Morgenausgade 3ir. 529 A 266 46. Jahrgang Vöcheatttch SLPf»«saaMä» ASV D. tm voraus zahlbar Vostbezug AJS2 M. einschließlich 60 Pfg. Poflzertuag»» n»»i Pfg. PottbesteLgsbührea Duslaabs. «bonnkmem K.— M.©n> Stonot Der.Vorwärts'«ndjetw wochttttäg. fich zweimal. Sonntags und Montags «inmal. die Lbendausgahen für Derlm «nd im Handel mit dem Titel.Ter Abend" Jlluftriert? Beilagen.Aol? «nd Zeit" und.Kinderfreund'. Fern« .Nttterhaltung und Wissen"..Frauen- fivnme".Technik'.Dlick in dl« Vücherwelt' und.Jusend-Vorwärts' Nerliner VolSsbtatt Sonntag TV November T929 Groß-Äerlin 15 Pf. Auswäris 20 pj Die«»«»»aing, Nonpareille�, u 10 Pfennig. Reklamezeil» ö— Reichs- «art„Kleine Anzeiyev' da»«ettg». ßruckt» Won 2S Pfennig(zuloisiy zw»' ßenaedruttte Worte) iede» weiter» Won Vi Pfennig Stellengesuch» da» erst« Wort IS Pfennig, sedee wetter» Don tu Pfennig. Worte übe» 15 Buchstaben »äblen für zwei Worte Ardeitsmarp Zelle KV Pfennig. Familienanzeigen Zeil» svPfennto Anzeigenannahme imHoupt- -efchäp Lindenstroh» 3. wochentägltch »s» Vi* bis 17 Uhr. IsKiralovgmi dev SozialdemoSvatischen Partei Deuischlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenslraße 3 Kernspreckier: Dönhoff WS— W7. TelegrmNm.Adr: Sozialdemokrat Berlin. Vorwaris-Verlag G.m.b.H. Postscheckkontos Berlin 37538.— Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Wallstr. KS. Dt. B. u. Disc.-Ges., Depositenkaffc Lindeiistr. 3. Wahlkampf! Sozialdemokratie/ Gemeinde Von Dr. Paul Hertz, M.d.B. Schon von jeher hatten die Kommunalwahlen d:» größte Bedeutung für die Arbsiterschaft. Während im kaiserlichen Deutjchland die Massen des Volkes von der praktischen Mit- arbeit in Reich und Ländern ausgeschaltet waren, bildeten trotz der Hemmungen des Dreiklasienwahlsizstems die Gemeurden den Boden, auf dem gemeinwirtichastliche Ideen durchg.'sührt werden konnten. Die Gemeinde war die große politische S ch u l e für die deutschen Sozialdemokraten für ihre praktische Betätigung im Parlament, und später auch in der Verwaltung. Dabei ließ die Grundbesitzerfront, die durch das Dreiklassen- Wahlsystem in den Stad:varlom:nten bis zur Revolution eine ilherragende Stellung einnahm, die Verwirklichung gemein- ipjrtschastlicher Ideen in den Sladtgemeinden nur in den seltensten Fällen zu. Das ist erst anders geworden, als nach vsm Umsturz von 1918 das gleiche Wahlrecht für die Kommu- ngloerwaltungen der Sozialdemokratie in den Stadtparla- lnenten den Einfluß gab, der den Himer ihr stehenden Arbeiter- »nassen entsprach. Jetzt war es möglich, unter Ausnutzung der Mehrheitsverhältnstse in den Ztadtparlamenten zu einer prak- tischen soziaUstischen Kominunalpolitik üderzugehen. ,, Vii dem in PeptHland geltenden DerfassüngsstMni haben die Komstümen. eilte, seh'r.gräße p o l i lätsiche uüd wi-r.fc f o) a f 1 1 i ch e D c de u i u.u der Politik des Reichs und in der Politik der Land et.'werden säst immer nur die großen Richtlinien für die Gestaltung des öffentlichen Lebens in Ge- fetzesform festgelegt. Fast stets ist es. Sache der Kommunen, die jo, gegebenen Richtlinien in der Praxis zu verwirk- lichen. Wenn vom Zleichstag oder von den Landtagen auf den Gebieten der Svzialoolitik, des Wohlfohrtswesens. des Gesundheitswesens, des Wohnungsbaus und Mieterschutzes Gesetze erlassen werden, haben sich die Stadtgeme'.nden um ihre Durchführung zu kümmern. In den Kommunalverwaltungen wird bestimmt, wie sich die Grundgedanken, die in jeden» Reichsgesetz niedergelegt sind, im einzelnen Fall auswirken fallen.\ stärker die Sozialdemokratie in den Stadt- Parlamenten ist, um so mehr Gewißheit besteht. daß alle fortschrittlichen Ideen in der Gcseh- aebung dcä Reiches und der Länder vraktisch bis ins letzte durchgebildet und ausgeführt werden. Ein starker sozialdemokratischer Einfluß in den Kommu- naloerwaltungen bedeutet a!der auch ein festes Bollwerk gegen reaktionäre Tendenzen der Gesetzgebung. wie sie im Falle einer Rechtsorientierung der Reichs- oder Länderpolitik auftreten können. Sozialpolitisch und wirtschafts- politisch rückschrittlichen Gesetzen kann in den Gemeinden häusig die Spitze abgebrochen werden, wenn die Sozial- demokratische Partei in ihnen einen starken Einfluß besitzt. Aber die Ausführung von Reichs- und Landesgesetzen ist nickt die einzige Aufgabe der Kommunalverwaltungen. Die �usammenballung großer Masten in den Städten erfordert, daß die Stadtverwaltungen auf allen Gebieten des täglichenLebensfür ihre Einwohner sorgen. Hier liegt das eigentliche Täligkestsfeld der Stadtgemeinden. Neben den öffentlichen Betrieben, neben der Bekehrspolitik, neben der Mohnungspolitik müssen die Kommunalvermaltungen sich um die Ausgestaltung des Schulwesens, des Gesundheitswesens, der allgemeinen Wohlfahrtspflege bemühen. Hier ist es nicht gleichgültig, ob die bürgerlichen Parteien mit ihrer engen Verbindung zu Besitz und vrivarkapitalistischem Gewinnstreben ausschlaggebenden Einfluß haben, oder ob die Sozial- demokratie maßgebend die Kommunalpolitik bestimmt. Wo waren die Schulen, die Svortplätze. die Schwimmbäder, die ftiwnkcnhäuser. wie sähe heute die Wohnungspolnik in manchen Städten ans. was für Preise würden wir für Elektrizität. für Gas. für Wasser zahlen, wenn die Sozial- demokratic nicht seit dem Umsturz von 1948 in zähem Ringe« in den Stadtverwaltungen ihr Programm durchgesetzt hätte? Gerade der energische Kampf der Sozialdemokratie für eine sozialistische Kommunalpolitik und die Erfolge, die sie hierbei erzielt bat. haben das gesamte Bürgertum veron- laßt, einen erbitterten Kampf gegen all-s zu führen, vias in den letzten Iahren in den Siadlgemeiirden erreicht worden isL Die Korruptions- und Slandalaffären der letzten Wochen sind hierfür symptomatisch. Hinter diesem Kampf steht gar nicht die ehrliche Entrüstung jedes anständigen Menschen über Korruption und Mißwirtschaft, sondern die Angst der bürgerlichen Parteien, daß die von der Sozialdemokratie maßgebend bestimmte Politik in den Stadtgemeinden auf unabsehbare Zeil weiter geführt werden wird, sosern die Reaktion am 17. November 1929 nicht entscheidende Erfolge hätte. Am Verlauf der Wahlen im Reich und in den Ländern sinirdie Arbeitnehmer interessiert, weil sie hier durch eine j starke Stimmenzohl die allgemeinen Grundlinien i ihrer eigenen Zukunft bestimmen können. Bei den 5loiumuualwahlen geht es noch viel mehr um die Lebensintcrcssen jedes einzelnen. � Billig: und gesunde Wohstungen. Fürsorge für Gebrechliche und � Rentner, für Kinder und Kranke und eine allgemeine Verbesss- i rung der Lebensbedingungen kann sich der Arbeiter nur schaffen, wenn er für«ine machtvolle Vertretung seiner Klaste durch die Sozialdemokratie in den Stadtparla- menten sorgt. Darüber hinaus hängt auch vom Ausfall der Kommunal- mahlen außerordentlich viel für die Geftastung der Politik in Reich und Ländern ab. Republikanische und stark sozialistisch orientierte Stadtverwaltungen gewährlsiften eine allgemeine Politik, hie Interesten der Arbeitnehmer dient. Die Wahlen vom 17. November 1929. hoben aber nicht.nur diese grund- sätzliche Bedeutung für die Arbester. Der Wahlkampst geht dieses. Mal stm wesentlichen gegen die sozialistische Gs- meindepolitik, besonders gegen die öffentlichen Betriebe und ihre Sonderstellung. Das privatkapitalistische Gewinnstrebe» des Bürgertums kann es nicht mit ansehen, daß die Städte ihre Monopolstellung in den öffentlichen Betrieben dazu benutzen. Planmäßig die Preise für alle lebensnotwendigen Gegenstände zw senken. Wenn bei den Wahlen im Mai 1928 die Arbeiterschaft in Preußen und im Reich gezeigt hat, welchen Ws'g sie als Ganzes in Zukunft gehen will, so geht es bei den Kommunalmahlen am 17. November nicht nur um eine grundsätzliche Bestätigung des von der Sozialdemokratie in den StaMgümeinden eingeschlagenen Kurses. Es geht dabei vielmehr darum, ob die Er rungenschaflen, die sich die Zlrbeiterschaft in den Stadt- gemeindsn feit der Revolution erkämpft hat, beibehalten oder dem unsozialen Gewinn st reden einer bürger- lichen Reaktion ausgeliefert werden sollen. Alle, die das verhindern wollen, verhindern damit gleich- zeitig ein Erstarken der Reaktion nicht nur in den Städten, sondern auch in Preußen und im Reich. Hierin liegt die große Bedeutung der Kominunalwahlen von 1929. Je klarer der Wille der Arbeitermassen in den Stimmen der Sozialdemokratie zum Ausdruck gebracht wird, desto schwerer wtrd esTier Reaktion, den unablässigen Vorwörtsdrang sozio- listijcher Ideen in Reich, Staat und Gemeinde aufzuhalten. Darum: jede Stimme der Sozialdemokratie! Tardieus zwei Gesichter. Bnand und Maginot. Mit der unerwartet starken Mehrheit von 79 S t i m m e n hat die Regierung Tardieu ihre Feuerprobe bestanden. Dieses Ergebnis ist nur dadurch zu erklären, daß jene Kreise der gemähigten Linken, die mit ihrem Urteil bis zum Schluß der Debatte zurückhalten wollten, hingerissen durch die entschlossene Rede Vriands doch für das Ber- trauensvotum gestimmt haben; während umgekehrt die Nationalisten, die Briand Haffen und gegen die sich diese Rede Vriands mit aller Deutlichkeit gerichtet hatte, beschwich tigt wurden durch eine nachträgliche Rede Tardieus und ebenfalls von ihren Oppositionsabsichten abließen. So ist eine verhältnismäßig große, aber durchaus heterogene und daher für die Zukunft unsichere Mehr- heit zustande gekommen. Die. beiden Flügel dieser Mehrhest wollen ganz ver- schlcdene Dinge: der linke Loucheur- Flügel will die Fortsetzung der Verständigungspolitik und fühlte sich in diesem Bestreben durch die Ausführungen des Außenministers Briand durch- aus befriedigt, während der rechte Marin-Flügel die natio- nalistischen Quertreibereien des Kriegsministers Maginot unterstützt und in dem Schlußwort des Ministerpräsidenten Tardieu wertvolle Zugeständnisse an ihren Standpunkt erblickte. Infolgedessen stellt diese Abstimmung keine Klärung, sondern vielmehr einen Triumph der Zweideutig- k e i t dar. Das Kabinett Vriand war gestürzt worden, weil man- rechts und vor allem links in der Außenpolitik Klarheit verlangte. Das Kabinett Tardieu hat zwar die Unklarheit noch um einige Grade verschlimmert, aber vorläufig dennoch eine starke Mehrheit gefunden! Vielleicht ist dieses Ergebnis nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß sich viele Abgeordnete die bange Frage gestellt haben: W a s f o l l w e r d e n. wenn wir auch diese, norh zweiwöchiger Krise endlich zustande gekommene Regierung stürzen? Andere Möglichkeiten der Kabinetts- und Mehrheitsbildung gibt es einstweilen nicht, Zur Nathauswahl finden am Sonntag und au de« nächsten Tage« in ganz Berlin zahlreiche von der Sozialdemokratischen Partei veranstaltete Wahlkund-gebunge« statt. Alle Parteigenossen und ,.Vo?wärts"-Lessc sind zur regsten Werbearbeit eingeladen. Einzelheiten an anderer Stelle des Blattes. solange die Sozialisten auf ihrem negativen Standpunkt in Fragen der Koalitionspolitik beharren. Da der nächste sozialistische Parteitag, der allein in der Lage wäre, neue Möglichkeiten zu eröffnen, erst Ende Januar zusammen- kommt, wäre es ein zweckloses Beginnen, bis dahin eine neue Krise zu provozieren. Was ist nun das politische Ergebnis dieses ersten parlamentarischen Auftretens der Regierung Tardieu und dieser ersten Abstimmung? Man neigt vor allem dazu, die große Rede B r i a n d s in den Vordergrund zu stellen. Sie war in der Tat die beste, die er seit Jahren in der Kammer geHallen hat, ja sogar die klarste und die mutig st e. Seine Ausführungen waren eine einzige Kampfansage an die N a t i o n a l i st e n» ein offenes Bekenntnis zu den Abmachungen der Haager Konferenz, verbunden mit einer ritterlichen Berneigung vor dem Andenken Stresemanns und einer kräftigen Abschüttelung der Hugenberger beider Länder. Das für Deutschland Entscheidende an seinen Aus- führungen war die klare Festlegung auf das Recht Deutschlands auf die Räumung hes gesamten Rheinlanos, sobald der Poung-Plan ratifiziert ist: also n ich t, wie es Maginot bisher unterstellt hatte, erst nach der„Kom- merzialisierung" eines Teils der deutschen Schuld durch die künftige internationale Zahlungsbank. Die Worte B r i a n d s lassen in diesem Punkt keinen Zweifel offen, und da er Außenminister ist. da Maginot nicht widersprochen hat, da endlich Tardieu als Ministerpräsident sich mit Briand vollkommen solidarisch erklärt hat, könnte man eigentlich zufrieden sein und meinen, daß die Politik Frankreichs nunmehr klar festgelegt sei. Leider ist das nicht ganz der Fall. Vielmehr findet man in der Rede Tardieus gewisse Wendungen, die auf das stärkste befremden müssen. Er hat davon gesprochen, daß, als die im Haag vorgesehene äußerste Räumungsfrist vom 39. Juni festgelegt wurde, man tresemanns, noch die französische weder den Tod rungskrise, noch Regte- voraus- das Hugenbergsche Volksbegehren sehen konnte:„Unter den jetzigen Verhältnissen ist es klar, daß die Frist nicht eingehalten werden kann, wenn die Rati- fizierung des Poung-Plans nicht rechtzeitig erfolgt." Ein sehr sonderbarer Standpunkt! Was hat der Tod Stresemanns, was hat der Sturz Vriands, was hat das Volksbegehren mit der bindenden Zusicherung Frank- relchs im Haag zu tun, wonach die Räumung spätestens am 39. Juni beendet sein soll? Nichts, absolut nichts! Der Nachsatz, daß der Young-Plan ratifiziert sein müsse, ehe die Räumung erfolgt, ist wiederum nur eine S e l b st v e r Das wahre Gesicht des Stahlhelm Mi den Kommunisten gegen Sozialdemokratie und Gewerkfchast. si ä n d l' ch k e i t. An Deutschland wird es nicht lwgsn, daß d-ei-: Natifizierung so schnell wie möglich erfolgt. Einstweilen ist freilich die Schlußkonferenz im Haag noch' gar nicht ein- berufen, weil verschiedene Oraanisationskomitees— aus Gründen, auf die übrigens Deutschland kaum Einfluß hat�- ihre Arbeiten noch nillit beendet haben. Ob aber die Rati- sizierimg durch den Reichstag noch im Dezember erfolgen kann oder erst im Januar, im Februar oder gar erst im März, ändert nichts an der Verpflichtung Frankreichs, seinen letzten Soldaten vor dem L Juli zurückzuziehen. Es scheint indessen, daß diese Wendungen Tardieus, die ebenso unklar wie unaufrichtig sind, lediglich zu dem Zwecke gebraucht wurden, der Marin-Gruppe ein rhetorisches Z u g e st ä n d n i s zu machen. M a g i n o t wird dies freilich als einen Erfolg seines Standpunktes buchen können und darauf hinweisen, daß Briand gegen diese Auslegung nicht protestiert habe, lim so entschiedener müssen w i r aber gegen diese neue Zweideutigkeit Stellung nehmen, obwohl sie praktisch kaum irgendeine Bedeutung gewinnen wird. Äriands Sieg über die Rechte. .. Paris, 9. November.(Eigenbericht.) Die beispiellos bewegte, mit einer elektrisch geladenen Atmosphäre durchgeführte Sonnabend-Nachtsitzung der Kammer hat ein seltsames Ergebnis gehabt: Tardieu lzot die Mehrheit bekommen— aber gesiegt hat Briand. Wenige Stunden vor der Abstimmung hatte man im Lager der Reaktion noch gehofft, Briand, der„einzige Europäer im reaktiv- närcn Kabinett Tardieu", werde sich von seinen Kollegen«inschüch- kern lassen, werde ins Schlepptau seiner eigenen Majorität geraten. werde eine Gummibandrede halten, aus der jeder herauslesen kann, was er will. Briand hat das Gegenteil getan: er hat d ie G e g c n- offensive ergriffen. Er hat nicht nur seine von seinen Kollegen und seiner Majorität bekämpfte europä- ische Politik In jedem Punkte der Kammer nochmals demonstriert: es ist ihm auch gelungen, dieser Kammer in ihrer hysterisch über- reizten, übernächtigten Stimmung für einen kurzen Moment die Erhabenheit ihrer historischen Mission in Erinnerung zu rufen. So brachte diese Kammer Briand. dem Mann und dem Gedanken, den er verkörpert, eine Ovation dar, wie sie fast beispiellos in der Laufbahn des gegenwärtigen französischen Außenministers dasteht. Was T a r d l e u in der Nacht zum Sonnabend über die Außenpolitik gesagt hat, war ebenfalls ein Erfolg Briands und eine Niederlage der Reaktion, die für das Tardieu-Kabinett gestimmt hat. Tardieu selbst hat als Vorbedingung für die Räu- mung der dritten Zone weder die Kommerzialisierung. die nach seinen eigenen Worten nicht von Deutschland abhängt, noch Maginots„Sicherheiten" verlangt und damit, wie Leon Blum in einem Zwischenruf unterstrichen hat. sich die These der Linken zu eigen gemacht. Der Passus feiner Rede, daß der Tod Stresemanns und die Verzögerung der Ratifikation iip Haag noch nicht bekannt ge- wessn feien und dadurch ein« Perschiebung der Loge verursacht sei. die leicht einen Dorwand für mißverständliche Interpretationen bieten könnt«, ist auf Grund uns zugegangener besonderer Insinv mationen dahin zu erklären, daß Tardieu mit dieser Wendung in keiner Weise ein Verschleppungsmanöver in der Räumung ankündigen wollte. Er habe damit nur sagen wollen, iuß die Ratifikation und die Schaffung der Repa- rationsbank nach wie vor- als. Dorbedingungon der Räumung zu gelten haben, ums auch von deutscher Seite nie bestritten worden sei. Die Zusammensetzung der Minderheit. Paris: 9. November. Die Zahl der 253 Abgeordneten, die gegen die Tagesordnung Thomson gestimmt hoben, setzt sich wie folgt zusammen: 11 Kmnnui- nisten, 100 Sozialisten, 109 Radikale, 1 Mitglied der sozial«» und radikalen Linken, 2 Mitglieder der radikalen Linken(Fraktion Loucheur), 7 Mitglieder der unabhängigen Linken, drei bei keiner Fraktion eingetragene Abgeordnete, 12 Sozialrepublikaner der Rich- rurig Chabrun und 8 Sozialrepublikaner der Richtung Biolette. Bei der Abstimmung hoben sich der Stimme enthalten: 2 Sozialrepublitaner(darunter P a i n l e v e), 2 Radikale und 1 Mit- glied der sozialen und radikalen. Linken(Franklin-Bouillon), 6 Mitglieder der radikalen Linken, 1 Mitglied der unabhängigen Linken und zipci keiner Fraktion angehörende Abgeordnete. (Demnach haben doch etwa ein Dutzend Radikale entgegen dem Fraktionsbcschluß für die Regierung gestimmt. Red. ds„V") Was hat Tardieu gesagt? WTB. teilt mit: Nach dem soeben erst vorliegenden„Journal officiel" hat sich der französische Mmisterprästdent Tardieu in feiner gestrigen Nachtrede hiitstchllich der Frag« der Räumung folgender- maßen geäußert: „Im Augenblick, als die Abmachungen im Haag paraphiert wurden, iah man weder das traurige Ereignis des Tode» des Herrn Stresemann, noch unsere gegenwärtige Kabi» » e t t s k r i f e»owus. Man glaubte, daß alles schnell gehen würde und daß die Fristen vom Jahre 1929 ab zu lausen beginnen würden. Und um technische Verzögerungen, nwgliche Verwicklungen zu vermeiden, hatte man dieses Datum vom 30. Juni festgesetzt, um in den schon bestehenden Rohmen einen genauen Zeitpwrv ein- zustellen. Aber es ist vollkommen klar, daß in der gegen- wältigen Lage, wo noch keine Ratifizierung und erst recht keine Ingangfetzung erfolgt ist, nicht» beginnt. Wenn man da- gegen, wie ez Herr Briand sagte, nach Erfüllung der Bedin- gungen räumt, so ist kein Iitteresse vorhanden, die Ding« hin- fchkeppen zu lassen. Es handelt sich offenbar um das nachträglich korrt« gierte Stenogramm dieser Stelle in Tardieus Red«. So ist z. B. der von den Parlamentsberichierstattern gehörte und registriert« Hinweis aus des Volksbegehren aus dem sfst- ziellen Text venchwui�en. Die Korrekturen sind aber anscheinend in später Nachtstunde und in aller Eile vorgenommen worden, und was dabei herausgekommen ist, ist noch ynklarer und ver. ichwommener als der ursprünglich« Bericht. Uebrigen» ist der Hinweis auf den Tod Stresemanns und auf den Sturz des Kabinetts Briand vollkommen sinnlos, denn wader das s/ne. nach da» ander« dieser unvorhergesehenen Ereignisse hat dM n-eiteren Verlaus der Dinge seit dem Haag nicht im geringsten verzögert. Sa werben z B. die Beratungen in Baden-Baden deshalb nicht auch nur um eine Stund« verlängert. Wenn diese Stell« in Tardieus Rad«, die offenkundig rein innerpolitische Absichten verfolgt«, außenpolitisch überhaupt«inen Sinn hat, so nur den, daß Frankreich den Wunsch hat. daß man mit den»eiteren Schritten(.Hoager Schlußkonferonz Baun. 9. November.(Eigenbericht.) In einer Wählerversammlung machte Reichstagsabgeordneter Sollmam» am Freitag Mitteilungen aus einem Geheim; irku- lar des Stahlhelms an sein« Unterführer in Rheinland und Westfalen. Danaä) Ist die Leitung d«s„Stahlhelm" durch das Verbot der Dtahlhelm-Orgonisation in Rheinland und Westfalen keines» wegs überrascht worden. Si« hat sich seit langem auch auf die illegale Wühlarbeit gegen die Republik «ingerichtet. Das Rundschreiben gibt Anweisungen bis ins einzelne, wie nach einem Verbot unter der Decke weiter gearbettst werden soll. Es wird den Stahlhelm-Mitgliedern geraten, nach komnw» niftrfchcm Muster nach scheinbar neutralen Organisationen, wie Radio-, Spott-, Wand«., T-erzüchter-, Kegel. Verein« Zellen zu bilden. In diesen Vereinen müßt« alles, was deren Mitglieder drückt,„als eine Folge der marxistischen Miß- Wirtschaft b.zw. als«ine solche des Versailler Vertrages" Hingestell! werden. Auch in die proletarischen Massenorgani- sationen sollen Stahlhelmer als Zellenbausr eindringen. Am wichtigsten aber fei die Arbeit im Be t r i e d. Dort müsse in Semeinschasl mit dcr KPD.„gegen die sozial- demokratische Gewerkschastsbureaukrotie gehetzt werden. Die Frage taucht auf, wie viele der Hetzer gegen die„Bonzen" zu- gleich Mitglieder der KPD und des Stohlhclms od-r Nation>l- sozialistsn sein mögen. Schmeichelhast für die Sozialdemokratie Ist folgender Ratschlag an die Stahlhelmsührer: In die Betriebe und in die Arbeiterorgani- sationen sollen nur die intelligentesten und g«schick- teste» Stahlhelmer entsandt werden. Für die Vereinsmeierei der deutschen Spießbürger aber genügen vollauf„die weniger gefestigten Stahlhetmcastglieder". Die Anpassung an die kommunistische Taktik, so rühmt das Rundschrcil'en, sei schon weitgehend«rrelcht:„In den und Ratifizierung) kein« Zeit unnötig verliere. In diesem Wunsch ist sich Deutschland und Frankreich vollkommen einig. Sasel— Eitz der Internattonale« Zahlungsbank. Baden-Ladea. 9. November. Die heutige Rachmltlagsflhuug de» Organisationsausschusses für dt« 833- hat die Stadt Lasel zum Sitz der Pauk für tuter- natloualeu Zahlungsausgleich bestimmt. Zu engerer Wahl stand auch Zürich, doch hat mau sich für Lasel entschieden,«eil diese» nicht nur in eisenbahatechoischer Hinsicht als günstiger gelegener Knotenpunkt aozuseheu ist. souderv auch tu telegraphcutech- n t s ch e r Deziehung hinsichtlich der guten Sabeloerbladuagen. beides Vorbedingungen, die nach Anfichl der Sonsereuzteilnchmer sür des küafllgen Sitz der Weltbank von ausschlaggebeader Lcdeulung sein werden. VI« beiden belgischen Delegiert««, die nach der Ab- reise der haupldelegierleu hier als Beobachter zurückgeblieben find, haben an der Abstimmung nicht letlgeuowmeu.(Velgieu ist verschnllpst, weil es gehofft hott«, daß Brüssel der Sitz der Laak sein würde. Rod.) De» weiteren behandelt« d-r Organisationsausschuß der V3Z. eine Anzahl sinouzlechnischer Zragen de, Trust Agreement. ohne jedoch zu einem Abschluß zu kommen. Velgifcher parteiiag. Vanderdelde gegen neuen Burgfrieden. Vnistel. 9. November.(Eigenbericht.) Im Brüsseler Voltsbous wurde am Sonnabend durch Don- dervelde der 11. Parteitag der belgjjchen Ar- beiterpartei eröffnet. Dandervelde setzte sich insbesondere mit der belgischen Regie- rung und dem internationalen Faschismus auseinander. Der Finanzdittatur der Bourgeoisie müßten die Sozia- Bezirken ist die erfolgreiche kommunistische Tech- nik praktisch übernommen." Das Rundschreiben bringt zugleich bemerkenswerte Enthüllungen über die Zc sie der erstrebten nationalev Diktatur. Es strotzt van Hochmut, es strotzt van Verachtung der breiten Volksmaisen. Die „Begehrlichkeit" der Hungernden soll niedergehallen werden. Von den Sotten redet man nicht. Hier eine bezeichnende Stelle als Beweis: ..Eine nationale rechtsgesinnte Diktatur kann doch nkcht ei« Heer von Fordernde», sondern nur ein solches von vertrauenden gebrauchen. Für sie ist Begehrlichkeit oder Stumpfheit der Rlasicv Verhängais. freudige Pflichterfüllung und Höchstenkfalkung der Persönlichkeit Im Dienst an der Gesamtheit und an der Zukunft aber Rotwcudigkeit." Di« Verachtung der Massen soll ollerding»— wie das Rundschreiben hervorhebt—„nur im engst« n Kreise" aus» gesprochen werde». Dort aber sollte man deutlich sagen, daß in einer nationalen Diktatur jede Art wirkliche Mitbestimmung dcr Massen ausgeschlossen sei. Die Massen hätten nur „den Drang zur lediglich triebhaften, gegenwärtlichcn, vegetativen Begeherlichkcit in sich" Das Rundschreiben enthüllt auch den Haupt- agitationsschiager der Rechtsradikalen als Schwindel, der behauptet, daß ihr« Diktatur dem Volke bessere Tage bringen könne: „Denn eine nationale Revolution könne ja gar nicht in den nächsten Jahrzehnten unsere egoistisch materiellen Interessen mehr befriedigen." Höchstens für die nächste Generation könne etne besser« Zukunft ge» fordert werden. In der Gewißheit, daß der Stahlhelm weder außen- noch innenpolittsch seine Versprechungen erfüllen kann, will er die Massen unter einen so gewattigen Druck stellen, daß sie gegen«ine nationale Diktatur nicht zu rebellieren wagen, selbst wenn sie noch so sehr hungern. listen die Demokratie entgegenstellen. Darunter sei aber nicht nur die formale politisch« Demokratt« zu verstehen, die, wie das Beispiel der Vereinigten Staaten zeige, für sich allein überhaupt keine Voltsherrschast sei, sondern die industriell« und soziale Demo- tratie, die Eroberung des ganzen gesellschaftlichen Organismus durch das Volk und durch die Arbeiterklasse. In bezug auf die Bildung einer neuen Dreipattsien-Regierung in Belgien oerhielt sich Vandervelde gänzlich ablehnend. Eine Teilnahme an emer sogenannten Regierung der natiönalen Einigkeit sei für die Sozialisten nur in ganz besonderen Ausnahmefällen möglich..Heute dürften Sozialisten nur dann an der Regierung teilnehmen, wenn sie in Ujjr eine führende Rolle spielen loimen. Auf jedän Fall wolle die belgische Partei nur nach siegreichen Neu- wählen wieder in die Regierung eintreten. In der Debatte wurden dl« Ausführungen Dmcherveldes von den Vertretern aller Kreisoerbände unterstützt. Ein« Abstimmung wurde nicht vorgenommen. Das deuifch-polnifche Teilabkommen. In ikngfandjßswürSigt. Poudaa, 9 November. Der diplomatisch« Korraspondent de»„Daily H e rald" bo- zeichnet den neuen polnisch-doutschen Vertrag als einen der größten Schritte, die bisher unternommen wurden, um den großen Derfailler Wirrwarr zu klären. Er benwrtl. wenn jetzt die übereifrigen polnischen Beamten in Schlesien und Posen verhindert werden körnten, zu nerfuchen, deutsch« Schulkinder zu polanisieren und deutsche Minderheiten zu unierdrücken, und wenn arodererfeit» die deutschen E h o u» vinisten ihr herausforderndes Gerede einstellen mür« den. so könnte zum ersten Male seit Iahrhundetten eine Aussicht auf eine wirNich« Freundschaft zwischen den beiden Rasse.» bestehen. Beamte und Inflationsbegehren. Die Absichten der Preußenregierung. Der Sozialdemokratische Pressedienst schreibt: Die Meldung eines rechtsstehenden Berliner Blattes, daß zwischen der Reichsregierung und der preußischen Slaatsregierung über die disziplinarische Verfolgung solcher Beamten, die sich akcio für das Bolksbegehren betätigt und in die Listen«ingezeichnet haben, bestimm!« Richtlinien vereinbart worden sind, entspricht nicht den Tatsachen. Im Reichsministe- rium des Innern ist von derartigen Richtlinien weder etwas bekannt, noch sind dem Reich derartig« Richtlinien van der preußi- jckzen Regierung augekündigt �worden.... In Preußen ist die Frage, wie gegen Beamte, hie sich für daS Voltsöegehrsn aktio betätigt haben, disziplinar ifch vorgegangen worden soll/ vor wenigen Tagen in einem Kabinett« rät erörtert worden. Die preußische Regierung hat seinerzeit all« nach- geordneten Behörden um Meldung derjenigen Beamten ersucht, die sich an der Agitation für dos Bolksbegehren beteiligen und sich in die Einzeichnungslisten eintragen. Schon daraus ergibt sich, daß sich das preußische Kabinett auch mit der Frage befassen muß, wie gegen diese Beamte vorgegangen werdsn soll. Ein Beschluß dar- über ist bisher jedoch noch nicht gefaßt worden und ist erst in einigen Tagen zu erwarten, wenn dos von den nachgeordneten Behörden angeforderte Material restlos vorliegt. Schon deshalb können die von dem Berliner Blatt veröffentlichlen Richtlinien nicht als Richtlinien der preußischen Staats- regierung angesprochen werden. Es ist übrigens ganz selbstverständlich— und daraus hoben wir bereits vor mehreren Tagen hingewiesen—. daß die preußischen Ressorts in der fraglichen Angelegenheit einheitlich vorgehen werden. Es Ist ebenso selbstverständlich, daß preußische Beamte. die sich aktiv und in gehässiger Weise für das Volksbegehren betätigt haben, von ihrem Amt entfernt werden. Das gcst z. B von allen Landräten, die sich ausdrücklich geweigert haben, die Ausrufe ihrer vorgesetzten Behörden gegen das Volksbegehren zu unterzeichnen und es damit abgelehnt haben, sich im Sinn« der Politik ihrer Regierung zu betätigen. Eine andere Frag« ist es. inwiewell auch Beamte, die sich eingezeichnet haben, disziplinarisch belangt werden sollen. Dieses Problem gestaltet sich insofern schwierig, als die Einzeichnungslisten nach dem Abschluß de» Bolls» begehren? dem Wahlgeheimnis unterliegen und tveder eingesehen werdsn dürfen noch können. Infolgedessen können mm die Beamten belangt werden, die vor dem Abschluß des Bolls- begehrens als Einzeichne? festgestellt worden sind, während all« Leamt�. die nicht während der Einzeichnungssrist festgestellt werdenkonnten, mit Rucksicht auf das Wahl- geheimni? sträflos ausgehen würden. In AnLeiracht dieser Lach- läge erscheint es angebracht, generell«on einem Kis'Ztptv» »arischen Bprgeheu gegen die Beamten, die sich eingezeichnet haben, abzusehen. Eine nachträgliche Anerkennnung der Recht« der Beamten zur Einzeichnung kann darin nicht im geringsten erblickt werden. Dielmehr handelt e« sich hier um eine Zwangslage, die schon aus Gründen der Od- j e k t i o i t ä t einen Verzicht auf disziplinarische Verfolgung er- forderlich macht. « Der preußische Minister des Innern hat dsm Ministerrat die Abberufung des Regrerungs-Dizepräskdenten Fthrmann in Merseburg vorgeschlagen. Fehnnann hat an dem Erlaß der preußischen Regierung über die Beteiligung von Beanüen an dem Volksbegehren schriftlich und mündlich scharfe ftrittt geübt und seine schristliche Kritik u. a. innerhalb der Beamtenschast des Regierungspräsidiums oerbreitet. Seine Amisenthebung dürfte in der kommenden Woche beschlossen werden. Di« preußisch« Regie- rung ist dazu nach dem Gesetz ohne Disziplinarverfahren und ohne nähere Begründung in der Lage, weil es sich bei Fehrnmnn um einen politischen Beamten handelt. Oer Kall Remus. Kadavergehorsam oder aufrechte Männer? Der Oberschütze Remus in Königsberg ist zu zw« Mo- noufen Gefängnis vrurteilt worden, weil er in einem Briefe an General Hey« eine Reche von Beschwerden erhoben baite. Di« Nachprüfung hat ergeben, daß ein Test der Beschwerden berechtigt war, in drei Fällen sind Schuldig« bestraft worden. Remus hat den normalen Beschwerdeweg verlassen, er- mutsgt durch Worte des Generals Heye, daß sich die Soldaten an ihn persönlich wenden sollten. General Heye will seine Worte anders aufgefaßt wissen, als sie Remus aufgefaßt hatte. Für dies Mißverständnis soll Remus mit zwei Monaten Ge- slngnis belastet aus der Reichswehr herausgeworfen werden, obwohl er offenkundige Mißstände aufgedeckt und zu ihrer Ab- stellung beigetragen hat. Das ist nicht nur unbilligeHärte, sondern bedenk- bch. Die Soldaten der Republik sollen mehr sein als die Re- lruten des alten Heeres zur Aeit des Kadavergehorsams. Wenn auch das Militärstrafrecht rückständig ist, braucht es darum nicht auch das Reichswehrministerium zu sein. Mehr Großzügigkeit, mehr psychologisches Verständnis für den Sol- baten, als im Falle Remus bewiesen worden ist! Das Reichswehrm'nisterium hat die Möglichkeit einer Korrektur, und es müßte für General Heye Ehrensache sein, sie herbeizuführen._ Pech bei Hugenberg. Oeut-che Zeitung gegen Deutsche Zeitung. In der Freitagabendausgabe der„Deutschen Z e i- t u n g" bemüht sich der Abg. v. Freytagh-Loring- Hoven nachzuweisen, daß für den kommenden Volks- entscheid lediglich die einfache Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidend sei. Interessant ist nun. festzustellen, daß sich in der gleichen „Deutschen Zeitung", und zwar in der Nr. 23ZA. vom 5. Oktober 1928, ein Aufsatz von Ministerialrat a. D. Dr. Hans-Heinrich Lammers fand, der' genau das Gegenteil beweist. Es heißt dort: „In der kommunistischen Presse und auch anderwärts ist die Ansicht vertreten worden, bei dem voraussichtlichen Vo!ks»ntscheid über das Panzerkreuzerverbot komme für di« Annahme des Gesetz- cntwurss di« erwähnt« Beteiligungsziffer überhaupt nicht in Frage, es genüge vielmehr die absolute Mehrheit der Absiim- mungsteilnehmer, so daß das Gesetz z. B. schon angenommen Ki. wenn von 6 Millionen Abstiwmungsteilnehmern 4 Millionen mit ?a gestimmt hätten. Diese Auffassung ist irrig. Sie stützt sich aus et« falsche Aas- leguag des Artikels 75 der Relchsnerfastung. Er bestinuntr„Durch den Dolksentscheid bann ein Beschluß des Reichstages- nur dann außer Kraft gesetzt werden, wenn die Mehr- heit der Stimmberechtigten an der Abstimmung teilnimmt." Diese Borschrift findet nach übereinstimmender und zutreffender Auffasiung oller Kommentatoren der Reichsverfasiung(Anschütz, Gies«. Pötzsch i'sw.) auf alle Fälle de» Volksentscheides Anwendung, also auch aus den d«s Volksentscheides auf Volksbegehren. Dens auch bei ihm ha-rdelt es sich darum,«inen Beschluß des Reichs» »ages außer Kraft zu setzen. Wie schon erwähnt, ist der aus dem Volksbegehren hervorgegangene Gesetzentwurf von der Reich-regierung zunächst dem Reichstag« zuzuletten. Nimmt«r ihn an, so ist für«inen Dolksentscheid kein Raum mehr. Lehnt er ihn, wie im vorliegenden Fall« zu erwarten ist, aber ab. so fast im Volksentscheid sa gerode darüber entschieden werden. ob dieser ablehnende Beschluß de« Reichs löge» außer Kraft gesetzt werden soll. Der Fall des Artikels 75 der Reich-Verfassung ist also gegeben. Es kann nicht im«nlserolesten davon die Rede sein, daß sür den vottrenlschrid über da, panzerkreuzerverbot ein« Beteiligung». zlsser nicht vorgeschrieben sei." Soweit der Artikel der„Deutschen Zeitung". Man steht, die„Deutsche Zeitung" versteht es meisterhaft, die Verfassung so oder so auszulegen, je nach dem. wie es ihr in den Kram paßt! Westarp gegen Hugenberg-presse. Die Presse Hugevbergs und mit ihr di«„Deutsch« Zeitung" hat dagegen protestiert, daß der Volksentscheid im Dezem- l, er stattfinden soll. Sie hat darin ein« besondere Tücke des Reichsinnenministeriums erblickt. Nun schreibt Graf Westarp in der„Kreuz- Zeitung": „Auch Hot di« Regierung verkündet, daß der Voltsentscheid noch in diesem Iohr« durchgcsührt werden soll. Damit ist n einer Forderung nachgekommen worden." Wogegen die Hugenberg-Presie anrennt, ist also«In« Forderung Westarpsl Laß dein« link« Hand nicht wissen, was di« rechte tutl Oer ÄomSenche? verhaflei. Herber« Äolck au der Schweizer Grenze festgenommen. Den Polizeipräsident teilt mit, Bei einer Zugkoatrolle durch Beamte des lndische» Polizeinmt» Lörrach wurde au»&. November de? Schriftsteller Herbert Bolck. der Wege» de« Holsteiuer Sprengstoffatteutate als HaupttSter«tack« brieflich verfolgt wurde, auf de« Bahuhof LSr» räch verhaftet. In seiner Begleitung befand sich seine«h-frau Erna Bolck. g-boreue Wilsky. die vor» läufig festz-uommen wurde. Bolck und sein« Ehefrau, die sich seit läugerer Zeit im Ausland« verborge» hielten, werden«ach Berlin übergeführt. Hausbesitzers Traum. Verbotene Hetzblätter. Zw«; kommunistische Zeitungen in Homburg verboten. Hamburg, S. Ronembei'. Der Senat hat in feiner g-strigen 61(511113 auf Grund de � Art. tS Alst, z d« Reich-pettasiung beschlossen, d.,» Erscheinen der beiden kommunistischen Blätter.Hamburger Boltszeitung" und„Norddeutsche ZeitunF" sowie etwaiger Ersotzblätter mit Wirkung vom S. November d. S. bis »u f weitere, zu oerbieten. „Äürgerlicher Wahlsteg!- Wirstchastspartei voranl- Ietzt warte, Mieterkanaille!* »Tlrrrans!- Den Lärm von den Zähren hob ich long genug dulden muffen!- Jetzt ists aus mit Mieterfchntz!" „Punktum? Sofort dreißig Prozent mehr Miete oder Sie fliegen auf die Straße!" <4 „Mona, wach doch auf, der Kaffee wird ganz kalt!" »Schade— nur geträumt." Dem Andenken Hugo Haasts. Revolutionsfeier der Berliner Sozialdemokratie. „Wr müssen di« Welt begreifen, die um uns ist, in der wir lcben und zu wirken hoben, aber mehr denn st sind wir verpflichtet, dies« Welt noch den Interessen der Arbesterkloss«, noch unsere« An- schauungen zu verändern." Diese Wort« Hugo Haasts waren Leitmotiv der Feier, die om Revolutionstage der Bezirksverband Berlin der Sozialdemokratie im Sportpcchist perapstastets- Da» Riesenrund stand NN Zeiche« der rvten Fahne der Soziall-emotratte: unsere Jungen und Mädel waren aufmarschiert, um vom Balkon«in« Riesenfront roter Fahnen zu zeigen. Zwischen ihnen standen alt« Kämpen der Partei mit den Bannern der Kreis« und Abteilungen. Das Berliner Sinfonie- orchester leitet« die Feier«in. Der Sprechchor für proletarische Feierstunden unter Ästung des Genossen Florath brachte Tollers „Senkt di« roten Fahnen" zum Dortrag. Die Fahnen neigten sich. dl« Menschen erhoben sich zu Ehren des Toten, aber aufraffend, au» trüben Gedanken erlösend, sprach Heinrich Witt» Franz Rothen- felders:„Nicht Worte der Klage!" Der Dichter halle Haasts Wesen mit den Worten erfaßt:. „Der Erde Recht, der Welt Gewissen, ein frei Geschlecht, So ehren wir der Toten Weg und mahnen." Di« Thürs des Arbeitersängerbundes Fichte-Georginla, Berliner Sängerchor und Neuköllner Sängerchor trugen Scherchens„Unsterb- lich« Opfer" vor, der Trauermarsch aus der„Götterdämmerung" leitete, von Wilhelm Knöchel dirigiert, dt« Gedenkrede Arthur Crispiens ein.„Gelt ISIS ist uns der 9. November ein Tag von höchster geschichtlicher Bedeutung, nicht ew Tag, der eine geschtchtliche Episode abschloß, sondern ein Tag. der«ine neue geschichtlich« Epoche er- öffnete. Nur im Zuge der modernen Arbeiterbewegung ist der S. November richtig zu würdigen. Genast» Erispien entwickelt« im historischen Rückblick den Weg aus dem Feudalismus, der die bürgerliche Revolution auslöst«. zum modernen Kapstalismu». Dieser schuf sich seinen Todfeind selbst: das Proletariat. In der bürgerlichen Revowtion wurde die proletarisch« Revolution geboren, ihr« Trägerin und Vollstreckerin Ist die Sozialdemokratie. Dos kommunisllsche Manisest war ein Appell an ein siegrelcha» Praletoriat. aber entgegen allen Putschist!- schen Abenteurern hielten Marx und Engels daran fest, daß, als un- geheure Mehrheit, da» Proletariat sich zu einem organisierten Kampf Im Interest« dieser ungeheuren Mehrheit vereinigen müsse. Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde die Sozialdemokratie bald«in« politisch« Wacht ersten Range», und weder das Zuckerbrot der Sozial- persichenmz noch dl« Peitsche des Sozialistengesetzes hielten sie auf. Marx hatte recht, wenn er sagte, daß die proletarisch« Revalullon nicht«in einziger Siegeszug sti: 1014 erlebt« sie ihr« schwerste Niederlage. Im Mossenwohnsinn schlugen Millionen Menschen ein- ander tot. Do» Proletariat lernte und lernt immer wieder von seinen Niederlagen. Der 0 November 1018 brachte ihm sein« poli- tische Gleichberechtigung, das ist zunächst da» Bleibend«, bedroht von der Reaktion, aber ständig verteidigt von der Sozialdemokratie. Der Kampf um di« vürtschoftlich« Befreiung geht welter. Je mächti. ger aber d>«'Soziald,matrati« wird, um so w-lder gebärden sich die Reaktionär«. Das feben wir gepenwartia an dem Treiben der Hungenberger in Deutschland und DeutfchSstmeich, Aber ihnen steht eine fistgeschlostene Sozialdemokrat!« gegenüber. Der 0. November ist vn» mehr als ein Tag der Erinnerung, er ist uns Tag des An- fangs und der �Verheißung, aber er geht nicht vorüber, ohne daß wir aller unserer Toten gedenken. Da? zehn Iahren verlor die Gozialdemokrati« In Hugo Haast einen ihrer Besten. Er steht noch vor meinen Augen, jung irnd lebendig, zurückhaltend oft, aber in icknuierigen Situationen klug entscheidend." Genost« Erispien schilderte den Lebenslauf Haasts, der au» einem fugendlichen Streiter um Recht und Gerechtigkeit ein leiden- schoftlicher und konsequenter Sozialdemokrat wurde.„Au« dem Königsberger Stadtverordneten wurde der Reichs tagsabgeortm et«, aus dem Reichstagsabgeordneten der Parteioorsitzende neben Friedrich Eberl. Wo immer Hugo Haast hingestellt wurde, ist er sich und den Sozialismus treu geblieben. Erispien berichtet« so- dann über di« Haltung Hugo Haasts bei dem Kampf um die Unter- schrist des Berfoiller Vertrages Di« Geschichte hat gezeigt« daß die Hal. tung der Sozialisten damals richllg war: dies« Haltung öffnet« den Weg, den Deutschland inzwischen von Versailles bi» zum Haag zu- rückgelegt bat, wobei wir gewiß beachten, daß im Haag noch nicht das letzte Wort gesprochen Ist. Der Feind seder Gewalllot, Hugo Haast, wurde da« Opfer eine» heimtückischen Moides. Ms er am 8. Oktober 1010 da» Reichs« tagsgebäud« betreten wollt«, schoß der Mörder auf ihn. Es war bekannt, daß Hugo Haas« im Reichstag damals gegen die Rebellion der Bollitumer sprechen wollte. Einen Monat rang er mit dem Tod. In der Rocht vom 6. zum 7. November, mitten im Diktieren eines Manifestes an dos Weltproletariat, schlummert« er ein. In Ehrfurcht vor Hugo Haas«, in Ehrfurcht vor allen unseren Toten stnken wir die roten Fahnen. Nun beben wir sie wieder hoch zum Kampf. Der 17. November 1920 bringt«in« Eni« sch e i ß u n g. Tun wir unser« Pflicht, dann sind wir unserer Taten würdig, dann bestehen wir als Sozialdemokraten in Ebren." Tord Foleson folgte. Das Orchester spielt«.Klage und Triumph" von Liszt. Wollmanns Sprechchor„Der 0. November" schloß die Kundgebung. Das Proletariat ist mein Dater, Das Proletariat ist meine Muller. In euren Herzen, euren Reih'n Werde ich ewig beheimatet sein. In ernstem Gelöbnis sangen die Berliner Sozlaldemakraten das Kampflied der Internationale. Oas Lnflationsbegehren. 136 ungültige Stimmen in Boden. Karlsruhe. 0. November. Der Abstimmungsausschuh für den Stimmkreis Boden hat unter dem Vorsitz von Oberr«gierung»rat Walz im großen Sitzungssaal de» Ministeriums des Innern die endgültigen Ergebnisse de» Einzeichnungever fahre»« zum Volksbegehren„Freiheitsgesetz" ststgcstellt D!« Prüfung der Ein« tragungslisten ergab, daß van den 83 248 Eintragungen in Baden 188 ungültig waren, so daß die Eintragungen sich nur auf ZZllO belaufen. Zu Beginn erklärt« der Vorsitzende, daß auch er s-tuersell» dir Berdächllgungeu und Beleidigungen, die von Geheimtat Hugen- berg gegen die mit der Feststellung de» Absttmmungsergitbnistes betrauten Beamte» erhöbe» worden feien, entschieden zurück' «eise» müsse. Länger« rechtliche Erörterungen knüpften sich an die Frage der Zurückziehung von Unterschriften- Der Vorsitzende vertrat dabei dst Ausfostung. daß. solange ein Deriahren für die Zurückziehung nicht bestehe. Unterschristen nicht zurückgezogen«er. den könnten. Die Mehrhell de» Lusschusst» stellt« sich aus den Standpunkt, daß Namen als zurpckg«, zogen zu gelten hätten- wenn die Zurückziehung durch eigenhändigen Vermerk der Eintragung»- berechtigten vollzögen werde. So kam man dazu, die Gültigkeit den Zurückziehung von sieben Stimmen anzuerkennen, während in lS Fällen die Stroichung des Namens in den Eintragungslisten für ungültig erklärt wurde. Einslei» Ehrendoktor 00« Bari». Di« soierliche Ueberreichung der Urkunde und der Jnstgnien eine» Ehrendoktors der Uninersitöt Pari, an Proststor Albert Einstein fand am Sammbevk» in dem großen Amphitheater der Sorbonne statt... t Lürgerschastswahl in Lübeck. Bürgerblock gegen(Sozialdemofratie! Lübeck, k. November.(Eigenbericht.) am 10, Nvoeinber wird b« Lübecker Bürgerlchoft neu gewählt. ' Blonder» für die preußischen Städte in Nordwestdeutschland, die ritt der sozialen und wirtschaftlichen Struktur Lübecks weitgehende Ashnttchkeit hoben, werden die Lübeckischen Wahlen von einer xcwissen Lorbedeutung sein. Di« politische Situation in Lübeck ist einzigartig. Obwohl nie- rwls ein« wirkliche Koalition zustand« kam(wie sie z. B. chamburg bat) und obwohl Demokraten und Zentrum ganz bedeutungslos sind, blieb die SoziaDemokivtie seit 1018 bis heute ununterbrochen maßgebend« und verantwortliche Regierungspartei. Seit dem Sturz Neumanns' aus Anlaß der bekannton Hugenderg-CIah-Affärc stellte sie auch den Bürgermeister. Jede Bürgers chastswa hl ging deshalb immer wieder um die Frage: Bleibt die Sozial- demokrati« an der Macht? Auch diesmal wird um diese Entscheidung gerungen, die sich ausdrückt in der konkreten Frage- ftelluug: Bleibt der sozialdemokratische Bürgermeister? Ilm die sozialdemokratische Machtstellung zu brechen, hat sich schon bei srüheren Wahlen ein« sogenannte bürgerliche Ein- h e i t s i r o n t gebildet, die auch diesmal als chairp tangreifer auf- tritt unter. dem Namen Hanseatischer Boltsbund. Dieser f Lolksbund" ist eine Zusammenfassung der Volkspartei der Deutsch- rationalen, der Dölkischen, der Hausbesitzer und der Wirtschafts- parte!, die mit allen möglichen wirtschaftlichen Verbänden zu- lammen einen ausgesprochenen Rechts-und Besitzbürger- block' bhlden. Dieser Bürgerttock hatte in der bisherigen Bürgerschaft SS von 80 Eitzen. Er war damit stärker als die Sozialdemokratie, die über SS Mandat» oerfügte. Er blieb trotzdem machtlos, da d>« k einrn Parteien der Mitte, zu famnien gefaßt m einer Arbeits- gemxjiirlchgft.(2 Demokraten, 1 Zentrumsmann, 1 Aufroe rtler), mit ■{hm.in steter Feindschaft lebten und somit den Ausschlag gaben für eine LiiftAnehrheit, der auch eine Linksmehrheit an Senat entsprach. Di« Kommunisten mit ihren 5 Sitzen' sind ohne jade KSdeutung. Finmerhin standen in der bisherigen Bürgerschaft die Mehr- beitsoerhältnisse aus des Messers Schneide. Und es ist noch völlig' unübersichtlich, wie sich die Lage entwickeln wird, denn vieles, wird, abhängen van dem Schicksal der kleinen Mittel- Parteien. Der Wahlkampf wird deshalb mit großem Aufwand und großer Erbitterung geführt. Dabei, wird die Sozialdomokrotie als ausgesprochene Regkerungs parier bkämpft, der Bürgerblyck fühlt sich I■sgep.ni in. der vorteilhaften Rolle der kritischen Opposition. Trotz- t->m ist leine Position viel schwächer als bei der letzten Wahl, mo es ibm gelungen war, mit der Parole der bürgerlichen Einheil die D-matraten fast ganz aufzureiben. Diesmal hat er außer den iemö'rolen auch die Nationalsozialisten gegen sich. E f steht heut« schon absolut fest, daß der Bürgerblock tisch: mehr die stärkst« Partei bleibt. Die Sozialdemo- kratie wird wieder an der Spitze marschieren. Das ist. um so mehr gu erwarten, als der Bürgerblock innerlich sehr zerrissen ist, wobei l amraemaß gewisie reichspolitisch« Fragen, wie Volksbegehren usw., tsire Rolle spielen.. Wahlberechtigt sind für die Bürgerschaftswohl. insgesamt 93 420 Wähler. Im einzelnen verteilen sich die Stimmen und Man- dote nach der letzten Bürgerschaftswohl im Jahre 1926 wie folgt: Die restlichen Stimmen der 1926 abeeocbenen Wahlüimmen waren zersplittert. Der Roggenskandal. Erklärung deck Sörsenvorstandes,— llnierfuchung ftirch den StaatSkommlsiar. Der Borserum-stand, Abteilung Produktenbörse, teilt mit: ,�n Nr, 523 des„B o rw a r t s" ist in einein Artikel unter der Ueberschrift„Ein Roggenskandal— Privatgeschäfte auf Kosten des Reiches" die Behauptung aufgestellt, daß fünf Finnen der hiesigen Getreidebörse, von denen drei ini Börsenvorstand vertrete» find, bei Ausführung von Cinkaufsaufträgen der Deutschen Ge- treidehandelsMesellschast„übermäßige. Kommisstonen" erhallen haben und„mangels einer ausreichenden Kontrolle der Handel in der Lage ist, beim Landwirt billig einzukaufen und der Deursch-n Gelreidehandcls-Gescllschaft teuer zu verkaufen, so daß stellenweise Beträge bis zu 20 Mark pro Tonne verdient worden sind". Die Inhaber der. namhaft gemachten Firmen haben dein Börsenoorstand die D e r s i ch e r u n g abgegeben, daß sie lediglich ein« angemessene Kommissionsgobühr von 1 bis 2 Mark für die Tonne erhalten und in kxinem Falle Berkäufc oder Borverkäufe getätigt haben. Der Börsenvorstand beschloß daraufhin, an den Staotskom- mifsar bei der Berliner Börse das Ersuchen zu richten, ein Hand der Geschäftsbücher der fünf Firmen und. der.sonstigen von ihm einzufordernden Unterlagen— tunlichst auch derjenigen der Getreidehandels-Gesellschast— die Vorwürfe zu prüfen und je nach den Ergebnissen. der Prüfung entweder die-Haltlosigkeit der Vorwürfe festzustellen oder die Einleitung eines ehrengertcht« ltchen Verfahrene herbeizuführen.' Der Staatskommissar erklärte sich dazu auch mit der Maßgabe bereit, daß er zu der Prüfung Sachverständige aus den Kreisen des Handels und der Landwirtschaft hinzuziehen und oersuchen werde, auch das Reichsernährungsministermm daran zu beteiligen." » Di« vom Börsenvorstand beantrag'« Untersuchung ist not? wendig und zu begrüßen. Die Erklärung des Börsen- Vorstands läßt aber außer acht, daß es neben den übermäßigen Provistdnen und Kommissionsgebühren, von denen in der Erklärung allein die Rede ist, auch übermäßige H an d,e l s g e.w i n n« gegeben hfct, die n icht e r w ä h n t werden. Nur in ZUtsnahmefällen betrug die Kommlsstonsgebühr 1 Mark: die Regel waren Z Mark, vi« Provisionen sind zu hoch, und es wird eine der ersten 2lufgaben des Reichskommissars sein, auch die Provisionssätze im Interesse der Landwirtschaft zu senken. Ein demokratisches Berliner Blatt versteht die Erklärung des' Börsenvorstandes mit der Ueberschrift„Kein Roggenskandal". Dos ist bewundernswert kühn, nachdem ein« Untersuchung beantragt ist und keine Spur der Widerlegung von dem betressenden Blatt versucht worden ist. RebeNwn gegen Prinz Auwi. E ne Ohrfeige für Seidies Äyzantinisnms. Der Prinzenrummel dcr Stahlhelm-Führung fällt langsam selbst dem treuesten Stahlhelmmann auf die Nerven. Als Beweis dafür veröffentlichen wir nochslehend ei» vom 23. September 1929 datiertes u»d einen Tag nach der „Schlacht bei Langenberg" verfaßtes Schreiben eines rheinischen Stahlhelm-Gausllhrers an de» Landesverband dieser Organisotion in Hagen i. W. Der Brief lautet: „Zur gestrigen Bcronstaltung in Langenberg waren dem Gou ein« Reibe Ehrengäste gemeldet worden, darunter nicht Kamerad Prinz A u g u st W i l h c I m. Aus besondere Anfrage war dem Gau vom. Landessührer geantwortet worden, daß der Prinz von niemandem geladen sei. Trotzdem befand sich der Stahlhelm kawerad bei d e n E h r e n g 2 st e n neben dem Landessührer beim Vorbeiina'sch sowie vorher beim Stab des Landessührers. Der Gau erhebt in schärfster Form E i n s p r u ch�da-. � gegen, daß bei einer Veranstaltung in seinem Bereich ein Stahl- ' helmkamerad. weil er Prinz ist, als Ehrengast behandelt wird. Lediglich gus dielem Grunde hat der unterzeichnete Gausührer da- von obseb-n müllen. seinen Gau oorbeizusühren. Der Gau behält sich vor, ebenfalls seinen Gau geschlossen aus der Aufstellung herauszuziehen� wenn nun nicht endlich di-efem unwürdigen Vrtnzenrummel ein Ende g ein a ch t w i r d. Selbstverständlich ist der Gausührer auch bereit. die aus seiner Stellungnahme etwa notwendigen Folge- r u tj g e n zu ziehen, wenn.sich die ihm mehrfach bekanntgegebene Stellung des Latzdesführers und der Stahlhelitzlührerschaft'in dieser. Richtung wesentlich geändert haben sollte. Front Hell!" Bedauernswerte Gestalten— diese Hohenzollcrn- prinzen. Jetzt dürfen sie sich nicht einmal mehr beim Stahlhelm in vorderster Reihe sehen lassen. Auch hier hoben sie endlich den letzten Rest an moralischem und persönlichem Kredit verspielt. Danach werden selbst die wildesten Monarchisten ihre Hoffnungen auf die einstig« Wiederkehr..herrsicher Zellen" unter dem großen Geschlecht der Hohenzollcrn e n d g ü l t i g zu Grabe tragen!- Der kschechoslowakische Elsenbahabemnke Mncenz Pecha und der Mitangeklagte Landwirt Johann Toth siitf» in der zweites Instanz zu vker Jahren sechs Monaten bzw. zweieinhalb Jahren schweren Kerkers verurteilt worden. Die Bestimmung des Urteils der ersten Instanz, daß Peiba noch Derbüßung der Straf« des Landes verwiesen wird, wurde aufrecht erhalten. (Gewerkschaftliches stehe 4. Beklage.) Nceantwortti» iflt Politik: Dr.«»rt«nieri Wirtschaft: 6. IHmflrtHft*: Seivcrklchattshrwcaung: I. Cieiatt; ffrutDilon: ft. 8. Dlsch«! Lokal«» und Santliac» ffti* JtatfläM: Änzeiaen: Tb. OlaOt: sämtlich in S«Un. SerlOfl:- a?otmart«-Serlna®. m d. S. Berlin Druik: chorwartz-BnMdriakitet und Berlasaanlialt Vanl tLinerr u.-So.. Vrrlin SB«S Lmtr-lltatr S. � Siel»-» Beil««:- q-b �t-trib-lt-ilo-od Wz. a. l'l 6�«« Ifii Ein ganz auße K AN DGEARBE auf Blelefeldoi » i i!>> k 1 I blzcjselretzen, 6 Stödt rgewöhnlich billiges Angebot» ITETE ECHTE M A D E I R A• D E C K E N leinen, in alten gangbaren Größen BEISF-IElll 0%9S BEisriEt III 1 075 Jmja Teedecken, 133«■ I»r w Jl.- 23, NOVEMBER Mitteldecken 53 e« B El S n El III Teededcen,>33 e« VERANSTALTET VON DER ZEITSCHRIFT VELOURS DE LAINE h ö c h w• r» I e•, rein- 4% gj wollenS-GuoHtät« 130 cm JamJBKt ■ TWEED vorzüsli.cn« Quallefit, Ae 140 c ir. breit v«, CREPE MAROCAIN fS'fj«" SStd#,»chv/cre, «rf prob*© In ■flaH-n®, schwarz und aHen TT 45» M)dddrn«nFdrb«n#co;100cm w WM KLEID au« vorzügliehoffl 4% A Tweadttoff, ladergOrtel M A NTE l reinwollen. Kips, ganz auf M Sleppfurt., groft. Pelzkrog.■ DAMENSTROMPFE r e! n e W o I I«, >: a» e h m I r, �50 vorzüsllch« Qua lllfit aee HEMDHOSE mit Klöppel. Einsatz und Spitze« Stickerei- Motiv SCHLAFANZUG tili Ooman, lguttroHf'er B50 FlanaM.«ädern* form WWW IN VERBINDUNG Mit DEM � .......- DECKBETTBEZUG*90 kröftlgor linoin, 130/500 cm WM? KISSENBEZUG|65 dazu posund, 80/80 cm| odb r'. Wj»«.*-r-V«-'v.K,' '.-\v;.*'5 jBITTE AUSSCHNEIDEN ANIÄSSUCH DE» AUS- STEUUNG FINDEN IM VORTRAGSSAAl KONIG- STRASSE 7 IN DIESER WOCHE FOLGENDE VORTRÄG E STATT i MITTWOCH DI IICHAIO UIMNBEIO 13. NOV. DltEKTOI DES ":S UHI" lANDES BEIUrSAMTES, BEIUN »AUS DER PRAXIS DER BERUFSBERATUNG« SONNABEND Ol. MAI WINCICEl 16. nov.»ZEITGEMÄSSE .SüHl ERNÄHRUNG« nächste wochi s weitere voitiäge Ö B E R H EMD tüf Hurren, we!6, mit �95 tariertem Botlstalntotz e#aB» DAMEN-SCHLOPFER Kuhsiseide, gestreift oder 75 meüert-pfottfert, Gr. 42-48 I WW VOI LE-GARDINEN mit Volon*, bunt bedr� W W 7? indontbren GcinutVT•• mm >1� 7 MsM DES KAUFHAUSES FD« VERBÄNDE UND ANDEIE GROSSERE GRUPPEN FINDEN NACH VORHERGEHENDER ANMEIOUNG SQNDERFOHRUNGEN STATT BERLIN C 2• SPANDAUER STRASSE• KO.NIGSTRASSf• VERSAND-ABTEILUNG aöriK % lUUfCUCl"*UlfUU.fc,* i 33sfiflte:ÄMs- M J ÄMjSWWÜ iw� i äxbm&tiß. M 1. Beilage des Vorwärts Ar. SZ9» 46. Jahrgang �I'K.ääOIäK,|�f Gonntag, 40. November 4929 W�emMz�M ZzhbcJkMs'4 Dos sogt olles! r75 Aüflege-Mfltratzen% '�Mctallbettstellen Messingbettstellen aus eigener «. 4«pp»lt, Splr«Jbo�«n,Ä__»ocanfarm, mltZwc-_ RlhrdüTtlAn ntMmmenkltppb.�uunSraTO.«dermatratza.....§ W j UUr'rHiUv' �OKMifttrnt.•"« Zuffadar-'TwIarkjant.mHjutar Ofh_ Sßhr Drß15W0rL M-natrataa, weit«dar«Ö-K Zugfadarmatratxa...OSf«" KIVU�mv 1 1, M«hwar»,«0X186.. laJ./O rornlekelt, blank pollart. mit 5Sg; Odaranform, mit Zu»fadar. �tar Zuatedermatratze. I«• t ft». A< I 87.4 PrinzerhSfe jandepBi��pcM-Sfr, m«tratie,26 mroRohr,;ehr elegant, waiO oder schwarz, 48 E'OXIÖO 00x190....... 19.90 I 8«lt 1896. d«r Kirchen. Am 2ö. April veröfffntlichte der Mogistrst Namen urch Stand der gemöhlten Ift? Stadtverordneten i es waren fast aus- schließlich Reprösentonten der eigentlichen Bürgerschaft. Donach setzte sich die Versammlung zusammen aus 31 Kaufleuten, 28 G«- wcrbetreibenden, die sich Meister nannten, woruiÄcr auch die Maurer- und Zimmermeister, 9 Fabrikanten, 5 Eigentümern und Rentiers, 5 Gärtnern und Ackerbürgern, 5 Brauern und Destillateuren, 4 Gastwirten, 4 Apothekern, 1 Schiffer, 1 Juwelier, 1 Pächter, 1 Arzt. Der Beamtenstand war nur durch drei Polizeibeamte und zwei Bauinspcktoren vertreten. feierliche Vereidigung in der Nikolaikirche. Nachdem die Wahlen beendet waren, fand am 25. April di« Konstituierung der Dersaminlung im jetzigen Universitätsgebäude statt. Man wählte den Präsidenten, von Gerloch zum Bor- steher, den Kaufmann H u m b e r t zum Stellvertreter. An Stelle der bisherigen 18 besoldeten Magistratsmitglicder wurden nun 1l> besoldet« und IS unbesoldete gewählt. Di« Stadtverordnelen- versmnmlung begann die Sitzung mit der Wahl eines Ober» b ii r g e r m c i st e r s, nachdem dessen Geholt auf 4000 Taler festgesetzt war. Einstimmig wählt« nian am 1. Mai Herrn von Ger- l a ch als den ersten Oberbürgermeister von Berlin. Für die übrigen Mitglieder des Ko�cgiums, die nach Verfügung der Regierung ans einem Bürgermeister, zwei Syndizi, einem Baurat, einem Kämmerer und vier gelehrten Räten bestehen sollten, bestimmten die Stade verordneten dann in einer Sitzung am 5. Mai die Gehälter, etwa in der gleichen Höhe wie bisher. Für den Bürgermeister 2300 Tal er. für die Syndizi und den Kämmerer 1800 Taler, für alle übrigen, auch den Baurot, 1200 Taler. Der Uebergong zur neuen Ordnung sollte durch einen bei anders feiert ichen Akt ausgezeichnet werden, der am 0. Juli 1800 vor sich ging. Unter dein Läuten der Glocken versammelten sich olle Beteiligten, Stadtverordnete, Magistrot usw. im. berlinischen Rot ha us. Von da begab sich die ganze. Versammlung unter Glockengeläute aller Kirchen in di« N i k o.t a i k t rche. Der Probst -Ribbeck hielt die Predigt, und dänn nahw der Obdrpräjivcm.die feierliche Ver�idigüng des Oberbürgermeisters und de» Magistrats vorl Darauf erfolgt« der feierliche Rückzug unter Glack�eiz-- geläut und Spalier der Bürgcrgorde nach dem Rathaus. 3«pNn««rfter Oberbürgermeifler: Jßeopold VOli Qet'iaeh. Wahlen mit Gottesdienst und Glockengeläut. Dem Wahlakt hatte«in Gottesdienst vorauszugehen. Da nun jeder Bezirk seinen Stadtverordneten besonders zu wählen hatte, so erforderte dies eine ausgedehnte Benutzung der Kirchen und eine auherordenllich« Hilfeleistung der Geistlichen. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Kirchen betrug 22, s o waren 5 Tage nötig, um die 102 Wahlen zu vollziehen. Am 7. April 1809 mochte der Magistrat bekannt, daß die Wahlen vom 18. bis 22. April stattzufinden hätten. An den Wahltagen läuteten di« Glocken wi« zum Gottesdienst, vier Gardisten und«in Unteroffizier der Bürgergarde standen an den Eingängen S>er erfle Slaitlcerordneleneorfteher der Sletehahaupffiadi: Johann Stoul Xumhert. Tereidlgung in der lUholai Wirrhe am e. Juli isoo. Am nächsten Sonntag, dem 17. November, fällt die Entscheidung über die zukünftige Somwunalpollkik der Reichshauptstadl. An- er müdlich haben in den letzten Wochen dl« Wilglieder und Funktionäre der Sozialdemokratie sür den Sieg der Liste I geworben. Daneben sind Lichtreklame. Llksatzsäulen und vropagandawagen in den Dienst der Werbung getreten. Zn de« kommenden Woche wird Berlin vollends Im Zeichen eines modernen Wahlkampfes stehen. wie anders die erste« Berliner Sladkverordnetenwahlen vor nun. mehr 120 Zahren vor sich gingen, wollen wir unseren Lesern durch den nachstehenden Aussatz erzählen. �,Äm 19. Noveyiber 1808 war die Freiherr u.Sf eins che , Stä dt e ordv un g Gesetz geworden. Äe Franzosen, die am S. Dezember 1808 von Berlin abzogen, hatten während ihrer zwei- fährlgen Besatzung die preußische Hauptstadt selbst verwaltet, um möglichst viel Kontributionen aus der Bürgerschaft heraus- zuholen- An der Spitze der Polizei und des Magistrats hatten sie zwar einig« Beamte zugelassen, rn Wirklichkeit war aber jede Selbst- Verwaltung aufgehvben. Diese war übrigens auch unter der alten Stadtverwaltung nicht sehr weitgehend gewesen. So hotte der Rar icher die Kämmerei und den.Hausholt die olleinige D-rfügung. Einen Haushalt noch den heutigen Begriffen gab es nicht, nur einen solchen des Magistrots für die Kämmerei, deren Einnahmen 1806/07 rund 33 300 Taler betrug, eingerechnet etwa 12 500 Taler Bestand vom vorhergehenden Jahr«. Der Etat für 1929 hat bekanntlich die Höhe von einer Milliarde überfchritien. Bor der Einführimg der neuen Städtcordnung ergänzten sich die Rotsmitgliedcr aus den P o t r i z i e r g c f chl« ch t« r n. Eine Verordnung des Kurfürsten Friedrich II., den Rat zum Teil aus den Zünften zu ersetzen, scheint wenig Beachtung gefunden zu haben. Rur, wenn«s um die Einhebung einer Sondersteuer ging, wurden die Zunstältesten über die Verteilung mit befragt. Di« Zahl der eigentlichen Bürger war ein« sehr beschränkte, von 133 706 Einwohnern im Fahre 1803/06 waren nur 12862 Bürger. Aus- geschlossen vom Bürgerrecht waren die„E y i m i« rt e n"(Hafleute, Adel, Beamte, Militärs, die sehr starke französische Kolonie, di« Fuden, Handwerksgesellen). Als die Franzosen abgezogen waren, konnte man nicht zur alten Städteocrsossung zurückkehren, di« Fron- zosen hatten den Freiheitsdrang des deutschen Belkes stark angeregt und mancherlei Verbesserungen gebracht. Unter dem Drucke des verlorenen Krieges und um die Opferwilligkeit der Bürger zu erhalten und zu erhöhen, mußten die deutschen Fürsten mancherlei Konzessionen machen. Verlorene Kriege hoben den Völkern stets zwar sehr große Lasten auferlegt, ober sie sind vielfach auch b«? Antrieb für freiheitliche Fordeningen gewesen. Sie Bedenken des weisen Rates. Vor 120 Jahren, am 26. Januar 1809 hotte d«r Magistvat von der Kurmärkischen Kammer die erst«. Aufiordermig erhalben, die E i n f ü h ni n g der Stödteordnung in Berlin vorzubereiten. Zunächst war eine Körperschaft der Stadwerordneten nötig, die den Magistrat zu wählen hott«. Das war indesien nicht so leicht, olle Unterlagen mußten erst, beschafft«ttdcn.'vi« Einteilung der Wahl- bezirk«(102). die Aufstellung der Listen, g e k r e n n k n o ch E i g e m tümern und Mietern usw. Mete» im Gesetz schien dem Magistrat, der ein Ortsstatut zu entwerfen hatte, unklar, überhaupt kamen dem wejs«n Rat allerlei Bedenken über den praktischen Wert der neuen Städteordming. Er richtete deswegen ein« Eingabe an die Staatsbehörde, worin er das neue Gesetz ziemlich abfällig kritisiert«. Es wurde darin die Befiirchwng ausgesprochen, daß die Bürger in der Verwaltung zu wenig Verständnis hätten, man de- fürchtete ihr« Gleichgültigkeit und ihren Egoismus. In der „Vofstschcn Zeitung" vom 11. Februar 1809 war ein von amtlicher Stell« inspiriert«? Aufsatz erschienen, in dem die Vorteile der neuen Ordnung hervorgehoben wurden. Di« Städteordnung stell« die Lürgerehre wieder her, verschaffe dem Bürger die Verwaltung seiner Angelegenheiten, die Wohl des Magistrats, die Verteilung der Gemeindelasten. Die Zweifel des Magistrats bezüglich der „Eximierien" behob die amtliche Stelle durch die Weisung, dies« seien aufzufordern, dos Bürgerrecht zu erwerben, andernfalls sie nach Z 23 d«s Gesetzes ihre Grundstücke veräußern bzw. ihr Gewerbe niederlegen müßten. Die ansässigen Juden sollten ebenfalls verpflichtet sein, dos Bürgerrecht zu erwerben, den übrigen„Schutz- juden"(olle es freisteh««. Das größte Landflugzeug. Besichtigung des Zunkers-Großflugzeuges„GAS" in Dessau. Die Zunkcrs-Wcrke hallen zur Vesichkigung ihre» jetzl fectiggcslelllen Grohslugzeuges G ZS. des gröhlen Landslug. zeuge» der well, eingeladen. .iluf dem Flugplatz, wo der ftlb er graue Luftries« bereit stand. gab Direktor Dr. Ringwald die notwendigen technischen Erläude- rungen. Er erklärte, datz der Raumflügler Junker-Q 33 ein« konse- quente Annäherung an die endgültig« Lösung der Aufgabe darstelle, die sich Junkers in seinein„Nur-Flügel-FluMug" gestellt Hab«, d. h. in enier Maschine, in der alle Lustwiderstand erzeugenden Teile dem freien Luftstrom entzogen und von einem großräumigen Flügel eingehüllt seien, während der Rumpf ver- schwinde. Di« G 38 enthalt« als erste Maschine schon die wesent- lichsten Merkmale des„Nur-Flügel-Flugzeuges", denn die Nutzlast- räume seien bereits in den, den ganzen Aufbau des Flugzeuges be- herrschenden freitragenden Flügel von zwei Meter Düke hinein- gewachsen. Ebenso habe sich die Triebwerksanlag« von vier Mo- t o r e n mst der Flugzeugzentrale zu einer konstruktiven Einheit verbunden denn die vier Motoren seien völlig ins Flügelinnere verlegt. Ganz neuartig sei die räumliche Trennung der Propeller von den Motoren, mit denen sie mittels einer neuen von Junkers entwickelten Antriebsleitung verbunden seien, und zwar durch eine besonders leichte, Schwingungen dämpfende Zkuppelung. Das Leitwerk sei so ausgestaltet, daß trotz der Größe der Abmessungen die Ruderorgane mit außerordentlicher Leichtigkeit bedient werden könnten. Der Koimnandoswnd befindet sich vor der Mitte des Flügels in einem Ausbau, dahinter erhöht liegt der Führerraum für zwei Piloten und hinter diesem wiederum der Zentralbedienungsstand für die samte Triebwerksonlage. Die Nutzlafträum« befinden sich über dem Mittelteil des Flügels rm Rumpf. Ganz neuartig ist auch das Fahr- gestell dieser Riesenmaschin«, das aus vier Rädern besteht, von denen je zwei hintereinander in einem Pendelrahmen lagern. G 38 hat eine Spannweite von 4S Metern(also fast genau so wie vo. X) und eine Länge von 23 Nietern. Das Leergewicht beträgt 13, das Flug- gewicht 2V bis 24 Tonnen. Di« Triebwerksanlage besteht aus vier Junkers-Motoren von zufanunen 2100 PS, und zwar zwei Junkers 1� ö— und.zwei Junkers L 88-Motoren. Nach Angabe des Werks dürfte sich die Reichweite bei 3000 Kilogramm Nutzlast auf etwa 3500 Kilometer erstrecken, was der Entfernung von Berlin bis zum Persischen Gols entsprechen würde. Die der Passagiere wird auf etwa IS bei einer Besatzung von sechs Mann berechnet, doch betonte Direktor Ringwald, daß die Moschine mehr für die Fracht, als für die Passagierbeförderung gedacht sei. Wenn späterhin der Schwerölmotor in diese Maschine eingebaut werde, dann würde damit ein weiterer Zuwachs an Wirtschaftlichkeit erzielt wenden. t Unter Führung des Chefpiloten Zimmermann und des Diplom» Ingenieurs Schinzinger stteg dann die G 38 zu einem Probe» f l u g auf, bei dem sowohl der kurze Start von etwa 300 Metern Anläufstrecke, als nachher bei der Landung der infolge der Brems- Wirkung nur etwa 100 Meter lang« Auslouf Beachtung verdient. In der Luft zeigte die Maschine, soweit es sich vom Boden beobachten lieh, ausgezeichnete Monöverierfähigkeit. Oer neue Bankkrach. Zteichsbundbank beantragt Vergleich. Am Monlagoormlltag wird der vorstand der la Zahluags- schwierigkeilen geratenen Reichsbuadbant beim Amtsgericht Lerlln-Mille das vcrgleichverfahrea beantragen. lieber den Status, den der Vorstand bei dieser Gelegenheit dem Amtsgericht vorlegen wird, und über die Ursachen des Zusammen- bruchs teilte der Vorstand gestern vormittag in einer Presiekonserenz folgend« Einzelheiten mit. An Passiven sind eine aussonderungs- berechtigte Forderung des Direktors Reiser von der Bank für Kom- munal- und Grundkrcdit in Höhe von 2,9 Millionen zu berück- sichtigen, für die eine Effektendeckung von 1,2 Millionen vorhanden ist und wozu noch eine Kredere von 9,5 Millionen kommt, außer- dem sind Einlagen zu befriedigen in Höhe von 5,2 Millionen Mark. An Aktiven stehen demgegenüber 800 000 M. Forderungen an höhere Beamte. Die Sicherheit besteht in Berliner Häusern, in einem Rittergut an der mecklenburgischen Grenze, in Gelände in Wannsee und in Frohnau-West, alle natürlich mit hypothekarischer Belastung. Als durch den Zusammenbruch der Bant für Deutsche Beamte eine Unruhe unter der Beamtenschaft«nt- stand und infolgedessen in sechs Tagen Abhebungen in einer Höhe erfolgten, wie sonst nur in einem Monat, sah sich die Dank zur Zahlungseinstellung genötigt. * Der Reichsbund der KriegsbefchSdigten, Kriegs- leilnehmer und Kriegerhinierbliebenen teilt zu der Einstellung der Zahlungen der„Reichsband-Bank-Aktiengesellfchaft� mit. daß er keine Bank besitzt und dem, zufolge nicht mit diesem Bankkrach in Berbindung gebracht werden kann. Mannes' Kuxanteile. Zu der Sefchichie eines stilkgelegten Bergwerks. Wilhelm Mannes, Schriftsteller und beratender Volkswirt, einst ein vermögender Mann— wie er behauptet—, erwarb zu billigen Preisen 150 Kuxe, mit anderen Worten Kapitalanleihe an einem Bergwerk. Es handelt« sich um das Bergwerk Neu- ftadt l, II. III, die. wie das Gutachten des Obcrbergamtes besagt, bereits im Jahr« 1867 ihren Betrieb eingestellt haben und wertlos sind,. Wilhelm Mannes glaubte aber— so behauptet er wenigstens—. die Bergwerke in Gang bringen zu können, und da ihm das Betriebs. kapital dazu fehlle, kam er auf die genial« Idee, Kuxanteil« in den Verkehr zu bringen./ Mannes ließ hübsche bunte Scheine drucken, die„Kux-Anteil- scheine" hießen und aus denen zu lesen stand, daß der Inhaber des Scheines einen Anspruch in Höhe von 1000 Mk. gegen den jeweiligen Inhaber von 150 Kuxen der Gewerkschaft Neusteckit I. II, III habe; der Anspruch sei am 31. Dezember 1928 fällig und der Unterzeichnete Wilhelm Mannes verpflichte sich, dem jeweiligen Inhaber bei Fälligkeit entweder 1000 Mt. in bar zu zahlen oder je einen Kurschein abzutreten. Da die Kux« solange werllos waren, als die Bergwerke stillstanden, so waren auch die Kux»Anteilsch«in« wertlos. Trotzdem wurden sie an den Mann gebracht. Einmal war es der Kaufmann Eduard Wagner, der mit chnen feine Schulden tilgte und auch sonst für sie Abnehmer fand.— Er hat sich gemeinsam mst Wilhelm Mannes wegen versuchten Betruges zu ver- antworten. Zum anderen war es ein gewisser Herr K w i o t e k, der fciesi! Scheine als Zahlmittel für Decken, Pelz«, Autos usw. benutzte. Herr Kwiotek ist vorläufig unauffindbar. Die Anklage behauptet, daß Mannes, der die Ankeilscheine herausgegeben hatte, sie anfMgs zurückkaufte, um ihnen den Anschein eines vertrauen»- würdigen Papiers zu geben. Wurde die Gewerkschaft wegen der Sicherl)«it der Kux-Anteilscheine angesragt, so erhielten die Jnter- cssenten zur Antwort, daß sie kefnen Grund zur Beunruhigung hätten. Der Bescheid kam stets von Herrn Mannes selbst. So wurden die Käufer dieser Anteilscheine um viele Tausend Mark gebracht. Für jedes der wertlosen Papiere hatten aber die Verkäufer etwa 600 bis 700 Mark eingeheimst. Mannes erklärt, betrügerische Absichten hätten ihm vollkommen ferngelegen: er habe gehofft, sein Bergwerk würde in Gang kommen. seine Kux« würden dann«inen Wert repräsentieren, also auch die Kux-Anteilscheine. Herr Mannes ist selbst dem Drucker dieser Anteil- IhfwvxTtnrnarcnv: � U 'Mt m 5»� CtarotemUnganschen voT�Ci�tXianc�uonSdu�ßn/iajXxA ! Copyright by Biichcrgildo Gotenberg, Berlim. Ich konnte jahrelang nicht verstehen, was das Mädchen an jenem Nachmittag mit mir vor hatte. Ihre Verwegenheit erschreckte mich, denn bis zu dieser Zeit hatte sie dergleichen nicht einmal in Gedanken angestrebt. Heute ahne ich bereits einige Zusammenhänge nach dem Ereignis, das in der darauf- folgenden zweiten Nacht eintrat... Fräulein Emmi war an jenem Nachmittag am Bachrand nicht mehr ganz bei Sinnen. Im übrigen hatten es die Ereignifl« alle auf jenen Nach- mittag abgesehen. In jenen Tagen waren wir alle so ver- wirrt, daß ich mir noch gar nicht mit meinen Gefühlen um Fräulein Emmi im klaren war, als sie plötzlich spurlos ver- schwand. Und ihre Mutter weinte um sie den ganzen Sommer lang vergebens. Heiße und blutige drei Tage folgten auf dies« Szene am Bachrand. ... Die Abenddämmerung lag schon zwischen den Bäumen des gräflichen Gartens, als wir heimkamen. Bor der Veranda lud ich die Gerätschaften ab und eilte ohne Gruß heimwärts. Ich stahl mich den rückwärtigen Gartenzaun ent- lang und es schien mir. als lauerten hinter dem Wirtschasts- Hofe und in den dunkleren Teilen des Gartens mit Heugabeln bewaffnete Männer auf irgendeinen Feind. Einmal glaubt« ich auch Brugos zu sehen, wie er hinter dem Zaun ängstlich spähende Blicke um sich warf. Daheim angelangt, brachte mich meine Mutter zeitig im Vorderhause zu Bett. Der Oberkosak zeigte sich immer noch nicht. Aber nachts schreckte ich aus dem Schlafe auf, weil er im Zimmer auf und ab ging. Manchmal stellte er sich mit ge- kreuzt«n Armen vor das kleine Fenster und blickte mit rück- wärts gebeugtem Nacken anhaltend in die Sommernacht hin- aus. Es mochten ihn große Leidenschaften peinigen, denn sein Geiernacken flammte vor Röte... Auch das ging vorüber. Ich erwachte noch etwa dreimal und der Oberkosak kämpfte noch immer mit seinen Leidenschaften. Auf dem schmalen Fensterchen lag schon der kalle Hauch des Morgens und der Alte stand, noch immer davor mit gekreuzten Armen. schein« die Bezahlung schuldig geblieben, desgleichen seinem Sekretär. Schon im Jahre 1925 hatte er seinen Offenbarungseid leisten müssen. — Di« Verhandlung wurde schließlich auf Montag vertagt. Schreckenstat eines Trunkenen. Ein Toter, ein Schwerverletzter. Durch einen betrunkenen Chaufsevr, der gestern abend in rasender Jährt durch den Treptower park fuhr, wurde schwere» Unheil an- gerichtet. Der ZZjährige Chauffeur Hans Pohl aus der Box- Hagener Straße 96, der sich mit dem Privatauto seines Arbeiigebers aus dem Wege zur Garage befand, überfuhr an der Ecke Trep- tower Park und Elsen st rahe den Angestellten Richard habermann au» der wiener Strohe ZS. h. wurde auf der Stelle getötet. Der Chauffeur, der sofort gemerkt halte, was er angerichtet hakte, schaltete sofort das Nummernlicht aus und«er- suchte in schneller Jährt zu entkommen. Knopp ISO Meter weiter fuhr er den ZZjäbrigeu Radfahrer Ernst Steinkamm au» der Jruchlslraße an. Der junge Mann wurde ewige Meter mitgeschleisl und erheblich oerletzt. Auch jetzt roste der Chaufseur, ohne sich um den verletzten zu kümmern, weiter. Zn der Schlesischen Straße sahen zwei Polizeibeamte einer Streife das Auto in vor» schriftswidrig schneller Jahr» herankommen. Nur schwer gelang es den Beamten, den Jührer zum hallen zu veranlasten. Dabei wurde einer der Beamten vom Kotflügel erfaßt und umgeristeu. ohne dabei jedoch Schaden zu nehmen. Pohl, der. wie festgestellt wurde, schwer betrunken war. wurde von der Kriminalpolizei verhaftet und das Auto sichergestellt. Eine Schlußsitzung der Stadlverordneten ist noch zum Don- nerstog um 16)i Uhr einberufen worden. Auf der Tagesordnung steht obenan die Beendigung des Schlußwortes zum K o m m u- nistenantrag auf Amtsenthebung des Oberbür- germeist er s. Danach folgen die Abstimmungen. Zu erledigen ist in zweiter Beratung unter anderem auch der f o z i a l d e m o- lratifche Antrag auf Geivährung von Winterbeihilfen für all« Unter st ützungssempfänger einschließlich Erwerbslose. Der Ausschuß empfiehlt die Annahme Seine goldene Hochzeit foierte heute einer unserer treuesten Leser, Ludwig Werner, Koppenstraße, mit seiner Gattin. Als ich zum letzten Male aufschaute, schien die Sonne ins Zimmer und Großmutter erzählte mst großer Angst, der Ober- kosak sei zur Stadt gegangen, weil der Richter heute in feinem großen Prozeß mit Brugos die Entscheidung sprach. Er nahm niemanden mit sich. Er lenkte die Pferde persönlich, nur der alte Andreas Pikor kletterte neben ihn in den Sitz. Dieser Tag verstrich unruhig. Um die Mistagszest stieß ich auf Bandi in der Ecke des Gartens, unter der kleinen Kapelle. Mein Kamerad winkte von weitem und erzähsts mir als Neuigkeit, daß fein Vater wegen des Prozesses zur Stadt gereist sei. Und er fügte eilig hinzu: „Auch Onkel Geza ging fort und wird niemals wieder- kommen..." „Er ging fort?" Ich sah ihn erstaunt an.„Und weshalb ging er fort?" Da erzählte Bandi alles, vom Anfang bis zum Ende. Daß es gestern abend im Haufe eine große Auseinandersetzung ge- geben habe. Gegen Ende des Abendbrotes brachte fein Bater vor. daß er morgen mit dem Oberkosaken abrechnen werde. mit diesem Schmutzfink. Emmi flehte darauf den Alten an, er möge meinem Großvater verzeihen und auch ihre Mutter warf dazwischen, daß es sicherlich eine schöne Haichlung von ihm wäre, denn im Grunde genommen sei der Oberkosak ein ordentlicher Mensch, nur die Armut erbittere den Unglück- lichen so sehr. Aber Brugos schüttelte nur den Kopf und als sie ihn weiter anflehten, sieriet er so in Zorn, daß er den Tisch mit den Fäusten bearbeitete. Dann schrie er Emmi an, sie möge schweigen, denn es sei eine ostensichtliche Schande, wie sie es triebe, da sie mit jungen Männern in der Gegend her- umstreife. Ein Wort gab das andere, Emmi begann zu weinen, auch der junge Herr trat dazwischen, worauf ihm der Alte heftig entgegnete, daß er seine Tochter nur einem an- ständigen Menschen zum Weibe gäbe... „Onkel Geza," fuhr Bandi fort,„fuhr heute morgen mit dem Wagen zur Bahn. Er nahm von niemandem Abschied. Nicht einmal Emmi begleitere ihn." Diese Neuigkeit verwirrte mich. Und obgleich ich reichlich Grund gehabt hätte, Fräulein Emmi etwas übel zu nehmen, tat sie mir jetzt doch im Herzen leid. Ich sah sie an diesem Tage nicht, nur für ein zwei Augenblicke um die Kaffeestunde, als ich durch den Garten zum Wirtshof eiste. Meine Groß- mutter, die Frau des Oberkosaken, schickte mich mit der Nach- richt zu meinem anderen Großvater, er möge am Abend un- bedingt zu uns Heruberkommen, da sie sich vor der kommen- den Nacht sehr fürchte... Ich eiste beklommen durch den Garten, in welchem schon Lampel in Liegnih. Sofortige Vernehmung durch den Untersuchungsrichter. Auf veranlasiung der Llegnitzer llatersuchuagsbehörden ist gestern der in Berlin verhaftete Schriftsteller Peter Martin L a m p« l in Begleitung von zwei Beamten der Ab- teilung I A nach Liegnitz gebracht worden, wo er ins Unter- fuchungsgefängnis eingeliefert und alsbald vom Unter- suchungsrichter Dr. Gostau eingehend vernommen wurde. Da in Berlin das umfangreiche Aktenmaterial nicht vorlag und auch nicht bekannt war, was Peter Martin Lampel im einzelnen auf Grund der vorliegenden Zeugenaussagen vorgeworfen wird, ist er hier lediglich zu seinen Personalien verhört worden. In de- Mordangelegenheit ist noch ein Haftbefehl erlassen worden, und zwar gegen einen Ingenieur aus Bochum. Der In- gcnieur ist bereits verhaftet und wird Sonnabend ebenfalls nach Liegnitz übergeführt. Ein ailderer Beteiligter, der oerhaftet werden sollte, ist anscheinend geflohen.-Der Ermordete ist, wie der Unter- suchungsrichtsr mitteist, bereits vorbestraft gewesen. Seine kainc- raden hegten gegen ihn den Verdacht, daß er Verrat übte. Der Mord hat sich nicht in der Liegnitzer Gegend, sondern bei Neustadt in Oberschlesien zugetragen._• Wohnstadt auf dem Bötzow-Geläude. Im Bezirk Weißensee, der durch riesige unbebaut« Terrains von der übrigen Großstadt abgeschlossen war, werden jetzt mehrere tausend modernster Wohnungen erstehen. Inmitten Berlins entsteht eine vollständig neue Stadt, die 5000 bis 6000 Per- sonen ein neues Heim bieten wird. Die Gehag hat das den B-r- linern unter dem Namen Bötzow-Gelände bekannte Terrain er- warben und bebaut es jetzt. 1110 Wohnungen sollen zunächst in mehreren Bauabschnitten entstehen. Die Anlage der Wohnungen und die architektonische Gestaltung der Häuserfronten lag in den Händen des betamiten Architekten Bruno Taut. Ein Teil der Wohnungen ist mit Zentralheizung ausgestattet. Selbstverständlich hat jede Wohnung Badeeinrichtung. Eine wohickullurelle Cinrich- tung wird jede Hausfrau begrüßen: Das Waschhaus. Die n«ue Siedlung auf dem Bötzow-Gelände wird zwei Waschhäuser haben. Die Einrichtungen dieser Waschhäuser sind so verbessert, daß die Hausfrau in drei Stunden ihre Wäsche gewaschen, gespült, getrocknet und gerollt haben kann. die langen Schatten der Bäume lagen. Und während ich am Schlosie vorbeilief, tauchte auf der obersten Stufe der Veranda Fräulein Emmi auf. Sie war bleich, sehr bleich. Ich grüßte sie, sie erwiderte meinen Gruß nicht. Vielleicht bemerkte sie mich gar nicht. Sie stand dort in einem taubengrauen Reise- kleid und ihre Blicke wanderten über die Gegend... Einmal wandte ich mich noch um: Ich sah sie nicht inehr. Mit wachsender Beklemmung eiste ich weiter gegen den Wirt- schaftshof, wo das mächtige Tennendach in wenigen Tagen fertig sein mußte. Wie ich aus dem Garten trat, hörte ich wirre erschrockene Rufe, gerade aus der Richtung der Tenne. Ich sehe hin, mit stockendem Herzen... Da gewahre ich, daß im selben Augen- blick der große Hauptbalken erbebt, wankt, langsam abwärts gleitet unter großem Gepolter, die Hälfte des neuen Daches im Fallen mit sich reißend... Die Tenne knarrt und dröhnt, ein Staubwolke qualmt aus dem Dach, überall ist Geschrei und Gekreische und alz der Rauch verweht, steht mein Groß- vater ollein oben... Er wankt, fast stürzt er schon, aber plötzlich greift er nach einer Stange und zwingt sich in gerade. soldatische Hastung... Die Burschen, unter ihnen mein Onkel, eilen fliegend die Leiter hinauf... Auch ich renne in seine Richtung, sinnlos renne ich... Als ich bis zum Dach hinaufkeuche, steht mein Großvater, der berühmte Zimmermann, im Kreise der Gesellen da. er hält sich noch immer an der Stange und von seiner linken Schläfe rieselt in dünnem Strahle sein Blut... Dort hatte ihn der Haupt- ballen erwischt... Da steht der Alte in der Mitte, sein vergilbtes Haar flattert auf über seiner Stirne. Aber sein Gesicht verliert immer mehr an Farbe, schon ist es gelber als sein Haar... Er steht dort oben, mein Großvater und seine brechenden Augen gleiten noch einmal über die Gegend. Ueber die Weizenfelder, wo seit dreißig Jahren er den Knechten und Treibern befohlen hatte: über die fernen Hügel und Wälder, die an diesem Abend im roten, goldigen Licht leuchteten: und er sah lange, sehr lange auf die blauen, märchenhaft fernen Berge und auf die Grate der weiß- sprühenden Gletscher... Der Alte schaute, schaute... Sein Mund bewegte sich leise, als spräche er zu sich selbst... Und seine Gesellen sahen ihn an mit schwerem Herzen. Erst schluchzte mein Onkel auf:„Vater..." Der Aste erbebte, als wäre er von einer wetten, wetten Reife zurückgekehrt. Mtt großer Anstreygung stand er kerzen- gerade, so daß seine hohe Gestalt weit über seine Gesellen hinausragte. Und dann winkte er sie der Reihe nach zu sich. Er gab jedem die Hand.(Fortsetzung folgt.) Zusammenbruch emerExportschlächierei Steckbrief gegen einen flüchtigen GeschästSführer. Die- Den t-f che Bacon. Export- Schlächterei G. m. b. H. ist lluler skandalösen Umständen znsammengebrochen, so dast gegen den flüchtigen GeschästSführer Max Kolski, bisher wohnhast Berlin- Johannisthal, Stemplatz 5, nunmehr ein Steckbrief erlassen worden ist. Trotzdem die Gesellschaft schon seit vielen Monaten zahlungsunfähig ist, hat die Geschästsführung den Konturs nicht angemeldet, sondern trotz Stillegung des Betriebes seit etwa einem">4-Ja!>r fortgesetzt und das Fabrikgrundstück, das einen wirk- lichen Wert von 150 000 bis 180 000 Mark hat, bis zu einer Gesmnt- höhe von 600 000 Mark belastet. Diese hohe Belastung, die also den wirklichen Wert des Unternehmens um etwa 450 000 M. übersteigt, ist den Inhabern der Firma nur möglich gewesen, weil irgendein„Sachverständiger" den Wert des Fabrikgrundstückes mit 900 000 Mark eingeschätzt hat. Die Geschäftsführer haben ihre Gläubiger dadurch monatelang hingehalten, daß sie ihnen erzählten, «ine Londoner Gesellschaft wolle das Unternehmen für 1,8 Millionen Mark erwerben. Der zweite Geschäftsführer der Firma ist der Bücherrevisor Oskar Meyer aus Berlin, Lessingstraße. Das zusammengebrochen« Unternehmen besteht erst seit zwei Iahren. Bald nach der Erössung stellten sich schon Aahlungs- schwierigkeiten ein. So wurden von der Prignitzer Vieh- v e rw e rtu ng s- Ge nos s ensch a st für etwa 10 000 Di. Schweine erworben, die aber mit ungedeckten Schecks bezahlt wurden. Auf Grund von verwirkten Arresten wurden seinerzeit viele Zentner Wurstvorräte Zwangs versteigert. Die nichtgekündigten Angestellten der Firma haben Gchaltsforderungen, die sich im ein- zelnen auf etwa 1000 Mark belaufen. Die ersten Geflügelausstellungen. „Ohne Fleiß, kein Preis," das fft das Motto, das für alle Tier- ausstellungen seine volle Gültigkeit hat. Wie viele Mühen der einzeln« Züchter aufwendet, um Prachttiere ausstellen zu könnest, davon hat der Naturzuschauer meistens keine Ahnung. Die„Fortuna", Ve r e in Berliner Geflügekzüch- t e r, E. B. veranstaltet ihre Ausstellung in den weiten Räuinen des Magerviehhofs, Berlin— F r i ed r i ch s s«ld e- 0 st. Man steht natürlich dos beste vom besten, denn die Ausstellung wurde aus allen Teilen des Deutschen Reiches beschickt. Unter den .Hühnern«rblckit« man Riefen und Zwerge und in großen Kollek- lionen gestreifte Plymouth Rocks und Wyandotts, die trotz ihres fremden Namens in Brandenburg und Berlin zu Hause sind und ge- säumte Wyandottes, deren Züchter i» Lugan ihren Sitz haben. Von den Enten wetteifern die Khaki-Cambell-Enten mit vielen ihrer Kollegen in Farbeneigenart und Farbenpracht und Gänse gibt es, deren Größe einem fast unnatürlich vorkommt. Sie sind wenig publitumsfreundlich, denn sobald man sich ihrem Stand nähert, zischen sie deutlich oemehmbar und die schönen blauen Gänseaugen gucke» ziemlich erbost drein. Sieht man hier, was der deutsche Landwirt leisten kann, bieten die Taubenausstellungen ein genau so erfreuliches, ober anderes Bild. Sie sind ein Beweis der zücht- krischen Betätigung des kleinen Mannes, der unter Mühe und Not feine Dachbewohner, trotz mancher Krachs mit den Hauswirten, großpäppelt»»- die.�Vereinigung der Rassetauben- züchterverein«", Berlin, zeigt im Konzerthaus Ber- kin-Pankow, Breite Straße S4. übe? tagend laichen sämtlicher Rassen. Die Vereinigung, die erst sieben Monate besteht, veranstaltet ihre erst« Ausstellung, von der sie zu Recht sagen kann, die soll uns mal einer nachmachen. Alles ist vertreten,.man sieht die schönsten Figuren, die prächtigsten Farben und die interesiantesten Füßchen, werden doch die Latschigen hauptsächlich nach dem Feder- schmuck ihrer Füße beurteilt.— I m Schubert-Saal, Bülow- straße 104, veranstaltet der„V e r« in Berliner Tauben- züchter" sein« 23. Allgemeine Ausstellung. Zu ihr wurden erst- Massige Tiere aus ollen Gegenden Deutschlands gesandt. Darum ficht man die Pflegling« von Altstämmer-, Reinaugen-, Weißkopf- und Farbenkopszüchtern, man erblickt ferner langlatschige Berliner Tümmler, längs chnäbelige Elstertiimmler, lange Berliner, kurze Ber- liner, Danziger Hochslieger, Kalotten, Stettiner Weißbäuche, Stettiner Braunbänder usw. All« diese Tiere sind in Deutschland gezogen, während englische Owls und auch einige der ausgestellten Mövchen Import aus Engfond find. Schupokonzert in der Musikhochschule. Mit einem feingewählten Programm erfreuten die Schupo- musiker auch diesmal wieder ihre zahlreiche Zuhörerschaft in der Staatlichen Hochschule für Musik. Weiers Ouvertüre zu „Turandot", dies pröchtig-lebendige Tongcmälde, leitete den Abend ein, dann folgte die Ö-Dur-Sinfonie Nr. 4 von Haydn, von feinfühlenden Musikern in all ihrer leichtbeschwingten Grazie köstlich zur Wiedergabe gebracht. In einem Schumann-Konzert für Klavier und Orchester brillierte der Solist des Abends, Max Naraht, durch sauberste Technik und feinempfundenes Spiel. Der zweite Teil des Abends brachte„Pan und Syrinx" von Carl Nielskn und den Hahnen- tanz aus der Oper„Maskerade' des gleichen Komponisten. Camilla Hildebrand, der Dirigent, und seine Getreuen ernteten auch diesmal wieder für ihre Leistungen reichen Beifall. Das Rovember-Programm des Zirkus Busch ist für jeden Ge- schmeck zusammengestellt. Besonders die Pferdeliebhaber kommen auf ihre Rechnung, denn die schönsten Exemplare edler Rassen führt der schwedische Meisterdresseur Orlando in seinen Frecheits- dressuren vor. Exakt und tadellos, wie immer, sitzt Karl Heß auf seinen Tieren und zeigt hohe Schule in höchster Vollendung. Auch hier bewährt sich Herr Orlando, ihm fast ebenbürt'-g. Auch das Dresiurpotpourrie Fräulein Michalittas ist eine gute Leistung. Zehn Minuten long lassen Ramon P r i e t o s störrische Esel, die sich durch- aus nicht reiten lassen wollen, dos Publikum aus dem Lachen nicht herauskommen. E l d i d, der Mann ohne Nerven, der hoch oben unter der Zirkuskuppel auf einem freistehenden Rad die waghalsigsten Experimente vollführt, zerrt an den Nerven der Empfindsamen. Die Akrobatenfamilie Ttey ist ebenso vielseitig wie exakt und sicher in ihren Vorführungen und besonders der hohe veilalt ist von höchster ffir den Anfbau Eine stark besuchte sozialdemokraiische Wahlkundgebung in Steglitz bewies, daß auch die Partei in diesem reaktiv- nüren Bezirk vormarschiert. Referent war der Genosse Stadl- baurol Dr. Wogner. Der Referent kennzeichnete die politische Unreife, die sich in der Unintcrcssiertheit an kommunolpolitischen Fragen bei den Wählern und bei sämtlichen bürgerlichen Parteien ausdrückt. Ein ausgearbeitetes Kommunalprogramm, das der Lebenswichtigkeit kommunistischer Aufgaben entspricht, hat nur die Sozialdemokratie. Die Kommunisten treiben demagogische Illusions- Politik, was bei den Kommunolaufgaben noch unmöglicher ist als bei der Reichs- und Landespolitik. Die Lösung der Berliner Ber- k e h r s p r o b l e m e, bei der das früher herrschende Privatkapital versagt«, ist lediglich der Sozialdemokratie zu danken. Eins der schwierigsten Probleme ist der Wohnungsbau. Don den 350 Millionen Hauszinssteueraufkommen von Berlin haben die bürger- lichen Fraktionen des Landtags 216 Millionen der Großstadt weg- genommen und der Provinz überwiesen. Dieselben Parteien stützen den Baustofswucher. Trotz dieser Schwierigkeiten war die Wohnungs- Politik der SPD. nicht erfolglos, nur ungeheuer gehemmt. An Stell« der W o h n h ö h l e n des bürgerlich beherrschten Borkriegsberlin bauen wir hygienische Wohnungen, die leider wir noch zu teuer sind. Die Stadt hat zur Verhinderung des Grundstückswuchers 60 000 Hektar erworben. Wir regulieren den gesamten Bodenpreis im Interesse der werktätigen Massen. Demselben Zweck« dienen neue Dauzcrnen- und Fluchtlinienpläne Der Schwerpunkt des Schulbans ist nach den Gemeinde- und Hilfsschulen hin verlegt worden. Die Großbanken und der Reichsbonkpräsident sperren jetzt den Kredit für solche„Luxusausgaben". Die städtischen Werke haben die n i e d r i g st e n Tarife für Gas, Wasser. Elektrizität in ganz Deutschland. Die Bürgerlichen wollen diese vom Privat- kapital heruntergewirtschafteten Betrieb«, die setzt gut gehen, wieder dem Privatkapital ausliefern.— Wer nicht Sklave des Privatkopitalisnws sein will, wähle am 17. Rovern- ber sozialdemokratisch! • In Charlottenburg sprach am Freitag Stadtverordneter Genosse Kawerau zur Jungwählers chast. Genosse Kaweräu zeigte auch, wie sich gerade in der Kommune alle die Veränderungen vollziehen, die unser Leben umfassend umgestalten. Gerade die Jugend ist besonders an einer sozialdemokratischen Kom- munalpolitik interessiert. In Berlin hat nur die Sozial- demakratie praktisch für die Jugend gearbeitet. Es ist gelungen, durch eine planmäßige Grünflächenpolitik die Rachitis fast völlig auszurotten, der Raum für Spielflächen ist heute sechs- mal größer als vor vier Iahren. Die sozialdemokratische Schul. Politik macht es heute jedem begabten Arbeiterkinde möglich,«inen angemessenen Bildungsweg zu beschreiten. So sind beispielsweise in den höheren»schulen Neuköllns 40 Proz. Arbeiterkinder. Jahr für Jahr wird der Betrag gesteigert, der den Minderbemittellen den Schulbesuch ermöglichen soll. Die Hälfte des Groß-Berliner Etats steht für Schul- und Bildungszwecke zur Verfügung, während es früher kaum 10 Pro,> waren. Der Redner schilderte die Kommune als eine Keimzelle zum Aufbau einer besseren Gesellschaft, von der Kommunalwirtschaft geht der Weg zur langsam sich aufbauenden Gememwirtschaft. « In einer überfüllten Versammlung des Werbeausschusses der SPD. für die Dienststellen des Bezirksamtes Friedrichs- Hai» sprach der wisder genesene Bezirksbürgermelster M i e l i tz. Man könne sich nicht erst kurz vor der Wahl und nur nach Flug- blättern richtig orientieren, sondern müsse sich vorher um die Dinge kümmern. DieSozialdemokratischeParteihat durch ihre verantwortungsbewußte Arbeit in den letzten Iahren die kommunale Arbeit in Berlin wieder zu guten Erfolgen geführt. Bis 1924 waren die wirtschaftlichen Verhältnisi« sehr schlimm: erst 1925 komite wieder eine regelrechte Geldwirtschaft einsetzen. Von 1925 bis 1929 stiegen die ordentlichen Ausgaben von 409 auf 977 Millionen Vollendung. 100 Saltos dreht vas unermüdliche Maud- G i l- Trio. Schiller und I e r o m e balancieren auf übereinander- gestellten Tischen, daß einem der Atem vergeht. Dazwischen produ- zieren sich dressierte Kamele, Wasserbüffel und Guanakos, vorgeführt von Herrn Bauer._ Oer neue Mord in Düsseldorf. Kriminalkommissar Büsdorf entsandt. Zu dem neuen Mord an der fünfjährigen Gertrud Alber- mann ist noch folgendes zu berichten: Die Leiche des ermordeten Kindes, die über und über mit Blut besudelt war, wurde im Düsseltal in einer abgelegenen Ecke in der Nähe eines Schrebergartens gesunden. Der Wüstling hatte seinem Opfer nicht weniger als 3 5 Messerstiche über die ganze Brust ver- teilt beigebracht. Eine durch den Regen schon ziemlich verwischt« größere Blutlache war noch zu erkennen. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß der grauenvolle Mord bereits in den Abendstunden des Freitags ausgeführt worden ist. Bisher ist von dem Täter noch k e i'n e Spur entdeckt worden. Die Polizei nimmt an, daß keine Verbindung mit den letzten Mordtaten vorliegt. Das Landeskriminalpolizeiamt Berlin hat zur Verstärkung der aus Düsseldorfer und Berliner Beamten bestehenden Mordkonnnissian den Kriminalkommissar Busdorf ent- sandt. Oampferbrand im Gieitiner Hafen. Zwei Matrosen erstickt. SleMn. 9. November. Auf dem in Kopenhagen beheimateten und gegenwärtig im Stcttiner Freihafen liegenden Dampfer„Frieda" brach heute früh gegen 4 Uhr aus bisher noch nicht geklärter Ursache im Mannschaftsraum Feuer airs. Der Brand konnte von der Mann- schaft gelöscht werden, doch sind zwei Matrosen, die in dem Raum schliefen, hurch Rauchgase erstickt. der livmmune! Mark, die außerordentlichen von 29 auf 162. Besondere Anerkennung verdienen für diese Aufbauarbeit die in städtischen Bureaus und Betrieben Beschäftigten. Besonders stolz könne man auf den vor» züglichen Slusbou des Gesundheitswesens und der sozialen Fürsorg« im Bezirk Friedrichshain sein. Rachitis- bekämpfung, Beratung bei Krebs- und Nervenkranken weisen gute Erfolg« auf. Auch die A r b e i t e r p o l i t i.t der Stadtverwaltung ist gesund. Nirgends existieren bessere Anstellungsverhält- nisse. Ein gutes Verhältnis herrscht zwischen Berwaltung und Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenvertretungcn. Die Zahl der «PD.-Betriebsräte hat sich seit 1924 von 152 auf 294 erhöht. Das ist ein gutes Zeichen des Vertrauens zur Partei und ihre» Funktio. nären. Jetzt gilt es, nicht nur den einen Schritt zu tun, und sozial- demokratisch zu wählen: der weiter« Schritt ist die Eintragung in die Mitgliederlisten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, um aktiv mitzuwirken am Neubau der menschlichen Gesellschaft. » Der Arbeiterbezirk Lichtenberg zeigt« am Donnerstag die Stärk« der Parteiorganisation in einer überfüllten W a h l k u n d- gebung. Die D�sommlunq wurde durch eine kurze Ehrung des vor zehn Iahren ermordeten Hugo H a a s e und durch einige Gesänge des Volkschors Lichtenberg eröffnet, lieber„Sozialistischen Aufbau i n Lichtenberg" sprach Stadtverordneter Genosse Arndt. Dann behandelte Genossin K ä t« K e r n die Frage, worum die Frauen sozialdemokratisch wählen müssen. Am knappen Haushaltsgeld merken«s di« Arbeiterfrauen am ehesten, wie die wirtschaftlich« Betätigung der Gemeinde die Masscnver» sorgung verbilligt. Spielplätze und Erholungsbeiine für die Proletarierkinder werden geschossen. Eheberatung und Schwangeren. fürsorge, Säuglingsfürsorge helfen den Arbeitermädchen und-ftauen aus ihrem schweren Lebensweg. Für diesen Ausbau setzt sich allein die Sozialdemokratie ein. Ihr müssen alle Frauen di» Stimme geben! « In der außerordentlich gut besuchten Kundgebung des 11. Kreises im Lürgersaal des Friedenauer Rathauses sprach Genosse Stadtrat Reuter mit markanten Ausführungen, die die Versammlung mü- riß. Seine Aussuhrungen wurden mit starkem Beifall aufgenommen. Mit einem kurzen Appell an die Wählerschaft durch den Barsitzenden Genossen H e l w i g wurde die Kundgebung nach dem Vortrag von Uthmanns„Sturm" geschlossen. Die Jungwähler rufen. Die Funktionäre der Arbeiterjugend und Jung» so z i a l i st en haben ihre Arbeil, die jungen Wähler für die Sozial, demokratis zu gewinnen, tatkräftig aufgenommen. Bei allen Demo»- strationen der Partei trug die Jugend die roten Bonner den Zügen voran. Darüber hinaus haben die Jungwähler zu öffentlichen Bersammlungcn aufgerufen. Am Donnerstagabend fand in Raabes Festsälen eine Kundgebung der Kreuzberger und Neuköllner Jungwähler statt. Die Beteiligung der Jugend war überaus stark. Zu ihnen sprach Reichstagsobg?» vrdneter Dr. Löwenstein, der eingehend die Ziele der Sozial» demakratie darlegte. In interessanten Ausführungen zeigte er auf, welch« enorme Arbeit die Sozialdemokratische Partei in der Berliner Kommunalpolitik geleistet hat. Auf dem Gebiete des Schulwesens, des Verkehrs, der öffentlichen Wirtschast hat die Sozialdemokratie gezeigt, daß es ihr mit der Interessenvertretung de? arbeitenden B o l k s s ch i ch t e n ernst ist. Zu neuem Wer? wird die Sozialdemokratie rüsten, wenn die Wählerschaft ihr am 17. November das Vertrauen gibt. Ausgabe der Jungwähler ist es, recht eifrig zu propagieren, recht eifrig zu werben für die Auf» bauarbeit der deutschen Arbeiterschaft, für die Sozialdemokratie. Am 17. November müssen die Jungwähler vollzählig zur Wahl- urne gehen, müssen ihre Stimme der Sozialdemokratie geben. Türkisches Theater in Berlin. Burhaneddin Bey, der Schöpfer und Liiter der Schau» spieltruppe„Supremes Bisions d'Orient" aus Konstantimipel, zeigte in einer Matinee in der Alhambra etwas in Berlin noch nicht Ge- sehen«?. Er brachte Bilder aus dem türkischen Leben vergangener Zeiten auf die Bühne, aus einer Zeit, in der sich noch keine modernen und nüchternen Einflüsse in die uns aus schönen alten Märchen ver. traute Welt des bunten Orients mischten. Bevor sich der Borhang hob, gab Redakteur von Balsewitz einen kurzen lieberblick über den Entwicklungsgang der türkischen Thsaterkunst und die Stellung Burhaneddin Bey- während der letzten entscheidenden AbschniNa dieser Entwicklung. Wir entnehmen dem Ueberdlick folgendes: Wie sich politische Bewegungen zugleich als ein Ringen um Ideen dar- stellen, so tonnt« es auch nicht ausbleiben, daß die j u n g t ü r k i s ch e Revolution einige Jahr« vor dem Kriege auch das türkische Theaterleben neu befruchtete. Und von diesem Zeitpunkt an ist das türtische Theater«ng mit d«m Namen Burhaneddin Beys verknüpft. Dieser Mann war so sehr von dem Drang nach literarischer Tätigkeit erfüllt, daß er seine Stellung als höher Beamter im türkischen Staatsdienst aufgab, um ganz der Schauspielkunst zu leben. Nach mehrjährigem Studium in Paris kehrte Burhaneddin Bey nach Konstantmopel zurück und gründete hier e-ne Bühne, wurde aber, weil«r armenische Frauen hatte auftreten lassen, zu einer längere» Kerkerstrafe verurteilt. Erst als die Jungtürkeu die Regierung über- nahmen, gründete Burhaneddin Beydaserstenatio- n a l e türkische Theater, dessen erst« Dorstellung am 7. September 1909 bereits einen beispiellosen Erfolg hatte. In der Folge erweiterte Burhaneddin Bey dag Programm seiner Theater. gesellschoft, indem er europäische Stücke, so Schillers„Räuber", Sudermanns„Ehre", Shakespeares„Othelly, Werte von Corneille, Moliere und anderer Autoren übersetzte und aufführte. In der neuen Türkei Mustafa Kemal Paschas nahm B. mit unge- mindestem Mut und neuen Ideen seine Lebensarbeit wieder auf und schuf seine Trupp«, mit der zusammen«r während der letzten Jahr« m der Türkei, in Syrien, Aegypten, Rom, Paris und Brüssel eine erfolgreich« Gastspielresse unternommen hat. Das hübsche Programm, das in Paris und Brüssel großen Erfolg gehabt hat, begann mit einer orientalischen Revue„Abenddämmerung", die«ine Szene aus der Zeit vor etwa 200 Iahren zur Darstellung bringt. Es folgten ein türkisches Konzest mit Senijä Hanum, dem Star der Trupp«, am Flu?' �''". �. WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt) Königstraß« Damen-Mantel Fancy-Stoff, geschweifte Form, ganz auf Kunstseid.-Futter, Nutriette-Kragen Damen-Mantel reinwoll.Velours, Nutria-_ Krag. u. Aermel-Besätz-, Kunstseiden-Futter.. $C1eSdwstef§& Kleider-Schotten neue Muster, doppeltbreit. Meter RatinÖ für Morgenröcke, Meter Woil-Cröpe de Chine in vielen Farben, Meter CrSpe polntllls der Modestoff, Meter Cr§pe-Caid reine Wolle, aile Modefarbn ca. 130 cm br., Mtr. Seidenstoffe Moire-Kunstseide feine Pastelifarb., doppeltbr., Mtr. Georgette reine Seide, viele Farben, ca. 100 cm br., Meter Cr£pe de Chine gute Klefderware, große Auswahl, reine Seide, ca. 100 cm breit, Meter Samt Waschsamt feine Rippe. gute Köperqualit., ca. 70 cm br., Mtr. Köpersamt solide im Tragen, moderne Farben, ca. 70 cm br., Mtr. r— r- Rips-Mantel G'ocke, Seal-Kanin- »*» Besatz, auf Kunstseide Nachmittagskleid reinseid. Marocain, m. Stickerei- Verzierung Jugendliches Kleid reinseid. Crfipe de Chine, mit breiter Spitze garniert Gesellschaftskleid CrÄpe-Georgette, reiche_- � Perlstickerei, auf CrSpe de Chine-Unterkleid. mV9 I Uipctger Str.: Rosenffaaler Str.: KSnifistr.: Morltsplaict Im Auio Was S kleine DXrea Die Prfnse�cben dm Jl das Märchenland im Walde erlebten Zwerg-Elten bahn Im Walde -AV ixcfii Ah die Mitglieder des Zentralverbandes der Zimmerer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands (Zahlstelle Berlin und Umgegend) Der bisherige Zahlstellenvorstand, bestehend aus den Herren Repschläger, Schilf, Ihm, Gumz, Throne, Krenz, Anders, Brase, Zager, Hoppe und Brauer, ist durch den Zentralvorstand aus dem Zentral- «verband der Zimmerer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands wegen verbandsschädigenden Verhaltens ausgeschlossen worden. Durch einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg vom 26. Oktober/ 2. November 1929(Z XI 341/29 u. Z XI 841/29) ist den bisherigen Mitgliedern des Zahlstellenvorstaiides verboten, über das Vermögen der Zahlstelle Berlin zu verfügen. Es ist weiter angeordnet worden, die Geschäftsräume der Zahlstelle Berlin an den Unterzeichneten als Sequester herauszugeben. In meiner Eigenschaft als Sequester habe ich die Verwaltung der Geschäftsräume übernommen und die Ausübung der Verwaltung an folgende Herren übertragen: 1. Gottlieb Frach 2. Gustav Goize 3. Emil Ziege 4. Ernst Eckert 5. Emil Schindler. Ich fordere alle bisherigen Bezirkskassierer auf, die in ihrem Besitz befindlichen Marken und Geldbeträge aus dem Erlös der Marken, sowie die in ihrem Besitz befindlichen Büdner und sonstige Verbandsmaterialien nicht an den bisherigen Zahlstellenvorstand, sondern an die obengenannten fünf Herren in den bisherigen Geschäftsräumen Engelufer 24-26 abzurechnen bzw. abzuliefern. Ueber die Ablieferung der weiteren Beiträge wird durch den neuen Zahlstellen vorstand eine gesonderte Mitteilung erfolgen. Zugleich fordere ich alle diejenigen Mitglieder, die Prozesse vor den Arbeitsgerichten, Landesarbeitsgerichten und sonstigen Behörden führen, auf, den obengenannten Herren Vollmacht zu erteilen. Ich weise darauf hin, daß die Mitglieder des ehemaligen Zahl- stellenvorstondes nicht mehr berechtigt sind, Beiträge für den Zentral- vorband der Zimmerer zu kassieren oder kassieren zu lassen. gez. Dr. Franz Neumann, Rechtsanwalt. An die Mitglieder des Zentralverbandes der Zimmerer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands (Zahlstelle Berlin und Umgegend) Der unterzeichnete Vorstand teilt hierdurch den Mitgliedern mit, daß folgende Kameraden die Geschäfte der Zahlstelle führen: 1. Gottlieb Frach 2. Gustav Golze 3. Emil Ziege 4. Ernst Eckert 5. Emil Schindler Engelufer 24-25, 3. Stock, Zimmer S1. Die bisherigen Bezirkskassierer der Zahlstelle Berlin werden aufgefordert, über die ihnen ausgehändigten Beitragsmarken sich zur Abrechnung bereit zu halten. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß die bisher in der Zahlstelle Berlin üblichen Beitragsmarken nicht mehr verwendet werden dürfen, sondern daß an deren Steile andere Marken treten werden. Das sich im Besitz det bisherigen Bezirkskassierer befindliche Material ist ebenfalls an den obengenannten Vorstand abzuliefern. Den Bezirkskassierern wird noch Mitteilung zugehen, an welchem Tag« und zu welcher Zeit die Abrechnung zu erfolgen hat. Wir warnen die Mitglieder, ihre Mitgliedsbücher irgend jemand auszuhändigen, da die Bücher gebraucht werden, um die Gültigkeit der ferneren Mitgliedschaft im Zentralverband der Zimmerer und verwandter Berufsgenossen nachzuweisen. Der Zentralvorstand der Zimmerer und verwandter Berufsgenossen Deutschlands gez. Adolf Römer, Hauptkassierer, �Merkur" Skd>twcüer»ncfel. Doppeliohle.»Avt. uu brauo Do sc a If, Rahmenarbcit... 2. Beilage des Vorwärts Nr. S29 � 46. Jahrgang � Gonntag, 40. November 4S2S vs, grösste und lelstungsfShlgcte Schuhhaus Berlins Schutz der öffentlichen Wirtschast! Oottarkapiial und deutsches Finanzkapital im Bündnis. Die Einordnung groger privatkapitalistischer Elektrizität?- .Gesellschaften in ausländische, insbesondere amerikanische Hände hat begonnen. Die bürgerliche Forderung nach Privatisierung der Koinmunalivcrkc unterstützt diese Entwicklung. Der Gefahr, in der vor allem die kominunalen Licht- und Äraftwerkc schweben, muß am 17. November begegne: werden. Die Meldung liegt vor, daß die amerikanische General Electric Company seit einiger Zeit auch Aktien der Elektrizitäts-Lieserungs-Gcscllschnst aus- kaust. Die dieser Gesellschaft nahestehende AEG.-Verwaltung erklärt zwar, hiervon offiziell nichts zu wissen, bestreitet aber nicht die Möglichkeit dieser neuen ainerikanischcn Erpansion. Dieser Vorgang wirft ein Schlaglicht aus die Gefahren, in denen sich heute die deutsche Elektrizitätswirtschast besindet. Elek- trizität ist diejenige Kraftsonn, auf d>? nach und nach das gesamte wirtschaftliche Leben umgestellt wird. Noch stehen wir in der ersten Periode des elektrischen Zeitalters. Wer die Elektrizität beherrscht, wird riesige Teile der gesamten Wirtschaft beherrschen. Die Amerikaner wissen, warum sie in den letzten Jahren keine Geldopfer gescheut haben, um Elektrizitäts- werke in Mexiko, Mittelamcrika, Südamerika, Ehina, Indien. Italien, England und anderen Teilen der Welt zu erobern. Dies Vordringen hält unvermindert an. Mit Deutschland werden die Amerikaner keine Ausnahme machen. Man weiß, wer General Electric und Elektrizitäts-Liefcrungs- Gescllschnst sind. Die General Electric ist jenes gewaltige elektrotechnisch« Unternehmen der Vereinigten Staaten, das in aller Welt Produktionsstützpunkte hat und in Deutschland an der Osram zu etwa 17 und an der AEG. zu etwa 30 Proz. beteiligt ist. Die El« kt riz i täts- L i c f er u n g s- G e se l l s cha f t gehört zur AEG. 40 Prozent des Siannnoktienkapitals und das gesamte Vor- Zugsaktienkapital liegen bei der Bank Elektrischer Werte, und von dieser wiederum befinden sich zwei Drittel des Aktienkapitals bei der AEG. Setzen sich also die Amerikaner jetzt unmittelbar in der Elektrizitäts-Lieferungs-Gesellschaft fest, so vollenden sie ihr Ein- dringen in den AEG.-Konzer». Aber dieser neue Fall ist kein Einzelfall. Wie steht es mit der G.essürel? War nicht vor einem Jahr als in Brüssel die Sofina neuorganisiert und finanziell verstärkt wurde, davon die Rede, die Gesfürel, den größten privat- kapitalistischen Elektrizitätskonzcrn Deutschlands, zu einer Art Ost- Abteilung des Sofina-Konzerns zu machen? Wenn inzwischen solche Pläne nicht verwirklicht sind, so ist die Gefahr doch keines- wegs beseitigt. Bei Begründung der letzten Kapitalerhöhung sagte Generaldirektor Oscar Oliven, daß die amerikanischen Konzerne mit großen Geldern überallhin vordringen und alle Objekte aus- lausen, die nur zu haben sind-, man müsse hiergegen gerüstet sein. Aber man kann der Gesfllrel-Verwaltung die Worte, die kürzlich die AEG.-Direktion an die Siemens-Werke stellte, wiederholen:„Weih die Verwaltung genau,, wieviele Aktien ihrer Unternehmungen, so- iveit sie sich im freien Markt befinden, in ausländischen Händen liegen?" Wie st cht es mit dem Rhcinisch-Wcstfälischen Elektrizitätswerk? Dies große gemischtwirtschaftliche Unternehmen(teils staatlich und kommunal, teils privatkapitalistisch) konnte seine letzte Anleihe nicht erhalten, ohne nicht dem Geldgeber kdcr National City Bank in New Park) ein Optionsrecht(Erwerbs- recht zu Vorzugsbedingungen) aus Aktie» im Nennwert von 25 Mil- lionen Mark einzuräumen. Es ist bestinnnt kein Zufall, daß bisher amerikanisches Kapital nur nach privatkapitalistischen oder gemischt- wirtschaftlichen Elektrizitäts werken trachtete, während diejenigen Werke, die dem Reich, den Ländern, den Pro- vinzen, den Gemeinden gehören, zunächst noch unangetastet blieben. Die Erklärung ist einfach...Handelt es sich um ein Unternehmen. dessen Aktien am freien � Markt(Börse) für jeden Interessenten käuflich sind, so kann eines Tages die deutsche Verwaltung die Fest- stellung machen, daß sich bereits soundsoviel Prozent des Kapitals evtl. in Händen fremder Interessentengruppen befinden. Ist dies der Fall, so haben die Amerikaner bereits ein Druckmittel in der Hand, und die weitere Amerikanisierung kann dann meist nicht mehr aufgehalten werden. Bisher war jedoch in Deutschland die Tatsache, daß die öfsent- liche Hand(Reich, Staak, Gemeinde) einen großen Teil der Elektrizitätswerke selbst besitzt, ein Bollwerk zum Schuh dieses lebenswichtigen UZirtschaflsrevlers gegen Amerikanisierung. Der Angriff auf dies Bollwerk hat bereits eingesetzt. Aber nicht nur von amerikanischer, sondern auch von deutscher Seite. Es war Dr. Kehl, Borstandsmitglied der jetzt mit der Disconto- Gesellschaft fusionierten Deutschen Bank, der vor einigen Wochen auf der Düsseldorfer Jndustrietagung den Gemeinden empfahl, zur Kapitalaufnahmc im Ausland(Amerika) einen Tell ihrer Substanz abzustoßen.„Substanz" heißt: Besitz an Elektrizitätswerken, Gas- werken, Straßenbahnen, vielleicht auch Wasserwerken. Für Straßen- reinigung und Müllabsuhr ist dagegen kein Interesse beim amerikr- nischen Finanzkapital vorhanden. Die Deutsche Bank verfolgt auf diesem Gebiet offenbar eine bestimmte wirtschaftspolitische Linie. Es ist ja erst einige Monate her, daß sie gemeinsam mir dem amerikanischen Bankhaus Harris, Fordes u. Co. die United States and Overseas Corperation gründete, eine Gesellschaft, deren Zweck es ist, sich an den verschiedensten europäischen Unternehmun- gen zu beteiligen. Welchen Unternehmungen? Die Antwort liegt nahe, wenn man weih, welch großes Interesse gerade in der letzten Zeit das genannte amerikanische Bankhaus Elektrizitäts- u n t e r n e h m u n g e n zugeivandt hat. Eine gleichartige Attacke fand sich dieser Tage in der groß- kapitalistischen„Deutschen Allgemeinen Zeitung"(Abendblatt vom 7. November). Hier wurde unter der großen Ueberschrist„P r i v a- t i s i e r u n gl" ausgeführt: die Kapitalbeschaffung der Gen>einden für Ausbau der Elektrizitätswerke und-leitungen mache Schwierig- keiten. Es gebe eigentlich nur zwei Wege: entweder Anlehnung an bestehende große gemischtwirtschaftliche Gesellschaften oder Umwandlung der Werke in selbständige gemischtwirtschaitliche Unter- nehmungen. Diese programmatischen Ausführungen stammen, wie das Blatt mitteilte, von„F i n a n z s e i t e", natürlich von deutscher. Das Programm ergänzt denn auch durchaus die erwähnten Ge- danken Dr. Kehls. Die Gefahren, die in diesem gemeinsamen Angriff des amerika- nischen und des deutschen Privatkapitals liegen, sollten jodem denkenden Menschen klar sein. Man erinnere sich der englischen Gasgesellschasten der Vorkriegszeit.„Es sind Spuren, die schrecken" — meinte kürzlich selbst der volksparteillche Duisburger Oberbürgermeister I a r r« s. Ein Elektrizitäts-Bersorg ungsu nternehmen ist heut« notwendigerweise eine Art Monopolbetrieb. Gibt die Gemeinde oder der Staat solche Monopole preis, so kann die Bevölkerung an den zu erwartenden Tarifen ihre Wunder erleben. Hier muß im Interesse der Bevölkerung und im Interesse der Volkswirtschaft— denn es handelt sich um die hauptsächlichste Energieversorgung der Zukunft— ein Riegel vorgeschoben werden. Nicht nur dadurch, daß jede Privatisierung öffentlicher Unter- nehmungen entschieden abgelehnt werden muß, sondern auch ge- gebenenfalls durch gesetzliche Maßnahmen. Am 17. November ist Gelegenheit für die Bevölkerung, oll diesen Angriffen auf össentliche Werke eine klare Absage zu erleilen. Bürgerliche Mehrheiten in den Gemeinderäten bedeuten. daß eine der wichtigsten Errungenschaften der Noch- kriegszeit. die weitgehende kommunalisierung der Bersorguags- Unternehmungen, wieder verloren gehl.-i, Zündwarenmonopol-Gesetz vom Kabinett verabschiedet. Das Rcichskabinett verabschiedete in seiner heutigen unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abgehaltenen Sitzung den Entwurf des Zünd- warenmonopolgefetzes, mit welchem die Aufnahme einer Anleihe van 125 Mill. Dollar verbunden ist. Der Entwurf geht nunmehr dem Reichswirtfchastsrat zur Beratung zu. Mit Doppel- SOhleCoodycar •tdoppett...... Der Schuh macht den Mann! Erfolgreich aussehen heisst erfolgreich werden. Wertvolle 65 verschiedene Modelle, Halbschuhe u. Stiefel, in schwarz, braun. Lack, mit und ohne Doppelsohien, auch Kerbrahmen, für Strasse, Gesellschaft u. Sport. Die Qualitätfsocke�Bember�'Gold" schwarz und farbig...................... Paar i »45 95 Herren-Cbcrtdiube»u» G«bar dl»«. 4 r IU Markanleihen im Reichstag. Gegen die Besserstellung Oes NeubesiheS.— Die Banken als InflationS�ewinner. In der Sonnabendsitzung des Ausschusses für den Reichshaus- halt erklärte Genosse Keil, die Sozialdemokratie hätre das System der Auslosung der Anleihe von Beginn an bekämpft. Nach sechs Jahren sei natürlich nichts mehr zu ändenr Der Unterschied zwischen Alt- und Neubesitz sei für ihn aus sozialen Gründen gegeben; er wäre seinerzeit vor einer Annullierung des Neubesitzcs nicht zurück- geschreckt. Man habe ja auch alte Goldforderungen gestrichen und viele damit der Armut überliefert. Die Spekulanten in der Inflationszeit, die Werte für ein Nichts an sich gezogen hät- ten, hätten ruhig genau so behandelt werden können. Das würde die Möglichkeit gegeben haben, die Altgläubiger besser zu st e l l e n. Er inöchte hoffen, daß entgegen einer gestrigen leicht inißoerständlichen Andeutung seUens eines Regierungsvertrcters eine bessere Ausgestaltung des Neubesitzes für den Lauf des gegenwärti- gen Gesetzes nicht in Frage komme. Das würde Aufwertungsge- winnler in unberechtigtem Umfange schaffen. Die Banken seien überhaupt bei der ganzen Aufwertung ungeheuer günstig gefahren. Im Aufwertungsgesetz sei ihnen keinerlei Aufwertung der bei ihnen vorhanden gewesenen Depots auferlegt worden und im Anleiheab- lösungsgesetz sei ihnen die Möglichkeit gegeben worden, mit den Depots zu spekulieren. Eine Entschließung H e r g t(Dnat.) wurde angenommen, die die Regierung ersucht, gelegentlich der angekündigten Abänderung des Einkommensteuergesetzes die Steuerfreiheit der aus den Auslosungsrechten bezogenen Zinsen vorzusehen. Eine weitere Ent- schließung Hergt wurde abgelehnt, die die Einsetzung eines Härte- fonds in den Nachtragshaushalt wünschte. Eine dritte Entschließung der bürgerlichen Regierungsparteien, zu prüfen, wie für solche be- dürftigen Personen, deren Anträge auf Grund des Anleiheablösungs- gesetzes endgültig abgelehnt werden mußten, aus besonderen Grün- den«ine angemessene Unter st ützung flüssig gemacht werden kann, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Arbeiier und Weliwirifchast. (Sin Borirag Eggerts in der Weltwirtfchastlichen Gesellschaft In der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft behandelte Genosse Eggert, Borstandsmitglied des ADGB., das Thema„Arbeiter und Weltwirtschaft" und erzielte mit seinen klaren, auf Tatsachen und nüchternen Erwägungen fußenden Ausführungen bei den zahl- reichen Zuhörern einen tiefen Eindruck. Der Arbeiter wisse schon seit Jahrzehuten, daß sein Wohl nicht mit seiner Arbeitsstätte umgrenzt sei. Nicht nur als Erzeuger, sondern auch als Derbraucher sei er mit der Weltwirtschaft verbunden. Nur innerhalb des Flechtwerks der Weltwirts6>aft könne der Arbeiter sein Leben einrichten. Er sei deshalb auch für die Verständigung und Zusammenarbeit der Böller eingetreten. Infolge der durch den Krieg veränderten Wirtschaftsstruktur Deutschlands und Europas, des Strebens aller Staaten nach wirt- schnftlicher Selbständigkeit, des Bordringens Amerika? und Japans, und der überall herrschenden großen Arbeitslosigkeit entstehen für die Arbeiter aller Industrieländer, besonders für die deutsche Ar- beiterschast recht schwierige Situationen. Daher erkennen die deutschen Arbeiter, daß die erste Bedingung die wirtschaftliche Ver- ständigung sei, der dann eine politische Verständigung folgen kann. Ein ernstem Beispiel seien die deutsch-polnischen Handelsvertragsver- Handlungen: die Polen verlangen ein Kohleneinfuhrkontingent nach Deutschland, das einer Arbeitsleistung von 15000 Bergarbeitern ent- spricht; trotz der anerkannten schweren Nöte Niederschlesiens und Waldenburgs müsse den Forderungen verhältnismäßig nachgebend entsprochen werden, da andere mit dem Abschluß des Handelsver- träges verknüpften Borteile die Nachteile überwiegen. Der deutsche Arbeiter sieht ein, daß Deutschland exportieren muß, daher muß er sich mit bestimmten weltwirtschaftli(hen Notwendigkeiten abfinden. Eine der wichtigsten Aufgaben sei die Pflege der internationalen Sozialpolitik, deren Verbundenheit mit der internationalen Wirtschaftspolitik unab weislich' ist. Der Arbeiter will seinen Aufstieg, wenn er sich zunächst auch im Interesse seiner Klasse betätigt, so stellt er seine Kraft auch im Interesse der Weltwirtschaft zur Der- fügung._ Z. Winter auf dem Arbeitsmarki. Die Arbeitslosigkeit steigt weiter. Das Tempo der rückläufigen Bewegung des Arbeitsmarktes im Bezirk des Landesarbeitsamts Brandenburg hat sich in der Woche zum 2. November beschleunigt. Der Zugang an Arbeitsuchenden betrug 11 102, an Unterstützungsempfängern 7622 gegen 9971 und 5759 der Borwoche. Die Metallindustrie hatte eine weitere Verschlechterung zu verzeichnen. Die Beschäftigungsmöglichkeiten in der T e x t i l i n d u st r i e sind weiter zurückgegangen. Im Bau- g e w e r b e sind die Zahlen der Arbeitsuchenden allgemein im Stei- gen begriffen. In der Berichtswoche stieg die Zahl der Arbeitsuchenden um 11 102 aus 215 660. d. h. um Ich? Proz., gegenüber einer Zu- nähme von 9971 gleich 4,15 Proz. in der Borwoche. Die Zahl der Hauptunter st ützungsempfänger in der versicherungs- mäßigen Arbeitslosenunterstützung betrug 120 006, in der Krisen- Unterstützung 22 250, zusammen 142 256 Person.n. Von den Haupt- Unterstützungsempfängern in der Arbeitslosenversicherung entfielen auf Berlin 91 161, auf die Provinz Brandenburg 27 289, aus die Grenzmark Posen-Westpreußen 1256. Die Wel I 9 v£lUlUlilllOlll Ulf» II• einltntttttgcn für btrfr Rubril sind B e r l i» SB 68, Lindenstrahe 3. Parieinachrichien�MsürGroß-Vertin st«t» an da»?ritrk»sefr»tar>ai i. Hos, 2 Treppe» recht», zu richte» I. 5trei». ssrele Schulanneinde Berlln-Mi�te, Arveitsaemeinschaft Nord und Elternbeirat. Montau. U Novcml>er, 20 Uhr. bei Bbrend. Echrisdersir. 2. Portraa des Genossen Namsch: ,Llt unsere weltlich« Schule in Sefalir?* Anschließend Aussprache und Verleiluna von Wcrdematcrial. 6. Rtci««rmbe««. Montag. 11. November, pilnltlich 19 Uhr. Materialaus- aav« bei Krepp, Planuser 75—76. Jede Abteilun« muß fünf Genossen schicken. Anschließend lur� Besprechuna mit den Ableilunasleitern. 7. Krri, ckbarlottenbuea. Dicnslaa. 12. November, 20 Uhr, erweiter!« Vor- ftandssitiun« im Zimmer 1 des Nathauses. 17. krei, Lichteaber». Montaa. II. November, 19 Uhr, ssunItioniirkonferenH im Arbeitsamt. Schreiberhauer Straße. 29. Krei» Neiuickendorf. An der Werbelnndaebuna im Beraschloß in Waid- mannsluft um 20 Uhr am Montag, dem 11. November, beteiligen sich die Abteilungen Wittenau, Sermsdorf und Freie Scholle, Auf den Fackelzug am Sonnabend, dem IK. November, in Neinickendorf-Ost sMarienplaß), wird schon jetzt hingewiesen. Starke Beteiligung aller Mitglieder wird erwartet. heute. Sonntag. 10. Aovembee. 11. Abt. 914 Uhr bei Berget, Levetzowstr. 21, FunltionSrsitzung. Alle BeZirks- führer müssen erscheinen oder Vertretung schicken. I I. Abt. Trefken gur Demonstrat on 12V: Uhr Binetaplatz._ 25. Abt. Treffen ,ur Kundgebung 12>.v Uhr Arnswalder Platz. Abteilung» banner, Transparente und Fahnen find mitzubringen. 29. Abt. 9 Uhr und Montag ab 17 Uhr Kreisflugblätter.abholen von Burg. VrenUauer Allee 199. Rontag, 11. November, 20 Uhr, Funklionärsitzung bei Burg. Prenzlauer Allee 199. Jeder Beiirk muß unbedingt ver- ZI. Aich'" Die' Bartelgenossen treffen sich um 9 Uhr im Lokal Soldfchmidt, Etolpifch« Str. 89, ,ur Abholung wichtigen Materials. Z2. Abt. Ab 9 Uhr sind von jeder Gruppe von Kromphardt, Baul-Singer- Straße 19, Fluablätter abiuholen. I 33. Abt. Plakate für Balkonpropaaanda. auf Poppe g«,og«n, stehen ab beute bei Loiack. Benmesir. 8, iur Verfügung, 99. Abt. Schönedeeg. Treffen iur Demonstration um 14 Uhr Untergrundbahn- Hof Hauptstraße snicht Bahnhof Wilmersdorf-Friedenauj. Die ienfeit» der Wannseebahn wohnenden Genossen treffen sich um 13hi Uhr bei Gütlich, Begasflr. l,»wrcks Abholung wer mitzunehmenden Plakat« und Schilder. 81. Abt. Frieden«». Treffpunkt zur Demonstration IS'H Uhr Ringbahnhof Wilmersdvrf-Friedenau, Varziner Straße, zum gemeinsamen Abmarsch zum Trefspuntt des 11. Kreises, am Innsbrncker Platz, Eifackstraße. 117. Abt. Lichtenberg. Dienstag. 12. November, und Mittwoch, 13. November, 17 bis 19 Uhr. wichtig« Handzettel, und Flugblattverbreiwng von Eiewers, ftantftr. 3. und Pflug, Leopoldsir. 21. 198. Abt. Köpenick. Alle Genossinnen und Genossen werden gebeten, heut« an der össeirtlichen Versammlung in Mtlqgelbeim bei Troppens, um 15 Uhr. »eilzunehmen. Die Fablabende linde» diesmal nicht am Mittwoch, dem 1Z. November, sonder» bereit» am Montag, dem 11. November, ItVi Uhr, statt. Alt-»ad Ktetzvorstadt: Lietsch«, Dorotheenstr. 1. köllnische Borstadti StippelodI, Schöneelluder Str. 5. Dammvorstadt? Siedlung Uhlenhorst und Köpeuick-Rord: Lokal Otto Schul», Hohruzolleenplatz 5. Morgen, Montag, lt. November. 9. Abt. 19Vo Uhr Funktionärsttzuna bei Dobrohlaw, Swimnemünder Str. 11. Die.Wählerin" ist ebenfalls am Montaa abzuholen._____ 9. Abt. 19 Uhr Borstandssitzung. Um 20 Uhr Funktionärsitzung bei Hübner, Wilsnacker Str. 34. Keiner darf fehlen, 14. Abt. 20 Uhr bei Lauritzen. Putbusser Str. 11. Funktionärsitzung, 17. Abt. 20 Uhr bei Dcse, Am Nordhasen«. Sunklionärsitzung. 19. Abt. WA Uhr bei Schade. FeHrbrlluier Str. 9, Funktionärsitzung. 20. Abt. 20 Uhr bei Pose, Koloniestr. 15. Funktionärsitzung. �- 21. Abt. 19' i Uhr in der Geschäftsstelle, Uircchter Str. 21, Funktionärsitzung. 22. Abt. lg'» Uhr bei Senkel. Utrechter Str. 10, Funktionärsitzung.- 24. Abt. 19V, Uhr wichtige Funktionärsitzung der Köhler, Greifswalder Str. 80b. Sämtliche Bezirksführer müssen erscheinen. 25. Abt. 20 Uhr bei Schmidt,«urische Str. 24. Ecke«niprodestraße. wichtige Fm'.klionärsitiuna. Jeder Bezirk muß vertreten sein,-. 28. Abt. 19 Vi Uhr im Lokal Rechenbera. Choriner Str. 49. Sitzung der Funk. tionär«. Im Laufe- des Montags holen die Bezirksführer beim Genossen Pinner,?re»kowstr. 39, Flugblätter ad. 39. Abt.'"19 Uhr wichNge Funliioilärlitzuna bz.__ 34,«t. 19 Uhr bei Lötschert. Rüdersdorscr Straße, wichtige Funtnonärtztzun, und Materialausgabe für die Wahlen. Die Bezirksführer aierden gebeten/ bis zu diesem Tage die Wahleinleiliing mttzubklnäeni 3«. Abi. 191-- Uhr in ber Juristischen Sprechstunde. Lindbnstri 9, Mitglieder- vcrzetchniss- sind mitzubringen. Abrechnung.... 41. Abt. 20 Uhr bei Lipferi, Mariendorfre Str. 8, Fuiiltlonärsitzung. Die Abteilungsleitung kemmt berrit» schon um 19 Uhr zusammen. 42. Abt. 20 Uhr bei Wirrsdorkf. Urbanstr. 9, Fmiktionärsilning. 43.»dt. 1981 Uhr bei Krepp. Planufer 75176, Funklionärsigung,. 14. Abt. 19'.? Uhr Funktionärsttzung bei Ewald, Skalitzrr Str. 129. Erscheinen aller bringend erforderlich._... 45. Abt. 90 Udr bei Florkowfki, Grünauer Str. LI Eck- Kottbusser Ufer, Funktionärs, tzuna. Ausaabe der WribnachtsfamMeNistrn. 4». Abt. 20 Ubr bei Eiäiholz. Euvrnstr. 23, Funltionärfigung. 47.«bt. 20 Uhr bei Gesche, Wrangelstr. 10, Funktionärsttzung. Sbaelottenbueg. 52. Abt. 20 Uhr bei Badr, Kaiferin.Augufta.Allre 52.— 57. Abt. 19'/b Uhr bei Arndt. Nantftr. 51, wichtige Funktionärsttzung. »7. Abt. Seunewal». 29 Uhr bei Wurzbacher, Porstandssttzung mit den Funktionärrn. 92.«bt. Steglitz. Flugblätter von den bekannten Stellen abholen. 95«bt. Tempclbof. 7. Bezirk: 20 Uhr Fahlahend im Lokal Sappeidt. 9».«bt. Morleoborf. 20 Uhr bei Niendorf, Ehausseestr. 19, Funktionärsttzung. Ein seibstgemachler� Likör schmeckt besser! Mit Reichel- C s s e n z e n geht die Sache einfacher als Sie denken und bringt Ihnen hohe Evspaniis. Unter den 135 Sorten werden Sie viele finden, die Sie noch nicht kennen. Versuchen Sie eimrral. In Drogerien und Apotheken erhältlich. Lassen Sie sich dort auch umsonst Dr. Reiches Rezeptbüchlein geben. Neukölln.»1.«bt. Am Montag Flugblattverbreitung von 18 Uhr adein fol. aenden Lokalen: Restaurant Flughafen, Mahlower Str. 10! Wilhelm Lübdeke, Karlsgartenstr. IZt Hermann Köster, korlegartrnstr. 4,' Jakob Müller, Flughafrnftr. 50: Adolf Stehmann. Fluahafrnstr. 29; Otto Balewfkt, Boddinstraße Ecke Ifarstraße. Um 29 Uhr kurze wichtigr Funktionärsttzung bei Mäufeler, Flughofenste. 49.— 13.«dt. 29 Uhr tindet im Lokal zum„Bärwinkel" eine Fraurnversammlung mit Ftlmvor. sührung statt. Stadtrat Genosse Schurider spricht über„Sozialistisch, Kommunalarbeit in der Iugcndwohlfahrt." Sympathisierend« sind hierzu auch eingeladen.— 95.«dt. 20- Uhr Vorftandssttzung mit allen Funkst närrn bei Driraer, Leistngftr. 9. Wichtige Malrrlalauogab«. 99. Abt. lSVb Uhr Funktionärsttzung bei Noack. Iuliusstr. 19. 119.«bt. Lichtenderg. 21 Uhr bei Bartz, Mvllrndorfstraße, Funktionärsttzung und Materialausgab«. 132. Abt. Blankenburg. 20 Uhr kahlabend bei klug, Dorfstr. 2. 137.«bt. Retnickeadvef.Weft. 20 Uhr Funktionärsttzung im Volkshaus, Scharn. wrbrrstr.' 114. Erichrlncn aller Funktionär« dringend notwendig. 139«. Abt. Freie Scholle. Wir betriliqen uns geschlossen an der Kundgebung in Waidmannslust, Berglchloß. Treffpunkt 19!? Uhr Konsumhou». Dienstag. 12. November. 2. Abt. 19H Uhr Treffpunkt Schinkel« Festsäl«,»rllckenstr. 2. sttznng. 14., 15. und 19.«bt. 19H Uhr gemeinsam« Mitgliedervrrfammlung im Swinemünber Eefellfchaflshaus, Swinemünder Straße. Tagesordnung: Schulstrrik in der 228 Volksschule. Di« 8. Abteilung ist hierzu freundlichst eingeladen. 49.«bt.~ . Dienstag, 12. Nooemder, 19H Uhr, im»Schultheiß am Kreuzbera" (Tlooll), Lichterfclder Str. 11, allgrmeine Mitgliederversammlung. Res«. rrntin Neichstaasabgeordnete Maihilde Wurm. Es ist Pflicht aller©«• nosstnnen und Genossen, diese Versammlung zu besuchen. 74.«bt. stehlendoes. 19!-, Uhr Funktionärsttzung bei Schneider, Potsdamer Straße 2». Jeder Bezirk muß vertreten sein. Zrauenveranstaltungen. 4. Kerl» Prenzfovee«erg. Donnerstag, 14. November, WA Uhr, in der Schule Gleimstr. 49, Film, und Vortrogoabend. Film:»Die da unten" lgille). Ansprache der Reichstagsabgeordneten Klara Böhm. Schuch. 9. krei« Wilmeevboef. Heute, Sonntag, 10. November, 17 bis 19 Uhr, im Freiherr.von.Stein.Lyzeum, Weimarische Straße. Film, und Vortragsabend. Film:„Freie Fährt". Ansprach« der Reichstagsabge» ordneten Klara Böhm. Schuch. 14. keel» Neukölln. Donnerstag, 14. November, 19!, Uhr, im Saal. bau, Neukölln, Bergstr. 147, Film, und Vortragsabend. Ansprach« des Genossen Stadtrat Karl Schneider. 8. Abt. Die Genossinnen holen die Flugblätter von Rickert, Stelnmetzstr. 36«, ab. 33. Abt. Die Frauenslugblätter werden nicht am Montag, sondern am Mitt. woch, 13. November, mit den allgemeinen Flugblättern in den Zahl- abendlokalen ausgegeben. 39. Abt. Alle Genossinnen und Genossen beteiligen stch Sonntag an der Ber. teilung der FeauenNugblätter, die in der Feit von 9 bis 10 Uhr von der Genossin Hansen, Öranienstr. 122. vorn 4 Tr., abzuholen sind. 44. Abt. Alle Genossinnen holen die Flugblätter von Lüder, Reichenberger Straß: 155, Seitensl. 2?r., im Lause des Nachmittags ab. 57.«bt. Eharlottendveg. Alle Genossinnen werden gebeten, sich an der Ber» teilung der Frauenslugbiätter vom Lokal Thunack. Wielandstr. 4, aus zu beteiligen. 79. Abt. schoneberg. Die Genossinnen treffe» stch zur Flugblattnerbreitung Montaa, 11. November, ab 13 Uhr bei Groß, Scbanstr. 17. 99. Abt. Buckow. Dienstag, 12. November, 19!-- Uhr, im Lokal Ehausseestr. 52, „Die Fea» und die Kommunalwahlen". Reserentin Bezirksverordnete Luise Siedel. Dt«„Naturfreunde" wollen un» den Adend gleichfalls ver. schönen. Vezirksausschuh für Arbetlerwohlfahrt. 4. tkeio Peenzlauee«erg. Montaa. 11. November. Aktenausgab« st» Bezirksamt Prenzlauer Berg. Donziger Str. 64, Zimmer 29. 6. Krei» Kreuzberg.!Picn»'og. 12, November, wichtig« Au»schußlltzuna. .A) Ul>r,.hri. Woli�.Grä!cltraßc..Ied- Ahteil>,ng.utuß.weztr-fen sein. Mahlsabrlo. etwas Luftiges. Freitag. 17!» Ubr. Wir üben zur Revue. Zungsalle», Dienstag und Freitag 17? Ubr Heimabend. Restsalkei». Montaa. 17? Uhr, Singen. Helseetreis. Mittwoch, 18? Uhr, Besprechung. Alle Beranstatungen im Heim Elisabethkirchstr. 19. Krei» Keeuzberg. Heute. 10. November, treffen stch all« Noten Falken und Jung fallen 9? Uhr auf dem Bellc-Alliance-PIatz mit Fahnen und Blumell zu unserer Revolutionsfeier im Friedrichshain. Gruppe Landsberger Platz. Heute, Sonntag, treffe» stch all« Noten Falken und Iunafalken pünktlich 9? Uhr vor dem Jugendheim Diestrlmevrrstraßr. Wir gehen erst zum Märzarfallenrnfriedbof und werden dort vhotoaraobiert. Anschließend Beteiliaung an der Kundarduna. Ende aeaen 12 Uhr. Um 15 Uhr treffe» sich alle J»teil Fallen und Iunafalken im Jugendheim. Jeder bringt Stullen und Trinkbecher mit. Wir proben für dir Druooenfeier. Ende 19 Uhr. Montaa. 11. November. Ltchtbilbervortraa Im Heim nur für Küken von 18 bis 19? Uhr. Iunafalken tagen 18 bis 19d< Uhr im Heimlciicrzimmer. Krei» Eharlottcnbueq. Dienstag, 12. November. 20 Uhr, Heifersttznna bei der Genossin Warmuth. Treffpunkt zur Nevoiutionsfrier Sonntag. 9 Uhr, am Wilhelmpiatz. Krel» Neukölln. Montaa, 11. November, 17 Uhr, Baracke Ganghoferstraßr, wichtige Cvrrchsstindr. Krei» Neiuickenboes. Gruvpe Reinlckrndorf-Ost. Küken. Montaa, II. No- vember. Basteln. Donnerstag. 14. November, Lesen und Singen. Jugend- heim. Lindaucr Straße. 16—1» Uhr. Iunafalken. Mittwoch. 13. November. Basteln. Freitag, 15. November, Aussprache:„Warum find wir de, dm Kinbersreunden". Berantwortlich: Werner Bamberg. Bot« Falken. Dienstag, 12. November. Bunter Abend. Donnerstag, 14. November, Basteln. Zusammen- künft« der Noten Falken und Iunafalken von 17>4 die 19'„ Uhr ebenfalls im Jugendheim Lindauer Straße. Geburtslage. Jubiläen usw. I.«bt. S«»te, Sonntag, vollendet ein nie rastender Funktionär de««er- liner Arbeit er bewegung sei» 65. Lebensjahr— Kngo Snhr.— wir wünsche» unlerem liebe» Hvqv»och recht»iel« Zaber erfolgreichen Wirken» n»b gratuliere» ibm herzlichst. 8.«bt. Unleeem langiäbrige»«btetlnngsleitee Afeed krau«, kremmearr Straße 3, zu feinem 59. G«bnrt»fage die herzlichsten Glückwünsche. 34.«bt. Unserem langjährigen Genosten Michael kavle« zu seine« 80. Gebnrtatag« die herzlichsten Glückwünsche. 99.«bt. Renkölln. Unserem lieben Senaste» und Kämvsee Eduard Knall, Knelebeckstr. 88, zu seinem 59. Sebuetatag« die herzlichsten Glückwünsche. 122.«bt. Bier da es. Unserem liebe» Genosse» und Abteilungsleiter August Schneider»» seinem 65. Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisatton J lose, die nicht verkauft werden, können zurückgegeben werden. Verelaiguag sozialdemokratischer Juristen. Konferenz am Dienatag, dem 12. Noiembe», 1929, 20 llb». Ine Muschelsaal de« Nbeingpld, Potsdamer Str. 3.«ortrag de, Leiter« der Farschnngsftelle sür WIrtichastsvoliti! Genasse» Fritz Naobtal! über»Di« Äesorm de» Aktie». rechte",«ingesstbete Säfte Willkomm Juagsoziallslen. Gruppe Lichtenberg. Montag. 11. November, pünktich 20 Uhr, im Jugendheim Gunterftr. 44. Bortrog:„Soziale Wanderung durch England". Partei» und SAZ.-Genossen sowie Gäste sind freundlichst eingeladen. Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreunde. Revolution«-Geben ttag. Sonntag. 10. November, Fried et chshain. Treffpunkt 10 Uhr Landsberger Platz, Frirdrnstroße. Besuch der Gräber der Reoolution». opfer, anschließend Filmveranstaltung in den Lichtspielen Schweizergar-, n. Wir spielen den Film„Brüder". Teilnehmer sind alle Noten Falken, Iunafalken uiid Leiser.— Fachtnrsur» Ieltlaqertechnit»im. Montaa, 11. November. 20 Uhr, Geschäftsstelle Lindenstr. 3, Z. 16. Leitung Mar Schmidtbauee.— Fachknrfu» Rustt, Lied, Feftaeftaltung. Freitag. 15. November. Gefanassaal der 1». Schul«. Rruköll», Kaisrr-Frirdrich-Str. 4 fHrrmannvlatz). Singkreisleiter von 19? bi» 20V: Uhr, Hrlferchor von 20!b bis 22 Uhr. Leiluna: Fritz Hoffmann.— Falken- stnastunde. Frr>-ag, 15. November. 17 Uhr,- Schnlaula Wrinmeistrrftr. 15. Alle Noten-Falken Grupven kommen mit de» Heifern-.— Seminar. Donnerstag. 14 November, 20 Udr. Neukölln. Nathan». Leltuna: Genosse Löwrnstein. Krei» Mitte. Gruppe Arkonaplatz. Heute, 8? Uhr. treffen wir uns v«r dem Heim. Wir gehen mit den Kinderfreunden zum Friedhof der März- gefallenen. Mittwoch gehen wir zum Marionettentheater des Bez-rkcamte». Treffpunkt 16? Uhr vor dem Seim. Notfall«». Montag. 17? Uhr. Wir lesen 98.«bt. Am 2. November verstarb Infolg« eines Unfalls unser langjähriger Genosse Alerander Maith. Iuliusstr. 36. Ehre seinem Andenken. Beerdigung hat bereits stattgefunden. 118.«bt. Lichtenberg. Unser langjähriger Genosse Julius Finger ist am 7. November verstorben. Ehre feinem Andenken. EinLfcheruna am Dienstag. dem 12. November. 17 Uhr, im Krematorium Bamnschulenwra. Rege Beteiligung wird erwartet._ Revolutionsfeier der Arbeiterwohlfahrtsschule. Die SchAer der Arbetterwohlfahrtöschule gestalteten ihre Revolutionsfeier in den schönen neuen Rämnen ihrer Schule überaus etlbdrucksvoll. Herbstblumen und Fahnen schmückten den Raum. Das Programm wurde hauptsächlich von den Schülern selbst bestritten. Man merlt« ihnen an, daß es ihnen (Ernst war mit der Feier der Revolution. Der 9. November hat auch für die Fürsorger einen ganz neuen Aufgobenkreis geschaffen. Ueber die geschichtlich« Bedeutung des 9. November sprach Genosse Hamburger, MdL. Sprechchor und Gesanysbeiträg« fügten sich glücklich in den Rahmen der Veranstaltung, die den Beweis erbrachte, daß auch neue, schöne Formen proletarfscher Fest- gestaltung entstanden sind. Sine Photoousslellung der Ralursreund« ist täglich von 10 bis Timhr m der Dreibundjtratze?'geössnN.""Dii! Aüsstellüng, deren Besuch all«,- Pholsfreunden oeiiens empfahlen werden kann, wird am 15. November geschlossen.? Frauen schaffen in Haus und Beruf. Im Rahmen der Etatheimausstellung im Kauf» haus N. Israel, König st raße, sprach Margarete Kaiser zu diesem Lcbensproblem und zeigt« im Anschluß daran die prak- tische Durchführung des Gedankens zeitgemäßer Haushalt- und Lebensführung. Die Ausstellung bistet einen kurzen Ueberblick über das Leben der Frau im Haus und im Beruf, sie zeigt das Heim mit allen praktischen Neuerungen und Vereinsachungen sür Zeit- und Krastersparnis, st« zeigt ferner einige Berufsstätten und die Berussausübung: all dies im rosigsten Lichte weitgehendster Hygiene in bezug aus Raumgestaltung, Einrichtung, Kleidung usw. gesehen. Wenn man all diese peinlich sauberen, geschmackvollst gehaltenen Wohnräum«, diese ideal eingerichteten Arbeitsstätten und die schneeweiße Berufskleidung betrachtet, dann drängt stch einem unwillkürlich der Wunsch auf die Lippen:„Oh. welche Lust, schafsende Frau zu sein!" Hier kann man nicht von einer grauen. sondern im Gegenteil von einer rosenroten Theorie sprechen. Denn in Wirklichkeit sehen Heim, Fabrikfaal und Buveauraum der schaf- senden Frau wohl»anders aus. Adler spart nicht auf Kosten seiner Kunden. Es ist durchaus nicht gleidigültig, welchen Wagen Sie fahren... denn Ihr Automobil ist Ihre Visitenkarte! Man setzt heute voraus, daß Sie Marke und Type mit Überlegung gewählt haben und schließt daher nicht zu Unrecht vom Wagen auf den Menschen. Sachkenntnis erweckt Vertrauen. Besitz allein tut es nicht. Sie sind es Ihrem Ansehen und Ihrem Kredit schuldig, beim Kauf nicht bloß auf den Preis zu echten. Denn nichtauf Billigkeit kommt es an, sondern auf Preiswürdigkeit. Betracht ziehen müssen, wenn Sie Ihre Wahl treffen,— das alles sind Faktoren, die für ADLER sprechen. Denn Adler ist der Wagen für Kenner! ADLER ADLER STANDARD - «WM WW' � dM«»» '"........ * W\M»»ki J»K,, M�UMM MGWM '"»— V /. .>«,'» I>"«"'•«•"«�«'««• M/l �»}: ��fif(�lü�f(f!lf"ffffflf///�,/f//�",-Hf(ij�f'li#l'fi[Hj�ji�Ulfl 111 fLy'l"lllf''UIif fni iHMiffrn»� cht WoH Wasdibarkeit prüfen! Tauche Stückin kalter Persillauge leicht In kaltem Wasser kurz spülen! Zipfel in klares Wasser und stauchen und drücken! Alles Dem letzten Spülwasser zum presse ihn über weißem Tuch harte Reiben vermeiden! Nur Auffrischen der Farben etwas fest aus! Ablaufendes Wasser kurze Naßbehandlung Essig beigeben! muß klar uyd die Unterlage unverfärbt bleiben. Besonders wichtig ist das richtige Trocknen! So müssen Sies macheill -vhwM WAUUU llW'�I��CvT\VK�V�v/AiC.NV»)> Persilgepflegte Wölb sadien sind frisch, zart, weich und mollig! Nadi dem Spülen und Ausdrücken Stück durch mehrmaliges Einrollen in Nässe aufsaugende Tücher von anhaftender Feuchtigkeit befreien! �Cciße Frottiertücher eignen sich am besten. Zum Trocknen richtig in Form ziehen "und auf tuchbedeckten Tisch leg-n! Farbige Teile und Ärmel innen mit weißen Tüchern oder Seidenpapier auslegen! Nicht in Ofennähe oder in der Sonne trocknen! Nicht aufhängen! N/V1 EPS Niemals lose- nur in Originalpackung Nr. S2S» 4S. Lahrgang Gonniag, 10. November 1929 Erkenntnis tut not! ÄÄZ» Von Erich Flataa, erstem Vorsitzenden der Berliner sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion Nach der Berufszählung vom 1k. Juni 1925 gibt es in Berlin 424 844 männliche und 240 299 meibliche Angestellte. insgesamt also 6K5 143. Diese Zahl stellt ungefähr den siebenten Teil der Einwohnerschaft Berlins dar und rund ein Fünftel der Wahlberechtigten. Innerhalb der Arbeitnehmerschaft Berlins(Arbeiter und Angestellte. ohne Beamte) sind die Angestellten mehr als der dritte Teil. Diese Hinweise machen— rein äußerlich— die B e- deutung der Berliner Angestelltenschaft klar. Wollen die Berliner Angestellten ihren zahlenmäßigen Ein- fluß nicht ungenutzt lassen, dann müssen sie sich aktiv an der kommenden Stadtverordnetenwahl in Berlin beteiligen. Diese Betelligung stellt für die Berliner Angestellten nicht nur eine staatsbürgerliche Pflicht, sondern in erhöhterem Maße eine proletarische Pflicht dar. Die Angestellten Berlins werden sich bei der kommenden Wahl als Wähler die Frage vorlegen müssen: „wer vertritt und wer vertrat im Berliner Sladtparla- meut die Interessen der Angestellten?" Selbstverständlich darf nicht allein innerhalb so eng gezogener Grenzen zu der wichtigen Angelegenheit einer Kommunal- wähl Stellung genommen werden. Es ist aber ohne weiteres verständlich, daß die einzelnen Berufsgruppen und deren An- gehörige, also auch die Angestellten, zunächst einmal ihre Ent- scheidung bestimmen lasten wollen durch das Berufs- i n t e re s se. Sozialdemokratie und Angestellteninteressen. Von den einzelnen Fraktionen der Berliner Stadt- verordnetenversammlung hat allein die s o z i a l d e m o- kratischeFraktion offizielle und maßgebende Angestelltenvertreter in ihren Reihen. Die Tat- lache, daß der Vorsitzende der örtlichen Spitzenorganisation der freien Angestellten Mitglied der sozialdemokratischen Stadtverordneten fraktion und sogar ihr erster Vor- sitzender ist, läßt doch wohl erkennen, welche nicht zu unterschätzende Bedeutung innerhalb dieser Fraktion die Ver- treter der Angestellten erlangt haben. Es sind außerdem in der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion Vertreter der einzelnen Angestelltenberufsgruppen vorhanden, darunter auch insbesondere Vertreter der Handlungsgehilfen, der Techniker und der Werkmeister. Zur deutsch- nationalen Stadtverordnetenfraktion gehören zwei deutsch- nationale Handlungsgehilfen. Ein Mitglied der Hirsch- Dumkerschen Angestelltenrichtung ist Mitglied der demokra- tischen Fraktion. Innerhalb dieser bürgerlichen Fraktionen lchnnen aber Arbeitnehmervertreter. die sich dorthin oerirrt hahon. und insbesondere Angestelltenvertreter, natürlich nie- mal» sp zur Geltung kommen, wie dies bei der sozial- demokratischen Fraktion der Fall ist. Die kommu- n'stische Fraktion hat in ihren Reihen auch einen..Ange- stellten", der aber als Unorganisierter Angestellten- Interessen niemals wirksam vertreten konnte. Alles, was inderBerlinerStadtverordnetenversamm- lüng in Wahrung der besonderen Ange- stellteninterefsen geschehen ist. entsprang der Initiative der sozialdemokratischen Stadtverordneten fraktion. IM Jahre 1925 hat die sozialdemokratische Fraktion in der Berliner Stadtverordnetenversammlung einen Antrag eingebracht, der den freigewerkschaftlichen Forderungen ent- sprock. die in einer besonderen Bundesausschußfitzung des AfA-Bundes vom 15. Dezember 1924 in einer Resolution grundlegend zusammengefaßt worden waren. In diesem An- trage mar im besonderen verlangt worden, den weiteren Abbau von Angestellten'« inzustellen, nachdem innerhalb der gesetzlichen Vorschriften das Maß des Ab- baves— auch in den städtischen Dienststellen— für die Ange- stellten erreicht worden war. Weiter wurde gefordert, daß bei der Unterbringung von Angestellten in den städtischen Bureaus und Betrieben die wirtschaftliche Lage der Angestellten weitestgehend zu berücksichti- a e n und Angestellte in vorgeschrittenem Lebensalter bei der Einstellung vorzugsweise zu behandeln seien. Schließlich wurde noch etnAusbauderöffentlichenAngestelltenver- rntttluna. die Sicherung der Mitbestimmung der Berufsverbände hierbei, die Einfüh- rung des Anmelde« und Arbeitsnachweis- benutzungszwanges sowie das Verbot von Ehissreanzeigen und die Einführung des Sichtvermerks bei Anwerbung von Arbeits- k rösten durch Zeitungsinserats verlangt. Es mar bezeichnend, daß eine deutschnationale Stadtverordnete als„Angestelltenvertreterin" mit aller Energie sich_ diese Vorschläge wandte, und daß ferner«ine bürgerliche Mehrheit der Berliner Stadtverordnetenversammlung wichtige Teile dieser Vorschläge ablehnte. Zu dieser Mehrheit gehörten alle deutschnationalen Angestelltenvertreter sowie auch der demokratische, dem Gewerkschaftsbund der Ange- stellten als Mitglied angehörende Stadtverordnete. Geradezu wie ein schlechter Witz wirkte es, daß die deutschnationalen Handlungsgehilfen, die Mitglieder der Ber- liner Stadtverordnetenversammlung sind, Ende 1925 einen Antrag einbrachten, der in allgemeiner Form das oerlangte, was in den oben wiedergegebenen, früher von ihnen selbst abgelehnten spezifizierten sozialdemokratischen Anträgen enthalten war. Noch grotesker wurde es aber, als die deutschnationalen Antragsteller ihren eigenen, von den sozialdemokratischen Angestelltenvertretern dann verbesserten Antrag nieder stimmten. lleberstundenunwesen und Erwerbslosigkeit. Im November 1926 hat die sozialdemokratische Berliner Stadtverordnetenfraktion wieder einen besonderen Dringlich- keitsantrag eingebracht, der auch angenommen wurde und sich mit der allgemeinen Erwerbslosigkeit beschäf- tigte. Der für die Angestellten in Betracht kommende Teil dieses Antrages hatte folgenden Wortlaut: „Der Magistrol wird ersucht, zur Milderung der Hot der Angestellten die Einrichtung der Zeit Hilfen gruadfählich zu be- seiligeu, das lleberstundcnunwefen in der ganzen verwallung abzuschaffen und bei der Einstellung in erster Linie langfristig erwerbslose Angestellte unter Berück- sichtigung der Wirtschaftslage, de» Aamilien- stände? und der Eignung in Betracht zu ziehen." Weiter hat sich die sozialdemokratische Stadt- verordnetenfraktion immer wieder bemüht, die Tätigkeit der freien Angestellten- und Arbeitergewerkschaften zu unter- stützen, die sich auf eine Verkürzung der Arbeitszeit, ins- besondere auch am Wochenende, vor allem in den offenen Handelsgeschäften, erstreckte. Im Dezember 1928 wurde von der Berliner Stadtverordnetenversammlung ein sozialdemokratischer Antrag angenommen, der sich bei diesem Bemühen auf bestimmte Tage konzentrierte. Dieser Antrag lautete: „Die Stadtverordnetenversammlung ersucht den Magistrat, auf das Polizeipräsidium und seine vorgesetzt« Behörde einzuwirken, daß dem Wunsche der Angestellten des Handelsgewerbss Rechnung ge- tragen wird, daß der Schluß der Fefchäst« om 24. Dezember um 17 Uhr erfolgt." Nachdem der Antrag eingebracht worden war. wandte sich die Gaustelle Berlin-Brandenburg des Verbandes der weiblichen Handel?- und Bureauange- stellten, der mit dem Deutschnationalen Handlungs- gehilfenverband im Gesamtverband deutscher Angestellten- gewerkschaften liiert ist, an den Verfasser dieser Ausführungen in seiner Eigenschaft als Stadtverordneter, um ein Vorgehen zu erreichen, wie es der sozialdemokratische Antrag schon vorsah. Es ist interessant, daß dieser Verband sich ausgerechnet an einen Sozialdemo- kraten wendet und nicht an seine deutschnationalen Freunde. Noch interessanter ist es vielleicht, daß bei der Ab- stimmung über diesen Antrag keiner der deutschnationalen Handlungsgehilfen und auch nicht der demotratlsche Ange- stelltenvertreter im Plenum der Berliner Stadtverordneten- Versammlung anwesend waren. Im Herbst des laufenden Jahres wurde auf Antrag der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfraktion von der Ber- liner Stadtverordnetenversammlung beschlossen: „Der Magistrat wird ersucht, die bei befoudaer Mehrarbeit einzustellenden Aushilfskräste aus der Zahl der belm äfseutlichen Arbeitsnachweis(Arbeitsamt Verlin-Mitte) eingetragenen erwerbslosen Angestellten zu nehmen." Es sei weiter noch hervorgehoben die Arbeit der sozial- demokratischen Vertreter in der Berliner Berufsschul- d e p u t a t i o n. Diese Arbeit hatte das Ziel, das Berliner Berufsschulwesen für die Angestellten organisatorisch besser zu gestalten. Dieses Ziel ist durch Durchsetzung entsprechender sozialdemokratischer An- träge zu>n überwiegenden Teil auch erreicht worden. Die hier gegebenen wenigen Beispiele, deren Zahl erhöht werden könnte, zeigen, mit welcher Energie allein von der sozialdemokratischen Stadtverordneten- fraktion die besonderen Interessen der Angestellten gewahrt worden sind- Die Berliner Angestellten haben aber, wie schon erwähnt, nicht nur von ihrem Berufs st andpunkte aus diese Dinge zu beurteilen, sondern sie müssen als Teil der Berliner Gesamtarbeitnehmerschaft eindeutig politisch zu der kom- wenden Berliner Stadtverordnetenwahl Stellung nehmen. Bei solcher Stellungnahme ist in den Vordergrund zu rücken die Tatsache, daß die neue deutsche Reichsverfassung auch den Angestellten für die Gemeindewahlen die Rechte gegeben hat, die vor 1918 der gesamten Arbeitnehmerschaft vor- enthalten waren. Die Verleihung dieser Rechte, insbesondere des Wahlrechts ohne jede Einschränkung, macht es aber den Berliner Angestellten zur erhöhten Pflicht, aktiv an den kommunalenArbeiten teilzunehmen. Die Ver- bindungen zwischen der Gemeinde und den Arbeitnehmern sind so vielfältch und so enge, daß es geradezu eine Bernach- läfligung der Wahrung der eigenen Interessen wäre, wenn der Angestellte der Kommunalwahl keine besondere Aufmerk- samteit schenken würde. Der Berliner Angestellte muß sich also die Frage vorlegen, welcher Partei in Wahrung dieser setner Interessen er seine Stimme geben will. Der auf- ?«klärte Berliner Angestellte kann sich durch eine Stimmabgabe nicht verbinden mit bürgerlichen Parteien, in denen maßgebend sind die Vertreter der Wirtschaftsinteressen der Arbeitgeber. Gerade in der letzten Zeit sind im Zusammenhang mit der Berliner Skandalaffäre Artikel erschienen von Persönlich- ketten aller bürgerlichen Fraktionen, die deutlich erkennen lassen, daß die Wahrung des rein privatkapitalifti- schen Geldinteresses sozusagen„erster Programm punkt" aller bürgerlichen Fraktionen und Parteien ist. Es würde doch wahrlich einen Akt der Selbstentwürdigung be- deuten, wollten die natürlichen Gegner dieser privatkapita- listischen Jnteressenvertreter, die Arbeitnehmer und also auch die Angestellten, sich politisch zu denen gesellen, die sich gegen die sozialen Interessen der Arbeitnehmer wenden. E b e n s e- wenig kann aber ein Berliner Angestellter der Kommunistischen Partei seine Stimme geben, die in all den vergangenen Jahren niemals prak- tisch in der Berliner Stadtverordnetenversammlung für die Angestellten eingetreten ist. In letzter Stunde sozusagen scheint das den Kommunisten deutlich geworden zu sein. Da sie aber tatsächlich für die Angestellten nichts leisten können. versuchen sie schnell noch rein agitatorisch auf die Angestellten zu wirken. Sic haben einen Antrag eingebracht. der„Verbesserungen" der Bestimmungen des städti- schen Angestelltentarifes verlangt, natürlich auch in f i n a n- zieller Beziehung. Dieses propagandistische Mätzchen können sich die Kommunisten leisten, weil sie ja aus politi- scher Feigheit die Verantwortung für den Berliner Etat flicht übernehmen. Nur haben sie vergessen, daß die Grundlage des Tarifvertrages der städtischen Angestellten die B e- amtenbesoldung ist. Zur Verbesserung dieser Beamten � besoldungsgrundlage stellen sie aber keine Anträge, wodurch ihr völlig sinnloses Vorgehen, durch das sie Angestellten- stimmen fangen wollen, bewiesen wird. Der geltende Tarifvertrag für die städtischen Berliner Angestellten enthält in seinen Hauptpunkten vorbildliche Bestim- mungen, die wegweisend wurden auch für anders Ange- stelltentarife. Er ist geschaffen worden allein durch die Initiative von Sozialdemokraten, nämlich durch das Zusammenwirken der freien Ber- liner Angestelltengewerkschaften, die geleitet werden von Sozialdemokraten, und der zuständigen D e- zernatsvertreter des Berliner Magistrats. die wiederum Sozialdemokraten sind. Angestellte, laßt euch nicht irreführen! Die Angestellten, die.Kopfarbeiter", wie man sie nennt, müssen klar überlegen, daß jede Zersplitterung der Angestelltenstimmen bei der Berliner Stadtverordnetenwahl die Wahrung der Angestellteninteressen in der Berliner Stadtverordnetenversammlung erschwert. Sie müssen durch ihre Stimmen den wirklichen Bertre- tern der Berliner Gesamtarbeitnehmer« schaft, den Sozialdemokraten, im Berliner Stadtparlament den Einfluß verschaffen. der dringend notwendig ist. um auch dort Angestelltenpolitik wirksam betreiben zu können. Jeder Berliner Angestellte, der das will, wähle eingedenk seiner Staatsbürgerpflicht, im Bewußtsein seiner Verantwortung gegen- über dem Berliner Proletariat, am -11. November die Liste l, die Liste der Sozialdemokratie. Unerreicht tautet auch das Urteil unserer Kunden ,,,, Da8 ich mit Ihrem F�brik�t vollauf zufrieden bin, beweist dar Umschnd, daß ich bereits einen weiteren Wagen bestellt habe, und Sie werden selbst wissen, daß Sie durch meinen Wagen eine große Anzahl von 5 to in Neukölln abgesetzt haben. B er I i n• N e u k 5 1 1 n, 12. September 1929. Friedrich Runge, Lastauto-Betrieb. Vogtlfindische Maschinenfabrik A.-0., Plauen I. Vgtld. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Somitag, 10. November: 7: funkgymnastik.«: Für den Landwirt. 8.55; Stundcntlocken�pie-l der Potsdamer Oarnisoaklrchc. 9: Morgenfeier. Anschließend:(jlockengelänt des fierlincr Doms. 10; Wettervorhersage für Sonntag. 10.50; Büdfank, II: Reglc- pobleme. 11.30: Elternstiinde. t�: Mittagskonrert. 14; Dr. Dolittlcs Abentener. 35: Isländische Musik. 15.20; Programm der Aktuellen Abteilung. 16.10: Schallplattenkonzert. 16.30: Programm der Aktuellen Abteilung. Anschließend: Unterhaltungsmusik. 19.40; Hermann Ungar. 20: Yvcttc Guilbcrt. 21; Konzert. Danach: Tanzmusik. Montag, II. November: 7; Funkgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.50; Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Jugendstunde. 15.45: Aus der Präzis der Eheberatung. 16.03: Erinnerungen an Alt-Berlin. 16.30: Konzert. 17-30: Programm der Aktuellen Abteilung. 18: Unterhaltungsmusik. 18.50: Jagdliche Sitten und Gebräuche. 19.10: Staatsbürger und Kommunal wählen. I9„35: Programm der Aktuellen Abteilung. 20; Lieder. 20.55: Was haben Sic gegen Gedichte? 21: Volkstümliches Orchesterkonzert. 22.30: Funk-Tanz-Untcrricht. Danach: Tanzmusik. 0.30: Nachtmusik. Dienstag, 12. November: 7: Funkgymnastik. 9: Schulfunk. 12.30: Die Viertelstunde für den Laadwirt. 13.50: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 13.45; Kunst und Publikum. 16.05: Der deutschen Uebersee-Postvcrkeht. 16.30: Orgelkonzert. 16.55; Erich Franzcn liest aus seinen.Werken. 17.15: Unterhaltungsmusik. 17.40: Technische Wochenplauderci. 18; Stunde mit Büchern. 18.30: Unterhaltungsmusik. 20: Sinfoniekonzert. Mittwoch. 13. November: 7: Fuakgymnastik. 12.30t Wettermeldungen für den Landwirt. 13.50: Bildfunk. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendböhne. 15.50: Programm der Aktuellen Abfeilung. 16.20; Unterhaltungsmusik. 18.20: Wie wir schaffen und wozu wir schaffen. 18.45: Schallplattenkonzert. 19: Arbeitnehmer und Oe- mcindc. 19.25: Herben Eulenberg liest eigene- Werke. 19J50: Gedanken zur 2eil. 20.30: Opernausschnittc, aus Qracncr-Opern. ,21.30; Zoitbcrichtc. Anschließend; Tanzmusik. Donnerstag, 14. November: 7: Funkgymnastik. 9: Schulfunk. 12,30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 13.50; Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Jugendstunde. 15.45; Mode und Wirtschaft. 16.05: Zum 125iähriget! Jubiläum der.britischen und ausländischen Bibelgesellschaft. 16.30; Unterhaltungsmusik. 18: Weltwirtschaftliche Zeitfragen. 18-20: Mit dem Eisbrecher„Krassin" nach Sibirien. 18.45: Hsc WcijR liest.eigene Gedichte. 19: Jazzvirtuosen. 20:..Ein besserer Herr", Lustspiel von Hasenclever. 22.30: Funk-Tanz-Untcrricht. Danach; Tanzmusik. freitag. 15. November: 7; Funkgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 13.50: Bildfunk. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde, 15.45: Eine Bluraenstunde in Japan. 16.05: Zwei Dichter und ein Werk. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18: Eigenschaften und Verwendung des Porzellans. 18.20: Das neue Buch, 18.33 Grund zöge der Qcopolitik. 19: Violinvorträge. 19.30; Das Interview der Woche. 20; Orchesterkonzert. 20.30: Unterhaltungsmusik. 1 Sonnabend, 16. November: 7: Funkgymnastik. 12; Aus dem Zentralinstitut, für Erziehung und Unterricht. 13.60; Bildfunk. 14; Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde- 15.45: Medizinisch-hygienische Plauderei. 16,05: Stadt Berlin— Mutter von 175 MX) Kindern. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30: Französisch für Anfänger. 19: Heitere Lieder. 19.30: Gerhart Pohl liest ans seinen Werken. 20: Programm der Aktuellen Abteilung. 20.30: Kabarett. Anschließend; Ans dem Sportpalast: Eishockcykampf London— Berlin, Anschließend; Tanzmusik. Königswusterhausen. Sonntag, 10. November: Ab 7: Uebcrtragvnr aus Berlin. IS: Unsere Expedition nach AejTplen. 18: Die Zerstrcouni Ist der Tod aller QröDc. 18.J5: Der rreischütz. 19: Deutschlands Anteil an der Wclimalcrci. DeutschlantJscnder: 20: Aus dem Schlot AJonbiTou. Anschließend: Ucbertrazunc aus Be;!». .Montag, II. November: 16: Franrfisisch Ocultuiknndlich-Iiterariscbe Stunde). 16.30: Ucbcrtraeunz aus Berlin. 17.30: Gottfried Keller in Berlin. 18: Gestalt nnd Schicksal troßer Entdecker. 18.30: Enzlisch für AnfSnser, 18.85: Wintcrarbeitcn am landsvirN schaft liehen Maschlnenpaik. Momarts„Hochzeit des F i q o r o"«ls Senbeoper unter btr musikalischen Leitung Alexander van Zemlinsky. Der Dirigent de- laut in erster Linie das ri,tstl,mische und da 5 dramatische Moment dieser Musik. Es ist weniger eine Komödie als ein Drama. Zemlinskn interessiert kaum das Spielerische. Tändelnde nnd Dekorative. So kommt in seiner Interpretation etwa im Duett Mareeline-Susoime unier der glitzernden Oberfläche die Leidenschast gu starken! Ausdruck. Und so singt der Eherubim seine erste Arie mit betont gesetzten dratnatischen Akzenten. Diese Aufiassunq der Oper unterstützt der Regisseur Karlheinz Mariin, der auch die «prechpartien mit großer Sorgsalt behandelt. Er schafft durch Bewegung der Sänger auch in der bloß akustischen Wiedergabe das Gefühl des Rüunilichen. Die Auffsihrung steht auf hohem Niveau und ist bis in kleinste Detail durchgearbeitet. Allerdings reichen die Sänger nicht immer aus. Prachtvoll Herbert Janssen als Alma- viva, aber Bronsgeests Figaro, im letzten Angenblick übernommen. weist stark« Stimmangel auf. Gut sind Emmy Bettcndorf, Tilly ö« Garmo und Anni) Frind. In der Reihe„Das junge G e- schlecht" liest der Schauspieler Mathias Wiemann aus den kulturellen und politischen Schristen des Dichters Heinrich Mann. des bedeutendsten Wegbereiters für die neue Generation. Dr. Ludwig Haas bälr die Gedenkrede ans den 9. November. Neben der gc- ichichtlichen Erinnerung stellt er die Forderung, dem innere» politi- ichen Kampf die Schärfe d» nehmen, die er in letzter Zeil ausweist. K. Scb. Dcutscblandsender; 20: Aus der Kroll-Oper:„Hans Heillng". Rnmantischc Oper von Marscbncr. Anschließend; Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 12. November: 16.30: Uebertragung aas Leipzig. 17.30: Dichtcrstunde, 18: Musikver- stehen. 18.30: Franröslsch für Fortgeschrittene, 18.53: Das Baugewerbe. 19.20; Volk und Klassenkampf, Deutschlandsender: 20; Lieder. 20.30; Uebertragung Breslau:„Magazin", ein Hörspiel von Ophuls. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 13. November: 16: Die neue Fcrienordnung. 16.30: Uefccriragung aus Hamburg. 17,30: Dlchtcrstundc. 18: Die neuere Internationale Diskussion über die Bcvölkerungs- fr?ge. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Vom Schicksal der Vorbestraften. 19.20: Die Kommunalwablcn am 17. November unter besonderer Berücksichtigung der Aufgaben der Provinzlalverwaltongen. 19.50: Aussprache über die deutsche Wehrmacht. Deutschlandsender: 20.30: Ucbcrtragang Kassel: Louis Graveure singt. 21;„Famiüenaldum". Anschließend: Uebcrtiagung aus Berlin. Donnerstag, II. November: 16: Die pädagogische Ausbildung der Studienreferendare. 16.30; Uebertragung aus Berlin. 17.30? Gedachte Gespräche von Faul Emst. 18: Weltpolitische Stunde. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Wie weit ist Roggenfütteruns vlrtschaftllch? 19.20; Das werbewirksame Schaufenster. Dcutscblandsender: 30; Uebertragung Köln: Abendmusik. 21: Sinfonie D-Dur, Nr. 1 von Onsfav Mahler, Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Freitag. 15. November: 16: Muscumspädagogik Im Rundfunk. 16.30; Uebertragung aas Leipzig. 17.30: Gespräche über Musik. 18: Di© Banken und der Spargedanke. 18.30; Englisch für Fortgeschrittene. 18.55; Die Bedeutung der Einrelzwcigc der Textilwlrtschaft, 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Acrrtc, Deutschlandsender; 20:„Ein beMerer Herr", Lustspiel voa Ha«er. clever..Anschließend. Üetberi tragung aus Berlin. Sonnabend, 16. November: 16: Die Münchener Tagung der GcSellschalt für deutsche Bildung. 16.30t Uebertragung aus Mamburg. 17-30; Ais Verwallungsbeamter rund um Afrika. 18: Wie steht der Arbeiter zum Vaterland? 18.30: Französisch für Anfänger," 18.55: Die Bedeutung von Paris. 19.20: Der Sinn der Demokratie, Deutschlandsender: 30: Rezitationen'Und Müsikvorträge. Anschließend; Uebcrtrasrung aus Berlin. Vriefkasten der Redaktion. 9R. 6». Isbanniathal. sofern brr V-nisr de? Ätnhcs nicht ta her 2a�e --—— �'.....'' üf, tft, den Unterholt qn geaährrn.— A. L. J. Die Anwartschaft lebt wieder aw wenn der Versicherte wieder eine versidicrunqspflichttae Beschäftigung auf- nimmt oder durm freiwiLige Dkitragsleiftung das Dersicherungsverbaltnis er- mmer-t und danach eine Wartezeit von zweihundert Beitragswochen, zmdlalegi. nimmt' oder durck Hat der Versicherte das vierzigste Lebensjahr vollendet, so lebt die Anwartschaft durch freiwillige Beitra gsl ei nu ng nur au�, wenn er vor dem Srinschen der danach eine Wartezeit von fünfhundert Beitragswochen zurücklegt. Het-der Versicherte bei der Wiederaufnahme der versicherungspflichtigen Beschäftigung oder bei der Erneuerung des Versicherungsvcrbältnisies durch fchmUige Bei® tragsleistuny das sechzigste Lebensjahr vollendet, so lebt die Anwartschaft durch freiwillige Beiiragr leistung nur auf, wenn er vor dem Erlöschen der Anwartschaft mindesten? fünfhundert Beitragsmarken verwendet hatte und danach eine Wartezeit von fünfhundert Beitragswochen zurücklegt. Hat der Versicherte bei der Wiederaufnahme der versicherungspflichtigen Beschäftigung oder brl der Erneuerung des Versicherunosverhältnisies durch freiwillige Bei- tragsleistung das sechzigste Lebensjahr vollendet, so lebt die Anwartschaft nur auf, wenn er vor dem Erlöschen der Anwartschaft mindestens tausend Bei- tragsworkcn verwendet hatte. 2. Wenden Sie sich zunächst an das Polizei» retner. Eventuell müßte Mage auf Unterlassung des rubestörenden Lärms er. hoben werden. Nach einer Entscheidung des Äammergerichts kann, wenn der Lärm von den Mietern des Hauses ausgeht, wahrend destunmze.r Stunden am ?age Ruhe verlangt wirken.— R. Es gibt keine gesetzliche Bestimmung, die den Vermieter berechtigt, im ssalle der Untermiete eine besondere �usay- miete o. ä. zu fordern. Ta ober her Mieter ohne Erlaubnis des. Vermieters nicht untervermieten darf, so bleibt ihm, fall? er auf dos Untervermieten an. gewiesen ist und der Vermieter dir Untermiete nur gegen Zahlung einer be» sonderen Vergütung, genehmigen will, nichts euderes übrig, eis bic geforderte Entschädigung zu bewilligen bzw. sich Über die Höhe derselben mit dem Ver- mieter zu verständigen.— W. R. 14. Zu den durch den �ulassungsantrag entstehenden Kosten hoben die Antragsteller eine vom Reichsminister des Innern festzusetzende Paufchsununc zu zahlen, dir jedoch im Falle der Annahme des Aol?sbeflehrcns zurückerstattet wird. Hat das Volksbegehren nur einen teil- weifen Erfolg, so findet auch nur eine teilweife Zu rücke rstattung statt. villlg, schick nnd eiegant Kurzberg Ist dafür bekannt. Sie erhalten bei mir den gediegenen Maßanzug «l Palefol für Mark 125.- und Marl! 138,- aus prima Stoffen, guten Zutaten und Verarbeitung Trotzdem TeUzahL bis« Monate! Haß- Schneideret I. Kurzberg nur OraniriMtr. In Angelgeräten % führend. Erhäit- iich in allen Eisenwarcnhand- lungen. D.A.N. OUoKunfze vorm. F. Ziegenspeck Berlin SW 68, Oranienstr. 126. original- Belema patantmatratzen/ Ruhebetten mit Betema-Federung Pateni-Drebbeitt(D. R. P.) eU) Griff- eho Bell, sowie das neue Holzbctt mit| Befem.'Fcdcvoikd sind ToUkommeo| geräusefafo.!— Kein Elnllcgcn. Für| sdiwenle DcIeulunA. Ueberau crhältl 20 Jahre Garantie. Barl. Fcdermau-alz.-FabriH. Hopiwnstr; t* MOB EL Schlaf-. Speise-, nerreuzimmer, ICücHgij, Einzel-». Polstoraöbol Sllld ohne Anzahlung Möbelhaus Lindemann vorm. Bergmann. Seit 10 Tabrcn NO, Gollnowslr. 28 29. Adihmg 4 ßdiaaf eneier t Rrefiit bis 39 Monate baut 1140 Wohnungen im Bötzowviertel 7 Minuten von den Ringbahnhöfen Weißensee und Prenzlauer Allee Mit Zentralwaschhaus, mit Ofen- und Zentralheizung/ Ein Teil der Wohnungen istab1.Dezemberl929 vermietbar Fragebogen für Bewerber und Auskünfte gibt die Gemeinnützige Heimstätten Spar- und 3au-Akt-Ges,, SO. 16, Köpenicker Straße 80 graue weiße. Daunen 0*5ü, 0-60, l 40. 1-90 l.ÖO, 3-80, 5-60, 5 80 ,.. 0-80. 7—. 8 HO Kissen, gefüllt...... Unterbiett, gefüllt, 195 cm lang Oberbett, gefüllt, 2 m lang» r Steppdecken lll Dnunendecke iEtl 36 0 AANNEMANN 5*55 8*70 9*80 12*50 ti-ys, 9-35, im' is-eo Kottbuser Damm 88fTurmstr. 71, Rosenthalerstr.9 ' MM, ■•Vvi■: ~'e? s i das Idopifreie Eia�- Benzin Berlin WS erhältlich an den Etas- Säulen und fast allen srößeren Garagen. -"cid,, V 8er tySi€*ebter, el d�rbejh*' in'*r*8- "�forrn Ü8- O//� ' tlPtoö;1?c.. �/eiw�OC � diver�Mo. rfGiocl?"5- ■ äo«"� Die schlechte Geschäftslage— das ungünstige Wetter— die geschwundene Kaufkraft— das sind alles Dinge« die auf die Regisirier- kasse keinen Eindruck machem Unsere ganze Geschäfts- und Preis- Politik beruht auf gewaltigen Umsätzen.— Und die brauchen wir— � Umsätze um jeden Preis Hier ist das Ergebnis unserer Ueberlegungent Wir wissen, daß die Preise uns die Umsätze bringen werden, die wir brauchen. Und wenn Sie diese Angebote lesen und mit denen vergleichen, die in der letzten Zeit an der Tages- Ordnung waren, dann werden Sic wissen, daß jetzt, wenn je, Sie unserem Ruf folgen müssen: Mü&t meß#- tuofxjwi, Mwmok eUviieüm /, TELEFUNKEN40 Europa-Empfang mit STATIONSWÄHLER Ohne Hochantenne Ohne Rahmenantenne �{ßeckM&fcVHt. Sürg&icAabvwi. �ßaämefatneb Parlophon erschliesst die "Obertöne Wissen Sie, warum das Violin-a anders klingt als das Klavier-a? Mitschwingende Obertöne sind es, die jeder Stimme, jedem I nstrumenl die charakteristische Klangfarbe verleihen vut'■■■■ ;-. V»-' ir'. �WWD Z ■ lks. M» hl■■-M DIE DEUTSCHI WELTMARKS Die Lindström-Aufnahmetechnik hat die Obertöne naturgetreu auf der Parlophon- Platte festgehalten. So erklärt sich der klangvolle, bis ins Feinste nuancierte Ton. Musikapparate auch auf Teilzahlung. P, s ja BronUlaw Hubertn�nn Konzert(Qr Violine mit Orchester (Tschtlkovski, op. 35) P. 9350 60 Prof Joseph Wolfsthal P. 0457/58 Konzert fftr Violine mit Orchester A-Dur(Mozart) p. 9456 Prof. Max v. Schillings Egmont-OuTcrtüre Besonders empfehlenswerte Parlophon- Platten: p. 9416 Umberto Urbono la Gloconda- Aadrda Chcnier P. 12U85 Barnabas v, G�czy vom Hotel Esplnnade L'hcurc bleue- Taago dejla Pqmpa Mitja N'ifclsch mit SjTnphonic-Jazz-Ordicster Hochzeit der Holzpuppen P. 12101 PARLOPHON hat die natürlidien Obertöne Farlophbn-Mu$ikapparAt� um}-Platten führt bereitwilligst ohne jede Kaufverpflichtung vor: Odeon-Musikhaus, G.m.h-H� Berlin, Leipziger Str. 1 to• Parlophon-Haus, Ürledridisir. 01 Ojlumbia-Musikhaus, Kurfürstendamm 2y• Richard Rühle, Musikhandel, Oranlenstr. 64 sowie jedes gute Fachgeschäft. CARL LINDSTRÖM A.-G.. BERLIN SO 36 Sonntag, 10 II. Siaats-Qper Unter d. Linden A.-V. 245 19 Uht Sattntag, I» M staut. Oper Blsmarckstr Turnus I I 20 Uhr Samson und Dalila Staals-Opsr Am Pi-d-Reout)!. Vorst. 80 191/ Uht Die Staatl. Sdiaosph. am Gendarnienmar' 1 WILLY ROSEN* und uniemr* ä.---------- 7 CK* hCA S/fdO! TA /V JC cm Kfcten oK roo eRFfSj FoiKsbllline rmitir amltloniati 8 Uhr Früblings Erwachen Staat!. Sdiiller-Tli. 8 Uhr Des Kaisers Soldaten äamDWJkj- SBhncn Theater m dar tSnlgerttzer StraBa Täglich 8Ü» Uhr Ole erste mrs. Selöy mit Fnui rnassary Komödienhaus Täglich Pk Uhr 0«r HUhnerhol I v Tristan Bernard Uirektlon >r. Robert Klelr Dentsches Ktlnstler-Tbeai Barbarossa 3937 71/2 Uhr Seltsames Zvisdiensplei v. Eugen« O'Veil ÜRpi. HilarRlbirt Btrlloer Tlealer 3önhotfl70 8'. U Ivel Krawallen von Georg Kaiser Musik Spoliansk;, Sonn-a'.d. 10.u. 17 November i» Uhr Zwei Krawallen Preise 0�0- 8.00 M AUSSTELLUWC cAricbnx&nn cgSWe�r BEOUN*v-*eieB?ieN EMRvrr«-# Kleines Beat. Merkur 1624 Täglich»'/. Uhr Max Adalbert als Manie »m FlQgei Rudolf Nelson Sonnttg 2 Uhr Daa tapfere Stbneiderlrin. Philharmonie 74- Uhr KONZERT des Philharm. Orch Dlrtg. Prot. I. Pniwcr Eintritt 1 Mk Lostsplelhaas Friedrichstr. 236 Bergmann 2922 Täglich 8V, Uhr Grand Hotel Lustspiel von Paul Frank GROSSES SGHAUäPiELHAUS • Uhr. 3 Musketiere Rsgi«; ERIK CHflRELL. A Soosug gaam. ragak. Halte Pr. Ranaissanca- Theater t«tzte vomaiiong STEMPELBRÜDER Von Heute Sonntag i Uhr Krankheit der Jugend Ab Montag»>/, Uht '.KrankheH der Sugemd- TägllDK| Uhr. teiMbtidi md •aeitaga auch aac-m. a unn_ HEUTE SONNTAG 2 Mal 3 m. 8 Uhr &KiDiler)ial(ie Preise! In gllyH Ygrstellgngsn: oie iümtii(.>i«n neuen November• Attraktionen! T Frankfurter All«« 313>3I4 Von Praitag, den S. November bis Mobtag, den 11. November Film: Herolcl Lloyd in los, Harold, los Die grobe Vemt6- Schau u. das gut« Beiprogramm I fleofjdies Tlieater Cht Norden 12310 8»/« Uh' Oer Kaiser v.Amerike von Bern ard 5h»w Reg- Max Reinhard, Kammerspiele D.I. Norden 12316 8«6 Uhr Mgtt Vnrsicllnngen! Dor Dttwiderstelilielie Dienstag. 12. Nov. 7W Uht Zum 1. Male mm IHM Lustspiel von Frederik Lonsdalt Gustal OrOndgens Die Komödie 1 1 Bismck.2414/7516 Heute zum ietrten Mal 8>.» Uhr Irst« Btrlintr Igflrtfta Uday Shan Nor und simkin Indisch« Tänzer- Pr»ise 4 M. bis 12 M Montag, d- 11- Nov. TT, Uht Zum l Male Tte Ttolel gebolt von KnufHamsum Regie Max Reinhardt, Tb. i. HollmiloffpUb Vorvk. 16-2. Kl J06I Täglich 84. Uht Inn: In lalthirtt. '«.Ä... lÄrrsÄ, Westen» 1 Täglich 8>!« Uh> big. 4 u. Vhf Friederike i.ÄrBi.1 Melropol-Tä. 8'A yur Lehar dirl|l«r( Das Und das Lächelns Vera hebwar», Richard Tauber Sonn-äg 2 u- 3 Uhr Paganlni CASINO»THEATER Lothringer Streb« 8?_ NauT rafien und Bestrebllr.gcn der Gcw- r l- schasten treffen will Die Kommunisten, obwohl doch ihre Ver- treter im Magistrat die Hauptschuldigen sind an dem Sklaret-Skandoh werden von allen bürgerlichen Par- teien geschont, ja, in der Stadtverordnetenversammlung kann man das Schauspiel einer b ü r ge r l- ch> k o in m u n i st i f ch e n Einbcitsfroni genießen. Die bürgerlichen Parteien wissen auch, warum sie die Korn munisten schonen. Die„Deutsche.Allgem.-inc Zeitung", das promi- nenteftc Berliner Ilntcrnehmsrorgon, hat es kürzlich offen ausge- sprachen: dl« Funktion der kommunistlichen Pa.lei besteht darin, dos Aebermächtigwerden der Sozialdemokralle zu verhindern. Genau wie die Kommunisten jetzt überall versuchen, die Ge- werkschaften zu spalten und diesen in' ihrein Kamps um die Bcr- belserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen in den Rücken zu fällen, genau so betrachten.es tiic Komnrunistxn als ihre Aufgsb:, die politische Vertretung der Arbeiterschost. die Sozialdemolrat'sche Partei, mit den schärfsten und schmutzigsten Mitteln zu bekämplen. Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter müssen sich darüber klar sein, daß es zwischen Gewerkschastspolitik und der Politik schlechtweg keine Scheidegrenze Wer die Geiverkschastea bekämpst, Hilst den Unternehmern. Wer die Sozialdemokratie bekämpft, hilft den, Uriternehmerparteien. Jeder Gewerkschafter hat deshalb die Pflicht, dasür zu sorgen, daß am 17. November die Sozialdemokratische Partei über die k o m- munistisch-bürgerlich« Einheitsfront der Per- keumdung und der Reaktion obsiegt. Oer Kampf in der Schuhindustrie. Erklärung der Fabrikanten. Der Aeichsverband der deutschen Schuhindustrie gibt bekannt: .Obwohl die Gewerkschaften der Schuhmdustrie der ihnen als kündigend« Tarifparte! obliegenden Verpflichtung, auf dem gesetzlich »orbezelchneten Wege wieder die Schaffung einer tariflichen Lohngrundlage anzustreben, nicht nachgekommen sind, obwohl vielmehr auf gewerkschaftliches Ersuchen die Belegschaften einer Reihe von Betrieben die als unberechtigt und unbegründet bereits zentral ab- gelehnte Lohnforderung erneut geltend gemacht und diesem betrieb- lichen Vorgehen durch Kündigungen und Arbeitsniederlegungen Nachdruck zu geben versucht haben, will der Reicheverband der Deut- fchen Schuhindustrie vorerst davon absehen, von sich aus kampfltch» Segenmaßnahmen zu ergreifen, um den von dep Gewerkschaft begonnenen Lohnstreit seinerfe'ts nicht zu v«r- lihärsen. In diesem Sinne beschloß der am 8, November in Berlin tagende Häuptausschuß im Einvernehmen Mit der außerordentlichen MMedi�echtwmlimg.. das. Reich»»rüestt» minister tum um einen Schiedsspruch anzugehen mit dem Antrage auf u n» verinderteWiederinkraftsetzungdes seitherigen Ausatz. Vertrags(Lohnabkommen)." � Der Stil ist der Mensch Die gewundene, in einem desonderen Deutsch zusammengeschusterte Erklärung der Schuhfabrikanten zeugt dafür, daß die Verfasser gegenwärtig die Schuh« drücken. Sie möch- ten das joviale Lächeln des Biedermann» aufstecken. E« wird aber nur eine Grimasse. Gestern noch auf stolzen Rossen. Gestern noch Ablehnung, auch nur zu o« r h a n d e l n.. Heut« Anrufung der Schlichtung»- instanz. Was unter diesen Umständen der scheinheilige Vorwurf wert ist, die Gewerkschaften. hätten die ihnen„obliegende Der- pflichtung", die Schlichtungsbehörd« anzurufen, nicht erfüllt, braucht nicht betont zu werden. Diese Heuchelei wird entsprechend ergänzt durch die Forderung auf„unveränderte Wiederinkraflfetzung" her früheren Löhne. Warum nicht gleich«Inen Lohnabbau? Die Scharfmacher im Unternehmerlager sind heute in der unangenehmen Lage, den Rück- zug antreten zu müssen, well ihnen ihre eigenen Mitglieder die Gefolgschaft verweigern. Im übrigen nnrd die Arbeiterschaft kräftig nachhelfen. Ausdehnung des Streiks in Berlin. Im Anschluß an eine allgemein« Betriebsoersammlung der Schuhfabrik H e r s chth a st Berlm,"Pä'üftSknger-Str. 4stl. hat die Abteilung Flickerei, und Aaschimmsaal Ssnns&md einst« m m-ig den Streik beschlossen. Der Stmk beginnt am Montag, dem 11. November, bei Arbeltsbeginn."Die Abteilung umfaßt 70 Personen, die Gesamtbelegschaft ist 210 Personen stark. Es wird damit gerechnet, daß auch die übrigen Abteilungen sich dem Streik atzschließen werden. SPD.-Metallarbetteri SttKefeft, 1( M>l.(a 6t» CartlnUIca. SapfiicnlU. 17-18, ftjUutrlumm. tum aOtt SP».»M««lI»rb«It»». XoeeMtiBBa«: etdfataaaatmc»vi ecatial. «tl.mmlunn. taiiri. ark vertaabibach aU Staitimatlaa in ariteudriaaea. z»»lr«ich«» Belach tmrtrt«er Ätoülocsnotfuafc. Aufstieg bei den Zimmerern. iRund Mitglieder im dritten Quartal. Dieser Tage hielt der Aentroworsianö de? Zimmererverbandes eine Äc uferenz der Aentralinjwnz und Gauleiter ab. in der der Vorsitzende Genosse Wolgast Bericht über die Entwicklung des j Verband'S und die Vargcinge in der Berliner Zahlstell« ! gab, Aus dem Bericht ist zu entitehmen, daß der Zimmererverband sich in einem ersieulichen Aufstieg befindet. Bon 110 676 Ende lS28 stieg die Mitgliederzahl auf 114 043 End« des ersten Halb. jähre» 1029. Zluch. im dritten Ougrtal hielt die Aufwärtsbewe» gung on. Dank der Lohn- und Tarifpalitik des Verbandes ist die Lehr. li ngs Haltung kein retzsabies Geschäft mehr für die Unter» nehmer und daher etwas zurückgegangein Mit der Steigerung der Mitgliederzad! von 3,9 Pro,;, im ersten Halbjahr 1329 steht der Zimmsrcroerband weit über dem Durchs ch n i t t aller freien Gewerkschaften..._. Diese Mitgliederzimahme ist um so bemerlenswertcr, well gleich, zeitig der Verbaich unter einer außerordentlichen Arbeits- lösig k eit litt. Im ersten fjaibjahr 1929 sind rund 39 P r o z, der Mitglieder arbeitslos gewesen. Auch die V« r b a n d z f> n a n z« n haben sich trotz der außer. ordentlichen Belastung durch die Arbeitslosigkeit ausgezeichnet etst« wickelt. Das Vermögen der Haüpt.kgf.se betritg am 1. Novembcr rund 6 200 000 TU. Dabei ist zu beachten, daß ollein im ersten Vierteljahr 1929 für Arbeitslosenunterstützung 1113913 M. ausgegeben wurde. Die Ausgabea für die Invaliden u n t.e r ft ü tz u n g hallen sich im Rahmen der Berechnungen.?lm Jahresschluß dürfte das Verbandsvermögen mehr als 7 Pia l.l ivnen betragen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt mackz« es eriorderlich, der Arbeits'» z e i t f r o g e die größte Beachtung.zu schenken. Am Schlüsse semes Berichtes gab Wolgast einen Ueberlllick über di« Borgänge m der Zahlstelle Berlin. In der Diskussion wurde übereinstimmend festgestellt, daß der Zentralvorstand mit dem Ausschluß der früheren Zahlstellenleitirng richtig gehandelt habe. Der Zentralverband der Zimmerer ist eine achtunggebietend« Macht, die über die Spaltungsoersuche der Bolschewis'en ohne innere Erschütterung zur Tagesordnung übergehen kann. Wenn der ehemalige Lokal ist Repjchläger jetzt einen Lokalverein in Berlin wieder zu gründen vcrjucht, so wird er damit kein Glück haben. Die Berliner Zimmerer sind nicht so dumni, daß sie di« Vertretung ihrer wirtschaftlichen Interessen einem Vereinchen anvertrauen, hinter dem nichts weiter steht als der bolschewistische Schwindel. Ltngewotlte Selbstkriiik. Dtr Schmuft fä lt aus die AuSgesch! offenen zurück. Repschläger geht es an die Nieren, dnß mm kS b! a e u-ich arbcitssreudgge Kameraden die HefMsl« der Zinnnerer führen sollen; Es'wAr.dpK, so, schön, naben"�» Heichs- tagediäten das Gehakt als Zahlftellenvorfitzender etnKistnÄchan, ohne dafür nennenswertes leisten zu Müssen. Verärgert schreibt er daher: „Die Sozialfaschisten haben bekannte Freunde ohne Wahl il» neue Leitung eingesetzt. Die Berliner Zimmerer lehnen es ab. sich von diesen llvternehmcrgünstlingen, wie es die„Rote Fahne" erst vor wenigen Tagen von dem ehemaligen Vertrauensmann der Firma Sicmens-Vauunion, EmU Schindler, Spandau, feststellen konnte, kommandieren zu lassen. Dieser Ianunerlappen sah jähre» S Ohne Anzahlung. Mehrjährig» Ratenrcmhlmmg Schlaf-, Spoi«*-, Herrenzimmer Küchen, Polster-, Einzelmöbel Nur Breite Straße 7. T" Bernhard Keilich 1« Schaufenster mr Sfüeiwaren ftr. Hamftnr�cr Sir. 21.23 Eckhaue Oranienbutger SiraBe 5 Mintit.fi vom Kaekaicliw Utrlrt Sl»aib«hnh.f Mra. Zirkus Büsch Jede Seielwiren-Gruppe im Sonder-Raum leichteste Auswahl- umfangreichste Ausstellung Einzig dastehend I Oe» Pinksuf»elner WeßmaAtasifcew Hstf# m«B schon Im hiorembnpr machen. Bei Rheumatismus Zinsser-Tee! Aus 25 000 Anc kennungen: VvM 10 IlhrUea Leidem befreit 1 Ich habe eitle Kur mif Ihrem Rheumatismus-Tee gemacht und bin dadurch von meinem TO jährigen Rheumatismus-Leiden befreit— Ich spreche Ihnen hiermit meinen Innigsten Dank aus Hermann Dalle, Stechotr. i Wieder-ÖIU* bergest clli t Ich ürtan Rheumatismus und Gicht und konn'e nicht mehr laufen.— Zlrisser-Tee hat mich wieder vötlfg herges eilt.— Alte Leute wtfndern sich, daß ich wieder so laufen und arbeiten kann »*► M. Wage, Altdammbach. feltef M. t.80(einfach), M. WO(verstärkt)— In allen Apotheken. Dr.laeiStt.1 ö■ b.H. Leipzig 75 8. B. 13®- 6. IbM■ auflud äüortrn, BsUln C i Rreitf ■ttmSeaOM. ÜlnootMapfri. arfim Älter:- ',aaritrM,9ln..ittiEh'e:ffl5)b'iihauhr:i.'S23llabf. iirah. T. OIngitiagten tMjfh Setefiaflung Des Anttegri'-chl tu V.iItafPqatvir Hat am 25. tzprü 1929 lüt Recht tr.onm: ®«t Zneellapte»Ith mecen ftffentlldjt- SeUtblflunfl zu einet(Belbftta e v»u», — Mcati«—?e ftemaif oetutietlt. an beten Stell« bn NkhizaHIungsfalle lüt je 5—«Srn— Watrein Tag Setängai- eatfäBi. ®(e Soften be. BetjaHrett» fallen betr. •3nc(iaflJtn zur 2a't Dem.'SfIrtiinteB Tnauft 33 orten w Strltn. Breite öirale 30,31 wird be« Recht tUBemmöien. die Betarteilunn be» Anne. flogten' bntch e ntnalige SinrÜckung be. enlKheihenbeB Keil» be» Uttel« in, .Bottnorl»� binnen vier Woche» nach Ronett fötf et«igten oerentst« '�Utstachea,'■'., ftug—A Strickwesten 5.20 Dieselb.StrickwestenKi'nacr so' 3. so BolerO-W estep,e,�*oi?M Aerm«?' 1.9« Dieselben alt Aermel...... 2.80 Kinder-RodelgarniturenTeu, 9.66 Gamaschen-Hosen ge«triek«.. S.so Damen-Schlüpfer Innen gerauh« 0.95 Däm.-Unterkldder?r,™jchä2.3o Backf.-UnterkleiderK'pÄ'z"". l.eo Kunslseid.Dam.-Unterkleid. o mit£LieiD«o r«blerD........... w.20 Kinder-Unterkleider"«w5e?r. 1.40 Frauen-Futter-Unterröcke pm I.20 Dam.-FutterschlGpferS: u 1.95 Dara-'Schlüjdferptrttc-irttot.«da. scSWf,«Ii kielneo FeMeni..........*.80 Dam.-Hemdhosen Trikot... J.40 Oam.-Untertaillen O.to Damen-Strümpfe{SirÄutbeS8; O.70 Damen-Strümpfe �rbt�lwawi l.'o :cr«Mbt, für 4 lädeben... 1.25 ...... 0.9S Tumschlüpfer �ng° Kinder-Trikots oe.eo Menc«ndbs«M v»rbeti*lt«n AofUltz« vm«uBerhalb werden gegen Nachnahme ansgefUhrt Kinder-Futterschlüpfer"rrtiOT O.90 Kindcrstrümpfekdi�fcWch« O.70 Bettbezüge o und I roleb garniert. Kiesen....... 0.96 Laken aas kräftigem Hauetncb... 2.70 Barchcnt-Laken onge».«».«coy t«o 2.9s Barchent-I�ken"m" uoB?r.dilr!D; 2.95 . NeSSel na. MO cm breit.. Meter 0.8S 0,85 Hemdenflanelle«"Ä 0.85 Herrenhemden wiiifemupeh,.brä!«i 1.96 Einsatzheraden.E,.n: 2_ Herren-Unterhosen Kba mim 1.95 Herr.-Unterhos. 2.60 Männer- Socken MSeWSi�Äi Oos Trikothandschuhe ,0„rn?'Herren O ss Männ.-Unteriack.�;rtnÄ2.75 Unterjacken 1.40 Winterschals f�1!."Tä O.ao Winterschals Hei» Farben.. 1.4« 0.06 Kunstseid. Schals SJuijehTera l.ss Freier Vereeed von 30 M. tn B4ER SOHN SeäSSBi Berlin i 4, nur Cbnus» eesir. 29-30 A G sang het her Firma Si<>mr reasnonar eingeffettl ist. öie ist in ihrem reaktionären Ten oder sehr stark unterstützt morden durch die chastung der dortigen Betriebsräte, die sich soft ousschZietztich aus Sowjetstern lern imd chakenkreuzlern zusawnien- setz»n. War« es enrmail cinern sogenairnten Ä)-latfos6>isten möglich gewesen, sich im Betriebsrat uon Siemens' Bouunion betätigen zu können, dann würden derartige tarifwidrige Luständ.s. wie sie dar» gang imd gäbe sind, nicht eingerissen sein. Jeden- falls gehört zu diesen Jammerlappen, di« ihre Hauptaufgabe in massenhafter Bieroertilgung sehen, keiner der setzt die Geschäfte führenden Kameraden, auch nicht der im Jauche- kirbel genannte, schon deshalb nicht, weil er noch niemals bei der Kiemens-Vanunian beschäftigt war. Die setsrtägliche Ruhe im neuen Laden in der Köpeniäker Strohe verleitet offenbar zum Mörchenerzählen. Irgendwie mutz man sich ja d!« Zeit vertreiben. Selbst die KPD. scheint trotz WaWwmoguitg für Repschlager-Schilf' keine Verwendung, zu haben. Die d-enkenden Zimmerer sind froh, endlich van diesen aewerkschoftsfechidlichcn Elementen befreit zu sein und werden mit der ihnen innewohnenden Tatkraft wieder eine Zahsstelle des Berbondes schaffen, in welcher an Stelle des Rot-Fronh Terrors die freie Meinung herrscht, an Stell« von KPD.-Phrasen gerne rk- schädliche Erziehung und Ausklärimqsarbeit geleistet wird. Aeamie als Berufsmusiker. Neue Richtlinien. Das„Reichsministerialblatt" vom 8. Novetnber gibt Aende- rungen der Richtlinien über Musikausübung durch Reichsbeamte bekannt. Die Richtlinien haben danach nunmehr fol- genden Wortlaut! 1. Nach§ 16 des Reichsbeamtengesetzes bedarf ein Reichsbeam- ter zur Uebernahme einer Nebenbeschäftigung, mit der'eine fort- laufende Remuneration oorbunden ist, sowie zum Betrieb eine? Gewerbes einer vorgängigen Genehmigung. Zur Musikausübung gegen Entgelt soll diese Genehmigung als erteilt gelten, wenn die Musikausübung nicht öfter als 36mal im Jahre und außerdem in keinem Vierteljahr öfter als neunmal stattfindet und eine Bescheinigung des zuständigen Arbeitsamts vorliegt, daß sür die beabsichtigte Musikausübung geeignete Berufsmusiker nichtzur Verfügung st ehe n.. Darüber hinaus wird mit' Rücksicht auf die gegenwärtige Wirtschafts- läge sowie aus dienstlichen Gründen«ine Genehmigung in keinem Falte erteilt werden 2. A.uch soweit die Genehmigung nach Ziffer 1 als erteilt gilt, kann die vorgesetzte Dienstbehörde e'ncm Reichsbeamten die Ausführung von Musikoufträgen untersagen, falls er durch das Musizieren so stark in Anspruch genommen wird, daß di« dienstlichen Interessen darunter leiden oder zu besorgen ist, daß da» Musizieren im einzelnen Fall gegen die Würde des Beamten verstößt. In jedem Falle ist mit Rücksicht auf dos Ansehen des Beamtentums in der Oeffentlichkeit die Musikausübung in zwe'fel- haften Gaststätten und Räumlichkeiten verboten. Z. Um eine Prü- fung zu ermöglichen, ob die bestehenden Vorschriften gewahrt sind, haben Reichsbeamte, die gegen Entgelt Musik ausüben«ollen, dies unter Angabe des Unternehmers, des Tages und des Ortes der Veranstaltung, der Dauer der Musikausübung sowie des ver- einbarten oder erhaltenen Entgelts ihrer Dienstbehörde v.o r h e r anzuzeigen. Der Anzeige ist die ünier 1 erwähnte Bescheinigung des Arbeitsamts beizufügen. 1 Musikausübung. für die ein Entgelt in keinerlei Fort» gewährt wird, brauckN nicht angezeigt zu werden, d Den Reichsbeamten ist dos gewerbs- möhige Rachweisen der Gelegenheit zur Musikaiisübnng o e r- boten. 6. Die oorstshenden Richtlinien finden auf die Ertei- lung von Musikunterricht durch Reichsbeamte keine Anwendung. Zur Erteilung von Musikunterricht gegen Entgelt bedarf also ein Reichsbeamter der vorherigen Genehmigung noch§ 16 RBG. Konsiiki im Rauch« und Schnupftabakgewerbe. O«e Unternehmer lehnen den Schiedsspruch ab. Der Schiedsspruch zur Beilegung der Lohn- und Toris- streitigkeiten im Rauch, und Schnupftabakg« werbe ist von den Tabakarbeiterverbänden angenommen, von den zu- ständigen Unternehmerorgonifationen abgelehnt worden. Damit haben die Differenzen im Rauch- und Schmrpftabakgewerbe eine neue Verschärfung erfahren, die sehr leicht zu— auch für die Kon- sumenten nicht bedeutungslosen— Komplikationen führen kann. Die Tobokarbeiterverbände hoben im Reichsarbeitsministerium Be-bind- lichkeitserklärung des Schiedsspruches beantragt. Zum Zusammenbruch der BeamienBant. Eine Derleumvung. Dom Allgemeinen Preußischen Polizeibeamtenverband wird uns geschrieben: Im Berliner Lolschewistenblatt wurde die Behauptung auf. gestellt, dah der Allgeinem« Preußische Polizeibeaintenverband „fein Konto nicht bei der Bank für Arbeiter, Angestellte und B«- amte, wie alle sreigewerkfchastlichen Orgairisotionen, sondern bei der jetzt verkrachten Bank für Deutsch« Beamte lzobe" Dazu stellen wir fest: 1. Unser Verband regelt seinen gc- samten Geldvertehr über die Bank für Arbeiter, Angestellte und Beamte,-bei der er sowohl ein Konto für tägliches als auch für iestcmgeiegtes Geld besitzt. 2. Unser Verband hat der Bank für Deutsche Beamte niemals Gelder überwiesen Mit dieser Feststellung fällt auch die Verleumdung in sich zusammen, wonach unseren Vertrauensleuten für jeden Kunden 3 Mark pro Kops gezahlt worden sei. Im übrigen wurde uns von der Bank für Deutsche Beamte erklärt, daß bis zu in Oktober 19 25 in der Tat Derbeprämien gegeben worden sind. Da unser Verband erst n a ch diesem Zeitpunkt gegründet worden ist, kommen schon deshalb Vertrauensleute unseres Verbandes für den Empfang derartiger Prämien nicht in Frage. siimmung der großen Mehrheit hie Versammlung geschloflen. Di« Kommunisten Wirsing und Peschke stürmten aus die Bühne die SPD. lind daraus macht die„-Rote Fahne" eine„Flucht" und einen keirimunistischen Erfolg. Di« Genossin Bohm-Schuch hat den KPD.-Leuten so hübsch heimgeleuchtet, daß fi« nur noch zur Lüge greifen können um ihren Mißerfolg zu verdecken. Di« Beleg- schaft der ACG.-Treptow wird mit anderen dem Rufe der Refe- rentin folgen urb am 17. R.ovember sozialdemokroklsch wählen. Die Befserimz 1« Befinden Theodor teipqrks hält an. Di« Nachwirkungen des Bruches d«r Schädeldecke sind so gut wie be hoben� Es kann mst seiner völligen Wi c dc.rh« rh ellun g gerechnet werden. Auch mit dem bisherigen Verlauf der Heilung des schweren Oberschenkelbruches sind die Aerzte zufrieden. Leip.rn bedarf aber nach wie vor der größten Schonung. Von Besuchen muß daher'Abstand genommen werden, um den Gesundungsprozeß nicht zu verzögern. ver Deutsche Bekleidungsarbeiterverband Kai(ich für die Einführung der Znnalidenunlerstüßuna und einer Aussteuer beihilk« aus- gesprochen. An bei Abstimmung beteiligten sich 24576 MiUlhder. mit„Ja" stimmten 14 724, mit„Nein" 9625. Ungültia waren 221 Stimmen. Damit ist die notwendige Dreifünfielmehrheit erreichtf �Oie.Uuchi ergriffen." Oer Schwindel der KJSO. In großer Aufmachung brachte di«„3lot« Fahne" am Donners- lag einen Bericht u. a. überschrieben:„SPD.'Lohw. Schuck ergreift die Flucht vor der Belegschost der AEG.-Treplow".: Wie stehts damit? Di« Sozialdemokratie hat« zum 5. November sin« öffentlich« Betriebsversammlung einberufen Nach Eröffnung der Versammlung verfuchten die K P D.- L« u t« durch dauernde Zwischenruf« der Versammlung«inen Korreferenten auf- zudiktieren. Nachdem dos mit großer Begeisterung aufgenommen« Referat der Genossin Bohm-Schuch beendet war. wurde mit Zu- ll s % BibtAsa, Cilecbainti. R.ichsbshnbremt«, pilf.btomi»»od Salin, tmnlänsct! Eienatoa. 19 Udc, rm dbennoloft, fftotToUnniutj», Saiftr. griedrich-stt. U\ Mittwoch, 19 Utit. in bei Sinch-Lrauenei, Sfulättn. JicrmotmftraSc; Jonnctäta«, 19 Uhr,-m«rohen Saal n»n Sdim hio Gesellk-taft-dau». Berlin, gruchtftr. 9S,. nahe Schlrlikchen kahnliol. «roß,! Eisrndahnervelsammlun«. Taceoorhnun« in allen»rrfantntlnn- irn: l..Di« ffUenbcbnet und hi« Pommunalwablci'". SZrfrtrnt Gr. noffr Emil Barlh. 2. l?rei« Au-sprach«. Giniriii nur für Gis'Ndabner mit Bersanalauawrio: hi« grauen find«densall» fr«undlichil«inaclab'n, Gisendahixr. aaitiert tilr auien Besu6> her Veranftaliuna und aeht allc Stimm-n am 3!oo«mb«t her Liste 1 her SU®., die nur allein hic rjchlia« ilntetcffenrtrtretun« aller Gikendahner ist. Der BerheanOichust de» SBD.-EilenbaH»«». S?Z>..gralti»» de, stüdiische» Viel,,»nd S»la«tHaIe» n-h drr ÄlelfiSheWan. äUonta«, 19 Uhr. in her BiehhafbStf«, Elhenaer Str. 27. SikenMch« Beiriedsversammluna. Taaeaordnuna:..xammvnaiwadl am 17. Vovemter und hie Arbeiterschati". Beierent: Stahtroi Genalle Wilhrlm Jeimann.»Welche Aenderunaen erwarten wir vam Vusaa�l, her Wahl kllr unseren Bctrirb". Referenl: Stadtverordneter GenaZe Hermann Lemvert. gabrrichen Besuch enoarlet De» ffraltianaiorltanb, BSG. Tnedin«! Montoa, IS Übt, bei Orhlfdiiaact, Berlichinaen- stroh« 5. wlchtlae sirastiansvrrsamnrun« der EBD.-Genossen. Erscheinen aller Genossen ist Pflicht. Dar grartian.varstabd. SPD.-zraltian,«rbcitaa»» Mitte. Dienatao. ll'n. Übt, im Slasen- tbalcr Hof. S'asentbalrr Sit. 11—12, dffentltdie Brrsammluna aller beim Arbeitsamt Mitte bcfdiöftiaien Arbeiter. Anaestell'en und Beamten. Stad'verardnrten-Parsteber Senvss« k!»d.»ah spricht über:„Der Lamas CiaMmlotnenU" Sabltcichcs Srscheinrn erwartet De? i m ■m M bä © m m © © © rt © © « jZ��reie Gewerkschafts»Zuaend Verlin. Deut«, ikonnlaa. lalaenb« Bevanstaltunaen: Wir besschtiarn den 3en. tralaiebbas. Tressen pünktlich um 9 Uhr SIdenaee Straß«, Einaana garckenbeckvlast. sZabrrerbinduna: Rlnababn bis zentralviebbaf. Straßen- bahnlinien: 65, 168.— Zlardwefttee!«: Um 18 Übe üb Iuaendheim Turiner £k« Sanherstvab«. Dattraa:.Snistebuua und Bedautung«in«, Tarifvertraaef. Befenent: Erwin Bunuel.— UmHOeU Srcmbb et« der Schule Germaniastr. t—«.«inaana Göststr--»«.«artraar.S!au- dW ■atf«n aneBarT 3nnccc üb» offene Denen, eal- jfinbete vaaeB, eingewachsene Zldgeln,ern»gel». gewdchaariige Wochernagen werften M»»BUM« g»»»«. »«»M»»»» deleitigl. sowie Zlechlea und Arafl jeglicher«ri. »olicke Frei«! 0>>ne BcrateiOraagl Wimelni Sdialz,lBstitüt tlrFel-o. BeiokraBke Berlin W 3ü, Motu rage»4, Ecke Eisenacher Strat« Telephon LQmow zgzz. U-Bahn Nollendoi oprechffnnftcn pon 9 M* 2 unft Den 3 ftio» irtple Uhr. an. �tnälAtf Beleuchtunssk6rp«r, KindarwagMi, PhotQn, Sprachapparat«, Opel.Pahr. rader, wöchantlKh» Mark MDBELÜOeNH Wclnmelsicrsir. 9 empßcAIf moderne Scßlaf-,-Speise. onic»tr.4J Cfiuss- Jerf/gk/eidung aus ogener Anfzrtltgung Qet b&lddjame 'Xeirm-Aartizi in 5 Jiaru&Lrd'Jheiacn S1* 48: 69.- 88; 110 125 auf Jei£zaMunq Vi AnzstfJijs\Q m. 5 MonaUraierb £ p srn.SS CW UAPSI" DIE LOS U NGSMITTELStlFE Es Ist auffallend, wie leicht und schnell sich selbst hartnicklge Verschmutzungen Iflsen, wenn man Benzltverwendet- Das patentierte Lösunosmittel in den Benzit-Wasehmitteln ISst den Schmutz mOhelo*- iOst sogar Ost, Fett und Schweis, ohne das Gewebe zu schädigen. Daher auch für schwere Verschmutzungen— stete Benzit Ffir die groBe WS«ehe; Benilt-Uebenoda(45 Pf.)»um Elnwelehen Benilt-Selle(45 Pf.)»um Anwatchen B*nzlf-Ueber»elfe(SD Bf.)»um Abkochen rar Wolle. Melde und bunfe WScehe Benzlf-Uebertelfe<80 Pf.) BenzItAktleng esellaeliart, Berlin NW7> Unter den UndenM 500 Sprechmaschlnain dresscr Oeicpanhallskauf Schrank-Apparate ecm m* 55.* 65** ai( Ort»io»l-6ctiwel*er OeppetieCerMhntehenwcrk,■Jf K «ntkl*g(is*r SobcUdo« und HoftUngentouarai§ J(* HnkmnMntcr��� Koffenppinti Mt»»-. is... so...».»».»e- « m Sclullplslten CTfe Sffi arom» Ancwnlil ncoeeter SeSInceri SnUdeMtpe MerkenpleUen wie Odeon, Columbia, Harlophon, BekA HomoCord, Til- Ergon usw. ,u Origmalpreisen. SSmrlich« Zubehörteile, werke oJö, 4 SO, ,• M. US* Sdtalldoden, UehSoie, Triehle-, ZebneSder, Federn Usw. Reparaluren aller Marken Grosse Auswahl in Musiklnifrumemen aller Art Klnderrldef. Kinderautos Radio, Radiotubehörieile, Spielwaren und Wirtschafisanlkei Der neue FraoWkSttleM ISS Selten Stark m SSBS Abb. nach auswlrt« gratis u franko Ernst Machnow SN'L�!i?ÄL�'S'.»'S Fahrradha«, Neochchlaod. - T\ s t. ü/Or *saii€ Tro'ls �.üif SP'- isl 00� WW, worden so urfeilen. a j-r-l JP6fpef*f - �•> dj*'.- v| M El "•■'-�.v J..Zuverlässigem und | unve'rgerrter- Empfang Jedem sein Eigenheim! Für nw. KON KCl IHK. 1050 Hnzshlung werden nur auf unserenParzelllerungsgeländen massive Landhäuser mit Z>/, Zimmer, Küche. Bad. Erker, Ditle, gr. Köder und Zentralneizung nach Auftrag gebaut. Rest ru S Prozent Zinsen aal IS Jahre unkftndbar. ZEPERNICK das Landhansparadie« des Berliner Nordens. Schnellbahnstrecke Bernau, 10 Minuten- Verkehr, 15 Pfennig Siedlerkarte,?5 Minuten Fahrzeit— Parzellen von 600—1500 tjm tielgründ'ger, kuliurrei eher Lehmboden 8 Allnuten vom Bahnhof, qm von MkcUO an. Ohne flnzahinng. Hieine monataraien. Wasserleitung, Gas, elektrisch vorhanden. Behördlich genehmigter Bebauungsplan, kein Bauzwang, keine Wertzuwachssteuer. Verkauf wochentags von 11—7 Uhr. Sonntags von 9—7 Uhr im Qeländebureau, Parzelle«i Ansknntf täglich von 0-5 Uhr Im Hanptbnreaa C. H e i n z e I& Co., Berlin W. 8 frledridistra$e 15», Ecke Unter den Linden. Zentrum 6515 14. Seide u.Saml Rippensamt pOrf«fe Q�fä, zehr � TTdre. Wefe#> 25 Fätonnä haltbare Otiaiifit' �«»ramooh». 490 ............. Meter f ..... gfoszem FarbenaorümeLf ��i�'* A90 Satin Brillant Seide mit Ka�tseidj 7*0 ■.*••••••••. Meter gj f'£«*£££,!*öPersamt en I-t« I Kleider. v7(Vel...... IdsKfS'-u:" �.J�sasttaaae#" \ Crfee?.6� � 9 f Brokat«so \""-r, t�ed S................. M"'8 \...... � 1 tPRECHENDE "nT 7$ 'pz Bruchbänder Leibbinden, Gutnmi Strümpfe und Plattful- Kinia�en, Stützkorsetts, Apparate und künstliche Glieder. Eigene Werkstatt im Hause. Bandaglst Pollmann. Ucrlin X 54. Lethrnger Str. 60. Lieferant für Krankenkassen und Behörden. ! Spitzen |'» Kleidelrspitzen i ea.SOem 45 cm 90 cm 2" 450 675 Kunstseldoncr Kieidertüll irobtidlg, ca. IVO cm breit, sehr tu od cm 290 Wasdiespitzen na Blnarbeltea PAS L Mv WAHRp- ZEICHEN �-«er 95. Meter 45,65 '»«.C �""" i Ua. — o�f.ftde..... f?i «-« � J ........ a J00 cm 6�e mit«v>r �Pemar 3 Am Freitag, dem 8, Noyember, verstarb unser langjähriger Mitarbeiter, der Ausgabestellen- leirer lür Mahlsdorl, Genosse Wilhelm Kurz im Alter von 78 Jahren. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen In langjähriger Zusammenarbeit erprooten Freund und Mitarbeiter. Sein Andenken werden wir In Ehren halten. vorwürts-veriag i.7 GMonitMienung und Ferse.»! Enorm billiqi Konin'elle f-Kmeeu QCrt. aed Maascbettoa. BtOok von �« HKRK�NN Das Warenhaus Berlins in allen Sfadteilen Radtcuf. Unser lieber©enoise Wilhelm Kurz euifdllief am 8. Ncnemder im TO. Co deusjuhre. Dem allen treuen, stürm- erpradten Mittämpser ein ehrendes Andenfen! SPD. 124. Abt. Berlln-Mablsdurf Sinelcherune Mittwoch, den 18 No- vernder. I« Uhr, im Xrematarlum Baumlchulenwez Nachtut. Am 8 November verschied unser lieber Kamerad Wllkelm Kurz im 79. Lebenzjaht«. Ehr, seinem Anbenten! Rei-h»h»ru»er 5rchworz-Ro!-GoId Grisvezeln lAchtenhcrg. vstthrezung. '.tn bte beim Seimgange meines a Manne«, unleres guten Bater», EchlSlegrr- und SroHoalers Xuxust Krüger unserer in Herzlicher Teilnahme gc. dach! haben,(ptedjnt wir uniereu hetjüdilien Dan! au». Ansbe o.tdere den Mitgliedern der IS. Adteiiuug Vw. Emilie Krttgev and Kinder. Besonders smaare 1 Kleinen Anzeige» Am a Nooember verschied plSHIlch nach turzem, schwerem Leiden in feige eine» Schiagan a2ee mein innig. geliebter Mann, unser lieber, guter Taler, der Kassenangesiellle Albert Hoffmann im 5L Lebensjahre. In tiefem Schmer» Margarclc HoftmaaB.gcb. Belke and Kinder SleufiHIn, Widderllraße lA Die Einäscherung findet am DIens- lag. dem I?. November. 17',, Uhr. rm Kremalorwnr Taumjchulcnweg, Kiej- hol»ftrahe. statt. Nach längerer RtanfbeU verstarb am 8. November unser Kollege Albert Hoffmaim im 55. Lebensjahre. Durch vleljährigeS Zusammen. arbeiten verbunben, werben wir sein Sndenfeu in Ehren halte». DI« Kolleg«» b«r Orfsfronfenfast« ber Bachblnket. �assamt.-Autl-tc bj]{{g j Vorwäru und uotzdenr Aden Freunden und Sctomtrrn tier'i chen Dan! lüt die»ah'reiche Tellnehme und die herrlichen Kran»- wnr den beim Heimgänge meine» iie.en 'Mannes, unseres guten Talers. Die. trauernden sinlerbllebeuen Ann» Streb, unb Oinbec. Verhand der Bodibiiider und Papiervprarlieller Denlsdilands OrtstenyainBg Bwilt Tedesancdge. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Kollege Albert Hoffmaim wohnda« Seulilln, Siedlung Datmn- weg, Widderllraße 18. oerftotben Ist Ehre seinem Anden!«» I Me Einäscherung findet am Dicns- lag. dem IL. Nvv.. nachm. 5', Uhr. im Krematorium'Baumfehnlenweg statt. Siege Beteiligung erwartet vi« OtfanuvmaUuttf. ffßr die Beweil« herzlicher Teil- nahm« und Kranzspenden beim Hirt- Idietben meine» Leven Mannes Otto Schein spreche ich hierdurch meinen fie'at. lllh!:en Dant au» Besonders für die leotieeichen Wort« der Redner de» Terirlardeiter-Terbande». der Bereinigung der Be»lek»»orfieh«e und dt» Gesangverein« OU-Chrania Frau Berta Schein. CZwefiraße 18. WMüilMeUM« flehiung. Bau&nschiSgerl CI* Crtinicheaeccfaminluag bei Sauan'dridgct im Jtooember sSUI amstduvehaibee an». Achtung! Ausgesteuerte u. nicht bezugsherecmiDte mitgüederl -Jlsdiias Otto Kneller ESÄi? Kleiderstoffe Seide c Samt Wäschestoffe Niedrigste Preise.— Aufmerksame, beratende Bedienung. Dov HV* mu uns lahm sieh. IB. 14 >■ üansn. ücsai Iwfi I gln. Ktmn inOJeslBittcili lu 13 Tagen siif tttwereiailERrrieinin wuidtii.linnniasaurf HeikirtoiaB. SMlStlmigi nd Btltrenitn irzuicn empioaisn. irtb Idcaurat« tos. •-tl. 1-6. ifnug il-fl. itch»» Staslag. den 11. Ttooeoibez. I DUnatag, den 12 Ttooctnbrr. DUttmoit). den JA. Jtaacmbc«. finden in der gell von 10 bi* 1 Uhr »werk» einlcllnng der IDohltSrper fanpatleccciaal de» Setbaababanfc« am Schüller 1—3 Clntcagonacn stall Spielplan nnserer Snltorabieilong In der Woche vom 11. dl» 17. Aooember) l Der Kämpf um» Matlerhvrn 2. De- Oneru(UraufiÜhrung). fi. Humoreste j« der Woche»om 18. bi» 2i. NooemSee 1 Nalai der Madaaai« sSrltr» und Sebräud?« ans Madagaslar) 2. Die Ichsttzende Hand. ». Hnmore»!» In der Woche»am 25. Noa. bi, 1. St»ftr.' 1. Pamir.Erpedilion nach Zenlialasten 2 Wie ein Kragen entsteht. '. Hunt □teste I» der Woche vom 2. bl» 8. Dezewder I. Der,»warze«ontmeat. 3. Herfiellring t.nn glitgri». 3 Hnmore»!«. Aniroaen weeen Ueberiafinng und er Adtetinng find leiephonrlch oder ich an die K-Ituravleiinng(Burea»! Linienstr. 83,85, Zimmer 20)»a richten. IM« Ortsverwaifep«. SluineBspenden «der i-n liefert pe»r»w,i i k»»»! vorm. Roden Meyet fr» Ag J Ecke Nüutujr.iitoi t Amt Moeigpi 10315 Fabrik und Lager Seiieflian Ädsenftaler Str. 66 Speise- von 275— an Herren- vor 275.— an Schlafzimmer von 360.— an 8 Stünden tößlick hinler dem Ladentisch. das b£li kein Mensch ohne„Lebewohl-* am! •) Cemgint ist nai0n)ich das berühmt«, von vi« en Acriien emsfohiene Hifhnieaagen.«.esewo! I und Lebewohl. Kailcnschciben, Blechdose(8 Pflaster) 75 Pfg, Lebewohl. Fubbad denen emp.indirche füfie und Fußschw eiß, S-hach- tel(2 Bäden 50 Pfd.. ethältfich in Apotheken und Droeer en. wenn Sie keine Enttäuschungen eriebeh wollen, verlangen Sie auzdrflcklich das echte Lehewohl in tlechdocen und weisen andere, angeblich.ebenso gare" Mittel njefirit 7tr. 529* 46. Jahrgang 5. Beilage des Vorwärts Gonntag/ 40. November 4 929 oefleniliche Wähierhundgebungen Heute, Sonntag, den 40. November: Mitte Z. Abt. Treffpunkt zum Demonstrationsumzug um 11� Uhr Rungeftr., Parkseite. Wcdding. 14 Uhr Kundgebung im Schillerpark.— Redner: Otto Wels, M. d. R. und Bürgermeister Carl Leid. Treffpunkte der einzelnen Abteilungen: 14., 15., 16. Abt.: 12!4 Uhr auf dem Binetaplatz. 18., 19., 20. Abt.: 12�1 Uhr auf dem Brunnenplatz. 17., 21., 22., 2Z. Abt.: 12?L Uhr auf dem Zeppelinplatz. Abmarsch vom Binetaplatz pünktlich 12.45 Uhr, vom Brunnenplatz und Zeppelinplatz um 13 Uhr. Unter Mitwirkung des Meinekefchen Männerchors. Prenzlauer Berg. Propagandaumzug durch den Kreis mit Musik. Treffpunkt: 12)4 Uhr am Arnswalder Platz. Abmarsch pünktlich 13 Uhr. Kaulsdorf. Werbeumzug mit Musik. Treffpunkt: 14)4 Uhr Bahnhof Kaulsdorf. Anschließend um 17 Uhr öffent- liche Wählerkundgebung in der Turnhalle, Adolfftr. Filmvorführung:„Was wir schufen."— Ansprache: Genosse G. Weber. Mahlsdorf. 14 Uhr Treffpunkt zur Demonstration am Dreieck. Zeppelinstr. und Hönower Str. Anschließend Wählerkundgebung im Lokal Jakobs, Lemkeftr., Ecke Kieler Str.— Referent: Stadtverordneter Hermann Lempert. Blankenfelde. 16 Uhr im Lokal Tinius, Hauptstraße.— Referent: Iugendsekretär Bruno Lösche. Achtung! Treffpunkt der Genossen aus Niederschönhausen zur Beteiligung an der Kundgebung pünktlich 14 Uhr in Nordend. Müggelheim: IS Uhr im Lokal„Zur großen Krampe". Referent: Friedrich Klatt. Marzahn. Oeffentliche Wählerkundgebung in Marzahn im „BereinsHaus". Thema: Kommunalwahlen am 17. November und Siedlerfragen. Referent: Stadt- verordneter Franz Käming. Achtung! Die Ge- nassen der 118. Abteilung treffen sich pünkllich 13 Uhr bei Tempel. Gudrunstr. 7. zur Teilnahme an der Kundgebung. Tchöncberg. Propagandaumzug mit Musik. Abmarsch 14 Uhr von der Innsbrucker Str.. am Untergrund- bahnhof Hauptftr. Bon 13)4 bis 14 Uhr Platzkonzert auf dem Rudolf-Wilde-Platz. Wilmersdorf. Treffpunkt zur Demonstration um 14 Uhr ilutorgMijidbahnbof üauptstraße. in Schöneberg. Auf- ftellung: Innsbrucker Stratze. Tempclhof-Mariendorf. Alle Genossinnen und Genossen, welche Fahrräder besitzen, sowie die jugendlichen Reichsbannerkameraden und Sozialistische Arbeiter- jugend, treffen sich zum Werbeumzug vormittags 10 Uhr im Lokal Pommerening, Tempelhof, Berliner Straße 100. Charlottenburg: Die für Sonntag, 10. November, an- gekündigte Demonstration findet umständehalber erst am Freitag. 15. November, statt. Abmarsch 18 Uhr Friedrich-Karl-Platz. Arbeitersportkartell, Bezirk Lichtenberg. Früh 8 Uhr treffen sich sämtliche Arbeitersportler, SAI.-Genossen. die Reichsbannerkapelle und alle im Besitze eines Fahrrades befindlichen Parteigenossen zur Wahl- Werbearbeit mit Musik auf dem Augustaplatz. Rote Fahnen und Wimpel mitbringen. Wir ersuchen die übrige Parteigenossenschaft, sich an der Kundgebung zu beteiligen. Auflösung des Zuges 10 Uhr früh Biktorioplatz. Morgen, Montag, den 44. November: Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrerin- nen und Lehrer, Bezirksgruppe Berlin: 19)4 Uhr in den Sophiensälen. Sophienstr. 17/18, große Wahlkundgebung mit dem Thema:„Schule und Kommunalwahlen". Referent: Stadtschulrat Nydahl. Parteigenossen sind willkommen unter Bor- zeigung des Parteimitgliedsbuches, da an die Lehrer Einlaßkarten ausgegeben worden sind. Grünau: 20 Uhr im Lokal ErHardt,„Jägerhaus". Bahn- hofstr. 1. Referent: Stadtverordneter Robert Rohde. Tegel. 19)4 Uhr im Lokal Hubertus, Inhaber Hühnert, am Bahnhof Schulzendorf. Referent: Stadtrat Alfred Henke, M. d. R. Waidmannsluft. 20 Uhr im Lokal Bergschloß, Am Bahnhof Waidmannslust. Referent: Karl Litke, M. d. R. Oeffentliche Feucrwehr-Bersammlung am Montag. 11. November, und Dienstag, 12. November. 19 Uhr, in Schinkels Festfälen, Brückenstr. 2. Thema: Was erwarten wir von der neuen Stadtverordnetenver- fammlung? Referent: Stadtverordneter Max Urich, Mitglied der Feuerlöschdeputation. Aussprache. Wahldemonstration der radfahrenden Genossen zur .Kommunalwahl. Am Montag, 11. November. findet ein Demonstrationsumzug aller radfahrenden Parteigenossen und Arbeitersportler des 1. Kreises Mitte statt. Zur Teilnahme sind die Radfahrer folgender Organisationen verpflichtet: Parteigenossen des 1. Kreises Mitte, Arbeiter-Rad- und Kraftfahrer- bund Solidarität, Reichsbanner, Sozialistische Arbeiter- jugend, sowie die Radfahrer aller Kreissportvereine. Treffpunkt 18.30 Uhr Brüderstr. 16/18, an der Petri- kirche. Zahlreiche Beteiligung aller parteigenössischen Radfahrer des Kreises Berlin-Mitte ist Ehrenpflicht. Dienstag, den 42. November: Mitte 3. Abt. 19)4 Uhr in Schinkels Festfälen, Brücken- straße 2. Referent: Stadtverordneter Heinrich Schäfer. Mitte 4. Abt. 19)4 Uhr in der Aula der 5. Oberrealschule, Kleine Frankfurter Str. 6. Referent: Dr. Siegfried Kawerau, Stadtverordneter. Prenzlauer Berg 27. und 31. Abt. 19)4 Uhr in der Schulaula. Gleimstr. 49. Referent: Stadtverordneter Mar Kreuziger. Wilmersdorf. 20 Uhr in den Spichernsälen, Spichernstr. 3. Referent: Karl Severing, Reichsminister des Innern. Spandau. 20 Uhr im„Paradiesgatten". Seegefelder Str. 55. Referent: Stadtrat Wilhelm Reimann. Steglitz. Lankwitz. Lichterfelde. 20 Uhr in der Feschalle in Lankwitz, Dillgestr., Filmvortrag. Vorher An- spräche des Kreisoorsitzenden, Stadtverordneten Otto Klose. Britz-Buckow 161.. 162. Wahlbezirk. 20 Uhr im Lokal Löke, Duckow-Ost, Rudower Str. 11, gegenüber dem Neuköllner Krankenhause. Lichtenberg. 19)4 Uhr in der Aula der Mittelschule, Marrrstr. Referent: Bürgcemelfter Dr. Ostrowski. Treptow. Jungwählerversammlung um 19)4 Uhr im Lokal Wolfram, Am Treptower Park 20. Thema: Forde- rungen der Jugend an die Kommune. Referent: Ludwig Diederich. Hermsdorf. 20 Uhr im Lokal Ludwigslust, Albrechtstr., Ecke Bismarckftr. Referentin: Frausnfekretärin Käthe Kern. Mahlsdorf-Süd. 20 Uhr im Lokal„Hubertus", Mayls- dorf-Süd, Köpenicker Allee 100. Referent: Stadt- verordneter Richard Krille. Mitwirkung des Arbeiter- gefangvereins„Freiheit". Biesdorf. 20� Uhr bei Banufcher, Alt-Biesdorf 63. Refe- rent: Franz Klüfener. Buchholz. 19)4 Uhr im Lokal Kähne, Berliner Str. 39, Filmvortrag: Freie Fahrt. Referent: Karl Litke. M. d. R. Oelfeniiiche Frauenkundgebung! Tempelhof. Mariendorf, Marienfelde. Lichtenrade. Dienstag. 12. November, 19)4 Uhr, in der Aula des Gymnasiums, Tempelhof, Kaiferin-Augufta-Straße. Referentin: Stadträtin Clara Weyl. * Kundgebung der Angechörigen der Graphischen Ber» bände. Dienstag, 12. November, 17 Uhr, in den Kammersälen, Teltower Str. 1. Thema: Der Kampf der Sozialdemokratie. Referent: Gustav Eckhardt. Alle Buchdrucker, Steindrucker, Buchbinder, Hilfs- arbeiter und-arbeiterinnen sind eingeladen! Zutritl haben alle Gewerbeangehörigen gegen Vorzeigung des Verbands- oder Parteibuches. ggsni»«!» iind Frauen« erscheint in Massen! Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". Geschäft» ft eile: Berlin 6. 14, EebaliianNr. 87—38, Sof 2. Ir. /v«%■ � NN■« ii■ T r-r,"7.. � r....V» e-t.— im Heim Sonnenfcutflet e taw.»ameraß moicmann spricht iw-r: .Sit 3i.-l*iJtuna der«ammunalwoiilen. Anschlicsicnd isadrirnibesprechun«. Stitknie-Hi*. RairtfroWd-aft Pe'erzbura, 20 Uhr Suaretfammtuiiaen säml. sicher?.ü» in den dUannten. Loialen..«reneber,. Jugend l. 20_U»r Prrck. ftraV u Siclerat.»ioenich(Otläomin). 30 Ul>r i-aalschu» im«tadttdeater, Marktvlatz. �rredrichshagen, zur«ersammlun« der DDP.— Die»«taa, 1Z. So. »embcr. Mitte. 19 Uhr. J., 3. und 6. Stomerotfdwft. Eoalschuil DDP.-Ber. faminlunfl im Sewerlschaftshaus. 4. und ö. slameraMchoft. tU. Fronlfurtcr Strafte sSchule). Tieraarten.«ameradschaften Westen I und N. 1»� Uhr An. treten»um aoalschuft im Rationalhof. BtUomstr. Z7(DDP.) Prenzlauer Berg. 19 Uhr. 3. Hundertschaft. Saalschuti in der Schulaula. Sleimstr. 49.«Umei». dort sOrtsoerem). 19 Uhr Saalschuft*ur SPD.-V crsanunluna in den Spichern. sölen. Svichernsiraft« SeuUlin-Beift. 19-, Uhr Pflichlairtreten Bahnhof H«» mannstrafte»um Marsch durch ReukMn. ttrei» Sude». Ortsoereine tlreuftberg, Neukölln. Tcmpelhaf und Drrptow stehen 19\$ Uhr marschbereit am Bahnhof Hermannstrafte iReukölln). Treptow iOrlsoereml. Antreten l9>ft Uhr Bahnhof Hermannstraftc sReukölln). Abfahrt nach Riederschöneweide 19,22 Uhr. Pflicht, »eranstaltuna. Lichtender«. läVj Uhr Saalschuft in der Schulaula Martistrafte. iIdungssekretariat. Lindenstr. 3, Gewcrk- schaftshaus. Zigarrengeschäft von Lorsch und im Lokal von Sittschuft, Peters- burger Str. 5. Vereinigung sozialdemokratischer Juristen. Kanseren, Dienstag. 12. Ro- vember. 20 Uhr, im Mnschelfaal des Rheingold. Potsdamer Str. 3. Bortrag des Leiters der �orfchungsstellc für Wirtschaftspolitik Genossen ssrift Raphtaii übet:«Die Reform des Aktienrechts". Eingeführte Gäste willkommen. isrei« Arbeite e-Esperonto-Vereinigung Berlin. Zusammenkünfte: Gruppe Zentrum: Dienstag, IL. November, und Dienstag. 2«>. November, 20 Uhr. im Restaurant Kaftamenwäldchen, Kastanienallce 83. Gruppe Osten: Gruppenabend und Kursus jeden Donnerstag im Jugendheim am Ostdahnhos 17. Dienstag, 12. Rooember. Voritandsssftuuq. 20 Uhr Kastanienwäldchen. Kastanicnallce 83. Mvuatsp-rsammlung Donnerstag. 21. Zioocmder. 20 Uhr. im Jugendheim. Am Ostdabnhaj 17. Reichobnnd der Kriegobeschädiqten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhiuter. dliebenen, Ortsgruppe Westen. Mitgliederversammlung Dienstag. 12. Ro- vember, 20 Uhr. im Zahnärztchans. Biilawstr. IM. Tolengedenkfeier und Bc, richt über den Eautgg.— Bezirt Weddiug hat Mitgiederversammlunq am 12. November, um 20 Uhr, im Lokal Paftenhofer, Chausseestr. 04. Beeeinignng sozialdemokratischer Studierender. U. November, So»iaIwisse»- schaftliche ssachschaft. Seminar für Fortgeschrittene über Problem der Soziali. sternng. l2. November. Medizinische Fachschaft. Marxismus und Psochoanalnse. Philosophisch« Fachschgft. Ideologie im historischen Prozeft. 14. November. Anglislischer Arbeitskreis. 14—18 Uhr. Mathematischer Arbeitskreis. Die ratio, ualen Zahlen und ihre Lücken. 15. November. Juristisch« Fachschaft. Indi, viduum und Gemeinschaft im Sowletstrafrecht. Geographischer Arbeitskreis. 10 Roomber. Romauiftischer Arbeitskreis. 9—11 Uhr. Geselliges Beisammen. sein. All« Veranstaltungen finden im„Bund", Albrechtstr. 11, soweit nicht angegeben, um 20 Uhr statt. Reichsdund jüdilcher Frontsoldaten®. 8., Ortsgruppe Berlin. Gräfte öffent- liche Wahlkundqebuitg des Reichshundes jüdischer Frontsoldaten am Dienstag, dem 12. November, in der Stadtballe. Klosterstraft«. Es sprechen: Zuftizrat Dr. I. Brodnift. R.-A. Dr. H. Elkeles, Senatsprästdent Dr. H. Groftmann. Oberstudienrat Kurt Landsberg. Gäste willkommen. Beginn 20 Uhr. SocIölO de Conversatlon Franfaise. Montag 20,30 Uhr, Calö Riedel, Belle- Alllance-Platz 13. Confdrence et discussion.— Gäste willkommen. SozialifiischeArbetterjllgendGr.-Verlln 1 Sinsendungen für diese Bub est nur gn das Fugen dsekreiariai 1 2 erlin SM08, Twdenstraße 3 Brzirlanorstundsstftnna morgen. Montag, pSicktlich 19>4 Ubr. im Hein« Lindenstr. 4. Heute. Sonntag. Rofenthaler Borstadt: Treffpunkt»ur Demonstration lOt>, Uhr Rosenthalep Plaft. Rach»ügler 11'r Uhr Aungestrafte.— Norden: Treffpunkt 12 Uhr Gustav» Mener.Alle»»um U»i,ug.— Falkplaft I und ll: Treffpunkt ll'v Ubr Falkvlaft Ecke Gleimstrafte sRatc Eckel ,ur Demonstration.— Schönhanler Barstadt: 9 Uhr Funktianärssftung. 12 Uhr Treffpunkt„Sozialisten-Eckc"»ur Beteiligung an der Demanstrgtion.— Stralaner Viertel: Treffpunkt 17 Uhr vor dem Heim zum Besuch der Sternwarte.— Ebarlattenburg: Heim Rostncnstr. 4. 19 Uhr Heimabend.— Zeblcndors: Proletarische Feierstunde bei Zicmann. Karlftr. ll. Beginn 15 Uhr.— Brift I und II: Heim Chausseestr. 48. Vortrag:„Rcvolntio- näre Dichwng".— Reukill« VI: Heim Bergstr. 29. Heimabend.—«iMuilcher Pari: Treffvuntt»ur Flugblattverbreitung 9 Uhr bei Ohngemach. Koninign» dantrnstr.«8. Trcsfpuukt zur Autodemonsirgtion llsh Uhr am t''*ar1. Feder Genosse muft erscheinen.— Frirdrichahagen: Bolkstanzgbend im Heim, Zimmer 1. Bierbebe, iri Tiergarten: Treffpunkt»ur Flugblattverbreitung 9 Uhr Kleiner Tiergarten. 19'f, Uhr Lichtbildervortrag:„Nie wieder Krieg", im Jugendheim Lehrter Str. 13—19. Wcrbebe»irk Wedding: Wablkundgebung der Partei im Schillerpark. Treff- Punkt 1234 Ubr am Brunnenplaft. 13—22 Uhr Heimabenb und Svrechchorprobe. Werbebezirl Pren»lg>»«r Berg: 12'ä Uhr treffen stch alle Abteilimgen lanfter Wciftenfee und Hohenschönhausens am Arnswalder Plaft zur Demonstration mit der Partei. Es müssen alle erscheinen. Fahnen und entsprechende Transparente ssnd mitzubringen. Die Tambourkavclle(Rote, Falten. Trachtj iriftt stch bereits eine BiertelsNindc früher. Am Donnerstag spielt die Tambour» kapelle in Neukölln. Treffpunkt 1844 Uhr Bahnhof Prenzlauer Allee. Nacks- zllgler 18% Uhr Bahnhos Kaiser. Friedrich. Strafte. Werbebezirk Schöneberg: Demonstration gemeinsam mit der Partei. Treff- Punkt 13% Uhr InnSbrucker Plaft sll-Bahuhof Hauptstraftc). Die Gruppen müssen schnellstens die Knrsnsteilnehmer an den Werbebezirksleiter einsenden. Werbebezirl Teltowkanal: Die Abfahrt»om Bahnhof Nonmwes erfolgt pünktlich 9'S Uhr. Werbebezirl Neukölln: Heim Böhmisch« Str. 1— 4 sBoriraossaal). Lieht» dllderoortrag:„Das alte und das neue Indien". Beginn 19!» Uhr. Werbebezirl Obers»»«: Leim in Oberschöneweide. Lanfcner Strafte. Revo» lutionsfeier. Beginn pünktlich 19 Uhr. Werbebezirk Lichtenberg: 8 Uhr Auausta-Plaft, Treffpunkt der Nadsahree zum Werbeumzug. 14'-, Uhr Treffpunkt Bahnhof Kaulsdoef lBrilcke) zum Werbeumzug mit anfchlieftrndcr Kundgebung. Film. Ansprach«, Musik. Werbebezirk Pankow: Di« Borstftendcnkonfercn» kann umständeholbcr nicht stattfinden. Morgen. Montag. 19)4 Ahr. Falkplaft 1 und 17: Schule Sonnenburger Sir. 20. LichlbUderoorirag: „Sturmtage in Berlin".— Nordosten Ii: Heim Danziger Str. 82. Vortrag: „Unser Recht in der deutschen Republik".— Schönhauser Vorstadt: Schule Sonnenburger Str. 29. Portrag:„Hugo Haase". Referent: Genosse Alex. Stein. Alle Genossen müssen pünktlich aiuvescnd sein.— Stralauer Viertel: Hcinr Goftlerstr. 61. Vortrag:„Die deutsche Dickrtung" unser besonderer Beri>c"icht>ung der Arboiterdich'er.— Lallesche, Tor: Heim Vorckst. U. Gedenkfeier der Revo. lution.— llbarlottenburg-Nord: Heim Olbersstrafte. Vortrag:..Vom Dawes- zum Voung.Vlan".— Pankow NIMre,2: Ge. nosse Direktor Kern. Alle Genossen müssen bestimmt und mrnktlich zur Stelle sein. Werbebezirk Teltowkanal: Dienstag. 12. November, Bildungskurfus:„Sin. sübrung in den Sozialismus". Referent: Kurt Lücke. Im Helm Lichtcrfcldc, Albrechtstr. 14-. Weklerberichl der äfjenllichen wekkerdienftslelle verlin und Umgegend (Nachdr. verb.). Teils heiler, teils wolkig, obne nennenswerte Niederschläge, wenig Temperaluränderung. weWiche Winde.— Jfit Deutschland: Im Westen im Laufe des Sonntags Bewölkungszunahme, sonst wolkig bis heiler, nur vereinzelt leichte Ziegenschauer. M. 1. Freitag-STOFFE Oer reinwollene Kammgarn-Anzugstoff 50 Schneider-MaB-Ware, p. m für nur RM. I I■ Holkenmarkt N9t4 Möbel ohne Anzahlung BRUNNENSTRASSE 1 u. 2. FRANKFURTER ALLEE 350. KOTTBUSER DAMM 103> WILMERSDORFER STR. 165 modern« Dekore, 0.35 Kakteen- GießkannelT££ 0.30 Kochtopf Ahmlml.ßm Ho.... 0.S0 Wäschesprenger 0.30 Fenstereimer Em««.*.«... 0.S0 StietitasseroIleAkmoiumi*» 0.S0 Garnitur �STv«� 0.50 GeschenfeJjackung�Sä&S 0,50 Rasierapparat. 0.50 Gummischürze SSTeLwÜ 0.50 JumperschÜT%e££Z?£% 0.30 Knabenschürxe � 0.50 Kinderhemdchen 0.50 Herrenkragen eSÄLKuT 0.50 Untersiehschlüpfer 0.50 Kinderschlüpfer 0.50 Herrentaschentücher jg 0.30 8 Schreibhefte 0.30 2 Briefblocks 0.50 Reisepackung SuZu�. 0.50 Kartenpackung SNSJdäS 0.50 Butterbrotpapier �bum. 0,30 Spiele-Magazin 0.50 Aschbecher rw««« w�i.. 0.50 Zucherzange:•.... 0.50 Ii6|f«l»«gfc««».... 2.00 KrümelgorniturÄlS'Jmrf* 2.00 Rahmservice u**», u�njuu 2,00 Wasch-Eau deColog.££ 2.00 Rasierkombinat 2.00 Damenhandschuhe SSUj 0.55 Platten-Gummischürze 0.55 Damentaghemd 0.55 Stehumlegekragen 0.55 Jumperschürsen 0.55 Hemdhosen SwTi/�i 0.55 Frottierhandtuch iSül�L. 0.55 Hanges chürz« J 0.55 Handschuhe TtTT? 5.00 Selbstbinder r.n-- 5.00 Kamelhaarschuhe 5.00 Damenhemdhose sSaZST. 5.00 Herrenfantasiesocken... 5.00 Wischtücher ZT. fTTJTfg.*»O0 Hemdentuch j m*»» mm t** 5.00 Haustuch �fr�TnJS 5�0 Seife UUthmimJmmt ranum ialmK 0.55 Birkenwasser*.u 0.55 Toilettepapier 0.55 Briefpackung««jUms/s 0.55 Briefordner ElIiSSL... 0.55 Rechenmaschine 0,55 Stickkasten ÄÄÄ.. 0.55 Taschenlampe JtZZkSLO.W PrtSelaj, div. Mutt.. Butterbrotpap. t%�4�|L5.00 Postkarten-Alben kZZZ. 5.00 Kahesdose oSÄS'.Tl'..., 5.00 Blumenamj>el*« im»... 5.00 Blumenhühel STÄ SEff 5.00 Blumenvasen 5.00 Perlchoher-a«ahnodw,.. 5.00 Putzhasten b.*. 5.00 mthUh��i�iruht 9.00 Kamelhaarschuhe � 2.00 Kinderstiefel 2.00 Selbstbinder.*77.. � 2.00 Unterkleid. 2�)0 Blusenschoner IZTJfZX 2*00 Damenhandschuhe"**; 2.00 Itschtuch;..«...»....!. u»x«o 3.00 Handtücher SSÄTa» 2.00 Manikurkasten«md*.... 3.00 Amateuralbum ��wl2.00 Rauchservice 2,00 Brotkorb m«««........ 2.00 Besuchstasche 2.00 Kragenbeutel 2.00 Festung 2.00 Milchwagen 2.00 B»Olfca»<«R, mod- A AA Miattr.............. Ä.WW -g«I. ifQ AA ErjtWawige Aus/ühronj..."we W ÜUingut Von Iva»»» dertril 2.S« Ta!.twaage.5kz m gm gm I m. 2 M««ingicJia!*n Mwmt............<0,00 Ofaa-ZaWrm,, MA olmladt.>Uilig... SLäsI U-BAHNHOF HERMANNPLATE' DER KARSTADT« BAHNHOF O pa. VolUdtr « M tUmh 49 SA ».1 Ar..Ltd�42cn»**9** .i*- MMhapparatm m. /§€% Jtfk Jf �ekmwerk........... W 20 cm gr., fesche Form. 5.90 KnlefMetbenth, Flora. jedes Fenster{lassend..... �<.95 Dejeuner%*»&, iwinu pa>»<. Vfl50 BbOnOUa. SmnmMff..... Satz Salat Likörservice. z££. TT.,. Bohrurhestn—.,%. Sehmortöpfe Doppelhobel«mm KüdunhockeT wmf 8,00 8.00 8.00 8.00 8.00 8.00 8.00 8.00 Haus u. Berufskittel 3. 00 Umschlagsckuhe£2, fwZL 8.00 CoTTtplet KmulmU. mit Stet»,, 8.00 Oberhemd 3.00 Damen-Pullover Ü �25 30)0 Jumperschürzen 3.00 BadeLaken'S�S.�rr... 3 M Ttschtüdieribaumm mxteo 8.00 1 Besuchstasche 3.00 Stadthoff er 3.00 Papierkorb Sj- 3.00 Brieftasche ÄÄtÄ3.00 Kugelgelenkpuppe 8.00 Laubsäge- Werkzeug Aa. 3.00 Obsfkorb......... 3.00 Armband fSTvÄTtTf � 3.00 •cht Saffian. 3 Abt vornehm. 2 Schlossern, SjxUtrindl.••• söÄa»»«,. ox....... Plätte em r.h.i.« rjjjr ZAhm Brieftasche Raster-Garnitur Gummibadematte'SX�' 3.00 3.00 3.00 3.00 3.00 3.00 3.00 3.00 Damenpullower 3.00 Kinderstiefel Herrenhaarhüte 3.00 Handtücher 3.00 Toilettegamitur awu«.... Amateuralben Kugelgelenkpuppe�SmZ Likörkühler««« Badecape.. 3.00 Damenschirm 5.00 Schlafdecken 5.00 Nadithemden 5.00 Zigarrenkasten m Taschenkamm�TJ� Barometer wLEl?. T:™~ Holzwecker 3.00 3.00 3.00 3.00 3.00 8.00 3.00 3.00 Aetnbaiidtikr,(WA «h-r. Gold....... m« fnnen- Z � glockt, l Jahr. Garantie Brusthohrmasdiine n» 3 50 Brotschneidemaschine.. 3.50 Kaffee-Service 3.30 Tafelwaagen r&u*wduu.3,80 Gaskocher ÄW—. 3.50 Wasserkessel 3 JM> Fruchtschale ISuSSSSrsd& 3.30 Gasplätten 3.30 Ühersdwhe Spangenschuhe lÄTTtS Strickkleid n> o««........ Hemdu- Beinkleid. Hand- LramVCUT USch�z«. Seine Stidurei Oberhemd SfÄiÄ« Schlafanzüge'vZSZrZf"': ,,.'fny DmUmtt wui 2 Küm. LramtCUT a™. edm DtmUi... Badelaken ZZZTZtZ*, 3 50 3.50 3.50 3.30 3.30 3.80 330 3.50 Weinharaffelüä�fibtk;<0.00 FlurgarderobensuhTtZJ<0.00 Vogelkäfig<0.00 i»ude StäZn.™ rl<0.00 mit«cht Lincrusta... 2.50 Kaffeeservice 2�7��<0.00 Latemenspiegel<0.00 Reflekior.<0.00 Heizkissen<0.00 Herrenstiefel<0.00 Herrenhalbschuhe<0.00 Spangenschuhe Slu nÜa<0.00 Schlafanzug ÄÄT'�O.OO Garnitur<0.00 Bademantel ���.,<0.00 Westen u. Pullower<0.00 2 Überschlaglaken'iLm'iO.OO Uhrwtrk r.�e.9» 2.00 Beuteltasche SJJSÄS!?� 3.50 Handkoffer ÜLÜZH'Z 3.50 Raudiservice........... 3.30 Theaterglas E3Ä. 3.30 Zigarettenetui �'7.... 3.30 Armbanduhr S�ÜT.rff 3.30 Eiserner Ofen............ 3.80 Besudistasche$ 3.80 Unterarmtasche?<0.00 Beuteltasche<0.00 Besudistasche<0.00 Untcrarmtaschc5�Sa<0.00 Teeservice zu;«*«. uwtn<0.00 Raudiservice stuunmm,<0.00 Tortenheber<0.00 Eisenhahn 7� 40.00 Uoctt, Ptatie 53X54 .'�.2».«» Sercl�ton-Korb. aus Bast und Karton.. 4.00 '-�. 4. 00 sitsbaby. guter Körficr mft«d RA SMafauftn, 2S cm fraß.,..«.«WW BtMnbahn mit Mlch, biUiq nertäuflid) bei Ludwin, iBnutacl. 10,.vol. II. Sountafls anzutreffen. ladeten. Szillat, ftolonieftrafee 8. Webfehler-Tedpich«. Webfeblerteppich WedfedlertevviÄ Leidhavs RoriBdlali 58e. Verkauf von ftavalier-Garderode. teils out Leide. Jackett-, lirack-, Smokinnanzllqe. Gabardinemiintel. Bauchanzilne. für lede.lsigur »äffend Grtra-Bnnebote kllr neue Gar. derebe. Pelzjacken SO,—, Pelzmantel 95.—, Zpvrtvelze 85,—. Debvelze 100.—. Steine Lomdardwarel• Webtedierteppich Webfehlerteppich Welifedlerteppick» Auch Teilzablunn euviln«. 2X3 10.— iOrarf 2X3 22,— Mark ZhXS'.i 34.— Marl SleXS'/s 42.— Mark 3X4 49,— Mark ohne Aufschlag. AKerbach. ffriedrichstraffe 103, Eiane. Ecke Behveustraße..Vorwarts".Leser 5 Proz. Rabatt.«_. Keachtenswerti Deutsches Tevvichbaus Emi-l Lef«vre. feit 1882 nur Ocauicn. ftrafie 158,.' nemährt.Jachlunaserleichte. -runa abne Aufschlaa. Steinerlei �Be. ziebungen'zu aqulich klingender' ffinno. Webfehler-Teppiche. »leine Webfehler 2X8 19,— Mark. itlcine Webfehler 2 X 3 24.— Mark. »leine Webfehler 2'.bX3� 28.— Mark. »leine Webfehler 3x4 59.— Mari. Ji Ouaüffit 2X3 38,— Mark. I» Qualität LldxZlh 55,— Mark. 7« Qualität 3X4 85,- ivtarl »ärnet, Berlin. BotsdamerstraKe 20». Äausnummer beachten.__' »ludieffel, Bollrindleder. 05,—. 88.—. !>5,— Mark. Prachlmodelle 135,—. 145,— Mark, imitiert Bildleder 48.—. 08.—, 9.5� Mark. Klubfeffel-�ischer, Pols. damer strafte 105», an der»ursitrsten- jtrafte.__„Varwärts->Leser ifttrarobatt. Lönfctfloffe, Rofos, Meter 1.35, 1,03 Mark, Boucle. Meter 2250, 3L0 Mark. Velour, Meter 0,30, 8�0 Mark. Riesen. ausroahl filr Hausbefffter und Private. Eeit 1384. Teppich-Fischer. Potsdamer. strafte 105»,. an der»urftirfienslrafte ..Vorwärt!>".Leser Eitrarabatt.' Diwandecken, Pllsch 22,—, Gobelin 8.—. 12.—. 10.—, Tischdecken 5,—. 0.50, 8,—. Steppdecken, prima Satin. 10,50, 12,50. 15,—, Seit 1884. Tevvich.?ifcher. Potsdamerstrafte 105»,-an der flurfüt- stenstrafte...Vorwärts"-Leser Extra- rabatt.' Gardinen, Stores, 3,—, 16,»�. Sx- Mark, Dekorationen, Jenslr2? 5,�,s S,»-, 34,- Mark. TUllbettdecken' 4.�."8,50, 8,50 Mckrk,.. Delorationsftosfe.l Meter 3.-. 4,50, 0M>. Eonrad Mischet? seit 1884. Potsdamerstraße 105». an der »nrfiirstenstrafte.„Vorwärts". Leser Ertrakabatt.__._____• Teppiche ohne Webfehler,»ilnstler. Zirka 100 X 233, 12.50, Boucle, zirka 300 X 235, 14,— Mark,»ilnstler. zirka 200X300. 10.50. Emncna. zirka. 200 X 300. 48.— Mark. Smnrna mit Sandfransen, zirka 250X350, 05,— Mark. Ein Posten Qrlginal.Tournan. durchgewebt, beso». der» billig. Seit 1884. Zeppich-ssischer. Potsdamerftrafte 105», an der.»urfilr- stenstrafte.„Vorwärts"» Leser Extra» rabatt.* Getragene Serrengarderobe. Spezialität Vauchfiguren. spottbillig. Zloß. Gor- mannstrafte 25t20-rUber�Rutackstrafte• Pelzwarea ans dem Spezialgeschäft vom»llrschnermeifter auch», die große Mode. Silberfüchse, Rotfüchse, mongolische und»reuztüchse 23,—, Pelzmäntel. Seal-Elektrik, Tobten. Pesckia- »iki, Ckunkskanin l20,—. Pelzlacken, Skunks 50,—. Bubikragen 10,—. Krawatten 10,—. Alle Pclzarten bis zur besten Qualität in großer Auswahl. Ausnahmepreise. Reparaturen preis, wert. Tablungserleichterung. R. Micha- elis. Gräfte Trankkurter Strafte 99, I. Etage. »cködsl Möliellänsec merke Kredit und bar Möbelbazor. große Auswahl, kleine Preise! Beispielsweise. Schlafzimmer 455. Speisezimmer 517. Serrenzimmer 389. Spiegelschränke 118 Dielengarnituren 38. Anrichtetüchen 99. Messtngdettstelle 60»leiderschränke 48. Ehaiselongucs 28. Meiallbettstelle 18. Anflegemaitaficn 13. Sonstige Möbel entsprechende Preise. Teil-ohiung am- schlagfrei. Wochenraten. Monatsraten Rassaradalt bis zehn Pro—-'. a"ch r Anzahlungen..nnen. fviegel, moderne Ausführung, komplett.\ Trillertoilette. 775,—. Große Auswahl. billige Preife. jablnngserleichterung. Dembifters Möbelniederlage. Triedrich. strafte�?, Sallefches�Tor.____ Möbel Romerling,»astanienallee 56. Speisezimmer. Lebetgatnituten. Staub- Uhren Riesenauswahl. Spottpreise. üiaUuugserleichterung._ Patcntmatraftcn„P.-Imisffma". Metall- helfen. Auflegematratzen. Ehaisclongucs Walter. Stargarderftraße achtzehn,»ein Laden Betttedeen ab Tabrik. graue Rupf- febcen Pfund 50 Pfennig an, Bettfedern- Darnpfreinigung. Neu: Bettfedern- Wäsche. Bciti tdernfabrik Schwan. Brun- neu strafte 152 Fabrikgebäude_ Bettenverkouf! Neue 12,50! 15,— I 19501 Prachtvolle 25,— 1 2750! Baucrn- bctten 29.—! 93.— l"Inlette! spottbillig und gut!»eine Lombardware. Leib Iiaus. Brnnnenftrafte 47-" Bekleiifunqsstücke, Wäsche usw. »indermäntel.»inderkleider sehr billig, eigene Anfertigung. Scheller, Schön baufer Allee 65. 1 Treppe._—' Wenig getragene ffrackanzllge. Smo. ringanzstge. �>W>>> jede ssigur paffend. Sp"zialität: Bauch. anzstge spottbillig. Gtjellschaftsanzüge werden verliehen. Haipein. Roscnthaler. I Ma. age strafte 4.__ Rosenihaleestraße 48. 1 Treppe. Nähe Aackcscher Markt. Wenig getragene »avalieranzllge. Paletots. Emoting». Gelegenbeiiskönfe neuer Garderoben. alle Weiten, fabelbait billia Schenkel Wenig getragene Iacketianzüge. Spezialität blau, zweireihig, auf Seide 40,—. emotingonzUgc, Saucbonzüge Taillenmäntel. Paletots, alles zu Spott. uceisen. Gelegenbeitskäuse in neuer Äerreifgarderobe. Leihhaus Rosenihater Tor, Linienstrafte 203—204 lEcke Rosen» thaler Straßci.»eine Lombardwarc, Model, Röbel auch ohne «nz-hlung.' 3» Monate Kredit. Komplette Iimmer. Einzelmöbel aller. Art, seit 40 Jahren. Lindemann. ZtQ.. Gollnowstrafte 28/20. 4 Schaufenster. Ohne Anzahlung. Schlafzimmer. I Speisezimmer. Serrenzimmer. Rüchen. Polftcrwaren. Einzelmöbel ulw. zu enorm billigen Preisen mit langfristigen � lungen. Fuchs u. Eo.. Inva- lidenstrafte 25. eine Treppe. Ecke Ehauffeestrafte.__._ Iahlnngs-Srleichterung ohne Preisaui-! schlag. Schlafzimmer 550.—, Speisezimmer| 450,—. Serccnzimmer 360.—. Ankleide» schränke mit Spiegel 95,—. Rüchen. Polstermöbel. Möbelhaus Sieiu. Wein. berasmea Z!r. 24.''_ Möbel Ldelsman» nur Alerandersteaße vierzehn und...... Solzmarktstrafte achtuublechzig Aufsehenerregende Sonderangebote: Schlafzimmer, Mahagoni. Birte, Ruft» bäum. Eiche 685,—, Speisezimmer mit »ristallvitrine 895,—, Kerrenzimmer, elegant, gediegen 319,—. Aparte Rüchen 128,—. Ankleideschränke 35,—, Einzel» und Ergänzungsmöbel. Teppiche. Brücken, Länferstosfe. 24 Monate. Rre-. dit! Langiährige Garantie! Besuch un- bedingt lohnend! Bitte genau auf Straft en- und Sausnummer achten I- Plitschsoso» wie neu 50.—. Pappel. allee nur 12._'_ Teilzahlung. Romvlette»immer. Ein» telmöbel billig. Wenger. Marftliu»- strafte 8 sAlexanderplatzl. Grofte ssrani- »urterltrafte fechsundlünkzig. u. c.s.wi.ö.«. Das MöDelhaus «ler Konsum-Genessenstshaft Berlin und Umgegend in Berlin Süden, Graefestraße 21 bietet ein reichhaltiges Lager von Itobliiar leder Art SpeiseziBiimer kaukatUdi Nusbaum; Kredenz, 110cm br.z Tlzch, 120X00 cm, mit 2 Zügen, runde Ecken; 0 Stühle mit RindlederpoUter Eidie, gebeizt. Büfett 180 cm hr., Mit.eltfir sss Ständige Ausstellung von Köchen in der modernsten Ausrahrung« Schlafzimmer, Speisezimmer, Herrenzimmer Kleinmebel, Einzelmöbel usw. usw. Rat und Auskunft bei der Auswahl des Hobiiiars werden von fachmännischer Seite erteilt; die Zufuhr der Mobiliarstücke ins Heim erfolgt durch den konsumgenossenschaftlichen Fuhrpark. Die Abgabe der Waren erfolgt in der Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend nur an Mitglieder. Die Mitgliedschaft kann von jedermann erworben werden. Aufnahmegebühr 50 Pfennig Mitglieder- Aufnahme» werden in sämtlichen Abgalst- stellen der Konsum-Genossenschaft vollzogen. Thomas-Nähmaschine», erste Marken, Mundlos. Pfoff. auch billige gebrauchic. Elck'coniotorc. leichteste Zahlungsweise. Lothringerstrafte 80. \nmvm 300 gebrauchte Fahrräder 15,—. 20,—, 25,—, 30,—, 35.—. Machnow. Wein- meisterstrafte 14.___. Riesenau-wahl. Schleuderpreise, alle Sorten Motorräder, nur Motorradhau» cwc. Schönhaus»r Allee 46» tSoatdah"'- staiion Danzigerftrafte).■ Laternen 150. Fahrraddecken 2,20, Schläuche 150, Pedalen 150. Bocd'r» räder 3.50. Schönleinstrafte 2. itiliale Drcsdcnerstrafte 118.* Grundstiicksverkäuie eutibpac�eXIcn 1200/—, schön aclcflcn, kleine Anzahlung. Kiwitt. Oran-'n. burc;. Berliner Allee 30— 35 tVerkauis- bureau).* Kaufgesuche Nähmaschinen. gebrauchte, lauft Schulze, frankfurter Allee 354.___ Klaviere kauft sofort oon privat Seeg man n 5307_____' Zahngebiffe. Platinabfälle. Lötzinn. Blei. Queckfilber. Lilberfchmelze. Sold» schmelzerei Christionat. Söpenicker- strafte 39 ,'Saltestelle Adalbert straftet* ffahngebiffe. Zdelmetallbcuch Queck. (ilber, ginn. Blei, Silbertdimelze Cbrn'tionat Rövenickerstrafte 20* IMan» tcuffelfttafie).* Unterricht Berlitz Schoo!, Lewzigerstrafte 110, Rurfütftenbainm 26». fremde Sprachen. Zirkelt 12 Teilnehmer, monatlich 12 9L, vierteliSdrlich 30 M.. zaSIbot in Raten. Eintritt feberzelt. Technische Privatschule Dr. Werner, Regierungsdaumeister. Berlin� Neonber» " taße 3 Maschinenbau. Elektrotechnik, ibau, Sicftou, Steinmetzschule. Hei. Zungstechnik. Ächnikerkurse. Meister. lutfe. Polierkurse Tanzschnle ffriedrich.Dvnadu Michaels kirchstrafte 39. Borne Brivatliisli. tut. Täglich Anfangerlurse. Fortschritt. kurse. Verschiedenes Tr-ckk-miter. -Nia 66« ffrei für Bertinl?fm» Sottfa___ Qesterreichischer Gesangverein Mitglieder. Meldungen A. 71 Bo Prinzenstrafte 63. 19 IX» Reklamezettel 3.—___.. iti Schmitz. Romintenerktrafte 20._ Wäsche �ach Gewicht,»olbbto��' dreas 2320. Mitglied der Si Gevoffe»! Laßt eure der Wäscherei Rubasch Zlt wird im freien getrocho,' 30, Rubafch. Köpenick. Telephon 587. �- Nnrhenionfrft.,. Feldstraßr 10. Qber- he�d". R�a't�i» Vrima Roll; wüsche. Sarhl�"°äsqe.--- DeteItivhn?0» Staschel, dliaulTee. trabe 77 riccnsprediet Rorbeo 7886. Beobach'>-0°n. Ermittelungen Au»- künkte-»erort». Ot-IduQnkehn aer Parteigenoffe sucht Darlehen. tausend Mark gegen SicherhecN An» unter E. 25 an den Vorwärts. «ntmii Amte Teilzahlung! Teilzahlung! Teilzahlung! lig, reell Mövel- ssronkfurterstrafte 45— 46" kulant, billig, reell Tennigkeit, Qranienstrafte 172— 173. Bevor Sic Möbel kaufen, besichtigen Sie meine grofte Auswahl in Schlot- Zimmer, Speisezimmer. Herrenzimmer. Bücherschränke. Standuhren. Polstere möbel, Rüchen sowie alle � Arten Nuft- haummöbel. Sie kaufen gut und billig bei mjr. Landgfristigen Kredit._ Kredit bis 34 Monate auf SchlafzimI inet, Eiche, innen Mahagoni, beste Aus- führung, 610,—: Speisezimmer mit Aus« zugtisch. 6 Rindlederstühlen. j95,—; Sert-nzlmmcr 395.—: Anlleideschtiinke,' Be'tstöllen. komplett 30.—: Anrichte- küchen 115,—: Einzelmöbel in großer Ai-swahl. Mödel-Rosenbera, Oberdaum strafte I.-' 20 Zahre gut und billig. Reichhaltige Auswahl in einlachen und befferen Zimmern in allen Holzarten. Schlaf» Misch. Grofte Zimmer. Birke»olictl, 180 breit, schwere ' Ausführung 875,—. Zahlungserleichte» rimg. Möbel-Magazin Jnvalidenstr. 131', Laden fStettiner BabuhoN.■_ Sukleidelchiäuke, Wäscheabteilung, Spiegel 08,—. gräfter 123�-, Bücher. schränke 45�—, Küchen 79,—. Riesenaus. wähl,.Möbelhaus Zionsklrchstrafte 4. Gute Möbel,. über 300 neueste Mo bell», stadtbetonnt billige Preise Moritz Sirfchowitz. nur Südosten. Skalitzer strafte 25, Zochbahn»ottbuffer Tor.''s Eickie. Schlaszimmer. 180iger Sdiranl mit Znnenspieael. komplett mit Patent- Matratzen 825 M. Zahlungserleichterung. Möbelhaus Osten, Andreasstrafte 30, ge- genüber Markthalle. Schlaszimmee, echt Eiche. 180 breit, alles voll verarbeitet 575.—, 160 breit 385,—. Speisezimmer, echt Eiche. Büiett 200 breit. mit runder Litrine und P.olsterstühlen komplett 545,—. Serrenzimmer. echt Eiche. BibsiOr tbet 160 breit. Zweig, innen Mahagoni polieri, komplett 385.—. eichene Stand- Uhren 88.—. Küchen, lästert. 140 breit. mit Anrichte, komplett 225,—. Mädel- Magazin Znoalidenstr. 131, Laden.__. Aulletdeick-ränte. Eiche. 159 Kreil, mit Spiegel 98.—. moderne Bettftell'n. lomplett 55,—. Waschtoiletien. mit Spiegel 7b.—. Plüschiokas. gute Per» arbeituna, 92.— Rachitische. mit echtem Marmor 20�—. Ebaifelongues 24.-. e'chene Ausziehtische 44�—. Möbel- Magazin Znoalidenstrafte 131, Laden. Gelegenheit! Eichenes Eftzimmer, 'Büfett 195 breit, mit Standuhr, kom- plett.W.— Marl. Schreibtische 8.>,—, Nußbaum-Bstfett 75.—. Kleiderscheanle 22.-. Beriikos 18,"=-, Rüchen 28.-. Mödel-ZPagazin Znvalidenstrafte 131. Laden.______;__* Rüchen in roh von 39,— an, lackiert und lauert bis 790,—. Berg. Luisen. user 11. Fabrikgebäude n. Musikinstrumente Piano*, neue, gebrauchte. Gelegen» beitskäuse, Ratenzahlung. Snadt, Lands- bergerstrafte 106.______ Seltene Gelegenheit. 2 sechs Monate gebrauchte Pianos gegen Restzahlung. Dhnnert Söhne, Weißensee. Langhans. strafte 30.__ Sie zahlen in kleinen Raten ohne Anzahlung für Pianos, neu und ge- braucht, große Auswahl Pianohaus. «öniggräfterstr. 81. Liakpiano». Qdtau« preiswert Piano. iadrik Link«qipnenstrafte« 30,— monatlich. Pianos 175,—, 275,—. �375.— aedrouchte, neue. Große Aus» wähl. Thür. Rottbuffer Damm 64. 1 10m Sermannvlatzl.________ isiir 25,- mouatlich liefern wir la- strafte 1t iort ein neues Piano mit langjährigem Garantieschein, gebrauchte Pianos auch vorrätig Serer. Brunnenstrafte i9l, 1 Treppe«Rofenthaler Plaft). Repa- raturbeäUttiige Znstrumente werden in Zahlung genomm-n 275,—."SSkA' 350,-, 375/—,- 4*25,—, 450.—. 475,-. gebrauchte Pianos. Teil- Zahlung. H-ur..Prlnzenstrafte�neunzig. Banhonioo*. Lange. UhlkA, welthe. rühmt, nooriklager. ffadrilpreiie. Teil- Zahlungen, tleme Anzahlung. Mufft- weiaei Adaidertstrafte 91__• «aatoal-nlager. Pianoaikordeon». ffachbrratung Abzahloerkaul. Unter. richt_ Ackerstrafte 38.__ Tchronlgrammopho», muirderbarer RIaua, vertauft Schettling, Reichen, bergerstrafte 96.____________ 4(1 000 Schallplatten, 25 Zentimeter. Stück 0.95 M.. Machnow. Weinmcifter- Vermietungen Wohnungen Neubau. Roch einige 1V4. 2. �2 f"""" von 50, 57, 64 Marl an. trale. Sandelsbureau, Eharloi.rnstrafte 89. I. 10-7 Uhr. Arbeitsmarkt Genoffe, 24, Maler, sucht Stellung. wobei Gelegenheit iff. se'ne Aun- ionen in Gewerkschaft und Arbeitersport teil» weise mitzuerlediqen. Angebote unter D. 25 Sauvtexpedztion des„Vorwaets. «»»Hilfen für den Berkanf voit Herren-Artikeln. Sonnabends, sucht S. Zimmer. Lemnannftrafte 110. s Soffmann Piano». Skammbau» ge- gründet 1887 Piano», fflügel Sar- moniums. 190 Znstrumente Auswahl anerkannte Tonschönheit. Peeiswürdia- teil, günstige Zeilzahlimgen. Reue Pianos 900 Mark, aedrauckte 400 Mark on stets Gelegenheitskäufe. Alte In- strumente Gegenreckinimg. Pianoforte- fabrik Georg Soffmann K. m. b. L.. Berlin SD. 53. Leipzigerstraße 57 tSpittelmartt). ! Gramn'ophon» 10,—, Schrzinkapparate .75,— an. Plattenumlausch, Ersatzteile. inepaeaturen b.lligst Röpenickerstr. 183». 1 Spreckmaschiue» modernster BouarlJ ! beste Wiedergabe, Platten. Motore, Werke, Saxophvntonfuhrungen, Einzel- teile, Reparawren staunend billig Koftonlose BeeawNa bei Selbfteindau. Sommer. Sahenfrieddergstraße 21. esontiers wirksam sind die KLEINEN ANZEIGEN Im „Vorwärts" und trotzdem nvmisn llu cilabitte Folofne zur Aoonnentenwer» dungtUrd..Ardeiler- nnl". off. Organ des Ardeiter»Rad!o-Bun- des.ju dauernd.Beich. oi aei Meld zunächst icheifnich„Arbeiter. nnk". Berlin 6 14 Anoden, Sechziger 3,—, Neunziger 4,40, Sunderter 4L0. Sparröhren 2,59. Av» parate Teilzahluna. Schönleinilraße 2. Filiale Dresdenerstraße IIS.* Technischer Aiiislcütsüeaiter gesucht für die Betriebsüberwachung rößerer Sek ion einer gewerbl Berufs. genos enechaft In Betracbt kommen nur Bewerber nich' über 35 labre alt. mit völliger Oesundheit und guter technischer Vorbildung, tacke los. Charekter, ruhigem u. sicherem Auftreten, gewandt im Verkehr mi' Behörden, Arbeitgebern und Aibcitnehmcrn. Perstonsfähige Anstellung räch befriedigender Probe- dienstleistung und AbscbluBprüfung. Oehalt in Anlehnung an Gruppe 11 c der Reichsbesoldungsordnung Bewerbung. mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Referenzen an dieExped. unter Nr.C 14, Gonnkag 10. November 1929 Unterhaltung unö AVissen Beilage des Vorwärts geröia«d: Qarageti der Xeldettscttaf teil Mitten in der Rocht ist man plötzlich aus seiner Arbelt erwacht, man blickte sich um, da stand dos unberührte Abendbrot, dos«ine rührende Wirtin bereitgestellt hotte, da stand der mit Zigarettenresten angefüllte Aschen-becher, dos Grammophon stand in seiner Ecke, ja, man fand sich wieder, nnr der Schreibmaschine sitzend, mit etwas entzündeten Augen, mit wirren Goaren und gerutschter Krawatte... Man hat bei seiner einzigen Geliebten den Schlaf vergessen, man hat gearbeitet. Aber dann ist man aufgestanden, zum Fenster getreten. Es war Rocht Die Vlondin« Marion gegenüber Hot schon das Licht gelöscht. Es mutz wohl schon sehr spät sein. Man denkt an«ine mütterliche Frau, bei der man Ruhe finden könnt«, Sättigung und Schlaf. Aber diese Frau ist-verschollen, vsr. heiratet in irgendeinem Kaff. Also stellt man sich vor den Spiegel, ordnet die zerwühlt« Kleidung, kömmt sich(komisch, dotz sich olle Schriitsteller hei der Arbeit so oft gedankenschwanger durch die.haare fahren...l), zieht seinen Mantel an. Dann geht man. Man geht ohne Ziel, lind da schreckt einen die hupe eines Autobusses auf. lind da steigt man ein. Man fährt durch die schlafende Weltstadt. durch dos Zeitungsviertel, in dem die Rolotionemofchinen die ersten Margenblätter fpeien. Und dann befindet man sich am Alexander- play. Man, steigt aus und geht, bewacht von einer grenzenlosen Einsamkeit, mitten aus dem grotzen Platz. Di« grotzen leeren, schwarzen Fenstericheiben van Aichinger blaken und starren einem seltsam stur und stier entgegen, lind die leuchtenden, sunkelnden Aus- logen der enannen Warenpaläste lachen einen aus. Man gehi und sieht, weil man sehen will, man hört, weil man hären will. Am frühen Morgen, gegen 6 Uhr sitzi man in einer ganz merk- würdigen Lokalität vor einer Bockwurst und einer Geslügelbrüh« und schreibt,«eil man schreiben mutz! Man schreibt hier den Bericht über die Garagen der Leidenüstosten. hängender Springbrunnen. Bel-uchtungseifekte. Aus zwei Estraden zwei Kapellen. Dischtelephone und Saalrohrpost. Bier. büfett und Bortisch. Wiche" und Separees, jung« Burschen und kleine Mädchen, seist« Provinzler und geschminkte Dirnen, zwei homosexuelle Pärchen, zwei Barmädchen auf lesbisch zurechtgemacht, eine wasterstosfsuperoxiidblonde und«ine brünette Bardame. Stim- mung. Zivil« Preise. Suchst du dein Glück dir an der Spree... Sogar ein« Balletteinlage gibt es. Sogar leichtgeschürzt« Jöris gibt es, die noch den Kavalieren au? dem wilden Westen äugeln, die die Weinkojen bevölkern. Sogar einen Mixer l)at man, der bei passen. den Gelegenheiten den Rausschmeiher abgibt. Ja, hier muß man sich anvisieren, ja, hier mutz man lustig sein, denn hier ist Stimmung. hier ist Betrieb!.hier warten die nielen kleinen Mädchen, die sich auch einmofamüsieren wallen, die auch einmal sich austonzen wollen, die ihre verarbeiteten.Händehen jeden Abend mit Fettkrem« ein- gerieben hoben, damit sie an diesem Abend weiß sind wie die Hönde der Damen am westlichen Boulevard oder wie die... der Dirnen in dsesem"f,?onzpolöst� hier warten die Bardamen auf ihre Prozente, hier gibt es ge- Ichqftstüchtige.Gesckiäüsjüdror..vi», den Ahnungslosen in die Wein. abteiluvg bugsieren, lind hier findet man den ausgestorbenen„Es- ist-erveicht-Borl" mit Monokel und Popojcheitel, mit Durchzieh«? aus der rechten Backe und Röllchen im Bratenrock. hier warten die Leidenschasten daraus, abgeholt zu«erden, hier «arten die Leidenschaften darauf, angekurbelt und in Betrieb gesetzt zu werdev. Die Jazzband spielt, lind die Menge tobt nn Tan.z. Da tanzt auch«in Paar ganz aneinander hingegeben. Er ist noch sehr jung. Und sie... Man' hat sie beobachtet in denkwürdigen Situationen mit merkwürdigen Herren in diversen Nischen hinter der Bar. Jetzt in diesen Mimiten, beim Tanz mit diesen knabenhaften Jungen scheint sie oll dos weit hinter sich gelassen zu haben, scheint sie ihre armselige, vermaledeite Existenz zu vergessen. Aber man hört die Redensarten, hört die.zotigen Bemerkungen über die„Blonde Lilli*, man sieht die alles besagenden, frivolen Blicke, mit denen die stingen Burschen im Somrtagsstaat das tanzende, bloirde Gift" ver-- folgen. Sie aber, die sonst, beim Tanz nach zohlungssähigen Kavalieren auszuschauen pflegt, sie, deren Beruf es ist, ihr girrendes Dirnenlachen den Herren, und Herrchen zu kredenzen, die sich hier hinein verirren, sie tanzt ganz hingegeben, merkwürdig ernst in den Armen des Jungen an den Tischen vorbei... Der Tanz ist zu Ende. Sosort setzt die andere Kapelle mit einem langsamen Walzer ein. Schon will er wieder seinen Arm um ihr« schmale, mädchenhafte Hüfte legen, da taucht an der Bar ein Mann im Smoking aus. Als sie ihn sieht, schwindet der merkwürdig« ernste Ausdruck aus ihrem Gesicht. Sie lacht plötzlich ganz kurz aui, so als wollte sie sagen:„Ach, Unsinn!" Jetzt ist sie wieder lustig. Jetzt lochest sie wieder ihr routmiertes, pikantes Lächeln, sie ist aus dem Traum erwacht, den sie in den Armen des Jungen geträumt Hot, sie ist wieder die„blonde Lilli*. Di« beiden tanzen. Doch auch dieser Tanz hat«in Ende. Und nun tritt der Smokingmann, ein« kolosiale, mächtige Figur, in Erscheinung. Die„Judenlelnio",«In« schwänz«, orientalische Schönheit, etwas lmgetruuken, flüstert laut genug, daß dl« m der Roh« Befindlichen es hören können:..Jeh' man, Lilli, nu wird abjerechnet!" Ach. es ist keine blutige Auseinandersetzung, die Lilli mit dem Smokingmonn hat. es ist ein« stille Abrechnung vor den Augen der Barmädchen auf den hohen fzockern vor der Bar. Es ist nur eine kleine Unterredung, «in« Drohung mst erhobener, viehischer Faust, ein Ausstrecken der flachen und ein befriedigtes Zurückziehen der gefüllte» Hand. Sie hat das Geld, das sie für den Gebrauch ihres Geschlechts erhalten hat, dem rohen Smokingvieh abgeliefert. Run kann sie wester tanzen. Und wenn st« will, kann sie sogar an der Brust des Jungen weiter träumen. Der steht da. Er hat von der Szene, von der Abrechnung der Dirne mit stirem Zuhälter wohl nichts gemerkt. Er wartet aus sie. Sie aber geht an ihm vorbei. So völlig hat sie ihn vergesien, so völlig ist sein Bild aus ihrem Gedächtnis geschwunden, daß sie. ol» er sie nun aulssartert, mit ihrem mornrierten hurenlocheln mst ihm in den Saal tanzest... Das alles hier, dieser illuminierte Springbrunnen, dieser Bar- tisch, diese verschiedenen Belcuchtungsessekt«. die bunten Mädchen, die unter ihrer Schminke grauen vstnen, diese ganz ausgelassen« Stimmung, der Wein im Glase, oll das erscheint einem jetzt grau und abgeschmackt, trostlos in oll seiner Buntheit und heraus- gezauberten Lustigkeit, bittez: in aller l'eabsichtigten Süßigkeit, banal bei aller gewalsten Judividualstät... Dos alle'?, die krähenden, quäkenden Kinderstimmen der Saxo- phone, die dudelnden, süßen Kosolaut« der Banjo», die Herren m Smokings und die Domen In Pelzen, die kleinen nüstlichen Ballest- mädchen, die die bombastisch angekündigten Rockiplastiken darstellen, das olles bedrückt einen plötzlich. Und man steht aus und zahlt und geht... vor dem Polizeipräsidium stehen zw«! Polizisten. Eine Taxe fährt vor. Plötzlich ist die menschenleere, tote Alerondevstraße lebendig. Wo kommen nur aus einmal die Menschen her, die hier sich scharen, um den Arrestanten einliefern zu sehen. Wo kommen sie her??lus den Hausfluren, aus den Bierlokalen, aus den Kaffee- Häusern? Man hört Worffetzen.'„Razzia in der Mulackstraße." „Da? ist Kokoinsron.z, den sie da einliefern."„Bei der schweren Lore haben sie ihn geschnappt!" Schwere Lore! Man besinnt sich.„Schwere Lore", dos ist «in Begriff,„Schwere Lore", dos ist die Besitzerin eines Lokals in der Mulackstraße, das ist die Leonor« Pipierfki, das ist die Muster der Strafentlassenen, die Madonna der Aussätzigen, die Freundin der letzten Dirnen, der Auischubsträflinge, der Hehler. Diebe und Einbrecher. Die„schwere Lore" Hot— wie einmal ein Kriminal- ossistenl zum Besten gab— die Prostituiertenstreife ins Leben ge- rufen, die bei Ra.zziev in Autos in der Gegerid um den Alexa-nderplotz herumfahren, um den an den Ecken horrenden Dirnen und Kuppel- "lüstern Losungsworte zuzunffen, aus denen hervorgeht, wen die „Bullen geschnappt" und wen sie getroffen haben.„Schwere Lore", dos ist die Frau von z-ivei Zentnern Lebendgewicht, die. hinter der Theke ihrer Kaschemme lehnend, ihr« kleinen Triefäuglein ivoWroollend über ihre Kinder steeiscn läßt, das ist die Iran, die den Aermsten der Armen Obdach gibt, das ist die Derbrecherin, unier deren Augen die schwierigsten Dinger ausbaldowert werden. Würde die schwere Lore der bürgerlichen Gesellschaft angehören, würde sie, dieser Kost« angehörend, etwas für die Aermsten der Armen, die Strafentlasienen und die alten Dinien, für dir Auffchubströilinoe und die durch ihre Geburt zur Prostitution prädisponierten Mädchen tun, man würde sie verlachen und bestenfalls zu vergessen suchen. Sa ober danken ihr die Mulockmenschen ihre Taten... heulende Automatenmusik. Eisbein mit Kraut. Moll« Helles und ein Korn. Draußen dänmrernder Morgen. Grau in grau. Nebel. Die ersten Früharbester. Die letzten Nochffchichtorbeiter. Drei Tische, an denen Ein-Psennig-Skot gespielt wird. Gutgekleidet« Männer. Armselige Frauen mit verquollenen Gesichtern und seidenen Beinen.„ErsMaffiger Massagesalon in der Näh« des ?llexanderplotz«s. Prenzlauer Strotze, Hochparterre links. Intimes Interieur, geschulte Bedienung, streng exakt« Methoden. Auch herrenbed'ienunq. Mätzige Preise!" .�zirschkeller, interessantes Milieu in der Näh« des Alexander- platze?. Was für die Herren Kavaliere!" Solche und ähnliche Karten«erden einem zugesteckt. Man kennt das alles. Man kennt diese Garagen der Leidenschaften, kennt dies« Massgesolans, die in den Kuppelwiesen gewisser bürgerlicher Räsomuerblästkr inserieren. Man kennt dies« verkappten Bordelle, diese streng exakten Methoden der Sadistinnen, diese geschulte Be- dienung"für vermebmen Geschmack, man kennt diese intimen Jisterieurs, die Wannenbäder, man kennt die„Herrenbedienung" bleicher Buhlknaben, kennt die attf„Kind" zurechtgemachten Masochrstinnen in diesen intimen Interieurs... hier am Alexandcr- plotz mögen diese„Massagesalons" vielleicht billiger eingerichtet sein, vielleicht„billigeres!lkenscheiunoteriol" hoben: im'Westen unserer Stadt trifft man auffallend schöne Frauen, eine aufsalleiide Eleganz in diesen Bordellen, an deren Fenstern man sehr häufig die Mädchen in weihen Kitteln winken sieht. Diese Mosiagesolans mit den geschulte» Bedienungen, mit den exakten Methoden, den intimen Interieurs und den herrenbedienirngen sind natürlich wie olles, ums hinter den Kulissen geschieht, wie alles, das sich ein„behördlich geprüftes" Deckmäntelchen um die nackten Schullern legt, für die feisten, ausgefresienen Herren der oberen hunderstauseird«in gefundenes Fressen. Die Polizei, die da machtlns zu sein scheint, sollt« wenigstens ihr« Wohlfahrtsämter aus jene Inserate in den Kuppelwiesen hinweisen, in denen„Junge Aisistentin gesucht" wird... Draußen rumpeln Lastwagen vorbei, hier drin werden Bilder und Fleisch angeboten. Plötzlich wird das jammernde Gepiepse des Musikautomaten durch vielstimmiges Gelächter übertönt. Und unwils- kürlich locht man»ist, denn da bahnt sich ein eigenartiges Lebewesen seinen Weg durch die Menge. Dos ist«in alles Dämchen mst einem riesigen Kopotthut aus dem hachsrisierten, schlohweißen.haar, mst einem kleineli Fetzen Schleier vor dem nerwlltcrten. mit Mehl gepuderten Gesicht, mit einer Schlepp« und hohen Stöckelschuhen. Ist das Maskerade? Ist das Natur? Das ist die Maskerade, die frühsr einmal„Natur" hießl Diese Frau ist ein« harmlos« Irr«. Aus ihren umnachteten Augen blickt sie in die? Getriebe. Und mn ihren Mund liegt ein Lächeln, dos nie begreifen wird. Sie ist ein« Schauspielerin. Wie sie einst auf der Bühne Schau spielt«, so erntet sie auch heute noch Heiterkeitserfolge. Aber dies Gelächter perstumint sehr rasch. Dies Gelochter weicht einer betretenen Demut dieser Mens6)en in diesem Lokal. Ja, ein simger Bursche bietet ihr seinen Platz an. Und. ein« von den gutgekleideten Skatbrüdern bestellt ihr ein« Tasse Kaffee. Diese alte Frau, diese arme, irrsinnige Schauspielerin wird seit Jahren schon van diesen Menschen hier ernährt. Offenbart sich hi« da? Berliner Gemüt? Man sitzt an einem Tisch mit fünf Frauen zusammen. Mo» sitzt, man sieht und hört, weil man sehen und hören will. Man sieht, wie dtese Frauen schweigen, weil sie sich nichts zu sagen haben, man sieht, wie Leben in dies« stumpfen Augen kommt, wenn eip Mann herantritt, der noch dem Preis fragt, man sieht dos gierige Leuchten aus diesen Augen schwinde« und kommen, man fühlt, wie die Leiden« schaffen angekurbelt werden, und man sieht, wie die Leidenschaften abgeholt werden...-''''. Am frühen Morgen gegen sechs Uhr sitzt man in einer Lokalität. in der die Dirnen und die Ganoven sich das letzte Stelldichein gebend bevor auch sie den Schlaf suchen. Man sitzt in dieser Losasität. vor einer Bockwurst uicki einer Geslügelbrüh« und schreibt, weil man schreiben muß. Man schreibt den Bericht über die Garagen der Leidenschaften...>. Schiller als Sohn und QaHe Zu[einem 170. geburtglage am 10. Itnremher Schiller würzest wie selten ein Dichter in der Familie und die Beziehungen zu seiner Mutter und seiner Gottin sind geeignet, manches Geheimnis seiner schöpferischen Tätigkeit aufzuklären. In einem Brief an Körner weist er darauf hin. dotz er einer Frau bedürfe, um die Freuden de? Lebens zu geirietzen und sein erstarrtes Wesen irmner wieder non neuem zu erwäriiien. Er lebte ol? ein alleinstehender iremder Meiffch in der Natur»nd wollte ein herz hoben, das nur für ihn schlug. Als er endlich seine Frau gesunden hatte, war er ein glück- licher Mensch• Seilt Geist fand Nahrung und Erholung und sein Dasein wurde, wie er sich ausdrückte, in den Zustand der harmo- nijchen Ggleichheit gerückt. Er selbst hat die Bedeutung der Ehe für sich mit ganz klaren Worten gekennzeichiiet, denn er sagte darüber iolgende Worte:„Ich Hofs«, ich werde durch Ehe und Glück.zu den Werten meiner Jugend zurückkehren Meine Ehe gibt mir mein inneres Dichterleben wieder zurück." Bon noch tieferem und innerem Einfluh waren die Beziehungen zu sein« Mutter. Schon äußerlich war er mit semer hohen schlanken Gestalt, mit seinem hochblonden, fast rotem.haar und seiner breiten ausfallenden Stirn das körperliche Ebenbild seiner Mutter. Aber auch nach der geistigen und seelffchen Seite hin hatte er die feste Grundloge von der Mutter empfangen: ihre kraftvolle Energie, ihre Lebensklughell, ihre beredte Uederzeugungskraff, ihren praktischen Lebenssiim. Der Dater Schillers kümmerte sich wenig um die Erziehung und Aus- bildung sein« Kinder; ihn beschäftigt« in erst« Linie seine groß« Liebhaberei für die Boum.zucht. Desto mehr nahm sich die Mutter ihrer Kind« an. Ihren Töchtern ließ sie trotz des väterlichen Ein» spruchs eine gute Erziehung ongedeihen, gewährt« ihnen sogar Unterricht im Französischen und im Klovierjpiel, besonders ober lag ihr die geistig« Ausbildung ihres. Sohnes am herzen. Sie war es auch, die nach der Trennung das geistige Band zwischen ihm und der Familie festigte. Wenn Rudolf von Gotffchall in der Lebensbeschreibung des größten Schwaben jagt:„Schiller ver- einigte in sich Klopstocks Schwung, Lefsings Geistesicharse und Goethez Formsinn", so dankt der Dichter diese glänzenden(Baten in erster Linie seiner Mutter, die ab« muh mit rührender Liebe an ihm hing und mit Stolz.zu ihrem Fritz, zu ihrem„Wunder- tier" wie sie den Schöpfer der„Räuber" bisweilen scherzhaft nannte, ausblickte. Andereseits hing Schiller während feines ganzen Lebens mit wärmst« Lieb« an seiner Mutt«. In das innige Derhältnis Schillers zu den Seinen und insbesondere zu sem« Mutter, läßt der zu Buttstädt gesunden« Brief, den Schiller auf seiner Reise pon Mannheim nach Berlin schrieb, einen tiefen Einblick wn. Der Name sein« Mutter war der letzt« Seufzer, mit dem er bei sein« Flucht am 17. September 1782 von sein« Heimat Abschied nahm, sie war die Macht, die ihn an seinem Doterlande sesthast«, ließ. Aus ihren Briefen«kennt man ihre liebevolle Sorge um den fenion Sal>n und ihre wannherzige Anteilnahme an feinem Wohlergehen. Als Schillers Dater im Jahre 1700 gestorben war. bat Schill« seiium Lerleg« Catio in Stuttgart, daß« seiner Diuüer viertel- jährlich zu ihr« kärglichen Pension 30 Gulden Zulage zahl«. Ab« die Getreue weigert« sich zunächst, das Geld abzuholen, bis Schiller sie durch inständiges Bitten dazu bewoq. Im Schloff«' zu Leon- bekg bei Stuttgart verbrachte ff« ihren Lebensabend in still« Zit- 'snedenheit. Ihr« Aebling-beschästigung war da? Spinnen. Noch heute erinnert im Schiller-Haus« zu Marbach ein Spinnrad an den Fleiß der Mutt« uns«« Dichterfürsten. Wie der Frau Rat Goethe, so wurde auch ihr als der Mutter eine» so großen Mannes mannigfach« Ehrung zuteil. Sie nahm sie mit ruhigem Stolze hin. Als nach der Ausführung der „Jungfrau von Orleans" m Dresden ihrem Sohn« groß« Hrrldigun- gen gebracht wurden, schrieb sie:„Freilich haben die Sachsen mehr Ehrerbietung als die Schwaben vor Talenten und grotzen Männern: ich fand es auch in meiner hinreis«: wo ich nreinen Namen angab, wurde ich gefragt, vb hofrat Schill« ein Verwandter von nrir wäre, und ich wurde deswegen mehr geehrt* Als sie schließlich schwer erkrankte, trug Schiller Sorg«, daß es d« Kranken an nichts fehle.?ln demselben Tag«, an dem Schill« in sein neues Haus in Weimar einzog, wurde fein« Mutter von ihrem schweren Leiden erlöst. Ihr Scheiden«griff den Dichter tief, imd besonders schmerzlich erschien ihm dies«„Verflechtung d« Schicksale" von freudiger Hoffnung und tiefstem Leide. Temperatur und Qeichleciil Es gibt eine beträchtliche Zahl von Tierarten, deren Geschlecht nicht vom Augenblick der Geburt an unabänderlich festgelegt ist. Diele Tiere find sogar m ihrer Jugendzeit weder ausgesprochene Männchen nach wirklich« Weibchen, und«z hängt oft von äußeren Einflüssen ab. welches Geschlecht endgültig das erwachsene Ti» annimmt. Ein solches Derhalten zeigen besonders manche Frosch- raffen: bei melen ist es sogar verhältnismäßig leicht möglich,«in sich schon ausbildendes Geschlecht noch vor der endgültigen Aus- Prägung umzustimmen, also beispielsweise ein Ti«, das im. Begriff war, ein Weibchen zu werden, in ein Männchen umzuwandeln. Wie neuerdings Prof. Emil Witschi gezeigt Hot. ist beim Waldsrosch die Temperatur einer der Faktoren, die das Geschlecht bestinvmen. Werden die Kaulquappen dies« Froschart längere Zeit einer Temperatur von 32 Grad Celsius ausgesetzt, so wandeln sich alle Tiere, die schon angesaitge» hoben, sich in weiblicher Richtung zu entwickeln, nachträglich in Männchen um In den Keimdrüsen erfolgen unter dem Einfluß der ungewöhnlich hohen Temperatur stark« Umbildungen, die jungen Eizellen(sog. Oozyten) veffchwinden, und die sog llreier(Oogonien), au» denen normalerweise die Oozyten hervorgehen, wandeln sich seltsamerweise in Ursamenzellen (Spermiogonien) um und liesexn schließlich auch Samenzellen. Bei solchen Fröschen hat es der Experimentator in der Hand, das später« Geschlecht d« Tiere willkürlich zu bestimmen. Die berühmte Frag« .Lunge öder Mädchen?" st bei derartigen Tieren also kein Röstl- raten mehr. v« Stall von Bethlehem erhält elektrische Beleuchtung. Don den Segmmgen d« Alvilffation. und zwar insbesondere von der Elektrizität wird auch Palästina mehr und mehr«saßt. Eine eng- lisch« Gesellichast errichtet dort groß, Ueberlairdzentralen, und der Bau elektrischer Leitungen«reichte vor einigen Tagen auch das historisch« Bethlehem. Der erste Ort. wo das elektrische Licht er- straM, war d« Stall, in dem Christus gebore» fein soll. grits wnmier: 3)äs 3irie In SScrbun steht ein Mock schönlackierter Ariegsschauptatz- oiniNkmsse. Wie munter ist eine Meng« Leut« da, lvslch« Douou- mont sehen will. Man zerknüllt sich in allen Sprachen die feinen Kleider und zertritt sich sin allen Sprachen) die Schuhe aus buntem oiegenlei>er, die wie exotische Vögel auf dem Asphalt zappein, und beinahe wäre ein Kind mit Brill« und Spinne nbeinen unter eilten verstaubten Benzintank geraten: Elfi«. Dimpfels sechsjähriges Töchterchen. Frau Marga betupft sich noch lange die«rschwollenen Lider, und eine alte Dam« aus England wackelt mit dem Kopf und spricht: „Das ist ja fast schlimmer als Krieg."' Indessen, man fährt, nachdem«neu der Moim mit der zerwetzten Lederdasch««in bißchen beschummelt hat. Blau und heiß ist der Himmel, es wackeln die Köpf« wie aus Pfählen, und man harrt mit Zeiß-Mäsern zwischen den behandschuhten Fingern der kommenden Dinge. x Und da kommen sie schon, die Ding«, ungeheuerliche Dinge, zerbeultes Land, als wäre em Komet dazwischen gefahren. Blöcke aus Beton und rostigem Stahl, zerspellte faulige Baumstümpfe, dazwischen fettes Gras und Blumen mit seidigen Kelchen, und dann die Friedhöfe, wo oft Zehntausend verscharrt liegen und die Kreuz« in der Erde stecken wie hilflose Knäufe von Kinderschwertern. In den offenen, frechst tohfenden Verkehrswannen stehen die uniformierten Schaffner. Wind und Staut» nehmen ihnen die Worte wie abgeknipste Federn weg: „Festung Verdim! 200 000 Tote! Der berüchtigte„Tote Mann!' Höhe„Kalte Erde'l„Rabenwaldk' Und hier die Panzerfest« Thiaumont. und dort ist Vaux, wo« auch viel« Tot« gab', die Höffe recken sich, ,pmd das ist Douaumont. die hart- umstrittene Fest«, aussteigen, es steckt alles tief unter der Erde und doch aufgewühlt, bitte, die Karten vorzeigen und aufheben, rechts Derkaufsstelle von Kriegsschauplatzfouvenirs,' weiter links speisen Sie für A Franken ganz vorzll�ich' Fremd« aller Länder stieren auf den Boden mit gierigen und stummen Blicken. Halblautes Genmrmel. Viel lauter geht der Wind. Liebespaare fassen sich an den zartbchandschlchten Fingerspitzen und zittern. Knickebockers stochern sachlich in„bomben- sicheren' Kasematten, die bloß liegen wie gespaltene Särge.(Der Wind singt hier ganz hoch wie ein bleichfiichtiges Mädchen.) Kühle, fischglatte Damenbeine wippen etwas unsicher auf der zersägten Kuppe eines Panzerturms, aber der Gatte oder der Freund hält die seltene Gelegenheit auf der Platte fest, und man lächelt fein pflichtschuldige- Kodaklächeln zwischen Trümmern und feistem Gros und kritzelt seinen Namen ans leise knirschenden Baten. Und dann trippelt man im Gänsemarsch, mit Florstrümpfen und Hornbrillen, in die„Tranches des Bajonettes", jenen elend verschütteten Graben, wo von den Soldaten nichts mehr zu sehen ist als die Spitzen ihrer Bajonette.(Und man hat«s zum Denkmal gemacht und verdient Geld damit.) Und das Schweigen riecht hier nach Ftokons und böjem Gewissen. Als man heraus ist. gähnen dt« Knickerbockers ein bißchen hilflos und die Damen erinnern bescheiden an das Menu oder den Zug um 2 Uhr SS.. Dimpfels langen im Hotelziinmer an, müde wie nach dem Besuch einer Bildergalerie, eines Panoptikums. Selbst Elf!« ist muffig, nachdem sie zuvor doch harmlos und heiter in der Erde gebuddelt. Abendessen. Damen in Atlasraben, plüfchern« Bosen an der Büste, Perlen um den schimmernden Nacken. Herren mit elfin- beinernen Hemdbrüsten, strahlenden Lackspitzen und gepolsterten Wangen, dfi nach Rosierseif« duften. Messer funkeln. Von oben schwingen Kellner hartsilben« Platten. Flaschen, aus denen es purpurn und golden gluckfert, in Servietten wie in reine Hemden gehüllt. Gabeln kreischen. Eine Dame biegt den Hals zurück und zeigt perlreme Zähne. An Dimpfels Tisch sitzen Qandsleute. Studienrat Meuchle mit Frau. Haute Sauterne und Filet» helfen über manches hinweg, unschickliche Mesfirführung, unschickliche Gewissensbisse und anderes. Meuchle spricht davon, Deutschland gebäre zu wenig Kinder.„Ein starkes Volk", schmatzt er und leckt sich fiin« Pneumotiklippen, „braucht Kinder'.(Meli-hie und*srau sind kinderlos.) Und schon steckt man im nächsten Krieg.(Denn diefir Krieg muß kommen, weil Deutschland jenen verloren hat.) Und di« Herren Dimpfel und Meuchle rollen die Front vom Rhein bis zu den Pyrenäen auf. Ein« Jazzband knattert los. Blicke spritzen, Pfropfen knallen, Sekt fließt. Herren in Hosen von Eisenguß und Gipsmanfchetten pressen ihre Händ« wie Heftpflaster auf die kühlen, edelstem- glitzernden, verwegen nackten Rücken der Damen. Beine ver- schränken sich. Augen und Münder bieten sich an. Herr Meuchle hat bereits mit Dimpfels Hilfe die völlig ver- konunene» Affen Frankreichs mit Stumpf und Stiel ausgerottet. ..Unsere wackern Feldgrauen!' spritzt es von seinen wemi suchten Lippen. Und von anderen Tischen hallt es in der Kehle fremder Völker wider, und di« Zungen älterer Herren, die Gold- und Platinzähne zeigen und solche aus Porzellan, lallen immer eifriger die Worte: Unser« wackern Feldgrauen! Und plötzlich laßt Herr Dimpsel em Päckchen vom Zirmner holen. Papier knistert, Stahl scheppert. Kriegsschauplatzfouvenirs! Granathiiffen. Feldsträuße oder— noch sinniger— dornenvolle Rosen will Frau Dimpfil in di« Losen stellen. Und Herr Dimpfel wird die Asch« schwerer Importen auf di« Teller aus Granatringen und Pittroneichüffen träufeln und die feinen gold- gestreiften Zigaretten in ein Etn-i aus Koppelschlössern sperren, dos er in der hinteren Hosentasche trögt. Wehe Erinnerungen stellen sich ein. Dimpf� hat vier Jahre lang Koppelschlösser verfertigt. Tränen und Sektgläfir perlen. Da will auch Kleinelfte nicht zurückstehen.„Actsch", frohlockt sie mit Fistefftimmchen,„auch ich habe ein Kriegsandenken!" „Da host—?" Man neigt sich ihr gönnerhaft zu.„Du hast ein Kriegsandenken?" und lächelt sie ungläubig an. ..Doch, doch." Elfi« nicht eifrig, wickelt ihr Taschentüchchen auf und hält den Erwachsenen mit Abstand etwas unter die Rase. „Was ist dos—?" Man wird plötzlich betreten.„Was ist denn das?" „Gib her', befiehlt der Vater nach einer Pause. Elsie verzieht den Mund und klammert ihre Fingeichen um das Andenken. Der Vater will noch ihr greifin. Kleineffie hüpft mit einem Pfipfir zurück. „Du sollst es hergeben! Hast du nicht gehört!?' Frau Dimpfel, Sttrn« kräuselt sich wie eine Pfütze, in die ein barscher Wind fährt. Elfte weiß noch nicht recht, ob sie gehorchen oder weinen soll. Vorläufig steckt sie dos Andenken in den Mmid und schielt von unter her. und schlägt das Andenken aus Elftes Mund. Dicke bmme Tränen fliehen. Herr Meuchle, der Naturkunde als Hauptfach hat, gibt fem Gutachten' ab:„Das da— hm— ist ein Corpus, das sich seiner histologischen Struktur nach zweifillos zu der Species Knochen zählt. Scheint wohl ein Fingerknochen zu sein. Goldfinger?' Mittelfinger?" Es wind ganz still um den Tisch. Der Haute Sauterne schmeckt plötzlich nach Zuckerwasser. Don unfin schüttern kleine ruckweise Stöße, die zusehends anschivellen. Elfte hat sich aus den Rücken gelegt und stramipelt mit den Absätzen gegen die neu« Cuthos« von Studienrat Meuchle. „Willst du gleich!" fährt Dimpfel auf sein Töchterchen los, Das aber befördert Elftes Würgen erklecklich; und schließlich kann sie voll und saftig in den Saal losbelfern:„Bäh— bäh— mein Andenken— bäh!" Bon den Nochbartischen starrt man auf dos ungezogene oder, wie manch« auch finden, vernachlässigte Kind. Drau Dimpsel, rot bis unter die Haare, klaubt das wutschnappende Bündel aus und zerrt es hinaus. Gelächter. Der neueste Fox rast mit Affensprüngen die Wände hoch Neben Dimpfel liegt das Knöchlein wie ein beinerner Senf- löffil. Frau Meuchle spürt ein« leichte Uebelkeit. Frau Dimpfel kehrt zurück, stark nach Eau d« Cologn« duftend. Paufi. Mit schiefem Lächeln sogt sie endlich:.Kinder." Und die am Tisch pflichten Ihr bei:„Kinder, ja, Kinder." Dann tritt Schweigen ein, und man geht zu Bett. Sin Pflanzenwachstumsmesfir. Vor kurzem hat der Botaniker Guha der Physikalischen und Naturwissenschaftlichen Gesellschaft m Genf einen Apparat vorgelegt, mit dessen Hilfe dos Wachstum von Pflanzen genau gemessen werden kann. Diesen Apparat nennt der Erfinder„Mierocrcscometer". Mit seiner Hilfe können die Wachs- tumsbcwegungcn um fünftausend- bis oierhunderttaufindmol ver- größert werden. Hierdurch können di« feinsten Bewegungen im Wachstum der. Pflanzen festgestellt werden. Eine Reih« interessanter und lehrreicher Versuche wurde bereits durchgeführt, die die An- wendbarkeit des Apparates bewiesen. Unter anderem wurde beobachtet, daß beim Haserkorn das Wachstum zwischen 10 und 12 Uhr vormittags am größten war. Wo fährt man am billigsten mit der Kraftdroschke? In Paris! Hier kostet nämlich der Kilometer nur 22 Pfennige, dagegen in Brüssel 26, in Oslo 29, rn Kopenhagen 34, in Amsterdam und Bern 34, in Wien 3ö, in Madrid 43, m Stockholm 4ö, in Berlin 50 und in Rom sogar 62 Pfennige.— Di« billigsten Straßenbahnen hat ebenfalls Paris. Der Kilometer kostet hier 7 Vfinnige, in Tokio 12, in Berlin 13, in' Oslo 14 und in Genf 20 Pfeimixe. Frühzellige, Ergrauen. Die Anlage zum frühen Ergrauen der Haare wird vielfach vererbt. Der englische Forscher H. I- Har«' von der Universität Eambridge hat diese Erfahrung wissenschaftlich bestätigt, indem er in einer Familie das frühzeitige Austreten von weißem Haar durch fünf Generationen hindurch feststellen tonnte. Die sonst durchaus gesunden Personen" begannen bereits im Alter von 17 oder 18 Iahren zu ergrauen und hatten schon mit 23 Jahren vollständig weißes 5zaor. Die längste künstliche Wasserstraße der Well ist der Koiserkornl in China. Er ist 1200 Kilometer lang, kommt also'der'Lange des Rheines gleich. Der Stille Ozean ist 166 Millionen Quadratkilometer groß, also ZZOmal größer wie Deutschland. Cr nimmt ein Drittel der gesamten Erdoberfläche ein, beinah« die Hälft« aller Ozeane überhwipt. 8.» Oraniensiraße 16m 65 CharloUenburg, tßtosmenslraße U