BERLIN Dienstag 24. Dezember 1929 Der Abend @rfcetut täglich außer Sonntag Zugleich Abendausgabe des Vorwärts. Bezugspreis beide Ausgaben 85 Pf. pro Woche, 3,60 M. pro Monat. Redaktion und Erpedition; Berlin SW68, Lindenftr.3 66 Spätausgabe des„ Vorwärts 10 Pf. Nr. 602 B 300 46. Jahrgang Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeile 80 Vf., Reklamezeile 5 M. Ermäßigungen nach Tarif. Voßscheckkonto: Vorwärts- Verlag G. m. b. H., Berlin Nr. 37 536. Fernsprecher: Donhöff 292 bis 297 Keine Ruhe in Desterreich. Bürgerkrieg Seipel will die Verfassung weiter revidieren. Wien, 24. Dezember. Der frühere Bundeskanzler Dr. Seipel tehrt, mie eine partei. amiliche Berlautbarung mitteilt, nach dreimonatiger Bause wieder in das politische Leben zurüd. Seine politische Vortragstätigkeit eröffnet er in ugemburg, mohin er heute abreift, um dort einen politischen Bortrag zu halten. Nach seiner Rüdfehr übernimmt Dr. Seipel mieber die Geschäfte der Christlich. Sozialen Parteileitung. Die erste Sigung der Bundesparteileitung, die am 8. Januar stattfindet, hat eine Tagesordnung grundsätzlicher Bedeutung. Sie wird sich nämlich mit der Frage des Lander und Ständerates auseinandersetzen. Dieser Gebante hat bis jetzt noch feine prattische Bedeutung erlangt, vielmehr sollen hierfür längere Borarbeiten geleistet werden, und zwar in einem zwölf gliedrigen Ausschuß. deffen Borfiz Dr. Seipel übernehmen dürfte. Die Auseinandersetzung in der eigenen Partei über die grundsätzliche Verfassungsfrage wird zweifellos von Bedeutung sein, um so mehr cls während der legten Monate die Haltung der Chriftlich- Sozialen Partei im Kampf um die Berfaffung feines megs einheit lich war. Es handelt sich hier also um eine Auseinanderlegung zwischen Dr. Selpel und bem linten Flügel der Partet, geführt non den Abgeordneten Runjhet und Dregel, denen immer halb der eigenen Partei vorgeworfen wird, sie hätten durch ihre separatistische Haltung wesentlich dazu beigetragen, baß die Ber faffungsreform der Regierung Schober nicht jenen Erfolg aufzu meisen hatte, den man sich in der gesamten bürgerlichen Bevölkerung erhoffte. Dr. Seipel hat anscheinend die Absicht, zunächst die Einheitlich feit in der Partei wiederherzustellen und darauf den Kampf um den Ausbau der Verfassung aufzunehmen. Die bisherige Reform gilt in den Dr. Seipel nahestehenden Kreisen mur als ein erster Schritt. Moldenhauers Programm? Schärffte Bachfamfeit notwendig! Die Nationalliberale Korrespondenz", das Organ der Deut schen Volkspartei, bringt in ihrer neuesten Nummer noch in Untenntnis des Umstandes, daß ihr Parteigenosse Moldenhauer Finanzminister geworden ist- Ausführungen über die Aufgaben Botschaft und Tat. Von Wilhelm Sollmann. Fest der Berkündigung. Fest der Berheißung. Fest der Er. lung. Fest der Liebe: Siehe ich verfündige euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren..." Wir streiten uns nicht mit den Gläubigen um den Stern von Bethlehem, um die himmlischen Heerscharen, über den Hirten auf dem Felde, um die Freude, die aller Welt miderfahren foll. Bir nehmen die Worte des Evangeliums, leuchtend wie sie sind. Bir Geschlagene Konkurrenz Schacht zu 882 Dillon Readu Anleihe zu 72% ht Morgan zu Dillon, Read& Co.:„ Ich nehme höhere Zinsen als Gie, dafür triege ich gerade die Anleihe, denn sehen Sie mal, wer hinter mir steht:" Hellige, die, fern dem Strom der Welt, Christi Lehre zu leben fich mühten und fromme Leute in den Tiefen des Volfes, die ihre Not beten lehrte, schürten die religiösen Feuer des Christentums. Die Großen der Erde jedoch, die weltlichen und die geistlichen Mächte dieser Erde bleiben der christlichen Innerlichkeit fern. Still und gläubig sind die einfachen Menschen unter dem Kreuz durchs Leben in den Tod gegangen. Die große Geschichte aber der vielen Jahre nach Christi Geburt erzählt uns von Völkerkriegen und Klassenfämpfen, von Herrenmenschen und Stlaventum, von Verschwendung und von Armut, pon Mammonismus und Ausbeutung, von vielen Bastern und wenig Tugenden genau so wie vor Chrifti Geburt. Allen wurde das Evangelium gepredigt, nur die Armen haben es angenommen. Jefus mußte, daß niemand zugleich ihm und dem Machtmahn ergeben féin, daß niemand zugleich christlich und fapitalistisch sein fann. Die Kirche, die Chrifti Namen trägt, hat es vergeffen. Sie will noch immer die Welt durch das Evangelium ändern. Die Geschichte der Völler und der Kirchen lehrt aber, daß die materielle Weft immer wieder die reinen Ideale des Christentums nerfälscht und firchliche Diplomatie fich den die Erde beherrschenden Mächten angepaßt, ja unterworfen hat. Das Christentum wurde idealistisch gepredigt, und die Christen haben materialistisch gehandelt. Das ist die wahre und richtige Situation. Die christliche Moral wird erdrückt von dem Egoismus einer auf rauhen Kampf eingestellten Wirtschaftsordnung, in der wahrhaft chriftliches Tun für jeden Unternehmer wirtschaftlichen Untergang. Berarmung unter dem Spott seiner Klaffengenossen bedeuten würde, einer Wirtschaftsordnung, in der rein christliche Güte der Arbeiter, massen deren rücksichtslose Ausnutzung durch die Mammonisten herbeiführen müßte. Auch die Arbeiterorganisationen, die sich chriftlich nennen, haben zum Notwehrrecht des Klassenkampfes, zum Streit, greifen und haben die Schläge des Klaffentampfes von oben, die Aussperrung, fühlen müssen. Die Ohnmacht des Christentums gegenüber dieser Welt äußert sich nicht stärker als dadurch, schaft befolgt werden. Die Methoden politischer und wirtschaftlicher Herrschaft sind im christlichen Amerifa dieselben wie im heidnischen Japan. bes neuen Mannes. Sie erkennt zunächst die Forderung des Borvergleichen den frommen Legt mit dieser Welt wie sie ist, neunwaris" nach Sanierung der Kaffenlage und Ausgleich des Reichszehnhundert Jahre nach Chrifti Geburt, und fragen, wo die Weih, daß seine Sittengeseze nirgendwo in der Politik und in der Wirthaushalts als richtig an, um dann jedoch fortzufahren: nachtsbotschaft Wahrheit und Wirklichkeit geworden ist. Unjere Frage tann mit vielen Worten aus der Theologie beantwortet mer. den, aber die eine Antwort, auf die alles ankommt, heißt: die elterlösung durch das Christentum ist ausgeblieben. Die Sanierung der Kaffenlage und der Ausgleich des Reichshaushalts allein bedeuten noch nicht die Rettung. Sie müssen ergänzt werden burch die Droffelung aller vermeid. baren Ausgaben in Reich, Ländern und Gemeinden und durch die geforderte Steuersentung, weil erst diese Maßnahmen in ihrer Gesamtheit den inneren Wiederaufbau sicherstellen und gegen neue Katastrophen schüßen. Man wird darum von jedem Nach folger Hilfertings, gleichviel welcher Partei er angehört, erwarten und verlangen müssen, daß er die Finanzpolitit des Deutschen Reiches von diesen Gefichtspunkten aus führt, die dem organischen Busammenhang und Ineinandergreifen der wirtschaftlichen und finanziellen Fattoren gerecht werden. Außerdem haben sich die Regierungsparteien in der von dem Abgeordneten Brüning bei der Verabschiedung des Gesetzes zur außerordentlichen Til gung der Reichschuld abgegebenen Erklärung ausdrücklich verschenden Kraft im Leben der Menschen gemorden wären. pflichtet, ihre Stellung zu dem Finanz programm, dessen Grundzüge die Regierung entwidelt hat, nicht zu ändern. In diesem zu fammenhange muß daran erinnert werden, daß die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei den Vorleiftungen des Sofort grogramms erst zugestimmt hat, nadtem ihre Verhandlungsführer bie Ueberzeugung gewonnen hatten, daß volle Sicherheit dafür geschaffen ist, daß auch die Gesezentwürfe über die Sentung der Einkommensteuer und die unteren Stufen der Vermögenssteuer so rasch wie möglich vorgelegt und zur Verabschiedung gebracht werden sollen. Wenn also auch die Ansammlung des Schuldentilgungsfonds von 450 Millionen Mart eine zeitliche Ber zögerung in der weiteren Erledigung des Finanzprogramms mit sich bringen follte, so darf damit nur eine gewisse Auf fchiebung, aber teine Aufhebung der notwendigen Steuererleichterung verbunden sein. Man kann uns in der Rückschau auf die vielen Jahrhunderte Menschen zeigen, die sich opferten in christlicher Hingabe für die anderen. Man fann uns nachweisen, wie in sechzig Generationen Ungezählte im Christentum Glauben und Halt, Entfaltung ihrer fitlichen Kräfte und die innere Befreiung gefunden haben. Nicht aber sollte man behaupten wollen, daß die Sittenlehren und die religiösen Kräfte des Christentums zur bewegenden zur beherr: Hoffentlich ist dieses Programm der Nationalberalen Kore pondenz nicht das Programm des neuen Finanzministers. Bon ihm wird man mehr Klarheit und Aufrichtigkeit erwarten müssen. Natürlich können Sieuerfentungen einmal fommen, und jedermann wird sich freuen, menn fie möglich werden. Zunächst aber muß ( Bortlegung auf der 2. Geite.) Wir hatten und haben Staaten, die sich christlich nennen, aber ihre Macht beruht auf Gewalt, und ihre Geschichte ist mit Blut geschrieben wie je bie eines heidnischen Staates auch. Wir hatten und wir haben Gesellschaftsordnungen, die ihre christliche Kulturgrundlage rühmen, aber alle waren und sind sie ein Hohn auf Sanftheit und Bebe und Bergpredigt. Harter Daseinstampf, Lift und Trug, erbarmungsloser Bettbemerb, ber Egoisnuis als wichtig. fter Antrieb wirtschaftlichen Handelns formen die gesellschaftliche Entwidlung. Dem Christentum ist die gewiß edle aber nicht ent scheidende Rolle zugewiesen, niederge retene Opfer seelisch aufzurichten oder ihnen Almosen zu reichen. An den dämonischen Riesenmächten, die durch ihre Herrschaft über die Güter dieser Erde die Schicksale der Böller bestimmen, rauscht die christliche Predigt vorüber ins Leere. In die Truftkontore und in die Hallen des Finanzkapitals dringen die Weihnachtsgloden nicht, und an der Börse weiß man nichts von dem schönsten S:„ Euch ist ein Kindlein heut geboren..." Bar es je in diesen fast zweitausend Jahren anders? Einige Wenn die Sozialdemokratie diese unwiderleglichen Tatsachen anführt, erträgt sie ruhig den Vorwurf, eine Feindin des Chriftentums zu sein. Christliche Taufe macht noch niemanden zu einem tätigen Chriften, und chriftliche Predigt macht noch keinen Frommen. Die Wahrheit muß über alles gehen, und es ist das Berhängnis der christlichen Kirchen, daß so viele in ihnen die Wahrheit nicht sehen und nicht hören wollen. Für diese Wahrheit hält der Sozialist die Erkenntnis, daß weder die christliche noch eine andere Religion, noch eine brüderliche Ethir zum wirksamen Gesez menschlichen Handelns werden kann, menn eine übermächtige mammonistische Umwelt das verhindert. Man fann nicht christliches Handeln von Menschen verlangen, wenn man zugleich dem Gold die schrankenlose Herrschaft über alle ausliefert. Das fagen wir Sozialisten den Christen, soweit sie noch immer Gott dienen wollen und dem Kapitalismus. Bas immer rein ökonomisch zugunsten der tapitalistischen Jahr hunderte gesagt werden mag: von den Höhen reifer menschlicher Sittlichkeit gefehen, find fie barbarifch, voll Haß und Neid und Blut. Nennt es Evangelium, nennt es Gotteswort, nennt es wie immer: diefes Lieffte im Menschen, das uns immer wieder Propheten und Revolutionäre, Heilige und Keher geschenkt hat, verurteilt den Gözen Mammon und fordert ehrliche Entscheidung. ,, Bom Himmel hoch" mögen Gefänge und Erleuchtung fommen. Auf dieser Erde kann die heilige Nacht und können lichte Tage für alle nur durch die brüderliche sozialistische Verbundenheit neuer Menschen in einem neuen antimammonistischen Zeitalter Wirklichfelt werden! Die neuen Minister. tßortjetzung von d«r I.Deite.) .,« bis m Uhr morgens gedauert hatte von 9 Uhr morgen? bis 6 Uhr abends im Abstimmungsbureou Berliner Straße gegenüber dem Flughafen und erfüllte gewissenhaft sein« Bürgerpflicht. Gerade seine Stellung als Parlamentarier wie auch sein Alter er steht iro SY. Lebensjahr— hätten ihm da» Recht gegeben, die Funktion eines Wahlvorstehers abzulehnen. Er hat sie trotzdem übernommen, well am Goldenen Sonntag so viele andere Leute keine Zeil hatten. Mit genau derselben Ichlichten Selbstverständlichkett hat dann Robert Schmidt am Tage darauf«ine fchwerere Bürger- und Ge- nosienpflicht auf sich genommen. Nachden, Hertz abgelehnt hatte, drohte ein« schwierige Situation. Die Fraktion, die das E rinne- rimg»bild von 1923 plagt, hätte die Reduzierung der Zahl ihrer Minister von vier auf drei niemals stillschweigend hingenommen. DU Lefetzuna des freige wordenen Wirtschaftsministertums hätte die größte Schwierigkett, ja vielleicht euren Streit der Parteien ver- ursach� bor doch noch zun: Regierungcsturz vor dem Haag führ«» konnte, wenn nicht Robert Schmidt in die Bresche trat. Robert Schmidt hatte als Fünfziger den Weg vom Klavier- nsthler über den Redakteur de» �Vorwärts" und Berliner Reichs- iagsabgeordneten bis zum Minister und Vizekanzler des Deutschen Reiche» zurückgelegt. Er hat dann in seinem kleinen Siedlung»- Moberi Scfwtldl, der neue Reichswirtschaftsmmister. Häuschen in Nev-T«mp»lhos gehaust und sich m Seller ein« Tischler- Werkstatt eingerichtet, in der«r nmnche Stunde der Freiheit von Reichstagsarbett verbrachte. Daran, noch einmal in seinem Leben „etwa» zu werden", Hot er ganz gewiß nicht gedacht. Wa» hätte chn auch schon reizen können? Die Berufung traf ihn völlig uiicrwartet— ober nicht unoor- berettet- Denn Robert Schmidt hatte bis»n die letzten Tage hinein an der wirtschaftspolitischen Arbeit der Fraktion lebhaft teii» genommen. In dos Reichswirtschoftsministerium kommt ei» Mann, der weiß, was er will. Indem er trotz seines Allers und körperlichen Leidens das Amt noch einmal übernimmt, bringt er der Partei ein Opfer. Abrücken? Die verschwiegene WeihnachtSdemonstrotton. Di« Kommunisttschc Partei hat de» Geschmack besesi«». für d«u n Weihnachtsabend zu Demonstrationen aufzurufen Di« oartkiosiizielle„Rote Fahne", die muß, bringt einen entsprechenden Ausruf in großer Aufmachimg an ihrer Spitze. Die nur offiziöse kommunistische Münzenberg-Presse von heute Morgen, dl« nicht muß, aber sonst bei jedem kommunistischen Spektakel freiwillig nach Kräften mithilft, erwähnt dos kommunistische Demonstraltou». ooehaben nicht mit einer einzige» Zeile. Herrn Münzenberg bangt oilenbar um seine Aiiflageziftcr. Sein Schweigen spricht Bände! * Hakenkreuzkrawatt. vogrom gegen Schaufenster. Köln. 34 Dezembsv. tEigendertcht.) kjin der Kölner Innenstadt kam es am Montag abend zu schweren Unruhen, deren Urheber große nationalistische Horden waren. Gegen 1? Uhr erschienen in den GeschSstswerteln größer« Trupps von Rattpnalsozialisten. die, mit schweren Feld- lt e t»« n bewaffnet,«inen planmäßigen Sturm gegen die Aaren- hauser unternahmen. Sie hatten bald mehrer« große Fenswr der Parenhäufer Tietz. Alsberg und anderer Geschäft« zertrümmert. im Ring wurde eine große Scheibe des Cafähauses„Wien" StN« geworfen. Klottengleichheit im Mittetmeer. Gin Ausweg aus dem italiemsch-französischeu Gegensatz? London. 24 Dezember. Wie Pertinax im„Daily Telegraph" berichtet, umfaßt die kürz- ltch vor» de» ttavenlschea Botschafter dem franst) sischen Außen- minister Vriand übergeben« Denkschrlst zur Flottenabrüftungsfrage folgende drei Punkte- L Stallen erhebt keine Einwendungen gegen dos sranzösitche Flollenbauprogramm. Stollen ist ober bereit, den Rachwels-u führen, daß feine Vedürfniste nicht hinter bensenigen Frankreichs zurückbleiben. 2. Stallen würde bereit{ein, unter gewissen Umständen die Möglichkeit eines Mlltelmeerpaktes zu erörtern. Ziel dieses Pakte, müsse e» sziu. im Mittelmeer eine S l« i ch h« i t der fronzö- ftsch-ttalienifchsn Flattevstreitkräfte herzustellen, wobei es Frankreich frei stünde, in andeeen Gewässern eine unabhängige Flotte zu onterhalten. Stallen wünsch«, daß die p o l i l I s ch e n F r a g e n. die zwischen den beiden Länder«, bestehe«, ln naher Zukunft geregest werden. Krankreich verstärkt seine Delegation. Parts, 24 Dezember. Als beratend« Delegierte an der Londoner Seeabrüslungs. koaserenz werdm von französischer Seite teilnehmen dl« Vorsitzenden und Berichterstatter der Mnrlueausschüsse von Kammer und Senat sowie die ehemaligen Marinemini st er il h a u- m« t und veflre F e r r y. London, 24 Dezember. Dl« Rede, mit der der König am 24 Saauar die Internationale Marineabrüslungskonserenz in der Köuig-galeri« des Oberhauses er- öffnen wird, soll durch Rundfunk verbreitet werben, desgleichen die daraus folgenden Rede« der Vetegationssührer. Wird Snvwden Zölle aufheben? London, 24 Dezember. Snowden gab im Unterhaus eine längere Erklärung ab, die den Zmeck oersolgte, die in kindustriekreifen herrschende Ungewiß- helt hcs Verfahrens zu bese tigen, das befolgt werden soll, falls die Seiden-, Zucker, McKenna- und Industrie s ch u tz z ö l l e im nächsten Budget aufgehoben werden. Snowden wies darauf hin, daß er es gemäß einer unabände-lichen R.'gel ablehnen müsse, dem nächsten Budget vorzugreifen. Im Falle der Aufhebung der Seiden- und Zuckerzölle im nächsten Budget müsse man sich über irgendeinen Plan einigen, um den Inhabern von Lagern, für die Steuern entrichtet wurden, Rabatte zu gewähren. Im Falle einer Aufhebung der McKenna- und Industrieschutzabgaben könne die Zusicherung gegeben werden, daß für wieder ausgeführte Waren, für di, Zoll gezohll worden sei. auch weiterhin Rückvergütungen gewährt werden würden.' Kein Khaki mehr in Kairo. Chamberiain gegen Labours Aegypteuverirag. London, 24 Dezember. Im Unterhaus lettet« Chamberlain eine Aussprache über Aegypten ein. Er verurteilte die Bestimmungen des«ngliscb- ägyptischen Abkommens über den Schutz der brittjchen Interessen und besonders der Verbindungslinien in Aegypten sowie üb-r den Schutz der Ausländer und sagte, di« Außenpolitik des brttischen Reiches werde durch die Interessen Aegyptens bestimmt werden. Henderion erwiderte, Chamberlain schein« zu glauben, es bestehe wenig Aussicht, daß die ägyptische Regierung das Abkommen in dem Geiste durchsühre, in den> es abgeschlossen wurde. Dies sei jedoch nicht der Geist, in dem die Regierung in die Verhandlungen eingetreten sei, und es werde nickst der Geist sein, in dem die Verhand- lungen abgeschlossen würden, nachdem das ägyptische Parlament die Vorschläge ratifiziert habe. Churchill wandt« sich nachdrücklich gegen die Z u r ü ck z i e h u n g der britischen Truppen aus Kairo. Er bezeichnete die Entlassung Lord Lloyds als den direkten Vorläufer der blutigen Unruhen in Palästina. Der liberale Führer Sir Herbert Samuel sagte dagegen, er balt« es für äußerst wünschenswert sowohl im Interesse des britischen Reiches wie auch Aegyptens, daß der Vertragsentwurf durchgeführl wird. Die Regierung sei jedoch bi» zum Aeußersten gegangen, um den Wünschen des ägyptischen Volkes entgegenzukymmen. Die Unterhaiisdebatte über Aegypten wurde pon dem Unter- staatesekretär de» A«v Heren Dalton obgeschwssen. Er erklärte. der Zeitpunkt der Verlegung der britischen Truppen von Kairo und Alexandria werde in erster Linie von der Schnelligkeil abhängen, mit der die ägyptischen Behörden die erforderlichen Anlagen zur Unter bringung der Soldaten in der Suez-Kanal-Zone schaffen wurden. Was die Rechte der Ausländer in Aegypten betreffe, so «erde die britische Regierung das Recht haben, alle erforderlichen Schritte zu tun, falls der König von Aegypten die Bestimmungen des Vertroges nicht durchführe. Der Sieg der Nationalpariei. Der letzte Stand für da» vor einigen Tagen neu gewählte ägyptische Parlament weist aus: für die W a f d, P a r t e i 186 Sitze. für die Königspartei 3 Sitze, die extremen Nationalisten 4 und die Unabhängigen 19 Sitze. Zwei Ergebnisse stehen noch aus, während in 18 Fällen Nachwahlen notwendig sind. Die überwältigend« Mehrheit der Wakd-Partei ist damit endgültig gesichert. Das Eisenbahnunglück in polen polnischer Htlfszug verspätet.- Mangel an Verbandzeug 5 wie die„Dan jiger Zeitung" über die Ursach« des Eisenbahnunglücks von privater Seite aus Walde« hört, hatte der Stationsvorsteher der Station Waiden schon dem Snsterburger D Zuge da» Einfahrtssignal gegeben, als er bemerkte, daß sich auf dem Gleis de» D-Zuge» noch eine Draisine befand. Da es ober zu spät war. das Signal auf Hall zu stellen, versuchte man. den D-Zug aus ein andere» Glei» umzuleiten. Dabei entgleiste die Lokomotive ln einer scharfe« Kurve. Devtsch-Eylau, 24 Dezember. lieber da» Eisenbahnunglück im Polnischen Kor- ridor wird noch folgendes bekannt: Bei der Einfahrt in den Bahnhof Waiden sprong die Lokomotive des Unglückszuges, der voll besetzt war. bei mittlerer Geschwindigkeit aus bisher ungeklärter Ursache plötzlich au, den Schienen und riß die nachsalgenden Wagen mit sich. Di« Maschine, di« sich durch den Ruck losgerissen hatte, kippte um- Dxr Packwagen wurde mit den nachfolgenden Wagen erster und zweiter Klasse zufammengepreht. wobei mehrere Schwer- verletzte zu verzeichnen waren. Die nächsten Wagen blieben mit starker Neigung zwischen den Schienen stehen. Durch die ungeheure Erschütterung zersplitterten Fensterscheiben, wodurch die meisten verletzt wurden. Der Lokomotivführer trug außer einem Beinbruch verschiedene Kopf- und Handverletzungen davon. Der zahlreichen Reisenden bemächtigte sich eine große Panik, die durch den Umstand erhöht wurde, daß die Wagentüren, wie im Polnischen Korridor üblich, verschlossen waren. Ein Hilfszug aus Rakel war erst nach 1'A Stunden zur Stelle. Der Schwerverletzten litten bi» dahin sehr unter dem Mangel an Verband- zeug. Sie wurden später noch Bromberg ins Krankenhaus gebracht. Die Leichtverletzten und die übrigen Reisenden konnten nach mehrstündigem Worten die Reise in einem Sanderzugc fort- setzen. 21 Verletzte. van der Hauptverwaltung der Reichsbahndirektion Berlin war bi» Redaktionsschluß weder über den Hergang de» schweren Zugunglücks noch über die Zahl der Verlehlen etwas zu erfahre«. Auf Anfrage erhalten wir von der Polnischen Gesandt. schast noch folgende Mitteilungen: Roch den bisher in BerUa vor. liegenden Meldungen beträgt ble Zahl der Verletzten 22- Es Haudell sich zum grähle« Teil um deutsche Reisende. Unter den Verunglückten befanden sich nur zwei polnische Staat». angehörige, der Maschinist de» Zuge» und ein Passagier. 18 Leichtverletzle wurden mit dem Zug 1023 nach Blomberg weiterbesärdert und dann an die deutsche Grenze ge- bracht. Üic beiden Schwerverletzten sind der deutsche Schassner Schwarz und der Postbeamte h a b e t o p s vom Postamt 4 in Serliv. Beide sollen im Hospital tu Promberg Ausnahme ge- sundea haben, lieber ihr Befinden ist bi» zur Stunde Nähere« nicht bekannt. Oer Gtahlhelm-Affessor. Eingreifen deck Kammergerichispräsidenten beim Amts- geeicht pritzwalk Bei dem Amtsgericht in Pritzwalk war ein Sertchtsassessor Roeea beschäftigt, der sich durch seine starte Tätigkeit im Stahl- Helm auszeichnete. Durch diese Tät'.gkeü und durch eine starke Trunksucht kam Rocea tagelang nicht zum Dienst, beraumte Ter- min« an, die er nicht innehiett, mußte aus dem Bett geholt werden, und ander« Richter mußten für ihn oftmals einspringen. Wegen dieser Vorkommnisse wurde die Republlkamlche Beschwerdestelle bei dem Kammergerichispräsidenten Tiage» vorstellig und erhielt rnun-- mehr imter dem Ä>. Dezember den Bescheid, daß. das Ersorderlicht gegen Rocca wegen seines dienstlichen und außerdienstlichen!?>«<> halten, veronloßt ist._ Sechs Fischer ertrunken. Unwetter an der spanischen Küste. P a r l», 24 Dezember. wie aus huelva berichtet wird, sind zwelfpanifcheFisch- k u t t« r im Bebel zusammengestoßen. Einer der Zischkul.er wurde leck und sank in wenigen Minute«. Sein« Mannschaft konnl.- bi» aus drei, die ertrunken sind, von dem anderen Kutte« gerettet werde». Bach einer Meldung aus St. Lucar herrscht a« der ganzen spanischen Küste Unwetter, so daß kein Schiff auslaufe« kannte. Ein Fischkutter, der trotz des Sturmes das Meer zu gewinnen sucht«. schlug um. Dr« i Manu der Besatzung ertranken. Das Wetter im Reich. '�rühlingswettrr im Rhe.nland.— Schneefälle ln Aussicht Die starken Ostwinde, die seit gestern wehen, haben erneut einen Rückgang der Temperaturen mit sich gebracht. E» besteht starke Reiguug zu Schucesällen. Besonder» l« der vergangene» Rocht ist dos Thermometer ganz erheblich gefallen, heule früh um S Uhr wurden minus 8 Grad gemessen. Da» ist die ttesstc Temperatur, die bisher in diesem Winter festgestellt wurde. Ob die Frastkurve weiter noch unten geht, ist nach den vor. liegenden Wellermeldungen noch unbestimmt. Auch im deutschen Küstengebiet, in dem bisher, beeinflußt durch ozeanische Winde, perhältniemäßig mildes Wetter herrschte, hat fttzt st r e n g e r F r o st leinen Einzug gehalten. Di« Temperaturen liegen dort durchschnitt- lich zroischen minus S und minus 8 Grad. Aehnlich wie vor ochl Tagen macht sich ein starkes Anschwellen des Sturmes, der stellenweise orkanartig auftritt, bemerkbar. Westerland meldet beispielsweise bei 8 Grad Kälte Windstärke„9". Aber auch im Binnenlande erreichte der Sturm in einigen Gegenden Wind stärk«„6" und„7". Ganz im Gegensatz zu dem starten Frostwetter in Mittel-, Nord- und Ostdeutschland steht das Wetter im Rheingebiet Wie vo» dort heut« früh gemeldet wird, herrschen bei frischen Westwinden 6 Grad Wärme. Dies«„Warmwetterzone" wird sich allem An- scheine»ach weiter ostwärts ausdehnen und ganz besonder» ssber Süddeutschlond vordringen. AI» Folgeerscheinungen sind da- nach in West- und Süddeutschlond«in Ansteigen der Temperaturen auf null Grad und darüber, sowie Schnee- und Regenfälle zu erwarten. Für Berlin besteht vorerst noch keine Lusstcht. daß die Temperaturen ten Nullpunkt übersteigen werden. Die Näh« der warmen Lufttnasien, besonders im Süden, worden jedoch dazu bei- tragen, baß st ort« Neigung zu Schneefällen besteheu bleibt Oer neue Staatssekretär. Als Nachfolger für den.zurückgetretenen Staatssekretär im Reichsfuianzministeriuni Dr. P v p i tz ist der WimstertaidUeltor vu Reichswirtschaftsmintjterunn Dr. Hans Schaffer in Aussicht ge- nommen. Wie ich zu Albert Talhoffs Totenmal" stehe Von Mary Wigman. „ Die Chorifche Bahne in minden bereitet für den Sommer 1930 eine Folge von Aufführungen des Totenma 1" von Ibert alhoff not. Bei blefer Gelegenheit werden zum erften. mal mehrere Elemente herangezogen, bie wir bisher innerhalb die Begegnung mit dem Werte Albert Talboffs durchbrach die Abwehr. Nicht nur, daß die dichterische Sprache dieses Wertes die un eines Gesamtwerts noch nicht als felbständige Gestalter und Träger eines trüglichen Merkmale rhythmischer Bemegtheit im tänzerischen Sinn fünstlerischen Ausbruds lennengelernt haben. Es wird das Licht und das Wort, so wird auch der Raum und der Tanz in einem neuen Sinne aur Bermendyng tommen. Bir sind in der Lage, unseren Lefern über diesen ganzen bodybebeutsamen Rompler von neuen tünstlerischen Husbrudsmitteln zu berichten und laffen heute Marn Bigman über ihr besonderes Gebiet, den Tana, fprechen. Tanz ist darstellende Kunst. Als solche vermag er nicht nur für sich allein zu bestehen( absoluter Tanz), sondern sich auch mit den Elementen anderer, wesensvermandier fünfte zu verbinden. Die Bindung von Tanz und Musif ist uns geläufig. Die lebendige rhythmische Beziehung dieser beiden fünstlerischen Sprachen stützt sich durch Jahrhunderte auf nie unterbrochene Tradition. Selbst der Formmandel, dem fich beide Künste im Lauf der Zeit unter ziehen mußten, vermochte die Bindung nicht zu zerstören. Die Verbindung von Tanz und Wort hingegen fennen wir faum. Daß sie möglich ist, wissen mir nicht nur aus Mitteilungen über vergangene Kulturen, sondern nor allem aus den Bersuchen und Experimenten, die heute überall auftauchen und dieses Ur. problem menschlicher Darstellungskunst zur Diskussion stellen. Der Tanz unserer Zeit, der sich als Erstes einmal von ben Fesseln einer erstarrten Konnention befreien mußte, empörte sich auch gleichzeitig gegen die Dittatur der Mufit. Er wurde fret und selbstherrlich. Erst aus dieser Freiheit heraus fonnte er von neuem und in verwandelter Form die Verbindung mit anderen, ihm wejensverwandten Künsten wieder eingehen. Benn wir das Problem Tanz und Mufif in feinen Grund elementen heute mehr oder weniger als gelöst betrachten dürfen, so ſtehen mir vor der Gestaltungsmelt pon Tanz und Bort mit einer großen Frage. Diese Frage aber ist so brennend geworden. daß ihre Beantwortung nicht mehr nur auf theoretischem Gebiet erledigt werden kann, sondern als Tat gehandelt und als Befenntnis gegeben merden muß Im Lauf der letzten Jahre trat die Forderung zur Beantwortung dieser Frage in Gestalt von Drama und Dichtung immer wieder an mich heran. Ich tonnte mich nicht dazu bekennen, denn die Tänzerin in mir blieb stumm und verweigerte die Antwort. Erst Leffing Theater. Flieg', roter Adler!" www Mit diesem Schauspiel zeigt reb 2. Angermager- uns bisher als Autor fiebenswürdiger Romödien wohl bekannt ein neues Können. ,, Flieg', roter Adler!" soll nicht mißperstanden werden. Es handelt sich hier nicht darum, Haß zu schüren gegen den Mussolini Staat, es geht um Höheres. Dieser rote Adler fliegt aus, um einzu. gehen in die Herzen der Menschen. Jener Menschen, die sich nicht hineinfühlen fönnen in das enge, bedrüdte, mit tausend unzerreißbaren Fäden an die Heimaterde gefejfelte Dasein der deutschen Grenzbaueru von Tirol. Deutsch und welsch ist hier perschwistert feit Generationen. Wer könnte die vielen Bäche wieder aus dem Strom scheiden, die der Strom aufnahm, mährend er zahllose Gegenden durchlief, wer das Blui erkennen, das sich mit anderem Blut vermengt hat? Ein furchtbarer Kampf ist ber Stampf der Minderheiten und überall, wo es Menschen gibt, gibt es Minderheiten. Minderheiten der Religion, der wirtschaftlichen Lage, der Nationalität und des Herzens. Darum geht es hier. Es geschieht wenig und doch niel in diesem Stüd. Reben der äußeren Gegebenheit der unerwünschten neuen Grenze überwiegt der feeltsche Konflitt eines Menschen, der alten Eggthalerin, der Wirtin Ses Grenzhofes. Was in diesem Stud geschicht, geschieht in der Seele diefer Frau. Sie ist eine Weffche, der Abstammung nach, dieje alte Tirolerin mit ihrer Berschlossenheit, ihrem Stolz und der tief per grabenen Güte thres Herzens. Nie fragte man früher nach Herkunft im deutschen Beinland und jest, mit einemmal, ist diesen Grenz, bauern, die ein Leben in der Nähe der Altmirtin nerbacht hatten, ihre Herkunft ein Dorn im Auge. Es geht das Gerücht um, fie hielte es mit den Italienern. Bei den Grenzunruhen war eine Tirolerin ums Leben gefommen und diese hätte am Sterbelager zu Brotofol gegeben, die alte Eggthalerin habe sie verraten. So kommt die Altmiriin allen Freunden gegenüber in ein falsches Licht, selbst ihr eigener Onfel Toni fagt sich von ihr los, nur ihr Sohn Lorenz hält zu ihr. Die alte Frau ist zu stolz, um ihr Herz zu offenbaren und sich gegen ungerechte Vorwürfe zu verteidigen. Ihr Herz hängt an Tiral Bielleicht erkennt sie bas erst jetzt, als die Iragit des Grenz fandes Sohn und Enfel gepackt hat. Aber sie fann den Mund nicht öffnen. Schwer und ernst, wie die Tiroler Landschaft, sind diese Menschen. Ihr Sinn ist nicht der unfere, ihre Pflichten nicht unfere Bflichten und sie haben andere Götter als wir: aber fie leiden bas Leben. Weil wir Menschen sind, müssen wir zu ihnen stehen. Die Unjauld der Altwirtin erweist sich schließlich und ihr Herz wird aus der Einsamkeit gelöst durch die Wiederkehr des Enfels, Richard Weichert hat das Stüd inszeniert. Er erkannte das Brimitive, Naturhafte des Wertes, das nicht zu viel Einmischung duldet. Agnes Straub ist als alte Eggthalerin das Erlebnis des Abends. Rein im Aeußerlichen eine alte Frau, streng und doch irgendwie geschmeidig. Eine Mischung aus schwerem Tiroler und leichterem welschen Blut. Ihre Mimit ist äußerst sparsam und doch stellt sie uns ein Geficht hin, das uns den Abend über nicht mehr verläßt. Die Stimme dieser Eggthalerin ist etwas brüchig, wie alles Gold. Heinrich George, der Sohn, fügt sich schlicht in eine schwere Rwischenrolle, die faum rechte Entfaltungsmöglichkeiten hat. De Stürme brausen hier innerlich auf und fluten ab, taum von cinem schwachen Buden der schweren Schultern begleitet. Albert Hoerrmann, der Entel. sicer im Spiel und Dialeft, Ernit Sattler( Kapuziner), Richard Gorter( Moserschmied) leisten Gutes. Das Kräutermaberl der 21 e gandra Schmitt ein fleines Erlebnis für sich. Franzistakin 3 als Magd poll Temperament und Erleben. Auch die anderen, irner, Karstens, Czimeg, Dbe und Hartmuth gaben ihr Beftes. Emil Birdhan bat im Bühnenbild ein Stüd Grengland ein. gefangen. Das ist die Umgebung. In der biele Menschen leben: benft man. Und body zeigt er uns nur einen einzigen Raum. Das ist ganze Arbeit. Alexander von Sacher Masoch, aufweist: Struktur und Inhalt felber bestimmen dem Tänzer sein ureigenstes Ausdrucksgebiet. Er bleibt in seiner Welt, die eine Weit der Ahnungen, der Andeutungen, der seelischen Schwingungen ist: furz, eine irrationale Welt, die wohl durch bas Wort beschreibbar, aber nicht durch das Wort selber zu ersehen ist. Im Loten mal" bleibt der Lanz im Raum des Lanzes und das Wort im Raum des Wortes. Die beiden Ausdrucksgebiete ergänzen sich, ohne sich zu vermischen. So war es bie Reinheit der Form einerseits, die mich bestimmte, die tänzerische Aufgabe innerhalb des Totenmals" zu übernehmen. Andererseits die flare Abgrenzung des tänzerischen Ausdruds gegen die wortliche Gestaltungswelt. Richt zulegt aber war es der Stoff der Dichtung selber, dem ich mich als Mensch und Künstler ver pflichtet fühlte. Es bedarf mohl taum eines Hinweises darauf, daß dieser Stoff eine tänzerische Löfung durch spielerisch- ästhetische Mittel ausschließt. Die tänzerische Geste, die er perlangt, muß eine bramatische, manumentale, feierliche sein: Symbol des Menschen, der feibend und fämpfend nicht mur in seinem eigenen Schicksal, sondern auch im Schicksal einer großen Gemeinschaft steht. Der Tänzer der Gegenwart fucht bas Theater. Doch gibt ihm das heutige Theater fast nur Gelegenheit zu Spezialleistungen auf rein tänzerischem Gebiet, oder zu nebengeordneten musikalischen Ausdeutungen. Der eigentliche Einbau des tänzerischen Wesens in die theatralische Gestaltung im Sinn einer synthetischen Form wurde noch nicht pollzogen. Die Talhoffiche Bision, die sich im Toten mal" offenbart, scheint mir nun ber erste, groß angelegte Schritt zu diesem wesenhaften Einbau zu sein An der Lösung des Zeitproblems Wort- Tanz- Theater mitzuarbeiten, ist mir nicht nur ein fünstlerisches Bedürfnis, sondern auch eine Pflicht, die mir mein eigenes Schaffen bittiert, und die eine junge tänzerische Generation von mir als ihrer Borfämpferin fordern fann Ueber allen Problemen und fachlichen Begründungen aber steht letzten Endes der Glaube an die Straft des Talhofffchen Wertes und an die Notwendigkeit seiner lebendigen Darstellung. Komödienhaus. Curt Söz:„ Der Lügner und die Nonne." Curt Gög erfindet mieder eine reizende Theaterschmurre. In einem Vorspiel warnt er vor hochgespannten Erwartungen:„ Der ügner und die Ronne" ist weder ein Zeit noch ein Tendenzftüd, es fpielt auch nicht im Verbrechermilieu, es soll nicht hoch literarisch, es soll nur als Unterhaltungsftüd genommen werden. zuviel Bescheidenheit! Mit einem Stonversationsstud wie„ Der Bügner und die Nonne tönnen wir allemal einverstanden sein. | Curt Göß hat eine dharmante Art, amüsant zu plaubern, Bon mots aus dem Aermel zu schütteln, mit Barabogen zu jonglieren. Er verfeht hiebe nach allen Seiten, ohne je zu verlegen; feine Bronie wird niemals zum 3nnismus, aus feinem Dialog perlt echter, natürlicher, liebenswürdiger Humor. In seiner Komödie erzählt er eine romantische Geschichte von einer Klosternovice Angela, einem Rardinal und einem jungen Mann namens Charlie. Angela stürzt sich aus bem Klosterfenster in den Fluß, Charlie rettet fie, nicht ohne sich unsterblich in sie zu verlieben, man holt fie ins Kloster zurüd, und über ihren Fehltritt soll ein Strafgericht urteilen, in dem der Kardinal das Wort führt. Dieses Berhör bildet den Inhalt des dritten Attes, es ist ein Erjag für die Gerichtsszenen, die Götz gern in seinen Stomödien verwendet. Er entschädigt reichlich für die beiden anderen Afte, die dem Autor ein bißchen lang und diesmal nicht so flüssig wie sonst geraten find. Hier funtt ein Kreuzfeuer von überraschenden Bointen, non fprühendem Geist und Wig. Dabei spricht aus jebem Say eine überlegene und boch anspruchstos porgetragene Lebensmeisheit. Daß fich Curt Göts dabei mit feiner Bronie gegen firchliche Unbuidfamfeit pendet, bildet eine besonders pitanje Bürze des famofen Schlußattes. Natürlich läßt es sich ber Autor nicht nehmen, auch als Darsteller zu glänzen. Das fann er als Charlie, das tann er noch beffer in feiner zweiten Rolle als Kardinal Auf offener Szene jubelt thm das Bublikum zu. Einen hübschen Schlußeffett hat er sich noch aus gedacht: Charlie bittet, beim Kardinal porgelaffen zu werden, der Kardinal jagt zu, und alles ist gespannt, wie die Bühne mit der Schwierigkeit fertig werden mill Curt Go spielt ja beide Rollen. Erwartenb blidt der Kardinal auf die geöffnete Tür; in diesem Augenblic sentt sich der Bothang, das Stüd ist aus, die ufion ist vollfommen. Balerie von Martens, Abele Sanbrod und Ernst Gronau fügen fich brillant in bas übrige Ensemble. Der Beifall war anhaltend und herzlich. Ernst Degner. Sascha Guitry:„ Désiré". Kammerspiele des Deutschen Theaters. Die Kammerspiele des Deutschen Theaters bringen zu den Feiertagen eine Komödie von Sascha Guitry. Désiré", heraus. Märe Désiré in einer romantischen Zeit auf die Welt gefommen, er märe ein ritterlicher Bage oder ein Troubadour ge worden. So muß er sich damit begnügen, Kommerbiener bei eleganten Frauen zu sein. Er ist der reine Tor, der nain und fremb durch das Leben geht, und auf den sich die Abenteuer stürzen Er fordert pom Leben Klarheit und gerät in Birrungen; er fchreibt findliche Briefe an die liebe Mama" und erlebt die aufreizendsten Dinge ohne sein Zutun. Die idone Dbette, ehemalige Schauspielerin und nun Geliebte des Bostministers, hat ihn engagiert. Er hat ihr gebeichtet, weshalb er seine leite Stellung verließ: nachts war eine Rouleauschmur in Unordnung geraten, bie Gnädige rief thn, fie mar im Pnjama und 3a, bas, mas ele fidh jest denten ist gefchehen, jagt Curi Bois mit tragischem Augenaufflag zu der schönen Obette. barman fieht as ein- bie Situation umb bie Gnabige waren schulb. Doch in der neuen Stellung fängt ber Stammerbienar on von Odette zu träumen und spricht laut von ihr mm Schlaf. Und Odette träumt von dem Rammerblener. Thre Simmer liegen übereinander. Aber mas Sie denten, geschieht nicht. Denn teiner hat ben anderen gehört. Doch meil jeder fürchtet, fich verraten zu haben, flüchten beibe nachts aus ihren Simmern ins Erdgeschoß und quartieren sich in demselben Raum ein, ohne voneinander zu wissen P Déftré ist der ritterliche Bage. Gr begnügt sich mit einem Adieu, Désiré aus dem Munde Odettes und ihrer Bhotographie. Diese fleine grazioje Richtigkeit wird sehr zart und anspruchsios bei bester Belegung gespielt. Annt Mewes ist bie elegante Obette; Beopold Kramer ein wohltemperierter Bostminister. Gegenspieler des Baares find 3da Bust und Otto Wallatmosphäre umgibt. Frida Richard spielt eine verheiratete, burg, ein Rafffeehepaar, das sich mit einer geschwäßigen Lärmaber nichts bestoweniger in den Kammerdiener sterblich verliebte Röchin, mit entzüdenbem, nie zu start aufgetragenem Humor. Das niedliche, bewegliche Kammerfäßchen ist Efma von Bulla. rwbk. " Frauenopfer von Georg Kaiser. Tes. Bor ungefähr 15 Jahren dramatisierte Georg Kaiser die historische Anekdote vom Grafen Lavalette und seiner tapferen Gattin Die Gräfin ermöglicht dem bonopartistischen Grafen, den die Bourbonen einferfern, die Flucht. Er soll in der Freiheit für den ver Opfer der Salbatesta. Jede Nacht mird sie auf dem Bellenstroh geopfert, bannten Kaiser wirken. Im Gefängnis bleibt die Gräfint. Sie mird Opfer der Soldatesta. Jede Nacht wird sie auf dem Zellenstroh geopfert, bann hinausgestoßen, weil man genug von ihr hat. Graf und Gräfin treffen wieder zusammen. Große Szene des Wiedersehens und der Aussprache. Er tann nicht darüber hinweg, daß sie in so viel toher Armen lag. Sie tann nicht darüber hinweg, daß er fie, feine Retterin, noch nerdächtigt, beschimpft und verflucht. Sie glaubte, fich für einen Helden geopfert zu haben. Sie fieht, daß sie fich mur für einen Egoisten und Schwachtopf opferte. Trozdem bringt f das letzte Opfer, ihr Leben. Es geschieht, da der Graf von den die Uniform bes Grafen, tritt fie vor die Bajonette der Soldaten. Royalisten entdeckt und wieder eingefangen werden soll. Gepreẞt in Un der Beiche seiner Gattin schluchzt der bestrafte und gebemütigse Graf auf. sprache und Seelenenthüllung. Der Dichter spielte faltblütig mit Das sind große Worte, besonders in den großen Szenen der Aus Sprache und Seelenenthüllung. Der Dichter spielte faltblütig mit heißen Leidenschaften. Er dichtete um ein literarisches Thema, nicht um die Lebenswirklichkeit, wie er es später fo erfolgreich versuchte Die Aufführung des Schauspiels verlangt die große Wort dwelgerei und auch die großen Bewegungen der Darsteller. Die Künstler werben aber durch die winzige Bühne pollkommen gelähmt. Nur Fräulein von Mendelssohn, deren Berliner Entwidlung jede Aufmerksamkeit verdient, überwindet dieses Hindernis. Noch fdmanti fie zwischen Zierlichkeit und Ziererei. Aber sie geht ins Innere hinein. Ihr Mienenspiel befeelt sich. Es wächst die Harmonic zwischen innerer Bewegung und törperlichem Ausdrud. Herr Edt. hofer ist gewöhnt, im Lustspiel liebenswürbig und wienerisch zu plaubern. Er tann sich nicht verwandeln und erlag dem harten, faum erträglichen Bathos. Max Hochdorf. Helden der Nacht. Primus- Palaft. stellung auf Sensation als auf soziales Empfinden und mir in der In diesem amerikanischen Bergmannsfilm ist eine ftärfere EinSpefutation auf ein gutes Geschäft, macht man das Publikum mit Spefutation auf ein gutes Geschäft, macht man das Publikum mit der Schmere des Bergarbeiterlebens bekannt. Ein junger Bergmann findet am Weihnachtsabend auf ber Straße im Schnee eine junge Baise, die in ein Bordell berschleppz zmel Stolfegen teilt. Das junge Mädchen wird feine Frau, obwohl merden sollte. Er nimmt sie mit in feine Wohnung, die er mit am Borabend der Hochgelt der Bergmann mit mehreren Kameraden in einem brennenden Bergwerf eingeschloffen war und bereits für Der Regisseur Reginald Barter jeẞte gemollt einen großen Reißer in Szene. Er hat nette Beobachtungen aus dem altohotgierigen, gewaltsam trocken gelegten Amerita eingestreut, er nerzichtet meder auf eine tumultuarische Prügel noch auf eine ganz zarie Liebesszene, um dann zum Schluß bei der Rettungsaktion mit mahrem Raffinement die große Sensation auszuspielen, Douglas Fairbanks it, schon längst als guter Darfteller bekannt, spielt die Hauptrolle. Da feine, porzüglichen Mite spieler im Brogramm nicht genannt werden, sei auch seine Arbeit mdyt weiter gewürdigt. Der Film läuft mit fynchronisierter Mufit. Mit Ausnahme der unnötigen Gesangseinlagen erwies fie fich diesmal nicht als störend. Kosmos. c. b. In Berlin- Tegel ist ein neues Bichtspieltheater eröffnet worden, daß den Namen Kosmos führt. Er wurde auf Grund eines Preisausschreibens erwählt und brachte seinem glücklichen Baten, als nettes Beihnachtsgeschenf, 150 M. ein. Das Haus ist sehr geschmacool in Gold und Rot gehalten. Rich der geringste unnüße Brunf macht sich breit und die diese gempollic Einfachheit mirti gemütlich und stimmt feftlich. Die betonte Gigenart der Beleuchtungstörper ist die einzige Deforation. Das nahezu tausend Plaze fassende Theater wird fowohl Filme wie Bühenschau bringen. Der erste Film brachte eine prachtpolle Schilderung des verschlossenen Landes Nepal, während das Hauptprogramm des Abends ben luftigen Späßen des beliebten Harold Lloyds reserviert blieb. Phantastische Bodenpreishauffe in New York. den, haben eine Höhe erreicht, die man noch vor wenigen Jahren Die Breise, die heute für Terrains in Manhattan bezahlt wer-. für unmöglich gehalten hätte. So hat beispielsweise die Irving Trust Company" an ber Cdfe von Wallstreet und Broadway, wo ber Banfenfonzern einen gewaltigen Wolfenfrager errichten will. für ein Gelände pon 4047 Quadratmeter eine Summe von 40 mil lionen Dollar bezahlt. Man muß sich dabei vergegenwärtigen, daß an einem Spätnachmittag im Herbst 1626 die Indianer die ganze Manhattan- Insel für 24 Dollar verlauften, die obendrein noch nicht einmal in tlingender Münze bezahlt wurden, sondern in Gestalt pon alten Stiefeln, Strümpfen, Deden und Schnaps erlegt wurden. Der 3. Apenue und der 34. Straße hatte für rund 9000 Quadratmeter neue Eigentümer des alten Waldorf Astoria Hotels an der Ede der Terrain 16 Millionen Dollar bezahlt und für die gleiche Summe ein anderes Terrain, bas an der 42. Straße und 8. penue liegt, erworben. Heute befit Rem pr? ebenfopiele 70 Stocwerte bohe Waffentrazer, wie im Jahre 1915 Gebäude mit 25 Stod gezählt wurben. Während man 1015 165 miffionen Dollar für Bauten ausgab, stellt sich die für den gleichen 3wed perausgabte Summ Im pergangenen Jahr auf 1 Milliarde 136 Millionen Dollar Jofeph Plaut gibt am 2. Beihnachtsfeiertag feinen eingigen be Cubwig Hardt forint em 2. Beibnachtstag im Meister- Saal, 30%, br: Seltfame Begebenheiten Sonntag, ebenba: Samiun unb Rille: Silvester im Siller- Saal: siterite Dichtung und bis sie sich durch ihre Traume weden, Nein, was Sie denten, fübrigen heiteren Abend mit einent besonders gewählten Programmen, im Sauspieler Borträts geichteht nicht. Denn Odette mill Frou Poftminister werden und Beethovenfaat, Kohlenverständigung. Europäische Konferenz über die Arbeite bedingungen ist das Marschtempo dieser angebahnten tohlenwirtschaftlichen Von Dr. Georg Berger, Bochum. $ buttionsregelung und dem von den Bergarbeitern Dorgeschlagenen Bölferbundsamt für Kohlen. mirtschaft und technit die Wege zu ebnen. Freilich Verständigungsarbeiten noch recht zögernd, das Terrain noch zu wenig erschlossen. Um so stärker ist das Interesse der fohlenproduzierenden Länder an der jetzt versuchten sozialpolitischen Regelung der Arbeitsbedingungen der Bergleute, deren Begründung fich aus Erscheinungen der internationalen Wirtschaftspolitit ableitet. FUNK UNDAM ABEND Dienstag, 24. Dezember. Berlin 16.00 Otto Specht: Tierwelt und Wintersnot. 16.20 Von Breslau: Tausend Tone. 17.00 Unterhaltungsmusik. 17.45,, Heilige Nacht", von Ludwig Thoma( Gelesen von Ferdinand Bonn.) 18.30 Von Köln: Das Geläute der Deutschen Glocke am Rhein". 18.45 Schallplatten. 19.00 Heiligabend. Auf Einladung des Internationalen Arbeitsamtes tritt am 6. Januar ejne vorbereitenbe technische Ron ferenz der europäischen Kohlenhänder zusammen, um über Fragen der Arbeitszeit, der Löhne und der Ar beitsbedingungen im Stetutohlenbergbau zu beraten. Dem Verwaltungsrat des JAA, foll diese Konferenz Vor schläge machen, welche der genannten Fragen geeignet find, auf die Tagesordnung der Allgemeinen Arbeitskonferenz im Juni 1930 gelegt werden, mit dem Ziele, darüber internationaleereinfommen abzuschließen. Die unmittelbare nregung zu dieser Veranstaltung ging von der diesjährige Böfferbundstagung aus. Der Bölkerbundsentscheßung lag die Ermägung zugrunde, daß eine Industrie, e für die gesamte Weltwirtschaft von so tief greifender Bedeutung ist, sich in schwerer Gefahr befände und daß man i durch eine gemeinsame Attion zur Hilfe fommen müßte. Ueber die Möglichkeiten einer solchen gemeinjazden Aktion hatte das Wirtschaftskomitee des Bölfer bunds schon eine ganze Reihe von Untersuchungen und Erörterungen mit Sachverständigen aus Unternehmer und Bergarbeiterfreisen angestellt. Namentlich ist von den Berg arbeiterfachverständigen bei ihrer Bernehmung zu Anfang Dieses Jahres erflärt morden, daß zur Behebung der wirt Schaftlichen Schwierigkeiten im Bergbau nicht nur der Abschluß von Wirtschaftsabkommen und die Schaffung einer internatio- bergbau dürfte die Arbeitszeit, und zwar die unterirdische, die Von den verschiedenen Arbeitsbedingungen im Kohlen nalen Kohlenmirtschaftsorganisation erforderlich seien, sondern meiste Aussicht befizen, Gegenstand einer internationalen Konauch die Vereinheitlichung der bergbaulichen Arbeitsbedinvention zu bilden. Jas J22. hat dafür bereits einen Bor gungen, vor allem der Arbeitszeit unter Tage. entwurf ausgearbeitet. International bestehen in bezug auf heiten. Die längste Schichtzeit haben die englischen Export die Untertage- Arbeitszeit die mannigfaltigsten Berschieden reviere mit 81%, Stunden, die kürzeste die Tschechoslowakei mit 7 Stunden 28 Minuten. Deutschland wird ab 1. Januar 1930, wo im Aachener Revier eine Schichtzeitverkürzung um eine Biertelstunde eintritt, überall die achtstündige Schichtzeit haben. 20.15 1. Haydn: Streichquartett F- Dur, op. 3, Nr. 3.- 2 Cornelius: Christkind( Sopran). 3. Pergolesi: Trio G- Dur für zwel Violinen and Cello mit Begleitung des Klaviers a. a. Dieser wirtschaftspolitischen Motivierung, die nämlich eine beschleunigt wirksame Vereinheitlichung der bergbaulichen Arbeitsbedingungen als Grundlage oder doch mindestens Er gänzung der wirtschaftlichen Kohlenverständigung ansieht, ist es zuzuschreiben, daß der Berwaltungsrat des 322. fich tro mancher formalen Bedenken dennoch entschlossen hat, die Empfehlung der Völkerbundsversammlung, die europäi fchen Kohlenhändler zu einer vorbereitenden technischen Konferenz einzulaben, zu befolgen. Der normale Weg zu einer 22.30 Weihnachtschöte. internationalen sozialpolitischen Konvention ging bisher über zwei Lesungen der Entwürfe auf zwei getrennten allgemeinen Arbeitsfonferenzen unter Teilnahme 17.30 Adolf Paul erzählt ein Weihnachtsmärchen. fämtlicher 52 Mitgliedsstaaten der Arbeitsorganisation. Die vorbereitende Januarfonferenz soul indessen schon die erste 20.15 Von Leipzig: Konzert. Lesung etwaiger Uebereinkommen erlegen, so daß die am 10. Juni beginnende Allgemeine Arbeits. tonferenz diese Ronventionen gewissermaßen in zweiter Lesung endgültig verabschieden und damit abschließen fönnte. Schon seit Jahren hat sich die Bergarbeiterinter, nationale bemüht, diese Gesichtspunkte beim Völkerbund und bei der Internationalen Arbeitsorganisation zur Aner fennung zu bringen. Im April 1925 richtete das Internationale Bergarbeiterfomitee an das Arbeitsamt das Ersuchen, eine internationale Erhebung über die Arbeitszeit, die Löhne und den Urlaub der Bergarbeiter zu unterstüßen. Das Amt hat diesem Wunsche in einer sehr gründlichen Unter. fuchung über Löhne und Arbeitszeit in Steinfohlenberg. werten, abgestellt auf das Jahr 1925, entsprochen und diese Studien neuerdings für das Jahr 1927 weitergeführt und ergänzt. Damit find im wesentlichen alle erforderlichen Unterlagen geschaffen worden, die es gestatten, heute an die praf. nationale heranzugehen. Selten ist die Macht der Initiative fo deutlich geworden, wie in diesem Falle. Was 1925 noch ferne Hoffnung, ja mas beim letzten Bergarbeiterfongreß in Nimes im Frühjahr 1928 noch unbestimmte Erwartung war, ist heute Wirklichkeit: Bölkerbund und Internationale Arbeits organisation bereiten sich vor, unter Anteilnahme der Bergarbeiter, Lösungen der Welttohlentrise zu finden, fomohl im Sinne der wirtschaftlichen Bölkernerständigung wie im Geiste der sozialen Gerechtigkeit. Das Ziel der internationalen Arbeitszeitregelung kann aber nicht nur in der Vereinheitlichung der Berechnungs methode und deren Einführung in die Landesgesetzgebungen bestehen, sondern muß auf die Bereinheitlichung und Ber fürzung der Schichtzeit selbst gerichtet sein. Wäh achtstündige Arbeitszeit vorsteht, hat der Internationale Berg arbeiterkongreß in Nimes 1928 die Siebenstundenschicht von Bank zu Bant( das ist die einheitliche Bes rechnungsmethode) gefordert. An dieser Forderung halten die Bergarbeiter nach wie vor fest. Die norbereitende technische Konferenz über die Arbeits bedingungen der Bergarbeiter nimmt ein großes sozialpoliti sches Wert in Angriff, dessen melt wirtschaftliche Bes deutung allgemein anerkannt ist. Die übrigen erwähnten Im September dieses Jahres trat unter Mitwirfung der Fragen der Löhne und der sonstigen Arbeitsbedingungen, über Wirtschaftsorganisation des Völkerbundes die erste internatio die auch schon recht fruchtbare Vorarbeiten opm J. gemacht nale Rohlentonferenz in Genf zusammen. Wenn worden sind, bedürfen vorerst weiterer Klärung. Hingegen auch diese Beratung noch nicht zu abschließenden Ergebniffen ist die Frage der unterirdischen Arbeitszeit im gelangte, so ist fie doch als ein verheißungsvoller Beginn Bergbau durchaus spruchreif. Sie ist das entscheidende zu werten, dem meitere aus Bertretern von Unternehmern Problem. Ihre Vereinheitlichung und Verfürzung auf und Bergarbeitern zusammengesetzte Konferenzen folgen sieben Stunden von Bant zu Bant ist der Erfolg, um merden, um der erstrebten Martt, Breis und Broden im Januar in Genf richtunggebend gefämpft werden wird. Dienstag. 24. 12. Staats- Oper Unter d. Linden Geschlossen! Dienstag 24 12 Städt. Oper Bismarckstr. Geschlossen! Staats- Oper Staatl. Schausph. Am Pl.d.Republ. am Gendarmeninarkt Geschlossen! Geschlossen! Staatl. Schiller- Theater, Charlth. Geschlossen! SCALA Tägi. 2 Varstell Sus 82 Uhr Barbarossa 8256 Preise 1-6 M. Wochents.: 5 0. 50 PL- 3 M. Matray- Ballett, Rafka, Stanley u. May, Perezo I& Co., Bernt& Partner usw. Heiligabend geschlossen! PLAZA Tägl. 5 u. 815 Sonal. 2,5 n. 83 Alex. E. 4.8066 INTERNAT. VARIETE Renaissance- Theater Täglich 8 Uhr PARISER LEBEN Operette von Offenbach, Regie: Gustav ilartung. Musikalische Leitung: Theo Mackeben. Steinn atz C1 11. 2583/84. Winter Garten duhr entr. 281 Rauchen erlaubi ROSE -THEATER Gr. Frankfurter Straße 132 Teleph.: Alexander 3422 u. 3494 Unser Weihnachtsprogramm! I und II. Feiertag: Pariser Blut 4 Uhr 745 Uhr Die Csardasfürstin 11 15 Uhr Familie Hannemann. Am IL. Feiertag 1.30 Uhr mittags MARCELL SALZER Zwei Stunden Frohsinn! Preise von 2,- Mark abwärts bis auf 30 Pfennig. Direktion Dr. Martin Zickel Komische Oper Merkur 1401 4330. Friedrichstr.104. Wiedereröffnung nach vollständ. Umbao Täglich 8% Uhr Uraufführung Hulla di Bulla Schwank von Arnold und Bach Init Guldo Thielscer, Fritz Schulz, Heinr. Schroth, Eugen Burg, Hilde H Idebrand, Margot Walter, Garrison, Flink. Behmer, Wenck Se n- und Feier ags nachm, 4 Uhr. Frau ohne Kuss! Lustspielhaus Friedrichstr. 236.. 99 66 Bergmann 2922 23. Täglich 8% Uhr Wiegenlied Lustspiel von Ladislaus Fodor Käthe Haack, Nora Gregor, Paul Heidemann, Berisch, Martha M. Newes, Gandi, Storm, Platen, Beckmann, Fuchs Vorverkau in beiden Häusern ab 10 Uhr ununterbrochen. Vorvk. 10-2. Kt. 2001 Th. a. Hollendorfplatz 18 Original Lawrence Tiller- Girls und weitere Varie é- Neuheiten heater i. a. Behrenstr. 53-54 \ n beiden Feiertagen 4 Uhr u. 81/ Deutsmen Theaters Täglich 84 Uhr Gastspiel des Lustspielhaus Friedrichstr. 236. Bergmann 2922 Volksbühne Theater am Bülowplatz Sondervorstellungen zu ermäßigten Preisen! 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, sachm.& Uhr: Frühlings Erwachen Eine Jugendtragödie von Frank Wedekind Regie: Karl Heinz Martin Karten Im Vorverkauf an der Tageskasse und In den Warenhäusern Tietz und Wertheim. Volksbühne Theater am Bülowolatz 24. Dez. geschlossen! 1. u. 2 Feiertag 3 Uhr Sondervorstellung zu armäßigten Preisen Frühlings Erwachen von Frank Wedekind. Regie Carlheinz Martin. 8 Uhr Affäre Dreyfus Planetarium am Zoo Verläng. Joachimsthaler strab B.5 Barbarossa 5578 164 Uhr Die Wintersterabilder Direktion Dr. Robert Kleir Deutsches Künstler- Theat Barbarossa 3937 Beute geschlossen! Morgen 48 Uhr Seltsames Deutsches theater D.1 Norden 12310 Heute geschlossen. Tägl. 8 Uhr Der Kaiser v.Amerika von Bernard Shaw Reg.: Max Reinhardt Zwischenspiel Theater d. Westens Regie: Heinz Hilpert Uhr 2.Feiertag 26 Dez. Die andere Seite in Premierenbes 0,759 Mk. Weihnachten und foleende Tage! Königswusterhausen. 16.00 Findeisen: Entstehen der Weihnachtslieder. 16.30 Uebertragung von Leipzig. 18.00 Weihnachtsfeier. Mittwoch, 25. Dezember. Berlia 7.00 Funkgymnastik( Arthur Holz). 9.00 Morgenfeler. 11.00 Konzert auf Schallplatten. 12.00 Mittagskonzert. 14.30 Blasorchester- Konzert. 13.45 Märchen( mit Schallplatten). Erzähleria: Renée Stobrawa 14.00 Briefe berühmter Deutscher an ihre Mütter.( Sprecher: Max Bing.) 16.30 Von Leipzig: Uraufführungen. 17.30 Unterhaltungsmusik. 18.25 Prof. Wilhelm Doegen: Stimmen großer Männer der Gegenwart. 18.83 Staatsoper Unter den Linden:„ Aida", von Verdi. 23.50 Sportarena Breslau: Beim 25- Stunden- Rennes. Anschließend von Leipzig: Konzert 0.15-1.00 Tanzmusik. Königswusterhauses. Uebertragung des gesamten Berliner Programms. Donnerstag, 26. Dezember. Berlis. 7.00 Funkgymnastik( Arthur Holz). 9.00 Morgenfeier. SOPP 11.00 Enrico Caruso Beniamino Gigl( Schallplatten). 12.00 Marek Weber spielt. Anschließend: Märchen,( Sprecher: Eva Hollberg.) 14.00 Die längste Nacht".( Am Mikrophon: Dr. Wolf Zucker.) 2. Brahms: a) Intermezzo Es- Moll, op. 118; b) Ballade, op.10; c) Rhapsodle, op. 119.( Else C. Kraus am Flügel.) 14.30 1. Beethoven: Sonate Es- Dur, op. 27, Nr. 1.13.00 Trabrennbaba Mariendorf:„ Großer Weihnachtspreis".( Am Mikrophon: Alfred Braun und Chefredakteur Georg Lüdecke.) 15.30 Schallplatten für Kinder. 16.00 Matthias Clandius.( Sprecher: Ludwig Hardt.) 16-30 Von Breslau: Unterhaltungsmusik. 1835 Friedrich Hussong: Politisches Theater". 19.05 Reportage. Hinter den Kulissen eines großen Wanderzirkus".( Am Mikrophon: Paul Elpper und Ernst W. Freißler.) 19.30 Programm der Aktuellen Abteilung. 20.00 Orchesterkonzert. Anschließend: Zeit, Wetter, Tagesnachrichten, Sport. 22.23 Sportarena Breslau: 25- Stunden- Rennen: Die Endergebnisse.( Sprecher: Anschließend bis 0.30: Tanzmusik.. Dr. Fritz Wenzel.) 0.30 Nachtmusik. Konigswusterhausen. 20.00 Von Breslan: Weihnachtsmusik. Berantwortl. Ur die Redaktion: Wolfgang Samars, Berlin; Anzeigen: Th. Glode, Berlin Berlag: Berwärts Berlag 6. m b S., Berlin. Drud: Borwärts Bud S bruderei und Verlagsanftalt Baul Singer& Co. Berlin 568, Lindenstraße 3. Sierzu 1 Beilage. GROSSES SCHAUSPIELHAUS Heute geschlossen! 3 Musketiere Regie: ERIK CHARELL. An belden Weihnachtsfeiertagen nachm. 3 Uhr ungekürzte Vorstellung in Originalbesatzung zu halben Preisen. Theater am Kottbuser Tor Kottbuser Str 6 Moritzplatz 16077 Weihnachts- Spielplan der Elite- Sänger An belden Felertagen nachm. 20.5 Uhr ungekürzte Vorstellung zu ermäßigten Preisen. Noch gute Plätze vorh. Vorverkauf ununterbrochen. Preise 0.40, 0.75, 1.00, 1.25, 1.50 M. usw. 5 Uhr CASINO- THEATER 8% Uhr Lothringer Straße$ 7. An allen Feierlagen& Uhr: Der neue Schlager! Famille Hannemann. Stürme der Heiterkeit und ein erstkl, buntes Programm Für unsere Leser: Hotel Stadt jutschein für 1-4 Personen Lemberg Käthe Dorsch Leo Schü zendorf Fauteuil nur 1.25 M., Sessel 1.75, Sonstige Preise: Parkett u. Rang 0.30 M Berliner Theater 1. Faleriag 3. Marietta Abends Dönhoff 170 Heute geschlossen! Morgen Uh: Ende 211 Uhr 2 193 L 2. Feiertag 5 Uhr Friederike Reserulart 10r Lessing- Theater Herrn Gaston. Regie: 18 Uhr Der Stern Forster Carrinaga der Weisen. 20% Uhr Der Planet Jupiter. Norden 10846 Heute geschlossen! Ab morgen tägl. 8% Chr Reichshallen- Theater Sonn- und Feiertags nachm. Das große Weihnach s- rogramm der Steffiner- Sänger Au beiden Feiertagen: Nachm.Vorstellung zu halben Preisen! Dönhoff- Brett: Das große Programm! Carl fraun, rnst Walter Eintrict 1 Mark Residenz- Theater Flies Roter to allbekannter Gute wie seit 25 Jahren Kinder 50 Pi. Mittwochs halbe Kassenpreise Ad.er Kgst 228 Blumenst.9 Schauspiel von Täglich Uhr An ermayer Trianon- Th. 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Dezember Charlie Chaplin in seinem größten Film: ZIRKUS" Auf der Bühne: Julius Fürst der Mann auf den Klötzen Diabona Pferde und Hunde- Dressur O.Iginal russische Balala kaKapelle Jean Davydoff Beginn: 3, 5, 7, 9 Uhr. Jugendliche haben Zutritt! Barnowsky- Bahnen Theater in der Königgritzer aße Täglich 8 Uhr Die erste Mrs. Selby mit Fritzi Massary Alfred Abel Kleines Ineat. Kammerspiele Merkur 1624 Täglich 8 Uhr D.1. Norden 12310 Heute gesch ossen. Tägliche Uhr Max Adalbert Désiré in Das Parfüm meiner Frau Komödie von Sascha Guitry. Regie Leo Mittler. Lustsp v. Leo Lenz Metropol- In. 84 Uhr Die Komödie An beiden FelerKomödienhaus 11 Bismck.2414/ 7516 tagen auch nachm. Täglich 8% Uhr Heute geschlossen. Das Land des Täglich 8 Uhr Der Hühnerhof mit Curt Bols Lächeins Vom Teufel geholl Vera Schwarz, von Knut Hamsun Richard Tauber Musik von Max Reinhardt Franz Lehár Regie. BettenFürst Gegründe 1908 Berlin- Neukölln, Hermannstr. 31-33 Biserne Bettstellen, Kinderwagen, Betttedern. 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Rellcks nahm ihr« beiden Puppen auf den Schoß, indem sie sie ernsthast„rmahiue, still mit zuzuhören. Und da dos Pänkchen eigentlich zu schmal wir, um zusammen drauf zu sitzen, mußten di« Kinder eng aMtiUlurrrucken, und Mereyntj« legte den Arm um?l«llekes Schulter: so würden sie gewiß nicht herunterfallen. Und so begann er: „Cts war einmal eine Witwe.. „Meine Mutter ist auch Witwe," unterbrach ihn Nellete. „So, aber diese Witwe hatte zwei Mädchen, und sie wohnte genau am Rand« eines großen und dunklen Walde,.. Sein Stimmchen klang geheimnisvoll durch das Halbdunkel des Schuppens, während hinter ihrem Verschlag dl« Ziege raschelnd einen Kohlstrunk knabberte. Mereymse erzählte mit vielen lrberflüsst.zm „und dann",„und dann", und sah stet« in die drei Gesichter der kleinen Lauscher, beobachtend, ob sie wohl auch die seltsamen Gc- schehnssse genügend miterlebten. Aber nur in Rellekes Gesichtchen sah er den Widerschein der Angst, der Freude, des Schreckens und der Zärtlichkeit, die abwechselnd die Abenteuer de» bunten Märchens heroorriefen. Und fo verlor sich sehr ball» sein Interesie für die Puppen, und er erzählte leise weiter, in die dunklen Traumaugen de» kleinen Mädchens blickend, das andächtig und schweigend lauschte und vertraulich an seiner Schulter lehnte. .. und dann war der Bär wieder eichzaubert. und er ver- wandeli« sich plötzlich in«inen Prinzen. Und dann heiratete er Schnreweißchen, und dann durfte Nasen rot mit ihrer Mutter tn dem Palast wohnen, und sie lebten all« sehr lange und glücklich, wohl hundert Jahre lang... Ist das nicht eine schöne Geschichte?" „Ja, herrlich," sagte sie voller Bewunderung.„Ost das wirklich passiert?" „Ja. sicher,, was dachtest du denn...? Ich habe es gelesen In einem Buch, das unser Arsaan aus der Schulbibliothek mitge- bracht tjat' „Standen da noch andere Märchen drin?" fragte Nelleke be» gierig. „Ja," antwortete Mereyntje, und er schwindelte: „Aber die Hab' ich noch nicht gelesen," denn er war der Meinung, daß«r nun lange genug erzählt habe. „Wir fanden es alle drei sehr schön," versicherte Nelleke dankbar und erhob sich, um ihre Puppen wieder in die Wiege zu legen. „Die hier heißt Trine," sagte sie, indem sie aus di« Puppe mit dem hölzernen Kopf zeigte.„Das ist auch eine richtige Bauerntrüie, he.... sie kann nicht mal ihre Augen zumachen... Aber sie ist dennoch auch sieb," sllgt« sie reuevoll entschuldigend hinzu,„sie kann doch auch nicht dafür, daß sie so ungelenkig ist, nicht?" Noch einmal sah Mereyntj« staunend die Vrettar und Der. zierungeu de» Puppenhauses an. chiiUer einem der Vorhänge stand ein Teil eines zerbrochenen gläsernen Leuchters, ein blauer Kande- laber, mit einer kleinen Schale am oberen Ende. Er zog«ine große gläserne Kugel aus seinor Tasche, ein Prachtexemplar von einer Kugel, mit grillenhast gewundenen Spiralen im Innern, weiß und gelb, und rot und blau. Er sah sie noch einmal mit zärtlichen Augen Unschlüssig an: es siel ihm schwer, von dem Prunkstück zu scheiden. Aber dennoch legte er vorsichtig die glänzende Kugel mit dem cherzea bunter Spiralen in die kleine Schale des blauen Kandelabers, lind schräg.zur umeren Seite hing nun ei» spritzendes Sternchen Sonnenlicht. „Gesollt dir das?" fragt« er. stolz auf seine Erfindung. „Ach. wi-nderbarl" antwortete Nelleke staunend. ,. Herrlich! Wunderschön!" „Na," sagte Mereyiuje edelmütig,„gut. Blosekriekske... du tonnst sie behalten für deine Wohnung." „Behalten? Wirtlich?" fragte Nelleke atmelos und ungläubig gegenüber dem Glück, das sie sast zu überwäliigen schien mit diesem nirstlichen Geschenk. „Ja. du kannst sie behalten!" „Oh! Oh! Mercyntje, das ist sein... Ich danke dir schön! Da bin ich aber froh, du!... Guck' nur, wie sie glänzt! Es ist genau ie eine Kugel, wie die großen Leute auch manchmal auf dem Kamin ">» einem Kandelaber liegen haben!..." lind sich plötzlich der Gewohnheit errnnernd, sagte sie schnell: „Wo, gegeben, ist gegeben, Darf man auch nicht wiedernehmen." Somit war nun die Kugel von Recht» wegen ihr unoeräußer- liches Eigentum geworden. Doch Mereyntj« fühlte sich etwas be- lcidigt, weil aus dem Hersagen des Reimes ein gewisses Mißtrauen in seinen Ernst sprach. So indisch war er nicht, daß er zurücknehmen würde, was er einmal gegeben hakte. Nelleke sah wohl an seinem Gesicht, daß er von ihrer Schlauheit wenig eingenommen war. Und um n wieder Mtzumachen, sagte sie schmeichelnd: „Nun gehört da» Puppeichgu« auch dir. ein hißchen wenigstens, nicht?" Und Mereyntj« fühlte eine seiisome Freude In sich aussteigen, denn nun tonnt« er ganz ahn« Reue seine für ewig verlorene Kugel betrachten. Ja. er versprach ihr sogar: „Ich werde noch mal etwa» anders» sür dein Puppenhau» mit» �ringen, he, Blosekrieske! Bist du dann froh?" ..O so. fein!" sie klatschte in die Hände, und Mereyntfe prahlte, gleich einem Aaböb. der Schätze verspricht: „Alls Tasten, die zerbrechen» und all« schönen Scherben, die ich finde, hebe ich für dich auf!" Da im sah er sich noch ein letztesmal in Siellekes seltsamem Museum um, noch einmal bestaunte er da« schlafende Misotje, noch einmal streichelt« er mit seinen oersiebten Augen die farbige Herr- llchkett seiner oerschenkten Kugel und schlug chr dann vor: „Wollen wir nun wieder zu deiner Mutter gehen?" .La, out," antwortete Rellek« und ließ den Schieber vor dem Schlupfloch herab. Nun verblich der goldenstradlende Glanz, der über all den aurgsstellten Kostbarkeiten gelegen hatte, und alle» wurde auf einmal grau und farblos. E>ne leise Enttäuschung kroch über Mereyntse» kleine Seele. » Ms Fliereflöter und Mereyntj« zahn Minuten später wieder auf dem Weg liefen, sahen sie sich noch oft nach dem klslnen Häuschen um. Nelleke stand an der Gartentür und winkte mit der Hind. Lebhaft schwenkte Mereyntj« seine Mütze zum Gegengruß. Aber er sah nicht dos Frauengesicht, das hinter den Gardinen üben den Weg blickte, und zu dem hin Fliereflöter. über seinen kleinen Freund hin- weg, lächelte. Dann kletterten sie den hohen Deich hinan, stiegen an der anderen Seit« wieder herunter und suhlten sich fremd, verlasten, nun sie das klein« weiß« Haus mit den oerwilderten Fliederbüschen nicht mehr sahen. „Ist sie nicht lieb, du. Fliereslöter?" Fliereflöter sah vor sich hin und sagte bestimmt: „Sic ist unbeschreiblich lieb, Mcrenytje. So kenne ich nicht viele." „Ich keine einzige," rief der kleine Junge begeistert. ,La," antwortet« Fliereslöter philosophisch,„das denkt man immer, bis man nachher wieder in«in anderes Dorf kommt. Dmn findet man dort wieder eine, die noch viel lieber ist... Was man hat, Mereyntj«, siehst hu, das ist meistens das Liebst« von allem... eine Zeitlang..., dann wird das andere, das m der Fern« liegt, viel schöner... und so geht es immer weiter." „Du kannst viel erzählen," sagte Mereyiuje, die Nas« in den Wind gerichtet.„Aber ich finde. Blole-kriekeke ist die liebste von der ganzen Welt." „Wer, sagst du?" fragte Fliereflöter, der mit seinm eigenen Gedanken beschäftigt war. „Nelleke," erklärte Mereyntj«.„Ich habe sie Blosekriekske getauft. weil sie solch« schönen roten Backe» hat. Bloseknekske... das ist dech«in schöner Name, nicht?" Und er wiederholte den Namen noch einige Mal« mit einem Gesichtchcn, ol» ob er etwas Süßes auf der Zunge schmeckt«. Flirre- slöter lachte und lobte: „Dos Ist wirklich ein schöner Name. Hast du den selber er- funden?" „Ich habe ihn Mutter zu Antje Lüks sogen hören." gab der Kleine ehrlich zu.„aber ich fand, daß er sür Nelleke so schön paßte." „Das stimmt" pflichtete der andere bei.„Und wie gefällt dir ihr« Mutter, Merenytje?" „Sie guckte häßlich genug, als wir kamen," meinte Mereyiuje. „Aber nachher war ste ziemlich freundlich. Es ist wohl eine guie Frau, glaube ich: du nicht?". „Sie ist eine herrliche Frau," rief Fliereflöter wiehernd, faßte Mereyntj« unter di« Arm« und schwenkte ihn herum, so haß seine Holzschuh« über den Weg flogen. Der Kleine brüllt« vor Freude, und als der übermütige Freund ihn wieder auf die Erde gestellt hatte, suchte er. mtt Tränen in den Augen vom schnellen Schweben, seine Holzschuhe. Und sobald sie wieder weiterliefen, nahm er das sprach von neuem auf: „Du hast für Nelleke sine schlafende Puppe mitgebracht, nicht, von der Foor m Antwerpen?" „Ja, schon vor einer ganzen Zeit." .Min richtiges Wunder ist die Puppe," erklärte Mereyntj?. „Gerad'. als ob sie lebt.... Was ist dos, Fliereflöter, die Foor in Antwerpen?" „Das Ist so etwas wie Kirmes, ober eine ganz große Kinnes, siebst du." „Kommst du dort noch mal hin?" Mereyntse sah ihn an,«in« Frage auf den Lippen, die er nicht auszusprechen wogt«. Aber Fliereflöter verstand ihn auch so schon. Lächelnd fragte er: „Dann soll ich gewiß sür dich auch was mitbringen?" „Oh, das wäre fein!" subelte der Kleine. „Auch so eine schlafende Puppe?" Mereyntje zog«in verächtliches Gesicht: „Ach, du bist wohl hier nicht ganz richtig?.. und er tippte sich mit dem Finger an die Stirn.„Ich bin doch kein Mädel!" �Fortsetzung folgt.) Kundenweihnacht in Rom Von Oskar Wöhrle Der leusei hole die Poesie der Landstroße! Zumal im Dezember, sei's auch im schneelosen Italien! Es war eine verdammt kalte Nacht gewesen! Nichts über sich sls abgelaubtes Buschwerk und fünftausend Sterne, aus denen gelblichtig die Welttälte tröpselt, und nichts unter sich als einen feuchten Straßen- graben, da hockt einem am Morgen nach dem Aufwachen der schönste Rheumatismus in jeder Gelenkkack)«!. Auch mein Korpus mach!« da keine Ausnahme, obwohl er damals erst siebzehnjährig war. Glieder- schwingend versuchte ich, di« aus der nächtlichen Lagerstatt steif- geworden« Marschmaschine wieder ordentlich in Gang zu bringen. Uebor dieser Arbeit wurde ich von einem Kunden«Ingeholt, der, wie sich bald nach der ersten Bequasselung herausstellte, mit mir das gleiche Ziel hatte: Rom, die ewig« Stadt. „Mensch!", sagt« er nach einer Weite,„wir müssen Volldampf aufdrehen und unsere Schwcißfüßc gehörig unter die Achseln nehmen, damit wir noch vor Abend hineinkommenl" „Warum diese Hast?" fragte ich blöderweise; denn mir war vor lauter Kohldampfschieben und Klinkenputzengehenmüsien vollkommen entfallen, daß es weihnachtete. „Ra," meinte auf meine Frag« der neue Gefährte iranisch,„laut grogocianilchem Kalender und laut allgemeiner Uedereinlunst ist heute auch uns Kunden und Handstraßenbrüdern der Heiland geboren. Au» diesem Grund« haben die sentimental besäumten Spietzengemüter die Spendierhosen an. Das kommt nur einmal im Jahr vor: deshalb müssen wir'» auenützen! Wenn wir vor acht in der Penne sind, haben wir Aussicht auf einen Schlafplatz. Zudem gcht's, wie zu vermuten steht, groß« SBescherungl Wer weiß, vielleicht fällt da ein paar Tritt- linge ab oder ein Paar wollene Socken. Zum mindesten aber etwas Solides für die Ptautze! Ich hab's in den Nerven: die deutsche Kolonie am Strande de» Tiber zeigt sich Heuer nobler als je!" Diese kameradische Rede, es läßt sich nicht leugnen, träufelte Kraft und Aorwärtsdrong in mein« vom mehrwöchigen Tippeln recht müd und mürb gewordenen Knochen. Die Aussicht auf etwas, dos man kriegen sollte, ohne darum erst iange treppauf, treppab zu rennen und fechten zu müssen, befeuerte Schustere Rappen! So zogen wir denn tatsächlich noch vor Einbruch der Nacht über den Tiberfluß, der dunstig im Dämmeniebel stand, heute fein Fluh, sondern ein Schlauch dampfenden Unrat». Wenigsten» schien es mir so: alles dampfgrau In dampfgrau, von der Farbe ausgeschütteten Zements, gn diesem Augenblick konnte die Welt gar nicht ander» aussehen al» grau: denn ich hatte Hunger. Dermaßen Hunger, daß meine Pupille keine bunte Farbe mehr vertrug. In der kundenpenne, im Aiale bei Pallin«, wurden wir von der Belegschaft mit lautem Halloh begrüßt, und da stellte sich heraus: mein Gefährte war niemand ander», al« der seines Reichtum« an Läusen wegen durch ganz Kundeneuropa berüchtigte„Lienenkönig". Diesen Abend machte er seinem Königsnamen alle Ehre und erwies sich mehr als nobel, indem er mir nicht nur Schlaf- und Essens- geld spendierte, sondern auch von Raniero, dem schwarzbärtigen Scheich der Penne, einen Doppelliter Roten nach dem andern aus- fahren ließ. Dieser Wein, jedesmal mit viel Stimmaufwand bestellt, zog die Nachbarn an, wie verschüttete» Zuckerwosser die Wespen, und bäld summte und brummte es um uns herum, daß keiner sein eigenes Wort mehr verstand. Still wurde e» erst, als der„Heiland" einen mtt Reisigzweiaen versehenen Besenstiel, dar durch einige tümerliche Weihnachtelichtch�n al« Ehristbaum ausgemutzt war. aus den mittleren Tisch stellte, „Silentium!" rief und dann, verlegen bald sein chrlstusmäßige» Haupthaar Zurückstrelchend, bald seinen nazarenerhasten Part zupfend, verkündete, uns Kunden«erde auch dieses Jahr große» Heil wider- fahren. Indem hernach der„Profesivr" das Weihnachtsevangelium verlese und dabei nicht versäume, es für unsere ausgedörrten Hunger- mägeii nahrhojtiglichst zu unterstreichen. Richtig, der geschaßte Prosesior kam und brachte einen Berg voller Kuchen und feinster Lackstaren mit. Derweil wir diese Köstlichkeiten deretts mit den Augen verschlangen und vor verhaltener Gier Speichel schluckten, hielt uns der Profax die Weihnachtsrede. Unvergeßlich war sie. Er sagte,«lr Kunden seien doch recht arme, überall geschyBte und gestoßene Gesellen. Gleich dem Christkindlein wüßten auch wir nie recht, wo wir unser Haupt hinlegen sollten. Das Kind zu Bethlehem se! in seiner armseligen Kripp« wenigstens von Ochs und Esel warm angeschnaubt worden. Uns Schattenwanderer aber träfe nur der Eisatem der Polizei oder der der keifenden Bürger. Aber wi/ sollten cd unserer Kümmernisse nicht ver-agen! Aus dem Zimmermann von Nazarcth, dem verachteten, sei der Heiland einer ganzen Well ge» worden. Eine glelche Mission hätten auch wir, wir, die Elenden und Ausgestoßenen! Cr hvsse, daß von uns allen, die wir hier un diesem Abend versammelt seien, kein einziger in dem Schlamme bleib«, in dem er sich augenblicklich befinde. Er hoffe, daß keiner untergehen ward«. Nein,«r hoffe, daß wir uns alle im Leben wieder«zurecht- fänden, jeder an seinem Ort, zu irgendeinem Tun. zu irgendeiner Arbeit. Dann sollten wir den Hebel ansetzen, um Platz zu schaffen für da» Reue. Dann sollten wir un« mühen, der Welt einen besseren Sinn zu gaben! Dieser Kuchen hier, dieser Abfall vom Tisch der Reichen und der Uebersatten, den er für un» zujawmengeschnorrt habe, dieser sollte un», wenn wir ihn nachher äßen, wie Feuer im Halse brennen. Nicht nur nachher beim Essen, sondern immer, als stete Mahnung, diesen Tag und seinen Sinn nie zu vergessen! Das sei seine Auslegung der Christuelegcnde! Möchten wir sie beherzigen? Diese Worte wirkten. Mehr als aller sonst bei solchen Gelegen- heilen allzu reichlich verstrichene gefühlvolle und erinnerungsträchtige Weihnachtesens. So verrottet die hier in diesem rauchstinkigen itulv- nischen Kellerloch versammelte Kimdens chaft im allgemeinen auch sein mochte, jetzt war sie von einem glühenden Finger angerührt und ssts ins Innerste getroffen worden. Gar mancher aus der Schar ließ sein Glas Wein unausgetrunken stehen und ging hinaus in die Nacht. Jetzt war der zementene Winterdunst des Abends �verflogen. Klar stand die Nacht und feierlich. Schwqrz rauschte der Tiber: jetzt kein Schlauch d«s Unräte mehr, sondern ein stummes, glälernc- Ba\b, di« hellen Wintersterne spiegelnd. Ruhe war über den Wanderern der Nacht und die Einsamkeit der schlafenden fremden Stadt, die keine deutsche Weihnacht kmnte. Im Zeichen der Armut Von Hans Hvan Der kurze Wintertag vergeht,— di» Nacht kommt und der Schneewind weht, und weit hinaus die Häuserreih'n— sind plötzlich voller Lichterschein.— Das ist ein Rennen, Drängen, Hasten:— die Menschen keuchen unter Lasten— und lachen doch! Ein jeder Blick— ist voller Lieb«, voller Glück—— am dunklen Himmel glänzt die Sonne— milltonensält'ger Wethimchtswonuc Da draußen aber vor dem Tor,— wo seltner schon die Häuser werden,— da bleibt die Nacht der schwarze Flor— und will und will nicht heller werden. Da wartet eine düstre Schar,— krank. hungrig, wie in her Narkose des Elends, blaß, mit feuchtem Häar— vor dem Asyl für Obdachlos«. � Nicht, wo ihr Weihnacht. wo ihr Baum ist,— die fragen nur. ob drln noch Raum ist?I— Sie warten still und ohne Klage,— d'e Kinder. Männer und dl« Frauen: nur tief tm Herzen bohrt die Frage,— wenn nach der Stadt sie rückwärts schauen:---„Uns hungert, friert--— Ihr seid Im Voll«:— glaubt nicht, daß wlr's euch nehmen wollen!— Doch kcmn'c euch sreu'n bei soviel Not?— Schmeckt euch, wenn Ihr dran denkt, das Vrot?— Seht her. es reicht euer Erbarmen— nicht einmal heute für die Armen!.. Blick in den Arbeitersport. 0 Das alte Jahr brachte Gesundung und Aufstieg! Arbeiter- Hockey. Ein Jahr Wiederaufbau. Schiele. Neben der allgemeinen Würdigung des Arbeifer-| gung gewesen. Etwa 30 Tennisvereine und-gruppen find zurzeit| Sommer Tennis und jetzt Tischtennis, Badminton, Heden und Handsports im abgelaufenen Jahr bringen wir Abhandlun- dem Arbeiter- Turn- und Sportbund angeschlossen. Die größten, ball spielen will, gibt feine Adresse an Karl Kobler, Berlin D. 34, gen über die jüngsten Zweige im Arbeitersport, dem unter ihnen Tennis- Rot Groß- Berlin, Tennis- Rot Groß- Hamburg, Beidenweg 63. Hoden und ganz besonders dem Tennisspiel Berlins cin Mittellungsblatt, die Arbeiter Tennis- Zeitung", herFreie Tennisvereinigung Dresden, haben gemeinsam unter Führung Zwei Sportarten, die noch bis vor kurzem ihre An- ausgebracht, das ab 1. Jamuar 1930 als Tenniszeitung des Arbeiter. hänger in der Hauptsache in bürgerlichen Kreisen Turn- und Sportbundes erscheint. Die Aktivität der jungen Arbeiterhatten, haben sich die Arbeitersportler erobert. tennisbewegung beweist nicht nur ihr rasches Wachstum- Tennis Ceistungsfähige Dereine und Mannschaften find ent- Rot Groß- Berlin hat beispielsweise im Jahre 1929 seine Mitglieder. ftanden; fie bieten jedem, der Hoden und Tennis spielen zahl mehr als verboppelt, sondern auch das vor kurzem vom will, oder auch aur passives Interesse daran hat, die Bundesspitelmart für Handballspiele rebigierte und unter Mitarbeit von Karl Kohler- Berlin und anderen herausgefommene Tennislehr. Möglichkeit, im Kreise freiorganisierter und freidenken- buch, das nicht nur gut geschrieben, sondern auch mit ausgezeichneten der Genossen seinen Sport zu pflegen. erläuternden Aufnahmen ausgestattet ist. Man soll in diesen Festtagen eigentlich nicht von Stampf und Kampfgeschrei reben, aber die alte biblische Phrase vom Frieden auf Grben und dem Bohlgefallen der Menschen paßt body gar zu menig mehr in infare aufgeregte 3eit lebarbies forgt schon der böse Nachbar dafür, daß selbst der Frommste nicht in Frieden leben fam. Aber der Chronist der Arbeiterbewegung von heute hat es weniger leicht, als sein Kollege der Vortriegszeit. Jener tonnie die Einigkeit im eigenen Lager rühmen und von Siegen über den äußeren Feind, ben reaktionären bürgerlichen Gegner berichten. Heute ist es umgekehrt, da steht der Feind im eigenen Lager und fucht die Front von innen zu zermürben; die Arbeiterschaft hat alle Mühe, sich dieser Marodeure zu erwehren. So muß auch der Chronist der Arbeitersportbewegung das zu Ende gehende Jahr leiber als ein Kampfjahr gegen den inneren Feind der Arbeiterklaffe registrieren. Aber er hat wenigstens die Genugtuung, von einer entscheidenden Niederlage der Meuterer und einer erfreulichen Gefundung der Bewegung berichten zu fönnen. Wenn man allerdings dem Siegesgeschrei der Beute glauben wollte, die von Mostau ihre geiftigen und materiellen Kriegsmittel beziehen, dann beständen die Arbeitersportverbände nur noch aus einem Häuflein verbürgerlichter Renegaten. Aber der Friedmann- Hejdu hat in der ungarischen Armee anscheinend der Kriegsnachrichtenabteilung angehört und dort das Wahrsagen" gelernt. Der Kampf ist längst ent schieden, und er hat der tommunistischen Meutererfront nicht einmal den Erfolg gebracht, den die bescheidensten Brophezelungen ihr zugesprochen hatten. Sie hatten doch so sicher mit dem Abfall der Fußballsparte gerechnet und haben nun erleben müssen, daß ste gerade von dort die schmerzlichsten Prügel bezogen. Mit dem Gewinn" von ein paar jämmerlichen Grüppchen in der Mart und in Mittel- und Westdeutschland müssen die Herrschaften die Kampagne abschließen. 99 Nun ist die alte Einheitsfront wieder hergestellt trog der Intereffengemeinschaft" ber fommunistischen Gegner. Und so wird as bleiben. Ehrliche Arbeitersportler, die anfangs im Jrrium befangen, den Spaltern gefolgt waren, tehren zurüd zur alten Fahne. Das tommende Jahr wird diesen Reinigungsprozeß zu einem guten Ende führen. Es zeugt von einer. gefunden Konstitution der Arbeitersportbewegung, daß fie trog innerer und äußerer Krise ftch boch bebeubend vorwärts entwickeln tonnte. Dazu bat gewiß nicht zuletzt der große Nünberger Massenaufmarsch beigetragen, her nicht nur dem veranstaltenden Bunde, sondern der Gesamt bewegung fehr viel Sympathien eingebracht hat. Daneben hat es an Propagandatätigteit in den anderen Verbänden nicht gefehlt. Die Arbeiterradfahrer haben barin besonders Wertvolles geleistet, was ihnen ein halbeshunderttausend neue Mitglieder zu geführt hat. In aller Stille hat sich der besonders hart bedrängte rbeiterathleten bund ein sehr schönes Bundesheim mit Lehranstalt errichtet, das in seinem neusachlichen Stile eine Zierde feiner Umgebung ist. Die Naturfreunde haben wieder einige feiner Umgebung ist. Die Naturfreunde haben wieder einige neue Stätten der Erholung geschaffen, von denen das Haus im Erz gebirge das Gauses Sadyfen und das neue Berliner aus am edersee, das im Sommer fertig wird, besonders genannt fein mögen. Beide Häufer tönnen mit ihrer Einrichtung als Dor. bildlich für ihre Zwede bezeichnet werden. Die große Beipziger Sehranstalt hat burch Neuherrichtung eines neuen Blazes eine meripolle Erweiterung erfahren. Auch die übrigen, hier nicht be. sonders genannten Verbände können sich einer quien Entwidung erfreuen. Von totalen Erfolgen feien die ber Arbeiter jamariter febend erwähnt. Die Kolomme hat sich im Ausbau ihres Rettungsdienstes auf den martischen Gewässern ganz hervor. ragende Berdienste erworben, es sei nur auf ihre Einrichtungen am Tegeler See hingewiesen. Die Rüdtehr ganzer 2btet Iungen Don Abirünnigen zeigt, daß die gesamte bundestreue Bewegung in Berlin recht gesund ist. Das erfreut am meisten, denti es eröffnet für die Zukunft besonders gute Aussichten. Auch die Internationale marschiert! Wie im Reiche, so geht es auch in der Internationale vorwäris. Dem hat Mostau so gut wie nichts entgegenzufezen. Im eigenen Lande rückt der staatlich bevormundete Sport Immer enger an die bürgerliche Front heran, wie das durch den Trabersport erst fürzlich aller Welt demonstriert worden ist. Aus Norwegen ist ben Moskauer Diftatoren ein deutliches ,, Hände weg!" zugerufen worden, und in Frankreich haben ihre Anhänger es glüdlich so weit gebracht, das der Arbeitersport bedeutungslos geworden ist. In der Ischechoslowatei ist die abgespaltene, anfangs sehr starte Gruppe zu einem politischen Distutierklub herabgefunken, mur einige Fußballtrümmer zeugen von der einstigen Herrlichkeit, Kampf wird auch in Zutunft unferer harren, aber as foll ein Kampf für die Mehrung der Arbeiteriport bewegung sein. Dazu erbitten wir die Unterstügung aller ehr lichen Klassengenossen und aller überzeugten Sozialisten. Mit ihrer Hilfe werden wir auch im kommenden Jahr rustig vorwärts sdyretten. Das neue Jahr fei uns gegrüßt! Tennis als Arbeitersport. Wie es entstand und wurde. Die Aktivität der Arbeitertennisbewegung bemeist weiterhin die bis heute in der Bundespresse und in der Arbeitertenniszeitung geführte Diskussion über eine Reform der Zählweise im Tennisspiel. Biel ist für und wider geschrieben, aufgegriffen und verworfen worden. Und mürbe es zu feiner Reform gekommen sein, so wäre schon allein diese Aussprache ein gewaltiges Plus. Aber es murde abgeändert, wenn auch mit Borbehalt. Die Säge follen nicht mit zwei Spielen im voraus und mindestens sechs Spielen, sondern schon mit sechs Spielen gewonnen sein. In den sogenannten ,, Kurzfäßen" glaubt man die Lösung gefunden zu haben. Berlin mit dem Zentralverein für Tennis und Hoden TennisRot Groß- Berlin" und den Tennisspielern der Freien Turnerschaft Groß- Berlin stellt das Hauptfontingent der Tennisspieler im Arbeiter: Turn- und Sportbund. Ueber ein Fünftel der Teilnehmer an Bundesturnier in Nürnberg waren Berliner, der 1. Kreis BerlinBrandenburg veranstaltete ein Werbespiel zum Reichs- Arbeitersporttag und die Freie Turnerschaft Groß- Berlin ein freisoffenes Turnier tag und die Freie Turnerschaft Groß- Berlin ein freisoffenes Turnier zu ihrem Jubiläumstag. zu ihrem Jubiläumstag. Tennis- Rot eröffnete feine Turniere Pfingsten mit einem Spiel gegen Kottbus im Lichtenberger Stadion, übte planmäßig seine Nürnbergfahrer und schloß die Saison mit einem Turnier mit Hamburg im Friedrichshain. Außerdem waren die Tennis Rot- Spieler zu Turnieren in Magdeburg und Kottbus. die Tennis Rot- Spieler zu Turnieren in Magdeburg und Rottbus. Der Winter zingt die Tennisspieler wieder zum Ergänzungssport, denn Berlin hat leiber noch feine städtische Tennishalle. Hockey, Handball und Badminton wurden als Winterspiele aufgenommen. Wintersport und theoretische Weiterbildung vervollständigen den interbetrieb. Nach der Gründung der neuen Abteilung Weißenfee ist Tennis Rot in neun Berliner Bezirken vertreten. Jimerfort Laufen Neuanmeldungen ein. Die zur Verfügung stehenden Biäze reichen nicht ous; allein im Westen könnten sofort mehrere Arteilungen gegründet werden, wenn städtische Pläße zur Verfügung ständen. Tennis ist Arbeitersport geworden, aber es fehlen die Tennisplätze. Ber im Handball Die Feiertagsspiele. | Bor etwas mehr als einem Jahr war es, als die damalige „ Märkische Spiel- Bereinigung für Hoden glaubte, burd) einen Beschluß alles in einer Hand zu haben und den Bund zwingen zu fönnen, nur ihre Wünsche und Richtung anzuerfennen und gleichzeitig alle die Aucharbeitersportler ala Friedmann stüßte, die für den Bundesvorstand nur Berhöhnung und Berleumdung übrig halfen. Der Beschluß, zum alten Kartell zu stehen, wurde gegen nur fünf Stimmen( Freie Turnerschaft Groß- Berlin) gefaßt. Man fälschte das Resultat und täuschte Einmütigkeit vor. Etwa 400 Spieler bildeten den damaligen Organisationstreis, 35 Mitglieder der Freien Turnerschaft stieß man von sich. Diese fleine Anzahl aber nahm mit Mut die Bundesarbeit in Berlin auf: Der Bezirk Offring der Freien Turnerschaft ward geboren! Der Athletik- Sport- Club fand den Weg zum Bund zurüd. Immer neue Bezirke der FTGB. nahmen das Hockeyspiel auf. Auch der Sportnerein Moabit fand trog verzweifelter Gegenwehr der noch in seinen Reihen wühlenden KPD.- Belle den Weg zum Bund zurück. Heute fönnen die Bundesmitglieder bereits wieder auf einen Bestand von 25 Mannschaften rund 300 Mitglieder buchen. Und was ist es mit der alten Herrlichkeit? Wo ist das einstige Gebilde hingeraten? Ganze Mannschaften verfielen der Auflösung, Dußende von Spielern wanderten. Nicht etwa aus, nein, ins bürgerliche Lager: Die Bolkstümlichkeit der alten Bewegung ward zerschlagen. Was übrig blieb ist eine streng kontrollierte KP Filiale, der jede Lebensmöglichkeit genommen ist. Das Bundesfest in Nürnberg liegt hinter uns. Die Berliner und die Kreismannschaft hat ihre Feuerpobe glänzend bestanden: Die gegen früher bedeutend verbesserten Leipziger Spieler zwei Leipziger Bezirksmannschaften wurden verdient mit 6: 0 und 6: 2 bestegt. Der erste Streis führt nach wie vor. Der Hockeysport, das Spiel mit dem fleinen Ball, ist besonders ein geeignetes Wintertraining oder ein Erfassport für den Tennisspieler und Leichtathleten. Benn es auch etwas tostspieliger ist und eine schnelle Auffassungsgabe für den Einzelspieler verlangt, so hat es doch proletarische Gemeinschaftsarbeit und Mannschaftsgeist für die Arbeiterschaft erobert. In allen Teilen Groß- Berlin ist es möglich, Anschluß an Hockenspieler des Arbeiter- Turn- und Sportbundes zu finden, Bereinen und ein Engler. zelnen Mannschaften steht der Weg zum Bund offen. Allen Interessenten steht mit Erfahrungen und Auskünften gern zur Verfügung Käthe Fahrenwald, Berlin, 3orndorfer Str. 13. Neues vom Radrennsport. Noch einmal: 6 Tage in Berlin. Das 22. Berliner Sechstagerennen bildete bekanntlich für die Veranstalter eine so gute Einnahmequelle, daß sie schon damals den Termin des„ Drelundzwanzigsten" festlegten. Aferim März steigen. Eine Vorstandssigung des Berbandes Deutscher Radrennbahnen beschäftigte sich fürzlich u. a. mit bieſer Termin frage und beschloß, den Antrag des Sportpalastes in der im Januar stattfindenden Hauptversammlung zu unterstützen. Das Spielprogramm der Arbeiterhanbballer ist gut befeigt. Am 1. Feiertag stehen sich im Gesellschaftsspiel Freie Sport vereinigung Nowawes und FTGB. Often in Nomawes, Priesterstraße, gegenüber. Um 11 Uhr spielen die Jugendmannschaften, um 12% Uhr die Frauenmannschaften, um 13 Uhr die zweiten Männermannschaften und um 14 Uhr die ersten Männermannschaften. Eiche Köpenid spielt auf ihrem Vereinsplaz in Köpenick, Wendenschloßdings soll es nicht, wie es zuerst vermutete, im Januar, sondern erst straße, um 10 Uhr mit der Jugendmannschaft gegen FTGB. Webbing 2 und um 14 Uhr mit der zweiten Männermannschaft gegen FIGB.- Oberfpree 1. Am 2. Feiertag haben im 1. Begirt FTGB.- Oberfpree und Freie Turnerschaft Ertner um 14 Uhr in Oberschöneweibe, neben dem Freibad, ein Sertenspiel zu absolvieren. Gesellschaftsspiele: FIGB. Neuföln spielt im Neuköllner Stablon um 14 Uhr mit der Frauenmannschaft gegen FIGB.- Wedding und um 15 Uhr mit der Jugendmannschaft gegen FIGB.- Rosenthal Freie Turnerschaft Bornstedt spielt am Orte um 10 Uhr mit ber Jugendmannschaft gegen FTGB. Siden und 13% Uhr mit der ersten Männermannschaft gegen Fußballklub Oberipree 1. Bormärts. Fennigsdorf hat um 14% Uhr in Hennigsdorf, Waldsportplay, FTGB- Pantom zu Gaste. Schenkendorf spielt um 15 Uhr in Schenfendorf gegen Freie Turnerschaft Boffen. Luckenwalde Frisch Auf- Friedrichshagen. In der B.Klaffe der Serienringfämpfe 1929/30 trajen als erste genannte Bereine aufeinander. Genau wie in der A- Klasse entpuppten fich auch hier die Luckenwalber als äußerst starte Kampf mannschaft, denn mit dem haushohen Resultat von 23: 5 murben Die Friedrichshagener geschlagen. Wenn auch beide Mannschaften mit allzuviel Straft rangen, weil ihnen noch die erforderliche Technit eines erstklassigen Ringers fehlt, so ist doch damit zu rechnen, daß beim nächstjährigen Kreiswettstreit im Herbst ben sonst stets vorne endenden Ringern so mancher Nachwuchsringer schwer zu schaffen machen wird. Etwas für Frauen! Im Berlauf der Tagung empfahl der Vorstand den Mitgliedern des BDR. auch weiterhin allen Radsportverbänden, sowie der Solidarität" ihre Bahnen für die sportlichen Wettbewerbe zur Berfügung zu stellen. Auch zur Frage der Neuregelung der Wettfahrbestimmungen für Berufsfahrer wurde Stellung genommen. Der Sportausschuß des BDR. hat nämlich beschlossen, hier einige Aenderungen vorzunehmen, ohne vorher Bertreter des BDR. bzw. der Deutschen Rennfahrer- Bereinigung zu hören. Die Borstandssigung des DRV. schlug eine neue Fassung vor und empfahl diese dem Sportausschuß des BDR. zur Annahme. Inzwischen haben sich auch die Rennfahrer mit dieser Angelegenheit beschäftigt. Es wurde erneut der Standpunkt vertreten, daß der Sportausschuß des BDR. feine Befugnis hat, von sich aus Wettfahrbestimmungen der Berufsfahrer zu ändern oder aufzuheben. Eine endgültige Beschlußfassung hierüber bleibt der im Januar stattfindenden Hauptversammlung der Rennfahrer vorbehalten. Der Errichtung von Radsportschulen und damit der Nachwuchsförderung soll, so wurde auf der BDR. Lagung hervorgehoben, erhöhte Aufmerksamkeit und Unterstügung zugewendet werden. In der Frage des Rollenabstandes bei den Dauerrennen wurde verfügt, baß die Abstände bis auf 20 3entimeter herabgemindert werden können, ba man sich von der Zulassung der geringen Abstände fampfreichere Rennen verspricht. Damit geeignete und tüchtige Rennfahrer in ben Länderfämpfen den deutschen RadSport ehrenvoll vertreten, vergibt der BDR. diefe Beranstaltung vom nächsten Sommer ab. Bundestreue Vereine teilen mit: Immer mehr bricht sich die Erkenntnis Bahn, daß auch die Frau und Mutter Gymnastit für thre Gesundheit braucht. Besonders im Arbeiterhaushalt ist wohl mit das Wichtigste, daß die Hausfrau gesund und lebensfroh ist. Da ist 3 med gymnast it und Sport nach der Tagesarbelt ber beste Ausgleich um Körper und Gelst FE6B., Ditzing. Alle Cislaufinteressenten treffen sich am 1. Feiertag um frisch, gesund und widerstandsfähig zu erhalten. Der für Frauen 10 Uhr Sportplan Friedrichshain zum Training. Ruberverein Borwärts". Mittwoch, 25. Dezember, 18 Uhr, Weihnachtsfeier und Mädchen über 25 Jahre notwendige Uebungsstoff wird in Im Bootshaus. Besonders die Arbeitslofen werden um ihr Erscheinen gebeten. geeigneter Form in nachstehend verzeichneten llebungsstätten bundes. FTGV., Beztek Charlottenburg. Am 1. Feiertag, 10 Uhr, treffen fidh alle treuer Turn- und Sportvereine Groß- Berlins gepflegt; alle Frauen Mitglieder det Männer und Fußballabteilung bei Jamin, Sophie Charlotte, Cde Totsdamer Straße, zur Besprechung fehr wichtiger Angelegenheiten. Gäste und Mütter, die gesund und widerstandsfähig bleiben mollen, merden hevalid) eingeladen, gebeten, sich einer ber nachstehenden Abteilungen anzuschließen: Beziristartell Felebrichshain. Die Startelleisbahn auf beut Sportplas Cintrittstation fur Rattenmitglieber nut an Friedrichshain ift eröffnet. Sportverein Moabit: Dienstags 20 Uhr, Quisom folgenden Stellen: Prestaurant Bufo, Siffiter Str.; Sportgentvale, Rönigs Straße 115. rbetterfportverein Schöneberg.rteberger Str. 5: afdrifteftelle bar GB., Sichtenberger Str. 8 und in ber Rastelgeschäftsstelle. Repaler Sin. 28, bei R, Sermann. Kostenlose Unter meifung im kunifant. Seben Tag Konzert Gintritt Conntags 20 f., wojen taga 10. Kinder 5 Bf, Karten Hur tar Vorverkauf. Montag. 6. Januar. Generalversammlung des Bezirksfaritus. Berichte. Reumahlen. nachtsfeier. m 1. Feiartan, Beibuantswaldlauf vom Untle beforal Genbeldt, Rene Rzeugallee, Gde Parkstraße. CC. 2 Belhnachtsfelcziga. 18 Uhr, fut Barabiesgarten, Trep'om, Weih Sallentraining der Männer Freitag, 3. Sannat Nicht äußere Merkmale, sondern das Bemußtsein Arbeiterben au: Donnerstags 20 Uhr, Ebersstr. 7. Freie Turner sportler zu fein, und neuer Geist, der wohl das Ueberlieferte fchaft Groß- Berlin: Abteilungen Babbing II: Dienstags, annimmt, aber abandert und feinem 3wed anpaßt, unter- Banfitr. 18; Bantow: Montags, Neue Schönholzer Straße; Buch: fcheidet die junge Arbeitertennisbewegung vom Dienstags, Botal Bange; Hermesort: Montags, 17. Bolteschule, bürgerlichen Tennisbetrieb, Freiherr von Stein- Straße: Nordring II: Donnerstags, Ilsenstr. 17; Often II: Montags, Rigaer Str. 8; Lichtenberg: Mittwochs, Holtelſtr.;: 25. Dezember, 10 Uhr, gidifpielhaus Renfollit, Sergite. 147. Freie Schwimmer Groß- Berlin, e. B. Beihnachtsfelern ber Gruppen, New Oberspree: Donnerstags, Rubower Straße, Knabenschule; Südostberg, 25. Desember, 20 Uhr, bei Wegener, Frankfurter Alee 236. Friebrichs Siemensstabt: Treptow: Dienstags und Freitags, Bouchéstr.; Süden II: Montags, bain: 25. Dezember, 18 Uhr. Rellers Feitfäle, Stoppenste. 20. Oberspree unb Nautöln, Kaiser Friedrich- Str. 4, Freitags, Neukölln, Berliner Rövenida 23. Dezember, 20 Uhr, bei Beenne, Köpenid, Gartenstr. 61. Straße 10; Reutölin II: Dienstags, Reutöln, Leffingstraße; Brig: Freie Anderer- Bereinigung 1913. Sigung 10. Sanuar, 20 Uhr, int Mallett Steiner, Faltensteinftr. 49. Weihnachtsfeier am- 1, feiertag um 18 We in Donnerstags, Baradenschule. Anfang überall 20 Uhr. Ctransicion Oberfönewelbe. Wie der Arbeitersport überhaupt nach dem Striege mit der Anlage städtischer Sportpläge start geworden ist, so ist auch Arbeiter tennis mit städtischen Tennisanlagen entstanden und gemadyfent. Am Juli dieses Jahres sind zum ersten Dale die Tennisspleier des Arbeiter Turn. und Sportbundes in Nürnberg zu einem deutschen Turnier zufammengefommen; unerwartet groß ist die Beteilt26. Dezember, 10 Uhr. bet Commer, Ronnendammollee. Sichten Der Anschlag auf den Vizekönig. Roch feine Festnahme der Täter. = Neu- Delhi, 24. Dezember.( Eigenbericht.) Ueber das auf den Sonderzug des Vizekönigs von In dien in der Nähe von Neu- Delhi versuchte Attentat werden folgende Einzelheiten bekannt: Die Bombe war zwischen zwei Eisenbahnschwellen versteckt und mit einem 150 bis 200 Meter von den Schienen entfernten Kabel verbunden, das von dort her zur Explosion gebracht wurde. Der Attentäter ist unr fannt entfommen. Die Bombe ze störte eineinhalb Meter des Schienenstranges sowie die umliegenden Eisenbahnschwellen, beschädigte den Speisewogen des Sonderzuges und verlegte einen Kellner, die einzige Person, die sich zur Zeit der Explosion in Speisewagen befand. Der Anschlag erfolgte so nahe der Station Neu- Delhi, daß die zum Empfang des Vizekönigs am Bahnhof befindlichen Menschenmengen den Knall der Explosion hörten, ihn jedoch zunächst wegen des herrschenden Nebeis für ein Signal hielten. Das Attentat war gut vorbereitet und wurde mit großer technischer Sachtenntnis ausgeführt. Der Borfall hat in Delhi große Erregung hervorgerufen. Ban polizeilicher Seite werden fieberhajte Anstrengungen gemacht, um des Täters habhaft zu werden. Erfolglose Verhandlungen Gandhis mit dem Bize: fönig. 3ndiens Mindestforderungen. Delhi, 24. Dezember. Die Sinnlosigkeit des Attentates. Der mißglüdte Anschlag auf den Bizefönig von Indien wird in allen indischen Kreisen einschließlich der maßgebenden Führer auf das entschiedenste verurteilt. Ghandi, der in Neu- Delhi zum Zwecke der Beratung mit dem Vizekönig über die Gewährung des Dominionftatus eingetroffen war, erklärte, daß der Anschlag den Uusdruck eines sinnlosen Hasses darstelle. Nehru und der Präsident der gesehgebenden Bersammlung, Patel, haben an den Bizefönig einen gemeinsamen Brief gerichtet, in dem sie ihrem En tlegen über den Anschlag auf das Leben des Bizetönigs Ausdruc geben. Das einzige Ergebnis der beiden Anschläge, so meint man ia führenden indischen Kreisen, werde eine neue Erschwerung der Haltung der konstitutionellen Führer des indischen Volkes darffellen. Spitzelarbeit? London, 24. Dezember. ,, Daily Mail" meldet aus kaltutta: Der Bürgermeister von Raltutto, Sengupta, sprach auf einer Versammlung ironisch ,, non der unvermeidlichen Bombe, die immer dann erpin biert, wenn Indien im Begriffe ist, einen tühnen politischen Schritt zu tun". Er sagte, seiner Meinung nach handele es sich bei dem Attentat auf den Vizekönig um eine Beranstaltung der Polizei Ghandi und andere Führer der national- indischen Bewegung Italienisches Dorf ausgebrannt hatten heute eine mehrstündige Besprechung mit dem Bizetönig, die sich auf die Verfassungsreform in Indien bezog. Jnfolge der Meinungsverschiedenheiten in der Hauptfrage, nämlich wann Indien eine Autonomie nach Art derjenigen der britischen Dominions erhalten solle, kam es zum Abbruch der Besprechungen. Der Zentralausschuß als Bertreter der gesamten gesetzgebenden Gemalt Indiens legte der Reformfommission Simons einen Bericht nor, in dem eine formelle Erklärung des britischen Barlaments verlangt wird, wonach Indien in vollem Um= fang das Statut eines Dominions zugebilligt wird. Gleichzeitig menden unverzügliche mesentliche Maßnahmen gefordert, mo durch den indischen Brovingen in liberaler Weise Autonomie ge. währt und festgesetzt wird, daß die indische Regierung der gesetz, gebenden Zentralgemalt verantwortlich ist. Diese Ansprüche werben als die Mindestforderungen Indiens bezeichnet. Man rechnet mit der Möglichkeit, daß Ghandi und Pandit Motilal Nehru dem Nationalfongreß den Rat geben werden, das Angebot des Bijefönigs abzulehnen und ihre Teilnahme an der Londoner Konferenz jn verweigern. PROGRAMM für die Zeit vom 24. bis 26. Dezember BTL Potsdamer Straße 38 Der große Lustspielschlager! Anny Ondra in Das Mädel mit der Peitsche mit Werner Fuetterer Siegfried Arno 100 Einwohner obdachlos. Irient, 24 Dezember. In der vergangenen Nacht ist die Gemeinde San Giorgio bei Arco einem Großfeuer zum Opfer gefallen. In einem Wohnhause war ein Schornsteinbrand entstanden, der mil erschreckender Schnelligkeit um sich griff. Sämtliche Häuser der Gemeinde find niedergebrannt. Feuerwehr, Soldaten und Miliz verfuchten, das Feuer einzudämmen, doch waren infolge des heftigen Sturmes und der reichen Nahrung, die das Feuer an zahlreichen Futtervorräten fand, alle Anstrengungen vergebens. Die Helfer mußten sich infolgedeffen darauf beschränken, die Dorfbewohner zu fonen find infolge des Brandes obdachlos geworden. reffen, wobei zwei Soldaten Berlegungen erlitten. Etwa 100 per Snowden und Graham im Haag. Die britische Regierung wird quf der Haager Konferenz durch Schaßfanzler Snowden und Han delsminister Grahami pertreten fein. Snowden und Graham werden von London am 2. Januar abreisen. Früchte der„ Opposition". Am Weihnachtsbaum der Fabrifarbeiter. Au in diesem Jahre gab die Drtsverwaltung Berfin des Fabrikarbeiterverbandes Sammellisten heraus, um aus deren Extrag, ben invaliden und arbeitslofen Mitgliedern eine Weihnachtsfreude zu machen. Fürchtet die Opposition, daß durch derartige Sammel sien der Berbände tie Geldsammlungen der KBD bzw. ihrer neutralen" Werbefaffen beeinträchtigt werden, oder hält man auch schon die praktische Solidarität in dieser Form für spießbürgerlid", turzum, die Opposition lief gegen die Sammlung der Fabiit. arbeiter Sturm und suchte sie zu bontottieren. Der Erfolg ist, daß diesmal nur 9000 M. zusammenfamen ane statt 11 000 m. im vorigen Jahre, so daß anstatt 20 M. diesmal nur 17 Marf als Höchstfag ausgezahlt werden konnten. Wenn die Opposition bei den Januarwahlen im Berbande ihre revolutionären" Theorien samt den dazugehörigen Kandidaten empfiehlt, dann werden insbesondere. die arbeitslosen und invaliden Mitglieder, die feinen Pfennig befommen hätten, wenn es nach der Oppofition gegangen wäre, fich auch dieses Erfolges" er innern, den die Opposition errungen hat. Kaufmännische Ausbildung als Radfahrer. Was Eltern beachten müssen. Fie Firma Kraftwagen- und Flugzeug zubehör G. m. b. H." hat eine eigenartige Auffassung über ihre Bilichten als Behrherr. Die Firma scheut sich nicht, faufmännische Lehrlinge ausgiebig mit Botengängen und Radfahr diensten zu beschäftigen. Von einer regelrechten Ausbildung ist dabei natürlich teine Rede. Bom Zentralverband der Angestellten in höflicher Weise darauf aufmerksam gemacht, daß die Firma den Lehrlingen gegenüber nach dem Handelsgesetzbuch Verpflichtungen in der Ausbildung hat, meiß sie dem 3d2. gegenüber nur folgendes zu erwidern: ,, Die Art der Beschäftigung und Ausbildung unserer Lehrfinge ist ausschließlich unsere Angelegenheit. Wir haben genügend Erfahrung in der Ausbildung von Lehrlingen, benötigen teine Ratschläge von dritter Seite und lehnen jede Einmischung ab." Daß die Ausbildung der Lehrlinge ausschließlich Augelegenheit des Lehrherrn ist, stimmt nicht. Die Eltern der Lehrlinge sind mindestens ebenso sehr daran interessiert wie der Lehrherr. Jedenfalls dürfte es sich nicht empfehlen, daß Eltern ihre Kinder bei diesem Unternehmen in die Lehre geben. Wetter für Berlin: Leicht bewölkt und trübe mit Schneefällen und Milderung des Frostes; östliche Winde. Für Deutschland: Im Nordosten noch falt und meist trocken, im Südwesten weitere Bilderung mit einzelnen Niederschlägen. Im übrigen Deutschland verbreitete Schneefälle mit ansteigenden Temperaturen. KINO- TAFEL Welt- Kino Woch. 5.45, 7. 9.05 Alt- Moabit 99 Stgs. 3, 5, 7, 9 Uhr Karriere mit Charlie Chaplin Der fliegende Teutel von Texas mit Hoot Gibson Jugendliche haben Zutritt Charlottenburg Schlüter- Theater An beiden Feiertagen ab 315 Uhr Schlüterstr. 17 W 6.30. 9U. Sig. 3U, Jg.3 Rheinstraße 14( Ander Kais- Eiche) Der Bund der Drei mit Jenny Jugo u. Das Mädel a. d. Tanzbar, 8 Akte An beiden Feiertagen ab 3.15 Uh Odeon, Potsdamer Str. 75 Str.75 Die Konkurrenz platzt mit Harry Liedtke u Das wilde Blut, Abent. in 5 Akten An beiden Feiertagen ab 3.15 Uhr. Jugendliche haben Zutritt Turmstraße 12 Der große Lustspielschlager! Das Mädel mit der Pelische mit Anny Ondra, Werner Fuetterer, Siegfried Arno An beiden Feiertagen ab 3.15 Uhr Alexanderstr. 39-40 ( Passage) Den ganzen Tag geöffnet Die Konkurrenz platzt mit Harry Liedtke u. Das wlide Blut, Abent. in 5 Akten An beiden Feiertagen ab 3.15 Uhr Jugendliche haben Zutritt Friedrichstadt Die Kamera Enter den Linden 14 Chaplin. Varieté.- H. Lloyds liebe Schwiegermama.- Streng vertraul. Heiligabend von 3 bis 11 Uhr. Rin- Tin- Tins schwerster Sieg, 7 Ak. Süden Th. am Moritzplatz Beginn: W. ab 3 Uhr, Stg. ab 3.45 Uhr Fran im Mond mit Willi Fritsch, Gerda Maurus Jugendliche haben Zutritt Nachtbesuch am Geheimtresor mit Ma- Li Rich. Talmadge Das grüne Monokel Wilmersdorf Atrium Beba- Palast Kaiserallee, Ecke Berliner Straße Wochent. 7, 9.15, Sonnt. 4.30, 7, 9.15 Vorverk: 11-2 u. ab 5, Stgs, ab 1. und 2. Feiertag: 4.30, 7, 9 15 Pal und Patachon im Rakelenomnibus Auf der Bühne: Imanow; Meisterjongleur Syd Fox a. Tilly Ray, Exzentrik Schöneberg Mariendorf Mariendorfer 1. u. I. 3 U. lug.- Vorst. Lichtspiele Bühnenscha Chausseestraße 305 Schweigen im Walde mit W. Dieteric Die Goldmine von Santa Fé mit Tom Mix Filmeck Südosten Beg. W. 5.30, S. ab 3 U Bühnenschan Skalltzer Straße, am Görlitzer Bahnho! Zirkus Pat und Patachon Bühne: 5 internat, Varieté- und Zirkus- Attraktionen Jugendliche haben Zutritt Anf. W. 62, Alhambra Beg W. 6-30.15. Luisen- Theater Sonne 3 U. schöneberg Hauptstr. 30 S. ab 3 Uhr Mein Fimmelreich m.Vilma Banky Ueber'n Sonntag lleber Schaiz Bühnenschau früher Titania( ut. Schöneberg Hauptstraße 49 Beginn ab 3.00 Uhr Bräutigam mit 100 PS. Rintiniin, der König der Wildnis Jugendliche haben Zutritt Friedenau Friedenauer Lichtspiele Kalserallee 111( hundertel) Wochtg. 6.30 0.9 Uhr, Sonntg. 3.7 u. 9 Uhri Einlas jederzeit 3 U. Jug Beginn: 3 Uhr Jugendvorst), 5 7 und 9 Uhr. Heiligabend geschlossen Die lachende Grille mit Lya Mara Lustiges Belprogramm Passage- Lichtspiele Kronen- Lichtspiele Unter den Linden. 22( Passage) Das große Lichtspielhaus der City Beginn ab 2 Uhr Zentrum 6082 Die große Zirkussensation: Vier Yeatel Das Radiomobliboot Weidenhof- Lichtsp. An der Weidendammbrücke Friedrichstr. 136 Woch. 12, Sonnt. 3 U. Die große Zirkussensation: Vier Teatel Das Radiomobilboot Moabit Artushof- Lichtspiele Film- und Bühnerschap Perieberger Str. 29 und Stendaler Str Frühlinggauschen m, W. Dieterle Zur Strecke gebracht Bühnenscha Rheinstr. 65 Woch. 7, 9, Sonnt ab 5 U Wer wird denn weinen, wenn man anseinandergeht mit Dina Graila. H. Halm Der Straßensänger von Venedig Steglitz Titania- Palast Reichenberger Str. 34 Bühnenschau Buster Keaton, der Filmreporter Rintiniin König der Wildais Jugendliche haben Zutritt Stella- Palast Köpenicker Straße 11-14 Beginn der ersten Vorstellungen: Wochentags 5.30, Sonntags 3 Uhr Kasseneröfinung, Stunde vorher Das Schweigen im Walde mit Wilhelm Dieferie Belprogramm Bühnenschau Jugendliché haben Zutritt Beginn an beiden Weihnachtstagen 3 Uhr Film und Urania- Theater Bahne Wrangelstr 11, Köpenicker Brücke Woch. 7, 8 und 9 Uhr. Stg. 3, 5, 7, 9 Uhr Spion von Odessa Susanne im Bade 3 Babnen- Attraktionen Neukölln Primus- Palast Steglitz. Schloßstr 5. Ecke Gutsmuthsstr Hermannplatz 1 und 2. Feier ag ab 4 Uhr Vorverkauf 11-2 und ab 5 U. Die weiße Hölle vom Piz Pala Jugendliche haben Zutriti Südwesten Film- Palast Kammersäle Taitower Str Excelsior 1.2. Feiertag ab 4U.1 Jugdl. haben ZutrittKaiser- Friedr.- Str. 191 Bühnsnschau Nordosten 19 Elysium" Brävilgam mit 100 PS. Rintinfin, der König der Wildnis Prenzlauer Allee 56 Stern, Hermannstraße 49 1. und 2. Feiertag Beginn 3 Uhr Tonfilm: Drei Freunde Das große Tonfilmbelprogramm Osten Germania- Palast Frankfurter Allee 314 Wochentags 6 Uhr, Sonnabd.5% Uhr, Sonntags 3 Uhr Das große Festprogramm: Zirkus mit Charlie Chaplin Ausgewähltes Beiprogramm Internationale Varietéschau Jugendliche haben Zutritt 1. und 2. Feiertag ab 3 Uhr Luna- Filmpalast Gr. Frankfurter Str. 12T Ehe in Not mit Evelyn Holt Kintop vor 20 Jabren Auf der Bühne. Hermann Pichs Comenius- Lichtspiele Memeler Straße 67 Wochent. 6, Sbd. 5, Sonnt ab 3 Uhr Docks von New York mit G. Bancroft Wie Madame befehlen mit Ad. Menjou 2. Feiertag 2 Uhr Jugendliche haben Zutritt Concordia- Palast Andreasstraße 64 Babnenschau Die Sünden einer schönen Fran Vorsicht, Zwangsjacke! Auf der Bühne: Liliputaner- Weihnachts- Revue Kosmos- Lichtspiele Lichtenberg, Lückstraße 70 Film und Bühne S. 3 U. Jug- Vorst Wochentags 5 Uhr Der gewaltige Ton- u. Sprechfilm: Atlantic Welßensee Schloßpark Film- Bühne Berliner Allee 205-210 Varietéschau Ehen zu Dritt mit Elga Brink Das Prärichote! mit Tom Mix Norden Alhambra Bühnenschau Müllerstraße 136, Ecke Seestraße PROGRAMM für die Zeit vom 24. bis 26. Dezember Gesundbrunnen Alhambra" Badstraße 58 Menschenarsenal Bühnenschan Weibergeschichten d. Captain Lash Ballschmieder- Lichtsp. Badstraße 16 Große Bühnenschau Katharina Knie mit Carmen Bont Bräuligam mit 100 Ps. Auf der Bühne: 4 Menaros Humboldt- Theater Badstraße 16 Bühnenschan Das Mädel mit der Peitsche mit Anny Ondra Der verliebte Reporter Kristall- Palast Katharina Knie mit Carmen Boni Prinzenallee 1-6 Beiprogramm Skala- Lichtspiele Schönhauser Allee 80 W. 6, Stg. 4.30 U. Sein bester Freund m. Harry Piel Die Posträuber von Arkansas Colosseum Wigs. ab 5.30 Uhr Sigs. ab 3 Uhr Schönhauser Allee 123 Rosen blühen auf dem Heidegrab Beiprogramm Bühnenschau Prater- Lichtspiel- Palast Kastanienallee 7-8 Katharina Knie mit Carmen Boni Bräutigam mit 100 Ps. Varieté Pankow Tivoli, Pankow Berliner Straße 27 W. 6.30 U., Sbd. 3.30 U, Stgs. 4 U Unschuld mit Käthe von Nagy Beiprogramm Bühnenschan Niederschönhausen Bühnenschau Film- Palast NiederWochentags 5,30, Sonntags 4 Uhr Unschuld mit K. v. Nagy Belprogramın Bühne: Grust! Beer, Grete Lilien Elektra- Palast Wiesen-, Ecke Kösliner Straße Die Straße der verlorenen Seelen Bühne: Revue, Spaß muh sein Gala- Lichtbühne Usedomstr. 14 Anf. 6, 8.30. S. ab 5 U. Fran im Mond( Regie: Fritz Lang) Beiprogramm Jugendliche haben Zutritt Noack's Lichtspiele Zwischen 14 und 17( Sexualno!) Brunnenstraße 16 Karriere mit Charlie Chaplin Bühne: Russ Gesangs u. Tanzrev Friedrichsfelde Wtg. 5 U., Stg 4 U Blankenburger Straße+ schönhausen W. 6.30, 9 U. Stg, 4.30, 6.45. 9 U. G'schichten aus dem Wiener Wald Abenteuer mit Ch. Chapli Jugendliche haben Zutrit Reinickendorf- Ost Bürgergarten- Lichtsp. Hauptstraße 51 Film- u. Bühnenschau I. und II: Jugendvorstellung Der Günstling von Schönbruna mit Lil Dagover Belprogramm Bühnenschau Tegel Filmpalast Tegel Bühneeschau Lund IL 20 Jugendv Bahnhofstr. 2 W.6, 812. Stg. 414, 6, Die Welt In Flammen Die große Ehe in Not Weihnach'süberraschung! mit Elga Brink, Walter Rill Beginn der ersten Vorstellungen: Kino Busch Beginn täglich Pharus- Lichtspiele Wochent. 7 U Sonnt ab 4.45 U. Ehe in Not( Ehen zu dritt mit Elga Brink, Alired Abel Belprogramm Bühnenschau Am 2. Weihnachtsfeiertag 2 Uhr Drities Sonderkonzert, Dafos Bela Alt- Friedrichsfelde und 45 Uh Müllerstraße 142 Vater und Sohn m Harry Lied ke Geheimnis der Höllenschlucht mit Gibson Niederschöneweide früher 1. und 2 Feiertag Elysium( m- Palest) 1. und 2. Feiertag ab Uhr Kukuk ab 4 Uhr Das Mädel mit der Peitsche Kottbusser Damm 92 Bühnenschau Hasselwerderstraße 17 Bühnenschau mit Anny Ondra Hochverrat mit Gerda Mauras Napolcon( Auf St. Helena) Der Bund der Drei m. Jenny Jugol Revue: Schönewelde sicht Kopf! Kennst du das kleine Haus am Michigansee? mit Teddy Bill W.5% U. Stg. 4 U I und II. 2U. Tugendvorstell Die weiße Nacht in der Unterweli von San'a Paxie Die Goldmine mit Charlie Chaplin Jugendliche haben Zutritt Rialto" Film u. Bühne Reinickendorier Str. 14 iam Wedding Sein bester Freund mit Harry Piel Vogelfrel mit Tom Mix Bühnenschen Union- Theater Hauptstraße 3 Beg. Wtg. 8 U. Stg. 5, 7.30 Nachiwelt mit Anna May- Wong Der Draufgänger mit Syd Chaplin Hennigsdorf Filmpalast Berliner Straße, 59 Das proße Eröfnun fspro ramm Bobby, der Benzin/ unge Menschenarsenal mit B. Buras Bühne: 2 Scwalds Akkordion- Virince