Nr. 52. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7a77. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die * sist fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin".old 251 Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. 14 Juristische Scholaftik. Sonntag, den 1. März 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Künftige Kulturgeschichtsschreiber werden sicherlich die Wir erinnern uns aber heute einer reichsgesetzlichen Rechtsphilosophie der Bismarck'schen Aera, unter deren Definition des groben Unfugs", welche implicite zugleich Nachwehen wir noch leiden, mit ihren Kulturkampf- und eine Verurtheilung des mit dem dolus eventualis neuerdings In den Schulen ward uns mit großem Rühmen er- Sozialisten- Ausnahmegeseßen und der hauptsächlich dadurch beliebten Gebrauchs ist. Dieses Erkenntniß vom 3. Juni zählt, wie durch die deutsche Reformation das labyrintische erschütterten Gerechtigkeitspflege so ziemlich auf dieselbe 1889 Gebäude der Echolastik mit ihrem Frr- und Wirrsal so Stufe stellen, wie die Keger- und Herenprozesse der heiligen Bd. XIX, Geite 294-298) ist sehr interessant. ( Entscheidungen des Reichsgerichts, Strafsachen gründlich über den Haufen geworfen worden sei. Man er- Inquifition. Mit den Echmalzgesellen hat es ja die liberale zählte uns mit höhnendem Schmunzeln von den scharf Geschichtsschreibung bereits gethan, wenn es die„ Liberalen" der Leipziger Juftitia in ihren Ehren bestehen lassen, aber Nach diesem Entscheid möchten wir jene Hilfsorgane finnigen Fragen, wieviel Engel auf einer Nadelspitze Plaß der neuesten Garnitur auch dabei kalt überlaufen mag. den verfolgten, sich verhüllenden bärtigen Mann für den hätten und dergl. mehr. Womit man beweisen wollte, zu werden doch dadurch die Waffen, welche man ihnen zur Dolus eventualis und die heut leider so geläufige Auswelchen Verirrungen die theologische Scholastik oder scholafti- Freude heute wieder gegen Sozialdemokraten, ja gegen den legung des Unfugparagraphen erklären. sche Theologie von Luther gelangt sei. ganzen Arbeiterstand anwendet, arg bloßgestellt als Ueberlebfel oder Erneuerungen mittelalterlicher Barbarei. Diese Kritit gefiel dem Bürgerthum nur damals sehr, als es selbst noch Ambos war; heute, wo es Hammer gegen das auf strebende Proletariat spielt, ist ihm die gleiche Kritit unangenehm. Weiter wird uns schon in der Schule die Kasuistik der Jefuiten zur Zeit der Gegenreformation nach Kräften ver efelt. Ihre Morallehre vom Zweck, der die Mittel heiligt, und die doch erstens nicht von ihnen erfunden und zweitens auch von ihren erbittertsten Feinden mit merkwürdigem Geschick gehandhabt wurde, wird vermaledeit, daß es eine Lust ist. Auch sie würden am liebsten bei Buchthausstrafe das August von Weimar( starb 1748). Räsouniren" verbieten, wie jener originelle Rauz Ernst Kasuistik der Neuzeit ist aber entschieden der politische Die schönste Ausblüte juristischer Scholastik und Juhalt öffentlich verbreiteter Druckschriften der Thatbestand Das Rubrum dieser Entscheidung lautet: Rann in dem der Verübung groben Unfugs gefunden werden? Das Landgericht Baußen hatte den Verantwortlichen der Bittauer Morgenzeitung" verurtheilt megen eines Kampfartikels, der den Kartellparteien Verachtung bezeugte" in Ausdrücken, geeignet, die angegriffenen Personen herabzus würdigen." Als Sittenkoder jener Parteien hatte der Artitel als Nachahmung oder Nachbildung der heiligen zehn Gebote des biblischen Dekalogs" elf Gebote aufgestellt. Von dieser Nachahmung hieß es im Urtheil der Border" Daß aber noch in Politik und Juristerei der Neuzeit, Jahrhunderte nach den Scholastikern und Jesuiten Buchftabiliftenweisheit und Rasuistit in Hülle und Fülle zu finden ist, kann heutzutage besonders in deutschen Eventualdolus. Nach diesem braucht der Antläger nicht inftanz, fie trage vielfach das Gepräge der Rohheit", Landen keinem entgehen, auch wenn er nicht gerade mehr Thaten und nicht einmal mehr Abficht und Vorjah woraus sich ergebe, daß der fragliche Aufsatz eine Bes ein vierblättriges Kleeblatt gefunden hat wie jener zu( verbotenen) Thaten zu beweisen, es tann jeßt dank schimpfung der heiligen zehn Gebote und der diese ehrfürchtig Rnabe im Märchen, der dank diesem Talisman sieht, daß scharfsinnigfter Juristenscholastik ein Nichtthäter für die Ge- betrachtenden Religionsgesellschaften enthalte. der Märchenkönig in Unterkleidern einherstolzirt, dem Bedanken anderer bestraft werden. Man vergleiche das trüger vorgeredet hatten, gegen folossale Löhne und Zu- Breslauer Urtheil gegen Liebknecht. Er hat nicht majestäts- verurtheilende Erkenntniß des Instanzgerichtes aufgehoben Das Reichsgericht aber erkannte für recht, daß das gaben prächtige Gewänder herzustellen. Man braucht nicht bis auf Carpzow's*) interessante und beabsichtigt, ja zu vermeiden gesucht, aber er mußte(??) werde. beleidigt, er hat's offensichtlich auch nicht zu thun und der Angeklagte von der Anschuldigung freigesprochen turiöse Rechtsfälle zurückzugreifen, um Scholastik und sich sagen", daß es unter den Hörern seiner inkriminirten Rajuiftit im deutschen Rechtsleben ausfindig zu machen. Rede Leute geben tönnte, bie annehmen könnten, indirekt die äußere Ordnung zu stören, zugegeben wird, heißt Nachdem die Möglichkeit, durch Rebe oder Schrift Man erinnere sich nur an die staunenerregende Entdeckung er habe beleidigt oder doch beleidigen wollen. Also mußte es weiter: der Demagogenhege- Zeit, daß es zum Hochverrath auch einen Liebknecht für die eventuellen" und noch dazu offenbar Con at**), einen Bersuch des Hochverraths, und zu diesem falschen Gedanken anderer bestraft werden. Das ist nach wieder einen Versuch, also einen Versuch des versuchten gerade ein Triumph der juristischen Wissenschaft, bei Sochverraths gäbe, auf grund dessen man nicht Thaten, dem der normale Menschenverstand eines Laien stille steht. sondern schon Gedanken und Gesinnungen mißliebiger Leute Der Fall Liebknecht aber steht nicht vereinzelt da, aber er ist mit Strafe heimsuchen konnte, mit denen vordem nur wirk der krassefte unter einer ganzen Menge von Rechts"-Fällen, liche faktische und praktische Hochverräther belegt wurden. bei denen das Requisit des dolus eventualis, dem heutigen Die Lorbeeren jener Herren Tschoppe und anderer deutschen Rechtsleben so unentbehrlich, eine große Rolle Schmalzgesellen haben die neuzeitlichen Scholastiker und spielt. Cafuiften des Rechts nicht schlafen lassen, und in der RechtsAn der Hauptfront des Reichsgerichts zu Leipzig ist Es ist auf dem Boden des Strafrechtes nichtssagend und Gesetzesauslegung können es diese Modernen", die so am rechten Spigwinkel des Gibels allegorisch die Ent- oder positiv unrichtig, zu unterstellen, die Staatsbürger" bätten furchtbar unmodern sind und ihre Beit so wenig verstehen, deckung des Verbrechers dargestellt in einer bärtigen, Ueberzeugung", deren Verlegung, weil sie zu„ Erwiderungen und einen Anspruch auf Achtung ihrer politischen und religiösen mit den Scholaftikern oder mit irgend einem der jesuitischen knieenden Mannesgestalt, auf die ein Sendbote der in der selbst Gewaltthätigkeiten führen kann, den öffentlichen Frieden Probabilisten ruhig aufnehmen. Ein neuer Pascal fände Mitte thronenden Juftitia mit Fingern zeigt, ein zweiter fört." Ein solcher Anspruch besteht strafrechtlich nur, insoweit erbaulichen Stoff für neue Provinzialbriefe" in Hülle mit gezogener Plempe auf den sich hinter seinem pofitive Strajnormen ehrenkränkende Angriffe gegen Personen und Fülle. Mantel Bergenden anftürmt. In Juristenfreisen oder Einrichtungen, gegen den Staat oder soziale Klaffen, gegen zirkulirt eine Auslegung dieser Gruppe als eines Künstler- Kirche oder Religion verbieten. Außerhalb diefer Grenzen war Carpzow, der berühmte Jurist, der den dolus scherzes", die dahin geht: Der sein Haupt verhüllende ent- es bewußte Absicht der Strafgesezgebung, die Freiheit der eventualis für die Herenprozesse erfunden hat und sich rühmte, beckte Verbrecher ist der deutsche Journalismus oder der Meinungsäußerungen in Rede und Schrift nicht einzuengen und die Bibel auswendig zu fennen und 20 000 Heren zum Tode Genius der Redes und Schriftfreiheit, die beiden Hilfs- außerhalb dieser Grenzen kann von einem„ Anspruch auf **) Conatus delinquendi. Das deutsche Reichs- Strafgesetzbuch, fräfte der Justitia aber sind der dolus eventualis und dem französischen folgend, stellt Handlungen unter Strafe, welche der Majestätsbeleidigungs Paragraph 95 des Strafgesetzeinen Anfang der Ausführung eines Berbrechens enthalten. verurtheilt zu haben. 68 " Clotilde. Doch wo waren sie jetzt? Wie hatte man sie entschädigt? buches. Die Art aber, in welcher die Vorinstanz vorliegenden Falles den§ 360 Abf. 11 Str.-G.-B. auf einen politischen Beitungs- Artikel anwenden will, ist mit den vorentwickelten Methode würde in der That dahin führen, daß die ursprünglich Grundfäßen unverträglich und kann nicht gebilligt werden. Diese nur bubenhaften Straßenunfug verbietende Strafnorm eine fubfidiäre Strafvorschrift unbestimmtefter Allgemeinheit wird, welcher der Strafrichter alles zu unterstellen befugt ist, was ihm ungehörig" erscheint und doch unter die sonstigen Strafandrohungen mit ihren wohlerwogenen begrifflichen Grenzen nicht past"). Was man sonst nicht bestrafen tann, Sieht man als groben Unfug an." sompanads B lang Todesqualen über sich schweben sehen und sie schon Viele hofften doch noch beide zu sehen. Jeden Tag ( Nachdruck verboten.) empfunden, um durch ihre Begnadigung erst recht wieder zogen neue Besucher vor das Gitterhor des Stiftes, um in das Elend des Kerters für immer geworfen zu werden. ihre Freude kund zu thun, das Thor blieb geschlossen. Nun ihre Unschuld erwiesen ist und sie in Freiheit Jeden Abend löften fich Sängervereine ab, um in gefetzt werden mußten, führte man sie aus einem Gefäng- erhebenden Serenaden, melodische Klänge bis zu der Kranken niffe in das andere, denn nicht anders tonnte und ihrem treuen Wächter hindringen zu lassen und Grüße man das durch flöſterliche Abgeschlossenheit und zu bringen. bigotten Zwang bekannte Magdalenenstift nennen. Auch darüber brachte ein zweites Extrablati ber Buttelmeier'schen Nachrichten Aufklärung. Man erfah daraus:" Sofort nach dem Schuldbekennt niß der Georgine Brambach wurden Hanne und Friedrich in Freiheit gesetzt. Die jetzt allseitig Beglückwünschten und mitleidvoll Geehrten, seien damals am Tage vor ihrer Hochzeit in Haft gebracht worden. Da sie nach drei Jahren genau an demselben Tage ihre Freiheit wieder erhielten, so glaubte man vor allen, ihr damaliges Vorhaben erfüllen zu müssen. Und diese jungen Leute, die jahrelang freudlos, in stetem Kummer, Schmerz, Noth und Elend geschmachtet, die wollten doch gewiß nun aufleben, ihr Leben erst genießen. Das werde ihnen dort, so wohlgemeint diese Anstellung erschien, nicht möglich. És traten fofort einige Ehrenmänner zusammen und legten cine Liste auf, in die freiwillige Gaben für die, vom Tode zu neuem Leben in voller Freiheit Erlösten, eingezeichnet wurden.i Auf ihren Wunsch vollzog ihre Eheschließung alsbald der Standesbeamte; die kirchliche Trauung ist wegen der Der Erfolg war schon in den ersten Tagen ein anaus Freude und Erregung erfolgten Erkrankung der jungen Frau Friedrich aufgeschoben worden. Den jungen Leuten ist eine sorgenfreie Lebensstellung durch ihre Unterbringung im St. Magdalenenstifte geschaffen worden. Herr Friedrich ist dort Kastellan. Die junge Frau ist zwar noch frant, befindet sich aber auf dem Wege der Befferung." Diese Eröffnungen wurden mit sehr gemischten Gefühlen entgegengenommen. Ein Theil der Bevölkerung sagte sich: Das also ist die Entschädigung, welche den zwei Unglücklichen gespendet wird, die so viel Leid unschuldig erlitten? sehnlicher. Ein anderer Theil konnte seiner Freude über die Bes freiung und Errettung zweier guter Menschen kaum Herr werden, und brachte dieselbe laut und öffentlich zum Ausdruck. Die Straße, in der das Magdalenenstift sich befand, war jetzt zur Wallfahrtsstraße geworden, man wollte die Auferstandenen sehen und sie beglückwünschen. Doch das Stift lag tief im Bart verborgen, den ringsum Gitter und Mauerwerk einfriedigte. Allein auch dies konnte die Begeisterung nicht aufhalten, Friedrich und Hanne Zeichen der Freude und Theils nahme darzubringen. Bahlreiche Glückwünsche, Maffen von Nicht nur, daß sie die Schrecken der Verhaftung, Blumenbouquets mit Juschriften, wurden dem jungen Paare den Jammer des hochnothpeinlichen Prozesses durch zugeschickt. Stürmisch wurde Friedrich gerufen Friedrich gemacht, fie ten auch durch ihre Verurtheilung wochens verließ seine Hanne nicht.( gre Anf Es war oft rührend anzusehen, wie Leute ärmlichen Standes unter herzlichen Worten kleine Familienkostbar feiten als Hochzeitsgeschenke für die jungen Eheleute überreichen ließen. Die Oberin, welche Hanne sehr gern hatte, weil sie ein gottergebenes, frommes Gemüth besaß, bat Friedrich, er möge sich nicht zeigen und aufregen, damit er nicht auch Hanne noch aufrege. Dich will schon ruhig bei ihr bleiben," sagte Friedrich, ich bin das Siten gewohnt, die vielen Beweise der Liebe und Theilnahme werden sich doch belohnen, Hanne wird durch sie wieder auf die Beine kommen." Die Einzeichnungen in die Liste zu gunsten einer Schenkung an die zwei freigewordenen, einst unschuldig Verurtheilten wiesen eine überraschend hohe Summe auf. Das Komitee, aus angesehenen Bürgern der Stadt ges bildet, welches sich verpflichtet hatte, dies Liebeswerk durchzuführen, war bereits in der Lage, ein Wohnhaus antaufen zu können. Bom Besitzthume der Gräfin Klary war durch einen Zaun das Nebengebäude abgetrennt worden, und das kam gerade zur Versteigerung. Dieses nahe an der Stadt gelegene Gartengrundstück kaufte das Komitee und erwarb auch noch Gasthofs- und Schankgerechtigkeit darauf. Man wollte damit einen oft geäußerten Wunsch der opferfrendigen Geber in Erfüllung bringen. Achtung pvlltischer und religiöser Ueberzeugungen" nicht gi- sprocku»»verdi». N«»n d«tspi«lsweise ß 860 St.-G>-B> mit sorgsamster Ab- »vägung der Worte die frühere Fassung des Z IVO des preuhischen Strafgesetzbuchs,— durch welche jede Friedensgefährdung durch Erregung von«Haß und Verachtung" gegen Staats- angehörte« gelrofsen wurde,— aufgegeben und auf„öffentliche Anretzung zu Gewaltlhärigkeiten beschränkt hat, wenn im Z 1KS Strafgesetzbuchs ebenso bestimmt die beleidigenden Angriffe gegen ab- strakte Glaubenssätze als solche aus dem Bereiche des Straf- schütze« ausgeschieden wurden, so darf nicht§ 860 Nr. 11 des Stras-Gesetz-Buchs dazu verwendet werden, um die klar erkenn- baren Absichten der Gesetzgebung illusorisch zu machen und die bloße Erregung vonHaß und Verachtung gegen eine politischePartei, oder die bloße Mißachtung abstrakter, moralisch-religiöser Satzungen unter der Bezeichnung„grober Unfug" zum Delikte zu stempeln. Wäre jede Verletzung der religiösen oder politischen Ueberzeugungen anderer schon um deshalb„grober Unfug", weil die Möglichkeit niemals ausgeschlossen ist, daß solche Verletzungen im Streite der politischen und kirchlichen Parteien zu„Erwiderungen, selbst Gewallthätigkeiten" führen, so fiele damit die gesammte politische Tagespreffe und die ganze Streitschristen» Literatur, sobald fie in ihren Angriffen gegen die Meinungen anderer das vom Strafrichter nach seinem freien Ermessen für zulässig erachtete Maß überschreitet, unter die Zensur des Z 360 Nr. 11 St.-G.-B. Daß hierfür der in erster Reihe die polizeiliche Ordnung, die äußere Ruhe und den sittlichen Anstand aus den öffentlichen Straßen und Plätzen schützende § 360 Nr. 11 Sl.-G.-B. nicht bestimmt ist, bedarf keiner Bus- sührung.— Die gesammte unmittelbare wie mittelbare Wirkung deS hier inkriminirten Zeitungsartikels beschränkt sich enviesener- maßen daraus, daß die Leser der„Zittauer Morgenzeitung" von einer beleidigenden Kundgebung gegen die sogenannten Kartellparteien Kenntniß erhielten, daß infolge dessen die Parteigenossen der letzteren sich in ihren politischen Anschauungen und andere Personen sich in ihren religiösen Empfindungen gekränkt fühlen konnten. Bus derartige mittelbare Wirkungen und solche bestimmt erkennbare Personeukrcise blieb die äußere Erscheinung des fraglichen Preß» erzengniffes beschränkt. Die blos denkbaren mittelbaren Wirkungen aber eines Wortes, einer Aeußerung oder einer körper- lichen Handlung auf den äußeren Bestand der öffentlichen Ord- nuna können weder objektiv noch subjektiv als Unterscheidungs- Merkmale„groben Unfugs" verwendet werden. Vergl. Rechtspr. Band 10, S. 304." Wir hielten diese Erinnerung für zeitgemäß, um zu zeigen, welche Fortschritte die moderne Rechtsscholastik seit dem Jahre 1S89 gemacht hat, und mich sonst für nützlich. Vor mehreren Jahren erschienen in der Berliner„Volks- Zeitung" eine Reihe Artikel unter dem Sammeltitel:„Berg- ab", welche den Niedergang unseres Rcchtslebens bengalisch beleuchteten. Fast will es uns bedünken, als seien wir nun schon so ziemlich ganz unten angelangt. Oder giebt's noch tiefere Tiefen? Vielleicht doch!? Professor Dernburg hat einmal einen Vortrag über die Phantasie im Recht gehalten. Wenn wir nur von der so überaus fruchtbaren Phantasie unsrer Rechts- scholastiker und Kasuisten im Strafrecht endlich sichergestellt wären! In besagtem Vortrag kommt unser alter guter Freund und Sozialistentödter übrigens auch zu dem Resultat, daß heutzutage zu viel bestraft wird. Aber wer weiß, was die„Phantasie im Strafrecht" uns noch bringen mag! polUifche Aebevstchk. Berlin, 29. Februar. Die Weltpolitik, mit der unsere Waffer-Chauvinisten das deutsche Volk aufs Glatteis imperialistisch-zäsaristischer Reaktion führen möchten, sehen wir gegenwärtig bei einem anderen Volke in voller Aktion. Unser unglücklicher Drei bunds-Genosse Italien ist durch den Verbrecher Crispi in die„kolonialpolitische Falle" gelockt worden und treibt in Afrika„Weltpolitik". Jeder"Tag dieser„Weltpolitik" kostet— wohlgemerkt von der s o n st i g e n Politik ganz abgesehen— lV« Millionen Franks jeden Tag; 20000 Soldaten sind bereits den Waffen der Eingeborenen und dem Klima erlegen; zwei„große Siege" und ein Dutzend größerer oder kleinerer Niederlagen sind geerntct und der Rest der italienischen Expeditions- Armee ist in Gefahr, bis auf den letzten Mann ausgerieben zu werden. Dabei keine Möglichkeit eines Erfolges. Die Er- oberung von Abessynien und Schoa ist eine Auf- gäbe, für welche die Kräfte Italiens nicht ausreichen. Eine vernünftige Regierung würde sofort mit den schnöde angegriffenen und beraubten Völkern in Unterhand- lung treten und, wenn nöthig, noch Kriegsentschädigung be- zahlen, nur um eine Katastrophe zu vermeiden und weiteres Unheil zu verhüten. Ein Rückzug, selbst unter den denkbar ungünstigsten Bedingungen wäre immer noch weit vortheilhafter für Italien, als die Fortsetzung des Krieges unter Es wogten noch inimer nach dem Magdalenstiste die Neugierigen und auch die Geschenkgeber wollten ihre Schütz- linge einmal sehen. Dazu war dann in einem Gasthofe die beste Gelegen- heit, sie versprach zugleich den Besitzern reichlichen Zuspruch. Friedrich war noch ein junger Mann, der gern arbeitete, und wenn erst seine Hanne die Nachwehen der Gefangenschaft im Kerker überwunden hatte und wieder ganz gesund war, dann fanden beide hier einen angenehm freien gewinnbringenden Wirkungskreis. Bis Hanne vollständig genesen, hoffte das Komitee auch noch die innere Einrichtung des Gasthofes durch weitere Liebesgaben anschaffen zu können. Brambach's waren beerdigt worden, ohne daß etwas davon bemerkt wurde. Man sprach jetzt sehr wenig von ihnen. Daß die Regierung sofort die Hand auf die Liegen- schaften und das Gericht auf den Nachlaß Beschlag gelegt, fand man erklärlich. Auch war noch ein ansehnliches Baarvermögen vor- gefunden worden. � Palavi verließ, da sein Rachedurst gestillt, mit diesem seinem Erbe die Stadt und reiste in seine Heimath nach Genua zurück. Für diejenigen, welche Brambach sonst ferngestanden, war deffen Name verpönt und verschollen. Die ehemaligen Freunde vermieden erst recht den Namen zu erwähnen, um nicht als Mitvergeher und Schmarotzer angesehen zu werden. Nur das Eine blieb ihnen von Interesse und ein un- gelöstes Räthsel: viele hätten gern etwas darüber erfahren, was wohl mit der Tochter vorgegangen, da man nichts weder von ihr noch von ihrem Manne gehört. Die Wohnung des Dr. Laugenberg stand noch immer verschlossen. Vollständig eingerichtet und prächtig aus- gestattet, harrte sie nur des Einzuges der Besitzer. Wo aber blieben Clotilde und Eugen Langenberg? den denkbar günstigsten Bedingungen. Denn die Fortsetzung des Krieges, selbst wenn ein paar „große Siege" erfochten werden, bedeutet unter allen Umständen den wi r th sch a s t lich e n, und, fast sicher, auch den politischen Bankrott des König- reichs Italien. Und eine solche Politik will man uns aufdrängen? Wir denken: VestiAia terrent— die italienischen Spuren schrecken ab.— Das Herrenhaus nahm am Sonnabend mehrere kleinere Vorlagen, darunter den Gesetzentwurf betreffend die Auf- Hebung der Taxordnungen für Aerzte und Zahnärzte ohne Debatte an. Von den sodann berathenen Petitionen verdient nur die des Schutzvereins Berliner Bau- Interessenten behufs Ergreifung von Maßnahmen zur Bekämpfung der Mißstände des bau- gewerblichen Lebens erwähnt zu werden. Die Petition wurde nach kurzer Berathung der Regierung a l s Material überwiesen. Bei der Erörterung der Denk schrift betreffend Ausführung der gesetzlichen Vor- schriften über die Rückerstattung der Grund- st euer- Entschädigung ergriffen die Agrarier wieder einmal die Gelegenheit, ihre Wünsche vorzubringen. Der ihnen durch dieses Gesetz auferlegten Verpflichtung möchten sich die Junker gern entziehen und zu gunsten ihrer eigenen Taschen den Staat um nicht unbeträchtliche Einnahmen bringen. Herr Tr Miguel befindet sich diesem agrarischen Verlangen gegenüber in einer keineswegs beneidenswerthen Lage. Das Jntereffe des Staates erfordert es, daß die Borschristen des Gesetzes streng durchgeführt werden, das der Agrarier erfordert gerade das Gegentheil. In diesem Jahre hat Miguel noch die Kraft gehabt, sich den Gelüsten der Junker zu widersetzen; er erklärte heute, daß die Etaatsregierung den im vorigen Jahre von beiden Häusern des Landtages angenommenen Gesetzentwurf betr. Aufhebung der Rückerstattung der Grund steuer-Entschädignng der Krone zur Annahme nicht empfehlen könne. So ist den Agrariern außer ihren beiden „großen Mitteln", dem Antrag Kunitz und der Silberwährung, auch dieses„kleine Mittel" genommen. Aber so leicht sind die Herren nicht zufrieden; um wenigstens die Aussicht aus eine spätere Erfüllung ihrer Wünsche zu haben, nahmen sie eine Resolution an. worin sie erklären, daß sie in dieser Frage noch aus demselben Standpunkt wie im vorigen Jahre stehen. Die Denkschrift wurde nach der üblichen agrarischen Nothstands-Dcbalte für erledigt erklärt. Am Montag stehen nur Petitionen auf der Tagesordnung. Im preußischen Abgeorducteuhause drehte sich die am Sonnabend fortgesetzte zweite Berathung des Kultus- Etats wiederum um konfessionelle Angelegenheiten, die diesmal in einem einzigen Punkte, dem Wunsch nach der Vorlegung eines neuen Volksschul- Gesetzes im Sinne des Zedlitz- schen Entwurfes seligen Angedenkens gipfelten. Die Konservativen und das Zentrum reichen sich in dieser Frage brüderlich die Hand, und selbst Herr E t ö ck e r erregte den lebhaften Beifall seiner früheren Partei freunde, als er die Staatsschule für eins der größten Uebel erklärte und die jetzige parlamentarische Situation als besonders geeignet für ein Volksschul- Gesetz bezeichnete. Wie ein Hohn ertönte es aus dem Munde dieses Apostels der Wahrheit, daß sich das Volk im Jahre 1592 eigentlich nicht gegen den Zedlitz'schen Entwurf erklärt habe, sondern daß der Sturm dagegen künstlich von der Presse erregt sei. Vielleicht dachte Herr Stöcker dabei an die ihm zu Gebote stehende Preffe. Sehr hart setzte der Zentrums- Abgeordnete Danzenberg. ein alter Käwpfer aus der Zeit des Kulturkampfs, dem Kultusminister zu. der nach seiner Meinung verpflichtet sei, ein neues Volksschul-Gesetz einzubringen, da ja das Haus unter dieser Parole gewählt wäre. Dr. Bosse weigerte sich mit aller Entschiedenheit, dem Wunsche des Zentrums und der Konservativen zu willfahren; er wurde in seinemWiderstand unterstützt durch die Nationalliberalen von Eynern und Dr. Krause sowie durch den Abg. R i ck e r t, der sich heute zur Abwechselung wieder einmal als freiwilliger Regierungs- kommissar vorstellte. Der Kultusminister wies dies liebens- würdige Anerbieten nicht gerade zurück, wie kürzlich sein Kollege vom Finanzministerium, aber er nahm es auch nicht direkt an.— Die Debatte wird am Montag fortgesetzt. Wer regiert in Deutschland? Der Reichskanzler? Der Bundesrath? Der Reichstag? Oder alle drei zu- sammen? Wenn man die Reichsverfassung für ernst nimmt, muß man diese Frage mit mehr oder iveniger Ein- schränkung bejahen. Wenn man aber gewisse Thatsacheu ins Auge faßt, die sich vor uns abspielen, muß man alle diese Fragen verneinen. Wir verweisen auf nachstehenden, zweifellos von eingeweihtester Seite an die„Weser-Ztg." gerichteten Brief aus Celle, den 27. Februar: „Vor kurzem war hier der Regierungsrath Hugenberg (Sohn deS früheren Schatzralhs Hugenberg in Hannover) an- wesend. Er ist Mitglied der Ansiedlungskoiiimission in Posen; sein amtlicher Zweck war. hier junge Männer als An- siedler für Posen zu gewinnen. Augenscheinlich ist er ein un- gewöhnlich tüchtiger Mann, begabt mit großer Beredsamkeit. Da kam vom Doktor Langenberg ein Schreiben an den Assessor Händrich mit folgendem Inhalte: � Auf den Wunsch meiner Frau und mit meinem Willen crhälst Du anbei den Schlüssel zu unserer neu eingerichteten Wohnung mit der Befugniß: alle Möbel und Immobilien darin als Beisteuer zu einem Liebeswerke für Friedrich und Hanne heraus zu nehmen und damit deren neue Wohnung auszustatten. Indem noch die Bitte hinzu- gefügt wird, ihnen die Namen der Geber zu verschweigen, zeichne» ergebenst Tr. Eugen Langenberg und Frau. Diese Urkunde wurde dem Komitee durch Assessor Händrich zugeschickt. (Fortsetzung folgt.) rikersvifchvs. Die Röntgen'sche Entdeckung. Allgemein verständ- lich dargestellt von Dr. B. Borchardt.(Berlin, Hans Baake.) Preis 30 Pf. Ter Verfasser hat es unternommen, nicht nur die neugesundenen Thatsacheu mitzutheilen, sondern auch diejenigen physikalischen Be- griffe und Apparate zu erläutern, welche für das Verftändniß jener Thalsachen nothwendig sind. Er Hai dabei keine Kenntnisse bei seinen Lesern vorausgesetzt, um so jeden in die. Lage zu bringen. sich ein Bild von der neuen Entdeckung und ihrer Trag- weite zu machen. Er bespricht in einzelnen Kapiteln den Lufldruck und die Luftpumpe, den elektrischen Strom und seine Wirkung, die elektrische Induktion und den Funken- iiiduktor, die elektrischen Entladungen in verdünnten Gasen und die Kathodenstrahlen, die Entdeckung der Rönlgen- schen Strahlen, die Photographie mit den X-Strahlen, de» Nutzen der X-Strahleu sür die Wissenschaft und Technik, die Natur der X-Slrahlen. Betreffs leichleren Verständnisses sind 10 Figuren beigegeben, sowie die gelungene Abbildung einer Maus nach dem neuen Aerfahren. Wir glauben, daß die leichtfaßlich« Schrift viele Leser finden und ihnen auch mancherlei Anregung zu eigenem Nachdenken geben wird.— J— Er benutzte seine Anwesenheit, um zugleich als Mit- glied des geschästsführendeu Ausschusses des„Alldeutschen Verbandes" auch für diesen in kleineren Versammlungen Stimmung zu machen. Dabei erklärte er auf's besiimmtefle, sofort nach Schluß der zweiten Lesung des Marine-Etats im Reichstag, alfo spätestens in vier Wochen, werde der„Alldeutsche Verband" eine umfaffende Agitation für die Flotte»- v e r st ä r k u n g in ganz Teiitschland in Szene setzen, und zwar mit Vorwissen und unter ausdrücklicher Zustimmung eines der höchsten Offiziere der Marineverwaltung. Neben erheblicher Verstärkung der laufenden Mittel würden im nächsten Herbst zur Vermehrung der Schiffe mindestensSOOMillioneu gefordert werden. Wenn diese Forderung nicht jetzt schon gestellt werde, so habe dies, wie jener Offizier dem Vorsitzenden des „Alldeutschen Verbandes". Professor Hasse, versichert habe, darin seinen Grund, daß mau au maßgebender Stelle dem gegenwärtigen Reichskanzler nicht eine hinreichende Energie in Vertretung dieser Forderung zutraue. Deshalb trete im Laufe dieses Jahres ganz bestimmt ei» Kanzlerwechsel ein. Wenn der Reichstag ablehne, so sei die A u f l ö f u n g gewiß, des- halb solle schon jetzt vorgearbeitet werden, daß die Flotten- Verstärkung sich als ebenso wirksame Wahlparole erweffe, wie vor fünf Jadren die Heeresverstärkung." Das lieft sich ja gerade, als ob wir in der Türkei wären. Ter Reichskanzler ist gegen die uferlosen Flotten. plane der„Weltpolitik", die Reichsregierung ist dagegen, der Bundcsrath ist nicht dafür, der Reichstag ist jedenfalls in seiner ungeheueren Mehrheit dagegen, und dennoch trotz der ausdrücklichen Verwahrung der zuständigen Regierungs- Vertreter in der Budgetkommission treiben Regiernngs- beamte eine offene Agitation für diese Pläne, bedrohen die obersten Beamten des Reichs den Reichstag. Die frondirenden Beamten müssen also glauben, eine Stütze zu haben, die zu stark ist für die regelrechte Reichs- regieruug. Oder ist die Regierung in sich gespalten? Steht Regierung gegen Regierung? Hat die„Weser- Zeitung" recht, so herrschte ja die reinste Anarchie. Das wäre an sich schon schlimm. Für das deutsche Volk wäre es aber ein doppelt bedrohlicher Zilstand, weil es sich um Pläne haiidelt, welche das deutsche Volk finanziell zu Grunde richten und im Innern ein System befestigen würden, das außer dem Ruin des Wohlstandes auch der Untergang des letzten Restes der Volksfreiheit wäre. Und wohlgemcrkt, es handelt sich hier nicht um äugen- blickliche Einfälle, sondern um langerhand vorbereitete Entwürfe. Sofort, als der verdächtige Spektakel nach dem Telegramm des Kaisers an den Präsidenten der Buren- republik losging, machten wir im„Vorwärts" auf die tollen Flottenpläne des Vereins„All Deutschland" aufmerksaul und führteil aus, daß diefe Flottenpläne offenbar des Transvaal-Pudels Kern seien. Der Verein„Alldeutschland" steht jetzt an der Spitze der Agitation für die„Weltpolitik" und die„weltpolitische" Flotte. Wir hatten demnach recht. Unter allen Umständen ist es nöthig, daß das dentsche Volk gegen diese kulturfeind- lichen, völlig sinnlosen Pläne sich rechtzeitig und mit der iiöthigen Energie erhebt und den Urhebern ein so kräftiges Nein! zuruft, daß ihnen die Lust zu weiterer Wühlerei vergeht. Taschen zu! Und fort mit den Wasser« Chauvinisten!— Zum Essener„Meineids"> Prozeh. In unserem Elberfelder Partei- Organ lesen wir: B o ch u»i. 26. Februar. Herr M. v. Egidy hielt gestern Abend in der Tonhalle vor einer sowohl von Frauen als auch von Männern sehr zahlreich besuchten Versammlung einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über seine reforma- torischen Ideen. An den Vortrag knüpfte sich eine stellen- weise hochiuteressante Diskussion, die von dem Genossen Max- König aus Witte» eröffnet wurde und in welcher derselbe u. a. auch auf den Essener Meineidsprozeß zu sprechen kam. In bezug aus letzten Punkt erklärte hierauf Herr von Egidy, nach seiner Ansicht gehörten die Geschehnisse in Essen zu den betrübend st en Erscheinungen der letzten Zeit. „Ich habe," fuhr Redner fort,„den am allerschwersten betroffenen Mann in seiner einsamen Zelle im Zuchthause gesehen und muß sagen, daß es«inen für mein fanzes Leben daurrnden tiefen und er- chütternden Eindruck auf mich gemacht hat, diesen Mann in seiner für mich rührenden Ergebung in sein Schicksal zu sehen. Ich bin der Ueberzeugung, daß im ganzen deutschen Volke, außer den Richtern es sehr wenige sind, welche jene Ver- urtheilten für meineidig halten."(Sehr richtig.) Als hierauf Herr Reichstags-Abgeordneter Dr. Lütgenau die Bühne besteigt. um das Wort zu ergreifen. tritt Herr Polizeikommissar Bernhard vor und erklärt, eS sei 11 Uhr und daher Schluß der Versammlung. All- gemeines Erstaunen und Rufe: Warum denn? Herr von Egidy wendet sich aufs höchlichst« verwundert an den Konunissar. der Zivilkleidung trägt, mit der Frage:„Muß ich Ihnen das glaube»? Wer sind Sie denn?" worauf der Kommissar sich legitimirt. Herr von Egidy bemerkt sodann:„ D a s s i n d ja eigenthümliche Zustände hier in Bochum! Warum haben Sie mir das nicht früher gesagt? Nun, ich füge mich selbstverständlich dem Gesetz, da wir noch so„unmündig" sind, uns von der Polizei vorschreiben lasse» zu müssen, wann wir»ach Hause zu gehen haben". Die Bersammlnug wurde hierauf geschlossen und ging ruhig auseinander. Ein Kommentar ist überflüssig. Herr v. Egidy hatte ja auch das— freilich kaum ersehnte Gtück— das Milieu („Mittel") kennen zu lernen, innerhalb deffen Vernrtheilnngen, wie die unserer braven Essener Genossen, möglich sind, und durch das sie erst erklärlich werden. Nun— das letzte Wort in dieser Sache ist hoffentlich noch nicht gesprochen.— Gegen das allgemeine Stimmrecht. Die Umtriebe gegen das allgemeine Wahlrecht hören nicht auf. Daß das sächsische Wahlrechts-Attentat sich in letzter Linie gegen das Reichs-Wahlgesetz richtet, wird von den sächsischen Re- Sierungsblättern ziemlich unverblümt eingestanden. Jetzt at der hessische Minister Finger sich sehr gehässig über das allgemeine Wahlrecht ausgesprochen. Er sagte in einer der letzten Kammersitzungen laut der amtlichen„Darmstädter Zeitung" anläßlich eines Antrages auf Einführung der direkten Wahl für den Landtag wörtlich: „Ohne eine Kritik an dem Reichstage, dessen Zu- sanimensetzung bekanntlich auf direktem Wahl- recht beruhe, üben zu wollen, müsse er doch zu- gestehen, daß die Zusanimensetzung der Hefsischen Kammer eine bessere sei, wie die des Reichs- tage s." „Besser"— das heißt der Regierung genehmer, ge- fügiger. Und das ist es ja gerade, weshalb die Herren Reaktionäre das Reichstagswahlrecht hassen,«»d weshalb die entschiedensten unter ihnen dasselbe mit allen Mitteln, gesetzliche» und ungesetzlichen, umstürzen b:- strebt sind. Die hessische Kammer nahm übrigens trog ihrer belobten Gefügigkeit den Antrag auf Einführung der direkten Wahl an was allerdings vorläufig nur der Ausdruck eines frommen Wunsches ist. Aber wir begreifen nicht, wie ein Mann, der solche Ansichten hat, es mit seinem Gewissen vereinigen tann, Minister eines Staats zu sein oder zu bleiben, der dem auf dieser Grundlage beruhenden Reiche angehört. Wir verstehen eine derartige Weitherzigkeit nicht. Svanien. Herren gehen würde, erhielte Württemberg teine fortschrittlichere| preiszugeben, und so ihre Bundesgenossenschaft gegen Abessynien Verfassung. zu gewinnen. Das wäre ein Verzweiflungsstreich, zwar nicht ein Durch den Fall Steudel" wurden zwar die Ge- Verklagen des Teufels bei seiner Großmutter, aber ein Bündniß die Mahdisten würden sich müther erregt, wer aber die Unduldfamkeit der Kirche kennt, der gegen ihn mit der Großmutter Und hier eine Bemerkung. Wir sind für die freieste tonnte sich nicht wundern, daß Pfarrer Steudel feines Amtes aller Boraussicht nach sofort mit den Abeffyniern verKritik. Wir bestreiten dem hessischen Finger nicht das Disziplinarhof für evangelische Geistliche, weil Wir bestreiten dem hessischen Finger nicht das entsetzt wurde. Bekanntlich stand Pfarrer Steudel vor dem einigen. Protestversammlungen gegen den Krieg wurden schon in Recht, die Grundlage des Deutschen Reichs und das er sich Unist das allgemeine Wahlrecht- nicht nach seinem Ge- gehorsam gegen die Kirchenbehörde zu schulden kommen ließ und verschiedenen Städten abgehalten, und die Bewegung greift um ben religiösen Jugendunterricht auf eine dem Konsistorium sich. schmack zu finden. nicht angenehme Art und Weise ertheilte. Da Steudel erklärte, nicht gegen seine Ueberzeugung predigen und lehren zu können, Die Auflösung der Cortes, d. h. der Volksso wurde er seines Amtes entlassen und erhält, da er erst einige vertretung ist foeben erfolgt. Die spanische Regierung hat damit Da Jahre Pfarrer ist, teine Pension! Steudel wird nun in öffent- eingestanden, daß sie nicht einmal mit einer Vertretung, die nach lichen Vorträgen in und außerhalb Württembergs seine Anfichten der letzten Wahl als außerordentlich regierungstreu hingestellt ward, zu regieren vermag. Das Land ist in großer Aufregung und feine Prozeßverhältnisse näher erläutern. Weimar, 29. Februar.( Privatdepefche des Vorwärts".) und von den bevorstehenden Wahlen hat die Regierung nichts Chronik der Majeftätsbeleidigungen. Vor der Straf- Das reaktionäre Wahlgesetz wurde heute mit 21 gegen 9 Stimmen Gutes zu erwarten. Für die Kammer sind sie auf den 12., für fammer des Rostocker Landgerichts hatte sich Donnerstag der den Senat auf den 26. April anberaumt, also auch auf Sonn wegen Majestätsbeleidigung angeklagte Redakteur der Meckl. tage, wie in Frankreich, Italien und der Schweiz. Volts Zeitung", Genosse E. Groth, zu verantworten. Mainz, 28. Febr.( Eig. Ber.) Die Handelstammer zu Die Wiesbaden hat an das Reichsamt des Junern eine Eingabe Madrid, 29. Februar. Die liberalen Klubs haben gestern Majestätsbeleidigung sollte begangen sein in dem Leitartikel der Nr. 123 vom 18. Oftober vorigen Jahres. Der Artikel be- gerichtet, in welcher sie sich gegen ein von dem Verband kauf- beschlossen, gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien den schäftigte sich mit dem Beileidstelegramm, das der Kaiser bei männischer Vereine an die genannte Behörde gerichtetes Ersuchen Krieg auf Kuba zur Wahlparole zu machen und gegen Canovas Ermordung des Mülhauser Fabrikanten Schwarz abgeschicht auf Ausarbeitung eines Gefeßentwurfs betreffend die Bildung auszunußen. Die Konservativen scheinen jedoch ihrer Mehrheit hatte und in welchem deffen Ermordung als ein Ergebniß von den Gewerbegerichten ähnlichen Schiedsgerichten wendet. ficher zu sein, trotzdem die Freunde des Erministers Sagasta und fozialdemokratischer Agitation hingestellt wird. Der Gerichts. In der Sitzung der Mainzer Handelstammer wurde die Karlisten große Anstrengungen machen. ist vielmehr durchaus damit einverstanden, daß ähnlich beschlossen, dieser Ansicht nicht zuzustimmen. Die Kammer den Gwerbegerichten auch für das Handelsgewerbe eine solche Einrichtung geschaffen wird. In diesem Sinne soll dem Reichs amt des Innern Vorlage gemacht werden. amt des Innern Vorlage gemacht werden. hof erkannte eine Majestätsbeleidigung für vorliegend und verurtheilte den Redakteur Groth zu fünf Monaten Gefängniß Der Antrag der Staatsanwaltschaft hatte auf fechs Monate gelautet. Zur Begründung des Urtheils führte der Präsident des Gerichtshofes nur aus: Das Gericht habe festgestellt, daß der Artikel geeignet sei, bei den Lesern die Gesinnung des Kaisers verächtlich zu machen, und das Gericht nehme ale erwiesen an, daß diese Wirkung vom Angeklagten beabfichtigt war; demnach läge eine Majestätsbeleidigung vor. Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich Dienstag in nicht öffent licher Sigung vor dem Schweriner Landgericht zu verantworten der in Haft befindliche Maurer Görgas aus Demmin. Nach Herstellung der Deffentlichkeit wurde Angeklagter auf grund des§ 97 R- Str. B. in drei Monate Gefängniß, sowie in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. angenommen. -O - Aus dem hessischen Landtag, 28. Februar. ( Eig. Ber.). Die sozialdemokratischen Abgeordneten Müller und Eramer haben in der zweiten Kammer den Antrag eingebracht, die großherzogliche Regierung zu ersuchen, auf grund des§ 1 Absatz 5 des Gefeßes über die Gewerbegerichte in Darmstadt ein Gewerbegericht zu errichten. Die national liberale Mehrheit der Stadtverordneten Darmstadt's weigert sich nämlich, troh des Drängens der organisirten Arbeiterschaft, schon feit Jahren beharrlich, der Errichtung eines Gewerbegerichtes zuzustimmen. Hoffentlich wird der Antrag angenommen. Desterreich. Das Ergebniß der Gemeinderaths Amerika. zufolge wird die Regierung von Honduras derjenigen von New- York, 29. Februar. Einer Depesche aus Managua Nicaragua 2000 Mann zur Hilfe senden, um den Aufstand zu unterdrücken. Ver= Washington, 28. Februar. Senat. Jm weiteren Verlaufe der Debatte über den Beschlußantrag zu gunsten der tubanischen Aufständischen erklärte Lindsay, die Lage auf Ruba rechtfertige ein thätiges Einschreiten der Bereinigten Staaten, um im Namen der Menschlichkeit die Ordnung auf Ruba wiederherzustellen. Sherman sprach den Wunsch aus, daß Ruba in Mexico einverleibt werde, und erklärte, der Augenfei gekommen, dem unbeschreiblichen blick fei gekommen, dem ein Ende zu machen, die brechen der Spanier den menschlichen Campos abberufen und ihn durch Aus Leipzig meldet uns eine Privatdepesche, daß Meinig den Schlächter Weyler ersetzt hätten. Wenn letzterer auf Kuba aus Hartmannsdorf von der Aufsehen erregenden Anklage wegen bleibe, werde nichts die Vereinigten Staaten Majeftätsbeleidigung wegen Verwendung einer Büste des Kaisers hindern, die Barbaren zu vertreiben.( Beifall.) freigesprochen wurde. Auch von der damit in Zusammenhang ahlen, soweit es die Sozialdemokratie betrifft, entspricht, wie Lodge bemerkte, der von den Vereinigten Staaten beabsichtigte ftehenden Anklage wegen groben Unfugs wurde Meinig frei die Wiener Arbeiter Zeitung" schreibt, ganz unseren Voraus- Schritt werve von der zivilisirten Welt gebilligt gesprochen. Der jegt Freigesprochene war wegen derselben Sache fegungen. Wir haben in die Wahlbewegung nicht eingegriffen, werden. Andere Senatoren erklärten, Spanien verdiene nicht am 15. Oktober v. J. vom Landgericht Chemnitz zu 7 Monaten um Stimmen zu sammeln, sondern um unser Anrecht an die die Achtung anderer Länder. Nur Caffery bekämpfte den Gefängniß verurtheilt. Das Reichsgericht hat dann dieses Urtheil Kommune festzulegen. Das ist gründlich geschehen, und wie Beschlußantrag, worin die Aufständischen auf Kuba als triegaufgehoben und den Fall nach Leipzig verwiesen, wo jetzt Frei das fommunale Programm der Sozialdemokratie eigentlich führende Macht anerkannt werden, der mit 64 gegen 6 Stimmen sprechung erfolgt ist. den Inhalt dieses Wahlkampfes zwischen zwei bürgerlichen angenommen wurde. Parteien gebildet hat, so wird es auch die Sieger des heutigen Der Beschlußantrag Call, welcher am 5. d. M. gestellt war, Tages überdauern. Immerhin sind aber die tausend Stimmen wurde mit dem am 20. d. M. eingebrachten Amendement für ein vernünftiges, den Interessen der Gesammtheit dienendes Cameron angenommen, wonach der Präsident ersucht wird, sich Programm werthvoll in einem Augenblick wo sich der Kampf bei Spanien dafür zu verwenden, daß die Unabhängigkeit Ruba's demokratischen Kandidaten erlangten die meisten Stimmen in des Bürgerthums lediglich um Personen dreht. Die sozial- anerkannt wird. Philadelphia, 28. Februar.( Meldung des Reuter'schen jenen Bezirken, wo sich durch die wirthschaftlichen Verhältnisse Bureaus".) Der Kapitän Wiborg und die Steuerleute Peterson ein sozialdemokratisches Kleinbürgerthum sammelt; die relativ und Johannfen von dem dänischen Dampfer" Horfa" wurden wenigsten in den wohlhabenderen Bezirken, in der für schuldig erklärt, die Neutralitätsgefege durch was noch nachträg- die Beförderung einer für Kuba bestimmten Inneren Stadt und Leopoldstadt, von blödsinnige Lüge der Antisemiten jüdischen" Sozialdemokratie, die für die Liberalen arbeitet, der bewaffneten Expedition verletzt zu haben. Die Parteien der Reformisten und der das sozialdemokratische Programm als reif erwiesen haben; aber Generalwahlen nicht zu betheiligen. deutlich illustrirt. Es sind gerade nicht viel Leute, die sich für Autonomisten auf Ruba haben beschlossen, sich an den felbst von diesem Gesichtspunkte, der uns am wenigsten wichtig Deutsches Reich. c/ - 3um 3wed der Umgestaltung der vierten Bataillone wird dem Reichstage eine Nachtragsforderung von 320 000 M. zugehen. Ueber die Reform der vierten Bataillone, die mit diesen Mitteln durchgeführt werden soll, theilt das B.." mit: Je zwei vierte Bataillone" werden in ein Vollbataillon mit etwa 300 Köpfen verwandelt, wozu noch Mannschaften kommen, die die übrigen Bataillone abgeben. Zwei dieser neuen Bollbataillone bilden ein Regiment und zwei folche Regimenter eine Brigade. Demnach erhält jedes Armee torps eine fünfte Brigade. Die Unterbringung der neuen Truppentheile wird natürlich noch besondere Roften machen. Die„ Köln. Ztg." bemerkt dazu, daß der Kaiser den Vorschlägen wegen lich die Die Nachrichten aus Ruba find auch unter Zustimmung ertheilt habe, die organisatorischen Arbeiten feien it, bedeutet das Ergebniß der Wahl für die Sozialdemokratie Meyler ebenso stereotyp wie unter Martinez Campos: Die abgeschlossen, nur die wirthschaftlichen Fragen über die Unterbringung der neuen Regimenter nehmen noch einige Zeit in Un- Ottakring erzielten unsere Kandidaten mehr Stimmen als die In zwei proletarischen Wahlbezirken, in Simmering und spruch, weshalb noch ungewiß sei, ob die Nachtragsforderung Liberalen. schon jetzt an den Reichstag gelange.lautet: es England. " Die Bewegung in der Konfektions- Anduftrie. Bekanntmachung. Nur ein neues Moment ist in die Nachrichten gekommen. Die Spanier siegen immer und brauchen immer mehr Verstärkungen. Spanier haben mit dem Erschießen der Gefangenen begonnen, wogegen Martinez Campos, zu seiner Ehre sei es - Herr von Rardorff veröffentlicht in den Berliner gesagt, sich bis zuletzt gesträubt hat. Natürlich wird durch solche Neuesten Nachrichten" eine Entgegnung auf Herrn Prof. Del. London, 28. Februar. Unterhaus. Auf die Anfrage barbarische Grausamkeit die Erbitterung nur vermehrt und die brück's Anfrage an König Stumm in den Preußischen Jahr: des Abgeordneten Coddington, ob die Regierung dem Hause eine Vergeltungsmaßregeln bleiben selbstverständlich nicht aus. Und büchern." Wir theilen den ersten Theil dieser Erklärung mit. Er Erklärung abgeben könne über den wesentlichen Inhalt des die Intervention der Vereinigten Staaten( siehe unter Washington) Meinungsaustausches mit Deutschland betreffend wird dadurch nur näher gerückt. der indischen MünzZur Erwiderung darf ich wohl bemerken, daß der von die Wiedereröffnung Herrn Profeffor Delbrück angezogene Fraktionsbeschlußstätten, und ob sich seit dem Datum jenes Meinungsder Regierung irgendwie gebezüglich des Reichstags Wahlrechts niemals austausches die Ansichten aufgehoben und ändert hätten, antwortete der Unterstaatssekretär Curzon: Am mir auch nicht bekannt ift, baß ein Mitglied der Reichspartei sich je 8. November fragte Graf Sayfeld an, ob die englische Regierung mals über die Nothwendigkeit der Beseitigung willens sei, die bimetallistische Frage in einer Da über die Auslegung des in dem Ausstande der Kondes geheimen allgemeinen direkten Wahl- Konferenz zu erörtern, falls die deutsche Re- fektionsschneider der Herren- und Knabenkonfektion am 19. Ferechts öffentlich ausgesprochen hätte, denn die gierung fich dafür entscheiden follte. Lord bruar 1896 von den Betheiligten geschlossenen Vergleichs Zweifel theoretischen Vorträge einzelner Herren über Borzüge der öffent- Salisbury ertheilte die Antwort, er müsse erst mit seinen erhoben worden sind, werden nachstehende Punkte des Vergleichs lichen Wahl oder des belgischen Wahlsystems sind doch un- Kollegen berathen, bevor er eine bestimmte Ansicht aus- hierdurch auf grund der dem Abschlusse vorhergegangenen Verer weise aber die Idee einer Konferenz handlungen, wie nachsteht, erläutert: gefähr in demselben Lichte anzusehen wie die Wünsche der sprechen könne; Don der Hand, falls fich gute Gründe für radikalen Parteien, statt 21 schon 18 Jahre als Beginn des nicht Zu Punkt 1 des Vergleichs. Auf sämmtliche bisher von aktiven Wahlrechts einzuführen, oder das Wahlrecht auf die die Abhaltung derselben ergeben sollten. Bei einer darauf- Ronfettionsfirmen gezahlten Lohnfäße ist der Lohnzuschlag von Frauen auszudehnen eine Ausdehnung, gegen die ich persön- folgenden Unterredung stellte Graf Hatzfeldt die Frage, ob die 12/2 pet. zu gewähren, gleichviel ob diese Säße für die Arbeit indische Regierung damit umgehe, ihre Münzen wieder zu er lich nicht viel einzuwenden haben würde. mit oder ohne Zutbaten gezahlt wurden. Es ist mithin, Die Verantwortung, einem Staats- öffnen, da Deutschland dies als eine nothwendige Vorbedingung sofern der bisherige Saß sich für Arbeit mit Buthaten( Knöpfen, streiche zu rathen, durch welchen allein die Beseitigung des zu irgend einem internationalen Uebereinkommen betrachte. Unter Schnallen u. s. w.) verstand, auf diesen Preis der Lohnzuschlag bestehenden Reichstags Wahlrechts ermöglicht werden könnte, bem 6. Dezember wurde Graf Hazfeldt davon unterrichtet, daß von 121/2 pet. zu zahlen. wird teine Partet fo leicht auf sich nehmen. Ob die Wiedereröffnung der indischen Münzstätten Sofern der bisherige Lohnfaß zuzüglich des Lohnzuschlages ein solcher einmal durch ein weiteres Sinken des geistigen Niveaus nicht beabsichtigt würde, weder von der indischen Re- von 122 pet. den Minimalfag des Minimaltarifs nicht erdes Reichstages oder durch eine Gefährdung unserer gesammten gierung noch von dem Staatssekretär für Indien. Unter diesen reicht, ist nach dem Minimaltarif ohne Lohnzuschlag zu fulturellen Entwickelung feitens fozialistischer Majoritäten Berhältnissen wurde die Ungelegenheit damals nicht weiter ver- löhnen. herbeigeführt werden wird, bleibt eine andere Frage. folgt. Später legte Graf Hazfeldt Lord Salisbury die Erklärung Bu 3 und 4 des Vergleichs. In den Abfertigungsräumen vor, welche der deutsche Reichskanzler im Reichstag abzugeben der Konfektionsfirmen und Zwischenmeister ist sowohl der beabsichtigte über das, was beiderseits besprochen war. Lord Minimaltarif nach Nr. 1 des Vergleichs vom 19. Februar 1896 Salisbury erhob keinen Einwand gegen die Erklärung, er als auch der besondere Tarif für die bisher gezahlten Lohnsätze innerte jedoch den den Grafen Hatzfeldt unter Bezugnahme mit dem Vermerk auszuhängen, daß auf diese lehteren Löhne auf Bemerkungen im deutschen Reichstag daran, daß 121/2 pet. Zuschlag gezahlt werde. sich in in seiner Erwiderung auf die Mittheilung der Thatsachen beschränkt habe, wie sie damals vorlagen, und in dieser Erwiderung in feiner Weise eine Absicht bezüglich der Butunft enthalten gewesen sei. Die Erklärung Lord Balfour's im Unterhause am 20. Februar gebe die allgemeinen Ansichten wieder, welche die englische Regierung nach Erwägung der Sache über den Gegenstand hege. zu Jedes Recht läuft durch groben Mißbrauch Gefahr, verloren zu gehen, und daß der Mißbrauch des allgemeinen Wahlrechts in der Aufwiegelung der breiten Vollsmassen durch gewiffenlose lügnerische Agitationen ein stetig zunehmender ist, wird taum bestritten werden können." Es ist doch merkwürdig, daß Herr Kardorff weder die er Reden seines Fraktionsgenossen Stumm tennt, noch sein eigenes Partei Organ„ Die Post" lieft. Wäre dies aber der Fall, so wäre diese Erklärung unmöglich gewesen. dienen. - Für 600 000 m. ein Barlamentsfig mit Rittergut fäuflich. Ein Inferat der Köln. 3tg." vom 27. d. M. beginnt folgendermaßen: Berkäuflich wegen Todesfall. Rittergut in Mecklen burg, mit Virilstimme auf dem Landtage." Nachdem Bertha Rother auch schon eine Virilftimme zum medlenburgischen Landtage befaß, bedarf es freilich feines weiteren Spottes auf den Parlamentarismus nach dem Ideale des Herrn v. Buchka. Zu§ 4 des Vergleichs. In jedem Falle ist die erzielte Lohnaufbefferung in ihrem vollen Betrage den Arbeitnehmern zuzuwenden, also, sofern der Minimaltarif in Anwendung kommt, der Unterschied zwischen dem bisher von der Konfettionsfirma gezablten Preise und dem Sage des Minimaltarifs, im andern Falle der volle 12 1/2 prozentige Lohnzuschlag, - Herr v. Manteuffel, ber zum Sandesdirektor der Proving Brandenburg gewählt wurde, hat sicherem Vernehmen Die Arbeiter erhalten also nicht einen prozentualen Lohnder Freis. 3tg." nach vor seiner Wahl die Zusicherung gegeben, daß er nach Ablauf der Wahlperiode ein Reichstags- Mandat London, 28. Februar. Das Unterhaus nahm die zweite aufchlag auf ihre bisher von den Zwischenmeistern gezahlten nicht wieder annehmen werde. Diese Zusicherung war ibm Lesung des von Havelock Wilson eingebrachten Gefeßentwurfes Löhne, sondern den vollen Betrag der seitens der Konfektionswohl sehr leicht, er will wohl weder bei der Spaltung der ton- an, welcher bestimmt, daß kein Matrose auf englisch en Firmen zugebilligten Lohnerhöhung. Berlin, den 27. Februar 1896. fervativen Partei mitthätig sein, noch später unter Herrn v. Blög Schiffen als Bollmatrose beschäftigt werden tann, welcher nicht Beugnisse einer vierGewerbegericht als Ginigungsamt. müffen außerdem den Beweis erbringen, daß sie die gewöhn jährigen tüchtigen Dienst& eit beibringt. Ausländer gez. v. Schulz, Dr. Gerschel, D. Weigert, Gustav Brock, A. Schulz, H. Stubbe, Ph. Witte. lichen an Bord gegebenen Befehle in englischer Sprache verIm preußischen Handelsministerium wurde am Freitag ftehen.Abend über die Enquete berathen, die im KonfettionsLondon, 29. Februar. Der Vertheidiger Dr. Jameson's gewerbe vorgenommen werden soll. Zu der Berathung hinzugezogen aus der Mäntelkonfektion Herr wird für denselben folgende Argumente vorbringen: Jameson waren hat nicht in feindlicher Absicht gegen die füdafrikanische Republit M. J. Meyer, aus der Herren Konfektionsbranche die Herren gehandelt, sondern auf Ersuchen der Reformpartei in Johannes. Rosenbaum u. Gollop, Firma Leop. Piun, als burg. Jameson wollte das Komitee unterstüßen, um die Drd- Vertreter der Arbeiter Zimm und Reising, Matsche c nung wieder herzustellen. Er hat keinen Schuß abgefeuert, ehe als Zwischenmeister. Ferner waren zugegen Gewerberath Politische Ruhe herrscht zur Zeit in Württemberg. er angegriffen wurde, befand sich also im Zustande berechtigter Berathung, die zwei Stunden währte, fand unter Borsiz Sprenger und Gewerbe Assessor von Schulz. Die schwäbischen Landtags- Abgeordneten befinden sich immer Nothwehr. noch in den Weihnachtsferien und es ist noch vollständig im So telegraphirt man. Doch wohl zu dumm, um wahr fein des Unterstaatssekretärs Herrn obmann statt. Dunkeln, wann der Landtag zur Erledigung der schwierigen gegen waren Räthe ferner verschiedene zu können. des HandelsAufgabe, der Steuerreform, zusammentritt. Wie zwar minifteriums. In dieser Sitzung wurden die Vorverhandlungen verlautet, ſoll die Steuerreform nicht mehr in der Italien. über die zur Einleitung der Enquete nothwendigen Maßregeln Frühjahrssession, sondern erst auf den Herbst hin zur Be- Die Nachrichten aus Afrika lauten immer be: berathen. Zu den ferneren Verhandlungen sollen noch zugezogen rathung kommen und auch die Verfassungsrevision soll, wie es drohlicher. Die Regierungsblätter geben die Möglichkeit zu, daß werden aus der Damenkonfektion die Herren Ferdinand scheint, auf die lange Bank geschoben werden. Es wurden zwar Baratieri auf zwei Fronten tämpfen müsse, d. h. um Manheimer und Hermann Szafranski, aus der in dieser Sache sog. hervorragende Mitglieder der ersten Kammer ingelt sei; und verschiedene italienische Blätter behaupten, Wäschefabrikation Glaferfeld Firma Wolf 1. Glaserfeld) um ihre Ansichten gefragt, aber wenn es nach den Köpfen dieser General Baldiffera habe den Plan, den Mahdisten Raffala und zwei Arbeiterinnen Frau Noack und Fräulein ist. = Die 8= Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts. In der p geftigen Sigung wurden 19 Personen( Zwischenmeister und Arbeiterinnen) aus der Herren- und Knabenkonfektion vernommen. Partei- Nachrichten. Achtung! Die früheren Verbreiter und Kolporteure N.B. Die Arbeiterpresse wird um Abdruck des vorstehenden gebeten. Der Prozek Dreesbach's gegen die beiden Redakteure der Badischen Landes- Zeitung" wegen der bekannten Betrugsbeschuldigung ist abermals vertagt worden, weil das Amtsgericht in Karlsruhe den Bureaudirektor des Reichstages, Herrn Knad, persönlich vernehmen will. an R. Millarg, Berlin S., Annenftraße 16, Gewerkschafts Bureau. Die Böttcher der Nürnberger Firma Gaßler haben die Arbeit niedergelegt, weil der Unternehmer den von ihm unter zeichneten Lohntarif nicht innehielt. Aus Karwin wurde gestern telegraphirt: Die Lage des Ausstandes hat sich verschlimmert, Die Anzahl der eingefahrenen Arbeiter ist geringer als gestern. Die Aufregung der Arbeiter dürfte durch die gestern erfolgte Kündigung dreier Arbeiter in Zarubet neue Nahrung erhalten. Ruhe und Ordnung sind. bisher nicht gestört worden. Eine Stepperin, welche 10 Jahre in der Branche thätig ist, des zu Ende vorigen Jahres eingegangenen ,, Sozialdemokrat" Zuchfabrik durch einen Vergleich beendet, der im wesentlichen In Guben ist der Streit der Weber der Lehmann'schen bringt es bei einer täglich 16ftündigen Arbeitszeit auf 14 bis bitten wir nachdrücklichst, soweit noch Rückstände zu begleichen zu gunsten der Arbeiter ausgefallen ist. 16 M. pro Woche. Die Unkosten für Feuerung, Licht, Nähgarn, Nähmaschinen- Abnutzung u. s. w. betragen pro Woche 4,20 m., find, die letzteren umgehend einsenden zu wollen. Im Interesse Die ausständigen Schleifer der Firma Grimme, Na. so daß günstigenfalls nur ein Nettoverdienst von 12 M. bleibt. einer baldigen Geschäftserledigung sehen wir voraus, daß die in talis u. Co. in Braunschweig haben die Vermittlung des Der Mann, gelernter Schuhmacher, ist durch Krankheit ver: Frage kommenden Restanten unseren Wunsch schleunigft er feinen Schritt zu unterlassen, der möglicherweise zu einer Einigung Gewerberaths angerufen. Die Arbeiter legen Werth darauf, hindert, feinen Beruf auszuüben; er ist deshalb beim füllen werden. Geldsendnngen sind wie zuvor an die führen könnte. Steppen behilflich. Durch dessen Thätigkeit erhöht sich der Wochen Verdienst unter Umständen auf 19 Mart. Expedition des„ Sozialdemokrat", Berlin SW., Ein Zwischenmeister, gelernter Bäcker, giebt an, daß er für drei Beuth ft r. 2, zu richten. Engrosfirmen Hosen in der Preislage von 35-85 Pf. liefert. Außer dem Hause beschäftigt dieser Meifter" 12 Stepperinnen und 20 Handnäherinnen. Nach seiner Angabe verdienen die Stepperinnen bei der üblichen 14-16 stündigen Arbeitszeit pro Woche 12-14 M., die Handnäherinnen dagegen nur 3-8 M. Der im Hause arbeitende Bügler bekommt pro Woche 21 M. Lohn; er muß jedoch täglich 100 Hosen bügeln. Ein anderer Meister der Hofenbranche war bis vor vier Jahren Buchbinder: geselle, dann war er 12 Jahr als Bügler thätig und ist dann Zwischenmeister geworden. Als folcher liefert er an drei Engros 15. Februar nach langem Leiden der Schuhmachermeister Todtenlifte der Partei. In Straußberg ist am firmen wöchentlich 300-400 Hofen in der Preislage von 40 bis Johann Freier im 89. Lebensjahre gestorben. Die zahllösungen hatten unsere Bartetgenossen Neumann und Gewehr Wegen zweier ungerechtfertigter Versammlungs- Auf45 Pf. Die Hofen muß dieser Meister dafür noch zuschneiden. reiche Betheiligung, die sich aus den Kreisen der Parteigenossen und in Elberfeld in einer dritten, am 21. August abgehaltenen VerNach dem Streik zahlen die Geschäfte den vereinbarten Minimal- der Schuhmacher Straußbergs bei dem Begräbniß kundgab, zeigte, sammlung scharfe Kritik gegen Staatsanwaltschaft und Polizei. preis von 60 refp. 65 Pf. Der Meister wird darüber belehrt, in welch hohem Maße Freier die Sympathie des arbeitenden daß er den vollen Preiszuschlag den Arbeiterinnen zuwenden Boltes genoß. muß. Eine Arbeiterin des betreffenden Meisters ist gleichfalls Polizeiliches, Gerichtliches 2c. anwesend. Sie giebt an, daß sie gemeinsam mit ihrem Mann, der von Beruf Kellner, aber oft ohne Arbeit ist, die Handarbeit Verleger der Mainzer Boltsstimme" wurden vom dortigen Genoffe Tiefel als Redakteur und Genoffe oft als an Hosen verrichtet. Für eine Hose bekam sie bisher 10 Pf. Schöffengericht zu je 30 M. Strafe verurtheilt. Sie hatten ihrem wovon noch 2 Pf. für Unkosten abgehen. Den Nettoverdienst Blatte den Prospekt eines Wertes" Das Werden des Menschen" von 8 Pf. erzielt diese Arbeiterin in 1½½ Stunden. Nach beigelegt und sollen sich dadurch der Verbreitung unfittlicher dem Streit bekommt sie 15 Pf. für die Hofe. Ein dritter Schriften" schuldig gemacht haben. Zwischenmeister der Hosenbranche ist gelernter Schlächter. Jetzt Freigesprochen von der Anklage gegen den§ 181 beschäftigt er außer dem Hause 40 Arbeiterinnen, im Hause( Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen) verstoßen zu haben, zwei Bügler und einen Zuschneider. Die letztere Stellung wird wurde der Genoffe Orb aus Offenbach von der Darm von seinem Sohne, einem gelernten Kaufmann, vorgeftanden. städter Straftammer. Diefer Meister liefert für sechs Engrosgeschäfte Hosen. " " Soziale Uebersicht. Halle a. S. Dem Bolfsblatt" wurde von der Streittommiffion mitgetheilt, daß mit sämmtlichen Hallischen Kon= fektionshändlern, die ihre Waaren von Stettin be= In Leipzig hat bei der Wahl der Vertreter zur General: ziehen, eine Unterredung gepflogen worden ist, die den Erfolg versammlung der Ort3 Krantentasse die Liste des hatte, daß die meisten Händler sich bereit erflärten, auf ihre Gewerkschaftstartells mit 12 778 Stimmen über die Gegenlifte Stettiner Lieferanten einen Druck dahin auszuüben, daß sie die Forderungen ihrer streifenden Arbeiter bewilligen; andernfalls sollen die betreffenden Stettiner Firmen beim Waarenbezug nicht mehr berücksichtigt werden. Die 65 Arbeiter, die noch im Streit stehen, gehören zum Personal der Firma Sernau, die sich mit der Kommission noch nicht geeinigt hat. In Görlitz kann die Lohnbewegung als beendet angefehen werden. Die Konfettionäre haben einen Minimallohntarif angenommen, der fich etwa 15 pet. über die jetzt gezahlten Löhne erhebt. Die zur Hälfte aus Arbeitern, zur Hälfte aus Arbeitgebern zusammengesetzte Kommission bleibt bestehen, um die Einhaltung der Abmachungen zu überwachen. In Beziehung auf die Beschwerden über die Zuschneider und Geschäftsangestellten haben die Geschäftsinhaber ebenfalls Abhilfe zu gesichert. In Stettin, wo die Streifenden, wie bereits gestern mit getheilt, den Konfektionären zu Liebe eine neue Kommission gewählt haben, ist man trotzdem noch um keinen Schritt vorwärts gekommen. Die zwischen der neuen Kommission und den Unternehmern gepflogenen Unterhandlungen beschränkten sich auf eine Aussprache über die Verhältnisse. Es scheint, bemerkt der Stettiner Bolts- Bote", daß die Konfektionäre überhaupt feine Zugeständnisse machen wollen und die Angabe, mit der alten Lohnkommission nicht verhandeln zu können, nur ein Vorwand war. gefiegt, auf die sich nur 1754 Stimmen vereinigten. Für die von Mitgliedern des früheren Kaffenvorstandes ausgebende Gegen: lifte stimmten die Militärvereine, die Hirsch Duncker'schen und die evangelischen Arbeitervereinler. Gerichts- Beitung. behörde daselbst erhoben und waren deswegen unter Anklage gestellt worden. Im legten Augenblick hatte die Polizeibehörde ganz aus und für Gewehr blieb nur die Staatsanwaltschaftsvon Elberfeld, vertreten durch Beigeordneten Diecke, die Strafanträge zurückgezogen; somit schied Neumann aus der Anklage beleidigung übrig. Durch die Zurückziehung des Strafantrags hat die Elberfelder Polizeiverwaltung zugegeben, daß ihr Vorgehen von damals, die Auflösungen der Versammlungen, ungerecht und Die noch übrig bleibende Staatsanwalts- Beleidigung, die dem ungefeßlich, mithin die Kritik über ihr Verhalten berechtigt war. Genossen Gewehr zur Saft gelegt wurde, lag darin, daß er der selben vorgeworfen haben soll, fie meffe mit zweierlei Maß, die Auflösungen der Versammlungen seien wider Recht und Gesetz erfolgt, aber es falle feinem Staatsanwalt ein, gegen die auflösenden Beamten resp. deren Vorgehen vorzugehen, andererseits Bornheim in Barmen, der jahrelang im Amte gefälscht und würden notorische Betrüger und Fälscher, wie der Stadtfekretär unterschlagen habe, nicht verfolgt, obgleich den Behörden das Treiben des Bornheim bekannt gewesen sei. Letzterer sei aber eine große Ordnungsstüße" und das erkläre die Sache. Die Anklage behauptet nun, Gewehr habe behauptet, die Staatsanwaltschaft verfolge den Bornheim nicht, trozdem sie von dessen Treiben gewußt habe, Gewehr dagegen behauptet, er habe mit diesem Vorwurf die Barmer Stadtbehörde gemeint, diese habe um die Sache gewußt und der Staatsanwaltschaft das Stenogramm des von der Lohnbewegung der Tischler Berlins. Die Tischler der feine Anzeige erstattet; Mühlenbau- und Maschinenfabrit von Kapler Polizei beauftragten Redakteurs Mann, vom„ Täglichen ( 42 Mann) haben gestern die Arbeit eingestellt. Beschleunigt Anzeiger", der die Verhandlungen in jener Versammlung ſteno. wurde ihr Vorgehen durch die rigorose Handlungsweise des graphirt habe, fei nicht korrekt wiedergegeben. Die Feststellungen Leiters der Firma. Ein Schloffer, der sich in einer Werkstatt- nach dieser Richtung sind ziemlich eingehend. Redakteur Mann, Busammenkunft über die Uebelstände dieser Fabrit ausgesprochen als Beuge vernommen, behauptet, Berhören oder Bersehen seiners hatte, wurde am andern Tage entlassen. Gestern widerfuhr das seits sei völlig ausgeschlossen. Aus den Akten des Prozesses selbe dem Vertrauensmann der Tischler, trozdem er sich Bornheim wird festgestellt, daß die Staatsanwaltschaft erst im in der Werkstattversammlung fehr zurückhaltend benommen Juni von dem Treiben des Bornheim Kenntniß erhalten habe, hat. Die Arbeitszeit bei bei diefer Firma ist täglich und zwar durch die Artikel der Freien Presse", dann ist auch 10 Stunden, doch werden sehr viele Ueberstunden gemacht. Das Strafverfahren gegen Bornheim eingeleitet worden. Auf Der Durchschnittslohn betrug bei der ausgedehnten Arbeitszeit Antrag des Staatsanwalts erkennt das Gericht gegen den An20,50 m. Die Firma hat gestern nach Stettin und Frank- geklagten auf 30 M. Geldstrafe. furt a. M. nach Arbeitern telegraphirt, aber auch die Drte Merkwürdige Moralanschauungen sind von der Ver verwaltung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes hat den Tischlern waltung einer Harburger Fabrits Krankenkasse, sowie vom in den für den Mühlenbau in betracht kommenden Städten den Bezirksausschuß zu Lüneburg bestätigt worden. Den Streit bei Stapler telegraphisch zur Kenntniß gebracht. Ueber Krantentassen ist gefeßlich das Recht gegeben worden, in den Stand der Gesammtbewegung ist zu berichten, daß am ihren Statuten zu bestimmen, daß keine Geldunterstüßung bei geftrigen Tage 8 von den fich am hartnäckigsten sträubenden Krankheiten geleistet werde, welche sich der Krante durch ges Werkstellen mit zirka 100 Tischlern fapitulirt und die Forde- schlechtliche Ausschweifungen zugezogen hat. Eine derartige Be rungen bewilligt haben. stimmung hatte auch die Fabritskasse der Hamburger Jutes in ihre Statuten aufgenommen. Gewerkschaftliches. U Mädchen äußerst Auch in Dresden ist die Situation unverändert. Unternehmer, die zuerst die Wahl einer Spezialfommiffion für melden, daß bis Sonnabend Nachmittag in 265 28 ert stellen n Ueber die Lohnbewegung der Möbelpolirer ist zu Spinnerei und Weberei einem Rechtsstreite derfelben mit dent Drtss die Damenbranche gewünscht hatten, lehnen es jetzt ab, in Unter- mit ca. 625 Polirern die Forderungen bewilligt armen- Berbande, der Krankenhauskosten ersetzt verlangte, handlung einzutreten. Einige Firmen verbreiten in der bürger- worden find. 105 Polirer von 43 Wertstellen befinden sich noch ſtand die für eine große Zahl von lichen Preffe die unzutreffende Nachricht, sie zahlten die ver- im Ausstand. Der Stand der Bewegung ist demnach günstig. bedeutungsvolle Frage zur Entscheidung, ob eine Gebärmutters langten Löhne. Am letzten Donnerstag hielten die Streifenden Die Wertstellen, wo noch nicht bewilligt wurde, sind in Inferaten Erkrankung infolge außer ehelicher Entbindung als Reſultat abermals eine Versammlung ab, wo auch die Frau Paftor theil genannt. geschlechtlicher Ausschweifung zu betrachten sei. Der Bezirkss Gamper wieder das Wort ergriff und die Ausständischen zum Ausharren aufforderte. Die Zahl der am Streit betheiligten Achtung, Metallarbeiter, Schnitte und Stanzenbauer! ausschuß zu Lüneburg bejabte(!) diese Frage und erklärte deshalb die Kasse für nicht erfaßpflichtig. Das Ober VerArbeiter nimmt noch zu. Morgen Montag ist wieder Versammlung Der Streit der Schnitte und Stanzenbauer Berlins steht nach waltungsgericht hob indessen als Berufungsinstanz verständigerund am Freitag wird Genosse Zimm aus Berlin in Dresden wie vor außerordentlich günstig. Die Streikenden sind gewillt, weise die Vorentscheidung auf. Eine oder auch einige uneheliche referiren. so lange auszuharren, bis die Forderungen von den Fabrikanten Geburten seien an sich noch lange nicht das Merkmal geschlechtbewilligt find. Wegen der großen Opfer, die dieser Kampf der licher Ausschweifung im Sinne des Gesetzes. Dasselbe mache Organisation auferlegt, fowie weil demnächst auch andere feinen Unterschied zwischen unehelichen und ehelichen Wöchnerinnen. Branchen der Metallarbeiter in die Lohnbewegung einzutreten gedenken, werden Listen ausgegeben für diejenigen Werkstätten, wo feine Marken vom Agitations- und Unterſtüßungsfonds der Depelchen und lehte Nachrichten. Berliner Metallarbeiter regelmäßig vertrieben werden. Diese Sammellisten sind bei den bekannten Vertrauensmännern erhält Staatsminister Admiral a. D. v. Stosch ist an einem SchlagOestrich i. Rheingau, 29. Februar.( W. Z. B.) Der lich. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto anfall heute gestorben. Ueber den Stand der Bewegung in Pforzheim wird der Mannheimer, Voltsstimme" von dort berichtet: Nachdem eine gemeinsame Versammlung der Arbeiter und Arbeit geber im Schneidergewerbe sich nur über die Einrichtung von Betriebswerkstätten in den Maaßgeschäften hat einigen tönnen, der Lohntarif aber, wie ihn eine gemeinschaftliche Kommission firirte, die Billigung der Arbeiter nicht fand, war gestern Abend eine Bersammlung der Arbeiter, in der die Aufstellung eines aether, N. Anklamerstr. 44. eigenen Lohntarifs, der sich mehr der ursprünglichen Forderung der Arbeiter nähert, beschlossen wurde. Dieser Tarif soll gedruckt und den Arbeitgebern( Maaßgeschäften) vorgelegt werden. Die Wochenlöhne sind mit 18 M. für Flickschneider und mit 21 M. für die übrigen Arbeiter in Aussicht genommen. Die Haltung beider Theile macht eine Einigung wahrscheinlich. In Karlsruhe beschloß eine zahlreich besuchte Schneider versammlung nach einer herben Kritik der dortigen Konfektionsbranche die Ausarbeitung eines Flugblattes, worin dem Publikum die Schäden und Mängel des Schneidergewerbes und vor allem der Konfektionsbranche dargethan werden sollen, da die Schneidermeister und Konfektionäre es augenscheinlich unter ihrer Würde gehalten hätten, sich mit der Kommission der organisirten Arbeiter in Verbindung zu sehen. Die Sammlung für die Konfektionsschneider und Näherinnen schließen wir im Einverständniß mit der Gewert schafts- Kommission und der Fünfer- Kommission. Wir bitten, das noch nicht abgelieferte Ergebniß von Sammlungen und etwa weiter für diesen Zweck bestimmte Gelder im Bureau der Gewerkschafts- Kommission, SO. Annenstraße 16, abzuliefern. Die Expedition des Vorwärts". Für die streikenden Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen gingen bei unserer Expedition ein: " sucht uns um Aufnahme folgender Buschrift:" In der Nr. 51 Herr Chr. Meffer, Berlin SO., Manteuffelstr. 54/55, er bes Borwärts" bringen Sie unter Gewerkschaftliches" die Mittheilung, daß in meiner Fabrik die 9 stündige Arbeitszeit nicht bewilligt wäre. Ich bringe Ihnen deshalb, mit dem ergebenen Ersuchen, um sofortige Berichtigung, zur Kenntniß, daß ich nicht nur eine zweiundfünfzigstündige wöchentliche Arbeitszeit bewilligt habe, fondern daß ich auch noch die ohnehin schon bestehenden hohen Löhne noch ganz erheblich und zur völligen Zufriedenheit meiner Arbeiter aufgebessert habe." Wien, 29. Februar.( B. B.) Durch den heftigen Ortan in Verwüstungen in Gärten, Wäldern und Häusern angerichtet. der legten Nacht wurden in Wien und der Umgebung erhebliche Graz, 29. Februar.( B. H.) Wegen einer im ver. gangenen Monat gehaltenen aufreizenden Rede wurde der Ar beiterführer Nigsche zu vier Wochen Arrest, verschärft durch zwei Fasttage, verurtheilt. Budapest, 29. Februar.( B.$.) Jn Rovuo haben arge Erzesse stattgefunden. Militär mußte zur Verhütung weiterer Ausschreitungen dahin entsandt werden. M Lohnfrage wurde Bern, 29. Februar.( W.T.B.) Die durch Vermittelung des VorIm Ausstand der Kottbuser Textilarbeiter ist keine stehers des Eisenbahndepartements Bemp zwischen den Vertretern der meisten Eisenbahndirektionen und dem Zentralkomitee des Veränderung eingetreten. Am Freitag hielten die Streikenden Personalverbandes gepflogenen Verhandlungen führten zur im Kolkwitz'schen Etablissement eine Versammlung ab, Ginigung in bezug auf die einheitliche Regelung des An die von über 5000 Arbeitern und Arbeiterinnen der Textil- ftellungs Verhältnisses. Nur die Vertretung der Juraindustrie besucht war. Referent war schöpflin aus Frank. Simplonbahn behielt sich die Beschlußfaffung ihres Verwaltungs furt. Er unterzog in seiner einstündigen Rede insbesondere mit der Zentralbahn und der Gotthardbahn ein vollständiger, rathes vor. Auch in betreff der das gestern im Vorwärts" mitgetheilte Antwortschreiben des mit den Vereinigten Schweizerbahnen und der Tößthalbahn ein Fabrikantenvereins an die Fünfer Kommiffion der gebührenden grundfagloses Einverständniß erzielt. Mit der Jura- Simplon Kritit. Schließlich nahm die Versammlung eine Resolution an, Bahn sollen die Verhandlungen möglichst bald, etwa in acht dahingehend, daß die Anbahnung von Verhandlungen seitens der ferenz nicht theil. Wenn dieselbe in ablehnender Haltung verTagen fortgesetzt werden. Die Nordostbahn nahm an der Kons Arbeiter nicht mehr versucht werden soll, sondern daß abzuwarten harrt, so droht am Montag ein Streit auszubrechen. ist, bis die Fabrikanten verhandeln wollen und die Massenfündigung zurückgenommen haben. " B Wie aus einer Notiz des„ Kottbuser Anzeigers" hervorgeht, beschäftigt sich nächste Woche das Stadtverordneten Rollegium mit dem Ausstand respektive der Aussperrung der hiesigen Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen. London, 29. Februar.( B. H.) Der" Standard" bemerkt anläßlich der vom amerikanischen Senat beschlossenen Resolution, die Insurgenten auf Kuba als triegführende Partei anzuerkennen, wenn auch Amerita Spanien mit einer effettiven Unterstügung der Kubaner bedrohe, so werden die stolzen Spanier doch nicht auf einen Krieg verzichten. Gustavs Geburtstag Alexandrinenstraße 3,50. Arbeiter der Filzschuhfabrik Simon u. Ko. 5, S. 4, Ges. bei einer Geburtstagsfeier Dresdenerstraße durch 2. 1,30. Kommis P. E. Rom, 29. Februar. Die Absendung des Generals Baldissera 1,-. Di- Fa. 0,30. Rauchklub Eiferne Pfeife 2,- Aus einer vergnügten Kneipe d. 18." 1,80. Arbeiter- Gesangverein Morgen. Der Geist unter der Masse ist vorzüglich und wenn die Aus- nach Maffauah hat sich als militärisch nothwendig herausgestellt. Mailand, 29. Februar.( B. H.) Der Präfekt verbot das roth in Köpenick 30,-. Behntelpfennig- Stat b. Baby- Lichten- ständigen sehen, daß sie an der übrigen Arbeiterschaft genügenden für morgen geplante Anti- Afrika- Bankett der Sozialisten und berg 1,-. Rückhalt haben, so werden sie auch aushalten, bis die Sache durch- Republifaner. Da das Komitee trozdem die Vorbereitungen Von der Gewerkschaftskommiffion durch Millarg gefochten ist. Im Streit stehen ca. 6000 Personen; die An- nicht einstellen will, werden Unruhen befürchtet. 1561,65 M.( Darunter aus bürgerlichen Kreifen 1500, Personal Janiszewski u. Quitt 10,-. Leibius, Stuttgart 2,-, Reichsbote" Berlin 39,65. Geselliger Verein, Hoffmann, Nord 10, Summa 1611,55 M. Bereits quittirt find: 31 980,12 M. Gesammtsumme der bei unserer Expedition eingegangenen Beiträge 33 591,67 M. " gehörigen dazu gerechnet sind zur Unterstützung große Summen nöthig. Noch nöthiger ist aber schnelle Hilfe. Die Ausständigen bitten daher die gesammte Arbeiterschaft aufs dringendste, ihnen ihre Unterstützung angedeihen zu lassen. Konstantinopel, 29. Februar.( B. H.) In Bera und in Galata fanden gestern Massenverhaftungen statt. Ginem Gerücht zufolge erhielt der Sultan in letzter Zeit wiederholt Drohbriefe. Deshalb weigerte sich derselbe auch, dem Ramazanfeste persönlich beizuwohnen, und er verlangte vom Scheit ul Islam, daß der Mantel des Propheten von der Sophien- Moschee nach dem YildizRiost gebracht wird. Zum Schuße des Balastes und dessen Umgebung find weitgehende Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Die Berliner Gewerkschaftskommission hat sich bereit erklärt, Gelder entgegenzunehmen. Die Sendungen sind zu adreffiren Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: h. Glode in Berlin. Truck und Berlag von Diaz Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 52. Lokales. Achtung! Die am 11. Februar in Raabe's Salon, Colberger Straße 23, gewählte Kommission zur Ausarbeitung des Statuts für einen fozialdemokratischen Verein hat ihre Arbeit beendet und ladet die Genoffen zu morgen, Montag, den 2. März, in den Berliner Brater", Kaftanien Allee 7, ein, gleichzeitig um zahl reiches und pünktliches Erscheinen bittend. Näheres fiehe Inserat in der heutigen Nummer. P. Arendsee, Boyenstr. 9. " Achtung, 6. Wahlkreis. Den Parteigenoffen bringen wir folgende Parteispeditionen bei der Lieferung des Vorwärts", Wahrer Jakob"," Postillon", sowie sämmtlicher Parteiliteratur in Erinnerung: Moabit, Otto Hempel, Lübeckerstr. 16, Hof part. Wedding und Oranienburger Vorstadt, Emil Stolzenburg, Wiefenstr. 14. Gesundbrunnen, Wilh. Gaßmann, Grünthalerstr. 67.( Bom 1. April ab, Grünthaler ftraße 64.) Rosenthaler Borstadt, Gustav Rosenthal, Granseerstr. 6. Schönhauser Vorstadt, Karl Mars, Kastanien- Allee 96. Genoffen! Es ist heute mehr als sonst am Blake, für die Verbreitung unserer Presse Sorge zu tragen. Thue daher jeder feine Pflicht! Alle Beschwerden wolle man ungefäumt den oben genannten Speditionsinhabern bekannt geben. Sonntag, den 1. März 1896. 13. Jahrg. Sierauf beginnt die Berathung der auf der Tagesordnung dahin, gegen einander nichts mehr unternehmen zu wollen. Für stehenden Anträge. Angenommen wird zunächst der Antrag des den Fall einer Verlegung des Abkommens hatte man durch Ausschusses, die zu erweiternde Disziplinargewalt der Aerzte- Vertrag eine Ronventionalstrafe von 1500 M. festgesetzt. Die fammern in erneute Berathung zu ziehen. Unter den Flugschriften sollten vernichtet werden. Nun war aber gegen übrigen zur Diskussion stehenden Fragen nimmt nament- Caspari bereits eine Anzeige erstattet worden, die nicht mehr lich das Thema der ärztlichen Gutachten über Handels- zurückgenommen werden konnte. Hiermit bringt man seine Ab Anspruch. artikel ein weitgehendes Interesse in Der reife in Verbindung. Caspari erhielt eine ärztliche Bescheinigung, Referent hierüber, Dr. S. Davidsohn betonte, daß die daß er nervenleidend sei, und begab sich nach London. Wer Besprechung über diesen Gegenstand nicht etwa erst irgend eine schmutzige Sache ausgeführt haben wollte und hierfür durch das bekannte Disziplinarverfahren gegen einen hiesigen diverse Tausende springen lassen tonnte, brauchte sich nur an Dozenten, sondern bereits viel früher durch den Koblenzer ärzt- eines der berüchtigten Detektiv- Institute zu wenden, um seinen lichen Bezirksverein veranlaßt sei. Die immer lauter werdende Zweck zu erreichen. Reklame, welche mit wüstem Geschrei alle möglichen Hells und Caspari- Roth- Raffi ist, wie uns von anderer Seite geschrieben Genußmittel anpreise und sich bei diesem unlauteren Ge- wird, Ende vorigen Jahres in einer von einem feiner früheren bahren ärztlicher Atteste in großer Menge bediene, Angestellten verfaßten Broschüre„ Ein Bubenstück, ersonnen, um schädige die Bedeutung des ärztlichen Standes ungemein. In eine Frau zu verderben", scharf angegriffen worden. Eine Privatder Besprechung wird die Ertheilung ärztlicher Atteste nament. lage, die Caspari gegen den Verfasser E. Warmuth angeſtrengt lich den jüngeren Aerzten zum Vorwurf gemacht, die noch nicht hatte, wurde durch Bergleich erledigt. In ausführlicher Darwüßten, welchem Treiben sie damit Vorschub leifteten. Dann ftellung schildert unser Gewährsmann, wie Caspari es verstanden aber wird Klage erhoben, daß selbst Universitätslehrer folche Atteste bat, seine Angestellten von sich abhängig zu machen und sie bis ertheilten. Dem tritt Profeffor Senator energisch gegenüber und aufs Blut auszubeuten. Gine zeitlang soll der Herr erklärt, daß er im Interesse der ärmeren Patienten eifriger Anhänger der christlich sozialen Partei die unentgeltlich übersandten Proben gern benuge, da er diesen gewesen sein; er veranlaßte feine Leute, fleißig zur Kirche damit einen Dienst erweise. Erfahre nun die betreffende Fabrik, zu gehen und nahm selber alle 14 Tage das Abendmahl. daß ihr Heilmittel benußt sei, so mache sie fofort diese Thatsache Neuerdings waren gegen den Direktor" verschiedene Straf für ihre Reklame nutzbar. Es wird schließlich der Antrag des anzeigen ergangen, auch ist eine Regreßtlage auf 37 000 m. In einer Untersuchung wegen Ausschusses, daß die Gutachten über Handelsartikel unzuläffig gegen ihn erhoben worden. sein sollen, angenommen. legte Punkt der Tages Betruges hatte er es seinem polizeilich vernommenen Bes ordnung betrifft den Abschluß eines Vertrages mit der land- amten zu danken, daß das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde. wirthschaftlichen Berufsgenossenschaft der Provinz Brandenburg. Vor furzem hat er, so heißt es weiter in der an uns ergangenen Es handelt sich hierbei um Erzielung höherer Honorarsäge, da Mittheilung, fein Geschäft an seine Vertraute, Frau von B.-N., sich ein großer Theil der Aerzte im Bezirk der Kammer durch welche in der erwähnten Broschüre ebenfalls geschildert wird, 2. Mitglieder des Rathes und des Stadtverordneten- Rollegiums, die angeblich bestehenden niederen Säße geschädigt fühlt. Eine verkauft. Das Publikum dürfte von dieser Besizänderung wohl welche an Gesellschaften der gedachten Art als Aktionäre bes Vereinigung Berliner Aerzte will fogar der Kammer das Recht taum etwas merken, denn die Firma heißt jetzt Caspari- Roth theiligt find, haben sich in Angelegenheiten, welche das geschäft. absprechen, Verträge im Namen der gesammten Aerztefchaft zu Roffi Nachfolger". Dagegen wird die praktische Bearbeitung liche Interesse dieser Gesellschaften berühren, der Theilnahme an schließen. Es wird beschlossen, dem neuen Vertrag die Säge von der Aufträge jetzt wohl zu wünschen übrig lassen, denn der Beschlußfassung und, wenn nicht im gegebenen Falle aus- 6 M. für ein Befundattest, 4 M. für ein Auskunftsatteft und immerhin war Roffi ein tüchtiger Detektiv. Infolge der An feindungen verlor er in letzter Zeit den flaren Blick, der drücklich das Gegentheil beschlossen wird, auch an der Berathung 9 M. für ein Phyfikatsattest zu grunde zu legen. ihm sonst eigen war, sodaß dem Gerüchte, er fuche in zu enthalten.( R.-St.-D.§ 70.) 3. Kein Mitglied des Rathes und des Stadtverordneten nicht mehr gestattet sein. Ein diesbezügliches Berbot haben die Glauben geschenkt werden darf. Ob R. jedoch aus dem Aus. Hypnotische Vorstellungen sollen fünftighin in Preußen einer ausländischen Anstalt Heilung von seinem Leiden, Kollegiums darf ohne ausdrückliche Genehmigung beider Kollegien Minister des Innern und der Medizinal- und geiftlichen An- lande jemals zurücke bren wird, um sich dem Gericht frei. als Gewerbetreibender Lieferungen und Arbeiten für die Stadt übernehmen oder bei Submissionen auf solche den Zuschlag gelegenheiten insbesondere anläßlich der Vorstellungen erlaffen, willig zu stellen, ist mindestens zweifelhaft. erhalten. Die Verhandlungen des Stadtverordneten- Kollegiums welche der Magnetiseur Hansen aus Kopenhagen an vielen Orten haben in einem solchen Falle in öffentlicher Sizung stattzu- der preußischen Monarchie veranstaltet hat. finden. Dem Magiftrat und der Stadtverordneten- Versammlung Berlins zur Beachtung. In der am 26. Februar abgehaltenen Sigung des Leipziger Stadtverordneten- Kollegiums brachte das Mitglied Professor Bücher folgenden schleunigen Antrag ein: 1. Kein Mitglied des Rathes und des Stadtverordneten Kollegiums darf einer mit der Stadt im Vertrags- oder Konsessionsverhältniß stehenden Erwerbsgesellschaft als Aufsichts- oder Verwaltungsmitglied angehören. Man überwies den Antrag mit allen gegen eine Stimme dem Verfassungsausschuß zur Vorberathung. Was meint der tantièmeschluckende Theil der Berliner Stadtväter zu einem gleichen Antrage? " " " " Der n 0 In der Angelegenheit ,, Le Contre" erfahren wir noch von einem Berichterstatter: Coutre, der auch städtische Ehrens Die Rigdorfer Gemeindevertretung beschloß in ihrer am ämter besaß und jezt als Schulvorsteher, Armen- und Eins Donnerstag Nachmittag stattgehabten Sigung, daß der Wochen- fchätzungs- Kommissar fungirte, auch mit der Annahme von markt in der Richardstraße beibehalten werden soll, da derselbe Geldern für den Gesinde Belohnungsfonds betraut war, verim Interesse der ärmeren Bevölkerung eine Nothwendigkeit fei. waltete schon seit vielen Jahren als Rendant die Spartaffe für Ferner wurde beschlossen, den Frühmarkt vom Maybach Ufer Konfirmationsgelder eines freien Vereins, der etwa 500 bis Seitdem fich im Droschkenfuhrgewerbe nach Einführung nach der Schinkestraße zu verlegen. Alsdann wurden folgende 1000 Mitglieder zählte. Die Monatsbeträge sollte Le Coutre in des Taxameters die bekannten Gegenfäße zwischen„ Weißen" und Gemeindeverordnete ausgelooft: Müller, Schent und Fricke in Staatspapieren anlegen; nun wurde vor wenigen Wochen eine „ Schwarzen" herausgebildet haben, wird von den Schwarzen" der 3. Abtheilung, Marggraff und Rahmig in der 2. Abtheilung Statutenänderung angenommen, wonach die Vorstandsmitglieder unabläffig Rlage geführt über Außerachtlaffung des obersten und Fischer, Biegra und Daber in der 1. Abtheilung. Die Neu- gehalten waren, die oben erwähnten Ersparnisse bei der Bank zu deponiren, und ferner, daß die Abhebung von Geldern Rechtsgrundsatzes Gleiches Recht für alle". Die Schwarzen" wahlen finden am 16. und 17. März cr. ftatt. nur auf grund der Unterschriften der Vorstandsmitglieder glauben sich benachtheiligt gegenüber den Weißen", insbesondere In der Urania wird am Sonntag und Dienstag Das erfolgen sollte. Dagegen sträubte sich aber Le Coutre außer hinsichtlich der Zuweisung von Standpläßen und sind der Antlig der Erde" gegeben; an allen übrigen Tagen der Woche ordentlich und verweigerte die Deponirung des Vermögens bei Meinung, daß den Weißen" vortheilhaftere Standpläge ein wird der Experimentalvortrag Photographie mit unsichtbaren der Bank von Tag zu Tag. Dies fiel schließlich den Vorstandsgeräumt werden als ihnen. Die Schwarzen" beanspruchen aber Strahlen" gehalten werden. mitgliedern auf und man schritt zu einer genauen Revision der bas gleiche Recht und stützen sich ganz besonders auf einen AusTrotzdem ift spruch, der von kompetenter Stelle gethan worden ist und der In der Urania hielt am Freitag Abend Herr Dr. Brut Bücher, wobei der Fehlbetrag festgestellt wurde. dahin geht, daß dem Publikum Gelegenheit geboten werden einen durch Projektionsbilder erläuterten Vortrag über seine eine Strafanzeige gegen den Defraudanten noch nicht erstattet, foll, nach eigenem Ermessen zu wählen zwischen Weißen" dritte Indienreise. Herr Dr. Brut hat im März 1891 schon weil derselbe bie Beruntreuungen durch Verkauf seines gut und Schwarzen". Um Dies zu ermöglichen, halten einmal an derfelben Stelle über Jndien gesprochen und zwar gehenden Geschäftes zu decken versprach. Uebrigens ist das die Schwarzen" es für unerläßlich, daß ihnen mit speziell über das Hochgebirge des Himalaya; diesmal hatte der legtere fowie die Le Coutre gehörige Druckerei gefchloffen. Es den Weißen" gemeinsame Haltepläge angewiefen werden. Forscher das Studium der indischen Architektur und des indischen sei noch erwähnt, daß eine große Anzahl Nachbarn und be Nun hat sich aber der Fall ereignet, daß den„ Weißen" in der Volkslebens zum besonderen 3wed feiner Reise gemacht. Es freundeter Geschäftsleute von C. durch Anleihen, die er bei den Straße Unter den Linden" ein Standplay eingeräumt worden wurden auch Bilder aus den verschiedensten Thätigkeiten der felben machte, geschädigt sind. Zu den Hineingefallenen gehört ist, ein Fall, der einen völligen Bruch mit der bisherigen Tra- Hindus vorgeführt; besonders machte der Vortragende auf die auch der Vorstand des betreffenden Polizeireviers, der etwa dition darstellt. Die Schwarzen" beanspruchen begreiflicherweise niedrige Stellung der Frauen sowie auf den religiösen Aber 300 m. verliert. das gleiche Recht und verlangen nun ihrerseits ebenfalls einen glauben aufmerksam, der die tiefsinnige Lehre des Buddha überStandplay Unter den Linden". Nach dem Grundsatze gleiches wuchert. Doch verftand der Vortragende es nicht, die von ihm Recht für alle" könnte ihnen ein solcher taum vorenthalten erwähnten Erscheinungen in irgend einen Zusammenhang mit der werden. Diese Kleine Episode ist insofern von allgemeinerem fozialen Lage der indischen Bevölkerung zu bringen. Wie gering Intereffe, als daraus ersichtlich wird, daß das geheiligte Privi- feine Einsicht in dieser Hinsicht ist, ging auch daraus hervor, daß er die legium der Straße Unter den Linden" dem modernen Zeitgeiste Prügelstrafe, die vor 30 Jahren von den dort herrschenden Engimmer mehr zu weichen beginnt. Nachdem dasselbe durch Ueber- ländern wieder eingeführt wurde, als nothwendig erachtet, um führung der Pferdebahn und Errichtung von Droschten- Halte- das Volk zur Arbeitsamkeit und Kultur zu erziehen. plagen einmal durchbrochen ist, dürfte auch bezüglich dieser vor nehmsten" Straße Berlins immer mehr der Grundsatz zur Geltung " tommen: Gleiches Recht für alle"! " Man darf jedoch von Momentbildern", wie der Vortrag betitelt war, keinen Ueberblick über die gesammte Lage der ein geborenen Bevölkerung erwarten, und es ist durchaus anzuHammerstein, Stöcker, National Theater und Polizei voller Sitten und Gebräuche, friedlicher Thätigkeit, als auch von erkennen, daß eine Reihe von Einzelschilderungen, sowohl humorpräsidium." Die hiesigen Direktoren haben es nicht so leicht, bem grauenhaften Elend der unterften Volksklaffe, der Parias, wie ihre Kollegen in der Proving", so wird dem" Hannover'schen in sehr gelungener Weise vorgeführt wurden. Theater- Kurier" aus Berlin geschrieben. Das sensationelle Schauspiel„ Die Moralisten" von Friedrich Pastor, ist von Herrn Die Mondfinsterniß am Freitag Abend zeigte fich den Direttor May Samft für das National- Theater zur Aufführung Augen der Beschauer in etwas verschleiertem Zustande. Gine angenommen worden. Bom fgl. Polizeipräsidium wurde Herrn ziemlich starke Wolfenschicht hielt die Mondscheibe fast ständig Samft nun die Aufführung gestattet, jedoch unter den Ein- verborgen und nur ein schwacher Lichtstreifen schillerte durch die schränkungen, welche das nachfolgende vom 15. Februar de. Je. batirte Schreiben des tönigl. Polizeipräsidiums näher bezeichnet: Genehmigt für das National Theater mit Ausnahme der roth Burchstrichenen Stellen mit der Maßgabe, daß der Name von Hammerstein durch einen anderen Namen zu erfegen ist, und der Darsteller dieser Rolle bie Maste des Freiherrn von Hammerstein nicht dem Wintergarten verabschiedet und wollen nunmehr nach Die berühmten" fünf Barrisons haben sich gestern aus tragen darf. Ebensowenig darf der Darsteller des Ron: Amerita zurückkehren. Die Damen, deren unzüchtige Geberden fiftorialraths Wefentheid die Maste des Hofpredigers im vorigen wie in diesem Winter selbst in den doch wahrlich aba. D. Stöder und der Herzog die Maste Sr. gebrühten höchsten" Kreisen noch Bewunderung zu erwecken verMajestät des Kaisers und Königs tragen. mochten, bilden einen lebendigen Proteft gegen die namentlich in Schließlich darf der Dragoner- Lieutenant nicht in Driginal der Arbeiterschaft verbreitete Anschauung, daß die Polizeizenfur Uniform auftreten." der Prüderie und Muckerei Vorspanndienste leiste. Dunimassen hindurch. Dieser Lichtstreifen bildete das Schaus Objekt vieler faufender Bersonen, die nach langem Warten das Schauspiel genoffen, daß die verfinsternden Wolfen eine fleine Lüde bildeten und so die Mondfinsterniß im schönsten Lichte" erkennen ließen. Friz Friedmann. Aus Bordeaux meldet ein Telegramra vom Freitag: Von den bei Friedmann beschlagnahmten Papieren, welche dem hiesigen deutschen Konsul übergeben und von diesem der deutschen Botschaft in Paris zugeftellt worden sind, hat feines irgend einen sensationellen Charakter. Friedmann wurde heute Nachmittag auf sein Verlangen wieder dem Vertreter des Staatsanwalts vorgeführt, wo er mit seinem Vertheidiger Laine zusammentraf. Eine bewegte Vergangenheit hat trot feiner wenigen Jahre der Mann, der sich am Donnerstag Abend im Thtergarten in der Nähe des Reichstags- Gebäudes durch drei Pistolenschüsse zu Königsberg i. Pr. geborene Reisende Reinhold Bahro fefta zu tödten versuchte. In ihm wurde der am 29. Februar 1866 gestellt. Bahro ift u. a. wegen versuchten Todtschlags bestraft. Aus Eifersucht hatte er auf ein Fräulein Klara B. aus der Stettinerstraße gefchoffen, ohne jedoch zu treffen. Nachdem er die ihm hierfür auferlegte Strafe im vorigen Herbst verbüßt hatte, miethete er in der Augufiftr. 48 beim Schuhmacher Schulz ein möblirtes Zimmer. Beschäftigt war er vorübergehend bei einer hiesigen Beitschrift, in den letzten Wochen hatte er feine Arbeit mehr. Vor einiger Zeit fuchte er feine früheren Beziehungen zu Fräulein B. wieder herzustellen. In dem brieflichen Verkehr, den er mit ihr pflog, fand man einen Erpressungsversuch, der zu einem Strafverfahren führte. In diefer Sache stand für die nächsten Tage ein Termin an, dem Bahro durch Selbstmord aus dem Wege gehen wollte. Seine Wohnung hatte er am Donnerstag Morgen verlassen. Es scheint, daß der Schwerverletzte mit dem Leben davonkommen wird. Auf Station Grunewald hat sich Freitag Nachmittag der Mitinhaber der Großdestillation Gebr. Vogler in der Steinftr. 1, Herr Adolf Vogler erschossen. Derfelbe fuhr gegen 1 Uhr mittags mit der Stadtbahn nach der oben erwähnten Station, wo er sofort nach seiner Ankunft den Selbstmord auf dem fituirten Mann, der unverheirathet war, aur That getrieben, ist Perron zur Ausführung brachte. Was den 38jährigen gut völlig unbekannt. Ein Wetteffen. Eine fonderbare Nachricht erhalten wir von dem Bureau der bevorstehenden Kochkunst- Ausstellung: theater sich zum Scheiden rüstet, werden Vorbereitungen für die Im Paffage Panoptikum, wo das Ahlers'sche AffenWährend der Ausstellung für Kochkunst 2c. vom 21.- 29. März Schaustelung einer der merkwürdigsten Völkergruppen getroffen. d. J. im alten Reichstags- Gebäude findet auf ärztliche An= regung hin ein Wettessen statt. Dasselbe giebt dem siegen- Zehn Pfennig Armenunterstüßung pro Tag für vier den Theil außer einem opulenten Mahl Aussicht auf flingenden Personen! Das ist kein schlechter Wiz, sondern bittere Wahr Lohn." Bisher hat man in gefitteten Kreisen mit Etel Notiz da heit. Die Wittwe Urban, die wegen Gebrechlichkeit teine schwere von genommen, wenn Leute infolge einer Wette und in Er- Arbeit verrichten kann und die dazu noch drei Kinder im Alter wartung auf tlingenden Lohn sich unter das Vieh erniedrigten. von zwei, vier und sechs Jahren zu ernähren hat, war verfeit längerer Zeit vermißt. in Gemeinde Vorstand Wirthe, die etwas auf ihr Lokal hielten, haben ihren Gäften die geblich beim Als Leiche wurde am Freitag Vormittag um 71/2 Uhr durch den Aufseher Lehnhardt aus der Feilnerstraße der 58jährige Arbeiter Otto Rißmann aus der Gartenstraße 72 im Stichkanal des Nordhaiens an der Kielerbrücke aufgefunden. Rißmann wurde Motzen um Auf eine sonderbare Art ist in der Nacht zum Freitag Ausübung derartiger widerlicher Freßtünfte verboten. Und nun Armen Unterstügung eingekommen. Der Teltower Kreis- der 41 jährige Schneider August Fromholz aus der Bergstr. 62 foll folches auf ärztliche Anregung vor aller Welt im alten ausschuß, an den sie sich beschwerdeführend gewandt hatte, ver- schwer verunglückt. Der Mann wartete auf dem Bahnhof Reichstags- Gebäude ausgeführt werden! urtheilte die Gemeinde Mogen, der Wittwe( außer freier in Birkenwerder auf den Zug, mit dem er nach Berlin zurückDie Aerztekammer für Berlin und die Provinz Branden- Wohnung" und freiem Brennmaterial) während der Sommer- fahren wollte. Während er sich mit dem Bahnhofsvorsteher burg tagte am Freitag im hiesigen Ständehause unter Vorsiz monate drei Mark pro Monat, während der Zeit vom unterhielt, lief der Zug ein und streifte den Spazierftod, den des Geheimrath Dr. Becker und in Anwesenheit des Ober- Oktober bis 1. April ganze vier Mark Acmenunterstüßung zu Frombolz unter dem Arme trug. Dabei traf das obere Ende präsidenten Dr. Achenbach. Nach vorgenommener Neuwahl des zahlen. Dabei heißt es noch, daß bei Bemessung der Unter- des Etodes den Schneider mit solcher Wucht am Kopfe, daß ihm ftüßung das Gebrechen der Wittive Urban, ferner das zarte der Oberkiefer brach. Der Getroffene brach bewußtlos zu Borstandes wurde mitgetheilt, daß auf die dem Magiftrat ge- Alter der beiden Kinder von 4 und 2 Jahren in erster Linie fammen und mußte nach Berlin in ein Krankenhaus gebracht meldeten Beschlüsse in bezug auf nothwendige Verbesserungen im bestimmend" war. Berliner Kranken Transportwesen bis jest teine Antwort erEine Gasexplosion von großer Gewalt fand am Freitag folgt ist. Sodann gelangte ein Rundschreiben des Vereins Die ,, Abreise" des Direktors Caspari- Noth- Raffi ist Berliner Kaffenärzte zur Kenntniß wonach der Verein der Ausgang eines langen Kampfes zwischen seinem und einem Abend nach 7 Uhr in dem Hause Holzmarktstr. 14 ftatt. Dort die Familienmitglieder feiner Kaffenangehörigen fortan zu anderen Detektiv- Institute. Nachdem beide Parteien sich auch in waren Arbeiter der Firma Hansen und Ball, Luisen- Ufer 51, mit vertragsmäßig vereinbarten, niedrigeren Sägen behandeln wird. Flugschriften heftig angegriffen hatten, einigten sie sich fürzlich der Neueinrichtung von Gasglühlicht in der ersten Etage be werden. Don Ballet Columbia toller fchäftigt, als plöglich die Explosion erfolgte. Fenster, Thüren, zwischen 22 und 25 Zentimeter; die Keilschrift ist bald| Ein Einfall gegeben. Montag ist Die letzte Balkon, die Decken und Fußböden der ersten Etage wurden mikroskopisch flein, bald groß und alterthümlich; die Siegel find Wochentags. Wiederholung Räthchen Don Heilbronu zerriffen und zerstört. In der bewohnten zweiten Etage wurden bald auf die Tafel felbst gedrückt, bald stehen sie auf einer und Dienstag und Freitag find Wiederholungen von Ein die Möbel durcheinandergeworfen. Der Schaden ist gang be- thönernen Umhüllung, die die Tafel umschließt und auch eine toller Einfall. Mittwoch tommt zur ersten Aufführung Der deutend. Die Feuerwehr stellte fest, daß die Befürchtungen wegen furze Inhaltsangabe derselben trägt. Zur Datirung benutte man Graf von Hammerstein, historisches Schauspiel von Adolf Einsturz des Hauses unbegründet sind; sie sperrte die Haupt- bemerkenswerthe Ereignisse des Jahres; so z. B. ist eine Tafel Wilbrandt. Donnerstag und Sonnabend wird Der Graf gasleitung ab und räumte die Trümmer zusammen. Ein schwer batirt aus dem Jahre, wo der König Bur- Sin die Stadt von Hammerstein wiederholt. Im Bürgerfaal des Rathhauses verletter Arbeiter wurde nach der nächsten Sanitätswache ge- Urbellum zerstörte", eine andere aus dem Jahre, wo König ist heute Paul Heyse- Abend. Im Theater Unter den fchafft. Sein Zustand foll hoffnungslos fein. Die erste Etage Ine- Sin die Städte Simurn und Lulubu zum neunten( inden bleibt die Lecocq'sche Operette Angot bis einschließlich war unbewohnt, es waren Automaten in den Räumen auf- Male zerstörte, eine dritte aus dem Jahre, wo der Freitag auf dem Spielplan; der Operette folgt allabendlich das geftelt. König die Statue des Gottes En- lil errichtete", eine vierte aus neu arrangirte Ballet- Divertissement. Heute nachmittags geht Großfener in Rigdorf. Gestern früh gegen 6 Uhr wurde dem Jahre, wo der Mondgott, der Herr, das Orakel fprach" Millöcker's Bettelstudent in Szene. Sonnabend gelangt neu die Berliner Feuerwehr nach Rixdorf gerufen. Dort war in der u. a. m. Die Tafeln beziehen sich auf die Verwaltung des Ver- einstudirt das zur Aufführung; den Schinteftr. 11 in einer Tischlerei ein größerer Brand ausgebrochen, mögens der Tempel in der Stadt Zello, die im Alterthumn Lagasch Abend leitet Offenbach's Die Schwägerin von Saragossa der sich bei Ankunft der Wehr von dem zweiten Stockwert durch hieß. Dieses Vermögen, das vorzugsweise aus Aeckern und Bieh- ein. Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater das dritte hindurch bereits dem vierten Stockwerk mitgetheilt heerden bestand, scheint nach den auf manchen Tafeln genannten bleibt auf dem Spielplan unverändert, die Ausstattungskomödie hatte. Die zweite und fünfte Kompagnie griffen sofort von Bahlen einen großen Umfang gehabt zu haben; so hören wir Der Hungerleider, die in den nächsten Tagen die fünfzigste AufIm Bellealliance Theater geht mehreren Seiten an und hatten die Gefahr für die Nachbar- einmal von einer Getreide- Einnahme von 3 853 8382/8 des gewöhn- führung erlebt. grundstücke noch vor Eintreffen der Ortsfeuerwehr beseitigt. lichen Kornmaßes. Es ist interessant, zu sehen, in welcher Weise heute Nachmittag als Boltsvorstellung unter Regie von Herrn dieses Vermögen verwaltet wird. Bunächst stellen die Schreiber Türk Schiller's Wilhelm Tell mit Herrn Krieger in der Titelrolle Warnung. Von einem Schwindler wurden vor etlichen fleine Schrifistücke für jedes einzelne Geschäft aus, so 3. B. in Szene; abends 8 Uhr folgt die letzte Sonntagsaufführung der Tagen die Genoffen Raschke und Waschowski heimgesucht. Unter für die Einnahme einiger Säcke Korn, die ein Feldarbeiter Gesangspoffe Böse Buben. Am nächsten Sonnabend geht mit dem Vorwand, er tomme im Auftrage der Redaktion oder der von seinem Felde abliefert, oder für die Auszahlung eines neuer Ausstattung Die Reise um die Erde in 80 Tagen in Szene. Buchhandlung des„ Vorwärts", verlangte derselbe Parteiſchriften Quantume Getreide als Lohn. Dann stellt ein Schreiber diese Der Erfolg, den das National- Theater mit der ersten älteren Datums, welche von seinen Auftraggebern nothwendig Einzelnotizen auf größere Tafeln für einen bestimmten Tag Freischütz- Oper am Sonntag, den 9. Februar erzielte, hat Direktor gebraucht werden. Bei dem Genossen Waschowski gelang es dem sauberen Burschen, einen Jahrgang Neue Beit" zu erschwindeln. ufammen, so haben wir z. B. eine Tafel, auf der die Löhne Samst bewogen, das Heimerdinger'sche Opern- Ensemble zu einer Genosse Waschowski glaubt den betreffenden zu kennen und in der Boten im Bezirk von Schirpurla am 15, April zusammen- Wiederholung für heute, Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu der Buchhandlung des Vorwärts" schon gesehen zu haben. Be- gestellt sind. Hand in Hand damit gehen andere Busammen- engagiren. Die Vorstellung findet wieder zu halben Preisen züglich des früher in der Buchhandlung Vorwärts angestellt ftellungen, die für die verschiedenen Schreiber angeben, was sie ftatt; für die Rolle des May gewesenen Buchhandlungs Gehilfen Müller haben wir erst vor Tafel verzeichnet, was jeber ber zehn Schreiber der Tempel von König Heinrich die Friedrich Helbig'sche Tragödie, welche bereits eingenommen oder ausgegeben haben; so steht z. B. anf einer vom Stadttheater zu Würzburg kurzem zweimal ansdrücklich erklärt, daß jede Berbindung zwischen Schirpurla im ganzen an Löhnen an die Feldarbeiter dieser am Hoftheater in Weimar aufgeführt wurde, geht heute erſt Tempel bezahlt hat. Endlich stellt man auf großen Tafeln Halb- malig im National Theater in Szene, den König Heinrich Ueberfahren durch den Postwagen Nr. 218 wurde gestern jahrs- und Jahresberichte zusammen. Aus den Tafeln, die die spielt Robert Wach, Königin Bertha, feine Gemahlin Abend in der neunten Stunde ein anscheinend dem Arbeiterstande Aussaat und Ernte verzeichnen, läßt sich berechnen, daß die Emma Samit, Papst Gregor VII. Siegfried Bruck. angehörender Mann in der Landsbergerstraße. Der Schwer: babylonischen Felder im Durchschnitt das 25. bis 50. Korn ge- Aus dem März Programm des Apollo Theaters ist eine verlegte wurde per Droschte nach dem Krankenhause Friedrichs- währt haben: ein reicher Ertrag, der aber freilich weit unter musikalische Künstlerin, die nach Versicherung der Direktion alle hain gebracht. Herodot's fabelhafter Angabe des 200. Korn zurückbleibt. Die Inftrumente spielen soll, hervorzuheben. Im Parodie- Theater Biehheerden bestehen überwiegend aus Schafen und Rindern, da- bleiben Rönig Heinrich zc. auch in der folgenden Woche auf dem neben fommen Ziegen und Esel vor, und zwei Tafeln betreffen Repertoire. Am heutigen Sonntag geht im Central. auch die Fütterung der Tempelhunde.dang Theater wieder das Repertoirstück Eine tolle Nacht in Szene und es bleibt nunmehr ohne Unterbrechung fortlaufend auf dem Repertoire dieser Bühne. 3 uns und demselben als aufgehoben zu betrachten ist. = Wetter Prognose für Sonntag, den 1. März 1896. Ein wenig wärmeres, zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit geringen Niederschlägen und frischen westlichen Berliner Wetterburea it. Winden. Runft und Wissenschaft. ist Herr Herrmann, gewonnen worden. = Edison's neueste Entdeckungen. Durch Zufall, bekannt lich feit jeher der beste Freund und Gehilfe der Erfinder, will Thomas Edison, der Weise von Menlo Park, eine Entdeckung gemacht haben, die, wenn sie sich bewahrheitet, unzweifelhaft og Gerichts- Beifung. Das Schauspielhaus in Berlin liebt die wunderlichsten eine gewaltige Umwälzung auf industriellem Gebiete hervor Zwangsheilung und Polizeikosten Gesetz. Durch die Sprünge. Von der modernen Produktion wählt man heute die rufen würde. Es handelt sich bei der in Rede stehenden Ent- neue Gejeggebung ist bekanntlich den größeren Städten ein feichteste Kinderei, um morgen unvermittelt an schwere Probleme deckung um das Aluminium, dessen Verwendung für Maschinen- Averfum nach der Kopfzahl auferlegt worden, welches dieselben heranzugehen, vorausgesegt, daß sie von Dichtern behandelt und industrielle Zwecke bekanntlich bisher der an die Staatsbehörden als Polizeikofien zu zahlen haben. wurden, die vergangenen, Epochen angehören. Co wurde am Umstand verhinderte, baß im Dieſes Metall als zu weich Berlin ist mit 2,50 M. pro Kopf herangezogen worden und hat Freitag Hebbel's genialische Tragödie Judith" aufgeführt. erwies, und bisher alle Versuche, daffelbe in entsprechender Weise daburch, wenn wir richtig berichtet find, gegen 11/3 Millionen Bor Jahrzehnten schon war die Dichtung dem Publikum des zu härten, fehlgeschlagen waren. Einen Prozeß, Aluminium Mart mehr als früher zu verausgaben. Hiermit glaubte man Schauspielhauses bekannt geworden; man lehnte sie ab. Biel- derartig zu härten, daß es allen Eigenschaften des Stahles ent- alles abgegolten zu haben und man war darum nicht wenig er leicht ist sie heute modernerem Empfinden näher gerückt. Biel- spricht und an dessen Stelle verwendet werden kann, will nun leicht begreift man heute die Züge des Uebermenschen", der ge- Edison gefunden haben. Bei seinen Experimenten mit den staunt, als nun Ansprüche z. B. für die im öffentlichen Interesse auf polizeiliche Anordnung erfolgende Bwangsheilung an die betr. bräunten Bestie Holofernes besser, als vordem. Vielleicht empfindet Röntgen'schen X- Strahlen hatte Edison aus Aluminium ange: Stadtgemeinden geltend gemacht wurden. Berlin, Stettin, man die dichterische Absicht tiefer, die in Hebbel's Judith nieder- fertigte Glektroden bei den von ihm nach Crookes'schem Muster Breslau und, wie wir glauben, auch Köln haben gegen diese gelegt ist. Halb Romödiant, halb vom Herrenwahn beherrscht ist dieser hergestellten Vakuumbirnen verwendet. Diese Aluminiumneuen Forderungen den Rechtsweg beschritten und theilweise auch tobende Ichmensch Holofernes in seinem schrankenlosen Indivi- Elektroden waren bei den vorgenommenen Experimenten dualismus. In seinen dreisten Schwärmereien, in feinen über wiederholentlich einem galvanischen Strom von 250 000 Bolts in den Vorinstanzen ein obfiegendes Erkenntniß erftritten. Die bitten Phantasien träumt sich der Ungebändigte einmal zur ausgefeßt worden. Als Edison die Elektroden hinterher zufällig Rechtsprechung des Ober- Verwaltungsgerichts und des ReichsGottähnlichkeit, und dann lacht er ein andermal über die ver- besichtigte, fand er zu seinem größten Erstaunen, daß mit dem gerichts haben aber munmehr das Prinzip festgestellt, daß in jener Entscheidung nur die unmittelbaren Kosten enthalten seien, die Inechtete Menschheit, über die er die blutige Geißel schwingt. So Aluminium eine vollständige Substanzänderung vorgegangen war, mittelbaren d. h. die zur Durchführung polizeilicher Anordnungen sehr steigert sich sein Herrenwahn, daß er teine That ausführen und sofort angestellte Proben sollen ergeben haben, daß sich dasselbe erforderlichen Kostenaufwendungen aber außerdem vergütigt möchte, die ihm ein anderer räth, jeden Gedanken von sich weist, so hart wie Stahl erwies. Ferner will Edison auch festgestellt haben, erforderlichen Koftenaufwendungen aber außerdem vergütigt den ihm ein anderer eingiebt. Diefer Jch- und Gewaltnatur daß das Aluminium durch den mit ihm vorgenommenen galvani- werden müssen. Für Berlin dürfte es sich fast um zweimalhunderttausend Mark handeln. bie opferbereite Heldin Judith entgegen. Das fchen Prozeß bezüglich des vorherigen Gewichtes nicht die geschwache Weib ist dem Herrn der Erde überlegen. Denn ringste Veränderung erfahren habe. Gleichzeitig fommit von Die vorzeitige Veröffentlichung des kaiserlichen in ihr wirkt der Geist der Gemeinsamkeit. Wo fie Menlo Part", dem großartigen Edison'schen Laboratorium, die Gnadenerlaffes vom 18. Januar wird, wie ein Berichterstatter steht, da steht mit ihr die Kraft ihrer Volksgenossenschaft; und Kunde, daß Edison nunmehr mit Hilfe der Röntgen'schen schreibt, mun thatsächlich der Gegenstand eines Strafprozesses wider den anarchischen Koloß vertritt sie eine höhere durch- X Strahlen das schon seit längerer Beit von ihm verfolgte bilden. Die Anflage, welche gegen die Buchbinder Hillat, geistigte Kultur, und Holofernes, der Koloß fällt, denn er stand Problem, Bilder mit Hilfe des elektrischen Drahtes zu übermitteln, Sch unet und Jetsche erhoben ist, lautet auf Diebstahl bezw. auf thönernen Füßen. Das Schauspielhaus hatte für weiche gelöst habe. Man thut wohl gut, diesen Meldungen vorab noch Hehlerei.(!) Die Bertheidigung der Angeklagten hat Rechtsanwalt Stimmung in der Ausstattung gesorgt und hatte in Mattowsky mit einigen Zweifeln gegenüberzustehen. In reudenthal übernommen. einen hinreißenden Darsteller der wilden Naturkraft eines Theater Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag 1.: Holofernes, die sich an sich selber berauscht, halb tomödiantisch Die Stürnberger Puppe. Laurin. prahlt, um Furcht zu erregen, und wieder im Wahn verstrict an Nachmittag 81/2 Uhr: Der Trompeter von Sättingen. Mon- Die Freie Vereinigung der Zivil Berufsmusiker hörte ihre Sendung glaubt. Ungleich undankbarer und schwieriger ift tag, 2.: 8weiter Gesellschaftsabend. Die Nürnberger Puppe. in ihrer Versammlung am 20. Februar einen interessanten Bor die Darstellung der Judith, die dem Fräulein Poppe anver- Laurin. Anfang 8 Uhr. Dienstag, 3.: Waltüre. Anfang 7 Uhr. trag des Schriftstellers H. Schulz über das Thema: Das traut war. Treffliche Momente hatte auch sie. Über die Größe Mittwoch, 4.: Margarethe.( Fauft: Herr Emil Göze, tgl. Kammer- arbeitende Bolt und die Kunst. Bei Besprechung der Vereins. Judith's hatte sie nicht erschöpft. Die ist innerlicher Natur, die sänger, als Gaft.) Donnerstag, 5.: Die Nürnberger Puppe. Laurin. angelegenheiten bewilligte die Versammlung mebreren streikenden fteckt im gläubigen Vertrauen. Dem Jch- Wahn, der grotesten Freitag: 6. Der Vampyr.( Ruthwen, Herr Theod. Reichmann, Gewerkschaften 60 M. Von den Mitgliedern Blanschefsky und Ueberhebung des Einzelnen, tritt die schlichte Bertreterin einer f. und i. österreichischer Rammersänger von der Hofoper in Wien, Wernsdorf wurde berichtet, daß in Moabit ein Berein besteht, fozial- ethischen bee gegenüber und rasch erkennt das schwache als Gast.) Sonnabend, 7.: Die Nürnberger Puppe. Laurin. Der gleichfalls den Namen Freie Vereinigung" führt und sich Weib, daß sie in ihrer geistigen Ueberlegenheit mit dem wilden Sonntag, 8.: Fidelio. Kroll's Theater: Nachm. 81/2 Uhr: eines großen Entgegenkommens seitens der Arbeiterschaft erfreut. Löwen fogar spielen darf. Solch innerliche Größe, solch inner- Der Waffenschmied. Montag, 9.: 8. Sinfonie der föniglichen Algemein bebauerte man in der Diskussion, daß diese Or liche Bewegung giebt sich einfacher, als es das allzunervöse Rapelle. Anfang 72 Uhr. Dienstag, 10.: 3. Gesellschaftsabend. ganisations- Bersplitterung bei einigen Parteigenossen Begünsti Gehaben von Frl. Poppe bekundete. Man braucht darum noch La Traviata.( Wioletta: Signora Franceschina Prevosti a. G.) gung findet. nicht in steife Heroinenpose zu verfallen. Anfang 8 Uhr. Erhöhte Preise. Schauspielhaus: Kroll's Theater: Dersammlungen. did Aufführung im Hoftheater in Meiningen gehabt hat, ist von Abends 71/2 Uhr: Bafantasena. Montag, 2.: Judith. Dienstag, faffungstämpfe und Demagogenverfolgungen in Deutschland. Paul Lindan's Schauspiel„ Die Erfte", das feine erste Sonntag, 1. März: Die trante Beit. Rroll's Theater: Friedrichsberg. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein sprach am 25. Februar Genosse Sassenbach über das Thema: Ber Dr. Oskar Blumenthal für das Lessing- Theater erworben worden 3. Die trante Beit. Mittwoch, 4.: Judith. Donnerstag, und wird im Laufe dieser Spielzeit zur Darstellung tommen. 5.; Die trante Beit. Freitag, 6.: 1812". Sonnabend, Berichtigung. Die Kreisversammlung, in welcher Genoffe Pollini". In Hamburg ist eine Schrift des früheren 7: Bum 1. Male: Die Höllenbrücke. Sonntag, 8.: Die Stadthagen am 22. Februar über das bürgerliche Gesetzbuch Theaterrezenfenten der dortigen Freien Presse, Hugo Pohle, wegen Höllenbrücke. Kroll's Theater: Abends 71/2 Uhr: Donna referirte, wurde nicht, wie wir am Freitag mittheilten, in angeblicher Polizeibeleidigung beschlagnahmt worden. Sie führt Diana. Montag, 9.: Gefchloffen.- Im Deutschen Theater Reinickendorf, sondern in Pankow abgehalten. den Titel Pollini" und schildert in objektiver Weise die Brattifen ist für diese Woche der Spielplan wie folgt festgestellt. Am und Geschäftetniffe des bekannten Hamburger Theatermonopolisten. Sonntag Abend sowie Mittwoch König Heinrich IV., Montag Wie in der Broschüre die Polizei beleidigt sein soll, ist un- Romeo und Julia mit Herrn Kainz und Frau Sorma in den erfindlich. Bezeichnend für die Hamburgischen Zustände ist es, Titelrollen, Dienstag Liebelei und Der zerbrochene Krug, Donnerstag baß die gesammte Hamburgische Bresse, natürlich mit Ausnahme unferes dortigen Partei- Organs, die Schrift todtgeschwiegen hat. Dies tonute natürlich nicht hindern, daß sie das ihr zukommende Aufsehen erregte und die weiteste Verbreitung fand. Johann Strauß in Berlin. Nach nunmehr endgiltig getroffenen Abmachungen wird Johann Strauß die ersten drei Berliner Aufführungen seines Waldmeister" im Lessing- Theater persönlich dirigiren. Mit Rücksicht auf die am 1. Mai statt. findende Eröffnung der Gewerbe- Ausstellung wurde die Premiere des Waldmeifter" auf den 2. Mai festgefeßt. " Dermischtes. Ane Köln wird berichtet: Infolge des niebrigen Waffer Hamlet und Freitag Don Carlos, beide mit Herrn Kainz. Sonn- ftandes fuhr am Sonnabend auf offenem Rhein der Dampfer abend geht Hugo Lubliner's neues Lustspiel Die junge Frau Kaiser Wilhelm" von der Mülheimer Dampfichifffahrts- Attien Arned mit Frau Sorma in der Titelrolle zum ersten Mal in gesellschaft auf. Das Schiff erhielt ein zwei Meter langes Leck Szene; die Vorstellung wird am nächstfolgenden Sonntag Abend und fant sofort. Die auf dem Dampfer befindlichen Leute wie für den nächsten Sonntag Die Weber angejezt. Das Ein wandelnder Berg. Seit Mitte Februar spricht man wiederholt. Als Nachmittags- Borstellungen sind sowohl für heute fonnten rechtzeitig gerettet werden. Leffing- Theater effing Theater bringt Sonntag, 8. März, das fünfattige in Südfrankreich nur noch von dem wandelnden Berg. Dieser Schauspiel Fräulein Tizian" von Benno Jacobfon zur Berg ist der bei dem Städtchen Grand' Combe( Gard) gelegene zur 50. Aufführung und wird außer Sonntag Nachmittag noch war, jetzt aber sich in der That auf die Wanderschaft begeben ersten Aufführung. Comtesse Guckerl tommt nächsten Montag Gouffre, der auf seinem Thonlager von jeher ziemlich unsolide Donnerstag, Freitag und Sonnabend wiederholt werden. hat, da sich innerhalb einer Woche die Bergwand allmälig un Von Frithjof Nansen. Aus Bergen meldet ein Tele- Mittwoch findet die 250. Aufführung von Madame Sans- Gêne 2 Meter verschob. Unglücksfälle sind nicht vorgekommen, weil gramm: Wie die Bergener Zeitung Aftenblad" meldet, theilte statt. Frau Hedwig Niemann wird dabei zum letzten Mal in die Bewegung so langfam erfolgt, daß die Bewohner ihre VorDer Steuermann Klaebo, welcher 1894 an Wiggin's Expedition der Titelrolle auftreten. Ernst von Wildenbruch's Schau- fichtsmaßregeln treffen können, aber der materielle Schaden ist theilgenommen hat und dieser Tage aus Jenisseist hier anfpiel Novitäten Jungfer Immergrün und Der Junge bereits bedeutend. Am Fuße des Gouffre lief die Eisenbahngekommen ist, mit, daß einige Tage vor seiner Abreise von dort von Hennersdorf werden Dienstag wiederholt. Als Nach- linie von Clermont nach Nimes. Der Bergrutsch drückte ein Zollbeamter ausgesagt habe, Nansen befinde sich auf der mittags Vorstellung für Sonntag, 8. März, wird Anzen- nun zuerst die Aufmauerung der Linie an, wodurch der Rüdtehr, nachdem er den Nordpol beinahe erreicht hätte. Da gruber's Voltsstück Der Pfarrer von Kirchfeld neu einstudirt. Dienst unterbrochen wurde. Die Reifenden müssen daher er( Klaebo) dies für einen Scherz gehalten habe, hätte er keine Im Berliner Theater geht heute Nachmittag Goethe's in Fuhrwerfen nach der nächsten Station gebracht wer Untersuchung über den Ursprung des Gerüchts angestellt. Faust in Szene. Abends findet eine Aufführung von Wilden- den. Auch der Fluß Gardon wurde aus feinem Bett gedrängt " # M Eine Kulturwelt vor 4400 Jahren. Ein wichtiger bruch's König Heinrich statt, in der Herr Sommerstorff zum und dadurch ist ein Theil der großen Kohlenbergwerke von Fund altbabylonischer Urkunden ist den tgl. Museen in Berlin ersten Male wieder den König spielt. Das Stück wird in dieser Grand' Combe unter Wasser gesetzt worden. Die Wasserleitung zum Geschenk gemacht worden von Herrn James Simon, dessen Woche außerdem noch wiederholt: Montag, Mittwoch, dieser Stadt, die das Wasser des Gardon benuzte, wurde ebenBater schon vor acht Jahren den Museen den Fund von Tell Donnerstag, Sonnabend und Sonntag, 8. März. Das ländliche falls zerstört. Für die Minengesellschaft von Grand' Combe beAmarna" schenfte. Bei dem jetzigen Geschenk handelt es sich Sittengemälde Freund Fris von Erkmann- Chatrian wird läuft sich der Schaden bis jezt auf 100 000 Franks. Die Paris nach dem„ Reichs- Anzeiger" um etwa 500 Tafeln aus gebranntem mit Herrn Pohl in der Rolle des Rabbi Sichel Dienstag zum Lyon- Bahn wird genöthigt sein, mit Hilfe von zwei Brücken die Thon, die mit altbabylonischer Keilschrift beschrieben sind und ersten Male aufgeführt und Freitag( 25. Abonnements Vor- Bahnlinie auf das dem rutschenden Berge gegenüberliegende aus der füdbabylonischen Ruinenstätte Tello herstammen. Ver- ftellung) zum ersten Male wiederholt. Sonntag, 8. März, Nach- Ufer des Gardon zu verlegen, eine Arbeit, die mindestens drei muthlich gehören sie zu einem großen Funde, von dem beträcht mittag, findet eine Aufführung von Anzengruber's Pfarrer von Monate in Anspruch nehmen wird. Bis jetzt berechnet man den liche Theile dem Vernehmen nach auch in andere Museen Europas Kirchfeld statt. Neben Herrn Baumeister, der im Neuen Umfang der Abrutschung auf mehrere hunderttausend Kubitgelangt sind. In der Mehrzahl find es Aktenstücke aus Tempel Theater am Montag zum ersten Mal den Pedro Crespo im meter. Glücklicherweise ist das Thal des Gardon am Fuße des archiven von Tello, aus der Zeit der füdbabylonischen Könige Richter von Zalamea spielt, find die Damen Liefenberg, Lux Gouffre gegen 200 Meter breit, so daß eine gänzliche Sperrung Jne- Sin, Gamil- Sin und Bur- Sin, die um 2500 vor Chr. und Thaller, die Herren Fride, Kraus, Pagay, Schwellach, Weiß dieses Wasserlaufes nicht zu befürchten ist. Den Plan, den die in der Stadt Ur der Chaldäer refidirten, die ja auch aus der und Werner beschäftigt. Herr Kober spielt als Gast den Don Ingenieure in den letzten Tagen hatten, den Rutschungen durch biblischen Patriarchengeschichte bekannt ist. Das Aeußere dieser Lope. Die Inszenirung hat Herr Jelenko besorgt.- 3m Sprengen zuvorzukommen und fie dadurch einzuschränken, hat Tafeln ist ein fehr verschiedenes. Sie sind rechteckig oder Schiller- beater tommt heute, Sonntag, Nachmittag man wieder aufgegeben, da die in Bewegung begriffene Masse zu quadratisch, einige auch in Salbtugelform; ihre Größe schwankt Romeo und Julia zur Aufführung, abends wird der Schwant groß ist. Für den Inhalt der Jnferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 1. März. Volks- Vorstellung( Belle- AllianceTheater), nachmittags 22 Uhr: Wilhelm Tell. Opernhaus. Die Nürnberger Buppe. Laurin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schauſpielhaus. Die franke Beit. Montag: Judith. Dentsches Theater. Rönig Heinrich IV. Nachm. 22 Uhr: Die Weber. Montag: Romeo and Julia. Leffing Theater. Jungfer Immer grün. Hierauf: Der Junge von Hennersdorf. Nachm. 3 Uhr: Comtesse Guckerl. Montag: Diefelbe Vorstellung. Berliner Theater. König Heinrich. Nachm. 2 Uhr: Faust. Montag: König Heinrich. Renes Theater. Der Herr Direktor. Vorher: Ein Zündhölzchen zwischen zwei Feuern. Nachm. 3 Uhr: Francillon. Montag: Der Richter von Zalamea. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Angot, die Tochter der Halle. Nachmi. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Angot, die Tochter der Halle. Schiller- Theater. Ein toller Einfall. Nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Das Käthchen von Heil bronn. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Diefelbe Vorstellung. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance- Theater. Böse Buben. Montag: Wilhelm Tell. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Länımer. Vorher: Pitts. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. König Heinrich. Nachm. 3 Uhr: Der Freischüß. Montag: König Heinrich. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Reichshallen- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Urania Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. Charley's Tante. Anstalt für volksthümliche wöchentl. 1 W., wird abgeholt. Bahu Schwank in 3 Aften von Brandon Thomas. Repertoirstück des GlobeNaturkunde. ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Theaters in London. In Szene gesetzt Am Landes- Ausstellungspark Guckel, Laufizerplatz 2, Elsasserstr. 12. von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gesang u. Tang in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Mufit von F. Roth. Anfang 72 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Boll, Sonnt. 8-5. Lanzunterricht etter's Feſtſäle, 396] Koppenstr. 29. Castan's Panopticum. bis Thurmtr. gegen g. Belohnung ab. Alexanderplatz- Theater. Die Heute 8 Uhr: 8um 133. Male: Die kleinen Lämmer. Von der gesammten hiesigen Presse als die beste Novität der Saison anerkannt. Borher: Pitts. Operette von Löwenfeld. Eden- Theater. Vogler's Welt- Restaurant 97. Dresdenerstr. 97. Jm vorderen Saal täglich: Weltberühmte B Tyroler Sänger- Gesellschaft Almenrausch u. Edelweiss. Direktion: Alois Ebner. Entree vollständig frei! Jm Theater- Saal: Sensationelles März- Programm! Berliner mang die Wilden! Große Posse mit Gesang. Auftreten sämmtlicher nen engagirter Spezialitäten. Nur hochkomische Nummern! Anfang 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Cavalleria schufticana. ( Die Ehre des Schubbejacks.) Romantisch diabolisch infernalische Oper von Ferd. Meysellino. Neuestes Ensemble der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Jeden Sonntag u. Donnerstag: Concerthans Sanssouci 4a. Kottbuserstr. 4a. Entree 50 Pf. Schiller- Theater. Anfang 7 Uhr. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Abends 8 Uhr: Ein toller Einfall. Montag, abends 8 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Sonntag, den 1. März 1896: Emil Thomas als Gast. Zum 177. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern, von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Jnl. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen Montag und folgende Tage: Eine tolle Nacht. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. König Heinrich Tragödie in 5 Atten und einem Vorspiel von Friedrich Helbig. Regie: Max Samst. Nachmittags 3 Uhr: Der Freischütz Romantische Oper in 3 Akten von Carl Maria v. Weber. Regie: Herr Motada. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Passage- Panopticum. Letzte Woche! Affentheater und Circus. Done Extra- Entree. Soldaten und Kinder 25 Pf. Montag: Victoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Anf. präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( f. Platate). 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" Minister Boffe: Ich danke dem Vorredner dafür, daß er den Ausdruck, Schlendrian im Kultusministerium" zurückgenommen hat. Wenn er nun aber verlangt, ich soll den Ausdruck fanatische Krankenschwestern" meinerseits zurückziehen, so fann ich ihm nur erwidern: ich habe, wenn ich den Ausdruck brauchte, nur den fanatischen Polonismus gemeint. Wenn ich aber damit die Krankenschwestern verlegt haben sollte, will ich den Ausdruck ihnen gegenüber gerne zurückziehen. Sonntag, den 1. März 1896. 13. Jahrg. niederen und höheren Grades, einschließlich der Fortbildungs Volksschulwesen Frankreichs. Deffentliche Volksschulen, anstalten wurden 1886/87 in Frankreich und Algerien 67 517, 1891/92: 67 262, Privatschulen 13 613 bezw. 15 271 gezählt. Jm einzelnen gab es: " " " 1886/87 1891/92 25 412 24 621 23 454 23 261 18 651 19 380 . 58 362 9 155 60 554 6 708 öffentliche Knabenfchulen. Mädchenschulen gemischte Schulen Laienschulen tongreganistische Schulen Das Verhältniß der weltlichen zu den kongreganistischen öffent lichen Volksschulen war 1891/92= 90 zu 10 pt., bei ben Privatanstalten dagegen 22,6 zu 77,4. schulen 89 061 Klaffen. In 89 668 öffentlichen Boltsschultlaffen. Die öffentlichen Knabenschulen zählten 41 671, die Mädchens wurden bis 50 Schüler unterrichtet. Von einklassigen Anstalten hatten bis 60 Schüler 2877, bis 70: 1148, bis 80: 394, darüber 224, von mehrtlasfigen 4895 bis 60, 1193 bis 70, 822 bis 80, 94 über 80 Schüler. fete, daß katholische Beamte in erster Linie die Interessen des Papstes im Auge hätten. Er rathe Herrn v. Heydebrand, die Soziale Meberlicht. 31. Sigung vom 29. Februar, 11 Uhr. grünen Blätter" der„ Germania" zu lesen, in denen jenes Echulgesetz als ein erster Schritt zur Zurückführung der Pro- fie nun auch den Neunst und entag einführt, der von vielen Nachgehinkt kommt die Wiener Staatsbruckerei, indem Am Ministertische Dr. Bosse und Kommissarien. testanten zum Ratholizismus bezeichnet wurde. Bielleicht gebe Brivatdruckereien, gemäß der Vorschrift des zwischen den BuchDie Berathung des Kultusetats wird fortgesetzt. das Herrn v. Heydebrand zu denken!( Beifall links.) Abg. Dr. Bachem( 3.): Ich bin bereit, den Vorwurf des Abg. Rickert beginnt damit, es sei doch wohl genug, wenn bruckereibefizern und Buchdruckergehilfen Desterreichs vereinbarten Schlendrians gegen das Ministerium zurückzunehmen, wenn die Bevölkerung nach wirthschaftlichen Rücksichten geschieden sei, Normaltarifs schon eingeführt ist. der Herr Minister sich zur Zurücknahme des Ausdruckes man solle nicht auch noch tonfessionellen Zant entfesseln. Das fanatisch" im Zusammenhange mit dem Begriffe fa- wäre die Zerstörung des Staats in letter Konsequenz. Das tholisch" bereit erklärt. Ich wünsche weder eine mecha: Schulgeset habe einen ungemein gefährlichen Zündstoff unter nische noch eine falkulatorische Parität, aber meine uns gebracht, und nimmermehr dürfe durch dessen Wieder: Darlegungen, daß in einer Reihe von Beamtenkategorien die einbringung neuer Hader entfesselt werden. Katholiken übergangen werden, hat der Minister nicht wider- tenne an, daß der damalige Minister Graf 3edlig ritterlich Auch er er legt. Daß für Konsistorialgebäude bedeutende Summen, für für das Gesetz eingetreten sei, und es sei zu bedauern, bischöfliche Gebäude aber nichts ausgegeben worden ist, wird daß er an diesem Geset zu grunde gehen dadurch nicht widerlegt, daß gelegentlich einmal eine Ausgabe, mußte. Preußens Schulwesen sei zurückgegangen so sehr wie die ins Ordinarium gehörte, ins Extraordinarium auf: in feinem anderen Lande. Die Schule sei eine Veranstaltung genommen ist oder umgekehrt. Daß in Münster ein Katholik nicht der Kirche, sondern des Staates, und so müsse es bleiben. zum Ober Regierungsrath ernannt ist, begrüße ich als Ein gut Theil von dem, was das Zedlib'sche Schulgesch habe einen Schritt zur Besserung. Bei den Kreis Schulinspektoren festlegen wollen, sei gar leider auch schon auf dem Berwaltungsist das Ueberwiegen der evangelischen selbst in katholischen wege durchgeführt worden. Redner erklärt sich weiter gegen den Gegenden auffällig, während in evangelischen Bezirken fatholische Standpunkt des Ministers in der Dissidentenfrage. Selbst Inspekteren gar nicht vorkommen oder selten sind. Besser wäre Herr v. Mühler habe sich seinerzeit hierzu freundlicher gestellt. Was es, katholische Beamte, z. B. Ober- Regierungsräthe, nicht die Schulaufsichtsfrage betreffe, so sei die Stellung des Lehrers nach evangelischen Gegenden zu senden, 100 fie bei gegenüber dem Geistlichen seit Jahren immer mehr herabgesetzt der evangelischen Bevölkerung leicht Erbitterung erregen worden. Es bestehe leider die Tendens, die Geistlichen fönnten( Oho! Widerspruch), sondern in katholische Gegenden. immer mehr in Schulinspettions Stellen hinein Wir sind nicht dagegen gesichert, daß nicht der Staat doch zubringen. Die Frage der Schulaufsicht sei in Wirklichkeit keine Von den Unterhaltungskosten der Elementarschulen im Be einmal, wenn auch nicht unter diefem, so doch unter einem spätern Frage der Partei. Bekannte und hochangesehene Geistliche, auch trage von 121 333 545 Fr. i.. 1889 brachten die Gemeinden Minister in den katholischen dogmatischen Religionsunterricht orthodoxe, theilten diese Anschauung, also die Anschauung, daß die 30 274 982, der Staat 86 016 881, die Departements 5 041 682 eingreift. Schule Anspruch habe auf eigene Leiter und nicht von den Geistlichen auf. Infolge des Finanzgesetzes vom 19. Juli 1889 fielen lettere nebenamtlich beaufsichtigt werden sollte. Genau dahin habe sich gänzlich fort, und zu den Gesammtausgaben von 148 200 673 Fr. die Kreissynode in Mülheim a. Ruhr ausgesprochen, in welcher im Jahre 1892 trugen die Gemeinden nur noch 23 336 920, der 40 Geistliche fäßen. Weg also mit der Lokal- Schulinspektion, und nur Staat aber 124 863 753 bei. Für Herstellung von Schulgebäuden eine Kreis- Schulinspektion im Hauptamt! Herr Bachem habe( Bauten und Ausstattungen) wurden seit Erlaß des Gesetzes vom auch die Freiheit der Wissenschaft angefochten.( Buruf aus dem 20. Juni 1885 bis Ende 1887: 70 507 890 Fr., von da bis Ende Zentrum.) Jawohl, und Sie wollen dann das Urtheil darüber 1893: 102 229 940 aufgewendet. In leyterwähnter Periode haben!( Heiterkeit.) Welches ist denn das christliche Banner, betrug die Anzahl der hergerichteten Schulanstalten nebst das Herr v. Heydebrand, wie er gestern sagte, in der Schule Zubehör 8712, die Zahl der 1878-85 eingerichteten Schulen aufrichten will? Etwa das Christenthum der Regulative, an 22 697. Jm letzten Zeitraume foftete eine neue Primärschule deren Schule ein Hödel aufgewachsen ist? Sie werden den Kampf durchschnittlich 24 837 Fr.( Seine- Departement 122 914, Lozère um die Schule nicht erfolgreich führen, Sie werden die Staats: 7290), 1885-90/ 91: 19 752 Fr. Für Herstellung von Normal schule nicht zertrümmern. Und wenn Sie das merken, werden schulen wurden 1879-93 vom Staate 19 590 033, von den De Sie einsehen, daß Sie die Religion von der Schule trennen partements 30 458 657, von den betreffenden Städten 1649912 Fr. Abg. Danzenberg( 3.): Die Ausschreitungen unserer Presse müssen, wie das schon Schleiermacher gewollt hat. Und sollte verausgabt. Davon wurden gebaut oder reparirt 105, erweitert mißbilligen, insoweit solche vorkommen, auch wir. Sehr erfreut diese Trennung dem Staate etwas fosten, wir hier werden und ausgestattet 55 Anstalten. baben uns die warmen Worte, mit denen gestern Herr von dazu die Mittel gerne bewilligen. Aber die Staatsschule lassen Heydebrand für das Schulgeset eintrat. Das Zentrum wird wir uns nicht nehmen!( Beifall.) ftets bereit sein, in solchen idealen Fragen mit den Konservativen Ministerial- Direktor Kügler widerspricht aus praktischen zusammenzugehen. Ritterlich war es vom Grafen Bedliß, daß er Gründen der vom Vorredner angeregten Trennung der Neben- Bei den Refruten der Landmacht waren 1886 vom Hundert damals zurüdtrat. Dasselbe hätte das ganze Staatsministerium fonds, für evangelische und katholische Zwecke, und wendet sich 11,7, 1891: 7,4, bei dem Marineersage am letzten Termine 10,3 thun müssen. Es war unflug, daß das nicht geschah. Das ganze dann noch gegen verschiedentliche Imparitäts- Behauptungen ohne Schulbildung. Land hat ja auch bei den darauf folgenden Wahlen die Antwort Bachem's. Dem Abg. Rickert erwidert Redner ferner, gegeben. Die Parteien, die für das Schulgeset waren, kehrten daß die Praxis der Unterrichts Verwaltung in größerer Anzahl hierher zurück. Der Staat ist in bezug auf gegenüber den Dissidenten vom KammerErtheilung des Religionsunterrichts abfolut unbefähigt und ab. gericht gebilligt sei und daß die Zahl der nebenamtlich folut unberechtigt.( Lebhafter Beifall.) Darum ist der Faltsche beaufsichtigten Schulen fich in konftanter Praxis verringere. arbeiter hatte am 24. Februar eine Versammlung anberaumt, Der Verein zur Wahrung der Jutereffen der StockErlaß ganz unhaltbar. Redner verbreitet sich dann noch weiter Frrig sei auch die Auffassung, daß der Minister die Stellung in der Genosse Schulz in einem beifällig aufgenommenen über den Religionsunterricht in den Volksschulen, über die Pari- der Lehrer herabgedrückt habe. In dem Moment, wo Redner Vortrag über die Dichtkunst vor und während der achtundvierziger tätsfrage. sich kurz refümiren will und bemerkt:„ Ich komme zum Schluß", Revolution sprach. Bei Besprechung der Werkstattangelegen Minister Boffe: Ich habe schon so oft erklärt, daß die ertönt von der Rechten lebhaftes Bravorufen, auf welches als beiten schilderten mehrere Redner die Uebelstände in einzelnen Regierung an Eingriffe in das innere Leben der katholischen bald, nachdem Redner geschlossen, ebenfalls mit lebhaften Bravos Werkstätten, besonders die bei der Firma Remmert und Philipp Kirche nicht denkt. Man mag unsere politische Haltung von links geantwortet wird. fritisiren so viel man will, wir werden das zu tragen wiffen. Aber ich spreche dem Herrn das Recht ab, dem sei die Zeit dafür so günstig gewesen. Eine bloße Staats- aufmerksam, das vom Verein am 21. März arrangirt wird. Abg. Stöcker spricht sich für ein Schulgesetz aus; niemals. Co. Zum Schluß machte der Vorsitzende auf das Vergnügen Ministerium nachzusagen, daß es ehrenvoll nicht im Amte ge- institution dürfe die Schule niemals sein, da bei ihr auch das blieben sei. Recht der Eltern und Gottes in betracht komme. Dem Minister lege er die Frage ans Herz, ob das Schulgesetz nicht doch möglich sei. Redner plädirt ferner für konfessionelle Gymnasien. Nachdem sodann noch Abg. Porsch mit Lebhaftigkeit den Aeußerungen v Eynern's entgegengetreten, vertagt sich das Haus. Montag 11 Uhr Fortsehung. Schluß 42 Uhr. Abg. Krause: Wie kommt Herr Bachem zu seinem Verlangen nach einem katholischen Gymnasium? Wir haben doch überhaupt nur paritätische Gymnasien, und unseren katholischen Mitbürgern in Berlin selber ist es noch gar nicht eingefallen, eine solche Forderung zu erheben. er Vizepräsident v. Heereman erklärt, er habe die betr. Worte des Abg. Danzenberg nicht verstanden, weil derselbe nicht laut genug gesprochen. Jene Worte halte allerdings auch er für unparlamentarisch und unzulässig, er rufe daher den Abg. Danzenberg nachträglich zur Ordnung. Nach längerer Geschäftsordnungs- Debatte über den Ordnungsruf erhält das Wort Abg. v. Eynern: Ein Wunder sei es angesichts ge= wiffer Borkommnisse nicht, wenn im Volte sich der Glaube sest Sonntagsplandevei. Die Gesammtausgaben für einen Elementarschüler einschl. ber écoles maternelles( Kleinkinderschulen) betrugen 1887: 34,29 Fr., 1892: 39,26 Fr. Versammlungen. Die Glafer hielten am 25. Februar eine öffentliche Verfammlung ab. Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrag des Genossen Kämpf über die Presse und ihre Bedeutung gab der Vertrauensmann Echulz den Bericht über seine Geschäftsführung. Sodann übertrug die Versammlung für die nächste Zeit dem Glaser Meitmann, Urbanftr. 84, das Amt des Vertrauensmannes und wählte zum Delegirten für die Gewerkschaftskommission den Glaser Otto Fromm. Hierauf verhandelte man sehr eingehend über die im Herbst geplante Lohnbewegung. Brochnow empfiehlt behufs Ansammlung eines Streitfonds Marken zu verausgaben. Echulz will zunächst, daß eine Statistik über die Lohn- und " " J 4 Selbst in der lächerlichen Tartüfferie dieses Mannes liegt große geistige Einbuße; so pflegmatisch ist es geworden durch eine Verbeugung vor dem Werth, den man in geistig regsamen den Mangel an intensivem geistigen Kampf. Aber es ist im stande, Kreisen dem Wirken in der Deffentlichkeit beimißt. Die Be- um ein Nebensächliches sich in leidenschaftliche Erbitterung zu theiligung an öffentlichen Angelegenheiten ist nicht nur eine stürzen, die etwas schildbürgerliches an sich hat. Da ist ein Vorstadts Die verfolgte Unschuld! Der gute Frig Friedmann! Nun rechtliche Nothwendigkeit; sie erweitert den geistigen Horizont der Theater in Wien, das Raimund- Theater. Sein Direktor hat der Gefangene von Bordeauxr sein politisches Herz entdeckt. Menschen; wo das Interesse sich sonst lediglich am Kleinlichen wurde vom geschäftsführenden Ausschuß seines Amtes entBei aller formal- juristischen Spitfindigkeit, die ihn auszeichnet, festklammert, wo um des Kleinlichen willen Leidenschaften hoben. Ob ihm Recht, ob ihm Unrecht geschehen, ist bei all' seinen lebemännischen Eigenschaften war sein Gesichtskreis und Aufregungen entstehen, die lächerlich wirken, erhebt bier von untergeordnetem Interesse. Genug, ganz dennoch so philiftrös beengt, daß ihm niemals die Neigung bei- sie über das blos Triviale, das blos Kleinliche. Das Wien", das heißt Wiens Bourgeoisie lebt seit Wochen fiel, am öffentlichen Leben wärmere Theilnahme zu beweisen. müßte heutzutage als Alltagswahrheit gelten, an die man in erregter Spannung um das Direktorium des RaimundAls wenig nachdenkliche Frohnatur pflegte er selber sich zu be- nicht mehr erinnern müßte. Und dennoch das begierige Theaters. Ganz Wien" verschlingt feitenlange Berichte über die zeichnen; und nun verfällt dieser Fuchs in der Klemme Verlangen, und nicht blos in Sachsen, die Betheiligung am öffent Entwicklung des Raimund Theaters, als hinge das Wohl der auf die groteske Jdee, sich als politischen Märtyrer lichen Leben einzudämmen, einen starken Bruchtheil des Volkes Welt, oder mindestens das Wohl deutscher Kunst davon ab. zu geberden. Er, deffen Denken und Sinnen auf dem um allgemein geistige Interessen zu verkürzen, wenn es angeht! Ganz Wien" wird in einem fieberhaften Rausch erhalten um Spieltisch, das leichte Theater und willfährige Frauenart Die Massenintelligenz herabzudrücken, ohne Rücksicht auf die der Krise im Naimund Theater willen, und dies große Abdera fich konzentrirte, sobald das Geschäft im Gerichtssaal ab uralte Erfahrung, daß im geistig verödenden Lande auch die merkt es nicht einmal, wie unfreiwillig tomisch seine überhizte gethan war, nennt sich allen Eruftes einen verfolgten Sozialisten! Herrschenden von geistiger Dürftigkeit befallen werden. Wie Fehde um ein gleichgiltiges Komödienhaus und um einen Alle Achtung vor dieser Bauernschlauheit. Das politische weit das reicht, das Bürgerthum im heutigen Wien beweist es, gleichgiltigen Theaterdirektor ist. Welcher Aufwand an SMäntelchen, das ein im Grunde kleiner Schelm angelegt hat, in Wien, der Großstadt, einem alten Kulturzentrum. Wie Parteihaß!„ Ganz Wien" ist in zwei Lager getheilt, wird ja auf die Dauer Friedmann's Dürftigkeit nicht verhüllen werden da die großen, bewegenden Fragen verfümmert! hieß es in einer Zeitungsphrase. Es ist kein Wunder, wenn bei können. Für's erste aber hat Friedmann einige Verwirrung an Wie furzsichtig haften sich wilde Leidenschaften an Sleines fo tiefer geistiger Verarming Abdera- Stücklein möglich werden, gerichtet! Die Franzosen empfinden eminent politisch. Die und Winziges! Verschroben eben und verzwergt ist der wie das von dem geachteten Wiener Bürger und Mitglied im Herren, die Friedmann's Sachen zu untersuchen haben, ließen öffentliche Geist in dieser Gemeinschaft, die es duldet, Aufsichtsrath des Raimund- Theaters. Als ein Zeitungsschreiber sich durch Friedmann's Unverfrorenheit ein wenig verblüffen; daß ein beträchtlicher Theil von ihr politisch entrechtet ist. Die mit Namen F. Schiller um Freikarten zum Besuch von Schiller's und in der That fing man an, zu spekuliren, was an dem fortdauernde Entmündigung der Menge hat sich gerächt. Auch Fiesco" bettelte, da meinte der weise Thebaner in seiner Eigens Politiker und Revolutionär Friedmann" echt, was erheuchelt der geistige Horizont der Bourgeoiste wurde nothwendig verengt; fchaft als Aufsichtsrath: Wozu diesem Schiller noch Freikarten sei; und sonderbar verschob sich bei einzelnen der Herren in und während anderswo mächtige soziale Bewegungen reifen, da geben, denn sein Stück bringt eh nix." Und dieses klassische Bordeaux das Bild des flüchtigen Abenteurers. Es entstand eine flammert sich das geängftete Kleinbürgerthum Wiens, wie in Muster eines blödsinnigen Wiener Bürgers, dem ein Schiller eine förmliche Mythenbildung und ihr Kern war: Am Ende ist dieser mystischer Verzückung, an das bischen Antisemitismus, wie an unbekannte Größe geblieben, nahm gewiß oft den Mund voll Friedmann doch einfrevoltirender Geist, einer jener revolutionären ein welterlösendes Aüheilmittel. von deutscher Kunst und deutschem Wissen. Typen, die anfänglich gerne leidenschaftlich provoziren und später Noch sonderbarere Blüthen treibt der erbitterte Kampf Ich bin ficherlich weit entfernt davon, dem Spektakel um sich aus dem Staube machen, wenn es ernsthafte Ueberzeugung um Kleinlichkeiten bei gesellschaftlichen Erscheinungen, die das Raimund- Theater in Wien irgend welchen Werth beizulegen. Ich außerhalb des eigentlich politischen Gebietes liegen; und ein hätte die Albernheit nicht mit einer Silbe erwähnt, wenn Als einer psychologischen Seltenheit sei dieser Seite des Vorkommniß der jüngsten Woche fordert geradezu zu satirischer sie ihrer ganzen Art nach nicht so fymptomatisch wäre für Falles Friedmann gedacht. Mit schlauen Instinkten bringt Betrachtung heraus. Wie verkrüppelt entwickeln sich doch die Verkümmerung geistiger Interessen, in die man bei gewaltFriedmann eine grobe, fauftdicke Lüge vor; er weckt Bedenken, die Dinge, wie erschlafft und wie stumpf werden die geistigen fam beschränkter Deffentlichkeit geräth. Ein Stück Kriminals Zweifel; aber bei der politischen Empfänglichkeit derer, Interessen selbst der Besitzenden, wenn es feine weite allgemeine geschichte, etwas Komödianterei wird, je tiefer das Niveau auf die er einzuwirken trachtet, erreicht er zum Schluß Oeffentlichkeit giebt! Die alte deutsche Kulturstätte an der allgemein- geistiger Interessen sinkt, zu ungeheuerlicher Wichtigkeit dennoch seinen bestimmten Zweck: der Uninteressante wird inter Donau hat an freigeistigen Einflüssen in den letzten Jahrzehnten aufgebauscht. Der Blick für Wesentliches und Unwesentliches effanter. Friedmann empfand gang richtig: Bor politisch bedauerliche Einbuße erlitten. Ihre heimischen Wänner der geht verloren, wenn das öffentliche Dasein sich nicht in großen sensiblen Naturen mußte er sich als Mann der Oeffentlichkeit Wissenschaft, ihre besten Lehrkräfte wenden sich nach Deutschland, Bügen freifluthend entfalten darf. Die heute in Sachsen wider aufspielen, wollte er vor ihnen einige Bedeutung gewinnen. Das wenn sie Hervorragendes und Originelles zu leisten im ftande die reaktionäre Gewalt protestiren, die proletarischen Schaaren friminal- juristische Intereffe, das sich an die Frage feiner Aus- sind. Ihre bildende Kunst ist heute ein wenig bewegtes und in Wien, die erst um den Erwerb des allgemeinen Wahlrechts lieferung Enüpft, toute eine zeitlang eine gewiffe neugierige bewegliches, ein tampflofes Joyl gegenüber der aufschwellenden, harte Kämpfe führen müssen, sie streiten nicht blos um ein Spannung hervorrufen; aber die Abenteurer- Eitelkeit Fried- lebensvollen, leidenschaftlichen Kraft Münchens. Erit jüngst hat politisches Recht, um ihre eigenen Stlasseninteressen. Sie fechten, mann's wäre dadurch nicht befriedigt worden. Sie brauchte ein einer ihrer tüchtigsten Universitätslehrer diese Zustände beklagt. mag der einzelne sich dessen auch nicht bewußt sein, gleichsam besonderes Relief; und so schuf sich der leichtlebige Berliner Ihre herrschende Presse verschließt sich, so gut fie taun, vor dem um eine erhöhte geistige Sebenshaltung aller, selbst wenn man Advokat rasch fertig eine eigene Legende, die vom Politiker Eingang moderner Ideen. Und nun sehe man sich um, wohin diesen Begriff auf die feinsten Bethätigungen menschlichen Ins Frig Friedmann, das Wiener Bürgerthum gelangt ist. Kaum begreift es feine tellekts ausdehnt. Alpha. ernsthaft zu vertreten gilt. 11 " Arbeitsverhältnisse veranstaltet wird. Ein anderer Redner schlägt! vor, in nächster Seit eine größere Versammlung einzuberufen, die eine bestimmte Tattit für die Bewegung feftfett. Diesem Vorschlage tritt die Versammlung bei. Arbeitet- Bildungsschule. Conntag tein Unterricht. Die Leferäumte| Blumenftr. 46 bet Tomaschat. Dorfglödlein, Deutsch- Wilmersdorf, sind von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. Berlinerstr. 40, Klingenberg's Boltsgarten". Deffentliche Gesundheitspflege. Unterricht am Montag: Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Nationalötonomie. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Lefetlub Karl Marx, bei Grube, Mariendorferftr. 5. Vorträge, BorTefungen. Gäste willkommen. Der Arbeiter- Raucherbund beschloß in seiner letzten Generalversammlung, den bisherigen Vorsitzenden feines Amites zu entsetzen und wählte an stelle dessen das Mitglied Schulz 1. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Dienstag, Sodann wurde in bezug auf die Aufnahme neuer Vereine be- den 3. März cr., abends 8% übr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte ftimmt, daß diejenigen, die bereits einem andern Bund an- Röntgen'schen X- Strahlen.( U. a. Photographische Aufnahmen vor den Augen Jakobstraße Nr. 37: Großer Experimental Vortrag über Photographie mit gehörten, ohne Karenzzeit Aufnahme finden, für die anderen des Publifums.) Karten a 40 Pf. find im Restaurant Eas, Martgrafenfir. 102, Vereine wurde die Karenzzeit auf 3 Monate herabgefeht. Das nudsen, Oranienſtr. 198, Kommandanten- Garten", Kommandantenstr. 10/11, Einschreibegeld bleibt in der bisherigen Höhe für alle Vereine und abends an der Kaffe zu haben. bestehen. Weiter wird beschlossen, im Falle einer Auflösung des und Fidelitas. Bühnen- Verband Preziosa". Beughofftr. 8, Nachm. 5 Uhr: Gigung Bundes sofort die Gelder an die Mitglieder zu vertheilen. Am Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 2. Ofterfeiertag veranstaltet der Bund eine Matinee im Böhmischen B. März, abends o uhr, Beuthstraße Nr. 20 bei Cohn: Bortrag des Herrn Brauhaus.is ogs Dr. med. Christeller über Krantentransport und verschiedene Krantheitserscheinungen". Nachdem praktische Uebungen. " Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Hagegend. ( Alle Sufchriften, den Bund ber geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an B. Gent, Dresdenerstr. 107/108.) Sonntag: Theaterverein Bavaria, Lychnerfir. 2/3 bei Schmidt. Gefelliger Berein Jngwelde, Oranienftr. 55 bei Hobec, nachmittags 4-7 Uhr. 1 Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenoten Berlins und umgegend. Sonntag, den 1. März cr., nachmittags 5 Uhr, Drantenstraße 51, Bersammlung. bergerstr. 3, Gigung. Nachdem Fidelitas. Vergnügungsklub Oftend". Sonntag Nachm. 5 Uhr bei Birt, Straußstraße 19. Privat Theaterverein Freiheits- offnung jeden SonnHensel, Invalidenstr. 1. Gäste willkommen. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Renderungen im Vereinskalender find zu richten an Karl Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Montag, abends von 9-11 Uhr: Klub Abend und Aufnahme neuer Mitglieder. Morgenroth, Landsberger Allee 44 bei Rohland. Dilettanten- Bühne Rheingold II. Jeden Sonntag 5 Uhr im Saale des Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner Hrn. Fernando Küter, intenstr. 96: Sigung. Fidelitas. Theater: und Bergnügungsverein Troilus, jed.Sonntag nachm. 5 Uhr im Restaur. E. Heft, Brunnenstr. 155, Gigung mit Damen. Nachdem Fidelitas. Bergnügungsverein Fro biinn, abends, Brückenftr. 7( Spreeterraffe). Montag: PrivatTheatergesellschaft Satur abends 49 Uhr bet Specht, Martgrafenftr. 83. Privat- Theatergesellschaft Immer luftig i. Gonntag abends 5 Uhr, b. Ruhl Andree, Thorinerstr. 68: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft Minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Sigung jeden Conntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, 3 rtherftraße 45, bet. Tarey. Theater- und Vergnügungsverein Weiße Rofe jeden Montag 9 Uhr Sigung bei Pommer, Reichenberger tag 5 Uhr nachmittags Sigung mit Damen bet Schmidt, Lychenerfir. 2/8, nachher Fidelitas. Rauchklub Brüderlichkeit jeden Montag 9 bis 11 Uhr bet Herrn Pauts, Schlesischeftr. 38. Rauchflub Pfeifentopf, Sigung 9 Uhr bei Wolff, Friedrichsbergerfir. 24. Gäste willkommen.- Arbeiter- Stenographie Berein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunde Montag abends sy Úhr bet Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Freiheits hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bei Baumann, Lychneisir. 2-3.- Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachmittags an eigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelbahn, Dresdenerstr. 68. Bergnügungsverein Fiducia. Jeden Gonntag von 5-6 Uhr nachm. Sizung. Nachdem Fidelitas im eft. 8um Kulmbacherhof", Gr. Frankfurterftr. 42.- Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4% 1hr, Eigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnstr. 9.Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bet Wernau, Rosenthalerfir. 57. Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 3 Uhr an anügungsflub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof. Neue volksthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenfeeer Weg bei fche. WerCharlottenburg. Am 26. Februar fand hier im Lotale Bismarckhöhe eine öffentliche Boltsversammlung statt, in der Frau Clara Bettin aus Stuttgart über das jüngst in den Bersammlungsberichten des Vorwärts" mehrfach besprochene Rosmos. Verein für voltsthümliche Wissenschaft. Montag, den 2. März, Thema: Die moderne Prostitution und die bürgerliche Frauen- Vortrag des Herrn Gericke über Landwirthschaftliche Probleme". Montag, rechtlerei" referirte. Die gut besuchte Versammlung folgte dem den 9. März cr., Herr Grempe über„ Riesen- Fernrohrbauten der Neuzeit" bet Vortrage mit sehr großer Aufmerksamkeit und belohnte die Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. 1. Borsigenber Referentin nach Schluß. mit, start anhaltendem Beifall. Von Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender Montag, einer Diskussion wurde, da Redner sich nicht meldeten, Abstand ge- find zu richten an Friedrich fortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Sieber nommen. Ein von den Frauen Bielas und Schröder gestellter Antrag, tafel der Maler, Annenfir. 6, bet Ghrenberg. Butun ft 1, Stegli, aus der Mitte der Versammlung eine weibliche Person zu wählen, Ahornftr. 15a, Echelhose's Gambrinus.- Arbeiter- Gefangv. Borwärts III. welche die Agitation unter den Frauen Charlottenburgs zu wetg, Waidmannsluft, Berlinerstraße bet Berbe. Liedesfreiheit II, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bei Karl Schulz. Lieder, betreiben hat, ward von der Versammlung angenommen und Strausberg, Roienstraße 1 bet Brammbach. Glodenrein( gem. Chor), demnächst Frau Bielas als Vertrauensperson gewählt. Frau Schönhauser Allee 46 bei Höhne. Arbeiter- Gesangverein der Enterbten Bielas bringt sodann die Lese- Abende der Frauen in Erinnerung, onblüthe, Zeugbofur. 8, Restaur. Behlendorf.- Gefangverein& tberte, Eminemünderftr. 49.- Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelftr. 29. welche an jedem Dienstag, abends 8 Uhr, bei Schnell, Göthe- rangelfir. 84 bei Rebang. Männerchor Sangesluft II, Bafewalter- Roßfir. 3: Sigung und Zanz. Gäfte fehr willkommen. Jugend- Mihletett ftraße, abgehalten werden, und macht gleichzeitig bekannt, daß Straße a bei Ad. Neumann Harmonie 2, Weinstraße 11, Restaurant am Sonntag, den 8. März, abends 6 Uhr, eine Versammlung tingmülle riches Doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansfir. Feind.- Einigteit 3, Groß- Lichterfelde, Amalienſtr. bei G. Senger. bei Bredow, Augsburgerstraße 78, stattfinden wird, an die sich bei Ww. Busch. Junge Gice, Reinickendorf, Schwedenstr. 18 bei ein gemüthliches Beisammensein anschließen soll. Genosse Hartmann. Solidarität, Oranienftr. 109 b. Greifer. Freya 2( gem. Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebab am Scharrnberg bringt noch zur Kenntniß, daß sich die Partei- bor), arba nftr. 61 b. Wulle. Dämerigsee. Gejangverein Edelweiß 4, Nummelsburg, Rant und spedition von jest ab Pestalozziftr. 27, Hof part., befindet. Göthestraßen Ecke b. Mertens. Gesangv. der Metallarbeiter, Often" flub Junge Kraft jeden Montag und Freitag abends 8-10 Uhr bei Märrischer Hof. Fickert, Stallschreiberstr. 19. Theaterverein Nora, Admiralitr. 18c, Stattlub Vorwärts, Gartenstr. 51 bei Nathjack. Freie Turnerschaft Rtr dorf- Brig. Montag und Donnerstag 2. MännerAbtheilung 8%-10% Uhr im Restaurant Landhaus", Brig. Kraft- und Artistenklub" Jugendkraft" übt Mittwochs und Sonntags von 8-10 Uhr, bei Schauder, Stargarderftr. 18. Gäfte willkommen. Geschäfts- Haus S. Heine 14. Chauffer- Str. Berlin N. Chauffer- Str. 14. Wohlfeile Neuheiten in Kleider- Stoffen für die Frühjahrs- Saison. Ichwarz und farbig, Meter 1.35 Neuheiten im engl. Geschmack 150 Seidenstoffe, 150, 2c. 2 Mf. in all. Farb., dopp, br., Meter Met. 1, 2 Mt. 2c. Neuheit, glatt u gemustert, Meter 1,25, 1,50 Mt. 2c. dopp. br. Reinseidner Dama, nd 3 ME. Meter 1,75, 2, 2,50 Schwarze und farbige Mohairs, größte Reiuwollne Foulé 65, 75, 90 Pio, 1. 1.25 mt. Schwarze Kostümstoffe, großartige Auswahl. 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Kirschner, Berlin SW., Belle- Alliancestraße 101. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 1. März 1896, abends 6 Uhr: Grosse Versammlung him Lotal des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c. Vortrag des Genoffen Friedr. Hoffmann über: ,, Lohnarbeit und Kapital." 56/19 Nachdem: Geselliges Beifammensein und Tany. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder Zutritt. Puter. Ahtung! Achtung! Puter. Montag, den 2. März 1896, abends 6 Uhr, im Louisen städtischen Konzerthaus, Alte Jakobftraße 37: Größe öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Der Arbeitsvertrag im neuen bürgerlichen Gesetzbuch." Referent: Genoffe Faber. 2. Distuffton. 3. Bericht des Delegirten zur GewerkschaftsKommission und Neuwahl desselben. Kollegen, in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung für jeden Pußer, ist es Pflicht eines jeden in der Versammlung zu erscheinen. 132/9 Der Vertrauensmann: Aug. Vogel. Achtung! Achtung! Gr. Mitglieder- Versammlung des Vereins der Plätterinnen und verw. Berufsgenossen Berlins am Dienstag, den 3. März 1896, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Feind, Weinstraße Nr. 11. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Arbeitslohn und Arbeitszeit. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Unser Stiftungsfest. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. 251/6 Mechaniker. Morgen, Montag, den 2. März, abends 8½ Uhr: Grosse öffentliche Vertrauensmänner- Konferenz im Lokale des Herrn Bergner, Annenstraße 16. Werkstätten, die noch keinen Vertrauensmann haben, ersuche ich, einen dort hinzusenden. Kollegen, in Anbetracht der Wichtigkeit unserer Be wegung muß jede Werkstatt vertreten sein. Verband der Damen- Konfektions- Arbeiter be. Musikunterr.„ K." Postamt 79. 115/6 Der Vertrauensmann. und-Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend. Möbel- Gelegenheitskauf Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure Sonnabend, den 14. März: Gr. Wiener Maskenball in Mieff's Fentfälen, Weberstr. 17. 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Billets sind bei den Mitgliedern und an den bekannten Stellen Um zahlreiche Betheiligung ersucht Das Komitee. Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. Brennerei 22. Wiener Strasse 22, 1734 ründet Dampf- und Heißluft- Kastenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Sehr alter Kornbranntwein, Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder Marke: ohne den ganzen Körper zu ſtrapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher G. H. Magersleisch, Drts- Krantentassen und freien Hilfskassen. 42042* Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 512 Uhr. Tourenmaschinen leicht laufend, aus bestem Material hergestellt, liefern Glombitza& Müller, Mark 200 Berlin SW., Kransenstr. 30, Filiale u. Labeschule: 4381L* am Dönhoffplatz. Kurfürstendamm,( Ecke Ranchestraße). a. Wismar Pro Originalkrug 1 Mark. Mit vielen goldenen Medaillen prämiirt, a. Qualität unübertroffen. 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Stellungnahme zu dem von der Kommission und den Vertrauens- und Revisions Entscheidungen. 2. Dis- 211/9 1. Berichterstattung über Rekursmännern ausgearbeiteten Zarif. 2. Der geeignete Beitpunkt zur Einführung fussion. 3. Vereinsangelegenheit. desselben. Gäste haben Zutritt! Ganz besonders eingeladen find die Kollegen der Firmen Leibe u. Co., Um pünktliches und vollzähliges ErEnde u. Mittag. scheinen ersucht Der Vorstand. Bur Beachtung! Vom Montag, den 2. März [ 53/10 Grosse ab, werden alle auf den Streik bezüglichen Angelegenheiten in Achtung! Achtung: Sozialdemokrat. Versammlung unserem Arbeitsnachweis- Bureau, Annenstraße 39, erledigt( nicht wie gestern angegeben Sebastianstraße). Die noch streikenden Kollegen haben sich daselbst täglich durch ihren Vertrauensmann die Karten abstempeln zu lassen. Die Ortsverwaltung. 91/7 Achtung, Holzarbeiter! Folgende Werkstellen haben bis gestern, nachmittags 5 Uhr, nicht bewilligt: Kaftenmöbel und Büffets: Kienow, Wollinerstr. 27a. Görs, Wildenowftraße 4. Jung, Rheinsbergerstr. 56. Ahl, Schüßenftr. 68. Degen, Gubenerstr. 10. Stoppert, Prenzlauerstraße 26. Grams, Roloniestraße 5. Hagenow, Waldemarftraße 23. Meier, Pallisadenstr. 47. Ediger, Friedrichsberg, Rummelsburgerftraße 70. Krüger, Fischerbrücke 11. Meier, Friedrichsberg, Jungstr. 48. Eckert, Ruppinerftr. 9. Bauarbeit: Krehmann, Sebastianstr. 36. Herrgesell, Wilhelmshafenerftraße 28. Wagenknecht, Rummelsburg. Schreibtische, Tische und Nähtische: Dreuse, Anklamerstr. 25, Einice, Manteuffelstr. 76. Sievert, Rüdersdorferstr. 26. Böhm, Weberstr. 52. Trompler, Rüdersdorferstr. 7. Lackirer ( Filiale IV) des Verbandes der Maler, Lackirer, Anstreicher u. verwandter Berufsgenossen Deutschl. Dienstag, den 3. März 1896, abends 81/2 Uhr im Restaur. Pasch, Alte Jakobstr. 83: Versammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Unsere Bewegung. 125/5 D. Perleberg Berlin N. Ladeneinrichtung und ähnliche Arbeit: Meier, Lichtenbergerstr. 17. Loth, Bappel- Allee 5. Keutel, Stralauerstr. 35. Mühlbauer, Andreas plat 3. nur Dohse, Grüner Weg 2. Nähmaschinen: Lukat u. Weißelberg, Cuvryftr. 46. Frister u. Roßmaun, Staligerstr. 134/135. Goldleiften: Methlow u. Co., Röpniderftr. 109. Stieghahn, Waldemarftraße 14. Luxusmöbel: Bab, Gitschinerstr. 75. Franz, Forsterstr. 7. Fritsche, Oranienstr. 36. Rose, Manteuffelstr. 57. Möbel nach Zeichnung und gute Bauarbeit: Fahnkow, WasserLöbel thorstr. 9. Ferd. Voigts, Alte Jakobstraße. Sitzmöbel: Brandt, Reichenbergerstr. 30. Jalousien: Steen u. Schulze, Steinmeßstr. 25. Telephon: Trumpte, Holzmarktstr. 48. Orgelfabrik. Cocchi Graffingna u. Bacigalupo, Schönhauser Allee. 78. Mühlenbau und Maschinenfabrik von Kappler, Prinzen Allee 75-76 und( Abth. Moabit), Alt- Moabit 86. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Mitglieder- Dersammlung Montag, den 2. März, abends 81/2 Uhr: im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Fr. Hoffmann über: Die Zukunft der deutschen Gewerkschaften. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Gewerkschaftliches Gewer und Fragekaften. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Chauffeestraße 57, Ecke Liesenstraße. Meuheiten der Frühjahrs- u. Sommer- Saison find in größter Auswahl u. d. geschmackvollsten Mustern Des am Montag, den 2. März, abends 8 Uhr, im Prater, Kastanien- Allee 7. Zages Ordnung: 00 1. Bericht der am 11. Februar gewählten Kommiffion zur Ausarbeitung Statuts. 2. Besprechung des Entwurfs. 3. Wahl des Vorstandes. 219/16 4. Wahl der Revisoren. 5. Aufnahme von Mitgliedern. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Männer! Die Kommiffion. Frauen! Volks- Versammlung am Montag, den 2. März, abends 8 Uhr, in Meyer's Feltfälen, Müllerstraße Nr. 7. Zages Ordnung: 1. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 2. Freie Diskussion. J. A.: E. Menzel. 20b Die Herrn Geistlichen der betreffenden Kirchen und Synagogen sind brieflich eingeladen. Austrittserklärungen sind bei den Kommissions- Mitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. H. Engler, Ballisadenstr. 33. Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14. Achtung! H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemann, Morißstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. dundo Achtung! 5. Wahlkreis. 217/9 Sonntag, den 1. März, abends 7 Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Versammlung. Nachdem: Gemüthliches Busammenfein. Vortrag des Genoffen Millarg über: Fortschritt und Armuth. Entree 10 Pf. Achtung! Kollegen! Der Einberufer. Achtung! Brauer Reichfortirtes Lager in Zentralverband deutscher fertigen Herren- und Knaben- Anzügen, Sommer- Paletots u. Mänteln und verw. Berufsgen.( 3weigverein Proving Brandenburg.) Sonntag, den 1. März, nachmittags 2 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: zu billigsten, 82/14 aber streng festen Preisen. Achtung! Kürschner. Achtung! EinsegnungsMittwoch, den 4. März, abends 81/2 Uhr, 93/14 Anzüge im Saale des alten Schützenhauses, Linienstraße 5-6: in allen Preislagen u. größter Große öffentliche Versammlung Auswahl vorräthig. aller in der Kürschnerbranche besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Zages: Drdnung: 1. Wie stellen wir uns zur Gründung einer neuen Organisation? Referent: Genosse Jahn. 2. Diskussion. 3. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 4. Verschiedenes. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen bringend erforderlich. Die Fünfer- Kommission. Maler. 126/13 Dienstag, den 3. März 1896, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stramm, Ritterstraße 123: Vertrauensmänner- Sitzung. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwartet Die Lohnkommission. Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg. Montag, den 2. März, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Obst, Grunewaldstraße Nr. 110: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dähne über: Das Unfallversicherungs- Gesetz in der Praxis und die Nothwendigkeit einer baldigen Abänderung. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Vankow. Achtung! Der Vorstand. 15/9 Pankow Große öffentliche Versammlung am Sonntag, 1. März, nachm. 2½ Uhr, bei Störr, Mühlenstr. 24. Zages Ordnung: 1. Die bevorstehende Gemeinderathswahl. Referent Genoffe Jacobey. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 223/6 NB. Die Genossen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. Ausschneiden Münsel's LohTanninbäder Wallstraße 70-71, Neu- Cölln a. W.6-8, Ansbacherstraße 19, General- Versammlung. Tages Ordnung: " 1. Bortrag des Herrn Dr. Weyl über: Berufstrantheiten, mit besonderer Berücksichtigung des Brauergewerbes". 2. Kassenbericht. 3. Anträge des Vors standes zur Lokaltaffe. 4. Verschiedenes. Kollegen, erscheint der wichtigen Tagesordnung wegen Mann für Mann. Der Vorstand. Aufforderung. 68/1 Herr Arendt, Direktor des Münchener Brauhauses wird hiermit aufgefordert, die Behauptungen betreffend den Arbeitsnachweis der Brauer, gegen den Unterzeichneten zu beweisen! Andernfalls ich denselben als einen Veleumder erklären müßte! Joseph Wiedemann, Blumenstr. 38. Grosse öffentliche Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 2. März, abends 8 Uhr, im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstraße Nr. 23. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: 25 Jahre Arbeiter Beglückung im Deutschen Reich. Referent P. Jahn. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Arbeiter und Arbeiterinnen ist unbedingt nothwendig. Zur Deckung der Untoften findet Tellersammlung ftatt. Bertrauensmann der Allgem. Arbeiter u. Arbeiterinnen aller Brauchen: D. Schüler, Hochmeisterstr. 5. Verein deutscher Schuhmacher. Derlammlungen 19/7 Pantstr. 32, Berlin, am Montag, den 2. März 1896, abends 8 Uhr. heilen sicher und radikal Gight, Ischias, Podagra, Rheumatismus veraltete Leiden, Folgen von Quecksilberkuren, Magen-, Nerven-, Blasen- und Nierenleiden, sowie alle Haut-, Blut-, Frauen Krankheiten, täglich für Damen und Herren bis abends 10 Uhr. Inhaber dieser Annonce erhält ein Probebad Achtung Genoſſen von Friedrichsberg, Lichtenberg, Wilhelmsberg für nur 1 Mf. Dienstag, den 3. März, abends 82 Uhr: Große öffentliche Boltsversammlung in Spitzig's Salon, Frankfurter Allee r. 193. Tagesordnung: Wie stellen wir uns zu der hier im März stattfindenden Gemeindewahl? 223/7 Der Vertrauensmann. Lohbäder für Krankenkasten. Kanarienhähne Zahltelle bei Feind, Weinftr. 11. Vortrag des Gen. Wagner über: Die Ursachen der Verbrechen." Zahlstelle il bei Butte, Grenadierstr. 33. Vorlesung des Kollegen Scholz. Zahlfelle I bei Müller, Johannisstr. 20. Vortrag des Genossen 168/5 Kempf über: Pestalozzi und die Volksschule." " Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. NB. Sonntag, den 26. April, findet von seiten des Vereins ein Besuch der Urania in der Taubenstraße statt. Lederarbeiter( Portefeuiller). Große Vereins- Versammlung am Montag, den 2. März 1896. abends 8 Uhr, bei Roll, Adalbertstraße Nr. 21. Tages- Ordnung: 1. Wie verhält sich der Verein zu der Maßregelung des Kollegen Chr. Schulz von der Fabrik Emanuel Schreiber? Die Kollegen von den Fabriken Göbler u. Matern und Edmund Schulze find speziell zu dieser Versammlung eingeladen. fowie Weibchen, verkauft billig[ 51b [ 516 PP Wegezeder, Höchfteftr. 9, 4 Tr. 1 40b Alte Taverne", Stralau, Dorfstr. 25. Grosser Ball bei freiem Entree. Jeden Sonntag:[ 4093L* Chr. Schröder. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, 3. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 52. Sonntag, den 1. März 1896. 13. Jahrg. Die Verantwortlichkeit des artige Feststellung fehlt jedoch in den Urtheilsgründen. Es wird konnte er auch nichts; was blieb ihm da anders übrig, als dort erörtert, welcher Willensrichtung der Verfasser des Artikels bettelnd auf den Landstraßen herumzuziehen? So wurde er verantwortlichen Redakteurs gewesen sei und es wird festgestellt, daß derselbe nicht blos das ein Bettler", ein„ Vagabund", ein Lump"! Bewußtsein des ehrenkränkenden Charakters, sondern auch die Er wollte, wie er angiebt, nach Saarbrücken gehen, um dort hat in einer Reichsgerichts- Entscheidung in Sachen unseres Absicht, von neuem zu beleidigen, gehabt habe. In Ansehung zu sehen, ob er nicht eine Rente erlangen tönne. Er wurde Kollegen Dierl( Roland) eine genauere Präzisirung erfahren, des Angeklagten selbst wird dagegen allerdings festgestellt, daß aber wegen Bettelns verhaftet und bestraft. Nach Verbüßung die für die Rechtsverhältnisse der Presse von Wichtigkeit ist. dieser ebenso wie der Verfasser des Artikels nicht darüber seiner Strafe befand er sich wieder genau in derselben elenden Es handelte sich da um die Revision eines Urtheils, das zweifelhaft gewesen sei, daß und weshalb das Landgericht in Lage wie vorher: er mußte betteln, wenn er nicht verhungern am 5. Oktober 1895 von der 2. Strafkammer des Landgerichts wickau in den Aeußerungen des Bawera eine Majestäts- wollte. Die Folge hiervon war, daß er bald wieder und wieder am 5. Oktober 1895 von der 2. Strafkammer des Landgerichts beleidigung gefunden habe. Hierauf kann es indeß, wie die wegen Bettelns vor dem Strafrichter stand. Im vorigen Jahre Berlin I unter dem Vorsitz des mittlerweile verstorbenen Revision hervorhebt, nicht ankommen, da in dem Artikel die Aeuße- wurde gegen ihn, weil er bereits wiederholt bestraft war, nicht Landgerichts Direktors Brausewetter gegen Dierl ergangen rungen des Pawera nicht unverändert wiedergegeben sind und nur auf Haft, sondern auch auf" Ueberweisung an die Landeswar. Der Vorwärts" hatte am 17. März 1895 eine der Angeklagte den Einwand erhob, daß gerade in der Vor- polizeibehörde" erkannt. Hierdurch erhielt die Polizei die Befug Gerichtsverhandlung des Landgerichts Zwickau gegen den nahme dieser Aenderungen ein Umstand zu finden fei, welcher niß, ihn nach verbüßter Strafe zu seiner Besserung" bis auf Weber Powera wegen Majestätsbeleidigung wiedergegeben. das Bewußtsein und die Absicht der Beleidigung ausschließe. In 2 Jahre in einem Arbeitshaus unterzubringen. den Urtheilsgründen wird nun zwar allgemein ausgesprochen, Welch ein Widersinn, diesen unglücklichen, kraftlosen Trotzdem die angeblich beleidigenden Redewendungen, um daß das Gericht solche Umstände nicht zu finden vermocht habe; Krüppel, der auch nicht die mindeste Anstrengung, nicht einmal jedweden Anstoß zu vermeiden, in abgeschwächter Form es wird dort ferner gesagt, daß, wenn der Angeklagte nur die das Sigen vertragen fann, in einer Anstalt beffern" zu wollen, mitgetheilt waren, erhob die Staatsanwaltschaft in Berlin Arbeiter habe warnen wollen, nicht im entferntesten abzusehen die für solche Leute berechnet ist, die arbeiten können, aber Anklage gegen unseren damaligen verantwortlichen Redakteur sei, weshalb es dazu nöthig war, gerade die beleidigenden Aus- nicht wollen, und die daher durch äußere Mittel, durch Dierl wegen Majestätsbeleidigung, und die Brausewetter- brücke, in denen die Majestätsbeleidigung zu finden und gefunden Strafen, selbst durch schwere Strafen zur Arbeit gezwungen Rammer verurtheilte ihn zu 6 Monaten Gefängniß. Dieses sei, wiederzugeben; es wird indeß die Feststellung, daß das Be- werden. Ich bin bereit," rief der Wertheidiger den GeUrtheil ist nun durch Reichsgerichts- Entscheidung vom wußtsein des ehrenkränkenden Charakters( und, was zur Ver- schworenen zu, meine rechte Hand ins Feuer zu legen dafür, 21. Januar 1896 kassirt und die Sache an die Vorinstanz urtheilung nicht erforderlich war, der Absicht, von neuem zu be- daß der Strafrichter von der lleberweisung ins Arbeitshaus abzurückverwiesen worden, da nach Ansicht des zweiten leidigen) ausdrücklich nur in Ansehung des Verfassers getroffen gesehen hätte, wenn er eine Ahnung von dem törperlichen Zustande des Verurtheilten gehabt." Unglücklicherweise hatte der und hieran die Bemerkung geknüpft: Straffenats Reichsgerichts des die BrausewetterNach§ 20 Absatz 2 des Gesetzes über die Presse vom Strafrichter diese Ahnung nicht, der Verurtheilte mußte wirklich Kammer bei ihrem Entscheid sich von einer rechts7. Mai 1874 trägt der Angeklagte als damaliger Redakteur 9 Monate ins Arbeitshaus. irrthümlichen Auffassung von der Verantwortlichkeit des der Zeitung Vorwärts" die Verantwortung. Wie es ihm dort erging, fann man sich denken. Auf verantwortlichen Redakteurs hatte leiten lassen. Die Diese Urtheilsbegründung, wie insbesondere die ausführliche Einzelheiten wurde bei der Verhandlung garnicht eingegangen, Straftammer hatte nämlich angenommen, daß dem ver- Erörterung über die Willensrichtung des Verfaffers beftätigt, der Zustand des Angeklagten sprach su laut. Jeder, antwortlichen Redakteur nicht ein besonderer Dolus( straf- läßt sich nur dahin verstehen, daß das Gericht im§ 20 Absatz 2 der den Krüppel sah, mußte dem Vertheidiger zustimmen, bare Absicht) bei Veröffentlichung eines Artikels nach des Preßgesezes die Bestimmung gefunden hat, daß der verant- als er sagte:„ Ein Wunder ist es, daß der Angeklagte die Zeit gewiesen zu werden brauche, werden brauche, sobald die Kammer wortliche Redakteur einer Zeitung, wenn er das betreffende Blatt im Arbeitshaus ausgehalten hat." Nachdem der Mann endlich gezeichnet habe, die Verantwortung für fremde Schuld übernehmen entlassen war, brachte er mehrere Wochen, bis zum 2. Februar, zur eigenen Zufriedenheit eine strafbare Absicht des müsse. Dies ist indessen rechtsirrthümlich. Der§ 20 des Preß- im Krankenhause zu. Am 5. Februar faß er bereits wieder wegen Verfassers jenes inkriminirten Artikels nachgewiesen gefeßes enthält im Abfaz 2 lediglich eine Beweisvermuthung, Bettelns hinter Schloß und Riegel, diesmal in Gelnhausen. Das hätte. Dies Verfahren hat das Reichsgericht als rechts- fraft welcher das Gericht befugt ist, gegen den verantwortlichen Urtheil lautete auf Haft und Arbeitshaus. Also auch dieser irrthümlich festgestellt. Die betreffenden Ausführungen des Redakteur einer Zeitschrift, falls nicht besondere Umstände ent- Richter hatte keine Ahnung von dem körperlichen Zustande dessen, uns nunmehr vollständig zugegangenen Erkenntnisses lauten: gegen stehen, anzunehmen, daß derselbe die in der Zeitschrift den er verurtheilte. Durch das angefochtene Urtheil ist gegen den Angeflagten enthaltenen Artikel mit Kenntniß und Verständniß ihres Inhalts Das brachte den Verurtheilten außer sich. Schon als er unter Anwendung des§ 95 St.-G.-B. in Berbindung mit§ 20 veröffentlicht hat, daß er also der Urheber dieser Artikel ist. Die aus dem Gerichtszimmer abgeführt wurde und dann die folgenAbsatz 2 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874( Reichs- fernere Frage aber, mit welchem strafrechtlichen Vorsatz der den Tage hindurch weinte und jammerte er, er tönne nicht ins gefegblatt Seite 65) auf Strafe erkannt, und zwar ist die für Redakteur als" Thäter" dieser Veröffentlichung gehandelt habe, Arbeitshaus gehen, er ertrage es nicht, lieber mache er seinem ftrafbar erachtete Handlung in der Veröffentlichung eines Be- wird hierdurch nicht berührt, vielmehr muß der Redakteur, wenn Leben ein Ende, oder stecke das Gefängniß an, damit er ins richts über eine Verurtheilung des Webers Pawera wegen er als vermutheter Thäter in Anspruch genommen wird, ebenso Buchthaus komme. Majestätsbeleidigung gefunden, welche in der 2. Beilage der wie in dem Falle, daß seine wirkliche Thäterschaft bewiesen ist, vom Angeklagten als verantwortlichem Redakteur gezeichneten mit der etwaigen Einrede, ohne strafbaren Borfaß gehandelt zu Nummer 60 der Zeitung„ Vorwärts" Berliner Voltsblatt vom haben, gehört, und es muß gegen ihn, wenn es nach Lage der 17. März 1895 erschienen ist und die Aeußerungen des Pawera, Sache darauf ankommt, der besondere Nachweis des bei ihm wenn auch mit Aenderungen wiedergiebt. Die Revision rügt vorhandenen Dolus geführt werden( vergleiche Entscheidungen Wegen dieser That sollte das Schwurgericht sein Urtheil Verlegung des angewandten Gesezes, sowie des§ 266 Straf- des Reichsgerichts in Straffachen Band 22 Seite 65, besonders sprechen. Der Angeklagte gab zu, das Feuer angelegt zu haben, Prozeßordnung und muß mit dieser Beschwerde durchdringen. Seite 78 bis 81, auf Seite 221 auf Seite 223, Band 25 um entweder sich das Leben zu nehmen oder wenigstens ins 1. Unbegründet ist zwar die Rüge, daß der Thatbestand der Seite 404). Daß im vorliegenden Falle diese Erwägungen für das Zuchthaus zu kommen und dadurch, wie er glaubte, dem Majestätsbeleidigung nicht objektiv festgestellt worden sei. Die Gericht leitend gewesen sein, geht aus dem Urtheile nicht hervor, Arbeitshaus au entgehen. Denn dort fönne er es Urtheilsgründe enthalten sowohl die für strafbar erachteten vielmehr läßt sich die Rüge der Revision, daß das Gericht davon nicht aushalten, dort würde er in einem Monat schon längst Aeußerungen, als die Erwägungen, weshalb in diesen Aeuße ausgegangen fei, der Angeklagte trage die Verantwortung für todt fein". Der Staatsanwalt, Herr von Jbell, be rungen eine Majestätsbeleidigung gefunden worden ist. das Bewußtsein und die Absicht des Verfassers des Artitels, aus wies, geftüßt auf juristische Gründe, haarscharf, daß der Begründung nicht widerlegen. der Angeklagte wegen vorsäglicher Brandstiftung ins Temgemäß hatte die Aufhebung des Urtheils behufs anders Buchthaus müsse. weitiger Verhandlung und Entscheidung zu erfolgen. 2. Dagegen ist die fernere Rüge, daß der subjektive That: bestand nicht ausreichend festgestellt worden sei, als berechtigt anzuerkennen. Nach der Urtheils begründung war der in Nede ftehende Artikel nicht von dem Angeklagten verfaßt, aber in einer von ihm als verantwortlichem Redakteur gezeichneten Zeitungsnummer erschienen. Mit Rücksicht hierauf durfte zwar das Gericht auf grund des § 20 Absatz 2 des Preßgesetzes den Angeklagten als Thäter verantwortlich machen, wenn es nicht der Ansicht war, daß durch besondere Umstände die Annahme seiner Thäterschaft ausgeschlossen fei; es durfte aber in diesem Falle nicht anders, sondern lediglich dergestalt gegen ihn verfahren, als ob der Nachweis vorläge, daß er selbst den Artikel verfaßt und als sein eigenes Erzeugniß veröffentlicht hätte. Demgemäß durfte das Gericht nur dann eine Verurtheilung aussprechen, wenn es den gesammten That bestand gegen ihn feststellen konnte. Hierzu gehörte aber im vorliegenden Falle eine besondere Feststellung des strafbaren Borsages, da der Angeklagte, wie aus dem Sizungsprotokoll und der Urtheilsbegründung hervorgeht, diesen Vorsatz ausdrücklich bestritten und geltend gemacht hatte, daß der Artikel nur ver⚫ öffentlicht worden sei, um die Arbeiter zu warnen. Eine der Proudhon's und Baffiat's Polemik über den Bins. I. Eine furchtbare Anklage gegen die heutige Gesellschaftsordnung bildet die Verhandlung, welche am letzten Donnerstag vor dem Schwurgericht in Hanau geführt wurde. Uns wird geschrieben: Daß dies dem unglücklichen Manne bitter ernst war, zeigte sich sehr bald. Am Morgen des dritten Tages nach seiner Ber urtheilung brach in seiner Belle Feuer aus, das freilich bald entdeckt und gelöscht wurde. Hierauf antwortete der Vertheidiger: Aus der Verhandlung habe man den Eindruck gewinnen müssen, daß der Angeklagte nicht ins Zuchthaus gehöre, sondern in eine Anstalt, in der ihm Hilfe zu theil werde. Deshalb sei es im höchsten Grade er ftaunlich, daß der Staatsanwalt mit teinem Worte auf die traurigen Lebensverhältnisse des Angeklagten eingegangen sei. Die volle Würdigung derselben sei zu einem richtigen Bilde von der That und damit auch zu einer gerechten Beurtheilung der felben unerläßlich. Hierauf ging der Vertheidiger auf alle diese Momente ein und kam zu dem Schluß, daß von einer vorsätzlichen Brandstiftung nicht die Rede sein kann. Aus juristischen Gründen liege auch eine fahrlässige Brandstiftung nicht vor, sondern höchstens eine Sachbeschädigung. Dem schlossen sich die Ges fchworenen an, und das Gericht setzte die Strafe auf 4 Monate Gefängniß fest. Auf der Anklagebant saß der Ziegler Gustav Adolf Paulsen aus Merseburg. Derselbe, ein noch nicht 19 Jahre alter junger Mann, war vor wenigen Jahren hoffnungsfreudig in die Welt hinausgegangen. Am 13. September 1894 aber wurden alle feine Bukunftsträume mit einem Schlage zerstört. Er war damals in Pirmasens in Arbeit und erlitt dabei an jenem Tage einen Unfall, durch welchen er sich eine Verlegung seiner Wirbelsäule zuzog und dadurch ein kraftloser, faft ganz arbeitsunfähiger Krüppel Aus dem Gefängniß kommt der Mann selbstverständlich" geworden ist. Da stand er nun, ein 17 jähriger Junge, hililos ins Arbeitshaus, diese Strafe ist rechtsträftig und wird durch in der fremden Welt, eine Unfallrente erhielt er nicht( weshalb, teine andere Strafe, auch nicht durch Zuchthaus, aufgehoben. wurde leider nicht festgestellt), Geld besaß er nicht und verdienen Er muß ins Arbeitshaus, sofern er nicht vorher in einem Ge Ausbeutung und keinen Klassengegensatz zu geben braucht, in dem freie Privatproduzenten, Leistung und Gegenleistung nach gerechtem Maßstabe auswechselnd, einander in der angenehmsten Weise fördern. wendigkeit und und Gerechtigkeit des Rapital= zinses ist mit einem Schlage erwiesen. Zins und Profit der Kapitalisten bafiren teineswegs auf einer Ausbeutung des Arbeiters, denn wie könnten die armen Peter produziren, Eine Rose ohne Dornen, ein widerfinnig- unmögliches Jdeal, wenn ihnen nicht die reichen Paule, die außer Säge und Hobel Liebe macht blind. Wäre das nicht, so bliebe es ganz un das aber dem Handwerker und kleinen Manne, der vor der nun auch alle anderen Werkzeuge, Maschinen, Boden und Geld begreiflich, wie Herr Mülberger, der begeisterte Prophet tommunistischen Annektion der Produktionsmittel noch zurück- besitzen, aus ihrem Reichthum gütigst das Nothwendige leihen würden. Die Harmonie von Leistung und Gegenleistung wird Proudhon's, die Polemit, welche sein geliebter Meister nach der schreckt, gar lieblich in die Augen sticht. Der schon von Lassalle gekennzeichnete Bastiat ist also, weit entfernt durch den Kapitalzins Störung zu erleiden, Februarrevolution mit Bastiat geführt hat, ausgraben und sie in einer Uebersetzung als epochemachendes Werk dem deutschen gewissermaßen der geistige Repräsentant des zufriedenen sozial- vielmehr durch ihn bestätigt; und jedermann kann sich in dieser Publikum repräsentiren fonnte.*) Er wollte das Ansehen konservativen Kleinbürgers, der durch seiner Hände Arbeit, besten aller ökonomischen Welten vergnügt die Hände einige Spekulationen und Glück zufälle ein kleines Kapitälchen reiben. Das ist der tiefsinnige Standpunkt, von dem Proudhon's vermehren und er hat es, vorausgesezt, daß sein bei Seite gebracht hat und nun aus eigener Erfahrung Bastiat in feiner Bolemit gegen Proudhon Buch Leser und einigermaßen urtheilsfähige Leser finden wird, weiß", daß die von bösen und" arbeitsscheuen Subjekten den Bins mit bürgerlichem Biebermannssinn in weite Kreise übel kompromittirt. Proudhon's Ruhm, der in bankbarer Erinnerung an des„ großen Denters" antikommunistische verlästerte Konkurrenz im grunde nichts als eine Art göttlicher vertheidigt. Deklamationen von gewissen Sozialistentödtern ebenso wie in Vorsehung ist, um die Faulen zu beffern und alle Tugendhaften, Kreisen des theoretischen Anarchismus noch heute gern gepflegt wird, Fleißigen und Sparfamen gebührend zu belohnen. Der wirkliche fteht um so sicherer, je weniger seine Echriften gelesen werden. Austausch entspricht dem Jdeal des freien Austausches und theilt Im Handwörterbuch der Staatswissenschaften" wird dieser Erz- jebem nach Verdienst die irdischen Güter zu, so denkt Herr Müller utopist sogar von Herrn Professor Adler als ein Vertreter des und Schulze dankbaren Gemüthes, wenn er die Thaler seines Kapitälchens überzählt und als gemachter Mann sich gerührt erwiffenschaftlichen Sozialismus“ angeführt. Kein besseres Gegen innert, mit wie wenig Groschen er begonnen und wie die gift gegen folche Verdrehungen ließe sich finden, als Mülberger's gift gegen solche Verdrehungen ließe sich finden, als Mülberger's Harmonie des Austausches dieses Nichts so nach und nach doch Uebersezung, die wir in diesem Sinne gerne willkommen in ein ganz erkleckliches Etwas verwandelt hat. So denkt auch Herr Bastiat, der ökonomische Prophet diefer Proudhon," so schrieb Mary bereits 1847 im Elend der Müller und Schulze 3: Jeder trägt das große Rapital Philosophie", will als Mann der Wissenschaft über Bourgeois Portemonnaie unsichtbar in seiner Tasche herum, just wie der franund Proletarier schweben, er ist nur der Kleinbürger, der beständig zwischen dem Kapital und der Arbeit, zwischen der ösische Soldat Napoleons den Marschallsstab im Tornister hat. Freilich nicht alle unsichtbaren Keime reifen, und viele, die als arme politischen Dekonomie und dem Kommunismus hin- und her- Teufel geboren wurden, bringen es in der That nicht zum Rentier. geworfen wird." Durch die Proudhon'sche Polemit gegen Bastiat wird die Doch daran ist menschliche Schwäche schuld. Jedenfalls sind alle, alle Mary'sche epigrammatisch- treffende Charakteristik Wort für Rapitaliſten wie die braven Herren Müller und Schulze nur besonders hervorragende und geschickte Arbeiter, die man verehren, Wort bestätigt. Es ist ein zugleich lehrreiches und aber nicht beneiden oder gar hassen soll. Giebt es doch nichts, amüsantes Vergnügen, diese beiden Männer, die bei das volksthümlicher und menschenfreundlicher wäre als das liebe Proudhon ist nur einer der Wunderdoktoren, der sich dem allem Gegensatze durch eine geheime Wahlverwandtschaft zu Kapital, von dessen belebender Kraft nicht nur der Eigenthümer, unzufriedenen Kleinbürgerthum zur Vornahme dieser Kur empfiehlt. einander hingezogen werden, polemisch miteinander ringen zu sondern schließlich alle Welt profitirt. Das ist Glaubensfag bei Bastiat. Durch ein höchst einfaches Naturheilverfahren verspricht er, alle sehen. Bastiat wie Proudhon sind von der ewigen Nothwendig- Paul und Peter, zwei trattable Leute, die sich auf ihren Vor- fapitalistischen Fremdstoffe dem Austausch auszutreiben, bis eite! überzeugt, und ohne Einblick in das innere Wesen und die theil gut verstehen, sind ihm die Urväter des Kapitalismus und Harmonie und Gerechtigkeit zurückbleibt. Wie Bastiat ist ihm Konsequenzen dieses Austausches verklären beide ihn zu einem begründen denselben in der gemüthlichsten Weise. Peter braucht eine sozialistische Vergesellschaftung der Produktionsmittel, die Bretter, und hat zwar Baumstämme genug, aber nicht Säge und allerdings für das Kleinbürgerthum keinen Raum mehr übrig fleinbürgerlichen Idealzustande, in dem es keine tapitalistische Sobel, er„ leiht" sie von Paul. Da er sonst sich überhaupt keine lassen würde, ein bloßer Popanz; wie Bastiat tritt er für die Bretter schneiden könnte, so ist die Transaktion offenbar von Freiheit aller Transaktionen" und für die Ewigkeit und *) Rapital und 3ins, die Polemit zwischen großem Vortheil für ihn und er wird gern bereit sein, Harmonie des Waarenaustausches ein; aber während der ge= Bastiat und Proudhon. Mit Einleitung und in Ueber- dem hilfsbereiten Paul für die Benutzung von Säge und Hobel müthliche Musterbürger Bastiat die Austauschwirklichkeit bereits fegung herausgegeben von Dr. A. Mülberger. Im Verlag von ein Entgelt zu geben. Nennen wir die Eäge, Rapital", den als vernünftig feiert, erklärt Proudhon die Vernünftigkeit des G. Fischer in Jena. 232 Seiten. Entgelt 3ins" und Ursprung, Wesen, wie Noth. Austausches als ein erst au realisirendes Ziel, die Austausch heißen. " " Auf einen Herrn Müller oder Schulze, der es in der ökonomischen Welt zu etwas gebracht hat und in der Bastiat'schen Philofophie feine eigene Apotheose betlatscht, kommen aber immer hundert, die von den Austauschharmonien der Wirklichkeit beim besten Willen außerordentlich wenig merken. Handwerk und Kleintram wollen unter dem Druck der kapitalistischen Konkurrenz, der Abfabstockungen, der Zinsen und Hausmiethen ihren Mann nicht mehr ernähren. Zu traß ist der Widerspruch zwischen dem idealen Austauschbilde, in dem doch jede Arbeit ihren gerechten Entgelt sicher erhalten sollte, und dem Wirrwar der Wirklichkeit, welcher der Masse der Kleinbürger so übel mitspielt. Was liegt dem Säsonnement des unzufriedenen Kleinbürgers, der an der ewigen Nothwendigkeit des Handwerker- und Detaillistenthums also auch des Waarenaustausches mit instinktivem Glauben festhält, da näher als der Gedanke, daß der wirkliche Austausch nicht der richtige fei, daß aber eine Möglichkeit bestehe, die vorläufig noch fehlenden Harmonien durch irgend welche sozialen Res for men in den wirklichen Austausch herein zu bringen. fängniß oder Zuchthaus su grunde geht. Gefängniß, Zuchthaus verurtheilen sei. Bu kompensiven fei nur die gegenseitige Anrede| Streifenden wissen, haben die an Holzbearbeitungsmaschinen und Arbeitshaus, das ist das Loos, welches diesem Unglücklichen mit„ Du", was darüber hinausging, nämlich die thätliche Be- und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Berlins sich inbeschieden ist. Solcher Opfer giebt es noch viele, und das leidigung sei nicht tompenfirt. Zu den Gerichtstoften gesellen zwischen mit den Unternehmern bis auf wenige Firmen praktische Christenthum könnte hier seine eigentliche Mission sich nun noch die Kosten zweier Vertheidiger. auf der Grundlage der neun stündigen Arbeitszeit geeinigt, erfüllen. Gerichts- Beitung. Unser Parteigenosse Hermann Rohrlack war am 26. Dt tober v. J. wegen einer am 18. März gehaltenen Rede, in der ein Begehen gegen die öffentliche Ordnung gefunden wurde, vom hiesigen Landgericht II zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Die gegen die Verurtheilung eingelegte Revision ist am Freitag vom Reichsgericht verworfen worden. = 5 Wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz die Hauptforderung ihres Ausstandes also doch noch durchgefeßt. hatte sich am Freitag der Handelsmann Berthold Schlicht Da mittlerweile der Neunstundentag fast in sämmtlichen aus Reinickendorf vor dem Rigdorfer Schöffengericht zu Tischlereien Berlins und Umgegend und zwar vorwiegend auf verantworten. Die 2. Straffammer des Landgerichts II hatte gütlichem Wege, unter direkter Billigung vieles die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, der hiergegen er- Tischlermeister, eingeführt ist, was von den Arbeitern hobenen Beschwerde der Staatsanwaltschaft beschloß das Kammer- dankbar anerkannt wird, so darf man wohl hoffen, daß die Ingericht jedoch stattzugeben. Der Antlage lag folgender Each- haber der Fabriken für Holzbearbeitung hinter diesem schönen verhalt zu grunde: Schlicht hat auf dem Nixdorfer Wochen- Beispiele fozialpolitischer Einsicht der Mehrheit der Tischlermarft einen Stand inne, wo er Butter und Margarine unter meister nicht zurückstehen, sondern die neue Ordnung der Dinge Beobachtung der gefeßlichen Vorschriften verkauft. Am 27. August in der Holzindustrie auch dauernd anerkennen werden. Daß Eine fahrlässige Körperverletzung im Zirkus Renz be- v. J. faufte der Nachtwächter Lutter im Austrage der Polizei bei dem der Neunstundentag mit der Lage ihres Industriezweiges vez schäftigte am Freitag den vierten Straffenat des Reichsgerichts. Angeklagten ein Viertelpfund Butter zum Preise vor 25 Pf. träglich ist, ist sicherlich schon dadurch erwiesen, daß fast alle von Bom Landgericht Breslau ist am 12. November v. J. der Schlicht verabfolgte Margarine und wickelte dieselbe in Papier, ihnen ihn zwar spät, aber doch noch bewilligten. Kommissionsrath Franz Renz aus Berlin wegen fahrlässiger welches die Aufschrift ,, Margarine" trug, und war der Meinung, Körperverlegung zu 300. Geldstrafe verurtheilt worden. Der daß er damit seine Schuldigkeit gethan habe, da das große Agitations- Kommission hat sich konstituirt und den UnterAchtung, Sattler Berlins! Die neugewählte Lohn und Sachverhalt war folgender: Jm Birtus Renz in Breslau wurde Publikum auch die Margarine mit dem Namen„ Butter" zu beam 27. April v. J. ein chinesisches Fest aufgeführt. Ein Artist zeichnen pflegt, ein Irrthum nach seiner Ansicht auch nicht vor- zeichneten zum Vorsitzenden gewählt. Alle Mittheilungen, Au Die Lohn Newson, der hierbei mitzuwirken hatte, balanzirte eine schwere fommen fonnte, da sowohl der Kübel, aus welchem die fragen 2c. find an diesen zu richten. Agitations Kommission. J. A.: Bruno Börsch, Stange, die in einer an seinem Gürtel befestigten Lebertasche Waare entnommen wurde, als auch das Einwickelpapier Staligerstr. 141a IV. ruhte und auf deren Spize hoch oben ein anderer Artist die vorgeschriebenen Aufschriften trug. Ebenso Ebenso hatte feine Evolutionen ausführte. Obwohl Newson diese Arbeit Schlicht dem kurz nach Lutter an ben Stand heran- Achtung, Kürschner Berlins! Der Verband der fchon seit 14 Jahren ausführt, so war er doch an jenem Abend tretenden Gendarm Kamenz erklärt, daß Lutter Margarine er- in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter feiner Aufgabe nicht gewachsen. Es übertam ihn ein leichter halten habe. Zeuge Lutter gab an, weder die Aufschrift am und Arbeiterinnen Deutschlands hat sich leider in Schwindel und die Stange tippte etwas nach vorwärts. Gr Rübel, noch auf dem Einwickelpapier, noch auch das Schild am folge allzu geringer Betheiligung der Kollegenschaft, hauptsächlich lief nun instinktmäßig rasch nach vorwärts, um das gestörte Berkaufsstand gesehen zu haben, sondern will der Meinung gewefen der auswärtigen, auflösen müssen. Die unterzeichnete Rommission Gleichgewicht wieder herzustellen, aber dies gelang ihm nicht. sein, daß er Butter erhalte. Der Amtsanwalt beantragte ist in der letzten Mitgliederversammlung hiesiger Filialen se Der Artist flog von der Stange herab in die zweite Sigreihe des daher gegen den Angeklagten 100 M. Geldstrafe. Der Gerichts- auftragt worden, eine neue Organisation ins Leben zu rufen. Zirkus und die Stange schlug über die Manège hinaus. Dort hof erkannte auf 20 M. Geldstrafe eventuell 4 Tage Gefängniß. Kollegen und Kolleginnen! Wenn Ihr nicht wollt, daß das traf fie den Kaufmann S. aus Brieg und verletzte ihn derartig Nach Ansicht des Gerichtshofes hätte der Angeklagte die Pflicht Unternehmerthum die schon so traurigen Lohn- und Arbeits am Kopfe, daß derselbe start blutete. Außerdem wurde gehabt, den Käufer auch mündlich darauf aufmerksam zu machen, verhältnisse noch mehr verschlechtert, so ist es Guere heilige die Schwägerin des Herrn S., eine Frau H. aus daß er Margarine bekomme. Pflicht, Euch fest zusammenzuschaaren und eine neue, beffe.e Breslau, am linken Bein derart verletzt, daß dasselbe Wegen Sittlichkeitsverbrechen wurde am Freitag in Organisation zu gründen. Zu diesem Zwecke wird am Mitt.voc), mit Blut unterlief und ein schwarzblanes Ansehen be- Hannover der Opernsänger Cordes zu 3 Jahren Zuchthaus ver- den 4. März, abends 81/2 Uhr, im Saale des alten Schützen tam. Das Gericht hat die Schuld an diefem Unfall urtheilt.med ale hauses, Linienstr. 5-6, eine öffentliche Versammlung c dem Angeklagten beigemeffen, der die erwähnte Produktion zugehalten.( Näheres siehe Inserat.) Wir erwarten von Guch, gelaffen, obwohl er wußte, daß der Zwischenraum zwischen den daß Ihr alle, Mann für Mann, aber auch pünktlich, in dieser agirenden Künstlern und dem Bublifum nur ein geringer war Versammlung erscheint. Die Fünfer Kommission. und obwohl er sich sagen mußte, daß die Produktion einmal Auftrage: Paul Wittig, Ließmannstr. 3, v. I. mißlingen und dabei irgend jemand beschädigt werden könne. Die vom Angeklagten gegen das Urtheil eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen, da nicht nur die Voraussehbarkeit, sondern auch der Kaufalzusammenhang zwischen dem schuldhaften Verhalten des Angeklagten und dem eingetretenen Unglücksfalle einwandsfrei festgestellt seien. Der Gemeindevorsteher lehnte aber 05 Gewerkschaftliches. Bekanntmachung. In Sachen betreffend den Ausstand der an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter Berlins, hat das Gewerbegericht zu Berlin als Ginigungsamt in seiner Sigung vom 20. Februar 1896, an welcher theilgenommen haben: 1. Magistrats- Affeffor Cuno, als Vorsitzender, 2. Fabrikant 28 eigert, Arbeitgeber, 4. Holzarbeiter Alb. Fischer, Arbeitnehmer, 8. Boſſpediteur 5. Tischler Millarg, folgenden Schiedsspruch erlaffen: " Gewerbegericht zu Berlin. gez. Euno. Beglaubigt: Bischoff, Gerichtsschreiber. als Beisiger. Wie unsere Leser aus den in den Nummern 48 und 51 des Vorwärts" veröffentlichten Mittheilungen der Kommission der falls bie Arbeitgeber nicht nachgeben, in nächster Zukunft gua Eine Lohnbewegung der Schuhmacher Altona's dürfte, falls die Arbeitgeber nicht nachgeben, in nächster Zukunft zu Ausbruch kommen. Es wurde in einer Versammlung der Abeiter festgestellt, daß heute die Arbeitslöhne für ein Paar Schuhe um 30 bis 60 Pfennige niedriger sind, als nach dem im Jahre 1890 vereinbarten Tarif. Diesen alten Tarif wollen die Arbeitss unbedingt wieder zur Geltung bringen. Eine Lohnkommission ist bereits gewählt. felbst erst vor kurzem die Lohndifferenzen mit den Stepperinnen Ju der Eichbaum'schen Schuhfabrik in Mainz, wo beigelegt wurden, sind neuerdings Differenzen mit den 3 wickern entstanden. In einer Versammlung, welcher sämmtliche Arbeiter der Firma Eichbaum u. Ko. beiwohnten, ne beschlossen, energisch für die in den Offenbacher Schuhfabriken üblichen Löhne einzutreten und deren Bezahlung auch hier zu verlangen. im = Wie sich der Herr Gemeindevorsteher und Krieger: vereins- Vorsitzende Respekt verschafft. Ein grober Verstoß gegen die Kameradschaftlichkeit, wie dieselbe in Kriegervereinen Die Dresdener Zimmerlente beschlossen in einer von über gepflegt werden foll, beschäftigte am 28. Februar die dritte Strafkammer am Landgericht II in der Berufungsinstanz. Im bearbeitungsmaschinen( Fraisereien) auf 912 Stunden täglich sehnstündige Arbeitszeit pro Tag entschieden einzuführen, und Die Herabfeßung der Arbeitszeit in Betrieben mit Holz- 1000 Personen besuchten Bersammlung, in diesem Baujahre die Dorfe Jechzenbruch bei 3offen wurde am 2. September die unter Beibehaltung des bisherigen Lohnfayes für 10 Stunden zwar so, daß von früh 6 bis abends 6 Uhr mit Unterbrechung 25. Wiederkehr bes Sedansestes durch einen Ball im Dorfkruge mit der Maßgabe, daß Sonnabends die Arbeitszeit auf 9 Stunden von einer halben Stunde Frühſtücks-, einer Stunde Mittags- a.b gefeiert. Im Laufe des Festes wurde von einigen Kameraden die Frage aufgeworfen, ob die Musik aus der Vereinskaffe bezahlt beschränkt wird, wird als mit der Lage des Industriezweiges einer halben Stunde Vesperpause gearbeitet wird. Dies gilt auch für den Sonnabend, jedoch mit der Ausnahme, daß nur bis würde, oder ob die Feftgenossen die Kosten aufbringen müßten. Der verträglich und gerechtfertigt erachtet. Büdner Piesnart entschloß sich, den Vereinsvorsitzenden, GemeindeDie weitere Forderung der Arbeiter, die Arbeitszeit durch- 4 Uhr gearbeitet wird. Ferner wird ein Mindestlohn voa vorsteher Spruch darum zu befragen. Letterer legte der Frage wirthschaftlichen Verhältnisse, unter welchen die Inhaber der meidliche Ueberstunden sollen mit 10 Bf. Zuschlag vergütet, im weg auf 9 Stunden herabzusehen, wird mit Rücksicht auf die 40 Pi. pro Stunde gefordert. Etwaige in Nothfällen unver eine ganz falsche Bedeutung unter und erwiderte: Wenn Du übrigen aber die Ueberstunden, sowie Sonntagsarbeit prinzipicil immer fräteln( trafehlen) willst, Iönnen wir Dich im Verein Betriebe überwiegend arbeiten, als nicht erfüllbar erachtet. nicht gebrauchen!" Ats Piesnart darauf replizirte: Da tönnen einem Zuschlag von 10 Pfg. für die Stunde bezahlt werden. Es wird für angemessen erachtet, daß Ueberstunden mit vermieden werden. wir Dich auch nicht gebrauchen!" gab ihm der Vorsitzende einen Beiden Theilen wird empfohlen, über Einrichtung eines gemeinSchlag ins Geficht. Die Streitenden wurden zwar sofort gefamen trennt, fie riefen aber die Hilfe des Gerichtes an, Piesnart, weil samen Arbeitsnachweises unter gemeinsamer Leitung beziehungser geschlagen worden war, der Gemeindevorsteher, weil er von weise Kontrolle der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Verhandjenem, der früher bei ihm gedient hatte, mit" Du" angeredet lung zu treten. worden war, worin er eine schwere Beleidigung erblickte. Das Die Forderung der Arbeiter auf prozentuale Sohnerhöhung Schöffengericht in Boffen hielt beide Parteien für schuldig der wechsel wird mit Stücksicht auf die Feststellung der wirklich gezahlten Löhne nicht für begründet erachtet. feitigen Beleidigung, doch wurden die Beleidigungen kompenfirt Löhne nicht für begründet erachtet. und dem Gemeindevorsteher 2/3 der Kosten, dem Piesnart Die Forderung der Freigabe des 1. Mai wird zurückDie Kammmacher Erlangens sind in eine Zohnberegung dagegen 1/3 auferlegt. Hiergegen legten beide Theile Berufung gewiesen. eingetreten. ein. Umsonst versuchte der Vorsitzende, einen Bergleich anzu- d gez. Cuno, gez. Weigert, gez. O. Dicht, Lohnbewegung in der Schweiz. Aus Zürich wird uns bahnen. Piesnart war dazu bereit, wenn der Gegner sämmtliche Vorstehender Schiedsspruch wird hierdurch öffentlich bekannt geschrieben: Die Tabat. und Zigarrenfabrikanten jeben Bergleich ab und beantragte seine völlige Freisprechung, gemacht, mit dem Bemerken, daß der Vertreter der Arbeitgeber 23 ynen und Geethal( Ranton Aargau) haben die be jeben Bergleich ab und beantragte seine völlige Freisprechung, die Unterwerfung unter den Schiedsspruch erklärt, daß dagegen ihnen den billigen Rath gegeben, ihren Lohn durch beffere us scheidenen Lohnforderungen der Arbeiter rundweg abgelehnt und denn so meinte er wo solle der Respekt bleiben, wenn all die Arbeitnehmer innerhalb der gestellten Frist von 3 Tagen eine und jeder den Gemeindevorsteher mit Du" anreden wolle. " Vorsitzender:„ Na, Sie haben Ihren Gegner doch zuerst Ihren Gegner doch zuerst Erklärung, daß sie sich dem Schiedsspruch unterwerfen, nicht ab nugung der elfstündigen Arbeitszeit zu erhöhen. Die General mit Du" angeredet und ihm damit das Recht gegeben, Sie gegeben haben, mithin gemäß§ 77 des Ortsstatuts für das Ge- versammlung der Arbeiter beschloß gegenüber dieser Ablehnung ebenso anzureden. Im Kriegerverein ist doch das kamerad: werbegericht die Unterwerfung unter den Schiedsspruch als ab- Festhalten an den gestellten Lohnforderungen und Fortsetzung der Unterhandlungen mit den Fabrikanten. In der Möbel schaftliche Du" allgemein üblich und auch am Blaze, drum seien gelehnt gilt. fabrit von Boltart Sohn in Zürich haben sämmtliche Sie flug, der Gerichtshof tönnte die Sache leicht ganz anders Schreiner die Arbeit eingestellt wegen Abweisung ihrer auffaffen, als wie der erste Richter!" Vergeblich, der GeWünsche betreffend die Arbeitso: onung. Ebenfalls in Zürich meindevorsteher und Kriegervereins- Vorsitzende war allen guten haben die Bildhauer bei der Firma Schmidt a. Rathschlägen unzugänglich, das Urtheil lautete daher dahin, daß Schmidtweber( Marmorgeschäft) wegen Nichtbewilligung das erste Urtheil aufzuheben und der Gemeindevorsteher zu einer verlangten Lohnerhöhung gestreift und nach furzer Dance 10 M. Geldstrafe und zur Tragung sämmtlicher Rosten zu die Forderung bewilligt erhalten. wirklichkeit aber als schlecht und unvernünftig. Das Be- ergrimmt über sein muthiges Auftreten in der Nationalversamm ein Artikel dieses Blattes gegen Bastiat, dessen Broschüre wußtsein der bei allem Gegensate doch gemeinsamen Grund- lung, ihn 1849 geworfen hatte. Seine Inhaftirung machte auch Capital et Rente" den sozialistischen Arbeitern die Harmonie lage bricht an mehr als einer Stelle der Polemik deutlich die Gründung der von ihm projektirten Tauschbant", für welche des Kapitalismus hatte beibringen sollen. Der Artikel hervor. er in den ersten Monaten des Jahres 49 bereits eine große war von Chevé, einem Anhänger Proudhons und MitDie Erhebung des Austausches zu einer vernünftigen, die Menge von Theilnehmern gefunden hatte, unmöglich; ein Glück redakteur des Blattes verfaßt und bekundet die größte Sympathie Alaffengegensäge in Harmonie auflösenden Institution will Proudhon für Proudhon's Renommee, da das Unternehmen unfehlbar mit für den allgemeinen Standpunkt Bastiat's, der ja auch für die Durch eine Organisation des Kredites, durch welche das einem großen Banterott hätte enden müssen. Seit dem 31. Juli Freiheit, Gegenseitigkeit und Gerechtigkeit des Austausches Geld überflüssig und der 3ins beseitigt werden foll, zu stande( d. h. seit dem Tage, an welchem Proudhon's Antrag auf Ein- eingetreten sei. Aber der Zins- so folgert Chevé auf bringen. Das für den Kleinbürger Fatale in der wirklich für den führung der progressiven Einkommensteuer in der entrüsteten grund einer höchst verworrenen und scholastischen BeweisAustausch produzirenden Gesellschaft ist offenbar einerseits das Rammer zur Debatte fam), wurde ich, schreibt Proudhon, nach führung widerspreche diesem Bastiat'schen Gegenseitigkeitsftete Risiko und die Existenzunsicherheit, die durch die Absatz- dem Ausdruck eines Journalisten der Schreckensmann. Man prinzip. Darum", heißt es in dem Artikel höchst naiv, denunzize stockungen auf dem Waarenmarkt herbeigeführt wird, andererseits predigte gegen mich, brachte mich auf die Bühne, Schmähschriften ich Ihnen, mein Herr, den Kapitalzins als einen Gegenstand für bie Ausbeutung der Aermeren durch die Besitzenden. Herr wurden gegen mich angeschlagen ich wurde der Berachtung Ihre Angriffe, überzeugt, daß Sie, wenn Sie ihn auf's neue ins Proudhon ist von jeder ökonomischen Analyse so weit entfernt, daß und dem Hasse preisgegeben, von meinen Kollegen der Justiz Auge faffen und in seiner häßlichen Unbilligkeit anschauen, feine er den Grund der Absahstockungen nicht in der Planlosigkeit und überliefert, angeklagt, vor Gericht geftellt, verurtheilt von denen edlere Aufgabe finden werden, als Ihr ausgezeichnetes Anarchie einer regellos für den Austausch darauf los produziren- selbst, die mir das Mandat gegeben hatten. Und Talent der Bekämpfung dieser Geißel zu widmen, diefem Uvden privaten Industrie, sondern ganz äußerlich in dem die Aus- doch war dieser Schreckensmann" im Grunde seiner An- quell all des unbeschreiblichen Glends, dem jedermann als Beute tausch- Transaktionen vermittelnden Metallgelde fucht. fchauungen ein friedfertiger Schwärmer, der nur durch anheim fällt." So bohrt er sich in die lächerliche Illusion ein, daß der paradore Einfälle ärgern und erschrecken mochte, aber von einer Der Angriff zeigte solche Blößen, daß Bastiat sicher mit Erfaz des Metallgeldes durch eine Art Papiergeld, welches neu wirklich revolutionären Tattit, vom Klaffenkampf und von Freude die Gelegenheit zu einer Entgegnung ergriffen haben zu organisirende Tauschbanten den Produzenten nach Maßgabe sozialistischer Groberung und Ausnutung der Staatsgewalt durch wird. Die Antwort war bei der famosen Bastiat'schen Kapital. des von ihnen produzirten Waarenwerthes vorzustrecken hätten, aus nichts wissen wollte. theorie, die wir oben stizzirt haben, von vorne herein gegeben. genügen würde, um jene im innersten Wesen jedes entwickelten Den Wählern seiner Heimath, die ihn als Kandidaten auf Das Prinzip der Gegenseitigkeit der Leistungen, welches im Waarenaustausches liegende Fatalität zu überwinden. Gerade stellen wollten, hatte er schon bei den Aprilwahlen des Jahres Austausch herrscht, wird, so führt er in seinem ersten Briefe aut als ob die Ausgabe eines solchen Papiergeldes eine faufträftige 48 zugerufen: Die soziale Frage ist gestellt. Ihr werdet ihr die Voix du Peuple" aus, durch die Thatsache des Kapitals Nachfrage nach allen produzirten Waaren gleichmäßig garantire! nicht entgehen. Es sind Männer nöthig, die mit dem radikalsten zinses in feiner Weise verlegt. Denn die Kapitalien find Es ist der Traum, daß man die Anarchie der privaten Waaren Geist den konservativsten verbinden. Arbeiter, reicht wesentlich Produktionsmittel, durch welche die Produktivproduktion bestehen lassen, aber die Aeußerung dieser Anarchie ueren Arbeitgebern die Hand; und Ihr kraft des einfachen Arbeiters mächtig gesteigert wird; in den Werthschwankungen und Absazstockungen des Waaren Arbeitgeber stoßt nicht das Entgegentommen man denke anden Peter, welcher Bretter braucht, marktes unterdrücken tönne. Schon Marr hat diese Thor- derjenigen zurück, welche Guere Arbeiter und zu dem Zwecke von dem Paul die Säge leihen muß! heit mit beißender Schärfe aufgedeckt. Der äußerlichen Ab- waren." Und in feinen„ Confessions d'un Révolutionaire" Der Arbeiter erhält also von dem leihenden Kapitalisten eine leitung der Absatzstockungen aus dem Gelde entspricht die apostrophirt er die Freunde des Fortschrittes mit fast Bastiat'schen Leistung, die nach dem Prinzip der Gegenseitigteit vergolten äußerliche Ableitung der kapitalistischen Ausbeutung aus Bins Worten: Regt jene Gesammtthätigkeit an, ohne welche die werden muß und thatsächlich nur in der Form vergolten werden forderungen des Leihkapitals. Proudhon träumt von einer Un Lage des Volkes unglücklich und seine Anstrengungen ohn taun, daß der Arbeiter von seinem durch die geliehenen Proentgeltlich feit des Kredites; wie die Aufhebung mächtig sein werden. Statt nach der Staatsgewalt duktionsmittel gesteigerten Arbeitsertrage einen Theil dent des Metallgeldes die Absatstockungen, so soll die Ausgierig zu streben, bittet fie einzig und Kapitalisten hergiebt. Und dies Verhältniß sollte eine Ungerechtig hebung des Binsfußes die Ausbeutung befeitigen. Beide allein, sich in nichts mehr zu mischen und feit einschließen?! ,, Nein, nein!- ruft Bastiat, dem der Glaube ineinander greifende Maßregeln bilden das Rezept, nach dem sich lehrt das Bolt, sich Reichthum und Ordnung an die moralischen Schönheiten des Kapitalismus ein theologisches alle Noth der Gesellschaft turiren und der Austausch dem klein- ohne Beihilfe des Staates zu verschaffen. So Gemüthsbedürfniß ist, mit thränenerstickter Stimme dem verbürgerlichen Jdeal gemäß gestalten läßt. babe ich immer den Sozialismus verstanden. irrten Bruder Chevé zu Das kann nicht sein. Ihre Theorie Das ist der tiefsinnige Standpuntt, von Dies vor allem hat mich von den anderen wiederstreitet eben so sehr der Gerechtigkeit, dem allgemeinen dem Proudhon in der Polemit gegen Bastiat Schulen getrennt. Dies habe ich vor dem Vortheil, dem Interesse des Arbeiters selbst, wie der Praxis aller den Zine angreift. Februar gewollt und nach dem Februar zu Zeiten und aller Drie. Erlauben Sie mir, hinzuzufügen, daß Angriff und Vertheidigung haben sich an Oberflächlichkeit realisiren gesucht." CH Sie nicht weniger der Annäherung der Klassen widerstreitet, der gegenseitig nichts vorzuwerfen. Den Anlaß zu der Proudhon Bastia tschen Vereinigung der Gemüther, der Verwirklichung der menschlicher: Proudhon schrieb seine polemischen Artikel für die Polemit in der bereits erwähnten, von Proudhon aus dem Brüderlichkeit, welche höher steht als die Gerechtigkeit, aber die Voix du Peuple" vom Gefängniß aus, in das die siegreiche Reaktion, Gefängniß geleiteten„ Voix du Peuple", gab im Herbst 1849 Gerechtigkeit nicht entbehren kann." Amen! " " Letzte spottbillige Ausverkaufs- Offerte vor meinem Umzuge! Schuhwaaren zu bei mir noch nie dagewesenen billigen Preisen unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiefcheine, die Jedermann beim Einkauf erhält. 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Es bestand aus einer kleinen Metalldose, welche auf dem einen Ende eine Deffnung zum hineinstecken der Geldmünzen hat, während das andere Ende geschlossen ist und nur dann geöffnet werden kann, wenn die Dose eine gewisse Anzahl von Geldmünzen enthält, und ist die Dose nach Entleerung wieder verschließbar. Warum denn, wird man fragen, sollte folch ein Spielzeug solche Resultate erzielen? Einfach weil 999 Menschen von jedem Tausend darauf bedacht sind Geld zu sparen", und weil diese praktische Neuheit der größte Antrieb ist, Geld zu sparen". Als Beweis für die Beliebtheit, mit welcher diese Sparbänke aufgenommen sind, können wir nur sagen, daß über 7 000 000 TaschenSparbänke innerhalb sechs Monate in den Vereinigten Staaten ver fauft find. Aber wer braucht diese Banken? fragt der Skeptiker. Die Antwort ist einfach: ,, JEDERMANN". Der Schulknabe entfagt seinen fleinen Freuden und hat sein Vergnügen daran, zu sehen, wie sein Bankkonto sich von Tag zu Tag vergrößert. Der junge Mann deponirt seine 50 Pf., anstatt fie für geistige Getränke oder Tabat auszugeben. Die sparsame Hausfrau läßt manchmal eine Geldmünze in den verführerischen Apparat gleiten, besonders wenn sie einige Lieblinge befriedigen will. Die Handwerker und Gewerbetreibenden 50 Pf. hier und 50 Pf. da in die Sparbank legend, sind erstaunt zu sehen, wie schnell ein 20- Markstück gesichert ist. und dann welche bessere Gelegenheit zum Sammeln von Geldflücken für wohlthätige und religiöse Zwecke giebt es als diefe fleine Taschen- Sparbank? ,, Große Eichen entstehen aus großen Eicheln" und frühzeitiges Sparen ist oft die Grundlage großer Vermögen. ,, Hütet die Pfennige, und die Thaler werden von selbst kommen" und das ist es, was die fleine Taschen- Sparbank bewirkt. Sie hütet die Pfennige beffer, als man es selbst vermag und ist ferner eine beständige Erinnerung, daß der einzige Weg zum Reichthum im liegt. Sparen! Sparen! Sparen! 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