Nr. 49. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich: Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. würde. " " In Sachsen Donnerstag, den 27. Februar 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: und # Führung noch den damaligen Beschluß vertritt. Umstürzler und Attentäter von Tag zu Tag an Umfan Fraktionsführers stelle ich die die Behauptung entgegen, und Tiefe; und es unterliegt keinem Zweifel, daß man bei daß, wenn wirklich die Differenz der Anschauungen sind die Ordnungsparteien durch den Umsturzfeldzug gegen Hofe in Regierungskreisen außerhalb des fo groß geworden ist, nicht ich es bin, der sich gedas Landtags- Wahlrecht vollständig demoralisirt. Es ist Ministeriums nicht ohne Besorgniß die Entwickelung der ändert hat, sondern die Fraktion. Unter meiner dasselbe Schauspiel wie vor anderthalb Jahren, wo der Dinge verfolgt. Auf so kräftigen Widerstand war man nicht Anwesenheit und Theilnahme hat die Fraktion einmal den einstimmigen Beschluß gefaßt, öffentlich zu er Umifturzfeldzug gegen das Gesetz und die Justiz eine ähn vorbereitet. tlären, daß sie unbedingt am allgemeinen Leider hat die Frage, was im Fall der Annahme des gleichen Wahlrecht festhalte. Die Erklärung ist liche Wirkung hervorbrachte. Das„ Leipziger Tageblatt" wird aus der Mitte seiner Regierungs- Entwurfs seitens der sozialdemokratischen Land- nachher nur deshalb nicht publizirt worden, weil die Besorgniß, eigenen nationalliberalen Leser mit Vorwürfen überschüttet und tagsfraktion zu geschehen habe, zu einer kleinen Meinungs- daß das Reichstags Wahlrecht bedroht sein könne, sehr bald allerhand Vorwürfe tauchen in ihm auf, wie noch in verschiedenheit geführt. Wer mit Personen und Dingen nicht wieder verschwand, aber da der Beschluß für die Defientlichkeit beletzter Stunde das, was durch Einbringung der Regierungs- vertraut ist, könnte vielleicht glauben, es handle sich um eine stimmt war, so habe ich auch das Recht, davon öffentlich GeIch richte hiermit an Herrn vorlage verdorben ward, wieder gut gemacht werden kann. ernsthafte taktische Differenz. Das ist jedoch nicht der Fall. brauch zu machen. So fordert ein nationalliberaler Pfiffifus im heutigen Alle Genossen in Sachsen sind einig darin, daß eine Landes- v. Stumm die Frage, ob die Fraktion unter seiner Leipziger Tageblatt", daß man die Regierungsvorlage ohne versammlung über die Frage der Mandatsniederlegung, Gegenüber der Verkündigung, ich gehöre nicht mehr zur Partei, Umstände über Bord werfen und sich mit einer Erhöhung wie über alle sonstigen taktischen Fragen zu entscheiden hat. weil ich im sozialistischen Fahrwasser schwimme, ist eine solche des Zensus, der künstlich abzustufen sei, begnügen solle. Die Meinungsverschiedenheit besteht nur in bezug auf die Art Gegenfrage, die die historische Entwicklung der Partei Klarstellt, Als ob das nicht ebensoviel Unzufriedenheit" erzeugen und Zeit der Einberufung der Landesversammlung. Allein das doch wohl am Platz." ist, namentlich in anbetracht der Uebereinstimmung, die sonst Herr Stumm und seine Knappen werden wohl ebenso Auf den Vorwärts" ist das„ Leipziger Tageblatt" fuchs herrscht auch in bezug auf die eventuelle Mandats- wie die" Post" auf diese Frage nur verlegenes Schweigen wild und nennt es eine fauftdicke Lüge", daß der einst niederlegung ein fo untergeordneter Punkt, daß unsere haben. annexionslüfterne Nationalliberalismus durch die Regierungs- wohlgeschulten sächsischen Genossen spielend über denselben Das preußische Abgeordnetenhaus nahm am Mittwoch vorlage in Sachsen zur Herrschaft gelangen würde. Eine faust- hinwegkommen werden. zunächst den Gesezentwurf betreffend die Veränderung der dicke Lüge", was doch im Grund nur eine Schmeichelei ist! Wir theilten gestern die neueste Aeußerung der Sächsis Grenze zwischen dem Landkreise Kassel und dem Kreise Welche Verrohung des Tons". Aber ist es denn nicht schen Arbeiterzeitung" mit. Auf den nämlichen Standpunkt Wolfhagen in dritter Lesung ohne Debatte an und setzte sodann die zweite Berathung des Etats der Eisenbahnwahr? Bertritt der Nationalliberalismus nicht den Geld: stellt sich das" Sächsische Voltsblatt". fack? Und wird der Geldsack durch die Regierungsvorlage Wir wollen uns nicht in die Sache einmischen; wir Berwaltung fort. Auf eine Beschwerde des Abg. Richter nicht zum unumschränkten Herrn der Kammer gemacht? überlassen die Entscheidung ruhig unseren sächsischen über die schlechte Beleuchtung der Eisenbahnwagen, die Oder bestreitet das„ Leipziger Tageblatt" etwa die Genossen, die dafür sorgen werden, daß um einer solchen Ueberfüllung der Stadtbahnwagen und die mangelhafte Anlage der Abgänge und Lappalie willen kein Streit in der Partei entbrenne, Stadtbahnhöfen gab Minister Thielen zu, Zugänge auf den Anneri onslüsternheit der Nationalliberalen? Es frage daß diese doch seinen spiritus rector, den alten Profeffor Bieder der blos dem Feinde nüßen und die Sozialdemokratie Mißstände in der That bestehen und daß er, soweit mann, ob dieser nicht u. a. im Jahre 1866 an seinen Sachsens der Lächerlichkeit preisgeben würde. möglich, bestrebt sei, dieselben zu beseitigen. Die Ueberfüllung Frankfurter Fraktionsgenossen, den Vize- Da giebt es nur einen Gedanken: den Feind Wir sind mitten in der Schlacht. der Waggons in der Stadtbahn hat der Minister an seinem pflegt, so begnügt er sich vorläufig mit einer Vermehrung der Sofgerichts Advokat Reh in Darmstadt, in Darmstadt, schlagen. Stadtbahnwagen zweiter Klasse. Daß es in der dritten geschrieben und diesen aufgefordert hat, Klaffe noch schlechter bestellt ist, scheint Herr Thielen nicht zu Sie Einverleibung Süddeutschlands in wissen, oder glaubt er vielleicht, daß das weniger zahlungs den preußischen Staat thätig zu sein, wie fähige Bublifum feinen Anspruch auf menschenwürdige Beförderung er selber nebst Genossen für die Annexion hat? Wenn das liebe Vieh so eingepfercht würde, wie die Eine harte Nuß für die üm Stumm. von Sachsen, Bennigsen für die Annexion tonservative Prof. Delbrück richtet in seinen Preußischen wäre sofort der Thierschußverein mit einer berechtigten Anzeige Bassagiere dritter Klasse zu gewissen Verkehrszeiten, so von Hannover, Detter für die Annexion Jahrbüchern" folgende Anfrage an die konservative Fraktion bei der Hand. Eine Anzapfung des Grafen Limburg von Kurhessen, Braun für die Annexion zu Händen König Stumm's: Stirum, daß die Stadt Berlin verpflichtet sei, selbst mehr von Nassau. In der Sigung des Reichstages vom 18. Februar hat Herr für die Verbesserung ihrer Verkehrsverhältnisse zu thun, gab dem Herr Professor Biedermann, der auf seine Wahrheits- von Stumm erklärt, ich sei so ziemlich in das sozialistische Fahr- Abg. Richter die erwünschte Gelegenheit, auf die Schwierig liebe sehr stolz ist, wird diesen Brief gewiß nicht abstreiten, wasser gerathen"- jedenfalls rechnen wir ihn nicht mehr zu den feiten hinzuweisen, die bei Schaffung neuer Verkehrsangelegen und er ist wohl auch so gut, dem Leipziger Tageblatt" die Unsrigen." Ich weiß nicht, ob diese Ausstoßung auf einem heiten bereitet würden. So hat bekanntlich die PferdebahnAntwort mitzutheilen, welche er erhalten hat, und Fraktionsbeschluß beruht oder ob Herr von Stumm, wie Gesellschaft für die Erlaubniß der Durchquerung der man es von Herrn Richter zu sagen pflegt, bereits so sehr der Linden Million zahlen müssen, und die die uns bekannt ist. Kaiser wie ebenfalls be. Und warum sollten die Nationalliberalen nicht, wenn Generalgewaltige in der Partei ist, daß er auf Wilhelms Gedächtnißkirche hat sich, sein dürfte, als ein Hinderniß für den Bau sie wieder an die Gewalt kommen, zu ihrer alten Liebe eigene Hand Mitglieder, die ihm mißfallen, erfludiren darf. fannt Daß die Forderung der Vereins- und Koalitions: der elektrischen Hochbahn erwiesen, obgleich der Baus zurückkehren? reiheit ein Zeichen des Sozialismus sei, plak für die Kirche von Charlottenburg unentgeltlich herWährend Zerfahrenheit und Kopflosigkeit im Lager der ist eine Argumentation, deren doch wohl gegeben wurde. Der Rest des Etats bot, da nur lokale Wünsche ordnungsparteilichen Umstürzler und Attentäter herrschen, nur Herr von Stumm persönlich fähig ist zur Sprache tamen, nichts Bemerkenswerthes. Eine Petition gewinnt die Volksbewegung gegen die ordnungsparteilichen Wie dem aber auch sei, dem Bannstrahl des Herrn betr. die Wiedereröffnung des Ost- Bahnhofs präsidenten des deutschen Parlaments, 50 65 " Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. für Politische Ueberlicht. Berlin, 26. Februar. Der frei " läßt Ihnen durch mich hier diese beiden Ringe überreichen Berliner eigenen Leibe erfahren; da er aber nur zweiter Klaffe zu reiſen „ Auf das Wohl des Ehepaares!" fügte die Inspektorin Clotilde.( Nachdruck verboten.) nicht allein aus Anerkennung für ihre gute Führung, auch hinzu, und die Gläser klangen hell und die Herzen fühlten als ein Erinnerungszeichen, daß Sie zwar viele trübe, fich gehoben. aber auch eine erhebende Stunde hier erlebt. Außer In Hanne's Augen perlten Freudenthränen, als der Hanne drehte sich noch einmal um, blieb stehen und dem erhalten Sie von Staatswegen hier diese Summe Inspektor mit ihr anstieß und sprach:" Der Sieg der Uns sagte: Dieser Ort ist mir nun nicht mehr so grauenvoll Geldes. Nicht, daß damit das schwere Leid, das Sie schuld klingt aus diesem reinen Klange! Auf eine fröhliche als sonst. Ich verlasse ihn, aber ich werde gern an ihn erduldet, der große Rechtsirrthum ungeschehen und gefühnt Ehe, Herr und Frau Friedrich!" zurückdenken, denn hier habe ich erfahren, daß meine Un- wird, das ist unmöglich, aber diese Summe wird Ihnen schuld erwiesen ist, daß mein Gott mich nicht verlassen hat." nügen, die ersten Jahre Ihrer neuen Lebensstellung sorgenSie ging und zog Friedrich mit fort. los zu verleben," Der Gerichtsdiener ging voraus und wischte sich eine Thräne aus dem Barte. Hierauf steckte er Hanne einen Ring an, der die Inschrift:„ Gottvertrauen und Liebe" trug, desgleichen auch Friedrich, dem er zugleich das Geld einhändigte. Freudig wurden die Gläser geleert. Der Assessor Händrich wendete sich jetzt an Hanne, als der Gerichtsdiener fam und meldete: der Wagen sei da", mit den Worten:" Möge Ihr Gottvertrauen Sie auch ferner start erhalten und kräftigen, möge Ihnen beiderseitig eine freudenvolle Zukunft bescheert sein, um das Vergangene zu vergessen! " Händrich und die Inspektorin, die sich ebenfalls die Augen trockneten, folgten. Händrich flüsterte ihr zu:„ Welch Friedrich war sehr erfreut, aber für Hanne wurde es ein Unterschied! Welche Gegensätze habe ich in turzer Zeit zu viel. Sie fant ihrem Manne an die Brust und wäre" Gott!" fagte Hanne, Du läßt mich hier schon hintereinander gesehen. In öden Gefängnißzellen habe ich umgesunken im plöglichen Krankheitsanfalle, wenn Friedrich zu viel Glück erleben ich und sie sant in Friedrichs zwei gute, in Gewissensreinheit glückliche Menschen auflebeu, fie nicht aufgehalten hätte. in Prunkgemächern, die von Lugus überladen, habe ich zwei Mein und führte das Baar an einen Tisch, wo ein Imbiß Die Juspektorin brachte ihr schnell ein Glas starken" Nun, ich will Dir zeigen, daß ich Dich auf den böje unglückliche Verbrecher gefunden und enden sehen." Im Amtszimmer des Gefängnißinspektors fanden die und Wein stand. Ankommenden nebst dem Inspektor schon den Standes- Hanne erholte sich etwas, legte ihren Kopf aber wieder beamten und seinen Gehilfen vor. Sie saßen an einer an Friedrichs Schulter. grün ausgelegten Tafel, ein Kruzefir stand darauf. Der Standesbeamte hielt nur eine kurze Rede, da er wohl bemerkte, daß Hanne sehr leidend war. Als er die beiden für ehelich verbunden erklärt und Friedrich den Ehekontrakt hatte unterzeichnen lassen, reichte er auch Hanne die Feder zum Unterschreiben und sagte: Nun verschreiben Sie sich nicht, Frau Friedrich." Hanne unterschrieb sich zuversichtlich als Ehefrau Johanna Friedrich. " " Aber Hanne," sagte dieser, jetzt darfst Du nicht krant werden, freue Dich doch, daß alles so gut endet." Durch Gottes Hilfe," flüsterte Haune. Es ist zu viel, Gott hilf mir's tragen." Die Frau Inspektorin hatte die Gläser gefüllt und reichte dann den Imbiß herum. Der Assessor befahl leise dem Gerichtsdiener, einen Wagen zu holen. Arme. Händen tragen werde," sagte dieser. Er erfaßte die feder leichte Hanne und trug sie auf seinen Armen bis in den Wagen. Sie fuhren nach dem Magdalenenstift. Dort wurden sie von der freundlichen Oberin empfangen und in ihr neues Heim eingeführt. Das kleine Häuschen war in Stube, Kammer und Küche getheilt. In der gut ausmöblirten Wohnstube hieß die Oberin die beiden jungen Leute herzlich willkommen, schickte aber ihre mit eingetretene Begleiterin zum Arzte. In der Kammer fanden Friedrich und Hanne ihr Bett " Sieh' nur, Hanne," tröstete Friedrich, was wir da wieder und noch ein zweites dazu. Auch war alles, was Und nun gestatten Sie", fuhr der Beamte fort, daß bekommen haben, nun fannst Du sparen! Sorgenlos sollen sie besaßen, hierher gebracht und aufgestellt worden, wie in ich der erste bin, der Ihnen einen herzlichen Glück und wir davon leben, also nun mache Deinem Manne nicht ihrer einstigen Wohnung. Da stand Hannchen's Kommode Segenswunsch darbringt für Ihre Ehe." Er reichte jedem gleich Sorgen, ich will Dich schon pflegen." mit all den kleinen Sächelchen darauf, wie einst. Auch der jungen Eheleute einzeln die Hand und bat sie, noch für Der Standesbeamte erhob zuerst das Glas und rief: standen hier ihre Stühle und das Sopha, ihr Hochzeitseinige Augenblicke Play zu nehmen. Der Herr Inspektor Auf die Gesundheit der jungen Frau." gescheut vom Druckereipersonale. ( Forts. folgt.) In Berlin wurde nach kurzer Befürwortung durch den Abg. Schulz(frs. Vp.). und nachdem seitens der Regierung ein Be- dürsniß dafür bestritten war, der Regierung als Material überwiesen, mehrere Berichte und Denkschriften wurden durch Kenntniß nähme für erledigt erklärt. Am Donnerstag beginnt die zweite Lesung des K u l t u s e t a t s. Tenunzianteupack. Im Organ des„Bundes der Landwirthe"— der„Deutschen Tageszeitung"— sindet sich folgendes Machwerk einer Landwirth-Bundesseele, das wir nach Verdienst tiefer hängen: Die Hehlerei des„Vorwärts". Berlin, 26. Febr. Man schreibt uns von kundiger Seite: Die vorzeitige Veröffent- lichung des kaiserlichen Gnadenerlasses, deren Haupturheber be- kanntlich hinter Schloß und Riegel sitzen, wird für den ver- hafteten und inzwischen wieder freigelassenen politischen Redakteur Dr. Braun vom„Vorwärts" höchstwahrscheinlich doch noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Wir schrieben schon am 3. d. M., man könnte annehmen, daß der Vertrauensbruch vom„Vorwärts" klingend belohnt worden sei. Das sozialdemokratische Partei- Organ, welches sonst nur zu gern solche Artikel nachdruckt und mit Randbemerkungen unterster Ordnung versteht, scheint aus guten Gründen auf unsere Ausführungen nicht eingegangen zn sein; denn, wie man hört, hat die Aussage des einen beschuldigten Buchbinders ergeben, daß er schon länger mit der Redaktion des„Vorwärts" in„geschäftlicher Verbindung" gestanden hat, dem einen oder andern Redakteur, also der Person wie seiner Berussstellung nach bekannt gewesen sein dürste. Daraus lassen auch die gewundenen Erklärungen des fistirten Redakteurs Kunert schließen. Wer den„Vorwärts" journalistischer Leichtfertigkeit zeiht, denkt von ihm zu gut; im Gegentheil prüft er das Material ans seine Verwendbarkeit und seine Herkunft recht genau; wenn dann später doch gelogen wird, geschieht es aus Berechnung. Daß gerade Dr. Braun den Dieb und mit ihm seine That gekannt hat, wollen wir nicht behaupten; irgend eine mit dem„Vorwärts" eng verbundene Person hat aber sicherlich bestätigt, daß man mit dem Erlaß nicht mystifizirt werde. Die weitere Untersuchung wird wohl noch mehr Interessantes ergeben. Ter„Vorwärts" hat zu oft„Genossen", nachdem sie ausgebraucht waren, fallen lassen, als daß es umgekehrt ihm nicht mal ebenso gehen sollte. Jedes Wort eine Lüge, oder eine Gemeinheit, und jede Lüge eine Gemeinheit. Von„Hehlerei" zu reden, sollte ein Blatt sich doch hüten, das eifrigst bemüht gewesen ist, dem Freiherrn von und ßu Hammerstein Hehler dienste zu leisten. Die Redakteure des„Vorwärts"' lügen weder, noch scheuen sie die Wahrheit. Sie thun, was ihre Pflicht ihnen gebietet. Und was den vorliegenden Fall betrifft, so war überhaupt nichts zu verschweigen. Jedenfalls haben die Redakteure des„Vorwärts" in diesem wie in jedem anderen Fall so gehandelt, wie M ä n n e r v o n E h r e und a n- ständige Redakteure an ihrer Stelle gehandelt hätten. Natürlich also nicht wie die Redakteure der „Deutschen Tageszeitung".— Hinter verschlossenen Thüren hat heute der ch r i st l i ch- s o z i a l e Parteitag„älterer" Richtung in Frankfurt a. M. seine Verhandlungen eröffnet. Nicht einmal den Berichterstattern der Zeitungen, außer denen der christlich-sozialen, ist der Zutritt gestattet. Die christlich-sozialen„Jungen" wollen dem Parteitag dem Vernehmen nach fernbleiben. Das Bureau„Herold" meldet, in diesem Falle wohl Stöckeroffiziös und daher mit der Wahrheit nicht allzu genau nehmend, folgendes: Die Verhandlungen wurden nach dem Gesänge eines Chorals und nachdem sich das Bureau gebildet halle, durch den Grasen Solms-Laubach, welcher den Vorsitz übernommen hatte, mit einem Hoch aus den Kaiser eröffnet. Zunächst richtete der Vorsitzende an diejenigen Anwesende», welche sich nicht zum Programni der Christlich-Sozialen bekennen, die Aufforderung, sich gesondert zu setzen. Sodann referirte Gras Solms über die Stellung der Christlich-Sozialen zu den Konservativen. In dem Referat. welches der Redner verliest, rekapitulirte er im wesentlichen die bekannten Vorgänge, die zu der Scheidung geführt haben. Danach sprach Pfarrer Wahl-Langen über die Stellung der Christlich- Sozialen zu denen der jüngeren Naumann- schen Richtung.— Hofprediger a. D. S t ö ck e r spricht über seinen Austritt aus der konservativen Partei. Im bayerischen Landtag haben unsere Genossen den Antrag eingebracht: „Die Kammer wolle beschließen: Unter Ablehnung des Antrages„Dr. Pichler", die k. Staats- rezierung zu ersuchen, dem Landtag in Bälde einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen das Gesetz vom 26. Februar ISSO, die Versammlungen und Vereine betreffend, in Anlehnung an die entsprechenden Bcstinunuiigen der württembergischen Gesetzgebung — im Sinne voller Vereins» und Versammlungsfreiheit ab- geändert wird." Da die Vereins- und Versammlungs-Gesetzgebung Reichs- fache ist und der Reichstag erst dieser Tage einen bezüg- lichen Antrag der sozialdemokratischen Fraktion an eine besondere Kommission verwiesen hat, so wäre es vielleicht angebrachter gewesen, die bayerische Regierung aufzufordern, im Bundesrathe dahin zn wirken, daß die Vorschrift in Artikel IV, Ziffer 16 der Reichsverfassung im freiheitlichen Sinne zur Ausführung gelange. lieber den Zech- Prozeß in München schreibt Sigl im„Vaterland": Vor dem Militärbezirksgericht München kam am Sonnabend der„Fall Zech" zur Verhandlung, wobei der fast zu eigenthüm« licher Berühmtheit gelangte Fuhrweser Zech sich in seiner ganzen Glorie zeigte und von den Zeugen gezeigt wurde. Der Fall ist den Lesern bekannt: Zech wollte am Sylvesterabend bei Pschorr von einer von der Hanptwache geholten Patrouille unter die ruhig versammelten Gäste schießen lassen, weil das Publikum sein Benehmen gegen einen Soldaten lächerlich fand, halte bereits laden und anlegen lassen und es wäre das größte Unglück geschehen, wenn nicht der Unteroffizier Gallenstein ver- nünstiger gewesen wäre als der eingebildete Sergeant und die Soldaten nicht schießen ließ. Der Staatsanwalt Stabsauditeur Ehrenthaler begründete die Anklage und verlangte ein Schuldig, der Vertheidiger that fast Uebermenschliches in Lobpreisung und Verherrlichung des Militarismus und des Angeklagten Zech, und die militärischen„Geschworenen" sprachen den Zech—-- frei I!— Diese Freisprechung ist un- erhört und ein— Ereigniß, das wir ans ungefähr 300000 Sozialdemokraten taxiren, die es neu schaffen wird, wenn ein Mensch, der kalten Blutes sich anschickt, ruhige Bürger, Frauen und Kinder über den Haufen zu schießen, aus Rache, weil man sein lächer- liches Thun lächerlich fand, und eben nur durch einen Zufall gehindert wird, straflos und frei ausgeht. Die Entrüstung ist allgemein und seit dem„Putzbrettelprozeß"(auch ein skandalöser Militärprozeß) hat nichts so böses Blut gemacht, als dieser Ausgang des„Falles Zech", der jedermann wie einen Faustschlag ins Gesicht des friedlichen Bürgers betrachtet. Da sehen sie's, unsere Reichsschwärmer und Pickelhauben-Enthusiasten. wie herrlich weit wir's gebracht haben im Schatten der Pickel- Haube und unter der Herrschaft der— Zechgenoffen! Dr. Sigl hat recht. Die Freisprechung Zech's muß Erbitterung in den weitesten Kreisen verbreiten— noch in höherem Grade als die That selbst. Aehnlich war es ja mit den Erkenutnissen in den Fällen Leist und Wehlan. Zum Glück muß diese Erbitteruug sich gegen den M i l i- t a r i s m u s richten.— Zur Forderung der Maudats-Niederlegung hat eine Parteiversammlung des 14. sächsischen Wahlkreises (Borna-Pegau-Rochlitz), welche in Lunzenau tagte und sehr gut besucht war, Stellung genommen, indem sie der nach- stehenden Resolution e i n st i m m i g beipflichtete: „Die heute in Lunzenau tagende Parteiversammlung deS 14. sächsischen ReichSlags-Wahlkreises mißbilligt das Vorgehen einiger Genossen, wonach bei eventueller Annahme der Wahl- entrechtungs- Vorlage im sächsischen Landtage die sozialdemo- kratischen Landtags-Abgeordneten ihre Mandate niederlegen sollen, auf das entschiedenste. Ganz abgesehen davon, da hierüber so- wieso erst eine Landcsversammlung gehört werden muß, glaubt die Versammlung, schon heute vor einem derartigen Schritt warnen zu müssen, da derselbe wohl als ein taktischer Fehler zu betrachten sein dürfte. Bei ruhiger Ueberlegung erscheint es geradezu als thöricht, dem Plan der reaktionären Kammer- Mehrheit, die Sozialdemokraten ans dem Landtage zu ver- drängen, durch Niederlegen der Mandate Vorschub zn leisten." Vorstehende Resolution wird in weiten Parteikreisen auf Widerspruch stoßen, sie zeigt aber, daß unter den sächsischen Genossen durchaus nicht Einstimmigkeit in der Beurtheilung der Frage herrscht und daß deshalb die Sache nicht aus dem Handgelenk zur Entscheidung gebracht werden kann. Die Landeskonferenz wird gewiß das richtige treffen. Die Anhänger der Mandatsniederlegung schaden aber ihrer Sache, wenn sie die Berufung der Konferenz überstürzen und die zu ihrer Vorbereitung nothwendige Zeit ver- weigern. Was in den Städten Leipzig, Dresden und Chemnitz in Tagen gemacht werden kann, dazu bedarf es in den Landbezirken des Vogtlandes und Erzgebirges Wochen. Also keine Ueberstürzung und ruhig Blut.— Frankreich. Die Checklcute der Deputirtenkammer haben zwar nicht die Knrage, dem Ministerium direkt zu Leibe zu gehen,— sie fürchten als das zu gelten, was sie sind, nämlich als Panamisten, Südbahnlcr und sonstige mehr oder weniger kompromittirte Geschästspolitiker— aber von hinten suchen sie dem Ministerium, das den Spitzbuben gefährlich ist, ein Bein zu stellen. So haben sie gestern in den Budgetausschuß eine Majorität von Gegnern der Progressiv- Einkommensteuer gewählt— unter 33 Kommissious- mitgljedern 28 Gegner. DaS ist zwar eine Schlappe der Regierung, jedoch keine, die zur Demission verpflichtet; und nachdem Bourgeois innerhalb der letzten 14 Tage zwei so gewichtige Vertrauensvoten erhalten hat, wird er selbst- verständlich jetzt nicht das Feld räumen. Wenn es aber gelingt, den Regiernngs-Gefetzentwurf zur Einführung der Progressiv-Einkommenstener im Plenum zu Fall zu bringen, dann muß das Ministerium allerdings zurücktreten. Auf die französische Kammer wirkt freilich die öffentliche Meinung und Stimmung außerordentlich stark— weit mehr, als z. B. auf den deutschen Reichstag, und man kann nicht wissen, ob nicht noch sehr bald ein Umschwung zu stände kommt. Wenn die„Vossische Zeitung" meint, die„sozialistische Rede" des Ministers Mesureur sei Schuld an dieser Schlappe der Regierung, so ist das dummes Zeug und zwar schon aus dem einfachen Grunde, weil die Rede gar nicht sozialistisch, sondern bürgerlich demokratisch war. Es ist der fatale„ R e i n i g u n g s- P r o z e ß", den die Herren Eheckleule fürchten. Und so unangenehm den Herren die Progressivsteuer des Herrn Bourgeois ist, noch tausendmal unangenehmer ist ihnen seine— Ehrlich- keit.— Das Komitee für den Internationalen Sozialisten- und Gewerkschaftlerkongrest, schreibt man uns aus London. hat das Datum des Zusammentritts des Kongresses auf die Woche vom 26. Juli bis zum 1. August festgesetzt. Den Anfang wird eine große Friedensdemonstration im Hyde Park machen, die auf Sonntag, den 26. Juli, nach» mittags 3 Uhr. angesetzt ist. Ein Zirkular mit genaueren An- gaben über das Geschästsprogramm des Kongresses zc. wird in den nächsten Tagen versandt werden. Darum hier nur so viel, daß Resolutionen, die auf dem Kongreß zur Verhandlung kommen sollen, bis spätestens den 1. Mai in den Händen des Komitees sein müssen, und daß die Organisationen, die sich auf dem Kongreß vertreten lassen wollen, ersucht werden, ihre Namen und die ihrer Delegirten bis zum I. Juli dem Komitee bekannt zu geben. Die Adresse des auswärtigen Sekretärs des Komitees ist: Will. Thorne, 144 Barking Road, London E. � JP* Deutsches Reich. — Die Kreditvorlage, welche dem preußischen Land- tage in nächster Zeit zugehen wird, soll, dem„Hamb. Korresp." zufolge, noch umfassender ausfallen, als bisher angenommen ist. Dieselbe soll neben einer Forderung für Kleinbahn-Zwecke nicht nur Mittel zur Herstellung und Ausrüstung neuer Neben- bahnen im Betrage von 60 bis 70 Millionen Mark, sondern auch eine Kreditfordernng zur Förderung der Errichtung genösse nschastlicherKornh ä u s e r entHallen. Der Zu- sammenhang dieser Einrichtungen mit den Forderungen für die Erweiterung des Staatsbahnnetzes liegt darin, daß diese Ein- richtungcn angeblich nur in engster räumlicher Verbindung und organischem Zusammenhange mit den Eisenbahnen denkbar sind, wenn sie den Nutzen gewähren solle», welcher davon erwartet wird. — Bedingungen für staatliche Lieferung 3» vertrüge. Im heutigen„Reichs- und Staats-Anzeiger" werden die Bedingungen veröffentlicht, welche bei der Vergebung von Arbeiten und Lieferungen im Bereiche der allgemeinen Bau-Ver- waltung, der Staatseisenbahn- und Bergverwaltung zur An- wendung kommen. Wir heben aus denselben blos den§ 8 hervor, der lautet: Erfüllung der dem Unternehmer Handwerkern und Arbeitern gegenüber obliegenden Verbindlichkeiten. Der Unternehmer hat der bauleitenden Behörde und dem bauleitenden Beamten über die mit Handwerkern und Arbeitern in betreff der Ausführung der Arbeit geschlossenen Verträge jeder- zeit aus Erfordern Auskunft zu ertheilen. Sollte das angemessene Fortschreiten der Arbeiten dadurch in Frage gestellt werden, daß der Unternehnrer Handwerkern oder Arbeitern gegenüber die Verpflichtungen aus dem Arbeits- vertrage nicht oder nicht pünktlich erfüllt, so bleibt der bauleitenden Behörde das Recht vorbehalten, die von dem Unternehmer geschuldeten Beträge für dessen Rechnung unmittelbar an die Berechtigten zu zahlen. Der Unternehmer hat die hierzu erforderlichen Unterlage», Lohnlisten u. s. w. der bauleiienden Behörde bezw. dem bauleitende» Beamten zur Verfügung zu stellen. Also blos im Jntereffe deS Fortschreitens der Arbeit wird für die Einhaltung der den Arbeitern gegenüber eingegangenen Verpflichtungen seitens der Verwaltungen Sorge getragen.— — Zum Landes-Direktor der Provinz Brandenburg wurde a» stelle des Herrn v. Levetzow, der sein Amt niedergelegt hat, Landrath Freiherr von Man- t e u f f e l- Crossen, der Führer der Konservativen im Reichstag, gewählt.— — Der Handwerker- Versammlung der Innungen Weslpreußens in Graudenz, die an den Handels- minister Herrn Frhrn. v. Berlepsch eine Begrüßuugsdepesch« gesandt hatte, ist folgende Antwort zugegangen:„Besten Dank de» westpreußischen Innungen und Jnnungsverbänden. Ich bin sehr erfreut, daß ich auch auf Ihre Mitwirkung bei der schwierigen Frage der Organisation des Handwerks, die in meinem Ministerium dem Abschluß nahe ist, rechnen kann." Nun wir sind begierig, ob der Regierung das Kunststück gelungen ist, den Innungen am Ende des 19. Jahrhunderts Rechnung zu tragen.--» Frankfurt a. Nk., 26. Februar.(B. H.) Christlich-sozialer Parteitag. Hosprcdiger a. D. S t ö ck e r, mit lebhaftem Beifall begrüßt, verliest zunächst folgende Resolution:„Die in Frank- furt a. M. versammelten Delegirten, Vertrauensniänncr und Mit- glieder der christlich-sozialen Partei erklären: Wir billigen den nach den letzten Vorgängen unvermeidlichen Austritt Slöcker's ans der konservativen Partei. Wir konstituiren uns hier- mit als selbständige Partei und bestätigen das Eisenacher Programm vom 6. Juni 1893. Wir bekämpfen»ach wie vor jede konservative Richtung, die der Politik der Mittelparteien Konzessionen macht. Wir erstreben auch in Zukunft eine größere ökonomische Gleichstellung zwischen Armen und Reichen. Wir bekämpfen eine Macktentfaltung der übergroßen Vermögen, welche die Wohlfahrt des Volkes gefährdet." Hierauf besprach Slöcker in längerer Rede seinen Austritt aus der konservativen Partei. Ueber den Scheiterhaufen-Brief äußerte Etöcker: Ich ahnte gleich, als ich aus der Sommerfrische nach Berlin zurückkehrte und diese fortgesetzte Hetze gegen mich vorfand, daß drese darauf ausging, mich in polltische Schwierigkeiten zu verwickeln. Der daiuals veröffentlichte Brief von mir aus dem Jahre 1868 bot ja für Leute, die politisch nicht denken und sehen wolle», ein sehr bequemes Material. Man stürzte sich auf mich und sagte, ich hätte den Kaiser von Bismarck losmachen wollen. Wenn ich das gewollt hätte, so wäre das«ine sehr falsche Politik gewesen. Ich habe das nicht gewollt, sondern mir nur die Fehler Bismarck's klar ins Licht stellen wollen, damit sich nicht der Kaiser von diesen Fehlern ins Schlepptau nehmen lasse. Die Stöcker'sche Resolution wurde einstimmig. «ine weitere Resolution, welche sich gegen die Naumann'sche Richtung aussprach, mit Mehrheit angenommen. Weimar, 26. Februar. Bei der heutigen Berathung des Wahlgesetzes nahm der Landtag die Bestimmung an, daß die Höchstbesteuerten aus dem Grund- und Kapitalbesitz auch an den Wahlmännerwahlen für 1 le allgemeinen Wahlen theilnehmen. Die Einführung des direkten Wahlverfahrens bei den allgemeiner Wahlen wurde abge- lehnt.— Weimar, 23. Februar.(Eig. Ber.) Landtag. Heute fand die Spezialdcbatte in der zweiten Lesung über das neue Landtags wahl-Gesetz statt. Wie nicht anders zu er- warten war, ivurde das allgemeine gleiche und direkte Wahl- system als ein Unglück des Staates, als ein Mittel. das zum politischen Bankerott eines Staates führt, hingestellt. Unser Genosse Abg. Baudert knüpfte an de» Goethe'schen Ausspruch: „Es erben sich Gesetz und Rechte, wie eine ewige Krankheit fort" an; er erklärte, daß ihm die vom Ausschuß abgeänderte Regierungsvorlage wie eine schlimme Krankheit er- scheine. Ein Stück deutscher Freiheit begrabe man heute, ivenn der Gesetzentwurf zur Annahme gelange. Die Regierung sei gegen das direlte Wahlrecht, weil dadurch die Älgitation enl- faltet würde; nun werde bei der Agitation doch Kritik geübt, und wenn sich die Regierung vor der Kritik fürchte, so beweist das, daß die Regierung nicht nach dem Willen des Volkes handle. Blos die Angst vor der Sozialdemokratie, fo habe es aus den Worten des Staatsministers geklungen, habe die Veranlassung zu diesen, Gesetz gegeben. Der Abg. Schloßhauptmann Hans Lutze v. Wurmb ließ das rothe Gespenst aufmarschire», donnerte gegen die Vaterlands- Zwickau, 23. Februar.(Eig. Ber.) Zu den bereits in neiner Korrespondenz vom 23. Februar miigetheilten amtlichen Zahlen über die von der Regierung aufgenommene Statistik, >as Zensuswahlsystem betreffend, kann ich Ihnen noch folgende nittheilen: 40. ländlicher Wahlkreis(Zwickau-Land): 30 000 Einwohner, 9000 Urwähler, 100 Wahlmänner: 1. Klaffe 4 pCt.=- 860 Urwähler wählen 33 Wahlmänner 2. 23., 2070„„ 34„ 3... 73..--- 6570.. 33 Das auffällige Resultat in Vielau, wo nur 219 Personen oder 34,2 pCt. in der 3. Klaff« wählen und 67 Personen in der 1. Klasse, die 2. Klaffe aber die stärkste ist, kommt daber, weil daselbst nur wenig reiche Leute wohnen und die Arbeiter- bevölkerung sehr stark ist. In Schedewitz wohnen dagegen einige sehr reiche Leute, wodurch 824 Personen oder 84,3 pCt. in die 3. Klaff kommen, aber nur 7 in der 1. Klaffe wählen; diese 7 wähle, ebenso gut vier Wahlmänner, wie die 824 Personen der 3. Klasse An dem Gesammtresultat der obigen 6 Orte sieht man abe> wieder, daß die 1.»md 2. Klaffe die 3. überstimmt.— Wie die Endabstimmung ausfällt, ist noch nicht zu ersehen, doch mag es werden wie es will, wir haben den Nußen, die Sozialdemokratie schreitet dennoch vorwärts! Belgien. Brüffel, 25. Februar.( N. fr. Br.) In der Brüsseler Vorstadt St. Gilles war gestern Abend hochgradige Aufregung. Das Gemeindehaus wurde von der Menge umlagert. Im Sigungssaal, wo der durch den Minister des Innern aufoktronirte Bürgermeister Vanderschrick den Vorsiz führte, drängten sich die Zuhörer Kopf an Kopf. Das gesammte Schöffenkollegium fündigte dem Bürgermeister den Gehorsam. Es will nur der allernothwendigsten gefeßlich gebotenen Amtsthätigkeit Raum laffen. Hierauf spielten fich heftige persönliche Debatten ab, besonders zwischen dem Bürgermeister und seinem Vorgänger. Letterer nennt VanderSchrick einen Jesuiten und entreißt ihm das Geständniß, der Minister hätte den alten Bürgermeister nicht wieder ernannt, weil dieser mit den Sozialisten ein Bündniß eingegangen fei. Eigenthümlich ist es, daß Wanderschrick selbst früher Hand in Hand mit den Sozialisten ging und sich rühmte, den ersten Sozialisten in den Gemeinderath eingeführt zu haben. Brüffel, 26. Februar. Der Finanzminister de Smet de Nayer ist zum Ministerpräsidenten und der bisherige Ministerpräsident de Burlet zum Gesandten in Lissabon ernannt worden. Italien. Rom, 26. Februar. Am Tage der Wieder- Eröffnung der Kammer, dem 5. März, wird eine Debatte über die Afrikapolitik Crispi's erwartet, die für Crispi verhängnißvoll werden dürfte. England. Parlamentarisches. " # Die lose Sozialdemokratie, welche Thron, Familie, Eigenthum und den Aufständischen in Verbindung stand; der Berhaftete ift| treffe. Uebrigens sei es doch absonderlich, anzunehmen: einem Religion stürzen wolle und bedauerte, daß es leider kein Mittel amerikanischer Bürger. Richter fei nicht zuzumuthen, die öffentliche Ordnung", d. h dagegen gebe, die im vollsten Brustton der Ueberzeugung" ge= Der Antrag des Senators Morrill von Maine, die vom die allgemeinen Landesgefeße zu kennen. Eine eigenthümliche Er baltenen Reben des Abg. Baudert hier anhören zu müssen. Unfer Repräsentantenhause angenommene Tarifbill im Senat zur Dis- scheinung sei, daß bei der Umsturzvorlage eine absolut andere Stellung Genosse Baudert zahlte dem Herrn v. Wurmb die Berdächtigungen, fuffion zu stellen, wurde mit 83 gegen 22 Stimmen abgelehnt. eingenommen wurde und daß nur sie, die Sozialdemokraten, jetzt unt welche er gegen die Sozialdemokratie erhob, heim und betonte, daß - In Nicaragua ist wieder einmal ein Revolutionchen bemühen müßten. Bei der Abstimmung wurde die Einschiebung einen zivilrechtlichen Schutz der öffentlichen Ordnung" sich Hammerstein, Stöder, Schorlemer und Konsorten doch den Beausgebrochen. weis erbracht hätten, daß in reaktionären Kreisen die uns ander öffentlichen Ordnung" und der Ersatz der Worte geset gedichteten Tugenden gepflegt würden, und daß diese Kreise die China. liches Verbot" durch Geseze" gegen eine erhebliche Minderheit meisten Königsmörder aufzuweisen haben. Die Debatte, welche Shanghai, 25. Februar.( Times.) Die Anhuitruppen haben abgelehnt. Es bleibt also bei dem Entwurf. Eine Debatte ents oft einen etwas erregten Charafter annahm, bewegte in Riangning, 95 Meilen von Shanghai, gemeutert; burch spann sich ferner bei den§§ 191 und 199, die die furzen Vers sich hauptsächlich um die Frage, ob gleiches direktes, oder aber Explosion eines Pulvermagazins wurden 200 Personen getödtet fährungsfristen betreffen. In 2 Jahren sollen alle Forderungen indirettes Wahlsystem. In der heute erfolgten Abstimmung und mehrere verwundet; ein Hauptmann wurde von den Truppen der Arbeiter gegen die Arbeitgeber, nicht aber alle der Arbeitgeber ist der bisherige Vertreter der ehemaligen Reichsritterschaft in getödtet, ein General zum Gefangenen gemacht; derselbe ist des gegen die Arbeiter aus dem Arbeitsverhältniß verjähren, sondern Wegfall gekommen. Der Regierungsantrag, die Grenze für die Todes gewärtig. Die ausländischen Instruktions- Offiziere sind nur das Recht auf Rückforderung von Vorschüssen. Ein verall Höchstbesteuerten auf 4000 M. Einkommen festzusetzen, wurde wohlbehalten, da sie von den Hunantruppen geschüßt wurden. gemeinernder Antrag fiel, weil die Mehrheit dem Arbeit abgelehnt und der Ausschußantrag auf Festsetzung der Grenze geber das Recht auf Schadensersatz über zwei Jahre auf 3000 M. gelangte zur Annahme. hinaus nicht beschränken wollte. Hingegen fand ein Antrag Annahme, die Verjährungsfristen auf alle Are Bürgerliches Gesetzbuch. Aus den bisherigen Be beiterkategorien auszudehnen. Ein Versuch, bei§ 199 die rathungen der Kommission für das bürgerliche Gesetzbuch find turze Verjährungsfrist zu gunsten der Arbeiter und des Gesindes noch folgende Punkte nachzutragen. Der Entwurf schlägt in§ 6 während der Zeit ruhen zu lassen, in der das Arbeitsverhältniß be= vor, daß ent mündigt werden tann: 1. mer infolge von steht, scheiterte. Eine sehr ausgedehnte Debatte riefen die Bes Geistest rantheit oder von Geistes schwäche seine An- ftimmungen der§§ 221-225 hervor. In ihnen wird ein zivilgelegenheiten nicht zu beforgen vermag; 2. wer durch Verrechtliches Recht auf Selbsthilfe eingeführt und selbst ein Recht ch wendung sich oder seine Familie der Gefahr des Noth- des Gläubigers auf Festnahme seines Schuldners und ftandes aussett; 3. wer infolge von Trunksucht seine An- hierunter rechnet auch der Arbeiter. zum Ausdruck gebracht. gelegenheiten nicht zu besorgen vermag oder sich oder seine Unsere Genossen führten aus: Den Fortfall der Selbsthilfe er Familie der Gefahr des Nothstandes aussetzt oder die Sicherheit achtet man bekanntlich für einen Kulturfortschritt. Daß in einem anderer gefährdet." Der legte Grund für eine Entmündigung geordneten Gesellschaftswesen der Einzelne sein vermeintliches führt ein von allen bisherigen deutschen Rechtssystemen abweichendes Recht ohne Anrufung der betreffenden Organe des Gemeinwesens Recht ein. Frohme und Stadthagen bekämpften diese fich holt, in eigener Sache Rechtspflege selbst ausübt, ist mit Neuerung aus folgenden Gründen. Der Begriff Trunksucht ist dem Begriff eines geordneten Gesellschaftswesens unvers ein noch unbestimmterer, schwankenderer, unsicherer und dehu- einbar. Selbsthilfe ist nur da berechtigt, wo eine Ordnung barerer als der der Geistes schwäche. Dies Entmündigungs- nicht stattfindet. Der Staat, der Selbsthilfe zuläßt, anerkennt verfahren bietet nicht hinreichende Garantien gegen mißbräuch daher durch diese Zulassung, daß Ordnung in ihm nicht liche Anwendung. In welch' schlimme Lage würde ein Aus- herrsche, daß er nicht existenzberechtigt, daß er für den Unter zügler z. B. gebracht werden, der mal ein Schnäpschen über den gang reif ist. Mit aller Energie haben sowohl römische Gefeße Durst getrunken und der leider von so vielen in seiner Ge-( decretum divi marci) wie die modernen Gesetzgebungen Selbstmeinde und in seiner engeren Familie lediglich als Last hilfe für unstatthaft, ja selbst für unter allen Umständen strafbar empfunden wird. Es sei selbst die Gefahr nicht ausgeschlossen, erachtet. So war Selbsthilfe in Preußen bis 1851, in Baden würden; das Wahlrecht polnischer Erdarbeiter, Ginzelarbeiter, bar. Für unerlaubt erklären mehr oder minder die Selbstdaß große Arbeiterzweige auf diesem Wege politisch entrechtet und Württemberg bis 1871 unter allen Umständen sogar strafländlicher Arbeiter würde in Zeiten politischer Erregung mög- hilfe: das preußische Landrecht im§ 77 seiner Einleitung, Art. 12 licherweise durch einen mit politischer Strebhaftigkeit aus des württembergischen Gesetzes vom 5. September 1839 und das gegestatteten Amtsrichter oder Assessor gefährdet sein können. meine Recht. Auch im Gebiete des code und in Frankreich erachtet man Der Mangel an ausreichendem Lohn und die Ver- Selbsthilfe für selbstverständlich. Allgemein erblicke man in ihr eine kümmerung des schmalen Bereinigungsrechts und das da Störung des öffentlichen Friedens. Wer gar zwecks Selbsthilfe durch hervorgerufene Bedürfniß, seinen eigenen Magen zu be- einen Schuldner festhält, um ihn zur Vornahme einer Leistung trügen, Mißstände und Folgen der bestehenden Gesellschafts-( z. B. einer Arbeit) zu zwingen, macht sich nach der jezigen Der verunglüdte Dr. Jameson ist in London ordnung, treiben dem Schnapsteufel zu. Gewiß sei es noth techtslage in ganz Deutschland der Freiheitsberaubung schuldig eingetroffen und hat auch schon seine erste Bernehmung gehabt. wendig, der sozialen Maffennoth, die auch durch eine Trunksucht und strafbar. Selbst die mecklenburgische Regierung habe sich ja Man telegraphirt darüber an die Bossische Zeitung": zum Ausdruck gelange, entgegenzutreten. Erforderlich sei, die gegen den Vorschlag im§ 223 gewehrt: Wer zum Zweck der London, 26. Februar. Das Publitum, darunter Herren Ursachen dieser Noth zu unterbinden. Der vorgeschlagene Weg Selbsthilfe eine Sache wegnimmt, zerstört oder beschädigt, oder und Damen der besten Stände, empfing die Freibeuter mit nicht einer Entmündigung sei zwecklos. Es werde hier versucht, durch wer zu diesem Zweck den Verpflichteten feft= endenwollendem brausenden Jubel, den Richter Sir John zivilrechtliche Bestimmungen Zwecke zu erreichen, die durch solche nimmt oder den Widerstand desselben gegen Bridge lange nicht zu unterdrücken vermochte, obwohl er den Bestimmungen nicht erreicht werden können. Hinzutrete, daß eine Handlung, die er zu dulden verpflichtet Demonftranten wiederholt zurief: Wollt Ihr England in den doch in der Praxis nur Arbeitern, nicht aber Reichen gegenüber, ist, beseitigt, handelt nicht widerrechtlich, wenn Augen Europa's verächtlich machen?" Er drohte, den Saal sofort die ja dank ihres Reichthums nicht in die Gefahr eines Noth- mecklenburgische Regierung wolle unter feinen Umständen die räumen zu lassen, wenn die Kundgebung sich wiederhole. Wie standes" gelangen tönnten, eine Entmündigung wegen Trunt- Festnahme einer Person im Wege der Selbsthilfe dulden, mit ernst die Regierung den Fall Jameson nimmt, geht aus der sucht eintreten würde. Schlimmstenfalls möge man eine Pfleg- Ausnahme des einen Falles, wo es sich um einen flüchtigen Ankündigung des Staatsanwalts Mathews hervor, daß selbst schaft, nicht aber eine Entmündigung eintreten laffen, die ja gar Schuldner handelt, der Baarmittel bei sich führt; das die Boruntersuchung von Kronjuristen geleitet werden würde. dem Vormunde ein Züchtigungsrecht nach dem Entivurf sei auch der einzige Fall, wo sie einer Selbsthilfe durch FreiheitsIn seiner Ansprache an die Angeklagten am Schlusse der einräumen würde. Die Kommission trat dennoch dem Vorschlage beraubung zustimmen würden. Die Faffung der Vorlage be Um Entwurfes bei. förmlichen Verhandlung betonte Richter Bridge die Schwere des aber der Möglichkeit eines drohe das Koalitionsrecht, setze Arbeiter der Gefahr aus, im Fall des Bergehens, beffen sie angeklagt feien und ermahnte sie, die ihnen Mißbrauchs oder„ Mißverstehens" entgegenzutreten, wurde eine eines Streits, ja bei jeder Gelegenheit vom Arbeitgeber eingegönnte vorläufige Freiheit um ihretwillen und des Friedens Resolution Gröber angenommen, die die Erwartung aussprach, geschlossen zu werden. Die Vertreter der Regierung erklärten, Englands willen nicht zu mißbrauchen und sich so wenig als daß das Entmündigungsverfahren beffer gestaltet werden würde. Diese Konsequenz folge allerdings aus dem Wortmöglich an Plätzen zu zeigen, wo ihr Erscheinen eine öffent§ 108 des Entwurfs schränkt die väterliche Gewalt und die laut des§ 223, sie sei aber feineswegs beabsichtigt liche Erregung verursachen fönnte. Als Jameson mit seinen Möglichkeit wirthschaftlicher Selbständigkeit dadurch ein, daß der gewesen. Gegen eine Fassung, die diese Folge ausschließe, Offizieren nach der Entgegennahme der Bürgschaften von je Vater und Vormund nur mit Genehmigung des würden sie keine Bedenken haben. Die Abgg. Enneccerus, 2000 2ftr. den Gerichtshof verließen, wurden sie wiederum Vormundschaftsgerichts die Erlaubniß zum selbst- Gröber unsere Genossen reichten Anträge ständigen Betrieb eines Erwerbsgeschäfts soll ertheilen können. Die wesentlichen diesen Gegenstand stürmischer Huldigungen. Puntt erreichen follten. Die englische Regierung nimmt die Verfolgung Jameson's Gegen eine erhebliche Minderheit wird auch dieser von unseren Die Anträge fielen indeß indeß sämmtlich durch, nachdem und feiner Offiziere sehr ernst, ernst, wenigstens thut sie Genossen bekämpften Bestimmung die Zustimmung ertheilt. Abg. v. Bennigsen fie für überflüssig erklärt hatte. G fo. Der Gesetzesparagraph, auf grund dessen fie angeklagt§ 119 bestimmt: Wer zur Abgabe einer Willenserklärung durch wird demnach nichts übrig bleiben, als zunächst bei Gestaltung werden, die sogenannten Foreign Enlistment Act( Gefeb argliftige Täuschung oder durch Drohung wider des Arbeitsvertrages abermals einen Versuch zu machen, dieses betreffend Anwerbung im Ausland) lautet in dem einschlägigen rechtlich bestimmt worden ist, kann die Erklärung anfechten." Attentat gegen die persönliche Freiheit des Arbeiters zu be Paragraphen 7: Hierzu hob Stadthagen hervor, daß eine argliftige feitigen. Wenn jemand innerhalb der Grenzen der Befihungen Ihrer Täuschung ftets widerrechtlich sei. Es müsse demnach, wenn man Majestät und ohne die Erlaubniß Ihrer Majestät einen Bug zur dies anerkenne, statt" Drohung widerrechtlich"" widerrechtliche der Vereine füllte am Mittwoch die Sigung der Kommission Die Berathung über die privatrechtliche Gestaltung See oder zu Lande gegen einen befreundeten Staat vorbereitet Drohung" heißen. Die Regierungsvertreter und Mitglieder der oder ausrüstet, so sollen die nachstehenden Folgen eintreten: Rommission anerkannten, daß eine auf arglistiger Täuschung be- für das bürgerliche Gefeßbuch aus. Die Vorlage verlangt be Jemand, der damit beschäftigt ist, einen solchen Bug vorzubereiten, ruhende Erklärung immer anfechtbar sein muß. Der Redaktions- fanntlich Stonzessionirung und Eintragung der Vereine, bevor sie auszustatten oder zu unterstützen, oder sich in irgend einer Eigen tommiffion wurde deshalb der Vorschlag Stadthagen's über eine Rechtsfähigkeit erlangen. Sie schließt ferner alle Vereine, schaft daran beschäftigen läßt, soll eines Vergehens schuldig be- wiesen. Eine längere Debatte, an der unsere Genossen Frohme die politische, religiöse, Unterrichtszwecke, furz außerhalb der funden werden und bestrafbar fein mit Geldbuße oder Gefängniß und Stadthagen fich lebhaft betheiligten, riefen die 88 180 und 3wecke einer Kaffeetlatsch Gesellschaft, eines Bierftamm- Vereins, nach der Wahl des Gerichts. In keinem Falle soll die Gefängniß. 184 hervor. Die Paragraphen bestimmen, daß ein Rechtsgeschäft eines Regelklubs u. dergl. liegende Bestrebungen verfolgt, von strafe zwei Jahre überschreiten." ( also z. B. ein Arbeitsvertrag), das gegen ein gesetzliches Berbot der Erlangung der Rechtsfähigkeit aus. punktes, Die egyptische Frage ist allen Ernstes von der oder gegen die guten Sitten verstößt, ungiltig fein foll. Unsere der Regierung erklärten, eine Aenderung dieses Standdem die Furcht vor der Sozialdemos Türkei aufs Tapet gebracht worden. Der Sultan ist bekanntlich der preußischen Rabinetsordre vom 19. April 1813 entsprechend, Genossen beantragten, dem ersten Entwurf, bem code civil und tratie getrieben hat, gefährde das Zustandekommen des Oberherr von Egypten, und nur mit seiner formalen Erlaubniß alle Verträge für ungiltig zu erachten, die den Gesetzen, den gesammten Gesetzbuchs. Solche Aenderung enthalte auch der haben die Engländer sich dort festgesetzt. Schon mehrmals ver guten Sitten oder der öffentlichen Ordnung wider. Borschlag der Zentrumspartei. Dieser Vorschlag geht im fuchte er, sie zum Weggehen zu veranlassen, sie waren jedoch sprechen. Gegen die öffentliche Ordnung verstößt jede Abrede, wesentlichen dahin, unter Beseitigung des Konzessionsſyſtems stets harthörig. Jezt ist die Sache anders. Der Sultan hat bie einen vom Gesetz im Interesse der Staatsordnung aufgestellten den§ 21 des Entwurfs wie folgt zu fassen: törperschaften, Rußland und Frankreich hinter sich, und es wird also ein Grundsatz verlegt. Solche Grundsätze seien beispielsweise träftiger Druck ausgeübt werden. Die egyptische Frage ist eins der zahllosen Haare, die, leistet", oder: bas Prinzip der Gewerbefreiheit im Sinne des§ 1 Das Körperschaftsregister des zuständigen Amtsgerichts." Weitere folgende:" Die persönliche Freiheit jedes Bürgers ist gewähr- gerichtet ist, erlangen Rechtsfähigkeit durch Eintragung in zufammengefilzt, den Weichselsopf der orientalischen der Gewerbe- Ordnung, oder: das Recht der Stoalition. Es sei bann gestatten, wenn der Verein„ gegen ein gesetzliches Berbot Paragraphen wollen eine Zurückweisung der Eintragung nur Frage bilden. nicht zu verkennen, daß hiergegen verstoßende Verträge von oder gegen die guten Sitten verstößt". Gegen die zurückweisung Bulgarien. Richtern als gegen die guten Sitten verstoßend erachtet werden Sofia, 26. Februar. Der deutsche Generalfonful fönnen. Indessen was gute Sitten" sind, ist zweifelhaft. Die foll Klage bei Gericht zulässig sein. Ein dritter Vorschlag übergab die bisher im Intereffe der russischen Motive gehen ausdrücklich von der Auffassung aus, daß ein ben an einer Stelle abgeänderten Sohm'schen Entwurf vor. Der unseren Genossen gemacht. Dieselben legten Unterthanen in Bulgarien versehenen Ge- Unterschied zwischen beiden Begriffen bestehe. Ein hervorragenschäfte und die bezüglichen Atten an den des Beispiel für wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ord- felbe steht auf dem Standpunkt: der Gefeggeber hat die be= russischen diplomatischen Agenten. In Phi- nung" ungiltige Verträge bilden jene von Arbeitgebern stehenden Verhältnisse auf privatrechtlichem Gebiet anzuerkennen unter stärkster lippopel und Burgas werden die russischen Konsulatsgeschäfte meist unter stärkster Ausbeutung der Nothlage und hat demgemäß Vereinen die Rechtsfähigkeit ohne Unterschied aufeinstweilen noch von den deutschen und französischen Ronfulu erlegten Verpflichtungen, bestimmten politischen oder gewerkschaft ihres Zwecks zuzuerkennen. Einer Eintragung bedarf es nur weitergeführt. lichen Vereinigungen nicht anzugehören oder aus denselben aus zwecks Erwerbung von Grundeigenthum. Sie ist an feine Be zutreten oder gar fich für den Uebertretungsfall einer Ronven: dingungen geknüpft. Demgemäß würde§ 21 lauten: tionalstrafe zu unterwerfen. Das Recht, sich zwecks Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen zu vereinigen, ist eine nothwendige Folge des Rechts der persönlichen Freiheit und der Hilflosigkeit des vereinzelten Arbeiters gegenüber der wirthschaftlichen Uebermacht des Unternehmers. Diese wirthschaftliche Macht führt zu einer thatsächlichen Sklaverei und Leibeigenschaft des Arbeiters, die mit der öffentlichen Ordnung Washington, 26. Februar.( C. N. of G.) Präsident und mit der Kulturentwicklung unvereinbar sei. Der Schuß Cleveland ist mit der Abfaffung des Briefes an den demo- ber öffentlichen Ordnung", der allgemeinen Staatsgrundfratischen National- Parteiausschuß beschäftigt, durch welchen er gefeße," liege deshalb im Interesse gerade der arbeitenden aufs bestimmtefte eine Wieber Nomination für die klasse, weil diese, die aufstrebende, langsam aber sicher zuPräsidentschaft ablehnt. geständnisse von der herrschenden Klasse errungen habe und weiter Türkei. Konstantinopel, 25. Februar. Infolge der andauernden Beruhigungen schreitet die Demobilifirung fort. Gegen wärtig sind nur 56 auf eine bis zwei Kompagnien verminderte Bataillone mobilifirt. Die Gerüchte von neuen Megeleien sind unbegründet. Amerika. im wurde von und ein, Die Vertreter Die Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Ginschluß der vom Staat anerkannten firchlichen Körperschaften und Anstalten sowie alle Vereine mit törperschaftlicher Verfassung sind als solche vermögensfähig. Der Verein besitzt eine törperschaftliche Verfassung, wenn die Verwaltung der gemeinsamen Angelegenheiten einem Vorstand mit fagungsmäßiger Vollmacht übertragen worden ist. Sagung( das Statut) muß schriftlich abgefaßt sein. Die reichsgefeßlich bereits geregelten Körperschaften, Genossenschaften, Verbände, Rassen sowie der Fistus, die Gewerkschaften des Bergrechts und die Versicherungsgesellschaften auf Gegenseitigkeit bleiben bei ihrem bisherigen Recht." Die Die Berathung dauerte bis gegen 1/25 Uhr. Bei der AbNewyork, 26. Febr.( C.N.ofG.) Einem Drahtberichte aus Caracas erringen werde und weil die Zugeſtändnisse dann in Geſetzes ſtimmung wurden gegen die Stimmen unserer Genossen dem eigentzufolge wurde gestern dem Kongresse der Republik von Venezuela form gegoffen, durch die Geseze dem Sieg gewissermaßen das eine Botschaft des Präsidenten Crespo zugesandt, in welcher den Siegel aufgedrüdt werde. Thatsächlich habe ja im Gebiet des lichen Sohm'schen Entwurf entsprechend die Worte rechtmäßig Vereinigten Staaten von Nordamerita der tiefgefühlte Dant der code civil die Einführung des zivilrechtlichen Schuges der öffents bestehenden" zwischen„ alle" und" Vereine" eingeschoben, sodann Regierung für die Stellungnahme der Union in der Frage der Grenzlichen Ordnung sehr fegensreich im Sinne einer verständigen aber der Vorschlag unserer Genoffen gegen ihre und die Stimme streitigkeit ausgesprochen wird. Die Regierung leitet die noth- Rechtsentwicklung und Rechtsprechung auf allen Gebieten gewirkt. des Abg. Biel haben( Antisemit) abgelehnt. Der Antrag des wendigen Garantien für den durch englisches und deutsches Kapital Der Abg. v. Cuny, der lange Jahre im Gebiet des code civil Sentrums gelangte dann mit 12( Sentrum, Soz., Polen, Antigewirkt hat, bestätigte dies und trat für den Antrag reaktionäre Bestimmung des Entwurfs beseitigt. Am Donnerstag semiten, Freis.) gegen 9 Stimmen zur Annahme. Damit ist die gesicherten Bau der Eisenbahn. Bon anderen Seiten wurde die Aenderung für aus um 10 Uhr wird die Spezialberathung, über die privatrechtliche New- York, 25. Februar. Alle an Bord der Bermuda" reichend erachtet, wenn gegenüber den Worten des Entverhafteten tubanischen Flibustier, mit Ausnahme ihres Führers wurfes gefeßliches Verbot", die Geseze" aufgenommen würde. Gestaltung der Rechtsfähigkeit der Vereine fortgefeßt und viele Garcia und vier anderer, find freigelassen worden. Die Der Ausdruck öffentliche Ordnung", meinten insbesondere die leicht an demselben Tage bereits beendet. Bermuda" ist mit der Fracht beschlagnahmt worden. Regierungsvertreter, sei zu unbestimmt, laffe dem Richter ein zu Ans der Justiznovellen Kommiffion. Infolge cines - Die Behörden in Savannah verhafteten den weites Ermessen. Unsere Genoffen verwiesen darauf, daß doch Schreibfehlers find die Anträge Schmidt- Stadthagen, Korrespondenten einer New- Yorker Zeitung, weil derselbe mit derselbe Vorwurf den Ausbruck„ gute Sitten" viel berechtigter die sich auf die Sengenvernehmung von Weiftlichen, Vertheidigern, ein. " == Merzten und Rechtsanwälten beziehen, als von der Rommission angenommen bezeichnet. Die Anträge wurden mit 9 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Die Lohnbewegung in der Konfektions- Induffvie. 26. Oftober Bekanntmachung. In Sachen betreffend den Ausstand der Konfet tionsschneider der Herren- und Knabentonfettion zu Berlin wird in Gemäßheit des§ 75 des Ortsstatuts für der Stadt Berlin, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin vom 2. November-1892 und§ 66 des Gesetzes, betreffend die Gewerbegerichte vom 29. Juli 1890 hierdurch öffentlich bekannt gemacht, daß in der Sigung des sowohl von den Arbeitgebern als auch von den Arbeitnehmern als Einigungsamt angerufenen Gewerbegerichts vom 19. Februar 1896, an welcher theil genommen haben: 1. Magistrats- Assessor von Schulz als Vorsitzender, 3. Fabrikant Dr. Gerfchel Arbeitgeber als Beisiger, be} Arbeitnehmer als 4. Rentier Brod als Vertrauensmann der Arbeitgeber, 5. Schneider Adolf Schulz 6. Schneider Hermann Stubbe 7. Ph. Witte als Vertrauensmann der Arbeitnehmer, nachstehendes vereinbart worden ist: Die vor dem Ginigungsamt des Gewerbegerichts zu Berlin versammelten Vertreter der Konfektionäre, der Zwischenmeister und der Arbeitnehmer der Herren- und Knaben- Konfektion schließen für sich und ihre Machtgeber folgenden Vergleich: 1. Die Konfettionäre bewilligen einen 1212 prozentigen Lohnzuschlag auf alle vor dem Streit gezahlten Lohnfäße. Sofern diefelben die Minimalsäge des von den Konfektionären vorgeschlagenen Minimaltariss Westen, Stoffhosen Hohenzollern mit zugeschnitten 65 Pf., unzugeschnitten 70 Pf. " 1 60 65 " " " Jackets 160 170 " " " " Röcke 325 350 " " " " Paletots 275 300 " " " " Gehröcke 450 500 " " " " Pellerinen( Schuwaloff), 350 400 " " " Glockenpellerinen 500 550 " " " Joppen 160 175 " " " Havelocks 200 225 " " " " Fracks 450 500 " " " " Kinderanzüge 1-6 " Knabenanzüge 7-12 65 145 75 " " 160 Burschenfachen 38-44" Zentimeter" 15 pet. billiger als großen Sachen nicht erreichen, ist mindestens der Betrag des vorstehenden mäßigen Minimallohnes zu zahlen. " " die tarif 2. Unter den Lohnsägen zu 1 dürfen Arbeiten weder an Zwischenmeister noch an Arbeiter ausgegeben oder übernommen werden. 3. Die nach diesen Säßen zu zahlenden Lohnfäße sind für jedes Geschäft durch Aushang im Geschäft und bei den Zwischenmeistern bekannt zu geben. 4. Die Zwischenmeister verpflichten sich zur Anbringung des Aushanges, fowie ferner, ihren Arbeitern den vollen erzielten Lohnzuschlag zu gewähren. 5. Die Konfektionäre verpflichten sich, Zwischenmeister, welche die Bestimmungen zu 4 nicht erfüllen, fernerhin nicht mehr zu beschäftigen. Ebenso verpflichten sich die Zwischenmeister, für Konfektionäre, welche die vorstehenden Verpflichtungen nicht erfüllen, nicht zu arbeiten. Wir geben biefe Mittheilung als Stimmungsbild aus den der entgegenstehenden gefeßlichen Bestimmungen der Sohn vielfach Kreisen der Konfektionäre. noch in Kneipen ausgezahlt wird. Nachdem die VergleichsAuf Lifte Nr. 1693 find für die streifenden Konfektionsvorschläge gescheitert waren, wurde folgender Schiedsspruch gefällt: arbeiter Berlins 26,75 M. in unserer Redaktion abgeliefert worden. Der Betrag ist von Bildhauern und Stuckateuren der wirthschaften ist nach der Reichs- Gewerbe- Ordnung un I. Die 2ohnzahlung in Gaft und Schank. als balans aufmerksam, daß diften, welche den Stempel zulässig und muß das nach den Angaben der Arbeiter noch Firma Zener u. Drechsler gesammelt. Wir machen nochu. darauf der theilweise geübte Verfahren als strafbar bezeichnet werden. II. 1. Den thatsächlichen Verhältnissen im Zimmerergewerbe Gewerkschafts Rommission tragen, auch an diese abzuliefern sind und dort kontrollirt werden. Im vorliegenden Falle haben wir ausnahmsweise, auf Wunsch, die Rege- entsprechend muß ein Minimallohn von 521 Pfennigen pro lung und gleichzeitige Bekanntgabe übernommen. Red. d." P". Stunde als angemessen erachtet werden. 2. Die Arbeitszeit ist von 10 Stunden auf 9 Stunden herabzusetzen. Die Nachricht, daß der Streit in Halle a. S. beendet 3. Die Arbeitszeit dauert von 7 Uhr früh bis um sei, bestätigt sich. Den Arbeitern ist eine 15 prozentige Lohn- 62 Uhr abends einschließlich der üblichen 2 Stunden Pause. erhöhung gewährt worden. Maßregelungen aus Anlaß des Streits 4. An o bnzahlungstagen fällt die Besperpause von 1/2 Stunde fort und wird eine Stunde früher follen ausgeschlossen sein. 6. Die In Dresden ist die Lage noch immer unverändert; auch aufgehört. 5. An den heiligen Abenden der drei die Stimmung der Bevölkerung ist den Arbeitern nach wie vor hohen Feste ist die Arbeitszeit um 2 Stunden zu ver. günftig. Am Montag Nachmittag fand eine Versammlung der türzen, ohne daß ein Lohnabzug gemacht wird. Zimmermeister und Arbeitgeber im Zimmerergewerbe find Streifenden der Damenkonfektion statt, wo eine Spezial. fommission gewählt wurde, der die weiteren Tarifverhandlungen gehalten, die Arbeitsbedingungen durch Aushang übertragen find. int 41 an den Kontoren und auf den Plähen sichtbarer Stelle den Arbeitnehmern zur Kenntniß zu bringen. Ju Würzburg fand am 25. d. M. eine zweite Schneider 7. Die Zimmerer werden verpflichtet, nur bei solchen Arbeit versammlung statt, in welcher die in der ersten gewählte Lohn- gebern Arbeit zu nehmen, welche die in dem Schiedsspruch fommission Bericht erstattete. Aus demselben geht hervor, daß unter I und II getroffenen Bestimmungen innehalten. die Lage der Konfettionsarbeiter auch in Würzburg tief- Die Arbeiter behielten sich ihre Erklärung zu dem Schieds. traurig ist. Wie bescheiden die Ansprüche der Aermften find, spruch bis nach der nächsten öffentlichen Bersammlung vor, geht am besten daraus hervor, daß ein Autrag der Kommission, während die Vertreter der Meister sofort erklärten, sich demselben 30 Pf. Stundenlohn zu fordern, bei einem Theil der Versamms unterwerfen zu wollen. lung auf Widerspruch stieß, weil diese Forderung zu hoch sei und man mit 25 Pf. recht zufrieden sein könne. rinnen gingen bei unserer Expedition ein: Für die streikenden Konfektionsarbeiter und ArbeiteVerliner Tischlerbewegung. In Weißensee ist der Streit bis auf die Werkstatt von Freienstein, König- Chaussee, siegreich beendet. Herr Freienstein hat der Kommission, die auf Wunsch seiner Leute mit ihm verhandeln sollte, das Haus verboten. Die Tischler von Steglig und Umgegend schlossen sich in einer Versammlung am 23. Februar der Berliner Bewegung an und werden die Forderungen den Unternehmern am 2. März unterbreiten. Die Verhandlungen sind bereits eingeleitet. Wenn die Tischler Berlins und der Umgegend den Kameraden in Steglig und Nachbarschaft streng Solidarität erweisen- und darum werden sie hierdurch dringend ersucht so wird auch die Lohnbewegung in Steglitz und Umgegend binnen kurzem zu einem vollständigen Siege gelangen. Dr. A. M. durch H. Jahns 20,-. Arbeiter von Bauer u. Beek 7,-. J. H., Seestraße, 2. Rate, darunter zwei Buditer mit 1,50 13,30. Glogau g. V. Concordia 2,50. Gesangverein Freiheit I 10,- Personal der Genossenschafts- Bäckerei, Müllerstr. 34 5,30. Von den Arbeitern der Zigarrenfabr. A. Hinge, Pantstr. 2. Rate 4,10. Gef. bei Porschel, Restaur., Grenzstr. 2 4,20. Mehrere Silberpolirerinnen B. G. 3,90. Les proletaires du RH. 6,-. Schleifchen, Bürstenmacher, Reichenbergerstr. 1,75. Von den H. Brüdern 15,-. Drei Kurbelstepperinnen 4,50. Zwei Damen von der Rotte 3,-. Sezer des Berliner Tageblatt" 54,80. Tritoma Uvaria aus der Dornenhecke 1,-. Von der Schuhfabrik Auch die Holzbildhauer Berlins wollen die jetzt günftigere Fürstenheim 15,-. Ges. b. e. Geburtstagsf. Perlebergerstr. 16 1,50. Soz. Verein Obertshausen 9,95. Dr. H. D., 2.str. 4,95. Gewert Geschäftslage benußen, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. schaftskartell Wiesbaden 35,-. Gemüthliche Suhler, Rostocker- Es handelt sich dabei darum, das wieder zu erringen, was durch straße 53 3,15. Lohnkommission Zimmerleute, Danzig 29,95. die 1889 er Bewegung erreicht wurde, aber im Laufe der Jahre Zentral: Berband der Maurer Beutschlands, Filiale Groß- wieder verloren gegangen ist. Sie können mit der erfreulichen Lichterfelde 14,95. Verein der graphischen Arbeiter und Thatsache rechnen, daß bereits eine nicht unbeträchtliche Anzahl Arbeiterinnen Deutschlands 250,-. Dusdicke, Paris, 1. Rate Firmen sich entgegenkommend gezeigt hat. Zur Besprechung der 64, Buchdruckerei R. Funcke 8,-. Angelegenheit ist auf Donnerstag, den 27. Februar, Von der Gemertschafts- Rommission durch abends 29 Uhr, nach dem Lokal Annenstr. 16 eine Millarg 2831,05( darunter Verein Berliner Gastwirthsgehilfen Versammlung von Delegirten sämmtlicher Wert 30,- Kränzchen bei Paster 6,30. Interessenverein der Gast- ftätten einberufen. Die Delegirten- Kommission ersucht nun die und Schantwirthe Berlins und Umgegend 75,- Werkstatt W. Kollegen dringend, dafür zu sorgen, daß in dieser Versammlung Manheimer 15,-. Pfeifenklub Fröhlichkeit 0,75. SSS 3,- jede Werkstatt vertreten ist. H. St. 1,-. Aus bürgerlichen Kreisen 2700,-.) Summa 3423,85 M. Bereits quittirt sind: 27 330,63 M. Gesammtsumme der bei unserer Expedition eingelieferten Beiträge 30 751,48. Gewerkschaftliches. Der Streik der Zimmerer Berlins beschäftigte am 26. Februar das Einigungsamt. Die Verhandlungen v. Die streifenden Hutarbeiter der Meine de'fchen Hutfabrit in Brandenburg beschlossen in einer Versammlung am Montag, nur die Wiedereinstellung der Gemaßregelten und die Entlassung der zwei Streifbrecher vom Fabrikanten zu verlangen. Die Beilegung des Streits wird bald erwartet. Der Zehnstundentag wird am 1. Mai in dem mehrere tausend Arbeiter beschäftigenden Etablissement der Aktiengesellschaft für Textilindustrie vormals Doll. 6. Der Streit der Arbeiter der Herren- und Knabenkonfektion fanden unter starker Betheiligung der Streifenden im Bürger- fuß Wieg u. Cie. zu Mülhausen Dornach( Ober- Elf.) wird sofort aufgehoben. eingeführt werden. Der bisherige Arbeitstag betrug 11 Stunden. 7. Das Einigungsamt wird über die Feststellung eines fpe- faale des Nathhauses statt. Die Leitung hatte Magistratsaffeffor Die allgemeine Einführung des Behnstundentages in der Mülzialifirten Minimal. Bohntarifs weiter verhandeln und die Fest-. Schulz. Außer diefem gehörten dem Schiedsgericht an: hauser Textilindustrie ist, wie uns geschrieben wird, nach diesem ftellung eines solchen durch Vergleich oder Schiedsspruch herbei- nehmer), Obst als Vertrauensmann der streitenden Zimmerer, der Arbeiterklasse hatte die legten Monate bereits eine solche ftellung eines solchen durch Vergleich oder Schiedsspruch herbei Einfeger Millarg, Former Körsten( Beisitzer der Arbeit hauſer Textilindustrie ist, wie uns geschrieben wird, nach diesem führen. Die erforderlichen Grundlagen sollen durch umfang: Tiefbau Unternehmer Bernhard, Fabrikant Weigert Intensität erreicht, daß sie nach dieser plötzlichen und unerwarteten führen. Die erforderlichen Grundlagen sollen durch umfang Borgang nur eine Frage der nächsten Zeit. Die Bewegung in reiche Beweisaufnahme unter Zuziehung von Vertretern der drei betheiligten Kategorien, welche sich zum Erscheinen vor dem( Arbeitgeber- Beisiger) und Raths- Maurermeister Biebendt Intensität erreicht, daß sie nach dieser plöglichen und unerwarteten betheiligten Kategorien, welche sich zum Erscheinen vor dem als Bertrauensmann der Arbeitgeber. Es handelte fich um stand der weniger gut berathenen Firmen ohne große Mühe überUnterstützung durch das erste Unternehmen am Drte den WiderEinigungsamt verpflichten, beschafft werden. 8. Ueber Ginſegung einer Kommission zur Schlichtung von folgende Forderungen: Verkürzung der Arbeitszeit von 10 auf stand der weniger gut berathenen Firmen ohne große Mühe überTarifftreitigkeiten sowie über die Reformen des Arbeitsempfanges Stunde früher Feierabend unter Fortfall der Vesperpause; an winden wird. 9 Stunden; 55 Pf. Minimallohn pro Stunde; Sonnabends eine In Wien sind die Sattler der Firma Franz 3eller und der Ablieferung foll gleichzeitig mit dem Lohntaris Fest- Stunde ftellung erfolgen, ebenso über den Aushang des noch auszu früher Feierabend Den Tagen vor den großen Festen soll zwei Stunden in den Streit eingetreten. arbeitenden Lohntarifs. 9. Lohnabrechnung und Lohnzahlung hat wöchentlich einmal zu erfolgen. 10. Maßregelungen dürfen nicht stattfinden.. Berlin, den 19. Februar 1896. Gewerbegericht als Ginigungsamt: gez. v. Schulz. Dr. Gerschel. D. Weigert. Gustav Brod. Hermann Stubbe. A. Schulz. Philipp Witte. Arbeitnehmer: gez. J. Timm, Alb. Zander, Carl Reising, Carl Müller, Frau Emma Reimann, Wittwe Anna Noack, Hedwig Gubela, Carl Kullick. 3 wischenmeister: gez. S. Mattscheck, Paul Krüger, A. Mannheim, May Mietke, A. Waldhelm, Paul Probst, E. Meyer, Roevert, Stolzenwald, Priewer, A. Blumenthal, E. Schaefer, C. Gebel, W. Hansch, P. Koal, Cheim, Dalch. Konfektionäre: gez. H. Rosenbaum, Hermann Gollop, S. Adam, Morih Loewenthal, Julius Hopp, Martin Moral, Adolf Wollenberg i. F. Martin Flatow, E. Hannes. = = gemacht werden, dürfen; ohne daß Lohndes Lohnes Zahlung = abzüge fofort nach Beendigung der Arbeitszeit auf der Arbeits. Depeschen und letzte Nachrichten. ſtätte, und nicht, wie mehrfach üblich, in Schantlokalen; die Arbeitszeit soll unterbrochen werden von 8 bis 81/2 Uhr durch Straßburg i. E., 26. Februar.( B. H.) Der Landes. die Frühstücks-, von 12 bis 1 Uhr durch die Mittags- und von ausschuß von Elsaß- Lothringen aßte bei der zweiten Berathung 4 bis 4/2 Uhr durch die Vesperpause. Nachdem Fischer die des Etats der Forstverwaltung einen Beschluß, der in Re Forderungen begründet hatte, nahm Rathszimmermeister Otto gierungs- und parlamentarischen Kreisen lebhaft erörtert wird. als Vertreter der Innung das Wort. Es seien ihm, so führte er Der Kaiser hatte bei seinem letzten Besuch in den Reichsaus, Stellen bekannt, wo die Gesellen mit 45 Pf. entlohnt landen einen Ausflug nach der Oberförsterei Muzig gewürden. Auch die Meister, welche ihre Ehre darin sezen, ihr macht, wo Wort zu halten, hätten von den beim letzten Streit bewilligten Gelegenheit feine Bewunderung für diesen romantischen er das Jagdrevier besichtigte und bei dieser Lohnjähen zurückgehen müssen. Die Konkurrenz habe sie dazu Theil der Vogesen aussprach. Die Regierung glaubte daher, gezwungen, jedoch werde von ihnen unter 50 Pf. für die Stunde den Wunsch des Kaisers zu erfüllen, wenn fie in diesem nicht gezahlt. Was die Arbeitszeit angebe, so habe die letzte General Revier ein Jagdschloß für den Kaiser errichten läßt und stellte Arbeitszeit nicht abzugehen. Der Grund hierfür sei, daß im ein. Heute nun lehnte der Ausschuß in geheimer Abstimmung versammlung der Innung beschlossen, von der zebustündigen in den nächstjährigen Etat 180 000 m. für den Bau des Schlosses Winter wenig gearbeitet werden könne und deshalb im Sommer mit 28 gegen 26 Stimmen und einem weißen Zettel den ge mit verdient werden müsse, was im Winter gebraucht werde. forderten Kredit ab. Die demokratische Presse hatte in den letzten Mit Rücksicht auf die manchmal sehr weiten Wege zur Arbeits- Tagen schärfste Kritik an diesem Plane geübt. stätte machte Otto den Vorschlag, morgens statt um 6 um 17 Mährisch Ostrau, 26. Februar.( B. 5.) Der Bergmit der Arbeit zu beginnen und die halbe Stunde abends nach- arbeiter- Streit dehnt sich weiter aus. Die Belegschaft mehrerer Das Gewerbegericht macht weiter bekannt:" In Sachen zuholen. Gegen Feststellung eines Minimallohnes, der auf der Schächte verweigerte heute die Einfahrt. Auf dem Heinrichschacht betreffend den Streit der Schneider in der Herren und Arbeitsstätte durch Aushang bekannt zu geben sei, hatte er nichts sind zwei Drittel, auf dem Johannschacht die Hälfte, und auf Knaben Kleider Konfettion sollen in Gemäßheit des einzuwenden. Meißner hob dann hervor, daß die Forderung dem erzherzoglichen Gabrielschacht ein Viertel der Belegschaft vor dem Einigungsamte des hiesigen Gewerbegerichts am des Neunstundentages vor allem gestützt werde auf die gegen ausständig. früher erheblich gesteigerte Intensivität der Arbeit und Venedig, 26. Februar.( B. H.) Das Unwetter hält in 19. Februar d. J. geschlossenen Vergleichs behufs Feststellung daß sie außerdem in Rücksicht auf das Heer der ganz Ober- Italien an. Heftiges Schneetreiben findet statt, die eines Tarifs Erhebungen darüber stattfinden, in Arbeitslosen gestellt worden sei. Rathszimmermeister Arans Temperatur ist um 5-10 Grad gefallen. In vielen Städten, fo gegen den wiefern in diesem Gewerbe Mißstände in meint, Neunstundentag an sich habe er z. B. in Turin, Bologna, Mailand, Florenz, Piacenza liegt der nichts. Er hätte auch diesen und den Minimallohn Schnee fußhoch. Der Schaden, den die bereits feimende Saat bezug auf Löhne, Arbeitszeit u. s. w. vor. von 55 Pfennigen seiner Zeit bewilligt. Seinen Leuten tultur durch den Frost und den Schnee erleidet, ist enorm. herrschen. Es ergeht deshalb hiermit an alle Besei aber der Tagesverdienst von 9 X 55 Pfennigen weniger Brüssel, 26. Februar.( B. H.) Der bisherige Minister des theiligten, welche in dieser Beziehung zuverlässige Angaben lieb gewesen, als ein solcher von 10 x 55 Pfennigen und sie Auswärtigen de Burlet, an dessen Stelle de Faverau fommt, ist machen können, die Aufforderung, mündliche oder schrift. wären deshalb an ihn mit dem Verlangen herangetreten, wieder zum Vertreter Belgiens in Lissabon und zum Großoffizier des liche Mittheilungen hierüber unter Angabe ihrer Adresse und 10 Stunden arbeiten zu dürfen. Der Sprecher gestand offen zu, Leopoldordens ernannt worden. daß den Gesellen Lohnabzüge gemacht werden, wenn der Meister Lohn u. s, w. unter Beifügung der Beweisstücke bei einer Submission nur infolge des verlangten billigen schleunigst an den vom Einigungsamt mit der bezüglichen Preises einen Auftrag erwischt. Der Minimallohu sei undurch London, 26. Februar.( W. Z. B.) Nach einem Telegramm Feststellung beauftragten Beisiger Herrn Fabrikanten Weigert führbar. Gelänge es, ihn durchzudrücken, dann wäre die Folge, daß die älteren und schwächeren Arbeiter, die sonst immer ihr des„ Renter'schen Bureaus" aus Lagos brach letzte Nacht in dem unter der Adresse: Köllnisches Rathhaus, Breitestraße 20 a, ge- Plätzchen fänden, entlassen würden. Die Lohnregelung erfolge inneren Viertel der Stadt Feuer aus, welches 400 Häuser der langen zu lassen." naturgemäß durch Angebot und Nachfrage. Redner drückt den Wunsch Eingeborenen in Asche legte; die europäischen Einwohner erlitten Die Fünfzehner Kommission der Berliner Damen- aus, daß die Gesellen in erster Linie denen auf die Finger keinen Schaden. Konfektionäre hält noch fortgefeßt Sizungen, die sich bis spät sehen möchten, welche nur gelegentlich mal als„ Selbständige" London, 26. Februar.( W. T. B.) Dem Reuter'schen in die Nacht ausdehnen, um die zur Durchführung der gefaßten Bimmererarbeiten ausführen und dabei Leute beschäftigen. Auf Bureau" wird aus Pretoria vom 25. d. telegraphirt: In Sachen Beschlüffe nothwendigen Arbeiten zu vollenden. Diese sind sehr eine Frage Millarg's erflärt Araas, es sei allerdings der Konfistation des Eigenthums des wegen Hochverraths weitgehender Natur, da den Fabrikanten daran liegt, eine richtig, daß bei kürzerer Arbeitszeit weniger Unfälle vorkommen angeklagten Mitglieder der National Union in Johannesburg Kontrolle darüber zu erhalten, daß den Arbeiterinnen auch würden, als bei einer längeren; jedoch sehe er nicht ein, was wurde heute von dem Obergericht das Urtheil gesprochen. die gewährten Lohnerhöhungen zu gute tommen. Wie für eine Bedeutung das für die augenblicklichen Verhandlungen Dasselbe bestätigt die auf das Vermögen der Angeklagten hoch diese sind, ergiebt die Thatsache, daß, wie daß, wie der habe.(!) Zimmermeister Gutschow führt aus, die älteren gelegte vorläufige Beschlagnahme in bezug auf das bewegliche Konfekt." mittheilt, die Berliner Damen- Konfektionäre durch die Leute feien mit den heutigen Verhältnissen ganz zufrieden. Er und unbewegliche Eigenthum derfelben in den Goldfeldern im bewilligten Lohnerhöhungen eine jährliche Mehrausgabe von fordere die Welteren auf, sich von den Jungen, die nur immer Rand, sowie auf ihre Attien von Gesellschaften, die Besitzungen 41/2 Millionen Mart haben werden. Es werden jährlich böses Blut machen, zu trennen und denselben entgegenzutreten. im Rand haben. 25 Millionen Mark an Arbeitslöhnen bezahlt, die gewährten Meißner gab die gebührende Antwort. Mit den Forderungen Konstantinopel, 25. Februar.( W. T. B.) Ueber die HerLohnerhöhungen betragen durchschnittlich 182/3 pet. Die Herren- des früheren Feierabends an Sonnabenden und der sofortigen fünfte aus Alexandrien wurde eine fünftägige Quarantäne, über konfektion hat aufzubringen ca. 750 000.( 121/2 pet. von Lohnzahlung nach Beendigung der Arbeitszeit erklärten fich die diejenigen aus dem übrigen Küstengebiete eine solche von zwei 6 Millionen Mark Löhnen). Jnnungsvertreter einverstanden. Fischer stellte feit, daß trotz Tagen verhängt. == Madrid, 26. Februar.( B. H.) Nach einer Erklärung des Ministerpräsidenten Canovas sollen die Kortes schon am 1. März aufgelöst werden. Berantwortlicher Viedakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 49. Abgeordnetenhaus. Donnerstag, den 27. Februar 1896. " 13. Jahrg. " Unbegreiflich ist es daher, daß aus Berlin Kriminalbeamte bei denen sich die„ Staatsbürger- Zeitung" durch ihren ekelerregenden hierher beordert wurden. Ebensowenig verständlich ist es, daß Denunzireifer anscheinend anschmeicheln zu können hofft. 28. Sigung vom 26. Februar, 11 Uhr. man es für nöthig hält, mit Gewehren ausgerüstete Gendarmen in den todesstillen Straßen patrouilliren zu lassen. Man sieht berichtet zu den bekannten postalischen Uebelständen: Die Be Postalisches aus den Vororten. Die Volts- Zeitung" Am Ministertische: Minifter Thielen und Kommiffarien. thatsächlich mehr Schuhleute und Gendarmen auf der Straße wohner der Vororte Berlins befinden sich in postalischer Be Eingegangen ist ein Antrag des Abg. v. Gilgenheimb( f.) als fireifende Arbeiter. Die Ursachen des Streiks sind im Vor- ziehung in einer eigenthümlichen Lage. Bringen sie einen nach wohner der Vororte Berlins befinden sich in postalischer Be betr. die obligatorische Beschulung taubftummer Kinder. wärts" schon ausführlich geschildert worden. Die Berathung des Eisenbahn- Etats wird fortgesetzt. frivoler Weise ist den Arbeitern der Fehdehandschuh hin- Schalterbeamten, so müssen sie ihn nach der ihnen ertheilten In geradezu Berlin gerichteten Brief, der über 15 Gramm schwer ist, dem Bei Titel 7 für Unterhaltung und Ergänzung der Inven- geworfen worden, sie haben ihn aufgenommen und werden Auskunft mit 20 Pf. frantiren. Werfen sie aber denselben Brief tarien" wünscht fo lange fämpfen, bis ihre Forderungen durchgesezt und vor Abg. Richter( frs. Bp.) eine bessere Beleuchtung der allem die Organisation der Arbeiter anerkannt worden ist. Die mit nur 10 Pf. frankirt in einen Briefkasten, so wird er ohne Personenwagen. Im Berliner 2otalverkehr einfichtigeren Fabrikanten hatten bereits die Forderungen be- Mancher hat sich darüber bereits gewundert, des Räthsels Lösung Strafporto dem Adressaten zugestellt. Wie geht das zu? berrschen beklagenswerthe Uebelfiände. Neulich fuhr ich auf der willigt und sich mit ihren Arbeitern geeinigt, plöglich jedoch ist aber nur wenigen bekannt geworden. Die Berliner OberStadtbahn als 18. in einem Roupee 2. Klaffe, im Nebenkoupee beschloß der Vorstand des Fabrikantenvereins, daß kein Fabrikant Boftdirektion unterscheidet nämlich die Vororte nach solchen, die faßen und standen 17 Personen und unter den Standesherren mit seinen Arbeitern einzeln zu verhandeln habe. Alle Fabrikanten Postdirektion unterscheidet nämlich die Vororte nach solchen, die bemerkte ich auch den Grafen Limburg.( Heiterkeit.) Ich würde müßten ihren Arbeitern fündigen, Verhandlungen dürfe nur die mit Berlin in baulichem Zusammenhang stehen, und noch solchen, mit Berlin in baulichem Zusammenhang stehen, und noch solchen, mich freuen, einmal den Herrn Minister oder einen seiner Räthe aus 16 Fabrikanten bestehende Kommission führen. Da auf Zu- ist den Bostämtern die verschiedenartige Behandlung je nach Art bei denen dies nicht der Fall ist. Bei den ersteren unter den Standesherren zu treffen; vielleicht würde dann die widerhandlungen gegen die Beschlüsse des Fabrikantenvereins eine der Auslieferung am Postschalter oder durch den Briefkasten Einführung des 3 Minutenverkehrs beschleunigt. Wie soll das Konventionalfirafe von 300 M. für jeden Webstuhl festgesetzt ist, ausdrücklich vorgeschrieben. Das natürliche wäre doch, daß man erst bei dem Ausstellungsverkehr werden. fügten sich alle Fabrikanten diesen Beschlüssen. Heute jedoch ist innerhalb des gesammten Ober- Postdirektions- Bezirks Berlin das Minister Thielen: Ueber die beste Art der Beleuchtung und festzustellen, daß der Fabrikanten- Verein einen argen Riß be- 10 Pfennig- Einheitsporto, wie es für Berlin selbst besteht, auch Beheizung der Eisenbahnwagen schweben fortgesetzt Verhandlungen. tommen hat. Die fleinen und mittleren Fabrikanten haben Nach dem Gutachten des Prof. Slaby ist an eine eventuelle nämlich erkannt, daß ihre Gristenz durch die Betriebseinstellung im Verkehr der Vororte untereinander gelten läßt, hoch genug ist elektrische Beleuchtung solange nicht zu denken, als die Betriebs- stark gefährdet ist und daß die großen Fabrikanten voran der mehr dieses Porto doch gewiß. Aber wie wunderbar sind die Wege kraft auf der Eisenbahn nicht auch Elektrizität ist. Die Uebel- fache Millionär Samson, der rücksichtsloseste von allen- meist den hang mit Berlin stehen, werden zur Zeit von der Postverwaltung - der Postverwaltung! A13 Orte, die im baulichen Zusammen stände auf der Stadtbahn sind mir aus eigener Anschauung be- Zweck verfolgen, sämmtliche Kleine Betriebe in Rottbus zu beseitigen. angesehen: Boxhagen, Charlottenburg, Friedrichsberg, Lichten fannt. Die Beförderung von 18 Personen in einem Koupee ist Obwohl die Fabrikanten es bisher stets ablehnten, mit Arbeiter berg, Martinikenfelde, Pankow, Plößensee, Reinickendorf, Rixläftig, namentlich wenn alle Fahrgäste von dem Durchschnitt des tommissionen in Verhandlung zu treten, haben die Arbeiter doch dorf, Rummelsburg, Schöneberg, Stralau, Tegeler Landstraße, Herrn Richter sind( Heiterkeit). Für die Ausstellung führen wir nochmals eine Fünfer- Kommission gewählt, die bereits Verhandden 3 Minutenverkehr ein; auch sollen Zu- und Ausgänge von lungen angebahnt hat, indem sie bei der Fabrikantenkommission Westend, Wilmersdorf. einander getrennt werden. anfragte, ob fie gewillt sei, mit ihr in Verhandlung zu treten, Abg. Graf Limburg( t.): In Berlin leistet der Staat, was oder ob sie einen Beschluß herbeiführen wolle, wonach jeder welche im Auftrage von Reisenden und im Besitze des Gepäcks. Bahnsteigsperre für Dienstmänner. Den Dienstmännern, in anderen Städten die Gemeindeverwaltung muß. Es wäre Fabrikant berechtigt ist, mit einem aus seinen Arbeitern gewählten und Hinterlegungsscheines Gepäckstücke zur Bahn bringen oder Sache der Stadt, durch Unterstüßung tonfurrirender Unter- Ausschuß zu verhandeln. Eine Antwort hierauf steht zur Stunde von derselben abholen, war bisher bei der Stettiner Bahn der nehmen Abhilfe zu schaffen. Bei der Ueberfüllung der Stadt noch aus, doch hat der Bürgermeister Treifert, welcher Zugang zum Bahnsteig ohne Lösung einer Bahnsteigtarte ges bahn- Wagen handelt es sich um die gleichen Erscheinungen, wie zugleich Vorsitzender des Gewerbegerichts ist, im Inter- stattet. Diese Vergünstigung ist jetzt von der Eisenbahn- Direktion sie beim Wagenmangel im Güterverkehr zu tage treten. esse der Gemeinde bereits Schritte unternommen, um Stettin aufgehoben worden, indem dieselbe verfügt hat, daß für Abg. Bued( nath): Es scheint allerdings, als ob Berlin die Fabrikanten zu verlassen, die Fünfer- Kommission als legale die Folge auch die Dienstmänner bei Besorgung des Gepäcks der in bezug auf die Verkehrsentwickelung hinter den Anforderungen Vertretung der Arbeiter anzuerkennen. Es befinden sich, wie nun- Reifenden zum Betreten des Bahnsteiges eine Bahnsteigtarte zu der Zeit zurück bleibt; zu verfennen sind allerdings nicht die mehr festgestellt ist, ca. 5000 Personen im Streit, wovon die lösen haben. Echwierigkeiten, die ihr staatlicherseits bei Verkehrsvervollkomm- Hälfte aus Frauen besteht. Ferner sind hier einbegriffen 1000 fich durchaus nicht tadelnswerthe Maßregeln in der unmotivirtesten Es liegt im Wesen der Bureaukratie, daß sie an nungen gemacht werden. fast nur männliche Hilfsarbeiter, die vornehmlich auf dem Lande Weise anwenden und dadurch verhaßt machen muß. Abg. Richter: Die Stadt Berlin hat Millionen aufwenden wohnen, so daß auch die Landbevölkerung regen müssen, um die mit den Bauten am Schloßplatz im Zusammenhang Antheil an der Bewegung nimmt. In einem am stehenden Verkehrsverhältnisse zu regeln. Welche Schwierigkeiten Dienstag vertheilten Flugblatt versuchen die Fabrikanten, hat man nicht der Ueberführung einer Pferdebahnlinie über die die Verantwortung für das von ihnen über 16 000 Per Linden entgegengesetzt? sonen verhängte Elend von sich abzuwälzen, jedoch hat Abg. Ring( f.) fragt unter Hinweis auf die Intereffen der dieses Flugblatt nur noch die Sympathie der Bürger Bewohner Charlottenburgs und auf die Errichtung der Halte- schaft den Arbeitern gegenüber verstärkt. Wie schamlos ftelle Savignyplak, ob man nicht geneigt sei, von dem Fünf- die Fabrikanten ihre bisher in der uumenschlichsten Stationen- Tarif abzugehen? Weise ausgebeutrten Arbeiter noch verhöhnen, beweist folgende Stelle des Flugblattes, welche ich hier etwas niedriger hängen möchte: Minister Thielen: Den Interessen des regelmäßigen Verfehrs mit Charlottenburg ist durch Beibehaltung des bisherigen Preises für Monatstarten genügt. Einen einheitlichen Tarif für die ganze Stadtbahn einzuführen, stößt auf finanzielle Bedenken. Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Lohmann( f.) erwidert der Minister Thielen, daß Uebelstände auf einzelnen Bahnen, die fich infolge der Bahnsteigsperre eingestellt haben, baldmöglichst beseitigt werden sollen. Abg. Frhr. v. Heereman( 3.) führt Beschwerde über Verweigerung der Sonntagsruhe an Berliner Bahnbeamte. Minister Thielen verspricht Untersuchung. Das Ordinarium wird bewilligt. Bei dem Titel: 1. Rate zum Ausbau des Schlesischen Bahnhofes 1 000 000 Mt. liegt die Petition der Ostbahnhof- Anwohner vor, welche Wiedereröffnung für den Verkehr beantragen. Die Budget- Kommission beantragt, die Petition der Regierung als Material zu überweisen. Abg. Hobrecht( natl.): Die Uebelstände am Ostbahnhof sind nicht zu leugnen; allein sie sind auch auf anderen Bahnen vorhanden, namentlich auch an der Anhalter Bahn. Minister Thielen: Nöthiger und dringender ist jedenfalls der Umbau des Schlesischen Bahnhofes; doch soll die Anlegung dritter und vierter Geleise auf dieser Linie ins Auge gefaßt werden und dürfte dieselbe auch in absehbarer Zeit erfolgen. Abg. Frhr. v. Willisen( f.) bittet, den Schnellzug BerlinGörlitz auch in Lübben halten zu lassen. Wenn die Fabrikanten wieder behaupten, daß Ausschreitungen vorgekommen seien, so kann ich dem entgegenhalten, daß selbst der Bürgermeister den Arbeitern feine Befriedigung über die musterhafte Ruhe und Ordnung ausdrückte. nächst in bestimmte Eisenbahnzüge eingestellt werden. Sie werden Schreibwagen sollen, wie ein Berichterstatter erfährt, demim Innern mit einer Schwebevorrichtung verfehen sein, die das Schreiben während der Fahrt möglich macht. Die Benuhung dieser Wagen wird unter ähnlichen Bedingungen wie die der Schlafwagen erfolgen können, das heißt gegen Borzeigung einer bestimmten Fahrkarte und Zahlung einer besonderen Zuschlagsgebühr. Das reifende Proletariat wäre froh, wenn es die Eisenbahnverwaltungen allgemein erst zu Sigwagen für die vierte Klasse gebracht hätten. Wenn Arbeiter bei einer dem Verein nicht angehörigen Vom Einwohner- Meldeamt. Nach einer Bekanntmachung Firma Nachts gearbeitet haben, so haben sie wohl gewußt, daß vom 14. d. Mts. tritt vom 1. März cr. ab bei dem hiesigen fie hierzu nicht verpflichtet waren und freiwillig und ans Einwohner- Meldeamt des Polizeipräsidiums eine Aenderung in Gewinnsucht das Uebermaß an Arbeit und Anstrengung über- der Behandlung der Wohnungsnachfragen insofern ein, als für nommen." jede derartige Anfrage, die das Nachschlagen der Register noth wendig macht, eine Gebühr von 25 Pf. zu erlegen ist. Bisher tam diefe Gebühr nur dann zur Hebung, wenn die Wohnung oder der Verbleib ermittelt wurde. Der Nachfragende erhielt, wenn dies nicht der Fall, fostenfrei nur eine mündliche Mittheilung. Dies hatte, wie berichtet wird, namentlich in den Fällen, wo es sich darum handelte nachzuweisen, daß eine Person hier nicht gemeldet sei, mancherlei Unzuträglichkeiten" zur Folge. Um diesen abzuhelfen hat sich das Polizeipräsidium entschlossen, auch wenn eine Person in den Registern nicht ers mittelt ist, eine bezügliche Auskunft schriftlich zu ertheilen und zwar ebenfalls gegen Entrichtung einer Gebühr von 25 Pf. E3 wird danach fortan für jede Auskunft, die beim EinwohnerMeldeamt nachgesucht wird und die von hiesigen Einwohnern mündlich an der Barriere des Einwohner- Meldeamts zu stellen ist, eine Gebühr von 25 Pf. zur Hebung kommen. Sehr toulant ist das nicht. Wenn die Streifenden, getragen von der Solidarität der gesammten Textilarbeiter Deutschlands, fest zusammenhalten, dann werden und müssen die Fabrikanten die Forderungen bewilligen und ihre Fabriken den Arbeitern wieder öffnen. Die Regierung in Frankfurt läßt sich über den Stand des Streits täglich Bericht erstatten. Am Montag hat eines ihrer Mitglieder mit dem Oberbürgermeister verhandelt. Wie es heißt, wollen sich aber die Frankfurter hohen Herren abwartend" verhalten. Schneller als die Frankfurter Regierung, ist in diesem Falle erfreulicherweise die Staatsanwaltschaft, indem sie den Klagen der Arbeiterinnen über unsittliches Verhalten der Werkmeister in einem bestimmten Falle näher trat und ein Ermittelungsverfahren einleitete. = Die Ausständigen ersuchten den Reichstags- Abgeordneten Abg. Schult- Berlin( frs. Bp.) bittet, bei Terrain- Erwerbungen Bebel, in einer Versammlung in Rottbus zu sprechen; Genosse darauf Bedacht zu nehmen, daß für die Erweiterung des Bebel sagte dies zu, aber nur für den Fall, daß die Fabrikanten Schlesischen Bahnhofes das zur Ostbahn gehörige Terrain ver- die Verhandlungen ablehnen würden. wendet werde. Redner schildert die Noth der Hausbesizer am Ostbahnhof und bittet, das Ostbahngebäude wieder dem Verkehr zugänglich zu machen. Gegenwärtig sind die Verhältnisse am Ostbahnhof so mißliche, daß die Armen- Unterstügungen in jener Gegend höher find, als die Steuer- Einnahmen. Lokales. = Die Direktion der Stadt- und Ringbahn will zur Ents lastung des Bahnhofs Rigdorf in der Nähe der Knesebeckstraße eine Haltestelle Briz" einrichten. Hiermit würde den seit vielen Jahren geäußerten Wünschen der Einwohnerschaft von Briß und des oberen Orttheils von Rigdorf entsprochen worden. Die Schreiber der Zettel und anonymen Briefe, welche in der vorigen Woche in Schöneberg an verschiedene Häuser geklebt und an Schulrektoren gesandt worden waren und Brandftiftungsdrohungen enthielten, sind bereits gefaßt worden. E3 find fünf- Schuljungen im Alter bis zu zwölf Jahren aus der Gemeindeschule an der Colonnenstraße. Sie hatten sich lediglich einen„ Spaß" machen wollen. Bormittag eröffnet und seinen Zwecken übergeben worden. Der Berliner Meßpalaft, Alexandrinenstr. 110 ist gestern Die oberhalb der Weidendammer Brücke belegene städtische Bade Anstalt( Friedrich Wilhelmsbad), BiegelRegierungs- Kommiffar Geh. Rath Schröder: Die Wieder- straße 4, soll nach dem gegenüber liegenden Spree- Ufer unterhalb Eröffnung des Bahngebäudes für den Personenverkehr ist aus der Ebersbrücke verlegt werden; behufs dessen ist in das Ertrageschlossen, da die Kosten, die dazu aufgewendet werden müssen, ordinarium des Stadthaushalts- Etats für 1896/97 die Summe von zu groß sein würden. Es soll jedoch die Verwendung des Ge- 5500 M. eingestellt. Nach den an den Magiftrat gelangten Mit bäudes zu anderen Zwecken in Erwägung gezogen werden. theilungen ist die Verlegung der Bade- Anstalt von dem VerwaltungsAbg. v. Schenckendorff( natl.) bittet um Verlängerung des direktor des tgl. Klinikums, Geh. Ober- Regierungsrath Spinola, zweiten Geleiſes auf der Görlitzer Bahn bis Görlig und um auf Anregung des ärztlichen Direktors der Universitäts- Klinik möglichste Abstellung der Nachtheile, die durch Beseitigung des und Poliklinik für Ohrenkrankheiten beantragt worden, weil Stadtbahnverkehrs von der Görliger Bahn aus entstehen. Wenn, durch die Lage der Bade- Anstalt dem königl. Klinitum nicht nur wie geplant, die sämmtlichen Fernzüge nach dem Görliger Bahn- das für die Krankenräume nothwenige Bedürfniß an Luft und hof geführt werden, so muß wenigstens für einen bequemen Licht theilweise entzogen wird, sondern auch empfindliche Anschluß nach der Stadtbahn von den Vororten aus gesorgt Störungen der Ruhe, welche den in nächster Nähe unter gebrachten Ohrenkranten unbedingt erhalten werden muß, eintreten. Unbesoldete Beamte sind in der Berliner Kommunal20 155, darunter nicht weniger als 14 561 bei der Voreinschätzung verwaltung nach neueren Feststellungen thätig nicht weniger als und Veranlagung der Einkommensteuer, 2860 bei den Armentommiffionen, 2350 bei den Schulfommiffionen, 1416 als Ge meinde Waisenräthe, 658 als Bezirksvorsteher, 319 bei den Ueber Mangel an öffentlicher Sicherheit wird fortgesetzt Landwehrbezirks- Kommiffionen, 81 als Bürgerdeputirte u. s. m. in der Gegend am Bionstirchplay, Artonaplag und Vinetaplas Stadtverordnete und unbesoldete Magistratsmitglieder sind noch Klage geführt. Erst vorgestern wieder wurde eine hochschwangere nicht eingerechnet. Von den 20 155 Stellen werden 15 380 durch Arbeiterfrau von einem rohen Burschen mit vollster Absicht werden. Der Titel wird bewilligt und der Rommissionsantrag bezüglich der Petition angenommen. batte bewilligt, und mehrere dazu vorliegende Denkschriften Der Rest des Extraordinariums wird ohne wesentliche Dewerden durch Kenntnißnahme erledigt erachtet. Nächste Sigung morgen 11 Uhr: Kultusetat. Schluß 4/2 Uhr. Der Ausland " " Die Behmstraße, welche von der Ostseite der Badstraße abzweigt und an der Ringbahn entlang zum Nordbahnhof( Ge= sundbrunnen) hinaufführt, um sich von dort in die umgebenden Felder zu verlieren, zeigt an ihrem Anfang und etwa 500 Meter weiter an der Kreuzung mit der Bellermannstraße je eine Warnungstafel der fal. Eisenbahndirektion mit folgender Aufschrift: Eisenbahnfiskalischer Privatweg. Derselbe dient nur den an grenzenden Interessenten als Ackerweg". Wer nach dem genannten Bahnhof will und sich vor der Bekanntmachung fürchtet, muß einen viertelstündigen Umweg machen. Ein vernünftiger Grund betritt, und da er ferner über furz oder lang doch städtische3 für die Maßregel ist gar nicht einzusehen, da der Privatweg sich in solchem Zustande befindet, daß man ihn zum Vergnügen nicht Eigenthum wird. Wozu also die Verkehrserschwerung? der Textilarbeiter in Kolkbus. Wahl der Stadtverordneten, die übrigen durch Ernennung besetzt. derart angerempelt, daß fie zu Boden stürzte. Leute, die sich Der größte Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der einlegten, geriethen in Gefahr, selbst geprügelt zu werden, da Aus Rottbus schreibt uns unser Spezial- Berichterstatter Denunziant. In der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" leider nicht zu sehen. In der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" der Strolch im Umsehen Zuzug erhielt. Ein Schuhmann war unterm 26. Februar, 1 Uhr mittags: Wenn man in den letzten lesen wir: Der Staatsbürger- Zeitung" ist heut seitens der Tagen die Berichte der bürgerlichen Blätter über die Kottbuser Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt folgende Be Zum Falle Friedmann berichtet ein hiesiges Blatt: Die Bewegung las, so mußte man annehmen, daß in Kottbus eine richtigung zugegangen: Die Staatsbürger- Zeitung" behauptet Auslieferung Friz Friedmann's ist zur Zeit noch fraglid ,. Revolte ausgebrochen sei. Wie angenehm wurde ich enttäuscht, in ihrer Abendausgabe vom 25. d. M.( Nr. 94), daß in der Die Staatsanwaltschaft selbst zweifelt daran, daß sie für die als ich die Stadt betrat. Vollständige, ja fast tirchhofsähnliche Offizin, in welcher die Norddeutsche Algemeine Zeitung" und Unterschlagung, wegen deren der Steckbrief erlassen ist, ausreichenRuhe herrscht in den Straßen. Die meisten Streifenden zugleich der Reichs- Anzeiger" hergestellt werden, grundsäßlich des Beweismaterial den französischen Behörden werde liefern gehen nur auf furze Zeit von daheim fort, um sich nur sozialdemokratische Schriftseter beschäftigt würden. Diese können; sie ist deshalb eifrig bemüht, einen betrügerischen Bankrott ihre Streitfarte abstempeln zu lassen. In den Verkehrs- Behauptung ist vollständig unwahr, und ersuchen wir unter zu fonstruiren. Zu diesem Zweck war Friedmann's früherer lokalen der Arbeiter geht es ebenfalls vollständig ruhig Berufung auf§ 11 des Preßgesetzes, diese Berichtigung an der Sozius, Rechtsanwalt Dr. Löwenstein als Zeuge vor den Unterzu. Alle Streifenden sind sich des Ernstes der Situation voll selben Stelle in der nächsten Nummer der Staatsbürger- Zeitung" suchungs- Richter geladen. Was den betrügerischen Bankrott anund ganz bewußt, sie alle wissen, daß durch etwaige Ausschreis zu veröffentlichen." Die Volkszeitung" druckt unsere vor langt, so ist ja Friedmann zweifellos ein Echuldner, der seine tungen nur das Interesse der Unternehmer wahrgenommen geftrige Mittheilung über das denunziatorische Gebahren des Zahlungen eingefiellt hat, und es wird sich weiter darum handeln, würde. Die Arbeiter selbst haben in öffentlicher Versammlung antisemitischen Blattes zum theil ab und bemerkt: Wir über nachzuweisen, daß er in der Abficht, feine Gläubiger zu bes eine Kommission gewählt, die für strengste Aufrechterhaltung der laffen die Beurtheilung dieser niedrigsten und verächtlichen Art nachtheiligen, Vermögensstücke verheimlicht oder bei Seite c Ordnung auf den Straßen Sorge trägt. journalistischen Betriebes dem Publikum und den Behörden, schafft hat. " Aus Gram über den Tod seiner Mutter und aus Sorge um seine Zukunft hat sich am Dienstag Abend der 23jährige Handlungsgehilfe Eugen Domsky aus der Jüdenstr. 38 das Leben genommen. Der an Säuferwahnsinn leidende Stellmacher 3., der Sorauerstr. 30 wohnt, ließ sich am Dienstag in einer Droschke nach Treptow und dann nach der Stadt zurückfahren. Unterwegs schoß er häufig einen Revolver mit scharfgeladenen Patronen ab. Während 3. auf der Rückfahrt an dem Revolver herumarbeitete, ging plöglich ein Schuß los und die Kugel drang dem Schützen an der linken Seite in den Unterleib. Der Droschkentutscher brachte seinen verunglückten Fahrgast sofort in ein Krankenhaus. Hier konnte man das Geschoß aus der Wunde noch nicht ent= " Selbstmord beging der Posthilfebote Hartmann aus St. aussehung erwies sich auch als richtig. Es ist vor kurzem dem der Angeklagte im Interesse des Dr. Sternberg für geboten, auf Laza rus, indem er sich gestern in der Nähe von Gurtschin vor Professor Kluge gelungen, jene Zeichenschrift zu entziffern und grund des aktenmäßigen Materials die ganze Angelegenheit des den um 4 Uhr 27 Minuten nach Berlin fahrenden Zug warf, mit unumstößlicher Gewißheit nachzuweisen, daß die Sprache Dr. Sternberg der breiten Deffentlichkeit zu übergeben. Aus der ihn vollständig zermalmte. Hartmann, der in geordneten jener Fundstücke wirklich die griechische ist, daß dieses Bolt also diesem Grunde verfaßte er die öffentliche Erklärung. Es wird Verhältnissen lebte und demnächst bei einem Postamt in Bosen bereits in der Zeit von etwa 2500-1000 vor Chrifto eine darin festgestellt, daß in einer Sigung des Männerbundes zur etatsmäßig angestellt werden sollte, hat die That anscheinend in Schrift besessen hat. Unter den verschiedenen Zeichen ist ein Bekämpfung der Unfittlichkeit der Stabsarzt a. D. Sternberg den einem Anfalle von Schwermuth begangen. Er hinterläßt eine vollständiges Alphabet nachweisbar, für einige Zaute finden sich Justizminister v. Schelling persönlich betreffende Thatsachen vorFrau mit vier kleinen Kindern. zuweilen jogar mehrere Zeichen, zum theit ist es auch eine Silben gebracht und ihm anheimgegeben habe, ein gerichtliches Verfahren schrift. Die einzelnen Buchstaben werden vielfach nur durch die gegen ihn einzuleiten. Ein solches Verfahren sei niemals eingeleitet, dargestellten Figuren gegeben. Die mit Hilfe dieses neuentdeckten Szene gesezt worden. Es wurden dann in der„ Erklärung" die GutKörpertheile, Kleidungsstücke, Waffen und dergleichen der dagegrn sei gegen Dr. Sternberg das Entmündigungsverfahren in Alphabetes bis jetzt gelesenen Inschriften auf den ausgegrabenen achten der Gerichtsphyfici Dr. Falt und Dr. Mittenzweig, auf Funden enthalten zum theil Weihungen mit besonderen Anliegen grund deren die Entmündigung erfolgte, angegriffen. Dr. Falk, an die Gottheit, zum theil find es Zauberflüche und Amulet- der durch Selbstmord geendet hat. habe den Dr. Sternberg nie formeln, zum fleinsten Theile vielleicht Siegel. Nähere Unter- gesehen, Dr. Mittenzweig habe ihn nur einmal flüchtig ge fuchung ergab, daß jene Schrift auch anderweitig vielfach sich sprochen. Es sei Thatsache, daß die völlige Gesundheit des Dr. findet; so sind die sogenannten Inselsteine theils Amulete, theils Sternberg durch die Professoren Eulenburg hier und Arndt in enthalten sie Zauberflüche. Besonders interessante Aufschlüffe Greifswald und andere Aerzte atteftirt worden. Ueberaus erhalten wir auch durch diese Schrift über die Funde in Mytene. charakteristisch sei es, daß Dr. Sternberg nach seiner Entmündis Hoffentlich werden diese Entdeckungen des Prof. Kluge der gung ruhig seiner Praxis obliege, staatliche Kommiffarien als Prüfung der Gelehrten standhalten. leitender Arzt zur vollen Zufriedenheit der Behörden zubehördlichen Zwecken ausgestellt fernen, weit ein ärztlicher Gingriff nicht möglich ist, bevor der fortgesetzten Generalversammlung des Raimundtheater- Bereing babe, die nie beanstandet wurden. Der letzte Sag des Zirkulars, Vom Raimundtheater in Wien. In der am Dienstag absolvirt und Atteste zu Säuferwahnsinn sich gelegt hat. wurde von mehreren Seiten beantragt, den bisherigen Theater dem Publikum Gelegenheit geben, sich darüber zu vergewiffern, welcher unter Anklage gestellt ist, lautet:" Diefe Darstellung wird Das Treiben gewiffer Sarghändler vor den Standes- direktor Müller Guttenbrunn als Direktor wieder einzusetzen, ob die Grundlagen des in Preußen gehandhabten Entmündigungsämtern hatte so überhand genommen, daß allen solchen Per- ferner die Entscheidung über diese Angelegenheit für einige verfahrens die nöthige Garantie gegen moralisch verwerfliche fonen der unnüße Aufenthalt auf dem Flur und vor der Haus- Tage in der Schwebe zu belassen. Diese Anträge wurden Manipulationen der Behörden bieten." Ebstein hat die„ Erthür durch besonderen Anschlag untersagt werden mußte. Nun- verworfen. Nach einer Reihe von Reden, bei welchen es zu klärung" den Zeitungen zugestellt, Dr. Sternberg hat noch auf mehr besorgen in der das Geschäft des Anreißens, schulpflichtige stürmischen Unterbrechungen kam, wurde der Antrag des eigene Faust für weitere Verbreitung gesorgt. und eben aus der Schule entlassene, indem sie den Besuchern Ausschusses auf Gutheißung der Suspendirung Müller- Gutten- Gb ft ein erklärt auf Befragen, daß er als Bevollmächtigter des Rechtsanwalt der Standesämter stillschweigend eine Empfehlungskarte in die brunns zur Abstimmung gebracht. Es wurden 1271 Stimmen Dr. Sternberg es für seine Pflicht Hand drücken. Es berührt nicht gerade angenehm, wenn man abgegeben und der Antrag des Ausschusses mit 671 gegen 616 Publikum eine aftenmäßige Darstellung der Vorgänge zu geben, Dr. Sternberg es für seine Pflicht gehalten habe, dem eben einen Geburtsfall angemeldet hat, in gehobener Stimmung Stimmen angenommen. Da sich jedoch ergab, daß 16 Stimmen da er der Ueberzeugung lebe, daß dem Dr. Sternberg schreiendes die Treppe hinuntersteigt und unten zum Kauf eines- Sarges mehr abgegeben waren, als Personen anwesend waren, kam es Unrecht geschehen sei. Die berufensten Männer, nämlich die eingeladen wird. zu einem großen Tumult und Handgreiflichkeiten. Die Partei Arbeiterrifiko. Einen schrecklichen Tod fand am Dienstag Müller- Guttenbrunns gab einen geharnischten Protest gegen die Rittmeister v. Derzen, die mit St. zahlreiche Konferenzen abzubeiden Vormünder des Dr. St. und besonders der Vormund Nachmittag der Kutscher Persice aus der Juliusstraße in Rixdorf, Abstimmung zu Protokoll und erklärte die Abstimmung für un- halten hatten, haben den Dr. St. für geistig gesund gehalten welcher im Dienst des Fuhrherrn Werk stand. Die Pferde des giltig. Die Versammlung erreichte erst nach weiteren stürmischen und dieser Ueberzeugung in einer Anzahl von Briefen fräftigen von Persicke geführten Fuhrwerts scheuten aus unbekannter und erregten Zwischenfällen ihr Ende. Ursache und gingen durch, wobei Persicke so unglücklich vom Ausdruck gegeben. Der Zweck seiner Veröffentlichung sei ges Wagen stürzte, daß er das Genick brach, außerdem zermalmten wefen, die Aufmerksamkeit der Parlamente und namentlich auch die Räder des Wagens den Kopf des Unglücklichen. Die Leiche des Reichstages auf diesen Fall und auf das Bedürfniß einer Reform des Entmündigungswesens hinzulenten. sei wurde nach der Rixdorfer Zeichenhalle gebracht. Wegen Majestätsbeleidigung verhandelte gestern die doch ungeheuerlich, daß ein Mann, der seit neun Jahren Der Gesundheitszustand des früheren Schuhmanns Näherin Minna Fauser aus Charlottenburg. waltet II. Straffammer des Landgerichts II gegen die Wittwe völlig wie ein Vollsinniger seines ärztlichen Amtes Schmidt, welcher am 8. d. M. in einer Art von Wahnsinns- Die Denunziation war von jeiten eines bei der Angeklagten in verwendet wird, nicht in der Lage ist, die Aufhebung einer und sogar von der Regierung zu Kommissarien anfall seine Frau im Schlafe durch Beilhiebe tödtete und alsdann Schlafstelle geweſenen Mädchens ausgegangen, mit welcher sich unbegreiflichen Entmündigung zu erlangen. Dr. Sternberg und einen Selbstmordverfuch unternahm, hat sich im Krankenhause die F. veruneinigt hatte. Die Verhandlung, welche unter Aus- viele andere Personen glauben, daß die Entmündigung unmittel derart gebeffert, daß Schmidt bald wieder hergestellt sein dürfte. schluß der Deffentlichkeit stattfand, ergab, daß die Angeklagte in bar seitens des Ministers Dr. v. Schelling veranlaßt worden In Moabit ist gestern wiederum eine Brandstiftung verübt 2 Fällen sich der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht hatte. fei, weil der Minister in einen peinlichen Konflikt mit dem worden. Das Dach des Hauses Stephanstr. 27 ging am Mittag Das Urtheil lautete wider die arme Frau auf drei Monate Dr. Sternberg gerathen war, als dieser in der Eigenschaft als in Flammen auf. Es liegt wiederum den vorgefundenen Mert Gefängniß. Vorstandsmitglied des Männerbundes zur Bekämpfung der Unmalen nach Brandstiftung vor. Die Lösch- und Aufräumungs- Aus Posen wird der Volks- 3tg." berichtet: Die hiesige fittlichkeit über das Privatleben des Ministers gewisse Be arbeiten nahmen zwei Stunden in Anspruch. Straftammer verurtheilte am Mittwoch den Gefangenenauffeher hauptungen aufstellte. Die Autorität dieser Persönlichkeit- bas Josef von Lissowski, der am Neujahrstage in einer hiesigen sollte in dem Zirkular ausgedrückt werden habe es dahin Destillation ohne jede Veranlassung mit seinem Seitengewehr gebracht, daß die unter ihm stehenden Behörden, vielleicht ohne fünf Personen mehr ober weniger schwer verletzt hatte, zu andert es zu wollen, dem Dr. Sternberg schweres Unrecht zufügten. halb Jahren Gefängniß. Der Verurtheilte wurde sofort in Haft Die Hauptschuld trügen die Sachverständigen. Derartige Mani genommen. pulationen feien als moralisch gute nicht zu bezeichnen. Durch einen Schuß erschreckt wurde am Dienstag Abend um 8% Uhr die Wirthschafterin des 57 Jahre alten Klempners Ferdinand B. aus der Naunynstraße. Der als Wittwer alleinftehende Mann leidet schon seit längerer Zeit an Athemmoth und Beklemmung. In einem schweren Anfall griff er zum Revolver und feuerte einen Schuß auf sich ab. In dem Glauben, daß der Mann sich erschossen habe, eilte die Wirthschafterin sofort zur Polizei. Diese fam gleich mit einem Arzte herbei, um dem Lebensmüden womöglich noch Hilfe zu bringen. Man fand jedoch, daß B. gänzlich vorbeigefchoffen und dann den Revolver, der noch eine Rugel enthielt, auf den Tisch gelegt hatte. Der Krante, der in feiner Wohnung umhertobte, mußte in ein Krankenhaus ge= bracht werden. Witterungsübersicht vom 26. Februar 1896. Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Swinemünde 767 DED Hamburg 765 Berlin 765 DGD Wiesbaden 760 NO München 756 Wien. 764 GSD Haparanda 775 SW Petersburg. 784 GO . Cort 764 Aberdeen. 765 O 762 NNW GSD N Windstärke 22409143343( Stala 1-12) Wetter halb bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt Schnee halb bedeckt Nebel heiter wolkig wolfenlos Temperatur nach Celsius Gerichts- Beifung. Prozeß Jokraut Stengel. In Marburg erschien zur Berufungsinstanz am Dienstag Jstraut persönlich. Auf die Anregung des Vorsitzenden wurde( der Franks. 3tg." zufolge) ein Vergleich geschlossen. Jskraut erklärt, er habe die Aeußerung über Hesse in gutem Glauben gethan, worauf Stengel feine Aeußernng grobe Lüge" zurückzieht. " E3 Die Angeklagten Beerwald und Wiegand erklären, daß ihnen der Abdruck der Erklärung" in der Sozialreform" ganz unbedenklich erschien, weil sie ja schon in verschiedenen Zeitungen und namentlich auch in fonservativen Beitungen enthalten war. Angeklagter Ebst ein erklärt noch, daß er unter dem Ausdruck Behörden" nur den Justizminister gemeint habe. In Meserit verurtheilte das Schwurgericht den Eisenbahn von den Behörden" weggelassen und dafür einen anderen Der Angeklagte Knorr hat den Schlußsah mit der Bemerkung Stationsvorsteher Pfiguer aus Betsche wegen Unterschlagung von Schlußsatz" geschrieben, in welchem es heißt:" Solche Dinge 1800 M. amtlicher Gelder zu zwei Jahren Gefängniß und Ehr- paffiren nicht etwa in den Abruzzen, sondern verlust auf gleiche Dauer. staat Preußen und find von Beamten geschehen, die Unser Parteigenoffe Wilhelm Poller in Kiel, Re- im Namen des Königs berufen find, Recht zu sprechen. dakteur der dort erscheinenden Schleswig Holsteinischen Wenn dann würde sein der Alte Fritz noch lebte, Volkszeitung", war am 15. November vorigen Jahres wegen Krückstock Arbeit haben." Der Angeklagte Knorr be Majestätsbeleidigung verurtheilt worden. Seine Revision, über streitet, bei dieser Bemerkung weder an das Kammergericht, die das Reichsgericht am 25. Februar unter Ausschluß noch das Landgericht oder das Amtsgericht Charlottenburg, son der Deffentlichkeit verhandelte, wurde unter folgender dern nur an den Justizminister v. Schelling gedacht zu haben. -5 Begründung verworfen: Die zum theil unverständlichen, Nachdem der letztere eine Anklage wegen Beleidigung gegen zum theil ungehörigen Ausführungen der Revision haben Dr. Sternberg nicht erhoben, sondern das Entmündigungszu einem Erfolge nicht führen können. Das Landgericht verfahren gegen diesen veranlaßt habe, sei für ihn gar tein hat Majestätsbeleidigung nach dreifacher Richtung hin ange- 3weifel gewesen, daß die in der Erklärung des Rechtsanwalts nommen; in feinem der drei Fälle hat aber der Senat einen Ebstein enthaltenen Thatsachen richtig seien.-Präsident: Rechtsirrthum in dem Urtheile finden können. Es gilt das Die Möglichkeit ist doch gegeben, daß von daß von einer Be namentlich, soweit die Beleidigung gefunden ist in der Schilderung leidigungsklage Abstand genommen wurde, weil inzwischen den Kaiser und den Reichskanzler betreffend und in der Erwähnung die Entmündigung vor fich ging. Angeklagter: der Verwandtschaft des Kaisers. Es ist festgestellt, daß alles in Jch fenne den Dr. Sternberg feit langer Zeit und hämischer Weise und in höhnischen Ausdrücken vorgebracht ist habe niemals eine Spur von Geisteskrankheit an ihm bemerkt. und zwar in der erkennbaren Absicht, den Kaiser herabzusehen. Er ist höchstens nervös erregt, wenn er auf das gegen ihn Für unbedenklich sind auch die Feststellungen in dem dritten beobachtete Verfahren zu sprechen kommt. Die einzig Schuldigen Buntte erachtet worden, zu welchem der Reichsanwalt hier einige Bedenken geäußert hatte, und bei welchem es sich um die Rede handelte, welche der Kaiser gehalten hatte. 553553AN( 506.= 4° R.) -15 Paris. Wetter Prognose für Donnerstag, den 27. Februar 1896. Borwiegend trübes Wetter mit ziemlich frischen öftlichen Winden, gelindem Frost und leichten Schneefällen. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Die Direktion des Zentral- Theaters unterbricht infolge einer fontrattlichen Verpflichtung am Sonnabend auf einen Tag die Aufführungen der„ Tollen Nacht", um eine französische Boffe Radfahrer auf Reifen" zur Darstellung zu bringen. Die Sonnabend- Borstellung findet zum Benefiz des Herrn Bollmann statt. Herr Hans Preger vom Stadt- Theater zu Mainz gastirt heute im National Theater als Karl, Moor in Schiller's „ Räuber". Morgen geht„ Die Waise von Lowood" mit den Gästen Frl. Klara Leno und Herrn Ostar Krüger in Szene. Sonnabend nachm. 4 Uhr wird Aschenbrödel" und" 3scheus, das Waldmädchen" wiederholt. " Der Fall Sternberg. " find nach meiner Meinung der Justisminister v. Schelling und die beiden Sachverständigen, von denen Dr. Falt ein notorischer Verbrecher gewesen ist. Präs.: Ich muß den Angeklagten hier unterbrechen und ihn ersuchen, es zu unterlassen, einen Ver storbenen zu begeifern und mit Schmutz zu bewerfen. Angefl. Knorr: Wenn ich nicht von der Staatsanwaltschaft durch Eine Anklage, die zu dem Thema des Jrrenrechts zurückziehung des Strafantrages in der Sache Dr. Edel daran beschäftigte heute die erste Strafkammer des Landgerichts I. Demi geliefert haben, daß Dr. Falt mit Dr. Edel gekneipt bezw. des Entmündigungs- Verfahrens gehört, verhindert worden wäre, so würde ich den untrüglichen Beweis Vorsiz führt Landgerichts- Direktor Ried, die Auflage vertritt und dann Atteste über Leute ausgestellt hat, die er Staatsanwalt Die 3. Angeklagt find: 1. der Rechtsanwalt gar nicht gesehen hat. Dtt Ebstein, vertheidigt durch Rechtsanwalt Präf.: Sie brücken hier Sonnenfeld; 2. der praktische Arzt und Hugo wieder etwas aus, was Sie nicht verantworten können, indem Dr. med. Conrad Beerwald, vertheidigt durch Rechtsanwalt Redakteur Sie der Staatsanwaltschaft einen unberechtigten Vorwurf machen. Angel.: Die Staatsanwaltschaft hat gegen mich wegen Plathner; 3. Der Buchdruckereibefizer Georg Wiegandt Beleidigung des Dr. Edel Strafantrag gestellt und diesen dann 4. Der Redakteur Oswald Knorr in Charlottenburg. Die An- Sie, daß Dr. Edel, der berechtigt war, den Antrag auf Strafs in Schöneberg, vertheidigt durch Rechtsanwalt Paul Schmidt. mitten im Verfahren zurückgezogen. Präs.: Dabei übersehen lage lautet auf Beleidigung von richterlichen und staatsanwalt verfolgung zu stellen, ebenso berechtigt war, diesen Antrag zurücklichen Beamten in dem Bezirk des Kammergerichts. zuziehen. Von diesem Rechte hat er Gebrauch gemacht. Be Unsere Kenntniß der griechischen Vorzeit dürfte viel Ebstein soll sich dieses Vergehens durch drei felbft- züglich der Phrase über den Alten Friz erklärt der leicht durch eine Entdeckung, die der Professor Hermann Kluge ständige Handlungen schuldig gemacht haben gemacht haben und zwar Angeklagte, daß der Alte Friz bekanntlich Beamte, in Röthen vor kurzem gemacht hat, eine nicht unbedeutende Er- als Verfasser und Herausgeber einer Druckschrift Er die ihre Pflicht nicht thaten, durchgeprügelt habe und weiterung erfahren. Der Magd. Zeitung" wird darüber ge- klärung, Berlin, 13. Juli 1895", ferner als Verfasser eines daß, wenn er noch lebte, er diese Prozedur auch schrieben: Auf den verschiedenen Gegenständen, die durch den in der Druckschrift" Sozialreform" erschienenen Artikels Jrren bei dem Juftigminister v. Schelling vorgenommen haben würde. Spaten Schliemann's und anderer Forscher aus dem bergenden recht oder irres Recht", von welchem noch ein Separat Abdruck Rechtsanwalt Sonnenfeld beantragt, den von ihm geEchooße der Erde wieder an das Licht gebracht worden sind, wie erschienen ist. Beerwald ist verantwortlicher Redakteur und ladenen früheren Justizminister v. Schelling zu vernehmen, Edhmudgegenstände, Amulete, Stelen u. dergl., und zwar gerade Herausgeber, Wiegand der Drucker der Sozialreferm". Knorr dem er eine Reihe von Fragen vorzulegen habe.- Präs.: auf solchen, die nachweislich den frühesten Zeiten entstammen, hat die Erklärung" in Nr. 31 der von ihm redigirten Char- Wenn dabei Fragen unterlaufen sollten, die sich auf die von finden sich zahlreiche und verschiedenartige Bilder und Zeichen, lottenburger Nachrichten" unter dem Titel" Noch ein Frren Sternberg gegen Herrn v. Schelling erhobenen Vorwürfe beziehen, die man anfangs wenig beachtete, da man in ihnen nur orna- vater" abgedruckt und mit einem selbständigen Schlußsaz ver- so müßte ich die Deffentlichkeit ausschließen. Vertheidiger mentale Vergierungen des betreffenden Gegenstandes erblickte. sehen. Als Zeugen find geladen: der frühere Justiz Sonnenfeld: Ich werde bei meinen Fragen lediglich auf die Da war es Der bekannte englische Alterthumsforscher minister Dr. v. Schelling, der Rittmeister a. D. und dem Minister zugefügte Beleidigung" zu sprechen fommen. Evans, der zuerst in jenen Bildern und Zeichen eine Rittergutsbefizer v. Dergen, Oberstabsarzt a. D. Dr. Mein Klient hat fein Interesse daran, irgend wie weiter den Schrift erkannte. Im Junihefte des Londoner, Athenäums" vom Sternberg und dessen Ehefrau. Es handelt sich um die Minister v. Schelling bloszustellen. Präs: Ich nehme an, vergangenen Jahre brachte er zunächst die Mittheilung, daß er in der Presse schon mehrfach besprochene Angelegenheit des daß dies die Absicht aller mitwirkenden Faktoren ist. eine Schrift der sogenannten mytenischen Kulturwelt entdeckt habe, Stabsarztes a. D. Dr. Sternberg. Gegen diesen ist im Staatsanwalt Dies: Ich erkläre auch meinerseits, daß ich ein und im Journal of Hellenic Studies" veröffentlichte er dann Jahre 1890 beim Amtsgericht Charlottenburg ein Verfahren auf Interesse daran habe, daß die Verhandlung in der größten einige Zeit darauf das Material und führte in treffender Art Entmündigung wegen Geisteskrankheit eingeleitet und die Ent- Deffentlichkeit geführt werde.- Nachdem Rechtsanwalt Sonnenden Nachweis, daß thatsächlich in jenen Bildern eine Schrift mündigung auch ausgesprochen. Dieser Beschluß ist sowohl vom feld die an den Minister v. Schelling feinerseits zu richtenden vorliege, die aus 82 Beichen bestehe, mit der egyptischen, phönizi Landgericht II als auch vom Kammergericht bestätigt worden, Fragen präzisirt und Rechtsanwalt Ballien II. als Vertheidiger schen und cyprischen wohl verwandt, aber mit keiner derselben indem die Klage auf Aufhebung der Entmündigung zurückgewiefen des Angeklagten Knorr fich eventuell die Stellung von Bes identisch sei. Alle Entzifferungsversuche, die Evans mit Hilfe wurde. Zur Zeit schweben noch weitere Anträge auf Aufhebung weisanträgen vorbehalten, wird der frühere Justizminister der cyprischen Silbenschrift machte, führten jedoch zu keinem des Entmündigungsverfahrens. Gegenwärtig ist der Prozeß Dr. v. Schelling vernommen. Derfelbe bekundet, daß er Ergebniß, so daß er zur Annahme einer fremden, unbekannten bevollmächtigte des Dr. Sternberg der Angeklagte Ebstein, Herrmann mit Vornamen heiße, 71 Jahre alt und evangelisch Sprache seine Zuflucht nahm. Da setzte nun Kluge ein. Dieser welcher Rechtsanwalt beim Kammergericht ist. Im vorigen Jahre sei. Präf.: Saben Ew. Exzellenz einmal eine Unterredung ging von der allein richtigen Annahme aus, daß nach Lage wurde über eine Petition des Dr. Sternberg im Herrenhause mit dem Stabsarzt Tr. Sternberg gehabt und sind Sie darin von der Verhältnisse die größte Wahrscheinlichkeit dafür spreche, daß verhandelt und fand diese daselbst nach der Ansicht des Rechts- diefem beleidigt worden? Benge v. Schelling: Eine Unterredung jene Bilderschrift nur die Schrift des griechischen Wolfes sein anwalts Ebstein eine ganz ungewöhnliche Behandlung, indem dem habe ich mit St. meines Wissens nicht gehabt. In einem etwa tönne, die Sprache also griechisch sein müsse. Und diese Vor- Referenten das Schlußwort vorenthalten wurde. Und diese Vor- Referenten das Schlußwort vorenthalten wurde. Nun hielt es 50 Sekunden dauernden Pourpaler stellte eines Tages Dr. Stern " 29 von in berg an mich das Ansinnen, auf Einstellung eines Straf- würde er mit der Besserung unserer öffentlichen Zustände nicht sondern Kleinliche Nörgeleien den Hauptbiskussionsstoff der Werk. verfahrens hinzuwirken. Ich habe dies abgelehnt. Später hat bei Heinze& Co."( lex Heinze) sondern bei Schelling& Co. an- stattfizungen bildeten. Auch die im vorigen Jahre aufgenommene mir Dr. St. plößlich ein Verhältniß mit einer Frauensperson fangen."- 3 euge: Ich gebe zu, meine Meinung in dieser Weise Statistit im Berufe habe ein völlig negatives Resultat ergeben, angedichtet, die mir völlig fremd war und die ich meines geäußert zu haben. Angell. Ebstein: Waren es speziell Ihre da Werkstätten gerade die 14 schlechtesten Wiffens nie gesehen hatte, Präs.: Haben Exzellenz darauf Erfahrungen als Vormund des Dr. Sternberg, die Ihnen die fehlten. Auch die Sammlungen für den Unterstützungseine Beleidigungsflage angeftrengt? Beuge: Noch nicht. abfälligen Urtheile über Herrn v. Schelling abnöthigten?- und den Maifonds und den Maifonds seien völlig ungenügende gewesen. Ich zog zunächst bei dem Polizeipräsidenten v. Richthofen, der Beuge v. Derben: Ueberwiegend gewiß. Ich habe nach diesen Nachdem dem Vertrauensmann Rothe feitens der der Vermit Dr. Sternberg vorher gesprochen hatte, Erkundigungen ein Erfahrungen die Zustände auf diesem Gebiete für außerordent- fammlung Decharge ertheilt wurde, ermahnt der Vertrauensmann und dieser theilte mir mit, daß er ihn geistig nicht für gefund lich verbesserungsbedürftig gehalten und auch eine Petition des der Berliner Metallarbeiter, Otto Näther, die Schraubendreher, balte, da er in dem Gespräch logisch nicht weiter, Dr. Sternberg an das Abgeordnetenhaus unterschrieben. einen tüchtigen und befähigten Kollegen als Vertrauenszu wählen, sondern immer wieder auf einen und denselben Punkt Präs.: Haben Sie sagen wollen, daß nur der Justizminister, mann für ihren Beruf zu, da derselbe zurückgekommen fei. Ich ließ mir dann die Aften oder daß auch die Gerichte und die Staatsanwaltschaft ihre nächster Zeit voraussichtlich ein tüchtiges Stück Arbeit zu tommen und erfah daraus, daß Dr. St. aus einer ganz Schuldigkeit nicht gethan haben? Zeuge v. Dergen: Das verrichten habe. Die Versammlung stimmt dem zu und wählt geringfügigen Ursache sich zu Beleidigungen eines Rechts- lettere wollte ich fagen. Staatsanw.: Auf grund welcher einstimmig Gustav Eisenblätter. Im Punkt Verschiedenes anwalts hatte hinreißen lassen und ohne Grund einen Gerichts- Thatsachen? Beuge: Auf grund der Thatsache, daß ich bedauert Näther, daß die Arbeiter der Firma Frister u. Roßhof perhorreszirt hatte. Dann gingen furz hinter einander Gin- in dem Vorverfahren gegen Sternberg in den Akten auf große mann wieder nicht erschienen find, da gerade diese am meisten gaben und Beschwerden Dr. Sternberg's ein, in welchen eine Inforrektheiten gestoßen bin.- Staatsanw.: Worin bestanden Ursache hätten, ihre Verhältnisse zu beffern. Thate, Näther und höchst leidenschaftliche Sprache gegenüber verdienten Beamten diese?-3e uge v. D.: Zunächst ist Dr. St. bei dem Ent. Hirsch regen sodann die Einführung des Neunstundentages für geführt und beispielsweise gegen den Kammergerichts- Präsidenten mündignngstermin nicht persönlich vernommen worden, dann die Schraubendreher an und kommt die Versammlung zum Drentmann schwere Beschuldigungen erhoben wurden. Ich aber waren nach meiner Ansicht die Gutachten der beiden Sach- Schluß dahin überein, daß innerhalb spätestens 14 Tagen eine bielt es deshalb für nöthig, zunächst den Geisteszustand des Dr. verständigen so flüchtig, daß ich mich für verpflichtet hielt, eine weite öffentliche Versammlung durch den Ver= Sternberg prüfen zu lassen und übersandte zu diesem Zweck Beschwerde über die Aerzte an das Kultusministerium zu richten. trauensmann einberufen werden soll, welche alle seine Eingaben und Beschwerden an die Staatsanwaltschaft Ich habe die Ueberzeugung gewonnen, daß in den Gutachten über diese Angelegenheit beschließt. In der des Landgerichts II zur Prüfung feines Gemüthszustandes. Unrichtigkeiten und trasse Verdrehungen enthalten waren und Zwischenzeit sollen Vertrauensmänner- Konferenzen abgehalten, Mir war es in der That unklar, was Sternberg beabsichtigte daß den vielen Eingaben des Dr. Sternberg, die materiell be- desgleichen eine energische und gründliche Agitation für und ich mußte mich informiren, von welchen Motiven er geleitet gründet waren, nicht die entsprechende Berücksichtigung ge- den Neunstundentag in allen Werkstätten entfaltet werden, da wurde. Aus diesem Grunde habe ich mich bei Frhrn. v. Richt worden ist, wenn ich auch zugebe, daß Dr. daß Dr. Stern- allfeitig anerkannt wurde, daß die Geschäftskonjunktur gegen hofen informirt. Es ist möglich, daß die Entmündigungsfrage berg mit feiner außerordentlich schlechten Handschrift die wärtig günstiger als je zuvor sei und die Vorbedingungen für in meinem Anschreiben an die Staatsanwaltschaft zur Erörterung Geduld der Leser auf eine arge Probe gestellt haben möge. den Neunstundentag längst vorhanden wären. gestellt ist, ich selbst habe dabei aber feinerlei Stellung zu dieser Rechtsanwalt Sonnenfeld: Ist es richtig, daß Sie selbst Frage genommen und keinerlei Anweisung an den Staatsanwalt ebenso wie Dr. Sternberg als Quelle des über die Familie mit den Lohn- und Arbeitsverhältnissen der Arbeiter der Aktien Eine öffentliche Metallarbeiter- Versammlung, die sich ertheilt, den Entmündigungsantrag zu stellen. Es wäre mir Sternberg gekommenen Unglücks den Justizminister v. Schelling gesellschaft vorm. H. F. Eckert'schen Maschinenfabrik beschäftigte, lieber gewesen, dieser wäre nicht gestellt worden, denn dann betrachteten? Beuge v. D.: Nach meiner Meinung würde hätte ich gegen Dr. Sternberg Strafantrag gestellt, wie ich einen Dr. Sternberg, wenn er vorsichtiger und nachgiebiger gewesen Die Arbeiter der genannten Fabrik und die von den Ostbahntagte am 25. Februar in Spizig's Salon, Frankfurter Allee. folchen gegen feine Ehefrau thatsächlich gestellt habe. Rechts wäre, vielleicht aus der Affäre herausgekommen fein, er ist aber Rechts wäre, vielleicht aus der Affäre herausgekommen sein, er ist aber anwalt Sonnenfeld: Gin Paftor Enzian in Jena hat einmal ein sehr zäher Mann. Rechtsanwalt Sonnenfeld: If Werkstätten waren hierzu besonders eingeladen und auch ziemlich in der Sternberg'schen Angelegenheit mit dem Herrn Zeugen eine Ihnen bekannt, daß Anträge, die Professoren Eulenburg und Arndt übernommen, der zunächst auf die günstige Geschäftslage hinwies, zahlreich erschienen. Das Referat hatte Genosse Rohrlack Unterredung gehabt. Nach dem, was im Herrenhause darüber vor zu vernehmen, abgelehnt worden sind? Beuge: Ich glaube die auch dem Arbeiter die Möglichkeit giebt, seine Lage zu vergetragen worden ist, soll der Minister dem Geistlichen gesagt haben: wohl. Berth.: Ist Ihnen bekannt, daß der eine Gutachter, bessern, zumal das Unternehmerthum durch das Aufblühen Meine Ehre ist daran betheiligt, daß das Entmündigungs- Herr Dr. Falk, den Dr. Sternberg überhaupt Sternberg überhaupt nicht, der Metallindustrie, wie verfahren stattfand. Ich wünsche dringend die Zurücknahme der und der andere ihn nur flüchtig, gesehen hat, daß er Millionen einheimst. Redner beleuchtete sodann die Zustände in es gerade jetzt der Fall sei, Anfechtungsklage, dann würde später die Aufhebung der Ent- dessen Blindheit auf dem einen Auge nicht einmal der Eckert'schen Fabrik, wozu ihm ein sehr reichhaltiges Material mündigung auch ohne Anhören der Aerzte erfolgen.- Zeuge bemerkt hat?" 3euge: Das kann ich bestätigen. v. Schelling: Bon einer solchen Mittheilung im Herrenhause Angell. Ebstein: Der Beuge hat der Untersuchung des Dr. zur Verfügung stand. Besonders geißelte er das Kolonnensystem, ift mir nichts bekannt. Jedenfalls ist es eine unrichtige Dar Sternberg durch Dr. Sander beigewohnt. Hat er nicht den Ein. wie es in letzter Beit in dieser Fabrit eingeführt worden ist. Die ftellung. Der Geistliche batte mir gesagt, daß Dr. Sternberg bruck gehabt, daß fortgesezt Fragen gestellt wurden, durch welche Arbeiter seien gezwungen, in schlecht ventilirten von Staub und sanitären Zustände lassen sehr viel zu wünschen übrig. Die unter den Einfluß schlechter Elemente gerathen fei, er ihn gern die Langmuth, Ruhe und Selbstbeherrschung des Dr. St. auf übelriechenden Düften geschwängerten Räumen zu arbeiten, davon losbringen und an sich fesseln und deshalb gern wissen eine harte Probe gestellt werden mußten? 3euge v. D.: die außerdem so eng find, daß nicht selten Unfälle möchte, wie sich Dr. St. in der Entmündigungsfrage verhalten solle. Ich Einen solchen Eindruck habe ich gehabt.- Angell. Ebstein: habe geantwortet, ich könne darin feinen Rath ertheilen, das Haben Sie die Ueberzeugung, daß wenn Dr. St. den Minister dadurch entstanden sind. Die Lohnverhältnisse sind schlechte und fei lediglich Sache der Gerichte; ich pflege auf diese feinen nicht beleidigt hätte, es dann nicht zu einer Entmündigung ge- pro Woche feien teine Seltenheit. Nachdem Redner noch ver außergewöhnlich differirende. Einfluß auszuüben. Sternberg verschlimmere aber seine Lage tommen wäre? Beuge: Das war wohl allerdings wefentschiedene andere Uebelstände kritiftet, erläuterte er in ausführ durch das fortgefeßte Queruliren; er solle sich zunächst mal eine lich dabei. Der alsdann vernommene Dr. Sternberg, licher Weise die Vortheile der Verkürzung der Arbeitszeit und zeitlang ruhig verhalten, dann sei Aussicht auf Aufhebung der welcher auf Befragen erklärt, das Recht zu besitzen, Entmündigung vielleicht vorhanden. Daß seine Ehre die letztere fich Stabsarzt zu forderte zum Anschluß an den Deutschen Metallarbeiter- Verband nennen und die Uniform zu tragen, auf, da nur durch eine Organisation all die Mißstände beseitigt verlangt habe, habe er nicht gesagt, wenigstens wisse er nichts giebt nähere Auskunft über das Zustandekommen und werden können. Die Ausführungen wurden mit Beifall aufdavon. Präs.: Sie sollen auch Berichte über den Fortgang den Zweck der inkriminirten Veröffentlichungen. Bei dem dieser Angelegenheit erhalten haben? Beuge: Ja wohl Unrecht, welches ihm zugefügt worden, und dem offen- genommen. Eine Diskussion fand nicht statt, da trotz der Herausdie Erstattung solcher Berichte stand in der betreffenden Ber- baren Kampfe gegen eine Uebermacht, sei es ihm und dem Rechtsforderung des Referenten von den anwesenden Meistern keiner das Wort ergriff. fügung. Das geschieht grundsäglich bei jeder Sache, die von anwalt Ebstein sofort klar gewesen, daß es hier schwer sein seiten des Ministeriums an die Staatsanwaltschaft geht. merde, auf prozessualem Wege Recht zu bekommen. Das sei Die an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter Präs. Haben Sie der Herrenhaus Sigung beigewohnt, immer sehr schwer, wenn einige Zeit lang das Recht durch Un- nahmen am 25. Februar in einer gut besuchten Versammlung in welcher über die dritte Petition des Dr. Sternberg ver recht verdeckt worden sei. Der Zeuge bekundet, daß er auf Wunsch den Bericht über die von den Fabrikanten gepflogenen Ver handelt wurde? Beuge: Ja. Präs.: Ist dem Referenten des Angefl. Ebstein den Versuch durch seine Ehefrau gemacht handlungen entgegen. 3impel berichtet, daß die Fabrikanten v. Durand das Schlußwort abgeschnitten worden?- 3euge: habe, die Veröffentlichung des Artikels die Veröffentlichung des Artikels in der Sozial- die strittige halbe Stunde bewilligt haben, somit bei Gewährung Ja. Ich habe aber keineswegs darauf hingewirkt, sondern bei reform" noch im letzten Augenblick zu hintertreiben; es sei der neunstündigen Arbeitszeit der Ausstand als beendet zu er der betr. Abstimmung als einer der ersten für die Ertheilung aber schon zu spät gewesen. Die Zeugin Frau Dr. Sternberg flären ist. Dem stimmte die Versammlung zu und wählte sogleich des Schlußwortes gestimmt.- Staatsanwalt Diet: Haben bestätigt dies. eine Kommission, die bei Maßregelungen die Verhandlungen mit Exzellenz nicht einen Strafantrag gegen eine Leipziger Zeitung den Fabrikanten führen soll. Mit der Erledigung der Geschäfte gestellt und sind nicht dort dieselben Dinge ganz eingehend unterwurde Heinrich Regel betraut, der während des ganzen Tages im Arbeitsnachweis, Mariannenstr. 4, zugegen ist. Mit einem Hoch fucht worden? 3euge: Ja. Ich habe auch dort erklärt, daß ich die Frauensperson gar nicht fenne. Die Frau war sehr tonfuse und sagte, daß ich am Ende doch nicht der von ihr geauf den guten Erfolg der Bewegung schloß der Vorsitzende die Versammlung. meinte Mann sei. Nach Abbitte von seiten des Redakteurs habe ich dann den Strafantrag zurückgezogen.- R.- A. Sonnen feld: Schreibt nicht die Geschäftsordnung des Herrenhauses die Ertheilung des Schlußworts vor? 3euge: Das ist richtig. Das Haus war wohl mit der Sternberg'schen Angelegenheit übersättigt. Hiermit ist die Beweisaufnahme geschlossen. Don Baerwald Der Gerichtshof verkündete um 71/2 Uhr dahin das Urtheil: Der Angeklagte Ebstein sei zu einer Geldstrafe 500 Mart oder für je 10 Mart im Nichtzahlungsfalle einen Tag Gefängniß, der Angeklagte Dr. zu 50 M. und der Angeklagte Knorr zu 150 M. oder 15 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Die Publikationsbefugniß sei den Beleidigten in der beantragten Form zugesprochen worden. Versammlungen. Löhne von 12 und 15 M. Die Holzarbeiter Charlottenburgs nahmen am 23. Februar in einer gutbesuchten Versammlung Stellung zu der Lohnbewegung der Berliner Tischler. Bloc pläbirte nach einer eingehenden Darstellung der örtlichen Verhältnisse für einen Anschluß an die Berliner Bewegung. Hierauf gab Dörre einen Bericht über die Verhandlungen mit den Meistern, die wohl Es wird hierauf Rittmeister a. D. Friedrich v. Dergen, haben, aber die Forderungen als berechtigt anerkannt ber 1890-94 Bormund des Dr. Sternberg gewesen, als Beuge vernommen. Er sagt aus: Ich habe mein Möglichstes für eine Bewilligung abwiesen, weil ihnen die Sache zu Wie halten die Juhaber der Firma Scheffer u. Dehl überrascht tam. Sie empfahlen, mit der Forderung Dr. St. gethan, hatte aber insofern Undant, als Dr. Sternberg vielfach verlangte, die von ihm als nothwendig erachteten Schritte mann das den Arbeitern im vorigen Jahre gegebene Wort? noch drei Monate zu warten, eventuell in sechs Wochen Nachdem mehrere Redner genau so auszuführen, wie er es für richtig hielt. Ich habe es lautete die Tagesordnung einer öffentlichen Metallarbeiter- nochmals vorstellig zu werden. deshalb vorgezogen, von der Vormundschaft zurückzutreten. Ein Versammlung, welche fast ausschließlich von Arbeitern der ge- übereinstimmend ein sofortiges Vorgehen befürwortet hatten, ge nannten Firma besucht war. In seinem Referat zeigte langte folgende Resolution zur Annahme: Die Versammlung erBedenten gegen die volle zurechnungsfähigkeit des Dr. Sternwie die Kapitalisten den Schaden flärt, troß der ablehnenden Haltung der Meister, an den Forderungen berg ist mir nicht gekommen, etwaige leise Bweifel find mir Rohrlack zunächst, bei der Unterhaltung mit Dr. St. immer wieder geschwunden. ieber ungünstigen Konjunktur auf die Arbeiter abwälzen der 52 stündigen Arbeitszeit und dem prozentualen Aufschlag festund bei eintretender Befferung die Arbeiter zunächst zuhalten und verpflichten sich die Holzarbeiter, am Montag die Dr. Sternberg war nur etwas verbohrt in seiner Angelegenheit. Ich selbst habe über die Sternberg'sche Affäre einmal einen Artikel mit Versprechungen vertröften, die sie dann niemals ein- Arbeit niederzulegen und nicht eher wieder aufzunehmen, bis die lösen. So auch Scheffer u. Dehlmann. Diese Firma hat im Forderungen bewilligt sind. Ferner verzichten die Streitenden in der„ Kreuz- 8tg." veröffentlicht, über welchen ich zweimal März 1895 eine in einer öffentlichen Bersammlung gewählte die erste Woche auf Unterstützung. Beschlossen wurde sodann, firafverantwortlich vernommen wurde. Nach drei Vierteljahren Rommission zwar zunächst zurückgewiesen, dann aber erst mit daß diejenigen, welche die Forderung bewilligt erhalten, pro habe ich von der Staatsanwaltschaft den Bescheid erhalten, daß einem und später mit mehreren Arbeitern über die Forderungen Woche eine Mark zu dem Unterstützungsfonds beitragen. Wie feine Beranlassung vorliege, das Verfahren fortzusehen. Rechtsanwalt Sonnenfeld: Der Beuge hat an den Referenten des derselben unterhandelt. Herr Dehlmann gab bei dieser Gelegen- mehrere Redner mittheilten, haben bereits am Sonnabend einige anwalt Sonnenfeld: Der Beuge hat an den Referenten des heit sein Ehrenwort: 1. eine beffere Behandlung einzuführen; Fabrikanten die Forderungen anerkannt. Das Streiklokal be Herrenhauses Frhr. v. Durand einen längeren Brief geschrieben, 2. awar nicht mit einer ständigen Kommission, doch aber findet sich Bismarckstr. 74 und wird für die Kommission alle in welchem es etwa heißt:" Ein solches System, von Amtswegen mit einzelnen Arbeitern stets zu unterhandeln; 3. für Meldungen entgegennehmen. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, einen mißliebigen Gegner mundtodt zu machen, ist himmelschreiend die Preise der Attordarbeiten wenn auch nicht aller, so doch von jede Abweisung der Forderung sofort zu melden. Mittlerweile und wirkt so demoralisirend, daß es gerathen erscheint, direkt eine Eingabe an Se. Majestät den Kaiser zu richten." Weiter heißt es gewiffen Spezial Artikeln ein Verzeichniß für jedermann ist bereits der Ausstand zu gunsten der Arbeiter beendet. in dem Briefe:„ Ich habe mich vergeblich an den Minister gewandt, rechnen, wenn der Arbeiter mit dem Attordpreis nicht auskommt; Bersammlung, die am 24. Februar tagte, berichtete zugänglich auszulegen; 4. eine jede Akkordarbeit in Lohn anzuRigdorf. In einer gut besuchten Holzarbeiter. um ihn zur Aufhebung der Rechtswidrigkeit zu veranlassen. Derfelbe 5. die willkürliche Streichung von Lohnstunden zu vermeiden. hat aber eine von mir an Se. Majestät gerichtete Eingabe unter Bon all diesen Versprechungen sei nicht eine einzige erfüllt 62 angemeldeten Werkstätten sind bei 53 die Forderungen bes stermann über ben Stand der Zohnbewegung. Bon de schlagen und eine Audienz vereitelt."- Beuge v. Dergen: worden. Ginen Brief eines solchen Inhalts habe ich allerdings ge= In der Diskussion wurden der Mißstände noch eine schier willigt. Ausständig bleiben noch 18 Mann, die unterstützt werden schrieben, er entsprach meiner damaligen und auch meiner endlose Reihe aufgezählt. Es lief ein Antrag ein, eine Kommission müssen. Im ganzen tamen 315 Arbeiter in betracht und waren jezigen Auffaffung. Präs.: Wie steht es mit Ihrer von 7 Mann zu wählen, welche mit dem Chef unterhandeln soll. von diesen 174 organisirt. Wie Redner mittheilte, hat die ZahlEingabe an Se. Majestät? 3euge: Ich habe mich mit einer Eingabe dirett an Se. Majestät gewendet, um die Die Kommission soll, wenn sie nicht empfangen wird oder die Werftelle des Holzarbeiter- Werbandes um 170 Mitglieder zugenommen, In der Diskussion wurde vielfach über die Verhält Bitte auszusprechen, bei der Eigenartigteit der Sternberg'schen handlungen sich sonst zerschlagen, Herrn Dehlmann erklären, daß daß gegenwärtig 300 Mitglieder derfelben angehören. weitere Schritte vorbehalten werden. Sodann soll die KomSache eine Immediattommiffion zur Untersuchung niederzusehen. mission gleich am Mittwoch einer zweiten Versammlung Berichtnisse in der Fabrik von Laborenz gellagt und Ich habe diese Eingabe durch Vermittelung des Oberhofmeisters Grafen Eulenburg an Se. Majestät gerichtet und nach einiger Zeit erstatten. Gin Antrag, für den Fall, daß die Kommission nicht intereffenlose Verhalten der Arbeiter bedauert. Die Lohnkom Grafen Eulenburg an Se. Majestät gerichtet und nach einiger Zeit vorgelassen würde, sofort in den Streit einzutreten, mission soll diese Woche noch bestehen bleiben, da noch einige von der Staatsanwaltschaft einen Bescheid erhalten, wonach der wurde in erster Abstimmung, an der sich nur Dehl- leinere Ausstände zu erwarten find. Zum Schluß gelangte eine Minifter ihr die Eingabe zugestellt habe, aber kein Anlaß vorliege, mann'sche Arbeiter betheiligten, mit 57 gegen 34 Stimmen Resolution zur Annahme, in der die Anwesenden sich mit der die in derselben enthaltene Bitte zu erfüllen. Präs.: Darin angenommen. Nach einigen Bemerkungen Litfin's, Thätigkeit der Lohnkommission befriedigt erklären. Ju allen liegt boch teine„ Unterschlagung" von seiten des Ministers. Kurgas' und Rohrlac's, dahingehend, daß die Vorstände der Werkstätten sollen Vertrauensmänner gewählt werden, denen die 3euge: Ich habe auch nicht im ftrafrechtlichen Sinne von Gewerkschaften verständigt werden müssen, wurde beschlossen, Pflicht obliegt, über die Innehaltung der errungenen Förderungen Unterschlagung gesprochen, sondern im Sinne der Unterdrückung. noch einmal abzustimmen, und nunmehr der Antrag, sofort in zu wachen und dafür zu sorgen, daß die Beiträge zum Streiks Ich habe geglaubt, daß in einem solchen Falle es Pflicht des den Streit einzutreten, abgelehnt. fonds, vorläufig pro Woche eine Mart, gezahlt werden. Ministers gewesen wäre, die Sache zum Vortrag zu bringen. Beuge v. Selling: Mir ist die Eingabe auf dem gewöhn Bersammlung zurückgestellt. Eine endgiltige Beschlußfassung wurde dann bis zur nächsten Wir erhalten folgende Berichtigung: In Nr. 47 des Vorwärts" lesen wir, daß bei uns sog. Streitbrecher beschäftigt lichen Wege aus dem Kabinet zur Prüfung und weiteren Veranlaffung zugestellt worden und ich habe sie an die untere Die Façon- und Schraubendreher hatten am Dienstag, find. Wir bemerken hierbei, daß unsere Arbeiter am 11. Febr. cr. Instanz weiter gegeben. Daß Graf Eulenburg die Eingabe bei den 25. Februar, eine öffentliche Bersammlung einberufen. Die Arbeit einstellten. Am Montag, den 17. Februar, haben wir unter Borbehalt der Entscheidung des Gewerbegerichts die NeunSe. Majestät vermittelt hatte, weiß ich nicht. Die Eingabe ist Bitfin hielt zum ersten Punkt der Tagesordnung einen Vortrag stundenarbeit eingeführt, worauf fämmtliche Arbeiter die Arbeit fo behandelt worden, wie alle übrigen, und von einer Unter- über die Wirthschaftliche Umwälzung und die Entwickelung der wieder aufgenommen, auch Herr Krause, Kunze, Nicolai und brückung oder Berschleierung ist absolut feine Rebe. Rechts: Gewerkschaftsbewegung", in welchem er unter Bezugnahme auf wieder aufgenommen, auch Herr Krause, Kunze, Nicolai und anwalt Sonnenfeld: Hat der Herr Minister in einem Gespräch die Metallindustrie die sich immer mehr steigernde Entwickelung Bloß welche noch außerdem 15 pet. Lohnaufschlag verlangten als wir dieses nicht bewilligten, verließen dieselben unsere mit dem Pastor Enzian, der auf die Gutachten der Profefforen der Produktion vom Handwerksbetrieb bis zur Großproduktion Fabrit, nachdem sie zuvor Bücher und Karten erhalten hatten. Eulenburg und Arndt hinwies, nicht sich dahin geäußert: Ein zahlenmäßig erläuterte. Er schloß unter Beifall mit der Mahnung Fabrik, nachdem sie zuvor Bücher und Karten erhalten hatten. Davids u. Co. Obergutachten der Dr. Sander wird gegen Dr. Sternberg an alle Anwesenden, daß nur umfassende Organisation der Arbeiters v. Schelling: Hiervon ist mir nichts bekannt, flaffe diese vor der gänzlichen Auspowerung und dem Untergang abends 8% Uhr, im Caale bes Bereins junger Kaufleute, Beuthstraße 20/21; Berliner Naturheilverein II. Seute Donnerstag, den 27. februar, ausfallen. absolut bestreiten will ich es aber nicht. Rechtsanwalt schüßen könne. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Bortrag der Frau Klara Muche über: Drüfenleiden( Strophulose) und ihre Sonnenfeld; hat der Zeuge v. Dergen in seinem Briefe an Alsdann erstattete Rothe, der bisherige Vertrauensmann, Bericht Betämpfung. Herrn v. Durand nicht auch von dem„ Teuflischen" solcher Ent- über seine Thätigkeit und über die stattgefundenen Werkstatt- greitag, den 28. februar, abends& unr, im Renaurant Buste, Grenadiermündigungs. Prozeduren gesprochen und geschrieben: Wenn Sigungen. Er bedauert, daß das gleichgiltige Berhalten der fraße 33: Große öffentliche Bersammlung Tages- Ordnung:„ Die Berlince Se. Majestät solche Zustände bekannt werden würden, dann Kollegen es au einem ernfteren Vorgehen nicht kommen ließ, Gewerbe- Ausstellung und der Kleinhandel." Referent: Herr Paul Jahn. GROVELO das Dermischtes. Titel eines Profeffor Dr. Echoltz in den„ befferen" Kreisen Ein-! fommen wegen der Schneeverwehungen mit großen Verspätungen gang zu verschaffen gewußt hatte. Die„ Nat.- 3tg." schreibt über an. Seit drei Tagen herrscht in ganz Ober- und Mittel- Italien Eifenbahnuufall. Dem Zwickauer Wochenblatt" zufolge ihn: Er hielt öffentliche Vorträge, schrieb mit seiner Namens- starte Kälte und heftiger Schneefall. Viele Telegraphenlinien sind ist Mittwoch früh um 6 Uhr auf der Muldebrücke zwischen Aue unterschrift scharfe Zeitungsartikel gegen den Protestantis- gestört und die Kommunifationen äußerst erschwert. Infolge und Hinderschlema ein von Schwarzenberg fommender Güterzug mus, verfaßte zur dortigen Regimentsfeier eine Festschrift, heftigen Schneesturmes und Kälte mußten in Belgrad die elektrische entgleist. Sechs Wagen blieben auf der Brücke stehen, ein leerer die er an den Kaiser, die Kaiserin Friedrich und den und die Pferdebahn den Verkehr einstellen. Schneestürme werden Kohlenwagen ftürzte in die Mulde. Ein Bremfer wurde vom Großherzog von Baden sandte, die alle ihm Anerkennungs- auch aus allen Balkanstaaten gemeldet. Wagen herab in die Mulde geschleudert und leicht am Knie schrieben zugehen ließen, die er dann wieder veröffentlichte. In Pest ist, wie die Frantf. 3eitung" meldet, gegen den verlegt, sonst hat niemand Schaden genommen. Von Zwickau Zum Schluß entpuppte er sich als ein Kommis Namens Polizeirath Chudy, einen der höchsten Polizeibeamten am Orte, find Aufräumungsmannschaften an der Unfallstelle eingetroffen. Karl Friedrich Scholz, der wegen mehrfachen Betrugs wegen regelwidriger Geldgebahrung die Disziplinaruntersuchung Behufs Aufrechterhaltung des Personenverkehrs ist mit der Legung von München aus verfolgt wird. Durch unvorsichtige Lügereien eingeleitet. eines Steges über die Mulde begonnen; die Fahrgäste müssen au hatte er Verdacht erregt, weshalb man weiter nachforschte und der Brücke umsteigen. ihu in dem Augenblicke, als er abreisen wollte, verhaften ließ. Zum Schaffnerprozeß meldet die Bolts- Zeitung": Die In seinem Besize befanden sich gefälschte Universitäts- und Gymin Frankfurt a. M. im Untersuchungsgefängniß befindlichen nafialzeugnisse, ein gefälschtes Reserve- Offizierspatent und eine Schaffner der Hessischen Ludwigsbahn Müller und Heimlich Reihe, offenbar erschwindelter Briefe von Fürsten, Bischöfen und wurden bei der letzten Auslohnung durch die Spezialdirektion Aebten. Ghe er Konstanz beglückte, war er im Kloster zu Beuron von Gehaltsbezuge suspendirt, da sie geständig find, Gelder für und Setau, angeblich um sich zur katholischen Theologie vorzudie Beförderung geschmuggelter Fahrgäste unter fich vertheilt zu bereiten, und empfing dort als Protestant wöchentlich die tatho haben. Den anderen Untersuchungsgefangenen wurde das Gehalt lische Kommunion. Nebenbei schloß er sich aber auch an die wieder zugestellt. Gegen die beiden Genannten wird sich auch die protestantischen Geistlichen an. Hauptanklage richten; den übrigen werden nur geringe Dienstvergehen zur Last gelegt. " Auch ein Stück Naturalwirthschaft. Als bezeichnend für die herrschende Geldnoth in Serbien führt das österreichischungarische Konsulat zu Belgrad in seinem neuesten Bericht an, daß den dortigen Banken vielfach das Anerbieten gemacht wurde, bei Abrechnung ihrer Forderungen statt des geschuldeten Geldes Schweine in Zahlung zu nehmen. Ein Dorf des Vilajets Trapezunt wurde durch eine Schneelamine zerstört. Hundert Menschen sollen dabei umgekommen und viele verwundet sein. Von einer Dynamitoperation, die sich gegen das SchatzIn Oesterreich Ungarn ist in den letzten Tagen foloffal amt der Vereinigten Staaten richtete, brachten auch wir nach starker Schneefall eingetreten. In Triest dauert die orfanartige einem hiesigen Blatte eine Nachricht. Wolff's telegraphisches Ein Seitenstück zu dem Oldenburger Pastor Partisch Bora fort, so daß der Verkehr in den Straßen start eingeschränkt Bureau berichtet nun aus New- York, daß an der Nachricht von scheint ein Hochstapler zu sein, der sich in Konstanz unter dem I werden muß. Die Theater find geschlossen, die Eisenbahnzüge der merkwürdigen Verschwörung kein wahres Wort sei. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 27. Februar. Opernhaus. Der Waffenschmied. Phantasien im Bremer Rathsfeller. Schauspielhaus. Die frante Beit. Deutsches Theater. Der Meister von Palmyra. Lessing- Theater. Jungfer Immers grün. Hierauf: Der Junge von Hennersdorf. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Herrn Hans Preger vom Stadttheater zu Mainz: Die Räuber. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich v. Schiller. Regie: Max Samst. Morgen: Gastspiel des Frl. Clara Leno und Oscar Krüger: Die Waise von Lowood. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Aschenbrödel. Zscheus, das Waldmädchen. Berliner Theater. König Heinrich. Alexanderplatz- Theater. Nenes Theater. Der Herr Direktor. Heute 8 Uhr: 3um 130. Male: Vorher: Ein Zündhölzchen zwischen zwei Feuern. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. Boccaccio. Schiller- Theater. Romeo und Julia. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle Alliance Theater. Böse Buben. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Pitts. National- Theater. Die Räuber. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBeichshallen Theater. Spezialitäten Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Romeo und Julia. Freitag, abends 8 Uhr: Ohne Gelänt. Die kleinen Lämmer. Von der gesammten hiesigen Preffe als die beste Novität der Saison anerkannt. Borher: Pitts. Operette von Löwenfeld. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonaden. Lezte Woche!!! Der populäre Gentes. Hammerstein's Ankunft. Berliner Neuigkeiten. Der Riesenbrustkastenmensch Thränen muss man lachen! über Adolph Ernst- Theater. Abs& Cannon. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten von Brandon Thomas. Repertoirstück des Globe: Theaters in London. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tanz in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der moderne Samson. Am 1. März schon wieder neues Brogramm! Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Letzte Woche des erfolgreichen Central- Theater. Februar- ProgrammS. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas als Gast. Bum 175. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine tolle Nacht. Neuer Circus. Circus Busch( Bahnhof Donnerstag, 27. Febr., abds. 71/2 Uhr: Gr. Gala- Vorstellung. Sensationeller Erfolg. Mlle. Eugenie FOUGÈRE. Die tolle Nacht, Luigi del' Oro U. S. W. U. S. W. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Castan's Panopticum. Die Jagd nach d. Glück. Die Zum Schluß: Gin wirklicher Schiffsuntergang Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien!! aus Central- Afrika, die neuesten Weltwunder! Kaiser- Panorama in 20 Fuss Wasser. Außerdem: 3. 1. 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Zscheus, das Baldmädchen. der Schneider und Schneiderinnen den stenographischen Wortlaut sämmtlicher Reden in Broschürenform erscheinen lassen. Diese Debatten sind der schlagendste Beweis für die Berechtigung der Streitbewegung, denn die Lohn- und Arbeitsverhältnisse sind so grauenhafter Art, daß fie sogar vom Ministertisch aus und von den Vertretern der Ausbeuterparteien verurtheilt werden mußten. Der Septemberkurs vor dem Reichstag. S 96 Seiten Großoktav. Preis 15 Pf. Porto 5 Pf. Bei Partienbezug Rabatt. Die Bebel'sche Etatsrede hat der diesjährigen Etatsdebatte ihre politische Bedeutung gegeben und diese zu einer Diskussion über die Sozialdemokratie und den Septemberkurs gestaltet. Die Sedanhetze, die Majestätsbeleidigungs Prozeß Epidemie, die neueste Regierungspolitik wird hier vor dem Richterstuhl der Oeffentlichkeit abgehandelt und ist daher diese Sammlung der in stenographischem Wortlaut wiedergegebenen Reden der Abgeordneten Bebel, Barth, Haußmann, Stumm 2c., des Reichskanzlers, des Kriegs- und des Justiz ministers von weitergehendem Interesse. Unbem. Musikunterr.„ K." Poftamt 79. Mittheilung! Ps. 90. Stellm. Leonhard Schmidt ist schwer frant, wer ihn noch sehen will, von 10-12 und 2-4 Donnerstag bei Arb. Th. Kiesow, Buttmannstr. 14. 28996 Brockhaus', Meyer's Lexikon, Brehm's Thierleben, Weltfauft Antiquariat Rochstr. 56, I.[ 30/ 1* gefchichten, Bücher, ganze Bibliotheken MöbelAusverkauf umzuges wegen Fortzugshalber verk. meine Muschelwirthschaft spottbillig. Invalidenstraße 9r. 157, II. links, Bildhauer. Arbeitsmarkt. Achtung! 2889b Klavier- Arbeiter! Die Kollegen der Pianofabrik von H. 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" gelung der Arbeitszeit, es läßt sich auf die Dauer vor Bewegung von einigen Personen fünftlich erzeugt ist, den laut sprechenden Thatsachen nicht aufrechterhalten und ist nach unserer Meinung ohne jeden Beweis ausgesprochen." der Staat, er mag wollen oder nicht, wird genöthigt unter Verschiedenem theilt Fischer mit, daß bereits wieder einer Volksversammlung sprach am 25. d. Mts. im sein, auf diesem Gebiete einzugreifen. Ganz besonders möchte ein Zimmerer auf dem Ausstellungsplatz in Treptow ums Leben Berliner Prater Reichstags- Abgeordneter Vogtherr über das ich die versammelten Arbeiter an etwas erinnern: Nach dem gekommen ist. Er warnt dringend davor, die Gerüste, die den Arbeits- und Erziehungswerk der Frauen. In seinem Bortrage Brotofoll über die Gesammtvorstands. Sitzung des Germania- polizeilichen Vorschriften nicht entsprechen, zu betreten, lieber erörterte der Referent die rechtlose Stellung, welche die bürger- verbandes schlug in derselben der Bäckermeister Bernhard vor, möge man die Arbeit niederlegen. liche Gesellschaft insbesondere der proletarischen Frau im heutigen daß sobald dem Bundesrath ein Gesezentwurf, den MaximalStaate zuweise und führte die Widersprüche vor Augen, welche arbeitstag und die Sonntagsarbeit 2c. im Bäckergewerbe be- eine gut besuchte Vereinsversammlung im Lokale des Herrn Roll, Die Lederarbeiter( Portefeuiller) hielten am 17. Februar zwischen Reden und Handeln, zwischen Theorie und Praxis der treffend, vorliege, eine sich dagegen wendende Eingabe an den Adalbertstr. 21, ab. Nach einem beifällig aufgenommenen Vorbürgerlichen Gesellschaft bestehen. Während man z. B. die Frau Kaiser gerichtet werden sollte, versehen mit den Unterschriften trage des Mitgliedes Heindle über das Thema: Wissen ist in der Theorie in das Haus verweise, reiße man sie in der sämmtlicher Vorsitzenden. Ferner erhielten die Vorsitzenden mit Macht" wurde zur Besprechung von Werkstattangelegenheiten Praxis aus dem Hause, aus der Familie heraus, beute ihre auf den Weg, die Berufsangehörigen in ihrer Gegend gegen das übergegangen. Hierzu waren die Arbeiter von den Fabriken Arbeitskraft im höchsten Maße aus und hindere die Frau, ihr Gesetz aufzubringen. Dementsprechend wurde auch gehandelt. Sie, E. May, E. Raube und Brauer u. Ko. besonders eingeladen. Erziehungswerk ausüben zu können. Wenn die bürgerliche Klasse meine Herren, möchte ich nun dazu auffordern, sich das Vorgehen Alb. Schulz sprach in eingehender Weise über den Nutzen der auch bestrebt sei, die Frau von der Politit, vom öffentlichen Leben der Meister als Beispiel dienen zu lassen; treten Sie, die Sie Organisation und legte den Anwesenden ans Herz, sich dem fern zu halten, so sei dies doch unmöglich, da die Frau Arbeiter sind und die entgegengesetzten Interessen haben, dafür Verein anzuschließen, da nur durch ein einmüthiges Zusammennothwendigerweise in die Politit, wie der Redner meinte, ein, daß die Arbeitszeit verkürzt und zwar eine gesetzliche halten die gestellten Forderungen durchzuführen sind. Ferner hineingedrängt werde, sobald sie über ihre Lage nachdenke. Das Marimalgrenze festgelegt wird. Klassenbewußtsein der Frauen zu wecken, sei die erste Vor- Schuldigkeit, dies zu thun. Wenn die Leute an den Bundesrath Birkular vertheilt ist, in welches diejenigen ihren Namen einEs ist Ihre Pflicht und macht Redner bekannt, daß an sämmtliche Vertrauensleute ein bedingung für eine Verbesserung ihrer Lage, für eine Hebung gehen, dann thun auch Sie es. Wenn die Leute an den Kaiser zeichnen mögen, die für die Durchführung der gestellten ihrer gesellschaftlichen Etellung. Redner richtete das Mahnwort sich wenden, dann will ich allerdings nicht daffelbe anrathen, Forderung stimmen, damit an die proletarischen Frauen, sich gleich den Männern zufammen- schon, weil es ganz überflüssig wäre, denn der Kaiser hat es über man einen Ueberblick erhält e Zahl zuschließen, sich zu organisiren, den Männern ein tapferer, traft bereits 1890 in seinem Erlaß ausgesprochen, was er denkt, und Der Vorsitzende ermahnte sodann, in den Werkstuben, wo noch die Zahl der Anhänger einer Lohnforderung. voller Mitstreiter zu sein im Kampfe um die Rechte des Prole- ich halte es für unmöglich, daß er den Meistern eine Antwort geben wird, teine Vertrauensmänner gewählt sind, das Versäumte nachtariats, fich anzuschließen der siegreichen Sozialdemokratie. Der die im Widerspruch steht mit seinen damaligen Aeußerungen. Im zuholen. Desgleichen können auch Hausarbeiter, welche Luft und wirtungsvolle Vortrag wurde mit großem Beifall entgegen Gegentheil wird er dafür eintreten müssen, daß der Bundes- Liebe haben, für den Verein zu arbeiten, einen Vertrauensposten genommen. Eine Diskussion wurde nicht beliebt, weshalb als- rath den Maximalarbeitstag gemäß§ 120e Abs. 3 der Gewerbe- übernehmen, um unter den Hausarbeitern Unterschriften zu bald Schluß der Versammlung erfolgte. ordnung einführt. Sie müssen sich indeß rühren, wollen Sie Ihr sammeln. Die Berufsgenossen, welche einen Vertrauensposten Die Bäcker Berlins waren am 25. Februar äußerst zahl- Interesse wahren; wenn Sie sich treten lassen, dann geschieht übernehmen, mögen ihre Adresse beim Vorstande abgeben. An reich der Einladung zu einer öffentlichen Versammlung in den Ihnen recht, daß Sie getreten werden.( Stürmischer Beifall.) der Diskussion betheiligten sich die Mitglieder H. Müller und Keller'schen Festsälen gefolgt, deren Tagesordnung lautete: Diedner fertigte dann die Vorwürfe ab, welche ihm in der Heindke. Zum Schluß wurde noch bekannt gegeben, daß das Die Innung und der Maximalarbeitstag." Meisterpresse bezüglich seiner 1889 erschienenen Broschüre und Stiftungsfest am 14. März in der Ressource stattfindet. Billets Gegen 4000 Personen mochten anwesend sein; hunderte konnten seines späteren Auftretens für die Bäckerei- Arbeiter gemacht sind zu haben bei Max 3 ad, Oranienstr. 16. wegen polizeilicher Absperrung des überfüllten Lokals feinen Zu- worden sind. Energisch verwahrte er sich dagegen, übertrieben Der Fachverein der Stuckateure hatte am 17. Februar tritt mehr erlangen. August Bebel, der das Referat hatte, zu haben und bezog sich zum Beweise dafür auf das Vorgehen führte etwa folgendes aus: Am 17. Februar tagte in den Germania- von Polizei- und allerhöchsten Behörden, wie z. B. des Mini- einem recht interessanten Vortrag des Herrn Lohse wurden die seine regelmäßige Mitgliederversammlung anberaumt. fälen eine allgemeine Handwerker- Versammlung, die ihr besonderes fteriums für Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten, sowie Mitglieder auf die von der Gewerkschaftskommission unterGepräge erhielt durch die Anwesenheit mehrerer tonservativen auf den Ausspruch des Bürgermeisters von Darmstadt, daß er, nommene Statistik über die Lage im Baugewerbe aufmerksam handwerkerfreundlichen" Abgeordneten, darunter der berühmte Bebel, nicht nur nicht übertrieben, sondern auch noch nicht einmal Herr v. Frege, welche sich populär zu machen suchten. Dort über die Mißstände die ganze Wahrheit gesagt habe. Dann gemacht und zur recht regen Unterstüßung der Sache ermahnt. Ein Antrag, der Gewerkschaftskommission 200 M. zu überweisen, traten auch mehrere Bäckermeister auf, die heftig zu Felde zogen stellte er auch richtig, daß er nie, wie ihm unterschoben wird, wurde angenommen. gegen den geplanten gefeßlichen Schutz der Bäckereiarbeiter, ins- betreffs der übermäßigen Arbeitszeit, der schlechten Räume und befondere gegen die Festsegung des Marimalarbeitstages und der vorkommenden Schweinereien mit bezug auf alle Bäckermeister In einer gutbesuchten Versammlung der Barbiere, gegen mich, indem man mich wegen meines Eintretens für gesprochen habe; vielmehr hätte er immer strenge Unterscheidungen welche am 20. Februar tagte, sprach Starosson unter Beifall menschenwürdige Zustände im Bäckereigewerbe nach jeder Rich gemacht. So habe er u. a. nicht gesagt, daß der größte über: Attestbuch, Trucksystem und Sonntagsruhe im Barbiertung hin verdächtigte. Daß man mich angriff, gereicht mir zur Theil der Bäcker an Krätze leide, sondern nur, daß unter den gewerbe. Troy wiederholter Aufforderung des Referenten nahm größten Ehre, denn gerade in dem Augenblick, wo man franken Bäckern sehr viel an Kräge und sonstigen Haut- von den anwesenden Arbeitgebern, ein Theil derselben bestand mich von jener Seite aus loben würde, müßte ich mir frankheiten litten. Die Versammlung nahm schließlich einen recht aus Innungsmeistern, niemand das Wort. Simfon und Klostersagen, daß ich auf dem Holzwege sei. Was hat denn lebhaften Charakter an; anwesende Meister sorgten durch mann sprachen im Sinne des Referenten. Eine Resolution, die nun das Geschrei der Herren Meister auf sich? Heute Bwischenrufe für einen ziemlich bewegten Verlauf. Bebel die Jnnungsmeister auffordert, das„ Attestbuch" abzuschaffen und ist es bereits allgemein und vom Staat als Pflicht desselben nagelte es als charakteristisch fest, daß bei den Verhandlungen zum Beitritt in den Verband auffordert, fand einstimmige Ananerkannt, gesetzgeberische Maßregeln zu ergreifen gegen die der Enquetekommission Bäckermeister Runze aussprach, es gebe nahme. Der Ertrag der Tellersammlung zu gunsten der Konallzugroße, die menschliche Arbeitstraft schädigende Ausbeutung, nur dumme Gefellen.( Bwischenruf:„ Hat er recht!" Stürmisches feftionsarbeiterinnen soll der Expedition des Vorwärts" überfei es mit bezug auf die Zeitdauer, den Arbeitsraum oder der Dho.) Bebel erklärt den Zwischenruf für ebenso charakteristisch. wiesen werden. Zum Schluß wurde zum Besuch der am 5. März gefundheitsschädlichen Beschäftigung. Und gerade wir Sozialisten Nachdem er unter donnerndem Applaus sein Referat beendet Neue Friedrichstr. 44 stattfindenden Bersammlung aufgefordert. fönnen uns rühmen, das durch unseren Einfluß erlangt zu haben, batte, schlug Bebel folgende Resolution vor, welche dann auch Steinmetze. Die Lohnkommission der Berliner Steinmetze nachdem noch vor drei Jahrzehnten die bezüglichen Forderungen und gegen etwa 10 Stimmen( Meiſter) angenommen wurde: Die hatte zu Sonntag, den 28. Februar, nach Mayer'3 Festsälen, Wünsche als Unfinn, verrückt und sonst was hingestellt wurden. Bersammlung erachtet es als dringende Pflicht des Bundesraths, Müllerstr. 7, eine Versammlung einberufen, die von etwa 150 Heute liegen die Dinge so, daß man sich nicht mehr über die daß derselbe, eingedenk der Zusagen im kaiserlichen Erlaß vom Personen besucht war. Der Vorsitzende der Kommission verfas Frage streitet, ob der Staat überhaupt eingreifen folle mit Hilfe 4. Februar 1890 und entsprechend der Vollmacht, die§ 120e die beabsichtigten Aenderungen des Lohntarifs, ohne Widerspruch der Gesetzgebung, sondern der Streit dreht sich nur noch um die Absatz 3 dem Bundesrath einräumt, baldigst die Maximal zu finden. Eine längere Aussprache entspann sich über die ErGrenze dafür, wie weit er eingreifen dürfe. Nach dem, was ge- arbeitszeit von höchstens 12 Stunden an Wochentagen für das klärung der Meister, daß sie im allgemeinen einer acht- bis legentlich der internationalen Arbeiterschuß Konferenz über die Bäckerei- und Konditorgewerbe festsetzt und in 3 befondere achteinhalbstündigen Arbeitszeit nicht entgegen seien. Hierbei Aufgaben der Staatsgewalt grundsäglich ausgesprochen wurde, auch die genannten Gewerbe der Gewerbe zeigte es sich, daß über die Dauer der Arbeitszeit unter den Artönnte man fogar die Einführung des gefeßlichen Acht- Inspektion unterstellt." Obermeister Gemeinbeitern die verschiedensten Ansichten vorherrschen, wie überhaupt Stundentages fordern. Einen gewaltigen Entrüstungs- hardt fühlte sich nunmehr berufen, sein Gewerk von dem Miß beklagt wurde, daß unter den 3500 Steinmeßen Berlins so wenig schrei stieß nun die Unternehmerschaft des Bäckergewerbes kredit wieder zu befreien, in den es, seiner Meinung nach, Bebel Ginigkeit zu finden set. Während mehrere Redner lebhaft aus, al3 die Kommission für Arbeiterstatistit sich daran gebracht hat. Wenn es schmutzige Werkstellen gäbe, läge es auch für acht Stunden im Sommer und sieben Stunden machte, zu untersuchen, ob nicht im genannten Gewerbe die Ge- an den Gesellen selbst. Den maximalen Arbeitstag hält er im Winter sprachen, erklären andere gerade heraus, neue " Nach Friedrichshagen. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt am 22. Februar feme Mitgliederversammlung ab. Nach einem Vortrag des Genossen Hofmann wurde im weiteren Verlaufe der Versammlung von einem Mitgliede mitgetheilt, daß bei einer Arbeits: im hiesigen Orte stattgehabten stattgehabten Versammlung FriedrichsDon eines Herrn Pawels hagener Kaufleute feiten der Herr bei der letzten Reichstags Wahl Beschwerde ge fundheit der Arbeiter durch eine übermäßige Dauer der täglichen selbstverständlich für undurchführbar. Redner giebt zu, daß daß man nehmen müsse, was zu verdienen ist. Leider Arbeitszeit gefährdet werde, sodaß der Bundesrath gesetzgeberisch sich die Bäckermeister vorwiegend ihre Lehrlinge aus den östlichen fam es im weiteren Verlauf der Debatte zu unnöthig eingreifen müsse. Besonders aber der Vorschlag der Festsetzung Provinzen besorgen; das thäten sie aber nur, weil sich von den scharfen persönlichen Bemerkungen, die von neuem den Mangel eines zwölfftündigen Maximalarbeitstages ist den Herren in die Berliner Schulkindern fast keines der Bäckerei zuwenden wolle. an Solidarität erkennen ließen. Vorkauf und Paulikat Knochen gefahren. Das Gewerbe foll angeblich dabei zu Schlechte Schlafstellen bekämen die Gesellen nicht mehr, die warnten, voreilig in den Streif einzutreten; die Sachlage fei grunde gehen. Die Cache ist nun die, daß die Polizei forge schon dafür; theils hätten die Gehilfen sogar eine solche, daß man mit den Meistern unschwer zu einer VerUnternehmerschaft zu jeder Zeit und überall lebhafte Opposition bessere Schlafstellen wie die Meister.( Stürmische Unterbrechung.) ständigung gelangen könne. Bindende Beschlüsse wurden nicht gegen das Eingreifen der Staatsgervalt gemacht hat, daß Jordan, Mehlreisender, redete dann die Versammelten in gefaßt; eine beantragte Probeabstimmung mittels Stimmzettel fie stets ben Untergang des betreffenden Gewerbes vor einen solchen Unwillen gegen sich hinein, daß der überwachende ergab, daß etwa 3/5 der Anwesenden für den achtstündigen Arbeitshersagte und daß schließlich doch die fragliche Industrie Beamte die Versammlung aus sicherheitspolizeilichen Gründen tag waren. Die Besprechungen sollten in der Hauptsache ein nach wie vor blühte und gedieh. Redner verweist auf die auflöſte. Stimmungsbild liefern für eine am nächsten Sonntag stattfindende Durchführung des englischen Arbeiterschutzes, Arbeiterschutes, wie auch Die öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins Versammlung, zu der zahlreiches Erscheinen dringend nöthig ist. der Schußbestimmungen der deutschen Gewerbe Ordnung. und der Vororte, die am Dienstag Abend in Cohn's Sälen Natürlich fann nicht dem einzelnen Meister zugemuthet wer- tagte, war derart besucht, daß die Räumlichkeiten als viel zu Holzarbeiter- Bersammlung, in der ein Bericht über den Stand des Weißensee. Am 19. Februar tagte hier eine öffentliche den, nur noch 12 Stunden arbeiten zu lassen 2c., das ist eben die klein sich erwiesen. Ueber den Stand des Streiks berichtete Streifs gegeben wurde. Wie Steinhauer mittheilte, sind große Wohlthat der staatlichen Schußgefeßgebung, daß sie ohne Fischer, der mittheilte, daß troß der ungünstigen Witterung bereits in 26 Werkstätten mit 174 Arbeitern die Forderungen Unterschied mit gleichem Maße mißt. Von den 4000 Be für das Zimmerergewerbe unter den Streikenden ein Geist bewilligt. Bisher nicht bewilligt haben nur 3 Werkstätten mit trieben, welche die Enquete der Kommission für Arbeiterstatistit herrsche, der erkennen lasse, daß sie gewillt, den Kampf 49 Arbeitern, während in einigen anderen noch Verhandlungen einschloß, wird in 53 pet. einschließlich der Nebenarbeiten nur gegen die Unternehmer siegreich zu beenden. Bewilligt schweben. Nach einer längeren Diskussion wurde beschlossen, an 12 Stunden und weniger gearbeitet; diese haben von den bevor- feien bis jetzt die Forderungen der Zimmerer stehenden Maßregeln nichts zu befürchten. Und die Betriebe, welche 268 Baugeschäften. Bu bemerken sei leider, daß bereits be Streiffommission bewilligte die Versammlung 1 M. Tagegelder. in den gestellten Forderungen festzuhalten. Den Mitgliedern der davon betroffen werden, find diejenigen, wo die Gesundheit der willigte Firmen nun den Versuch machen, die Ueberstundenarbeit mit einem Hoch auf den Holzarbeiter- Verband schloß die VerArbeiter in höchster Gefahr steht, 12 bis 14 Stunden wurde in einzuführen; aus diesen Gründen haben bereits Entlassungen der sammlung. 28, pet. jener 4000 Betriebe gearbeitet, 14 bis 16 Stunden in Plazdeputirten der Baugeschäfte von Pardow und Mittag 13,2 pt., 16 bis 18 Stunden in 3,1 pct. und über 18 Stunden stattgefunden, da diese sich gegen solche Manipulationen in 0,7 pct., während eine unbestimmte Arbeitszeit in 1,1 pCt. wandte. vorherrschte. Angesichts dieser Thatsachen hat eine Bäcker- Arbeitsberechtigungs Karten wurden ausgestellt bis dato an zeitung die Unverschämtheit zu sagen, es fäme nirgends 3000. Die Bahl der Streifenden, etwa 300, bleibt vor, daß so lange gearbeitet werde. Zu den Wirkungen im wesentlichen dieselbe, indem täglich gesellen sich der übermäßigen Arbeitszeit aber noch einstellungen, ebenfo der Bewilligungen die eigenthümlichen Schädlichkeiten des Bäckereiberufs, vor nehmer zu verzeichnen sind. Immerhin stehen noch an allem die, daß mit wenigen Ausnahmen des Nachts gearbeitet 2600 3immerer außerhalb der Kontrolle der Lobukommission. Wortführer der Antisemiten im hiesigen Orte werden muß. Jeder Arzt wird sagen, daß keine Stunde Nacht- Unterfügung wurde gezahlt vom ersten Tage des Streits an führt wurde über die viel zu billigen Fahrpreise von und nach arbeit so viel ist wie 11/2 Stunden Tagesarbeit. Nichts Aergeres und bis jezt die Summe von 7538,60 M., wovon 2577 M. auf Einkäufe in Berlin zu besorgen. Und dieser Herr ist auch für läßt sich denken, als mehr wie 300 Tage im Jahr Nacht für die lokale Organisation entfallen. Die Streikunterstützung soll die bevorstehende Gemeindevertreterwahl als Kandidat der dritten Nacht. arbeiten zu müssen. Dann haben die Bäcker bei großer nach wie vor weiter gezahlt werden, und erwartet die Lohn Abtheilung aufgestellt. Den anwesenden Arbeitern wurde vor Hiße zu arbeiten, bei welcher die Kraft ungleich schneller aus- fommission in jeder Beziehung die Solidarität der Arbeitsgenossen. Augen geführt, was sie von einer Gemeindevertretung zu erwarten Abtheilung aufgestellt. Den anwesenden Arbeitern wurde vor gegeben wird, wie bei normaler Temperatur. Nicht zu vergessen Nachdem Rickert hierzu mitgetheilt, daß im Mittag'schen Ge= ist auch, daß die Arbeitsräume sehr oft ungenügend find, nicht schäft wegen der angegebenen Entlassung der Plazdeputirten haben, in welche Leute mit derartigen vorsintfluthlichen Anfelten unter der Erde liegen und Luft und Licht nur spärlich einlassen. fämmtliche Bimmerer die Arbeit einstellten, bemerit ifcher, chauungen gewählt werden und wie unbedingt nothwendig es Redner beruft sich für die Möglichkeit der Verfürzung und der daß die Lohntommiffion teine Beschlüsse gefaßt habe, sondern fei, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den von den Arbeitern Festsetzung einer bestimmten Arbeitszeit im Bäckereigewerbe auf dies unter den augenblicklichen Verhältnissen der Versammlung aufgestellten Kandidaten zum Siege zu verhelfen. das Zeugniß von selbständigen Bäckern, von denen einer sich vor überlasse; zu erwägen sei hierbei der Umstand, daß Reinickendorf. Hier tagte am 28. Februar eine Versamm der Kommission für Arbeiterstatistik sogar dahin ausgesprochen Firmen bereits Arbeitskräfte aus anderen Städten heran lung, in der die sozialdemokratischen Gemeinderaths- Mitglieder hat, daß die Sonntags arbeit beseitigt werden könne. Wenn gezogen, zum Beispiel Stiebig und Köppchen. Knauf und Schilling Bericht über ihre Thätigkeit erich auch nicht soweit gehen will, fährt Bebel fort, ein allge. Weiter fei bemerkenswerth, daß die Kommission das Gewerbe- statteten. In der Diskussion, an der sich die Genossen Malimeines Berbot der Sonntagsarbeit zu fordern, so muß gericht als Einigungsamt anrief und sollen die Verhandlungen nowsty und Glaß betheiligten, wurde das Verhalten des doch mit ihrer Beschränkung mindestens ein Anfang schon morgen( Mittwoch) stattfinden. Ein Theil der Redner Herrn Dr. Berliner kritisirt. Der genannte Herr führte in der gemacht werden. Nach der zitirten Statistik wurde hielt es nicht für tattisch richtig, daß das Gewerbegericht an- Gemeindefizung an, daß die 300 M. zum Jubiläumsfeste aus in 2941 von 4000 Betrieben Sonntags weniger als 12 Stunden, gerufen wurde, da es nun aber geschehen, wünscht Lehmann reinem Patriotismus gegeben werden sollen. As aber die in 561 ferneren 12-14 Stunden, 14-16 Stunden in 221 und in Form einer längeren Resolution der Kommission für die zu Wittwe des Nachtwächters Treffe die Gemeinde um Unter16-18 Stunden in 65, über 18 Stunden in 8 Betrieben. That pflegenden Verhandlungen Direktiven zu geben. Die Versammlung füßung anging, beantragte Herr Dr. Berliner, die Frau mit fache ist, daß im Gegensatz zu den chriftlichen Bäckermeistern eine lebut dies ab und nimmt folgende von Obst gestellte Resolution an: 50 Mart abzufertigen. Durch das Eingreifen unserer Gemeindeganze Anzahl orthodox jüdischer Meister in den Ostprovinzen an Die Zimmerer erklären sich entschieden dafür: an den Forde vertreter wurde dies verhindert und der Wittwe eine monatliche den Feiertagen nicht arbeiten läßt. In einigen Städten Süd- rungen, welche fie am Sonntag, den 9. Februar 1896, im Feen- Unterstügung zugefagt. Als Kandidaten wurden aufgeftellt: deutschlands, so in Barmen, Elberfeld, Duisburg, München- palast gestellt haben, festzuhalten, und beauftragen die Kommission, Otto Glas und Julius Malinowsky. Ersterer für Gladbach wird Sonntags nicht gearbeitet: folle fich dies dann bei der morgen stattfindenden Verhandlung vor dem Einigungs- Often, letterer für Westen. Zum Schluß wies der Vorsitzende nicht auch wo anders durchführen lassen? Was auch von amt nicht davon abzugehen, weil die Forderungen zum größten auf die Bedeutung der Wahlen zum Gemeinderath hin und den Unternehmern angeführt werden mag gegen die die Theil errungen find. Die irrige Ansicht der Arbeitgeber, daß die forderte zur regen Betheiligung auf. " so neue Unterwar V Achtung, Holzarbeiter! Folgende Werkstellen haben bis gestern, den 26. Februar, nachmittags 5 Uhr, nicht bewilligt: Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener. 29096( E. H. Nr. 61.) Am 24. Februar starb das Mitglied unserer Kasse Theodor Galk. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 27. d. M., Nachmittags 1/24 Uhr, von Zentralverein der Bildhauer. Donnerstag, den 27. Februar, abends 8 Uhr, Annenstr. 16: Werkstattdelegirten- Versammlung. Der Vorstand. Verband der Vergolder etc. Deutschlands Zur Klarstellung der gegenwärtigen Verhältnisse der Holzbildhauer Kaftenmöbel und Büffets: Kern, Büschingstr. 24. Eckert, Ruppiner der Wohnung Straußbergerstraße 2 hat jede Werkstatt einen Delegirten zu dieser Versammlung zu entfenden. straße 9. Bock u. Zimmermann, Grüner Weg 117. Möning. Barnimstr. 41. nach dem Kirchhof in Wilhelmsberg 22/7 Krug u. Ko., Brunnenstr. 94. Rienow, Wollinerstr. 27a. Büdmann, Kleine statt. Der Vorstand. Andreasstr. 16. Görs, Wildenowstr. 4. Bent, Fruchtitr. 31. Sartrumph, Brunnenstr. 79. Kraay, Ruppinerstr. 5. Jung, Rheinsbergerstr. 56. Winkler, Allen Verwandten und Bekannten Königsbergerstr. 9. Fändrich, Schönhauser Allee 145. Gebr. König, Demminer: für die Theilnahme und Kranzspenden straße 6. Abels u. Ko., Bernauerstr. 79. Schubert, Kastanien Allee 10. Ahl, bei der Beerdigung unseres Gatten, Schützenstr. 68. Pautsch, Pallisadenstr. 101. Degen, Gubenerstr. 10. Stoppert, Vaters und Bruders Prenzlauer Allee 26. Grams, Koloniestraße 5. Hagenow, Waldemarstr. 23. Meier, Pallisadenstr. 47. Lenz, Noftizstr. 41. Loth, Pappel- Allee 5. Dohse, Grüner Weg 2. HerrBauarbeit: Werk, Rykestr. 2. Krehmann, Sebastianstr. 36. gesell, Wilhelmshafenerstr. 28. Wagenknecht, Rummelsburg. Schreibtische, Tische und Nähtische: Fuchs, Grüner Weg 82. Einide, Manteuffelstr. 76. Dreuse, Anklamerstr. 25. Trommler, Rüdersdorferstr. 7. König u. Co., Friedrichsbergerstraße. Böhm, Weberstr. 52. Küchenmöbel: Kraut, Koloniestr. 93. Möbel nach Zeichnung und gute Bauarbeit: Fahnkow, Wafferthorstr. 9. Kalus, Kastanien- Allee 29-30. Sigmöbel: Brandt, Reichenbergerstr. 30. Pape, Fruchstr. 54. Ladeneinrichtung und ähnliche Arbeit: Maier, Lichtenbergerstr. 17. Reutel, Stralauerstr. 5. Mühlbauer, Andreasplah 3. Schuster, StralauerStraße 42. Hellmich, Bergstr. 37. Nähmaschinen: Lukat u. Weißelberg, Cuvrystr. 46. Frister u. Roßmann, Staligerstr. 134. Luxusmöbel: Elfahn u. Bab, Gitschinerstr. 75. Franz, Forsterstr. 7. Fritsche, Oranienstr. 36. Rose, Manteuffelstr. 57. Goldleiften: Methlow u. Co., Röpnickerstr. 109. Stieghahn, Waldemar straße 14. Jalousien: Steen u. Schulze, Steinmehstr. 25. Spiegelrahmen: Dautschatt, Mariannenstr. 6. Metallarbeiter! Donnerstag, den 27. Februar, abends 61, Uhr, August Fleischer, besonders aber Herrn Hoffmann und dem Gesangverein Freie Liedertafel" sagen unfern herzlichsten Dank. 29026 Die trauernden Hinterbliebenen. Allg. Kranken- und Sterbekasse ( Filiale Berlin). Sonnabend, den 29. Februar, in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: VI. Stiftungs- Fest unter Mitwirkung des Gesangvereins der Vergolder Harmonie ( Mitgl. d. A.-S.-B.) Vor und während der Kaffeepause: Gesangs- und d. deutschen Drechsler u. deren Gr. Ball. humor. Vorträge, Auftr. v. musikal. Clowns zc. Berufsgenossen. ( E. H. K. Hamburg.) Am 20. d. M. verstarb plöglich durch Unfall unser Mitglied Ernst Hergt. V Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 27. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhaus Friedrichshain nach dem Emmaus Kirchhof in der Hermannstraße statt. 2913b Die Ortsverwaltung Berlin B. Ehrenerklärung. Die gegen Frau Luise Patschan, Falckensteinstr. 29, ausgesprochene Beleidigung nehme ich zurück und erkläre dieselbe für eine ehrenhafte Frau. 2908b Emma Blaschnick. im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranienſtr. 180: Guten Morgen! Oeffentliche Versammlung der gesammten Arbeiter der Aktien- Gesellschaft vorm. Frister& Rossmann. Lade zum Kauf bei mir ergebenft ein. Carl Schindler 55. Chausseestr. 55. A. III 8917. Tages Ordnung: Die letzten Vorgänge in der Fabrik von( Nordh., Liköre, Cognac, Rum, Ungarw.) Erißter& Rohmann und wie stellen sich die Kollegen dazu? 118/4 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstraße 44. Achtung! Maurer! Achtung! Sonntag, den 1. März, vorm. 10%, Uhr: Freitag Rester. Anzug- u. Paletotstoffe. 44518* 2 gr. öffentl. Maurerversammlungen Brenner& Co., in den Lokalen: Henke's Ballsalon( früher Renz), Naunynstr. 27, Schmidtke, Moabit, Stromstr. 28. Alte Jakobstrasse 57/59. Möbel- Ausverkauf Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Wirthschaftliche Krisen und des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. deren Folgen." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Referenten: Genosse. Faber und Kollege Silberschmidt. Angesichts der traurigen Verhältnisse in unserer Branche ist es Pflicht jedes Kollegen, in diesen Versammlungen zu erscheinen. 132/8 Der Vertrauensmann der deutschen Maurer: Karl Pauser, Golzstraße 39. Klempner Berlins! Große öffentliche Versammlung Donnerstag, den 27. Februar, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 21. Tages Ordnung: Wegen ganz bedeutender Bergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waaren lager zu noch nie dagewesenen Preisen vollständig aus. Zum Umzuge und für Brautleute ist somit die einzig teelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, forte einzelne Stücke gebtegen und billigst einzukaufen. 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.