Nr. 149. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts S 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 30. Juni 1891. fache Daten vor. Diese Aufzeichnungen reichen zurück bis zum Jahre 1871: damals gingen die ersten Nachweisungen von Hamburg über die deutsche Auswanderung Zum bevorstehenden Quartalswechsel eröffnen wir ein neues nach überseeischen Gebieten ein. Es ist auch sozialpolitisch Abonnement auf den Vorwärts Berliner Volksblatt mit dem „ Sonntagsblatt" al3 Gratisbeilage. Unser Blatt ist das Zentralorgan der deutschen Sozial demokratie. Jeder Genosse und vor allem jeder Berliner Genosse muß es als seine Pflicht betrachten, das Zentralorgan seiner Partei zu halten. Die Unterstützung der gegnerischen, auch der fogenannten parteilofen Presse heißt im Kampfe dem eigenen Feinde die Munition liefern. Im Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir sofort nach der in den nächsten Tagen eintretenden Beendigung des Romans: „ Die Falkner von St. Vigil" von Robert Schweichel einen interessanten sozialen Roman von John Law, welcher in packender Weise die Thätigkeit der Heilsarmee in den untersten Schichten der Londoner Bevölkerung schildert. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 k. für das Quartal Mk. entgegen. Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonne. ment rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des von hoher Bedeutung, über diese Vorgänge sich kurz zu unterrichten. Expedition: Beuth- Straße 3. im Jahrzehnt 1821-30 auf 8000 Personen " " " " 1831-40 177 000 1841-50 485 000 1851-60 1130 000 1861-70 970 000 " " " " " " " " Zusammen 1821-70 2 770 000 Personen. Dazu kommen nach den amtlichen Erhebungen für die Zeit 1871-80 595 151 Personen 1881-89 1 189 720 Bufammen 1821-89 4 554 871 Personen. Man beachte wohl! In dem halben Jahrhundert " " E3 Die famose Erklärung des Fürsten Bismarck, daß die Deutschlandsmüden ihrem Vaterlande den Rücken kehrten, weil es ihnen daheim zu gut gehe, aus lauter Wohlständigkeit und Prosperität, hat bei verständigen Leuten sofort die gebührende Heiterkeit erregt. Es ist eine Binsenwahrheit, daß die Unzufriedenheit mit den heimischen Bu- 1821 bis 1870 wandern 2770 000, in den neunzehn ständen, das Bestreben, die drückende materielle Lage zu Jahren 1871-1889 1 784 871 Menschen aus. verbessern, daß der dringende harte Kampf ums Dasein trafen also auf ein Jahr in der ersten Periode 55 400, auch die zähesten Bewohner des Deutschen Reiches, die in der zweiten dagegen 93 940 Personen. an der Scholle Klebenden, die Landleute, Bauern und Von der Auswanderermenge des Beitraums 1871 bis Landarbeiter, in die Ferne treibt. Es ist in diesen 1889 gehörten 56,45 pCt. dem männlichen, 43,55 pCt. Blättern bereits mehrfach der Nachweis dafür er dem weiblichen Geschlecht an. Von den Bestimmungsbracht worden, daß gerade die Ackerbau treibenden ländern blieb Nordamerika das bevorzugte. Wie in Bezirke und unter diesen in erster Linie die ofstelbischen einem vor einiger Zeit in den„ Conrad'schen Jahrbüchern Gegenden, wo der Großgrundbesitz vorherrscht, wo der für Nationalökonomie und Statistik" veröffentlichten AufGegensatz zwischen Kapital und Landwirthschaft am schärfsten satz mitgetheilt wird, zog die Union von der deutschen sich ausgebildet hat, die größte Zufuhr von Auswan- überseeischen Auswanderung an sich Prozent: derern nachhaltig liefern. Je mächtiger sich der Kapita- 1871 lismus in unserem Wirthschaftsleben entfaltet, desto deut- 1872 licher spiegelt die Auswanderungsziffer die periodischen 1874 Schwankungen des industriellen Zyklus wieder. Jede 1875 Krisis ist einer Springfluth vergleichbar, die Tausende an 1876 80,26 eine ferne Küste schwemmt, in der Heimath alles ver- 1877 83,05 wüstend. Zu den ökonomischen treten die mit ihnen innig Welche Kontingente gerade die ostelbischen Provinzen verwandten politischen Erscheinungen: macht die Reaktion stellen, zeigen die Jahresdurchschnitte für Ost- und WestVielen das Leben schwer, so ergreifen sie den Wanderstab. preußen, Pommern und Posen einerseits verglichen mit Was das Hungerjahr 1847 und die schmähliche Zeit nach Westfalen, Hessen- Nassau und Rheinland andererseits. Sie der Niederwerfung der 1848er Revolution in der Geschichte betrugen in der überseeischen Auswanderung zu bedeuten hat, mag die einfache Thatsache beweisen, daß nach den Feststellungen von Roscher und Jannasch im Jahre 1847 aus Deutsch„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. and 110 434 und 1854 251931 Perſonen nach den Die Deutschlandsmüden. 1878 . 97,24 1878 S 84,18 1885 95,32 95,55 1879 92,44 1886 94,64 " 93,25 1880 9 97,10 1887 96,25 . 94,19 1881 . 97,23 1888 95,79 90,45 1882 • • 97,69 1889 93,54 1883 . 96,25 1871-89 95,44 1884 97,04 1871-80 1881-85 1886-90 Ost- und Westpreußen Pommern 7049 17 658 6429 18 975 13 303 7.223 Bosen 6429 18 975 7 223 Westfalen 1406 4645 2051 Hessen- Nassau 2167 6 396 3 204 Rheinland 1721 6 463 4037 Das Junkerthum bleibt im Lande, die geschundenen Vereinigten Staaten auswanderten, während der Jahresdurchschnitt für die Zeit 1830 bis 1843 blos 22 000 betrug. Wie R. M. Smith mittheilt, waren aus Großbritannien 1824 nur 14 805 Personen ausgewandert. Die gewerbliche und gelegten Bauern ziehen über's Meer. Krisis von 1826 trieb die Ziffer bis zu 103 140 in 1832. Die amtlichen Mittheilungen über die deutsche über- Von da bis 1845 war der Jahresdurchschnitt 45 000. seeische Auswanderung sind ziemlich reichhaltig. Die in Die irische Hungersnoth von 1846 steigerte die Bahl bis der Statistik des Deutschen Reiches veröffentlichten Ueber- zu 368 764 in 1852. sichten stützen sich auf Anschreibungen, die in den deutschen Die Zahl der gesammten überseeischen deutschen Häfen, ferner in Antwerpen, Amsterdam und Rotterdam Auswanderung für die Zeit von 1821 bis 1870 wird erfolgen. Auch aus französischen Hafenplähen liegen viel Feuilleton. Nachdruck verboten.) [ 97 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Saweichel. geschätzt Welche koloffale Mengen deutscher Volkskraft gehen dem Vaterlande verloren! Nur eine soziale Reform, welche die Heimath liebenswerth macht, indem sie der Masse ein menschenwürdiges Dasein gewährt, kann Wandel schaffen. Er hatte den Ausgang der Angelegenheit im Stern ab- paar tausend Gulden, die ich hab' ersparen können, hab' ich gewartet. Als er des Kuraten ansichtig wurde, machte er einem sichern Mann in Bruneck übergeben. Der Schein große Augen, sagte aber gleich:" Schau, der geistliche Herr geht auf Deinen Namen und Du kannst das Geld von ihm Bruder! Das ist christlich, daß Sie gekommen sind; der erheben, wann Du willst." Vater wird sie in diesen schweren Stunden nöthig haben, Jerg nützte die Anwesenheit des Kuraten aus, um sein wenn's nicht gar zu spät ist. Er hat die letzten Tage über Ultimatum für die Zukunft abzugeben. Was der Klostergar kuriose Gesichter gemacht, und fort ist er auch. Wenn bauer zu thun gedächte, wüßte er nicht. Er zöge mit Liſei ihm nur kein Unglück zugestoßen ist! In solchen Tagen auf die Mühle; dorthin aber könnte er deren Bater nicht thut sich einer leichtlich ein Leid an." mitnehmen. Seine eigenen Leute wären ihm schon Last Hannes, der seine Bosheit nicht ahnte, zerstreute seine genug und überdies böte die Mühle keinen Raum für den zärtlichen Besorgnisse. Lisei aber erschrak nachträglich. Klosterbauer. Hannes kam ihrer Frage zuvor. Er wäre dem Vater unterwegs begegnet und sie wären versöhnt. Mit einem" So wäre ja alles in Ordnung und wir können Wegen ihres Vaters brauchte er keine Sorge zu haben; freudigen Aufschrei warf Lisei sich in die Arme des Bruders. einen neuen Baum vor die Säge schieben," meinte Jerg er hätte sein gutes Herz so hinlänglich kennen gelernt, daß „ Und jetzt erzähle mir, wie es mit dem Klosterhofe trocken. er nichts von ihm verlangen würde, versette Lisei voll so weit hat kommen können; ich habe den Vater danach Er hatte an diesen frischen Baum schon gedacht; Bitterkeit. nicht fragen mögen," sagte Hannes, und Lisei erzählte. denn sobald er erkannt, daß der Klosterhof nicht zu So wäre ja auch das in Ordnung," sagte er ruhig. D, wie wohl es ihr that, Alles, was seit ihrer Verhei- halten war, hatte er sich, wenn auch mit Grimm im Lisei ging in die Schlafkammer, aus welcher der Vater rathung auf ihr gelastet hatte, dem Bruder zu vertrauen. Herzen, mit seiner Zukunft zu beschäftigen angefangen. noch nicht wieder zum Vorschein gekommen war. Aber sie schoute Jerg dabei, so viel sie vermochte und Sein Plan war einfach. Hatte der Vater ihm bereits die Hannes schnellte seine Tabaksdose hastig zwischen schwieg über das Bekenntniß, das er im Rausche abgelegt Landwirthschaft abgetreten, so sollte er nun ein gleiches mit Daumen und Beigefinger umher. Jerg's Aeußerung hatte hatte. der Schneidemühle thun und sich ganz zur Ruhe setzen. Er ihn empört; aber er schwieg, weil er fühlte, daß es sonst Unterdessen fand auf dem Landgericht die Versteige hatte auch sofort darauf hingearbeitet und war häufig nach zwischen ihm und Ferg zum Bruche gekommen wäre, was rung des Klosterhofes statt. Die Amtsstube war gedrängt der Mühle gegangen. Der Müller hatte sich hartnäckig er um Lisei's willen vermeiden wollte. voll Menschen; aber es befanden sich nur zwei Bieter unter gesträubt, Afra aber den Ausschlag gegeben. Wozu und Mein gutes Herz!" begann Jerg wieder. Das ist ihnen: der Verwalter der Wagenbühler'schen Konkursmasse für wen er sich noch länger plagen wolle? hatte sie ihn ge- wohl nichts, daß ich dazu geschwiegen hab', daß" mich der und Eckschlager. Der Verwalter bot elftausend Gulden, den fragt. Um ihretwillen etwa? Sie brauchte und wollte Ambros zeitlebens entstellt hat?" Er strich sich das Haar Betrag der hypothekarischen Schuld, und Eckschlager nichts. Es war ihr alles gleichgiltig, bis auf das eine aus der Stirn, sodaß seine Narbe sichtbar wurde. einen Gulden mehr. Der Hof wurde ihm zuge Gefühl, das in ihrem Herzen fort und fort brannte. Ihr schlagen. Der Alte zählte die Kaufsumme auf den Tisch Mann wußte es nur zu gut, und kummervoll gab er nach. und ließ den Besigtitel auf seinen Sohn ausfertigen. Bevor er jedoch den Kontrakt mit seinem Sohne abgeDie Uebergabe des Klosterhofes sollte in vier Wochen erschlossen, hatte er eine Reise nach Bruneck gemacht und bei folgen. seiner Zurückkunft seiner Frau ein Papier gegeben. Jerg brachte die Nachricht davor if den Klosterhof." Heb's sorgfältig auf," hatte er ihr dabei gefagt. Die " 1 Verdienste, die wir an uns selbst rühmen, hören auf Berdienste zu sein," entgegnete Hannes und nahm eine Prise. Uebrigens vergißt Du, daß meine Schwester Dir die Narbe mit dem Verzicht auf ihr Lebensglück bezahlt hat." Jerg verzog höhnisch den Mund, was er aber sagen wollte, schnitt Hannes ihm ab, indem er aufstand und, mit Die Laffalle'schen Schriften haben heute nur dann für die Parteigenossen einen größeren Werth, wenn dieselben in einer entsprechenden kritischen Bearbeitung erscheinen, wie das bei der Herausgabe derfelben durch den Parteivorstand- deren erstes Heft Ende dieser Woche erscheint der Fall ist. Dem Bernehmen nach verbreiten einige Parteikolporteure| mann am Kragen packt, der Polizei vorwerfen, fie lockere| leidigungsklage keine Gelegenheit bot. Aber erfahren wollte die im Pfau'schen Verlag in Leipzig erscheinende Ausgabe den Respekt von dem Eigenthum. sie, ob etwa ein Wissender, ein Beamter, dem Blatte MitLassalle'scher Schriften. Wir empfehlen unseren Genossen theilung gemacht habe. Der Präsident der Eisenbahndirektion in ihrem eigenen Interesse, auf die Anschaffung dieser Ausgabe hüllt sich noch immer in Schweigen: Die Bochumer Bebas Zeugniß des verantwortlichen Redakteurs den Einsender Die preußische Eisenbahn- Berwaltung stellte deshalb an das Frankfurter Gericht das Ersuchen, durch zu verzichten, da dieselbe keineswegs dem Zweck entspricht, trügereien könnten, soweit sie im Spiel ist, ebenso gut in zu ermitteln, da zu vermuthen wäre, daß ein Beamter der mit einer Herausgabe der Laffalle'schen Agitationsschriften China verübt sein. Wir halten es für unmöglich, daß dieses unter Verlegung der ihm dienstlich obliegenden Ververbunden sein muß. Schweigen etwas Anderes ist, als eine Art von bureau- schwiegenheit die Korrespondenz verfaßt, also ein Disziplinarfratischem Zeremoniell. Die amtliche Weisheit liebte es vergehen begangen hätte. Das Amtsgericht und das Landeinst, in stolzem Unfehlbarkeitsbewußtsein hoch über dem gericht lehnten diesen Antrag zunächst ab. Das Obersündhaften und dummen Menschengeschlecht zu thronen und Landesgericht aber stieß den Grundsay, den es 1889 in gleichmüthig drein zu schauen, auch wenn die Welt in einem ganz analogen Falle aufgestellt hatte, daß nämlich Trümmer zu gehen drohte. Heutzutage ist das Unfehlbar- der Zeugnißzwang der deutschen Straf- Prozeßordnung auf Wie schon durch den veröffentlichten Prospekt bekannt gegangen. Man liebt es aber noch, sich den Anschein der Un- geleitet seien, keine Anwendung finden könne, wieder um keitsbewußtsein ja doch wohl gründlichst in die Brüche ge- Disziplinaruntersuchungen, die von den Verwaltungen einworden ist, wird dieser Herausgabe eine längere Einleitung vor- fehlbarkeit zu geben. Klug ist jedenfalls diese vornehme und wies das Amtsgericht an, nach dem Wunsch des Eisenausgeschickt, welche sich mit dem Lebenslauf und der Ent- Gleichgiltigkeit nicht, auch wenn sie blos Schein ist oder bahn- Präsidenten zu verfahren. Dem Zeugnißzwang ist nun nicht wickelung Laffalle's und den Ereignissen befaßt, die auf seine gewissermaßen ein Attribut der Würde. Durch ein kräftiges nur der verantwortliche Redakteur der Frankf. 8tg.", der den öffentliche Thätigkeit bestimmend einwirkten. Hierbei kommt und offenes Wort wäre dem Zweifel und Mißtrauen zwar Einsender nicht kannte und der Resfortredakteur, der gleichbisher noch gänzlich unbekanntes Material zur Veröffentlichung. fein Ende gemacht, aber doch eine Grenze gesteckt wordenfalls außer Stande war, eine bestimmte Person als EinDes weiteren handelt es sich darum, den Schriften überall Er- man hätte einen festen Grund geschaffen, über den der Argwohn sender namhaft zu machen, unterworfen worden, er wurde läuterungen beizufügen, die dem Leser der Jetztzeit Aufklärung sich nicht hätte herauswagen können, während er jetzt in auch auf drei weitere politische Redakteure, auf die verüber die Vorkommnisse geben, welche die einzelnen Schriften her- nirgends auf Widerstand stößt, überall Stoff und Nahrung Feuilletons, auf den Leiter der Verwaltung und sogar auf einem bodenlosen Sumpf herumbohrt und stochert und antwortlichen Redakteure des Handelstheils und Ein anderer hochwichtiger Zweck der geplanten Herausgabe den Privatsekretär des Herausgebers ausgedehnt. Damit ift, die praktischen Vorschläge Lassalle's für die Lösung der sozialen besser berathen: auch ihr sind Schienen mit Bochumer weitere Ladungen bevorstehen. Die württembergische Staatsbahn- Verwaltung war da ist die Sache aber noch nicht beendet, denn es sollen noch Probleme vom Standpunkt der vorgeschrittenen Erkenntniß der Stempeln geliefert worden( nach der Fusangel'schen Liste Partei kritisch zu beleuchten und in das richtige Licht zu setzen. am 22. November 1876), allein wir wissen nun, daß diese Endlich wird dafür Sorge getragen werden, daß die zahlreichen Stempel gefälscht waren und daß die württembergische Druckfehler und Irrthümer, die sich im Laufe der vielen Auflagen Staatsbahn- Verwaltung um die Bochumer Praktiken nicht in bie einzelnen Schriften geschlichen, in der neuen Ausgabe nicht gewußt hat, daß sie betrogen worden ist. Von der enthalten find. preußischen Bahnverwaltung wissen wir das nichtbank dem Schweigsystem, welches sie so hartnäckig beobachtet. und daß wir es nicht wissen- denn das Geschreibsel der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" will garnichts besagen, das ist sicherlich nicht im Interesse der preußischen Staatsbahn- Verwaltung. vorriefen oder auf die ihr Inhalt Bezug nimmt. Diese turze Darlegung zeigt, daß die offizielle Ausgabe der Lassalle'schen Schriften durch den Parteivorstand sich wesentlich von derjenigen im Pfau'schen Berlag unterscheidet und daß nur bie erstere den Zweden der Partei entspricht.*) findet. Politische Webersicht. waltung mit den Schienenlieferungen einiger zustimmen, wenn sie am Schluß dieser Mittheilung sagt: Wir können der Frankfurter Zeitung" nur rückhaltlos Wenn die bloße Annahme einer Verwaltung, ein Zeitungsartifel enthalte Mittheilungen, die nur durch den Bruch der Amtsverschwiegenheit in die Deffentlichkeit gekommen fein könnten, wenn die auf solche Annahme gegründete Disziplinaruntersuchung gegen Unbekannt" genügt, den ganzen bedrohlichen Apparat des Zeugnißzwangs gegen das ganze Personal einer Zeitung durch die ordentlichen Gerichte in Anwendung bringen zu lassen, giebt es da noch eine Anonymität in der Presse, ist da noch das Geheimniß der Redaktion vor täglichem Einbruch sicher? Diese Fragen seien vorerst zur Erörterung gestellt; wir verneinen sie, indem wir die Verantwortlichkeit für solche Zustände Denen zuweisen, die sie vor fünfzehn Jahren auf sich genommen haben, den Herren Nationalliberalen, die das Gut der nationalen Rechtseinheit durch den Zeugnißzwang gegen die Presse verunziert und verunstaltet haben." Rönig Stumm hat in einer Rede vor seinen UnterDie Erklärung der württembergischen StaatseisenbahnVerwaltung ist noch insofern bemerkenswerth, als in der selben ein Bassus vorkommt, welcher besagt, daß die VerWerte ungünstige Erfahrungen gemacht Berlin, 29. Juni. und infolge dessen die Uebernahmebedingungen 1879 verIn welchem Umfange die Bochumer Praktiken schärft habe". Es wird dadurch bestätigt, daß die Praktiken bie deutsche Industrie geschädigt haben, das läßt sich noch des Bochumer Werkes auch auf anderen Werten im thanen seine allerhöchste Unzufriedenheit mit einigen Begar nicht berechnen. Fest steht, daß die deutschen Eisen- Schwange sind, wir es nicht mit lokaler und Stimmungen der neuen Novelle zur Gewerbe- Ordnung Ausund Stahlschienen in der ganzen Welt diskreditivt sind und sporadischer, sondern mit allgemeiner und systematischer bruck gegeben. Er darf nicht mehr, wie es bisher auf daß an Bestellungen des Auslands auf Jahre hinaus nicht Korruption zu thun haben. seiner Fabrik üblich war, den zweiundeinhalbtägigen, sondern zu denken ist. nur noch den eintägigen Lohn als„ Ordnungsstrafe" einWie die Enthüllung der Baare'schen Praktiken auf die Die Kreuz Zeitung" giebt jetzt zu, daß die Ge- behalten. Da aber Strafe sein muß, und die Verhängung Aktionäre der Bochumer Werke und überhaupt auf die treidezölle das Korn vertheuern. In ihrer Nr. 294 einer nur eintägigen Hungerkur für den Sünder zu milde kaufmännische und finanzielle Welt Deutschlands gewirkt vom Sonnabend, Abendausgabe, schreibt sie im Leitartikel wäre, so fündigt Stumm den Arbeitern seines Werkes an, hat, das ergiebt sich aus der Thatsache, daß die Aktien Getreidemangel und Kriegsgefahr":" Würden gegenwärtig daß er die betreffenden Ordnungswidrigkeiten in Zukunft dieser Werke, die voriges Jahr 280 standen, jetzt auf die deutschen Getreidezölle ganz aufgehoben, so würden die mit einer Entlassung von vier oder fünf Tagen be 113 gefallen sind, und der vollständige Ruin der Preise bei uns etwas fallen, auf dem Welt strafen werde. Noch über einen weiteren Ein Bochumer Eisen- und Stahlwerke von den Betheiligten markte etwas steigen, bis die Ausgleichung eintritt." Nun, griff des Gesetzes in seine patriarchalische Gerechts ernsthaft ins Auge gefaßt wird. nicht blos etwas", sondern sehr beträchtlich, d. h. so ziemlich fame ist Stumm ergrimmt: Die Ueberwachung des Es wäre nicht unmöglich, daß der Gedanke, den um den Betrag der Kornzölle werden die Preise fallen, und Privatlebens" der Arbeiter und die Ahndung eines Privat Staat zur Uebernahme der Werte zu veran jedoch sehr wenig, da Deutschland doch nur einen kleinen Stumm weiß sich zu helfen. Er hat vielleicht von seinem die Weltmarktpreise werden allerdings auch etwas" steigen, vergehens durch Ordnungsstrafen ist künftig verboten. Aber laffen, demnächst auftauchen würde. Jedenfalls haben die sozialistentödterischen Herren Theil des Weltmarktgebietes bildet. Theil des Weltmarktgebietes bildet. Indeß, immerhin Kollegen Baare gelernt, wie- Gefeye geflicht werden, und Großkapitalisten jetzt eine vortreffliche Gelegenheit, ist es ein sehr werthvolles Bugeständniß, daß die„ Kreuz- so erklärt er, daß er die Zuwiderhandlungen im Privatfich mit der Expropriation der Expropriateure" zu bes Beitung" die seit Jahren so hartnäckig bestrittene Preisleben gegen seine Anordnungen künftig mit Verwarnung schäftigen, und die Frage zu studiren, ob die Gesellschaft teigerung durch die Kornzölle jetzt zugiebt. Als und Kündigung ahnden werde. Wer aber während eines nicht zu ihrer Selbſterhaltung, und um sich vor der Kuriosum sei noch erwähnt, daß das Junkerblatt in dem Jahres keine Verwarnung erhalten hat, soll 5 Mark geProfitwuth und den Spitbübereien der nämlichen Artikel als wirksames und wirksamstes Heilmittel schenkt bekommen und kann sich dafür ein Viertelloos der privatkapitalistischen Großindustrie gegen Getreidemangel im Kriegsfalle" bie- Silber Afrikalotterie kaufen. retten, zur„ Expropriation" der Baare und Konsortenie hierdurch das Wunder herbeigeführt werden soll, ist die unbequemen Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung umwährung" oder Doppelwährung empfiehlt. So zeigt Stumm allen Fabrikanten im Reiche, wie ste gezwungen sein könne von der strafrechtlichen freilich das Geheimniß der Kreuz- Beitung" Berfolgung ganz zu geschweigen. freilich das Geheimniß der„ Kreuz- Beitung" und wird es gehen können. Dafür sitt er auch im Staatsrath. Bur Charakteriſtik der Baare und Konsorten sei be- auch bleiben. merkt, daß die Presse derselben gegen die Blätter, welche Herr Eugen Richter ist jetzt schon genöthigt, gegen die Betrügereien und Fälschungen der sauberen Sippe furter Beitung" eingeleitet worden und zwar aus gehen. Er theilt unter der Ueberschrift Offiziöses VersteckEin Zeugnißzwangverfahren ist gegen die Frank- die Reptilien in der deutschfreifinnigen Prefse vorzuans Licht zogen und brandmarkten, die An einem höchst eigenthümlichen Grunde. Am 3. Dezember spiel" zornig mit, daß das„ Berliner Tageblatt" die Unterflage erheben, die deutsche Industrie geschädigt zu haben. 1890 hatte bas bemokratische Organ eine Korrespondenz vom redung eines Reporters mit dem Finanzminister Mit dem gleichen Recht könnte ein Dieb, den der Schutz-" main" gebracht, welche die Vertheilung der Gehaltsauf- Miquel als Unterredung mit einem Eingeweihten" *) Die Parteis und Arbeiterpresse wird um Nachdruck dieser dem Verdienst, sondern nach dem Aushängeschild" tadelte, verstecke, daß es in dieser Unterredung über Herrn Miquel befferungen bei der Eisenbahndirektion Frankfurt nicht nach widergebe und die Persönlichkeit des Herrn Miquel dadurch Erläuterung gebeten. aber in einer Form tabelte, die der Direktion zu einer Be- als über eine dritte Person sprechen lasse. An einer gezu " " wirst ja thun, was Dir am besten scheint. Ich hab' ihr nur " Gott soll mich bewahren," rief diese abwehrend.„ Du danken wollen für ihre Gutmüthigkeit." dem langen Zeigefinger auf Jergs Brust deutend, ent- dem Grübeln darüber begann sein Herz, das unter so heftigen abwarten und, Du wirst für ihn sorgen, wie er es ge gegnete er: Wenn Du mit Lisei uicht glücklich bist, so Erschütterungen sich geöffnet hatte, wieder sich zusammen wöhnt ist." frage Dein eigenes Herz nach dem Warum. Du kennst zuziehen. nicht den Werth des Preises, den Du für die Narbe er Am Tage nach der Versteigerung des Hofes fand sich Sache nicht weiter spräche. Der Klosterbauer sagte kein Sie drückte Vefa die Hand, damit sie jetzt von der halten hast." Er folgte Lisei in die Schlafkammer. Der Kloster- fie bei ihrem letzten Besuche auf dem Klosterhofe erfahren rauh, ob sie ihn etwa bevormunden wollte? Vefa ein. Sie hatte sich lange nicht sehen lassen, denn als Wort. Später, als Befa fortgegangen war, fragte er Lifei bauer lag auf seinem Bette und schlief und Lifei gab dem hatte, daß ihr Bruder unrettbar dem Ruin entgegengetrieben Bruder ein Zeichen, leise aufzutreten. Der Schlaf des würde, war sie vor Schrecken darüber krank geworden, mehr Baters war tief und ruhig, zum ersten Male vielleicht seit noch infolge der rohen, giftgetränkten Wuth, mit der Jerg Monden. Hannes fonnte sein Erwachen nicht abwarten, sie beschuldigt hatte, ihn beschwindelt und an eine Bettlerin seine Geschäfte riefen ihn nach St. Martin zurück. Lifei vertuppelt zu haben. Weinend fiel sie dem Klosterbauer um mich ihre Gutmüthigkeit kennen! Sie hat mit mir geprahlt, " Gutmüthigkeit!" lachte der Vater bitter. Lehr' Du möchte den Vater von ihm grüßen; in den nächsten Tagen den Hals und jammerte über sein Unglück, worin sich freilich als ich noch der reiche Klosterbauer war; jegt will sie mit würde er wiederkommen. Lisei blieb an dem Bette des ein gut Theil Selbstsucht mischte. Baters sitzen und verwendete kein Auge von dem Der Klosterbauer machte sich nicht eben sanft aus Gutheit loben." dem armen Klosterbauer groß thun, damit die Leute ihre Schlafenden, dessen Gesicht den Stempel tiefer Erschöpfung ihren Armen frei und rief gereizt: Freilich, Du fährst trug. Sein Haar war völlig grau geworden. am schlechtesten dabei. Denn Du kannst jetzt nicht mehr vor seiner Bitterkeit doch zumeist ein Wehren gegen alle Güte Endlich erwachte der Klosterbauer. Einen Augenblick den Leuten mit Deinem Bruder, dem Klosterbauer groß und Liebe, welche ihin jetzt von den Seinigen erwiesen Er mochte damit nicht Unrecht haben; allein es lag in schaute er Lifei befremdet an; dann röthete sich sein thun; der ist ein Bettler. Du wirst fünftig mit Deinem wurde. Sie demüthigte ihn und so schlug er auch gegen bleiches Gesicht und verlegen kehrte er es ber Wand zu. Neffen, dem reicheu Sägemüller, prahlen müssen. Er hat Sannes, als dieser im Laufe der nächsten Tage auf den Lisei legte ihren Arm über seine Bruft und ihren Kopf Dich zivar wie einen Hund behandelt und vor Dir aus- Klosterhof kam, einen rauben Ton an. Nicht nur schämte bicht neben bem feinigen in die Kissen drückend, flüsterte sie gespuckt. Was thut das aber? Von solcher Verwandtschaft er sich vor ihm des Vorsatzes, an dessen Ausführung Hannes innig: D, Bater, lieber Bater!" hat man doch seine Ehr." Er athmete schwer und nach einer Weile murmelte er: Geh fort. Ich hab's nicht verdient, daß Du mich der Küche in die Stube gelockt. Sie ging zu Befa und gedachte, unter denen sie einander gefunden hatten. Er, der Sein lautes heftiges Reden hatte Lisei inzwischen aus Sohn selbst nicht mit der leisesten Anspielung der Umstände ihn verhindert hatte, sondern es drückte ihn auch, daß der lieb haft!" Lisei aber erhob den Ropf und füßte ihn zärtlich auf Water weiß ganz gut, weshalb ich den Jerg genommen hab', fallen lassen! Das war fast mehr, als er zu ertragen vers fagte: Nein, Muhme, ich geb' Dir keine Schuld, und der Hannes nie geschont hatte, mußte sich dessen Großmuth ges den Mund. Er drückte sie an sich und sein Auge ward und daß all' Dein Reden mich nicht dazu gebracht haben würde." mochte. Hannes verstand seine Empfindungen und achtete weich und sie weinte glückliche Thränen. Die Liebe, nach ber sie seit ihrer frühesten Kindheit. so heiß verlangt hatte, leichtert:" Ach, ja! Und ich wollte Deinen Vater trösten und Der Klosterbauer wandte sich ab und Vefa sagte er seines herben Tones nicht. Er fragte nach Hannes und als er hörte, daß derselbe bin freilich sehr arm. Unser Vater selig hat ja dem Sepp da wagen, die hoch mit Hausgeräth bepackt waren. Als der junge ihm anbieten, daß er einstweilen zu mir ziehen möchte. Ich mußte, nahte heran und eines Tages erschienen zwei Erntes Der Termin, an dem der Klosterhof übergeben werden sich bereits entfernt hätte, erhob er sich mit einer gewissen alles vermacht, so daß ich hab' ledig bleiben müssen. Echschlager nach seiner Hochzeit mit seiner jungen Frau ans Leichtigkeit von seinem Lager und verlangte zu essen. Um ihrem Manne zuvorzukommen, theilte Lifei dem meinen leiblichen Bruder in der Noth verlassen habe." Ach, ja, aber die Leut' sollen nicht von mir sagen, daß ich gefahren kam, fanden sie weder den Klosterbauer noch Jerg Bater so schonend wie möglich mit, daß Eckschläger den Klosterhof erstanden hätte. Da kehrte ihm die Gegenwart sprach sie nicht. Lisei lobte ihren Edelmuth und sagte mit Umzuge in die Schneidemühle zu Lisei. Von heut ab läuft Von dem, was ihr der Pfarrer hinterlassen hatte, mehr fort. Der Großknecht übergab den Hof. wieder ihr düsteres Antlig zu und noch düsterer erschien das einem Blick nach dem Vater, der an einem der Fenster die Rechnung zwischen uns Beiden allein. Jetzt bin ich " Jetzt mert auf," sagte Georg am Morgen nach dem der Zukunft. Er hatte über den Tag, an dem er aufhören stand und start auf der Scheibe trommelte: Bis der der Herr und ich rathe Dir im Guten, daß Du Dich würde, Klosterbauer zu sein, nicht hinauszudenken vermocht. Bater einen neuen Hof findet, der ihm austeht, zieht er schicht in allen Stücken, oder Du sollst mich kennen lernen." Jezt mußte er es thun. Was sollte werden? Unter wohl zu Dir. Er kann die Gelegenheit bei Dir in Ruhe ( Fortsetzung folgt.) war errungen. hörigen Ropfwäsche läßt er es dann nicht fehlen. Wir] fürchten, sein Zorn wird vergeblich sein. Das Berliner Tageblatt" wird sich auch in Zukunft teine Gelegenheit zur„ Sensation" entgehen lassen. Zudem ist es feit Alters her feine Art, mit seinen Beziehungen zu hohen Herrschaften zu prahlen, obwohl diese Beziehungen meist nicht einmal die eines Lakaien sind. Wenn diese Gewohn heit, die sich bisher hauptsächlich im lokalen Theile des Organs des Herrn Mosse breit zu machen pflegte, nun auch in seinen politischen Theil einzieht, so wird das der Würde und Bedeutung dieses Annoncenblattes weiter keinen Abbruch thun. Freilich, für die freisinnige Partei liegt die Sache anders. Wenn sie noch einen Funken guten Geschmackes besäße, dann hätte sie sich das Berliner Tageblatt" schon längst von den Rockschößen geschüttelt. Der zweite Parteitag der öfterreichischen Sozialdemokratie ist gestern in Wien zusammengetreten. Indem wir uns einen ausführlichen Bericht über seine Verhand lungen vorbehalten, beschränken wir uns für heute auf folgende, den Telegrammen der Depeschen- Bureaus entnommenen Mittheilungen: " Wien, 28. Juni. Der österreichische Sozialistentag wurde heute in Anwesenheit von 240 Theilnehmern eröffnet. der Delegirte Popp sprach seine Freude über die Aufhebung Der Ausnahmeverordnung aus. Für die Verhandlungen, welche in deutscher und czechischer Sprache geführt werden, wurden je zwei Vorsitzende gewählt. Begrüßungsschreiben langten ein aus England, Irland, Frankreich, Deutschland, der Schweiz und mehreren Städten des Inlands. Dr. Adler referirte über die Thätigkeit der Partei, betonte, daß die Regierung vor der Wahl zwischen einer öffentlich geführten Agitation und Organisation oder einer geheimen firenggegliederten Organisation stehe, und konstatirte ein stetes Wachsen der Partei. Die steigenden Beiträge für den Streitfonds, sowie für den Fonds zu Gunsten von Verhafteten bewiesen die Solidarität der österreichischen und der internationalen Sozialdemokratie." Wien, 28. Juni. Zu dem Sozialistentag sind etwa 100 Delegirte aus allen Kronländern angelangt. Den Ausgewiesenen wurde für die Dauer dieses Tages der Aufenthalt in Wien gestattet." Sehr hübsch von der österreichischen Regierung im Allgemeinen und der Wiener Polizeidirektion im Besonderen. Genoffe Adler fand in Paris lebhafteste Zustimmung, als er meinte, die österreichische Regierungsform sei der Wie Despotismus, gemildert durch die Schlamperei". man sieht, kann die Schlamperei" auch einmal durch die Gemüthlichkeit" ersetzt werden. Der Despotismus bleibt freilich bestehen. " Als Tantalus muß der deutsche Michel sich vorkommen, wenn er nachstehende Depesche aus dem„ wilden Land" lieft: Giner der wenigen amerikanischen Delegaten auf dem letzten indem dies Sache des Vorfißenden sei, daß er aber, wenn er die internationalen Bariser Sozialistenkongreß von 1889, John E.Ables Versammlung auflösen wolle, einen gefeßlichen. Grund angeben von Council Bluffs, Va., hat in Sachen des projektirten müsse, wiederholte er nur die Worte: Im Namen des Gesetzes Chicagoer Kongresses sich Auskunft von brüben" erbeten. Er erkläre ich die Versammlung für aufgelöst und fordere die Anhat sich zu diesem Behufe an den Genossen Merk in der Schweiz wesenden auf, das Lokal zu verlassen." Die Leiter der Versamm gewendet, der zu den beauftragten Organisatoren für den lung hatten eine schwere Arbeit, die infolge des gänzlich unSiesjährigen Brüsseler Kongreß gehört. Er hat von Mert motivirten Vorgehens des Bürgermeisters erregten Gemüther zu daraufhin eine Antwort erhalten, in welcher ganz entsprechend beruhigen. Daß mit dieser Auflösung der Protest der Uetersener unserem Standpunkt betont wird, daß dem Brüsseler Kongreß arbeitenden Bevölkerung gegen die hohen Brot- und Mehlpreise die Entscheidung in Sachen des Chicagoer Weltansstellungs- und das Verhalten der Regierung in der Kornzollfrage nicht aus Rongresses vorbehalten bleiben müsse. Gleichzeitig aber und der Welt geschafft ist, braucht kaum besonders erwähnt zu werden. das ist es, worauf auch wir jetzt schon die Aufmerksamkeit Es wurden sofort die Vorbereitungen zu einer zweiten Versamm lenken möchten deutet er bereits heute darauf hin, daß die lung mit derselben Tagesordnung getroffen und beschlossen, gegen amerikanischen Arbeiter sich auf einen ablehnenden Bescheid das Verfahren des Bürgermeisters Beschwerde zu erheben. feitens ihrer europäischen Klassengenossen in dieser Frage ge- Hoffentlich fällt der nach unserer Ansicht zweifellos in Aussicht faßt machen müssen. Nicht aus prinzipiellen, sondern aus rein stehende für uns günstige Entscheid der oberen Behörde so aus, praktischen Gründen, weil nämlich eine zahlreiche Betheiligung daß der Bürgermeister eine zweite Auflösung solcher Art zeit europäischer Arbeiterorganisationen, der ganz bedeutenden seines ganzen Lebens unterläßt. Kosten und zum Theil auch der zeitraubenden Reise halber, schwerlich zu erwarten steht. Es ist ein geKarlsruhe, 28. Juni. Am 20. Juni Abends 1/29 Uhr fand waltiger Unterschied, ob große Zentralförperschaften unseres in der Festhalle zu Karlsruhe eine Volksversammlung statt, die einzelnen Landes Alles in Allem genommen vielleicht ein von 6-7000 Menschen besucht war. Es galt, in der ResidenzBäckerdugend Delegaten hinüberschicken oder ob umgekehrt alle stadt des badischen Landes von Seiten der Sozialdemokratie offen europäischen Länder mit ihrer gewaltigen Arbeiterbewegung, und energisch gegen die Brotvertheuerung als einer Folge der aber finanziell schlecht bestellten Organisationskassen, zusammen Kornzölle zu protestiren. Das Referat hatten Meist- Köln und mit auch nicht mehr als einer solchen Hand voll Vertreter hier Dr. Rüdt- Heidelberg übernommen. Ersterer behandelte die sich einfinden. Zwölf bis fünfzehn amerikanische Delegaten Frage im Allgemeinen, letzterer besprach insbesondere die Stellung tönnen sehr gut unsere Arbeiterbewegung auf einem europäischen der preußischen bezw. Reichsregierung zu den Kornzöllen. Nach Rongreß repräsentiren. Aber selbst die doppelte Anzahl Dr. Rüdt meldete der Professor der Geschichte am Polyeuropäischer Arbeiterdelegaten in Chicago würden den Kongreß technikum in Karlsruhe, Herr Böthlingt, sich zum Wort. Er vervon vornherein demonstrativ- und dies von den Gegnern suchte die Ausführungen seiner Vorredner zu widerlegen, fam dann sicherlich ausgenüßte Moment ist nicht zu unterschäßen- aber gar nicht zum Thema, verlor schließlich seinen gelehrten zu einem Fehlschlag machen. Kopf vollständig und trat unter allgemeiner Heiterkeit den Rückwenn Vielleicht lassen sich noch Mittel und Wege finden, dem zug an. Dr. Rüdt betrat darauf die Rednertribüne wieder. Uebelstand durch irgend welche besonderen Arrangements Ab- Nun, geehrte Versammlung", begann er etwa, haben Sie einen hilfe zu schaffen. Über den schon angeregten Gedanken, an deutschen Professor gehört. Ich will nicht Heine's Worte über die unsere Bundesregierung in Washington dieserhalb zu deutschen Professoren auf ihn beziehen, bin aber der Ansicht, daß appelliren, weisen wir entschieden zurück. Jedwede der Herr Professor zu jenen gehört, von denen der deutsche Unterstützung von dieser Seite müßte den Kongreß- Volkswiß in den Jahren 1848/49, als eine große Anzahl Protheilnehmern gewisse, auch noch so so harmlose fessoren im Frankfurter Parlament faß und die deutsche Republik Berbindlichkeiten auferlegen, die einer im Grunde revolutio- todt schwäßte, fang: 150 Professoren, armes Deutschland bist Budem verloren". Nun folgte eine unbeschreibliche Szene. Der Herr nären Ronvention wahrlich nicht anstehen würden. würde dadurch das Prestige der herrschenden Administration, Professor schnellte empor, ballte die Fäuste und drang gegen Dr. welches zu zerstören wir alle Ursache haben, demagogisch neu- Rübt vor, der ruhig lächelnd auf der Rednertribüne stand. gekräftigt werden, und dazu sollten wir wahrlich nicht die Dabei schrie der Professor wohl zwei Minuten lang, ohne aufzuhören:„ Ich laß' ihn nicht mehr reden, nicht mehr reden, Hand bieten. Was sonst noch in der Sache. sich thun ließe, ist im Augen- reden, reden Jetzt schien die Situation ernst zu werden, blick nicht abzusehen. Soviel aber ist gewiß, daß nach dem Be- denn die Versammlung hatte die Geduld verloren und war nahe kanntwerden dieses Einwandes die amerikanischen Arbeiter daran, den Skandalmacher unschädlich zu machen. Da erhob sich einstweilen erst recht sich jeder offiziellen, Einladung" enthalten der Polizei- Inspektor, bedeckte sein Haupt und forderte den Herrn sollten, damit nicht eine eventuelle Ablehnung von den Geg- Professor zur Ruhe und anständigem Betragen auf. Als das nern höhnisch als prinzipielle Fehde ausgelegt werden kann. nichts fruchtete, trat der Bezirksamtmann auf den Professor zu Eine gründliche Besprechung der Angelegenheit auf dem und forderte ihn unter Vorzeigung seiner amtlichen Legitimation Brüsseler Kongreß wird ja zeigen, ob die geltend gemachten auf, den Saal สิน verlassen. Nun fügte sich der Rüdt Hierauf fertigte Dr. Bedenken sich wirklich nicht in annehmbarer Weise beseitigen Professor. tonfusen laffen. Findet sich ein Ausweg, dann ist noch Zeit Gallimathias, den der Professor vorgebracht hatte, in ruhiger, in Menge, um die Sache auch von hier aus in Angriff zu fachlicher Weise ab, wobei er ein gedrucktes Machwerk des Pronehmen." feffors über die Getreidezölle, das dieser in 500 Gremplaren hatte austheilen lassen, der Kritik unterzog. Als dritter Redner sprach noch Genoffe Kalnbach über die Gewerbeschiedsgerichte, die nächstens auch in Karlsruhe eingeführt werden sollen. Zum Schluß wurden die von der Parteileitung vorgeschlagene und eine solution einstimmig angenommen. So hat auch das arbeitende vom Genossen Dr. Rüdt gegen die Getreidezölle eingebrachte ReWolf von Karlsruhe sich gegen die Brotvertheuerung ausgesprochen. Was wird die Regierung thun? A Den " Paris, 29. Juni. Einem Dekret der französischen Der, Reichs- Anzeiger" veröffentlicht den EntRegierung zufolge dürfen vom 1. Juli 1891 bis zum wurf eines Gesezes gegen den Stavenhandel in 30. Juni 1892 in Frankreich folgende Getreidemengen tunesischer Proveniens zollfrei eingeführt werden: Afrika. Der Entwurf ist dem Bundesrath am 13. d. M. 950 000 Metergentner Weizen, 500 000 Metergentner Gerste, vom Reichskanzler zur Beschlußfassung vorgelegt worden. 25 000 Metergentner Hafer und 25 000 Meterzentner Mais. Darnach soll die Theilnahme an einem zum Zwecke des Ein weiteres Defret gestattet die zollfreie Einfuhr für 90 000 Sflavenraubes unternommenen Streifzuge mit Zuchthaus Hektoliter tunesischen Olivenöls." bestraft werden. Schwabach, 28. Juni. Gestern fand hier eine gut besuchte Die französische Regierung läßt also das tunesische Ge- Die Veranstalter und Anführer des Streifzuges trifft öffentliche Volksversammlung mit der Tagesordnung statt:„ Die treide schon 10 Tage früher ins Land, als die allgemeine Buchthaus nicht unter drei Jahren. Ist der Tod einer Kornzölle und die Reichsregierung". Das Referat hatte Genoffe Rollfuspension bedingt. In dem reichen Frankreich ist also der Personen, gegen welche der Streifzug unternommen war, Karl Dertel Nürnberg übernommen. Die Annahme der vom Nothstand, und in dem weit weniger reichen Deutschland, durch denselben verursacht worden, so ist gegen alle Theil Parteivorstand empfohlenen Resolution erfolgte einstimmig. wo die Getreidepreise noch höher sind, ist kein Nothstand" nehmer auf Buchthaus nicht unter drei Jahren zu erkennen. Degerbach( Württemberg). Hier referirte Genosse Stern Wer Sklavenhandel betreibt oder bei der diesem Handel am 22. Juni über die Getreidezölle. Die Versammlung, welche nach Ansicht und Behauptung der Regierung. dienenden Beförderung von Sklaven vorfäßlich mitwirkt, auch von Kleinbauern und Kleingewerbetreibenden besucht war, In welchem Grade der demokratische Geist in wird mit Zuchthaus bestraft. Sind mildernde Umstände stimmte der Resolution für Abschaffung der Bölle einstimmig zu, manche Theile der französischen Armee gedrungen vorhanden, so tritt Gefängnißstrafe nicht unter drei ist, davon legt Zeugniß ab die Stelle eines Briefes, den ein Monaten ein. Soldat des 145. Regiments, das am 1. Mai in Fourmies auf die Arbeiter schoß, schrieb, eine Stelle, die unser franzöfifches Bruderorgan, der Sozialist" veröffentlicht. Der Brief ist aus Montmedy, wohin das Bataillon von Maubeuge verlegt worden war, datirt und lautet in der betreffenden Stelle: Theure Eltern! Die Lage unseres Bataillons war in Maubeuge unerträglich geworden. Hier in Montmedy, wohin man uns fandte, ist sie noch schlechter als in Maubeuge. Die Soldaten Der anderen Waffen verkehren nicht mit uns. Die Zivilisten beleidigen( insultent) uns. Es wird sehr schwer sein, daß wir hier bleiben.. Ein wildes Bolk diese Franzosen! Korrespondenzen und Parteinachrichten. Fürst Bismarck hatte durch die Hamburger Nachrichten" verbreiten lassen, die deutsche Regierung habe bei anderen Bundesregierungen den Wunsch erhoben, es möge auf diejenigen Blätter, welche den Fürsten Bismarck in seiner gegenwärtigen Lage nicht hinreichend als Privatperson be hat Redakteur Ewald erhalten und zwar eine wegen Beleidigung Brandenburg. Gleich zwei Anklagen wegen Beleidigung handelten, eine lokale Ginwirkung geitbt werden. Diese ber Polizeibehörden Brandenburgs, weil er denselben ben Nath Nachricht, in welcher der Vater des Sozialistengesetzes an gab, sich über die bestehenden Gesetze zu informiren. Die zweite die Preßfreiheit appellirte, hatte im Allgemeinen wenig Antlage wirft ihm vor, einen Sergeanten des hiesigen KüraffterGlauben gefunden. Jetzt erklärt sie der Reichs- Anzeiger" Regiments durch einen Artikel in der„ Brandenburger Zeitung" furzer Hand als jeder Begründung entbehrend." Das beleidigt zu haben. Hoffentlich wird Genosse Ewald freigesprochen, Lügen haben die" Hamburger Nachrichten" und ihr Freund Material steht ihm nach Mittheilung des Boltsblatts für Ost und Westhavelland" in genügendem Maße zur Verfügung. also noch nicht verlernt. Gegen die Kornzälle. " Salle a. S. Am 8. Juni wurde Redakteur Jalge vom Salle'schen Boltsbl." von der Anklage, mehrere Bevölkerungsflaffen gegen einander aufgereizt zu haben, freigesprochen. Der Staatsanwalt war so juristisch gewesen, 6 Monate Gefängniß zu beantragen. Ant 25. Juni dagegen wurde Genoffe Mittag von der Strafkammer zu einem Monat Gefängniß verurtheilt, weil er in einer Versammlung einen Gerichtshof bezw. einen Gerichtspräsidenten beleidigt haben soll, was also eine öffentliche Beleidigung sein würde. Noch ein anderer Vorgang, der sich auf das Ereigniß in Fourmies bezieht, sei hierbei mit erwähnt. Ein Soldat der Truppenabtheilung, die zum Schießen auf das Volk tommandirt worden war, hatte, wie die Untersuchung seines Gewehrs ergab, nicht geschossen, und zwar weil, wie er erflärte, er eine Mutter in dem Menschenhaufen ge- In Weida nnd Zeuleuroda fanden gegen die Getreide sehen habe. Der kommandirende Offizier diftirte ihm wegen sölle start besuchte Versammlungen statt, in welchen Dr. Lütgenau Jetzt aber legten sich referirte. In Weida hatten sich neben 500 Männern In Weida hatten sich neben 500 Männern etwa Insubordination eine Arreststrafe. Jetzt aber legten sich referirte. andere Offiziere des Regiments ins Mittel und machten 100 Frauen zur Versammlung eingefunden, mußten aber auf Beihrem Kameraden heftige Vorwürfe, daß er das natürliche fehl des überwachenden Beamten das Lokal wieder verlassen. Da bie Ministerialverfügung, welche in Sachsen- Weimar das VereinsGroßherzogthum Heffen. Das sozialdemokratische LandesGefühl seines Untergebenen mißachte. gesetz ersetzt, zur Entfernung der Frauen nicht berechtigt, fo fomitee beruft auf Sonntag, den 19. Juli, Nachmittags 1/22 Uhr, wurde protestirt und man wird auch Beschwerde einlegen. Die nach Offenbach a. M. und zwar in das Restaurant des Herrn Bevölkerung von Weida, ebenso wie die der anderen thüringischen Peter Eisenmenger, Herrenstr. 46, eine hessische Parteis In der italienischen Kammer fam es am Freitag, Industrie- Orte, wird durch die Theuerung um so härter in onferenz ein, deren vorläufige Tagesordnung aus folgenden Sonnabend und gestern im katholischen Italien wird der ihrer Existenz angegriffen, als die Löhne sehr gesunken sind. Wie beiden Punkten besteht: 1. Der internationale Arbeiterkongreß in Sonntag nicht als Ruhetag betrachtet zu sehr hef gering die Konsumfähigkeit geworden ist, fonnte der Referent Brüffel. 2. Agitation, Organisation und Presse. Das Landestigen, selbst tumultuarischen Szenen. Am Sonnabend ge- schon allein aus der dürren Thatsache entnehmen, daß ein fomitee giebt der Erwartung Ausdruck, daß die Konferenz aus riethen die Herren Boltsvertreter so arg aneinander, dortiger Wirth für ein großes, schön gelegenes Bergnügungs- den drei Provinzen Hessens recht zahlreich beschickt werden wird, daß mehrere der Herren sich mit Faustschlägen traktirten etablissement jährlich nur 300 M. Miethe zahlt. Troß diefer und ersucht die Delegirten, sich mit gehörig ausgefertigten Manund daß eine allgemeine solenne Prügelei nur durch das billigen Miethe vermag er nicht zu bestehen, denn die Bevölkerung daten zu versehen. fann nichts für Bergnügungen ausgeben. In Zeulenroda thätliche Eingreifen verschiedener Mitglieder, die ihre Ruhe betragen die Löhne meist nur 8-9 m. wöchentlich. Der Rück München, den 28. Juni. Die Münchener Bost" veröffenteinigermaßen bewahrt hatten, verhindert werden konnte, gang der Löhne hängt mit den Getreidezöllen zusammen. Die licht an ihrer Spize folgende Kundgebung des sozialdemokratischen nachdem Tags zuvor der Lärm schon so toll gewesen war, Getreidezölle konnten nur gleichzeitig und in Verbindung mit den Agitationsvereins für Südbayern: daß der Präsident sich schließlich nicht anders zu helfen industriellen Schußzöllen durchgesetzt werden, und was die Inwußte, als daß er seinen Sut auffezte und die Sigung dustriellen mit diesen gefäet haben, das ernten sie jetzt in den Wirkungen der Mac- Kinley- Bill. Das Hauptnahrungsmittel, die aufhob. Und der Grund dieser Erhizung? Kartoffel, hat gleichfalls einen faft unerschwinglichen Preis, was Dreibund" an dessen friedlichen und defen- die Folge der durch die Getreidetheuerung hervorgerufenen Kondie italienische Demokratie nun fiven Charakter sumsteigerung ist. Die Liebesgabe" erscheint jetzt erst in ihrem" Die vom sozialdemokratischen Agitationsverein für Süda Die glauben will. einmal nicht Verhandlungen ganzen unheilvollen Wesen. Es werden zur Zeit fast nur noch bayern einberufene Versammlung von Parteigenossen erklärt Ge selbst, soweit bei dem wüsten Durcheinanderschreien Biehkartoffeln" gegessen. Die thüringische Bevölkerung bleibt nofsen Vollmar nach wie vor das Vertrauen zu schenken, sie von solchen die Rede sein kann, haben kein Interesse, außer bei alledem in der Bekämpfung der heutigen Politik auf dem wünscht, daß er auch fernerhin die parlamentarische Vertretung des Skandals, der mit einer Komödie endete. Das Mini- gefeßlichen Boden; es wäre sehr fraglich, ob dies ohne die sozial feines Wahlkreises behalte, hofft aber, daß er schon von seinent Bertrauen in die Reichsregierung abgekommen sein wird, be= fterium betheuerte pathetisch seine Friedensliebe und erhielt demokratische Aufklärung der Fall sein würde. sonders mit Rücksicht auf die Rede des Reichstanzlers in der dann ein Vertrauensvotum; und bei nächster Gelegenheit Rornzollfrage, welche den Widerspruch aller deutschen Parteiwird der Nadau wiederholt werden. genossen herausgefordert hat. Die Parteiverfammlung weist endlich jede Einmischung Der Schleswig Holstein. In Uetersen wurde eine zahlreich besuchte Anti- Kornzoll- Bersammlung aufgelöst, als der Redner, Reichstags- Abgeordneter Metzger, die Unersättlichkeit der Agrarier In der zum Zweck einer Stellungnahme zur bekannten Rede Vollmars im Eldorado für den 26. b. M. einberufenen Parteiversammlung erschienen 60-70 geladene Gäste, welche nach einer dreistündigen lebhaften Debatte einstimmig folgende Resolution annahmen: Zu dem Projekt eines internationalen Kongreffes schilderte. Dabei erhob sich plöglich der die Versammlung über der Werner und Konsorten in die Münchener Parteiverhältnisse zu Chicago entnehmen wir der" New- Yorker Bolts- 8tg." wachende Bürgermeister und erklärte die Versammlung im Namen zurück." folgende Bemerkungen, über die wir unser Urtheil vorläufig des Gesezes für geschlossen. Als ihm vom Redner bedeutet zurückhalten: wurde, daß er fein Recht habe, die Versammlung zu schließen", Theater. Dienstag, den 80. Juni, Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Berliner Theater. Der Kaufmann von Venedig. Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. 5 Große Versammlung I Deutsches Theater. Die Kinder der am Dienstag, den 30. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Exzellenz. Silber, Schwedterstr. 24. Tagesordnung: Leffing- Theater. Cavalleria rusti1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). cana. Vorher: Margot. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Mitglieder, die noch mit ihren Beiträgen im Rückstande sind, werden gebeten, 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Die Wallner- Theater. Der verlorene dieselben bis Schluß dieses Monats zu bezahlen, weil das 2. Quartal um ist. Der Vorstand. Sohn. Das Modell. Bellealliance Theater. Das elfte Gebot. Ostend- Theater. Wasser. Berlin unter Adolph Ernst Theater. Der Prozenbauer am Tegernsee. 341/19 Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 30. Juni. Abends 8½ Uhr: Kaufmann's Variété. Große Spe- Derlammlung zialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große Spezialitätenbei Norbert, Beuth- Straße Nr. 22, 1 Treppe. Tages Ordnung: Nochmals: Wo ziehen wir hin? Geschäftliches. Wie stellen sich die Kollegen zum Lokalbeitrag, wird derselbe herabgefeht, oder Etablissement Buggenhagen leitet die fokalkaffe einen Zuschuß zur Arbeitslosen- Unterſtübung? am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coars, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Verschiedenes. 373/10 Gleichzeitig machen wir auf das am Sonnabend, den 11. Juli, in der Neuen Welt". Hasenhaide, stattfindende Sommerfest auf mertfam. Großes Konzert; Auftreten sämmtlicher Spezialitäten; große Billets à 40 Pf. intl. Programm sind beim Raffirer Kühling, Oranien Aufführung aus der Zeit der Bauernkriege; Brillant- Feuerwerk. ftraße 204, v. 3 Zr., und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben; an der Kaffe 50 Pf. Jm Bal champêtre: Grosser Ball. Im sogenannten Götter- Saal: Ausstellung von Original- Folterwerkzeugen aus damaliger Zeit. Der Verwalter C. Stötzer ist Sonntag Vormittags nur von 10-12 Uhr zu sprechen; Sonnabends schon von 4 Uhr ab. Ferner macht derselbe auf die tommenden Sonntag stattfindende Spreewald- Partie aufmerksam. Abfahrt vom Görlitzer Bahnhof am Sonntag früh 6 Uhr 30 Minuten. Theilnehmer wollen sich bis Donnerstag Abend beim Kollegen Stötzer. Lausitzer Play 17, 3 Tr., melden. Freie Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 2. Juli, Abends 82 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Orschel's Salon, Sebastianstraße 39. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Wahl eines Revisors und Ergänzungswahl des Ausschusses. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Vortrag. Der Vorstand. Castan's Panopticum. 5. Distuffion. etzt: Friedrichstr. 165, Achtung! Ecke [ 235/16] Wäsche- Branche. Große öffentliche Versammlung Achtung! Arbeiter- Bildungs- Schule. In den 6 Schulen und zwar: I. Nord- Schule: Kastanien- Allee 53, Müllerstr. 179a, II. Süd- Schule: Hagelsbergerstr. 43, Südost- Schule: Reichenbergerstr. 133, Ost- Schule: Markusstr. 31, West- Schule: Stephanstr. 45, gilt auch im neuen Quartal folgender Lehrplan: J Koko Behrenstvaste familien Brandt Neu: Für die Ost- und Westschule: Sonntag: Bormittags 9-10 Uhr: Buchführung. 10-11 11-1 a Stenographie.") Zeichnen. Abends 81/ 2-101/ 2 Uhr: Deutsch. Montag: Dienstag: " Mittwoch: Donnerstag: Freitag " " " " Sonnabend: 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 " " Naturwissenschaft. Geschichte. " Nationalötonomie. Rechnen. " " Geschichte. " " Rechtschreiben. Für die Süd- und I. Nord- Schule: Sonntag: Vormittags 9-10 Uhr: Buchführung. Stenographie. Beichnen. " 10-11 11-1 " Abends 81/ 2-10%/ 2 Uhr: Deutsch. Montag: Dienstag: Mittwoch: Donnerstagı Freitag: " 1 " " " " 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 Nationalökonomie, Geschichte. " " Naturwissenschaft. Rechnen. " " Rechtschreiben. " Geschichte. " Sonnabend: Für die Südost- Schule: Sonntag: Bormittags 9-11 Uhr: Nationalökonomie. " 11-12 12-1 " " Rechnen. Rechtschreiben. Abends 81/ 2-10/ 2 Uhr: Geschichte. Buchführung. Stenographie. Naturwissenschaft. Geschichte. Zeichnen, Für die II. Nord- Schule: Sonntag: Vormittags 9-11 Uhr: Deutsch. Montag: Dienstag: " 11 Mittwoch: " Donnerstag: Freitag: " " Sonnabend 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-10/ 2 " " 11 " " " " Deutsch. Naturwissenschaft. Montag " Dienstag: " Mittwoch: " Donnerstag: " Freitag: " Sonnabend: " 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 Rechtschreiben. " Geschichte. " " Zeichnen. " Geschichte. " D " " Buchführung. Stenographie. 11-1 " Abends 81/ 2-91/ 2 Uhr: Rechnen. Nationalökonmie, Hamilton- Theater sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- Branche vier Schulen Roller'sche Stenographie gelehrt, da die Theilnahme an Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Großer Erfolg n des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. KES Roloffaler Jubel E ber urkomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochen tags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Play 50 Pf.- Raffeeküche ist geöffnet. Boltsbeluftigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. E Dienstag, den 14. Juli: Benefiz für Wilhelm Fröbel. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier find neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 Pf. H. Schultze( mit'n 13). Fehlerhafte Teppiche, am Dienstag, den 30. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: 1. Bortrag: Christenthum und Sozialdemokratie." Referent: Herr Regierungsbaumeister G. Kessler. 2. Diskussion. 3. Abrechnung des Maifonds. 4. Bericht des Delegirten zur Berliner Streif- Kontrollkommiffion. 5. Verschiedenes. Um rege Agitation und zahlreiches Erscheinen ersucht 349/4 Der Einberufer. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Filiale Norden. Große Versammlung Mittwody, 1. Juli, Abds. 8 Uhr, im Wedding- Park, Müllerstr. 178. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Henning, Lehrer an der Arbeiter- Bildungsschule, über: Frauenrecht ist Menschenrecht. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mit glieder. 4. Wahl des Filial- Vorstandes. 5. Verschiedenes. 102/25 Herren, als Gäste, sind eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! In der West- und Süd- Schule wird Stolze'sche in den übrigen der letzteren eine bedeutend größere ist. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder kann an Theilnehmerinnen am Unterricht ihre neuen Schulkarten einlösen. Das endstehenden Zahlstellen geschehen. Daselbst wollen auch die Theilnehmer und Schulgeld beträgt laut Beschluß der Generalversammlung vom 16. Juni fünftig 50 Pf. per Monat und kann fernerhin monatlich gezahlt werden. Die Zahlstellen sind folgende: S. Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. A. Günther, Gitschinerstr. 87, Klein, Rottbuser Damm 14. 50. Kehr, Röpniderstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141, Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86, Linke, Forsterstr. 45. SW. Grube, Mariendorferstr. 10, Fafforke, Junkerstr. 1. Wilschke, Raybachstr. 1. Antrick, 60. Fachverein sämmtlicher in der Musik- Jnstrumenten- Induſtrie Müller, Winterfeld- u. Ziethenstraßenbeschäftigten Arbeiter ( früher Klavier- Arbeiter- Verein) Das Sommerfest, welches am Montag, den 22. Juni, in der Neuen Welt" stattfinden sollte, ist in legter Stunde wegen allzu großem Unwetter auf Dienstag, den 30. Juni verlegt worden. Die verausgabten Billets haben zu diesem Fest ihre volle Giltigkeit. Wir bitten die Kollegen dringend um gütigen Zuspruch und werden die Plakat- Inhaber gütigft gebeten, das Datum auf den Plakaten abzuändern. 375/11 Das Komitee. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag, den 30, d. M., Abends 8 Uhr, im Eiskeller, Ghausseestr. 88: Große Versammlung. 1. Vortrag des Herrn Dr. Leo Arons über: ,, Die Arbeiter und das Studium der Naturwissenschaften." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Aufnahme neuer Mitglieder. Läufer, Portièren, Tischdecken 400/4 unter Rostenpreis. Fabrik Hille, Bimmerstraße 86, Hof part. Arbeitsmarkt. Einen 156/15 tüchtigen Dirigenten Gäfte zahlen 20 Pf. Der Vorstand. 3. A.: E. Vogtherr, Stephanftr. 27a. E Achtung! Westpreussen! Achtung! Große öffentliche Versammlung fämmtl. in Berlin lebenden Westpreußen sucht der Arbeiter- Gesangverein ,, Freiheit", Mitglied des Arbeiter Sängerbundes. Gefällige Meldungen ersuche eines Spätestens bis Mittwoch, Abend 9 Uhr, an Wegner, Berlin W., Bülowstr. 59, Restaurant Hämmerle zu senden. am Donnerstag, den 2. Juli, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Eierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Tages Ordnung: Der Einbernfer. 933 L Ecke. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 7 Bogasch, Langestr. 70. Heindorf, Weberstr. 66. Jnsinger, Krautstr. 48. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27, Rusch, Markusstr. 31. Grasshold, Pallifadenstr. 59, C. Kuhlmey, Roſenſtr. 80. Vogtherr, Landsbergerstr. 64. N. Abraham, Straßburgerstr. 5, Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Hasenclever, Chauffeestr. 49/50, Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44, Raabe, Ruppinerstr. 46. NO. Gumpel, Barnimftr. 42. Silberbach, Ballifadenstr. 98 Drescher, Linienſtr. 50. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Lübeckerstr. 8. Friedrichsberg. Heineke, Friedrich Karlstr. 11. Am 27. Juli findet bei Lips und am 17. Auguft in Keller's Hofjäger je ein großes Sommerfest statt. Näheres später. 400/5 Der Vorstand. ( früher Münzstr. 10) Mein Rohtabak- Lager befindet ſich jetzt: Alte Schönhauserstraße 5. G. Elkhuysen. auf Theilzahlung, Möbel Cohn Gebr. 8204 Kommandantenstr. 51, " Ecke Alexandrinenstraße. He Beamten ohne Anzahlung. Empfehle den Genossen mein Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal. 816L Paul Bogasch, Langestr. 70, part. Vorwärts", Berliner Bolts- Tribune" und Gewerkschaftsblätter liegen aus. Zimmer, für Vereine passend, noch frei. Jede Uhr zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie toftet bei mir Gasthaus zur Palme. Uhren, Gold- u. Silberwaaren 1,50 Mk. Schmöckwitz, 344b Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Gonnabend, der 11. Juli, ist noch C. Wunsch, 1. b. Danienplay. zu Landpartien frei. ВРУГІЙ CHECH Stempel aus Kautschuk und Metall liefert schnell und billig die Fabrik von 1. Bortrag über die Parteibewegung in Westpreußen. 2. Gründung Vereins, um die dort wohnenden Genoffen zu unterstützen. 8. Berschiedenes. Zahlreiches Erscheinen ist erforderlich. findet von dem Sozial. Agitation Heute, Dienstag, Abends 82 Uhr, 922L Ein erster Maschinist Verein ,, Spinoza" eine Generalfindet dauernde Beschäftigung in einer Versammlung beim Genossen Braugrößeren Bierbrauerei. Gefl. Offerten stahl, Oppelnerstr. 29, statt. Auf der Naunynftr. 38, an die Exped. d. 3tg. unter E. R. Tagesordnung steht: Vorstandswahl. Die Mitglieder werden Näherin a. Herren- Jackets u. Baletots pünktlich zu erscheinen. Gäste haben fonen, mit Pianinos, am Garten, Alte Jatobftr. 102, 11. Gewissenh. Rath, ersucht, Vereinszimmer 20-40 ver- Rechts- Bureau Amtsrichters, königl. preuß. Wiederverkäufern hohen Rabatt! für Hand u. Maschine f. Wachsmuth, Butritt. 356/5 noch einige Tage frei a. D., Perlebergerstr. 31. Der Vorstand. 336b Hilfe in all. Angelegenh. Unbemittelten tation find bill. 8. vert. bei Buchwald Mariannenftr. 19, So. Gerithschaften zur Zigarren- FabriBerantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. unentgeltlich. Sonntags bis 4.[ 99 b Huffitenftr. 72. 337b 380b C. Kurras. R.HECH BERLIN Robert Hecht BERLINS. 55. Oranien- Str. 55. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 149. Korrespondenzen und Parteinachrichten. = Boffen. Kürzlich tagte hier die Synode für den Kreis 3ossen Mittenwalde Trebbin. Diefelbe nahm nach einem Vortrage des Predigers Licentiaten Mücke folgende„ Leitsätze“ für die Agitation gegen die böse Sozialdemokratie an: Dienstag, den 30. Juni 1891. 8. Jahrg. trag des Senats beschlossen, den fogen. Wandrahm- Stadttheil vom 19. Juni d. J. das Disziplinarverfahren eingeleitet ist, gleichfalls zu expropriiren und dem Freihafengebiet einzuverleiben. wegen Handlungen, welche dahin abzielen, auf die Beschlüsse des Die Kosten dafür sind auf 20 Millionen Mart veranschlagt. Die Senats in Ausübung seiner verfassungsmäßigen Befugnisse einen vermehrten Staatsausgaben, Zinsen für eine aufzunehmende An- ungefeßlichen Einfluß auszuüben. Dieser auffällige Vorgang ist leihe, sollen durch einen Zuschlag auf die Einkommensteuer ge- der" Post" zufolge auf eine an der Technischen Hochschule seit deckt werden. 容 # Mehrere Berliner Parteigenossen, welche am letzten Längerem schwebende Kasino- Angelegenheit" zurückzuführen, indem nämlich die Studentenschaft wünscht, daß das Kasino aus Passau, 25. Juni. Die Waffen unserer Gegner find doch den Händen des jetzigen Defonomen in andere Hände übergehen mitunter sehr sonderbar. Zu Anfang besuchten sie unsere Ver- möchte. Rektor und Senat waren wegen dieser Angelegenheit mit sammlungen, um uns zu widerlegen"; als sie hiermit Pech der Studentenschaft in Besprechung getreten und in einer Ver1. Der Gemeindekirchenrath muß der Mittel- und Sammel- hatten, verlegten sie sich auf das Lokalabtreiben, doch stets, wenn ſammlung der Studirenden wurde der Beschluß gefaßt, dem punkt aller Bestrebungen der inneren Mission zur Milderung der sie uns todt glaubten, marschirten wir wieder in Lebensgröße auf Dekonomen zu fündigen. Im Gegensatz hierzu verlängerten aber fozialen Nothstände und zur Wiedergewinnung der Gottentfrem- den Plan. Jezt scheinen sie der Meinung zu sein, daß gegen Rektor und Senat den Kontrakt mit dem Kasinowirth. Die beten sein, weshalb er sich fleißig in seinen Sizungen mit allen uns und unsere Sache höchstens noch faustdicke Lügen helfen. Studirenden fühlten sich dadurch veranlaßt, in der vorerwähnten einschlägigen Angelegenheiten zu beschäftigen hat, damit seine und das Geschäft verstehen sie aus dem ff. Beweis ein Artikel, Versammlung den Beschluß zu fassen, daß diejenigen Herren, Mitglieder zu wackeren, tapferen Helfern und Mitkämpfern des der auf den morastigen Gefilden der gut fatholischen"" Donau- welche, so lange die Wirthschaft des jeßigen Rasino- Inhabers Pfarrers in diesen Beziehungen werden, also mit der Bibelsache zeitung" blühte, und in welchem einem Genossen in der gemeinsten dauert, im Kasino nicht zu verkehren gedächten, sich durch und christlichen Presse, mit dem gesammten Vereinswesen in Weise die Ehre abgeschnitten wird, weil er jene Wirthe, die den Namensunterschrift hierzu verpflichten möchten, und daß die Listen seinen einzelnen Verzweigungen, mit Krippenanstalt und Sonn- Sozialdemokraten das Lokal versagen, etwas fräftig fritisirt hatte. mit diesen Unterschriften Rektor und Senat eingereicht werden tagsschule, Jugend- und Lehrlingswesen, Armen- und Kranken- Der Skribent des unfläthigen Artikels wird gerichtlich belangt sollten. Es haben sich inzwischen nahezu 700 Herren unterpflege, Familien- und Nächstenliebe, zur Versöhnung der werden und entgeht Hoffentlich seiner wohlverdienten gesalzenen zeichnet. Gleichzeitig wurde aber in jener Versammlung der verKlaffen- und Standesunterschiede, mit dem Verhältniß der Strafe nicht. Im geistigen" Kampfe gegen uns wollen die hängnißvolle Beschluß gefaßt: sich von der Feier des RektoratsArbeitgeber und Arbeitnehmer zu einander, mit der Sonn- Geistlichen natürlich auch nicht zurückstehen, sie donnern in den wechsels am 1. Juli fernzuhalten. Die Folge davon war die tagsruhe und Sonntagsheiligung, mit der Betheiligung an Kirchen gegen den Belial Sozialdemokratie, und das ist insoweit Auflösung des Vereins. seelsorgerischen Hausbesuchen und öffentlichen Verantwortungen sehr flug, weil sie in Versammlungen, wo es Diskussion giebt, des Christenthums gegen die sozialdemokratischen Irrthümer. uns gegenüber nicht mehr durchkommen, während sie in der Hierzu sind auch die Gemeindevertreter in jeder Kirche bekanntlich das Wort allein haben, aber anderseits hat das Sonntag einen Ausflug nach Schmargendorf unternommen hatten, Sigung derselben heranzuziehen, soweit es irgend zugeht. Betern in den Kirchen für die heiligen Leute den Haken, daß stießen im Grunewald auf einen Trupp singender Personen vom 2. Die firchlichen Gemeindeorgane haben sich ferner die die Kirchgänger dadurch für sozialdemokratische Ideen interessirt christlichen Verein junger Männer, welche schon seit geraumer Versorgung der lokalen Preffe mit fort werden. Das Verbotene schmeckt stets besser als das Erlaubte. Beit die in der Nähe befindlichen harmlosen Ausflügler mit ihrem laufenden Artikeln wider die Sozialdemo- und so führen alle Wege auch in Passau nicht mehr nach Rom, Gesange zu befehren suchten. Nicht lange währte es, und aus den Kehlen unserer Genossen brauste die Marseillaise durch den tratie, ferner die Einrichtung und Pflege von guten Volks- sondern zur Sozialdemokratie." Wald, sich vortheilhaft von den frommen Liedern abhebend. und Schulbibliotheken in Städten und Dörfern, sowie die VerJedoch die christlichen Männer sangen weiter, wohl in der Erbreitung christlicher Sonntags-, Flug, Arbeiterblätter und ähnwartung, den bösen Geist vertreiben zu können. Als unsere Gelicher Schriften in ansgedehntestem Umfange angelegen sein zu noffen aber nach der Marseillaise das Proletarierlied intonirten, hörten jene mit ihrem Singfang auf und beim Ertönen des dritten 3. Der Gemeindefirchenrath muß auch die Seele des Liedes: Unser einer liebt am meisten 2c.", traten sie, Traktätchen gesammten christlichen Vereinswesens in Stadt und Land Das verrätherische Stullenpapier. Das Studium der vertheilend, den Rückzug an, begleitet von dem Gesange unserer zur Bewahrung der Jugend, zur Sammlung der wachsenen, zum Dienste der Armen und Elenden, Kranken bürgerlichen Presse gehört zwar nicht zu den Annehmlichkeiten Genoffen. Zu einem kleinen Intermezzo kam es nachher noch in und Schwachen, Berwahrlosten und Gesuntenen sein, und ebenso dieses Lebens, doch wird die Tantalusarbeit mitunter belohnt Schmargendorf. Daselbst gaben mehrere Genossen die erhaltenen haben sich die Gemeindevertreter an allen Bestrebungen der durch recht interessante Fundobjekte, gleichwie der die Müllfästen Blätter einem am Wege stehenden Kuchenhändler mit dem Berettenden Nächstenliebe und Barmherzigkeit fleißig zu betheiligen. durchstöbernde" Naturforscher" manchen Gegenstand ans Tages- merken, er möge seine Waare darin einwickeln. Die frommen 4. Die firchlichen Gemeindeorgane haben endlich fortwährend licht fördert, aus dem er noch Kapital zu schlagen vermag. So Leutchen verlangten nun in ihrem Schmerz von dem Handelsein wachsames Auge darauf zu richten, ob sich irgendwo in begegnete uns in den Spalten einer bürgerlichen Zeitung eine mann die Blätter zurück, was dieser wohl in der Meinung, daß Häusern oder Familien oder in Zusammenkünften und Versamm: Notiz, die wohl verdient, ihrer stillen Verborgenheit entrückt und sie zum Einwickeln besser zu verwerthen feien, verweigerte. So lungen von Arbeitern die Sozialdemokratie regt, und haben dann dem vollen Lichte der Deffentlichkeit ausgeseht zu werden. Sie zeigten unsere Genossen wieder einmal, daß sie auch einem " Sängerkrieg" jederzeit und ohne Textbücher ut. s. w. gewachsen da, wo es geschieht, angemessen einzugreifen, nämlich in Häusern lautet: In den königlichen Fabriken dürfen Arbeiter, welche sind. Hoffentlich wird der Verein christlicher junger Männer und Familien durch eifrige seelsorgerische Besuche, in den ZuAnhänger der sozialdemokratischen Partei sind oder durch noch mehr Parteigenossen dieses Gaudium verschaffen. sammenkünften und Versammlungen der Arbeiter aber durch entihr Auftreten ihre Zugehörigkeit zu derselben bekunden schlossene Widerlegung der gottlosen Schreier und UmSturzlehren. Lasser. ErSo sieht die Resolution aus, welche den Gläubigen im Stampfe gegen uns als Richtschnur dienen soll. Nun, schon die paar fozialdemokratischen Worte: Ordentliches Eintommen, menschenwürdige Arbeitszeit, gleiches Recht für Mann und Weib, worüber die Synode sich ausschweigt, sie haben unter dem deutschen Volke mehr Zugral fäße. als der ganze langathmige Gallimathias jener ZeitUnd ebenso windig steht es nach alter Erfahrung bei den Geistlichen mit der Führung des geistigen" Rampfes. Er ist in der Regel so geistlos wie möglich, wovon die oben mitgetheilten " Leitfäße" schon Zeugniß ablegen. Und sogar in die Gemeinde= Lokales. Der nach§ 8 des Arbeitsreglements nicht beschäftigt werden. Das diesjährige Johannisfest des UnterstützungsRürzlich wurde die sozialistische Gesinnung eines Arbeiters Vereins deutscher Buchdrucker gewann durch den Umstand, der Pulverfabrik in Spandau auf folgende eigenthümliche daß genannte weitverbreitete Vereinigung der deutschen SchwarzWeise aufgedeckt. Ein Meister fand auf einem Fenster- tünstler gleichzeitig die Feier ihres 25jährigen Bestehens damit brett ein Stück zum Einhüllen des Frühstücks verwendet verbinden konnte, in diesem Jahre ganz besondere Bedeutung. gewefenes Beitungspapier, welches in sozialistischer Sprach- Die am Sonnabend von Nachmittag 4 Uhr an in dem Riesenweise Angriffe gegen die Regierung enthielt. Etablissement Neue Welt", Hasenhaide, vom Verein der BerMeister erstattete bei der Direktion hiervon Anzeige, und liner Buchdrucker und Schriftgießer veranstaltete Festlichkeit darf es wurde eine Untersuchung angestellt. Das Ergebnis der als eine ihres Anlasses würdig gewesene bezeichnet werden. Das felben war, daß ein Arbeiter, der das Papierstück mitge- Programm bot Instrumental- und Vokalfonzert, Festrede, Vorbracht hatte, als Sozialdemokrat ermittelt und entlassen träge, Tanz und Feuerwerk; auch gab es eine gut geschriebene Festzeitung. Der Besuch des Festes war sehr stark; wohl an 10 000 Personen mögen in den schönen großen Räumen der Neuen Welt" anwesend gewesen sein. Jedenfalls werden die Delegirten der Generalversammlung des Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker, welche dem Feste mit beiwohnten, das Fest in freundlicher Erinnerung behalten. wurde. " " Sich mit dieser Notiz abzufinden, glauben wir getrost unseren rathssigungen wollen sie diesen pseudo geistigen Kampf tragen, Refern überlassen zu können! Bemerken wollen wir noch, daß troydem von Seiten der Klassengenossen der Geistlichkeit gerade das so gefährliche Blatt, welches zum Einhüllen des Frühstücks jetzt, wo es sich um Aufhebung der Kornzölle handelt, Verwendung fand, der Vorwärts" war. immer betont wird, die Gemeindevertretungen dürften sich nur Ueber die Arbeiter- Bildungsschule bringt die„ Nordd. mit kommunalen Sachen befassen. Religiöse Fragen sind Eine rothe Fahne wurde gestern früh auf einem Baume zweifellos teine kommunalen Angelegenheiten. Aber natürlich, Allg. 3tg." einen Leitartikel, in welchem versucht wird, den ErDer Verfasser an der Ecke der Perleberger- und Quizowstraße gefunden. Zur in dem Fall, wenn es die Sozialdemokratie zu vernichten" gilt, folg der Arbeiter- Bildungsschule herab zu feßen. wird's schon gehen. Auch die Versorgung der lokalen Bresse mit weiß jedoch nichts anderes anzuführen, als daß der immerhin Beseitigung derselben mußten" einige Feuerwehrleute vom Waschzetteln macht sich gut. Die Lokalpresse bringt zwar jetzt respektable Anfang" des Unterrichtens von 2745 Schülern noch 16. Bug geholt werden. In einem hiesigen Morgenblatt war die Mittheilung schon genug solchen Zeugs, aber das Gebrachte genügt noch nicht gerade einen großen Drang der Arbeiterklasse nach nicht; die lokalen Zeitungen müssen noch dümmere Schimpf- sozialistischen, im Gegensatz zu den klassenstaatlichen, Bildungs- enthalten, daß bei dem Eisenbahn- Unglück bei Mönchenstein auch artitel gegen uns bringen, vielleicht ist dann das verlorene mitteln beweise. Der Verfaſſer weiß nicht, daß die Arbeiter die der in hiesigen Parteitreisen bekannte Dr. med. Karl Fehlauer Terrain wieder zu gewinnen. 3 war einer, dem's zu Herzen ging, für ihre geistige Ausbildung nöthige Zeit ihrem Körper vielfach ums Leben gekommen sei. Demgegenüber wird den„ Baseler Man gebe ihnen die achtstündige Nachr." aus Zürich, 25. Juni, geschrieben, daß Dr. med. Karl daß ihm der Zopf so hinten hing," das paßt auch hier wieder. Arbeitszeit, und die Zahl der Arbeiter, welche sich tüchtig mit Fehlauer aus Berlin am Tage nach der Katastrophe wohlbehalten Nun, Arbeiter und Arbeiterinnen im Kreise 3offen Mitten der Wissenschaft beschäftigen, wird sich verhundertfachen. Aber in Zürich im Kreise von Bekannten gewesen sei. walde- Trebbin! Haltet scharfe Wacht gegen die Finsterlinge! gerade darum will ja die Bourgeoisie nichts vom Achtstundentag Wo es noch nicht geschehen, schließt Euch der Gewerkschafts- und wissen. Sie befürchtet nicht, daß die Arbeiter einen schlechten Von der Nangirmaschine erfaßt und schrecklich verDer Partei- Organisation an! Die Arbeiterbewegung ist mächtig Gebrauch von der freien Zeit machen würden, wie sie heuchlerisch stümmelt wurde in der Nacht zum Sonntag auf dem Potsdamer genug, Euch zu schützen, wenn man Euch um Gurer Ueberzeugung vorgiebt, sondern gerade umgekehrt, daß sie einen guten Gebrauch Außenbahnhof ein bei der Bahn beschäftigter polnischer Arbeiter. willen verfolgt. Es regt sich jetzt an allen Ecken und Enden, von ihr machen werden, denn ein gebildetes Proletariat ist ihrer Der Unglückliche, dem u. A. der eine Fuß vom Rumpfe vollwas der Freiheit Feind ist. Organisirt Euch, und die Gegner Klassenherrschaft gefährlicher als ein ungebildetes. ständig abgetrennt ist, wurde mittelst Krankenforbes nach dem der neuen, lichtfreudigen Weltanschauung, unserer Religion, Elisabeth- Krankenhause geschafft. Wie der Arbeiter auf die Geleise werden auch in Eurem Bezirke binnen kurzer Frist einsehen, daß gekommen, ist noch nicht festgestellt, doch nimmt man an, daß alles, was man gegen die Sozialdemokratie unternimmt, verlorene derselbe in angetrunkenem Zustande auf den Schienen liegen geblieben und überfahren worden ist. Liebesmüh bleibt. " geradezu abstehlen müssen. " Es giebt keinen Nothstand, wenigstens nicht in den Kreisen der oberen Behntausend", wenngleich das arme" Volk" darbt und in Noth und Elend verkommt." Lustig gelebt und selig gestorben", ist die Devise der Kinder des Glückes, während„ freudIn Versammlungen in Gera, Greiz, 3eulenroda los gelebt, gestorben, verdorben" das Loos der Kinder des Glends Aus Berlin waren feit etwa 14 Tagen fünf Knaben und Hof referirte Dr. Lütgenau über den bevorstehenden inter- ist. Berührt schon an und für sich das frivole Treiben vieler Ve- im Alter von 12 bis 13 Jahren verschwunden. Die Eltern nationalen Arbeiterkongreß. Als Delegirte zu dem Kongreß fitzenden unangenehm, so muß angesichts des zwar oben bestrittenen, derselben, welche auch von der Polizei keine Auskunft über den wurden gewählt in Gera A. Bähr( jedoch als Vertreter der unten aber tief empfundenen Nothstandes die Art und Weise, wie Verbleib ihrer Kinder erhalten konnten, glaubten an VerTextilarbeiter, der Delegirte der politischen Partei ist noch nicht das Geldprozenthum sich breit macht, doppelt unangenehm be- unglückungen. In der Nacht zum Sonntag nun bemerkte der gewählt), in Zeulenroda Lütgenau, in Hof Reichstags- Abgeordneter rühren. So fanden wir dieser Tage in einer hiesigen Zeitung Besitzer einer zwischen Spandau und Charlottenburg belegenen Grillenberger. folgende Notiz: Villa, wie mehrere Personen in seinem Garten umherwirthEine glänzende Hochzeit richtete Bankier S. am Donners- schafteten. Er gab einen Flintenschuß in die Luft ab und die tag seiner Tochter in einem großen Hotel aus. Das Kouvert fremden Gäste verschwanden schleunigst über den Zaun, ohne toftete 100 m. ohne Wein. Hundert Gäste waren geladen. daß es indessen gelungen wäre, dieselben infolge des ihnen einDie Speisenkarte begann mit Suppe von indischen Vogel- gejagten Schreckens festzuhalten. Am nächsten Mittag fanden nestern. Für eine Anzahl Theilnehmer wurde besonders sich zwei ziemlich verhungerte Knaben im Friedrich- Karl- Stift ein rituell gefocht. Im Ganzen foftete das Hochzeitsmahl und baten flehentlich um Verabreichung von Speisen. Nachdem dies geschehen war, wurden dieselben ihres wenig Vertrauen er= * Hamburg, 25. Juni. Auch hier hat man, entgegen früherer Gewohnheit, die in diesem Jahre zu zweiwöchentlicher Uebung eingezogenen Landwehrleute gezwungen, in der Kaserne zu schlafen. Die„ Stallmannschaft", wie die ihre ersten drei Jahre Abdienenden von den Soldaten älterer Jahrgänge spottweise genannt werden, ist dagegen in Bürgerquartiere gelegt worden. Auch Klagen über mindestens überflüssige Anordnungen werden laut. 20 000 m. Nun, er hat's ja, der Bankier S. Er fann sich's leisten, weckenden Aussehens wegen der Polizei zugeführt und hier als So soll ein Hauptmann F. einem Landwehrmann bei der ersten sowohl die 20 000 Mart, als auch die Reklame in der Zeitung! Richard Krumbach, Reinickendorferstraße 46, und Richard Musterung befohlen haben, sich seinen kleinen Rinnbart, Fliege" Besser hätte Bantier S. allerdings gethan, wenn er auf den Andreas, Gerichtstraße 6 in Berlin wohnhaft, festgestellt. Beide genannt, abschneiden zu lassen. Der Mann hatte sagt das traurigen Zeitungsruhm verzichtet hätte. Mag er schon seinen gestanden alsbald, daß sie sich mit den drei anderen vermißten Gerücht dazu an dem Tage keine Zeit, wohl auch nicht recht schnöden Mammon vergenden, wie er will, wenigstens sollte er Knaben Schröder, Steinbach und Geisler zusammengethan hätten, das Bedürfniß dazu. Am nächsten Morgen fragte der Haupt- seine Thaten nicht noch an die große Glocke hängen und der um ein Räuberleben zu führen. Ihre Streifzüge hätten sie in mann, warum der Befehl nicht ausgeführt worden sei. Der Land- berechtigten Unzufriedenheit der besitzlosen Massen noch mehr die Gärten von Villen unternommen, welche dann der vorhanwehrmann antwortete nun u. A.:" Der Bart ist mein Stolz", Nahrung geben, der besiglosen Massen, die an leiblicher Nahrung denen Rosen beraubt worden seien. Der Erlös aus diesen Blumen worauf der Hauptmann erwiderte:" Dann gehen Sie 3 Tage in so jammervollen Mangel leiden. Bankier S. und Genossen habe zum Theil die Mittel des Unterhalts ergeben, zum Theil Arrest, da können Sie ihren Stolz in den Arrest tragen!" Wegen werden natürlich anderer Meinung sein. Sie prassen ihrer Ueber- aber habe die junge Bande von Fischen gelebt, welche sie sich seines unschuldigen Bärtchens muß also der Landwehrmann, zeugung nach im Interesse der Armen und Nothleidenden. Sie selbst gefangen und dann am Feuer geröstet habe. Als Untersofern das Gerücht wahr spricht, nachdem seine essen Suppe von indischen Vogelnestern und nicht Kartoffel- schlupf wurde bald dieser, bald jener Ort gewählt, je nachdem vierzehn Tage abgedient hat, noch drei Tage ins Loch. suppe lediglich aus dem Grunde, um den vermeintlichen Noth- man sich am Sichersten glaubte. Nachdem nnn aber gestern der Andere Leute sollen wegen ihres nicht furz genug geschnittenen stand nicht noch vergrößern zu helfen, um die Kartoffelpreise geplante Raubzug mißglückt sei, habe der Hunger die Veranlassung Haares gemaßregelt worden sein. Jedenfalls sind Borschriften durch ihren Konsum nicht noch mehr in die Höhe zu treiben! zur Beendigung des wilden Lebens gegeben. über das Exterieur von Haar und Bart für die Landwehrleute, Sie verzichten auf den Brotgenuß, um den armen Leuten es zu welche nur ein paar Tage den bunten Rock tragen, überflüssig. lassen und begnügen sich mit Basteten! Alle Achtung vor solchen Zwei Wochen Verlust im Einkommen während der besten Zeit Menschenfreunden! ist für die Landwehr schon ein großes Opfer, kommen dann noch Anordnungen der bezeichneten Art hinzu, so fühlen die alten gedienten Soldaten das Ganze um so härter. Vielleicht sorgt das Kriegsministerium dafür, daß Wandel geschaffen wird. er In gestriger Sizung unserer„ Bürgerschaft" wurde auf AnGegen halb zehn Uhr Abends explodirte am Sonnabend in einem Pferdebahnwagen, der sich auf dem Wege vom Potsdamer Viertel nach dem Spittelmarkt befand, unmittelbar westlich Rektor und Senat der technischen Hochschule zu von der Kreuzung der Friedrichstraße und der Leipziger Straße, Charlottenburg machen am schwarzen Brett bekannt, daß der eine Petroleumlampe. Unter der Lampe saß eine junge Dame Verein der Studirenden aufgelöst, sein Statut aufgehoben und im Alter von 18 bis 20 Jahren. Das brennende Del ergoß sich gegen die Urheber und Theilnehmer der Studenten- Versammlung über die Kleider der Dame, setzte dieselben in Brand und Bermikt wird feit Montag, den 22. Juni b. J., der 75jährige Rentier G., welcher am genannten Tage Vormittags gegen 10 Uhr feine in der Chausseestraße gelegene Wohnung verLassen hat, um wie gewöhnlich einen Spaziergang im Thiergarten zu unternehmen. Seit jener Zeit fehlt von dem alten Herrn jede Spur. Derselbe war bekleidet mit dunkelgrauem Ueberzieher, weichem, grauem Filshut. Er hat schwaches, graues Haar, glatt rafirtes Gesicht, untersetzte Mittelfigur und an der linken Nafenfeite eine Warze. Personen, welche in der Zwischenzeit Herrn G. gesehen haben oder in der Lage sind, über seinen Berbleib Näheres anzugeben, werden von den Angehörigen dringend gebeten, hiervon der Polizeibehörde Anzeige zu erstatten. entzündete auch die Vorhänge des Wagens. Die Dame sprang in die Bruft bei und sprang darauf in die Spree. Er wurde einer Menge fleinerer Borstrafen gar nicht zu reden. Im Auguft auf und lief in ihrer Angst dem der Ausgangsthür entgegen- noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee ges v. J. lernte der Angeklagte zwei Gebrüder Mielent kennen, die gesetzten Ende des Wagens zu. Von den wenigen Passagieren, gebracht, wo er bald darauf verstarb. Am 27. d. M. Morgens auf einem Bau arbeiteten. Er stellte sich denselben als Architekt Sie sich zur Zeit im Wagen befanden, ergriffen einige die Flucht, sprang ein gemüthskranker Instrumentenmacher aus einem Wilhelm Mertner vor und wußte die einfachen Leute andere versuchten die Flammen zu ersticken, was ihnen jedoch Fenster seiner im vierten Stock des Hauses Wafferthorstr. 72 durch seine Redegewandtheit sehr für sich einzunehmen. nicht gelang. Als der Wagen vor dem Equitablegebäude zum belegenen Wohnung auf den Hof hinab und verstarb auf der Er erzählte, daß er im Auftrage des Bauraths Werner Stillstand gebracht wurde, stürzte die Dame in ihren brennenden Stelle.- Zu derselben Zeit wurde ein Bäckermeister in seiner die Kanalisationsarbeiten von Schöneberg bis Wilmersdorf Kleidern auf die Straße und lief im Zickzack über den Fahr Wohnung in der Hagenauerstraße und ein Kaufmann in seiner auszuführen habe. damm. Hinter der Dame folgten eine Anzahl Herren, die den Wohnung in der Münzstraße erhängt vorgefunden. Auf dem und einen Schachtmeister und diese beiden einträglichen Posten Er brauche dazu einen Maurerpolier, Versuch machten, mit Stöcken und Schirmen die Flammen aus- Grundstück Yorkstr. 63 fiel Vormittags einer der behufs An- wolle er an Carl und Franz Mielent vergeben. Diese griffen mit zuschlagen, bis ein Schuhmann die Dame ergriff, fie rasch unter bringung eines Hängegerüftes auf dem Dache aufgestellten Böcke beiden Händen zu. Der Angeklagte schloß in aller Form mit ihnen einen Straßenbrunnen führte und Wasser auf die brennenden um und stürzte infolge dessen der auf dem Gerüst stehende Maler schriftliche Verträge ab. Dann offenbarte er aber seine augenKleider pumpte. Nachdem die Kleider gelöscht waren, wurde die Michels aus der Höhe des vierten Stocks auf den Hof blickliche Geldverlegenheit und bat Karl Mielent um ein Darlehn Dame nach der nächsten Sanitätswache gebracht, wo es sich hinab und erlitt so schwere Verlegungen, daß der Tod auf der von 50 M., das ihm bereitwilligst gegeben wurde. Der Angeklagte herausstellte, daß sie schmerzhafte aber nicht gefährliche Ber- Stelle eintrat. Im Landwehrkanal, gegenüber der Laufiger- faufte einige Meßinstrumente, die er sich von dem angehenden letzungen davongetragen hat. Ein Straßenbahnschaffner, der ver- straße, wurde fucht hatte, die Flammen zu ersticken, hat an den Händen einige tutschers Bunzel angeschwemmt.- Vor dem Hause Markgrafenstr. 69 Koffer bis nach Schöneberg tragen ließ. Hier bezeichnete der Nachmittags die Leiche des Droschfen-„ Schachtmeister" Franz Mielenk in einem von diesem geliehenen Brandwunden erlitten. gerieth Abends ein Arbeiter in der Trunkenheit unter die Räder Angeklagte seinem Begleiter die Stelle, von wo aus der Bau in daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.- Zu derselben stehen und welchen Weg der zu bauende Ranal nehmen sollte. eines Omnibusses und erlitt einen Bruch des Handgelenks, so Angriff genomen werden sollte, er ordnete an, wo die Baubude Beit stürzten sich am Rohlen- Ufer zwei Frauenspersonen in den Am folgenden Tage wiederholte sich die Komödie, es war ein Louisenstädtischen Kanal, wurden jedoch noch lebend aus dem Sonnabend, und am Montag sollte der Bau in Angriff genommen Waffer gezogen und nach dem Krankenhause am Urban gebracht. werden. Der Angeklagte zeigte dem Franz Mielentz einen Check in seiner Wohnung in der Fruchtstraße mittelst Revolvers. Werner trug, er erklärte, das Papier am Abend bei der Deutschen In der Nacht zum 28. d. Mts. erschoß sich ein Tischlergeselle über 1000 m., das die Unterschrift des Geheimen Ober- Bauraths Bu derselben Zeit brachte sich ein Kaufmann in seiner Wohnung, Bank gegen Geld umsetzen zu wollen und erreichte dadurch, daß Mielent in der Jägerstraße, mittelst Revolvers einen Schuß in den Ober- ihm 35 Mart borgte. Einige Stunden später bestellte der Anarm bei und mußte nach der Universitäts- Klinik gebracht werden. geklagte den Franz Mielent nach einer bestimmten Restauration, auf den Geleisen der Potsdamer Eisenbahn, nahe der Yorkstraße, war der Angeklagte verschwunden, er brannte nach Schlesien In der Nacht zum 28. d. M. wurde der Arbeiter Wichmann um mit ihm gemeinsam zur Bank zu gehen. Von dieser Zeit an mit abgefahrenem Unterschenkel aufgefunden und nach dem durch, wo er neue Schwindeleien beging, wegen welcher er jetzt Eisenbahn Unglück. Am letzten Sonntag Nachmittag sprang ein Arbeiter gegenüber dem Maybach- Ufer 45 in den Baurath Werner, noch war von irgend einer Kanalisations Elifabeth Krankenhause gebracht. Am 28. d. M. Nachmittags in Glogau die Strafe verbüßt. Natürlich existirt weder ein wurde der Lokomotivführer Sommerfeldt aus Kreuz, der den nach Berlin gehenden Kurierzug Nr. 2 fuhr, von einem zwischen fich ein Buchhalter, Landwehr Kanal und ertrant.- Zu derselben Beit brachte arbeit in Schöneberg die Rede. Staatsanwalt Unger wies Friedeberg und Landsberg ihm begegnenden Güterzuge, dem er er wegen Unterschlagung ver- auf die Gemeingefährlichkeit des Angeklagten hin und beantragte sich wahrscheinlich zu weit genähert hatte, erfaßt und von seiner Golmsstraße, mittelst eines Taschenmessers eine anscheinend se ch 3 Monaten und fünfjährigen Ehrverlust. Der Gerichtshaftet werden follte, in feiner Wohnung, in der gegen ihn eine Zuchthausstrafe von drei Jahren Lokomotive geschleudert. Der Tod muß sofort eingetreten sein; leichte Berlegung an der Brust bei. man fand den Leichnam mit zerschmettertem Kopfe vor. Der der Charitee gebracht. In der unbewohnten Glogauerstraße aus und dreijährigen Ehrverluft. Er wurde nach hof erkannte auf zwei Jahre sechs Monate BuchtUnglückliche hinterläßt keine Familie. feuerte Nachmittags der Gürtlerlehrling Faltenhagen aus einem Die Pocken unter den russischen Auswanderern. Im Revolver einen Schuß ab und traf damit seinen Begleiter, den Unter der Anklage eines schweren Diebstahls stand Städtischen Obdach, wo sich gegenwärtig etwa dreihundert russische Bürtlerlehrling Dewath in den Unterschenkel, so daß dieser nach gestern der Roßschlächtermeister Bernhard Guftra u vor der ersten Flüchtlinge, Männer, Frauen und Kinder aufhalten, sind am dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Abends Straftamer des Landgerichts I. Am Vormittage des 28. Januar d. J. Sonnabend zehn Kinder unter den Anzeichen der Pocken erkrankt. sprang ein Mädchen am Tempelhofer Ufer, nahe der Bellealliance- hielt der Gutsverwalter Grunac aus Groß- Biethen vor einem Der dirigirende Arzt der Anstalt, Herr Sanitätsrath Dr. Moses, brücke, in den Landwehrkanal, wurde jedoch, anscheinend ohne Hause in der Prenzlauerstraße. Er konnte mit seinem Ginspänner ſtellte auch die Diagnose auf schwarze Pocken und ordnete sofort Schaden genommen zu haben, aus dem Wasser gezogen und nach nicht auf den Hof fahren und mußte es deshalb für wenige Midie nöthigen Sicherheitsmaßregeln an. Die Kinder selbst wurden dem Krankenhause am Urban gebracht. In der Nacht zum nuten unbeaufsichtigt auf der Straße stehen lassen. Als er zurückmittelst des Lück'schen Krankenwagens nach der Charitee geschafft, 29. d. M. stürzte ein Kutscher, anscheinend in der Trunkenheit, tehrte, war das Fuhrwerk fort. Einige Stunden später wurde woselbst sie in einem besonderen Pavillon untergebracht sind. Die aus dem Fenster seiner im ersten Stock des Hauses Holzmarkt der Angeklagte mit dem Fuhrwerke in der Köpenicker Straße beAngehörigen der Kinder wurden von den übrigen Russen separirt straße 37 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und erlitt eine troffen. Er behauptete, Wagen und Pferd für 160 M. von einem die letzteren wieder von den hiesigen Obdachlosen. Während die Aus- schwere Gehirnerschütterung, so daß seine Ueberführung nach dem Manne gekauft zu haben, der sich für den Schankwirth Bogeler wanderer sich bis Sonnabend frei bewegen konnten und nach der Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. Am 27. aus Marienfelde ausgegeben habe. Diese Behauptung hielt der Stadt gehen durften, sind sie jetzt gehalten, im Obdach zu ver- und 28. d. M., fowie an dem darauf folgenden Morgen fanden Beschuldigte auch im Verhandlungstermine aufrecht und stellte bleiben, damit jede Berührung mit den Stadtbewohnern verneun kleine Brände statt. mieden wird. Die Räume des Obdachs find auf das forgfältigste dabei unter Beweis, daß derartige Pferdekäufe auf der Straße seitens der Roßschlächter eine täglich vorkommende Erscheinung Desinfizirt worden. Decken und Dielen wurden gewaschen und seien. Trotz der schweren Verdachtsmomente hielt der Gerichtsmit Karbolsäure getränkt, ebenso sämmtliche Bettstellen und die übrigen Utensilien. Nach den umfangreichen und energischen Vorhof den Angeklagten dennoch nicht für genügend überführt, um tehrungen, die seitens des Herrn Dr. Moses getroffen wurden, ihn verurtheilen zu können, es wurde deshalb auf Freisprechung erkannt. ist eine weitere Verbreitung der Epidemie kaum zu befürchten. Wie wir hören, hat man sich in der Charitee der Diagnose des Dr. Moses angeschlossen. Die Fälle sollen aber sämmtlich leichter Natur sein. Gerichts- Beitung. richter beschäftigen, fam bei einer gestern vor der 93. Abtheilung Unfitte zu sein, daß sie durch alle Verurtheilungen nicht ausEiner jener Kinderromane, wie sie so häufig die Straf- Das Färben der Wurst scheint eine so tief eingewurzelte des hiesigen Schöffengerichte verhandelten Anklage gegen die ver- aurotten ist. Gestern beschäftigte eine folche Antlage wiederum ehelichte Weinhold zur Sprache. Die Angeklagte wurde be- bie 98. Abtheilung des Schöffengerichts. Die Fleischhändlerin Ein jäher Todesfall wurde vorgestern durch ein Hänge- schuldigt, ihr eigenes achtjähriges Mädchen, welches sie mit in die Trinks hatte schon früher eine polizeiliche Verwarnung erhalten, gerüst, diese noch immer nicht ganz beseitigte gefährliche Anlage, She gebracht hat, in viehischer Weise mißhandelt zu haben. Nach weil die von ihr geführte Thüringer Wurst mit Kochenille gefärbt herbeigeführt. Der Maler Michels war auf einem Hängegerüst den Bekundungen der Hausbewohner, mit denen die Angeklagte war. Als eine späte entnommene Probe dasselbe Ergebniß hatte, in Höhe des vierten Stockwerks an dem Hause Yortstr. 63 mit 8usammen wohnte, ist das Kind von der Mutter in ganz syfte wurde Frau Trinks wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel Malerarbeiten beschäftigt, als einer von den Gerüstböcken, welche matischer Weise in verwahrlosten Zustand gebracht worden. Das Gesetz unter Anklage gestellt. Sie behauptete im Termine, daß auf dem Pappdach standen und die Taue trugen, abrutschte. Fränkliche Kind ist nicht nur im höchsten Maße unsauber ge- fie feit der ersten Verwarnung ihre Bezugsquelle gewechselt habe, Hierdurch kam das Gerüst in eine schiefe Lage, so daß Michels halten worden, so daß die Altersgenossen mit ihr zu spielen die Thüringer Fabrikanten schienen aber alle die Wurst zu färben. fich nicht mehr halten fonnte, von oben auf den Hof abstürzte sich weigerten, Die Mutter hat auch jede Gelegenheit Dr. Bischoff bezeichnete den Zusatz von Kochenille zwar nicht als und auf der Stelle verstarb. Es erscheint auffallend, daß solche benutzt, um ihren Abscheu gegen den ihr bescheerten, menschlichen gesundheitsschädlich, aber dennoch als unzulässig. Das Unfälle immer wiederkehren, obgleich nach einer Verfügung des Ballast" unverkennbaren Ausdruck zu geben. In der bittersten Nahrungsmittelgesetz verbiete den Zusatz von Stoffen, welche gePolizeipräsidiums den Hängegerüsten besondere Aufmerksamkeit Kälte mußte das Mädchen ohne Beinkleider und nur mit einem eignet sind, der Waare das Aussehen einer besseren Beschaffengewidmet werden soll, auch jedesmal ein Fachmann schriftlich dünnen Röckchen bekleidet, umhergehen und wenn es sich dann heit zu geben. Dies sei bei gefärbter Wurst auch der Fall." Es Die Verantwortung für die richtige Herrichtung des Gerüsteś um das Leben des Kindes besorgt sein konnte. Die Mutter aber rothe Farbe auf den frischen Zustand des zu der Wurst vererkältet hatte und beschmußte, dann hagelte es Prügel, daß man folle in dem Publikum die Täuschung erweckt werden, daß bie übernehmen muß. drückte diese Sorge nicht sehr; im Gegentheil: wenn ihr die wendeten Fleisches zurückzuführen sei. Auch könne dadurch uns Kentern eines Segelbootes. Am vorgestrigen Nachmittag Nachbarsleute das Unerhörte ihres Betragens und die auffällige ansehnliches, grau gewordenes Fleisch so verändert werden, daß gegen 4 Uhr machte der an einer hiesigen städtischen Schule an- Thatsache vorhielten, daß sie mit dem Schrubber, dem Staubbesen oder die Naturfarbe verdeckt wurde. gestellte Lehrer Herr T., der mit seinen Eltern in Grünau eine sonstigen Instrumenten, welche sie gerade zur Hand hatte, immer direkt gegen die Angeklagte eine Geldstrafe von 20 M. event. 4 Tage Der Staatsanwalt beantragte Villa bewohnt, in der ihm gehörigen Segelnacht mit zwei Freunden nach dem Kopfe des Kindes schlug, so pflegte sie in rohester Gefängniß und der Gerichtshof erkannte nach diesem Antrage. aus Berlin, jungen Kaufleuten, einen Ausflug nach Schmöckwitz. Weise zu äußern:" Das A. schlage ich noch todt, es ist mir Gegen 5 Uhr wurden die Segel des Fahrzeuges von einem uner ein Greuel; sein Vater hat sich eine Kugel durch den Kopf gewarteten Windstoß derart erfaßt, daß das Boot umschlug und die schoffen und ich werde dem A.. so lange nach dem Kopfe Tage zu einer ganzen Reihe von Vergehen, welche gestern die Eine wüste nächtliche Straßenszene bildete die GrundInfassen ins Wasser stürzten. Zwei derselben vermochten sich noch schlagen, bis es döfig" ist oder unter meinen Füßen trepirt!" Kellner May Knappe und Peter Laß, sowie den Anstreicher rechtzeitig durch Schwimmen hervorzuarbeiten und wurden durch Die Angeklagte bestritt die ihr zur Last gelegten Rohheiten und Butownic vor die zweite Strafkammer des Landgerichts I hinzugeeilte Ruberboote gerettet. Nur der dritte der Verun behauptete, daß das Kind, welches schließlich von Polizeiwegen führte. Am Abend des 10. Oftober v. J. befand sich der Angeglückten, ein Kaufmann D., der sich wohl jedenfalls im Tauwert ihrer Obhut entzogen worden ist, wegen fortgesetter Ünarten nur flagte Laß in dem Schankkeller der Wittwe Nitschte, Augustder gekenterten Yacht verwickelt hatte, ertrant. Die Leiche des die verdiente Strafe erhalten habe. Die Anflagen der Haus- straße 93. Da er, wie seine Vorstrafen beweisen, ein gefährlicher jungen Mannes ist troß eifrigen Suchens noch nicht gefunden bewohnerinnen ließen sich aber nicht aus der Welt schaffen und der Händelsucher ist, gerieth er bald mit einem anderen Gaste in Staatsanwalt hielt dieselben für so erwiesen, daß 11/2 Jahre Gefängniß gegen die unmenschliche Mutter in Antrag brachte. Der Gerichtshof erkannte auf ein Jahr Gefängniß und nahm die Angeklagte fofort in Haft. worden. 11 er Kämpfenden und nun wurde Laß von einer wahren Tobsucht Streit und Schlägerei. Die übrigen Anwesenden trennten die Am Freitag ist eine Baude russischer Ladendiebe festergriffen, er nahm einen Stuhl und zertrümmerte damit vier genommen worden, die mit großem Erfolge in den Läden des Zentrums der Stadt ihre verbrecherische Thätigkeit betrieben hat. andere Stühle, er schlug in den Spiegel, warf alle Gläser, deren Die Bande besteht aus einer großen, starken Frau im Alter von Bu jenen Leuten, welche leider nur zu oft in den schönen umherflogen. Dabei südte er ein Messer und drohte, Jeden er habhaft werden konnte, gegen die Wand, daß die Scherben ungefähr 25 Jahren, aus einer mittelgroßen Frau von unter Anlagen des Friedrichshains ihr Wesen treiben, gehören über den Haufen zu stechen, der sich ihm nähere. Es gelang fetten Körperbau im Alter von 40 Jahren und aus einem die beiden Angeklagten, deren Angelegenheit gestern als erste das aber doch, ihn zu entwaffnen, bevor er mit dem Messer fleinen schwächlichen Manne von vielleicht 35 Jahren. beiden Frauen pflegten sich in den Läden, die sie heim- Gerichtsferien unter Vorsiß des Landgerichtsraths Voigt be- ihn aber wieder, nachdem man seine Personalien festgestellt Die hiesige Schwurgericht in feiner letzten Sigungsperiode vor den Schaden anrichten fonnte. Man brachte ihn zur Wache, entließ fuchten, größere Bosten von Waaren zur Auswahl vor- fchäftigte. Angeklagt waren die Arbeiter" Hugo Seeger und hatte. Er ging nach einem anderen Lokale, um Freunde zu Tegen zu lassen, vorzugsweise Seidenwaaren. Während sie diese Karl Müller wegen unbefugter Ausübung eines öffent- fuchen, die ihm helfen sollten, das Nitschke'sche Lokal zu stürmen Waaren anscheinend besichtigten, entwendeten sie einzelne Stücke lichen Antes, Nothzucht, Diebstahls und entfernten sich dann, ohne etwas zu kaufen, mit dem Ver- Schon diese Musterkarte von Vergehen und Verbrechen erzählt Truppe rückten sie vor das Haus, das zum Glück für die Inund Erpressung und zu demoliren. Er fand Helfershelfer genug und in geschlossener sprechen gelegentlich wiederkommen zu wollen und dann eine ohne weiteren Kommentar den ganzen Inhalt der Anklage. In haberin bereits geschlossen war. Sie begaben sich auf den Hof Wahl zu treffen. Während die Frauen in den Läden thätig Friedrichshain find wiederholt Fälle vorgekommen, in denen Pär- und versuchten unter Drohungen die Thür zu sprengen, als diese waren, machte der Mann auf der Straße vor den Schaufensternchen, welche daselbst in der Abendlust lustwandelten, in der aber ihren Anstrengungen widerstand, begaben sie sich wieder auf „ ben Schatten", b. h. er sorgte dafür, daß die verbrecherischen schmählichsten Weise belästigt worden sind. Ein Mann, der sich die Straße und eröffneten nun ein regelrechtes Bombardement Machenschaften der Frauen den Blicken der Borübergehenden ent- für einen Bartwächter ausgab, trat plötzlich auf das Bärchen zu, mit Steinen gegen die Fenster des Lotals, die sämmtlich zerzogen wurden, empfing von den Diebinnen die gestohlenen Sachen beschuldigte dasselbe eines Verstoßes gegen die Sittlichkeit und er- trümmert wurden. Jetzt rückten Schuhleute heran, denen es aber und sorgte für ihre Bergung. Im Besitze der Festgenommenen klärte, zu seinem Bedauern genöthigt zu sein, die Beiden zur nur gelang, die drei Angeklagten dingfest zu machen. Der Gewurde ein ziemlich bedeutender Boften gestohlenes Gut ge- Bache bringen zu müssen. Die Bestürzung, in welche die ganz richtshof neigte sich der Ansicht zu, daß die Thaten der Anfunden, darunter ein tabatfarbenes Stück Satin Merveilleux", harmlosen Spaziergänger durch diese Begegnung geriethen, wuchs geklagten fast an Landfriedensbruch grenzten. daß wurde zu gezeichnet 16 503, III, 58,50 Meter lang, fünf Stück schwarze in folchen Fällen noch ganz besonders, wenn der angebliche Part 1 Jahr 3 Monaten Gefängniß und 6 Wochen Haft, die beiden Dentelle Chantilly" wächter mittelst einer fleinen Pfeife einen zweiten Menschen herbei- Angeklagten Knapp und Bukownik wurden zu je 8 Monaten Nr. 947/207, 38-40 Meter lang und ein Schnürleib in an den Verhandlungen mit den„ Delinquenten" eifrigst Theil in Haft genommen. lockte, der sich gleichfalls für einen Parkwächter ausgab und Gefängniß verurtheilt. Sämmtliche Berurtheilte wurden sofort einem weißen Karton, gezeichnet Weite 58, Genre 76, Nr. I, 13. nahm. In einzelnen Fällen wurde den Opfern durch allerlei Diese Sachen können im Polizeipräsidial Gebäude, Bimmer 97, Drohungen Geld abgelockt, in anderen versprach man, die Sache Portal V, von den rechtmäßigen Eigenthümern in Empfang ge- von dannen und vergewaltigte den weiblichen. Die Festnahme todt zu schweigen, schickte denn männlichen Arrestanten" allein der beiden frechen Gesellen gelang dadurch, daß dieselben eines Die ersten Heidelbeeren erschienen am Sonnabend hier Tages an einen Unrechten geriethen, welcher von Furcht nichts in den Markthallen, fanden aber wegen ihres außerordentlich hohen verspürte, sondern die Wegelagerer windelweich schlug und für Preises( pro Liter 40 Pf.) noch nicht recht Käufer. Sonst sind ihr Unterkommen auf der Polizeiwache Sorge trug. Der weit- Dessau, 27. Juni. Soeben sind die Filialen der Die Blaubeeren in jeder Art der Zubereitung bei Hoch und aus Gefährlichere iſt Seeger, während Müller nur in einer Gewerkschaften der Schuhmacher, Schneider Niedrig eine beliebte und gesunde Speise. Wen es genirt, daß Nebenrolle in attion trat. Gemäß dem Verdikt der Geschworenen und Schneiderinnen, Steinfeger, Maler und tann dies mit ein wenig Zitronensaft leicht wieder beseitigen. Jahren Zuchthaus, Müller zu zehn Monaten Ge- Grund des§ 2 Abs. 5 des anhaltischen Vereinsgesetzes vom beim Effen der Beeren Zähne und Lippen blau werden, der verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten Seeger zu vier Qadirer, Ziegelei Arbeiter, Hafenarbeiter auf maßen: Jahre 1850 aufgelöst worden. Derfelbe lautet folgenderSpitzen, darunter eins mit der Marke 8340 11. A.' nommen werden. " Eine besondere Bedeutung haben die Heidelbeeren neuerdings fängniß und entsprechendem Ehrverlust. durch den Umstand bekommen, daß aus ihnen ein Wein hergestellt wird, der so schmackhaft und gesund ist, daß er jetzt vielfach auf ärztliche Empfehlung in Kliniten und Lazarethen Verwendung findet. Polizeibericht. In der Nacht zum 27. d. M. brachte sich ein Mann auf der Ebertsbrücke mittest Revolvers einen Schuß Person des ehemaligen Bautechnikers Paul Höhl vor der ersten Ein Erzgauner und Schwindler stand gestern in der Straftammer des Landgerichts I. Derselbe wurde aus der Strafanstalt zu Glogau hierher transportirt. Höcht ist einmal wegen Raubes mit zehn Jahren Zuchthaus und einmal wegen Münzverbrechens mit sechs Jahren Buchthaus vorbestraft worden, von Arbeiterbewegung. ,, Die Landes- Polizeibehörde ist befugt, aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, jede Verbindung der vorhin bezeichneten Art unter verschiedenen Ber einen zu unterfagen." „ Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung" I wesen ist. Und auch nach anderer Beziehung war die Verfamm- I fängniß zu wandern, für diese Arbeit gäbe es 2 Mart und also löst man Arbeiterorganisationen in Anhalt auf, welche in lung merkwürdig: Fast alle Theilnehmer waren gezwungen, wenn 20 Pf. Lohn! Die Pferde arbeiten 3 Stunden pro Tag! Wahrheit weiter nichts bezwecken, als innerhalb der reichsgesetz- fie pünktlich am Drt sein wollten, in Uniform zu erscheinen. Freilich die kosten Geld! Menschenmaterial stellt sich ja der lichen Vorschriften über die Ausübung des Koalitionsrechts dem Kann es wohl einen besseren Beweis dafür geben, daß die acht- Direktion genug zur Verfügung. Redner beleuchtet dann die Kapitalismus gegenüber ihren Mitgliedern die Existenz zu sichern zehnstündige Arbeitszeit dieser Arbeiter Thatsache ist, wenn sie weiteren Uebelstände, deren einer darin besteht, daß es pro Monat und auch im Uebrigen Ordnung im Gewerbe zu schaffen; und Nachts um 1/21 Uhr noch in Uniform erscheinen und Morgens nur 3 Feiertage giebt, und wenn Jemand nochmals im Monat wenn fie im Verfolg dieses Zweckes einmal irgend eine unter um 5 oder 1/26 Uhr wieder auf dem Depot anwesend sein abfommandirt" wird, so würde ihm dafür auch noch das Gehalt ganz anderen Zeitverhältnissen erlassene papierne Berordnung un- müssen? gekürzt. Und dabei zahle die Gesellschaft 12 pet. Dividende! bewußt verlegen, wodurch keinem Menschen ein Schaden geschieht, Das Referat hatte Genosse Stabernack übernommen. Der- Redner knüpft hieran eine Betrachtung der Streits in Paris, so genügt das der Polizei, um den wirthschaftlich Schwächeren, felbe ging zunächst auf die achtzehnftündige Arbeitszeit ein. Er London und Lyon, und legte klar, daß bei energischem, im Uebrigen den Arbeiter, dem wirthschaftlich Uebermächtigen, dem Unternehmer, zeigte den Versammlungsbesuchern, die meist wohl noch selten aber vorsichtigem Vorgehen, indem man zunächst seine Fordegegenüber durch Auflösung der unter tausend Mühen und oder auch nie einer Versammlung beigewohnt hatten, wie die rungen der Direktion der Gesellschaft mittheile, auch in Berlin Leider habe schon Opfern errichteten und forterhaltenen Arbeiterorganisationen zu Verkürzung der Arbeitszeit nicht nur in wirthschaftlicher, ein gutes Resultat zu erzielen sein würde. überliefern. Und das mächtige Deutsche Reich, dessen Siege sondern auch in fanitärer und moralischer Beziehung die Einberufung der Versammlung ein Opfer geloftet, der Ein1870/71 von den Arbeitermassen erfochten worden sind, das ein Gebot der Nothwendigkeit ist, und wies auf die berufer sei bereits gemaßregelt. Redner giebt hierauf den Rath, Deutsche Reich der Sozialreform", auf welche die ganze Welt Unglücksfälle hin, die oft eine Folge die oft eine Folge von Ermüdung solche Forderungen zu stellen, welche die Direktion ohne zu großen bewundernd" blicken soll, läßt es ohne einen Schimmer von Er- feien, sowie auf den ungenügenden Umgang, den der Schaden bewilligen könne, dann seien die Sympathien des regung geschehen, daß die Polizei die partikulare vorsintfluthliche Rutscher bei so langer Arbeitszeit mit seiner Familie Publikums den Kutschern und Kondukteuren von vornherein Gesetzgebung benust mit der Folge, daß das reichsgefeßlich ge- habe, zeigte auch, daß solche Uebelstände die Ursache der Ver- sicher. Die Forderung, die Stundenzahl des täglichen Fahrdienstes währleistete" Koalitionsrecht der Arbeiter durchbrochen wird. nichtung des Familienlebens seien, nicht aber die volksverheßende" zu ermäßigen sei bedenklich, da ein Schichtwechsel der Gesellschaft mehr Sozialdemokratie. Und für die erwähnte lange Arbeitszeit, die Schwierigkeiten bereite, als die Einführung eines häufiger wiederjedem Einzelnen der Gefahr täglich und stündlich aussetzt, in der kehrenden Ruhetages. Erschlage deshalb vor, n a chiedem vierten Ermüdung Jemandes Leben zu gefährden, und dafür ins Ges Tag einen Ruhetag eintreten zu lassen, vom Waschen der 1721 803 23 64 93114 66 214 337 76 437 659 62 85 702 885 930 56 78 " Wann werden in Deutschland die Staatsmänner erstehen, welche dem Drange der Arbeiter nach Erlösung aus solchen unerträglichen Verhältnissen endlich nachgeben? Wir glauben nicht, daß die Beschwerde an die anhalter Regierung etwas helfen wird. Es wird sich in Gesezen dieses Reichspartikels schon ein Paragraph finden, auf Grund dessen Verfahren der anhalter Polizei unzweifelhaft„ bedas rechtigt" ist. Mag die Beschwerde Erfolg haben oder nicht, das können fich Unternehmer und Polizei gesagt sein lassen: ob mit, ob ohne Verein, der Marsch geht doch vorwärts, immer vorwärts! Paris, 29. Juni. Der Streit der PferdebahnBediensteten ist nur ein partieller. Die Ausfahrt der Wagen ging heute mit einer geringen Verspätung vor sich. In jedem Wagen fahren zwei Polizisten mit. Berittene Schußleute halten die Bahnen frei. In Charenton wurden bei drei Wagen die Pferde ausgespannt und in das Gehölz von Vincennes getrieben. Roubaix, 28. Juni. Eine Versammlung von 2000 Arseitern beschloß eine Resolution mit der Erklärung, daß, nachdem die Zuch walter vergeblich versucht hätten, ein Einbernehmen mit den Arbeitgebern herzustellen, der allgemeine Streik beantragt werde. Soziale Uebersicht. An alle Verliner Maurer! Auf Grund des in der am 21. Juni in Joel's Salon stattgehabten öffentlichen Maurerversammlung gefaßten Beschlusses, den Stundenlohn von 60 Pf. aufrecht zu erhalten, haben die Vertrauensmänner der Berliner Maurer Listen folgenden Inhalts angefertigt: Die unterzeichneten Maurergesellen Ihres Baues stellen an Sie das Ersuchen, vom nächsten Sonnabend an den Stundenlohn von 60 Pf. auszuzahlen. Gründe: Die jetzigen wirthschaftlichen Verhältnisse eines Berliner Maurers find thatsächlich sehr traurig. Nicht nur hat der letzte Winter sehr schwer auf den Maurer gedrückt und denselben durch furchtbar lange gezwungene Arbeitslosigkeit in cine tieftraurige Lage versetzt, nein, auch die Preise fämmtlicher unentbehrlichen Nahrungsmittel sind in letzter Beit derartig gestiegen, daß es einem Familienvater thatfächlich nicht mehr möglich ist, mit einem Stundenlohn unter 60 Pfg. seine Familie auch nur nothdürftig zu ernähren, viel weniger noch an Deckung der Winterschulden denken zu können. Des Weiteren erinnern wir die Herren Maurermeister und Bau- Unternehmer daran, daß sie selbst schon im Jahre 1889 erklärt haben:" Ein Berliner Maurergeselle muß einen Stundenlohn von 60 Pfg. haben, wenn derfelbe als Mensch leben und seine Familie ehrlich ernähren soll." Auf diese Gründe hin stellen wir die, wie Sie selbst zugeben werden, billige Forderung, vom Tommenden Sonnabend ab einen Stundenlohn von 60 Pfg. auszuzahlen." Diese Listen sind in der heutigen im Feen- Palast" statt. findenden öffentlichen Maurer- Versammlung, sowie bei den von den Berliner Maurern gewählten Vertrauensmännern, und zwar in folgenden Lokalen zu haben: Osten: Garbe, Rüdersdorferstr. 8, bei Böhl; Knöppchen, Markusstr. 31, bei Rusch; Süden: Niete, Staligerstr. 61, bei Witzke; Süd- Osten: Sanisch, Hornstr. 11, bei Zechlin; Süd- Westen: Käppel, Mariendorferstr. 10, bei Grube; Westen: Köhler, Bülowstr. 52, bei Böhland; Zentrum: 2uh, Rosenstr. 38, bei Ruhlmey; Norden: Harnisch, Anklamerstr. 49, bei Wartig; Gerke, Ecke der Diedenhofener- und Tresckowstraße, bei Schmidt; Weise, Gerichtsstr. 14 bei Barth; Moabit: Rieger, Rathenowerstr. 89 bei Holzbecher. Alle Kollegen werden hiermit aufgefordert, von obigen Listen energisch Gebrauch zu machen und über alle Erfolge, sowie etwa vorkommende Maßregelungen fofort einem der oben= genannten Vertrauensleute Bericht zu erstatten. J. A.: Karl Weise, Vertrauensmann der Berliner Maurer. Achtung, Manrer! Auf dem Bau der Bäcker- Jnnung Concordia", Andreasstraße 64( auch Eingang Krautstraße 38), haben gestern 25 Mann die Arbeit niedergelegt. Wir bitten die Kollegen, da es sich um Erzielung höheren Lohnes handelt( bis her gab es einen Stundenlohn von 52/2 Pf.) dort unter 60 Pf. nicht anzufangen. Wir meinen, konnte man bei der Grundsteinlegung die Spitzen der Behörden, der Geistlichkeit und der hohen Polizei pouffiren, lediglich um den Jnnungsbestrebungen den Charakter des äußerlich Jmposanten zu verleihen, so soll man auch den dort beschäftigten Arbeitern solchen Lohn zahlen, daß dieselben davon eristiren können. Hierbei sei bemerkt, daß der Baumeister Herr Kollmig, Neue in die Rubriken der AltersRönigstraße 92 wohnhaft, und bann Stempel drückte feinen Versicherungskarten in der guten Absicht, die Marke aufflebte, vielleicht einem Jeden in seinem Fortkommen behilflich zu sein. Die Maurer fonnten sich mit dieser Manipulation allerdings nicht einverstanden erklären, sondern gingen insgesammt zum Polizeipräsidium, um demselben die Sache vorzulegen. Man schickte fie zum Polizeirevier Neue Königstraße, woselbst sie dann Nachmittags um 5 Uhr neue Karten gegen Rückgabe der alten er= hielten. Ob Herr Kollmiz unter Strafe gestellt werden wird, biese Frage ist vorläufig noch offen. Jedenfalls aber wird es gut sein, alle solche Fälle den leitenden Personen der Maurerbewegung zur Kenntniß zu bringen, damit das Einreißen des erwähnten gesetzwidrigen Unfugs gewissermaßen schon im Reim erstickt wird. Im Auftrage der dort beschäftigt gewefenen Maurer J. Wernau, Rosenstr. 30. Versammlungen. Omnibuskutscher! Wohl selten hat Berlin eine im Verhältniß zur Zahl der Interessenten so stark besuchte Versamm Lung gesehen, als die am Sonnabend Nachts 122 Uhr bei Deigmüller vor sich gegangene Versammlung der Kutscher und Kondukteure der Allgemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft ge- I 12. Zichung der 4. Klasse 184. Rönigl. Preuß. Lotterie. Siehung vom 29. Juni 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefligt. ( Ohne Gewähr.) 134 313 23 421 518 50 1066 177 234 90 553 820 947[ 500] 2130 221 489 652 59 824 957 66 3070 71 180 483 913 16 4032 138 247 305 9 33 42 52 98 15001 444 558 833 76 97 956 5002 223 402 29 92 589 612 54 963 6318 619 61 735 7008 308 558[ 3000) S8 608 24 73 74 81 710 931 40 85 94 8170 419 69 508 98 609 40 743 847 80 93 931 9030 42 77 181 37 364 531[ 300] 684 892 10006 29 252 54 90 412 48[ 30001 601 726 865 911 11112 21 69 252 344 403[ 3000) 7 16 31 54 91 612 773 84 88 12087 132 39 208 16 834 36 415 545 738 91 812 77 988 13053 109 81[ 300] 309 46 55 513 54 734 807 32 14340 48 96 437[ 500] 669 72[ 30001 88 705 13001 823 30 911 46 71 15084 93 238 328 520 603 48 79 797 813 70 74 16194 311 99 435 614 56 793 15001 822[ 300] 87 911 54 17072 167 83 88 578 764 817 1300] 22 903 36 18033 97 223 94 380 97 453 85 716 49 88 871 19073[ 1500] 380 81 408 562[ 1500] 81 660 93 728 56 75 942 20170 211( 1500) 359 81 489 529 743 86 803 21039 59 207 99 372 448 539 710 870 22001 168 323 424 518 67 633 74 776 920 92 23029 291 302 82 529 777 85 24141 46 334 438 54 564 615 65 883 902[ 300] 25028 88 268 300 491 544 62 670 714 917 93 26013 233 474 673 744 1300] 801 32 37 27000 98 117 208 55 488 90 514 623 896 981 28090 317 530 679 738 44[ 300] SS 207 95 930 29091 234 371 81 546 30029[ 1500] 116 236 72 74 304 47 72 508 79 840 97 947 31106 289 304 401 699 719 819 83 32064 141[ 500] 69 244 446 507 28 666 748 70 828 945 64 33296 489 95 513 25 608 47 712 90 883 991 84151 200 37 95 332 477 541 60 13000] 737 64 874 35008 12 44 223 44 403 30 667 86 705 83 809[ 300] 11 63 909 47 30027 150 81 584 788 854 37067 96 118 221 98 381 98 504 24 640 53 811 40 902 36 38021 40 139 60 206 55 320 480 551( 500) 645 62 76 78 713 24 83 881 963 39033 59 77 101 17 69 257 81 83 643 862 40146 88 268 417( 5001 45 82 555 705 97 837 932 85 41148 60 62 611 61 723 858 965 82 42116 17 55 56 279 306 463 619 794 817 82 43100 50 250 308 76 91 476 595[ 1500] 661 79 823 26 48 65 68 979 44182 314 718 826 45003 226 304 76 99 443[ 500] 98 540[ 1500] 66 612 40 1300 50 55 730 807 31[ 30001 46207 59 444 97 510 38 75 82 834 916 62 88[ 500] 47058 69 232 52[ 3000] 66 71 451 522 695 850 51 56 972 48036 258 67 332 422 573 82 680 718 62 860 75 914 30 8S 49416 68 505 30[ 300] 602 3 860 900 38 50045[ 300] 61 180 306 14 17 52 87 91[ 3001 427 39 533 633 726 67 [ 5001 81 99 51015 505 33 725 48 82 913 93 52168 319 20 520 74 602 72 763 880 53096 139 493 590 668 807 25 54099 140 584 611[ 300] 25 71 90 779 859 902( 300) 55051 55 59 260 323 513 734 78 803 974 81 99 56002 142 78 205 51 332 437 57 507 722 65 883 948 60 96 57273 392 465 603 33 702 38 58065 250 52 459[ 3000] 617 47 60 760 823 71 965 59028[ 1500] 56 202 18 393 400 11 87 92 513 683 743 81 [ 300] 96 840 57 58 934 G0067 77 87 107 26 99 248 411 13 535 39 651 775 917 61033 38 210 28[ 300] 374 473 568 627 818 62058 266 415 96 98 500 60 62 651 731 90 11500] 831 912 63033 34 99 415 562 602 776 64034 140 320 28 56 59 677 65046[ 300] 115 444 56 573 679 739 886[ 1500] GG005 8 46 183 289[ 3000] 356 404 67001[ 300] 90[ 300] 170 203 476[ 1500] 590 609 87 798 800 4 912 70 68003 93 118 85[ 1500] 211 42 48 395 469( 1500) 656 78 95[ 3000] 743 802 69193 364[ 300] 471 97 535 46 632 87 905 70009 18 89 184 826 53 922 74 71002 17 153 61 253 58 321 57 82 851 7: 2073 188 365 76 423 79 616 727 813 73051 222 357 472 626 63 797 845 917 51 74074 218 58 73 390 454 532 615 21 43 44 93 727 35 929 75009 485 632 SS 717 49 990 6253 55 95 336 821 979 77078 134 88 456 94 506 600 711 21 29 93 910 67 78057 176 93 229 311 42 60 539 616 31 67[ 5001 80 835 79010 14 78 185 460 89 504 94126 379 533[ 500] 57 625 84 1500] 734 88 892 95094 154 278 96 474 594 892 96003[ 3000] 94 189 306 76 519 610 39 70 716 816 934 97091 98144 322 44 505 7 619 31 86 145 563 625 34 83 734 85 817 47. 977 761 981 99098 117 39 49 68 228 496 519 607 724 836 52 910 54 64 84 100023 88 139 220 354 437 56 544 658 723 72[ 500] 802 98 101030 213 323 67 537 90 614 87 784( 500) 102077 467 90 130001 93 579 629 [ 500] 710 14 845 57 103008 11 43 49 250 92 313 27 471 745 927 38 104035 82 83 425 553 634[ 500] 840 65 934 76 105044 226 359 89 521 55 91 612 24 83 764 836 53[ 300] 93 963 106026 109 14 31 443 751 107199 285 302 54 409 86 599 629 905 13 108021 41 175 256 64 337 87 470 616 754 15001 91 849 953 109099 102 99 236[ 3001 60 88 328 563 81 643 79 110047 237 363[ 300] 428 701 853 988 111119 381 419 59 615 751 67[ 3000] 98 112077 223 302 17 39 62 400 38 581 82 624 87[ 1500] 722 113030 69 79 91 123 202 426 53 681[ 300] 848 991 114151 389 410 846 47 63 68 950 115005 109 221 315 90[ 300] 425 640 774 87 13001 807 940 86 116166 249 352 478[ 3001 531 52 80 649 71 745[ 5001 878 [ 1500] 99 117045 108 45 223 52 338 95 425 762 955 118263 875 85 454 71 549 808[ 3000] 20 84 119129 34 236 384 447 541 79 601 77 815 37 967 99 120024 160 270 394 573 696 792 810 121088 207 334 74 452 514 49 601 56 705 850 58 122131 84 206 319 496 623 737 75 80[ 1500] 89 832 123028 98 120 48 261 328 400 82 558 607 754 855 87 913 124133 334 78 97 420 539 68 773 125044 129 509 655 806 53 920 78 126041 131 405 53 94[ 1500] 628 844 990 127029 102 237 81 319 438 822 43 60 128047 121 219 23 397 410 14 22 42 758 812 974 129012[ 300] 171 259 543 665 86 756 945 130043 115 76 281 86 325 92 497 537 76 679 714 20[ 500] 22 991 131057 137 79 312 34 495 532 52 90 6 63 734 816 98 132208 19 85 354 420 563 633 89 825 133053 85 18 7 209 303 455 68 525 666 768 840 67 923 134046 85 120 326[ 5001 508 653 759 99 819 917 135028 108 10 409 60 86 610 14 84 736 824 90 136073 116 69 89 249[ 15001 320[ 300] 86[ 5001 577 661 748 71 808 137011 144 61 417 35 503 15 746 138099 290 627 751 86 130037 98 303 83 451 71 99 500 75 797 941 49 77 140129 593 97 631 51 782[ 1500] 803 911[ 3000] 76 141031 228 377 510 16 617 56 61 708 958 95 142151 291 589 711[ 3000] 833 77 967[ 300] 143022 161 1500] 65 78 305 16 545 632 65 760 99 961 95 144169 405 71 76 500 5 634 44 84 802 950 145176 210 98 373 516 87 600 65 93 811 79 89 146247 355 415 676 801 85[ 1500] 918 147194 245[ 1500] 68 314[ 1500] 440 79 872 91 965 148032 36 60 219 48 480 521 766[ 500] 835 140211 75 487[ 1500] 618 735 47 876 924 65 150223[ 5000] 379 427[ 300] 92 516 621 48 80 1754 88 90[ 1500] 955 151151 56 67 265 396 432 38 53 611 950 152046 141 214 79 334 452[ 500] 567 69 630[ 300] 703 963 153029 72 102 28 373 93 488 522 92 710 13 803 908 63 154143 204 521 875 922 155 044 550[ 10000) 71 745 156056 72 149 226 47 91 377 489 549 659[ 500] 784 157009 90 116 96 274 92 322 31[ 3000] 59 521 61 717 63 832 54 74 916 97 158011 61 186 92 227 39 92 360 461 522 748 868 962 159096 233 446 71 557 645 905 160019 163[ 500] 221 31[ 3000] 68 409 529 640 75 818 925 69 161080[ 300] 106[ 300] 212 20 30 306 425 28 608 36 7 06 35 866 951 70 102058 139 50[ 3000] 200 12 325 498 691 711 20 954 81 163048 241 46 83 96 309[ 500] 42 51 571 703 87 864 104049 133 54[ 3000] 299 301 433 615 62 883 165012 41 116 252 301 50 53 566 618 77[ 300] 736 49 847 82 100040 397 551 604 33 36 91 867 167116 277 94 370 84 108232 316 59 425 34 45 705 45 833 438 91 584 735 818 52 94 969 931 93[ 300] 109038 64 66 106[ 5001 42 413 21[ 500] 44 573 618( 5001 782 998 170172[ 500] 81 347[ 300] 472[ 3000] 931 68 171004 22 90 211 91 309 39 673 717 49 172047 56 76 85 128 61 86 317 443 73 74 560 83 625 706 67 987 173007 150 54 90[ 300] 375 533 647 63 97 727 46 976 174220 315 95 400 563 78 677 744[ 1500] 939 175031 163 320 639 785 97 972 80 176023 35 41 50 51 245 59 301 98 422 32 506 46 680 903 89 177020 110 25 88[ 30001 215 328 74 415 790 806 38 942 44 63 178304 84 491 605 32[ 1500] 887 179021 188 448 605 712 57 835 919 180133 241 72 76 831[ 300] 87 89 181191 207 50 66 130001 331 80052 214 67 95 301[ 5001 13 422 52[ 1500] 632 711 56 59 827 55 81032 50 146 380 440 99 504 56 63( 1500) 622 33 69 83 90 709 35 95 858 82 919 82052 152 57 241 331 401 70 506 841 83013 17 162[ 30001 95 520 27 84[ 300] 712 847 91 84108 261[ 3000] 443 612 965 83017501 611 87 702 820 182308[ 500] 441 955 188112 58 369 76 503 57 319 23 542 49 63 66 652 756 810 21 991 80305 468 79 563 67 615 738 633 81 838 962 184014 158[ 1500] 236 45 53 63 303 412 13 830 69 [ 300] 44 912 34 87030 50 212 78 317 60 550 59 682 838 88344 594 974 185007 263[ 3000] 409 34 74 559 824 25 84 186120 259 99 547 678 740 81 92 89083 176 95 13001 336 556 82 638 962 97 97 663 951 77 81 157031 100 292 519 610 793 188022 98[ 300] 135 201 345 66 437 508 679 89 759 956 189003 41 89 271 376 629 71 86 881 96 90063( 500] 66[ 300] 282 488[ 1500] 92 631[ 300] 35 731[ 1500] 807 32 01233 396 400 83 681 776 833 42 67 70 76 92075 249 394 588 12. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 550 65 738 866 944 94003 115 222 98 326 42 98[ 1500] 437 63[ 500] Biehung vom 29. Juni 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 8 85 132[ 300] 98 407 63 66 99 609 78 760 87 804 915 22 1086 467 71 664 700 7 2043 55( 500) 109 51 72 417 638 794 3042 72 123 62 221 829 51 428 501 23 614 700 94 863 924 4041 61 149 351 72 451 65 603 50 732 808 23 43 50 5117 40 79[ 1500] 80 268 423 97 790[ 1500] 868 6069 13001 140( 3000) 42 45 90 403 72[ 300] 549 83 623 719 935[ 300] 49 66 7157 336 701 88 808 31 8074 75 131 365 435 540 63 9058 217 68 336 S1 861[ 3000] 901 21 73 10008 50 73 107 53 261 331 608 702 822 11197 271 81 337 436 95 509 791 810 37 907 12292 327 40 425 44 48 84 589 661 887 95 956 13234 97 359 601 51[ 5001 743 79 816 922 35 14003 36 52 103 32 75 210[ 1500] 66 462 608 76 762[ 500) 891 909 10 52 66 87 98 15146 351 529 48 654 68 700 36 825 33 40 999 16012 119 39 229 327 593 897 17066 130 1300) 52 475 671 18135 245 373 442 647 74 727 40 42 905 10030 373 482 96 677 907 20032 94 108 78 253 93 585 667 98 853[ 3000] 87 959[ 3000] 79 21234 668[ 3000) 75 787 872 951 22008 111 29 62 84[ 1500] 271 305 438 58 631 772 819 28086 127 47 851 61 534 645 60 724 84 817 24228 550 61 623 43 721 817 78 25074 164 315 20[ 1500] 539[ 300] 76 731 842 20016 103 55 275 98 884 27029 60 124 43 248 97 395 28015 264 356 533 688 799 935 29220 410 84 96 526 47 56 79 641 720 27 91 864[ 3000] 974[ 1500] 30167 241 65 420[ 500) 40 41 549[ 1500] 927 80 90 81163 351 492 619 42 749 966[ 500] 32021 36 66 457 585 92 747 94 858 85 98 918 33047 161 83 223[ 1500] 46 425 683 706 10 55 34057 149 216 314 581 85 619 738 954 1500] 74 92 35041 172 73 250 415 508 87 13001 642 703 48 62[ 1500] 80 861 78 915 36101 87 91 257 814 711 77 823 37190 202 3 12 45 697 717 915 35022 29 92 103 536 689 97 810 38 39079 162 362 402 29 32 51 758 96 40011 109 203 309 28 402 539 690 784 94 884 92 970 89[ 3000] 41224 476 518 39 59 626 704 808 928 39 66 42129 231 402 56 88 644 713 15001 36 49 822 66 982 43064 300 74 408 597 628 31 712 35 S03 937 96 44292 357 94 400 5 65 671 81 87 925 30[ 1500] 72 45013 22 72 274 78 84 332 554 607 45 790 917 46124 87 99 232 501 24 77 613 724 836 47001 25 89 151 65 70 282 384 569 641 65 87 806 970 48237 93 637 796 816 17 909 49113 83 99 771 84 902 35 50214 46 52 373 86 96 411 689 926 51069 114 238 368 446 610 28 [ 300] 45 704 9 52147 383 440 49 75 715 59 833 44 906 53083 123 210 313 497 538 57 925 54102 4 315 88 461 518 47 639 730 802 13 968 55089 119 333 48 417 540 54 757 885 979 83 56123 34 321 33 62 452[ 300] 665 870 78 987 57023 112 53[ 300] 81 261 335 81 407 59 505 35 705 58 84 92 954 58141 227 368 99[ 300] 453 60 536 639 44 735 72 834 1300] 41 59083 155 242 550 638 80 718 46 869 559 604 10 24 36 53 794 801 13 903 95089 224 28 55 486 544 61 600 28 84[ 300] 792 986 96065 92 171 236 37 368 95 534 42 80 15001 703 922 97188 264[ 500) 346 445 596 747 52 854 999 98056 70 147 92 221 575 760 801 912 43 99024 110 89 218 313 24[ 500] 404 7 633 65 710 50 800 38. 100155 215 44 351 69 747 811 36 101051 183 84 306 469 90 551 88 632 789 862 75 102206 332 69 508 633 741 870 911 103017 25 319 447 48 586 906 104087 164 70 260 64 369 71 115001 431 625 847 91 999 105016[ 3000] 24 75 147 89 229 309 17 449 533[ 300] 609 25 748 92 13001 880 907 106401 539 65 732 53 919 53( 3000) 73[ 300] 107011 197 252 424 50 586 667 879 998 108174 543 78 89 614 25 61 722 83 804 109107 38 218 79 423 70 895[ 300] 961 110008 33 223 320 79 99 426, 550 72 828 924 111039 244 47[ 30001 57 59 346 653 64 744 70 890 932 112029 92 259 467 710 113018 81 1500] 103 224 80 388 457, 15001 91 513 73 625 40 46 114015 49 116 272 331 539 740 91 93 890 94 115036 42 91 176[ 3000) 261 301 28 42 472 532 675 792 889 110007 13 36 129 77 342 420 558 713 817 94 972 117128 91 404 500 633 51 756 968 76 118032 48 97 123 44[ 300] 248 57 72 97 324 435 62 509 44 725 60 915[ 500] 119081 98 202[ 300] 21 313 530 84 640 782 875 978 120043 337 65 400 23 57 84 699 706 65 96 899 121175 204 22 94 301 45 97 428 674 98 825 48 122026 167 515 41 694 805 6[ 500] 81 913 74 123127 216 396 452 55 90[ 1500] 94 98 518 65[ 1500] 651 77 792 15001 124150 266 328 39( 5001 41 44 537 638 704 15001 61 79 96 900 7 12 89 125182 356 499 610 701 54 844 87 126090 162 435 96 627 94 734 37 49 78 883 88 127123 48[ 300] 216 79 337 81 469 628 789 936 44 128188 360[ 300] 88 598 622 44 716 56 804 18 956 129104 1500] 6 61 294 401 27 46 525 59 67 721 941 46 180210 41 335 63 91 96 464 73 500 13 790 872 181102 10 207 67 329 47[ 300] 531 629 15001 30 873[ 10 000] 969 182082 228 1500] 337 485 506 81 761 978 133058 71 252 65 331 563 652 88 724 77 904 38 13-4063 248 409 571 713 979 99 135013 50 1300] 459 533 71 632 97 [ 1500] 881 914 30 110 000] 136004 30 232 565 726 52 856 908 51 66 137008 60 61 170 376 78 411 501 56 634 787 882 946 138082 109 33 130020 27 57 72 161 274 396 401 49[ 3000] 540 643 86 711 907 54 [ 1500] 426 510 21 47 628 98 943 86 140051 116 39 416[ 500] 22 540 848 141856 640 785 907 142080 85 111 227 481 658 939 143016 30 86 160 233 426 37 80 614 94 818 94 95 96 925 96 144119 20 41 43 59 82 203 73 353 487 701 899 145027 35 70 168 238 90 419 629 802 146002 56 91 98 238 571 836 75 917[ 1500] 24 147034 103 57 319 414 599 814 908 148184 538 614 706 50[ 500] 853 60 149109 16 77 98 213 349 65 653 57 85 945 83 150081 196 99 444 76 82[ 300] 672 714 151162 88[ 3000] 229 324 465 15001 525 80 90 643 844 906 55 74 85 152038 157 87 448 505 33 91 631 87 768 89 913 153024 31 32 499 709 868 154056 166 407 9 503 40 85 610 87 706 878 916 155234 319 423 639 768 955 74 150037 71 121 38 47 62[ 500] 70 385 552 99 758 815 49 994( 500] 157170 87 210 59 375 541 52 680 701 803 956 158047 68 94 224 346 405 32 569 606 929 159188[ 300] 405 40 606 86 735 89 887 959 60012 98 172 210 348 470 92 597[ 1500] 825 976 01060 68 100[ 300] 55 94 245 305 460 610 48 74 724 87 98 825 60 905 62148 59 230 314 27 436 633 728 S69 63014 21 194 231 85 315 426 719 841 89 64071 125 745 69 852 66 65037 181 356 15001 63 485 602 51 71 791 97 66108 18 29 203 391 92 96 437 57 59 616 32 46 80 88 815 942[ 3000] 67091 769 804 53 58[ 300] 163001 39 332 461 72 601 38[ 3000] 66 70 164050 295 302 41 54 659 822 36 62 980 68079 109[ 3001 65 537 718 909 69055 105 64 315 453 66 67 72 93 915 52 55 70159 205 60 337 543 618 80 850 58 908 67 71120 57 96 226 383 479 505 41[ 300] 49 53 652 62 732 66 827 908 72009 78 81 121 230 300 15 486 634 61 63 887[ 3001 967 73020 121 257 373 1500] 82( 3000) 87 435 615 80 74176 212[ 1500] 334 584 85 92 605 860 909 34 75072 [ 1500] 82 202 46 451 506 42 82 741 976 76000 204 308 17 493 537 [ 3000] 39 700 908 17 77157 95 201 434 54 789 842 78042 76 216 52 373[ 1500] 470( 500) 517 30 807 912 79136 329 47 478 95 563 79 795 947 82 80010 11 66 87 437 579 652 775 809 984 81057 153 61 242 382 401 72 592 667 705 54 814 932 38 S2063 170 82 212 19 518 56 733 854 951 3012 15 131 68 225 504 23[ 3000) 62 618 26 37 96 727 84309 453 98 704 880 911 53 85118 236 49 99 354 519 34 98 623 61 741 6052 316 28 413 507 71 833 87009 109 74 418( 500) 725 30 32 849 52 956 88044 47 62 144 63 211 41 78 613 64 887 912 35 13000] 66 9077 290 644 74 723 843 933 89 160132 77 386 94[ 300] 401 76 519 602 58 856 57 904 161060 318 97[ 500] 443 681 701 44 59 162086 155 62 210 52 62 341 57 96 111 51 65 210 20 40 312 15 89 519 601[ 1500] 34 98 740 992 165107 216 99 363 479 513 57 84 873 160110 75 379 570 89 720 915[ 300] 48 167155 286 305 43 411 43 45 596 604 702 67 849 901 168028 413 32 538 609 62 S27 943[ 500] 83 169133[ 1500] 79 84 240 313[ 500] 36 661 707 66[ 1500] S04 99 170026 293 482[ 1500] 92 603 85 755 86 898 171166 458 89 507 794 870 907 172151 225 79 843[ 1500] 87 541 600 31 57 173099[ 5001 121 60 279 351 464 90 550 601 115001 84 174145 318 52 423 53 665 92 749 67 806 15001 40 47 88 949[ 1500] 175014 83 217 424 25 638 87 727 819 978 176100 2 54 334 473 83 639 711 65 177239 57 98 312[ 500] 470 673 764 978 178084 144 373 76 509 99 656 733 56 815 1500] 179008[ 1500] 42 183 385 421 33 525 693 715 70 827 44 75 180000 51 210 19 407 88 667 800 7 26 48 181073[ 1500] 140 236 404 612 29[ 300] 751 959 182042 176 89 322 35 39 451 705 803 913 1889 183022 563 604 707 803 184032 105 69 211 23 62 491 561 66 656 784 99 870 185063 98 121 39 214 530 609 11 743 954 186123 00013 56 233 48 69 375 412 26 61 523 75 86 627 816 69 71 943 50 41 365 542 686[ 300] 717 26 967 87115 71 454 68 752 77 78 85 963 65 78 80 91057 112 17 67 211 660 73 93 728 51 950 15001 92050 87 112 68 188051 153 84 316 46 60 410 685[ 300] 702[ 3000) 12 868 919 96 323 485[ 3001 658 781 832 79 03020 21 49 142 89[ 3001 350 85 97 4311189293[ 500] 319 51 606 13 864 Inferat. Wagen aber sowohl die Rutscher wie auch die Kondukteure) Die Nachmittags- Sigung leitete Rretjamer- Hamburg. In 12. Distuffton. 8. Abrechnung des Matfonds. 4. Bericht bes Delegirten ber gänzlich zu entbinden, ferner das Gehalt der Rutscher derselben wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Streit Kontrolltommiffion. 5. Berschiedenes. Referent zu 1: Regierungss auf 105 m. pro Monat, jenes der Kondukteure auf mindestens Der Rongreß erklärt die Durchführung der vollen Sonntags- und zahlreiches Erscheinen in dieser Bersammlung wird ersucht. baumeifter G. Reßler, zu 3 und 4: Gustav Koopmann. Um rege Agitation 90 M. pro Monat festzusehen. Ebenso müßte auch für die ruhe im Bäckergewerk für vollkommen durchführbar, und in An- Gauverein Berliner Bildhauer. Bersammlung am Dienstag, den Referveleute" diefelbe Ruhezeit eintreten.( Langanhaltender betracht der anstrengenden Thätigkeit unseres gesundheitsschäd- 30. Juni, Abends 8 Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 22, 1 Tr. Näheres stehe Beifall.) lichen Berufs für unbedingt nöthig, und fordert alle Bäckerei- Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Serwegh", Abends 8% Uhr, im Es gingen hierauf 2 Resolutionen ein, von denen die erfte, Arbeiter Deutschlands auf, bei ihrer Landespolizei- Behörde dahin Botale von Otto Linte, Forsterftr 45. Gäste wiltommen. Broletarter", welche Einführung der 12stündigen Arbeitszeit fordert, jedoch im zu wirken, daß, auf Grund des§ 105b der Gewerbe- Ordnung, s uhr, im Restaurant Scholatanten Adlee 35. ( Bankow), bet Borchardt, Schulzenstraße 28. Hafenelever", Abends Gäfte willkommen. Laufe der Diskussion wieder zurückgezogen wurde. welcher am 1. April 1892 in Kraft tritt, die volle Sonntagsruhe Agitationsverein affalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 81. in den Bäckereibetrieben eingeführt wird, indem für den Bedarf Spinoza", Abends 8 Uhr, bet Brandstahl, Oppelnerstr. 29. Gäfte haben an Lebensmitteln zum Sonntag an den Werktagen genügend Vor- ebbe", Abends 9 Uhr, im gotale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Butritt. Lese- und Distutir- klub für Männer und Frauen, Johannes forge getroffen werden kann. Männer und Frauen als Gäste willfommen. um In weiterer Erwägung, daß durch die stattgefundenen statistischen Erhebungen sowie durch die Situationsberichte aller anwesenden Delegirten nachgewiesen ist, daß in den meisten Bäckereibetrieben eine tägliche Arbeitszeit von 14-16-18 Stunden und sogar darüber üblich, spricht der Kongreß die Erwartung aus, daß der Bundesrath die ihm nach§ 120 Absatz 3 der Gewerbe- Ordnung zustehende Befugniß in den Bäckereibetrieben zur vollen Anwendung bringt, damit die Arbeitszeit nicht über 12 Stunden ausgedehnt werden kann. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend, Dienstag, Abends 8 Uhr, uebungsstunde in der Attienbraaueret Friedrichshain.- Gefangverein unverzagt", Moabit, bei Jlges, Wilsnaderftr. 63. Myrthenblätter", Belforterstr. 15 bei Schneider. Gefangverein Arbeiter Gesangs verein Freie's 2ted", Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee und DorfCharlottenburg, Bismardstraße 89 Straßen Ede bet Reusch. Arbeiter Gefangverein morgenroth", verein" Borwärts", Friedrichsfelde, bet Momber. Restaurant. Arbeiter Gesangs Gefangverein Steinet che"( Böttcher), Lichtenbergerstraße 21 bet Heise. Ge fangverein" Norddeutsche Schleife", Restaurant Kaiser Franz Grenadierplay 7.- Gefangverein Allegro", Staligerstraße 142 bet Gretser.Arbeiter- Gesangverein DIympia", bei Schneider, Adalbertstr. 8. Ferner erachtet es der Kongreß für nothwendig, daß in Gesangverein Kreuzberg", Lichterfelderstraße Nr. 7-8 bei Winter. Anbetracht der gesundheitsschädlichen Uebelstände, welche Gefangverein" Fidelitas", Aderstraße 13 bet Kummer. Moabiter theilweise zu wahren Brutstätten ansteckender Krankheiten armonia"," Abends 9 Uhr Flottwellstraße 5 bet Bartels. Liedertafel", Wilhelmshavnerstr. 23 bet Brosch. Männergesangverein Gefangverein geführt haben, die Bäckereibetriebe der Aufsicht der Fabrik- Bruderherz" bei Birto, Straußbergerſtr. 3. Männergefangverein inspektoren unterstellt werden. " Schildhorn", Usedomstr. 33, bet Mieke, Abends 9 Uhr. Gefangverein " Waldtapelle" in Friedrichshagen, Restaurant Blant, Friedrichstraße Jhn'scher Gefangverein Sumor", bet Birt, Strauß ftraße bei Bollandt. Gesangverein Freundschaft" bet Oswald Ber liner, Brunnenstr. 114.- Gefangverein, offnung" Deutsch- WilmersdorfRestaurant Gräß, Brandenburgischestr. Gefangverein Waldtapelle" in der Berliner Bockbrauerei, Abends 8%-10% Uhr. Männerchor, SüdDft", Röpnickerstr. 191 bei Foge. Männer- Gefangverein wiederhall", abends 11 Uhr bet W. Schmidt, Wrangelſtr. 141. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Musttverein Edelweiß" Uhr im Restaurant Müller, Mariannenstraße 46. Gäfte willkommen. Gefangverein„ Anafreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Keßner, Annen" im Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Gefangverein Ludwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr straße 16. Gerth, Prinzenstraße 106. W Kollege Wegener forderte die Aufstellung einer Tafel auf dem Depot, welche anzeigt, wer den nächsten Tag Dienst habe, erklärt, daß das Antreten von 10 Minuten vor der Abfahrtzeit vollkommen genüge, und beleuchtet mehrere vorhandene Mißstände, z. D. die Verantwortlichkeit der Angestellten für den ganzen Wagen, insbesondere in Bezug auf das Polster, unter welches ohne Schuld häufig Waffer trete; wofür dann die Arbeiter zur Verantwortung gezogen werden; ferner die 3 M. Geldstrafe, welche erhoben wird, wenn Je mand in der Ermüdung einen falschen Billet blod benut, was bei der Pferdebahn straffrei ausgehe. Sodann sei, wenn einmal Jemand kurz vor der Theilstrecke aufsteige, der Kondukteur verantwortlich und bei der geringsten, höflichsten Andeutung beschwerten sich dann die Fahrgäste über Unhöflichkeiten"! Redner betont weiter, die Versammlung möge fich dahin schlüssig machen, daß bis 1. Juli die Verhand Iungen mit der Direktion beendet sind und unterzieht noch das Trinkgelder- Unwesen sowie die Grobheiten, welche sich die Nach angeführten Gründen beauftragt der Kongreß die Abends 9 Uhr. Rutscher und Kondukteure von ihren Vorgesetzten jetzt gefallen Agitationstommission, nach diesen Gesichtspunkten eine Dent- bergerstraße 8. Gefangverein Eyboly" urbanftr. 188, Gde Blücher Lassen müssen, einer Erörterung. schrift auszuarbeiten und dem Deutschen Bundesrath zu überEs wird dann von mehreren Rednern darauf hingewiesen, mitteln. daß, wenn die Unterhandlungen fich zerschlagen sollten, die Ferner erklärt der Kongreß es für Pflicht aller deutschen Unterstützung nicht nur der Berliner Arbeiterschaft, sondern die Bäckereiarbeiter, darauf hinzuwirken, daß die Naturalbezüge abUnterstützung aller Deutschen sowohl wie auch der Arbeiter geschafft und dafür ein Minimallohn von 15 M. eingeführt wird, anderer Nationen den Omnibusbediensteten vollkommen sicher um es uns auch zu ermöglichen, ein menschenwürdiges und fei. Die Mittheilung, daß ein Kondukteur angezeigt worden sei, familiäres Leben führen zu können. In Betreff des Lehrlingsweil er 6 bis 10 Mart weniger Einnahme wesens erachtet es der Kongreß für wünschenswerth, daß Burschen als gewöhnlich erzielt habe, ruft allgemeine allgemeine Ent- unter 16 Jahren nicht zur Nachtarbeit herangezogen werden." bet Stumte, Acerstraße 123. rüftung hervor. Genosse Grauer schlägt, Eine Frage, ob es zweckmäßig wäre, Genossenschaftsbäckereien bet weite ren Maßre gelungen vorzubeugen, der Versammlung vor, zu gründen, wurde von dem Kongreß im Prinzip verneint, jedoch das heute gewählte Bureau solle die Forderungen der Direktion foll es jeder Stadt selbst überlassen bleiben, im einzelnen Falle unterbreiten, und betont mit Recht, daß Nichts mehr zu be- felber darüber zu entscheiden. wundern sei, als die Bescheidenheit der Forderungen, wie sie die Nachdem der Vorsitzende Kretschmer Hamburg noch einen Versammlung aufgestellt habe. furzen Bericht über die Haltung des Kongresses und die agitatoNach einem Schlußwort des Referenten nahm die Versamm- rische spätere Haltung der Delegirten selbst gegeben und der lung, welche etwa 4/5 aller bei der Gesellschaft Angestellten dar österreichische Delegirte Kleedorfer- Wien von seinen deutschen bends br bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäfte willkommen, stellt, folgende Resolution einstimmig an: Brüdern Abschied genommen und erklärt hatte, daß das Band, Die heute, den 27. Juni 1891, in Deigmüller's Saal, Alte welches die deutschen und österreichischen Bäcker umschlungen hält, Jakobstr. 48 a, tagende Versammlung der Kutscher und Kon- nie mehr zerreißen werde, wurde der Kongreß mit einem breidukteure der Allgemeinen Omnibus- Aktien- Gesellschaft erklärt sich maligen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie Nachmit dem Referenten einverstanden und spricht ferner aus, daß mittags 6 Uhr geschlossen. fie wegen der gegenwärtigen wirthschaftlichen Lage mit ihrem Arbeitsverhältniß bei der Allgemeinen Omnibus- Aktien- Gesellschaft Achtung Kellnerinnen! Gastwirths- Gehilfinnen! nicht mehr zufrieden sein kann, da die Arbeitszeit von Arbeiterinnen in Gastwirthsschaftsbetrieben! 18 Stunden eine menschenunwürdige ist, desgleichen die stände zu berathen, findet am Dienstag, den 30. Juni, Nachts Um über Mittel und Wege zur Abstellung bestehender Mißbis jetzt gestatteten vier freien Tage nicht genügen, um 111/2 Uhr, im unteren Saale der Arminhallen, Kommandanten ein ordentliches Familienleben zu führen. Sie fordert daher eine straße 20 eine große öffentliche Kellnerinnen- Bersammlung statt. Berkürzung der Arbeitszeit, wenigstens in dem Maße, wie es Das Referat über die Frage: Die wirthschaftliche Lage der Gast- rein" Dauffe", Abends 9 Uhr, bet Niemann, Görlitzerfir. 42. Gäfte bei den übrigen Gesellschaften der Fall ist, und zwar verlangt sie wirths- Gehilfinnen und wie ändern wir dieselbe? hat Frau jeden fünften Tag als Ruhetag. Ebenso fordert die Versamm Apotheker Emma Ihrer aus Belten i. M. und Herr Schriftsteller Dienstag: Geselliger Berein, I i mbt m", bet George, Gr. Görschenfir. 16. lung vollständiges Abschaffen des Wagenwaschens für Kutscher Karl Reichling- Berlin übernommen. und Kondukteure und ein Mindestgehalt von 90 M. für Kondukteure und 105 M. für Kutscher pro Monat. Die Versammlung alle anderen Arbeiter und Arbeiterinnen sind Euch bereits zuvor Kellnerinnen! Euere männlichen Kollegen, die Kellner und erwartet von der Allgemeinen Omnibus- Aftien- Gesellschaft die An- gekommen, sie sind es, welche Euch in Eurem Kampfe hilfreich erkennung dieser berechtigten Forderungen ihrer Angestellten in unterstützen, Euch helfen werden, zielbewußte Arbeiterinnen im allerfürzester Zeit, und beauftragt das Bureau, der Direktion der Gliede der allgemeinen modernen Arbeiterbewegung zu werden. Allgemeinen Omnibus- Attien- Gesellschaft diese Resolution zu unter breiten." Nur eine-- Kellnerin!" heißt es bereits im Volksmunde. stellenvermietherin, wenn Ihr Euch nach Wohnung bemüht. An" Damen" vermiethe ich nicht, sagt die Zimmer- und SchlafDer Wirth, die Wirthin und deren Gäste, fie achten und behandeln Euch gleich feilen Dirnen. Mit einem dreifachen Hoch auf die neue Bewegung wurde Die interessante Versammlung geschlossen. Kongreß der Bäcker und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. " Sihung vom Freitag, den 26. Juni. Kretschmer Hamburg eröffnet diefelbe Morgens 8 Uhr Die Diskussion über Punkt 6 der Tagesordnung wurde fort- keit und gesetzt. Die Debatte war sehr lebhaft. Beschlossen wurde, das Fachblatt dem bisherigen Redakteur E. Pfeiffer als Privateigenthum. zu überlassen, jedoch steht der felbe in Betreff des finanziellen Einkommens unter Kontrolle der Agitationstommiffion und wird das Geld, welches für den Redakteur bei einer Einnahme von mehr als 120 M. herauskommt, an die Agitationskommission abgeführt. In die Agitationstommission wurden die Kollegen KretschmerHamburg, Bleckmann- Hamburg, Borchers- Hamburg, mit dem Sitz in Hamburg, gewählt. Punkt 7 behandelt die Frage, ob der internationale Arbeiter kongreß in Brüssel befchickt werden soll oder nicht. Die Dele girten waren einstimmig der Meinung, denselben nicht zu beschicken, weil im nächsten Frühjahre auf Anregung des Kollegen Kleedorfer- Wien ein internationaler Bäckerkongreß stattfinden soll. Für denselben werden die Kollegen Kretschmer- Hamburg, PfeifferBerlin und Schlüter- Berlin bestimmt. Unter Punkt 8 der Tagesordnung wurden drei Delegirte beauftragt, eine Resolution auszuarbeiten, welche als Grundlage zu einer für den Bundesrath bestimmten Denkschrift von der Agitationstommiffion vorgelegt werden soll. Um 12 Uhr 15 Minuten vertagte sich der Kongreß auf Nachmittag. 0 Quartett- Verein, Wedding, Männer Gesangverein Olympian Theater und Vergnügungsverein und Herren, willkommen. Bulcania", in Meißner's Restaurant, Gartenftr. 162. Gäfte, Dame, Theaterklub Helmerding", Abends 9 Uhr in Sanf's Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Gde der Großbeerenstraße. Privat- Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Garten Abends 9 Uhr, bet Säger, Brüner Weg 29. Gäfte willkommen.- Bergnügungs ftraße 162. Gäste willkommen.- Bergnügungs- und Theaterverein„ No me o", Verein Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bet H. Sperling, Görligerfir. 37, Bergnügungs- Berein Fidele Neue Wiitglieder werben aufgenommen. Geselliger Verein Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63, Verein ehmaliger 37 er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Rafino, Dilettantenverein Norb", Uebungsstunde Dienstag Abend 8%-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Rauchtlub humoristische Pfeifenbrüder", Abends 8 Uhr, Kleine Martusstraße 10. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Rauchflub Borsig", Borsigftr. 27 bei Jentsch. Rauchflub Dämmerwolfe" Dienstag Abend 9½ Uhr Urbanftraße Nr. 33. Gäste sind willkommen. Gefelliger Verein limbim" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstraße 16. Herren als Gäfte verein, Amicitia", Abends 9 Uhr, im Lokal von Marowsti, Barnimftr. 47. willkommen. Bergnügungsverein" GIüd auf" Abends 8% Uhr im Restau rant Blant, Schönleinstraße 1. Gäste willkommen. Geselliger Bergnügungs bergerſtraße 13, im Bittoria Salon. Gäste willkommen. Bergnügungsverein Reichstrone", Sigung Abends 9 Uhr, Berles Männer- Gefang Solsmarttftraße 72. blätter", Abends 8½ Uhr, bet Zeopolot, Yort- und MannſteinſtraßenEde. willkommen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Theaterverein Eichentran 3", Waldemarstraße 17. Deutsche Eich e", Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde. " Fidelio", Reichsgarten, Oranienfir. 108. " Tambourverein Bergnügungsverein Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wien, 29. Juni. Auf dem sozialistischen Parteitag referirte der Buchdrucker Höger über die gewerkschaftliche Organisation in Defterreich. Salomon bespricht die Frauenfrage. Es sei heute Das Kommissionär- Unwesen muß durch Schaffung eines das erste Mal, daß in Desterreich Frauen an einem sozialistischen unentgeltlichen Arbeitsnachweises beseitigt, Gure Lohnverhältnisse, Parteitage theilnehmen. Von der Frauenbewegung in der Bourgestaltet werden. Auf Bettel, Erpressung, freiwillige Mildthätig- beiterinnen den Sozialdemokraten an. Der Pole Danilute be wenn sie überhaupt als solche zu bezeichnen sind, müssen um- geoisie sei nichts zu erwarten, deshalb schlossen sich auch die Arunzüchtigen Lebenswandel seid Ihr angewiesen, sprach die traurige Lage der galizischen Arbeiter. Der zu gleicher Gast, den nöthigen Lebensunterhalt zu erwerben. um für Eure Arbeit, die Ihr dem Prinzipal leistet, nicht dem Beit tagende Kongreß der Bau- Arbeiter beschloß die Schaffung eines allgemeinen Bundes österreichischer Bau Arbeiter aller bereits fängt man an, sich von Euch bezahlen zu lassen. In der gemeinsamen Interessen. Die Profitwuth der Unternehmer wird immer erfinderischer, Branchen zur Erreichung des Achtstundentages und zur Wahrung Form von Leihgebühren für Kostüme", nimmt man Euch die von den Gästen für aufmerksame Bedienung erhaltenen Trinkgenügende, die Arbeitszeit eine lange und mit der Erhaltung der gelder wieder ab. Die Roft ist meist eine schlechte und unGesundheit nicht im Einklang stehende. Deshalb auf, Kellnerinnen, zur Versammlung am Dienstag, den 30. Juni, Nachts 11/2 Uhr im unteren Saale der Arminhallen, Stommandantenstraße 20. Mit follegialem Gruß die Ginberuferin. S Briefkasten der Redaktion. Aufruf! 13. Mai 1844 zu Magdeburg, welcher 1882 von Magdeburg mit Der Genosse Friedrich Schmidt, Stellmacher, geboren am Familie nach Chikago( Amerika) abgereift ist, hat früher feinem hier lebenden Bater sehr oft Nachricht von Chikago Den 30. Junt, in Graiweil's Bierhallen, Kommandantenftr. 77-79. Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Versammlung am Dienstag, fachem Schreiben unterblieben und der letzte Brief von dort als ( Illinois) zukommen lassen. Da dies nun seit 2 Jahren trotz mehrLeseklub„ Deine"( Serlin). Laut Beschluß der Mitglieder- Versammlung unbestellbar zurückgekommen ist, so ersuchen wir die Genossen, am 26. Jum hat derfelbe seine weiteren Versammlungen auf unbestimmte Zeit welche über den Aufenthalt des pp. Schmidt unterrichtet sind, vertagt. J. A.:. Klingenberg, Borsigender, Heimsir. 18. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, ihm( Schmidt) selbst oder an unterzeichnete Adresse Mittheilung ben 30. Junt, Abends 8 Uhr, im Restaurant Norbert( fr. Man), Beuthsir. gelangen zu laffen. E. 2antau, Magdeburg, Rameelstraße 6, Wir bitten die amerikanischen Arbeiterblätter Nr. 21: Borstandssigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Wäsche- Brandje. Deffentliche Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen, wie Buschneider, Näherinnen, Borrichterinnen, Blätterinnen, nopffochmacherinnen, Wäscherinnen und Stärterinnen, fowie Bolzenmänner am Dienstag, den 30. Juni, Abends 8 Uhr, in Seefelot's Salon, Grenadierum Abdruck vorstehenden Aufrufs. Straße 83. Zagesordnung: 1. Bortrag: Christenthum und Sozialdemokratie. Freie Vereinigung Am Sonnabend, den 27. Juni, Abends 12 Uhr, endete ein sanfter Tod der Bauarbeiter Berlins. die langen qualvollen Leiden meines Den Mitgliedern hiermit zur Nach- inniggeliebten Gatten, unferes theuren richt, daß unser Kollege Fritz Prang iurch Unglücksfall zu Tode gekommen ift. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 30. d. M., Nachmittags 4 Uhr, vom Leichenschauhause nach dem Rixdorfer Kirchhof statt. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 129/6 Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß am 27. d. M., Abends 61/2 Uhr, nach langen schweren Leiden meine inniggeliebte Frau Auguste Born geb. Jäckel sanft entschlafen ist. 328b Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 1. Juli, von der Halle des Freireligiösen Friedhofes statt. Um stilles Beileid bittet der trauernde Gatte. Das grösste Brot für 50 Pf. liefert 513L Albrecht's Bäckerei, Ein strammer Sozialdemokrat ist angekommen bei G. Döring. 934L Empfehle mein Geschäft in friscen Blumen und Kränzen. 538 L Sohnes, Schwiegersohnes und Brubers Robert Meyer, des Vergolders Otto Tiesler. Um stille Theilnahme bittet die tiefgebeugte Wittwe Elise Tiesler. Die Beerdigung findet am 1. Juli, Nachm. 6 Uhr, von der Leichenhalle des alten Thomas- Kirchhofes aus statt. Die Beerdigung meines Gatten, des Nestaurateur Karl Kruschel findet am 30. Juni, Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Krankenhauses Friedrichshain auf dem St. Georgen- Kirchhof vor dem Landsberger Thor statt. 340b Die trauernde Wittwe. Am Sonnabend, den 27. Juni, verschied mein lieber Mann, der Schlosser Wilhelm Brandenburg. Um stilles Beileid bittet die trauernde Wittwe Amalie Brandenburg geb. Creutzmann. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 30. Juni, Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, Waldstr. 48, nach dem Friedhof zu Plötzensee statt. 932L Größtes Lager Berlins Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Un häufigen Irrthum zu ver meiden, erkläre ich meinen Freunden und Genossen, daß ich mit J. Meyer, Wienerstr. 1, in feiner geschäftlichen oder verwandtschaftlichen Beziehung stehe. A. Goldschmidt, Rohtabat Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt fidjer brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Soeben erschien: Moderne Keger Gerichte. V Möbel, eigener Red. d.„ Vorwärts". Landbrot. W. Wittmann, 242b Spiegel und Genoffen empfehle mein ganz vors Polsterwaaren.zügliches Landbrot. Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Den Parteigenossen empfehle mich zur Aufertigung eleganter HerrenGarderobe. Otto Beckurts, Seydelstr. 25, Hof 3 Tr.[ 1189 b in Firma: G. F. Mehler, Martt Halle 8, Andreasstraße. Stand bei den Fischern 130. Hofen, Knabenanzüge, Arbeitssachen Wilh. Pahr, Elisabethkirchstr. 8. Roh- Tabake. Grösste Auswahl, billigste Preise von Wohnung v. St. u. R. fof. zu verm. 1581a fämmtl. im Handel befindlichen Tabaken Preis 74 Thlr. Memelerstr. 84, Quer gebäude 4 Tr. 335b Heinr. Frank, Kinderwagen vert. Schönwald, Brunnenstr. 141-142. Schlesischer Bahnhof 1. 831b Schlafft., sep., a. 2 H. Köpnicker. Holzmarktstr. 14, Quergeb. 2 Tr. bei 2 Genossen find. Schlafft., Eing. sep. straße 124 bei Winter. 230M Thiersch. 333b Genoffe f. möbl. Schlafft., sep. Ging. od. spät. zu verm. bei w. Gubela, 9171 Göttner, Adalbertstr. 10, I. Qugb.[ 338b Waldemarstr. 73. E. möbl. Schlafft. i. a. e. Gen. gl. Gen. f. frbl. Schlafft. Blumenstr. 50, vorn 4 Tr. bei Rofel. Schlafit. sep. u. e. Zim. m. sep. E. an Hrn. od. Dame zu verm. Barnim Frol. Schlafstelle Alte Jakobstr. 89, straße 47. bei Mahlib. of 3 Tr. bei Hoffmann. 341b Möbl. Schlafft., Preis 7 M., fof. bei Bon E. Vogtherr. Preis 50 Pf.( Wiederverkäufer Rabatt). Selbstverlag des Verfaffers. Kommissions- Verlag von W. Rubenow. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt 327b 339b 334b Möbl. Schlafft. fep. a. 1 o. 2 Hrn. Offer, Mariannenfir. 23. III. r.[ 382b verm. Gen. Sommerfeld, Holzmartt Wrangelstr. 8 und Langestr. 26. Situverwagen.Andreasftr.23, H.p.1 Artillerieftr. 27. 8-20, 5-7, Gonnt. 8-10. ftraße 66, of r. II. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. E. Schlafft. 3. verm. Naunynftr. 90, 343b of 4 Tr. bei Göhler. 842b