatsächlich ein Bolf, das unbedingt salzfeindlich Als ist: die Eskimos, die im hohen Norden Ameritas leben. Bilhjalmus Stefansson unter ihnen lebte, machte er selbst die Er. fahrung, daß man ganz gut ohne Calz leben fann. Anfangs mar ihm der Salzmangel zwar unangenehm, aber schon nach einem Monat verschwand sein Salzhunger, und nach einem halben Jahr schmedie auch ihm das Fleisch nicht mehr, wenn es in Solzwasser gefocht mar. Die Abneigung der dortigen Eskimos kommt fest einer Idiosyntrasie gleich und geht sogar soweit, daß fie Speisen, auch wenn sie nur eine Spur pon Salz enthalten, die unser Geschmac noch gar nicht wahrnimmt, für ungenießbar erklären. Auch Fever länder erfranken, wenn man ihrer Nahrung Salz zufügt. Bermuts lich hängt diese Abneigung gegen das Salz mit dent ausschließlichen Fleischgenuß der Eskimos zusammen, denn man machte z. B. auch an den Massai- Negern in Afrika die Beobachtung, daß sie in Zeiten, mo sie nur Fleisch und Milch genießen, fein Salz zu sich nehmen. Safi 66. 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