Extra' Montag Ausgabe � Vf is İv-mb-r 192? rrSÄ ä:S5 1 �1% �HFwHF Tl� �N�Wb 10 Pfennig -wichii-giich°oP�Pofii,tu,»g....H WU I lM MW W 5.< M MM M M Wi rz Hr«a�Hthr/■-■«-■■■■•SJ 72 ctg �oftbeiteCjs'baijrtn auälon»»- fr�Ha BM HB ÄD V) Ba PB|D BB I Qf RS•flBj"-- � sbonncmrw 6.— SOI pro Monat. MWW fCTeB kB WW lW> ZN kiNI Wq vi HE WW W) HE kW // Ute» I»I»»III,« ÄonpaMtOejefb WWÄ mSB HH im WWW M W Mgl W ö» I ä. n«itnma s.—«.ich» * ▼vBO 1 iSffi W rag iM Mi ksm ryg in WW Im M yasaZaSSt,«ort»«z««e«»-«igen- da->«!g» SissxsssBSf, Ii■ ILM 4M MMMJM H Str�rrrS rTirrrrÄ's MJtJp � ÄL/« 5-S�S;ä,I: fibenö- SUuitnert» Beilagen.SoD /LgmJjBL\ Jk. t- a»Om Üb« lb Vuchstabe» Alb- � r-... A«*. Qi«. i«». a» 6sr„Ä.Ä-.„".- i��yffwy äs-uätskse ZZKivalorgcm der Gozialdemoöratischcn Partei Deutschlands Redaktion und Verliig i Berlin SW 68. Lindenstraße 8{Sh tri ft&S Postscheckkonl-: verii» S7SSS.— vanNonto: Bank der Lrbeiter.«ngestelltm Fernsprecher: Dönhoti 2SZ— 237 Telegromni-Adi.: So, ialdemokrat Berlin.«W» tVU»»Ulß Ky» IH« V» und Beamten. Wallstr. W. Dt. B u. Ditc.-Ges.. Depositcnlasie Lindenstr. 3. Starker Wahlerfolg im Lande. Berliner Sozialdemokratie bleibt stärkste Partei. Gegen V2I Uhr waren in Berlin die Ergebnisse aus 17 Kreisen von insgesamt 20 bekannt. Aus den Kreisen Tiergarten. Steglitz und Tempel- Hof lagen Teilresultate vor. Es standen noch rund ISO OVO Stimme« aus. Es wurden gezahlt 2113021 Stimmen. Davon erhielten: »7 St»Bli+»t To,, y Sat. So,+ VSIk. 32ot BL+ St So,. Die Vergleichsziffern beziehen sich natürlich auf die damaligen Gesamtresultate. Den Wahlen vom 17. November, deren Resultate in den Frühstunden des Montag allmählich einlaufen, ist ein noch nie dagewesenes Kesseltreiben gegen die Sozialdemokratie vor- angegangen. Bürgerliche Parteien und Kommunisten hatten wochenlang mit den tollsten Verleumdungen gearbeitet. Das Ergebnis dieses Angriffs ist für unsere Gegner ein Mißerfolg. Noch liegt ein vollständiges Bild nicht vor, aber jetzt schon kann man sagen, daß sich die Sozial- demokratie in diesem ungeheuren Sturm nicht nur ge- halten hat, sondern daß es ihr in verschiedenen Gegenden— z. B. in K ö l n, in S a ch s e n, in P 0 m m e r n, in S ch l e s- wig-cholstein, in Hannover— gelungen ist, ihre Position noch erheblich zu verbessern. Auch in Berlin, wo der Druck der Sklarek-Hetze am stärksten war, hat sich die Sozialdemokratie gut ge- schlagen. Die Hoffnung der Kommunisten, es würde ihnen gelingen, die Sozialdemokratie aus ihrer Stellung als stärkste Partei zu verdrängen, wird sich nicht erfüllen. Die Sozialdemokratie bleibt an der Spitze. Da die Kommunisten schon bei der Reichstagswahl von 1928 erheblich bester abgeschnitten hatten als bei den letzten Gemeindewahlen, war von vornherein damit zu rechnen, daß ihre Stimmen- und Mandatzahl im Verhältnis zu den letzten Gemeindewahlen steigen würde. Wie sich die Gewinn- oder Verlustrechnung der Parteien im Verhältnis zur Reichstags- wähl stellen, wird erst festgestellt werden können, wenn die Gesamtziffern vorliegen. Dann wird es sich auch zeigen, ob die bisherige den Ge- meindeetat bewilligende Mehrheit in der Berliner Stadt- verordnetenfraktion noch vorhanden ist. Nach der Entwick- lung des Zahlenbildes in den ersten Stunden der Zählung scheint sie gefährdet zu sein. , Was die Entwicklung der Parteien betrifft, so scheint der Zunahme der Kommunisten in Berlin eine Ab- nähme fast überall im Lande gegenüberzustehen. Einheitlich jedoch zeigt sich so ziemlich überall ein starker Aufstieg der Nationasozialisten auf Kosten der Deutsch- nationalen. Die Katastrophe der Hugenbergpartei, die sich schon in Baden und in Lübeck angekündigt haste, scheint unaufhaltsam. Der Hugeirbergblock, der ausgezogen ist. den Marxis- mus zu besiegen, kehrt verbeult und zerschlagen aus dem Kampfe zurück. Die Sozialdemokratie, die von zwei Seiten zugleich berannt wurde, hat ihm gegenüber ihre Stellung nicht nur gehalten, sondern noch ausgebaut. Auf diese starke Stellung gestützt wird sie sich— besonders in Berlin— noch stärker als bisher um die Gewinnung jener Arbeiter- mästen bemühen müssen, die diesmal noch den sinnlosen Hetzphrasen der Kommunisten Gehör geschenkt haben. Resultate aus den Kreisen. 1. Kreis Mitte. Soz. 8 9 701; Dnat. 23893; Komm. 40198; Dem. 10124; D. Vp. 7180; Wlrtschp.«102; Z.«841; DvSlk. 410; Rat.-So,. 8720; UTP. 237; S. Komm. 28. Gesamtergebnis ISZS: Soz. 89 567; Dnat 27 261; D Vp 7244; Komm. 21 370; Dem. 15115; Wirtfchp. 5112; Z. 485«. USP. l?!!; Dvölk. 1763; D. Soz. 1407; Splitterparteien 1613. Reichrkagewohlen 1928s Soz. 53 189; Komm. 43 959; Dnat. 30 478; Dem. 14 767; D. Vp. 8426; Z. 6285; Wirtfchp. 4434; Nat.- Soz 3069; Volk. Not. Block 1495. 1. Abt.: So,. 5506: Daat. 5333; Komm. 4454; Dem. 1907; D. Vp. 1628; Wirtfchp. 893; Z. 1440; Dvölk. 105; Nat.-Soz. 1605; USP. 52; L. Komm. 2; Sonstige 474. 1. Abt.(1923): Soz. 5314; Dnat. 5173; D. Dp. 1641; Komm. 2176; Dem. 2695; Wirtfchp. 828: Z. 1062; USP. 126; Doött. 342; D. Soz. 176; Splitterparteien 248. 2. Abt.: So,. 2635; Dnat. 2849; Komm. 1479; Dem. 737; D. Dp. 954; Wirtfchp. 476; Z. 669; Dvölk. 34; Nab-Soz. 789; USP. 19; Sonftiqe 205. 2. Abt.(1025): Soz. 2528: Dnat. 2833.».«?. 1057; Komm. 827; Dem. 1170; Wirtschp. 373; 3- 545; USP. 68: Dvölk. 172; D. Soz. 160; Splitterparteien 122. 3. Abk.: So,. 7300: Dnat. 4831; Komm. 5404; Dem 2107; D. Dp. 1430; Wirtschp. 1262; Z. 1271; Dvölk. 4«; Nat.-Soz. 1469; USP. 31; L. Komm. 2: Sonstige 572. 3. Abt.(1925): So,. 6928; Dnat. 4989. D.Vp. 1404: Komm. 2810; Dem. 3941; Wirtschp. SM; Z. 1093; USP. 237. Dvölk. 242; D. Soz. 235; Splitterparteien 412. 4. Abt.: So,. 4249: Dnat. 2736; Komm. 4546; Dem. 1357; D. Vp.«20; Wirtschp. 614; Z. 37; Dvölk. 913; Nat-.Soz. 17; Sonstige 351. 4. Abk.(1Ö25): Soz. 4565; Dnat. 2896; D.«p. 748; Komm. 2509; Dem. 2224; Wirtfchp. 621; Z. 557; USP. 15«; Dvölk. 190: D. Soz. 229; Splitterparteien 201. 5. Abt.: Soz. 4859; Dnat. 2895; Komm. 5455; Dem. 1472; D. Vp 703; Wirtschp. 769; Z. 533; Dvölk. SS; Nast-Soz. 1052; USP. 14; Sonstig» 243. 5. Abk.(1925): Soz. 4252; Dnat. 2859: v. Dp. 614; Komm. £881; Dem. 1973; Wirtschp. 632; Z. 349; USP. 82; Dvölk. 185; D. Soz. 196; Splitterparteien 130. 3. Kreis Wedding. Do,.«1038; Dnat. 21876; Komm. 818«.'»: Dem. 741; D. Vp.«1S4: Wirtschp. 7407; Z.«8S7; Dvölk. 282; Nat.-Toz.«OVO; USP.«19; L. Komm. 489. Gesamkergebni» 1925: So,. 60 307; Dnat. 20 958; D.Vp. 4137; Komm. 54 024; Dem. 9813: Wirtschp. 4783; Z. 4425; USP. 1737: Dvölk. 1132; D.Soz. 1057; Splitterparteien 1509. Reichstagswahlen 1928: So,. 74 579; Komm. 88 650; Dnat. 24129; Dem. 9801; D Bp. 5713; Z. 5663; Wirtschp. 4594; Nat.- Soz. 1742; Volk. Nat. Block 907. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Gesamtergebnis: So,.«1130; Dnat. 27993; Komm. 52 747; Dem. 8846; D. Vp. 5848; Wirtschp. 7105; Z. 6768; Dvölk. 371; Nat.-Soz. 8266; USP. 423; L. Komm. 303. Gesamkergebniz 1925; Soz. 38 933; Dnat. 26 411; D. Vp. 5201; Komm. 32 692; Dem. 12 502; Wirtschp. 4862; 3. 5085; USP. 1212; Dvölk. 2109; D. Soz 1756; Splitterparteien 1785. Reichslagswahl 1928: Soz. 73 650; Komm. 56 261; Dnat. 29 752; Dem. 12 413; D. vp. 6890; J. 6163; Wirtschp. 4718; Nat.-Soz. 2343; Völk. Nat. Block 998. Absolute Mehrh Glänzende Erfolge i Hannover(Stadt). Soz. IIS OOS; Z. 11 296: komm. 13 228; Dem. 6882: IBirlschp. 3548: Nal-Soz. 11 997; Dffch. hannov. 20 292; Ehr. volksd. 4549; vodenref. 1070; Rechtsblock 48 846. Die Sozialdemokratie erhielt die absolute Mehrheil. wesermüude. 17. November. Die kommuualwahlen iu Wesermünde sind sehr ruhig ver. laufen. Di« Wablbeleiligvna betrug 65 Vroz. Die Sozialdemokraten errangen die absolute Mehrheit. Die Mandate ver- teilen sich wi? folgt: Soz. 25(19); Dem. 1(3); komm. 3(4); Nat.- Soz. 2(0); Dolkswohl 0(C); Einheitsliste des Bürgertum» 15(20). *- Magdeburg(Endergebnis): Soz. 75 399(59 076), 32(25) Mand.; Komm. 16 625(17 861). 7(7); Dem. 13 209(14 297) 5(6); Z. 3671 (0). 1(0); Dvölk. u. volksrechl 433Z(15 347), 1(0): Nort-Soj. 9199(0). 3(0); Rechtsblock 44 718(52 159), 18(28). * ktel. 17. November.(Eigenbericht.) Der Sozialdemokratie ist es In Schleswig-Holstein gelungen, nicht nur Ihre Machtpofitioo zu behaupten, sondern sie auf der ganzen Linie weiter auszubauen.?n zahlreichen Gemein. den hat die Partei zum ersten Male die a b s 0 l n t e M e h r. heil erreicht. Dort, wo sie die Mehrheit bereik» befesten halte. gelang et ihr ausnahmslos, sie auch zu halten und we'ler zu stärken. Ausfallend ist der Rückgang der Deulschnallo- aalen und im Westen der Provinz das Anschwellen der nationalsozialistischen Stimmen. Die Demokraten verlieren in Schleswig- Holstein ans der ganzen Linie. Ihnen geht es nicht bester als den Rechtsparteien. 3o Reitmünster gewinnt dle Partei ein Man- dat und 2000 Stimmen. Die Partei hält ihr« Macht und baut fle weiter ans. Die Leidtragenden sind dieselben Parteien, die bisher geglaubt haben, der Sozialdeinokrotie In Neumünster eine Schlapp« zufüge-.» zu können. Zlu Mandalen erhält die Sozial- demokratie 14. die KPD. 2, die NMonasioziallsten 2 und der Bürgerblock 12, so daß also die SPD. und die KPD. zusammen die absolute Mehrheil tn dem Parlament besitzen. Zu Rendsburg gelang es, dl« sozialdemokratischen est in Hannover. Gchleswig-Holstein. Stimmen und Mandate wesenMch zu erhöhen. Als et» Wahkkuri». sum darf man vielleicht das Wahlergebnis de» Lock- stedter Lagers ansehen, wo die Nationalsozialisten als die stärkste Partei auf der Liste erscheinen, als dle zweitpärkstc Partei die Unabhängige Sozialdemokratische Partei, während es vnseter Partei nicht gelungen Ist. nennenswerte Stimmen aus ihre Liste zu vereinigen. Altona: In Wandsbek wurden für die Sozialdemokraten 9238(8239). für die Kommunisten 3792(3596), für die Demokraten 1419(1063), für die Nationalsozialisten 1377(0), für den Bürger« bund 7927(7943) Stimmen abgegeben. Westerland(Sylt): Bei den Stadtverordnetenivahlen erhielten die Wirtschaftliche Vereinigung 7(9), Sozialdemokralen 4(6). Boamtenlifte 2(0), List« Alt-Wefterland 1(0), Kommunisten 1(0). Altona: Von 158 Bezirken liegen aus 140 Bezirken vor: Soz. 49 310: Dnat. 25 108; Komm. 16 445t Dem. 6292; D. Vp. 1025; Mittelstandspartei 6599; Z. 1612; Ntrt.-ooj. 6068; L. Komm. 254. Siel: Soz. 35 703(30 414); Komm. 5906(10 720); Dem. 1835 (5868); Wirtschp. 2127(0); Hau-besisi 7504(12 216); Z. 1656(0); Nat. Dolksgem. 10347(0); Nat>So,. 4075(55741; USP. 668(1844); Volkswohl 18 792(21 922); Bürgerblock 9328(21 053). Schwere Bluttaten in Breslau. Ein Landjäger von Stahlhelmern niedergestochen. Sostaldemokrat getötet. Breslau. 17. November.(Eigenbericht.) In kobcrwih(üt. Breslau) wurde am Souuiag der Landjäger Böllner von Skahlhelmleulev niedergestochen. Der Breslauer Kriminalpolizei gelang es, die Täter, die von auswärts kamen, abzufassen. — In Breslau wurde in der Nacht vom Sonnabend zum Sonnlag eine sozialdemokrakifche ülebekolonne überfallen. Genosse Schröder, der Distriklsführer Genosse Fischer und ein Unbeteiligter wurden niedergeschlagen bzw. durch S a l k- w u r f schwer verletzt. Schröder erlitt einen Schädelbruch und ist am Sonnabend seinen Verletzungen erlegen. Fischer hat das Augenlicht verloren, der llnbelelllgle wahrscheinlich ebenfalls. 24 Abt.: Sov 8760; Unat 3749; Stamm. 6946; Dem. 1429; D. Bp. 750; Mntchp. 1037; Z. SN: Doölt. 45; Nat.-Soz. 1218; IlÄP. 49; L. Kamm. 36; Sonstige 414. 24. Abt(1925): Soz. 8638; Dnat. 3641; D.Bp. 636; Komm. 4546; Dem. 2083; Wirtschp. 712; Z. 660; USP. 173; Dvölk. 248; D. Soz. 21; Spliiterparteien 93. 25. Abt.: Soz. 9405; Dnat. 3168; Komm. 6772; Dem. 1686; D. Ap. 1263; Wintschp. 1382; Z. 1022; DvÄk. 107; Nat.-Soz. 1693; USP. 64: L. Komm. 42; Sonstige 537. 25. Abi.(1923): Soz. 8571; Dnat. 4903; S. 25p. 1230; Komm. 3846; Dem. 2479; Wirtschp. 142; Z. 478; USP. 446; Dvölk. 154; D. Soz. 21; Splitterparteien 93. 2ö. Abt.: Soz. 4135; Dnat. 2325; Komm. 3938; Dem. 749; D. 55p. 415; Wirtschp. 580; Z. 777; Dvölk. 31; Nat.-Soz. 754; 1I»P. 33: L. Komm.?6. 26. Abt.(192.5): Soz. 3879; Dnat. 2373; D.Dp. 434; Komm. 2147; Dem. 1160; Wirtschp. 410; Z. 629; USP. 87; Dvölk. 209; D. Soz. 122; Splitterparteien 104. 27. Abk.: So,. 6712; Dnat. 2638; Komm. 5851; Dem. 821; D. Lp. 576; Wirtschp. 688; Z. 676; Dvölk. 17; Nct-Scz. 703; USP. 38: L. St omni. 18: SonOioe 419. 27. Abt.(1925); Soz. 6866; Dnat 2516; D Dp. 457; Komm. 3770; Dem. 1131; Wirtschp. 426; Z. 509; USP. 133; Dvölk. 198; D. Soz. 148; Splitterparteien 224. 2S. Abt.: So,. 7641; Dnat. 3511; Komm. 6916; Dem. 1117; D. Dp. 906; Wirtschp. 857; Z. 941; Dvölk. 33; Dtat-Soz.■ 981; USP. 60: L. Komm. 54; Sonstige �24 28. Abk.(1925); Soz. 7555; Dnat. 3580; D.Dp 648; Komm. 4252; Dem. 1492; Wirtschp. 662; Z. 747; USP. 185; Dvölk. 321; D. Soz. 167; Splitterparteien 222. 30. Abt: So,. 8395; Dnat 3233; Komm. 6980; Dem. 1241; D. Dp. 814; Wirtschp. 826; Z. 988; Dvölk. 54; Nat.�Soz. 987; 1 SP. 62; L. Konmr. 39. 5. Kreis Friedrichshai«. Toz. 56726; Dnat. 22 974; Komm. 63 844; Dem. 7080; D. Vp. 5427; Wirtschp. 7600; Z. 7130; DvS!?. 334; Nat.-Soz. 2324; USP. 644; L. Komm. 512. Gesamtergebnis 1925: Soz. 56 921; Dnat. 22 950; D. Dp. 4589; Komm. 42 314; Dem. 11117: Wirtschp. 6117; 5$. 5765; USP. 1737; Dvölk. 1861; D. Soz. 1599; Splitterparteien 1874. Reichskagswahl 1928: So,. 70 SSS; Komm. 71 156; Dnat. 2 5 532: Dem. 10 943; D. Dp. 6228; Z. 6697; Wirtschp. 5377; Not.- Soz. 2439; Dölk. Not. Block 938. 33. Abt: So,. 8008: Dnat 3236; Komm. 6132; Dem. 1037: v. Dp. 830; Wirtschp. 768; Z. 676; Dvölk. 44: Nat.�oz. 951; USP. 72: L. Komm. 55. 33. Abt(1925); Soz. 7822; Dnat. 6906; D.Dp. 734; Komm. 4106; Dem. 550; Wirtschp. 485; Z. 204: USP. 215: Dvölk. 249; D. So,. 53: Splitterparteien 124. 34. Abk.: Soz. 7071: Dnat 2792; Komm. 6817; Dem. 953; D. Dckp. 716; Wirtschp. 838; Z. 1038; Dvölk. 36; Not-Soz. 881; »SP. 180: ß. Komm. 89. 34. Abk.(1925); Soz. 7375; Dnat. 2777; D.Dp. 592; Komm. 4450: Dem. 1314; Wirtschp. 739; Z. 851; USP. 346; Dvölk. 175; D. Soz. 174; Splitterparteien 358. 6. Kreis Kreuzberg. Gesamtergebnis: Soz. 65 733; Dnat. 37111; klomm. 54 002; Dem. 10 154; D. Vp. 10 106; Wirtsch'v. 8523; S- 8422; Dvölk. 446; Nat.-Soz. 11 355; USP. 469: S. Komm. 343; Christi. Vottsdienst 2706. Gesamtergebnis 1925: Soz. 69 487; Dnat 39 382; D.Dp. 9323: Komm. 33 726: Dem. 15 547; Winschp. 6447; Z 6394; USP. 1399; Dvölk. 2387; D. Soz. 1811; Splitterparteien 2332. Rcichstagswahl 1928: Soz. 83 297; Komm. 38954: Dnat 40819: Dein. 15067; D. Vp. 12140; Z. 7795; Wirtschp. 5756; Nat.- Soz. 4031; Dölk. Not. Block 1585. 39. Abt.: So,. 5935; Dnat 5924; Komm. 3904: Dem. 1636; D. Dp. 1771; Wirtschp. 1419; Z. 1422; Dvölk. 62; Nat-Svz. 1502; »SP. 30; L. Komm. 33; Sonstig« 491. 59. Abi.(1925): Soz. 5386; Dnat. 6180: D.Dp 1553; Komm. 1631: Dem. 2481; Wirtschp. 978;& 912: USP. 124; Dvött. 311; D. Soz. 225; Spliltervarteien 248. 40. Abt: So,. 6366; Dnat..5489; Komm. 3794; Dem. 1369: O. Dp. 1802: Wirtschp. 957; S 1120: Doölk. 57; Rat.�Soz. 1929; »SP. 23; L. Komm. 38; Sonstige 481. 40. Abt(1925): Soz. 6735; Dnat 6124; D.Bp. 1531; Komm. 2219; Denn 19.32; Wirtschp. 716: I. 803: USP. 80; Dvölk. 337; O. Soz. 288; Splitterparteien 258. 41. Abt: Soz. bl>09: Dnat. 3163: Komm. 4190: Dem. 721; D. Dp. 799; Wirtschp. 599; J. 834; Dvölk. 33: Nat.-Soz. 1198: USP. 40; L. Komm. 16. 41. Abt.(1925): Svz. 6727: Dnat. 3805; D.Bp. 646: Komm. 2.359: Dem. 1200; Wirtschp. 475: S. 681; USP. 103; Dvölk. 211; D. Soz. 203; Splitterparteien 173. 42. Abt.: So,. 6723; Dnat. 5150; Komm. 3218; Dem. 1295; D. Dp. 1725: Wirtschp. 931; 8- 794; Dvölk. 61: Not Soz. 1651; »SP. 59; L. Komm. 18; Sonstig« 441. 42. Abt.(19Z5): Soz. 6995; Dnat. 5644: D.Dp. 1704; Komm. 1855; Dem. 1771: W-rlschp. 657; Z. 617; USP. 130; Dvölk. 283; D. So,. 260; Splitterparteien 190. 43. Abt.: Soz. 8079: Dnat. 3882; Komm. 5345; Dem. 1206; D. Dp. 1125: Wirtschp. 792; 8. 661; Dvö».5«: Nat.-Soz. 1254; »SP. 80: L. Komm. 17. 43. Abt(1925): Svz. 8772; Dnat. 4162; D.Dp. 1149; Komm. 3110; Dem. 1869; Wirtschp. 603; Z. 527; USP. 165; Dvölk. 244; D. Soz. 181: Splitterparteien 276. 14.?(bt: Soz. 7272; Dnat. 2773; Konmi. 7049; Dem. 803; 75 Dp. 607; Wirtschp. 789; 8- 621; Dvölk. 23; Nat.-Soz. 800; USP. 63; L. Komm. 54, Sonstig« 403. 44. Abi.(1925); Soz. 7724: Dnat. 2903; D. Dp. 563; Komm. 4729; Dem. 1418; Wirtschp. 530: 8- 498; USP. 151; Dvölk 120; D. So.,. 130: Splittersiarteien 232. 49. Ab!.: Soz. 4515; Dnat. 2607: Komm. 3443;. Dem. 814; D. Dp. 698; Wirtschp. 605; 8- 492; Dvölk. 31: Nat.-Soz. 727; USP. 40; L. Komm. 13; Sonstige 291. 48. Abt.(1925): Soz. 4674: Dnat. 2689; D.Dp. 668; Komm. 2026; Dem. 1.309: Wirtschp. 4.33; 8- 292; USP. 15.5; Dvölk. 102; D. Soz. 112; Splitterparteien 191. 7. Kreis Charlottenburg. Gesamtergebnis: So,. 414Z8; Dnat. 37 520; Komm. 27 758; Dem. 18 713; D. Vp. 21 416; Wirtschp. 8217; Nat.-Soz. 14 087. Gesamleroebnig 1925: Soz. 38871; Dnat. 37 058; D. Dp. 12301; Komm. 17.3.36; Dem. 22141; Wirtschp. 5593: 8- 5382; USP. 871; Dvölk 5164: D. Soz. 2782; Splitterparteien 294.3. Relchsiogswabl 1928: So,. 57 257: Komm 30 872; Dnat. 42 779; Dem. 25 130; D Dp. 18 676; 8- 7.311; Wirtschp. 4449; Nat.- Soz. 3959; Dölk. Not. Block 3845. 52. Abk.: So,. 3744: Dnat. 2237; Komm. 2746; Dem 831; D. Dp. 1327; Wirtschp. 544; Z. 356; Doölk. 60; Nat.-Soz. 119.5; USP..34; Sonstige 322. 52. Ab,(1925): Soz. 3248; Dnat 1756; D.Dp. 791; Komm. 1696; Dem. 908; Wirtschp. 439; Z. 266; USP. 54; Dvölk. 306; D. Soz. 191 Split erparteien 167. 58. Abt.: So,. 3057: Dnat. 4933; Komm. 1125; Dem 2899; D. Vp. 2172; Wirtickv. 833; Dvölk. 105; Not-Soz. 1379; USP. 12; L. Konim. 18; Sonstige 444. 58. Abt.(1925); Soz. 3276; Dnat 5235; D.Dp. 1644; Komm. 629; Dem. 3687; Wirtschp. 751: A 541; USP. 49; Dvölk. 399; D. Soz. 144 Splitterparteien 306. 8. Kreis Spandau. So». 21640; Dnat. 11810; Komm. 10051; Dem. 2733; D. Vp. 5333; Wirtschp. 4133; Z. 2712; Dvölk. 235; Nat.-Soz. 3208; USP. 56. Gesamtergebnis 1925: Soz. 19 071; Dnat 9645; D.Dp. 2566; Komm. 5480; Dem. 2222; Wirtschp. 2586; 8 1768; USP. 146; Doölk. 643. D. Soz. 429; Splitterparteien 1029. Reichxtagrwahl 1928: Soz. 28 017; Komm. 11767; Dnat. 12238; Dem. 3501: D. Vp. 5004; Z. 2462; Wirtschp. 2194; Nat.- Soz. 1566; Volk. Nat. Block 250. 63. Abt.(Staaken): Soz. 1339: Dnct 502; Komm. 728; Dem. 104; D. Vp. 180; Wirtschp. 281; Z. 101; Dvölk. 10; Nat.- Soz. 96; USP. 4; Sonstige 45. 9. Kreis Wilmersdorf. 67. Abt(Grunewald): Soz. 1383: Dnat 1985; Komm. 331: Dem. 826; D. Dp. 1121; Wirtschp. 186; Z. 227; Dvölk. 38; Nat, Soz. 410; USP.7; L. Komm. 11. 67. Abk.(1925): Soz 892; Dnat. 1353; D.Bp. 607; Komm. 154: Dem. 620; Wirtschp. 74; Z. 108; USP. 4; Dvölk. 0; D Soz. 0; Splitterparteien 184. 68. Abk.: So,. 2553; Dnat. 3650; Komm. 1014; Dem. 1673; D. Dp. 1570; Wirtschp. 394; Z. 422; Dvölk. 66; Nat.�Soz. 1054; USP. 18; L. Komm. 10. 68. Abk.(1925); Soz. 2705; Dnat 4690; D. Dp. 1364; Komm. 805; Dem. 2585; Wirtschp. 437; Z. 321; USP. 35; Doölk. 314; D. Soz. 225; Splitterparteien 195. 72. Abt: So,. 2066: Dnat. 3109; Komm. 874: Dem. 870; D. Vp. 1701; Wirtschp. 364: 8. 340; Dvölk. 42; Nat.-Soz. 1029; USP. 10; L. Komm. 22; Sonstig« 140. 72. Abt(1925): Soz. 2275; Dnat 2982; D.Bp. 952; Komm. 696; Dem. 855; Wirtschp. 276; Z. 200; USP. 18; Dvölk. 207; D. Soz. 289; Splitterparteien 110. 73. Abk.: So,. 1893: Dnat. 5549; Komm. 762; D-m. 964: D. Dp. 1783; Wirtschp. 388; Z. 381; Doölk. 62; Not-So,. 1045; USP. 15: L. Komm. 11. 73. Abt(1925): Soz. 1291; Dnat. 2294; D. Dp. 858; Komm. 422; Dem. 741; Wirtschp. 322; Z. 154; USP. 17; Dvölk. 165; D. Soz. 258; Splitterparteien 93. 10. Kreis Zchleudorf. So,. 5310; Dnat. 8531; Komm. 1518; Dem. 2357; D. Bp. 5536; Wirtschp. 1177; Z. 1217; Rat.-So,. 2268. Gesamtergebnis 1925: Soz. 4140: Dnat. 7226; D.Bp. 3568: Komm. 797; Dem. 2002; Wirtschp. 705; Z. 589; USP. 47; Dvölk. 587; D. Soz. 243; Splitterparteien 303. Reichstaoswahl 1928: Soz. 6772; Komm. 1689; Dnat. 8795; D«m. 3049; D. Vp. 5417; Z. 1078; Wirtschp. 683; Nat.-Soz. 537; Dölk. Nat. Block 548. 75. Abt(Wannsee): So,. 753: Dnat 729; Komm. 188; Dem. 202: D. Bp. 528; Wirtschp. 147; A. 97; Dvölk. 15; Not.-Soz. 388; USP. 3; Sonstiae 25. 75. Abi.(1925): Soz. 841; Dnol. 975: D.Bp 380; Komm 78; Dem. 220; Wirts-bp. 76; Z. 51; USP. 5; Dvolk 24; D.Soz. 11; Splitterparteien 20. 76. Abt: Soz. 812: Dnat 1866; Komm. 227: Dem. 602; D. Bp. 1318; Wirtschp. III; Z. 338; Dvölk. 23; Nat.-Soz. 281; USP. 4; L. Komm. 1. 76. Ab«.(1925): Soz. 657; Dnat 1787; D.Bp 753; Komm. 94; Dem. 544: Wirtschp. 94; Z. 173; USP. 8: Dvölk 91; D. Soz. 49; Splitterparteien 53. 11. Kreis Schöueberg. So,. 29494; Dnut. 34666; Komm. 15398; Dem. 12 666; D Vp. 2568; Wirtschp. 4949; Z. 5366; Dvölk. 491; Nat.-Soz. 9772; USP. 178; L. Komm. 236. Gesamtergebnis 1925: Soz. 27 526; Dnat. 33 732; D Bp. 10 053; Komm. 10159; Dem. 14 973; Wirtschp. 4396; Z. 4046; USP. 444; Dvölk. 1991; D.Soz. 2356; Splitterpartei«» 1601. Zidchsiagswahi 1928: Soz. 38 739; Komm 17 913; Dnat. 36 705; Dem. 16 787; D. Bp. 13 896; Z. 5135; Wirtschp. 3493; Nat.--og. 2949; Bölk. Not. Block 1501. 81. Abi.: So,. 4428: Dual. 8466: Komm. 2061; Dem. 1999; D. Vp. 3542; Winschp 1212; Z 824; Dvölk. 107; Nat.-Soz. 3224; USP. 34; L. Komm. 35. 81. Abt(1925); So,. 4630; Dnat 9096; D. Dp. 8064; Komm. 1311; Dem. 2517; Wirtschp. 1053; Z. 602; USP. 78; Dvölk. 525; D. Soz. 536; Splitterportcien 322 12. Kreis Steglich. 82. Ab«.: So,. 10 640; Dnat 14 474; Komin. 5934; Dem. 4407; D. Vp. 11 664: Wirtschp. 2749; A. 2691, Dvölk. 348; Nat.-Soz. 7171; USP. 114. Gesamtergebnis 1925: Soz. 16008; Dnat. 22 716; D. Vp. 11923; komm. 6099; Dem. 6579; Wirtschp. 4232; Z. 2412; USP. 364; Dvölk. 2028: D. Soz. 2894; Splitterparteien 2494. Reichs lagswahl 1928: Soz. 23 712; Komm. 11 648; Dnat. 27 517; Dem. 9208; D. Dp. 17 303; Z. 3556: Wirtschp. 3122: Nat.-Soz. 3021: Bölk. Nat. Block 2080. 13. Kreis Tempclhof. 88. Abk. cick»lenrade: So,. 1209: Dnat. 1119; Komm. 619: Dem. 383; D. Bp. 347; Wirtschp. 231; Z. 123; Dvölk. 7; Nat.-Soz. 198; USP. 3; Sonstige 229. Gesamtergebnis 1925: Soz. 10 348; Dnat. 6982; D. Bp. 3018; Komm. 4298: Dem. 2803; Wirtschp. 1266: Z. 1352; USP. 119; Dvölk. 609; D. Soz. 716; Splitterparteien 795. Reichstagswahl 1923; Soz. 15 701; Komm. 7736; Dnat 9437: Dem. 4134; D. Vp. 3959: Z. 1814; Wirtschp. 1185: Nat.-Saz. 822; Dölk. Nat Block 694. 14. Kreis Neukölln. Gesamtergebnis: Soz. 62 764; Dnat. 26 456; Komm. 55 666; Dem. 7968; D. Vp. 7870; Wirtschp. 6108; Z. 4787; Nat.-Soz. 7124. Gesamlerqebnis 1925: Soz. 56123; Dnat. 17 759; D. Dp. 5272; Komm. 35 138; Dem. 8170; Wirtschp. 4314; Z. 3213; USP. 1264; Dvölk. 1487; D. Soz. 1605; Splitterparteien 1961. Reichotagswahl 1928: Soz. 75 257: Komm. 57 567; Dnat. 20 963: Dem. 9622; D. Dp. 7439; Z. 4504, Wirischp. 4474, Nat.-Soz. 2145; Dölk. Nat. Block 937. 92 Abt: So,. 7582: Dnat. 3037; Komm. 5692; Dem. 1256: D. Dp. 1241; Wirtschp. 690; Z. 637; Dvölk. 62; Nat-Soz. 1064; »SP. 59; L. Komm. 31; Sonstige 522. v. Vp. 437; Wirtschp. 575; 3. 525; Dvölk. 27; Nat.-Soz. 293; D. Dp. 437 Wirtschp 575; 3. 525; Dvölk. 27; Nat-Soz. 293; USP. 39; L. Komm. 41; Sonstige 340. 92. Abt 11925): Soz. 6777; Dnot 2793; D. Dp 882; Komm. 3975; Dem I5"0; Wirtschp. 580; 3. 479; USP. 158; Doölk. 259; D Soz. 223; Svlitterporteien 285. 97. Abi.:£0,. 4702; Dnat 979; Komm. 4374; Dem. 415; D. Vp. 515; Wirtschp. 358; Z. 328; Dvölk. 8; Not.-Soz. 381; USP. 48: L. Krmm. SO. 97, Abt.(1925): Soz. 3987; Dnot 680; D.Bp. 201; Komm 2569; Setti. 359; Wirtschp. 221; A. 192; USP. 67; D Slk. 61, D. Soz 84; Splitterparteien 110 99. Abi: So,. 5679: Dnot 2303; Komm. 3830; Dem. 712; D. Bp. 773; Wirlschp. 564; 3. 3�8: Dvölk. 30; Nat-Soz. 579; USP. 44; L. Komm. 22; Sonstige 212. 99. Abk.(1925): Soz. 2897; Dnat. 1570; D. Dp. 484; Komm. 1744; Dem. 333; Wirtschp. 300; Z. 135; USP. 59, Dochk 84; D. Soz. 73; Splitterparteien 97. 15. Kreis Treptow. Soz. 19 142; Tnat. 9549; Komm. 16 606; Dem. 3216; D. Vp. 3859; Wirtschp. 2619; A. 2361; Nat.-Soz. 2668; Sonstige 1700. Gesamtergebnis 1925; Soz. 16 090; Dnat. 7991; D. Dp. 2864; Komm. 9758; Dem. 3276; Wirtschp. 1686; Z. 1541; USP. 620; Dvölk. 383; D. Soz. 479; Splitterparteien 629. Relchstagsivocht 1928: Soz. 22 176; Komm. 17 703; Dnat. 9473; Dem. 4063; D. Bp. 3786: Z. 2011; Wirtschp. 1893; Nat.-Soz. 603; Wik. Nat Block 398. 124.?'bt Soz. 7075; Dnat 1133; Komm. 1457: Dem. 345; D. Bp. 558; Wirtschp. 292; Z. 236; Dvölk. 7; Nat.-Soz. 246; USP. 36: L. Komm. 10; Sonstire 139. 104. Abt<19251: Soz. 17-19; Dnat 781; D.Dp. 314. Komm. 875; Dem. 339; Wirtschp. 233; Z 167; USP. 58; Doölk. 39; D. Soz. 81; Splitterparteien 69. 106. Abt: So,. 1547; Dnat. 1344; Komm. 1342; Dem. 340; D. Dp. 461; Wirtschaitsp. 267; Z. 234; Dvölk. 10; Not.-Soz. 335; USP. 6; L. Komm. 6; Sonstige 155. 105. Abt(1925): Soz. 1071; Daat 812: D. Dp. 194; Komm. 730; Dem. 238; Wirtschp. 119; Z. 71; USP. 56; Doölk. 0; D.©oj.O; Splitterparteien 108. 16. Kreis Köpenick. Gesamtergebnis: Soz. 11 707; Dnat. 6992; Komm. 10 79.9; Dem. 1696; D. BP. 2564; Wirtschp. 4680; Z. 1140; Nat.-Soz. 2772. Gesaintergebuis 1925: Soz. 9094: Dnat 5788; D.Bp 1392; Komm. 6263; Dem. 1633; Wirtschp. 2793; Z. 659; USP. 278; Dvölk. 730; D. Soz. 211; Splitterparteien 969. Reichslagswahi 1928: Soz. 15 547; Komm. 11319; Dnat 8428; Dem. 2770; D. Dp. 2906; Z. 980; Wirtschp. 3144; Nat-Soz. 726; Wik. Nat. Block 368. 109. Abt.(Friedrichs Hagen): Soz. 2500; Dnat. 1777; Komm. 2086; Dem. 390; D. Dp. 741; Wirtschp. 1592; Z. 219; Doölk. 37; Nat.-Soz. 793; U«P. 26; SL Komm. 4; Sonstige 304. 109. Abt(1925): Soz. 2139; Dnat. 1632; D. Dp. 608; Komm. 1289; Dem. 462; Wirtschp. 727; Z. 140; USP. 54; Doölk. 195; D. Soz. 76; Splitterparteien 414. III. Abt(Köpenick): Soz. 995: Dnat 271; Komm. 812: Dem. 73; D. Bp. 61; Wirtschp. 127; Z. 34; Dvölk. S; Nat-Soz. 62; USP. 16; L. Komm. 1; Sonstige 27. III Abt(1925): Soz. 736; Dnat 168; D. Bp. 26; Komm. 287; Dem. 41; Wirtschp. 62; Z. 14; USP. 23; Dvölk. 16; D.Soz. 3; Splitterparteien 8. HZ. Abt. tSchmöckwih): Soz. 222: Dnat. 353; Komm. 100; Dem. 31; D. Pp. 39; Z. 22; Nat.-Soz. 38; USP. 3; Sonstige 82. 113. Abt.(1925): Soz. 180; Dnot. 255; D. Vp. 18; Komm. 33; Dem. 58; Wirtschp. 44; Z. 8; USP. 2; Dvölk. 0; D. Soz. 0; Splitterparteien 7. 17. Kreis Lichtenberg. Gesamtergebnis: Soz. 37 408; Dnat. 16 345; Komm. 35173; Dem. 4381; D. Vp. 5294; Wirtschp. 5810; Z. 4819; Dvölk. 318; Nat.-Soz. 6875; USP. 317; L. Komm. 150. Gesamtergebnis 1925: So, 31493; Dnat. 15 433; D. Dp. 3514; Komm. 21 140; Dem. 5866: Wirtschp. 3891; Z. 3242; USP. 1048; Dvölk. 981; D. Soz. 1160; Splitterparteien 1719. Reichstagswahl 1928: Soz. 44 684; Komm. 36 951; Dnat 17 862; Dun. 6578; D. Dp. 5812; Z. 4073; Wirtschp. 3783; Not.-Soz. 1876; Wik. Nat. Block 929. 114. Abt: Soz. 5405: Dnat. 1790; Komm. 5125; Dem. 521; D. Vp. 567; Wirtschp. 651: 3.545; Dvölk. 62:. Nat.-Soz. 723; USP. 88; L. Komm. 18: Sonstige 406. 114. Abt(1925): Soz. 4660; Dntt. 1526; D. Vp. 304; Komm. 3247; Dem. 784: Wirtschp. 474; Z. 337; USP. 174; Doölk. 97; D. Soz. 92; Splitterparteien 239. 116. Abt.: So,. 3246: Dnat. 1332; Komin. 2393; Dem. 824; D. Vp. 454; Wirtschp. 308; Z. 347; Dvölk. 39; Nat-Soz. 649; USP. 27; L. Komm. 10; Sonstige 369. 116. Abt.(1925); Soz. 3594; Dnat 1599; D. Vp. 463; Komm. 1856; Dem. 576: Wirtschp. 293; Z 323; USP. 77; Dvolk. 133; D.Soz. 209; Splitterparteien 256. 117. Abt: So,. 4813: Dnat 1719; Komm. 5269: Dem. 486: D. Dp. 440; Wirtschp. 698: I. 533; Doölk. 27; Nat.-Soz. 22; USP. 45; L. Komm. 22; Sonstige 1351. 117. Abt.(1925); Soz. 4155; Dnat 1285; D. Vp. 295; Komm. 2892; Dem. 389; Wirtschp. 426; Z. 394; USP. 135; Dvölk. 88; D. Soz. 209; Splitterparteien 281. 120. Abt.: Soz. 3142: Dnat. 1163; Kamm. 2821; Dem. 344; D. Vp. 271; Wirtschp. 459; Z. 347; Dvölk. 17; Nat.-Soz. 491; USP. 11: L. Komm. II; Sonstige 217. 120. Abt(1925); Soz. 1282; Dnat 909; D.Bp. 120; Komm. 1453; Dem. 234; Wirtschp. 264; Z. 141; USP. 44; Doölk. 27; D. Soz. 37; Splitterparteien 105. 121. Abt.: Soz. 2472; Dnat. 2982; Komm. 1369; Dem. 812; D. Dp. 1229; Wirtsckp. 680; Z. 559; Dvölk. 29; Nat.-Soz. 1022; USP. 8; L. Stemm. 13: Sonstiae 191. 121. Abt(1.925): Soz. 1989; Dnat. 2692; D. Bp. 766; Komm. 625; D-m. 788; Wirtschp. 411; Z. 373; USP. 24; Doölk. 0; D. Soz. 0; Splitterparteien 381. 122. Abt.(Liexdors): So,. 1112; Dnat. 540; Komm. 828; Dem. 139; D. Bp. 116: Wirtlchp. 218; Z. 121: Dnolk. 7; Nat.- Soz. lfi?:»SP 10; K. Stemm. 9. 122. Abt(19?5); Soz. 786; Dnat 539; D. Vp. 70; Komm. 315: Dem. 205; Wirtschp. 131; A. 72; USP. 110; Dvölk. 21; D. Soz. 14; Splitterparteien 32. 123a. Abt.(Sauledorf): Soz. 303: Dnat. 69; Komm. 228; Dem. 16;. D. Dp. 8; Wirtschp. 28; H. 41; Dvölk. 1; Nat.-Soz. 37; Sonstiae 6. 123. Abk.(1925); Soz. 1168; Dnat 542: D.W. 82; Komm. 414; Dem. 187; Wirtschp. 149; Z 45; USP. 20; Doölk. 51; D. Soz. 45: Splitterparte en 17. 123a. Abi.(1925); Soz. 252; Dnot. 46; D. Bp. 7; Komm. 145; Dem. 20; Wirtschv. 15; Z. 27; USP. 2; Doölk. 0; D. Soz. 0; Splitterparteien 12. 124. Abt(Mahledors): Sc. 7042; Dnat. 660: Komm. 1384: Dem. 124; D. Bv. 141: Wirtschv. 394: Z. 174; Dvölk. 7; Nat.-Soz."48; USB. 12; L Komm. 6: Senstige 102. 124a. Abt(kpahlsdors.Süd): So,. SSI: Dnat 316: Komm. 432; Dem. 70; D. Bp. 70; Wirtschp. 134; I. 54; Dvölk. 20; Nat.-Soz. 55: USP. 8; ß. Kernm. 2; Sonstiae 34. 124. Abt.(1925): Soz. 1196; Dnot. 606; D. Bp. 79; Komin. 485; Dem. 196: Wirtschp. 183; 3 77; USP. 36; Doölk. 36; D. So.,. 19: Splittervarteien 13 l'4a. 50-t(1925): Soz. 48-6: Dpa! 262;?. Bv 36; Komm. 177; Dem.' 80; Wircschp. 72; Z. 39; USP. 4; Doölk. 0; D. Soz. 0; Splitterparteien 29. 18. Kreis Weistensee. Mesomlerge�-zls: Soz. 9 7 3 8: Dnoe. 51 57; 9653;«up. 1818; Mirts�u. S�'0; a 1425; sre. 89; Nat.-Soz. 1355; USP. 61; L. Komm. 383. (fiesamtftgrbnU UPS: Soz. 7010; Dnat. 4508: D. Dv 1435; Komm. 4425; Dem. 1368: Wirtschp. 1410; A. 883; USP. 305! Dvölk. 0: D. Soz. 224 Splitterparteien 333. Relch-etagsnmhl 1926: Soz. 11 1?2: Komm. 10 715; Dnat. 5456; Dem. 1743; D. Dp. 2107;& 1175: Wirtschp. 1288; Nat.-Soz. 330; Wik. Nat. Block 121. 19. Kreis Pankow. Sesam tergsbnis: Toz. 18 188? Dnat. iZSJkt; Kou:«. 12 5.i8; Dem. 3752; D. Lp. 3787; Wirtschp � 2515; Z. 1855; Tvölt. 181; Rat. 2o,. 355; USP. 188?' L. Z�omm. 118. GcsamZergedr'.is 19?S: Soz. 13 91Z: Dnet. 1110g; D. Vv� I?31; Stemm. 7219; 2kni. 4029; Mrischp. 2344; Z. 1029; UsP. 281; 0: D.£o,j. 546; Splitlerxartc-en 772. R?I6>si!i5swahl 192S: Svz. 24 T22: Kamm 20 243; Dnat. 9735; Dein 4423; D. Dp. 474S: Z. 2918; W!rtschp 2762; Nät.�soz. 914; Deik. N-t. Block 556. 127.?lbk.. 148; USP. 5; 12. Komm. 86; Sow'ttp« 76. 132. 2161.(Btsntentura): 5>oz. 533; Dnt. 189; Komm. 359; Den;. 72; D. Lp. 68; Wirtschp. 79; � 19; Dvölk. 6; Nat.-Soz. 31; USP.?; L. Komm. 1: SomUpc 20. 132. Zlbk.(1925): Soz. 349; Dnat. 142; D. Vp. 105; Komm. 135; Dem. 79; WirUchp. 13; Z. 12; USP. 7; Dvölk. 0; D. Svz. 7 Spliterparteien 9. 133.?ds 9007(9111).. In dem Arbeitervorort G 0 tz l 0 w erhiellen die.Bürgerlichen 94, die Sazialdemokpaten 443 und die Kommunisten 42 Stim- med. Es erhallen also Mandate: Bürgerliche 1, S ozio ldem o- k r o t e n 8 und Könimunisten 0. Swinemünde(Vorl. Endergebnis): So?. 2118 9 Mandate; Dnat. 1034. 4 Mandate; Komm. 468, 1 Mandat; Wirtschp. 695, 2 Mandate: Nat-Soz. 928, 3 Mandate; Beamte 1096, 4 Mandate; Unpol. Einhe?ts-L. 1287, 5 Mandat«. Köslin. 17. November.(Eigenbericht.) Die Sozialdemok raten erhielten 6369 Stimmen und g e. wannen 7 Mandate. Die Dculschnatiovalen erhielten 5274 Stimmen und verloren 5 Mandate, iluch die ftomnm- nisten und Demokraten verloren je 1 Mandat, während die Deutsche Volkepartet die Aa?ahl ihrer Stimmen und Mandate behau virn konnte. Au» ein?elneu binterpommerschen Städten liegen gleul>fallg außerordentlich günstige Meldungen vor. So tonnte die Sozialdemo. kralle i» Rügenwalde 1151 Stimmen und 7 Mandate aus sich vereinen, während die DeuIschnaOonolen nur 880 Stimmen und 6 Mandate erringen kannten. In v ü l 0 w gewann die So?ialdemo- kratie 2 Sitze, die Kommunisien verloren 1 tsih. Die bürgerlich«(Einheitstifte und die Dcutschnaltonalen verloren?usammen 2 Sitze. Kreis Brcsl»». Schlveidnitz(vorläufige» Erggl'nis): So?. 4240; Dnat. 29,32; Komm. 963; Dem. 1821; D. Dp. 690; Wirtschp. 636; Z. 3058; Nat- Soz. 2091. Stadt ticbau: So?. 2826 Stimmen. 9 Mandate; Komin. 275, 0; Bürgerl. Einh..L. 2793, 10; Beamte 1.346, 4. Kreis Lieznitt. Görlitz, 17. November. Die Wahlbeteiligung wird lchätznnqsweise mit 75 bis 80 Proz. angegeben. Das vorläufige Wahlergebnis beträgt: Sozialdemo- traten 19129 Stimmen. 20(16) Mandate; Zeistrinn 2605, 2(2); Demokraten 4582, 4(4): Kommunisten 2938 3(3); Zlational-Sozia- listen(srüher Dentsck Soziale Partei)—,(6); Gemeinwohl und Sparsamkeit(früher D. Lp.. Dnat. iii�> Wirtschp.) 13 331, 14(14): De- amtenbund 1951, 2(4); Jirsammen 48 Mandate. Kreis Magdeburg. Holberstadt: So?. 9386. 15(14) Mand; Dnat. 11 170, 18(2.3); Komm. 2049, 3(2); Dem. 925, 1(0); Z. 850, 1(1); Nat.-Soz. 1291, 2(0). Kreis Halle-Merseburg. halle a. d. S-, 17. November. Das Endergebnis der Stodtoerordnetenwahl brachte an Stinnnen und Mandate: So?. 16 162(13 779), 9(7) Mandate; Komin. 27 106(31 172). 16(17); Nat.-Soz. 6253(7268), 4(4); Vürgerblock 47 657(50 000), 28(30). Meitzcnsets: So?. 4967(9 Mandate): Komin. 4861(9); Nat.-Soz. 769(1); Dürgerblock 8476(17); Fortschritt 703(1). Merseburg: So?. 3544(2207) Stimmen, 8(5 Mandate); Dnat. 1398(2093). 3; Komm. 2957(3336). 6(8); Dem. 1642(1997). 3; D. Dp. 1583(2339). 4; Wirtschp. 1791, 4: Nat.-Soz. 1020(761), 2. Torgan: So?. 5(2) Mandate: Komm. 2(2); D Dp. 4(4); Nat.-Soz. 1; Angestellte 1; Beamte 2(3); Bürgerl. Einheit 3(5); Handwerker 6(6). Vitterseld: So?. 2107(1072) Stimmen; Komm. 2113(1934); Dem. 1152(846); Bürgert, Einh. 3526; Arbeitnehmerliste 864. Ei leben, 17. November.(Eipenbericht.) Die So-ialdemokratie erzielte In E I e ke b e n,3361 Stimmen jj»9«n 1382 Stimmen bei den letzten Gemeindewahlen im Jahre 1924. Di« Kommunisten, die damals 2799 Stimmen erreichten, brachten es diesmal nur aus 1813 Stimmen. Auch die Demokraten gingen von 2192 Stimmen herinstsr auf 1451. Am stärksten wurde der B ü r g e r b I 0 ck g z j ch I a g e», in dem sich sämtliche Rechteparieien vereinigten. Bon den im Jahre 1924 erzielten 6190 Stimmen oer- 134. Abt.(Buch): So.?. 1238; Dnat. 534; Komm. 818; Dem. 1 236; D. Lp. 164; W. ischp. 112; Z. 124; Dvölk. 15; Nat.-Soz. 125; USP. 9; L. Komm. C; Sonstige 83. 134. Abt.(1925): Soz. 769; Dnat. 436; D. Vp. 149; Komm. 683; Dem. 290; Wirtschp. 52; Z. 48; USP. 22; Doötk. 0; D. So?. 26; Splitterparteien 50. 20. Kreis Reinickendorf. Gesamtergebnist Zoz. 21 S84»; Dnat. NLS7; Konii». 20tltt; Tem. 3423: D. VP. 4438; Wirtschp. 4347; Z. 3113; Nat.-Soz. 3817. EAan'lrra.bitis 19?5: Soz. 15 087; Dnat. 6898; D.Lp. 2505: Komm. 10 571; Dem. 3440; Wirtschp. 3048; Z. 1878; USP. 485; Dvölk. 0; D. Soz. 405; Splitterparteien 028. Reichstag-wahl 1926: So?. 21641; Komm. 13 452; Dnat. 13 996; Dem. 5003; D. 35p. 4281; Z. 1617; Wirtschp. 2173; Nat.-Soz. 851; Aöll. Nat. Block.',47. 139a. Abt.: Sc?. 560; Dnat. 87; Komm. ISO; Dem. 48; D. Lp. 55; Wirtschp. 6; 3. 11: Dvölk. 1; Nat.-Soz. 71; USP. 4; Sonstige 29. 140. Abt: So?. 1258; Dnat. 223; Komm. 1408; Dein. 146; D. Bp. 108; Winschp. 116; Z. 112; Dvölk. 1; Nat.-Soz. 81; USP. 6; L. Komm. 2; Sonstige 170. 140. Abt.(1925): Soz. ,1016; Dnat. 182; D. Bp. 76; Komm. 787; Dem. 175; Wirtschp. 104; J. 71; USP. 8; Dvölk. 0; D. Soz. 6: Splitterparteien 91. Kreis Erfurt-Thüringen. Suhl, 17. November. Die Verteilung der Sitze bei den heutigen Stadtverordneten- wählen ist folgende: So?ia!demokrateo 9(15); Kommunisten 3(1): National- Sozialisten 6(0); Bürgerliche Bereinigung 9(11). Kreis Hannover. Hannover, 17. Nsveinfter.(Eigenbericht.) In der Provinz Hannover verzeichnet die Sozialdemokratie fast überall Erfolge. In Nienburg an der Weier erreichten sie t l Mandate geaen bisher 8, wäbren? d'e bürgerliche Liste no? bisher 10 Mandaten auf 6 zurückging. Die Kommunisten erhiellen 1 Mandat; sie waren bisher nicht im Stadtrat vertreten. In Cell« gewann die Sozialdemokratie 4 Sitze; sie besitzt jetzt 12 Mandate gegen- über 8. Kreis Ost-Hannover. wssermünde: So?. 17193(14 041); Komm. 2402(3141); Dem. 1387(2138); Bürgerliche Arbeitgeber 11 221(14 341); Volkswohl 641(—): Nat.-Soz. 1967(—). Kreis Düsseldorf-West. Sreseld, 17. November. Nach dem Endergebnis der Stadtverordnetenwablen erhielten: X 23 083(25 505). 22 Mandate(24); So?. 9293(6710), 9(6); Komm. 5153(7856), 5(7); wirtschp. 10 039, 9(0); Volksrechisp. 1193, 1(C): Nak.-So?. 1694. 1(0); Bürgert. Arbeltsgemelnschnst 5298(13 358). 4(13); Nationaler Block 2203, 2(0). Kreis Westfalen-Nord. Bielefeld, 17. November.(Eigenbericht.) Bei deit Etadtverordnetemvahlen In Bielefeld erzielt« die Sozialdemokratie 18 WO Stimmen(1924: 15 500), die Kommunisten erlitten gegenüber den letzten Koinmunalwahlen einen erheblichen Nückaang. Während sie 1924 4753 Stimmen verzeichneten, konnten sie diesmal nur 2534 Stimmen erreichen. Die Vereinigten bürgcr- lichen Parteien gingen von 22 017 aus 17 425 zurück. Di« Wirt- schastspartei, die sich zum erstenmal am Kommuna�xihlkompf auch hier beteiligt«, konnte 5100 Stinnnen erreichen. Die Nationalsozialisten erreichten etwa nur SO Proz. der 1924 abgegebenen völkischen Stimmen. Kreis Hefsen-Nassau. Frankfurt, 17. November. Soz. 40 408; Dnot. 7504; Komm. 18054; Dem. 8472; D. Dp. 19 650; Wirtschp. 10 073; Z. 17 244; Arbeitnchmerliste 5331; Not.- Soz. 15 934; Evangelist 3993; USP. 324. Marburg. 17. November. Nach dem vorläufigen Endergebnis wurden gewählt: Soz. 4(1): . 2(1); Dem. 1(1); Komm. 0(1); Christi. Bolksdienst 1(0); . Vp. 3(2): Nat.-Soz. 1(1): Interessengemeinschaft d. Mieter 5(8); Vereinigung d. Gewerbetreibenden 2(Os; Dnat. 4(5); Bürgerliche Arbeitsgeineinschast 4(0); Beamtenliste 2(4); Handwerk 2(6); Handwerk und Gewenb« 1(0). Wetzlar. 17. November. Soz. 2950; Dnat. 863; Kamm. 254; Dem. 769; Bürgerlist« 2126; 3. 674. Wiesbaden. 17. November. So,. 20 06t(21 729); Dnat. 4364(3812); Komm. 8949(9262); Bürgerliste einschließlich Bolkspartei und Demokraten 25 633 (25 439); Christlich-soziale Reichspartei 521(103); Z. 9285(8264); Nat.-Soz. 12 311(6118). Kosssl. 17. November.(Eigenbericht.) Im Regieningsbezirk Hessen- Kassel haben die Kommunal- wählen nach den bisherigen Einzelresultaten der Sozialdemokratischen Partei einen schönen Erfolg gegenüber der Wahl von 1924 gebracht. Zu den Gemeinden, die schon bisher eine sozlaldenio- kratische Mehrheit halten und die mit Erfolg und Gewinn diese be- haupteten, sind noch eine ganze Reihe von Landgeineinden hmzn- gekommen, die sich eine sozialistisch« Mehrheit zum erstenmal erobert haben. In der Landgemeinde Nieste, wo bisher ein sozialdemokralischer Bürgermeister mit Erfolg gearbeitet hat, stellten die bürgerlichen Parteien überhaupt feint Gegen liste auf, so daß bei der heutigen Abstimmung die sozialistische Liste 305 Stimmen bekam und 64 weiße Zettel abgegeben wurden. In der Stadt Kassel wird die Sozialdemokratie ihre bisherigen 19 Stadiverordnetenmandat« behaupten. Der Bbrgerblock tritt noch zerrissener als bisher in Erscheinung. Die Nationalsozialisten gewannen Mandate und Stimmen von den Deutschnotionalen. Kreis Heffen-Darmstadt. varmstadt: So,. 13 226(15 wand.): Dnat. 2451(2); Komm. 1259(1); Dem. 2799(2); D. Lp 7935(9); Z. 2962(3); Nat.-Soz. 4249(5). Es wurden gewählt: So?. 15(20); Z. 3(3); D. Dp. 9(14); Nat.-Soz. 5(0); Dnat. 2(5); Dem. 2(3); Bolksrechtsp 1(0); Komm. 1(1); handwerkstiste 2(0); Positive Arbeitsoemeinsch. 2(0) Rain?; So?. 14 961(18 Bland); Dnat. 1135(0); Komm 2715(3); Dem. 3144(4); D. Vp. 2026(3); Z. 11 650(16). Bei den Kommunalwahlen wurden von 80 145 Stiminberech- tigten 46 900 Stimmen abgegeben: Es wu-den gewählt: So?. 17 (21); 3. 14(14); Dnot. 1(2); Vollsrechtep. 0 10); Evono. Volks- Gemeinschaft 4(0); Komm. 3(4): D-m. 4(4); D. Vp. 2(2)1 Not- gemeinschaft 6<0); Vorortliste der Notoemeinschaft 2(0);' Stadt- und Londverband für Leibesübungen 1(0). Gießen-Stadt: So?. 3665(14 Mond.); Dnat. 914(3): Komm. 556(2); Dem. 1072(4); D. Vp 2060(8); Z.«50(2), Nm.-Soz. 435(1); Mittelstand 2050(8). Worms: So?. 5382(6888); Dnat. 1382(1091); Komm. 2)38 (1524); Dem. 1052(1439); D. Bp. 5855(5731); Z 26"6(26 VO; Nat.-Soz. 1842(1108); Volk-recht 488(1 51); Eoangel. 756. wainz: So?. 14 975(18 269); Dnat. 1135(1433); Komm. 2815(3763); Dem. 31 14(5381); D. Vp. 2066(1934); Z. 11751 (12 648); Nat.-Soz. 638(1156); IISP. 2032(—); L. Komm, 165; Bürgerblock 4966. Kreis Leipzig. Leipzig: Soz. 145 307(124 966) Stimmen, 26 Mandate; Bereinigte Bürger 154 71S(112 196); komm. 53 666(69 693)(9); komm. Sppol. 5532(—): Bclf stecht 21 581(26 110); D-m. 20 091(1:1462); 2t. S. P. 2141(6043); Ne:t.-Soz. 17 694(5516): llnabh. Soz. 1061 (3793). Kreis Dresden-Bautzen.• Dresden, 17. November.(Eigenbericht.) In der Stadt Dresden liegen die Resultate für 170 Stimmbezirke von im ganzen 324 Stimmbezirken vor. Trotz geringer Wahlbeteiligung gegenüber der letzten Londtagsmahl� im Mai 1929 hat die Sozialdemokratie nach den bisheriacn Teil- ergebnissen ihre Stimmenzahl gebalten, während die KPD. an Stimmen verloren Hot und die ASPD. fast 50 Proz. ihrer Stimmen einbüßte. Die Notional-Sozialisten haben zugenommen. In der Stadt Freital bei Dresden, die etwa 40000 Einwohner hat, erhielt die Sozialdemokratie die Mehrheit aller Mandate. während sie bisher nur mit den Kamnnmisten zusammen eine Mehr- hxit hatte. Die Sozialdemokraten erhielten 20, die KPD. 5 und die bürgerlichen Parteien 12 Mandate. Die Sozialdemokratie hat 4 Mandate gewonnen. Dresden(Gesamtergebnis): So?. 135 992 Stimmen, 28(26) Man- date; Dnat. 32 880. 7(9); Komm. 32 178, 7(10); Dem. 25 100. 5(5,: Mittelstand 31 536. 7(6): D. Vp. 57 871. 12(10): ASP. 4846.—(3,: hau- besitz 16 022. 4(3); Z. 5345, 1(1): Rentner 2069; Nat.-So'. 17 030, 3; Eidgenosi. 1855; Volksrecht 2714, 1(2). Bemerkenswerl ist, daß die ASP. vollständig verschwunden ist. Wehrend bisher die 3 ASP.- Leute zwischen Rechten und Linken ausschlaggebend waren. sind an ihre Stelle die Nationalsoziatisten getreten. Meißen: So?. 16(17): Komm. 1(2): Vereinigte bürgerlich« Parteien 15(14): Not.-Srz. 2(2): Auswertler 1(0); Dem. 0(?\ Zittau: Soz. 9(8); Wirtschp. 6(7); D. Dp. und Dnot. 3(4): Festbesodet« 2(4): Dem. 4(4); Komm. 1(21; Ehristl. Volks- dienst 2(0); Nat.-So?. 2(0) Mandate. Löban: So?. 9(8); Dnat.(Dürgerblock) 10(9); Komm. 0(2): Beamte usw. 4(4) Mandate. Krelberg i. Sa: Soz. 5304(1928; 6629); Dnat. 2567(4122); Komm. 925(1059); Dem. 737(984); D Dp. 2148(2979); Wirtschp. 2814(2129); Z.?(152); Nat.-Soz. 2793(1033); Sonstige 130 Stimmen. Kreis Ehemnitz-Zwirkau. Chemnitz, 17. November. Bei der Stadtverovdnstenwahl erhielten: So?. 59 965(1926: 56 618); Dnat. 20 276(22 331); Komm. 28159(38 631); Dem. 5997 (5282); D. Vp. 19 215(20 404): Wirtschp. 21 787(20 406); Volks- rechtspartel 5847(6151); Nat.-Soz. 13 274(3081). Binnen(Vogtland): So?. 11 676(10 464); Komm. 8406(10 484); Dem. 1852(1927); Volksrechtsportei 2313(4014); Wirtschoit-- vereii.igung 14 351(15 405); Wirtschaftsp. 2119(1157); Nat.-Soz 10 503(3996); Mieter und Wobnungspartei 1934(1978); Wtsoz. 500(954): Ehristl. Volksdienst 2474. Zwickau: So?. 16(16); Dnat. 5(6); Komm. 4(6); D. Vp. 5(6); Wirts ehaftl. Vereinigung 4(3): Wirtschastskartell 3(4); Nat.-Soz. 7(0); Komm. Opposition 1(0). (Blanchun: So?. 5639(11 Mandate): Komm. 648(1); Dem. 273; D. Vp. 694; Wirtschp. 2276; Komm. Opposition 981; Bürgerl. Liste 3431; Dvölk. 490; Nat.-So,. 1246(3). Chemnitz: So?. 59 965; Dnat. 20 276; Komm. 28199; Dem. 5997: D. Vp. 19 215; Wirtschp. 21 787; Z 1379; Dvölk. 1232; Nat.-Soz. 13 274; Komm. Opoosition 1468; Volksrechtsp. 5842; Ehristl. Volksdienst 4525; Sonstige 799. B'.rna, 17. November. Bei den Stadtverordnetenwahlen erhielten die Sozialdemokraten 10(9), Kommunisten 7(7), Deutschnasio- nale 3(4). Deutsche Vollspart--t 4(4), Wirtschafisparlei 4(4), Demo- traten 3(3), National-Sozialisten 1(0); Beamte 1(2) Mandate. Kreis Köln-Aachen. köli». 17. November.(Eigenbericht.) In Köln liegen von insgesamt 592 Wahlbezirken die Resultate ans 375 Bezirke» vor. Danach haben erhalten: Z. 57 900; So?. 34 900; Komm. 21 600; D. Vp. 17 800; Dnot. 4 700; Wirtschp. 12 000; Dem. 5300; Nat. So.v 7800. Die Deutschnationalen erleiden ein« katastrophale Niederlage zugunsten der a t i 0 n a l s 0 z i a l i st e n. Das Zentrum wird sich aller Wahrscheinlichkell nach in seiner Stärke behaupten. Di« Sozialdemokratie hat jetzt bereits soviel Mandate, wie sie bei der Wahl im Jahre 1924 insgesamt erhalten Halle. Man rechnet mit einem Mandatszuwachs von etwa 9 Sitzen. Die Konnnunistcn werden sich ebenfalls in ihrer alten Stärk« erhalten können. Nach dem vorliegenden vorläufigen Ergebnis erhielten: Soz. 57 002(21 Mandat« bisher 11): Dnat. 7244(2); Komm. 36 705(13, bisher 16); Dem. 8088(3); D. Vp. 27 405(10); Wirtschp. 19 626(7): Z. 94042(34): Ckristlichsozial« Reichov. 1945; VoUsdienst 1823 (bisher 1); Nat.-Soz. 12182(5); D. Reformp. 501; Polen 164. Euskirchen: Soz. 960(4 Mandate): Komm. 926(3); D. Vp. 1251(5); Z. 2879(11); Nat.-Soz. 469(2); Bürgerliche Wähler 351(1). Aachen, 17. November. Bei den Stadtverordnetenwalilen in Aachen erhielten Z. 23(27); So?. 3(6); Komm. 8(7); D. Bp. 5(4); Dnat. 2(1): Denn 2(3); Bürgerblock 3(0); Mieterfch.itz 7(0); Wirtschp. 0(5); Nat.- Soz. 0(1) Mandate. Aachen: So?. 7648(6 Mandate); Dnat. 1650(1); Komm. 8872 (7); Dem..3401(3). D. Dp. 5424(4); Wirtschp. 6374(5); Z. 31389 (27); Nat.-Soz. 1869(1). Saargebiet. Saarbrücken. 17. November.(Eigenbericht.) Die Gemeindewahlen im Saargebiet charakterisieren sich durch eine schwere N i e d e r l a g« der K 0 m in u n i st e n und der D? u t s ch n a t i 0 ,1 a l e n. Die konimi!nistisel>eii Mehrheiten in Dudweiler und Ludweiler sind gebiochen. In zahlreichen anderen Gemeinden haben die Kommunisten viele Mandate v e r- loren. Die Sozialdeinoki alle befindet sich dagegen auch im Saar- gebiet auf d« in Vormarsch. Die Verluste def Dentschnatio- nalen haben in erster Linie die Natioiialfozialisten und die deino- krotiscknvolkc parteiliche Liste eingeheimst. Sozialist als Oberbürgermeister. Wahlsieg in Eßlingen. S k n l l g a r l. 17. November.(Eigenbericht.) Bei der am Sonnlag stattgefundenen Oberbürgermeister- wähl in Eßlingen am Neckar wurde der von der Sozialdemo. kralle ausgestellte Kandidat, Oberbürgermeister Dr. Lang, trotz heftig- ster Bekämpfung durch die Gegner mit überwältigender Mehrheit gewählt. E» entfielen aus Ihn 14 565 Stimmen, während der Kandidat der vereinigten bürgerlichen Bari-i-n fondtat Boeder nur 62C6 und der kommunistische Kandidat Kühler sogar nur 1100 Sch" wen erhielt. Bismarck und die Korruption. „Meine Mmister haben alle genommen." Die Korruptionsschreier verfehlen nicht, gegenüber der ver- üerbten Jetztzeit die„Reinheit und Uneintastbarkeit des alten monarchistischen Systems" in bengalischem Licht erstrahlen zu lassen. Sie spekulieren darauf, daß die Standale der Kaiserzeit teils ver- gsfsen sind, teils— dank des damals radellos sunküonierendcn Skr- tuschungsapparatz— über engste Kreise hinaus gar nicht bekannt wurden. Zufällig bietet ein jetzt erschienenes Buch wertvolle Ein- blicke in das, was stch in Wirklichkeit hinter der blank gescheuerten Fassade der Uioisormcn, Orden lind Titel zutrug. Das Werk des Historikers Karl Friedrich Nowak über das„Dritte deutsche Kaiserreich"(Verlag für Kulturpolitik, Berlins ist durchaus nicht in hohenzollernfeindlichem Seist geschrieben. Es stützt sich auf persön- liche Mitteilungen und Aufzeichnungen Wilhelms II. sowie ehe- maliger hoher Persönlichkeiten aus den Umgebungen des Kaisers und Bismarcks. Gerade wegen sciner Quellen kann das Buch dort für zuoerlässig gellen, wo es ohne aufgetragene Tendenz das Wesen dieser Kreise in negativem Sinne beleuchtet. So will Nowak an einer Stelle die Bedenkenlosigkcit schildern, die B i s m a r ck in der Wahl seiner politischen Mittel eigen war. Er berichtet(offenbar auf Grund einer Darstellung des ehemaligen Kaisers oder eines seiner Vertrauten) in diesem Zusammenhang folgendes: Eines Tages trat Bismark vor Wilhelm II. und erklärte, daß er einen Mini st er fortschicken wolle. Auf den Einwand des Kaisers, daß er den Grund hierfür nicht verstehe, erwiderte Bismarck:„Aha, er ist ein schlechter Charakter, er hat Geld von mir genommen. Ich habe ihm 30 000 Mark g e- geben." So führt« Bismarck selber seine Minister in Versuchung, um ihnen bei passender Gelegenheit aus ihrer Schwäche einen Strick drehen zu können. Aber noch bezeichnender ist ein Gespräch mit dem Herrn o. Lucanus: Als Herr von Lucanus Chef des Zioilkabinetts wurde, hat er sich natürlich beim Reichskanzler gemeldet. Bismarck empfing ihn sehr freundlich und sagte nach der Begrüßung, Lucanus werde sich natürlich neu einrichten müssen.—„Erlauben Sie, daß ich vihncn das dazu zur Verfügung stelle." Auf dem Tische stand ein großer Beutel mit Geld, der Fürst nahm ihn u?id hielt ihn dem verblüfften Kabinettschef hin.„Euer Durchlaucht wollen verzeihen: ich brauche kein Geld—." In der Tat hatte Lucanus, ganz abgesehen von der inneren Bedeutung eines solchen Angebots, Zuwendungen nicht nötig, denn er lebte in Unabhängig- keit und Ordnung. Der Reichskanzler wollte das Thema nicht auf- geben:„Aber, lieber Freund, das ist doch keine Sache—." Der Chef des Zivilkadinetis blieb halsstarrig:„Euer Durchlaucht, ich brauche kein Geld, und ich nehme kein Geld— Da platzte der Fürst mit ehrlicher Uebsrrafchung heraus:„Sie sind der erste, der mir das sagt, und der erste, dar nichts ininmt! Meine Minister haben alle genommen!" S.bst wenn man das„alle" als übertrieben ansteht, so bleibt doch die Tatsache, daß mindestens sehr, häufig der Vorgang sich er- eignet hat— bezeichnend genug für die„Sauberkeit" des allen Systems und seiner höchsten Spitzen. Uebrtgens— sollte Bismarck in der Annahme von Geld selber allzuviel gesehen haben? Betrachteten es doch die Spitzen des allen Systems als Selbstverständlichkeit, daß aus der Kriegsentschädigung, die Frankreich 1871 zahlen mußte, in erster Linie die siegreichen Generale, die Hohenzollernprinzen und auch— Bismarck in die Millionen gehende„Dotationen", d. h. Geldgeschenke des Staates, erhiellen. So tief eingewurzell war im alten System die Ansicht, daß ein Sieg sich doch auch zum persönlichen Vorteil der Staats- und Heereslenkcr auswirken mnsie. Bismarck uniergrabi die Ehrenhaftigkeit. Im Verlag Reimar Hobbmg, Berlin, sind soeben die Auszeich- nungen des Oberzolldirektors Karl Oldenburg erschienen („Aus Bismarcks Bundesrat", Aufzeichnungen des Mecklenburg- sthweruischen zweiten Bundesratsbcvollmächtigten, Karl Oldenburg, im Austrage seiner Fainilie herausgegeben van Wilhelln Schüßler), der zu Bismarcks Zeiten Bevollmächtigter zum Bundesrat war. Da heißt es unter dem 29. Oktober 1880: „Der Reichskanzler demoralisiert nicht allein die Regierungen. sofern sie ihm blind zustimmen und jeden Nachteil, welchen er einem Einzelstaatc zufügen will, durch ihr Votum gutheißen: er untergräbt auch die Znoerlässigkeit und EhrenhasNgkelt der Beamten des Reiches. Schon im Frühjahr war ein Herr M. im Reichsamt des Innern kommissarisch mit dem Militär- pp. Referate betraut. An der Befähigung des Mannes zweisell niemand: vor seiner definitiven Anstellung hielt der Reichskanzler ein Kolloquium für notwendig, welches der Minister Hofmann mit ihm abholten mußte, und das sich auf die neu« Zollpolitik bezog. Der Mann äußerte ganz arglos, daß die Schutzzölle der Industrie ja wohl nütz- lich und deshalb zu billigen wären, daß ihm aber ab und zu Zweifel darüber angingen, ob es nicht notwendig sei, die notwendigen Lebensmittel von Zöllen zu entlasten. Dkse zu Protokoll aufgenommene Aeußerung war Grund genug, um die Anstellung des tüchtigen Mannes, der niemals mit handelspolitischen Fragen zu tun bekommen haben würde, in Frage zu stellen. Der Reichs- kanzler forderte von dem Betreffenden einen förmlichen Revers, in welchem der blinde Kadavergehorsam verheißen und auf jede selbständige lleberzevgung völlig Verzicht geleistet werden sollte. Der ehrenwerte Beamte lehnte ein solches Ansinnen ab und verzichtete dadurch auf die Stellung im Reichsamt des Innern." So handelte Bismarck, den die„Rationalen" um 5)ngen- berg gerade deshalb als Heros verherrlichen, weil er der Mann der starken Faust war. Beamte, die die Hugenberger bei den Wahlen unterstützen, helfen die Geistertnebelung wieder einführen! Goziakdemokraiische Arbeit Hilfe für die Aermsten Braunschnjeig, 16. November.(Eigenbericht.) Einen großen sozialen Fortschritt hat die sozialdemo- kratijche Rathausmehrheit in Braunschweig geschaffen. Drte Obdachlosen, sowohl zugewanderte Einzelpersonen als obdachlos« Familien wurden bisher auf dem Flugplatz in elenden verwanzten Baracken, in denen Wind und Wetter leichten Zutritt halten, untergebracht. Unter der bürgerlichen Mehrheit hat die Stadverordnetenfraktion der SPD. diese Kullurschand« vergeblich immer wieder ange- prangert. Bon der sozialistischen Mehrheit ist jetzt ein modernes, schönes Obdachlosenheim für etwa 110 Personen errichtet und in diesen Tagen in Betrieb genommen worden. Das Heim ist nicht nur mit allen Erfordernisicn zur Unterbringung, Reinigung und Speisung Obdachloser verschen, sondern auch künstlerisch, be- sonders durch freudigen Farbanstrich, so gestaltet, daß die Opfer unserer Gesellschaftsordnung, die dort Zliflucht fmden, sich wirklich wieder als Menschen fühlen können Siahihelmpfarrer! Erbauliches aus Mecklenburg. Aus Schwerin I. M. wird uns geschrieben: Der Stahlhelm, der Mecklenburg und besonders die Hauptstadt Schwerin als seine Hochburg ansieht, geht immer ungenierter vor. Wer sich davon überzeugen will, der braucht nur den„Obotrit", dos Stahlhelmorgan Mecklenburgs, aufzuschlagen. So t»:rd In der Nummer 21 vom 1. November 1929 unter den Bundesnachrichten folgender ,La»de s o e r ba nvs b« fe h l Nr. 14" herausgegeben.- „Stahlhelmpfarrer. Die Gaue ersuche ich um Meldung zum 1. Dezember 1.929, welche Pastoren Mitglieder des Sahlhelmj�sind. Anschrift erforderlich." Bei jeder Fahnenweihe des Stahlhelms in Mecklenburg„weiht" ein Pfarrer die Fahne, bald dieser, bald jener. Nur In der Kirche trageil die Herren Stahlhelmpastoren noch nicht ihr Parteiabzeichen, den Stahlhelm: vielleicht erläßt ober die jetzt gerade tagende Landes- synode der mecklenburgischen evangelischen Landeskirche eine solche Anordnung, damit die nicht dem Stahlhelm angehörenden Gemeinde- Mitglieder genau wissen, mit wem sie es zu tun haben. Der Jungstahlhelm in Schwerin erläßt im gleichen Blatt folgend« „Befehle": „Dienst im November: Sonntag, 3. November, 9.30 Uhr vormittags: Wehrsport— Schulhos Beechooenstraße." Weiter: „Mittwoch, 27 November, abends 8.30 Uhr: sZistolenschiehen. Tonhalle." Damit auch die Lächerlichkeit nickst zu kurz kommt, enthält das Blatt noch einen anderen Ukas: „Ich wünsche die Ehrenbezeugungen der Scharnhorst- gruppe am 1. Dezember 1929 zu besichtigen. Ort und Zeit wird noch mitgeteilt. Sonntag, 1. Dezember 1929. 9— 12 Uhr: Ausmarsch, Richtung Rabeiistein-c'lo.(Besichtigung des Junasturmsührers. Ehrenbezeugungen.) Antreten beim Püfferkrug. gez.: Goffelk, Ministerialkanzlsisekretär." Der Stahlhelm muß wirklich große Sorgen haben, daß er hes» wegen nicht in den Schlaf kommen kann, wenn er zu der Feststel» lung, ob die Jugend auch die„Ehrenbezeugung" richtig ausführt� � einen großen Apparat in Bewegung setzt. Aber wegen das Wehrsports aus Schulhöfen und des Pistolen- j schießens von Jugendlichen sollte einmal die Reichsregierung nach deni Rechten sehen._ Hannover e» halt Harzirinkwaffer? Oer Bau der größten Trintwassertalsperre Oeutschlands. Im Jahre 1891 begannen bereits die ersten Bestrebungen zum � Bau einer Ta sperre im S ö s e t a l im Oberharz, 1906 bildet« sich die„Gesellschaft zur Förderung der Wasserwirtschaft im Harz" und im Jahre 1926 wurde mit den Borarbeiten sür den eigentlichen Bau begonnen. Vom Bahnhof Osterode am Harz wurde eine Rsbendahn, weiche den Transport der schweren Baumaschinen und der ungeheuren Meng« des Baumaterials ermöglichte, angelegt. Hundert« von Morgen dichten Walddestandes wurden im Sösctal abgeholzt und verschiedene Hauptstraßen mußten umgelegt werden. Mit dem Bau des eigentlichen Staudamms konnte erst im Jahr« 1928 begonnen werden. Die Gestiimtläng« der Baustelle beträgt 30 Kilometer, 1200 Arbeiter sind in Tag- und Nachtschicht tälig und 10 Vagger und IS Lokomotiven Tag und Nacht im Betrieb, um täglich über 6000 Kubikmeter Erde zu bewegen. Der Sperrdamm hat nach seiner Fertigstellung den gewaltigen Druck einer Wasserwand von 54 Meter Höh« und S00 Meter Breit« auszuhalten und stellt ein Stein- b a u w e r k dar, welches auf der Sohl« 8 Meier breit»st und sich nach oben aus 1H Meter verjüngt. Dieser Lern erhält an beiden Seiten gewaltige Anschüttungen bis der Gesamtdamm an der Sohl« 2S0 Meter und oben 8 Meter stark ist. Im Zusammenhang mit dem Bau der Sperre geht auch der Bau der Wasserleitung vor sich. Es ist io Aussicht genommen, Harztrinkwasser bis nach Hannover und vielleicht auch bis nach Bremen zu liefern. 1100 Millimeter starke Rohrleitungen sind daher bereits jetzt viele Kilometer über Osterode hinaus im Leinetal abwärts Richtung Hannover gelegt. Seit dem Beginn der Bauarbeiten ist'es im sonst so ruhigen Sös«tal überaus lebhaft geworden.. Die Ausgestaltung der Sperren- Umrandung, den Bau cin«r neuen Badeanstalt im Sösetal und eines allen Ansprüchen gerecht werdenden Hotelbetriebes an der Tal- sperre dürsten als Ergänzung dem Meisterwerk der Talsperr« ein« starke Belebung des Fremdenverkehrs bewirken. Die wiener hochschulrektorea haben beschlossen, de« Universität. die Hochschulen für Bodenkultur, sür Welthandel und für Tierheil- künde unter Ausrechterhaltung des Legitimationszwanges am Man- tag wieder aufzunehmen. Die Technische Hochschule bleibt bis auf weiteres gesperrt. Den Gläubigen verboten hat die Kongregation des Heiligen Oftiziums in Rom das Werk„Politik aus dem Glauben" von Ernst Wichel, 1926 bei Äetrich in Jena erschienen. Zuder gegen„Dolilik aus dem Glauben". Der Vatikan hat das Werk des deutschen Schriftstellers Ernst Michael„Politik aus d«m Glauben" auf den Index gesetzt, weil es irrige Ansichten über die christliche Philosophie und die Hierarchie der Kirch« enthalten soll. Brrantioortlich für dl» Redaktion: Fron, SISH», Berlin? Anzeigen: Ct.»locke, Berlin Bertag: Vorwärts Verlag m b H.. Berlin. Druck: Vorwärts Bück». druckcrct und Pcrlagsanftalt Paul Singer& Co Berti» Sffl 63. Lindenltrag» I. Sierzo 1 Beiloge. Anzug-Stoffe rngtidier FabrOtaie M» WtUrmf— omr bai Koch& Seeland (tc tira iidicns irnßc ao—Zi, , ,...., 0.1. Norden 12310 ftestennSülowolsa 3 und 8 Uhr Frßtiimgs Erw&c'ien StaatLSdiillA-Ih. S Uhr Des Kaisers Soidaten staetsoper am Pia» der RcpaDilu 3 Uhi vis heliniMe Eilß ipeals; an ZSIMüNttnaaiinii SV- Uhr PenaSler 8«« Uhr lor B. SM! Lustspiel von Frederih Lonsdale Raeie: Qustai Oründgens öle Komödie jl Bismck.2414/7516 SV* Uhr Vom Teufel geho!l von Knut Hamsam Regie. MaxReinhardt 8r. Robert Klcir Deutsches Sünsiler-Thsai Barbarossa 3937 Uhr Ssltsames Zwisdieospiel v. Eugene O'Neill Ragis; Hriaz Hilpert Büffiflür Mei 3önhoffl70 8V» U Zwei Kravatien von Georg Kaisei Musik Spolianskv Irlanfln-Tli.M|£,ur 8'/< Uhr. Elisabeth Slriokrodl In „Die Ballerina des RSnigs" Lnslsplelltaus Friedrichstr. 236 Bergmann 2922 Täglich SV« Uhr Grand Hotel Lustspiel von Faul Frank kleines ineal. Merkur 1624 Täglich SV* Uhi »lax Adalbert als Kante am Flügel Rudolf Nelson Bamowsky- Sahnen ThuUr in dar Xdniggritur Straße Täglich SVe Uhr Oie erste Rlrs. seiäy mit Ffltzl Mawar» Komödienhaus Täglich 8V« Uhr Der HUtinertiol v Tristan Bemard TücaL a. RMULtDi Kottb. Str. 6 Tägl- 8 Uhr auebsonnt. nachm.äü EUtC Sänger Dl« Well peüt ncteri llrVrm- mifoB'nunii Planetariusn am Zoo...... ValiBi. toetlipilt» ir-traS B. 5, Barbarossa5Ä78 16 bis 19 Uhr t-iodl CllöDrsusstellung 19 bis 19V» Uhr Oer ädooddlinwai 20'« Uhr OaiWoltall im Lichtbild np. t lonlell. 5 Kl 8'/2 Okr Baittmn SSM IPisissl-EH. Woiieati: 5Ö.50P(.-3K. IGoraldino u. Ja«, Ettö, Power usw. Tägl. 5 u.®15 Sonai.s.da 8" [Alex. E. 4.8066 INTERNAT. VARIETE CASINO-THEATER Lothringer Strafte 37 nein ragudi sv. uhi neu!| ysrta&e Hoenzeitsnacnti und ein trstklassiger bunter Teil Für unsere Leser: JUiSChein tür 1—4 Personen Fauteull nur 1.2S M., Sessel 1J5 M., sonstige Preise: Parkett u. RancktLSOM GROSSES SCHAU bPiELHAUJ s Ubn 3 Musketiers Regie: ERIK CHARELL 3 Sonptap aoiüm. unret paö« pr. 6 ROSE -THEATER Ers,Är,cr Telcph.: Alexander 3422 u. 3:91 Spielplan vom IB. bis ZUov.lBZ!) Am 18 und 19. November 1929 8 15 Uhr OisieiGMeasaReii Am 20 November 1929 , 6 uhr P Jugend 9 Uhr Jugend Am 21. und 22 November 1929 815 Uhr DieseiGMeJsaüeil Am 23. November 1929 5 uhr Frau Holle 8i5UhrP Pariser Blut Am 24 November 1929 6 uhr Pariser Blut o uhr Pariser Blut Relchshaüen-Theater Abends fT) Sonntag nsshm. j a I Jel de Slelliuer' sriginal- Sslsms paientiRairsizen/ Riistcbetten mitBsißsna-Fedemi) Palenl-Drebbett(D.R. P.) ein Grift- ein Bett, sowie das neue Holrbett mit CetentS'Fedeiand sind vollkommen gevaafdiloti— Kein Einliefen. Für ichwersle Be'asiang. Utberali erhältl 20 Jahre Garantie. Zeel. Peosrmaiistz.-FaoriK, Kcppapair zz Ulk-Revue v. Meyee). Billcitbcst Zentrum 11263. Nachtnitia-s halbe Preise. Iii \- A® Dönhoff-Brett I: »- Das große Variete-Progr. Tanz— Falkner-Oi ehester. Rdd tän-Sautai)ak 15 t" Sgfan-KopEiüiafjgiiH 20p-.| Die Marke der Feinschmecker in den meisten Geschäften käuflich VCarl KUcker. Berlin KO. uicnienrercei- r. 2 K-'s-." W ahllag im Nebel A Rege W ahlbctciligung in Berlin.— Ruhiger Verlauf im allen Stadtteilen. Dieser Jtooeniberf annfeg brachfe fein einladend-s TEelfer für> den Vahlgaag. Es lag vom frühen Morgen an wie Aröskeln in l der Lusl und iNebelregensenchfe nätz'c den Asphalt. Vom gran-, verhangenen Himmel sanken die Nebelschleier dichfcr uae. dichter: l sie iöslen sich erst, als um 3 Uhr der Masch in die Wahllaka-, anhob,> als die ersten vor den Wahlurnen erschienen. Seltsam wie viele Menschen In den ersten Vormittagsstunden schon aus oen Deinen waren, wie viele der trübe Novembersonntagmorgen so zeitig schon j aus den Dellen gelrieben hatte. Irohdem n»a: es nur ein maller und schwächlicher Auslakl, denn das Dächlein der Arühaufsichcr ebbte bereits vormittags zusehends ab und nur in den Vierteln r«s werk- täiigen Deelin blieb es im Anschweller., bis es um die Mittags- siunden seinen Höhepunkt erreicht zu habe« schien. Ein.«r.Ninheller Tag bleibt eben für die Wahlbeteilsgung günstiger, da?.arte Gemüt• der Gleichzülttgen erwartet, scheint es, diese wellerlich- �afmunle- rung. Natürlich litte das sonst an Wahltagen so bewcgrr Straßen- bild unter dieser Ungunst der Dinge. Dahnen werden c'.eu schwer und träge, wenn sie in der Feuchte hängen»nd te>? �eaadliches Lüftchen sie streichelt. Nur im Norden testen, Moabit itfU.- Neukölln wollte man das Flaggenluch nicht schonsu: es feuchls* rot und schwarzrolgold von dea trüben Hauesas'aden oud wand sich la langen Wimpelreihen und Transparenten übe-, die Slrahen. Do?� l en WahU-kolen. Wenn man diesen SÄahltag auf eine Formel bringe» will, die klar und eindeutig ist, so könnte man sagen: vor sedem der vielen hundert Wahllokalen war ee immer wieder der Mann, der ein schlichtes rotes Plakat um den Hals trug, auf dem man schon von weitem lesen konnte: Wählt Liste 1. Vor diesen beiden kräftigen Farben rotschwarz verblaßten die Plakate der anderen Parteien, die sich in bunten, teilweise ganz unverständlichen Symbolen ausdrückten. Nicht immer war es ein Mann, der dort stand, oft auch«ine Frau. Ein paar Worte genügten, um einem zu sagen, wer sie waren: Arbeiterinnen und Arbeiter, auch Zlngestellte, auch Beamte. Im Westen hin und wieder unverkennbar Vertreter eines freien Beruses. So standen sie. von morgens früh um b Uhr bis abends um(3 Uhr auf dem Posten, der ihnen zugewiesen war. So harrten sie aus in ganz selbstverständlicher Pflichterfüllung. Sie waren wie treue, zu- verlässige Lotsen. Es wurden keine großen Worte zwischen ihnen und den Kommenden gewechselt. Eine Händedruck, wenn man sich kannte, das genügte. Ob man sich im Norden, Osten oder Westen umsah, das äußere Bild war fast überoll dasselbe. Die großen Bor- arbeiten waren in den letzten Tagemi no in der letzten Nacht mit Hin- gäbe aller Kräfte geleistet worden. Am frühen Morgen sah man überall die Plakat« unserer Partei. Im äußeren Westen, in Nikolassee und in Zehlendorf begann die Wahlausübung ziemlich zögernd. Vor dem Rathaus in Nikolassee, in dem der deutsch- nationale Bezirksbürgermeister Dr. Schumacher wohnt, hatte sich wieder ein Jahrmarkt nationalistscher Eitelkeit aufgetan. In die Blumenbeete des Schmuckslatzes und zwischen die Ritzen der steiner- nen Rampe hatte man schwar-weißrote Papierfähnchen gesteckt. Das dümmste und lächerlichste aller Berliner Wahlplakate, das deutsch- national« Rennschieberplakat, mußte in mehreren Exemplaren her- halten, am die an primitive Kunstgenüsse gewöhnten Rikolasseer Nationalisten anzufeuern. In einer der Steglitzer Nebenstraßen entstand um die Mittagszeit ein gewaltiges Zuströmen von Männern und Frauen. Als man näher zusah, ergab es sich, daß diese Masten nicht zur Wahl, sondern zur— katholischen Kirche gingen. Fast allgemein koimte man wieder festsiellsn, daß nachmittags von 3 Ahr an die Wähler sich, besonders in dep stark bevölkerten Stadtteilen, in Massen einfanden. Das ging zum Beispiel in Pankow so weit, daß man regelrecht Schlange stehen mußte, und zwar inchs nur im, sondern auch vor dem Lokal. In Pankow konnte man auch in einigen Lokalen eine be- sonders starke Bktei ligung von Frauen feststellen, die in einzelnen Stellen bis zu 80 Proz. der zur Wahl Gekommenen dar- stellten. Bis um 4 Uhr hatten die Wahlleiter die Wahlgeschäfte glatt abwickeln können. Bon nun an aber kamen sie in Schweiß. In Pankow waren um 4 Uhr durchschnittlich etwa SO Proz. der Wähler zur Wahlurne geschritten, nur in wenigen Lokalen SS bis(30 Proz. Kurz vor Schluß der Wahl, um%6 Uhr, konnte man in Lichten- berg und F r i e d r i ch s f« ld e feststellen, daß 75 bis 8S Proz. aller Wahlberechtigten abgestimmt hatten. In einem Wahlbezirk in Friedrichs sei de ergab sich, daß«in großer Teil der vor kurzem in eine neue Siedlung Zugezogenen nicht wählen konnte, weil er nicht in die Listen eingetragen war. Ein Rundgang In Pankow, Lichtenberg und Fttedrichsfelde ergab, daß hier von Völkischen über- haupr nichts, von Kommunisten nur sehr wenig und auch nur in gewissen Bezirken etwas zu merken war. Als Gesamteindruck konnte man die beglückend stimmende Ueberzeugmig feststellen, daß das Gros der Bevölkerung es für undenkbar Hält, daß der Einfluß unserer Partei In Berlin jemals zurückgedrängt werden könnt«. Das arbeitende und schassend« Volk von Berlin läßt sich durch keine Phrasen und erst recht nicht durch Beschimpfungen und Schmähungen beirren. In Neukölln. Die unermüdlichen Werber find schon früh auf Fanfarenstgnal in allen Straßen. Wecken. Die Genosten beziehen ihre Posten. Bor jedem Wahllokal leuchten die SPD.-Transparent«. Vor einigen stehen große Säulen mit den Plakaten der Partei. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Schau in den ersten Stunden zeigte sich eine außerordentlich gute Wahlbetelligunz. Die gute Malst. arbeit der E mosten hat die Kommunisten auch hier, wie überall, zu skandalösen Terrorakten hingerissen. In der Witzmann st raße warfen sie in alle Wohnungen, die SPD� Plakat« zeigten. Steine. In sieben Häusern wurden 18 zer- trümmerte Scheiben und eine eingeschlagene große Schaufenster- scheid« gezählt. Ein Genoste fand heute morgen in dem Bett seines Kindes, dicht am Kopf des Säugiings, einen großen Stein, der durch die Scheiben hineingewarfcn war. Am Rathaus Neu« kölln versuchten die Kommunisten in der Nacht eine Anschlag«- säule der Partei umzustürzen. Sie überfieten zunächst einen Trupp Parteigenossen in der Boddinstroh«. Dabei gaben sie etwa 25 Schüsse ab. Herbeieilende Polizei verfolg!« diese„Helden"', � die in eine Expedition der„Roten Fahne" flüchteten. Von dort! wurden sie zum Polizeinvier gesühn Der Wahl alt verlief ruhig.! Im Bezirk Kieuzberg wurde auch der Wahltag zu eine.' intensiven Propaganda für die List« 1 ausgenutzt. Di«. Straßen waren nw Fahnen und Transparanten ausgeschmückt. Die! Arbeiterradfahrei sammelten sich in den Vormittags-! stunden und durchfuhren mit geschmückten Rabern. und Partei- j plakaten die Straßen des Bezirks. In der Görlitzer Straße ver- suchten die Kommunisten diesen Werbezug zu überfallen. Mit Stuhlbeinen bewosjnet, stellten sie sich den Radfahrern entgegen, wurden aber erfolgreich abgewehrt. Di« Radfahrer konnten ihre Werbung für die Parte! sortsetzen. Ein Teil der Kommunisten ueußte den Weg zum Polizeipräsidium antreten. Zn Delnlckendors und Weißensee war die Wahlbeteiligung schon tti den ersten Vormittagsstunden recht stark. Man hatte aber auch hier nicht überall den Eindruck eines Großkampftages. Das Villi, änderte sich aber bereits in den frühen Nachmittagsstunden ganz wesentlich. Ueberall setzt« ein starker Andrang ein und so war wieder einmal die Tatsache zu oerzeichnen, daß zahlreiche Wähler, die ihrer Wahlpflicht erst in den letzten Stunden nach- kamen, lang« warten mußten, ehe ihnen der Weg zur Wahlurne frei wurde.— Eine besonder« Regsamkeit entwickelte in den späten J Nachmittagsstunden wieder das Reichsbanner, da» schon am Vormittag durch wirtsame Propagandafahrten durch die Straßen der Bezirke die Säumigen und Indifferenten an ihre Wahlpflicht gemahnte. Kommunistische Jünglinge versuchten sich allenthalben mos den Höfen in Sprechchören:«in Lächeln dursten st« für die Leistung aus jeden Fall quittieren. Im Negie�ungsviertel ist der Wohltag gleichfalls vollkommen ruhig verlaufen. Es fid angenehm auf, daß als erste die Plakatträger der S o z i a l d e m o- kratischen Partei vor den Wahllokalen zur Stelle waren. Im historischen Wahllokal in der Taubenstrahe 11 wählte Reichskanzler Hermann Müller, der um die elfte Stunde, zu- sammen mit seiner Gattin, der Wahlpflicht genügte. Reickzspräsident von Hindenburg war kurz nach Eröffnung des Wahllokals in Begleitung des Staatssekretärs Meißner erschienen. Besonders beachtet wurde vom Publikum auch die Witwe des Reichsministers Ctresemann, die gegen 12 Uhr zur Wahlurne schritt. Im Laufe des Tages folgten die anderen„prominenten Wähler" aus dem Regierungsoiertel, für die als Wahllokale die beiden Restaurants in der Taubenstraß« vorgesehen sind. In Charloiienburg verursachten die Kommunisten am Morgen mit einem dünner Häuflein Jugendlicher ruhestörenden Lärm, indem sie ihre Dudel- sock„mustk" loalietzen. Gelangweilt fuhr das Schupoauto hinterher. Die kommunistischen Plakatträger vor den Wahllokalen hatte man mit Sammelbüchsen ausgerüstet, d'e eifrig geschwungen wurden. Nur wurden st« davon nicht voll. In Dorausahmmg des finan- stellen Mißerfolges war der Umfang der Büchsen so klein gewählt. daß schon einige wenige Pfennige den Eindruck der Wohlgefüllthcit Hervorrufen mußten. In der Nacht zum Sonntag verübten die Kommunisten noch schnell Wahlrettame aus ihre Art: Mehrere geschlossene Geschäftsautos der„Welt am Abend" fuhren durch die Straßen und wo etwa noch ein verspäteter Reichs» baimermam, oder ein sostaldemokrattscher„Kleber" zu finden war, wurde kurz haltgemacht, da, Auto geöffnet und ein« Horde stürzte sich auf die Ahnungslosen. Hinterlistig, wie sie gekommen waren, verschwanden die Buschräuber wieder, um an anderer Stelle aus dem dunklen Hinterhalt heraus wieder aufzutauchen. Das ist echt bolschewistische Strauchritterpolitik. Die Hitlerjungen machten es ähnlich. Am Sonnabend abend wurde von einem fahrenden Propaganda lastauio herab ein Pflasterstein in das Schau- fenster unseres Parteilokals Wall st raße 99 geschleud»rt wobei sich der Stein stabiler als die Scheibe erwies. Der Gastwirt hatte am Morgen einen völlig mit sozialdemokratischen Wahlplakaten ausgefüllten Fensterrahmen zur Schau gestellt. In Wilmersdorf ab und zu mal ein Hakenkreuzfäugling mit einem Wsrbeschild auf der Stelle, wo später einmal die teutsche Helden- brüst sich entwickelt— sonst stand ihre Werbearbeit im umgekehrten Verhältnis zu der Größe ihres Mundwerks. Vor dem„Vorwärts"»Haus. Schon um die 19. Stund« sammelten sich vor dem ,Porwärts"-Haus in der Liudenstraße zahlreiche Menschen. um dt« Bekanntgabe der Wohlresultat« abzuwarten. Auf beiden Seiten der Lindenstraß« stockte bald der Fußgängerverkehr. Um 21 Uhr kamen die ersten R a ch r i ch t e n, die durch Trans- parente dem Publikum mitgeteilt wurden Zuerst handelte e» sich nur um Teilresultate, die noch keinen allgemeinen Ueberblick gestatteten. Später rundete sich das Bild. Besonders groß war die Zustimmung, wenn die günstigen Nachrichten, die für einen Erfolg der Sozialdemo kratte Zeugnis ablegen, aus den preußischen Pro- vinzen und dem Freistaate Sachsen durch Lautsprecher bekannt- gegeben wurden. Wiederholt kam es zu Reibereien zwischen Republikanern und Kommunisten oder Nationalsozialisten, so daß die Polizei eingreifen mußte. Ms in die ersten Morgenstunden harrte die Menge aus, um die Ergebnisse der Wahlen abzuwarten. Wahlbeieiligung bis 80 Prozent. Flottes Watilgefchäst am Nachmittag. Die zu erwarten war. fehle nach dem flauen VZat>lbeginn in den Vormittagsstunden dann mittags von 1 Uhr ob überall ein ständig wachsender Andrang von Wählern ein, so daß sich vor vielen Wahllokalen Schlangen bis hinauf auf die Straße bildeten und beispielsweise in Sieglitz zur schnelleren Abfertigung Not- zelten eingerichtet werden mußten. Auch diejenigen Bezirke, deren Wähler anfangs etwas säumig waren, hatten spätestens um 3 Uhr nachmittags SO Proz. Wahl» beteiligung überschritten. In der fünften Nachmittagsstund« war man in den südlichen, südwestlichen und westlichen Bezirken von Tem- pelhof bis Charlottenburg durchweg bei 60 bis 66 Proz. angekommen, während im Nordwesten, im Hansaoiertet die Beteiligung wesentlich schwächer war, so daß in manchen Lokalen bis 4 Uhr nachmittags wenig mehr ais die Hälfte aller Wahlberechtigten erschienen waren. Dagegen war wiederum in Moabit sowie iti den Arbeiteroierteln des Nordens und Ostens starker Andrang zur Wahl zu verzeichnen, und im Südosten, in der Gegend des Schlefifchen Tores, hatten sogar um 5 Uhr nachmittags in den meisten Stimmbezirken schon 80 Proz. ihrer Wahlpslicht genügt, während Neukölln zu dieser Zell mit etwa 7Z Proz. merkwürdiger- weis« etwa» zurückblieb. Naturgemäß brachte überall die letzte Stunde vor Schluß der Wahl, von S bis 6 Uhr abend», nicht zum wenigsten auch durch die Schlepperkätigkeit, den größten Andrang, so daß in vielen Wahllokalen, als um 6 Uhr abends die Türen geschlossen werden mußten, noch dicht gedrängt die Stimmberechtigten ans ihre Abfertigung warteten. Wenn man auf Grund zuverläs-stger Meldungen aus allen Tellen Groß-Berlins die Beteiligung an den Kommunatwahlen mit etwa 7.5 bis 77 Proz. berechnet, dann bedeutet das gegenüber der letzten Berliner Etaddoerordnetenwahl im Jahre 1925 eine erheblich stärkere Beteiligung, denn damals schritten nur annähernd 64 Proz. der eingeschriebenen Wähler zur Urne. Dagegen betrug die Wahlbeteiligung bei den letzten Reichstagswahlen im Jahr« 1928 in Berlin rund 85 Proz., eine Ziffer, die am gestrigen Wahlsonntag auf keinen Fall erreicht sein dürfte. Verzückte Sioruiigeii. Kommunisten und Hakenkreuzler als Unruhestifter. während es am Wahltage selbst nur zu kleineren Reiberelen und Schlägereien gekommen ist. spielten sich in der Nacht zum Sonnlag mehrere blutige Schieße- reien ab. Einen regelrecht vorbereiteten Neberfall verübten etwa 30 Kam- munisten kurz nach 1 Uhr in der Maternstraße in der Nahe des Friedrjchxhains auf«ine kleine Propagondagruppe der E A I. und des Reichsbanners. Die kommunistischen Strolche, die stich in großer Ueberzahl befanden, fielen übet die Iugendgenossen und Reichsbonnerkameraden her, die der Ueber- macht schließlich weichen mußten. Roch nicht genug damit, eröffneten Wc Kommunisten«in wütend« Pistolenfeuer und verletzten den 17jährigen Waller Kühl, Mitglied der SAJ., und die beiden Re'.chsbannerkameradsn, den ISjährigen Hermami Peter mann und den Sljährtgen Hermmm L a a t s ch, durch Arm- und Bein- schüsse schwer. Die Verletzten wurden in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. 22 Personen, darunter ein« Frau, wurden von der Polizei festgenommen und ins Polizeipräsidium gebracht.— Die zweite Schießerei ereignete sich in der Reichcnberger Straß«. Eine deutschnationale Klebekolonne geriet mit Kommunisten in ein Handgemenge. Im Verlaufe de» Streites fielen plötzlich mehrer« Schüsse, der Student H ä l z« l aus der Kottbusser Straße erhielt drei Steckschüsse in die Unterschenkel. Der Schwerverletzte fand im Urban-Krankenhaus Aufnahme.— An der Ecke Georgenkirch, und Gollnowstrohe wurtie am Sonntag abend um 19 Uhr der 17jährige Josef Böhm auf dem Bürgersteig mit einer schweren Stichverletzung bewußt- los aufgesunden. B. wurde ins Krankenhaus am Friedrichshaiil transportiert. Die Arbeitersamariter wurden am Wahltage in ganz besonders starkem Maße in Anspruch genommen. Allem in SSI Fällen wurden Transporte von Gebrechlichen usw. zu den Wahl- lokalen ausgeführt. Gegen 400 Zwangsgestelwngen. Im Polizeipräsidium herrschte gestern nachmittag und in den Abendstunden Hochbetrieb. Allein in der Nacht zum Sonntag waren 104 Personen der verschiedenen politischen Parteien sestge» nommen worden. Bis um 18 Uhr am Sonntag erhöhte sich die Zahl der Zwangsgestcllungen auf 160. Das war aber keineswegs die Bilanz des Wahlkampfes. Gegen 18 Uhr lief nämlich die Meldung ein, daß noch etwa 200 bis 200 Nationalsozialisten fest- genommen und auf Lastautos im„Anrollen" feien. Um 18.20 Uhr trafen dann auch die ersten drei Wagen, auf denen sich etwa ISO bis 200 Hakenkreuzler befanden, unter scharfer polizeilicher Be- deckung auf dein Hof des Polizeipräsidiums ein. Nach diesem„Vor- trupp" wurden unaufhörlich aus ollen Stadtgebieten noch einzeln« Zwangsgestellte eingeliefert. Die Beamten der politischen Polizei waren erheblich oerstärkt worden. Zahlreiche Waffen, darunter Distalen. Totschläger. Schlagringe usw. wurden beschlagnahmt. Um 18 Uhr teilt« der Polizeipräsident folgendes mit: Di« Wahlen cm heutigen Sonntag nahmen in allen Bezirken einen ungestörten Verlaus mit Ausnahme von zwei Fällen, in denen e» zu geringfügigen Störungen des Wahlaktes kam, die durch Ein» schreiten von Polizeibeamten beigelegt wurden. Bis 18 Uhr verlief der Tag, abgesehen von unbedeutenden Reibereien und Zusammen- stoßen zwischen politischen Gegnern, bei denen Im ganzen vier per- sonen leicht verletzt wurden, vollkommen ruhig. In zwanzig Fällen wurde die Polizei zum Einschreiten gezwungen, brauchte jedoch nur mi einem Falle, am Bülawplatz,»an Gummiknüppel Gebrauch machen. Eingeliefert wurden insgesamt 337 Personen. Diese hohe Zahl erklärt sich jedoch dadurch, daß in einem Falle sämtliche Insassen von fünf geschlossen hintereinanderfahrenden Kraftwagen der Nationalsozialisten, von denen herab Steine ge- schleudert wurden, und auch ein Schuß abgefeuert worden sein soll, zwangsgestellt wurden. Wie wir weiter erfahren, hatte sich die Zahl der ins Polizei- Präsidium eingelieferten Personen bis um 2l Uhr nicht mehr er- höht. Ein Teil der Zwangsgestelllen ist bereits wieder entlassen worden. Hundert gegen sieben. Im Bezirk Mitte hatte sich das Reichsbanner der Wer- Imng für unsere Partei zur Verfügung gestellt. Ein Lastauto durchfuhr den ganzen Tag die Straßen des proletarischen Zentrums und des Nerdens, freudig begrüßt von den mit uns Sympathisieren- Herne, 17. November. Am Sonnabend abend entgleisten die beiden letzten Wagen des Eilzuges 328» der den Bahnhof Herne 19,55 Uhr planmäßig verläßt. Der Uu- fall ereignete sich ungefähr 189 Meter hinter dem Ein- fahrtSsignal in Richtung Wauue— Eickel, wobei 12 Personen verletzt wurden, darunter zwei so schwer, daß sie ins Heruer Krankenhaus geschafft wer-, den mußten. Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs mußten die Züge umgeleitet werde», so daß voriiber» gehende Verzögerungen entstanden. Die leitenden Be» einten der Eiseubahwdirektion Essen begaben sich sofort an die Unfallstelle. Die beiden letzten Wagen des Eilzuges gerieten in dem Augen- bl-ck ins Schleudern, als auf dem Nebengleis eine Lokomotive mit Packwagen oorüberfuhr. Die beiden wagen wurden von der Maschine erfaßt und aus dem Gleis geworfen. Glücklicherweise stürzten sie nicht vollständig um, sondern legten sich auf die Böschung, so daß weiteres Unglück verhütet wurde. Die Aufräumungs- arbeiten nahmen den ganzen Sonntagvormittag in Anspruch. Mißglücktes Eisenbahnattentat. Nach einer Mitteilung der Pressestelle der Reichsbahndirektion Magdeburg wurde am 16. November, abends 22 Uhr, auf der Strecke Magdeburg— Braunschweig in der Nähe des Bahnhofs Weddel hinter Schandelah«in Eisenbahnattentat verübt. Es wurde eine Lasche am Schienenstoß gelöst und mehrere Schieaen- siücke aus das Gleis geworfen. Ein Güterzug fuhr über dos Hindernis hinweg, ohne jedoch zu entgleisen. Daraufhin wurde das Attentat entdeckt. Sofort wurden Nachforschungen nach den Tätern eingeleitet, bei denen auch Polizeihunde angesetzt wurden. Di« Die Stadt des Lichtes. Ist Verlin richtig beleuchtet? Mit der in der Nachkriegszeit besonders starken Zunahme des Verkehrs gehl Hand ln Hand auch die Frage der Sicher- heil auf den Straßen. Sag verknüpfl hiermit ist die Not- wendigkeil, eine den erheblich gestiegenen Verkehrsverhäll- uissen entsprechende Beleuchtung der Straßen zu schassen. Es ist allerdings anerkannt worden, daß in Berlin schon vor etwa 5 Jahren die Straßenbeleuchtung den Vorkriegszustand wieder erreicht hatte. Sehr bald erkonnte man, daß man bei dem stark angewachsenen Verkehr auch hierbei nicht stehen bleiben könne, und eine Anpassung an die gesteigerten Bedürfnisse erforderlich sei. Man begann sich eingehend mit den Fragen zu beschäftigen, wie Abhilfe geschaffen werden könnte. Gewiss« Grenzen waren hier von vornherein durch die Finanzlage der Stadt gezogen. Die Aenderungen und Verbesserungen in der Straßenbeleuchtung erfordern die Investierung erheblicher Kapitalien, die zu beschaffen meist sehr schwierig ist. Um jedoch geeignet« Grundlagen für eine den gesteigerten Verkehrsoerhältnissen entsprechende Beleuchtung zu finden, wurde vor mehreren Jahren ein Ausschuß von Licht- technikern der beiden großen städtischen Gesellschaften, die für die Beleuchtung der Straßen in Frage kommen— der Berliner Städtischen Gaswerke und der Bewag—, berufen, der sich ein« gehend mit allen damit zusammenhängenden Fragen zu befassen hatte. In schwieriger und langwieriger Arbeit nahm er genaue Messungen sämtlicher Lichtquellen und Geleucht« auf ihre Geeignet« heit hin vor. Dieser Teil der Arbeit ist heute fast völlig bendet, so daß man inzwischen nun auch mit der Einrichtung von Probestrecken unter Verwertung der gemachten Erfahrungen beginnen konnte. Als ein Ergebnis der Arbeiten kann man jedoch bereits jetzt schon fest» stellen, daß die Lichtquellen in unseren Straßen in Zukunft höher anzubringen sind. So wird nmn die kleinen Licht- quellen zukünftig nicht unter 5 Meter und die großen nicht unter 8 Meier Höhe befestigen. Eine Beleuchtung durch Lampen mit scharf abgegrenztem Lichtkegel findet sich nur bei den in Berlin für die Straßenbeleuchiung verhältnismäßig wenig benutzten elektrischen Lampen, während die viel mehr angewandten Gaslampen keinen derart steilen Lichtkegel liefern, sondern schon dicht unterhalb der Wagerechten sehr viel Licht ausstrahlen. Neben diesem rein technischen Teil des Problems ist auch die Einteilung der Straßen nach ihrem Vertehrswert bereits in Angriff genommen worden und wird voraussichtlich zu dem Ergebnis . führen, daß für die Bll-uchtung der Straßen Normen aufgestellt werden. den und in ekelerregender Weis« beschwipst von den Kommunisten. In der L i n i e n st r o ß« wurde vor eiuem kommunistischen Wahl» lokal ein Ueberfall auf diesen Wagen versucht. Als in den Abend- stunden einige Parteigenossen die auf dem Auto befindlichen Fahnen in ein in der Llnienstraße befindliches Parteilokal bringen wollten, wurden vom B ü l o w p l a tz aus durch das Signal eines kommu- nistischen Lastwagens mehrere hundert Kommunisten auf die sieben Fahnenträger gehetzt, die mit Steinen beworfen und mit Gummiknüppeln geschlagen wurden. Der kommunistische Mob versammelt« sich dann vor dem Parteilokal und mußte durch die Polizei vertrieben werden. Unsere Parteigenossen konnten nur unter polizeilichem Schutz dos Lokal verlassen und st« wurden von schreienden und johlenden Kommunisten noch weit ver- folgt. Im Lause des Tages war es bereits mehrere Mal« auf dem Lülowplatz zu Zusammenstößen zwischen den Kommunisten und der Polizei gekommen, weil die Konnnunisten den oerkehrstechnischen Anweisungen der Polizei nicht nachkamen. Trotz aller Pöbeleien wurden jedoch ernst« Zusammenstöße vermieden Hrmde verloren jedoch nach kurzer Zeit wieder die Spur. Die Reichs- bahndirektion Magdeburg hat auf die Ergreifung der Täter«ine Belohnung van 1000 2R. ausgesetzt. Frauenmord bei Breslau. Nach einem Sittlichkeitsverbrechen erdrosselt. Ein Sapilalverbrechen, der Mord an einer 44j3hrig«n Frau, wird aus der Umgebung von Breslau gemeldet. Am Sonnabend wucde die 14 Jahre alte Frau Elsnode Bartsch aus Johnsbach in einer Geländefalle zwischen dem Bahnhof Wartha-Frankenberg und der Reiße e r m o r- det aufgesunden. Der Tod ist wahrscheinlich durch Er- drosseln eingetreten. An der Frau ist, wie der Befund ergab, ein Sittlichkeitsoerbrechen verübt worden. Di« Polizei in Glatz und die Breslauer Mordkommission haben sofort die Er- mlltlungen aufgenommen, doch fehlt von dem Täter noch jede Spur. Der Lustmord scheint berells am Freitag nach- mittag oerübt worden zu sein. Wie die Feststellungen ergaben, war Frau Bartsch am Donnerstag nach Breslau gefahren, um Winter- wüsche und Bettzeug einzukaufen. Sie übernachtete in der Stadt, fuhr am Freitag bis Wartha mit der Eisenbahn zurück und tele- phonierte von dort nach Johnsbach, daß man sie mit dem Boot abholen möchte. An der Fährftelle über die Neiße ist st« jedoch nicht mehr eingetroffen. Sie muß, nachdem sie gegen 4� Uhr nachmittags vom Bahnhof Wartha wegging, unterwegs von dem unbekannten Mörder angefallen und umgebrocht worden sei». Etwa 26 Meter von der Geländefalte entfernt führt ein Weg vor- über. Auf ihm fand ein Arbeiter einen Damenhut. einen Schirm und eine Handtasche Er glaubte, daß die Sachen von einem Wagen heruntergefallen seien und gab sie aus der Polizeistation ab. Bald darauf lief auch di« Meldung von der Auffindung der Ermordeten ein. Man ist also seit längerem bemüht, den gegenüber der Vor- kriegszeit recht erheblich geänderten Verhältnissen in der Straßen- beleuchtung Rechnung zu tragen. Die Durchführung der Maßnahmen erfordert verständlicherwoise erheblich viel Zeit, insbesondere, weil für die Einrichtung der Straßenbeleuchtungsanlagen große Kapl- talien benötigt werden, die eine Verteilung der Arbeiten auf eine Reihe von Jahren notwendig machen. Berlin will und wird trotz allem aber bemüht bleiben, seinen Platz als Stadt des Lichtes beizubehalten. Abonniert den„Vorwärts", das Blatt der Kopf- und Handarbeiter! Ich abonniere den.Vorwärts"'(und die Abend- ausgäbe für Berlin.Der Abend�) mit den illustrierten Bei- lagen.Volk und Zett" und„Kinderfreund", sowie den Bei- lagen.Unterhaltung und Wissen",.Frauenstimme"..Technik", .Blick in die Bücherwett" und.Iugend-Vorwärts" in Groß- Berlin täglich frei ins Haus (Monatlich 3,60 Mk.. wöchentlich 86 Pf.) Name:----- � Wohnung: �-------- __ Straße Nr__ s vorn_ Hof— Quergeb.— Seitenfl-- Tr. links— rechts< bei__—-- j Ausfüllen und einsenden an den Verlag des..vorwärts", verlin Sw KL. Liadensiratze 3. ....................... in Schreckenstat eines Vaters. S-tne beiden Söhne und sich selbst ermordet. Za Buschhoven bei Bonn hat sich am Samstag nach- mlllug eine schwere Vlutial zugetragen. Der 67 Zahre alte Rcnlne? Hermann Heinea hat seinen 16 Jahre alten Sohn H e c- manu. der bisher in Bonn eine höhere Schule besuchte und in den nächsleu Tagen eine Lehrstelle antreten wollte, sowie sein.» S Zehre allen Sohn Rudolf mit einem Jagdmesser erstochen und sich dann selbst erschossen. Es wird an- genommen, daß Heiaen die Tat in einem plötzlichen Anfall vsn Wahnsinn begangen hat. Die Frau des Täters, 8'? feit längerer Zeil krank und bettlägerig ist. mußte die blutige Tal au- sehen. ohne Helsen zu können. Das Ende. Frau Aoubkoff in dunkler Nacht beigeseht. Frankfurt a. M. 17. November.(Eigenbericht.) Weil mit ihrer Leiche weder«ine monarchistische noch eine deutschnationaile Propaganda zu machen war, ist gestern abend in dunkler Nacht die Hohenzollernprinzessin Frau Zoub- k o f f in aller Stille in Cronberg b e i g z s« tz t worden. Außer der jüngsten Schwester und des in der Nähe residierenden Prin- zen Adalbert hat die Hohenzollernfamilie auch bis in den Tod ihren Haß geaen die abtrünnige Prinzessin nicht vergessen. Der Großherzog von Hessen ließ sich bei der Beerdigung«ntschuldig.'n. er sei auf Reisen, und weder Wilhelm II. als Bruder noch die ältere Schwester der Berstörbanen, die Exkönigin von Griechen- land, haben auch nur einen Kranz an dem Sarge niederlegen lassen._ llnbegrundete Angriffe gegen BreslauerGtadtbanf. Die„Deutsche Zeitung" richtete im Zusammenhang mit anderen Dorwürsen an die Berliner Stadtverwaltung die Frage, ob sie die Berliner Sparkasse veranlaßt habe, der Breslauer Stadt- b a n k ein Darlehn von zehn Millionen Mark zu geben, dos die Breslauer Stadtbank als Darlehn wieder an die Berliner Stodtbank übergeführt habe. Wie die„Schlesifche Zeitung" zu dieser Ange- legenhert von der Leitung der Breslauer Staiübank erfährt, trifst diese Meldung nicht zu. Die Stadtbank hat weder von der Berliner Sparkasse ein Darlehn erhalten noch ein solches gegeben. Sm neues Zentrum Der nädiste Nachbar des mächtig aufstrebenden Berliner Messegeländes zwischen Kaiserdamm und Bahnhof Witzleben ist der Reichskanzlerplatz: er entwickelt sich zu einem imposanten Zentrum des neuen Berlin. Eisenbahnunglück bei Herne. Zwölf Reisende eines Eilzuges verleßi. in Herren-lilstor aus dunkel- Herren-Ulster aus dunklem Herren-Ulster aus dunkelbraunem karierten Cheviot, ✓q blaugran karierten Cheviot braunem Flausdi-Cheviot««v o reinwollene Qualität.« M. 6 mit elesaater Abseite- M. 7/•" mit großem Karo--- M. BetlinC K 0 Un 1 S C k et F 1 S CU m A T& f 4*6