BERLIN Donnerstag 19. Dezember 1929 10 Pf. Jlr. 594 B 296 46. Jahrgang' Lrsebetat tSgltch aaßerS»»atas«. Zugleich Abendaucgabe Ve«.Vorwärts'. DczuqSprei» beide Ausgaben 8S Pf. pro Woche, s,6oM. pro Monat. gledaktron und Expedition; DerlliiSWKS.LindenKr.S SfiaJuUigaße xle6 n\/ofu>af46 A n i e i g e n» r e t«: Die einspaltige Noupareilltttil« »» Pf.. Reklamezeile b M. Ermäßigungen nach Tarif. Postscheckkonto: Vorwärts-Derlag G. m. b. H» Berlin Nr. S7SZK. Fernsprecher: Dönhoff SSS bis 297 Die Schiebung von Kiel. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit sämtliche An- geklagten freigesprochen.— Was sagt Gröner? Niel, LS. Dezember.> I« dem große» unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführte« Prozeß wegeu der versuchteu M u- uitiousausfuhr vom Jahre 1S28 wurde heute mittag kurz nach 12 Uhr am neuuteu Verhaudluugstag folgendes U r t e il verkündet: Sämtliche Auge» klagte« werden freigesprochen. Die Uosteu des Verfahrens gehen zu Lasten der Staatskasse. Für die Urteilsbegrüudnug wurden die Oeffentlichkeit»ad die Presse wieder ausgeschlossen. Dieses Urteil nach einer neuntägigen Geheimsitznng. bei der auch die Pr�fe als Kontrolleinrichwng ausgeschlossen war, Wirts geradezu als ein.Schuldbekenntnis. Man muß sich?r- wne.rn, mn was es sich bei dem Prozesse handelt«. Ein Zoll» Die Anleiheverhandiungen. Schwierigteiiea noch nicht behoben. Möglichkeit einer inneren Anleihe. iln Berliner Blillagxblatt weiß über die Anleiheverhandln n gen de, Reiches zn melden, daß die Siiualion sich bisher nicht geändert habe, daß vielmehr die Verhaodlungev mit dem amerikanischen Kreditgeber sich wegen des Kabelwege» in die Länge ziehen, vorsorglich habe das Finanzminislerium infolge der kurzen Zeilspaunc bis zum Ultimo eine Fühlungnahme mit juucrdcntscheu Geldkreiscn eingeleitet, um bei einem eventuellen Scheitern des amerikanischen Anleiheprojekt» vor Schwierigkeiten gesichert zu sein. Wie wir dazu erfahren, ist au dieser Meldung soviel richtig, daß die Schwierigkeilen der Verhandlungen mit Amerika noch nicht über- wunden sind und daß jeht wieder davon gesprochen wird, die Uliimoschwicrigkellen der Sasseulage aus dem Mege einer inneren Anleihe zu beheben. Ueber die Einzel- heilen kann aus begreiflichen Gründen zunächst nichts mllgeteill werden. b ea m t e r hatte bei Vornohme einer Slichprobe im I a n u a r 1928 entdeckt, daß die als„Maschinenteile" deklarierten Ausfuhrgegea- stände, die kistenweise auf«inen norwegischen Dampfer verladen wurden, in Wirtlichkeit Militärpatronen enthielten. Es war allo ein« g e s e tz- und verbotswidrige Ausfuhr von Kriegsmaterial angeblich nach China geplant. Als diese Tat- fachen bekannt wurden, gab es zunächst allgemein verlegenes Schweigen bei den zuständigen Behörden, dann wurde„strengste Untersuchung" angekündigt und der Reichswehrminister Grocner «rNärte in der Berliner Zeitschrift„Tagebuch" am 28. Februar 1928 mit aller wünschenswerten Deutlichkeit'» .. Bielmehr bin ich vom ersten Tage meiner Amtsführung entschlossen, diese Angelegenheit rücksichtslos auszubrennen. Ich habe mich in diesem Sinne wie zum Zwecke möglichster Be- schleunigung der Untersuchung mit der Strasverfolgungs- vehorde ins Benehmen gesetzt und alles zur Berfügung gestellt. was die restlose Aufklärung irgend fördern könnte." SJm Reichstag, wo die Munitionsaffäre ebenfalls zur Sprache kam äußerte sich der R e i ch s w e h r m i n i st e r fast noch deutlicher: „Es ist eine ganz gemeine gewöhnliche Schiebung und ich würde mich freuen, wenn alle die Kerle, die nunmehr Deckung hinler anderen Personen suchen, rücksichtslos hervorgeholt nn) bestraft werden würden Sollte irgendein Angehöriger der Wehrmacht daran beteiligt sein, so slicgl er in hohem Vogen au» der Wehrmacht heraus." Was lag angesichts solcher Kraftausdrücke näher, als daß der Prozeß, zu dessen Vorbereitung man fast zwei Jahr« ge> braucht hat, vor aller Oeffentlichkeit verhandelt wurde? Statt auf diesem Weg«„auszubrennen", bat man jedoch den Be- schuldigten billige Gelegenheit gegeben, hinter dem Geheimnis von „Staate intercssen" sich zu verkriechen und si« dann mit der Frei- sprechung zu entlassen! Selbstverständlich ist die Affäre mit diesem Freispruch noch nicht erledigt, vielmehr ist sie aus der suristischen damir wieder in die politische Sphäre gerückt, und der Reichstag wird nicht umhin können, sich aufs neue mir dielen geheimnisvollen Mumtionsfchiebungen zu beschäftigen. Sofort-programm im Reichstag. Erhöhung der Tabaksteuer und der Veiiräge für Arbeitslosenversicherung. Al» henke um 11 Uhr dicRelchskagsslhnug begann. tagten noch Ausschüsse, und der Besuch der Vollsitzung war zu Anfang mäßig. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildeten die A n i r S g e der Regierungsparteien auf Erhöhung der Tobaksteuer und der Beiträge zur Arbeits- loseuversicheruug. Die Beratung beider Anträge wird verbunden, die Redezelt aus eine Stunde für jede Fraktion sestgesetzl, der übliche Verdoppclungsanlrag der Kommunistc» abgelehnt. Der eine Antrag. will die Bandervlenstener für Zigaretten von 30 auf 33 Prozent also um 10 Prozent erhöhen, die Steuer auf Fe'mschnittabak um 33 Prozent, auf Pfeifentabak um 75 Prozent, auf Kautabak um IVO Prozent und aus Zigarettens papier um 25 Prozent. Der Beitrag zur Arbeitslosen- Versicherung soll befristet um je � Prozent für Arbeiter und Unternehmer erhöht werden. Abg. Dr. Herh(Soz.): Eine allgemeine Aussprache über dieses Sofortprogramm ist schon im Anschluß an die Regierungserklärung geführt worden. Wir haben beide Anträge unterzeichnet und hasten es nicht für erforderlich, ihnen heute noch«ine besondere Begründung zu geben. Wir empfehlen den Antrag über die Tabaksteuer dem Steuerausschuß zu eingehender Äruderflrett. In Hamburg kam es zu einer Schufterei zwischen Lambach- und Hugenberg-Oeutichnationaieu. Dir we«d' ich die national? Einhei�ssront schon beibringen?' Aussprach» über alle damit zusammenhängenden Probleme zu über- weisen. Die Arbeitslosen Versicherung ist im Herbst sowohl im Aus- schliß wie im Plenum außerordentlich eingehend beraten worden, es scheint uns dalzer eine nochmalige Auslchußberatung überjtüssigf Abg. Ende(Kamm.): Di« Sozialdemokraten wollen diese Fragen nicht in breitester Oeffemlichkeit behandeln. Man beschränkt unser« Redefreiheit und beruft sich auf die Würde des Reichstags. Liegt diese Würde darin, daß man den Reichstag zur öffentlichen Börse der Geschäftsinteressen des Kapitals macht?. Auch den Unternehmer- beitrag zur Arbeitslosenversicherung bringen die Arbeiter mif, die also durch die Erhöhung doppelt belastet werden. Die von der Firma Batfchari hinterlassen« Steuerschuld von 15 Millionen wird von der Regierung als verloren betrachtet. Ueber den Stinnesdireklor Minoux und Brüder Bork hat Reemtswa Batschari gekauft. Hat Reemtsma die 13-Millianen. Schuld zu seiner MV-Millionen- Schuld übernommen. Welche Rolle spielt Re!chstagsabgeordnet?r i Rechtsanwalt Marnm in der Angelegenheil Baifchari-BadeN-Baden I Reenusma? Reemtsma bekam einen Steuemachiah von 1 Million, j allerdings nachher auch sine Steuerstrafe von 550 000 Mark, wofür die Besitzer dieser Firma gar nichts bedeutet. Reemtsma- Neuer- bürg haben durch ihr« Riesenschuld das Reich in der Hand, denn wenn sie den Betrieb einstellen, hat das Reich alles verloren. Es ist richtig, daß 60 Millionen dieser riesigen Steuerschuld zu Investitionen verwendet worden sind? Gewaltige Kapitalien werben ins Ausland geschafft für diesen Konzern und seine auslör» bischen Teilhaber. Die Bestimmungen über die Kontingentierung dienen ausschließlich de» Interessen von Reemtsma-Neuerbura und zeigen die enge Bcrfilzung zwischen dieser Firma und dem Reich»' finanzniinistertum. Als Grundlage des Kontingent» wird die Er- zcugung Mai bis September genommen, also Firmen, die erst im Juli oder August entstanden sind, benachteiligt. Die Funktionäre der Tabakarbeiter haben laut„Vorwärts" die stärksten Bedenken gegen dieses Privatmonopol erhoben. Abg. Freidel(Wirtschp.): Zur Tabaksteuer werden wir erst nach Beendigung der Aueschuhberawng Stellung nehmen. Er. höhung des Arbeitslosenbeitrags von 3 auf 3M Proz. ist für die Wirtschast unerträglich, wir lehnen sie ab. Damit ist die Beratung beendet. Der Tabaksteuer- antrag geht an den Steucrausschuß. J» der zweiten Beratung de» Antrags zur Arbeitslosenversicherung wird das Wort nicht verlangt. Unter Ablehnung kommunistischer Aende- rungsanträge wird der Z 1 des Gesetzentwurfs im Hammelsprung mit'225 gegen 137 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Ein Teil der Deutschen Bolkspartei hat mit der Opposition gestimmt. Auch der Rest des Gesetzes wird angenommen. Es soll nunmehr die zweite Beratung des Zolländerungsgesetzes beginn«». Da jedoch der Bericht des Ausschusses erst vor kurzem verteilt worden ist, tritt entsprechend der gestrigen Zusage des Prä- stdenten um AI Uhr eine Pause bis 4 Uhr ein. Gnowden dementiert. Die Sanktionen— eine pariser Erfindung. London, IS. Dezember." Tie Regierung veröffentlicht eine kurze Erklärung. in der es heißt, daß die von Paris ausgehende» Gerüchte, nach denen Schahkanzler Snowden den Wunsch haben soll, in das Haager Abkommen Sanktionsklausel« ans' zunehmen, jeder Grundlage entbehren. Todessturz der Güdafrikastieger. Gegen eine Bergkvppe geflogen. London. 19. Dezember. tEigeuberichtF Die beiden englischen Flieger Williams und 3 e n k i u s. die am vienslag von London aus in südlicher Richtung zu einem An- griff ans den Langstreckenrekord geslariel sind, haben in den Bergen von Tunis einen tragischen Tod gesunden. Die Flieger haben sich augenscheinlich in der Nacht verirrt und sind gegen eine vergkuppe geslogcn. Der Apparat wurde vollkommen zertrümmert: beide Insassen wurden aus der Stelle gelötet. Die Leichen der beiden Flieger wurden am Mittwochabend von einem Eingeborenen gesunden. Das englische Luftfahrtministerium � gab amtlich bekannt, daß die Nachricht von dem Absturz der britischen Südafrikaflieger sich bestätigt und lleide Insassen des Flugzeugs, Major William» und Leutnant Ieijkins, bei dem Absturz getötet wurden Einzel- Helten liegen im. Luftfahrtministerium noch nicht vor. Luftfahrt- minister Thomson halte kurz vor Vertagung des Oberhauses um %\2 Uhr mitgeteilt, daß auf Grund eines Bericksts des englischen Generalkonsuls in Tunis kein Zweifel bestehen könne, daß es sich bei dem abgestürzten Flugzeug um die englischen Südafrikailiegcr handele. Gegenwärtig sind umfangreiche Nachforschungen im Gange. Man nimmt an, daß die Flieger nach Zurücklegung von etroa 1200 Meilen am Dienstag zwischen 7 und 8 Uhr in den A n �- läusern de» Atlasgebirges abstürzten. Die Stadt durste zahlen. DieVetrSaereien bei der Neuköllner Großhandelsgesellschast. Beamtenfreiheit und Volksbegehren Oos Leipziger Urteil: Werbeiäiigkeit den Beamten nicht erlaubt. Leipzig, 19. Dezember.«Eigenbericht.) In der Streitsache der Fraktion der Deutschnaüonalen Volks- Partei im Preußischen Landlag gegen dos Land Preußen wegen Teilnahmeberechtigung der Beamten am Volks- begehren fällte der Staatsgerichtshof heute morgen folgende Eni- fcheidung: „Die in Artikel 130 Absah 2 der Reichsverfassung den He- omleu gewährleistete Freiheit ihrer politischen Gest an ung umfaßt das Recht, sich bei einem zugelassenen Volksbegehren ohne Rücksicht aus dessen Znhall einzutragen und beim Volksentscheid abzuskimmen. Die weitergehenden Anträge werden abgewiesen." In der Begründung heißt es: Der Siaatsgerichtshaf nimmt in dem vorliegenden Falle eine Lerfassungsstreitsache an. Berfassungsstreitigkeiien im Sinne der Verfassung seien nicht nur Streitsachen innerhalb der Organe der Staatsgemalt. Der Ge- sichtspunkt der Verfassungsverletzung müsse hier aus- Ich ei den. Die Auiidgebungen der preußischen Regierung hätten einen Zustand geschaffen, der die Beamten in ihren Bolksrechten beschränke. Zur Führung dieser Berfassungzstreitigkeit sei die Klägerin als Trägerin des Volksbegehrens berechtigt. Zwar sei das Volksbegehren eine Reichsongelegenheit, aber in dieser Sache seien auch Landesstellen tätig gewesen, und diese Tätigkeit könne zu emqr Verfassungsstreittgkeit führen. Dies sei hier der Fall. Inwiewei« die preußische Regierung auf die Beamten eingewirkt habe, st: vom Volksbegehren abzuhalten, könne dahingestellt bleiben. Di« Durchführung des Versahrens beruhe auf Artikel 73 der Reichs- Verfassung. Ihrem Schutz diene ebenso Artikel 130 Absatz 3. Er gewährleiste den Beamten die polstische Meinungsfreiheit. Die in Artikel 130 Absah 2 den Beamten gewährleistete Freihell, ihre politische Meinung zu äußern, siadet allerdings ihre Schranken m deu besondereu Pslichlea, die die Beamten bei der werbetSligkei» zum Volksbegehren zu beachten haben. Hier komme es auf dic staatsrechtliche und politische Bedeutung an. Die Eintragung zum Volksbegehren sei nach Artikel 126 der Reichsoerfassung keine Petition an die Regierung, fondern Volksgesetzgebung. die keiner beamtenrechtlichen Bindung unter liegt Die Teilnahme am Volksbegehren und Volksentscheid steht demnach allen Beamten frei. Darüber hinaus jedoch gewähre sie keinen Schutz, insbesondere könne jede Werbe- tätigkeit eine Verletzung der Veamkenpflichten hervorrufen und deshalb nicht mit den Beamtenrechten in Einklang zu bringen sein. Ob der Inhalt eines Volksbegehrens derart ist, daß die Beamten über Eintragung und Stimmabgabe hinaus wirken können, sei im Einzel falle von den Disziplinargerichten zu entscheiden. All« anderen An träge der Klägerin mutzten abgewiesen werden. Flügellahme Flugzeug-Industrie. Maffenklagen gegen Löhrbach vor dem Arbeiisgerichi. die Rohrbach-Flugzeugwerke schwebt zur Zeit eine Reihe von Lohnklageu vor dem Arbeitsgericht Berti». Am Mittwoch kamen wiederum 40 klagen zur vcr- haudlung, die einen Einblick in die trübe Lage des deutschen Flugzeugbaue» gewährte. Rohrbach hat bereits«Inen großen Teil feiner Arbeiter ent- lassen müifen, es werden gegenwärtig nur noch etwa 200 technische Angestellt« und eitle kleine Zahl von Arbeitern be- schäftigt. Ueber allen aber schwebt das Damoklesschwert der Entlassung. Zwar haben die Rohrbachwerke noch für längere Zeit Aufträge, es fehlt aber das Betriebskapital. Es fehlen insbesondere die Subventionen von Reich und Staat, wobei allerdings nicht übersehen werden darf, daß gerade die Rohrbach- werte vor nicht allzu langer Zeit vom Reich saniert worden sind. Jehl hat man fast allen Angcsicllleu die fälligen Rovembergeholler nicht gezahlt, einfach nicht zahlen können, well die Kassen wieder einmal vollkoimnen leer sind. Wenn Geld eingeht, so unrd den An- gestellten das längst fällige Gehalt in Raten von 10 Mark oder 20 Mark gezahlt. Daß dabei die wirtschaftliche Lage der Arbeit- nehmer, die zum Jahreswechsel alle m�hr oder minder große Vor- pllichtungen zu erfüllen haben und nun ohne Geld dasitzen, äußerst trübe wird, braucht nicht näher ausgemalt zu werden. Dr. Rohr- dach selbst ist vor«niger Zeit nach Amerika gereist, um tjpn dort Aufträge hereinzubekommen. Es ist ihm aber offenbar nur gelungen, in Amenka eine neu« Rohrbach-Gesellschorl zu gründen, in der unter seiner Leitung und unter Ausnutzung seiner Erfahrungen Großflugzeuge des Typs.Romar III" für In Fluggäste gebaut werden sollen. Immerhin wird die Einrichruim dlefer amerikanischen Gesellschaft zunächst den deutschen Rohrboä. werten in Berlin für längere Zeit Arbeits» und Derdienftmögl'c!'- keiten gewähren. Auf Grund dieses in Aussicht stehenden Geschäfts hat sich da:- Reichsverkehrsministerium bereit erklärt, nochmals 300 000 Mark deu Rohrbachwerken zur Verfügung zu stellen. 100 000 Mark sollen bereits angewiesen sein. In der Hoffnung, daß dieses Geld quch tatsächlich gezahlt wird, schlössen die klagenden Angestellren mit den Rohrbachwerken einen Vergleich dahin ab, daß in« Hälft« des Navembergehalts noch vor Weihnachten, der Rest später gezahlt werden soll. Voraussetzung für d�e Erfüllung dieses Vergleichs ist aber, daß das Reichsverkehrsmini st erium auch zahlt. Denn sonst sind die Rohrbachwerte nicht in der Lage, ihrerseits zahlen und der endgültig« Zusammenbruch des Unternehmens war« dqnn kaum noch abzuwenden. 3n dem Prozeß gegen StadkobcrlnfpeNor Volgs. Stadl. rat er. D. Groger und den Prokuristen Heinrich wegen der Betrügereien bei der Neuköllner Großhandelsgesellschost kam es im weiteren verlauf der Verhaudluagea zu sehr be. '. lastenden Fcstskellnugen für den HauplangeNagleo. Die Anklage wirst Böig» bekanntlich vor, daß er der Stadt für Bürgschaften, die er für Bankkredite der Gesellschaft geleistet hatte, viel zu hohe Provisionen in Rechnung gesetzt und so sich der Untreue schuldig gemacht hat. Die Vernehmung eines Filial- leiters der Diskontogefellschast als Zeugen ergab die senfatio» n« l l e Feststellung, daß Borgs«ine Provision für eine an- gebliche Bürgschaft zu einer Zeit in Rechnung gesetzt hatte, wo sein eigenes Konto bei der Bank überzogen war und sein Effektenbesitz dafür als Deckung in Anspruch genommen wurde, also als Bürgschaft für dic Kredite der Gesellschaft gar nicht in Frage kommen konnte. Durch die Vernehmung eines Bankbeamten der Darmstädter» und Rätionalbank tauchte ein ähnlicher Verdacht auf. Da aber über die einzelnen Konten und Kredite nicht genau« Aufklärung in der gestrigen Verhandlung trotz längerer Auseinandersetzungen geschaffen werden konnte, beantragte die Verteidigung des Angeklagten Borgs, das Verfahren noch einmal in die Voruntersuchung zurück- zuverweisen, obwohl von der Staatsanwalffchaft die Erklärung ab- gegsben wurde, daß die nötigen Feststellungen in zwei Tagen ge- troffen werden könitten. Nach längerer Beratung beschloß das Gericht, den einen Fall der Anklage, soweit er die Untreu« und den Betrug bezüglich der Provisionsforderimgen betraf, abzutrennen und in die VoruMerfuchung zurückzuverweisen. Die anderen Punkte der Anklage seien entscheidungsreif, so daß hier das Urteil ergehen werde. Die Verhandlung wurde sodann auf Donnerstag früh vertagt, und zwar wird.zunächst der Staatsanwaltschasierat Strafantrag stellen. Das Urteil dürste am Nachmittag zu erwarten sein. Die Geschäfte der Neuköllner Großhandelsgesellschaft werden aber dos Gericht bezüglich der Provisternsaufstellungen des Angeklagten Böig» noch einmal zu beschäftigen hoben. Die Sirafanträg« des Staatsanwalts. Im Prozeß gegen die Leiter der Neuköllner Großhandelsgesell- 1 fchaft beantragte Staatsanwalt Dr. Eafpari am Mittwoch gegen Böig» wegen Untreue in drei Fällen in Tateinheit mit fort! gesetztem Betrug für jeden Fall sechs Monat«, insgesamt l Jahr 5 Monate Gefängnis und«in« Geldstrafe von 10 000 Mark. Gegen G r o g e r wurde wegen Untreue in Tateinheit mit Betrug vier Monat« Gefängnis und 3000 Mark und gegen Heinrich ein Monat Gefängnis und 1000 Mark beantragt. Der Staatsanwalt rechtfertigt« die hohe Bestrafung damst, daß die Angeklagten in bewußter und rückflchlsloscr weise sich an Geldern bereichert Häkken. die im Interesse einer kommunalen Einrichtung verwandt werden sollten. Oampferzusammenstoß bei Aew gorf. Alle Passagiere eine« sinkenden Dampfers gerettet. New Bork, IS. Dezember.(EigenberUcht.) Die amerikanischen Dampfer„Kort Viktoria" ujü)„A 1 g o n q u i n" sind am Mittwochabend in der Nah« von New Bork mit über 4VS Passagieren an Bord im dichten Nebel zusammengestoßen und ernsthaft beschädigt worden. Sämtliche Passagiere der beiden Dampfer, in der Mehrzahl Frauen und Kinder. konnte« von den herbeieilende« ttsistenfchiffe» gerettet werde«. Der Dampfer„Algonquiu", der bei dem Zu- sammcnstvsi schwere Schlagseite erhalten hatte, sinkt langsam. Weitfahrt mit dem Tode. Wieder Autounglück am Bahnübergang. Jessen(Elster). 19. Dezember. An der vergangenen' Nacht ereignete sich am Bahnübergang be! ReHain auf der Strecke Faltenberg— Witten- b e r g ein schwer«» Autounglück. Ein Kraftwagen, der offenbar den von Falkenberg kommenden Güterzug überholen wollte, durchbrach mit rasender Geschwindigkeit dic bereit» geschlossene Schranke und stieß mit der Lolomolive de» Güterzuges zusammen. Das Auto wurde etwa 30 Meter weit mitgeschleift und völlig zer- trü m m e r t. Ein Insasse war sofort tot, der Chauffeur erlitt K nochcn brüchc und mußte In bedenklichem Zustande ins Krankenhaus gebracht werden. Dic beiden anderen Insassen kamen mit leichteren Vrrletzungen davon. „Alexanderkolonne" ausgehoben. Sechzig Spieler festgenommen. Beamten des Spielerdczrrnol» im polizeipräsi- dlum Ist in der vergangenen Rächt ein besonders guter Fang geglückt. Es gelang ihnen, die sogenannte„Alex- andcrlolonne", eine,» der berüchtigleu fliegenden Spiel- Nubs. auszuheben. Sechzig Personen wurden beim Spiel überrascht und sestgenommen. Mit großem Geschick hat es die„Alcxandcrkolonne" bisher ver- standen, sich dem. Zugriff der Polize« zu entziehen. In Privat. Mahnungen in der Gegend um den Mexandcrplatz fanden sich die Spiclwütigen aus geheimen Verabredungen jedesmal zusammen. Durch unausgesetzt- Beobachtungen wurde von den Knminalbcam- ten ermittelt, daß in der Nacht zum Donnerstag in einem Hause in der Pasteurstraße ein Spielabend stattfinden sollte. Tatsächlich füllte sich das Spielerneft, das sich in einer Wohnung im zweiten Stockwerk des Seitenflügels befand, sehr schnell. Zum Teil kamen die Besucher mit einem Privatauto vargesahren: den Beamten fiel ckuf. daß es immer derselbe Wagen war. Da» hau» wurde schnell umstellt nud ein Test der Kriminalbeamte« drang in die Wohnung ein. 60 Personen wurden beim Spiel überrascht und zum Polizei» präLdium abtransportiert. Das Geld und das Spielgerät wurden beschlagnahmt. Das Privqtauto, das die Besucher herangebracht hatte, wurde später führerlos aufgefunden. Der Chauffeur, der den Wagen seines Arbeineber» als.Schlepper' zu Schwarzfahrten benutzt«. ho".' von dem Tesche inen der Polizei Wind bekommen und war geflüchtet. Hugenbergs Immunität. Oer Reichstag gibt den Mann nicht frei! Der Geschästsordilungsausschuß des Reichstages harte sich heut« mit einem Antrag des Generalstaatsonwalts beim Landgericht I. Berlin, zu beschäftigen, der dic Aufhebung der Immuni- tat des Abg. Dr. Hugcnberg verlangte. Nach d«m mageren Ergebnis seines Bolksbegehrsns hart« Hugenberg in der von ihm beherrschten Presse einen Zlrtikel vcrösfentuchi, der die Heberschnst „Die erste Schlacht' trug, und worin folgende Stelle vorkam: „Ist die Schlacht gewonnen oder verloren'" Der sozialistisch« sReichsinncnminister will«s uns erst am 6. Novemb«r oerraten. Hofsemlich wird inzwischen nicht allzusehr„retou» i e r t". A(>cr wir haben den Kampf aufgenommen und hosten utes von ihm für unser Land und Boll, einerlei, was die Organe des Reichsinnenministers beim Volksbegehren heraus- rechnen." Hugcnberg selbst war rm Ausschuh nicht erschienen. Dielleicht litt er gerade unter seiner Herzattackc. Als ein sozialdemokratischer Abgeordneter meinte, Herrn Hugcnberg selbst müsse doch daran gelegen seiir. an Stelle seiner verschleierten'Behauptungen eine richtige Klarstellung der Frage zu erreichen, ob wirklich von Beomleu Wahl- fälschungen begangen worden seien, erklärte ein Vertreter der Dculsch- nationalen, seine Partei wolle nur deshalb nicht selbst die Aufhebung der Immunität Hugcnbergs beantragen, weil sie den Minister Severing schonen wolle! Da es sich um einen politischen Vorgang haitdeltc, ver- sagte der Ausschuß nach seiner jahrzehntelang geübten Tradition dem Sirafverfolgungsantrag die Genehnngunz. Herr Hugcnberg darf also weiter im Schutz« der Immunität die Republik lästern und den Beamten der Republik untoutere Handlungen vorwerfen. Ein Ehristlich-sozialer„Quertreiber". Schumy ans der Heimwehr ausgeschlossen. Wien, 19. Dezember.' Ver Ausschuß der Ortsgruppe Klagensurth des Kärntener hei- matschulz Verbandes hat einstimmig den Ausschluß de» der Ortsgruppe als Mitglied angehörenden Minister» Viucenz Schumy beschlossen. Als Grund dieser Maßnahme wird angegeben. Minister Schumy habe offene und versteckte Angrisse gegen die heimalschuhbcwegung unternommen. Znsbesondere sei in der letzten Zelt im Kärntener Oberland durch die..Quertreibereien de» Landbunde«" eine Situation geschaffen worden, die den Unwillen weiter Kresse erregt habe. * Schumy hat sich für da» Verfassungskompromtß eingesetzt und begegnete schon vor Wochen dem stürmischen Widerspruch von Wiener Hakenkreuzlern. als er sich für die Verständigung mit der Sozial. demokratie aussprach. Sein Ausschluß aus der Helmwehr ist die Quittung dafür, daß die Christlichsozialen diese Bewegung so lange duldeten und forderten, die sie sich gegen sie selber wendet. „Der heilige Stuhl" wird vorläufig in Berlin durch den Nuutiaturrat Luigi Centoz vertreten. 20000 Tonnen. Pulver explodier!. Menschenopfer sind nicht zu beklagen. Xoul, 19. Dezentber.(Eigcnberichi.) In der französischen Festung Toul explodiert« am Mittwoä: wiederum ein P u l o e r l a g e r. E» flogen nicht weniger als 20 000 Tonnen Pulver in dic Luft. Lange Zell schlugen riefen- haste Flammen aus dem zerstörten Putverlager in die Höhe Stundenlang war dic Stadt in einen schwarzen, erstickenden Rauch gehüllt. Glucklicherweise waren vor wenigen Tagen große B«stäi>be an Geschügmunition aus dem Lager entfernt worden, so daß d!« Katastrophe kein« Menschenopfer kostete. Die Miliiärbehörd«n erklären, daß digse und die am 11. Nv vember zu verzeichnenden Explosionen durch die chemische Zer setzung des Pulvers horvorgerufen wurden. Inder am runden Tisch. ' Zv den Verfassungsberainngen hinzugezogen. London, 19. Dezember. Im Unterhaus kam es zu einer Debatte über die poetische Lage in Indien. Der Arbeiterparieiler Fenner B r o ck w a y brachte einen Antrag ein, in dem die Mitarbeit von Indern in der lx vorstehenden Konferenz am runden Tisch begrüßt und eine out ein Einvernehme» gerichtete Amtsführung seitens der Regierung von Indien gefordert wird. Dieser Antrag wyrdc vom Unterhaus an genommen. Im Verlauf« der Debaue wies Staatssekretär für Indien Wedg woad Denn u. a. auf die Sympathiekundgebungen in Indien hin. mit denen die Jnixienproklomation des Vizekönigs begrüßt worden fei. Die vorliegende Entschließung bilde keinen unwesentlichen Vc trag zur Förderung der freundschaftlichen Gesinnung. Der Li.-, könig habe mitgeteilt, eo lägen keine Umstände vor, di« ein« erneute Inkraftsetzung der besonderen Verordnungen zum Schutze der öffentlichen Sicherheit notig machten. Anschlag auf Lohnbureau der AEG. Heute mittag wurde auf das Lohnbureau der Al5:G. iu der Bruauenstraße ein verwegener Lohngeldraub versucht. Der Täter drang iu deu Raum, iu dem die Gelder für de« heutigen Lohutag fertiggemacht wur- deu«iu uud brachte eine» Explosivkörper zur Entzündung. Er glaubte zweifellos, iu der ent- stehenden Verwirrung eine größere Summe an sich bringe» zu tonnen. Durch das geistesgegenwärtige Da- zwifcheutreten einiger Angestellten mißlaug das Vorhaben. Lbgleich mau feine Verfolgung sofort aus» nahm, Loaut« der Täter entkommen. Erhöhung der verkehrslarisc im Rundfunk. In der Vortrags- reihe„Wovon man spricht" wird am Freitag, dem 20. D-.zember. abends von 20 bis 2-t.30 Uhr Stadtrat Ernst Reut«r. der Lorsitzende de» Aussichtsra» der Berliner Verkehrs- il.-G.. über die Gründe der Erhöhung der städtischen Derkehrstarts« spreche». Lokomotive in Arbeiterkolonne. Sechs Arbeiter getötet, acht verletzt. Gsse». IS. DezemS«. Di« N«ichsf)ahtthlcektüm Essen tollt mit: Honte bor» mittag knrz nach 9 Uhr fahr eine SoComatlbc bei dem Streckenblock Tellerbeck knrz vor dem Bahnhos M ft l» Heim-Eppinghoven bei starkem Nebel in eine Arheiterkolonne. Hierbei wnrde» K Mann ge- tötet nnd S verletzt. Die Verletzte» worden sofort mit dem Anto ins Krankenhans«ach Mülheim gebracht. 'U tänhn im Qrunewald, Dohnanyi:»Der Tenor." Städtische Oper. ,J5«r Tenor', Komische Oper in dr« Ute» nach der Komödie „Börger Sch�ppel' Kork Tternhsime, dessen Namen Textbuch. Älaoierauszitg und Theaterzettel verschweigen, und dessen Geist, um sie für die Opernbühne brauchbar zu machen, gründlich ausgetilgt werden mußte. Das hat Ernst G o t h mit Geschick besorgt uitb des Dichters mixfiffeinh'tchste Sprache in herkömmliches Operndeutsch übertragen. Widermusikalisch wie seine Sprache war Stemhotms Komödie. Satiriker nicht aus Liebe, sondern aus hochmütiger Lisblostgkeit. Zeit- und Gesellichaftskritiker aus literarischer Begabung, doch ohne Gwe und sozusagen ohne ethische Legitimation. Cr verabscheut, ver- höhnt sie all«, die er als Typen in einem Schauspiel eingesaogen hat — den herauf tonunenden. aus Elend und Berrufenheit empor- steigenden Schippe! und das kleinstädtssch-satte Spießbürgerpack, das vor einem arroganten Bengel von landesfürstlicher Durchlaucht er- stirbt: den armen Proleten, der sich in dem Glück sonnt, so erbarm- sicher Gemeinschaft angehören zu dürfen: ihn und den Fürsten, der sich gnädig-impertinent für«n flüchtige» Liebesabenteuer zu ihr herabläßt. Uitb er verabscheut das kleinbürgerlich« Musikideal, das er im verzerrte» Bild eines Männergefangsquartetts grimmig ver- höhnt. Man hätte, als die von kalter Bosheit funkelnde Satire aktuell war, vielleicht eine frech« Operette daraus machen können. Ernst v. Dohnanyi hat ein« Oper daraus gemacht, und die Oper, wie sollte st« auch andere, nimmt all den lyrifch-romantischen Kitsch und Plunder ernst, den Sternheim«indeutig-gehässig in seine Dürgerkomödio und in chicketiers muifig-enge Bürgerstube gestopft hat. Geblieben ist die witzig erdachte Handlung mit ihren Situationen, nnd wo diese in ihrer Drastik unmittelbar wirksam sind, wie in den Szenen des übenden Ouarretts oder in der luftigen Duellfzeiie, da hält sich auch der Komponist an die Möglichkeiten des Komischen, die sein Handwerk bietet. Doch alles in allem gibt er Musik im Stil der neudeutschen Lustspieloper nach dem Vorbild der TO erste rsiw und des Rosenkavaliers. Musik, die von leichter Hand sehr flüssig gearbeitet ist und gut klingt, aber wesentlich aus bekannten Quellen gespeist ist und nicht stark genug, um vergessen zu machen, daß die Komödie„Bürger Schippe!" gegen und nicht für TOiibk ge schrieben war. In der Oper, durch die Musik erhebt Schippe! sich Iieiirahc zum Helden, der nicht von unten, sondern von oben her m die Bürgen gesellschast einzubrechen scheint, halb Walther Stolzing, halb über legener Außenseiter etwa vom Schlage Till Eulenspiegels. Äoscpd B u r g w i n l e l, der Weills Protagonist, Wols-Ferrarys Sly, Lothars Tyll war, trifft dos ausgezeichnet: er ist der„Tenor" der Titelrolle und der.Heldentenor der Opernbühne. Im übrigen hat man wohl in der Städtischen Oper die organische Schwäche des Werk? gefühlt, man möchte Sternheim spielen, aber man gü>t eben Doh nanyi-Goths Oper. Otto K r a y ß' Regie hilft sich mit possenhaii burlesken Einfällen, die weder Sternheim noch Dohnanyi sind, man spielt Parodie gegen den Geist der Musik, aber die Hauptdarsteller Margret Pfahl, Guttmann. B a u m a n n. Ritsch, P e ch- ner stellen eine Reihe amüsanter Figuren aus die Bühne. An die Aufführung ist wie im Szenischen auch im Munkaliichen, da? R. F. D e n z l c r auf gutem Niveau hält, viel TOühe und Sorgfalt verwandt. Und so wird es für das Publikum, das in die Oper nun einmal nicht mit hohen geistigen Ansprüchen geht, ein unterhaltsamer Abend, für den lebhafter Beifall dankt. Klaue. Pringsheim. Am Sonntag, 22. Dezember, soll auch die neue Untergrundbahn in Betrieb genommen werden, die vom Tielplatz über Onkel Toms Hütte zur Krummen Sänke führt. Unsere Bilder zeigen die neuen Bahnhofsgebäude Station Oskar. He lenen-Heim(oben) und Endstation Krumme Lank«(unten). (Sia �Sjähnger Räuberhaupimann. Lvgeadliche Oiebesbaove vor Gericht. Eine sugendsiche Diebesbande, deren Milglleder zwischen l?»ad 22 Jahre alt sind und die in den lehly» drei Jahren«lnlge Slraßea von Schöneberg durch zahlreiche Einbrüche und Lraadstifluagen unsicher machten, hatte sich vor dem Schösfeagerlchl Schäaeberg zu verantworten. 27 Fälle wurden den Jungen zur Last gelegt, die sie meist unter Anführung ihres jetzt Niährigen Führers S., der bereits vom Jugendgericht wegen dieser Tat zu drei Iahren Gefängnis oerur- tälU worden ist. begangen haben. ZT, der als ISjähriger dies« Jungen um sich sammelte, um mit ihnen Diebstähle zu begehen, heckt« immer wiederneue Straftaten aus. vi« brachen m Keller und Böden ein und stahlen, was sie erreichen tonnten. Unter ihrer Beute befanden sich große Posten Seifen. Kleidungs- stücke, Gaskronen, Treppenläufer, Koffer, Bilder, große Posten Bücher, Schreibmaschinen, Zigarren, Schmuck, Schotolalonauto. malen. Radio- und Auto Zubehörteile, und einmal nahmen sie auch aus einem Laden Damenhüte und aus einem anderen Kinderwäsche mit. Zur Unterbringung ihrsr Beute hott« K. Keller g«" mietet, die Ihm gleichzeitig alz Unterschlupf dienten. Aus einer ■in Romantik, die die Iungens zusammengeführt hatte, war, wie >er Borsttzeude bemerkte, bald ein sehr einträgliches Geschäft gowor km. Die gestohlenen Bücher verwahrt« K. in seinem Keller für sich selbst aus. Diese zusammengestohlenc Bibsivchek bestand sowohl aus den Werken der Klassiker, wie aus Hunderten pon Kriminalromanen. Dieser Anführer hatte euch die Angewohnheit, nach seinen Diebstöhlen Feuer anzulegen. Dabei schonte er aber auch nicht f.inn, eigenen Besitz. Auch in seinen Kellern legte er Feuer an. Jedesmal, wenn er selbst«inen Brand verursacht hatte, alarmierte er die Feuerwehr und ließ sich die BrandprSmie auszahlen. Einigemnle rief er bei der Feuerwehr an, legte, sich d.',' Namen eines höheren Beamten.zu und sorterte noch einige Löschzug« an. Die Entdeckung dieser jugendlichen Bande ist auf K.s eigene Dummheit zurückzuführen. Er hatte einem Kaufmann«ine» Mantel gestohlen. Einige Tage später ging er zu dem Bestohlenen hin und stellte sich als Kriminalbeamter vor. Er legte Ihm B I l- der seiner Komplicen vor und sagt« daß er diese Leute des Diebstahls verdächtige. Er verabschiedete sich mit den Worten: „Ich bearbeite die Sache weiter, Sie brauchen sich nicht mehr an die Behörde zu wenden." Der Bestohlene ließ aber doch weiter nachforschen und auf Grund der von k. ausgelieferten'Photo- grophlen wurden die übrigen Mitglieder oerhaftet. In der Ber. Handlung waren die Angeklagten in den meisten Fällen geständig Das Gericht erkannt« auf Gefängnisstrafen von meh- rercn Monaten bis zu einem Jahre. Ei« neuer Afrikafilm:„Tembi". Mozart-Gaal. Unerschöpflich und immer noch sungfräusich bietet sich das Tier- leben Afrika« dem Europäer dar, der in seiner Heimat Ursprünglich. keit feiner Mitgeschöpf« bald nicht mehr kennenlernen kann. So viele Expeditionen sind schon hinausgezogen, um den Reiz dieser großen, urwüchsigen Natur auch im Film«inzusangen. trotzdem dringen die neuen immer noch neues Material. Der Reichtum besonders Ostofrikas an unberührter Tierwelt geht über alle Vor. stellung. Die Sherry Kcarton-Expedition. die uns den FiDy �Tembi" beschert hat, ist der augenscheinlichste Beweis dafür. In einer Rahmenhandlung, die die Erlebnisse einer Negerfamlll«, ihr« Auswanderung aus ihrer Heimat, die durch einen Vulkanaus. bruch und Steppenbrand vernichtet wird, ihre Abenteuer mit der Tierwelt in Steppe und Wald und ihre Aufnahme in«inen neuen Ttammeeverband schildert, wird uns der ganze Zoologische Garten Afrika« in natura vorgeführt. So sympathisch die Negerfamilie - Mann und Frau find ein paar Prachtgestalten—, so entzückend da« Kind und so reizend Leben in und vor der Hütte ist: die Haupt- 'ache bleibt doch da» Tier in jeder Gestalt. Solche Kerle von Löwen und in solcher Nähe, solche Herden von Gnus und Zebras, solche Rudel von grotesken Antilopen und Giraffen, solch« Papiangemein- -haften und solche weißen Wollen von Flamingos hat man wohl noch nie in einem Film gesehen. Bon all den anderen Tieren.zu schweigen, die das Land und diesen Film bevölkern. Fast wie eine Dressurnummer wirkt das heisige Krokodil, das wie auf Kommando au» dem See steigt und seine Opfer in Gestalt von Fiichen entgegen. nimmt. Nach ihm ist der Film benannt. r. Heutiges Kunstgewerbe im Museum. Die deutschen Äunstgewerbemusaen, als Borbildersammlungen für das Schaffen der Gegenwart im 18. Jahrhundert begründet. vernachlasssgen in der Regel völlig die Aufgabe, dauernd das Beste des heutigen Schaffens zu zeigen. Nirgends kann sich etwa der Ausländer ein Bild davon machen, was die Spitzenleistungen der gegenwärtigen deutschen Werktunst find. Schon darum verdient cs Beachtung, wenn das Hamburgisch« Museum für Kunst und Gewerbe da eine Ausnahme bildet: getreu der ruhmvollen lleberlieferuag von Justus Brinckmann stellt es zwischen feine alten Schatze ein paar Dinge von heute. Und st« stehen da nicht nur in der Zlbteilung für zeitgenössische Kunst, sie dienen mit Blumen gefüllt in verschiedenen Räumen der Sammlung oft auch ihrem eigentlichen Gebrauchszweck. Der Direkter dies Museums, Professor Max Sauerlandt, hat.in ollen Abteilungen oer Sammlung zum Gebrauch für ihre Besucher den bekannten Bauhaus-Hocker mit Nickelrvhrgestcll nach dem Entwurf von Marcel Breuer aufstellen lassen, dieses charaktervolle kleine Sitzmöbel. das nicht minder deutlich den Pegel- stand des gegenwärtigen Formwillens angibt. Leider fehlt z. B. in Berlin und München, rn Dreyen und Stuttgart, von kleineren Äunststädien ganz zu schweigen, ein Ort. wo der Museumsbesucher auch eine Höchstleistung der zeitgenössischen Werkkunst finden kann. Und die Aufforderung an die Stadt Berlin, statt einer überflüssigen städtischen Eoiene ein« solche Sammlung auszubauen, ist unbeachtet geblieben— da die Siodk fiefarnitemaßMi andere Sorgen hat Frattur oder Antiqua? Ww die Deutsche Bücherei mitteilt, wurden von den im Ighre 1l>26 erschien«»«» deutschsprachigen Büchern 56V Pryz. In Froftur und 4£,2 Prvz. in Antiqua gedruckt. Bei den Zeitschristen ist da» Zahlenoerhältnis für die �rokchr noch günstiger, indem 50,8 Proz. auf diese und 40,2 Proz. auf Antiqua entfallen. Für die Bewertung dieser Zahlen ist noch zu beachten, daß manche deussche Bücher ledig- lich für da» Ausland bestimmt sind und.«>v anderer nicht und«- trächtlicher Teil der deutschsprachigen Veröffentlichungen im Ausland erscheint, beides Umstände, die die Verwendung der Antiqua nahelegen. Don einer Barherrschast der Antiqua kann somit keinesfalls die Rsde sein. St«»Ingatafcnni« bringt unter Leitung ikireS DiretUrS-S-eorg Schumann ftieitofr. den 20. nnb äonnia-a, bm 22. Dezember tn b«r Philharmonie Bach« WeihtiachtSsratoniim zur Auffilhrunz. Ernst Losch wurde süi die nächste Lpieizeü an die Voltsbühne engsziert. .?«> btnanb von Miller, der Nestor der bayerischen KLnstlerichast und lan.iiübrtg« Dlrek'or der bayiriich-n Akabnni«»er hilbenben«ürme, ift&m Mittwoch im S6. CebenSjabt tn München yettorb« Er'tt ein Bruder oon jpsfar fton Miller, btm Segründer b,S Deutschen MiLeumS. Scnlfcht» Ltarloneftm, Past'plel w Part». Dt« JK.em6bfarttn au« Holz", bat Rait»'«ttintbenter an« Daden-Vaben wirb an den Welkmnchit- feiert Ilgen ein auf U Tage berechnete»«failfbl«! fm Pariser Tdsa're Cb-mibe-ülhi�et serenffalien. ü« gelangen zur Aii'fllbriing:.Der Ltubent im Parable«',.Fastnachtsspiel" van tan* Sachs.«Die drei Wünsche"»an Po«i und„vasllen und SastUune" von Mozart. Im Museum der Vögel. Au» Halber st adt wird geschrieben: Der moderne Harzreis ende nimmt sich wohl kaum die Zeit zu einer Fahrtunter. bvechung im alten kleinen.Halberstadt. Und doch gibt ex hier eine Mertwürdigkeil, die in ganz Europa ihresgleichen suchen dürste. das Museum Hoineanum. Es stellt die wohl größte aller Dogelsammlungen dar. Diese wunderbare Kollektion von Dogslbalgen ist durch das Entgegenkommen des Amtsrats Heine im ehemaligen Kloster Hadmersleben 1900 in die Verwaltung der Stadt Übergegangen und w der von SpiegeOchen Kurie am Dom platz ausgestellt worden. Di« Sammlung wurde 184? vom Oberamtmann Ferdinand Hein« aus Klostergut H.-Burchard vor Halberstadl in ipislem'chabllicher Form begründet. Die ersten Grundlagen aber entstanden 1830, qlalidlungsgehilsenoerband und Oberbeamle stch mit dem Rest begnügen mustten. Die velriebsralswahl muß im vergleich zu den lehteu Betriebs- ratswahlen vor der Zusioa als ein großer Erfolg für de« Allgemeinen verband bezeichnet werdeu, da stch der Anteil der freigewcrtschaftlichea S timmeu troh starken Abbaues in bedeutender weise gehoben hat, während die Sllmmenzahl der bürgerlichen Organisationen um 770 Stimmen zurückgegangen ist. Die Kommunalwirtschast bedroht! Oer»Butab* rast zur Abwehr auf. Eil»? stark besuchte FunktionSrversammlung der Ortsverwal- tung Berlin des Bundes der technischen Angestellten und Beamten im großen Saale des Lehrervereinshauses be. schästigte sich mit den Abbaumaßnahmen des Magistrats Berlin. H 0 f m a n n vom Bundesvorstand des Butab erörterte nach einer Einleitung über die historische Entwicklung der Kommunalwirtschaft und«tu« eingehenden, mit reichem statistische« Material be» legten Schilderung der Bedeutung der Komunalwirtschast für den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt, die besonderen Verhältnis bei der Stadtgemeinde Berlin. In Bersolg der Maßnahmen des Magistrats zur Einschränkung der Bautätigkeit auf den verschiedensten Gebieten ist einer großen Zahl voa Sommunallechnlkera gekündigt worden. Da- mit ist nicht nur unter den unmittelbar Beteiligten, sondern auch unter deu Techniker« der privaten Unternehmungen, die mit städti schen Aufträgen unmittelbar oder mittelbar zu tun haben, außer- ordentliche Beunruhigung wegen ihrer weiteren wirtschaftlichen Eristenz entstanden. Wie der Referent eingehend darlegt, ist die Siadt Berlin zu den jetzigen vrosselungs- und Abbaumaßnahmea gezwungen worden. weil die Beratungsstelle für Auslandskredite es ihr unmöglich machte, auf dem Wege langfristiger Kredit« sich die Mittel zu be- schassen, derer sie zum Ausbau der Berkehrsmöglichkeiten für die jährlich um 811 000 Personen wachsende Bevölke- rung bedarf. Zur Verschlechterung der Finanzlage Berlins hat auch die Tat- fache beigetragen, daß«in nicht unerheblicher Teil der in Berlin aufkommenden Hauszinssteuer durch Ueberweisung an andere Kom- munen der Stadl vorenthalten wird. Durch die weitere Sperre langfristig»» Auslandskredits hat sich jetzt die Stadt auch noch zu Erhöhungen der Werk- und Derkehrstarife gezwungen gesehen. Der Referent wies dann noch im einzelnen nach, daß von luxu- viöser oder verschwenderischer Wirtschaft der Stadt Berlin, die in den letzten Iahren so häuftg vom privaten Unternehmertum und auch vom Reichsbankpräsidente« Schacht behauptet worden sei, keine Red« sein Nim«. Im«egenie«. die Stab« sei nftvt« mangelnder Mittel nicht in der Lag« gewesen, den dringenc-ste« Bedürfnissen der jahraus jahrein um die Zahl einer Mittelstadt» bevölkerung wachsenden Einwohnerzahl Berlins auf dem Gebiete des Verkehrs, des Schulwesens, des Wohnungswesens usw. trotz aller Anstrengungen und gewiß an und für sich begrüßenswerten Fortschritte und Leistungen gerecht zu werden. Es müsse die Erwartung»losgesprochen werden, daß bei der kommenden Neuordnung der Reichs- und Länderfinonzver- Hältnisse die Kommunen im Rahmen des Finanzausgleichs durch den Gesetzgeber finanziell in die Lage oersetzt würden, ihre Wichtigen sozialen, kulturellen und verkchrswinschcmlichen Ausgaben zu lösen, ohne zu weiteren und einseitigen Belastungen der breite» Arbeitnehmermasse greifen und ohne die unsoziale Maßnahme des Zlbbaues von an und für sich benötigtem Personal durchführen zu müssen. Der Großangriff des privaten Kapital» auf die Kommunal- Wirtschaft müsse voa den Arbeilnehmerv solidorisch abgewiesea werden! Mit Annohme einer entsprechenden Entschließung stimmte die Versammlung den Ausführungen einmütig, zu. Veiter für Berlin: Beständiges, jedoch �zeitweise nebliges Wetter, ohne stärkere Temveraturänderung. schwache Luftbewc- gung. Für Deutschland: Stellenweise neblig, sonst wolkig bis heiter, trocken bei wenig veränderten Temperaluren. z?kranw>»rtl. Mr die Redaktion:«oll, ans Schwarz,»eilin: Anzeiaen: r».»loite, »erlag Cd. m b S>., Berlin Druck: Lorwario Buch- Paul Einser& Ca Berlin Effl#8. Linde» lteakr S. Berlin Verlag: Borwärto Lerlag Cd. m b Berlin druckerei und Lerlagsanlialt Paul Singe.. Sierzu l Beilage. ) P .<) Theater, Lichtspiele usw. Donnerst. 1912. Staals-Oper Unter ei. Linden A.-V. 284 19"r Uhr Ein Staa(s-Oper Am Pl.d.Reoubi. t/orst 104 I9>- Uhr üsltsiaons MMm Donnerst.. 19 12 Stadl. Oper Bismarcks tr. Turncs 1 20 Uhr DerBarMenon Sevilla StaatL Schanspti. im ueadarmenmirkt A.-V.«0 20 Uhr StaatLSehillsr-Ilieater.Ctiarltb. M Uhr Ka&ale und Liebe Preiset- SM. Np t Tanten. S n«»/, Ute lnktntu 12» WodiecK; 5 D. 5D PL-3». Mairay-zalled. Kolka. SIbbIct n. Übt. Pcrezo I& Co., Demi& Partner usw. WEIHNACHTEN steht ver der TQr! Schenken Sie Ihren Lieben Optische Gebrauchsgegenstände! MAX TR USCH, Ä'Ä Berlin, Dresdener Str. 131 ,Ko»»ba»«er Tor) Ich garantiere för völlige Zufrieden hett, Bin L'eferant für alle Krankenkassen. B l n W s n— kränze fSr Freud und£tlb preiswert|I81 BluWen-Degar Reukollv. Kalser-Friedrich-Str. 30. o.d. weichselstr. virelction Dr. Martin Zickel M» Komische Oper Friedrichs lr.1 1)4. Merkur 140 1 4330. Wiedereröffnung nach vollständ. Umnau Sonnr.b.. d. 21. 0».? UrauffQhrg. V7 U. Hulla dl Bulla Schwaolc von Arnold und Bach mit Guido Tnielsc er, Fritz Schul; Heinr. Schro'h. Eugen ourg. Hildo H Idctrand,»er ot Waltar. Garrison, Ftink Böhmer. Wanc< So n- und Feter aos nachm. 4 uhr Frau ohne Kussl LustspEelhaus rrirdrichstr. 236u Bergmann 2922/25. Donnerstag zum ie'Zien Mal: Ckiramcl Hcsdd Nora Gregor—- Walter Slezak Freitag, den<0. Dez; Premiere 8*/< Uhr .. SWledenlie«!" Lustspiel von Ladislaus Fodor Käthe Haack. Nora Gr. gor, Paul Heidemann, Beriseb, Martha M. Newes, Gord Storni, Platen. Bec mann. Fuchs Vorverkau« in beiden Häu~em ab 10 Uhr ununterbrochen. Volks b nunc locitir amSllloviiitli S'ülzr anare Oreyfus Schauspiet von Ren« Kestnei Regie: H. D Kenter. S!aatl.SAif]er-Tb. 8 Uhr «MI.M staaiuperini Pia» dar Bapahlik Vit Uhr Hoffmaons Taeaier an ItttRliaoerBanoi i Uhr BießariEDlPolie GROSSES SCHAUSPIELHAUS 8 Uhr. 3 Musketiere Regie: ERIK CHARELL CASllilfl-THEATER oihrin«»CT Strahe 37 Der neue Schlager! Famlile Uannemann. Dazu ein rstkicssiger bunter Teil. Für unsere Leser Guiscnein ür I— 4 Personen Fauteuii nur 1.25 M.t Sessel 1.75 M., Sonstige �roiKp- Parket!>1. Ran«* M Qeotidin Tüeatei O.l. Norden 1231(> 8',. Uhr Der Kaiser V.Amerika von Bernard Shaw Rege Max Reinhardt Kammerspiele O.l. Norden 12310 8'/. Uhr LtUI« Vorsiellonuen! U\ gell, flnsidit Sonnabend, 21. Der 7i= Uhr Zum t. Male D6sir6 Komödie von Sascha Quitry Regie: Leo Mittler. Winfer * uarren* « um»«Dir. 281v» BaDdim erlanbl 16 Original Lawranc« Tillar-Qirla und weitere Varie'iä- Neuhelten Bruchbänder Leibbinden, Gummistrümpf a und Plattfuß- Einladen, Stützkorsetts. Apparate und künstliche Glieder. Eigene Werkstatt im Hause. Bandagitt Pollmann. Kerlin X 54. Lothr nger Str. GC. Lieferant für Krankenkassen und Bshörden. Direktion >r. Robert Klein Deutsches (anstier-Tbetl Barbarossa 3QT7 ».8 Uhr Ende 11.10 Uhr Seltsames Zvisdiensfliel lapi: Htin Bilrrt Serüser Theater Dönhoff 170 S'a Uhr Ende'Atll Uhr Rtsuvtart für Herrn easion. Regie: Hörster Larrmaaa Tägl. 8'/» Uhr Narieffa Baslt t. Oskar Siraas mictiaei Bonnen ßreio Finklsr iheaterl. fl. Beftrenslr. 53-54 »Vi A 4 Zentrum 026 927»Vi ... Vater sein, dageflen sehr Lnslspielhaos Friedrichstr. 236 Bergmann 2922 Täglich m Uhr Grand Botel Lustspiel von Paul Frank Hl. a. Itoileodor'iilatz Vorvk. 10-2. Kf 2001 Täglich 8>i, Uhr Gaslsplel des OeaisSaa Tkealgrs 1 Ml!» legis; Hu BeinM. Standuhren eo Mcarlc Garantie-Marke von laSCk an mit 5 jähriger Garantie Lleferong frei Hans In Grob-Berlin und Vororten Teilzahlung bis 15 Monate auch ohne Anzahlung. Katalog 7 kostenlos Stanc&aihren- G.m.b H. imZenirnm: Alexanderstr.23 f"' J■-s jm Wpstpn- wilmersdorler J'rafte 60-81 M'Mi WKJtKII. an d#r KantstraSa, 1. Etage. ED afA Standuhr CK l\M Vertrlebl Möbei-Xamerling Kastanienailee 56 Oeb. Spelle)., cleg. Stfjlnl)., oprn Racnnitaec mrbramiet:;ertenj., npoeL ftüchen. Oalfiet- OcSOnUClS iib/Gesst- ifb;: i)i||i(i|i jlnc-. ftotb unb Hugbanramöbel. In.Verwlrti" tri mtin»«laaMM U II 1 1: Riesenanaw Spottpc., auun«cri-ldittt. Renaissance-Theater TlgUdi»Vi Uhr PARISER LEBEN Operette von OffenbacK Regie; Gucae liartung. Musikalische Leitung; Ibra Mickeben. — SteiBDlttz C 1. 0901 e. 2583/84.— Die Komödie 11 Bismck.241 4/7516 HVi Uhr Vom Teufel geholt von Knut Hamsun Regie «lax Reinhardt ROSE -THEATER Teleph.. Alexander 3422 u. 3<94 Nur noch bis 22. Dezember Täglich 8» Uhr. Sonntags MS und 9 Uhr Pariser Blut Ab 23 Dezember tüßl. 8.1? Uhr Die Csardastarstln Jeden Miitw. u. Sonnab. s Uhr „Max und Moritz" und dar Weihnachesmonn jeden Sonntag, nachm. 2A0 Uhr Frau Holte Fiogramm am!. u 2 Feiertag: < unr Pariser Blut 7.45 Unr Die KzMIIIsM ii 3o uhr.'arailie Hannen nn Am 2- Feiertag spricht um 1 30 U MARCELL SALZER. Der Voiverkaui i:at be onnen. �tadniü-llieaiei Kgst228 Blumens'.O EtäiinDiiüsvaRletaq «jBr.täj. 22. Hg. 79a Uhr ili2 Kroii! Volkst. mit Musik lTiol An beid Frienagen :;30.: WeihmditsiuMltr Sühn Frlpitriks, Rundtunkhörer tlUt Preise. Reichshallen-Theater ähawls D Sjdd- und Feiertap ntha[T] üai yroJ« Weihnach:«-i-rogramm der Sfctftner- sanier Ii tuiikn Fiintijn; Ibdnn.- VintriliBf n talkti Puisn! ...; O ö n n off- B re 1 1 1: ' U Das grolle Programm! J L Carl Brau», Fm»t WaMrr SarMiKkj- Bohnen Thaater m dar ganijiritzar StnBe Täglich 8Vt Uhr Die erste mrs. semy mit fpnzi massary Kemddlenhaua Täglich 8V« Uhr DBP HDhneiiiot mit Carl BaiB ffiaierhQtte Berlin C.m.b.N. vORNUd HALEREI6ENCSSENSCHAFT EEeRONDET 1*1? N018, LANDSBERGER ALLEE38'39 FERNSPR- ALEXANDER 5628-20 ALLE MALERARBEITEN R'36 MOEBEL- UND AUT0LACK1ERUNG Metropoi-Th. »Vi Uhr Das Land des Lächelns Vera Schwarz, Richard Tanbei Musik von Franz Lehir Kleines Theat. Merkul 1624 Täglich»Vi Uhi Max Adalbert in Das Parfüm meiner Fraa Lustsp v. Leo Lenz Lessing-Ttieaier Norden 10846 Hoskaan hobräisen lintin-Thiatu Hen t e 8"s Uh> FBiivoriUllaaii anliBIich d. lOjän- rigen Bestehens der Habima Oy&uk ff Z u rudtiblume gas. gssch.(163 Feinste Frisch-Obsc-Kenntfaren aus reinen Früchten u. Kristallzucker in In allen Konsum-Vartcaufsstal'en ich offeriere la frischeste Vollmilch in bester, fettreichster Qualität, die sul dem schrellsten Wege vom Erzeuger zum Verbraucher ohne Lagerung und Stapelung(dadurch I— 3 Tage älter) gebracht w.rd. Außerdem offeriere; l a II, Meierelbnller(keine Mischware), sowie ■ a Bult rmllcb und wellten KSse. —— Achten Sie bitte beim Einkanl auf meine Firma.- « 125' Meierei Friedrichshagen,*«.»$48»«. Schwerhörige Kodeilail für Sie ist das oeMnste uiefhnochts- SMChMR der ärztlich empfohlene ORiami- AHDSTUt. äPPAHAT ma ueuesteni Hieinnorer; — Noch Besseres gibt es nicht!— Deitsdie Skuslik CespllsdiaÜ n. b. I Aelteste u. führende Spezialfabrik Verkauf u. Vorführung; BarilR-wiinie.-Miep|. ffioizstr.«s Bin., Kiosterstr. 76. Elrs.Srunsrttr. RBinicxendort-o«. irienzer Str. a Verl. Sie Hauptkatalog 16 kostenlos! AufWunsch Zahlungserleicbtcrung Sonnias. den 22. cazamtwr gaonmo. Lehrervereinshaus Vv G bmik Wäsche nach Gcwtchl Damp wasdierei Merkur. Berlin O 112 Frankturler Allee 307 Fcrnspt.: Andreas 2820 du inh. Auq. Baehmann Hitnl. e. SPP Abstehende Ohren verleihen dem Oeiicht einen unedlen, o ts u- piden Ausdruck. Sie s nd of: die Ursache ru Sröiteleien. Wenden Sic .Rccodor-an Bad CdutaS und abstehende Ohren werden sofoit anliegend, ohne daß das Hilfsmittel sich bar ist Nach einiger Zeit nimmt die Ohrmuschel die verbessern ie Form dauernd an. Keine Injek'ion. sondern schmeiz'ose äußerliche Anwenden> Auch lür Kinder. - Preis P.m. 5.75-- Versand gepen Nachnahme duren Sciiröder-Schtiike, üeriin w 96 Potsdamer S raßc 26b MaxismadicACo. Fachgeschäft fär Bandagen and Krankenpllege-Artikel Bln.-Panhow, WoIlanKsT.l 28 Fernsprecher: O 8 Pankow 2779 Lieferant der Krankenkassen Eiäene Werirskatt Wnrsl}|älll§€r Noabiter Ha le Stand 259-263[,37 Slanfl 259-263 i'ucai. a. KoiUf.Tot i\ Kottb Sir. 6 f Tä 1. 8 üht auchSjmt. nac m. Ell e- sanger. Oas emziq dast..iendc. via'teitqa ihnnchls-Pr. rrianon-TlLMif,kr r. glich»Vi Uhr Sie Terveigert die Aussage Elisabeth Strirtrodt Kort EMc, RESTAURANT „MÜNZHOF" Munzstr. Ecke Dragonerstr. ta Me ♦ Uli gepileme Bleie ♦ ID 12 ii miitags Muu x £ 3 o i'iaae aru n » am£ao— ürli»;.aidi.ouilu.ti itti 3.3 Barbarossa 537' 16'> Uhr Cia Aia.ar- sternjiUer 18V< Uhr Osr Stars dar Weiten. 2b', t Uhr Oer Planet lupiler. Eintritt I Mark, Kinder 50 Pf. Mittwochs halbe Kassenpreise. JUER6ENS r 3/ u Ii Alaxanccrplat2 Neu« K6nig«tr.43 Siomgasnanflsn ftber An lietert pti-ietnet« l'an Golleta norm. R, ert M>er Merfetinenalraae J Ede riauunnft; Satt Morigpl Iuo03l (ßeita&e Donnerstag, 19. Dezember 1929 SlVÄbimd 4* ibrnhisA Erziehung wirb erforscht 4cm internationales Institut für 4cr;iehu«gSwiflenlchaft Der Iiitiividualismus als Wesen-mcrtmal wissenschaftlicher Arbeit wirb ba!b einer vergangenen Geschichtsphase angehören und mit ihm wirb jenes ungesund« Uebermaß an speku.atwer Grunb- Haltung in den Kulrurwissenschasten verschwinben Die Zukunft gehört der bewußt gewollten und gut organisierten Kollektivarbeit. Die vielen kleinen wissenschaftlichen Arbeitsstätten, die gewöhnlich nur aus einem Leiter und wenigen Hilfskräften bestehen, müssen sich— ähnlich wie die technischen und kaufmännischen Kleinbetrieb« — zu Trusts verbinden, um ihr« Aufgaben mit größeren Mitteln, Zahlreicheren Hilfskrästen und leistungsfähigeren Spezialisten nach größeren Plänen als bisher durchzusühren. Neue Arbeitsstätten der wissenschaftlichen Forschung dürfen nur errichtet werben, wenn sie Großbetrieb« darstellen, in denen eine Hierarchie von Gelehrten und wissenschaftlichen Hilfskräiten tätig sein kann. Solcher Erkenntnis verdankt das von der sozialdemokratischen Regierung des Landes Braunschweig ins Leben gerufene i n t e r- nationale Forschungsinstitut für Erziehungs- Wissenschaften seine Entstehung. Es handelt sich um die Grün- dung einer wisienschaftlichen Arbeitsstätte, die die Augen der Welt auf sich ziehen wirb. Denn dieses Forschungsinstitut ist in Europa einzigartig. Es steht unter der Leitung von Prof. Dis. Riekel. dem Drdinarius für Erziehungswissenschaft an der Technischen Hoch- schule zu Braunschweig. Untergebracht ist es in einem der schens- würdigsten Gedäubekomplexe der Stadt. Ein großer Empirebau wird von zwei Nebengebäuden- flankiert,' und hinter ihm erstreckt sich ein weiter Park in englischem Stil. Fraglos,«in würdiger Rahmen für ein Institut, das sich als höchstes Ziel gesteckt hat, oll- gemein wichtig« Aufgaben auf erziehungswissenschaftlichem Gebiet nicht bloß im eigenen nationalen Kulturkreis, sondern im Hinblick auf die Erziehungs- und Schulformen der ganzen Welt zu lösen. Der sehr große Stab der Mitarbeiter segt sich vorwiegend aus akademisch gebildeten Kräften zusammen. Ausländer sind berufen worden, um hier die pädagogischen Probleme ihrer Länder zu de- arbeiten. So wird e i n C h i n e s e eine Untersuchung..Ueber das pädagogisch« Gedankengut in den altchinesischen Schriften' durch- führen, und« i n I n d e r ist mit der Untersuchung„Ueber die Er- Ziehungsziele und schulpolitischen Forderungen der Ghandi- Bewegung" beauftragt worden. Besonders eng gestallet sich die Zu- sammenarbeit mit den französischen Lehrern. Dcis Referat Frankreichs des Forschungsinstituts beteiligt sich an einer von der frangösischen Lehrerorganisation in Angriff genommenen Enquete über d-e Einstellung der französischen Jugend zur Idee des Böller- kmndes und der französisch-deutschen Zusainmenorbett. Eine ähnliche Enquete soll auch in Deutschland unter Mitarbeit des Forschungsinstituts durchgeführt werden. Ferner sind folgende wichtigen Aufgaben schon in Angriff genommen: Eine Untersuchung über die Behandlung der neuesten G e- schichte in den Schulen der größeren Kulturstaaten. Eine Untersuchung über Jugendgerichtsbarkell und Iugendstraf- vollzug in England. Ein« Untersuchung über die von der Großindustrie ge- schafsenen Bildungseinrichtungen für Arbeit- n e h m e r in den europäischen Großstaaten(Diittainstiwt und dergleichen). Eine Untersuchung über das Fürsorgewesen in Italien. Außerdem werben Schulbücher gesammelt und aus ihren Inhalt hin geprüft, d.. h.'inwiefern besonders Geschichls- und Lesebücher Einsbiß in politischer bzw. weltanschaulicher Weise auszuüben k �'..,S suchen. Die wichtigsten pädagogischen Zeitschristen des In- und Auslandes werden gehalten und Tageszeitungen auf ihre pädagogisch wichtigen Aufsätze und Rotizen hin durchgelesen. Parlaments- berichte und ministerielle Verfügungen, die sich auf Erziehungs- und Schuisragen beziehen, werden gesammelt und bearbeitet. Das Forschungsinstitut gliedert sich in zwei Abteilungen, in ein« für Länderreferate und«ine für S a ch r e f e r a t e. In der erstgenannten Abteilung sind folgende Referate bereits eingerichtet worden: 1. Deutschland und Oesterreich. 2. Frankreich. 3. England und Dominions. 4. Dereinigt« Staaten. 5. Spanien und Lateinamerika. 6. Nordische Länder. 7. Rußland. 8. Ostasien. 9. Balkanländer. Die beiden Abteilungen arbeiten naturgemäß Hand m Hand. In der Abteilung für Länderreferate werden in der Hauptsache die Schul Programm« der wichtigsten Kulturstaaten geprüft, während sich die Abteilung für Sachreferate mit den einzelnen Schultypen beschäftigt. Ausbauend auf den Ergebnissen der modernen Jugendpsychologie und der psychophysischen Konstituttonssorschung hat das Braun- schweizer Institut mit der Durchsührung einer Untersuchung be- gönnen, durch die die Bedeutung von Boden, Klima, Wirischasts- form, Verkehrsverhältnissen und sozialer Lebensft rm für die pädagogische Analyse der Persönlichkeilsstruktur und des Intelligenz- grades erwiesen werden soll. In der Leitung des Forschungsinstituts rechnet man damit, daß für diese Untersuchung viel« Jahrzehnte notwendig fein werden. Zunächst hat man damit begonnen, ein Gebiet, das sich in einem Kreis von etwa 200 Kilometer Durchmesser um die Stadt Braunschweig erstreckt, durch eine Kommission von Pädagogen, Psychologen, Medizinern. Geologen und Sozialwissenschafllern untersuchen zu lassen. Jedes Dorf, jede kleinste Ansiedlung wird berücksichtigt. Später soll die Untcrsuchungszone systematisch erweitert werden, so daß einmal eine Art pädagogische Landkart« von Deutschland entstehen wird, auf der man an Stelle der Höhenschichten und Fluß- läuie die Jntelligenzstuscn und Konstttutionstypen ausgezeichnet finden wird. Das Institut, das sich bei diesen Untersuchungen aus die Mitarbeit der gesamten deutschen Lehrerschaft stützt— Profesior Riekel ist Mitglied der erziehungswissenschaftlichen Hauptstelle des deutschen Lehreroereins—> sucht durch seine Länderreferat« auch die Lehrer der Deutschland benachbarten Staaten zur Inangriffnahme ähnlicher Forschungen zu bewegen. Es ist kein bloßer Zufall, daß das Forschung sim'titut für Er- ziehungswisienschaften gerade in Draunschwetg entstanden ist. da hier schon im Jahre 1927 dir Voltsschullehrerbildung an die Hoch- schul« verlegt wurde, wo sie in vorbildlicher Weise durchgeführt wird. Dieser erst« Schritt war schon ein deutlicher Beweis für den Geist, der m bezug auf Pädagogik in diesem Land herrscht. Blminschweig begnügt sich übrigens nicht allein mit der Volksschullehrerdtldung: die Berufsschullehrerbildung ist damit schon in Verbindung gebracht und das letzt« zu erstrebende Ziel ist die einheitliche Lehrerbildung. Hiermtt ist die ideale Grundlage' für die wahre Einheitsschule geschaffen. Es ist bemerkenswert, daß der Ausbildung der Berufsschul- lehrer und Bolksschullehrer ein« ander« Bildungsidee als bisher zugrunde gelegt ist:„Die künftigen Lehrer sollen die Lebenswelt des werktätigen Volkes kennen und in ihrer Bildungsarbeit be- achten.' Ein« Durchbrechung des Bildungsprivilegs soll in Braunschweig möglich gemacht werden: An der Technischen Hochschule in Braunschweig wurde die erst«„Professur für Schul- reform' errichtet, die dem früheren Berliner Stadtschulrat P a u l s e n übertragen wurde; seine Pläne über die Umgestaltung des braun- schweigischen Schulwesens im sozialen Sinne haben großes Auf- sehen erregt. Der Neuköllner Rektor I« n s s e n wirkt an der Tech- nischen Hochschule Braunschweig als Professor für praktische Pado- gogit. Dem früheren Letter der Volkshochschule Berlin Dr. Geiger wurde eine Profesiur für Soziologie übertragen. Den krönenden Abschluß dieser Schulreform bildet« die Grün- dung des internationalen Forschungsinstitutes für Erziehungswissenschaften. Der sozialdemokratisch« Kultusminister Sievers, der braunfchweigische Landtag, die von einer sozialdemokratischen Mehrheit geführte Stadtverordnetenversammlung und nicht zuletzt auch die Technische Hochschule Braunschweig sind Träger dieses groß- zügig aufgebauten Kulturwerks. Der mehr als 15 000 Mttglieder zählende Deutsch« Lehrerverein unterstützt das Institut mit großen Geldbeträgen und hat seinen ersten Vorsitzenden in den Borstand der Stiftung, auf der das Institut aufgebaut ist, delegiert Möge das, was Brounschweig für die Erziehung künftiger Generationen schuf, ein Beispiel und eine Empfehlung für ziel- bewußte sozialdemokratische Kulturpolitik werden. dl. L. So war es früher! Utoch eine Antwort Ott ifcon Vücya Man schreibt trns: „Liebe Frau Meyer, Sie schimpfen aus die heutig« Jugend, Sie sagen, sie sei ungezogen, entbehr: jeder Sitte, Zucht und Ordnung. Frau Meyer, hoben Sie denn vergessen, daß Sie auch mal jung waren? Ich bin ein Berliner Junge und schon dreiß'g Jahre aus der Schule, daraus können Sie ersehen, wie oll ich un- gefähr bin. Sie schreien nach Abhilf« und meinen, d:r Prügel- stock und die Bibel wären das Allheilmittel. Beideshabeich leider in ausgedehntem Maße an mir selber in meiner Kindheit zu spüren bekommen, aber glauben Sie, Frau Mcyer, wir waren damals Engel? Soll ich Ihnen von meiner Kindheit erzählen? Bater, der auch gedient hatte, starb sehr früh. Ich war kaum siebe»Jahre alt und Mutter mußte, um uns drei zu ernähren, von morgens früh bis in die späte Nacht sitzen und Mäntel nähen. Daboi verdiente sie kaum das karge Brot. Als ich zehn Jahre a l t war, unterstützte ich Mutter und ging morgensum4?4 Uhr in eine Bäckerei„Frühstück austragen', wi« man früher sagte. Was das heißt, im Winter bei Wind und Wetter Trepp auf Trepp ab mit einer kleinen Petroleumlaternc in der Hand, Frau Meyer, ich glaube, das haben Sie nicht kennen gelernt und werden es wohl schwer begreifen. Unausgeschlafen und unausmerksa m ging es dann in die Schul« und die Lehrer, die dafür kein Berständnis hotten, griffen zum Stock: bei jeder Kleinigkeit setzte es Prügel, manch- mal so reichlich, daß sich Mutter erbarmte und mir im Hosenboden einen dicken Flick einsetzte, der die Wucht der Hiebe abschwächte. Prügeln war ja damals die Hauptsache in der Schule. Eine beson- dere Unsitte der Lehrer war es, mit dem Stock auf oem Rücker. durch die Bankreihen zu gehen, ganz glötzlich irgeitdeine Frage stellen und beim Richtbeantworten saust« der Stock unbarmherzig aus den Rücken. War das schön, Frau Meyer? I st das die richtige Erziehung? War die Schule aus und das türgliche Mittagsmahl eingenom- men, ging es auf die zw e i t e Stelle zum Zeitungsaus- tragen. Dann wurden die Schularbeiten gemacht, und Muttern mußten noch Nähnadeln eingefädelt werden. Blieb dann noch Zeit, ging es auf die Straße. Haben wir da getollt und getobt! In unserer Nähe war ein: Seifenfabrik. Dort, in den großen Fett-' und � Teerfässern haben, wir Zeck und Versteck gespielt. Mir sahen wte die Mohren aus, ein Lärmen und ein Geschrei haben wir vollführt, das war eine Lust! Dann gmg's auf die Höfe, die Treppen und Hausslure, immer mit dem nötigen Spettake!. Und die Porti:r- frau mit dem Aus.lopfer immer hinterdrein! Eine Freude war es uns, die Alte zu ärgern: jawoyl, damals, Frau Meyer trotz Prügel und Bibel! Auch Fensterscheiben gingen manchmal dabei in Trüm- mer. Du lieber Gott kein Mensch hat je erfahren, wer es war. T,nn wurden„Klinken geputzt'. Misten Sie, was das ist, Frau Mcyer? Die Klinken der Ladentüren wurden heruntergedrückt die Ludentür weit ausgerissen, irgend etwas hineingejchricn und fort war die ganze Band«: ausgerückt. Oder wir haben«in Portemonnaie an einem dünnen schwarzen Faden befestigt und es dann ans den Bürgersteig gelegt. Kam emer und wollte es ausheben— ja, Kuchen, dann haben wir es schnell weggezogen und die ganze Blase hat ge- lacht. Ja ja, Frau Meyer, wir waren damals auch„rüdig". wie der Berliner sagt. Man kann nicht sagen, die heutige Jugend ist schlechter. Ist nicht heute vieles bester? Wo gibt tt noch Kinderarbeit, Wo wird noch geprügelt? Die heutig« Jugend hat es bester und wtr wollen wünschen, daß es noch viel bester wird, daß sie nicht die traurige Kindheit und Jugend durchzumachen braucht, die die meisten Proletarierkinder damals durchmachen mußten. 4ciN Erzichungsbuch Es ist noch nicht lange her, da galt es als unsittlich und anstößig, über das Sexualproblem öffentlich zu diskutieren. Die Literatur Über die sexuelle Frage war spärlich vertreten und drang kaum in die Oefsenllichkett(und wenn sie es tat, wurde sie mtt jener furchtsamen Gcheimniskränierei von Hand zu Hand gegeben, die durch den Anreiz des Unerlaubten auf Jugendliche und nicht nur aus Jugendliche ver- verblich wirken mußte). Heute ist das anders, wenn auch die Konsis- kation der Werke Hodanns zeigt«, daß gewiste Instanzen sich noch immer nicht von threr Zipfelmütze trennen können. In Zeitschriften und Tageszcitungen wird dos Problem mit erfreulichem Mut dbku i.rt. Weite Kreis« der Elternschaft beschäftigen sich ernsthaft mit dem Pro- blem der Ausklärung. Selbst in der Schule ist das Sexualproblem nicht mehr so tabu wie früher. Man beginnt ein« falsche Scham, eine gerade vom Erziehungsstandpunlt gefährliche Prüderie zu über winden. Die Sexualsorschung ist durch diesen Durchhruch in die Oejsenttich- keit auf das glücklichste befruchtet worden. Sie ist im Verein mit der psychoanalytischen Wistenschaft ein gut Stück weiter gekommen. Die Gefahr lag nahe, daß«in gewisser wissenschaftlicher Uebereiser, wie das bei jungen Wissenschaftszweigen häustg der Fall ist, das Pro- blem der Sexualität zu sehr ii> den Mittelpunkt aller Lebenserschei- nungen stellte. In dem im Umoersttasverlag erschienenen Werk „Sexualerzi«hung, der Weg durch Natürlichk«tt zur neuen Moral' von Magnus Hirschfeld und Ewa>d Böhm ist dieser Fehler im allgemeinen oet mieden worden. Das Werk gibt eigentlich mehr als der Titel verspricht. Es ist keine trockene Ab- Handlung über die sexuelle Frag« und die Frage der sexuellen Aus- flärung, sondern in seinem ersten Teil ein Lebenswegweiser für Eltern, Erzieher und die Jugend, in dem alle Fragen einer gesunden und frohen Lebensgestaltung durchgesprochen werden. Erst der zweite Teil behandelt die sexuelle Erziehung im besonderen. Dabei ist die Sprache klar verständlich und den notwendigen wissenschaftlichen Fachausdrucken ist eine Erklärung betgegeben, so daß die Schrift auch für die breite Masse lesbar ist, Sie ist es um so mehr, als sie sich bei aller Gelehrtheit doch von ieder trockenen Gelehrsamkeit fernhält, Di« Spräche erinnert an«enc englischen Philosophen, denen daran lag, über die abstrakte Erkenntnis hinaus eine Gesinnung zu vermitteln und jedem einzelnen den Willen zur freudigen L-bensbejahung mit auf den Weg zu geben. So ist es auch hier:«in« starke Gesinnung spricht aus diese» B ättern»md überträgt sich aus den Leser. Indem gesagt wird, wie die Iug-nd zu erziehen ist, wird gleichzeitig gesagt, welch« Richtung j«oer einzelne seinem Leben geben soll: aus dem Erzieher ist ein Erzogener geworden, w«nn man das Buch aus der Hand legt. Man kann es jedem Bater, jeder Mutter und jedem Erziehungsberechtigten auf den Weihnachtstisch wünschen. Bor allem aber tollten es jene Eltern lesen, die bisher ihren Kindern gegenüber die salfche Scheu vor der Aufklärung liichl übe'-winden konnten. Das Buch wird st« umstimmen und ihnen ein Helfer sein, d. l. fbegen wird üt Fsrdfobry fifwwl febc iie Akkord- her-lbzus-tzen. Noch rascher wird da» Baad lavfen. Wieder so und so viele Tot», Derstümmekun«. Leyweifsun«, Wodv stnn von dreißigtausend Menschen. Herr Litro-n ist kein Spieler mehr. Er ist nur«ine Saric. Und um grünen Tisch Weiten die tran5ailanilschen Spieler. Mister Morgan und Mister Ford. Herr Andre Citroen arteüet- Noch Pershm�«ach Lulgarien. in die Sahara, aus den Pn>! Neue Bertreter, neue Strobenschilder. Da» it« kein Hasard mehr, da» ist Aerhängni». Noch rascher! Denn hi« MutnmnWIe müssan'üffiger werten. (Schluß.) An«nein heißen Augusttag, als die Aorp«r d«r Hießer vor Hitze vergingen und d»e Automobile der Touristen in eine Herde gedrängt wie Schafe aneinander stießen und verzweifelt blökten. an diesem umnöglichen Tage wuchs das Kapital von Andrä Citroen. Hociett Anoitym« von JOOOOOOOO Franken auf 300000 000 Franken an. Die Aktien Citroen begannen auf der Börse zu steigen. Sie wurden zu Fieberphantasien, einem Ziffecntanz aus schwarze» Tafeln, zum Gebet der Spieler, zum halbtägigen Gebrüll der Makler. meute, da? die Hupen der Citroen. Automobile übertöm«. An diesem Tag verschwand Andrä Citroen, der Alleinherrsch«? von Clichy, St. Ouon, Ianel, Gutenberg, Suresnes, Grenev«. Lepalois. Das war kein Mißgriff d«r Press«„Toledo" und auch keine Autokata> stroph«. Las war vielmehr eine komplizierte finanziell« Operation. Herr Hndre Citroän yvirde auseinandergenommen und wieder zu, lammengesctzt. Cr wurde zum„Vorsitzenden de« Dcrwallungsrats". Lie Börsenzeitungen matten die Dorteile der.größeren fiimnziellen Bast»" und der..wohltatigen Kontrolle einer der mächtsgsttn Banken" aus. Zum Bizeprästdenten wurde Herr Philipp, der Vertreter der Bank La zart» Brothers u. Co., gewählt. FreU'ch ist Philipp nur Vizepräsident, a5«r auf selner Bisttenkärt« steht die magische Zeile: Lazaxd Brothers«. Ca.—- Groß und allinächtig Ist die Vaiik Lozard Brother». Sie ist verbunden mit der Jndo-Chinesischea Bank, an d«r«n Spitze Herr Onave Gomherg. der Kautschukkünig. steht. Auch dt« Royal Lutch Ist mit im Bunde. Für Lozard Brother» ist Herr Citroen nur der Verwalter einer ihrer vielen Unternehmungen. Da» Auto 10 7$ bewältigt 100000 Kilometer. Der Arbeiter ist brauchbar bis zu seinem vierzigsten Lebensjahr. Herr Andrö CUroän Ist unermüdlich. Der sranzösischc Markt ist beinahe gesättigt. Also schiebt Herr Citrvän die Sorte Frankreich» beiseite, des lieben Frankreich, wo es SOOO Vertreter und 150 000 SUometertafeln gibt Gr nimmt die Kart« Europas in die Hand. Herr Citroen ist ganz eingehiW in Aolltarif« und diplomatisch« Äpimigowete. Natürlich 'st tif«tt, Anhänger von Panouropo. v, wie haßt er diese albernen Grenzen. Die Buntheit der Kart, verletzt sein Auge. Cr ruft au»: „Di« Amerikaner können sich frelllch leicht bewegen. Und hie? in Europa alle 200 bis 300 Kilometer«ine chinesische Mauer. Der bdatiqnakindustrie droht Gefahr, sie kann erstickt werden.,." Nationakindustrie,- das ist vor allem er selbst Herr Citroen atmet schwer. Er liebt srische Lust und weite Märkte. Aber Europa zu unterwerjev, liegt nicht in seiner Hand- Cr versucht es mit Krieg«' listgn, kundschaftet au», legt unterirdische Gänge. Er bam Montage- hallen in Lyndon und Köln, in Mailand und Brüstet Vorsichtig schleicht er sich in Holland, Portugal, EpanUm und Dänemark«in. Er faßt Fuß in den sranzösischan Kolonien. Cr uitterhandest mit der polnischen Regierung über den Bau einer großen Fabrik. Sr llerqnstäliet cm« neue Expedition seiner Naupenaukomoblle. Die». rNÄ geht es nach Mittelasien. Er Hütt Borlesungen, sprich: auf Äongressen. U«b«roll wiederhott«r dasselbe: wir brauchen neue NSrv«. Er durchrast feine liebe Heimat, wo aus jeden Schrift«in Bertreter und ein Straßenschild lammen. Er gleicht den Tieren Inden Tiergarten von Leipzig und Rom. Dort gibt es keine Käfige ?;,«le Gräben täuschen«ine unbegrenzte Freiheit vor. Spring, wenn du willst, ah«? zwischen dir und der Well kauert der Tod. Die Minister de? europäischen Staaten, ob Faschisten, ob Sozialist«» reden mit den amerikanischen Bankiers, wie einst die russischen Fürsten n»U dar goldenen Horde sprachen. Bei diesen Gc. sprächen reden si« nicht von der tausendjährigen Kultur, von Rasfael, Bersaille? oh»'- mm Fqusi. Gi« wissen, daß Faust viel weniger ein- trägt als di« Filme von Harold Lloyd, daß Bersalllcs des modern«» .Komfort»»nsdehrt und daß es für Mister Morgan eine Kleinigkeit ist. sämtlich« Schsipsungen Nofsael» autzukaufsn. Andrä Citroen versteht es, Heiligtümer zu«hre». Ho besonder» seierUchen Momenten sein«» Leb«»» schaitt« nach k«n W-stwr, obwohl«s dort kein« Märkte gibt sondern nur Wasser und hinter dem Wasser Ford. Er blickt nach dem Westen, wie sich fromme Sud«, beim Gebet nach dem Osten wenden- Das Zion des Herr Cstroän ist Detroit wo«o«in Auto auf Z% Mann gibt Hn Detroit sitzt de? alt« Ford. Die gollesfürchligen Bück« des Heyrn Cftryen können ihm nicht«, anhaben. Bor Ford liegt«im Kart«. Sie'st vtsl größer als feno, die Herr Cftroön in Aufregung versetzt. Aus der»arte Ford» sind zwei Halbkugel». Auch Ford sucht ja«SU« Märkte und für ihn Ist Europa, was für Herrn Citroen Portugal bedeutet Er muß Europa erobern. Er mißt die Kapazität feiner neuen Kolonien: England— 200 000 Auto». Deutschland 100 000, dl« Sowjetunion— 100 000., Herr Citroen setzt d,e Akkord« heruittex.'.Koch rascher bewegt sich des Band. Jean ßetwe erzeugt noch immer Scharnier«: baß wird»x sterben odsr wahnsinnig werdem Herr Citroen macht vor, zweifelt c Anstrengungen und doch ist Ford voran. Seine Maschinen lasten di« Hälft«... In Frankreich schützt Herrn Citroän iwch dieselbe chinesische Mauer, die er sonst stündlich verflucht Aber mit lall er sich mit Ford in Holland oder in der Schweiz messen? Tauscnfctmmci'dampfcr kommen au, Amerika. In ihrem Schöße di» Automobile. Ford ist bestrebt sogar in dos liebe Frankreich des Herrn Citroen«inzudringcn, wo c�siOOO Vertreter und 150000 Straßenschilker gibt. Ford hat den Preis in Frankreich bereit, «ruf 37 500 ermäßigt Da» ist genau der Preis von Citroen. Aber Ford rastet nicht. Er will die chinesisch« Mauer durchbrechen. Er baut«ine Fabrik in Frankreich, er emittiert Aktie», di» von der ttstrik'Bonk verbreitet werden: das ist di«sell>« Bank, die die Fabriken Peugeot unterstützt Herr Andre Citxoön ist von Feinden eingekreist. Peugeot bat sich mit Ford zusommengetan. Cr erzeugt entweder klein« Malchin«», 5 PS, oder teure Lunousinen, Mittlere Autos baut«r nicht Den Angriff Fords fürchtet er nicht und Ford zieht auch nicht gegen ihn. Ford kömph mit Cittoin. Aber Ford ist noch nicht ganz Amerika. Der allmächtig« Ford hat«densall» Feind». Vi» sind ganz in seiner Nahe, auch in Dottzoit Da, ist der Autvtrust..General Motor,". M« Ford wollen auch „General Motor»" über den Ozean. Nur haben„General Motor»" dazu einen anderen Weg gewählt- S'e«allen keine Fabriken in Europa bauen, sie schicken keine Ingenieure, sondern Geschäfts männ«? und Diplomaten in di« alte Well. Mit Dollar ebnen sie si> den Weg. Ar. der Spitz« von„General Motors" steht Mister Morgan. Der Trust hat schon eme Nereinborung«st Opel. „General Molars" wollen Ford ichloaen, auch Frankreich ist ein vorzüglicher Markt und sie setzen ihr« Preise herab. Herr Citroen beobachtet. Herr Cttrotn erwägt. Er hat schon er. fahren mvsien, was die Sontrolle der Bank Lozard Brothers u. Co. beißt. Er muß noch ichlimnrere Ding« kennenlernen. Mister Morgan kennt den Wert der Verfassungen, der Unabhängigkeit, de» Stolze, und der Chemie, den Wert des Völkerbundes und der tatisendjährigen Kultur. Mister Morgan kann Minister absetzen, die Karte Europa» ändern. Die Vereinbarung der„General Motors" mit Andrä Citroen, Sociäte Anonyme, ist für Mister Morgan mir«In Detail he, Arbeiistoges, sine Zeile in seinem Notizbuch. Für Herrn Andrä Citroe» ist es«in schwere, Erlebnis. Di« amerikanischen Pressen können sich Sicht nur in das Elsen hineinbeißen und die Arbeiier- singcr zerfetzen, sie zermürben auch dos menschlich« Leben. Don New Jork sieht man nicht di« Flammenbuchslaben de, Eiffelturmes, dort gibt es genug eigene Lichter und eigene Türme. Zll, Jean Lebae au» der Gießerei l.ZO Franke» auf 100 Scharnier« abgezogen wurden, seufzte er, schimpft« sich aus und arbeitete weiter. Cr wußte, daß da» Band nicht stehe» bleibt. Herr Cftroön«rzougi noch immer Automobil«. Cr ist nicht mehr imstande. sich zu sammeln und Ai«n zu schöpfen. Er gab alles hin, um den Menschen da» billige Glück zu ermöglichen. Es blieb Ihm nicht ein- mal sein Name, er(Wirde.zur gangbaren Marke. Er gehört nickt mehr ihm, sondern jedem Aktienbesitzer der Gociätä Anonyme. Er selbst setzte diese, Bond in Bewegung, jetzt Hill es Ihn gefangen. WM iMBBiiiiIiiiiiiiii Donnerstag. 19. Dazcinber. Berti». 16.ai Or. Frltr H.-«nfw: D*» r?!« and;c!i«n». Be«* 16.30 KOBMrt. (T.*i Osker Lflerke ivricfet»or lotend' >».l» Tc-.emosli- 19ÄI CJiortesinje. 19 JO Thun! 3t Mtrni: Meine ptockinlmer tisdOSeia»- 30.00 Oistsple' des CawmbU« HiUler-ScHldiMr. PSttoMorl:.ifMnt-'.iti Wltbt:". ■3.30 i"»B)(t3ni3iiterrlciii. knsr.klieCend Wt 0.30 TsornosiK SüdfmiV. Kgolcevoetarbtaeoii. J6.QD Dr. Adolf Reieiiwela: tkademisiera-i* end UeV-rfrMOfat der Dnlversi- Wte». 17.30 Moser: DI« Moslk im evjntellteheo Ootletdieatt 18.110 Adolf Ktrgel: Deuttelie Pressetrheit I» KontreHpol«. IS.. 10 SptniseS für Fortresehrittene 18,35 Eolohsminlstor Dietrich: Die doBtsohe Undwirtschaft« de: Ishresvfiiiie. 19.30 Thomst Menn: Meine Stoekholmer ElndfUck«. 30.00 Blasörchetterkonwrt. 2(05 Oottfried Penn fSfredwr: Ricio/d notcoiatkyl, 3J.J3 StreichorchMterkenierl. FÜR DEN KLEINGÄRTNER. «tmnmninimiiomfluniuniunniiitti Wann man nicht gleich pflanzen kann. Oft genug wird man durch eigene oder frsmd» Dispositionen genöttAt. Pflanzen, namentlüch aber auch Bäume und üttäucher, ate zunehmen zu einer Zelt wo die Verwendung picht gleich, meist an» Mangel an perftigbarem Play, erfolgen kann. Kommen die Sem düngen mit der Bahn an. ja ist fosortiges Auspacken geboten die Wurzeln sind, falls sie trocken sind, einzutauchen inicht im Wasser stehen lassend Dann muß das Einschlage» erfolgen an«ner tiichl gegen Mittag liegenden Stelle und in einem Boden, der zu den leichteren gehört. Wichtig ist, daß die Reihen der eingeschlagenen Pflanze» weit genug voneinander entfernt sind, daß etwaiges Faul- werden einzelner Teile einer. Reite nicht auf die anderen Rechen ubergeht. Da» Einschlagen selbst geschieht derart, daß man einen Graben auswirft, in. tem Wurzln(«d Wurzelhals Plag finden tonnen. Darm wqrhen di« Pflanzen so an den Rand des Grabens gesetzt, daß sede Pflanze mit ihren Wurzeln die Erde berührt Durch Verbreiterung des Graben» gewinnt man die Erde, die auf die Wurzeln der gesetzten Pflanzen zu werfen ist Durch Festtreten der Erde über den Wurzeln und nochmaliges seitliche» Ausbringen neuer Erde gewinnt man den Abschluß der ersten Einschlagsrechc und legt nun die zweite Reihe an usw. Muß man im Frühjahr einschlagen, so hat man sich bei Trockeichett zu überführen, ab der Einschlag noch Feuchtigkeit genug bat, fernst muß gegossen werden. Bei Nadel- hölzern soll das Wasser aber nicht auf die Nadeln kommen, man muß assv zwischen de» Reihen gießen. Für die Nadelhölzer ist«in längeres Verweilen im Einschlag nicht vorteilhaft: bei den Laub- hölzern kann man aber«in Ruhen im Einschlag bis zum Frühjahr unbedenklich uornohmem Auch durch da« Austreiben der Pflanz«» wird man schon gemahnt, daß es Zeit ist, den Weg von der Ein- ichlag- zur Pflanzstätte anzutreten. Kommt eine Pflanzansendung in gefrorenem Zustande an.'fo stelle man dl« Körbe oder Ballen unausgepackt an einen kühlen frostfreien Ort und lasse sie langsam avftau-n. Ein schnelles Auftauen ist meist mit großem Verlust verbunden.» P. D. Das deutsche Gcmuseland. Dw Reichsslotisti?«rgidt, haß im Jahr« 1027 im Deutschen Reich die.- in E r w« r b S g ä r t n e r« i« n und in feldmäßiger Bestellung mit Gemüse angebauten Flächen folgend« waren: Weißkohl 16 667 Hektar, Rotkohl 1S8S Hektar, Wirsingkohl ZSSS Hektar, Blumenkohl ÄÜI Hektar. Salat Z67Z Hektar, Gurke» 7367 Hektar, Grüne Erbsin 68-52 Hektar. Grün« Bohnen 4391 Hektar, Spargel 13 124 Heltar. Zwiebeln 4848 Hektar. Tomaten 1338 Hektar, Sellerie 1457 Hektar. Mecrrciftg 1476 Hektar. Spinat 2675 Hektar, Erdbeeren 3392 Hektar und 16028 Hektar sonstige Gemüsegewächste, zusammen 127 6Z6 Hektar. Zweifellos hat di« Anbaufläche, bei der die ganz« sicher nach Zehiftausenden Hektaren zählend« Fläche, des privat«»»leinanbau-s nicht mitgezählt werden könnt«, in den letzten zwei Jahr»»«ine bedeutende Steigerung erfahren, da in diese Zeit die großzügige Bereitstellung von Staats-»nd Siadttredften für Frühgemüseanbau und auch«ine stärker« Beteiligung der Landwirt. schaft am Feldgemüseanbau fallen. Namentlich ist für die Freiiand- kutturep der Spargel bevorzugt warben: man schätzt die Anbau- fläche um ein Drittel vergrößert, also auf etwa 17 333 Hektar. Die au» dieser Vergrößerung sich ergebende Mehrproduktion an Spargel wird im nächsten Jahre zum ersten Mal« auf den Markt kommen und tnahrs.cheinlich die Preisgestaltuna teeinfkussan. P. ü. Stauden für Halbschatten. Wohl in jedem Garten gibt es Stellen, die durch Mauerwerk. Zaun. Bäum« oder Büsch« in den besten Tagesstunden von der Sonne abgeschnitten sind. Man kann aber auch ihnen erfolgreichen Blumenschmuck geben, wenn man sie mit Stauden besetzt, di« mit weniger Sonne zufrieden flnh oder gar ihre volle Schönheit erst dann vssenbaren. wenn sie im Halbschalten herangereist sind Nicht all« Arten«Iner Gattung gewähren diesen Vorteil-«in» Beratung von sachkundig«? Stell» sollt« im Zweifelfslle nicht verschmäht werden,«ehe» dem D«! l che n ist«» die P r i m«1. di« den»dpa» schattig«» Platz dem Stehen in poller Sonn« vorzieht Von den vielen Arten such PrimnI»»e»u1f$ elatior und—»urioula durch unzählig« im Laufe der Jahrhundert, entstandene Borietäten bekannt geworben. Hie lieben einen kühlen und nickst zu trockenen Boden »u» milden, Lehm, mit Sand und Moorerde gemischt Sie beschenken UNS mit ihren saiteNprächtigen Blüten vom Frühjahr ht« in den Sommer hinein. Andere fw mehr schattige Lagen in Frage kommende Staude' sind: Aetaea. Silberkerze. weiß, für den Spätsommer. A c o nitum(Dsenhitt). blau« fommer- und herbstblühende Staub'. Aquilegia halyodgensi» IPfißech, Akelei, gedeihen in sonnigen, aber auch schalligen Lagen, blühe» Juni. Juli in helle» Farbentönen. Ast Übe. bevorzuge» halbschattigen und feuchten Standort im Hochsommer blühend mtt meist hellen Farben, Com panulo mocrantho. Glockenblume, violett« Blumen im Juli. August hervorbringend, Clemoti». Waldrebe, im Halbschatren willig wachsend, in ihren Arten eine Blüienfolg« von Frühling bis Herbst gebend, zur Bekleidung von Wänden und zur Rankung von Kaum zu Baum geeignet. Convallaria, Maiblum«, beliebtest, Alu nu, auch m unser» Laubwäldern anzutreffen. Digitalis, Fingerhut, Doronicum Goldscheibe, auch Gemswurz genannt einer der frühest«, Plüher. al» leuchtend gelbe Frühlingsmargueriie im April, Wai geschätzt, EpimeVium, Elfenblnme. weiß und gelb blsihende Frühttugspflan-z«,. Gentiana aselepiadca. Enzian. Halbschaitenpflauze, Helleborus. Christrose, auch Nies- würz, in den Hybriden weiß b!» tiesrot März und April blühend. in H. nigjr weiße Blumen oft schon zu Weihnachten brin- gend, H- p a t i« a, Leberblümchen, feuchten, halbschattigen Stand liebend, vmphakodes. Gedenkemein. Vergißmeinnicht: ähnlich. für schattige Log« mtt moorigem Lehmboden. März, April blühend. Ranunculuo, Ranunkeln, lieben feuchten Boden und Halbschatten, die asiatischen zeigen besonders lebhaftes Farbenspiel. S p i r a« a. Spierstande, im Hochsommer blühend- T h a s i c t r u w. Wiesenraute, feuchten Untergrund bevorzugend, am Standort lang, Jahre ausdauernd, Troll tu», Trollblume, in neuen Züchtungen vpn hervorragender Schönheit in geltegoldeneu und orangen Fartev Die letzteren Stauden lieben es. länger» Zell am gleichen Platz? stehen zu bleiben, während die Mehrzahl der genannten Stauden das Schicksal der in vollem Sonnenlicht gedeihenden Stauden teil,. daß alle drei vier Jahr« eine Umpflanzung sich als wünschenswert erweist. Charakteristisch ist. daß viele der Halb schattenstavdcn ausFeuchiigkeii Wert legen— man wird daher in der Pfleg«, wenn die Natur nicht da» Nötig« bietet, diese Forte rung besonder» im Aug« behalten müssen. Andererfest» machen die Stauden wenig Mühe: sie erfreuen un» auch dort,«o sonst ein toter Fl«» w, Karten sich vorfinden würde. P e». Soll man Fische im Winter füttern? 3m allgemeinen ist die Ansicht verbreitet, daß man Fisch« im Winter nicht füttern soll. Das ist fassch: denn nach den langjährigen Erfahrungen vieler gischereiverwalter suchen Karpfen und Forglle« jeder Attersstufe selbst in strengen Wintern nach Nahrung. Will man also nickt daß die Fische in den meist sehr stark besetzt«» Ueherwinterungsteich«» krank werden und zu sehr abmagern, sv füttere man unbedingt Selbstverständlich muh man dabei sehr vorsichtig zu Wege gehen, aber der praktische Teichwirt wird sicher bald wissen, wieviel Futter er seinen Fischen nerabreichen darf. Bei sehr kaltem Wetter mit scharfen Winden gebe man nur ganz wenig, bei milder Witterung hingegen kann man bi, zu 6 Kilogramm pro Doppelzentner Lebendgewicht des Besatz»'» geben. Sind die Teiche vollständig zugefroren, so schlage man sofort Luftlöcher in die Eisdecke und sorge dafstr, daß sie ständig osfen bleiben. Lupinen, Erbsen und Mais eignen sich wohl am besten zum Füttern der Fische Je höh«? die Temperatur des Teichwosser? ist, desto mehr Futter kann man geben. s. Ein nützlicher Kalender. Der von dem Verleger Fritz Bfenningatorff in Berlin heraus- „Kalender für Geflügelzüchter auf 1830" ringt«ine Füll« worwollen Materials, von dem an erster Stelle „Des Geslügelzüchtar» Arbeiten im Kreialauf b« Jahres" zu nennen ist Namentlich der Anfänger und der Laie wird au» diesen Darlegungen den großien Nutzen stehen. Man muß sich immer vor Augen holten, daß hi« rgtioii«Le, also gewinnbringend« Auszucht des Geflügel», genau so wie h«r Gartenbau, gewissermaßen ein« Wissenschast geworden ist. und daß«m Verstoß gegen die prak-- tisch erprobten Richtlinien zu Berlusten führt Andere wertvolle Beiträge sind di« Abhandlungen über die R ho d el ä n d« r zucht. über die Italiener und über da» Welsumer Huhn. Diele praktische BetteSge und statistische Angaben erhöhen den Wert de» «oknderp.£ O, gegebene bringt est •WBEJTER. WSSBALL Die kommenden Spiele. Ji« Satso» l« Nsr Arbeit«r.Fußbeweglmg gehl ihrem dnöe «mgegen. inunpf der Spiele sind Ke Sesellschasts. und SSBrjetifpisfe. Tua einzige©erkitfpirt des Sanntags findet in Luckenwalde auf dem Hertha 11-Plae fwtk. Hier stehen sich Hercha 1t und Hoppe- Sorten gegenüber. Di« Hoppegarten« zeigten am letzten Sonntag gegen vberfprec ein großes Spiel. Ob es ihnen gelingen wird, auch in Luckenwalde einen Sieg zu buchen, ist sehr fraglich. Irgendwelchen Einfluß auf die Meisterschaft hat dieses Treffen nicht. Ckwas anders sieht es mit den Gefellschafrsspielen au«. Wenn dies« Spiele auch keinen Einfluh auf die Meisterschaften haben, �so können sie doch einen kleinen Usberblick über die Spiel- stärke in den Abteilungen geben. Lichtenberg l, eine der spielstarksten 'Namrschaften des ersten Bezirk«, trifft auf den Meister der zweiten Olasse Abteilung B. Hier wird es sich zeigen, ob die Meister der "weiten Älasis wirklich so schwach sind oder ob Lichtenberg I bisher nur Glück gehabt hat. Das Spiel findet auf dem städtischen Sport- p!og st« der Hauffstraß- in Lichtenberg stan. Oberspree erhält auf dem Sportplatz in der Wuhlheide den Besuch von Borussia. Hier inllt, den Odeispreern allerdings der Sieg nicht schwer fallen. Luckeirwald«! trifft auf Vorwärts. Wedding. In Potsdam stehen sich Caputh und Potsdam gegenüber. Zweite Mannschaften: Oberipr« 5 gegen Oststern 1. Lichtncherg I 2 gegen Butab 2. Ältgkietzen gegen Freie Scholle.— Jugend:©oxonia gegen Rathenow. Spandau gegen Werber. Eiche gegen Vorwärts. Ketzin gegen Lichtenberg ll l. Lichtenberg I gegen Brandenburg. Wans- darf gegen Saxonia?. Weihensee gegen Neukölln. Schöneberg gegen Lichtenberg HZ.. Beginn dar Spiel«: t. Mannschaften 1« Uhr. S. Mann- jchafwn<2.15 Uhr. Iugeick» 11 bzm. 10 Uhr. » vi« Zuhballabtellitug de» Turn- and Sportverein»„Siche" Köpenick sucht für Sonntag. 22. Dezember. Gegner für erste und zwit« Mannschaft auf Gegners Platz. Eilangebot an Hugo Israel. Köpenick, Grünauer Str. 46: Tel. lSW. Die Fußballsitzunge« finden b'» wrf weitere» setzen Freitag bei Bewart. Rickmwer Stmhe statt. * Fußball« de, erste« Bezirks Der nächste MeSeabend stuftet der Feiertag« wegen bereits Montag. 23. d. M-, 20 Uhr, bei Robert Sieweet. Lichtenberg. Kant- Ecke Schillerstraß», statt. � Bezirks-Fuhbolloitung. Die �tdleten voran! Fkeuer Oetterzreleklseker �rdetter-�tdletendnod. Der im Oktob« 1928 gegründeren Arbeitsgemeinschaft der Arbeiter» Athlctenoerbände Oesterreich» ist es jetzt zekungen, ine Bereinigung des Oesterreichifch.'» Arbeiter-Athleten- bunbe«. die Frei« Arbeiter-Athletenvereinigung und den Arbeiter- Iiu�Ltsu-Klub zu einem einhottkichen Verband zusammenzuschließen. Am letzten Sonntag fand in Wien die Gründungsvcrsammlung der neuen Organisation, die den Nomen Verband der Ardeiter- slraftsportoereine Oesterreichs führt, statt. In dem neuen Verband sind die genannten drei Verein« ausgegangen. Zu ber Gründungs Versammlung waren die Vertreter aus den meisten Bundesländern erschienen. Auch dl« neugeschaffenen Satzungen und d?e Wettkampfordnung, ein Ergebnis eingehender Beratung der alten Organisationen, wurden mit nur ganz wenige» Aenderungen ahn« längere Debatten angenommen. Besonderer Wert wurde auf die Schaffung einer ausgiebigen Versicherung für Wettkämpfer ge» legt, di« verpflichtet sind, sich alle zwei Jahre durch einen Sport- arzt untersuchen zu lassen. In den Berbandsvorftand wur den gewählt: Raüonalrat Forstner. Stuppäck und Wodak, Schrijt- iuhrer: Pölz! und Hofwonn: Kassierer: Grna und Grübler. Obmann des Schiidsrichterausschusies: Höllriegel: Obmann des Technischen Äiisschusie»: Edelhofer. * Dem Arbaiierbund für Sport und Körperkultur Oesterreichs, der dieselbe Stellung einnimmt wie die Zentralkommisston für Ar- hestersport und Körperpflege in Deutschland, sind 1? verbände an- erschlossen. Durch di» technische Entwicklung in den verbänden areist mehrfach die Tätigkeit des einen Derbonde» aus da» Ausgaben- gebiet d«j anderen über. In der Erkenntnis, haß an Stelle des qerrcnnten Nebenemonderarbeitenv die zentrale Bearbeitung der gemeinsamen Aufgaben außer Kräfteersparmssen an Funktionären und Verwaltungen bessere Erfolge verspricht, sind vestrebungen im Gange zum Zusammenschluß auch anderer Verbände. Eishockey- ipieler und Handball« der verschiedenen Verbände beschäftigen sich mit der Schaffung ein« geeigneten Grundlage, die ein Zusammen- wirken ermöglich:. Aus der Tagung der österreichischen Arbeiter lenntsspial« wurde di« Frage des Anschlusses an den Arbeiter- Turn, und Sportbund behandelt. Eine spätere Tagung soll dazu in bindender Form Stellung nehmen. Weihnachten hei den Arbeiterartisten* per bundestreue Artistenverein..E i n! g k e i t�-Neukölln 1888. Mitglied des AABD-, veronstaltet am 1. Weihvachts� f e i c r t a g stv großen Saal der„Reuen Welt'. Hasen» Herde}08'1J4, eine große Variete-Vorstellung In ge° «ohnter Weste wird der Derein ein reichhaltiges und abwchsiungs- reiche» Programm zur Schau stellen,«rast,«unst und Humor sollen oereint für einen genußreichen Abend sorgen. Nach der vor« Üellung gemütliches Beisammensein und Tanz. Einlaß 16 Uhr. An- 'ong 17 Uhr. Alle Arbeitersportler und Genossen sind zu dieser ver- onstaltvng herzlichst«ingeladen. Eintritt im Borvertaus 1 M tlarten sind zu haben beim Pfortner der„Reuen Welt', im Restaurant P. Warmbrunn, Neukölln. Züuhenstr. 82. im.Mgenheim" des Peretno. Neukölln,«irchhofftr. tl. Paul Lang«. Neukölln. Anzen- grUMfftr. 25. pnd bei allen Mitgliedern. Hi« Uebungsabend« de» Berelns stutzen fetzen Dienstag und Donnerstag. 20 Uhr. und Sonntag vormittags lv Uhr im„Eigenheim'. ReukSlln. Kirchhof- bvche i\. statt.*. Üeziilt«* atz.«efe Dame P ans der f Rangliste des Deutschen Tennisbundes»ich: an di« erste ; Stelle gesetzt worden und fühlt sich dadurch in ihrer Ehr« ge- ' kränk:. Sic rräat sich mit dem Vorhaben, nicht mehr für den Deutschen Tennisbund, sondern für einen Pariser Klub zu spielen.— Peinliche Gesckstchte für den deutschen Adel, aber was hilft es. Der durch die bürgerliche Sportmoral gezüchtete Personen- kult fordert sein Opfer, auch wenn es von blauem Blut ist. Ja, ja, io eine Rangliste l>at's in sich! „Schlerne" Neue Mühle! . Ein Wocfaenendidyil. Em« der von, Wassersport am meisten benutzten Schleus«» ist die bei Reu« Mühle— Kömgswusterhallsen. Wenn man jedoch einmal den Betneb betrachtet, vor allem an Sonntagabenden. so steht man, wi« rückständig diese Cinrichtung ist. Es existiert nur ein schmales Schleusenbassin. gerade groß genug, um«inen Dampfer zu durchschleitsen, mehr ab« auch nicht. Zur Erleichterung für den Sportverkehr wurden für leichte Boote drei Schümm gebaut, bei der die Boote im Wasser aus einen Bootswagen gesetzt werden und auf di« andere Seite herübergezogen werden. Eine gewiß an und für sich praktische Einrichtung, doch mit der Eni- wicklüng und Zunahme des Waiiersporles hat sich die Anlage als recht altertümlich erwiesen. So passiert es an schönen Sommertogen, daß beispielsweise Punkt 7 Uhr an der Schleuse angelegt Ist, um glücklich um S Uhr weiterfahren zu können. Das Schleuse»decken selbst ist des Massen» betriebes wogen nur Dampfern und Motorbooten vorbehalten, alle Sportboote müssen die Schurr« benutzen. Und so beginnt dann da» Theater! Riemeiwierer, Faltboote. Doppelskuller, Einer ahn«. all« dies« Boote müssen der Reihe nach abgefertigt werden. Die puhhuUer» Wcihnachtswumdi. Ein Pmt heizbare FoßbalUticfel für TorwOchterl m ha Schfauie Hev«sftchrend«, Motnrfwtte erzeugen ganz HLdschc Vellen, so daß die anstehenden Reihen in Unordnung kommen, die berühmte Berliner.Llappe" kommt tn Tätigkeit, well sich dort einer aordrongeln wollte, dann wieder Platz gemacht werden muß. weil von der anderen Seite Boote kommen, und das geht bei jedem so etwa zwei Stunden lang, vorausgesetzt, daß man gut aufpaßt und nicht etwa nach zwischen irgendwelche Balken geschoben wird. Aber nun kommt erst der schönste Teil! Zupor bat man einen Ge. bührenschein zu lösen(Ilnkosten ll) Pfennig), dann hat man das Boot mit Paddelhaken und Leine zu halten, der schwere auf Schienen lmrfende Bootswagen gleitet ins Wasser, an der yoots leine wird das Boot auf den Wagen gezogen, ein Zug an der Bootsleine und am Wagenseil, dos Boot hebt sich aus dem Wasser, und der Wagen dringt das Boot auf die andere Seit« und hob dort das nächste Boot ab. Doch wehe dem Wassersportanfänger, wenn er nicht aufpaßt: zu eingedrückten Planken kommt er hier sehr leicht. So geht der Betried an den drei Schurren- ununtep- brachen,«ine der Schurren geht sogar Wer die Straße, nächstens passiert»och«in Zusammenstoß zwischen Automobil und Paddelboot— mal eine Abwechslung! Und �xinnf die an der Schurre tätige» Arbeiter haben ununterbrochen schwere Arbelt zu leisten, genau in der gleichen primitiven Art wie vor einem Jahrzehnt und noch länger, trotz aller Fortschntie der Technik. Das ungefähr ist die Wochenenderholmig an der Schlausc Reu« Mühle. Reue Mühle ist für den Wassersport wichtig, erschließt sie doch das umfangreiche Seengebiet vom Krüpetsee bis zur UNei, bis zum Dolgen- und Wolzigerfee, die Dahme mit ihrem Deupitze? Zweig. Darum muß dringend gefordert werden, die Zustände an dieser Schleuse schleunigst zu beseitigen, so daß der im nächsten Jahr wieder einsetzend« Wassersporwerkebr nicht die gleichen Verhältnisse oder noch schlimmere vorfindet. Seriearingkämpse. Die vom Arbetler-Athleten.Bund»er aintalteten Serienkämpfe hn Mannschaftsringen der A-Klaif« bringen Freitag, 20. Dezember, eine Begegnung zwischen dem Krait-Turn-Derein„Sparta 18 96' und dem Sportverein „Tegel. Do beide Vereine über sehr kampfstarke Mannschaften verfügen und überhaupt der Zweck der Serienkämpfe Ermittlung neuer Kreismestte? im Maimlchaftsringen ist, darf man auf sehr erbitterte Kämpfe gespannt sein. Der Kampiabend wird in der Halle des Kraft-Teirn-Bereins„Sparta*. Neukölln- Eldeftr 1 1 M? (Schule), abgehalten und beginm um 20 Uhr. Deukschland» größte Radsportschau. Der deutsche Arbeiter.Rad- unft Krastfahrerbund„Solidarität' hält vom 2ö. bis 27. Just 1930 in Dresden fein Bund« es est ab.„Solidarität' hat gegen- wärtig 320 000 Mitglieder. Mit dem Bundesfest ist«in Bundes- fugendtreffen verbunden, bei dem ein Sprechchorwerk zur Auf. sührung gelangen soll, wie beim 2. Bundesfest des deutichen Arbeiter- Turn« und Sportbnndes im Just 1929 in Nürnberg- Cmißen-SeMia J&t SUhuftcnabc', Atntutc Wi«. Abt.«harlotte«. ftsto: ffwita«, 20. De«mder. 30 Uhr. Svrecltr. 50. Portrag:„Schrot«eo.14*, — Abt.. Südost: Strilofl, 20 VezrmSrr. 20 Uhr, Briger St. 27, Wrihuachts- (»1«.— Abt. Treptow: greitaa. 20. D-,emher. 20 Mir- Slscnltr. z. Vorlragr Erlebnisse auf der Wal»*.— Abt. Reutölln: Freitag, 20. D-i>rmber, 20 Ubr. Kugbafrnstr-«8, Sannenwendki,- im Seim.— zaltdaotadtcilung: äreitag. 20 Dizrmbee.» Uhr.«ritzer Str. 27. Bartraa:.Aull» dur» die Waä»".-- Abt.««ddingi greitag. 20. Dwmder. SO Uhr. Srtftr. M. Llchstrss.- Abt. Britz: greltag. A. Drumbrr. 2» Uhr. Thauss-estr.«.— Abt. Tiera-rte-: Sonnah-nd. A. Deeember. Wcihna»t«feier in Meitznershof.— Pbotogrmel». sthoft, Montag. 20.©wmber.•» Uhr fftantfujttr All«- 307. SuItlaTO.- Alanunftgemetnschast: Montag. 23.?c»ember, 30 Uhr, Wrangelstr. tSs. ZTSD., Be»>r! Paolo». K-ut», Donnerstag. ZV Uln. �unitianärsitiuu» Älfmm........ �«nbetwsfem Sollegl« S. P. am beyi Ä). Dezember. nacktsfeier am ersten l�esttaa im Bootevaus. BafstNrut�ni«n U. un* 81, DeZemb«? Die Turnadendst wShre� oer Weinnachtiös.'lrlcn fallen aus». IS. flanuat. Ii vhr. Senerawerfammluna im Bootsbaus.-Anträa« vi« A. De. »emver tn den Darstand. Svarbüchea\n dte ustchstrn Gidunsen miwrinqen. und Elend großer Boxer. Vergessener Ruhm. Oer Boxsport gehört heut« zv den wenigev Bernsen, in denen man mit der notwendigen Sparsamkeit zn einigem Wohlstand kommen kann. Aber viele, denen die Sportbegeisterten einst zu- jodelten, sind heule gestürzt, vergessen, verschollen und ihre eeistuu- gen sind längst überslügelt. llmrauschi ywa lobender, loller Der- rhrmig kosten die Boxerköuige die Süße de» Ruhme» au»: glücklich sind die. die rechtzeitig aus dem Gipici de» Ruhmes unbesiegt ihre Srone zurückgabeu. Wohl dem Boxer, der rechtzeitig in den Hasen eine» bürgerlichen Berufe» gesteuert ist und da» Erworbene umsichtig und gewinnbringend verwallet. Zahlreiche Box« haben e» ver. standen, au» ihr« Popularität auch dann noch Kapital zu schlagen. wenn e» mst ihre» kämpferischen Fähigkeiten längst zv Ende war. Selbstverständlich stell« Boxer wie Tnnney. vemps«, und Schmellng mit ihren»iesenhonoraren und Millionenvermögen Ausnahmeerscheinungen dar. Für die andere Seite gibt«» auch Beispiele. Zahllose«ins» bedeutend« Heiden sanden ein tragische» Ende ihr« Existenz. Jack D e m p s e y wurde von Tunney geschlagen und brauchte sich nur eine neue Rase sonnen zu lasten, um ol» Filmstar noch mehr hinzuzuverdienen. Die Meldung, daß Wettmeister Gene Tunney Priester werden wollt«, Hot sich nicht bewahrheitet: ein Millionenvermögen läßt ihn, wie Dempseq. sorgenlos ganz seinen Neigungen leben. Doch ist e» auch schon einmal vorgekommen, daß ein bekannter Boxer den Ring verließ, unt sich auf der Kanzel zu betätigen. William Thompson, der im Jahre ISN geboren wurde, nahm als Boxer den Namen Bendigo an. Im Jahre 1832 kämpfte er zum ersten Male erfolgreich öfsentlich: wurde im Jahre 18V Meister und zo; sich im Jahre 18S0 von seinem Beruf zurück. Er wurde Priest« und war ein volkstümlicher und sehr erfolgreicher Prediger, dem d>« Massen zuströmten tum den ehemaligen Boxchompion reden zu hören). Er lebt« noch dreißig Jahre. Uebrigen» ist e» in England auch schon einmal vorgekommen, daß «in Priester Boxer wurde. Das war Jack H a m o f o r d. der Pfarrer von Wellclos», der ein Mami von riesigem Wuchs war, von dem die Zeitgenosien berichteten, daß er„Arme wie Baumstämme" gehabt habe. Bei einen» Preisöoxen, das in Taunton stattfinden sollte, mußte ein Berufsboxer plötzlich absagen. Homaford erklärt« sich bereit, an sein« Stelle zu kämpfen. Er siegt«, be- gnügte sich aber mtt dem einmalige» Ruhm und focht von dieser Zeit ab nur noch von der Kanzel. Em typisches Beispie! bildet der Neger und Exweltmcistcr im Schwergewicht Sock Johnson, der e» auch heut« noch versteht. mit der Strömung zv schwimmen. Er ist noch heute im Besitz«ine» schönen Vermägens. trotzdem er da» rn seinen Kämpfen verdient« Gxkb anderweitig längst verloren hat. Er tritt trotz seines hohen Alters alltäglich in einem N»w-Aarter Tingeltangel in einem Sketch auf und verdient«snen Haufen Geld. Sein einstmals großer Gegner Jim Iessrie». den Johnson seinerzeit im Welt» meisterschastskampf schlug, ist Wrzeit als erfolgreicher stvmschan. spiel« tätig. Tommy Burn» verstand es rechtzeitig, fein Geis zu retten. Bums wurde van dem starken Johnson im Kampf um die Wettmeisterschaft so zugerichtet, daß er da» Augenllcht verlor. Heute lebt er in England und besitzt eine gutgehende Brauerei. Jim Eorbett spielt als angesehener Journalist im englischen Sportleben immer noch eine Rolle. Tragisch ist die folgende Met- dung au» Amerika: Der vor langen Iahren zur Welttlasse zählende Eddie Mac Goorty hatte sich schon als Dreißigjähriger vom aktiven Boxsport zurückgezogen. In seinem letzten Kampf, im Jahr« ISIS, unterlog er gegen den Franzosen Balzac, von diesem Augenblick an verlor der lebenslustige Amerikaner.den letzten Halt. er trieb sich jahrelang in den finsteren Lokalen der französischen Hauptstadt innher. Bor Monaten ist er nun in, größten Elend, ver. lassen von seinen.Freunden und einstigen Bewunderern, gestorben. Als Todesursache stellte der Arzt Delirium tremens fest. Da weiß der Borer Harry S c i l l i besser, was ihm frommt. Er gibt recht- zeitig seine Boxerlausbahn auf und wird eine Garage übernehmen. Ein kluger Borer war Carpentier. der einst größte europäische Boxer, der sogar mit Dcmpsey um die Wcllmclsterschafl im Ring stand, tritt heut« in Pari» nur noch als Schauspieler auf. Der blonde Hans, wie früher da» Berliner Publikum seinen Helden Breiter st räter nannte, lebt heut« dos beschaulicktz« Leben eines Bürgers mit Rentenbezug in Biesenthal und versticht eine Boxschule in Gang zu bringen. Samson Körner, der Altmeister der deutschen Boxer, kann sich noch nicht von den Leder bandschuhen trennen. Er ist heut« ein sehr gesuchter und geschätzter Trainer geworden. Franz Diener, der Boxer, ist vom deutschen Meister zum Schlächtermeister avanciert. Diener, der Geschlagene in der Europomeisterschoft gegen den Belgier Piere Charles, wollte sich endgültig vom Boxring zurückziehen und sich ou einer west sälisch«, Wurstsabrll beteiligen, steigt aber dieser Tage nachmals in den Ring, um sich von dem spanischen Rissen Eanera den Garaus machen zu lassen. Adols Wiegert, der ehemalige Mittolgewichts meister von Deutschtand, der vom Jahre 1S21 b>» 1928 über IIb Kämpf« ausgesochten hat. brach sich dreimal die Handwurzel und tritt heute in Schaubuden auf. Prenzel, der ebenso wie Bretten sträter und K o»> das Boxen in englischer Gefangenschait erlernte. um später in Deutschland d>« höchste Stufe zu erklimmen, fristet in Chikago als Taxisahrer sein Leben: er versucht es neuerdings Miede» als Box«. Der Engländer Thomson, einstmals englischer Halb schwergewichtsmeister, wäre längst«M toter Mann, wenn er nich< Keim Film Unterkunft gefunden hätte, Webe den Berühmten, die warten, bis die Götter fliehen, bis nur noch ein Schatten de» großen Könnens da ish Das Leben trägt auff den Sportsmann nach oben wie nach unten, je nachdem, wie er sich den Zeitverhältnissen anzupassen versteht. Diese wenigen angeführfen Fäll« zeigen deutlich, daß es nur eins gibt: Zeitig genug den Weg zur Spitz« der andröngenben Jugend freizugeben oder... überrannt zu werden. � M � Ssßäfi#-Jtnseiger � (Bezirk Jlorden-Csten. Warum kaufen die meisten Leser ihre Mobol beim Tischlermeister Julius Kiwi/ Berlin N 60 Weil ich Ihnen Vorteile biete in Mustern, Qualitfiten, Preisen und Zahlungsbedingungen. Darum besichtigen Sie beim Einkauf ohne Kaufzwang meine Aussteifung von 1 2O0 Musterzimmern. Leser erhalten bei Kasse S" r Rabatt. Jbre 2>esfe Fveundin deren geradezu raffiniert geschmackvolle Kleidung Sie immer wieder bewundern müssen, nennt Ihnen als Bezugsquelle immer nur die teuersten Filmen Berlins. vevscbweigl Jbnca aber, daß w! r ihre wirklichen Lieferanten sind. DREWS& Co., Speziaihaus für Damenmoden. Leistu gsfähig durch eigene Kabrikation.— Katserdamm 117(Sophie-Charlotte- P.atz), Friedrichstraße 143, Centraihoiel-debäude(dicht neben Heidelberger) niiiiiü'iiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiii'iiiiiiiniiniinniiiiiii ÜPSQ-BATTEPiEN' Otto Kneller Kleiderstoffe/ Seide iSamt Wäschestoffe Niedrigste Preise.— Aufmerksame, beratende Bedienung- .»er lieg zu un* tohnl«Ich. IB. 14 Hermann Lorenz InvalidenstraQe 161 i?.- Kaffee:: Tee:: Kakao Eigene RCtfcrel teil 1879 Fleisch Willy Kanka brunnenstrafte 121—122 billig Wurst gut GMWolM Eis en war enhandlung Berlin- eißensee Berliner Allee 20(B.73| Bsrlinsr kstzksllsr Bierabteilung Königstr.is.ia WelnabteilnngiiiQ!«„1,1«««- ctr qq Künsüerkonzert* � 31' älr- 33 Vorzflglicbe KQcbe Heinridi Falkenbero Gebr. Löff ler Berlin Ol 7, Ostbahehef Karkoffelgroßhandiung kaufen und verkaufen alle Sorten Speisekarioffeln waggonweise Platz Pdarussäle und Bierliaüen N 24. ElsBsser StraBe 86—88 s An Rosenthaier Platz Empfehle meine neu eingerichteten Räume Anerkannt vorzügliche Küche Ciutgepilegte Getränke Berliner Kindl Molle 20 Pfennig HQndiener Pstiiorrbrün PUsener Oraoeu Behaglicher Aufenthalt Fritz Muth Buttergroßhandlung Filialen In alten Stadtteilen RvmnMct Gegen Infektion In allen einschlägigen Geschäften erhältlich Gegr. 1871 Teleabon: Humöolfll 02, 0952. k. Bauke, Bandagist Acrlin C 2, Slrelaner Str. 56 zwischen Kloster- und Neue Friedrichstraße Leibbinden— Bruchbänder— Plaitfnljeinlagen Gnznmisirürapfc[R. 134 � Eigene Werkstatt Lieferant sämtl. Krankerkassen Bis spät Ins Alter bleibst du frisch Heist du Feronla auf dem Tisch Feronia-Brot SD.X.tP. 157 307 tRonkurrenslo« Aemlich dringend empfohlen ✓ lieber 1000 Niederlagen Gebr.Ha�en,Berlin-Schmargendori Snlzbr anner Strohe 18-20 Brabant 1418 N 6S, MUllerstraSe 142— Hansa£45 5812 IBr Versammlungen a.Verelne bis im Peiioo lassend In den Bierhallen Jeden Abend Unicrhallungsmaslk 5 Vernands-Regeliiahnen, vollständig renovlcit □ B Bandagist Lange Kran-cenartlkes Bandagen orthopädische Apparate medizinische Gerätschaften Liefet ant für Behörden and Krankenkassen Eigene Fabrikation[127 Fernrai: Haraboldt 1904 BERuTn 54, 3RUNNENSTRASSE 166 Seilen-Hans Heinrich Haiaeij Berlin 0. 17, Koppenstr. 71 Parfümerien* Geschenkartikel| BFlidc Preise! Beste Qualitäten! Franz Mifizut Konzession. Buchmacher ihs Zentrale: C25, Alexanderstr. 51/52 Tal. E 2. Ku ergraben 0802, 03 Nebenstellen: Qreifswalder Str. 88-80 Koppanstr. 1 Greifswaldar Str. 209 Elaasser Str. 41 OberschSneweide,Wilhelmineniiofstr.22 [R. 138 < OPTIK- PHOTO Battrö'HVü; Berlin'Wei�ensee, Berliner Allee 241 Ecke Tassostraße— Telephon; Weißensee 284 Llelernnl tili aüc HranHenKassen SleMro tllofore Jlnkernlckelei t Xeparalurirerk/ 3>rüfflallon Xefercemolore/ SlörunggMlfe SSerUn Sit. 6t. GUfchlner Sir. 3 Telephon: Ami"VlorllsiplalSB llr 15172 Qeorg Worbs Gebrüder Beisse Speziaihaus für Hute u.Herrenartikel I. Gescfaätt: Mfilleratr. 155 2. ,, Chduttecsir. 66 3.„ Obsriitiöiicweiiie, Wilhelmineatieislr. 21/28 Auszai�meiil...... PSd.0.30 HaashsHmchl..... Pld.0.24 Zncher I....... Pid.0.34 Zacher II....... Pid.0.30 Saliana.......'APifl.O.ZS borinuiea......'/«Pid.o.is Mandeln, satz. 0 �™™' /«Pld v.sv Mandeln, hiiler, nanover esen V-» PSd.0.60 zuronat......*4 Pfd. 0.40 PfisnzendnfferMarSsrine /-Pfd.0.43 Carl Tamaschke Ber Jn SO., Dresd an ar Straß a 1 21 /1 23 Zum MagendoKior Inhaber; OffO SdläfCF(BW. Veddiltg) TredpanKl alier WerKUUidenl Paul Binder Hoch- und Tiefbau 0. SimpionstraOe 38 Telephon: Andreas 4984 C.£aeske o-m-i» Berlin O, Pclersbnrger Pietz 7 empfehlen täglich- Sdilnkenhhtlerbeine Sch iteine.rippcn SrhiteineaehtrSitar und tKnochenflelscto Lindow Berlin N 65. Cbsuss�s tr.öö. DI. Morien iii/,3.5 Eisenwaren ludwidborner Berlin- Boh sdorf Zenlraiheiznng! Sanlläre Anladen Banhiempnerel Ami Grünau 6265 fR. 152 Lanzenberger& Co. Berlin-Treptow, Karpfentcidistrahe 10-12 Größte, älteste und leistu ngsfäh loste Fabrik für Leitern aller Art, Plättbretter, Aermelbretter usw. Georg Müller Holzh.ndlang. Treptow. Klef holzatr.4e 360-67 Ständig g ro ßes Lager In Kiefern-, Stamm-, Mittel- und Zopfbrettern, astfreien Selten-Erlen Telephon: Moritzpl.tz 1616 and 139 1 106 PreisUstm loraern!—— Fleisch- und Wurstwarenfabrik ERNST PRAEBENER Hauptgeschäft: Berlin N., Schönwalder Straße 18 Zweiggeschäfte: I«» Weddinghalle, Stand 1 ✓ Müllerstraße ISO Schönhauser Allee 72a/ Wilmersdorf, Berliner Str. 1 August Krauss Bln.- Te mpelhof Germanla«ir.l43 Tel.: SOdring 3vöt Soczial-Bauaustührirngen: Drahtputz-, Zug' und Bildhauerarbeiten Restaurant zur Post Wiltiolm Schwarz ENZ. omholmerStr.B ■ledlaen CrelSaaflt: FrlsdißBtnt-Dni] Leberwurst VereinsztiDiner Franz. Blllanl im samuesi-fllrliianer lllPlRonCDO Lichtenberger Str. 12 Ecke. UiulDulIcCG Straßburgstraße. Tel-f. 921 IUereinstimmer f. uarsummiungen n und FesiiicnKeiten. Frau?. Biiiam i Wilhelm Peters.| N„Nordsee" Entsdii HntüiiiM Bremen-CuxnavEn JL-G. Brunnensir. E2 un-i Reinitkeniiorfer Str. 47 Moabit, Huttensirahe 3 Charlottenbnrg, Reidisstr. 99 Schmarg- ndorf. Berkaer Sir. 4 Täglich f risdie Fisdr?, billigst Tagespreise RSnmervnren d. Plsdi&onserven DAS UNTERNEHMEN DER ARBEITERSCHAFT uropa r liefert BÜROMÖBEL MASCHINEN und jeden BÜROBEDARF BERLIN S14 SEBASTiANSTR. 51 Fernruf F7/ Jannowib 1451 |»• HMMVMWHJgiCl Fenster- und Cebäude-Seiaigungs. Gesellschaft m.b.H., S0 16, Michael» kirchp!. 4. Tel.:F7, Janr owitz 4514 rill Närhisdier FicisdiKonsom Hermann Pohle im Paiiisademtr. 29 Strausberger Str. 34 Oer kauft m*r Kohler- Brote Das groBe Landbrot Das gute M.»K-Vltamlr orot om Berliner Kioch. Verein/ Tel: We'ßensee 10( Fieischi PauTznfn rj 1 Wur5t billig Berlin NO 18. Landsbe'ger Allee 136 r Tel.: Alex. OOS1|169| gut