Morgenausgabe Nr. 7 A4 47.Iahrgavg «ücheotlich 85«ssaÄch 8�0«. im voraus zahlbar. Postbezug IJSZ tR. «mschließlich 60 Pfg-Postzeitun s- uub 72 Pfg. Postbestellgebühreu. Ausland»» abonnemeut S.— M. pro Monat. Dar„VonvStts" erscheint wochentZg» lich zweimal. Sonntags und Wontag» einmal, die Abendausgaden für Berlin vnd im chandel mit dem Titel �Der Abend". Illustrierte Beilagen.Volk vnd Zeir' und �Undersreund". Ferner �Unterhaltung und Wissen*.»Frauen« stimme"..üchnU".»Blick in die Büchertpelt* und»Jugend-Vonvärts" P> Berliner Soltsvlatt Sonniag 5 Januar 1930 Groß-Äerlin 15 Pf- Auswärts 20 pf. Di» einspaltige Nonparetllezet!« 80 Pfennig. Reklame eile 5.— Reichs« mark...Kleine An'.eigen' das ettge« druckte Wort 2ä Pfennig(zulässig zwei fettaedruckte Worte). iedes weitere Wort 12 Pfennig. SieUengesuche das erste Wort lö Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte übet lö Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsm� kt Zeile 00 Pfenn g.Familienanzeigen Ze le 40 Pfennig. Anzeigenannahme imHaupt' Lindenstraße 3. wochentäglich fleschaft von SV; bis 17 Uhr. Jentsawvsan der Sozialdemokrattfchen iSavtei Deutschlands Nedaktion und Verlag: Berlin TW 68, Lindenslrahe 3 Rctnipredjtr: Tönbos« 292—297 Telegramm-Adr! Souatbemofrat Berlin. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Polllcheckkonio: Berlin 37536.— Banlkonio: Bank der Arbsiier. Anpellellien und Beamten. Wallsir 65 T» B u?isl-Gel � Tepasiienkasie Lindensir 3. Die Sanktionen. Oeutsch-französisches Heherballspiel um Versailles-Paragraphen. V. 5cli. Haag, 4. Januar.(Eigenbericht.) Es lagert eine eigenartige Stimmung über dieser Konferenz. Objektiv müHte sie keinerlei ernste Schwierigkeiten mehr bieten. Das Wesentliche ist im August geregelt worden: was noch osfen stand, wurde durch Lorarbeiten bis auf einige Punkte gevärt und bedarf nur noch der förmlichen Zustimmung der Regierungen im Haag. Die noch ungelösten Streitpunkte beziehen sich fast ausschließlich auf hie O st reparationen, die Deutschland nichts angehen, weil aus- hrücklich im Joung.Plan vorgesehen und allseitig anerkannt wird, daß nach dem Inkrafttreten des �joung-Planes die im Friedens- vertrag enthaltene theoretisch« Haftung Deutschlands auch für die Reparationen seiner ehemaligen Bundesgenossen nunmehr auf- hört. AA Oesterreich kommk es bestimmt und sehr bald zu einer Einigung, ebenso wahrscheinlich ist da» Einvernehmen mit Bulgarien. vifsereuzpullkte mit Ungarn erscheinen troh allen beider- ' seitlgeu Deklarationen keineswegs unüberbrückbar. Wer selbst wenn man mit Ungarn nicht ins Reine käme, sind die Großmächte im Prinzip einig, nicht ewig auf diese Einigung nnt Pethlen zu warten, sondern mit Deutschland allein abzuschließen. Und trotzdem lausen hier viele Deutsche und Franzosen mit ge- wichtig ernsten Mienen herum, als witterten sie unheilvolle Kam- plikationen, ernste Lrastproden, Krisen, Bruch und weiß Gott was. Gleich am ersten Tage wurde ich von verschiedenen Französen daraus angesprochen, ab die deutsche Delegation nicht doch den Ein- stlüssen vonSchacht erlegen sei und wieder alles über den Haufen geworfelt werde. Daß der Reichsbonkprasid.ent in der letzten Zeit in. verschiedenen Punkten! der- inneren Politik seinen Willen der Reichsregicrung auszuzwingen oermochte, hat in Frankreich die Mei- nung aufkommen lasten, daß die deutsche Delegation im Haag noch versuchen würde, entsprechend den Forderungen, im Memorandum die Augustbeschlüsse wieder umzustoßen. Der Hinweis darauf, daß ümgekehtt die Nichtentsendung von Schacht klar beweise, daß das Reichskübinett äs abgelehnt hat, stch diese Forderungen zu eigen zu machen, wirkt auf die Franzosen nicht ohne weiteres überzeugend. Man kann jedenfalls daraus ersehen, welchen Ruf der Schwache die deutsche Regierung gegenwärtig im Auslande dank Dr. Schacht genießt.■- Nicht weniger besorgt zeigen stch hier manche Deutsche, die un- bedingt wissen wollen, daß die Gläubigermächte uns noch mit irgend- welchen ganz großen Gemeinheiten überfallen werden. Es werden Gerüchte kolportiert, die geringsten Begebenheiten maßlos auf- gebauscht, fast möchte man meinen, daß gewisse Leute am liebsten Zwischenfälle erzeugen wollen. um mit ihren pessimistischen Prophezeiungen recht zu beHallen. Kamen doch heute aus Deutschland sogar besorgte Anfragen von Redaktionen, welche weiteren Folgen der„polnische Borstoh" vom gestrigen Tag« noch haben würde! Polnischer Vorstoß? Wie schlimm muß es um den Nationalismus in Deutschland bestellt sein, wenn er sich an den selbst vom juristischen Standpunkt aus gänzlich gleich- gültigen Vorfall in der gestrigen Eröffnungssitzung tlainmern muh. um„Erregung" erzeugen zu können! Aber die Hugenberger geben sich noch länge nicht geschlagen, sie setz?» ihr« Hossnungen auf einen schweren Konflikt in der Frage der Abschaffung der Sanktionen. Oder vielmehr: sie hassen, der Regierung daraus einen Strick drehen zu können. Sie haben nämlich das richtige Gefühl, daß sich die deutsche Delegation aus«ine schlüpfrige Bahn begibt, und wm. arbeiten sie siebcrhaft daran, sie soweit wie möglich vorzuschieben, damit sie sicher aus- rutscht. Die Reichsregierung geht von dem gewiß richtigen Gedanken aus. daß lm Joung-Plan kein Raum für militärische oder sonstige Sanktionen vorhanden ist. Darüber herrscht auch allseitiges Einverständnis. Das wird übrigens im Voung-Plan eindeutig ausgeführt. Die Reparationskommission wird abgeschafft, infolgedessen kann sie auch keine Fest- stellungen mehr über böswillig« Zahlungsverweigerung treffen. Bei dem ungeschützten Teil würde eine solche Zahlungsverweigerung gleichbedeutend mit Stoatsbanlerott sein, beim geschützten Teil soll ein Schiedsgericht über etwaige deutsche Moraioriums- gesuche entscheiden- Darüber hinaus soll nun erreicht werden, daß die Gegenseite ausdrücklich der Feststellung zustimmt, daß der Ver- jäisler Sanktionsartikel 430 gegenstandslos geworden sei. Ob eine solche feierliche Erklärung erreicht werden kann, bleibe dahin- gestellt. Es wird dabei anerkannt, daß es sich um ein- rein thcore- tische Auseinandersetzung handelt, gewissermaßen um die Beseitigung eines juristischen Schönheitsfehlers ohne jegliche praktische Dedeu- tung. Aber die Rationalisten in beiden Lagern haben sofort ersannt, daß dieser Punkt ihnen«in« lehle Möglichkeit bietet, die völler gegeneinander zu Hetze« und die Konserenzalmosphäre zu ! verglslea. Die deutschen Nationalisten fordern mit jedem Tag lauter, daß Frankreich förmlich zu Kreuze krieche und den Artikel 4.30 feierlich widerruft. Die französischen Nationalisten haben natürlich den Ball aufgefangen: sie behaupten, daß Deutschland durch einen solchen Vor- stoß schon jetzt seine Absicht enthülle, den Poung-Plan gefahrlos zu sabotieren, und sie beschwören ihre Regierung, jegliche Kon- Zession in diesem Punkte zu verweigern und nicht die„letzte Ga° raniie" gegen einen böswilligen Schuldner preiszugeben. Das Bestreben, der Regierungen ist, sich aus ein« Formel zu einigen, die der neuen Lage entsprechen würde, ohne eine demon- strativ« Aenderung des Friedensvertrages in die Welt hinauszu» posaunen. Die Juristen scheinen sich in Brüssel über eine solche Formel schon grundsätzlich geeinigt zu haben. Aber de« französischen Raliooalistev gehl grundsätzlich jede Formulierung zu weil, den deutschen Rationalisten jede Formulierung nicht weil genug. Hüben wie drüben bereitet man sich vor,„Verrat- zu schreien. Es wird Aufgabe der deutschen Delegation sein, nüchtern zu prüfen, was in diesem Punkt erreicht werden kann und sich nicht weiter zu engagieren, als unbedingt notwendig ist. Man sollte aus der Vergangenheit lernen und sich besonders daran erinnern, wie jeder Versuch, die Alliierten zu einem förmlichen Widerruf des innerlich längst preisgegebenen Kriegsschuldarlikels 232 zu bewegen, lediglich bewirft, daß dle Gegner dieses Ansinnen nicht nur schroff ablehnten, sondern tm Gegenteil seine Gültigkeit dabei ausdrücklich unterstrichen. Einen ähnlichen„Erfolg", den st« gegen die Regierung im, erpolitisch ausnutzen könnten, wünschen die Hugenberger auch diesmal sehn- süchtig herbei. ,Die deutsche Delegation wird bei der Behandlung der Sanktionsfrgge gl auf allgemeinen Wunsch unter Vermeidung weitläufiger Details die Ausarbeitung des Berichts in Angriff genommen und schon ziemlich weit gefördert. Besondere Schwierigkelten sind, wie allgemein versichert wird, bisher nicht aufgetaucht. Ein kleiner Gegensatz ist lediglich zwischen Frankreich und Belgien aufgetaucht: Belgien möchte ebenfalls einen ungeschützten Annuitötenanteil erhalten, den ihm Frankreich abtreten soll. Dazu scheint aber Frankreich keine Neigung zu haben. Da jedoch Belgien nicht an den aussichtslosen Dersuch denkt, ähnlich wie Snvwden im August für England wochenlang, diese Forderung zum Gegenstand einer großen Auseinandersetzung zwischen sämtlichen Gläubigern zu machen, ist damit zu rechnen, daß dieser Konflikt ausschließlich auf die belgische und die sranzösischc Delegation lokalisiert bleiben wird. Sanktionen ohne Rechtsgrund. London. 4. Januar.(Eigenbericht.) Die konservative Wochenschrist„Spectotvr- erblickt in der An. regung, Frankreich solle um Haag die Frage von„Sanktionen- für den Fall eines deutschen Zahlungsverzugs auswerfen, d.en Versuch, den F r i« d e n z u st ö r e n. Im Hinblick auf das durch das Lan- doner Abkommen 1924 festgelegt« S chi e d s g e r i ch t s o« r- fahren gebe es keine gesetzlich« Begründung für solch eine Bor- sichtsmaßregel. An Eduard V ernst ein! Von Lialio Vandervelde, Brüssel, Vorsitzendem der Sozialistischen Arbeiter-Internationale. 1929— der fünfundsiebzigste Geburtstag Karl Kautskys? 1939, am 6. Januar 1939— der achtzigste Geburtstag Eduard Bernsteins! Nach so vielen schweren Verlusten kann die Internationale mit Freude und Genugtuung fast zur gleichen Zeit die beiden vornehmsten Vertreter des sozialistischen Gedankens um die Jahrhundertwende feiern, kann sie die beiden Männer, die uns direkt mit Marx und Engels, mit dem Helden? Zeitalter der ersten Internationale verknüpfen, in der Bewegung für das gleiche Ziel tätig sehen: die Befreiung und die Herrschaft der Arbeit. Im sechsten Band seines Werkes„De Socialisten", das 1999 erschien, spricht H. P. G. Ouack bereits vom alten Bernslein. Zweifellos eine Ueberlreibung, denn damals war Bernstein, der 1859 in einer armen jüdischen Arbeiterfamilie in Berlin geboren wurde, erst ein Manu von 59 Iahren. Aber wenn auch nicht ein alter Mann, so war Bernstein doch schon damals ein alter Kämpfer, der seit seiner frühen Ilmend mit allen großen Ereignissen in der deutschen Sozialdemokratie und in der Internationale verbunden war. Im Februar 1874 ist der 24 Jahre alte Bankangestellte unter den Vertrauensmännern, die an der Seite Liebknechts— Bebel war noch im Gefängnis— mit den Lassalleanern über das erste sozialistische Cinigungsprogramm diskutieren, das das Programm von Gotha geworden ist. 1878, zur Zeit des Sozialistengesetzes, finden wir ihn in Zürich, dann im Exil in London als Chefredakteur des„Sozial- dqmokrat", der im Ausland erscheint und die deutschen sozialistischen Blätter ersetzt» die Bismarck verboten hatte. 1891 arbeitete er zusammen, mit Kautsky am Erfurter Programm, von dem er später, in der Zeit des Nevisio- nismus, als er einige Punkte der Prinzipienerklärung kritisiert, gesteht, ein wenig sein Geburtshelfer gewesen zu sein. 1899 schließlich eröffnen seine Schriften, seine Artikel in der„Neuen Zeil", der Brief, den er von London aus an den Stuttgarter Parteitag richtet, in der deutschen und in der internationalen Sözialdemekratie jenen denkwürdigen Kampf, der ihn Kaulsky, Bebel, Plechanoff, Adler, einer ganzen Welt von Gegnern, leidenschaftlichen Widersachern entgegenstellt. Seither sind dreißig Jahre vergangen. In der tragischen Prüfung, die sich seither ereignete, sind unlös? bar erscheinende Gegensätze beigelegt worden, Gesichts-� punkte, die unwiderruflich entgegengesetzt schienen, angenähert. Für die jetzige Generation muh es recht schwierig sein, die Schärfe der Debatte zwischen Männern zu verstehen, die damals so weit voneinander getrennt waren und die heute so eng miteinander verbunden sind. Weiche Meinung man aber auch über die Probleme selbst bat und hatte, die damals diskutiert wurden, ein Umstand springt aus dieser Diskussion wie aus dem ganzen Leben Eduard Bernsteins in die Augen: sein unbeugsamer intellektueller Mut. Nach dem Stuttgarter Parteitag schrieb Viktor Adler, der auf der Seite der Gegner Bernsteins stand. aber mit seinem großen menschlichen Verständnis besser als ieder andere die Bedeutung, den Nutzen, die Not- wenoigkeit der Debatte erkannte, die damals stattfand, in der„Arbeiter-Zeitung" vom 16. Oktober 1898:„Das große Verdienst, diese Debatte angeregt zu haben, gebührt Genosten Eduard Bernstein, der als ehemaliger Ne- dakteur des Züricher„Sozialdemokrat" in Deutschland steckbrieflich verfolgt, seit Iahren in London lebt und arbeitel. Der praktischen Parteiarbeit zwangsweise enl- zogen, ein scharfer theoretischer Kopf mit umfassendem Wissen, dabei ein Fanatiker der Gerechtigkeit und ein Skeptiker jener vornehmsten Art, deren Skepsis sich gegen sie selber kehrt und die sich in Selbstkritik nie genug tun können, hat Bernstein nicht nur eine Reihe ausgezeichneter theoretischer und historischer Arbeiten gemacht, sondern eine der wichtigsten Funktionen der Partei, die des Kritikers ihrer Grundsätze und ihrer Taktik übernommen..." Diese Kritik konnte in vielen Punkten irrtümlich sein, aber im Endresultat hat sie wirksam zur Vertiefung und zum Ausbau des Marxismus beigetragen und Bern- stein hat niemals aufgehört solche Kritik zu üben. Aber nicht nur in der Kritik, einer stets aufbauenden und fruchtbaren Kritik, hat Bernstein unter allen Umständen diesen Mut, diese intellektuelle Reinheit. diese geistige Unbefangenheit bewiesen, die zu seinen Eduard Bernstein in England. Die Einflüsse englischer Erfahrungen auf den koniinenialen GozialtsmuS; Als politischer Flüchtling kam Eduard Bernstein in» Jahr« 1888 noch England, das ihm zwölf Jahre lang eine Heimstätte bieten sollte. Es»var der vierte Besuch in London. Das erstemal war Eduard Bernstein bereits acht Jahre vorher mit seinem Freunde August Bebel nach London gekommen, um eine Verständigung zwischen der deutschen sozialdemokratischen Bewegung und dem Freunde-paar Marx- Engels Zu suchen. Es war die Zeit de» Zürcher„Sozialdemokrat" und die beiden Alten waren aus die Zürcher Gruppe und insbesondere Eduard Bernstein selbst recht schlecht zu sprechen. Bebel hat in seinen Lebenserinnerungen die Reise einen.Loncstogang" genannt, aber die Mission unb-ihr» Ab» Wicklung-erhält in Bernsteins eigener Beleuchtung einen weitaus weniger finsteren und unheilvollen Zug als der Name.Kanossa» gang" anzudeuten scheint. Engelp zwar scheint seinem prachtvollen Temperamente zunächst vollen Lauf gelassen zu haben,.ober Marx selber fand Bernstein ganz ander» als man ihn beschrieben hotte. „Er sprach", so erzählt Bernstein in seinen Erinnerungen,„aus den Jahren meines Exils",„in dem ruhig abgeklärten Ton eines Patriarchen, ganz entgegengesetzt der Vorstellung, die ich mir von ihm gemacht hatte. Nach Schilderungen, die allerdings meist von Gegnern herrührten, hatte ich erwartet, einen ziemlich verbissenen und sehr reizbaren alten Herrn kennenzulernen und sah mich nun einem Mann mit weißem Haar gegenüber, aus dessen dunklen Augen Freundlichkeit lächelte und in dessen Worten viel Milde lag". Tatsächlich scheint auch Marx während der ganzen Dauer der Be- sprechungen mit Bebel und Bernstein inm ein einziges Mal los- gedonnert zu haben— und auch da nicht gegen die beiden deutschen Sozialisten, sondern gegen das Buch eines Dritten...- Bernlteins zweiter Besuch in London fand vier. Jahr« später, im Jahre 1884. statt. Er stand ganz im Zeilen des Marxschen Nachlasses und war von Besprechungen mit Engel» ausgefüllt, die sich auf das wissenfchastliche Erbe de» Begründers des deutschen Sozia- lismus bezogen. Drei Jahre später war Bernstein wiederum mit Bebel in London: Vorbesprechungen für einen internationalen Sozialisten- und Gewerkschaftskongreß boten den. Anlaß. Bernstein war damals Zeuge einer jener Demonstrationen am Trasalgar Square, die ihn zum erüen Male in unmittelbare. Berührung mit der sozialen Bewegung Großbritanniens brachte. Die nächst« Reis» sollt« die schicksalsschwerste werden— testete sie doch jene Jahr« de» Exils ein, die für Bernstein geistig zur entscheidenden Epoche seine» Lebens geworden sind. London war damals das Zentrum der flüchtigen Sozialdemo- k-aten und Anarchisten der ganzen Welt Karl Marx war tot. Aber Friedrich Engels lebte hier als Haupt eines geistig anregen- den Kreises,'der Menschen" aller Schettierustgen' des Sozialismus von den strengsten Marxisten bis zu Anarchisten umfaßt«. Lern- stein ist in jenen Jahren inst den Pionieren des britischen Sozialismus zusammengetroffen— mst Hynbman, jenem eigenartigen bürgerlichen Radikalen, der durch seine„Social Deraoeratje Föderation' zu e'nem der Vorkämpfer der heutigen brstischen Arbeiterbewegung werden sollte: mit William Morris, dem Schriftsteller und Bahnbrecher de» Kunstgewerbes, der bald wieder in anarchistische Bahnen einlenken sollt«, mst B e r n a r d S h ä w, mit dem sich Bern» siein niemals besonbecs gut verstanden Zu haben scheint, mst den W« b b«, die durch ihre Forschungen über die englisch« Selbstoer- waltung die loziale GsschichttschreidUng dar Welt stm tinig« ihrer wertoollsten Beiträge bereichert haben, mst Ro m sah Macdonald. dessen Buch„Sozialismus und Regierung" Bernstein später mst einer schönen Einleitung(bei Dledexichs) in deutscher Sprache herausbringen sollt» An äußeren Vorkommnissen sind jene zwöls Jahre des Lon- doner Exil» nicht überaus reich gewesen. Ein Ereignis allerdings, von Bernstein selbst in seinen Erinnerungen mst der ihm eigenen Schlichthest beschrieben, prägt sch der Phantasie eine? spateren Gene» rotion ein: jener Herbsttag des Jahres 1893, an dem die Ilottings, der alt« Kommumstenbündler Friedrich Leßner und Cduard Lern- stein einige Meilen von Beachy Head bei Eastbourne an der Kanal- käste dre Urne mst der Asche Friedrich Engxls ins stürmische Meer versenkt haben.- Für uns jüngere, denen Engels keine persönliche Er« innerung, sondern eine große historische.'Gtestast der sozialistischen Vergangenheit ist, hat dieser Vorganz eine' epische Größe und Ge- wast, die in Bernsteins Beschreibung zu einem unvergeßlichen Er- lebnis wird........ Hier in London, fern vom politischen Tazesgetriebe,.wenn auch nicht vom polstischen Kampf, festigte.sich, in Bernstein jene Auf- sassung der sozialistischen Idee und marxifti'chen Theorie, die unter dem Namen'.Li e o i s t o n i e m u s" in die Geschichte. des' Sozialis- mus eingegangen ist Don hier aus führte Bernstein jenqn Kampf, der zu den dramatischen Kapiteln der sozialistischen Geschichte gehört und— weit über die Reihen der deutschen Sozialdemckralen icner Jahre hinaus---- von den Sozialisten zwischen Moskau und Madrid mst atemloser Spannung verfolgt wurde. Der-Kampf, der-mehr von den Gegnern als von Bernstein selbst- mst Bitterkeit geführt wurde, führte zu einer jahrelangen Entfremdung zwischen ihm ütd jeinem früheren und späteren Freunde Kautsly, mit dem er bei' der Ab- sassung des„Erfurter Programms" zusammengearbeitet hatte. Der Inhalt der Kontroverse ist heute'längst hinfällig geworden — aber es bleibt die Erinnerung an ein'Ringen um. geistige'Eni- scheidungen, wie ihn der Sozialismus der Welt bis zur Macht- ergreisuiig des Bolschewismus In Moskau'nicht wieder erlebd'hat. Heute sind die alten Gegner längst wieder in Freundschaft uNdhfegen- seitiger Zuneigung vereint. Nichts konnte erschütternder, nichts herz- bewegender sein als jene Wort« liebevoller Freundschaft,.- die-Bern- stein im Jahre 1324 in London auf einem Bankett sprach, das zu Ehren des 70. Geburtstages von Karl Kautsky veranftal'tat wurde. Der beinahe 7öjährige Bernstein hatte damals die Mühen und'Be- schwerden einer Reise nach England nicht gescheut, um an cher Feier der sechzigsten Wiederkehr des Gründungstages der' ersten Internationale teilzunehmen, die unter den Auspizien der Sozialisti. schen Internationale am 28. September 1324 im Lyceum Theater in London stattfand. Die zwölf Jahre, die Bernstein von 1888 bis 1300 in London verbrachte, haben sein Leben und Denken tief bestimmt. Hier lernt« er nicht nur zu.Füßen von Friedrich Engels eine freier«, weniger dogmatische Auffassung der marxistischen Lehr«, sondern auch im Verkehr mst englischen Sozialisten und Freunden eine andere Be» vrteilung der sozialen Fragen, eine andere Betrachtung politischer Problem« kennen. Sein„Revisionismus" wäre niemals ahne- dies entscheidend« Erlebnis England möglich gewesen. Durch ihn'hat Großbrstannteu zu einer Zest. wo in England selbst erst gerade di« Ansätze zu einer sozialistischen Bewegung vorhanden waren, den stolzen kontinent alen Sozialismus tiefgreifend beeinflußt.. dauerte, beinah« ein Biertekjahrhundart, Bis die kontinentale stzialistisch« Bewegung durch den Aufstieg, der britischen- Arbeiter- partei und die Einsetzung einer Arbesterregieruchz von England, her «inen neuen Anstoß erhielt. Di« Wirkungen dieser jüngsten Ereig- niss« sind erst in den Ansätzen vorhanden: aber es ist für all« Sehen» den unoerkennbar, daß sie nicht minder tief und nachhaltig zu werden »«sprechen.'' Exou Wertdeimer. London. schönsten RichmeAikeln gehört. Mit unglaublicher'Ver- ständnislosigbeit— zu groß, um nicht gewollt zu er- scheinen.-— hat die Bourgeoisie sich am Anfang ein- gebildet, daß Bernstein sich vom Marxismus,' sa vom --Sozialismus trenne, sogar— so lächerlich es auch klingt — daß er die Partei verlassen wolle. Kein schöneres Dementi kann es geben, als die dreißigjährige Arbeit, die der Parteiveteran, den wir heute feiern, seither an seinem Arbeitstisch und auf dem Platz des Abgeordneten, stets an der Spitze des Kampfes, für die Demokratie und den Sozialismus geleistet hat. Ileberall, wo es galt, Unterdrückte zu verteidigen, der Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, Vorurteile oder Irrtümer zu be- kämpfen, zog Bernstein in den Kampf. Bon Kriegsbeginn an stellte er, der Rechtssozialist, sich in dem Kampf gegen den Imperialismus zu beiden Seiten der Front und gegen die Verleumdungen, die die Kriegspsychose hervorrief, an die Seite des Mannes, der trotz alledem niemals aufgehört hatte, im tiefsten Grunde sein Kampfgefährte zu sein, an die Seite von Karl Kautsky. Nun sind beide vereint und verbündet in der Liebe und durch die Liebe der sozlalist'schen Arbeiter, die sich ihnen, wie in Frankreich Iaürös und . G u e s d e, in Dankbarkeit und Bewunderung zuwendet. Bor dreißig Iahren schrieb Bernstein am Ende seines Buches„Die Boraussetzungen des Soziallsmus":„Heute braucht fie(die sozialistische Arbeiterbewegung) neben den steitoaren, die ordnenden und zusammenfassenden Geister, die hoch genug stehen, um die Spreu vom Weizen sondern zu können, und groß genug denken, auch das Pflänzchen anzuerkennen, das auf anderem Beete als dem eigenen gewachsen ist, die vielleicht nicht Könige, aber warmherzige Republikaner auf dem Gebiet des sozialistischen Gedankens sind." Heute ehrt die Sozialdemokratie diese Republikaner, ehrt einen der Besten, der Größten, der freiesten Geister unter diesen Republikanern des Gedankens in der Person Eduard Bernsteins. Kauisky an Bernflein. 'In der Wiener sozialdemokratischen Monatsschrift„Der Kamps" veröfientlicht Karl Kautsky einen ausführlichen parteigeschicht- lichen Aufsatz zu Ehren- Cduard Bernsteins, den er mit den folgenden Worten schließt: .ZZs mag sonderbar erscheinen, daß ich in meinem Gedenk- artikel üder Bernstein so viel von mir selbst spreche. Aber mein össenlliches Leben und Wirken ist mst dem seinen so eng verslochten. daß ich seiner nicht gedenken kann, ohne an me n Verhältnis zu ihm Immer wieper erinnert zu werden. Partelpolstgch sind wir fest 1880 zwei siamesisch« Zwilling«. Luch solche tonnen gelegentlich msteinonder streiten. Wir hoben das zeitweise recht aus- giebig besorgt. Aber selbst in dieser Zeit tonnt« man von dem «inen nicht reden, ohne auch den anderen ins Auge zu fassen. Ein erfreulicher Zustand ist aber«in Gtrett zwischen zwei so eng verbundenen Persönlichkesten gerade nicht. M'r süh'ten uns -beid« hochbeglückt, als der Ausbruch des Welttr�ges wenigstens das ein« Gute mit sich brachte,«iken Zustand des Friedens und dcr engsten Allianz zwischen uns beides, herbeizuführen Persönlich« Freundschaft kann man für jemand auch empfinden., von dessen An. ficht«, man abweicht, wenn man seinen Charakter achtungswert uitd .liebenswürdig findet. Zß>« Freundschaft: m höchsten Sinne des Wortes ist nur dort ntöglich, wo zur Sympathie mst dem Charakter die Uebereinstimmung in den Zielen und Methoden des Schaffen» hinzutrstt, die Gemeinsamtest der Attest für ein g«. meinsames Ideal. Ich bin stolz und glücklich, mich Bernsteins Freund nennen zu dürfen, weil es mir vergönnt war, in gemeinsamer Arbeit während eines halben Jahrhunderts, wenn auch mst einer fchmerz'ichen Unierbrechung, ihn zuerst als meinen besten Lehrer und Führer, nach Engels, und dann als treuesten Kameraden im Kampf für das hohe Ziel der Delreiung d«r arbeitenden Mensch» hest von Ausbeutung. Knechtung, Kriegsnot zu erkennen. Achtzig Jahr« ist«r all geworden und noch fitzt er nicht im Austragsstübchen, sondern arbeitet unermüdlich weiter, die Jüngeren heul« ebenso führend und bildend, wie er es vor bald sechzig Jahren begann. Der Hingang seiner ebenso tapferen wie klugen Gattin und Parteigenossin Regln«, die er vor mehreren Jahren verlor, hat ihn schwer getroffen, doch sein« Schaffenstraft und Schaffensstist zum Glück nicht beeinträchtigt. Möge es meinem lieben Freunde noch lang« vergönnt fein, aus dem reichen Schatz feiner Erfahrungen und seines Wissens unser Denken und Harcdeln zu befruchten. E» wird zum Heile unserer großen Sache sein!" Beichsausschuß a. D. Wer tritt als nächster aus? Die rechtsradikale„Standarte" aus dem Schriften- vertrieb des„Ring" erörtert die Frage, was aus dem Hugen- berglchen„Reichsaus schuß" werden soll. Nach dem Aus- scheiden des Landbunds und der christlichnationalen Bauern bleibt nur noch das Trio Hugenberg-Hitler- Seldte. Die„Standarte" schreibt dazu: „Wie weit di« Nationalsozialisten sich in dieser Ge- meinschost auf hie Dauer wohifühlen werden, wissen wir nicht, doch find wir auch in dieser Bcziehung skeptisch GanzunmögKch aber wäre eine solch- Eh- zu drill für den Stahlhelm, der damst int absehbarer Zeit zu einer Parteitruppe der uega» tioen parlamentarischen Opposition mit der' beson- deren nationalsozialistischen Abstempelung werden müßt«. Das aber wäre sein politisches Ende. D-xhalb will es un» scheinen, daß der Stahlhelm gegenwärtig kein« dringendere Aufgabe haben . lönn!«. als entschlossen und ohne Rücksicht auf Verluste Partei- politische Bindungen zu'losen, ist« er ohnehin nur auf Zeit eingegangen war." Der Nächste, der Hugenberg den Rücken kehrt, scheint also der Stahlhelm zu sein, Der Hugenberg-Vlock lauft wie Vre,' auseinander. Hugsnberg und Kendel!.'. Eine Vorstandssitzung des heutschnationalen-Landesverbandes Frank fintt. Oder hat ein« Entschließung gefaßt, die weder für Hugenberg noch für den Neichetagcabgeordneten-o»n K e u d e ll Partei nimmt, sondern nur im allgemeinen zur Einigkeit mahnt. Ja Maudschurten ist alles wieder friedensmaßig. Die rufstschm Efienixchn-tr sino wieder da, die Gefangenen freigelassen, Post und Telegraph wieder in Betrieb. Die Sanktionen. Optim smus in Frankreich. Paris. 4. Januar. fEigenhericht.) „Der erst« Tag der Haag« Konferenz— erklärt der„Temps"—. hat alle optimistischen Erwartungen bestätigt, und der Fortschrill fest der ersten Konferenz erlaubt, für die Auswirkungen des all- gemeinen Versöhnungs. und Annäherungswillens di« günstigste - Prognose zu stellen." Man glaubt, daß die einzig« ernsthaft« Schwierigkeit di« iech- Nische Frage der Festsetzung der deutschen Zahlungstermin« sei. Die O st- Reparationefrag« glaubt man von den Haager Per- sinbarixngen ausschalten zu können. In bezug auf di« Ergänzung der Statuten der internationalen Zahlungsbank und der durch das deutsch-ameritanische Abkommen notwendig gewordenen Aenderung faßt man das Einverständnis ln der Besprechung zwischen Tardleu und Saowden sehr günstig auf. In der Sanktionsfrag« macht sich gleichfall» ein« v« r» söhnlichere Stimmung bemerkbar. In der sozialistischen Wochenschrift.Lumiere"(Licht) schreibt Abg. Grumbach: Die ganz« Diskusston über die Auslegung de» Versailler Artikels 430(Zulässigkeit militärischer Sanktionen gegen Zahlungsoerweigerung Deutschlands) sei im Grunde genommen müßig. Denn entweder erfolge die Einstellung der deutschen Repa- vationszahlungen schuldlos unter tinem wirtschaftlichen Zwang, und für diesen Fall sehe der Foung-Plan die zu treffenden Maßnahmen vor. Aber selbst im schlimmsten Falle, daß ein von Ralionalistea regiertes Deutschland börwlllig die Zahlungen einstellt, wären neu« mili. lärische Besetzungen die ungee'gnelslen Akaßuahmeu. um Deutschland gefügig zn machen, da sie nur dazu führen würden, auch das übrige Europa in» Chaos zu stürzen, Militärisch- Sanktionen ins Aug« zu fassen, war« der Ruin des internationalen Kredits Deutschte pdp und die Finanzblockade der Gläubigermöchte wäre Sanktion genug, um selbst«in von Hugenberg regierte» Deutschlaich zu- Räson zu bringen.. s.. Die Rechtspresse hat viel von ihrer Angriffslust in der San!- tionsfrag« eingebüßt, und selbst dl« ultranationalistisch«-.Lihertä" chequeml sich zu dem Eingeständnis, daß die Aufnahm» tchn Sanktionen in den Voung-Plon. dessen ßinn stxikt-Mchiderlief« und di« Formel von der uripolttlschen t�esamtliquidierung verneinen hieße. Der Pariser Korrespondent de»„Soz. Pressedienstes" erfährt au» gut informierter Quelle', daß di» von emigen Pariser Blättern oeröffentlichle Meldung, wonach di« Zllliierten sich tn den Hooger Besprechungen bereit erklärt haben sollen, den Versailler Sanktion?» artikel 430 zu streichen, fall» Deutschland gleichzeitig auf sein Recht aus Arlikel 434. verzichte.'von Zest zu Lest ein« Revision des Lah- lungssystems zu- fordern, nicht den Tatsachen entspricht Dagegen ist anzunchmen, daß gewiss« Lösung, Möglichkeiten, die tn den Pariser Besprechungen zwischen Briand und dem deutschen Botschafter in Aussicht genommen wurden, im Haag zur lieber- brückung der bestehenden Schwierigkesten dienen könnten. poilus fordern Räumung. Magdeburg. 4. Januar.(Eigenbericht.) Der französische Nationaloerband republikanischer Kriegstell- nehmer, dessen Ehrenpräsidenten Aristide Bnci'A, Edouard Herriot ort» Paul Boncour sind, hat der Bundesleitung des Reichsbanners Schwarz- Rot-Gold noch vor Beginn dar Verhandlungen im Haag mitteilen lassen, daß er sich entschlossen habe, den Außenminister Briand persönlich auf den in der Bundespresse des Reichsbanners ausgesprochenen Wunsch nach btschlerrnigter R Zum ung des noch besetzten Reichsgebiets von französischen Besatzungs- behörden mst besonderer kameradschaftticher Empfehlung aufmerksam zu machen. Es ist zu erwarten, daß auch andere französische Kriegs- telln-hmerverbände nachdrücklich dem Vorschlag des Reichsbanner» folgen werden, Prag lacht über das politbureau. Prag. 4, Januar.(Eigenbericht.) Der beliebte tschechische Komiker Vlasta Burian hat mehrer« Monat« hindurch tagtäglich in dem ihm gehören-en Theater in Prag- Smichoo den deutschen Schwank„llitter Geschüftsaufstcht" unter dem Titel„Da kennen Sie den Hadunrjchka schlechti" aufgejührt, wobei er selbst di« Hauptrolle sp:elle. Das von ihm geprägte Wort .�ydimrschka"(Schlangenoa?), dessen eigentliche Bedeutung nie- nandem recht klar ist, hat sich in die Volkssprache eingebürgert und wird scherzweise von einem schlauen, sich aber dumm stellenden, . durchtriebenen, aber nicht gefährlichen Menschen gesagt, der sich aus allen Assiren herauezuschwindeln versteht. Run hat Hai«, der Führer der kommunistischen- Oppssttlon. in seinem Blast das offizielle kommunistische Politbureau-mtt diescm neuen Nemen belegt, indem er von dessen Mitgllevern erklärte, „Diese abgeflennten Hadimrschkovä.(Schlang tnäser) wollen Revo. lution machen!" Di« Herren aus dem Politbureau. fohtn sich da. durch in ihrer Ehe«-getränkt uns ließen Hals verklagen Dessen Bertebizer beckntragt«. dcr- ganze Gerichtshof-möge einer Vorstellung de».Hadimrschka"- im Burian-Theater- beiwohnert: um beurteilen Zu können, ob die Bezeichnung„Schlange aaao"-für das Politbureau paßt oder nicht Die Verlegung der Gerichtsverhand- lung ln-«iN Lustsplritheater wurde vom kgericht abgelehnt,-des. gleichen der Antrag de» Perteu igers. den Somcker Burian kn seiner originellen Maske vor Gericht erscheinen und die wahr«.Beden. tung dieses Wortes als„Sachverständiger" erklären zu lassen. Immerhin hat sich das Gericht, das schließlich Vertagung beschloß. »orbehalten, Burian zu vernehmen, falls ein als �ug« zu ladender Thtatevk r i t i t« r nicht wissen sollt«, was„Hadimrschka" bedeutet. Keiner hat angefangen. LansSurgh gegen Schacht. „Viel Geschirr liegt am Doven." vn seiner jetzt als Wocheaorgan erscheinenden Zeitschrist„Di« San!* veröffentlicht der bekannte Kredit, und Vanktheoretiler Alfred L a n s b u r tz h' einen Artikel zur Finanzreform, in dem sehr nachdrücklich gexen die Polrtik Schachts Stellung genommen wird. Nach- einer Kritik der Reichs- und Kommunalsmanzen folgt ein Kapitel„Der F i n a n z d i k t a t o r*. der zunächst— im Gegensatz zu Schacht— die Beseitigung der schwebenden öffentlichen Schuld durch Anleihen statt aus laufenden Einnahmen fordert. Hier fetzt auch die Kritik der Schachtschen Politik und seines fMemorandums ein, die wir hier wörtlich folgen lassen: Indem die Aktion des Reichsbankpräsidenten sich kühn über alle Schranken, auch die vernunftgemäßen und taktisch gebotenen, hinwegsetzt, fügt sie Teutschland, dem sie doch Hilfe bringen will, tatsächlich außerordentlichen Schaden Zu. Diel Geschirr liegt zerschlagen am Boden. Der politische und finanzielle Kredit des Reichs ist hoffentlich nur vorüber- gchend— bedenklich gefährdet, der Kommunalkredit. ittSbe- sondere derjenige der Stadl Berlin, völlig unkergrabev, und dies, obwohl der Reichsbantpräfident in einem vor einem halben Jahr in München gehaltenen Aortrage selbst wärt- l i ch erklärt hat:„Eine wirtschaftliche Erholung ist ohne ausländisches finanzielles Lenrauen zu Deutschland nicht zu erwarten.* Der innere Kapitalmarkt wird durch Zurückweisung der berests angebotenen Auslandsgelder, durch Steuer- und Tariferhöhungen, durch Errich- tung von Zwangstilgungsfonds usw. aufs äußerste beengt, die Wirt- schaft durch dieselben Maßnahmen empfindlich geschädigt, zumal die Kredite, mit denen Großbanken und Reichsbank selbst jetzt dem Reiche ' aurhelfen müssen, dem privaten Kreditbedarf fehlen. Bedenklicher aber noch als durch ihren sachlichen Inhalt und durch ihre Form werden die Denkschrift und die anschließende Hand- lung durch die Person des Handelnden. Der Reichsbank- Präsident hat schon vor seinem jetzigen Auftreten als öfkentlicher Ankläger eine Machtfülle in sich vereinigt, wie noch niemals ein Bankprösident vor ihm. Er war schlechthin der arbiter omnium • rerum.-(Richter aller Dinge). Geldumlauf, Währung, Reichs- und Kommunalkredit, Privätkredit, Ausländsanleihen. Geldmarkt. Zins, Reparation— alles lag in. seiner Hand oder wurde von ihm beein- flußr Dazu tritt jetzt noch der maßgebende Einfluß auf die ge» plante Bank für internationalen Zahlungsausgleich. Diese Macht-' fülle..hat der Präsident weidlich ausgenutzt, und zwar nicht immer zum Vorteil der deutschen Gesamtwirtschaft. Unvergessen sind die Nackenschläge von 1924,. 1925.und.1927, ausgeteilt im ver- meintl'chen Interesse eines Währungsschutzes, der sich erübrig t, haben würde, wenn die Reichsbank selbst r i cht i g e P o li ti k g e- trieben hätte. Ein weiterer Machtzuwachs verbietet sich daher. Auch der Relchsbankpräfident hat Disziplin zu beob- achten und sich der Autorikäk uulerzuordnen. Wem, sein Platz innerhalb der Reichskompetenzen heut« noch mn» stritten ist. und er infolgedessen so ziemlich jede Dollmacht hat, die er sich nimmt, so muh sich das ändern, foba.ld der Poung-Plan in Kraft tritt und die Sonderstellung der Reichsbank als eines' international kontrollierten Instituts in Fori- fall, kommt. � Was nun das elgentllch« Motivder ganzen Aktion be- .bezeichnet der Reichsbonkpräfident selbst als solches feine ÄWLtNSrt.ung für.den.Täil!U«Äaö�.die..'.abnehmen könne, die er aber nur tragen wolle, wenn der Plan nicht ver» schleckl-rt,. die deutschen Finanzen aber so verbessert würden, daß der Plan durchführbar werde. Dazu ist nun außerordentlich vis! Zu sagen. Für heut« soll aber nur das folgende gesagt- werden: Alle Verschlechterungen, die lm letzten halbe» Zahre am Douag. Plan wirklich oder angeblich vorgenommen worden sind, wiege» federleicht gegenüber dam Sern des?laaes. dem der Reichsbaak. Präsident in Paris selbst zugestimmt hat. Fest steht aber, daß all« etwaigen nachträglichen Verschlechte» rungen des Young-Plans Bagatellen sind g e g e n ü b e r d e m IdizziertenHauptinhalt. Und- nichts kann dem Reichsdank« Präsidenten die Dsrantwortung für diesen Hauptinhalt abnehmen. Di« Zeit arbeitet sichtlich für Deutschland. Des- halb ist. niemand, wer es auch fei, berechtigt, sich zum persönlichen Derdienst anzurechnen, was d i« Z e i t im Verein mit der Tüchtigkeit und Zähigkeit des deutschen Volks trotz allem vollbracht hat bzw. noch vollbringen wird. Noch weniger aber ist jemand berechtigt, sich, gestützt auf dieses vermeintliche Verdienst und die daraus etwa ent- springende Wertschätzung im Anhand, zum Vormund Deut sch- landz aufzuwerfen. Will'das Reich den Reichsbank- Präsidenten mit den Vollmachten eines Finanzdiktators ouLstatten. so mag«s das tun und seinen jetzigen Posten anderweit besetzen. Die Vollmachten müssen aber v e r l j c h c n. sie dürfen nicht gewaltsam von einem Manne an sich gerissen werden, der, solange er Reichsbankpräsident ist, an feiner eigenen Verant- wortung schwer genug zu tragen hat.* Die Schweiz verbiiiei sich mussoiini'-che Mahnungen. G-nf, 4. Januar.(„R. Zürcher Ztg."'.) Ohne sich über die angebliche Aufdeckung eines antifaschistischen Attentatcplans gegen die italienische Delegation auf der Tagung des Völkerbunds durch die Pariser Polizei irgendwie äußern zu wollen,. empfindet man i» politischen Kreisen längst die Mahnunzen der italienischen Blätter an den schweizerischen Bundesrat und die Genfer Polizeibehörden zum mindesten sehr verfrüht, da e« seit den zehn Jahren des Bestehens des Völkerbunds mit der einzigen Aue- nahm« des tatsächlichen Angriffs eines ungarischen Journalften auf Graf Vethlen me zu irgendw-lchen Ruhestörungen gekommen ist. Sowohl die Bündssbehördcn, die die Verantwortunz für den Schutz des Völkerbundes und sein«!- Delegationen tragen, wie opch die Hauptorgau« des VLlkerbundsamts wissen' ihrer P sticht auch in Zukunft"nachzugehen.,.... Sie Genfer Polizei in«ftion. Genf. i. Januar. Die Genfer Poliz«: verfolgte schon fest längerer Zest dlz Spur, die von den Urhebern des angeblichen Komplotts gegen die italis» nische Völterbundsdel�gation nach Genf zu führen schien. Man mußte, daß. zwischen Berneri und einem in Genf anw senden Italiener gewisse Beziehungen bestanden haben, doch erhi.'ltm die. Behörden bisher kein-« Anhaltspunkte dafür, daß di.fer Briefwechsel verbrecherischen' Charakter getragen hält«. Auf An- Weisung der Bundesbehörde hat die Genfer Polizei in der letzten Nacht bei' mehreren italienischen Anarchisten und Antifaschisten Haus su ch u n g« n vorgenommen und einig« einem längeren Verhör unterzogen Abrüstung und Arbeiterschaft. Äeralung der Internationale. , Haag. 4. Januar.(Eigenbericht) Die Abntsturmskommission der Sozialistischen Arbeiter inter- nationale ist im Sinne des Beschlusses der Brüsseler Tagung.her Internationale von Oktober 1929 h«uie im Hqaa zusamrnenzstreten Die Pagunz war ursprünglich für Paris in Aussicht genommen. doch mußte sie nach dem Haag verlegt werden, da der Vorsitzende der Kommission I. M. Albarda(Haag) durch vine Beinoerletzung auf-mehret« Wochen gchindert ist/ zu reisen. An der Sitzung nahmen teil: Albarda. Holland, Breitscheidt Deutschland, R c n a u d e l- Frankreich, Gillis- Großbritannien, ferner Sekre- tär Friedrich Adter. Deuts ch- Oesterreich und Hansson- Schweden konnten mit Rücksicht auf die mnerpolitsch« Sage. de Brouckär« wegen plötzlicher Ertrankung der Sitzung nicht beiwohnen. Die Beratung betraf rn der Hauptfach« di« Frage der Abrüstung zur See. wie sie Gegenstand der bevorstehenden Londoner Kon- ferenz sein soll. Zunächst wurde ein« länger« Debatte aus der Grundlage eines vom Sekretariat ausgearbeiteten Berichtentwurse, an die Exekuiive der Internationale geführt. Di« Beratung dürft« am morgigen Sonntag zu Ende gehen. Konkordat mit Freidenkern. Die Kreidenler fortem Kö perslkastsfechfe. Der Verband für. Freidenker und Feuer- bestattung steht gegenwärtig in Verhandlung mit der preußischen Regjertinjj, um für die Freidenker-Organisation Körperschasts» r« ch t e m derselben Weis«, zu erlangen, wie sie den anerkann- ten Religionsgemeinschaften gewährt sind. Der Ver- band, der ursprünglich im wesentlichen ein Feueibestattungs-Persin . war. hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer weit- anschaulichen Gemeinschaft der Freidenker entwickelt und miP nach einem Dorschlag der VerbandSkörperschaften auch aus seiner ; demnächst stattfindenden Generalvessammlung den Namen„Deut- scher Freidentndere Sicherheiten oder Garankien für die Erfüllung der Zahlungen nehmen die Vereinigten Staaten nicht in Anspruch. Dos Abkommen lehnt sich in seiner Form und, soweit wie möglich, auch in seinem Wortlaut an die Abkommen an, wie sie von den R-gie. rungen anderer Länder zur Regelung ihrer Schulden aus dem Weltkriege mit der Regierung der Vereinigten Staaten abgeschlossen worden sind. Nach dem Abkommen wird Deutschland den Vereinigten Staaten gegenüber in verschiedenen Punkten günstiger gestellt sein, als gegenüber den anderen Gläubigermächten nach dem Noung-Plan und den Bestimmungen, die für den Haager Schlußakt in Aussicht genommen sind. Die Bestimmungen über ein Moratorium im deutsch-amari- tonischen Abkommen unterscheiden sich in' vierfacher Hinsicht zu Deutschlands, Gunsten von denen des Voung-Planes: ein Z a h- lungsaufschub kann für 2� Jahre statt nur für 2 Jahr« von Deutschl«nd' erklärt werden. Die Verzinsung gufgejchobener Zahlungen ist niedr:g«r. Das deutsch-amerikanische Abkommen gibt von vornherein die Möglichkeit eines völligen Auf- bringüngsmoratoriums, während der Poung-Plan zu- nächst nur ein Transsermoratorium und erst ein Jahr nach dessen Inkrafttreten«in beschränktes Aufbringungsmoratorwm vorsieht. Bor allem aber kennt das dcutsch-amerikanstche Abkommen kein« Unterscheidungen In einen aufschiebbaren und nicht aufschiebbaren Test der Schuld. Finanzreform und Gewerkschasten. Eine Mahnung an das Bürgertum.— Die kombinierten Waffen der Arbeiterschast Die„G e w e r k s ch a f t s z e i t u n g", das Organ des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, gibt in der ersten Nummer des Jahrgangs 1930 einen Jahresquerschnitt durch das abgelaufene Jahr. Ihre Betrachtungen schließen mit einem Ausblick.auf die kommenden politischen und sozia- len Auseinandersetzungen: Unsere Losungen für das neueJahr. Dieser Schluß, der von großer politischer Bedeutung ist, lautet: lieber Einzelheiten de'r Finanzreform roiod zu reden sein, sobald sich übersehen läßt, wie diese Einzelheiten be- scheinen sind. Wie weit das von der Regierung verkündete Pro- zrarnm noch Gültigkeit besitzt, ist nach den Beschlüssen über den Tilgungsfonds zweifelhaft. Ob die Finanzreform zum Nachteil oder zum Borteil der arbeitenden Masten gedeihen wird, hängt ab von der Macht der Arbeiterbewegung im Var- lament und außerhalb seiner Säle. Wie sich die parlamentarische Lag« im neuen Jahr gestalten wird, vermöchte angesichts der völligen Verwirrung am Schluß des alten nur der mit Anspruch aus Glaubwürdigkeit zu sagen, der mU einer genialen Prophetengabe auegestattet ist. Dieser Fähigkeit können wir uns nicht rühmen. Nur damit rechnen wir bestimmt, daß die Gegner einzr Lösung aller Wirren im Sinn« der Arbeiterforderungen ent- schlössen sind, das volle Gewicht ihrer Geltung zu ihrem Dorteil einzusetzen. Darum ist, was im besonderen die G e w e r k- schasten betrifft, noch eins zu bemerken. wir sind uns bewußt, daß unsere Gegner die bevorstehenden großen(Entscheldungen zu benutzen gedenken, um eine grundlegende Neuverteilung des Sozialertroges zwischen Kapital und Arbeit herbeizuführen. Zum Teil erfolgt die Verteilung des Nutzens aus dem Sozial- Produkt an die von gegensätzlichen Interessen bewegten Schichten der Bevölkerung auf dem Wege über die Verteilung der Staatslasten, mithin bei der Finanzreform. Zu einem anderen— und zwar einem erheblichen— Teil vollzieht sich der Berteilungsprozeß durch die Festsetzung der Löhne. Damit befinden wir uns in unserem eigenen Reich. Die Gewerk- schasten werden dem politischen Kampf um die Finanzreform nicht unbeteiligt gegenübei stehen: sie haben an dem gleichen Tage, an dem im Reichstag über das Vertrauensvotum ent- schieden wurde, ihren Willen zur Vertretung der Arbeiterforderungen auch in diesem Ringen und ihren Standpunkt zu den Einzelfragen des weiten Kreises der jetzt zur Erörterung gestellten Probleme durch eine öffentliche(Erklärung kundgetan. Mag jedoch der Kampf um die Finanzreform im P a r- lament enden wie immer— ein Grundsatz steht für die Gewerkschaften fest: was die Arbeiter im politischen Kampf einbüßen, was ihnen durch stärkere Steuerbelastung genommen wird, werden sie wieder einbringen durch den Kampf um entsprechend höhere Löhne. Die Arbeiterschaft kämpft mit kombinierten wassent Wohin die Macht des politischen Zweiges der Biwegung nicht reicht, dahin dringt die Kraft der gewerkschaftlichen Orga- nifationen. Dcsten mögen unsere Gegner«ingedenk fein. Eine Welle von Arbeiiskämpsen wäre die Folge einer schlechten Finanzreform. Die Stärke der Gewerkschaften für diese Kämpfe zu wahren und zu mehren— dos ist unser« Parole für 19 30 Diese so oft ausgesprochene Mahnung hat an dieser Jahres- wende besonderes Gewicht. Im Jahre 1929 haben die Gewerkschasten ihr« Positionen bereits werthin verbessert: der Aufstieg der vorauf» gegangenen Jahre hat neu« Zinsen getragen. 1929 war kein Jahr besonders scharfer Arbeitskämpf«. Wer überall, wo die Gewert» schasten ihre Macht ins Treffen führten, geschah es nicht ohne Eriolz. Und ihre Macht mehrt« sich durch den inneren Ausbau ihrer Ein- richtungen, der allerwärts treffliche Fortschritte machte, durch die Stärkung ihrer Finanzen und durch den Zuwachs an Mitgliedern. lgzs betrugen, wie erst im Laufe des verflossenen Jahres fest. gestellt werden konnte, die Einnahmen der verbände des ADGV. 221,6 Millionen Mark: am 1. Juli 1929 zählte der ADSS. 4.9 Millionen Mitglieder. Gestützt auf diese Macht, die ihren letzten Grund in der Zustimmung der Aibciterschast zu den Ideen und Erfolgen der Gewerkschafts. bewegung hat, gehen die Gewerkschaften mit jener Gelassenheit, die dem Bewußtsein der Stärke entspringt, den kommenden Entscheidungen entgegen. Württembergs Staatshaushalt. Der dem Landtag zugegangene Staatshaushaltsplan für 1939 sieht an Gesamtausgaben 2-53,2 Millionen vor, denen Gesamteinnahmen einschließlich eines Zuschusses aus der Rcstverwaltung von 4,8 Millionen mit 246,7 Mill onen Mark gegenüberstehen. Der Haus halleplan schließt also mit einem Fehlbetrog von 9,5 Millionen ab. Zeitungslod. Nach fast köjährigem Bestehen stellt die„D a n» z i g e r Zeitung"', das führende liberale Organ, zugleich die älteste Zeitung Danzigs, ihr Erscheinen ein. Durch die Loslösung Danzigs vom Reich waren ihr die chauploerbreilungsgcbiete ge- nommen. Die immer stärkere Wirtschaftskrise hat das Ende des Blattes herbeigeführt._ t Gewerkschaftliches siehe 3. Beilage.) Sctonlrootflidi«Sr Colitif: Pt. 6nrt SürtWoft-®. IMinaclIrfct: Sev-ertfchaslsbcwenung, Z. Sttincc; Feuilleton: St Zoh» Schi«»w,ti: Lokale« und Sonstiacs Stj* Ztarstädt: Zln»>oen: SS. Stadt: färntlidi in Scrlin. Seeiag: yormStls-Jerlas ffi. m b. ö. Berlin Sind: Borwärls-Bnchdrndrret nnb Berlaaoanllalt Paul Sinntr u. Co.. Bertin£33 68. fiinb'nllrafie 8. Sier,» 4 Beiladen, �lntrrhalinnd nab Siffcn* nab.Franenftimme--. -5-— --"�lO 4-�7„1922 V�schlücher Reinleinen,�- �55 k a r 1 as Ver Prei* �* oeh ,30'''60«95— ss/so— n. Houamoch.* o'-.'ter Prei*— ZX*». dSenHona-* 62»fs o; .�hond-uch s?« Oi. « la. �(Vinter �rei* �— n-Kupon» 5Si igter Preh toghomd �-35 �ttbUTSOletxt Machtbomd..-..*"' ... 09° 59- .............. um '•, n i"'A°r°c°i �detsto�-T�*- 780 3-. 2.2 .... voUvoi*« RedrOCKl®�eheimrat Becker irrt umher? Zum Verschwinden des Geheiwrats Dr. Becker wird berichtet, daß nach bestimntten Aussagen eines Koloniolmorenhändlers aus dar Thorwoldfenstraße in Friedenau und eines Zigarren- handlers in Steglitz gestern abend und heute früh Dr. Becker gesehen war de n sei. Die polizeilichen Nachprüfungen haben die M ögli ch k e i t ergeben, daß es sich tatsächlich um den Gesuchten handeln kann. Demnach scheint der Scchzigjährige in geistiger Verwirrung sein« Wohnung vergessen zu lzabou und irrt planlos in der Gegend von Schöneberg. Friedenau und Steglitz umher. Dia Polizeistreisen find zu besonderer Aufmerlsamkett an- gewlesen worden: jedoch Hot man bisher keine weitere Spur von ihm gefunden. Sehr schnell ist die glänzend« Fassade der neuen Luxus-ver- gnügungsslölten am Zoo abgebröckelt und die aackke pleike lsk zum Vorschein gekommen. 3n den letzten Zähren waren kurz hmier- ei«ander am Zoo vvler der Lciiuug des Vaß-Kanzerns eine Anzahl neuer Vergullguugsstätien. Cafe am Zoo, Palais am Zoo und Grill am Zoo. entstanden und die Krönung des Ganz?« sollte das erst im letzten Zabr eröffnete Gourmenia-Havs, ein Luxusbetrieb allerersten Ranges darstelle«. An diesem Luxusbetrieb ist der Voß-Konzern g e. scheitert. Zwar ließ sich dos Unternehmen gut an und warf auch hohe Gewinns ab, ober die auf 1,4 Millionen talkillierten Bau- und Einrichtungskosten hatten mehr als dos Dreifache dieser Summe beansprucht und tonnte auch durch die Gewinne des Restauratlonsbettiebez nicht abgedeckt werden. Da die enormen Einrichtungskosten leichtsinnigerweife mit kurzfristigen Krediten bezahlt wurden, mußte es zum Fälligkeitstermin zum Krach kommen. In den Zusammenbruch ist auch die bekannte Berliner Bau- firma S. Heiniche u. Co. hmeingszogcn worden, die Wechsel- forderungen in Höhe von 8SOOOO W. an den Doß-Konzern hatte. Da Hcinicke den Wechsel mit seinem eigenen Giro weitergegeben hatte und für diese hohe Summ« selbst nicht flüssig ist, muß auch dieses Unternehmen saniert werden. Außerdem haben sich bisher schon 320 weitere Gläubiger gemeldet, so daß die gesamte Schuldenlast des Doß-Konzsrns sich auf mindestens 3 bis 3>- Millionen be- laufen dürfte. Nach den bisher vorliegenden Nachrichten werden die beteiligten Banken, die D o r m ft ä d t e r und N a t.is» n a l b a a k sowie das Bankhaus Gildemeistsr u. Co. die Sanierung m die Hand ncbmen. Der Gourmcnia-Betrieb soll unter allen Umstände« erhallen bleiben, und es dürften auch genügend Interessenten vor- lzanden fem. So wird neben K e m p i n f k> auch das am Dahnhof Zoo gelegene Hotel Heßler genannt. Der Boß-Konzern balle sich in der Inflationszeit zu dem mäch- tigsten Unternehmen von Gasthäusern. Dergnügui'gsstätten und Cafes entwickelt. Allein in Berlin betrieb er den Admiral-paloft mit dem großen Bad, mehrere Tanzpaläste, Cof4 Bauer und das Cafö Unter den Linden. Auch on Breslauer Vergnügungsstätten war er maßgebend beteiligt. Den größten Teil dieser Betriebe aber mußte er nach der Inflation abstoßen und konzentrierte sich auf den Ber. liner Westen. » Die Firma Fritz Boß, die aus der Fritz Boß u. Co. hervorgegangen ist und Wien-Berlin, die Libelle und das Breslaucr Hotel„Vier Jahreszeiten" betreibt, teill uns mit, daß ihr Inhaber Fritz Boß bereits fett vier Iahren aus der jetzt zusammengebrochenen Firma Fritz Boß u. Co. ausgeschieden ist und seine Betriebe mit dem Konzern nichts zu tun hoben. OerBaublockunterZwangsverwaliung 200 Wohnungen dürfen nicht weitergebout werden, weil die Zinszahlung ver pä'et wurde. Der..Baublock unter Zmangsverwaltung". dessen Bild wir in der gestrigen Morgenaurgabe wiedergaben, hat eine eigenartige vor- geschjchle. Der Mohohousbou zwischen der Mecklenburgische«. Sodener. Dlllenburger. Wiesbadener vvd Masse- straße enthält, wl« bereits mitgeteilt, nicht weniger als LOO kleinere »od mittler« Wohnungen. ZOO Wohnungen sind bereits in Bau. ZOO fertiggestellt, während der Rest«och im Lauf« d. Z. errichtet werden soll. Seit dem 30. Dezember ist dieser nnge- heuere Baukomplex stillgelegt und rund 200 Arbeiter müssen fetern. da de« Besitzern des Baugeländes and der bavans- führenden Firma, Industriebau Held n. Franke, das Betreten des Geländes bei Strafe durch einstweilige Verfügung verboten worden ist. Dar Wohiwngsbau wird van der Deutschen Wohnung?. bau.undSiedlungs.A.-G. ausgeführt, und zwar ohne Bei. Hilfe von Hauszins st euer« oder kommunalen Geldern. Es lzandelt sich um das Gelände, das ursprünglich als Dauergartenland vom Magisttat ausgewiesen war. das aber dann doch zu Bauzwecken sreig« geben worden war. Das 80000 Quadratmeter groß« Gelände, das durch die Freigabe des Magistrats heute einen Wert von über 3 Millionen Mark repräsentiert, war oon der Deutsche» Wohnungs- bau- und Siedlung?-A.-G. zum Preise von 600 000 M. oon dem Besitzer A. A-ck ermann erworben word«n.. Iimerhnlb der Gesell. fchaft ist es dann zu Schwierigkeiten gekommen, besonders nachdem • erne Hypochetz�Is'mlt' emer�Gökhäer Fttmä�Ä�f chlofsen'war." nicht abgenommen Ivord?.' fi� daß' die Hypofhekengeberin eim> Entschädi- gungsklage in Höhe von 120 000 M. anstrengte. Hierzu kamen noch andere Forderungen, so die eines Vermittlers, der 100 000 M. verlangte. und erhöhte Baukosten, die sich ebenfalls aus Provistons- Zahlungen der bauausführendcn Firma an maßgebende Herren der Deutschen Wohnungsbau, und SiedllingsA.-G. ergeben dürften. Offen- bat ist die Bauherrin nickst in der Lag« gewesen, dem Dorhssttzer des Geländes die Zinsen für das Grundstückskaufgsld rechtzeitig zu über- weisen sondern erst zwei Tage noch dem Fälligkeitstermin. Infolge- dessen machte der Borbesitzer Ackermann die gesamte Kauf- summe fällig und ließ durch ein« einstweilig« Verfügung den jetzigen Besitzern des Grundstückes und den Arbeitern der Bau- fttma dos Betreten des Terrains verbieten. Wie uns mitgeteilt wird, soll es sich nur noch um Tage handeln bis die Angelegenheit unter den maßgebenden Persönlichkeiten ge- regelt ist und die Zwangsoerwallung ihr Ende findet. Leider sind auch etwa 200 Arbeiter oon der Daueinftcllung betroffen, die wegen dieses Streitfalles feiern müssen. Die Rot der Erwerbslosen. per Stadtverordncteaausschuß für Angelegen- Heiken der Erwerbslosen beschäftigte sich am Sonnabend mit Anträgen über Mahnahme« zur Behebung der Arbeitslossgkell und über die Erhöhung der Erwerbslosenuaterstützuog. Der Slusschuß beschloß, die Entscheidung über den ersten Antrag zu vertagen, bis ihm vom Magistrat genaue Unterlagen über die Auswirkungen der beantragten Verkürzung der Arbeitszeit und eine Auf- stellung über die stillgelegten Bauten zugegangen sind. Annahme fand der erste Teil des Antrage» auf Erhöhung der Erwerbetosenunterstützung, der den Magistrot beauftragt, bei der Reichsregierung prolest gegen die beschlossene»er- schlechtcrnng der Arbeitslosenversicherung ein- zulegen. Mördersuche m BerZin. Drei Drüder des achtfachen Mordes schuldig. von der Berliner SrlmlvalpoNzei werden fei» langem drei Schwerverbrecher gesucht, die nackz den bis- hcrige« Ermittlungen nicht weniger als acht Morde aus dem Semissea haben. Es besteht die Vermutung, daß sie sich i« Berlin verborgen hatte«: ihr Schlupfwinkel konnte trotz aller Rachforschnngeo noch nicht ausfindig gemacht werden. Bei den Tätern Handell«s sich um drei Brüder, und zwar die tschechoslowakischen Staatsangehörigen Franz, Adolf und Lambert P o l i o k a. Franz und Adolf erschossen in Rybara den Gemeindewächter Josef Hamm und in Schonwshr im Kreise Teplitz den Maschinisten Johann F r i e M. Bald darauf hallen d!« Brüder in Pilsen einen Zusammenstoß mit drei Gendarmen und streckten die drei Beamten im Feuerkampf ebenfalls nieder. Franz Polwka ermordet« kurz darauf in T« t s ch« n den Uhrmacher Ernst S t« b e r l. Franz, Adolf und Lambert verübten dann weller einen dreifachen Mord am Bahnhof in Obernitz im Bezirk Brüx. Den Schluß dieser Mord. serie bildet die Erschießung des Wächter? Berti in Branq: als Tater kommt hierfür Franz Pollvka in Frage. Das Kreisgericht in Eger sucht außerdem Adolf Polioka wegen Erpressung. Ein vierter Bruder Rudolf, der sich im Charakter wenig von den anderen unterschied, wurde wegen Morde? bereits im Jahrg. 1922 Tn B a yern hingerichtet. Bon den drei anderen, d't insgesamt also � für' a ord taten in- Betracht kommen— man ttotz aller Nachforschungen noch keine Spur finden können. Allem Anscheine nach hallen sie sich unter falschen Namen verborgen. Franz Polivka ist Gelegenheitsarbeiter. Er'ist am 23. Januar 1896 in Brüx geboren und daran kenntlich, daß er auf einem Fuß« hinkt. Eine Schuhnarbe am Kopf sst vielleicht noch sichtbar. Adolf Polioka ist von Beruf Stalls-hw-izer. Er ist am 23. August 1889 in Chemnitz in Sächsin geboren, hat unterhalb de» rechten Handgelenkes einen Adler tätowiert und simuliert epileptische Anfälle. Don Lambert Polivka. der am 4. Oktober 1893 in Brüx geboren ist. hat man keine besonderen Kennzeichen. Neuwahl der Berliner StaatsraiSmliglieder. Da» Amtsblatt der Stadt Berlin Ztt. 1 vom 3. Januar enthalt eine Bekanntmachung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg und von Berlin über die Neuwahl der von der Stadt- verordnetenoersammlung zu wählenden Mitglieder des preußischen Staatsrats. Roch der Neuwahl der A-rlmer Stadt. verordnetenoersammlung ist auch«ine Neuwahl der Berliner Staats- ratxmttglisder erforderlich geworden. Diese Wahl ist vom Oberpräsidenten auf Donnerstag, den 16. Januar, 19 Uhr. festgesetzt worden Sie erfolgt im Stadt» verordnetensigungssaal. Nach Festsetzung des Staats» Ministeriums hat die Stadt Berlin acht Mitglieder zum Staatsrat zu wählen.__ Glückwunschschreiben an Hngo Heimauu. Wie wir borells gestern mitteillen, kann Berlins Ehrenbürger Reichstagsabgeordneter Genosse Hugo H e i w o n n das Jubiläum seiner ununterbrochenen 30jährigen Zugehörigkeit zur Stadtverordnetenversammlung feiern. Bürger- meister S ch o I tz im Namen des Magistrats und Stadtverordneten- vorstelzer Haß im Namen der Stattverordnetenvensammlling haben dem Stadtverordneten Heimonn ein Glückwunschschreiben übersandt. in dein es heißt:.Es ist un, ein herzliches Bedürfnis, dieses Tages Ihnen gegenüber besonders Erwähnung zu tun und die Gelegenheit ÜEWEiSE Beginn 2 Januar. Große Fertige Oberbetien ItMniUri««htfirlilj reUt Kipar-lgUtt w. N»hf, m.«eh» ctilnac. M»»o-<»«> geUginun, tJUvaa...... wW.— hortige Inlette •cht tCrlc.-rot oaTllte, toi«, fnl—, in»»nthr. Ot»rb«tt 10 an Utk i«x«0... l'»,»»■••• 3 05 Cf» 150�.250•••««•■••••». v�»vj7w Oberbettbezüge tlnon. � etn 130�800.......0.60 *03 t e n Kissen bezQga mit 8t>ßker«i-Cin«att..... B e t t I a k kräftiger Linon, ". 130* 200........... Halbloincn» et 150* 220........... Handtücher, a»r«t«n kern, m. rst�r Kdtt< n«lnl*l n«n,0»'»t«nkoi n,, mit JtcquirdlciiiU......« Oral), Rklnlelnan, »liä, 6 X 119........,, Inlott-Rosle »«■ krtit, M«Ur... S5*. 33 M. i»...... 1.43 93 K Daunendecken kun»ti*l(l«n«r Oama«t.Ob«r>«lt», mit Parkt 1. 1 1« 1« g«, Ä.Ck (t Omiitn, IMkaO......"57.70 Steppdecken kgnstseldan�r DamsstmQberaSit«, 4 sA in vsrsehlsct. li 3 i n g r i o g u. Ssladaln Im Kapf- u. 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In letzter Zeit Hausen sich nun gerade in diesem Gebiet die Boot?- dieb stähle und beim Wasserschutzposten in Baumschulenweg die Anzeigen. Es dürfte nun die Oeffentlichkeit interessieren, zu«r- fahren, wie die etwa 26 Beamten durch drei Offiziere— also auf 8 bis ß Beamte ein Offizier— für ihren Dienst vorbereitet werden. Morgens, nach Abfploierung des Sports, beginnt der„Aus- bildungsdienst* mit dem Maschinengewahr, dem Karabiner, der Pistole oder am Zielaufschlagkasten, damit die Beamten im..Ernst- falle* gerüstet sind. Der �snfanterismus* treibt also herrlich« Blüten und einige Offiziere haben ihre L-schSftigung. Dieser Dienst wird vom Unterrichts- und Arbeitsdienst abgelöst, d. h. die Beamten. die für die Sicherheit der Steuerzahler da sind, graben Land um und säenGrasan. hauen holz, reinigen Dachrinnen, säubern die Dächer, malen Schilder für den Ausbildungsdienst am Maschinen- gewehr. fahren Kohle, heizen die Diensträume, bauen Puppen für den Ausbildungsdienst Und verrichten sonstige Transportarbeiten. Was man hier für«ine Auffassung von der eigentlichen Aufgab« hat, wöge folgender Fall erläutern, der ganz besonders dazu angetan ist, den .Leerlauf* dieser Behörde zu kennzeichnen: Vor«inigen Wochen teilte ein Herr K. gegen 12 Uhr mittags mit. daß unbekannt« Täter, wahrscheinlich Schiffer, von einem Bagger«inen Anker und ein Tau gestohlen hätten und bat um Verfolgung der Angelegenheit. Wie nun dies« Verfolgung vor sich ging, das steht einzig da in den Annalen der Polizei. Fast sämtliche Beamte waren am genannten Tage und zur fraglichen Zeit— zum Schießen. Ein Boot— Polizei, boot— konnte von der Wasserpolizei nicht gestellt werden. Kurz entschlossen teilte der anwesende Offizier einen Wachtmeister ab, mit einem Fernglas die Eichung sämtlicher nach Berlin fahrenden Schleppkähne festzustellen. Erst eine ganze Stunde später fuhr ein Boot ohne Erfolg. Da? ist also die Tätigkeit des Wallers chutz es Baumschul«nw«S. Kein Wunder, daß da die Diebstähle und die Unsicherheit auf den Wasserstraßen der Oberspre« zunehmen. Die Beamten werden dem Polizeidienst entzogen, um sie militärisch durchzubilden und für Besicht'gungszwecke vorzubereiten. Bei diesen Vesichtigungen scheint der militärische Geist der Beamtenschaft die Hauptrolle zu spielen, denn sonst würde man nicht, wie es beim Posten Bawnschulenvg der Fall ist, Tag für Tag die Beamten beim Cxer, zieren erblicken. Es würde die steuerzahlenden Staatsbürger merkwürdig berühren, wenn sie sähen, wie Pali-eibeamte'im Drill ichanzug und mit Karabiner und ausgepflanzt sowie mit der Schubkarr« über den Platz sausen. Wir brauchen aber k«m« militarisierte Polizei, sondern eine Polkspvlizci. die immer und zu jeder Zeit erreichbar und zur Stelle ist. Denn nur zu diesem Zweck? zahlen wir unsere Steuern. Es ist hohe Zeit, daß hier die Aufsichtebehörde gaM enaxgrsch durchgreift und die geschilderten Zu. stände schleunigst abstellt Bei den kommenden Etotsverhandwngen im Reichstag sollt« dem Kapitel Wasser schütz ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Tonfi'me find zu teuer. In einer Mtgliederversamn'lung der Interessen zemeinschaff Grah-Berliner Filmefftmufführur.gsthoater e. V.. also derjenigen Üichtspislbtchnen. die nach den Uraufführungstheatern rangieren, de- schcft'gt- man sich sehr eingehend mit den Schwierigkeiten, die bisher der Ausführung von Tonfilmen entgegenstehen. Dem von der Oeffenüichkeit echobencn Vorwurf, daß zu wenig Toniilm« ge- geigt würden, begegnete mm? mit dem Hinweis auf die außer. ordentlich hohen Leihgebühren, die sowohl von omeri- kanischen wie von deutschen Filmverleihern für Tonfilme verlangt würden. Hinzu kämen noch die potentrechtlichen Schwierigkeiten, das Verbot gewisser amerikanischer Firnren, einen bestimmten Tonfiln, auf einer anderen als der ausdrücklich vorgeschriebeiten Apparatur vorzuführen, ferner die Tatsache, daß die Lichtspieltheater auch trotz der Tonfilme ihre Kapellen für- die noch immer zahlreichen stummen Filme b-ibehalten müßten. Eine Abwälzung der erhöhten Unkosten durch Steigerung der Eintrittspreise sei unmöglich, und so habe »nrn nach den ersten drei Monaten der Verwendung von Tonfilmen die Erfahrung machen müssen, daß sie bei der heutigen Lage der Dinge«ine s ch w« r e B e l a st u n g für da, Lichtspieltheatergewerb« bedeutet. Dementsprechend wurde auch in einer Entschließung fest- gestellt, daß die phantastischen Bete'ligungs- und Garantie» forderungen der Derleihfirmen für Tonfilms jede Rentabilität«» Möglichkeit für die Lichtspieltheater in Frag« stelle. Die Interessen. vis Seuche im FIQchtlingslager. Unteremäinning als Srunif läge. Ha««»r!stei» K d. Grenzmark. 4. Janaurr. Die«tan« irrenden Meldungen Berliner Blätter über die Epidemie in» FlliehtlingKlnger Hamm erst ein sind Lbertriebe«. Schon bei der Ankunft der Flucht- linge war sich die Logerbcewaltnmg im klare», daß die unterernährt«« Linder SlngrifföoSfckte für gefährliche Krankheiten darstellen. Der Ausbruch der Epidemie, die sich als L v n g ö n a n t z ü n- dun g im Gefolge verschleppter Masern herausstellt, kannte nicht verhütet werden, da die geschwächten Körper überraschend schnell der Krankhast zinn Opfer fielen. Die Krankheit beschränkt sich o u f Kinder bis zu vier Jahren unk» davon sind es insbesondere di« Säuglinge, die das Hauptkontwgent der Sieabefäll« stellen. DI« Todesfälle ereigneten sich sehr schnell nach Auflavcheo der ersten Sraakhellssymplome. So ist es vorgekommen, daß ein vierjähriges Mädchen beim Frühstück plötzlich ohne erkennbare Schmerzens- äußevung zusammenbrach und noch wemgen Minuten verschied. Der heftige Ausbruch dieser Art von Lungenentzündung ist auch schon in Deutschland 1922 im Virchow- Krankenhaus in Berlin vor- gekommen, als unser« Kinder ebenfalls mehrere Fi? ng er jähr« hinter sich hatten. In Rußland ist dies« epidemisch« Krankheit sehr häufig. wie der mit den Flüchtlingen eingetroffene deutsch-rufsische Arst Dr. Dyck angibt. Hier wie in Rußland steht man dieser außer- ordentlich stark ausbrechende» Krankheit zunächst vnfcewehrt g«g«n- über, da d>« trmmige körperlich« Verfassung der Küster, wie im vorliegenden Fall, die ärztliche Arbeit ungeheuer erschwert und b«i de» plötzlichen Todesfälle» selbst d'« sofortige Hilfe zu spät kom- men läßt. Die Zahl der Todesfälle hak sich auf 5L erhöht. An der Krankheit lisgen noch 53 Kinder darnieder. Nachdem auf Anordnung der behandelnden Acrzte sämtliche Kranke und(Sa- fahrbete«ine Einspritzung mit dem Masernserum der Höchster Färb- merk« erhalten haben, scheint die Epidemie überwunden zu sein. Im Lauf« der letzten 24 Stunden ist kein neuer Krankheitsfall«in- getreten. Di« Krankheit ist für gesunde und normal er- nährte Mensche». Kwder wie Erwachsen«, in keiner Weis« gefährlich. Bemerkenswert ist, daß dl« achtzehn im Lager geboren?» Kinder ausgezeichnet bei der zweckentsprechenden Fürsarge gedechm. Die ebenfalls in einigen wenigen Fallen aufgetretene ägyptisch« Augenkrankheit ist vollkommen unabhängig von der Epidemie. Di« Augenlranken werden gesondert sanitär und ambulant von Spezialärzten behandelt. Das Lager steht unter scharfer Quarantäne. Die sanitäre» Einrichtungen sind durchaus auf der Höhe. Di« Kranken find isoliert und stehen unter der Obhut von zwölf Schwester» des Roten Kreuzes sowie eines umfangreichen Sanitätspersonals und mehrerer Aerzte. Am Sonnabend besichtigte Geheimrat Dr. Lsnz vom Reichswohl, fahrtsamt die sanitären Anlagen und zeigte sich mit den getroffenen Maßnohme einoerstanden. Di« Logerinsossen erkennen dankbar di« aufopfernde Arbeit d?r Aerzte und Schwestern an. Besonders die Kinder- haben di« unermüdlichen Helferinnen ins Herz geschlossen. JM« Verpflegung wird von den Flüchtlingen gelobt. Es sind bisher acht Waggans Liebesgaben aus allen Teilen des Reiches eingetroffen. Weitere Gaben, insbesondere Tabak, werden unter dem Stichwort ..Brüder in Rot' an di« Lagerverwaltung erbeten. Cin sonderbarer„Hungerstreik". In der Geschlechtslrankenftation des Birchow- Kranken- Hauses waren etwa 30 bis 40 Kranke nach vorhergehender Agitation von kommunistischer Seite, in eine Art Hungerstreik getreten, weil st« mit ihrem Abendbrotportio- nen nicht zufrieden waren. Wie traurig das mit dem Essen gewesen sein muß, illustriert dos kommunistische Abendblatt, das in flammenden Ueborschriften von dar„Wirkung d«r Berliner Spar- diktatur" von einer„Revolte im Krankenhaus" redet. Wir zitieren das Kommunfftcnblatt: „Statt des üblichen Gänsebratens mußten si6 die Kranken mit Kalbsbraten begnügen. Arn zweiten Feiertag gab es wieder die Reste der vorausgegangenen Mahlzeiten, die. die Patienten mit.Lusammengekochtes" bezeichnen. blicht besser war das Essen am Reiffahrstoge. wo zwar schlecht zu, rechtgemachter Heringssalat, aber ahn- Würstchen, serviert wurde."' Es muß also sehr schlimm gewesen sein, und di« beteitigiten Kranken wurden bei der Anstalt- teitung vorstellig. Di« Anstalte- lestung hat daim ein« Prüfung eingeleitet und festgestellt, daß von sieben Portionen,' die di« Insassen am Frestog abend zurückgegeben hatten, vier vollkommen im Gewicht gestiMmt haben, während bei den übrig«» etwa 2 fit« 3 Gramm fehlten. Außerdem wurde van der Deputation Klag« darüber geführt, daß die Abendportian, Sülze, nicht schmackhast genug und an der Qualität des Schmalzes etwas auszusetzen sei. Fünf Patienten verlangten auch die tägliche Lieferung von Bohnenkaffee, den es sonst nur an Sonn- und Feiertagen gibt. Die Krankenhaus- leitung betont ihrerseits, daß sich di« Verpflegung genau im Rahmen der BetostiMngsvorschriften und des Etats hält. Im übrigen haben die Patienten d« Station den»„Hungerstreik" bereits wieder eingestellt. Ein Beweis dafür, daß die Aktion der Kranken auf lornrnumstische Agitation zurückzuführen sei, wird auch in der Tatsache erblickt, daß sich gestern mittag vor dem Virchow- Krankenhaus mehrere kommunistische Redner einfanden. di« gleichfalls die Forderungen der Kranken unterstützten. Bor dem Dirchow-Krankanhaus kam es aus diesem Grunde zu einer Menschen- «nsammlung, d« sich jedoch wieder zerstreut«, ohne daß die'Polizei einzugreifen brauchte. gemeinschakt Groß-Berliner FistnerstaufführungMeater warn« bah«? ihre Mitglieder vor übereilten Tonftlmadfchlüss«» zu untragbaren und infolgedessen unerfüllbar«» Bedingungen. lAelbflmord im Hoiel. Oer Tote in Osmenkleidera ansqefundcn. Durch Einatmen von Ehlprosprm tötete sich in einem Hotel in d«r Borsigstraße der 4Z Jahr« aste Saufmann Kreutz i- g e r, der Vertreter einer auswärtigen Firma war. Er war vor «inigen Tagen in dem Hotel abgestiegen, kam aber gestern nicht zur gewohnten Zeit zum Dorschein. Als man sich jetzt nach ihm um- sah, fand»»an ihn in Damenkleidern regungslos auf dem Sofa liegen. Er hatte sich einen mst Ehloroform getränkten Gummi- läppen über da» Gesicht gebunden und den Tod so erwartet. Ei« Opfer seiner Weiileidenschast. 21S000 2Worf uvterschlogka. Der Ehefhuchhalter und Hauptkafsierer«iner Autoinobilfabrtk in Johannisthal Karl Schick« war eines Tages auf der Polizei erschienen und halle ausgesagt, daß«r«nen große» Betrag, und zwar 218000 Mark, unterschlagen hob«. Er wurde sofort in Haft genommen. Di« Ermittlungen ergaben, daß Sch. tatsächlich«ine Summe in dieser Höh« an sich gebracht und veruntreut halle. Die Automobilfabrit hat dadurch einen großen Schaden erlitten. Sch hat nach feinem Geständnis das ganze Geld verwettet. Zuerst hob« er immer kleine Betrag« gesetzt, als er aber immer daneben traf, fei er_ so verzweifelt' gewesen, daß er zuletzt nicht weniger a.1 z 5 tl OA M är k auf e Tn� P s e r d gese�t habe. Er war«off dgn verschlÄeiisten Rennplätzen Beplins ein hÄtsig«r Gast. Mißerfolg Wer Mißerfolg sollen dazu geführ! haben, daß'« immer tiefer in die Kasse griff, bis zuletzt«in so riesiger Fehlbetrag eni- standen sei. Infolg« der mangelhaften Kontrolle, die herrscht«, sei er in der Lage gewesen, solche Veruntreuungen zu begehqn. Das Schöffengericht Köpenick, vor dem sich Sch wegen Unterschlagung zu verantworten haste, diltierte ihm eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten zu. Utaz«. Auch im neuen Jahre zeigt die Plaza in der ersten Hälfte des Ianuarprogramm? em« Reche erster Darbst tun gen. An der Spitz« stehen dstemal in chrem modernen Radfahrerakt die beiden Radella Rirä und Artix. die mst fabelhafter Sicherheit aus ihren Maschinen jongliere». Als ausgezeichnete Tänzerinnen ge- li-sten tzlodasy-Bau-n von der Staatsoper Budavest. Ms vorzog- licht Akrobaten fanden D. und P. Maroda in ihrer Plastik-Gym- nastik großen Beifall Auch di« 4 Focprin am Trapez leisteten vorzügliche?. Als sächsischer Humorist geffel Lllex Stamer durch seine trockenen und guten Witze. Zum Schluß zeigt«» steh die Brüder Willuhn in einem Äombinationsokt. Da» eaobrsfiaavzaml Lerfl» v«rweist In de» heutigen Beksiintmachunge» auf dt» neieinfschl e Sinreichuvz der veleg« über den Steuerabzug vom Arbeits- Iah« für da» Jahr tSZg und die Abli«s«rnna der Einkowmeusteuennartea für da» ßchr Idifi hin.(Siehe Jnseratenterl) arvosse piarrer vleier svricht beut«, Sonntag.!. Januar, IS Uhr. st» der Triniiatizdr-he. Eborloitmburg. Karl-eiugust-Platz, im Rabmsn einer religiös«« Feierstunde über da! Thema: Stern« uud MenschenschiSiale. ..»»terfarslhmi, mU s»ftk-d>?e«-!e».* Za der Urania wird Brofellor Berson Montag. I?. tzanuar, iw üanie�beck-Kirchsw-Kau». Uder.ZZo lar- torschvng mit LaslkalireeUaen" sprechen. Pros. Berson ist seit der Krilnduna her Internationalen Hesellschatt„Aeroarettc" Mitelied ihres geschiiftMhrenticn Borstandeo. äSESilESSLEElSSlSSLS B»i»iaCT- unmSMüi! 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Januar 19S0 Amerika erwartet deutsche Anleihen Die Lage ist günstig, sagen amerikanische Wirischastsführer.- Llnd Herr Schacht? WahrsnÄ in D«utichtand durch d«n SUtchsbanfptäföeuten die Wirtschaftslage tünftlich durch die Zlbsperrung gegen dos Auslands. kapital i miner mehr verschlechtert wird, warten die amerikanischen Kapitalgeber auf die deutsch« Kapitalnachsrage. Sie find davon überzeugt, daß di« Gesundheit der deutschen Wirtschaft auger Zweifel sieht und daß sie mit der Weitergabe amerikanischer Kapitalien an Deutschland nichts riskieren. Wir zitieren zum Beweise zwei Aeuße- rungen. die von amerikanischen Bankiers in den letzten Tagen ge- inacht worden find. Francis Sisson, der Vizepräsident der Guaranty Trust Company aus Nsw Dort sagte: ,Ln den Dereinigten Staaten hat es nur wenig oder überhaupt keinen Zweifel über den gesunden Zustand der Grundlage der deut- ichen Wirtschafts struktur gegeben. Der Rückgang der deutschen- Kapitalanussionen in USA. während der ersten dreiviertel des verflofienen Jahres ist auf ganz andere Ursachen zurückzu- iühren.-. In dieser Zeit waren die Geldverhaltnisse in den Ber- einigten Staaten einer Untcrbringimg van Ausländsanleihen durch aus ungünstig. Ueberdies kam da» schnell« Wachstum der omeriko Nischen Industrie in einer Zunahm« der heimischen Neuemissionen zum Ausdruck, welche den Ilebcrschuh des ameri konischen Anleihe. Spitals für sich beansprucht Habels Da nun in jüngster Zeit große Summen am omerikaniichen Wertpapiermarkt frei geworden und die Geldsätze zu gleicher Zeit zurückgegangen sind, so sind die Aus- sichten für eine Begebung deutscher Wertpapiere in Amerika während des kommenden Jahres sehr g ü n st i g." Herr E b e r st a d t, früher bei Dillon, Read u. Co., jetzt Teil- l>aber der Bantfirma Otis u. Co., sagte:„Der Rückgang der Zins- sätze in Amerika und das Vertrauen, daß der Poung-Plan binnen kurzem von den beteiligten Nationen angenommen werden wird, Iwben in den Bereinigten Staaten das Gefühl ausgelöst, daß der Geld ström von Amerika nach Deutschland in kurzer Zeit wieder aufleben wird. Eine derartig« Eni- wicklung wird nicht nur erwartet, sondern man steht ihr auch sympathisch gegenüber, wenngleich möglicherweis« der Verwendungszweck der Anleihen schärfer beobachtet werden wird als bisher/ Der amerikanisch« Aapitalgeber hat also nicht im? Vertrauen zur deutschen Wirtschaft, er fürchtet nicht nur keine Berluste aus deutschen Anleihen, sondern er wartet geradezu auf die deutsche Nach- frag« nach amerikanischem Kapital. In Deutschland besteht auf der ander«» Seite«in ungeheurer, volkswirtschaftlich durchaus zu recht. fertigender, weil rein produktiver oder au» Steuern überhaupt nicht zu deckender Bedarf. Für dies« Zwecke Steuermittel oder Betriebs- eiimahmeu zu verwenden, ist geradezu ein volkswirtschaftliche» verbrechen. Zu diesem Verbrechen wird die deutsche Volkswirt. fchast augenblicklich durch den Reichzbankpräsidenten Dr. Schacht gezwungen. Gleichzeitig geht die Wirtschaft vor die Hunde in einem Augenblick, wo man nichts so dringend brauch? als Arbeit für Millionen Unbeschäftigte und einen ungeschädigten Kredit bei den ausländischen Kapitalgebern. Wie lange noch wird es geduldet werden können, daß volkswirtschaftliche Notwendig. leiten durch eine hirnverbrannte Anleihepolitik mit Füßen getreten werden? Letzte Treuhänderberichte. •Ott �eichsbaattommissor zur Wirtfchastslage und zur öffentlichen Verschuldung. Wird der Nouiig-Plan im Haag airgeiwimnen, so hören alle Reparationskontrvllen innerhalb Deutschlands auf. Dann sind auch inc jetzt der Oefsentlichkeit ü bergebenen Berichte des Kommissar» bei der Rcichsbank. des Eisenbahntommissars und des Kommissars für die verpfändeten Einnahmen für die Zeit nmn l. September 1928 bis zum 31. August 1929 die letzten gewefen, denn rechtlich soll die Laufzeit des Poung, Plans bereits am 1. September d. I. beginnen. Mit der Kontroll« werden auch dies« Berichte der Geschichte angehören. Einiges Interesse verlangt der Bericht des Reichsbonk- tommissars Prof. Dr. G. W. I. Bruins, der absolut neutral abgefaßt ist, sich nur an die Tatsachen hälr und infolgedessen auch sich zu der politischen Rolle des Reichsbaukpräfidenten Dr. Schacht nicht äußert. In den Schlußbetrachtungen des Berichtes wird auch zur öffentlichen Finanzwirtschaft in Deutschland Stellung genommen. Es wird ausdrücklich festgestellt, daß die Be° friedigung neuer Kapitalbedürfnifle über den Betrag der ku«sende» internen Ersparnisse hinaus während der letzten anderthalb Jahr« mir noch auf � Kosten einer Vergrößerung der kurzfristigen Verschuldung stattfinden tonnte. Das bedeutet auch für Reich und Kommunen, daß diese überoll da, wo Anleihen vor- gesehen waren, die aber weder im Inland noch im Ausland unter- gebracht werden konnten,«ine starte Erhöh irng der schwebenden Schuld zwangsläufig eintreten mußte. Der Reichsbankkommissar läßt die Frag« offen, ob di« Ermäßigung oder Beseitigung dieser schwebenden Schuld durch An leihen oder durch Steuern erfolgen soll, wi« es Herr Dr. Schacht will. Er hält roeitsr ein hohes Zinsnivoou für Deutschland für sicher, wenn nicht entscheidend für ein« Entlastung des Geldmarktes von dem Druck der öffentlichen Schulden in angsmessener Frist vorgesorgt wird. Jedenfalls spricht er sich nicht ausdrücklich für den Standpunkt des Reichbantprofidenten au». Nach seiner Meinung würden durchgreifende Maßnahmen besonder» geeignet sein, sowohl auf die Kapitalaiifnahm« im Ausland, als auch auf di« Kredi� bedinzungen günstig einzmrürksir „Mit Befriedigung kann feftgkfteill werden, daß, wie fcbwer die Kreditschwierigksiten aus das Wirtschaft»leben drückten, die Produktionskapazität hierdurch im allgemeinen nicht beeinträchii zt worden ist", mit diesen Worten unterstreich auch der Reichsbank komniissar sehr nachdrücklich die von un» immer betonte, ganz außerordentliche Widerstandskraft, di« die deuiftbc Wirtschaft im vergangenen Jahre trotz der fast völligen Drosselun,? des ausländischen Kopftalzufiusses bewiesen hat. Auch für die zukünftige Entmicklung ist der Reichsbankkammiffo.r im ganzen optmristifch. Der Absatz der Kaliindusirie. Di« Abladungen der zum Deutschen Kaltsyndikat gehörenden Kaliwerke im Dezember 1929 betrugen 995 942 Doppelzemncr Reinkali gegen 1 971 548 Doppelzentner Reinkali im gleichen Moii.ft des Borfahres. Im Kalenderjahr 1929 wurden von den Kaliwerten insgesamt 14914164 Doppelzentner Reintali gegen 14 213 874 Doppelzentner Reintali im Kalenderjahre 1928 versandt. Die Abladungen in den ersten 8 Monaten(Mai bis Dezember) des laufenden Düngejahres betragen 7 4SS713 Doppelzentner Reintali gegen 7 829 946 Doppelzentner Reinkali in den ersten 8 Monaten des Düngefahres 1928/29. Anfkokt zu den Reedereidividkuden. Di« Hamburg- Süd amerikanisch« Dampfschiffahrtsgesellschaft komm? auch in diesem Jahre als erste Großreederei mit ihrem Abschluß heraus. Auf der bereit» abgehaltenen Aussichtsratssitzung wurde beschlossen, für 1929 wieder die gleiche Dividende von 8 Prvz. wie im Vorjahr zu verteilen. Gründung des westdeutschen Ziegelsyndikal». In Westdeutsch land ist jetzt das Ziegelsyndikot unter Dach und Fach ge. kommen und hat-un 1. Januar seine Tätigkeit bereits aufgenommen Das sogenannt«„Dachsyndikat" in Köln umfaßt 19 Bezirkssyndikat«. denen sämtliche rheinische Ziegeleien angeslhlossen sind, Eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Kartells ist, Außenseiter. die sich störend bemerkbar machen, als Konkurrenten aus der W« l t z u schaffen. Die leitenden Männer in dem neuen Ziege! syndikat haben von der rigorosen Politik der Z e m e n t k a r t e l l e offenbar gut gelernt. Auslandsauskrag für die Deutsche Werft tu Hamburg. Die zum Kanzern der Gut«» Hoffnungshüti« gehörige Deutsche Werft in Hamburg ist zurzeit verhältnismäßig gut beschÄtiat. Di« Werlt hat jetzt neüerdmgs von Norwegen«in«n Ton? damipser von 11 500 Tonnen Tragfähigkeit in Bau erholten, so daß ber Gesamibestand der in Arbeit befindlichen Schiffe Rch auf etwa 190999 Tonnen belauft. Süchlkouzeutratum und SllUeguug. We au» Hagen gemeldit wird, fall die Rh« i n i f ch- We stsäl» sck« Stahl- und Walz werk«-Zl.-V. GeHenlirchen Antrag auf StMegun« der Hagener Gußstahlwerk« gestellt haben. Die Zahl der htervo» betroffenen Arbtlter und Angestellten beträgt 689 Personen Wegen Uberfüllung unserer Filialen Ein Beweis, daee die Erwartungen unserer Kundschaft weit Qbsrtrotten wurdaut Täglich neu aufgefüllt wird der Vorrat von QuaU* tätssdnahsa u.'Strümpfen aus unseren Rlsssnlägsrn, nie dagswi □nventur- Rest' und Einzelpaare ?£ 75% herabgesetzt Dr. Diebl'Sduibe und •SSefel»u 50% Rabatt Was tat Präsident Hoover? Oer Kampf gegen die Krise in den Vereinigten Staaten. Oktober setzt« in Amerika bekanntlich die schwerste Börsen- krise ein, die die Welt je zu verzeichnen hatte. Der„Vorwärts" Hot fartlaufenö darüber berichtet. Eine allgemeine Wirtschaftskrise drohte int» USA. Deshalb unternahm die amerikanische Regierung Schritte, um mit allen erdenklichen Mitteln einem Geschäftsrückgang und dem Ausbruch einer Krise entgegenzuwirken. Der Erfolg der Maßnahmen ist noch ungewiß', in keinem Land der Welt hat aber bisher eine Regierung in so umsässcnder Weise und Mir solcher Tatkraft Krisengesahrcn bewußt entgegenzuwirken versucht. In höchstem Maße verdient dos Vorgehen aber internationale Dcach- tung, auch deshalb, weil angesichts der weltwirtschaftlichen Führer- stollung Amerikas jede Veränderung seines Wirtschofiskörpers über feine Grenzen hinaus sich auswirken muß und weil für den Fall des Erfolges das amerikanische Beispiel erfolgreicher Kanjunkturregelung richtunggebend bleiben wird. Die Konferenz für aktive Konjunkturpolitik. Präsident Herbert choovcr, von Be«uf Ingenieur und besonders bergbaulichen Interessen nahestehend, mar der leitende Kopf dieser Stützungsaktion und hat sich dabei— nicht zum ersten- mal— als ein sehr weitsichtiger lind höchst energischer Repräsentant de» amerikanischen Kapitalismus erwiesen. Er begnügte sich nicht mit Aufrufen und Versprechungen, sondern berief sehr bald eine Anzahl Wirtschastssührer von Rang nach Washington, uin mit ihnen praktisch die von ihm vorgeschlagene Konjunkturpolitik in allen wichtigen Einzelheiten festzulegen. Auch nach Ansicht der 2Z indu- striellcn Unternehmer, die zu diesem Zweck Ende November in Washington weilten, war der Zeitpunkt für Untersuchungen der Marktlage und Resolutionen höchst ungeeignet und- sie verlangte statt dessen schnelles, tatkräftiges Eingreifen.' Mahnahmcn der Regierung felbft. hierbei ging die Regierung s e l b st mit einigen wirkungs- - vollen-Maßnahmen voran:. sie forderte die Wirtschaft auf, vom Redisf onkredit der Reserve b ante» reichlich Ge- brauch zu machen und verhinderte so die bei drohenden Wirt- schaftskrisen immer sehr gefährliche Erschüttennrg des Kredits. Ei« erhöhte im staatlichen Haushaltsplan die für Bauzwecke vorgesehene Ausgabensimime um 2Z0 Millionen Dollar(über 1 Milliarde Mark). Sie kündigte außerdem eine Senkung der St c n er n an. Die ergänzenden Rlafznahmeu der Wirtschaft. Diese Regierungsmaßnahmen wurden unter dem Einfluß Hoovers von den führenden Unternehmungen durch entsprechende Wirtschastsmaßnahmen ergänzt. Die Vertreter der großen Eisen- bahngesellschasten sagten zu, daß sie ihr Bauprogramm im Jahre 1930 mindestens auf der Höhe der Jahre 1928 und 1929 halten wollen. Insgesamt haben sich die ö f f e n t l i ch« n V e r- s o r g u n g s u n t c r n e h m u n g e n(Bahnen, Nachrichtenorgam- 'ationen. Elektrizitäts. und Gaswerke) dahin festgelegt, daß sie im Jahr 1930 für Neubauten 1,5 Milliarden Dollar und außerdem sür ErneuWingeü und Reparachre» Weitere. 41.0-MMionM,!�Iar, aus- aeben werden, akleK-in'«llem also-etwa- 8 Milliarden Mark. Hiervon' entfallen allein ans. die El.« kt rszt täts g.es e ll- -fchaftbn nicht weniger als''8b5 Millionen Dollar: bei vieten von ihnen ist. das Bauprogramm fjir 1930 in größerem Umfapg' fest- gelegt als für 1929. Die entsprechenden Neubauaufträge wurden teilweise unmittelbar nach den Besprechungen mit Hoover in ihren Einzelheiten bekannt gegeben und an-Baufirmen fest erteilt. In ähnlicher Weise legten sich auch eine Reihe großer Konzerne anderer Industriegrnppen fest und der chemische Dupont- Konzern erklärte z. B-. 1930 sür Neubauten 25 Millionen Dollar zurückstellen zu wollen. Bon industriellen Groß- Unternehmungen, die dieser Praxis voll zustimmten, waren z. B. in Washington vertreten: die beiden großen AutomobllkonKerne General Motors Corporation und Ford Motor Eo., die größte amerikanische Elektroftrma General Electric Co.. der große Chemiekonzern Dupont de Nemours, die größte Oeliirma der Welt Standard Dil Co. of New Jersey, die großen Waren- häus>er, Stahlkonzerne usw.: außerdem stimmten auch die Vertreter der führenden Regierungsstellen, die Farmerverbände, Gewerkschaftsorganisationen usw. diesem Arbeitsprogramm zu. Verständigung über die Lohnpolitik. Van den 22 Großindustriellen erklärten 9, die Löhn« senken zu wallen, während ander«, unter ihnen Henry Ford, Lohnsteigerungen ankündigten, um dadurch die allgemeine Kaufkraft zu heben und die Voraussetzung für ein« ge- steigerte Nachfrag« nach Waren zu schaffen. Aus die Initiative Hoovers hin einigten- sich Unternehmer und Gewerkschaftsvertreter dabch, auf Aendsrung�der gegenwärtigen Lohnhöhe ftnd auf die Einleitung von Arbeitskämpfen in nächster Zeit oerzich- ten zu wollen. ' Dieser Konjunkturpolitik wenig zugänglich zeigten sich dagegen die B a nun t e r n e h tn U'b g'e wobei zu berücksichtigen'Pt.' daß schon soll einiger Zeit in den Vereinigten Staaten ein starkes Ueberangsstot.a» Wohnraum besteht-, jedoch besteht auch hier die. Hoffnung, daß im Jahr«. 1930 die Bautätigkeit mindestens den Umfang' des Vorjahres haben wftd..... Mehr Daren ins Ausland'— Das Echo in USA. Einen weiteren wichtigen Programmpunkt bildet die Ausforde- rung der Regierung zu verstärktem Warenexport: de- kanntlich leisten gerade für die Ausfuhrentwicklung das Deport« ment of Comme'rce und einige anders amtliche Stellen weitest gehende Vorarbeit, und eine Forcierung dieser Tätigkeit ist um so mehr zu erwarten, als ja Herbert Hoooer selbst 7 Jahre lang, bis zu seiner Präsidentschaft, an der Spitze des Department os Commerce geftoröen hat. Es mag richtig fem. daß, wie eine Fachzeitschrift zu den Erklärungen der Jndustrieoertreter kritisch bemerkte, diese einschließlich ihrer Belegschaften nur etwa 4 Prozent der amerikanischen Be- völkenrng repräsentieren. Auch war dos Echo, das die Zlnkündi- gungen der Regierung und der Konzerne bei anderen Wirtschafts- gruppen fanden, nicht immer nur zustimmend. Der demokratische Senator Mac Kellar bezeichitete das Wirtschoftsprogramm „als eine Prämie für die Börsenspekulation". Andererseits haben aber z. B die Gouverneur« der meisten Staaten den Maßnahmen Beifall gezollt, und zwar nicht nur mit Worten: man spricht von 800 Millionen Dollar, die die Gouverneure für beschleunigte Durchführung öffentlicher Arbeiten bereitgestellt haben. Henry Ford meint«, Präsident Hoooer sei in der Tat imstande, dem Land zu zeigen, daß kein Grund für irgendwelche Befürchtungen vorliege und die Zukunft unter allen Umständen gesichert sei: auch Vertreter anderer Konzerne, wie Owen D. P o u n g von der General Electric Co. und Sloan von der General Motors Corporation erklärten sich nach der Konferenz mit den Zukunstsavssichten sehr zufrieden. Welche Erfolgsmöglichkeikeu sind vorhanden?— Gefahren sür Europa? Man mich sich hier einige wichtige Vorgänge vor Augen halten. Schon vor der Börsenkris« zeigten das Baugewerbe,.. die Stahl- Industrie, der Auiomobilbau und andere wichtige Industriegruppen einen allmählichen Rückgang der Umsätze. Die Ausnutzung der Leistungsfähigkeit des Stähltrusts ging z. B- von 83 Proz. im hmet,«erishchr 1928 au? 75 Proz. fat ttUbeg IS»«sftfi fei« Automobil produktiv», die bereits im September ISN mft 42SOOO Personen- und Lastkraftwagen niedriger war als im Eep- teinber 1928, ließ im Oktober weiterhin auf 403000 nach. Slndere Industriezweige zeigten allerdings so erhebliche Umsatzsteigerungen, daß-dennoch die industrielle Gesamtproduktion der Vereinigten Staaten im Herbst 1929 den vorjährigen Stand noch um etwa 10 Proz. überragt haben dürsten. Die Absatzbeschränkung einiger so wichtiger Industriezweig« deutet aber doch auf ein sehr ernstes Problem hin. Man hall« sich vor Augen, daß bereits Anfang 1928 in den Vereeuigten Staaten mehr als 23 Millionen Kraftfahrzeuge vorhanden waren(auf ja fünf Einwohner ein Fahrzeug!, so daß heute die Mehrzahl der amerikanischen Familien im Besitz eines Autos ist. Die ameritamsch« Industrie war 1928 zu etwa 80 Proz. auf elektrischen Betrieb um- gestellt. Rund 70 Proz. aller amerikanischen Haushaltungen waren an elektrische Leitungen angeschlossen, in den Städten sogar etwa 90 Proz. Liegt hier für sehr wichtige Bedarfsgebieta nicht schon eine gewisse Sättigung vor, so daß hier die Nochfrage künftighin in der Hauptsache auf Ersatz älterer Erzeugntsie durch neue beschränkt sein wird? Wird aber die wachsende Leistungsfähigkeit der Zluto mobilfabriken, Elektrofirmen, Stahlwerke. Wasch! nenboufirmen usw. nicht selbstverständlich für inländische Marktverluste mp so energischer in einem gesteigerten Export Ersatz suchen? In Washington wird zwar nachdrücklich bestrillen,„daß Hoover bei seinem Hinweis auf die Möglichkeit einer Ausfuhrsteig«-. rung dabei an irgendein Dumping auf dem Wellmarkt gedacht habe". aber ein Dumping ist angesichts der Monopolstellung Amerikas bei der Kreditgewährung für Warenlieferungen gar nicht not«. Jedenfalls liegt in dieser Kehrseite der amerikanischen Konjunkturpolitik ein Moment, das für die europäischen exportierenden Wirtschafts» staaten sehr gefährlich sein kann. Immerhin ist auch die Exportsteigerung nur«in«Med in der Kelle von großzügigen Aktionen, mit denen Amerika em« drohende Wirtschaftskrise systematisch zu bekämpfen oersucht hat. unk» wenn auch Zuspitzungen der Wellmarktkonkurrei� eine wichtige Folg« sein können, so bleibt doch das amerikanische Porgehen«in epoche- machendes Beispiel, dessen Ergebnisse gründlich studiert zu werd«, verdienen. Bemberg sieht gut. tlmsahsteigeruug auf 53,5 Millionen Mark. Di« Bemberg-Aktionäre hallen im letzten Jahre nichts zu lachen. Die schweren Kurseinbrüche in der monatelangcn Bärsenkrise in Deutschland wirkten sich bei den K u n st s« i d e a k t i e n und be« sonders bei den spekulativ in die Höhe getriebenen Kursen vvn Glanzstoff und Bcmberg besonders kraß aus. Der Bemberg- Aktionär, der zu Ansang vorigen Jahres für eine lOOO-M.-Anleihe noch einen Kurswert von 4440 M. notieren konnte, mußte zu Silvester betrübt feststellen, daß das hohe Kursgebäude von Bein- berg bis auf 132 Proz. zusammengesackt war. für eine 1000-M.-Aktie also nur noch 1320 M. gezahlt wurden. Tie fort- gesetzten großen Kursverluste der Kunstseideaktien haben an den deutschen Börsen immer wieder Krisengerüchte über Bem- berg und die Sunstseidenindustrie ausflockern lassen, aber der. jetzt von dem Bemberg-Konzern vorgelegt« Jahresabschluß für 1SW/2S zeigt, daß hiervosi keine Rede sein tonn. Trotz de? heftigen Kohkurrenzkäwpfe nach der Sprengung d e s d eftf s ch e n, K u n ft sekd e k art el ls(der Viscvse-Känven- Äon), die auch an Bcntöeig Nicht spUMs vokübergegängen sind, konnte der Konzern durch seine umfangreich« Spezialsabnkation seinen Gesamtumsatz von 51,5 auf 53,5 Millionen Mark st e i- gern. Auch in der Gewinnentwicklung ist kein Stillstand etnge- treten. So haben sich die B« t r t e b s g e w i n n e, die sich 1g2o/27 auf 11,1 MLionen und trn folgenden Jahr« auf 13.5 Millionen beliefen, im Berichtsjahr auf rund 14,5 Millionen gesteigert. Ein glänzender Beweis für die Rationalisierungsgewinne in der Kunstseidenindustrie ist, daß der Bemberg-Konzern seine Hand- l u n g s u n k o st e n trotz der erhöhten Umsätze und Gewinne gegen- über dem Borjahre um eine Viertelmillion senken konnte und sie mit 3,97 Millionen auf dem Stand« von 1926/27 hält, während in der gleichen Zeit die Betriebsgewinne sich um mehr als 30 Proz. erhöht haben. Der mit 3,2 um 1 Million geringer ausgewiesene Reingewinn ist noch kein Beweis für einen Ertragsrückgang bei Bemberg, denn der Gewinn ist diesmal um 4,8 Millionen für Abschreibungen auf die Werksanlagen gekürzt worden. während im Vorjahre für diese Zwecke nur 3 Millionen abgesetzt worden sind. Wenn auch infolge der großen Werksneubauten das Abschreibungsbedürfnis bei dem Unternehmen diesmal zweifellos höher ist, so deutet doch die Heraufschraubung der Abschreibungen um-60 Proz. auf eine sehr kräftige Gewinnreservie- rung- hin. Da die Abschreibungen von dem Unternehmen genau so verdient werden müssen wie die Gewinne, läßt sich bei Bemberg einschließlich der Abschreibungen ein um 10 Proz. erhöhter Gewinn von insgesamt 8 Millionen errechnen. Die Herab- setzung der D i v i d« n de von 14 auf 8 Proz. ist durch die Kap:tal- erhöhung von 28 ans 40 Millionen bedingt und zugleich auch eine Vorsichtsmaßnahme. -— Offenbar stcht"die Derwaltung des Bemberg-Konzerns auf dem Standpunkt, daß die Läge innerhalb der deutschen sowie in der inter- nationalen Kunstseiden in dustree auch zurzeit noch so ungeklärt ist,. daß die großen Konzerne sich für die etwa noch bevorstehenden Kämpf« ihm finanzielle Stoßkraft erhalten müssen. Polens groß« Auslandsschulden. Die polnische Verschuldung hat im Jahr« 1929 über 4,9 Milliarden Zloiy berrogen. Es hat im Budgetauzschuß des Sejm Aufregung darüber gegebmt, daß von dieser Gesamtverschuldung nur 8,4 Proz. Inlands» schulden, der Riefenrest dagegen AuÄandsschulden sind. Einkommen und Tkeubaumieten. Rur eine dünne Oberschicht kam»?leubaamieteo zahle»- Eine Enquete über Neubaumieten, die der Bu«d beut» scher Mieter vereine veranstaltet hat, haben mohr als 300 Gemeinden aus dem Reiche beantwortet. Die Auswertung des Ergebnisses zeigt, daß das Verhältnis der Einkommen zu den Reu- bäumieten deullich erkennen lasse, daß vielerorts nur eine dünn« Oberschicht der Bevölkerung in der Log« ist. dies« l>ohen Mieten zu bezahlen oder daß mehrere Verdiener in der Familie vorhanden sein müssen, um gemeinsam die Mete tragen zu helfen. Der Bund deutscher Mietervereine betont, daß mit einer neu- zeitlichen Wohnungspolitik in bezug auf die technische Erstellung der Wohnungen noch nichts getan sei, wenn nicht die Mieten den Einkommen angepaßt werden Hauszinssteuerhypotheken 1930. Zlenderuag der Nichklimea. . Für die Vergebung von Hauszinssteuerhypotheke» zu Woh, nungsbauten, die im Jahre 1930 errichtet werden sollen, sind von den zuständigen Ministerien nach Mitteilung des Amtkchen Preußischen Pressedienstes neue Grundsätze bekanntgegeben. Die Grundsätze schließen sich-in der Hauptsache den vorjährigen Richtlinien an.- Neu ist vor allem die Bestimnnmg, daß am 1. April 1930 die Tilgung derjenigen Houszinssteuerhypotheken zu beginnen hat, die in dem Rechnungsjahre 1924 bewilligt und bis einschließlich 1. April 1925 völlig zur Auszahlung gelangt sind. Für die nach ddn 1. April 1925 ausgezahlten Houszinssteuerhypotheken ist von einer Tilgung für die ersten 5 Jahre von dem aus die Auszahlung der Schiußrate folgenden 1. April und 1. Oktober eines Jahres ob abzusehen. Weiterhin bestimmen die neuen'Richtlinien, daß ein« Herab» setzung des Zinssatzes für die Hauszinssteuerhypochek von 3 Proz. bis auf 1 Proz. hinfort nur noch zulässig sein soll, wenn sich aus der GefamLbelastung des Neubaus ein« Mist« ergibt, die 150 Proz. der Friedensmiete für entsprechende Allwohnungen überschreitet_____ Glassyndikate im Angriff. In der deutschen Glasindustrie herrscht schon seit Jahr und Tag ein Kartellterror schlimmster Art. Besonders rigoros ist die Praxis des Kölner Spiegelglassyndickats. das unter belgisch-sranzösischem Einstuß steht. Der belgische Solvay- ftp n zern und Ö« französisch« Gobain» Gruppe herrschen in diesem Syndikat, dessen Tätigkell schon mehrfach böses Blut in der Oeffentlichtell erregt hat. unumschränkt. Dieses Kartell hat jetzt einen Vorstoß in die Tafelglas» i n d u st r i e unternommen und in der Fürther Tafelglas A.-G. festen Fuß gefaßt. Offenbar will also die sehr kapitalstark« belgisch-fränzösische Gruppe— der Gobain-ftonzern allein oerfügt über 450 Millionen Franken Äaplläl-» ihren beherrschenden Ein» sluß in der deutschen Glasindustrie bis zu einem Monopol ausbauen. Bei den fast unerschöpflichen ftopitalreserven der beiden Gruppen dürfte das Eindringen in die Fürther Tafelglas A.-G. auch nur der Anfang eines größeren Aufsaugeprozesses fein. aMßOTqewdhnlkhki!!i3«52!!i£2t2a5 Herren eaeea-Ansu», f.rbig g«niaiiert. Cherlot eBc 78.-«8.»•».- rtto., hl ni.. 88.»»».- 11«.- Ab.nil-Ancua;»»ehwur» 108.- Wlnt.r-Ulat*r, gernns». od.flantob 78.- 88.» 04.- 108.- Ua tu» rd In*. Mantel. imT>rigBl«Tt 70.« a. P1»M 88.. tt*.lbito..Kl- ebhlMl«**«" 08.' IJOr- Damen SehnalOararbalt KoatUm,». Teil mit Pclzbcsati h-rl« MV 48 88.- 88.. 78.. Mantal adar Ulstar, imn Teil gast auf Crna 4« Chine Ski-Ansiui 8.1 8». Oumml- Mantai OtrIcJtWalO «arlsar u. alcan« Madall« i. T«ll untar 8lnlcaM«bor*la Knaben SportancuKf Jilnt6-g, Ml. 13-14 38.- St.- 84.. Born mar- od. Wlntar. uiatar Jahns-«, 7 9. 10-U 31.- 84.. 88.. SMaitsifOa Ahn 5-7. 8-10, IMS 38.* 80,- 83** Jnnara Harra« Sa«««. od«r Spa.tanxua 38.. 43.- SO- Wnitar-Ulstar 30-40-83- Sport Soortanaugr 8. I 84— II 83— Knlelrarbackar od, Breech*« terl* I 34- II 38- Oala�Jappa... Serie I 110- Lad* r Jap pa, trua I 73— n 38- PulMvar,.Welle, Serie I-1II 18- 18- 33- Opartstrümpfa, orlflnel Wien Serie I 4.80 II 8,80 Oohpals, Sealble. Kepff, mit£1. Saal-bchatkra�ea..... 185- Ermaöicgunq auf alte kcHgefl Wären mi? Au Sf Wüsche and Mode-Artikel Zephir, oder Popel Ine- Hemd eut«QuaIlt4t,einieIae Welten 4— Popellne-Hemd..... 7.80 dto. mit Kraoen... 0.78 Schlafanxuo, FlaneN. 13— Salbatblndor, reise Seide 1.80 3.38 8— 3. TS 4.80 Caohanas, Welle... 8.78 SeckamgvteQatMtU-Fto* 1.78 Untarcarnltur» Mako. 7—, Plaid iSOxtöO.....31- BEOUM W. a LEIPZieeß- reiEiSSSm LugenStveLhen btt Sozialisien und Freidenker. Wi« im Herbst 1323 werben auch zu Ostern 1930 die Frühjahrsjugeiidweihen unter dem Namen„Ju gen dra eisten der 6,031 a l i ste nun d Freidenker� gemeinsaip. veranstaltet vom Ortsausschutz Berlin des ÄDGB., Bezirksverband Berlin der SPD.. Verband für Areistentertum und Feuerbestattung E. 23., Bez. Groß-Verl-n,' Bczirksnerbond Berlin, im Bund der fresen.Schul,-. gemeinschasten' Deutschlands, unL'von'der AroeitsgemAnWaft sözm!' demokratischer Lehrer Deutschlands,, B«lrkK,z?uxpe Berlin. ' Da die Aorsterestungsstu�s�iide Janilar nächsten' Jahres be- ginnen, bitten wir sosortiae Anmeldung unter Zählung der Cinschretbegebuhr von SO Pf. bei nachstehend aufgeführten An- Meldestellen oorzunelMen:-' Vcrvx!ltzillq»Sk»>-i SHttc: H Lehmana. SR. 54, Ackerst?. 174 sRvrwSrts.» öpctition).— Deulschcr Mr'allarbeitcrvsrband, C. 25, Linienstr. W— 85 sgrSffnet »— l« Itln, ikreitags s— IS Uhr. r-sanabcnds S— lZ!ll,r).— greig-wrrtrckiast. iiche Zuaenüii-ntral,:. SO. 16, Sagelutckr 24— SS, 1 Tr.. Ziamrr 7a' tzröffnrt S— 17 Uhr. itreitoaS' S— IS Uhr. SennabenSa S�-tZ Uhr). V«rwalt>i»p«be,Irk Tirihart«»: S. Joseph, SR®. 31, ZSilhelMshaoenui Strofic 48.(■®t>tffläiis.£pt4it!on1. SJctiraUiiaijstKsitl Stlrtiitut: B. Hönisch, SR. 65, Mlltlcr. Eck« Utrrchter Straße tBori'Srts.SvediliSll).— P. Kroll. N. 65. lltrechier Str. 21(Nestau. rant).— P. Dobcostlaw, N. 87, ConnetnLnder Str. 11(Restaurant).— K. Arrdersson, R. 81. Stralsunder Str. IS(Schustmacherri).— S. Fischer, SR. 20, BasUaastr. 7(Bormärte-Spedition).■, Be«»all»ua»t«,i?! Prcnzlaaer Vera: D. Hoffmann,?i. 58, Lr>che»«r Str. 8 (Restaurant).— E. chcrtst. R. 118, Greifenhapenkr Str. 22(Vo�aSrts-Sped:' tion>.— D. Düs*, SRO. 55. Iiamai:ueI7!rchstr. 24(Bormärto-Ereditiont. Terwaltunaobetirl grievrichshoi»! F. Arndt, o. 84, SSiarlusstr. 86(Bor-. «ärtj-Spehrtlon).— M. Wartmann, O. 84, Könia-chcrger Str. 87(Vioto'aden, �inaanp vom Kausklur).-- S. Falle. O. 48, Peier-buroer. Plaß 4(Boruxirt.- spednian).— St. Witrsckuß, v. 54. Sststersstaraer Str. 5(Restaurant). SdernialtirnMtejüJ Arrurberq: Dorwärt-speditio» SW. LI, Baerwaldslra ze an der Snetsenaustraß«.— Urban. 20. 86, fiaunher Plaß 14—15(Borwilrts. Sveditlotl).— V. Li er, 20. 36, Aaunnnftr. S(Restaurant).— Verband fstr Fre'denlertuni und Fsuerbestattuna. EW. 23, Sneilenauftr. 41(geöffnet 8 die 16 Uhr).— Sekretariat der Sugendevoidcn der So»!alisten und Freidenker V-rltns. 2W. 68, Lindsnstr. 8. 2. So'. 2 Tr. Itnkz, Fiinnrer 2(-söffnet S bis 17 llbr. SKUtoocki? und irrettaas 2—19 Uhr, Sonnabends 9—13 Uhr). «erwaltnnaestezirk Ehael-itentnre,: Bor?'Srt»»SvkditI-n Cstarlotteybura, Sesenhetwer S'r. 1, pari.— Frau Ioachinite, Tbarlottcnduti. Kaiserdamor S5, Eingang Rognlßstraße(Dormärts-Spedition)» 14—18 U7,r.— ff. Schmidt.(Schar/ '.ottenburg. Rsstnsnstr. 4(Laden).— deutscher V-rZ-grsbund, C5arl»ttenl>urg. Vaure.ucher' Str. 31. Bern-lt-ngsberirk Spanda»! Rektor M. Schu),«. Spandau, WichelmstatO So�kood'astraß«(Ledensgemeinschaftaschule).— Rektor T. ffechnrr, � Spandau. Rcuftadt. Miitelstraße(LeZeusgenreinschaftsschule).—»Bolksblatb�Zuchhand� llrng. Spandau. Votsdamrr Straße..„- Ver>oaltn»g,be>irl Wilmersdorf: ffrau Ungar«, Witmerzdorf. Hanauer Straße 43. Siedlung. «rrui-ltungsdezirl««»tberg:- R-thmsirn... Schöneberg,.«elgiger. Str. 27- tBdrwitrtslSpedition).— ff ran klannttar, Schöneibsrg, Apostel-Pautus-Str. 7.— ®. Schaiidt. ffriedenau, Bachrstr. S. SBraoolliutflsbeilrf Steglist: ff. Hanibui«. EtegNt, Schloßstr. 163.— K. LchZmvett-'r. Lichter'eldoV., HSndetstr. 5.—®. ffelgentreu, Lankwitz,' Kauer-Wichelm-Str. Sg. lil-rwattun-�beiiik Reulölla: SLormärts-Spedition ReukiD», Stigfrred. ltraße 25- 26. 14—18 Uhr.— Borwärts-Epedition Reukölln, Recharstr. 2, 14 bt, I? Uhr.— Partstbureau. RsukWn, ffuDastraß«(Zdea! passag«), Aufgang 8, 17-19. Uhr. «erwaltenasiajttt Treptow: 2. Wackelburg. Treptow. Graetzstr. 50(Bor. wSrts-Spedit'on).— W. oiecklas, Vaumscknilenweg, Lchradcrftr. 16.». III.— M. TTiielt, Riederschönewsche. Rerliner Str. 38(Restaurant„Sur Postst.— Siege. Adlersho'. Bismarckstr. 29(Restaurant). Verwaltung,),«, irk Köpenick: S. Willigm, Köpenick. Alte Dahlw-ßcr Straße' 72.— Otto, ffriedrichichagen, Lirchstr. 34(Restaurant!,— ff. Klein, stjrstnau, ffrtedrichstr. 17— Hcimann, Vvhnsdorf, Waltercdorser Str. IM (Restaueanr).— ff. Krail. Rahnsdorf, fforftstr. 9. ?«rnialtu»a»b«,ir! Lichtenberg: Rektor Sänger. Lichtenberg, Schule ffried- richftraße.— Rektor Vrib». Lichtenberg, Schule Marktstraße.— Rekior BSIker. Sing. Lichtenberg, Schntc Holteistraße.— Rektor Sndvw, Lichtenberg. Schul« Lcopoldstraße.— Rektor Lex,. Lichtenderg, Schule Echarnrvebcrstraßc.— A. Rotewid. O. 112, Gärinerftr. 6. Berwaltn»qkbr»,rt Wcißenfee: 0. Gallo», Wrißcnfcc. Lebderstr, 122(Restau- rant,.— Marguardt. HoSienschenbauseu. Berliner Str. 85(Restaurant). , Berwaltungsbediek Pankow: Krnfumoerkaussstellrn in Vankow: Wollank. straße 102. Berliner Str 47, Breit« Str. 16. Kifstngeustraße.— Konsum. öertartssftellen in Rtederfchönbaus«»: Kaiscr-Wilbelm-Str. 79, Kaiferwog 60.— Panleflnu:. SSuckchpIs, Babnbofftr. 15. Verwallnna,br,irl R«iniSeod»rf: Schön«werk, Reinickrndorf.Ost und Rofen. tri. Propingstr. 48(Restaurant).— Bolkzstaus, Reinickendr, rs. West und ittenou, Scharttwoberstr. 114.— Tornow. Tegel, Echlieper- Eck« Tresckow- straße. für Tegel. Borstswaldc und Heiligensea. lllugerdem nehmen«ills Hauskassiercr des„Perba Ildes für Frei- denkqrhim und Feiyrdcslatiung E.- P." Anmeldunaezi für d»Jnffend- weihen cistgeSeii.'. 7'....''..... 0' ». Jbtt«___ Kreiotelcgierten iw_____ S» wird»iinttlich begänne«. K«Äte« heuke. Sonntag, 5. Januar. 23 Abt.. Achtung, Genosfcn! Di« Slvtüien am Dienstag- 7. Januar, nachseste'.i. 5'!. Abt, Sbarlottesburg. Di« Beiirksführer laden 4UM Sahlabend am 6 Januar durch Kan4,etlel bestimmt er. 'TdMtschdnnbg.' 61..Abt,., ffrieben--...Antreten zum Fackelzug Ib.�Uhr Bghnh-f�Ebersstraße. Funktionärsitzungen morgen, Moukag, ö. Januar, in den nachstehend angegebenen Lokalen. 4. Abt. is;t Uhr bei Brandis, Stra lauer Str. 19,' ffunktionärsttzung. Stellungnahme zur Reuwahl der Ahteilungslettunq. 6. Abt. 1S'4 Uhr bei Dobrohlaw, Swinemitnder Str. 11.' Sur Abteilung� Versammlung laden die Bezirks sühr'.r ein. 7. Abt. Igtt. Uhr bei Bärwald«, schlegelstr. 8.. 1>. Abt. 20 IIb" bei Lauritze:,. Butbuilor Str. II.. 15. Abt. 1»U Uhr bei Obiglo, Stralsuick,er Str. II. 16. Abt. 19,., Ilnr bei Linzel. Us-dom.str. 22. 17. Abt. 19'.', Uhr bei Tos«. SRordhafen 6. parieinachrichien GHtfend-o-MN für dies« Nobrik stnd v« r 1! v SW«Z, Siedrnstraß« 3. G fürGroß-Bertin Beta an das Bezirtssekrctariol i.Hof. Z Treppru recht», zu richten. Am Donnerstag, de» 9. Janoar 1090, 10' i Uhr. Im großen Saal des LchrerTcratiubawes, Alexanderplalz:. Vor4rag,afcead: „S�roletfariscfitc: Oftclmtfunä4' Vorlrageiider Genosse Dr. Karl Schröder. /- Der.VaUcadior Lichtenberg" wird diese Vcrans'alhmg mit Kampfliedern onv rahmen.' Prelc der EintrUtsfcai le JOFIennlg. e Jede Inhaberin einer Karte Ist berechtigt, steh nadb der Veranstalhmg an einer i Verlosung ro belelU'en. Auf Jede 50. Eintrittskarte entfällt eine I-ochprämlc des„Bstehcrkrcises". e Karten sind Im Fronen. Sekretariat de» Berirksverbande*, Ltodensfr. J. 4- Hof, 8 Treppen rechts, /immer 4, In der Bnchbandlnng Dle.tr, Linden str. t. Im „BfidterkreU", Berlin SW., Belle- Aliinaee-Plälc 7/§, t Treppe und Im. Zigarrengesehä 4 Horseh, Berlin SO., Engeloler 15yJ0(Gesrerlr- sdraitshans)» haben. Da» FranensekrelarlaL 18.. Abt. 19% Uhr bei Schade. Kösllner Str. 9. 1». Abt. 191, Uhr' bei Schrevel, Griintbaler Str. 13. ' 26. Abt.. 29 Uhr bei Pose. Kolduiesi:. IS.-«••" 24- Abt. IW Uhr Sitzung der- SSelriebsvert-nnensieut«, Abteilungseaferenian und ffunttionäre in der Geschäftsstelle. Utrechter Str. 21. 22. Abt. 19)6 Uhr bei S«r.k«l, Utrcchtcr Str. 19. 24. Abt.. 19' ,4 Uhr bci Rösner. Slmmanuolkirchstr. 2h. -«r Abt.-»Mb'.Ahr- b«i ffenqe. Mjlastr. ö.-.....—-........-■....-.. 29.«bt. 29 Uhr wichtige ffunktir närsttzung bei Burg. Prenzlauer Allee. 31.»bt. 29 Uhr bei Goldschmidt, Etalpisch« Str. 36. Alle ffunkÄvnär« mikffcn anwrsend sein.— Dia Mitglieder des Abtcilsngsvsrstanhes treffen sich um 19 Uhr ebondont. 3».»bt. 29 Ubr in der Juristischen Sprechstunde. Lindenstr. S. Abrechnung. 41.»bt. 39 Uhr bei Lipfert, Mariendorfer Str. 6.— Di« Abteilungslei tu ist bereits» um 19 Uhr«bentort. 42.»bt. igi? Udr bei Wiersdorf?. Urhanstr. 6. 43.»bt. 196, Ubr l'«i Kvepp. Psauufer 75—76. 44.»bt. IS'e Uhr bei Ewald, Ekakitzer Str. 126. Sbellungnah«« zur Neuwahl. 4S.»bt. 29 Uhr bei Wicnziers, Reichebberger Str. IIS, Stellungnahme zur Neuwahl.- 47.»bt..1S?9 Uhr bei Gefche. Wrangeist:. 22 Stellungnahme zur Neuwahl. 48. Abb 29 Uhr bei' Sbeuiann, Brandenburgftr. 1.— Abteiknngssorstand bereits ein« Stund« früher im gleichen Saal. ckharlotteaburg. 52.»bt.'29 Uhr bei ZZadt, Kakferin-Augusta-Allee 52.— 57. Abt. 19',.) Uhr bei Arndt. Santstr. 51. 86.»bt. Marievborf. 29 Uhr bei Görlitz. Ehgnsseestr. 1Z. 88. Abt. Lichteurad«. 19(4 Uhr Sitzung des Borstar.de» mit den ffunktionären bei Dclam, Bohnhofftraße. Dia Funktionäre bringen die Listen vom Volksentscheid mir. Revlölln. 89.»bt. Ig, 6 Ubr Dorstands. und ffnnktionärsttzung bei Go-nmek. Sanderstr. 19.— ist»,»bt. 1?,� Uhr bei Schabello. Wkichfelstr. 5. ffunk. rionärocrsammlur g.—»t. Abt. 29 Uhr bei ff ritz Schreiber, fflughafen» streß« 7.— 94.»bt. IMi- Uhr de: Schröder, Stilnmetzstr» 52. ?g.»bt. Sritz-Buckow. 1914 Uhr bci Siintoer. Ehausseestr. 48 II. 1(8.»bt. OberschZa«weibe. 19% Uhr bei Winkler, Wilhefminenbofstr. 82b. 168.»bt. Köpeuit. Unsere Bücherei in der Schloßftr. 27 1 ist nun wieder leben Montag von 19—29 Uhr geöffnet. Es find Uber 190 Bünde neu eingestellt. Wir bitten um recht reg« Benutzung.« 137. Abt. Resnlckcntorf-West. 29 Uh: im Dolkshaus Scharnweberstr. U4. 141.»bt. Rofenthal vi,» Riederfchiahausen.West. 29 Uhr bei Türck«. Nieder. straße. Wichtige Tagesordnung. UC. nt Ktlstsbaf. Der ffrau er abend fiW dt diese« M-nrt au». 123s.»bt. KauIsdori.Sib. Der ffrauenabend am 7. Januar fällt zugunsten des 1." Ar«i».Kurs»sebsnds ans. Räherr» ftckhe'Kreisnoiiz. IZch-Abt. Buch. Montag. 6. Januar, 29 Uhr, im Lakai Söpsert, am Bahnhof Buch,..Ei'.istlhrung in ton Sozialismus". Refrrentin Erna Kresse.. 138. Abt. Heimsdorf. Dienstag. 7. Zanuar, IS'.h Uhr, im Turnböllongebäude, . Aoonstraß».'Sttvungttahhir..zur Rruwehl der ffkaueilleitsrln u. so. 1.3.9. Abt. Tegel. Siontag.«... Kanuor, Illftz Uhr, im. Zugendheim Schöneber« er Straße 3..Politische S-Ztirc"(ernste und heitere Rezitaiio'.ien des Schau» '-' tpIZIers- Oswinb- MtdraK.'-...... fc.a 140. Abt. Witteaav-Nasb.'llvienstag. 7.. Zanuar.. 1»:. Ubr.. SPffichHmm# der Koi�umgenossenschaft in Lichtenberg. Treffpunli Uhr Bahnhof ' Wiitenau-Ziord. Bezirksausschug für Zlrbeitcrivohlfahrt. 17. Krei» Lichtenberg Dienstag,..?. Zanuar, Uhr,■ bei Hänselei, Bor» k�aenee Str. 62, Sitzung des Vorstandes mit Äbtvilungsovleuten und Bilrsi«» deputierten.'----- Jungsozialisten. Gruppe Lichtenberg.'Riäräen, Montag, 19)1 Uhr, im Zugendhcim. Gunter» straße 44, Mitgliederversammlung, anschließend um 29 Ubr Bortroq des G«. nässen Zakubewiez über Richtungen des Sozialismus.— Jeder Genosse hat die Pklichti pünktlich zu erscheinen. Gruppe Bahnsdori, Dienstag, 7. Januar, im Jugendheim. Ngchlelftr.' 1, 19'. Uhr..sfortfepung des Kursus Tora ffabinn: Einführung in den Markss» > mus.— Gäste willkommen.' Arbciisgemeinschast der Sindersrenude. Kreis Mitte: Am Montag, 20Vi Uhr. ffovtfetzung des öelferiurfus im Seim Jehdenicker Str. 24. Wir sprechen über unsere Stellung zur GIternschast. Der» wegen stnd die. Eltern ganz defonder» eingeladen.— Gruppe Ratteptti: Witt. woch, 6. Januar. Turnen in der Schul« Sstuppiker Str. 48('Arkonaplatz) von 17),.. Uhr ab.-Zonn'ag. Ii. Januar, von 17—29 Uhr.„Werlei Lustiges' im Heim.— Rotsalken: ZRontag, 6. Januar, Basteln: ffreiiag. 10. Januar. Tänze. 1— Zungsalken i Dienstag, 7. Januar. Ausspracheabend: ffroi-tog. 10. Zanua". Heimabend,-r Restfali«»: Montag. 6. Januar, Splefabrnd. Alle Beranstaltuu. Achiuna, Gtadtverordnetenfrattion? Die t'ncqsi« Frakttomsiiitting finAct an? ÄKonlag, den? Janua?-. 10% Uhr statt. » 2. Kreis Sictsart*«. Achtung. Bilhungskurfusteilneh-rer! Der Bitdungs. tutf«'. R.iersnt Dr. Henntn-'/en, findet. gm Montag. 5. Januar, 20 Uhr, he.! hfOfr, Levetzpw. Eck- Aagomstraße. statt. 3. greis Wiirtting. Am Donnerst««! 16. Januar, beginnt bor 2. Te-1 unseres tr-Iteiligen KürfU': Do: Arbeiter und drr neu: Staat. Leiter: Dr. Gregor Bien stock,.ffimmer ,5 der Weltlüix.u Schule. Wiesen. Ecke Pankstraße. Da ieder Teil des Kurlus ein adgekchlossenes Ganzes ist. können sich noch neue Teilnehmen melden.— Die Abteilungen«erden gebeten, für. regen Beuch zu sorgtza.— SRontag. 6. Januar, 191Z Uhr. wichtige ffraktioup. sstzung aller SPD>..-rrcidenterflenosscn bci Eharuz, Dollastr.. 17. 4. Krei, Brenzlouer Berg, ffreitag. 10. Januar, 19-4 Uhr. Sitzung aller Mtgewehllen Stadt, und Bezirtoverordnelen mit her«e-isi-itchig im Bezirksamt. Danzigor Stf. 64,. Zemmer 29. Bolllähtlge, Srfcheineil hri». «and erforderlich._ 5. Srci« ffriibitchabaln.««isfunltioversttznRg R-at-q. 6. Zamnat. 1»A Ahr. m Schmidt» uicsel!schoft»h«us. prnchtNr. 36:.«-gesordq-no: I. grei». ongelegenheiten-st Vortrag de»«evossen Stadtneeo-dnet-n RlfNrb ftriB« lib-r-Centn": nalpolitil«eoh Berlin, und dt« Stellung der Partei.— Die Obleute der Reviior-u her 82.. 33. unk 34. Abteckuug werden gebeten. u« 188». Uhr im»bicheu L-Iat zu«escheineu zweck« Kassenrentilon. 7. Kre!» llhartotienbura. T'.euotez, 7. Januar, 19'« Uhr, Bor'ta-id-fitzung. im Jiminer? de« Rathauiev ' U. Kreis Schöm.b,ra.ffrt«denan. Dil Seuoliinucn und Genossen treisen sich -NM ffackclzuq heut«, Snuntaa. 5. Zaua-r. IS a Ahr, am Bahnhot-.Eber». straße. Adnarlch pünktlich 18 Übe. Zahlreich« Bcteiliqang wird erwartet. 17. Kre!» Litiitondeta. Bin n Ja«.«. Jaauar. 19H Uhr.«rtisnerltrteirerfomni. U.M ir der ssala der Mi-telsckmle, Ässarktstratze. Zutritt nur mit Mandat und Mitgliedsbuch. Türkoutrolle: 117. Abteilung. Uebecmorgea. Dienstag. 7. Januar. .t' SS"- 1 lg. Abt. 20 Uhr. het caichoa», Meitsburger Str.. 3, Etkllungn. '«toc zur Ne«. 13.»blT SO Uhr bei Liebsch. Wllbelmshavener Ecke Bhckcnstratze.— Ab. teilungsvorstand 14 Swnd« früher eben dort. II.»bt. iSsiz Uhr bot Kchtger, Sufsiteustr. 34. Ecke Scheringstraße.»it. aliederv-sammwng. Neimxchl.der Abteilnngzlrtwng. 28. Abt. 19'� Ubr de: Bar, zeit, Wörilier Str. 19. Wichtig« Tagesordnung. 32. Abt.'29 Uhr bei JHIenfgld. Bckul.Singer.Str. 54.- Achtung! Di» Ab. icilungsoileute werden gebeten, bis spätestens 12. Januar einen schrtfi, Lchen Jahreobcr'cht einzureichen. 51. Abt. Ebarlotteuburg. 29 Uhr bei Liersch,«antstr. 62. Die Zahlabeube au: 8. Januar fallen au«.» Cl!f 3. 4. 15. 17. 1. 18. 25. 2». 33. Eichwald». Der Zahlabend am 8.'Januar findet nicht statt, sondern ist den 15. Januar, 29 Uhr, bei Lindner. Söahnhosstr. 12, verlogt. ZraueovcransialtuQgen. Srei« Webding. Beginn des Räbkursu« der. ffranenmelt" Donnerstag. 9. Januar, 19>h Uhr. in der Gothenburger Straß». Jnterofstorte«endssin. neu können sich bei den Abteiluiigslcücrtnnkn nähere Auotuusr holen. greis Prenzlauer Berg. Dienstag. 7. Januar, 19 le Uhr, ffunksionäbinnen. sstzung bei Kldg, Danzlger Str. 71. Stellungnahme zur Reuwahl der '.'.utcrur.-> Kreis Treptow. Dienstag 7. Zanuar. 19 Uhr. tu dem nClossrnzimmer der Gemeindeschule Hastelwerter. Eck« Berliner Straße. SiederschSneweid« ffunUienärmiiensttzun«. Mrcls Lichtenberg. Dienstag, 7. Januar, 19'6 Uhr, erster st rei». Kursus. oveud bei Hos'Mantr. vorm. Albrecht, Boxhogcn.r Ecke Reue Pahnhafstraße. üaeumi.Wictsätzistsvolitik". Relerentin Mathilde Wurm, M. d. SS. Abt. Montag. 8. Januar. 19Vj Uhr. bei Spiegel. Ackerstr. 1(am Koppen. platz).ffürsorgeerziehnng". Refsronjin Minna Todenhagen. Neuwahl der ffrauenleiiertn... � Abt. Montag, 6. Januar, 19'.) Uhr. bei Sorggtz, Ufersir. 12.»Die ffrau in der Dichtung", erustc und heitere Rezitationen der Senhssin ffriedel Hall. Abt. Montag. 6. Jaunar. 191h Uhr. b-i«ramer. Cvihtn>i.sftr. 3. lurzs Zusammenkunst aller Ocuoiliimcn. Neuwahl der ffrauenleiiung. Nächster ffraucnaberh Montag. 27. Januar. � Abk. Montag. 6. Januar, 1916 Ubr. bei Rich-er. Schlieenannftr.. 15, .Leluurs aus der schönen LckeracÜL'. Byrtragenber Genösse Htarv Reifs. Anspießend gwnüOiches Beisammensein. Die GcuosüNnru worden gebeten, sich Kuchen mitzubringen. Abt. Dienstag. 7. Januar, 1916 Ubr. Im KonserenzzivWer der Schule Hsbsnlohestr. 10, Aussprache üoet unsere Arbeit in der SDdhlfahlttspslege. Außerdem Reuwahl der Leiterin. Eltern, willkommen. Am' Donnerstag, 9. Januar.- ist ffortsetzung unser' o Lelfersuvtus an bekannter Stelle.— Gruppe Schillerpark: A« Dienstag. 7., Januar, R»öer.ffaIke».AHe»b im Jugendheim See- Ecke Turiner Straße von 771-— ie'h Uhr. Dill' Küken und Zungfalken kommen am- ffreitag. Rittwoch ist wieder gemeinsamer Turnabcnd in der weltlichen Schule. Littticher Str. 4. 171h— 19i4 Uhr. � .«reis Rrvlöln.. Mouäag. 6.. Januar,. 17 Uhr,.ffalkenratssstzur.g, Sanghofer» ssTaßer Dienstag. 7. Januar, Sprechstunde 17 Uhr ebenda: Mittwoch, 8. Zanuar. S'.ngekrris:. Donnerstag, 9. Januar. Baden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Sprechstunde jetzt regelmäßig am zweiten Dienataa stattfindetz . Pveazlauer Berg: Alle..Gouppen treffen sich 15V Uhr-vor dem Bezirksamt zu dem. ffilm Stmba(10 Pf. mitbringen).. Anwefenlheit der Gruppenleiter ttbtb&m:.....*'■ Geburtstage. Jubiläen usw. 24,«bt. Uysere« Genossin Luise Rosewau», Jabl-nsisistr. i, gtt ihrem 68S Sebnrtstossk b'ie herzNIMstu Glückwünsche........ { Sterbetafel der Groß- Aerliner Partei.Organisation � ' 7. Mt. Uns«'?— 7�.'— SopAteg.»...Jannar. �Mtt«. 4. Sanilrodschast. 19 Uhr Gencralvckrssm'Nlttng N«uo ffeitdrschstraße 1. Bpbsimtdswahl. Miigliedsbitcher mitbringen.— M»nt»g. 6. Sctnnar. Mitte, tz. Kamera dtchäft. 2p Uhr»ejfomm&ma Borngiie. 14 Bor. ftanhgwaHl. Jbbresgrtimalofllfawmipng de» JungbannZrs um 2<> Uhr ist» Jugentchetm Tieckftr. 18. Brenzlaner Berg. Jnngbanner. 29 Uhr Rolloerftrmn,. ...__..MW>» WWMU.-�.V___ r._ Schm'dt, Rponstr. 99. Ecke Hilchenbuoghamm, statt. Lichtenbrrg iDriävirew). 29 ui>r große ffutzkt'onssrkonferenz bei Brunn. Türrschm'dislr. 49. Erscheinen oller ffuuktionär» Pssicht.— Dienst««. 7. tzonnnr. Mitte, l. Aamer>rdlcha't. 29 Uhr Versammlung Gipsstr. S. S. Sameradschaft. Rnngestr. 69. 5. Kamerad. schalt. Rosenthaler Los. In allen Bersammlunnen Bvrsmnd-'eoahl. Kmtzberg. Du«.II. 29 übt Versammlung bei Krenp. Plannier 75—76. Lichtenberg. Achtung. TambO'.�orps! Die gemeinsamen Uebnngs'iunden finden vorsäps'., in Ober�chöneweide, S'emdnssir. 1,.ffnm kühlen Grund", statt. Erscheinen unbedingt Pflicht. Rankow. Kameradschaft Zlord. 2914 Uhr Kameradschaft?»«?. summlung im.TüMfchen?Zelt8.— Mittwoch. 8. Zannar. birenzlener Reeg. 29 Uhr erweitert« Bdrstandrtitzimg bei Burg, Prenzlauer Allee. Itreuzhcrg. Kug M. 29 Ubr Generälvebsannulung hei Grahl. WOrtenburgssc, 19.— Pankow. Sanztabend. 18. Januar. Maskenball dos Ortsverrins bei Linder, Rastkow. Breit« Straße.— M it«: Der Samerad Cto Raffer. fcaertfi-: d. ist verstorben. Einäscherung Dieusiaa. 7. Januar. 15 llbr, Kremgte.sinn Gerichtstraße. Rgge Betsivgu»« erwünscht.— ffriedrich-bai». Kamerab-'»««! Büfching. 1. stug: Dienstag. 7. Januar. 19u> Uhr..»ugnersantmlüng bei Jö-fel. Höchst«'Hin. 14. Borderi'tung zur Genevalversomznlung. Aktiv« und passiv« Kameraden müssen erscheinen.- Rein'ck-rbsrs-Wesi:- Ter Kamerad ffrans Brrnbagen ist verstorben. B««rb'gung Wontag. 6. Januar, GcmeinixfrledlwZ Reinickendorf, Hmubv�disiraße. Antreten aller orbsitssrc°en Somergden des Drtsvereins mn 15 Uhr Einoanq S'''"~ 5. Jairuar. 10 Uhr, «flicht. | Gemeindelriedho�.— Nswawes: Soitnlag, im EiseNbahnhoiel, Seneraloerfaunnlung. ErsHetnen BedfUtung der Kürz« de« Menschenlabens". »ell«b«ich> der Ssteutlichen welieri» eeMsteLe Lerlm und Umaevend (Ättzchdt. verbi). ZSdMg bis hpiter, besonder»»achtck kühler,«lsfrifchende iüdliche ZSindc.— Zur venlschland: Im Zädrdwgken bewölkt bei wenig der. Hidtttqi Teotheräturen. sonst lpolkrq bi» heiter und besonder? in dm, Rächten kühler. Jlitzenbi Meberschläg« don Seientmtg. ZUM SORGENFREIEN ALTER r Sind Sie auf dem Wege zum sorgenfreien �Alter? Mancherlei Wege können Sie wählen, aber nur einer führt Sic un<3 die Ihren mit Sicherheit zum Ziel: wenn Sie jährlich oder monatlich ein Zehntel Ihres Einkommens für eine„abgekürzte Lebensversicherung" einzahlen. Dann erhalten Sie in 20 oder 30 Jahren ein Kapital von 10 000 oder 20 000 Mk. oder mehr ausgezahlt, je nach der Höhe der eingezahlten Beiträge. Bei vorherigem Ableben erhält Ihre Frau das ganze Kapital sofort ausgezahlt je früher Sic beginnen, desto niedriger die Beiträge I Fragen Sie einen Versicherungs-Fachmann! "V-ni... s.JLlX "IJ.1 WOZU WORTE TATSACHE IST daß wir das Undenkbare ermöglichen durch Umsturz aller Preise in fast allen Abteilungen des Riesenhauses FÜR DIE GUTEN KarstacfoQualitäten Ein Beweis unsrer hohen Leistungsfähigkeit DARUM ein jeder zu 7!r.?» 47. Jahrgang Gonniag, S. Ianuar 1930 Soziale Welipolttik. Genfer Jahresbilanz. Das größte Armutszeugnis unserer Zeit ist ihr schwaches Der- stäntmis für den grandiosen Weltkampf der Arbeit unter der Führung des Internationalen Arbeitsamtes. Nor allem die Jugend und ganz besonders die Arbeiterjugend müßte niit Spannung die Qcnfer Arbeit verfolgen. Die Sozialpolitik ist keineswegs eine so trockene Sache, für die sie viele Leute halten. Wer sich die Mühe nimmt, auch nur ober- flächlich den Verlauf des Kampfes um den sozialpolitischen Fort- schritt zu verfolgen, wird tausendfach belohnt. Gibt es etwas Packen- deres. als dieser neue„Kampf um Rom"', als den Vormarsch der modernen„Barbaren', der Proletarier, die sich an- schicken, die Kultur eines untergehenden Zeitalters zu übernehmen und zu erneuern, die„Berge und Hügel' abzutragen. die Lebensverhältnisse der Arbeiter in der ganzen Welt einander anzupassen, das soziale Dumping einzudäinmen, Lohn und Arbeitszeit international aufeinander abzustimmen? Gibt es etwas Gewaltigeres, als der angebahnte Ausgleich zwischen weißen und farbigen. Arbeitern? Gibt es etwas Gewaltigeres als die Weltbewegung der internationalen Arbeits- orgaitifation, die den Arbeitsfrieden und damit den Weltfrieden sichern will? Wer Augen im Kopf« hat, sieht in den Genfer De- richten mehr als eine trockene sozialpolitische Chronik, sieht Bewe- gungen, gegen die die Völkerwanderung und die Kreuz» Züge unserer Gcfchichtrbuch-er wie Kinderspiele annnlten. Was hak Genf über da» vergangene 3ahr zu melden? Da ist der Kampf gegen den Unfallteufel, der Tod und Verderben speit. Zwei neue internationale Ver. einbarungen liegen vor. die in erster Linie wirksame Maß- nahmen zur Bekämpfung der Arbeitsunfälle vorsehen. Hie sind ein wichtiger Schritt zur Organisation des„Roten Kreuzes auf dem Schlachtfeld der Arbeit', wie sich Albert Thomas einmal ausdrückte. Da ist der Kampf um die Arbeitszeit. Zeit, Zeit, nur Zeit braucht der Prolet, um zur Besinnung und damit zur Rüstung für seinen Kampf um den Aufstieg zu kommen. Es geht vorwärts in der Bewegung um Verkürzung der Arbeitszeit. Di« Tagung des Verwaltungsrates des I. A A. Im M ä r z 1929 stand n och im Zeichen der Debatte um den Antrag der kons er- vatioen englischen Regierung, eine Revision des Wafhiitgtoner Uebereinkommens herbeizuführen. Die Bildung der britischen Arbeiterregierung brachte den il m s ch w u n g. Die Bergbausrage ist für die Regierung Macdonald zwar ein kan- tiger Stein im Weg, immerhin die Erklärung der britischen Regie- rung, daß sie sobald als möglich zur Ratifizierung des Achtstundentages schreiten werde, ist kein leeres Versprechen.' Di« deutsche Regierung hat den gesetzgebenden Körperschaften «inen Gesetzentwurf über die bedingungslose Ratifizierung vorgelegt. Wenn nicht alles trügt, darf man in absehbarer Zeit mit einer größeren Zahl von Ratifizierungen des Acht- fiundenübereinkommens durch die wichtigsten Industrie- länder rechnen. Für die Bergarbeiter ist die Arbeitszeitfrage im Augen- blick besonder» aktuell. Am 6. Januar tritt in Gens die vorbereitende techmsche Konferenz zur Regelung der Arbeitsbedingungen im Augenblick besonders aktuell. Am 6. Januar tritt in Genf die vor- bereitende technisch« Konferenz zur Regelung der Arbeitsbedingungen im Kohlenbergbau, vor allem zur internationalen Regelung der Ar» beits.zeit zusammen. Damit soll der erste Schritt für ein . internationales Wirlschaflsabkommev auf dem Weltkohlsnmorkt getan werden. Für die Angestellten und für die Seeleute ist auf der 12. und 13. internationalen Arbeitskonferenz ebenfalls einiges erreicht worden. Die erst« Be- ratung zur Verabschiedung internationaler Uebereinkommen über den Achtstundentag dieser beiden Gruppen, die vom Anwendung«» bcreich des Washingtoner Uebereinkommens ausgeschlossen sind, wurde erledigt. Die Seemannsfragen sind von der 13. internationalen Arbeitskonferenz besonders eingelzend behandelt worden: neben der Arbeitszeit die Fürsorgepslicht des Reeders für trank« und verletzte Seeleute, die Krankenversicherung der Seeleute, ine Seemanns- wohlfahrt und die beruflichen Befähigungsnachweise. Ucber das Problem der Arbeitslosigkeit wurde im letzten Jahre wieder auf der Internationalen Arbeitskonferenz verhandelt. Das J2lA. hat in einem Bericht die internationalen Gesichtspunkt« der'Arbeitslosigkeit herausgestellt. Die Frag« der Zwangsarbeit de r> Eingeborenen ist von der 12. Inter- nationalen Arbeitskonferenz einer ersten Beratung unterzogen worden. Zver Anfang zur Lösung der sozialen Probleme der farbigen Rassen ist gemacht. Die wissenschaftliche Werkstatt des ZAA. hatte eine Peih« bedeutsamer und wichtiger Arbeiten geleistet, deren Wert für die organisierte Arbeiterbewegung nicht unterschätzt werden darf. So wurden neue Arbeiten auf dem Gebiet des S ch i e d s- und Schlichtungswesens sowie des Tarifvertrags.be- gönnen. Die Untersuchungen über Unfallverhütung und gewerblichen Gesundheitsschutz wurden fortgeführt. Ein umfangreiches zweibändiges Werl über den gewerblichen Ge- fundheitsfchutz wird in Form einer Enzykopädle in wenigen Wochen der Oeifentlichkeit übergeben. Die wissenschaftlichen Forschungs- Methoden wurden unter Hsraipziehung von Wissenschaftern aller Länder und der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer ver- bessert. Das gilt insbesondere für die Statistiken über Löhne und Lebensk o st e n. Demnächst wird ein« Studie des Amtes über landwirtschaftliche B e r u f s o u s b i l- Eine neue Heilsbotschaft ttzmmt uns aus Moskau. In der Woche vor Weihnachten war der Zentralrat der sogenannten Roten Gewerkschaftsinternationale versammelt. L o s o w s k i hielt dort einen Vortrag über„Lehren und Aussichten der Wirtschaftskämpse'. Mit Befriedigung machen wir die Feststellung, daß der Ober- befehlshaber der kommunistischen Gewertschaftetruppen den vor Iahresfiist Herauegegebenen Armeebefehl voll und ganz aufrecht erhält. Die„Linie", die zur Säuberung der Gewerkschaften von kommunistischen Paroleschmieden führt, wird streng eingeholten. Das Ist alles, was wir wünschen können.- Gewiß muß. man bei Moskau auf Ueberrofchungen gefaßi fein. An Stelle von Stalin kann ein anderer kommen. Stalin kann Loforofti andere Anweisungen geben und dann ist morgen alles „Verrat', was heute„revolutionäre Tat' ist. Immerhin aber ist es doch unwahrscheinlich, daß Stelin jetzt Losowski Austrag gibt, in einer gewissen Richtung Unstnn zu reden, der für das nächste J'hr das Leitmotiv der kommunistischen Gewerkschaftsarbeit fein soll, ' um nach einigen Wochen alles zu widerrufen. Also wenn nicht ganz unvorhergesehene Ereignisse eintreten, bleibt es bei dep „neuen Linie'.>->?; r•— Wir bedauern außerordentlich, rrär kurze Auszüge aus dem offenbar schon ohnehin sehr zusammengestrichenen Bericht der „Roten Fahne' geben zu können. Aber man soll auch des Guten nicht zu viel tun. Also Losowski erzählt unter anderem, daß man gegenwär- t i g„eine bedeutende Menge ernster Zusammenstöße zwischen Ar- beit und Kapital' erlebe. Er«rinnertz an den Ruhrkonflikt vom Herbst 1928, an die Streiks von Lodz, und Rordsrankreich, von In- dien, Australien und den Bereinigten Stoasen, von China und dem Brltan, die irgendwann und irgendwo stattgefunden hrben.(U. d die revolutionäre Streikwelle in Deutsckland? Es ist wirklich nicht sehr hübsch von Losowski, die großen Taten des Mcrker einfach zu übersehen!) Und dann erklärt Losowski: „Welches ist nun der Eharakter all dieser Konflikte? Was ist ihnen das Reue? Bor allem �neu ay den Kämpfen ist der Umstand, daß«in Wendepunkt im Sinne eines Uebe gam-es von der Abwehr zum Angriff eingetreten ist. Zweitens find alle Streiks trotz ihrer wtrtschaftssricdlichen Fordbrun- gen oder ihre? fornialwirtschastlichen Charakters von weittragender politischer Bedeutung. Drittens spielen die unorganisierten Arbeiter, die Arbeiterinnen und Jungarbeiter eine sehr aktive Rolle bei d�n Kämpfen. V er- tens endlich kann man, und die Erfahrungen haben das besteigt, auch den geringsten Erfolg nur dadurch erz"-lcn. daß man den soziallalchistischeu Gewerkschasteapparat aus da»«rbiltcrlste be- kämpsl.' Wir wllen gar nicht erst nachweisen, daß im Ruhekonflikt wie in Lodz, in Indien wie in China die Kämpfe Abwchrkämpse''zw. Aussperrungen waren. Wir sind gewohnt, daß in Moskau die ein- d u n g erscheinen. Wertere, bereits begonnene Untersuchungen be- treffen den Einfluß der L a n d r e s o r m in Mittel- u nd Ost- e u r o p a aus die londwirischostliche Arbeit und dl« Folgen der Landflucht. Das Programm einer Erhebung über die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie ist fertiggestellt. Zur Schassung einer neuen sozialen Rechts- o r d n u n g internationalen Ausmaßes für die ausübenden K ü n st» l c r und die angestellten Erfinder hat das Amt bereits Bor» bereitungcn getrofssn. Die Ratifizierungen der internationalen Ueberein» kommen wurden im vergangenen Jahr um 51 vermehrt. Insgesamt liegen jetzt 3 84 Ratifizierungen von 27 Ueberein» koinmen durch 32 Staaten vor. Die meisten Ratifizierungen ent- fallen auf folgend« Uebereinkonnnen: Gleichbehanillung einheimischer und ausländischer Arbeiter bei der Entschädigung von Arbeits» Unfällen(25 Staaten), Ucbereinkommen betreffend die Arbeits» losigkcit(23 Staaten), Mindestzulassungcalter zur Arbeit auf See (22 Staaten), Verbot der Nachtarbeit von Kindern. Mindestalter für die Zulassung jugendlicher Personen zur Arbeit als Heizer oder Trimmer, ärztlicher Untersuchungszwang der an Bord von Schiffen beschäftigten Kinder und jugendlichen Personen(je 21 Staaten). Koalitionsrecht der Landarbeiter(29 Staaten), Nachtorbelt der Frauen, Verwendung von Bleiwciß mi Malergewerb« und Ent- jchädigung von Bemsskranlheiten(je 19 Staaten). Gewiß, die Masse macht's nicht, allein die Ratifizierung ist auf alle Fälle ein Sprungbrett für den weiteren Fortschritt. fachsten Tatsachen auf den Kopf gestellt werden. Wir begnügen uns, zu untersuchen, daß nach moskowitisch«m Rezept hie Koinmu, nisten nur godeiheu können, wenn sie die Gewerkschaften„auf das erbittertste' bekämpfen. Die Gewerkschaften bekämpfen heißt noch Losowski,„die ge- werkschaftslegali st Ischen Auffassungen' unter den kommunistischen Gewerkschaftsmitgliedern mit Stumpf und St>l aus- zurollen bzw. mit den Kommunisten, denen es ernst ist mit ihren gewerkschaftlichen Pslichten, grundlich aufzuräumen. Künftig wird mit den Hörtz, Gnodt usw., die immer noch Mitglied der KPD. sein sollten, unbarmherzig ausgeräumt werden. Wer„gc- werkschaftlegalistische Ausfassungen' vertritt, fliegt aus der KPD. hinaus Wer die Beschlüsse und Satzungen der Gewerk» schasten einhält, kann nicht Mitglied der KPD lein. Wer den Kampf gegen das Unternehmertum> t und nicht„den G.'werkschaftsopparat auf das erbittertste be'ämpjl', ist ein„Ve rräter', ein ganz gewöhnlicker„S o z i a l s a> ch iit'. Also sprach Losowski. Wir können nur wiederholen, was wir kürzlich schrieben: Enb» lich besteht Aussicht, in absehbarer Zeit innerhalb der Gewerkschaften die wirkliche b r ü d e r l i ch e Ei n h e'i t» s r o n t zw fchcn den Ar« beitern herzustellen! Moskau verbietet den Koimnun'stsn die ..gewerkschaftslegalistischc' Tätigkeit. Es befiehlt ihnen, die Gewerk» schasten„auf das erbittertste" zu bekämpfen. Auch die krit'sch ein- gestellten auch die verbitterten Arbeiter, die au» irgendwelchen begreiflichen Stimmungen heraus bisher hinter der KVD. be/msr» schiert sind, werden von dieser nunmehr abgestoßen, sobald e» sich um gewerkschaftlich organisierte Ar'-eitcr bandelt. Den Arbeitern liegt die Doppelzünglg'eit und Hiut«rhäitigkeit nicht, die Moskau von ihnen gegenüber den Gewerkschaften ver» langt. Cin eh'llcher Arbeiter, der gewerkschaftlich organisiert ist, kann künftig nicht mehr Anhänger d?r KPD. sein, fa will es Moskau. OerGesamtbeiriebsratderSiadtBerlin Die Kommunisten weniger als ein Viert l. Am Freitag wurde im Bürgersaal des Rathauses d-.e Wahl des Gesamtbetriebsrats der städtischen Betriebe vor- genommen. Von den eingetragenen 393 wahlberechtigten Bit e s. raten der einzelnen städtischen Betriebe beteiligten sich an der Wahl nur 348. Für die Kandidaten der A m st« r d a in e r Gewerkschafts» richtung wurden löS Arbeiter- und 92 Angestclltenst'mmen abge» geben Und für die Kandidaten dex„Oppasilion' 58 Arbeilxr- und 28 Ängestelltcnstimme'n. Ungültig waren 5 Stimmzeitel. Von den 30 Gesamtbetriebsrätesigen erhalten danach die„Rcsormisten" 23 und die Kommunisten 7. Ueber die Wohl selbst und über ihr Ergebnis gibt die„Rot« Die wahre Einhettssront. Gewerkfchaster kann nicht Mitglied der KPV. sein. Die Preise bis in ihre Bruchteile öespaiten! Ueberzeugen Sie sich selbsf! Unsere Läger sind wieder aufgefüllt! Hier nur einige Beispiele; Ein Posten Kinder- Strümpfe enorrn billig, reine Wolle Grösse I und 2............. Pf. fehler.1, solange Vorrat 60. 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Sie wurden aber nicht eingesehen, was zur Folge hatte,, daß sicher'mehr „reformistische" Betriebsräte nicht eingetragen waren als.oppa- sttionell?" Die Entfernung zweier kommunistischer Plakatträger aus dem Rathaus durch einen Pol'zeibeamten erfolgte nicht auf Veranlassung des Vorsitzenden des Vesamtbetriebsrats Genossen Hepprich,. sondern nachdem die Hausverwaltung sie erfolglos aufgefordert halle,. das Rathaus, also das Wahllokal, zu verlassen. Die beiden Kommu- nisten stich dann der Ausforderung des Beamten artig nachgekom- men und haben sich vor das Rotyaustor verfügt. Die fristlose Eni- lassung haben sich die beiden Piatatsteher selbst eingebrockt, weil sie ohne. Urlaub einfach von ihrer Arbellsstelle wegblieben. Nach der Betriebsrätewahl.. im Mai v. I. waren so viele Ein- spräche und Klagen bis zum Landesarbeitegericht zu erledigen, daß die. G-esamtbetriebsratswahl nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht eher erfolge» tonnte. Daß die Festlegung des Wahltermms iip Gesamthetriebsrat unter«inmüllger Zustimmung der kommu- njstischen Betriebsräte erfolgte, braucht die„Rote Fahne" ja nicht zu wissen. Ebenso guch davon nicht, daß nach dem vom Gesamt, betrieb zrat und der Vollversammlung(also auch mit Zustimmung der Kommunisten) festgesetzten neuen Verteilungsschlüssel die„Oppo- siüon" auch ohne die Neuwahl sieben Sitze im Gesamtbctriebs- rat erhalten hätte. Moniag Kohkenkönferenz. Orrijpfachig unter englischem Vorsitz Genf, 4. Januar.(Eigenbericht.) Das Exekutivkomitee des Internationalen Bsrgarbellerverban- des beendete am Sonnabend seine Tagung. Im.Verlaus der Ver- Handlungen wurde einmütig festgestellt, daß die Bergarb'eiterschaft aller Länder die soziale und wirtschaftliche internationale Regelung der Kohlensrago als dringlich betrachtet und alles tun wird, um die bevorstehenden Verhandlungen zu fördern: Die V o r ko n k c rc nz über die Arb eltsb edi ngun..- gen i.m Bergbau, die am.Montag beginnt, trägt In jeder Weift das Gepräge einer vollgültigen A r b e i t s k o n f e r e n z. Die Bollsitzungen der Kouferenz, die von �ungefähr 150 Delegierten und Sachverständigen beschickt sind, fjüden im Sitzungssaal des Ver- wastungsrotes des Arbeitsamtes statt und find, wie d:« Vollsitzungen, hex Arhellskonftrenz öffentlich. Zum Vorsitzenden der Konferenz wird der englische Regierungsdelegierte vorgeschlagen werden. In die Führung der Arbeitergxupp.e teifta sich Frankreich, England und Deutschland. Zum erstenmal aus einer Konferenz des internätio- naftn Arbeitsanlles. werden die Verhandlungen in drei Sproch'en: in englischer, französtsäiier und' deuMer Sprache geführt yzerhan. Das Derhandlüngsprotoköll. wird' auch in veuischsr Sprache Herausgegeben werden. Es scheint auf allen Seiten dar Wunsch zu bestehend die erste Lesung des Abkommens über die Arbeitszeit im Bergbau fertigzustellen, so daß die allgemeine Arbeitskonserenz im Jum diese Frage endgültig erledigen kann. Beamte und Kinanzpolitik. Eine Eingabe veS ADV. Der Allgemeine Deutsche Veamtenbund hat an Reichsregierung und Reichstag eine Eingabe gerichtet, in der'er Berückstchngung der Besoldungs fr a g e im Rahmen der Finänzreform fordert. Er betont darin, es sei notwendig, die Beamtensragen in chrem Gesamiumfang und in ihrer Bedeutung für die Beamtenschaft zu erkennen, und, anstatt ihre Behandlung mnd Lösung aüf unbestimmte Zeit' ZU vertagen bzw. dem Zufall zu über- lassen, auch sie in den ihnen gebührenden Platz innerhalb der gesamt- politischen Probleme einzuordnen und die Möglichkeit ihrer Lösung von vornherein ins Auge zu fassen. Konflikt in der Textilindustrie. Varmen-Elberfeld. 4. Januar.(WTB.) Die nach Neujahr wiederaufgenommenen Verhandlungen in der rechtsrheinischen Textilindustrie, die den Neuabschluß eines Man- t c l t a r i f s zum Gegenstand hatten, find g e f ch e i t er t. Der Vor- schlag der Arbestgeber, nunmehr den staatlichen.Schlichtungsausschuß zur Leistung von Vertragshilfe anzurufen, wurde von den Gewerk- schasten ob gelehnt. Eine neueLndustrie. Einreihung in die internationale Sozialpolitik. Die Arbeitsbedingungen der Kinoindustrie sind vom Internationalen Arbeitsamt nunmehr ebenfalls in den Bereich seiner Tätigtest einbezogen worden. Zunächst soll über die. Fragen der Arbeitsdauer, der Hygiene und Sicherheit sowie über die Beschäftigung von Kindern Aufschluß beschasst werdeni In der K i no i n d u st r i e' sind zahlreiche Arbeiter, Angestellte und intellektuelle.M'iarbeiter tätig. Allein in den Vereinigten Staaten wurden. 225 000 Arbeiters 30 000 Komparsen und mehrere tausend Hauptdarsteller gezählt. In Deutschland beschäftigt das größte KinoindusXieunternehmen 4000 Arhest'er. Die. französischen Studios geben etwa 1000 Haupt- darstellern, 1000 Technikern und über 4000 Komparsen Erwerb. In Großbriiannien sind rund 70 000 Personen in der kinemätographi- schen Industrie beschäftigt. Gegenwärtig beläuft sich das in der Kino- industrie angelegte Kapital auf etwa 4 Milliarden Dollar. Nahezu die Hälfte davon entfällt auf die Bereinigten Stcraten. auf Frankreich e'ntfälien-2 Milliarden. Franken, auf EnKand VO-.Mfl- lionen Pfund, auf Japan 12 Millionen Den. In Deutschland verfügt ein einziges Unternehmen über 42 Millionen Mark Kapital. Die gewerbsmäßige Gietlenvermiitwng Vom r. Januar 193� ab verboten. In unseren Ausführungen über das Ende der i gewerbs- mäßigen Stellenvermittlung, ist der Irrtum unterlaufen, daß dies schon jetzt" e'mzetteten sei, während§ 22 des Gesetzes über Arbeits. Vermittlung und Arbellsloftnoerstcherung besagt, daß die gewerbs» mäßige Stellenvermittlung vom 1. Januar 1931 ab verboten ist... Stelleno'ermittlern, die ihr Gewerbe auf Grund bchördlicher Erlaubnis mindestens" seit dem 2. Juni 1900 ausüben, ist eine an- gemessene Entschädigung zu gewähren. Seit dem Inkrafttreten he? Arbsstsnachweisgefttzes dürfte eine neue Erlaubnis nicht eruüt und eine bestehende Erlaubnis nicht verlängert oder übertragen werden. Durch Druckfehler ist aus dem Z 5 2 des vorgenannten Gesetzes vom 16. Juli 1927 in dem Bericht ein§ 35 geworden. Berliner Gewerkschaftsschule. Arbeiter» und Angestellten-Vetriebsräte! Der nächste Arbeiksrechlliche llnsormaiionsabend für Dekrlebs- räle»st am Diemstag, 7. Januar, 19 Uhr, im Saal 3 des Ge- werkschaftshaufts, Engelufer 24/22. Leiter des Abends ist Genosse Dr. Broecker vom Vorstand des ADGB. In freier Aussprache werden wichtige, aktuelle Arbeitsrechissragen' behandelt. Die Teil? nchmer können die zur Diskussion zu stellenden Fragen selbst aus- werfein ' Allen fveigewerkschaftlich organisierten Arbetter- und Ange» stelltcn-Betricbsräten wird der Besuch dieser Abende dringend empfohlen. Di« Teilnahme ist kostenlos. SPD.-S»ll|arb«itcrl Montaq, 19'; Uhr, in den Muglersälen, Kaiscr-Willielm-Ttr. Zl, im unteren Enal, Vollversammlung der SPD.- Holzarbeiter. Die interessante und mirttia« Tageeordlluua— es wird ei» Kolleqe sprechen, der jahrclan« in Rußland gcprbeitet hat— iaht uns bossen.»ah alle Nollcaen in dieser Versammlung erscheine». Partei. und Dcrbandsbuch sind als Legitimation mitzubriuaen. Der Werbeausschuk. W lluorrbrrms«. SPS..geaktIo»»fii,u»a Montag, 1« Uhr, im Lolal M Senseler. Vorhagener Ecke Neu« Bahnholstrahe. Erscheinen aller SPD.. Pi Äitsli-dcr ist Pflicht. W S t..Achtung, SPD.. Eisenbahner, Werlstatt Berlin N. Dienstag. 17 Uhr. 'ssraktionsväisaimnlting bei Abraham. Ncoaler Ecke Simon-Dach-Strage. W Es wird vollzähliger Besuch erwartet, da äußerst wichtige Tages-. r-=i Ordnung. M- »Kreie Gewerkschafts-Luaend Berlin Leute, um Iii Uhr, folgende Veranstaltungen: vstirei«: Zugeudbeiui Kuntcrstr.<4. Vortrag:„Neue � proletarisch« WohuungBkuIlur".— Nordwestkrei»! Jugendheim Eharloitei bürg, Sprcestr. St. Vortrag: „Vom alten Volkslied bis ,ur modernen Volksbühne".— Nordlreisr Jugendheim Weißensce. Parkür. SS." Lichtbildervortrag:„Soll und Haben" von Paul Simmel. � Boraugeig«! Morgen, Montag, um lS'4 Ubr. zusamw:nlunst aller Srnpvenlettungen im Jugendheim des Deutschen Metallarbeiterverbandes, Liniensir. SZ-�SZ, ll. Portas. 2 Ii. Wesen und Ausgaben dt- internatwnalen Arbeitsamtes. Peferent Otto Vach." Mitteilungen. Zutritts nur gegen Vor- reigung der ssunktlvnärkarte sowie des Bertandsbuches. � Dl« karten für die ssilmvcranstaltung am 1. gebruar werden in der Sruppenleiterschung aus- gegeben. Juaendorupve deS?entra!verbandeS der Anaesteilten Heute, Sonntag, im Iugendheim de» Ölten«, Kroß« frankfurter Str. IL, „Berlin, wie es weicht und lacht", friedel Lall spmcht au« Aerkeu von Klaßbrenner u. a., Beginn 18 Uhr.— Morgen. Montag, finden folgende Ver, anstaitungen statt:«edding: Jugendheim Turiner Ecke Seeslraße. Aussprache, abend.. Schönhauser Vorsladt: Jugendheim der Schuk« Äastanienaliee 81. Vortrag:„Jugend und Berut". Referent Ecorg Seilbrunn.— Urban:. Zugenh, beim Hobrechl. Ecke' Canberlkraße. Mit Lebenslust und viel Lumor ins neu« fiahr hlnew.—' Tempelhos: Jugendheim der Schule sermaniastr. 4--«, Eingang KöMras.«. Kruppettbefprechung.— Eharlotteuburg: Zitgeudhei» Rostneusrr. i. Heim- und Singabend. FM ;;-s'/K" SS« Jm? lesen qi*ob« ipiche, crfionri�ltsfehiem— ,550 disti-Mincssf- 1 iü Xs&iV&l ä55Ö biih.Mfnats. 5 M swÄ �1158,-.• 5?Qz zjö VerK.-: /l l es 200 r$ Reo 252 |ca|00 I ßis I CO ibd 445 erprobt Mark<2 � cn hish. Mindest m/_ tdeierzeugnisdltobasseo. Qrt_ ja- Öä- 7f„ ss-• w° ZS2.„-.A U35 icttl K-»" to— Smyrna-Teppichj S chivere mecn. Qual i/ä� Markenfabrikat mcdemeMusi., ca20O»4O Kfi jeiir « ungesäumt ir»5r cin�ston F�uolifafs- KKM Riesenmengen Betrvqrlagen :in(\5Sfen einfarmg.vqoui requl Wert bis-----. alirrc�MorkrPpbnkol- allererste HarWenfabrik. SNSViZ.«� 200 42. 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S.1S Uhr 7enti. 2818 Bandien erlnnhi J Original 16 Lawrence Jiller- Girls| i Paul veslenaerer. Eraest& Yvonne etc. i | Sonnabend u. Sonntag!• 2 Vorstellungen 4 und.15 t'br. 4 kleine Preise. Renaissance- Theater ■ Täglich 8'/» Uhr PARISER LEBEN Operette von, Offenbaoh. Regie; Gustav Kartung. Musikalische Leitung: Theo Mackeben. - StelnOietzXI 0801 0. 7583/84.—— Iii. a. Hciiendoriplatz Vorvk. 10-2. KI. 2001 Täglich 8>i. Uhr. Gastspiel des Bemsdien Thealers Regie; Kai Reioliertt. Bamowsky-ElHinai) Theater in Oer kSniggrätzer Straße Täglich 8"2 Uhr oie erste mrs. seioy mit Frltzi massary Komödienhaue Täglich 8':'< Uhr Der Lügner und d e nenne mit Curt QOtz Operettenhaus Alte Jabobstr. 30/32 (Zentral- Theater) Täglich»hi« Uhr Der Soldat der Marie Gustav Matzner, Bora Krach, Erich Borchert, der König des Jazz MetropoMR. .•- 8!,. Uhr Das Land des Läetielns Vera Schwarz, Richard Tauber Musik von Franz Lahir, Pitliharmonle 7>/j Uhr KONZERT des Philharm. Orch Dlrlg. Prot I. 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Die Einlage- ogen müssen vom ■Atbeitgeget oidnun»gemäß ausgcfülli und aufgerechnet sein. B.rl.n. im Januar 19 0. Die Finanzämter de» La»de»6vanzam!>healrk» Berit». VAUty >»11 sduM» �esundheU-spfeife Schont Herz und Lunge UnbedenIdRaucheniSiztlichemDfahlcal ASur Ix Im Jahr v. 6.-18. Jan. räumen wir zu buisp ellos uilligsn Preissn v.3C-.- an ' Sessel, Stähle. Tische* Ellen Sie bevor das Bes'e vergriffen'et' SÄCHSISCHE KIIBSESSEL- FABRIK 5ERUN S ALEXANDR1NEN-STR 95-96-AN DER ORANIEM- STRASSE X- illllö bei atten üaHeosiyeii-x A Gall.-nblasenenlzfl-• dung, Gelbsucht, Leber», Maren-, Nierenkrankheit n empfehl wir den seit 30 J hren bestens bewährten Slero-Enüel-Tec Nur In Apotheken erhältlich— Notariell beglaubigtes Bewei-material gratis durch Vege'abitische flei!- �mitie.tabrik. Bad Schandau, Elba Nachdem ich zur Ausübung der Kassen-rax s von sämtlichen Krankenkassen zugelassen worden bin, hyhe ich meine Sprech- stunde aui l-bt/.U.nachm verlegt. Dr. med. flernaon Kilo Facharzt für innere Krankh Neukölln. Bergstr 35,36 L Fernsprecher: F2 Neukölln 8644 KRONLEUCHTERFABRIK SIEGEL U CO PRINZENSTR 33 ZWEI WERBEWOCHEN IM BELEUCHTUNGSFACH VOM 6.-16. JANUAR AUF ALLE PREISE 10 PROZENT RABATT Möbel-Ausverkauf wegen GesdiSftsverlegung 20 Proz. Ermäßigung Speise-, Herren- und Schlotzimmer. Köchen, Einzelmöbel In Proher Auswahl und durchaus gediegener Verarbeitung Teilzahlung geslallel Möbelhaus s. Gottlieb nur Rosenthaier Sir. 54 Gegründet 1875 öbel-Nolle Schlafzimmer, Speisezimmer. Herrenzimmer, Einzel-Möbel, Küchen, Sofas, Rübebetten uub M_ 24 Monatsraten S SchdnSianser Allee 141 S tuocsnaaa Danziger strahey Ve r I an ge n Si e Ve r treterbesu ch Der Arzt kämpft . täglich um Gesundheitund Leben seiner Patienten 1 Warum überhaupt Krankheit und früherTod? Weil dem Körper nicht rechtzeitig die lebenswichtigen Erneuerungssubstanzen zur Blut-. und Zellenbildung, zur Steigerung des Stoffwechsels sowie zur Erhöhung der Nerven- und Muskelleistungen zugeführt werden. KOLAFERRIN ist in den vitaminarmen Monaten Januar, Februar, März, April und Mai die notwendige Ergänzung der Nahrung für gesunde und kranke Menschen, das notwendige Aufbaumittel für die Erneuerung verbrauchter Blut- und Nervenselien Zu wenig Vitamine bedeuten Nervenschwäche, frühe Alterserscheinungen, Schwächezustände, Krankheit, Siechtum, Tod. Or. med. H.(Oeiutsche Ärztezeitung): Kola emn eninätt die wlcht-g�ten Elemente zur Bekämpfung von Ermüdungsund Schwächezuständen— Ein kombiniertes Vitamin- Hormon- P.äparat Dr. med. F. Me. Bh.-Charlottenburg schreibt am 30. 10. 1929; Kohfcrrin führt die wichtigsten Nähr, off e zu. UberrBechende Erfolge bei duret Operationen geschwächten Frauen. K'ä tigende Wirkung beim Tra nlng etc. ete. Dr. med. B.i Kola'errh habe Ich wiederholt bei Schw-�chezustä den. Rekonvaleszen en u. a. angewandt und gunst ge Wirkungen Im Sinne von Hebung des Befindens und der Leistungsfanlgkeit becbac.tet Preist Orlg.-Schachtel RM. 3.—, 3 Orig.-Schachta!n(kl.Kur) RM.7.50 franko Versand durch Apotheken Gtatisproben und Broschüren durch die KoCarerrlR-Cesellsckaft. Berlin W SO/ A SOR Bitte aos- sclineidea und in einem Frei- onuchieg an netmnstehanda Mretsai Ich ersuche ohne Jede Verbindlichkeit unverzügl. um völlig kostenlose, portofreie Zusendung von Koiaiemn-Dragees u. illustr. Broschüren T I S E S U SCHERL An die Kolaferrin-Gaselischaft, Berlin W 50, A 202, Marburger Str. 9 Ort;.......................................................... Straße;. Bitte recht deutllbh Adresse auszufQHenl 5Ir. 7* 47. Jahrgang 4. Beilage des Vorwärts Ssnniog, S. Januar 19.50 Dem Volke Wissen? Ari�i�erldifiaiiiiiggsscliiftSe im A. �istirMcBi ÄTAO. Die Kurse des 1 Duurtota 1929 de? Neriin«? Arbeit«?, s bilduugsschulc sind beendet. Zu der erste« Holste des Januar IVO beginnen in den Kreisen folgende neue Einführung». kurse: 1. kreis Mille: �Demokratie und Parlamentarismus". Lehrer Will Äönemonn. Parlamentssekreti»? Schul« Weinmeister- straß« lg/17. Beginn: 10. Januar und dann feden Freitag 19 H Übt. —„Sozialismus und Staat", Lehrer I. P. Mayer. Schul« Wein- meisterftroße lg/17. Beginn 9. Januar. Der Kursus wird jeden Donnerstag fortgefetzt. i. kreis Ivedding:„Die Arbeiter und der neue Staat" lDas Wesen dar neuen Gesellschaft), Lehrer Dr. Gregor Bienstock- Schule Pank-, Eck« Wiesen stratz«. Beginn 16. Januar 19Z0 und dann jeden Donnerstag 191- Mir. 4. kreis Prenzlauer Berg:„Deffentliche W-rtichaft", Lehrer Kurt Mendel lohn. Danziger Straße 64. Beginn 17. Januar 1930 und dann jeden Freitag 191? Uhr. 5. kreis Friedrichshain:„Die soziologischen Grundlogen der Kultur der Gegenwart", Lehrer I. P. Mayer Schul« Koppen- ltraßc 76, B-ologiezimmer. Beginn 7. Januar 1930 und dann jeden Dienstag 1914 Uhr.—„Die Wirtfchastssarmsn de? modernen Ka- pitalismus", Lehrer Dr. I. Schlesinger. Äoppenstrahe 76. Bs- ginn Donnerstag, 6. Februar. 7. kreis Eharlottenburg:„Europäische Probleme", Lehrer Dr. Gregor Bienstock. Jugendheim. Posinenstraße 4. I. Beginn 10. Januar 1930 und dann jeden Freitag 1911 Uhr. 8. kreis Spandau:„Kultur- und Sittengeschichte dxs Proletamts". Lehrer Dr..h. H c n n i g j e n. Jugendheim Spandau. L'ndemcher 1. Beginn am 13. Januar 1930 und dann jeden Moniag 1914 Uhr.— „Geschichte und Soziologie der proletarischen Frauenbemequng". Lehrerin Mathilde Wurm. Rathau? Spandau, Ratskeller. Be- ginn 0. Januar 1930, dann weiter jeden Montag 1911 Uhr.—..Di« materialistische Gelchi chtsa utsassung". Ob«rrealschule Moltkestrotze. Beginn Donnerstag, 13. Januar. 12. kreis Steglih:„Geschickte des Sozialismus", Lehrer Dr. I. Schlesinger. Lolezimmer Grunewoldstroße 2 Beginn 24. Januar 1330 und dann jeden Freitag 1914 Uhr. 1Z. kreis Dem pelhof TNarieudorf:„Di« Arh«!ier und der neue Staat"(Das Wesen der Gesellschaft), Lehrer Dr. Gregor Bi«n- st o ck. Mittelschule in Mariendorf, Kurfurstenstraße. Beginn 14. Ja- nuar 1930 und dann jeden Dienstag 1911 Uhr. 14. krois JleufäCn:„Di« Wirtschaftsform des modernen Kapita- Warum«Uun letzt die R«itcheil frShee. Kvivm Rad(U»dgelamnt«? Tai rafenie Teno» unfcr.er, z-.it macht all! Machen Sie ein« Ät-mnaulel Ein-« Tags- fallen Sit erschavlt mitten in Z�-er Arbeit um! Reue grSfte für Reren und Blut, neu« Arbeitsllaft und Lebe.n«lutt durch.gellen �tzrneueeuna, -rrculi-n Sie durch«ine Salaf«rrin.Nerjiinauna»tnrl itzrifch und getund merde.n Sit durch Vitamin- und Harmane im kombinierten Stondardvraparat:.Nola» ierrin". Beachten Sie die Anliindigunae» der.gnlaferin-ltzcsellschatt Dr. Gusta« n. Walch G. ur. b. H., Berlin W. 50, Marburger Str. 9, in unsexrr heutigen Ausgabe. lismus", Lehrer Dr. I. Schlesinger. Reulolln, Bergstraft« 29. Beginn 14. Januar 1930 und dann jeden Dienstag 1911 Uhr. 13. kreis Ireplow: Näher« Bekanntmachung erfolgt noch im „Dorwärts". 16. kreis Köpenick:.Entwicklung der r«puhlikanischen Staat?- Verfassung", Lebr«r Prof. R. Strecker. Beginn 17. Januar 1930 und dann jeden Freitag 1914 Uhr. 17. Kreis Kichleuberg:„Deutsche Außenpol-tik sei» Krtegsende", Lehrer Wolfgang Schwarz. Rathaus, lvtallendorsfstraße, Aim- rncr 23. Deginn Freitag, 10. Januar, 1914 Uhr. 18. kreis Veißenfee:„Sozialistische Wirtschaftspolistk", Lehrer Dr. Fritz L e w i. Weißensee, Parkstraße 106, Beginn 16. Januar 1930 und dann jeden Donnerstag 1914 Uhr IS. kreis Pankow:„Die soziologischen Grundlagen der Kultur", Lahrer I. P, Mayer. Jugendheim Pankow, Kissinaenstroße. Be- ginn 14. Januar 1930 und dann jeden Dienstag 1911 Uhr, 20. kreis Reinickendorf:„Wirtschaftsformen des modernen Ka- pitalismus", Lehrer Dr. I. Schlesinger. Reinickendorf, Augusts- BUtoria-Allee 1911 Uhr. Anmeldungen bei Beginn der.Kurse im KurfuSlokol. Do?.h ö r- g« l d beträgt für jeden Kursus 2 M. Zentrale Kurse der Arbeiterbildungsfchule Es handelt sich um Kurs«, die in den eigenen Räumen der Schul«, im.liause Lindenstr. 3. 2. Hof. II. Zimmer 11, stattfinden. Di« Hörer, die an diesen Kursen teilnehmen, sollen sich in den Ein- führungskurjcn in den Kreisen oder bei anderen Ge'egenheiten Bor- kenntniss« erworben haben. Dadurch soll erreicht werden, daß die Wissensgabiete dieser Kurse eingehender behandelt, die-Hörer zu tätiger Mitarbeit angeregt und zu eigener Arbeit nach wissen- schastlichen Methoden befähigt werden. Folgende Kurs« beginnen kreis Soiisiistfccks Hochschule Am l'omm enden Sonnabend, dem II. lannar, l»11? Uhr, findet im«roSen Sea! des ehemaligen Herrenhauses, Berlin. Leipiiger Str. 3 ein Vortrag des Genossen Prof. Dr. Ednard Helraann-Kambarg, statt öher das Thema: Grumisatzllche Pro&ieme der Sozlaitslerung. Karten rUw Preise von SOPlennig feinschl. Garderohe) sind an folgenden Stehen ru haben: Bureau des Beeirksbildungsausschusses, Lindenstr 3, 2. Hof links. ZTrepren; Arbeiterjugend Groß Berlin, Lindenstr. 3, 1 Hof links. 2 Treppen; Buchhandlung J. H. W. Dietr Nachf, Lindenstr. Z: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, WaUstr. 65; Deutscher Holzarbeiter- Verband. Am Kdllnlschen Park 2: Verband der graphischen Hilfsarbeiter, RitterstraBe Ecke Lutsenufer; AfA-Ot sehen 1 mannstraße 12: Veilagsgesellschaft des ADGB.. Abteilung Sortfmeni Insel- straße 6a; Frauensekretariat der SPD., Lindenstr. 3. 2. Hör links, 2 Treppen; Bezirksausschuß für Arbeitenohllahrt, Lindenstr, 3, 2. Hof links, 2 Treppen. im Januar den zweiten Abschnitt ihrer Arbeit. Neu« Teilnehmer können sich im Bureau der Schule, Lindenstroße 3. 2. Hos, II, Zimmer 9. melden. Mankaq sPeginv 6. Zauuar 1930) 1911 Uhr- Rechtsanwalt Rudolf Abraham:„Einführung in dt« Staatslehre". Gos!i>l»nlsck>«, iuriltifdt- ,.mb roliffsK- Belrochfunp de« Sloate«. Di« Staat»- formen: Slootehrrrtmoft-ferm. Monarmie. Arisiokrotic und Demokrat,- Rcpubli!, Staat und tz.omnrunr. Die Horptepochen der deutschen Vertoilunzs- seschichte. Vicoslag sVegino 7. Zovvar 1930) 1911 Uhr. Rechtsanwalt Dr. Ernst Frankel: ,/Di« Bedeutung der Weimarer Verfassung für das politische Leben der Gegenwart". Wird!nt norboroebrnden Zbemo die Prrfafiun««trage vom iuvjstifche.n Etorbvnnkt brbaitbclt. so aeichiebt e« hier von dcn realen Machtverballnissea au« gekeben: de: politische Geholt der Bersossuna. Parlament und B-raviltuna, Parlament und Just!«, dl« Grundrechte und ihr» Bedeutung, da« Sätcsystet». Entwicklungsteildenstn innerlntlb d«« Dersossungslebrn«. Diensfag(Beginn 7. Januar 1930) 19)4 Uhr. Dr S. Bernfeld:„Psychologie und Kulturpsychologie" Unsere Gegner bebauphm. hob mir in unserem matcrialisfitchen Morris- mutz nur für Lohn-, Wirtlchaktssragen und Politik Interesse bSllen, auf d>e höheren sotiolen Bedilrsnisse der Menschen aber kein» RLchsicht nehmen. Nun ist da« natilrTid) nöBia unrichtig. Denn allein schon im Interesse unserer politischen und gewertschaftlichen Ärbeit müssen wir oll die geistigen und gesüdlmnätzigen Stimmungen. Gefilhie, Wünsche. Forschungen und Borurteile zur Kenntnis nehmen und gut verstehen, um sie in Rechnung stellen und nötiqensoll« beeinslussen zu können. Jeder Genosse, der Werbearbeit leissef, meitz do«. er Mhlt. das, er auch Pspchologe sein muß. Aber in unterem Bi ldu»g»leben stand ta'sächlich diese Wissenschaft vom Seelenleben des Men. schien und seiner Beeinklußbarkeit sehr im Sintergrund-. Und doch stoßen wir Sherall aus Probleme, die wir besser bewältigen können, wenn wir die Srgebniss« der modernen psnchvlogischcn Wissenschast in unser« prallische Arbeit einbauen. Mittwoch(Beginn 15. Januar) 1.914 Ahr. Käthe Kern:„Der inner« Ausbau der Partei und ihre Funktionen". Die pvogromwatischen und organisatorischen Grundlagen der Portes t'Aküon-progrgmm. SP.eidssftotut. Drtessotut, Richtlinien für dre szunllmnam). Ankgaben der Betricbsnertrauensleute, grouenbemegiina. Arbeiterwoblsahrt, Brldunomvesen und Kulturorganisationen,.dindersrcunöebewegung. Jugend» dewegung, Di« Jeggen der Porieiorpanibrtion interessserev nicht nur die Genosse». sondern auch in hervorragendem Maße die Genosssnnen, auf deren Tellnabme an diesem Kursus großer Wert gelegt wird. Der Kunsu? dauert 10 Abende. er findet an den M-Pmochahenden ssatt. an denen kein bahlabend vorgesehen ist. Das Aöraeld betragt für den ganzen Kursus 2d0 M, vonnerskag(Beginn 9. Zanuar 1910) 1914 Uhr. Alexonder Stein:„Dheorie und Praxis der Arbeiterbewegung".(Grund« lagen des sozialdemokratischen Parteiprogramms), Uebersscht über die sozialistisch« Iderngeschichte, Berbundenbeit von Dheorie und Praris, der moderne Kapitggzmuz, der Klassenkampf in der Demokratie, sozialistische Außenpolitik,.«ampi gegen Militarismus und Imperialismus. Die sozialistische Arbeiter. Internationale. Freitag(Begwn 10. Zonuar 1930) 1914 Uhr. Dr. Broun« thol:„Die Elemente der kapitolistischen Wirtschaft"(Produktion der Waren und Zirkulation des Kapitals). Gut und Ware.. Der Betrieb, da? Unternebmen. der Umschlag de« Pavitals. die Roll- des Geldes im Iirkulatwnsprozcß. die Rolls des Ztretits im Iirkulatinnsprozeß. die Banken. Die.<)ö r gebühr für die Kurf« betrögt vom Januar 1930 ab 3,50 M.(für den Kursus Kätl)« Kern 2�0 M). Trockenen Husten. Schlcimanhöufung. rauhen, fchnrerzeitden Hals, die Folgen katarrhalischer Crloltunge.n, beheben alsbald Reichels H u st e n t r o p f e n, die wirksame Hustenarznet, In Apoth. u. Drog. erhälll., aber«cht nur mit der Marke Medieo. dif? sieh nur einmal im Jahr bietende Oeie gen h eit, UHREN.jUV/ElgN.GOlD-SIIBEDWAREN (obelhckt billiq einzukoukenj XÄT: INVENTUBÄUIVEUKÄUFE SÄÄiy ÄP RABATT (Tsaup.iNse u sue, eeslecKt auzeenannen) IßltTWTitteym�- Die S. 0ctbetl Xattcq.tBeiellxtiaft m. b. O. i»ad sichtigt die Errithlantz »laer Melallgi-tz-rri in Berlin- Reinldendvrt ans dem Grundslücke ziottcnltr, di). Gtwatge Ginwendungen gegen diese An- lag« sind bei dem»niereichnete» Siobr aus'chuß binnen lk Zagen, vom Tage nach der Berossenilichnng a« gerechnet. Ichrifd lim tn doppe irr Au»l»rllgung oder zu Brotvfoll anzudringen. Räch Ablaul dieser Frist tönnen Einwendungen nicht mehr erhoben werden Be chreidung und Zeich- nungen der geplanien Anla e liegen in Jttferen Bureau, Berlin E i, Waisen- straß» 27, 1 Treppe. Zimmer Rr. 60, an den Ge chällstagen in der Zeit von 9 die 2 Uhr während der oben bezeichneten Friss zur Gmlichi au«. Sur mündlichen Erörterung der recht- zetitg erhobenen Einwendungen wird vor unserem Aommifl r. Gtadtomtmann Sens! auf Mittwoch, den 22 Januar 1930, . ormltiag» 9 Uhr, in unlei em Bureau ein Termin antcraumt, zu dem Sie Un er- nehnurin,-ow-.e die Ciöcriyrcj enden unter Der Eröffnung geladen werden, dasi auch bei ihrem Ausdleiden mit der Er- örlerung der Einwendungen vorgegangen «iro. B« r l t u, den tv, Dezember 1929. Ser Slalilansschllk! berllo. m i O*. Gore! au. i INVESW** äfflSVBBKA®£ n'.rht 9. ubeinWe*1� die nicnT nnterxiebbein� Weiße TofeUash.� 1 erseoiedene\ artro»a........ BBstenholte'«so Lbno�f1• 1. Mi anes»! BO jt ne.*309_,_ i Kun*tselll®'-,w«to J4® «"«rS-'t«, EOO\ wblse H--Ä usisss' 1____ r« mi mit Zentralheizung per sofort zu Vermfc en aehag-SIedung Böizour-GelSnde Verbindung Pingbahnhöla Weißensee und Prenzlauer Allee Anfragen: „Eiala'Vt Ol», Köpenicker StrüO 600 5cb1*�,if«ino» 1 G:oü* Taschef*0 «90 SSStfSars 060 Sl«SrÄ%i-.oo 2 T„,,hentueb �whlaeBoriseido Horren-Tasc„zz Leipzig� Str. 20-22 Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Soojitag. 5. Janyar: 7! Faa'kjamuiMäk.'■ S: für Cea Isndwirt. Siynfcagloekeosplel 4er Potsdsracr C�rniscnkirclic. 9: Moreenfcier. AjiscUießend: Olockengeläo« 4« Berljntr Doms. 10: Wettervotliersage f/3r Sonntar. Ii! EltcrnMoad«. 11-39! Studio. 13: Mitfrjaitenrert. 14:.ItienäMuad». 14.30: Aus Paris: PaSSa!'- SfJdtäkampf Paris-Berlin.' 15,80: Vioiuivortraee. 16: Ans Leipeia:..Das Spiel von den hailiaen drei KOniacn". 17; Tjnterliaifünasiv.ösik. 16..V1- Erich Ponte liest Jtan Past- 10: Under. I0.30: Ans dem Berliner Sportpalast; Berliner Halltnsporüest. 20: Orchejiterlronze-t. AnsphiieBend: Johannes R. Becher. An- schlieCcjid: Orcliesterkonpert(fortsetznTu). Danach: Tanrmasik. Montag, 6, Januar: 7; Fnnkdymnastik, 13..3Ö: WettermeldunjeD tür den Landtviri, 14: Schall. plattenkoareri. lüJOs Das VerUltti» der anheilenden Pran iwnj Kinde- IM«: Der Sternenhimmel im Monat Jannar und Februar. 16 06: Die Staatsbibllothelc Linter den Linden. 16-M; Konter. 17.30: Jugendstcnde, 18t Die Weit hinter der Kamera. 18 30: Die ökonomisdie Betregnng der Geienttart. 10: Unter. haitani'smnsik. Jfl: Unterhaltungsmusik. 30.30: Ans Leiprig: Sinfoniefconrert. 2330: runk-Tant-iUnterricht, Danach; Tanzmusik. Dknstag. 7. Januar: 7: Funkt-ymnastik. 0: Schulfunk. 12.30: Die Viertels! node tür den Und- Vitt. 14: Schaliplattcnkorsei!. I»M: Meisterin der HacAvirtsehift—«i* neuer Beruf, lt. 4(1-. Wie kann ich meinen Fernsprecher wirtsehaftlicher ans- nntzes? 16: Stunde mii Büchern. 16.30: Aus Leiptlg; Opcretten-Msihmittaj. 18: logendstunde. 18.30: Das physikalische Weltbild der Qcgenvart. 10: Unter. haltunstmotik- 20: Programm der Aktuellen Abteilung. 20.30: Lieder- 21: SeniiraentalB Erörterungen über Dichtung und Musik. 31.45: Aus dem Renaissance-Theater:„Pariser Leben", Operette von Offenbacb. Mittwoch, 8. Januar; 7; Fonl-gymnatlik. 13J0: WeyermeMungee für den Landwirt. 14: Schall- plaFenkonzert. 18 20: Die Altersversorgung der b'rcfslltig'p Frau. 15,40: Vor vlehtigen bar. dels politischen Entscheidungen 16.08: Selbstbiographien. 16.30: Jugendblihnc, 17-30: Unterbaitnngsm'nsdf. 18.30: RundS'ihau für Blumen- und Garfcnireunde. 10: Konecrt. 10,3(1: Rechtsfragen des Tages. 20: Bendespiele: ..Idomeneus". König von Kreta. Oper von Mozart. Danach: Trcckcn-Ski- Unbangeo. Danccfi: Tanzmusik. Donnerstag, 9. Januar: 7: Funkgymnastik- 9: Schuiiunk 12.30; Die Viertelstunde für den Land. v rt 14; Soheilpiattcntoniert. 18-20: Wenn Töcbtor heiraten. 18-40: Die Elektrizitst(m Dienste V r Heilkunde- 16.08: Eissport und Winterkampispiele- 16�0: Kbnzart, 17.30: Jugendstunde. 18: Das Gesicht der StraBe. 18.80: Unter- haltunK-snlUsik. 10: Bttfiebsrite machen eine Reise nach England. 16.30: Chor- gr sänge. 20: Wovon man spricht, 20.30: Wenn vir Stadtbahn fahren, Hönoige vtüj Puchs., 22.30: Funk.Tine-Unterrieht- Danach: Tanzmusik. Freitag, 10. Jitouart 7: Funkryitinastik. 12.30: Weltermeidungeji für den landviri. 11: Schall- platlehkonzerf. 15.20t Fäulnis an lagerndem Gemüse. 18.40: Sprachliche PiaudA. reien. likfL: Schauspielerischer Nadirmibs. 16-30: OfcsAnge. 17: Teemusik 17.30: lugend stunde. 1"; Auf der Welt der Technik- 18.30; Martin Raschke liest eigene Arbeiten 19: UntcrlialMiugsmusilt. 10.8«: Das neue BnOh. 20: Ans Breslau;..Surdma Summarüm". von Kejser. 21-30; Hebere Musik. 21.43: Kongcrt Danach: Trocken-C-ki-Ucbungen. AnschlieCend: Unterhaltungsmusik. SornaLkend, II. J�aoar: T: F'inlt�r!nn.isfik. für dfcn Landwirt. 14: SchaTJ- pliatWnkonzfri.. li.N: Jagerd-,rr:nahn behandelt die Themen nrit. überlegener Ironie, vielleicht manchmal etwas zu breit, ohne die tt'efsend« FontUtli-etoing zu finden. Wöhrend einer halben Stunde ftnot der Italiener Archimedes P g r t e l n z z i Lieder und Arien. Es handelt sich um einen hohen und hell gefärbten Bariton, uin ein kostbares Material, dos mit guter lechuif behandslt wird. BartÄozzi stellt sich als ein vorzüglicher Äantilenensonger vor. Das Kabarett am Abend wird von Literatgn besorgt. Atan wählt die Form einer gesprochenen Zeitung. Sind die Wihe auch nicht immer fpriiiwnh. so entsteht doch ein recht nettes, unterhaltendes Programm. F. Leb. 18: llefc: Jahre Handel und Industrie in ddf Freien Szadt Daaric. 18-30: Englisch fü: Fortgetchriitene. 18.55: WebezeL Denttcblandsender; 19.30: Aus der Btaafsoper Unter den Linden:..Boris Godunoil", Musikalisches Volksdrama vo» Mussorgsty. AnschlleBend: Uebertragung ans Berlin. Sonnabend, 11. Januar: 16.30: Uebertragung ans Kamborg. 17.30: Die Haftpilieht der Säenöiclieil Beamten. 18: Praktische Fälle aus dem Arbeitsrecht. 18.30: Französisch Kr Anfänger. 19: Stille Stunde. Ocutschlandscnder: 23: Alte nnd nene. Untere baltungsmusik, AnschlioBend; Zehn Minnten G- C. Lichtenberg. Anschließend; Konzert- AnschlieSend; Zehn Minnten Allred Polgar. Anschüglßend: Unterhaltsame Variationen über das Volkslied. Ansehließend: Uebertragnng ans Berlin. » SozjMsilscheArbeiierjugendGr.-Verlm cSinfeuhintcen fßr dies« Äihrff nur an herf«c dfcfrttarf et Scrlio€25 öS, �indeassraße 3 ÄhfF.UjuiftsIrUer', r�ikfel umgehen b brn SVttk��btwtr uaat 4 üuc�el cht. Ä'S�SttCOhixÄhtotfcc! H«jts. 9� Uhr.»fcfttige Airfmtmttniunfi tm Haim ßtittcnftr. t. voun 1 Z.r.. SAZ�MitgUedshuH rvcgeigen. A« �h«cs heg 80. Seb»rt«tages nofcw« Henoffe» Sbvnrl» tBoayßftüi ver« cnstaltet btt Wevbe�.�lrjl Schfnevary ßainHttföan mit dsr Vant?.i eitnn'fadfl»- Treffpunkt 18 Uhu SÄf. eftcrfftrc§r. All» Gensssurnen urö G?.no'scn enperer Wtaklung?0 ßitb zur Teilnehme herzlichft eiussls�sn. fladnen und Wimpel miÄringen. DoTlObjlhnonnarpellung für Bierxrhn- bis am Sonnica.. 1'2, Berater, 15 Uhr; cApollv Scuiwcwftiafef", Vollsftütk mit G�ssnq und MufH. fitzvna fallt aus. Wcrb«zfet\ Frflhja'hrs- »Solei aa sKer r«Miotf«a• mit nn4 adpe tzut- tar,a7iab in großem Fraoanvcüca fmt9t www Eto Rle*«npo»teB welker Flausch' Mäntel iefl-veUe ange- siqudt feVartnuB Ein großer Polten karierter und(latter Gummi' Mäntel lesxs aib Beginn 2. Januar 1930 - ÄeBEifigai's« steläerae CielsssenRseUt �e|«iL04jen Frühjehrs- Kostüme su» Kammgarn oder Stollen eogli»ob«r-Art, ««Ijwßj»« auf Czapn-o s-Chl»«- Foltor Serie X ßüi£a?ri9 m «cVäkb'h locke, Rodt O- Ser.iellHSf Brccdjco.. nur Ein lOeseoposte» reinwollener ffasselln- äleider auch ta Kracht«- W«Ue» teiztf amr Ell» chroHer roden reinwollener Eiq großer Porten mlnMlden. ImprSan. und»In(l!eMnp«»l«n rAlssliisn-p ÜlZeL-�S-WSL' LWMMtüi g£! eher den Plan doch entdeckt und Alarm schlägt. Ein andermal hat der„Türmer" Glück. Das Gitter ist durch- fügt untz mcseinandergeböiien:"dir Weg zur„goldensn Freiheit" ist v-seni Nun wird aus. dem guten Bettzeug ein Seil gedreht. kunstgerecht am Gitter befestigt, und dann zwängt man den Körper durch das für diesen Zweck unglaublich enge Loch und läßt sich zwei, drei Stockwerke' hinafczk iten. Bielleicht atmet man dann aus und sag::„Gott sei Dgnk. das wäre gcschnfst!" Aber nwn steht erst im Hose des Geföngirssies:' es gilt noch, die hohe Mauer zu überwinden. Da heißt es scharf aufpassen, daß der Wächter oder der rondierende Militärposteu nicht aufmerksam weiden. Run wird das Seil in angemessener Hälfe abgcschninen und an seinem Ende «in hakenfürnng gebogenes Stück Eisen, der„Anter", befestigt, den man sich aus einem Fuß der eisernen Bettstelle vorher angefertigt hat. Im rechten Augenblick wirst man den Anker solang« über die Mauer, bis er oben festhakt und dann Nirm mau hinüber. Jetzt ist der Turmer„frei" und sein weiiere? Pfad verschwindet im Dunkel. So glatt, wie es hier erzählt ist, geht da»„Türmen" jedoch nicht immer vonsiutten. Es kvmnn auch vor. daß das tückische Seil reißt und der daran baumelnde Ausreißer kommt schneller unten an. als er beabsichtigt hatte. So geschah es vor einigen Jahren, daß ein Zuchthäusler, der mit großem Raffinement soweit gekommen war, daß er sich am Seil herablassen wollte, aus' der Höhe des dritten Stockwerkes abstürzte und zwar so unglücklich, daß er mit dem Kopf aus unten liegende Zementplotten ausschlug Es hat ibm nichts geschadet: nur die Nase war arg zerschunden.„Da steht man's wieder", sagte grimmig der Wächter, der ihn gesunden hatte,„daß die infamen Kerls ihren Schutzfrist hohen. Ein ehrlicher Kerl bocke sicher das Genick gebrochen." ÄU spät. Im Lazarett der Anstalt liegt ei» junger Mensch, nennen wr ihn Paul: er ist kaum Zl Jahre alt und hat doch schon soviel erlebt wie mancher Fünfzigjährige nicht. Paul hat fast alle europäischen Länder bereist, und in allen hat er Verbrechen bezangm: meist Em- bruchsdiebstähl«: zweimal auch einen Raub. Jetzt verbüßt er wieder eine lange Simse wegen eines mit großer Rücksichtslosigkeit aus- geführten Straßenraubes. Wer das Leben dieses„vielfachen Per- brechers" nur aus den Akten kennt, der müßte auf einen außer- ordentlich brutalen Menschen schließen und würde zu einem gänzlich rcriohlteu Urlei! kommen. Alle Beamten bestätigen es, und Ich selbst habe es nie anders eriahrcn,. daß Paul ein freundlicher junger Mensch von guten Manieren ist: er muß früher ein hübscher Juno» gewesen sein. Die schlanke Gestali. das feine dunkle-Haar,' die klare weiße. Stirn und vor allem die großen braunen Augen: werden sicher Eindruck gemacht haben, besonders auf das meiM'.che Geschlechi. Jugend und Schönheit sind Paul zum Verhängnis geworden. Erst jetzt sehe ich die Zusammenhänge in diesem jungen Leben deutlicher. Da» umsmigreiche Aklenmateriol, die Erzählungen der Mutter und besonders Pauls eigene Berichte: Haben' mir endlich dieses dunkle Gebiet erhellt. Trotzdem bleibt vietes rässellfast.-. Die Mutter ist eine Frau in den Fünszigern, eine fast zierliche sei:« Erscheinung, mit den schönen dunklen ftaaren und Augen ihres Sohne-: sie bat ossensichtlich eine gute Erziehung- genossen: die Unterhaltung nri ihr verrät ee nach kurzer Zeil:'ihr Mann ist seit über zehn Iahren tot: sie spricht mit großer JMstikhakfüggs von ihm: er ist, wenn nicht alles täuscht, ein großer Genußmensch' geinesen: nach Angabe, der Akren hat er stark getrunken und. seine Familie vernachlässigt. Wenn die Mutter mit mit über ihren Sahn spricht, wird ihre Stimme ganz leise: sie kennt fast alle seine Sirmtaten, und, n Wunder, versuch nicht ein einziges Mal, sie zu. enicchrldigeu nd»r gar zu beschönigen. Aus allen ihren Warten hör« ich nur itmuer die eine Frag-:„Wie ist es zu erklären, daß-mein Junge, den ich bei aller Liebe streng und gut erzogen habe, so schrecklich« Taten verübt?" Was sollte ich ivalss ans diese Frage antworten? Was wissen wir denn von anderen? Wir kennen uns ja selber kaum. Hätte ich nicht befürchet, ihr wehe zu tun, dann hätte ich vielleicht die Vermutung ausgesprochen, daß da ein dunkles Erbteil vom Vater mitwirke. Gedacht Hobe ich das. und ich bin heute davon überzeugt. Höchstwahrscheinlich hatte die Mutter die gleiche ileberzeugung. Ee» äußert hat sie sie freilich nicht. Aber wir müssen zu Paul zurückkehren. Es ist hohe Zcir. Die Tuberkulose bat ihre Krallen in sein blühendes Fleisch gegraben. Jetzt, wie er da in den weiße» Kissen liegt, ist er nicht mehr schön. Dos Haar ist feucht und strähnig: um die Nase treten, bisher weniger deutlich, erschreckend sinnliche Züge hervor, und der Mund, diisss- varlstr st) schtbellcttde' Iüiitzkingsnttrnd, zeigt«nckn starken Zug ins- Gemeine, s Es ist, als wollte die tückische Krankheit das Weseu ihres Opfers schamlos«nrhöllen. . Der arme Junge hat mir noch wenige Tage zu leben: er ist merkwürdig gefaßt: wie ein reifer Mensch. Wahrscheinlich hät ihn sein tolles Leven, vor.der Zcst gereist." Alle seine Gedanken belchäftkgen sich nur mit seiner Mutter.' Wenn er von ihr sprich:, kann er die. Tranen nicht zurückhalten. wie sehr er sich auch bemüht. Wernt das innere Feuer auf kurze Zeit nachläßt, flackert die Liebe zum Lebe» am.-„Wenn ich wieder gesund bin," sagte er mir vor seinem Tode,„dann soll mein ganzes übriges Leben nur meiner Mutter gehören," und weinend fuhr er fort:„Ach, welchen Kchmner habe ich meiner armen Mutter gemächt!" Am folgenden Tag- reichte er mir feine Schiefertafel: darauf hatte er in der Nacht ein Gedicht geschrieben? Das Gedicht trug die Ileberschrift:„Zu spät." Den Tag darauf starb er.' Jfunns f/f..'Kamm; 3)er JCoMengeifi der ChriHnaehl Wieder kommen von nah uud sern Nachrichten von weihnachi-- li'chcn Vargistungen durch Leuchtgas oder durch Kohlenoxyd,- das ja ärn gefähnlichsten Bestandteil des Lenchigajes bildet. Das-tödliche Walten dieses„Sohlengeistes" wurde vor gut Alll Iahren zuerst tttfaiint, und Zwar infolge einer wunderliehen Weihnochtstragöd!« des Aberglaubens, die darum wohl wert ist, der Vergangenheit entrissen zu. werden. Anno t7l5 versuchten- in der für allerlei Hererei angeblich fördörfanutn Ehristnacht bei Jena in einem Rekhäuschen drei Schatz- gröber den Teuiel zu beschwören, damit er rhnen bei Hebung eine» nahe vergrabenen Goldschatzes helfe. Alle Zavberrnittel waren zur Stelle. Sorgfältig wurden Türe» und Fenster abgedichtet und dann in Töpfen Holzkohle entzündet. Bei ihrer düsteren Glut begann dcr Student Weber seine geheimnisvolle Beschwörung. Ohne «in Wort zu sprechen, das ihren Erfolg gefährden konnte, saßen seine zwei einsölligen Zaubergcsellen. Doch so standhaft sie schwiegen. so regungslos sie verharrten, kein teuflischer Geist erschien. Wieder und wieder griff der Schüler Faustens zu seinem.Höllen- zwang", auf das vergängliche Glück der rechten Stunde höffend. Doch während die Kohlen trübe schwellen, übermannte auch ihn- sestsome Dküdigkeit... Als am nächsten Tags ein Schneider, der von der geplanten Beschwörung wußte, neugierig das Rsbhau schon aussuchte, trat ihm der Student tobsüchtig brüllend entgegen, während neben den erloschenen Kohjen ferne Zaüöergesellon lagen, kalt und steif.- Di« jettgtsche Obrigkeit ließ vernünftigerweise den Teufelsbttchwörer 'iys Spital bringen, wo. seine-Tobsucht, die stur die Folge'.einer Sohlenoj-ydlfcrgiftjmg war, bald von ihm wich. Die- tote.»'Opfer -.-seines Hokuspoküs'-' cchen l'eß� sie vorerstk an Ort.und-Stell: durch chroi-„unehrliche" Kohlenträger bewachen. . Diese Wächte entzündoten nun ebenfalls, weil es. nachts grün. m ig' kalt uw/. die chnen harmlos dünkenden Holzkohlen, ohne-den Verschluß der Fenster zu entfernen. Plaudernd wurden auch sie von. dem'wieder- entstehenden Kohlenoxyd betäubt. Eine Rande fand sie une tyt hingestreckt. Alz man zwei ins Leben, zurückrief', redete» sie wirres Zeug.von gefpenstifchen Erscheinungen. Der dritte blieb tot und wurde, da es nsin offenbar, daß auch ihn der erzürnte Sa- lanas«mhebracht, auf! dem Schindanger begraben. Die taten Schag- 7 gröber gar scharrte der Henker auf dem Galgcnacker ein Der Sttident und der Schneider wurden milderweise nur mir Landrsve-rweisimg- bestraft wegen des zauberischen Uirfugs, der sie damals leicht härte auf den Scheiterhaufen bringen können. Doch die Rechtsprechung sollte mcht das letz!« Wort bei dieser, traurigen Teufelsbeschwörung haben. Der Hallenser Professor Hoffmann untersuchte sorgfältig ihren Verlaus und kam in seinem Buch „Gründliches Bedenke» uird Physikalisch« Anmerkungen vom- tödlichen Dampfs der Holtz-Kofien" zu dem richtigen Ergebnis, daß nur der Kohlendunst die Opfer des Aberglaubens getötet habe. So gab der Jenaer Christnachtsjpul die Veranlassung, daß nun allgemein die gefährliche Wirkung des„Kohlengeistes" bekannt wurde. Nicht den Teufel, aber den Tod ruft er herbei. Würgender Mörder ist cr, wenn er heimlich schlecht geheizten Oefen entsteigt, aber auch ersehnter Erlöser ist er vielen, wenn er willig den Gas-- leitung-m entströmt Und Befreier van allem Crdenw.'h und Schmerz ward er den Aermsten und Elendesten auch in dieser Christ- nacht. Die. biologische Entwicklung zum Urbarmenschen. Der Wiener Uniaersitätsprokeffor Dr..E. von Econamo hat Umarivchuttgen über die Dsräridervng des anatomischen' Baues des Gehirns angestellt. Er kam dabei-.zu dem Schluß, daß das menschliche Gehirn eine deutliche Weite« ittchicklurrg aufweist. Das Gehirn««volltowimwt sich In chchjmnssch-» und funtfiOBCÖ«. Hiissicht, und ein Vergleich 'zwischen dem'Gehirn kies heirtig-n Vseirschen und dem des vor- historischsn zeigt deullich: wie dszis« PsstorasttNMmq in de,- Zu- kitnrt zum Uebernninichrn sührchr- nuch. Man«ich annehme-n. daß selbst der chmtlige hachenttvickett« Mensch. mar ein UebergaNgzstadiym izchilchen einer..' lrochentmickelren«Tiettasse und eirww EejLstecht dar 'stollr. dem erst'in Wahrheit der Tk«k chottke» Äscher w e if e Mensch") zir kommen wird. Edward Slilgebauer: Sber Thespiska Wcndelin Ansorge mar unter die Dramatiker gegangen. Für ihn lag die Versuchung auch allzu nahe. In seiner Eigenscliast als Direktor der Wandcrtnippe„Hippokrene" hatte er keine Instanzen zu fürchten. Die sieben Leidensstatümen des modernen Dichters existierten für Wendelin Ansorge schlechterdings nicht. Denn er war souverän und verkörperte diese samt und sonders in feiner eigenen Person. Verlag und Lektorat. Sekretariat und Dramaturgie, Intendanz und Regie kamen für den Glücklichen nicht in Frage, und nicht einmal die Kaprizen des ersten Heldendarstellers vermochten sein Stück zu Fall zu bringen, denn er gab den Napoleon in seiner Tragödie selbst. Und so prangten denn heute die Theaterzettel an ollen Straßen- ecken in Alt Walser: Extra-Gala Verstellung Zum Benefiz des Herrn Direktor Wendelin Ansorge: „Nayolcon" .Historische Tragödie in 5 Akten und 14 Bildern von SBenbelt n Ansorge. Bonaparte.... Herr D e n d e l i n Ansorge. Das war ein Fressen für die Altwassercr. Das kleine, fchlesifche Gebirgsstädtchen mar außer Rand und Band, weil es wir höchst selten einmal eine Schauspielert ruppe in seinen Mauern sah. Und nun auch noch eine Uroufsnhrung, in der der Herr Direktor selber den Napoleon gab. ..Wendelin, du kannst zufrieden sein!" So erklärte Frau Wando, geb. Heidenklee, dem schon in der Generalsunisorin des großen Korsen paradierenden Gatten, als sie den Kossenrappart erstattete und feststellte, daß der„Große Saal" im„Roten Ochsen", den man in ein Schauspielhaus umgewandelt hatte, bis auf das letzte Plätzchen ausverkauft sei. Schmunzelnd quittierte Wendelin Ansorge diesen Erfolg. Dann aber runzelte er die Strategenstirn, in die die historische, schwarze Locke des Kaisers mit porträtartiger Sicherheit fiel, und fragte scheinbar ganz nebenbei:„Hast du denn Weidenbusch seine Gage aus. bezahlt, Wando?" Frau Wanda verzog keine Miene. Mit der in der Finanzverwaltung ihres Instituts allmählich erworbenen Kaltblütigkeit erklärte sie: „Das werde ich für's erste fein bleiben lassen. Wendelin? Weidenbusch kann warten, so gut, wie die anderen? Und dann! Die historischen Kostüme, die du für deinen Schmarren nötig hast, freflern einen Haufen Geld, und der Maskenverleih in Berlin läßt sich auf weitere Stundung nicht mehr ein!" Wendelin Ansorge war iitnerlich empört. „Schmarren" hatte sie gesagt! „Schmarren!" Einfach:„Schmarren!" Aber als Diplomat, der er nun einmal war, schluckte er diese bittere Pille voll Todesverachtung hinunter, und meinte, sehr im Gegensatz zu seiner Imperatorenerscheinung, ganz bescheiden: „Ich meint« nur, Wandachen, weil sich Wetdenbusch unter Um- ständen rächen könnte, demt er spielt den Marschall Ney." Das erste Glockenzeichen brach das Gespräch ab. Der Sieger von Austerlitz eilte hinter die Kulissen, wo er sein Stichwort abzuwarten hatte, denn das Stück Wendelin Ansorges nahm mit dem großen Triumphe über die Habsburger seinen Anfang. Der Lorhang ging in die Höhe und ganz Altwasser, sorneil es im„Großen Saale" des„Roten Ochsen" Platz geiunden hatte, reckte die Hälse. Ein verschossener Prospekt, der in seinen gut-n Zellen eine italienische Gartenlandschaft dargestellt hatte, repräsentierte dos Schlachtfeld. Ein gutes Dutzend in die grade erreichbaren Umformen des Maslenverlechs gesteckte Bauernburschen, denen Frau Wanda freie? Abendessen und einen Schoppen in Aussicht gestellt hatte, bildete die Große Arme«. Das Stichwort war sranzösisch. Darauf halle Wendelin Ansorge irotz aller Bedenken wegen der Aussprache bestanden. Um der historischen Treue willen, wie er behauptete. Es lautete:„Vive i'cmpe.retir!" Und es kam auch ganz erträglich heraus. Nun trat der Kaiser in Aktion. Begleitet von seinem Stabe. Im Dordergrunde an des Gewaltigen Seite die Marschälle: Berthier und Ney. Berthier stumm und darum von einem Statisten gegeben. Aber Ney... in Händen des um seine Gage geprellten Weiden- busch. Der Schimmel, auf de» sich Wendelin Ansorge ursprünglich ver. steift hatte, war in ganz Altwasser nicht auszutreiben gewesen, der Braune, der zur Verfügung stand, mar nicht lampensicher. Und well Herr Lambert, der Wirt im„Roten Ochsen�, der doch die Bühne gestellt hatte, für die Sicherhell seiner Bretterwelt fürchtete, erschien nur der Kops des kaiserlichen Rostes zwischen den Kulissen. Napoleon stieg ab. „Ruhm- und sieggekrönte Soldaten der Großen Armee?" Die Vaiiernburschen aus Altwasser und Umgebung standen stramm. Eine Konzession an die Zeit, die zum mindesten in Altwasser die Haltung nopoleonstcher Truppen ihrem Kaiser gegenüber wohl kaum begriffen hätte. „Marschall Ney!" „Tire?" „Die Proklamation!" Weideist' usch Ney lächelte süsftstant. Dann ftchr seine Hand In den Generalssrack. in dessen Brusttasche er das Pergament mll der Unterschrist Napoleons berell zu halten hatte, und überreichte dem Sieger die Proklamation. „Ruhm- und sieggekrönte Soldaten der Großen Armee!" Feierlich entfaltete Na poleon-Ansorge das Blatt. Er wollte lesen. Aber seine Hand zitierte und seine Stimme versagte. Das Blatt war leer! In einer letzten, aber schwachen Hoffnung wandte er es um. Aber auch aus der anderen Selle... stand nichts! Perfid! Und dabei dieses Gesicht Weidenbuschs? „Marschall Ney!" „Site!" „Ich habe mich zu einer hohen Ehrung ihrer Person entschlossen, Marschall Ney!" „Ich weiß diese hohe Ehr« zu schätzen, Srre!" Und das Pergament an Ney zurückgebend bestimmte Napoleon: „Lesen Sie der Großen Armee meine Proklamation vor, Marschall Ney!" Das Publikum war hingerissen. Soviel dramatisch« Spannung! Gleich zu Anfang, wer hätte ssch solches erwartet? Ein paar hundert Augen bohrten sich infolgedessen in das Gesicht des Marschalls Ney. „Nun, Marschall Ney?" „Ich weiß diese Ehre zu schätzen, Sire? Aber ich fcebaure! Meine Bildung ist nicht weit her! Ich hin Analphabet!"' Das war noch nicht dagewesen. Da? Publikum Altwassers jubelte, während der Dichterdarsteller gleich einem aus da? Trockene geratenen Karpfen nach Luft rang. Und da gab ihm ein Gott den rettende» Gelanken ein. Wendeiin Ansorge improvisierte: „Nun!... Weil Marschall Ney weder lesen noch schreiben kann, werde ich diese Proklamation m allen Städkeb anschkizcn lassen, aus daß der gemeine Soldat den Feldherrn beschämt.,. Elairons!" Di« einzige im Orchester vorhandene Trompete schmetterte... Nachdem sie verklungen, hotte sich Wendelin Ansorge gesaßt. Die Souffleuse griff«in: „Der Sieg ist unser, und die Fahnen..." So warf sie Ansorge den Text zu, der nun flott, als ob nicht das geringste paisiert wäre, gleich einem Meisterschwimmer im Meere seiner eigenen Jamben ruderte. Sein„Napoleon" wurde ein großer Erfolg. 3)r. Jl. QradewtUs: WrankheUen am den Wolken Daß Seuchen— ebenso wie Feuer und Schwefel— vom Himmel hinabregnen können, war ein seit biblischen Zeiten ge- läusiger Vogriss. den d« moderne Medizin aus Grund der Pasteurschen Entdeckung von der wahren Natur der Krcurkheits-keimz aber beiseite legte. Wie in vielen modernen Fällen kommt man aber aus Grund der jüngsten Forschungen auch hier aus die alte Anschauungsweike, freilich in präziserer und wissenschaftlicherer Form, wieder zurück. Die kürzlichen Untersuchungen von W. A. R. Dillon-Weston an der Universität Cambridge haben nämlich, wie„Anieriean Weekly" berichtet, den Beweis geliefert, daß Pflanzenepidemien mit Sicherheit. (ehr wahrscheinlich aber auch Krankheiten von Tier und Mensch, auf diese Weise verbreitet werden können. Auf seinen Forschuiigsflugen haben Dillon-Weston und seine Mitarbeiter festgestellt, daß Wolken im Durchschnitt mehr Kronkheils- keirne enthalten, als die darunter befindliche Luit, und daß diese Keime eventuell durch Regentropfen auf die Erde herabbefördert werden können. In Höhen von löst bis 4000 Meter über dem Erdboden wurden Proben entnommen, und zwar ließ sich auch noch in größter Höhe das Vorhandensein lebender Keime feststellen. Meistens handelte es sich hierbei um Schimmelpilze und.zwar um die Keime von Pflanzen krankheiten, doch dürsten auch die von Tier- und Mens chenk ra n k he i l e n vertreten sein. Freilich waren diese Keime nur selten in ausgewachsener Form anzutreffen: auch an der Erdoberfläehe stiegen ja meistens nur die Sporen, d. h. die Samen, und nicht die eigentlichen Keime, herum. Derartige Sporen können, wenn sie trocken erhalten und vor ge- woltsamen Eingriffen geschützt werden, anscheinend unbegrenzt lange leben. Sie kommen— auch in Nähe des Erdbodens— in erster Reihe für die Uebertragung und Verbreitung von Krankheiten in Lei rächt. Infolge ihrer winzigen Abmessungen lännen sie stunden-, wenn incht tagelang in der Lust schweben bleiben: auch die in den höchsten Lustschichten herrscherde intensive Kälte kann ihnen nichts anhaben. Nur Sonnenlicht, vor allem das chemisch wirksame ultraviolette, schadet ihnen, und dies ist wohl auch der Grund dafür, daß in den Wolken größere Mengen derartiger Keime vorhanden sind als in der darunter befindlichen klaren Luft. Die Versuche von Dillon-Wcston, denen schon in Amerika ähnliche vorausgegangen waren, liefern für manche bisher rätselhaften Tatsachen eine plausible Erklärung, z. B. für den Umstand, daß Pflanzenkrankheiten wie Rost und Schimmel in einer bestimmten Gegend plötzlich seuchenartig austreten, sich zonenweise verbreiten und den einen oder anderen Bezirk überspringen. Diese Verb rei tun g smeif e erinnert an die der größten Epidemien, die des Schwarzen Todes, der in Wellen über Europa hinzog und dem außergewöhnliche Welterverhältnisse— mit plötzlichen Gewittern abwechselnde Schwüle— vorausgingen, d. h. Verhöltnils«, bei denen senkrechte Luftströmungen entstanden, die sehr wohl die in großer Höhe schwebenden Krarrkhettsferme nach unten befördern konnten. Smfi Cdgar tRjpJmerde»: MiUorifches vom Schneejchuh Während bei den nordischen Bölkern der Schneeschuh schon vor vielen Jahrhunderten als notwendiges Fortbewegungsmittel weite Verbreitung gefunden hat. ist er in Deutschland erst in jüngster Zett mehr urb mehr in Aufnahme gekommen. Ursprünglich dient« er nur dem Verkehr, bis der Sport sich seiner bemächtigte. In der Tat läßt sich(neben dem Eislauf) eine gesündere Leibesübung als das Schneeschuhlaufen mit seiner wohltätigen Rückwirkung auf das ge- samte Muskel- und Nervensystem kaum denken. Die Urheimat des Schneefchichs, der nachweislich auf ein Alter von über 1700 Jahren zurückblicken kann, ist Asien. In jenen Gegen- den. in welchen den größten Teil des Jahres hindurch Schnee die Höhen und Täler bedeckt, konnte die Bevölkerung ohne dies Verkehrs- mittel einfach nicht auskommen. Wie an der Hand sprachgsschichh, licher Forschungen nachgewiesen wurde, hat es schon zu jener Zeich als die finnisch-ugrischen Stämme noch ein gemeinsames Volk bil- beten, Schneeschuhe gegeben, damals in Asien unter dem Namen ?e>lc, tokh usw. bekannt. Vermutlich waren die ältesten Schnee- schuhe, die übrigens eine runde bzw. ovale Form hatten, nicht aus Holz, sondern aus Knochen und Tierhäuten, dem den alten Ro- maben- und Jägerstämmen am leichtesten erreichbaren Material. Nachdem man die Erfahrung gemacht halle, daß die Gefahr des De» sinkens im weichen Schnee bzw. des Einbrechens aus einer nur leicht gefrorenen Schneebecke um so geringer wurde, je größer der Schnee- schuh war, verlängerte man ihn erheblich, da eine Verbreiterung da» Ausschreiten bedeulend erichwerte, und so ergab sich statt der ur> sprünglichen stapfenden Bewegung die gleitende ganz von selbst.— Unter den Völkern, welche das Schneeschuhlausen fest undenklichen Zeilen betreiben, stehen die Norweger an erster Stelle. Si« haben es von den Lappen erlernt, die in dieser Kunst von jeher Meister waren und beshalb früher Scridf innen(scrida-gleiten) genannt wurden. Wem: in Norwegen oder Schweden Lappen sich heute an Wettkampfen auf diesem Gebiet beteiligen, gehen sie fast stets als Sieger(«raus hervor: keiner ist ihnen weder im Sklitaufen noch im Springen gewachsen. Wie»erbrestet dos Schnsefchuhlousen schon in alter Zett in Norwegen gewesen ist, bezeugt u. a. die Tatsache, daß die Norweger im Mstelalter ihre Truppen im Kriege mit Schneeschuh en ausgerüstet und besondere Schneeschuhläuferabteilungen gebildet hatten. — Nach einem Bericht aus dem Jähre 1525 mußte ein Briefbote im Dezember aus Schneeschuhen über das ganze Dovrefjeld, ein Felsenplateau von etwa 650 Meter Höhe und 100 Kilometer Brette, bis nach Throndjem lausen.— Hinter den Männern blieben die Frauen im Skiläufen keineswegs zurück, wie sie darin heute noch außerordentliche Leistungen vollbringen.—-- Durch Norweger lernten die Isländer und Grönländer das Schneeschuhlaufen kennen. Dies winterliche Vergnügen spielt schon in den altislandischen Sagos eine wichtige Rolle, dort jagen die Helden auf Schneeschuhen pfeilgeschwind Über bie endlosen weißen Flächen dahin.— Der berühmte isländische Schriftsteller und Politiker Snorre Sturlosson(1170 bis 1241)«rzähit von den Norwegern, sie seien so tüchtig auf Schnee- schuhen, daß ihnen nichts entwischen könne, weder Mensch noch T>sr, und worauf sie zielten, das träfen sie.— Auch die Finnländer betrieben gleich den Schweden bereits vor undenklichen Zeiten den Skisport, den sie. ebenso wie die Norweger, zweifellos von den Lappe» erlernten. Schon in dem berühmten finnischen Natinonol- cpos, der Kalewala, ist häufig von diesen Dingen die Rede Seitdem man in Deutschland dem Schneeschuhsport größere Auf- merksainkeit widmet, hat er von Jähr zu Jahr an Beheutung ge- wonnen, wie denn überhaupt der gesamte Wintersport bei uns bekanntlich immer mehr in Aufnahme kommt, was im Interesse der Bolksgesundheit freudig zu begrüßen ist. Aus di« ausgezeichneten Wirkungen des Schneeschichlausens wie des ganzen Wintersports wird van(eiten der Acrzle stets von neuem hingewiesen. Sieriihmle Aersie und ihre Patienten Geheimrat von Frerrchs befand sich auf einer gesellschaft» lichen Veranstaltung. Seine Tischdame, die von dem bekannten Kli- niker eine Grast skonsilltation zu erschleichen hoffte, schilderte ihm aus- sührkich die Krankheitserscheinungen, die sie cm sich beobachtet hatte und fragte schließkich:„Was raten Sie mir da zu tun. Harr Geheim- rat?" Mit todernstem Gesicht gab der Arzt zur Antwort:„Ja. meine Gnädige, da rate ich Ihne», sich an einen tüchmgen Ar.zt zu wenden." * Den berühmten Ar.zt Lassar konfuÄterfe ein Patient feines Haarlchwundez wegen. Lossar schrieb ihm ein Rezept und sagte: „Behandeln Sie mtt diesem Mittel ihr« Kapfnerven und sprechen Sie von Zeit zu Zeit bei wir vor."—„Ach, Herr Doktor," sagte der Mann,.hos wird sich aber schlecht wachen lassen. Ich wohne nicht in Berlin und kann meiner Haare wegen unmöglich so oft herkommen."—„Nun. dann schicken Sie mir wöchentlich eine Prob« Ihrer Haare, ich werde Sie genau untersuchen und ihnen dm Befund regelmäßig schriftlich mitteilen." Der Patient wandte das Mittel steißig an und schickte vorschritemäßig die Hocrp toben nach Berlin. Lassar war mit dem Erfolg wenig zufrieden und forderte Verlängerung der Kur. Da erhielt er eines Tages von feinem geduldigen Patienten folgenden Brief:„Sehr geehrter Herr Doktor! Einliegend wieder einige Haare. Leider kann ick, aber die Behandlung nicht mehr fort- setzen, denn es waren meine letzten." ♦ Zur Zeit, als es noch wenige Eisenbahnen in Deutschland gab. wirkte nn Badischen der Oberamtsarzt Dr. Zelle r. Er hatte einst einen kleinen Postbeamten in Behandlung, der an einer langwierigen Krankheit litt. Die Postbehörde, der die Sache zn lange dauerte, forderte von Zeller einen Bericht mit der genauen Angabe des Zeit- Punktes, für den der Abschluß der Krankheit zu erwarten sei. Der Oberamtsar.zt verfaßte cm ausführliches Gutachten, in dem es zum Schluß hieß:„Leider läßt sich das Krankbettsende nicht bestimmen. denn die Medizin hat keine so präzisen Absahristunden, wie die Groß- herzoglich badische Post." •t Gehe im not N i tz e r, Professor der Augenheilkunde an einer bayerischen Untoersitüt. doz-erie über die„Parnsiten des Auges", und erzählte dabei folgenden„Fall": .„Kommt da einmal ein junger Leutnant zu mir, entschuldigt sich zuerst vielmals und sagt dann:„Ich weiß ja, Herr Geheimtat kurieren nur Menschen wdd nicht das Vieh— aber ich habe da so ein wertvolles Pferd, das hat was am Auge und der Veterinär hat schon alle seine Kunst versucht. Möchte» Herr Geheimtat nicht einmal mitkommen und sich dos Auge anschauen?"— Na, ich hob« gelacht, bin aber mitgegangen und finde in dem Auge des Pferdes eine„Filaria". einen Fadenwurm, den Parasiten, von dem wir soeben gesprochen haben. Nun, meine Herren, was meinen Sie, was wir da gemacht haben?" Die Stüde iitcn nennen verichiekene Methoden, aber Nttzer schüttelt immer den Kops. Schließlich sagte er: «Na, ich sehe schon, Sie wissen es doch nicht: Verkauft haben wir das Luder!"_ Zunahme des Ztnareltenverbravchs. In Frankreich hat sich der Verbrauch von Zigaretten in den Iahten seit Beginn des Well- kricges ungefähr vervierfacht. Im Jahre 1914 kamen auf die Person | im Durchs nilt 201 Zigaretten jährlich, gegenwärtig 811 Stück. Dtese ! Zunahme wird dem Umstände zu geschrieben, daß Frauen mehr und i mehr rauchen und vorwiegend Zigaretten rauchen. Mm bislS« laiiuar I InuenturuerKauf,** Preise lief M*eset2t Kissan, gefüllt......«'45, 380. 4'5S. 540 ä StöPPCfSSSCPfi[.. � überoett, gefüllt.....« SS. 9 90. 1335, 16 53 � g-StTg-SOj£-20|?! 3ü 80, 49 6 3, 55" Mn™»" fa&MNNIMANN STATT 2 SS- NUß 2'50 K AS:„ 7'&0 13B2ö:„ A'ZS 18*2®: 15*80 »» *» Kottbusep Damm 88 TurmstraBe 71 ftoaenUialerslraS« 9