Nr. 58. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6. Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 8. März 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. widerlegt. Die Niederlage der Italiener war eine so voll-| Albertone sich bereits im Gefecht befand. So konnten auch die Die italienische Krilis. ständige, daß nicht ein Mann davongekommen wäre, wenn Unterstützungstruppen nicht vorrücken, da sie die Entwickelung Crispi, der durch die Folgen seiner verbrecherischen Politit iranzösische, überhaupt europäische Offiziere die Sieger geführt des vorher vereinbarten Gefechtsplanes abwarteten. Die gestürzt worden ist, gehört zu jenem Typus rücksichtsloser Gewalt hätten. Brigaden Dabormida und Arimondi rückten zu spät vor, ohne menschen, wie das Mittelalter sie häufig hervorbrachte, und wie Wir theilen nun die wichtigsten der vorliegenden Nach die Möglichkeit zu haben, sich zu entwickeln. Die Mannschaften der in die Barbarei zurückflüchtende Kapitalismus sie wieder richten mit: und die Pferde durchbrachen, durch den Ansturm des Feindes hervorbringt der Typus der Borgia und der Bismarc- Rom, 7. März. Aus Massauah wird mitgetheilt, daß die durcheinander gebracht, die Reihen, um sich Luft zu schaffen. Männer, die teine Gewissensstrupel fennen, die sich über Verluste der Italiener sich auf etwa 12 000 Mann belaufen. Im Die Gallasreiterei machte den letzten Widerstand zu nichte. Sitte, Gefeß, Moral hinwegsehen und nur einen Gedanken Publikum glaubt man jedoch, die Regierung halte den wahrer Oberst Valenzano versuchte noch eine Batterie zu sammeln, aber haben: Ma cht Niederwerfung jedes Hinder- Sachverhalt geheim, weil sie befürchtet, daß beim Bekanntwerden die Verwirrung war bereits zu groß und der Feind unterhielt uisses. der Wahrheit im ganzen Lande eine Revolution zum Ausbruch ein Mitrailleusenfeuer. Elf unserer Batterien fonnten nicht in fommen werde. Mirksamkeit treten. Wie es heißt, sollen Galliano und Arimendi Rom, 6. März.( Depesche der„ Vossischen Zeitung".) Der gefangen sein. Nach einer anderen Depesche des Corriere Deputirte Macola meldet aus Massauah, daß er am 27. Februar della Sera" befißt das Fort von Adigrat 3 Batterien und eine die durch Baratieri zurückgeschickten Trainkolonnen bei Debra Mitrailleuse. Kassala soll von den Derwischen umzingelt worden Damo in üblem Zustande angetroffen habe. Baratieri hatte den sein. Das Bataillon Folchi nahm Versprengte aus der Rückzug befohlen und später vergebens die Wiederzurücksendung Schlacht auf und sorgte für den Transport der Verwundeten. des Proviants und der Munition verlangt, da die Lasithiere zu Das Bataillon Ameglio machte einen Ausfall, um Versprengte grunde gegangen und die Wege äußerst beschwerlich waren; zu- aufzunehmen und erlitt dabei schwere Verluste. Die Schiffe in bem machten aufständische Banden die Gegend unsicher. Die Massauab find nahe an der Küste, um die Schoaner anzugreifen, flüchtigen Offiziere melden, daß Baratieri's Truppen schon bei falls dieselben nach Artiko herabkommen, was für wenig wahr Beginn des Kampfes an Körper und Muth geschwächt waren, die scheinlich gilt. Abessynier hingegen mit außerordentlicher Bucht vorgingen und vornehmlich die Offiziere aufs Korn nahmen. Albertones Askari thaten Wunder der Tapferkeit; sie deckten die Offiziere mit ihren Leibern. Die Artillerie feuerte, bis ihre ganze Bedienung auf gerieben war; die Offiziere beantworteten die Aufforderung zur Ergebung mit Revolverschüssen und Säbelhieben und ließen sich auf den Geschüßen niedermachen. Die beiden anderen Brigaden wurden zu spät zur Unterstützung vorgeschickt, weil man die arge Bedrängung Albertones nicht wahrgenommen hatte. Der Gesammt verlust wird heute auf 4500 Mann angegeben, worunter die Brigade Albertone 300( nach dem Wolff'schen Telegramm 3000) Mann verlor. Baldissera hat die Räumung Adrigrats angeordnet, das nur für einen Monat Lebensmittel behalten haben soll. Crispi wie Bismarck suchte in einer glänzenden", an die brutalften Instinkte appellirenden auswärtigen oder Kolonialpolitik die Stüße für seine innere Reaktions- und Raubpolitit. Jeßt, unter der Wucht des in Afrika gefallenen Schlages ist der ganze Bau seiner Politik wie ein Kartenhaus zusammengebrochen. Beladen mit den Flüchen eines Volfes, über das er unsägliches Elend gebracht, hat er nicht den Muth gehabt, als Minister vor der Kammer die Verantwortlichkeit für das, was er gethan und verbrochen, zu übernehmen, und der Feigheit fügt er noch die Niedertracht hinzu, die Schuld für die afrikanische Katastrophe auf den unglücklichen Baratieri abzuwälzen, den er in die fichere Niederlage hineingetrieben hat. Das wird ihm aber nicht gelingen. Daß Francesco Crispi, der Held der Banca RomanaStandale, der Bluthund von Sizilien, der Urheber der Katastrophe ist, das weiß ganz Italien, das weiß die ganze Welt. Es heißt, er habe Selbstmord begangen. Die Nachricht ist jedenfalls falsch. Menschen, von diesem Holze geschnißt, haben nicht das zum Selbstmord nöthige Ehrgefühl. Ein neues Ministerium ist noch nicht gebildet. Das wird auch nicht so leicht sein. Nachfolger eines Crispi zu werden, dazu gehört große Kühnheit was dieser eine Mensch verdorben hat, das fann tein Menfch wieder gut machen, sondern nur ein Volt. Und das italienische Bolt ist in Bewegung. Bwei Triebfedern scheinen die Massen zu bewegen: Wuth auf Crispi und Abschen vor der Kolonialpolitik, überhaupt vor jeder Politik auswärtiger Abenteuer. Bestrafung Crispi's und Bruch mit seiner inneren und äußeren Politit das ist der Gedanke, der in allen Boltstundgebungen hervortritt. Rom, 7. März.( Telegramm des Berliner Tageblatt.) Der Abgeordnete Macola schickt Details über die Schlacht bei Adua, aus denen hervorgeht, daß General Baratieri vor der Schlacht die Ortschaften der Aufständischen der Provinz Agama Die Sozialisten haben ein Manifest erlassen, in dem sie habe niederbrennen, die Notabeln und Priester haufenweise erfofortige Aufgabe der afritanischen Kolonie schießen lassen. Die von den Abessynern gefangenen Jtafordern. Die Radikalen sind für einen Mittelweg Tiener werden gezwungen, Trancheen nach modernem euroEinschränkung der Kolonien. Aber ist das nach dem Siege der päischen Muster anzulegen. Abessynier möglich? Rom, 6. März. Dem„ Corriere della Sera" wird aus Die Bewegung ist im Wachsen. Was aus ihrem Schooße Maffauah telegraphirt: Die Ursache der Niederlage am 1. März hervorgehen wird, das läßt sich noch nicht erkennen. Die Aktien muß nicht nur in der physischen und moralischen Haltung der der italienischen Staatspapiere und der italienischen Mon- Soldaten, sondern vielmehr in der falschen Vertheilung der archie haben an den Börsen augenblicklich keinen Kurs. Der König, dem die radikale Opposition den Gedanken einer Amnestie nahe gelegt hat, sträubt sich in schwer begreiflicher Verblendung. Hätte er in edlem Impuls sich entschließen fönnen, die mit den Opfern Crispi's gefüllten Kerker zu leeren die Attien des Hauses Savoyen wären vielleicht gestiegen. König Umberto scheint überhaupt wenig Verständniß seiner Lage zu haben. Nach einem Telegramm aus Rom vom heutigen Nachmittag besteht er bei Bildung des neuen Kabinets auf drei Bedingungen: Fortführung des Krieges in Afrika, Beibehaltung der 12 Armeekorps und Aufrechterhaltung des Dreibundes. Er wird niemanden finden, der dieses Programm durchführt, und der Dreibund gehört der Vergangenheit an. Das alberne Gerede von französischen Offizieren im Lager der Abessynier wird durch die neueren Depeschen aus Afrika Paris, 7. März. Der„ Temps" veröffentlicht folgendes Telegramm: Mehrere Spione, welche General Baldiffera nach Ada- Agri entsandte, sind nicht zurückgekehrt. Die Schoaner haben auch dieses Fort blockirt. Sie befinden sich auf halbem Wege nach Asmara und werden auch dem General Baldissera eine Schlacht liefern. London, 7. März. Den Times" wird aus Cairo von gestern gemeldet, Abessynier und Derwische hätten die Telegraphenleitung zwischen Kassala und Maffauah zerschnitten. Es würde befürchtet, daß 2000 Italiener, die in der Woche Asmara ver ließen, um die Besatzung von Kassala zu verstärken, abgeschnitten worden seien. Nach den neuesten Nachrichten bedrohe ein großes Derwischbeer Kassala. Massauab, 7. März.( Meldung der Agenzia Stefani".) General Baldissera hat den Major Salsa zu dem Negus gesandt, um von diesem die Erlaubniß zu erbitten, die in dem Gefechte am 1. d. M. auf italienischer Seite Gefallenen zu beerdigen und um über die Zahl und die Namen der italienischen Gefangenen Erkundigen einzuziehen. Rom, 6. März. Heute Abend wurde eine öffentliche Kundgebung auf der Piazza Colonna versucht, welche indeß keine Bedeutung erlangte. Die Demonstrirenden begaben sich nach dem Kapitol, um dort die Zurückziehung der Truppen aus Afrika zu verlangen; die öffentliche Macht ver hinderte indeß die Menge, zum Kapitol zu gelangen. Nach furzen Ansprachen der radikalen Deputirten Taroni und Zavattari löste sich die Versammlung auf. Truppen gesucht werden. Die Brigade Albertone, welche man sich hatte start engagiren lassen, schlug sich hartnäckig und er- Mailand, 6. März.( Telegramm der, Voffischen Zeitung".) bittert in der sicheren Erwartung des Sieges, da sie auf das Die vom Verein der Friedensfreunde zum Sonntag Gingreifen der anderen Brigaden rechnete; aber der Feind ent- im hiesigen neuen Stadtpark geplante große öffentliche Rundgebung wickelte immer neue Massen, und als nach zweistündigem Kampfe wurde von der Präfektur verboten. Dank den von den Behörden viele Offiziere gefallen waren, verringerte sich das Selbstvertrauen getroffenen fräftigen Maßregeln zeigte die Stadt abends ein der Truppen Albertone's. Vergebens eilten die letzten Reserve wesentlich beruhigteres Aussehen. Trotzdem blieben viele Theater, tompagnien mit dem Major Valli herbei; sie wurden vom die Abendbörse sowie die Wirthshäuser geschlossen. Der Domplat Feinde umzingelt, der sich der Batterien bemächtigte und die und die Gallerie Vittorio Emanuele sind gesperrt. Offiziere aufforderte, sich zu ergeben. Diese aber vertheidigten Rom, 6. März.( Telegramm des Berliner Tageblatt.) Aus sich, schnaubend vor Muth, mit dem Säbel in der Faust. Die Mailand kommen folgende Nachrichten. Gestern Abend drang die Soldaten stürzten in wildem Laufe nach dem Hauptquartier, Menge auf den Bahnhof ein, da das Gerücht zirkulirte, eine verfolgt von den Schoanern. Das Bataillon Galliano versuchte Anzahl Soldaten würde nach Afrika abgehen. Das den heftigen Ansturm des Feindes aufzuhalten. Die Verwirrung Militär, das die Menge aus dem Bahnhof vertrieb, entstand dadurch, daß die Italiener nicht glaubten, daß wurde mit einem Steinbagel empfangen. Die Kavallerie nenen Anstalten erwiesen sich als heilbringend. Die Luft- war und blieb still und verschlossen; von dem, was sie veränderung und die neue Bekleidung der Kranken hatten drückte, konnte und wollte sie nicht reden, am wenigsten dadie besten Wirkungen, ein großer Theil der Erkrankten nach fragen. genas. Eine unbeschreibliche Sehnsucht nach ihrem Manne erDie Abnahme der Seuche stand jetzt fest. füllte sie, es fehlte ihr eine Seele, die ihr Leid kannte und Langenberg's unermüdliche Thätigkeit wurde überall verstand, der sie ihr Herz ausschütten konnte. anerkannt und belobt. Ihn selbst stählte zu diesen Dazu kamen zwei offenbare Widersprüche. Oft glaubte Und welches Elend fand er in den Familien vor! übermenschlichen Anstrengungen ein höheres Interesse. sie, ihr Mann, die ganze Welt müsse sie verlassen haben; Jammer hier, Verzweiflung dort. Kinder scheuten sich, Er suchte für seine aufgestellten Thesen immer mehr dann empfand sie wieder die wohlthuende Liebe und ihre Eltern zu pflegen, Mütter verließen ihre erkrankten Beweismaterial ชิน sammeln. Er schrieb: Die Sorgfalt, die ihr hier entgegengebracht wurde. Sie fühlte Seuchen sind Luftkrankheiten. Nur durch die Erforschung sich oft glücklich und froh, hier und bei guten Menschen und Reinigung der Luft im großen werden sie verhütet zu sein. und verdrängt. Die Luft, unser eigentliches Lebenselement Es wäre undankbar gewesen, hier zu klagen. enthält die meisten Todesteime für uns, besonders die der Die Oberförsteriu bot alles auf, Clotilden zu unters Ansteckung. halten in steter Rücksichtnahme auf deren Gesundheit. 74 Clokilde. ( Machdruck verboten.) Nur einzelne Leute schlichen furchtsam und ängstlich nach der Apotheke, andere brachten oder holten Särge. Manche Häuser waren ganz ausgestorben. Es fehlte bereits au Trägern für die Kranten und Todten. Kinder. Die noch gesunden ordneten ihren Nachlaß und bestellten ihr Haus. Der Höhepunkt der Krankheit schien indeß vorüber zu sein. Die Todtenliste, die vorige Woche über vierhundert aufwies, zeigte in dieser Woche zweihundertundachtzig Fälle. Langenberg benutzte diese Thatsache der Sterblichkeitsverminderung, um überall den Kranken Hoffnung und Muth einzuflößen. Er traf sehr energische Maßregeln. Vor der Stadt ließ er neue Baracken errichten und die Kranken in neue Kleider und Betten legen. Die Lebensgeister in der Bevölkerung hoben sich. Die neuen Anordnungen, der Zwang zur Thätigkeit lenkten ab; Hoffnung erwachte und Zuversicht zeigte sich aufs neue. Alles wollte von dem fremden Arzte behandelt sein. Langenberg suchte vor allem die Verzagtheit zu verdrängen und die Willensstärke zu erwecken. Einige Fälle der Genesung und Errettung genügten, daß viele voll Bertrauen neu aufathmeten. Unter den Aerzten zählte er viele Gegner. Endlich kam Langenberg dazu, an seine Frau und deren liebenswürdige Pflegerinnen zu schreiben, ihnen zu melden, daß er gut angekommen und aufgenommen, daß die Seuche im Verlöschen sei, er zwar viel zu thun habe, sich aber wohl befinde. Clotilde möge sich nur pflegen und Ruhe gönnen. Um vollständig zu gefunden, solle sie bes sonders sich nicht aufregen und nicht lesen. Langenberg, der mit Assessor Händrich im Briefwechsel stand, hatte in der ihm zugesandten Zeitung auch über das Ende der Brambach'schen Eheleute gelesen, und das sollte Clotilden noch vorenthalten werden. Im Hause des Majors wurde sie als zur Familie gehörig betrachtet, die Majorin ließ sich von ihr bei den Hausgeschäften helfen. Der Major ließ seinen Humor sprudeln, und nicht selten gelang es ihm, ein freundliches Lächeln auf Clotilden's Angesicht hervorzuzaubern. Und doch verfiel diese immer wieder in ihre unbefriedigte nachdenkliche Stimmung. ihr Da kam der Brief Langenberg's. Kaum daß Clotilde denselben gelesen, so war auch schon Entschluß gefaßt. Sie wußte jetzt, wo ihr Mann war, er hatte viel zu thun, er brauchte Abwartung und Pflege; hin zu ihm so schnell als möglich war jetzt ihr einzig Sinnen und Trachten. Bei ihm konnte sie sich nüßlich erweisen, von ihm konnte fie das Schicksal ihrer Eltern erfahren. Wider Erwarten erholte sich im Hause des Major von Scheven Frau Dr. Langenberg sehr bald. Die Kunst des Hausarztes, die treue Pflege, der liebevolle Umgang mochten dazu beigetragen haben. Clotilde hatte ihr volles Alle Vorstellungen der Oberförsterin, Clotilde möge Der Geschäftsdrang erwachte wieder und belebte sich. Bewußtsein wieder erlangt und fühlte sich ohne törperliche ihre angegriffene Gesundheit und sich selbst in der Seuchen Biele nahmen sich ernstlich vor, sie wollten nicht frant, Schmerzen. stadt nicht in Gefahr bringen, blieben fruchtlos. sondern streng thätig sein. Die Baracken und sonstigen Aber eine innere Beängstigung wurde sie nicht los, fie ( Fortsetzung folgt.) Menge. Der Tumult dauerte bis spät nach Mitternacht. Rom, 7. März. mußte chargiren; gleichzeitig fielen Revolverschüsse aus der beamten geleitet werden. Sonst hat man sich über die sin czechischer Sprache gehaltener Parlamentsreden auf. Gleich weitere Ausgestaltung der Konföderation nur wieder im zeitig wird gemeldet, der Justizminister werde noch in dieser revolutionäre Kundgebungen stattgefunden. Die äußerst erregte der Konferenz herausgekommen. Daß mit der Zeit die in einer in Desterreich landesüblichen Sprache gehaltenen ParIn Palermo haben gestern große Prinzip" verständigt. Praktisch ist aber herzlich wenig" bei Session eine Breßnovelle einbringen, die die Immunität auf alle Menge rief: Nieder mit Crispi! Gieb uns unsere Soldaten wieder!" In Bisa wurden viele Fenster eingeworfen und Bereat- englischen Kolonien in Australien zu einem Bundesstaate rufe auf die Regierung ausgebracht. Auch aus Mailand, Parma, noch dem Muster der Vereinigten Staaten von Amerika Pavia, Benedig und anderen Städten werden vom gestrigen Tage zusammenwachsen werden, ist allerdings mit Sicherheit zu ernste Unruhen und Demonstrationen gegen Crispi und seine erwarten. Afrikapolitik gemeldet. Innsbruck, 6. März, 4 1hr 50 Min. M.( Telegr. der " Frankfurter Zeitung".) Nach Mittheilungen aus Trient famen daselbst in den letzten Tagen zahlreiche italienische Deser teure an, die der Einberufung nach Afrika zu entgehen suchen. In Ala sollen gegenwärtig 150 Fahnenflüchtige sein. Paris, 7. März. Etwa tausend Italiener, die in Paris Aus den Departements, welche an Italien grenzen, wird die Anfunft zahlreicher Italiener gemeldet, welche zu den Fahnen einberufen sind, sich ihrer Einstellung aber entziehen wollen. lamentsreden ausdehnt. Wien, 6. März.( Frankf. 3tg.") Das Abgeordneten. haus nahm im Sinne des Antrages Pernerstorfer das Gesetz wegen der Maximaltermine bei& obnauszahlungen im Bergbau an nach einer lebhaften Debatte, in welcher der Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. frühere Ackerbauminister Graf Falkenhayn und Professor Majestätsbeleidigung und die minder schweren Vergehen des Süß gegen das Spezialgesetz sprachen, das unter dem Drucke groben Unfugs und der öffentlichen„ Beleidigung mehrerer eines Streites geschaffen werden soll. Süß machte der Regierung, welche vorgebe, das Parlament zu Mitglieder der bewaffneten Macht" führten den Markthelfer führen, den Vorwurf, daß sie sich von BernersErnst Moritz Paul Winkler vor das Dresdner Landgericht. torfer und der Arbeiterzeitung" führen lasse. Winkler hat am 18. August v. J. auf dem Theaterplay Bassanten angerempelt( grober Unfug) und dann im SchloßFrankreich. -Prozeß Rességuier Jaurès. Der augenblicklich hofe mit bezug auf König Albert Reden geführt, welche in Toulouse in Verhandlung, begriffene Prozeß des eine Beleidigung deffelben enthalten sollen. Die Schloß- Direttors der Glashütte in Carmaux, Refféguier, wache scheint jedoch eine Majestätsbeleidigung darin nicht gegen den sozialistischen Abgeordneten Jaurès, von dem man gefunden zu haben, denn der wachhabende Unteroffizier glaubte, daß er noch diese Woche beendigt sein würde, erleidet Schönherr arretirte ihn nicht, sondern wies ihn vom Blaze. eine wesentliche Unterbrechung und wird eventuell ganz 2. ging nicht, sondern beleidigte nun auch den Unter- von Neuem wieder aufgenommen werden müssen, weil der offizier und mehrere Grenadiere. Eine solche unvernünftige Präsident des Gerichtshofes plöglich geistestrant geworden Im Reichstage war heute bei der Eröffnung der Handlungsweise legt nahe, an Geistesabwesenheit zu glauben, ist. Letterer ist erft 49 Jahre alt. Sigung noch kein Dugend Abgeordneter anwesend und auch und W. gab auch an, sinnlos betrunken gewesen später blieb die Besetzung sehr schwach. Die Debatte über zu sein. Das Gericht wies den Einwand zurück und ver die Abänderung der Gewerbe- Ordnung wurde fortgesetzt urtheilte den erst 17 Jahre alten Winkler und sie drehte sich zuerst wieder um die Konzessionspflicht 3 u 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß und zu der Konsumvereine. Dafür erklärten sich übereinstimmend 6 Wochen Haft. der Klerikale Meguer, der Reichsparteiler von Stumm und der Nationalliberale Paasche, der ausdrücklich Gründe für überflüssig erklärte. Dagegen fprachen Politische Uebersicht. Berlin, 7. März. * Deutsches Reich. England. Der frühere Kriegsminister Campbell Bannermann fündigte am 6. März im Unterhause an, er werde bei der Berathung des Etats des Kriegsministeriums die Streichung der außerordentlichen Pension von 1800 Pfund für den in den Ruhestand getretenen Oberbefehlshaber der englischen Truppen beantragen. Diefer ehemalige Oberbefehlshaber ist der Herzog von Cambridge, der Better der Königin. Gegen dessen Pension vorzugehen, ist sicher für einen ehemaligen Kriegsminister ein bemerkenswerther Schritt, der in den Kreisen des Herrn Bronfart v. Schellendorff sicherlich Nachahmung nicht finden wird. Spanien. Aus Barcelona wird gemeldet: Eine größere Kunde gebung fand gestern Abend in einem Theater statt, man rief: " Nieder mit den Vereinigten Staaten." Die Ruheftörer durchjogen hierauf die Straßen; Polizei und Gendarmerie stellten die Ordnung wieder her. Aehnliche Mittheilungen liegen aus Cadix vor. Afrika. Am Tage vorher wurde Gardner Williams, Generaldirektor der Debeers- Minen, in Kimberley verhaftet, weil er ohne Erlaubniß Waffen bei seite geschafft hatte. Nachdem eine Bürgschaft von 1000 Pfund gestellt war, wurde Williams freigelassen. 3ur Untergrabung des Gesetzes über die nochmals der freisinnige Volksparteiler Schneider, 3ivilege meldet die„ Kreuz- Zeitung", daß zur Zeit zwischen die Genossen Reißhaus und Bue b. Reißhaus wies dem Kultusministerium und dem evangelischen Ober- Kirchenrath auf den Zusammenhang der Vorlage mit der reaktionären Berhandlungen schweben über eine Eingabe, welche der OberWahlpolitik hin; der achte Handwerkertag habe den Konsum- Kirchenrath in dem Sinne gemacht hat, daß der Trauung ihre vereinen offen eine kommunistische, antimonarchische Tendenz beamten gewahrt werden und es also jedem Brautpaare frei Bergbatterien nach Kuba eingeschifft. Die Kriegsvolle eheschließende Bedeutung neben der Beurkundung des StandesMadrid, 7. März. Heute werden von Barcelona aus drei zugeschrieben, die Motive sind versteckt von demselben Geiste stehen sollte, feine Ehe durch die Trauung schließen zu lassen, schiffe Bizcoya, Dguendo, Marco und Teresa werden Ende März, erfüllt. Bueb sah in der Maßregel lediglich ein Mittel, nachdem alle Erfordernisse beim Standesbeamten erfüllt sind. die Arbeiter der Polizeiwillkür zu überliefern, und geißelte Alfonso, Trece und Pelayo bis Anfang April fertig gestellt sein. -Der Hamburger Correspondent" sieht sich Die Regierung hat Rundschreiben an die Gouverneure fämmtdie Heuchelei, daß dieselben Leute angeblich den Branutwein- endlich bemüßigt, unsere Berichtigung seiner schönen Notiz über licher Provinzen ergehen laffen, in denen der Befehl wiederholt genuß einschränken wollen, die mit ihrem oftelbischen den Gnadenerlaß an recht versteckter Stelle zu publiziren. Hierbei ist, alle Demonstrationen gegen die Vereinigten Kartoffelfusel das deutsche Volk beglücken". Ferner wider- fälscht er wieder, indem er seinen Lesern weiß zu machen sucht, Staaten sofort zu unterdrücken. legte er eingehend die Behauptung der Motive", daß die daß unsere Berichtigung nicht die Hauptpunkte trifft. Wir In Valencia veranstalteten etwa 4000 Personen eine Kund. Verhältnisse in Elsaß- Lothringen derartige gesetzgeberische konnten natürlich nur das berichtigen, was der Hamburger gebung; Hochrufe auf Spanien und Rufe gegen die Volks. Bestimmungen begründeten. Darauf wurden unter Aus- Correspondeut" von dem Vorwärts" und seinen Redafteuren vertretungen der Vereinigten Staaten wurden laut. In zahl setzung der Abstimmung die Droguisten aufs Korn genommen, schrieb, dies haben wir aber als vollständig erlogen fennzeichnen reichen anderen Provinzstädten fanden gleichfalls Rundgebungen deren Geschäftsbetrieb eine starke Ginengung erfahren soll; Rück: tönnen. Unsere Behauptung, daß seine Mittheilung aus ftatt.ficht auf die Volksgesundheit lieferte dafür den Vorwand, Rüd- Polizeilicher Quelle stammt, wagt der Hamburger Correspondent" ficht gegen die Konkurrenten ist das wirkliche Motiv. Einige nicht zu bestreiten. treffende Bemerkungen machte in dieser Erörterung der frei- Herr v. Stumm wird in einem Artikel des Volk" finnige Abg. Langerhans. Ein darauf gestellter Antrag bezichtigt, die höheren Beamten innerhalb des Bereiches seines auf Bertagung fiel und so entstand die Befürchtung, daß Angestellten" scharf zu machen. Besonders soll er es jetzt auf Einflusses zur Maßregelung der ihm persönlich unbequemen die Mehrheit die Diskussion turz abbrechen werde, wogegen die Chriftlich- Sozialen abgesehen haben. Zwei der angeblichen die Linke sich mit allen geschäftsordnungsmäßigen Mitteln Opfer Stumm'scher Ordnungsstifterei macht das Bolk" in und Chartered Companien"_wurde unter der Beschuldigung an Kapstadt, 7. März. Rutherford, Agent der„ Debeers. zu wehren entschlossen war. Nach einer sehr reaktionären folgender Weise namhaft: Die Herren Oberlehrer Rede Schädler's fand indeß ein zweiter Vertagungsantrag Dr. Görbig und Dr. Disselnötter find vom der verbotenen Beiseiteschaffung von Waffen und Munition beAnnahme, indem auch das Zentrum dafür stimmte. Gymnasium in Saarbrücken nach Cleve und Trarbach versetzt. theiligt gewesen zu sein, verhaftet und alsdann gegen Stellung Das preußische Abgeordnetenhaus sette am Sonnabend war längst bekannt, daß sie in der Konduitenliste, welche die Da beide Herren im Geruch stehen, christlich- sozial zu sein, so einer Bürgschaft auf freien Fuß gesetzt. die Berathung des Kultusetats beim Kapitel„ Höhere Lehr- landesväterliche Fürsorge des ungekrönten Königs auf dem anstalten" fort. Im Gegensatz zu fast allen Rednern des Hauses, Halberg über ihre Landesfinder führt, roth" angestrichen waren." die für eine Gehaltsaufbesserung der wissenschaftlichen Hilfslehrer Man sieht hier wieder, wie der Appetit beim Essen kommt. Mit eintraten, warnte der Abg. v. Putttamer Dhlau davor, den Sozialdemokraten hat's angefangen. Jetzt läßt König Stumm den Bogen zu straff zu spannen, da nach seiner Ueberzeugung andere Leute seine Macht fühlen. Kimberley liegt im Gebiete der Kapkolonie. Rutherford auch die Volksschullehrer durch ihre vielen Petitionen sich selbst geschadet hätten. Hoffentlich werden diese die lahmfreundliche Bädermeisterliche Ohnmacht. Wie wir schon und Williams haben also vermuthlich mit den englischen MinenGesinnung der Konservativen nicht vergessen. Ein großer Theil vor einigen Tagen berichtet, ist der Bäckermeister Be Bold in direktoren in Johannesburg in Verbindung gestanden, um Waffen dorthin zu schmuggeln. der Sigung wurde wieder durch eine Kulturkampf- Debatte aus Löbtau bei Dresdeu Gegenstand einer Verdächtigung der Dres Bom Präsidenten Krüger erzählt die ,, Daily News" eine charak gefüllt, die diesmal nicht das Zentrum, sondern der National dener Nachrichten" gewesen, die ihn beschuldigten, unter Burück- teristische Aeußerung: In einer Sigung des gefeßgebenden Rathes beliberale v. Eynern eröffnete. Nach Erledigung dieses Kapitels laffung einer großen Schuldenlast verduftet zu sein. Pezold rieth man über eine Johannesburger Denkschrift, worin verschiedene wurde noch die Berathung des Kapitels Elementar- Schulwesen" hat sich den Haß eines großen Theils der Bäckermeister zugezogen, Beschwerden der Bergwerksindustrie erhoben wurden. Ach", begonnen, die am Montag fortgesetzt wird. weil er bei den Vernehmungen vor der Kommission für sagte der Präfident, die machen es gerade so, wie mein Affe. Arbeiterstatistit sich für weitgehende Die Vorschriften über den Betrieb der schränkungen in der täglichen Arbeitszeit und Neulich verbrannten wir Rebricht. Dem Affen gerieth der und Sie wissen, meine Herren, ich halte einen Affen im Hofe. Bäckereien und Konditoreien find endlich vom der Sonntagsarbeit ausgesprochen hatte. Pezold, Schwanz in's Feuer. Er verbrannte sich und biß mich. Gerade Bundesrath erlaffen worden. Wir beschränken uns für der selbst neun Gefellen beschäftigt, also schon zu den größeren so treiben es diese Leute in Johannesburg. Sie verbrennen sich heute darauf, die wichtigsten Bestimmungen im Auszuge Bäckermeistern gehört, hatte in der Kommission an den Einmit ihren eigenen Spekulationen und dann kommen sie und wiederzugeben. Die Arbeitsschicht der Gehilfen darf richtungen seines eigenes Betriebes nachgewiesen, daß eine weit mit ihren eigenen Spekulationen und dann kommen sie und 12 Stunden nicht überschreiten; wird die Arbeitszeit von Majorität der Kommission für Arbeiterstatistik ausgesprochen fürzere Arbeitszeit als eine zwölfftündige für die sich die für die fich die beipen mich." Prätoria, 7. März. Zwischen dem Präsidenten der Südeiner Pause von mindestens einer Stunde unterbrochen, möglich sei und zwar ohne Schädigung des Betriebsunternehmers. afrikanischen Republik Krüger und dem gegen den Kandidaten so darf die Arbeitsschicht 13 Stunden betragen. Die Des weiteren hatte sich Behold scharf ausgesprochen über die in vielen der englischen Partei Frafen neugewählten Präsidenten des Zahl der Arbeitsschichten darf pro Woche nicht mehr als 7 Bäckereien herrschende Unreinlichkeit. Darüber ist man in den Oranje- Freistaates Steyn hat ein Austausch herzlicher Be betragen. Zwischen je zwei Arbeitsschichten muß den Ge- Kreisen der Bäckermeister in Wuth gerathen und so mußte grüßungen stattgefunden. Präsident Krüger hob dabei die engere hilfen eine ununterbrochene Ruhe von mindestens 8 Stunden denn der Mann, der sich in solcher Weise an der Zunft verging, Verbindung zwischen beiden Republiken hervor, die sich in natürgewährt werden. gestraft werden und daher die elende Verdächtigung. Auch die licher Weise aus den legten Ereignissen entwickelt habe, und Für Lehrlinge hat die Arbeitszeit im ersten Lehrjahre hier in Berlin erscheinende Bäcker- Zeitung" hat sich in ihrer sprach die Hoffnung aus, daß die zwischen beiden Ländern zwei, im zweiten eine Stunde weniger zu betragen, als für Fall in einem besonderen Artikel, der voll hämischer Bee Steyn schloß sich in seiner Antwort den Gesinnungen Krüger's an. Nr. 9 zum Organ jener Bedächtigung gemacht und behandelt den bestehenden Bande sich noch enger schlingen mögen. Präsident die Gehilfen. Ausnahmen sind gestattet bei Festen und be- merkungen gegen den Löbtauer Bäckermeister ist. Ob sich das sonderen Gelegenheiten, für die die untere Verwaltungs- edle Bünftlerorgan nunmehr zum Widerruf herbeilassen wird? behörde Ueberarbeit für zulässig erklärt hat. Außerdem ist München, 6. März. Konfiszirt wurde gestern die Ueberarbeit an zwanzig Zagen im Jahre, die der Arbeit- Münchener Freie Presse", das Organ des Prof. Quidde. 54. Sigung vom 7. März 1896, 1 Uhr. geber sich nach Belieben wählen darf, gestattet. Auch an Koloniale Spekulationen vor Gericht. In Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher. solchen Tagen muß aber ausgenommen die drei hohen kolonial- offiziösen Blättern findet sich folgende Notiz: Im Gingegangen ist der Bericht des Kommissars für das Aus. Festtage die Ruhepause zwischen je zwei Schichten für vorigen Herbst machte bekanntlich eine Koloniale Spekulationen" wanderungswesen. Gehilfen 8, für Lehrlinge 10 bezw. 9 Stunden betragen. überschriebene Arbeit eines Herrn F. Giesebrecht ein be- Die zweite Berathung der Novelle zur Gewerbe. Den Wortlaut der Verordnung tragen wir in der nächsten deutendes Aufsehen in manchen der Kolonialbewegung ferner Ordnung wird fortgefeht beim Artikel 3, welcher die KonsumNummer nach. stehenden Kreisen. Der Verfasser hatte, gestüßt auf allerlei vereine den Vorschriften für die Schants und Gastwirthschaften nicht ganz einwandfreie Beugen, die patriotische und unterwerfen will. Herr Brausewetter und die Poft". Daß wir auch verdienstvolle Thätigkeit des Syndikats für die südwestAbg. Mehner( 3) bekämpft die Konsumvereine, welche einmal in die Lage kommen würden, den verstorbenen Herrn afrikanische Siedelung in einer ganz unerhörten Weise an- durch den Schnapsverkauf gute Geschäfte machen und die anderen Brauseretter gegen seine Freunde in Schuh nehmen zu müssen, gegriffen und trotz mehrfacher Erwiderungen des Syndikats feine Gewerbetreibenden, die nicht Schnaps verkaufen dürfen, ruiniren. hätten wir uns wirklich nicht träumen lassen. Aber was die Behauptungen aufrecht zu erhalten gesucht. Er erklärte sich be- Eigentlich sollte man solchen Konsumvereinen den Schnapsverkauf Post" ihm anthut, das hat er wirklich nicht verdient. Das reit, fie vor Gericht zu beweisen; es wird ihm hiermit nunmehr ganz verbieten. Redner empfiehlt aber jedenfalls die Annahme schäßbare freitonservative Blatt schreibt nämlich: Gelegenheit gegeben werden, da, wie wir hören, die Staats- der Vorlage. anwaltschaft gegen ihn vorgehen wird." Abg. v. Stumm( Rp.) bestätigt, daß der Schnaps. " " " Wenn ein Soldat im Kriege fällt, so wird er mit recht als ein Held gepriesen, wenn aber ein Richter unter der Ueberlast seiner geistigen Arbeit zusammenbricht und im Dienst stirbt, so kommt noch der Esel und versetzt dem todten Löwen einen Fußtritt." Die" Post" follte doch wirklich nicht auf Kosten eines Verstorbenen solche haarsträubend schlechte Wige machen. Herr Brausewetter ein gepriesener Held" und ein„ todter Löwe"! Nein, das hat der Held" des Gummischlauch Prozesses und vieler anderer Prozesse wirklich nicht verdient. 3war, wenn man erwägt, daß die" Post" pflichtschuldigft Herrn v. Stumm ale einen großen Staatsmann preist, dann könnte man ja beinahe zu dem Glauben kommen, das Loblied auf den„ todten Löwen" fei ernst gemeint. Nun, es macht sich ein jeder seine Helden nach seinem Bilde zurecht, ein Geschlecht, das ihm selber gleich ist." " BeWien, 7. März. Der Wahlreform- Ausschuß nahm ie Regierungsvorlage betreffend die Abänderung des Staatsgrundgesetzes an, nachdem alle dazu gestellten Abänderungsanträge abgelehnt worden waren. Reichstag. Das ist allerdings der übliche Weg, auf dem die Nebelstände verkauf seitens der Konsumvereine direkt zur Völlerei führe, unseres öffentlichen Lebens zum Austrag gebracht werden. Wer sich so segensreich auch sonst Konsumvereine wirken mögen. Was unterfängt, in trübe Zustände hineinzuleuchten, wird auf die An- die Schnapstafinos in Norddeutschland find, das sind in Südflagebant gebracht; und seien auch neun Zehntel aller seiner Mit- deutschland die Bierkafinos, welche zur Umgebung der gesetzlichen theilungen wahrheitsgemäß, so wird er doch verurtheilt wegen und polizeilichen Vorschriften in der Form von Vereinen gebildet des einen Zehntels, bei dem ihm Irrthümer unterlaufen sind. werden. Durch den Antrag Gröber, der nur die wirklichen Desterreich. Genossenschaften unter den Konsumvereinen dem Gesetz unter. werfen will, wird es verhindert, die Vereine für die Bierkasinos treffen. Wichtiger aber ist noch die Frage, ob dadurch, daß die Konsumvereine dem Gesetz unterworfen werden, dieselben ge= zwungen sind, sich auch den polizeilichen Vorschriften, namentlich über die Polizeistunde, zu unterwerfen. Wenn das nicht geschieht, Wien, 7. März.( Voff. 3tg.") Der Kaiser begnadigte so würde wenig gebeffert werden. drahtlich aus Mentone den Hufarenkorporal Boroß, dessen Hin- Staatssekretär v. Bötticher: Die Regelung der Polizeirichtung anläßlich der Ermordung des Wachtmeisters Diossegni stunde ist Landessache. Ist das Schnapstafino ein öffent Die australische Konföderation. Aus Sydney wird beute in Przemyśl stattfinden sollte. Boroß erhielt nunmehr liches Lokal, so finden die polizeilichen Vorschriften darauf Anzwanzigjährige Festungshaft. Von den übrigen an der Erwendung. In der Tendenz der Regierungsvorlage liegt es, daß gemeldet, daß dort am 5. März die Konferenz der mordung betheiligten Hufaren wurden 15 unter Anrechnung der für die Konfumvereine sofort die Unterwerfung unter das Gesetz australischen Premierminister geschlossen wurde. bisherigen Untersuchungshaft in Freiheit gesetzt und zum Regiment erfolgen soll. Der Bundesrath ist dazu nicht übergegangen, weil In Sachen der Bundesvertheidigung wurden verschiedene zurückversetzt. Dioffegyi war wegen furchtbarer Soldatenmißhand- die Verhältnisse so verschieden sind, daß man es besser den Beschlüsse angenommen. Eine Bundesquarantäne mit lungen ermordet worden. Landesbehörden überläßt, zu bestimmen, ob die Unterwerfung Quarantänestation soll in Albany, auf der Thursday- Insel Wien, 6. März.( Magdeburger 3tg.") Der oberste Gerichts- unter das Gesetz erfolgen soll. Es sollen die Vereine, und in Adelaide gegründet werden. Sie soll von Bundes- hof hob die von zwei unteren Instanzen bestätigte Beschlagnahme elche auch andere 8wede verfolgen, gem 5 M sprochen hat. ㄓ Abg. Förster- Neustettin( b. f. Reform- B.) tritt ebenfalls Abg. Schädler: Es handelt sich hier darum, den Schaden für die Streichung der Bestimmung über den Droguenhandel ein. zu beseitigen, welchen das wilde Schankwirthschaftswesen an. Vernünftige Apotheker erkennen es vollständig an, daß die Apo- richtet, nicht bloß in sittlicher Beziehung, sondern auch gegenüber thefer bisher nur zu vornehm und bequem gewesend sind, um den reellen Schankwirthschaften. Daneben ist durch die Kondem bedürftigen Publikum so entgegenzukommen wie die Droguisten. 3effionspflichtigkeit des Kleinhandels mit Bier die Möglichkeit Die Apotheker beschränken sich auf die Rezeptur und vernach- gegeben, für den Flaschenbierhandel Reinlichkeit und andere läffigen den Verkehr mit dem Publikum, während der Droguist gesundheitliche Maßregeln in bezug auf die Arbeitsräume zc. selbst in seinem Geschäft thätig ist und dafür sorgt, daß das vorzuschreiben. Publikum von seinen Angestellten gut bedient wird. Darauf wird gegen 5 Uhr die Berathung auf Montag Lotterieloosen. Gu Parlamentarisches. Tellige, religiöse 3wede möglichst wenig, Die Bestimmungen über den Kleinhandel mit Bier werden die Verantwortung übernehmen kann, daß ohne diese Borschriften DOR der Polizei behelligt werden und besonders diskutirt werden. Leben und Gefundheit des Publitums genügend geschüßt find. nur die eigentlichen genossenschaftlichen Abg. Förster Neustettin: Wenn man den Droguisten zu Konsum Vereine davon betroffen Abg. Lenzmann( frs. Bp.): Jedesmal, wenn wir uns mit Ob der Antrag seine Zwecke erreichen wird, lasse ich dahin- vorliegenden Materien Petitionen, aber nur aus den Kreisen welche allerlei Geheimmittel verkaufen. werden. der Gewerbe- Ordnung beschäftigen, kommen bezüglich der hier Leibe geht, dann müsse man auch den Apothekern zu Leibe gehen, gestellt. Jebenfalls kann bis zur dritten Lesung die Frage noch der Jutereffenten, der Betheiligten, die sich durch gesetzliche und Droguisten bezeichnet, weil es eben nicht genug Apotheken giebt Abg. Langerhaus: Als nothwendiges Uebel habe ich die geprüft werden. Abg. Reikhaus( Soz.): zur Rechtfertigung dieser Gefehes schaffen wollen. Man will auch den Großhandel mit Droguen und geben kann. Da sind die Droguisten ein gutes Aushilfsmittel. polizeiliche Chikanen die unliebsamen Konkurrenten vom Halse vorschrift hätte man den Nachweis erbringen müssen, unter die Aufsicht eines untergeordneten Polizei- Organs stellen, Wenn den Droguisten der Handel mit Präparaten, welche Heildaß sehr viele Schnaps Konsumvereine bestehen und Schaden stiften, das ist wenn sich die Unzuverlässigkeit des Betriebsinhabers heraus zwecken dienen, verboten wird, untersagt man ihnen den ganzen ist aber aber nicht geschehen. geschehen. Unter gestellt hat. dem Maniel der Sittlichkeit und Moral will Wer sind die Sachverständigen, welche die Geschäftsbetrieb. man den Unzuverlässigkeit beurtheilen sollen? Es werden die Abg. v. Holleuffer( t.) schließt sich dieser Ausführung an. Ronfumvereinen überhaupt zu Leibe gehen zu gunsten der fleinen Krämer. Man wird die Konzessionsbefugniß aus. Apotheker sein, welche den Droguisten gegenüber fonkurrenz G3 würde dann Apotheken geben, dann Droguenhandlungen, neidisch sind. Welche Droguen und welche chemischen die Heilmittel verkaufen dürfen, und solche, denen es nicht ge= nüßen gegen Vereine, deren Mitglieder oder Leiter fich in irgend Präparate dienen Heilzwecken? Wenn man auch die Prophylaxe ſtattet ist. Die letzteren müßte man dann besonders kennzeichnen einer Weise mißliebig gemacht haben. Es brauchen das nicht als Heilzweck ansieht, dann wird es wohl kaum ein Präparat und es würden erst recht wilde Apotheken entstehen. allemal Sozialdemokraten fein. Damit schließt die Diskussion. Die Abstimmung wird aus sehr schlechte Erfahrungen gemacht, wir können ein Lied fingen, und Chemikalien dienen aber sowohl Heilzwecken als technischen gesezt. Ein Vertagungsantrag wird abgelehnt. wie man uns chitanirt hat mit Kongeffionsverweigerungen. Diesem Zwecken. Da könnte schließlich der ganze Droguenhandel verUnter großer Unruhe des Hauses wird die Frage des Kleins Kampf gegen die Konsumvereine durchweht der Geist des echten boten werden. Eine statistische Uebersicht über die herrschenden handels mit Bier zur Berathung gestellt, worüber Anträge der allgemeinen Handwerkertages, der die Konsumvereine verurtheilt Uebelstände ist nicht gegeben; es wird nur gesagt, die Berliner Abgg. Schädler( 3.) und solleuffer( bk.) vorliegen. hat als einen Uebergriff nackter Selbstfucht in die Existenz und Polizei habe in Berlin Uebelstände entdeckt. Wir tönnen doch Abg. Schädler ändert seinen Antrag dahin ab: Dem die Rechte des Nächsten, als den Keim zur Zerstörung unserer nicht unsere Geseze lediglich nach Berliner Verhältnissen ein-§ 33 den Zusatz zu geben: durch Landesgesetz kann angeordnet gegenwärtigen Gesellschaftsordnung und zur Untergrabung der richten! Monarchie infolge ihrer sozialistischen und kommunistischen aber Der Droguist darf feine Mischung verkaufen, werden, daß der Kleinhandel mit Bier den vorstehenden Bes Tendenz. Diese offene Sprache sticht wohlthuend ab gegen den gehören, er kann die einfachen Stoffe, die zur Mischung ftimmungen( d. h. Konzessionirung) unterstellt wird. abgeben. Man follte die Stoffe, welche Der Antrag des Abg. v. Holleuffer lautet: Der versteckten Kampf, der mit dieser Vorlage geführt wird. Ich will den Apothekern vorbehalten bleiben, genauer bezeichnen. Kleinhandel mit Bier kann untersagt werden, wenn der Gewerbe. auf diesen Vorwurf nicht weiter eingehen, das mögen die Die Droguenhandlungen unter Bolizeiaufsicht zu stellen, dazu liegt treibende wiederholt wegen unbefugten Betriebes der SchankBatentpatrioten der Offizier und Beamtenvereine thun. fein Anlaß vor, namentlich nicht vom Standpunkt des fonfumi- wirthschaft bestraft ist." Der Handwerfertag warf wenigstens alle Vereine Vereine in renden Publikums, welches in den Droguenhandlungen billiger Abg. Röside beantragt hinter Bier" einzufügen: vom einen Topf, die Vorlage aber richtet sich ausschließlich gegen die fauft, als in den Apotheken. Faß"! Schnaps Koufumvereine. Wenn die Konsumvereine in Oberschlesien Unfug treiben, weshalb will man die Thüringer Vereine dafür bestrafen? Mit die Möglichkeit, daß die Konfumvereine sich zu Schnapsgenossenschaften entwickeln tönnten, läßt fich alles mögliche beweisen. Mit derselben Logit könnte man die Kinder tootschlagen, weil sie Verbrecher werden können. Die Konsumvereine zahlen Zölle, Steuern wie jeder andere Verein, ſte haben die Verpflichtung, nur an Mitglieder zu verkaufen. Sollen sie nun derfelben Konzessionspflicht unterliegen, wie die Händler und Krämer, so wäre doch die nothwendige Konsequenz, daß sie auch an Nichtmitglieder verkaufen dürfen. Wie wenig aber der Droguisten eine Einschränkung auf das nothwendige Maß Abg. Size( 3.) tritt für seinen Antrag ein, der bezüglich 1 Uhr vertagt. Licht und Schatten gleich vertheilt sind, fehen Sie auch daraus, enthält. Die vollständige Streichung ist wohl nicht angebracht, daß das Erfurter königliche Salzwerk dem Konsumverband von da die Regierung ein Bedürfniß für vorliegend erachtet. Bedner Die Wahlprüfungs- Kommission beschloß in ihrer letzten Suhl und Umgegend nicht mehr direkt das Salz verkaufen wollte, sondern ihn auf die theurere Bezugsquelle der Mittel- empfiehlt dann aber besonders die Beschränkung des Handels mit Sigung am Freitag Abend mit 7 gegen 3 Stimmen, die Wahl deutschen Salinenvereine verwiesen hat. So wird auch von der des Abgeordneten Pöhlmann im sechsten elsässischen Wahlkreise Regierung der Kampf gegen die Konsumvereine geführt. Die Geb. Ober- Medizinalrath Pistor: Zahlen sind der Kom( Schlettstadt) für ungiltig zu erklären. Herr Böhlmann, welcher sich der freikonservativen Partei angefchloffen Vorlage wie die Anträge durchweht der Geist der Polizeimerion, weil in cer Broving Die Sablen nicht so leicht zu be hat, ist reisdirettor im vorigen Jahre vorgelegt worden, freilich nur aus in Schlettstadt und feine Wahl, bevormundung. Dann wundern Sie sich aber nicht, wenn auch welche gegen den Pfarrer Glöckeler in Stotzheim mit diejenigen Mitglieder der Konsumvereine, die heute noch nicht in schaffen find. Aber vorhanden ist das Material auf grund der 788 Stimmen über die absolute Mehrheit schon im unsern Reihen find, in Zukunft Ihnen bei den Wahlen die behörden über die Revision der Droguenhandlungen. Bei den Beeinflussungen angefochten. Die in der vorigen Session be. vom Kultusminister eingeforderten Berichte der Provinzial ersten Wahlgange erfolgte, war wegen grober amtlicher Quittung für diese Vorlage ertheilen. Abg. Schneider( frf. Wp.) wendet sich gegen den Abg. Droguisten sind oft Heilmittel gefunden worden in Mengen, die schloffenen Erhebungen haben ergeben, daß die behaupteten UnMehner, der einen förmlichen Vernichtungskampf gegen die nicht dem Großbetrieb dienen, sondern dem Kleinbetriebe, dem regelmäßigkeiten im vollen Umfange stattgefunden haben. Herr Konsumvereine führe und dabei von ganz falschen Voraus tommen des Rezeptirens bezw. des Abgebens von Arzneien und Böhlmann, welcher nebenbei bemerkt in seine meigenen Kreise bis fegungen ausgehe. Rebner verweist darauf, daß in der vor über das Vorhandensein der schärfsten Gifte in befonderen Schränken. Rezeptiren. Redner führt verschiedene Zahlen an über das Bordrei Tage vor der Wahl auch als Wahljährigen Kommissionsberathung der Bertreter Württembergs fich Bei verschiedenen Revisionen sind Schränke, die als Küchenmeister des Kreises aufgestellt, fommissar fungirte fungirte, wurde von einer Anzahl Bürgergegen die Nothwendigkeit einer solchen Vorschrift ausgeschränke dargestellt wurden, als Behälter für die Aufbewahrung Erhebungen ziemlich deutlich und zwar, wie die ergeben, auf Anregung Württembergischer Regierungsdirektor v. Schicker: Ich ber verschiedensten Arzneien ermittelt worden, die bunt durch der Regierung in Straßburg hin. hin. Sämmtliche Bürgerhabe erklärt, ein Bedürfniß für eine solche Bestimmung sei für einander lagen, und zwar handelte es sich um Droguisten, die meister des Kreises, mit Ausnahme eines einzigen, traten mit Württemberg nicht vorhanden; namentlich aber sei es nicht noth- vielfach vorbestraft gewesen sind wegen Uebertretung der Vor- ihrer Unterschrift und indem sie mehr oder weniger die Agitation meister des Kreises, mit Ausnahme eines einzigen, traten mit wendig für alle Vereine, also auch für Gefellenvereine, Offizier schriften. Die Revisionen haben ergeben, daß ein Theil der ihrer Unterschrift und indem sie mehr oder weniger die Agitation Offizier- schriften. für Böhlmann leiteten, für dessen Wahl ein. Der einzige Diffitafinos u. f. w. eine gefeßliche Vorschrift für das Reich zu er- Droguisten den Vorschriften nicht Folge leistet, sondern ihnen für Böhlmann leiteten, für dessen Wahl ein. Der einzige Diffigeradezu mit Hohn begegnet; mit Geld dent aber, Bürgermeister Spies in Schlettstadt, welcher bis dahin laffen; es genüge das den Landesregierungen zu überlassen. Haft Abg. Bueb( Soz.): Der Behauptung, daß auch in Elsaß. strafen kann 8 Jahre im Amte war, wurde 14 Tage nach der Wahl von der man dabei nicht auskommen, weil jeber Regierung, ohne Angabe eines Grundes, abgesetzt. Im Schwäb. den Schaden in Lothringen der Schnapsverkauf durch die Konsumvereine und Droguist furzer Zeit Zeit wieder wett dadurch die Böllerei in unglaublicher Weise zugenommen habe, machen kann. Die Apotheker haben nicht den geringsten Merkur" und der Straßburger Post" wurden als Grund für muß ich entschieden widersprechen. Im Elsaß bestehen überhaupt Antheil an dieser Vorschrift; das Berliner Polizeipräsidium die Absetzung angegeben: teine Schnaps- Konsumvereine. Die Konsumvereine in Lothringen hat einen Antrag nach dieser Richtung hin bereits 1889 aber beschäftigen sich nicht vorwiegend mit dem Ausschank von gestellt. Dem Großhandel mit Droguen wird nichts passiren, Schnaps, sondern mit dem Vertriebe von Bier und Wein. Die wenn er nicht, wie das allerdings vielfach gefunden worden ist, Lothringischen Brauer haben sich zu einem Ringe zufammen- wilde Apotheken eingerichtet hat. Herr Spies selbst hat unter seinem Gib bestritten, fich irgend gethan und ganz bestimmte feste Breise festgesetzt, unter Abg. Kruse( natl.) führt aus, daß nach seiner Kenntniß die wie an der Wahlagitation betheiligt, noch viel weniger ge denen sie ihr Bier nicht ablassen wollten. Diesen Ring wollten Revisionen ergeben haben, daß von der Mehlzahl der Droguisten wühlt" zu haben. Aber der Mann fagte auch aus, baß er die Arbeiter durch Konsumvereine brechen. Diese Vereine haben dem Gesetz geradezu Hohn gesprochen worden ist. Es wurden Arznei- selbst dem Herrn Pöhlmann gefagt habe, daß er ihn als Kreiseinen auch nach meiner Meinung etwas zu weitgehenden Umfang mittel bei ihnen gefunden, die sie unbedingt nicht halten dürften; sie direktor hoch schäße, aber ihm seine Stimme für den Reichstag erreicht und ich kann es nur billigen, daß die elfaß- lothringische fanden sich versteckt in Hängeböden, in Kommoden, in Schlafräumen ze. nicht zu geben vermöchte. Landesregierung fie derfelben Besteuerung unterworfen hat, denen In einem Falle wurden die Arzneien unter falschen Bezeichnungen Ich die Wirthschaften unterliegen. Allerdings hat der Schnaps- vorgefunden und es fand sich ein Geheimbuch, welches den Kandidatur des Herrn Böhlmann nicht beistimmen konnte. batte keine Gründe, zu verhehlen, warum ich der gennß auch im Elfaß zugenommen. Das liegt aber nicht an Schlüssel für die falschen Bezeichnungen enthielt. Es hat jemand Buerst erachtete ich, daß der Kreis Schlettstadt durch einen AltSen Konsumvereinen, sondern an den miserablen Verhältnissen von einem Droguisten für 700 M. Morphium bekommen, während elfäffer vertreten sein sollte, dann durch einen vollständig freien der Arbeiterschaft.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) er in der Apotheke nichts erhielt; er mußte einen höheren Breis Mann und nicht durch einen Beamten, welcher der Verwaltung In den Dörfern der Vogesen ist der Schnapsverbrauch gewiß bezahlen als in der Apotheke. Von einer Schädigung des Gehorsam schuldet, nach Gutachten derselben versetzt werden nicht geringer als in Lothringen, wo Konsumvereine bestehen. Publikums ist also durchaus nicht die Rede. Die Gegenstände, fann und jedenfalls den Befehlen seiner Oberen unterwürfig Das beste Mittel gegen die Zunahme des Schnapsgenuffes wäre deren Verkauf dem Droguisten gestattet ist, sind ausreichend für fein muß." die Gewährung des freien Koalitionsrechts, damit die Arbeiter den Gewerbebetrieb; es ist durchaus nicht nöthig, den Betrieb fich vereinigen können zur Schaffung befferer Schnbedingungen. auszudehnen. Gute Nahrung ist der beste Schuß, und der Katoffelfusel der OftAbg. von Wolszlegier erklärt namens der Polen, daß elbe des reine Gift, das wissen die Arbeiter sehr gut. Gs fie gegen die Vorlage stimmen, weil ein Nachweis der Schädigung steht den Herren dort( rechts) sehr schlecht an, sich mit nicht beigebracht worden ist; es handele sich um einen Konkurrenzeinem ethischen Mäntelchen drapiren zu wollen, fie ziehen ja tampf zwischen Droguisten und Apothekern. selbst die Haupteinnahme aus dem Schnapskonsum. Es glaubt Abg. Langerhans( frs. Vp.): Das Verzeichniß der Stoffe, ihnen niemand im Volte, daß es ihnen damit Ernst ist. Durch welche die Droguiften führen dürfen, ist so engberzig aufgestellt, die Vorlage würde der Schnapskonsum auch nicht eingeschränkt daß der Droguist sich daran gar nicht halten kann, wenn er den werden, er ist bei uns schon in die Familie gedrungen, in den Wünschen des Publikums gerecht werden will. Schäden find Wirthschaften wird sehr wenig Schnaps getrunken. Im Ober- durch Irrthümer in den Apotheken oft genug vorgekommen. elfaß giebt es feine derartigen Konsumwirthschaftsbetriebe, Die Droguisten sollen Rezepte anfertigen. Ein Rezept ist ein wohl aber geschlossene Vereine, Gesellschaften und Gercles, Stück Papier, auf welches eine Formel aufgeschrieben wird.( Seiter Bum Raffowiker Grubenunglück welche fich mit dem Ausschank beschäftigen, und es ist beteit.) Ich schreibe meine Rezepte nicht lateinich, sondern deutsch. erhalten wir folgende Zuschrift: Was bisher über die schreckzeichnend, daß die Herren vom Zentrum diese Vereine den Be- Also kann auch ein Droguist das Rezept aufertigen. Aermere liche Katastrophe in Rattowik, bezw. über die Ursache derselben stimmungen der Landesregierungen unterwerfen wollen. In Leute kaufen sich das, was sie können, in Droguenhandlungen, in die Deffentlichkeit drang, muß mit größter Vorsicht aufMülhausen haben wir derartige Wirthschaften, welche von der weil die Apotheker theurer sein müssen, da sie gewisse Medika genommen werden, da es durchweg aus Quellen stammt, die von fatholischen Geistlichkeit errichtet worden sind und mente vorräthig halten müssen, die dann manchmal verderben. Der Bergwerksverwaltung gespeist werden. Auch die in der die eine stark fühlbare Konkurrenz dem Mittelstande machen. Die Man follte eher dafür sorgen, daß der Kreis gestrigen Nummer des Vorwärts" veröffentlichte Stizze mit Herren treten hier für die Erhaltung des Mittelstandes ein, während der Stoffe, welche die Droguisten vertaufen famint der Erläuterung der„ Kattowißer Beitung" läßt noch fie ihn thatsächlich schädigen. Man will hier nach den Worten dürfen, erweitert wird. Der Antrag Hiße ist noch vieles dunkel. des preußischen Justizministers zweierlei Recht einführen. Den schlinimer als die Regierungsvorlage, er bietet der Sicher ist nur, daß der Frankenbergschacht, in dem das tatholischen Geistlichen gegenüber wird die Bedürfnißfrage Willkür noch mehr Spielraum. Die Droguenhandlungen sind Feuer ausbrach, mit einer provisorischen Holzbejaht, den Sozialdemokraten gegenüber wird sie verneint werden, ein nothwendiges Uebel; es fann manches vorkommen, simmerung versehen war, die später durch Eisenkonstruktion namentlich bei uns im Elsaß. Der oberste Gerichtshof in Bayern was Beben und Gesundheit gefährdet, aber Leben und Gesund ersetzt werden sollte", und sicher ist ferner, daß der Frankenberghat erkannt, daß Konsumvereine, wenn sie solche Wirthschafts- heit tönnen auch die Aerzte nicht immer sichern.( Heiterkeit.) schacht nicht bis zur Erdoberfläche fortgeführt ist, vielmehr in betriebe führen, nicht als Konsumvereine zu betrachten sind; in die Stollen mündet, die von der Sohle der Schächte Walter, Süddeutschland existirt also tein Bedürfniß nach diesem Gesetz. Recke, Schwarzenfeld und Cäsar aus 120 Meter unter Abg. Paasche( natl.) erklärt sich für den Antrag Gröber, der der Grdoberfläche getrieben sind. durchaus nicht die berechtigten Interessen der Konsumvereine gefährde. Abg. v. Stumm: Da, wo über die Schnaps- Konsumvereine getlagt wird, sind die Löhne größtentheils am höchsten, so z. B. in Elfaß- Lothringen. und " Der Bürgermeister Spies hat gegen die Wahl des Herrn Böhlmann in einer Weise gewühlt, wie sie mit seiner Stellung Böhlmann in einer Weise gewühlt, wie sie mit seiner Stellung als Bürgermeister dem ihm vorgesetzten Kreisdirektor gegenüber unvereinbar scheint." Einen Mann mit so selbständiger Gesinnung kann natürlich das Diktaturregiment in den Reichslanden nicht gebrauchen und deshalb mußte er Knall und Fall gehen. Da die Erhebungen auch sonst noch eine Reihe unzulässiger Vorgänge- Versprechungen und Drohungen amtlicher Personen gegenüber den Wählern ergaben, so beschloß die Wahlprüfungs- Rommission wie oben mitgetheilt. Für offizielle Kandidaturen der Regierung, wie sie unter Napoleon III. allgemein üblich waren, ist bei uns kein Play, das sollten sich die Selbstherrscher in den Reichslanden ad notam nehmen. " Staatssekretär v. Bötticher: Der Zweck des Kampfes ist nicht der Austrag eines Konkurrenztampfes, sondern der, den Verkauf von lebens- und gesundheitsgefährlichen Medikamenten entsprechend der kaiserlichen Berordnung von 1890 den Droguisten Es entsteht hier zunächst die Frage, wie alt ist diese provis zu verbieten. Der Gesetzgeber wird sich in erster Linie nicht auf sorische Holzzimmerung?" Zur Ermittelung der Ursachen der den Standpunkt der Interessenten stellen, sondern auf den des Entstehung des Brandes ist die Beantwortung dieser Frage von gemeinen Wohles.( Buruf links: Zuckersteuer!) Der Abg. Langer- großer Wichtigkeit. Denn die Darstellung der Schles. Btg.", hans hat den Droguenhandel als ein nothwendiges lebel bezeichnet. wonach die Bergleute mit Del getränkte Puzwolle angezündet Artikel 4 bezieht sich auf den Trödelhandel u. f. w.(§ 35.) Wir halten den soliden Droguenhandel für eine fegensreiche und damit die Hölzer in Brand gesteckt haben sollen, ist zu Die Genehmigung foll versagt werden, wenn die Unzuverlässigkeit Einrichtung und wollen ihn feineswegs beschränken. Darüber, albern, um sich erst mit ihr zu beschäftigen. des Gewerbetreibenden in bezug auf diesen Gewerbebetrieb durch ob das Verzeichniß der den Droguisten gestatteten VerkaufsDaß den es nicht geeignet für die speziellen Zwecke er oder technischen Leitern der Gruben die Thatsachen dargethan ist. artikel zu eng begrenzt ist oder nicht, läßt sich ja reden, die Holzzimmerung Unter diese Bestimmung sollen neu aufgenommen werden Hauptsache aber bleibt der Schutz des Publikums. Wir wollen schien, denen der Frankenbergschacht diente, ergiebt sich klar aus der Kleinhandel mit Bier und der Handel mit solchen Droguen nicht wegen einer einzigen Kontravention einem Droguisten dem Umstand, daß die Holzzimmerung ipäter" durch Eisenund chemischen Präparaten, welche zu Heilzwecken dienen. seine Existenz unterbinden, davon steht in der Vor- konstruktion ersetzt werden sollte. Die Abstimmung wird ausgesetzt. Abg. Gröber beantragt noch hinzuzufügen:" Den Handel lage kein Wort, e3 soll ihm nur der Weiterbetrieb Durch den Frankenbergschacht führten die gewaltigen heißen mit Loosen von Lotterien und Ausspielungen"; dagegen bezüglich solcher Medikamente untersagt werden, welche untersagt werden, welche zu Heil- Rohre der Wasserhebemaschine und muß daher auch die der Droguen und chemischen Präparate die Bestimmung nur zwecken dienen. Die Zahl der Droguen, mit denen Temperatur in ersterem beständig eine hohe gewesen sein. geften zu lassen: sofern die Handhabung des Gewerbebetriebes er sonst noch handeln kann, bleibt immer noch Legion. Der Nun hat aber Holz, das dauernder Wärme ausgesetzt ist Leben und Gesundheit der Menschen gefährdet." Antrag Gröber und Genossen geht viel weiter, feine und dadurch viel von seinem natürlichen Wassergehalt verliert, Annahme wäre in der That eine Grausamkeit gegen die Eigenschaft, sich schließlich bei relativ niedrigen Wärmegraden den Droguenhandel; er ist für die Regierungen selbst zu entzünden. Es kommt hinzu, daß man zu der„ provivöllig un annehmbar. Im übrigen bitte ich den Reichs forischen" Bekleidung gewiß nicht das schwere Eichenholz, tag nach den aus der Mitte des Hauses und vom Regierungs- sondern billige Tannenhölzer, die aber auch leichter brennen, vertisch angeführten schlagenden Thatsachen, wohl zu prüfen, ob er wendet hat. Sehr nahe liegt ferner die Annahme, daß auch die Abg. Förster- Neustettin( Reform- P.) will die auf die Droguen bezügliche Bestimmung streichen. Abg. v. Hollenffer( df.) will den Kleinhandel mit Bier nur fakultativ unter diese Vorschrift fallen lassen, so daß im Falle der Unzuverlässigkeit die Genehmigung versagt werden kann. Ohne einen solchen Kanal waren die in der Nähe des Wartenbergschachtes befindlichen Bergleute in beständiger Lebensgefahr. Sie mußten immer fürchten, entweder durch Feuergase erstickt oder durch heißen Dampf verbrüht zu werden. Freilich, die armen, abhängigen Bergleute konnten dies schwerlich ändern. Aber wo waren denn die Bergbehörden? Ist keinem der kontrollirenden Beamten der Gedanke gekommen, daß hier durch eine offen fichtlich fehlerhafte Anlage beständig hunderte von Menschen in Lebensgefahr schiebten? Oder wird erst jezt, nachdem das Unglück geschehen ist, eine Aenderung beliebt werden? * allen " Ausführung der Zimmerung, da es sich ja nur um ein| trag großes Interesse entgegen und viele von ihnen betheiligten in denjenigen Theilen derselben, wo ausständige Arbeiter, Provisorium" handelte, nicht so sorgfältig wie sonst üblich sich lebhaft an der Diskussion. Weitere solche Versammlungen welche arbeiten wollen, wohnen, in ortsüblicher Weise gemacht wurde. Gerieth nun an irgend einer Stelle ein solcher sollen auf den Dörfern der Umgegend abgehalten werden. befannt zu geben. Bei der Wichtigkeit der Sache erwarte ich ausgetrockneter Balken aus seinem Verband und in direkte Bemit vollster Bestimmtheit, daß Sie( auch unter Zuhilfenahme rührung mit einem der heißen Rohre, so war eine schließliche Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Entzündung die unvermeidliche Folge. Genosse Lantau in Magdeburg ist wegen von Vertrauensmännern) dafür Sorge tragen werden, daß den Nicht minder bedenklich erscheint die Mündung des Warten- die im Inseratentheil der„ Boltsstimme" veröffentlicht waren, arbeiten wollen, die Aufforderung hierzu so rechtzeitig zur Empfehlung der von uns fürzlich näher bezeichneten Schriften, Arbeitern, welche thatsächlich morgen Freitag, den 6. März, bergschachtes in die Stollen der übrigen Schächte. Wäre der vom Schöffengericht zu 14 Tagen Haft verurtheilt worden. Kenntniß gebracht wird, daß dieselben ihre Arbeit morgen Wartenbergschacht bis an die Erdoberfläche, also durch die ver-Rostenlos freigesprochen wurde vom Bres Freitag noch im Laufe des Vormittags aufnehmen tönnen. hältnißmäßig dünne Schicht von 120 Metern aufwärts weiter ge- lauer Landgericht der Redakteur der dort erscheinenden Volks- Der Landrath Freiherr von Wackerbarth." führt worden, dann hätten die heißen nach oben strebenden Feuer- wacht", Genosse Neukirch. Durch einen Leitartikel in Nr. 290 Die neuliche Debatte in der Stadtverordneten- Versammlung gafe durch den Wartenbergschacht selbst einen Abzug finden können, der„ Volkswacht" vom vorigen Jahre, wo das Einfuhrverbot gab näther Anlaß zu einer vernichtenden Kritik der Haltung der ohne die Stollen zu füllen und hundert braven Bergleuten den Tod von amerikanischem Fleisch einer Kritik unterzogen war, sollte er Majorität der Stadtverordneten. Wenn troß der Drohung zu bereiten. Selbst wenn die technischen Leiter der Bergwerke fich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft der„ Berächtlich der Fabrikanten, ihre Fabriken zu schließen, wenn troß aller ber Die hohe Feuersgefahr außer acht ließen, so mußten sie schon machung obrigkeitlicher Anordnungen" schuldig gemacht haben. Beeinflussungen höheren Orts sich morgen taum hundert Armit Rücksicht auf eine mögliche Explosion der Dampfrohre für einen direkten Ausströmungskanal nach oben sorgen. In der Frankfurter Boltsstimme" veröffentlichte der beiter gefunden hätten, welche die Arbeit wieder aufgenommen Arbeiter- Gefangverein Harmonie in Wiesbaden ein Inserat hätten, so sei dies ein neuer Beweis für die Berechtigung der des Inhalts, daß stimmbegabte Parteigenossen, die diesem Verein Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen. Unter stürmischem beitreten wollten, den Gintritt in den Monaten Februar und Beifall forderte der Redner die Ausständigen auf, auszuharren März frei hätten. Darauf ging dem Vorsitzenden des Vereins im Kampfe. Einstimmig wurde dann folgende Resolution gefaßt: folgende Verfügung der Polizeidirektion Wiesbadens zu: Die heutige Versammlung auständiger Textilarbeiter und monie hat gezeigt, daß dieser Verein sich vollständig in den Dienst der Fabrikanten, den Streit so lange aufrecht zu erhalten, bis Die bisherige Thätigkeit des Arbeiter- Gesangvereins Har- Arbeiterinnen beschließt, in anbetracht des brutalen Vorgehens der sozialdemokratischen Sache gestellt hat und lediglich partei das Unternehmerthum die Kommission der Arbeiter anerkannt politische Zwecke verfolgt. Nicht nur, daß der Verein bei und die Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen bewilligt hat. von dem hiesigen sozialdemokratischen Arbeiterverein Die Versammlung spricht ihre schärfste Mißbilligung über das Ber oder der sozialdemokratischen Partei veranstalteten Festhalten der Stadtverordneten- Bersammlung aus, welche es fertig lichkeiten( März, Mais, Lassalle- Feier u. s. 1.) mit brachte, die Existenzfrage des größten Theils der Bevölkerung wirft, die Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei bildet von Rottbns in einer den Intereffen der betheiligten Arbeiter auch eine Voraussetzung, um Mitglied des Vereins zu werden und Arbeiterinnen geradezu hohnsprechenden Weise zu erledigen. dieses Jahres). Da der Arbeiter- Gesangverein Harmonie unter Unternehmerstandpunkt, die einseitige Wahrung der Interessen diesen Umständen ein politischer Verein ist, werden Euer Wohl des Geldjackes zum Ausdruck gebracht. Die heutige Versammlung geboren hiermit aufgefordert, zur Vermeidung der im Vereins- erklärt daher, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen von Kottbus gefeße vom 11. März 1850 vorgesehenen Bestrafung binnen drei auch den letzten Reſt von Vertrauen auf diese sogenannte Tagen ein Mitgliederverzeichniß einzureichen, und von allen Vertretung der Interessen der gesammten Bevölkerung verloren Menderungen im Mitgliederſtande, sowie von allen Versammlungen hat. Sie erblickt den einzigen Weg zur Befreiung aus der Lohnund Zusammenkünften des Vereins rechtzeitig hierher Anzeige flaverei in dem Anschluß an die moderne Arbeiterbewegung und zu erstatten. Sie werden ausdrücklich darauf aufmerksam verspricht, mit ganzer Kraft für die Organisation aller Arbeiter gemacht, daß Frauenspersonen, Schüler und Lehrlinge dem und Arbeiterinnen zu wirken, da nur hierdurch bessere Verein als Mitglieder nicht angehören dürfen und daß der Arbeits- und Lohnbedingungen erreicht werden können." Auf das bereits erwähnte Schreiben des Landraths hin, das Verein mit anderen Vereinen gleicher Art nicht in Verbindung treten darf." an die Ortsvorsteher seines Kreises gerichtet war, hatte am Es versteht sich, daß zum Wesen eines politischen Vereins Freitag die Rottbuser Polizeibehörde alle ihr zur Verfügung In Dresden ist vor dem Gewerbegericht als Einigungs- mehr gehört, als die Mitwirkung bei Parteifeftlichkeiten und die stehenden Hilfskräfte herangezogen. Selbst die Stadtarbeiter amt zwischen den Vertretern der Konfektionsfirmen Buck wit politische Stellung der Mitglieder. Lebten wir nicht in einer erhielten eine Binde mit der Aufschrift Hilfspolizei". Weiter u. Calm, 2. Goldmann und Franz Sohn einerseits Beit, wo der politische Haß gegen die Sozialdemokratie den Blick waren sämmtliche Gendarme herangezogen. Obgleich die Organe und der streikenden Konfettionsarbeiterinnen anderer der herrschenden Klassen getrübt hat, so würde sich die Polizeiwie man hört nicht gerade glimpflich verfuhren, seits unter Mitwirkung der Vertreter der betheiligten direktion Wiesbadens dieser Einsicht wohl felber nicht ver- ist es zu Ausschreitungen nicht gekommen. Die Ortsschulzen in den Zwischenmeister und Meisterinnen folgendes Abschließen. Der Verein wird, wie wir hören, der Verfügung feine umliegenden Ortschaften hatten für Donnerstag Besprechungen tommen zur gütlichen Beilegung der schwebenden Streitigkeiten Folge leisten, wodurch er sich freilich auf alle Fälle strafbar veranstaltet, wozu alle nach der Stadt gehenden Arbeiter und geschlossen worden: und Beschwerde gegen die Maßnahme ist das einzig richtige. machen würde. Einreichung der Mitgliederliste unter Protest Arbeiterinnen eingeladen wurden; weiter gingen die Orts. schulzen mit ihrem Personal von Haus zu Haus und legten Wegen Beleidigung der Harburger Polizei wurde dort den Textilarbeitern den bekannten Kommissionsbeschluß der FabriAlles er vom Schöffengericht Genosse Kretschmar aus Hamburg zu fanten mit der Unterschrift des Landraths vor. wies sich als ein Schlag ins Wasser. Am Freitag 10 Tagen Gefängniß und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Er hatte in einer Bersammlung der Bäcker Harburgs der Polizei Nichterfüllung ihrer Pflichten vorgeworfen. Aus einem uns zur Verfügung gestellten Brivatbriefe aus verbreitet, der Bergwerksverwalter hätte die drei unteren Leitern im Holzhängeschacht forthängen lassen, weil die Leute früher Schicht machten. So mußten alle zum Förderschacht, wenn sie ausfahren wollten. Wären die Leitern hängen geblieben, so hätten 2/3 der Belegschaft errettet werden können." Die Bewegung in der Konfektions- Industrie. Der Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen hat durch die Bewegung in der Konfektionsindustrie allein in Berlin um 5000 Mitglieder zugenommen. 1. Die Konfettionäre Goldmann und Cohn bewilligen für alle vor dem Streit an die Zwischenmeister gezahlten Löhne einen Zuschlag, und zwar auf die bisher gezahlten Löhne bis zu 1,75 M. 331/3 pCt. 4,-<= 25 von 1,80 m. 4,10 # " "" " R " 8, 20 über 8, " " " = 15 " und für Maßfachen einen besonderen Zuschlag von 25 pet. Freigesprochen wurde vom Amtsgericht in Jever der Genosse Schicht, Redakteur des in Bant erscheinenden nur Zwischenmeister in Zukunft zu beschäftigen, die bei Löhnen eines Inserats, durch welches ein Dritter gehänselt werden 2. Die Konfektionäre Goldmann u. Cohn verpflichten sich, Nordd. Volksblatts". Schicht sollte durch die Aufnahme bis zu 3 M. 50 Pf. 60 pCt. und bei Löhnen über sollte, groben Unfug" begangen haben. 3 m. 50 Pf. 50 pct. ihren Arbeiterinnen als Lohn gewähren, überdies aber sämmtliche Zuthaten den Arbeitern fostenfrei liefern. Gewerkschaftliches. Achtung, Holzarbeiter Deutschlands! der Polizei waren die meisten Passanten vor den Fabriken Polizei beamte. Sonst blieben die Straßen leer. Ausgenommen einige wenige, blieb die ganze Maffe der ausständigen Arbeiter und Arbeiterinnen der guten Sache treu. Soweit unfer Rottbuser Korrespondent. schaftliche Rämpfe zwischen Arbeitern und Unternehmern im Wege So sehr wir bereit sind, unsererseits mitzuwirken, daß wirth des Vergleichs beigelegt werden, so sehr freuen wir uns, daß die Rottbuser Textilarbeiter und Textilarbeiterinnen die Bedingungen der Fabrikanten nicht angenommen haben, denn diese Bedingungen 3. Die Konfektionäre Goldmann und Cohn machen sich verwaren fein Vergleich, sondern ein Instrument schmählicher Unter bindlich, auf jedem Lieferzettel den Lohn anzugeben, den der In der Maschinen- Fabrit für Mühlenbau von Kappler, jochung. Die Ausdauer der Streitenden ist um so höher zu würdigen, Zwischenmeister für das Stück erhält und den Antheil der Ar- Prinzen- Allee in Berlin, haben die Tischler die Arbeit ein- als es sich um eine noch nicht genügend organisirte Maffe beiterin an diesem Lohne in Prozenten sowohl, als in Mart gestellt, weil die von den Berliner Tischlern aufgestellten handelt, die zudem zum erstenmale im vollen Feuer des wirthund Pfennigen ausgedrückt, darunter zu vermerken. Den Forderungen dort nicht bewilligt worden sind. Die Arbeitszeit schaftlichen Kampfes steht. Haben die Fabrikanten noch einen Lieferzettel hat der Zwischenmeister in seiner Werkstätte solange war dort bisher eine ausgedehnt lange, der Lohn im Verhältniß Rest von Gerechtigkeitsgefühl, so müssen sie die Treue anerkennen, auszuhängen, bis die Lieferung beendet ist. zu den geforderten Leistungen sehr gering; auch über die Be- mit der ihre Personale zu einander stehen; aber auch schon als 4. Die Konfektionäre Goldmann und Cohn verpflichten sich, handlung wird geklagt. Der erste Direktor erklärte gestern zwei luge Geschäftsleute, die sie doch gewiß sein wollen, müßten sie für Mustersachen in Zukunft dieselben Löhne zu zahlen, wie für Kollegen, die vom Verband zu ihm gesandt waren, daß er mit sich jezt sagen, daß es nur gescheit wäre, mit einer solchen fern die übrigen Sachen. ihnen nicht verhandele; es sei eine„ Anmaßung" von ihnen, sich haften Arbeiterschaft durch Anerkennung ihrer Rommiffion 5. Die Konfektionäre Goldmann und Cohn erflären, dafür als Vertreter der Arbeiter aufzuspielen. die Vertragsgleichheit zuzugeftehen; denn eben die Treue, Gorge zu tragen, daß die Zwischenmeister den Arbeiterinnen Die Firma macht die größten Anstrengungen Leute die diese Masse unter sich übt, giebt die Garantie, sie die durch ihre den Lohn wöchentlich auszahlen, bei berechtigten Klagen Abhilfe zu bekommen; sie hat in den Zeitungen verschiedener Städte daß Vertreter mit den Unters zu schaffen, wenn nöthig durch Lösung des Arbeitsverhältnisses Deutschlands um Arbeiter annoncirt und einem Tischler, nehmern abgeschlossenen Verträge ebenfalls streng einhalten mit dem zwischenmeister, der dieser Verpflichtung nicht nach der dort angefangen, aber nur einen Tag gearbeitet hat, sofort würden. Wenn die Regierungsbehörden sich in diesem Sinne pro Stunde 45 Bf. bewilligt, während sie den bisher bort endlich regen wollten, würden fie die Angelegenheit verständniß 6. Die Konfektionäre Goldmann und Cohn erkennen an, daß arbeitenden Tischlern nur 32-38 Pf. bezahlte. Der erste Direktor voller behandeln, als sie es bis jezt gethan haben. die Arbeiterinnen nicht verpflichtet sind, bei der Ablieferung zu will nun alles daran setzen, die alten Tischler durch Streifbrecher buser Textilarbeiter und Arbeiterinnen die Sympathie der weitesten Durch das Verhalten der Fabrikanten haben sich die Kottwarten, vorausgesetzt, daß sie die Arbeiten in der vormittags zu ersehen. Wir ersuchen Euch deshalb: übt Solidarität und von 8 bis 10 Uhr stattfindenden Lieferzeit abliefern. helft durch Eure moralische Unterstützung uns den Sieg in dieser Kreise errungen; speziell die gesammte Arbeiterschaft folgt dem Fabrit erringen, wo das Großkapital dominirt. Ausstand mit höchstem Interesse, wie schon die beträchtlichen Die Ortsverwaltung des deutschen Holz= Unterstüßungssummen beweisen, die von den einzelnen Gewerk arbeiter Verbandes. schaften bewilligt wurden. So hat, wie wir heute melden können, der Verein aller in der Metallindustrie be. und schäftigten Arbeiter Arbeiterinnen Berlins am Freitag 500 M. bewilligt, und die organie sirten Berliner Hutma cher spendeten am selben Tage tommt. 7. Die 3 wischenmeister und Meisterinnen er flären sich mit vorstehenden Vereinbarungen ausdrücklich einverstanden. 8. Der Inhaber der Firma Buck witu. Calm, welcher feine Zwischenmeister beschäftigt, verpflichtet sich, dieselben Löhne zu bezahlen, die die Arbeiterinnen am hiesigen Orte von den Zwischenmeistern erhalten. 9. Maßregelungen aus Anlaß des Streits dürfen nicht stattfinden. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. An die Maler Berlins! Wir ersuchen die gesammte Arbeiterschaft Deutschlands Am 5. März d. J. wurde durch Versammlungsbeschluß der partielle Streit proklamirt, d. h. wo bis Sonnabend, den 7. März, 200 M. der Tarif nicht bewilligt ist, da wird Montag, den 9. März, die Die übrigen Firmen, die noch in Frage standen, hatten bereits Arbeit niedergelegt und nicht eher wieder aufgenommen, und des Auslands, ihrerseits durch finanzielle Hilfe gleichfalls bis der Tarif voll und ganz bewilligt ist. Wir er= vorher bewilligt. Eine am Freitag im großen Saale des warten nun von den Vertrauensmännern derjenigen Ge- nach Möglichkeit dazu beizutragen, daß die Rottbuser Arbeiter Trianon" abgehaltene Versammlung erklärte den Streit für schäfte, die Exemplare des Tarifs bereits entnommen haben, den Sieg erlangen. beendigt und drückte in einer Resolution ihr einstimmiges daß sie uns heute Sonntag vormittag im Restaurant Einverständniß mit den Beschlüssen des Einigungsamtes aus. Birka 4000 Arbeiter würden nach Angabe des„ Berliner Stramm, Ritterstraße 123, unbedingt Bescheid Betont wurde dabei, daß zur Erhaltung des Errungenen der An: fommen lassen, ob bewilligt ist oder nicht. Kollegen! Die Berein seinen Beschluß ausführt, daß in Bremen auf den Tageblatt" brotlos werden, wenn der Bremische Tabatfabrikantenschluß an den deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Verband Würfel sind gefallen. Zeigt, daß wir in der gegenwärtigen Be- 17. März und in Sebaldsbrück und Hemelingen auf den 31. März nothwendig ist. wegung, die wir um eine bessere Lebenshaltung führen, geallen Zigarrenarbeitern gekündigt werden soll, die nicht schriftlich Im k. k. österreichischen ,, Handels- Museum einer bei fchloffen wie ein Mann dastehen, daß wir einig bestätigen, daß sie keinem Verein angehören, der den bei der läufig bemerkt sehr gut redigirten Zeitschrift, wird in einer Be- find! Sollte man uns den Kampf aufzwingen, den wir, wie Firma G. Klevenhusen ausgebrochenen Streit unterstügt. Sollte sprechung der im Deutschen Reiche im Jahre 1895 vorgekommenen unser bisheriges Entgegenkommen zeigt, gern vermieden sehen Konkurse bemerkt:„ Was die Vertheilung der Beriufte auf Branchen möchten, nun wohlan, wir fürchten ihn nicht, sondern würden betrifft, so hat die" Damenkonfektion im Jahre 1895 er ihn mit aller Energie aufnehmen und nicht eher ruhen, bis der heblich schlechtere Resultate als sonst ergeben. Es ist in dieser Sieg unser ist. Branche ein starker Rückschlag eingetreten, der hauptsächlich Wir erwarten daher auch bestimmt, daß in allen denjenigen darauf zurückzuführen ist, daß jüngere und ungenügend Werkstätten, wo der Tarif den Prinzipalen noch nicht unterbreitet fundirte Firmen den Kampf mit der älteren Konturrenz worden ist, dies unverzüglich geschieht und die unterzeichnete dadurch aufzunehmen versuchten, daß sie zu jedem Preise Kommission sofort davon in Kenntniß gefekt wird, ob er bewilligt verkauften. Die großen Verluste in der Herren- Konfektionsbranche ist oder nicht. Alle Anfragen und Zuschriften sind von Montag, wiederholen sich schon seit Jahren. Es werden zum theil un- den 9. März ab nach unserem Streitbureau, Neue Friedrichberechtigte hohe Kredite gegeben, und viele Fabrikanten und straße 44, Restaurant Röllig, zu richten. Dort sind auch die Grossisten gehen über ihre Kräfte. In der Manufaktur- und Arbeitsberechtigungstarten in Empfang zu nehmen." Wäschebranche arbeitet man solider, und die Zahl der Fallimente ist keine so bedeutende. Ebenso find auch die Resultate in der Weißwaaren- und Kravattenbranche günstiger." Die unvernünftige Konkurrenz ist auch eine der Ursachen der miserabeln Löhne in der Konfektionsindustrie. Partei- Nachrichten. Die Lohntommission der Maler Berlins und Vororte. In der mechanischen Schuhfabrik von C. Müller u. Schlißweg in Berlin, Luisen- Ufer, ist ein Streit ausgebrochen. Die Agitationskommission der Schuhmacher Berlins. wirklich der Streit bei dieser Firma nicht einwandsfrei sein, der Versuch der Fabrikanten, die Arbeiter des Koalitionsrechts zu berauben, bleibt ein Frevel, den sich nur eine Unternehmerschaft leisten kann, die über die Bedingtheit ihrer sozialen Stellung vollkommen im dunkeln tappt. Depelthen und lehte Nachrichten. Kattowig, 7. März. Die Beerdigung der bei dem Brande in der Kleophasgrube verunglückten 104 Bergleute fand heute unter Betheiligung aller Behörden und einer zahlreichen Volksmenge in feierlicher Weise statt. Brüffel, 7. März.( B. H.) Es sollen mehrere Abgesandte des Königs Menelik in der Herftaler Waffenfabrit 100 000 Ge wehre angetauft haben. Ein diesbezüglicher Protest des italienischen Gesandten wurde von der belgischen Regierung mit der Begründung abgewiesen, daß sie sich nicht hineinmischen könne, weil die Herstaler Waffenfabrik ein privates Unter nehmen sei. Aus Kottbus wird uns geschrieben: Am Freitag Nach mittag 2 Uhr wurde im großen Saal von Kolkwig wieder eine Rom, 7. März.( B. H.) Rudini erklärte dem Könige, daß Ueber die Mitglieder der Agitationskommiffion für von Taufenden besuchte Versammlung der ausständigen Arbeiter man augenblicklich unmöglich an einen Erfolg in Afrika denken Thüringen, Siz Erfurt, ist die Briefsperre ver- und Arbeiterinnen abgehalten. Faber aus Berlin hielt zunächst tönne. hängt worden. Bei zwei Mitgliedern, den Genossen einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über den Rom, 7. März.( B. H.) In Rom und in Mailand ist E. Wiehle und H. Pappe, wurde zu wiederholten Malen Staat und die Arbeiter. Otto Mäther aus Berlin beleuchtete eine Meuterei ausgebrochen. Den Offizieren gelang es, die gehaussucht. alsdann die neuerlichen Vorgänge in Rottbus. Mitzutheilen ist Meuterer zu beschwichtigen. Rom, 7. März.( B. H.) Die Italiener hinterließen bei Von der Agitation. In den Bauerndörfern Friedberg hierzu noch, daß der Landrath des Kreises an sämmtliche Orts. Adua den Feinden eine Million Patronen, 10 000 Gewehre, Büdingen, Holzhausen, Gambach, Rodheim und behörden folgenden Erlaß gerichtet hat: Rottbus, den 5. März 1896. 5000 Artillerieladungen. Mümpenberg wurden im Laufe vergangener Woche Ver- Noch heute. Sofort. Umliegend erhalten Sie eine Bekanntmachung des Herrn Liverpool, 7. März. sammlungen abgehalten, die namentlich von der Landbevölkerung ( W. T. B.) In einem Waarensehr stark besucht waren. Dr. David Gießen sprach in allen töniglichen Gewerbe- Inspektors mit dem Veranlaffen, sofort bei speicher brach heute Feuer aus, durch welches 5000 Ballen Baumdiesen Versammlungen über das Thema: Sind die Sozial- dem Empfang derselben und auch im Laufe des morgigen Vor- wolle zerstört wurden. Der Schaden wird auf 30 000 Pfund demokraten Bauernfeinde?" Die Anwesenden brachten dem Vor- mittags die Bekanntmachung in Ihrer Ortschaft, insbesondere Sterling geschätzt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlm. Iruct und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. " 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 58. Lokales. Achtung! Sozialdemokratischer Verein " Sonntag, den 8. März 1896. 3. Wer hat die Die heiten 13. Jahrg. des gesammten Go dann in unserer Abendnummer vom 5. März veröffentlicht worden. der Absicht um, in Rixdorf ein eigenes Gerichtsgebäude zu er Sie ist länger als die der Herren Felisch und Goldberger zusammen richten. Bezüglich eines geeigneten Bauterrains sollen die Vergenommen. Die Erklärung des Herrn Kühnemann unterscheidet handlungen bereits im Gange sein. Vorwärts" zwischen gewinnbringenden Unternehmungen auf der Ausstellung Berlin. Zur Bollziehung von Aufnahmen haben sich folgende und Lieferungen. Aus der Kaiser Franz- Kaserne. Wegen ganz be Und bei den Lieferungen macht sie deutender Unterschlagungen ist schon seit Ende Genossen bereit erklärt: weitere Unterschiede zwischen solchen, die in öffentlicher, in be= B. Anders, Buttmannstraße. Gleinert, Müllerstr. 7a. Gnadt, schränkter Submission und überhaupt nicht in Submission ver- Regiment Nr. 2 in der Hafenhaide fahnenflüchtig. Wie bekannt. Februar ein Unteroffizier vom Kaiser Franz Garde- Grenadiere Putbuserstr. 32. Grauer, Köslinerstr. 2. Saferland, Bellermann- geben worden sind. Aufträge von langjährigen Kunden meiner wird bei jedem Regiment ein Unteroffizier in das Offiziertafino, von Submillimeter Straße 87. Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Firma sind natürlich, ohne Rücksicht darauf, für welchen Zweck abtommandirt, der über die als Ordonnanzen abkommandirten Klietmann, Brunnenstr. 162. Riging, Bellealliancestr. 74. fie bestimmt waren, ausgeführt worden," doch, so fügt Herr Füfiliere die Oberaufsicht führt. Zu seinen ObliegenKöhler, Calvinstr. 11. Liezke, Schwedterstr. 33. Ramlow, Kühnemann beschränkend hinzu, ist durch diese Arbeiten meiner Schönhauser Allee 135. Renfer, Beuffelstr. 19. Rofin, Ruppiner Firma ein materieller Gewinn nicht erwachsen." Daß eine Inventars, des Silberzeuges, der Bigarren, die Aufsicht über die gehört ferner die Verwaltung straße 42. G. Schmidt, Trestowstr. 24. Gottfr. Schulz, Admiral& i fengießerei und Maschinenfabrit Aufträge, angefommenen Lieferungen, Sendungen u. f. w. und außerdem Straße 40a. W. Spät, Weinstraße 28. Tauschel, Grenzstraße 4. bei denen es sich um hunderttausende handelt, die Verwaltung des meistentheils sehr reichen Weinkellers der H. Werner, Bülowstr. 59. Fr. Wilke, Andreasstr. 26. übernimmt, ohne Gewinn daraus ziehen zu Offiziere. Diesen Poften hatte der erwähnte Unteroffizier inne. Zahlreicher Betheiligung sieht entgegen Der Vorstand. wollen, ist jedenfalls ungewöhnlich. Um Herrn Der Vaterlandsvertheidiger hat nun seine Stellung, die ihm in Zur Lokalfrage. Folgende uns in letzter Zeit zugegangene Kühnemann nun Gelegenheit zu geben, über Lieferungen, an manchen Monaten hunderte von Mart nebenbei einbrachte, in Pankow: Störr's Gesellschaftshaus, Mühlenstr. 24, Buge's völlige Klarheit zu schaffen, die ebenso sehr um feinet, fafinos, die ihm zur Begleichung übergeben waren, einfach mit Vereinshaus, Schulzeftr. 28, Krüger's Bum Thürmchen, Kaiser wie auch um des gemeinnützigen Werks der Ausstellung der Unterschrift der verschiedentlichen Lieferanten schon seit Friedrichstr. 9, Saffe's Nordstern, Wollantstr. 118.- Niederwillen nothwendig ist, erlauben wir uns folgende Fragen an längerer Zeit fälschte und die Geldbeträge für seine Zwecke Schönhausen: Thieme's Lindengarten, Lindenstr., Sette- ihn zu richten: 1. Wer hat die Eisentheile zu den Anbauten verbrauchte. Die Unterschlagungen sollen etwa forn's Waldschlößchen, Lindenstr. 1. In Bernau des Hauptausstellungsgebäudes geliefert bezw. aus welcher Fabritbreißigtausend Mart betragen, doch ist die genaue stehen die beiden größten Lokale Glysium und Schüßenhaus sind sie hervorgegangen? Ist ferner der betreffende Vertrag für Höhe der veruntreuten Gelder noch nicht festgestellt. der Arbeiterschaft zur Verfügung. In Reiniden diese Lieferungen ordnungsinäßig vollzogen worden? 2. Wer dorf find folgende Lokale für die Arbeiterschaft offen: hat die Eisenkonstruktion mit ihren Einzelheiten zum Chemie- viel ist jedoch ermittelt, daß die Weinlieferanten um siebzehntausend Mark geschädigt worden sind. Der unGrunow, Nordbahnstr. Restaurant zur Eisenbahn. Bentes gebäude geliefert bezw. aus welcher Fabrik sind sie hervorgetreue Unteroffizier begab sich zunächst nach Fürstenwalde und Storchnest, Provinzstr. 79. Frick, zur Taune, Nordbahnstr. 15. gegangen? Diese ad 1 und 2 genannten Lieferungen gehören zu fandte von dort seine gesammte Militäruniform an das RegiFähnrich, Provinzstr. 46. Gabler, Provinzstr. 49-50. Malchin, den bedeutendsten der ganzen Ausstellung. ment zurück. Da er ein geborener Rheinländer ist, so vermuthet Residenzstr. 101. Appel, Residenzstr. 117. Weigt, Gesellschaft- eisernen Säulen der Plakatgesellschaft geliefert, und 4. wer hat man, daß die Richtung Fürstenwalde nur eine Finte ist, daß er sich vielstraße 2. Bartsch, Gesellschaftstraße 12. In Schönhola: bie Eisentheile für das Thurm- Karoussel geliefert? Die Hardegen, Ww. Bagant. In Tegel: Rentner, Spandauer- Boltszeitung" zählt eine ganze Reihe größerer Arbeiten in der mehr nach Holland gewandt hat, um dort mit dem gestohlenen ftraße 15.- In Dalldorf: Bader.- Ju Waid- Ausstellung auf, bei denen Herr Kühnemann, entgegen den Aus- Gelde leben zu können. Der eklatante Fall ist natürlich für die In Militärbehörde sehr unangenehm. Die Difiziere sind zum theil mannslust: Berbe, A. Heine. In Stolpe: Bergemann. führungen seiner Entrüstungserklärung, betheiligt war. fein Mensch ein Sterbenswörtchen. Ob die Kriminalpolizei In Hohen Neuendorf: Jwert. In Birken Arbeiterschaft wird dem Ausgange dieser Razbalgerei im tapita unterrichtet, sonst weiß von Unterschlagung im Regiment ſelbſt werder: Burgemeister, Paradiesgarten. In Borgsdorf listischen Lager mit Interesse entgegensehen. bereits davon in Kenntniß gesezt ist, ist uns unbekannt. a. d. Nordbahn: Benzin's Restaurant. In Oranienburg- Ueber einen argen Krakehl im Kreise der Gewerbe Sandhausen: Woyde's Restaurant. In der philosophischen Fakultät der Universität Heidelausstellungs- Geschäftsinteressenten bringt ein berg bestand das Fräulein Anna Gebser aus Berlin das In Charlottenburg stehen der Arbeiterschaft folgende Berichterstatter folgende Meldung: Dottoreramen magna cum laude. Ihre Differtation be Lokale zur Verfügung: Bismarckshöhe, Wilmersdorferzu einer überaus stürmischen Protest Straße 39; Beyer, Wallstr. 96; Bredlom, Augsburger Rundgebung gegen die Fest- Kommission des Arbeits handelte den Einfluß der Königin Kunigunde auf die Politik Heinrichs II. Straße 78; Gambrinus Brauerei, Wallstr. 94; Leder, Ausschusses der Berliner Gewerbe- Ausstellung tam es am Von dem Redakteur Herrn Paul Linsemann erhalten Bismarckstr. 74; Lange, Zum Waldkater", Tegeler Weg; Freitag Abend in einer sehr zahlreich besuchten Versammlung Reichentron, Spreeftr. 3c; Triesethau's Salon, der vereinigten Bächter des Vergnügungspartes. Die Feft wir folgende Buschrift: Zum Fall Arent erlaube ich mir noch Sophie Charlottenftr. 94. fommission der genannten Ausstellung hatte in einer in Dräsel's mitzutheilen, daß dieser Herr jetzt versucht, die Wahrheit über Festfälen stattgefundenen Versammlung den Beschluß gefaßt, je die Affäre im Schiller Theater ins Gegentheil zu verdrehen. In Charlottenburg findet am heutigen Sonntag, abends ein Mitglied von Alt- Berlin, Kairo und des Vergnügungspartes Bier einwandsfreie Beugen stehen mir zur Verfügung, die mir 61/2 Uhr, im Lotale von Bredow, Augsburgerstr. 78, eine Bolts zu cooptiren. Infolge dessen erhielten die betreffenden drei Ver- bestätigen, daß mein Spazierstock( der von beträchtlicher Dicke versammlung statt, in welcher Fräulein Baader referiren wird. treter zu einer am 4. März anberaumten Sigung der Festkommission war) an dem Kopfe des feigen Angreifers zerbrach, sodaß Herr Die Parteigenossen und Genossinnen sind nochmals hierzu ein- Einladungen, die bei Langsch stattfand. Hier jedoch, anstatt zur Arent gegen die Wand fiel und schrie, daß er verwundet sei, und geladen. Sigung zugelaffen zu werden, mußten die drei Herren es daß seine Reitgerte mich nicht getroffen hat. Aber so ist die Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur waren dies Herr Kauffmann- Alt- Berlin, Baumeister Wohl- Art der Rowdies: zur Feigheit fügen sie noch die erbärmliche Borberathung des Antrages der Stadtverordneten Dr. Preuß gemuth- Kairo und Direktor Steinheim- Vergnügungspark- Lüge. Hochachtungsvoll! Paul Linsemann. Auch Herr Arent tommt uns auf seine Weise: Auf grund und Genossen, betreffend die von den Staatsbehörden in bezug eine geraume Zeit warten, bis Herr Kommerzienrath Dörffel erauf das kommunal- Schulwesen erlassenen An: schien und den Herren mittheilte, daß die Vertreter von Kairo des§ 11 des Preßgesetzes ersuche um Aufnahme folgender ordnungen hat unter Vorsitz des Stadtverordneten und Alt- Berlin fooptirt worden seien, derjenige des Ver- Richtigstellung der in Nr. 109 vom 5. März d. J. im Berliner Dieser eklatante Börsen- Kourier bezüglich meines Renkontre mit dem Redakteur Dr. Gerstenberg und im Beisein der Magistrats- Kommissare gnügungspartes jedoch nicht!! Bürgermeister Kirschner und Stadtschulrath Bertram feine Affront, einer Gruppe hochachtbarer und angesehener Industrieller der Berliner Börsen- Zeitung Herrn Linsemann gegebenen Dar Berathungen beendet und empfiehlt der Versammlung folgende angethan, die etwa den dritten Theil des Kapitals der Gewerbe- ftellung: Das Renkontre fand nicht im Kaffenflur des SchillerBeschlußfassung: A. Die Versammlung erhebt gegen den Erlaß Ausstellung repräsentiren, veranlaßte die gestern Abend statt- Theaters, sondern in dem durch Glasthüren abgeschlossenen Vordes Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- gefundene Versammlung der Vergnügungspark- Pächter, in welcher flur des Theaters statt. Es ist unwahr, daß der Herr Redakteur gegen die merkwürdige Paul Linsemann nicht vom Endesunterzeichneten mit der ReitAngelegenheiten vom 27. Dezember 1895 und die Verfügung des einstimmig erflärt wurde, Protest t. Provinzial- Schulfollegiums vom 29. Jan. 1896 Protest und ersucht Behandlung Arbeitsausschuß zu erheben und peitsche geschlagen worden ist, er erhielt vielmehr kurz hinterein= den Magistrat an den bisher von der Berliner Schulverwaltung gebührende Genugthuung für den ihrem Vertreter, Herrn ander zwei Hiebe, weil er sich auf die Frage, ob er den Vorwurf Schimpf zu fordern. der Unanständigkeit zurückzunehmen gewillt sei, ablehnend verhielt. befolgten und dem Geifte der Gesetzgebung durchaus entsprechenden Direktor Steinheim angethanenen Grundsäßen, betreffend Anstellung und Beschäftigung jüdischer wird ihnen Satisfattion nicht zu theil, dann erklären die Es gelang ihm darauf, dem Endesunterzeichneten den Hut mit Lehrkräfte, auch fernerhin festzuhalten. B. Die Versammlung Pächter des Vergnügungspartes, sofort die Arbeiten daselbst ein feinem Gigerlstock vom Kopf zu schlagen. Von einer Verlegung Dagegen lief Herr Linsemann nach der erachtet die Aufrechterhaltung des Erlaffes des früheren Kultus- ellen zu lassen und überhaupt, da auch der Arbeitsausschuß fann feine Rede sein. ministers v. Bedlig vom 16. Januar 1892, durch welchen die sein Versprechen bezüglich dreier Brückenzugänge zwischen dem von innen rechterhand zur Straße führenden Glasthür und rief Als diese kamen, erKinder von Dissidenten wider den Willen ihrer Eltern zum Be- Bergnügungspark und Haupt Ausstellungsterrain nicht gehalten, wiederholt: Schußmann, Schuhmann. suche des Religionsunterrichts einer Konfession, der sie nicht an ihre Etablissements, die etwa 15 000 Familienvätern Brot geben griffen die Schußleute zunächst den gänzlich unbetheiligten Herrn gehören, gezwungen werden, als eine unberechtigte Beschränkung werden, nicht zu eröffnen, andererseits jedoch den Arbeitsausschuß Stöber. Herr Linsemann wies dann auf mich, worauf Endes unterzeichneter den Hergang der Wahrheit gemäß kurz dem einen der verfassungsmäßig gewährleisteten Religions- und Gewissens- für den Ausfall am Gewinn verantwortlich zu machen!" freiheit und ersucht den Magistrat, in geeigneter Weise den von Die letzte Drohung ist ja albern. Aber ein netter Haufen Schußmann darlegte, der nach der Legitimation verlangte. Dies ihm bisher schon vertretenen Standpunkt der Behandlung der Schmuh muß sich im engeren Kreise der Ausstellungsinteressenten der Hergang der Affäre. Mein mich begleitender Zeuge tann Dissidentenkinder nach den Grundfäßen des Fall'schen Restripts nach allem, was an die Deffentlichkeit dringt, schon angehäuft für jeden Punkt obigen Thatsachenbestandes voll und ganz ein haben. treten. Ergebenst: Wilh. Arent. vom 14. Juni 1877 auch in Zukunft zu wahren. Sie wollen die Weltenuhr rückwärts drehen. Eine Vom Falle Koze, jener übelberüchtigten Schmuzaffäre, Bum neuesten Entrüstungssturm. Die Hezbrüder in Sachen des vom Verein Frauenwohl" ausgegangenen Aufrufs Bersammlung des tonservativen Bürgervereins Süd- Luisenstadt fummt es wieder einmal in der Presse herum. Das Offizierkorps erhalten nunmehr eine Antwort. In einer Zuſchrift, welche die hat folgende Resolution gegen die Ramschbazare und Waaren- des Königs- Ulanen- Regiments" in Hannover, dem der deutsche erhalten nunmehr eine Antwort. In einer Buschrift, welche die häuser angenommen: 1. Der fonservative Bürgerverein Süd- Kaiser die Geschichte zur Urtheilsfindung überwiesen hatte, nach Vereinsvorsigende Frau Minna Baum an die National- Beitung" Quisenstadt zu Berlin richtet an die konservative Reichstagsfrattion dem das frühere Gutachten des Rathenower Regiments " " bei dem richtet, heißt es zum theil recht treffend: Wir haben Bereine verschiedenster Richtung aufgefordert, die Bitte, im Reichstage folgende Forderungen zum Schuße des feinen Anschauungen nicht entsprochen hatte, soll jetzt ein auf " S " Was die anoWir haben Vereine verschiedenster Richtung aufgefordert, gewerblichen Mittelstandes gegen die Konkurrenz der Ramsch Abschied lautendes Erkenntniß gefällt haben. ben Aufruf zu unterschreiben; wir haben das aus wohlerwogenem bazare und Waarenhäuser zur gefeßlichen Durchführung zu ver- nymen Briefe anlangt", so heißt es weiter, so scheint auch Grundfah gethan. Friedlich stehen sie da zusammen, welche sonst wohl durch mancherlei getrennt sind. Ebenfalls ist bei helfen: 1. Waarengeschäfte, welche in ihren Betrieben Verkaufs- das Ehrengericht angenommen zu haben, daß" Herr v. Koße Männern und Frauen aus allen Gesellschaftstreifen angefragt geschäfte landläufig sonst getrennter Art vereinigen( Ramsch nicht ihr Verfasser ist. Schon längst macht sich in weiteren Kreisen worden; dankend hebe ich hier gern hervor, daß die Männer bazare und Waarenhäuser), zahlen eine nach der Anzahl der ver- die Lesart geltend, daß der Urheber in noch höherer gesellschaftder Wissenschaft sofort und durchweg mit freudiger Zustimmung erhöhte Gewerbesteuer, sofern der Gesammtumfaß...... über Das Kleine Journal", das früher schon dem armen Höfling einigten Gewerbe und der Höhe des Gesammtumfaßes gestaffelte, licher Stellung sich befinde als der vielgenannte Beremonienmeister." geantwortet haben, obenan der jezige Rektor der Universität, steigt. 2. Detailwaarengeschäfte mit über.... M. Umfaz zahlen Kotze zu Diensten stand, meint noch:" Von einem Ende des Geheimrath Profeffor Wagner. Ferner ist an Abgeordnete eine nach Zehntausenden von Mehrumfaß gestaffelte Umsatzsteuer. Falles Koze" wird man übrigens doch wohl erst dann sprechen aller politischen Parteien eine Anfrage gerichtet worden. 3. Filialen von Waarengeschäften mit Detailverkauf, desgleichen fönnen, wenn der wirkliche Schreiber der ominöfen anonymen Die Abgeordneten Bebel und von Schenckendorff haben ihre Zustimmung gegeben. Daß der Reichstags Abgeordnete Fabritfilialen mit Detailverkauf zahlen wenn der Umfaß und Briefe entdeckt sein wird. Wir können bei dieser Gelegenheit Bebel von uns aufgefordert worden ist, erregt des Verfassers Reingewinn der einzelnen Filialen die gewerbesteuerpflichtige Höhe übrigens bestätigen, daß Dr. Friz Friedmann nicht im Bestze nicht erreicht, eine Filialsteuer, die gleich der Mindeſtstufe der eines einzigen, auf den Fall Koye bezüglichen Papieres ist Erstaunen und Unwillen. Das glaube ich wohl! Wir Gewerbesteuer ist. Besitzt ein Waarengeschäft oder eine Fabrik noch einer Abschrift irgend eines solchen. Wenn Dr. Friedmann sollen immer mehr und mehr in die trostlose Zerrissenheit von Parteienhaß und Hader hineingetrieben werden, auch da, wo es mehr als eine Filiale der gedachten Art, so erfährt die Filial- das behauptet, so ist das als eine der Wahrheit widersprechende fich nicht um Politik handelt. Es ist möglich, daß die deutschen Steuer eine erhöhte Staffelung. II. Der konservative Bürgerverein Angabe zu bezeichnen, durch welche der ehemalige Rechtsanwalt Männer sich nicht mehr von diesem unglückseligen Parteistand- Süd- Luisenstadt zu Berlin richtet an die konservative Reichstags wohl nur bezweckt, sich selbst zu einem politischen Verbrecher zu punft befreien fönnen. Die deutschen Frauen glauben noch, daß fraktion die Bitte, im Reichstage auf der Forderung des stempeln." Frig Friedmann und der Chefredakteur des„ Kleinen bie Worte„ Versöhnung, Ausgleich der Gegensäße, Volkswohl" 2c. Befähigungsnachweises für das Handwerk fest bestehen zu bleiben. Journals" waren früher Busenfreunde. Warum verlangen die Zunftbrüder nicht von der konservativen nicht nur tönende Phrasen find. Was hat dieser Aufruf mit Frattion, daß sie einen Antrag auf Abschaffung der DampfZum Fall Friedmann wird uns mitgetheilt: Der erste Politit zu thun? Sollen die Töchter von sozialAuslieferungsantrag der deutschen Regierung ist von der demokratischen Eltern etwa vom Sigen aus maschinen einbringe? Eines gehört zum andern. französischen, weil nicht genügend begründet, zurückgewiesen geschlossen werden? Der Reichstags= Abgeordnete Die Briger Gemeindevertretung stellte in ihrer am Frei worden. Nun ist ein zweiter, anders begründeter Antrag an die Bebel hat durch seine Namensunterschrift nur bewiesen, daß er tag Abend stattgehabten Sigung den Gemeinde- Etat für 1896/97 französische Regierung gerichtet worden; der Vertheidiger Friedda, wo die bürgerliche Gesellschaft für die Unterdrückten eintritt, fest. Derfelbe schließt in Einnahme und Ausgabe mit 103016 M. mann's, Mr. Lainé, der Vorsteher( Stabträger- batonnier) des von seinem Klassenkampf zum Waffenstillstand übergeht. Warum ab. Die Einnahmen sind wie folgt veranschlagt: Erträge aus Ordens der Advokaten in Bordeaux, erklärt aber, daß die neue beweisen die übrigen aufgeforderten Abgeordneten nicht auch Gemeinde Eigenthum und Grundgerechtigkeiten 2304 M., Kom- Begründung nicht besser sei als die alte, und spricht von der ein lebhaftes Interesse für die soziale Lage der Frauen? munalsteuern( 100 pet. Zuschlag zur Staats Einkommensteuer, Freilaffung feines Klienten als von einer bereits feststehenden Ich spreche hier die Hoffnung aus, daß der Verfasser sich Grundwerth, Umsatzsteuer zc.) 86,930 M., Schule 8632 M., er- Thatsache. Er ist nach Paris zu einer Konferenz mit dem Justiz2050 Mart, Hebegebühren, Pflaster- minister eingeladen. irrt, indem er meint, die Vereine und Personen, welche wir auf- ftattete Armenlasten gefordert haben, würden ihre Unterschrift versagt haben, wenn beiträge u. f. w. 2250 M., unvorhergesehene Einnahmen 1150 m. Die neue Urania in der Taubenstraße wird, entgegen fie davon Kunde gehabt hätten, daß ein Bebel unter ihnen sein Die Ausgaben sehen sich aus folgenden Poſten zu anderen Zeitungsmittheilungen, voraussichtlich noch vor Ostern würde. Ich stelle alle diejenigen, welche so freudig unserm Vor- fammen: Aints, Gemeinde- und Standesamts- Unfosten 20636 M., gehen zugestimmt haben, viel zu hoch und hoffe, daß die deutschen Schule 32,309 M., Armenpflege 11 310 M., Straßen- und Wege- ihre Pforten dem Publikum eröffnen. Im Innern des neuen Gebäudes, dessen schmucke Außenseite vor wenigen Tagen sich Frauen immer mehr den Muth gewinnen, in ihren Bestrebungen besserungen 8600 M., Berzinsung aufgenommener Kapitalien ihres Baugerüftes entkleidet hat und nun, bis auf den Anstrich, verbindend zu wirken, anstatt trennend." 25 121 M., unvorhergesehene Ausgaben 5039 M. Die ErsatzAn dem gar zu großen Optimismus, der sich in der Zuschrift wahl für die Gemeindevertretung findet am Freitag, den 18. b., fich fertig präfentirt, wird überall auf das eifrigste gearbeitet, zum theil fund giebt, soll ihres sonst treffenden Inhalts wegen in Bethge's Lotal in der Chausseestraße statt. Die dritte Ab- um diesen wunderreichen Mikrokosmos der Urania- Ausstellung zu vollenden. Bereits in der gegenwärtigen Woche wird mit dem auch von uns nicht weiter Anstoß genommen werden. theilung wählt in der Zeit von 2-4 Uhr nachmittags. Umzuge begonnen. Die Physitsäle der alten Urania find Das Rigdorfer Amtsgericht befindet sich jetzt in Mieths deshalb nur noch einige Tage den Besuchern zugänglich. Ebenso räumen, welche der Gemeinde Rixdorf gehören. Da diese Rämme werden die großen dekorativen Vorstellungen mit dem Antlig sich schon seit längerer Zeit als unzureichend erweisen, so daß der Erde" sehr bald ihren definitiven Abschluß in Moabit die größten Uebelstände herrschen, geht die Justizverwaltung mit finden. Heute, Mittwoch und Sonntag, den 15. d. M. finden " Die Antwort des Herrn Kühnemann auf die bekannte Anzapfung scheint denn doch auch der Voff. 3tg." nicht recht geheuer. Sie meint: Die Erflärung des Herrn Kommerzienrath Stühnemann ließ auf sich warten, aber auch sie erfolgte, und ist = " die letzten Vorführungen des Antlik der Erde statt. Bekanntlich betreffend die Morphiumvergiftung des May Stieger, die im gelangt in neuer Einstudirung Dellinger's Die Chansonnette zur soll die Bühne des alten Institutes alsdann in vollkommenerer übrigen zutreffend ist, bitte ich dahin berichtigen zu wollen, daß Aufführung. Den Beschluß des Abends bildet das Ballet Weise, als es bisher möglich war, für Experimentalvorträge ein- nicht eine Vergiftung mit 10 Gramm, sondern mit den Columbia. Im Friedrich Wilhelmstädtischen gerichtet werden, die auch nach Eröffnung der Taubenstraßen- zehnten Theil eines Gramm3( 0,1) vorgelegen hat. Rein Theater wird am Donnerstag die Keller- Herrmann'sche AusFiliale in den alten Räumen weiter gehalten werden. In der Arzt dürfte einem Kranken 10 Gramm Morphium auf einmal stattungskomödie Der Hungerleider zum 50. Male aufgeführt. Stadt sollen nur die großen Ausstattungsvorträge gepflegt verabfolgen lassen. Hochachtungsvoll Dr. Block, behandelnder Heute Nachmittag gelangt im National- Theater Des werden. Diese Trennung der beiden sehr verschiedenen Dar- Arzt des Verstorbenen. bietungsarten von Uraniavorträgen hat sich aus technischen Gründen als unumgänglich nothwendig erwiesen. wurden. Meeres und der Liebe Wellen oder Hero und Leander zur Erschoffen hat sich am Freitag Abend auf dem Abort der Aufführung; abends 72 Uhr kommt Romeo und Julia zur Wiederholung. Gastwirthschaft von Schulze in der Görlitzerstr. 69 ein unbekannter Mann von etwa 40 Jahren. Jm Berliner Aquarium hat die Gruppe der Wasservögel eine Ergänzung durch zwei nordische, dem Aquarium bisher fehlende Möven erfahren, welche ihm von einem Naturfreund über den Kottbuser Damm führte, heißt nicht Unglauben, sondern Der am Dienstag früh fistirte Mann, der einen Knaben in Pommern überwiesen und in der großen Grotte untergebracht Die unter Leitung des Professor Heincke stehende bio- Friedrich. Er ist bereits wieder aus der Haft entlassen worden, logische Anstalt auf Helgoland schickte eine Anzahl Blumenthiere da sich der Vorgang als harmlos herausgestellt hat. aus der Nordsee, insbesondere eine rothe, durch kurze dicke Arme von weislicher Farbe auffallende Seerose. Aus der Ostsee ging eine umfaffende Sendung von Fischen ein. Unter ihnen befand sich der auf dem Transport leider schwer zu erhaltende und daber in Aquarien zu den beachtenswerthesten Seltenheiten zählende Seestichling, der nicht nur weit schöner und zierlicher als seine das Süßwasser bewohnenden Verwandten, sondern auch Die Straße ,, In den Zelten" vom Spreewege bis zum Belt Nr. 3 wird wegen der Kanalisationsarbeiten vom 9. d. ab bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Eine neue Omnibuslinie verkehrt seit einigen Lagen zwischen Bahnhof Rixdorf und Buckow. " Gerichts- Beifung. Die Berichterstattung des Stumm'schen Hehorgans Die Post" erfuhr am 5. März an Gerichtsstelle eine eigenartige Beleuchtung. Als Angeklagter hatte fich unser Parteigenoffe, der Metallarbeiter Friedrich Hoffmann wegen öffentlicher Beleidigung vor einer Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts am Amtsgericht I zu verantworten. Das Delikt Versammlung, die sich mit den entfeßlichen Sittenzuständen bei soll Hoffmann in einer am 19. Dezember vor. Js. abgehaltenen der Firma Weiß in der Chausseestraße befaßte, begangen haben. In eigenartiger Weise ist auf einem Omnibus am In dem Bericht, den das Organ des Herrn in Körperbau und Bewegungen eleganter als alle Fische der Freitag Abend gegen 9 Uhr der Kaufmann Herms verunglückt, von Stumm über die Versammlung brachte, waren dem deutschen Meere ist. Ihm gegenüber erscheinen die ebenfalls der zur genannten Zeit am Gendarmenmarkt einen vom Anhalter Angeklagten verschiedene Aeußerungen in den Mund gelegt neu angekommenen jungen stumpftöpfigen, hoch- und dichrumpfigen Bahnhof nach dem Wörther Platz fahrenden Omnibus bestieg. worden, aus denen hervorgehen mußte, daß Hoffmann von Seehasen der nordischen Meere ungemein plump und vierschrötig. Da das Gefährt unten besetzt war, begab sich 5. trog des den Zuständen bei der Firma Siemens u. Halste Im Fecupalaft ist in diesem Monat ein recht vielseitiges bas Geländer gelehnt, stehen blieb. Vor dem Grundstück Mark- Weiß gang und gäbe waren. regnerischen Wetters nach dem Decksiz, auf welchem er, gegen ein ähnliches Bild entwarf, wie sie in den Werkstätten der Firma Der Inhaber der Firma Brogramm zusammengestellt. Vom Februar her find die beiden grafenstraße 50, woselbst zur Zeit ein Neubau errichtet wird, Siemens u. Halste hatte den Bericht der„ Poft" gelesen und Tanzduettisten Görs geblieben, deren drollige Vorträge auch mußte der Kutscher, um entgegenkommenden Fuhrwerken auszu- gestützt auf die darin enthaltenen Werdrehungen die strafrechtliche gegenwärtig noch lebhaft applaudirt werden. Mit großem Ge- weichen, dicht an die Bordschwelle des Bürgersteiges fahren. Verfolgung Hoffmann's verlangt, ein Antrag, dem die Staatsschick führen die musikalischen Clowns Gebrüder Cornetts ihre Hierbei schlug der Kopf des Kaufmanns mit so furchtbarer anwaltschaft im öffentlichen Interesse auch nachgekommen war. fini- Truppe, eine Dame und zwei Kinder, die auf rollender Kugel er eine schwere Schädelverlegung erlitt und nach der königlichen rede wies der Angeklagte an der Hand des seiner Zeit im elegante Leistungen der schwierigsten Art vollführen. Lebhaften Charitee überführt werden mußte. Beifall erwarben sich ferner die Bravourturner Engftra, sowie das russische Ensemble Michaelento. Als Perle des Programms gilt mit recht aber der große Luftsprung, welchen die Turnerin Tanisan nach einer Reihe gymnastischer Uebungen mit einer Waghalsigkeit ohne gleichen vollführt. Den Schluß des Programms bildet eine Pantomime" Affenspiele", die in der That mit affenartiger Geschwindigkeit vollführt wird. = " " Vorwärts" abgedruckten Versammlungsberichtes nach, daß die Diskussion in der Versammlung in ganz anderer Weise, als in Ein großer Diebstahl ist durch Zufall im Konfektions- der" Post" angegeben verlaufen war, und daß er sich namentlich viertel entdeckt worden. In eine Stehbierhalle in der Mohren- als Vorsitzender zu verschiedenen wesentlichen Richtigstellungen Straße an den Kolonnaden fam zufällig ein aus Dresden hierher der Aeußerungen anderer Redner veranlaßt gesehen hatte, Richtig verzogener Kaufmann F. Demselben näherte sich dortfelbst ein stellungen, auf welche der Bericht in der Post" garnicht ein Hausdiener, welcher sich mit ihm in ein Gespräch einließ und gegangen war. Der Angeklagte legte zur Evidenz dar, daß der ihm im Laufe desselben ein Stück Regenmantelstoff zu außer Bericht dieses Blattes in wesentlichen Punkten gefälscht gewöhnlich billigem Preise anbot. Der betreffende Kaufmann sei, daß aus ihm unverkennbar die Absicht hervortrete, Kaufmann's Variété. Wenn die Komiter unserer erbat sich eine Probe des Stoffes und erzählte die Sache einem die Unternehmer gegen die Arbeiter auf: Spezialitäten- Theater mit Erlaubniß eines Königlichen Polizei- befreundeten Konfektionär, welcher fofort merkte, daß die an- subezen. Der" Post" sei ihr Plan allerdings auch insoweit präsidii in Politik machen, so kann man allemal auf eine bedent gebotene Maare nur gestohlen fein konnte. Man tam überein, geglückt, als die Firma Siemens u. Halste, wo er als liche Sorte gefaßt sein. Auch der Humeeist" Max Menzel das Stück Waare anzukaufen und machte gleichzeitig der Polizei Mechaniker beschäftigt gewesen sei, ihn nicht wieder bewies die Richtigkeit dieses Erfahrungssatzes, als er in Kauf- Anzeige. Diese verhaftete den Hausdiener, der bei einer hiesigen eingestellt habe, als er Mitte Januar dort wieder um mann's Variété auf seine Weiſe geiſtvo ben alten Mann im Kleiverfioff- Gugrog- Firma beschäftigt war, und mit ihm noch tirbeit nachgefragt hätte, nachdem er kurz nach der Bersammlung Sachsenwalde in den Himmel hob und den deutschen Reichstag verschiedene Helfershelfer. Man hat bis jetzt, dem„ Konfektionär" vom 19. Dezember infolge von Krankheit auf einige Zeit arbeits beschimpfte. Ein wenig erträglicher war im Heroenfultus der zufolge, 5 Zentner Konfektionsstoffe bei verschiedenen Hehlern unfähig geworden sei. Die Darlegungen des Angeklagten wurden Mimiker Räuschle, der in der Darstellung hiftorischer Persönlich ausfindig gemacht, von denen man annimmt, daß sie sämmtlich durch die Beugen aussagen des Referenten der Versamm teiten bei Offenbach anfing und beim Heldengreis und seinem gestohlen find. Berschiedene Berliner Fabrikanten haben schon lung, Beutler, Wort für Wort bestätigt. Geradezu mit Millionärzüchter endete. Im übrigen wies das Programm eine Waaren als die ihrigen rekognoszirt; die Stoffe lagern im verblüffender Augenscheinlichkeit ging aber die Schuldlosig. stattliche Reihe artistisch hervorragender Nummern auf. Urkomisch Polizei- Präsidialgebäude am Alexanderplatz. teit unseres Genossen Hoffmann aus den Aussagen des war der Mufitflown Jon Marn; viele Heiterfeit wußten auch die Akrobaten Jim und Jam zu erwecken. Ein Virtuose von Ueberzieher Marder im Reichstage. In der Garderobe gleichfalls zeugeneiblich vernommenen Berichterstatters der Post", des Schriftstellers Wawrenot, hervor. feltenem Geschick ist der Mundharmonika- Spieler Georg Schindler, der Journalistentribüne ist heute Nachmittag der Paletot des der eine ganze Kapelle auf seinen kleinen Instrumenten lebendig Bureauchefs der„ Kölnischen Zeitung". Dr. Steinbauer, gestohlen Dieser Herr, der den Bericht über die Versammlung machen weiß. Im übrigen sei noch der Phantaftetänzerin und in den daneben hängenden Paletot eines uns befreundeten vom 19. Dezember für die" Post" abgefaßt hatte, gab unMiß Odola, sowie des Stanleytrio rühmend gedacht. Von großer Journalisten ein Loch gebrannt worden. Ueber die Zustände in umwunden zu, daß die Redaktion seiner Zeitung häufig außer aus Rücksichten auf den Raum im Blatte auch in obs Kunstfertigkeit zeugte auch die Vorführung des englischen der Journalisten- Garderobe wird viel geklagt. tendenziösen Gründen Aenderungen Marionetten- Theaters von Mr. und Miß Pollinta. jektiv abgefaßten Versammlungsberichten vor nehme; solches werde auch in diesem Falle geEine unheimliche Eisenbahnfahrt machten Freitag Abend schehen sein. Nachdem die Beweisaufnahme derart die die Passagiere eines Nordring Zuges der Stadtbahn, der kurz nach 6 Uhr fahrplanmäßig vom Schlesischen Bahnhof abgelassen Schuldlosigkeit des Angeklagten erwiesen hatte, erklärte der Staatsanwalt selber, daß die Darlegungen wurde. Bei der Einfahrt auf der Station Zentral- Biehhof be merkte der Lokomotivführer, daß die Luftdruckbremse den Dienst Kunst und Wissenschaft. des Angeklagten nicht den ihnen von der" Post" unterversagte und so fuhr der Zug noch eine kurze Strecke über die geschobenen Inhalt gehabt haben könnten. Er müsse daher Station hinaus. Nach einer sofort vorgenommenen Reparatur, Frithjof Nansen. Aus Petersburg wird vom 6. März ge- Freisprechung und Uebernahme der Koften des Prozesses die eine Verspätung von fünfzehn Minuten herbeiführte, konnte meldet: Nach einem Telegramm aus Frkutsk von heute theilt auf die Staatstaffe beantragen. Der Gerichtshof erkannte nach die Fahrt zunächst fortgesetzt werden, doch versagte die Bremse der Jakutsker Korrespondent der„ Deftlichen Rundschau" mit, furzer Berathung gemäß dem Antrage des Staatsanwalts und auf dem Bahnhof Schönhauser Allee abermals den Dienst, so daß er der Nachricht Kandakow's, betreffend Dr. Nansen, nichts sprach Hoffmann frei. Die" Post", deren erbärmliche Lügenprattiken von daß auch hier die Maschine und ersten Wagen an dem Bahnsteig beizufügen habe. Der Brief Ruchnarew's erwähne beiläufig, daß vorbeifuhren. Auf der folgenden Station Gesundbrunnen blieb Hunde und Vorräthe Nansen nach den neusibirischen Inseln ent- ihrem eigenen Mitarbeiter derart eklatant an öffentder Zug endlich liegen; sämmtliche Passagiere mußten aussteigen, gegengesandt worden sind, sowie daß Dr. Nansen zurückkehrt, licher Gerichtsstelle erwiesen worden sind, ist bekanntlich das um mit einer bedeutenden Verspätung mit einem nachfolgenden benten darüber aus, warum Nansen nicht selbst Nachricht von Beugen in der zeitgemäßen Manier des Meineides zu vers nachdem er Land entdeckt habe. Der Korrespondent drückt Be- Blatt, das mit am schamlosesten dabei ist, sozialdemokratische Train die Fahrt fortzusetzen. sich nach Uetjansk gegeben habe. dächtigen. Die Beerdigung des ermordeten Fräulein Klara Gal! findet heute, Sonntag Nachmittag 4 Uhr, auf dem Neuen Rig dorfer Kirchhof in der Rudowerstraße statt. " Wetter Prognose für Sonntag, den 8. März 1896. Bunächst etwas tälteres, vielfach heiteres Wetter mit frischen westlichen Winden, nachher neue Erwärmung, Trübung und Regen. Berliner Wetterbureau. = rein aus Die Neue Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft eröffnet am Sonntag eine neue Linie vom Kreuzberg bis zum Stettiner Fidelio. Kroll's Theater: nachm. 3/2 Uhr: Der Waffen zu Gewaltthätigkeiten hatten sich gestern Frau Klara Leifler Theater Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, 8.: Wegen Anreizung verschiedener Bevölkerungsklassen Bahnhof. Die Wagen fahren von Kreuzbergstraße- Ede Großbeerenstraße durch die Belle- Alliancestraße, Friedrichstraße, Ichmied. Montag, 9.: Sinfonie der königlichen Kapelle. Anfang geb. Harnisch, der Buchhändler Adolf Brandt, bei zu NeuFranzösischestraße, Charlottenstraße, Ebertsbrücke, Artilleriestraße, Franceschina Prevosti.) Mittwoch, 11.: Hänsel und Gretel. fammer den Landgerichts I zu verantworten. Sie wurden bes 7½ Uhr. Dienstag, 10. La Traviata.( Violetta: Signora Rohnsdorf, und der Buchhändler W. Rubenow vor der 9. Straf Elsasserstraße und Borsigstraße. Laurin. Donnerstag, 12.: Der fliegende Holländer, Herr Theodor schuldigt, das verbotene Flugklatt Proletarisches Manifest" in Ein heftiger Sturm hat in der Nacht zum Sonnabend in Reichmann, f. und t. Kammerfänger von der Hofoper in Wien, Berlin, Wilhelmshagen und Stattgart verbreitet zu haben. Der Verbindung mit einem wolkenbruchartigen Regen Berlin heim- als Gast. Freitag, 12.: Bastia und Bastienne. Cavalleria Schriftsteller Herm. Teistler, Ehemann der ersten Angeklagten, betrieb gesucht. Namentlich schwer haben durch den Wind die ober- rusticana. Phantasien im Bremer Rathskeller. Sonnabend, 14.: mit dem Bruder derselben, Otto Harnisch, unter der Firma irdischen Leitungen der Fernsprech- Anlagen gelitten. Gestern Tannhäuser.( Wolfram: Herr Theodor Neichmann als Gast. F. Harnisch ut. Co. zu Schöneberg eine Buchhandlung, in welcher Vormittag wurden von verschiedenen Stellen erhebliche Betriebs- Anfang 7 Uhr. Sonntag, 15.: Jm Opernhause, mittags vorzugsweise sozialdemokratische und anarchistische Schriften ver ftörungen gemeldet, so daß zu ihrer Beseitigung starte Arbeiter 12 Uhr: Matinee zum Besten der Pensionskasse deutscher trieben wurden. Teistler sowohl wie Harnisch sind s. 3. wegen tolonnen in Thätigkeit treten mußten. Bühnenangehöriger. Abends: Mignon. Kroll's Theater: Verbreitung verbotener Druckschriften zu längeren Gefängniß Nachm. 32 Uhr: Der Trompeter von Säckingen. Montag, 16.: ftrafen verurtheilt worden. Auf Antrag der Ehefrau des spielhaus: Sonntag, 8. März: Die Höllenbrücke. Herrn die Hauptgläubigerin der Firma F. Harnisch u. Co. war, 3. Gesellschaftsabend. Frauenlob. Anfang 8 Uhr. Schau- Otto Harnisch, die als Inhaberin der Günzel'schen Buchdruckerei Kendels Gardinenpredigt. Kroll's Theater: Abends 712 Uhr: fand eine Versteigerung von Büchern und Schriften statt. Ein großer Feldbrand hat, wie die Abendpost" meldet, Donna Diana. Montag, 9.: Geschlossen. Diensttag, 10.: Judith. Bei dieser Gelegenheit erstand Brandt, der früher Seminarist, auf dem Artillerie- Schießplaz bei Tegel stattgefunden. Eine Abs Mittwoch, 11.: Besonderer Umstände halber: Die Höllenbrücke. später Angestellter bei Rubenow war und Anarchist ist, 22 Gtr. theilung des 1. Garde- Feld- Artillerie- Regiments hatte dort Scharf Donnerstag, 12.: Judith. Freitag, 13.: Besonderer Umstände Druckschriften und schaffte sie nach Wilhelmshagen, wo er mit Schießen. Durch frepirende Shrapnells fing das Gras Feuer, und halber: Die Höllenbrücke. Sonnabend, 14.: Die frante Beit. der Angeklagten Frau Teistler einen neuen Verlag unter der im Nu stand der Theil des Artillerie- Schießplates von hinter Sonntag, 15.: Doktor Klaus. Kroll's Theater: Abends Firma C. Teistler u. Co. begründete. Dieser Verlag vertrieb, dem sogenannten Zieldorf an bis ans Laboratorium- Gebäude 712 Uhr: Narziß. Montag, 16.: Besonderer Umstände halber: vie die Ermittelungen der Polizei ergeben haben, das einerseits und dis an die Fuchsberge andererseits in hellen Die Höllenbrücke. " Proletarische Manifest" und andere der übernommenen Flammen. Die zum Schießen fommandirten Mannschaften der Das Deutsche Theater bringt in dieser Woche vier Schriften, wie„ Lichtstrahlen" und Die anderes mehr. Artillerie und das im Laboratorium- Hauptgebäude untergebrachte Wiederholungen des neuen Lustspiels Die junge Frau Arneck beiden ersten Angeklagten behaupteten, daß sie nichts weiter Schießplatz- Kommando ergriffen sofort ihre Schaufeln, und nach von Lubliner, außer Sonntag Abend noch am Dienstag. Donnerstag vertrieben hätten, als was nach sorgfältiger Durchsicht durch Anetwa zwei Stunden angestrengtester Arbeit war das Feuer und nächfifolgenden Sonntag Abend. Montag, Freitag und gestellte der politischen Polizei zur Auktion freigegeben worden mittels Sand gelöscht worden. Der abgebrannte Raum hat folgenden Montag wird König Heinrich IV. gegeben; am fei. Bon seiten der Polizei wurde dies bestritten und darauf ungefähr 500 Quadratmeter im Umfang. Knapp 200 Meter ent- Mittwoch und Sonnabend kommt Liebelei und Der zerbrochene hingewiesen, daß auf Anfrage des Gerichtsvollziehers nur be= fernt liegt das Feuerwerks- Laboratorium, in deffen Schuppen Krug zur Aufführung. Als Nachmittagsvorstellungen sind für stätigt worden sei, daß polizeiliche Bedenken gegen die Ver viele Millionen von scharfen Patronen, Geschossen, sowie enorme morgen Die Weber, für nächstfolgenden Sonntag Hamlet mit steigerung nicht vorliegen. Als Beweis des SchuldMengen von Pulver, Dynamit u. s. w.lagern. Herrn Kainz in der Titelrolle angefeßt. Im Lessing bewußtseins führt die Anklage gegen Frau Teistler und den Am Donnerstag starb plößlich im Augusta- Hospital der heater gelangt heute Sonntag das fünfattige Schauspiel Angeklagten Brandt noch ins Feld, daß Frau Teisiler, von Benno Jacobson Fräulein Tizian zur ersten als sie eines Tages den Kriminalfommiffarius Schöne in zweiundsiebzigjährige Schauspielerveteran Eduard Schmith of, Aufführung. Bellealliance Theater" der früher unter anderen auch am Die Novität ist außerdem für Dienstag, Neu- Rahnsdorf bemerkte, schleunigst ihre Geschäftsbücher unter Donnerstag, Sonnabend und nächsten Sonntag angefeßt. dem Dachfirst versteckte und mit Brandt ihre Wohnung verließ. thätig war. austur Stomteffe Gucker! wird Montag, Mittwoch, Freitag, Frau Teistler hat 5 Exemplare des Manifestes, durch welches Bei einem Brande, der gestern Vormittag nach 10 Uhr in sowie nächsten Sonntag Nachmittag wiederholt. Anzen- nach Ansicht der Anklagebehörde zur Gewalt aufgefordert wird, einem Thurmzimmer des fünften Stockes im Hause Charlotten- gruber's Pfarrer von Kirchfeld wird heute Sonntag Nach- an Rubenow zum kommissionsweisen Verkauf überlassen. straße 59, am Gendarmenmarkt, im Pensionat von Granz aus- mittag in neuer Einstudirung in den Spielplan wieder ein- Letterer protestirte entschieden dagegen, die Broschüre vorher brach, wurde ein Dienstmädchen bei den Löschungsversuchen ver- gereiht. Im Neuen Theater verlängert Herr Baumeister gelesen oder ihren Inhalt gekannt zu haben, lehnte es auch Letzt. Die Feuerwehr löschte den Brand und legte der Verlegten fein Gastspiel um einen Abend; dieser Abend, am Dienstag, nachdrücklichst ab, als Anhänger der Sozialdemokratie oder Nothverband an. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr wird durch die Mitwirkung von Frau Niemann Raabe des Anarchismus sich hinstellen zu lassen. Er sei Mitglied ift größeres Unglück verhütet worden. Die Flammen schlugen bei besonderen Reiz erhalten. Es wird Leffing's Minna von Barn- der freisinnigen Partei, seit 28 Jahren Vorstandsmitglied Ankunft der Wehr bereits aus dem Fenster heraus. helm gegeben. Der Paul Heyse- Abend, den die Direktion des des Bezirksvereins der Rosenthaler Borstadt und verkaufe in Unter seinen Pferden wurde am Sonnabend Vormittag Schiller- Theaters heute, Sonntag, im Bürgersaal des seiner Buchhandlung seit 32 Jahren Schriften der verschiedensten Unter feinen Pferden wurde am Sonnabend Vormittag Rathhauses veranstaltet, wird dem ersten vollständig gleichen. Parteien, je nach Bedarf.- Aus einer umfangreichen Beweis gegen 10 Uhr der 39jährige Kutscher Karl Grosse aus der BergHeute aufnahme folgerte Staatsanwalt Strähler, daß alle drei Den einleitenden Vortrag hält Dr. Eduard Engel. firaße 4 begraben. Als Groffe mit einem schwer beladenen Nachmittag bringt das Schiller Theater eine Aufführung Angeklagte bewußter Weise verbotene Druckschriften mit Kenntniß Bretterwagen auf das Grundstück Memelerstr. 20 hinauffahren Nachmittag bringt das Schiller- Theater wollte, tamen ihm im Thorweg die Pferde zu Falle. Er nahm von Kleist's Käthchen von Heilbronn, abends 8 Uhr geht der ihres Inhalts verbreitet hätten. Er beantragte gegen die beiden die Thiere beim Kopf, um sie hoch zu bringen. Schwant Ein toller Einfall in Szene. Montag, Mittwoch, ersten Angeklagten je 6 Monate, gegen Rubenow Sie sprangen Freitag und Sonnabend finden Wiederholungen von 2 Monate Gefängniß. auch auf, fielen aber gleich wieder hin und auf den Kutscher. Der Graf von Hammerstein statt, Dieser erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels und mußte Someo and Julia, Donnerstag Ohne Geläut zur Aufführung. dagegen die Freisprechung der Angeklagten. Ersterer bestritt, daß Dienstag kommt Die Rechtsanwälte Berg und Sonnenfeld beantragten mit einer Droschte in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Theater Unter den Linden gehen heute das Ballet Frau Teistler eine so geschäftsgewandte Frau sei, um beurtheilen Keine zehn Gramm Morphinm. Wir erhalten folgende Columbia und die Operette Die schöne Helena in Szene. Am zu können, ob die fragliche Broschüre einen strafbaren Inhalt Buschrift: Die Notiz in der 1. Beilage Nr. 57 des Vorwärts" Montag beschließt Frau Pettersson- Norrie ihr Gastspiel. Dienstag habe. Als sie, ihres Ernährers beraubt, die Schriften in der " = P Im übrigen ist die Situation im Rarwiner Revier noch dieselbe, denn die Nachrichten bürgerlicher Blätter, daß in einigen Schächten ein Theil" der Bergleute angefahren sei, dürften nur mit großer Vorsicht aufzufassen sein. aus. Auktion erftanden, habe sie unmöglich annehmen tönnen, daß sich| wurde. Zur Wahrung unserer bergmännischen Ehre bitten wir, Schutthaufen hervorgezogen. Außerdem sind noch mehrere Ardarunter verbotene Schriften befanden, zumal sie selbst in der das hohe Haus wolle eine genaue Erhebung beiter leicht verlegt. Sofort nach Bekanntwerden der Schreckens Antlagefache gegen ihren Ehemann und ihren Bruder frei über die im Revier herrschenden Verhältnisse nachricht rückten vier Züge der Hamburger Berufs- Feuerwehr gesprochen worden sei. Rechtsanwalt Sonnenfeld trat veranlassen." in längeren thatsächlichen und rechtlichen Ausführungen für die und die Sanitätstolonne mit Krantenwagen und Verbandsgeug nach der Unglücksstätte Freisprechung des Angeklagten Rubenow ein, der die ihm über Ganz sichere Nachrichten über die Zahl der zu bes zur Hilfeleistung fandten Gremplare überhaupt nur an die politische Polizei verlagenden Menschenleben stehen noch aus. In sachverständigen tauft habe. Der Gerichtshof verurtheilte nur den Angeklagten Brandt zu 3 Monaten Gefängniß, sprach dagegen Arbeiterkreisen, wo wir sofort genaue Informationen eingezogen, Frau Teistler und den Angeklagten Rubenow frei. Der schiebt man die Schuld an dem Unglück der Bauleitung zu. Die Gerichtshof hielt eine öffentliche Verbreitung für vorliegend, aber Unternehmer waren die Gebrüder Rasmussen; deren Polier nur den Angeklagten Brandt für überführt, den Inhalt der Grobe, dem ein gut Theil der Verantwortung trifft, ist mit zut Druckschrift gekannt zu haben. Eine ausgezeichnete Märzzeitung wird uns in diesem Tode gekommen. Das eingestürzte Haus war die Ecke eines von Jahre von Hamburg zugesandt. Das bei Auer u. Ko. hergestellte der in seiner Gesammtheit uns mit dem in Bauarbeiterkreisen denselben Unternehmern aufgeführten gewaltigen Häuserkomplexes, Erinnerungsblatt unterscheidet sich nach vielen Richtungen auf's bekannten Ausdrud„ Schwindelbau" bezeichnet wurde. An dem vortheilhafteste von seinen Vorgängern. Ein prächtiges Titelblatt Gewerkschaftliches. = Literarisches. Der Streit im Karwin Oftrauer Kohlenrevier. Die zeigt uns den von der symbolisirten Freiheit bekränzten Grabstein eingestürzten Eckhause sollen, wie uns versichert wird, besonders Verwaltungs- und Betriebsbergbeamten des Ostrau Karwiner der Berliner Märzgefallenen. Der ausgezeichnet ausgewählte die sogenannten Pfeiler in außerordentlich leichtfertiger Weise Steinkohlenreviers haben sich, wie fürzlich durch Telegramm Text enthält fast nur amtliche Kundmachungen, Briefe, Zeitungs- aufgeführt sein. Wie uns noch in später Abendstunde mitgetheilt bereits mitgetheilt, in einer Eingabe an das Abgeordnetenhaus meldungen zc. zc. aus dem Jahre 1848. Wir haben noch nie wurde, hat auch ein Vertreter der Hamburger Staatsanwaltschaft gewandt, um die unglücksstätte besucht. Hoffentlich werden die Hauptgegen den bekannten Dringlichkeitsantrag auf fo engem Raume so reichhaltiges Material über die Geschichte Pernerstorffer's Proteft zu erheben. Das famose Schrift des Jahres 1848 in Preußen zusammengestellt gefunden. Niemals schuldigen für ihr freventliches Spiel mit so vielem Arbeiterleben stück hat folgenden Wortlaut: find unsere Feinde mit ihren eigenen Worten fchärfer gezeichnet ihre wohlverdiente Strafe erhalten. worden. " B Vermischtes. Bei der Sparkaffe des Amtes in Rhynern sind, wie aus Hamm gemeldet wird, Unregelmä igkeiten von beträchtlichem Umfange vorgekommen. Bedeutende Beträge sind unterschlagen. Die Sparkasse sowie andere städtische Rassen wurden von zwei Regierungsbeamten gefchloffen. Briefkasten der Redaktion. Hohes Abgeordnetenhaus! Der Reichraths Abgeordnete Herr Pernerstorffer hat in der Sigung des hohen Hauses vom 2. März einen Dringlichkeitsantrag wegen Erlassung eines Gesetzes über Regelung der Lohnzahlungen beim Bergbau eingebracht und zur Begründung des Antrages die Verhältnisse im Offrau Karminer Revier, da 3 er aus eigener An- aus Hamburg geschrieben: Ein entfeßliches Unglück, das Ueber den großen gemeldeten Hanseinsturz wird uns schauung nicht fennt, in den düstersten Farben allein in der kapitalistischen Profitgier seine Ursachen hat, geschildert. Im Namen und in Ermächtigung der sämmt- ereignete sich am Freitag Nachmittag in Hamburg. Im Stadt. lichen Bergbeamten des Ostrau- Karwiner Reviers erflären wir theil Uhlenhorst an der Ecke der Papenhuderstraße und des Die juristische Sprechstunde findet am Montag, die vom Abgeordneten Herrn Pernerstorffer unter dem Schuße der Uhlenhorsterweges stürzte nämlich um 8 Uhr nachmittags ein aus Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von Jinmunität vorgebrachten Beschuldigungen für unwahr und Unterhaus und drei Etagen bestehender Neubau unter gewaltigem 6-7 Uhr statt. müssen unser tiefstes Bedauern darüber aussprechen, Krachen in sich zusammen. Der größte Theil der an dem Unglücks- Thomas, Nixdorf. Wegen Raummangels in nächster daß von ihm ohne Kenntniß und ohne weitere Erhebung über die bau beschäftigten Arbeiter, 35 an der Zahl, wurden unter den Nummer. hier herrschenden Zustände die summarische Berurtheilung Trümmern begraben. Bis zu den Abendstunden waren Altona. Man sagt: zugeschraubt." des ganzen Bergbeamtenstandes für angezeigt erachtet sechs Todte und 16 Schwerverwundete unter den gewaltigen M. S. 13. Die Masseure annonciren nicht bei uns. = Alexanderplatz- Theater. Für den Juhalt der Juferate über. Heute 8 Uhr: 3um 140. Male: nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung Die kleinen Lämmer. Theater. Sonntag, den 8. März. Volks- Vorstellung( Belle- AllianceTheater), nachmittags 2/2 Uhr: Opernhaus. Fidelio. Von der gesammten hiesigen Presse als die beste Novität der Saison anerkannt. Borher: Pitts. Operette von Löwenfeld. Zum lezten Male: Wilhelm e Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Montag: 8. Sinfonie- Abend. Schauspielhaus. Die Höllenbrücke. Montag: Geschlossen. Deutsches Theater. Die junge Frau Arneck. Nachm. 21%, Uhr: Die Weber. Montag: König Heinrich IV. Testing Theater. Fräulein Tizian. Nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. 1 Montag: Comtesse Guckerl. Berliner Theater. König Heinrich. 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Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Reichshallen- Theater. Spezialitäten Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Abends Käthden von Heilbronn. 8 Uhr: Ein toller Einfall. Montag, abends 8 Uhr: Der Graf v. Hammerstein. National- Theater. Große Frankfurterßraße 132. Direttion: Max Samst. Nachmittags 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Abends: Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Romeo und Julia. Trauerspiel in 5 Akten von William Shakespeare. Regie: Max Samst. Morgen: Mutterſegen. Schwank in 3 Atten von Brandon Thomas. Repertoirſtück des GlobeTheaters in London. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tanz in 1 Akt von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. sane Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Sonntag, den 8. März 1896; Emil Thomas als Gast. Zum 184. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern, von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Jnl. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Parodie- Theater. Oranienstrasse No. 52 am Moribplay. Sonntag, den 8. März: 1. König Heinrich. Wildromant. Schauspiel von Ernst v. Sanftenbruch. 2. Gräfin Ilse, Was willfe oder der Trompeter von Bilse. Nach Dr. Friz Friedmann's Kriminal- Roman. 3. Zscheus, das Waldmädchen. Anfang 7% Uhr. Wochentags 8 Uhr. Gegründet 1845. Gegründet 1845. Circus Renz Karlstrasse. Sonntag, den 8. März 1896: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr: Große humoristische Vorstellung mit besonders zur Beluftigung d. Jugend gewähltem Programm. Auftreten sämmtlicher Clowns u. des beliebten OriginalAugust Mr. Lavater Lee. 1870-71. Ermäßigte Preise n. 1 Kind unter 10 Jahren frei. Abends Anfang präzise 71/2 Uhr: Novität! Novität! Lustige Blätter! 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März, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Toltsdorf, Görlizerstr. 58. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Baron über Krankheiten und Pflege der Zähne und Mundhöhle. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. V Zu dieser Versammlung sind die Mitglieder der Frauen Sterbefaffe freundlichst eingeladen. Mitgliedsbuch Yegitimirt. Um zahlreiches und pünkt liches Erscheinen ersucht 184/14 Die Ortsverwaltung. Heute, am 8. März, morgens 9 Uhr: Große öffentliche Versammlung der selbständigen Müzenmacher u. Kürschner in der Brauerei von Böh o w. Tagesordnung wird durch besondere Dem Zimmerpolier Hans Zielian zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! 1636 Die 57/2 Pfennig- Gesellen der ,, Deutschen Kolonial- Ausstellung". Na Hans, uff det Blatt abbonire man! Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands. Unser treues Mitglied, der BureauVorsteher Gustav Korsetz ist am 2. d. M. im Alter von 36 Jahren plöglich verstorben. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. März, nachmittags 2 Uhr, vom Krankenhause Am Urban nach dem Friedhof der Freireligiäfen Gemeinde, Pappel- Allee, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. 45/2 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Einladung bekannt gemacht. 1476 Therese Echtermeier, Die Agitationskommission Gardinen geb. Jahnke, der selbst. Mükenmacher Berlins. am 6. März, Abends 11/2 Uhr, nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Trauerhaufe, Frankfurter Chauffee Nr. 103 aus statt. Fritz Echtermeier und Kinder. Friedrichsberg- Berlin, 7. März 1896. Für die innige Theilnahme an der Beerdigung meiner lieben Frau denkbar grösste Auswahl in den neuesten Mustern zu bekannt billig. Preisen Reste zu 1, 2 bis 4 Fenster passend bedeutend unter Preis. Carl Schloss, Waarenhaus ,, Süd- Ost", 22. Wiener- Strasse 22, Grünauerstr. 1, a. 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Krause- Waldenburg( ft.) bittet, bei der bevorstehenden allgemeinen Gehaltsaufbesserung der Beamten auch die Lehrer der höheren Lehranstalten zu berücksichtigen. Heute liegen die Verhältnisse so, daß nach dem Normaletat die Lehrer mit 65 Jahren die Höchststufe des Gehaltes erreichen, also zu einer Zeit, wo der Beamte seine Pensionirung beantragen tann, ohne die Gründe ärztlich bescheinigen zu lassen. Regierungs- Kommissar Geh. Rath Boht: Daß bei einer allgemeinen Gehaltsausbesserung die Lehrer nicht unberücksichtigt bleiben, kann ich namens des Herrn Ministers zusagen. Die Höchstgehaltsstufe ist so gedacht, daß sie von den Beamten etwa mit dem 58. Jahre erreicht wird. mit idealer man Sonntag, den 8. März 1896. 13. Jahrg. Agitation drängt auf polnischen Sprachunterricht und gegen diese| in Wochenbeiträge umgewandelt. Der wöchentliche BeiAgitation wollen wir die Leute schützen. trag wird auf zwanzig Pfennig festgesetzt. Die Zahlung Abg. Wolczyk( 3.): Gine Salonsprache ist das glatte des monatlichen Beitrages zur Verbandskasse bleibt durch diesen Polnisch nicht, aber das Deutsch, das dort gesprochen wird, ist Antrag unberührt. Die Entrichtung von 10 Pf. Sterbegeld pro noch weniger Salonsprache. Die Resultate des deutschen Sprach- Sterbefall fällt fort." Unter„ Verschiedenem" spricht sich Wiedeunterrichts sind sehr gering. mann für Erweiterung und Verbesserung des VertrauensmännerRegierungskommissar Geh. Rath Schneider: Die Zahl der Systems aus. In den Ringbrauereien mache man uns fortKinder, die polnisch lesen und schreiben, ist ziemlich beträchtlich. gesetzt Schwierigkeiten. Die Handzettel zur letzten GeneralDaß das polnisch redende Kind sich mit dem Lehrer erst ver- versammlung haben verschiedene Brauereien, darunter Schultheiß, ständigen muß, ist richtig, das ist aber auch der Fall bei den Tivoli, an die dortigen Brauer nicht abgegeben. Um dieses in Kindern in Pommern, auf Rügen und an anderen Orten, wo die Zukunft zu verhindern und eine erfolgreiche Agitation zu entKinder platt sprechen.( Sehr richtig!) Ich habe mich überzeugt, falten, müffen Mittel und Wege gesucht werden. Zu diesem Zwecke sei es nothwendig, geeignete Kollegen in den Brauereien daß die Kinder gut deutsch lernen und verstehen. Das Haus vertagt sich. Der Präsident kündigt für Montag zu gewinnen, um dann gemeinsam und planvoll zu handeln. und die folgenden Tage Abendfitzungen an. Montag 11 Uhr: Weiterberathung. Schluß 4½ Uhr. Gewerkschaftliches. Eine gemeinschaftliche Mitgliederversammlung sämmtlicher Verwaltungsstellen des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes von Berlin und Umgegend tagte am 1. März in Cohn's. Festfälen, Beuthstraße. Bum 1. Punkt der Tagesordnung er stattete Rohrlack den Halbjahrs- Bericht der Agitationskommission für Brandenburg und Pommern vom 1. Juli bis 31. Dez. 1895. Berg- und Hüttenarbeiter Zeitung in Essen Arbeitsfeld der Kommission und ihre Thätigkeit im letzten HalbGewerkschaftspresse. Der Redakteur der Deutschen Der ziemlich umfangreiche Bericht behandelte übersichtlich das erhielt eine Anklage, weil er in einem Artikel, betitelt:" Die jahr, die im allgemeinen als eine erfreuliche zu bezeichnen ist. Sünden der Andern" angeblich verschiedene Klaffen der Be- Der Revisor Hirsch beantragte, der Kommission für den Kassenbericht völkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander aufgereizt Decharge zu ertheilen. Hofmann und Büchner stimmen dem Bericht der haben soll. Kommission zu, darauf hinweisend, daß die gegenwärtige " Die Drechslergehilfen Nürnbergs erhielten von den Innungsmeistern das Zugeständniß, daß die Mittagspause um eine Viertelstunde verlängert und die gesammte Arbeitszeit wöchentlich auf 5812 Stunde festgesetzt werden soll. Der Verband der Holzindustriellen dagegen hat diese Forderungen rundweg abgelehnt. Die Gehilfen werden dazu in einer öffentlichen Ver fammlung Stellung nehmen. Versammlungen. Abg. Seyffardt( natl.) verlangt, daß das Institut der wissen schaftlichen Hilfslehrer, das zu einem Krebsschaden unseres höheren Schulwesens sich entwickelt hat, baldigst beseitigt werde; mit diesem Hilfslehrer System werde auch auf einem Schleichwege der Normal Etat durchlöchert. Die Lehrer, die unsere Jugend Anschauung erfüllen sollen, darf nicht so ungünstig stellen, daß sie wegen ihres LebensIn Hildesheim haben die Schuhmachergehilfen Situation in der Metallindustrie die Kommission zu einem nothunterhaltes mit Sorgen zu kämpfen haben. Gerade hier eine Werkstattordnung aufgestellt. Danach soll die Arbeitszeit wendigen Bedürfniß mache. Decharge wurde der Kommission. müssen und können wir uns den Luxus gestatten, unsere Beamten einschließlich einer anderthalbstündigen Mittagspause von morgens einstimmig ertheilt. An fielle der ausscheidenden Kommissionsanständig zu bezahlen. 7 Uhr bis abends 7 Uhr dauern und der wöchentliche mitglieder wurden Ga bron, Schnell und Endrikates Regierungskommiffar Geh. Rath Stauder giebt eine giffer- Durchschnittslohn auf 15 M. festgesetzt werden. Neber die Ausgewählt. 3um 2. Punkt der Tagesordnung, Ergebniß der Kassirermäßige llebersicht über die Besoldungsverhältnisse der Hilfslehrer, zahlung des Lohnes werden jezt die bittersten Klagen geführt. wahl, gab der Vorsitzende bekannt, daß er ein Resultat nicht darlegend, daß diese Verhältnisse nicht ungünstig zu nennen sind. Fast überall sei im Schuhmachergewerbe die Lohnauszahlung fehr mittheilen könne, weil die meisten Verwaltungen nicht gewählt Erwünscht wäre es, wenn aus den Debatten in diesem Hause unregelmäßig, deshalb wäre es beffer, wenn hierfür ein be- hätten, sondern es der gemeinschaftlichen Versammlung überließen. nicht ferner Beunruhigung in die interessirten Lehrerkreise hinein- stimmter Tag in der Woche festgesetzt werde. Falls die Meister Ein Antrag dahinlautend, den Protest der Filiale Zentrum gegen getragen wird. die Werkstatt- Ordnung, die am 1. Mai zur Einführung kommen die Wahl des Mitgliedes Hofmann zurückzuweisen und dem AnAbg. Dr. Glattfelter( 3.): Anerkannt muß werden, daß soll, nicht annehmen, soll die Arbeit niedergelegt werden. gegriffenen das volle Vertrauen der Mitglieder auszusprechen, vieles in den Besoldungsverhältnissen besser geworden ist. wurde mit großer Majorität angenommen. Hoffmann erklärt, Abg. Dr. Dittrich( 3.): Den Lehrern ist es nicht zu verdaß ihn mit Annahme dieses Antrages genüge geschehen und er denken, wenn sie ihre Wünsche den Abgeordneten vortragen, von nunmehr seine Kandidatur zurückzieht. Bon neuem vorgeschlagen, denen sie erwarten, daß sie die Wünsche hier vertreten werden. wurde derselbe mit großer Majorität gewählt. Unter VerbandsDie Funktionszulagen sind ein Uebel, fie fördern das Streber angelegenheiten gab Berger die Abrechnung der Welles'schen Listen, thum. Das Anstellungsalter ist ein höheres geworden, die Hofmann die Abrechnung der Brünner Sammlung; die Versammlung Arbeit eine intensivere. Die Umwandlung der etatsmäßigen ertheilte auf Antrag der Revisoren in beiden Fällen Decharge. Hilfslehrerstellen in Oberlehrerstellen wird faum Bedenten haben. Vom Ueberschuß der Brünner Sammlung wurde beschlossen, Den Juristen hat man eine ähnliche Konzession ohne Widerspruch 150 M. den streikenden Textilarbeitern und 100 M. den hiesigen gemacht. Von manchen Oberlehrern an Gymnasien wird die Erausständigen Feilenhauern zu übersenden. Hofmann unterbreitet theilung von Privatunterricht in einer Weise betrieben, daß da- In der Generalversammlung des Zentralver- hierauf der Versammlung den Plan zur Verschmelzung der hiesigen durch ein Druck auf die Eltern entsteht; es bilden sich Lehrer- bandes deutscher Brauer( Zweigverein Provinz Verwaltungsstellen. Als Kandidaten zum 2. deutschen Gewerk Ringe, sodaß jeder Lehrer seine Schüler dem anderen Lehrer für den Brandenburg), die am 1. März tagte, referirte Herr Dr. We yi schafts- Kongreß wurden die Mitglieder Kurgas, Hofmann, Berger Privatunterricht zuweist. über Berufskrankheiten mit besonderer Berücksichtigung des und Kleinschmidt vorgeschlagen. Sodann wurde mitgetheilt, daß Abg. Kirsch( 3.) hat den Wunsch, daß aus den Auszügen der Braugewerbes". Der sehr interessante und besonders lehrreiche die Differenzen bei der Firma Schäffer u. Dehlmann zu gunsten Klassiker, die den Schülern in die Hand gegeben werden, unfitt Vortrag fand allgemeinen Beifall. Anknüpfend an einige Aus- der Arbeiter entschieden ist. liche Stellen entfernt werden mögen. Funktionszulagen sind entführungen des Referenten, daß man im allgemeinen Berufs- Eine öffentliche Versammlung der Puter tagte am behrlich und die Gleichstellung der Lehrer mit den Juristen muß frankheiten auch alle diese nennen könne, welche durch Ueber- 2. März im Louisenstädtischen Konzerthaus". Zum 1. Punkt angestrebt werden. arbeit, ungenügenden Lohn und schlechte Wohnräume hervor der Tagesordnung: Der Arbeitsvertrag im neuen bürgerlichen Das Kapitel höhere Lehranstalten" wird nach weiterer nicht gerufen werden, schilderte Richter, wie auch im Brauereigewerbe Gesetzbuch" referirte Genosse Faber. Redner kritisirte zunächst erheblicher Debatte genehmigt. die Ueberarbeit im ausgedehntesten Maße vorhanden die den meisten Arbeitern unverständliche Fassung des Entwurfs. Bet dem Kapitel Elementarschulwesen" dankt wäre. Zu dieser Ueberarbeit trägt hauptsächlich das Da die deutsche Sprache nichts an Deutlichkeit zu wünschen Abg. Schmidt- Warburg( 3.) dem Minister, daß er entgegen raffinirt eingerichtete Antreibersystem bei, welches in übrig laffe, hätte man doch wohl erwarten können, daß dem Bestreben der Gemeindeverwaltung die Errichtung einer diesem Berufe so wie mohl in feinem anderen aus die vielen Fremdwörter, die ber Entwurf enthält, fatholischen Gemeindeschule in Schöneberg durchgesetzt hat. gebildet ist und von den Brauereien besonders gepflegt vermieden würden. Redner ging dann näher auf die Abg. Stephan- Beuthen( 3.) bespricht die Schulverhältnisse und erhalten wird. Dieser Umstand ist schuld daran, daß einzelnen Paragraphen der Dienst- und Werts- Ordnung in Oberschlesien, wo sich recht erhebliche Mängel zeigen auch troß aller Versicherungsvorrichtungen so ungeheuer viel Un- ein und wies nach, wie verschiedene derselben bringend infolge der Verwendung deutscher Lehrer in polnischen Gegenden. fälle in den Brauereien vorkommen. Der Kassirer Gärtner er der Aenderung bedürfen. Zur Diskussion sprachen noch Wenn das Deutsche gepflegt wird, so ist dagegen nichts zu sagen; stattete alsdann den Kassenbericht für die letzten 5/4 Jahre, dem im Sinne des Referenten Baseck und Simanowski. Zum 3. Punkt: aber das wird desto besser geschehen, je mehr man Rücksicht auf zu entnehmen ist, daß der Verein in diefer Zeit in bezug auf Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission und Neudie polnisch sprechende Bevölkerung nimmt. Die Verfügungen Unterstügungen bedeutendes geleistet hat. Dem Kassirer wurde wahl desselben" nahm Grothmann das Wort. Redner gab einen des Kultusministers haben ein Anwachsen der polnischen Be Decharge ertheilt und von der Versammlung beauftragt, zur furzen Bericht von der Thätigkeit der Gewerkschaftskommission wegung zur Folge gehabt. Vorstandswahl im Mai, zu welcher doch eine Hauptabrechnung im vergangenen Jahre. Unter anderem führte Redner an, erfolgen muß, den Kassenbericht, Einnahme und Ausgaben genau daß im letzten Jahre 22 Streits bei der Kommission gespezialisirt den Mitgliedern gedruckt vorzulegen. Um für die meldet waren. 18 davon wurden zu Gunsten, 4 zu UnZukunft bei vorkommenden Fällen innerhalb des Vereins nicht gunsten der dabei Betheiligten beendigt. Charakteristisch sofort auf Sammellisten angewiesen zu sein, waren zu diesem sei, daß 100 die Streits zu Gunsten der Arbeiter Zwecke und zur Stärkung der Kasse aus der Mitte des Vor- geendet haben, eine starke Organisation vorhanden war, während standes Anträge auf Abänderung und Erhöhung der Lokalbeiträge bei Verluften meist eine schwache Organisation die Führung gestellt worden. Von diesen wurde folgender Antrag Gandorfer hatte. Es sei daraus zu schließen, daß nur eine gute Organisation angenommen:„ Die Monatsbeiträge zur Lokalkaffe werden etwas tüchtiges zu leisten vermag. Nach einer längeren DisMinister Bosse: Nicht blos die polnische, sondern auch die großpolnische Bewegung, die von anderer Seite in die Be völkerung hineingetragen wird, existirt in Oberschlesien. Bedauerlich ist nur, daß selbst die dort lebende deutsche Bevölkerung nicht die Gefahr kennt, die für die deutsche Sache entsteht, sobald wir jetzt nachgeben. Es liegt gar kein Bedürfniß für polnischen Unterricht vor, denn die Leute reden dort ein plattes Polnisch, das sogenannte Wasserpolnisch. Nur eine unverschämte und freche Sonntagsplandevei. " " Baratieri, der Triumphator, der und bis ins Innerste getroffen ist der verhängnißvolle Uebermuth, es gewissenlose Presse leicht konnte da Baratieri sich ins Vermessene verirren; und Stultur aufgezwängt werden soll, von der sie nichts wissen mag. beute fchlägt biefelbe Welt ihren Gößen von vorgeſtern in Stücke, Gewiß herrschte zu Rom eine unvergleichlich raffiniere Sultur, abe Von dem Lorbeer, mit dem sie ihn einst überreich geschmückt am Hofe des Cheruskerfürsten. Gewiß war die militärische AusGine furze Spanne Zeit ist es her, da ertönte es vom Nord- hatte, läßt sie kein Blättchen unzerzaust; und dieselben Lentchen, bildung der römischen Legionäre ungleich werthvoller, als die der rand des Gardasee's bis zu den Dolomiten in heißem, leiden die in ihrem chauvinistischen Bedürfniß einen General von germanischen Haufen. Aber in diesen Haufen lebte der beschaftlichem Enthusiasmus:" Hoch Baratieri, dreimal hoch der durchschnittlichem Wesen, voll vielleicht mittlerer Bewegende Geist, nicht in der römischen Söldnerschaar, die ja fühne Held unserer Heimath." Ganz Welschtirol war vor Ent- gabung, zum großen Strategen und Helden, zum unüberwind- ebenfalls blutwenig Antheil von dem Kulturfegen hatte, den sie zücken außer Rand und Band gerathen. Der Besuch Baratieri's lichen Heerführer gestempelt hatten, der in der Glorie neu- im Namen des Bäsaren und seiner Großen verbreiten helfen in seinen heimathlichen südtiroler Bergen glich einem Triumph- italienischer Waffenehre nur zu erscheinen brauche, um zug. Die Italianissime" zumal, jene Welschtiroler, die sehn Afrikaner zu unterwerfen: dieselben Leutchen speien nun Wuth Wie es mit diesem gepriesenen Kulturfegen, mit dem adligen süchtig über die Grenze hin nach Italien blicken, konnten sich und Galle und toben, seht den ehrgeizigen General! Aus ge- Luxus, mit dem feinen Raffinement im Großen wie im Kleinen nicht genug thun in rauschender Beredtsamkeit. Baratieri, fränkter Gitelkeit, weil einem anderen das Oberkommando über- in Wirklichkeit aussieht, so weit unsere Gesellschaft in Frage der stolzen Italia gefeierter Heerführer, und zugleich ihr tragen worden, hat der Niederträchtige die Katastrophe von fommt; wie das weitausschweifende Raffinement und die enger Landsmann! Wie sollten sie da nicht zu doppelter Adua herbeigeführt. Ein tragikomisches Verhängniß ist es, das neppigfeit der Wenigen durch die Graufamkeit gegen die Vielen Feierlichkeit bereit sein. Der österreichischen Bureaukratie, die also Baratieri's Perfon betroffen hat. Man hat ihm ein Heroen- geschaffen wird, davon kommt gerade jetzt erschütternde Kunde für strenge Loyalität im erregten Welschtirol zu sorgen hat, war thum aufgedrängt, in das er sich verliebt hatte, und das er mit aus der Phäakenstadt Wien." Immer ist's Sonntag, es dreht es ob der Menge und des Feuers der Ovationen schwül zu komischer Grandezza trug, und heute steht er da, armselig, wie immer am Herd sich der Spieß". Jahrzehnte lang hat man Muthe geworden; sie fürchtete groß- italienische Demonftrationen. ein ausgepfiffener Operettengeneral. Vernichtet ist eine Scheingröße das Schiller'sche Wort über Wien zitirt und zitirt Aber was ließ sich machen? in den Kreisen der Unwissenden heute noch; und allen Weihrauch wohlgefällig einfog, war am Ende doch der den Grispi zu stärken verstand, der übermüthige Glauben nämlich, eine ist eifrig beslissen, über das Lorbeergekrönte General einer Macht im europäischen Dreibund. daß vor der modern- europäischen Waffe, Manneszucht und Stra- große Wien einen gleißenden Sonnenschein leuchten zu lassen Damals war fein Ruhmestitel zu hoch und heute tegie, die Kriegskunft von Halbbarbaren" sich ohnmächtig erweisen und von seiner nie versiegenden Lebenslust, feiner Glücksheftet sich der Fluch an Baratieri's Namen. Damals in Jubel- müsse; und wieder hatte man in blafirter Ueberhebung an eine empfindung und frohen Gemüthlichkeit zu erzählen. Aber da gefängen gefeiert, heute mit Schimpf überschüttet. Man läßt alte weltgeschichtliche Lehre nicht gedacht, die schon so manchem kommt die unerbittliche Wahrheit und all das erlogene Zeug höchstens den mildernden Umstand gelten, daß Baratieri vom Soldatenheer, das ausgezogen war, um im Namen einer höheren bricht in sich zusammen. Eine Enquete über Frauenarbeit, die va banque- spielenden Crispi in den verzweifelten Kampf gehetzt Kultur zu erobern, zu theil geworden war. Welchen Genuß eben veranstaltet wird, ergiebt grauenhafte Bustände im ewigworden sei. Auf den Fieberrausch, den Crispi, der Unheilvolle, antheil hat der gemeine Mann, der einfache Soldat, an der heiteren Wien. Die Herren im heutigen Wien, die bei jeder erzeugt hatte, auf den Wahn, der von einem italienischen gepriesenen höheren Kultur, für die er Leib und Leben lassen passenden und unpassenden Gelegenheit von deutscher Frau und Aethyopien nach der Eroberung Abessyniens träumte, ist ein foll? Was ist ihm Hekuba? In unserer heutigen Gesellschaft! deutscher Treue fingen, nehmen sich in heller Tagesbeleuchtung ganz böser Kazenjammer gefolgt. Italiens Bourgeoisie, die künstlich nach Zeitungsmeldungen sollen sich flüchtige, junge Ober- merkwürdig aus; noch schlimmer fast, als bei uns, ist dort die Lage zu phantastischen Plänen überhigt worden war, damit Jammer italiener nach Alla und anderen österreichischen Grenzorten der Konfektionsarbeiterin; und wie ein einziges fortgesettes Berund Kleinlichkeit im eigenen Hause übertäubt werde, ist bitter drängen. Sie fürchten, zum afrikanischen Dienst einberufen zu brechen hört es sich an, was dort zum Beispiel von dem Gewerbe wachgerüttelt worden. Und im Erwachen selbst gedenkt sie nicht ihrer werden. So wenig also find fie für die Idee begeistert, zu Ehren der Federschmückerinnen erzählt wird; und die luxuseigenen Thorheit und Schuld. Sie fühlt zunächst nur Erbitterung, der verfeinerten Kultur ihrer profitgierigen Landsleute zu verwöhnten Damen nehmen achtlos die blutigen Opfer an, die um das schöne Großäthiopien, um das prächtige Zukunftsgeschäft tämpfen. Auf der anderen Seite aber giebt es eine treibende von ihresgleichen, von ihren Geschlechts- Genossinnen, getragen darin, für dessen Vorbereitung man täglich 1 200 000 Franten ideelle Volkskraft. Die Abessynier fühlen in ihrer Gesammtheit: werden müssen. Gingepfercht in Schlafräume, die nur zu Ostern in der jüngsten Zeit geopfert hatte, betrogen worden zu sein. Wir haben uns zu wehren gegen Eroberer, die in unsere Lebens- und Weihnachten gereinigt werden, find die Federschmückerinnen Das viele schöne Geld ist umsonst verthan, an's vergossene Blut sphäre, unsere Lebensart eindringen. Sie untersuchen nicht erst, und dünner Kaffee und Brot ist ihre tägliche Nahrung. Lehrdenken die Menschenfreunde erst in zweiter Reihe. In der Er- ob sie mit verfeinerter Kultur beglückt werden sollen, ob nicht. mädchen, die garnicht oder faft nicht entlohnt werden, müssen bis bitterung aber brauchen sie einen Sündenbock; und dieser Sie haben den Willen, ihre nationale Individualität, wie immer tief in die Nacht, nicht selten bis zwei und drei Uhr früh unSündenbock heißt Baratieri. Man war im modernen Italien fie geprägt sei, zu wahren, und sie haben die Kraft, diesen ausgesett arbeiten; und was das grauenhaftefte, das empörendſte durch stolze Heereserfolge nicht sonderlich verwöhnt; darum hat Willen zu verfechten. Sie thun genau dasselbe, was in der Vor- ist, die Enquete hat ergeben, daß in vielen dieser berüchtigten man einem fieghaften Haudegen und Korpsführer so zugejubelt. zeit die Germanen thaten, als sie in den niederdeutschen Wald- Betriebe die Lehrmädchen oft nicht anders ihre Freisprechung Man hat des tapferen Generals Herrgöttli- Bewußtsein ge- sümpfen sich der Legionen des Varus erwehrten; und Kleist, der erlangen können, als wenn sie den Herren zu Willen sind. Und fliffentlich genährt und geschürt; und in den Tagen, da große märkische Dichter Kleist hat in seinen leidenschaftdurch solche unglaublich brutale Wüstlingsgesellschaft geht dann hin er in Südtirol weilte, mußte er meinen, im Vertrauen glühten wilden Versen von der Hermannsschlacht das Recht zu und schwelgt in Sentimentalitäten und singt in thränenseliger auf seinen Glücksstern und sein soldatisches Genie allem Jrdischen Haß und Empörung und die Macht einer minder verfeinerten Schwärmerei:„ Deutsche Frauen, deutsche Treue!" entrückt zu sein. Von Verehrern, ja von Anbetern umgeben, wie Gemeinschaft veranschaulicht, wenn dieser Gesellschaft eine höhere I Alpha. = be= = fussion wurde der Antrag gestellt, der Vertrauensmann möge bei erwähnt, daß leider die polizeilichen Vorschriften Die Steinarbeiter waren am 6. d. Mts. sehr zahlreich im beauftragt werden, am 16. d. Mts. eine öffentliche Versammlung nicht mit dem genügenden Eifer überwacht werden. So habe Englichen Garten zusammengekommen zwecks Entgegennahme des einzuberufen, in der auch die Neuwahl des Delegirten zu voll ein Dachdecker auf der Ausstellung die Arbeit liegen laffen Berichts über die Verhandlungen der streitenden Steinarbeiter in ziehen ist. Der Antrag wurde angenommen und trat hierauf müssen, da weder Gesims noch Schußvorrichtungen an dem Bau Bunzlan. Die Versammlung nahm durch Annahme folgender Schluß der Versammlung ein. vorhanden waren. Das Ende vom Liede war, der betreffende Resolution Stellung zu der Angelegenheit: In Erwägung, daß Der Verband der in Buchbindereien, der Papier: Schutzvorrichtung fertig. Ebenso wurden die Uebel in der Leiter Unternehmern zu stande gekommen ist, erklärt sich die heutige Der Verband der in Buchbindereien, der Papier- mußte aussehen und ein anderer machte die Arbeit ohne jegliche eine Einigung zwischen den Kollegen in Schlesien und den und Leder- Galanterie waaren Industrie und Hängerüstung besprochen. Nachbem noch in d Nachdem noch einmal die Versammlung mit den durch die Kommission und den Meistern schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hatte Die Versammlung er ani 2. März eine Mitgliederversammlung anberaumt, in der Mahnung an die Anwesenden erging, sich Mann für Mann der getroffenen Bereinbarungen zufrieden. Genosse J. Sassenbach einen Vortrag über Aberglauben" Organisation anzuschließen, wurde die Versammlung mit einem wartet indeffen, daß die in Berlin anwesenden gemaßregelten Kollegen eingestellt werden, und zwar bevor Zugereifte in bielt. Dem Bortrag folgte eine furze Debatte, an der sich die Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. Arbeit kommen. Sollte dieses nicht geschehen und sollten noch Mitglieder Beilte, Schönfeld und Frau Gnaut betheiligten. Den streifenden Textilarbeitern in Kottbus wurden Der Holzarbeiter Verband( Bahlstelle Friedrichsberg- fernere Maßregelungen vorkommen, so verpflichten sich alle Anauf Antrag des Vorstandes 50 M. bewilligt. Auf grund der Rummelsburg) hatte am 2. März eine Versammlung anberaumt, wesenden, mit aller Energie für die Betreffenden einzutreten." Bekanntmachung des Verbandsvorstandes, die Delegirtenwahlen in der eine Reihe Verbandsangelegenheiten erledigt wurden. In einer zweiten Resolution erklärte die Versammlung sich mit zum Gewerkschaftskongres betreffend, wird eine Wahlprüfungs- Bielfach wurde geklagt, daß die Forderungen der Tischler nicht dem Vorgehen der Arbeiter in den Elb- Sandsteinbrüchen solidarisch tommission von 5 Mitgliedern gewählt, der folgende Mitglieder forrekt durchgeführt sind. So halten die Arbeiter in der Bau- und verpflichtete sich, dieselben moralisch und finanziell energisch angehören: Brückner, Collab, Schmiedeknecht, tischlerei von Hollstein noch eine wöchentliche Arbeitszeit von zu unterstützen. Ein hierzu angenommener Unterantrag besagt, Schulz und Wilhelm. 53 Stunden inne. Die Zustände der Bettstellenfabrik von Richter daß, so lange der Streit dauert, pro Woche für 50 Pf. StreitAls Kandidaten zu dem Gewerkschaftskongreß für den gaben gleichfalls zu einer herben Kritik Anlaß. Hier ist noch fonds- Marken zu kleben sind und der Beitrag von 25 Pf. weiter zweiten( nördlichen) Bezirk wurden G. Schmidt und Hoff- eine 54 ftündige Arbeitszeit üblich und haben die Arbeiter über zu zahlen ist. mann aufgestellt. In längerer Debatte erörterte man die haupt keine Forderung gestellt, trotzdem die Unfitte dort einStellungnahme bei einem eventuellen Streit der Buchdrucker. geführt ist, daß die Arbeiter den Verbrauch für Licht selbst be Es wurde hervorgehoben, daß die Buchbinder in den Druckereien zahlen. Paarmann ermahnte die Anwesenden, fest zusammenverhältnißmäßig schlecht entlohnt werden. In vielen Buch zuhalten, um das Errungene nicht wieder zu verlieren. A13 Druckereien haben die Buchbinder längere Arbeitszeit als die Werkstattkontrolleure wurden die Mitglieder Poschaska, Haase, Buchdrucker. Man solle mit den Buchdruckern in den Streit Winkler und Ericke gewählt. treten, falls dieser proklamirt werde, aber dann auch die Forderung gleicher Arbeitszeit( 9 Stunden) wie die Buchdrucker stellen. Die Versammlung kam zu feinem Resultat und hielt es für angebracht, in einer öffentlichen Versammlung die Angelegenheit zu besprechen. Weinschild machte bekannt, daß bei ihm Billets zu dem am 21. d. M. stattfindenden Stiftungsfest zu haben sind. Privat Theater Gesellschaft gilly". Sigung 6 Uhr und Fibelitas bei Schermer, Artonaplag 1. Gäste wiltommen. Kosmos. Verein für voltsthümliche Wissenschaft. Montag, den 9. März, Riesen- Fernrohrbauten der Neuzeit" Gäste willkommen. abends 8 Uhr, bei Hensel, Invalidenftr. 1. Vortrag des Herrn Grempe über Vergnügungsklub Oßtend". Sonntag Nachm. 6 Uhr bei Birt, Strauß bergerstr. 3, Sigung. Nachdem Fidelitas. Gäfte willkommen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Sonntag, den 8. März, Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. Nr. 29, Hamburg). Filiale Berlin 2. Sonntag, 8. März, vormittags 10 Uhr, Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken beim Märtischen Hof, Admiralftr. 18c: Mitglieder Versammlung. Tagesfchäftigten Arbeiter hatte am 2. März eine Versammlung ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Aufstellung des Kandidaten zur General- Bereinberufen, in der Genosse Hoffmann über die Zukunft der sammlung. deutschen Gewerkschaften sprach. Nach einer regen Diskussion, die sich um den stattgehabten Lohnkampf drehte, wurde bekannt gegeben, daß am 22. März bei Joël eine Matinee stattfindet. Der Arbeitsnachweis und das Verkehrslokal des Vereins befindet sich Mariannenufer 4 bei Gehlhoff. abends 6 Uhr: Gemüthliches Beisammensein verbunden mit Vorträgen und Tanz im oberen Saal bet Bolt, Alte Jakobfir. 75. 8. März cr., abends& Uhr, Sigung bei Herrn Müller, Barnimstr. 16. Nach Theater- und Vergnügungsverein„ Tarragona". Sonntag, ben der Sigung Fidelitas. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien gesellschaft. Heute Zahltag bei Marten, Ackerstr. 123. Die Dachdecker hatten am 2. März für die Bezirke Moabit, Charlottenburg und Wedding eine öffentliche Versammlung ein Freie Literarische Vereinigung. Mittwoch, den 11. März, abends berufen, in der die in Aussicht genommene Lohnbewegung ein- Die Marmor: und Granitarbeiter hielten bei Joel eine 8% uhr. im Bereinshause Lauter, Burgstr. 13. Bortrag des Herrn Rechtsgehend berathen wurde. Da ein Referent für die Versammlung öffentliche Versammlung ab, um Stellung zu nehmen zur Ver- anwalt Dr. Rothe über„ Das Verbrecherthum und die Gesellschaft". Diskussion. nicht mehr gewonnen werden konnte, entwickelte sich nach einer besserung ihrer Lage. Die Versammlung, welche troß der wich- Gäste haben freien Zutritt. furzen Einleitung des Dachdeckers Beste fofort eine rege tigen Tagesordnung sehr schwach besucht war, zeigte, daß die sind von 10-13 Uhr vormittags geöffnet. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag tein Unterricht. Die Leferäume Debatte, die zur Annahme folgender Resolution führte:„ Die Interessenlosigkeit der Arbeiter dieses Berufs sehr groß ist. Unterricht am Montag: Südost Schule, Waldemarstr. 14: Versammlung erklärt sich voll und ganz mit dem Beschlusse der Gerstenberger referirte in längeren Ausführungen über die Deffentliche Gesundheitspflege. Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Nationalökonomie. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume vorigen öffentlichen Versammlung einverstanden und verspricht Verhältnisse in den Marmorwerkstätten, wobei er unter anderem find zur Benugung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials entschieden mit aller Kraft für die gute Sache zu kämpfen, um bekannt gab, daß in einer Werkstattt in Moabit fich die Arbeiter schon von 8 Uhr an geöffnet. unsere bescheidene und gerechte Forderung zum Siege einen Abzug von 35 pGt. gefallen ließen, ohne auch nur mit Lefetlub Karl Marx, bei Grube, Mariendorferfir. 5. Borträge, Borzu verhelfen." Bon einigen Rednern wurde lebhaft einem Wort dagegen zu protestiren. Die Versammlung beschloß, über ungenügende Schußvorrichtungen geklagt und da- in jeder Werkstatt eifrig für die Organisation zu agitiren. Dampf- Wasch- und Plätt- Anstalt 4559L* Amt VII, 3294 G. Pittack, G. Pittack, Köpniderstraße 33a( Breis- Rourant Bettfedern- Spezialgeschäft C. M. 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März 1896, abends 81, Uhr, in Louis Keller's Saal, Koppenstraße 29: Außerordentl. Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Verwaltungs- und Kassenbericht. 2. Wahlkreis. Fran Olga Jacobson, Sente Abend 6½ Uhr bei Zubeil, Linden- Straße 106: Invalidenstr. 145. großer Stand Oberbett, Unter bett, 2 Kopftiffen, mit gereinigten neuen Federn, von 235/15 12 mark an, fertige Inletts, Bettwäsche, Matragen jeder Art, Stepp, Schlaf, Bett becken und Polster- Bettstellen empfiehlt billigst das als streng reell bekannte, 1870 gegründet Fertige Betten, 2. Antrag des Vorstandes auf Auflösung des Vereins. Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Bortrag des Herrn Dr. B. Borchardt über: Die X- Strahlen. 211/10 Spezial- Geschäft von S. Pollack, Oranien: Entree 10 Pf. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Die Mitglieder, die ihre Beiträge bis Ende Oktober gezahlt rake 61, am Morizplak. haben, stud berechtigt, der Versammlung beizuwohnen. Mitgliedstarte legitimirt. E Der Vorstand der Freien Volksbühne, J. A.: Julius Türk, O., Blumenstr. 21. IF Textil- Arbeiter. Groke öffentliche Versammlung fämmtlicher Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen, als Weber, Wirker, Posamentiere, Dekateure, Spinner und Färber, am Montag, den 9. März 1896, abends 81/2 Uhr, im Lokal Königsbank, Große Frankfurterstraße 117. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem bevorstehenden Textilarbeiter- Kongreß. 2. Eventuelle Wahl von Delegirten zum Kongreß. 3. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Stickereien Deutschlands, speziell in Berlin. 4. Raffenbericht. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht von 3urüdgeschte( wenig fehlerhafte) Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! zu dem bevorstehenden Textil. Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrit von Emil Lefèvre, tenſtr. Die Agitations- Kommission. 140/ b Sonnabend, den 28. März 1896, im Feen- Palast, Burgstr. 22: Commers= zur Feier des 70. Geburtstages unseres Genossen Wilhelm Liebknecht, Berlin S., Oranienstr. 158. Arbeiter und Arbeiterinnen! Dienstag, den 10. März, abends 8% thr, im Lokale des Herrn Henke, Naunynstr. 27: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags Abgeordneten Dr. Lütgenau. 2. Diss fussion. 3. Verschiedenes. Es ist unbedingt nothwendig, daß alle Arbeiterinnen und Arbeiter erscheinen. Zur Deckung der Untoften findet Tellersammlung statt. 19/8 Der Reichstags- Abgeordnete Dr. Lütgenau erscheint bestimmt. Vertrauensmann der Allgemeinen Arbeiter und Arbeiterinnen 0. Schüler, Hochmeisterstr. 5. Prach katalog Frauen! Wedding. mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Aus führung auf Wunsch gratis und franto! arrangirt von den sozialdemokratischen Parteigenoſſen des sechsten Berliner Größtes Teppichhaus Berlins Reichstags- Wahlkreises und unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Einigkeit und Typographia". Prolog gesprochen vom Genossen A. Massini. Saal- Eröffnung 7 Uhr. 219/17 Anfang 8 Uhr. Das Komitee. Gr. FrankfurterBuss' Ball- Salon, straße 85. Sonnabend, den 14. März 1896: Grosser Wiener Masken- Ball arrangirt von Mitgliedern der Zentral- Kranken- u. Sterbekaffe S. Tischler Anfang 9 Uhr. Dertliche Verwaltung Berlin G. Billets à 50 Pf. sind auf den Zahlstellen und in den Der Ueberschuß kommt den Inmit Plakaten belegten Lokalen zu haben. validen unserer Rasse zu gute. Um rege Betheiligung bittet 184/15 Das Komitee. Verband der Damen- Konfektions- Arbeiter und-Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend. Sonnabend, den 14. März: Gr. Wiener Maskenball in Nieff's Festfälen, Weberstr. 17. Um 12 Uhr: Demastirung mit großer Ueberraschung. Um 1 Uhr: Raffeepause, während derselben: Aufführung lebender Bilder. Anfang 9 Uhr. Eintritt 50 Pf. Alle Kolleginnen und Kollegen, sowie Freunde und Gönner ladet freundlichst ein Das Komitee. Billets find in folgenden Filialen zu haben: Gräf, Moabit, Stephan ftraße 58. Voigt, Fehrbellinerstr. 34. Rutle, Gr. Frankfurterstr. 77. Raumann, Blücherstr. 42. Leichnitz, Frankfurter Allee 163. Hensel, Manteuffelstr. 24. Hilpert, Rigdorf, Karlsgartenstr. 1. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 5/98 Musit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung. Tages- Restaurant Weiß- und Bairisch- BierLokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf. 2 Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. 40532* C. Fischer. Admiralftr. 18c. Jeden Sonntag „ Märkischer Hof" und Donnerstag im prachtv. Spiegel Gaal: Grosser Festball. Anfang an beiden Tagen 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Große Horn- u. Streichmufit. Empfehle meine beiden Säle sowie große Vereinszimmer zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. Der obere Saal ist noch mehrere Sonntage für Vereine frei; der untere Saal Ostern zur Matinee und mehrere Sonnabende zu Kinderwagen. Männer! Dienstag, den 10. März, abends 8 Uhr: Volksversammlung im Kolberger Salon, Solbergerstraße. Под Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Bueb über: Es giebt hienieden Brot genug für alle Menschenfinder. Kasten-, Leiter- u. Sportwagen. Gr. erfucht Lager Berlins, Fabrikpreise. Reine Marktschreier. Muster- Bücher gr. 2. Diskussion. 2/2 Um recht zahlreiches Erscheinen, namentlich der Frauen und Mädchen Die Einberuferin. Fachverein der Tapezirer Berlins n. Umg. Dienstag, den 10. März, abends 8, Uhr, Alte Wagen täuflich. Theilzahlung ge bei Frengang, Schühenffraße Nr. 18/19: stattet, wöchentlich 1 M. Vom 1. Mai bis 15. Oktober GewerbeAusstellungs- Hauptgebäude. Andreasstr. 53, parterre u. 1. Etage. 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Die augen blicklichen Verhältnisse in den Militäreffekten- Fabriken. 3. Verschiedenes. Die Agitations- Kommission. J. A.: Bruno Pörsch, Stalitzerstraße 141a, 4 Treppen. 158/16 Achtung! Rixdorf. Achtung! Montag, den 9. März, abends 8 Uhr, in den Viktoria Sälen, Hermannstraße 49-50: Gr. Kommunalwähler- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Gemeindewahl. Refer. Theodor Des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Metzner. 2. Diskussion. 3. Aufstellung der Kandidaten. Es ist Pflicht eines jeden Kommunalwählers, zu erscheinen. Die Vertrauensperson. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Grosse öffentliche Versammlung Wegen ganz bedeutender Vergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waarenlager zu noch nie dagewefenen Breifen voll- 204/10 ständig aus. Zum Umzuge und für Brautleute Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, und billigst einzutaufen. Man lasse sich nicht durch unmögliche Anpreisungen blenden, sondern besichtige sich die Möbel, welche man faufen will, genau und vergleiche dieselben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Durch Einkauf von 9 großen Möbellagern zu günstigen Bedingungen verkaufe tch ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stude ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbelverliehen gewefener Möbel zu wahrhaften Spotthändler. Auch größtes Lager gebrauchter und preisen. Kleiderspind 15 Mart, Nußbaum leiderspind so, Muscheltleiderspind35, Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfedermatrage trumeaug mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, fämmtl. Metallarbeiter u.-Arbeiterinnen Steittiffen 18, Spiegel 9, Stübte 2, Mußbaum; am Dienstag, den 10. März, abends 8 Uhr, im gr. Saale vou Charlottenburg und Moabit much gebe to Gurichtungen auf Zeit feine Rußbaum- und Mahagont- Möbel spott der Reichskrone" am Wilhelmsplatz, Eing. Spreestr. 3c. Sommernachtsbällen. Die Restaurationsräume stehen Sonntags den geit. ehrten Familien zur Verfügung. 3um Bruder Heinrich", Restaurant und Bier- Lokal, Blumenkrake Mr. 14. ing Am Montag, den 9. März, von früh bis abends: Frische Blut und Leberwurst, sowie jeden Sonntag: Gemüthliches Beisammensein. J. B.: Heinrich Tornow. Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade J. Brünn, Am Stadtbahnhof Börse." Inventur- Ausverkauf! Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! zu aussergewöhnlich billigen Preisen. billig. ich Theilzahlung. Brautleute, welche ihre Möbel bet mirtaufen, erhalten ein Hochzeitsgeschent gratis, kein Abzahlungsgeschäft. Eigene Tapezier u. Tischlerwertstätten, vier große Möbelspeicher. Getaufte Möbel tönnen tostenfrei auf meinen Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden Tages Ordnung: 1. Bortrag: Der Werth der Arbeitszeit Berkürzung bei der gegen wärtigen günstigen Geschäftslage der Metallindustrie." Referent: Kollege Friedr. Hofmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 121/6 Die Kollegen der Firmen Ludwig Löwe u. Co., Siemens u. Halske, Freund u. portitt und aufgeſteut, auch nach außerhalb. Ulrich u. Co., Westend, bie Feilenhauer von Schaaf, Nonnenwiese, und Schaaf, Gebauer, Anhaltische Maschinenfabrit, David Grove, Salzufer, Henkels, sowie die Klempner find ganz besonders hierzu eingeladen, Mit kollegialischem Gruß Die Agitationskommiffion des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. old Ein Posten fänstlerisch ausgeführte Delgemälde garantirt echte Handmalerei, Din prächtigen Goldbarod rahmen, wird zu den noch nie dagewesenen Spottpreise von nur Mt. 3,50 pr. Stüd ausverkauft. Jlluftr. Preislifte gratis. Kunstverlag Leop. Epstein, Dresden- A., Pirnaische Straße 34. Depot in Berlin C. Seydelftr. 5 bei Feito's Neuheiten- Bertrieb. Vereinszimmer 42822* mit Piano zu vergeben, auch Sonnabends. Raumann, Blücherstr. 42, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 8. März 1896, abends 6 Uhr: Grosse Versammlung im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderftr. 27c( gr. Saal): Vortrag: Kulturbilder aus Ostasien. 56/20 Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder Zutritt. E Am Mittwoch, ben 11. März, abends 81/2 Uhr, findet im obigen Lokal eine Mitgliederversammlung mit Vortrag statt. Mitgliedskarte legitimirt. Künstl. Zähne 2 M. Schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Plomb.1,50, Rep. sof. Theilzahlg. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-7.Uhr Illustrirte März- Zeitung Achtung, Holzarbeiter! Folgende Werkstellen haben unsere Forderungen bisher nicht bewilligt: Kastenmöbel und Büffets: Ahl, Schüßenstr. 68. Stoppert, Prenzlauer Allee 26. Hagenow, Waldemarstraße 23. Meier, Pallisadenstr. 47. Eckert, Ruppinerstr. 9. Bauarbeit: Ehemann, Brunnenſtr. 84. Schreibtische, Tische und Nähtische: Dreuse, Anklamerstr. 25. Trompler, Rüdersdorferstr. 7. Ladeneinrichtung und ähnliche Arbeit: Meier, Lichtenbergerfir. 17. Loth, Pappel- Allee 5. Reutel, Stralauerstr. 35. Mühlbauer, Andreasplak 3. Dohse, Grüner Weg 2. Reimann, Feilnerfir. 5. Nähmaschinen: Frister u. Roßmann, Staligerstr. 134/135. Goldleisten: Methlow u. Co., Röpnickerstr. 109. Stieghahn, Waldemar firaße 14. Luxusmöbel: Bab, Gitschinerstr. 75. Franz, Forsterstr. 7. Rose, Manteuffelstr. 57. Fritsche, Oranienstr. 36( streiten die Drechsler). Möbel nach Zeichnung und gute Bauarbeit: Fahnkow, Wasserthorstr. 9. Ferd. Voigts, Alte Jakobstraße. ( Zweifarbendruck, 8 Seiten stark) ist soeben erschienent. Preis 10 Pf. Buchhandlung Vorwärts, Beuthstraße 2. 234/5 Metallarbeiter. 开展 Sonntag, den 8. März d. J., vormittags 10 Uhr, in Keller's Festfälen, Koppenstraße Nr. 29: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die gegenwärtigen Lohnbewegungen der Metallarbeiter. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Wahl von Revisoren. 4. Wahl von Delegirten zur Gewerkschaftskommission. Kollegen! Da ein geeignetes Lotal im Centrum nicht zur Verfügung stand, findet diese Versammlung bei Telephon: Trumpfe, Holzmarktstr. 48. Keller, Koppenstraße 29, statt. Wir hoffen jedoch von allen. Kollegen, daß dieselben für regen Besuch Sorge 118,14 Mühlenbau und Maschinenfabrik von Kappler, Prinzen Allee 75-76 tragen werden, da die Bersammlung wichtige Beschlüsse zu fassen hat. und( Abth. Moabit) Alt- Moabit 86. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Näther, N., Antlamerstraße 44. Männer! Buzug fernhalten. E Möbelpolirer. Sonntag, den 8. März, vorm. 10 Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29: Große öffentliche Bersammlung. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zur Aufhebung des Streiks? 2. Wahl von Revisoren. 3. Verlesung derjenigen Werkstellen, in denen die Kollegen den Streikfonds vergelfen haben. 4. Verschiedenes. Die Kollegen, welche Listen entnommen haben, werden gebeten, dieselben abzurechnen. Die Kommission. Achtung! Achtung! Hausdiener, Kutscher. Adlershof. Frauen! Sozialdem. Arbeiter- Bildungs- Volks- Versammlung Verein. Den Mitgliedern zur. Renntniß, daß die Bibliothek des Vereins fäuflich in den Besitz des Mitgliedes Kasper übergegangen ist und daß derselbe freundlichst die gesammte Bibliothek den Mitgliedern zur Verfügung stellt. 204/12 Der Vorstand. Die erste Ausgabe erfolgt Dienstag, den 10. März, bei 3 ufelde. Rixdorf. Sonntag, 8. März cr., vormittags 112 Uhr, in den Vittoria- Sälen, Hermannstr. 49: Allgemeine am Montag, den 9. März, abends 8 Uhr, in Vereinshaus Süd- On", Waldemarstr. 75. Tages Ordnung: 1. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 2. Freie Diskussion. 164b J. A.: H. Jaensch. Die Herrn Geistlichen der betreffenden Kirchen und Synagogen sind brieflich eingeladen. Austrittserklärungen sind bei den Kommissions- Mitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. H. Engler, Pallisadenstr. 33. Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14. H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemann, Moritstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. Zwei grosse öffentliche Dienſtag, den 10. März 1896, abends 8 Uhr: Bubruder Berjammlung, Schuhmacher- Versammlungen Große öffentliche Versammlung im Märkischen Hof", Admiralstr. 18c. Zages Ordnung: 1. Vortrag: Die Arbeiterfrage der Gegenwart". Referent: Genosse Paul Jahn. 2. Diskussion und Mittheilungen. 109/2 HOF Jeder Rollege ist willkommen. E Der Einberufer: G. 2adewig. Zwei große Versammlungen des Deutschen Schneider- u. SchneiderinnenVerbandes am Dienstag, den 10. März, Abends 8½ Uhr. Für den Norden: im Berliner Prater, Kastanien- Allee 7, für den Westen: bei Rennefahrt, Dennewitzstr. 13. Tages Ordnung: 1. Die Errungenschaften des Streits in der Konfektions- Industrie und wie sichern wir dieselben? Referenten: J. Timm und Ottilie Baader. 2. Diskussion. Tages Ordnung: Besprechung der allgemeinen Lage unter besonderer Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse. 35/11 D. Perleberg Berlin N. nur Chausseestraße 57, Ecke Liesenstraße. Meuheiten der Die Kollegen und Kolleginnen aller Branchen der Schneiderei und Frühjahrs- u. Sommer- Saison Konfektion sind eingeladen. Gäste sind willkommen. 162/14 Die Bevollmächtigten. Mechaniker. Morgen, Montag, den 9. März, abends 8, Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Große öffentliche Versammlung der Mechaniker und Berufsgenollen. Tages- Ordnung: find in größter Auswahl u. d. geschmackvollsten Mustern eingetroffen. Fertige Herren- u. KnabenAnzüge, 1. Der Tarif von 1890 und gedenken die Berliner Mechaniker die Sommer- Paletots, 118/12 gegenwärtige günstige Geschäftslage zur Erreichung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen auszunügen? Referent Otto Näther. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen! Da die Versammlung Beschlüsse von außerordentlicher Tragweite zu fassen hat, ist es die Pflicht der Kollegen, Mann für Manu zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Medjaniker, Mäntel zu billigsten, aber streng festen Preisen. Arbeiter- Sängerbund EinsegnungsBerlins und Umgegend. 848* Anzüge Sonntag, den 15. März, vormittags präzise 10 Uhr, in allen Preislagen u. größter im Saale der Brauerei Friedrichshain: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Referat des Vorsitzenden: Der Bund unter§2 des preußischen Vereinsgefehes und welche Nachtheile werden uns erwachsen! 2. Rechenschaftsbericht des Vorstandes inkl. Kassirers. 3. Anträge auf etwaige Aenderung des Statuts. 4. Erledigung eingegangener Berufungen. 5. Wahl des Vorstandes. 16/15 Der Vorstand. NB. Sämmtliche Mitglieder der Bundes- Vereine haben nach Abgabe ihrer Mitgliedstarte Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. D. D. Oranienstr. 51, am Moritzplatz. Helfer's Oranien- Hallen. Oranienstr. 51, am Moritzplatz. Säle für Hochzeiten, Versammlungen, Feftlichkeiten. Sonnabend, den 14. März noch frei. Auswahl vorräthig. 44432* M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Verwerthung.[ 45062* konferenzen kostenfrei. Rath, Auskunft und Erste Referenzen im In- u. Auslande. am Montag, den 9. d. M., abends 8 Uhr. Erste Versammlung bei Ebert, Rommandantenstraße Nr. 72. Tagesordnung: Vortrag vom Genossen Millarg über: Fortschritt und Armuth." 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zu den Lohnverhält. nissen und der langen Wartezeit beim Liefern in den großen Werkstellen der Friedrichstadt. 169/12 Zweite Versammlung bei Nieft, Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Die Streits in den hiesigen Schuhfabriken( von Fechner u. Levy 2c.). 2. Diskussion. 2. Verschiedenes. Die Agitations- Kommission. Achtung! Lackirer. Achtung! Große öffentl. Versammlung am Montag, den 9. März, abends 8½ Uhr im ,, Englischen Garten", Alexanderstrasse No. 27 c. Tages Ordnung: 1. Bericht der Lohukommission über die am 2. März stattgefundene Arbeitgeber- Koijerenz. 2. Endgiltige Beschlußfassung über den Zeitpunkt, wann die Kollegen Berlins mit den von ihnen aufgestellten Forderungen an die Arbeitgeber herantreten, event. in den Streit einzutreten gedenken. 104/11 Das Erscheinen aller Kollegen ist unbedingt nothwendig. Die Lohnkommission. Konditoren! Sonntag, 8. März, nachm. 5 Uhr, bei Buste( Seefeld), Grenadierstr. 33: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Mauaffe über den Kampf ums Dasein". 2. Berichterstattung des Delegirten zur Gewerk schaftskommission u. Neuwahl desselben. 3. Berichterstattung der Agitations. tommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. 51/2 Nachdem: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Die Agitationskommission. J. A.: H. Koch, Friedrichstr. 35. Fünf große öffentliche Versammlungen sämmtlicher Schmiede und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. 1. Dienstag, den 10. März, abends 8½ Uhr, im Moabiter Klubhaus, Beusselstraße 9; 2. Mittwoch, den 11. März, abends 81/2 Uhr, bei Fey, Brunnenstr. 184; 8. Donnerstag, den 12. März, abends 81/2 Uhr, bei Rautenberg, Oranienstraße 180; 4. Freitag, der 13. März, abends 8, Uhr, bei Bubeil, Lindenstr. 106; 5. Sonntag, den 15. März, vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. 176| 11 Tages Ordnung: Die Arbeiterfrage der Gegenwart." Die Referenten werden in den Versammlungen befannt gemacht. Die Lohnkommission. Schöneberg. Dienstag, den 10. März 1896, abends punkt 8 1hr, im Saale der Schloßbrauerei, Hauptstraße Nr. 110-114: Große öffentliche Volksversammlung. W Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Gemeindewahlen für die Arbeiterklasse. Referent: Genosse Antrick. 2. Diskussion. 204/11 Umi zahlreiches Erscheinen der Männer und Frauen Schönebergs ersucht Der Einberufer. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, 3. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. voll Ur. 58. Wieder ein Vorwärts". des " eine Sonntag, den 8. März 1896. Gerichts- Beitung. Soziale Uebersicht. zu und Umgegend ist bei dem dortigen Bürgermeisteramt beantragt Die Errichtung eines Gewerbegerichts für Weinheim worden. 13. Jahrg. habe. Bei der Strafabmessung ist berücksichtigt worden, so schloß Redner, einen zehnstündigen Arbeitstag, Verbot daß Pawera die beleidigenden Ausdrücke in einer Versammlung, der Kinderarbeit und einen Maximalarbeitstag von 8 Stunden Majeltätsbeleidigungs- Prozek daß die hörer diese Worte wohl bald wieder vergessen hätten. genannten Rolljungens zu rechnen. Reicher Beifall lohnte dem also vor einem beschränkten Personenkreis, gebraucht habe, und für Arbeiter unter 18 Jahren; hierzu sind hauptsächlich die soEtwas anderes sei dagegen die Wiedergabe in einem Blatte, das Redner für seinen interessanten Vortrag. Polib theilt hierauf Tausende mit Ruhe lesen. Hier sei der Eindruck viel wirksamer mit, daß 8 Mitglieder krank sind und im Januar 85 Aufnahmen Genosse Joseph Dier!( Roland) stand gestern wieder und nachhaltiger. Wollte der Angeklagte feine Leser nur warnen, erfolgten. Am 17. Februar verstarb das Mitglied Zupke; die vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Berlin I, angeklagt so war eine Wiederholung der beleidigenden Worte nicht noth- Anwesenden ehren dessen Andenken in der üblichen Weise. Sowegen Majestätsbeleidigung. In der vom Angeklagten verantwendig. Diese Wiederholung sei ebenso beleidigend, wie die dann wurden 50 M. für die Textilarbeiter zu Kottbus bewilligt. wortlich gezeichneten Nummer des„ Vorwärts" vom 17. März ursprünglich von Pawera ausgesprochenen Säge. Ein Antrag, als 2. Rate 50 M. zu gewähren, wurde augevorigen Jahres war unter der Spitmarke: Wie man in Sachsen nommen und den Konfektionsarbeitern 100 M. überwiesen. Vom Sozialdemokraten verurtheilt, ein Gerichtsbericht enthalten, worin 1. April ab befindet sich das Arbeitsnachweisbureau Kommanmitgetheilt wurde, daß der Weber Pawera in Zwickau wegen dantenstraße 25. Majestätsbeleidigung zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden Aus Hamburg wird uns berichtet: Unter der Stichmarke Eine öffentliche Schuhmacherversammlung beschäftigte sei, ohne daß ihm die Untersuchungshaft angerechnet worden wäre. Ein Sittenbild aus der tugendhaften Republik Hamburg" sich am 4. d. M. mit dem Streit in der Schuhfabrit von Teschner, Die beleidigende Aeußerung war in abgeschwächter Form und mit brachte der„ Vorwärts" in Nr. 54 bekanntlich eine Meldung Neue Friedrichstraße 87. Nach dem Bericht Fleischers hat Herr Weglaffung des Schlußsages derselben in dem betreffenden über einen scheußlichen Kuppelei- Prozeß, der sich am Landgericht Teschner, trotz des vor 14 Tagen bei Beilegung der Differenzen Bericht wiedergegeben. Bekanntlich hatte die erste Strafkammer Samburg abgespielt hatte. Am Freitag wurde das Urtheil in gegebenen Versprechens, teinen Arbeiter zu maßregeln, einen Stanzer seinerzeit die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt; auf dieser Sache verkündet. Die Ehefrau Maria Margarethe ohne genügenden Grund entlassen und anderen Arbeitern mit Beschwerde der Staatsanwaltschaft war die Sache sodann ver- Meyer, die ihre 14jährige Tochter Marie an den Heilgehilfen Entlassung gedroht. Infolge dessen wurden von den Arbeitern handelt und Genoffe Dierl zu 6 Monaten Gefängniß ver- Karl Wilhelm Rolle gen. Bogt kontraktmäßig gegen ein Entgelt die Arbeit niedergelegt. Nachdem noch die Maßnahmen der urtheilt worden. Auf Revision des Verurtheilten hat das von 25 M. pro Woche verkuppelt hatte, erhielt 3 Jahre Polizei einer Kritik unterzogen, meldete sich Herr Liederiz, der Reichsgericht die Angelegenheit an die zweite Strafkammer, die Zuchthaus und 5 Jahre Ghrverlust. Dieselbe Strafe erhielt Rolle Buchhalter des Herrn Teschner zum Wort. Er versuchte die nunmehr darüber verhandelte, zurückverwiesen. Der Angeklagte wegen Anstiftung zu dem Verbrechen der schweren Kuppelei. Angaben des Referenten zu widerlegen und erklärte, daß die giebt zu, den inkriminirten Artikel vor der Veröffent- Beide sollen auch nach verbüßter Strafe der Polizeiaufsicht unter- Agitations tommiffion ihre Zustimmung zur Entlassung gegeben lichung gelesen und die beleidigende Aeußerung abgeschwächt ſtellt werden. Das Gericht hat in seinem Urtheile alle Merkmale habe, verließ aber dann, als Nauer im Namen der Kommission zu haben. Die Absicht und das Bewußtsein, eine Majestäts- der zur Anklage stehenden Verbrechen festgestellt, obwohl der dies bestritt, unter der Bemerkung, daß am nächsten Tage beleidigung zu begeben, habe ihm natürlich ferngelegen. Die Staatsanwalt die ursprüngliche Anklage bedeutend modifizirt 20 Arbeiter( 15 waren bis jetzt nur beschäftigt) anfangen würden, Tendenz des Artikels gehe vielmehr dahin, die Arbeiter vor leicht hatte. Ein Amtsrichter, der mit dem Beleidigungs- in Begleitung des Meisters Rudy den Saal. Nachdem die nächsten fertigen und unbedachten Aeußerungen, in denen eine Majestäts- paragraphen in Konflikt gekommen ist, wird sich in den nächsten Redner den Streit als gerecht anerkannten und die Streikenden zum beleidigung gefunden werden könne, zu warnen. Diese Auffassung Tagen vor dem Schöffengericht II in Hamburg zu ver- Ausharren aufgefordert, erklärte der inzwischen wieder eingetretene komme auch in dem Beschluß der 1. Straffammer vom 24. Juni antworten haben. Er soll einem Angeklagten unverschämte Meister Rudy, daß der Stanzer entlassen sei, weil er kein Fachmann 1895 zum Ausdruck. Staatsanwalt Diez vertrat die Lügen" vorgeworfen haben und ist nun von dem Beleidigten im wäre eine Angabe, die entschieden von anderer Seite bestritten Ansicht, daß die Wiedergabe einer als Majestätsbeleidigung ver- Wege der Privattlage belangt worden. wurde. Hierauf wurde folgende Resolution angenommen:" Die urtheilten Aeußerung aufs neue eine Majestätsbeleidigung Bersammlung erklärt sich mit den Streifenden voll und ganz sei. Wenn eine derartige Wiedergabe durch einverstanden und verpflichtet sich, dieselben materiell und sozialdemokratische Zeitung erfolge, so sei das etwas moralisch zu unterstützen, bis alle Arbeiter eingestellt anteres, als wenn jemand seiner sittlichen Entrüstung über solche Krankenkassenwesen. Der Allgemeinen Kranken Unter- sind. Sie verwahrt sich vor allen Dingen gegen das System der Beleidigungen kund gäbe, denn wenn zwei dasselbe thun, so ist stüßungskasse( G. H.) su Windecken, der Krankenkasse der Zeug- schwarzen Liſten von seiten der Fabrikanten und verlangt, daß es nicht daffelbe. Die betreffende Aeußerung sei zweifellos ehren- und Raschmacher- Innungsmeister für Osterode und Freiheit( E. p.), die Unternehmer einen jeden ohne Ausnahme einstellen. Die kränkend, weil dadurch dem Kaiſer der Vorwurf des Mangels an Energie gemacht werde. Ein solcher Vorwurf sei unerhört der Krankenkasse Raesfeld( E. H.), der Flensburger Krantenfaffe Agitationstommission wird beauftragt, in einer der nächsten Verund dem Weber Pawera sowie dem Redakteur des Vorwärts" Vorwärts"( E. H.), der Kaufmännischen Krankenkasse für Rhein- sammlungen hierzu Stellung zu nehmen. fei es vorbehalten geblieben, ihn zu erheben. Die objektive Majestäts: Sterbefasse zu Bierstadt( E. H.) und der Kranken- und Sterbe- stattgehabten großen öffentlichen Malerversammlung, welche wohl land und Westfalen( E. H.) in Elberfeld, der Kranken- und Maler. In der am Donnerstag, den 5. März, bei Keller beleidigung stehe fest. Der Angeklagte habe zwar den beleidigenden Satz fasse zu Esch( E. H.) ist vom preußischen Handelsministerium die von zirka 2000 Personen besucht war, wurde seitens der Lohnumgewandelt, aber dennoch in dem Artikel gesagt, daß Pawera auf grund dieser Aeußerung verurtheilt worden sei. Der Skribent Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe fommission der Bericht über die zwei Meister- Bersammlungen, und der Redakteur wußten ganz genau, daß dies nicht der Wahr- des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Kranken- welche furz vorher stattgefunden hatten, gegeben. Da in den selben, wie schon vorher in der Junung, die Verhandlungen der heit entspräche. Diese vom Angeklagten als Abschwächung be- versicherungsgesetzes genügen. zeichnete Umwandlung sei also eine Fälschung, eine Hetze. Mög- Arbeiter- Vergnügungsvereine zu politischen Ver- Lohnkommission ein negatives Resultat erzielten, die Meister lichenfalls rühre auch die Aenderung gar nicht vom Angeklagten einen zu stempeln, wird nachgerade System. Auch dem Tischler- sich nicht dazu verstehen wollten, die bescheidenen Forderungen her, sondern sei auf eine ungenaue briefliche oder telegraphische Sängerklub in Hannover ist durch die Behauptung, er sei ein der Gehilfen zu afzeptiren, so sprachen fich sämmtliche Mittheilung des Urtheils gegen Pawera zurückzuführen. Auch politischer Verein, sein harmloses Leben verbittert worden. Dem Redner in einer manchmal ziemlich erregten Debatte dahin die Weglassung des Schlüßfayes könne nicht als Abschwächung der Wirth, bei dem dieser Verein ein Vergnügen abhalten wollte, ist aus, unter allen Umständen in einen Lohnkampf einzutreten, Majestätsbeleidigung, sondern nur als Kürzung angesehen werden. vom Polizeipräsidium mitgetheilt worden, an dem Vergnügen und wurde beschlossen, am Sonnabend, den 7. März, ist sämmtWenn der Angeklagte seine Parteigenossen nur vor Majestäts- dürften Frauen, Schüler und Lehrlinge nicht theilnehmen, weil lichen Arbeitgebern der Lohntarif zur Unterschrift vorzulegen. beleidigungen warnen wollte, so hätte er das auf fürzerem Wege der Tischler- Sängerklub ein politischer Verein sei. Bei denjenigen Meistern, die denselben nicht anerkennen, ist vom ohne Wiedergabe der beleidigenden Aeußerungen thun tönnen. Montag ab die Arbeit nicht mehr aufzunehmen. Ferner wurde Der Staatsanwalt beantragte 6 Monate Gefängniß, die als Zufaß Lohntarif anerkannt worden ist, für die Streikenden pro Woche beschlossen, daß die Gehilfen, die weiter arbeiten, d. h. wo der straße zu dem gegen Dierl rechtskräftig gewordenen Urtheil 2 M. an die Streitkasse abliefern müssen. Mit einem dreifachen einem Monat Gefängniß wegen Münter- Beleidigung auf 5 Monate herabzusehen wären. Der Vertheidiger, Hoch auf die Streitbewegung wurde die imposante Versammlung Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, führte aus, daß geschlossen. von einer Majestätsbeleidigung in dem Artikel feine Rede sein könne. Gerade die Spizmarke: Wie man in Sachsen Sozialdemokraten verurtheilt, sowie der durch den Druck hervor gehobene Sat: die Untersuchungshaft wurde nicht angerechnet, Eine Bahnhofsszene am Ausgang des 19. Jahr deuten darauf hin, daß der Artikel nur den Zweck gehabt haben hunderts. Unter dieser Ueberschrift bringt die„ Nordh. 3tg." kann, die Härte der sächsischen Justiz zu kennzeichnen und den eine Mittheilung, welche lehrt, daß unter Umständen auch brave, Lesern des Vorwärts" zu sagen: Seht, so strenge werden in friedfertige Freisinnsmänner beinahe aus ihrer Faffung ge Sachsen Majestätsbeleidigungen bestraft, hütet Euch also vor aus der Erde schießen. bracht werden können. Das Blatt schreibt: Ein Vorgang auf ähnlichen Aeußerungen. E& 3 fomme nicht darauf an, Ein Kartell russischer Petroleumhändler. Sämmtliche einem Bahnhofe unserer Heimath, der sich an einem der letzten ob das Gericht in dem fraglichen Sage eine objektive Petroleumhändler der westrussischen Gouvernementsstadt Minst Sonntage zutrug, hat in hohem Grade Aufsehen in unserer Majestätsbeleidigung erblicke; es fei vielmehr er beziehen das Petroleum aus der dortigen Nobel'fchen Niederlage ganzen Gegend erregt und beschäftigt dermaßen die Gemüther wägen, ob den Angeklagten, indem er den Artikel und treten jeden Monat zusammen, um den Verkaufspreis des verschiedener Orte, so daß auch wir denselben nicht ganz mit aufnahm, das subjektive Bewußtsein innewohnte, eine Majestäts- Petroleums festzusetzen. Dieses Kartell hat die Petroleumpreise Stillschweigen übergehen können. Am Sonntag Abend saßen auf beleidigung zu begehen. Wollte der Angeklagte seinen Zweck, in Minst von 1 Nubel 15 Ropelen für das Pud auf 1 Rubel dem betreffenden Bahnhof im Wartesaal 3. Klaffe beim harms die Leser zu warnen, erreichen, so konnte er nicht umhin, die 45 Kopeken bei dem Engros- und 1 Rubel 1 Rubel 80 Ropeten losen Sonntagsvergnügen, Stat spielend, eine Anzahl angesehener betreffende Aeußerung wiederzugeben, die er ja doch, um jeden bei dem Detailverkauf erhöht. Jm Monat Mai ver- Bürger, u. a. an den einen Tische der Ortsschulze und der Anschein einer neuen Beleidigung zu vermeiden, abgeschwächt sammeln sich die Theilnehmer des Kartells, 11111 den Stationsvorsteher. Da öffnet sich plößlich geräuschvoll die zum habe. Wie der Staatsanwalt in dieser Abschwächung eine Gewinn, welcher sich aus der Erhöhung der Preise ergiebt, Wartesaal der höheren Klassen führende Nebenthür und Fälschung und eine Hege erblicken fönne, sei unerfindlich. Zum zu theilen, die Kleinhändler bekommen dabei 3-4 Ropeten für herein tritt der Amtsvorsteher, ein Freiherr Beweise, daß auch andere Blätter dieselbe Aeußerung jedes verkaufte Pud. Da der jährliche Konsum von Petroleum selbe schien, wie den Anwesenden auffallen mußte, sehr wiedergegeben haben, legt der Vertheidiger dem Gerichtshofe in Minst 100 000 Bud beträgt, so werden bei der Annahme, erregt zu fein. Er hielt an dem Tische, an dem der Ortsein Exemplar der Post" vor, die doch jedenfalls vor dem daß alles Petroleum durch den Engrosverkauf an die Kon- schulze 2c. Karten spielte, sofort eine Rede über die Bestrebungen Verdacht, eine Majestätsbeleidigung zu beabsichtigen, sicher sei, sumenten gelangt, die Einwohner von Minst von dem Kartell des Bundes der Landwirthe, unterbricht dieselbe aber alsbald, und trotzdem denselben Saß, wie der Vorwärts" gebracht habe. mit einer jährlichen Steuer von 30 Tausend Rubeln belastet; als er am Nachbartische einen als liberalen Mann bekannten Das zeige eben, daß der Redakteur sich nicht anders auszudrücken thatsächlich ist aber diese Besteuerung noch höher, da der größte Herrn aus dem ihm polizeilich unterstellten Orte, ebenfalls Karten wußte, um den Sinn der Worte verständlich wiederzugeben. Theil des Petroleums in kleinen Quantitäten verkauft wird. spielend, fißen sieht, und fährt denselben unwirsch an: Was Aber auch objektiv liege in dem fraglichen Passus teine Majestätsmachen Sie denn hier? Sie sind doch freisinnig und beleidigung. Wenn es in der Aeußerung des Pawera heiße, der Aktiengesellschaften in Rußland. Während die russische sind von jeher kein zuverlässiger Mensch gewesen." Darauf ent Kaiser könne, selbst wenn er wolle, die Arbeiterschutz- Regierung im Jahre 1894 die Gründung von 63 Aktiengesell- gegnete der ob dieser Art mit ihm zu sprechen höchlich Erstaunte: maßregeln nicht gegen den Willen der herrschenden Klaffen schaften mit einem Gesammtkapital von 56 525 000 Rubeln er:" Ja, freisinnig bin ich und bleibe ich, wenn auch noch tausenddurchführen, so sei das insofern zutreffend, als doch laubte, hat sie im Jahre 1895 die Gründung von 1½½ mal mehr, mal gewählt wird. Trotzdem bin ich so zuverlässig wie jeder bei allen gesetzgeberischen Maßnahmen die Mitwirkung nämlich 95 Aktiengesellschaften mit einem 2 mal größeren, näm andere auch." Bei dieser, wie man zugestehen wird, in anbetracht der konstitutionellen Faktoren erforderlich sei. Ferner fomme lich 119 085 000 Rubel betragenden Gesammtkapital gestattet. Der Anrede immer noch äußerst respektvollen Antwort gerieth in diesem Sag nur der Gedanke materialistischen Außerdem wurde im verflossenen Jahre 37 früher gegründeten der Herr Amtsvorsteher in eine in der Sache mit nichts zu be Geschichtsauffassung zum Ausdruck, wonach selbst der absoluteste Aktiengesellschaften erlaubt, ihre Aktienkapitale auf die Summe gründende Erregung. Was haben Sie da gefagt?" schrie er,„ Sie Monarch von dem Willen der in Staat und Gesellschaft herr von 34 663 563 Rubeln zu erhöhen, und drei Gesellschaften wurde haben mich beleidigt, und wenn Sie das nicht retourniren", so schenden Klassen abhängig ist. Es sei doch ein Unterschied, ob gestattet, Obligationen für 6140 000 Rubel herauszugeben. werde ich Sie verhaften." Darauf keine Antwort, bis jemand sagt: der Kaiser ist das und das, oder ob man, wie in Unter den im Jahre 1895 erlaubten Aktiengesellschaften nehmen endlich der Freiherr nochmals seinen Kontrahenten fragt, ob er dem inkriminirten Artikel geschehen, sagt: der Pawera hat gesagt, die Unternehmungen in der Montan- Industrie den ersten Rang sich mit ihm vergleichen wolle. Das rührt endlich den Mann daß der Kaiser das und das wäre, und deshalb ist er verurtheilt ein, dann folgen diejenigen in der Zucker- Induſtrie. und er sagt: Ja, warum denn nicht." Hierauf entwickelte fich Der westeuropäische Einfluß, dem das Zarenthum ängstlich folgende Szene, der sich jedes Lustspiel mit Erfolg bemächtigen worden. Der Vertheidiger hofft, daß der Gerichtshof sich nicht auf den Standpunkt des Staatsanwalts stellen werde, welcher die russische Grenze zu versperren sucht, dringt durch die Aktien- tönnte. Der Amtsvorsteher:" Sagen Sie dann mal: I ch sagte: wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht dasselbe. gesellschaften also gerade ins Wesen des russischen Reiches ein, bin ein bundsgemeiner, ganz erbärmlicher Gr beantragt prinzipiell Freisprechung, oder, falls der nämlich in dessen patriarchalische Wirthschafts- Schuft." Oder sind Sie ein Schaf oder Schafbock? Freisinn ,, Nein, das sage ich Gerichtshof zu einer Bestrafung kommen sollte, das niedrigste weise und noch dazu mit hoher obrigkeitlicher Erlaubniß. Das ist Blödsinn!" Der Freisinnige: ist ein guter Witz der Weltgeschichte. Trägt nämlich Rußland nicht."( Ist der Freifinnige, der also antwortet, nicht beinahe Der Angeklagte wurde der Majestätsbeleidigung für schuldig erst die Uniform der modernen Produktionsweise, dann wird es, eine solche Behandlung werth? R. d.„ V.") Der Umtsvorsteher: erklärt und zu einer Zusatzstrafe von fünf Monaten und ob es den dort herrschenden Klassen paßt oder nicht, auch seine„ Dann lasse ich den Wachtmeister holen und der muß Sie verhaften." Kurze Zeit darauf betrat denn auch der Wachtmeister zwei Wochen Gefängniß, also zu einer höheren, staatlichen Einrichtungen dementsprechend in der Hauptsache ver= al3 der vom Staatsanwalt beantragten, verändern. Damit ist das Schicksal des Zarenthums von selbst ge den Saal. Zu einer ihm vom Amtsvorsteher ins Ohr geflüsterten urtheilt. Aus der Ueberschrift des Artikels gehe hervor, daß geben. Bemerkung lächelte der Beamte eigenthümlich und haftete niemanden. Der Freiherr postirte sich inzwischen mit der Uhr in der Hand im Zimmer, offenbar wartend auf den Moment der für den Ort giltigen Polizeistunde um 11 Uhr. Als Aenderung bekunde vielmehr die Absicht, den Kern der Ueber das Arbeiterelend und die Forderung des die Herren in Erwartung dessen aufhören wollten mit Spielen, Sache in kurzen Worten wiederzugeben. Auch in dieser Maximalarbeitstages im Handels- und Transportgewerbe protestirte dagegen der Stationsvorsteher mit der Bemerkung, abgeschwächten Form sei die betreffende Aeußerung eine sprach am 3. März in Bolz' Festsälen, Alte Jakobstr. 75, vor daß auf dem Bahnhofe erst Feierabend werde mit dem Eintreffen Majestätsbeleidigung. Die vom Vertheidiger angezogene einer gut besuchten Versammlung des Verbandes der Handels- des letzten Personenzuges. Darauf der Freiherr:„ Ich habe die Abhängigkeit des Monarchen von den konstitutionellen Faktoren Hilfsarbeiter Genosse Joh. Rein. Der Referent schilderte in Polizei und gebiete Feierabend". Darauf der Stationsvorsteher: ich die Polizei und sei eine legitime. Die Auslassung des Pawera beziehe sich das klarer, anschaulicher Weise die traurigen Verhältnisse der im hier auf dem Bahnhofe habe Und wenn Sie mich gegen auf illegitime Beeinflussungen des Monarchen. Objektiv Transportgewerbe beschäftigten Arbeiter. Bei einer Arbeitszeit gebiete allein hier Feierabend. lassen, so werde ich bei meiner liege somit eine Beleidigung vor. Aber auch subjektiv sei sich der von früh 4 Uhr bis abends 10, ja 11-12 Uhr, gestalten sich diese nicht in Ruhe Angeklagte des beleidigenden Charakters der Aeußerung bewußt Verhältnisse thatsächlich schlechter, als die im Konfektionsgewerbe; gesetzten Behörde Beschwerde sühren." Das Kartenspiel hörte gewesen. Er sei deshalb ebenso hoch zu bestrafen, wie seiner und doch finde sich kein Minister, feine Reichstommission für auf, nicht aber die Wartefaalfzene. Ein Passagier aus NordBeit der Pawera, dessen Redensarten wiedergegeben Arbeiterstatistik, welche für diese Armen eintritt. Wir fordern, hausen trat in den Saal, um vor Abgang des Zuges noch etwas Strafmaß. " " Der es sich in demselben keineswegs um eine Warnung, sondern um die Kritik eines Urtheils handele. Auch die Abschwächung der Beleidigung sei nicht als eine solche zu erachten; die er Die Vereinsbäckerei in München soll in Liquidation getreten sein. Wie immer, so paradirt auch hierbei die bürgerliche Presse mit dem alten Ladenhüter, daß es sich um eine„ sozialWie die Sozialdemokratie demokratische Gründung" handle. über das Gründen von Produktiv- Genossenschaften denkt, geht schon daraus hervor, daß es so wenig Genossenschaften giebt. Wäre die Sozialdemokratie für solche Gründungen, sie würden wegen der im ganzen elenden Lebenshaltung, die das Bürger thum den von ihm beschäftigten Arbeitern nur bietet, wie Pilze Versammlungen. Vermischkes. " Der vers an " " zu sich zu nehmen. Auch an dieser Person und Handlung schien haltung der Armee verwendet." Die Möglichkeit, daß der Bug- Briefen heimgesucht werden, allgemein der größten Hochachtung der Herr Amtsvorsteher Anstoß zu nehmen, denn er eilte dem führer mit dieser Erklärung recht haben könne, schien auch der und Verehrung erfreuen." jungen Manne nach, verlangte von ihm die Vor- Offizier zuzugeben, denn er brach nach dieser Antwort die Unterzeigung seiner Fahrtarte, erklärte ihn für seinen haltung ab. Ein sprechender Kauarienvogel. Auf einem Jahrmarkt Arrestanten und versuchte sogar dem Dampfroß Halt zu ge= bieten, als diefes u. a. auch den Fremden entführte. Der dem davon wird der Köln. 3tg." geschrieben:" Die Residenzstadt Sigma hörlustige Menge strömte hinein. Auf einem aus Brettern und Ein Fall Koze in Sigmaringen. Aus Hohenzollern in einem holsteinischen Orte wurde in einer Bude auch ein sprechender Kanarienvogel angepriesen. Eine große schau- und eilenden Buge nachgerufene Wunsch des Herrn Amtsvorstehers, ringen ist in hochgradiger Aufregung. Seit Monaten erhält Tonnen hergestellten Podium stand auf dem Tisch das Bauer den Delinquenten auf der nächsten Station auszusehen, blieb eine Reihe von Persönlichkeiten anonpme Schmähbriefe. Mit natürlich auch unerfüllt. Das ist die in jeder Hinsicht wahrheits diesen tüctischen, gemeinen Machwerken werden in erster Reihe begann der glückliche Besizer," Se möt dat nich för ungot mit dem wunderbaren Vogel. Meine Herren und Damens", getreue Schilderung einer Bahnhofsszene am Ausgang des der Königliche Regierungspräsident v. Schwarz, sodann selbst 19. Jahrhunderts, einer Szene von fulturgeschichtlichem Werth Mitglieder des fürstlichen Hauses bedacht. Es ist geradezu vernehmen, aber min lütten Vogel kann blot plattdütſch ſnaken. für die Nachkommenden, von politisch- charakteristischem für die blüffend, mit welcher Raffinirtheit und mit welcher Kenntniß ertönte es im Chor. Dat is got! Na, min lütten Krischan," Rönnt Se dat verstahn?" Ja, natürlich! Man los!" Gegenwart. persönlicher und dienstlicher Verhältnisse die Schreiber vorgehen. Berhält sich die Sache wirklich so, wie die„ Nordh. 3tg." Regierungspräsident von Schwarz foll allein an 180 Briefe wandte er sich an den Piepmay," Du magst ja so girn ſmöten! meldet, so ist es unverantwortlich von den Zeugen, daß sie sich erhalten haben. Auch Segg' mal, wat magst Du denn lewer,' ne; Bigarre oder' ne nicht wenigstens um die Abführung des Freiherrn in irgend eine Briefe gerichtet worden mit Spigen gegen den Regierungs- belohnte Beifallklatschen und einstimmiges Gelächter die großpreußische Minister find Piep?" Piep!" sagte der Vogel. Große Verblüffung, dann Heilanstalt bemüht haben. präsidenten. Als rother Faden zieht sich durch die anonyme Briefschreiberei eine Klostergeschichte. Das zu Gorheim, artige Leistung. Natürlich priesen die" Hineingefallenen" dann Schlagfertige Antwort. Wo bleiben die Blaßkartengelber einem Vorort der eigentlichen Stadt, liegende Franziskanerkloster nichts so sehr an, wie den famosen Kanarienvogel den lieben der D- Büge? Auf diese Frage gab kürzlich ein schlagfertiger hatte eine Schule für Knaben gegründet, die sich als Franziskaner Mitmenschen zu Nuz und Frommen, und die Bude wurde nicht leer. Zugführer eine ziemlich knappe Antwort, über deren Richtigkeit ausbilden sollten. Diese Schule mußte auf grund der bestehenden die Ansichten allerdings auseinandergehen mögen. Von Gotha Geseze von der Regierung aufgelöst werden, und infolge dessen Die längste mit Kabel beförderte Depesche haben vor fuhr jüngst ein höherer Offizier mit dem Schnellzuge München- wurden nicht nur der Regierungspräsident, sondern auch andere furzem die Zimes" in London von ihrem Johannesburger Kor Berlin nach der Reichshauptstadt. Er war nicht gerade erbaut, Persönlichkeiten vielfach angegriffen. Uebrigens scheint die respondenten über Kapadt erhalten. Sie nahm drei ganze als man ihm in Leipzig 2 M. für eine Playtarte abverlangte Klostergeschichte nur den Deckmantel persönlichen Haffes zu Druckspalten der gewöhnlichen fleinen Schrift in diesem durch und besprach die Sache eingehend mit dem Zugführer. Diesen bilden. Insofern ist die geheimnißvolle Geschichte in ein neues sein Riesenformat bekannten Blatte ein und fostete rund 17 000 fragte er schließlich:" Wo bleibt denn das Geld?" Schlagfertig Stadium getreten, als nun gewisse Persönlichkeiten verdächtigt Mart. Bisher galt als längste Depesche diejenige, die der engerwiderte der Zugführer S.: Herr.... zunächst befommt es worden sind und dagegen die Staatsanwaltschaft angerufen lische Kriegsberichterstatter Archibald Forbes während des der Eisenbahnminister, dieser giebt es dem Finanzminister und haben. Die Empörung in der Einwohnerschaft ist hoch gestiegen deutsch- französischen Krieges turz nach dem Einzuge der deutschen von dem bekommt es der Kriegsminister, der es zur Unter- und um so mehr, als fich gerade die Persönlichkeiten, die mit den Truppen in Paris an die„ Daily News" uach London sandte. Geschäfts- Haus S. Seine 14. Chauffer- Str. Berlin N. Chauffee- Str. 14. Wohlfeile Neuheiten in d Kleider- Stoffen 1,50, 2 F. 2c. 45582 für die Frühjahrs- Saison. 2 Mt. 2c. Seidenfloffe, schwarz und farbig, Meter 1.35| Neuheiten im engl. Geschmack 1.0 Reinseidner Damast, eter 1,75, 2, 2,50 Schwarze und farbige Mohairs, Neuheit, nd 3 Mt. in all. Farb., dopp. br., Meter glatt u. gemustert, Meter 1,25, 1,50 Mt. 2c. dopp. br. Reinwollne Foulé 65, 75, 90#fg., 1. 1,25 mt. Schwarze Kostümstoffe, großartige Auswahl, Reinwollne Cheviots, doppelt breit, Meter von , 70 Pfg. an. 1, 1,25 1,50, 2 bis 6 t. Confektions- Abtheilung. Kostüm- Röcke, Von Mt. 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Ich kann mich demgegenüber damit begnügen, darauf hinzuweisen, daß jede Eintragung von den Haushaltungsvorſtänden selbst bezw. von den Hauswirthen oder Hausverwaltern herrührt oder nach sorgfältigen Recherchen von mis with meinen Beamten festgestellt ist. Es wird ferner jede Behörde, jeder Verein bestätigen, daß die bezüglichen Eintragungen nach den Angaben der Behörde bezw. des Vereins in das Neue Adreßbuch aufgenommen worden sind. Für jede# 9999 einzelne Eintragung im Neuen Adreßbruch sind zudem die Originalbeläge noch in meinem Besitz und stehen Jedermann 68.1 od zur Einsicht offen. Im Uebrigen will ich die Beurtheilung des Vorgehens der Firma W.& S. Löwenthal, welches offenbar in einem ohumächtigen Concurrenzneid seinen Grund hat, getrost der Oeffentlichkeit überlassen. Das verehrliche Publikum wird wissen, daß ich mir das Uebelwollen der Firma W.& S. Löwenthal lediglich deshalb zugezogen habe, weil ich im öffentlichen Interesse das Adreßbuch- Monopol dieser Firma durchbrochen und ein gutes, brauchbares Adreßbuch für 6 Mark statt des Löwenthal'schen Preises von 16 Mark geschaffen habe. Unbeirrt durch solche Angriffe werde ich deshalb fortfahren, in dem Neuen Adreßbuch ein Werk von denkbarster Vollkommenheit zu Stande zu bringen. Dies wird nicht nur der nächste Jahrgang beweisen, welcher frei von den kleinen Mängeln sein wird, die einem solch' umfassenden Werke im ersten Jahrgang seines Erscheinens naturgemäß noch anhaften, sondern schon der demnächst erscheinende Nachtrag, dessen Ankündigung bereits auf die Firma W.& S. Löwenthal eine so überaus beunruhigende Wirkung hervorgebracht hat. Berlin, den 8. März 1896. August Scherl. Der Kampf gegen die Schleuder- Geschäfte E Ser Herren- und Knaben- Garderoben- Branche, den ich vor einem Jahre unternahm, hat zum theil einen guten Erfolg gezeitigt. Das Publikum wurde über die Machinationen und die markt. schreierische Reklame aufgeklärt. Die Ausverkäufe, die nur darauf berechnet waren, das Publikum irrezuführen, find faft gänzlich, nachdem ich ihre unlautere Handlungsweise aufgedeckt habe, wenigstens in meinem Stadttheil, von der Bildfläche verschwunden. Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der. Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld kosten. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trog der billigen Anpreisung immer noch als viel zu theuer erkennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Publikum im eigensten Interesse die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. 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