Morgenausgabe Nr. 33 A II 47.Ie gefunden. Bor dem Präsidenten Jaspar lag das Haager Protokoll mit 12 Anlagen, die von Zv Delegierten unterzeichnet werden mußten. Der Präsident eröffnete kurz nach 1,20 Uhr die Titzung und verlas zunächst die Lchlußaktc. Tann erhob sich der tschechoslowakische Delegierte Lsuski und er- klärte, daß die Tschechoslowakei nach den Haager Ber- trägen auf alle Rechte aus dem Bersaifler Vertrage verzichte« wolle. Er müsse jedoch darauf aufmerksam macheu, daß die Frage des Verzichts deutscher St�aatsaugehöriger aus dem liquidierten Eigen- tum«och nicht geklärt sei. Eine ähnliche Erflä- rung gibt der portugiesische Delegierte Ulrich ab. Präsident Jaspar bat dann die einzelnen Tele- gierten, die vorliegenden Dokumente der alphabeti- schen Reihenfolge ihrer Länder nach zu unter- schreiben. Als erster unterschrieb Außenminister Dr. Eurtins. ihm folgten dir deutschen Minister Wirt h, Robert 2 ch m i d t und Moldenhaucr. Mehr als eine halbe Ttunde dauerte der Uaterzeichnungsakt. Daun erteilte Jaspar dem englischen Schaßkanzler Lnowden das Wort zu einem kurzen Rückblick auf die klonferen,z und Tankesworten an die Delegierten. Soowden führte u: a. aus: Z e h n Ja h r e liegen binter uns. während, deren ine /Frag«- der Friedensregelung. der Gegenstand von Konferenzen gewesen ist, die uns stets einen Schritt vorwärts gebrächt hatten. Wir glauben, daß in dem jetzt unter- zeichneten Dokument. d«r Abschluß erreicht ist: die Aufgabe, die uns seinerzeit in Genf gestellt wurde, betrifft die endgültige Regelung.d-r Kriegsüberbleibsel. Keiner von uns hat alles erreicht. was er erstrebt. hatte: aber wir haben ein kompromisj erreicht, das ehrenvoll ist. Wir sind besonders erfreut, daß es auch gelungen� ist, die seit zehn Diahren für die Weisheit der europäischen Staatsmänner zu schwierige Ost f rage im letzten Augenblick zu lösen. Der wärmste Daick gebührt dafür L o u ch e u r, dem Vorsitzenden des betrefsenden Ausschusses, für seine Dienste. Besonderer Dank gebührt auch der deutschen Delegation sür ihr verhalten in dem Ausschuh für deutsche Reparationen, wo sie mit AI u k. aber doch mit vollkommener verbindlichkeil In der Form, die Znleresten ihres Landes gewahrt hak, und ich bin überzeugt, dag alle(?) guten Bürger ihres Landes ihr Anerkennung zollen werden. Gz ist unmöglich, am Schluß einer Arbeit von Jahren den zu vergessen, dessen Geist, wenn er auch selbst nicht mehr unter uns weilen kann, wir dieses Werk am meisten zu verdanken Haben: Dr. Stresemann, desien Geist in unserem Wert ent- halten ist. Wir legen In tiefer Ehrfurcht unsere» ewigen Kranz auf sein Grab. Ich bin sicher, daß die Konferenz niemals zu Erfolg geführt worden wäre, ohne die im Haag überall vorhanden gewesene Cr- tenntiüs, daß das Interesse des einen auch das Jnter- esse des anderen ist, und daß die ausgetauchten Probleme in einem Geist« des Einvernehmens gelöst werden müßten. Mögen wir in diesem Geiste auch In Zukunft weiter zusammenarbeiten. Von allen Lehren der Menschheit ist der Frieden die höchste. Scherzhaft bemerkte Snowden sodann, daß die Arbeitszeit der Konferenz gegen alle Regeln der internationalen Arbeitszeitgcletzgebung verstoßen habe, da ihre Arbeits- zeit über die aller Regelungen hinausgegangen fei. In seiner Eigenschaft als Präsident der Konserenz erklärte Jaspar in seinem Rückblick, daß im Haag ein großes„Ber- söhnungswerk. ja Wiederocrsöhnungswcrk" gc- leistet worden sei. Gegen 614 Uhr wurde die Sitzung geschlosien. Die Verträge wurden von allen im Haag vertretenen Alächten unterzeichnet. Zhre Ratisikalion soll spätestens in der Zeil zwischen dem 20. und 25. Februar erfolgen. E n d e M ä r z soll dann die Znlernallonale Bank in Basel ihre Tätigkeit ausnehmen. Das Werk vom Haag. Haag. 20. Januar. Heber dos Ergebnis der haager Konseren; ist eine Schluß- a k t e ausgeferllgk worden, in der auf den Genfer Beschluß vom 16. September 1928 und die nachfolgenden Verhandlungen Bezug genommen und die Abkonnnen der ersten haager Kon- sereu, erwähn« werden.(Schreiben vom 2S. August ISZg bezüg- kich der Rheinlandräumung. Abkommen vom Z0. August t92g über die Zuständigkeit der corarnissions de conciliation, Brnlokoll vom Zl. August l929 über die gruadfähllche Billigung des Aoung-planes und die Regelung oer- schiedener ans seine Anwendung bezüglicher Fragen.) Die unterzeichneten Dokumenke umfassen: 1. Abkommen mit Deutschland, 2. Abkommen mit Oes« erreich, 3. Zlbkoinmen mit Belgien, 4. Abkommen mit Ungarn, S. Abkommen mit der Ischechoslowakei, 6. Uebereinkoinmcn mit der Schweiz, 7. Uebereinkommen bezüglich des Memorandums, das dem Sachverständigenpian beigefügt ist, 8. Einigung zwischen den Gläubigermöchten, 9. Einigung bezüglich der abgetrennten Güter, 10. Schriftwechsel dezügllch des deutsch-amerikanischcn Abkommens, 11. Schriftwechsel über die deutschen Eisenbohntarife, 12. Uebereinkomnien betreffend die Mobilisierung von Teilen der deutschen ungeschützten Annuitäten, 13. Uebergangsbestimmungen, 11. Schriftwechsel zwischen Deutschland und Belgien über das Markabkommen. Das hauptabtommen Iii die Vereinbarung»wischen Dcvtichland vnd den Gläubiaermächlen über die endgültige Annahme des Doung- Planes zur Regelung aller flnan- Mellen Fraaea ans dem Kriege als vollkommener Ersatz sür alle srühe-en Vervslichlungcn. Auf die Liquidation deutschen Besitzes wird mit der Annahme des neuen Planes von allen Gläubiaermächten verzichtet und es werden bierüber besondere Vereinbarungen, getrössen. Die B'err�igung der Beziebunoen zwischen Reparations- kommission und Deutschland und die Ausbebung aller mit den Repa- rations.zahlungen zusmnmenhänaenden Organismen in Deutschland wird festgelegt. Die Funktionen dieser letzteren werden unter Ein- säzaltung eines besonderen Uebergangsausschusses an die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich übertragen. Diese empfängt die Schuldurkunde über die von Deutsch- land bzw. von der Reichsbahn übernommenen Berpslichtungen: em Treuhändervertrag legt die Berteilung dieser Leistungen auf die Gläubigermächte mit Ausnahme Amerikas und den Dienst der Dawes-Anleihe fest. Da» Recht zur Inanspruchnahme eines Moratoriums, die Vereinbarung über die Aenderung der Reichs- bahn- und Reichsbantgesetze gehen der Erklärungen der Kläubigermächt« voran, wonach sie die sderlich« Verpflichtung der Reichsregierung an Stelle aller bisherigen vervslichlungen, Kon- trollen, Garantien und Vorrechte annehmen mit Ausnahm« der in den Annexen 6, 7 und 11 besonders behandelten. Der Schluß des Abkommens ist eine Schiedsgerichts- k l a u s e 1, wonach unter Vorbehalt besonderer Vereinbarungen be- stimmte Sonderfälle ein Schiedsgericht von fünf Alilgliedern für alle Streitigkeiten aus den Verträgen zuständig ist: diese Mitglieder werden aus fünf Jahre ernannt, setzen sich aus einem Amerikaner als Vorsitzenden, zwei Neutralen und einem Deutschen und einem Vertreter der Gläubiger- mächte zusammen. Für die ersten fünf Jahre funktioniert das ebenso zusammengesetzte, mit dem Londoner Abkommen vom 30. August 1924 eingesetzte Schiedsgericht. Der neue Plan wird rückwirkend vom 1. September 1 9 2 9 ab den Dawes-Plan ersehe» und tritt gegenüber den Glänbigermächlen, außer den vier gedachten, vom Tage der Ratlfl- kallon durch diese Alächle in Kraft. Ose Einigung mit Ungarn. Die am Mootagoornirttag nach fast z w ö l f st ü n d I g« r u n- unterbrochener Nachtsitzung(!> zustande gekommene end- güllige Regelung der ungarischen Tributzahlungen setzt n. a. fest, daß lingarn seine»neingeschränkte Finanzhoheit zurückerhält Ferner soll Ungern bis zum Jahre 1943 z e h n M> l- lionen Goldkronen jährlich und von 194?, bis!966 1314 Millionen Goldkronen jährlich zahlen. 1966 erlischt die ungarische Tributschuld. Der Gegcnw artswert der von 1943 bis 1966 zu zahlenden Beträge in Höhe von 87 Millionen Gold- krönen wird von der BIZ. sofort gutgeschrieben»nii sür Entschädi- gnngszahlungen verwandt. Weiter werden zwei Fonds ge- schaffen: o) in Beirage von 240 Millionen Goldkronen sür die E n t- schädigung in den Enteignungen aus den Agrur- r e s o r m e n der Kleinen Ententeftaaten, b)«in Fonds von 100 Mil- lionen Goldkronen für die gesamten übrigen ungarischen Zahlungen. Beide Fonds werden ausschließlich von den Glau- bigermächten aufgebracht. Die von der Kleinen Entente bisher bestrittene Zruständigkeit der im Trianon-Vcrtrag geschossenen gemischten Schiedsgerichts- Höf« wird voll anerrannt. Von ungarischer Seite wird fest- gestellt, daß der grundsätzliche ungarisch« Standpunkt in der Schieds. zerichtsbarteit uneingeschränkt Anerkennung gesunden habe. Die Zukunft der Abrüstung Flottenkonferenz und Arbeiterregierung. (Bon unserem Londoner Korrespondenten.) « London. 13. Januar. Auf drei Grundlagen ruht die Außenpolitik der Arbeiter- partet: Schiedsgerichtsbarkeit, Abrüstung und Sicherheit. Dreieinig sind sie, nicht zu trennen. Das Genfer Pro- tokoll oon1324 suchte sie auch äußerlich konstruktw mit- einander zu oerbinden und im Sanktionsgedanken zu ver- ankern. Der Plan selbst ist gefallen, und das Verhältnis, in dem diese drei großen Forderungen zueinander stehen, hat sich oerschoben. Die Forderungen selbst sind u n v e r- ändert geblieben. Aus dieser grundsätzlichen Einstellung ergibt sich für jede sozialistische Regierung Großbritanniens die Aufgabe, das große Friedenswerk, das ihr vorschwebt, auf einer dreifachen Front in Angriff zu nehmen. Sie muß dabei helfen, den Gedanken der Schiedsgerichtsbarkeit zu fördern: die Labour-Regierung hat deshalb, kurze Zeit� nach, der Aufnahme ihrer Arbeiten, die F a k u l t.a t i v k I a u s e l über die obligatorische Schiedsgerichtsbarkeit unterzeichnet und damit dem Gedanken der Schiedsgerichtsbarkeit einen neuen» entscheidenden Anstoß gegeben. Üeber drei Dutzend Staaten sind ihrem Beispiel gefolgt und haben nunmehr die lang hinausgeschobene Unterzeichnung der Klausel vorgenommen. Die Arbeiterregierung muß alles einsetzen, um das Ge- fühl der Sicherheit, daß sich trotz Locarno und Kellogg» Pakt bei vielen Staaten noch immer nicht eingestellt hat, zum Durchbruch zu verhelfen. Der von dem britischen Außen» minister in Genf angeregte Versuch. Kellogg-Pakt und Völker» bundssatzung zu oerschmelzen, liegt im direkten Verfolg dieses Bestrebens.. - Die Arbeiterregierung muß vor allem am Zustande- kommen einer tatsächlichen und sichtbaren Abrüstung ai> beiten, da es im Verlauf der letzten fünf Jahre immer beut- licher geworden ist, daß hier der �ebel für einen baldigen und wirklichen Fortschritt in die Richtung auf die Befriedung der Welt liegt. Die Londoner Flottenkonferenz ist als eine Etappe in dieser Abrüstungskampagne geplant. Es war eine der eindrucksvollsten Anklagen, die der Führer der Arbeiterpartei I. Ramsay M a c d o n a l d während der unfruchtbaren konservativen Jahre 1926, 1927 und 1928 gegen Baldwins Regierung richtete, daß sie die aktive Arbeit an einer weiteren Entspannung Europas ein- schlafen lasse. Der damalige Führer der Opposition betonte immer und immer wieder, daß diele Arbeit am Frieden ständig im Fluß gehalten werden müsse, da sie sonst erstarre. So war es denn auch selbstverständlich, daß Macdonaid und sein Außenmin'ster L>enderson nach Uebernahme der Regie- rung sofort die Initiative an sich rissen, wobei eine deutliche Arbeitsteilung zwischen dem Minsterpräsidenten und seinem Außenminister zutage trat. Während 5zenderson in erster Linie die schiedsgerichtlichen und Sicherheitsfrogen im enge- ren Sinne in Angrff nahm, wandte sich Macdonald der Abrüstungsfrage zu, die zu Ende 1923 von der praktischen Politik völlig ausgeschaltet schien. Er halte noch kaum seit» Amt angetreten, da setzte bereits jenes große, historische G e- sprächnach Washington hinüber ein. das der englisch- amerikanischen Spannung binnen weniger Wochen ein Ende bereiten und, im Triumph der amerikanischen Reise Mac- donalds. seinen äußeren Höhepunkt erreichen sollte. Damals, in Washington, wurden in den Untcrredungeu zwischen Macdonald und Hoover die Grundlagen für die Fünf-Mächte- Konferenz gelegt, auf die in diesen Tagen die Augen der ganzen Welt gerichtet sind. Die prinzipielle Stellung der Arbeiterpartei und ihrer Regierung zu dieser Konferenz kann etwa wie folgt um- schrieben werden: Sowohl die Konservativen als auch die Arbeiterpartei— die Liberalen stehen in ihrer Haltung in diesen Fragen Labour verhältnismäßig nahe— betrachten die bewaffnete Macht als ein reines Defensivmittel, und beide stimmen auch in der Voraus- setzung überein, daß ein gewisses Maß von Bewaffnung ohne allgemeine Abrüstung zumindest eines der Elemente der nationalen Sicberheit, darstellt. Aber während die Kons er» vativen, unter Berufung auf die Bergangeuheit, dem Frieden aufs tiefste mißtrauen, glauben die englischen Sozialisten. daß eine steigende Friedensbereit schaft der Nationen vorhanden sei, daß sie nur auf den 2ln- stoß warte und daß es daher die Pflicht der Arbeiterregierunz sei, diesem gebundenen Friedenswillen zum Durchbruch zu oerhelfen. Beide, Konservative und Sozialisten, anerkennen die Berechtigung der bewaffneten Macht, solange die Welt in Waffen starrt. Aber hier trennen sich ihre Wege. Während die Konservativen daraus die Folgerung ziehen, daß man nicht abrüsten könne und warten müsse, stehe die Labour Party auf dem Standpunkt, daß alles auf die Ini- tiative zur Abrüstung ankomme und daß alles getan werden müsse, um eine gemeinsame Abrüstung zu er- möglichen._.„ Der Ton liegt auf„gemeinsame Abrüstung. Di« Arbeiterregierung ist zwar bereit, nach Möglichkeit Er- sparungen im Bereich ihrer bewaffneten Macht vorzunehmen, aber sie ist keineswegs gewillt, ohne Rücksicht auf die andern allein abzurüsten. Sie stützt sich in der Praxis nicht auf das iolstoianische Ideal der Gewaltlosigkeit— lediglich der linke Flügel der Unabhängigen Arbeiterpartei oertritt den Standpunkt, daß Abrüstung ein moralisches Postulat sei, das unter allen Umständen verwirklicht werden müsse. Die Arbeiterpartei sagt vielmehr zu den anderen Mächten:„Wir sind bereit, abzurüsten. Wir sind herbei bereit, unsere Rüstungen auf das für Polizeizwecke erforderliche Mindest- maß herabzusetzen, wenn ihr andern mitmacht. Di« Grenze nach unten ist also durch das Maß bestimmt, auf das ihr euch untereinander einigen könnt." Soweit der grundsätzliche Ausganspunkt der Politik Labour? auf der Sesabrüstungskonferenz. In der Praxis ergibt sich jedoch neben dieser Gedankenreihe,' die rein pazi- fistisch bestimmt ist, eine ganz andere Reihe von Argumenten, die aus einer entgegengesetzten Geisteswelt stammen, �ier ist an die rein in i l i t ä r i s ch e.n Z w e ck m ä ß i g k e i t s- g e s i cht sp unkte gedacht. Auch sie sind von einem sozialistischen Minister, dem ersten Lord der Admiralität Alexander, in verschiedenen Reden zum Ausdruck gebracht worden. Es handelt sich hier um den Gedankengang, daß die heutige Rüstung zur See— ganz unabhängig von pazi fistischen Gesichtspunkten— ein Maximum an Kosten bei einem Minimum an Kampffähigkeit biete, was insbesondere gegenüber dem großen Schlachtschifftyp auch von den Fach leuten betont wird. Selbst unter reinen Admiralitäts gefichtspunkten gibt es also sehr eindringliche Argumente für einen Abbau gewisser Typen von Schiffen. Sieht man einmal von den übrigen vier auf der Kon- ferenz vertretenen Mächten ganz ab und betrachtet lediglich die innerpolitische Seite der britischen Abrüstung* so kann festgestellt werden, daß Maedonald bei allen jenen Vor- schlügen, die mit der Unterstützung der Aomiralitüt rechnen können, wie Abbau der Schlachtschiffe und Abschaffung der Unterseeboote, auf eine beinah geschlossene Front im Rücken zählen kann. Bei der Kreuzerfrage beginnt die innerpolitische Schwierigkeit: hier kann Macdonald als Haupt einer Minberheitenregierung nur soweit gehen, als sie, gemessen an ihrem Abrllstungsideal, wünscht. Was sie jedoch kann, das ist, Im Rahmen des Erreichbaren, den Sicherheitskoeffizienten der Bewaffnung zur See nicht nach oben, sondern nach unten abzurunden. Das mag, in nackten Ziffern ausgedrückt, nach der Anzahl der Schiffs, der Tonnage und der Geschütz- kaliber hin, weniger sein als heute. Optimisten hoffen. Praktisch wird jedoch unter Umständen in diesem kleinen Spielraum, der der Arbeiterregierung von der Nation zur freien Entscheidung gewährt ist, das ganze Z u k un f t s- fchicksal der Abrüstungsfrage liegen. Aas Schicksal der Deutschnast'onalen Einigungsverhandlungen zerschlagen.— Das System des Geldbeuiels. Macdonald führt den Vorsih. «Nestern Sprechfilmou nabme.- Kaute Eröffnungsfeier. OonnerStoq ernste Arbeit. London, 20. Januar. lEigenbertcht.) Die Delegierten der fünf an der Klotten kaufe» r e n z beteiligten Nationen einigte» steh an» Montag vor» mittag i», einer zweistündigen B o r de fp rech u»g auf die Ueber tragung des Vorsitzes der San» ferenz an Ramsay Maedonald. Nach der Sitzung fand im Garten der Dienstwohnung des Minlsterpi-Ssidentcn eine Sprechfilinaufnahm« statt, in deren Verlauf jed-r Delagierte einige Worte in seiner Landesfprnche in»' Mikrophon sagte. Am Nachmittag wurden sämtliche Delegierten( von Ramsay MacdonaT» dem König vorgestellt. Tie e i g e n t» l i ch e n Beratungen der Koiüerenzprebleme werden am Donners- tag mit sine? Sitzung beginnen, in der sämtlich« Delegierte das Flottenprogramm ihres Landes umreißen werden. Erst nach diese? Sitzung wird man sich eine ungefähre Feststellung von den Erfolgs- cussichten der Konferenz niachen können. Inzwischen sind all- Vorbereitungen für die feierltchc Er» pffnung der Konferenz am D i e n s t a g in der sogenannten könig- fichen Galerie des Oberhauses beendet worden. Der Saal, in dem diese Sitzung stattfinden wird, ist völlig auf Gold abgetönt: golden ist der Thron des König?, pon dem aus König Georg V. die Konferenz eröffnen wird, vergoldet das Mikrophon, in das der König sprechen wird, und goldbronzen stich die tausend Stühle, auf denen di« Delegierten und die übrigen zur Eröffmmgssttzung eingeladene» Personen, Staatsmänner, Diplomaten, Admirale und Marine-Fach- leute der verschiedenen Nationen Platz nehmen werden. Zum Schutze her Delegierten stnd besondere polizeiliche Maß- nahmen getroffen worden. Obwohl beinahe sämtliche Dele- gatlonen ihre eigenen Detektive mitgebracht haben, hat da» englische Pollzeiprästdium noch ein« Anzahl englischer Schutzleute in Zivil zur Ueberwachung der Konferenz delegierten und de? Häuser. in denen die Sitzungen stattfinden werden, abtommoirdlert. Liberale und Labour. Lloyd Georg; formulikrt Bedingungen. London. A. Januar.(Eigenbericht.) In einem polemischen Briefwechsel mit Lord Grey leistet sich Lloyd George Aeußerungen über das Verhältnis zur Arbeiter- Partei, die von einigen Zeitungen als Ultimatum an Mac- donald bezeichnet wird. Lloyd Georg« sagt, daß zwei Voraus» setzungen die Bedingung für ein« Zusammenarbeit zwischen der Arbeiterpartei und den Liberalen im Parlament bilden: offen« Aorberatung über geplante Maßnahmen, besonders über solch« von größerer Bedeutung und ein« Abmachung darüber, daß die Liberale Partei von den Abgeordneten der Arbeiterpart« in den Wahlkreisen nicht angegriffen werden dürfe, während man im Parlament zusammenarbeite: an Stelle der letztgenannten Ab- machung könnten auch bindende Erklärungen der Ne- g i e r u n g treten, noch vor den nächsten Neuwahlen ein« Wohl- rechteresorm einzubringen. Der„Daily- Harald" erwidert, daß grundfätzliche Schwierig. feiten hinsicht'ich der beiderieiligen Beratung bei der Arbeiter. regierung nicht bestünden, daß jedoch der Borschlag auf«in Ab. kommen in den Wahlkreisen ein« unmögliche Zumutung da'stelle. h«?!- vbersohrm. der Vorsitzende der deufichnattonalen Reichs- taassraklion betonte in einer Rede in Holstein, d-tß es sich«in anständiger Politiker überlegen miif-t«, ob er sich mit Leuten an einen Tisch setzen könne, wi« man sie zum Beisp.el in dem Abge- ordneten Goebbels in der Nationalsozialistischen Partei fand«, gegen den bekanntlich der Reichspräsident habe Strafantrag stellen müssen. Angenehme R ei chsausfchußbunde»genossen. In letzter Zeit sind, wie der„Soz. Pressedienst" zu berichten weiß, uost rechtsgerichteten Persönlichkeiten wiederHoll Lersuche gemacht worden, die aus der Deutsch- nationalen Partei und aus der deutschnationalen Reichstags- fraktion ausgeschiedenen Abgeordneten zur Rückkehr in dos dsutschnationale Lager zu bewegen. Diese Verständigungs- versuche, die ohne Einverständnis und zum Teil gegen den ausdrücklichen Willen von Hugenberg unter- nommen wurden, müssen heule als endgültig jjeschei- t e r t bezeichnet werden. Die deutschnationale Arbeitsgemein- schaft ist nach unseren Informationen entschlossen, weiterhin s e l b st ä n d i g zu marschieren und wird schon in allernächster Zeit mit einer programmatischen Erklärung vor die Oeffentlichkeit treten. Warum diese Verständigungsoersuche gescheitert sind, er» gibt sich aus einem Aufsatz im Organ der christlichen Gmerk- ichasten, das sich zweifellos auf Informationen aus dem zu den christlichen Gewerlschaften zählenden Deutsch natio- n alen H a n d lu n g s g eh l lf e n v erb a n d stützt. Da? Blatt stellt fest, daß die Deutschnationale Partei s e l b st bei einem Rücktritt Hugenbergs noch jahrelang von dessen Gel st beseelt sein würde und begründet das wie folgt: „Es ist zu bedenken, daß die Anhängerschaft Hugenbergs in steigendem Maße, resultiert aus wirtschaftlichen AbhSngiz- leiten. Ein paar Beispiele: An Stelle des Reichslondbundsührers Schiele ist ijerr v. Goldacker in den R�ichsausfchuß gewählt worden, sin Mann, den Hugenberg zum Aufsichtsratsmit- glied der Ufa gemocht hat. der zweifellos den Eingang de? Ufa- Tantiemen nicht gern missen möchte. Da ist der neue Pressechef der Partei, der einen sehr langjährigen Vertrag hat: erlebte mit einer bescheidenen Ofsizierspension in Hannover und ist mm nach Berlin geholt und in e-ne große repräsentative Wohnung gebracht worden. Der Umzug allein kostete sovlel, wie andere Leute zur Einrichtung einer ganzen Wohnung benötigen. Da ist weiter der Abgeordnet« Schmidt(Hannover), ein pensio- nierter Hauptmann. Er ist Mitglied der Hugenbergschen Gesellschaft zur Rettung der deutschen Kultur. Er wohnt heute in einer Villa in Dahlem. Da ist weiter der Laildiagsabgeordnete Steuer in der wohldotier t.«n Posit-ion eines kommunalpolitischen Beraters und Lcrbindungs« mannes. Es ist bekanntgeworden, daß. der ausgeschieden« Abgeordnete Hartwig gegenüber dem Parieivorstand, der chn ausschließen wollte, daraus hingewiesen hat, daß es sog«»? ehrenamtliche Landesverbandsvorsigende gibt, die aus ebensolche oder ähnliche Weise Gehalt bezichen! Natürlich wird das alles nicht nrit dem Geld Hugenbergs'«zahlt, sondern mit Geldern, die aus dem berühmten nationalen Z w e ck- vermögen stammen. Alle diese Leute werde» natürlich Hugcn- bergioner bleiben, selbst wenn der große Mann sich wieder in das Dunkel zurückziehen sollte. Wenn Gencral Lettow-Dorbeck oder ein anderer die Partei wirklich frei, unabhängig und erfolgreich führen wollte, dann dürste er mindestens IJ* bis 2 Millionen Mark aufwenden, um die direkten Schulden der Partei abzulösen(Hartwig bezifferte sie in der damaligen Partei- oorstandssitzung auf 500 000 Mark): uird weiter um die Verpslich- dingen an die durch Hilgenberg direkt oder indirekt gestützten Partei. aichäirger abzulösen. Wobei der, Nachfolger. Hugenbergs immer noch. wohin er sieht, Menschenumsichhätte. die als Aufs ichts- rät« Hugenbergschcr Konzernunternebmungen oder M i t g l i e d e r s e l n c r Gesellschaften es für eine Zln- standsoerletzung halten würden, von der politischen Linie ihres Herrn abzuweichen. Nachdem die lebendigen Kräfte im Lande sich abge- wandt haben, würde auch üu Lande ein ettvaiger neuer Partei- Vorsitzender nur über vertalkli? oder geheilimtc Organ:- s a t i o ii e n vorstoßen." An- sich verrät der„Deutsche" Nichts Neues: Die Schulden der Deutschnaiionalen Partei waren von jeher die Stärke Hugenbergs. Er hat das Amt eines Pckrteiführers nicht seiner Intelligenz, sondern seinem Geldbeutel zu verdanken, mit dem er zahlreiche auf ihn angewiesene uyd mit ihm durch dick und dünn gehende Kreaturen großgezogen hat. An diesem bewußt geschaffenen System krankt die Deutschnationale Partei und daran wird sie scheitern. Das sächsische Arbeiteministerium. Objekt im Kuhhandel der Splitterparteien. Dresden, 20 Januar.(Eigenbericht.) Di« Frage, was aus dem sächsischen Arbeits» und ohlfahrtsministerium werden soll, dürfte dem gegen- wartigen Mnist«rpräsO«nten, Herrn Bünger,«iniges Kopszerbrechen bereiten. Schon seit langem sind Bestrebungen im Ganz«, nach bayerischem Barbill» disf«» Ministerium zu beseitigen. Diese Bestrebung«» haben natürlich durch den Rücktritt des Mi- nisters Elsner wiederum Nahrung bekommen. Dein Arbeits- und Wvhlsahrtsministerium in Sachsen unter» steht M«- ganze S oz! äk Politik-, die Wohl fahrts pfleg« und das Wohnungswesen. Im sächsischen Unternehmeriager ist dos Arbeiisministerium nicht beliebk, weil man der Meinung »fit, daß dort di« Jnteresien der Arbeiterschaft zu sehr zur Geltung kommen. Man möchte, daß da» A r b« its m i n i st« r i u m mit dem Wirtschaftsmlnisterium vereinigt wird, weil man gkanbi. daß auf diese Weis« die Interessen der sogenannten „Wirtschast" besser gewahrt werden. Ob es Herr Bünger jetzt schon wag«n«ird, an die Beseitigung des Arbeitsministeriums heranzugehen, ist freilich zweifelhaft. Di« Nationalsozialisten, auf die er angewiesen ist, haben wenigstens im Landtag erNärt, daß sie di« Erhaltung des Minilteiiums wün- schon. Bleibt aber das Ministerium, so ist sein« Neubesetzung für Bünger«in recht schwieriges Problem, Di« Na- tionalsozialisten sollen in der Person eines ihm nahestehenden Bc- amten bereits einen Anwärter für das Ministerium bereitholten und auch di« A u s w e r t l« r erheben Anspruch aus einen Mi- nist«rsstz. Bei der letzten Abstimmung über das Mißtrauensvotum gegen die Regierung Bünger haben die drr Abgeordneten der Auf wertler den Saal ixrlassen und ihr Verhallen damit begründet, daß Bünger sie nicht an der Regierung beteilige. Der Minister- Präsident muß also fürchten, daß bei nächster Gelegenheit die Aus- wertler gegen seine Regierung stimmen, wenn si« letzt nicht durch Ileberlossung eines Ministeriums beruhigt werden. In di«s«m Fall« wäre, da die beiden Abgeordneten der Aljen Sezioldemo- krati« in Zukunft voraussichtlich auch gegen die Regierung stimmen werden, eine Mehrheit von 50 Stimmen gegen die Regierung Bünger vorhanden. Das Kabinett Bünger steht also auf reckst wackligen Füßen. Andererseits wird«s Herrn Bünger wohl reckst schwer fallen, einer Gruppe wie den Aufwertlern, die den Namen einer Partei kaum ernsthaft verdient, das Arbestsministerlum an- zuvertrau« n. Tief bedauerlich bleibt es, daß in«inem Land« mit über- wiegend proletarischer Bevölkerung wi« Sachs«» di« Besetzung de» Arbeitsministeriums durch einen Bertreter der organisiert«» Arbeiterschaft nicht selbstverständlich ist. Goebbels und Hitler. Goebbels berichtigt. Herr Goebbels schickt uns ein« Berichtigung zu jrafcr« Dav. steltung seines Falles, die in der Nunmier 19 vom Sonntag, dem 12. Januar d, I.. unter der Uoberschrift„Goebbels gegen Hinden- bürg" erschienen ist. Es heißt in der Berichtigung:„Es ist uw wahr, daß ich von meinem Posten als Gaukeitex von Berlin auf 4 Wochen von Adolf Hitler beurlaubt worden bin. Es ist unwahr, daß der Reichstogsabgeordnet« Straffer mein Todfeind ist." j Gin Kall Ooegen? Schallplatt-nhandel und Wisseßschast. Die in der Qtssenllichkeit mehrfach ausgesprochenen Beschuldi- gUngen gegen den Direktor der Laut-Abteilung der Berliner Staats- bibliothek, Prof. Do« gen, haben dem Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung unverzüglich Veranlassung gegeben, diese Angelegenheit einer eingehenden Untersuchung zu unterziehen. Die Obemchnungskammer ist seit längerer Zeit in ein« Prüfung der Rechnungsführung der Laut-Abteilung der Stoatsbibliolhek«in- getreten. Die Uniersuchung steht vor dem Abschluß. Inzwischen hat Direktor Doegen selbst die Einleitung eines D I szi p li na r o« r- sahrens g e g« n s ich b«antrogt. Professor Doegen ist der bekannte Gründer der Laut-Abteilung in der Staatsbibliothek, dl« er als Direktor leitet. Er hat di« Sammlungen au» eigenem begonnen und zu«iner erheblichen Bs- deutung gebracht. Ihm wird nun zum Aorwurf gemacht, für«in« von seinem Sohn geleitete Gesellschaft, die insbesondere Apparat« für Lautplatten vertreibt, amtlichen oder halbamtlichen Einfluß aus- gewendet zu haben. Wi« weit diese Beschuldigungen zuttessen, wird die Untersuchung des Ministeriums ergeben. Di« nichi ganz klare Stellung des Direktors Doegen mag an dem Auftommei, solcher Gerücht« mit schuld sein. Das Streichholzmonopol. Oos Zündwarenmonopolgeseh dem Reichetag zugegangen. Dem Reichstag ist jetzt der Entwurf eines Zündholzmonopol- gesetzes zugegangen. Einlebend weist di« Reichsregierung darauf hin. daß das Gesetz spätestens am 31. Januar 1930 verkündet werden müsse. In der Frage der Sonderbeha-ü». lung der Konsumverein« ist bekanntlich zwischen Reichsrezierirrvz und Reichsrat keine Einigung erzielt worden. Der Reichsrat hat y. a. das Kontingent für die Konsumvereine auf 13 000 Kisten jährlich beschrän-kt. während die Regierungsvorlage 23 000 Kisten vorsieht. Di« Reicksregierung hat in dieser Frage eine Doppel, vorläge dem Reichstag zugeleitet. In der Begründung weist die Regierung darauf hin. daß das Monopolgesetz gegenüber dem geltenden Rechtszustand für die(St. nossenschastsfabriken ein« erhebliche Einschränkung bedeutet. Mit den vorgciehenen Einschränkungen erscheine die Beibehaltung ein«? Sonderstellung der Genossenschastsfabriken gerechtfertigt., Vorgehen gegen ZdZ. „Inhaber der Immunität" kommen vor Gericht. Der Geschäftsordnungzausschuß des Reichstags hob auf staats» avwalllichen Antrag die Immunität de? nationalsoziali« schen Reichstageobgeordneten Buch auf, der durch di« Presse einen Münchener Musikreferenten beleidigt hatte. Ferner wurde beschlossen, die Genehmigung zur Etrasoersolgung de» nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Feder-Sachlen unier Aufhebung seiner Immunität zu erteilen, weil in dem von chm verantwortlich gezeichneten Blatte die jüdisch« Religion beschimpft worden war und unter Verantwortung des Abg. Feder Einrichtungen der katholischen Religion verhöhnt worden waren.- Deutschland und polen. Besserunq der Vez esiongen. Warschau, 20, Januar.(Eigenbericht.) In einem Interview, das Außenminister Z a l e s k i dem Genfer Bertreter des Krakauer..Täglichen Illustrierten Kuriers" erteill hat, stellt der Minister mit Lefriedigiyig fest, daß die deutsch- polnischen Beziehungen, wenn auch sehr langsam, so doch nor» male Bahnen beschreiten. Die wichtigsten Fragen seien bereits geregelt. Ein Versprechen des Innenm'nisiers. Kattowiß, SO, Januar. Am Freitag sind die Abgeordneten Krcyczyrski und Nowak beim Innenminister Iojewsk-, wegen der Unsicherheit In Ost- oberschsesien vorstellig geworden. Sie schilderten dem Minister ein- gehend die Lorfäll« in Gieschewald, wobei auch aus die Möglich- kell hingewiesen wurde, sich an den Völkerbund, zu wenden, wenn di« Angclegenhell nicht befriedigend erledigt würde Der Minister wurde gebeten, di« Angelegenheit in Gieschewald untersuchen zu lassen, und zu diesem Zweck, wenn«rsorderlich, ein« Komm fsion nach Oberschlesien zu«ntsenöea. Der Minister entgegnete, daß er iür die Wiederherstellung normaler Verhältnisse, dle allen Stavisbürgern zugute kommen müßte», eintreten werde, er woll« nicht« vertuschen und das Bombcnattentat in GiescheVald untersuchen lassen. RusflsHe Gieuereinireibung. Wie der Staiiakvrs wütet. Die außerordentliche Geldknappheit der Sowjet- regierung hat inMijchen einen so katastrophalen Charakter an- genommen, daß trotz der neuerdings auch von der bolschewistischen Presse zugegebenen großen Nahrungsnüttelnot noch fortgesetzt russisches Getreide ins Ausland exportiert wirtu Die Aussuhr erfolgt zwecks Erlangung von Devisen, uird die Devisen braucht die Sowjet regierung, um ihren ausländischen Verpflichtun- gen gerecht werden zu können Diese Furcht der bolschewistische!, Politik hat im Ausland eine ungeheure Ueberraschung ausgelöst und den geringen ausländischen Kredit der Sowjetregierung auf das schwerste erschüttert. In ihrer Slot greift die Sowjetregierung zu den verwerflich- sten Mitteln Nicht nur, daß sie dem an sich schon hungernden Volk durch die Ausfuhr großer Getrerdemasica den Brotkorb noch höher bängt. Sie hat gleichzeitig zu einem System der Steuerein- t r e t b u n g gegriffen, das geradezu an Barbarei grenzt und große Teile des geknechteten Volkes der letzten Hab« beraubt. Wenn jemand mit Steuern rückständig ist. erhält er neuerdings eine so- sort fällige neue Einschätzung. Zahlt er nicht sofort, weil er einfach nicht zahlen kann, dann wird mit einer Brutalität vorgegangen, die für westeuropäische Begriffe einfach nicht vorstell bar iit. So wird uns z. B. aus einer absolut einwandfreien Quelle aus Odessa folgendes berichtet: In der Nacht vom 2b. zum 27. Dezember wurden mit Hilf« der GPU. und der Miliz bei allen Steuer- schuldncrn Haussuchungen vorgenommen Das vorhandene Geld wurde kassiert, alle Wertfachen, selbst Kartoffeln und alle für das tägliche Öeben unentbehrlichen Gegenstände wurden nicht etwa beschlagnahmt, sondern auf bereitstehenden Lastwagen sofort ab- transportiert. Die von diesen Maßregeln betroffenen Bauern sind Handwerker, Heimorbeiter und kleine Gewerbe- treibende. Aus Kiew wixd uns ein ähnlicher Fall berickstet: Dort wurden in den letzten Nächten ebenfalls mit einer selbst in Sowjetrußland bisher nicht beobachteten Grausamkeit Haussuchungen zur Eintrei- bung von Steuerschuiden vorgenommen. Kleidung, Wäsche, Hans- rat, was überhaupt zu transponieren war, wurde von den GPU. weggeschleppt. Den Handwerkern beließ man nicht einmal daszürAusübungihresBerussnotwendigeHand- wcrkszeug. Die Bevölkerung ist angesichts dieser barbarischen Maßnahmen geradezu oerzweifelt. Warum di«s? Weil vi« Erschießungen und Verhaftungen nichts nützen, weil die Kassen der Sowjetregierung trotz aller Hinrich- tungen und trotz der Ueberfüllung sämtlicher Gefängnisse nach wie vor leer sind. So entschloß man sich, der gehetzten Bevölkerung, so- weit sie überhaupt noch etwas besitzt, das Letzte zu nehmen und sie ihrem Schicksal, d. h. dem Hungertod zu überlassen. Stalins Lobrede auf sich selbst. I« Moskauer Rundkuat. Bei einer LenSn-Gedächtnisfeier des Moskauer Rundfunksenders wurden zum erstenmal Stall«, Erinnerungen an Lenin in deutscher Sprach« vorgelesen. Statin schildert und verherrlicht Lenin, stellt dabei aber sich selbst in den Bordergrund. Man hört von Stalin nur zwei Worte: Lenin und Ich. w i r taten, w i r gingen� wir machten. Es müßte danach scheinen, als hätte Lenin keinen anderen Mitarbeiter als Stalin gehabt. Wo seid ihr hin, Trvtzki, Krassin, Sinowjew usw. Enve Namen sind verschwunden au, der offiziellen Revolutionsgcschlchte. Lenin hat sich nur mit Stalin beraten, hat mit ihm Schulter an Schulter gekämpft, so denkt man, wenn man Stalin hört. Liest man Trotzki. dann hört man ganz ander« Tön» gegen Stalin, die Lenin gesagt haben soll. Man fragt sich: Was ist nun wirtlich wahr? Was hat Lenin nun wirklich gesagt? Lenin ist tot. seine Mitarbeiter aber tärnvsen gegeneinander, um ihren Namen und sich selbst ins richtig«, ins besser« Licht zu stellen. Sie schreiben Memoir-n. Und das alles im Namen des russischen Proletariats, das müde und resigniert am Radio sitzt und den unverständlichen deutschen Worten zuhört. Verhaftung eines bekannten Gelehrten. Moskau. 20. Januar. Professor P lata« off von der Leningrader Akademie der Wissenschaften ist verhaftet worden. Er war bereits vor seiner Per- Haftung in der List« der Mitglieder der Akademie gestrichen worden. Kaulaflen und der Weltfrieden. Wie die„Ztoie Jafme� mit gefälschtem Zitat arbeitet. G. Modsme. der Dersasser eines Artikels über Kaukasien im „Vorwärts", schreibt uns: Aus meinem Artikel.Der rote Imperialismus"(„Vorwärts" 2. Juli 1020) hat die„Rote Fahne(Z. Januar ISN) folgende- Stück abgedruckt: Die eroberten Gebiete im Kaukasus(Georgien, Aserbeidjan, Armenien) sind dauernd gesährdet(denn hier un Naphthage>b:«t können imperialistisch« Konflikte besonders leicht ausbrechen). Für den Weltsrieden wäre ein internationales Regime der Oed regierung eine Sicherung. „Oelrcgierung" ist natürlich falsch: im„Vorwärts" hat richtig g< standen„Oeiregion".— Di« Worte von„denn" bis„außerdem" hat die„Rote Fahne" weggelassen! l Durch diese Fälschung sucht das Moskaublatt eine Ber- bindung zwischen den Nophthakapitolisten und— dem„Vorwärts" zu beweisen! Mein Artikel bewies im ganzen das Bestehen des roten russi- ftben Imperialismus in Asten, bewies, daß das ganze Kaukasien (Georgien, Aserbeidjan, Armenien) und da« ganze Raphihagebiet durch die roten russischen Truppen besetzt, erobert sind Selbst Herr Tschitscherin plaudert davon:„Der Ueberfall der russischen roten Truppen aus Georgien war mit Kenntnis und Billigung der Regierung Lloyd Georges geschehen.'")—„Die Okkupation Ge- orgiens soll als eine strategische Basis dienen, um Petroleum aus Baku auf dem kurzen Weg- über Kaukasus— Georgien nach Eu- ropa zu transportieren."-- So redet« auch Radek im Exekutiv» tomite« der 3. Internationale und auf der— natürlich gescheiterten Konferenz der damaligen Drei Internationale« im Reichstag fragt« Radek in einem Zwischenruf während einer Georgienred«: ..Sollen wir denn unser« Lokomotiven mit Resolutionen heizen?" Die ganze Welt weiß es, nur die„Rote Fahne" schweigt davon. In meinem Artikel kommt kein Wort von der Förderung eines imperialistischen Regimes der„Oe'rezierung" vor, wie da» die „Rote Fahne" behoupten will.— Ein rotrussisch«» im- im *)„Die englisch««ewerkschastebelegntwn«nd Geongien"— Zwei gestrenge Herren. Schacht:»Oitrch meine Kreditsperre habe ich mehr Arbeitslose erzeugt als der Winter-1929 durch feine Kälte. Da sieht man doch, wie sehr menschliche Erfindungsgabe den rohen Naturgewalten überlegen ist!" Wechselfälscher Gaweli Litwinow. Ein pariser Senfaiionsprozeß.— Die Sowjeiregierung als Nebenklägerin. pari», 20. Januar.(Eigenbericht.) Ansang November 1928 durcheilte die Presse die sensationelle Mitteilung: Der Bruder des Bolkskommissars für Aeußcres S a weil Li twinow- Wallach, habe falsche Wechsel der Handels- Vertretung in Höhe von 200 000 Pfund, gleich vier Millionen Mark, in Umlauf gebracht: die Wechsel seien aus seinen Namen gezogen und trügen das Giro der Handelsvertretung gleichfalls mit seiner Unterschrift. Mit anderen Worten: die Handelsvertretung halle für die Wechsel im Fall« ihrer Nichteinlösung durch Litwinow aufzukommen. Einer von den sieben in Frage kommenden Wechseln in Höhe von 10000 Pfund war zum Protest gegangen. Di« Handelsvertretung halle seine Einlösung verweigert. In Ber- liner und Pariser Finanzkreisen entstand eine gewisse Beunruhigung. Die Londoner Banken zögerten mit der Einlösung» von Sowjet- wechseln. Sa weli Litwittow war bis zum Mai 1028 als Agent der Berliner Handelsvertretung in Moskau tätig:«s verlautete, er habe auch später die Bezichüngcn mit seinem früheren Borgesetzten auf- rechterhalten. Die Wechsel waren angeblich am 4. Mai l02k aus- gestellt— also zu einer Zeit, als er noch die Aollmacht dazu befaß. Dar Rechtsvertreter der Berliner Handelsvertretung begab sich in Begleitung eines Kriminalkommissars nach Pari». Die Fahrt oerlief ergebnislos. Sa weli Litwinow war verschwunden, di« Ein- ficht in die Wechsel wurde ihnen vom Bankhau», bei dem sie hinter- legt waren, nicht gestattet. Heute erscheint Sa weli Litwinow vor Pariser Geschworenen. Mit ihn: der Berliner Kaufmann Joffe und der Bochumer Hotel- direktor Liborius. Die Pariser Presse verspricht sich von dem Prozeß große Sensationen. Sowjetregierung wie Angeklagter werden von hervorragenden Anwälten vertreten. Es oerlautet, die Geheimtätig- keit der Handelsvertretungen im Auslande würde durchleuchtet, ein aufschlußreicher Briefwechsel zwischen dem Aolkskommissar Litwinow und dem Angeklagten Litwinow vorgelegt werden. Sa weli Litwinow hatte bereits im Dezember, kurz nach Cr- öffnung des Verfahrens, an die Justizbehörden eine ausführliche Denkschrift gerichtet. Er beteuerte darin sein« Unschuld. Die Wechsel, behauptete er. seien nicht gesälscht. sondern echt Cr habe sie im Auftrage des Letters der politischen Propagandaabteilung bei der Berliner Handelsvertretung T u r o w ausgestellt— zu keinem anderen Zwecke, als zur politischen Propaganda im Aus- land. Es sei üblich gewesen, derattiges ohne vorhorige Mitteilung an die Leiter der Handelsvertretungen zu tun: nicht minder sei es üblich gewesen, Wechsel, auf hohe Summen ausgestellt, auf niedrigere zu diskontieren— man sei froh gewesen, wenig st ens etwas Geld zur Verfügung zu haben. Turow habe in Berlin die Vermittlung � des Kaufmanne Joffe in Anspruch ge- nomen und für die Wechsel, die einen Wert von 2S Millionen Mark darstellten, von dem Hausbesitzer Liborius und den Banklers Alsch.ütz und Simon �3,6 Millionen Franken erhalten. Für die Einlösung der Wechsel hafte selbstverständlich die Handelsvertretung. Er fei befugt gewesen, sie auszustellen. Turow, Mitglied der CPU., ist vor etwa 2 Jahren in Moskau auf der Straße überfallen und ermordet worden. Sein Tod, hieß es damals, sei die Tot von Banditen gewesen. Ein ge- wisser Aronsen will Zeuge gewesen sein, wie Litwinow tatsächlich Turow Wechsel geschickt habe. Die Berliner Handelsvertretung hatte unmittelbar nach Bekannt, werden der Wechselofsäre öffentlich erklärt, die Wechsel seien yon Litwinow nach dessen Dienstentlassung— also unbssugterweise aus- gestellt worden: sie seien vordatiert und trügen auch nur eine Unterschrift� sticht, wie ersördrriich, zwei. Die Anklage bczweiselk die Rifbhr-Vft der Litwinows-ben Behauptung««. Wieso, fragt sie, find, dt« Wechsel Vicht aus den Brie s» bogen der Handelsvertretung ausgestellt und weshalb ist nur der erste zur Einlösung gelangte Wechsel mit Stempelmarken versehen? Turow, sogt die Anklageschrift, war überhaupt nicht in der Lage. die Wechsel zu diskontieren: er befand sich zur fraglichen Zett im Sanatorium, fern von Berlin. Eigentümlich auch, daß Jolle aus- gerechnet ein guter Bekannter Litwinows ist. Und wo soltte Liborius 300 000 M. für dos Darlehen hergenommen haben? Auch Alschütz, jetzt flüchtig, besaß kein Vermögen. Eigenartig, daß sie ihr Geld Joffe ohne Bescheinigung hingegeben haben sollen. Sehr verdächtig, daß Litwinow: Joffe, Liborius und Alschütz in Poris zu- sammengetroffen sind— wohl in der Hoffnung, daß d«r erst« Wechsel eingelöst werden würde. Die weiteren Einzelheiten wird man aus der Gerichtsoerhandlung erfahren. Es wurde behauptet, daß zwisckzen Moskau und Paris wegen der Einlösung des ersten Wechsels sin lebhafter Briefwechsel statt- gefunden habe. Die Sowjetregierung, hieß es, sei anfangs bereit gewesen, dem Inhaber der Wechsel eine hohe Abschlagsumme zu zahlen: sie habe sich aber schließlich für eine Strasonzeig« entschieden. Die Anklage besagt, Joffe habe sich bereit erklärt, gegen eip Fünftel der Summe die Wechsel herauszugeben. Auch darüber wi?d man näheres zu hören bekommen. In seiner Denkschrift erklärte aber Sa weli Litwinow, daß diese Anzeige den alleinigen Zweck gehabt habe, durch ihn seinen Bruder, den Voltskommissar, zu stürzen. Sie sei ein Racheakt Tschitscherin» gewesen! Also eine politische Intrige! perialistisches Regime der Oelregion, ja, das gibt es heute im Kaukasus! In meinen! Aufsatz wird internattonal« demokratisch« Regelung verlangt, weil der Wettsrieden dauernd gefährdet ist, da im Naphthagebiet imperialistische Konslikte besonders leicht aus- brechen können. Die Freiheit der Nationen ist Demokratie, ist der Weg zum Sozialismus, ist Sicherung des Weltsrtadensl Eine georgische Erklärung. D«r georgische Rationaldemotrat Dr. Margwelaschwili und andere nichtsozialistische Georgier bitten uns, von einer Er- tlärung Kenntnis zu geben, wonach die Gründer und di« Zwecke des sogenannten„Georgischen" Pressebüros, das kurz vor dem Tscherwonzenprozeß gebildet worden sei und nach seiner Erklärung alle Parteirichtungen Georgiens vertrete, den Freunden des Ein- sendsrs„und der Mehrhett der Georgier" unbekannt wären. Für die Befreiung Georgiens zu arbeiten, fei di« heilig« Pflicht jedes valerlandstreuen Georgiers, nicht nur der Anhänger Jordanias. Landvolknarren. Sin„Landvolkführer" an« Schlesie«. Da» Telegramm der La ndv olknarren an dl« Haager Konferenz war u. a. unterzeichnet von einem gewissen Pauly für Schlesien.. Ueber die Persönlichkeit dieses Mannes wird uns geschrieben: Der Rittergutsbesitzer Kurt Pauly aus Jäntschdorf(Kreis Oels) war mehrere Jahre im Kreisvorstand der Deut- schen Bolkspartei. Bekannt wurde er in der Oefsenllichtett mit einer Warnung In einer landwirtschaftlichen Dersammlüng, wo er vor Gründung landwirtschaftlicher Genossenschaften warnt«, well dadurch„zu leicht die Sozialisierung der Landwirt- schaft" herbeigeführt werden konnte. Seine„Sachlichkeit" ist symbolisch für Landvolksührer. In Jäntschdorf bestanden nach dem Krieg« zw«! Gastwirtschaften. Di« «in«, den alten Gerichtstretscham, kaufte Pauly und machte ein« Beomtenwohnung daraus. Vor einigen Iahren wollt« ein Kauf» mann R. eine zweite Gastwirtschaft«rösfnen, und beantragte Kon- zesstmtserteitung. Pauly gab als Gutsvorsteher sinn«» Zlmtsbezirko dos Gutachten ab, daß ein zweite» Gasthau» nicht notwendig sei. Wenige Monate später verkaufte er das Beamicnhaus an einen Fleischer au» Bergkehl« mit dem Wink, daß die Gastwirtschaft wieder aufgemacht werden könne.(Also wurde ein höherer Preis er eli.) Und nun bescheinigte Pauly bei dem Antrag des Fleischers auf Konzessionserteilung, daß„ein zweites Gasthaus notwendig. sei". Der Kreisausfchuß lehnt« selbstverständlich ein derartige» Gutachten ab und auch die Konzessionserteilung, was den Käufer des Beamten- Hauses nicht mit Lieb« zu Pauly, der ihm das Haus angedreht hatte, erfüllt«. Jetzt ist Pauly der größte Feind des Kreieaus- s ch u s s e s und des Sa n d r a t s, den er in der wüstesten Form bekämpft. Er ist vom Oelser Gericht in zwei Instanzen wegen Beleidigung des Landrots und Kreisausschusse» zu 300 M Geldstrafe oerurteill worden. Pauly ist ein wüster Hetzer, hinter dem jedoch- nur ein Dutzend„Nazis", Inspektoren und Wirtschafts- asststenten stehen. Das schlestsche Landvolk hat mit Pauly ebenso- wenig zu tun wie alle anständigen und politisch urteilsfähigen Menschen. Der wohuungeourfchuß des Reichstags lehnte mit dreizehn gegen die zwölf Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten einen sozialdemokratischen Antrag ab, wo- nach die Höh« der gesetzlichen Miete für Altwohnungen- durch Reiuhsgesetz. fest befti rinnt werden sollte. Roter Tarragone gate Qualität, 4� 10 8 ,w Liter Liter Erdbeerwein vorzOglicheQaali- gg'f Q tat, hervorragendes Aroma..Liter■ ohne yiatche__ Ur-BuchhoIrw'Ä altabselagerte �®0O .Ong- Qualität. >/, Fi. 3,25 fü einschl. Flasche OBST UND GEMÜSE Apfelsinen tioad.................. s pid. 50pf. Mandarinen.................... 3?i74.. Wölgnhuhncr ntroren�aS PM. tob In FRISCHES FLEISCH Berliner Bratwurst....... pta. 1,14! Rinderkamm................. tu. SSpi. Schwcinebaudr olme Bp,!�;Jn 1/98 Schmorfleisch � Knoch, ptd. v. 1.15 1« Rückenteil""1' 0lme 98?'. üehadetes....................... pm- SSpi Suppenfleisch.......... 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M. diiett entgegen.— Ausführliche Prospelte und Zeichnungsscheine flnd bei diesen Stellen erhältlich.- VORVERKAÜF.A.WERTHEIM u.TEL N0RD.840 Lessing-Theater Norden 10846 rägllch 8 Uhr fifläro oreylus von Reh fisch und HerzoT GROSSES SCHAUoPiELHAUo o Uhr: 3 Musketiere Regie: ERIK CHARELL J Sontag naöm. uagsk. halhn Pr. Renaissance-Theater Täglich S'.'i Uhr PARISER LEBEN Operette von Offenbach. Regie: Guslav Härtung. Musikalische Leitung: Theo Mackebeo. — Mamanaci 1)901 a. 2583.'84.— Reichshallen-Theater Abends B sonn an nadim. CD Das grobe laouar-Progr. her Sleltiner-Sanaer ffinffibesiBÜcn�D IsotrcQ i 1 253 �TnT O ö n h of f-B re 1 1<: tS® FaalHOT'Feriefö ''1® Sanunem. Konzul, Tanx Nr. 33* 47. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Sienskag. 2.1. Januar i9S0 Erste Arbeit: Einsäen des Mohrtubensamens. Mißlich Ist cs immer noch gemeiert, dos Wetter onf längere Zeit im voraus zu prophezeien, utid die SuperNugen, von denen die erneu im Herbst verkündeten, Berlin wird diese» Winter eine Rwieratempevowr ausweisen, und die anderen die Wiederholung d«s grimmen letzten Winters in Aussicht stellten, haben bisher Unrecht gehabt. Aber einen eigenen Charakter hat der Winter doch schon gezeigt: er hat uns mehr Sonne beschert als die meisten seiner Borgänger. Späte Gemüseernte 11929. ' Wie war denn der Verlauf der Witterung und dementsprechend die Entwicklung der ifottir? in den letzten Monaten? Der Herbst schien fortzusetzen, was der Sommer in so reicher Fülle gebracht hatte: trockene Wärme— und es fohlte nicht an Stimmen, die ein Einbringen der Wintersaat in die unter dem Pfluge stäubende Erde für hoffnungslos«rklärteir. Aber.schtoßlich kam doch Regen und die Saas steht heute trotz des Fehleus einer Schneedecke während der kurzen Frostperwde durchaus zufriedcnftellend. Stürme fmiften durch das Land, Regengüsse gingen nieder, das Obst konnte ohne Schütteln vom Baden aufgelesen werden, das Grundwasser erreichte den alten, durchaus notwendigen Stand, so dost auch die gehegten Befürchtungen, es möge den Baumen und Sträuchern au der Wintsriaichte fehlen, zerstreut wurden. Wie sehr stch im allgemeinen das Schlutzwetter des viel aertßstmen Hahges IlW zum variril für die caadmirtschast gestaltet Hot, ojfenlxuen Nachrichten aus den verschiedensten Gegenden unseres Vaterlandes: noch ü» neuen Änb'e fand stch vielfach der Spätkohl auf den Feldern, da er erst dann sich zu entwickeln begonnen hatte, als der Rogen die Nohrkraft des Bodens in Tätigkeit fetzt«. Ein krasses Beispiel von dieser eigen. artigen Situation wird aus den Rheinlanden gemeldet, u« die Einstellung d« Sauerkrautbereitung durch die Fabriken erfolgt ist. Als unsere SpälgmMeernte durch die Trockenheit bedroht erschien, haben diese Fabriken dänische« Kohl eingeführt, um die Äampagne er. öffnen zu können. Würden st« nun nock) den heimischen, inzwischen tadellos gewachsenen Krchl verarbeiten, so müßte Sauerkraut dos Tagesessen jedes Deutschen zieren, was wohl ein bißchcn viel vor, langt ist. Um also einen Preisrückgang zu m-rmeiden, wird darf aus teuffchem Kohl kein Sauerkraut gelerligl. und die Erzeuger können sehen, wo ste mit ihrem Segen bleiben. Ja, hätten ste im genossenschastlichen Zusammenhallen sich schon Äohlscheunen MWWU errickstet, so wurde eine solche Produkäionspolitik ihnen keinen Kummer nrachen, und der sichere Gewinn würde ihnen nur bis zum Frühjahr oerzögert sein— ober zurzeit wird davon geredet, den Kohl als Dünger unterzupflügen. Denn die Sonne lockt. Nachts ist die Temperatur häufig genug aus mehrere Grad unier Rull gesunken, aber schon bald nach Eintritt völliger Hellig. keit zeigte das Rvtwerden der Wolken im Osten, daß die Sonn« ihr Erscheinen vorbereitet. Während sonst die Sonnenstrahlen sich nur hervoruMgte», wenn der Ostwind herrschte, und dies« innige V«r- bundenl?eit zwischen dem rauhen Winde und der Sonnenwänne letztere in ihrer Wirkung auf dl« Pflanzenwell stark herabsetzte, hatten wir diesmal wohl vieljach starken Sturm, aber er kam aus dem weiten Vogen zwischen Norden über Westen nach Süden, lind so kam es zu Tagen, die, wenn auch nicht südlich, so doch süddeutsch anmuteten, oft nur auf Bruchteil« von Stunden, aber auch wiederum aus Viertel- und Dritteltage,. die an stch schon merklich länger geworden sind. Was aber ein paar Stunden Sonnenschein für die im Wormhause oder hinterm Fenster gehaltenen Pflanzen ausmacht, kann gen- nicht hoch genug bewertet werden— der Ausbau der Blume vollzieht sich viel rascher etls In den trüben Tagen sonstiger Wi.ucr. Die Heizung allein ist nicht imstande, die Entwicklling zu beschleunigen, relpektiv? nach Belieben zu steigern— jede Pflanze hat zudem bei einer befltmmien Temperatur ihr günstigstes Wachstumsmoment, so daß ei» ll ab ermaß meist schadet. Die im Boden ruhenden Zwiebelgewächse und Stauden werden ebenfalls, wenn auch weniger stark als ihre Schwestern hinter Glas, von der Sonne angelockt. Ihre Spitzen und Sprossen wagen sich aus dem Erdreich hervor— sie wollen die ihnen von sorgender Hand gegebene Schutzdeck« durch- brechen. Und die Knospen der zuerst sich begrünenden und blühenden Sträucher sind zum Platzen geschwollen: sie werden ihre Ungeduld aber sicher noch zu zügeln Hab«». Das Schützen der vor- handenen Pflanzen macht in einem von der unsreundlichen Norm abweichenden Winter viele Sorge: wer zu viel Schutzimteriol aufhäuft. läuft Gefahr, daß das zu Schützende durch Verzärtelung in Fäulnis gerät, wahrend der jeden Schutz Verschmähende durch plötzlichen Uinschlag des Wetters in einer Nacht für sein« Leicht- herzigkell schwer bestrast werden kann. Das gill auch für die Mieten, in denen Kartoffeln und Gemüse aufbewahrt werden. Die gleich zu stark angesetzte Deckung hindert dos Eingemietet« am Atmen, Zierdunsten von Ausschwitzungen, und so kommt es zu Ver- lüften, die der Uneingeweihte sich gar nickst erklären kann. Es heißt die Augen aufhaben, mit leichtem Schutz beginnen und auf die Weaerberickste achten— und danach bald verstärken, bald ab- schwächen: ohne Fleiß kein Preis. * Das bisherige mild« Weller hat. soweit freie Zell während der kurzen Tage zur Verfügung stand, die Erdarbeiten gut gefördert: «euu der«eitere verlaus des winters nicht„sibirische" kälte bringt, wird der Ansang der diesjährigen Kampagne bald bevorstehen. In den Treibhäusern wird der Umsatz sich beschleunigen— hoffentlich fehlt«s nicht an zahlungsfähigen Abnehmern. Da diese leider im eigenen Land« nichl zu zahlreich sind, wird der Blumen- Handel sich wieder wie vor dem Kriege um den Export bemühen müssen: neuerdings hat man darauf hingewiesen, daß Zllnerika trotz seines blühenden Gartenbaue» cutsnahnrefähig ist. In der Begrenzung aus das für den einzelnen Erreichbare liegt die Stärke de? kleinen Siedlers, des Laubenkolonisteir. Hoffen wir, daß chm im kommenden Sommer feiner Arbeit Ertrag in reichem Maße zu Teil werde. Jluch die Siadlbähn teurer. Tariferhöhung ab i, Februar um 5 Pfennig in der llah&one. Sngere Verbindung mit dem flädli sehenVerkehrsnets noiwendig. Gestern teilte die Reichs bohnölletiion in einer Prefiebesprechuug mil. daß man sich gezwnvpen gesehen habe, ab 1. Februar eine Tarif erhähuug für den Berliner Stadt., Ring, und Vorort. verkehr vorzunehmen, vom nächsten Mono« ob sollen wir für eine Fahrkarte in der Rahzone, tsie bisher in der Z. Klasse 15 ps. kostete, 20 ps. bezahlen. Roch der durch die katastrophale Finmu- läge der Siedl bedingte» Tmiserhohung der städtischen Verkehrsmittel wird der Arbetterhaushati durch die Trhohstag der Stadl- babntorise von öcvem belastet werden. Die Reichsbahndirektiau, die sich bereits fest langem mit dem Gedanken einer Tariferhöhung be- sthäst'gle. erklärte, daß die Erhöhung bei der schon immer zuschuh- bedürftigen Stadtbahn notwendig geworden sei. nachdem das letzte Zohr wieder ein Defizit von 45 Rlillioneu Mark auswies. Die erfolgte Elektrifizierung des Lahnnetzes habe die erwarleieu Eriparnisse an Detriebskosien noch nichi erbracht. Durch die Tariferhöhung. die bereits die Zustimmung des Reichs verkehrsminifkers gesunden hat. hosst man den söhrlichen Fehlbetrag um ein Drittel verkleinern zn können. 3n der Konferenz wurde weiter erklärt. daß da? Defizit der Deutschen Reichebahngesellschast insgesamt etwa 150 Millionen betrage, und daß der Antrag der Reichsbahnhanpl- Verwaltung auf Erhöhung der allgemeinen Fahrpreise immer noch vorliege. Lei der neuen Fahrpreisgefielllmg hat man das alt« Zonennetz beibehalten. Wie bereits oben mitgeteilt, betrögt ob 1. Februar der diesjährig« Mindestpreis von 15 Pf. in der 3. Klasse und 25 Pf. in der 2. Klaffe im Nahverkehr zukünftig 20 Pf. bzw. 30 Pf.. also 5 Pf. nie Hr. Neben der Erhöhung der Fahrpreise für den Nahverkehr wird auch eine leichte Erhöhung der Fahrpreise für weitere Entfernungen durchgeführt. Bisher bestanden - tft PreiSstusrn,. die gleichzeitig. mst- dieser rTarisregekung alks 15 Stufen vermnrberr werde». Die bisherigen Preisstufen 14 bis 19 umfaßten allgeineiti mrr"Fährten, die'von einer Bötvrtstrecke über Berlin, bis über den-Nahverkehr hinaus ausgeführt werden. Die Preis« dieser bisherige» Zonen werden aus den Preis der• Stufe 13(1,50 M. für die 3. Klasse) herabgesetzt. Mit den Einzelsohrpreisen werden auch die M o n a t s k a r t e n p r e i s« erhöht. In der Nahzone kostete die Monatskarte bislang für die 3. Klosse 6,50 M., für Pic 2. Klasse 11 M., Diese Preise sind ab 1. Februar 0 M. in der 3. Klasse und 13,50 M. in der 2. Klasse, also 2,50 M. höher. Für den W kitverkehr erhölzen sich die Monaiskartenprelse eist- sprechend. Der Preis der T e i l m a n a t s k a r t e n. die zur Fahrt für eine Kalenderwoche berechtigen, betrug bisher im Nahverkehr 1,70 M. Er wird auf?,60 M. erhöht. Di« Preise der Arbeiter Wochenkarten werden zukünftig in der Nahzon« 1,80 M. und in der ersten Pretsswfe 1,00 M. betragen. Der Preis des lieber• zangsfohrscheinss zu den städtischen Derkchrsmilleln beträgt 5c 6. Es war ein hellerer und festlicher Sonntagmorgen in der Siedlung von Sao Roman-, man schrieb Avrll, und die Sonne strahlte überall, abgleich die Luft kühl und frisch war. Die Wannen standen verlassen und die Wäscheleinen waren leer. Körbe voll sauberer, gestärkter Wäsche verließen das Haus, gewöhnlich auf den geübten Köpfen der jungen Generation getragen. Wenn die Wohnungen gesäubert und die Morgenarbeit erledigt war, erschienen die Waschfrauen selber, geschniegelt und gestriegelt, in fleckenlos reinen Blusen und Kattunrocken. Statt der ordinären Strohhüte der Arbeits- stunden trugen die portuqiesuchen Frauen leuchtende seidene Tafchentücher und die Brasilianerinnen Vlumen.zwe?ge an kunstvoll frisierten Haar. Etliche Frauen trugen leichte Schals Über den Schultern mehr zum Schmuck als gegen d"e Kälte. denn die Luft war warm. D:e Männer, bis zur Taille nackt, schössen begeistert nach Scheiben. Eine Gruppe von Ital'enern saß pfeiferauchend und laut diskutierend unter einem Baum. Ein paar Kinderchen bekamen ein verspätetes Bad unter den Wasserrohren: die Mütter seiften sie gründlich, während die Kleinen mll festgeschlossenen Augen jammerten und protestier- ten. In Machonas Wohnung herrschte ein Drunter und Drüber, da die Familie ausgehen wollte. Mackono selbst schrie unaufhörlidj, Mn�m schrie ebenfalls, und Augusto be- w'es seine Fortschr'tt« dadurch, daß er lauter schrie als alle beide Man hörte Gesang, die volkstümliche Mundharmonika ertönte. Gitarren wnrdsn g?st'mmt. MandoNnen klimperten. und die Ichallende Posaune stieg triumph'erend die ganze Tonleiter hinauf zu den schwindligen Höhen. Selbst die Papageien fügten sich dem Geist des Tages cm und pfiffen und kreit'chten nach Herzenslust. Fast vor jeder Tür saß ein Arbeiter im reinen Hemd und Sonnte gs- hofen. Ein paar Leiskundige vertieften sich m eine alte Zeitung, in der die Wäsche eingewickelt gewesen war. und einer deklamierte mit schriller Stimme ein paar Verse aus „Os Luztadas". Alle strahlten Zufriedenheit aus. denn sie waren wenigstens teilweis« gewaschen und hatten� saubere Kleider an. Aus jeder winzigen Küche kam der verführerische Duft eines schmorenden Rinderbratens. Don Mirondas Haus standen nur zwei Fenster offei� und ein Dienstmädchen trug Mülleimer die Hintertreppe hinunter, um sie in der Grube zu entleeren. Trotz des fröhlichen Lärms im Haufe fehlte etwas lln allgemeinen Klanggewirr: das Hämmern der Meißel und das Brausen der Maschinen aus der Mokkaroni- fabrik. Der Steinbruch lag verlassen und öde da. aber Zoao Romaos Gaststube war übervoll. Ein Teil der Wäscherinnen hatte sich vor dem Tor gruppiert, um das sonntägliche Leben besser beobachten zu können, unter ihnen Albino»m sauberen 5)emd und mit dem üblichen Taschentuch um den Hals. Er lutschte vergnügt an einer Zuckerstange, die er von einem vorübergehenden Krämer gekauft hatte. Im Laden reichten Domingos und Manoel ungezählte Gläser Weißwein und cme Art Orongenlrkör über den Schank- tisch, wahrend die wirklich Durstigen riesige Humpen ein- heimischen Bieres forderten, die sämtlich mit wüten Freuden» bezeugungen geleert wurden. Zzaura knabberte bereits die ersten Süßigköllen des Tages und kicherte albern über alle Bemerkungen, die man ihr zuwarf. Leonor hatte keinen Augenblick Ruhe und hüpfte mit der Behendigkeit eines Asien von einer Celle zur anderen, um ihren Verfolgern zu ent- gehen, die ganze Lachsalven ausstießen und ihre oft wieder- holten Warnungen, sie würde sie wahrhaftig vor den Richter schleppen, offenbar überhörten. Aber um nichts in der Welt hätte sie das Lokal verlassen, denn vor der Ladentür stand jetzt ein Mann, der fünf Instrumente auf einmal spielen konnte, während seine Füße ein« Trommel, ein Becken und ein Triangel schlugen. Es war erst acht Uhr morgens, aber bae Restaurant hatte schon Gäste, die an den verschiedenen Diskussio"en im Laden teilnahmen und aus dem Sellenzimmer ihr« Bemerkungen hmausschren. Ioao Romao. im sauberen Hemd wi« die an- deren, erschien von Zeit zu Zeit mit einem Tablett voll Speisen, die in der qualm'gen Küche von Bertoleza zubereitet worden waren, für die sich der Sonntag in einem Punkt von den anderen Tagen unterschied: sie arbeitete mehr. Aber vlötzlich geschah etwas, das das ganze Haus in freudige Aufregung versetzte— Rita Bahiana kehrte nach monatelanger Mwesenheit zurück: die einzige Nachricht, die während dieser ganzen Zell von ihr eingetroffen war, war ihre regelmäßig überwiesene Miete. Ein kleiner Bengel, der «inen riesigen Korb mit Ritas Markteinkäufen auf dem Kopf trug, ging neben ihr her. Aus der Umgebung frischen grünen Salats schaute ein unförmig großer Fisch mll trübem glasigen Auge heraus, im scharfen Gegensatz zu dem jovialen Lächeln eines rosigen Karottenbündels, einiger runder roten Rüben und«Ines grinsenden gelben Kürbis. „Gib's da vorn in Nummer neun ab", rief sie dem Jungen zu. gab chm ein Trinkgeld und schickte ihn fort. Auf dem ganzen Weg vom Eingang bis zu ihrer Haus- tür war sie von einem stürmischen Begrüßungschor emp- fangen worden. „Sieh mal, wer da istl" „Hurra, das ist ja Rita Bahianal* „Rita lebt noch" „Gott im Himmel, dieses Teufelsmädel treibt's ja immer toller." „Na, du Landstreicherln, wo hast du denn die ganze Zell gesteckt?" „Also diesmal bist du hängen geblieben und hast nicht zu uns.zurückkommen können." Rita stand mitten im Hof. Um sie herum scharte sich eine wohlwollende Menge von Männern, Frauen und Kindern, die alle begierig waren, von chrem Tun und Trechen zu hören. Sie war nicht in Sonntagskleidern gekommen: nein, sie halle einfach irgendwelche Sachen übergeworfen—- sie zeigte ihren nackten Fuß in einem lederbesohlten Pan- toffel—. war einer Laune gefolgt und hergekommen. Ihr volles welliges Haar duftete«ach Velen aus Bahia und war im Nacken geknotet, der ganze Körper strahlte den eigentümlichen Geruch der Mulattin aus. gemischt mll dem von aro- mari'chen Kräutern, die sie gern unter ihre Wäsche streute. Immer in Bewegung, den geschmeidigen Körper rasch drehend und wendend, beantwortete sie alle neugierigen Fragen nach rechts und links, lachte heiter und zeigte ihre vrächtigsn. leuchtenden Zähne, die ihrem Gesicht wirklich einen faszinierenden Reiz verliehen. Fast das ganze Haus war herbeigeeilt, um Ihr guten Tag zu sagen. Alle rissen sich darum, ihr die Hände zu drücken, und Küsse und Umarmungen regneten auf sie herab. Alle wollten wissen, was die allgemein beliebte Mulattin während ihrer dreimonatigen Abwesenhell getrieben halle. (Fortsetzung folgt.) zur Zekt 30 Pf. und wird je zur Hälfte auf die Seiden Gesellschaften uerteilt. Die Reichsbahn hat beschlossen, der BVG. vorzuschlagen. den Preis für diesen Fahrschein auf 40 Pf. zu erhöhen. Der neue Tarif der Stadt- und Ringbahn bringt uns nicht nur«ine neue fühlbar« Verteuerung, er hat auch alle die Mängel beibehalten, die schon di« alte Fahrpreisgestojltung der Stadtbahn aufwies. Der Umsteigefahrschein zwifchen Stadt, bahn und städtischen Verkehrsmitteln wird von der Bevölkerung in steigendem Maße benutzt und es ist anzunehmen, dag er m Zukunft noch an Bedeutung stark gewinnen wird. Auch der neue Tarif bringt jedoch nicht den Umsteigefahrschein für Kinder. Ferner hat man auch die Einrichtung von Abonnementskarten. d>« zur Benutzung der Stadt- und Ringbahn und eines städtischen Der- kehrsmittelz berechtigen, nicht vorgesehen. Der preis«ov<0 Pf. für den Umsteigefahrschein, wie ihn die Reichsbahn fordert, erscheint auch relativ außerordentlich hoch. Wenn man diesen Preis auf 3Z Pf. festsetzen würde, so bekäme jede Gesellschaft 17�» Pf. Das müßte unseres Erachtens auch wirtschaftlich tragbar sein. Wir hoffen, daß die BVG. sich dem Dorschlage der Reichsbahn nichtansch ließen und auf einen geringeren Preis bestehen wird. Die Retchrbahndirektion aber sollte endlich ihre vielen Einwände gegen eine engere Tarisgemelnschast mit der Verliner verkehrs-A. G. aufgeben. Die Eniwtckluag des Verkehrs und da» Zulereffe der Berliner arbeitenden Bevölkerung erfordern eine weitere Vereinheitlichung des Verkehrs. Bestehende Widerstände wüsten überwunden werden! Es dürste der Schacher um den Konsulstitel. Weitere Zeugenvernehmungen im Tscherwonzenprozeß. Die gestrige Gerichtsverhandlung stand im Zeichen dauernder Heiterkeit. Den Angeklagten war allerdings nicht zum Lachm. Für sie war es ein schwarzer Tag. Ihre patriotischen Phrasen prallten an der geschäftlichen Kühle der Zeugen unerwidert ab. Bis jetzt hieß es stets, ste haben den einen oder den anderen nur aus politischen Gründen zu geschasrllcher Beteiligung ausgifordert. Die Zeugen Wolff und Dorn erklärten aber, es je! bei den ge- schäftlichen Unterhaltungen nichts von Politik, aber um so mehr von Spekulationen die Rede gewesen, bei denen man zwar viel gewinnen, aber unter Umständen auch alles verlie.en köims. Nur der Zeuge Ahrs gab seine 2500 M au» patriotischen Gründen her, damit Deutsäzlaiws Einfluß in Bulgarien nicht geschädigt werden Rieger, dem man auf die von ihm geg be- nen 2500 M. ein Verdienst von 47 SOO M. in Aussicht gestellt hatte. griff mit beiden Händen zu, als man ihn gar zum bulgarischen Konsul machen wollte. Wie dieser Nürnberger Kaufmann nach Sofia fuhr, um sich dort dem König vorzustellen, hier sämtßchc Minister aufsuchte und mit dem Ministerpräsidenten Laplscheff des v„t v;, rt,____ r„i,„,,„,. laugen und breiten über eine Anleihe bei einem deutschen Banken- Reichsbahn bekannt fein, daß die Segenselte sich seit langem für«ine„„„ ,nn « � r« ,1 ni(in* Hcnninni v i konjornum in Hohe von 300 Vrillionen llltark konferierte, wie er «Ä.» v',,41 Mml In Im»rirn,önn«,n J �'luch- mit ,i-I».n.-n.ln,-i«„. lxr Wüwe des wäK�,. mL s&«LS'S"«T®'?Ä LÄÄ nnd Ringbahn vielleicht unvmgängllch. so hätte man doch keinen Versuch Unterlasten sollen, dem fahrenden Publikum als Segen- keistnng weitere Verkehrserleichterungen zu ver- schaffen. Eine eng-re belrlebllche Verbindung der Stadt, und Ring- bahn mit dem städtisch?!» Verkehrsnetz ist in Vcrlln eine z w t n- gende RokwcndigkeU. Inbetriebnahme derG*%-Schnellbahn Auch Eröffnung der DerZänaerunqsstrecke nach Pankow Infolge des milden Winters konnten die Bauarbeiten an den Derlängerungsstrecken der Berliner Schnellbahnen so gefördert werden, daß im Laufe des April— voraussichtlich a b 15. April— die gesamt« Gesundbrunnen- Neukölln- Linie, von der bisher nur die Strecke Leinestraße bis Neander- straße befahren wird, eröffnet werden kann. Die neue etwa 5 Kilometer lang« Streck« hat zwischen Neanderstraß« und Gesund- brunnen fünf Bahnhöfe. Am gleichen Tage soll auch die Verlängerung über Nordring nach Pankow bis zur Vinetastraße in Betrieb genommen werden. Da» Verliner Schnelllxchnnetz wird dam, über 80 Bahn» HSfe auf einer Strecke von zirka 70 Kilometer aufweisen. Die neu« Linie vom Alexanderplatz nach Friedrichs sie l de, die neun Bahnhöfe erhalten soll und zirka 7.8 Kilometer lang ist. wird dann voraussichtlich drei Monate später in Betrieb genommen werden. Rivalenkampf vor der Var. Ein Nachspiel zu der K.nSesstreitaffäre Späib. Die fenfallonelle Slnbeeenkführunz-öfsär«. bei der es sich um die Tochler Dagmar de» geschiedenen Ehepaares Späth hattdclle. chatte heute noch ein Rachfplcl in einer Veleldigungeklage vor dem Amtsgericht Eharlolleuburg. Bei der Ehescheidung, die der Laumschulenbesitzer Späth gegen seine damalige Frau angestrengt hatte, spielt««in Freund von ihm, der Rittergutsbesitzer v. Kriegsheim, auch ein« Rolle vor Gericht. Darüber kam es zwischen den ehemaligen Freunden zu einem jahrelangen feindlichen Kampf mit Verleumdungen und Üblen Nachreden. Am 28. November 1028 traf v. Kriegsheim in der Aar Casanova seinen Gegner Späth. Als dieser da. Lokal verließ, ging Kriegsheim ihm bis zum Auto nach und verfetzt« ihm einige Ohrfeigen. Beide beschimpften sich gegenseitig mit Ausdrücken wie„Gemeiner Patron" und..vermaledeiier Schuft". Wegen dieses Vorfalls hat Späth Beleidigungsklage gegen v. Kriegsheim angestrengt, über die heute verhandelt wurde. Di« beiden Gegner äußerten sich nacheinander, wie aus einer srüheren Freundschaft diese erbitterte Feindschaft wurde. Kriegs- heim machte dem Kläger zum Vorwurf, daß er ihn feit der da- maligen Ehescheidung oerfolgt und verleumdet hätte und sich doch seder von ihm gewünschten Aussprach« entzogen hätte. So mußte er die Gelegenheit wahrnehmen, sich an diesem Abend, al» er seinen Gegner unerwartet traf, auszusprechen und gegebenenfalls zu rächen. Der Kläger Späth schilderte dem Gericht, daß Kriegsheim, den er seit dem Kriegs kannte und mit dem er sich auch geduzt hatte, als fein bester Freund in sein Haus aufgenommen worden war, bis er schließlich merken mußte, daß dieser Freund sein Vertrauen s'ch mählich mißbraucht und seine Eh« zerstört hatte. Auch in dem. nochfolgenden Kampf um seine Tochter hätte Ihm Kriegshelm durch falsche Erklärungen viel Schwierigkeiten bereitet und sich in jeder Weise unfair benommen. Nach langer Beweisaufnahme verurteilte der Einzel richter den Rittergutsbesitzer v. Kriegsheim wegen tätlicher Beleidi- gung durch einen hinterlistigen Ueberfall und wörtlicher- Be- leidigung zu einer Geldstrafe von 2500 M. Der Kläger Späth wurde von der vom Angeklagten erhobenen Widerklage frei- gesprochen. WohltStlgkcikskonzerk des Sinsonie-Orchesiers der Schutzpolizei. Auch in diesem Jahre wird das Sinfome-Orchester der Schutzpollzei Berlin unter Leitung von Camilla Hildebrand am Sonntag, 26. Januar 1930. 12 Uhr, im Wintergarten, Dorocheenstraße, ein volkstümliches Konzert bei freiem Eintritt für Sozial- und Kleinrentner, Kriegsbeschädigte und Krieger- Hinterbliebene veranstalten. Als Solisten wirken mit Prof. Max Saal geben, die eigeirarttgerweise nicht nach Sofia, sondern an Dell nach Lausanne überwiesen wurden?lus der weiteren Schilderung des Zeugen ging hervor, daß er schließlich selbst nach Sofia gefahren ist und auch Audienzen beim bulgarischen Ministerpräsidenten nnd offiziellen Persönlichkeiten erhalten hat. Allerdings hat er in Bulgarien noch weitere 5000 2K. zahlen müsiem um bei diesen Persönüchkeiten vorgelassen zu werden, und zwar vermittelte die Witwe des früheren Oberbürgermeisters von Sofia, eine Frau Awalow. Der Zeuge Riegsr ist dann trotz semer Reise nach Sofia und trotz seiner Verhandlungen mit dem Minister- Präsidenten, dem Handelsministerium und PersSnlichketten der Handelskammer nicht Konsul geworden, und zwar, wie er «rflärte, well die Angelegenheit an einer An-eihedeschafsung für Bulgarien gescheitert sei. Die Verhandlung wurde dann schließlich auf Dienstag früh vertagt. parieinachrichien fürGroß-Berlin Hisseadw»«»» dir Met« Studrti st»d Berlin SS CS. Liade-str-he 3. Net, an d» aejirl»fefrttatl« iTsof------- :. Hof, SZrevnen rechts, la richten. Mitwoch. 23. z-miar, firbet!m Rab-ne» d« ~-aiisimi» und Staa". in dir Sonbiittschule, Wem» eine«r«vrnche m't ttnt Ee-wsseil ff. Sopfitaji l. Are!» Mitte iiSffft?. V. Woner:„€m; "oer eetoat4"üitfc T cttc'(tenetfavun' urM Eeirogen.' die Inte reg« ftaisn. Und fmmtTlftfl etascjadan. 7. S«l» ciartottrntuua, Sic ttnmtlduna der SchutansSna-e*u Sster» 1980 Mt»u ecfaloen: Moiüa«. 3., Di-n,taa. i. und Mittowd. � ffebruor. w. 5-r Seit na;i 10 dt? 1Z Uhr. Mlc gltern, die aus dm?<»»n der«e t- N>»«n S»ul, st-ben. m-Id-n ftw«wder« ,d--«f. da»>it für CT&arloüetiburfl die a>eltltchc Schule, Hestals�igr. 40. denn Rttssr Tchuillchcr, 0N. Um SiMenduna ron Ldregeo derjenlaea Eltern«ird dringend gebeten. S)u Frei!«chulaemeiad«. Heute, Dieuslag. 21. Zanuar. »71.«bt. laitfUtü, SO Uhr SBiftokufitzuit« t« Deutschen Sau»,«toltenftl* CmSc. Mitgliederversammlungen und ZahlaSende morgen, Mittwoch, Z2. Z«mvar. ArrnEls. öt-alnuer Stv. 1».«s-cheaffi Sleferrnt!«radwerordneto- Dr. Steg» .im Lok�l Lroji«. Blununiir. SS. Dor- äuu jitUumitfrwm-'?«ferentt«du!« jpoffciomt, N. d. 0. m. JOS Uhr SaKaSende in fslfleaien Utten- �ete lA-W. TOS bei»teMlwil, cj ßM'.d, brcchla«. LAnemllnb-r Str. und.ftö hei S»W>!>. Sch>nedt«-r Zür. M. Sezlrk «l« r«Iitii"�?«feren»: Sveog« Lievtr». Neuivadlen. Borlcha S.«dt. «l ___—«dt« M.. Ulr i® Sta'lBraanf, lant». Sch-mdl« Cfc. .....•-- r. s2ii Sa. ST.««««SS 6« owffr. 87.»ottra®„SszieNftische%Ite- M» chinogen. die«art°n t>ti tum SttttmaA tu* eutt JdeUeru Adeud" tzbeüm baden, rechne» in* Jum ft'mmx,«sSulkra.'ier-i. Ee-ftr. U. Scke«mrumer Straße. Vortrag.politische T-gevfi-agen". Referent: Dr.«ort echoenst-ui. zz. ASt.�tg'.i Ufr Lochschulbraverei. Seestr. u. Ecke«mrmner Straße. Be. r'ckt d.', Voriiandc». Neumablen, Wahl der areinvcrtreter. 33.«St. JWj Ustr im Coiol Steina«,. S-estr. 4.V Vcctiog:.Sonsumgenvssen. fchaftliche®meiiasinf«aft*. Aeferrnt: Senssse Wiru� Bericht und Neu- WMltN. U. Ast. 1914 ItSr Iabreemltglied-rnersamntlvng im«lteraheim. Danttger Straß« 62. Neumablen de, Vorstand«, und der Delegiert«». Mitgliedsbuch legitimiert. 25.«dt. izz, Ifiit? abladende bei fxni, Vasteurstr. 6: VAeler, Svldaver Straße 9: Schm'd', Suivrvd.'ftraße Ecke gueische Slraße. Der tzablavend gramer. EvtZ-niu-str. 3. findet erst am Mittwoch, dem w. Januar, statt. 27.«dt. tstii» Uhr in den Lchöndaus» ffeftfälcn, Schönbaufer Allee 139. Keu- wable». Ohne Mtgliedaduch Irin Autritt. 28. Abt. 191? Udr Lauvtmi'gliedervcrsainmluna in den DeroNna-ffestsSlen, Schöirbauser Alice Ä. Geichstftsbericht. Neuwablen. Es Witt» ol>n« Rück- stchtnabme auf die?ail der Anwesenden oüntllich 19>4 llbr deeonneO. 29. Abt. I9>4 Ubr fiechlab-nd- bei SUua, Dan.iaer Sir. 71.«au«. Prenzlauer —---- � Richter, Schi,«man nftr. 39. Buchboll. Prenj« Lllce öl. Riede, Dunckerstr. Wl«» lauer«llec Ecke Ltargordcr Straße. 3«. Abt. 1914!ll>r in den gaNno.ffcstsSIcn. Parvelcllti 15. Neuwahlen 3t Abt. 19-■ Mit. Unc In der Schulaula, EchZnfllcßer Str. �.....__...______________________.. 7. ZabreÄauvtver« sammlun«. Berichte und Beuwablen. Erscheinen aller dringend notwendig. S. Abt. 00 Ubr in Schmidt, Scsellschastsbaus, ffruchtstr. 35». Neuwabie». Peiicktlich erscheinen. 33.«St. 1951 lll>r IadresmiizliedernersgunnliniS in der Schulaula. Svheitloye- stroße Z. Eeschchfisbcricht. Reumcblvn. 35. Abt. 20 llbr ffuulttvnänüdung bei Echnl«. öomacifttslt. 38. 36,«St. Iftli Ubr in der Schulaula Ttraßmannstr. 6, Vortrag:.Kommunal» volitisch-s'. Zickerent: Stadwerordiiejer Karl, stlingler. Reuwableu."■ 37.«dt. WH Ubr in der Paßendofer.Vraucr-i. Landsberger Alce St— 27. Be- richte, Aüssvrach«. Reuiroblsn. Ob»« Mitftli-debuch dein tzlltrist. � H 38. Abt. 20 Ubr in Schmidt, Scscllschgftsbans. ffruchtstr. 36-. Borlrag: ,,ss>i« enalffche Arbeiic.dcwegung". Referent: Wilbelm ffloer««. Jahresbericht, Rcuwoblcn. 39.«St. 20 Uhr Im Elßungssaal de, Baugewerlechundes, Sroßdcerenstr. 96. Vortrag:„Ersahrungen au,.einer Arbciterbvschule", Referent! Erwin Marquardt..< C,«61. 19H llbr in Klein» ff-stsiilcn. Blstcherstr.«. Bortragf..Politische ffageasragen". Referent: Stadtverordneter Paul Rchbinson. 63.«bt 20 Ubr bei Rad«, ffichtestr. ZS, Neuwahlen. Ohne Miigliod-duch kein tzutritt. «t«dt. Begirle 90, 91, 92. Bchtunal Der tzahlabcnd füllt aus und findet erst am Mittwoch, 29. Januar, statt. 15. Abt. Ptinkilich 19 Ubr In der Schulaula, Reichender»«? Strasse, Ecke ffovfter sirofie. Jabtes-,(SefchSHs- und Kassenbericht. Reumahlcn. Stellung- »ahme»um Bc�irlopartettag. Mitgliedsbücher mitbringen. Alle Mitglicdrr müssen erscheinen. WH Ubr bei Surtdardt. t«.«dt. GSrlisser Str. 79, Bericht und Neuwahlen. 17.«bi. WH Ubr Im CetDtttlchafrtou». Saal ö, Engeluser 21—25, Vortrag: .politisch« Rag-olragev". Referent: ff ran, Künstler. M. d. R. M.tgliedo- buch am Eaaleirrgang noreeigen. sshaesottenburg. ZI, Ldt. so Uhr im Wolüiabriesaal. Küniqin.ENsaZeth.Str.«, Bortraq:.Unsere Arlelt im Retchetag". Referent Dr. Kurt Sossnfcld, M. d. R. Neuwahlen.— 53.«St.?Im«ittweul.. 92. Zanu»», 20 Uhr »Lnlilich, findet im Lolal Last in Llfssenfe«, Straße 12, am Neediadu-gs- k-nxl, die Za�ree.M'tgl'eb-Fersemn'luii, statt,«n See alle Partelgenasse» erlchetneo müssen, da di< Reumahl all««,«dt-ffunltionäre uotgeroinme« meiden muß.— M. Sltt, 20 Ubr im ZogendheUn, Restnenstr. 1, Jahre«. und Kassenbericht. Nenwahless, Narteiangelcaenheitear. Verschiedenes. Di« Re�rksfllbrer laden ein.— gl. itbL 20 Uhr bei Dhunack. Zlielandstr. 1, Ecschaftebericht und Reumghlcn. Bortrag!.ffinaiulage Im Reich und in der Kommune". Res-reiti Rem Meie«. 71.«dt. ssehlendoef. 19 Uhr im total Linbenoarl. Bettinet Simiße, Ecke (dattenftrafe. Seneratrersammlunq. cheschZfi�ericht. Xie Bersammlnnz Beginnt rünktlich 19 Uhr. da sie um 20H llbr b-endet sein muß.— ffllr die drei neuen«btillungtn finden im gleichen sotal die Zahlabende getrennt statt. Wahl der AbieitungeNarstfinde.«Be CejosTulncn und Ge, nasse» müssen Bestimmt erscheinen. Der Borstand. Weiße Zähne machen jedes Antlitz ansprechend und sdiön. Oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend, schmerkenden Chlorodont-Zahnpasta erzielen Sie einen wundervollen Elfenbeinglanz der Zähne, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezähnlerh Borstenfdinitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursadie des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt.— Chlorotont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität.— Man verlange nur eckt Chlorodont in blaü-weiß-gruher Originalpackuns und weise jeden Ersatz dafür zurück. Ii.«Lt. Mär«Sera. Z? Jfi|t na SeTcMfdiaflsSan* be* BtBert«, S aap tat,«, SitacfhaoatociiaaunXnsB. D-rtr.!.äiichtertam a. SrpaSIU". S»f-- »Slldenh St. Etoßaaan. ZahraaSeticht.«esmaaka. &U Abt. Sucbcuaa. UaiftdnSebcISej: füUitt die Aäiellunesoetfasunkuts erst ein Mtlwoch. 29. Januar, statt. SS.«Lt. vteql-d. SO lihc de, fioidKieft, ALamstr. IL», SoSceaSauatBerfanun. lunz Eeschastsberlcht und NeumaLltn. n. trtt, Keulcia, U4. bis 146. icttrf- SaSIoIxnii Sei tgorawmik, Marien- tutfcc Deo 7. Reuinalil der Äuirlsttitung. Bez!»il Uhr. n. Att. Ptitz.Tncked». Ncirl« l4S, iR. lif. EtnhfltMuna: 30 ItRr in der Halle am Hufeisen, i?rttz,Weuier.Allee. Vortragt ,« rbtiterdewegim« und Vatteimorol*. Referent«Tcjandet Stein. 138. Abt. Vaula«. 19V» Uhr Im Lokal ffiilnec, Berliner Str. 80, LZ, Vot�raai .Unsere AtSert im Roten Haufe". Referent Stadtverordneter Heinrich Schtifer. 186. Abt. Semiikenderf.Olt»55 Uhr Teneralvarsammluna im SSiLdenbaus, Reldemstr. l, EeschösisSerlÄt. Neuwabl dt, Rorsiandes und der Äom. Missionen. Siellungnahme»ur tUeisaeneralretfammIun.g. Wahl der Del«. eierten.«Sicilunasanselegendeiten. Verschieden«?. Witglicdsduch ist»ur NeiUrrll! vortuecinen. tp Abt. ReinIckendatf.Sest. 20 Uhr S-neralvecsammlung bei Heese, Berliner etroite 73(früdec SteLanlt), Bericht des Vorstand«? und sämtlicher Kunk tionäre. Neuwahlen. Parteianorlestenüeiten. Die Bejirkewbrcr laden ein. vhn- Mlielledsduch kein Kutritt. Tegel. 13». Abt. 20 Ubr Wilaliederoerlammlune im Lokal iVum Schwan. ScharsenSerger Straß«.— Schal?, endoti, HeUiqcnfee, Sledlune am Bahn, hol Hellieen srei 20 Ulir MItoliederveriamm lunn b«> Sstdnert. Am Babnhof Schultendorf. Varlraa:„Palitische Lage im Reichdiaid in der Äonununc". Referent dauotd ssaäteri, M. d. L._ 143.«Li. öailixaaMlaf«. 20 Uhr Lei Schmischl«, Waidmaaustr, 4, SBitglied«. Versammlung. Jcaupuneronftctfungcit. #».«St. eil*. Sonnerstag, 28. Zanueer. lOih Ubr. bei Becher,«khausseestr. 97. wichtige fVunktionSrlnnenschung. Sintcilrmg der Betitle. Srfcharnen aller ssunltiauhrinnen Pflicht.___ 137. Abt.«ivichenderf.Weft. Heule, Dienstag. 31. Januar. 20 Uhr. trn Boll». bau?, S-varnwebe-str. Iii, Frautnadend. Stellungnahme sur Neuwahl der SiaucnWUtin. Sozialistische Skudeuleaschafl, Ortsgruppe Berlin. A. Januar. 14 Uhr: Seographischer Ardeit�reis. Zl. Aanuer, 18 Uhr: Svorigrunve. Turnballe ber Toubsturnmenschule. Albrechtstr 26 Alle««nsssen. die Testate Mr Leite-llbungeu brauchen, beteilia«- sich. A.?anuar. 20 Ubr: Pbilalovhische ssachlchafd.Die-lde-lagie im bistorMien P«teß' 22..Zanuar. ..... ffitfiarn« durch der. �entralvi-chhof, Tretivunlt Shf. Eriodrichltrohe. 14�� 1X6*1 jTiUlUltltt I" I r|'f 1 UCÜ f>CHl.tA66U6li»4�WI«— � �..,-—— �..—.,_ Anmewuu, erforderlich. 22. ftanuat, 17 Ubr: Üunktionärnersammlun, b«r Ortogruvvi. 2S. Januar. 14 Ubr: Angltliischer Arbeifkrei». 26. Januar. A Ubr: Sektion Sandels-Hochckule..Die Manscht fttifentbeorie*. 2S, Januar. 20 Uhr: Malbematifcher Arbeit-lreiz. 24. Januar.» Ubr: Suristtsch« goWdaft. .Stellung d» Jndiniduumo tian Staat. uzl, S°wietstrafrtcht. A. Januar, 20 Uhr: Sektion Landwirtschattltche Hochschule.«ründungenersammlung. 2i. Januar. S Ubr: R»manistischer Ardeitsirets. Dcranstaltung?ort: Der .Bund". 3WB.S. M-rechtstr. U. Iuugso�ialistea. Die«pielaen'-tsschafi de» Znnglot'alistea k-nnni beu'e.DttuMag. 21. Ja«»»«. »m« Ubr. tu da ali-h-lfmieu SastitäUe. BtechctactenU* 3—4, zur Uebnug Hnipve Heute, Dißne�aa. M?« in der Stadtoarf. Bartraa:„Die geschichtlich« Sntwtcklung der Zun«so»:gliften. Res«. rrnt: Lelmutb Bock. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfrevodf ©ranne Friedrich Sdert. Bienstas, il. Januar. IflVb Uht, srietnjieifaam. Inns im Jugenddeim Sonnenburaor Str. 20, I immer 17. Unbedingtes©r- scheinen aller Litern notwendig, da eine wichtig«~* Ms Tageaordnung norliesi. Geburtstage. ZubUäeu ujw. 88.«Lt. Matiaadorf. Dar Senior der Mariendarfer Arbeite- baweguag. iZenoss,«llsa, Sengcr. Slh6neb«:qer Straße, bat da« 63, te&ir'ait aollendet. Ss#t als ein Meas�enleben ft«bi Senp« la d-a norderslea Seidio der äaaJ- eis'Atixe, seit vielen J-bren al»»rei-laksier-r.«ir>estn'-k«n idM an de. Seit» eiaer©atttn noch alele �3�g« in alter Frisch« und �,iun� Berlin GW»8. tindenilrate 8 Waadcrleii«--Sansere«z. Donnersiog, 23. Januar, pünktlich 20 Uhr, im Bariraassaal des Parteiuorstandeo, Linden str. 8,!I. Hos. 2 Trrvpen link». ©enafte Seinz Barthel spricht über..Aulturgeschichtliche, der Mark". Mädellnrsna. 2. Abend!„Die Frau in Berus und©rtiebung". Raferentm: Anna Siemsen, W. d. B., Schul» tiockstr. 13. Donnerstag. 2S. Januar. 1954 Uhr. chatten für d'e Jugeud-Voltsbüduexliraliclunq am lonrmenben Sonnlag Und noch erl; ältlich. Heule, Dienstag. 1.9H llhe. Kasenlhaler Borila dt: Schul« ENsabctbkirchstr, 19. Bartrag:„Jugenderleb. Nisse.— Welte» II: Heim Bülowsü:. 88 Taguevolitil.— Bruuueaola*! Schule Pool,©che ZLiclilistraße. Vortrag:„Der Zioung.Plan".— Eesurdbrunnca Schul« Sotenduraer Str. 28. Bonrag:„Der Fur.ltianSr und sein« �tiiggden". — Wrddiag-Nerd: Hein, See. Ecke Turiner Erresie. Bor'rag:„Arno Holt".- Wedding Schule Lüt'icher Sir. 4. lO-Minuten-Rcseraie,-«rrimplaii: Schule Sonnenhurger Str. 20. Vortrag:„England".— Arn»iraldei Bla* l: Seim Web'aucr Strasse. Bortrag:.Moderne Kunst'', l.—«rnawalder Plad U« — irain„Religion und Sozialismus".— WSethee Pla» Kosta>i:engllce 82. 10-Mnulen.Ncseratk.— Schiueberg I- Heim Hauntstr. dv Vortrag:„"ArJellcnübtet".— SckSaeberq IT: Heim Hauprskr. lä. Vortrag: „Arbeiterdemeguoa".— Weitend, Heim Snvrtplai, Westend Bortrag:„Psncho. ltgie der Jugend".— Dahle»! Heim Vobnbosstr. 3. Jkbleudors. Äusserordent. liche Mitglledernersammlun».— Marieudors- Slft Schule. Dnrfstr. 7. Bar. trag:„Der boiitik aus, da Werbebe..!, 19'� Uhr Reuternloss Ltr. 19. Vortrag:„Beichstaa".— Danlem I: Heim Kissingen- ßtfe Branissstrasse. tieafa Lange seine eric Mitarbeit. Di« SbteUungsleitung. � Sterbetafel der Groß» Derliner Partei- Organisation! d.«Lt. Unser Genosse, der«i-Saind--m,istor«usto» Schul*, ist versiorten. Andenken. VoiseSung am Wtttoüch. dem 22. Januar. 1455 Uhr. icdktof dtt fiitlzdXoi&ux Gvoreinde, TsVvelalltt. Air m 62. St.8"elenn)i. Unser Genosse Wilhelm Jgmg, kiimmermannsdu 23, ist ©hre sein«« Äichenken. Baisetzung om. MittwS' auf inm FV*"■ res» Sctc;':5 fnuii«.—" W'«'. luctyuxsi V�ufUi« vraii) stcllur.» der Btuolufan von 1848 und 19185■ «ttthedezirt NenkSIn! W erbebet ttksnutgl'ederversammlunq in der Aula drr Watter, �athenau�iZchule. Boddinstrasse. vunktlich um 19>/j Uhr. Borrrag:„Bück. blick und Ausblick". Lolltählig!»©rschciucn aller Juaendchenossen wird erwartet. 1e Pankow: Wir tan«n reg-lmiissig feden FrBtag in der Jeit non 20—22 Uhr in dar Turnhalle Kaiser. ssriedrich-Gira sie, Pankow. Vorträge, Vereme und Versammlunge«. iJkA Reichsbanner„Sdiroatt-Rot-GoRT. ®'�*8'i»QelI»: Berlin S 14. Sebastianstr 87—68. Hof 2. Tr wlniersportadirllung. Nittwoch. 2E. Januar, nicht w'e in de: " CtnlaSung angegeben, 23. Januar, 20 Ifsir. JtonatsnMfemjnTuns, Fabr.tenbelvrechifng.©inteilüng der Benninaunschasten in Sckne'ders teilt, kanig. Ecke klosterstrasse.— Donnerstag, 23. Januar. Reukllln.Bri*. h. Käme- radschaftsgencralversammluna in der �lotiibuss.r Klause", Kattbusser Damm 90. Jungbanner. 2,3—22 III; körerick> Kamerabschas' wähl des Borstande?, f______________________........... Sage'.—««nzlaret Beut, kameradschatt Bumannpla*. Dienstag. 21. Ianinrr, 21 Uhr. kameradsckafidversgmmlung. Vortrag des k-merden Pfeil:„Was mstssen wir von der Jnnalidenverstcharung wissen?"— KchSaeherg-Frsedenau. llamwachlchast Batbau». Mittwoch. 22. Januar. 20 l-br. Generalversammlung in der Finanzklause. Mühsenstr. 8.— Treptow sOttsveroin). Juugbanuer. MIt'moch.??. JatNiar. 1954 Uhr. im Jugendheim W'ldeubreichstrass«. ausser» ordentliche Juaendstdung. Berliner Veranstaltungen 1980. ifllootiefcuw und Le» tchi.kdenes. Crfd'e'ntn Pflicht.- Witieaa-I ftaateiaWchaft Mittwoch. Ä. Januar. 20 Uhr. im Bittenauer Bereineha«?, vranttuburS'tr Str. 88— SS. General- ! Versammlung. Boilzähliges©oscheinen notwendig. StieUmenia de« s»rrss B«el>»er Westens©. v. Der Mieterverein de« Gross, Berliner Westens G. B. reranstaltot am Freitag, dem 24. Januar,'Mi Uhr, im Biktvr'agarten. Berlin-Wilmersdors. Wilhelwzau» 114— UZ, ein« Ssfenllich» Miererversammlung. in der der I. Leriissende. Herr Rechtsanwalt Dr. Gdhrl über das Thema:„Lerlängenuna de» Miaterschussts und der drohenden Miels- fUignung", sprechen wird. B-rliuer Kitderklub stdt feden Dieositsg. 2054 Uhr. im Klubbaus Shmstr. »r und Geiste«Mammen. »erstorben,©hre seinem Andenken. Di« Beerdigung Hai bereit» l!artgiriurd:r. Spieler Der BerLver Mietervorein«.». im Reichsburd Deutscher Wieiaa hchlt am Bat'onalhos, Bstlawstr Dienstag, don Zh. Januar, 20 Uhr, Ine r. 8?, eine Mir. gNedcrvezesmmlung. rerhurden mit Fiimvortrag, ad. An sedieren schliisst stch e:n: kostenlos« Kostr.'odtnoerttilung von©rteugnissen der Massltzekrllscha'i. All» Mitglieder werden hieraus noSouals desondern hingewiesen. De» lfchechoslawattfche HUisaereia©. B. in Berssv vereenstalket tmmnsbtu de» II>t>ersi>.>iatnq»fei,ds ist: narleirende Laudnleute untm: dem Gdre.nschuss da» Herrn Gosaudten Dr, Chalkaoskn Sonuabend. 8. Februar.?0tS Ubr. seiner. Septdfentäs'ansbaD in schnilichen Räumen des Hotels„Esplouadc". Neulöllnes: Bollstautschar. Am Mittwoch, 22. Januar, orössnen wi» einen neuen Ansängerkurlus in der Turnhalle d-z Kaisrr-Friedrich.irealgnmnastilm», Aerlin.ll!e>:kölln„'. SopbieD-SOlan Sophlanfltasje IT 16 Branchen- Versammlung der Ronrlesar und Helfer Tagesordnung: t Stelltingnädm» zum Lohn, und Man- UUarii 1 Verband»» und Branchenanatlegen, beiien. t, Verschiedenes. Miigl ed-duch legitimiert.- gahlre cher Besuch wird erwartet. Connetataa bca 23. Sanum. Bt>t>9 T Uhr. in den inufilar-SaUm, Satter. wilb«im. Sirofzo 81 Brandien. Versammlung der im omu. organisierten Esen- und Revo uerdreher, Drehei innen u.Rundschieiier Tagesordnung 1, Die Lohn» und Arbeitsverhältnisse In unlerer Branche. st Berich eden.s. Obne Mitgliedsbuch kein Jutritt. Zahlreich, c Bei»» wird erwartet. vonnerslag, den 23. Zaeurm. »»0». 7 Uhr.'a«walv» ve.atu». hau» Skalih-r Strab» HZ» varssmiftung aller I. d, EisenmOhei-, schwarz- DieclJ-. möDelsch oB- undventi- latoren-BBirisüoo öoschaftgtan Roiieg.nnen und Kollegen Tagesordnung: l Vortrag de, Kollegen Achsel. 2 Branchenange-egeuheuen- Oiiss MualiedAduch»stS ROtStö S�che.nen ,'wN.Ar ftollcgLimen und Kollegen ersordertich 0«NitSSSVKg. kil? äi« rielsn Konvis» herrliodsr unä »ukriabttxsr Teilnahm» beim HoirnÄnns: meiner celiebben Gattin, unserer lieben Mutter und GroOmutter imma iisele öcb. Körner spreeben wir biermlt unseren herzlichsten Dank aus. Johann Eltelt nebst Kindern u- Enkel. Berlip-NiedersebSnbausec, Januar 1930. Deutsdiei �iallameiter Vertaflü Verwaliun�ssle I« Berlin Nachruf Den Mitgliedern tu, Nachricht daß unter Kolleg«, der Klempner svemlor Selmoser ged st Februar 1376, cm 7. Januar gestorben ist Ehre seine» Andenken! Die©inütcherung bat bereits statt» gesunden. Öi« Orfeverwal'aa-. �30% JUERGEN5 Mexanderptafz leu» Könlgatr,»3 23 fahre an Rheuntalisntus geUttsn bat meine®4»ä-«itt.©ie konnte kaum am©locke geben, sie konnte sich nicht bückeu und nicht arbeiten. Pletzt nimmt sie kihreir Zinsser-RbeumatiSmustee und ist ichon so weit wieder bergestelli. dah sie kurze©trecken obne©lock laustn kann,©o fchreibt und S«rr A. Frtcke, Nettingen(«909». Dabei ist dai weder«in Wunder noch eine Llub» nähme, denn unS liegen LövüO abnlichc fre willig» Anerkennungen var. Bor dieser ZabI msssse» alle Einivände ve: stummen und wer an RbeumaliZmu» ieidct, follie nur ein» tun: sich seibil durch den guten .sjinsse>'.8ideiimat:4muste» ttbirzeugen. 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Nach den in, Haag getroffenen Abmachungen hat Dcuischtod das Necht, non der beschlossenen Morgan-Anleihe in höhe von 1200 Millionen Mark rund-400 Millionen Mark in Anspruch zu nehmen. Die näheren Bedingungen des Geschäfts, von dem Deutschland immer noch zurücktreten kann, sind noch nicht end- gültig bekannt geworden. Wie es heißt, soll die Berzinsung bei einem Emissionsturs von 93 Prozent Z'e Prozent betragen. Di'ser Satz war« als günstig anzusprechen. Das Deutsche Reich llbernümnt aber d>« Perpslichtung, solange kein« Ausländsanleihen 0 b z u f ch l i« ß e n, bis die Aktion der Morgan-Ailleihe durch- geführt ist. Das bedeutet für das Reich ein« Auslandsanlechssperre bis Oktober 1930, unter Umständen bis April 193l. Räch vorliegen- den Nochrichten soll diese Sperr« auch für die Post und die Reichs-- bahngcscllschaft gelten, aber nicht für die deutschen Gemeinden. Airgefichts der schwierigen Kassenlage des Reiches und des Etat- defizits bedeutet der im Haag durch den Reichsfinanzminister Dr. Moldcnhauer gegebene Verzicht aus eine Ausländsanleihe(wenn auch für beschränkt« Zeit)«in großes Opfer. Das Reich wird damit für die Befriedigung feines Geld- bcdarfs auf den Inlandsmarkt verwiesen. Die Ausstchten, die Reichssinanzen durch«ine entsprechend« Auslandsanleihe zu sanieren, sind nach den Abmachungen im Haag gleich Null und ob das Reich Erlaß dafür auf den Inlands- markten finden wird, ist ein« Frage, die sich vorläufig kaum bo- antworten läßt. Di« deutsche Delegation kann allerdings für sich in Anspruch nehmen, die Zeit der Auslondsanlaihefperre auf etn Minimum heruntergednickt zu haben; denn die Franzosen forderten ursprünglich im.Haag«in« ständige Bevorrechtung und Begünstigung der neuen Reporatiansanleihe vor jeder Anleih« des Reiche« Dos ist immerhin ein nennenswerter und großer Ersolo, hilft ober dem Reich nicht direkt. Ein« Hilfe kann aber dem Reich nan eine? anderen Seite kommen. Die Deutschland zugedachten 100 Millionen Mark aus der Morgan-Arileih« fließen nämlich nicht sofort in Neuanlagen. Man wird sie nicht unmittelbar verbrauchen. Sie werden auf den deutschen Geldmärkten Station machen, sie werden in die Tresors der großen Geldinstitiete fließen und dort als Arsditgeld zur Ver- fügung stehen. Der auf Deytschkmd entfallende Teil der Morgan, Anleihe muß also unsere Geldmärkte entlasten. So erscheinen die Aussichten für die Befriedigung des Geldbedarfs des Reiches immerhin günstiger. Man kann auch heute noch nicht sagen, ob die Auslandsanleihesperra wirklich bis Oktober bzw. April durch geführt wird. ■ Wenn die Morgan-Anleihe in höh« von 1290 Millionen Mark allein in Nordamerika untergebracht Vierden müßt«, so könnte man annehmen, daß sich die Aktion nicht so reibungslos vollziehen wird, wie das die Beteiligten, insbesondere Dounfchland. winsschen. Denn nach dm fürchterlichen Bänsenkotastropben im herbst vorigen Jahres würde die Aufbringirng van 300 Millionen Dollar auch für das reich«?lm«rika eine anständig- Leistung bedeuten. Nun ist es kein Geheimnis, daß an der Aufbringung der Gelder nicht nur Horden, crifa. sondern auch Frankreich aus- schlaglyeoend beteiligt sein wird. Di« französischen Geldmörtte sind gegenwärtig ober in einer beispiellos guten Perfossung. Die deutsche Beteiligung an der Morgan-ZlnleAe ist also nicht nur eine für die wirtschaftliche und politische EntwiiKvng vielversprechende Verflechtung deutsch- französischer Interessen, solchen, sie läßt darüber hinaus ' hoffen, daß die Morgan, Anleiheschnelluntergebracht wird, womit das Reich sein« Freiheit hinsichilich der Ausländsanleihen bald wieder erhält. So sehr die Ausländsanleihe sperre die Sanierung der Reichsfinanzen ungünstig beeinflußt, so sehen wir in ihr doch keinen Grund zur Zlblehnung an einer Veteiligung an der Morgan-Anleihe. Für ein endgültiges Urteil können allerdings nur die einzelnen Bedingungen der Beteiligung an der Anleihe ausschlaggebend sein, die noch nicht bekannt sind. Die deutsche Beteiligung in höhe von 400 Millionen Mark soll der Post und der Reichsbahngesellschaft zugute kommen. Bei beiden Instituten stehen Einnahmen und Ausgaben in einem gefunden Verhältnis; es fehl, beiden aber an Kapstal, um die nötigen Neuanlagen zu finanzieren. Beide habe» deshalb ihre Auftrags- Vergebung fest längerer Zeil gedrosselt, was nicht ohne Wirkung auf die Wirtschosi geblieben ist. Die Post hat sogar zwecks Finanzierung nan Neuanlagen Postscheckgelder in Anspruch genommen, die Eisenbahn bereits eine Tariferhöhung durchgeführt und sine'weitere gefordert. Anleihen größeren Stils waren für beide Inststut« unumgänglich. Di« 400 Millionen Mark werden für ihren Kapitalhunger sürs erste genügen. Da dos Reich bei dieser Anleihe gewissermaßen die Rolle des Vermittlers und des Verteilers über- nimmt, ist es selbstverständlich daß die Relchsbahngcsell- schaft mit der chercinn ahme dieser Anleihe auf die gefordert« Tariferhöhung verzicktet. was sie sehr gut kann, da sie ad 1930 allein dadurch 100 Millionen pro Jahr erspart, daß die gesetzlich vorgesehenen Reservcsonds bis zum Höchst> betrag von 500 Millionen Mark aufgefüllt st ist, Man wird an- nehmen dürfen, daß die Frage einer Tarrserhöhung bei der Eisen- bahn mst der Neuonleihe endgültig erledigt ist. Di« mit Hilse der neuen Anleihe von Reichsbahngesellfchaft und Post demnächst herauszugebenden Auftröge an die Indu, st r i e Verden, neben dem Frühjahrswester, wichtigste Belebung unserer Wirtschaft bedeuten uist» die Reorganisation unserer Arbeits- markte einleiten. 2tzir sind geneigt, gerade diesen Folgen der An- leibe einen großen Wert.pczu messen. Darüber hinaus ist es klar, daß die an Deutschland gegebenen 400 Millionen Mark nicht ohne Wirkung auf das Heer der Kapttakisten in ollen Ländern bleiben wird. Die großen, an der Anleihetransaktion beteiligten Banktruste müssen selbst- verständlich in der ganzen Welt Stimmung für die Morgan-Anleihe machen, um sie zu verkaufen, und sie werden damit Stim- mung für Deutschland machen müssen. Man wird die Wirtschaftsentfaltung Deurfchlands in den letzten fünf Iahren, die Ersolge seiner Rationalisierung und leine angehmfften Wirtschaft, lichen. Reserven objektiv und richtig zu würdigen haben, um die Kapitalisten im Ausland von der Kreditwürdigkeit Deutschlands zu überzeugen. Das wird dem deutschen Kredit zugute kom- men. Die Geldgeber im Ausland mcrd«n geneigt sein, nicht nur der Post und der Eisenbahn in Deutschland, sondern auch den deutschen Erwerbsgesellschast-'n und schliefst ich auch den deutschen Gemeinden die nötigen Gelder zur Verfügung zu stellen. Dt« Morgan-Ailleihc bedeutet, rein äußerlich und für das Reich betrachtet, AuslandsoNleihefperre, psychologisch gemnnmen— und die Psychologie, jpieli hier wirklich ein« Rolle—,«in« Bresche in di« feß l'e Jahren bestehende Auslandsanleibefperra, ein? Umschichtung auf den Acpikalsmärkt-m, die neues Blut, neues Jhjjtfat nach Deutschland führt. Das ist für die deutsche Voik-wirtschast e>ne sehr große Ehance. Hoffen wir, daß diese(XHance nicht durch neu« Extratouren des Rcichsbankprästdcnten Schacht zerstört werden kann. Dieser Möglichkeit muß mrf politischem Wege schleunigst ein Riegel vorgeschoben werden. 27 Milliarden Außenhandel. Aueffuhrruckqang im Dezember. Der deutsch« Außenhandel im Dezember weist einen kleinen Ausfuhrüberschuß von 50 Millionen Mark auf. Der Gesamt« umfang ist im Berichtsmonat von 2,25 auf 2,01 Milliarden zurückgegangen, doch hat sich die Ausfuhr nur um 90,6 Millionen, die Einfuhr dagegen weit stärker um fast 146 Millionen verringert. Einfuhr Ausfuhr Warengruppcn Dezember Dezember In laoo Mü nach®«(jcnn>ar,«intt,rtt l. Lebende Tiere...... 12 031 3 018 2 Lebensmittel und Getränke.. 310 725 51 929 3. Rohstoffe u. halbfertige Waren 527 545 233 175 1. Fertig« Waren..... 162 777 774 860 Reiner Warenverkehr.... 1013 078 1 062 982 davon Reparations-Sach- lieteruvgen...... 57 819 5. Gold und Silber.-..■_•___ 47347 3 229 Zusammen: 1 060 425 1 066 211 Der Rückgang der Einfuhr ist in erster Linie durch die geringere Rohstofseinfuhr beeinflußt, die zusammen mit den halbfertigen Waren allein ein Minderergebnis von annähernd 125 Millionen auemacht. Ausschlaggebend beteiligt sind hieran Baumwolle. Oele und Kupfer. Diese Entwicklung der Einfuhr im Dezember spiegelt dcuilich den Ende des Jahres verstärkt zum Aus- druck gekommenen Konjunkturrückgang und das damit ver» bunden? Sinken der industriellen Beschäftigung in Deutschland wider. In der verringerten Ausfu.H? prägt sich die gleichfalls verschlechtert« Konjunktur auf dem Welt« markt aus. Bon der Mmderouefuhr sind hauptsächlich Fertig- fabrikate betroffen, deren Slusfuhrwert sich gegenüber dem No- vember um 75,8 Millionen Mark verringert hat. Mü dem Dezemberbsricht liegt nunmehr das Gesamtergebnis des deutschen Außenhandels im Jahre 1929 vor. Die Gesamt« ausfuhr ist gegenüber dem Borsechre um«In« volle Milliarde oui 13,48 Milliarden gestiegen, während die Gesamtausfu�r mü 13,43 Mllllarden«inen geringen Rück- gang gegenüber 1928 aufweist. Einschließlich der Reparation»- lieferungen schließt die deutsche Außenhaudelzbilanz für 1929 seit drei Jahren erstmalig wieder m,t einem Ausfuhrüberschuß in Höbe von 47,6 Millionen ab. Die Entwicklung des deutschen Außenhandels seit der Stabilisierung der Währung zeigt folgende Tabelle: Das Gesamtergebnis des deutschen Außenhandels stn letzten Jahr ist also durchaus erfreulich. Besonders eindrucksvoll ist die weiter« kräftigere Steigerung der Aussuhr im letzten Jahr, die sich damü seit 1924 inehr als verdoppeln konnte. Jubiläum bei Leonhard Tieh in Köln. Der Warenhauskonzen, von Leonhard Tietz-Köln hat stin SOjähriges Bestehen und zugleich das 25jähnge Jubiläum als Aktien- gesellfchaft gefeiert. Bei dieser Gelegenheit wurden mehrere Stiftungen gemacht. Eine Spende von 250 000 M. gebt zu Wohlfahrtszwecken an die Bürgermeister jener Städte, in denen der Konzern Filialen hat. Ferner wird mü einem Grundstock von IL Millionen Mark eine Pensionskajse für d i« Ange- stellten errichtet, die zwar der Verwaltung des Borstandez und eines Aueschusses von Angestellten untersteht, aber lediglich von der Firma unterhalten werden soll. Endlich wird mit cinem Grund- stock von 125 000 M. aus privaten Mitteln ein«„Leanhard-Tieg- Stiftung" errichtet, die den Angestellten in Notfällen etn« Hilfe gewährt, wo die Statuten der Psnsionskasse das nicht ermöglichen. 19 Millionen ASG.Getvinne. 580 Millionen tlmfatze.— 550 Millionen Aufträge. Nach Siemens veröffentlicht jetzt der AEG.«Ko»» zer« die wichtigsten Abschlnstzisfer« für das am 30. Sep- tember beendete Geschäftsjahr 1338/29. Ter ausgewiesene Reingewia» hat sich vag 1 0.5 auf IS.t Million«» Mark erhöht, so daß auch die T i v i d«« d e von 8 auf 9 Proz. heran fgefevt wird. Tie Abschreibungen auf die Werksaulagen find mit 8.91 Mil- lioncu Mark etwas geringer als im Vorjahr. Der Um« sah des Konzerns eichchlietzüel, der Tochtergesell schaften. die der AEG. zu 1(M) Prozent gehöre», ist von 500 ans 580 Millionen Mark, also um mehr als 13 Broz. gc« stiegen. Der zur Zeit vorliegende Auftragsbestand beträgt 350 gegen 385 Millionen Mark zur entspreche«. de» Zeit des Vorjahres. In Anbetracht der allgemein rückläufigen Konjunktur kau» also der Auftragsbestand bei der AEG. noch als gut bezeichnet werden. Räch Veröffentlichung des Geschäfts- berieht» und der Bilanz kommen wir auf den Abschluß noch zurück. Osipreußisches Staaisreninerium. Herr LSufung von der KönigSberaer tlnionckSießerei kann nicht genug vekommen. Die Königsberger Union-Gießerei, die einen Dockbetricb, ein« Lokomofivfabrit und Maschinenbetriebe unierhält. hat kürzlieh den Konkurs angemeldet, nachdem die vom Reich neu verlangten Subventionen nicht gewährt worden find und das Reich e-ne Umstellung verlangt hat, der die Verwaltung der Union nicht zustimmen wollte Haupifächlichsr Besitzer der Königsberg er Urron ist Herr Hortung, einer der Direktoren. Es ist nichts neues, daß die deutschen Unternehmer immer dann für die Sozialisierung sind. wenn es sich um eme Sozialisier ung von Pleite» handelt. Dos braucht oliv auch dann nicht wunder zu nehmen. wenn es sich um ein osipreußisches UiNermthmen handelt, wo man sich ohnehin daran gewöhnt hat, daß das Reich für alle wirklichen und vorgeblichen Abtrennungsfchüden aufkommen soll. Herr Hortung läuft aber noch gegen die vom Reich vorgeschlagenen Sonie- nmgsmatznahmen mit der Behauptung Sturm, daß das Reich hier staatssozialistische Ziele oerfolge. Für das zweifelhafte Vergnüg«,. als Steuerzahler einen bankrotten Betrieb unterstützen zu sollen. wird der Steuerzahler von den Unterstützungsempfängern auch»och beschimpft. Dos Reich möchte eingreifen, nachdem der Konkurs bereits lauft, um wenigstens dm Docklutrieb und die Moschinenbetriel-e für die beschäftigten Arbeiter zu retten, nachdem ohnehin die Lokomativ- sobrik bei der allgemeinen S-tuoLon in der Lokomotiv'ndustrie nicht gehaben werden kann. Ganz konsequent will das Reich die zu rettenden Betriebszweige mit den Schichauer Werft- und Fabrikanlagen zu einer Produktümsemheit verknüpfen, weil sonst an eine Rentabilität für die.Königsberger Anlogen nicht mehr zu denken ist. Die Lage wird dadurch erschwert, daß das Umon-Werk eine schwedische Hypothek aufgenoinme» hat, im Betrage von 2-4 Millionen Mark, für. die.die Stadt Königsberg mit dem hohen Betrage non 1 H' Millionen di« Ausjgllsbürgichaft übenwmmen ha«. Da? Reich, erstrebt ein« Regelung, die der Stadt Äön'zsklstg..bbJ der Belegschaft einen großen Teil der Beiriebe erbölt, die Ausfalls- büras-haft der Stadt Königsberg nur in möglichst geringem Umfang wirksam werden läßt und schließlich auch für die Beschaffung der erforderlichen Mittel die Fonds der Ostprcuß-nhilfe heranziehen will. Herrn Hortung ist das ober alles nicht genug. Er mächte die Hilfe des Reiches, er will Geld vom Steuerzahler und wtll a-öii- dem. daß das Reich unter keinen Umständen etwas in den Betrieb hineinzureden hat. Die Ernkevarräte in der Landmirlschasl. Nach der Erhebung des Landwirtschaftsrates für Mitte Dezember sind dt« für den Vn- kauf bestimmten Vorräte der Laiütwütjchojt wieder stark zurück- gtoonoen: gegenüber November bei Wtuterweizen von 16,7 auf 37,6 Prozent, bei Soimnerwei.zen von 66.4 auf 59,8. bei Wtnter- roggen van 36,6 auf 30,7, bei Wintergerste von 11.2 auf 8, bei Sommergerste von 45,5 auf 37,1. bei Hafer von 29,4 auf 26,2 und bei Kartoffckn von 20 auf 16.3 Prozeirt. Der stärkere Rückgang bei Weizen erklärt sich zwanglos aus der guten Preisentwicklung. die auch mit der starken Wirkung des Berrnahllmaszwanges in Zusammenhang steht. Rckordproduktion für Ruhckahl«. Im Ruhrgebiet ist im De- zcmber die Kohlenförderung auf 10M gegen 19.66 Millionen Tonnen im November zurückgegangen: die Förderung liegt noch um 1.53 Millionen Tonnen höher als die Förderung vom De -ember 1928. Die nrbettstäolich« Förderung ist um nur 3990 auf 433 077 Tonne» gesunken Die Kok-erzeugung ist gegenüber Nr- vember gestiegen und zwar von 2,92 aus 2,95 Millionen Tonnen, was gegenüber dem Dezember 1928 eine Erhöhung um 0,69 Mil- ltenen Tonnen oder um rund 30 Prozent bedeutet. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist von 383 044 im November auf 382 811 im Dezember gesiinken gegenüber 365 247 im Dezember 1928. Die Zahl der Feierschichten betrug 46 900, das heißt etwa eine Feier- ich! cht auf je acht Mann der Belegschaft. Vsavdbriese für Wohnungsbau. Du: Preußische Landes- psandbriefanstalc in Berlin, die satzungsgemäß Dar- leben zur Herstellung und Erhaltung von Klein- und Mittel- wohnungcn gewährt, weist in ihrer LekowÄmachung im heutige» Anzeigenteil nochmals auf ihre bis zum 25. Januar 1930 zu zeichnenden neuen ächtprozentiaen Goldmark- Pfandbriefe hm. (Vorzugskurs 96� Pro.z.) Di« Pfandbriefe sind reichsmündelstche» und bis zu 190 Mark herunter geftückeli. BcrantwoitliÄ füt•loütik: Dr. Glitt Seilet: Siclteaft-®. Ntt-nelhkler; See.-rksq-ltrbcseguns. Z. L:e!»ee: ffeullleton: Dr. Zoha Schilowsti: Lokale» und Lonllizez Zrie Saeliädt: Zlnieiae»: Tb. Stecke: läuiliiö in Berlin. verlas: Borwärin-verlas s. m b. S Beelin Druck: Lorwärls-Buiiidruckeret unb Berlaasansiali Pa„I Siiiger a. Do.. Berlin SW 6S Linden Krad« i vier,« 1 Beilaae und UlnieebaUuna und Lisi«»« �ünnsr! He Kraft! Bei vorzeitig n Schwächezustäaden aler Alterssrufen (sexuelle Neura thenie) Nur Ok (Nach Geheimrat Or. med. Lahusen) Nur Okasa! 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Januar 1930 Unterhaltung und Wissen Beiloge des Vorwärts Ji.t&fdiebiilSE: (Moderner Aberglaube Als nach den Vorgängen von Hydesvill« im Jahre 1848 das sogenannte Tischrücken sich gleich einer Epidemie über ganz Europa verbreitete� galt es beinahe zum guten Ton gehörig, dieses neue Tesellschastsspiel zu betreiben. Nun, wenn man sich imr an dem Älopfen und Tanzen der Tische erfreut hätte, so wäre es nicht io ichUmm gewesen. Doch bald wurde es anders. Es wurden Zirkel gegründet, der Offenbarungsspiritismus hielt seinen Einzug. Durch eine lawinenartig anschwellende Lttcratur kam es schließlich so wett, daß der Spirttismus heute im Deutschen Reich allein Millionen Anhänger zählt, die sich in der Hauptsache aus der großen Mass« der Halb- und Ungebildeten rekrutieren. Das Tischrücken sand bald in dem sogenannten automatischen Schreiben eine Konkurrenz. Doch auch hier machte sich der Wunsch nach Vereinfachung geltend, und es tauchten die sogenamuen „Sprechmedien" auf, die diese bequeme Art, die Geister sprechen zu nassen, dem Tischrücken vorzogen. (Bcmze Bibliotheken ließen sich mit den Niederschriften der Trancersden der verschiedenen Medien füllen. Ich habe in einer großen Anzahl von spriritistischen Sitzungen die Erbauungsreden, Gedichte und Prophezeiungen der verschiedenen Medien niedcrge- schrieben. Nie ging das Gesagte über den Bildungsgrad des Mediums hinaus. Jedenfalls lag die Notwendigkeit,«ine höhere Intelligenz anzunehmen, in keinem Falle vor. Denn selbst dann, wenn nach Aussage der Zirkeltellnehmer ein« höheres Niveau erreicht wird, ist für die spiritistische Hypothese noch immer kein Grund vorhanden. Es gab einmal eine Köchin, die sogar Verse aus Homer im Urtext hersagt«. Diese merkwürdige Tatsache veranlaßte den Genfer Psychologen Elaparäde, lange Zell dem Studium der Seelenzuftände dieser einfachen, schoinbar unkomplizierten Person zu widmen. Da stellte sich vor allem heraus, daß Fähigkeiten des spontanen Somnambulismus vorhanden waren. Das Mädchen konnte Zustände, in denen das Oberbewußtsein schlief und das Unterbewußt- lein selbständig tätig war, willkürlich wie unwillkürlich hervorrufen. Ferner konnte festgestellt wevdcn, daß es einmal bei einem Pfarrer in Stellung war. Dieser hatte die Gewohnhest, sich selbst gelegent- lich Verse aus dem Urtext von Homer vorzudeNamieren. Nun war es Claparede klar, wie die Köchin in ihrem Unterbewußtsein die griechischen Kenntnisie erworben hatte. In den 30 Iahren. die ich dem Studium des Okkultismus widmete, lernte ich viele Medien kennen. Berühmte und solche, deren Ruf über die engen Grenzen ihres Wirkungskreises nicht hinaus- ging. Da fand ich denn bei fast allen eine gewisse moralische Minder- wertigtest, den Hang zum Fabulieren zu täuschen. Selbst Per- sanen aus sehr achtbaren Familien machten, sobald sie sich als Medien betätigten, in dieser Hinsicht kein« Ausnahme. Lebhaft erinnere ich mich noch an die Sitzung mit dem bc- kühnsten Medium Frau S. Anwesend waren Frau S., das Medium. chre Sohne, zwei reckst-' aufgeweckt aussehende.. jlwge Lvate. �jwej Aerzte, ein Offizier, ein ehemaliger katholischer Priester samt Frau, zwei Damen m Trauer, der sich sehr selbstbewußt gebärdende Zirkel- leiter und meine Wenigkeit. Man saß in der Mehrzahl um einen mittelgroßen Eßtisch und sprach über die herrlichen Ergebnisse trüherer Sitzungen. Di« natürliche Folge dieser Unterhaltung war hie für spiristiscke Phänomene so notwendige suggestive Atmosphäre. Plötzlich erlönten. scheinbar aus dem Innern der Tischplatte kam- meist,, laute Klopflaute. Sosort verstummten die Gespräche und machten einer feierlichen Stille Platz. Der dem Medium gegenüber- sitzend« Zirkelleiter spricht salbungsvoll„Gott zum Gruß!", gleich- zeitig mit dem Knöchel des rechten Zeigefingers auf den Tisch klopfend! Die Sitzung war eröffnet, der Geist da. Sofort werden Fragen gestellt und durch den bekannten spinstischen Signalkodex ebensalls mit Älopflauten beantwortet. Plötzlich ruft jemand:„Es regnet!" und tatsächlich ist die Tischplatte mit seinen Wasiertröpfchen vedeckt. Di« Stimmung wird immer exallierter. es werden auch Berührungen an den Beinen gemeldet, während Klvpflante mit dem Auffliegen der Tischplatte abwechseln. Ich neige meinen Kopf ganz nahe zur Tischplatte, um mein« Hände, falls auch ich an den Beinen berührt werden sollte, griffberest zu haben. Schon in der nächsten Minute sühle ich tatsächlich eine Berührung am rechten Knie und habe, sofort zugreifend, die Spitze des mst einem Filzpantossel bekleideten„Gcisterfußes" zwischen den Fingern meiner rechten Hand. Leider schloß ich die Hand zu wenig fest, so daß der„Spirit" seinen Fuß„noch rasch zurückziehen" und„dos Pseudopodium demateriali- sieren" konnte. Bald nach diesem Vorfall, der von den Anwesenden unbcmerkl blieb, und nur vom Medium mst einem heftigen Erröten quittiert wurde— die Sitzung sand bei Beleuchtung statt—, entfernten sich besten beiden Söhn«. Kopfschmerzen vorschützend, setzte ich mich, um besser beobachten zu können, auf das jetzt freigeworden« Sofa. Während ich, um bequemer zu sitzen, die neben mir liegenden Kisten zurecht rückte, stoße ich auf etwas Längliches. Hartes, greife zu, und habe den„regenspendenden Geist" in Gestall einer—.Blumenspritze in meiner Hand. Nun ich war froh, unbeobachtet in meiner Ecke zu sitzen, denn ich glaube, in diesem Moment wirklich nicht sehr geistreich dreigesehen zu haben. Das waren also an einem Abend gleich zipci Enttarnungen eines berühmten Mediums, das einige Jahre später sogar nach London berufen wurde und als besonders vertrauenswürdig galt. Es ist für die Offenbarungsfpirittsten bezeichnend. daß sie selbst für die zweifelhaftesten Medien Entschuldi- gungen bereit haben und die unglaublichsten Versuche unternehmen, um ihre schlechte Sache vernünftigeren Menschen schmackhaft zu machen. So gründete etwa vor eineinhalb Iahren«ine reiche norddeutsche Frau, die ihr Geld zwar nickst den Spirits, dafür dem Spiritus verdankt, unbeschwert von jeder Kenntnis der heiklen Materie, in einer ehemaligen süddeutschen früheren Residenzstadt, eine „G. m. b. H.", die neben einem unmöglichen Phantasienamen den bescheidenen Untertitel:„Zentrale für wissenschaftliche okkutte For- schung" führte. Um die Wissenschaftlichkeit des Unternehmens mag- lichst zu wahren, wurde nach einem passenden Leiter Umschau ge> hallen, der sich denn auch nach einigen Monaten in der Person eines kunstgewerblichen, angeblich medial veranlagten Arbesters fand.— Da der gute Mamr auch eine bessere Hälfte aufwies, die sich als Planetenweiblein betätigte, so waren nach Ansicht der Gründerin für das Gedeihen des Unternehmens die günstigsten Auspizien vorhanden. Ich hatte Gelegenheit durch länger Zeil aus nächster Nähe diese sonderbare okkulte Schöpfung zu beobachten. Oft glaubte ich in einem Tollhaus zu sein. Gab's da z. B. ein Medium, das in allem Ernst behauptete, der verstorbene König Ludwig und sein« Gattin wären im Jensests Schlangen. Ein anderes Medium, das in okkulte» Krassen als Heilerin großen Ruf hatte und m» bürgerliche» Leben Köchin war,' zählte mir«mmol die Leiden aujv die mir in kürzeste? Zött bevorstünden. Noch dieser Pythia hatte ich überhaupt kein gesundes Organ mehr. Vom Kops bis zur großen Zehe war alles krank. Mindestens ein halb Dutzend Tees wurden mir ver- ordnet, mißer den anderen äußerlich vorzunehmenden Prozeduren. Da gibt es Kristallkugeln zum Hellsehen, magische Spiegsl, siderische Pendel, Apparate zum Verkehr mit den Verstorbenen, okkult« Parfüms, Räncherpulver zum Bertreiben der Dämonen, sowie die unglaublichsten Bücher. Jeder Gymnasiast kann sich Pro- schüren über„Sexuolmagie" kaufen. Auch Anlettunaen zum Zitieren von Dämonen sind für jedennann zu erwerben. Moderner Aberglaube! Volksvergiftung und Verdummung in aller Oeffentlich- lest! Hunderte von Männern und Frauen jeden Alters gehen täg- lich an dieser Brutstätte des Aberglaubens vorbei. Aber auch so mancher hinein. Es sind dies meistens Menschen in seslischer und materieller Not. Erleichtert oft um die letzten Pseimige, beladen mst einer Unzahl von Prospekten, verlassen diese bedauernswerten Opfer dieses Tollhaus und tragen ihrerseits zur Verbreitung des schwärzestens Aberglaubens bei. ! Am Abend kam das Mädchen. „Zum Teufel geh, geh doch zum Stephan!" „Janas, hilf mir. Ich weiß nicht, wie ich dazu kam." „Kann mir das nützen'?" „Der Zigany spiest« im Hof. Er spielte lang und dann kam Stephan. Und dann Horwath. Abgekartet war olles." „Geh nur zum Teufel. Fertig sind wir" Das Mädchen wankte daoon. Lange sann Janas. Stephan? Ein mißratener Hund ist er und keines Stiches wert. Der Zigeuner? Wer will Zigeuner fassen? Wofür? Daß er spielte, der Gekaufte? Also Horwath. Gut hat sie ihn in das Gesicht geschlagen, seine Anusch, und zum Gespött gemacht! Das war seine Rache. Aber er soll nicht. Janas ging zur Schenke. Da saßen sie schon.„Ei. Ianosl Freust du dich sehr?" „Was geht es mich an? Fertig sind wir, mag sie mit einem Bock im Stalle liegen!" Wein! Und noch einmal: Wein! Und nun kommt her! Nickas und Andreas und ihr alle. Ist Horwath kein 5)und? Dann steht mir bei! Sie rücken zusammen und ziehen dann kos, in die Werkstatt di« einen, am Dorfrand treffen sie sich. Im Vctt liegt Horwath, der Bauer, und schläft, wie eine fette Bulldogge liegt er und sein Atem geht laut, wenn er die Luft einzieht und ausstößt. Neben ihm liegt die Frau. All ist sie, verbraucht, ganz eingegangen und ihr Schnaufen ist wie das einer Katze Da wird die Tür aufgestoßen. Janas steht da und Nickas und hinter ihnen warten noch zwei Gesellen. „Nun schreie, du Faß! Dann stehen sie draußen und beim ersten Schrei werfen sie Feuer in die Scheunen und in den Stall und dein Hof brennt dir nieder!" Was soll der Wanst machen? Soll er sich wehren? Ach nein, vier sind sie gegen ihn. Wie ein Toter liegt er im Bett, zitternd wimmert die Bäuerin:„Ach Gott, oh Gott, Räuber und Mörder" Sie packen ihn, reißen ihn aus dem Bett, stoßen ihn in die Küche, wo das Gebläse schon aufgestellt ist. dann schüren sie das Feuer. „Wieviel hast du dem Zigeuner gezahll?" „Nichts. Ich kann nicht dafür!" „Wieviel Host du gezahll!" Eine Wut ist in ihnen, der Baue« fühlt, sie schlagen ihn tot. wenn er leugnet. „Fünf Pengö," zittert der Schlauch. Sie legen ihn über den Tisch, sie binden ihn an:„Schreie mir. schrei, es soll dir nicht helfen und du weißt, der Hof!" Einer tritt an das Gebläse, ein Pengöstück machen sie glühend, sie ziehen ihm das Hemd in die Höhe und brennen ihm das Geldstück ins Gesäß. Fünfmal. Nun schreit er doch aus, bäumt sich, zerrt an den Stricken, daß der schwere Tisch rückt und fast umkippt, nichts hilft ihm sein Sträuben, sie brennen es ihm ein, Stück um Stück. „Nun zeige uns an, aber es sind noch andere da und e» geht um dein Leben!" Dann sind sie verschwimdem Florian Seidl:(JÖCTQ C Uli itg Josef Horwach war Großbauer,«in hochgewachsener Mann mst einem Wanst, ein Mann, der seine Freude hatte an Fraß und Trank und an de» Weibern. Anusch war Dienstmagd bei ihm. Aniisch war jung und kannte außer ihrem Verlobten keinen Mann. Hör- «ath wollte Anusch. er drang auch zu ihr in die Kammer und fiel üb«? sie her, doch Anusch wehrte sich, schlug ihn ins Gesicht und schrie so laut, daß Leute herzukamen und der Bauer ablassen mußie. Darüber wurde im Dorfe viel geredet. Horwath war voll Zorn.„Das sollst du mir büßen!" Im Dorfe waren Zigeuner. Sie hausten in einem Stall und streiften von da in die Gegend, blieben stehen, wenn ein Bauer vor- über kam und haben die Hände bittend auf:„Gib!" Mit singender Stimme flehten sie, litaneienhast, und mst singender Stimme, wenn sie nichts erhiellen, leierten sie dem Knickrigen Flüche nach:„Der Saft fall dir vertrocknen, du Geiziger, blind sollst du werden!" Sie waren nicht gern gesehen. Horwath ließ den Anführer kommen. So und so. Das will ich von dir. Was verlangst du? lö Pengö. Was. du Hund? Drei sollst du erhalten. Sie fellschten und einigten sich aus fünf Pengö. Was nun folgt, mag unglaubwürdig hallen, wer nie Zigeuner bat spielen hören. Die anderen wissen um die Macht ihrer Geig«, Eines Abends spielle der Anführer auf dem Hofe des Bauern. Er stand unter dem Fenster von Anusch's Kammer. Zigeuner spielen, eintönig und immer dasselbe, es schluchzt auf und sinkt nieder, hebt sich und fällt und du mußt weinen, traurig wirst du und fühlst, du bist allein, in der Stepp«, der Einsamkell, eintönig ist alles um dich. wie das Lied. Zigeuner spielen, in scharfem Takt. Es reißt dich empor, auf dem Roß träumst du dich, es gebt in die Scblacht, du reitest, blind faßt dich der Mut, im Taumel bist du. Wo ist der Feind? Und st« spielen. Es faßt dich, alles Blut— du wehrst dich, aber es geschieht trotzdem mit dir— strömt zur Leidesmiile. heiß wirst du. Sehnen erfaßt dich, nach dem Weib, nach dem Mann, Du hist wie gebannt, gibt es das? Nein, schreit es in dir. Täuschung und Trug'. Dennoch, glühend bist du. magst du dich schämen setzt ver. langst du. sehnst dich. Stach ihm. dem Seliebteu? Stach all«. irgendeinem, magst du dich schämen, du sehnst dich und mußt dich sehnen. Unter dem Fenster spielte der Zigeuner. Nun war es schon Nacht, ganz ftnster war es und immer noch spiest« der unten, immer noch. wild, rasch. Schwer ist es zu atmen, ausrecht saß Anusch. sie war schon entkleidet. Was ist das mst ihr? Es pocht an die Kammer.„Wer draußen?" Stephan ist es, der Schweinehirt. „Was willst du?".Komm mst hinaus, wir sind alle wach, wir tanzen, der Zigany spiest!" Den Schweinehirt will keine, krumm ist er und stinkt, gering ist er: Schweinehirt! Trotzdem streift Anusch das Kleid über und trist auf den Gang. Draußen wartet Stephan, er legt den Arm um sie, sie duldet es,«r zieht sie hinab, aber vorbei am Hos in den Stall. Sie sprechen kein Wort dabei. Wild klingt die Geige: Ist es nicht Lust? Ja. ja, ja, schreit das Lied. Sie sinken auf die Streu und Anusch hört und fühlt: Lust! Brunst! Umarmen und Vergessen! Da leuchtet es auf, einer Laterne Schein. Horwach steht da und hebt das Licht und zeigt sie, wie sie liegt, die Beine ausgesprcilet, und zwischen ihnen den Schweinehirten. Hinter dem Bauern im Dunkel drängen sich gassendc, breitmäulige Gesichter. Horwath schreit etwas, si« versteht die Worte nicht, hört lautes Gröhlen, sieht, wie der Schweinehirt aufspringt und mit den anderen meckert, st- liegt wie betäubt, ihr Rock ist in die Höhe geschlagen, chre Blöße liegt nackt und alle sehen darauf und zeigen und lachen. Dann verschwindet der Spuk und sie ist allein im dunklen Stall. Das Lied ist verstummt. Ianos war Schmiedegesell im Nachbardorf. Cr war Anusch's Bräutigam. Die Botenfrau kam zu ihm:„Nun. Ianos. du lustiger und junger, ein feines Bräutchen baft du dir ausgesucht." „Schweig. M'schka, ein« böse Zunge hast du. das ist bekannt. Was weißt du von Anusch?" Die Alte kichert.„Sie lag mit dem Schweinehirten im Stall Und ließ- sich von allen dabei zusehen" Ein Stuhl flkg noch, ihr,„Schrpeig und erstick an der eigenenLüge!" Rasch humpest Mschka davon.„Schlecht ist die Well, schlecht ist sie geworden, undankbar sind die Menschen." Und sie bleibt stehen. Höst de» Rächst« tat und beginnt:„Weißt du schon. Zbmsch.. SStühen im Winter Für gewöhnlich bringt der Winter uns nur ein« Art van Blumen im Ueberfluß,— si« duften nicht, sie sind farblos— aber schön sind sie dennoch mst ihrem zarten Geäder und ihren wunder- seinen Linien: Die Eisblumen, die an den Fenstern blühen, ohne unser Zutun, ohne daß wir sie zu begießen und zu pflegen brauchen. Aber sonst sieht es karg mst den Blumen aus zur Winterzeit. Dennoch gibt es für den Blumenfreund auch in den kalten Wintermonaten Möglichkeiten, sich den Anblick von Grün und Farbe, von Pflanzen und sprießendem Wachstum zu verschafren. Sehr beliebt sind die Kaktusschalen, die man sich allein ohne sonderlich große Kosten zusammenstellen kann. Man braucht dazu nichts weiter als eine große Tonschale, wie man sie heute ja in so hübschen Farben(grün und gelb und blau) kaufen kann. Diese Schale macht man nach dem Muster der Kaktusscholen in den Blumenläden zurecht, das heißt, nian gestaltet sie zu Miniatur-- gärtchen nach japanischem oder chinesischem Muster. Man füllt die Schale mit Erde und legt dann den Garten an, mst Wegen, einem Teich, vielleicht einer kleinen Brücke und sogar einem kleinen Garten- pavtllon. Den Teich bildet«in Stück Spiegelglos, das mit kleinen Steinchen umlegt wird: die Wege werden mst gelbem Sand bestreut und können auch mit Steinen aibgegvenzt werden. Die eigentlichen „Gartenpartien" belegt man mit Moos und pflanzt winzige Kakteen hinein, an deren Wachstum man bann lange Zeit seine helle Freude hat. Als Tischschmuck kann man sich leicht eine künstliche Wiese her- stellen, indem man eine Schale mit durchweichtem Packpapier aus- legt und das Papier mst Grassamen bestreut. Noch hübscher wird dieser Tafelschmuck, wenn man eine Äortplatte nimmt, in die man einige Löcher bohrt. Dann wird der Kork in Wasser gründlich durchweicht und nun mit Grassamen bestreut. Am besten stellt man die Schale mit der Korkplatte eine Zest lang ins Dunkle, um sie dann, wenn das Gras ein paar Zentimeter hoch ist, hervorzuholen. Man kann dann in die geschnittenen Löcher ein paar abgeschnittene Blumen stellen und hak einen wirklich bezaubernden Zimmerschmuck. Dieses wachsende Gärtlein macht besonders auch Kranken viel Freude und ist eine Wohltat für die Augen. Es wird neuerdings auch empfohlen, Petersiliensamen auszusäen, der besonders zierliche und dekorative Schüsse bildet. Ebenso ist Maissamen verwendbor. Diese kleine Freude kann sich jeder machen, da die Auslagen ja nur ein paar Pfennige betragen. Daneben ist natürlich die Glöserkultur der Hyazinthen stets beliebt und dankbar. Man stellt die mit Wasser gefüllten Gläser zwischen die Doppelfenster und bedeckt die Zwiebeln mst kleinen bunten Tütchen. Das Wasser darf nur immer gerade bis an dän Wurzelgrund der Zwiebel reichen. Erst wenn die Knospe sich ant- wickelt hat. entfernt man die Tüte. Zu beachten hat man nur, daß man bei starkem Frost die Gläser ins Zimmer setzen»miß, da sie zwischen den Doppelfenstern sonst unweigerlich erfrieren und nicht mehr zu retten sind. Außer Hyazinthen macht das Treiben von Krokussen große Freude. Man legt sie in runde oder lang« Glas schale u aus, be- bandest sie gleich den Hyazinthen und hat die Freud«, selber das Wachsen dieser hübschen Blüten ganz in der Nähe beobachten zu können. Auch abgeschnittene Flieder.zweige sowie Reiser von andere» blühenden Büschen und Bäumen kann man auch jetzt noch mst Erfolg im ZiMmex aufstelien. Man muß ihnen lauwarmes, Wasser und einen geschützten Staichort geben, und wird die Fredde haben, die kostbaren Blüten hervorbrechen zu sehen, lang« eh« der Frühling an die Scheiben klopft. Wirklich, der Winter ist nicht mehr so lang, wenn wir Blum« Hab« könne»! Die Pflicht der Stunde. Ein wirtschaftliches und moralisches Problem nicht ein Manöverthema. Die Lcuvjetprsste berichtet in letzter Aett schr ausführlich über bie Frage bar Arbeitslosigkeit in den westenropäi- s che» Staaten und bie als Folge davon stattfinbenben bzw. befüräMsn Unruhen. Der„Trüb", des Organ des Zentraliats bqr SoVietgewerklchaften. sieht in den Massen ber Arbeitslosen anwachsend« Reserven der Revolution". Die Meldungen über Ar' beitslosenzmruhen in verschiedenen Ländern werbe» dabei immer möglichst sensationell aufgemacht. Den kommunistischen Parteien ber betrefsenben Länder weist das Blatt die Aufgabe zu, sich dieser Bewegung mit allen Kräften anzunehmen. Di«„Prawba", das Asntralorgan der Kommunistischen Partei, widmet der„Welt- arbeitslostgteit" einen Leitartikel, in dem der Kommunistischen Inter- nationale die„M obilmachung" der breiten Massen der Arbeitslosen mit den Arbeitermasien in den Betrieben anrät' .Ks ist nicht«inen Augenblick mehr zu zögern! Rur die kommu- nistifchen Parteien können diese internationale Bewegung gegen die Arbeitslosigkeit führen. Rur die Komintern und die Rote Gewerk- stchaftsinternationale werden imstande fein, in diesem Kampf die Arbeitswien und die Arbeiter zu pereinigen und sie zum Sturm gegen«ine Ordnung zu führen, die Millionen von Proletariern Armut, Hunger und Tod bringt," Dieser Sturm soll, wie es weiter heißt, die proletarischen Masien ber ganzen Welt„auf den Weg zur revolutionären Zerschmetterung des Kapitalismus" fghren. Alle Artikel dieser Art sind immer mit den heftigsten Ausfällen gegen die Sozialdemokratie verquickt, besonders wenn es sich um Deuts chlanb hanbelt. Noch niemals hat em Zweifel darüber bestanden, haß die Per» suche der KPD., di« Arbeitswsen vor ihren Parteiwageu zu spannen. auf V«s«hl Moekeus geschehen, wie all«, was m der ÄPD- zetan aber unterlassen wirb. Dsshalb bringt die»rfrischend« Offen« hqit der russischen Regterungspresfe keinerlei Enthüllungen. Die Arbeiiswsigkeit ist ein Problem, das mit Energie. Zähigkeit und Umsicht angepackt und gelöst werben muß. Es ist oom wirb- schaflliche., wie vom einfach moralischen Gesichtspunkt nicht mehr zu ertragen, daß Millwnen Menschen aus der Produktion aus« gestoßen, aber von dieser doch irgendwie durchgeschleppt werde«! daß VMiarden Mark alljährlich vergeuwt werden für unzureichende Unterstützungen und unproduktive Notstandsmaßnahmen! daß so« genannte Sparmaßnahmen das Uebel nur vergrößern i statt diese Milliarden einzusparen, indem man die Arbeitswsen in dl« Produk- lwn einreiht durch obligatorische Kurzarbeit bei Arbestsmangel. Uuterdesien wird bei den Behörden, in den öffentlichen Betrieben der Reichsbahn und der Reichepost, bei den Arbeitsämtern Ueder arbeit bis zur Bewußtlosigkeit getrieben. Die Sozialdemokratisch« Partei, die freien Gewerkschaften und mit ihnen die große Masie der Arbeitslosen denken nicht daran, sich irgendwie von dem impotenten Geschrei der Kommunisten bluffen zu lassen oder gar in Scheinradikalismus zu machen. Sie wissen. daß dos Problem der Arheitewsigkeit im Zeitalter unbegrenzter tech» nischer Möglichkeiten ungemein schwierig zu lösen ist. Mit um so größerer Entschiedenheit verlangen sie. daß ihm endlich ernsthaft und wirksam zu Leib« gegangen wird. Das ist die Pflicht der Stund«. Die Kohlenkonferenz. Enttäuschung dennoch Zuversicht. Das Resultat der europäischen Kohlqnkonserenz ist wenig befriedigend. Obwohl man von vornherein alle Kraft nur auf die Arbeitszeit konzentrierte, kam keine Verständigung zu- stände. Günstig ist das Ergebnis der Berhandlungen über die B e« rechnung in der Arbeitszoit. Hier ist der Standpunkt der Berg. arbeiter, tue Arbettszest individuell von Bank zu Bank zu berechnen, im großen und ganzen durchgedrungen. Die Bergarbeiter verlangen Vereinheitlichung und Ver- kürzung der Arbeitszeit atif 7 Stunden. Auf dem inlernario- nalen Boden Genfs tonnen aber kein« Spigenforderungen verwirk- lichr werden. Bon Anfang an mußt« daher eine V e r st ä n d i- gungsdasis gesucht werden, die ungefähr in der Miste zwischen den am günstigsten und den am schlechtesten gestellten Ländern liegt. Diese Verftändigungsbasi» war die 7>j-Stunden-SchIcht. Die Regierungen Palens, Spaniens. Belgiens, Oesterreichs und Frankreichs waren nicht ohne weiteres für die 7fl>-Smnden>Dchtcht zu haben. Es kam daher zunächst zu einem deutschen und«mein holländischen Venvitstungsoorschlag. Der holländische bezeich. net die 7 ü-Stunden. Schicht al» endgültig« Schicht und sah eine Uebergangszeit mit einer 7�.Swnd«n-Schicht vor-, der deutsch« Vor. schlag fordert« die sofortige Ewsührung der 7�«Stunden Schicht und dt« Ai'rberäümung smer Neuen Lanferenz binnen zw« Jahren zunr Zwecke der Herabsetzung der Arbeitszeit auf 7� Sstmdest. Beide Vorschlage drangen nicht durch. Der Grund dafür laa in der Haltung Polens. Polen haste st»t« im Auge, den Lorsprung zu rellen. de» die un» günstigeren sozialen Bedingungen dem polnischen Kohleoprei» vor dem englischen und deutschen sichern. Um setn« rem materiellen Beweggründe zu maskieren, versteckt« sich Polen huster de« Urlaubssrog«. In Polen ist für ln« Bergarbeiter g«• s r tzl i ch«in bezahl! er Urlaub festgelegt. Du Durchführung dieses gesetzlich geustchrleisteten Urlaub» scheint ied-xh auch nach in Polen sehr problematischer Statur zu sein. Sn Deutschland sichern dt« Tarisverträg« den Vergarbeftern günstiger« Ur» kaubsbedingungen. Di« Engländer und Franzosen stimmten aus prinzipiellen Srüiwen der polnischen Forderung aus Sisternatio« nqlisierung des � gesetzlichen Urlaub» nicht zu. und Palen stimmt« daraushw alle Arbeuszeilporschlög« nieder. Spanien stellt« sich von vornherein auf den Uisternehnunstandpunst der S.Htundew Arbeitszeit. Oesterreich lehnte aus prinzipiell«, Bebenken«in« internastonate Arbeitszeitregelung ab. und Belgien schmälste. weil man eimge seiner Borbehalle für besonder» tiefe und nasse Gruben nicht gellen lassen wollt«. Bei der Beratung de» Geltungsbereich» de» Arbeitszeit- Übereinkommens war Frankreich, dessen Grubenangestellten zum größten Teil nicht organisiert sind, gegen die Elvbeziahung der An. gestellten und drang damit durch. Di« deutsche Regierung HSste die Einbeziehung der Angestellten gern gesehen. In der Braunkohlen- frage nahm Deutschland eine durchaus entgegenkommend« Hast tung«in. Im Juni werden alle Streitfragen: Urlaub. Braunkohl«, lieber- stunden. Angestellte usw. noch einmal auftauchen. Einstweilen ist der Hauptleidtragend« de« englische Regierung: denn der Verwuf der Äohlenkonferenzen wird ihre Bergbausorgen sicherlich nicht ver. mindern. Ganz resultaflos sind die Genfer Verhandlungen nicht. Die internationale Arbestszeitregelung für die Gruben ist im Fluß. Sie läßt sich nicht mehr aufhallen. Tarifvertrag der Wachangeftellien. Aach monatelangen Kämpfen allgemein verbindlich. Die Wachangestellten Groß-Berlins standen feit August 1929 In der Lohnbewegung. Es wurden Schiedssprüche gefällt und abge- lehnt. Einem Schiedsspruch, dem die Wachongestellten zugestimmt hatten, wurde die Verbindlichkeitserklärung wegen Formfehler ver» sagt. Am 14. Novenwer wurde zwischen dem Kölner Berband und dem Gesamtverbond ein T a r> f o« r t r a g abgeschlossen. Di« außerhalb der Arbeilgeberorganisattan stehenden Unternehmer suchten nun die Allgememoerbindlichketteerklärung dieses Tarifver. trag« zu hintertreiben. Der christliche Transportarbeiter» verband zog mit diesen Außenseitern am gleichen Strang. obwohl— ober auch well er im Wachgewerb« keine Rolle spielt. � Da» Retchsarbeitsministertum wurde mu Zahlenmaterial, gegen den Tarisoectra� überschüttet. Wie immer stand auch diesmal an dar Spitze der Gegner einer Lohnerhöhung der in dieser Beziehung bekannt« Rechtsanwalt Honel von der Wachgesellschaft für Berlin und Nachbararte. Doch trotz aller Ouertreibereian ist d« Tarifoertrag ab 1. Zanaar 1930 für allgemeinverbindlich erttirt morden. Die Wachangestallten Sroß-Verlms werden hoffentlich ist» schwer« und«rfolgteich« Arbeit der Sektion Haus, und Wochang«. stellt« d« Gesomtverdandes zu würdigen wissen, indem sta dafür sorgen, daß auch b«' künftig notwendig werdenden Lohnbewegungen ihr« Organisation aus der Höhe ist. Nur dann wird m möglich fein. ihr« Lohn» und Arbeitsbedingungen wester zu oerbessern. Wann ift die Lehrzeit beendet? Oer alte Brauch gebrochen. Mazt sollte meinen, über bisse Frage könnt« es aar keinen Streit geben, denn für jedes Lehrnechästnis wird ja«in Vehrvectraa abgeschlossen, der Anfang und Ende der Lehrzest festsetzt, vbgleech auch der Klempnermeister Schuhos« mit seinam Lahrting «inen solchen Bertrag abgeschlossen hatte, mußte erst das Arbeits. gcricht entscheiden, daß die Lehrzeit an dem Tage beendet ist. der im Vertrage als Endlermln de» LehrverhSttalsse» angegeben ist. näm- lich am 1. Oktober ISA. Der Meister hat den suvgen Wann 14 Tag« nach dem 1. Oktober beschäftigt, ihn aber nicht als Gesellen eptlohnt, fondern ihm nur das Kostgeld al» Lehrling gezahlt. Als der Lehrling beim Arbeitsgericht den tarifmäßigen Sssellenlph« für M* Z«t«rlangt«. berief sich der Meist« auf ta» Brauch bet daran Mitglied«r ist, wonach die Lehrling« erst in de? Innung»- Ouarttilsversamimlung— in diesem Falle am 14. Ok tod«?..freigesprochen" imd als Gesellen in das Handwerk auf» genommen werden. In einem oom Arbeitsgericht eingeforderten Gutachten be> stütigt« die Klempner. unftIn st allateur- Innung, daß dieser Brauch lest Jahrzehnten von ihr ausgeübt«erde.— Ein Gm- achten der Handwerkskammer sagt dagegen, daß das Lehr» Verhältnis an dam im Vertrag« vereinbarten Termin endet, und der Lehrling van diesem Zeitpunkt ab als G efelle anzusehen ist, � ob er die Gesellenprüfung abgelegt hat oder mcht.— Da» Gericht verurteilte den beklagten Meister zur Zahlung des tarifmäßigen Gesellenlohnes für die angegeben« Zell. Unsere» Erachten» hätte da» Gericht zu diesem Urteil kommen müssen, auch ohne die Innung und die Handwerkskammer um Gut- achten zu bemühen, denn maßgebend für die Beurteilung des Streit- solle» sind nicht fest Jahrzehnten bestehend« rechtlich unhaltbare Jnnungsgebräuch«. sondern allein der klare Wortlaut de» Lehrver- trage», wonach die vierjährige Lehrzeit am 1. Ottober zu End« war. Damit war übrigens auch die in der Gewerbeordnung sestgesetzte Höchstdauer der Lehrzeit erreicht, sie durste in keinem Fall« überschritten xverben. Mitspracherecht der Eisenbahner. Auf internationalem Gebiet. Vom b. bis IS. Mai 1939 wird der International« Verein des- Eisenbahnkvngresse» in Madrid tagen. Im Hinblick auf die Tages- ordmtng dieses Kongresses, die zu einem großen Teil die Arbeits» bedingungen ber Personal» betrifft, hat die Eisenbahner- sektian ber Internationalen Transportarbeiter- Föderation fJTF.) für die Zeit vom ZE April bis 4. Mai ebenfalls nach Madrid, eine ösfenllichc interna sto aal« Konferenz ein- berufen, wo da» Personal zu denselben Gegenständen im Rohmen ihrer allgemeinen sozialen Bedeutung Stellung nehmen wird. Auf dieser Apnserenz werden folgend« Referate gehasten: über Eisenbahn und Autobus, über bie Förderung der Sicherhett im Sisendahnbetrieb, über eine B e t« l l i- gung des Personal» am Gewinn, über die A u s b i l« bung des Eisenbahnpersonal», Referent Franz S ch« s» fet. Borsitzetcher des Einheitsoerband«» der Eisenbahner Deutsch- londs: serner über die Rationalisierung im Slsenbahn- betrieb, unter besonderer Berücksichtigung der borau» für bie Beamten entstehenden Folgen, sowie über da» Mitspracherecht, Rejerent 91. Nathan». Sekretär der Essenbahnersetbon der JTF. Die Arbeiislofenversicheruug in Engsaud. Roch einer offiziellen Feststellung belief sich in England die Zahl der gegen Arbeitslosigkeit versicherten beschäftigten Personen im Aster von 16 bi» 64 Iahren im Jahr« 1029 auf durchschnittlich 10101 000, enffprechetch b«n Schätzungen. Die Vergleichszahlen für 1928 und 192? sind 10 007 000 bzw. 10 003 000. Durchschnittlich betrug ber Prozentsatz der arbeitslos gewordenen versicherten Per» sonen im Jahr« 1929 10,5 Proz. gegen 10,8 Proz. im Jahre 1928. Dt« bemerkenswerteste Tatsache für da» Jahr 1929 war die Besse» ruvg ber Ardestslage km Sohle nbergd an, wo bl« Zabk ber gänzlich- Arbeitslosen in gleich mäßigem Abstieg von 171200 und 113 382 herabging Ebenso zeigt« sich eine gewisse Besserung der Bes chästigungsverhästnisse b« den Betrieben für Schiffbau und Tchiff»r«psr»tnr«n. Dem steht ein« Verschlechterung d» BeschästigungsverhÄtniss« in b« Baumwollindustri« gegen» über. Aenderungen der Lohnsätze haben in d«n meiste» FÄlen auf iwn Beschäftigungsgrad keinen Einfluß gehabt. Wlchiii »Üdrl tz �reieGswerffchafts-Inaend Berlin !t«. i»� Mr. t«,e» ISlsenSe«ruvinn: Svantan: te» Lwli'nuk,» l-, ich, rieben".«»rte»- Hext«, M i*A; tzünenMTeiaf Deöftr. T irft-IIll,a der«oll,büh-e im Theater am Billsm- vla» am Eountaa, dem 26. Januar, 15 Uir, find noch in der Jugend zeutraie. Mi baden. .Zoaendarvvve desZensralverbandeS der Anaeflellten Dienstag, sinden folgend« B-ransialtungen sta't: Lichtenberg: Ksa'KV«"«.?.® ärlF s""'" Der Ehrgeiz des MAKEDON-UnternehmenB ist die Herstellung hSchster Qualität. Die ständige Fahrt» lodion hoher und gleichmäßiger Qualitäi ist jedoch das schwerst« in der Cigaretteo-Induslrie, weil sie eine umfangreiche Tabak-Politik voraussetzt Das MAKEDON-Unternchmen verfügt programmäßig über große Tabakbestände verschiedener älterer Eroten. Die MAKEDON-CIGARETTEN stellen daher einen qualitativen Fortschritt in der Entwidc- long der Tabakprodnkte dar. Sie sind Elite-Erzeugnisse. Der Beweis hierfür ist dadurch erbracht daß alle, die MAKEDON-CIGARETTEN kennen, deren bester Freund und treuester Anhänger sind. Wenn Sie unsere Cigarctten nicht versuchen, wie wird es Ihnen dann möglich sein, die wirklich b*- kömmlichen Eigenschaften unserer edlen Fabrikate festzustellen? 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