Morgenausgabe Nr. 31..„, A 16 47. Jahrgang W5cheuFZch 85 TU monsMch 3,605t tm voraus zahlbar. Poftbezug 4L2 M. «üi, schließlich KOPfg.Postz-itun�s- und 72 Pfg Postbestellgebühren. Ausland»» abonnemem 6.— N. pro Monat. Ver„VonvSrts* erscheint wochentZg. lich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Derlüt lknd im Handel mit dem Titel.Der Abend", Illustrierte Beilagen.Doli und Zeit" und�lnderfreuno". Ferner „Unterhaltung und Wissen"..Frauen» stimme".„Technik"..Blick in die Bücherwelt" und.Iugend-Vorwärts" WesLnes Sowsbla« Sonntag 1.9. Januar 19)0 Groß-Äerlin IL pf. Auswärts 20 pf. Die einspaltige Ronpareilkezeile 8t) Pfennig. Reklame'eile 5.— Reichs» mark.„Kleine Alt t.eigea� das ettye» druckte Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes wettere Wort 10 Pfennig. Wone übet 15 Buchstaben zahlen für zwei Worte. Ardeilsmaitt Zelle 60 Pfennig. Familienanzeigev Ze.l« 40 Pfennig. Anzeigenannahme imHaupt- gejchäfl Lindenstraße 3. wochentäglich von ay3 bis 17 Uhr, Aentealovsatt der GoziawemokraMchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstraße 3 Fernsprecher: Töndos» S92—297, Telcgrainm-Adr.: Sozialdemokrat Berlin. Vorwärts-Verlag G.m.b.H. Poslscheckkonio: Berlin 875ZK.— Bankkonto: Bank der Arbeiter. Anaestellie» vnd Beamten. Wallstr� K2. Dt B u Ti«c.>GeL Tepoliienkafle Lindensir 8. Aus Haag folgt Räumung. Das wichtigste politische Ergebnis. Haag 18. Janwar. Dia RäwmwngKvereinbarwngen. wie sie wnhread der ersten Hanger awnferewz in» August getroffeu wurden siMt», bkeide« durch de« Ausgang der zweite» Haager Konferenz vollst Sud ig unberührt und in vollen, UMfauge i« Kraft. Die Daarfrage. zu deren Regelt, ng inzwischen die Verhaudluuge» i« Paris wieder dcgouueu haben, ist hier zunächst nur bei der ersten Besvrechung Dr. Curtius— Brlaud erörtert worden. ,. Die Enipoliiisierung der Reparation. Ein kW, erblick über die finanziellen Regelungen der zweiten t�aager Konferenz die bisher einzeln festgestellt worden sind, ergibt die Verwirklichung bzrn. Aufrechterhaltung des dem Tonng-Plan zugrundeliegenden Gedankens, wonach das Reporationsproblem künftighin auf ome rein wirtschaftliche Grundlage ge- stellt wird Dos kommt zum Ausdruck in der Beseitigung mehr- deutiger Stellen des ursprünglichen Planes, von denen ein«, die- jenige de» Zahlungstermines, zwar etwas im Sinn« der Auslegung der Gegenseite geregelt wurde, aber nicht als ein« Ab- Lnderung zu betrachten ist. i Der lllegfall seeuider Saukrolle und psaudrechke Ist gegenüber Bemühungen.zur Abänderung des Plcknes zu unseren Ungunsten.sichergestellt. Die Bedeutung des beratenden Sonderausschusses und seiner uneingeschränkten Bssugnisse ist hernar- gehoben worden. Eine Mithaftung der Reichsbahn ist nicht nur oermieden, sondern die Reichsbahn ist gegenüber dem Plan selbst noch»Vehr in den Hintergrund getreten. Ein Versuch, die Relchsbant mit Bezug auf eine bOO-Millionengrenze für den Schatzwechselkredit des Reiches festzulegen, ist abgewehrt morden; in bezng auf das Moratorium und die Nachzahlung ist«in. Zusatz eingeschoben worden, rornmch die Befugnis des beratenden Ausschusses für diesen Fall uneingeschränkt bleiben soll. Di« lieb ergang sbestimmungen, die auf der ersten Hoager Konferenz dem Generalagenten die Möglichkeit der Ge- Währung von Erleichterungen cm das Reich.durch Kredite geben, und die. im Dezember bis 81. Januar verlängert worden sind. hak?en schließtich eine Verbesserung noch dahin«rsahren, daß diese Pflicht dem Generalagenten neuerdings und mit her Er- Weiterung durch andere Erleichterungen nach Annahme des Pomig- Planes auferlegt worden ist, und zwar ohne eine Frist- setzung. was eine materielle Verbesserung gegenüber dem bis- hsrigen Zustand bedeutet. Abgesang im Haag. Sie Regeivng der Oflreparaiionen. Haag. 18. Januar. Die wif beute nachmittag 8 Uhr angesetzt« gemeinsame und erweiterte Ätzung der sechs einladenÄen Mächte mit den übrig n Mächten ist auf 6 Uhr verschoben worden. In der Zwischenzeit fand«in« Besprechung des Rcichsaußetuniirsters Dr.(Jurtius mit dem französischen Ministerpräsidenten Tapdieu statt, in der außerhalb des Rcparationsabkomniens stsherck»?, noch in der Schwebe besindliche deutsch-franzöflsche Angelegenheiten erörtert«mrden.:.j]••• J,;•. Inzwischen Hot um 8 Uhr 80 nachmittags eine Beratung der großen Gläubigermächte mit den O st m ä ch t e n stattgefunden, aus der hie letzteren um 4 Uhr 50 ausgeschieden sind, um die großen Gläubiger, nästtte unter sich, weiter beraten zu tasten. Der J Gegenstand ist die bereits gemeldete Schwierigkeit in bezug auf die italienische Go r a n t i« für die Zahlung der Beträge aus der tschechoslowakischen Befreiungstaxe. Rcichsbank Präsident Dr. Schacht verläßt heute abend den Haag. Die Einnahmen des Reiches. Ein wahrscheinliches Oefi it von 555 Millionen für das ganze Zahr. Di« Einnahmen des Reiches an Steuern, Zöllen und Abgaben machen für den Monat Dezember 541,3 Millionen Mark aus gegenüber SSg,2 Millionen Mark im Monat November. Die Mindereinnahme entfällt aus die Körperichasts-, Umsatz- und Vermögenssteuer. Im Monat November waren auf diese Steuern Vorauszahlungen zu leisten; für den Monat Dezember nicht. Die Besitz, und D c r k e h rs st e u e r n werden insgesamt mit 311,3 Millionen Mark angegeben(November_ 452,2 Millionen Mark). Die L o h n st e u e r hat stch von 127,4 Millionen Mark im November um 2,6 Millionen Mark auf 1248 Millionen Mar? verringert, worin die zunehmende Arbeitslosig- t e i t zum Ausdruck kommt. Das Aufkommen an Zöllen und Verbrauchssteuern liegt für den Monat Dezencher in:» 233 Millionen Mark um 19,1 Millionen Mark höher als im Vor» monat. An dem Mehraufkommen sind neben den Zöllen die Tabak- steuer, die Zuckersteuer und die Einnahmen aus dem Spiritus- Monopol betelligt. Hier kommt bereits der M e h r u m s a tz i in Rahmen des Weihnachtsgeschäftes zum Ausdruck. Die Biersteuer(rund 33 Millionen Mark) ist um 5 Mit- lionen Mark gegenüber dem Vormonat gesimken. Mit dem Monat Dezember ist das dritte Quartal des Rechnungsjahres 1929/30 abgelaufen. In den neun Monaten des verflostenen Rechnungsjahres wurden rund 67912 Millionen Mark «ingenommen. Rein rechnerisch betrachtet, bleibt dos Ergebnis um 202,5 Millionen Mark hinter des veranschlagten Iahreshaus- Hallssolls(s/o von 9325 6993,7) zurück. In dem Gesamtauf- kommen bis 81. Dezember sind zudem noch 120,5 Millionen Mark aus der Hohnsteuer«irchasten, die nicht dem Reich verbieibsn, sondern für Zwecke der knappschastlichen Pensionsversicherung und der In- vclliderwersicherung zu verwenden sind. Für das 4. Quartal des Rechnungsjahres 1929/30 kann man annehmen, daß stch das Auf- kommen um 40 Millionen Mark über das Durchschnittsaufkommen in den bisherigen Vierteljahren steigern wird. Für das ganze Rechnungsjahr kann mithin mit einem Aufkommen von 9095 Mil- lione» Mark gerechnet werden, von denen allerdings 125 Mil« Uqnen Mark für Zwecke der knappschastlichen Penstons Versicherung und der Involidenveisicherung gebunden sind Ohne diese 125 MU- lurnen Mark verbleibt ein Aufkommen von voraussichtlich 8970 Mil- lionen Mark. Das mutmaßlich« Defizit im Etat be- trägt demnach 355 Millionen Mark. Schwarzmeerflokie verstärkt. Zwei Sowjetkreuzer fahren durch den-Soeporvs. Moskau, 18. Januar. Amtlich wird gemeldet: Die russischen Panzerkreuzer„Parischkoja Kom- muna' und„Prosintern", die. wie bekannt, wegen eines M a- schinensehlers Neapel anlaufen mußten, haben von dem Kriegs- und Revolutionsrat der Sowjetunion De kehl erhallen, sofort ihr« Reise zu unterbrechen und nach einem russischen Hafen i m Schwarzen Meer zurückzukehren. ★ Diese Beorderung der beiden bisher in der Ostsee stationierten Sowjetkreuzer durch die Dardanellen wird mit„Maschinenschaden" nur fadenscheinig begründet. Tatsächlich hondell es sich um einen Theatercoup, der zu Vegirnt der Londoner Flottenkonferenz die Ausmertsanrkeit auf die Sowjctfiotte lenken und demonstrieren soll, daß die Sowjetunion sich um das Mecreirgenabkommen nicht ' kümmert, has die Durchfahrt von Kriegsschifsen durch Bosporus und Dardanellen verbietst. Ein Trimnphgeheul der bolschewistischen Presse in Deutschland wegen dieser Demonstrationsgest« ist aber wenig am Platze. Der rote.„Kriegs- und Rsvolutionsrat" scheint ganz verg'sscn zu l)abaii, daß nunmehr die Ostseeküste der Sowjetunion den Attacken der vcr- einigten kapitalistischen Panzerkreuzerslott.'n, deren Kern in seiner Phantasie das deutsch-polnijche Geschwader bildet, schutzlos preis- gegeben ist! Holland bangt um Ettt-a�ao. Etchnelltraasport von Flaks. Amsterdam. IL. Januar.(Eigenbericht.) Der niederländische Torpedabootjäger„van Galey", augenblick- lich m Den Helder, erhiell Aujtrag, unverzüglich nach Curoaao zu gehen. Da das Schiff bereits am Sonnobendjrüh abfuhr, wurden mit großer Beschleunigung Meldcapparate und Flugzeug- Abwehrgeschütze an Bord geschafft. Außerdem fahren 25 See- foldaten mit, die unterwegs in der Bedienung der Geschütze ausgebildet werden sollen. Die Abwehrgcfchütze sollen auf Curavao an bestimmten strategischen Punkten aufgestellt werden. Auch das Erkundungssahrzeug„Arend" wurde in die west- indischen Gewässer entsandl. Das Schiff hat bereits Den Held er verlassen. Gutes Ende im Haag. Annahme im Reichstag sicher.— Oer Kampf um die Reichsbank. Die Haager Konferenz geht dem vorherbestimmten glück- lichen Ende entgegen— trotz aller Hoffnungen, die die Kata- strophenpolitiker auf die Sanktwnsfrage und Herrn Schacht gesetzt hatten. Die Konferenz hätte bereits nach acht Tagen beendet fein können, wenn nicht durch das Auf- werfen der Sanktionsfrage und die langwierigen Auseinander» fetzungen über die Frage der Zahlungstermine die Berhand« lungen unnötig erschwert worden wären. In der Frage der Zahlungstermine hätte die deutsche Delegation das endliche Ergebnis früher haben können, wenn sie nicht erst am Ende, sondern am Beginn der Auseinandersetzungen der Erkenntnis Raum gegeben hätte, daß durch den Mediotermin für Deutsch- land kein reeller, sondern nur ein imaginärer Verlust entsteht. Die deutsche Delegation, für die Herr Curtius ge- schickt und energisch verhandest hat, wird mit einem schönen Erfolg zurückkehren. Sie hat im wesentlichen das Ergebnis der Sachverständigenderatungen verteidigt, sie Hot die Frage des sogenannten negativen Pfandrechts in ihrem Sinne durch- gefetzt, und sie hat die Frage der Sanktionen, nachdem sie einmal aufgeworfen worden war, zu einem befriedigenden Ende geführt. Der Erfolg dieser Konferenz ist nicht zum wenigsten das Verdienst des Außenministers Dr. Curtius. Er hat die Arbeit Stresemanns mit großem Geschick ausge» nommen und sortgesetzt. Er hat ein schweres und undank- bares Amt übernommen— der innerparteiliche Leidensweg Stresemanns dürfte ihm trotz des Erfolges vielleicht auch nicht erspart bleiben. Run ist es am Reichstag, dos Schlußxrotokoll zu ratifl- zieren und die im Zusammenhang mit dem Doung-Plan stehenden-Edsetze zu verabschieden.. �, Noch der parlamentarischen Erledigung des Hyung» Planes, sind klare Verhältnisse geschaffen für die Lösung der dringendsten Aufgaben, die Regierung wird dse Hände frei haben, um der schweren Rot devValkes und des Reiches entgegenzutreten. Ueber das Maß der deutschen Leistungen an die Gläubigermäckte wird dann keine Unklar- he't mehr bestehen, so daß die Ordnung der ReichsfinaNzeir und die endgültige Feststellung des Reichsetats für 1339 er» folgen kann. Der Reichsfinanzminister wird sich dabei frei- stch einer schweren Aufgabe gegenübersehen, tznd seine erste Tat w'rd es sein müssen, dieIllusionen restlos zu zerstören, die sich in der Zeit zwischen den Auguswer- Handlungen und der zweiten Haager Konferenz eingefressen haben. Es wird dabei nicht ohne ernste Auseinandersetzungen abgeben! Die nächste, von ganz Deutschland sehnlich erwartete Folge des glücklichen Endes der zwesten Haager Konferenz iedoch wird die Räumung des Rhein landes feint Am 1. Juli 1339 wird kein fremder Soldat mehr auf deutschem Boden stehen. *■ Die Reparationsleistung endgültig festgefetzt, die Un- sicherheit beseitigt, das Rheinland frei— ein großer Erfolg der Reichsregierung! Der Dawes-Plan war ein Erfolg. Er war ein erster Markstein auf dem Wege zum Frieden, er gab Deutschland die Mögl'chkeit zu wirtschaften und zu arbeiten. Auch der Dawes-Plan war vor feiner Ratifizierung durch den Reichs- tag aufs heftigste umstritten; dennoch stimmte ihm eine große verfassungsändernde Mehrheit des Reichstages zp. Pio deutschnativnale Reichstogsfraktion hat damals diese Mehr- heit schaffen helfen, indem die Hälfte der Fraktion für den Dawes-Plan stimmte. Noch heute ist selbst Herr Hilgenberg überzeugt, daß der Dawes-Plan besser ist als die uneinge- schränkte Herrschaft des Verfailler Vertrages— obwohl er damals aus agitatorischen Gründen gegen den Dawes-Plan aufgetreten ist. Der Noung-Plan wiederum ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Dawes-Plan —«in weiterer Schritt von der uneingeschränkten Herrschaft des Verfailler Vertrages weg. Wer nicht gegen die Vernunft streitet, muß diese Tatsache anerkennen. Die parlamen- rarische Mehrheit für die Ratifizierung des Uoung-Planes ist darum nicht im mindesten zweifel- Haft. Zu dieser Mehrheit werden allerdings diesmal die Deutschnationalen nicht gehören! Sie werden sich der zrnin- genden inneren Logik der deutschen Politik der letzten zehn Jahre entziehen und werden sich da? Vergnügen leisten, gegen die Vernunft und die Logik ein- Scheingefecht zu führen. Die parlamentarische Situation g'bt ihnen Gelegenheit dazu, ohne daß sie Gefahr laufen müßten, die ungeheure Verant- wortung für den schweren Rückschlag übernehmen zu müssen, den eine Ablehnung des Poung-Planes bedeuten würde. Würde ihnen wie 1924 eine Beteiligung an der Regie- rung winken, fo würde plätzlich ihr Verständnis für die beut- scheu Notwendigkesten u"d für die Nützlichkeit der deutschen Reparationspolitik erwachen! Heute kündigen sie Fortsetzung ihres Kampfes dem Doung-Plan on, mil allen verfassungsmäßigen Mitteln, die ihnen nach dem schmählichen Scheitern des Hugenberg-Be- gehrens noch geblieben sind. Bis Mitte Februar, bis zur Verabschiedung im Reichstage, werden sie die Luft erschüttern mit ihren Ag.tationsphrasen, die mit den wirklichen Tat- beständen nicht im Einklang stehen, und sie werden es bis zuletzt nicht aufgeben, sich krampfhaft an die Illusion zu klammern, daß schließlich vor der Annahme des gtmng, Planes doch noch etwas dazwischenkommen könnte! Es wird nichts dazwischen kommen! Sie werden die Front der Regierungsparteien in der Vertretung des Haager Ergebnisses geschlossen gegen sich finden!. Der Voung-Plan ist ein tatsächlicher Fortschritt Seine Lasten sind schwer—> aber leichter als die Dawes-Last. Er enthält für d:e Fälle der äußersten Rot Schutzbestimmungen und birgt Revisionsmög- lichkeiten in sich. Die deutsche Politik der Aukunft besteht in der loyalen Durchführung der Haager Vereinbarungen, d i e K a ta st r o p h e n p o l i t i ke r, die mit dem Gedanken spielen, daß es nun an der Zeit sei, die deutsche Aahlungs- Unfähigkeit zu organisieren, mögen sich mit dem Gedanken an- freunden, daß sie im deutschen Volk« in kläglichster Isolierung stehen werden Herr Schacht freillch wird nach wie vor die Geste üben, die ihn in den Augen der Gegner des Doung-Planes von der Verantwortung entlasten soll, die er bei der Borberei- tung der nunmehr vorliegenden Ergebnisie in den Sachver- ständigenberatungen übernommen hat. Das Problem Schacht ist mit dem Abschluß der Haager Konferenz nicht zu Ende— es ist«in innerdeutsches Problem, dessen endlich« Lösung noch zu sehr ernsten Auseinandersetzungen führen kann. Wir haben die praktisch politische und die grundsätzliche Bedeutung de» Falles Schacht seit der Veröffentlichung seine» Memorandums wiederholt und gründlich erörtert— nach der Rückkehr der deutschen Delegation au» dem Haag wird der Fall Schacht Gegenstand der amtlichen Beratungen sein müssen. Mit der parlamentarischen Beratung des Haager Schluß- Protokolls wird die Beratung des Reichsbantgesetzes und des Reichsbahngesetzes im Ausammenhang stehen. Gegenüber dem Protokoll steht allein die Frage annehmen oder ablehnen— gegenüber dem R e l ch sb a n k q ese tz ist der Reichstag frei in der Umgestaltung namentlich der international nicht gebundenen Teile des Gesetzes. Hier sind die Möglichkeiten gegeben, um Sicherungen zu schaffen gegen Diktaturgelüste des Reichsbantpräsidenten. Die volle Einmütigkeit aller Regierungsparteien in der Dertretuna des Haager Verhandlungsergebnisses, unbeschadet kritischer Bewertungen im einzelnen, steht außer Aweifel— in der Frage Schacht wird ein einheitlichr Wille erst gesucht werden müssen! Dieser einheitlich« Will« muß gefun- den werden. Die kommenden Etatsberatungen für das Jahr 1950 werden nicht leicht sein angesichts der Tatsache, daß der Etat für ISZl) mit dem Tilgungeprogramm vor- belastet ist und daß die Steuereingänge der letzten Monate eine nach abwärts weisende Tendenz gezeigt haben. Es wird die Aufgabe des Reichsfinanzministers Molden- Hauer sein, die Reichsfinanzen zu sanieren und zu stärken. Bei dieser schwierigen Aufgabe darf gerade der Reichsfinanz- minister.keine Rebenregierung neben sich haben, er muß selbst den Anschein vermeiden, als stünden die Reichs- finanzen unter der Kuratel eines unverantwortlichen Reichs- bankpräsidenten. Es müßte die Aufgabe des Finanzminffters fein, die .stärkste Sicherung gegenüber neuen Experimenten und neuen j llnverantwortlichkeiten des Herrn Schacht zu vertreten, und die stärkste Sicherung besteht im Rücktritt dieses Reichsbank» Präsidenten. Wir glauben allerdings zu wissen, daß Herr, Molden Hauer kein Anhänger energischen Vorgehens .gegen Herrn Schacht ist. daß es vielmehr sein Einfluß war. der im Haag Herrn Schacht nach der Explosion seiner Bombe wieder stärker herangezogen hat, als ob nichts geschehen sei. Wird das Problem Schacht nicht einer schnellen, ener- gischen und endgültigen Lösung zugeführt, so würde es die kommende politische Arbeit nach der Verabschiedung des Wung-Planes hemmend und störend komplizieren. Angesichts der großen finanz- und wirtschaftspolitischen Probleme. angesichts der Massenarbeitslosigkeit und der Rot der Städte müßte es ein Gebot der Klugheit sein, diese Komplikation radikal aus der Welt zu schaffen. Eine Regierung, die einen Verständigungsfrieden mit Herrn Schacht schließen woMe, würde gegen die Stimmung des Volkes handeln. Das Vertrauen des Volkes aber ist die erste Voraus- setzung für die kommende politische Arbeit. Herr Schacht besitzt dieses Vertrauen nicht. Er hat die Stimme des Volkes gegen sich— die Regierung aber muß sie für sich haben! Oer Fortschritt in Pommern. politische Auswirkungen der pommerschen provmziallandiagswahl. Das bemertenswerte. für bk Sozialdemokratie erfolgreich« WahlerAebni» der pommerschen Provinzialland- t a g s w a h l vom 17. November 1929 zeigte folgendes Bild: Stimmenzahl Mandat« Deutschnational«. Sozialdemokrale«. Deutsche Voltspartei Kommunisten.. Demokraten..., Wirtfchqftspartet., Deutschoölkische.. Nationalsozialisten. •) Allsw-�lungSparlei. In der kürzlich abgehaltenen ersten Tagung de» neugew ähsten Provinzial Parlaments stÄte sich der erste Erfolg zu politischen Aus» Wirkungen oertiesen. Denn es war gelungen, die deutfchnatio- nale Mehrheit zu zerschlag«»: Den S1 Deutschnational«», denen sich sofort nach dem Wahltag die vier National- sozialisten bedingungslos verbündet Köllen, standen 40 Abgeordnete der Li n k e n und der Mitte gegenüber. Die Möglichkeit war also gegeben, auch d« M eh rh« I t»- Verhältnisse im Provinzialous schuh umzugestalten. Da der Prooinzialausschuß die Provlnz!aloertr«t«r im R e i ch» r a t bestellt, in die Derwaltungsgertchte(Provin- zialrat. Bezirksausschüsse usw.) der Provinz die Laien beisitzer entsendet. bei der Ernennung der oberen politischen Beamten gemäß Artikel 86 der Preußischen Bersassung sein.Einvernehmen' auszudrücken hat, liegt auf der Hand, daß die Zusammensetzung des Provinzialausschusses den Hauptverhandlungsgegenstand zwischen den Fraktionen bildete. Vorweg sei bemerkt, daß die langwierigen Verhandlungen um die Bildung eine» losen politischen Zweckver» bände» zur Vornahme der vorerwähnten Wahlen und einer dauernden Umgestaltung der bisherigen politischen Haltung gegenüber Reich und P r e u tz e u m Pommern zulegt an dem politischen Appetit und der zwiespältigen Haltung der Wirtschafts parte rgsscheiiert sind. Uebrig blieb nur ein« lose Verbindung zwischen Sozial- demotrat ie und Volk spartet, die sich aber nur bei den Wahlen ausgewirkt hat..Die D« u t f ch n a t i o n a l e n hofsen, ball» wieder mit W i r t s ch a f t s p a rt« i und Vslkspartei in der antimarxistischen Front marschieren zu können. Der Provinzialland tag nahm danach Wa h l« n vor. bei denen die Sozialdemokratie entsprechend ihres Erfolges — ausgedrückt in der erhöhten Mandatszahl— erhielt: im V o r- sta nd des Proomziallandtages den stellvertretenden Vor» sitzenden und Zwei Schriftführer, den Vorsitzenden und die beiden anderen Schriftführer, stellten die Deutschnationalen. In den Provinzialausschuß ziehen ein: S Sozialdemokraten, 1 Demokrat und 6 Deutjchnationale, die den Vorsitzenden.stellten, während die Sozialdemokraten den stellvertretenden. Vorsitzenden er- hielten. Je zur Hälfte von den Dxulschnationalen und den. S o- zialdemokraten werden die schon benannten Laienbeisitzer in den Verwaltung sgerichten usw. gestellt. Di« übrigen provinziellen Körperschaften sind ebenfalls entspreckzend besetzt......... Di« Deutschnationalen erhielten Z Sitze im. Preußischen Staatsrat, die Sozialdemokraten traten von ihren beiden Sitzen«inen an die Dolkspartei ab, deren Pertreier aber mit dem Sozialdemokraten in der Sitzungsreihe abzuwechseln hat. Die Deutfchnationalen behalten ihren Vertreler im Reichsrat, Der politische Gewinn aus dem guten Wahlergebnis befriedigt uns. Unter den obwaltenden Umständen ist alles, aber auch alles herausgeholt worden, was durch Energie, Umsicht und Geschick zu erreichen war. In den kommenden vier schweren Arheitssahren hat die Sozialdemokratie in der provinziellen Selbstverwaltung künftige Erfolge vorzubereiten. Oeuischnatiouales Deutsch. Was gewahrleistet die Verfassung? Der deutschnationale Landtagsabgeordnet« Queren gässer ist sittlich entrüstet, weil in einem amtlichen Organ für Jugendpflege zu Weihnachten«in Artikel gestanden hat. der da» Weihnachtssest vom Standpunkt der Arbetterklasse aus beleuchtet. Der Artikel spricht aus, daß die Kinder der arbeitenden Klasse nicht mehr an Götter und Engel glauben können, daß sie sich vom kirchlichen Dogma der Nächstenlieb« bekehren zur Uebung praktischer Solida ri. tät. Dieser Artikel hat Herrn Querengässer zu einer kleinen Anfrage angespornt, in der er folgendermaßen loslegt: Dieser Artikel hat größte Empörung bei allen Führern und Führerinnen der christlichen Iugendverein« und bei ollen kirchlich Eingestellten in Stadt und Land ausgelöst... hi« find die Gefühle Andersdenkender, wie es in der Verfchsimg gewährleistet ist, anfs gröblichste verletzt. In der Verfassung ist allechand gewährleistet. Leider kst nicht gewährleistet, datz die auf Grund der Verfassung gewählten Ab» geordneten, die ssch mit Pathos deutschnational nennen, auch die deutsch« Sprache beherrschen._ Gegen den preußischen llnlerrlchtsminlfler Dr. Lecker war wegen ocr Ministeria'loerfügung vom 7. Ollober 1929 über das Verhalten der Lehrer und Beamten beim Volksbegehren eine Strafanzeige wegen Beamtennötimmg erstattet worden. Das von der Staatsanwaltschaft auf dies« Anzeig« eingeleitete Er- mittlungeversahren ist eingestellt worden, weil eine strafbare Handlung nicht ersichtlich ist.... Die Wahlen zum Schleflschen Sejm werbe« im Mai stattfind«». Zuhälter und Mörder. Das Milieu der.Sturmabteilung«»� In seiner Wohnung in der Frankfurter Straße in Berlin O ist, wie bekannt, der nationalsozialistische Student Wessel nächtlicher- weile überfallen und durch Schüsse schwer v«rl«tzt worden. Wessel, der Sohn eines Pastors, lebt« mit einem Mädchen zusammen in Untermiete. Die Polizei hatte zunächst eine» politischen Ueberfall vermutet, nahm dann«inen Racheall an und ist wieder auf die »politische' Spur gegangen. Als der Täter, der die scharf«» Schüsse abgab, ist«!n setzt fläch- tiger Tischler Albrecht(Alk) Höhler ermsttett. der nach den Fest- stellungen der Polizei wegen Zuhälterei, Meineid und anderen Dingen schon vorbestraft ist. Bei der Such« in feiner Wohnung fand man die Uniform des Roten Frontkämpfer- b um de» und verschieden« sonstige Abzeichen dieser revolutionären Organisation. Nach mehreren übereinstimmenden Zeugenaussagen hatte sich Höhler am 7. Januar auch in voller Uniform des RFB. an der Beerdigung de, von Nationalsozialisten«r» schossenen Arbeiters Walter Neumann beteiligt. Er war von seiner Gruppe sogar al» Kranzträger delegiert worden. Höhler gehörte zu jenem Trupp uniformierter Rotfroni- kämpfer, die in geschlossenem Zug« von ihrem Sammelpunkt, einem Lokal in der Mulockstraße. zur Beisetzung abmarschierten. Später ist er dann bei den Krawalle» im Osten der Stobt mit ver- sMedene» anderen Gesinnungsgenossen von der Polizei au» dem Trauerzug heraus festgenommen und aufs Polizeipräsidium gebracht worden. Nach dem Verhör wurde er mit den übrigen wieder ent- lassen. Die aktive Zugehörigkeit dieses Zuhälter» zur kommunistischen Organisation ist also gar nicht abzuleugnen. Trotzdem bringt die kommunistische Presse den Mut auf. sie dreist zu bestreiten. Ja, die.Rot« Fahne' fügt den lapidaren Satz hinzu:„Die Kommt». nistische Partei hat mit solchen Taten nicht» gemein.' Das llingt sehr forsch. Aber es glaubt niemand. Denn noch zwei Tage zuvor hat dieselbe„Rote Fahne'«inen ähnlichen bandenmößigen Ueberfall ausdrücklich gefeiert mit den Worten: „Die Redaktion der„Roten Fahne'... billigt fedzch restlos diesen Angriss als«inen Beweis der aktiven Solidarität der beut- schen Arbeiter mit der Sowjetunion. Die Redaktion der„Roten Fahne' weiß sich mit dieser Haltung in llebereinsiimmvng mtl der gesamten revolutionären Arbeiteeschast Deutschland».' Niemand wird bestreiten, datz diese Erklärung wesentlich ehr- l Icher war al» der neuere plumpe Lerfuch, von den Folgen der Bluthetze abzurücken. Die KPD. hat die brutale Gewalt solange als der Güter höchstes gepriesen, hat solange die gutgläubigen Opfer ihrer.bolschewistischen' Methoden als Helden gefeiert, bis es ihr ge» siel, dies« Helden als„Polizeispitzel' hinzustellen. Selbstverständlich. daß jetzt auch der Zuhälter und Rotfrontkämpfer Höhler als solcher hingestellt wird. E» bleibt nur noch übrig zu untersuchen, wie viele von den organisierten Kommunisten noch nicht als Spitzel „entlarvt' worden sind. Oer Oiebflahl im Strafrechi. Kommuoisten für Oiebstahlfreiheit. Der Strafgesetzausschuh des Reichstags beriet am Donners- tag den 26. Abschnitt, der die Diebstahlsdelikt« betrifft. In der Generalaussprach« stellte sich Abg. Wunderlich mungsmoche der Behörden und der Industrien über den Ernst der Lag« hinwegzutäuschen, aber die Tatsachen sprechen ein« deut- lichere Sprache. Der Detroiter Arbeitsindex, der«inen ziemlich genauen Barometer für die industrielle Lage des ganzen Landes abgibt, weist einen Beschäftigungsgrad aus. der 30 Proz. unter dem Beschäftigungsgrad des Januar 1929 liegt, und ähnliche Feststellungen sind von den staatlichen und kommunalen Arbeitsbüros gemacht worden. Als Erklärung müssen die Saison- rückgänae in'den Industrien herhalten, ober auch diese Begründung ist nur im kleineren Maße zutreffend. All« Anzeichen deuten dar- auf hin daß Amerika bereits inmitten einer ausgedehlltea Krise steht, die fich gleichmäßig über die ganze Union erstreckt. Wenn zum Beispiel eine solche Riesen.orgamsation wie die International Combrstion Engineering Corporation mit einem Kapital von 43 009 009 Dollar von den Bethlehem Stahlwerten unter Zwangsverwaltung gebracht wird, so sind das neben anderen Merk- malen Anzeichen eines aufsteigenden Wirtschaftssturms, wie ihn die Pereinigten. Staaten seit vielen Jahren nicht mehr durchgemacht haben._' Oer profeffonVoischaster. Schurmans Abschied von Deutschland. ZZer amerikanische Botschafter Schuir man verabschiedete sich am Sonnabend vom Reichspräsidenten. Bei dem Abschiedsfrühstück dankte der Reichspräsident dem Botschafter insbesondere für sein Interesse an der deutschen Wissenschaft. „Das neue Unioersitätehaus am Neckarstrand vnrd Ihren Namen, Herr Botschaster. dauernd mit dieser Pflegestätte deutscher Geistesarbeit verbinden.' Der Botschafter erwiderte u. a.: „Fremde Nationen, und nicht am meitigsten die Bereinigten Staaten von Amerika, verdanken viel der deutschen Wissenschost und Kirliur. Ehe die Universitäten in der Neuen Welt sich entwickeln konnten, bezog eine große Anzahl amerikanischer Stu- denten deutsche Universitäten, wo sie mit großzügiger Gasssreundschaft aufgenoinmen wurden. Das neue Unioersitäts- gebäude. ivelchcs setzt an den Ufern des Neckar entsteht, ist ein« An- erkenn, ing— und wird auch als Symbol bestehen bleiben— un- serer Dankesschuld an die ehrwürdige Universität Heidelberg.' Schächtverb ol ln Bayern. Die bayerische Regierung hat dem Landtag einen Gesetzentunirs zur Beschlußkassung vorgelegt, der mit Wirkung vom 1. Dttober- 1939 anordnet, daß Schlochttiere vor Be- ssnm der Blutentziehung zu betäuben sind. Es Handel» sich bei dem neuen Gesetz, das auf einen Mehrheitsbeschluß des Landtages zu- rückzü führen' ist, um«in Verbot de«'jsidischen-rirturllen Schächte ns für Bayer»»,_.._------ Winterfportmeldungen der Woche. Im Haag rutschte Herr Schacht auf dem diploma- tischen Giatteis aus und tat einen bösen Fall. Bei unsichtiger Witterung und starkem Frühnebel prallten zwei Koalitionsminister zusammen. Oer kommunistischen Partei schneite es böse in die Äude. Nur der Wintersportler merkte nichts von winterlicher Witterung. Kommunistische Bombenleger. Einer beschuldigi den anderen der Epihelet. Hannover, 18. Januar.(Eigenbericht.) Vor dem hiesigen Schwurgericht b«gqnn am Freitag der Prozeß gegen'die Urheber des' k o in m ujst»Jfis che» Sprengst opf- atteutats auf die Dorschußvereinsdaitk Das Attentat wurde im Juli 1929 begangen. Auf der Anklagebank sitzen der 39jährig« Heinrich Buchholz und sein LSjähriger Bruder Friedrich. Nicht weniger als 81 Zeugen siird geladen.' Der erste Verhandlungstag gibt bereits einen Einblick in die trübe Atmosphäre, die in der KPD. herrscht. Einer beschuldigt den anderen der größten Derbrechen, keiner traut d.em anderen, uxil er ihn für«inen Polizxi- spitz«! hält. Der Angeklagte Heinrich Buchholz, ein vollkommen verworrener Mensch, ist wegen schweren Diebstahls vorbestraft. Er uzar kurze Zeit bei der Reichswehr, Seine Beziehungen zur Kommunistischen Partei stellt er in Abrede, gibt aber zu, an einem Umzug der„Roten Hilf«" teilgenommen zu haben. Einig« Tage vor dem Altental will er in der Nähe des koenmunistische», Parteihauses einen Mann getroffen haben, der ihn bat, eine Kiste in die Wirtschast zu trugen, in der sich u. a. das Büro der„Roten Hisse' befand. Der Angeklagte will diesen Mann zunächst nicht ge- kannt hoben. Später äußert er jedoch, daß er ihn doch kenn«, et den Nomen jetzt jedoch noch rücht nennen wolle. Bon dem als Hauptzeugen geladenen Arbeiter Erich Schmidt, der zur Zeit des Attentates Vorsitzender der„Roten Hisse' und Mitglied der Bezirksleitung der KPD. umr, behauptet Buchholz, daß Schmidt Opfer gesucht habe, um sie auf die Schlachtbank zu führen. In der Nacht, als das Attentat begangen worden sei, will der An- geklagte in der Nähe des Attentatsortes gewesen sein. Ms er den Knall der Explosion gehört habe, sei er mit anderen an den Tat- ort gelaufen. Da habe er auch Erich Schmidt gesehen. Friedrich B u ch h o l z redet, als ob«r alles auswendig gelernt hätte. Er äußert sich zunächst über seine Beziehungen zu Erich Schmidt, mit dessen Ausweisen er für die„Rote Hisse' gesammelt hyb«. Er Hab« 339 bis 499 Mark ausgebrocht u»»d pro Tag 5 bis 7 Mark Entschödigüng erhalten. Schmidt hat ihm angeblich von 'ssssll'Z utrgeheirren' Plänen erzählt. Danach wollte Schmidt 89 Kanoniere ausgebildet haben,-die angeblich eingests- »»erden sollten, sobald mit Stoßtrupps die Kasernen in Hannover eingenommen»oorden»varen. Nach ihrer Besetzung wollte- Schmidt. wie Bochholz erklärte, die Bremer Kaserne stürmen. Auch habe Schmich ihm(Buchholz) in Hannaver Stellen gezeigt, wo er Bomben hinlegen könne und zwar namentlich in der Nähe der Synagoge, der Reichsbank und de» Finanzamtes Nord. Friedrich Buchholz ist geständig, in der betreffenden Nacht an der Synagoge und in dzr Kanalstraße vor der AorschußvereiflS- dank zwei Staufferbuchsen noll Explosivstoff gelegt, und durch Zündschnur entzündet zu haben. Cr behauptet aber. Schmidt habe ihm drei solcher Stausferbuchsen gegeben und gesagt. er würde sie ja selbst werfen, aber die Polizei würde ihn am anderen Tag verhaften, weil sie ihn kenne. Di« der Zentrale ergebenen Kommunisten haben besonder« Wut gegen den Zeugen Erich Schmidt, weil er bei der Polizei„aus» gepackt' hat und im linkskommumstifckvm Berliner„Dolkswillen' Enthüllungen über die Hannoverschen KPD.-Größen veröffentlichte. „Schuft' ist das nnndeste. was ihm an den Kopf oeworien wurde. Erich Schmidt, der ehemalige Borsitzende der„Roten Hisse', der wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Spreng st o f f v e r- brechens im Dienste der KPD. bereit» mit Zuchthaus vorbestraft ist(er war seinerzeit an dem Anschlag gegen da» Ober- Präsidium in Hannover beteiligt), bestreitet entschieden. Buchholz zu den Attentaten veranlaßt zu haben und erklärt:„Dem ich schon ein Attentat geplant hätte, so hätte ich auch den Mut gehabt, es selbst auszuführen. Dos beweist ja mein« Vorstrafe.' E-bmidt erhob gleichzeitig schwere Anklagen gegen die Füh- rung der KPD. und behauptet«, daß sie der eigentlich« An- stisier sei uild airf die Airklagebarrk gehöre Ein Kinderstück von Zuckmayer. Deutsches Künstlertheater:.Kakadu Kakada'. Der klein« Gustl Starck-Gstettenbauer ist ein entzückender Theaterjunge. Schon vibriert ihm das Sümmchen in der Kehl«., Schlank, akrobatengeivandt, blond, und mit treuen Augen steht, tanzt und turnt er auf der Bühne. Cr ist ein hervorragender Springer, er ist auch schon«in angenehmer Sänger und rührender Charokterspieler. Er ist. ein Bub, über dessen Traurigkeit man schon Tränen vergießen kann. Ebenso schnell erweckt er unbeschreibliche Heiterkeit. Er gießt statt Rmn— Benzin über den Pudding, oder «r zaubert als Wunderdoktor dem kranken Banerndickwanst die Knödel aus dem Bauch und alles fliegt auf ihn, Groß und Klein. In dem Zuckrncyerschen Stück sollen vor allem die Kinder, die um die Ordächniskirche zu Hause sind, auf den kleinen Komiker fliegen. Sie tun es. sie find mit Recht stolz auf de», Zeitgenossen, der auch ihr Altersgenosse ist. Leider haben nnrtie Kinder vom Kurfürsten- dämm und Nachbarschaft genug Toschengeld,»n sich das Vergnügen leisten zu können. Di« anderen müssen draußen bleiben. Schade. Gustl Starck-Gstettenbauer, den Jungen mit dem schwierigen Namen und dem gekräuselten Dialektschnäuzlein, sollten sie halt alle sehen und hören, auch die anderen, denen Mama und Papa am Sonn- abend.im fröhlichen Theaterjoyer nicht Schokolade und Kuchen ser- vieren lassen konnten. Naiv für das. rvos die Kinder brauckzen, ist Zuckrnayer nun nicht. Di« Großen lachten mehr als die Kleinen. Immerhin»wurde gelacht? besonders über die böhmische Köchin, die ihren Papagei «niger llebt als ihr« Hervschaflskinder. Was insofern traurig ist, als dieser Kakadu eines Morgens durchbrennt,»vas wiederum der Köchin schier das Herz bricht. Trotzdem geht noch alles zum Guten, Denn da ist ja Gustl, die Dorfivaise, das lustig« Büvschlein, der Ziegenhirt, der beiveist, über wieviel Unglück man mit jungen Haxen hinüberspringen kann. Gustl bringt auch den lieben Kakadu zu seiner Köchin zurück»md Gustl vollbringt auch ein Wunder. Er brütet Kakadus auf dem Elesschergipfel verlorene» Ei in seiner Mm aus, wobei sogleich Kakadu» Gemahlin geboren wird, die den Namen Kakada erhalten soll. Aus der Alm wird Weihnachtssest geholten, etwa» spät nach dem Kalender, und es finden sich zu dem Wunder auch die Gundelsingers und die Katzencllenbogens aus Berlin W. ein. Ja, mehr noch, des Herrn Gundelfinger süßes Kindlein war ganz krank geworden, da es sich in der Sommerfrische in den fixen Geißbuben oerliebt hatte, und nun kommen das Derlin-Grune walder Kind und das Waffenkind zusammen. Und zufrieden ist vor allem Onkel Gustav au» Berlin, der gut« Onkel Doktor. Ein erstrangiger Menschensreundl Denkt euch nur: er geht nicht über die Herrschaft». treppe, sondern über die Dienertreppe, um sich beim Küchenpersonal einzuschmeicheln. Ein Kinderstück? Di« Kinder haben zu viel Nüsse zu knacken, selbst die Kleinen aus der Segend um die GkdächtnioNrch«. die doch sicher sehr helle sind. Doch Gustl Starck-Gstettenbauer nfft der Wiener Goschen und den Zirkussprüngen und dem entzückenden Lächeln und den liebkosenden Handbevxgungen und dem zitternden Gebetstimmchen und dem pfiffigen Augenzwinkern ist ein Pracht- kerlchen. Als Peter Eysoldt noch ein kleiner Peter und noch nicht ein ehrgeiziger Student der Ingenieurkunst war. spielle er so rührend Theater wie dieser Gustl---- wir werden un»-feinen Rom«« doch endlich inerten müsse»! dl»» Hochdorf. WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt) Königstraße Rosenthaler Str. Moritzpiatr Atts»(Sali es» Seseflsdhaft Reinseidenes Tanzkleid cr�-L-tm. Farben...v 2475 Elegantes ��bendkleid Marocain, mit Spitze gamiert.• 50 m Elegante Abendkleider Masken-Kostüme/ Dominos Frack- u. 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Ein kleiner Anschlag an dem Gebäude des Pakeipostamles weist die Interessierten und Vorüberhastenden auf die Derste.gerung hin. Zur sestgesetzlen Zeit steht ein« Schar Männlein und Weiblein an der Tür des Versteigerungsraumes, drängt, sobald sich die Pforten offnen, wild herein und belegt die einzige an einer langen ho'z- tosel sich entlangziehende Bank mit Beschlog. Wer einige Minuten nach Beginn der Versteigerung den Raum betritt, wird vergeblich noch einer Sitzgelegenheit Umschau halten Schon nach der Per- steigerung der ersten Gegenständ« merkt auch der Uneingewechte. um wen es sich bei diesem Personenkreis handelt: um eine Clique von Händlern, die mit bewundern swerter Diszlplln versucht, die versteigerten Dinge z» einem Spottpreis an sich zu bringen. Was alles von den einzelnen Händlern zusammengekauft wird, ist erstaunlich: Äleiderstoffe. Regenschirm« Mteütoscken, Schuhe, Spielwaren, alte Zeitschriften, paarige und unpaarige Handschuhe, Bremsklötze. Zahn- räder, angebrauchte Medikamente usw. Daneben gibt es natürlich auch Spezialisten, die nur Sckmuckgegenstände oder nur Uhren oder nur Metallwaren kaufen. Aber sie sind gegenüber der Zahl der ..Ramjchkäufer" erheblick in der Minderheit Wenn der Außen- stehende wirklich ein Gebot abgibt übertrumpft ihn sofort die chändlergild«. Dabei kann man die etwas eigenartige Feststellung machen, daß z. B. in verschiedenen Fällen bei niedrigerem Gebot Händlern der Zuschlag erteilt wurde, und der Beschwerdeführer aus dem Publikum vom Auktionator nur die stereotype Antwort erhielt, er Hab« das Gebot nicht gehört Dem Publikum wird darauf Opfer eines Heiraisschwindlers? Hausangestellte feit Juni venn ßt. Gest iwm 22. Juni v. IL, einem Sonntag, wird die aus Plesien gebürtige Hausangestellte. F rieda Thomas vermißt, die in einer Familie in der Regentenstraße tätig war. Das ZZjährige Mädchen verließ die Wohnung nachmittags gegen 3 Uhr. Sie kehrte nicht zurück und ließ auch nichts mehr von sich hören. Irgendwelche Dorbereitungen für ein« Flucht hatte sie nicht ge- troffen, denn ihre sämtlichen Kleidungsstück« und ihr erspartes Geld sind zurückgeblieben. Für gewöhnlich war Frieda Thomas sehr still und verschlossen. Sie hatte aber davon erzählt. daß sie auf«ine Heiratsannonce geantwortet habe. Es habe sich chr «in Mann genähert der sich„Anton G« r ritz- n" nannte und Postbeamter resp. Zugbegleiter feilt wollt«. Seine Züge sollten ooni Potsdamer Bahnhof abgehen. Die Nochforschungen der Kriminal- polizei, die auf Anzeig« unternommen wurden, haben ergeben, daß die Behauptungen des Mannes nicht zutreffen. Es wird befürchtet. daß der angebliche Gerritzen, der auch anders heißen kann, ein ge- werbs mäßiger Heiratsschwindler war, der das Mädchen zu irgendwelchen Zwecken verschleppt hat «S Unanbringiiehen dann erklärt es könnten nur solche Gebote berücksichtigt werden, die laut und deutlich abgegeben sind. Wenn aber nach«rfotgtent Zu- schlag«in Händler Einspruch erhebt dann wird höir'ig genug die Versteigerung dieses Gegenstandes wieder aufgenommen. Falls di« .Händler in ihren Geboten zu hoch gegangen sind, bekennt sich Plötz- lich niemand mehr zu ihnen und es wird mü den Preisen soweft heruntergegangen, bis sich wieder Dietlustige finden. Dabei erzielt dieser Gegenstand dann lange nicht mehr den Preis, auf den er bereits getrieben war. Die Summen, die bei dem herrschenden System erzielt werden, sind einfach lächerlich. Der Preis für Regenschirme und Aktentaschen schwankt zwischen zehn Pfennigen und einer Mark, nur für besonders gute Stücke wird mehr gebeten. Ein Fahrrad ging dieser Tage mit drei Mark weg. Für drei Fest- kleider mit Perlenstickerei wurden insgesamt l.lö Mark erzielt D!« Waren dagegen, di« mm Bedarf der Minderbemittelten gehören, erzis'en weit höhere Preis«. Schuhe, Strümpfe, Wäsche und hlei- duagsstückc werden von den Händlern teilweise so hoch bezahlt, daß man sich noch wundern muß. wie beim verkauf noch ein Profit herausgew irischastet werden kann. Dielfach liegen diese Preise weit über denen, die in den kleinen Kramläden des Ostens und Nordens für die gleicken Waren verlangt werden. Auch Lebensmittel, Süßigkeiten und Tabakwaren werden so hoch bezahlt daß ihre Preise beinahe an die des regulären Handels heranreichen. Vnd die Hloral? Da Absender und Empfänger eines Paketes den dringenden Wunsch haben, daß das der Post anvertraute Gut in die richtigen Hände gelangt, kann nur immer wieder daraus hingewiesen werden, die Wünsche der Post für die Verpackung und Adressierung auch-wirtlich zu befolgen. Di« Der- Packung von Packet«! muß so gewäh't werden daß sie den unoer- meidlicken Belastungen, die der Postverkehr an sie stellt(Druck. Stoß, Fall usw.), auch wirklich standhalten kann. Die Adresse soll genau, deutlich und klar sein und jedes Mißoerständnis ausschließen. Damit bei Verlust oder Unkennlllchmachung der äußeren Adresse di« Sendung trotzdem dem Empfänger zugestellt werden kann, ist ein Doppel der Anschrift in das Paket zu legen. Das gleiche gilt na- türiich für die Absenderangaben. Dann aber mögen sich einmal die dafür verantwortlichen Stellen eingehend mit der Frage beschäftigen, wie die durch den Händlerring geschaffenen Mißstände beseitigt werden können. Wer einmal gesehen hat, wie von den Händ- lern jede unliebsame Konkurrenz Außenstehender erdrückt wird, der wird diese Versteigerungen nicht mehr besuchen, und das bedeutet letzten Endes den völligen Ausschluß der Oeffent- l i ch k e i t, den sicher die Reichspost nicht will und der auch keines- wegs im öffentlichen Interesse liegt Frieda Thomas ist 1,55 Meter groß und mager, hat frisches Gesicht braunen Bubikopf und blaugraue Augen. Im Unterkiefer hat sie eine Goldkrone, im Oberkiefer einige künstlich« Zahne. Ein besonderes Kennzeicherr ist eine handgroße Erhöhung zwischen den Schullerblättern auf dem Rücken, die von einer überfiandenen Krankheit zurückgeblieben ist Personen, die über den verbleib der Vermißten etwas wissen, werden ersucht, sich bei der Dienststelle 7 im Zimmer 135a des Polizeipräsidiums, Anruf 100, zu melden. Ein betrügerisches Preisausschreiben. Eine Firma, die sich angebllch mit der Herstellung von husten- b o n b o n» beschäftigte, versandte an viel« Personen, besonders aber Hausangestellte und Arbeiter, ein« Werbeschrist, in d«r sie auf die Güte ihres Fabrikats aufmerksam machte. Zur besseren Einführung wollte sie ein Preisausschreiben»eranstallen. Jeder, der vier Beutel Hustenbonbons zum Preise von zusammen 2 M. bestellte, sollte bei richtiger Lösung des beigefügten Rätsels Anwartschaft auf einen Gewinn haben. Als Lockvögel wur- den eine eingerichtete Villa, eine Wohnungsausstattung, ein Personen- krastwagen, ein Motorrad und viele andere schöne und nützliche Jsronymo jedoch war flethig. wachsam und auffallend fieschickt. Nach kurzer Zeit behaute er Steine und wurde wegen einer sauberen und schnellen Arbeit berühmt. Das Sprengen reizte ihn. und er schaute zu, fragte und oerpaßte keine Ge- legenheit, etwas daoon zu lernen. Sein Eifer machte sich belohnt, und er wurde bald eine Art Werkführer beim Steinbruch mit dem höchsten dort be- zahlten Gehalt von siebzig Milrets. Aber nicht nur Jeronymos Fleiß hatte ihn in die höhe gebracht Er war fta/k wie ein Bulle, von allen geachtet und gefürchtet, und die rücksichtslose Ehrlichkeit und Anständig- keit. die jede seiner Handlungen leitete, hatte ihr Vertrauen vollends gewonnen. Die Einfachheit feiner Lebensweise setzte alle, die ihn kannten, in Erstaunen: vom Haus zur Arbeit und von der Arbeit nach Haufe zurück, und dabei führte er mit Piedade ein Leben vollkommenster Harmonie und setzte seinen Stolz darein, sein Kind gut und säuberlich zu kleiden. Er kam als erster zur Arbeit und verließ sie abends als letzter. Sonn- tags ging er hin und wieder zur Messe, und nachmittags machte er einen Spaziergang im Park. Dann trug er Stiefel. ein gestärktes Hemd und einen Rock. Und Piedade trug ihre Ohrrings, die sie aus Portugal mitgebracht und niemals oer- fetzt hatte, selbst nicht in den Tagen äußerster Not. Piedade, die ehrliche, gesunde und kräftige Frau, war ihm eine würdige Gefäqrtin. Mit einem Fle ß, der dem des Gatten ebenbürtig war, arbeitete sie von früh bis spät, und ihre Wäsche war so blütenweiß, ihre Rechnungen so grund- anstä''dig, daß ihre früheren Kunden ihr fast alle treu blieben und ibr �«iter Arbeit sandten, obgleich sie nach Botafogo ge- zogen war. Seck der Zeit, da Ieronymo mehr oerdiente, war er dar- auf bedacht, die Lage seiner FamMe zu verbessern. Cr war, einer frommen Brüderschaft mit einem Krantenfonds und Hospital für seine Mitglieder beigetreten und hatte ein Spar- 1 kassenbuch angelegt. Das Töchterchen kam in eine Schule, um die Sachen zu lernen, die„niemand sich je die Mühe gsnom- men hatte", ihnen beizubringen. In ihrem früheren Heim war ihre Wohnung die sauberste, behaglichste und angesehenste des ganzen Hauses. Aber nach dem Tode des alten Brotherrn ärgerte sich Ieronymo so sehr über die albernen Veränderungen, die der neue Besitzer vor- nahm, daß er sich genötigt fühlte zu kündigen, und er war Joao Romao als der bestmögliche Nachfolger des früheren Sprengarbeiters empfohlen worden, dessen Kopf dem Gewicht von fünf Tonnen Fels nicht hatte standhalten können. Der Schankwirt machte ihn zum allgemeinen Aufseher. und der Erfolg dieser Maßnahme ließ nicht auf sich warten. Eifer und Fleiß des Neuen dienten den anderen als Beispiel. Müßiggang und Zeitverlust waren nun nicht mehr gestattet. Das Personal wurde zum größten Teil gewechselt. Viele der früheren Arbeiter verschwanden, und ein paar neue wurden eingestellt. Die beibehaltenen bekamen höheren Lohn, aber sie schafften beinahe das Doppelte. Nach zwei Monaten rieb sich Joao Romao zufrieden die Hände, denn die wachssenden Ein- nahmen des Steinbruchs liefen mit stark verminderten Aus- gaben parallel, und Wunderbarerwesse waren alle Arbesser zufrieden. Er spürte beinahe Lust. Ierciuzmos Lohn zu erhöhen, und rief auf das Haupt Machucas. der ihm so ein Juwel geschickt hatte. Gottes Segen herab, für den er nichts zu bezahlen brauchte. Das ganze Haus bemerkte, daß der Wirt Ieronymo mit einer Achtung und einem Respekt be- handelte, mit dem er noch keinem Bewohner von Sao Romao begegnet war. Ieronymo nahm bald unter seinen neuen Nachbarn die- selbe einflußreiche Stellung ein wie in seiaer früheren Woh» nung. Er mußte bei Streitigkeiten entscheiden und nicht selten in den intimsten Angelegenheiten der Hausbewohner seinen Rat erteilen. Selbst Alexandre hatte man in voller Uniform Ieronymo eine Art kurzen Grußes bezeugen sehen, als die beiden einander im Hof begegnet waren. Die beiden Angestellten in Joao Romaas Laden waren begeistert...Der sollte hier Chef se'n. Der Mann hat Grips. Der läßt sich keinen blauen Dunst vormachen" Und wenn Piedade de Jesus ihre Einkäufe machte, bekam st» immer das> Allerbeste und alles gut gewogen. Ein paar Waschfrauen> waren neidisch auf Piedade, aber die gute Seele war so rein I Dinge versprochen. Das Rätsel bestand darin, daß man einen Retlamesatz von rückwärts zu lesen hatte. Infolgedessen-zmgen mit richtige Losungen ein. die Gewinne aber ließen aus sich warten. Jetzt erstatteten die Enttäuschten Anzeige, und es ergal, sich, daß die„Firma" überhaupt kein Kapital besitzt, die Bonbons von einem Großbetrieb gekauft hat und niemals in der Lage gewesen wäre, auch nur das kleinste Geschenk zu ver» senden. Die von den Läsern eingesandten 2 M. haben die Beteiligten für sich verwendet, die Schwindler wurden festgenom- men. Vor derartigen„Preisausschreiben", be! denen die b e- trügerische Absicht meistens schon durch die Leichtigkeft der Lösung zu erkennen ist, muß immer wieder gewarnt werden. Todesurieil im Gistmistherprozeß. Wegen-weifachen Mordes an Ehemann und Sohn. Zw zweiten Szoluoker Giftmischer prozeß kam es gestern in den späten Nachm'llagLstunden zur verkünduug des llilcife. Frau st a r d o s wurde des zwetfacheu Mordes an ihrem Ehemann und lhrom Sohn schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Die zweit« Angeklagte Fron Foeldvare wurde frelge. sprachen. Per Staatsauwatl hall« gegen beide Frauen die Todes- strajc beantragt Die Bäuerin Kar dos Halle ausgesagt:„Als mein Sohn. nachdem ich ihm.zum ersten Mal« von dem Gsst gegeben Halle, krank wurde, gab ich ihm eine st ä r k« r« P o r t i o n und ließ sein Bett an einem schönen Herbstmorgen ins Frei« stellen. Es fiel mir ein, wie schön mein Sohn gewöhnlich in der Kirche sang, und ich bat ihn. mir mein Lieblingslied vorzusingen. Er sang es mit seiner schönen klaren Stimme, schrie plötzlich auf, drückte seine händ« auf den Magen und war tot." Dann heiratet« die Kardos einen Mann, den sie kurze Zell darauf ebenfalls vergiftete. Keine Lungenpest. Bewußte Ja fchmeldunq über das Zlüchtlmgslaaer. Durch einen Teil der deutschen Presse gingen in diesen Tagen Melltungen de« Inhalts, daß in ha mm erste in im Lager der geflüchteten Deutichrussen Z0 neue Krankheitsfälle eingetreten seien, von denen vier Fälle tödlich verlausen leien. Bakteriotogen hätten einwandfrei Lungenpest festgestellt Der Reichskommissar für die Deutsch-Russenhilse legt großen Wert auf die Feststellung, daß die obcugenannke Meldung restlos erfunden ist. Der Gesundheitrzustand im Lager hammerstein ist gut Neuerkrankungen sind seil zwei Wochen nicht mehr zu verzeichnen gewesen. Vom Auftreten der Lungenvest kann überhaupt keine Red« sein. Die Falschmeldung stellt«ine bewußte Mystifikation dar. die anscheinend von den Kreisen verbreUal worden ist. di« den Rusienflüchtlingen die Einreise in andere Länder«schweren wollen. Sie ist vielen Zeitungen telephonssch übermittelt worden, und zwor hat sich der Uebermilllsr als Reiche kommissar für Flüchtlingsfürsorge aus- gegeben,«in« Instanz, die gar nicht existiert Nachtragshaushattsplan im Siadiparlameni. In- der nächst«! Sitzung der Stadtverordneteiwersammlung, dl« am D o n n e r s t a g, de m 23. Januar 1930, u m 16?� Uhr. beginnt wird der R a chtra g s ho u s h a lt s p lo n 1929 beraen werden. Die Vorlage kommt aus dem h a u s h a l t s a u s s ch u ß, an den das Haus ste in der vorigen Sitzung überwiesen hatte. � Bei Beratung der Anträge wird man sich mit der Finanzlage der Stadt und den getroffenen Sparmaßnahmen beschäftigen. Freidenkerfeier im Berliner Rundfunk. Die Funk stunde A.-G. Berlin(Wells-tlll) sendet am heutigen Samllao, dem 19. Januar, varmillags 11 Uhr,«in« Feierstunde des Verbandes für Freidenkertum und Feuerbestattung. Die Vsranstal- tllng ist durch d!« Berliner Gauleitung kes A rbeirer. Radiobund e s vermillelt morden. Nach musikalischen Darbietungen, aus- geführt von Fritz Güldenpfennig(Meisterharmommn). Paul Müller (Diolin«), Otto Mitzloff(Eellv) hall Fritz Sachtleben die An sprach«. Ihr solgen Prosavorträg« von Alfred B e i e r l e und dem Sprech chor der welllichen Schulen, der ein Chorwerk von Max Barth el vorträgt und arglos, daß sie alle entwaffnete, und je mehr man bei ihr nach Fehlern suchte, um so leuchtender trat ihr« Tugend hervor. Ieronymo stand immer um vier Uhr morgens auf und war daher der erste bei den morgendlichen Waschungen. Dann nach dem Frühstück, das aus einer riesigen Schüssel haftr- brühe und einem halben Laib Brot bestand, war er bereit zur Arbeit und ging in kurzärmligem Hemd, Zeughosen, das struppige haar im Winde flatternd und die nackten Füße in den derben Pantoffeln, zum Steinbruch. Der scharfe Klang seines Meißels diente als Trompetenstoß und rief feine Gz- fährten ins Gefecht und gewöhnlich fand die aufgehende Sonne die Schlacht bereits in vollem Gang: Ieronymo und die Gruppe feiner ergebenen Krieger stürzten sich auf das gra- nitene Ungeheuer und me.ßelten ihr tägliches Brot aus feinen Eingeweiden. Der Werkführer kehrt« erst bei Anbruch der Dunkelheit, hungrig und erschöpft heim. Piedade kocht« zum Wendbrot immer Gerichte, an d'e sie von ihrer Heimat Portugal her gewöhnt waren und die Ieronymo besonders liebte. Und dort, in jenem bescheidenen Zimmerchen, verbrachten d'e beiden einen kurzen sriedltöen Abend und erzählten einander von den verschiedenen Vorkommn'ssen des Tages. Nach den Stunden intensivster Arbe t unter tropischer Sonne gaben sie sich dem üonigsten Genuß hin. den das Men'chengeschlecht kennt— völliger Entspannung und Zwhe. Behaglich unter der qualmenden Oellamve sitzend, schmiedete das biedere Paar ehrgeizige Pläne für die Zukunft Mar'anssas. ihrer tle'nen Tochter, deren Gesellschaft sie nur an Sonn» und Feiertagen genossen, damit sie die Eeheimn sie lernte, die ihren einfachen Estern verborgen geblieben waren. Manchmal verbrachten sie den Abend bis zum Scholen- gehen, das unfehlbar um neun Uhr erfolgte, damss eine Reif« in ihr Heimatland zu unternehmen. Bor der Tür des Hauses sitzend, zupfte dann Ieronymo an se ner Gitarre und sang mit weicher tiefer St mme traurige, alte vortug'esische Lieder. während Piebafie d e feuchten Aug-n schloß, sich zurückver- setzte in ihre Madchen'eit, zu ihren Eft»rn. und in Gedan'»» noch einmal erlebte wie em junger Hühne ilbückssern um sie warb und mft diesen ftlben melancholischen Melodien au« dem Lande jenseits des Meeres chr herz gewann. (Fortsetzung folgt) Kerlen im Winter. Mellelcht frei»» sich d!s Winterwaadsrer darüber, daß die merste» Menschen von ihren altgewohnten Sommerferien nicht lassen wollen. Am liebsten hätten w�r die ganzen Winterwälder sür uns allein, denn niemals ist das Land so zauberhaft schön und die Er- holung so nachhaltig und der Spaß so groß wie in den Winterferien! Auch ist im Gebirge Höchstenz dem Neuling die Usberzeugung fremd, daß niemand zu alt ist, um nicht innerhalb der ihm gc° zogenen Grenzen ein bißchen Sport zu treiben. In den bebannten deutschen Wintersportplaßrn und Wintersport. gebieten finden sich alle Anlagen für jeden Sport und in leder gewünschten Abstufung. Wer es ist curchaus ein Irrtum, anzu- nehmen, daß man im Winter irur einen renommierten Winters port- plaß oom�Range der Garmisch-Partenkirchen, Oberstdorf, Schierke. Oberhof, Schreiberchau aussuchen könne: die klemeren und kleinsten haben lenselben Schnee und oft euren eigenen, unbeschreiblichen feinen Reiz, ganz abgesehen davon, daß man in gutgeleiteten Gast. Höfen solcher Ort« mit einer persönlichen Wtfmerl samt est geradezu umsorgt wird. Die weniger bekannten Gebiete haben daneben nicht nur meist dqn Dorteil, billiger zu sein, sondern sie finden sich auch sehr oft in größerer Whe des Heimatortes, so daß man lange Reisen mst ihren Kosten und dem Zeitverlust spart. Für das west- lihe Nordbeutschland ist z. A. das Sauerland ein solches Wintersportgebiet, das noch längst nicht mich Gebühr beachtet wird: nur vielleicht Winterberg mst femen moderizen Spdrtanlagen ist mehr in Aufnahme gekommen. Für das mittlere blorddaut ichland kamen bisher hauptsächlich charz, Thüringen und Riefen- gebirge als Wintersportgebist in Frag«, zu allermeist auch nur die belamueren Plaste in diesen Gebieten: erst in testier Zest findet man daraus, daß da auch noch anieres Bergland vorhanden ist mst zum Test außergewöhnlich guter Eignung als Wststersportgelande: Di« fächsifchen Bergwälder sErzgebirge, Dogllands«r- freuen sich M der engeren Heimat schon lange des besten Rufes als ein Dorabo nicht nur für den Spsrtsmann. sondern auch für den, der nichts wester als das weife Land, Stille und Erholung such«. Gerade hier reichen kleine und größere Städte bis in Verhältnis- mäßig große Höhen hinauf und geben behagliche SLIstpunkte für eine Reihe wundervoller Wanderungen, die sich sehr gist auch zu Fuß durchführen lassen. Reben Klingenthal, Oberwiesentstal. Anno- berg, Fahanngeorgenftadt, Geising.Altenbsrg, Rehefeld, rücken andere Orte und Gebiete in die Reihe der Ferieu.' und Sportvläste vor. Das ganze Vogtland und die über Dresden mst Ellkrastpostsn außer- ordentlich schnell und bequem erreichbaren Orte des östlichen Erzgebirges, daneben aber auch das wunderschöne Lau- s ister Bergland mst Oybin. Ionsdorf.?üa!tersdorf. Lücken- dorf werten in immer größerem Maße von Winterreisenden, vor allem natürlich Skiläufern, besucht. In Westdeutschland, namentlich im Gebiet um Franlfurt, spiest in letzter Aest der Feldberg im Taunus eine ähnliche Roll«, wie sie der sichte" FsQberg im Schwarzwall» nun schon seit einem Msnschenaster«nrnunmt, etwas wester östlich scharen sich um den Ochsenkopf im scbnesreichen und sicheren Fichtelgebirge. auch in der Fränkischen Schwerz die Besucher, unter denen sich immer zahlreiche Gäste au» Nord- mck» Süddemschlond finden. In Süddeutschland gibt es nämlich nicht viel Neuland, weil dort alles so begeistert vom Ski- lcnf ist, daß von den größeren Städten aus jedes Eckchen sorgfältig ausgekundschaftet wird. Für den Norddeutschen, der Entdecker- drang m sich verspürt, ist der Boyerlsche Wald eine höchst denUbars Winterfrische: da er etwas abseits liegt, ist er noch nicht überlaufen. Im Südosten Deutschlands werden nun endlich auch ron den Wnterreisenden aus dem Reich Gebiete entdeckt, deren Schönheit sportliche Eigmum der Schlester schon lange preist: es ist das Waldenburger, Glatzer und Eulengebirge, die selbst für alle Skimannen noch fast durchweg Neuland sind.•:i- ■ Zuletzt sei Ostpreuße» als das im Reich bis jetzt«oh! am wenigsten bekannte Wintersportgebiet genannt. Oftpreußen, ist die Provinz, die den längsten Winter in Deutschland hat. Dom Januar bis in den April hinein blüht auf den Riesenflächen des Frischen Haff? und der Masurischen See» der Eisjegelsport: im März werden beispielsweise in Angerburg die Deutschen Eis- fsgelmeisterschaften ausgetragen. Auch der Skisport kommt zu seinem Recht: in den Bergen der Elbinger Schweiz, der Romin- ter Heide lStihütte Blindgallens und der Kernsdorfer höhen bei Osterode. Wer hier auf Entdeckungsreisen ausgegangen ist, der weiß aus eigener Erfahrung, warum die Zahl derer so schnell wächst, hie überKevgte Anhänger der Winterferien sind �derabfehung des Zinsfußes bei der Siadtban?. Die Berliner Stadtbank— Girozentrale der Stadt Berlin— hat in Anpassung an die Reichsbank den Habenzwssatz für tägliches Geld vom 14. Januar d. I. ab für Guthaben in prooi. sionssreier Rechnung aus 3H P r o z., für Guthabe» in provi- sionspflichtiger Reclznung auf 4 Proz. jährlich festgesetzt. Der Tod in der Drehrolle. Auf entsetzliche Wesse kam die vierfährkge Suzie E u r t! u s aus der Treskowstraße 47 ums Leben. Frau E. hatte sich in das in der Treskowstraße 11 gelegene Seifengeschäft begeben, um Wäsche zu rollen. Das Kind hatte si« mit genommen, um es nicht allein in der Wohnung zurückzulassen. Die Mutter war gerade mit dem Zusammenlegen der Wäsche beschäftigt, als plötzlich sm Aufschrei ertönt». Die Kleine hatte sich zu weit der elektrischen Drehrolle genähert und war durch die Haare mit dem Kopf in die Maschine gezogen worden. Die Feuerwehr befreite das unglückliche Kind au» seiner furchtbaren Lag« und» brachte es in das Birchow-Kranken- hau». Dort ist es bald nach seiner EinUeserung gestorben. Schutz dem arbeitslosen Mieter! Eingreifen der Kürsorgebehörde im Notfall. Die schmierige wirtschaftliche Lag« und die Arbeitslosigkeit bringt es mit sich, daß ein großer Teil der Mieter nicht in der Lag« ist, in« Miete pünktlich zu zahlen. Die meisten Klagen auf Aufhebung des Mietverhqlbrisses werden daher wogen rückständiger Miete echpben. Denn bei längerer Arbeitslosigkeit kann der arbeit Äs!« Mieter leicht in die Lage kommen, daß er mit einem Mietbe trage in Rückstand ko-nnnt. dar den sür die Dauer eines Monats zu zahlenden Mietzins übersteigt. Wenn dieser Rückstand den monatlichen Miet- betrag auch mir wir einen geringen Betrag übersteigt, kann der Vermieter bei monatsicher, wöchenisicher, täglicher Mietzinsver- einbarung zwei Wochen nach Fälligkeit der Miete Klage auf Aushebung des Mietverhältmsses erheben. Liegt ein Rückstand von zwei Monaten vor, so kann der Deomi-eter sofort nach Fälligkeit die Räumung der Wchiwng erzwürgen. Dies« Dorschrist wird aber für dieienigen Mieter, die bedürftig sind, den«» also die Mst bringung der Mist« wegen Erwerbslosigkeit, Krank- h« i t in der Familie oder anderer widriger Umstände nicht möglich ist, dadurch gemildert, daß in dem§ Ist des Gesetzes über Mister- schütz und Mieteinigungsämter vom 17. Februar 1928 der Urkundsbeamte von dem Eingang der AufhebungÄlage, soweit sich diese auf Nichtzahlung der Miete stützt, der Fürsorgebehörde unter Angabe der Schuld Mitteilung zu machen hat. Der Fistsorgestelle soll hier- durch die Möglichkeit gegeben werden, einzugreifen und den Mieter durch Gewährung einer Umerstützung vor den Verlust seiner Miet- räum« bewahren. Als Mitteilung an die Fürsorgebehörd« ist eine Abschrift der Klage bzw. des Kündigungsschreibens mit dem Vermerk zuzustellen:„Mitgeteilt unter Hinweis auf die Reichsgrundsätze über die Fursorgepflicht.' Die Mitteilung an die Fürsorgebehörd« hat auch dann zu erfolgen, wenn außer der Nühü.crhluitg der Miete auch noch ander« Aufhebungs gründe in der Klage bzw. in dem Kündigungsschreiben angeführt sind. Dem Mist« wird in der Rechtsbelehrung, die dem Kündigungsschreiben beizufügen ist, auch die Anschrift der Fürsorgebehörde mitgeteilt. Fürsorgebehörden sind in Preußen die Stadt- und Landkreise, in Groß-Berlin die Bezirkswohlfahrtsämter, deren Bezirke sich mit den Berliner Bezirksämtern decken. Durch die Ausführungsoerordnung des Iustizlninssteriums vom 28. Juli 1SSK weiden die Gerichts- behörden auf die besonders Cilb edü rf t i gke tt der Mitteilung an die Fürsorgebehörde hingewiesen, weil nur so der gewünschte Erfolg erziev werden kamt. Ilm der Fürfvraebehörd« Zeit zu gewähren, ist auch in dem Mieterschutzgesetz bestimmt worden, baß sich die Tilgungsfrist um zwei Wochen verlängert, weim innerhalb der ersten zwei Wochen s«ft Klagrsrhebung die Erklärung der Fürsorgebehörde beim Gericht einläuft, daß si« den Lermieterzu befriedigen bereit ist. Durch dicke Erklärung wird aber di« Fürsorgebehörd« dem Vermieter gsaenübsr nicht«ahlungspflichtig. Ein« Aufhebung de« MietverhäLnisses darf vor Ablauf van vier Wochen seit Klage- «rhebung nicht erfolgen, sobald di« Fürsorgebehörde ihr« Bereitwillig- keit zu? Zahlung des Metrückflandes erklärt Hot. Erfolgt die Tilgung des Mickrückstandes in einem späteren Zeitpunkt als vier Wochen nach Klageerhebung, so Hot diese keine den Herausgabe- msspruch beseitigende Wirkung. Hintertreibt der Vermieter die Zahlung von Mietruckstärtdsn durch die Fürsorgebehörd«, so gilt dies als Tilgung dar Micke. Ist nach Zustellung der Klage auf Auf- Hebung des Mietverhältmsses wegen rückständiger Miete ein weiterer Mietzinsbstrag fällig geworden, so braucht dieser MickzinSbetrog bis zum Schlüsse der mündlichen Vcrl>an>dlung vom Micker nicht getilgt zu werden, der Dennicker muß nielmehr eine neue Auf- Hebungsklage erheben. Bei anderer Ansicht könnten di« sozialen Schutzbestimmungen(Benachrichtigung der Fürsorgebehörde von jedem Rückstände, Verfange rung der Tilgungsfristen) nicht beochick werden. Hat dl« Fürforgckxchörde dem Gericht keine Erklärung abgegsben oder es abgelehnt, die Tilmmg des Miestückstandes zu übernehmen, so gelingt es häufig, den Anspruch des Vermieters auf Herausgabe des Miestamnes dadurch zu hemmen, daß der Mister in einem vor Gericht ahgaschlossenen Vergleich unier liebe rnahrne der Kosten sich verpilichtck, die rückständige Micke in bestimmten Raten und daneben di« laufende Micke pünktlich bei Lermestmng der Herausgabe des Mickraumes zu zahlen. Di« Zwangsvollstreckung wird im allgemeinen nicht von der Sicherung von Ersatzraum abhängig gemacht. Der Mieter erhält durch den Abschluß eines derartigen Derglckchs d!« Möglichkeit, innerhalb der vereinharten Frist sich von seiner Schuld durch Zahlung zu befrekot und im Besitz der Mickräum« zu bleiben. Die Erfahrung lehrt aber, daß ein solcher Vergleich zwar sehr schnell abgeschlossen ist, aber oftmals von dem M'eter schwer oder überhaupt nicht erfüllt werden kann. Mancher Micker übersieht. daß nur die prompte Innehaliung der vereinbarten Zahlungen den. H erausgab eampruch des Vermieters zum Erföfchsn bringt und der Micker auf Anstag des Vernrickers den Mietraum hsr«isgck>en muß. wenn er nicht rechtzeitig feinen Verpflichtungen nachkammen kann. Oft erscheinen Mieter nach Abschluß des oben gekennzeichneten Ver- glckchs mit Räumungsklaufck an Gerichtsstell« um ihn snzufechivn. Si« wissen nicht, daß ckn gerichtlicher Vergleich regelmäßig mit Rechtsmitteln nicht a n g e f o ch t e n werden kann, da es sich bei iftni nicht um«ine gerichtliche Entscheidung, sondern um ein« Parteivereirrbarung handelt. Ein Micker, der wegen unverschuldeter Wirtschaft- sicher Schwierigkeiten, Erwerbslostzkeft oder Krankhckt hilfsbedürltig geworden ist, muß sofort im Termin eine Ausfertigung des Vergleichs beantragen und mit dieser sich unverzuplich an das Wohlfahrtsamt wendsn. damit dieses für ihn fristgemäß die Miete bezahlt: zweckmäßig ist es, das Wohlfahrtsamt«indnnglichsi darauf hinzuweisen, daß die vererckbarten Raton-ahlungen und di« während deren Dauer fällig werdende lausende Micke pünktlich, wie im Der- gleich vereinbart, gezahlt werden müssen, da nur dann das weitere Wohnen de« in Not geratenen Mieters gesichert ist. Magistrcksrat Dr. zur. Walter Krotosehiner. Lieber Hugo preuß. In der'HairdelshOtb schul« Berlin fand gestern«ins Reichsgründungsfeiar statt. Die Fessted« hielt Professor Earl Schmitt über.ch u g o Preuß: sein Staatsbegrift mrd sein« Stellung in der deutschen Staatslehre". Preuß hat der Handelshoch- schule als erster Staatsrechtslehrer van ihrer Begründung bis zum Schluß des Krieges angehört. Der Redner ging davon aus. daß es dem Geiste der Weimarer Verfassung und dem Wille» ihrer Urheber widersprechen würde, den Tag der Reichsgründung als einen feier- sich zu begehenden Gedenktag abzulehnen. Denn gerade in Weimar wurde daran festgehalten, daß dos Reich der Weimarer Verfassung mit dem bisherigen Deutsch an Reich identisch ist. Der Redner gab sodann einen lieb erblick über die Entwicklung der deutschen Staats- lehre von 1848 bis zur Gegenwart und hob insbesondere die ent- leidenden Wendepunkte 1870, 18A> und 1S18 hervor. Hugo Preith hat jederzeit di« Grundprinzipien eines Volks- und Rechtsstaates versteten und hatte in einer Zeit, in der«ine formalistische und angeblich unpolitisch« Staatsrechtslehre vorherrschte, von 1830 bis 1918, den Mick, von den Prinzipien der Verfassung zu sprechen und ihren politischen Sinn zur Geltung zu bringen. Er verkörpert in seinem Leben und seinem Werk in typischer Weise die Entwicklung der deutschen Staatslehre der letzten Generationen und da« Schicksal der Ideen, die auch die Grundprinzipien der Weimarer Verfassung sind. * Am Sonnabend vormittag wurde die Reichsgründungs» feier der Universität abgehallen. Vertreter der Reichs-, Staats- und Kommunalbchörden, darunter Generaloberst Hey«, waren anwesend. Mit dem üblichen initielallerlich«» Gepränge zogen Senat und Shidentenverbindungen ckn. Di« Fesstobe hiell der b«- kannte Psychologe Professor Eduard Spranger über„Wohl- fahrtsethik und Opferethik in den Weltcnt- scheidungen der Gegenwart". Die meriwürdig« Gegen» übarsiellunz, in der ckn« versteckte Spitze gegen den„Wohlstjhri». staat" der Republik lag, führt« auch zu merkwürdige» Ausführungen. Nach langen Erörterungen üb«r die Kampfe um die Reichsgründung und die Erhaltung des deutschen Staatskorpers. erkannte der Redner schließlich auch die Verdienste Stresemanns um die„Vermehrung von Deutschlands Weltgeltung" In verklausulierter Form am lieber die Verdienste anderer Personen um die Erhallung des Reiches schwieg sich Herr Professor Sprang«? aus. lleberiroguna von Ruhr durch Affen? In'SteO« im Kreise Winsen erkrankt« vor einigen Tagen «in« siebentöpsige Familie unter schweren Symptomen, ohne daß die Ursache der Erkrankung zunäckst«rmittell rnerd n konnte. Den Kindern war von Verwandten in Uebersee ein Affe als Spielkamerad gesandt worden. Di« amtlich« Untersuchung in Stade hat nun einwandfrei das Vorhandensein oon echier Ruhr fest- gestellt, di« zweifellos von dem Asfm auf di« M-nsibm übertragen worden ist. Leider ist das jüngste Kind der Ftnrfie. ein zwn- jährige« Mädchen, der Krankheit erlegen, während sich die übrigen Familienmitglieder außer Lebensgefahr befinden. Arbeistr-Fußball.(Berichtigung.) Di« in der gestrigen Abend- ausgab« des„Vorwärts" angegebene» Gesellschaftsspiel« Karow l— Freie Scholle, Saxonia— FTGB.-Pankow, Vorwärts'Wedding—> Weitzenfee. Wandsdorf— Saxonia, sowie die Pflichtspicke Alt- glictzen— Oderberg und Schönow— Eintracht finden infolge des Spart- festes im Sportpalost nicht heut«, sondern erst am nächsten Sonntag, dem 26. Ja n ua r„ statt. Desgleichen die in derselben Notiz ongesetzten Iugendspickc. Beraniwortlich fllr Politik: Nr. 6nrt©cnat! Wirtschaft' O. ÄltnodSM«; E«v«rkichaitsbewraung � Z. Stetarr: zrutllcton: Dr. Jod» Lchifrwrkl! Lokal«« und Hoastiako Kri» Karltödt: Ankickii: H.»lockc: sämtlich in Brrlin. Lerlaa: Norwarts-Verloo G m d. b. B«rl>n Druik:«orwärls-Buchdruckeret und b--lao«nstalt Vaiil Sin«« u. Co.. Berlin Sffl A. Lind'nstraß- 8 Ki»l.,u 8 Beilagen,.Nnterhaltvng»al» Wiffea» uat».Blick i» die ISii.vmtü". es Angebot 7 Chauffeuranzügc Chauffeunnäntel l$- Lcderjacken es.-?».- Lederasintel...... 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Die Entwicklung der öffentlichen und auch der Berliner Finanzen ist nicht erfreulich gewesen. Das erforderliche Kapital, das man zum Ausbau einer wachsenden Großstadt immer braucht, war nicht zu beschaffen, es entstanden Löcher im städtischen Haushalt, und diese Löcher mußten durch das Gebot einer höheren Macht sofort durch eine Erhöhung der Tarife gestopft werden. Auf der anderen Seite sinken zwar die Preis«: ober was der Arbeiter- baurhalt braucht, das geht im Preise nur sehr langsam zurück, so daß auch im Arbeiterhaushalt Löcher«ntstehcn. Diese nicht erfreulich« Lage wird wicht besser durch den politi- scheu Mißbrauch, den die Unruhestlfter aus der kommunistischen und auf der nationalsozialistischen Seite mit dieser Entwicklung der Wirt- schaftsiagc treiben. Obwohl die Kommunistische Partei sofort restlos oersagen würde, wenn sie für einen einzigen Arbeitslosen Arbeit beschossen oder auch nur den bescheidensten Kredit für die Stadt Berlin besorgen sollte, macht sie gegenwärtig ihr Geschäft mit ihrem großen Mund und kocht ihr Süppchen an einem Feuer, zu dessen Kosten sie nur den Wind beiträgt. Dasselbe gilt für die Unruhestifter auf der rechten Seite: es fällt ihnen gar nicht ein, darüber nachzu- denken, wie die Lag« der Arbeiterschaft erleichtert werden kann. Beide Gruppen haben eine große Klappe, die Arbeit ülxrlasien sie der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften. Wir halten es gewiß nicht mit dem Wort: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht- aber wir fordern von jedem Staatsbürger, daß er die Bernunft als die erste Bürgertugend anerkennt. Und das ver- pflichtet auch zur Besinnung über die gegenwärtige Lage. Jeder um die Eicherstellung und Verbesserung seiner Existenz lämpfende Arbeiter weiß, daß«s Krisenzeiten im Wirtschaftsleben gibt, daß mit diesen Krisenzeiten Arbeitslosigkeit verknüpft ist, und daß solche Zeiten harte Zeiten sind. Eine solche harte Zeit ist äugen- dlicklich da. Wir haben zwar keine Wirtschaftskrise, aber wir haben zweifellos eine Zeit stark rückgängiger wirtschaftlicher Tätigkeit, in der es noch unklar ist, wann ein neuer Aufschwung erfolgen wird. Einer der wichtigsten Faktoren, der viel zu sehr unterschätzt wird, ist die in der deutschen Wirtschaft zu durchsichtigen Zwecken io beliebt gewordene Schwarzmalerei. Diese Schwarzmalerei wirkt sich für die Unternehmungslust heut« geradezu verheerend aus, weil sich kein Unternehmer getraut, noch auf Vorrat zu produzieren, und weil kein Kaufmann es wagt, sich noch«in Lager hinzulegen. Dies« Schwarzmalerei ist unberechtigt, und es ist ein trauriges Zeichen für die Kopflosigkeit der deutschen Unternehmer, daß Ausländer' sie darübet belehren� müssen. So hat der Handelsattache-der Ver- ■* einigten Staaten in Berlin tu einem Beri� än sein« Regierung w Washington festgestellt, daß die Klagen über zu hohe Besteuerung und teures Geld von gewissen Kreisen absichtlich übertriebe» und daß dadurch eine gewiss« psychische Depression hervorgerufen worden 'ei, durch die die wirkliche Lage verdunkelt werde. Diese wirkliche Lag« sei trotz der herrschenden Depression durchaus ermutigend. Damit stimmt es denn auch überein, daß die Beschäftigung in.den wichtigsten Industriezweigen zwar zurückgegangen ist, aber doch noch mmer auf einer Höhe oerharrt, die befriedigend genannt werden muß. Ein weiteres sehr wichtiges Moment, weshalb die Wirtschafts- lag« erschwert wurde, war im vergangenen Jahr der fast ganz unterbrochene Zufluß von ausländischen Krediten, ohne die«me wachsende Volkswirtschaft wie die deutsche, die sehr hohe Repara- tionen zu zahlen hat. nun einmal auf noch sehr lange Zeit hinaus nicht auskommen kann. Die Unterbrechung dieses Kapualzuflusses hat sich besonders bei der öffentlichen Wirtschaft und im Haushalt des Reiches, der Länder und der Gemeinden ausgewirkt. Es war hier wie in jedem Haushalt, wo für«inen geplanten bzw. bereits durchgeführten Einkauf die sicher erwartet« Einnahme plötzlich aus- bleibt, und wo damit ganz automatisch der Zwang zum rücksichts- losen Sparen einsetzt. Dieser Zwang zum rücksichtslosen öffenllichen Sparen ist«». der sich auch in der Wirtschaft und in der Beschäfti- gung der Industrie ganz außerordentlich stark ausgewirkt hat. Da man darüber hinaus noch nicht weiß, wann neue Gelder in» Land hereinkommen werden, hat das Zlusbleiben neuer öffentlicher Aufträge— die öffentliche Hand vergibt jährlich für fast 9 Milliarden 'olcher Aufträge— auch in der Industrie sehr beunruhigend gewirkt und Einschränkungsmaßnahmen hervorgerufen. Dazu kommt«in Drittes. Die privatkapitalistische Reaktion in Deutschland denkt allen Ernste« daran, diese in der öffenllichen Wirt- schoft eingetretene Notlage zum Vorteil der Unternehmerklaste aus- zunützen. Sie sieht den Zeitpunkt gekommen, wo sie für ein Buller- brot den gewaltigen öffenllichen Besitz an Unternehmungen sich an- eignen kann, und deshalb geht sie— man kann das nicht anders als ein Verbrechen nennen— zu Kreditkündigungen über, die die Finanzverlegenheiten der öffentlichen Körperschaften und Unter- nehmungen noch oermehren. Wir konnten ja gestern darauf hin- weisen, daß man daraus direkt ein System gemacht hat. Es ist ganz klar, daß ein solches Vorgehen auch fein« Auswirkungen in der Wirtschaft haben muß, daß die Arbeitslosigkeit dadurch künstlich ge- steigert wird und daß auch die Belastung der werktätigen Massen, solange dieser Angriff noch nicht endgültig abgeschlagen ist, vorübergehend dadurch steigen. Die Reserven für eine wirtschaffliche Besserung. Dies« Schwierigkeiten sind gewiß sehr ernst. Aber sie sind weit davon entfernt, wirklich bedrohlich zu sein; denn die Kräfte, die einen neuen wirtschafllichen Aufstieg erwarten lassen, sind sehr stark. Die winterlich« Arbeitslosigkeit ist«ine vorübergehende Erschei- nung. Die gegenwärtigen Reparationsverhandlungen im Haag werden zu einem guten Ende führen. Um einige hundert Millionen wird in den nächsten Iahren die deutsche Reparationsschuld erleichtert sein. Wenn dies« Erleichterung auch zunächst nicht in einer allge» meinen Steuersenkung zum Ausdruck kommen wird, so werden doch die bestehenden finanziellen Schwierigkeiten im Reichshaushalt da» durch erheblich verringert, Reich, Reichsbahn und Reichspost erhalten große Anleihen. Die Annahme des Doung-Planes, die die deutschen Lasten ver- ringert und auf alle Zeit sicher« Verhältnisse schafft, wird aber auch eine starke psychologische Beruhigung bringen, die die Unter- nehmungslust wieder hebt. Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß der Strom der ausländischen Kredite, dessen Versiegen uns zurück- gebracht hat. wieder in erheblichem Umfange nach Deutschland fließen wird. Dazu werden diese Kredite billiger sein, als sie es bisher waren, nachdem die sehr verteuernde Börsenhausse in Amerika zu, sammengebrochen ist. Aber auch in Deutschland ist gegenwärtig das Geld billig, und es wird noch billiger werden. Billiges Geld wirkt natürlich auf die Wirtschaft belebend. Wenn die deuffchen Zinsen heruntergehen, können auch Pfandbriefe im Ausland verkoust werden, was bisher fast gar nicht möglich war. Dadurch kann der Baumartt wieder eine besondere Belebung erfahren, eine Belebung, die die Einschränkung durch die Sparaktion der Städte mindestens ausgleichen wird. Alle diese Moment« werden dazu beitragen, daß die privat- kapitalistische Reaktion, die augenblicklich Oberwasser hat. wieder ver- nünftig wird. Denn auf die Dauer läßt sich nicht gegen die Gesetze der Wirtschaft, auch nicht gegen die Gesetz« der kapitalistischen Wirt, schaft, Politik inachen. Das deutsche Finanzkapital wird eines Tage« sehr froh sei», wenn e« dem Reich und den Städten wieder Kredit« geben darf. Di« Moments sind also sehr ftark, die«ine baldig« Aufwärts- entwicklung in der Wirtschaft erwarten lassen. Di« organisierte Arbeiterschaft würde von Karl Marx nichts gelernt haben, wenn sie diese aufwärtszeigenden Momente nicht auch in ihre Rechnung«in» setzen würde. Vertrauen zur eigenen Kraft? Das plötzliche Versagen der ausländischen Kapitalmärkte, die damit für den öffentlichen Haushalt eintretenden Schwierigkellen. die noch durch Herrn Schacht und seine Verbündeten verstärkt worden sind, waren gewiß für die organisierte Arbellerschaft eine unange- nehm« Ueberraschung. Aber die Sozialdemokratisch« Partei und die freien Gewerkschaften waren und sind auf dem Posten. Sie können unabwelslichen wirtschaftlichen Notwendigkeiten sich nicht versagen, und sie können«ine kritisch geworden« Finanz- und Wirtschaftslage nicht einfach dadurch beselligen, daß man sich nicht um sie kümmert. Das wäre auf die Dauer kein Dienst, sondern«in Verrat an der Arbeiterschaft. Aber sie kämpfen unter Einsatz ihrer ganzen Macht und Zähigkell um die Erleichterung der schwierigen Lage und für die schnell« Herbeiführung aller Voraussetzungen, die die Wirtschaft wieder aufwärts führen. Dazu gehört auch der scharfe Kampf gegen den Reichsbonk- Präsidenten Schacht, der nicht«in Kampf gegen eine Person ist. fondern der Kampf gegen ein System; das System nämlich, unter Ausnutzung der augenblicklichen Schwierigkeiten in der Volkswirt- schaft und in den Finanzen des Reiches sowie der Städte der Unten nehmerklass« Vorteile auf Kosten der Arbeiterklasse zu sichern, die auch zugleich die PoMon der Arbeiterklasse in der Demokrall« und im kapitalistischen System schwächen sollen. Diesem Kampf der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften darf das werktätig« Volt Deutschlands mehr vertrau«» als je. Deutschland und Rumänien. Reue Aufgaben für die Handelspolitik. In der nächsten Woche trifft die rumänische Delegation nr Ausnahme der Verhandlungen über einen deutsch-rumäni- ich en Handelsvertrag in Berlin ein. Die Vorarbeiten zu diesem Abkommen sind in monatÄongen Derhandlungen m Bukarest erledigt worden, so daß die beiden Delegationen sofort in die Aus- . spräche über die grundlegenden Punkte eintreten können. Es waren ein« Anzahl großer Schwierigkeiten zu überwinden. bis das Verhältnis zwischen Deutschland und dem größten südost. enropäilchen Staat so well geklärt war. daß an den Abschluß eines Handelsvertrages gedacht werden tonnte. Fast das ganze Jahr 1925 wurde über einen Fiuanzvertrag zwischen den beiden Ländern verhandelt, der noch aus der Kriegszeit herrührende Difse- rcnzen klären sollt«. Der Anfang vorigen Jahres zlistandegekommen.: Bertrag regelle alle Fragen, die sich aus der deutschen Okku- pationszeitund später aus der B-fchlagnahme und Liquidation deutschen Eigentums in Rumänien ergeben hatten. Im Anschluß an die HV-Millionen-Dollliranleih« zur Sta- dilisierung der rumänischen Währung sind mehrere große Kreditgeschäfte zwischen deutschen«ank-m— Reichskrediigelellichafl 126 Millionen Mark. Dresdener Bank LV Millionen Mark— abge- schlössen worden, die wesentlich zu einer Verstärkung de» deutsch- r» man ff ch n Handeks beig-tragen haben. Dies sind jedoch erst Anfänge. Welch« Arbeitsmöglichkellen sich für die deutschen Exportindustrien in Rumänien ergebest, beweist da» umfangreiche Wege» und Bahnbouprogramm der rumänischen Regierung, für da» insgesamt fest eine Milliarde Goldmark veran- ichlagt sind. Trotz der schweren Wirtschaftskrise und der bis 1929 herrschenden Inflation hat sich die Cinftihr deutscher Waren in den letzten Jahren gut entwickelt, während Rumäniens Ausfuhr besonders wegen der Mißernten erheblich sank. In den. letzten Iahren entwickelte sich Rumäniens Außenhandel mit Deutsch- land wie folgt: Swfuhr«>»«nsg-tN nach Deutschland Deutschland in MiManen Marl 1927..... 136 243 1928..... 172 188 1929 geschätzt.. 190 170—200 Die deutsche Ausfuhr ist also seit 1927 um mehr als Z0 Proz. gestiegen, obwohl die Kaufkraft der zu 80 Proz. agrarischen Bevölkerung insolge der Mißernten sehr geschwächt war. Da die Ernte von 1929 gut war, so dürften sich die Endergebnisse der rumänischen Aussuhr für IVW noch erhöhen. Bei den Handelsvertragz Verhandlungen kommt der neu« r u m ä- nifche Zolltarif vom August 1929 zur Anwendung. Im G-gensatz zu dem deutsch:» Zolltarif ist der rumänische«in Doppeltarif mit sogenannten Minimal- und Mciximalsätzm. Di« Minimalsätz« sind für die Bertrogsländer bestimmt, die Maxi- malsätze kommen für die Staaten in Anwendung, mit denen kein Abkomme» besteht. Der neue rumänisch« Zolltarif vom August 1929 sieht den Schutz der landwirtschafllichen Produktion vor, während zur In- tensioierung der Wirtschast die Einfuhr von industriellen Roh st offen und besonders von Maschinen und anderen Ferllgfabrikaten die früheren Zölle gesenkt wurden. Die bevorstshen- den Handelsvertragsverhaudlungen bieten Deutschland also die Wäg- lichkcll, seinen Expartindustrien einen neuen großen Markt mit ein-".- Bevölkerung von fast 20 Millionen Menschen zu erschließen. Arbeitslosigkeit wächst weiter. In Berlin 313 OVO Arbeitsuchende. Der Zustrom von Arbeitsuchenden zu den Arbeitsämtern des Landesarbeitsamts Brandenburg hat unvermindert angehalten, d'e Steigerung betrug in der Woche zum 11. Januar 20 424 Personen, an Unterstützungsbeziehera 2S733 Personen. Der konjunkturelle Rückgang ist allgemein und erstreckt sich auf alle Berufsgruppen. Abgesehen von den Stillegungen im Baugewerbe, wirkten sich am schwersten die Entlassungen in der Metallindustrie, Holz industrie sowie bei den ungelernten Arbeitern aller Art au». Besonders in Berlin ist, sollt« der gestellte Stillegungsantrag der Berlin-Korlsruher Industiewerke zur Wirklichkeit werden, mit einer weiteren Zunahme der Arbeitsuchenden um 12 600 Personen zu rechnen. Es handelt sich hier um Zentrolisations- bestrebungen im Kugellvgerbau. denen vor kurzer Zell schon die Riebe-Kugellagersabrik d-r Srattian bei Ihlenfeld. Uhland- Ecke GSnstelstraste. 11. Drei» echönebetg ämhenan. Der zweite Bartragsabend über.Z7-,!l7che Partelen" findet am Montag. 2». Januar, um 20 Uhr. b«: Will. Marti». . Luther.ötr.«0. statt. Wir erwarten rege Beteiligung. B.»reis Pempelhaf. Montag. 20. Januar. iNN 20 Uhr. hei Pommerenw«. »inwelhof, Berliner ötr. 100. Versammlung aller SPÄ..-Sreit>enker.— Dienstag. 21 Januar. vUnktiick, I»� Uhr.»reisnorstandssthung Mit den Bevr?s»arteitacistelegierten bei Pomnwrening, Berliner Str. IM. Wich- tja« Tagesardnuns.— israktionsststung am Montag. 20. Januar, um _ 20 Uhr. in Tempechof, Dorfstr.«2.„.... IL«reis Lichtenberg. SPD.-Fratti-n der Bezirrsveriammlun« Lichtenberg: Reichste Git-nng am Montag. 20. Januar, um 13 Uhr, im Riomtet 36 des Nalhauies. Miillendarfstr. 0._. 1«.«re s Paule n>, Mentag. 23. Zaxnar. pSnlilich U'h Uhr.«retsdelegiertea. veriammlnng bei Meger. TL etliche» Je lt. Pankow. Breit» Etrahe. ZU Kreis Nriirickendari. Manfag. 20. Januar, Itm«rh Uhr, Situ«« des -streisnorstandes mit allen Ahieilungsleiiern im Rathaus Wittenau. Ocuic, Sonntag. 19. Januar. ZI. aw. Achtung. BezirksMrrr! Wichtiges Material sofort von der Se. schaftsftelle. Uir echter ötr. A. abholen. 31.«6t.. Alle Betirl.-stihrer. die noch nicht zur MiteiliiiegSBersatimtluna ein. geladen haben, holen nach heute Handzettel von choldschmidt, Etolvische Straß« zc>. ab. tt. MR. Die Ahteilnngeneriamwlnog findet nicht a» 22. Zannar. sondern erst am Mittwoch, 2». Zannae. statt. 33.«Ht.> Renkölln. 144. di» I4>>. Beziek: Im Lokal Borawiack, Raeiendonfer Weg 7. Berickii, ilteuwahl der Bezirksleitung. Morgen, Montag, 20. Januar. iL Wbi. 10' i Uhr im älaimnlet-Sof, Ramlrrstr. 3. Versammlung aller EPD.» Äansummitglieder der IIS. Adgahestelle, Bortrag!„Der»amnf des Han- dels gegen die Konsumgenossenschaft." Referent Bruno Sronpler. 24. Ahr. 13-? Uhr hei Kühler. Ereitswalder Str. 80d, Iunttionärsigung. 26. Abt. IS',! llhr außerurdrntliche Zsunktionärsihung im Werncuchener Öchwb, Eidinger öleafie Elte Werueuchener Straste. 25. Abt. W-j llhr bei Redicnbetg. Chariner Str. 43, Sitzung der engeren Abteilungsvorstandes mit den bisher tätigen Bezirksftihrern. Es wird fehr ust'nkllich begonnen. 23.«dt. 20 llhr wichtige Rnnktionärsttzung bei Burg. Prenzlauer Allee ISS. Der Kassteiee nimmt Atontszahlunqen entgegen. A. Abi. 20 Uhr bei(Solds.1>midt, ötolpische Str. 30, Iunktionärsttzung. Stellungnahme zur Neuwahl. Alle Funktionäre mstffen erscheinen. 42. Abt. m'/e Uhr bei Wiersdorfs, Urhanstr. Ii. Fnnktionarsttzitng. I». Abt. Pllnttlich IS Uhr Sitzung»ller Funktionäre bei Bähtz. Keglerheim, iOricheuläctnec.Öteaüc Ecke Sloganer Straße. StelluugiUihme zur Neuwahl >tnd zum Bezirkstbirteitaq. 45. Abi. 20 Uhr bei Adam, Lübbener Str. 30. Funftionärsttzung. Stellung- nähme zur Neuwahl. <7., 45. Abt. 20 Uhr bei Siedentonk. Wnokauer Str. 36, Bersammlung aller ' SPTnIreidenkirgenassen. 153. Abt. Köpenick. 1!>'ö Uhr Iahresoersammlnng im Stadttheater. Friedrich- sttaße 6, großor Saal. Berichte. Neuwahl des Sorftandes. Dienstag, ZI. Januar. l'l Aht. jhix Uhr Milglieberuersamlnrnng in der Borfigstr. Ü, Jahresbericht. '.tUtiiinoblc».'- 32. Aht. 20 Uhr hei Valentin, Lrantftr. iz>z, Funktionärätzung. ''In Abi. ist? Uhr'Fuiisiinnäriitzung bei uoiack, Benmefte. 3. Borboreitung der Sieuwahien. Die in den Rahlabenden neugewählten Sunttionüt: . n'-hmea an der Sitzung teil. Vorher 13'? Uhr ebendart Vaistanbssttzung. »I. Abt. Renkolln. Unsere Iahresoeriammlung findet um>>20 Uhr in der Aula des Kaifer-Friedrich-Realgmiuiastinns. Kaifer-ffriedrich-Sir. 206, statt. Referat:„Die Sozialdeinosratie in Kampf und Abwehr" des Genossen ' Dr. Riid. Breitscheid. M. d. R. 2. Bericht Über das Jahr 1S2S. 3. Wahl der ÄoleilungsfnnkiwlUire. Einlaß nur gegen Bvrzeigung des Mitglieds. huches. Die Bezirkskassterer bitten wir. zwecks Materialempfang um ■ 19', i Ubr anwesend zu fei». Sil. Abt. Die Bezirlflihrer werden gebeten. NM 6 Uhr die Sinladungszeitet beim Abteilungsleiter in Gmnfang zu nehine». 117. Abt. Lichienbeeg. IS'- Uhr bei Klose. Rupprecht. Ecke Eitelstraße, wichtige Funitiotiärsttznng. 14).«dt, Rosentdol und Rieberfchönhausen-Weft- 30 Ahr bei Ikrische, Nieder- strgße,- wiäztigo Funktionnrfißling. Al«lai>b«beeg. Iahresneriatnriiluiig bei Alfred Pichgitzek. 1. Borstandswahl. 2. Aeferat des Laiidtagsabgeordiieten Adolf Bxschik über..Finanzreform". Mittwoch, 2Z. Januar. 34. Abt. Edarlottenvurg. Die BezirksfKhrer laden zur Abtei lungsversammlnng ein. 35. Abt. Mariendors. Wegen der am 22. Januar. 13'? llhr stattfindenden Bezirksversammlung.. wird die Abteilunqniabresoersatnmliing am Mittwoch. A. Iannar, stattfinden. Die Funktionorsisung am Montag. 20. Januar. fällt aus oem gleichen Grunde aus. SS. Abt. Britz- Buckow. Bezirke 1«, löd, 151, Bezirk Sroß.Siedlnng. Poli. tischet Arbeilskreis: ich Uhr in dir Halle am Hufeisen. Fritz. Revier. Allee, Dortrag:„Arbeiterbewegung und Parteimaral." Referent Alexander Stein. Arauenoeranstaltungen. .' 1. Jtrei» Prenzlauer Berg l«bt.>27, 28. 30 und 311. Donnerstag, 30. Januar. 20 Uhr. im Ledigenheim. Papvelalle» 15. GasIiochleiiroorsÜhrung. Für die übrigen'Abteilungen unseres Kreises folgt in Kürze, eine zweite Bor. 1 führung. 5. Brei« Ariedrichshain �Agitation). Dienstag. 21. Januar. 1954 Ahr. km Lokal Cadl.net Sit. 10. wichtige Funktionärinnensttzung. ß. Breie Steglitz. Lichirrielbr. Lankwitz. Montag, 20. Januar, bat Schellhase, Ahoriistr. 15». Goskluhnotfühtung, 13. Brei, Zempethoi, Matiendarf. Marienseltze. Lichtenrade. Montag, 20. Zo. rtmz, rünftlich 18 Uhr in Temnelbot. Dorfstr. 50, bei Pinger. Gaskoch. lechtnorfühtung. Gäste willkommen. Die Fiinknanärinnen werden gebeten. nach Schluß des Vortrages noch zu einer Besprechung zusammen zn bleiben. Montag. 20. Januar. 2.73. Abi..Den Genosstnnen zur Kenntnis, daß unser Frauenadend aus Donnersiag, 30. Januar, umslandehalbet nc tschoben werden muß. 23. Abt. 1S'4 Mir bei Könitz, Otawiftr. 37.„Unfall, und Invaliden verstch». turg". Referent Dr. Friedeberger. 36. Abi. 1014 Uhr bei Reche. Pirtzer Str. 26,„Drr proletarische Mensch". Referent Genosse Goitlieb Reese. Z». Abt. 20 Uhe bei Pohst, stargarder Ecke Lychener Straße. Neuwahl der Leiterin. Die Mügliedsblicher sind als Ausweis milznbringen. »1. Abt. Umständehalber findet der Frauenabend erst am 27. Iannar statt. Abt. 1S14 llhr in der Juristischen Sprechstunde. Lindenstr. 3. 1. Hof links parterre, Boriratz des Genoffen Dr. Seeliiig. 45. A«. Abt. Die angemeldeten Genossinnen für den Besuch des Reichstages treffen sich piinlilich Um 14 Uhr Reiäpztag, Portal 5 s Wasserseite). 57. Abt. Charlotte II bnrg. 20 Uhr in der 1. Gemeindeschule. Pestalozzistr. 89. »Die Finanznot der Gemeinde". Referent Stadtverordneter HansWovivvb. Neukölln. 93. Abt. ISiv Uhr bei der Genolün Müller. Rieihenstr. 56, 1 Tr.. «ichtiqc Sitzung der Funktionärinnen.—»7. Abt. ISlst Uhr bei Kutzki. Hermann. Ecke Leinestraße.„Die Rälle al» Feinde der Hausfrau". Reie. rentin Dr. Dora Fadian.?i!ahl der Leiterin. ISö. Abt. vberfchöneweibe. 19' 7 Uhr in der Schillerglocke. Schilletneamenade. „ Grundsatz-: und Forderungen der Sozialdemokratie". Referentin Marie fttmeri, Äi. d. R. 164. Abt. Rilderschönewribe. 20 Uhr bei Krüger, Berliner Str. 100, Eckt Fenn- ftraße,..Bi beistünde". Referent Ad. Soffmann. 1«. Abt. Johannisthal. 1»>4 Uhr bei Botha. Stube nranchftr. 12,13,„Die Frau in der Dichtung". Ernste und heitere Rezitationen der-fienosstn Friedel Lall. 124,»bt. Rahlodorf. 20 llhr im Lokal„Nordstern", Hönower Straße„Die Finanznot der Stadt Berlin". Referent Genosse Bürgermeister Siegle. 13». Abt. Reiuickendors.Ost. Die Besitz liguna des Hauses der Technik findet Montag, 20. Januar. 10 Uhr. in der Friedrichstr. 110 statt. Treffgunkt • Uhr am Sckültzenhaus oder IG« llhr vor dem Hause der Technik. 145. Abt. Borsigwalde.>8', llhr bei Woitzach, Grtzftstr. l,..Das Z«ivtsck»tfls CGlb dar Hausfrau". Reiereiiiiv Margarete Schenkale ivski vn6 siokt. che imvonnelMckw« v«gl«t«r der n«4Ju»itea lahrMJell, Oberhaupt EtVSJtun#»»«hm«rien wchi GlledarrelHan. tnehlas. Hnentdiuß. bdebnpfen 51« wirksam mit Reichel» Eloctrleom. dat Sie won Ihren Sthmereen befreien wird. Fl. Mk. US. 2.-0 3.50, in Apoih. und Drogerien, tzonot Airth Otto Reichel. Berlin 43 SO. Ehenbehnofr 4. Dienstag, 21. Januar 3.«M 20 Ahr bei Rickert. Sieinmetzstr. 3«.„Grundsätze und Korderuugm der Sozio tu cmoliatle". Referentin Herta Goithelf. IX Vit 19H Uhr bei Obiqlo, Stralsunder Str. 11. Grundsätze und Forde. rungen der Sozialdeinokratie" Referentin Dora Berga«. 2A. Äbt. Ser. fftaucnabeni» findet erst am 28. Januar statt. Rahe« Mir» 28.»bt.��De�Zwrth°s' Wöriher Str. 1«.„Die Frau in VerganaenheA und Gegenwart". Referentin Margarete Harlig. Außerdem Reuwahl der Charlottenburg. 55. Abt. Der Frguenabeud am A. Januar sollt aus. Dafür Beteiligung am Fruiienabend des Kreises am 23. Januar im Kranken. taffenhans Berliner Straße.— 5«. Abt. isla Mir b» Lterfch, Kantstr. bZ, „Alt.Berliner Humor" fvou Gloßbrenner bis Rrlle). Bortragender. Genoße Hanns H. Kamm. Reuwahl der Frauenleitung. 128.13». Abt. Pankow. 20 Uhr im Lokal Meier.„Türkn-chts Mi",«rette Straße,„Sozialistische Kindererziehung in Familie und Schule. Referent ' Prof. Dr. Strecker. Mittwoch. 22. Zamiar. 94. Abt. Renkölln. IS'i llhr bei Cell. Schillervromenade II,.Die Frau ttt der Dichtung", ernste und heitere Rezitationen der Genossin Frteiel van. M. Abt. Buckow. 30 Uhr bei Sorbe, Chansseestroße.„Erziehung tn ciftuVc und Saus", Reserrnt Lehrer Änaflmann. Donnersiag, 23. Jamiot. 68. Abt. Halonfee. 20 Uhr bei Sandmann, Westfälische Str. 42,„Die soita. listischc Frau und ihr Einkauf". Refereulin Genosstn Carmen Solz. Bezirksausschuh für Arbciterwohlfahrt. 2. Kreis Ticrgarien. Im Rahmen des Echnlungskursus spricht am Mondag, 20. Januar, ISIH Uhr, die Genosstn Minna Dodenhagen über„Sovale Gertchts. Hilfe" im Lltzungszinmier des Bezirksamtes Tiergarten, Turmstr. Ot. Alle Helfer der Sozialer. Eeeichishilfe müssen unbedingt daran teilnehmen, auch die Helfer aus der Gefongenenfürforge bitten wir, zu erscheinen.,_„ 5. B»i« Friedrich-Hain. Montag. 20. Januar, lSstz Uhr, in Schund s Fest- fitlen. Fruchistr. 36-. Riisammerkiinft aller in der Wohlfahrt tätigen Genossen und Orenosstnnen sowie der Kommisstonsmitglieder. Referent Genosse Dr. Fritz Schloß über..Die Arbeit der Ardeiterwohlfahrt". 8. Kreis Bilmersdorl. Der Anrsns am 24 Januar, IS'.r Uhr fReferentm Genossin Panla Kurgoßl,.findet statt in der Biktoria-LuisenZchule, Gesangssaal, Gasteiner Ecke. IlVandsiraße._, 11. Brei» Schoneberg. Donnerstag. 23. Januar, 20 Ahr, im Rathaus Schilnoberg. R immer 144, RudoIf.Wilde.Platz. spricht Genossin Dr. Ros-nseld über„Gefangenensürsorge" in einer Sitzung der Aebeiterwohlfahrt. Alle Helfer uich Helferinnen werden gededen, zu' erscheinen. 17. Breis Lichtenberg. Der SchulungskursuZ beginnt am Freiiaa. 24. Ja- miar, pünftliä) 101« Ahr, im Rathaus Lichtenberg. Möllendorkstr. 6, R'mmer 25. Thema:..Familienrechs". Referrntin Gerokstv Dr.' Dora Fabian kdie ersten drei Abende: 24., 31. Januar und 7. Februar: die nächsten dret Abende am 14., 31. und 23. Februar spricht Genosse Reglrrungsrat Otto Krebs über �lngrndqerichtshilfe und soziale Gerichtshilfe". Zungsozialistm. Gruppe Bohnsdorf: Dienstag, 21. Januar, im Zugendheim Wachtelstr, 1, Jahresverfammsung. Wichtige Tagesordnung. Gruppe Charlottenbnrg: Montag, 20. Januar, 20 llhr, im Zusendheim Rostnenstr. 4,.Arbeitsgemeinschaft:„Sozialistische Selbsterziehung� Leiterin Anna Hartpchl SAI.- und iungo Parteigenossen send willkommen. Gruppe Wedding-Eesnndbrunnen! Heute, Sonntag. Generalversammlung. Morgen, Montag, 20. Januar, beteiligen wir uns an der 10-Zahr-Feier der Gruppe Lichtenberg. Treffen 19Vi Ahr Bahnhof Sefnndbrunnen, Tinganq Badstraße. Gruppe Drißens«-. Moniag. 20. Setom, 1» Ahr. ttffaffljgg M b»<8* > noffe ffenfelau, Renndahnstr. 17a. Wegen der außerordenrlub ianfitu Tage«- ftcbituna feiite pünktliches Erscheine«._....,__ Brei« Te-np-lhos-Wariend-ri: Dienstag. 2L im Jugendheim Tempelhof. Germaniastratze, Gtngang Sötzstraße. üb« Wer. #t||IäJ(j|. vtetdM. 20. Januar, spricht her RetchsfriretSr der Bwber. freunde, Genosse Hans Weinberger. um 20 Ahr m der Aula des Kaiser. FriedrickuRealgomnastums, Kaiser.Friedrich-Str. 308. über das Thsna„Barum Bind-rfrennde?" Jahlre-che Beteiligung wird erwartet., Krei, Wilmersdorf: Rote und Zungfalken treffen sich zum gemetnsamen Ausflug nach der Machnowcr Schleuse Sonntag um 9 Ahr an dm Soz'.alrften. e-ke. Bci sch'echtom Wetter Miiseiimsbesuch. 50 Pf. Fahrgeld Ml.bringen Berlin-Mitte: Montag. 20. Januar, 20% Ahr. Mresversammlung. Rchdo. nicker Str. Tage-vrdnnnq: Zahretchericht. Kassenbericht. Wahlen. Zeder Helfer muß unbediugt erscheinen._. Gruppe Süden neb Wassertprstraße: Montag. W. Iannar, A Mr. Elterw- versauunlung im Heim Wassertorstraße. Erscheinen aller Eltern erwutricht. „ I t IS!—— t—!— i-t-i. g U ßZ h"! Z Jungsozialisiische Vereinigung Groß-Berliu. Heute. Sonntag, 1». Januar. s>4 Uhr, Generaluersammlnng im Gut' templer Loqenhau«, Linienstr. 121. Zagesordnnng! l. Referat der Genossin Anna Hartoch:„Alte und iunge Geueration in der Parket". 2. Unsere vergangene und zukünftige Arbeit. 3. Anträge. I. Renwahle r zu» Aebeitsan»s> Uhr vor dem Bezirksamt Danziger Straße 04 zur Beteiligung' au dem Filmnachmittag des Bollsbiltmngsam'es. Unkosten.10 Pf. Moniag, 20. Januar, im Jugendheim Tonnenburger Str. 20, von 17—19 llhr Lieder, und VolkOtaiizliachntiltag. Mittwoch, 22. Januar, in der Turnhallr der Schule Danziger Sir, 2L Turnen mit der Gruppe„Friedrich Edert". Donnerstag, 23. Januar, im Jugendheim gemeinsamer Da st ei nachmittag. Freitag, 21. Januar, 1? Uhr, bei Peuntinger. Greifenhagener Str. 44, Schulungsabend der Falkenräte. Allgemeine Wetterlage. �S.Alsn.�33cZ.sdÄ». «fctoiid&S hsiler.Ohalbbedeckr ®wc!kig,#be(JeckcoRegeiuiGr8up«ln "SchnwtsNabofRGewttai�WachsWIe Das mnfaNFre'lche Hochdruckgebiet, das uns während der letzten beiden Tag« trockenes teils nebliges, teils heiteres Wetter brachte, verlagert sich lanqjam nach Osten. Dadurch gelangt unser Gebiet allmählich unter den Einfluß der nordwestlichen Ttlfdruckzone. Da jedoch in dem England überflutenden Südweststrome keine wesent- lichen Störungen erkennbar sind, so dürsten wir in dem kontinentalen Luftkörper, in dem wir uns zurzeit befinden, verbleiben. Ein« w»ieniliche Aend'erung des herrschenden Witlerungscharakters wird daher voraussichtlich nicht eintreten. Jedoch dürft« mit dem Rückzug des Hochdruckgebietes de- milde Sübweststrom auch nach Mitt.ss- ouropa ubergreifov. * llZeNerausflchle« für Berlin und Vettere Umgebung. Trocken. z«tt«els« etwa» nebtllg. nacht« reichter ffrdlt. aw Tag» TkBiperaturei, ab««« Grad« über Noll, südlich« Wind«. Allgemeloe fff« Dmiffchlattd. Riraend? mekoitt- ■ich' VknBrrunz de? herrschenden T.''"i......''s"a?s'i'?. Geburlslage. Jubiläen usw. 20. Abt. llnsorrm langjäbrigen Bampfgenoffru KarlSGnl». Preaz- lauer Allee 44. ,u seinem 60. Geburtslage die bctjltck'jten«enckwvniche. 138. Abt. ScqeL Uvserew treuen«Kchnnflen Wilhelm Noll zu s«»e» 00. Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche.- Unserem verdtevten Genossen Otto Brette», Trestowst?. 32, z» fetuern tiS. HebuLtagc bu hcrKluystc» GlSckmSv��e. } Sterbetafel der Groß. Berliner Partei- Organisation s 5. Abt. Unser Genosse Vit» Sack. Echwebter Str. 3S3n. ist verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung hat bereits stattgcfunben. 'S. Abt. Unser langiöhriger Genosse G r u n w a I b t ist vor einigen Tagen nersiorben. Ehre feinem Anbenkenl Die Einäscherung hat berei.s statt. gefiiiGe Dezember verstarb her Genosse Franz Baberske. Er nahm von der Reit des SoziaNstengesetzes bis kurz m>r seinem Tobe regstei- Anteil an der Parteiarbeit. Da wir von der Einäscherung keine Kenntnis batien. bitten wir um reg- Beteiligung bei dar Beisetzung am 21. Januar, UH Uhr. in Bauiirschulenweg.„ 47.«bt. Unser Genosse Mar Grog mann, Ekalitzer Str. 54, ist est 17 Januar verstorben. Ebre seinem Andenkcn! Einäscherung Dicnsao, 21. Januar. 11 Uhr. im Krematorium Baumschuleuweg. Wir b'-tteu um rege Batailigung. ÄWZoziaWsche Arbeiterjugend Sr..Verlill | iSinfeubunäen für diese Rubrik mir SN da« Jugenbsekretaritz! f Berlin 6368, itebenlltaSa 3 Jreic Sozialistische Schüler(ASS.). FSS. Norden: S. Gramer i Jugend im Recht. Sonnenburaer Ltr..30- 10 Ahr. Mittwoch, 22. Januar.— FS 2. Nordwesten und Besten! L. Diederich: Einführung in di« SewertschaftÄtewegung. Svbelstr. 2—4. 20 Uhr. Donnen». Uig, 28. AanttaQ " Rnfammenkunst der Referenten und Zngendbeiräte. Rorgen, Montag. 1314 llhr. im Tortragssaal de- P..B., Lindenstr. 3, 2. Hof, 3 Tr. links. Es sprfcht Ludwig Diederlch über.Organifationsvrohlewe". Karten für dke velksbühn-nnorilrlnsa„Apollo Brunnenstrsße" am Ssmi» tag, den 26 Januar, für Jugendliche ä 90 Pf. sind noch erhältlich. heute. Sonntag. Gelnndbrunuen! Fahrt. Treffpunkt 7 Vz llhr Gefundhnntttrn an hriannter Stelle.—«rniwplotz: Fahrt. Treffpunkt 714 llhr Bahnhof Schsinhauser Aller! — Schönhauser Vorsiabt: Treffpunkt 1814 Uhr„So,-.. Ecke" zur W.-A..Wit. gliedcroerfannnlung.— Fallplatz I: Fahrt. Treffpunkt 714 Uhr Bahnhof Schönhanfer Allee. Fahrgeld 50 Pf.— Dahlem R.-F.: Fahrt. Treffpunkt 8 Uhr Di,i:1vlatz. 50 Pf.— Lankwitz: Seim Schulsiraße, Bunter Abend. 19 Uhr.— Südwest: Heim Lindenstr. 4, Glaßbrenner-Abenb.— Stegt-tz:?r such des Verkehrs, und Baumnseiims. Treffpunkt 10 Uhr Rathausplatz,, Rote Sturmecke".— Britz I und II: F-ihri. Treffpunk' 714 Uhr Jahn. Ecke Rudower Straße.— Renkölln II; Fahrt. Treffpunkt 7'4 Uhr Ringbabnhof Neukölln. � 5 riedrichehngen: Heim Friedrichstr. 87, Bolkstanzabenb.— Niederfchöneweide: Srfrjle Berliner Sir. 51.„Berlins Denkmäler in der Karikatur."— Lichtenberg- Mitte: Fahrt. Treffpunkt 8 Uhr Stralau-Rummelshurg.—«erbrbezir! Tier. garten: Besichtigung des Flughafens. Treffpunkt 1254 Uhr Bl. Tiergarten Oder 1344 Uhr Eingang Flughafen. Unkosten 35 Pf.— Werhebezirk Prenzlauer Berg: W.-B.-Mitgliedernerfaminlung im Heim Danziger Str. 62. L»dw>a Diederich spricht über„Ardeiterjugend und Republik".— Werhebezirk Kreuz bergt W.-B.- Delegiertenkonferenz S llhr Wasseriorstr.#.— Werdebezirk Reo, kölln; Desichiiguna und Führung durch die Brockeniammlnng der Stadt Berlin. Treffpunkt 944 Uhr Rathaus U-Bahn. 1014 Uhr Rofa-Lnremburg- lind Karl- Liebknecht.Feier im Saalbau Bergffr. 147. Referentin! Prof. Anna Sic.i-siN. llntaftendeiirag.— Werbebezirk Lichtenberg: Heim Gunterstr. 44, 19 Uhr, Lichrbilberoorirag:„Alpen-Ferienfahrt". Musikinstrnmenie mitbringen.— Werdebezirk Ofte»: Abendveranstaltung i« Heim Litauer Str. 18. Morgen. Moniag. Ahr. Neste» Ii Oeim Bülowstr. 88,„Amerika".— UalkvlaH Ne Schule Souvew» burger Ltr. 30, �infüstrutiö in die sozialistische Gestanten wclt�. Kum«»».- »last: Sclmle �ckertz'uberqftr. 7, �Soziale Einrichtungen der Stastt Berlin�. Nordost ll: yeim Danziger Str. 82,„Neue Menschen" U,— ffallplalz!: Schule Sonnenburger Str. 20,„SA5l. und Ncidisbaitncr".— Kalleschc» T»e: Heim Yorckstr. 11..�uremburg.Liebknecht-Gestenkfeiep,"— Stralauer Bieriel» Seim Gostlerstr. 61, Lichtbildervortrag:„Der Sar?".— Eharlottenbnrg.Nard: Heim Olbersstraße. Ballastrnabend. Pankow R..F.: Heim Görschstr. 1�, »Das Recht des jungea Arbeiters im Betrieb". Vorfrage, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner»Schwarz-Rot-Gold". SeschSktsstellr: Berlin 6. 14. Sebaftionstr. 37—33. Hof 2. Tu. Seddina fOrtsvereiul. Jungbanner: Sonntag, 19. Januar. 714 Uhr. in Ritrn mit Windjacke Bhf. Gesnndbrnntien. Rückkehr 18 llhr.— Prenzlauer Berg, Juagbanncr: Montag. 20. Januar. 2V Uhr, Keiitmbrnd Ut der weltlichen Schule Sonnenburger Siraße. Kam. Schuhofe spricht über „Arbeiterjugend und Jungbanner". Gäste willkommen. Programmfostseßung. — Beddin«. Radfahrer, und Nachrichtenabteilung: Dienstag, 2L Januar. 20 Uhr. Sitzung bei Bondtke, Schulstr. 74. Prenzlauer«erg. Äameradschafts- Versammlungen Dienstag. 2l. Januar, um 2V Uhr: Kam. Arnswaldrr Platz bei Sawatzie. Allensteiner Str. A: Kam. Sumann platz bei Pohst. swrgarder Straße 19.— Krenzberq: Jeden Dienstag 20—22 Uhr Spoekabcnd rn der Turnhalle Gnetfenanstr, 7.— Bohnsdorf.Grsinan: Mittwoch. 22. Januar. 20 Uhr. bei Ke'mann, Generalverfammlnng. Bortrag, Botftands. und Kassen- hericht. Nr-twahl des Lorstandes.-«itte, Jungbanner: Montag, 20. Januar. 20 Uhr. Jugendheim Tieckstr. 18. Bortrag des Kam. Lewinfftzi„Die Jngrnd im neuen Stta'uckrt und vor Gericht". Gäste willkommen.— WiniersporiobtcUneti: Ülliittooch. 22. Januar fnicht. wie in der Eioladung angeselten. 38. Januar), 20 Uhr. Mnnatoversammlung in Schneiders Hoteki Käme- Ecke.Klosterstraße. skhrtendssprechuns und Einteilnng der Nrunmanirfchaft. Dw Reue Well, Hasenheide, hatte kürzlich ihren«roßsn Tag oder vielmehr Abetch: di« Pramiierung der feschesten Vlonden. Wüberall feuchtfröhliches Leben und Treiben. Bock- biersaisrm, der Groh-Berliner Karneval. All« Nuancen von Blond wurden gesichtet. Der Jury mag es keineswegs leichi gewsrden fern, die feschesten der Blondinen festzustellen. Zur Siegerin er-- klärt wurde Herta Hentrich, Admiralstraße. eine dunkelblonde Schöne, während die itm dem zweitev Preis gekrönte Käte Anders. Neukölln. Weserstraße 4, llchthlond, stilgemäß m lichtschimmernd em Kleide erglänzte. Grete Dorchholz, Skalitzer Straße, erhielt den dritten, Edith Poresti, Markgrasendamm, den vierten und Gertrud Dürer. Neukölln, Kaiser-Friedrich-Str. SD, den fünften Preis. Weitere zehn Trostpreis« wurden verteilt. Montag. 10. Februar, nachmittags, findek In der Philharmonir eine Ge> dächtnisfeier für den kürzlich verstorbenen Besitzer und Direktor der Phil- Harmonie S, Landrker statt. An der Feier nestuten Fritz Kreislet und das Philharmonische Orchester unter Leitung pott Bruno Walker teil. Bruno Walter wird auch einleikenb die Gedenkrehe halten. Riga reit« nn» Wissenschaft. Die Rigarettensabeik Phänomen Kgt seit einigen Monaten ihrer bekannten Marke„Preußtngold" Bilder bei, welche Heroorragent erwähnt zu werden verdienen. Dies« Bilder, welch«!n einer Serie von 110 Sttick als Neuheit erscheinen, bringen die Ltimmelserschelnun- gen In größter Wissenschaftücher Durcharbeitung. Die künstlerisch ausgeMht- ten Bilder zeigen die Planeten, Kometen sowie SiertiblBmngen und sind mit dem Namen aller dieser Himmelsbildungen bezeichnet und auf der Rückec te des Bildes nach ihrer Eigenart beschrieben und erklärt. Für jeden Rigareffen.. raucher bietet deshalb die Marke.Preußengold", welche bereits längst ihrer norzllglichrn Qualität wegen eine der beliedtesten 5-Ps.�Pga rette ist, doppelten Anreiz. Zhr Gesicht spricht für Sie, wenn Tie Ihrer Gesicht-'""'' mit Marplan- Creme wohliun. Liebliches Blühen und fal:enfreic Frische wohnt in den Gesichtern solcher Damen und Herren, die!lua sind. Marqlan-Creme anzuwenden. Marplan-Ereme ist köstlich, wirkunpssicher, einfach anwendbar und sparsam. Kostenlose Probe erhalten S!e portofrei. Schreiben Sie sogleich an den Mamlan-LertrUb, Berlin 132, Friedrichstr. Sie. Adler auch in Amsterdam. Nach den beachtenswerten Erßnlgen der Adler. rnagen auf den neisävedeneu Intcrnai'nnalen Ausstellungen der letz/en Monate werden d!e Ad'-rwerte norm. Heinrich Kleper A..S.. Frankfurt a. M. nun auch dir Ausstellung ttt AmsteÄam mit ihren ueuen Modellen btzsch'cken. Bon den Sekatv.tten Adler-Tppen wetch'n folgend» Wagen fn Amsterdam au»- gestkUtt 1 Adler Faoortt-btutusttm. j Adler Stanbart'•• Pulllnrn-Simufine. dlefefde»a SnineausfOhrun«, X Adlet«tarda rb i Pvllman.Limust»,. 1 Adler Standard 8 Pullman-L-mustne.Tlov Mesbaden" pnb 1 Vftj Standard 8 Spot-Cabriolet. Die Adlerwagen sind würdige Vertreter deutscher Qua�-Zt«- arbrik. Da»«roß« Frankfurter Werk, dessen Sttolge auf dem deutschen Markt zur Reit das Taaeagespräch der antomobilwirtschaftlich interessierten K-e'se bltb-n.-st»in ernsthafter Konkurrent auf de« Weltmarkt. SHdtt nur durch die C-a.U-U fen-r Erzeugnisse, fondtr.: auch durch feine relativ siritig« Preste Sormfag 49. Lauimr 4959 Unterhaltung unö �Nissen Vellage des Vorwärts MexandertonSadierWfkfQch: 3)er5£weikampf Das ist so eine Sitte in Studentenkreisen: der Zroeilamps. Die Beweggründe dazu kann man nicht ahne weitstes feststellen. Ernst«, sehr ernste Dinge sind das. Ich hatte einen Kommilitonen während meiner Unwersitätssahre, der in puncte» Zweikampf an unserer kleinen Unicersitüt den Rekord hielt. Innerhalb von süni Jahren kämpfte er fünfundzwanzigmal. Ihn. den Fachmann, be- fragte ich einmal, weshalb der Zweikampf unter Studenten so häufig geübt werde. Er sah mich etwas schief von der Seite an und'chnipste mit zwei Fingern der rechten Hand vor meinem andächtig lauschen- den Gesicht:„Ija, Freundchen", sagt« er dann und es war ihm anzumerken, daß er sich über diesen Punkt angestrengt den Kopf zerbrach,„wegen der Ehr«, ohne Zweifel!" „Das ist es also", erwiderte ich gedankenvoll Es ist lange her, aber gerade heute tauchen vor mir Erinne- nmzen an einen jener Zweikämpfe auf. Das alles geschah in einer mittelgroßen, österreichischen Stadt. Manchmal saßen wir abends in der ,Lm«rican-Bar" und sanken Soda mit Whisky. Es war gerade Jnilation und die Stadt wimmelte von„vornehmen Ausländern". Das waren Leute mit meterbreiten, wattierten Schultern und Messerspitzen Schuhen. Aber imin schon erwähnter Freund Rudols E. Ranzengruber stach alle aus. Neiderfüllt glotzten die Bornehmen ihn an, als wir das Lokal betraten. Denn natürlich hatte er 1,10 Meter breite Schultern und Schuhe, vor denen man ängstlich zurückwich, wenn er sich e-ncm näherte. So spitz waren sie— Wir Eingewechten wußten genau, daß dies« Herrlichkeit des Freundes vergänglicher Natu? mar. Wir schrieben nämlich den Monat Oktober und unser Freund Rudolf C. Ranzengniber war soeben frisch angelangt aus dem heimatlichen Dorfe. Das Semester hatte eben dieser Tag« begonnen. 'Daher die Feier.) Wir gaben nicht viel auf seine sinnver- murrende. Eleganz, da wir wußten, daß mit dem Fortschreiten h's Semesters fein« Bonnehncheit stufenweise abnahm. Zu Neujahr pflegte er bereits in Militärhossn mit Rollgamaichen zu arscheinen, wenn auch mit verwegen leuchtender, farbenprunkender Krawatte. Diese Wandlung wiederholte sich jedes Jahr. Und während die Umwälzung feines Aeußeren gesetzmäßig erfolgte, verändert« sich sein innerer Mensch mit erstaunlicher Gleichzeitigkeit. Sein Auf- treten wurde bescheidener und es kam s» weit, daß er über kleinere Beleidigungen schweigend hinwegsah. ——— Wir betraten das Lokal. Es mochte neun Uhr abends sein. Das längliche Biereck des N mmes war in rosenrotes Licht gehüllt,, in niedrigen Abteilungen ii�nden Tische an den Wauden entlang. Es herrschte ziemlich reges Leben. Eine Jazzkapelle spielte tutend, miauend und sägend neue Tanzfchlager. Wcr nahmen natürlich auf den hohen Stühlen vor der Bar Blaß. Rudolf E.. Kro.nasser, Lewinskt und. ich. Sie haben ein Gesicht wie ein Affe, und ich freu« mich, wenn ich nicht hinsehen muß! Im übrigen wenden Sie noch von mir hören", fügte er mit bedeutsamem Seitenblick auf uns hinzu. Das war es, was Rudolf Ranzengruber anstrebte: Eine Ehren- affäre! Und im Anschluß daran womöglich, ja hoffentlich: Einen Zweikamps! Kronasser und Lewinsti glitten, wie auf Derabredung, von ihren hohen Stühlen herab und oerneigten sich stumm gegen den Rothaarigen. „Morgen, zwei Uhr, nachmittag Cafe Glacis!" donnert« Rudolf E. seinem Gegner zu. Dann wandte er sich stolz, warf ein paar Geldstücke auf den Bartisch und verlieh den Raum. Wir folgten ihm und ich gewahrt«, daß Krcmasier hämisch grinste. Und zu meinem Erstaunen hörte ich ihn murmeln:» .. Wegen der Ehre natürlich!" Di« Gegensekundante» waren ein dicker, kahlköpfiger Jurist und ein kleiner, beweglicher Mediziner, natürlich Couleurstudenten, mit Hackepetergesichtern. Lewinski hieb mit der Faust auf den Tisch: „Er hat ihn fixiert, und das sollte genügen, will ich meinen! Unser Mandant empfindet dies als Ehrenbeleidigung."— Und dann fügte er grollend hinzu: „Mir ist mir ein Weg bekannt, der hier als Ausweg in Frage kommt: Sie werden wissen, was ich meine!" Die Gsgenseknndaiuen wußten es. Man erhob sich, nachdem die näheren Bedingungen festgelegt waren: Neunerklingen. seidenes Halstuch, Puls schütz, Handschuhe. Am nächsten Tage trafen sich d'« Gegner in einem gewissen Hause in der Goethestraße. Das Haus gehörte einer studentischen Verbindung und der Fechtsaal im Erdgeschoß dient« zur Aus- tragung solcher Händel. Rudolf E. kam auf die Mmute pünktlich an. Er schnaubte wie ein wilder Stier und schien ungemein zornig zu sein. „Ich mache Hockfleisch aus ihm", rief er ein ums andere Mal, keuchend vor Wut. Die Freunde umringten ihn ehrerbietig. Nur Kronasier grinste hämisch wie gewöhnlich. Ich glaubte, er hielt Rudolfs Zorn nicht für ganz echt. Der Rothaarig« stand am anderen Ende des Saales, umgeben von seinen Freunden und Sekundanten. Auf«in Zeichen des Unparteiischen gingen die zwei aufeinander los Die Klingen blitzten, die Gegner sprangen hin und her, vor und zurück, gebürdeten sich höchst rauflustig, aber es passierte längere Zeit nichts von Bedeutung. Wenn der eine vorging, wich der andere zurück und umgekehrt. Endlich gelang �« dem Rothaarigen, Rudolf E. an der linken Wange zu kratzen. Er hielt erstaunt inne und senkte die Wäsf«. Rudolf E. trat zurück. bleich aber gefaßt. Er fluchte, zu seinem Sekundanten gewandt: „Ich habe den Krampf im rechten Arm und kann daher nicht weiter." Kronasser grinste amüsiert. Der Zweikampf war beendet. Di« Gegner reichten sich versöhnt die Hände. „Ich gratulier« Ihnen," sagte Rudolf E. zum Rothaarigen und verneinte sich elegant.„Das war ein guter Hieb." „Mein SpezialHieb", sagte der Rothaarige bescheiden, aäar voll Würde. Dann gingen wir heim, und am gleichen Abend saßen wir wieder in der„American-Bar". Rudolf C. hatte eine verbunden»: Wange und warf herausfordernde Blicke um sich. Nach dem sechsten Whiskysoda sagte er. zu uns gewendet: „Es geht nichts über bis Ehre!" Wir tranken darauf. Siur Kronasier hustete.und grinst«■ fet der Ecke. Muri Ludolf Weuberl: Slleine Biographie am Jlhend Der Abend steht in den Straßen voll rosa Dunst, als käme von den Feldern Rauch letzter Kartoffelfeuer. Im Zimmer lächeln von den Wänden Bilder, gerahmt« Dämmer- gesichte. Eine Erinnerung hängt als blosse Mondsichel am Himmel dieser Stunde: ... Zwei Menschen lebten in glücklicher Ehe. Ich wurde das größte Unglück chrer Ehe. In der ersten Zeit meines Lebens hatte mein Vater viel über die mit memem Geschrei erfüllten Nächte zu klagen, später, als ich schon zur Schule ging, waren es mehr die Nachmittage, die ihm das Leben ichwer machten, und ganz später, Eine �Runde.— bestellte Rudolf, mit Ujiger Handbaweauna. als ich«in Jahr schon lange Hosen trug.«..ri�n.« wieder die _„_„, r,.._. e» A\l n irm thry rrm.itt rtAf an* ntlrrnaa Ulnare», hm/hte D..ltz es sich nur um Wh:?kysoda handeln konnte, wußte das Bar ticiulein bereits aus Erfahrung. Wir sprachen wenig, da wir das allzutriele Reden für unmännlich hielten. Nur einzelne, kernige Worte wurden gewechselt. Dann zündeten wir unsere Pfeifen an. Bei der(«chften Runde erzählte Rudolf E. eine bemerkenswert« Geschichte von seinem Bater. der so ein Herr gewesen sei, daß er einmal mr Frack das Pferd bestiegen hatte und ohne anzuhalten durch dres Gemeinden geritten war. immer nur bei den Wirts- Häusern haltmachend, wo er sich den Schoppen in den Sattel hin- änfreichen ließ. Er ritt so lange, der Bater des Rudolf E.. bis ihm der Frack in Fetzen vom Leibe hing, buchstäblich in Fetzen? So ein Mamt war das! Kronasier war ein großer, breitschultriger Kerl und von Natur aus skeptisch. Er kicherte daher leise vor sich hin. Rrchoks E. wollte aufbrausen, da er das Kühern für ein Zeichen des Mißtrauens hielt, das man seiner Geschichte entgegenbrachte. ?!t>«' dann schren er sich anders zu besinnen, denn er klenmrte ein Monokel ms Aug« und begann die anwesenden Gäste des Lokals zu mustern. Die Iazzlapelle wimmerte, flötete und fauchte, b'auer Däbakrcnrch füllte in Schwaden den Räum, die unter der Decke ici'webten, wie künstliche Walken. Zwei, drei Paare begannen ichüchtern zu tanzen. Wir hielten auch das Tanzen für unmännlich und blieben daher weiterhm sitzen. Die Anzahl der Whiskys obas war bereits ins Unermeßliche gestiegen. Ich war gerade dabei, der einschläfernden Stimmung folgend, ein wenig über dem Buttisch e.nzumcken, als Rudolf E. hastig meinen Arm ergriff: „Er fixiert mich", sagte er leise, jedes Wort stark betonend, mit drohender Stimme. „Wer?" fragte ich auffahrend und sah mich um. .Ich mein« diesen schwarzhaarigen Jüngling dort." fuhr Rudolf E. belehrend fort und wies mit einer Kopfbewegung in die Richtung;„er sieht aus wie ein Friseurlehrling." „Dann kümmere dich nicht um chn," warf Kronasier ein,.chenu dann fehlt ihm die nötig« Bildung, die dich in so hohem Maß« aus- zeichnet.". Mir schien, als klängen diese Wort« etwas spöttisch. „Ich habe d« Ersahning gemacht," fuhr Rudolf C. unbeirrt mit näselnder Stimme fort,.daß Leme. die wie Friseurlehrlinge aussehen, fast innner Akademiker sind. Uebugens," sagte er.„ist d-es« Sache eine Privatangelegenheit von mir, und da mich jener Jüngling fixiert, werde ich ihn züchtigen." Er griff hinter sich auf den Bartisch, wo eine Schüsiel voll Pfannkuchen stand. Ohne weiter ein Wort zu verlieren, nahm er einen dieser Pfannkuchen in die rechte Hand und schleudert« das Backwerk mit einer selbstverständlichen Geste in die Richtung des angeblich fixierenden Gastes. Er traf— einen rothaarig« n, jungen, Mann gerade auf die Nase. „Gut getrosten" sagte er m-t Siegermiene, zn im# herblickend.' Ich i ur sprach!"?. 1 „Es war doch ew T-chwarzhaarig. r. der d'ch fixierte," sagte ich oetzmeiielt, du sagtest, es sei ein schwarzhaariger Jüngling." „Senfe Ich das"? Nun, ich Hab: mich geirrt", erwidert« er m elegant m Tonfall. In-wischen war der Rothaarige aufgesprungeu und näherte sich uns mit erregten Schritten. Es war e'n fiachonchefchoiffner Kerf mit upaeu: ähnlich langen Gliddmußen. >„Li«," schrie er schon von weitem,„Sie. wie kommen Die da- zu. hier mit Pfannkuchen zu schmeißen?! Was ist das für«in Benehmen? Ich werde es Ihnen gleich zeigen k" „Me." sagt« Rudolf."„Sie werden es mir zeigen. Sie Fatzke'. Sie haben mich fixiert!", „Ich Hobe Sie nicht fixient' S-e?«b°n mich gar nichts an, Nächte, um deren Schlaf ihn mein gelegentliches Ausreißen brachte. Meine Mutier hatte«inen ganz schmalen, blassen Mund, und ich weiß nicht, od er rot und blühend gewesen, als ich noch nicht da war. Ich habe meine Mntrer nie viel sprechen hären, nicht wie hie Mütter meiner Kameraden beim Kafsee oder-m Hausflur. Wenn es im Zimmer gegen Abend dunkel wurde, dann sprach st« wohl am liebsten und es war wie von weit her... Und jetzt noch, da ich dieses niederschreibe, kommt ihre Stimm« wie von weit her zu mir geweht, wie ich sie oft im dämmerigen Zimmer gehört: Deine Lehrer sind mit dir unzufrieden, mein Junge. Ich fürchte, später, wenn du ein Mann bist, werden es deine Vor- gesetzten, deine Freund« mit dir sein. Ich fürchte, mein lieber Junge, du wirst am meisten mit dir unzujrieden sein.. Mit neun Iahren konnte ich auf dem Klavier die Schlacht von Königgräg intonieren. Zu meinen Geburtstagen war immer die halbe Klasse geladen und es gab sehr viel Schokoladenpudding. Nachher aber spielte ich die Schlacht von KöniggrÜtz und alles saß ganz stist. Di« Trompeten riefen zur Schlacht, Kanonen donnerten, lange Infanteriekolonnen gingen zum Swrm über, einbrechend« Kavallerie wurde niedergemäht und in körte gespielten Tonleitern flohen die Oesterreicher, bis in klagendem Adagio das Seufzen de.r Sterbenden auf dem Schlachtfelde angedeutet wurde. Darüber malte ich in si-Dur den StornenhimmA. Meine acht- und zehnjährigen Freunde" klatschten danach enchustasmiert und im Nebenzimmer, wo irgendeine zu Besuch gekommene Tante mit den Ellern saß. siel das schwer« Wort: Der Jung« muß aufs Konservatorium. Mit vierzehn Jahren macht« ich ein Gedicht, dds im Lokalblatt erschien und nicht nur in unseren Klassen, sondern auch im Lyzeum bei den Mädchen, im Konferenzzimmer bei den Lehrern und im Harmonieverein bei den Bekannten meiner Eltern Aussehen erregte. Meimtreq im Winter Venn sich die frühe Ilachk herniedersenkt, »allt Stampfen von gefcornem Grund und Dröhnen Des Volks, das fein« Schritte heimwärts lenkt. Bedrängnis Vätern. Müttern. Töchtern, Söhnen. hat aufgetan die Tore die Fabrik, Veit die Sirenen Feierabend iönen 3n schriller, nervenpeitscheuder Musik. Es fallen wenig Worte nur Im Schreiten Bon Frau und Kneipe. Lohn und Politik. fIell h rig-r sie und Müdigkeit bmz'elten. "'sn.lil.haben werden. Jawohl, das wissen wir. und wir wissen auch, daß rrih�o wieder um die fccks bringen. Das wäre ja noch schöner. Wir �rren die Segel, wenn's nötig ist. im Sturm stehen wir unseren Mann. Wir klopfen Rost und waschen Farve. wir dichten die Spclgaichm und sehen zu, daß die Persennings gut über den Luke» liegen. Das machen wir alles, wie wir's gelernt haben und wie's der Beruf erfordert. Lein Mensch könnte es bester inachen. Wenn Freiwache ich. sitzen wir auf der Back, rauchen die Pfeife und erzählen van der Heimat, von dem Schnaps und den Mädchen in Kalifornien. Die Mädchen in Kalifornien sind frech. aber das macht nichts. Die Liebe ist ja ihr« Sache genau so wie die Seefahrt die unsere ist. Da verstehen sie etwas davon, genau so wie wir etwas van unseren Dingen verstehen. Sollen sie bleiben. wie sie sind, die Mädchen von Kaliformen. Nachts haben wir das südliche Kreuz über uns. Das müßtet ihr mal sehen. Jungs. Das ist weiß und glitzernd wie das falsche Diamontkollier der alten Babel. der berühmtesten Schauspielbesttzerin von St. Franziska. Soweit die Sterne. Aber dos Schiff müßtet ihr erst sehen, die Brigg, den großen Segler, der schon manche» Dampf hinter sich gelösten hat. Das erst nenn' ich Seefahrt, das ist der Tops, in dem die Greenhorns geschmort werden müssen. Nicht so'n traniger Dampfpat, auf dem die Ladys sich von den Stewards beschnüsfeln lasten. Wies Ich will euch eine kleine Geschichte von Frank Collms und Peter Schmied erzählen, die beide zu meinen besten Freunden gehören. Obwohl der Schmied jetzt im Zuchthaus von Buffalo sitzt... aber das macht ja nichts, nicht wahr? Dos kann ja jedem von uns genau so gut passieren, und deshalb erzähl ich ja eigentlich überhaupt dicfe Geschichte. Geschichten, die nicht jedem passieren, sollte man überhaupt für sich behalten, das ist meine Meinung. Jungs. Ich Hab' so'n Stück Welt gesehen. In Brest hatte der John Andrews seine Katze mit an Bord gebracht. Diese Kotze hieß Däsiräh... das heißt aus französisch sopiel wie... wie... na, es fällt mir nickst«in... is ja auch egal, Himmel Herrgott,'s war jedenfalls'n fiilps Katzenoieh mit nem weißen Fell und kohlschwarzen Augen. Sie hieß mm mal Däsiräh. und dabei blieb es auch, obwohl unsere Zungen sich erst ein wenig an die kauderwelsche Sprache gewöhnen mußten. Diese Katze, sag ich euch, war wie ein Fräulein. Si» benahm sich sehr zurückhaltend. und wer sich einmal schlecht gegen sie benommen hatte, den schnitt sie einfach. Und da war nichts zu machen. Unser Oller zum Lei- spiel hatte ihr mal auf" u Schwanz getreten, als er besoffen war. Nicht etwa aus Versehen, das hätte sie vielleicht verziehen. Aber da er besoffen war. als er ihr auf'n Schwanz trat, hat sie ihn«>n da an geschnitten, sie sah einfach nicht hin, wenn der Olle kam. Den hättet ihr mal sehen müstsn, wie er sich angestellt hat. um Däsirähs Gunst zurückzugewinnen. Er schnalzt« mit der Zunge wieV Papagei und sang eine lang» Litanei dreimal heraus und dreimal Hemmer, um sie zu locken, aber sie pfiff ihm eins. N».»ich in. die Hand, den Ollen wollte sie nun mal nich� Er bewaffnete sich mit sinsr Buchs« Sardinen, ichte sich aus Luke eins und dachte: Letzt werde ich»uch Schweinekerls mal Zeigen, was«ine ruhtig« Katze ist. Die sind sich alle gleich. Wenn sie was zu fr«ss n kriegen, kommen sie grausen... eins, zwei, drei..." Jawoll. mch in die Hand Däsiräh drehts sich einfach um und ging mit erhobenem Schwanz in» Matro'enlogis. die Treppe hinunter, und der Olle wurde rot nar Wut. als sollt««r emen Schlagansall bekommen. Später hat er ihn davon sowieso bekommen, aber da» fft«in« andere Geschichte. die hier nicht erzählt werden soll. Was'ne ordentliche Windstille ist. Jungs, ist«uch wohl bekannt. Aber erlebt müßt ihr sie haben,»he ihr darüber guasieln könnt. Di« Jungs, die auf den Dampfpötten fahren, misten von alledem nichts. Dl« trete» ihr« Dienstzeit herunter, schmier«» ihr« Räder, und der Kahn lauft, bis er eines schöne« Tag?? im Hafen ist. Ja. bei uns. da' sieht's ander» aus. Wir fahren gerade zwischen den Inseln da rechts von Australien. Archipel nennt man das. aber da versteht ihr Greenhorns ja nichts davon. Wenn wir Dampf gehabt hätten, wäre vielleicht alles gut gegangen, und Peter Schmied säße i«tzt nicht i M's WlnäHUle für fünfzehn Jahre im Zuchthaus zu Buffalo. So hatt w wir aber nun keinen Wind,'s war'ue verdanume Windstille, die Segel hingen am Mast runter wie naste Doschenlücher, und das Wajser. Jungs, war so, als hätte's der Olle I» der hohlen Hand gehabt. Glatt, sag' ich euch. Glatt ist gar kein Ausdruck. So platt kann gar kein Wasser sein wie diese See da längs dem Aequator, wenn man in den Archipel riniegelt. Sperrt nur mal die Ohren auf. ihr könnt allerlei lernen, wenn ich«uch sane kleine Geschichte erzähle. Ihr könnt zum Beispiel lernen, daß man in ner Windstille die Fäuste in der Tasche be- halten muß. Eine Woche läßt sich's ja ertragen, wenn der Kahn immer an der selben Stell« liegt und wenn die See aus Faulheit »ich mal gegen die Bordwand gluckert. Ich sage,«in« Woche läßt sich's ja zur Not ertragen. Aber wenn's zwei, drei Wochen dauert und das Hoiz von der Hitze so heiß wird, daß man glaubt, man sitzt Tag und Nacht in nem Kohienfeuer. wißt ihr, dann tut sich was. Dann stellt sich heraus, daß die Jungs eigentlich gar nicht so lustig sind wie sie sonst tun.'s fällt ihnen plötzlich«in, die Seefahrt sei ein Beruf wie jeder andere auch Sie wollen nach Haus, Geld einstreichen. Sie fangen an den Ollen zu beschimpfen und täglich fällt ihnen was neues ein, worauf sie raunzen können. Das Essen zum Beispiel, da kann man täglich drauf schimpfen. Da gibt's das Salzfleisch, dos ihr nicht mit Salzsäur« verwechseln dürft. Das zeigt sein« Bösartigkeit erst im Magen. Oder da gibt's Kartoffeln, die sind st» hart wien Granatsplitter oder's gibt dlixeä picles, die sich quer in die Speiseröhr« setzen und woran sogar. mal einer gestorben sein soll. Das würde viel zu weit führen, wenn ich euch das alles hier erzählen wollte. Der Frank Collins und der Perer Schmied, das waren di« besten Freunde von der Welt, ehe sie in die Windstille hinein- gerieten. Sie liebten sich wie zwei Brüder, steckten sich gegenseitig was zu Fressen zu, wo sich's machen ließ, kletterten gemeinsam aus den Masten und zwischen den Segeln herum, wenn der Bootsmann pfiff und sahen sich überhaupt die Welt gegensestig an den Augen ab. Was aber hat di« Windstill« aus ihnen gemacht? Si« wurden raunzig und muffelig. Collins dachte an seine alte Mutter, die irgendwo in Denver wohnt. Schmied, der ein Herkules ist, wußte nicht, wo er mit seiner Kraft hin sollte, er begann Eisenstangen mit der Hand krumm zu biegen und klopfte die Rostplatten, daß sie in keinen Schi sfeba uch mehr passen konnten. Collins erinnert« sich zu- fällig, daß er sich mal oerlobt hatte und daß das Mädchen Ihn sitzen ließ, weil sich herausstellie, daß er sich sinnlos besvff, wo sich ihm Gelegenheit dazu bot. Er hatte den Brief von dem Mädchen da, In dem sie Ihn einen unverbesserlichen Säu/er nannte. Himmel Donnerwetter! Nur die Windstille konnte machen, daß sich Collins an diesen Brief erinnerte, der irgendwo tief in seinem Bündel ver- steckt gewesen war. Und nur die Windstille konnte machen, daß Peter Schmied lachte, als ihm Collins, fe'ii bester Freund, den Brief zeigt«. Hätte er sich wenigstens darauf beschränkt, zu sagen: „Du bist auch ein Säufer..." Aber er lacht« und sagte weiter nichts. Das war das Schlimmste, was er tun konnte. Collins beschränkte sich darauf, auszuspucken, aber er behielt die Wut in seinem Herzen. Das war nun ein Sonntag, heißer als einer, den ich in meinem fahrtenreichen Leben erlebt habe. Wir. auf der Freiwache, saßen unter dem Segeldach, ich glaub« Backbord achter.mu«. Der Schiffsjunge stand mit nackte». Füßen und. einer. Gießkanne oben und macht« den Ziegen, der»icht kvmmkn wollt«..Seit Wochen.und Wochen. Ich wallte aber eigentlich' voii Däsiräh sprechen, i» die nun da» ganz« Schiff verliebt war. weil sich weiter kein Frauenzimmer an Bord befand. Di« Jungs machten fast ne Verbeugung vor ihr, wenn sie vorbeikam, si« nährten sie mit ausgesuchten Sachen. Der Koch mußte hergeben, was er hatte. Man stöbert« noch Konserven, bestrich Brot mit feinem Jam und bearbeitet« ein Stückchen Salz- fleisch, als wenn's'n Tendefloin gewesen wäre An jenem Sonntag ging nun Däsiräh zwischen uns herum und schnurrt« wohlgefällig. well sie lnerkt«. wie wir ihr bewundernd zusahen. Peter faß auf einem Hausen alter Tau« und Frank auf einem Effenstempel in der Nähe der Reling. Wißt ihr so einen, um den die Leinen geschlungen werden, wenn der Pol festmacht. Na. ja und so ist's dann gekommen, daß Peter aufstand und sich verbat, daß Collins die Katze anlock«. Es sei auch seine Katze und des ganzen Schiffs Katze. Collins sprang auf und schrie, Peter sei besoffen. er solle sich in seine Koje scheren. Peter meint», wenn Frank noch ein Wort sage, werde er sich nicht scheuen, ihm den Schädel einzu- sdjlagen. Ich glaub«, ich kons bald aufhöre». Peter hat's dann auch getan, ehe wir's verhindern konnten. Er nahm eine eiserne Stange� wi« man sie in die Davids steckt beim Bootsiehren. Di« verdammte Windstill«, sag ich, hat Collins das Leben gekostet. Sonst wäre es gar nicht möglich gewesen. £oUe Ainheim: lind fo wird's iem&cM... „Und so wird's jemachtl", schreit der Ausrufer. Um seinen Stand drängeln und schubsen sich die neugierigen Rotznasen, di« nicht gern gesehen sind, well sie ja noch nichts kaufen, getreu dem Motto:„Kann ja kieken— tost' ja nischt...„Is ja sanz einfach. det Ding... S« nehmen een Tuch, wickeln diesen Jejenstand mit ein... halten ihn in d« Höhe... brabbeln darüber ne indische Zauberformel... schütteln det Tuch irnd sehn Se— hokus pokus ffdibusl— der Jegeristand is vaschwunden!"(Er steckt den„Jexxn■ stand", ein« simple Streichholzschachtel, vor aller Augen möglichst plump und ungeniert in sein« Tasche.)„Wo is et nu jeblieben, srare ich? In meine Tos che. Frollein? Det fällt Ihnen uff, wat? Im iebrigen haben Se richtich jesehn, nu nee. wir mit unserem bekannten Schorfblick, wat?" In gänzlich veränderter Tonart, laut und schallend, in dem typischen Leierkastenton des Berliner Ausrufers: „Aba meene Damen und Herren, det i» et ja jarnich, wat ick Ihnen zeijen wollte... Die paar Mägten Hab ick ja nur jemacht, um Ihr« sehr jejchätzte Aufmerksamkeit auf meine bescheidenen Ar- tikel hier zu lenken. Wat Sie brauchen, meine Damen und Herren. is nämlich der Schnürsenkel aus Jummi— der jehört zu Ihnen wie Kali zur Klora, wie der Peter zur Silie, wi« de Minni zum Max. So een Senkel i» sofort einjezogen: sehn Se so— eins zwei drei. eins zwei drei—' Mit erhobener Stimm«:„Meine Damen und Herren, is det nu nich sauberer, is det nu mch praktischer, is det nu nich an- jenehmer, als wenn Se da so'n Makkosenkel um de Been« rum- bammeln Harn? Wat der Makkosenkel is, der jehört ins Pölkakundc- Museum, det wa alle mal sehn könn', wat unsre Vorfahren for Pflaumen jewesen sind! Und warum soll» die Schnürsenkel nich aus Jummi sein, wo wir tatsächlich Hosenträger aus Jummi tragen? Denn wat sollten wa mit di« Hosen machen, wenn wa keen« Hosen- träger hätten? Wir müßten die ollen Dinga mit alle zehn Finger am Leib festhalten, oda se uns mit Briefmarken an'n Bauch kleben, wenn wa je uns nich mit'n halbet Dutzend Reejel ans Kreuz nageln wollen.— Also meine Damen und Herren— nu zeise ick Ihnen den Icbrauch hier noch eenmal... Se nehmen diese Oese, legen Se bei sich zu Hause auf Tisch, Stuhl oder Kommode— vorausgesetzt, det Se Ihre Möbel nich an de Wand jemall ham, denn dann könnten Se ja überhaupt nischt drauf legen. Denn nehmen Se Ihren Schuh zur Hand— machen eenmal so, denn noch eenmal von die andre Seite soooo... denn hierdurch stecken...— Ham Se schon mal wat von Ioehe jeheert? War neemltch n posönlicher Schulfreund von mir, der Junge. Wie oft Hab ick dem vorsagen müssen, wenn er Wieda mal in de Klemme jesteckt hatl! Wat der in Reimen jesagt hat, det verrat ick Ihnen so: Wenn de Oogen Haft, sieh Dir um; hast« Ohren, mußte hören: haste aäa 'ne weiche Birne, so türm«, mein Lieblingl Ja. meine Herr- schaften— wer von Ihnen als Kind oft aus'm Kindawagen jefallen is. wer sich wiedaholt mit'm Kopp am Kleidaschrank jestoßen hat, der behalte jetzt jetrost seine zwei Iroschen in der Hosentasche und türm«! Will denn keener wat koofen, na Zoff. Zoff— seid wäll all« ausjemistet, weil jestern Sonntoch war? Da muß mau sich nu- den Mund fußlich reden für so'n« Nassauer... Hütt' in der Monarchie ooch nich passieren können, sowat— Na Kleene, nu mal ran hier... wat macht iekwijens Dein Bräutijam? Lehste immer noch mit den Neger?" Ein« Boccaccio. S�ene in einer Kirche. In Stockholmer Blätter« wird berichtet, daß einige Kunstgelehrte, die mit der Aufnahme»in«! Inventar» der schwedischen Kunstwerke beschäftigt sind, in einer Kirche ein Gemälde entdeckt haben, das eine Szene aus einer Er- Zählung des Boccaccio, nämlich aus der von der treuen Grffeldis. darstellt. Weiter« Nachforschungen ergaben daß das Bild, das jetzt über dem Altar hängt, vtrn einem schwedischen Hauptmann gestiftet wurde, der da« Werk während des övjöhrigen Krieges aus einem Schloß der Rheingegend mitgenommen Halle. Ohne sich wohl des weltlichen Jnhclus des�Zlldes bewußt zu fein, stiftete der Hwuptmana das Werk der Kirch« semer Heimat, und so ist es an den Ehrenplatz gekommen, den«s noch heut« einnimmt Da bisher niemand an dem Gegenstand Anstoß genommen hat. jo dürft« das Bild wohl auch weller in der Kirche bleiben. Wer Füße hat, soll laufen, Wer Geld hat, soll kaufen, zumal, wenn sich che Gelegen- heii hietei, schon für ganz TVenig Geld so hervorragende] Qualitätsware zu erwerben, wie wir sie heute anzeigen /\ An dem unermeBIloh großen Leger kür Winter-' Mäntel findet jede Dame, auch die••hr »tarka, eine unübersehbare Fülle von M&ntoln mit und ohne Pcl*» auf Futfer und Steppfirtter, in modexneo Liß.efj und Steffen. zu fabelhaft billigen Preisen in dem Blesensu Idtwarenlaä!:, Hachtnadarn« dreiteilige Strick- Komplets PnllOTer. Beek, Weda, In schaust. Ausfahrtm« nur 25; Reinwollene Pullover le rieieD Xnifobrun- een and modernen SirlefcSTtan nur 8: Ar. N» 47. IaHrgang Sonntag, �9. Ianuar 4920 Sparen und Arbeitslosigkeit. Die Schachi-Katastrophe des Winters-1929/30. Die Arbeitslosigkeit steigt weiter a n. Die Kommunisten veranstalten sogenannte Kundgebungen der Arbeitslosen, von deven diese in ihrer grasten Mehrheit fernbleiben. Denn mit der Zeit haben die Arbeitslosen herausbekommen, daß die Kommu- »istisch« Partei ihnen weder helfen kann noch will. Die KPD. will im Gegenteil, daß die Arbeitslosen ihr aus die Beine helfen. Dos Problem der Arbeitslosigkeit als Folge der NalionalU sterung bleibt noch zu lösen. Die künstlich erzeugte Finanz- not hat es nur verschärft. Was Im legten Winter die katastrophale Kälte erzeugte, hat in diesem milden Winter Herr Schach: getan. In ollen öffenllichen Betrieben und Verwaltungen wird„gespart". In den Derwallunosabteilungen wird gerechnet und solange gestreckt, bis Arbeiter und Angestellte auf die Straße fliegen. Wenn die kommunalen Bauten eingestellt werden, dann bleibt natürlich nichts anderes übrig, als eine Reihe der beschäftigungslos ge- wordenen Techniker, für die keine Arbeit mehr da ist, abzubauen. Es werden jedoch nicht nur Techniker, sondern auch Ber- waltung 5 angestellt« entlassen. Da man schon einmal beim Sparen ist. macht man gleich grürid- kich« Arbeit. Dos Feuer brennt den Gemeinden auf die Nägel, und da überall den letzten die Hund« beißen, müssen die kleinen Anger stellten dran glauben und ihre Arbeitsstelle verlassen. In Berlin hat man bei verschiedenen Bezirksämtern über lüv älter« Angestellt« gekündigt, obwohl eigentlich Arbeit genug vorhanden wäre. Es handelt, sich vielleicht um Leute, die über fünf Jahr« beim Magistrat bereits beschäftigt sind. Zur Zeit werden Liften angefertigt, um festzustellen, wer noch am IS. Februar mit 6 Wochen Frist zum 1. April gekündigt werden kann. Di« Angestelltengewerkschaften kämpfen«inen schweren Kampf gegen diese KLndigüvgin älterer Angestellter beim Dtagistrat, und die sozialdemokratische Fraktion im Stadtparlament will diesen Kampf durch eine Interpellation unterstützen. Was wird aus den Entlassenen werden? Leute, die bisher bei Behörden gearbeitet haben, haben sehr wenig Aussicht, in der In- bustri«»der im Handel ein linterkommen m iinden. Die Entlassenen werden Dauerarbeitslos«. Ein« Zeitlang besuchen sie ver- geblich den Arbeitsnachweis und vertreiben ihre Zeit mit der An- sertigung von Lewerbuügsschreiben. Laim werden sie diese Art von Zeitvertreib aufgeben. Di« Arbeitslosenversicherung und die Krisen- Unterstützung werden sie vor dem direkten Verhungern bewahren. Dann tauchen sie eines Tages iin Gemeindeetat wieder als Wohl fahrtsarbeitslose auf. Die Kommune wird ihnen Wohlfahrtsunterstützung zahlen und sie vielleicht als„Wohlfahrts- erwerbslose" beschäftigen. Man wird also den früheren Magistrats- angestellten und späteren Wohlfährlserwerdslosen an ein paar Tagen der Woche Zusatz l i lh«Arbeit" verrichten lassen. Damit ist der Kreislauf geichloflen, ein Kreislauf der Tragik für die Ange- stellten, eine„Ersparnis" für den Genreindeetat, deren dickes End« nochkommt. Will man in den Gemeinden die Angestellten enllasten und durch Woh'.fahrtserwerbslose ersetzen? Planmüßig vorgesehene Arbeiten und Arbeitsplätze sollen nicht in den Ra huren der Arbeiislosen- fürsorge einbezogen werden. Entlastungen oder Versetzungen von Slrbeitern und Augestellten zur Freimachung von Plätzen für Per- surren der Ärbestsfürsökg« sind nicht statthast. Rigoroser Ange- stelltenabbau nruß praktisch dazu führen, daß iniin er mehr Wohl- fahrtserwerbslose auf Kosten der Angestellten beschäftigt werden. Eine solche sich im Kreis drehende Sparerei hat keinen Sinn. Llebsrstundenftanüal in den Arbeitsämtern. Zehntaufcndc von erwerbslosen Angestellten sind in den Arbeitsnachweisen eingetragen und beziehen Arbeitslosen. oder Krisenuirterstützung oder sind ausgesteuert und werden zum Teil durch die Wohlfahrtsämter unterstützt. In den Arbeitsämtern, besonders in den Versicherungsabteilungcn/ werden aber nach wie vor U eberstunden von den Angestellten gefordert oder von den Vorsitzenden der Arbeitsämter„erwartet". Nicht nur an den Wochemagen, zum Teil bis nachts 12 Uhr. i ordern auch Sonntags sind die Angestellten zu„freiwilligen Ueb erstunden" gezwungen worden, uird zwar ganz liesorrdcrs in den Arbeitsämtern der Provinz. Diese Ueberstundenmißwirtschait. bestebt auch besonders im Arbeitsamt Berlin-Rordwest(Spandau), in dem etwa 40 Angestellte fest Anfang Januar täglich— Wochentags und Sonn- tags— Ueberswndsn lersten. Die Arbeit, die trog der Ueberstunden nicht in den Diensträumen zu schassen"ist, wird zum Test in den Wohnungen der Angestellten erledigt. Es muß geradem als öffentlicher Skandal bezeichnet werden, daß die Reichs- anstalt, deren Hauptaufgabe die Arbeitsbeschaffung ist, in ihren eigenen Dienststellen nicht die Möglichkeiten zur Beschäftigung von erwerbslosen Angestellten ausnutzt. Durch Entlaffungs- androhungen und mit dem Hinweis, daß im Jnteresie der Arbeitslosen die Ueberarbeit geleistet werden müsse, werden die Angestellten zu diesen Ueberstunden gezwungen. Offenbar müssen einzelne Vorsitzende der Arbeitsämter erst durch dienstliche Anweisungen der Ha» p stelle der Reichsanstalt gezwungen werden, die Mstnohmc der Akten in die Wohnungen der Angestellten und die Ableistung der Ueberstunden zu verbieten. Es ist die höchste Zeit, daß die Rcichsanstolt dies« Mißstände endlich beseitigt/.-... o.. Totes Rennen in Genf. Die Kohlen?onferenz endet mit einem Torso. Gens. 18. Januar.(Ergenberichi.) Die K o h l« n k o n f e r e n z koontc Ihr Ziel,«ine internationale Arbettszcit iür die Untertagearbeiter festzusetzen, trotz aller Be» mühungen einiger Negierunge», darunter der deutschen, und trotz des großen Verständigungzwillens der Arbeitnehmer nicht er- reichen. Der letzte Tag der Konferenz zeigte nochmals deutlich die ungeheuren sachlichen Schwierigkeiten und die Renitenz der Grubenherren. Ursprünglich war die osfentliche Schlußsitzung für Sonnabend vormittag vorgesehen. Da der Ausschuß sich nicht einigte, wurde sie erst aus drei Uhr und dann nochmals auf fünf Uhr verschoben, und fand erst am späten Abend ihr Ende. Nachdem weder für sieben noch für 7''! Stunden Arbeitszeit eine Mehrheit zu iinden war, höfste man in der össemlichen Sitzung eine solch« für 1% Stunden zu erreichen, un, so mehr, als der 7?ir-Swnden-Tag nur mit Stimmengleichheit abgelehnt worden war. Aber die öffentliche Sitzung hatte dasselbe Ergebnis, mrt 13 gegen 13 Stimmen be! einer Enthaltung fiel die Festsetzung der Arbeits- zeit, trotzdem Deutschland noch tn letzter Stund« einen Venwirlungs- vorschlug machte. Es war der polnische Reaierungsvcriretcr, desien Siimme die A b l e h li u n g c n t l ch i e d. während sich die belgisch« Regierung beide Male der Stimme enthielt. Es wird nunmehr die Zlufgabe des am 4. Februar zusammen» tretenden Derwastungsrates des Arbeitsamtes sein, den nicht nur in den Hauptpunkten der Zlrbeitszeit,- sondern auch tn»nanchen anderen Punlren unvollständigen Abkommeneentwurf zur Dervoll, ständigung der Arbeftskomerenz mr Juni zu.überweisen, wobei dif Frage ossen ist, ob die Konferenz in diesem Jahre das Abkommen erledigen kann oder ob auch auf chr der Widerstand so groß ist, daß es nicht zustande kommt. Der belgisck?« Dergarbeiterführer Delattr« gab zum Schluß im Namen der Arbeiter der Enttäuschung der Arbeiter- g r u p p e über das mangelhafte Ergebnis der Konferenz Ausdruck. Er betonte, daß die Arbeiter am Siebenstundentag als Ziel f e st» holten und warnte die Regierungen und die Unternehmer davor. durch ein Versagen in der Frage der Arbeitszeitregelung die Hoff» nu»g in den Herzen der Arbeiter zu töten und das'Vertrauen in die internationale Sozialpolitik zu erschüttern. Der Führer der christlichen Vergarbelterorganisationen schloß sich diesen Warten an und betonte, daß auch für die christ» lichen Bergarbeiter der Siebenstundentag die Forderung sei und bleibe. Absuhr der Gelben. Oie Konditoren bekennen sich zur freien Gewerkschofi. Eine sehr stark besuchte Versammlung des Äondltoreipersonals beschäftigte sich am Donnerstag mit der bei dem Konditoreipersonal durch die Taktik der Unternehmer herrschenden Zersplitterung. Der RsichSsektionsl«ter B o s se rechne!« ön Hand' zahlreicher-Beispiel« == =S= Der Abendschuh der Safsonl mit der Taktik des Gewerkvereins der Bäcker und Sonditaren in vernichtender Weise ab. Cr schilderte, wie der Gewerkverein bei Lohnbewegungen und Streiks die R o l l e d e r G'e l b e n übernommen hat und ut« er nur durch offene Unterstützung der Konditorinnung am Leben erhalte» wird. Er schilderte weiter, wie auch die Führer des Gehllfenv!reins von 187S, die gleichzeitig Mtglieder des Gewerkvereins waren, durch Verschweigen von Tatsachen die Mitglieder des Gehilfenvereins zum Anschluß an den Gewerkverein überreden wollten. Beide Der- eine waren schriftlich zu der Versammlung eingeladen worden. Der Gewerkverein lehnte in einem Schreiben den Besuch dieser Versamm- lung ab und hatte auch seine Mitglieder aufgefordert, sich nicht an der Versammlung zu. beteilig-n. Der Gehilferwerein hatte in einer Versammlung, am IS. d. M., ebenfalls beschlossen, daß. kein Mitglied des Oereins die Versammlung besuchen dürfte. Dort fiel auch der Ausspruch, daß die Konditorgehilfen sich nicht mit Hausdienern und Ladenmädchen an einen Tisch setzen könnten. Dieser Ausspruch er- weckte in der Versammlung helle Empörung. Er kennzeichnet so recht den Geist, der im Gehilfenoerein herrscht, dessen Mitglieder durch Nachaffung studentischer Allüren sich über ihre materielle Lage hinwegzutäuschen versuchen. Trotzdem vom Gewerkverein und vom Gehilfenoerein der Besuch der Versammlung verboten war. waxen zahlreiche Mitglieder, vor allem vom Gehilfenverein er- schienen. Im übrigen waren mehr als öl) Proz..der Versammlung gelernte Konditoren. Der zweit« Vorsitzende des Gehilfenrereins versuchte den oben- zitierten Ausspruch abzuschwächen, wurde aber von seinen, eigenen Mitgliedern desavouiert. Eins Entschließung, die das Verhalten des Gewerkoereins sowie des Gehilfenoereins scharf geißelte und als alleinige Interessenvertretung nur die Reichssektion der Konditoren im Nahrungsmittel- und Getränkearbeiterverband anerkannte, fand einstimmige Annahme.__ Textttkrife in Lodz. Hilfsmaßnahmen der polnischen Regierung. Warschau, 18. Januar.(Eigenbericht.) � Die kritische Lage der Lodzer Textilindustrie nimmt dnmer heiklere Formeiran. In den nächsten Tagen sollen wiederum mehrere große Fabriken geschlossen werden, obwohl die Arbeits- lofenzisfer in Lodz bereits in den letzten Wochen um über 4060 ge- stiegen ist. Die Regierung hat inzwischen beschlossen, vom Sesm b e s o n° dere Unter st ützüngokredite für Lodz zu fordern und die Eisenbahntarife für Kohlentransporte nach Lodz herabzusetzen. Die zweite„Welle". Derkiner Gewerffchafisschule. Anx Dienstag, dem 21. Januar, abends 7 Uhr, findet unter Leitung des Genossen Dr. Broecker vom Vorstand des ADGB. der nächste arbeitsrech lichs Lnformationsabend für Betriebsräte im Saal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25 statt. Allen frei- gewerkschaftlich organisierten Arbester- und Angestelltenbetriebs- raten wird der Besuch dieser Abende, in denen in völlig freier Aussprache für die Betriebsräte wichtige arbeitsrechtliche' Fragen be- handelt werden, dringend smpfohlen. Di« Teilnahme ist kostenlos. Die nächsten Ausspracheabende finden am 4. und 18. Februar statt. ö©rhtitbifwttion ixr SPD. beim Pe,irt»»«t Weift«»?»«. Bersamm. Ü ü tunn äitmiafl, 19H Ufte, im äftfiautant(ftoHaä, Llftderstr. 122, aller beim fe) fe»Ul«e«aint beschäftigten. äSeamttn,.AnaeNellt«» und Arbeiter. Tage», t-'ä er wichtigen Tagesoronuna bitten wir um rest'osez Erscheinen. -.. Ter,«»rsta-b. 3. A.: Bar». SPD..Z5r»Itio» im«esamtoerband der jlrbeitnebmer der öfseätlich«» Act riefe ued de, Pcrs»»en. und W-rcnnerkehre, Ea«,, Waise», chlel- tri,ität«veri«. Montau. IS Uftr, Rosombaler Str. 11. Kackcscher L»f. fsrart onoserfammiunci. Tagesordnuna: 1..Die Spormaftnaftn»?» de, Maaistrats'. Ztefemnr Stadinerordueter Nictc. Z. Betrieb, ratswaftlrn JUSO, f.c'cttnt Solle«, Schaum. S. Bertchiedenee. Erscheint alle. Part,,, und K«n?,rlsch<:ftsnu-.we:s M'tbi'.n«rn. Ter fsralttonzo-iestand. Wcrbeau-schuft der Post- und Telenranftenbeanite»»ob«»Wärter. D'en-ia«. 20 Ilftr. Zaftrrsrarsommlun« bei Heile,. Prenzlauer Allee WS. Ech« Med,, Strafte. Taqeeordnun«: Iaorc�bericht. Neuwaftl de, vor. stände».?iab?-s,cher Besuch wind erwarnt.«Söst- � willkommen. «boa«. W-uenlauuxrkc. Hol II. Mtttwoch. WM Uhr. ffcaltionsotz- sammlun« aller SPD..S-"oss-n im i'nla: Sur, Hardt.«Srlifter Str. 62. Gä ist Pflicht aller Genossen, diese michtige Bersaiiunlung in besuchen. Der>sraNi-nsvorsta»d. flentraloerbaod der Ar«-st-llten. O.'i»ar»rvt Eroft-Be-lin. Deltio» Arbeit» tmteri DIenota«. Zl. 3anuar, ik-'-ft Uhr. ZIkit«l!»t»rversammlung, Lehreroer- «inshaus. Aler-nderssr. il. I. Jfat die Reiä�nstalt die Zulagen vom 22. ff» fctuat 1928«ehalten?" Rescrent öolleqe Zeift. 2. Wahl der Sekt onoleiwng. Nollepinnen und Nolleaen anderer freier Grwerklchasseu haben Zur Bersaorm- lung Zutritt. Mitslicdsbiicher sind am Saaleingang vorsugeigeu. Z�lyreieG ewerkschatts-Iuaend Verlkn K Heute, Sonntaa. fol«ende Veranft-ltun«en: Besschtiqun« des Berftand» hause» der Buchdrücke». Treffen 10 Uhr vor dem Buchbruckerhau». Treibundssr. d.— dstkrei»! Sv«-ndhkim kauff. an der LesssnoNraft«. Ilm IS Uhr SreismitgNedeincrsaimnlung. 1. Unsere BeteiNaung am Werbe- Wettstreit. S. Por'ra«:.Wir und ander, vroletoriseft« Jugendornanilatiomn". — Nord-Roldwestkrei«: Um 1» Uhr im 3,-qendbeim der Srupve Svondau, Lind-nultt! 1. Lichtbildervortra«!»Da» saschistisch« Italien".— Tädlrei»! Um 19 Uhr im Jugendheim Germaniasir. 4—6 Lichthiidervortra«:..An mein Ball" von Paul Simmel.— Poraneelge! Mor««n. Montag, um iS'4 Uhr. im Siftunasaal de, Deutschen Drrliiarbeite»Verbandes, Gero« rkfckiafi, Haus, Engeluke- 24-2S. 3 St., Kruppen reitersshun«.— Di« nächste Iugendvorstellung der Boltsdithne finde- statt am Sonntag. 26. Januar, um 15 Uhr. im Theater am Bii'owp'ah. Aufge-iihrt w>d..Apollo Brunnenstraftc", ein moderne» Be». linsr Bolls Mick yoii Stefan Sroftmann und ffran, Sessel. Unlostsnibeitrag A> Pf. starten find noch in der Jugendzentrale erhältlich. $ 3»t>endoruppg kies r f ra'Cf rstandfti ver AnaeffeMen Deute, Sonntag, finden folgende Veranstaltungen stqtt: B»«t«r«b«»d im Jugendheim de. Orten», Kräfte ffranlfur er Str. l«. Beginn 18 Uhr. — SU-enap-spracke-benh im Jugendheim Südwest. Berlin SW. 61. Yorckstr. II. Leiiemn fftaa Dr. med. Alcrander. Beginn pünktlich 20 Uhr.— Morgen, Montag, finh-n folgende«eranstaltnngen statt: Webding- Jugendheim Turiner Ecke Seesttage. Vrettspielabend.— Schlnhänscr«orst-dt- Jugendheim der Schuis, stastan.enallee dl. B«ruf«kundliche Arbeitsgemeinschaft:.Der Lehrling im Büro. Leiter Eesrg Se,lhrunn.— Urban: Jugendheim Hodrecht. Echo Sanderstrafte. Zwei Vlaudcrstünd-lan.— Tcmpelhof: Jugendheim der Schul« Kermaniastr. 4-6. Eingdn« Göbstrgftc. Spiel, und Licderähent.— Sha» lattenburg: Jugendheim B-ssnenstr. 4. Berufs,'chuliragen. Li« Strippenziehe? der Kommunistrschen Partei hoben fünf Berliner Betrieb« dazu bestimmt, nach Lorschrist eine �revolutionäre Streikwelle' loszulassen. Der größte dieser Betriebe. Osram, hat kläglich versagt. Der zweite Betrieb, die Gießerei Keyling tu.. T h o m a s. hat sich durch«inen Dreh zunächst zu drücken versucht. In der vollständig von den Kommunisten be- herrschten Betriebsversammlung wurde die von der Zentrale der KPD. übermittelte Entschließung angenommen, jedoch folgender Zusatz angefügt: „Die Versammlung erklärt sich, bereit, zu seder Zest für die Forderung durch Arbeitsniederlegung einzutreten Sie appelliert an die übrigen Metallarbeiter, insbesondere die Formerbranche, zu diesen Forderungen Stellung zu nehmen und mit ihnen gemeinsam den Kampf um.diese Forderungen zu organisieren und auf- zunehmen.' Di« braven Kommunisten von Keyling u. Thomas sagen zu den anderen Metallarbestern und zu den Formern der anderen Betriebe: .�hannemann, geh du voran, du hast die großen Stiesel an.' Nun gibt es gegenwärtig in der Branche der Essensormsr des Metallarbeiteroerbandes in Berlin eine«besonder» revolutionäre' Branchenleitung. Die fommunrf tischen Drückeberger von Keyling u. Thomas kamen zu dieser Branchenleitung mit ihrer bzw. mit der Entschließung der Zentrale der KPD. gelaufen und verlangten von der Branchen« leitung entsprechende..Maßnahmen'. Das heißt, ew« großmäulige Entschließung gegen die eigen« Organisation. Gegen ihre vor- gesetzte Parteidienstbehörd« dürfen diese Kommunisten ja nicht mucken. Sonst fliegen sie in weitem Bogen hinaus. Die Branchenleitung berief also-- wa» blieb ihr sonst auch übrig I— eine Vertrauensmännerkonferenz» kombiniert mit einer Branchenkommsssionssißung. Di« Konferenz war sehr spärlich besucht. Es waren alle» in allem, Branchenkommifston und Der- tmuensmänner, knapp 40 Personen anwesend. Mit 29 Stimmen gegen eine bei. neun Enthaltungen ertlärt« man sich aber mit den Forderungen der Betriebsversammlung von Keyling u. Thomas „vollinhaltlich einverstanden'. Ferner wurde die Branchenleitung beauftragt,„mit den Gießereien anderer Bezirk« in Verbindung zu treten zur Unterstützung der Berliner Kollegen'. Genau wie die eingeschriebenen Mstglieder der KPD. von Keyling u. Thomas den Parteibefehl an die Branchenkommission weitergaben, genau so gibt die Branchenkommission den Befehl wieder weiter an die Gießereien„anderer Bezirke', in der bestimmten Hoffnung, diese würden es ablehnen, einen Parteibesehl der KPD. auszuführen. Diese Affenkomödie scheinrevolulionärer Maulhelden wurde natürlich umrahmt von den üblichen Schimpfereien und Auf- schneidereien. So sagte ein gewisser Henke:„Wir werden das Ding schon drehen, ganz gleich, was daraus wird.' Der Branchen- lester Krügerk« erklärt«, daß der Bevollmächtigte Urich an ihn die Frag« gerichtet habe, ob er(Krügerke) das Statut in allen seinen Teilen anerkenne. Er habe es abgelehnt, mit Ja zu antworten, da er auf dem Standpunkt stehe, er habe den Posten als Branchenlester nicht von der Verwaltung, sondern von der Branche der Former erholten. Wenn dieser Krügerk« damit gesagt haben will, daß für die Branche der Former das Statut des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes nicht maßgebend ist. so wird er sehr schnell eines anderen betehrt werden. Es ist bezeichnend für den Seift, der dort herrscht«, daß eine lang« Diskussion sich darüber entspinnen konnte, ob die Ortsver» waltung das Recht habe, das Protokollbuch der Branche einzusehen. Die paar Stänker, denen ihre Mitgliedschaft in der KPD. höher steht als ihre Mitgliedschaft im Metallarbester-Verband scheinen«inen Konflikt mit ihrer Gewerkschaft geradezu bei den Haaren herbei- ziehen zu wollen. Der Deutsche Melallarbetter-verband warnl ausdrücklich olle seine MilgNeder, sich die Forderungen der kommunistischen Parlei zu«igen zu machen und der Aufforderung der Branchenleitung irgendwie Folge zu leisten. Wochenprograirnn des Berliner Rundfunks. Sonotas. 19. Januar: 7: Funkeymnastllc. 8« Für dea Landarlrt 8JS: Sundenetoelttnspiel der Potsdamer Qarnlaookirehe. 9: Morgeoleier. AnaehlieSead; Qlockenteliat de» Berliner Dom». 18: Weltervorberjate. ilt Feierstunde. 11.38: Mittagakeotert. (Uebeit.-apnnr Leipziz.) 13: Schillplattenkoniert 13.38: An» Breslau: Dejtsciie WHiterkamplspiele In KrummftCbel. 14.18: Mirchtn. 14 48: Elternilunde. 15.10; Kon, er!. 15.44; Au» dem Sportpalast: Schlufirunde der Berliner Roiby- Meistersdiaft. 14.18: MandbllneoorcAester-Koniert. 17.15: Studio. 18: Unter- haitun(smutik. 30: Kant Peppe and Werner Fink»«erhalten sieh. 2848: Operettenqocrsdioitt. Danach: Tanzmusik. Montag. 20. Januar: T: FunkgymnisUk. I3J8: Wettermeldungen für de« Landwirt 14: Schall- pUtienkotuert. 15-30; Zentrale Heigang, Wasserversorgung and Wucherei in Wohnungsbauten. 15.40: Winterspiele ia aller und neuer Zeit 14-85: Der Advokat, im(r an tdsi sehen Parlament 14.38: Konzert. 17.30: Jagendstande. 15; Teemusik I8J0: Lenin alt Philosoph. 18.54: Programm der Aktuellen Abteilung 18 38: Schallnlatlenkonzeit 38: Von der Deutschen Welle: Segen- wmrtsfragen. 38.38: Uebertragung aus Wien. 32.38: Funktanrnnterricht Danach; Tanzmusik. Dienstag. 21. Jaooar: 7: FunkWwvastik. 8: Schuttssek. 1$: Atjt Köln: Die Crdstuung daz inter» naüonaien Scakonferenz ü> London. 14: Zeitansage, WetCerdiepSt, 14.15: Schallplauenkohzert tut:' Mode und Ktcbe. 15.48: Schach stunde.-UMt Bildung eines internationalen Ehren geZicblskotes der Presse. 1438: Au» Leipzig: Opero-tochraittag. 1730; Jugendstunde. 18; Stunde mit Bachem. 18.30: Max Hansen singt 1t: Licht und Strahlung. 1838: Drehesterkonzert. 3138« Zeitberichtn. 1 Mittwoch, 22. Januar: 7: Funkgytnnastik. 1338; Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schal'- Plattenkonzert 15 30: Aibeitsteilung im Haushalt 1538: Menschen im Film. 16.65: Vorläufer des Fasshianut. 1438: Jugendstunde. 17: Tanr-Tee-Musik- 1830: Jugend Und Degen wart 18: Arie». 1838: Aufstieg oder Niedergang unserer Kultur? 18.45: Schallplattenkoogert. 30: Wovon man spricht. 28.30: Aus Köln: Der heitere Mittwoch„Her iahend". 3338: Abendmterhaltnng. Donnerstag. 23. Januar: 7: Funkiymnastik. 8: Schnlftmk. 1138: Die Viertelstunde fflr den Landwirt 14: Schallplattenkoogert 1538; Im B»rut bleiben oder heiraten? 15.40: Gehetzte Menschen. 16.85: Das Perpetuum mobile. 1430: Alle Musik. 17: Ein Konzert bringt Kompositionen von Grigori und Julien Krem. Nein« Stücke für Klavier und Violine. Es sind Kompost- tionen. die eine Stimmung festhalten, aber jede Art von Salon- musik weit überragen. Da» Abendprogramm trägt den Titel: „T i e r e s i n g en d i ch a n'. Man wählt aus mehr oder minder bekannten Operetten Lieder und Szenen, in denen irgend etwas von Tieren gesungen wird, und Cornelis Bronsgeest hält eine einführend« Konference. die er leider mit.zuviel Bierernst ausstattet. Ein« witzig« Improvisation wäre besser gewisen. Trotzdem wird der Abend angenehm, da der Hörer«ine Reihe sehr netter und bekannter Stück« vorgesetzt erhält, wie ettpa da» reizend« Papa- feienliod aus der.Best ha'. Der Tenor Hermann Feiner und die -opraniftin Esse Knebei find die Solisten, die sich durch gut« Stimm« und Technik und durch eine gewisse Wandlungssqh'gkeit auszeichnen. Luch da» Schallplattenkonzert am Mittag steht im Zeichen der Operette. Die Auswahl ist ebenfalls gut geiraifm. denn man oer- meidet Stücke, die unter dem Durchschnittsniveau liegen. Das Kabarett, mtt dem der Abend schließt, nennt sich.Sinti*, ohne daß die Notwendigkeit dieser Bezeichnung einzusehen ist. Etwas philosophisch besinnlich find die stellenweise wirklich guten Borträg« angehaucht. Gut ist auch die Interpretation. F. Sch Klavtervorlrige. 1730; Jugendstunde. 18: Teemusik. 1838: Die deutsche Knltnr im Spiegel des prenBischen Etat». 18; Da» Interview der Woche. 1830: Chorgesän-x. 30: Märsche. 30 JO: Ans Breslau:..Manhattan Tra-asfer"; ein HSrspie! von Fuchs. 32.30: Tunktantniterricht Danach Tanzmusik. Freitag. 24. Januar: 7: Funkgytnnasük. 12.30: Wettermeldunge» für den Laadwirt K'; Schal!: Plattenkonzert 1530: Wie richte ich meine Wohnung gut ad hillig ein? 15.40: Die 5. QrOne Wache Berlin 1830. 1435: linterheltungsmasik. 17: Bdla Bataez liest ans seinen Werken. 1738: Jngendsnnde. 1738: Das neue Buch. 18: Aus Amerika: D4e National Coruptny veranstaltet ein Kanada gewidmetes Programm. 18: Sozialpolitische Umsehtn. 1838: Wir spielen tum Tanz, 3030; Programm der Aktuellen Abteilung. 38.45: Dänische Musik. Danach: Tanzmusik. 838: Nachikonzert., Sonnabend. 25. Janaar: 7: Funkgymnastik. 13 30: WettenoeMauges flr den tadwirt 14« Schall: plattenkonzert 1530; Jugendstunde. 1535: Qdrard da Nerval gsm 75- Todes» tage. 14.18: Konzerl. 1430: UnterhalUmgsmnsfk. 18: Jegeod od Gegenwart. 18 38: Französisch iflr Anfänger. 18: Schisger. 1830: Zum 75. Geburtstage Eduard Meyers. 38: Volkstümliche» Konzert AnsehlieBendt Tanzmusik. Königswusterhausen* Somitac. 19. JsonaR V Tscaj' v&Sßi Ab-7: Uebertragung aus Berlin- 1838: Vem wnrimuje* Matter« und kommenden Kindern. 1838: Besinnliche Viertelstunde. 18-45: Deutsche Barock- litaretur. 1838: Werk und Lehen. 30: Deutschlandseede'r: Konzert, 31: Aug Hamburg:..Alpenball". AnvtblieBend; Uebertragung ans Berlin. Montag. 20. Janaar: 18: Englisch(knlturlccndlieh-bterarlsrhe Stande). 1638: Odbertragug aus Berlin. 17.30: Frauengesuiten in der Oper. 18: Ethische Strömungen der Gegenwart- 1838: Englisch fflr Anfänger. 18-85: Prflhlehrsdflsgung and Bestellung. 18.28: Untellverhlitung im Bangewerh«. 38: Cegenwtrtafiagtt. 30 30; Deutschland sendar: Aas Hamburg: Volkstänze fflr Orchester. 31: Nieder- elbisches Chorkonzert. 3138: Alfons Patjuet liest ans seine» Werken. An- schließend Uebertragung aus Berlin. Dienstag. 21. Janaar: 1430; Uebertiaguag aus Leipzig. 1738: West and Mansch. f8: Schöpferisches Musikerkennen. 1838: Frenzösisck fflr Fortzeschrittene, 1535: Die Schweiz als VolkssUet 1838: Qediehtnisstnnde für Walter Celd- 30: DcBtachiaadsender: E�mil Lacks liest aas eigenen Werken. 3030: New York— Berlin im 19. Jahrhundert Anschließend Uebertragung aas Berlta, Mittwoch, 22. Januar: 18: Wie ich versuche, dea Rundfunk ta dea Dienst meiner Schale zu stellen. 1630: Uebertragung ans Hamburg. 1738: Francngestalten in der Oper. 18; Gegenwartsprobleme des privaten Veraicherungswesens- 1830: Spanisch Iflr Anfänger. 1835: Gutes Deutsch für ledermann. 1830: Das Erlebnis am Kunstwerk. 20.30: Deutachlandsender:„Semela", sinfonische TonJ dichtnng von Frischen. Anschließend Uebertragung aus Berlin, Donnerstag, 23. Januar: 16: Staatsbürgerkuudllchcr ArbeifsunterricHI ho Rahmen der Schulgemeinde, 16.38: Uebertragung ans Berlin. 1730: Dicftterstnnde- 18: Schätze des Meeres. 18.38: Spanisch für Fortzeschrittene. 18.55: Was muß der Lendwirt von: Schlachtviehabsatz wissen? 18.30; Unternehmung und Steuer. 28: Deutschland- Sender; Leonhard Frank und Lily Hohenstein lesen aus eigenen Werken. 28.45: Militärkonzert Anschließend Uebertragung ans Berlin- Freitag. 24. Janaar: 16: Wozu Philosophie anf der Schule? 1630: Uebertragung aus Leipzig. 1738: Idealzweck der modernen Klaviertechnik. 18: Amerika als Gläubiger- nation und seine Zukunft. 18.30: Ensliseft fflr Fortgeschrittene. 1835: Wirkerei und Strickerei. 18.28: Wissenschaftlicher Vortrag Iflz Tierärzte. 20: Ocotsch- laadseader; Zehn Jähre Novembergruppe(aus dem Meistersaal). 21: Programm der Aktuellen Abteilung. 3130: Hund und Katze. Anschließend Ueber- tragung aus Berti». Sonnabend. 25. Jaaoar: 1630: Uebertragung auz Hamburg. 1730: Die Frau im Strafvollzug. 18: Der Kampf der Gewerkaehaft um Bodenreform. 1830: Französisch für Anlänger. 18: Stille Stunde. 1838: Deatseblandsendar: Au» der Kroll-Opcr: „Carmen", Oper von Eizet Anschließend Uebertragung gas Berlin. Nur nod» kurze ZeUfff Q«»ch»fts bts zur stärksten Rqgr wofrät-g. TOTALER AUSVERKAUF___ Preise zum Teil bis zu 50 pCt. und darüber ermäßigt! 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Von Jetzt ab: Sonnabend 5 Uhr und Sonntag 230 Uhr; Der gestiefelte Kater Vorverkauf eine Woche vorher von I>— I und 4—9 Uhr Reichshallen-Theater Aöenfls QO Sonn:aD nartim. m Das sroße iaanar-ProBT.üer S!e(finer-§än$cr Binitttestillngn Intraa 11 2t] Oönhoff-Brsttl; Das Fanllisn-Tarletfi 10 NnmiBan. Konscn, Tan Vouumiluie Itat« m Bülswplali. 3 und 8 Uhr Urautführung Apollo, BranDeostraDa Volksstück von QroBmann und Hessel. StiS; TlittXikdn. Segle: Jirga FeUiig. Staatl.Sd)iller-Th. 8 Uhr so und so, so geht der wind Tteatar am StbUntauntamm 8»/« Uhr Seattdiet Thea!» D.I. Norden 12310 Tägi. SV, Uhr Oer Kaiser v.Amerika von Bemard Shaw Regd Max Reinhardt K&mmerspfele D.I. Norden 12 310 8V« Uhr D6sir6 Komödie von Sascha Oultry. Regie; Leo Mittler. Die Komödie J1 Bismck. 2414/7516 Täglich 8V, Uhr Tom Teufel geholt von Knut Hamsun Regie; Max Reinhardt Renaissance-Theater Täglich 8 V« Uhr PARISER LEBEN Oper«tte von Offenbactn. Regie; Qustav ilartunu. Musikalische Leitung: Theo Maekeben. —— Steiaoiatr C1 C30I». 2583/84.— >W» Olrekhan: Ur. MartiB Zickel WWW Komisch« Oper Friedriehstr.m Merkut 1401 4338. Nach voilständiccm Umbau Täglich 8V. Uhr HuBSa di Bulla Scbwank von Arnold und Baeb mit Guido Ttilelac ar. SohnU tebraih. tiurg. H.ldebrand, Walter Raoa, Flink. Eehmer. Wer.sk 108101» Praii »0 OBinailitag 4 Uni: ohne Kussl Lustspielhaus Ftiedrichstr. 256. Bergmann 2922/23. Täglich S'i Uhr ..WBeUoeniUc;«!" Käthe Haaek, Paul Heltfcmana Vorvarkaut In beiden Häusern ab 10 Uhr ununterb'ochsn. Direktion >r. Robert Klein Denlsehes KDostler-Tbeät Barbarossa 3937 SV, Uhr Jut.mi.iitf* von Franz Molnat mit Kax Palloatos. Verlar: Bonner Srai«: de!»! Riloert J» Uhr D!8 3 ardere Seite inPremietenbes 02»— 9 Mk. SeiliDer ISealsi Dönhoff 170 SV, Uhr Ende 10 V: 3 Anfftthr engen von Herr Lambprtbler mit MBusinnBinL »Vi uhr CASINO-THEATER Loihrtntfer SiraRe 37. Nur noch bis?2. Januar 1VJ0 Famttte Hannetnann Donnerstag, den 23 Januar 1930 zum l. 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Vervaltnngsrat und GeschSftsIeitnng des Stickstoff- Syndikats K. m. d H. *"■. r-'"' znr Miete WSO.Ansbacherstr.l Absiehende Ohren verleihen dem Gesicht einen unedlen, oitsu- piden Ausdruck. Sie sind oft die Ursache zu Spölteleien. Wenden Sie „Ree odor-an lob Gcbrasd) und abstehende Ohren werden sofott anliegend, ohne daß das Hilfsmittel sich bar isf. Nach einiger Zeit nimmt die Ohrmuschel die verbessernde Form dauernd an. Keine Injektion, sondern schmerzlose äußerliche Anwendung. Auch für Kinder. V« ü/taidt Am IS. Januar verschieb nach längerem Leiden mein lieber Bater und Echwiegrrbaler, der Schrkftmaier NW ßrögniann im 64. Leben-jaHrr. Man* ttahl und Frau gejb. Drögmann. ©nSfchetimg am Dienstag, htm 21. Sanuaw 11 Uhr, Im Krematorium Baumschulenweg. Danksagun«. Kür die zahlreichen Beweise liebe- voller Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Pflegevaters Paul Mushake sage ich allen Bekannten, Kollegen und Genossen der 83. Ableiinng ans diesem Weg» metneu berzlidiikn Sank. Martha Moibakc. Preis tl«. 0.75 Versand gegen Nachnahme durch Scnrotier-scnsnKe. Benin wss Potsdamer Straße 26b gilt in» on:nchtmc Teilnahm« beim He:m'anzunscrealtedenEntIch!a'eneit Piehard Bartz sagen wi? allen Freunden und' Bekennten unseren Herthchste» Dank. Witwe Ottilie Önrtz, geb. Heinrldr nad ninder. Mällenbortftr. 43. Dos Ziel erreicht! Hotel Excelsior Vollendetsten Riesenbau modernster Hoteltechnik Größtes Hotel desKonttoenis Bürgerliche Preise! Zimmer v.Mk.6ran flgene Schnelderei.Bügelei,5cfio1i macherei. Wäscherei. Druckere'# tigates Elektriiiläti-u.\Vaiserwcrk Kleines Thea!. Merkur 1624 Heote 8 Uhr Premiere Max Adalbert, Erika Glässner in DerValzer von heute Nacht! Hl'de WSrner. Hermann- Scha UfuB. ■ wo SSA« man! sid una miiis? Nur Sross-neNin Atexandarplatx Am 16. Januar entschlief noch schwerer kiranlheit me-ne iicbrFron, gute Mutier und Schwester Anna Bieber im Aller von 47 Jahren. In Uesem Schmerz Reinhold Bieber und Tocblcr Frieda. (Emäfdjtntng am Montag, dem 26 Januar. ISV, Uhr, im Krematorium Eenchtilraße osnbosguigz. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme anläßlich des Hinscheiden» unseres lieben Verklprbenen WT.helm Karsten sagen wir allen, auch den Siednern iiir ihre herzlichen War!«, un eren D-ni. Karollne Karifen and Angehörige Danksagung. Sagen hiermit ollen Bekannten, dem| Nelch-danner, den Genossen der SPD., den Turnern und Gaitwirlen siir d:e j herzliche Teilnahme bei der Beerdi»' anng meines lieben Mannes, unsere« i Bater» Hermann Arndt Schtöderilraße, unseren herzlichsten l Danl. ovro»vom und knpshoriss. Komische Oper Friedrichstr. 104. Merkur 1401/4330. Allabendlich 8V,U Sdmt vm InwU mi Badt, Lustspteihaus Friedrich»lr. 236. Bergmann 2922-23. Allabendlich 8>/> U Wiegenlied lohgial m Udilin Fidor. ierllner||lkaTf 19 Neukölln. OD LabBatr.Tä'TSi Sofort beziehbar« Ci» löaieswHT? U-Bähn iaraauDplati irtoü Sdiolz hasMittids 108/14 Grosses BocKiherlesi und grosser Alpe�baü. 7 bpötm— tos 8e)i!fJtioitt!i.— 58 burisdie KnUi. Einlaß: Wochentags 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr. i:tiii'itiiniiiiiini)MiiiMiiliiliil»>m>«"l(«t24/2:(Grober Saal) Branchen-verszmmiung d.mechaniKer,opUker.Uhr- machcr. Eiciier und Elcharliineni Tageeorbnung I. Serrtrog: Die Gewerlschalten in der Zetztzeit Reserent: Kollege Max Ursch 2. D»kusüan. 3 Branchenange'egenheiten. Milgliebebuch, mit eurem ber abtgen Perule oetlehen. legitimiert ffis ist Pflicht Jebe» Kellegen, pün tltch ju erjchetncn. nURarod). den 22. 3annat 1930, machen. 5 Ahr. im Bibtiolhedoal des Oerbaabshoufcs. Lintenfirabe 03,03 1. Portal. 2 Treppen Branchen-Versammlung 81 or schrauben-, Automaten- u. HandhanK-Elnrich!., Schrauhen- dreher und-Oreherlnnen sowie aller in der Schrautsanindus-ria beschäftigten Personen Tagesorbnung t Sortraq: Das Beiu sgenoflenschasls- eletz sNesercnt: Kollege P. Marunbe). 2 Dialussten. 3. Berbanbgangelegenhelten unb Bei- schlcbenes Bei ber Wichtigkeit ber Tageeerbnung Ifl bao Erscheinen aller Kolleginnen unb Kollegen bringend eisorberlich. Zpielplsn unserer»uiluradteUnng. An der Woche vom 20. HU 20 Zonnar t L Im Lande Amonullah«. 2. Die Geschichte einer ZUibeureoolution 3. Pummelchen irrt sich, Z» der Woche»om 27. Jan. dl» 2. Februar, I. Herrn Arne» Ed! atz(Selma Lageriöl) 2, Kittiole Giasbächer, 3. Jenny» Flnieiwochen. Zn der Woche»om 3, bts 9. Februar: 1. Die nicht heiraten bürftn. 2. Rulhlpeicherbau. 3 Humoreske. An bei Woche»om 10. tU lO. Februar: 1. Geheimn sse de» Osten»(Sven Hebin), 2, Technischer Film. 3. Hmnore».«. Antragen wegen Ueberlaffung nnb Be uch ber Ableiwng sind ielephomtch obet hriftach an b:e Kultnrableiluog(Bllzoi ' nienstr. 33-13, Zimmer 20» zu richte:' Oie Ort? Verwaltung. 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