Morgenausgabe 7!r. 21 A 11 47.Iahrgang Wöchentlich SSPf, monatlich 5�0 TL fm voraus zahlbar. Postbezug 4,32 M. einschließlich SV Pfg.PLstzeitunLS- und 72 Pfg! P ostbestellgeb ühren. Auslands« abonnement 6.— M. pro Monat. Der �BorwSrt»"' erfchewt wochentög« lich zmeimal, Sonntags und Montags einmal, die AUndausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„Der Abend", Illustrierte Beilagen„Volt und Zeit" und„Kinderfreund". Ferner „Unterhaltung und Wissen".„Frauen« stimme".„Tecknik".„Blick in die Vllcherwelt"und„Jugend-Dortoärts" VevUnee VottsbiaÄ Dienstag 1.4 Januar 19)0 Groß-Äerlin 10 Pf. Auswärts 15 pf. Die einspaltige Nonpareillezelle Sü Pfennig. Retlame'eile ü.— Reichsmark.„Kleine Anzeigen' da»!ettge- druckte Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettaedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche dos erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort 1U Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmaltt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen Ze le 40 Pfennig. 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Bei den ausländischen Delegationen hat das Vorgehe» Schachts wesentlich dazu beigetragen, die gereizte Stirn- inung gegen den Neichsbankpräfidenten sowie die Vor- stellnng. daß dieser doch eigentlich der leitende Mann Deutschlands sei. zu verstärken. Ter Aergcr über seine Quertreiberei ist um so größer, als gerade am heutigen Dege sowohl in den sinauziellen Fragen wie auch iu der sogenannten Santtionofrag« im wesentlichen eine Einigung erzielt worden war. Schachis Gprengverfuch. -V. Setz, haao, 13. Januar.(Eigenbericht.) Mwählich werden Einzelheiten über die gefährliche Wendung belannt, die die Konferenz infolge des Borgehens von Drl Schacht plötzlich genommen hat. In der Sitzung'des Organisaiionskomitecs für die Internationale Bank, die. ein« reine Banlierfitzung unter dem Vorsitz des Amerikaners Reynolds war, verlas zunächst der Vorsitzende ein Schreiben, das er von Dr. Schacht vor einiger Zeit erhalten hatte. Nach her einen Version soll das Schreiben vom Zeit erhalten hatte.' . Es soll wi wesentlichen besagen, die Reichsbank müßte ihre Milwirkung an der vank für internationale Zahlungen von der Klärung der drei folgenden Punkte abhängig machen: l. Wiederherstellung des Ursprung. lichen ZZoung-plane, an Stelle des durch die haager Konferenz «rfäischten Planes. 2. Ausschaltung aller Sanktionsmöglich. feilen unter dem Regime des Pounq-Plons und Z. Regelung der Frag« des beschlagnahmten deutschen Eigentums im Sinne der deutschen Forderungen. Angeblich soll hinsichtlich des dritten Punktes das Schreiben sogar die Wendung enthalten, daß sich Schacht nicht an einen Aiifsichts- ratstisch mit Leuten zusammcnsxtzen könne, die das private Eigentum nicht respektierten. Reynolds fragt« noch Verlesung des Schreibens den Reichsbankpräsidenten, wie er zu diesem Briese stehe. Schacht antwortet« kurz, daß er bei seinem Inhalt bleibe. Darauf entstand ein heftiger Wortwechsel, und die Sitzung flog nach kaum dreiviertelstündiger Dauer unter allgemeinem Krach auf. Wie man inzwischen erfährt, handelt«s sich bei dem Schreiben Schachts nicht um einen persönlichen Brief, sondern um ein Schreiben des Relchsbankdirekloriums. datiert vom Zl. Dezember, gezeichnet Schacht. Dreyse. Rascher Entschluß der deutschen Delegation. Als die deutsche Delegation von dem Verlauf der Dinge unter» richtet wurde, trat sie zu einer internen Beratung zusammen und beschloh, in einer für 7 Uhr abends anberaumten Sitzung vor- zuschlagen, daß die Reichsrcgiening mit einem anderen deutschen Bankkonsortium zusammentreten würde, dos an Stelle der Reichsbank sich an der Bank für internationale Zahlungen beteilige. Diesen Vorschlag unterbreitet« C u r t i u s in einer Sitzung der sechs einladenden Mächte, die nur knapp«ine halbe Stunde dauerte. Als Dar dt tu gegen K8 Uhr abends die Sitzung oerlieb, um sich zur Bahn zu begeben zu einer 24stündigen Parisreis«, erklärt« er kurz, daß die Glönbigermöchle diese deutsche Anregung annehmen; es handle sich um einen Konflikt, den die Reichsregierung mit Dr. Schacht allein auszutragen habe und die Gläubigermöchte nicht» angehe, den Gläubigern könne e» gleichgültig sein, ob Llm den Staat! Die Verantwortung der Reichsregierung. fjerr Schacht hat im Dezember die Finanzpolitik des Reiches kommandiert. Im Januar macht er im Haag leine eigene Außenpolitik. Was kommt im Februar? Wird er sich zum Kaiser krönen lasten? Auf alle Fälle: Der Reichsausschuß Hugenbergs nebst Stahlhelm und Werwolf braucht nicht mehr nach dem Dil- tator zu schreien. Er ist da! Es gibt lange Diktatusen und kurze. Die von Mussolini ist lang, die von Kapp war kur�z. Und die von Schacht? Darf man hoffen, daß sie schon angefangen hat, auszuhören? Der Augenblick fordert eine klare Sprache. Es ist uns unvorstellbar, daß sich eine Diktatur Schacht oberhalb einer deutschen Reichsregierung befestigen könnte, in der v i e t Sozialdemokraten sitzen. Die Sozialdemokraten in der Regierung müssen dafür sorgen, daß mit diesem blamablen Zustand sofort ein Ende gemacht wird. Können sie das nicht, so können sie nicht weiter die Verantwortung mittragen. Es geht jetzt um d e n S t a o t s e l b st. Der Staat ver- liert seinen Tlnspriich auf Autorität nach unten, wenn er sie nicht auch oben zu wahren versteht. Die Säiuelligkcit, mit der sich die Regierung entschlossen hat, eine andere Bankgruppe einspringen zu lasten, berechtigt sti einigen Hofsnungen. Leider bleibt aber doch manches, was sich in den letzten Tagen abgespielt hat, schwer verständlich. Schachts Brief war der Regierung seit dem 31. Dezember bekannt. Man hat trotzdem, statt den Mann— bildlich gesprochen— in Schutzhaft zu nehmen, ihn durch entsprechende Gegenmaßnahmen unjchüdlich zu machen, mit ihm weiter ver- die Mitarbeit an der Internationalen Lank von der Reichs- bonk oder von einem anderen deutschen Lankenkonsortium erfolge. Infolge dieser Zustimmung zu ihrem Borschlag« betvachiete nun die deutsche Delegation die akute Kefohr einer Sprengung der Konserenz durch Herrn Schacht als beigelegt. Sie hat sich sofort mit den Leitern der Berliner Großbanken in Verbindung gesetzt und diese gebeten, Bevollmächtigte nach dem Haag zu enlsenden. Dr. Schacht soll erklärt hoben, daß er von seinem Standpunkt« aus nichts dagegen einzuwenden habe, daß deutsche Privatbanken das Experiment der Beteiligung an der Internationalen Zahlungsbonk auf sich nehmen. Allgemein wird in der deutschen Delegation das größte Er- staunen darüber zum Ausdruck gebrocht, daß die Vertreter der Reichsbank, die seit Beginn der Haoger Konserenz als Sachverstän- dige der deutschen Dslegoiion beigegeben sind, während der letzten Tage die Absichten ihres Chefs verschwiegen haben und im Gegenteil Stimmung in dem Sinn gemacht haben, als fei von dem Erscheinen Schachts im Haag leine gefährliche Wendung zu besürchten. Im Gegensah zu diesem Optimismus der Reichsbaukverkreler scheinen die Delegationen der Gläubigermöchte bereits feit Tagen durch Parker Gilberl aus die heulige Wendung vor- bereitet gewesen zu sein. die schon vor vier Tagen in einem Bericht des„Aorwärts* aus dem Haag signalisiert worden ist. Empörung gegen Schacht. V. Leb. Haag. 13. Januar(Eigenbericht.) Das Verhalten Schachts hat unter den deutschen Delegierten ohne Ausnahm« stark« Empörung ausgelöst, die ihm unverblümt von allen vi«r Minister» zum Ausdruck gebracht wurde. Das geschah am Nachmittag im Hotel der deutschen Delegation nach der stürmischen Sitzung des Ovgapstationskomitees. Es wurde ihm er- handelt. Die Delegation soll sogar gestern noch Versuche unternommen haben, ihn umzustimmen. Schachts Reise nach dem Haag war aber unter den gegebenen Umständen reines Theater mit einer Bombenrolle und einem Bombeneffekt. War es nicht möglich, dieses Theater zu verhindern? Schacht ist auf seine Weigerung hin, in die internationale Bank einzutreten, nicht sofort nach Hause geschickt worden als ein Mann, der in: Haag nichts mehr verloren hat, sondern er nimmt an der Arbeit des Organisations- komitees weiter teil! Wird Herr Schacht also auch an dem Teil der Verhand- lungen teilnehmen, der das künftige Statut der Reichs- b a n k betrifft? Uns scheint, daß nicht er berufen ist, die Folgerungen zu ziehen, die sich für diese Materie aus seinem letzten Streich ergeben. Uns fcheint aber auch, daß jetzt der Wunsch des deutschen Volkes, die übertriebene Macht des Neichsbankpräfidenten herabgemindert zu sehen, bei den Ver- tretern des Auslands auf volles Verständnis stoßen muß. Daran hat es ja, wenn wir recht unterrichtet sind, auch zuvor schon nickst gefehlt! Die Unabsetzbarkeit des Reichsbankpräsidenten ist eine Festel, die uns durch den Dawes-Plan auferlegt worden ist. Die deuische Delegation hat hundertmal recht, wenn sie die Befreiung von dieser Fessel fordern will. Wird sie es tun? Das deutsche Volk wird sich eine Diktatur Schacht auf keinen Fall gefalle» lasten! Es ist genug und übergenug! Die Reichsregierung hat den unermeßlichen Schaden, den dieser Mann anrichtet, mitzuoerantworten, wenn sie seinem Treiben nicht Einhalt gebietet. Zeigt sie den Willen dazu, jo wird sie die erdrückende Mehrheit des Volkes hinter sich haben und der Sieg wird ihr gewiß sein. Wenn sie aber nicht siegen wollte— ja, dann wäre ihr auch nicht mehr zu helfen! klärt, daß die Forderui»gen seines Briefes an Reynoulds poli» t i j ch e r Natur feien und daß er seine Kompetenzen e n t- schieden überschritten hob«. Schacht antwortete mit dem gleichen Argument wie bereits in der Sitzung des Organisations- komitees, daß es sich nicht um Fragen der Politik, sondern imr Fragen der Moral handle usw. Man teilte Schacht mit, daß man nunmehr sich an andere Danken wenden werde. Er«rklärte, daß er keine Einwendungen dagegen erheb«, obwohl er an sich dazu berechtigt wäre, da es sich mn die Placierung deutschen Kapitals im Auslände handle: er werde jedenfalls auf dies« Art ■aer Verantwortung ledig. Dann wurde Schacht gebeten, die deutschen Minister unter pch zu lassen und dies« beschlossen, unverzüglich an die Reichskredilgescllschaft und die preußische Seehandlung heranzutreten, damit dies« die Ausgaben bei der Gründung der Internationalen Zahlungsbank übernehmen, die ursprünglich der Reichsbank zugedacht waren.(Man rechnet eventuell auch mit der Mitwirkung des Bankhauses W a r b u r g- Hamburg.), Mit diesem Vorschlag begad sich die deutsch? Delegation in die Sitzung der Gläubigcrmächt«, über die bereits berichtet wurde. Der deutsche Vorschlag löste nur eine kurze Diskussron aus. Lediglich der Italiener erhob einen Einwand. nämlich, daß die Bestimmungen des Noung-Planes, wonach auch andere als staatliche Bankinstitut« sich an der BIZ. beteiligen sollten, eigentlich mir für die Vereinigten Staaten gedacht wären. Aber dieser Einwand wurde schnell wieder fallen gelasten und alle Mächt« erklärten sich mit dem deutschen Vorschlag einverstanden unter Betonung, daß es sich um einen rein innerdeutschen Konflikt zwischen der Reichsregierung und Dr. Schacht handle. welter erklärten die Minister der Gläubigermächte, daß sie sich jede politische Einmischung des Dr. Schacht verbäten und daß die Konferenz ihre Arbelt fortsetzen würde, als ob Dr. Schach! nicht existiere. Ergebnislose Einwirkung. Die deutsch« Delegation hat heute nun noch einmal di« stärk« sten Einwirkungsversuche auf Schacht unternommen, um Siresemann-Feier in Genf. Eröffnungssitzung der Ratstagung. Genf. 13. SJaramr. Die öffentliche Sitzung des Völkerbundsrnts begann mit einer sehr eindrucksvollen Gedenkfeier für das verstorben« deutsche Rats- Mitglied Dr. Strssemann. Sichtlich bewegt erhob sich der neue Rats- prösid-nt, der polnische Außenmimster Zales.ti, um stehend seinem verstorbenen Ratskollegen einen warm empfundenen Nachruf zu widmen, in dem er auf die stark« Persönlichkeit Dr. Stresemanns und feine rastlose Arbeitskraft hinwies, die er in den Dienst einer Reihe von Heroorragenden und edelmütigen Unternehmungen gestellt habe. Das Gesamtbild seiner Fähigkeiten habe ihm überall aus- richtig« und allgemeine Sympathien gewonnen. Di« Persönlichkeit Gustav Stresemanns ist, so führte er aus, gekennzeichnet durch die psychologische Entwicklung, die die Mensch- heit nach dem Kriege durchgemacht hat. Dieser große deutsche Dater- landsfreund, der in seiner langen politischen Lausbahn unermüdlich das Wohl seines Landes im Auge hatte, hat dank seiner liefen Einsicht und seines bedeutenden politischen Verstandes erkannt, daß das Wohl seines Landes auf der Soli- dariläl und auf dem Wohlergehen der Gesamtheit der Völker beruhen mutz. Vor seinein Tode hatte er die Genugtuung, bei vevschiodenen Ge- legenheiten die Politik der Verständigung und der internationalen Zusammenarbeit bestätigt zu sehen, für die er als einer der über- zeugtesten Vorkämpfer eingetreten ist. Sem Rame wird in der Ge- schichte weiterleben. Zalefki umriß dann die große internationale Rolle Dr. Stresemanns, der Deutschland in den Völkerbund ein- oosührt und durch die damit gegebene Verbreiterung seiner Basis sowohl.dem Völkerbund als seinem Vaterlande einen gewaltigen D i e n st geleistet habe. Sein Tod sei für Deutschland wie für den Völkerbund ein großer Verlust. Zum Schluß würdigte Zaleski als Vertreter Polens die Bedeutung des verstorbenen deutschen Staatsmannes, mit dem ihn das gleiche Genihl der Notwendig- keit guten deutsch-polnischen Einvernehmens zur Gewährleistung des Friedens in Europa verbunden habe. Staatssekretär Dr. v. Schubert beantwortete diese feierliche Kundgebung des völkerbundsrals mit folgender Ansprache: ,�err Präsident! Ich bedauere ausrichtig, daß der Reichsaußenminister Dr. Curtius seinen lebhaften Wunsch. dieser Ratssitzung persönlich beizuwohnen, infolge dringender Pflichten im Haag in letzter Stunde aufgeben mutzte und dieser Kundgebung des Völkerbunidsrats nicht beiwohnen konnte. So ist es meine Auf- gäbe, Herr Präsident, Ihnen den aufrichtigsten Dank für die Worte zu sagen, mit denen Sie das Andenken Dr. Stresemanns geehrt haben, und die ich meiner Regierung und der Familie des Per- storbenen Mitteilen werde. Die hohe Anerkennung, die der Persön- lichkeit i)r. Stresemanns, dem Menschen, dem' Staatsmann, dem Frisdensfreund, in diesem Kreise geworden ist, wird nicht nur von der Reichsregierung und der Familie mit aufrichtigem und herzlichem Dank entgegengenommen, sondern in der ganzen öffentlichen Meinung Deutschlands sin dankbares Echo finden. Viele der schönen Wort«, die Sie als Präsident des Rates, aber auch im Hinblick auf die be- sonderen Beziehungen Ihres Landes zu Deutschland der auswärtigen Politik Hr. e-trefemänns gewidmet haben, werden in Deutschland in weitesten Kreisen die Erinnerung wieder wachrufen an das unermüdliche und unbeirrbare Slrebeo des verstorbene«. Deutschlands Stellung in der Well durch aufrichtige ver- fläudigung mit anderen Rationen, durch freundschaftliche Zu- sammenarbeil zu sichern und vorurteilslos mit ollen, die guten Willens sind, die gemeinsamen Bahne« hes Friodens zu gel)«n. Weil Dr. Stresemänn an. den Völkerbund glaubte und an sein« hohe Aufgabe, hielt er es für richtig, unerschrocken die Wahrheit zu sagen. Aber wie sehr er an sie glaubte, bewies er wohl am besten dadurch, daß er, unter Einsetzung seiner ganzen Persönlichkeit und seiner Gesundheit, seit, unserem Eintritt in den Völkerbund von ganz wenigen AusMhmen abgesehen, wo er durch schwere Krankheit oerhindert war, an allen Sitzungen in Gens teilnahm, und daß es rhu immer wieder hierherzog. Dem Gedächtnis des Verstorbenen kann kein besserer Gedenk- stein gesetzt werden— und ich spreche auch im Sinne des abwesenden deutschen Außenministers— als dadurch, daß auch wir hier uusere Arbeit mii demselben Glauben, aber auch mil demselben Freimut fortführen, um die Hoffnungen und die Erwartungen zu erfüllen, die mii Dr. Stresemänn und so vielen anderen hervorragenden Staatsmännern alle Nationen an den Völkerbund knüpfen.� Hierauf wurde unter dem starken Eindruck der Gedenkfeier in die Tagesordnung eingetreten. Es wurde die einjährige Verlängerung des Mandats der Mitglieder der Saar-Regierungskommission vorgenommen. Dchottelos genehmigt wurden ferner die auch für. die deutschen Interessen befriedigenden Vorschläge eines Sachverständigen- ausfchusses für die Teilung des Knappschaftsver- m ö g e n s in Oberschlesien, der Tätigkeitsbericht des Weltlehrfilm- instituts. in Rom und seine Empfehlungen für begünstigte Zollbehandlung der Lehrfilme sowie die Unter- suchungen zur Beschleunigung und Erleichterung der Ratifikation der unter den Auspizien des Völkerbundes abgeschlossenen Staats- abkommen, die vielfach durchausnicht indem wünschens- werten Ausmaß ratifiziert werden. Der englische Außen- minister Henderson gab dazu«in« längere Erklärung ab, in. der er das grundsätzliche Interesse unterstrich, das die englische Regierung dieser Frage im Interesse der internationalen Wirksamkeit der Völker- bundsabkommen und damit des ganzen Völkerbundswerks widmet. Er teilte mit, daß dem englischen Parlament in zwei Wochen die Gesetzesvorlage zur Ratifizierung der Fakultativklausel über die obligatorische Schiedsgerichtsbarkeit des Ständigen Inder- nationalen Gerichtshofes im Haag zugehen werde. Vertagt wurde die Entscheidung über eine Bewachung der Klagemauer in Jerusalem wegen neuer englischer Vor- schlüge, ebenso der Antrag der Mandatskommission, sie zum März zu einer außergewöhnlichen Tagung über die Palästina- Unruhen einzuberufen. England möchte erst den Bericht der eigenen Untersuchungskommission abwarten. Die Mändatskomnitssion deutete in ihrem Bericht über S üd w e st a f r i k a die Möglichkeit an, das Flaggengesetz' von 1927/ durch das Südafrika all« Deut- s ch e n dort zur Erweibung der südafrikanischen Staatsbürgerschaft zwang, vor den Internationalen Gerichtshof zu bringen. Schubert p r o t e st i e r t e gegen das südafrikanische Gesetz und unterstützte prinzipiell die Einholung eines Gutachtens im Haag. Der Rat be- gnügte sich jedoch mit der Bitte an die Mandatskommission, die Frage weiter zu beachten. Die Absicht Englands, das Mandat Irak selbständig zu machen, wurde von Grandi bemängelt, der das Mandatssystem als«ine Möglichkeit für Italien, Kolomen zu erhalten, nicht abbröckeln lassen will und namentlich bei der Frage der Teilung des irakischen Petroleums mitsprechen möchte. Henderson stellte sich aus den Standpunkt, daß England und Irak keine Bedingungen, auch keine wirtschaftlichen, gestellt werden könnten, wenn sie sich über eine Neuregelung ihres Verhältnisses zu- einander einig sind. Schubert begrüßt«, daß zum ersten Male durch Englands Vorgehen im Irak die Berechtigung eines Mandats- gebieies, unabhängig zu weiden, anerkannt»Setde.. Ein Irrer wollte den Rat erschrecke«. Genf, 13. Januar;(Eigenbericht.� 1 Dle. faschistische Aftentatspsychose hat zu einem glücklicherweklo harmlos verlaufenen Borfäll vor dem BÄkerbundssetretariat ge- führt... Der Eingängskontrolle'M das verstörte Wesen eines junges Mannes auf. där mich 11 Uhr«in« Eintrittskarte' zu erlangen ver- suchte. Eine Untersuchung seiner Taschen- förderte einen Revolvey und über 100 leer« Patronenhülsen Mag«. Er ist ein jung«: Schweizer aus Winterthur und gab an, angesichts der vielen Zei- tungsmeldungen über Genfer Attentatspläne auf den Gedanken ge- kommen zu sein, während der Sitzung«in paar blinde S chüsso abzugeben, um die Aufmerksamkeit des Bölkerbund«» auf das Studium der K r e b s k r a n k h e i t zu leNken. an der fein Vater leide. Man nimmt, an, daß dies« Erzählung richtig ist und daß mm» es mit einem Geistesgestörten zu tun hat. ihn zur Teilnahme an der Reparationsbank' zu bewegen, sie hat ihn geradezu b e st ü r m t— aber mit negaiLfeem Erfolg. Der Reichsbankpräsideni hat sich bereitprkhärt, auch in Zukunft alle für die Durchführung des ISung-Planes not-wendigen technischen Maßnahmen durch die R e i ch s b p nk durchführen zu lassen, ohne daß jedoch die Reichsbank in dem, Verwaltungsrat der Reparationsbank oertreten sei. Die deutsche Delegation hat Schacht gebeten, zunächst im O r ga n i sa t).o ns k o m i t e e weiterzuarbeiten, wozu er sich auch bereitj�klärt hat. Das Reichsbankstatut muß geäudsrt werden! Die Stimmung in der deutschen Delegptiou hinsichtlich der Not- mendigkest einer Aenderung des Reichsbantstatuts ist nun völlig umgeschlagen. Während bi� l�ut« morgen noch der„Vorwärts"' nahezu allein für diese Forderung emtrat, wird jetzt allgemein anerkannt, daß das unerhörte Vorgehen Schachts eine völlig neue Situation geschaffen habe. Es werden jetzt Abändcrungsauirägc erwogen, dahingehend, daß io das neue Statut der Reichsbank eine Bestimmung aufge- nommen wird, wonach die Rllkwirkung au der Bank für Unter- nationale Zahlungen zu den Aufgaben und Pftichken der Reichsbank gehört; ferner eine Bestimmung, wonach der prSsidcul der Reichsbank abberufen werden kann, wenn er die Siaiuien der Reichsbank verletzt. Vermutlich würde dann Schacht die Konsequenzen von selbst ziehen. Dennoch muß nach wie vor gefordert werden, daß darüber hinaus das R e ch t der Reichsregieruvg gesetzlich festgelegt wird, die Abberufung des Präsidenten auch in solchem Falle durch- zusetzen, in dem«r durch seine Finanz- und Kreditpolitik die all- gemeine Politik der vom Vertrauen des Parlaments getragenen Reichsregierung bewußt und systematisch durchkreuzt. Endlich muß die Ernennung wenigsten» eine» Teile» der Direklionsmilgiieder durch die Reichsregierung erstrebt werden. Erst dann wird das notwendige Mindestmaß von Sauverämtöt de» Reiches über sein ofsizielles Bankinstitut wieder hergesteilt sein. Wer sich gegen diese Erkenntnis nach den un- erhörten Vorgängen des heutigen Tages noch immer sträuben würde, der wäre mit Blindheit geschlagen. » Der Reparationsagent Parker Gilbert und der ameri- kamsche Bankier Morgan, ein Resse von I. P. Morgan, sind heute im Haag eingetroffen. Kurze Konferenzpause. Haag» 13. Januar. Die sechs einladenden Mächte haben beschlossen, ihre nächste Sitzung auf Mittwoch, 11.43 Uhr vormittags, ein» zuberufeu- Dieser Zeitpunkt wurde gewählt, weil Tardieu erst am Mittwoch um 11% Uhr aus Paris wieder im Haag eintreffen kann. In dieser Sitzung sollen di« beiden noch offenen Punkte, nämlich die Sanktionsfrage und die M o b i l I f i e r un g s- frage, soweit gefördert werden, daß si« für die Plenarsitzung des Ausschusses reif werden. In der Sankdionsfrags, di« bisher nur zwischen Frankreich und Deutschland erörtert wurde, ist das ab- schließende Ergebnis des heutigen Tages die Vereinbarung darüber. daß in der Mittwochsitzung die endgültig« Fassung festgestellt und daßder Text noch am.selben Tag« v er« f f en t li cht'werden soll. Schachts Akt on und der �oung-plan. Rein formell schließt der Joung-Plan die Richtbeteiligung der Reichsbank und des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht an der Bank für internationalen Zahlungsausgleich nicht aus. Im Statuten- entwurf der Bant von Badsn-Vaden, den die Oeffentlichkeit noch deutlicher in der Erinnerung hat, steht von den Möglichkeiten der Nichtbeteiligung der Reichsbank nichts. Wohl ober sind im P o u n g- Plan selbst und in seinen Anlagen Hinweis« auf diese Möglich- keiten vorhanden. Es heißt im Kapitel 6 über die Organisation der Bank unter der Ziffer 2„Verwaltung"': „Falls sich bei der Errichtung der Bank oder bei ihrer späteren Tätigkeit herausstellt, daß die Zentralbank irgendeines Landes oder ihr Gouverneur außerstande ist, amtlich oder halbamtlich die den Zentralbanken nach dem Plane zugeteilten Obliegenheiten, Be- fugnisse oder Vorrechte auszuüben oder dies unterläßt, werden Ersatzvorkehrungen, di« mit den Gesetzen des betreffenden Landes nicht im Widerspruch stehen dürfen, getroffen werden. Diese Ersatzvorkchrungen sind in Abschnitt XII von Anlage I skizziert." Der entscheidende AbschniU dieser Anlag« I lautet: „Stellt sich bei der Errichtung der Bank oder bei der Aus- Übung ihrer Aufgaben nach der Errichtung heraus, daß die Zentral. bank eines Landes oder ihr Präsident sich außerstande steht, in einzelnen oder allen im vorliegenden Entwurf vorgesehenen Fällen amtlich oder halbamtlich zu fungieren, oder davon Abstand nimmt, so sollen mit den Gesetzen des betreffenden Landes nicht im Widerspruch stehende Ersatzregelungen getroffen werden... Welterhin soll das Direktorium ermächtigt sein, an der Stelle jeder Zentralbank, die die Aufgaben, Befugnisse oder Borrechte, die dieser Plan vorsieht, nicht oder nur teilweise ausübt, eine Bank oder Dankfirma von allgemein anerkanntem Range und von gleicher Slaalsan-?ehöllgkeit zu ernennen. Solche Bauten oder Bank- firmen können nach erfolgter Ernennung und Annahm« an Stelle der betreffenden Zentralbank einzelne oder sämtliche durch vorliegenden Entwurf den Zentralbanken nach diesem Plan zuge- wiesen« Aufgaben wahrnehmen unter der Bedingung, daß dies mit den Gesetzen des betreffenden Landes nicht in Widerspruch stehen datf." Aus diesen Formulierungen ergibt sich zum ersten das Recht des deutschen Reichsbankpräsidenten, Ab st and zu nehmen, amtlich oder halbamtlich in der Bank für internationale Zahlungen zu fungieren. Es ergibt sich zugleich ober auch die Möglichkeit eines Konfliktes zwischen der Reichsregterung und dem Reichsbankpräsi- denten, wenn der letztere seine Weigerung ohne weiteres auch aus die R e! ch s b a n k als Institut ausdehnt. Wenn daher die deutsche Delegation eine entsprechende Aenderung des Reichsbank st atuts vorschlägt, di« die Beteiligung Deutschlands an der Internationalen Zihlungobank außer Zweifel stellt, und zwar ohne Rücksicht auf den sich nicht beteiligenden ReichsbantprSsidenten. so zieht sie aus diesem Konflikt vorbeugend die notwendig« Konsequenz. Darüber hinaus ergeben dies« Bestimmungen des Boung-Plans, daß Deutschland frei« Hand hat, di« Reichsbank selbst oder an ihrer Stelle andere Banken an der Internationalen Zablungsbank sich betelliqen zu lasseiv Im letzteren Falle ist das Direktorium der Internationalen Zah- lmigsbank ermächtigt, solche Banken zu Mitgliedern der Internatio- nalen Zahlungsbank zu ernennen. Acht ägyptisch« Provinzgouverneure— Oberprästdenten— sind ihres Postens enthoben und durch Anhänger der Wafdpartei ersetzt worden. Die Kirchenverhandlungen. Eine amtliche Richtigstellung. Gegenüber den in der letzten Zeit in die Oeffentlichkeit gedrungenen Nachrichten von einem Abbruch öder einer Verschleppung der Besprechungen zwischen dem preußischen Staat und den evange- tischen Kirchen und gegenüber den gerade entgegengesetzten Met- düngen über einen nahe bevorstehenden Abschluß stellt der Amtliche Preußische Pressedienst fest, daß bisher nur unverbind- liche Besprechungen zwischen den beteiligten Ressorts einer- seits und den Vertretern der evangelischen Kirchen andererseits statt- gefunden haben. Diese Besprechungen sollen als Grundlage sür die Verhandlungen dienen. Im S t o a t s m i n i st e- r i u m werden nach der Rückkehr des Ministerpräsidenten d i e Richtlinien festgelegt werden, nach denen diese VerHand- langen zu führen sind. Alle Nachrichten, die im einzelnen darüber hinausgehen, geben ein unrichtiges Bild von der taffäch- lichen Lage. Eowjeirussische Berichtsfälschung. Ein Anwurf gegen die deutsche Regierung beabsichtigt. Die Moskauische Telegraphenagentur enthüll in ihrem offiziösen Bericht über den Tischerwonzenprozeß für die Sowjetpresse eine Fälschung, die geeignet ist» di« deutsche Regierung in der öffentlichen Meinung Sowietrußlands heradzujegen. In den Berichten der„P r a w d a" und der„K o m m u n i st i. fchen IugeNdprawda" heißt es nach der einleitenden Heber- fchrift:„Deutschlands Rolle"— wörtlich. „Der Staatsanwalt fragt:„Sie haben gesagt, daß das Drucken der Tscherwonzen mit Erlaubnis der amtlichen deutschen Stellen ersolgt ist. Das ist unmöglich." Der Angeklagte Bell aüfspriitgeitd: /Die deutsche Re- - gierung hat m i ts oi chen Pläne n s y m p a t hi s ie rt. (Arohe Bewegung stn Saal.)... Der wirkliche Verlaus dieses Abschnittes der Cerichtsverhand- lungen war folgender: Der Angeklagte Dr. Weber hatte erklärt, die Falsschmünzer hätten gehofft, daß irgendein« Regierung im Osten gegen de» Druck von Tscherwonzen in ihrem Lande nichts■ einzuwenden haben werde. Oberstaatsanwalt T e tz l a f f sagte darauf:' „Glauben Si« denn wirklich, daß irgend eine Regierung in der Welt dos Drucken von falschen Tscherwonzen in- ihrem Land« geduldet hätte?(Heiterkeit im©erichtsjaal.) Bell aufspringend:„Wissen Sie nicht. Herr Staatsanwalt, daß die deutsche Regierung während des Ruhrkampfes Regie- franken gedruckt hat?" Man vergleiche dies« Darstellung vom Verlauf der Sitzung mtt der, die von dem offiziösen sowjetrussischen Telegraphenbüro an die Sowjetblätter ganz Rußlands gegeben wurde. Es stimmt übrigens nicht, daß di« deutsche Regierung während des Ruhrkampses taffächlich Regiefranken gedruckt Hot oder nicht. Der Vertreter des Telegraphenbüros tonnte aber unter keinen Umständen sowohl die Aus- sage des Angeklagten W« b e r als auch die Frage des Staatsanwalts und schließlich die Worte des Angeklagten Bell in dieser Weise miß- verstanden haben, wie er dies getan hat. Sollt« er nicht genügend deutsch können, so würde der Pressechef der Sowjetvertrewng, der sich für den Gang der Verhandlungen in hohem Maße interessiert, gut tun, dafür Sorge zu tragen, daß ein der deutschen Sprache mächtiger Journalist die Berichterstattung sür das offizielle Sowjet- Telegraphenbüro übernimmt._ Bürgerblock mit Demokraten. Erweiterung der württembergischen Regierung. Stuttgart, 13. Januar. � Wie die Deutsche Volkspartei mitteilt, wurde in einer Sitzung ihres Landesausschusses das Zusammengehen von Demokraten und Deutscher Volks Partei in der Frage des Eintritts in die Regierung einmütig begrüßt und di« Haltung der Parteiieitung in dieser Frage gebilligt. Die Demokratische Partei hat sich gleichfalls grund- sätzlich bereit erklärt, zustimmen mtt der Deutschen Bcgkspartei an einer Umbildung der jetzigen Regienmg mitzuwirken, wenn innerhalb dieser Regierung ein« Verschiebung der politischen Kräfte erfolgt, die einen tatsächlichen Einfluß der beiden genannten Parteien gewährleistet. Beide Parteien sollen durch eines ihrer Mitglieder im Staatsministerrum vertreten fein.... Berboteves Ehrenamt.• Die Oberpoftdirektion Kiel hat einem Obertelegraphendirettor die Uebernahme des Amtes- eines B?i- geordneten(Stadttat) der Stadt Schleswig untersagt. Als Be- aründung für dieses seltsame Verbot wird angeführt, daß der Beamte nach der Uebernahme des Veigeordnetenamtes seinen eigentlichen Dienst nicht mehr voll versehen könne. Abgesehk hat di« französische Behörde den kommunistischen Bürgermeister des lothringischen Städtchens Kneutingen, Paul Polonfki, weil er am Wofsenstillstandstage die Nationalflagge am Rathaus nicht aufziehen ließ. Das Republikschutzgesetz. 3n erster Lesung angenommen. Der Skrafrechisausschuh hak in seiner gestrige« Sitzung die erst« Lesung des Gesetzes zum Schuhe der Republik beendet. Der letzt« Paragraph(Z 17) lautet: „Dieses Gesetz tritt mit d«m Tag« nach der Verkündung in Kraft. Es tritt mit dem Inkrafttreten des neuen allgemeinen deutschen Strafgesetzbuches nutzer Kraft."' Hier zeigte der deutschnationale Abg. Dr. Eperling wieder einmal sein« negativen Fähigkeiten, indem er die Streichung der Bestimmung beantragt«. Die Folg« der Annahm« dieses Antrags wäre, wie Abg. Landsberg.(Soz.) feststellte, die gewesen, daß das Gesetz zwei Wochen nach der Verkündung im.Lieichsgesetzblatt" in Kraft und niemals außer Kraft getreten wäre. Unter all» gemeiner Heiterkeit gab Herr Eoerling zu. daß sein Antrag un> logisch sei und nahm ihn zurück. Die Kommunisten leisteten sich das billig« Vergnügen, die Wiederherstellung des sogenannten Kaiserpara. g.r a p h e n zu beantragen, der im Sommer vorigen Jahres dadurch zu. Fall gekommen ist,' da sie das ganze Republirschutzgesetz und damit auch diese Bestimmung abgelehnt hatten. Abg. Lands- berg(Soz.) erklärte, daß die sozialdemokratische Fraktion, obschon sie die Republik' durch die Anwesenheit d«r Mitglieder vormals vegis- render Familien auf deutschem Boden' nicht für gefährdet erachte, für den Antrag stimmen.würde, wenn er nicht unzweifelhaft verfassungsändernd. wäre und deshalb einer Zweidrrttel» Mehrheit bedürfen würde, die nicht zu erreichen sei. Sie werde sich deshalb der Stimme enthalten. Der kommunistische Antrag wurde dann gegen di- Stimmen der Antragsteller bei Stimmenthal- tung der Sozialdemokraten abgelehnt. K 17 wurde dann angenommen, nachdem Herr E m m I n g« r für die zweit« Lesung einen Antrag in Aussicht gestellt hatte, das Gesetz spätestens Ende 1932 äutzer Kraft treten zu lassen. Heute Fortsetzung des Entwurfes eines ollgemeinen deutschen Strafgesetzbuches. Verfaffungsfeind als Ministerialrat? Merkwürdige Personalpolitik im Reichsflnanzminifleriom. Wie wir hören, steht die Einberufung des früher in den Kolonien tätigen Geheimen Bauratz Ruthe von dem jetzt auf- gelösten Reichsentschädigungsamt ins Reichsfinanzministerium bevor. Geheimrat Ruthe hat im Reichsentschädigungsamt als Per» sonalreferent gearbeitet. Wir können nicht umhin, unserem Erstaunen über dies« Berufung Ausdruck zu geben. Wir find nämlich der Ansicht, daß ein Mann, der womöglich noch rechts von den Deutschnaticknolen steht, und sich bitter darüber beschwert hat, dah sein Kind zur Dersassungsfeier in di« Schule gehen mutzte, nicht in ein Reichsministerium gehört, sondern daß er sich anderswo, aber nicht auf Kosten der Republik betätiget, soll. Reich�minister Moldenhauer sollte schleunigst hier nach dem Rechten sehen?- i.• Herr Goebbels dementieri. ■ Er regiert freiwilliq vier Wochen lang nicht. Der Gau Berlin der RSDAP. teilt mit:„Die In verschiedenen Blättern verbreitete Nachricht, über den Berliner Gauleiter, Dr. Goebbels, sei von Afcftlf Hister. ein vierwöchiges Redepörbot verhängt worden,«ntbchrt jeder Grundlage. Dr. Goebbels., ejtHgK sich vielmehr, wie in der nationalsozialistischen Press« bereits vor och: Tagen eingehet» geschildert, freiwillig aus gesundheit- lichen Ruck sichten auf einen Monat jeder öffentlichen Redetätigkeit. Damit sind auch alle seitens der Linkspresse an di« obenerwähnte Falschmeldung geknüpften Kommentare, die bestimmte politisch« Wünsch- als Väter des' Gedankens erkennen lassen, hinfällig. Kommunistisches Anstandsgefühl. Zwilprozest der kommunistischen Zentrale gegen Thalheimer. Vor dem Landgericht II— Bersin fand gestern ein Zivil- prozetz statt, der in die Parteileitung der Kommu- nisten wieder einmal einen Blick fallen läßt. .. Dr. Thalheimer. einstmals führendes Mitglied der Zen- trals der KPD., dann aber ollerhöchsten Orts in Ungnade gefallen. war im Jahre 1923 durch die törichte Taktik seiner Parteizentrale in ein Hochverratsverfahren hineingekommen. Ihm wurde der Befehl gegeben, sich nach Rußland zu verflüchti- gen. wo er am Marx-Engels-Jnstitut wissenschaftlich tätig war. Im Frühjahr 1928 erkrankte sein« Frau lebensgefährlich, und Thalheimer ersuchte, ihm die Möglichkeit einer Rückkehr nach Deutschland zum Besuche seiner Frau zu gewähren. Die Kommu- nistische Parte, zahlte an Thalheimer Beträge in Hohe oon LüMMark auf dos ihm zustehende Gehalt hin. Auf der Ouittung, die Thalheimer unterzeichnete, war diese Zahlung als Darlehen angegeben. Im Herbst 1928 wurde Thalheimer wie io viele anders aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen, und jeszt klagt die einzige revolutionäre Partei Deutschlands durch ihre Uutergssellschaft, die Bureauhausgesellschaft„B u l- ? a n", bei den bürgerlichen Gerichten auf Rückzahlung dieses �genannten Darlehens. Der Vertreter Thalheimers, Rechtsanwalt Weinberg, wies mit Recht darauf hin, datz dieses Berhalten der Kommunisten einen poli- tischen Skandal allererster Ordnung darstelle. Es sei unerhört, daß eine Partei auf Meinungsverschiedenheiten mit einem alten Partei- genossen mit Stockschlägen auf den Magen antworte. Weinberg konnte auf das Zeugnis des kommunistischen Abgeordneten Cberleln hinweisen, wonach Kommunisten, die aus politischen Gründen ge- zwungen sind, illegal zu leben, ihr Gehalt weiterbeziehen. Rur werl Thalheimer aus GewisseNsgründen die Taktik seiner Partei'nicht mehr mitmachen konnte, greift man in der heuitgen Zentrale der KPD. zu diesem höchst unanständigen Mittel. Wir werden über das Urteil des bürgersicben Gericküs über die kommunistische Klage, das erst in etwa 14 Togen gefällt werden wird, berichten.__ .tlndjk aus der Deulschnallonalen Darlel. Di» deutschnalional« Lnvdtagsabgeo�mete Frau Ulbrich hat ihren Austritt aus der Partei -rklärti In ihrem Schreiben an den Vorsitzenden des Berliner L--ndeeverbandes stellt sie fest, sie hätte sich gern« H«-nberq-Z Führung anvertraut, wenn er wirklich geführt hätte. Er sei aber gar nicht der Führer der Partei, sondern die Partei werde geleitet von einem Kreise, der alles ander« fei. nur nicht deutschnational. Von Transvaal nach China berufen wurde Richter F e« t h o m »»m Obersten Gerichtshof durch die Berwaltung der Internationalen Konzession von Schanghai. Seine Aufgab« wird es fein, ein« Formel zu finden, durch die Chinas Ansprüche in bezug auf die Beseitigung der Exterritorialität, befriedigt werden können, ohne daß die Interessen der Ausländer in Schanghai gefährdet werden, Oer Kampf um die Meisterschaft in der NGOAp. Goebbels mußte wegen„schwerer Erkrankung" einen vierwöchig« Urlaub antreten. Hitler landet einen Rechten auf Goebbels Kinnspitze und schickt ihn bis vier(Wochen) in das Land der Tröume. Putschist Fnck ist Minister! Oie Thüringer Rechtsregierung ist perfekt. Weimar, 13. Januar. Heule abend kamen die Verhandlungen der bürgerlichen parle ie« und der Ralionalsozialisten über die Regle- rungsbildung t« Thüringen zum Abschluß. Dem Landlag soll sol- gendes Kabincll. das sich aus achl Mitgliedern, und zwar drei Vit- nislern und fünf Staalsrälen zusammensetzen wird, vorgeschlagen werden:••. Ministerium de» Jauern und volksbildungsministerium: Dr. Z rlck- München(RafionassozlalifO: Finanzministerium: D aum(Londvalkparlei).»«gleich alt ver treler des ehemalige« Gebiet» Allen bürg: Mrsschaflsmtnisterium und Justizministerium: Dr. Kästner swirtschäsispärleil. zugleich als Verltetsr d« ehewallgen Gebiete Gotha. �*«.♦ f«1***•iWjc".'.- ____ Dazu treten folgende Staatsräte: Märschler sRalional- sozialist) für da» Gebiet Delmar, Part(Londoolkparleij für da» Gebiet Reuß. Sien(Deulschnatlcnat) für das Gebiet Meiningen. F ü r l h(Mrtschostsparlei) für das Gebiet Rudolstadt und Bauer tDeuksche Volkspartei) für das Gebiet Sondershausen. Thüringen-„glücklich entbunden;" Die erste Meldung vom Hitlerputsch in der Nacht vom 8. zum 9. November 1923 an den Puijchisten und jetzigen Polizei- minister für Thüringen. Frick, lautete:„Glücklich ent- bndenl" Diese Meldung hat der Putschist K riebe! auf der Rückseite seines Fernsprcchverzeichnisses eigenhändcg notiert. Der Putschist R e u n z e r t erhielt nach der glücklichen Entbin- dung, d. h. nach der Annahm«, daß der Hitlerputsch gelungen sei, von Kriebel den Austrag, zu Frick in di« Polizeidirektion zu fahren, um ihn zur Uebernahme des Polizeipräsi- denten zu ersuchen und als Verbindungsoffizier zwischen Polizei- direkiion und Kampfbund tätig zu sein.(Neunzeri war Leiter der Nachrichtenabteilungen im Oberkommando de» Kampfbundes und Frick Leiter der politischen Abteilung des Polizeipräsidiums und die rechte Hand des zum Innenminister ernannten Polizeipräsidenten P ö h n e r.) Frick war auch bei der Vorbereitung des geplanten putsch- direktoriums Sahr-pöhner-Hitler aktiv beleiligt. Nach Aussage des Reichswehrofsiziers S s i s s e r fand am 30. September 1g?5 im Generalstaatstommissariat.(Kohr) eine Besprechung mit Pyhner, Kriebel und Frick statt. Es wurde von den beunruhigenden Zuständen in Sachsen und T h ü r i n- gen gesprochen. Kohr sagte, es sei möglich, daß ein Staatskommissar zur besonderen Verwendung für Sachsen und Thüringen aufgestellt wird. Auf eine Frage Kohr» erwiderte Pöhner, er wäre bereit, ein« solch« Stelle anzunehmen, wenn er genügend Vollmachten bekäme. .„Glücklich entbunden!" Die Reichsregierung wurde in der Nacht vom 8. zum 9. November durch Hitler.Ludcndors-Kahr im Münchener Bürgerbräu„abgesetzt".. Ein nationales Staatstribunal wurde gebildet. Gegner des Hitler- staates sollt« di« Todesstrafe treffen.— Die Drahtverbindung von und nach München wurde unterbrochen. Die Ehefredat- teure der Mllnchener Zeitungen aber wurden um Mitternacht vom „Ministerpräsidenten" Pöhner, der von dem neuen Polizei- Präsidenten Frick begleitet war, empfangen. Nach Pöhner und Frick sollte im Hitler-Staat die Presse- f r e i h e i t darin bestehen,„daß di« presse zwar schreiben, ober die neu« Regierung nicht sabotieren dürfe". Da Frick von Kohr beauftragt war.«Ine neue Reichsoerfassung zu entwerfen, dürste diese Art Pressefreiheit seinem verfassungswerk enlnomme« sein. Glück und Sude des Polizeipräsidenten Frick. Kaum daß Frick die ersten Berichte, darunter den, daß die verfassungsmäßigen Ministerin Schutz Hof: ge- nommen waren, empfangen, ereilte ihn das Schicksal. Frick selbst gibt folgende Schilderung:■ Al» ich an die Türe treten wollte, drehte Major Imhos den Schlüssel um und sagte in gnädigem Tone: �Lieber Frick, es tut mir furchtbar leid." Herr Oberst, tun Sie Ihre PflWti Oberst Banzer sagte dann:„Im Namen der verfassungsmäßigen Regierung erklär« ich Sie für oerhaftet." Frick vor dem bayerischen„Volksgericht'': Die„Geeignetheit" des Frick zum Leiter der politischen Polizei und noch mehr zum Ber- so ssu n g S m i n i st e r des republikanischen La n de s Thüringen ist durch feine Aussage vor dem„Volksgericht" bewiesen, dort sagte er: „Große Difierenzpunkte hatten sich in' der Behandlung der vaterländischen.Frag-n. ergeben, bejonders in der erstarkenden oslkischen Be wegnng,■ oerWperk. durch die Nationalsozialistssche ...Partch.Hittus..! Wtt scchen in-dieser Bewegung, di« damals noch klein war und damals leicht Zu unterdrücken gewesen wäre, den Keim von Deutschlands Erneuerung: wir hatten von Anfang an die lleberzeugung, dah diese Bewegung geeignet s«i, in der rnaxxi- stifch verseuchten Ärbetterschaft Fuß zu.fassen und sie ins national« Lager zurückzuführen. De'shalb hielt'«« wir unsere schützende Hand über die Nationalsozialistische Pa tt« i und H i tl e t i De? Hochverrat d e s F r i ck wurde mit l Iahr 3 Monaten F e st u n gs h a f t u n d 1 9 0 � M. Geldstrafe vom„Volksgericht" geahndet. Di« erlittene Unier« suchungshaft wurde mit 4 Monaten 3 Wochen angerechnet und Be- Währungsfrist bis zum 1. April 1928 erteitt. Frick wird geloben nach§ 37 der Verfassung des Landes Thüringen„alle seine Kraft dem Wohle des Voltes zu widmen, die Pflichten des ihm übertragenen Amtes gewissenhaft zu erfüllen und die. Gesetze, insbesondere die Reichs- und Landesoerfassung. sorgfältig zu beobachten". Frick wird sich dann an seinem Herrn und Meister Hitler ein Beispiel nehmen Oas Vorbild Hitler. � 2m Sommer 1922' machte der bayerische Innenminister Sch weyer Herrn Hitler ob des Gefahrvollen seines dem- agogifchen Auftretens Vorhaltung. Hitler antwortete in erregtem Ton, und indem er mit der rechten Hand auf seine Brust schlug, erklärte er: „Herr Minister, ich geb.- Ihnen mein Ehrenwort, ich werde nie in meinem Leben einen Putsch machen." l'Aujfage Schweyers.) Am 8. November 1923 machie Hiller seinen Putsch. Das Programm H'tlers für seinen jungen Mann. den auserwählten„Vorfassuiigsminister" für Thüringen, Herrn Frick, als auch für die Parteien, denen er die Gnade verleiht. mit Nationalsozialisten regieren zu dürfen, ist von Hitler an, 10. Januar vor einem auserwähltcn Kreise in Weimar im Hotel Kaiserin Augusta entwickelt worden. Roch der„Weimerischen Zeitung" hat Hitler u. o. ausgeführt: „Jedes Volk muß nach Prinz'pien erzogen werden, das deutsche aber ist prinzipienlos geworden. Und in diestr Zeit regiert in Deutschland eine Partei die den Verfall zu ihrer Grundidee gemacht hat, di« das Volk wie zwei unversöhnlicho Gegner ouseinandergerissen hat. wir gehe» einem große« Bürgerkrieg entgegen. wenn wir(Rationalsozwlisten) un» heule in Thüringen zur Mitwirkung in der Regierung entschlossen haben, dann bedeutet das keinen per, Ichs aus unser prog-alym, sondern unseren eisernen Willen, in diesem Lande unsere Grundgedanken einzuführen und wir werden dabei keinen Zentimeter von unsere« Glaubens- bekenn-tniS abgehen. Unser Kampf gilt unserem Volt und Vaterland. We- unserem Volke Feind ist, der sseht. in uns seinen Todfeind. Versöhnung gibt es ni ch t. Hier kann es nur eins gerwr: Rettung unsere» Voltes, wenn es sein muß. durch Erledigung unserer Gegner." In der lleberzeugung, daß die Rechtsparteien den Befehl und dia „Prophezeiung" Hitlers vom kommenden großen Bürgerkrieg und auch Herrn Frick als den geeignetsten Verfassungsministcr hinnehmen, nimmt di« Sozialdemokratie den Kampf auf bis zur „glücklichen Entbindung" vom sogenannten Nationalsozialismus/ A. Frölich. M. d. L. \ KONSERVEN] l/j Dose Karoltengeschoittra 42p; Spinat............... 54p(. j J Brcdi* und Schnittbohnen... 62Ff. Konsum- Gemüse.. aas getr. Erbsen.......... OaPf. Junge Erbsen..... 75p/. Ananas | 12 Scheiben(Sfgnapore),. J OBST UND GEMÜSE Rot- oder Wirsingkohl........ p/a 9pl Grünkohl......................... 2 pm. 15?/. Rosenkohl......................... ph. 18p/. Möhren................................. pm 5p/. Apfelsinen....................... 3 pm 50p/. Blutapfelsinen................. 3 pm öSpl Boskop-Äpfel.................... pm 18p/. Krim-Äpfel..................... 2 pm 45pt Ananas........................... pm KOLONIALWAREN Backobst...................... pm 53, 68p/. Pflaumen.................... pm von 48?/.»» Kalif. Aprikosen u.Pfirsiche pm 95p/. Grosse Erbsen.................... pm 20p/. Weisse Bohnen.................. pm 32?/. Eierschnittnudeln.............. pm 44p/. Gebrannter Kaffee..... pm von 1,70 an GEFLÜGEL Verkauf«owalt Vorrat• 15 Baa Ganse ge/nnm ßßp/.nn Pfd. von 1 Gänse- Stuckenfleisch 7 5 Pf- an PM von Wolgahühncr 1 PM 41S von KÄSE UND FETTE Aüg. Stangenkäse so*),.................... pm 46?/. Romadour 20°/,.......................... Stück 20?/. Camembert vollfett.................. Sciacbtel 20pt Dänischer Schweizer 30';o................. PM PS?/. Tilsifer Blockkfise so«',.................... pm 78pf. Margarine.............................. PM 50, 62p/. Kokosfett................................... PM 50p?. FISCHE UND RÄUCHERWAREN 'Grflne Heringe......................... 3 PM78pf. j* Lebende Plötzen......................... PMSSpt 'Zander gefroren.......................... PM 60Pt| Bücklinge.................................. PM 42p/. * Nur: Leipziger Str., SleiandsrpL, FranK/urtcr lllce, Notibuier Damm, lelle-illiaKa-Str., Wllmertderfer Str� Chaoiieeitr. WURSTWAREN Rot- oder Leberwurst...................PM 68?/. Felfer Speck............................... P/d.1,08 Flclschwurst............................... PM 1.10 Damptwurst.......................... p/a. 98p/. Mettwurst nach Braoneeiweiger Art...„...PM 1�5 Jagdwurst................................... PM 1.20 FRISCHES FLEISCH Berliner Bratwurst............ pm 1,14 Schweinebauch oime Betlage..... Pfd. 1 ,20 Schwein cschinken.............. pm 1,28 Suppenfleisch.............. pm von 7Spf.an Rückenfett brat/ertig............... pm 93 pt. Kalbskamm ohne Beilage.......... PM 98 PL Gehacktes........................... pm SSpl Schmorfleisch Eenle.oline Knochen, PM 1 ,30 GEFRIERFLEISCH HammelvorderflcischFMvon 64 p/, an Hammelrücken................ Pia. 70?/ Suppenfleisch.............. pm von 63?/. an Rinderleber....................... pm 1,28 Rinderbacken /ri-ct,.............. pm 56pl Euter trlach............................ pm 24pt Ausserdem DIENSTAG und MITTWOCH Schlusstage unseres grossen Inventur- AUSVERKAUFS 495]f, � | aus praktischen Winterstof/eu. für 2— 6 Jahre, Stück{etat afk I B aue guten Steffen, fesche moderne Form....... Stück Jclat Mäntel IWoükleider Silberbrokatschuhe Sp&nge and Pumps...................................Stück Damen-Schlüpfer QS I(Strümpfe col!t��tisc�JiUko���na!uaLvieU�ubemPa�J«t»tjB�U»�|J tBrOamM.SeMenftor.gateQaal., Doppeleohle.Hoch/eree.künstL WucbrcMe, od. 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Verdsna oer öoMiniisr und Papierverar&eiier Beutsdilands Ortsverwahung Berlin Todesanzeise Den Miigliebern tut Nachricht, baß unsere.Nollegin, die Fairer, n Käthe tiahn woenhait Neuiölln, Weichse/platz 6, verftorben ist. Die Einäscherung findet Mittwoch, den>3. Januar nachm'',5 Uhr. im Aremotocmm Baumschuleuweg statt Ehre ihrem Aubenienl Ziege Beieillgung erwartet v/e»rleverwnltunx Am 1». Januar entschlief noch schwerer kranklieil mein lieber Mann, unser guier Bater. Schwieger- unb Droßnater. der Glasmacher Wilhelm Karsten im Atter non 64 Iahren. In tieiem Schmerz HaroSlae Harsten. geb. Sommer utssj angenirifie Einäscherung am Mittwoch, dem IS. Januar, 18 Uhr, im Krematorium Baum,a uienweg. Danksagung. Fllr die aufrlcht ge Teilnahme de tn I Heimgänge meine» innig teiiedten Manne» unb meine» Sahne» lagen w.r allen Verwandte»,.rreunben| unb Seiannten herzlichen Dan/. Ww. Hilde Fed.rherdi und Mutier. Bavnftraße 4. Am 12. Januar 1930 entschlief sanft nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Schwieaervattr, Großvater und Urgroßvater Louis Rüben im 83. Lebensjahre. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Ernst Buben nnfi Frau 1 Berlin SW II, Hafenplatr 5 1 Erfinder— Vorwärisslrebende SOOOMarHBelotiniuul Näheres kostenlos durch F. Er Omni! n& Co., Berlin t¥7. 11 Verkäufe Taseten. Szlllot. ftoionltffitnke 8 Teppiche. Zn»entnr»Ap»verkauI ob Ausnahme-Brei» 2X3 2X3 2X3 2'4x»th 2'4X3� 3X4 2. Januar. 13,— Mark 21,— Mark 28,— Mark 31,- Mark 40,— Mark 52,- Mark Tetragen« Setttngatbsrohe. Spezialität Bauchliguren. spottbillig. Naß. Tor- maniistraß« Zä/2», /ruber Mulacksi raste.» M-bei-itamerlina, Kastanienallee 33. Schlafzimmcr, Nuhebetttn. Meialldetten. Aieienauswahl. Spottpreile. Iahiungs- erleichtermig�_____ Patentma trogen»Primi sfim«-, Mc, tallbetten. Ausleqemaieag.'n. Chaiseion- gue». Walter, Stargarberstrast« acht- zehn, stein Laben.__' Auch Teiliabluna. Gardinen. Bettbeckn. Dlwan-Slepvdecken saheihali dillig. 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Magistrat schlägt Erhöhung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer vor Als Ergebnis der gestrige» nngerordentltäse« Mn- gistrnlssicknng wird folgender Beschluß des Magi- st rat s durch das Städtisch« Nachrichtenamt bekannt- gegeben: Zur Deckung des Rachtragsbaushalts in der Gesamthöhe von KS, 892 Millionen Marl schlägt der Magistrat bor: t. einmalige Ausgabe» des ordentliche» Haushalts in einer Höhe von 2V Mill. M. zu st r e i ch e n; 2. den gesamten Haushalt auch bei de» laufeude» Ausgabe» sowohl auf der Ausgabenseite als auch auf der Einuahmenseite nach der Möglichkeit weiterer Er- sparnifse mit größter Beschleunigung durchzuprüfen; S. die Gewerbesteuer und die Grundsteuer gemeinsam zu erhöhe», und zwar de» Gewerbesteuer- Zuschlag ab l. April 1S2S von 423 auf 443,72 Pro;. 4L Mill. M.. die Lohnsummensteuerzuschläge ab 1. Ja- nuar 1830 von 1000 auf 1150 Proz.= 1,2 Mill. M.. de» Grundsteuerzuschlag ab 1. April 1829 von 200 auf 21 K.K« Proz. 7,375 Mill. M. Die Erhöhungen unter 3 wurden im laufenden Ctuxrtal Januar/März eine Mehreknuahme von 13,075 Mill. M. ergeben. Der Magistrat hat weiter beschlossen, die Durch- prüfrung der Organisation der Verwaltung auf die Möglichkeit einer Vereinfachung beschleu- »igt durchzuführen. Di« höhe der durch die llloßnohwen uulcr Ziffer 2 zu crzieleu- d?n Ersparuugeu steht augenblicklich noch nicht W>. Der Dlagiskral erwartet, daß sich durch die gemeinsame Sparaktiou in der Zentrale und in den Bezirken innerhalb der laufenden Dermal. K'ug noch bis etwa 1» Millionen Mark in diesem Viertehahr ein- sparen lassen. Der Magistrat ist sich aber darüber klar, daß der Gesamtbetrag de? Ikachtragshaoshalts durch alle angeführten und beschle.sseuen Einsparungen an Ausgaben und Erhöhungcu von Einnahmen im laufenden Vierteljahr auf keinen Fall gedeckt werden kann, foudera daß ein erheblicher Restbetrag für das nächste Etotssahr übrig bleibt und dort abgedeckt werden muß. Dieser Beschluß de? Magistrats kommt noch der Gntmidfluirg, d e die Finanznerhaltnisfe Berlins nach der Bereit«lung d«r HO�Ml. lisnen-Anlaihe nehmen mußten, nicht mehr überraschend. Dir hatten schon im gestrigen„Abend" ausgetprochsn, daß eine Balancierung des Nachtragshaushottz ohne Schaffung neuer Einnahmequellen kaum möglich erscheint. Der Magistrat hat sich in einer Zeit höchster finanzieller Not nach lang«» Beratungen ent schlössen, den schweren Weg der Steuer erhöhung zu Lehen., um tym sich aus, ohne Einwirkung der staatlichen Aufsichtsbehörde, cm« lleberroindung der finanzielle» Schwierigkeiten zu erreiche». Man if! bemüht, eine neu« einseitig« Belastung der arbeitenden Be° nalkerunz zu vermeiden, indem man auch die Gewerbe st euer und die L o h n s u m m« n st e u e r, die bekanntlich als lorrcmunalar Zuschlag zu der Gewerbesteuer vom Unternehmer getrogen wird, als erhöhte Einnahmequelle heranziehen will. Die Steuererhöhungen, wie sie der Magistrat vorschlägt, ergeben mit Einschluß der 10 Mil- lionen Work, die man durch Einsparungen erzielen will, erst einen Bewag von rund Ä Millionen Mark. Rechnet man noch die 18 Millionen Mark hinzu, die durch die Sparaktion in der Verwaltung der Zentrale und der Bezirke zusammenkommen sollen, so ergeben sich insgesamt 43 Millionen Mark. Zur U e b e r» nähme in das iwchste Etatsjohr verbleibt also trotz oller Maß- nahmeu noch die stattliche Summe von rund 26,8 Millionen Mark. Der Oberpräsident hat sich vor einiger Zeit gegen eine Er- höhung der an sich in Berlin niedrigen Gewerbesteuer ausgesprochen. Welche Stellung die sozialdc mokratische Stadt- verordnetemraktion zu den Vorschlägen des Magistrats einnehmen wird, ist noch völlig ungewiß, gegen die Erhöhung der Grund- steuer bestehen schwerste und berechtigte Bedenken. Mit Sicher- heit kann aber schon heute gesagt werden, daß eine«inseitig« Steigermng der Einkünfte aus der GnmdvermKgcnssteiter niemals die Zustimmung der Sozialdemokratie finden wird. Zwanzig Matrosen ertrunken! Englischer Schleppdampfer im Orkan gesunken. London, 13. Januar. Die Admiralität gibt bekannt: Der Schleppdampfer „Saint Gen» y", der dem Schießdienst der Atlantik- flotte beigegeben ist, ist am Sonntag um 20.20 Uhr Greenwicher Zeit während eines heftigen Orkans etwa 32 Meilen nordwestlich von Ushant gesunken. 20 Mann der Besatznng sind ertrunken. Ein Unteroffizier und vier Mann konnte» gerettet werden. Der gesunkene Schleppdampfer ist nach der Flottenliste im April v. I.»ach gründlicher Ueberholnng wieder in Dienst gestellt worden. Znleht war dos Schiff als Ten- der dem Schlachtschiff„RePulse" beigegeben. Der.3425 Tonne» große Dampfer befand sich auf dem Weg« von Portland nach Gibraltar in Begleitung«wer Schaluppe und eines anderen Schleppdampfers. Wegen des schweren Sturmes und des hohen Seeganges waren die drei Schiffe gezwungen, ihr« Anker zu lichtem Bald darauf kam die„Saint Genny" in Schwierigkeiten. Von einem der Beglestfchific wurde ein SOS-Ruf nach Ports- nwuth gesandt, der vom Schlachtschiff„Nelson", dem Flaggschiff des Oberbefehlshabers der Atlantik�flotte. aufgenommen wurde. Dieser gab sofort dem Sreuzer„Frobisher" Befehl, dem f tutenden S ch i t f zu Hilf« zu eilen. Die„F r o b i f h e r" traf jedoch nicht mehr rechtzeitig ein. Di« beide» Begleitschiffe der„Saint Genny" vermochten trotz der größte,� Anstrengungen nur fünf Personen zu retten. Tee Orkan war einer der fchOnntisten. die seit langer Zeil zu verzeichnen waren. Die Atlantik-Flott«, die am Montag von Portland auslaufen sollte, hat die Abreise um 34 Stunden verschoben, da verschiedene Schifte in der Nacht die Boot« im Sturm verloren haben. In England forderte der Sturm 13 Todesopfer. Schweres Brandunglück in Charlottenburg. Ein« Frau lebendigen Leibes verbrannt. Gestern nachmittag ereignete sich in der Wohnung des Malermeisters Menge! in der Grolmanstrahe 62 in Eharlollenburg ein folgenschweres Brandunglück. Die 60jährige Frau des Wohnungsinhobers weilte über Mrttaq allein in der Küche, um das Essen zu bereiten. Gegen 13 Uhr kehrt« die Haustochter non einem Ausgange zurück. Gleich im Korridor nahm sie starken Brandgeruch wahr. Als das Mädchen die Küchen- tür öffnete, drang ihr beißender Qualm entgegen! auf dem Fuß- boden lag mit glimmenden Kleidern Frau Menge! bewußtlos. Frau M., die trotz ihrer furchtbaren Brandverletzungcn noch Lebenszeichen von sich gab, wurde durch die herbeigerufene Feuerwehr ins Krankenhaus gebracht, in dem sie, ohne das Bewußtfein wieder- erlangt zu haben, gestorben ist. Man nimmt an, daß Frau Menge! der Flamme des Gaskochers zu nahe gekommen ist und ihre Kleider sofort Feuer gefangen haben. Vor Schreck ist die Unglücklich« dann neben dem Herd ohnmächtig Zlisommengebrochen und hilflos ver bmnnt. Orkan rast über Berlin. (Schwere Sachschäden.- Oelhatte der Bewag abgedeckt. Berit» wurde gestern von Unwetter heimgesucht. Nach dem plötzliche» Witterungsumschlog in der Nacht zum Montag seht««in orkaoorliger Sturm ein. der überall recht erheblichen Schoden angerichtet hol. Die Ber. lrner Feuerwehr mußte sehr häufig ausrücken um die Sturmschäden zu beseitigen. Alles, was auf Dächern und Häuserfronten nicht nict- und nagelfest war. wurde«in S p i e l b a l l des Orkans, der etwa Zwischen 14 und 16 Uhr seinen Höhepunkt erreicht hatte. Antennenmast«, Reklomeschilder. Dochbleche usw. wurden vom Sturm los- gerissen und hinabgefchleudert. Besonders schwere Verheerungen wurden auf dem Gelände der„Bewag" in der Herzberg- st r a ß e 118/llg in Lichtenberg angerichtet. Dort wurde das Dach der O e l h a l l e in einem Ausmaß von 250 Quadratmeter abgehoben und viele Meter weit auf das Dach einer Montagehalle geschleudert. Glücklicherweise ist dabei niemand vcrletzt worden. Die Arbeiten in der Montagehalle mußten jedoch wegen der drohen- den Einsturzgefahr eingestellt werden.— In den Außenbezirken wurden viel« Bäume«ntwurzelt oder geknickt. Iu der Kronprinzeuollec in Dahlem durchschlug ein alter Baum, den der Sturm entwurzelt hotte, das Dach einer Villa. Van dem Dach des Hauses Joachim sthalcr Straße 6 wurde ein großes Stück Mauerwerk losgelöst und aus die Straß« geschleudert. Ein Vorübergehender, der 28jährige Friseur Erich Will aus der Emser Straße 4 wurde von einem Stein am Kops getroffen und erheblich verletzt. W. erhielt aus der nächsten Rettungsstelle die erst« Hilfe. Viel Schoden hat der Sturm auch in einzelnen Lau- benkoloni«» angerichtet, und viele der leichtgebouten Lairbrn sind mir Kartenhäuser zusammengestürzt. Siurmschäden in Hamburg. Homburg. 13. Januar. Jnfalg« des starken böigen Siurrnes ist das Wasser im Hamburger Hafen wiederum beträchtlich gestiegen. Der Hochwasser« sta nd erreichte um 14 Uhr etwa s ie b z e h n F u ß über Null, In der Stadt wurde starker Gebäudeschadcn ongerichtel. Infolge der rechtzeitig erlassenen Sturmwarnung der Deutschen See- warte haben viel« Dampfer auf der Unterelb« Anker geworfen, um besseres Wetter ab, zuwarten. Der französische Dampfer„Pologne", der mit Auswanderern von Gdingen noch L« Havre unterwegs war, kollidierte auf der Fahrt durch den Kasser-Wü Helm-Kanal bei stürmischem Detter und Schireetreiben mit dem englischen Dampfer „Eitv", der von Hüll nach Stettin bestimmt war. Beide Schüfe haben Schaden erlitten, konnten jedoch ihre Reise fortsetzen. In der Holtenouer Schleuse wurde der Hamburger Dampfer„Pitea" durch den Dampfer„Sund" gerammt.„Pitea" erlitt Schaden am Heck, konnte aber die Reise fortsetzen. 75 Todesopfer von Schneestürmen. New Jork, 13. Januar. Die Mittel- und Weststaat«» werdkn seit mehreren Tagen von ungewönhilch heftigen Schneestürmen heim- gesucht. Bisher wurden 75 Todesopfer gemeldet. Auch aus Kalifornien kommen Meldungen über strenge Kälte. Zahlreiche Dvahtleikingen sind unterbrochen. Afuhdc- � � cn l:.:. S|| Als Costa nach beendetem Militärdienst erschien, um seine (sseliebte zu besuchen, begrüßten ihn die Nachbarn mit jenem gedämpften Ausdruck, den man gewöhnlich bei Trauerfällen zur Schau trägt, denn sie fühlten irgendein drohendes Un- glück, dessen Gewalt selbst den stärksten Zauberformeln der Hexe trogte. Pombinha war bei allen beliebt. Sie schrieb ihnen die Briefe und die Waschzettel, rechnete für sie und las denen, die zuhören wollten, aus der Zeitung vor. Ihre Bildung war allgemein geachtet und verhalf ihr zu einem gewissen Luxus, denn ihre Dienste wurden mit zahlreichen Geschenken belohnt. So hatte sie zum Beispiel stets reichlich Schuhe und Pantoffeln und ebenso farbige Strümpfe, die sie zu ihrem säuberlich gestärkten Meide tragen konnte, und de- saß sogar etwas Schmuck. Wahrlich, wenn jemand sie bei der Sonntagsmesse in der eleganten Johanniskirche sab. hätte er sie um nichts in der Welt mit dem Sao Romao-Wohnhous in Verbindung gebracht. Vor dem letzten Waschkübel stand Albino, ein bleicher, schwächlicher, weibischer Jüngling mit einer melancholischen Strähne langen braunen Haars, die ihm tief in feinen schlanken Nacken hing. Er wusch auch, und die Frauen waren an seine Gegenwart so gewohnt, daß sie ihn wie euren ihresgleichen behandelten und Sachen vor ihm besprachen, die sie nie vor anderen Männern erwähnt haben würden. Er war sogar der Bertraute ihrer Liebesgeschichten und Ehebrüche. und hörte, weder empört noch erschütiert. zu. Wenn -in Ehevaar sich zankte oder Freunde sich stritten, war es immer Albino, der den Friedenevermittler spielte, und die .Frauen gaben nach, wenn er sie besckwor, zu vergeben und zu vergessen. Früher half er seinen Kolleginnen und schrieb die schmutzige Wüsche für sie auf, aber als er bei diesem Amt einmal in einen Schlafsaol kam, wurde Albino so schlecht be- bandelt, daß er unter Tränen und Schluchzen erklärte, ihnen die Arbeit nie mehr abnehmen zu wollen. Er verließ den Hof selten außer zur Karnevalszeit. Dann ließ er die Arbeit ruhen, verkleidete sich als Tänzer und amüsierte sich ein« Woche lang bei lustigen Gelagen und Festen. Für dieses große Ereignis arbeitete und sparte er. Bei der Arbeit trug er eine Schürze, die ihm rockartig um die Beine hing, ober am Feierabend und Sonntags erschien er immer in weißgestärktem Hemd und Hosen und trug«in Taschentuch um seinen mageren Hals geknotet, trank weder, noch rauchte er, und seine Hönde waren immer kalt und feucht. An diesem besonderen Morgen war er müder aufgestan- den als sonst, weil er eine unruhige Nacht hinter sich hatte. Die alte Isabel, seine Nachbarin, gab chm eine Bestätigung für seinen Zustand und erzählte, daß sie ihn während der Nacht hätte seufzen und ächzen hören. Sie meinte, er sei zu elend, um zu schlafen. Daher empfahl sie ihm verschiedene Mittel gegen schleckte Verdauung, und �die beiden unterhielten sich nun mit Genuß über Schmerzen»«ymptome und Krank- hellen, was bis zum Mittag dauerte. Inzwischen hatte Machona, Augusta, Leocadia, die Hexe, Marcianna und ihre Tochter vor den anderen Waschwannen mft schriller Stimme Gespräche geführt, von denen sie heiser und erschöpft waren» denn um sich verständlich zu machen, mußte jede ein bißchen lauter schreien als die anderen. Eins Reihe ungeduldiger Waschfrauen von außerhalb wartete, daß die Kübel frei würden, und trug noch zu dem allgemeinen Stimmengewirr bei: einige saßen auf riesigen Bündeln schmutziger Wäsckn. und andere waren in Unterhaftungen ver- strickt, die jeden Augenblick in Zänkereien auszuarten drohten. Bon den Männer gingen jetzt die letzten Nachzügler an die Arbeft. Einige begaben sich durch«ine Hintertür zum Steinbruch, vo wo man schon das Gehämmer der Meißel vernahm. Miranda, m blütenweißen Beinkleidern und schwarzem Rock, trat aus dem 5)aus. um ins Büro zu gehen. begleitet von Henriqu«, der zur Schule mußte. Alsrandr«, der Nachtdienst gehabt hafte, trat feierlich durch das Tor ein und jchrftt, ohne nach rechts oder links zu blicken und ohne auch nur feine Frau zu begrüßen, auf leine Tür zu. Er schlief dann gewöhnlich bis-mm Abend. Eine Grupve von Straßen- Händlern, Delporto. Pompes. Francesco und Andrea, schwangen ihre Körbe auf die.Schultern und machten sich, heftig gestikulierend und mft einem Strom von Italienisch an ihren täglichen Pilgergang. Ein Knabe kam in den Hof, ging an die Kübel und fragte Machona nach einer Wäscherin namens Rita. „Rfta Bahiona?— Ja, ich kenne sie. Sie ist jetzt schon über ein« Woche fort.* Leocadia fügte hinzu, daß Rfta sich zweifellos irgendwo mft Firmo amüsiere. „Was für ein Firmo?" fragte Augusta. „Der langbeinige Mulatte, der immer hinter ihr her ist. Er soll Klempner sein." „Wohnt sie nicht mehr hier?" fragte der Junge- „Doch", erwiderte Machona.„Ihre Wohnung ist abge- schlaffen, aber ihre Sachen stehen noch da. Was willst du denn?" „Sie hat noch unsere Wäsche." „So, ich weiß nichts davon: frag mal da drüben in dem Laden. Bielleicht wissen die was von ihr." „Wo?" „Gerade vor deiner Nase, wo der Mann tzleisch verkauft. Und paß auf deinen Weg auf, kleiner Mann, sonst trittst du noch ins Wäscheblau." Dann bemerkte sie ihren Sohn Augusto, der herbeigestürzt war, um zu erfahren, was der fremde Junge wollte, und schrie:„Bleib mir vom Leibe, du Tagedieb! Wenn du ankommst, passiert immer irgend etwas. Komm her— was ist denn los? Und warum in aller Welt bist du nicht bei der Arbeit in Herrn Mirandas � Garten?" „Gestern hat er mir gesagt, ich soll am Nachmittag kommen." „Ach ja, ich- erinnere mich. Morgen'wird er dir sicher deine zwei Milreis geben, weils der Letze des Monats ist. Lauf schnell ins Haus und laß dir non Nenem die Wäsche geben, die gestern abend gebracht worden ist." Und als das Kind fortlief, um ihren Befehl auszuführen. schrie sie hinter ihm her:„Und sag ihr, sie soll das Essen nicht aufstellen, bevor ich komme!" Danach wandte sich dos Gespräch wieder zu Rita Bahiana. „Die muß ja verrückt sein", meinte Augusta.„Wie kann man nur ausreißen, ehe man seine Wäsche abgeliefert hat. Sie wird noch alle ihre Kunden verlieren." .T>is ist zu wftd, die kann nie gezähmt werden. Es wird immer schlimmer mft ihr. Sobald ein Mannsbild kommt, läßt sie alle Arbeft stehen und liegen und läuft auf und davon Erinnert ihr euch, was sie voriges Jahr bei der „festa" in Penha gemacht hat?" „Und jetzt mft diesem Mulaften Firmo. So was Unver- -chämtes ist mir noch nie vorgekommen. Er kommt hier vor oller Augen mit Wein und Speisen beladen an, und dann lc.st er mft seiner Gitarre los, und Tag und Nacht gibt's nur noch Fest und Tanz. Skandalös finde ich das." «Und nicht nur am Sonntag."(Fortsetzung folgt.) Brüder Saß entlassen. Die Untersuchung ist ergebnislos verlaufen. Die Brüder Saß sind von der Kriminalpolizei e a t- lassen worden, well die Untersuchung ergebnioloA ver- laufe« ist. Ihre Festnahme erfolgte, wie bekannt, im Flur des Hauses Birkenstrasie 37. nachdem sie einwand- frei von vier den Kirchhof observierenden Beamte» der Kriminalpolizei erkannt waren. Durch die plitqliche und überraschende Festnahme sehr aufgeregt, waren sie wort- karg und vermochten auch spater bei der Vernehmung und Protokollierung ihr Alibi für die wenigen Ztun- de« vorher nicht zu erbringe«. Der Bau des Unter- standes ist, wie wir bereits mitteilten, als«in« st r a f- lose vorbereitende Handlung anzusehe». Lb Zusam- menhänge zwischen diesem Ttollenbau und dem ftindrin- gen in die DiSkonto-Gefellschaft, Kloiftstraße, bestehen, ist selbstverständlich auch weiter Gegenstand einer ein- gehenden Untersuchung. Di« Hshlenbaiisr«! der Brüddr Saß crfähri in einem Teil d«r Berliner Zeltungen, besonders der Bünlevardpresie, eine merk- würdige Behandlung. Man gibt sich Nicht dl« geringst« Mühe, die Kriminalpolizei bei der Uebersührung der Brüder Saß behilflich zu sein, die Polizei wird vielmehr oerhöhnt und als wv fähig hingestellt. Auch in den Kreisen, die sich nicht Sorussmäßig mit der Aufdeckung oon verbrfchen befchastigen, fallt« bekannt sein, daß Einzelgänger, wie die Saß es stnd, Immer sehr schwer zu über- führen sind, wenn sie nicht auf frischer Tat ertappt werden. Obwohl die Kriminalbeamten in dem Tdtengräberhäuschen die chöhlenbaucr einwandfrei erkannt haben, sind sie nicht bei ihrer Buddelei überrascht worden, dies« Tätigkeit muß ihnen also ebenso bewiesen werden, wie der Einbruch durch den unierirdischSN Gang m die Diskontobank am Wittenbergplatz. Dit Polizei hat«s hier vur mit zw« i gemeinsam arbeitenden Perbrechern zu tun, die eben ..dichter halten", als eine»Kolonne". Ein Montagsblatt stellt sogar die Frag«, ob nicht etwa Schulsungen die höhle anlegten. Es dürfte für spielende Jungen nicht gerade leicht sein, sich fünf- zig Quadratmeter Bahlenbretter(soviel beansprucht der Fußböden zweier großer Zimmerl), Grubenlampen. Spaten, Zimmer- und Einbrcchsrwerkzeug zu verschaffen. Uebrigens dürften Schuljungen nicht gerade des Nachts ihre„Räuberhöhlen" bauen. Als Zweck der chöhle kommt ein Einbruch in die in der Leibniz- straßs befindliche Rsichsbantnebe« stell«, wie ebenfalls von gewissen Blättern festgestellt wurde, unter keinen Umständen in Frage. Die Reichsbank ist etwa i2Ö bis 15Ö Meter von der Höhl« entfernt, die Buddler hätten die breite Berliner Straße urid die Leibnizstraße untergraben müssen. Gerade hier hätten ihnen aber die großen Röhsenanlagen der Fernheizung und der Starkstrom- lsitung vom Elektrizitätswerk am Spreebord zur Stadtbahn hin unüberwindliche Schwierigkeiten bereitet. Biel wahrscheinlicher scheint, daß sie«s auf einen Einbruch auf das unmittelbar an der Höhle liegende Hauptzollamt abgesehen hatten. Sozialdemokratische Schulpolitik. Bezirkstagung der Arbeitsgemeinschast sozialistischer Lehrer. Zur diesjährigen Konserenz des Bezirks Potsdam der Arbeil«- gomcinschdft waren rund ISst Mitglieder erschienen, also nahezu doppelt soviel als vor einem Jahre. Der Fortschritt der Bewegung, der sich auch tn diesen Zahlen kund tut, wurde von dem Abg. Wilhelm Krüger, dem Vertreter de» sszlaldemo- kretischen Bezirksvorstandes für Brandenburg, rühmend anerkannt. Im Mittelpunkt des ersten Teils der Tagung stand ein Referat des Schulrats Strauch- Brandenburg über„Sszlaldemo- kratisch« Schulpolitik in der Gemernde". Die Bor- aussetzungen für eine solch« PsStik sind— abgesehen von der g«- Nguen Kenntnis der Schulfvederungen des Parteiprogramm» und ; von der Beherrschung des Schulverwaltiungsapparates— engst« Der. ! bitidung zwischen allen sszialdemokratlfchen Schulsunktionären an einem Orte und die Sammlung und Schulung der Mitglieder in den Gruppen der AsL. Unentbehrlich ist unsere Mitarbeit beim Aufbau der Büchereien, in der Boltehochschule und bei der Ortsjugendpflege, und zwar aus' dem Lande ebenso wie in der Stadt. Das Schulhaus auf dem Lande muß das Volkshaus der Gemeinde werden, müsse Mittelpunkt der Unterhaltung und Lc- lehrung für alle Ortseinwohner werden. In der Stadt kommt es in erster Linie auf die kollektive Arbeit an: Mitarbeit in den Bezirks- lehrerräten. gegebenenfalls Zusammengehen mit den Gruppen r«pu- blikanischer Lehrer: lebhafteste Beteiligung an den Elternbeirats- wählen, Pfleg« der Schulaemeinschaft, Klastenelternzusammenkünfte und dergleichen. Weiler sprach Strauch über die weltlichkeit de, Unterrichts. Dem Lebcnskundeunterricht muß Nach Lag« und Zahl der Stunden die Ihm gebührende Stellung eingeräumt werden. In den Lehr- büchern darf nicht, wie bieher noch vielfach,«Inseitig aus kirchlicheWünsche Rücksicht genommen werdsn. Die beiden Kernpunltt der neuen sozialistischen Ethik smd ArbeU und Gemein- schast. Lernmittelsreihelt muß grundsätzlich für all« Pflichtschulen gefordert werde». Immerhin muß der Scküler zur Liebe zum Buch erzogen und für jeden Schüler der Grundstock einer ei neue» Bibliothek erstrebt werden. Schließlich äußert« sich der Referent zu den Bestrebungen, unsere zur Zeit unwlänglich geweedsne Polksschulbildung auszugestalten. Rur selten wird mon diese, Ziel durch einen bloßen Anschluß an dt« Fortbildung«, und Fachschulen erreichen, auch kaum durch den bloßen Uebergang aus die höheren Schulen mit ihr« Ueberschätzung fremd- spvachsichen Wissen»: bereiten doch die höheren Schulen heute längst nicht mehr ausschließlich die Führer de» Bolkss vor. Scsondera günstig erscheint in dieser Hinsicht ein dreijähriger Aufbau mit nur einer Fremdsprache nach sieben) tu siger Grundschule. In der sich anschließenden ausführlichen Aussprach« wies Laichtagsabgeordneter Könrg darauf hin, daß vor dem endgültigen Ausbau der Votkeschul« noch einige Fragen zu klären seien, besonders die de? Lehrer. fortbildung. Wir fordern, daß die Lehrer für die aufgebauten Klassen nicht so sehr nach ihrer Volksbildung, sondsrn m erster Linie nach Leistung und Befähigung ausgewählt werden. Ferner ist ein« Vereinfachung und Konzenlrarton des höheren Schulwesen» nötig. Wirtschaftlich« Notlage wird viele Semeindsn zwingen, die höheren Schulen in weitem Umfange in Ausbauschulen(ab Untertsrtia) um- zuwandeln, die sich an eine sechs- bis siebenjährige Grundschule an- schließen.— Richtunggebend für die Schulpolitik der Gemeinden ist naturgentäß die preußische Kulturpolitik, die entsprechend den politischen Verhältnissen mir«in« K o m p r o m i ß p o l i t i k sein kann. Auch da» kommende, unbedingt notwendig« Reich«schul- g t s« y wird ein Kompromißgesetz sein.�b«! dem es wieder darauf ankommen wird, möglichst viele unserer Forderungen zu ver- wirklichen. Gerade in Schulfragen ist die Bevölkerung den Agitation»- Phrasen der Gegner besonders zugänglich. Wiederholl fand im Laufe der Aussprache auch dl« starte Bennrnhigung der soziafisiischea Lehrer schast über die P« rso nalp oli t ik der Regierung lebhaften Ausdruck. Infolge der beherrschenden Stelle des Zentrums in Kulturfragen werden die Interessen der Lehrerschaft in der Kompromihpolitlk des Min'sters sehr stark vernachlässigt. Lk. Müller- Pottcham griff die Subventionen de. Unter. richttminifteriums für private höher« Lehranstalten(großenteils so- gar Zwergschulen!) an. Man solle diese Gelder lieber zum Ausbau der Volksschule verwenden. Abg. König zeigte, daß in allen diesen Fragen um seden kleinen Schritt vorwärts Im Ministerium schwer ge- kämpft werden müsse, und daß es vor ollem darauf ankomme. «inen leistungsfähigen Rachwuchs für unsere Bewegung heran- zuziehen. Automobilist überfällt Kassenboten. Der Täter ohne Deute entkommen. Der?Ö Jahre alt« Kassanbote Otto Rutha war am Montag von seiner Dienststelle, der Zentralbank am Pariser Platz«% braus- tragt worden, von der Rcichsbank in der Jäasrstraße Üft) M. m Kleingeld einvxchseln zu lassen. Auf dem Rückweg« unter dem Schwibbogen der Oberwallstrah« angelangt, bemerkt« er, wie ein Auto, eine geschlossene Limousine mit der Numwtr I A 1$ 472, neben ihm an die Bordschwelle heranfuhr und anhielt. Ein Mann von etwa 1,68 Meter Größe, der«in« Älutokappe trug, stieg aus und st ü r z t s s i ch aus den betagten Bolen, versetzte ihm mit einem stumpfen Gegenstand einen Schlag auf die rechte Hand, mit der der Kassenbote die umgehängte Geldtasche festhielt und versuchte, ihm die Tasche zu entreißen. Auf die Hilferuft des Ileberfallonen kamen Leute herbei. Der Mann mit der Autokappe sprang jetzt in den Wagen, dessen Motor noch lief und fuhr davon. Erbeutct hat der Täter nichts. Im Wagen soll sich noch ein« verschleie-t« Frau befunden haben. Wahrscheinlich haben die Insassen den Boten de- reits auf der Reichsbant beobachtet und nach dem Umfang der Tasche eine größere Summ« dorin vermutet. Rutha mußte sich die Hand- Verletzung auf der Rettungsstelle verbinden lassen. Dos Rand- dczernat und die Kriminalpolizei des 1. RsviekS haben di« Nach- forschungen nach dem Auto und seinen Insassen ausgenommen. Die Nummer des Auto« tst zweifeltos gefälscht morden, denn der bereits ermittelle Besitzer derselben hat mit de* ganzen Angelegen- heit nichts zu tun. Das Auto, in dem der Räuber saß, muß«in Fiat-Wagen ge- mesen sein. Ein solcher mit der RumtNer IA'4st888 wurde am Sonntag abend vor dem Hause Kalserallee 178 gestohlen. Es ist möglich, daß an dem gestohlenen Wagen die Nummer verändert wmde. Bisher ist dieser Wagen noch nicht aufgefunden. Verwahrloste Lugend. Krüh übt sich, was ein Fassadenkletterer werden will. Bon der Dienststelle L. 3 dar Kriminalpolizei wurde«in» Ä«- sellschait von sieben jungen Menschen aus Neukölln, sämtlich noch minderjährig, festgenommen, auf deren Konto eine Reih« von W o h- nungseinbrüchen kommt. Einige dieser Jungen sind Lahr- linge, andere Huben keine Arbeit. In Lokalen haken sie sich kennengelernt und sich dar Führung des iß Jahre alten Gerhard Z. untergeordnet. Z. drang mit einem Helfershelfar Gustav D. bei einem Böckermaister in der Steinmetz- jtraße«in. als die Fämilie ausgegangen war. Bon der Hofseite her klettert« er bis zum zweiten Stock hinauf» ging auf einem Mauersims entlang, stieg durch das Küchenfenster ein und erbtutete Schmucksachen und 400 M. bares Geld. Der heimgekehrte Meister sah beide gerade noch verschwinden, tonnte sie aber Nicht mehr fassen. Auf einer anderen Diebesfohrt stählen die Jungen Fleischworen bei einem Schlächtermeister. Diese Beute wurde, jetzt in Tonnen vergraben aus einem Loubengelüiede gesunden. Die jugendlichen Einbrecher haben immer nur klein, Leute heim. gesucht und in den«Inzelnsn Fällen durchschnittlich 60 bi» 1Ö0 M. und einige klein« Schmucksachen erbeutet. Ei» paar von diese» Sachen wurden bei Durchsuchungen ihrer Wohnungen noch gesunden. Da» bare Geld haben die Jungen mit ihrem weiblichen Anhang ver- jubelt. Z., der Führer, war im Besitz eines Motorrade« und einet Pistole. Bei ihrer Vernehmung haben sie ein Geständni» abgelegt und werden dem Jugendgericht vorgeführt werben. Die Zeugen marschieren auf. Beginn der Beweisaufnahme im Tfcherwonzenprozeß. Endlich franke im Istherwon, evprozeß der Zaugeuauf- i marsch beginnen, und da zeigle sich fosoil, welch'«in Fehler eo war, die Angeklagten Schneider und Kippiag au» diesem Prozeß auszuschalten. Die oo» der Staatsanwallschasl geladenen ' Srimlnalbcamten mußten zurückgestellt werden, da sie über Talsachen 1 aussagen sollten, die sich aus die Angeklagten Schneid« und filpping i beziehen, gleichzeitig aber auch für die Uebersührung Sada- { lhieraschwlsis in bczug aus seine Teilnahme an den Münchrner Fälschungen und für die Uebersührung Dr. Weber» von größter Bedeutung sein könnte. Die Abwesenheit der Angeklagten Schneider und üipplng wird sich während der Verhandlungen noch wehr als einmal sühlbar machen. Vor Eintritt in die Zeugenvernehmung verlangt« Oberstaats- anmalt Tetztaff darüber Austunft, ob N o b e l tatsächlich Mittel zur Finanzierung d«r georgisch«« Fraiheilsbawagung gegeben Hab«. Sowohl Sadathieräschwili wie auch Karunldz««r- klärten, daß sie. nicht dies« Verhandlungen geführt hätten, sondern VI« UnterhänUer in London und im Haag, daß sie aber«in Miß- erfolg gewesen wären und kein« Mittel von Nodal gegeben worden wären. Hierauf erfolgte der Zlufruf der ersten Zeugen, der Photo- graphen, an die sich der Angeklagte Böhl« zwecks phologrophierung der Ischecwonzen noten gewandt hatte. Der erst« Zeuge, der Photograph Hon« Fahr aus München, erklärte, daß Böhl««inas Tages in Begleitung eines aicher«« Herren, de« Angeklagt«« Sadathiara'chwlli, zu ihm ge- komman sei und gefragt habe, ob er«Ine Note photogrophieran' könne, besondars das Wasserzeichen. Er habe aber«rklärt, daß das nicht ging«. Gedanken darüber, ob es sich um ein Wert- papier oder um ein« russische Banknote gehandell habe, hat sich der Zeuge nicht gemacht. Der Photograph T e l l m a n n hat ebenfalls mtt Böhl« verhandelt. Er ist sich nicht darüber klar geworden, was eigentlich photographiert werden sollte, will aber den Tscherwonzen- schein für eine Banknote geHallen haben. Der Zeuge Maas, der Sohn des Buchdruckers au« Frankfurt a. M.. In dessen Buckchruckerei itc««BcMliwclamialM,»« Hl fwbtt en bfm«. Januar K S„«benbs« IHit, in de» Wmmn bei LHuItsiij-P0Hichc>s«r.ÄUSsKanis, Bltlfn, LHansstrftrazc öl, statt. Eine neue Borsrogsreihe soll sich mit Kunst- und Labens-- st i l« n auveinandersetzen. Als erster spricht Dr. Hermann Kessor über den Expressionismus, der sich heut« keiner großen Wertschätzuna mehr arsreut. E» sieht fast so au«, als ob sich die Gegenwart ihrer Ahnen schäme. Kesser betont am Expressionismus nicht das Explosive, Gefühl, halte, sondern die Richtung auf das Zeitgemäß«, den Wunsch, aktiv an der Gestaltung der politischen und kulturellen Gegenwart mitzuwirken. Er nennt Namen, wie Nubiner und Heinrich Mann, die er als die eigentlichen Schöps« he» deutschen kulturpolitischen Essan, ansieht. Bon hier au« führen Brücken zur Moderne, die völlig, von diesem Geist beherrscht wird. Jeder ftnvat schließlich in einem Kunst- und Kutturkomplex da?, was ihm als besonderes Merkmal charektaristisch erscheint. Vielleicht hätte«in anderer als Hermann Kessar den Hauptakzent auf die Auflösung der Form 0t»r auf das cxtalisch, Gefühl getagt. Jeden- ialls besteche» Kessar» Ideen durch Klarhält und konsaauent« Durch- ührung. Abends wird aus der Singakademie«In s i n f o» t,- !snzert übertragen, da« die Funkstund« unter Lektunq de« Genfer Dirigenten Ernest Ansermat varanstgttet 05» ist begrüßenswert, daß endlich mit den Gastspielen auswärtiger Dirk. aeNten und Sänger im Berliner Rundfunk Ernst gemocht wird. Ani«rm«t stellt ein Programm zusammen, das in seiner erste» Hälfte klassische und darauf moderne Kompositionen bringt. Der Dirigent von etwas kühler Rsservicrtheit erscheint als Künstler von hoher musikalisch» Kultur, der Wert auf geschlissen« Form lagt und weniger aus storkan, erregenden Ausdruck. F. Lest. W« ilngeklagte» die Tschorwonzen drucken lassen wollten,«klart», daß aug der Benutzung der Druckerei nichts geworden sei. weil Böhl-: mtt eigenem Personal arbeiten wollte. Ihm sei gesagt worden, daß Druckschrift«« gegen den Bolschewismus hergestellt werde« loAen. Der PoliZeinspektor Joseph Deunnger. München, gab einen Ueber- blick über die Ermittlungen gegen die Tscherwonzenwlfcher.�Wm' Dr. Weber anbatress«, so habe man gewußt, daß er im antlbollchi- w istischen, also im nationalen Interesse Deutschlands arbeite und sich für die georgisch« Bewegung utteresfiere. Die Bearbeitung der poll- tischen Saite der Sache wurde der Politisch«« Polizei Münchens übertragen. Hierauf wurde Papierfabrikant und.Hauptmann a. D. B c d e n k, München, bei dem von Karunidze und Sadathieraschwili für die an. gebliche..Banque Turco-Perse" das Wasserzeichenpapier für di- Tscherwonzen bestellt worden war, vernommen. Er schilderte, daß sich eines Tages ein«hm befreundeter Kaufmann namens Heuß an Ihn gewandt habe mtt dem Auftrag. lvasserzeichenpapier nach einer Probe für die Türkisch-persifche Bank zu licfarn. Er Hab- geglaubt, daß ee sich um Papier für Aktien oder Wertpapiere handele und Hab« au» Vorsicht ein« Bestätigung von dieser Bant über die Bestellung verlangt. Die angellagten Georgier hansn dann auch auf eigen» zu diesem Zweck hergestellten Briefpapier die Bestellung be- s«at igt. Sein« Bedenken, die er insolgo der ein Jahr vorher passierten FrankensälschungsaffSr« hatte, seien dam, auch durch di« Tatsach« zerstreut worden, daß sofort 10000 Mark Anzahlung geleistet wurden. Die erste Lieferung de? Papiers sei von einem Dienstmann abgeholt worden, anscheinend aber einem Beauftragten der Tscherwoi�eofällcher. denn die Münchener Dienstleicke hätten sämtlich bestritten, das Papier abgehott zu haben. Der Zeuge schilderte dann weiter, daß Baron Steinheil, der als Mitbesteller aufgetreten sei. weitere Lieferungen in Empfang genommen habe. Die Tatsache, daß.,Sck?ari) Bey". der da» Vestätigungsschrerben der Bank unterzeichnet habe, mit Karunidze identisch sei, habe er erst vom Untersuchungsrichter erfahren. Di« Verhandlung wurde sodann auf Dienstag vormittag vertagt, wo die Zeugenvernehmungen fortgesetzt werden. Ein neuer Fall von Papageienkrankheit. In Berlin ist in den letzten 24 Stunden ein neuer Fall von Papageienkrankheit einwandfrei festgestallt worden. und zwar handelt es sich um ein Kind, das in Neukölln in demselben Hanse wie die dort bereits vor einiger Zett an Psittakosis erkrankten beiden Familien wohnt und mtt deren Mitglied-rn häufig in Berührung gekommen war. De» Kind wurde der Krmrkenabteiiung des Waiseichauses Rummelsburg überwiesen. Inzwischen mied von den zuständigen Behörden mtt ollem Nach- druck an der Entdeckung von Isolierung der von Psittakosi- be- sallenen Bogel gearbeitet, ums om ehr, al« festgestellt wordm ist, daß ein sehr großer Teil de» am 14. Nvvencher von Südamerika in Hamburg angekommen»«, mtt Psittakosis stark verseuchten Papaoeiantraneports nach Barlin wettar gegangen tst. Seit«inigan Tagen ist eine planmäßige Kontrolle aller Berlin« r Äerhondlungen durch beamtet« Vekerinärckrzte im Gange und eine ganze Anzahl von vögeln ist zur Beobachtung der Tierärztlichen Hochschule überwiesen worden. Aus Frankfurt a. üft. und Glauchau werden je enx Todeskall, aüs Waldenburg in Schlesien fünf Erkrantungs. fälle, die auf die Papageienkrankheit zurückgeführt merdon, gemeldet. Der Reichs mini st er des Innern hat bereits vor einigen Tagen den Landesregierungen empfohlen, ein.zeitlich begrenztes Einfuhrverbot für Papageien und Sittich, zu erlassen. Für den deutschen Osten! Eine Kundgebung der Heimattreuen Ostverbände. Unter den Zeichen der deutschen Iiepublik und des Freistaates Preußen gedachben am Sonntag in Anwesenheit zahlreicher Per. treter des Reiches, des Landes und der tonmnmalen Behörden die Vereiinigtsn Aerbönde heimattreuer Ost- und West preußen der ßanbsicute, die durch den Friedensaertrag von Versailles und feine Folgen vom deutschen Muttersandc ge- trennt sind. Beethovens.,Tz7nont''-Ouoertürc leitete tue Feier im Großen Saale des Wintergartens ein. Nach Begrüßungswortsn des Ab- stimnmngstommissars aus de» entscheidenden Jahren 1920/21, Graf Daudissin, die in einem Bekenntnis aller Deutschen dies- ssits und senseit? der Grenzen zum Deutschtum gipfelten, sprach der demokratische Abgeordnete Riedel. Die Frag« des deut- schen Osten«, so führte er au», ist kein« Frag« der ein- zelnen Parteien: sie steht ivdem Deutschen zu hoch, als daß sie zu einem Gegenstand parteipoÄi schar Ausnutzung werden könnte. Die Grenzen, die im deutschen Osten gezogen wurden, sind nicht allein unzerecht und undillig. sie sind in hohem Maße papieren und unvernünftig: st« widersprechen dem wirtschaftlichen Wohl der Bevölkerung. Di» Unoernunft des Korridors ist jedem Einsichtigen klar begreiflich. Es wich die Stunde kommen müssen, in der die Welt einsieht, daß stärter als diplomatischer I Notenwechsel und die Artikel von Friedensverträgen, die am grünen Tisch festgelegt wurden, das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Menschen gleichen Stammes und die wirtschaftlichen Notwendig keiten sind. Die Treue der Deutschen jenseits der Grenzen, ihre 1 Liebe zur alten Heimat ist unbezweifelbar. Aus dieser Treue heraus ist es unmöglich, daß die deutsche Kultur im Osten untergeht. Es ist erfreulich, daß sich die Regierungen des Reiches und Preußens mit besonderer Sorg« der Probleme des deutschen Ostens annehmen.] Gemeinsame Arbeit von Regierung und Volk wird die Sicherheit dafür geben, daß zwischen den Deutschen innerhall» und außerhalb des Reiches das Baad der Zusammengehörigkeit unzerreißbar bleibt. Der oiert« Satz au» Beethovens V. S.njoni« erklang. Der gemeinsam« Gesang des Deutschlandliedes schloß die Kundgebung. Naubüberfatt auf eine Giadtsparkaffe. E.ner der gefaßte« Räuber tötet sich selbst. Seuthen. U. Januar- Heule abend gegen B Uhr betrafen fünf junge Ceufe den �f je at an in der Sladksparkasf« In Roßberg und itoivgeu die beiden anwesenden Beamten mit vorgehaltenen Revolvern. sich ans den Boden zu legen. Die Burschen nahmen von einem Sasieaiifch einen Betrag von etwa 2000 KL an sich. Einen größeren GeldbeirdA. der auf einem Rebeutisch lag. übersahen sie w der Elle. Sodann ergriffen die Räuber die Flucht. Sladtivipektor Fuchs nahm jedoch sofort die Verfolgung auf und in kürzester Zeit mar auch Schutzpolizei gsnd Kriminalbeamte zur Stell«: Einer der Räuber konnte von zmSz Beamten gestellt werden. Als er erkannte, daß eln Entkommen umri&jlich war, richtete er die Waffe gegen sich selbst und lötete sich durch gfien Kopfschuß. Zwei andere Täter wurden in einem Haureingao/ gestellf und warfen ihre Waffen weg. al« sie sahen, daß die Beachten schußbereit waren. Die zwei Räuber, die wahrschelpllch das g�mible bei sich tzaben, sind noch flüchflg, doch sind ihre persoMlcn bekannt. könnt» man hier fesistsllen, nü» der ursprünglich« Spreelauf vor dar Regulierung und vor dar Durchführung der Stadibahn und der Hamburger Fernbahn ein anderes Bett haue, das sich in zahlreichen Windungen im Wiesengr'undc hinzog. Spandau war vor dieser Neuerung ein« gefährliche Brutstätte für Wechselsieber gewesen, das erst verschwand, als mit der Reguiierung der Spree da» große Sumpsgcbiet trocken gelegt wurde Die Flüsse als natürliche Bar- kehrsweg« müssen sich mehr oder mmiger immer eine solche Kor» rektur gefallen lassen Etwa» andere» ist es bei den Seen, sie dür. fen unter keinen Umständen in ihren Userfonnen verunstaltet werden. Gerade die märkischen Flußtäier und Secnbuchten geben dort, wo sie von Menschenhand unberührt blieben, ein Bsid von den letzten vorgeschichtlichen Vorgängen, w:e man sie in Deutschland nur noch selten findet. Prof. Solger zeigt« dann weit r das Ent stehen von Fluhtälern, Merkwürdigkei'sp der llsechorma.ion. die Verlandung oder das Auatrocknen der Seen und zuletzt die gew l ige und gewaltsame Kraft unserer großen Flüsse(5 l b e und Oder, wo der Mensch dauernd bemüht sein muß, die Gzwalt der W'si-r im Zaume zu hallen. Ganz entschieden wandte er sich gegen das wieder einmal aufgetauchte Prosekt, den Grunewaldsee mit dem Schlachte nsce durch«ine Kanalrinnc zu verbind'n. Was den Wassersportlern ein Vergnügen bereiten würde, raubt aus der anderen Seife vielen Menschen die Freude an einer bisher geschütz- ten und erhaltenen Natur. Allgemeine Wetterlage. r Gestaltende Kräfte m der Natur. Das groß« Kräftegestalten. das Ringen der Urgewalten der Natur bis zur Ausiüldunz der dem igen Landschasissormatim, war der Inhalt«ine- Vortrages, den Pros. 2r. Solger im diahnuni einer von dar Berliner Sommisfuni für Naturdentmalpffege veranstalteten Vortragsreihe im Stadihaus hielt. Der Redner bezcich- neie es als wirksamsten Staturschutz,, nicht in das langsame Wirken der Natur durch Menschenhand grob- einzugreifen. Gerade die lex- ten 50 Jahre lasten in k�r Berlin� Umgebung erkennen, welche gewaltsamen Eingriff« der Mensch hwr unternommen bat. Es muß. aber unterschieden werden, zwischen wirtschoftsbedingten Eingriffen und solchen au» spekulativen und oftmals sistir fragwürdigen Motiven. Zur ersteren Gattupg. bei der der Naturschutz nicht mit zu- sprechen hat. rechnete Pros. Solger da- S p r e- t a l vor Spandau. vom Spandau«- Bock gesehen. In vorzüglichen Lichtbildern Die Sturmdepreision, die am Sonntag westlich von Irland feg, ist sehr schnell nach Osten ge.vaui. Sie lieg! gm Montag obend über der östlichen Ostsee. Ihre grötzk Jistensitöt erreicht« sie am Sonn- tag abend über Ostangfemd. Sie bni-hte dem größten Teile Mittel- europas starte, zum Teil stürmische Westunnde. Die auf ihrer Südseite fließenden feuchten ozeanischen Luftmasfen brachten Deutsch- land stellenweise erhebliche Regeiställe. In den meisten Gebirgen sielen beträchtlich« Mengen Neuschnee. Die Aush-jterung auf der Rückseite der Depresslo» dürfte nur vorilhergsh-md sein, da eine neue Stönmg über England zu erkennen ist. Infolgedessen wird auch am Dtenetag die Zufuhr milder ozeanischer Lustmoisen an- Haston. Ein Ternperaturrückgang ist erst am Mittwoch wahrscheinlich. » Wetlcransiichcen für Berlin und moikere Umgegend. Weiterhin unbeständig mit Neigung zu leichten Regensällen, mild. Allgemeine Wetteransfichten für Deutschland. Im Norden noch ixnänderlich mit neuen von West nach Ost fortschreitenden Regen- fällen. Im Süden teils wolkig, teils heiter und größtenteils trocken. Tagsüber allgemein Mild. Schwere Explosion in Dresden. Ein Arbeiter getötet, zwe» weitere erheblich verletzt. Dresden. 1Z. Zanuar. Zn einem Gebäude der sächsischen Accthylengesellschast. aus dein Zndvssticgcländc in der Söolgbrückcr Straße, ereignet« sich heute gegen 15 Uhr eine hestig« Explosion, durch die ein In der Ratze beschaskigter Arbeiter des Werkes getötet und zwei weitere schwer verletzt wurden. Das sreisieheude Gebäude, da» al» Füll. llolion für AcelhylenfülZungen dicnle, wurde völlig zerlrümmert. Wie kommen wir zur billigen Volkswohnung? Dce Baugesellschast Stadt und Land, von dem Genossen Schadewaldt geleitet und von dem Architekten Jakobus Goattel künstlerisch beroten, nahm om Sonnmg Gelegenheit, den Friedrichsselder Porfeifunktionären ihre Neubauten zu zeigen. Besichtigt wurden in Friedrichsselde die„Sonnenhos". „Ulrncnhof" und„Grlenhos" genannten Wohnblocks mit rund§00 11?-, 2- und Z�-Zimmer-Wohnungen und in Johannisthal ein Wohnblock am Bahnhof Nieders cköneweide-Iohaimisthal mit 7A0 2- und 1'�-Zimmer- Wohnungen. Der bereits zwei Jahre bc- stehende Sonnenhof mit Ih?-Zimmer-Wvhnungen die 1928 noch zu einer Monatsmiete von etwa 40 Mark abgegeben werden konnten, ist mit seinem schönen Kinderheim bekannt. In dem nahe gelegenen Ulmenhof und Crlenlwf fiel die neuartige reizvolle Ge- staltung der Höfe auf, die mit kleinen Anhohen sich m ein paar Jahren.zu prächtigen H o f p a r k s entwickeln werden. Die ich« inbare Ronrantik dient aber in Wahrheit wirtschaftlichen Zwecken. Reine Rasenflächen erfordern zu ihrer Erhaltung uiid Pfleg? bedeutende Mittel. Ein welliges Gelände mindert auch den Schall, der beim Teppichklopfen und wann die Kinder spielen un venneidlich ist ober doch auch recht lastig werden kann. Ebenso sehenswert wie diese Inneichös« ist eine neue für etwa 500 Haue- halt« berechnete Zentralwaschküche, deren Besichtigung empiohlen werden kann. Eimreichbottiche,«lektrifche Wasch- und Wringmaschinen,.Kulissentrcckenschränke, di« die Wäsche, ahne sie gelb zu machen, in etwa 25 Minuten trocknen, elektrisch« Rolle, olles ist vorhanden. Di« Hausfrau kann, wenn sie am Ab«nd vorher«mgeweicht hat. und wem, sie früh um 8 Uhr mit dem Wuschen begirnit, ihr« gesamte Wüsche om Nachmittag desselben Tages gegen 4 Uhr fix und fertig in den Schrank legen. In«inen, Ueinan Bortrag legt« dann Genosse Schadewaldt sein« Grund- gedanken Wer den Bau von Äleinwohnungan darl Die Leute, di« für eine Wohnung monatlich' hächsfens 40 Mark zahlen können, fem, en noch Immer keine Wohnung bekommen Die unerträgliche Wohnungsverteuerung ist aber nickst fo sehr aus Lohn- «rhohungan zurückzuführen als auf di« fortgesetzte Ber- schlachterung der Finanzierung. Wenn der Bauherr 100 000 Mark Baugeld haben will, bekommt er chnpothekenpland- b riefe, aus di« er, wenn er sie vertäust, nur 85000 Mark bares Geld erhält. Auch di« hoh«n Zinsen tragen Mr Verteuerung der Neubaumieten bei. Es bleiben also zur Zeit rurr zwei Möglichkeiten übrig. Entweder werden weniger Wohnungen gebaut, oder aber, die Wohnungen müssen tfeiner werden: 1!- und sogar 1 Zimmer, natürlich mit Züche, Klofett und Borslur. Die neue vinderne Bauart würde doch immarhin bewirken, daß Tousende von Familien, die heut« in unvaürhigen Wohrwarhä ltnissc n schwerst«!, körperliche!, und sesllschei, Schaden feid.en, cndsich eine wenn auch äußerst bescheidene so doch eigene Wohnung- haben werden, die sie trotz der miedrigen Löhne. u:st> dex gesurckeue» siaufkraft unseres Geldes zur Rot nhch bezählen können. Per beifällig aufgenommene Vorivog löste ein« reg« Diskm'fion aus. 457 BlaiiernfaKe in Lsnövn. London.. 15. Januar. vi« Blotfernepidcwie ist noch Immer im Steigen begriffen. Räch offlzietfen jestffettuagen befinden sich nicht weniger als 437 Versauen mit Blattern in Behandlnug. Zu der Mehrzahl der Fäll« ist die Erkrankung glücklicherweise nur leichter Ralnr. Freidenker de« weddwos Di« aus den,?odd«nlerg>.Apl?enslil>l«r Nesien sich mit bat Funktionären ihrer Giupp« öm Rittivach, abend»?>/, Nbr. bei Üeuschner, biaerslr. U7. jbeflin»,!«» Erscheinen erwartet ber Frattionsvorsfend. Jahre Arbeit und Erfolge liegen heute hinter uns. Immer war es in dieser Zeit für uns als die ältesten Automobil- verke der Welt selbstverständliche Tradition, führend zu sein in der Entwicklung des Kraftfahrzeugs, nicht nur In der Exzielung höchster Qualität, sondern auch in der immer günstigeren Gestaltung des Verhältnisses zwischen Wert und Preis. Unser Typenprogramm für das Jahr 1930 steht auf der vollen Höhe aller erprobten technischen Errungenschaften. Der wirtschaftliche geschmeidige Viersitzer Typ„Stuttgart" von 6800.- RM. an, der sechssitzige mittelstarke Gebrauchswagen von höchster Zuverlässigkeit Typ„Mannheim", der kraftvolle schöne Achtzylinder Typ„Nürburg" von letztem Fahrkomfort, die Kompressonnodelle als Hochleistungswagen von internationalem Format, sie alle sind das Ergebnis der umfassenden Erfahrungen aus viereinhalb Jahrzehnten, letzte Stufe technischer Entwicklung, höchster Wert zu günstigstem Preis. Wenn Sie vor der Wahl Ihres Wagens stehen, so versäumen Sie nicht, unsere Modelle zu prüfen. Wir wollen Ihnen beweisen, daß es keine höhere Wertbezeichnung für ein Automobil geben kann ab die Marke MERCEDES-BENZ \-fr BckrHn-ChÄTloHenbtmi 2. Snlmfer 2/3. Vorlcaufsstellen: Unter den Linden SO/ST. Fernruf Zentrum 12II3.— lllv- 1 DcRZ /»•" Rudolf Cnrncclo a 4 Co.. Budapester StraBe 9, Fernruf Barbarösse 5777/73. Splttelmarkt 4/7. Fernruf Mefkur 570 Vertrvtuneen: Berlin: Werthelm Aotomobll-Oe«., Berlin W. O, Frie-irich-Ebert-Str. T4, Femuf Zentrum 5187 u. 8641/42—» A. Hirle. Industrie« Abteilung, Berlin SW. 66, Markgrafenstr. 76, Fernruf Dönhoff 046— Für Kraftdroschken;..Automav" Auto« und Maschinen-Vertriebs O. ni. b. H, Berlin. u Chatlotfenburz, Kantstr. 141. Fernruf Stainplatr 7003/05 Börsenpapiere als Kapitalanlage. Die Lehren von-1929. Dos OoTjr 1929 Hot den W�rtpapierbesitzern ans der ganzen Lmi« Enttäuschungen gebracht. Am schlimmsten erging«z den Besitzern von Aktien, deren Börsenkurse durchweg gegen Ende des Jahres erheblich niedriger bewertet wurden als zu Beginn des Jahres Me steht es mit den Kursverlusten? Die hierdurch erlittenen Bermögenscinbuhsn sind freilich bei der Mehrzahl der Aktienbesitzer ausschließlich rechnerische und kein« tatsächlichen Verluste! denn vielfach sind die Papier« schon vor Iahren zu bedeutend niedrigeren Kursen erworben worden, so daß trotz des Kursrückganges im verflossenen Jahre beim Verkauf noch ein Gewinn verblieb. Für diejenjgen Aktienbesitzer allerdings, die ihr« Papiere zu den höheren Kursen von Ansang dieses Jahres er. morden haben, würde sich die derzeit niedriger« Kursbewertung im Augenblick des Verkam's in einen echten Vermögensverlust ver. wandeln. Solange aber die einzelnen Effektenbesitzer an ihrem Besitz feschalten, stehen für sie die täglichen Wertveränderungen ihr«? Cffektenvermogens, wie sie sich aus den Kursiabellen ergeben, mir auf dem Papier. Daher ist es z. B- auch falscki, durch Vergleich der End--und Anfangskursc d. I. einen Vermögensverlust der Aktien« besitze? von insgesamt S Milliarden Mark anzurechnen, wie dies verschiedentlich, geschehen ist. Man kann die verschiedenen Chancen der einzelnen Wertpapier« gattungen kaum besser kennzeichnen als durch solgend« Auskunft, die «in bekannter Bankier einmal einem Kunden gegeben haben soll, der ihn nach der besten Kapitalanlage gefragt hatte: „wollen Sie gut essen, dann kaufen Sie Aktien, wollen Sie aber gnt schlafen, dann nehmen Sie„Festverzinsliche"!" Der Sinn dieser Wort liegt darin, daß die Kursgewivnchanren (allerdings auch die Verlustmöglichkeiten) bei den Aktien bedeutend größer sind als bei den festverzmslichen Werten. Selbst wo es sich nicht um ausgesprochene Spielpapiere handelt, ist der Akiienerwerb innner mit eurem Risiko verbunden: denn die Rentabilität eines Mtienunternehmens ist gar mannigfachen Einflüssen unterworfen, und die chöhe der zur Verteilung gelangenden Dividende läßt sich eigentlich niemals voraussehen. Es spielen bei ihrer Festsetzung— unabhängig von dem wirklich erzielten und am Konjuntturverlauf ab- tzuschätzenden Gewinn und unabhängig auch von dem Substanzwert— so viele im voraus nicht erkennbar« Faktoren mit. daß«in« sichere Rentabilität für den Aktienbesitzer niemals prophezeit werden kann. Demgegenüber liegt der chauptvorzugderfe st verzins- kichen Werte in ihrem gleichbeleihenden, durch kein« Konjunktur- nerändeningen bedrohten Zinsertrag. Alle derartigen Papiere, wie Reichs-, Länder- und Sladtanleihen, Pfandbriefs usw sind mit einem bei der Ausgabe«in für allemal festgelegten Zinssatz ausgestattet, so daß der Erwerber von Ansang an sich genau ausrechnen kann, Melchen Ertrag er von einer Kapitalanlage in diesen Papieren auf Jahre hinaus zu erwarten haben wird. Kursschwankungen gibt es freilich auch bei den fest- verzinslichen papieren, wie ein Blick aus unser« Tabelle beweist; ober die Aursveränderungen bleiben ausschließlich in den Grenzen, die durch die Veränderung des Landeszinsfußcs gegeben find. Di« Kursbewertung der Feswerzins- kichen hält sich nämlich— von ganz geringen Abweichungen ob- gesehen— so eng an die Bewegung des allgemeinen Ztnsniveaus, daß der Zinsertrag der Festverzinslichen geradezu als landesüblicher Ziusfatz selbst gilt. Da der sogenannte Aonnnalzinssuß bei diesen Papieren festliegt, muß sich der allgemeine Anspruch aus ein« höhere Verzinsung bei den Festverzinslichen tn der BörsenbemertiU'.g ausdrücken: mit anderen Worten, der Erwerber von diesen Werten, der entsprechend dem all- gemein gestiegenen Zinsniveau«ine höher« Rente von seiner Kapitalhergab« erzielen will, zahlt zum Ausgleich für die festliegende niedrigere Nominalverzinsung einen entsprechend niedrigeren Preis. In dem gleichen Maße, wie dos allgemeine Zlnsniveau des Landes steigt(weil die Kapstalnachfrage größer ist als das Kapitalangebot). steigt infolgedessen auch die Realverzinsung der feswerzins« lichen Wertpapiere, d. h. in demselben Maße sinkt der Preis den die Neuerwerber für diese mit dem alten niedrigeren Zinssuß aus« gestatteten Papiers zu zahlen gewillt sind. Hierin liegt die Ursache der m der folgenden Tabelle veranschaulichten fallenden Kurs« und steigenden Rentabilitätsentwicklung einiger hier urohllos heraus- gegriffener festverzinslicher Wertpapiere. * SfittlbifUäl Börsenkurs für t>«u Trwerder am an 2.1.29 30.9.29 10.1.29 1 1.29 10.1.30 79,50 74,75 70,75 7,55 8,48 79,75 77,75 76,25 7H2 7,86 79,00 75,8(1 73,75 7H8 8,13 88,00 82,50 81,75 7,95 8H5 Länderanleihcn 60/0 Baden von 1927. 6% Banern von 19.7. 6°� Sachsen von 1927. 7°/» Berlin von 1926. Pfandbriefe 8% Berb Hyp. Goldps- briefe, Serie 5, 6... 8%, Brschw Hann. Gold- psandbr efe Serie 27.. 7° 0 Meining. Hyp. Pfandbriefe. Em. 11.... 8%Pr Zentr. Pfandbriefe Serie 27..... 70/r Rhein Wests Baden- Goldpfdbr., Serie 7, 9, Kur»iz«richicchlcrung Nendurnirrigerunz Du' Kurz Verschlechterung und dementsprechend die R e n d i t e n st« t g e r u n g ist bei allen Papieren der Tobelle ziem- lich gleichmäßig. Die geringen Abweichungen erklären sich nicht nur aus einer verschiedenen Wertairrschätzung durch dos kaufende Publi. (um, sondern auch aus der Tatsache, daß die Insiitut«, die diese Papiere ausgeben, im Interesse ihres Kredites den Kurs ihrer Emissionen so viel wie möglich regulieren. Wenn besonder? starkes Angebot dem Kurs zu drücken drohi, treten diese Realkreditinstitut« nach Maßgabe ihrer verfügbaren Mittel als Käufer auf. um dann später bei besserer Gelegenheit di« so übervommene War« wieder ms Publikum abzustoßen. Aus diese Weise werden allzu starke Kursschwankungen vermieden, ohne daß jedoch dadurch die der allg«. meinen Zinsentwicklung nachstrebende Kursentwicklung im ganzen durch eine solche Äurspflege aufgehalten werden sollte oder könnte. Immerhin läßt die sorgsam« Kurspflege der meisten Hypotheken. danken gerade den Ankauf von Pfandbriefen als Kapital« anlöge sehr reizvoll erscheinen. An Auswahl fehlt es hier nicht. Fast jede große Hypothekenbank kann mit allen Zinstypen, vom 5- bis lOprozentigen Pfandbrief aufwarte!'. Heute hoben die Baden- ireditinstitute, die Pfandbriefe ausgeben, um Geld für Hypotheken- gewährung freizubekommen, sich durchweg auf 8 Proz. festgelegt. Die höher oder niedriger verzinslichen Pfandbriefe stammen alle aus früheren Cnnssionan, die bereäs im Publikum untergebracht waren und nun den Besitzer wechseln. Beim Ankauf von Pfandbriefen ist«un außer der selbstverstöndfiche» Ueberlegung, was sie kosten und melchen Ertrag sie abwerfen, besonders auf die Rückzahlungszest, das ist die L a u f z e i t der Pfandbrief«, zu achten. Wer den Börsen- kurszettel einmal daraufhin ansieht, welche Kurfs für verschiedene Pfandb riestypen gezahlt werden, der wird staunend feststellen, daß z. B. die Kurse von 8prazentigen Pfandbriefen von ein- und derselben Hypothekenbank nicht unerheblich voneinander abweichen, obwohl doch di« Verzinsung und die Sicherheit der Papiere durchaus die gleiche ist. Die Kursdifferenz erklärt sich folgendermaßen Pfandbriefe werden in der Regel auf 3 Jahr« unkündbar ausgegeben. Räch Ablauf dieser llnkündbarkeitsfrist wird jährlich ein Teilbetrag der betrcssenden Emissionen getilgt, wobei dessen Höhe nicht sestzustehen braucht. Bon außerordentlichen, in den Zulosiungsprospekten be. sanders angeführten Sonderfällen abgesehen, kann man also mit dem sicheren Besitz der Psandbriese innerhalb der llnkündbarkeitsfrist rechnen. Bei lOprozcntigen Pfandbriefen muß«in längerer Besitz natürlich sehr verlockend sein, dagegen bei den niedrigen nicht. Demnach müßte also ei» lOprozentige? Pfandbriefck> nun dar, daß Amerika sein Kontingent ausnützen könne, was den anderen Länden, kaum gelingen würde In seinen Darlegungen wendet sich der Reichsverband der deuffchen Automobstindustrie u. a. auch gegen die Befürchtung, daß durch die geplanten Maßnohmen die Inlandspreise für Automobil« steigen könnten Das wird bestritten, dazu sei der Konkurrenz- kämpf aus dem kleinen innerdeutschen Markt viel zu groß. Mst der Rationalisierung ollein köm,« man auch die Preise nicht senken. Sie müsse durch Marktflcherung ergänzt werden. Wenn damit zu rechnen sei. war« di« Frage eines Zusamm-.nscklusies in der deutschen A"to- mobllindustne spruchreff. Für diese« Fall h--6e die deutsche A to- mobisindustrie wertvoll« Zusicherungen all«r«stter Wlrtschasts�'h er hinsichtlich einer tat« und kapitalkräftigen Förderung dieser Maß- nahmen. Schon oft genug hat die Auwmobllindustrie ihr« Zollforderun- gen mit Nachdruck vorgebrocht. Wir haben uns, zuletzt anläßlich der Zolldebatten im Dezember, gegen dtese Foderungen gewandt. die zu einer Aufrechteichaltung der Zersplitterung uyd zu einer Träg- hest gegenüber einer ungesunden Uebersetzung führen. Di« Auw- industrie bestreitet dies, ab« e» Segen genügend Tatsachen dieser Art vor. Ohne di« schwierigen Verhältnisse, unter d-nen der Aukomobilbau in Deutschland arbeitet, zu verkennen, muß man doch sogen, daß von dem Hochziehen der Zöllschranken die Wirtschaftlichkeit in. Automobilbau nicht zu erwarten ist, und daß der Standpunkt der Autosabritanten und ihrer Interessenten, eine gründliche Ratwnalrsierung erst nach Durchführung der Zollsichetheit vorzunehmen, als eine grundfalsche Einstellung zu dem Problew der Umstellung angesehen werden muß. Kerngas Wederschlesien. Der Aufsichtsrat der Ferngas Riederschlesien A.-G. hat jetzt endgültig die Linienführung für die Fcrngasleiünzg Wal- denburg— Hirschberg festgelegt. Sie führt vom Juliusschacht in Waldenburg über Weißstein, an den Waldhcimstätte» vohbei am Hochwald herum über Rothenbach--.- chwarzwaldau— Landeshut— Schmiedeberger Paß— Steinseifsen noch Warmbrunn. Dp Ver- gebung der Arbriten soll demnächst erfolgen. Mst den Erdarbeiten wird, sobald es die Witterung erlaubt, möglichst schon Anfang März. begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für den 1. Juli 7930 in Ausficht genommen._ Preußen rundet ab. Ausbau des staatlichen Elektrvkrufis. Di« Preußische Elektrizitäts A.ör Polititi Sr. iurt ttM)": A Irische ft:<5. ÄIi»a«Ili3(c£; De-.�scholrsl-rivegung: Z. Sitiui; Aeuilleren: Dr. Zeh» Schiy»i>»kl: Loksteg und Svnslia«,! gri» iarBibt; Ab.«locht; sämtlich in Berlin. Z?orwSrt«.»«rlaa®. m b. fe, Seilt« Druckt Borwärts-Buchdrocker«! Verla; aab niialt Bau! Um*:~ SinCtt tt. So.. Verlm£23 88. LinSenstrobr 4 Wn I«ii�«T1......... �.— o»'" jllWXrTQffltZZJ} St09 WuiU» Skr. 21» 41. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Dienstag, 14. Januar 1930 •iaftabangca für diese Sabril find Berit» 8S«S. Lmdeustraße 3, Parteinachrichten ffMk für Groß-Verlin stet»«l da» Bezirkisekretarial t. Hof. 2 Trevoen recht», zu richten. Ei« großes Hallcnsportfcst der Tu raers parte de» I. streife» de» Arbeiter. Tnru. und.Sportbundc« findet a» Sonata« im Sportpalast. Potsdamer Straß«, statt. Beginn 13 Ahr. Rehr al»?no auswärtige Teilnehmer find gemeldet. E» sind deshalb interessante Wettlömpfe ,u erwarten. Den Parteigenossen kann der Besuch empsahleu wer. den. Eiatrittolarteu zu ermäßigten Preisen find bei den Zunttionären der Arbeiters portbeweguug zu haben. «- I. strei» strenzberg. Mittwoch. 13. Januar, um ISVj Uhr. Sißung des Kreis- bildungsausschusscs bei Krlle-er, Erimmstr. 1. Borbercitung unserer nächsten Veranstaltungen. 13. Kreis Tempelhos.»er Sursu» des Genossen Dr. Gregor BiensioS:.Der Arbeiter und der neue Staat", beginnt heute, Dienstag, 14. Januar, im Jugendheim des Lnzeums Tempelhos, G-rmaniastraße. Eingang Goßltraße. U. Kreis Aenlöün. Heute, Dienstag, 14. Januar, um IZiz llbr, Sißung des engeren»rcisvorstondes mit sämtlichen Abteilungsleitern im Parteibüro. — Die Fnnltionärinnenfißnna. die am Dienstag fiattsinden sollte, iann wegen der Kreisvorstandssißung nicht stattsinben. h». Abt. Tempelhos. Heute. Dienstag. 14. Januar, 2. Bezirk: Lokal Pomme- rening. Berliner Str. Ivo: 6. Bezirk: Lokal Uhlemann, Ringbahn. Ecke Sermaniastraße. Mitgliederversammlungen und Zahlabende morgen. Miklwoä). IS. Iannar. in den nachstehend angegebenen Lokalen: ». Abt. Wi Uhr im Arwodof, Perlcbcroer Str. A>, Vortrag:»Die politische Lage". Besternt Sarl Litke. M. d. R. Borstondswahlen. 12. Abt. 1,H Uhr in der Schnlonla Laldenserftraße, Neuwahlen. sAchtuog, neu«, Lokalls 1». Abt. lßih Uhr in der Grauen Schule, Golenburgcr Straße, Neuwahl des Ableilungsvorstandrs. 22. Abt. Die Bezirksführer und streisdelegierten treffen ück> am Mittwoch um lS'h Uhr bei Senkel. Utrechter Str. 10. zu einer sehr wichtigen Besprechung. 23. Abt. 19'/» Uhr Sufamracntunft junger Parteimitglieder bei Gruncwaldt, Kameruner Str. 19. Thema:„Das Heidelhcrger Programm". Referent Genosse Hauth. 23. Abt. l» Uhr Sißuog bc» Abteilungsoorstanbc». Außerordentliche Tunk. tionärfißung NW 2» Uhr. Beide Sißungen im Lolal Kramer, Ilothenius. fteoß« 3. 27. Abt. ISVö Uhr im Lokal Recß, Sonnenburger Str. 1, Bortrag:„Der Doung. Plan". Referent Gerhard Krämer, ksahlabend für die Bezirke Sernkinb und Sträde. 23. Abt. Der am vorigen Mittwoch umständebalber ausgefallene Zahlabend Jan icke findet nunmehr bestimmt am Mittwoch, 13. Januar, um 20 Uhr bei Iönick«. Hagenauer Str. S. statt. z». Abt. 1» Uhr bei Pohst. Lnchener Str. 103. wichtige!?uvktionarsißung. 32. Abt. Es haben noch nicht alle Abteilungsobleute den Jahresbericht ein- gereicht. Es wirb gebeten, dies umgehend nachzuholen.— Achtung! Die Mitglieder der K.-G. werden gebeten, die noch nicht abgeholten Mitglieds. bücher gegen die grüne Ausweislartc umgehend abzuholen. 84., 8.1. und 177. Berkaussstelle. 33. Abt. IS'/t Uhr Zahlabend der Gruppe Treptow bei Schulze. Samariter- Straße 08. Referent Genosse Bruno Theei.(Diskufstonsabcnd.) Gruppe Tchlichting bei Schnärer. Boigtstr. 38. Th�ma:..Streifzüge durch die Wirt- fchaftsvolitik". Referent Genosse Kraust. Gruppe Rofenstock: Schule Samarltcrstr. 20. Thema:„Politische Umschau". Referent Genosse Schneider. Der rob labend der Gruppe Mewes sinket erst am Donnerstag. 10. Ignuar. bei Graubner. Boigtstr. 25. statt. Dislusstonsabend. Leiter Genosse Alfred Kvhn. t«. Abt. Die an der fforderuna eines regen Diskutierzirkels inieressserten Genossen werden erkucht, pünktlich R Uhr, im Lokal R. Adam, Lübdener Straße 30. zu erscheinen. 0. Abt. Schwerhörige. 20 Uhr Mitglieder, erlammluog im Jugendheim Liodenstr. 4, vorn 1 Tr. Vortrag:„Birtscha't»diliotllr oder Wirtschast». denmkrati«. Releren, Georg Aaible. Alle Genossinnen nnd Genosse» iowie.B«rwört»".Leser nnd Snmpothislercrd« find da,» eingeladen. Tharlottenbnv». 34. Abt. 20 Uhr ssunktionärstßnng bei Müller, fsrantlinstr. 10. Sruppensührer laden ein, beGndcrs die Bczirlsfübrcr. 33. Abt. Be� sonder« Beranfialtnng.zn Ehren noseree«Iten Parteigenossen nm IV.i Uhr ' im Edenpoloft, Sasse r-Ariediich-Str. 2s. Redner Otto Meier, M. b. 2!-2. 30. Abt. 20 Uhr außerordentNche Abteilungsverfanimlunq bei Iuskowiack, Kolßenbarfsstr. 20. Wichtige Tagesordnung. Neuwahlen.— 57. Abt. 20 Uhr hei Sching, Krumme Str. 32. 71. Abt. Dahlem. 20 Uhr bei SchMug Generalversammlung. Jahres» und Kassenbericht. Borslandswahlen. 80. Abt. Lchöneberg. 20 Uhr im Helmholß.Gvmnafium, Rubensstraße, General- verlommlung. ssahresbcricht. Neuwahlen. 82. Abt. Stenliß.?0 Uhr Zahlabcnde in solgenden Lokalen: 1. und 2. Bezirk bei Schellhale. Ahornslr. lös: 3. und 4. Bezirk bei Richter, sfeldstr. 8; 3. und 0. Bezirk bei Selir, BisniarSstr. 03: 7. Bezirk: Svdende, Lichter, felde.r Str. 1? 8. Bezirk: Lokal Elisen» Ecke Humboldtstraße: 9. Bezirk: Wernieie. Berlinickcstr. 1. Tagesordnung in ollen Zahlabcndcn, u. a.: Stellungnahme zur Neuwahl. 84. Abt. Lankwiß. 20 Uhr Iahresmitgllederverfammlung bei Lehmann. Kaiser- Wilhelm. Str. 20—31. 83. Abt. Temvelhos. l. Bezirk: Lokal Ziedrich, Borusfiaflr. 70. Referent Ge. nosse Icnthc:„Portciucrlage und Buchhandlungen, ihre Aufgaben und Be> doutung". Rculölln. 89. Abt. Ilss, Uhr in der Kottbusser Klause, Bürknerstraße Eck« Kottbnsser Damm. Boriraq:„Die volitische Lage". Reierent ssran» Künst- ler. M. d. R. Neuwahlen. Berfchiedenes.— 03. Abt. ISl? Uhr bei ssr-edersdors. Iägerstr. 3, Vortrag:„Die Selbstverwaltuna der Kommune". Referent Hermann Harnislb. M. d. L. Geleböft«. und Kassenbericht. Be- rich'e der Lommissonen. Neuwahlen. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt.— 98. Abt. 19Vj Uhr Generalversammlung bei Teich, Knesc- beckstr. 133. Neuwahlen. 102. Abt. Baumschnlenweo. 19U Uhr Generalversammlung bei Borgmann, Baumschulen- Ecke Kiefhol,straßc. Vortrag:„Di« Berliner sfinonzkrise und ihre Totgen". Referent Stadtverordneter Hermann Lcmprrt. Ge, sibäfts. und Kassenbericht. Neuwahlen. 103. Alst. Ablershof. 20 llbr Generalversammlung bei Lchngut, Sedanlir. 3. 108. Abt. KSpeutck. 19'.: Uhr Zohlabende. Alb.»nd Kirstvorstadl: Achtung, anderes Lokal! Ehrenberg, Elilabethstr. 2. Vortrag:..Rechtsfraqen des Taacs". Referent Wa'ter Kwaßnik.— Köllnische Dorstadt: Stippekohl, ' Schöncrlinder Str. 3. Vortraq:..Aus der Praxis des Arbeitsrichtcrs. Re- ferent Be'irksverordneter Triedrich Klatt.— Dammvorstadt: Achtung. anderes Lokal!. Beek. Borgntannstr. ,3. Vortrag:. Wohlfahrt swcfe» im 10. Derwal�unosheZirk. Referent Bezirksverordneter Paul Röhl.— Sied- lung Uhl-nhorst. Mittelheid». Wolisoarten und ftövenick.Rord bei Klose, Mahlsdorser Str. 1. Vortrag:.„Tofchistisches Leben in Tialjen". Referent Georg Schmidt, M. d. R. In allen Zahlabenden: Stellungnahme zur Neuwahl. 114. Abt. Lichtenberg. lOf? Uhr im Lozcnkafino,- Knorrpromenade 2, Mit. atiedeTicrammiuna. 124. Abt. Mab>»dor<. 20 Uhr Zahlabende. Tür Ost und Rgfhavsvierlcl: Lokal Anders. Bahnbofstr. 37.— Tür Siedlung. Teil 2: Lokal Paul Schmidt, Marieuburaer Eiroße.— Tii- Nord: Lokal Nordstern. Hönower C!r. 49. 132. Abt. Rlank'nbneq. 20 Uhr Zahiabend mit sehr wichtiger Tagesordnung bei Kl na, Dorlstr. 2. 137, Aht. Reinlckendar'-Wei,. 20 Uhr Zahlghcnd�. 1.. 2.. 3., 3. Be»irk: Seid» liß. Scharnweberftr. 02.— 4 0., 7. Bezirk: Volk-Hans. Scharnweber- straße ll4.— 8. Bezirk: Heese. Berliner Str.<3. Stellungnahme zur Genernlverlammlung. Parteiongeleaenhciten. 139. Abt. Teoel. 20 Uhr Gcne'glverlammluna im Alten Krün. Lauptstr. 14. Berichte des Borstandes. Neuwahlen. Adteilungsonoeleg-nhciten. 140a. Abt. Wittenau. 20 Uhr Generalversammlung im Lokal Schulz, am Nord- bahnhof. Berichte und Neuwahlen. Fraueaveravstallungen. 54. Abt. Eharlottenbnrq. Donnerstag. 10. Januar. 19's. Uhr. im Jugendheim Rossncnstr. 4:„Moderne Dichterinnen". Referentin Dr. Maria Löwe. Neuwahl der Tran-irleitung. 130. Abt. Reillickendarl-Ost. Donnerstag, 10. Januar. 19'!. Uhr. in der Sin- daucr Straße:„Moderne Eheproblcme". Refcrcntin Dr. Judith Grünfcld. Bezirksausschuß für Arbeilerwohlfahrk. 1. Kreis Mitte. Achtung, Tunktionärc der Ardcitcrwohlfahr!! Am 14. Januar, Istth Uhr, läuft in den Sophien�älen der rusfilche Großsilm„Die Mutter". Ansprache der Gcnosfin Bohui-Schuch. M. d. R. Eintritt frei gegen einen Lasabschnitt der Arbeiterwohllahrtslotterie oder 30 Pf. Jedermann sollte die Gelegenheit wahrnehmen, diesen großartigen Tilm zu sehen. 7. Kreis Eharlottenbnrg. Trcitag, 17. Januar. l9'o Uhr. im Rathaus Eharlottenburz,- Zimmer 140. Akirnbeivrechung. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten.— Dienstag, 28. Januar. 20 Uhr, im Rathaus Eharlotten. bürg. Zimmer 3. Eistuna aller ist der Wohlfahrtspflege tätigen Genossen linnenj. Vortrag per Genossin Minna Todenhagen über„Soziale Scrichtshilfe"(Tort- seßungi. Arbeilsgemeinschaft der Siuderfrcuude Groh-Berlin. Berichtigung! Die Kreise Eharlott-nbn-g, Tiergarten. Äilmeesdors. Schöne- berg und Spaudan tresfen' fich ßum �Gtugekroisial» KatttfiK'U-ilW. d«? Lei bniz-Ober real fckulc. Eharlottenburg, Schiller. Eck« Kardenbergstraße l Unter» grundbahnhaltestelle Kniei. Grnppe Oberschövcweibe, Jung, und Rote Tvlken: Mittwoch. 15. Januar, 18 Uhr, Volkstanz im großen Saal des Jugendheims Laufcner Str. 2. Vereinigung sozialdemokratischer Studierender. 14. Zanuar, 14 Uhr: Geographischer Arbeitskreis. 20 Uhr: Sozialwissenschafi. liehe Tachlchast. Wirtschastsproblemc der Gegenwart..o Uhr, Städtischer Gemoindefriedhos. Rcinickondorf, Humboldtstraße. Straßenbahnen 41, 08, 168. Rege Beteiligung erwünscht.— Pankow lOMsverein): Dienstag, 14. Januar, 20 Uhr, Blankenburg. Luch, Buchdol, und Earow Komeradlckmstsver'ammlung bei Gövfert. Buch, am Dahnhos. Mittwoch, lZ. Januar, 20 Uhr. S-neralovvell der Iungkameradan und Sportabteilung Turnhalle Wollanlstraße.— Mittwoch, 13. Januar. Prenzlauer Berg: 20 Uhr bei Burg, Prenzlauer Allee, ermeitet!- Borstandssißung. Schöneberg-Friedeaau, Kameradschaft Triedenau: 2V'o Ulip Kameradschaftsvcrsaiumlung bei Käß, Bornstr. 5, Ecke BUsingstraßc. Treptow tKauieradschait). Iungbanner: 19'-: Uhr Jugendheim Wildenbruchsiraß«, Sport. und Liederabend. Köpenick sKameeadschaft): 20 Uhr erweiterle Barstand»ssßung bei Eisner, Aaiser.Wilhelm-Str. I.—. Donnerstag, 10. Januar. Prenzlauer Berg: Kameradtcksastsversammlungen um'20 Uhr. Kameradschaft Nabelst Blum b«i Klug. Danziarr Str.. 71.»omcradschast Wörtbrr Plaß in de» Bcrolinn- Testsälen. Schönhauser Alle« 29. Sameradschaft Königstor: Außerordentliche Kameradschaflsüßung bei Rösner, Immauuclkirchstr. 25. Renkellu-Briß, Jung. bannet: 20—22 Übe Sportabend Walter-Rathenau-Lchulc. PerNuer Zither-Elub, gegr. 1838, übt seden Dienstag, 20',- Uhr. im Klub» Haus. Ohmstr. 2. Spieler und Gäste milltommen. Frei« Arbeitcr.EIperanto.Beeeinigung Berlin. Borstandsssstung 14. Januar, Kastanienwäldchrn. Kastanienallce 63. Jahresversammlung Donnerstag. 23. Januar. Jugendheim Am Ostjbahnhof 17.—«euppe Osten: Irden Donnrrstog, Am Oltbahnhol 17, Gruppcnabrnd und Kursus.— Gruppe Z-n«rum: Dienstag. 14: Ia�äb, Kasstlstichlavel stiz.'ch': —- r— ».E RKE �kVBK�58?�!OSSEWARKf P�*S��!wrOROSSEMARKE £St®�a9kiE GRÖSSE MÄ RKE sl���gSS�DIEGROSSE MARKE yJKwMBfeM DIE GROSSE MARKE �b-«�1«?�ettendiegrossemarke / �KSKarettendiegrossemarke /�S9f&ARETTENDIEGROSSEMARKE VVWClGAREnENDIE&fiOSSE MARKS /��Tncigarettendiegrossemarke '/vj5«OONCIGARETTENDIE GROSSE MARKE y�ÄKEDÖNCIGARETTENDIE&ROSS&MAfijCE JZ�KEDONCIGARETTENDIEGROSSEMARKE �AAKEDONCI&A RETTEN DlE GROSSE MARKE MAKEDON CIGARETTEN DIE GROSSE MARKE MAKEDONCIGARETTENDIEGRCSSEMARKE SHALB KANN„MAKEDON" STETS UNVERÄNDERTE QUALITÄTEN HERSTELLEN? Die Bedeutung eines Tabak-tJnlernelimefis muß in erste p Linie nach der von ihm verfolgten Tabakpolitik beurteilt werden, weil der Tabak das Rohmaterial dieses Unternehmens ist. Es ist eine unbestrittene Tatsache, daß es bei der Cigaretteft* fabrikation das schwerste ist, dauernd eine hohe und gleichst mäßige Qualität herzustellen, weil dies eine umfangreiche Tabakpolitik voraussetzt. Hierfür benötigt man in der Hauptsache gute Tabake, die mindestens 3 Jahre alt und in großen Mengen vorhanden sind. Das ist eine Bedingung, ohne die keine guten Cigaretten fabriziert werden können. Wir halten es für unsere Pflicht, unseren Kunden diese gruncl- legönden Wahrheiten, die die Basis unserer Geschäftsgrundsäf�e bilden, mitzuteilen. Durch die von uns verfolgte Politik, die nicht auf einen Augenblickserfolg eingestellt ist, sondern eine Politik auf lyige Sicht bildet, haben Sie die absolute Gewähr dafür, stets • einen unverändertenTyp und eine gleichmäßig hoheQualität durch MAKE DON CIGARETTEN zu erhalten. Generalvertretu ng CARL SÜDEL, Berlin W 35, Potsdamer Straße US, Telephon: Bl, Kurfürst 8354 Die Katastrophe. Drei MiMouen suchen Arbeit. Nu»b zwei Millionen Arbeitslose wur- de» Ende Dezember aus Mittel« der Arbeitslosenver» nchcrnng und der Krisenfürsorge unterstützt. Zu diesen kommen noch die Arbeitsuchenden, deren Unterstützungsanspruch infolge Ueberschreitung der Bezugsdauer erloschen ist» die ihn infolge zu kurzer Be- schäfttgungsdauer nicht erworben haben» oder schließlich nicht versicherungspflichtig sind. Mitte Dezember betrug die Zahl der bei den öffentlichen ArbeitSnach- weisen eingetragenen Arbeitsuchenden 2 4 3 7 314. Da die Zahl der aus Mitteln der Arbeits- losenversicherung und der Krisensürsorge Unterstützten in der zweiten DezemberhSlfte um rund 35V OVO gestiegen ist, dürfte somit die Zahl der Arbeitsuchen» den am Jahresbeginn schätzungsweise 2 SSV OVO be- tragen haben. Tie ist seitdem weiter gestiegen und dürfte gegenwärtig mindestens drei Millionen be- tragen. » Wir Habs»«inen auberordentlich milden Winter. Das Produktionsvolumen lag nach den Ziffern des In- ftstuts für Konjunkturforschung seit April über dem des Jahres J928 und selbst über dem des vielgepriesenen Lahres 1927. Und trotzdem eine Ar f» e i t s l v s i g k e i t» die selbst die des Schreckens- AUrtiers 1928/29 Mitte Dezember von rund einer Haiben Million Arbeitsuchender überstiegen hat. Mitte Dezember 1928 gab es 1988 397 Arbeitsuchende. Mitte Dezember 1929 dagegen 2 437314. Im selben Zeitabstand sank die Zahl der gemeldeten offenen Stellen von 19 277 auf 13 987 Während aber in der ersten Dezemberhälst« 1928 die Zahl der offenen Stellen trotz Verschärfung der Arbeitslosigkeit noch um 0,1 Prozent stieg. sank sie in der ersten Dezemberhölste 1929 um 6,6 Prozent! Es sind also nicht nur die Lutzenberuf«, die Arbeitskräfte abstoßen. Aber v o r l ä u s i g handelt es sich noch nicht um eine all- gemein« Wirtschaftskrise. Sie kommt aber mir Riesen- schritten. Die drei Millionen Arbeitfuchend« bedeuten die K a t a- strophe der Rationalisierung, der steigenden Mechani- sierung des Produktionsprozesses, der Steigeruno des Arbeitstempos. der Durchorganisierung der Betrieb«, der Konzentration der Unter- nehmungen, der Derteuerung des Leihkapital» und der Derknappung des Kredits. Die beiden letzteren Ursachen veranlassen dl« Unternehmungen auch langfristig« Anlagen aus lausenden Mitteln zu decken, die Intensivierung der Produktion rücksichtslos zu steigern und jeder Lohnerhöhung den h a r t n ä ck t g st« n Wider st and entgegenzusetzen. Wenn die I. G. Farbenindustrie auf die„geniale' Idee verfällt, die Fünftagewoche so«Inzusühren, daß sie die b.sherige Arbeits- leistung durch fünf Sechstel der Belegschaft ausführen läßt, so hat man handgreiflich vor Augen» woher die drei Millionen Arbeitsuchenden kommen. Es ist einfach so: Unsere ArbeikszeU ist viel zu laug, die Löhne sind viel zu niedrig. Also muß die vorhaudeue Arbeilsmöglichkeil ohne Lohnkürzung so gestreckt werden, daß sie für alle ausreicht. Schiedsspruch garantiert Profit. Oer Lohn der Krastdroschtenführer sott vom Profit abhängen. Der Lohn- und Manteliarrfstreit im Berliner Kraft- broschkengewerb« stand gestern nochmals in der Kammer des Berliner Schtichtungsausschusse« zur Beratung. Nach stundenlangen Bechandlungcn kam endlich ein S ch i e-d s s p r u ch zustande, der den Abbauwünschen der Droschkenbesitzer so weit ent- g e g c n k o m m t, daß der Konflikt dadurch nur noch mehr auf die Spitze getrieben worden ist. Gegenüber der bisherigen Entlohnung der Krastdroschkenfühver bringt der Schiedsspruch ganz erhebliche Berschlechterungen. Der tägliche Fcstlohn von 2,50 M.. den die Ehauffeure auf 4 M. erhöht haben wollten, soll nach dem Schiedsspruch in Zukunft ganz. lich wegfallen! Der Garantislohn von 3 M. je Schicht, der solange nach dem Lerdienstdurchschnitt von zwei Wochen be- rechnet wurde» soll fortab nach dem Perdienst der letzten vt«r Wochen berechnet und außerdem nur d a n n gezahlt werden, wenn während dieser vier Wochen durchschnittlich je Schicht eine be- stimmte Einnahme sür ein vorgeschriebenes Maß von ge- fahrenen Kilometern erzielt wurde statt des garantierten Lvhues. der garaakierte Profit. Sind diese an Schiedsspruch festgelegten Boraussetzungen nicht erfüllt, erhält der(Shausseur gar keinen Garantielohn, sondern ist lediglich auf die Prozente an der Bruttoeinnahme ange. wiesen. Für den M a n t e l t a r i s sieht der Schiedsspruch einige Ber- bejserungen hinsichtlich der Abgeltung des U r 1 a u b S bei vorzeitigem schuldlosen Ausscheiden aus dem Betriebe, sowie in der Frage der Kündigung vor. Die neuen Tarife sollen ab 1. Januar bis zun, 31. Dezember 1930 gelten. Die Ertlärungsfrist läuft bis zum 20. Januar. Die im Gesanüoerband organisierten Krastdroschkenfahrer nehmen heute, Dienstag, 20 Uhr, im Rosenthaler chos, Rosenthaler Straße 11/12, zu dem Schiedsspruch Stellung. Es ist kaum anzu- nehmen, daß sie den Schiedsspruch, der ihre Entlohnung ganz erheb- ltch verschlechtert, annehmen werden, so daß es in den nächsten Tagen leicht zu ernsten Auseinandersetzungen im Berliner Kraftdroschkengewerb« kommen kann. «- Man wird die Beröffentlichung der Einzelheiten des Schieds- spruchs abwarten müssen, ehe man sich über ihn ein vollständiges Urteil wird bilden können. Fest steht jedenfalls, daß der Schieds- spruch den auf Grund eines anderen Schiedsipruches zu- standegekommenen Tarifvertrag aufhebt. Fest steht weiter, daß der Schiedsspruch den Garantielohn aushebt und an dessen Stelle den Garantieprofit setzt. Damit schafft der Schied?- spruch einen Präzedenzfall von außerordentlicher Tragweite. Man kann nicht einwenden, daß ja auch der Akkord- a r b« I t e r seinen Lohn nicht garantiert erhält. Aber abgesehen davon, daß dies nicht völlig richtig ist. so hat der Akkordarbeiter die Möglichkeit, seinen Lohn durch seil» eigene» Arbtitatempo innerhalb gewisser Grenzen zu bestimmen. Wird er durch Umstände, ,die nicht in seiner Schuld liegen, daran verhindert(Warten aus Arbeit usw.), dann mutz der Unternehmer sür den Schoden aufkommen. liier tritt der„Garantielohn' in Wirksamkeit. Der Schiedsspruch für das Kraftdroschkengewerbe sseht u m g e- kehrt gewissermaßen einen„G a r a n t i e p r o f i t' vor. Denn der Ckausfeur kann nicht durch Steigerung des Arbeitstempos den Verdienst steigern, Er muß aus die Kunden wrtten. Cr kann höchstens seinen Standplatz verlassen und auf die Kundensuche gehen. Hier aber scheint gerade der Schiedsspruch lähmend auf den Arbeit». eiser zu wirken. Die Unternehmer haben früher planlosChauffeurege» züchtet. Dir Garantie- verbunden mit dem Mindestlohn hat hier einen sozialen Damm ausgerichtet. Der Unternehmer hat jetzt die Pflicht, dem Chauffeur das Existenzminimum zu sichern. Der Schiedsspruch reißt diesen Damm wieder ein—, wenn die Chauffeure sich mit ihm abfinden. Oie Korderungen der Holzarbetter. Verkürzung der Arbeitszeit.— Keine Mehrarbeit. Lohnerhöhung. Mit der Ausstellung der Forderungen zum Manteltarif- vertrag sür das Berliner cholzge werbe beschäftigt« sich gestern abend eine stark besuchte Vertrauensmänner- Versammlung. Der Manteltarif ist auf Beschluß der letzten Generaloersamm- kung zum?8. Februar gekündigt worden. Die Bezirksobleiite haben dos Ergebnis der Aussprache in den Bezirken und Betrieben über die Tariskündigung in einem Gesamtbericht zusamniengefaßt, den die Ortsverwaltung zur Grundlage eines Tarifentwurfes gemacht hat, der vom Bevollmächtigten, Genossen Boese, den Vertrauens- leutcn unterbreitet wurde. Boese betont« einleiten� daß sich die verantwortlichen Ber- bandskörperschnften eingehend mit der Tariskündigung befaßt und ihr schließlich zugestimmt haben, obwohl die Arbeits- Ufa r kt la g c in der Berliner Holzindustrie zur Zeit gerade nicht sehr rasig ist und ain 28. Februar im gesamten Reichsgebiet 207 Tarifverträge für ungefähr 145000 Be- schäftigte ablaufen. Der Tarifeiüwurf der Ortsvevwaltung sieht«in« Er weite- r u n g des Geltungsbereiches des bisherigen Tarifvertrages vor, ferner ein« Neufassung der Bestimmungen über die Beschäftigung von Aushilfsarbeitern, die Reuregelung der K 2 n d i- g u n g s f r l st« n entsprechend den Forderungen, Ks 1927 zum Reichstarisoertrag erhoben wooden sinft Die Arbeitszeit soll von 4b Stunden aus 45 Stunden pro Woche verkürzt und die lleberstunden nur aus besondere Zloksällc beschränkt, sowie durch Freizeit wieder ausgeglichen werden. In der Frogc der Entlohnung soll künftig nicht mehr zwischen Durchschnitts- und Winde st löhne unterschicden werden. Im Torisvertrog sollen für jede Gruppe Tariflöhne festgelegt werden. Die Löhn- der Arbeiter und Arbeiterinnen sollen sich noch einem auf den Fochorbeit«rlohn ausgebauten Berufs- gruppen- und Altersklosienschlüsi«! regeln, der für die einzelnen Kaiegorien etwas höher liegt, als es bisher der Fall war. Ferner soll ein« neue Gruppe der Angelernten und eine Gruppe d-r Ungelernten unter 16 Jahren«ingefiihrt wcrden. Der Tarifentwurf sieht weiter ähnlich der rcichszentralen Regelung ein« Reufassung der Bestimmungen über Montagen vor. serner Derbesserungen der U r la u b S b e st i m m» n g« n und, was schon seit Jahren gefordert wird, di« tarifliche Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen der Lehrlinge. Di« Kostgeldsätz« sollen während der vier Lehrjahre zwischen 12 und 40 Proz. des tariflichen Lohnes eines Facharbeiters über 22 Jahre liegen. Schließlich wird für die Lehrling« in jedem Lehrjahr ein sechstäglger Urlaub gefordert. Genosse Boss« betonte zum Schluß mit Recht, daß dies« Forderungen eine Bagatelle seien gegenüber den««,, die von der „Opposition' erhoben werden und die den Bertrauensleuten bereit» schriftlich vor Beginn der Dersammlung unterbreitet wurden. Diese noch Ansicht der Komimmlsten zu geringen Forderungen werden aber bestimmt auf den schärfsten Widerstand der Unternehmer stoßen und eventuell nur in erbitterten Kämpfen durchgesetzt werden können. Zur Diskussion meldeten sich lediglich zwei Kommunisten, die ober mit ihren Agitotionsanträgen von den Vertrauensleuten nicht ernst genonmmen wurden. Die Bertrauensmänner«rhodeif keinen Widerspruch gegen den Tarisentwurf der Ortsverwaltung, so daß dieser der außerordenMchcn Generalversammlung am Donnerstig zur endgültigen Beschlußfassung unterbreitet werden kann. Konflikt in der Textilindustrie. Wied«? in Schlesien. In der schlesischen Textilindustrie sind bei den Ber- Handlungen über den Mantel tarif und über das Arbeits- zeitabkommen Differenzen entstanden. Für di« schlestsche Textilindustrie besteht seil den, 1. Juli des vergangenen Jahn« kein Manteltarifoertragmehr. Die Gewerkschaften hatten den für den Manteltarif gefällten Schiedsspruch abgelehnt: die Unter. nehmer hatten den Spruch zwar angenommen, jedoch nicht«in« Der- bindlichkeit beantragt. Da, Arbeitszeitabkomin«, ist von den Ge- wertschaften zum 31. Dezember 1929 ausgekündigt worden. Für einen neuen Manteltarifvertrag und für ein neues Arbeitszeit- abkommen sind dem schlesischen Arbeitgeberverband vor kurzem Ent- würfe zugestellt worden. Di« Verhandlungen in der vorigen Woche brachten kein positives Ergebnis. Die Unternehmer lehnten jede» Verhandeln über den Manteltarif ob. Sic verlangten, daß nur über da» Arbeitszeit- ablommen verhanMl werde. Dies« Forderung konnten sich dk Gewerkschaften nicht anschließen. Sie verlangen, daß zunächst über den Manteltarif und dann erst über das Arbeitszeitabkommen, das der Ziffer B des Manteltarifvertrages entspringe, beraten werde: - Di« Unternehmer haben nach dem Scheuern der Verhandlungen ein beschleunigtes Schlichtungsverfahren für das Arbeitszeitabkommen beantragt. Der Schlichter hat diesem Wunsch Rechnung getragen und für Donnerstag Verhandlungen angesetzt. Die Eewertschafteu haben ebenfalls einen Antrag auf ein beschleunigtes Schlichtung»- oersahren, und zwar sür den M a n t« l t a r i s st r e i t beim Schlichter gestellt. Ueber diesen Antrag wird, wie aus der Einladung de» Schlichters hervorgeht, gleichfalls am kommenden Donnerstag ver- handelt werden. Noch ein Tarifkonfliti bei der Reichsbahn. Die Angestellten rufen den Neichsarbeitsminister an. Seit einiger Zeit schweben mit der Deutschen Reichsbahrg ftll- fchoft Verhandlungen wegen Erweiterung des Geltungsbereichs des Angestelltentarifvertrags auch auf diejenigen Ange- stelltengruppen, die heute noch dem Arbeiterlohntarif unterstellt sind. Der Zentraloerband der Angestellten teilt lzierzu mit: Nachdem die Organisationen am 26. April 1929 den Angestelltentarisvertrag gekündigt und neue Forderungen eingereicht haben, fanden Der- Handlungen statt, die nicht zu einer Einigung mit der Reichsbahn- gesellschaft führten. Man hat nunmehr den Reichsarbeits- minister angerufen mit der Bitte um Einleitung eines Schlich- tungsoerfahrcns und Bestellung eines unparteiischen Schlichters. Zusammengebrochene Hetze. Gegen die AOK. der Stadt Äreslau. Breslau. 13. Januar.(Eigenbericht.) Der Prozeß derAllgemeinenOrtskrankentosseder Stadt Breslau gegen die„Schlejische Zeitung' brachte dem Blatt, da» sich in der Hetze gegen die Krankenkossen im Laus« des letzten Jahres ganz besonders hervorgetan hat, die verdicMe Züchti- gung. Der verantwortliche Redakteur F r i tz s ch« muß seine Be- schuldigungen restlos zurücknehmen. Don seinen Behaup- tungen blieb lediglich übrig sein« rein private Ansicht, daß er die Ausgaben der Kasse für Bauten für zu hoch halte. Das Derhältnis zwischen den Aerzten und der Ortskrankenkasse ist, wie die Zeugenvernehmung ergab, durchaus gut. Di« Kassen- beiträge wurden 1927 ermäßigt und seitdem nicht erhöht, lieber da» Bauvorhaben waren sämtliche Vorstandsmitglieder unterrichtet. We Beschlüsse sind einstimmig gesaßt und von den Aufsichtsbehörden genehmigt worden. Oie Staublunge der Vergarbeiter. Sechstausend Invalide«. Bei der R u h r k n a p p s ch a f t sind wegen Staublunge nicht weniger als 6000 Bergorbeiter invalidisiert. Die Sektion II der Knappschaftsberufsgenossenschaft in Bochum faßt den Begrift der schweren Staublungenerkrankung besonders eng. Sie erkennt»mr bei einem geringen Prozentsatz der Knappschaft«- invaliden da» Vorliegen sckwerer Staublungenerkrankung an. Der Bergbauindustrie-Arbeiker verband fordert daher vorn Reichearbeitsminister eine Ergänzung derzweiten Verordnung über Ausdehnung der Uosallversicherung auf Berufs. trank Helten vom 11. Februar vergangenen Jahres. Da der Begriff der schweren Staublungenerkrankung in der Ver- ordnung nicht näher erläutert wird, wirken sich die Bestimmungen vielsach zuungunsten der Arbeiter aus. Besonders schlimm liegen die Ding« bei den Bergarbeitern, deren Staublunge soweit entwickelt ist, daß sie die Arbeit untertage aufgeben müssen, wenn sie ihr Leben nicht riskieren wollen, die aber noch nicht als berussunfähig im Sinne des Reichsknappschaftsgesetzes angesehen werden. Brauereien und Angestellieniaris. Bom Zentraloerband der Angestellten lvird uns, gleichzeitig im Auftrage des Bunde» der technischen Angestellten und Beamten und des Deutschen Werkmeister-Verbaudes» geschrisbc»: Der Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend hat Verhandlungen über den Gehaltstarifverirag der Angestellten und damit«ine Erhöhung der Angestelltengehälter abgelehnt. Der Arbeitgeberverband begründet seine Ablehnung u. a. damit. daß der Index seil über Jahresfrist fast völlig unverändert geblieben fei. daß durch die Bicrsteuerplän« der Regierung lebhafteste B«- unruhlgung der vrauindustri« hervorgerufen wurde, und daß zu befürchten ist. daß dem Gewerbe tiesgehende Erschütterungen nicht erspart bleiben. Interessant ist der bei solchen Gelegenheiten immer wieder- kehrende Hinweis auf den unveränderten Index, nacy dem man sich aber in Handel und Industrie bei der Festsetzung der Preis« noch nie gerichtet hat. Ist mit diesem Hinweis etwa der Wohlstandsindex der Berliner Brauereien gemeint? Da» Braugewerbe hat noch in jedem Jahr« und selbst bei den oergangenei» Biersteuererhöhimgen recht ansehnliche Umsatzstcige- rungen und Gewinn« erzielt. Bon einer Beunruhigung der Brau- industrie kann also wohl nicht gut die Rede sein. Bisher hat man es stet» verstanden, die Biersteuer auf die Konsumenten abzuwälzen, um so erst recht Prositsteigerungen zu erzielen. Die Tarifkommissionen der AsA-Lerbänd« haben zu der Ab- lehnung Stellung genommen und ihre Organisatioiren beaustragt, den Schlichtungsausschuß anzurufen. Gesperrte Gasiwirtsbetriebe. Wegen Differenzen hat der Zentralverband der Hotel-, Nestau» nant- und Cose-Angestellten folgende Gastwirtsbetriebe für feine Mitglieder gesperrt: Alltt«: Di« Betrieb« der R e st au ra n t- Au t o ma t« n G. m. b. H.: 1. Friedrichstr. 88, 2. Alexanderstr. 39/40, Münzstr. 4. Norden: Restaurant„Zur deutschen Eck-', Jnh. Jonas, Jnva» lidenstr. 124, Restaurant Königswr, Jnh. Anna Mücke, Prenz- lauer Berg Ecke Neue Köniastraß«. Moavil: Nordwest-Hotel, Restaurant u. Festsäle, Turmstr. 7/8. Ost««- Lichtenberg: Palais des Ostens, Jnh. Pfeilstifter, War» Szauer Str. 3S: Berliner Kindt(früher Borussia-Feftsäle), Oekonom rtur Öehlt«, Weißens««, Berliner Allee 211: Gastwirt Lössel, Weißensee. Langhansstr. 106: Restaurant Memeler Krug. Große Frankfurter Str. 146 Ecke Memeler Straße. Ivoendaruppe desZentraiverbandes der Anaefiellten Kellt«. DUnitäq. finien folwnte Veranstaltungen statt: Lichtenberg: Jugenddeim Suntrrstr.«.«»rlrog:.Ter van 1910 bis 1926". Ssfewnl KftStrt Dewald.— Äatinvtft; Iugcnb.i-im Lehrter Str. IS— 19. Bar. trag: JKt unb dl, Beruksfchul»". Reseant BMi Terkaw.— Slb 20 Uhr pradt ber Sv rech- und Bewegung, char in der Turnhalle der Schale B-ruthcr Str/ 20. Oiensiag 14. Januar 1930 Unterhaltung unö ÄAissen Beilage des Vorwärts trichx.schmim: 3)ie ffiluisbrüder Nachbam, Schulkameraden, dreizehnjährig die beiden, doch sonst in allem Gegensätze: Franz ist blond und Peter braun; Franz ein Mathematiker von Ausmatzen, Peter ein guter Lateiner; Franz wohnt in einer«hrfurchtgebietenden Villa, Peter in der engen Wohnung eines Hinterhauses. Sie schlendern von der Schule heim und spenden«inander Trost, denn Franz hat einne schlechte Zensur im latein schcn Aufsatz, und auch das»Mangelhast" unter Peters arithmetischen Aufgaben zer- stört die ganze Stimmung dieses freien Nachmittags. Die Verschiedenheit ihrer sozialen Lage erklärt es, daß Franz die Eni- täufchung schneller überwindet, er springt plötzlich über die Straße und kommt mit einer großen Tut« zurück, die er in Peters widerstrebende Hände drückt. Sie enthält gebrannte Mandeln, für die Peter alles außer seiner Ehre opfert; ihr Erwerb würde sein ganzes monatliches Taschengeld verschlingen, während Franz es verschmäht, auch nur eine einzig« Mandel zu tosten. Dafür leuchten seine Augen vor warmer Freude, als er Peters Beglückung sieht. Sie oergessm die schnöden Aeußerungen ihrer Lehrer und beschließen, den Nach- mittag trotz alledem in der grünen Freiheit des Waides gemeinsam zu verbringen. Sie trennen sich mit männlichem Händedruck, um schnell zu essen und die Schularbeiten zu erledigen, und pünktlich um drei Uhr pfeift Peter vor dem Gitter, dahinter sich die weiße Villa der Eltern seines Freundes erhebt. Blumen sind zu bunten Regt- mentern im Vorgarten aufmarschiert. Aus hochgelegenem Fenster stößt Franzens blonder Kopf einen Augenblick prüfend hervor, dann öffnet er unten das Portal, sie verlassen die laute Straße und gleiten gaiy in dunfies Dickicht hinein. Dort gibt es einen Platz. Märchen- hast versonnen, eine Quelle gluckst, dort kann man plaudern und träumen, so crdgelöst, als wenn die Welt frei von allen Tyrannen wäre. Peter streckt sich ins Moos, da» ihn schöner als sein hartes Bett empfängt,-r schiebt«ine gebrannte Mandel nach der andern in den Mund, während Franz, die Beine nach Indianerart ge- kreuzt, seine lebhaften braunen Augen nach allen Seiten schweifen läßt. Er öffnet sein« Jacke, und siehe, er trägt darunter einen Laberriemen, daran ein seiner Dolch in gelber Scheid« baumelt. Cr besitzt große Treffsicherheit und vermag die Waffe geschickt- über weite Entfernungen in die Rinde der Bäume zu schleudern. »Willst du es auch probieren?" fragt«r den Freund, und Peter ist glücklich, als er den zierlichen Dolch in den Händen hält. Aber es gelingt ihm erst nach einer Weil«, die Waffe so zu werfen, daß die Spitze trifft. Bald blutet der Baum aus hundert Wunden, doch Peter und Franz sind noch zu jung, um seine Schmerzen zu fühlen. Nun fördert Franz einen kleinen Ball ans Tageslicht, er per- gißt den Dolch, der noch in einem Stamm vibriert, sie werfen ab- wechselnd den Ball so hoch, bis er die Zweige der riesenhiften Tannen erreicht, die über ihnen rauschen. Plötzlich ist der Ball verschwunden, Peter sucht ihn erhitzt, während Franz sich, mit rotem Gesicht, auf den Rücken wirft. »Ach. laß den Ball doch laufen", ruft ,fr Peter zu, der es nicht gewohnt ist, Wertobjekten kühlen Blute? zu entsagen. Aber Pcier sucht vergebens, er bringt den Dolch und schiebt ihn in di« leere Scheid« an Franzens Hüft«. »Willst du den auch stecken lassen?" »Du kannst ihn haben, wenn du magst." Nein, an diesen Sache« hängt Franz ganz und gar nicht, Peter muß immer wieder seinen Leichtsinn bewundern, doch den Dolch will er nicht haben sein Bormund würde ihn sofort wegnehmen. Während der Freund mit geschlossenen Augen in einem Sonnen- streifen liegt, muß Peter daran denken, wieviel es bedeutet, einen Vater zu haben, und wenn der Dater gar noch reich ist: ein sast unerträgliches Glück! In Franzens Dachkammer steht ein Bücher- schrank voll köstlicher Bücher, all« sind eingebunden und viel« Bilder st«ck«n zwischen den Seiten. Er selbst besitzt nur eine Bibliothek von zerlesenen Groschenheften. Hundert Spiele gehör«« dem Freunde, die er kaum noch aus den Schüben zieht, raffinierte Bau- kosten. Maschinen aller Art,«ine vollkommene Indianerausrüstung, mit Schild, Bogen und buntgesiederten Pfeilen. Er z'ttert schon, wenn er mit all den Sachen gelegentlich spielen darf; sie zu be° sitzen, muß einem den Verstand rauben. Doch Franz bleibt von alledem ganz ungerührt, gut und bescheiden ist der Franz, er läßt ihm an seiner Fülle teilnehmen. Es ist für Peter«in Glück, daß sie Nachbarn wurden, er wird von zärtlichen Gefühlen erfüllt, die er nicht zu zeigen wagt. „Heute müsse wir es tun", sagt Franz plötzlich. Er zieht ein Etui aus seinen unergründlichen Taschen.»Heut« müssen wir Bluts- brüderschost trinken!" Er nimmt«inen zusammenlegbaren Silberbecher aus dem Etui, füllt ihn mit Quellwasser, zieht den Dolch, spuckt aus die'Spitze und trocknet sie sorgfältig an seinem Taschentuch ab. Er streift den Aermel hoch und ritzt die Haut, es fallen drei Tropfen in den Becher, auch Peter nimmt die gleiche Prozedur an seinem Arm vor, wieder drei Tropfen, gut durcheinander geschüttelt—,«in jeder trinkt die Hälfte des leicht getrübten Wasser», indessen sie die freien Hände verschränken. „Nun ist dein Blut in mir und meins in dir. Peler, nun sind wir Blutsfreunde, durch nichts zu trennen als durch den Tod." Feieirtiche Stimmung erfaßt die beiden Knaben nach dieser Zeronwni«, sie kommen sich irgendwie verändert vor, wie Erwachsene, wenn sie das Abendmahl nehmen. Die Wipfel über ihnen rauschen stärker im Ab-ndwind, di« Stämme glühen ganz oben rot, wie in Blut getaucht. „Jetzt müssen wir zur Lesiegelung unseres Bundes rauchen". sagt Franz, und zieht aus wieder einer anderen Tasche«ine Schachtel Zigaretten heraus. Peter sieht sich ängstlich um als könnte in diesen dämmernden Waldeswinkel plötzlich ein Lehrerauge eindringen. Er hat noch nicht die Dirwosttöt im Rauchen wie der Blutsbruder, und nach etlichen, tiessaugendon Zügen glaubt Franz zu sehen, daß der Freund erblaßt. »Wird dir schlecht?" fragt er besorgt,»donn wirf den Glimm. stengel fort!" Peter schämt sich sehr und sagt:»Da? war«in starker Tobak. Wir müssen schnell nach Haus«, es wird ja schon dunkel, Mensch, ist mir schlecht!" Franz erwidert sachlich: „Alles Gewohnheit." Und er holt«ine Taschenlampe hervor, die ihren Heimweg beleuchtet. Vor Franzens Hause trennen sie sich; Peter sagt: „Wenn mix auch übel u?urd«—, schon war es doch. Und daß wir nun. Blutsfreunde sind!"... Rührung und Zärtlichkeit überfallen Peter und Fran.z. E» fehlt nicht viel, und sie würden einander küssen. Aber das schickt sich'für Iungens kaum, da» ist Weiberart. Und außerdem: ein Automobil hält am Straßenbord, daraus mit behäb ger Elastizität Franzens Vater, der Direktor, steigt. kSchluh folgt.) Jleinrlrh Memmer: 8ma mting: ShlC Iflä Villi IHlWll Seine Frau war verreist imi da wollte er sich auch einmal etwas leisten, das heißt,«r wollt« mit Mimi schlafen gehen. Mim: war eine fchlohweise Angorakatze, von einem Eigenwillen und einer Kratzbiirstigkeit, die vergeblich ihresgleichen suchten. Seine Frau hätte nie und nimmer erlaubt, daß Mimi mit ins Bett käme. Doch trotzköpfig und erlebnishungrig wie ein Schulbub«, wollt« er jetzt di« verboten« Gelegenheit wahrnehmen. Mimi, an nächtliches Herumtreiben gewöhnt, war empört über das zugemutete weiche Lager. Aire Haare sträubten sich, st« zeigte die Zähne und sie fauchte wie ein Tiger in Rocktaschenformal. Er wollte sie zwingen, er griff noch Mimi und wenn er meinte, er hätte ihren Schwanz, dann hatte er einen anständigen Tatzenhieb quer über die Hand. Mimi schlug derb, sein« Haut rollt« sich auf und da» Blut tropfte aus tiefen Rissen. Er sog di« Wunde aus, denn als echter Mann war er vorsichtig und ängstlich zugleich und stets rührend besorgt um die eigene Gesundheit. Dennoch reizten ihn Widerstände ungemein. Er kroch hinter Mimi her. Er stieß beim schnellen Ausstehen mit dem Kopf unters Bett, er klemmte sich den Finger zwischen Fußleiste und Nachttischwand, er glitt über den Bettvorleger aus und setzt« sich unsanft auf seinen von Natur zum Sitzen bestimmten Körperteil. Abwechselnd rief er Mimi oder fluchte, je nachdem es die Situation gerade mit sich brachte. Mimi machte dieses Theater Freude. Als er zwei Stunden lang getobt hatte, war er körperlich schach. matt, aber seelisch gehabe» ob der eigenen Beharrlichkeit. Doch da nahmen die Mieter, die unter ihm wohnten, einen Besenstiel und klopften damit unter die Decke. Das war Grund genug für den Mann, gerechtfertigt vor sich selbst, sein Vorhaben beruhigt ein.;u- stellen. Den Versuch. Mimi zu zahnten, hatte er nicht schwächlich aufgegeben, er hatte nur aus die Allgemeinheit die schuldige Rücksicht genommen. Wirtlich müde fiel er ins Bett. Mimi aber entwischt« in die Stube. Es schlug Mitternacht, als er von einem fürchterlichen Gepolter erwachte Er dachte an Einbrecher und diese Gedanken waren ihm sehr unangenehm. Wie schon erwähnt, seine Frau war nicht zu Haus«; infolgedessen tonnte er sich nicht die Decke über di« Ohren ziehen und rufen„Mutter, stehe mal auf. wir wollen mal sch-n, wer da ist!" Er mußte setzt tatsachlich selbst aufstehen. Umständlich trat er in sein« Haueschuh« und zog sich sein Jackett über» Nachthemd. Als«r dos Licht angedreht hatte und zitternd in di« Stube kam. traute er seinen Augen kaum. Mimi hatte solch Gefallen an der Jagd gefunden, daß sie die lustige Springerci auf eigenes Risiko fort. setzt«. Dabei war sie auf den Bücherschrank geraten und hatte ein« dort stehende Nippsache heruntergeworfen. Diese Nippsach« war die einzige, di- im Zimmer stand, sie war aber«cht Meißen und drei Altwarenhändler und ein Porzellansachverständer hotten sie bereits angesehen, weil sie verlauft werden sollt«. Der Porzellansachver- ständige war sogar zweimal dagewesen, einmal hatte er einen drei- stündigen Aortrog über altes Porzellan und Meißener im besonderen gehalten und das anderemal war er früher weggegangen, da er bereits nach zweistündigem Ausenthalt Kaffee bekam. HnÜjiun war die Figur mit Stammbaum und Berkoufsaussichten kaputt. Der Mann holt« einen Besen, fegte unter ziemlich wehmütigen Betrachtungen di« Scherben zusammen, damit Mimi sie sich nicht in die Füße träte, und ging schlafen. Das heißt, er gab sich Mühe, einzuschlafen. Er dacht« an di« Nippfigur, er dachte an Mimi und die große Reizborteit der Kotzen- temperament«. Er kam zu keinem Entschluß und auch zu keinem Abschluß seiner Denktätigkeit und um vier Uhr morgens nahm er Baldrian, damit er sich endlich beruhige..' Gerade verwirrten sich sein« Sinneseindrück«, um in das Reich des Schlafes zu wechseln, al» etwas für ihn Unerwartetes geschah. Baldrian lockt bekanntlich die Katzen an und darum bequem!« sich Mimi, zu ihm ins Bett zu springen. Ihr Weg war ein absonder- lichcr und genau so eigenwillig wie Mimi selbst. Sie sprang nämlich vom Kleiderschrank ins Bett und dabei Herrchen ausgerechnet auf den Bauch. Erschreckt war der Mann hellwach und da er nun ein für ollemal sein Abenteuer mit Mimi beendet wissen wollte, sperrte er sie in di« Küche«in. In den Nachborwohnungen hörte er bereits die ersten Wecker schnurren, al» er endlich vorm Einschlafen war. Doch diese Nacht war für ihn restlos verloren; denn ein ungeheurer Krach ließ ihn regelrecht au, dem Bett fallen. Zitternd, aber doch weniger schreckhaft als um Mitternacht, well dos Morgenftcht bereits ins Zimmer fiel, eilte er in die Küche, da in ihr di« Ursache des Krachs zu suchen war. Schnurrend saß Mimi auf dem Fußboden, inmitten unzähliger Scherben. Sie hatte ihr neues Revier untersucht und dabei, lustig aufgelegt wie sie nun einmal war, einen Porzellan- eimer von der Stellage gespielt. Der war«in Erbstück von der Großmutter selig und hatte bereits in der dritten Generation al« übler Stehimweg, aber sorgfältigst gehütetes Küchenprunkstück auf besagter Stelloge paradiert. Jetzt war er kaputt und Herrchen suchte noch Entschuldigungsgründen seiner Frau gegenüber; denn die Kotze durste nach hausfraulicher Anordnung nacht, stromern, hatte also nichts In der Küch« zu tun. Und als der Herr des Hauses mühsam dl« Scherben zusammenfegt«, kam wutschnaubend der Untermieter und erklärt-, er bätte Immer erst morgen» die richtige erquickend« Schlaftief«, er ließe sich solchen Radau nicht gefallen, möbl'erte Zimmer gäbe e» übergenug. Wenn er noch einmal um seine Ruhe gebracht würde, dann zöge er sosort. In» Sckicksal ergeben, zog der Mann sich an. Sein« Frau kann jetzt wegbleiben solange sie will— niemals wird er Mimi wieder rnft ins Bett nehmen. ä)as Jjeopurdenfell Ms mir meinen hübschen jungen Malaiendiener ans einer Bambustragbahre durch Port Dickson trugen, kam ein anderer, nicht winder schöner Malaie an die Tragbahr« gelaufen, berührte die Augen de? Entschlafenen, um sich zu vergewissern, daß er auch richtig tot sei:„itu butul: das geschieht dir recht", sagt« er und schlug sich aus» Knie, während seine Frau, ein« üppige junge Malaiin, schluchzend zusammenbrach. Damit hat es folgende Be- wandtnis. Wir jagen des öfteren in der Dschungel: acht Meilen landein- wärts von Port Dickson, einen, kleinen Hasen zwischen Penang und Singapur, der nur von Lokalschissen angelaufen wird und wo das Leben außer der Jagd(auf Dschungeltiere, Malaiiimen und � Whiskyflaschen) wenig Reiz hat. Bei Ah Moy, dem Chinesen, treffen � wir uns. Er hat ein kleines Extrazimmer für uns eingerichtet, das heißt,«Inen schmierigen Vorhang vor ein paar Stühle und einen alten Tisch gespannt, damit wir, die Herren Europäer, abgesondert, wie es die Sitte verlangt, von den Farbigen unseren(rezpeaive ••itunea) Whisky trinken können. Stork sitzt immer dort, der fette Förster,«in klapperdürrer Planwgenousseher, der ewig besoffene Laittimesser und ich, em Ääuscr von Landesprodukten, die ich nach Singapur verfrachten muß. Mac Gill, mein Konkurrent, ist selten bei Ah Moy. um so öfter sein junger Bruder aus England, ein Lodysman. der zu gerne einmal eine Dschungeljagd mitmachen wollte(um sich bei Londoner Live o'clockz damit zu brüsten). Er bat und bettelte, wir sollten ihn mitnehmen, und das taten wir auch, obwohl er nur mit einem Flaubertgewehr zu schießen verstand, dos einem Leoparden nicht mehr antat, wie ein Brotkugelrohrchen. Wir hatten di« Malaien mit den Hunden vorausgeschickt. Di« waren anderthalb Meilen in die Dschungel«ingedrungen und trieben uns Wild zu. Es gibt dort Leoparden, Rehe, Panther. Tiger und sonst allerlei, dem man gerne etwas hmaufpfeffert, allerdings in de- . scheidener Anzahl. Auerst kam ein Hirsch zum Dorschein. Der fette Förster gab einen Schuß ab und es war aus mit dem Hirsch. Bald daraus zeigte sich ein Eber— den nahm ich aufs Korn. Er bekam '«in« Ladung ins Kreuz, die seinen Hinterleib lähmte. Mft den Dordersüßen bewegt« er sich wütend weiter und gräbt sich, die tote Körperhälfte nachschleifend, durch die Tschungclwand Einen ganzen Gang gräbt dos verwundete Tier durch das Dickicht. Die Hund« sind kläffend hinter ihm her. Dann kriecht d«r Malaie nach, mein armer braver Diener, dann der thörichtc Junge Mac Gill(cnt- täuscht darüber, daß die Jagd l)eute nur ein Hirsch und em Eber ist, Tiere, mit denen man vor englischen Ladys schlecht renommieren kann), daim ich. Wir komme» am eine Lichtung. Der Eber dreht sich, toll vor Schmerz!m Kreis«. Die Meute ist um ihn herum und ! bellt ihn an. ohne ihn zu packen. Sie wartet auf den todbringenden Schuß. Wie ich mein Gewehr anlege» will, kracht ein anderer Schuß Mac G'll hat sein blödsinniges Flaubertgewehr abgeschossen. j Das hat dem Eber weiter nicht geschadet, aber den Hunden vorzeitig das Signal zum Angriff gegeben. Sie fallen über den immer noch mächtigen Eber her Der Eber stößt nach rechts, nach lenk«: hat zweien von Storks besten Hunden den Bauch aufgeschlitzt, daß die Gedärm« herausquellen. Der Malaie' tn der Mitte will die Hunde schützen. Ein Ruck, der Eber hat auch»reinem Diener den Bauch ausgeschlitzt, seine Eingeweide liegen offen da. wie bei einer Unter- richkstasel der Anatomie. Ich drücke ab. Der Eber rührt sich nicht mehr. Der Malaie stöhnt. Wir schieben die blutenden Gedärm« zu- rück, so gut«s geht, und binden seinen Unterleib mft unseren Wickel- gamaschen zu. Dann machen ivir Bambustragbohren für den noch lebenden, ebenfalls mit Wickelgamaschen zusammengeschnürten Hund. Er wird genesen, denn seine Gedärme waren unverletzt. Mein Diener starb, kurz ehe wir Port Dickson erreichten. Jetzt freute sich der anders Malaie, ihn tot auf der Bahre zu sehen: denn er hatte sein« Frau verführt. Und well diese weinend vor der Bahre zusaminengebrochen war, ging er nächsten Tags zum Pengulluh. dem maloischen Richter, zahlte einen Dollar für den Sürst cherai, den Scheidungsbrief und sagte zu Hause zu seiner Frau: inila surat cfteraZ, du kannst gehen. Der junge Mac Gill aber kaust« selbigen Tages ein Leoparden- felll Das wird jetzt in seinem Londoner Zimmer vor dem Kamin liegen. Und er wird wohl bei Londoner Live o'doell» lässig seine Erzählung beginnen von„damals in Port Dickson, als der Leopard mit einem Satz aus der Dschungel heraus auf ihn losxespningen kmn... vor meinem Komin liegt das Fell, wenn Sic es sehen wollen. Madam..."_ Das älteste Museum der Welt. Daß die ostasiatische Kultur eine der ältesten der Menschheit ist, dürfte allgemein bekannt sein. Bereit» im Jahre 75«(noch unserer Zeitrechnung) wurde auch schon in Nora(Japan) dasersteMuseumderWelt gegründet. Dieses Museum besteht noch heute und enthält über 8000 Gegenstände, darunter geradezu unermeßlich wertvoll» Prachtstücke der altasiatischen Kunst: Holz- und Lackorbeiten, wundervolle Möbel, Emaillesachen, kunstvolle Armaturen und auf«ine heute unbekannte Weis« gewebt« und bemalle Stoff«. Ein Teil der Kunstichätze stammt aus China, der größte Teil aber aus Korea. Es ist interessant, festzustellen, daß sich dort jchon damals vielfach fremdländische Einflüsse bemerk- bar gemacht hoben. Man findet mannigfach« persische und griechisch« Anklänge, die sich häufig wiederholen. Elefanten- und Kamelmotio« beweisen auch südasiatische Beeinflussung.— Das einzigartige Museum ist mir im Frühjahr geöffnet und bildet einen besonderen Anziehungspunkt für europäisch« Künstler und Wissem'chastler. Zm Kleinwagen durch di« Sahara. In einem kleinen zwei- sitzigen Kraftwagen ist ein französischer Kriegsverletzter Srnest Lachetn innerhalb von drei Monaten glücklich durch die Wüste Sahara gsfahren. Cr nwcht« sich mit einigem Nahrungsoorrat und Brennstoff fowft einem Revolver und pinem Gewehr versehen auf die Reis« und durchquerte die Wüste in 68 Tagen. Er brach von Gao in Französisch- Westosrika auf, fuhr nach Tabankort und von dort durch di« Wüst« nach Algier. Er hatte verschiedene gefährlich« Zlbenteucr und war einmal dem Tode des Verdursten» ganz"ah«. kam aber glücklich durch und will jetzt Ansang Neujahr in dein» selben Kleinwagen nach Gao wieder zunickfahren. Fifchsang bei den Malaien. Ais aus den heutigen Tag bcir.i- ben di« Malaien ihren Fischsang in primitiver, trotzdem aber höchst origineller Weise. Sie sammeln nämlich«ine Monge Büschel von den Wurzeln der Tabakpflanze, presscn den Saft aus und führen ihn in Gefäßen in ihren langen Einbocten mft sich aufs Meer. Denn die Flut zurückgeht, schütten sie den Soft in das Wasser, das dann in weitem Umkreis davon durchdrungen wird. Alle Fische aber, dig sich darin aufhalten, kommen wie betrunken an dft O'-er- fläcke und lassen sich mühelos fangen Spater, wenn der Rausch vorüber ist, erbolen sie sich wieder vollkommen, denn das Nackoli- tum, das der Saft enthält, ist völlig unschädlich. Die Verelninlen Staaten baden nur 100 000 Mann Milllär. also ebensoviel wie Deutschland. In dem gl«ich großen Europa stehen 7 Millionen Soldaten unter den Waffen. �ISozl'aMcheArbetterjugendGr.-Verlin Änsrndungen für diese Jtubrtf nur an da« Zuzendsekretariai Berlin SWSL. ltndenilrate Z Besichtigunß de, Wcstdascn, siir crwcebslase Mitftliedcr. Heute Tresipunlt 9 TOt am Westliafen, Eingang Putsis�siraße. Mc erwerbslosen Genossen und Genossinnen rnitssen erscheinen. MSdellursu«:.Die Ltellunq der ssrau. ibre Ausflabni und?iuluirft»us» sichten". 1. Abend: Donncrstaa. iL. Januar. 19� Uhr. in der Schule Koch. straße- IZ. Genossin Anna wcner wricht itdcr„Die Stellung der erwerbe. tätigen ssrou in der Wirtschaft". Jede Gruppe muh unbedingt vertreten sein. Znlercsjicrte Burschen sind eingeladen. Abteilungsleiter, liefert die Bcrichtsbogen vom t. Quartal ab! Bandeeleiterlonserlnz nicht Donnerstag, Ib. Januar, sondern Donners- tag, 2Z. Januar. Heule, Dienstag. 13 Uhr: Gewerkschaftshau«: Schule Köpenicker Str. IÄ:„Bursche und Mädel in der SAI."— Ziosentbalcr Vorstadt: Schute Glisabcthtirchstr. l»:„SAI. und Asrchi".— Zentrum: Leint Landsberger Str. Nil:„DaflfipolttSr.— Brunne». platz: Schule Patil- Gcke Wiefenftratze: Zahrcsmilgliedervetsmwtrwilg.— Weddtnq.Nord: Heim See- Scke Turiner Straße: Kleinarbeit in der Gruppe". - Wedding. R. Tl.: Schule Lilttichcc S!r. 4:„Das Siecht des lungen Arbeiters im Betrieb"'.—«rnswaldcr Platz: Seim Wehlauer Straße:..Paneurvpa".— Aroswaldcr Platz II: Schule Pasteurstr. 44:»Die Ursachen der Revolutionen". — Lelmhottzplatz: Keim Dan,igcr Str.«2:„Der kommunistische Schulkampf".— Nordost i: Heim Dantziger Str. 62:.Gemeinschaft".— Wörth« r Platz: Schule Kaitanienallec 82:„Sinfithrung in die sozialistische Gedankenwelt".— Käsen. Heide: Keim«assertoritr..�ugessdfarsorge".«iiden: Keim Porckstr. ll: 30S; I Wandern"— ischer Abend.— Z!cu!älla Tm: Schult SÖUIifbaßa;„Unser X, 8L Heim Vergsir. 29:„Was ist Aaschisnuls?"— — Schönebcrg IV; KÄm Sauptsrr. I' Mitgliederversammlimg..— Schöne» bctg V: Keim Hauptstr. 15:„Tlergeschlchten".— Westend: Heim Westend: „Tageovolitil".— Äarieudori: Alle Schule. Dorfstr. 7: lv-Minuten-Referate.— Steglitz: Heim Albrechtstr. 47: Iahre-mitgliederversammlung.— Britz l und Ii: �Helm Ra'baus. Choulleestr 46:„Ginnihrung in den Sozialismus".— Ren■ ISDu I: beim Sander- Ecke Hobrechistraße: Heimabend. Reulöll» U: Heim Bergstr. 29:„Paueurova".- Neukölln V: Heim Böhmische Str. l— 5:„Tages» Politik".— Neukölln VI: Heim Treptower Str.»5:„Aufgaben der SPD. und der Sewerkschaften in der Gegenwart".— Neukölln VU: Schule Kaiser-ssriedrich. Reinickcndors.Dst: Seim Lindauer Straße:' siahresmitgliedernersammlung.-» Wittenau: Heim Rosenthaler Str. 15:„SAI. und Neichsbanncr".— Pankow 1: „.----|g---»------» Pankow n; hü i in Heim Kissingen» Ecke Granitzstraße:„Entstehung des Weltalls".— Pankow Heim Görfchstr. li:„SA?, und KI."— Arnimplotz:„Arbeiterjugend Politik und Gesellschaft". Werbebezitck Reutöll»: Die Gruppenleiter mitssen in der Zeit zwischen 18 und 19 Uhr im Parteifekretariat, Fulda straße, die Merkblätter abholen. Lnz-S«is«»sl»cken billiger! In der beutigen Zeit, wa hie Hausfrauen in« allgemeinen nur von Preisechähungen, Aufschläge» usw. zu höre» gewohnt sind, wird es sie doppelt llberralchen. auch einmal umgekehrt bei einem beliebe ten und viel gebrauchten Gegenstand des täglichen Bedarfs van einer Preis- ermäßigung zu hören. Die Lur-Seifenflocken, die ja jeder Hausfrau als un- � entbehrlich zum schonenden Waschen sitr die heute so beliebten Sachen aus Kunstseide und farbiger Wolle bekannt sind, sind mit Wirkung vom 1. Januar im Preise gonz wesentlich ermäßigt. Jetzt lostet da, Nvrmalpalet nur noch 40 Pf. statt bisher 50 Pf., das sparsame Dopp-spakct nur»och 7? Pf. statt bisher 90 Pf. Männer! Neue Kraft! Nur Okasa (Nach Qehelmrat Dr. med. Lahuaan) Bei vorzeitigen Schwächezuständen aller Altersstufen (sexuelle Neurasthenie) Auch Sie werden die Erfahrung gemacht haben, dall viele Präparate, die Sie versucht, das nicht hielten, was sie versprachen. Vor Jahren konnten wir schon sagen:„Okasa hält, was es verspricht"! bleute sagen wir ffl�hr als©*5 VßrSJSräeSft!<-)ka':a u,1/- Uhr Die SneiWeD Staals-Oper Am Pl.d.Republ. Vorst 9 191.3 Uhr Die Metits Staat). SebiUer-Theater.Cliarltli. 20 Uhr Kabale und liebe TiBl. Z Vorrtell. 6 und S'/z. 171,0 BerbtrpsM 9256. IPrütl-EM. Wodmtj.: 5 1 50 PI-31L II Fostar. llriai corttm, 3 Mint Sdook i Ct. liest,!> llstdee. Crwi i Wn4 u». ptASTA Tigl. 5 u. SU Sonnt. 3. S r. 8" I Alex. S066 INTERNAT. VARIETt CASINQ-THEATER Loihringer Strafe 37._ Nur noch bis 22. Januar 1930 Famtlle Hannemann Donnerstag, den 2.3 Januar 1930 zum 1. Male seine Hoheit der Hemer. Gutschein tür 1—4 Personen Fauteuil nur 125 tzL, Sessel 1.75 M., Sonstige Preise: Parkstt u. Rang 0B0 M. Tnoai. 0. Koitb.Tor Kottb. Str. 6 TägL 8 Uhr ■uchSonnt. Dachm-Sll.: Elite- Sänger. Das grobe fanuar-Progr.! Oos kann man * mal sehen! kblllll» UdutCrau!!! Planetarimn — am Zoo»»»» Vsrlänj. JodiiBitkaUr stkili B.5 BarbarossaS57F 16'.7 Uhr DI« Wintar- ttarnblldar. IfP/, Uhr Oer Planst Jupiter. 29", Uw HerkwOrdlge Sterne(Isinn slnrgtl Eintritt I Mark. Kinder 50 Pf. Mittwochs halbe Kassenpreise. ROSE -THEATER"ÄT' Teleph.: Alexander 3422 u. 3494 Täglich 8"� Uhr Sonntags 5.15 und 9 Uhr dis czamasm mit der weltbekannt Musik von Emmerich Kälmän ntt TraiitE So» in d« üiiM Regie; Hans Rose. Von jetzt ab: Sonnabend 5 Uhr und Sonntag 230 Uhr: Der gestietelte Kater Vorverkauf eine Woche vorher von ll—l und 4— 9 Uhr Berliner MlIk-TriO Nwuköllo. w Uha*tr.74/7fii Winrer k Garren� ■ 8.13 Ulli ktnli. 2818 Raofflcc erlaooi | Original 16 Lawrence Tillar-ßirls R Pool Wesiermeler. kniest& Tvoone etc. Renaissance-Theater Täglich SV, Uhr PARISER LEBEN Oporotto von OffonbocK Regle: Gustav Härtung. Musikalische Leitung: Theo Mackeben. — SteiBolttz C 1. 0801 u. 2593/84. >W> Direktion: Dr. Martin Ziekll MW Komische Oper Fried rlchatr.l 04. Merkur 1401 4330. Nach vollständigem Umbau Täglich Uhr Hulia di Bulla Schwank von Arnold nnd feaeh mit Guido Thiwlsotar, s Schulz, Schroth, Sur j, Hildebrand. Walter Raba, Flink, Rehmer, Wenek Lustspielhaus Friedrichsir. 236. Bergmann 2922/23. TägliChS": Uhr .. Wlestf«nll«5«l" Käthe Haack, Paul Heldemann Vorverkaur in beldsn Häusern ab 10 Uhr ununterbrochen. Reichshallen-Theater Abends HZ Sonn'ao oadim. CD Das groHe lanoar-Progr. der Slelliner- Sänger Billitttetillesem Zntnm 112(3 Dönhoff-Brettl: Das Famlllen-Vartets 11 Ngmueni. Konzen. Taaz VolKsbChne Ttikiter am M'OTplati. 8 Uhr Uraufführung Apollo. BrunnenstraBa Volksstflck von Großmann und Hessel. Mnlk: IbuBakteea. Rasi«: Jürsn Fallit]. StaatLSdiiller-Hi. 8 Uhr !!«S!i.lNe Theater am Sdiinbanerdamm 8V, Uhr SliMtzoperaaPtalz der Bepabllk 7Vj Uhr DieZaalierflöte Direktion >r. Robert Kiels Dentscbes KQnstler-Theal Barbarossa 3937 8-.', Uhr Jn. zni, inT Regie: Gustav Härtung. lerdar«irdiaedm; Souper von Franz Molnai Äejli: Biinz Hilpert Berliosr Dieater Dönhoff 170 ",8 Uh* Ende II1» Seltsames Zvismenspiel S5S5$5$SÄ ■>KE8EQ"WELT? | ü-Bahn Rennannpljtz inold Stbalz Paanheide 108 14 1 Großes Bodierfest in den bayr. Alpen Braten von 6 gancan Schweinen auf dem Rleaenlukullus and Prämiin rang dar schönsten{ Blondinen— ganze Figur— 3 Geldpreise: 50. 40, 30. 20. 10 RM. 7 üu-llll.— Heut lekaratioKH— SO hynsdi Uadln.| Einlaß: Wochentags 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr. 25 fahre an RVieuntalismiis gelitten hat meine Schwägerin. Sie konnte kaum am Stocke gehen, sie konnte sich nicht bücken und nicht arbeiten. Jetzt nimmt sie Ihren Zinsier-Rheirmatismustie und ist schon so weit wieder bergesteüt. haß sie kurze strecken ohne Stock laufen kann. Sa schreibt uns Herr 2L Fricke, Mcttingen(24 905). � Dabei ist daS weder ein Wunder noch eine Aus- nähme, denn uns liegen 23000 ähnliche freiwillige Anerkennungen vor. Lor dieser Zahl müssen alle Einwände verstummen und wer an RbeumotiSmuS leidet, sollte nur eins tun: sich selbst durch den guten Zinsser-RheumotiZmustee überzeugen. Er ist in sost allen Avotheken zum Preise von Mi 2.50 und M 1.80 daS Paket zu haben, fönst direkt von Dr. Zinfscr& Co, G. m. b. H., Leipzig 7ö. _ vi \ Dealsdies Tteater D.I. Norden 12310 Tägl.8V, Uhr Der Kaiser v.Amerika von Bernard Shaw Reg.: Max Reinhardt Hammerspiele D.I. Norden 12310 Täglich 8", Uhr Oäsirö Komödie von Sascha Guitry. Regie: Leo Mittler. Die Komödie Jl Bismck. 2414/7516 Täglich 8-, 7 Uhr Vom Tenfel geholt von Knut Hamsun Regie: Max Reinhardt Lessing-Tlieater Norden 10846 Täglich 8 Uhr Affäre oreylus von Rehfisch unir Herzog Operettenhaus Alte Jakobs tr. 30/32 j (Zentral-Theater) j Täglich 8>l. Uhi Der Soldat der Marie Sonntag nachm. 5 Uhr kleine Preise. Friederike Kleines Theat. Merkur 1624 Täglich 8V( Uhr Max Adalbert I in Das Parfiim meiner Frau Lustsp v. Leo Lenz Theater d. Westens Täglich 8>7 Uhr: Hold Slam Lemberg Musik von Gilbert| KUhe Dorsch Leo Sdifllxendort Metropol-Th. 8i/. Uhr Das Land des Lächelns Vera Schwöre. Richard Tanber Musik von Franz Lehär. Walloer- Theater Willnerfteitenlrzlc 35.' Ale». 4592. Täglich hi/. Uhr Die Krone im Rhein Volkstüml.Operette Preise von I M. an. Philharmonie 8 Uhr Beethoveo-ibend desPhilharm. Orch, Dlrm. Prof. I. Prüwet| aotir 5«(1 ffifvirhg; vor Proi. Egon Petrl. Klav�Konz. Es-dur, T.Sin.onle. Eintritt 1 Mk Theater 1. d. Behrenstr. 53-54 81 1 Uhr Direktion Ralph Arthur Roberts .. Vater sein, dagegen sehr gut und hiliigr Nur aross- Berlin Maxandarplatz GROSSES SCHAUöPIELHAUd • Uhr: 3 Musketiere Regie: ERIK CHARELL J Souitag naem. angek. tame Pr- Homiecfte Oper Friedrichstr. 104. Merkur 1401/4330. Allabendlich g'/.ü. Sdnrud m Inuld ist bd lostspiemaus Friedrichstr. 236. Bergmann 2922,23. Allabendlich 8Vz U Wiegenlied Urtspitl rn Mhlns Fodir lag.ich abmdseunr: Die lefzlcn lade: Das EröttnnBgs- Prograanm! Vorvarkauf A. Wenheim u. Circuskance.Tel. Nord. 840. Banevskj-BffiiDeii Theater in der Kliiggritztr Straße Täglich SU, Uhr Die erste fflrs. Selby mit KemSdlenhaua Täglich SV» Uhr Der Lügner und die Renne mit CUPt MB GENOSSENSCHAFT BERLIN U.UMGEGEND E.G.M.B.H. es mciii eiHt flsch zum neeodessen? Unsere preiswerten GEG-Fischkonserven bringen eine angenehme Abwechslung und sind wegen ihrer appetitlichen Aufmachung und pikanten Frische bei jung und alt äußerst beliebt Wir haften in unseren 260 Lebensmittel-Abgabestellen stets vorrätig: GEß-APPCtllSlId S0-g-Dose... Mk. 0.65 OEO-Oahemisspn 120-g-Dose.. Mk. 0.85 GEO-Henngssaiat j�g-Dos«.. mk. 0.90 GEG-Henngssaiai i-uter-Dos«. Mk. t.30 GEG-Hennge in Gelee.-utcr-Dose«k. 1.10 GEG-BismapciMieringe i-l�doscmw. 1.20 GEG-Bpamepinfle.-L-ter.Do«. 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