Morgenausgabe Jr. 563 A 283 46.Jahrgang 8,60 DR. Böchentlich 85 31. monetfi tm voraus zahlbar Boftbezug 4,32 m etnichließlich 60 Big. Boftzeitungs- und 72 Bfg. Boftbeftellgebühren Auslands abonnement 6,- M pro Monat Der Borwarts eridheint mochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend Juuftrierte Beilagen Boll und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wissen".. Frauen Stimme"" Technit" Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts 10. Vorwärts Berliner Boltsblatt Osantag 1. Dezember 1929 Die Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. taalttg Ronparetezetla 80 Pfennig. Retlamezeile 5.- Reichs mart Kletne Anzeigen das ettge Drudte Wort 25 Pfennig( zulässig met Fettgebrudte Borte). jedes weitere Bor 12 Pfennig Stellengesuche das erste Bori 15 Bfennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben. sablen für zwei Borte Arbeitsmark Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen Zeile 40 Pfennig. Anzeigenannahme im Haupt efchäft Lindenstraße 3, wochentäglic eon 81%, bis 17 Ubr. Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Vorwärts- Verlag G.m. b. H. Postschedkonto: Berlin 37536. Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten Fernsprecher: Dönhoft 292-297 Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin. und Beamten, Wallstr. 65. Dt. B. u. Disc.- Gef.. Depofitenkaffe Lindenstr. 3. Deutschnationale Parteifrife. 60 gegen 312!- Hugenberg verklagt den Vorwärts". blamage in ein politisches Abenteuer stürzen wird. Die Kräfte sind einstweilen zu ungleich verteilt. Aber zweifellos wird die Hugenberg- Politit mehr als je darauf gerichtet sein, die republitanische Staatsgewalt zu erschüttern und hinterm Busch einen günstigen Augenblick zum Losbrechen abzuwarten. immer noch eine gewaltige politische und wirtschaftliche Gegenmacht, und daß sich ihr nicht ein geschlossener Arbeiter blod gegenüberstellen kann, dafür sorgen schon die Kommunisten. Die parlamentarische Niederlage, die 5 ugenberg| fich nun gleich aus Wut über seine beispiellose Reichstags- bürgertum ist aber, troß seiner politischen Zersplitterung, gestern erlitt, fann nicht an den absoluten Zahlen der Abstimmung gemessen werden. Mehr als 100 Mann waren so wie so nicht aufzutreiben, gelang es, mit ihnen in die Schlacht und dann wieder einigermaßen geschlossen aus der Schlacht zu marschieren, so war das schon ein Erfolg. Von den 100 waren aber bei der Abstimmung über den§ 1 nur 82 vor handen und bei§ 4 waren es nur noch 60. Das heißt, die nationale Opposition ist nicht nur geschlagen, sondern auch gersprengt. Daß von den 12 Nationalsozialisten 4 fehlten, war wohl nur Zufall. Kein Zufall war es, daß von den 78 Deutschnationalen 9 von Anfang an nicht anwesend waren, nämlich Bachmann, Bazille, Haßlacher, Klönne, Philipp, Reichert, Schmidt- Stettin, Bogt und Wallraf. Parteioffiziös wird von diesen Herren behauptet, fie feien frant oder sonstwie behindert" gewesen. Krant maren fie gewiß nicht, zumindest einige von ihnen hatte man noch am Morgen desselben Tages in ihrer vollen förperlichen Frische bewundern fönnen. Behindert" waren fie allerdings hauptsächlich durch den Umstand, daß sie vor fünf Jahren für den Dames Blan gestimmt hatten. Das trifft auf 5 von den 9 Herren zu, nämlich auf Bach mann, Bazille, lönne, Reichert und Wall raf. Zu diesen 9 Abftinenten gesellten sich beim§ 4 weitere 14 nämlich Fromm, Hartwig, Hoesch, ülser, Reudell, Lambach. Lejeune Jung, Lindeiner Wildau, Menzel, Mönte, Rademacher, Schiele, Schlange Schöningen und Trepiranus. Auch hier findet man neben Neubelehrten wie Schlange und Treviranus und Zuzüglern wie Lindeiner viele betannte Gesichter aus der alten Dames- Garde. # Auch die Christlich- Nationalen, die bei§ 1 mit Ja gestimmt hatten, traten bei§ 4 in Streit. So ist nicht nur die Niederlage da, es ist zugleich auch da, was das sicherste Symptom jeder echten Niederlage ist: nämlich der Streit darüber, wer sie herbeigeführt hat. Die Deutsche Zeitung", die mit Argusaugen darüber wacht, daß die Diktatur der Altdeutschen in der Deutschnationalen Boltspartei nicht angetastet wird, fordert gegen die Sezessionisten, die sich zu dem Parteitagsbeschluß von Kassel und dem unzweideutigen Willen der Gesamtpartei in Widerspruch gesetzt hatten, ein hochnotpeinliches Parteiverfahren. Ein solches Verfahren schwebt bekanntlich schon gegen den Abg. Treviranus. Mit ihm haben sich nun die drei christlich- nationalen Gewerkschafter Hartwig, Hülser und Lambach solidarisch erklärt. Die drei hatten auch schon vor der gestrigen Sigung öffentlich angefündigt, sie würden dem Beispiel Schieles folgen und sich der Stimme enthalten. Wieviel Streitigkeiten und Händel noch aus der siebenstündigen Nachtsizung der Reichstagsfrattion übrig geblieben find, entzieht sich zunächst der Feststellung. Der deutschnationale Barteivorstand, der, wie parteiamtlich gemeldet mird, am Dienstag wegen der Veröffentlichung der Hartwig, Hülser und Lambach zusammentritt, wird gut tun, sich in Permanenz zu erklären. Alles in allem handelt es sich nicht nur um eine parlamentarische Niederlage, sondern um eine schwere Bartei frise, deren Ausbruch über den Tag der Volksabstimmung, den 22. Dezember, hinauszuzögern man sich vergeblich bemüht hatte. Diese Krise zeigt, aus wie verschiedenen Bestandteilen die Deutschnationale Bolkspartei notdürftig zusammengeklebt ist. Sie macht aber vor allem zwei Flügel sichtbar, von denen der eine die demokratische Republik und die Berständigungspolitit als unwiderruflich gegebene Tatsachen anerkennt, während der andere nicht bloß außenpolitisch, sondern auch innen politisch zu Abenteuern geneigt bleibt. Mit den Nationalsozialisten, die sich in den wildesten Ausdrücken zum gewaltsamen Umsturz bekennen, hat Hugenberg feinen ,, nationalen Blod" zu bilden versucht. Ein sehr großer Teil seiner Partei hat ihm dabei die Gefolgschaft versagt. Man soll nicht glauben, daß durch diese Sezession der ,, nationale Block" ungefährlich wird. Wenn eine radikale Bewegung die Erfahrung machen mußte, daß sie sich auf dem Boden der Legalität nichts als Niederlagen holen fan, dann wächst bei ihr die Neigung diesen Boden zu verlassen und wächst bei ihr die Neigung diesen Boden zu verlassen und anderswo ihr Heil zu versuchen. Damit joll feineswegs gejagt werden, daß Hugenberg Mit dieser Auswirkung des sog. Boltsbegehrens" wird man ohne Schwarzmalerei und Scharfmacherei mit der größten Ruhe und Kaltblütigkeit rechnen müssen. * von Kardorff gestern in tomischer Verzweiflung, aber Was zunächst parlamentarisch geworden ist, das hat Herr richtig, dargestellt. Durch das Zerfallen der Deutschnationalen Volkspartei in einen putschistischen und einen antiputschistischen Flügel ist die Aussicht, eine feste Regierungsmehrheit gegen Die Sozialdemokratie bilben zu fönnen, bis auf weiteres voll ständig zerstört. Die Stellung der Sozialdemokratie als Regierungspartei ist also jezt viel günstiger als sie es wäre, wenn die Mitte nach Lust und Laune bald mit ihr, bald mit der Rechten eine arbeitsfähige Mehrheit bilden fönnte. Kar dorffs grenzenloser Merger über Hugenberg fommt daher, daß die Boltspartei durch Hugenberg einen Bundesgenossen gegen die Sozialdemokratie verloren hat. Je weiter nun die politische Gewebezerstörung auf der rechten Seite fortschreitet, desto stärker wird die taktische Stel lung der Sozialdemokratie und desto größer die Verzweiflung des Herrn v. Kardorff und seiner Freunde. Leider ist die Angst, die sie zeigen, wesentlich unbe gründet. Denn so angenehm es ist, sich in einer guten taftiichen Stellung zu befinden, so fann man sie doch nur nach maßgabe seiner mirtlichen Kräfte ausnutzen. Das GroßWenn Herr v. Kardorff meint, die Sozialdemokraten Schuldeten ugenberg ein Denkmal, so mögen auch die deutschen Kapitalisten nicht vergessen, was sie Thäl= mann zu verdanken haben. * Einstweilen will Herr Hugenberg seinen Tatendrang, der gehemmt wird, auf einem Boden austoben, der nur für ihn auf parlamentarischem Gebiet durch irgendwelche Komplere gefährlich ist, nämlich auf dem des Gerichtssaales. Er will, wie der Abg. und Rechtsanwalt Everling gestern im Reichstag mitteilte, den Vorwärts" wegen feines Auffages über den Krach der Oftbank verlagen. Gut so. Der Borwärts" wird den Handschuh aufnehmen. Die deutsche Deffentlichkeit braucht eine Reinigung von den Aspirationen des Reinigers und Retters Hugenberg. Der ,, Borwärts" wird sich um diese Reinigung bemühen. Das Biel muß aber eine Gesamtreinigung sein, eine Abrechnung des Kontos Hugenberg überhaupt, das seit der Vorkriegszeit durch Krieg und Inflation gelaufen ist und das noch von feiner Treuhandgesellschaft durchleuchtet worden ist. In das Zeitalter der Rationalisierung paßt ausgezeichnet auch die Rationalisierung durch zusammengefaßte Abwicklung des politischen Kontos Hugenberg. Wir freuen uns auf diese Abwicklung des Hugenberg- Kontos vor den deutschen Gerichten, wir werden, trotz des schlechten Beispiels, das uns Herr Hugenberg soeben im Reichstag gegeben hat, nicht tneifen! Die zweite Zone ist frei! Jubel im Rheinland.- Befreiungsfeiern in Aachen und Koblenz. Koblenz, 30. November. 19,25 Uhr. Reichskommissars hat der französische Außenminister Nach einer soeben eingegangenen Mitteilung des Briand dem Reichskommissar mitgeteilt, daß die weite Zone freigegeben worden sei. Diese Meldung ist auch von General Guillaumat in Mainz bestätigt worden. Die fremden Fahnen sinken. Die Trifolore auf dem Ehrenbreitstein eingezogen. Koblenz, 30. November. Heute vormittag 11,15 Uhr wurde auf dem Ehrenbreitstein in Anwesenheit der Rheinlandkommission, des Oberkommissars Tirard, des fommandierenden Generals Thevenin und des Chefs der Rhein armee, Generals Guillaumat, sowie des Restes der Koblenzer Befagungstruppen die Trikolore eingezogen. An der Feier nahm auch eine Abteilung der französischen Rheinflottille teil. Das Fahnentuch lenkte fich unter den Klängen der Marseillaise, und die Truppen marschierten darauf nach dem Mosel Güterbahn hof, wo sie in die berei stehenden Züge verladen wurden. Um 12,55 Uhr setzte sich der Truppentransport nach Metz hin in Bewegung. Später folgte eine Autofolonne von 60 Wagen auf dem Wege nach Mainz. Der Abmarsch der französischen Truppen vollzog sich in voller Ruhe. Es waren außer zahlreichen Pressevertretern und Photographen nur wenige Neugierige zugegen. Die Räumung Aachens. Aachen, 30. November. Heute vormittag furz nach 12 Uhr wurde die belgische Fahne, die seit 11 Jahren auf dem Turm des Hauptquartiers wehte, eingeholt. Die Truppen hatten vor dem Gebäude Baradeausstellung genommen. Nachdem der General die Front abgeschritten hatte, spielte die Kapelle die Brabançonne, bei deren Klängen die Fahne langsam niederging. In den angrenzenden starter Spannung folgte. Bald darauf setzten sich die Truppen in Straßen hatte sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge eingefunden, die der Einholung des belgischen Hoheitszeichens mit Bewegung. Sie werden mit der Bahn nach Namur befördert. Der Kommandant folgt nach Erledigung der offiziellen Abschiedsbesuche im Kraftwagen. Bei der Absperrung trat zum erstenmal die Schutzpolizei in Aktion, die zum Teil bereits in Aachen den Dienst wieder übernommen hat, zum anderen Teil heute abend eintreffen wird. Bald nachdem die belgische Flagge eingeholt worden war, setzte die Bevölkerung an vielen Häusern die deutsche Fahne. Die, Freude über die Befreiung tommt damit allgemein und sichtbar zum Ausdrud. Zum Abmarsch des letzten belgischen Kommandos aus Aachen Truppen zum Bahnhof begleitete. Der Zug verließ den Hauptwar von Verviers eine Mufiffapelle herangezogen worden, die die bahnhof Aachen um 12,18 Uhr in Richtung Lüttich. Gegen 3 Uhr nachmittags verließ der belgische Kommandant Aachen im Kraftwagen in Richtung Eupen. Damit ist Aachen vollständig geräumt. Auf dem Gebäude, das bisher der belgischen Kommandantur gedient hatte, wurde unter dem Jubel der Bevölkerung die deutsche Flagge gehißt. Amtliche Kundgebungen. Der Reichspräsident richtete an den Oberpräsi denten in Koblenz aus Anlaß der Befreiung der zweiten Bone folgendes Telegramm: ,, In der Stunde, da die Räumung der zweiten Zone brendet und diesem Gebiet die Freiheit wiedergegeben ist, gedenke ich in Dankbarkeit der treuen rheinischen Bevölkerung. Sie hat in den 11 Jahren fremder Befaßung schweres Schicksal erduldet, aber die Treue zum Vaterlande in harten Tagen erprobt. Freiheitsgloden sich zur Erneuerung ihres Bekenntnisses zum Das soll ihr unvergessen bleiben. Allen denen, die im Klange der Baterlande in dem nun befreiten rheinischen Gebiet versammeln, entbiete ich in enger Berbundenheit herzlichste Grüße. Ich ver Oer S-Ahr-Ladsnschluß. Oeuischnationales Doppelspiel mit Arbeitermiereffen. Aus dem Reichstag wird uns geschrieben: Durch den Initiativanirag der sozialdemokratischen Reichstags« fraktion sind die bürgerlichen Parteien vor die Entscheidung gestellt, den S-Uhr-Ladenschluß noch zu dem bevorstehenden Weihnochtsfest in diesem Jahr einzuführen. Di« Aktivität der Sozialdemokratie hat auch.Herrn Pastor Reinhard Mumm in Bewegung versetzt. Er stellte namens der deutsch- nationalen Fraktion einen Konkurrenzantrag, der sich von dem sozialdemokratischen Dorschlag kaum unterscheidet und offenbar zur Agitation der Deutschnationalen Volkspartei unter den Angestellten bestimmt fft. Die Hugenbergsche„Nachtausgabe"' vom W. November berichtet auch bereits unter großer Aufmachung über diese deutschnationale Tat. Sie verschweigt aber, daß die Arbeit gebergruppe der deutschnationalen Fraktion im sozialen Ausschuß inzwischen einen neuen Antrag Riese- berg-Agina-Got eingebracht hat, der den veröffentlichten Antrag derselben Fraktion wieder wesentlich verschlech- tert. Es wird verlangt, daß die gesamten Lebensmittelgeschäste. Zigarrenläden usw.. von dem Gesetz ausgenommen werden solle». Damit würden Tausende von Angestellten, die in den Weihnachtswochen aufs äußerste angespannt waren. b.eson-ders b e st r a f t werden. Die Sozialdemokratie wird sich mit aller Ent- schiedenhsit gegen die von den Deutschnationalen gewollte Aus- Höhlung ihres Antrags wenden und den S-Uhr-Lodenschluß für alle Verkaufsstellen durchzusetzen suchen. Di« Rückwirkung des Ladenschlusies auf zahlreiche Arbeitergruppen im Verkehrsgewerbe. für Handelshilfsarbeiter usw. kann nur dann eintreten, wenn der früher« Ladenschluß einheitlich durchgeführt wird. Die Partei des Herrn Hugenberg hat wieder einmal bewiesen, daß sie in sozialen Fragen besonders großzügig ist. indem sie gleichzeitig von zwei verschiedenen Gruppen ihrer Fraktion zwei«nt- gegengesetzte Anträge einbringt, einen für die Agitation unter den Angestellten und einen zweiten für den Hausgebrauch der deutschnationalen Arbeitgeber. knüpfe damit d!e Hoffnung, daß auch dem noch besetzten TeL deut- scher, Landes bald die Stunde der Freiheit schlagen möge!" Der Reichskanzler sandte an den Oberpräsidenten der Rheinprooinz nachstehendes Telegxamm: ,ilm heutigen Tage hat die fpemde Besatzung die zweit« Zone des besetzten Gebietes oerlaflen. tDie Fahne Schwarzrot- gold weht wieder über unabhängigem deutschen Land. Als freie Deutsche können uns unsere Bruder wieder die Hand reichen. In diesem feierlichen Augenblick deutscher Geschichte ist es der Reichsregierung eine Herzenssache, allen unseren Volksgenossen des jetzt befreiten Gebiqtes die innigsten und freudig- sten Grüße zu entbieten. Sie verbindet damit den Dank des ganzen Deutschlands für die Charakterstärke und natlonal« Würde, mit der die Bewohner der zweiten Zone alles Schwere der ver- gangenen Jahre getragen haben." Der Reichskanzler erhielt vom Oberbürgermeister der Stadt Aachen nachstehendes Tslegranzm: „Aachen, die größte Stadt der belgischen Besatzungszone ist frei. Die letzten fremden Truppen haben die deutsche Grenzstadt geräumt. Dankbaren Herzens grüßep Berwaltung und Bürger- Ichaft heute den Leiter unserer politischen Wieder- oufbauarbeit. Rhein und Reich auf ewig ungeteilt." Der preußische Ministerpräsident Dr. Braun hat an den Ober- Präsidenten der Rheinpromnz das folgende Telegramm gesandt: „Der Bevölkerung des nunmehr geräumten rheinischen und Wies- badener Gebiets spreche ich auch noch persönlich mein« herzlichsten Glückwünsche und meinen wärmsten Dank für die in schwerster Zeit dem Vaterland gehaltene Treue aus. Die Haltung der rheinischen Bevölkerung wird für immer ein Ruhmesblatt des Rheinlandes bleiben. Braun, Ministerpräsident." Kundgebung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz Koblenz, ZV. November. Der Oberpräsident der Rheinprovinz Dr. Fuchs hat anläßlich der Befreiung der zweiten Zone folgende Kundgebung erlassen: Die zweite Besatzungszone ist geräumt. In der Nacht vom 50. November zum 1. Dezember werden zwei Millionen Deutsche die Freiheit wiedererlangen. Bom Ehrenbreitstein und dem Dienstgebäude des Oberpräsidenten, das mehr als zehn Lahre der Rheinlandkommission als Unterkunft gedient hat, wird wieder die deutsche Flagge wehen. In dieser Stunde gedenken wir zunächst der Brüder und Schwestern, die in der dritten Zone des besetzten Gebietes und an der Saar weiterhin für Volk und Vaterland fremde Macht zu ertragen haben. Lhnen gilt unser herzlicher Gruß. Wir fühlen uns mit ihrem Schicksal nach wie vor innig verbunden. Wir hoffen zuverstchllich, daß auch ihnen recht bald die Stunde der Freiheit schlägt. Mit offenen Armen werden wir die Getreuen von der Saar im Dater- Haus empfangen. Unser Dank gilt heute der Reichsregierung, deren wcitschauende Politik die Grundlage für die vorzeitige Räumung gelegt hat. In dieser großen Schicksalsstunde geloben wir, auch weiterhin treu zur Regierung und Volksvertretung zu stehen, sie in ihrer auf restlose Räumung und Rückgabe des Saorgebietes gerichteten Politik nachdrücklichst m unterstützen. Rur auf freiem denischon Baden können Frieden und Wohlfahrt gedeihen! Die letzte Hoffnung. Wie man bei Hugenberg die Nefreiung feiert. Während auf dem Ehrenbreitstein die Trikolore nieder- Ickrtt, während die letzten Besatzung?truppen aus der zweiten Zone abrückten und die Bevölkerung jubelnd die Freiheit be- ssrutzte. ging den Hugenberg-Leuten eine letzte Hoffnung auf. ■ Der Oberdelegierte der Interallierten Rheinland- kommifsion, T i r a r d, hat nach Einholung der Flagge auf der Festung Ehrenbreitstein dem Reichskommissar für die be- fetzten Gebiete einen Besuch abgestattet und ihm erklärt, daß die französischen Truppen zwar restlos Koblenz verlassen hätten, daß aber damit die juristische und politische Freiheit der zweiten Besatzungszone noch nicht ein- trete. Für diese Entscheidung sei die Botschafterkonferenz zuständig. Und nun jubelten siel Befreiung Schwindel, die Rhein- landordonnanzen bleiben in Kraft, nichts ist erreicht— Gott sei dank, die zweite Zone ist noch nicht freil Herr Schmidt- Hannover. deutschnationaler Reichstagsabgeordneter, ver- kündete schleunigst die Neuigkeit im Reichstag, Hugenbergs Presseapparat jubelte in boshafter Schadenfreude. Aber die letzte Hoffnung hielt nur wenigeStunden vor. Dem Reichskommissar Langwerth von Simmern ist noch om Nachmittag amtlich aus Paris mitgeteilt worden, daß für die zweite Zone die Ordonnanzen außer Kraft g e f c tz t f i n d, daß die zweite Zone freigegeben ist. Sechs Stunden lang hofften die Hugenberg-Patrioten noch einmal auf die Franzosen, auf den Weiterbestand der „Versklavung"— aber auch dieser letzte Strohhalm ist ver- sanken. Er hat immerhin Anlaß dazu gegeben, daß in der Stunde der Befreiung die Hugenberg-Patrioten sich selbst entlarvt haben! Der Tag der neuen Hugenberg-pleiie. Verordnung zur Durchführung des Volksentscheids. Amtlich wild mitgeteilt: Nachdem der Reichstag in seiner oestrigen Sitzung den Entwurf eines„Gesetzes gegen die Versklavung des deutschen Volkes" abgelehnt hat, hat der R e i ch s m i n i st e r des Innern auf Beschluß der Reichsregierung die V« r o r d- nung zur Durchführung des Volksentscheids er- lassen. 'Gegenstand des Volksentscheids ist die Frag«, ob der im Volks» begehren verlangt« Gesetzentwurf Gesetz werden soll. Die Abstim- inwng findet am Sonntag, dem 22. Dezember, statt. Der Reichsminister des Innern hat die Landesregierungen er- sucht, nunmehr die Auoführungsbestimmungen zur Durchführung des Volksentscheids a n 22. Dezember zu erlassen. * Wir verzeichnen diese Meldung. Der Volksentscheid wird eine Familienangelegenheit des Hugenberg-Klubs werden, die haushohe Niederlage ist gewiß, Interesse besteht nirgends mehr. Allgemeine Parole: Fernbleiben! Reichsbahn und OAZ. Oer Neichsverkehrsminister fordert Aufklärung. An zuständiger Stell« wird die Richtigkeit der Meldung, daß Reichsverkehrsmmister Dr. Stegerwald sich an die' Haupt- Verwaltung der Reichsbahn wegen Aufklärung über die der ,.DAZ." zur Verfügung gestellten Gelder gewandt habe, bestätigt. b'ine Stellungnahme der Reichsbahn liegt bis zur Stunde beim Rci chsoo»l« hrsmimst« rium noch nicht vor. Die denaiurierie Hugenberg-preffe. Preisfrage: wo blieb Hugenberg? Wo war Herr Hugenberg, als es im Reichstag um feine große Aktion ging? Das ist die Frage, die sich jedem Leser der Hugenberg-Presfe aufdrängen muß, wenn er die Berichte des„Lokal-Anzelgers" über die Reichstagsverhandlungen liest. Wo war er, was hat er getan, warum hat er nicht gesprochen? Lag er mit einer Herzattacke im Bett? Es wird für die Leser des„Lokal-Anzeigers" ein un- gelöstes Rätsel bleiben. Denn selbstverständlich erfahren sie nicht, wie Herr Hugenberg im Reichstag für fein Gesetz gekämpft hat: indem er Akten las, einige Male blöd lachte und einmal mit dem Kopfe wackelte. Sie erfahren nicht, daß er trotz stärkster Provokation nicht den Mut befaß, feine Aktion zu verteidigen-, sie erfahren nicht, daß das klägliche menschliche Versagen dieses„Führers" das Ereignis der Beratungen war. Sie erfahren eben nur die denawrierte Wahrheit. Gegen die Hehpreffe. (Strafantrag des prevßischea Ministerpräsidenten. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Der preußisch« Ministerpräsident hat gegen einig« rechtsradikale Blätter. die in der Zeit des Volksbegehrens sich durch besonders unanständig« und hetzerische Beschimpfungen seiner Person und zum Teil auch des Preußischen Staatsministeriums hervorgetan haben. Strafanrrog gestellt. Es handelt stch um die„Mitteldeutsche Presse" w Staßfurt und den„W estdeutschen Beobachter" in Köln.— Gleichzeitig hat der Ministerpräsident gegen den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Dr. Goebbels Strafantrag gestellt, nach- dem dieser ihn in einer öffentlichen Berfammlung der natwnai- sozialistischen Ortsgruppe Hannover der passiven Bestechung de- schuldigt hotte.___ Die Mmisterpeusioneu. Oer Gesetzentwurf nach Sen Besch Meu des Reichsrats. Die Reichsregierung hat in ihrer Sitzung vom 23. November 1923 beschlossen, den Entwurf eines Gesetzes, über die Regelung der Rechtsverhältnisse des Reichskanzlers und der Reichsminister (R«ichsmini st ergesetz) in der vom Reichsrat einstimmig ver- abschiedeten Fassung dem Reichstag zuzuleiten. Der Entwurf will die Rechtsverhältnisse der Reichsmimster mit den Grundsätzen des parlamentarischen Systems in Einklang bringen. Er bestimmt deshalb, daß die Reichsmintster in Zukunft nicht mehrReichsbeomt« im Sinne des Reichsdeamtengesetze» sind. sondern zum Reiche in einem öffentlich-rechtlichen Amts- Verhältnis besonderer Art stehen. Reben den laufenden Amtsbezügen der Reichsminister, die den bisherigen Dienstbezügen angepaßt sind, regelt der Entwurf auch die Versorgung der Reichsminister nach ihrem Ausscheiden aus dem Amd Er vertritt hierbei in Ueberein- stimmung mit der Auffassung des früheren Reichsministers des Innern Dr. Preuß, des Schöpfers der Reichsverfassung, den Stand- Punkt, daß es nicht vertretbar ist, den Reichsmimster eine lebenslängliche Pension zu gewähren. Di« Reichsmimster sollen künftig in der Regel für«ine gewisse llebergangszest ein Uebergongsgeld erhallen, um ihnen die Ergreifung eines neuen Berufs zu erleichtern. Nur ausnahmsweise soll einem Reichs- minister vom Reichspräsidenten auf Dorschlag der Reichsregierung im Anschluß an das Uebsrgangsgeld eine Ruherent« gewährt werden können, wenn er im Dienst eine Gesundheitsschädi- gung erlitten hat, die seine Erwerbsfähigkeit einschränkt. Hinter- bliebene von Reichsministern oder ehemaligen Reichsministern sollen eine Versorgung lediglich für die Zeit erhallen, für die di« betreffen- den Reichsminister Uebergangsgeld oder Ruherente erhallen oder er- hallen könnten. Reichsnnnifter, die aus dem Beamten stände hervor. gehen, bleibt ein Anspruch auf Ruhegehall inHöhe de sinder letzten Beamtenstellung erreichbaren Höchstsatzes gewahrt. Republikanischer Reichsbund. Tagung in Stuttgart. Stuiigart. 80. November.(Eigenbericht.) Am Sonnabend wurde in Stuttgart unter starker Beteiligung aus allen Teilen de» Reiches di« Reichskönferenz des Republikanischen Reichsbundes eröffnet. Man be- schäftigte sich vor allem mit der Frage einer verstärkten r e p u b l t- kanischen Propaganda unter den Frauen, in den Hoch- schulen, in den politisch besonders exponierten Landesteilen, wie Ostpreußen, und unter den Auslandsdeutschen. Ferner wurde ein- gehend erörtert, wie am zweckmäßigsten dem immer fühlbarer werdenden Terror der Hakentreuzler entgegengewirkt, und wie der staatsbürgerliche Unterricht in den Schulen im republi- kanischen Sinne ausgestaltet werden könne. Verschiedene Anträge, die zir diesen und einigen anderen Fragen«ingebracht wurden, ge- langten teils sofort zur Annahm«, teils wurden sie dem Reichsvorstond zur weiteren Behandlung überwiesen. Kritik der Wahlen. Oie Lehren aus den Gemeindewahlen. Achtzehn Artikel, in denen der kommunal« Großwahltag in den einzelnen Landesteilen nach seinen Erfolgen und Mißerfolgen kritisch gewürdigt wird, enthält das neuest« Heft 9 des„F r e i e n W o r t". Insbesondere die Auseinandersetzungen über den Wahlausgang in Berlin, Köln und Breslau werden starkes Interesse finden. Zu der Nummer haben die führenden Bezirkssekretär« und Leiter der Kommunalarbeit in den einzelnen Bezirken Beiträge gestiftet. „Das Freie Wort" erscheint im Freie-Wort-Berlag, Berlin TW 68, Lindenstr. 3, und ist in sämtlichen Volksbuchhandlungen zu haben. Es kostet vierteljährlich 2,S0 M., monatlich 0,8S M., Einzel- nmnmer 20 Pf. Probenummern versendet der Vertag gratis und portofrei._ Sowjetstern und Hakenkreuz. Zusammenstoß zwischen Kommunisten und National« soziaiisten. Leipzig, Z0. November. Gestern abend zogen etwa 2S0 Kommunisten nach Schluß einer kommunistischen Versammlung nach der Reichelftraße, wo in einer Gastwirtschaft 70 Nationalsozialisten versammelt waren. Die Koni- munisten oersorgten sich, nachdem sie in der Reichelstrahe den Zaun des Vorgartens der Gastwirtschaft überstiegen hatten, mit Mauer- steinen und Dachziegeln und benutzten ste als Wurfgeschosse gegen die Gastwirtschaft. Türen, Fenster und ein Teil des Mobiliars gingen in Trümmer. Ehe das Ueberfalltorymandi» eintraf, waren die kommunistischen Ruhestörer verschwunden. Einige Person«» wurden leicht verletzt. In dem Zuge der Kommunisten befanden sich auch viele Kommunisten aus Berlin, die am Nachmittage an einer Kundgebung in Leipzig teilgenommen hatten. Die Oenifch-Russen. In Lettland eingetroffen. Riga. 30. November Der erst« Zug mit den dentschstSinmigen russischen Bauern ist auf der lettischen> Grenzstation Zilup« eingetroffen. Mit diesem ersten Transport kamen etwa(00 Auswanderer. In Eydtkuhneu alles vorbereitet. Eumblnnen, 30. November. Der erste Transport der deutsch-russischen Zlliswa«derer wird voraussichtlich Sonntag nacht in EydtJtuhnen eintreffen. Die dortige Sanierungzonstall der Hamburg— Amerita-Lini« ist in Betrieb gesetzt worden. Berpflegnng dnrch das Rot« Kreuz und Unterkunft in Eydtkuhnsn find gesichert. Sanitätspersonal ist bereits in Eydtkuhnen. Die Reichswehr hat weitere Entlausung»- apparat« und Feldküchen zur Verfügung gestellt. Um jede Möglichkeit einer Einschleppung von Seuchen auszuschalten, wird dringend gebeten, in Eydtkuhnen mit den Auswanderern nicht in Verbindung zu treten, soweit aus persönlichen Gründen dahin- gehende Wünsche bestehen sollten. Die Rechtsverireiung der Stadt Köln. Eine Richtigstellung. Wir berichteten am 13. November aus Köln, daß die städtischen Prozesse fast ausschließlich an zwei Rechtsanwälle Übertragen wur- den. die der Stadtverordnetenversainmlur� angehören, sowie einen dritten, und zwar dem Bruder des Oberbürgermeisters. Der letztere allein Hab« zusammen mit einem Sozius in fünf Viertel- fahren über 100 000 Mark Honorare von der Stadt Köln erhallen. Dazu teill uns Iustizrat Adenauer, der Bruder des Kölner Oberbürgermeisters nnt, daß im Iah«« 1890 der Ober- bürgermeister Becker den Rechtsanwälten S ch n i e w i n d und I ü f s e n die ständige Vertretung der Stadt Köln in erst'nstanz- lichen Landgerichtsprozessen übertragen habe. Juitizrat Adenauer trat erst im Jahre 1838 In die Firma ein, der Derrrag mit der Stadt hat dann unter den Oberbürgermeistern Becker, Wallraf und seit ISIS Adenauer wester bestanden. Der Bertrag ist also 20 Jahre vor dem Amtsantritt de» Oberbürgermeisters Adenauer geschlossen worden. Der Jahresdurchschnitt der Gebühren, d:e die Anwaltsfirma in den letzten Jahren teils von der Stadt, teils von deren Prozeßgegnern erhallen hat, beträgt 2SS00 Mark Wir geben diese Mitteilungen wieder, obwohl uns Herr Justiz» rat Adenauer merkwürdigerweise mit einer Schadenersatz- klage bedroht hat. Strasunlcrbrechung für Femeverurleilie. Der preußische Justiz» minister hat durch Verfügung vom 27. November d. I. angeordnet. daß die gegen Johann Stein, Walter Schirr mann, Theodor Venn und Alfred Aschenkomp wegen Ermor- dung des Schützen Panmer verhängten Freiheitsstrafen im Fall« weiterer guter Führung in der Strafhaft ob 14. Dezember dieses Jahres unterbrochen werden und der Strafrest mit B e w 2 h- rungsfrist bis zum 31. Dezember 1932 ausgesetzt wird. Ein südslawischer Sullurallachö wird der Gesandtschaft tn Berlin beigegeben, um die kulturellen Beziehungen mit Deutschland zu be- leben. Herr Winaroer wird dieses Amt dieser Tage antrete». Die Partei wächst! 25 000 neue Mitglieder gewonnen! Troy erhöhter Anfeindung, trog maßloser Berleumdung und Beschimpfung ist die Werbefraft der Partei in erhöhtem Maße erftartt. Das beweist das Resultat der Werbewoche, und unter den Einzelergebnissen der Bezirte besonders das in Berlin. Für die Meldungen der Ergebnisse waren zwei Termine an gefeht. Die Zahlen von Anfang Rovember haben wir bereits gemeldet. Für den zweiten Melbetag- Ende Ropember ift über eine wesentliche Steigerung zu berichten, die noch größeren Wert erlangt, menn mir die Zahl der neugewonnenen Mitglieder und Leser der Parteipresse mit dem im Vorjahre in der Werbewoche erzielten Resultat vergleichen. Kommunist Gläubig verdient 10000 Mart. In der Werbemoche des Borjahres gemann die Partei etwas über 42 000 neue Mitglieder und rund 41 000 bomenten für die Parteipresse. In diesem Jahre traten bis jest 75 521 Genossinnen und Genossen der Partei bei; 59 977 Männer und 15 544 Frauen. Die Zahl der neugewonnenen 3eitungslefer beziffert sich auf 74 000, mobel zu beachten ist, daß eine nicht geringe Anzahl der Parteiblätter bisher noch teine Schlußziffern genannt haben. Die Berliner Organisation gewann in der vorjährigen Werbewoche 3327, jetzt 7078 Mitglieder. Die Wählermassen haben sich also in Berlin durch die Hetze zum Teil nerblüffen lassen, die Partei aber erftartt und steht gefestigt da. Das gibt uns die Gewähr, daß die Partei zukünftigen Kämpfen gegenüber gerüstet ist! Gesamtergebnis der Werbeaktion 1929. Bezirk Männer Frauen Insges. Die Rote Fahne er Vorwarts schreibt AlleKPD- wable Sind umpen Kommunist Gläubig studiert die„ Rote Fahne und findet darin die Behauptung, daß der„ Borwärts" geschrieben habe: Alle KPD.- Wähler find Cumpen." So eine Gemeinheit!" ruft Gläubig aus, fest überzeugt, daß es fo und nicht anders fei! 10000 M Belohnung Vorwarts 10000 MK Belohnung wernachweist dass das Zitat der Roten Fahne im Vorwärts gestanden hat. Wutentbrannt ellt Gläubig nach der Lindenstraße 3, um mindestens ein paar Fensterscheiben beim„ Borwärts" einzuwerfen. Dort aber lieft er zu seinem Erstaunen, daß auf den Wahrheitsbeweis für das Zitat der„ Roten Fahne" eine Belohnung von 10 000 Mart ausgefeht ist. eRote Fahne Die Lügeein notwendiges Kampfmitto KPD der 80 1. Ostpreußen. 2. Berlin 3. Brandenburg 4. Pommern 5. Breslau. 6. Görlig 7. Magdeburg • 1268 238 1506 5.400 1 678 7078 2407 524 2 931 • 1047 152 1 199 1854 630 2484 1812 298 2110 2662 990 8. Halle. 9. Thüringen 11. Oldenburg 12. Hannover 13. Braunschweig. 14. Deftl. Weftfalen 15. BestL Westfalen. 16 Hessen- Nassau 17. Heffen- Raffel 18 Oberrhein 1533 453 3146 800 3652 1986 3.946 10. Schleswig- Holstein 1556 707 2263 602 81 683 . 4787 1026 5813 944 232 1176 1291 259 1.550 1698 903 2601 1761 141 1902 891 153 1044 1011 314 1325 19. Niederrhein 20 Oberbayern 1 931 690 2 621 1992 425 2417 21. Oberpfalz 1012 99 1111 22. Franten. 4529 404 4 933 23. falz 896 151 1047 24. Dresden. 2306 1080 25. Leipzig 1303 399 26. Chemniz 871 387 27. 3midau 614 239 28 Bürttemberg 1539 163 3 386 1 702 1258 853 1702 29. Baden 781 114 30. Heffen Offenbach 1860 208 31. Hamburg 2957 31. Medlenburg 1712 1249 357 895 2068 4206 2073 59 977 15 544 75 521 Neues Abkommen mit Schweden. Der deutsch schwedische Zusatzvertrag abgeschloffen. Das neue Handelsabkommen mit Schweden ist gestern unterzeichnet worden. Im Sommer dieses Jahres mar von Deutsch land aus die Kündigung des deutsch- schmedischen Handels- und Schiffahrtsabkommen nom Mai 1926 erfolgt, um von den in diesem Bertrag enthaltenen Bindungen der Getreides, Bieh, und Fleischzölle freizutommen. Nach dem neuen Abkommen fällt die Bindung der Getreidezölle völlig fort, desgleichen auch die 3ollbindung für Schweine, Schweinefleisch und anderes Frischfleisch. Der Boll für lebendes Rindvieh wird allgemein auf 24,50 m erhöht. mit Siebenmeilenschriften, im Geiste schon zehn Tausender in seiner Tasche fühlend denn wie fönnte das fommunistische Zentralorgan lügen?! raft Gläubig in die Redaktion der„ Roten Fahne":" Her mit der Nummer des ,, Borwärts", in der das gestanden hat, und 10 000 Mart find mein!" Bundesratswahl in Bern. Beteiligung der Sozialisten. Bafel, 30. November.( Eigenbericht.) Der Parteitag der Schmeizer Sozialdemokratie beschloß mit 324 gegen 137 Stimmen die Beteiligung an der Bundesratswahl. Der Parteivorstand hatte sich mit 24 gegen 16 Stimmen für die Beteiligung ausgesprochen. In der Entschließung wird der eine der beiden freien Bundesratsfihe, nämlich der Züricher, für die Bartei verlangt. Als Kandidat wird der sozialdemokratische Züricher Stadtpräsident Dr. Klött, der seit 23 Jahren Vertrauensposten in der sozialdemokratischen Bewegung betleidet, der Bundesper fammlung, die am 12. Dezember die Erfazmahlen vornehmen wird, norgeschlagen werden. Der Abstimmung ging eine sehr lebhafte Debatte voraus, die fich zu einer grundsäglichen Auseinandersetzung gestaltete zwischen ber von den Bewertihaftsführern empfohlenen Richtung langiamer Durabringung des Staatsapparates bei allen fich bietenden Gelegenheiten und der seit Kriegsmitte herr schenden Richtung Grimm- Nicole, die den Staatsapparat auf re voIutionärem Wege besetzen will. titionsbeispiel wurde von beiden Richtungen für und wider Das deutsche oa herangezogen, wobei die Vertreter der Mehrheit die seit Jahren zu verzeichnenden Angriffe der Minderheit gegen führende deutsche Sozialdemokraten äußerst scharf verurteilten. Insofern bedeutet die Entscheidung des Bafeler Parteitages eine grundsägliche Aner femmung des Surfes der deutschen Sozialdemokratie durch die große mehrheit der Schweizer Bruderpartei. jedoch wird Schweben ein Kontingent von 5000 bis 7000 Stud AW England und Polen. Rindoieh jährlich zum bisherigen 3ollfag von 16. M belassen. Andererseits sind der schwedischen Landwirtschaft 30llerieighte rungen für andere landwirtschaftliche Produkte zugebilligt marden. Im übrigen bleiben die Bereinbarungen des Handels vertrages vom Mai 1926 bestehen. leber industrielle 3ölle ift tein neues Abkommen getroffen worden. Mit der Ratifizierung des neuen Bertrages ist erst im Februar nächsten Jahres zu rechnen, da das schwedische Barlament nicht vor dem Januar 1930 zusammentritt. Sudetendeutscher Parteitag. Bericht Dr. Czechs. Auffig a. d. Elbe, 30. November.( Eigenbericht.) Im Boltshaus trat heute der außerordentliche Parteitag der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowafischen Republik zufammen, ber von etwa 300 Delegierten beschickt ist. Nach der Eröffnung durch Kremser Teplit und Erledigung der Formalitäten berichtete der Parteivorsigende Dr. Czech über Jeine Berhandlungen mit dem Ministerpräsidenten wegen Teilnahme an der Regierung. Darauf begann die Debatte, bie morgen vormittag fortgelegt werden wird. Langwierige Regierungsbildung. Prag, 30. November.( Eigenbericht.) Ministerpräsident Ubrzal verhandelte heute mit den tschechischen Sozialdemokraten. Zu einer Einigung fam es nicht, doch wird die Situation etwas optimistischer beurteilt. Man glaubt nicht mehr an die Ernennung des Kabinetts vor Mitte nächster Boche, da vorher die beteiligten Parteien außer der Reffortaufteilung ja auch noch das Regierungsprogramm feststellen müßten. Ehrung für Max pland. Der Präsident der Royal Society, der englischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, die gestern den 267. Jahrestag ihrer Gründung beging, Sir Ernest Rutherford, überreichte gestern Brofeffor Mar Bland, Berlin, die höchste Ehrung, die bie Gesellschaft verleihen tann, die Copien- Medaille Arbeiterpartei beglückwünscht Polens Sozialisten. Warschau, 30. November.( Eigenbericht.) Der Robotnit" gibt einen in der Londoner fozialistischen Preffe erschienenen offenen Brief an den Gejmmarschall der von führenden Mitgliedern der Labour Barty unterzeichnet ist. Daizynfti und an die polnische fozialistische Frattion wieder, In dem Brief wird Entrüstung über die letzten Angriffe gegen ben Sejm und Daszynfti volle Anerkennung für seine würdige und tattvolle Haltung ausgesprochen. Es wird in dem Schreiben die „ Schwanda, der Dudelsackpfeifer." Linden- Oper. 99 Höhnisch lachend aber zeigt der Redakteur die Nummer der Roten Fahne" vom 19. August 1923:„ Wir kommunisten benutzen die Lüge als bewußtes Kampfmittel." Genoffe Gläubig, daß du das nicht gewußt hast, zeigt, wie sehr es dir noch an tommunistischer Schulung und wahrhaft grundsatztreuer fommunistischer Gesinnung fehlt." Suversicht ausgedrüdt, daß alle Bersuche, den Parlamentarismus in Bolen zu stürzen, ein volles Fiasko erleiden. Die sozialistische Sejmfraktion hat beschlossen, den Parteien ber Internationale für ihre Solidaritäts- Bezeugungen den Dank auszusprechen. Die Frattion beschloß ferner, in der nächsten Seimsigung den Mißtrauensantrag gegen die Regierung einzubringen. Das Sowjetparlament tagt. Ryfows Eröffnungsrede. Mostau, 30. November. Bei der feierlichen Eröffnung des Zentralvollzugsausschusses ber Sowjetunion erflärte Rytow, die Sowjetregierung habe teine imperialistischen Abfichten gegen die chinesische Republit. Rußland molle nicht einen einzigen Quadratmeter chinesischen Bodens besetzen und hoffe, daß der Friebe zwischen Rußland und China bald wieder hergestellt werde. Der Bersuch der Rantingregierung, die Großmachte in den Konflitt hineinzuziehen, bebeute in Wirf. lichfeit einen Schritt gegen das Mutbener Abkommen zur Bolitik und erklärte, daß die Rote Armee nötigenfalls gezwungen Beilegung des Konflifts. Rytow warnte Ranting vor einer solchen fein mürbe, weiter gegen China vorzugehen. Auslandstapital erflärte Ryfow, daß die Sowjetunion dem Aus Ueber die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und dem fandstapital feine weiteren Konzeffionen machen fönne. Die Sowjet regierung habe versucht, Auslandsfapital heranzuziehen, um die russische Wirtschaft zu entwickeln. Es sei nicht die Schuld der Somjetregierung, daß manche ausländischen Konzessionen pleite gemacht und den Boden der Sowjetunion geräumt haben. Die Sowjetregierung gönne sogar den Konzeffionären einen großeren Berbienst als in ihrer Heimat, jedoch dürften sie diesen Gewinn nicht ins Ausland und daraus nicht Privatfapital schaffen. Der Pariser Konflikt zwischen der Regierung und der Finanzbeigelegt worden, daß diese Kredite zwar auf einem Spezialfonto tommiffion der Kammer um die Kontrolle der Milliardentredite zur Hebung von Landwirtschaft, Handel und Industrie ist dadurch geführt, ihre fährlichen Abschnitte jedoch jeweils im Rahmen des Budgets genehmigt werden sollen. Die Finanztommission der Kammer hat dieses Kompromiß einstimmig gebilligt. ein Ende haben. Aber damit es noch zu einem zweiten tommt, muß Schwanda so will es der Tertdichter Milos Karesch in die Hölle fahren. Noch einmal befreit ihn der Räuber, und wieder gibt es ein frohes Wiedersehen mit der treuen Dorota... Eine herzlich harmlose Märchenhandlung, wie man sieht, mit höchstem Mangel an dramaturgischem Raffinement aufgebaut. In: Reiche der Königin gibt der Komponist sein Unpersönlichstes, für die Welt des Teufels hat er ein paar luftige Einfälle. Doch wie Schwanda dort den ganzen Hofftaat, hier das bunte Personal der Hölle nach seinem Dubelsad tanzen läßt, das gibt der Bühne wie dem Musiker Gelegen. Unbestreitbarer Erfolg in der Staatsoper Unter den Linden, zum Schluß sehr herzlicher Beifall. Das Wert, das ihn erringt, heißt Sdywanda, der Dudelsackpfeifer";" Boltsoper" nennt es sich, den Erfolg entscheiden die musikalischen Werte, burch die es ben Ramen verdient. Eine volkstümlich- naive Berherrlichung der tschechischen Volksmusik: das etma ist die Idee der Oper; die Straft, fie zu ver. wirtlichen, fchöpft der junge Komponist, 3aromie Beinheit zu reicher Entfaltung; das Höllenfinale, auch formal wohl der berger, aus den unversiegbaren Quellen dieser Volksmusik, Don ber er, halb Mittler, halb schöpferischer Mufitant, tief und ehrlich erfüllt ist. Das ist seine und seines Wertes Stärke; mit ihr über windet er beiber Schwächen: Mängel der Dichtung und ein Berfagen seines musikalischen Gestaltungsvermögens, wo diese ihn nötigt, den gesicherten Boden des Nationalen zu verlassen. Die Handlung, in zwei Afte eingeteilt, fällt in zmei Hälften auseinander. Schwanda, Dudelsackpfeifer irgendwo in tschechischen Landen, wird geradenwegs aus den Armen seiner lieben Frau Dorota und dem Idyll seines Bauernhofs vom Räuber Babinsky, einen sehr edlen Räuber übrigens, in das Land der Königin entführt. Er soll ihr Eisherz mit dem Zauber seiner Mufit furieren, gerät jedoch bald in die Schlingen eines bösen Magiers. Hochgericht und Schafott, Errettung aus höchster Not durch Babinsky, Berföhnung mit Dorota, damit und mit dem ersten Att tönnte es stärkste Teil der Partitur, originelle Synthese aus Fuge und Polka, steigert sich zu unwiderstehlicher Wirkung. Aber schon in der Duvertüre ist, mit erlaubter Anlehnung an das nationale Torbild der„ Bertauften Braut", der schöne, melodisch warme Grunbion angeschlagen, mit dem Schwanda auch in Berlin gestegt hat, gefiegt auch über viele Bedenken sachlich und fachlich begründeter Kritik. Die von Kleiber vorbereitete und geleitete Aufführung, nur ein bißchen unsicher hie und da in der Erfassung des Tempos, tut für Wert und Erfolg das Möglichste. In den Hauptrollen Theodor Scheidl, der als Schwanda seine Mittel mit überraschendem Glüd der Aufgabe anpaßt; Friz Soot, sehr lebendig in der fath lofen Rolle des Räubers Babinsky; und vor allem Maria Müller, in ihrer gesanglichen und darstellerischen Bollkommenheit. Dazu ber wahrhaft tomische Teufel Leo Schübendorffs, wirtungssicher und mir allzu mirtungsbewußt. Klaus Pringsheim. Hugenberg erledigt. Die Abstimmungen im Reichstag. In der Fortsetzung der Reichstagsdebatte sprach gestern: Abg. Graf Reventlow( Nat.- Soz.): Die Gemeindewahlen haben bewiesen, daß wir im stärksten Fortschreiten sind. Als der Redner lang und breit von der Kriegsschuldlüge redet, wird er nach seiner Slegstätigkeit gefragt: er antwortet, er sei während des Krieges wa in Berlin gewesen, habe aber ein Urteil über die Dinge dieses Kries es. Die Geheimnisträmeret der Regierung vor und mährend der internationalen Konferenzen gehörte auch unter den§ 4. Man muß nur das Gegenteil der Versicherungen der Regier ng annehmen, dann hat man, was wirklich vorgeht Durch die Räu tung wird der Young- Plan nicht ein bißchen erträglicher. Abg. Stöder( Komm.): In der Hauptsache sind alle Parteien von den Sozialdemokraten bis zu den Deutschnationalen einig, nämlich in der Lastenverteilung aus dem Young- Plan. In seiner Kriegsunjchun erklärung von 1927 sprach Hindenburg von den reinen Händen: des deutschen Weltkriegsheeres und von dem Mangel jeder Eroberungsluft. Gibt es einen größeren Schwindel ( Ordnungsruf), eine größere Bertog enheit( Ordnungsruf) anBesichts der damaligen Annerionslust? Abg. Dr. Ehlmann( Dem.) polemistert gegen die Redner der Rechten Abg. Dr. Evetling( Dnt.): Die scharfe Kritif der Gegner an Hugenberg bemete nur seine große Bedeutung. Der letzte fritische Artikel des rwärts" wird noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Die Kritiker wünschen eine Diktatur Severings. Severing ist ein Fanatiker von Format, und seine Rede hat ein hohes Niveau gehabt, die Regierung hat aber die Weimarer Verfassung verlegt, und man sollte auch vor der verfassungsmäßig zugelassenen Minister. antlage in diesem Falle nicht zurückschreden. Im Kampf gegen Das Boltsbegehren hat die Regierung Waffen dem Ausland gereicht und vom Ausland genommen; das erstere, als Severing in einer Rede was der Vorwärts" unterschingen batfagte: Nichtannahme des Young- Plans bringe neue Besetzung und neue Inflation; das letztere durch das Verbot des„ Stahlhelm und der Verfolgung des Luisenbundes. Aus welchem Fonds ist die Betämpfung eines Teils der Staatsbürger bezahlt, 6. B. das Heßpictat gegen patriotische Deutsche mit der Unterschrift Streses manns Bermächtnis"? Wenn im alten Preußen ein Landrat mit feinem Titel einen Wahlaufruf unterschrieben hat, wurde die Wahl fassiert. Jezt aber werden alle Amtstitel zur Fälschung des Volksbegehrens mobilisiert, " das meinte Hugenberg mit dem Refuschieren. Man hat die Eintragungsfrist 3. T. so festgelegt, daß sich die LandFESTLICH KAUFEN FESTLICH SCHENKEN 乘 "" wirte nicht eintragen fonnten, man hat die Listen da und dort weit weniger als 14 Tage aufgelegt oder überhaupt feine Listen( stürmiRufe links: Wo?"). Das wird alles in einer Broschüre zusammen gestellt. Man hat Frauen gesagt, fie dürfen ihren Mädchennamen machen, um nicht dazusehen, sie dürften unter dem Namen dann diese Eintragungen für ungültig zu erklären. Auf Beschwerden sagte man unseren Leuten Ihr fed ja blödfinnig!"( Lebhafte Zustimmung lints.) Dazu tam der wirtschaftliche Terror gegen die Beteiligung.( Rufe links: Bom Terror der Gutsbesiger jagen Sie nichts!") In Curhaven ist eine Eintragungsliste in einer SPD.. Berfammlung verlesen und analysiert worden; Einzeichnungen von. Beamten wurden peröffentlicht.( Andauernde lebhafte Gegenrufe fints.) Der Reichskanzler hat burch falsche Information vom Reichspräsidenten eine Erklärung für die Kabinettsmitglieder ertrahiert und sie durch Indiskretion veröffentlicht. Ist der Verfassungsminister bereit, Wahlfreiheit gemäß der Verfassung zu fichern? e76 in Die Abstimmung. Auf Antrag Schult Bromberg( Dnat.) wird über ben§ 1 namentlich abgestimmt; er wird mit 318 gegen 82 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt. Abg. Dr. Frid( Nat. Soz.) beantragt, über die§§. 2 bis 5 ebenfalls namentlich abzustimmen. Abg. Effer( 3.) beantragt Bertagung, damit die rheinischen Abgeordneten rechtzeitig zur Befreiungsfeier erscheinen tönnen. Präsident Löbe bittet, die Sigung weiterzuführen, zumal das Haus so start bejezt ist, daß es auch nach Abreise der rheinischen Abgeordneten bestflußfähig bleibt. Abg. Effer( 3) zieht darauf seinen Antrag zurüd; man wäre, fagt er, mit dem Gesez schon zu Ende, wenn verschiedene überflüssige Reden unterblieben wären. Der Antrag Frid wird nicht genügend unterstüßt,§ 2 mit ge waltiger Mehrheit abgelehnt. Bum§ 3 polemisiert Abg. Dr. Breyer( Dnat.) gegen den scharfen Ton und den finanzpolitischen Inhalt der gestrigen Rede Dr. Curtius. Vermehrung der indirekten Steuern werde die Folge des Young- Plans sein, und Deutschland müßte die Noten der Reparationsbant in Gold einlösen, so daß man ihm seinen Goldbestand entziehen tönnte. Die Lebens haltung der Arbeiter muß unter dem Young- Blan schwer leiden, er steigert die Gefahr des Bosschewismus und ist ein unauslösch liches Dokument rücksichtslosen Bernichtungswillens. Der Antrag Frid auf namentliche Abstimmung wird jetzt aus. reichend unterstützt,§ 3 mit 312 gegen 80 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt Bum§ 4 erklärt Abg. Dr. Everling( Dnat.), daß nach inzwischen erhaltener Information der Reichstanzler Müller vom Reichspräfidenten ermächtigt mar, die Erklärung Hindenburgs zu veröffentlichen. Er, Everling, ziehe also feine vorhin erhobene Behauptung zurüd. § 4 wird in namentlicher Abstimmung mit 312 gegen 60 Stimmen abgelehnt. Die Nichtbeteiligung von zweiundzwanzig Rechtslern an dieser Abstimmung ruft Bewegung im Hause hervor. Einleitung und Ueberschrift des Gefeßentwurfs werden in namentlicher Abstimmung mit 310 gegen 78 bet vier Enthaltungen abgelehnt. Damit ist das Gefeß in zweiter Lesung erledigt. Präsident Cobe erklärt, er reiche es der Regierung zurüd, damit sie die Boltsabstimmung einleite. Die Anträge Frid( Nat.- Soz.) und West arp( Dnat.) gegen den Abstimmungstag am 22. Dezember werden abgelehnt, ebenso der von Graf Westarp gestellte Antrag, daß nur gewöhnliche Sonntage Wahltage sein dürfen. Montag, 3 Uhr: Auslieferungs-, Ge= nossenschaft, Berufsausbildung, Lichtspielgefeßz. Schluß 4 Uhr. Der Kampf um den Südpol. Wem foll er gehören? London, 30, November.( Eigenbericht.) Der alte Streit zwischen Großbritannien und Amerifa über den Belig der Südpolar Regionen ist in einem Notenwechsel neuerdings wieder aufgerollt worden, ohne daß eine Einigung herbeigeführt werden konnte. Die Vorgängerin der Arbeiterregierung, die Regierung Baldwin, hatte in einer Note an Washington die britische Souve ränität über das ganze Gebiet beansprucht. In der amerikanischen Antwort, die jetzt in London eingetroffen ist, wird von dem britischen Anspruch auf die Oberhoheit über diese Gebiete Kenntnis genommen, jedoch eine Entscheidung über die Frage selbst offen gelaffen. Großbritannien stüßt seinen Anspruch darauf, daß der größte Teil des antarktischen Kontinents von britischen Forschungsreisenden entdeckt worden ist. ( Gewerkschaftliches fiche 3..Beilage.) Berantwortlich für Politik: Dr. Curt Geyer: Wirtschafts G. Alingelhöfer; Lotales Gewerkschaftsbewegung: 3. Eteinez; feuilleton:... S., Döscher; und Sonstiges Frik Karftäbt: Anzeigen: Th. Glode: fämtlich in Berlin. Berlag: Vorwärts- Berlag G. m b. S., Berlin Druck: Borwätts- Buchbruderet und Berlaasanftalt Paul Singer u. Co.. Berlin E 68, Lindenftrake 3. Sieran 5 Beilagen, Unterhaltung und Biflen und Blid in hie Büderwelt. rosser Weihnachts- Verkauf! Grosser WOLLSTOFFE UND SEIDENSTOFFE DAMENWÄSCHE Wollmusselin vorzügliche Qualität, 135 aparte Druckmuster Mantel- Velours einfarbige, vorzügliche Winterqualität, reine Wolle, ca. 130/140 3.95 Crêpe Marocain reine Seide, schwere Qualität, schwarz und alle Modefarben, ca. 100 cm 6,90 Velours Chiffon Krefelder Seidensamt für das Ge.. sellschaftskleid, ca. 90 cm 975 3 SERIEN: DAMEN- KLEIDER Gus reinwollenen und reinse Serie 14,50 29Serie II en Stoffen Serie I 393 SERIEN: DAMEN- MANTEL aus englisch gemustertem Stoff, reinwollenem Rips oder Velours mit großem Pelzkragen, ganz auf Futter, z. T. auch mit Pelzmanschetten Serie 39Serie 11 49Serie 69TRIKOTAGEN UND STRUMPFE Unterzieh- Höschen für Damen, weiß oder rosa, fein gerippt, vorzügl. Qualität 0,95 Damen- Strümpfe 290 Wolle mit Seid. Kinder- Strümpfe Wolle platt, schwarz oder farbig, kräftige Qualität Größe 90 Größe 7-10 190 216 145 Herren- Beinkleider mit gerauhfor Rock. salte, Mittelgröße 2,90 Herren- Socken reinwoll. Jacqu, gute Qualität Taghemd Batist, mit Stickerel- Einsatz u. Handklöppel- Spitze garniert Nachthemd Batist Bubiform, mit Stickerel& Spitze Hemdhose 240 3.90 reinseid. Crêpe de Chine, 975 mit Spitze, bewährte Qualität KINDERKLEIDUNG Schulkleid aus kariertem Fantasie- Stoff, 4905 Länge 60 cm( Steigerung 0.50) Knaben- Pyjack marine Melton, warm gefüttert, m. Armstickerei( Steigerung 0.50). Größe 0 für ca. 2-3 Jahre 70° MUTTER! Eure Kinder spielen in der N.J.- KINDERSTUBEI WASCHESTOFFE Hemdentuch 80 cm Geschenkstück 10 Meter 450 175 Madapolam 80 cm Geschenkstück 10 Meter 550 Lakenkupon Haustuck, 140/220 em 275 Bettgarnitur Linon, 4,10m für 1 Deckbelt, 850 Kinder- PrinzeBröcke Kunstselde, mit gerauhter. Rückseite, vorzügliche Qualität, Größe 50 185 TISCH- UND HAUSWÄSCHE Küchenhandtuch grau- bunt gestreift, 65 dreiviertel Leinen, 45/100. Stubenhandtuch halbleinen Jacquard, 48/100 75 Frottierhandtuch 085 weib- bun t, 45/100 cm Damen- Taschentücher weiß Makobatist, mit Hohlsaum, 6 Stück Steppdecke Oberseite kunstseldener Damast, Unterseite einfarbiger Satin, 150/200 cm Daunendecke beiderseits einfarbiger Daunensatin, gute Daunenfüllung, 150/200 cm 095 1590 59.Einzelne Tischtücher 395 halbleinen Jacquard, 130/160 Einzelne Teedecken weiß, mit Indanthren Kanten 95 145 110 110 295 44.95 16645 Herren- Taschentücher weiß Mako, mit indenthren Kanten, 44 cm, 6 Stück im Karton Heizsonne mit Zuleitung, 1 Jahr Garantie 3,50 m für 2 Kissen, zusammen HERRENKLEIDUNG Winter- Ulster moderne Formen u. Muster, Stoff- oder Futtersattel Sakko- Anzug Cheviot, moderne blau graue Farben, 1 oder 2reihig Hausjoppe abgesetzter Kragen und Manschetten, 3 Agraffen, ab HAARFILZHUT 68.78.14.145 alle Modefarben und-Formen 845 945 4 Stück Lavendelseife und 1 Uhrenfiasche Lavendelwasser im Geschenk. karton, Zusammen 125 Besuchstasche aus Saffian- Mouton,' mit Seidenfutter, große Form, 59° 22 cm, moderne farben Damenliandschuhe aus Trikot, durchgehend worm gefüttert zwei Druckknöpfe 155 Umschlagschuh. Damon, reine Wolls mit Komelhaar, biegsame Filz- und Ledersohle, warm u.mollig Damenschirm Holbseide, 16teilig, beau 3.90 oder blau gestreift, 875 perte Griffe Servierkleid JUS schwarzem Satin, mit langen Armeln und weißer Rips- Garnitur Bedienungsschürze Linon mit Hohlsaum 90 4.⁹⁰ 085 Corselet rosa Dreil, seitlich zum Knöpfen, Rückenschnurung, mit 4 Haltern 375 HERRENWÄSCHE Oberhemd weiß, mit Popeline- Einsatz 3.95 farbig, aus Popeline, 590 mit passendem modernen Kragen Schlafanzug aus durchgewebtem Flanell. 7.90 Krawatte reine Seide, moderne breite Form 125 Hemden- Popeline 95 gute Qualität, ca. 80 cm breit IN JSRAEL BERLIN C2 SPANDAUER STRASSE KONIGSTRASSE Nr. 56346. Jahrgang Chirurgische Klinik. II. 1. Beilage des Vorwärts Charite Ja- es tommt sehr darauf an, von welchem Ende man die Charité auerft fennen lernt, und das ist wohl auch der Grund für die verschiedenen Urteile, die man über sie hören tann. Denn die nielen humbert Menschen, die, mit fleinen Liebesgaben bepadt, an jedem Mittwoch und Sonntag in die Charité strömen, kommen ja gar nicht alle bis zur Chirurgischen Klinit, die mit ihrem Glasvorbau für die Operationsfäle von außen einen so imponierenden und von innen einen so licht anheimeinden Eindruck macht. But noch, wenn fie ihren Besuch in der Medizinischen linit abzustatten haben; die besticht zwar nicht so, wie die chirurgische, es fehlen ihr die leuchtenden Farben, fie ift noch nach alter Anstaltsmanier" aufgemacht als ob ein Topf schön bunter Delfarbe fo viel mehr fostet, als ein Topf mißfarbiger! aber die Säle find hell und luftig, im Borraum steht eine schöne Marmor plaftit. Es fehlt taum mehr als ein bißchen Farbe, ein paar Blumen. Wie mag aber der Mutter zumute sein, die zum erstenmal ihr Kind befucht, das in einer der Infektionsbaraden" liegt. " Der Schandfled. direktor: gleich, geht es nicht, dann auf dem Wege durch das Ministerium; und hinter den Anforderungen der Wissenschaft müssen anscheinend die des persönlichen Behagens der Patienten manchmal zurückstehen. Daß auch dieses ein wichtiger Heilfaktor ist, scheint auch bei Wissenschaftlern noch nicht überall erkannt zu sein. Bielleicht steckt hier noch ein Stück der alten Feldscheer"= Tradition. Der Verwaltungsdirektor aber hat es um so schwerer, als er erst seit einem halben Jahre amtiert und sein Vorgänger, der fünfundzwanzig Jahre amtierte, in mancher Weise noch den Borkriegsstil" vertrat. Ueberhaupt ist dieser Borfriegsstif" in der Charité mohl noch in mancher Weise vertreten, auch in dem tom= plizierten Verwaltungsapparat, dessen Umständlich feit für den Laien eine rätselhafte Maschine iſt. Der Unterscheidungspiepmah. 39 -Noch eine andere Art von Traditionstompagnie gibt es in der Charité: Die Chariteschwestern. Der Laie wird sich wundern, wenn er hört, daß es im ganzen mur 168 Domen find. Nagroßen Krankenhaus versehen. Also hat man dazu noch Pflegetürlich können die nicht allein die ganzen Pflegeposten in diesem rinnen eingestellt. Die sind auf den ersten Blick gar nicht von ihnen zu unterscheiden, sie tragen bis auf die Haube und den Schürzenknopf dieselbe Kleidung, sie haben dieselbe pflegerische Ausbildung genossen- und dasselbe Krantenpflegeeramen gemacht oft Aber sie haben eins nicht: die alleinseligmachende Brosche gemug mit der„ Schwester" zusammen dieselbe Hörsaalbant gedrückt. mit dem Preußenaar, dem Traditionspiepmat, den bis zum Jahre lichen Charité" umgab. Diese Brosche aber dürfte an 1927 noch die Umschrift Schwesternschaft der Königfie der Wahl ihrer Eltern waren darum nicht verliehen werden, weil sie nicht vorsichtig genug in weil sie nur die Volksschule besucht hatten, wenn auch mit bestem Erfolg, so daß sie im Stande waren, genau die gleiche Krankenpflegeprüfung abzulegen, wie die Lyzealschülerinnen. Man tönnte über diesen kleinen Unterschied gern hinwegsehen und ihn mit einem Achselzucken abtun, um so mehr, als die materiellen Folgen dieser Angelegenheit nicht sehr groß find; aber der törichte Hochmut mancher der Schwestern geht so weit, daß sie die Patienten immer wieder darauf aufmert sam machen:„ Sie brauchen zu Fräulein X. nicht Schwester" sagen.fie ist nur Pflegerin fagen- fie ist nur Pflegerin mit dem Erfolg, daß die Pa tienten glauben, zum größten Teil von minderwertigem Warte personal versorgt zu werden und manchmal drum die Behandlung durch die Pflegerinnen abgelehnt haben. Daß dieser Zustand im Interesse der Patienten selbst untragbar ist und das Vertrauen der Batienten so untergräbt, daß die Heilungsbedingungen bei sensiblen Menschen äußerst verschlechtert werden können, haben nun wohl die fortschrittlicheren Aerzte eingesehen. In manchen Kliniken ist die Anrede„ Schwester" für die Pflegerinnen angeordnet, und der Betriebsrat bemüht sich, die Aufnahme in die Schwesternschaft in 3ufunft von der Frage der Schulbildung unabhängig zu machen. Aber die Berhandlungen darum gehen schon jahrelang, im Ministerium fcheint man die freie Bahn für den Tüchtigen immer noch nicht richtig angelegt zu haben, und so blieb vorläufig nur der Ausweg, im Einvernehmen zwischen Betriebsrat und Verwaltungsdirektor einige der schon lange Jahre in der Charité arbeitenden Pflegerinnen sozusagen als außerordentliche Anerkennung" zu Schwestern zu befördern", um mal durch die Praxis zu beweisen, daß der Unterschied wirklich nur in der Brosche mit dem Traditionspiepmaz steckt. Pflegepersonal, Betriebsrat, Verwaltung und die einsichtigen Aerzte sind damit zufrieden. Die Kommunisten haben min ausgefnobelt, daß das eine ganz raffinierte Art von Volksverrat ist! Sie schimpfen den Betriebsrat willfährige Kreatur der Unternehmer" und fordern auf, ihm den bekannten Fußtritt zu geben turz, sie verbrauchen für ihn ihr gesamtes Fachwörterbuch. Aber bisher scheinen sie in der Charité wenig Gegenliebe zu finden www t Sonntag, 1. Dezember 1929 Versinkende Isolierbaracke. ihre für beide Geschlechter getrennten großen Wartejäle voller Patienten. Wohl dem, der nicht gar zu sehr an Seele oder Körper leidet! Die schmutzig- gelblichen Bände bieten feinerlei Ablendung ( mie gut würde hier eine Aufhängung der bekannten bunten Platate, die wir in den Gesundheitshäusern und städtischen Fürsorgelernen! Zwar werden am Eingang Marten ausgehändigt, aber stellen bewundern, wirken!), und hier fann man warten durch sie wird nicht die Reihenfolge bestimmt, die richtet sich nach einer Einteilung, deren Prinzipien den Patienten unbekannt sind, später warten- vielleicht wird er jogar, ohne herangekommen zu und wer Pech hat, kann hier gern von 9 bis um 2 Uhr und noch Platz ist genug auf den weißgestrichenen Bänken, und davor liegt sein, wieder nach Hause geschickt. Immerhin- der Raum ist groß, ein großes Aufnahmezimmer, von dem aus erst die Kranken zur Untersuchung und Behandlung weitergeleitet werden. In anderen Polikliniken sieht's schlimmer aus. Da ist z. B. die Dermatologische Politlinit, auf Deutsch: die Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Bom Aufnahmezimmer der weiblichen Abteilung tommt man sofort in das Wartezimmer", das in der Mitte geteilt ist durch einen Vorhang. der aber nicht vollständig durchgezogen ist. Hinter dem Vorhang finden die Untersuchungen statt, jedes Wort ist zu hören, und es ist auch mehr zu sehen, als gerade erhebend wirkt. Da wird z. B. gerade eine Frau„ besichtigt", die auf dem Gesäß eine große, rote Flechte hat. Andere Behandlungen finden einfach in der„ Warteabteilung" statt. Einer alten Frau wird eine wunde Stelle unter der Brust eingerieben; sie muß dazu den Oberkörper völlig entblößen und läuft, wie der Arzt sagt, als„ Nackedei" längere Zeit im Warteraum und Vorzimmer umher, völlig verstört und sichtlich geniert, so entblößt vor so vielen Augen zu stehen. Gleich nach ihr kommt ein junges Mädchen dran, dem die Schwester im Warteraum die völlig mit einem borligen Ausschlag bedeckten Hände pudert. Ein Tischchen mit großen Salbentöpfen steht unmittelbar neben dem Fenster diese Art der Behandlung scheint hier Usus zu sein. Der Puder stäubt hoch auf, die nahefizenden Patienten können gern etwas abbekommen, die Stühle sind eng genug gestellt. Uebri gens sind sie feineswegs aus Metall, sondern gewöhnliche, mit Delfarbe gestrichene Küchenstühle aus Holz und das hier in einer Poliklinik, in der Geschlechtskrankheiten und Krätze zu den gewöhnlichsten Erscheinungen zählen. Rechts vom Eingang liegen die großen, neuen Gebäude, fints begrenzt den Hauptweg ein Bitter, hinter dem sich einige Gebäude ducken, die der unbefangene Besucher vielleicht als übel vernachTässigte Detonomiegebäude ansprechen würde. Aber bitte sehr: Das find die Infektionsbaraden! Schief stehen die Fenster, schief hängen die Türen, bei vielen hat sich der ganze Sockel so gesenkt, daß man sich unwillkürlich fragt, ob der Boden drin nicht ebenso schief liegt. Eine der Baraden ist schon von Kranten geräumt, und man wundert fich, daß in dieser Ruine überhaupt noch das Speisezimmer für die Edywestern, die in Seuchenpflege stehen, untergebracht ist, eine andere ist schon ganz abgerissen, von ihrem ehemaligen Dasein zeugt nur noch der Betonsockel: Die anderen windschiefen Buden aber find noch immer in Betrieb und sie sehen drin nicht gepflegter aus. Auch die Augenklinik", die noch ein Ueberbleibsel der„ alten" Charité ist, macht einen übel vernachlässigten Eindruck, und man ist entsetzt, daß diese Gebäude noch immer der Krankenbehandlung dienen. Schuld daran ist min freilich nicht der arme Verwaltungsdirektor. Der hat seinen festen Etat, mit dem er auskommen muß und mit dem er in einem normalen, neu durchgebauten Krankenhaus auch auskommen würde. Aber die Charité ist eben tein normales Krantenhaus; so wie sie früher der Ausbildung von Militärärzten diente, dient sie heute der Weiter bildung des ärztlichen Nachwuchses. Jede Klinik hat ihren eigenen Hörsaal und ihren eigenen ärztlichen Leiter, der immer eine medizinische Kapazität ist. Und hier liegt der Hafe im Pfeffer. Denn wenn es sich darum handelt, eine solche Leuchte der Wissenschaft für Berlin zu gewinnen, dann müssen auch alle Bedingungen, die Se. Prominenz stellt, erfüllt werden. Ausbau und innere Einrichtung seiner Klinit sollen mustergültig sein das frißt nicht nur etwa zur Verfügung gestellte außerordentliche Mittel, das geht auch dem armen Verwaltungsdirektor über sein normales Wirtschaftsgeld. Und mun stelle man sich vor, daß diesem bedauerns. noch ist kein einziger KPD.- Mann in den Betriebsrat gewählt ein Insthaus niedergebrannt, das von der Familie Pianka bewohnt werten Mann nicht nur eine Kapazität gegenübersteht, sondern daß über jeder klinik ein anderer Professor herrscht, der natürlich in berechtigtem wissenschaftlichen Egoismus für seine Klinik das menfchenmögliche herausschlagen möchte, geht es vom Berwaltungs *) Siehe auch Nr. 505 vom 27. Oktober. ! worden. Polikliniken. Was für die ganze Charité gilt, gilt auch für sie: die Poliklinik haust in dem ehrwürdigen Gebäude der Augentlinit, die medizinische Poliklinik, die erst 1916 in Betrieb genommen wurde, ist natürlich in ihren Räumen schon erheblich moderner. Täglich sind sei * Draußen auf der Luisenstraße, vor dem Tor der Charité, find inzwischen die Blumenfrauen und die Obstwagen aufgezogen, und wieder strömt Menschenvolt voller Hoffnung und Sorge in die Charité, ein jeder beladen mit einem kleinen„ Mitgebringe" von Blumen, von Liebe, von Freude. Vier Kinder verbrannt. Tragödie in einem oftpreußischen Insthaus. Am Freitag nachmittag ist in Flöften( kr. Goldap, Ostpreußen) wurde. Die Eltern hatten sich zur Arbeit begeben und ihre vier Kinder im Alter von bis 4 Jahren zu Hause gelassen. Wahrscheinlich haben die Kinder mit Streichhölzern gespielt und dadurch den Brand verursacht. Als man das Feuer bemerkte, stand das Gebäude bereits in hellen Flammen. Die Kinder fonnten nur als Ceichen geborgen werden. Praktisch Weihnachtsgabe! die Fertiges Oberbett Oberbettbezug Divandecke echt türkisch- rot oder lila, gold, blau. fraise In'ett, indanthren. 37.75 mit chines. Halbdaunen, 130 × 200 feinfädiger Linon, z. Knöpfen, 3.75 ca. 130 x 200 Kissenbezug, passend, ca. 80 x 80 1.45 Fertige Inlette Kissenbezug echt tür- rot oder graukisch- rot rot- rosa rot Oberbett 14.50 8.75 4.90 mit Fransen. Gobelinmuster, verschiedens Dessins, 4.75 Steppdecken Farben Satin doppelseitig, he diversen 10.75 kunstseidener Damast, Rückseite mit Languetten- Verzierung..1.25 einfarbiger Satin, mit Ziersticharbeit, 150x200 Kissen 3.95 2.50 1.55 Handtuch Daunendecke Ueberlaken guter Linon, mit 3 mal hand.75 gezogenen Hohlsäumen ver- 6.75 ziert, ca. 150x250 Kissenbezug, passend, zum Knöpfen, ca. 80x80 2.95 Bettlaken Dowlas, mit Hoh'saum verziert, ca. 142x220 3.25 Bettfedern 15.90 Metallbettstellen Begenform, mit Zugfedermatratze, 33 mm geschl. Stahlrohr, weiß oder schwarz, 90x190 17.50 dto. birkenartig oder nusbaum 18.50 lackiert 18.50 Messingbettstelle Bogenform, mit Zugfedermatratze 47.Kinder- Holzbettstelle Gerstenkorn, mit Jacquardkante, 46 x 100 78 Pf. prima franz. Daunenperkal, bunt gemustert, mit la Daunen 34reit Einlegeboder. 6.75 Frottierhandtuch weißer Kräuselstoff, mit far1.55 bigan Streifen, indanthrea. Sofa kissen 1.25 Kunstseide, in schönen Mustern von an weiß lackiert. Fabrik Garderobenschrank 90 cm breit, 2türig, mit Hutboden und Stange, bügeltief, weiß lackiert 52.Nachttisch' Nachttisch Platte 39 × 40 cm, Tür u. Schubkasten, weiß lackiert Ruhebett mit 35 Federa, bunter Bezug und Federkante 15.90 37.50 Prinzen- Str ECKE Sebastian- Str Lustige Bettfedern Gustav Graue Federn 95 Pf. Weiße Halbdaunen. 560 Weiße Federn. 230 Schleißfedern.... 19° Halbdaunen..420 Daunen... 575 Fertige Betten Wilmersdorfer Str 138 an der Bismarck- Str. Graurot Inlett Oberbett. 735 mit Unterbett 615 grauen Federn Kissen.26s Unterhaltung mit Ausländem. Zur Eröffnung der Sprachgemeinschaften im Köilnischen Gymnasium. Während der Sommerferien und auch nachher haben w,r mehr- fach auf das Unternehmen der Stadt Bertin hingewiesen, die im sogenannten„io�er scolaire" Schüler oberer Klassen unserer höheren Schulenzu Sprachgemeinschaften zusammengefaßt hat. Wir berichteten damals von den Er- folgen, die die Berliner Jungen mit ihrer Kenntnis von Sprache und Kultur des fremden Landes davontrugen, zumal da es ja der Stadt Berlin gelungen war, deutsch- französische Ferienschulen in Verbindung mit dein Ministermm auf französischem Boden, in Zloallon und St. Omer, zu gründen. Zu unserem, Ende August er- schicnenen Artikel„Schüler in Paris" geben wir der Hoffnung Aus- druck, daß die Bemühungen unserer städtischen Schulbehörden auch weiterhin von Erfolg begleitet sein werden, und wir ließen durch- blicken, daß der mit dem„loyer scolaire" verbunden« Schüleraustausch sich nicht nur aus Frankreich beschränken möge. Di« im In- teresse unserer modern zu erziehenden Jugend geäußerten Hoff- nungen scheinen in der Tat nicht zu kühn gewesen zu sein. Am vergangenen Mittwoch konnte die inzwischen ins Leben gerufen« deutsch-englische Sprachgemeinschaft im Köllnischen Gymnasium ihren Eröffnungsabend abhalten. Herr Studien- rat Dr. Ernst Schwarz ist auch im Winterhalbjahr wiederum von der Stadt mit der Organisation der oertchiedenen, inzwischen wesentlich vermehrten Sprachgruppen betraut worden. Unter dem Protektorat der Oberstudiendirektoren Dr. Bolle und Dr. Kawerau finden üch Schüler der verschiedensten höheren Schulen Berlins in dem zu diesem Zweck freundlich ausgestatteten Lesezinmier des Köllnischen Gymnasiums monatlich in einer Haupt- fitzung zusammen, um in gänzlich zwangloser Form, durch die Unterhaltung mit in Berlin wohnenden oder ge- rad« anwesenden Franzosen bzw. Engländern ein lebendiges Stück fremder Kultur in sich aufnehmen zu können. Di« Abend« der französischen Studiengemeiirschaften finden bei der hiesigen französischen Kolonie überaus reges Interesse. An allen Enüsnungsabenden sprach außer dem Organisator, Herrn Dr. Schwarz, der Lektor für romanisch« Sprachen, Herr Professor Jourdan. über Wesen und Zweck des„ko�er scolaire". Gemeinsam mit den Schülern suchte man die Jnteresienkreise der jungen Menschen zu erforschen, um sie nach kurzen Vorträgen zu Meinungsäußerungen und knappen Diskussionen in der Fremd- spräche anzuregen. Dabei bemühen sich zahlreiche Damen- und Herren der französischen Kolonie mit großer Lieb« und Hingabe an die edle Sache, die jungen Menschen für Sprache und ihnen naheliegende Kulturkreise Frankreichs zu begeistern. Es versteht sich von selbst, daß auch die sechs Austauschprofesioren, die für die Dauer eines Jahres verschiedenen Schulen zugeteilt sind, an diesen anregenden Abenden nicht fehlen. Französische und englisch« Zei- tungen liegen aus, um den Teilnehmern alles Wissenswert« aus der jüngsten Vergangenheit ihrer Länder zu vermitteln. Der oben erwähnte Erösfnungsabend der englischen Sprach- gemeinschast bot den Teilnehmern am letzten Mittwoch lieber- raschungen besonderer Art. Dr. Schwarz konnte als Leiter der Gruppe die Gattin des bei der Jugend so sehr beliebten Schriftstellers Jack London, Mrs. Charmion London, unter den an- wesenden ausländischen Damen und Herren begrüßen und ihr für ihr Erscheinen danken. Bereitwillig gab Mrs. London über alle an sie gerichteten Fragen, die sich naturgemäß aus das Leben und die Werk« ihres Mannes bezogen, Auskunft. Sie dankte mehrfach für das reg« Interesse der anwesenden Schüler, über deren ver- schiedenartig« Typen sie— wie sie sagte— außerordentlich überrascht war. Professor Hendricks von der Saltlak« University sprach zu Beginn des Abends über die amerikanische Jugend, über den Sport, vornehmlich über„koot-bair-Spiele. In kleineren Gruppen sah man die in Berlin lebenden Herren Professor Al vorjon- Salt- lake-Unioersity, Mr. Elmer A. Leslie, Mr. Clar'e, Shafer-Cam- bridg« in angeregter Diskussion mit unseren Schülern. Wie wir hören, wird auch der Lektor der hiesigen Umversitöt, Mr. Pender, sich künftig an den Gruppenabenden der deutsch-englischen Gemein- schaft beteiligen. Es ist kein Wunder, daß sich unser« Schüler an solchen zwanglosen Abenden wohl fühlen. Die.Neuen" unter ihnen versicherten immer wieder, daß sie sich das Zusammensein so schön und gemütlich nicht hätten träumen lassen. Manche unter ihnen konnten offenbar nicht fassen, daß ein von Schulbchärden einge- richteter Sprechgirkel m so selbstverständlicher, man kann wohl sogen geselliger Form, stattfinden könnte. Man sah, daß es ging, sehr gut sogar. Die zu diesen Abenden herangezogenen Pädagogen, die Herrn Dr. Schwarz assistieren, sind überzeugt davon, daß bei einer Arbeit dieser Art, einer Arbeit, die nicht nur sprachliche Werte. sondern vornehmlich auch Verständnis für das Kulturgut unserer Nachbarn erzielen soll, jeder.schulische" Zwang vom Hebel ist. Sie sehen die Zusammenkünfte als ein« Interessengemeinschaft junger, lernender Menschen an, die von dem, was andere ihnen an Gutem und Schönen bieten können, Nutzen ziehen wollen, einmal für die Verständigung all derer, die ein« Verständigung und Ge- meinschaft suchen, und weuerhin auch für die Bertiefung in die Eigenart und das Wesen der eigenen Nation. Geständnis Dr. Gutimanns. Er gibt zu, seine Frau erdrosselt zu haben. Seit Tagen sind die Staatsanwaltschaft und Berliner Kriminalbeamte beschäftigt, den Tod der Frau Dr.(Butt- inann in Schwedt a. d. Q. zu klären. Bekanntlich hatte die Lbduktion Guttinann erheblich belastet. Guttmann selbst bestritt in allen Verhören, seine Frau ermordet zu haben. Nach einem stundenlangen Verhör, das gestern von der Staatsanwaltschaft und Berliner Kriminal- bcamten im Amtsgericht Schwedt a. d. C. vorgenommen wurde, bestritt Guttmann zunächst jede Schuld, bis er schließlich ein Geständnis ablegte. Der Zahnarzt gestand, seine Frau im Schlafzimmer mit einem Handtuch erdrosselt zu haben. Nachden» er sich vom Tode seiner Frau überzeugt hatte, schleppte er den Leichnam vom Schlafzimmer nach der Badestube, hierbei ist er mit der Leiche über die dort stehende Leiter zu Fall gekommen, wodurch die Verletzungen am Kopf der Er- mordeten hervorgerufen wurden. Nach dem Geständnis ist Guttmann vollständig zusammengebrochen, so das? eine weitere Vernehmung auögeseht werden mußte. Weiter ist der Verdacht aufgetaucht, daß Dr. Guttmann an dem ebenfalls sehr plötzlichen Tobe seines Baters Schuld haben könnte. Der alt« Dr. Guttmann hatte eine Jagd in der Nähe von Bad Schönfließ gepachtet, wo er sich mich eine Jagdhütte erbauen ließ. Dort starb er plötzlich im Frühjahr vorigen Jahres, wie man damals annahm, an Herzschlag gerade während eines Be- fuches seines Sohnes. Voruntersuchung gegen Wächter Schulz Wegen Mordes an Hilde Zäpernick. Getrennt von dem verfahren wegen vlotfchande an seiner Tochter wird jeht gegen den Vauwächter Richard Schulz die Voruntersuchung wegen VI o r d e s an der kleinen Hilde Zäpernick eröffnet werden. Bisher fies erst ein Ermittlungsverfahren. Auf Grund der in dem Verfahren wegen Blutschande zutage getretenen Tatsachen hat sich nunmehr die Staatsanwaltschaft entschlosien, die Boruntersuchung der Mordaffäre zu beantragen. Es wird eine sehp umfangreiche Beweisaufnahme nötig werden, da nicht nur die Zeugen, di« die Keine Zäpernick und Schulz am Tage der Tat gefchen und beobachtet haben, zu vernehmen sind, sondern es wird auch nötig sein, die gesamten Arbetter, die auf dem Bau beschäftigt waren, und deren Zahl über 150 beträgt, eingehend zu hören, um ihr Alibi genau festzustellen. Die Arbeiter sind zwar schon m dem früheren Verfahren gegen Schulz vernommen worden, der Untersuchungsrichter wird aber nochmals ihr Alibi nachprüfen imissen. Voraussichtlich wird auch«in neuer Lokaltermin statt- finden. Allerdings sind durch die inzwischen erfolgte Fertigstellung des Baues die Oertlichkeiten völlig verändert. Die Anklage gegen Schulz wegen Blutschande wird voraussichtlich getrennt vor dem Schöffengericht Bcrlin-Lichtenberg stattfinden. Trotz des Ge- ständnisies des Angeklagten ist die Anklage noch nicht erhoben worden, da Schulz erst auf seinen Geisteszustand untersucht werden soll. Der Rechtsanwall des Wächters Schulz hat beantragt, den bekannten Psychoanalytiker Hugo Staub zuzuziehen, �der auch im Langanki-Prazeß als Sachverständiger aufgetteten ist. Lugendlicher Räuber festgenommen. Wie wir vor wenigen Tagen berichteten würbe di« Haus- hälterin Frau W i ch« r t in der Wohnung Bayreuther Straße 10 von zwei Burschen überfallen und erheblich verletzt. Die beiden Täter hatten ein« fingierte Rechnung über Maurer- arbeiten vorgezeigt. Als Frau W. sich weigerte, den Rechnungs- betrag zu begleichen, sielen di« beiden über die Wehrlose her und schlugen sie nieder. Die Kriminalpolizei ermittelte gestern einen der Täter. Es ist ein 20 Jahr« alter Maurer Karl Matthias, der sich wohnungs- und arbeitslos umhertreibt. Er legt« auch nach fewaZA Sie war müde, träumte vor sich hin, dachte vielleicht an Amerika— die anderen standen vom Tisch auf, hantierten; sie saß nun allein in Gedanken für sich. Ohne daß sie darauf merkte, kam eine Pflegerin vom Nachtdienst herein; sie holte von einem Schränkchen die Spiritusflasche, um den Behälter unter dem Kessel zu füllen.— In diesem Moment schoß ein dicker blaugelber Strahl auf Christine zu— die Pflegerin kreischt auf— Christine will entweichen, unter den Tisch— schon zu spät— sie brennt— das Hemd schlägt in Flammen — sie ist wie ein schlanker brennender Baum. Alles rennt weg, kreischt, jagt durch die Flure.„Christine brennt!" Die Aerzte erwachen. Stimmen rufen Christine zu, die herum in der Stube jagt, verzweifelt versuchend, an ihrem Körper zu löschen.—„Wirf dich hin, Christine!— Auf den Boden! — Wälz dich herum!"— Die Stimmen kommen durch den Brand an ihr Ohr, sie tut es, stürzt sich zur Erde, sie wälzt sich— dann liegt sie still. Niemand nähert sich ihr; niemand kommt, um mit Decken das Brennen zu ersticken. Christine brennt: sie liegt still. Ein wohles Gefühl umhüllt ihr Be- mußtsein: Nun ist alles aus, nun kommt Ruhe und Schlafen, nun Schmerzlosigkeit. Ihre Lider ruhen. Aber dann ist es wieder Schmerz. Und: Wirf dich herum!— Herum!— Wälz dich umher!— Christine!— hört sie von fern durch den Schmerz. Sie wälzt sich, schreit, brüllt. Und Decken fallen. Die Aerzt« sind da. Christine ist still In das Schweigen, das durch sie selber entsteht, hört sie die Stimme des Arztes reden. Er ordnet an—„für den Fall, daß sie über zwei Stunden noch lebt."—„Ich— ie— e— beee!" brüllt Christine—„ich— lebe— ich— wer— de— le— den — ho— hohhh—" Der Schmerz, ja der Schmerz. Sie brüllt und hört nicht zu brüllen auf. Der Leib ist ein Brand, ein einziger Brand!—„Ich brä— hon— ne!" brüllt Christine, „ich brenne!" seiner Derhastung ein Geständnis ab. Sein Helfershelfer soll ein junger Bursche sein, den er nur unter dem Spitznamen „Hann e" kennen will. Matthias hatte seinerzeit in der Wohnung des Wohnungsinhabers einen Wandgeldschrank eingemauert und da- bei die Oertlichkeit kennen gelernt. 20 Opfer eines Hauseinsturzes. Unter den Trümmern zweier Mietshäuser in Marseille. In den Morgenstunde» de» Sonnabend ereignete sich in Marseille in der Rue d'Endoume ein furchtbares Einskurz. unglück. Zwei dreistöckige Miethäuser, die von elwa 40 Personen bewohak waren, stürzten plötzlich zusammen. Laute Schreckens- und hilseruse drangen au» den Trümmern, unter denen schätzungsweise 20 Menschen verschüttet waren, und zwar zumeist Frauen und Kinder, da sich die Männer bereits an ihre Arbeitsstätten begeben hatten. Polizei, Feuerwehr und Militär nahmen sosort die Rettungearbeilen ans. Um 10 Uhr vormittags war es bereits gelungen, zwei Tote und sechs verwundete freizulegen. Dann mußten trotz der sürchter- lichen hitsernse die Rettungsarbelten unterbrochen werden, um die noch stehenden Mauerreste zu stützen. Die erste Leiche, die geborgen wurde, war die einer sechzig- jährigen Frau, deren Mann sich unter den Schwerverletzten befindet. Der Schädel der Frau war völlig zertrümmert. In ihrer erstarrten Hand hiett(ie noch«ine Zahnbürste fest»mklamniert. Die drohende Gefahr war von einem Hausbewohner bemerkt worden, als er auf seinen, Wege zur Arbeit die Treppe hinunterging und lautes Krachen vernahm. Er schlug sofort Alarm, doch glaubte nie» mond an die nahe bevorstehende Katastrophe. Der bettesiende Be- wohirer hatte gerade noch Zeit, seine Frau in Sicherheit zu bringen, als der Einsturz erfolgte. Schon vor drei Tagen hatten die Mieter der beiden Häuser gemeinsam Klage über den schlechten Zustand d«r Häuser erhoben. Die Dorwürfe der Oesfentlichkeit richten sich sowohl gegen di« Hausbesitzer wie gegen das leichtsinnige Verhalten der Gemeindeverwattung. Bestrafte Schwarzhörer. In den Monaten Jull bis September 1929 sind wegen nicht genehmigter Errichtung oder nicht genehmigten Betriebs von Funk- anlagen 217 Personen rechtskräftig verurteilt war- den, gegenüber 177 im gleichen Zeitraum des Vorjahres und 238 in den Monaten April bis Juni 1929. Abgesehen von der Einziehung des vorgefundenen Funkgeräts ist zum Teil aus recht empfind- l i ch e Strafen(Geldstrafe bis 190 M., in einem Falle zwei Wochen Gefängnis) erkannt worden. Unter den Verurteilten befinden sich neun, die wegen Beihilfe oder Mittäterschaft verurteilt wurden. Ein« Person wurde wegen Pfandoerschleppung mit einer zusätzlichen Strafe von 20 M. belegt. So wurde die Schönheit der jungen Christine durch den sinnlosen Zufall in Fetzen zerrissen; ihr Gesicht hatte noch am wenigsten Wunden davon, aber schon der Hals und die Brust, ach die Brust. Sie log da und konnte kein Wort mehr reden, denn ihre Kehle war überschrien, sie war mit feuchten Tüchern umwickelt, und die Haut wurde schwarz und löste sich los. War sie nicht noch immer ein biegsamer Stamm? Aber die Soldaten, die noch gestern hinter ihr hersehen mußten, kümmerten sich heute nicht mehr um sie, und der junge Blonde, mit hoher Stirn, der stundenlang zu ihr hin- übergestarrt hatte, wenn sie etwa lesend am Fenster gesessen, schrieb jetzt Gedichte an sonst irgendwen und rauchte seine Pfeife dabei. Der Krieg geht weiter, er ist noch immer nicht aus; Christine erhält von ihren Eltern keine Nachricht, kein Wort. Christine liegt da und kann nicht mehr sprechen, so ist ihre Kehle von Schmerz überschrien. Später schreibt sie einen Brief an Esther, und Esther antwortet gleich aus der Haupt- ftadt; aber kommen kann Esther Rubin nun nicht, um Christine Gast zu besuchen. Ob sie ihre Schwester Magda veranlassen solle, nach der kleinen Stadt zu Christine zu reisen?— Nein nein, nickt Magda— was soll Magda bei ihr? Christine hat Sehnsucht nach Esther Rubin, weil sie Freundinnen waren und sich ihr« verschwiegenen Wünsche und Gedanken sagen konnten. Der leitende Arzt hat Christine Gast versprochen, den Posten, den sie so lange gehabt, nach ihrer Heilung ihr wieder- zugeben.— Aber nun ist Christine geheilt und steht auf. sie ist blaß und im Gesicht auch ein wenig narbig, aber ihr Ge- ficht ist noch immer schon. Der blonde Soldat mit der hohen Stirn ist längst fort; dafür sind andere da, die sehen Christine an. Aber ihren Posten kann sie nicht wieder haben, denn der Posten ist inzwischen besetzt. Im Bureau gibt man ihr ihre Papiere, und sie sagt kein Wort und wird nur etwas blasser. Sie reist nach Kiel und arbeitet dort auf der Werft. Das war andere Arbeit als die Pflege von Kranken, war aber auch n'cht schlecht. Denn man lebte, man aß und trank — man verdiente Geld. Eines Tages rät ihr eine Arbeiterin, eine schöne kräftige Frau in den vierziger Iahren, die be- merkt hat. mit welch weißen Händen Christine gekommen ist, sich wieder nach einer Stellung in ihrem reckten Beruf umzutun. Und sie kennt ein Lazarett, auch ein Irrenhaus, das noch Personal gebrauchen kann. So wird Christine noch einmal Pflegerin. Und der Sommer ist da. Und weil es Sommer'.st. will sie Urlaub haben, denn sie will nach Berlin, um Efther Rubin wiederzusehen. Sie schreiben einander immer noch Briefe, denn sie halten beide dafür, daß Freund- schaft unabhängig vom Ort und nicht zu übertragen sei. Und der Direktor bewilligt ihr Urlaub— zwei Tage. Christine fragt ihn:„Sie sind wohl verrückt? Zwei Tage Sommer- urlaub? O, danke!" Sie packt ihre Sachen und reist davon. Aber nicht nach der Hauptstadt— sie reist nach Köln, in Köln braucht man Arbeiterinnen, hat sie erfahren, zur Er- zeugung von Munition. Auch das war anders als die Pflege von Kranken, war aber auch nicht schlecht, denn man lebte— man aß und trank, man verdiente Geld. Mit den Arbeite- rinnen verstand sie sich gut; die schweigsamen, stillen achtete sie, den flattrigen sah sie zu aus der Ferne. Sie tat alles, was in ihrer Lage zu tun das Vernünftige war; sie richtete sich dabei nach dem Beispiel der anderen— sie scheute vor keinem Wechsel zurück, sie ließ das Leben gehen und gmg mit dem Leben, ganz selbstverständlich folgte sie nach, ohne Frage wohin und Schritt für Schritt. Da zerriß die Spannung über der Welt: der Krieg war zu Ende. Durch die Straßen der Stadt zogen singende Scharen, aber ohne Regimentsmusik, und die Lieder, die zum Anfang des Krieges vereinzelt erklungen waren, drangen jetzt wie Hochflut in die Fenster der Häuser hinein Das geschah hier und geschah überall, auch in den Straßen der kleinen norddentschen Stadt. Die Menschen gingen neben- einander, und sie sagten ernst, mit einem ganz leisen ver- schwiegenen Glück in der Stimme: Um diese Stu'.den haben wir lange Jahrzehnte erduldet, ertragen, gelitten, gekämpft. Alles fing von neuem an. Man hätte die Zeitrechnung mit diesem Jahre wieder begmnen können. Dies war das Jahr eins. Alle Gedanken von vorgestern, alle Ideen und Ideale der Vergangenheit lagen auf dem Schutthaufenplatz vor den Städten und warteten, daß man sie davonkarren würde. Durch alle Türen kam frische Luft, und das Jammern der Greise von vorgestern stieg, ungehört, und dann wurde es leiser. Izder sah sich um nach dem neuen Platz, auf den er gehörte— der Druck der untergehenden Welt hob wie am Hebel die neue herauf. Und in diesem W'rrwarr von Leben und Sterben stand Christine vor den Türen der Munit'onsfabrik. die der Friede mit menschlichen Händen verschloß. Christine besaß das Geld für die Reise nach Berlin— aber picht für einen Tag mehr darüber, zu leben.(Fortsetzung folgt.) Gerüstabsturz in Wilmersdorf. Zwei Bauarbeiter schwer verletzt. Auf einem Wohnhausneubau in der Nassauischen Straße 41 in Wilmersdorf ereignete fich gestern nachmittag ein folgenschwerer Gerüstabsturz, bei dem zwei Bauarbeiter verunglüdten. Etwa in der Höhe des vierten Stowerts waren zwei Arbeiter, der 22jährige Kurt Berner aus der Meineckestr. 23 in Charlottenburg und der 28jährige Walter Wiesener aus der Kesselstr. 21, auf einem Hängegerüst mit Maurerarbeiten beschäftigt. Die Belastung war aber zu starf, so daß ein Teil des Mauerwerks, an dem das Gerüst befestigt war, zusammenstürzte. Das Gerüst riß die Arbeiter mit in die Tiefe. Beide stürzten auf das Pappdach eines Geräteschuppens, das durch den heftigen Aufprall glatt durchschlagen wurde, und die Abgestürzten blieben im Innern des Schuppens fchwer verlegt liegen. Sflarets auch Steuerschieber. Finanzbeamter mußte falsche Unterlagen anfertigen. Wie vor einiger Zeit gemeldet, mußte fich die Staats-| Betrug eröffnet worden. Die Stlarets, die hierzu vernommen Gebrüder Stlaret beschäftigen, nachdem sich herausgestellt beamten irgendwelche Zuwendungen gegeben zu haben. anwaltschaft auch mit den Steuererklärungen der worden sind, bestreiten getreu ihrer bisherigen Taktik, dem Finanzhatte, daß die Bücher der KBG. in sehr geschickter Weise ge- apino) fälscht waren. Wie jetzt ermittelt worden ist, haben die drei Brüder auch den Staat um gewaltige Steuersummen betrogen, da fie zum Beispiel für das Jahr 1928 nur einen Gesamtumsatz von 1,8 Millionen Mark angegeben hatten, während ihr wirklicher Umsatz etwa dreimal so groß gewesen sein dürfte. me for per billion blooms in denen beste Feuerwehr und Rettungsamt erschienen alsbald mit mehreren Wagen an der Unfallstelle, um die Verletzten fortzubringen. Sie fanden im Wilmersdorfer Krankenhaus in der Achenbachstraße Aufnahme. d Aus der Arbeit der weltlichen Schule. Eine Ausstellung in der Dieſtelmeyerstraße. Noch keine drei Jahre ist es her, daß in Berlin- Nordost in der Diestelmeyerstraße die weltliche Schule eine Stätte für ihre Arbeit fand. Ist es nicht gewagt, daß sie dort schon jetzt an die Deffentlichfeit mit einer Ausstellung tritt, die zeigen will, wie man in der weltlichen Schule arbeitet? Wer die Ausstellung im Schulhause der Diestelmeŋerstraße besucht, kann sich davon über zeugen, daß das Wagnis durchaus gelungen ist. Das Kind zur schaffenden Arbeit zu erziehen, ist eine der Aufgaben der neuen Schule. Mit freudiger Ueberraschung sieht man in der Ausstellung, wie die Schule den natürlichen Schaffenstrieb der Kinder anzuregen und zu entwickeln vermocht hat. Zeichnungen, Modellierarbeiten, Basteleien, Nadelarbeiten( der Mädchen), auch dem Erdkundeunterricht Arbeiten aus Dem Schreibunterricht, aus dem Deutschunterricht, aus bt legen Zeugnis ab von der Freude und Liebe, mit der die Kinder das alles geschaffen haben. Man beachte besonders die Abteilung, die in Arbeiten der Kinder uns Berlin als die Stadt der Arbeit zeigt. Bei der Eröffnungsfeier am Sonnabend wies Rettor Guder darauf hin, daß die Oeffentlichteit noch viel zu wenig von der Arbeit der Schule und besonders der weltlichen Schule weiß. Die Ausstellung will aber nicht nur die Elternschaft hierüber aufklären, sondern auch wieder die Arbeit der Schule befruchten. Die Kinder selber wirften in der Feier mit und verschönten sie durch gymnastische und deklamatorische Darbietungen. Unter den Gästen waren Magistratsschulrat Kreuziget, Bürgermeister Wiel15. Stadtrat Bench, Stadtverordneter John und viele andere in der Bezirksverwaltung und im Schulwesen tätige Persönlichkeiten. Die Ausstellung wurde ham er afi net und fand fofort fehr ſtarten Befud. Sie bleibt noch geöffnet am Sonntag von 10 bis 12 und von 17 bis 21 Uhr, am Montag von 17 bis 21 Uhr. Allen Eltern und allen Freunden der Schu.e fei der Besuch empfohlen. Die Stlarefs haben ihre Steueraufstellungen ebenso wie die Führung der Wechselbücher und die Ausstellung von Schecks nicht ihren Angestellten, nicht einmal dem Buchhalter Lehmann über lassen, der doch sonst in ihre Betrügereien eingeweiht war, sondern diese in Frage kommenden Konten in Geheimbüchern selbst geführt. Staatsanwaltschaftsrat Dr. Weißenberg hatte nun seit längerer Zeit den beim Finanzamt mitte tätigen Diplom aufmann 2. vernommen, der, wie die Angestellten der G. ausjagten, die Bücher der Firma in" Drömung" hielt, Dabei hat sich jetzt ergeben, daß C., um die Fälschungen der Hauptbücher gewußt und daß ihm auch bekannt gewesen ist, daß die Stlarets falsche Unterlagen für die Stadtbant angefertigt haben. 2. hat, soweit sich bisher ermitteln ließ, für seine Tätigkeit von den Stlarets monatlich einen Betrag von rund 400 Mark erhalten und diese Beträge faft zwei Jahre lang eingesteckt. Aus diesem Grunde ist gegen ihn jetzt von der Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen passiver Bestechung und wegen Beihilfe zum Strauß- Abend der Schupomufifer. Teilung der Gflaret- Untersuchung. beiden letzten Wochen so erhebliche Fortschritte gemacht, daß der Rern des ganzen Falles, der Betrug an der Berliner Stadtbant nahezu klargestellt erscheint. Die Voruntersuchung in der Sklaret- Affäre hat in den Schon im Verlauf des Ermittlungsverfahrens hatte es sich jedoch gezeigt, daß die ganze Affäre Sklaret sich in einem Prozeß taum werde durchführen lassen, da die beiden Komplexe, Betrug an der Stadtbank und Bestechung von Beamten es ratsam erscheinen lassen, das ganze Verfahren zu zerlegen. Es wird daher zunächst der wichtigere Fall, nämlich der Betrug an der Berliner Stadtbant, durchgeführt. Die Bernehmungen der in Frage tommenden Personen, die bei dem Bantbetrug eine Rolle spielen, sind jetzt zum großen Teil abgefchloffen, und es ist damit zu rechnen, daß eventuell ſchon Mitte Dezember die Boruntersuchung hier. über endgültig abgeschlossen werden kann. Die Anklageerhebung gegen die drei Brüder Stlaret wäre dann bereits Anfang Januar möglich und es wäre weiter denkbar, daß noch im Februar der erste große Stlaret- Prozeß stattfinden könnte. Dagegen wind es noch geraume Zeit dauern, bis die übrigen Fälle, die sich meist auf attive und passive Beamtenbestechung, auf Bergehen im Amt usw. beziehen, in der Vorunter| suchung flargestellt sein werden. und Menschen, in Wenn es wirklich noch eines Beweises der Bopularität für die Schuposinfoniker bedurft hätte, dann hat ihn der Strauß- Abend in der Hochschule für Musik voll und ganz erbracht. Bis auf das letzte Bläßchen war der große Raum gefüllt und die Walzer weisen Wiens riffen das Publikum zu stürmischer Begeisterung hin. Zwei Stunden vergaß man alles Schwere des Tages und gab sich der sorglosen, leichtbeschwingten Beana Musi hin. Die ganze Straußsche Dynastie, dieses gottbegnadete Musikergeschlecht, war im Programm vertreten. Man hörte„ fesche Geister", einen Walzer von Eduard Strauß, dem Senior, von Strauß- Bater( Josef) den prächtigen Dorfschwalben- Walzer", den Cita Lau mit perlenden Koloraturen wirkungsvollſt ausschmückte; von Johann Strauß, dem Walzerkönig, spielte das Orchester die Ouvertüren zu Zigeunerbaron" und ,, Waldmeister" und eine Reihe seiner unvergeßlichen Balzer, darunter| „ An der schönen blauen Donau“ und„ Frühlingsstimmen", beide wiederum von der Solistin des Abends, Cita Lau, meisterhaft illustriert. Mit Berve und Schmiß, mit schmeichelndem Bogenstrich liels das prachtvolle Orcheſter all die bekannten Weisen, wohl mit das stärkste Bindeglied deutschösterreichischer Sympathie, ertönen. Hildebrand, der Dirigent, holte sich mit seinen Getreuen nicht endenwollenden Beifallsjubel. " Die Ehetragödie in Kanlsdorf. Die Tagung der Gewerbelehrer. Zu unseren Mitteilungen über die Chetragödie in der Köpe Forderungen zur Ausbildungsreform. Auf der diesjährigen Tagung der deutschen Gewerbe lehrer, die am Freitag in der Reffource stattfand, stand die Reform der Ausbildung für die Gewerbelehrer im Mittelpunkt der Diskussion. Es wurde die Forderung aufgestellt, die Ausbildung der Gewerbelehrer derjenigen der Handelslehrer anzugleichen. Es sei gerade für den Gewerbelehrer, der die werftätige Jugend aus. zubilden habe, eine Hochschulausbildung nicht zu entbehren. Die Dauer des Studiums solle auf sechs Semester festgelegt werden. Zu diesem Zwede müsse die Zulassungsbedingung des Reifezeugniffes für die Universität fallen. Ein Vertreter der Butab wies in der Diskussion darauf hin, daß mit der Durchführung dieser Reformvorschläge das Berechtigungsunwesen noch weitere Blüten treiben würde. Unter diefer Ausbildungsreform würden zweifellos gerade die Anwärter zum Gewerbelehrer zu leiden haben, die aus der Praris des Wirt. schaftslebens fämen. ce.o Die kommunisten veranstalteten gestern abend aus Anlaß des mit großem Tamtam aufgezogenen Erwerbslosentongresses eine Kundgebung auf dem Bülowplay. Bereits beim Anmarsch zur Kundgebung kam es an der Kottbusser Brücke zu Zusammenstößen. Am Wasserturm wurde aus dem Zug heraus auf politische Gegner eingeschlagen. Darauf löfte die Polizei den etwa 1000 Mann starten Zug auf und verhaftete einige der Teilnehmer. 19botobni nider Straße 89 in Raulsdorf werden wir um folgende ergänzende Angaben ersucht: Der Maschinenmeister Georg Reibe, der gleich zeitig Oberbrandmeister bei der freiwilligen Feuerwehr der Ortschaft war, hatte nach einer Trauerfeier mit acht Kameraden der freiwilligen Feuerwehr ein Restaurant in Biesdorf aufgesucht Dies Beisammensein war nur von sehr furzer Dauer. Reibe, der Maschinenmeister in den Wasserwerken ist, mußte sich schon nach furzer Zeit wieder in seinen Dienst begeben. Somit fällt schon da durch die erste Annahme, daß Reibe im Altohoirausch mit seiner Frau in einen Streit geraten ist, völlig zusammen Zahlreiche Feuerwehrkameraden bestätigen weiter mit größter Bestimmtheit, daß Reibe, der später von seiner Frau erstochen wurde, die Gastwirt Reibe, ber Es wird nun Aufgabe schaft völlig nüchtern verlassen hat. der Polizei sein, zu ermitteln, wie es zu dem verhängnisvollen Streit gekommen ist, in dessen Verlauf Reibe von seiner Frau den tödlichen Stich in die Halsschlagader erhielt. in bie Ein Schügling der Kommunisten. beilungen über den Empfang erfolgen durch die Rote Hitfe." Dieser sogenannte„ politische Gefangene hieß Billy Gurtasch Macht zum 29, November in der Naungſtraße in power betruntenem Zustande nicht weniger als sechs Personen durch Revolverschüsse schwer verlegte, weil der Wirt sich weigerte, dem Trunkenbold Bier auszuschenten. So sehen die Schüßlinge der Kommunisten aus! Vielleicht wird die Rote Hilfe schon jetzt Vorbereitungen treffen, um Herrn Gurkasch würdig zu empfangen, wenn er die Strafe wegen Körperverlegtung an sechs unschuldigen Menschen abgebüßt haben wird. sechs unschuldigen Menschen abgebüßt haben wird. Werbeabend der Buchdrucker. u- bol Straße, einen wohlgelungenen Wer be a ben, läe, Telomer Der Die Lehrlingsabteilung des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer gab in den Kammerfälen, Teltower der von Lehrlingen, Eltern und Gästen außerordentlich gut besucht war. Gauvorsitzende, Genosse Braun, hob in seiner Begrüßungsar prade hervor, daß der Buchdruckerverband an der Schaffung der Lehrlingsordnung mitgewirkt habe, weil auch die Lehrlinge vor Ausbeutung geschüßt sein müßten. Dieser Abend folle zur Pflege der Kollegialität und Solidarität beitragen. Unter Mitwirkung der Tanzschule Betty 3abetom wurde Gutenbergs Kunst wirtungsvoll dargestellt. Theo Maret rezitierte u. a. mahnend und ergreifend ,, Nie wieder Krieg" Ferner trugen ernste und heitere Abends bei. Die Lehrlingsabteilung der Berliner Buchdrucker hat durch diese von starter gewerkschaftlicher Zusammengehörigkeit zeugende Veranstaltung neue Anhänger und neue Förderer gezeugende Beranstaltung neue Anhänger und neue Förderer ge. bmodisdo geſangliche und muſikaliſche Darbietungen zum guten Gelingen bes wonnen. Theater- Abend im Wilmersdorfer Stadthaus. Im Rahmen der Kunste abende des Boltsbildungsamts Wilmersdorf findet am Donnerstag, dem 5. Dezember, 20 Uhr( 8 Uhr abends) im Feitsaale des Stadt bauses, Staserallee 1-12( nabe Bahnhof Boo) ein Theater- Abend statt. Zur Aufführung gelangt Die Logenbrüder", Schwant in 3 Atten von Carl Lauis und Euri Straag. Einzelfarten zu 1,50 und 1, Mil. nut an der Abendkasse. banners Im Rahmen eines Winterfestes des Drtsvereins Stegliz des Reichs. Schwarz Rot- Gold wird Reichstagsabgeordneter Scheidemann am 7. Dezember d. J. in den Lichterfelder Festjälen, Lichterfelde, Zehlendorfer Str. 5, eine Ansprache halten. Einen öfterreichischen Abend veranstaltet das Boltsbildungsamt Arensberg am Freitag, dem 6. Dezember, 20 Uhr, im Friedrich- Realgymnafium, Mitten walder Str 37. Für den Abend wurden verpflichtet: Genia Guszalewicz( Ge fang, Staatsoper). Grete Eweler( Violine), Dr. Erich Fortner( Rezitation), Dr. Feliz Günther( Klavier), Sans Kraus( Cello). Der Eintrittspreis be trägt für Mitglieder der Kunstgemeinde und Jugendliche 0.50 W., für Gäfte 0,80 M. Eintrittskarten sind im Volksbildungsamt Kreuzberg, Gitschiner Straße 44-48, Rimmer 34, erhältlich. Am 20. Juli hat ein kommunistisches Morgenblatt sich über Mißhandlungen an einem politischen Gefangenen" im Tegeler Gefängnis aufgeregt. Von den Mißhandlungen ist nichts erwiesen. Es handelt sich zudem nicht um einen politischen Gefangenen, sondern um einen Menschen, der wegen Körperverlegung ember, 20 Uhr, im großen Gaal des Gewerkschaftsbauſes eine öffentliche Cine öffentliche Werbeversammlung des Sturmvogel"," Der Sturmvogel", Flugverband der Werktätigen e. B., veranstaltet am Dienstag, dem 3. De Werbeversammlung. Thema: Was bedeutet die Luftfahrt für bie werttätige Be völkerung? Referent: Walther Binder, Leiter der Luftfahrtabteilung im Deut schen Verkehrsbund. Anschließend Lichtbildvorführungen sowie Verlosung von 3u 9 Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Der umstrittene Vorfall spielte sich furz vor der Entlassung des Sträflings ab. Im„ Berlin am Morgen" stand:" Nähere Mit Luftreifen und Freifliegen an Mitglieber( einschließlich der neueintretenden). Eintritt frei! Auch Ihnen wird die Weihnachts- Ausstellung gefallen! E Geschmackvolle Packungen für jede Art Kleider aus Seide, Wolle, Baumwolle. Zwanglose Qualitäten nur bei T a STOFFE CORDS kauft man afferorts Besichtigung zur bequemen Wahl. Auch Krawatten, Handschuhe, Damenwäsche, Morgenröcke, Strickwaren, Socken, Strümpfe, Schals und Cachenez. DAS HAUS DER GUTEN QUALITATEN BERLIN W8, LEIPZIGER STRASSE 33-35, ECKE CHARLOTTENSTRASSE od WERTHEIM Leipziger Str.( Versand- Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz Welt und Mode WertheimMagasin Nr. 3 ist erschienen, Preis 20 Pt. Portofreie Zusendung nach Eingang von 35 Pf. in allen. Lyon- Schnittmuster 4 Geschäften 3 billige Dezember Cage Kleiderstoffe Sport- Flanell mod. Streifen 0.48 Meter Kleiderschotten doppeltbr. 1.05 Welliné für Morgenröcke, ca. 1.95 140 cm breit 4 Meter Woll- Natté viele Modefarben, 2.20 Meter Wolle mit Tissus- cravate Kunstsd., 4.35 aparte Kleiderneuheit, ca. 100 cm, Mtr. Mantel- Ottomane reine Wolle schwarz u. blau, ca. 140 cm breit, Meter Seide u. Samt Crêpe de Chine Kunstseide viele Farben, doppeltbreit, Meter Moiré- Kunstseide 5.90 1.95 ca. 90 cm breit, Meter 3.40 Marocain bedruckt Kunstseide doppeltbreit, Meter reine 3.75 4.90 Crêpe- Georgette Seide Waschsamt gekopert, ca. 70 cm 1.90 breit .. Meter Damencord bedruckt, neue Muster,' Meter 2.50 Herren- Artike! weiß, gemusterter Jacquard- Popeline- Einsatz 4.40 Oberhemd Oberhemd farbig gestreift Popeline, mit Ersatzmanschetten 5.40 Oberhemd weiß gestreift Popeline 7.90 mit Seidenglanz, Ersatzmanschetten Nachthemd mit Umlegekrag. oder halsfrei, farbige Borte und Tasche 4.40 Schlafanzug einf. Popeline, 10.25 mit farbigem Besatz u. Verschnürung Selbstbinder 1.70 reine Seide 2.90 Herrenhut Haarfilz.... 7.90 Gummiband, Hosenträger mit Lederpatten 1.25 Wollwaren Damen- Strickkleid modern gemustert 24.00 Blusenschoner für Damen, reine Wolle 2.45 Damen- Pullover Jacquard 8.75 Herren- Pullover muster ohne Kragen, meliert gemustert Trikotagen Damen- Schlüpfer 6.75 gestreift, weiches Futter, Mittelgröße 1.60 Hemdhose für Damen, 1 u. 1 gerippt, weiß Mako mit angeschnitt. od. Bandachsel, Mittelgr. Unterziehhöschen 1.95 sür Damen, fein gerippt 0.65 Unterbeinkleid f. Herren wollgemischt, Mittelgröße 1.65 Unterbeinkleid t. Herren Trikot, mit angewebt. Futter, Mittelgr. 2.80 Einsatzhemd für Herren, weiß, gemustert. Einsatz, 3 Größen 1.75 Wäschestoffe Makotuch ägyptische Baum- 72 Pt. wolle... Meter Köperbarchent gerauht, Meter 60 Pt. Hemdentuch 3- Meter- Kupon 130 Madapolam 185 3- Meter- Kupon" Weißwaren Bindekragen Ottomane, garniert 95 Pt. Garnitur Kragen u. Manschett., Crêpe de Chine, gerade Form 160 Crêpe de ChineSchal ca. 50x150 cm, mod. 575 Handdruckmuster Cachenez Crêpe de Chine 675 ca. 90x90 cm, neue Farbenstellungen.. Spitzen Wäschespitzen Bretonne u. Valenciennes, ca. 3 cm br. ca. 6 cm br. Meter 22 Pt. 30 Pf. Kleiderspitzen Kunstseide, viele Farben Breite ca. 15 20 60 cm 110 170 3M Seidentüll viele Farben, ca. 100 175 cm breit... Meter Tischzeuge Tischtuch gebleicht Jacquard, 375 Größe 130/165 Serviette dazu passend Größe 55 55 Tischfuch 68 Pt. Reinleinen Jacquard, 5.90 halb geklärt, 130/160 Serviette dazu passend Größe 60/60 95 P. Künstlerdecke Kreppeewebe, farbig bedruckt, indanihren 525 130/160 für Handschuhe Damen Strick- Handschuhe 0.90 Schweden imit., mit mod. Man- 1.40 Wildleder schetten, gelb u. farb. imit., Doppelstoff, 1.65 gelb u. farbig, mit Zierstich, 2 Druckk. u. Trikot Schweden imit., 2 Druck- 1.90 knöpfe, warm. Flauschfutt. Waschleder- Stepper 2. Perlmutterknöpfe, gelb u. weiß 3.90 Nappastepper Ziegenleder 5.90 und mit Manschetten Kinderkleidung Kinderkleid Hängerform, Waschsamt, 2.50 Länge 40 bis 60, Länge 40 Jede weitere Größe 30 Pf. mehr Mädchenkleid wollgemischter 4.25 Schotten, Länge 50-85 cm, Länge 50 Jede weitere Größe 30 Pf. mehr Jugendl. Kleid bedruckt od. einfarbiger 8.90 Waschsamt, mit Glocke, Größe 38-42 Jugendl. Kleid reinwoll. Ripspopeline, Glockenform, Gr. 38-42 10.75 Knabenkleidung Flanellbluse kariert, Sportform m. Gummi- 2.90 zug, für ca. 2-8 Jahre, für ca. 2 Jahre Jede weitere Größe 50 Pt. mehr Waschsamt, mit Spielanzug weißer Garnitur, 5.20 Länge 40 bis 55, Länge 40 Jede weiteren 5 cm 50 Pf. menr Schlafanzug gemusterter Perkal, mit Verschnürung, Größe 1 bis 6, Größe 1 Jede weitere Größe 30 Pf. mehr 2.90 Sporthemd gestreifter Flanell, 1.35 Lge. 45-95, Lge. 45 Jede weiteren 5 cm 25 Pl. mehr Knabenhose dunkel gemust. 0.95 f. ca. 2-14J., f. 2J. Jede weitere Größe 20 Pt. mehr Damenwäsche mit Stickerei, Taghemd verschiedene Muster 1.30 Taghemd mit Stickerei 1.90 und Spitze Nachthemd dazu passend dazu passend 2.85 Nachthemd mit Stickerei u. 3.90 3.00 Motiv, lg. Aermel Complet farbig Kunstseide. Charmeuse Schlüpfer farbig Kunstseide, 2.25 Pyjama farbig Flanell Strumpfwaren Damenstrümpfe 5.75 Bemberg Adlerseide, Goldstempel 2.25 Damenstrümpfe reine Wolle 1.85 2.75 Damenstrümpfe Wolle, mit Kunstseide plattiert 2.75 Unterziehstrümpfe Strumpf- Gamaschen reine Wolle oder Kunstseidentrikot Herrensocken Jacquard, 1.25 3.75 reine Wolle 1.75 Vom 2. bis 4. Dezember Handarbeiten Handtaschenplatte bemalt, in schönen 75 Pt. Dessins.. Kissen weiß, gezeichnet, 135 Halbl., mit Rückwand Kissen gezeichn., m. Rück- 85 Pt. wand, schw., farbig Creasdecke weiß, gezeichnet, 80 cm, rund u. eckig Samtkissen 175 schwarz, mit Rück- 2.50 wand, schön bemalt Schürzen Jumperschürze Krettonne oder Satin 145 Jumperschürze Satin- Bordüre 235 Jumperschürze 350 Satin 175 Berufskittel Gummiweiß 350 schürze 55 Pt. Taschentücher Hohlsaumtücher weiß Batist, für Damen f. Herren 18 Pt. 27 P. 45 Pt. Damentücher weiß, gestickte Ecke, 3 Stück im Karton 105 Kindertücher gestickte Ecke, 3 S.ück im Karton 80 Pt. Bettwäsche Deckbettbezüge 375 475 550 Kissenbezüge dazu passend 120 140 145 Dimiti- Garnitur 1 Deckbett u. 2 Kissen 11 50 1575 Laken Gr. 130/200 140/210 160/250 250 325 650 Nr. 563 46. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Berlin und die Beratungsstelle. Wird der 60 Millionen- Kredit genehmigt? Sonntag, 1. Dezember 1929 1 Die Beratungsstelle wird über den 15- Millionen- Dollarkredit| solche Erleichterung der Berliner Zinsverpflichtungen durch risiertes( genehmigtes, aber noch nicht begebenes) Aktienkapital auf der Stadt Berlin jetzt zu entscheiden haben. Der Antrag auf Ge- treuzen fönnen? nehmigung ist gestellt. Amerita ist zur Gewährung der Anleihe bereit. Der deutsche Kreditim Ausland kann von neuem verbessert werden. Wird bie Beratungsstelle das verhindern? Die Zinsbedingungen sind für heutige Verhältnisse mit magimai 8,6 Proz. günstig. Deutschland erhält relativ billiges Ra. pital. Der Geldmarkt wird, da furzfristige Banffredite abgelöst werden, entsprechend erleichtert. Die Privatbanken müffen fich über die Erhöhung der Liquidität freuen. Wird die Beratungsstelle fich gegen eine Kreditverbesserung Deutschlands im Ausland und gegen eine Berbefferung der Bantenliquidität erklären? Berlin wird 8,6 Proz. für den Kredit zahlen. Die für später vorgesehene langfristige Anleihe wird wahrscheinlich noch billiger werden. Die deutschen Städte zahlen für deutsche turzfristige Kredite zwischen 11 und 14 Prozent. Wird die Beratungsstelle eine Die deu schen Städte haben mit ihrem Entschluß, die kurz fristige Berschuldung zu fonfolidieren, der deutschen Wirtschaft im ganzen einen großen Dienst geleistet. Berlin konsolidiert einen Teil seiner kurzfristigen Schuld durch eine Anleihe einmal billiger, als das mit deutschem Geld möglich wäre, sodann ohne einschränkende Wirkung für Bauaufträge, nach denen die ganze Wirtschaft schreit. Wird die Beratungsstelle sich dem ent. gegenstellen wollen? Der Berliner Auslandskredit öffnet Deutschland wieder den ausländischen Kapitalmartt, nachdem acht Monate ausländische Kapital fperre Deutschland in seiner Aufwärtsentwidlung fehr gehemmt haben. Wird die Beratungsstelle vor der aus neuen Auslandskrediten zu erreichenden Wirtschaftsbelebung die Augen verfchließen? な Die Beratungsstelle hat das Wort. Wachsende Philips- Elektromacht. Philips- Konzern macht Geitensprünge im Glühlampenfartell Der holländische Philips Konzern, dessen Einflüsse sich auch in Deutschland immer stärker bemerkbar machen, holt zu neuen starten Schlägen aus. Die Gesellschaft erhöhte dieser Tage ihr autoden Stand von 250 Millionen holländische Gulden; man erinnere sich daran, daß Philips erst zwei Jahre vor dem Kriege gewandelt worden war; noch Ende 1927 betrug ihr Stamm- und in eine Aktiengesellschaft mit nur 6 Millionen Gulden um= Borzugsaktienkapital nur 29 millionen Gulden. Natürlich werden die konkreten Absichten, die mit dieser neuen finanziellen Rüstung verknüpft sind, nicht mitgeteilt. Doch hörte man schon vor einigen Wochen von einem engeren Zusammengehen zwischen Philips und der größten französischen Elettrofirma ThomsonHouston. Ein zwar nicht allzu fostspieliger, aber doch sehr wichtiger Schlag ist die Beseitigung des Wettbewerbs mit der Splen dor Gesellschaft. Diese Splendor- Gesellschaft bereitete dem internationalen Glühlampenfartell in der letzten Zeit eine immer heftigere Konkurrenz. Sie wurde 1916 gegründet, besaß urprünglich feine erhebliche Konkurrenzfraft, wurde jedoch später finanziell von führenden Personen des Jurgens- MargarineKonzerns unterstützt. Sie blieb 1924 außerhalb des Genfer Glüh lampenfartells, war hinsichtlich ihrer Berkaufspreise an feine Kartellbildung gefnüpft, baute ihre Anlagen aus und stellte z. B. Mitte dieses Jahres wöchentlich etwa 170 000 Glühlampen her. Spefulationsprofit garantiert. Betreidehändler Herr Lehmann iſt, einer von den fünf an der Wochen die bisherigen Hauptaktionäre gezwungen, dieſes Intereſſe Was der Handel von der Bolipolitit erwartet. Gegen das von der Reichsregierung vor wenigen Tagen be fchloffene Agrarprogramm läuft der Handel Sturmteineswegs natürlich aus Eigennut, sondern weil ihm die Not der Landwirt schaft so am Herzen liegt! Zu dieser Ansicht muß man fommen. wenn man in den letzten Tagen die Fachblätter der Getreidehändler durchlieft. das ganze Agrarprogramm der Regierung wieder einmal der Getreidehandelsgesellschaft so verdienten" Männer. Der Getreide handel hat es ja gelernt, auf Kosten des Reichs Geschäfte zu machen, folange die Getreidehandelsgesellschaft nicht einer scharfen Ueber wachung unterstellt war. Derselbe Herr Lehmann war seinerzeit bei der Diskussion über die Dietrichsche Preisausgleichgebühr mit Begeisterung für dieses Projekt eingetreten damals sollten allerdings die Einfuhrscheine entsprechend den Zöllen gleitend gestaltet werden, was einer Garantie auf mühelose Profite des Getreidehandels gleichgefommen wäre. Damals hat Herr Lehmann auch die Ansicht vertreten, daß durch Hebung der Getreidepreise teine entscheidende Verbesserung der Notlage der Landwirtschaft zu erwarten sei. Erst jeßt, nachdem dem Handel durch stabile Fest fetzung des Einfuhrscheins die so freudig erhofften Spekulations. profite genommen werden sollen, ist Lehmann entschiedener Gegner diefes Projettes geworden. Erst jeẞt hat er sein Herz für die Landwirtschaft entdeckt. Besonders unannehmbar erscheint dem Handel die stabile Fest legung des Einfuhrscheins, die eine unerläßliche Voraus fegung für Berhinderung unsinnigster Spetulationsgeschäfte durch den Handel darstellt. Wird nämlich der Einfuhrschein beim Uebergang vom starren zum Gleitzollsystem entsprechend den Zöllen eben falls gleitend festgefeßt, so hat der Handel die Möglichkeit, am Tage vor dem Infrafttreten höherer 3ölle und Einfuhrscheine große Mengen ins Inland einzuführen, um sie am nächsten Tage nach Er höhung der Zölle und der Einfuhrscheine ohne irgendwelche Mühe mit enormen Gewinnen aus den gesteigerten Exportprämien wieder auszuführen. Die ohnehin großen Einfuhrscheinverlufte des Reichsziger Brühjahrsmesse 1930 wird zum erstenmal eine polnische Aus müßten sich ins Ungemessene steigern. Es ist nicht ohne Reiz festzustellen, daß einer der Hauptegitatoren gegen die ftabile Festsetzung der Einfuhrscheine und damit QQ O, Nachtigall, id hör dir loofen. Polen zum erstenmal auf der Leipziger Messe. Auf der Leipstellung vorhanden sein, die vom staatlichen Institut für polnische ausfuhr in Warschau ausgeht. Zur Ausstellung gelangen neben Landeserzeugnissen auch Erzeugnisse der Fertigwarenindustrie. Mandel ?-! So läßt sich ein Kauf bei uns trefflich ausdrücken. Zuerst zweifelnde Frage, wenn der Preis genannt wird: ,, Ist denn das möglich?" Dann helle Freude dar über, so schöne, moderne Kleidung so billig kaufen zu können. Schöne, elegante Kleidung zu tragen, ist sicherlich auch Ihr Wunsch. ist wirklich leicht zu erfüllen. Machen Sie's wie ungezählte kluge Frauen, die für wenig Geld immer modern und fesch aussehen 2350 Jugendlich- fescher. Ottoman- Mantel; eleganter großer Schalkragen, hohe Stulpen aus Pelzimitation; ganz auf Futter Hüte 3750 Vornehm- eleganter Ottoman- Mantel mit mo derner flotter Pelzausstat tung: ganz auf gutem, 2- gestepptem Futter Die elegante Filzglocke: Woll- Soleil mit Krinol. zwischensatz, Krinolrand wink 590 E GEHEN SIE Nachdruck von Wort und Bild verboten Durch verfehlte Spekulationen sahen sich jedoch in den letzten mit möglichst viel Nußen wieder abzustoßen. Mit Philips wurde erfolgreich verhandelt. Offenbar ist eine Art Interessengemeinschaft zustandegekommen, und es ist wohl auch sicher, daß sich die Philips die Mehrheit des Splendor- Aftientapitals gesichert hat. Die Preise der Splendor- Radiolampen sind bereits um 20 Broz. gestiegen. Interessant ist aber, daß der Splendor. Philips- Vertrag zur Grundlage haben soll, daß die SplendorFabriten außerhalb des Internationalen Glüh lampenfartells verbleiben müssen. Philips selbst ist je doch gemeinsam mit der Osram- Gesellschaft führendes Glied dieses Kartells. Er ist an alle Abmachungen, insbesondere an die Märkteaufteilung diess Kartells gebunden. Sollte die Splendor von Philips fontrolliert werden, aber außerhalb des Kartells verbleiben, so hat es Philips in der Hand, gleichzeitig auch Antikartellpolitik zu betreiben. Da diese Meldungen bisher noch von feiner Seite dementiert worden sind, kann man darauf gespannt sein, wie die Kartellfreunde von Philips diesen Seitensprung beantworten werden. zember eine außerordentliche Mitgliederversammlung nach Berlin Der Reichsverband der Deutschen Industrie hat für den 12. Deeinberufen, in der eine am 2. Dezember der Deffentlichkeit zu übergebende Denkschrift zur Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik besprochen werden soll. Kleider Apartes Kleid aus gutem Popelin; reiche ajours. Tressenstickerei, auch 1975 am Crêpe- de- Chine- Kragen. Marine u. Modefarb 2750 Elegantes Crêpe- Marocco- Kleid mit Biesenbor düre u. dem neuen perlenbestickten Kragen aus doppelt. Crêpe de Chine ZU Königstraße 33 Am Bahnhof Alexanderplatz Chausseestr.113 Oranienstr.40 Beim Stettiner Bahnhof Am Oranienplatz C& A BRENNINKMEYER 120 Die obigen Angebote stehen Ihnen ab Montag zur Verfügung!-Schriftliche Bestellungen können nicht berücksichtigt werden! Kluge Zieden— dumme Talen Lndusiriezötle in Massen— Abwehr schädlicher Wirtschastspolitik Die Sozialdemokrat� hak eine neue Hochflut von Industrie zollwünschen abgewehrt. Die Reichsregierung will aber einen Alumiuiumzoll einführen und die Schuhzölle erhöhen. Der Reichstag sollte beides als unzweckmäßig und überflüssig ab- lehnen. Zirotzdem in den Debatten zur Repräsentationsfrage immer wieder von allen Vertretern der Wirtschaft hervorgehoben worden ist. wie unbedingt Deutschland auf eine Förderung des in- dustriellen Exportes angewiesen ist, und wie sehr Deutsch- land deshalb am internationalen Abbau der mdustviellen Schutzzölle in der gegenwärtigen Lag« interessiert ist, trotzdem aus den gleichen Gründen sich die Vertreter Deutschlands in Genf an die Spitze der Bewegung gestellt haben, die darauf hinzielt, wenigstens weitere Zollerhöhungen für einige Jahre aus- zuschließen— trotz alledem geht der Sturm der Interessenten einzelner Jndustriegruppen in Deutschland in der Richtung neuer Zollerhöhungen lustig weiter. Man hat den Eindruck, als ob diese Jnteressentengruppen, denen auch manche Regierungsstellen geneigt waren. Gehör zu schenken, den Plan des Genfer Zollsriedens dahin verstehen, daß nun vor seinem Eintritt alle noch einmal kräftig die Zollmauern erhöhen, und daß Deutschland dabei in der Welt voran- gehen sollte. Nur so ist es zu erklären, daß bei der V o r b e r e i- tung der Zolloorloge, die den Reichstag in nächster Zeit beschäftigen wird, selbst von feiten des Reichswirtschaftsmimsteriums, das doch seinerseits gewiß schon manche Wünsche aus der Industrie gestrichen hat, noch ein recht langer Wunschzettel für in- dustrielle Zollerhöhungen übrig geblieben ist. Do sollten erhöht werden: die Sunstfeidenzölle, die kammgarv- zölle, die Zölle für Vaumwollgespinsle, für Wollgarne. Leinen- garn und Hanfgarn, für Touwaren und Mauersteine, für Ambosse, Schrauben. Drahtselle, für vampsmaschmen, für Motor- fahrräder und Automobile, und zwar zum Teil recht kräftig. Um eine Vorstellung von dem Gewicht dieser Zollpläne zu geben, sei auf den Automobilzoll als Beispiel hingewiesen. Der Automobilzoll war für Personenwagen im Jahre 1S2S auf 225 M. pro Doppelzentner festgesetzt worden, und um bei diesem außerordentlich hohen Satz den Charakter als Erziehungsschutz zu sichern, war' die Senkung dieses Zolles in Stufen innerhalb drei Iahren bis auf 75 M. im Zolltarif festgelegt. Dieser 7S-Mark.Zoll ist seit dem 1. Juli 1S28 in Geltung, und er bedeutet immer noch schätzungsweise im Durchschnitt eine Zollbetastung von 28 Proz. des Wertes der eingeführten Wagen. Hier wollte man nun nichts weniger als die Wiederheraufsetzung des Zollsatzes fast bis auf den Ausgangspunkt vom Jahre 1925 unter Beseitigung der damals vorgesehenen Degression Man muß sich also darüber im klaren sein— trotz aller schönen Worte von der Notwendigkeit der Exportförderung und vom Streben nach internationalem Zollfrieden sind starke Gruppen- interessen in der Industrie lebendig, die zunächst einmal für sich die Hachschutzzollpolitik versechten, und die ihre Sonderinteresien höher stellen als das gesamtwirtschaftliche Interesse an Exportförderung und hohem industriellen Beschäftigungsgrad. Es ist ein unzweifelhafter Erfolg der Teilnahme an der RegZerungskoalikron. daß die große Masse dieser Zollplän«, auch soweit sie vorbereitend überraschenderweise von dem damaligen Reichswirsichaftsminister Dr. Eurtius unterstützt worden sind, im Kabinett zu Fall gebracht worden sind, und daß die Zolltarifvorlag« der Regierung neben den bekannten Neuerungen in der Konstruktion der Agrarzölle auf in- dustrlellem Gebiet nur noch zwei Zollerhöhungen vor» schlägt, und zwar die Einführung eines Aluminiumzolles für den Zeitpunkt, in dem die auf Grund eines Einfuhrverbotes bisher ge- regelte Aluminium einfuhr entsprechend den Genfer Berein- barungen in Fortfall kommt, und die Erhöhung für eine Reihe von Schuhzöllen. Wix halten auch diese beiden industriellen Zoll- erhöhungen für überflüssig, wenn nicht schädlich. Wer wir müssen anerkennen, daß es bei der gegebenen politischen Lage wohl das Vichtigste ist. mit allem Nachdruck zu verhüten, daß die weitgreife». den Zollerhöhungspläne, die von den Jnteressentengruppen natürlich auch nach der Ablehnung durch die Reichsregierung weiter verfolgt werden, im Reichstag wieder zu neuem Leben erwachen. Man braucht kein prinzipieller Freihändler zu sein, um zu verstehen, daß mit einer Politik, die in klugen Reden darlegt, worum wir den Zollabbau erstreben müssen, die aber in dummen Taten die eigenen Zölle immer weiter erhöhen will, die Besserung der deutschen Wirtschaftslage nicht erreicht werden kann. Eine überflüssige Zollerhöhung. Auch die beiden vorgeschlagenen Zollerhöhungen sollte man besser bleiben lassen. Was die Schuhzölle anbelangt, so glaubte die Reichsregierung in ihrer Vortage einen: Beschluß des Reichs- tages vom 25. Juni 1929 folgen zu müssen. Dieser Beschluß ist gegen die sozialdemokratische Fraktion zustande gekommen, die in Uebereinstimmung mit der Gewerkschaft der Schuharbeiter nachdrück- sich darauf hingewiesen hat, daß es ganz falsch ist anzunehmen, daß die Wte der deutschen Schuhindustrie auf mangelndem Zollschutz be- ruhen. Inzwischen hat sich auch im Laufe dieses Jahres die deutsche Schuhaußenhandelsbilonz grundlegend verändert. Die Gesamtein- fuhr an Lederschuhen ist gegenüber 1928 stark gesunken, die Ausfuhr ist wesentlich gestiegen. Es betrug: 1928 1929 Januar— Oktoier die Gesamteinfuhr a Lederschuhen 4257099 Paar 2996999 Paar der Export an Lederschuhen... 2964999. 2279999, Gegenüber dem starten Einfuhrüberschuß von 1928 finden wir also für die ersten drei Vierteljahre 1929 bereits einen Ausfuhr- Überschuß! Die gefürchtet« Einfuhr von Data-Schuhen, die den Hauptgrund für den zollerhöhungsfreundlichen Beschluß der Reichs- tagsmehrheit war, ist also stark zurückgegangen, die Ausfuhr ist stark gestiegen. Die Preise sind auf Grund von Rationalisierungen in der Produktion und im Absatz gesunken, und damit hat sich der Beschäftigungsgrad der Schuhindustrie gebessert, wenn er auch, was nicht geleugnet werden soll, immer noch unbefriedigend ist. Es ist em F e h l e r der Begründung des Regierungsentwurfes, daß sie im Dezcinber 1929 ihre handelsstatistischen Betrachtungen mit dem Jahre 1928 enden läßt und den Umschwung, der in diesem Jahr« eingetreten ist, gar nicht berücksichtigt. Allerdings ist eben dieser Umschwung kein Argument für die Zollerhöhung, sondern ein Argument gegen die Zollerhöhung. Den Interessen der Schuh- industri« selbst und den Interessen der Schuhverbraucher wäre besser gedient, wenn der Reichstag die geplante Schuh- zollerhöhung beseitigen würde, als wenn er bei der Der- kennung der Sachlage, auf der sein Beschluß vom Juni, beruht«, beharren würde. Die Sozialdemokratie wird bei der De- batt« um diesen Zoll nur ihren Kampf in der gleichen Richtung fori- zusetzen haben, wie sie ihn im Sommer geführt hat. Es wirb ihr dabei zugute kommen, daß die bisherige Entwicklung in einem beinahe überraschenden Maße ihre Poraussagen bestätigt Hot. Ein unzweckmäßiger Prävealivzoll. Di« Smführung des Aluminiumzolles bei der Aufhebung des Einfuhrverbotes»trd wesentlich begründet mit der Befürchtung eines amerikanischen Dumpings, das aber bisher nicht existiert, fon- dern erst in Zukunft einmal auftauchen tönm«. Die Einführung des Zolles soll hier mit einer Sicherung gegen Preiser- höhungen verbunden sein, und st« soll wohl auch der Erleicht«- rung des Quatenkampfes bei der Erneuerung des internationalen Kartell? dienen. Man kann über die Zweckmäßigkeit eines gewissen Zollschutzes für Aluminium an sich verschiedener Meinung sein. grundsätzlich sit aber das Perfahren abzulehnen. Zölle im Hinblick auf künftig mögliche, aber keineswegs sichere Konkurrsnzgefahren einzuführen. Die erste und wichtigste Etappe im Wwehrkampf gegen die Pläne der Hochschutzzöllner ist innerhalb der Regierung mit Erfolg erreicht worden. Im Reichstag wird der zweite Teil des Abwehr- kampfes zu führen sein. Bauernschaft gegen Grüne Front. Getreidepolitik darf Äauernpolitik nicht zurückdrängen. Di« deutsche Bauernschaft ist heute die wichtigste Organisation. idi« in Deutschland rein bäuerliche Interessen vertritt. Sie hat in zweitägigen Beratungen einige Entschließungen angenommen, aus denen eine starke Unzufriedenheit mit der heutigen Führung der sogenannten grünen Front spricht, in der der Land- bund und das Großagrariertum immer noch führend sind. Die erste Entschließung der Deutschen Bauernfchast erkennt die Zweckmäßigkeit der sogenannten Grünen Front an. Sie wendet sich aber scharf gegen den Mißbrauch der in der Grünen Front geschaffenen wirtschaftspolitischen Macht. „Das Vertrauen in den Erfolg dieser Zusammenfassung der Kräfte muß beeinträchtigt werden, wenn— wie dies durch Landbundstellen geschieht— diese Arbeit staatspolitisch mißbraucht und für agitatorische und parteipolitische Selbstzwecke in Anspruch ge- nommen wird. Die Deutsche Bauernschaft erhebt gegen diese, jede organisatorische Arbeit gefährdende einseitige Ausnützung bexeit- williger Zusammenarbeit entschieden st«n Einspruch. Sie muß den beteiligten Kreisen die Berantwortung für die daraus ent- stehende Störung gemeinsamer Arbeit in der deutschen Landwirt- schast überlassen.� Wenn man diese vorsichtig abgefaßte Erklärung richtig zu lesen versteht, dann kracht es in dem Gebälk der Grünen Front bereits sehr fühlbar. Wir sind freilich der Meipung. daß die Deutsche Bauernschaft leider s« l b st daran schuld ist, daß sie sich heute vom Landbund betrogen fühlt, denn Bauer und Groß- agrarier tasseu sich nun einmal nicht in ein wirtschaftspolitisches Gespann zusammenkoppeln. Die zweite Entschließung fordert, daß die deutsch-polni» schen Verhandlungen nicht abgeschlosien werden dürfen, be- vor die kürzlich veröffentlichte Regierungsvortage über die neuen Maßnahmen zum Schutz« der Landwirtschaft ihre Erledigung gefunden haben. Wir halten diese Forderung für verständlich, soweit sie der allgemeinen Stimmung und auch der Hetze gegen die deutsch- polnischen Verhandlungen Rechnung trägt. Wir halten sie aber nicht für berechtigt, da der beabsichtigte klein« Handels. vertrag mit Polen gerade alle jene für die Landwirtschaft wichtigen Zugeständnisie an Polen noch nicht bringt, die ein g r o ß e r Handelsvertrag, um den Deutschland doch nicht herumkommt, sofort ge- bracht hätte. Die dritte Entschließung richtet sich besonders scharf gegen die konservative Politik des Landbundes und sagt, daß ein nur auf die Erhaltung des Bestehenden abzielendes Programm den Interessen der Bauern nichtgenügen könne. Mehr als bis- her müssen die verantwortlichen Stellen praktische Ausbüdirngs- arbeit für die Bauern leisten. Aerstärkt« Siedlungsarbeit, besonders für die Anliegersiedlung, ein Dauerpachtrecht für die Pächter, der handelspolitische Schutz der intensiven Stallwirtschaft seien Aufgaben von besonderer Dringlichkeit. Die zur Hebung der Getre depcoise beschlossenen Maßnahmen dürfen die Verbesserung der bäuerlich.'» Veredlungsproduktion nicht in den Hintergrund treten lassen.„Die Deutsche Bauernschaft ist sich bewußt, daß mit handelspolitischen Maßnahmen allein ohne gleichzeitige Inan» grisfnahme und entschlossene Durchführung de? von ihr immer wie- der geforderten und begründeten Organisation der Landwirtschaft nicht geholfen werden könne. Eines ohne das andere bedeutet halbe Maßnahmen, bedeutet Belastung des Konsu- menten, ohne der Landwirtschaft endgültig Hilfe zu bringen."'_ Hessische Ferngaswirtschast. Saar-Ruhrverträge vor dem Aufsichtsrat der Hekoga. Der Vorstand der Hetoga legt dem Aufsichtsrat am 9. Dezember mehrer« Ferngasverträge vor. Der Kern ist«in 39 j äh r i g er Lisferungsvertrog zwischen der Richrgas A.-G. und Fern- gasgesellschaft Saar m. b. H. einerseits und Hekoga andererseits. Ferner sollen Ruhrgas, Saargas und Hekoga eine Fernleitung?- gesellschaft gründen(zunächst Leitungsbau von Siegen, durch Oberhessen zur hessischen Staatsgrenze) mit 6 Millionen Stamm- kapital, wovon Ruhrgas- und Saargasgesellschaft als Lieferanten und Hekoga als Gaskäufer je die Hälfte übernehmeil. Ein dritter Bertrag regell die Fortführung des Mainzer Gaswerks durch die Ruhrgas A.-G. als Produktionsstützpuntt für das Hekoga-Gebiet. Der Vorstand teill mit, daß die Verhandlungen zur Errichtung einer Produktionsgememschaft zwischen Hekoga und Südwestdeutsche Gas A.-G. zu keinem Ergebnis geführt haben. Zeitalier des Auios. 25 Milliarden M.— Oer Wert der Autoprodultion der Welt. Welch« außerordentliche Bedeutung dl« Automobilindustrie im Rahmen der Wellwirtschoft erlangt hat. zeigen einige von englischer Seite veiöffontiicht« Daten. Der Gesamtwert der AutomobUproduktion der Welt belief sich danach im Jahre 1928 bei Zugrundelegung der Großhandelspreis« auf etwa 5 Milliarden Dollar, und dürste in diesem Jahr« voraussichtlich 6 Milliarden über- schreiten. Diese Ziffer ist doppelt so groß wie der Wert der gesamten Rohstahl- oder Baumwollerzeugung der Welt und zehnmal größer als der Wert der Gold- und Silbergewinnung. Bezüglich des Produktionswertcs sind der Automobilindustri« nur die Kohlen- förderung und die Weizenernte ebenbürtig oder überlegen. Im Jahr« 1928 hat die Automobilindustrie nach zuverlässigen Statistiken rund 7% Millionen Tonnen Stahl, d. h. 99 Prozent der gesamten Stahlerzeugung Großbritanniens verbraucht. Außerdem sind mehr als eine halbe Million Tonnen Kautschuk. 199999 Tonnen Blei, 169 999 Tonnen Kupfer, se 39 999 Tonnen Aluminium und Zink, 22999 Tonnen Zinn, 8999 Tonnen Nickel, 115 Millionen Quadratfuß Scheibenglas sowie große Mengen von Hartholz, Farben imd Lack, Tuch, Leder und Material für Polsterung verbraucht. Die Vereinigten Staaten und Kanada stellen etwa achtmal)n viel Automobile her wie die ganz« übrige Wäll zusammengenommen. Das Bauen im Gepiember. Oer Baugewerksbund berichtet. Im September ist gegen August bereits wieder ein beträchtlicher Mckgang eingetreten. Besonders groß ist der Rückgang der Beschäftigung im Industriebau. Der im. Verichlsmonoc m Angriff genommene-Auftragsbestand ist auf dfitTm Vergleich Vorjahr recht ungünstigen Durchschnitt der Frühjahrsmonate zurück- gegangen. Am August gemessen, beträgt der Rückgang über 69 Prozent; es zeigt sich also, daß der August ein Ausnahmemonat war. Der zu Ende August vorhanden gewesene Fehlbestand hat sich beinahe verdoppelt. Der Wohnungsbau hat in den größeren Gemeinden im Vergleich zum August wieder etwa» zugenommen, ohne in- dessen die Rekordergebnisse der Sommermonat« zu erreichen. Hierbei bestehen groß« Unterschiede von Ort zu Ort, wobei die vereinzelr erhöhte Vergebung von Wohnungsbauaufträgen wohl auch der oer- stärkten Bereitstellung von Hypothekarkredit durch örtliche Spar- lassen in Verbindung steht. Ueberwiegend hondell es sich um eine Zunahme der Fertigstellungen. Die Bautätigkeit für die Behörden hat weiter nachgelassen. In der Auftragoergebung hat man sich sichtlich Beschränkungen auferlegt. Dies« Zukunstsaussichten sind noch trüber geworden. Die Behörden haben viele Projekt« zurückgestellt. Da gegen zeigen die Erlaubnisse für den Wohnungsbau wieder eine merkliche Steigerung. Es muß indessen fraglich bleiben, wieweit die Durchführung möglich ist. da der Absatz von Pfandbriefen und Kommunolobligati- onen praktisch gleich null und die Ausleihungsmöglichkeiten der Sparkossen ganz unüberstchtlich geworden sind. Zudem hat sich die Summ« der nachweisbar ungedeckten Anforderungen nach Hypvthekartrediten wiederum erhöht; sie beträgt per Ends September etwa 189 Millionen, nach etwa 159 Millionen per Ende August und 125 Millionen per Ende Juli. Ein« gewiss« Stütze bietet einzig noch der Bestand an unvollendeten Woh- nungen. Er hat sich auch noch im Berichtsmonat erhöht und dürfte allein für die Groß, und Mittelstädte zwischen 35 999 und 49999 Wohnungen betragen. Anhaltend starker Herbstverkehr bei der Reichsbahn. Die Güterwagen st ellung bei der Zteichsbahn hält sich in der letzten Berichtswoche zum 16. November mit a r b e i t s t ä g l i ch 164 909 gegen 160 000 Wagen in der entsprechende» Woche des Vorjahres noch auf beachtlicher Höh«. Im Oktober und No- ve m ber erreichte in den letzten sieben Berichtswochen die G iter- wagenstellung der Reichsbahn 6S Millionen gegen 6.7 Mill o en Wagen im Vorjahre. Arbeitstäglich waren zur Deckung des B kehrsbedarfs 165 199 gegen 161399 Wagen erford-rlich. oljo 3899 Wagen oder 2,4 Proz mehr als in dem entsprechenden Zeitr um des letzten Jahres. Die Reichsbahnverwaltung hat also keine Ur- fache, mit der Entwicklung de» Verkehr, unzufrieden zu sein. 2S Xigaretton zu 5 Ptg. erhält jeder Mancher für 100 Einheiten Armbanduhren in modernen formen La schweizer Ankerwerk 16 Steine. 14 kor Gold 585 gestempelt von M.36- an N- 9/ 100 Hausuhr Eiche la Werk Werbe- Angebot M.1002m hoch 52cm breit Bim- Dom- Gong ouf 5 Stabe, halbe und volle Stunde AUF WUNSCH MONATS3teilg FacetteScheibe, vergold Uhren preiswert und gut! Armbanduhren und Taschenuhren, Stand-, Wand-, Kaminund Stiluhren, Büro-, Saal-, Küchen-, Wecker-, Schreibtischund Reiseuhren. Für alle Uhren leisten wir weitgehende schriftliche Garantie für guten Gang Belmonte & C Berlin RATEN Zifferblatt 30cm LEIDZIGERSTR. 97. KONIGSTR.30 Juwelen, Gold- Silberwaren ZU BEKANNT BILLIGEN PREISEN Goldene Armbänder Silberne Zigarettenetuls 14 kar.gold. Manschettenknöpfe . von M. 4.- an von M. 12.- an von M. 15.- an Silberner Patentbleistift, 13 cm lang. M. 1.95 Schutz Marke Fuß- u. Beinkranke!! und Schuheinlagen überflüssig! Fußschmerzen von Sent-, Anid-, Spreiz-. Hohl-, PattRumpfuß. Fuß-, Bein- und Anieschwellung, Haden-, Ferfen-, Anöchel-, Ballenschmerz, Gelenkentzündung, Gelent rheumatismus, Ischias, Reur. algie, Anie-, Hüftgelenkschmerzen, Fußschwäche, madigteit, unsicheres Auftreten, ob 10 ober 20 Jahre alte Leiden, tönnen beseitigt werden. Alle Fußleidende brauchen nach meiner Behandlung eine Schuheinlagen mehr! Jnnere und offene Benen, entzündete Ballen, eingewachsene Nägel( Hammernägel). gewächsartige Bucherungen werden ime Ope ration befettigt. jowie Flechten und Frost jeglicher Art. Solide Preise! Ohne Berufsstörung! Wilhelm Schatz, Institut für Fuß- u. Beinkranke Berlin W 30, Motzs raße 74, Ecke Eisenacher Straße Telephon Lützow 5823. U- Bahn Nollendorfplatz. Sprechstunden von 9 bis 2 und von 3 bis 6 Uhr. SPART OILTALEN, SOCHU BREMER GAESLAU DRESDEN. MAMBURG FRAMPURT& E HOVER MONCHEN BAARBRÜCKES BEI DER BANK BAD SPARKASSE ALLED ARBEITNEHMER BANK DER ARBEITER, ANGESTELLTEN BUND BEAMTEN. ist eine BERLIN$ 14. WALLSTRASSE GS Das vorteilhafteste Weihnachtsgeschenk Bauparzelle und Eigenheim Gartenstadt Zepernick das Landhausparadies des Berliner Nordens Schnellbahnstrecke Bernau 15 Pf, Siedlerka te Tiefgründiger Lehmboden- 8 Minuten v. Bahnhofqm von M. 1.50 an in monatl. Raten von M 50,- einschl. Straßenbaukosten Behördlich genehmigter Bebauungsplan Kein Bauzwang. keine Wertzuwachssteuer Wasserleitung, Elektrisch, Gas vorhanden. Verkauf nur Sonntags 10-6 Uhr auf dem Gelände Prospekte und Auskunft t glich 9-5 Uhr im Hauptbureau C. Heinzel& Co., Berlin W8 Friedr.chstraße 158 Zentrum 6513/14 Küchen roh emaill. 00 Manschettenknöpfe Silber, berlmuttereinlage M. 130 BEI FAMILIENFESTEN und sonstigen Geselligkeiten ist ein guter Tropfen aus unserer Weinkellerei Volkshaus Leipzig Ein Weihnachts Verkauf der Wirklich Großes besonders zu empfehlen Wir unterhalten am Rhein, an der Mosel und in der Pfalz eigene Keltereien. Im vorigen Jahre kelterten wir auch alkoholfreie Trauben und Fruchtsäfte Die Weinkellerei Volkshaus Leipzig bietet den direkten Weg vom Erzeuger zum Verbraucher. Verlangen Sie Preis liste; auch die kleinste Bestellung bringtVorteile Fabritius, Osio Wie wirkt Lebertran? Lebertran belebt das Wachstum, wenn es infolge falfcher Ernährung und aus Mangel an Sonnen fchein zurückbleibt. Lebertran verhindert und heilt Rachitis( englische Krankheit") bei Kindern. Lebertran erhöht die Widerstandskraft gegen Epidemien und aufreibende Krankheiten, so 3. B. Schwindsucht. Lebertran stärkt die Kranken und beschleunigt ihre Genesung. Sebertran baut nach Krankheiten den Körper wieder auf und bringt Gesundheit, Frische und Stärke wieder. Sebertran als natürliche Quelle für die wichtigen Ditamine 2 und D kann durch nichts ersetzt werden. Jeder Deutsche schätzt das Echte. Eine echte Qualitätsware ist norwegischer Lebertran. EIN TEELOFFEL NORWEGISCHER LEBERTRAN ENTHÄLT MEHR VITAMINE ALS SELBST DIZ GRÖSSTE MENGE MILCH UND BUTTER, DIE MAN AN EINEM TAGE VERZEHREN KANN, NORWEGISCHER LEBERTRAN Pietet: MÄNTEL! KLEIDER! 39 49 MK 69 89 Um eins bitten wir: Prüfen Sie die Qualität der Ware, die Sie für die: se billigen Preise erhal ten- dann erst wissen Sie wie billig Sie bei uns kaufen! Küche Lottchen. Küche Christine Reformiche Nora las. Schrank 180 cm nur 350.komplett 450.Kleiderschränke 90 cm mit Hutboden und Stange 100 cm mit Wäscheeinr., Hutboden und Stange 55.- 90.85.- 135.roh email 42.58.55.- 75.58.-> 28.80.120 cm mit Hutboden und Stange 120 cm mit Wäscheeinr. und Stange 60.Riesenauswahl bel billigsten Preisen Himmel Hauptgeschäft: Lothringer Str. 22( Schönhauser Tor) Filiale Gr. Frankiurter Str. 40( Strausberger Platz) Fabrikation und Rohlager: Zionskirchstr. 28, Arbeiterwohlfahrt Weihnachts- Lose 14 50000050 mit 10 Losan 5 RM. Sämtliche Gewinne worden auf Wunsch mit 90 Present ausgezahlt. Glücksbriefe mit 20 Loson 10 RM. ZIEHUNG am 18. und 19. Dezember LOSE ZU HABEN: Beim Bezirksausschuß der Arbeiterwohlfahrt, Lindenstraße 3, in allen Filialen der Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend, e. G. m. b. H., sowie in allen durch Plakate gekennzeichneten Geschäften. MAASSEN LEIPZIGER STR.42 Unser WeisnaufBangabot- ninn Frida ECHTE TEPPICHE Weihnachts- Rabatt 20 auf unsere bekannt billigen Preise Unser jetziges Fenster überrascht Sie! DEUTSCHE TEPPICHE Prima Welplusch 200x300 Marke Halbmond Persere modern 200187137 92 Prima Tournay 200x300 m.Franse erstkl altbewährt Fabr 300270197 135 GARDINEN Florentiner Tut Halbstorem. Quast reich gest. 150-200 LAUFER STOFFE BRÜCKEN VORLAGEN DEKORATIONS STOFFE 75 PaJacqu- Bouclé 50 Velour Vorlagen 75 Kunstseid Damast 675 Laufer, moderne Muster 70 bamir gutes Markenfa brikat 65x125 275 TISCHDIVAN DECKEN 75 Mokett- Tischd. m.Seidenglanz Pers Must 150.180 15 BOTAG Etamin Beldecke 50 Wallphisch Marke Ebettig reich gest m. Filet- Motiv 950 Halbmend mod Muster 70bc mir 90 Tournay- Brücke Perser Muster 90x180cm. 29 Food.Zeichg.ivielen Forben, 135bemiz Jacquard Happen nips, modern ge mustart, 120 bente 90 Makett Divand m.Seidenglanz Pers Must 150 300 2650 Das große sehenswerte Spezialhaus mit den kleinen Preisen Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei der Einäscherung meiner lieben Frau und treusorgenden Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Helene Hentzschel, geb. Brand sagen wir hierdurch allen denen, die der teuren Entschlafenen das letzte Geleit gaben, sowie dem Verein. der Freidenker unseren tiefempfundenen Dank. Berlin- Mahlsdorf, den 29. November 1929. Im Namen der Hinterbliebenen: Bruno Hentzschel nebst Sohn Am 28. November starb nach kurzer Krankheit unser Rollege, Monteur Fritz Knoppke im Alter von 62 Jahren. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am 3 Dezember, 14 Uhr, von der Rapelle des Neuen Friedhofes in Baumschulenweg aus statt. Die Belegschaft der Firma Ade- Arnheim Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungssteile Berlin Todesanzeigen Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser Rollege, ber Metalldreher Hermann Stark geb. 30 August 1860, am 29. 9November geftorben tit Die Einäscherung findet am Diens tag, dem 3. Dezember.. 12 Uhr, im Rrematorium Baumschulenweg statt. Am 29. November starb unfer Rollege, der Klempner Herm. Hartmann geb. 12. Geptember 1866. Die Einäicherung findet am Diens tag, bem 3. Dezember, 16 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf statt. Ehre ihrem Anbenken! Rege Beteiligung wird erwartet. Die Ortsverwaltung. Verband der Buchbinder und Papierverarbeiter Deutschlands Ortsverwaltung Berlin Todesanzelge Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unfer Rollege, der Buchbinder Franz Keilhack wohnhaft Naunynfte 11, verstorben ift. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 3. Dezember, nachm 3 Uhr, auf dem Alten Thomast rchhof in Neutöln, Hermannstr., ftatt. Chre feinem Anbenten! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beifegung meines Danksagung. Bei dem Sinscheiden unseres unvergeßlichen Sohnes Paul- Christoph find uns fovie! Beweife inniger Tet nahme auteil geworden, daß es un möglich tit, jebem einze n zu danken. Nehmen Sie alle, besonders aber die Organisationen, das Reichsbanner. die SAJ, die Partei usw, für die unferem Sohn erwiesene legte Chre unseren herzlichen Dant entgegen. Auch Herrn Pfarrer Bleier fei an biefer Stelle für seine tröftenden Borte gebantt. Bin Wilmersdorf, 30. Res. 1929. Mainzer Str. 24 Famille Moritz Fiebig. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweife herzlicher. Teilnahme bei der Einäicherung unseres lieben Ent. ichlafenen, bes Maschinenmeisters a D Hermann Noack fagen wir allen Berwandten, Freun ben und Bekannten unfern herzlichften Dant, insbesondere dem Borstand der AllgemeinenOrtstrantentaffeRöpenid, den Kollegen des Maschiniften- und Heizerverbandes fowie den Genoffen der SPD, 108 Abteilung Röpenid. Jm Ramen der Hinterbliebenen Ww. Anna Noack. Röpenid, am 28. November 1929. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäicherung unferer lieben Entschlafenen Klara Lorenz geb. Herrmann fagen wir hiermit allen Beteiligten, insbesondere ber 186. Abtg. ber SPD. und dem Pflanzerverein Gießtanne", unfern herzlichsten Dant R. Lorenz nebst Angehörigen Allgemeine Ortskrankenkaffe Berlin- Weißenfee. Einladung. Die Bertreter ber Arbeitgeber und Berficherten im Ausschuß werden hier mit au ber am Dienstag, bem 10. Dezember 1929, abends 6 Uhr, in unferem Berwaltungsgebäude, hier, Charlotten. burger Straße 27-28, ftattfindenden unvergeßlichen Batten, treuforgenben ordentlichen Ausichuß- Si.zung Baters Paul Kowald fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, sowie dem Metall arbeiter Berband, bem Bezirksamt Tiergarten und ber 10. Abt. ber SPD. unb allen, die ihm die legte Chre- erwiefen haben, unferen aufrichtigen Dant Wwe. M. Kowald nebst Edith Paulstraße 22 B& V höfl. eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Borftandes, Beschlußfaffung über ben Saus baltplan für 1930. 3. Wahl ber Jahresrechnungsprüfer ( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer). 4. Bortrag über Organisationsfragen in ber Rrantenversicherung. 5. Berschiedenes. Sum Eintritt berechtigt find nur bie. mit fchriftlicher Einlabuna versehenen Ausichukvertreter, Berlin- Weißenfee. 20. November 1929. Der Vorstand: R. Brilhmüller, Borsigender. G. Schrage, Schriftführer. TELEFUNKEND SPEZIAL VERTRIEB 拿 Danksagung! Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgange meines unvergeßlichen lieben Gatten sage ich meinen herzlichsten Dank. Johanna Kleemann geb. Maurer, Neukölln, den 25. November 1929 Friedelstraße 43. ERDUNDFEUER BESTATTUNGKYEREIN FOK BERUN & Das Gebot der Stunde ist der Eintritt in den Erd- und FeuerBestattungsverein Groß- Berlin 21 W35, Steglitzer Straße 66 Fernsprecher Nollendorf 4168/69 Binder Crist ist die Bedienung des NetzanschlußKampfängers 3 Volkstechnik& Vertreterbewch und Vorführund Bane Premalaner Bir.& Alexanderpl unverbindlich Telephon: EL. Berolina 8412 Sprech- u. Fotoapparate 3 Mark wöchentlich Alexanderstr. 51/52 L Stock Bernhard Schwartz HOUDroeschäft der sw Wallstr.13 Filialen: Friedenau, Rheinstr.62 Tempelhof, Berlinerstr.133 Gardinen Dekorationen KREDITGEMEINSCHAFT Leipziger Str. Ecke Markgrafen Str Möbel- Total- Ausverkauf Deutscher Metallarbe ter- Verband wegen Geschäftsverlegung 20 Proz. Ermäßigung Speise-, Herren- und Schlafzimmer, Küchen, Einzelmöbel in großer Auswahl und durchaus gediegener Verarbeitung Teilzahlung gestattet Möbelhaus S. Gottlieb nur Rosenthaler Sir. 54 Gegründet 1875 Auch Sie werden so urteilen: Einmal Pertrix= immer Pertrix! 610 PERTRIX ERTRIX PERTRIX Anoden- Batterie Zuverlässiger und unverzerrter Empfang MUBEL DORN'T Weinmeisterstr. 9 empfiehlt moderne Schlaf-, Speiseund Herrenzimmer Küchen u. Einzelmöbel Trotz leichtester Zahlungsweise Verkauf zu niedrigen Kassapreisen, bei mäßiger Bankverzinsung der Restkaufsumme Während des teren Ausbaues 10% Rabatt Blumenspenden jeber Art Itefert pretswert Pant Golletz Dorm. Robert Meyer Steppdecken Daunendecken Mariannenstraßes Divandecken Brücken Praktische Ede Naunynftraße Amt Morigpl 10303 Künstlerbedarf Weihnachts- JUERGENS Geschenke bei Alexanderplatz Neue Königstr.43 Der Dienstag, den 3. Dezember, abends 7 Uhr. im Jugendheim des Berbands hauses, Cinienfiraße 83/85 1. Portal, 2 Treppen Branchen- Versammlung aller WerkzeugmacherLehrlinge Groß- Berlins Tagesordnung. 1. Bortrag:„ Die Jugendfür orge unb ihre Bedeutung für die Großstadt Referent: Rollege$. Hellwig, Jugend leiter im DMV. 2. Branchenange.egenheiten. Jugendkollegen! In dieser Ber ammlung darf tein Rollege fehlen. Agitiert in der Werkstatt und in der Schule für einen guten Bejuch und bri gt alle Jugendtollegen, die unserer Organi fation noch nicht angehören, mit. Die Jugendkommission. Spielplan unserer Kulturabteilung In der Woche vom 25. Nov. bis 1. Dezbr.: 1. Pamir( Expedition nach Zentral- Afien) 2. Wie ein Kragen entsteht. 3. Humoreste. In der Woche vom 2. bis&. Dezember: 1. Der schwarze Kontinent. 2. Herstellung eines Flügels. 3. Humoreste. 3n der Woche vom 9. bis 15 Dezember: 1. Der Postmeister ( Film aus dem zaristischen Rußland) 2. Technischer Film 3. Humoreste. In der Woche vom 16. bis 28. Dezemberg 1 Die Biege Europas. 2. Technischer Film. 3. Humoreste. In der Boche vom 27. Dezbr. bis 5. Jan. 1. Bom Warmluftdrachen zum Trans ozean chiff.( Lichtbild mit Bortrag.) 2. Technischer Film. & Humoreste Am 23. Dezember um 2 u. 5 Uhr nach mittags Märchenvorstellung. Märchen fum: Schneewittchen" uno Gesangsvor träge von Frl. Knieschewsky. Die Kinder haben unter Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Karten finb uner Vorlegung des Mit liebsbuches in Bureau. Linienstraße 83/85, Zimmer 20, erhältlich. Am 24., 25., 26. fowie am 31. Dezember 1:29 unb 1. Januar 1930 bleibt die Kultur abteilung geschlossen Die Abendvorstel lung am 2. und 23. Dezember jällt aus. Anfragen wegen Ueberlaffung und Besuch oer Abteilung find telephonisch oder schrift ich an die Kulturabteilung( Bureau Linienfte. 83/85, Zimmer 20), zu richten Die Ortsverwaltung. Erfinder Vorwärtsstrebende 5000 Mark Belohnung Näheres kostenlos durch F. Erdmann& Co., Beriin SW. 11 Weihnachts Küchen.... verkauf beginnt von 125.- bis 500.Garderobenschränke von 55- bis 210.Kinderschränke von 36.- is 98.Dielenmöbel von 48.- bis 68.Berolina KOMMANDANTENSTR.57 M BURGERHAUS MUSIKAPPARATE UND SCHALL PLATTEN TELE FUN KEN KLING M GRAFENSCH HAUSMUSIK VON ELECTROLA ODEON PARLOPHON COLUMBIA fiomocord GRAMMOPHON Prunswick Orchestrola BEIL& VOSS 12 Monats- Raten- System VERKAUFSSTELLEN TAUENTZIENSTR. 5 ROSENTHALER STR. 16/17 BADSTR.32 KOTTBUSER STR. 25 ANDREASSTRASSE 28 EINGANG PAUL SINGER STR. SCHBG, HAUPTSTR. 5 NEU ERÖFFNET: KURFÜRSTENDAMM 182/83 AM OLIVAER PLATZ. WEIHNACHTSGESCHENK- DAUNENDECKEN Behaglich warme Betten Steppdecken 6.90, 9.90, 13.30, 14.70 Kissen, gefüllt... 2.45, 3.80, 4.55, 540 Unterbett, gefüllt..5-55, 9.15, 10.75, 15.25 Oberbett, gefüllt. 6-95, 9.90, 18.35, 16.55 die Zierde jedes modernen Helms, gefullt mit seinsten weißen Gänsedaunen 36-30, 49-50, 55" BETTFEDERN SANNEMANN and Daunen in allen Preislagen ПЪ Kottbuser Damm 83 Turmstraße 71 Kosenthalerstraße 9 Nr. 563 46. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Der Konflikt in Mitteldeutschland. Neuer Schiedsspruch für den Braunkohlenbergbau. Der Antrag der Unternehmer des mitteldeuffchen Braunkohlenbergbaus auf Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruchs vom 23. November ist am Sonnabend vom Reichsarbeitsminister abgelehnt worden. Die Parteien wurden danach sofort von Amts wegen zu neuen Schlichtungsverhandlungen geladen. Die neuen Berhandlungen begannen um 1 Uhr und murden von Ministerialrat Dr. Claasen vom Reichsarbeitsministerium geführt. Sie endeten mit der Fällung eines neuen Schieds: spruchs, der gegenüber dem alten verschiedene Verbesserungen bringt. Borin besteht der Fortschritt gegenüber dem ersten Spruch? Die allgemeine Lohnausbesserung beträgt nunmehr 25 Pfennig gegenüber 20, wie sie der erste Schiedsspruch vorgesehen hatte. Da nach würde sich der Durchschnitslohn für das Kernrevier I von 6 Mart auf 6,25 Marf erhöhen, wobei die übrigen Tariflöhne fich in dem gleichen prozentualen Verhältnis erhöhen. Dazu kommen weitere 15 Pfennig Lohnverbesserung ab 1. Dezember des nächsten Jahres. 3usammen beträgt also die neue Lohnerhöhung 40 Pfennig. Im übrigen ist es bei den Bestimmungen des alten Schiedsspruchs geblieben. Die Erklärungsfrist läuft bis Sonntag. Zwei Ausnahmefonntage in Berlin. Amtlich wird gemeldet: Durch Berordnung vom 25. november 1929, veröffentlicht im Stüd 48 des Amtsblatts für den Landespolizeibezirk Berlin vom 30. November 1929, wird für den Ortspolizeibezirk Berlin die Beschäftigung von Arbeitnehmern im Einzelhandel und der Gewerbebetriebe in offenen Bertaufsstellen an den beiden lehten Sonntagen vor Weihnachten, und zwar am 15. Dezember 1929 für sämtliche Bertaufsstellen mit Ausnahme der Blumengeschäfte von 14-18 Uhr ( 2-6 Uhr nachmittags) und am 22. Dezember 1929 für sämtliche Bertaufsstellen von 14-18 Uhr( 2-6 Uhr nachmittags) geftattet. Borgespiegelte Stillegung. Eigenartige Hilfsstellung der Gewerbeaufsicht. Bom Berband der Sattler, Tapezierer und Portefeuiller wird uns geschrieben: Die Firma Lustig, Berlin, Prinzenstraße, hat seit Jahren eine eigene Tapeziererwerkstatt, aus der zur Betriebs: vertretung immer annähernd die Hälfte der Mitglieder gestellt wurden. Das lag daran, daß die Angestellten und Handelshilfsarbeiter bei Lustig schlecht organisiert sind und die Belegschaft durch die Chefs total eingefchüchtert, ist. Die Berbesserung ist nicht überwältigend, und vor allem ift die lange Lauffrist sie beträgt auch nach dem neuen Schiedsspruch zwei Jahre zu beanstanden. Trotzdem fann nicht verfannt werden, daß wenigstens ein gewisser Erfolg erzielt worden ist. Man darf nicht vergessen, daß die Grubenbarone Himmel und Hölle in Bewegung gesezt hatten, um eine Verbindlichkeitserklärung des ersten Schiedsspruches herbeizuführen. Ebenso darf nicht übersehen werden, daß wenigstens bei den Löhnen der jugendlichen und weib lichen Arbeitskräfte eine Verbesserung erzielt wurde; denn die neue allgemeine Lohnerhöhung ergänzt hier die bereits im ersten Schiedsspruch für die Löhne der Jugendlichen und Frauen vorgesehene Erhöhung der Lohnfäge auf ein Niveau zwischen 60 Pfennig und 1,20 Mart pro Schicht. Schließlich verdient auch die Beseitigung der Lohngruppen E 10 und E 11 immerhin Beachtung; denn dadurch rücken mindestens 12 000 Grubenarbeiter in höhere Lohngruppen hinauf. Eine wirkliche Entspannung des Konflikts ist durch den neuen Schiedsspruch nicht erreicht worden. Ueber Mitteldeutschland hängt nach wie vor Streifgewölf. Heute nehmen in Halle die Funktionäre der Bergarbeiterorganisationen zu der neuen Situation Stellung. In ihrer Hand liegt die Entscheidung. Das unruhige Element"( Ausspruch des Herrn Lustig jr.), die Tapeziererwerkstatt, mußte in irgendeiner Form beseitigt merden. Die Firma Lustig bezog furzerhand von einem anderen Betrieb die bisher selbst hergestellten Matrazen, weil dort für schlechter verarbeitete Matratzen der Lohn einige Pfennige tiefer lag, und die Konkurrenzfähigkeit vorhanden, trotzdem auf die selbsthergestellten angeblich die Firma L. tonturrenzfähig bleiben will. Bisher mar Matratzen 6 Prozent Verwaltungskosten, 16 Prozent Werkstattunoften, 10 Prozent Werkstativerdienst und außerdem noch 60 Prozent Verkaufszuschlag auf einem Bedarfsartikel lag, der nur von der werftätigen Bevölkerung gekauft wird. Am 6. November murden 5 Arbeiter megen Arbeitsmanget entlassen, die übrigen sollten furzarbeiten, obwohl die Firma weiter von auswärts bezog. Damit war der Arbeiterrat nicht einverstanden, worauf am 9. November weitere 4 Arbeiter und am 11. und 12. November, die 2 Mitglieder des Arbeiterrates entlassen wurden. Bon den entlassenen Tapezierern wurde die Klage beim Arbeitsgericht eingereicht. Num stellte die Firma Lustig beim Oberpräsidenten den Antrag auf Stillegung und gleichzeitig Abkürzung der Sperrfrist quf eine Woche. Die Stillegungsverhandlung fand am 19. November im Beisein des Gewerberats Goeldner und eines Vertreters des Sattler, Tapezierer- und Portefeuillerverbandes bei der Firma Lustig statt. Der Organisationsvertreter verlangte auf das Entschiedenste, daß einer Bertürzung der Sperrfrist Sonntag, 1. Dezember 1929 nicht stattgegeben werde, weil die Firma Lustig die ungeset= liche Entlassung der Arbeiterratsmitglieder in gefeßliche Formen bringen wollte. Vier Tage später fand der Termin vor dem Arbeitsgericht statt und da fonnte der Vertreter der Firma Lustig schon Mitteilung machen, daß die Sperrfrist bereits ab= gelaufen fei Der Gewerberat Goeldner mußte, daß die Firma Lustig fomieso gegen die Stillegungsverordnung verstoßen hatte, daß den Mitgliedern der Betriebsvertretung der Klagegrund genommen wer den sollte, daß die billigen Matratzen im Betriebe nicht mehr her gestellt wurden, sondern nur noch die garnierten Matragen, die die Firma Lustig nicht so billig einkaufen kann. Trotzdem wurde die Verkürzung der Sperrfrist zugestanden. Die Stillegungsverordnung ist durch die Rechtsprechung gleichzeitig als Schubgesetz für die Arbeiter anerkannt; folglich ist von der Firma Lustig zu verlangen, die Sperrfrist einzuhalten; denn es ist ihr nicht Ernst, hat sie doch vor kurzer Zeit einen neuen Tapezierermeister eingestellt und läßt in der Prinzenstraße eine neue Wert statt herrichten. Nur um die Betriebsver= tretung loszuwerden, werden rücksichtslos die Arbeiter auf die Straße geworfen. Die Hilfeleistung des Gewerberats muß sehr befremdend wirken. Kommunistisches Theater. Proteststreit mit Vorsicht. Ein Betriebsunfall im Transformatorenwerf der AE G., wobei ein Arbeiter verlegt murde, gab den Drahtziehern der KPD. Anlaß, durch Aufruf in der Roten Fahne" einen Protest streit anzuordnen, der um 11 Uhr einseßen und fünf Minuten dauern sollte. Einige Arbeiter folgten auch der tommunistischen Barole, aber mit der größten Vorsicht. Der Fünfminiutenstreit sollte zwar ein Protest gegen die Betriebsleitung sein, aber die BeReiner von den„ Streifenden" hatte, von den Meistern zur Rede triebsleitung sollte nicht erfahren, daß man gegen sie demonstriert. gestellt, den Mut, sich zu dem Streif" zu bekennen. Die einen Punkt elf Uhr austreten müssen, die gaben an, fie hätten anderen hatten andere Ausreden. Sie wurden entlassen und sahen von einer Klage ab. " Nur einer, der Fräser Eichblatt, flagte beim Arbeitsgericht unter Berufung auf den Entlassungsschutz, den er als Mitglied des Betriebsrats zu beanspruchen habe. So erfuhr man denn durch die Gerichtsverhandlung, wie Eichblatt den Streit ,, durcha geführt" hat Die beiden Maschinen, die er zu bedienen hatte, waren Puntt elf Uhr elf 1hr gleichzeitig ausgelaufen", d. h. die Arbeitsstücke waren fertig. Nun mußte er die Maschinen anhalten. Er hätte sogleich andere Arbeitsstüde einsetzen müffen, aber das war ja Streifbrudy und ein Verstoß gegen die Anordnung seiner Partei gewesen. Also nahm Eichblatt einen Buzlappen und reinigte seine Hände mit einer Sorgfalt, als hätte er nicht Eisenstücke, sondern appetitliche Eßwaren zu verarbeiten. schwarz 90 und braun 89 in Lack 10% & T. Good, Welt 10 90 schwarz und oxblood 12 90 Lack, Goodyear gedoppelt 90Edwin", schwarz, braun Boxcalf und Lack 12% 14° Newyork", schw. u. braun Boxcalf, Orig. Good. Welt 14% Rex", Lack, schw.u. braun Boxcalf, Orig. Good. Welt Leiser, das größte u leistungsfähigste Schuhspezialhaus Berlins „ Davos" mit 60 Doppelschie, schw 16%° u. braun Boxcalf, Orig. Good. Welt LILIL ,, Speyer", 60 schw.u.mahag Boxcalf, feinst Rahmenarbeit 60 16% Protos", schwarz u. braun Boxcalf durchgehende Doppelsohle, Orig. Goodyear Welt Rheingold", 60 in Lack, schwarz, 16° braun Boxcalf Orig. Good. Welt Bristol" Lack 60 Frackschub 160 mit und ohne Kappe Orig. Good. Welt 21 Gaston", Lack u 50schwarz Boxcalf, adelstes Material, leicht und elegant 16 五巷 Sonderangebot: Herren- Gamaschen, reine Wolle, innen Lederausstattung 2.95 Aber damit waren die fünf Minuten noch lange nicht zu Ende. Der Meister tam und forderte ihn auf, weiterzuarbeiten. Nun Jah Eichblatt, der seiner Versicherung nach von einem Streit nichts wußte, daß in furzer Entfernung von seinem Arbeitsplatz auch einige Revolverbänke stillstanden und daß der Meister mit den Revolverdrehern sprach. Jetzt besann sich Eichblatt auf seine Eigenschaft als Betriebsrats. mitglied, die ihn verpflichtet, den Betrieb vor Er schütterungenzubewahren. Er ging also zu den Revolver drehern und fragte, was denn da los sei. Die Revolverdreher antworteten, der Meister habe verlangt, fie follten weiterarbeiten, EichMort, um unter nicht enden wollenbem Beifall die haben die Serviererinnen ein derartiges Anfinnen über sich ergehen Grüße der Arbeiter aller Erdteile zu überbringen." laffen, anstatt es mit Empörung zurückzuweisen, Das war offenbar bereits vor Rongreßbeginn nach den Angaben Merters geschrieben. Aus Europa war nur ein aus ländischer" Delegierter aus Wien da. Die anderen Erdteile waren unvertreten. Auch der 6. Erdteil, Sowjetrußland, glänzte durch Abwesenheit. Unter nicht endemwollendem Beifall. Das verbotene Klosett. Es wird die höchste Zeit, daß das Personal in den Restaurations. betrieben der Firma Wertheim sich aufrafft und diesen Zuständen ein Ende bereitet. Kongreffe der polnischen Staatsbeamten Klagen und Forderungen. sbeami blatt solle ihnen sagen, wie sie sich zu verhalten hätten. Da gab ihnen Benutzung selbst im Notfall wird mit Entlaffung beffraft. Befferung ihrer wirtschaftlichen Lage und ihrer Arbeitsbedingungen Eichblatt den Bescheid: ,, Auf Grund des Betriebsrätegefeßes muß ich Eine Dame, die im Hotel Fürstenhof" wohnte, fand die euch dasselbe sagen, was der Meister gesagt hat." Diese Angabe erschien dem Gericht nicht glaubhaft. Aber Eichständen sehr unangenehm sein. Aergerlich ist es in jedem Falle. Toilette, die sie benutzen wollte, besetzt. So etwas fann unter Um blatt bewies durch das Zeugnis eines Repolperdrehers, Der Aerger der Dame steigerte fich zur Entrüftung, als sich nach daß er, der kommunistische Betriebsrat, feine Gesinnungsgenoffen einigen Minuten die Tür des geheimen Kabinetts öffnete und tatsächlich aufgefordert hat, zu arbeiten, obgleich seine Partei den ein Stubenmädchen(!!!) heraustrat. Fünfminutenstreit angeordnet hat. Also: der kommunistische ,, held" wollte wohl demonstrieren, aber er fürchtete sich vor den Folgen seiner Handlung und hat deshalb Theater gespielt. Nach alledem hielt das Gericht für erwiesen, daß sich Eichblatt an dem Proteststreit beteiligt hat. Seine Klage wurde abgewiesen und dem Kläger wurden die Kosten in Höhe von 51 M. auferlegt, mit der Begründung: Eine Unterbrechung der Arbeit von einigen Minuten fei zwei unter gewöhnlichen Umständen teine beharrliche Arbeitsverweigerung, aber hier handelte es sich um einen Protest streit, der eine Störung des Betriebes zur Folge hatte, und da der Kläger trotz der Aufforderung des Meisters nicht weitergearbeitet habe, so müsse fein Berhalten als beharrliche Arbeitsverweigerung angesehen werden, wodurch die fristlose Entlassung begründet sei. Der Spaltungsfongreß. Die neue" Taftif. Gestern vormittag stieg in der Bodbrauerei", Fidicin ftraße, der Rongreß der revolutionären Gewerkschaftsoppofilion". Die Zahl der anwesenden Delegierten" und Gäfte ist noch nicht festgestellt; es mögen etwa 1000 fein. Die Quartierbeforgung flappt nicht recht. Der Rongreß wurde nicht um 10 Uhr, sondern erst um 11 Uhr eröffnet. Sonft verläuft alles nach dem Stundenplan, der den Delegierten überreicht wurde. Der augenblickliche tommunistische Gewerkschaftsleiter Baut Merter eröffnete den Kongreß mit einer obeshymne auf die Rote Armee im fernen Often, die von den Kongreßteilnehmern mit dem Gesang der ersten Strophe der Internationale quittiert wurde. Merter schlug dann als Ehrenpräsidium Der Tagung Stalin, Losowski, die eingeferferten Arbeiter von Gastonia, den Kommandeur der Roten Ostarmee usw. vor. Einstimmig gewählt. Als Kongreßleiter wurden u. a. Merker, Nieder firchner, Sabotta ,, per Affumulation" in der von Merker revolutionierten deutschen Sprache) gewählt. Teddy Thälmann trat sodann ans Rednerpult. Er wies barauf hin, daß dieser Kongreß von den notleidenden Groschen der revolutionären Arbeiterschaft finanziert worden sei. Der Kongreß folle Stellung nehmen zur Strategie des Bolschewismus und die Attivisierung der Wirtschaftskämpfe vorbereiten unter neuer revolutionärer Führung. Shin Führung.or Merter entwickelte" in einem zweistündigen Referat die neue tommunistische Gewerkschaftslinie". In allen tapitalistischen Ländern gehen die Löhne relatin und abfolut zurück und wächst die Berelendung, während in Rußland infolge der Steigerung des realen Einkommens der Massen der Warenumsatz steigt." ,, Die Kommunisten haben keine Zeit, erst lange Gewerkschaftsmitglieder zu werben und Mitgliederfarteien anzulegen. Sie müssen den Kampf um die Berbesserung der Lebenslage so organisieren, wie es der Kongreß der RGI. und der Weddinger Parteitag beschlossen haben... Die Arbeiterschaft darf nicht nach ihrem gemertschaftlichen Mitgliedsbuch eingeschäßt werden, sondern nach ihrem Kampjeswillen... Vor allem müsse eine größere Bahl von revolutionären Gewerkschafts- und Betriebszeitungen geschaffen werden." Daß die Rede Merkers mit den üblichen Rosenamen für die Gewerkschaftsführer, wie Berbrecher, Banditen, Lumpen usw., gespickt war, ist beinahe selbstverständlich. Die Diskussion, die die Nach mittagstagung ausfüllte, nahm auf das Referat feinen Bezug. Die Redner, die vorher bestimmt waren, lasen ihre mitgebrachten Reden Dom Papier ab. Um 5 Uhr wurde der Redefluß abgestoppt. Es gab auch den vorhergesehenen Zwischenfau, der aber schon im Raub der Sabinerinnen" vorkommt. Dort fehlt es dem Schmierendirektor Strese an einen Schauspieler, der eine Botschaft zu überbringen hat. Strese läßt also die Botschaft in einem Brief zufällig" finden. So auch Merker. Eine Abordnung der Schupo, verkündete er, wolle in voller Uniform dem Kongreß die Grüße der„ revolutionären" Schupobeamten überbringen. Aus taftischen Gründen" habe man aber davon abgesehen und begnüge sich, diese Botschaft durch Merter verlesen zu lassen. Die Bluthunde" begrüßen den revolutionären" Kongreß. Und die Delegierten flatschten Strefe- Merter Beifall! 01590 Nicht endenwollender Beifall. Aus allen Erdteilen. Die Regie Merters flappt offenbar nicht besser als seine Streifs. Die Welt am Abend" berichtete gestern: Bei Redaktionsschluß ergreifen die zahlreich erschienenen Vertreter der ausländischen Gemertschaftsopposition das mädcher, wagt es, die Herrschaftstoilette zu benutzen, obgleich ein Ein unerhörter Fall in den Augen der Dame: Ein Stuben Schild an der Tür ausdrücklich besagt, daß dem Personal die Benutzung der bejagten Toilette verboten ist. Der hochnotpeinliche Borfall wurde der Direktion angezeigt und daraufhin das Mädchen, das drei Jahre zur vollen Zufriedenheit in dem Hotel tätig war, fofort entlaffen. Die Entlassene flagte beim Arbeitsgericht, weil die Entlassung eine unbillige Härte darstelle Die Klägerin nimmt in Uebereinstim mung mit dem Betriebsrat nicht das Recht auf beliebige Benutzung der Herrschaftstoilette in Anspruch, aber sie sagt, infolge eines Darmleidens habe sie es so eilig gehabt, daß sie nicht die weitentfernte Personaltoilette aufsuchen konnte. In der ganzen Etage, wo 16 Angestellte beschäftigt seien, sei nur eine Personaltoilette vorhanden, während den Hotelgästen in derselben Etage vier Damen- und fünf Herrentoiletten zur Verfügung ständen. Die Dame hätte also, wenn sie einige Schritte weiter gegangen wäre, wohl eine unbesetzte Toilette gefunden. Das Gericht tam zu dem Urteil, daß die Benutzung der verbotenen Toilette durch die Klagerin unzulässig und nicht zu billigen fei. Da aber die Klägerin drei Jahre im Betriebe tätig war, ohne Anlaß zur Rüge gegeben zu haben, so sei die Entlassung in diesem Falle als unbillige Härte anzusehen. Die Firma wurde deshalb verurteilt. die Klägerin weiter zu beschäftigen oder ihr eine Entschädigung, nicht in der geforderten Höhe von 500 m., sondern nur 250 m. zu zahlen, weil sich die Klägerin megen Ueber tretung des Verbots nicht entschuldigt habe. gung muß befremden. Der Vertreter der Firma hat zwar als erDiese Begründung der Herabsehung der geforderten Entschädischwerenden Umstand geltend gemacht, daß sich die Klägerin nicht entschuldigt habe. Dagegen erflärte die Klägerin, fie habe sich ja entschuldigen wollen, aber man habe sie gar nicht zum Wort tommen lassen. Das ist durchaus glaubhaft. Das Gericht hätte doch über die entgegenstehenden Behauptungen Beweis er heben müffen, ehe es die Frage der Entfchuldigung zum Gegenstand scines Urteils machte. Bauanschlägerftreif. Bei der Firma Gebr. Raabe, Usedomstraße, stehen seit Diens tag, den 26. November 1929, die Bauanschläger im Streit. Tarifvertrag nur 60 Proz. gezahlt. Auf dem Verhandlungswege Die Firma hat ihren Anschlägern tatt 100 Proz Zuschlag auf den fonnte eine Einigung nicht erzielt werden, da die Firma auf dem Standpunkt beharrte, dem Deutschen Metallarbeiterverband nur so weit entgegenzukommen, einen Zuschlag von 70 Broz. zu zahlen. Das mußte selbstverständlich abgelehnt werden, so daß die Arbeiter gezwungen waren, zur Durchführung des mit dem Schuhverband Berliner Schlossereien abgeschlossenen Tarifvertrages in den Streif zu treten. Nun versucht die Firma durch Inserate in der bürgerlichen Breffe Streitbrecher zu erhalten. Wir ersuchen deshalb alle Bauanschläger, Arbeit bei der Firma nicht anzunehmen, da die Firma vom Deutschen Metallarbeiterverband gesperrt ist. Deutscher Metallarbeiterverband, Berwaltungsstelle Berlin. Was Frauen zugemutet wird. Behandlung der Serviererinnen bei Wertheim. Bom Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Caféangestellten wird uns geschrieben: Nach dem Gesetz über die Beschäftigung weiblicher Angestellter im Gastwirtsgewerbe und nach dem Tarifvertrag dürfen Serviere rinnen nur zu Tariflöhnen beschäftigt werden. Die Bert heim G. m. b. 5. bezahlt die Serviererinnen im Teeraum und in der Konditorei unter Tarif. Mit diesem Fall wird sich die Gewerbeinspektion und der Strafrichter beschäftigen. Bei der Lohnzahlung wird den Arbeitnehmern eine Lohntüte überreicht, auf der es heißt: lleber Gehälter und Zulagen darf das Personal untereinander nicht sprechen." Es ist nicht nur das Recht, sondern die verfluchte Pflicht des Personals, sich über ihre ureigensten Angelegenheiten, über ihre Bezahlung zu besprechen. Nach dem Tarifvertrag dürfen die Serviererinnen nur mit denfelben Arbeiten beauftragt werden, wie sie von Kellnern geleistet werden. Die Firma Wertheim benußt ihre Macht dazu, die Serviererinnen zum Scheuern der Teppiche anzuhalten. Nicht genug damit, hat man sich erlaubt, die Serviererinnen einer Leibes untersuchung zu unterziehen, weil eine blutige Serviette in einer Toilette gefunden wurde. Bedauerlicherweise Die polnische Staatsbeamtenschaft, die schon seit langem um eine fämpft, infolge ihrer schlechten Organisation bisher jedoch nur geringfügige Erfolge verzeichnen fonnte, hat in 15 Städten Staates abgehalten. Rongreffe thre ersten seit dem Bestehen des polnischen Die Versammlungen, an denen Tausende von Beamten teilnahmen, zeigten die traurige Lage der polnischen Staatsbeamtenschaft in grellem Lichte. Die Gehälter übersteigen im Durch= bei der gesteigerten Teuerung in Polen nicht einmal als Exiſtenzschnitt nicht 200 bis 300 3loty monatlich( 100 bis 150 m.). Was minimum bezeichnet werden kann. Einstimmig wurde in den gefaßten Entschließungen eine Herauffehung der Gehälter um 25 Broz, ferner rascheste Regelung der wichtigsten sozialen Forderungen, wie Altersverfiche. rung und Normung der Arbeitszeit gefordert. In einigen Städten hat die Polizei die legalen Bersammhungen ohne Grundangabe aufgelöst, wobei es auch zu kleineren Zu fammenstößen tam. Aus Ostoberschlesien. Lohnverhandlungen in der Eisenhüttenindustrie. Der Schlichtungsausschuß für die oftoberschlesische Eisenindustrie verhandelte über eine allgemeine Lohnerhöhung von 10 Proz. für die Eisenhüttenarbeiter, sowie über den Plan eines neuen TarifIndustrie, die bisher nach dem Tarif der Eisenhütten entlohnt vertrags für die Eisenhütten. Für die Arbeiter der chemischenwurden, wurde eine weitere Lohnerhöhung von 15 Proz. gefordert. Der Vertreter des Unternehmerverbandes erklärte, daß der Schlichtungsausschuß teine besondere Regelung für die chemischen Berfe treffen tönne. Darüber müßte erst zwischen Arbeitgeberverband und Gewerkschaft verhandelt werden. Der Schlichtungsausschuß stimmte dieser Ansicht zu und beschloß Lohnfrage Verhandlungen zu führen sind. Falls bis dahin keine nach längerer Beratung, daß bis spätestens 3. Dezember über die Einigung erzielt werden könne, werde er am 5. Dezember einen Schiedsspruch fällen. Am. 2. Dezember soll über die Lohnerhöhung der weiter. verarbeitenden Metallindustrie und anschließend die Verhandlung über den Manteltarif entschieden bzw. fortgeführt werden. durch folgende Gaftwirtsbetriebe für die Mitglieder des ZentralGesperrte Gaffwirtsbetriebe. Wegen Differenzen werden hierverbandes der Hotel-, Restaurant- und Caféangestellten gefperti: Mitte: Bahnhofsrestaurant Inh. Heckeberg, An der Spandauer Brüde 2; Norden: Restaurantur Deutschen Ede", Inh. Jon B, Invalidenstr. 124; Restaurant Königstor". Inh. Anna Mücke, Prenzlauer Berg Ede Neue Königstraße; Restaurant Seeturm", Inh. A. Rufihta, Seeftr. 46; Moabit: Nordwest- Hotel, Restaurant und Festfäle, Turmſtr. 7/8; Often- Lichtenberg: Palais des Ostens, Inh. Pfeilstifter, Warschauer Straße 35; Süden- Neukölln: Destile lation Meinert, Hermannstr. 232; Strausberg: Hotel Wolistal", Inh. Freudiger u. Keller; Restaurant Kleinbahnhof", Jnh Gruzi wic; Restaurant Schlagmühle", Inh. Lehmann; Restaurant Rottäppchen Inh. Bohn; Restaurant Alte Spigmühle". Inh. Berithbaum. " Restaurant- und Caféangestellten mitteilt, find die Differenzen mit Aufgehobene Sperre. Wie uns der Zentralverband der Hotel-, dem Restaurant Schultheiß- Pazenhofer, Inh. Ledelt, Kottbuffer Damm 95, beigelegt. Die Sperre über diesen Betrieb wird hiermit aufgehoben. Berliner Berkehrs- Gesellschaft! Mittwoch, 4. Dezember, 19% Uhr, in Soffmanns eftfälen, Edwed'er Str. 23, Bersammlung aller SPD.Genoffen. Genosse A. Dreffel fpricht über: Unsere Zukunftsarbeit". Es wird vollzähliger Besuch erwartet. Der Fraktionsvorstand. Fabritarbeiter! Gruppe Chemie und Gummi- Industrie! Morgen, 18% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Eaal 1, Engelufer 24-25, Ronferenz für die Funttionäre der chemischen Industrie. Tagesordnung: Der Wachstumsprozeß der Wirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der chemischen Industrie. Refe tent: Genoffe Ufermann. Mitgliedsausweis des fabr tarbeiterverbandes und Funktionärtarte legitimiert. Bollzähliges Erscheinen ist notwendig. Die Gruppenleitungen. Freie Gewerffchafts Juaend Berlin. Sente, Sonntag, folgende Beranstaltungen: Gübkreis: Besichtigung des Arbeiterschuhmuseums. Treffen um 10% Uhr vor dem Museum, Fraunhoferstraße, Besucht die Abendveranstaltungen der Kreise. Von 17 bis 19 Uhr im Jugendheim Germaniafte. 4-6. Volkstanzübungsabend. Um 19 hr Gökitraße). Luftiger Abend Lieder ohne Worte" von' bamfon. im Jugendheim Germaniaftr. 4-6( Eingang von der hinteren Seite der Schule, Nordre's: 19 Uhr im Sugendheim Weißensee. Partstr. 36. 2'chtbildervortrag: Großstadttummel" von Paul Simmel. Nordwestkreis: 19 Uhr im Jugendhe'm Charlottenburg, Spreeftr. 50. Vortrag: Fri Teuters Leben und Werk in ort und Bild". Ditfreis: 19% Uhr im Jugendheim Gunterstr. 44, Poctrag: Literarische Streifzüge". Voranzeige! Montag, 2. Dezember, 19% Uhr, Ru fammenkunft der Wanderleiter im Konferenazimmer, Gewerkschaftshaus, Cel fer 24-25, pt. Bortrag: Wie lefe ich ein Kursbuch?" Referent: Konreftor Blume. Jucendoruppe des Rerira'verkandes der Ance@ elton Beute, Sonntag, finden folgende Veranstaltungen fta't: Alt- Berliner Abend mit Lichtbilbern im Jugendheim des Oftens, Croke Frankfurter Straße 16. Beginn 18 Uhr. Bunter Abend im Jugendhe'm Lehr er Str. 1/19. Beginn 19 Uhr. Morgen, Montag, finden folgende Veranstaltungen fta't: Webbing: Jugendheim Turiner Ede Eeestraße, Aussprache: Unsere Arbeit imm Jahre 1930 Anschließend Leseabend. Scör haufer Vorstadt: Jugendhe m Der Schule Raftanienallee 81. Vortrag: Der Angestellte in der Wirtschaft". Referent: Rurt Sirde. Urban: Jugendheim Sobrecht. Ede Canderstraße. Jugendmitgliederversammlung. Tempelhof: Augendhe'm ber Echule Ger maniaftraße 4-6, Eingang Gökstraße. Gruppenbefpredung, anich!' ekend fammlung des Werbebezirks. Lieberabenb. Charlotter burg: Jugendheim Nofinenstr. 4. Besuch der Ver1879 Boenicke's Jubeljahr 1929 Zu Weihnachten! von Mark 2.50 an von Mark 7.50 an Geschenkkistchen mit 25 Zigarren Sortimentskisten mit so Zigarr n Neu: Bahnhof Jnvalidensir. 117 belm Steuines B In jeder Preistage das denkbar Deste! 5% Rabatt bet Barbesug von Original- Kisten, von 500 Stück an 6% Portofrei innerhalb Deutschlands von M 20- an P. 112cm 15 Pf. aten 113cm20P Jubeljahr, Exitos...) Jubeljahr, Elites... Jubeljahr, Festivos.. Kisten Su 50 St. Jubeljahr, Banquetes. 12 cm m25p. 113cm30 Pt. Jubeljahr, Jubileos..Kisten 12cm40Pf su 15 m. Jubeljahr, Glorias de O.B) 25 St. 13cm50Pf. Jobeljahr Illustr. Jubiläums- Preisliste kostenfrei Otto Boenicke BERLIN W8 Haus am Zoo Königstr. 49 Kochstr. 59 Bayerischer Pl.9- Schloßstr.96, Steglitz Französische Sir 21 sowie Elberfeld, Alter Markt 2 Königsberg 1. Pr., Kneiph. Langg. 5 Lelosia, Thomasnasse 2. Theater, Lichtfpiele ufw. Volksbühne feater im Bülowplatz 3 Uhr Frühlings Erwachen 8 Uhr Uraufführung Affäre Dreyfus Schauspiel von René Kestne Regie H. D Kenter. Staat. Schiller- Th. > Uhr 2x2= 5 Theater d. Westens Tág!. 84 Uhr Marietta Musik v. Cskar Straus Käthe Dorsch Michael Bohnen Sonntag 5 Uhr Friederike Barnowsky- Bohnen Theater in der Königgrätzer Straße Täglich 812 Uhr Die erste Mrs. Selby mit Fritzi Massary Alfred Abel Komödienhaus Täglich 8% Uhr Der Hühnerhof mit Curt Bois Orchestrola schafft die Weihnachts- Stimmung Msibas 2501 Bemerkenswerte Neuerscheinungent Giorgio Amato mit seinem Orchester 3942 Fantasie Traviata". Verdi. L. und 2. Tell Magda Szemere mit ihrem Orchester 3029 Fantasie.Der Zigeunerbaron". Johann Strauß 1. und 2. Te Lotte Lenja Aufnahmen aus Happy End" 937 пот 2511 Surabaya- Jonny. Musik von Kurt Weill. Text vos Bert Brecht Bilbao- Song. Musik von Kurt Weill. Text vos Bert Brecht Tanzorchester bal Theo Mackeben mit seinem Jazzorchester 2297 Ich hab' dich lieb weil du ein deutsches Mädchen bist. Marschod Refraingesang: Walter Jurman Ich träumte am Rhein in der Dämmerstund. Lied und Mensch Refraingesang: Johannes Maximilian 2398 Polg deinem Mütterlein( My mother's eyes). Foxtrott. Refraingesang: Walter Jurman Deine Mutter bleibt immer bei dir. English- waltz Refraingesang: Robert Koppel 2299 Schöner Gigolo Tango. Refraingesang: Walter Jurma Drüben in der Heimat blüh's die weißen Rosen. Englich wa Refraingesang: Robert Koppel. 2304 Wenn in Venezia die Tauben schlafen. Tange Refraingesang: Robert Koppel. Ich hab' kein Auto, ich hab' kein Rittergut.. Slow F Refraingesang: Robert Koppel. 2305 Dein Mund sagt Nein"! Tango. Refraingesang: Johannes Maximilian. En Paris bei der Uhr der Madelaine. Valse Americaine Refraingesangs Robert Koppel Chchestrola Musik- Instrumente Spitzenleistung in Tonwiedergabe und Preis Type 1110 Verkaufspreis RM. 235, Type 1111 alt Adler- Elektromotor RM 300, Bezugsquellen werden nachgewiesen vons Orchestrola Vocalion G BERLIN SO 36 MAYBACH UFER 48 51 so we hidros 19W 260 mA neniebabn ARCOPHON hownoV ON 4 ine( nonT no 08.S.Mnov RM. 42 heb" a alls so - Mebaldai. 41.50 29 ARCOPHON S A RM. 73. 6X PHON 5 RM. 98. # KEN 4 RM. 98 Sonntag, 1. 12. Staats- Oper Unter d. Linden A.-V. 266 20 Uhr Sonntag, 1. 12 Städt. Oper Bismarckstr. Turnus II 20 Uhr Rheingold Tosca Staats- Oper Staatl. Schausph. Am Pl.d.Republ. R.-S. 190 1912 Uhr Die am Gendarmenmarkt A.-V. 235 do 20 Uhr Fledermaus Peer Gynt Staatl. Schiller- Theater, Charith. 20 Uhr: 2x2= 5 SCALA Tägl. 2 Verstell. 5 und 82 Uhr Barbarossa 9256 Preise 1-6 M. Wochtg. 5 U. 50 Pf.- 3 M Heute Premiere des großen Weihnachts- Programms mit Chaz J. Carter der berühmte Illusionist auf seiner Weltreise Matray- Ballett Neue Tänze mit Katta Sterna und Maria Solveg Kafka, Stanley& May Neuheit am schwingenden Trapez und weltere verschiedenartige exzentrisch- komische Varietéstars Tägi. 5 u. 815 PLAZA Sonn. 2,5 e 8 8 Uhr: Winter GROSSES SCHAUSPIELHAUS Garten. 3 Musketiere 8 Uhr- Zenir. 2819 Rauden erlaubt 16 Original Lawrence Tiller- Girls und weitere Varieté- Neuheiten Sonnabend u. Sonntag je 2 Vorstellungen 3 und Unr. 30 kleine Preise. 814 Uhr CASINO- THEATER Ubr Lothringer Straße 37 Nur noch bis 3. Dezember 1929: Verlagte Hochzeltsnacht! Am 3. Dezember zum 1. Male: Famille Hannemann. Gutschein für 1-4 Personen Fauteuil nur 1.25 M., Sessel 1.75 M., Sonstige Preise: Parkett u. Rang 0.80 M. KABARETT LT BAYERN AM BAHNHOF FRIEDRICHSTR- 94 ab845 DAS WELTSTADT PROGRAMM KASINO BAYERNKELLER bis 3 Uhr Abends Regie: ERIK CHARELL. Sonntag namm. uagek. halhe Pr. EN 10 RM. Malls ownemnt nov ROSE 8-8 Gr. Frankfurter -THEATER Strabe 132 Teleph.: Alexander 3422 u. 3494 Täglich 815 Uhr ( Sonntags 5% und 9 Uhr) Pariser Blut Jeden Mittwoch u. Sonnabend nachm. 5 Uhr Max und Moritz" und der Weihnachtsmann Großes Weihnachtsmärchen. Jeden Sonntag, nachm. 2.30 Uhr Frau Holle Konzerthaus Mauerstraße Das neue Programm Raleig cacion DER CLOU IM CLOU Nachmittags: TELEFUNKEN 30 R UM # 2 M MIJANG Die beliebte Kaffeestunde MINTOJ Alex. E.4.8060 SONNTAG: GROSSES MILITARKONZERT A MA INTERNAT. VARIETE Heute Premiere 1 heater 1. d. Behrenstr. 53-54 84 A 4 Zentrum 926/927 814 .. Vater sein, dagegen sehr CIRCUS BUSCH Heute sonntag: 2 mal, 3 und 8 Uhr Letzte 2 Vorstellungen der Her.stspielzeiti A Weihnach en Eine neue Ueberraschung fü Berlia im Circus Busch prengar REGIE: 1010 KARL LUDWIG DUISBERG- ACHAZ HAUPTROLLEN: HEINRICH GEORGE JLSE STOBRAWA VIOLA GARDEN KOWAL- SAMBORSKI GERTRUD ARNOLD PRODUKTIONSLEITUNG: HANS VON WOLZOGEN EIN DUISBERG- ACHAZ FILM DER TERRA Berilner ik- Trio ,, Das Hohelied der Tednik Neukölln. Lahnstr. 74/751 Theater, Lichtspiele usw. auch folgende Seite! Sonnabend und Sonntag 500 700 915 Täglich 700 915 Terra- Lichtspiele Mozartsaal Vorverkauf 12 2. Nollendorfplatz 5. Tel.: Kurfürst 2018 008 0009 lisab 11119 0.0 194: ELEFUNKEN EN 40 40 RM.440. TELEFUNKEN TELE FUN KEN N 9w RM.510 Qw Arias zu WEIHNACHTEN DAS BESTE RUNDFUNKGERÄT Ein echter TELEFUNKEN LAUTSPRECHER ROHREN EMPFANGER TELEFUNKEN DIE DEUTSCHE WELTMARKE Verlag. J. H. W. Dietz Nachfl., GmbH, Berlin SW 68 Diese„ Obertöne" geben Arno Holz, Das Werk Zehn Großoktav- Bände, Ganzleinen Statt M.120.- nur noch M. 80.Preise der Einzelbände( Leinen) entsprechend herabgesetzt. Von M.2.50 an Karl Marx, Das Kapital Von Karl und Benedikt Kautski herausgegeben. Alle vier Bände( Großoktav zusammen 2160 Seit.) M. 60.Einzeln zu beziehen. Einzige vollständige Ausgabe August Bebel Die Frau und der Sozialismus Jubiläumsausgabe. Neues Vorwort von Ed. Bernstein. 567 Seiten. Ganzleinen M. 7.50. Halbleder M. 10, Wir laden Sie ein in unsere Buchandlung, Lindenstraße 2, zu kommen, wo alle Neuerscheinungen ausliegen. Geschäftseit bis zum Fest von 9-19 Uhr Renaissance- Theater 84 Uhr. - Letzte 5 Aufführungen Coeur- Bube Komödie von Jacques Nathanson. Regie: Leontine Sagan. Lennartz Staudte Vallentin Kupfer Sima Rasumny Sonntag nachmittag 4 Uhr( 2-8 M.) Die hellige Flamme Steinplatz C 1. 0901 u. 2583/84. CUR DIE FAMILIE FUR DIE DAME FUR DEN HERRN FUR DAS KIND der Musik den Charakter Töne unter der Lupe Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was die Klangschönheit einer guten Platte ausmacht? Jeder Grundton hat mitschwingende Obertöne. Diese Obertöne sind es, die dem Ton Weichheit, Fülle und Glanz geben. Durch Lindströms vollendete Aufnahmetechnik werden sie auf der Platte festgehalten. Daher der leuchtende, nuancenreiche Odeon- Ton. Besonders empfehlenswerte Odeon- Platten: 0.4949 O. 4812 Richard Tauber Dein ist mein ganzes Herz, Das Land des Lächelns" Lotte Lehmann Träume- Schmerzen( Wagner) 0.6735-17 Prof. Hans Knappertsbusch 0.6733 Symphonie Nr. 39, Es- Dur( Mozart) Berliner Lehrer- Gesangverein ( Leitung Prof. Rüdel) Geschichten aus dem Wiener Wald O. 11 151 Paul O'Montis I lift up my finger and I say tweettweet( Nanu, schönes Fräulein) 0.11147 Flüsterndes Tanzorchester Keiner hat Dich je so heiss wie ich geliebt. My Angeline Musikapparate auch auf Teilzahlung ODEON hat die natürlichen Obertöne Odeon- Musikapparate und-Platten führt bereitwilligst ohne jede Kaufverpflichtung vor: Odeon- Musikhaus, G. m. b. H., Berlin, Leipziger Strasse 110 Parlophon- Haus, Friedrichstrasse 91 Columbia- Musikhaus, Kurfürstendamm 29 Richard Rühle, Musikhandel, Oranienstrasse 64, sowie jedes gute Fachgeschäft . -O EEL Odegy CARL LINDSTRÖM A.-G., BERLIN SO 36 Deutsches Theater Theat. a. Kottb. Tor Metropol- Th. Reichshallen-Theater 0.1. Norden 12310 Abends 8 Sonntag nachm. 3 Zum 100, Male: 8 Uhr Der Kaiser ,, Bei de Stettiner" v. Amerika Sonntag. 1. Dez. zum 1. Male: ..Logis Wildwest" Billettbest. Zentrum 11263 Dönhoff- Brettl: Familien- Varieté Tanz. Tüllgardine, elfenbein, 3 Telle.... 7.75 Satin Steppdecke 150x200....... 15.Axminster Teppich, 185x200... Speisezimmerkrone, 3 Schalen... Persermuster, 55.Messing mit 40.Ottomans Mantel, reich gesteppt, 25.imit.Pelzkragen Veloutinekleid, Glockenform mit 22.75 Seidenblume Morgenrock, Blende. Flausch mit farbiger 4.95 Überschuhe, farbig mit Releverschl. 15.50 Blauer Anzug, gut.Melton, Spezial 68.Trenchcoat, m. wasserdicht. Einlage 59.Pullover, muster... Wolle plattiert, Jacquard- 15.50 Zigarren, 50 Stück Hausmarke, rein Übersee, 7.50 Hängerchen, aus Wollpopeline, Größe 40 6.75 Kindermantel, gut Flausch, Lange 45 7.50 für Mädch, Rodelgarnitur, fach, S- teilg. 14.50 Größe 35. Lackschuhe, Mädchen, Größe 22... mit hellem Einsatz für Alles: Anzahlung MAX. Rest in 5 Monatsraten ( Beamte ohne Anzahig.) Fluss 5.50 KAUFHAUS BERLIN C ROSENTHALER STR 58 Langjähriger Vertrageliaferant der größten Berliner Beamten- Wirtschaftsstelles 20% Rabatt aut Anzahlung von Bernard Shaw Reg: Max Reinhardt Kottb. Str. 6 Tägl.& Uhr auchSonnt. nachm.3 U.: EliteSänger. Das einzig dastehende, vielseitige 8% Uhr Das Land des Lächelns Vera Schwarz, Richard Tauber Musik von Kammerspiele weihnachts- Pr. Franz Lehár D.1. Norden 12310 8¼ Uhr Zur gefl. Ansicht! Lustspiel von Frederik Lonsdale Regie: Gustaf Gründgens Die Komödie 11 Bismck.2414/ 7516 814 Uhr Yom Teufel geholt von Knut Hamsum Regie: Max Reinhardt Th. a. Nollendorfplatz Vorvk. 10-2 Kf. 2001 Täglich 84 Uhr Gastspiel des Deutschen Theaters Möbel DERK Besichtigen Sie mein Riesenlager! Sie werden über die billigen Preise staunen! Lennert BERLIN N 54 Die Fledermaus LOTHRINGERSTR.55 Regie: Max Reinhardt. Z entralTheater Alte Jakobstr.32 Gastspiel d. Th. d. Westens Täglich 8 Uhr Stg. 5 u. 8 Uhr 1 Friederike Sonntag 13 Uhr Kleine Preise. Das Weihnachtswunder Planetarium am Zoo Verläng. Joachimsthaler Straß B.5 Barbarossa 5578 16% Uhr Herbstabende am Sternenhimmel 18 Uhr Rätsel des Sternenlichtes 2014 Uhr Sis an die Grenzen der Welt Eintritt 1 Mark, Kinder 50 Pf. Mittwochs halbe Kassenpreise. AM ROSENTHALER PLATZ Direktion Dr. Robert Klein Deutsches Künstler- Theat. Barbarossa 3937 3/48 Uhr Ende 11.10 Uhr Seltsames Zwischenspiel 3 Regie: Heinz Hilpert 15 Uhr Die andere Seite Premierenbes. kl. Pr. 0,50- S Mk. Berliner Theater Dönhoff 170 8 Uhr Reserviert für Herrn Gaston. Lustspielhaus Friedrichstr. 236 Bergmann 2922 Täglich 8 Uhr Grand Hotel Lustspiel von Paul Frank Volksbühne, Theater am Bülowplatz Sonntag, den 8. Dezember 1929, mittags 12 Uhr: Neue Werke für Orchester ,, ARBEITERMUSIK" unter Leitung von Karl Rankl Programm. Tiessen: Vorspiel zu einem Revolutionsdrama. Pillney: Divertimento für Sprecher, Klavier- Kammerorchester. Klaus Pringsheim: Vier Arbeiterlieder für Bariton u. Orchester ( Uraufführung) unter Leitung des Komponisten Wunsch: Hammerwerk: Eine Arbeitersinfonie. Mitwirkende: Bariton: Herbert Jansen, Klavier: Karl Hermann Pillney. Sprecher: Alfred Beieric. Das Berliner Sinfonie- Orchester Staatsoper. Karten zum Preise von 1.50 Mk.( auch f. Nichtmitglieder ohne Nachzahlung) Tietz, Volksbühnen- Buchhandl., Geschäftsstelle d. Volksbühne u. Zahlstellen Trianon- Th Merkur 2391 8 Uhr Kleinen Anzeiges Kleines Theat. Besonders wirksam sind die in der Gesamt. Auflage billig! Merkur 1624 Täglich 8 Uhr ,, Dle Ballerina Max Adalbert des Königs" So. 4, Stg. 2 Uhr Schneewittchen Sonntag 5 Uhr Der Strom Rundfunkhörer halbe Preise in Das Parfüm meiner Frau Lustsp v. Leo Lenz Sonntag 2 Uhr Das tapfere Schneiderlein. 500 Sprechmaschinen Echt Eiche 55M Grosser Gelegenheitskauf Schrank- Apparatet 45, 55, 65 M. erstklassiger Schalldose Schlangentonarm mit Original- Schweizer Doppelfederschneckenwerk, 75.Haubenapparate prima Werk Mk. 35.ans Eiche Mk. 27.-, 30.-, mit Schlangentonarm, Kofferapparate M. 14., 18., 20.-, m. Metalltonführung Mk. 26.40 000 Schallplatten grosser Gelegenheitskauf, doppelseit.. 25 cm gross, nur 0.05. 1.25, 1.50 Mk.. 50 cm gross 1.75. 2.50 Mk., Original englische Tanzplatten 25 cm 0.85 Mk. Grosse Auswahl neuester Schlager. Erstklassige Markenplatten wie Odeon, Columbia, Parlophon, Beka Homocord Tri Ergon, Grammophon usw. zu Originalpreisen. Sämtliche Zubehörteile, Schalldosen, Werke 3.50, 4.50, 5 M. nsw. Gehäuse, Trichter( eigene Fabrikation), usw. Reparaturen aller Marken. Grosse Auswahl Nähmaschinen, in Musikinstrumenten aller Art. Radio, Zadíozubehörteile, Kinderautos, Spielwaren aller Art, Wirtschaftsartikel, Uhren. Go'd-, Lederwaren usw. Motorräder, Motorradzubehörteile, Fahrräder bekanntester Marken wie Brennabor, Göricke, Diamant, Wittler, Mifa, Simson, Cpel, N. 8. U. nsw. sowie die berühmten Arcona- und Sternräder. Jugendräder für jedes Alter. 2000 Kinderräder 7.50, 13.-, 15.-, 23.-, Kinderdreiräder 9.-, 11.-, 15.-. Der neue Prachtkatalog 365 eiten stark mit 6500 Abbildungen nach auswärts gratis u. iranko Ernst Machnow Berlin, Weinmalsterstrasse 14. WEIHNACHTEN KOMMT BALD dann muß Ihr Heim behaglich sein. Schaffen Sie Ihren Lieben die große, davernde Freude mit schönen Driha- Möbeln. Es gibt kein schöneres Geschenk. Die Zahlung kann ganz nach Ihren Wünschen erfolgen. 1. Rate Januar auch ohne Anzahlung. Filiale Charlottenburg, Wilmersdor'er Str 46 47 Grösstes Fahrradhaus Deutschlands. des Vorwärts und trotzdem Soeben erschienen! Unser neuer Spezialkatalog für Innendekoration mit OriginalTeppichmustern! Zusendung kosten'os! Das weltbekannte Teppichhaus efèvre Beriin, seit 47 Jahren nur Oranienst.158 Zahlungserleichterung DRIHA MOBEL BRUNNENSTRASSE 33 ELSASSER STRASSE 37 Am ORANIENBURGER TOR NAHE INVALIDENSTRASSE ohne Aufschlag!! INS HEIM Prospekt B kostenlos 廟 5Tr. 563* 46. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 1. Oezsmber 1929 Die nächste Wahlschlacht. Die Lanviagswahl in Thüringen am S. Dezember-1929. Bürgerlicher Bankrott. Von August Frölich. Eine außenpolitische Frage hat dem im Januar 1927 gewählten Thüringischen Landtage ein um zwei Monate zu frühes Ende gebracht. Zwar waren die bürgerlichen Par- teien in Thüringen sonst ängstlich bemüht. Fragen, die Haupt- sächlich den Reichstag angehen, von der Beratung im Land- tage ouszu'chalten, aber der Noung-Plan und noch viel- mehr das Volksbegehren Hugenbergs veranlaßten die an der Regierungskoalition beteiligten Landbündler und Wirtschaftsparteiler im Verein mit den die Regierung stützenden Deutschnationalen den„Dolchstoß" gegen ihre Koalitionsparteien, die Deutsche Voltspartei und die Demo- traten, zu führen. Bereits bei der Verabschiedung des Etats für das Jahr 1929„ am 23. Juli d. I., stellten die Wirtschafts- purtei, die Deutschnationalen und der Landbund in einer langen Erklärung.Grundsätze" sür d'e.Reparationspolitik des Reiches auf. Die Grundsätze gipfelten darin, daß wir überhaupt nichts mehr zu zahlen hätten und auch nichts mehr zahlen könnten." Von der thüringischen Regierung wurde erwartet, daß sie n'cht nur im Sinne der„Leitgedanken" auf die Regierung einwirken, sondern auch mit den übrigen d e u ts ch e n Länderregierungen wegen einer gleichen Stellung- nähme in Verbindung treten würde, um die„Grundsätze" durchzusetzen. Am 25. September brachten dieselben Parteien, diesmal unter Einbeziehung der Nationalsozialisten, einen Antrag an den Landtag: „Die Regierung wird beaustragt, Im Reichsrat gegen die Ge- setzesoorlage betreffend Annahm« des Haager Abkommens(Pariser Tributplan) zu stimmen." Die„Koalitionsfreunde" der Antragsteller, Volkspartei und Demokraten, schwiegen zu diesem Ueberfall auf Strese- manns Politik und zu dieser Art Unterstützung des Hugen- berg-Volksbegehrens. Das Bestreben, die bestehende Koalition gegen die Sozialdemokratie in Thüringen unter allen Um- ständen aufrecht zu erhalten, blldet die Erklärung sür ihr Schweigen. Die Presse konnte zudem eine aus Kreisen der Regierung stammende Meldung veröffentlichen, wonach das Kabinett mit dem Antrag der Hugenbera-Front einverstanden sei und ihm Rechnung tragen würde. Für die Antragsteller bestand deshalb keine Veranlassung, die Einberufung des Landtages zu verlangen, wohl aber für die sozialdemokratische Landtagsfraktion, die es für nötig hielt, Klarheit in die ver- worrenen Regicrungsverhältnifse zü bringen. Die zwei Demokraten nahmen die erste Landtagssitzung wahr, um aus der Regierungskoalition auszuscheiden. Ihre beiden Regierungsmitglieder zogen daraus jedoch keine Konse- quenzen. Die Regierung fiel erst auseinander, als die Mitglieder des Landbundes und der Wirtschaftspartei ausschieden. Sie benutzten die Erklärung der Demokraten, um den Regierungs- Mitgliedern der Demokratischen und der Deutschen Volkspartei den Stuhl vor die Tür zu setzen. Eine verdiente Lektion für die Demokraten, die sich in Thüringen seit Jahren zu Schleppenträgern des reaktionären Landbundes und der Wirtschaftspartei herabgewürdigt haben. Roch ehe der Antrag der Hugenberger zur Abstimmung kam, hatte so die Regierung kampflos das �eld geräumt. Dazu holten sich die Nachläufer Hugenbergs"noch die verdiente Niederlage: ihr Antrag, die Thüringer Regierung gegen den Poung-Plan einzuspannen, wurde abgelehnt. Das Schlußergebnis der großen Aktion: Die Blockgenerale Hugenberqs wollten den Thüringer Land- tag. und über die Thüringer Regierung d'e Länderregierungen in die Hugenberg-Front einbeziehen. Erreicht haben sie die Ablehnung ihres Antrages, den Sturz der Regie- r u n g und die von der Sozialdemokratie gefor- derte Auflösung des Landtags. Gegen die Sozialdemokratie haben sich nun die feind- sichen Brüder mit Ausnahme der Demokraten im Wahlkampf wieder zusammengefunden. Im Jahre 1924 kämpfte der von der Reichswehr diktierte„Ordnungsbund" gegen die„Miß- Wirtschaft" der bis dahin regierenden Sozialdemokratie. Nach der Wahl glaubten die'e Kleinstaatenpolitiker den„Marxis- mus" dauernd niedergekämpft zu haben. Sie begannen ihre Arbeit mit der Entfernung von sozialdemokratischen und republikanischen Beamten, mst dem Niederreißen des sozial- demokratischen Verwastungs- und Kulturaufbaues, und vor ollen Dingen mit einer Jnteresienpolitik beim Wbau der Realsteuern und der Steuern im allgemeinen, die Thüringen nahe an den Rand der Bankerotterklärung brachte. Der Abschluß des letzten Etats des sozialdemokratischen Finan,zministers brachte dem Lande einen Ueberschuß von 3,5 Millionen Mark, Folgende Etats bis zum Jahre 1926 breachten weitere Ueberschüsse von weiteren 18 Millionen Mark. Seit 1927 sind die Etats nicht mehr ausgeglichen worden und schließen beim Rechnungsabschluß mst erheblichen Fehl- betrügen ab. Regierungskrisen und Rücktritte von Finanz- ministern änderten nichts an d'efer„Finanzpolitik".„Wirt- schaftspartei" und Landbund drückten dieser Politik den Stempel auf. Der Landbund propagierte im Lande nicht nur den Käufer-, sondern auch den Steuerstreik: sein Führer Höfer proklamierte eine dreijährige Steuerfreiheit für die Landwirtschaft. Die Wirtichaftspartei sorgte für den Hausbesitz und den sogenannten Mittelstand, insbesondere für den Einzelhandel. Daneben trat sie gegen die Konsumvereine, gegen eine staat- liche Beschaffungsstelle und gegen jeden Fortschritt auf arbeits- rechtlichem und sozialoolitischem Gebiete mit Entscbiedenhest auf.„Die schlimmste Blüte des politischen Stumpfsinns"— wie die Volkspartei die Wirtschaftspartei nannte— hatte erreicht, daß der Thüringer Hausqrundbesitzer 78 Proz. der Friedensmiete erhält und das Land nur 42 Proz. Auf- wertungssteuer, während die Sätze in Preußen 72 Proz. und 48 Proz betragen. Noch im Frühjahr 1929 handelten WirtsSrnftsvartei und Land b und dem Finanzminister eine Million Realsteuern ab, obwohl der Finanzdalles schon offenkundig war. Alle Re- g'erungsparteien gaben dem Finanzminister das schriftliche Versprechen, für anderweitige Deckung besorgt zu sein. Durch ein„Notopfer", in dem eine Kopfsteuer und die Erhöhung der Wohnunasmiete um 2 Proz. hauptsächlich zugunsten der Staatskasse, die Hauptrolle spielten, sollte das Versprechen eingelöst und das Etatsdefizst für 1929 auf 5 Millionen Mark gesenkt werden. Das„N o t o p f e r" wurde vom Landtag mit Hilfe der Demokraten in seinem unrühmlichsten Punkte abgelehnt, was den demokratischen Minister Paulßen nicht hinderte, die- selbe Vorlage noch einmal an den Landtag zu bringen, wo sie jetzt begraben liegt. Genug von der bürgerlichen Regierungs- k u n st: sie wollten alles besser machen, als ihre Vorgänger die Sozialdemokraten, darum haben sie s e ch s m a l in einem Zeitraum von 5�,- Jahren die Regie« rung gewechselt oder umgekrempelt. Von der Sozialdemokratie haben sie ein schulden«. freies Landesvermöaen von rund 500 M i l» l i o n e n Mark und einen Bestand von 3,5 Millio- n e n Mark übernommen. Heute hat Thüringen 120 Mil- lionen Mark Schulden. Die Thüringer Staatsbank ist nicht mehr in der Lage, dem Land weitere Kredite zu gewähren. Die Zahlung der letzten Beamtenge Kälter war nur durch einen Zufall möglich. Ein Streitfall zwischen der Staatsbank und der Mitteldeutschen Landesbank wurde durch einen Vertrag geschlichtet. Die Mitteldeutsche Landes- bant sprang dann mit einem Kredit zur Zahlung der Veamtengehältei ein. Die Erträgnisie aus dem Landesvermögen, die jährlich je nach den Holzpreisen bis zu 13 Millionen Mark betragen, reichen heute gerade zur Verzinsung und Tilgung der Staats- schuld von 120 Millionen Mark aus. Dazu kommt eine laufende Belastung durch die acht ehemaligen Fürsten- Häuser, die mit Hilfe von Gerichtsurteilen und Schieds- gerichten erhöhte Ansprüche durchgesetzt haben. Wie hoch heute die Leistungen für sie sind, steht noch nicht einmal end- gültig fest. Als letzte Tat hat die bürgerliche Mehrheit ein Konkordat mit der evangelischen Landeskirche und der lutherischen Reußer Kirche abgeschlossen, das Thüringen mit jährlich 3,75 Millionen Mark belastet. Da» neben vertritt die Kirche im Klagewege noch weitere An- spräche gegen die politischen Gemeinden und nimmt ihre Deputate, die in Holz, Brot, Eiern, Bratwürsten und Stroh für die Rindviehhaltung bestehen, voll in Anspruch. Die 1,6 Millionen Einwohner Thüringens sind durch die ehe- maligen Fürsten und die Kirche hart gestraft. Die Demokraten in Thüringe-n hatten es feit der Wahl vom Jahre 1927 in der Hand, den Kurs zu ändern. Sie trifft die Hauptschuld an dem politischen und finanziellen Niedergang Thüringens. Ihre aus der unhalt- baren Politik der letzten Jahre geborene Wahlparole„Ein- heitsrepublik durch Anschluß an Preußen" hat bei den Rechts- Parteien die Parole hervorgerufen:„Rettet Thürin- g e n". Ein Schulrat hat sich in einem Artikel— Uebsrschrift „Freitod"— zur Verteidigung der Thüringer Nation aufge- schwungen:„Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles setzt an ihre Ehre!" Zwar ist an eine durchgreifende Sanierung Thüringens kaum zu denken— Ausspruch eines Führers der Deutschen Volkspartei—, was aber die bürger- lichen Parteien nicht abhält, Thüringen im Wahlkanipf vor der Sozialdemokratie zu retten, nachdem die bürgerlichen Parteien in den letzten sechs Jahren Thüringen in Grund und Boden regiert haben. Der Parole der Gegner ,�Hie gut Thüringen alle Wege". „Nie wieder ein rotes Thüringen" setzt die Sozialdemokratie ihre Forderung entgegen: Vorbereitung der deutschen Ein- heitsrepublik durch weitgehende Abtretung von Verwaltungs- gebieten an das Reich und Abschluß von Verwaltungsgemein- schaften mit Preußen, ein sozialdemokratisches Thüringen! » Wirtschastsgeld und Politik Die sozialdemokratische Funktionärinnenkonferenz. Die FvnkkionSrlnnenkonferenz der Der» liaer Sozialdemokratie in den Sophiensälen wurde eingeleilei durch einen Akt ernsten, weihevollen Gedenkens: Stehend hörten die versammelten den Rachruf Mathilde Wurms aus die tote Miistreiterin v. Hofstetten. Das Hanptreferat über die Agitationsarbeit der Frauen hielt Kälhe Kern. Am 1. Oktober 1928 betrug der Mitgliederstand 13 500, am 1. Oktober 1929 15 871 Frauen. Die Werbewoche brachte 1928 834, 1929 1678 Neuaufnahmen. Die Kommunisten versuchen neben der Erfassung durch die Partei an die Frauen durch den roten Frauen- und Mädchenbund heran- zukommen, in dem die politischen Fragen zunächst zurückgestellt werden und das Bildungs- und Unterhaltungsbedürfnis besonders berücksichtigt wird. Unsere organisatorische Arbeit, die bisher aus der Wohnung aufgebaut war, muß nach Möglichkeit in den Betrieben weiter ausgedehnt werden. Wir müssen immer mehr an die erwerbstätigen Frauen herankommen. Durch Betriebs- funttionärinnen müssen wir die Schaffenden gewinnen. Gewerkschaftliche Organisation tut not. Bei der Aktivierung der Hausfrauen spielt der Hinweis auf den engen ' Zusammenhang zwischen WIrtschasksgeld und Zoll- und Steuer- Politik eine bedeutsame Rolle. Bei den Frauenabenden steht im Border- grund die politische, kulturelle und soziale Schulung, daneben sind gelegentlich« heiter« Abende nicht abzulehnen. Wichtig ist die Raumfrage: Vielen Frauen ist es unangenehm, in der Enge einer Wirtshausstube zu tagen. Wenn Jugendheime oder luftige Schulräume den Frauen zur Berfügung stehen, wenn Blumen und ein sauberes Tuch den Tisch schmücken, wird die Anziehungskrast größer sein. Teilnahme an den Bildungskursen der Partei ist dringend zu propagieren. Im Winter werden wir uns auch mit den Fragen beschäftigen müsien, die aus dem Arbeitsplan des Reichstages für die Frauen von Bedeutung sind. In der Aussprache wurde die Ausgestaltung der Frauen- a b e n d e ausführlich besprochen. Zusammenfassend kann gesagt werden: Gründlichkeit In der politischen Ausbildung und gute Kameradschaft sind das Ziel, das nach der Lagerung in den Bezirken auf verschiedenen Wegen erreicht werden kann. Wichtig war die Anregung von Gertrud Hanna, nach Möglichkeit die Zahl der Eingeladenen zu vermehren, um an die Außenstehenden heran- zukommen. Machilde Wurm bedauerte, daß von den Genossinnen Referate über die Einführung in den Sozialismus und die Geschichle der Sozialdemokratie zu wenig verlangt werden. Luise ä h l e r betonte, daß unsere Stadtverordneten energisch für die Schaffung von Heimen für Hausangestellte eintreten muffen. Heute schlafen stellungslose Hausangestellte in den christlichen Heimen für 30 Pl. auf dem Erdboden auf einer dünnen Matratze oder sür 20 Ps. ans einem Stuhl mit einer dünnen Decke. Genossin S p r a f k e gab ein lebendiges, zur Nacheiferung ermunterndes Bild agitatorischer Kleinarbeit Genossin M e i s e r regte die Einführung von Dis- kutierabenden an. Genossin Diener bedauerte, daß noch viele Männer der Mitarbeit der Frau ablehnend gegenüberstehen. Ans die Notwendigkeit, daß die Frauen im Magistrat und in den Bezirken in das Wohnungsdezernat kommen, wies Genossin To-denhagcn hin. Genossin Lerch oerlangt« für die Arbeit in den Betri<<>cn ein« stärkere Zuweisung von Agitationsmaterial, In ihrem Schlußwort betonte Käthe Kern, daß wir im letzte» Jahre auch mit unserer Arbeit in den Betrieben gut vorwärts gekommen sind. Wenn wir den Ausbou unserer zentralen Abende, unserer Werbeabend« und unserer Betriebsobende in gleichem Tempo fortsetzen, wird der Erfolg nicht ausbleiben. Unerreicht lautet auch Sss vrtsU«»3«rer KuiuIsh „In Beantwortung Ihrer gefl. Zuschrift vorn 27. 8. 29 teilen wir Ihnen mit daß wir mit dem im Jahre 1925 bezogenen Vomag- Lastkraftwagen sehr zufrieden sind. Leistung gut, Verbrauch an Brennstoff normal. Reparaturen in der Zeit von 4 Jahren machten sich selten notwendig." Olbernhau, 29. 8. 29. Consum-Verein für Olbernhau und Umgegend. Vogtländlsche Maschinenfabrik Plauen i. Vgtld. Spielerei mit dem Generalftreif. Niedergang des Kommunismus in Finnland. 134. L. Bu 10% the Borhanbeitung mit families Sunitiones Sel Göpfert am Bahnhof. Dienstag, 3. Dezember: 25. 16. 19 Uhr bei Rösler, Goldaper Str. 9, finden fich alle Varteigentoffe ein, die Konfummitglieder der 105. Berkaufsstelle, Elbinger Straße, find. Bollzähliges Erscheinen ist erwünscht. 106. Abt. Johannisthal. 20 Uhr Sigung fämtlicher Funktionäre bei Gobin. Roonftr. 2 136. Abt. Reinidendorf- Oft. Gämtliche Genoffinnen und Genoffen beteiligen fich qm Dienstag, 3. Dezember, 20 Uhr, an der Kreismitgliederversammlung im Schübenhaus". Die Besirfsführer haben hierzu einzuladen. Die Rontrolle fällt dem 13. Beşir su. Pünktliches Erscheinen notwendig. 146. bt. Reichsbruderci. 16 Uhr wichtige Berfammlung bei Gomis. Rommene bantenftr. 72. Dersammlung am Donnerstag, 5. Dezember, im Einfitebler", Johannisthat. Frauenveranstaltungen. Etma 100 politische Gefangene in Tammisaari proffamierten den Hungerstreit um einige, wahrscheinlich sehr berechtigte Berbesserungen ihrer Lage zu gewinnen. Die Sozialdemokratie forderte eine 101. bt. Treptow. Alle Mitglieder beteiligen fich an der Rreismitalleber unparteiische Untersuchung und Abschaffung der Mißstände. Die Kommunisten dagegen sahen in dem Hungerstreit eine Möglichkeit, für sich Reklame zu machen; fie proflamierten durch die Gemert. schaftszentrale einen eintägigen Generalstreit, der am 16. November stattfinden sollte. Der Generalstreit hat nunmehr stattgefunden oder vielmehr: er blieb aus. Der Kommunismus hatte bisher in Finnland eine stärfere und die Kommunisten schwer kompromittiert. Und nun tommt Stüße als in den meisten Ländern außerhalb Rußlands. Die Urdazu ein ganz und gar mißlungener Generalstreif! fachen sind die Nachbarschaft der russischen Bolschewifen, die Er innerungen der finnischen Arbeiterschaft an die an der Seite der russischen Arbeiter burchtämpften Revolutionen und nicht zuletzt der Umstand, daß nach dem Bürgerkriege Don 1918 finnische Arbeiter führer nach Rußland flohen und von dort aus die unter den finnischen Arbeitern betriebene fommunistische Propaganda leiten. Gine legale Kommunistische Partei gibt es in Finnland nicht mit um so größerer Energie haben sich die Kommunisten der gewert. haftlichen Bewegung bemächtigt und diese für ihre Swede in einer Weise mißbraucht, die nun die Sozialdemokraten zwang, bie Gewerkschaftszentrale zu verlassen und eigene gewerkschaftliche Dr. ganisationen zu gründen. Seit einigen Monaten ist die kommunistische Bewegung in einen schweren inneren Konflikt verwickelt. Die Befehle aus Mosfau wurden allzu drückend und selbst sehr treue Anhänger des Mos fauer Kommunismus empörten sich. Zwar gelang es den Mostauern, die Redaktionen sämtlicher tommunistischer Zeitungen zu reinigen, doch draußen im Lande geht der Kampf fort und die Zahl der Banfelmütigen" der rechten Abweichung" scheint auf Kosten der Anhänger von Mostau im Wachsen zu sein. Im Herbst haben sich Ereignisse vollzogen, die diese Entwicklung beschleunigen müssen. Bisher hatten die Kommunisten im Reichstage bie sozialbemo tratischen Bestrebungen für soziale Reformen doch meistens unterstützt. Nunmehr sind aus Mostau andere Weisungen gegeben worden. Es gilt, vor allem einen eigenen" Standpunkt zu haben und neulich wurde mit den Stimmen der Großkapitalisten, der Agrarier und der Kommunisten gegen die der Sozialdemotraten und der wenigen bürgerlichen Liberalen das Gefeß über die Schaffung einer Krantenversicherung ab. gelehnt. Damit sind die Hoffnungen, eine Sozialversicherung in Finnland zustande zu bringen, vorläufig gescheitert. Der Beschluß hat selbstverständlich unter den Arbeitern Erbitterung hervorgerufen Ein Mord in Gfutari. 3n weffen Gold? Die albanische Regierung hat vor furzem der jugoslawischen Regierung eine Protestnote wegen der Ermordung des Franzis faner Briefters Pater Stjepan Getschov überreicht; sie langte zu gleicher Zeit in Belgrad ein, wie der Proteft der italienischen Regierung gegen die Kritit der jugoslamischen Bresse, anláßlich des Gortan Prozesses in Bola. Die Sozialdemokratie fanb fogleich, baß fie nicht mitmachen fonnte. Ein Generalstreifverfuch war ungeeignet, die Lage der Finnland sehr ungünstig, die Arbeitslosigkeit wächst täglich; burch Gefangenen zu verbessern. Uebrigens ist die wirtschaftliche Lage in einen Streit wären auch die jetzt bestehenden Rollettiv. perträge verloren gegangen, mas übrigens von den Arbeitgebern heiß ersehnt wurde. 3. Rr. Webbing. Freitag, 6. Dezember, 191 Uhr, in der Löwen brauerei, Sochftr. 2, Areisveranstaltung. Bortrag: Was lehren uns die Rommunalwahlen?" Referentin Marie Runert, M. D. R. 4. Az. Prenzlauer Berg. Dienstag, 3. Dezember, 20 Uhr, bei Klug, Danziger Straße 71, Funktionärinnenfißung. Begen der Wichtigkeit der Tages ordnung muß jede Abteilung vertreten sein. Auch die Ziederbücher müssen abgeredmet werden. 20. Ar. Rainidenborf.( Agitation und Arbeiterwohlfahrt.) Montag, 2. Dezember, 20 Uhr, Funktionärinnen sigung in Tegel, Echöneberger Str. 3, Jugendheim. Frauenveranstaltungen am Montag, 2. Dezember: 1. Abt. 19% Uhr bei Spiegel, Aderstr. 1( am Roppenplaß), Bortrag:„ Neue Wege im Strafrecht". Referentin Minna Todenhagen. 17. 5. 20 Uhr bel Alinge, Gellerftr. 14, Bortrag:„ Der Beltkrieg in dez Biteratur". Referentin Gerba Weyl. Die Sozialdemokratie forderte die Arbeiter auf, das tommu nistische Gautelspiel nicht mitzumachen. Und sie haben es nicht mit. gemacht. Im ganzen Lande streiften einige Hunderte, höchstens ein paar Taufende; so streitten 3. B. in der Sägemühlenindustrie, wo 20 000 Arbeiter beschäftigt sind, etwa 150 Arbeiter. Mirgends befam man den Eindrud eines Streifs. Unter den Gewerkschaftsführern, auch den kommunistischen, ist die Stimmung außerordentlich schlecht, Reutölln. 59. bt. 20 lihr bei Gromed, Sanderstr. 10, Boziraq: Seiteres aus um jo mehr, da der Streit von der tommunistischen Leitung der Gewerkschaftszentrale proflamiert wurde, ohne daß mit den Berbänden verhandelt worden wäre. Das Fiasto des tommunistischen Generalstreifversuches wird von allen, auch den eifrigsten Kommunisten zugegeben. Die Autorität ber tommunistischen Führung ist derart getroffen, daß fie sich taum davon wieder erholen fönnen wird. Damit eröffnet sich der Weg zur Einigung und Stärkung der finnischen Arbeiterklasse. R. H. Wiit. Helsingfors. befuchen. Das Jeff beginnt Sonntag, 1. Dezember, um 16 Uhr ( Einlaß bereits um 15 Uhr!) im hinteren neuen Saal.( Aufpassen, nicht verwechseln!) Eintritt 1 Mart, Binder 10 Pf. Montag, 2. Dezember. 33. Abt. 20 Uhr Funktionärligung mit den jüngeren Barteimitgliedern ( älteren Geneffen ber Su3.) bei Lojad, Beymeftr. 8. Die Bezirisführer rechnen die Karten aum heiteren Abend am 5. Desember ab. Borber um 19 Uhr Borstandsfigung. Kreis- Mitgliederversammlungen Die Sozialdemokratie im Kampf mit ihren Gegnern". Dienstag, 3. Dezember: 20. Streis Reinidenborf. 19% Uhr im Schülkenhaus". Reinidenbort- Oft, Refi bensftr. 1. Ref.: Albert fallenberg, M. d. R Mittwoch, 4 Dezember: 4. Rreis Brenzlauer Berg. 19% Uhr in den„ Cafino- Feftfalen". Barvel- lee 15. Ref.: Carl Bitte, M. 5. 9. 5. Areis Friedrichshain. 19 Uhr in den Andreas Festfalen", ubreasitr. 21. Ref: Siegfried Aufhäufer, M, b. R. Der Franziskaner- Mönch Bater Stjepan Getschoo war ein be- mit der Tagesordnung geisterter albanischer Rationalist, ber schon mährend der Türfenherrschaft mit unermüdlichem Eifer für Albaniens Befreiung gearbeitet hat. Bor dem Weltfrieg machten sich in Albanien zwei Interessensphären bemerkbar, die italienische und die österreichischungarije. Pater Getschon befämpfte auf das Energischste den Ein fluß Italiens, mas dort nicht unbekannt blieb. Seinen Bemühungen gelang es, aus den albanischen Geminaren die italienische Sprache ju bezbrängen. Da Getschon auch aus Kirche und Schule, die von Desterreich- Ungarn subventioniert wurden, die italienische Sprache zu verdrängen fuchte, fete sich dadurch in Gegenjaz zur Donau Monarchie, die den stetig machfenben la mischen Einfluß am öftlichen Abria- llfer fürchtete und daher in der italienischen Pro paganda eine Gegentraft begrüßte. Der Klerus in Albanien ergänzte sich fast durchweg aus 3öglingen ber italienischen Bildung. Der Gegensatz zwischen Getschov und dem albanischen Klerus vertiefte fich immer mehr. Getschovs unermüdlicher und zäher Kampf gegen ben albanisch- italienischen Klerus mar ja zugleich ein Kampf gegen Italien selbst. An der Spize des albanischen Klerus, der immer an ber Be-. feftigung des italienischen Einflusses in Albanien gearbeitet hat, fteht der Franziskaner- Mönch Fischta. Jahrelang verfolgte Fischta Getschov und schließlich gelang es seinen hartnäckigen An feindungen, Getschon den Aufenthalt in Albanien unmöglich zu machen, Da Getschov in seinem fast dreißigjährigen Kampf gegen den albanischen Klerus, wie auch gegen Italien und gulegt gegen Achmed 3ogu, sich ständig als Freund der Serben ermies, fand er in Jugoslawien ein Asnl. Als bedeutender Albanologe verfügte Getschon über eine große Anzahl von Dotumenten und Manuftripten, die er mit dem Cifer des Forschers gesammelt hatte, und nun schien ihm in seinem Ajn! ber Moment gekommen, eine Geschichte Albaniens zu schreiben. Da er zu diesem 3mede seine Bibliothet und Manuskripte benötigte, Die in Stutari zurückgeblieben waren, reiste er dorthin, um dieses Material zu retten. Bei diesem legten Aufenthalt Getschons in Stutari hat der Klerus, an der Spitze Pater Fischta, ihn auf bas heftigste angegriffen und mit Spott und Hohn überschüttet. Auf dem Rüdmeg nach Serbien wurde der Priester Getschov ge. tötet und feine Manuskripte und Dokumente sind vers schwunden, Wo die Spuren der Morbtat zu suchen find, erscheint demnach wohl nicht unflar. Jugoslawien tonnte mohl ein Interesse baran haben, einen seiner Freunde umbringen zu laffen. Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik find Berlin C 68, Sindenstraße 3. für Groß- Berlin ftets an bas Bezirkssekretariat 2. Sof, 2 Kreppen rechts, zu richten. Die Freie Turnerschaft Groß- Berlin veranstaltet mit ihren größten Bezirken: Süden und Neufäün- Brig Sonntag, 1. Dezember, ein großes Herbstfest im neuen hinteren Saal der neuen Welt. Jum erstenmal wird eine großartige Turner- und Sportlerrevue gezeigt. Frischer lebendiger Geist, Kampfesmut und Lebensfreude molto in 16 Bildern davon Kunde geben, wie eng sich unsere Arbelferturner und-turnerinnen mit der zentralorganisierten Arbeiterschaft verbunden fühlen. Die Freie Turnerschaft Groß- Berlin fleti fich bel allen Vattelveranstaltungen stets getu zur Verfügung. Darum werden auch unsere Partelgenoffen und Gewertschaftskollegen nicht verfehlen, diesen Aufmarsch der neuen Zeit in der neuen Welt" zahlreich zu & Kreis Kreuzberg. 19% Uhr bei Rabe, Fichteft. 29. Stef.: Bürgermeifter Dr. Ser 10. Streis Rehlenbart. 1915 Uhr tat Sinbenpart, Berliner Cde Gartenftraße. Ref.: Kurt Seinig, W. b. R. 11. Kreis Schöneberg. 19% Uhr in ber Soulaule Feurig ftraße, neben der Feuermache. Ref.: Georg Bendt, M. b. 9. 13. Kreis Tempelhof. 1915 Uhr im Restaurant Ma- 21, Marienborf, ChauffeeStraße.( Referent wird noch bekanntgegeben.) 18. Rreis Bethenfee, 19% Uhr im Gesellschaftshaus". Bartstraße. Ref.: Crich Ruttner, M. d. 2. Donnerstag, 5. Dezember: 2. Rreis Ziergarten. 10% Uhr in den Arminiushallen, Bremer Str. 73. Ref.: Georg Maberhols. M. d. 2 3. Rzeis Webbing. 19% Uhr in der Sochschulbraueret", Gee Ede mrumer Straße. Ref.: Frana Rinfiler, M. d. R 9. Kreis Bilmersborf. 19 Uhr in Bittoria- Garten. Bibelmsque 114/115. Ref.: Ernit Seilmann, M. b.£. 15. Kreis Treptow. 19% Uhr im Botal Einsiedler". Johannisthal. Sternbaum. Ref.: Du Kurt Röwenstein, M. D. M. 17. Kreis Ligtenbera. 19% Uhr im Cäcilien- Enseum". Rathausstraße. Stef.: Richard Krille, Stadtverordneter. 19. Areis Paulow. 19% Uhr in Binbners Ronzerthaus". Am Marktplak. Ref.: Stadtverordneter Johannes Bag. 1. Areis Mitte. Sigung des erweiterten Rreisvorstandes am Montag. 2. De aember, 1916 Uhr, Bei Dobroblam, Swinemünder Str. 11. 2. Kreis Tiergarten. Montag, 2. Desember, 19% Uhr, bei Sandom, Flensburger Straße, erweiterte Rteisvorstandssitung. 3. Kreis Webbing. Mittwoch, 4. Desember, sünti 20 Uhr. Elternbeirats persammlung bei Gorgas, Uferftr. 12, Cde Martin- Opis- Straße. Thema: Die RBD. im Schultampf". Ref.: Gen. Negelin. Alle SPD.- Elternbeiräte imb intereffierte Genoffen find eingeladen. Mitgliedsbuch meist aus, 6. Kreis Kreuzberg. Montag, 18% Uhr, engerer Kreisvorstand mit Abteilungs. Teltern bei Krüger, Grimmste. 1. 7. Atreis Charlottenburg. Frete Schulgemeinbe. Beute im Türkischen Belt" Berliner Str. 53, gegenüber dem Dtsch. Krantenfaffenhaus, Familienabend. Gefang: Boltshot Sarmonie". Fuele Turnerschaft, Bieber aur Baute: 23. Melaer, Norwegische Tanarhythmen: 2. Efpanet: Ansprache: S. Rameran. Tana. Eintritt 50 Bf. an der Raffe. Saalöffnung 17 Uhr. Beginn 18 Uhr. 10. Kreis Rehlendorf. Mittwo. 4. Dezember, 20 Uhr, Kreismitalieberverfamm lung im Sindenpart". Barber um 18 Uhr Borstandssigung im Bereins aimmer des Lindenvart", Berliner Straße. 11. Streis Schöneberg. Dienstag. 8. Dezember, 20 Uhr, Gikuna bez Reifungs tommiffion in der Spedition Belziger Str. 27. Wichtige Tagesordnung. 17. Kreis Lichtenberg. Mittwoch, 4. Dezember, bei Tempel, Gudrunftr. 7, Kreis Borsbandssitung. 18. Kreis Weißenfee. Dienstag, 8. Desember, 19 Uhr, bei Gallas, Behberite. 122, Streisvorstandsfikuna. Um 20 Uhr Areisfunktionärfikung. Heute, Sontag, 1. Dezember: 6. Abt. Die Beatrisführer holen bie Gammellisten sut Beihnachtsfeier heute bei Dobroblam, Gminemünder Str. 11, ab. Morgen, Montag, 2. Dezember: 14., 15. wub 16. Abt. 19% Uhr wichtige Elternverfammlung ber 23. Bollsfdule Bei Rurkowili, feldftt. 8. Barteibuch legitimiert. Gäfte und Wähler ber Biffe Schulaufbau milffen durch Barteimitglieder eingeführt werden. Die Tagesordnung mitb in ber Berfammlung belanntgegeben. 20. E 19% Uhr bei Bofe, Solonieftr. 15. Funktionärfikung. 26. bt. 20 Uhr bei Beinlich. Weißenburger Str. 1, Funktionärtonferenz 28. 6. 10% br im Bolal von Sänide, Sagenauer Str. 5. Sikung aller Funktionäre. Bünktliches Erfcheinen ift Bflicht. 33. t. 20 Uhr Funktionärkung mit den füngeren Barteimitaliedern( alteren Genoffen ber 63.) bei Lojat, Benmeftr. 8. Die Bezirksführer nehmen die Rarian aum Seiteren Abend am 5. Dezember ab. Borher um 19 Uhr Bor ftandsfhung. 34. b. 19 Uhr wichtige Funktionärsikuna; Beatrisführer bereits up 161 Uhr. Mitglieberliften mitbringen und Sammelliften bestimmt abrechnen. 95. st. Reutölu. 20 Uhr Vorstandssigung bei Wilhelm Röpfe, Allerftr. 45. Erscheinen ift dringend erforderlich. 99. 10 t. Brig Badow. 20 Uhr Funktionärkung bei Günther, Chauffeeftr. 48. bt. Niederschönemeibe. Rum Besuch der Seibaudi" treffen fich die Genof finnen 13,45 am Bahnhof, Saltestelle der Straßenbahnlinie 91. Die Bartel mitaltaber besuchen am Donnerstag die Aretsmitglieberperfammlung im „ Einsiedler". 22. Abt. 19 Uhr bei Bartsch, Fehmarn, Ede Föhrerstraße, Vortrag:„ Die Frau in Wirtschaft und Gesellschaft". Steferentin Räthe Rern. 41. Abt. Der Frauenabend findet erst am 9. Dezember statt Nähere Mitteilung erfolgt noch. 83. bt. Lichterfelbe. 20 Uhr bei Fritsche, Lichterfelde- Güb, Berliner Str. 123a, Bortrag: Die Reform des Cherechtes". Referent Dr. Balter Gotthardt. ber foönen Literatur". Bortragender Genosse Henry Reiff. 91. Abt. 19 Uhr bei Lüddecke, Fontane, Ede Karlsgartenstraße, Bortrag: Repa rationen Wer bezahlt den Weltkrieg?" Referentin Dr. Dera Fabian.82. Abt. 19% Uhr bei Schiforra, Elbe, Ede Schandauer Straße, Vortrag: Neue Wege im Strafrecht". Referent Dr. Bernhard Adler. 102. Abt. Baumschulenweg. 19½ Uhr bei Saß, Baumschulenstr. 72, Vortrag: Lachendes Alt. und Neu- Berin". Referent Franz Sosemann. 132. st. Blantenburg. 19% Uhr bei Klug, Dorfstraße, Bortrag: Sozia listische Gesinnungspflege in der Familie". Referentin Selene Michaelis. 130a. Abt. Tegel- Freie Scholle. 20 Uhr im Schellenbureau Lilienthalhof, Vortrag: Proletarische Festfultur". Referentin Senny Rewalb. 104. Abt. Borsigwalde. 20 Uhr bei Boisach, Ernststr. 1, Vortrag:„ Der Kampf um den 218". Referent Dr. Hans Reiß. Frauenveranstaltungen am Dienstag, 3. Dezember: 32. Abt. 19% Uhr bei Kromphardt, Paul- Singer- Str. 49, Bericht vom Bt. girtsfrauentag und Besprechung der Weihnachtsfeier. 33. bt. 19% Uhr im Ronferenzzimmer der Gemeindeschule, Sohenloheftr. 10. Bortrag: Organisation des Weltfriedens". Referent Rebatteur Wolfgang Schwarz. 90. Abt. Neukölln. 20 Uhr bei Schabeito, Weichfel., Ede Donaustraße, Bar. trag: Was lehren uns die Wahlen". Referentin Else Scheibenhuber, 121. st. Rarlshorst. 19% Uhr int Deutschen Haus, Trestowstraße, Diskussions abend. 122. bt. Biesborf. 20 Uhr bei Porath, Marzahner Str. 1, Bortrag: Religion und Sozialismus". Referent Wilhelm Miethfe. 123a. Abt. Raulsdorf- Ed. 20 Uhr im Sägerheim Bortrag: Sumor im Alaffen fampf". Referent Sanns S. Ranum. Frauenveranstaltungen am Mittwoch, 4. Dezember: 21. b. Der für ben 4 Desember vorgefehene Frauenabenb fällt gugunfter her Rreisveranstaltung am Freitag, 6. Dezember, in ber 2öwenbrauerei, Sochstraße, aus. e Genoffinnez beteiligen fich an diefer Beranstaltung. Näheres fiche Annonce bes Kreises Bedding. 53. bt. Charlottenburg. 20 Uhr( Sotal wird am Mittwoch im Borwärts be Lanntgegeben), Borirag: Religion und Sozialismus". Referent Wilhelm S0tiethte. 117. 6. Sitenberg. 19% Uhr bel Brunn, Türrschmidtfte. 40, Bortrag bet Genoffin se Echeibenhuber. Frauenveranstaltungen am Donnerstag, 5. Dezember: 109. Abt. Friebrichshagen, 20 Uhr im Stadttheater am Marktplag, Bortrags Meister bes Sumors". Referent Dr. Mar Brie. 134. st. Buch. 20 Uhr im Lotal Göpfert am Bahnhof Buch, Bortzag: C sichung in Familie und Schule" Referent Lehrer Sans Runftmann 136. 26. Refnidendorf- C 20 Uhr in der Lindauer Straße Distutterabend. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 2. Rreis Ziergarten. Dienstag, 8. Desember, 20 Uhr, bei Sanbow, Flens burger Str. 3, wichtige Funktionärligung. Alle vertauften Bofe find bringend abzurechnen. 7. Kreis Charlottenburg. Freitag, 6. Dezember, 19% br, Aftenbefreun im Rathaus, Simmer 140. Die vertauften Lole finb umgehend abzurechnen. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen, Kreisgruppe Kreuzberg. Sikung am Mittwoch, 4. Desember, 20 Uhr, im Reichenfaal ber 83./93. Schule, Dieffenbachftr. 60/61. Gen. Serria( pricht über Das Thema: 3ft bie Errichtung non Gammelschulen ein geeigneter Weg, um zur Berweltlichung des Schulwefens au Lommen?" Bereinigung sozialdemokratischer Studierender. Beranstaltungen bez nächsten Woche. 1 Desember: Fahrt nach Roffen- Wünsdorf. Treffpunkt 8.30 Uhr Botsdamer Ringbahnhof. 2. Dezember: Medisinifde Fachschaft. Führung durch das Ambulatorium für Geschlechtstrante.( Sut für Mediziner.) 2. Desember: Marristische Arbeitsgemeinschaft. 3. Desember: Geographischer Arbeitskreis. 3. Dezember: Eos almiffenschaftliche Fachschaft. Grundfäße zur Steuerreiopm. 4. Dezember: Führung durch das Gasmert Tegel. Treffpunkt 13.30 Uhr ant Stadtbahnbogen Friedrichstraße. 5. Dezember: 13.45 Uhr Analistischer Arbeits freis. 5. Dezember: Medizinische Fachfchaft. Wohnungsnot und Bohnungs elenb als bevölkerungspolitisches Broblem. 5. Dezember: Mathematischer Arbeitskreis, 6. Dezember: Ortsgruppen- Mitgliederverfammlung im„ Sade fchen Sof". Rofenthaler Str. 41. 7. Dezember: Geographischer Arbeitskreis.8. Desember: 9-11 Uhr Romanistischer Arbeitstreis. Alle Beranstaltungen finden im Bund". Berlin R. 6, Albrecht itt. 11, fomeit nicht anders angegeben, um 20 Uhr statt. Jungfozialisten. File die am 7. Dezember in Berlin eintreffenben Mitglieder des Reichs ausiausies per Sunasozialisten werden noch 9 Quartiere für die Nacht vom 7. aum 8. Dezember gebraucht. Die Gruppenleiter werden gebeten. Adreffen pon Genoffen, die Quartiere bereitstellen tönnen, fofort an den Gen. S. Seinewaffer, Berlin- Steglit. Buagaftr. 21, oder an den Gen. R, Ringelmann. BerlinSchöneberg, rik- Reuter- Str. 6, einzufenben. 503ir machen die Gruppenleiter barauf aufmerksam, daß Anträge für die Generalversammlung und Borschläge aur Wahl des Arbeitsausschuffes bis aut vorbereitenden Gruppenfonferena am 14. Dezember an den Gen. S. Seinewaffer. Berlin- Steelik. Buggefte. 21, cingefandt bam. auf der Sonferens felbit eingereicht fein müffen. Gruppe Charlottenburg. Morgen. Montag, im Jugendheim. Roftnenftr. 4, Bortrag: Tagespolitische Umfchau"; anfchließend Mitoliederversammlung. Gruppe Tempelhof- Marienboef. Bet der im geftrigen Morgen- Borwärts" angegebenen Fahrt nach Fredersdorf lit als Treffpunkt irrtümlicherweise 7 Whe genannt motben. Wir treffen uns erst um 8 Uhr! Gruppe Bohnsdorf. Dienstag. 3. Dezember, iu Jugendheim, Bachtelitr. 1. 20 Uhr, Fortfehung des Rurfus Einführung in die perzistische Theorie". Gäste heralich willkommen. Gruppe Lichtenberg. Morgen. Montas, 2. Dezember, pünktlich 20 Uhr, int Jugendheim, Gunterste. 44. Borttaa: Literartfcher Abend. Sinclair. Barbuffe". Battet und EAS. Genoffen fowie Gäfte find freundlichst midtommen. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Bir bitten bringend, die noch ausstehenden Fragebogen aber unfere e sichungen zur CAS. unvorzilglich einzusenden. Außerdem bitten wir um fo fortige Einfendung der Unterlagen über die Vorkommnisse, die in der lekten Kreisleiterfiging besprochen wurden, Kreis Berfellu. Bir machen nomas barauf aufmerksam, daß am Conntag, dem 1. Dezember, ab 16 Uhr. Sejm nachmittag mit Iuftigen gichthiltern ift. Die Eltern der Gruppe Biele werd n gebeten, am Dienstag, dem 8. Dezember, um 19 Uhr, in der Leffingfaule Aus Elternverfammlung au erfcheinen. Sreis Reinidenhorf. Die Kreisheffer. fisung am Dienstaa, bent 8. Desember, muß megen ber Are smitgliederortfammlung der Bartei ausfallen. Anderer Temmin with durch Zeitung bekanntgegeben. Kreis Mitte. Montag, 20 Uhr, im Geim Rehdenider Sit 24'25, wichtige Selfernsung. Besonders wichtig für Junghelfer. Gruppe Arkonapiak: Miftmrd, 17 bis 1914 Uhr in der Echule Ruppiner Str. 48( Artonaplas), Turnen. Raffallen: Conntag, 1. Dezember, 8 Uhr, Bhf. Gesundbrunnest. Fahrt nach Berrau, Montag und Freitag heimakende. ember, fabren mir zum Grunewald, Dienstag: Lefen und Erzählen, Freitag: Jungfalten: Sonntag, 1. De Basteln. Westfallen: Wir beteiligen uns Gonniag an der Fahrt der JungLeineweber- Kleidung in Leineweber- Qualitäten Leineweber- Preisen Kieler Pyjack aus schwerem blauen Cheviot mit warmem Knaben- Ulster a.blaugrauem Knaben- Schlüpfer a. rötlichCheviot mit Ringsgurt für 22.- barjährigen Knaben M. 27.Futter f.vierjähr. Knaben M. 19.- sechsjährigen Knaben für & DAS HAUS DAS JEDEN ANZIEHT Berlin C Köllnischer Fischmarkt 4-6 P fallen, tonicg: Baften. De benbe so 17% Bis 19% The Seim Elifabethkirchstr. 19. Gruppe Marienborf. Dienstag, 8. Dezember, Citernausfpracheobenb um 6 Uhr alte Gemeindeschule, Dorfstraße. Geburtstage, Jubiläen usw. 18. st. Unferem alten Genoffen Wilhelm Badhaus und Frau zur Gibernen Sochzeit am 1. Desember die besten Glüdmünsche. 82 96t. Sm 1. Dezember feiert unfer Genofie Sundt, Am Schlesischen Bahnhof 1. mit feiner thefran bie goldene Bozeit Genoffe Sundt gebitie fon par bear Cozieltsengefes ber Bartei an und ist auch ebenso lange Storwärts- Zefer. Wir wünschen unserem treuen Freund einen recht gefunden und heiteren Lebensabend. Die offene Sandelsgefelthaft II Tinder und Kolben- Gießerei Brotop Söhne beabsichtigt die Errichtung einer Schmelzofenanlage in Berlin auf dem Grundftüd Gitsdiner Straße Nr. 61. Etwaige Einwendungen gegen diefe Stad ausfchuk binnen 14 Tagen, vom Anlage find bei dem unterzeichneten Tage nach der Beröffentlichung ab ge rechnet, fchriftlich in doppelter Aus fertigung oder AU Brotokoll anatönnen Einwendungen nicht mehr er bringen. Nach Ablauf diefer Frift nungen der geplanten Anlage liegen hoben werden. Befchreibung und Reich. Baifenstraße 27, 1 Treppe. Rimmer in unferem Bureau, Berlin C. 3. 41. ut. Unferent langjährigen Genoffen Sans Grone entbieten wir au feinem heutigen 70. Geburtstage die herzlichsten Glüldmünsche. 110. Abi Granou Unferem lieben Parteigenoffen Sermann MIIe au feinem 45jährigen Barteijubiläum die besten Glüdmünsche. Genoffe Muert. 60, an den Gefchäftstagen in der ift heute noch als rühriger Funktionär tätig. 128/130. Sist. Bantem. Unferem lieben Genoffen Sermann Griesba und Frau, Spickermannftr. 1, aur Silberhochzeit bie berglichsten Glüdwünsche 131. Wbt. Rieberschönhausen. Unserem Genpffen ebling, Schönhola 13a, au feinem 25jährigen Borteijubiläum bia herzlichsten Glüdmiinide. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 7. Abt. Unfer Genoffe Emil Böhme, Chauffeeftr. 54, ift verstorben. Ein fderung findet am Montaa um 12% Uhr im Krematorium Gerichtstraße statt. 47. bt Am 29. Stovember verstarb unser Genosse Franz Reilhad, Raungnftr. 11. Die Beerdigung findet am Dienstag, 14% Uhr, auf dem Alten Thomasfriedhof, Bermannstraße, statt. Unt rege Beteiligung wird gebeten. SEJ Sozialistische Arbeiterjugend Ör.- Berlin Finfendungen für diese Rubrif nur an bas Jugenbfefretariat Berlin S68, Lindenstraße 3 Rusammenkunft der Referenten und Jugendbeiräte morgen, Montag, 19% Uhr, in Gigungsfaal bes Brandenburger Bezirks, S., Lindenstr. 3. 11 Fof. 2 Trp. linis. Vortrag bes Genoffen Georg Mendelsohn über Großhabtiugend". Aarten zur Borstellung Frühlings Erwachen" von Wedekind zu 80 Vf. müssen umgehend von den Abteilungen gegen fofortige Bezahlung abgeholt werden, desgleichen die Beitragsmarien für die Abonnementstarten( au 75 Bi.). Heute, Sonntag, 1. Dezember: Faltslag I: Funktionärsihung 15 Uhr beim Genoffen Rupiah. Butbuffer Ettaße 33. Norden: 18 Uhr Seimabend. Tempelhof: 17 Uhr Funktionär fituna. Erscheinen aller Funktionäre ift Pflicht, 19 Uhr Seimabend. Schön hauser Vorstadt: 19% Uhr Seimabend mit Mufil. Seim Schönfließer Str. 7. Baltenplay: Sein Litauer Str. 18. Abendveranstaltung. Südweft: Seim Lindenstr 4. Boltstanzabend. Wannsee: Fahrt nach Langerwisch. Treff. punkt 7 Uhr. Wilhelmplak. Werbebezirt Lichtenberg: Seim in Rarlshorft, Trestowallee( Gymnasium). Bunter Abend. Werbebezirk Neukölln: Saalbau Bergstr. 147. 19% Uhr Filmabend. Berlin, eine Gymphonie ber Großstadt". Das Dokument von Ganghai. Bom Etisport." Mufil. Eintritt 60 Bf. Beginn der Funktionärschulungskurse heute: Webbing Reinider bort, Tantom: 9 Uhr im Lebigenheim Schönstedtfte, L Referenten: Gerb Bothur, Walter Borlamm. Weften, Tiergarten: 9 Uhr im Jugendheim Lehrter Str. 18-19. Referent: Georg Mendelsohn. Often, Lihtenberg: 10 Uhr im Jugendheim Litauer Str. 18. Referenten: Bruno Sefche, Edith Baumann. Müggelfce, Oberipree: 9 Uhr im Jugendheim Oberschönemeibe, Laufener Ctr, 2 Steferenten: Georg Albrecht, Erich Strauß. Söneberg, Teltowianal: Achtung, der Rurfus findet nicht in Romames, fondern in der 3.-S. Marquardbol Rehlendorf, Feltower Straße( innerhalb der Berwaltungsgebäube bes Gameizerhof flatt. Alle Teilnehmer bes Werbe bezirts Tel'omtanal treffen fi 8 Uhr Bahnhof Rehlendorf- Mitte, Werbe Fesirsporftandsfigung 15 Uhr ebenbort. Reitungsphleute find ebenfalls ein aefaben. Referenten: in reßmann, Sans Burkhardt. Brenzlauer Berg Mitte: 9 Uhr Jugendheim Danziger Str. 62. Barade 3. Referenten: Räte Frohbrodt, Otto Fuhrmann. Kreuzberg, Reuteln: 9 Uhr Sugendheim Neu Ern, Ranner Straße. Feferenten: Erich 2inbftäbt, Frit Filmich. Die 6. teilungen belegieren subiefen Rucien je 2 bis 3 Genoffent. Abteilungsmitgliederversammlungen: Morgen, Montag, 2. Dezember, 19% Uhr: Dronienburger Tat: Shule Elifabethird ftr. 19. Faltulak I: Saule Connenburger Str. 20, Falfplak II: Soule Connenburger Str. 20 Sumannplay: Seim Scherenbezoftt. 7.- Rorboft II: Seim Danziger Str. 62. Folleses Soz: Seim Dordftr. 11. Borfigwalde: Seim Sommerfelbez Straße. Bantom III( St.): Seim Brieft. 12 Souhanjer Borstadt: Schule Connenburger Str. 20. Bortrag: Broletarische Dichtung". Reichen. Berger Biertel: Seim Briger Str. 27-30. Funt'ionärigung. Reufella I: Funktionärkung bei Reek, Soinfefte 2. Bentelln VIII: Antonachisung Bet, Geneffen Güth, Donquit. 7. Alle funtionäre müffen ericheinen. Stralauer Biertel: 20 Hz Ronferens ber über 18 Jahre alten Mitglieder ( Melterengruppe) mit ben tarteifunttionären bei Rojc, Benmeftr. 8( ftebe Bar'einachrichten). Werbebeşirl Brenlaner Berg: Am Dienstag( pricht in der Abteilung ens. mather Blak bez Genoffe Profeffor bramowitf über Demokratie und DiL tatur. Genpffen, die an biefem Toge Seit baben, werden gebeten, fich zu beteiligen. Odeon Parlophon Apparate und Platten Wochenrate von 1.an SO. 36, F. Werner, 38. Adalbertstr. 9 12 Uhr, während der oben bezeichneten Reit pon 9 bis 2 Uhr, Sonnabends bis rift aur Cinficht aus. Sur mündlichen Erörterung der teat seitig erhobenen Einwendungen wird vor unserem Kommiffat, Stadtamtmann Senft, auf Mittwoch, den 18. Dezember 1929, normittags 9 Uht, in unserem die Unternehmerin fowie die Wider Bureau ein Termin anberaumt, au dent fprechenden unter der Eröffnung ge laden werden, daß auch bei ihrem Ausbleiben mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen wird. Berlin, den 26. November 1929. Der Stadtansschuh Berlin, bt. L Dr. Gordan. Karlshorst Auguste- ViktoriaEcke Trautenauer Straße Neubauwohnungen 2, 2 u. 3, Zimmer mit 8entral- Heizg, Warmo, elettr. Licht, zum 15.1.30 gegen Wohnberechtigungsschein. Bermietung burch Ges. Boswau& Knauer Akt.Berlin W 8, Mohrens'r. 49 Montag- Freitag von 10-4, Sonnabend v. 10-12 Uhr jowie our d.Baustelle tägl. v. 1-5 Uhr, Sonntags von 10-5 Uhr Tel.phon: Merkur 5529-5534 DIE UMFANGREICHEN BESTÄNDE UNSERES ENGROS- PELZWAREN LAGERS gelangen TOTAL Ausverkauf AB 1.DEZEMBER wegen vollstand von Geschäfts Auflösung MK ZUM EINZELVERKAUF 65an BIS ZU DEN FEINSTEN PERSIANERN, BISAM, NUTRIA, BREITSCHWANZ FOHLEN und SAMTLICH. ANDEREN FELLARTEN. DEUTSCHE PELZINDUSTRIE SW19, Kurstrasse 31/( Spillelmark) Sie haben Wir Stoff? fertigen elegante Anzüge and Mäntel aus mitgebrachten Stoffen nach genauem Maß für M 39.einschließlich unserer sämtliches Zutaten.- Tadelloser Sitz. Roßhaarverarbeitung! Aus unseren Stoffen.. VOD 75 Mark 高 骂 Reichhaltiges Stofflager Herrenkleider- Anfertigung Annahmestellen: Osten: Frankfurter Allee 364 Südosten: Ober- Schöneweide, Siemensstraße 14 Westen: Augsburger Straße 45, Eingang Papiergeschäft Chausseestraße 50 Rosenstraße 7 Norden: Zentrum: Neukölln: Pflügerstraße 26, Ecke Pannierstraße Schöneberg- Friedenau: Hauptstr.99 Tempelhof: Kaiserin- Augusta- Str.71 Brunowstraße 49 Tegel: gütünd billig Chil 1873 Kindne Weihnachtsschau Mitzuar Kindnewsagen- Welthaus Schenkt Schuhe Anda6c2s Cumabplay Srimanesspeleor Posamente 52 Tanköllunge pantaйfarokkan Niederschönwonide, Bründenfluße 6 360 Weifnafl6 Regaralüren Bib 5. Dezember erbelen Kapitän- Kautabak 15 P. Kapitän- Kopenhagener... 20 Pt. Die Marke der Feinschmecker in den meisten Geschäften käuflich Carl Röcker, Berlin NO. Lichtenberger Str. 2, Kost. 3861 zu Weihnachten IAS ST Je eher Sie A Jhren Bedarf bei uns decken, desto sorgfältiger wird die Bedienung und desto grös: ser wird die Auswahl sein. Schwarz Rindbox Spange, gutes Material 27/30 5 50 Lackleder Spange vorzügliche Pass form 85 98 ( Hottbusser Tor) PRAKTISCHE WEIHNACHTSGABEN in bekannt guten Qualitäten zu soliden Preisen finden Sie bei uns in sämtlichen Abteilungen wie: Paradies- Bettstellen, weiß. Nickel and Messing/ Kinderbetten u Personalbetten dazu sämtliche Einlagen an Matratzen/ Uebermatratzen Kopfkissen Steppdecken Daunendecken Wolldecken elafachste und feinste Bettwäsche ferner: vollst. Schlafzimmer und Tochterzimmer in Weißlack und modernen Farben, desgleichen Wäsche- u. Garderoben Schränke/ Dielesund Kleinmöbel Kindermöbel/ Frisiertollettes. Elegante Lackschuhe, neuartige Garnitur 85 10° Schwarz echt Boxcalf Derby, Wulstrahmen 125 Spiel Waren! Bernhard Keilich 19 Schaufenster uur Spielwaren Gr. Hamburger Str. 21-23 Eckhaus Oranienburger Straße 2 Minuten vom Hackeschen Markt Stadtbahnhof Börse Zirkus Busch Jede Spielwaren- Gruppe im Sonder- Raum leichteste Auswahl umfangreichste Ausstellung Einzig dastehend! ,, Der Weihnachtsmann ist sehr gehetzt, Drum mach's im leicht und kaufe jetzt!" PARADIESBETTEN- FABRIK M.STEINER U.SOHN: Nur noch BERLIN W8 LEIPZIGERSTRASSE 39 ZWISCHEN CHARLOTTEN- U. MARKGRAFENSTRASSE 1500 Sprechmaschinen AusnahmeWeihnachten Verkauf bis direkt ab fabrik 10 Doppel Goldklang- Schallplatten Zu jeder Sprechmaschine Auch Violinen, Mandolinen, Gitarren zu rücksichtslos herabgesetzten Preisen BERLIN C 48Man 34MK. Schulz& Gundlach Münzstr 18 Nach dem Fest tauschen wir bereitwilligst um SCHUHHOF W.9, Linkstrasse 11 Wilmersdorferstr.117 Spandau, Breitestr.22 Turmstr45, Müllerstr.143a .tagl wwww Gut und billig wie wichtig für Weihnachten QUANT Monats ra en UANTMEYER & EICKE WILHELMSTR 55-57-58 AN DER LEIPZIGERSTR Pa. Woll- Perser 150/250 em 200/300 cm Pa. Bouclé 175/230 cm 200/300 cm 250/350 cm M. 43.M. 68. M. 44.M. 64.M. 98.Pa. Wollplüsch 170/240 cm 200/300 cm .M. 69.M.101.AN DIE LICHTLEITUNG! m Zeichen der billigen Jonass Preife Die Bedienung kann gar nicht einfacher sein! PALADIN 20 birgt außerdem eine solche Summe von Neuerungen in sich, daß wohl behauptet werden kann: Sie können wohl ein teureres, aber kein besseres Gerät kaufen als den PALADIN 20! Die gute Damen- u.Herren Kleidung aus eigener Tabrikalion! Zahlung kann erfolgen mit Kürzung von 3% Rabatt oder gegen Zahlungserielchterung Zum PALADIN 20 der PHILIPS Lautsprecher. Pinidad P. 20 HIER ASTRENNEN Berlin W 35, Potsdamer Straße 38 An die Deutsche PHILIPS Gesellschaft.m.b.H. Ich bitte um Ubersendung eines Prospektes. Name Adresser Flotter Mantel Ottomane, Kragen und Manschettenmit Pels, gans auf Futter eige Fabrikes M 2950 Pesche Makappe Kunstseidongarnio rung Eleganter Seidenplufch Mantel mit vallem Pelsbeants gans and Patter cigene Fabrikation *.59.-. Flotte Filsglocke m.Kri wolgarilerung M4.90 SpielwarenAusstellung in beiden Häufern! Paletot aus gutem Cheviot, gans seide auf Kunstgefüttert, cigene Fabkation 54.Stelfer Hat M. 2.38 Modernor Rundgurt Mantel Cheviot, modern gemustert eigene Fabrikation * 59.Wollhat in diversen Farben M.3.75 A. Jonass& Co.: Für den Südwesten: Belle- Alliance- Str. 7.10 Am Untergrundbehabof Por den Nordosten: Lothringer Straße 1 Am Prenzlauer Tor PALADIN 20 Vertrieb: Deutsche PHILIPS Gesellschaft m. b. H Berlin Hersteller: C. Lorenz A.-G., Berlin- Tempelhof ,, Der Winter ist' kommen, Verstummt ist der Hain!" Aber in den Gadielschen Verkaufsräumen tummeln sich fröhliche Scharen kauffreudiger Damen, die sich aus der Fülle geschmackvoller und überaus billiger Weihnachtsgeschenke das Geeignete aussuchen. Die wundervollen Gaben werden, auf dem Weihnachtstisch liegend, den größten Jubel erregenIdeale Weihnachts- Geschenke aus unserem Wäschelager in hervorragenden, seit Jahrzehnten bewährten Qualitäten und in vorzüglicher Verarbeitung: Farbige Damen- Nachthemden nur 2.75 Taghemd mit Hohlsaum und StickereiEinsatz. nur 1.75 Braune u. Schwarze Servierkleider..... 5.50 Leopold Hochvornehmer adiel Das Haus für grosse Weiten Eleganter Frauen- Mantel Sportmantel aus vorzüglichem Ottomane mit Charmelaine- Blenden, gans auf Steppfutter, mit sehr großem Ejarré- Bubl pelzkragen und vollen Manscheiten, auch in groß. Walten nur 59Herrlicher aus reinwollenem weichen diagonal gestreiften Stoff englischer Art, ganz auf elegantem Futter m. herrlicham Elarri- Palzkragen, Taschen, breiter Rückenfalte und schön.Knopf. Garnierung Rückenguri, s.d. Staunen erregenden Preise TOD 45: Geschmackvolles Wundervolles Gesellschaftskicid aus kechelegant. MacraméSpitze mit Crépa de ChineUnterkleid, mit bogig angesetztem weitglockig ge arbeitetem Zipfelrack. Dieses herrllebe Kleid, das durch seine Schönheit überall Bewunderung erreg. wird, kostet in modernen Farben vorrätig 79. Entrückendes Farbige Hauskittel... 4.73 Mantel Wollkleid Nachmittagskleid Herren- Nachthemden Damen- Schlafanzüge Herren- Schlafanzüge mit echtfarbig. 4.75 Besätzen aur • ab ab mit besticktem Deckbert, Bettgarnituren en.... mur einem bestickten und einem glatten Kissen aus prima Dowlas 148/230 mur 6.8.9.75 3.90 Bettlaken Eleg. Leibwäsche auch in großen Welten vor rätig, äußerst preiswert! aus aufgeschnitten.Velours, ganz auf hochfeinem Futter, Glockenschnitt, mit prachtvollem Elarré- Pelzkragen und breiten vollen Pelz Manschetten. Dieser hervorragenda Mantel in kostet allen Größen und in Sportfarb. vorrätig nur aus vorzüglichem Material mit schön geschmücktem Kragen und Aermelaufsehlägen, mit modern geseknittenem, durch Biesen angesetstem Glockenrock a. feschem Gürtel. Dieses wärmende Winterkisid aus vorzügl. reinseidenem Marocain, in äußerst apart. Brochémustern, m.hübschem Vorstoß a.Kragenausscha. sackig angesetztem, weit glockig gesehnitt. Zipfelrock, Gürtel mit Schleife. Dies. Bewundernew. Kield kostet i. mod. Farben und allen Größen vorrätig 49: 22: 39: 1st 1. vielen Farben U. allen Größen vorrätig u. kost. mar KÖNIG STR.22-26 Unsere Modell- Abteilung bietet Ihnen in der überraschend großen Fülle herrlicher ECC GCE Aus unserem Strickwaren- Lager: Feinste wollene Modell- Kleider Pullover und Strickjacken und Mäntel wundervollst. WeihnachtsPräsente Diese prächtigen Modeschöpfungen werden bei all. gesellschaftlichen Veranstaltungen größte Bewunderung erregen; auch für starke Figuren stets Passendes am Lager. Eine auserlesene Kollektion TrikotCharmeuseBlusen la wundervol len bedruckten Mustern, auch in Welten größten 12: in herrlichen Mustern nach künstlerisch. Entwürfen, In all. Farben und Größen 12volle Strickkleider aus schwerem, warmem Winter- Material m. präch tiger Intarsien- Arbeit, mit schönen Bordüren, in mod. Farb. u. allen Größen 39Das Riesenlag. in Morgenrocken enthält eine unermeßliche Fülle weicher, warmer Morgenröcke in Flausch, Wolle, Kunstseide, Seide mit und ohne. Steppfutter, in allen erdenklichen Ausführungen 25.- 15.- 12.- 8.- 7.Am Mittwoch, d. 4. Dezember,| Achten Sie am Donnerstag, d. 5. Dez., auf unser Inserat in unser berühmter Kindertag! dieser Zeitung mit seinen bemerkenswerten Angeboten Nr. 563 46. Jahrgang 5. Beilage des Vorwärts Wintererholung/ Wintersport! Nur langsam verblaßt der Glaube, daß, wenn der Winter die heimatliche Landschaft mit seinem blendendweißen Mantel bedeckt, der Ostwind über das Land fegt und die Fensterscheiben mit Eisblumen mundersamster Formen überzieht, der Aufenthalt in überheizten Stuben das Richtige wäre. Und doch ist nichts falscher. Wohl ist es angenehm, nach einem Spaziergang, einer Wanderung im winterlichen Wald oder bei Heimkehr von einer Herz und Nieren crfrischenden Stitour in gut erwärmten Räumen sich auszuspannen, aber das für die Gesundheit Nügliche ist der Aufenthalt inder winterlichen Natur. Die Die Heilkräfte des Winters im besonderen sind überaus reine Luft, der Schnee und die Sonne. Im Winter sind wir der Strahlungskraft der Sonne am nächsten. Die durch die Schrägstellung der Sonne besonders zur Wirkung kommenden ultravioletten Strahlen werden durch die Reflerion des Schnees in ihrer Heilkraft resentlich verstärkt. Den mit faterrhalischen Beschwerden Behaj: teten bietet der Winter die beste Möglichkeit der Genesung. Höhenluft iſt frei von Krankheitskeimen und Staub. Die Atmung und Herztätigkeit mird wirkungsvoller angeregt, der Stoffwechsel geht rascher und leichter vonstatten, der Appetit wird reger und der Blutfreislauf intensiver. Nicht minder angenehm und belebend ist der erfrischende Einfluß auf Haut und Nerven. Gerade für nervöse Menschen ist der Aufenthalt in der Winterluft außerordentlich erLolend. Die Erfolge der winterlichen Erholung wiegen nach ärztlichen Feststellungen dreifach gegenüber denen des Sommers. Auf den Bergen ist im Winter das Klima meist gleichmäßiger als im Sommer. Infolge verminderten Luftdrucks und der Trockenheit wird die Kälte niemals unangenehm empfunden. Winde sind aus vorher angeführten Tatsachen feltener als in anderen Jahreszeiten. Wer gar noch Schneeschuh fährt, schöpft aus der winterlichen BergJuft und den Wäldern vielfache Heilkraft. War der Wintersport früher fast ausschließlich ein Vorrecht der besigenden Schichten, jo ist, dank der Aufklärung der Arbeitersportvereine, dieser, insbesondere der Stilauf auf dem Wege, ein weitverbreiteter Volkssport zu werden. Die Stier erst geben die Möglichkeit, mühelos in das Zauberreich des Winters einzubringen. Und wer diesen einzigartigen winterlichen Zauber in all seinen bizarren Formen geschaut hat, dem zieht es mit einer unwiderstehlichen Kraft immer wieder in die winterlichen Berge und Wälder. Welch ein Hochgefühl, durch tiefverschneite Winterwälder über Höhenzüge, die prächtige Talblicke gewähren, zu gleiten, um dann in sausender Schußfahrt beschwingt zu Tal zu eilen. Rundfunk Unterhaltungsmusif nach Arbeitsschluß. Wie die Fun? Stunde in Berlin mitteilt, wird sie, beginnend mit dem 1. Dezember, dem oft geäußerten Wunsch der Rundfunkhörer entsprechend in ihren Brogrammen ab 7 Uhr abends nach Möglich feit täglich ein leichtes Unterhaltugs ronzert bieten, das hauptsächlich für die müde vor der Arbeit heimkehrenden Hörer bestimmt ist. Ferner wird die Jugend stunde" auf eine geeignetere Zeit, nämlich auf 5.30 Uhr bis 6 Uhr celegt. Selbstverständlich bedeutet die Einteilung fein Schema. Algemein intereffierende Borträge, insbesondere aktueller Natur, werden nach wie vor auch zu späterer Stunde im Programm geboten werden. Sonntag, 1. Dezember 1929 Es wird still um Düsseldorf! Die Berichterstatter sprungbereit!/ Ein neuer Lustmord gefällig? Es wird still um Düsseldorf! Die Spurpsychose ist im Abflauen; die Detektive in der Westentasche verlaufen sich; die anonymen und sonstigen schriftlichen Eingänge bei der Kriminalpolizei übersteigen nunmehr nicht die Zahl von 100. ,, Die Untersuchung ist auf einen foten Punkt gelangt" tlagt refigniert die Presse... Für die Arbeit der Polizei eine wohltuende Stille. Sie fennt keine Ruhe; rastet keinen Augenblick, sichtet die zahllosen Spuren, verfolgt jede einzelne bis ins kleinste und findet nicht die rechte. Wenigstens läßt sie nichts derartiges verlautbaren; fie fürchtet im Augenblick die freiwilligen„ Helfer" aus Publikum und Presse wie die Pest, verstopft die hungrigen Mäuler der Berichterstatter mit nichtssagenden Sensationchen, will sich nicht mehr ins Handwerk pfuschen lassen, sucht, sondert, kombiniert. Die Pressehyänen aus aller Herren Länder aber hocken sprung bereit in Düsseldorf. Sie warten auf den nächsten Mord. Er wäre ihnen nicht nur gefällig- nein, er ist fällig, prophezeien sie. Sie rechnen es aus mit dem Kalender in der Hand. Sie sind sprungbereit, um bei dem ersten, noch so falschen Luftmordalarm ihren sensationslüsternen Blättern den Namen des neuen Opfers zu drahten. Und der Mörder!? Er hat es nicht eilig. Er verfolgt die Beitungen, geht seiner Alltagsbeschäftigung nach und wartet auf besseres Wetter. Sollte er sich etwa in die Höhle des Löwen begeben? Den 38 Kriminalbeamten in die Arme laufen? Die Bevölkerung ist auf der Hut, sein Signalement ist sowohl dank der am Leben gebliebene Frau Schulte der Polizei nicht unbekannt geblieben. Wie groß ist die Zahl seiner Opfer? Hier zeigt sich die Gewissenlosigkeit einer gewissen Presse in ganzer Größe. Sie schwelgte direkt in der Zahl der Morde und Mordüberfälle und wären ihrer nicht neunzehn, wie sie berechnet, sondern neunundzwanzig, sie hätte immer noch nicht genug. Analysiert man aber die Zahl 19 mit kriminalistischer Borsicht, so rerbleibt nur wenig auf dem Konto des Luftmörders allerdings noch grausam viel. Also woher die Zahl 19. -des am nächsten Tage schon versuchten Mordes an der Schulte, die trotz der fast zwei Dugend Stiche am Leben geblieben ist. Nach einmonatiger Pause, am 29. September, der ,, Hammertod" der Reuter das elfte Verbrechen- am 11 Oktober der Hammertod" der Dorrier. Dazwischen ein einfacher Raubmord. Zwischen dem 25. Oftober und 2. November vier Ueberfälle in einem Falle begleitet von einer Verlegung mit einem stumpfen diesen Taten liegen nicht klar auf der Hand, teils scheinen sie fingiert Gegenstand, die anderen ohne jegliche Verlegung. Die Motive zu " zu sein; auf das Konto des Messerstechers kommen sie schwerlich. Am 4. November folgt der legte Mord an der kleinen Alber= mann. Die Fundstelle ihrer Leiche hat der Mörder selbst gewiesen; desgleichen die Stelle, wo die Maria Hahn 1% Meter tief unter der Erde von ihm vergraben wurde. So kommen auf das Konto des Mörders: Mit aller Bestimmtheit drei Verbrechen, die Morde an der Hahn und der Albermann, der versuchte Mord an der Schulte; mit größter Wahrscheinlichkeit die Ermordung der beiden kleinen Lenzen und Hamacher; unter gewissen Zweifeln die beiden Hammer" Morde. Für die mördlüsterne Presse des In- und Auslandes zu wenig für die Bevölkerung Düsseldorfs und die Polizei mehr als genug. Indes sucht die Polizei und kann noch immer nichts finden. Sie tastet sich langsam durch die ungezählten verwirrenden My st i fitationen, Dummerjungen- und Bubenstreiche; fie entwirrt behutsam den Knäul psychotischer Bezichtigungen und irriger Andeutungen, verursacht durch das Lockversprechen der 15 000 Mark; fie sieht über die Verhöhnungen der Alles- Besser- Wisser, Wichtigtuer und Mund- Boll- Nehmer hinweg; sie weiß: es gibt nichts schwereres, als einen bis dato unbekannten Sittlichkeitsverbrecher ausfindig zu machen. Er verrät sich nicht, der durch sein abwegiges Serualleben zu Einsamkeit, Verschlossenheit, Schweigsamfeit Berdammte. Im Privatleben vielleicht ein guter Bürger und fleißiger Berufsmensch; vielleicht sogar ein Tugendbold. Er verrät sich nicht und zu, Werke geht er so bedacht, so vorsichtig, daß er unfaßbar scheint. Die Berichterstatter der Presse aber hoden sprungbereit, ist Düsseldorf: Ein neuer Lustmord gefällig?! Nein, nicht nur gefällig auch fällig, prophezeien sie. Behüte ein guter Geist die Düssel Der erste Mord unter diesen neunzehn gehörte der Hand des bereits abgeurteilten Alois Tripp; die nächsten fünf dem geistesfranken Stauberg; das siebente Opfer war eine Dirne im dorfer Bevölkerung vor diesen Propheten. Absteigequartier. Am 11. August d. I. meldete sich mit der Ermordung der Maria Hahn zum erstenmal der messerstechende Lustmörder. Folgen drei leberfälle mit je einem Messerstich am selben Tage, dem 21. Auguſt. an zwei Frauen und einem Mann; mit dem Lustmörder haben diese Ueberfälle bestimmt nichts zu tun. Dagegen kann der Doppelmord an der 14jährigen Lenzen und der 6jährigen Hamacher am 24. August wohl seiner Hände Werk fein; die Täterschaft wird aber einigermaßen zweifelhaft angesichts I Weiße und gesunde Zähne. Da ich schon seit Jahren meine Zähne mit Ihrem hochgeschätzten„ Chlorodont" und Ihrer Chlorodont- Bahnbürste pflege, so will ich Ihnen meine Anerkennung für Ihre Präparate entgegenbringen, denn meine Zähne sind so meiß und gesund, daß mich meine Freunde und Bekannten darum beneiden." Gez. Karl Stein, Elversberg/ Saar. Weihnachts Geschenke Grünfeld müssen von DamenNachthemd Lachsrosa Batist mit fein wirkender Blendenverzierung Morgenrock M Reinseidener Stepprock, leicht und mollig, in vielen Farben Bedienungsschürze 29 75 Weißer Wäschestoff mit Hohlnaht, Schweizer Form M 65 16 Tischdecke Reinleinen, weiß. kariert; 3 zusammengewebte Handtücher f. Kreuzstichstickerei Größe 130x130 cm Ab 490 6.90 sein! DamenHemd beinkleid Rosafarbene Waschkunstselde mit breiter gestickter Tüllblende M 00 Schlupf beinkleid Kunstseide mit warmem Futter, in schönen Farben Damenstrümpfe Reine Wolle, schöne Farben M in großer Auswahl 390 Gesichtshandtuch Reinleinen Jacquard, Blumenmuster, Größe 45x100 cm 130 380 11 Bedienungskleid Schwarz Zanella mit weißem Kragen, kleidsame Form Mr. 75 Gingham für Hauskleider Schürzen usw. ( Indanthren) Breite 116 cm MM 160 Küchenhandtuch Weiß halbleinen Gerstenkorn mit roter Borde Größe 45x100.cm ..95 Wäschestoft Feinfädig, dicht, besonders haltbar, Breite 80 cm 10 m- Stück 250 * Bettbezug Mittelfeines haltbares Wäschetuch, mit Knopfschluß 1 Oberbett, 2 Kissen Satz M. HerrenOberhemd SeldenglanzPopeline, weiß oder farbig in großer Musterauswahl M 975 Bettdecke Etamine, weiß, mit Handhohlnaht und Handnetzarbeit Größe 220x330 cm 1900 Schlafdecke Reine Wolle, kamelhaarfarbig, mollig und welch Größe 140x190 cm 00 Auf Wunsch erleichterte Zahlungsbedingungen ( Monatsraten) Landeshuter Leinen- und Gebildweberei Frbrünfeld Grösstes Sonderhaus für Leinen und Wäsche 19⁰⁰ 1360 Leipziger Straße 20-22 Kurfürstendamm 227 In der Morgenstunde Strickwesten für Damen und Herren 6.50 durchgemustert Strickwesten mit kleinen Fehlern für Damen u. Herren, 4.50 Strickwesten m. Umlegekrag., Wolle plattiert, f. Jünglinge 4.95 und Backfische gemustert, für Damen und 2.95 Pullover Herren Herren 2.95 Westen gemustert, für Damen und für Damen u. Herren, 2.90 Trikotwesten 2. Wahl m.gemust. Vorderteil Strickwesten für Damen u. Herren 5.20 schwarz m. langen 2.75 Bolero- Westen Aermeln f. Damen Dam.- UnterkleiderFab... 2.602.30 Backf.- Unterkleider el 2.1.80 Fehlern Kunstseid.Dam.- Unterkleid. mit kleinen Fehlern u. angeraubt. Futter zarte Farb., 3.20 Kinder- Unterkleider kleinsteGr. 1.40 Damen- Hemdchen fein gewirkt 0.65 innen gerauht, 0.85 Damen- Schlüpfer zarte Farben m.ks.Decke 1.95 Dam.- Futterschlüpfer m. kl.Fehl. Dam.- Schlüpfer Futter- Trikot, sh 1.60 schwer, mit kleinen Fehlern sehr Dam.- Hemdhosen Trikot 1.40 Damen- Untertaillen weiß ge1.05 Dieselb.Untertaillen mit halben 0.95 mit halben 0.95 Ulsterstoffe arierter Abres mit 2langen Aermeln, leicht angestaubt Aermeln Abseite... gea gesch Stoffe 130 und 140 cm breit, für Röcke 1.80 Kinder- Trikots Gr. 60 60...... 0.95 Kinder- Futterschlüpfer Fehlern 0.90 Bettbezüge Oberbett, 1 glatt. Kissen 8.95 Kostüme, Mäntel... 2,50, 2.weiß Linon, Garnit. 1 und 1 reich garniert. Kissen. Bettbezüge weiß Linon, 1. Garnitur 8.00 Laken 2.70 aus kräftigem Haustuch. 190x140 Barchent- Laken m. mod. Bordüren, 2.75 Frottierhandtücher kariert ... 100 cm lg. 1.10 Küchen- Handtücher gesäumt 0.40 Handtücher weiß mit roter Kante 1.05 Int., 2 ges. u. gebänd., 2 Stück Nessel Meter wollgemischt 2.50 ca. 140 cm breit Meter 0.95 0.85 Hemdenflanelle 2seitig geraubt, 0.65 Herrenhemden mit Doppelbrust, 1.95 mit Doppelbrust, 1.45 Herrenhemden leicht angestaubt Herren- Unterhosen Kleinen Fehlern 1.95 Herr.- Unterhos. mit tertrik, sehr sewer 2.50 Männer- Socken Gewebe 0.50 grau, kräftiges Kunstseid. Schals mod. Ausführ. 1.25 Garnitur 1.75 Fausthandschuhe gestrickt für kleinen Fehlera mit kl.Fehlern Schal und Mütze für Mädchen und Knaben Kinder. 0,50 Taschentücher weiß mit bunter Mengenabgabe vorbehalten Aufträge von außerhalb werden gegen Nachnahme ausgeführt. Kante.. 3 Stück . 0.25 0.50 Freier Versand von 20 M. an BAER SOHNA Berlin N4. nur Chausseestr. 29-30 Meine Baustelle herrl. gelegen, alter Obstbest. 4500 Mk., Anzahlung 1000 Mk. Züchner, Neuenhagen b. Berl n, Poststraße 12. Ausverkauf in Klepper- Faltbooten, Modell 28/29, Einer und Zweier, gebraucht, teilweise nahezu fabrikneu Günstige Zahlungsbedingungen Berlin C2, Jüdenstr. 51 Kupfergraben 2528 Bekanntmachung! Die in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September 1928 versetzten Pfänder sind versteigert worden. Ueberschüsse sind bis zum 31. Mai 1930 abzuheben. Staatliches Leihamt. Tempelhof beste Lage, direkt an der Dorfaue Hauszinssteuer- Neubauwohnungen 11/2, 2 u. 21/2 Zimmer rückzahlbarer Zuschuß pro Zimmer Mark 350. Beziehbar Juni 1930. Vermietungsbüro Carl Koerner Belle- Alliance- Straße 79. V. Die Zeitschrift als Ratgeber. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Führung durch die Weihnachtsliteratur. Die Ueberflutung des Büchermarktes mit Neuerscheinungen nimmt in den Wochen vor Weihnachten einen so starten Umfang an, daß sich selbst der interessierte Leser nicht mehr in der Bücherflut zurechtfindet, gar nicht zu reden von der großen Masse des Publikums, die bei ihren Büchereinkäufen vor Weihnachten meist deni blinden Zufall ausgeliefert ist. Es ist deshalb zu begrüßen, daß die in verstärktem Umfange herausgekommene Novembernummer der„ Bücher warte", der ständigen Beilage der„ Sozialistischen Bildung", auch in diesem Jahre den Versuch unternimmt, aus der großen Menge der Neuerscheinungen die wichtigsten herauszugreifen, um dem proletarischen Leser gewisse Orientierungsmöglichkeiten zu geben. Das bezieht sich namentlich auf die Kinder- und Jugend literatur, über die, nach Altersstufen geordnet, zusammenfassend referiert wird. Aber darüber hinaus werden auch zahlreiche Neuerscheinungen aus dem Gebiet der erzählenden Literatur, Kunst, Dichtung, Naturkunde usw. besprochen. In der Novembernummer der Sozialistischen Bil. dung" fesselt vor allem ein Aufsatz von A. Gidoni„ Russische Filmprobleme", in dem die positiven wie die negativen Seiten der russischen Filmproduktion geschildert und Anregungen für die Belebung und Vertiefung des deutschen Films gegeben werden. Professor Hugo Iltis, Leiter der Volkshochschule Brünn, gibt in einem Artikel, dem ein weiterer folgen soll, eine zusammenfassende Darstellung des Volkshochschulwesens in Deutschland und Desterreich, die weit über die Kreise der Volksbildner interessieren dürfte. Dr. Paul A. Pist umreißt in einem Aufsatz die künstlerischen Aufgaben der Arbeiterchöre. Dr. Ernst Fraenkel erschließt in seiner Abhandlung Rechtssoziologie als Wissenschaft" wissenschaftliches Neuland, indem er den Versuch unternimmt, die neuesten Strömungen auf dem Gebiete der Rechtswissenschaft unter dem Gesichtspunkt der margistischen Soziologie zu werten und systematisch zusammenzufassen. Aus der Beilage Sozialistische Erziehung" sei vor allem auf den Artikel von Agricola, Attivierung und schöpferische Gestaltung der Kinderfreundearbeit" hingewiesen. " Die Sozialistische Bildung" mit ihren Beilagen Büchermarte" und Sozialistische Erziehung" ist zum Preise von 1,50 m. für das Vierteljahr durch die Post, die Buchhandlung Diey, Lindenstraße 2, sowie durch alle Vorwärts" Speditionen zu beziehen. Einzelnummern kosten 75 Pf. Borträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G. 14, Gebaftianstr. 37-38, Sof 2. Tr. Montag, 2. Dezember. Wedding. Achtung, Jungbanner! 20 Uhr Bersammlung im Jugendheim Gotenburger Str. 2( Rote Schule). Schöneberg- Friedenau. Der Kamerad Paul Wenzel ist verstorben. Einäscherung 15 Uhr im Krematorium Wilmersdorf. Rahlreiche Beteiligung erbeten. Lichtenberg. Jungmannschaft und Schußsportler. Turnabend in der Halle Rummelsburger Str. 64. Auch ältere Kameraden zahlreich erscheinen. Diens tag, 3. Dezember. Mitte. 5. Rameradschaft. 20 Uhr Rameradschaftsversammlung im Rosenthaler Hof. Referent: Kamerad Ealinger.„ Berliner Wahlen und Brejse." Krenzberg. Bugversammlungen um 20 Uhr: Rug 4 bei Grindler, Bimmerftr. 30. Rug 5 im Meßpalast, Alte Jakob. Ede Ritterstraße, Vortrag Stadtrat Runge:" Die neuen Bestimmungen des Arbeitslosen- Versicherungs gefeges. Ruberriege. 20 Uhr im Lotal Brandenburg, Stralauer Str. 5-6, Monatsversammlung. Mittwoch, 4. Dezember. Prenzlauer Berg. 20 Uhr et weiterte Vorstandssigung bei Burg, Prenzlauer Allee. Kreuzberg. 8ugver. fammlung um 20 Uhr: Bug 2 bei Krepp, Planufer 75-76. Rug 3 bei Grahl, Wartenburgstr. 11. Bug 7 im Reichenberger Hof, Reichenberger Str. 147. Bortvag des Kameraden Hekschold: Die Auswirkung der Stad verordnetenwahl". Zug 8 bei Adam, Libbener Str. 30. Vortrag Kamerab Mersa- Triest über per. sönliches Erlebnis mit dem Faschismus in Italien. Schöneberg- Fricbenau. Kameradschaft Friebenau. 20 Uhr außerordentliche Mitgliederversammlung bei Slabe, Sandjernstr. 62. Kameradschaft Rathaus. 20 Uhr Mitgliederversammlung im Restaurant Finanztlaufe", Mühlenstr. 8. Referent: Ramerad Kräutlein. Marineabteilung. 20 Uhr Turnhalle Epleisen und Winten Friedrichshain. Kameradschaft Andreas. Sonnabend, 7. Dezember, großes Wintervergnügen in den Andreas- Festfälen, Andreasstr. 21. Kameraden anderer Kameradschaften herzlich willkommen. Deutscher Arbeiter- Gängerbunb, 3. Bezirt, Gax Berlin und Umgegend. Der 3. Bezirk des DAGB., Gau Berlin, gibt am Sonntag, dem 8. Dezember, 17 Uhr, im Gaalbau Friedrichshain, am Friedrichshain, ein Ronzert. Frauen, gemiste, Gruppen. und Maffenchöre, Eintritt 1 M. Die Liederterte gelten. als Eintrittskarte auch für den nachfolgenden Tanz. Freirelegiöse Gemeinde, Eonntag, 11 Uhr, Pappelallee 15, Vortrag des Serru C. Witthauer. Gäfte willkommen. Brieffaften der Redaktion. A. B. 8. Ruderverein Borwärts", Albert Schred, Berlin GD. 36, RiefholzStraße 12, Ruderverein Collegia", Walter Schumann, Berlin- Brik, Barchimer Allee 52. B. B. 62. Das Gefuch um Einbürgerung in den Breußischen Staafsverband ist an das Bolizeipräsidium in Berlin- Schöneberg, Gothaer Str. 19, zu richten. Abolf 15. Kommen Sie in unsere iuristische Sprechstunde und bringen Gie alle auf die Angelegenheit bezüglichen Bapiere, insbesondere den Kaufvertrag mit.$. B. Tegel. Die Eltern haften für ben durch ihre minderjährigen Kinder angerichteten Schaden nur dann, wenn fie nicht nachweisen können, daß sie ihrer Aufsichtspflicht genügt haben, oder daß der Schaden auch bei genügender Aufsicht entstanden sein würde. Wir würden es auf eine gerichtliche Entscheidung ankommen laffen. Der Unfall ist offenbar auf einen unglücklichen Zufall zurückzuführen. Welterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend ( Nachdr. verb.). Meist stärker bewölft, einzelne leichte Regenfälle, weiterhin mild. Für Deutschland: In Mittel- und Ostdeutschland verbreitete, im übrigen Reiche nur einzelne leichte Regenfälle, überall mild. Spielwaren- Reilich. Zwel Worte und doch ein Begriff! Wer heute an Spielwaren denkt und wer fut das nicht?- muß unbewußt dabei auch an Seilich denten, und in der Tat ist diefes große Spielwarenhaus, welches jabraus, jahrein feine nur mit Spielwaren gefüllten 19 Schaufenster dem Auge des Publikums bietet, eines der interefianteften Berliner Spezialafchäfte. Leiber fehlt, es hier an Raum, um alle die Serrlichkeiten aufzuzählen, die dort zu fehen sind, darum gehe feder felbft Kinder natürlich nur in Begleitung Crwadysener zu Bernhard Reilidhs größtem Spielwarengeschäft der Welt, Große Hamburger Str. 21-23, Ede Oranienburger Straße( 2 Minuten vom Hackeschen Markt, Rirkus Busch, Bahnhof Börse) eine Besichtigung ohne Kaufzwang ist gern gestattet. Die Mufitplatte unb bas Musikinstrument für den Weihnachtstism: „ Orchestrola". Eine Ueberrafdjung, die bem Schenkenden wie bem Befchentten Sonntag, 1. Dezember: 7: Funkgymnastik. 8: Für den Landwirt. 8.55: Stundenglockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche. 9: Morgenfeier. Anschließend Glockenspiel des Berliner Doms. 10: Wettervorhersage für Sonntag. 10.50: Bildfunk. 11: Elternstunde. 11.30: Diskussion über funkische Darstellungsmöglichkeiten. 12: Mittagskonzert. 14: Dr. Dolittles Abenteuer. 15: Schallplattenkonzert. 15.25: Programm der aktuellen Abteilung. 16.10: Schallplattenkonzert. 16.30: Uebertragung„ Die Komödie":„ ,, Vom Teufel geholt", Schauspiel von Hamsun. 18: Tanzteemusik. 19: Duette. 19.30: Tagesglossen. 20: Heitere Vorträge. 21: Improvisierte Erzählungen. Danach Tanzmusik. Montag, 2. Dezember: 7: Funkgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.50: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Hygiene im Haushalt. 15.40: Der Siegeszug der kurzen Welle. 16.05: Sozialpolitische Umschan. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: Jugendstunde. 18: Das neue Geschlecht. 18.25: StaatsMahler- Konzert. Anschließend Unterhaltungsmusik. 22.30: Funk- Tanzunterricht. männer auf internationalen Konferenzen. 18.50: Zur Unterhaltung. 20: GustavDanach Tanzmusik. Dienstag, 3. Dezember: 7: Funkgymnastik. 9: Schulfunk. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 13.50: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Holland als Lieferant der deutschen Küche. 15.40: Wie überwintere ich mein Boot. 16.05: Der deutsche Uebersee- Postverkehr. 16.30: Friedrich Eisenlohr liest aus seinen Werken. 17: Teemusik. 17.30: Jugendstunde. 18: Teemusik. 18.30: Stunde mit Büchern. 19: Heitere Lieder. 19.30: Das physikalische Weltbild der Gegenwart. 20: Mord und Totschlag. 20.30: Sendespiele:„ Mordaffäre Duppler", ein Hörspiel von Auditor. Mittwoch, 4. Dezember: 7: Funkgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.50: Bildfunk. 15.20: Modesorgen im Orient. 15.40: Rundschan für Blumen- und Gartenfreunde. 16.05: Zum Andenken an Thomas Hobbes. 16.30: Konzert. 17.30: Jugendbühne. 18.30: Unterhaltungsmusik. 20: Wovon man spricht. 20.30: Rosé- Quartett. 21:30: Harry Kahn liest eigene Novellen. Danach Tanzmusik. Donnerstag, 5. Dezember: 7: Funkgymnastik, 9: Schulfunk. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 13.50: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Die Hausfrau ohne Hilfe. 15.40: Die antike Großstadt. 16.05: Aberglaube und Verbrechen. 16.30: Bulgarische Musik. 17: Hans- Pfitzner- Lieder. 17.30: Jugendstunde. 18: Unterhaltungsmusik. 18.45: Die Musik im Humor. 19.05: Was haben die Konferenzen im Haag und in Barcelona Bemerkenswertes für den Rundfunk gebracht. 19.30: Chorgesänge. 20: ,, Die Hochzeit", russische Tanzszenen mit Gesang und Musik. 20.30: Sendespiele: Der Obersteiger", Operette von Karl Zeller. 22.30: Funk- Tanzunterricht. Danach Tanzmusik. Funkwinkel. Der Berliner Kabarettabend hinterließ teinen überwältigenden Eindrud, aber er war mit miziger Sentimentalität ge= würzt, von anständigem Können getragen. Die Opernsängerin mit der grauenvoll ungeschulten Stimme ist von diesem Lob ausge nommen. Ein Bunter Abend" wurde von Königswusterhausen aus Frankfurt a. M. übertragen. Wir haben von der Südwestdeutschen Rundfunt A.-G. schon manches Schöne und Hörenswerte empfangen; diese Veranstaltung zählte faum dazu. Die einzelnen Nummern waren viel zu breit ausgemalzt, viel zu unpointiert überschnitten. Da ging man doch lieber wieder nach Berlin zurück. Die PucciniStunde unter der Leitung von Generalmusikdirektor Kunwald bot wirklich ganz großen Genuß. Man hatte Joseph Schmidt und Berta Kiurina als Solisten für diese Veranstaltung gewonnen. Diese beiden stimmlich hervorragenden und technisch wundervoll geschulten Sänger trugen viel zu dem Gelingen dieses schönen Wochenendes bei. Tes. gleich große Freude bereitet: Die fabelhaft gut gemachte Drcheftrola- Blatte! Ebenso erstklaffia technisch aufgenommen wie fünstlerisch hochstehend in bezug auf Reportorire und zum Preise von nur 2,25 M. Sören Sie OrcheftrolaMufitplatten und Musikinstrumente, spielen Sie Orcheftrola und Sie werden hocherfreut sein, das Weihnachtsgeschent gefunden zu haben, das größte Freude bereitet. Ein literarisches Ereignis: Wie wir erfahren, liegt bereits ber 4. Band des Großen Brockhaus" vor, des größten und neuesten Nadyfchlagewertes der Gegenwart. Als das so lange mit Spannung erwartete Wert vor einigen Monaten zu erscheinen begann, hat es durch Inhalt, Ausstattung und Preis Aufsehen erregt: es ist nicht etwa eine veränderte Auflage", fondern ein von Grund auf neues Werk. Wir machen unsere Leser besonders barauf aufmerksam, daß das Werk durch die bekannte Buchhandlung Karl Block in Berlin GW. 68, Kochstr. 9, gegen sehr bequeme Mona'szahlungen bezogen werden torn. Alte Lerika werden außerdem mit einem ansehnlichen Betrag in Zahlung genommen und angerechnet. Näheres ist aus der Anzeige in unserer heutigen Nummer ersichtlich. Der foeben erschienene neue Spezialtatalog des weltbekannten deutschen Teppichhauses Emil Lefevre, Berlin, feit 47 Jahren nur Oranienftr. 158, Rähe Morigplak, bringt in übersichtlicher Weise die neuesten Schöpfungen für Innendekoration und eine ganze Anzahl original buntfarbiger Teppichmuster. Der prächtig ausgestattete Katalog wird allen Interessenten bei Neuanschaffungen oder Ergänzungen ein guter Berater fein. Der Prachtkatalog wird auf Wunsch tostenlos übersandt! Unter den anhaltend wirtschaftlich schwierigen Berhältniffen, die fich in allen Bevölkerungstreifen mehr oder weniger auswirken, ist jedermann bestrebt, den Eigen und Geschenkbedarf so preiswert wie möglich einzubecken. Dies trifft auch für Bigarren zu, deren Einkauf noch dazu Vertrauensfache ist. Daß die Fabrikate der bekannten Rigarren- Import- Firma Oto Boenice, Berlin W. 8, Frnzöfifche Str. 21, hinsichtlich ihrer Güte und Preiswürdigkeit an der Spike stehen, beweist die im Jahre 1928 mit dem Boenide- Sausmarte- Cortiment erzielte 50prozentige Absazsteigerung auf etwa 23 Millionen Süd. Die illustrierte Preisliste, welche die genannten Spezialmarken fowie die große Auswahl von Geschenkt: sten, Eortimenten usw, für den Weihnachtsbedarf enthält, wird jedem Interessenten kostenlos zugestellt. Wie ich es mit Weihnachtsarbeiten halte? Ohne das Tun und Lassen anderer kritisieren zu wollen ich bin für das vereinfachte Berfahren. Ich gehe in einen Singer- Laden fie find ja überall fehe mir Vorlagen an fuche aus und taufe mir ein Aufplättmuster dazu. Kann ich mich nicht gleich entschließen, dann nehme ich ein paar Vorlagen, fie tosten ja nichts, und lasse Freitag, 6. Dezember: 7: Funkgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schall plattenkonzert. 15.20: Parasiten der Stubenvögel. 15.40: Gluck wird wieder zeitgemäß. 16.05: Das aktuelle Feuilleton. 16.30: Schlager. 17: Hans Georg Brenner liest aus eigenen Werken. 17.30: Jugendstunde. 18: Kulturelle Auf18.30: Grundzüge der Geopolitik. gaben des Tonfilms. 18.20: Das neue Buch. 18.55: Bildfunk. 19.05: Jazzmusik aus Amerika. 20: Das Interview der Woche. 20.30: Orchesterkonzert. 22.30: Nachtmusik. Sonnabend, 7. Dezember: 7: Funk- Gymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 13.15: Bildfunk. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Die Hausfrau als Auftraggeberin. 15.40: Jugendliche Frische bis zum Alter. 16.05: Aus dem Lande des Schneeschuhs. 16.30: Willy Schaeffers erzählt Anekdoten. 17: Unterhaltungsmusik. 17.30: Jugendstunde. 18: Unterhaltungsmusik. 18.30: Französisch für Anfänger. 19: Lieder. 19.30: Programm der aktuellen Abteilung. 20: Unterhaltungsmusik. 20.45: ,, Berlin Wien", ein Duell in Wort und Musik. Danach Tanzmusik. Königswusterhausen. Sonntag, 1. Dezember: Ab 7: Uebertragung aus Berlin, 18.30: Stunde des Alters. 19: Katholische Kirchenmusik. 20: Deutschlandsender: Advent. 21: Kammermusik. AnschlieBend Uebertragung aus Berlin. Montag, 2. Dezember: 16: Englisch( kulturkundlich- literarische Stunde). 16.30: Uebertragung aus Berlin. 17.30: Die Musik im Aberglauben der Völker, 18: Blumen im Schnee. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Rentabilitätsfragen der Rindvichhaltung. 19.20: Bearbeitung und Bearbeitungsfähigkeit des Holzes. 20: Politik als Kunst. 20.30: Deutschlandsender: Uebertragung Breslan: Heltere Abendmusik. 21.30: Alfred Mohrhenn liest aus eigenen Werken. Anschließend Uebertragung aus Berlin, Dienstag, 3. Dezember: 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Aktienrecht und Aktionärrecht. 18: Musikverstehen. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Advent. 20: Deutschlandsender: Zigeuner spielen. 20.30: Roda Roda spricht. 21: Zigeuner spielen. 21.20: Wiener Klassiker. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 4. Dezember: 16: Staatsbürgerliche Erziehung der Mädchen durch Elternhaus und Schule. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Die Musik im Aberglauben der Völker. 18: Eine soziologische Ueberschau über die Kriegsliteratur des Inund Auslandes. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Gutes Deutsch für jedermann. 19.20: Denken und Anschauung. 20: Deutschlandsender: Uebertragung aus Berlin. 20.30: Sendespiele: Mordaffäre Duppler", ein Hörspiel von Auditor. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 5. Dezember: 16: Jugend und Klassizismus. 16.30: Uebertragung aus Berlin. 17.30: Musikbücher. 18: Die Türkenkriege und das rheinische Deutschland. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Was muß der Landwirt alles wissen, wenn er sich mit dem Anbau von Feldgemüse befassen will? 19.20: Die kaufmännische Lehre im Zeichen der Arbeitsteilung des modernen Großbetriebes. 19.45: Der Abbruch der großen Weichselbrücke bei Marienwerder- Münsterwalde. 20: Deutschlandsender: Programm der aktuellen Abteilung. Klaviertrios. 21.15: Uebertragung Hamburg: Rudolf Kinau liest aus seinen Werken. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 6. Dezember: 20.30: 16: Die Stellung unserer Jugend zur Literatur. 16.30: Uebertragung aus Eheschließungen. 18.30: Englisch für Fortgeschrittene. 18.55; Spinnerel. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 20: Deutschlandsender: Zur UnterLeipzig. 17.30: Gespräche über Musik. 18: Die Wirtschaftsabhängigkeit der haltung. 20.30: Uebertragung München: Alkestis", ein Gedicht mit Chören und Orchester. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 7. Dezember: 16.30: Uebertragung Hamburg: Wethestunde für die Gefallenes der Falklandschlacht. 17: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Studienreise deutscher Verwaltungsbeamter in Oesterreich. 18: Der Bankangestellte in der Wirtschaft, 18.30: Französisch für Anfänger. 18.55: Stille Stunde. 20: Deutschlandsender: Volkstümliches Orchesterkonzert. Anschließend, Uebertragung aus Berlin. mir die naturgroßen Marster fchiden. Ich arbeite dann auch, weil die Bes schreibungen die Arbeit genau erklären, auf der Maschine. Eine oder wei Arbeiten richte ich mir für Bandarbeit ein, bamit ich, wenn Befuch tommt, nicht an der Maschine au figen brauche, Alle Jahre wieber tritt die Frage an uns beran: Was fhente ich au Weihnachtsfeft! Sier einige Ratschlägel Schöne Bettwäfdhe, mollige und gute Federbetten, hitbfche Tarade- oder Sofatiffen, schöne Frottier oder Sandtücher, geschmackvolle tunstfeibene Stepp- oder Daunendecken, eine warme Schlafdecke, einfache oder messingverzierte Metallbettstellen, elegante Meffingbettstellen, mo derne weißladierte Echlafzimmermöbel. Gie finden biefe fchönen, praktischen Geschenke im bekannten und größten Spezialhaus Gustav Suftig, Berlin 6. 14. Prinzen- Ecke Sebastianstraße, und Charlottenburg 1, Wilmersdorfer Str. 138, an der Bismarckstraße. Ein Puppenwagen ist für unfere Mädden bas fefiaft erwünschte Beibnadyto gefchent, und auch die Jungens dürfen nicht vergeffen werden, benn fie witnschen fich sicher einen Trittroller. Eine große Auswahl in biefen Dingen, fowie Gelbstfahrer, Rindermöbel, Rinderschautel, aber auch Rinderwagen, Rlappwagen und Zwillingswagen finden Sie in dem größten Spezialgeschäft Berlins, im Kinderwagen Welthans Mehner, Berlin D. 27 ,, Andreasftr. 28, am Andreas plak. Filialen diefer wohl fedem Berliner bekannten Firma find in der Brunnenstr. 95, Beuffelstr. 67, Potsdamer Str. 52, Reutöln, Beraftr. 138, Epandau, Charlottenstr. 24a, Niederschöneweide, Brüdenstr. 6. Weihnachts. Reparaturen bis 5. Dezember erbeten. Die richtigen Weihradtsgeferente, ist eine Frage, bie in jedem Jahr neu in allen Variationen erörtert wird. Die Firma Teppich- Bursch, Berlin C. 2 Spandauer Str. 32, gibt aute Fingerzeige und fagt, welche freudebringenden Geschenke die richtigen Weihnachtsgeschente find. Das Inferat der Firma Teppich- Bursch in der heutigen Ausgabe diefer Beitung hat eine ganze Liste herrlicher Weihnachtsgeschenke aufgeftellt, aus welcher man nur zu wählen braucht. Ihre Weihnachtsliföre müssen Sie schon jetzt ansehen, dann haben Sie an den Festtagen die richtige Freude doron. Mit den echten Reichel Effenzen tömmen Sie fich Ihre Litöre und Branntweine für billiges Geld zu Hause selbst machen. Die Sache ist doch so einfach. Es gibt 135 Sorten. In Droger'en und Apotheken erhältlich, daselbst auch umsonst Dr. Reichels Rezeptbüchlein. Die Mechan Smyrna Qualität Marke ca.400 Marke Wollplüsch- Teppiche Pa.Velour- Teppiche Ta.Velvet- Tepp. Pa. Bouclé Tepp. Tournay- Velour- T. Mesched- Tepp. Smyrna Teppiche Allererst.Markenfabri Seit Jahrzehnten be- Seit Jahrzehnten erproble Persermust., m. Handfranse, mechan. allererste reine Wolle m. Franse„ Tebur 100149-25098 kat, med Must, sow. Vorrar wahrie Quai, mod. Must. Marke, rein.kamgarnwolle aus gutem reinen Wollgarn, ganz durchgewebte Gural. ca 300118-25089. 34179-308159-300118-25089-30285: 38 212: 0031400310-300232-00187320298-30225 20859-1827: 30865: 47: 34: 38115: 3389838859-10539-26-2014.250 137-38113-892-2361-386149: 94ca 300 150 ca ca 60x130 ca.80 ca.90 250 200 200 150 ca. Mir ca. 120 br. Min Brücken Bettvorlagen Fell- Teppiche Läuferstoffe Bettumrandungen Möbelbezugstoffe Dekorationsstoffe 65 Beiderwand 90 985 Mottled Wollplüsch 285 Chin. Ziege 15 5.5 Bouclé cus rein Hoargam Boucle, ous rein Hogram Gobelin mod. Must. ca. 130 br. 485 Rips gemustert ind 20 br ca.90 br.35 ca.70 280 bestaus 1Laufer 67x340 Moket- Ton in Ton Moiré Noppenrips, Kunstseide Pa.Bouclé.rein Haar ca. 130 cm. Mtr. 65indanthr feinste Farben, 545 Wollplüsch 901350 P. Bouclé rein Ho35 Angora 14 Mr. J. brt. Mir3.2 Bettvorig. 67.25-0. gam, mod.Musk 5043 190 50. Serval, mit 2275 Bouclé Jacquard Must Velour, modefarb Gardinen Gargitur3 teil. Fenster- Dekorationen Peristan Wollplusch reine 85 Kopf, ca.90x12033.68bc70 90 765.1200 85 Ton in Ton, best. aus: mit. br.mi. b.m. Läufer 70x340 u. 15.50 Wolle, 60x135 00 90019.50 Fußkissen Wollplüsch, Halb- 2 Bettvorlag. 50 70 × 1200 Mesched' 11037- u. beliebt. Markenfa wertvolle Qua- 62b890 cm. Q85 Wollplösch, Halbmd. 65 10.4550 9025.* rman 29- 985 lität, zum 450 90+ 325 720cm 1785 50. richtigen Weihnachts eschenk Extra Preise For Echte Perser 280 200 I- Velvet bekanntest. brikat 90 × 200 135 mondmarke mod. Muster brt. Mr. Marke, best. aus: brt. Mh. 72 Bellvorlg.62x125 Daunendecken Divanrückwände Tischdecken Divandecken Weiße Daune.m.Nahtdichtung Kelim 1- Safin, La Fart m Knopfrand 68: Gobelin 340- Kelim 300 750 aus Stamine mit bunten Effekten Mullgarnitur mit bunt.Effekten, sehr aparte form. mirvelant 8. Halbstores Meterware Stopfter Bordure e 575 hoch, mtn Mod.Gewebe m. handgeFilernetz, m. reich. Handp 75 Kelim Gobelin 150 975 durchzugen mit Fran- 775 To sen, 250 cm. hoch, mm Verdure, Baden Reisedecken Kamelhaararlig 9.75 14.75 Gobelin Kunstseid. Damast weiße Daune Bochara Mokert Mokelt m.Seidenfm.Nahtdichtung, Rückseife Safin, in allen Far- 95 m.Seidengian: 1850 Muster 1 1750 Mod.Muster, 150-300 27.50 158 ben m Smyrna mod.u.Persermuster sehr effektvoll, 150x300 Unser Lager ECHTER PERSER- TEPPICHE enthält Stücke von seltener Schönheit. doppelseitig.Plüschgew. 2/50 Wolle, Rück Der direkte Jmport ohne Zwischen handel ermöglicht unsere billigen Preise! B Nigde Anatol viele interessante Stck Z.Aussuchen 1 ca. 901 Beludjistan Anatol Gebel Tabris Posten ca.45x 90. viele Brücken bis ca. ca.75x135 Perser interessan 13.5% 250 te Stücke z. Aussuchen 1650 90x150.gut erh. 50 interessante Stücke z. Aussuch. ZUM C50 Aussuchen 29.50 265% feinster Auf Wunsch Zahlungs Brücken erleichterung 149 darunter große Stücke. 2.Aussuchen RM seite kariert 13.50 Indanthren Rips, volle Schalbreite.Querben. Seld. Prse, ap. Porebenst. 16.° Kunstseid. Noppenrips, ge durerbeh.m.seid franse, Fersi21. Bettdecken Tullgewebt, moderne Muster, 2 Derne 950 Kunstseide, modern- 1875 Streift, indanthren, ste Muster, 2bettig, Steppdecken Schlafdecken Satin doppel- 1350 Wollgemisch 1175 seing Hochglanz 1. m.Streif.Kante Kunstseid Da 1750 Rein Kamel- 3750 mast Rucks JeSatin17 haar Verkauf nUP C2, Spandauer Str.32 Sonntag 1. Dezember 1929 Unterhaltung und Wissen Beilage des Vorwärts Augun Mmrichs: Seeräuberfchickfal Iii seinem neuen Roman»Das Soll«wl Meer" feeö. in Leine» 6 ffl.) IHM Auquft vinrichs das schrankenlose Treiben mittelalterlicher Zsischervölker lebendig werden. Wie er es versteht, uns in die»er- ftmlcne Welt hineinzuversehen. jeiflt nachstehende Szene, die wir mit Senehmianng des Berlages Quelle und Mencr in Leipzig wiedergeben. Der alte Fächer Alf steht den gangen Abend still hinter den andern Gästen in Fackes Haus, Bole weiß, daß er nach seinem S»hn fragen will, aber er wagt es wohl nicht, weil er sich vor der Antwort fürchtet. Mit den letzten Gästen geht er fort, ohne ein Wort gesagt zu haben. Am nächsten Abend ist er wieder da. Niemand achtet auf ihn— es sind so viele Menschen hier, sie sitzen aus Bänken, auf Truhen, sogar aus der Anrichte: ste lachen, trinken und lärmen, und er lehnt hinter ihnen an der Wand, schweigend, die Augen unbewegt aus Focke gerichtet. Aber es ist so dunkel da, wo er steht, daß Fock« ihn wohl nicht sieht. Als er endlich fortgeht, tritt Bole draußen zu ihm:„Willst du meinen Vater nicht fragen? Kann ich dir helfen?" „Nein," sagte der Alte,„morgen will ich es tun." Diesmal komint er spater als sonst. Er zwängt sich langsam zwischen den Leuten hindurch, bis er an die offene Feuerstell« gelangt, daß alle ihn sehen muffen. Da sitzt Focke hinter dem Tisch, beide Ann« breit auf die Platte gelegt, mit den Händen den Bierkrug umklammernd. Er hat viel getrunken, sein Gesicht ist rot, und sein« Augen glänzen. Der Alt« bleibt gerade vor ihm stehen, Focke hebt den Krug und will ihm zutrinken, aber in halber Höhe läßt er den Arm wieder sinken und sagt:„Es ist lange her, daß wir uns gesehen haben, Ais." „Ja," sagte der Alte,„es ist lange her. Du erinnerst dich wohl kaum noch daran?" „Doch, da» tu ich. Setz dich her und trink einen Krug Vier mit." „Nein," sagt der Alte,„Ich wollt« dich nur etwas fragen." Er spricht so laut, daß all« ihn hören müssen, es wird plötzlich ganz still, und die«ntfernter Sitzenden stehen auf und drängen näher heran. „Weiß du noch was du mir damals versprachst, als du fort- gingst?" „Ja," sagt« Focke und fleht ihm gerade ins Gesicht.„Das hob' ich gut behalten." „Ihr wart mtt zwanzig Mann," fährt der Zltt« fach Jtm warst der Aeltest«, und Jülf, mein Sohn, war der Jüngste, achtzehn Jahr«. Ich wollte ihn nicht fortlassen und kam zu dir, da sagtest du:„Laß ihn ruhig mitgehen, Als, ich will ihn hüten, wei mein Augapfel": ist es nicht so?" „Ja, genau, das Hab' ich gesagt." „Dann hörten wir, vierzehn von euch wären bei irgendeiner Sache den Hamburgern in die Hände gefallen, und sie hätten euch alle einen Kops kürzer gemacht— aber damals warst du wohl nicht mehr mit Jülf zusammen?" „Doch, sagte Flock«,„ich war bis zum letzten Tag« mit ihm zusammen." Der Alte atmet schwer, es zuckt in seinem Gesicht, und sein« zittern..Lannst du mir dann sagen, wie es zuging, daß du ganz ollein davonkamst?" fragte er endlich. Bole, der seinen Vater scharf beobachtete, sieht, wie sein Gesicht grau wird, und wie er hinter zusamniengepreßten Lippen mit den Zähnen mahlt. „Vielleicht erimrerst du dich noch," sagt« der Alte und sieht ihn unbewegt an,„oder ist es so, daß du es lieber verschweigst?" Da stößt Focke heftig feinen Krug auf den Tisch und springt aus: „Nein, du kannst es gern hören, wenn es dir Spaß macht!" Jetzt ist sein Gesicht dunkelrot, und sein« Augen glühen den alten Mann unheimlich an. Sie stehen voreinander, beide gleich groß, nur die Tischplatte zwischen sich. Es ist atemlos still geworden. Niemand von den andern wagt sich zu rühren. Fockes Stimme ist heiser und rauh, als er beginnt: „Du weißt recht gut, Alf, daß wir damals keine Hering« fischen wollten. Erst hielten wir auf die Dänen ab und hatten Glück: so viel Prise, daß wir für ein paar Jahre genug gehabt hätten. Da wollten viele schon heim. Aber dem Alten war's nicht um die Prisen zu tun— er hatte einen grimmigen Haß auf alles, was Krämer hieß. Wir sagten in den vier Meeren herum, ein paar Jahre, und nahmen, was wir bekommen konnten. Dann riet ihm der Teufel, sich oor die Elb« zu legen. Ein paar Hamburger kaperten wir rasch hintereinander. Dann mußten wir lange warten, sie hatten wohl Wind gekriegt, eh' wir den nächsten faßten. Ein großer Kasten, aber wir machten uns heran. Kaum, daß die Enterhaken sitzen, da springen wir auch schon hinüber. Jülf und ich laufen nach achtern— es war verdammt stramme Zucht bei uns, jeder hatt' seinen besonderen Auftrag, aber ich hatt' es durchgesetzt, daß er mein Handgänger blieb. Da seh' Ich, wie's aus den Luken und hinter allen Kisten und Tonnen an Deck plötzlich wimmelt: es war eine Falle, sie hatten wohl hundert Knecht« an Bord. Zurück, schrei ich. und riß Jülf zu mir her. da sind wir schon mitten Im Hauen und Stechen. Die meisten laufen an uns vorbei, unser eigenes Schiff zu entern, aber der Alte war ihnen doch wohl schon zu schlau und kam los. Wir rissen uns an die Neeling, ich schmeiß Jülf noch hin- über, aber eh' ich nachsehen kann, krieg' ich eins aus den Dätz und schlag' hin." Er trinkt, wischt sich den Mund und fährt heiser kork:„Wie ich auswach', ist's balkcndufter um mich, ein Stechen frißt mich in allen Gelenken, und rund um mich her hör' ich Keuchen und Stöhnen. Sie hatten ein« höllische Art zu schnüren, Hände und Füße aus dem Rücken zusammen, daß die Haut von den Knöcheln riß. Wir sahen erst wieder Licht, als man uns in Hamburg an Land stieß— fünfzehn Mann, auch Jülf, den sie eufgesischt hatten. Gehen tonnte keiner, sie mußten uns auf einen Karren werfen und fahren. Die Straß« war schwarz von Menschen, alle Häuser beflaggt, und ein Gejohle— aber wir sahen doch wieder Licht, eine kurze Stunde lang. Dann kamen wir in ein Loch, tief unter der Erde, feucht und dunkel — ich weiß nicht, wochen- oder monatelang. Einige bekamen den Brand in die Wunden und s+rien, auch wohl oor Hung«r, und die Ratten nagten an unfern Füßen, die in eisernen Ringen saßen— als hätten wir durch die Wand laufen können. Einmal holte man uns heraus, in«inen Saal. Da saßen sie über uns zu Gericht. Ich schwur, wir hätten ossenen Krieg geführt, hatt' ja den.Kaperbrief selbst gesehen: sie lachten höhnisch und sprachen uns den Hals ab als Räuber und Mörder. War noch Gnade, daß sie unsere Knochen nicht einzeln zerstoßen wollten mit ihrem Rad. Als wir hinuntergesührt wurden— es ging langsam, wir krochen ja fast—, rempelt ein Knecht aus Ungeschick den Schließ, neifter an. Der Kerl tritt gleich in den Bauche daß er die glitschige Treppe hinunterstürzt. Unten raun' ich ihm zu: ,Lu hilf mir davon, so tust du dem einen Tort und verdienst dreißig Gulden"— die trug ich eingenäht unterm Wams. Er flucht:„Verdammter Hund, dir brech' ich die Knochen", und stößt mich in ein Loch so eng. daß nur einer drin liogen kann. Als er mich schließt, flucht er noch lauter, aber mitten darin raunt er mir zu:„Wo sind dein« Gulden?" Ich führe fein« Hand, daß er ste fühlen kann: dann tappt«r hinaus. Am andern Morgen, als er mir einen Krug Wasser hereinsetzt, drückt er mir was in die Hand:„Feile," sagt er, ,>di« Schlüssel bekomm' ich nicht". Am Abend Hab' ich«inen Fuß frei. Da kommt er wieder und bringt ein« Scher«:„Schneid dir den Darf, nachher kommt«in Psass, mit dem mußt du tauschen." Als er sieht, daß ich noch mit einem Fuß festsitz, wird«r wütend:„Reiß ihn heraus," schimpft er,„morgen früh faulen ste beide". Da beiß' ich die Zähne zusammen und reiß', er Hilst und reht ihn herunter— viel Fleisch war nicht mehr dran, aber die ganze Haut ging in Fetzen. Dann gibt er mir noch ein Tuch:.Stopf' ihm das ins Maul und komm dreist heraus", nimmt mein« Gulden— nur zwei behielt ich— und geht. Eine Stunde lang, nachdem ich mir Bart und Haare geschoren, reib' ich die Beine und geh' von einer Mauer zur andern, um den geschundenen Fuß zu gewöhnen— er brennt, als Hütt' einer Salz in die Wunde gestreut: dann kam der Mönch, da lag ich am Boden. Als er sich zu mir beugk, fahr' ich ihm an die Gurgel und drück', daß er gleich die Augen verdreht. Dann stopf' ich ihm das Knäuel in den Hals, hüll' mich in seine Kutte und mach' mich davon. Aus Händen und Füßen kriech' ich die Treppe hinauf. Oben steht der Knecht. JB* ist kalt, Pater Lorenz," sagt er„Ihr solltet Euch bester schonen," und zieht mir die Kapuze ganz über den Kopf. Dann öffnet er ein« Tür, da steh' ich draußen. Gut, daß es dunkel war, sonst hätt' man den Betrug wohl gemerkt. Der Mönchskutte traute ich nicht, b«' einem Juden besorgt' ich mir Kleider— er fragte nicht viel, als er Geld sah, er dacht' wohl, ich wollt' ans dem Kloster laufen, und half mir in allem, bis ich al» Bauer davonging. Und dann, am Morgen, als die andern hin- ausgeführt wurden—* Focke bricht ab und sieht den Zllten lauernd an:„Willst du das auch noch hören?" Große Schweißtropfen stehen ans seine Stirn, man steht, wie e» ihn guätt, dies alles sagen zu müssen. Aber den Alien rührt es nicht.„Ja," sagt er,„gerade das wollte ich hören." Er steht immer noch aufrecht, fein Gesicht mtt den ttefen Furchen um den Mundwinkel ist unbewegt und grau wie Lehm. ,-5ch stand ganz nah," sagt Fock«, und sein« Stimme klingt noch rauher als zuvor.„Ich Hab' nie gedacht, daß diese Sache ein Spaß sein könnte, aber sie balgten sich um die Plötze. Als ich sie sah, die vierzehn, klapprig und welk wie Greise, Kerle wie Didde Ritter darunter, jetzt alle grauhaarig und dürr— mußt ja nicht, daß ich selber so aussah—, da würgt's mir im Hals, und ich" tat einen Schwur— verdammt, ich Hab' ihn gehalten. Einer vom Rat macht noch Faxen, konnt's nicht verstehen. Dann nimmt st« der Frone—«ine gelbe, vernarbte Fratze, mit schwarzen Haarbüscheln in Nase und Ohren, ein rechtes Schindergesicht. Er grinst wie«in Tier, aber er hat sie nicht viel gequält, das muh man ihm lasten. Jämmerlich knieten sie hin, die Arme gebunden, und er, na— er verstand schon sein Handwerk. Als er sich über den ersten reckt, schrei' ich in Wut und Angst und will vor— da ist's schon vorbei. Ich sieh' festgekeilt, und mein Schreien hat niemand gehört. so johlton sie über den guten Streich. Vierzehnmal saust es mir selbst ins Genick, daß ich schaudere, vierzehnmal schrei ich aus, bei jeden, — bei jedem— Jülf war der letzte. Jetzt weißt du's— verdammt, was fragst du mich auch." Er reißt das Wams auf, greift den Krug und trinkt ihn in einem Zuge leer. „Ja, dann"— sagt der Alt« und sieht mit leeren Augen vor sich hin—„dann— brauchen wir— ja nicht mehr— aus ihn zu warten." „Nein, da« brauchst du nicht," antwortet Fock«. Er stößt es so heraus, es klingt grob und roh— er haßt in diesem Augenblick den Alten, der ihn zwang, dies alles hier zu erzählen. Niemand kann ihm etwas vorwerfen, er konnte Jülf mit dem besten Willen nicht retten. Aber es ist nun so, daß er selbst, Focke, noch lebt, und daß der andere tot ist. Alle denken darüber nach und schweigen, und ats Focke in die Runde sieht, wenden sie ihre Augen ab. moskauer Eindrücke Nettvffer be»«Akolaenden kleinen Rotisen ist soeben von einer kurzen Ruglandfabrt zurückaeiehrt. Zeitungen. In allen Hauptstädten der Welt kann man ausländische Zeitun- gen kaufen.„Times",„Neue Freie Presse".„Temps" und andere find in Paris, London, New Pork ebenso erhältlich wie in Berlin. Nur in Moskau nicht. Weder deutsche, noch französische, noch andere Blätter. In den kleinen Kiosken, den Bahnhöfen und auf der Straße sieht man nur russische, s o w s t t russische. Selbst die „Rote Fahne" ist nirgends zu finden. Schwer zu sagen, ob sie keine Gnade oder(wie in Berlin) kein« Leser findet. Nur im Grandhotel, das viele deutsch« Gäste beherbergt liegt eine Berliner Zeitung aus, deren Moskauer Berichterstatter sowjet- freundlich ist. Natürlich ist sie sündhaft teuer, natürlich acht Tage alt und nur in wenigen Exemplaren vorhanden. Zeitschriften? Stur eine illustrierte Zeitung— ausgerechnet aus dem Scherl-Berlag. Daneben noch Herrn Münzenbergs Illustrierte in Deutsch und Russisch— das ist alles, was man in Moskau für geeignet hält. P h o t o g r a p h i« r« n. „Photographieren", erklärt der Führer,„dürfen Si« alles.' Die Meldungen, das Photographieren interessanter Dinge sei ver- boten, stellt er mit überlegener Miene als Ammenmärchen bor- liierter Antibolschewisten hin. Im Gegenteil, man solle recht viele Aufnahmen machen und sich nur hüten, nicht versehentlich Rot- armisten zu knipsen, da dos nicht gern gesehen werde. So die Theorie. Die Praxis. Man will ins Reoolutionsmuseum.„Photoappa- rate sind abzugeben."— In einer Schokoladenfabrik:„Photoappa- rate sind abzugeben."— Man bekommt die Erlaubnis, den Kreml zu besichttgen, auch photographieren darf man. Versucht man aber in den Gassen des Kreml zu knipsen, sei es ein interessanter Erker, ein Gebäude oder eine rostige, alte Kanone— gleich kommt ein Rotarmist:„Sie dürfen hier nicht phoiograph'eren."— Bei der Re- oolutionsfeier aus dem Hotelbalkon am Theaterplatz. Ein Rot- armist stürmt herauf:„Wer hat hier photographiert? Hier darf nicht phtographiert werden." Das ist die Praxis. Bescheint>ungen. Die Bescheinigung, das gestempelte Papier, regiert. Sl« wollen einreisen? Ein endloser Fragebogen muß dreifach ausgefüllt werdm. Die Familienverhältnisse, die Tätigkeit, Zweck un>d Ziel der Reis«, Referenzen im In- und Auslande, ob man bereits in Rußland war, und wann, ob man für oder gegen die Sowjctreglerung gekämpft Hab« usw. usw.— alles muß dreimal versichert werden. Bescheinigt wird, wieviel Gold man mit nach Rußland nimmt, bescheinigt wird, wieviel Geld wieder mtt zurückgenommen wird. Ein« Bescheinigung bekommt man, wenn«ine amtliche Stelle frem- des Geld in Rubel umwechselt, und nur dann kann man es wieder zurückwechseln lassen, wenn diese Bescheinigung nttt zwei, drei Stempeln beglaubigt wird.» Aufenthaltsbescheintgiingen, Ausrelseertoubnis, Brotkarten, Milchkarten— der Schein ist alles. Preise. Charakteristisch für die Preiedifferenzen ist ein kleiner Vorfall aus der Grenzstation, in Niegorelore. Ein sehr gute« Glas Tee kostet dort 14 Pf., ein« Tafel Schokolade 4,50 M.:(Den Rubel zum amtlichen Kurs von 2,16 M. gerechnet.)— Allerdings Ist die Schoko» lade in Moskau billiger, die Tafel kostet dort 1,50 bis 2 M. Aepfel, auf der Straße bei Privathäirdlern gekauft, kosten 20 bis 50 Pf. pro Stück: der Einheimische handelt diesen Preis her. unter, zumeist ist nur der Ausländer der Geneppte. In den staat» lichen Läden sind Aepfel— in geringen Mengen freilich— für 90 Pf. bis 1,20 M. erhättlich. Fahrräder kosten zirka 460 M., Pullover minderer Qualität 50 M., Arbeitskittel 7 M., Mützen 4,50 bis 10 M., einfache Oberhemden 8 bis 12 M. Außerordentlich teuer sind Luxusgegenstände: Lackpumps(die in Moskau kaum getragen weisen) 70 M., Grammophon«, Modell 1914, mit Blechtrichter 215 M.. ein Maßanzug mittlerer Qualität 500 M. Löhne. Sehr unterschiedlich sind auch die Löhne. Der Durchschnittslohn soll— nach ziemlich übereinstimmenden Angaben— zirka 160 bis 200 M. im Monat betragen. Amtlich werden 175 M. ange- geben. Ein Leningrader Spezialarzt erhält 220 M., ein Hofarbeiter zwischen 90 und 100 M. Spezi, t. h. meist.ausländische Spezialarbeiter, erhalten bis 1000 und 2000 M. monatlich. Für besonder« Spezialisten wurden noch weit höhere Summen genannt. Gespräch mit einem deutschen Facharbeiter. Er lebt seit einem Jahre w Moskau. Kommt eben von Berlin zurück, wo er deutsch« Maschinen gekauft hat. Das erste: die Klage über die Wohnungsnot. Gewiß er hat für sich— ein Ausnahme- fall— ein Zimmer allein. Aber die vielen, die es sich nicht leisten können, hocken auf engstem Raum zusammen. Gewiß, man ist bemüht, der Not zu steuern, aber es ist kein Geld da, alles ist nur ein Tropfen auf einen heißen Stein. Er verdient recht gut, hat eine Köchin engagiert(für 50 M. im Monat), die ihm den Haushalt besorgt und die Lebensmittet zusammensteht. In dem einen Jahr seines Dortseins sind die Preise um 30 Ws 40 Proz. gestiegen. Wohin soll da» noch führen? Schlimm Ist die Lebensmittelknappheit. Alles ist rationiert. Jetzt auch die Milch, die Erwachsene überhaupt nicht bekommen. Trotz der Karten müssen die Menschen Schlange stehen Früh um 4 Uhr beginnen die Frauen, sich vor den Laden anzustellen Der Privathandel wird systematisch eingeschnürt. Di« Märkte weisen gegenüber dem Vorjahr nur noch etwa ein Drittel der privaten Händler aus. Alles wird verstaatlicht. Nein, er will nicht in Moskau bleiben. Ein Jahr vielleicht noch, dann zurück nach Deutscbland. „Der Sumpf." In ihrem Revolutionsmuseum geben die Bolschewisien ein« umfangreiche Darstellung der russischen reooluttonären Erhebungen — durch ihre Brille gesehen. Bei der Darstellung der Spotten der russischen Sozialdemokratie besitzen sie den Geschmack, die Bilder der menschewisttschen Gruppe mit der Ueberschrift:„Der Sumpf" zu versehen. Diese als„Sumpf" bezeichneten Sozialisten haben immerhin ein Lebensalter gegen den Zarismus gekämpft, sind verbannt und verurteilt worden. Dies« Sozialisten haben aber auch zum Test in den Reihen der Roten Armee gegen die Weihgardisten gekämpft und sind heute, soweit si« nicht außer Landes leben, wieder in Ge- fängnisien und Verbannungeorten. Die Bolschewisien aber heißen ste den„Sumpf".... Der Kult. Nichts tritt in Moskau augenfälliger in die Erscheinung als der Personenkult. Besonders an den Festtagen steigert sich dies« Derehrungssucht ins beinahe Grotesk«. Jeder der zahllosen kleben und großen staatlichen Läden hat mindestens eins seiner Schau- fenster mit einem oder vielen Lenin-, Stalin- oder Rykow-Bildern ausgelegt. Seltener sind Marx-Bildcr, von Vucharin oder Trotzki ist selbst- verständlich nichts zu sehen. Unzählig sind auch die Medaillen und Abzeichen, die, mit den Köpfen der Führer geschmückt, an manchen Straßenecken und in Läden feilgeboten werden. Jaguar im Urwald Aus dem Buche von Johannes Rregen mischen Pa. rana und Tiété", Tiere und Menschen im Urwald von Sao Paulo, Berlag der Leipziger Buchdruckerei A.-G., Leipzig. 262 G., in Veinen 5 M. Diese Fahrten im brasilianischen Urmalde haben den Vorzug, feinerlei Jägerlatein, sondern nur wirklich Erlebtes und Geschautes zu bieten. Was ihnen an Abenteuerlichkeit abgeht, wird durc Anschaulichkeit und Unmittelbarkeit reichlich ersetzt. In dieser Weise ist Brasilien noch nie gezeigt worden. Es war wieder die Zeit, zu der die Nachttiere sich auf die Nahrungssuche vorzubereiten pflegen. Im Urwaldsdunkel nebenan redten sich jetzt, nach dem Tagesschlafe, sicherlich tausend Geschöpfe zu neuer Lebendigkeit. Eines dieser Geschöpfe fam ausgerechnet zu dieser Stunde auf den Gedanken, ausgerechnet auf jenem Straßenstück, auf dem eben die Reiter herankamen, das zu tun, was man Toilette machen" nennen tönnte. Das soll nicht heißen, daß der Jaguar, um den es sich handelte, etwa den Frisierfamm hervorholte, um sein Fell zu strählen. Aber er hatte das dringende Verlangen, das zu tun, was die pelztragenden Tiere in der Wildnis so oft nötig haben, nämlich sich auf dem Rücken und auf den Seiten tüchtig im Sande zu wälzen. Es ist ein dem menschlichen Bedürfnis, sich zu tragen, gleichwertiges Bedürf nis. Es wird hervorgerufen durch die Carrapatos, die Zeden, die den Waldtieren nicht weniger zu schaffen machen als den Menschen. Unser Jaguar hatte dazu, wie gesagt, die Straße ausersehen, auf der Frizz eben an der Spitze der Reitergruppe nach dem Galopp mieder in flottem Trabe ritt. Straße heißt in diesem Falle das Zukunftsmusik am Südpol Die Antarktis ist von der Forschung immer stiefmütterlicher behandelt worden als die Nordpolarzone, weil sie dem Entdecker in Gestalt höherer und ausgedehnterer Eisfelder und Eismassen schwerer zu übersteigende Hindernisse in den Weg legt, als die Arktis. Neuerditionen in die Wirklichkeit umgesetzt worden. Die Fahrt nach dem Südpol beginnt gewöhnlich in Neuseeland, dem nächstgelegenen bewohnten Gebiet. Seit Australien ein aufblühender Kulturstaat geworden ist, beschäftigen sich auch seine wissenschaftlichen Inſtitute mit diesem Problem. Die Queensland- Universität besigt in dem Geologen Edgeworth David einen hervorragenden Forscher der Antarktis, der selbst an der Expedition Shackletons teilgenommen und den Bulkanberg Erebus erstiegen hat. David hat sich über die Aufgaben ausgesprochen, die heute von einer Expedition zu lösen sind, und neben den wissenschaftlichen Fragen auch die wirtschaftlichen berührt. Inzwischen lief der Jaguar davon. Und zwar lief er auf dem Wege vor den Reitern her. Friz erwartete eigentlich jeden Augen- dings sind wieder bedeutsame Forschungspläne durch große Expe= blid, ihn im Urwalde zur einen oder anderen Seite verschwinden zu sehen. Aber er blieb eine ganze Weile auf dem Wege. Friz hezte ihn und die Mula gleichzeitig mit ununterbrochenem Fritz hezte ihn und die Mula gleichzeitig mit ununterbrochenem lauten Geschrei. Er dachte nicht viel dabei, gab nur dem Gefühl nach: da ist ein Abenteuer, nun aber los! Das hatte er nicht mehr erwartet, das übertraf nach den Erfahrungen der letzten Wochen seine Hoffnungen. Daß aber auch er, ausgerechnet er, die Gelegen heit haben sollte, einen Jaguar zu heben, wie die Hunde den Hasen hetzen! Lange dauerte der Spaß leider nicht. Aber das wenn schon allzu kurze, so doch große Vergnügen wollte er ausnutzen. Auf einmal sprang der Jaguar zur rechten Seite herüber und verschwand im Urwalde. Näherkommend, von der Mula abspringend und nun mit dem Browning in der einen und dem Zügel an der anderen Hand zu der Waldseite vorstürzend, in der der Jaguar verschwunden war, bemerkte Fritz eine dunkle und nicht eben große Deffnung im Waldrande. Das war also die Erklärung dafür, warum der Jaguar auf dem Wege vorangelaufen war, anstatt sofort in den Wald einzubiegen: er suchte den Einschlupf des gewohnten Wildwechsels. Fritz hatte durch die Begegnung mit dem Jaguar einen start virkenden Anschauungsunterricht in Entwicklungsgeschichte erhalten. Neuseeland, Tasmanien und Airſtralien werden jährlich mehrmals von kalten Wirbelstürmen heimgesucht, die unvermittelt auftreten und vom Pol kommen. Eine dort eingerichtete meteorologische sie tönnte auch von dort ausgehende Regen oder Trockenheit vorStation tönnte ihr Entstehen beobachten und sie rechtzeitig anzeigen; ausmelden, wodurch die Farmer vor großem Schaden bewahrt würden. stellen und stredenmeise erdblante Band des Urwaldweges. Frik Bligartig verknüpften fich seine Gedanken zu der Erfenntnis, daß Schon im letzten Jahr hat der Walfischfang 160 Millionen Mart bemerkte den Jaguar zunächst nicht. Der Weg war zwar auf eine meite Strecke voraus zu übersehen, aber Frig achtete nicht darauf. Er hing allerhand Gedanken nach, erwartete jedenfalls feine befonderen Ereignisse. Der Tio velho aber roch auf einmal den Jaguar. Er ging entfetzt so plötzlich und start in die Höhe, daß er Friz fast abgeworfen hätte. Es gelang diesem gerade noch, sich an der Sattelspitze zu halten und durch ein paar träftige Stöße mit den Stiefelabjäßen in die Flanken der herumtänzelnden Mula( Sporen trug hier draußen feiner) diese zu einem raschen Herabgehen und Voranpreschen zu bringen. Frizz schrie dabei ein lautes„ Mula, hoh!" nach dem anderen, und dieses Geschrei war es wohl, was den verzückt im Sand sich wälzenden Jaguar aufmerksam machte. Er sprang auf, und nun sah ihn Frizz. Ein Strom wilder Abenteuerlichkeit durchflutete ihn. Er dachte nicht daran, zur Waffe zu greifen. Was nugte schon der Browning, mit dem er ohnehin nicht traf. Ganz instinktiv schlug er vielmehr in plötzlich ausbrechender Jagdlust nochmals die Stiefelabsätze in die Flanten des Tio velho. Dieser, vorangetrieben von der Energie des Reiters, von Flantenstößen und Hetrufen, aber gehemmt von der ererbten Angst seiner Rasse vor dem Jaguar, schrie flagend laut auf, versuchte auch noch einen Augenblick, sich zu sperren, hochzugehen, ging dann aber nach neuen Tritten in die Weichen verzweifelt voran. en diesem engen Schlupfloch des Wildpfades, der durch den Weg quer angeschnitten war, deutlicher als sonst die starke urfprüngliche Verbundenheit Don Tier= und Menscheneristenz sich demonstrierte. Manchmal schon hatte ihn die Frage bewegt, wie wohl die Woldindianer sich voranbewegen, für die doch der Urwald ebensolche Hindernisse bietet wie für andere Menschen, wenn diese das Un gewohnte auch schwerer empfinden müssen. Friz wußte zwar, daß die Waldindianer sich mit Vorliebe der Wasserläufe zum Vorankommen bedienen und ihre Niederlassungen ziemlich nahe an diesen natürlichen Verkehrsstraßen gründen. Aber die Indianer bewegen sich doch auch im Walde. Frizz ward durch die Begegnung mit dem Jaguar der Ursprung der Menschenwege im Urwalde klar. 3og es selbst der Jaguar vor und gar im Augenblick der Gefahr!, den gebahnten Wildwechsel zu benutzen, anstatt in das Urwaldsdickicht einzubrechen, so taten sicher die Waldindianer ursprünglich, und tun gegebenenfalls auch gegenwärtig noch nichts anderes: fie folgen im Walde den Pfaden, die die Tiere( unter diesen besonders der Tapir) durch gebrochen haben. Erst wenn sie bestimmte Wildpfade häufiger benutzen, erweitern die Indianer sie seitlich und nach oben zur Indianer- Picada. So sind also die Menschenwege im Urwalde auf der Wegearbeit der Tiere des Waldes begründet. Bert Schlick: Der Nachruf Ort: Privatkontor im Hause Battermann u. Co. Beit: Abends. Personen: Keilhauer, Teilhaber der Firma Battermann u. Co. Petersen, desgleichen.( Stumme Rolle.) Eine Stenotypistin. ( Anton Battermann, Begründer und Teilhaber der Firma Battermann u. Co., Hutfabrikation, ist gestorben. Keilhauer und Petersen, die hinterbliebenen jüngeren Teilhaber, in Ledersessein fizzend, sind zusammengefommen, um den üblichen Nachruf für die Beitung zu verfassen. Im Hintergrunde des Raumes wartet die Stenotypistin auf das Diktat.) Keilhauer: Also schreiben Sie, Fräulein! Am- Datum wissen Eie ja starb unerwartet unser hochperehrter Teilhaber und Gründer der Firma, Anton Battermann. Was meinen Sie, Petersen? Man soll es ja nicht sagen. Aber es war höchste Zeit. Die nächste Saison wären wir erledigt gewesen. Bei den Geschäftsmethoden, die Battermann durchsetzen wollte. Nicht einen Hut hätten wir bald mehr verkauft. Haben Sie, Fräulein? Ja, gut! Also weiter: Wir verlieren in ihm einen unersetzlichen Menschen. Wenn er wenigstens manchmal Vermunft besessen hätte! Das Geld im Schlaf verdienen, das fonnte ihm so passen. Weiß Gott, mir ist im Leben fein faulerer Mensch vorgekommen als Anton Battermann.- Sein Fleiß. Mir fällt gerade ein, wie wir hier mal zwei Nächte lang Kalkulationen gemacht haben. Und der Alte? Fährt kreuzfidel nach Heringsdorf, kommt nach drei Tagen wieder und wundert sich, daß mir überhaupt noch einen unverkauften Hut im Lager haben. Was haben Sie zulegt, Fräulein," Die Stenotypistin: Sein Fleiß..." Reilhauer: Richtig! Sein Fleiß Sein Fleiß. Seine Ausdauer und unermüdliche Arbeitskraft waren vorbildlich für jeden, der mit und unter ihm arbeitete. Stets hilfsbereit. Das Personal ist auch froh. Nun, ich meine, arbeiten muß natürlich jeder. Aber wie der Albe manchmal mit den Leuten umsprang, wenn er seinen schlechten Tag hatte. Stets hilfsbereit haben Sie, Fräulein? Dann weiter: stets freundlich, vornehm und edel in der Gesinnung. Den alten Schimmelmann hat er doch einmal in der Expedition so gehetzt, daß Schimmelmann abends geheult hat wie ein kleines Kind, dem das Butterbrot auf die Erde gefallen ist. fchrieben, Fräulein?" Was haben Sie geDie Stenotypistin: Stets hilfsbereit, stets freundlich, Dornehm und edel in der Gesinnung..." Keishauer:" Richtig! mar sein erstes. Bestreben, für das Wohl seiner Untergebenen zu wirken. Wie ein Vater Das soll auch aufhören, Petersen, das mit dem ewigen Urlaub abzmacken. Ausspannen muß jeder einmal im Jahr. Himmel, wenn wir nicht manchmal gebremst hätten, das ganze Personal Schenkt hätte der Alte uns fopfscheu gemacht. Fräulein?" Haben Sie: wie ein Vater, Die Stenotypistin: Jawohl, Herr Keilhauer." Keilhauer: Also: Wie ein Bater sorgte er für sie, die in ihm immer nur in erster Linie den Freund und dann erst den Chef liebrigens war gestern fahen. Auch bei seinen Geschäftsfreunden wieder der Hausschild hier und fragte, ob wir ihm Geld leihen fönnten. Auch bei seinen Geschäftsfreunden erfreute er sich großer Beliebtheit. Ja, also der war hier. Der arme Kerl fann einem leid tun. Alles hat er verloren. Und nur, weil der Alte ihn zu der großen Hansspekulation verleitet hat. Haben Sie alles, Fräulein?" Dir Stenotypistin: Bis Beliebtheit." Keilhauer:" Beliebtheit, ja. erfreute er sich großer Beliebtheit durch seine geschäftliche Umsicht und seine stets richtigen Ratschläge. Um den unersetzlichen Verlust ihres Teilhabers und Chefs. Morgen müssen wir auch mit der Betriebsänderung anfangen, Petersen. Auch die neuen Maschinen müssen wir bestellen, um fonkurrenzfähig zu bleiben. Haben Sie: Verlust, Fräulein?" Die Stenotypistin:„ Um den unersetzlichen Verlust ihres Teilhabers und Chefs..." Keilhauer: trauern tiefbewegt Darunter: Die Teilhaber. Das Personal. Schluß. Wollen Sie bitte das ganze noch einmal vorlesen?" An den ausgedehnten Küsten der Antarktis gibt es unzählige Wale. Die Tiere können dort gut gedeihen, meil einstweilen wenigstens der Walfischfänger noch zu große Schwierigkeiten beim Fang hat. Sir David befürwortet die Anlage von Stationen. eingebracht weiche Summe ließe sich erst unter günstigeren Bedingungen erzielen! Die Riesenmassen der auf den Klippen und Berghängen nistenden großen und feinen Vögel repräsentieren ein ganz ansehnliches Kapital, das zurzeit noch völlig brach iiegt. Die Landmassen bergen an verschiedenen Stellen große Kohleniager. Man hat festgestellt, daß in der Antarktis Rohle lagert mie die Bullifohle in Neusüdwales, die sich ganz besonders für Dampferheizung eignet. Ein folches sehr großes Kohlenlager bei der Hope- Bay in Grahams- Land( Westantarktis) hat bereits Shackleton für das Britische Reich in Besitz genommen. Nach der Berechnung des Forschers ist es 1000 englische Meilen lang und mindestens 50 Meilen breit. Unter den Kohlenlagern ist man auf Felsen gestoßen, die deutlich Devonische Fischfossilien zeigen( dies find dieselben Erdschichten, wie man sie am Rhein, in Nassau, hat, meshalb sie auch rheinische Formation genannt werden). Diese Formation ist gewöhnlich überaus reich an Erz, besonders an Kupfer, Eisen, Blei, unter diesen wiederum auf Felsen, die reich an Graphit und Rupjer sind. Auch auf Silber und Gold darf man, nach der Ansicht Sir Davids, ziemlich sicher rechnen. Verstopfung von Blutgefäßen In den letzten Jahren hat man sehr viel häufiger als früher von der sogenannten Thrombose gehört. Thrombus heißt auf. Deutsch geronnene Masse, und man gebraucht diesen Ausdrud, wenn ein Blutgefäß durch Gerinnung des Blutes an Ort und Stelle verstopft wird. Im Gegensatz zu diesem Blutpfrops oder Thrombus versteht man unter einer Embolie eine Verstopfung von Blutgefäßen durch einen in das Blut gelangten und von diesem weiter verschleppten Fremdkörper. Solche Fremdkörper bestehen nach Knochenbrüchen 3. B. aus Fetteilchen, und man spricht dam von einer Fettembolie. Wie kommt es nun, daß diese Krankheitserscheinungen in letzter Zeit soviel häufiger geworden sind? Darüber berichtet Dr. E. Ruhemann in der Wochenschrift Die Umschau". In dent Jahren 1924 bis 1927 mar ein starker Anstieg dieser Krankheit zu beobachten, mit einem bisher nicht bekannten Gipfel im Jahre 1927. Die höheren Altersstufen wurden vorzugsweise ergriffen, und bei der besonders gefährlichen Lungenembolie übermogen die innerlich behandelten Fälle die operativen. In 70 Broz aller Fälle ließen sich Herzveränderungen sowie Gefäßveränderungen durch Arterienverfaltung nachweisen. Die starte Bermehrung der Thrombose ist einmal aus der größeren Zahl von alten Leuten zu erklären, die es heute gibt, dann aber auch durch die vermehrte Anwendung von Einsprigungen in die Blutbahn, sowie durch die intensive Herzbehandlung, die das Leben verlängert, und durch die Verbesserung des Ernährungszustandes. Man hat an einer großen Reihe von Fällen festgestellt, daß der Ernährungszustand bei der tödlich verbaufenden Lungenembolie start mitspricht und daß diese Todesursache bei Unterernährung mir in 2,2 Proz., bei mittlerem Ernährungszustand in 17 Broz., bei Fettfucht dagegen in 50 Proz. der Fälle eintritt. Melerfyftem in USA. Aus Amerika fommt die Nachricht, daß dort für 1935 endlich die allgemeine Einführung des Meterinstems stattfinden soll. Wenn Amerita vorangeht, so wird England wohl folgen müssen, und es ist zu hoffen, daß dieses Land die großen Widerstände es müssen Millionen Stäbe, Normen, Tabellen usw. usw. geändert werden endlich aufgeben wird. Vielleicht kommt dann auch einmal die Zeit, da man im nördlichen Deutschland mit den veralteten Pfunden und Zentnern aufräumt. In Desterreich rechnet man schon seit Jahrzehnten nur nach dem Dezimalsystem mit Kilo und Gramm. Die Stenotypistin:„ Am 28. April starb unerwartet unser hochverehrter Teilhaber und Gründer der Firma, Anton Battermann. Wir verlieren in ihm einen unerseglichen Menschen. Sein, Fleiß, seine Ausdauer und unermüdliche Arbeitskraft waren vorbildlich für jeden, der mit und unter ihm arbeitete. Stets hilfsbereit, stets freundlich, vornehm und edel in der Gesinnung, war sein erstes Bestreben, für das Wohl seiner Untergebenen zu wirken. Wie ein Vater sorgte er für sie, die in ihm immer nur in erster Linie den Freund und dann erst den Chef sahen. Auch bei seinen Geschäftsfreunden erfreute er sich großer Beliebtheit durch seine geschäftliche Imsicht und seine stets richtigen Ratschläge. Um den unerseßlichen Verlust ihres Teilhabers und Chefs trauern tiefbewegt Schuhgebiet, dem man den Namen Albert- National- Bart gegeben hat, die Teilhaber der Firma Battermann u. Co., das Personal der Firma Battermann u. Co." Keilhauer:" But, Fräulein Lange! Sie sind vielleicht jo freundlich und bringen dies noch eben selbst zur Zeitung." Die Stenotypistin: Gerrn, Herr Keilhauer." Die Stenotypistin ab. Petersen gähnt. Keilhauer zündet sich eine Zigarre an. De mortuis nil nisi bene. RESI Schirme! Der Albert- National- Park in Afrita. Im Jahre 1925 wurde im Kongostaat ein Gebiet von 700 Quadratkilometer zum Naturschutzgebiet erklärt, weil man vor allem dort die Gorillas fchüßen wollte, Ceren Ausrottung zu befürchten war. Seither ist das zwischen Belgisch- Kongo und dem ehemaligen Deutsch- Ditafrika gelegene auf 2000 Quadratkilometer erweitert worden. Er dehnt sich zwischen Kipufee und llganda aus und enthält u. a. drei Butane, deren bemaldete Abhänge der Aufenthalt der Berg- Gorillas find. Zurzeit meilt dort eine amerikanische Erpedition, die das Leben und Treiben der Berg- Gorillas beobachtet und in Bildern und Filmen festhält. Beim Bau des Kaiser- Wilhelm- Kanals( Nord- Ostsee- Kanal), wurden 138 Baggermaschinen, 16 Elevatoren, 133 Schleppdampfer, 90 Lokomotiven, 2700 Güterwagen verwendet; außerdem waren durchschnittlich 5000 bis 8000 Arbeiter tätig. Bei den Bauarbeiten ereigneten fich 7179 schmere Unfälle, movon 70 tödlich verliefen. 28 мой кпдит! Neue Bücher. ( Befbrechung der eingesandten Bücher bleibt vorbehalten.) Biscount d'Abernon. Memoiren. Bd. 2.( Ruhrbesetzung.) B. Sist, Leipzig, B. Altenberg. Nachlese. R. Lanyi, Wien. $. Barbuffe Novellen. Boltsverband der Bücherfreunde, Berlin. Bismard. Gedanken und Erinnerungen. J. G. Cotta, Stuttgart. B. Bölsche. Drachen. Franch'sche Verlagsanstalt, Stuttgart, Lily Braun. Im Schatten der Titanen. Th. Knaur, Berlin. S. Butler. Der Weg allen Fleisches. Phaidon- Verlag, Wien. Suzanne de Callias. Erbfeindschaft( Nobelle). B. Lift, Seipzig. G. Caffel. Sozialismus oder Fortschritt. R. Hobbing, Berlin. B. Churchill. Nach dem Kriege Amalthea- Berlag, Berlin. M. Constantin- Weyer... ein Blick zurüd und dann lag, Berlin. 604 Propyläen- BerBerena Conzett. Erstrebtes und Erlebtes. Grethlein u. Co., Zürich. Ilja Ehrenburg. Visum der Zeit. B. Lift, Leipzig. G. Ehrenthal. Die deutschen Jugendbünde. Zentral- Verlag, Berlin. B. Elbogen. Liebste Mutter! Briefe berühmter Deutschen. E. Rowohlt, Berlin. A. Feiler. Das Experiment des Bolschewismus. Societatsbruderei, Frantfurt a. M. G. Fint. Mich hungert.( Roman.) B. Cassirer, Berlin. 2. Frant. Bruder und Schwefter.( Roman.) Insel- Verlag. Leipzig. Foch. Erinnerungen. P. Arez, Dresden. R. Fülöp- Miller. Macht und Geheimnis der Jesuiten. Grethlein. Co., Burich A. Hahn. Die Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit. Grethlein z. Co., Bürich. S. Hartmann. Technik und Staat. Bon Babylon bis heute. J. G. Cotta, Stuttgart. 5. Haufer. Schwarzes Revier. S. Fischer, Berlin. D. Hauser. Urmelt. Büchergilde Gutenberg, Berlin. M. Hausmann. Salut gen Himmel. S. Fischer, Berlin. G. Hauptmann. Buch der Leidenschaft. S. Fischer, Berlin." M. Hautmann. Die Kunst des frühen Mittelalters. Propyläen- Verlag, Berlin. 8. Belfer. Die Gleichheit in der Berhältniswahl nach der Weimarer Ber-| faffung.. be Gruyter, Berlin, $. v. Sindenburg. Richard Budon Haldane. Deutsche Berlagsanstalt, Stuttgart. Hirsch. Kommentar zu den kommunalpolitischen Richtlinien der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. J. H. W. Diez, Berlin. R. Guelfenbed. Der Sprung nach Often. W. Jeß, Dresden. $. E. Jacob. Blut und Belluloid. E. Rowohlt, Berlin. B. Blasco Jbanes. Die Arena.( Roman.) Voltsverband der Bücherfreunde, Berlin. 2. C. Johann. 40 000 Kilometer! Eine Jagd auf Menschen und Dinge rund um Afien. Ulstein, Berlin. 5. Rantorowicz. Der Geist der englischen Bolitik und das Gespenst der Eintreifung Deutschlands. E. Rowohlt, Berlin. 8. Kellermann. Der Weg der Götter. S. Fischer, Berlin. S. Kémeri. Der Kerler bon Budapest. Kaden u. Co., Dresden. 6. Reften. 24 neue deutsche Erzähler. G. Kiepenheuer, Berlin. Aunette Rolb. Versuch über Briand. E. Rowohlt, Berlin. P. de Kruif. Bezwinger des Hungers. Grethlein u. Co., Zürich. P. Lampel. Verratene Jungen. Societätsdruckerei, Frankfurt a. M. Z. London. Das Mondtal.( Roman) Universitas, Deutsche Verlags- A.-G., Berlin. M. Maeterlind. Geheimnisse des Weltalls. Deutsche Verlagsanstalt, Stutt gart. Th. Mann. Die Forderung des Tages. Reden und Auffäße 1925-1929. S. Fischer, Berlin. & Marcuse. Revolutionär und Patriot. Das Leben Ludwig Börnes. B. Sift. Seipzig. Karl Marg. Das Kapital.( 2 Bände.) Kröner, Leipzig. F. Mehring. Zur Literaturgeschichte von Calderon bis Heine. Sosiologische Verlagsanstalt, Berlin. J. Meier- Graefe. Die weiße Straße. Klinkhardt n. Biermann, Berlin. 3. Mörics. Die Fadel,( Roman.) E. Rowohlt, Berlin. R. Oldenburg. Aus Bismards Bundesratsaufzeichnungen. R. Hobbing, Berlin. B. Oftwald. Die Pyramide der Wissenschaften. J. G. Cotta, Stuttgart. B. Baschen. Die Befreiung ber menschlichen Stimme. Hippokrates- Berlog, Stuttgart. G. Bohl Partie verspielt. Adalbert Schult, Berlin. J. Niedel. Knaurs Welt- Atlas. Th. Knaur, Berlin. J. Ringelnap. Flugzeuggedanken. E. Rowohlt, Berlin. Anna Siemfen. Selbsterziehung der Jugend. Arbeiterjugend- Berlag, Berlin 8. Schlange- Schöningen. Landwirtschaft von heute. B. Barey, Berlin. J. Small. Geheimnisse der Botanit. Franch'sche Verlagsanstalt, Stuttgart. B. E. Süßlind. Jugend. Deutsche Berlagsanstalt, Stuttgart. 3. Steinberg. Ma ich Volkskommissar war. R. Piper u. Co., München. B. Traben. Die weiße Rose.( Roman) Büchergilde Gutenberg, Berlin. Trinkler. Im Land der Stürme. F. A. Brodhaus, Leipzig. 2. Trogli, Mein Leben. S. Fischer, Berlin. G. Uhde. Der Bibelrekrut. Fadelreiter- Verlag, Hamburg- Bergedorf. M. de Unamuno. Frieden im Krieg.( Roman.) Boltsverband der Bücherfreunde, Berlin. A. Uzarsti. Das Hotel zum Baradies. Delphin- Verlag, München. Th. S. van de Belde. Die Fruchtbarkeit in der Che. Montana- Verlag, Leipzig. M. de Blamind. Gefahr voraus. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. R. b. Walter. Ernst Barlach. Furche- Kunstverlag, Berlin. Weber. Soziologische Studien. A. Protte, Potsdam. D. B. Wendler. Soldaten- Maricen. E. B. Zal u. Co., Wien. W. Weftphal. Sandbuch für sozialistische Jugendarbeit. ArbeiterjugendVerlag, Berlin. Denise Zola. Emile Zola. Mein Kampf um Wahrheit und Recht.( Briefe aus dem Nachlaß.) C. Reißner, Dresden. Das Alphabet der Küche. Ullstein, Berlin. Der große Brodhaus. Bd. II. F. A. Brockhaus, Leipzig. Propyläen- Weltgeschichte. Die französische Revolution, Napoleon und die Reftauration. Propyläen- Verlag, Berlin. Schaubücher. Orell Füßli, Zürich. Sämtliche hier angezeigten und besprochenen Bücher können durch die Buchhandlung 3. H. W. Diet, Berlin SW 68, Cindenftraße 2( Caden) bestellt werden. 点 Für den ऊँ Gafis HAT शु K B G Weihnachtstisch.. StrickAnzüge für Knaben in großer Auswahl Kleider- u.Seidenstoffe Popeline ca 100 cm breit.... Meter 3.95 Ripspopeline ca. 130 cm breit. Meter 5.50 Woll- Georgette ca. 130 br. Mtr. 10.90 9.75 7.25 Crep- Caid ca. 130 cm breit. Meter 7.00 7.50 Woll- Veloutine ca. 130 cm breit. Meter 8.25 Crepe de Chine Reine Seide Meter 6.50 5.50 Crepe- Georgette. Meter 7.00 7.25 6.25 Veloutine selde mit Wolle Meter 7.90 6 90 Waschsamt bedruckt. Meter 3.25 2.95 2.25 Köpersamt mod Muster Meter 8.25 7.90 6.50 • Leib- und Bettwäsche Damenhemden mit Träger..3.50 2.90 2.25 Damenhemden m.Achselschluß 3.75 3.00 2.25 Damen- Nachthemden... 5.25 4.25 3.50 Damen- Nachthemden mit langen Aermeln. Prinzeßröcke Gr. 42-48 Hemdhosen Gr. 42-48... Schlafanzüge Flanell. Herren- Nachthemden O 6.90 6.00 5.25 ... Strümpfe Handschuhe Damenstrümpfe prima Mako... 1.90 1.60 Seidenflor feines Gewebe 2.75 2.50 2.00 Wolle feste Doppelsohle, Hochferse 3.75 3.50 Reine Wolle. 4.50 4.25 Wolle m. Seide gut. Farbensort 4.75 4.50 3.95 Künstliche Waschseide 2.75 2.45 1.95 • • Prima Waschseide feinfädig. 3.90 3.75 3.50 Socken wolle gestrickt. Schweißsocken reine Wolle Engl. Wolle.. 9 2.10 1.90 1.60 .....2.95 2.75 2.50 2 25 Wolle m. Seide gemustert.. 3.25 3.00 2.75 Damen- Handschuhe 2.25 1.90 1.60 Trikot halbgefüttert Damen- Handschuhe Trikot gefüttert, m. Manschette. 2.75 2.25 2.00 Damen- Handschuhe Kamelhaar- Futter. 2.75 Damen- Handschuhe Nappa 7.90 7.00 6.25 Damen- Handschuhe Nappa gel10.00 8.90 7.90 Herr.- Handschuhe Trik.m. Futt 2.25 1.90 1.75 Herren- Handschuhe Nappa 7.00 7.20 6.25 Herr.- Handschuhe Nappa get. 11.25 8.90 7.90 Kind.- Handschuhe gestr. u. get. 1.70 1.60 1.50 Damen- Hemdhosen 2.90 2.60 2.10 Schlüpfer gefüttert Schlüpfer gefüttert mit Seide . 4 2.50 2.10 1.90 3.50 3.00 2.75 Schlüpfer Kunstseide, gestreift 4.00 3.50 2.75 Kinder- Trikots.. Ribana- Unterwäschef. Damen, Herren, Kinder Kinder- Schlüpfer 2.70 2.40 1.80 1.70 1.55 1.25 Taschentücher- Schürzen Damentücher mit gestickter Ecke, 3 Stück 5.50 4.25 3.25 im Karton 4.50 3.75 2.95 .. 10.00 8.50 6.75 6.50 5.50 4.25 Damentücher mit Spitze Herrentücher weiß Herrentücher Reinleinen 12.90 10.50 9.50 Herrentücher Halbleinen gute Qualität, 1 Oberbett, 2 Kissen 17.25 11.75 Linon- Garnituren 1 Oberbett, 2 Kissen Dimiti- Garnitur Laken Küchenhandtücher. Küchenhandtücher. Stubenhandtücher Frottétücher. .4.75 4.50 3.75 .0.85 0.75 0.45 1.20 0.95 1.35 1.10 0.90 • 1.75 1.25 0.95 Tischtücher, Künstlerdecken, Gedecke Lederwaren Abendtaschen... Beuteltaschen. Besuchstaschen . .. Portemonnaies für Herren. Portemonnaies für Damen Brieftaschen Zigarrentaschen. Kavaliertücher Seide Kindertücher. • 1.45 1.35 1.25 .. •. O 0.85 0.40 .0.40 0.25 0.15 1.25 0.85 0.70 • 0.70 0.95 0.75 0.65 .. 0.14 0.12 0.10 Jumperschürzen Gingham, gestr. 3.40 2.25 1.95 Jumperschürzen Satin . :.4.75 2,90 2.25 Wirtschaftsschürzen 4 3.95 2.95 2.25 Rockschürzen schwarz Servierschürzen weiß. 0 .. 5.75 4.75 3.90 3.50 2.25 1.25 Kinderschürzen in großer Auswahl Photo- u. Radioarlikel Wollwaren- Pelzwaren Herrenwesten u. Pullover 16.75 15.75 9.75 Damenwesten u.Pullover 16.90 14.90 13.90 Kinderwesten u. Pullover 7.25 6.00 4.00 Aufsatzkragen Mufflonette. Aufsatzkragen Seal Elektrik Rollkragen schwarz Elektrik Rollkragen Biberett.. 11.90 T 7.75 3.90 • • von 10.90 25.00 Aufsatzkragen amerikan. Opossum..31.00 Aufsatzkragen skunks Pelzkrawatten Herrenkragen Trikotagen Herren- Normalhemden Herren- Normalhosen Herren- Makohemden. Herren- Makohosen • 49.50 .11.90 Yon 22.00 4.25 3.50 2.95 4.00 3.00 2.60 4.50 4.00 3.75 3.50 2.75 2.25 Herren- Garnituren tarbig. 7.00 6.00 4.95 Herren- Hemdhosen 4.25 3.50 2.25 Einsatzhemden weiß und gelb 4.75 4.00 3.00 Futterhosen. Damen- Normalhemden Damen- Normaljacken Damen- Normalhosen 4.00 3.40 2.75 .. 5.25 4.75 4.00 3.50 3.00 2.60 4.90 4.20 3.75 Herren- Artikel. Schirme Oberhemden farbig Perkal Oberhemden farbig Mako- Zephir. Oberhemden Trikolett.. .5.90 7.90 ... 10.75 9.50 8.25 Oberhemden Trikolett m.Krag 16.50 15.50 14.50 • Kragen in allen mod. Formen 0.95 0.80 0.65 Hosenträger- Garnituren..3.90 3.25 2.75 Krawatten in großer Auswahl Pyjamas Trikolett Pyjamas Flanell Weiche Hüte Wolfilz Weiche Hüte Haarfilz: Steife Hüte von 15.75 14.75 12.50 ... 14.90 11.50 10.50 Cachenez weiß und farbig. Schals farbig und weiß Unsere Spezialschirme für Damen und Herren • 7.90 6.50 5.50 13.75 12.90 11.90 6.90 A 6.90 4.50 2.75 3,75 2.75 1.45 14.50 11.50 6.90 Musik- Apparate Doppelfederwerk 8.75 6.75 4.50 11.75 10.50 7.75 9.50 7.75 6,75 1.45 1.10 0.95 . 1.65 1.40 0.95 • 6.75 5.00 4.25 6.75 5.75 3.25 Voigtländer Bessa, Rollfilmkam. 6x9 36.00 Kodak Brownie Kamera m. D- Linse 16.00 Ledertaschen Rollfilm Gr.6x96.50 5,00 4.75 Huth Netzanschluß- Apparat 2 Röhr. 89.50 Flächenlautsprecher Melodia.. 27.00 Löwe- Lautsprecher. 84.00 Schrankapparate Haubenapparate. 105.00 98.00 80.00 62.00 55.00 39.50 Schallplatten in großer Auswahl am Lager Schülergeigen Mandolinen Kinderapparate Anoden und Akkus, verschied. Preislagen| Kofferapparate. KONSUM WARENHAUSER S., Oranienstraße 164/65 Charlottenburg, Rosinenstraße 4 1., Reinickendorfer Straße 21 O., Frankfurter Allee 60 9.75 8.00 6.75 .15.75 11.25 10.25 • 6.00 5.50 2.75 36.00 38.00 48.00 ( FL Weihnachts Arbeiten Singer Aufplattmuster SINGER ANMASCHIN SINGER 具 SINGER ஆயபா Singer Nähmaschinen Aktiengesellschaff Singer Laden überall KLEINE ANZEIGEN Belamantel von 70,-, weitester Bea Ohne Anzahlung. Schlafzimmer, lohnend. Wir unterbieten alles. Säusler, Speifeaimmer, Herrenzimmer Rüchen, Gendelftraße 31, am Spitteĭmartt. Valfterwaren, Einzelmöbel ufm. au Rinbermäntel, Rinderkleider fehr binia, enorm billigen Breifen mit langfristigen haufer Allee 65, 1 Treppe. Anzeigen, welche für die eigene Anfertigung. Echeller, Schön. Fatenzahlungen. Fuchs u. Ca.. Inva Jedes Wort 12 Pf.ste Hummer bestimmt Fettgedrecktes Wort 25 Pf. zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche das 1. Wert( fettgedruckt) 15 Pf., edes weitere Wort 10 Pf. Worte ait mehr als 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. sind, müssen bis spätestens 4 Uhr nachmittags in der Haupt- Expedition des Vorwäris, Lindenstraße 3, abgegeben werden.Dieselbe istwochentags von morgens 3½ Uhr bis nachm. 5 Uh anunterbrochen geöffnet. Verkäufe 8 × 4 Mart. Möbel Möbelläufer merte Kredit und har Möbelbazar, große Auswahl, fleine Breife! Beispielsweise: libenstraße 35. eine Treppe. Ede Chaufferftraße. Möbelhaus Ubelsmann, Laufiker ftraße 5-6, Ede Wienerstraße. Wegen Erweiterungsbaus Breise bis 30 Brozent herabgefeßt. Schlafzimmet, Speife. zimmer, Rüthen, Nußbaumbüfetts, sämt liche Ergänzungsmöbel au Spottpreisen. Eros billiger Breife bis 24 Monate Kredit. Nur Unsere SEIDE Crepe Satin Meteor" eine schwere reinseidene hochmoderne Qualität von außerge wöhnlicher Schönheit 90 6 große Leistungs fähigkeit ermöglicht diese 2 Angebote: 6000 METER In allen Abteilungen Weihnachts- Angebote mit 10% Ermäßigung Billiges Weihnachts Angebot: Krawatten 95 7500 195. Michels 250 Lintpianos, überaus preiswert Mietgesuche Arebit bis 24 Monate auf Schlafzim Schlafzimmer 455, Speisezimmer 517, mer, Elche, innen Mahagoni, befte Aus Serrenzimmer 889, Spiegelschränke 118, führung, 610,-: Speisezimmer mit Aus Dielengarnituren 38. Anrichtefüchen 99, augtifch, 6 Rindlederstühlen. 535, Meffingbettstelle 66, Kleiderschränke 48. Serrenzimmer 395,-: Antleibeschränke, Wer Lauft: Die Neue Reit, Wochen. Chaifelongues 28, Metallbettstelle 18. Bettstellen, tomplett 30-: Anrichte fchrift ber deutschen Gosialdemokratie Auflegematragen 18. Sonstige Möbel tilchen 115,-; Einzelmöbel in großer 1898-1915. Sozialistische Manatshefte entsprechende Breife. Teilzahlung auf Auswahl. Möbel- Rosenberg. Oberbaum. 1901-1907 Gdeiiten bes Bereins für falaafrei. Wochenraten, Monatsraten. ftraße 1. Sozialpoliti! 1896-1915( 50-60 Bande), Raffarabatt bis zehn Brozent, auch ohne, Biano. Gleifer, preiswette Möbel. Aleranbet april vant Brunnenstraße 85 Berlin School, Leipalaerstraße 110. Sempelhof, befte Lage, bitekt an bee Die Autunft 1898-1904. es in Leinen Anzahlungen. Rleine auch ohne Anzah Kurfürfiendamm 26a. Frembe Sprachen Dorfaue, plak. Sauszinssteuer- Neubauwobe gebunden und gut erhalten. Anfragen lungen. Krebile bis zwei Jahre. Mäßige Sie zahlen in einen Maten ohne Birtel: 12 Teilnehmer, monatlich 12 M. nungen, 1, 2 und 2½ Rimmer, tild Hnter G. 25 an Sauptexpedition des infen. Sauptaefchäft: Stealit. Schloß- 20 Jahre gut und billig. Beichhaltige anzahlung für Bianos, neu und ge- viertelfährlich 30 M.. zahlbar in zahlbarer Bufchuk pro Rimmer 350 M. Borwärts, Lindenstraße 8. ftraße 107; 2. Gefchäft: Reutölln, Ser. Auswahl in einfachen und beeren braudt, große Auswahl Pianohaus, aten. Eintritt lederzeit Beziehbar Juni 1930. Bermietungs Linoleum. Saillat, Rolonieftraße 9 mannplat 7: 3. Gefchäft: Belle- ance- Rimmern in allen Solzarten. Glaf Röniggrägerstr. 81. Abituriam, Einjähriges. Direktor bureau Rarl Roerner, Belle- Alliance Straße 95, Untergrundbahn: 4. GSpezial- immer. Birke poliert. 180 breit, fchwere Webfebler- Zeppiche. Abteilung: Reutölln, Hermannplak 4: Ausführung 875,- Zahlungserleichte 75 Sabre Quandt Pianos, altbe. Dr. Fadelmanns Anstalt, Sohenzollern. firaße 79, V. Aleine Webfehler 2 × 3 16,-Mart. 5. Gefchäft: Stottbuffer Strake Rr. 23. tung. Möbel- Magazin Snvalibenfiz 31. währte Marte, bequeme Rahlweife. a. damm 198. Kleine Webfehler 2x8 21- Mart. gegenüber Elitefänger. Ratalog franto. Laden( Stettiner Bahnhof). britmagazin, Paul- Singer- Straße 50. Englisch, Franzöfifch, Spanisch. Aleine Webfehler 2x8% 31 Mart. Kleine Webrebler 2x8% 41, Ohne Anzahlung! Möbel, tomplette Schlafzimmer, echt Eiche, 180 breit, Blanos, neue, gebrauchte, Gelegen. Sprembergerstraße 10. Untergrundbahn Organisierter Kraftfahrer fucht bei Ges Brima Qualität wertschaftsgenoffen größeres Beerzimmer Einrichtungen fowie Antielbeschränke alles poll verarbeitet 575, 160 breit beitstäufe, Fatenzahlung. Gnadt, Lands Schönleinstraße. 35,-Mart. Brima Qualität 2x8 Banellfärberabe Brivatzirtel, Rura mit Rüchenbenukung. Rufchriften et 38, Mart. Bettstellen, Ruhebetten. Rüchen. Rorb 365.- Eppifeaimmer. echt Eiche. Büfett vergerstraße 106. Brima Qualität 2 × 8% 55 Matt straße 6-7, Alexanderplat. beikhaus und möbel ufw. Abifch u. Co., Kaifer 200 brett, mit zunber Bitrine Piano, modernes, Elfenbeintasten hrift. Maschinenfchreiben. Buchhaltung beten an 3. Buraftaller, Berlin- Bil Rörner, Berlin, Botsdamerstraße 26a. Lieferung nach auswärts. Bolsterstühlen fomplett 543825 Soflieferant, Biano preiswert. Bücherrevifor Aulich. Sendelftraße Imersdorf, Silbenardstraße 16, Quer Sausnummer beachten. Servenzimmer, echt Eiche. Biblio- Sanel, Alexanderstraße 14c. Spittelmarkt gebäude bei Grütt. Beachtenswert! Deutsches Teppichhaus Speisezimmer! Enorme Gelegenheit the 100 breit, Stilria. innen mahagon Bians, treuzfeitig. billig neue, 2 möblierte Rimmer mit Rentral Technische Privatschule Dr. Werner. Emil Lefèvre. leit 1988 nut Damien für Rallaläufer Alles rund! Rinbieber- oliert. Fomplett 385,-eichene Stand. Heinfie Ratenzahlung, verlauft Sobed. Reglerungsbaumeister, Berlin, Neander belauna, Bad, möglichst Telephon, ruhig. Rüchen, fafiert. 140 breit, Neutölln, Gelchowerstraße 28. Klavier. traße 3 ftraße 158, gewährt Rahlungserleichte fühle! Qualitätsarbeit! 475,- Möbel- uhren 86.von fungem, Enderlofem Ehepaar füle Maschinenbau. Elektrotechnik fofort gesucht. Angetobe nur mit Breis mit Anrichte, Lomplett 225,- Möbel macher. rung ohne Auffchlag. Reinerlei Behaus Neanderstraße el Sombau, Tiefbau. Steinmenfchule, Sei angabe unter B. 25, Sauptexpedition Magazin Invalibenstr. 131, Laden aiehungen zu ähnlich flingender Firma. Möbel- Ramerling, Rastanienallee 58. Bandonionlagez, Bianoallordeons, gungstechnit, Technikerturfe, Meifter des Vorwärts. Beiß- Jton, Gelegenheitskäufe, und an. Speilezimmer. Lebergarnituren, Stanb- Ankleibeschränte. Eiche. 150 breit, mit Fachberatung, Abzahlverfaut. Unter. turfe. Bolierkurfe bere Mattentameras, Prismengläser uhren Riefenauswahl. Spottpreise. Spiegel 98- moderne Bimmer, leer oder teilmöbliert, mit Bettsteden, richt Aderstraße 38. komplett 55,-, Bafchtoiletten Renberuf durch furafristige Rinovor. Rochgelegenheit zum 1. Januar von Ehemit fpottbillig, aus Bersteigerungen ftam. Bahlungserleichterung. Banbonions, Lange, uhlig, weltbe- führer- Ausbildung mead. ( auch Photo- Tauber, Un ber SpanTonfilm). paar( Parte genoffe) gesucht. Offerten Spiegel 75, Gleifer, Alexanderplat. Möbellata- arbeitung. 92.-. Nachttische mit echtem aahlungen, tleine Anzahlung. Blüfchiofas, aute Ber- rühmt. Fabritlager. Fabritpreife Teil Elettrofchule, Berlin, Friedrichstr. 21. B. G. Vorwärtsspedition, dauer Brüde 8( Bahnhof Börse). In Str. 33 gratis. Bcters Mufit. Marmor 20,- Chaifelonques 24, burger Vlag 4. Chaiselongues, Patentmatzaken, Briechene weiael Abalbertftrake 91 Rochen, fein unb bürgerlich, Ein. Ausziehtische 44,-. Mabel 2X3 Metallbetten, 16 Mart miffima". machen and Baden, Echneidern, beste Auflegema Magazin Suvalibenstraße 181, Laden. 40 000 Schallplatten, 25 Rentimeter. Ausbildung in allen 2X8 22 Mart tragen. Walter, Stargarderftraße acht Etüd 0,95 M Machnow. Weinmeifter. Sauswirtfcaft. Tages- und Abendkurse. 22X8% 84, art schn. Rein Laben. Gelegenheit! Eichenes Ehaimmer, ftrake 14. 23% 42,- Mar! Pahlungs- Erleichterung ohne Breisant plett 535, Mart. Schreibtische 33,75, an, Blattenumtausch, Erfaßteile. Wilhelmstraße 10. Büfe't 195 breit, mit Standuhr. tom. Cin'ritt federzeit. Fröbel- Oberlin- JnGrammophone 10, Grantapparate ftitut, Brio. Saushaltsschule Bollat, Webfehlerteppich 3 × 4 49,-Mart hlaa. Schlafzimmer 550,-, Speifeaimmer Rußbaum- Büfett 75,-. Kleiderfchrante Reparaturen billiaft. Röpeniderftr. 183a. Auch Teilzahlung ohne Auffchlan 450, Serrenzimmer 300 Aberbach, Friebrichstraße 163, Etage. fchränke mit Spiegel 95, Ankleide 22,- Bertikos 18,-, Rühen 28,-. Rilchen Möbel- Magazin Borwärts" Leser Schrantgramonhnn, erftflaffia, fpottInvalidenstraße 131. Bolstermöbel Möbelhaus Stein, Bein. Laden.. billig. Streligerstraße 21, I rechts. Verschiedenes Frau. Mann längere Zeit im Krant- nberasweg Nr. 24. Ankleibes ränke, Nukbaum und Eiche. Möbel 150-200 breit, vertauft Au Fabrit Ubelsmann preifen Tischlerei, Langestraße 55. Fa brikgebäude, 2 Treppen. Webfehler- Teppiche. Webfehlerteppich Webfehlerteppich Webfehlerteppich Webfehlerteppich Ede Behrenstraße. 5 Bros. Rabatt. Bettenverlauf! Neure 12,501 15,-1 19,50! Brachtvolle 25,-1 27,501 Bauern betten 29,-! 83,-1 3nlette!( pottbillig und gut! Reine Lombardware. Leihhaus, Brunnenstraße 47. Bekleidungsstücke, Wäsche usw. E Alexanderstrake vierzehn unb Selamarktstraße achtunblechaig 395 Au Radio • . welgen ber Arbeitsmarkt . Stellengesuche Nachmittag oder Abendbeschäftigung. eventuell Rontorreinigung münfat haus. Au erfragen Teklaff, Wildenowstraße 3, v. III. Stellenangebote, Ting, Reichenbergerstraße 96. Shranfgrammophon verkauft Schett 10 000 Peklamezettel 3.-. Buchdrucke Sonderangebot. Sprechapparate, Roffer. rei Schmis. Fomintenerftraße 20 apparate, Radio, billigfte Preife. Genoffen! Laßt eure Wäsche nut in Wochenrate 1,350. Auch ohne Anzahlung. der Wäscherei Rubaich waschen. Paufer, aeübte aus der Branche, bet abr lager. Bertreterbefuch unverbind- wird im Freien getrodnet fauber und Tiner Tapifferie- Fabril, Ritterstr. 72. Gir höchsten Attordiöhnen, verlangt Ber lich. Oberbergerstraße 31. pünktlich geliefert Großer Bezug 30 Damenhemb 15. Abholung Donnerstag Rubafch. Köpenid Grünauerftraße 45 Telephon 587( M. 5. P. u. R.) Wäsche nach Gewicht. Halbtroden Au rid per Bfund nur 22 Pfennig, troden Autüd nur 27 Bfennig Dampfwäscherei Merkur Frankfurter Allee 307 An. breas 2820. Mitglied der EPD. Norbenwälderci, Feldstraße 10. Ober. hemben., Kragenplätterei. Brima Roll. wälche. Gardinenwäsche. Gleifer, gute Möbel, Alexanderolas Möbel- Alpern bietet Ihnen große Auswahl in Speife., Serren, Schlaf. Teilzahlung, monatlich von 10 M. Aufiebenertegende Sonderangebote: simmern. Küchen, Wolftermöbeln, an, liefere elegante Serrengarderobe Schlafzimmer, Mahagoni, Birle, Ruß- Rans herabgefekten Breifen. Beficti nach Mak, Tomporowski, Schneider. baum, Ciche 685 Speifeaimmer mit guna lohnend. Arebit bis 24 Monate. Anoben, Gechaiger 8, Neunziger 4.40. meifter, Dreibundstraße 47, 1 Trp., an Ariftallvitrine Serrena mmer, Lieferung frei Baus. I. Gefchäft: Alte Sunderter 4.90. Sparröhren 2.30. p. Untergrundbahn Kreuzberg. Tabellofer elegant, gebiegen 310 parte Rüchen Schönhauserstraße 32. I. Gefchäft: Reue parate Teilzahlung. Schönleinstraße 2. Sit. moderne Ausführung eigenes 128, Anzleibeschränke 85,-, Cingel Schönhauferstraße 7. Filiale Dresdenerstraße 118. Stofflager. und Ergänzungsmöbel. Teppiche, Celegenheit für Raffaläufer! Soch Getragene Serrengarderobe. Spezial Briden. Läuferftoffe. 24 Monate Rre elegantes, modernes Gpeifezimmer 390, tät Bauchfiguren, fpottbillig. Raß, Gor bit! Langjährige Garantiel Befuch un- Saude, Möbelhaus. Alte Jatobftr. 83. mannftrane 25/26. früher Muladftrake bebingt lohnenb! Bitte genau auf Thomas Nähmajainen, idealfte Beth Gelegenheit file Raffatäufer! Bracht nach snabe für Faushalt und Nähftube. Benig getragene Fradanzüge. Smo. Straken und Hausnummer achten! volles Schlafzimmer, bochfein gearbeitet Große Auswahl, entsüdende Berient finganzüge. Sadett Metallbetten, Lomplett 24. Bappel. 496 Gehrodanzüge, M. Saude, Möbelhaus, Alte maschinen, Elettromotore, Icichtefte Sabanauge, Gummimäntel. Cutawananzüge. allee nut 12: Bankow, Schmidtftr. 1. Jato ftraße 93. lungsweife, billige Gebrauchte. Gabardinemäntel, Cover tcoatpaletots, file Statenzahlung. Staabuhren mit febe Figur paffend. Spezialität: Bauch beftem Echwarz thringerstraße 80. 85, wälber Garantiemert 85,-. Saude, Alte anauge fpottbidlig. Gfellschaftsansige Bettlaften 48 Bappelallee nur 12: Satobftraße 93. merben verliehen, Salpen. Rofenthaler. Bankow, Schmidtftt. 1. Ratenzahlung. Straße 4. 1. Etage Dimar beden 6,-, Wandbehänge 4 Chaiselongues 24, 30, aparte Nähmaschinen Detektivbureau Stafchel Chauffee traße 77. Fernfprecher Wedding 7888. 20. Beobachtungen Ermittlungen. Aus fünfte allerorts Fahrräder Vermietungen Kaufgesuche Musikinstrumente Riefenauswahl. Schleuderpreife, alle Benig getragene Sadettannlige. Spe- Tappelallee 12. Cotten. Motorradhaus, Schönhaufer alalität blau, zweireihia aut Geibe Speilezimmer, fchwereichenes Büfett. arünbet 1887 Soffmann Bienos. Stammhaus ae- allee 40a. 40,- Emolinganallge, Bauchanzüge. runde Glasvitrine. Bianos Flügel Sar Taillenmäntel, Baletots, alles au Spott großer Auszugtisch. hochlehnige Rind anerkann'e Tonfchönheit. Preiswürbia- meistertrake 14. 300 gebrauchte Fahrräber 15, 20 Anrichte, moniums, 100 Inftrumente Auswahl 25 80 85, preifen. Gelegenheitsfäufe in Machnow. Bein neuer feberflühle 475,- Schlafzimmer. Birte teit, günstige Teilzahlungen. Neue Pianos Herrengarderobe. Leihhaus Rofenthaler breitüriger Ankleidefchrant Toz, Linienstraße 203-204( Ede Rofenfpiegel, moderne Ausführung, fomplett, ftets Innen. 900 Mart, gebrau te 400 art at thaler Straße). Reine Lombardware. Frifiertoilette, 775,- Große Auswahl, ftrumente Gegenrechnung Gelegenheitskäufe Alte In Belzwaren aus dem Spezialgeschäft billige Bianoforte Breife. Rahlungserleichterung. fabril Georg Soffmann 6. m. b.. som Rürschnermeister Fuchs, bie große Dembikers Möbelniederlage. Friedrich Berlin S. 53. Leivataertrake 57 Mode, Silberfüchfe, Potfüchfe. mon- ftraße 7. Ballefches Tor aelische und Areuafuchfe 25,- Bel Gleifer, mäntel, Seal- Elettrit, fohlen, Befcha Aleranderplan. niti, Cluntstanin 120,-. Belaiaden, Stunts 50,-. Bubitragen 10.- Rtamatten 10. Ale Belzarten bis zur und lafiert bis 700, Berg. Luifen- 36.- monatlich. Bianos 173, 275, beften Qualität in großer Auswahl. ufer 11. Fabrilaebäube II. 375, gebrauchte, neue Große Aus Ausnahmepreise. Reparaturen pres Teilaabluna. Romplette Rimmer Gin- wahl Thür Rottbuffer Damm 64. 1 mert. Zahlungserleichterung. R. Mia- elmöbel billig. Wenger Marfilius( am Hermannplak). ells, Große Frankfurter Straße 99, trake 8( Alerandervlak). Groke Frant 1. Etage. ( Epittelmarkt) 800 Rimmer am Lager, 275,- 825,-- 350,-, 873, 425, 450,- 475,-, gebrauchte Bianos. Tell Süren in roh von 89 an, ladiert zahlung. Serer, Brinzenstraße neunzig harterftraße fechsun finfala. Rofenthalerftrahe 48, 1 Treppe. Nähe Badefcher Markt. Wenig getragene Ravalierangilge, Baletots, Smotings. Gelegenheitstärte nener Sellzahlung! Teilzahlung! Teilzahlung! alle Beiten, fabelbaft billig. Goenbel. Frankfurterstraße 45-4 Wohnungen Reuben, 12, 2, 24 Rimmer, fafort, Miete von M. 53, 58, 65 an. NeubauRentrale, Rimmerstraße 78, II 11-7. Bahngebiffe. Blatinabfälle. Lötzinn fchmelzerei Christionat. Röpenider ftraße 39 Baltestelle Adalbertstraße) Biel, Saedifiber, Silberfchmelze Cottellenangebote finden im Vorwärts Rahng: bife. Edelmetallbruch Qued bestefeachtung Chriftionat Rövenideritrake 20s( Man Alber Rinn. Blei. Silberschmelze teuffeltrane) Alaviere tanft fofort Für 25,- monatlich liefern wir fo. Bergmann 5307 fort ein neues Piano mit langjährigem Garantiefchein, gebrauchte Bianos auch vorrätig Serer. Brunnenstraße 191, Treppe( Pofenthaler Blak). Repa. Bahlung genommen. 1 Garderoben. fulant, billig ter Möbel- Mifch, Große raturbedürftige Fnßeumente werben in Unterricht Redbille, Senie 6481 privat gewiffenbaft, Stubent. . Kupferschmiedemeister für Apparatebau in Berlin- Britz sofort gesucht. Nur erstklassige Bewerber aus d. Großindustrie, mit guter Fachschulbildung und besten Zeugnissen und R ferenzen, an präzises Arbeiten gewöhnt, wollen sich ausführlich bewerben unter R. 25 Hauptexp. d., Vorwärts' Berufswechsel! Bobes Einkommen v. vornehme Selbständigkeit Bon vornehmer, refteingeführter Berficherungsge'ellichait miro arbeitsfreudiger Herr eventl. unter Beibehaltung feines Berufes behu s Uebernahme einer Beneralvertretung gesucht. Einarbeitung unter hilfe eines Fachmannes. Celbalquirierung nicht erforderlich. Offerten unter Z. 25 an ote Saupegpedition des„ Borwärts". Einem Teil unserer heutigen Auflage liegt ein Profpeft der Firma H. Joseph& Co., Neukölln, Berliner Sir. 51-55, be'r. Großer Weihn dits verkauf bei, worauf wir unsere Leser besonders au merksam machen Unferer heutigen Stadtauflage liest ein Profpett der Fitma Rudolph Karstadt A.-G. bei, worauf wir unsere Leser besonders hinweisen.