Morgenausgabe Nr 43_,: 1 a 22 �hrgang WSchenUlch gfi�U monatlich 8�0 HL tm voraus z?htkar. Postd�llg4L?M »in chließlich 60Pfg.Poftzeituu»-und 72 Pfg Postbeftellgebühren. Auslands« adonnemenk K.— M. pro Monat. Der �Donvätts"«r'chetm wochentSg« lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„Der Abend". Jiluftrerte Beilagen„Boll und Zeit" und„Aind erfreund". Ferner »Unterhaltuna und Wissen".„Frauen- stamme".„Technik".„Dlül in die Bücherwelt" und„Äugend-Donvärts" Veviinev Vvttsblatt Sonntag 26 Januar 1930 Groß-Äerlin 15 Pf. Auswärts 20 pf. Die• 1 n i p o( 1 1 g t Nonparellle�et!« 80 Pfennig. Reklame eile 5.— Reichsmark.„Kleine An eißev' da» ettcje- drutkte Won 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Worte). iedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengetuche das erst» Wort lS Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte übe»!5 Buchstaben Lhlen für zwei Worte. Arbeitsmoitt eile 60 Pfennig. Familienanzeigen Ze l< Pfennig. 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Es handelt sich darum, ob die Bestimmung des Z 32 der beiden Wahlgesetze, wonach auf die Reichs- bzw. Landeswahlliste nur ebensaoie! Reststimmenmandate zugeteilt werden können, als vorher aus die örtlichen Kreiswahlvor- schlüge entfallen sind, mit der Reichsoersassung im Einklang stehea Der Staatsgerichtshos in Leipzig hat bekanntlich in einer im März vorigen Jahres ergangenen Entscheidung, die die RechtsgiUtigtett ähnlicher Bestimmungen des Württcmbcrgischen Lande». Wahlgesetzes betraf, Ausführungen gemacht, die der völkisch- nationale Block für sich zu verwenden gedenkt. In der Tat lasseil sen« Ausführungen des Staatsgerichtshofes der Auslegung Raum, daß der Staatsgerichtshof dlefe Bestimmungen des Reichswahl- gesetzes für verfasiungswidrig hielt. Seitdem haben namhaft« Rechls- lehr« zu dieser Frage Stellung genommen und fast ohne Ausnahme sich um den Nachweis bemüht, daß sen« Entscheidung des Staats- Kerichtshofes rechtlich nicht zu hglten Ist. Reich langer Beratung ist heule da» wahlprüsungsgerlcht beim Relchslag zv dem gleichen Ergebnis wie da« wahlprüfungsgertch» des Landtags gekommen, da» nämlich die Versasiungsmäßigkelt des Reichswahigefehes trotz jener Entscheidung des Slaatsg«tcht»hoses nicht in Zweifel zu ziehen sei. Der völkische Block wird natürlich versuchen, die Autorität der Urteil« der beiden Wahlprüsungsgcrichte mit dem Hinweis aus deren Ausammensetzung in Zweifel zu ziehen. Demgegenüber sei festge- stellt, daß die Zusammensetzung in beiden Fällen für die Oppositions- Parteien denkbar günstig war. Reben den beiden Berufsrichtcrn— im Reiche zwei Reichsg«ich sröte, in Preußen zwei Oberverwal- lungsgcrichtsräte— wirkten drei Abgeordnete als richterliche Bei- sitzer mit, von denen zwei, also die Mehrheit, den Oppositionsparteien angehörten, je ein Deutschnationaler und ein Kommunist. Hätte also nur einer der Berufsrichter mit ihnen gestimmt, so würde das Urtsil auf Berfasiungswidrigkeit der Wahlgesetze gelautet haben. Aber man wird gar nicht anzunehmen brauchen, daß etwa diese Vertreter der Oppositionsparteien einen anderen Standpunkt t-in- genommen haben, als die Berufsrichtcr. Die Beratung ist zwar geheim und das Ergebnis der' Abstimmungen infolgedessen nicht bekannt. Gleichwohl wird man im Re che wie in Preußen in der Annähme wohl nicht sehlgehen, daß die von den Reichsbeauftragien für das Wahloerfahren bzw.— in Preußen von dem Kommisiar des preußischen Ministers des Innern~ dargelegten Rechtsgründe so einleuchtend waren, daß das Gericht einmütig zu seinem Spruche kam. �'-- Scharfepariserparteitagsdebatten �Politik" und„Zdee".— Landesverteidigung und Koalition. Part», 23. Januar.(Eigenbericht.) Der außerordentliche Parteitag der französischen Sozialistischen Partei hat am Sonnabend in Anwesenheit von über l Delegierten und zahlreichen Vertretern aus dem Aus- lande sofort mit höchst temperamentvollen Debatten begonnen Der Abgeordnete Ramaditt brachte zu Beginn der Sitzung«in« Entschließung ein. in der er verlangte, daß, was auch Inmier auf dem Parteitag beschlossen werden würde, die Einigkeit der Partei gesichert vnd unerschüttert bleiben müsse, zuinal es sich im Grunde genommen nur um rein taktische Diskussionen handele. Diese Entschließung gab dem Abgeordneten Paul Boncour. dem langjährigen Vorkämpfer des Regieruvgseintritts der Sozia- lst'tifchen Partei, Anlaß zu«lne? prinzipiellen Erklärung. Er wünsch«, betonte Paul Boncour, vor allem darüber beruhigt zu sein, wie die regierungsfeindliche Mehrheit der Partei ihren heute m i l mathematischer Sicherheit zu erwartenden Steg künstig auszunutzen gedenke. Es wäre eine Katastrophe, nicht nur für die Partei, sondern für die französische Republik und die demo- kratisch« Idee in ganz Europa, wenn die französischen Sozia- listen' prinzipiell und absolut jede Mitarbeit an einer demo- kratischen Linksregierung ablehnten. Rücksicht aus die Parteieinheit bürste nicht über alles gehen. So habe man sich auch in Tours von den Kommunisten trennen müssen. Wenn heute die Partei ihr demokratisch-sozialistisches Ideal ausgebe und mit den K o m m u- nisten Frieden zu machen(?) suche, dann werde er, Bon- «our, seine volle Handlungsfreiheit wieder ergreifen. Niemals werde man ihn dazu zwingen können, einen Entschluß an- zunehmen, den er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren könne. So z. L. werde er es nicht hinnehmen, daß die Partei das Prinzip der nationalen Verteidigung ablehne unter dem Vorwand einer �.inneren Stärkung ihrer Idee". Generalsekretär Paul Faure protestierte gegen die Ausführungen Boncours und erklärte, daß die sozialistische Partei e» nicht nötig habe, ihr Ideal bei anderen zu suchen. Sie sei und bleibe die Partei des Kampfes gegen den Kapitalismus, sie sei und bleib« G e g» neriv von Moskau und beabsichtige keineswegs, einen Schritt nur m Richtung nach den Kommunisten zu tun. Allerdings sei eine inner« Aufrasfung notwendig! denn man habe in der letzten Zeit da» Porteiideal manchmal zu sehr übersehen und manchmal zuviel„Pol in k get riebe n*". Gewiß würden die Sozialisten das Baterland gegen cmen Angriff von außen her verteidigen, aber sie könnten und dürften es nicht zulassen, daß die ganz« Wissenschaft, der ganze Fortschritt in den Dienst des Krieges gestellt würde und da» Militärbudget all« finanziellen fträsle de» Land«« zum Nachteil der notlvendigsten Sozialreform vnfchling«. Es fei also höchst bedauerlich, daß Paul Boncour mit einer„Gewissens- frage', wie er es nenne. Verwirrung stift« unid mit einer Spaltung drohe, für die kein Grund und kein Anlaß ge- geben sei. Der Abgeordnete Reyaudel. seinerseits betont« daß seine Ansichten über die national« ver- teidigung keineswegs dieselben seien wie die Faures. Die Sozialisten hätten an der Heeresresorm und an der Organisation der Grenzoerteidigung höchst aktiv mitgewirkt, sie hätten damals das Heer und seine neue Ausgestaltung gegen die Kommunisten ver- teidigen müsien. El« könnten und dürsten sich heut« nicht desaoouieren� Im übrigen, erklärte Renandel, verlange er. daß der Minderheit in der Partei, die feit dem Parteitag von' Nancy nicht mehr im Vorstand vertreten sei, ihr Recht zuteil werde. Sie habe sich niemals ihren Pflichten zu entziehen versucht. sie könne dafür aber auch beanspruchen, daß man von der Partei. leitung aus über Ihre Forderungen nicht vollkommen bis- k u s s i o n s l o s zur Tagesordnung übergehe. Die Rachmittagssitzung. Paris, 23. Januar.(WTD.) Zu Beginn der heutigen Nachmittagssitzung des außer- ordentlichen sozialistischen Parteitages war d« allgemeine Eindruck, den die Debatte der Vormittagssitzung hinterlassen hat, der, daß der Kampf um die R e g i e r u ng s b« t c i l i g u n g nicht mehr im Mittelpunkt steht, da diese Frage aus Grund der Ergebnisse der Ab- stimmungen in den einzelnen Bezirksvereinigungcn dereite als verneint angesehen werden kann. Die Anhänger der Beteiligung haben vielmehr, um die Einhest der Partei aufrechtzuerhalten, die Frage ihrer Teilnahme an der Parleileilung in den Vordergrund gestellt. Der erste Redner war der Abgeordnete Eompere-Morel. der den Standpunkt vertrat, daß die Partei sich ihre Handlungs- freiheit für die Zukunst vorbehalten müsie, während der Abgeordnete von Lille. Salengro. den Standpunkt der Anhänger der Regierungsbeleiligung verteidigt«. Einer der Aeltesten der Partei, Groussi«. trat ebensalls für die Beteiligung ein. Auf seine Ausführungen antwortete der Abgeordnete L-ion Blum mit einer Zwischenbemerkung. Er erklärte, er nehme unter g c- wissen Bedingungen die Beteiligung an. Borau»- s e tz u n g sei aber, daß der Ministerpräsident selbst wenn er«ine Minderheit innerhalb de» Kabinett» vertrete, ein Sozialist sei. Massenmörder. Wer trä�jt schu'.d am vergossenen Blut? Ein Redakteur der„Roten Fahne" stand gestern vor Ge- richt, weil er den Polizeipräsidenten einen„M a s I e n- mörder" und einen„Arbeiterschlächter" genannt hatte. Das UrteU lautete auf 600 Mk. Geldstrafe Der Staatsanwalt hatte lOOl) Mk. beantragt. Es trifft sich gut. daß die„Rote Fahne" am Morgen des- selben Tages einen Aufsatz der Moskauer„Prawda" wieder- gegeben halte, in dem zu lesen stand, daß neben der Herrschaft oer Severing. Grzesinski und Zörgiebel die schlimm- sten Zeiten Bismarcks und des Sozialistengesetzes ver- blaßten. Die Zustände in Deutschland ähnelten jetzt denen des zar ftischen Rußland in der-Zeit derDarnowo.Trepow und C h w o st o w. Wir wissen nickt, was es damals gekostet hätte, wenn man in einer russischen Zeitung den Polizeipräsidenten von Peters- bürg einen Arb'iter'chlächter genannt hätte. Aber wir haben doch eine gewisse Vorstellung davom was heute passieren würde, wenn jemand in Rußland die führenden Männer der GPU., der Sowjetvolizel, als Massenmörder bezeichnen wollte. Daß so etwas in Rußland gedruckt werden könnte, ist so» wieso ausgeschlossen, höchstens könnte es hektogräphiert ver» breitet werden. Und wmn man dann auch nur einen der Verbreiter erwischte, vom Verfasser gar nickt zu reden—, so würde man e.n paar Tage später in der„Roten Fahne" lesen, daß wieder einmal ein Weißgardist und Verräter an der Sowjetmacht sein verdientes Schicksal gefunden hätte... In Deutschland, über dessen unfreie Zustände das Haupt» organ der uns offiziell„befreundeten" Sowietmacht Krotodilsträicn vergießt, macht man lo etwas mit KW Mt. Geldstrafe ab. Ja, für gewöhnlich kostet es überhaupt nichts. Unzählige Sozialdemokraten, die von de?„Roten Fahne" in den wüstesten Ausdrücken beschimpft, in der infamsten' Weise verleumdet wurden» sind daran in stillschweigender Verach- tung vorbeigegangen. „Deutschland, das freiefte Land der Welt"— jeder Kaffeehausliterat macht über die'es Wort feine Witze. Trotzdem ist es r i ch t i g. Der künftige Historiker wird das erkennen, wenn er aus alten Zeitungsbänden feststellen wird, was alles in Deutschland von 1S18 bis 1930 ungestraft und unverboten ge- druckt werden konnte. * Schließlich muß aber auch das feine Grenzen haben. Sie liegen dort, wo eine Gefahr für Ltib und Leben unschuldiger Menschen besteht. Der Polizeipräsident von Berlin hat im vorigen Jahre Straßendemonstrationen verbieten müssen, well Kommunisten und Nationalsozialisten die Straße zum Schlachtfeld für ihre Prügeleien machten. Die Kommu- nisten haben damals ihre Anhänger aufgefordert, das Verbot gewaltsam zu durchbrechen und haben damit bewußt und ab- sichtlich den Tod vieler Menschen herbeigeführt. Die„Meinungsfreiheit", die die Kommunisten damals ge- nossen, da sie ungehindert zur Durchbrechung des Verbotes auffordern und damit Menschen in den Tod hetzen konnten, ging allerdings schon über das Maß des Verftänd- lichen weit hinaus. Und es ist nur eine Konsequenz dieser „Meinungsfreiheit", wenn sie heute gegen Erstattung einer Gebühr von KW Mk. den Polizeipräsidenten des Mordes de- schuldigen dürfen, den sie selber verschuldet haben. Dabei wollen wir keineswegs übersehen, daß die von der Polizei ergriffenen Berteidigunqsmaßnahmen stellenweise über das Ziel gefchosien und Unschuldige getroffen haben mögen. Deswegen ist doch das ganze Unglück selbst von den Kommunisten planmäßig herbeigeführt worden. und darum waren alle von der Verteidigung angebotenen „Wahrheitsbeweise" belanglos. Wahrheit ist, daß die Kommunisten die Maikämpfe ange- zettelt haben und daß sie an dem damals vergossenen Blut die Schuld tragen. Für diese Schuld haben sie strafrechtlich in keiner Weise gebüßt: ja, sie dürfen sich heute noch die Frech- heit erlauben, wegen jener Vorgänge die Sozialdemokratie zu verleumden und zu beschimpfen. * Man kann also wirklich nicht behaupten, daß die beut- schen Kommunisten in ihrer Meinungsfreiheit beschränkt sind. Und auch die Demonstrierfreiheit könnten sie alle Tage wieder- haben, wenn sie nur darauf verzichten wollten, politisch Andersdenkende zu überfallen und zu prügeln. Aber ihnen kommt es ja weder auf Meinungsfreiheit noch auf Demon- strlerfreihsit, noch auf sonst eine Freiheit an. die sie ja sofort bis auf den letzten Rest vernichten würden, wenn sie einmal an die Macht kämen. Alles Gerede von angeblich verletzter Freiheit ist in ihrem Munde nur Lüge und Verstellung, nur Mittel, den Bürgerkrieg vorzubereiten. Zu diesem Zweck mißbrauchen sie auch den Namen des Sozialismus. Man verweist, wenn die Rede auf dieses Thema kommt. gern auf Rußland und die Mißerfolge bolschewistischer Wirtschaftspolitik. Dabei verfügt die russische Bolschewisten- parte» immer noch über eine Art von geschulten Wirtschaftern Billiger Tarif für Beschimpfung. Die Beleidigung„Massenmörder" kostet 600 Mark. Va» Schöffengericht Verlin-Mikle verurteilt« de» verantwort- Vchcu Redakteur der �Roten Iahue". Zirt. nach furjet Beratung wegen öffentlicher Beleidigung zu 600 Mark Geldstrafe, im?üchl- elulrcl bungesalle zu 30 Tagen Gefängnis. Polizeipräsident Aör- giebel erhält das Recht, drei Mona!« nach Znkrafttreleu des Urteil» dacfelb« in der»Roten Jahne", im»vorwärts" und im»Berliner Tageblatt" zu publizieren. Die noch vorhandenen Exemplare der »Rote« Jahne" vom i. November 1929 und die Platten find un- brauchbar zu machen. * Das Gericht lehnte die von der Verteidigung gestellte» Antröge sämtlich ab. Aus Wunsch des Angeklagten vernahm das Gericht dann aber doch noch den Redakteur Werner Hirsch über die Motiv« für die Veröffentlichung des Artikels. Hirsch bekannte sich als Ver- fasser de» Artikels.„Die Person des Herrn Zörgtebel", so schloß der Zeuge sein« Aussage,„wird für uns erst Jnter- esse haben, wenn wir in einiger Zeit die Macht In fänden haben werden. Dann werden wir uns mit ihm als Angeklagten beschäf- tigen." Oberstaatsanwalt Köhler knüpfte an die letzten Worte des Zeugen in keinem Plädoyer an und sagte:„Wenn Sie an dt« Macht kommen sollten, werden Sie ebenso solche Artikel zum'gegenständ einer Anklage machen, weil Sie sie ja dann nicht dulden können. Es soll heut« hier nicht geprüft werden, ob die Kritik an dem Ver» gehen des Polizeipräsidenten berechtigt oder unberechtigt war, son- dcrn nur die Art und Weise, wie sie von der„Roten Fahne" geübt worden ist. Eine Kritik wie diese hier, ist so gehässig und beschimpfend, daß sie einen Wahrheitsbeweis nicht zuläßt. Solche Auswüchse, dos muß zum Lob« der gesamte.i Berliner Presse gesagt werden, findet man, abgesehen vielleicht von einigen rechts» radikalen Blättern, in der»Roten Fahne" allein. Durch ein strenges llrleil muß das Gericht dem AnzeNagten einen Rachhilsenoterricht im guten Ion geben. von einer Gefängnisstrafe will ich absehen, da ich dem Angeklagten zugute halte, daß er an die Schuld Zö'giebclz geglaubt hat. Die Geldstrafe muß aber empfindlich sein, und ich beantrage gegen den Angeklagten eine solche von 1000 Wart.(Höhnisches Gelächter im Zuhörerraum.) Rur durch solche Strafen köuueu ln Zukuost derartige Artikel verhindert werden." In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende u. a. aus, daß das Gericht nicht eine politische Sache zu entscheiden, sondern lediglich die bestehenden Rechtssätz« anzuwenden hatte. Unter Berufung auf dt« vorh«.'- gegangene Ablehnung der Beweisanträge der Verteidigung tührta der Vorsitzende welter aus, daß der Ausdruck„M a ff�e n m ö r o e r" keine Totfachenbehauptung, sondern ein We r t u r t e t l sei. Grund- sätzlich sei auch bei solchen Werturteilen«In Wahrheitsbeweis zu- lässig. Dies sei aber nicht der Fall, wenn das Werturteil in seiner herabsetzenden Bedeutung weit über die Tatsachen hinausschieße. Wenn der Artikel aber behauptet, daß er mit kühlem Vorbedacht die Arbeiter abgeschlachtet hat, so geht das weit über eine Talsachen- beleuchtung hinaus. Er wird als Mensch hingestellt, der'edes sittlichen Gefühls bar Ist. In Anlehnung an diese Sätze, mit denen die Beweisanträge abgelehnt worden waren, sagte die Begründung welter: Dos Gericht hat sich nicht die rechtliche Auffassung der Strafkammer des Landgerichts zu eigen gemacht, die im Falle Heiz den Ausdruck Massenmörder als eine Tatsachenbehanptung erklärt hat. Man kann sich wohl denken, daß der Ausdruck Dieb, Ränder, Mörder als Totfachenbehauptung aufgefaßt werden kann. Dann muß sich ober dieses Werturteil mit den Tatsachen auch wirklich decken. Der Ausdruck Arbeiterschlächter bedeutet aber ein» derart starte Verächtlichmachung, daß er einer Beschimpfung gleich- kommt. Was das Strafmaß anbetrifft, so muß es vollkoimnen dahingestellt bleiben, ob der Polizeipräsident die Schuld an die blutigen Maiopfer trägt oder nicht. Der Artikel zeigt überall dl« ersichtliche Tendenz, Zörgiebel als oerhaßten Sozialdemokraten ver- ächtlich zu machen und ihm etwas anzuhängen. Er zeigt die bewußte Absicht, ihn zu beleidigen. Wenn die Unbestraftheit des Angeklagten und seine subseltioe Ansicht über Zörgiebels Schuld auch strafmildernd zu berücksichtigen sind, so Ist die verrohende Kampfesweise nicht zu verkennen und deshalb eine empfindlich« Geld st rase am Platze. und über dreizehnjährige Erfahrungen auf einem Wirtschasts- gebiet, das von dem deutschen völlig verschieden ist. Mit welcher Sorte von„Sozialismus" würden da erst die deutschen Arbeiter beglückt werden, wenn es der KPD. ge- länge, die Macht zu ergreif:»! Seitdem alle geistig entwick- lungsfähigen Elemente diese Partei verlassen haben, verfügt sie nicht mehr über die genügenden Kräfte, um auch nur ein Dorf in Deutschland sachgemäß zu verwalten. * Wir haben heute in Deutschland rund Z M.llionen Ar- bestslose. Gewiß eine furchtbare Zahl! Aber an dem Tage, an dem die Heinz N e u m a n n und P i e ck in die Reichskanzlei einzögen, wären es nicht mehr Z.Millionen sondern 80. Und mit den. Aufrufen, des. ZK. wäre die Wirtschaft ebenso wenig in Gang zu bringen, wie man mit Reden von Teddy Thäl- mann und Artikeln der„Roten Fahne" Arbeiterkinder satt machen kann. Geistig, moralisch und physisch ist die Kommunistische Partei gleichermaßen un- fähig, die Macht zu übernehmen. Sie ist sich zweifellos dessen auch voll bewußt. Desto verwerflicher ist die Frivolität, mit der sie ihren Anhängern einen Kampf um die Macht vorspiegelt, den sie ernstlich gar nicht führen kann. Warum aber tut sie das, warum oerfolgt sie mit solcher Hart- näckigkeit einen Weg. der über zahllose Opfer nur zu ihrer eigenen Vernichtung führen kann? Wäre sie nur eine Sklavin ihres eigenen Irrtums— sie hätte die Möglichkeit, sich von ihm zu befreien. Jedoch nicht sie ist es, die über ihre eigenen Meinungen und ihre eigenen Maßnahmen entscheidet. Als Glied der 3. Internationale ist sie das willenlose Werkzeug der Moskauer Politik. Jener Artikel der„Prawda", der die Unfreiheit der deut- fchen Arbeiter beklagt, zugleich aber auch ihre Befreiung durch die demnächstige bolschewistische„Weltrevolution" vsrkündigt, erklärt alles! Je tiefer sich der regierende Bolfche- wismus in wirtschaftspolitische Abenteuer mit gefährlichem Ausgang verstrickt, desto dringender bedarf er für seine Massen der Porspiegelung, als ob die Arbeiter der ganzen Welt voll Bewunderung auf das russische Beispiel blickten und als ob sie sich anschickten, es nachzuahmen. Aus der Moskauer„Prawda" blickt das Antlitz des Götzen, auf dessen Altar schon Tausende deutscher Arbeiter geschlachtet worden sind. Seine Diener können uns deutsche Sozialdemokraten nicht beleidigen, wir bedürfen keines „Ehrenschutzes" gegen sie. Aber wenn gestern der Herr Der- teidiger Apfel patbetifch nach besserem Schutz für„das Leben friedlicherBürger" rief, so mag das wohl etwas „konterrevolutionär" klingen, es trifft aber doch den Kern der Sache. Es gilt in der Tat. das Leben der friedlichen Bevölke- rung vor den Klienten des Herrn Apfel zu schützen, die Massenmorde inszenieren, um nachher andere des Massenmordes zu beschuldigen. Mit diesen wirklichen Massen- Mördern und Arbeiterschlächlern muß die einzige Sprache ge- sprochen werden, die sie verstehen. Und das ist die Sprache der Macht. Gtaiistit des politischen Rowdytums. Kommunisten und&a*en'reuz>er in Zäh en. Das politisch« Rowdytum in Deutschland hat einen erschrecken- bin Unifang angenommen, lleber das Wachstum des Radau- radikalismus unterrichtet eine kleine Statistik der preußischen Polizei. Das Eingreifen der Polizei war nötig in§79 Versammlungen im Jahr» 1329 gegen Z18 Versammlungen im Jahr» ISA. Plan- mäßige Versammlung, spr«ugungtn fanden statt 1929 1928 durch Kommunisten.... i22 131 durch Hokenkreuzler.... 113 60 Die Verlustliste der Polizei durch da« politisch« Rowdytum weist auf: oier Tote. 311 Verwundete. Zur weiteren Bekämpfung der Rowdyparteien hat der Reich«. innenminister dem Reichsrat einen Gesetzentwurf zugeleitet, der das Tragen von Hieb- und Stichwaffen unter Strafe stellt. „Einheitsfront." Der für einen Sozialdemokraten stimmt fliegt an« der KPD Hille, 25. Januar.(Eigenbericht.) Die Stadtverordnetenversammlung der 7000 Einwohner zählen- den Industriestadt A r t e r n wählte mit den 9 Stimmen der Sozial- demokraten und 3 Stimmen der Kommunisten den bisherigen sozialdemokratischen Bürgermeister Mersmann aus Schraplau zum Bürgermeister. Die 3 Kommunisten, die für den Sozialdemokraten gestimmt hatten, wurden von der Bezirksleitung Halle wegen diese»„Verrats" aus der Partei ausgeschlossen. Arbeiter und Verwaltung. Ausbildung begabter Arbeiter und Angestelltem Breslau, 25. Januar.(Eigenbericht.) Den Bemühungen des Oberpräsidenten von Niederfchlesien, Lüdemann, ist es gelungen, einen»Derein für Arbeiterb ildung e. V." für Ober- und Niederschlesien zu schassen, der jetzt eine Ar- beiter-Bildungs statt« in Peterswaldau im Eulen- gebirg« errichtet hat. Das Ziel der Bi'dungsstätte ist, in einjähriger Schulung begabt« Arbeiter und Angestellt« zur Uebernahme von Ehrenämtern in der Sozialversicherung, Arbeitsverwaltung, in kommunalen Körperschaften usw. zu befähigen und ihnen dl« Möglich- ketten zu beruflicher Tätigkeit in Wirtschaft und Verwaltung zu eröffnen. Der Lehrplan wird sich dementsprechend vor allem mit Fragen der theoretischen und politifch-prakttschen Erfassung d«s Wirtschasts- und Staatslebens, des staatlichen und sozialen Rechts und der Sozia'politik besassen und den Blick für die Zufammen- häng« des sozialen Lebens der Gegenwart zu schärfen bemüht sein. Der erste vollständige Lehrgang ist für den 1. September 1 9 30 vorgesehen._ jlugzeugangriss auf Eingeborene. Zur Gefangennahme eines Eingeborenenführers in Südafrika wurien nicht weniger als 120 Polizisten ausgeboten. Er hat sich in einer Bergveste»«rfchanzt. Um ihn zur Uebergabe zu zwingen, fallen von Flugzeugen Bomben abgeworfen werden. kommunistischer Krakeel überall. In Hamburg kam es am Freitag abend zu mehreren Zusammenstößen zwischen lommunisti- sehen Demonstranten und der Polizei. Die Polizei sah sich gezwun- gen, wiederholt, blinde Schüsse abzugeben. Ein Arbeiter wuroe durch mnen Beinschuß verletzt.________ y-■ Der Fall Schacht. Finan;diktatur ia demokratischer Maske? Am Montag werden die Führer der Fraktionen der Re- gierungspartsien über den Fall Schacht und die Aenderung des Reichsbankstatuts beraten. Die Forderungen der Sozial- demokratie sind bekannt. Die demokratische Reichstagsfraktion gibt folgendes Kommunique heraus: „Die deutsche demokratische Reichstagsfraktion erblickt in der Unabhängigkeit der Währung»-. Diskont- und Kreditpolitik der Reichsbank gegenüber politischen Einflüssen. öffentlichen Finanzdedürfnissen und privatwirtschaftliche« Sonder- interessen die Bürgschaft für die Festigkeit der deutschen Währung und wird deshalb Versuche einer Aenderung des Reichsdankfta'uts, durch die diese Sicherheit beeinträchtigt oder die fachmännische Lei- tunz der Reichsbank in Frage gestellt werden könnt«, bekämpfen. Im Interesse der Einheitlichkeit der Reichspolitik und ihrer Der- tretung nach außen und innen hüll die Fraktion e» jedoch für ge- baten, daß eine über ihre Zuständigkeit hinau»- gehende.Einflußnahme der Reichsbankleitunz auf die Reichspolitk verhindert wird." Im Gegensatz zu dem zweiten Absatz der demokratischen Mitteilung veröffentlich Dr. P i n n e r im„Berliner Tage- blatt" einen Arnkel. der dem Reichsbankpräsidenten auch politischen Einfluß auf die Gestaltung der öffentlichen Etats zugestehen will. Diese An- schauung siebt in einem bemerkenswerten Gegensatz zu früheren Aeußerungen im gleichen Blatt— vor allem aber ist sie unvereinbar mit der geltenden Ver» f a s s u n g, wie mit einer wahrhaft demokratischen Verfassung überhaupt._ Landbund-Terror. GessnnungSdruck mit Boykoitdrohung. Um die Mitgliederzahlen des Landbundes mutz es sehr schlecht stehen. Das beweist sein Bemühen, die Landwirte gewaltsam zu Mitgliedern des Landbund«» zu machen. Ein besonders starkes Stück hat sich die Organisation in Mecklenburg erlaubt. In der Molkerei. Genossenschaft in N« u k l o st e r hat sie den Beschluß fassen lassen, daß diejenigen Genossen, die dem Landbund nicht angehören, aus der Molkereigenossenschaft ausgeschlossen werden. Dieser Beschluß wird auch konsequent zur Anwendung gebracht. Ein Büdner, der den Beitritt zum Landbund unterließ, erhielr in diesen Tagen »in Schreiben folgenden Wortlauts: „Laut Beschluß der Generalversammlung vom 23. April 1928. Absall 3 der Tagesordnung, wurde einstimmig befchlosscn. daß diejenigen Genossen, welch« dem Landbund nicht angs- hören bzw. nicht beigetreten sind, ausgeschlossen werden sollen Da Sie unserer Aufforderung vom 26. Februar 1929 nicht nachgekommen sind, dem Landbund beizutreten, wird Ihnen hierdurch mitgeteilt, daß die Milchlieserüng am 1. Januar 1 930«inzustellen ist. Der Vorstand: gez. Uhthof. gez. Ecke. Was sollte aus dem landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen werden, wenn sich jede landwirtschastliche Genossenschaft verpflichtet fühlt, auf die Gesinnung der Mitglieder«inen Druck auszuüben und sie in«ine bestimmte Organisation hineinzupressen? Das land- wirtschaftliche Genossenschaftswesen wäre der stärksten Belastung ausgesetzt. In dem vorliegenden Fall hat setzt die Aufsichtsbehörde(Innen- Ministerium des Freistaats Mecklenburg-Schweiin) das Wort. Die Lussschtsbshörde ist verpflichtet, den K 81 des Genossenfchastsgesctzes zur Anwendung zu bringen. Er bestimmt, daß«ine Genossenschaft für den Fall aufzulösen ist. daß sie andere als im§■ 1 des Gesetzes bezeichnet« geschäftliche Zwecke nerfolgt.' Im ehemaligen Freistaat Waldcck oerbreitet der Londbunt» das nachstehend abgedruckte Rundschreiben: „Einer Anregung aus Mitgliederkreisen folgend, hat die ge- somte Vertrauensmonneroersommlung am 15 d. M. beschlossen. gegen alle diejenigen, die aus Neinlichen oder persönlichen Gründen der Organisation nicht angehören, folgende Selbstschutzmaßnahmea in Anwendung zu bringen: e) Im Verkehr mit NichtMitgliedern ist größte Zurückhaltung auszuüben und jeglicher gesellschaftlicher Verkehr, auch in Gasthäusern und im Spiel zu meiden, da es als ehrenrührig angesehen werden muß heute nicht dem Land. bunde anzugehören,"d) von Nichtmitaliedern, auch wenn sie zu? Nachbarschaft, Verwandtschaft und Freundschaft gehören, sind kein« Gefälligkeiten mehr anzunehmen, auch wenn sie Opfer tosten sollten. Dagegen ist es Pflicht oller Landbündler. sich im Notfalle jegliche Hilfe ju leisten, c) NichtMitgliedern sind keinerlei Fuhren, weder Gesellschaft», noch Pflichtfuhren, auch nicht für Gell», zu leisten, ä) Im Bedarfsfall« wird Nicht- Mitgliedern nur Löscharbeit geleistet. Die übrigen Hilfsmaßnahmen, wie Hinstellen von Weh. Stellen von Saatgut und all« sonstigen Hllseteistüngen sind grundsätzlich unter allen Umständen zu unterlassen. e) Ha'Ndwer'fer. so, weit sie im Nebenberuf Landwirt und daher an'der Erhaltung der Scholle interessiert sind, aber nicht dem Landbund« angehören, werden nicht mehr mit der Durchführung.von Arbeiten beauftragt l) In Zukunft sind nur solche Gastwirtschaften aufzusuchen, deren InhÄer oder Pächter Land- bünbler sind." Wie aus Daldeck berichtet wird, sind viel« Landbündler mit solchem Borgehen nicht elnverstanden und drohen mit dem Aus- tritt aus dem Landbunde. Bielleicht empfinden die führenden Land- bündler jetzt am eigenen Leibe, daß allzuscharf schartig macht. Groener über die Seekonferenz Für Abrüflung und Ersahbautea. Reichswehrminister G r o« n e r hat in der amerikanischen Press« erklärt, daß Deutschland der Londoner Flottenkonferenz die„wärmst« Sympathie" schenk«: er habe einen Anspruch aus die allgemeine Abrüstung. Zu den deutschen Schiffsbauten sagte Groener, daß Deutsch- land„jetzt nurdeshalb Kriegsschiffe neu baue, um die alten Schiff« zu ersetzen". Daxin kommt die Groenersche Flottenpolitil zum Ausdruck, die fest jeher sich gegen die massen» weifen Neubauten der Koiserzeit vor 1914 wandt«. Immerhin ist jedoch die Londoner Seekonserenz jetzt zwanzig Jahr« später nicht nur mli dem Ziel«Inberufen worden, die Steigerung der Zahl der Schiffe zu vermindern, sondern darüber hinaus und vor allem deshalb, um auch die Ersatzbauten alt gewordener Kriegs- schiffe einzuschränken und abzustellen. Vie Gärung in(Spanien. Allgeme.ner Silldenteastreik. Madrid. 25. Januar. Der Studentenstreik in Madrid hat nun aus die Pro- vinzuniversitäten übergegriffen. Daraufhin hat die Regie- rung als letzte Frist für die Wiederaufnahme der Studien den Montag festgesetzt. Soll en die Studenten der Regierungsauf.. forderung nicht Folge leisten, dann treten die gleichen Strafmaß- nahmen wie im Februar 1929 in Kraft: also Geldstrafe für die Eltern, Semesterverlust und Fortschafsung der Studenten in die Provinz otte. Zu Ausschreitungen ist es Sonnabend nirgends ge- kommen. Schumy wieder bei der Heimwehr. Der Ausschluß rück ängig gemacht. Vien, 25. Januar.(Eigenbericht.) Der vor wenigen Wochen aus der österreichischen Hcimwchr ausgeschlossene österreichisch» Innenminister Schumy ist jetzt unter. dem Druck des Landbunde»„für wiederaufgenommen" erklärt worden. In einer offiziellen Derlautbarung der.Kärntner Landeszel ung" der Heimwehr heißt es dazu,„daß das Ausschluß» verfahren in formeller Beziehung Fehler gehabt hat und von nicht genügend geklärten Boraussetzungen ausgegangen sei". Die Heimwehr hat damit einen vollständigen Rückzug än- getreten..."., Die Flut der Arbeits�ofigkelt. Anhaltende Zunahme in Veilia und Vranvendurg. Trotz des seUen günstigen Wntenvetters ist ans dem Arbeits- marlt auch noch nicht die gering st e Entspannung zu spüren. Es I)pi sich im Gegenteil im Bezirk des Landesarbeitsamtes Brandenburg in der Berichtswoche vom 13. zum 18. Januar die Lag« weiterhin ver schärst. So stieg die Zahl der Arbeitsuchenden um 13 481 aus 472 215 Personen gegenüber einer Zunahme von 2l)424 m der Vorwoche. Von dem katastrophalen Ausmaß der Arbeitslosigkeit speziell in Berlin und Brandenburg gewinnt man erst bei einem Vergleich mit. dem Winter vorigen Jahres eine Vorstellung, wo nach der wochenlangen scharsen Kältewelle die flöchstzahl der Arbeitsuchenden 398 000 betrug. Auf Grcß-Berlin entfielen in der Berichtswoche allein 324 103 Arbeitsuchende, auf die Provinz Brandenburg 134 660 und aus die Provinz Grenz- mark 13 452 Personen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempsänger in der Arbeitslosenversicherung stellte sich auf 286 60? und in der Krisenunterstützung aus 34 949, zusammen 321 556 Perionen. U« b« r 150 000 Arbeitsuchende gehören also zu den Ausgesteuerten, die keine Arbeitslosenunterstützung mehr beziehen und von der städtischen Wohls ahrtssürsorge erhalten werden müssen. Zahlen, aus denen ein für den glücklich Beschäftigten kaum vor- stellbares Elend spricht. Im einzelnen poird aus der Landwirtschaft berichtet, daß Entlassungen größeren Umfang«? hier nicht mehr stattgefunden haben.-Die Bergbaubetriebe waren noch gut beschäftigt, wenn auch schon stark auf Stapel gearbeitet werden muß, da der flotte Absatz der Brikettfabriten infolge der warmen Witterung stark nachgelassen hat. Als erfreuliches Zeichen ist aus der In- dustrie der Steine und Erden die Jnbetriebnayme verschie- dener Werke zu melden. Konjunkturpolltisch ist, daß die Abbaubewegung in de? Metallindustrie noch nicht zum Stillstand gekommen ist, teilweise sogar die Radio-, Telephon- und Schrauben- industri« stärker in Mitleidenschast gezogen hat. Elektroindustrie und Werkzeugbau melden dagegen ein« leichte Besserung. Das gleich« ist des dem Brandenburger Fahrzeugbau festzustellen, der insbesondere durch die lang anhaltende Fahrradkrise den Arbeits- markt schwer gedrückt hatte. In der Spinnstoffindustri« muß die Lag« noch als durchaus uneinheitlich bezeichnet werden. Im Bekleidungsgewerbe hat der Zugang Arbeitsuchender nachgelassen und auch in der Mäntelkonfektion konnten Werkstatt- und Heimarbesterinnen neue Beschäftigung finden. Invalidenversicherung und Wiiweureuie Aedevtsame Entscheidung de« Iieichsversicheiungsomt«. Die von ben deutschen Landesversicherungsanstalten ausgc- sprochen«, von maßgeblichen Stellen jedoch von vornherein a n g e- zweifelt« Ansicht, daß nach erfolgter Erstattung der Beiträge zur Invalidenversicherung der vor den, 1 Januar 1912 verstorbenen Versicherten auch auf Grund des Gesetzes über Leistungen in der Invalidenversicherung vom 12. Juli 1929 Witwenrente nach Artikel 3 dieses Gesetzes nicht gewährt werden könne, wird vom Reichsversicherungsamt nicht geteilt. Der neunte Revisionssenat des Reichsversicherungsamtes hat in seiner Sitzung vom 20. Januar 1930 folgenden, für Tausende hiervon betroffene Witwen wichtigen Grundsatz ausgesprochen: .Der Anspruch auf Hinterbliebenenfürsorge(Witwen- und Waisenrente)- nach Artikel 3 des Gesetzes über Leistungen' m der Invalidenversicherung vom'12.' Julj'IZZZMsichsgesetzbiall CL. 133) wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß die Hälft» der für den Versicherten entrichteten Beiträg« gemäß§ 31 des Gesetzes betreffend die Jnoaliditäts- und Altersversicherung vom 22. Juni 1889 oder § 44 des Invalid« nversicherungsgesetzes vom 13. Juli 1899 erstattet worden ist.- Die Landesversichenmgsanstalten. die bereits eine große An- zahl von Ansprüchen aus Hinterbliebenenfürsorg« wegen erfolgter Erstattung der Hat st« der Beiträge abgelehnt haben, wenden aus dieser grundsätzlichen Revisionsentscheidung für alle dies« Fälle die notwendigen Folgerungen ziehen müssen. Di« Entscheidung soll möglichst bald in den Amtlichen Nachrichten für Reichsversicherung veröffentlicht werden. Di« Entscheidung des Reicksversicherungs- omtes bedeutet ein« neue Belastung der Invalidenversicherung um mehrere Millionen. Hochspannung auf Samoa. Weitere Aktionen befürchtet. London. 25. Januar.(Eigenbericht.) In Samoa ist die Lage nach den neuesten hier eingetroffenen Mitteilungen wciler sehr gespannt. Augenblicklich ist das ganze Jnteresie des Landes auf die gerichtliche Obduktion der Leichen der während der Dezemberunruhen getöteten acht Eingebor«- nen und des europäischen Polizisten gerichtet. Es wird allgemein angenommen, daß�von festen des nationalistischen Verbandes Mau, der von den Behörden als hochverräterische Vereinigung verboten worden ist. weitere Aktionen geplant sind. Die Behörden haben sämtliche strategischen Punkte der Insel mit b e w a f f n e t e n Garden besetzt und weitgehende Maßnahmen getroffen, um wei- tere Unruhen zu unterdrücken. diktatorische Methoden ln Indonesien. Valaola. 25. Januar.(Eigenbericht.) Die indonesische Regierung ließ dem Dolksrat eine Denkschrift zu den süngsten Maßnahmen gegen die indonesische Nationalpartei zugehen, in der es heißt, daß die Ne- gierung dem Dolksrat gegenüber keinerlei Rechenschaft über die Art. wie sie sich von ihren Beamten beraten lasse, schuldig zu sein glaube. Di« Regierung lehne das Ansuchen ab, den Volks- rat schon setzt eingehend über das, was rechtzeitig aufgedeckt sei, zu informieren. Sie glaube die Gesellschaft gegen Leute von so wenig Verantwortungsbewußtsein wie die Führer der indonesisch n Rntionalpartei schützen zu müssen. Sobald die Untersuchung der „Verschwörung- abgeschlossen sei, werde die Regierung dem Voltsrat eine Üeb«rsicht über die Ergebnisse überreichen. Studentenverhafiungen in Kalkutta. Kalkutta. 25. Januar. An verschiedenen Stellen im Norden der Stadt wurden 73 junge Bengalen, meistens Studenten, verhaftet. Die Verhaftungen erfolgten auf Grund von p o l i z e in ch e n Haussuchungen, bei denen Flaschen mit Ehemikasien. Deiche. Bombenformen und eine Menge aufhetzerische Schriften b-schlag- nahmt wurden._ Amerikanische Botschaft in Pole». Di- amerikanische Gesandt-, schast in Warschau jst zur Botschaft erhoben worden. Präsident Hoover ernannte Alexander Moore, den gegenwärtigen Gesandten! in Peru, zum Boischafter in Warschau. l Fabrikant Pinke bekämpft die Arbeitslosigkeit. «Tut mir leid. Krause, daß ich Sie nach ZSsähriger Tätigkeit bei mir eailasseu muß. aber der Betrieb verträgt die Belastung nicht. Kommen Sie mal ia meine Wohnung, werde mich inzwischen nach Beschäftigung für Sie umsehen." ..hulda. ich Hab es mir überlegt. Der Betrieb läuft fast von alleiae. ganz stille Zeit jetzt. Fahren wir auf ein paar Wochen nach Sankt Moritz." „Ztusgezeichnet. lieber Krause, daß Sie kommen. wir wollen gerad verreisen. Ich Hab auch Arbeit für Sie. Sie können.. .. mal für fünfzig Pfennig meinen Koffer zum Auto tragen." Erfolg der Roggenverhandlungen Das doppelte Gesicht der �Deutschen Tageszeitung". Der erste Erfolg der deutsch-polnischen Roggenverhandlungen ist da. Wesen und Bedeutung der neuen Etappen für die deutsche Getreidewirtschaft zeigt deutlich das nachfolgende offenbar amtliche Eommuniquö: : wtrtir.�WiW Wi Siegelung der Roggenausfuhr ha ndell-es�-sich.. im jetzigen Stadstnn zunächst um ein Privarabkommen der Gerreide-Jnduftric- und Kommissions»A.-G. und der Bank Rolnp in Warschau. Di« Einzelheiten dieses 2kb» tommens können mit Rücksicht auf den beabsichtigten Zweck der Marktstützung nicht veröffentlicht werden. Wenn aber in«inigen Pressemeldungen behauptet wird, daß hier ein Abkommen auf Kosten Deuts chlands getroffen sei, so muß dem mit aller Schärfe widersprochen werden. In diesem Zusammenhange ist beachtlich, daß die„Deutsche Tageszeitung" zu der Besserung am Roggemnartte in ihrer Nummer 39 vom 23. Januar sich äußert wi« folgt: „Das Hauvtinteresse zog.der Roggenmarkt auf sich. Hier bewirkte die Meldung von einer erfolgreichen Beendigung der zwischen der deutschen und der polnischen Regierung schwebenden Verhandlungen bezüglich einheitlichen Vorgehens auf dem Well- markte eine beachtenswerte Befestigung der Stimmung." Im Roggcnexport lagen die tatsächlichen Verhältnisse bislang folgendermaßen: Deutschland und Polen haben sich in den nordischen Staaten, die in der Praxis allein als Abnehmer für deutschen Roggen in Frage kommen, in einer Weise unterboten, wie es volkswirtschaftlich nicht länger verantwortet werden kann. Die Preis« für polnischen und deutschen Roggen sind in den obigen Ländern vom Dezember bis in die letzten Tage von 8,50 Gulden pro Doppelzentner auf 6,50 Gulden zurückgegangen, das heißt Deutschland und Polen verschleuderten ihren Roggen zum Preise von 5,50 M. pro Zentner und subventionierten damit die Volksernährung in den Abnehmerstaaten. Außer- dem lieserten sie damit billige» Futter für das Vieh, welches nachher nach Deutschland hereinkommt und auf die Märkte drückt. Es ist geradezu kastrophal, daß wir in Deutschland für Hunderte von Millionen Futter in Form von Gerste und Mais einführen und gleichzestig unseren Roggen an die stärksten Kon- kurrenten der deutschen Landwirtschaft wegwerfen. Die deutsche und die polnisch« Konkurrenz um die außerdeutschen Märkte ohne Rücksicht auf den Preis ist im Interesse der deutschen Volkswirtschaft auf die Dauer weder erträglich noch zu verantworten.' Wenn nun aus deurscher und polnischer Seite Einigkeit darüber besteht, daß ein solches Verfahren in MMttdeM Ma�. unerträglich wird,.und daß ein westeres'Wettrennen zu'einem völligen Zusammenbruch W Raggenpreises führen muß, so sollte man diese Einsicht begrüßen. Man sollte verstehen lernen, daß ein« solch« Lösung auch die beste Stütze für den Roggenmarkt in Deutschland ist, Das ist auch das Wesen der Abmachung. Selbstverständlich kauft die GetreidÄommisstons-A.-G. nicht polnischen Roggen, um ihn in Deutschland abzusetzen, sondern sie stiert sich für eine gewisse Zeit die ausschließliche Verfügung über den polnischen Export, um so dem deutschen Roggen durch Ausschaltung der unerwünschten Konkurrenz höhere Preise zu ermöglichen. Selbstverständlich wird der Export deutschen Roggens, der übrigens nie unterbrochen war, daneben sortgesetzt. * Dieser erste, von der Produktenbörse durch eine Preissteigerung sofort anerkannt« Erfolg der auch von der Sozialdemokratie stark geförderten, an der Marktregelung orientierten Agrarpolitik. hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Bedeutung. D«r Zollkrieg mit Polen ist n o ch n i ch t beendet. Die beiden Länder haben aber bewiesen, daß sie zusammenarbeiten k ö n n« n. Dazu kommt erst der unmittelbare Nutzen für die Landwirtschaft. Um so schärfer muß man den Neidern dieses ersten erfolg- reichen Schrittes auf neuen Wegen auf die Finger sehen. Gestern haben wir die„Deutsche Tageszeiiung" wegen ihrer geifernden Demagogie, die freilich dem privaten Getreidehandel nur zu gut zu Gesichte steht, zurechtweisen müssen. Heute zeigt das obige Zitat des Kommuniques, das auch aus der„Deutschen Tageszeitung" stammt, daß der H rindelsteil dieses Blattes etwas mehr Verständnis für Wahrheit, landwirtschaftliches Jnteresse und politischen An- stand hat. Eine Schlappe für Zaleski. O.spositionssonds gekürzt. Warschau, 25. Januar.(Eigenbericht.) ver Haushallsausschuß des Sejm hat vou dem vlsposillons- fonds des Auheaminlster» drei Alillioneu Zloty ge- striche a. trotzdem Außenminister Zaleski iu der Debatte ge- droht Halle. In einem solchen Falle die Konsequenzen zu ziehen. Der Beweggrund für die Streichung ist die Unzulänglichkeit und schädliche Propagandatätigkeit de« polnischen Außenamles. Zasbe- sondere übte hierbei der Berichterstatter, der Sozialist E z a p i n s k i, scharfe Kritik an der Verwendung der Gelder, die zur polnischen Auslandspropaganda bestimmt sind. In dem belrcssendcn amtlichen Bericht fände man schon ans Seite 1 sechs Positionen, die sich auf den bekannten zeitgenössischen polnischen Schriftsteller Kaden- Vand.ro wski bezögen, der der offizielle verHerr. licher des gegenwärtigen Regimes fei. Es figurierten dort llcber- sehungrn seiner Rovellcu, eine Reise nach Frankreich mit Vor- trägen und eine llebersehung seine» Buches„General Darcz" in» Deutsche. Aus einem anderen offiziell geförderlen Propa- gandawdrk. dem von dem Franzosen Carency verfaßte» Buch„Josefs PilsndfN, der Soldat des wiedergeborenen Polens", erfahre man. daß da» gegenwärtige Polen nur zwei Auswege habe. entweder Reuwahlen oder Staalsstrelch. Der frühere Sejmmarscholl Rataj quittierte diese Feststellung des Verichterstatters mit der Bemerkung:„Welch glänzende Wirts chaftspropa- gand«!' Die llnterstühungsgelder für die Arbeitslosen wurden aus Antrag der Regierung von IS Millionen auf 33 Millionen Zloty erhöh«. Die Zahl der Erwerbslosen beträgt in Polen gegenwärtig 232 664 Personen. Mobilmackungsorder eniziffert. Paraguays neue Klage in Genf. Genf, 25. Januar. Nach einer Mitteilung des paraguayischen Gesandten in Paris an den Generalsekretär des Völkerbundes hat die paraguayische Re- gierung ein zweites drahtloses Telegramm der bolivianischen Heeresleitung aufgefangen und entziffern können. In diesem Telegramm werden weitere Anweisungen für die Dorberei- tung einer allgemeinen Offensive gegeben und gleichzeitig nach dem Verbleib eines Fliegers gefragt, von dem anscheinend an- genommen wird, daß«r abgestürzt Ist. Die paraguayische Regierung. so heißt es in der Mitteilung an den Generalsekretär zum Schluß, bringt diese Vorgänge zur Kenntnis, damit, wenn der Friede ge- stört werden sollt«, die Verantwortlichkeit klargestellt ist. Der Generalsekretär hat auch diese dritte Mitteilung der para- guayischcn Regierung sofort an die Ratsmitglieder und an die boliotonlsche Regierung weitergegeben. Von dieser ist heute abend ebenfalls«sn« neue Rote beim Völkerbund eingetroffen, in der sie erneut die Anschuldigungen Paraguays zurückweist, Oer Bergetat. Hoher Reingewinn— geringe Löhne. In der im Preußischen Landtag am Sonnabend, dem 25. Januar fortgesetzten zweiten Lesung»es Bergetats be.lag!« sich Abg. Harlmaaa(Dem.) über die Cinschräntung der Gruben- kcntrolle im Dortmunder Bezirk. Die Rationalisierung und Tech- nisierung un Bergbau habe leider keine Preissenkung hsrbeigejührt. Es seien Gruben stillgelegt worden und die Preise für Kohle erhöht worden. Daß die Arbeiter ihre volle Kraft dein Bergbau einsetzen, beweis« die Tatsache daß die Leistung des ein- zelnsn gegen tllIZ um 3l),g Pro.� gestiegen sei Abg. Dr. Schmidt-Höpke fWirtschp.) wende: sich gegen die Kon- kurrenz der ausländischen Kohle, insbesondere gegen die Einführung der englischen Kohle. Auch die Erhöhung der Einfuhr aus Hollnich müsse verhindert werden. Nach Abschluß des Handelsver- träges mit Polen werde durch die«ingeführte polnische Kohle auch der oberschlesiisch« Bergbau geschädigt Der saarländisch« Bergbau dürfe unter keinen Umstünden französtsieit werden. Abg Pohl lDt. Fraktion) sieht in der Gewinnsteigerung der Syndikate und Trusts den Grund für die Erhöhung der Ver- btaucherpreife für Gas, Elektrizität und Wasser. Diese Entwicklung könne der Staat nicht verhindern, weil er sich selbst an solchen Ge- sellschaften beteilige. Die Ralionalisierung durch die Maschine Lü.fe Vicht auf Kosten der menschlichen Arbeitskraft ins Endlose fort- gesetzt werden. Abg Jakobs(Soz.): In diesem Jahr« sind die Klagelicher von der R« chten und von der Regierungsbank über den notieidenden Bergbau vermummt. Es ist auch wirklich ein Grund zu klagen nicht mehr vorhanden, denn selbst in den schlechten Konjunrturjahren haben die Unternehmer immer noch 13—14 Millionen Mark Reingewinn aus dem Bergbau herausgewirtschasrek. Grund zum Klagen Hot heule nur der Lergarbellcr, der im Verhällnla zu seiner schwe en und gefahrvollen Arbeit viel zu gering entlohnt wird. (Sehr wahr! bei den Soz.) Das beweist anr besten die Tatsache, daß einer Leistungssteigerung von 7,3 Pro,, seit dem Vorjahre«rn« Lohnsteigerung von mar 2'A Proz. gegenübersteht(Hört, hört! bei den Soz.) Und dabei glaubt man noch, die Bergarbeiter vor Lohn- kämpsen warnen zu müssen! Wer kann es ihnen da verdenken, daß sie sich mit oller Energie dafür einsetzen, sich bessere Lobensbebin- oün'gen zu erkämpfen? Hier sollte der PrioatuMernehmer ebenso handeln wie der Staat, der in schlechten Zeiten die Bergarbeiter zu hallen versucht und nicht entläßt. Aver vislsach werden sofort nach den Entlassungen neue Arbeitskräfte einoe- stellt, um unliebsame f r e i g« w e r k f ch a f t l i ch Or- ganislerte loszuwerden.(Hört, hört! bei den Soz.) Wir begrützen, daß die Uns a'.tjjis set i m allgemeinen zurückgegangen ist. Aber in einigen Bergrevieren ist sie immer noch erschreckend hoch, und merkwürdigerweise sind es immer dieselben Reviere, in denen wir diese Tatsache lest- stellen müssen. Es ist Aufgabe des Grubenstcherheitsamtes, chier nach den Ursachen zu forschen. Wenn man will, sind diese sehr leicht zu sinken: das P rä in i e n s y st c m und die Ar bei' nach der Stoppuhr. Bei Beurteilung dieser Frage sollte nicht nur das Prositintcressc des Unlernchmers maßgebend sein. Das Prämienjy'tem ist ein mörderisches System, das viel« Bergarbeiter zugrunde gerichtet hat. Auch die Zahl der Unfälle durch Schuß- Verletzungen ist erschreckend hoch und die Bergbehörde sollte au ihrer Herabiyinderung das beste Schutzmstenr einführen, das es gibt. Die fortschreitende Technisierung des' Bergbäues bat schwer« Schädigün-' gen der. Gesundheit, der Bergarbeiter gebracht. Deshalb müsstn das Augenzittern. Nerven-errüttüngen und Schädigungen des Gehörs auch endlich als Berussktankheiten anerkannt werden. Gegenüber der Behauptung des Herrn Abg. vor, Waldthaufen, daß der Nachwuchs im Bergbau fehle, ist sestzustellen, daß junge Leute lm Aller von lö— 20 Zahrea keine Bejchästl. gung im Bergbau finden können. (Hört, hört! bei den Soz.) Die Unternehmer bevorzugen für die schwere Arbeit unter Tage meist Männer von 20�10 Jahren. Darüber gibt uns die vorliegend« Altersstatistck genaue Auskunft. Sie beweist, dag der Umernehmer im Bergbau jugendliche Arbeiter noch nicht gebrauchen kann und daß ältere Arbeiter keine Arbeit Mehr finden, weil sie nicht mehr zu gebrauchen sind.(Hört, hört! bei den Soz.) Der Nachwuchs im Bergbau wird da fein, wenn die Unternehmer jugendliche Arbeiter einstellen und vor allen Dingen die Lohn- und Arbeitsbedingungen verbessern.(Sehr wahr! bei den Soz.) Der Redner wendet sich sodann noch gegen Ausführungen des kommlüiistischen Redners. Unbeirrt durch das iommunistrsche Ee- kläff werde die sozialdemokratische Fraktion alles tun, um die Lebenslage auch des Bergarbeiters zu heben.(Bestall bei den Soz.) Präsident Dr. voa kries ruft den Redner wegen des Ausdrucks „Gekläfs" zur Ordnung. Abg. Marlin(Dnat.) fordert, daß das Saargebiet bedingungs- los an Deutschland zurückgegeben werden muß. Das Grubensicher- heitsomt habe zur Zufriedenheit gearbeitet Aus nationalen Grün- den müsse der Erzbergbau eihallen und gefördert werden. Abg. Harsch iZ.) bezeichnet die Lage des Bergbaus im abgelaufenen Jahr als nicht schlecht, trotz der entftrlllen Bilanzen der Unternehmer. Die deutschen Unternehmer sollten sich in ihrem Ver- halten gegenüber den Bergarbeitern die holländischen Unternehmer zum Muster nehmen. Abg. Abel(Komm) erklärt, daß das gute Geschäft der Berg- bauinduftrie aus Kosten der Gesundheit der Bergarbeiter gemacht sei. Wie die Produktionssleigerung zustande gekommen ist. zeige die Unfallstatistik. Der Redner polemisiert in seinen weiteren Ausführungen hauptsächlich gegen die Sozialdemokraten. Abg. G'.ütsr(Wirtschp) bedauert, daß keine der bürgerlichen Parteien ein Wort für den notleidenden Miltelstand gefunden hat. Abg. Otter-Bochum(Soz.): weist die Angriffe zurück, die Abg. von Waidthausen(Dnat.) gegen ihn erhoben hat. Er Hase nicht ungerecht die Boiwü.i'e gegen sie Gewerkschaft„Ewald" erhoben, an der Herr von Waldihauien beteiligt ist. Er habe die Oessentlichkeil angerufen und Mißstände zur Anzeige gebracht, um die Wiederherstellung gesetzlicher Zustände auf den„Ewald"-Schächten zu erzwingen So habe man uiweietz'ich auf einem Schacht die Arbeitszeit bei Uebertemperatur von 6 Stun- den auf 7A Stunden erhöht. Die Benn'ung auf das Ueberzei:- abkommen sei, da es sich hier um«ine gesetzliche Regelung handelt, also völlig ungerechtfertigt. In der brutalsten Weise habe auch der Generaldirektor der Gewerkschaft Beamten und Arbeitern gegen- über, wenn ihm die Förderung nicht hoch genug schien, mit Eni- lassung und Maßregelung gedroht. Einem Fördermaichi- nisten sei die Qualifikation entzcgen worden, nur weil er bei der B'lrisbsrätev'aM die frei�ewerki-�af'lich- Lst'e unterzeichnet b�e. Nach jahrzehntelanger einwandfreier Arbeit habe man diesen Mann zwingen wollen, einen Revers zu unterschreiben, der bescheinigt, daß er abzutreten habe, weil die weitere Ausübung'eines Amtes eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Belegschast bilde. lHört. hört! �bei den Soz.) Ebenso bedeute das dort eingerissene System des Streichens von Förderwogen, well diese angeblich nicht aenug Kohlen en.halten. einen Diebstahl am Lohn der Bergarbeiter. Bei alledem sei der Höchlstohn auf diesen Schächten noch um eine Mark niedriger als der Durchschnittslohn-im übrigen Ruhrxebiet. Nur das Jnteresie der Bergarbeiter habe ihn nach den Angriffen des Herrn Waldthauscn dazu gebracht, dies unglaublichen Zustände vor aller Oesfentlichkeit zu wiederholen.(Beifall bei den Soz.) Abg. Daldlhauseu(Dnat.) polemisiert gegen die Aueführungen des Borredners, die er, soweit er über die einzelnen Punkte informiert sei. nicht als richtig anerkennen könne. Nach weiteren Ausführungen des Abg. Hillenbraud(Z.) wird die Generaldebatte über den Bergetat geschlossen. Die Beratuna der Einzeltitel des Haushalts wird auf Montag, 27 Januar, 12 Uhr, vertagt. Außerdem steht die zweite Lesung des Domänenetats noch auf der Tagesordnung. Die Varieiarbeit auf dem Lande. Tagung des Beirates der Agra»po!itischen Zentrale beim parteivorflaad. Am 24. Januar tagte im Reichstage erstmalig der Beirat der Agrarpolitischen Zentrale beim.Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei unter dem Vorsitz des Genossen Hans Bogel vom Parteivorstand. Der Parteioorstand hat in den Beirat die Genossen Dr. Eduard D a vi d- Berlin, Hermann Tempel-Leer. Dr. Hans W i l b r a n d t- Berlin, Walter K w a s n i t< Berlin. Staatssekretär Hans K r ü g er- Berlin, Fr. L a r s s e n- Königsberg, Hans G e n t n e r- Pegnitz, Hermann P« t e r s- Hochdonn und Karl Maurer- Qauienboch berufen. Ferner hat der Parteivorstand die Genossen Marie Juchacz, Johannes Stelling und Hans Bogel, letz- teren als Borsitzenden, in den Beirat entsandt. Ueber die Aufgaben der Agrarpolitischen Zentrale und ihres Beirates referierte der zum Leiter der Zentrale bestellte Genosse Dr. Lipschitz und umriß die Ausgaben der Zentrale wie folgt: 1. Versorgung der Parteipresse und der Bezirke mit agrarpoli- tischem Mate'.'al, 2. Zusammenarbeit mit den Fraktionen des Reichs- tages und der Landlage in den Länder bei agrarpolitsichen Gesetzen zwecks Vereinheitlichung der Gesetzgebung im ganzen Reiche, 3. Schu- lung von Reimern für die Landagitation in besondere» Schulungskursen in den Bezirken. Er bezeichnete die Werbung auf dem Lande als besonders wich» tig, well die Partei 1S28 im Vergleich zu 1S12 tatsächlich einen geringeren Prozentsatz an St:mmen erhalten habe. Es sei möglich, neben den Landarbeitern auch eine große Anzahl von Klein- dauern für die Partei zu gewinnen. Nach der letzten landwirt- schaftlichen Berufs- und Betriebszählung kämen hierfür, wenn wir nur die Betriebe bis 5 Hektar berücksichtigen, 3 S68 431 Betriebsinhaber mit ihren Familienangehörigen, also rund 6 Millionen Menschen in Betracht. Es sei notwendig, für die Landagftation mit ländlichen Verhältnissen vertraute Genosien zu gewinnen und vor allen Dingen auch die Frauen der Kleinbauern für di« Partei zu interessieren. Dies sei möglich, wenn man ihnen zeig«, wie die Sozial- demokratie bestrebt sei, praktisch« Hil'sarbeit für die Landbevölkerung zu leisten. Die Bildung eines Reichsausschusies für die Agrarpoli- tische Zentrale sei in Aussicht genommen, eine Einteiinng der Unterbezirke in Agitationsbezirke müsse erwogen werden. Für die Ver- sorgung der Redner mit Material sei die Herausgabe eines besonderen Wahlhandbuches für die läwdlr'en Bezirke in Betracht zu z ehen. Die Aufgabe des Beirats fei es, die Zentrale in allen Dingen zu unterstützen und zu beraten, alle wichtigen Fragen gemeinsam durchzusprechen und dazu Beschlüsse zu fassen, die den Fraktionen des Reichstages und der Landtage unterbreitet werden müßten. In der sehr umfangreichen Aussprache, an der sich samt- liche Genosien beteiligten, wurden die in Aussicht genommenen Arbeiten der Agrarpolitischen Zentrale gutgeheißen und zahlreiche Anregungen in bezug auf die Versorgung der Poesie und der Be- zirke mit Material gegeben. Jnsonderheil wurde die Möglichkeit der Herausgab« einer Agrarkoereipondenz bM. londwirtschaft- licher Beilagen zu den Parteizeitungen erörtert und im allgememen befürwonet, daß die Bezirke in Verbindung mit der Agrarpolitischen Zentrale wenigstens in den Wintermonaten besondere Agitaiions- schriften für das Land herausgeben. Das Eireichholzmonopol. Im Auö'�vß verabschiedet. Der Aueschuh für den Reichshaushast konnte in ssiner Sonn- abendsitzung den Entwurf eines Zündwarenmonopolgesctzes verab- schieden, nachdem es in langwierigen Beratungen gelungen war, eine Einigung unter den in der Regierung vertretenen Parteien und zwischen diesen Parteien und der Reichsregierung zu erzielen. Es lag eine große Zahl von Anträgen vor Bon diesen wurden hie volks- parteilichen Anträge im Laufe der Beratung zugunsten einiger Kom« promißanträge der Regierungsparteien zurückgezogen. Die Anträge der Deutschnationalen, der Wirlschastspartei und der Kommunisten wurden abgelehnt. Durch die Annahm« des Zündwarenrnonopolgesetzes ist zugleich die langfristige, zehn Jahre unkündbar« An'eihe in Höh« po» 12S Mill. Dollar, verzinslich zu 6 Proz.jährl>ch. gesichert, die die Firma Kreuger u. Toll in Amsterdam dem Deutschen Reich angeboten hatte. Der Reichssinanzminister Dr. Äoldenhauer hat zugesichert, bei der zweiten Beratung des Monopolgesctzes im Plenum des Reichstags am Moniag ausführlich auf die Einzelheiten dieser Anleihe in Der- bindung mit seinen Darlegungen über die Kassen läge des Reiches einzugehen. .ZweMng- Ulayr. Der- von einem Münchener Gericht»eg«n Beleidicmn� des Reich sbannersühters Hauptmann a. D. H. Mayr zu 6 Wochen Gefängnis verurteilte verantwortliche Redakteur.'der sozialdemokratüchen„Plauener Voltszestung", Z w e i l i n g, wjrd— wie uns aus Plauen mitgeleiU wird— gegen das Urteil Berufung einlegen. heimwehr und Vaueruwshr. Der Bannfluch von Pabsts Heim- ivehrleitung gegen die landbündlerischen Bauernwehren hat dem Christlichsozialen Reichsbouernrat zu dem Beschluß Anlaß gegeben. sich an den Baucrnwehren nicht zu beteiligen. Das kann sehr wohl seinen Grund in dem Wunsch haben, bei Pabst zu bleiben, um ihn zu überwachen. Ein„britischer Reichewirkschaftsrat". Macdonald kündigt« im Unterhaus die Einsetzung eines Wirtschaftsausschusies unter seinem eigenen Vorsitz an. (Gewerkschaftliches siehe 2. Beilage.) iNroniniortlid)'tlr Politik: Dr. ttnrt S«q«r! fflittfrfyift-®. Nli-aeihiit«»: Gkvmkschatl-bcwcgung. 3. SitiBti; ftmUeton: t«. ZohM Scbiiowstii Lokal«« und Lonsliaco iir,» Narslädt: Snrciac»! Td.®l»S«: lämllud in Berlin. Benag: Borwäns-BeNoa S. m d. K. Berlin Ptutf: Borwärls-Buliidruckeret und BcrlaasonNali Toni Sinfltr». Co.. Berlin S® ii» Lindenftrake 8. 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Beilage des Vorwärts Sonntag. 26. Lanuar 1930 Man MAß einen„Alimententag''en bekl-csten Ehemann. Denn das ist ein gewandter und gerissener Geschäfts- inan», der weiß, wie man solche Dinge schaukell. Er bestreitet seine Zahlungsverpflichtung nicht, er will nur erst dann zahlen,„wenn er zureichenden Verdienst hat". Angeblich hat er im abgelaufenen Jahr keinen, absolut keinen Verdienst gelabt. Merkwürd'gerweise hat er aber trotzdem weder Arbeitslosen-, noch Ztotstandsunter- ftützung, noch wenigstens das Armenrccht beantragt. Auf langes Zureden erklärt er sich schließlich- bereit, ab tö. Januar Pimente- in Höhe psn IS M.-wöchentlich- zu-zahlen. Für die vergangene Zeit will ex erst gar nichts, schließlich ab 45. Dezember doch Alimente in derselben Höhe zahl»», wenn er sie mit-3-M. wöchentlich abstottern kann. Ucber die Höhe seines Einkommens wird nicht diskutiert, die „Vertreterin" der Klägerin gehi.auf alle,[eine Vorschläge ein; und auf seinen immer wiederholten Einwand, er könne nicht zah'en, auch wenn er wolle, bekommt er schließlich von dem jungen Richter die Rechtsbelehrung, es handele sich ja jetzt n u r um Feststellung der Ansprüche der Klägerin, ob er sie nachher erfülle, sei eine andere Sache; es gäbe da ja noch so viel Einwände und Möglichkeiten... Ach, dieser smarte Herr hatte diese Rechtsbelehrung wahrhaftig nicht nötig! Belustigt verziohen sich seine Lippen: Bei diesem Richter wäre es schließlich gar nicht nötig gewesen, Armutstoilette zu machen und sich den alten Mantel anzuziehen(daß unter dem alten Mantel «in paar sehr gepflegter Hosenbeine hervorgucken, die ihren Schneider loben, das sieht man ja vom Richtertisch aus nicht!). Der Vergleich kaim binnen acht Tagen widerrufen werden, wenn die Klientin wüßte, wie er zustandegekommen ist... Die nächsten Parteien sind andere Kaliber: Hier bleibt einer dem anderen nichts schuldig. Sie hat ein« Zeugin laden lassen, aber die wohnt jetzt mit dem geschiedenen Ehemann zusammen und schwört, was verlangt wird: Nie hat sie von ihm Geld oder Ge- schenke bekommen, außer einem Hund und zehn Mark zu Weih- nachten! Und er habe noch viel weniger Einkommen, denn kom!- schcrweise ist gerade vor fünf Tagen bei seinem Arbeitgeber Arbeits- Mangel ausgebrochen, trotzdem sonst doch alle Friseure Hochsa'son haben. Aber in ihrem guten Willen geht die Zeugin zu weit, Plötz- lieh fängt sie an, sich ausfüh-rlich über die moralischen Qualifikationen der Klägerin zu verbreiten, eine ZuHörerin mischt sich ein, und es droht sich eine wahre Amazonenschlacht zu entwickeln, da greift der Richter ein und wie«ine kalte Dusche beruhigt sein:„Die Zeugin bleibt unvereidigt' die erregten Gemüter. Ja, blinder Eifer schadet nur.... So schlimm kommt es ja nun nicht immer: aber um di« Wahr- hell zu sagen, auch die Parteien, die sich mit falscher vornchnilyd! drapieren, wirken um nichts sympathischer, und sie bieten durchaus kein erfreuliches Schauspiel für einen Menschenfreund. Gewiß ist die Frau yieist die materiell. Schwächere und man wird ihr darum gern jeden Schutz zubilligem- Aber in der Wahrnehmung ihrer Rechte ist sie oftmals nicht wcuiger rücksichtslos als der Mann, mau kann am Alimententag auch Fälle erleben, die Weininger-und Striudbcrg begeistert als Beweis ihrer Anschauungen proklamiert hätten. In der Mehrzahl bleibt die Sache unentschieden vor der höheren Gerechtigkeit Es sträubt sich irgend was in uns, bief: Menschen abzuurteilen, denn von dem kleinen Mädchen an, das sich aus der Zahl der möglichen Väter den wohlhabendsten heraussucht, bis zu dem Ehemann, der sich vor der Versorgung von Frau und Kindern drücken will(weil er„von-der Frau nischt mehr hat), sind sie ja nichts anderes, als die Produkte traurigster Verhältnisse. Äas Stettiner Straßenbahnunglück Noch zwei Personen gestorben, insgesamt 5 Tote. bald in Paris eintreffen, um sich im einzelnen über die Betrüger- gruppe zu unterrichten, der außer Nataschatir und Nemirowski noch ein 37jähriger Russe K i r s n i r und eine 3Sjährige Polin C ha j- k re s o n angehören. Stettin, 25. Januar. Nach den bisherigen polizeilichen Feststellungen sind bei dem furchtbaren Straßenbahnunglück, das sich hier am Sonnabend früh zutrug, insgesamt fünf Menschenleben zu beklagen. während zwei Personen sofort tot waren, verstorben drei weitere bald daraus im Krankenhaus. Außer diesen fünf Todesopfern sor- derte dos Unglück noch 21 v e r l e h l e. bei denen es sich zum größten Teil um Frauen handelt Nach dem Unglück wurde sofort die Feuer- wehr benachrichtigt, die den wagea heben mußte. Die verletzten fanden in einer Gastwirtschaft erste Ausnahme. Sämtliche Krankenwagen der Feuerwehr waren zur Stelle. Die Toten, die schwer ver- stümmelt waren und wahrscheinlich zwischen wagen und hauswand erdrückt worden sind, wurden nach der Leichenhalle befördert Die Straße war mit Glassptiltern übersät Nach Mitteilungen des sofort vernommenen Führers des Wagens waren beide Wagen, namentlich der Anhänger, nicht nur im Innern, sondern auch auf der Plattform st a r k b c s e tz t. Die Rcichsbahndlrektion Stettin entsandte zwei Sachverständige, die fest- stellten, daß die Anlage der Kurve, an der die Entgleisung geschah. durchaus sachgemäß erfolgt ist und daß auch die Schienen sich in einem einwandfreien Zustand befinden. Das Unglück wird aber trotzdem auf technische Mängel besonderer Art zurückgeführt. Es wird Aufgabe der Strafverfolgungsbchörden sein, festzustellen, ob menschliches Verschulden in Betracht konnnt. Großbeirüger in Paris verbastei. Ueber eine Million Mark in Deutschland veruntreut. Di« Polizei hat kürzlich in einem Hotel den-40 Jahre allen aus Riga gebürtigen Isaak Nataschatir verhaftet, der von der Polizei mehrerer Länder, darunter auch der deutschen Pol,- zei, gesucht wird. Bei dem Verhör hat, wie die„Ageuce Havas' berichtet. Nataschatir der französischen Polizei zugegeben, daß er die ihm in Deutschland zur Last gelegten Pelrügereleu in höhe von über einer Million Mark verübt hat Die deutschen Behörden haben auf diplomatischem Wege die Auslieferung Nataschatirs sowie seines Helfershelfers Nemirowski beantragt Die Auslieferung Nataschatirs wird erfolgen, wenn er sich wegen der ihm hier zur Läst gelegten Dergehen verantwortet haben wird,— Nach einer Agentur-Meldung werden deutsche Kriminalbeamte alz- Tragödie der Ginsamen. Versuchter Selbstmord einer Sreifln und ihres Sohnes. Mit schweren vergiftungrerschelnungen wurden am Sonnabend In ihrer Wohnung in der Sächsischen S t r a ß e 72 die 6ü Jahre alte Frau Anna£ a b o j ch i n und ihr 29 Jahre alter Sohn, Dr. hon»£ a b o s ch i n. aufgefunden. Da beide noch Lebens- zeichen von sich gaben, so brachte man sie noch dem Achenbach- Krankenhaus. Sie hatten Verona! und Morphium in größeren Mengen zu sich genommen, was Mutter und Sohn, die seit Jahren ein Einsiedlerleben führten, zu dem Selbstmordversuch ver- anlaßt hat, ließ sich bisher nicht feststellen. Das letzte Mittel. Die Verzweiflungstat eines Erfinders. Oer Raubübersoll in der AEG., bei dem der langjährige Angestellte des Vetriebe» h. am lg. Dezember v. J. versuchte, sich unter Vottäuschung einer Explosion im Zahlroum Lohn- geldcr anzueignen, beschäftigte das Schöffengericht Verlin- Mille. Der Angeklagt«, der sich wegen versuchten Raubes zu verantworten hafte, war seit 10 Jahren technischer An- gestellter d«r AEG. und hatte in letzter Zeit als Betriebs» kalkulator gearbestet Neben dieser Beschäftigung arbeitete er an einigen Erfindungen, durch deren Patentierung er hoffte, bald be- ruflich weiter zu kommen. In dem Werkstattschuppen eines Eisen- bahngeländes montiert« er seine Modell«. Die Schwierigkeft seiner Arbeit bestand für chn in der Beschaffung der Gelder, die er zur Verwirklichung seiner Patent« braucht«. Vor einigen Jahren hatte er sich an die Direktion der AEG. gewandt, die um seine Privat- arbeit wußte, und von ihr einen größeren Vorschuß erhallen, den er aber wieder abzahlen mußte. Lange Zell hindurch wurde er durch einen befreundeten Bankier finanziert und sein Unglück war, daß dieser Freund im letzten Herbst Konkurs anmelden mußte. Da- durch wurden für dm Anaeklagtm, dessen Schuld«« sich auf etwa LZOiW M. bcticfcn, eine Reihe nun Wechseln fällig, die insgesamt einen Betrug von fast 1«',' WO M. ausmachten und für die er meistens gebürgt oder die er akzeptiert b-atte. �ief« fr» anzielte Kata» st r o p h e führte einen?t«rve»zufammcnbruch des Ange- klagten herbei. Er biieb unentschnkdigt aus dem Büro fort und irrte i» Berlin und In der Provinz herum. Als er wiederkam, wurde er s r i st 1 o s c n t.l a s f« n. Da entschloß er sich, durch«ine Gewalttat aus seiner bedrängten Lage herauszukommen. Am 19. Dezember, einem Zahltage, ging er in das Lohnbüro der AEG und nahm zwei Rauchenrwicklungskörpcr mit sich. Er beabsichtigte, an den offenen Fenstern Knallfrösche anzuzünden, um die Ange stell» ten fortzulocken, in dem Zahlrmim feine Rauchentwilklungskörper anzuzünden und in der allgemeinen Bcrwirnmg möglichst viel Geld, das die Beamten gerade fortierten, an sich zu nehmen. Der Plan gelangte jedoch nicht zur Ausführung. Schon im Vorraum, als er feinen ersten Rauchlörper anzündete, wurde er von einem Beamten aufgehalten, fo daß er die an sich ungefährlich« Büchse hinfallen si«ß und flüchtete. Irgendein Schaden war noch nicht entstanden. Der Staatsanwalt hielt darauf nach der Beweisousnahme seine An» klage nicht mehr aufrecht, da der Angeklagte keine Gewalt angewandt hatte und nur durch eine psychische Täuschung zu seinem Ziel gelangen wollt«. Das Gericht schloß sich feiner Meinung an, verurteilte den Angeklagten wegen versuchten Dieb- stahls zu 4 Monaten Gefängnis und billigte ihm Be- Währungsfrist zu. Das Djsziplinarverfahren gegen Vöß. Abschlußvernehmung Mitte Jebruar. Das Disziplinarverfahren gegen Oberbürgermeister Döß wird in diesen Tagen abgeschlossen werden können, nachdem! noch in den lehlen Tagen einige Zeugen vernommen morden sind, die vom Oberbürgermeister Voß selbst genannt worden waren. Voraussichtlich schon Mitte Februar wird Oberrogierungsrat Tapolski Oberbürgermeister Büß und dessen Verteidiger die offizielle Mitteilung machen, daß«r zur Abschlußvernehmung schreiten will, und zu diesem Zwecke dem Berteidiger das gesamte Aktenmaterial -aushändigen, damit der Rechtsbeistand des Oberbürgermeisters Stellung nehmen kann. Es ist dies«ine in allen Dlfziplinarverfahren gebräuchlich« Hebung, da bei der letzten zusammenfassenden Dar- srcllung der Angeschuldigte in Gegenwart seine» Anwaltes noch zu i Fragen Stellung nehmen kann, die ihn etwa belasten. Man kann damit rechnen, daß etwa am 29. Februar die Abfchluhverneh nunz des Oberbürgermeisters erfolgen wird und daß dann die Akten dem Oberpräsidcnten zur letzten Entscheidung vorgelegt werden. Es läßt .sich heut« noch nicht übersehen, ob sich der Bezirksausschuß über- Haupt mit den Oberbürgermeister Böh zur Last gelegten Dingen zu beschäftigen haben wird oder ob es zu einer Einstellung des Der- fahrens kommt. Sollte eine förmliche Derhandlung sich an das Borversohren anknüpfen, dann wäre allerdings kaum damit zu rechnen, daß der Bezirksausschuß vor dem April oder Mai dieses Jahres mit der Angelegenheit besaßt werden kann. Immerhin ist jedoch schon im nächsten Monat, wenn völlig« Klarheit über das Ergebnis der Mitteilungen durch den Disziplinar- richter herrscht, der Wog für offizielle Berhandlnngen zwischen der Stadtverordnetenversammlung und dem Oberbürgermeister über seinen definitiven Rücktritt und die Höhe der-zu gewährend«» j Pension frei. Tagung der Verkehrswacht. Die Deutsche Berkehrswocht E. B. als Fachorganisation der örtlichen Verkehrswachten im Reich begann gestern mit ihrer Ta- gung im Landwehrosiizlerkasino. Zahlreiche Vertreier aus den Pro- vinzstädten, sowie die der Reichs- und Staatsbehörden, insbesondere der Aerkehcsgesellschasten, d«r Post, der Reichsbahn, auch des Ber- lirrcr Mogistrals nahmen an dieser Tagung teil. Der Vorsitzende Kaufmann führte in seiner Begrüßungsansprache aus, daß die Verkehrsuxicht keine Wacht über den Verkehr darstellen wolle, wohl ober eine Wach: im Verkehr, die bei der Bevölkerung dahin wirken will, daß durch Selbstzucht und«Selbstschutz die Sicherheit der Straße gewahrleistet wird. Er konnte serner mitteilen, daß In Hesse n und Brau n schweig bereits in den Schulen der Verkehrs- Die Kasse in der Hosentasche. Tolle Zustände bei der Technischen Noihilse. Der verlagsangestellle Lohmann wurde gestern wegen Unlcrschlagung in Verbindung mit Untreue und doppeller Urkundenfälschung zu einem?ohr Gefängnis ohne Bewilligung einer Bewährungsfrist verurteilt. Der Verlag„Die R ä! er" ist eine Tochtergesellschaft der Technischen Nothilfe und stellt gewissermaßen d!« Pro- paganda-Abteilung dieser vom Reich unierstützien Gesellschaft dar. Dort war der Angeklagt« mit einem Monatsgeholt von zuletzt 1060 Mark angestellt. Im Verlad von noch nicht 1'- Jahren unterschlug er ungefähr 10000 Mark Die genaue Summe ist nicht festzustellen. Der Angeklagte selbst und fein« Vergehen sind an sich nicht sonderlich interessant. Von hohem In- teresie aber sind die Zustände beider Technischen Not- hil'e, die durch den Prozeß ossenbar wurden. Der Vorsitzende, Londgerichtsdirektor Lemke, nannte die Luchsührung..wüst oder sagen wir höchst merkwürdig". Beim Rädcrverlag existierte nicht einmal ein K o n t o t o r r e n t b u ch. Die Bücher wurden zum Teil mit Bleistift geführt. Man brauchte also nur«inen Radier- aurnmi. um die Zahlen nach Wunsch und Gutdünken zu ändern Lohmann sagt aus, daß er nicht gewußt hätte, wohin Geld ging« oder woher Geld käme. Manchmal hätte abends Geld auf seinem Tisch gelegen, über dessen.Herkunst er keine Ahnung gehabt habe. Als früherer Offizier besah er für seinen Posten nur eine höchst unoolllommen« Borbildung. Er hat auch nach dem Krieg« nicht ordnungsgemäß den Kaufmanneberuf erlernt, aber die Kassen- Verwaltung war ihm unterstellt worden! Die Tageskasse, in der sich nach der Aussag« des Geschäftsführers Hampr laufend rund 2ö0 Mark befanden, die aber noch der Angabe des Angeklagten oft sehr viel mehr Geld enthielt, bestand aus einem Drahtgestell mit einem Schloß daran, das freilich entzwei war. Handwerker und Lieferanten bezahlte Lohma nn aus der freien Hand, so daß der Vorsitzende entsetzt ausrief:„Aber es kann doch keinen Betrieb geben, in dem sich die Kasse in der Hosentasche befindet." Rechnungsbelege tauchen in wenig veränderter Form nicht einmal, sondern zwei« oder dreimal in den sogenannten Büchern au>. Beim zweiten- und dritiemnal oerschwand das Geud, 800. k000 oder mehr Mark, in der Brieftasche Lohmanns. In noch nickt drei Wochen verjubelte er in Zinnowitz mehr als 3000 Mark, ö'« er sich vom Räderveriag durch Postscheck überweisen ließ. Er hatte ja das Post- Icheckduchl Der eigentlich« ehrenamtliche Geschäitssührer. der Sandes. bezirksleiter der Technischen Notbikie für Berlin-Draiidenburg, Hampe, ist gleichfalls früherer Offizier und kaufmünnifch nicht vorgebildet. Er gibt selbst zu: �Jch kann wohl Bilanzen lesen. aber Kaufmann gelernt habe ich nicht."(Zr bezieht neben seinem hohen Gehalt bei der Teno vom Rähfrverlag Honorar für die Propagandaartikel, die«r schreibt; außerdem werden ihm alle Auslagen ersetzt. Nach Aussage Lohmanns soll im Jahre eine Summe von 7000 Mark dabei herauskommen Herr Hampe merkte nichts von den Unterschlagungen seines Kasienführers. Ein« ausreichende Kontroll« bestand überhaupt nicht. Mit Recht wies auch in seiner Urteilsbegründung der Vorsitzende noch einmal aus dies« allerdings geradezu unglaublichen Zustände hin Die Technische Nothilfe, die vollkommen entbehrlich ist, wird mit Reichsmitteln gespeist. Bisher hat sich die Sozial- demokratie ohne Erfolg um ihre endliche Wfchaftung� bemüht. Bewilligen die bürgerlichen Parteien das Geld für die Technische Nothilf«, damit es in dieser Weise verschleudert und zum gen st er hinausgeworfen wird? Unterricht obligatorisch eingeführt sei. und ein anderer Staat in Kürze ebenfalls dazu übergehen wolle. Es sprachen lann Dr. B o 1 k m a n n(Düsiest-orf) über Verkehrsunsallverhütung nn Ausland und Direktor Dr. S ck m a h 1 kKönig�berg) über Verkehrsnöte in Ostpreußen Im nickstösfentlickcn Teil des Nachmittags wurden eine Reihe organisaionlcher Maßnahmen erörtert. Der Sonntag ist Besichtigungen gewidmet, die der Berliner Derkehrs- regelung gelten.__ Wildwest bei Templin. tleberfaN auf Rauerngut— Zwei Verbrecher erschossrn In der Nacht zum Freitag kam e» aus dem Gehöft einer BauerngtilsbesihersamiUe in dem vors Sarolinenhos bei Templin zu einem schweren Zeuerkamps zwischen den Besitzern und Berliner Verbrechern. In den Abendstunden hielt in der Näh« des Dorfes ein Privatauto, das m,t 8 Männern besetzt war. Dorfbewohner, die die Leute dort herumlungern sahen, glaubten, daß sie mit ihrem Wagen eine Panne erlitten hätten, und schenkten ihnen weiter keine Beachtung. Niemand ahnte, daß die Burschen aus das Besitztum der Witwe Eberhard, die mit ihren beiden Söhnen das Gut bewirtschaftet, einen Roubüberfall vorhatten. In der Dunkelheil drang die Bande in das Gehöft«in und mit erhobenen Revolvern verlangten sie von der Besitzerin und den Söhnen Geld. Es kam zu einem erbitterten Kampf zwischen den Söhnen, die sich nicht einschüchtern ticken, und den Räubern. Den beiden Gutsbesitzersöhnen gelang es jedoch, sich von ihren Airgreifern freizumachen, in«in Nebenzimmer zu eilen und sich dort mit Jagdgewehren zu be- woffnen. In dem sich entspinnenden Feuerkamps wurden zwei der Angreifer tödlich verletz«. Die übrigen Mitglieder der Band« fläch- teten und entkamen In ihrem Auto. Bon der Polizei wurden in den Taschen der Erschossenen Revolver und Elnbrecherwerkzeuge gesunden. Beamte des Erkennungsdienstes begaben sich noch gestern noch Karolinenhof, um die Erschossenen zu rekognoszieren. Inzwischen konnten auch die in dem Auto entkommenen sechs Mit- glieder der Band« in Reinickendorf ermittelt und ver. haftet werden. Sie sind geständig und wurden in das Amtsgericht Cberswalde eingeliefert. Die Personalien des einen Erschossenen tonnten bereits fest- gestellt werden. Es handelt sich um den früheren Landwirt Strock, dem das Gut der Witwe Eberhard bis 1920 gehörte. Kampf mit einem Tobsüchtigen. In Schöneberg am Guftav-Muller-Platz erlitt gestern abend ein sechzTgsöhriger abgebauter Bantbeamter tinen Tob- s u ch t s a n f a 1 1. Er zertrümmerte die Fensterscheiben seiner Wohnung und drohte, aus dem Fenster zu springen. Da es dem herbei- gerufenen Ueberfallkommando nicht gelang, die Wohnung zu er- brechen, breitet« die herbeigerufene Feuerwehr ein Sprung« t u ch aus und setzte gleichzeitig an die im 4. Stock gelegene Wohnung ein« mechanische Leiter. Erst dann gelang es. den Tobenden durch Schupo und Feuerwehr zu überwältigen. Wie es heißt, war der Betreisend« nor längerer Zeu schon einmal zur Beobachtung in einer Anstatt, wurde aber als ungefährlich entlassen. Ludendorff, der kleine Vereinsleiter. Frau Ludendorfs sollte keineswegs von völkischen Oin. zieren a. D ermordet werden. Das Amtsgericht Berlin-Lich'erseide verurteilte den Schriftleiter von Ludendorfsg„Volkswartc", Kurth. zu 200 Mark und den Schriftsteller H e u n zu 300 Mark Geldstrafe, weil sie in den, Blättchen des Generals den Herren vom stramm rechtsradikalen Offiziertlub von 1929 dies« böse Absicht unterstellt hatten. Der Rechtsbeistand des Klägers, ein ehemaliger Ober- leittnani Just, betonte mit Emphase, daß er weder Jesuit noch Freimaurer noch Juden stömmling sei; dann sagte er. es sei einfach nicht vorstellbar, daß ehemalige Offiziere sich ausgerechnet an der Gattin eines Sereinsleiters oergreisen sollten, denn zu dem Leiter öinea kleinen Vereins habe diese Frau den General Ludendorii gemocht. Mancherlei Narrheiten kamen wetter zutage. Ludendorffiane wirken ball» mehr als albern! *3 ..Altes Schwein'" rief Rita aus.„Er hat versprochen, nicht so zu stopfen, aber ich hätte wissen sollen, daß er nicht Wort hält." „Das Lieft wollte alles auf einmal herunterschlucken", bemerkte Porfiro,„als hätte er Essen noch nie gesehen und würde nie wieder welches bekommen." Als sie dann bemerkten, daß der alte Mann über die verlorene Zeit fast in Tränen ausbrach, zwangen sie ihn,«inen Augenblick Pause zu machen und dann langsam weiterzuessen. „Wart einen Augenblick, hungriger Wolf,� dein Essen läuft dir ja nicht weg.' Es ist genug da, selbst für dich." „Trink etwas Wasser, Onkel Liborio", rief Augusta, und die gute Seele rannte ins Nebenzinimcr und füllte ein Glas, das sie ihm an die Lippen hielt. Er trank, ohne die Augen von dein Teller vor ihm abzuwenden. „Mein Gott!" knurrte. Porfiro und spuckte in die Ecke. „Ich bekoinm's mit der Angst. Der ist ja fähig, uns alle mit Haut und Haaren aufzufressen." Mjtllexweiks war die Sonne gesunken und der Abend- wind kühlte die Luft ab. Bruno schnarchte friedlich auf seinem Stuhl, mährend feine Frau Leocadia ihre Beine über Por- firos Knie gelegt hatte und sich bei mehreren Gläsern „Paraty" zärtlich von ihm küssen ließ. Aber Firmo schlug vor. hinauszugehen, und alle, außer dem schlafenden Bruno. stimmten zu. Der alte Liborio quölle Alerannr«� ihm eine Zigqrre für.seine Pfeisi zu. schenken, und ils ihm Öic'er Wunsch erfüllt war. stapft« der verschrumpste Gauner da- von und machte in anderen Häusern Besuch, wo gerade ge- gessen wurde. Rita, Augusta und Albino machten sich ans Abwaschen und kehrten den Boden auf. Der italienische Chor war jetzt hörbarer und sang melan- cholische Melodien, die von alkoholischen Seufzern begleitet wurden. Bor den meisten Türen standen Gruppen von Hausbewohnern, die die frische Abendlufr genossen, aber Rita Bahianas Gesellichaft war die größte und angeregteste, denn sie war nach durch Das Dores Gäste verstärkt. Bläu- licher Rauch von unzähligen Zigarren und Pfeifen stieg auf. und die allgemeine Verwirrung legte sich etwas, da die meisten Bürger von Sao Romao zu voll waren, um sich noch zu rühren. Die Bogenlampe in der Mitte des Hofes brannte jetzt und warf ihre Strahlen auf fünfundneunzig Hausein- gänge. Durch die verhältnismäßige Ruhe der Siedlung drang jetzt das fröhliche Gelächter aus Mirandas Haus. Lustige Stimmen ertömen neben unaufhörlichem Pfropfenknallen. „Die machen ja gehörige Mengen Champagnerslaschen auf", bemerkte Alexandre, der seinen Polizeirock längst wieder abgelegt hatte, nachdenklich. „Ja. aber andere Leute sollen sich nicht amüsieren; egoistische Bande", warf Rita Vahiana ein. Darauf wandte sich die Unterhaltung zu Mirandas Familie, besonders zu Dona Estella und Henrique Leocadia berichtete unter Eid, sie sei einmal auf einen Hausen leerer Flaschen an der Mauer geklettert und hätte Mirandas Frau und den Studenten in enger Umarmung gesehen. Sie hätten glühende Küsse ausgetauscht und seien, als sie ihre? ansichtig wurden, wie erichreckte Hunde geflohen Augusta Earne Molle bekreuzigte sich ergeben und mur- melte ein Gebet an die Virgem Santissima, denn so ein Be- nehmen bei einer verheirateten Frau war mehr als sie er- tragen konnte. Der Freund von Das Dores' Beschützer hörte auf, R-mem zu liebtosen und drückte sein Erstaunen über diese Nachricht aus, denn er hatte Dona Estella immer für eine anständige Frau gehalten. „Glauben Sie das ja nicht", fiel Alexandre ein, ,chie treibt es toll. Ich habe im Schatten dieser Mauer Dinge gl- sehen, die mich erröten machen, so alt ich bin. nicht nur mit dem Studenten, sondern auch mit anderen. Und die Tochter fängt schon genau so an." Diese sswchricht wirkte geradezu sensationell; alle dräng- ten Alexandre, Einzelheiten mitzuteilen, die er auch willig lieferte. Zulmiras Verehrer war«in schlanker Jüngling mit einer Brille und weichem, blondem Schnurrhart. Er sch'en Student zu sein und ging abends und manchmal auch bei Tage vor dem Haus seiner Liebsten auf und ab „Zlber was tun sie denn zusammen?" fragte Das Dores begierig. .Bis setzt ist es nur«in Flirt zwischen Fenster und Straße Sie sprechen miteinander. Ich habe sie oft beobachtet, wenn ich im Dienst war. Der junge Bursche w-ll sie heiraten und das Mädel hat ihn gern. Aber sie jagt, ihr Vater wird niemals einwilligen." „Und er verkehrt nicht im Haufe?" t*n.' Url� �Q3 ssefällt mir eben nicht. Wenn er das Madel heiraten will, müßte er sich doch mit chrem Vater verstand igen und auf acktbarc Weise bei ihr Besuch machen, statt vor dem Hause herumzulungern und durchs Fenster mit ihr zu reden." „Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß der alle Mi- randa seine Tochter einem jungen Studenten gibt", meinte Firmo...Darauf könnt ihr euch verlassen. Der Alte angell sich einen Schwiegersohn mit einem Bankkonto. Der be- dankt sich für arme Verwandtschaft." „Und das schafft soviel Unglück in dieser traurigen Well". stöhnte Augusta Earne Molle.„Meine Tochter soll heiraten. wen sie mag, denn die erzwungenen Ehen bringen doch kein Hell. Mein Mann ist arm. und weih ist er auch nicht, aber ich bin glücklich, denn wir haben aus Liebe geheiratet." In diesem Augenblick erklangen einige Mollakkorde auf einer Gitarre. Es war Jeronymo. Nach der lärmenden Lustigkeit des Nachmittags klang fein Lied trauriger und er- fchütternder denn je: „Mein Herz ist voller Bangen Und keiner mag's verstehen; Ja. bitteres Verlangen: Die Heimat wiedersehen." Seinem Beispiel folgend erhoben auch andere Gitarren ihre Stimmen, und bald war der Hof in lebhaftem Gegen- � satz zu der lauten FröHlichkest in Mirandas Haus mit den ! langgcdehntcn melancholischen Liedern Portugals erfüllt, die den Herzen von Lufuanias verbannten Kindern entströmten. ..Du Heimatland, ach wende Doch dlele grimme Pein— Sag. wann mein Elend ende, Wann ich bei dir werd' fein." Selbst die Brasilianer waren von diesen sehnsüöbtigen Klagen ihrer heimtnehkranken Nachbarn bedrückt, und der an Ereignisse reiche Tag droht« in einer Tränenflut zu enden. Aber plötzlich brach Porfiros Mandoline. von Firmos Gitarre unterstützt, mit einem echt bahiani'chen„chorado" durch, und bei dem ersten vibrierenden Ton der ausgelassenen Negermusik schlugen die Puls« des ganzen Hauses schneller. und die düstere Stimmung verschwand. Mit der ,Zest war es nicht nur mehr der Klang der Mandoline. die von einer Gitarre begleitet wurde, sondern der Ausdruck eines ganzen Volkes— Stöhnen und Seufzer lösten sich in befreienden Strömen, glitten und wanden sich wie Schlangen in einem brennenden Wald— immer intenfwer wurde die Musik, eine Musik aus Liebkosungen, Küssen und glücklichen Seufzern. aus wilden Zärtlichkesten und aus Todesangst- tFortsetzung folgt.) Varfei6direkioren jammern! ßic werden von 33 Steuern erschlagen. Im Beisein von Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden und des Polizeipräsidiums hielt gestern der Internationale Aarietedlrcktorcnverband bei Kroll seine 22. Tagung ab. Wenn schon an und für sich eine solche öffentlich« Kundgebung das Sprachrohr für alle Wünsche und Beschwerden des VergnügungS' gewerbes darstellt, so warf auf die diesmalig« Tagung naturgemäß die augenbl cklich besonders ungünstige Wirtschaftslage ihre tiefsten Schatten. Die Sirettlragen find innner die gleichen: L u st b a r- keitsfteuer, Polizeistunde, und angeblich dem Vergnügungsgewerbe nicht wohlmeinende behördliche Verordnungen. Im überfüllten Saale sprach der wirtlchaflsparteiliche Reichstagsabgeordnete M o l l a l h über die allgemeine Wirtschaftslage und den überaus schweren Kampf des Gewerbes. Vcrdandsdivektor M i l o s ergoß in temperamentvoller Rode die Schale seine« und seiner Kollegen Jörn über den S ü n d e n b o ck Steuerbehörde. Der Redner behauptete, um seine Zuhörer graulich zu machen, daß das Dergnügungsgewerfce von 33 S t e u c r- arten belastet werde und rechnet darunter auch Stempelsteuer bei Verträgen, Cntwösserungsgebühren, Schleui'engcbühren, Ge- bühren für Reklameschilder, Wasserzins, Arandkassenbsiträge, Be- rufsschulbeiträg« usw. Wenn sich Herr Milos ein wenig Mühe gibt, wird er auf diese Weise bestimmt das halbe Hundert Steuer- arten voll machen. Wie der Rodner im weiteren ausführte, zählt Deutschland laut reichsamtlicher Statistik 40 reisende Zirkusse und 8000 Vergnügungsstätten, die insgesamt 29 000 Angestellten und Tausenden von Musikern und Künstlern Verdienstmöglichkeit bieten. Natürlich lemängclte Herr Milos erneut die angeblich noch immer nicht genügend« Polizei st unde, troßdem heute Tausende von Berliner Gasigvirien an fünf Tage» der Woche die Polizeistunde gar nicht ausnugen. Mit Recht aber warnte er vor Reugründungen im Vergnügungsgewerbe. Auch der Reichsbankpräsident Schacht wurde kritisch erwähnt. Milos meinte, bei allem Verdienst, dos der Reichsbank- Präsident an der Klärung der Finanzlage habe, müsse doch bei seiner Mahnung zur Sparsamkeit darauf aufmerksam gemacht werden, daß zuerst die, die an der Spitze st che n, in be- zug auf das Sparen mit gu em Beispiel vorangehe» sollten. Sehr wahr, ober wie ist es denn mit dem guten Beispiel derer, die im Dergnügungsgcwerbe an der Spitze stehen, mit den Herren Generaldirektoren und Direktoren? Zum Schluß forderte Herr Milos natürlich Abschofsimz der Vergnügungssteuer. Bant fiir Deutsche Beamte. Eine Vertreterversammluitg der Bank für Deutsche Beamte be- schloß mit starker Mehrheit die Erhöhung der Geschäfts anteil« um SO Mark, sowie die Liquidation der Genossenschaft und Billigung des Verplcichsvotschlages der Banklcstungen. Es wurde allseitig zum Ausdruck gebracht, daß man dem neugegrün- beten Institut, der Spar- und Kreditanstalt für Deutsche Beamte und Angestellte das vollste Der- trauen entgegenbringe. In Ausfuhrung der gefaßten Beschlüsse wurden aus den Reihen der Genostennertreter 4 Mitglieder für eine Härtekommission gewählt, die, paritätisch aus Gläubiger- und Genossenvertretern zusammengesetzt, die Aufgabe hat, Härten gegenüber den in besonders arger wirtschaftlicher Notlage befindlichen Genolsen und Gläubigern aus, zugleichen. Mieter gegen E: höhnng der Gruvdvcrmvgenssteucr. Die Vertreter der im Reichsbund Deutscher Mieter, Verband Berlin e. V., organisierten Mieter haben gegen die vom Magistrat Berlin geplante Erhöhung der Zuschläge zur Grundi>ermög«nvsteuer einstimmig Einspruch erhoben. Nach der Einführung der über Gebühr erhöhten Wcrktarife für Gas, Wasser, Elektrizität und der Verkehrsmittel, so beißt e« in einer Enlschtic tzung, würde eine Erhöhung der Zuschläge zur Grundvermögens- steuer und die damit verbundene Erhöhung der Miete cben- falls die werktätige Bevölkerung, von der infolge der Wirtfchokts- krise ein sehr erheblicher Teil erwerbslos ist, sehr schwer treffen. dw RDM. legt deshalb alletfchärfsten Protest gegen die vom Magistrat geplante weitere Ausnutzung der Berliner Mieter ein. Eine außerordsniliche Sitzung der Stadtverordnekeuverfamm- li-ng findet am Dienstag, d«n 38. Januar 1930, statt. Beginn der Beratungen um 18 Uhr pünktlich Am gleichen Tage fetzt vor- mittags der Haushaltsausschuß sein« Beratungen über den Nnchtragehonshaltsplan 1929 fort. Kommt es in dieser Sitzung zu einer Besch-lußfafst'ng. so wird die Vorlage am Abend im Stadt- Parlament beraten werden. „Aachen ist frei!" Im Gloriapalast, der einen Film für die „Gesellschaft der Aachener" zur Aunichrung brachte, ging es streng national zu. Alan war zwar beherrscht und ichimpfte nicht eiwa gegen die Republik, aber besonders in der Ansprache des Prasidenlen Dr Kaufmann war doch ein Unbehagen über die deut- sche Regierung, die die Rheinlandräumung erreicht hat, nicht zu verkennen. Der Film selber litt unter technischen Unvollkommen- besten. Die Schönheit Aachens, eine der ältesten deutsch«, Städte, trat nickt genüge»ch hervor. Das Wiederlehen mit Dom und Rat- Haus löste bei den anwesenden Aachenern Begeisterungsstürme aus. Bei der allgemein-en guten Stimmung wurde sagar das Bild Gustav Stresemanns mit Kicnschen bedacht. Die Redner der Beireiungsseier, die damals durch Rundfunk übertrogen wurde, erschienen abgebildet, d. h. nicht all«, das Bild Dr. Wirths muß wohl technischen Schwierig- keiten zum Opfer gefallen sein. Es folgten der Jahrtaufkndfilm und ein Fllm des letzten Aachener Turniers, der übrigens entschieden der imerestanteste des Vonnittags war. Serualwifienschaftliche Frageabende. Die vom Stadtarzt Dr. Max H v d a n n und Richard L i n s e r t eingerichteten Frageabende über sämtliche Probleme des Geschlechtslebens, die jeden ersten Montag im Monat stattfinden, beginnen wieder am Mmvag, dem 3, Februar 1930, in der«ophtenschulc in der Weinmoister- straße(Gesangssaal). Die Fragsbeantwortung übernimmt wieder Dr. Max Hodann. Ausführliche Prospekte verlange man durch das Wisfenschaitlich-humanitäre Komitee, Berlin SW. 68, Zimmer- straße 3/4, kostenlos. Allgemeine Detterlage. Im Gegensatz zif den vorhergehenden Tagen zeigte das Wetter am Sonnabend weniger Neigung zu Ncbelbstüung. Die Tempera- turen stiegen fast allgemein über den Gefrierpunkt, im Osten um etwa 2 Grad, in Mitteldeutschland etwa 3 bis 5 Grad. Im äußersten Nordwesten wurden bis zu 12 Grad Wärme erreicht, da dorthin Lufi aus dem ziemlich milden Frankreich gelangt won Dies waren auch die einzigen Tei>e des Reia'es. in denen Nachtjröste kost fcblten. Nunmehr rückt von Westen eine Störungslinie heran. Sie wird nn Laufe des Sonntags wahrscheinlich bis in das Gebiet zwischen Weser und Elbe vordringen, also unser Gebiet noch nicht erreichen. Welleraussichlen für Verlin und weitere Umgegend. Etwas Vcwölkmigszu nähme, nach s weiterhin Frost; am Tage ein wenig höhere Temperaturen, aufsrijckenb- fölli+e Wnire. Allgemeine wetterausstchlen für Deutschland. Im Westen stellenweise leichter Regen und am Tage etwas kühler. In Mittel- deutfchlond etwas Bewölkungszunahme, in Ostdeutschland kein« Aendevung. Seidm/äffk Marocaln-Äo�Ä ?n 3©schmacky, Devins, enorm billig, Mfr |50 Waschsamt-DbÄXm 1« KoperquaUn mod.DeisIns, bes. billig, Mtr 8 Crepe de Chine,"™"6, 095 reinscIdQvalit. 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Wir beginnen hebte mit der Darstellung einer Kritik der neuen cndg Atigen Reparationsrcgelung durch die Haager Beschlüst«. Die Redaktion Der Aoung-Plan hat auf� der-zweiten Haager Äonsererrz eiue offizielle Bezeichnung„Der neu« Plan" bekommen. Es wäre ober irrtümlich anzunehmen, dah man dadurch betonen wollte, daß sich der Plan, wie er im Haag von den Regierungen verabredet worden ist, von dem ursprünglichen Pariser Doung-Plan unter- scheidet. Die jetzt eingeführt« ossi.;i«lle Bezeichnung selbst entspricht dem Wortlaut des Gutachtens der Pariser Sachverständigen, in welchem immer von dem., neuen Plan" die Red« war. So zum Beispiel Im Abschnitt 8„Die Annuitäten":„Der Ausschuß empfiehlt folgendes: l. Die Regierungen setzen den genauen Zeitpunkt der Beendigung des Dawes-Planes und feiner Ersetzung durch den neuen Plan fest. Bei der Bestimmung dieses Zeitpunktes sollten sie sich pegenistärtig halten, daß die Berechnungen des Ausschusies auf der Grundlage vorgenommen worden sind, daß der Dawes-Plan am 31. August IÖ20 außer Kraft, und der neue Plan am 1. September 1920 in Kraft tritt..3. Der neue Plan, der für die Zeit bis zum 31. März 1936 37 Annuitäten im Durchschnitts- wert von je 1988.8 Millionen Mark zuzüglich der Zahlungen für die Dawes- Anleihe vorsieht, sollt« am 1. September 1929 in Wirksam- ffü treten." Entlassung— Endgülligkeit— Sicherheit! Der neu« Plan ist auch seinem materiellen Inhalt nach nichts anderes als der Poung-Plan. Die erst« Haager Konferenz hat.zwar einige Aenderunger» des Doung- Planes beschlosten, diese Aenderungen haben aber— wenigstens vom deutschen Standpunkt aus— eine ganz geringfügige Bedeutung. Infolg« des Vorstoßes von S n o w d e n ist die Verteilung der deutschen Annuitäten (Iahreszahlungen) etwas anders festgelegt worden, als es die Sachverständigen vorgeschlagen haben. Diese Bestimmung gehört aber nicht zu dem Plan, als einer Regelung zwischen Deutsch- land und seineu Gläubigern. Sie hat für Deutschland nur insofern eine gewist« Bedeutung, daß sie ein« völlig unwesentlich« Aenderung der Höh« des ungeschützten Teiles der Jahreszahlungen für die ersten ijahre bewirkt hat. Die übrigen Fragen, von welchen Herr Schacht in seinem Memorandum sprach, waren im Gutachten der Sachverständigen nicht beantwortet, sondern die Entscheidung war den Regierungen überlasten. Der neu« Plan ist nichts anderes als der Poung-Plan, und wir halten alles aufrecht, was wir seinerzeit über den Poung-Plaa sagten. Der neue Plan legt uns schwer« Lasten aus, er bedeutet ... abp: für uns iW..�PUgszich.�it, d«y: DjVSes-Plav.leine sehr wesent- �ichei En t la st u ng:.Ünd er hat deshalb»och einen außerordent- .vlich- großen Wert.'«sil er ein« EndregelUng darstellt, die an Stelle einer unbefristeten provisorischen Regclling tritt und die wirtschaftlich sowie politisch schwer auf unserer Entwicklung lastende Unsicherheit beseitigen soll. ��oung-Versttavunq.''— O.'e bestätigfe Revision. (£i muß leider festgestellt werden, daß die oerlogen« D e m a. gogi« der Kämpfer gegen die„Noung-Derstlo- vung" nicht ganz ohne Erfolg war. daß sie nämlich eine ziemlich weit verbreitet« Verwirrung bewirkt hat. Rur durch diese Verwirrung kann man es erklären, daß sogar manche Befürworter der neuen Regelung M den offensichtlichsten Vorzügen des Toung-Plones noch eine Gefahr zu sehen glaubten. Man sträubte sich dagegen, daß der neue Plan als„vollständige und enilgültige Regelung des Rcparalionsproblems" bezeichnet wird. Man sträubte. sich gegen diese Formel, obwohl sie schon im Auftrag«, den die Re- gierungen den Sachverständigen gegeben hatten, stand, obwohl es klar war, daß die G'äubigerländer ihr« Ansprüche gegen Deuischland ermäßigten, damit die Endregelung zustande kommt und für ein« solche Ermäßigung ihrer Ansprüche bloß wegen einer neuen provisorischen Regelung nicht zu haben waren, und obwohl es endlich sür Deutschland selbst außerordentlich vorteilhast ist, baß man seinen Verpflichtungen eine feste Grenze nach oben gezogen und jede Erschwerung seiner Lasten unmöglich gemacht hat. Die Bel>auptungen, daß die Anerkennung des endgültigen Charakters der neuen Regelung«inen Verzicht auf d'e Möglichkeiten der Revision, dos heißt der Nachprüfung und Abänderung des Planes bedeutet, scheinen nicht ohne Wirkung geblieben zu sein. Es ist deshalb, aber mir deshalb nicht überflüssig gewesen, und«5 ist als ein wichtiges Ergebnis der letzten Haagcr Verhandlungen zu bezeichnen, daß die durch den Vouns-Plon gebotene Möglichkeit einer Revision de» Planes in einer Anlog« zu dem im Haag adgefchlosienen Abkommen neu bestätigt wird. Der neue Plan ist eine vollständig« und endgültig« Regelung de» Reparationsproblams, da durch ihn die Gesamtsumme der deutschen Reparationsverpflichtungen genau bestimmt und die Art festgelegt Ist, w i«. das heißt in welchen Fristen und in welchen Raten, durch welche Organe und mit welchen Sicherungen für die G äubiger, sowie für Deutschland selbst, die Verpflichtungen zu er- füllen sind. Keiner von den Gläubigern hat mehr Recht, irgend welche zusätzlichen Reparotionesorderuntzen zu stellen. Deutsckland hat kein Recht, die Erfüllung seiner Verpflichtungen zu verweigern. Damit ist aber noch nicht gesagt, daß Deutschland unter allen Umständen unverändert nach der Tabelle des neuen Planes zahlen muß. Erstens ist der Fall vorgesehen, dah die Der- «inigten Staaten von Amerika die Verpflichtungen ihrer Schuldner, die zugleich Deutschlands Reparationsgläubiger sind, ermäßigen. Eventuell« Ermäßigung der interalliierten Schulden an Amerika soll Deutschland zugute kommen. In diesem Fall« wird man aber keiner Revision des Planes bedürfen, da die Auswirkung einer eventuellen Herabsetzung der Schulden an Amerika schon im Plan selbst genau festtelegt ist. .Zwe tens hat der neu« Plan zur Voraussetzung, daß Deutschland imstande ist. all« ihm durch den Plan auferleglen Ler- pflichtungen zu erfüllen. Niemand kann verpflichtet sein, das zu leisten, wo» er nicht leisten kann. Dieser Grundsatz, auf lateinisch„ultrz pos-e nemo obligatur", hat allgemeine Gültiokeit «r gilt selbstverständlich auch für den neuen Reparationeplan. Diese Selbstverständlichkeit wurde im Gutachten der Sachverständigen nicht Mschweigend vorausgesetzt, sondern ausdrücklich im Abschnitt 8e: „Schutzmaßnahmen" behandelt. Das im Plane selbst sür diesen Fall festgelegte Verfahren ist jetzt im Dertragswerk vom Haag noch ein- mal bekräftigt worden. Deutschland beantragt die Revision selbst. Deutschländ hat kein Recht, seine Zahlungsunfähigkeit selbst festzustellen und aus diesem.Grund« die Leistungen nach dem neuen Plan zu verweigern. Nach dem Plan ist es die Ausgabe eines be- sonderen„beratenden Sonderausschusses" bei der Bank für den internationalen Zahlungsausgleich(Reparationsbani), die Sachlage zu prüfen. Das soll geschehen entweder im Falle, bah Deuischland«inen Aufschub für die Uebertragungen seiner Zah- lungen. erklärt oder aber,.„wenn sonst zu irgendwelcher Zeit die deutsche Regierung den Regierungen der G'.äubigerländer und der Bank für den Internationalen Zahlutigsaut gleich erklärt, sie fei im guten Glauben zu dem Schlüsse gekommen, daß die Währung und das Wirischaflsleben Deutschlands durch den teilwciscn oder voll- ständigen Transfer des aufschiebbaren Teils der Annuitäten ernstlich in Gefahr gebracht werden könne". Mit anderen Worten: Deutsch- land darf nach dem Plane selbst besten Revision beantragen Die Haager Konferenz hat die Frage des Aufschubes der Zahlungen(des Moratoriums) zwar so geregelt, daß jetzt die Möglich- keit einer Verschiebung aller Iahreszahlungen um ein oder zwei Jahr« vorgesehen wird, ste hat aber ausdrücklich fkstgestellt. daß durch diese Regelung der Aufjchubefrage die Revisionsmög- lichkett nicht beeinträchtigt wird. Es heißt in der«nt- sprechenden Anlage: Diese Bestimmung, das heißt die Bestimmung über den Aufschub der Zahlungen„berührt in keiner Weis« die Aus- gaben des beratenden Sondervusschustes, wie sie im neuen Plan vorgesehen sind". Di« Möglichkett der Revision ist also im neuen Plan vor- gesehen. Das ist eine Tatsache, die man durch keine künstliche Aus- legung aus der Welt schaffen kann. Das Verfahren selbst wird im Vertrogewerk vom Haag in der Form sestgelegt, wie es im Gut- achten der Sachverständigen, also im neuen Plan, vorgeschlagen wird. Die Möglichkeit der Revision ist, wie oben gesagt, d.e Mög- lichkett der Nachprüfung und Abänderung. Die Nachprüfung ist die Ausgabe des Sonderausschusies der Internationalen Bank. Dieser Ausschuß soll, nachdem er„sich davon überzeugt hat, daß die zu- ständigen deutschen Stellen alles in ihrer Macht stehende zur Er- füllung der Verpflichtungen getan haben, den Gläubigerregierungen und der Bank zur Erwägung unterbreiten, welche Maßnahmen nach seiner Ansicht hinsichtlich der Anwendung des gegenwärtigen Planes ergriffen werden sollen". Nachdem diese Bestimmungen des Planes noch einmal bestätigt sind, ist kein Zweifel mehr über die Möglich- kett der Revision möglich. Indem die Emplehlungcn des Aus- schusses„hinsichtlich der Anwendung des Planes" vorgelegt sind, für deren Inhalt kein« Grenzen vorgeschrieben find, ist damit die Revisionesrog« vor der Bank und vor den Regierungen gestellt. Die Regierungen werden aber nicht verpflichtet sein, die Empfchlungcn des Ausschusses zu akzeptieren, lautet der letzte Ein- wand. Gewiß nicht. Aber ebenso wenig, wie sie„verpslichtet" waren, den neuen Plan anzunehmen. Es ist absolut unmöglich, durch irgendwelche Bestimmungen des Planes zu erreichen, daß die Regierungen im voraus auf ihr« wichtigsten Befugnisse zugunsten eines Ausschusses der Internationalen Bank verzichten. Es'wäre aber von seilen Deutschlands ein Wahnsinn, wegen dieser Unmögl ch- keit, die aus jeden Fall bestehen hleibt, aus ein« Endregelung des Reparaiionsproblems, die ihm eine so wesentliche Entlastung bringt, zu verzichten. Durch seine Ablehnung des Huzenberg- Hitlerschen Bolls« ntscheides hat das deutsche Bolk gezeigt, daß es diesen Wahnsinn nicht begehen will. Oer erste Bankabschluß. Oie Reichs-Krevtt-GeseNfchast hat gut verdient.— Wie steht es bei den anderen? Die Reichs-Kredtt-Anstalt hat als erst« der deutschen Groß. danken ihren Jahresabschluß für 1929 veröffentlicht. Man muß ihr das Kompliment machen, daß st« sich mtt der Beröfsenllichung beeilt hat. Freilich hat sie es leichter als die.tzroKfn�exositonbanken mtt ihrem riesenkjäsien Filialyetz. Man weiß, daß das vergangene Bankensahr schr vielen deutschen Privatbanken, auch den allergrößten, Sorgen ge- bracht hat. Die Disconto-Gesellschast hat sich mit der Deutschen Bank nicht nur deshalb verschmolzen, we'l man das Bankgewerbe rational'sieren wollte. An dem unerhörten Zusammenbruch der Frankfurter Allgemeinen war die Disconto-Gesellschast sehr stark bete ligt. Dieser historische Frankfurter Krach hat weithin im deutschen Bonkgewerbe Verluste nach sich gezögen, und ein Teil der dutzendfach erfolgten Bankzusammenbrüche geht darauf zurück. Belm amerikanischen Börsen Zusammenbruch haben die deutschen Banken auch Haare gelassen. Endlich hat sich die Mißhandlung der Aktionäre durch die Verwaltungen und die Banken selbst im vergangenen Jahr wohl am«mpf'ndl'chsten an den deutschen Banken gerächt. Es gab nicht nur kein Geschäft sür die Bö' se, an dem sontt viel verd'e"! wird, sondern d'e B�xn haben an den eigenen Wertpapierbeständen durch die weit über alles vernünstige Maß erfolgten Kursrückgänge und auch bei ih-en e'genen Interventionen wohl nicht unerheblich zugesetzt. Der Streik der Aktionäre ist für die Banken sehr teuer gewor- den. Endlich wirkt sich der Rückgang der Konjunktur nicht nur in vielfachem Festsrieren von Krediten, sondern auch in unmittel- baren Verlusten aus. Freil'ch braucht das keiner großen deutschen Bank wirklich gefährlich zu werden. Denn einmal haben ste in den früheren Iahren gewaltige stille Reserven aufgehäuft, und zum anderen nehmen sie, trotz des verschärften Kawnfes um die Kundschaft. m't Ihrer großen Zinsspanne die Kreditnehmer immer noch sehr hoch. Don den meisten dieser D'ng« hat die R e i ch s- K r e d i t- Gesellschaft n I cht allzu viel verspürt. Diese Industrie- dank des Reiche»— auch vieler privater industrieller Großjirmen— ist keine Devost'-nbank. sondern'n der Hauvts-"�e ein Geldver- mittler großen Stils, der sich aus dem Ausland relativ viel und relativ billiges Geld besorgt. Bei der Weitergabe dieser Gsldcr spielt die Finanzierung ösienili�er Stellen eine entW-eidend« Rolle. Die von der Re'chs-RreditiSes-llschafi ausgenutzte Zinsspann« kann Infolgedessen sich stärker in reinen Gewinnen niederschlagen. Aber nur deshalb, Ni�t etwa weil die Reichs-KreMt-Gesellschaft als Dank des Rei-' s«in öffentlicher Betrieb ist. Die Relchs-Ki-edit-Gesellschoft zahlt nämlich ausnahmslos sämtliche Steuern, die andere private Banken auch zahlen, und sie zahlt beispielsweise wesentlich mehr Steuern als die private Berliner Aandels-Gelcll- schast, mit der die Reichs-Kredit-Gesellschaft noch Umfang und Ge- schäftsart noch die meiste Aehnlichkeit hat. Die Bilanzsumme hat sich von 671 auf 717 Millionen erhöht, die Gefräste sind also erweitert worden. Die fremden Gelder sind um 42 auf 626 Millionen gestiegen, wovon etwa zwei Fünftel von ausländischen Bonken geliehen sind. Das schlechte Börsenjohr von 1929 zeigt sich deutlich im Rückgang der Börsenvorschüsse von 69 auf 34 Millionen, das gute Ausfuhrjahr 1929 in der Steigerung der Vorschüsse auf lagernd« und schwimmende Waren von 82 auf 129 Millionen. Die Kontokorrentforderungen sind mit 272 gegen 266 Millionen fast unverändert. Die Reichs-Kr-dst Gesellschaft hat gut verdient. Wenn eins�ließlich des Dort'-ages von 0 93 Millionen die gesamten Ein- nahmen mit lV9 gegen 14,84 Millionen i m Vorjahr etwas niedriger sind, so ossenbar nur deshalb, weil man vorweg Einnahmen überhaupt nicht ausgewiesen hat. Die Handlungsunkosten sind von 5.63 auf 5, SS aestiegen, die Steuern mit 2 63 sind ziemlich unverändert, und der Gewinn wird mtt 6,99 Millionen um eine halbe Million niedriger ausgewiesen als im Vorjahr. Man läßt es s so erscheinen, als ob weniger verdient worden wäre, nachdem man sa nun einmal weiß, daß das Bankenjahr 1929 nicht ganz so glänzend war wie die früheren. Di« stillen Reserven in den eigenen Wertpapieren,- Beteiligungen und Gebäuden sind sicher beträchtlich poettcr gewachsen' Aus-dem Reingewinn wird in diesem. Jahre dem Reservefonds, der bereits 29 Millionen gegenüber dem 49-Millionen-KapUal. also 59 Proz., erreicht hat, nichts mehr zugewiesen. Dagegen wird das Konto Bankgebäude mtt seinen stillen Reserven noch durch die Riesenabschreibung von 1,2 Millionen, d. h. 25 Proz. des Bilanzwertes, weiter künsllich verbessert. Neichsbank auch bald arbeitslos. Will Schacht stempeln gehen? Over senkt er den Diskont? Der Reichsbankbericht vom 23. Januar enthüllt, daß die Reichs- bank schon jetzt die Verbindung mit dem Geldmarkt verloren hat. In Deutschland ist soviel slüsstges Geld gegenwärtig vorhanden, und die Zinssätze außerhalb der Reichsbank sind so niedrig, daß es sich für nkmcn.en lohnt, zu den Zmsbcdingunxen der Reichsbank von dieser noch Geld zu borgen. Die Reichsbank gehört mtt anderen Worten auch bald zu den Arbeitslosen, und wenn es auch sicher ist, daß der Reichsboirkpräsident Dr. Schacht n«t seinem hohen ©cljali von 349 909 Mark jährlich nicht stempeln gehen wird, so wird doch d.e Frage allmählich sehr ernst, weshalb trog der ge- schilderten Bersassung des Geldmarktes die Reichsbank eine weitere Verbilligung nicht vornimmt, obwohl die Wirtschaft nichts bringen- der braucht. Die Bestände der Reichsbank an Wechseln haben nach einem neuerlichen Rückgang um 86 6 aus 1897,1 Mill onen Mark einen selten dagewesenen Tiefstand erreicht. Auf Lombarid- darlehen sind nur noch 51,4 Millionen Mark gewährt, nachdem auch d-ese Art der Reiche-bankkrediie in ler dritten Januarwoche um 16,4 Millionen zurückgegangen ist. Aus der anderen Seite baden sich die unverzinslichen Kundschoftsgelder aus Giro- konto, die wahrscheinlich allerdings zum Teil aus öffentlichen Kallsn stammen(Steuertermiue). um nicktt weniger als 165,3 auf die Rekordsumme von 798,7 Millionen Mark erhöht. Diese Verringerung der Krödiigewährung auf der einen und die Erhöhung der Forderungen der Reichsbank auf der anderen Seite hat eine starke Verringerung des Rotenum- l a u f s zur Folge gehabt: Reiche-banknoten wären nach einem Rück» fluß von 234,5 nur noch W52,6 Millionen im Umlauf, der Umlauf an Rentenbankscheinen hat sich um 10,1 auf 346 Millionen verringert. Insgesamt besteht also ein Papiergeldumlauf von rund 4309 Millionen, ein Tiefstand, der seit vielen Monaten bei d-er Reichsbank nicht mehr zu verzeichnen war. Um so rekorbmäßiger ist die Güte der Deckung. Die Goldbestände haben sich noch um 2,7 auf 2286,5 Millionen erhöht, die Bestünde an Dcckungsdevisen um 2,2 auf 399,8 Millionen. Das Deckungsverhältnis ist infolgedessen so glänzend, daß sie ge- rad-ezu nach einer Diskontermäßigung schneit. Di« reine Gold- dcckung der umlaufenden Noten stieg gegenüber der zweiten Januar- wache von 54 5 auf 578 Prozent, die Notendeckung durch Gold und deckungefähiae Devisen zusammen erhöht« sich von 64 aus 68 Pro- zent. Sie ist jetzt um zwei Drittel höher, als die gesetzlich oorges-�riebene Dcckimg von 49 Prozent es verlangt. wir sind der Mein-mg. daß Veulschland sich den Lurv, einer so r-nerhörl glän'enden Veckvrg weder leisten darf noch leisten soll. Also herunter mtt dem viekonl! Deuksch-rnmänlsche wirlschaflsverhandlunge«. Di« Handels- vertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Ru» mänien haben jetzt in Berlin begonnen. Eine Herausforderung? Die Arbeitslosen sotten ausgehungert werden. Es ist eine nun schon rite Erfahrung, daß die Vereinigung der Deutschen A r b e i t g e b« r o e r b ä n d« sich mit Vorliebe der demokratischen Presse bedient, wenn sie gegen unsere Sozialpolitik loszieht. Es ist deshalb nicht überraschend, wenn das „Berliner Tageblatt" in seiner Abendauegabe von gestern einen Artikel gegen das Arbeitelosenversicherungsgesetz oerösfentlicht. der ganz unverkennbar aus der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeber» verbände kommt. In diesem Artikel wird behauptet, daß die Reichsanstrit dem Reich gegenüber im kommenden Etatjahr mit rund 880 Millionen Mark—„also, fast ein« Milliarde"— verschuldet sein wird. Dann schreibt das Blatt: „Eine derartige Belastung des Reiches, die fast zur F i na n z- katastrophe fuhrt, muh den Gedanken der deutsch«» Sozial» Politik schwer kompromittieren. Di« Stunde ist ernst und recht- fertigt den Appell an den Reichsarbeitsminister, nunmehr dem Rotstande ernstlich Rechnung zu tragen, den Weg des Handels um kleine oder kleinste Zugeständnisse zu verlassen und das drin- gend« Problem aus dem einzigen Gesichtspunkte heraus anzupacken, der seine Lösung«rlaubi: nämlich die Milderung des ung«heur«n Elends, das in der Elementarkatastrophe ein«? riesigen ArbeitslofWeit lieit, abzustimmen auf die finanziellen Möglichkeiten, die vorhanden find. Das Ergebnis ist jomil, daß die Arbeitelosenoerstcherung zusammenzubrechen droht, und daß sie mit ihrem Ruin auf abseh- bar« Zeit überhauch aufhört, die ihr von den Gweerkschaften zu- gedacht« Nebenfunktion als Lohnversicherung zu spielen. Jede neue Reform wird die Leistungen der Per- sicherung nach Altersklassen ganz anders zu differenzieren haben als bisher und unvergleichliche Risiken, wie sie zum Bei- 'piel bei der Versicherung eines Angestellten und eines ungelernten Arbeiters bestehen, scharf zu scheiden hoben." Zunächst sei festgestellt, daß die Gefamtverschuldung der Reichsanstalt bis zum 1. April nicht 880 Millionen, sondern SSO Millionen betragen wird. Wie sich die finanzielle Entwicklung im kommenden Etatsjahr gestalten wird, hängt wesentlich ab davon, ad nach der Annohme des Poung-Planes und der Hereinnähme der Auslandsanleihen für die Reichspost und die Reichsbahn jawie der Kreuger-Anleihe die Geldklemme in den öffentlichen Kassen verschwinden und damit eine Ankurbelung des Bau- marttes und der Wirtschaft überhaupt möglich sein wird. Tritt dies ein, dann ist bestimmt mit einer Erleichterung auf dem Arbeitsmarkt zu rechnen.■- Die Gewerkschaften haben schon im Frühjahr des vergan- zensn Jahres die Erhöhung der Beiträge zur Arbeits- losenoersicherung auf 4 Proz. verlangt. Infolge des Widerstandes der Unternehmer haben die bürgerlichen Parteien dies« Beitrags- erhöhung immer wieder oerschleppt, und erst im Januar ist der Bei- trag auf 3!4 Proz. erhöht worden. Mit dieser Derschleppung fiel zusammen die Finanz- Politik der bürgerlichen Parteien, die auf Geheiß des Reichsverbandes der Deutschen Industrie den Abbau der Be- sitzsteuern oerlangten, obwohl ihnen das Defizit im Reichshaus- halt bekannt war. Hier ist die Ursache der„Finanzkatastrophe" zu suchen, von der das„Berliner Tageblatt" spricht. Nicht die deutsche Sozialpolitik, sondern die Politik des Reichsverbandes wird dadurch kompromittiert. Eine unglaubliche Herausforderung aber ist es, wenn„die Milderung des ungeheuren Elends, das in der Elementarkatastrophe einer riesigen Arbeitslosigkeit liegt", dadurch verlangt wird, um es „abzustimmen auf die finanziellen Möglichkeiten". Mit anderen Worten: das ungeheure Elend soll„gemildert" werden, indem man den Arbeitslosen das Recht auf Unter st ützung noch mehr beschneidet, als es ohnehin schon geschehen ist. Denn die Zahl der Unterstützten entfernt sich immer mehr von der Zahl der Arbeitslosen. Dies« nicht unterstützten Arbeitslosen fallen der Wohl- fahrtssür sorge zur Last. Wi« auf diese neuen Lasten die finanziellen Möglichkeiten des Gemeinden„abgestimmt" werden sollen, verrät das Blatt nicht. Wer trägt die Schuld an der ungeheuren Arbeitslosigkeit? Sind es die Arbeitslosen oder sind es die Unternehmer? Und wer trägt das Elend der Arbeitslosigkeit? Sind es dl« Unternehmer?... Es gehört schon die eiserne Stirn unserer sogenannten Wirt- schaftsführer dazu, um den Arbeitslosen nicht nur das Ejend der Erwerbslosigkeit, sondern auch noch die Verantwortung Lvsür auf- zuhalsen und sie überdies mit dem Entzug der Unterstützung be- strafen zu wollen. Diese Zumutung ist so ungeheuerlich, daß sie die allgemeine Entrüstung hervorrufen muh. 96S 000 Mitglieder im OMV. Mitaliederzunahme im letzten Jahr 21 000. Das Ringen der organisierten deutschen Metallarbeiter um besiere Lohn- und Arbeitsbedingungen geschieht mit einem Unter- nehmertum, da» zu den k a p i l a l k r ä f t i g st e n gehört nnd dessen Führung mit allen Mitteln den sozialen Ausstieg der Arbelterklassc zu hindern sucht. Da» Interesse der Oeffeullichkeit an der organisatorischen Eni. wicklung des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes ist daher verstäud- lich. Es ist um so großer geworden, seitdem an die Seit« dieses starken Unternehmertums im Kampf gegen den VMV. auch noch die Kommunistische Partei und Ihre Presse getreten ist. deren Mittel in diesem Kamps die der Unternehmer und ihrer gelben Ge- solgschasl au Erbärmlichkeit und Niedrigkeit noch weit überlressen. V« Vertrauen der Arbeiter zum VMV. soll zerstört, die Organisation geschwächl und ihre» Einflusses beraubt werden. 3m verflossenen Jahre haben diese Gegner getan, wa, möglich mar, um Ihr Ziel zu erreich»». Es ist ihnen nicht gelungen, obwohl d-e wiilschastlichen Verhältnisse besonders günstig für sie waren. Der VMV. ha« trotz der Stillegungen in der Metallindustrie und Masieaarbeitslosigkeit, die ihm Fortschritte in der Gestallnng der Arbeitsverhältnisse im letzten 3ahre außerordentlich erschwerten. keine S ch w ä ch o n g erfahren, sondern seine Mitgllederzahl von «>44 000 am Anfang auf gS5 000 am Schluß de» Jahres zu steigern vermocht. Die innere Erflarkung des Verbandes bürgt dafür, daß er im neuen 3ahre einen weitereu Teil der Metallarbeiter. fchaft gewinnen and damit die MögNchkeit zur Erfüllung seiner großen Aufgaben Im Dienste der Arbeiterklasse und für deren Auf. flieg in noch höherem Maße erreichen wird. Die Entlarver fürchten Sie Entlarvung. Dor der großen pleite. „Die Siemens. Borfig. Severing, Grzesinski wollen uns ver- bieten, weil wir die Kämpfe des Proletariats um mehr Lohn. Brot und Machr vorbereiten und organisieren." Also schreibt die„Rote Fahne". Die Kommunistische Partei redet ihren russischen Auftraggebern ein. daß sie die Kämpfe des Proletariats vorbereite und organi- sie«. Das Proletariat denkt gar nicht daran, sich zur höheren Ehr« von Stalin als Kanonenfutter mißbrauchen zu lassen. In der KPD weiß man ganz genau, daß die.Lämpse", die man dort angebtich vorbereitet, eine noch größere Pleite sein werten, als die Kämpfe des Vorjahres. Wenn es im Lorjahre immerhin gelang, emige tausend Arbeiter in eine Niederlage hin- einzureiten, so werden es in diesem Jahre allerhöchstens einige hundert sein. Die sogenannten roten Betriebsräte, die da im Vorjahre gewählt wurden, wagen gar nicht, den hoffnungslosen Versuch zu machen, die Belegschaften zu„zwischentariflichen" Kämpfen zu veranlassen. Vorläufig hat.die Zentrale der KPD. all« Hände voll zu tun, um die wankelmütigen kommunistischen � Betriebsräte abzukanzeln oltr auszuschließen. In, Anfang ging man in der KPD. aller- dings mit den Ausschlüssen recht radikal vor. Jetzt begnügt man sich sckon mit einem strengen Verweis./ In der KPD. hofft und wünscht man verboten zu werden, um den russifcken Austraggebern gegenüber sich damit ausreden zu tonnen,. daß sie beinahe die Revolution in Deutsch- land organisiert und vorbereitet hatte, aber leider habe die Polizei diese Revolution verboten. �-- Run tue Volizci wird hoffentlich der KPD. den Gefallen nicht tun. Die KPD. wird sich f'elbst entlarven müssen als eine außerhalb der'prgamsiorteu Arbeiterklasie-steheude Seckte von un- fähigen Radaubrüdern. Die Gattler wotten Gewerkschastsarbeii Kommun stischer(Nonk wird nicht geduldet. Die beschämenden Vorgänge in der Iahresversammiung der Tapezierer am.Dienst.ag gäben dem Bevollmächtigten des Verbandes der Sattler, Tapezierer und Portef'euiller Genossen Osten Beran- lassung, in der Betriebsräteversammlung dieses Der- bandes am Donnerstag im Gewerks chcrstshaus gegen die kommu- nisttjcheu Versammlungssprenger Front zu machen. Genosse Osten legte den Betriebsräten erst dar, daß die fünf Kommunisten nicht ausgeschlossen wurden, weil sie Kommu- nisten sind. Im Verband der Sattler ist für jeden Platz, ob er nun in der SPD-, KPD. oder politisch gar nicht organisiert ist. Bei der demokratischen Verfassung des Verbandes ist es sowohl Kommu- nisten als Sozialdemokraten möglich, selbst die höchsten Funktionär- posten in der Organisation zu bekleiden, wenn sie von der Mehrheit der Verband smilglivder dazu auserwähit werden. Jahrelang ist ein Kommunist 1. Berimcr Bevollmächtigter, jahrelang ist auch die Branchenleitung der Tapezierer von Kommunisten besetzt gewesen. Jahrelang wurde schließlich auch die zweitgrößte Zahlstelle im Reich, O f f« n b a ch, vom Kommunisten verwaltet, bis Man sie äst t der KPD. ausschloß, well sie die Verbandsstotttten uhd.bescPüsse über die der KPD. stellten. So wie sich die„reformistische" Minderheit stets der kommunistischen Mehchert gefügt hat, müssen sich auch die tommunisttschen Verbandsmitglieder einer Mehrheit fügen, die nicht aus ihren Anhängern besteht. Daß«ine geringe Zahl von Krakeelern eine gmye Vsrfammbmg terrorisiert, wie es in der Tapeziererverfammlung geschah, kann die Organisation auf keinen Fall dulden. Solche Tumultszenen werden sich nicht wieder ereignen. Wer von den kommunistischen Verbands- mitgtiodern, die nicht mindere Recht« haben als die ubagen Mit- glieder, glaubt, innerhalb.der Organisation noch eine Sonder» organisation ausmachen zu können, die nur die W e i s u n g« n Moskaus respektiert, hat seine Mitgliedschaft verwirkt. Genosse Hoffmann wies dann noch mit aller Entschiedenheit die lügnerische Behauptung der„Roten Fahne" zurück, daß er den Oekonom des Gewerkschastshause» aufgefordert habe, die Aus- geschlossenen aus dem Haufe zu wessen und das Ueberfallkommando alarmiert zu haben. Einige kommunistische Betriebsräte, die an der Sprengung der Tapeziererverfammlung„hervorragend" beteiligt waren, hatten nicht den Mut, ehr Treiben zu rechtfertigen. Sie stimmten lediglich gegen einen von einem Betriebsrat eingebrachten Antrag, der die Maß- nahmen der Ortsverwoitung und des Zentralvorstandes gegen die 5 Berbandsschädllnge voll und ganz billigt und der mit allen gegen 7 Stimmen angenommen wurde. Michsaufslcht für die Privatversicherung. Forderung einer Reform. Heber dieses Thema sprach in einer gut besuchten Mitglieder- Versammlung der Fachgruppe Prioatversicherung. Ortsgruppe Berlin des Zentraloerbandes der Angestellten Genosse Brillke. Er wies auf die jüngsten Vorgänge in der deutschen Prioatversicherung. auf die Zusammenbrüche größerer Dersich«rungsunt«rnehmungen hin und forderte eine stärkere SonlrollmSgllchkeit in der Derflcherungs- aufsticht durch dle versicherten selbst sowie durch die Angestellten- organisalloaea. Der ZdA. hat durch den AfA-Bund dem Reichstage eine Denkschrift für ein« Reform der Versicherungsaussicht zugeleitet. Die Angestellten in der Privatversicherung müssen die Entwicklung in ihrem Gewerbe genauestens verfolgen. Im Aisschluß an den Dortrag wurden Organisationsangelegen- heiten besprochen. �Eine neue Aktt'ou." Schwindelhaste„Kompsieitung*. Unter Berufung auf§ 1! des Pressegesetzes erhalten wir folgend« Berichtigung: ■„1. Unwahr ist, daß die„Kommission für die Einleitung ener Gehatts- und Lohnbewegung der Reichs- und Staatsangcstellten und -aroelter" in einem Rundschreiben an die Bctriebsoertrettlngen bei mr Behörden behauptet hat. sie wäre in einer Versammlung von Betriebsräten der Berliner Justizbehörden gewählt worden. ' J-«• genannt« Kommission in einem Rundschreiben an die Betnebsvertretungen der Reichs- und Staatsbehörden in Verlm mitgeteilt hat. daß sie j» einer durch den Betriebsrat beim Landaericht III in Berlin«inbmisenen öffentlichen Versammlung. der Angestellten und Arbeiter der Bcrl'ner Justizbehörden am S. November 1929 durch die überwiegende Mehrheit der Versamm- lungsbesucher gewähU worden ist.- 1 Unwahr ist. daß die oben erwähnt« Versammlung«ine„Zu- sammenkunst von wenigen unorganisierten und wegen organisattons- schädigenden Verhaltens aus ihren Verbänden ausgeschlossenen Be- Hördenangestellten und-arbettern" gewesen ist. Wahr ist. daß die am 5. November 1923 in der fraglichen Versammlung erschlenenou, Angestellten und Arbeiter den größten Saal des' Etablissements „Haoerlands Fesssäle" vollkommen ausfüllten und sogar viele keinen Sitzplatz �mehr fanden, und daß von den Versammelten ein erheb- licher Teil organisiert war, was durch Befragen in der Versamm- lung festgestellt wurde. 3. Unwahr ist, daß die„Kommission für die Einleitung einer Gehalts- und Lohnbewegung der Reichs- und Staotsangettellten und -arbe-ter" eine der„üblichen Kampfleiwngen ist, deren Bildung die KPD. betreibt". Wahr ist, daß die Kommission pmtv'ipriit'sch in keiner Weise gebunden und in ihren Entschließungen vollkommen frei ist." Unser« Kennzeichnung der„Kommission" und ihrer Veranstol- tungen halten wir ausrecht. Wenn uns Herr P u h l m a n n schreibt, die Kommission sei„parteipolitisch in ke ner Wesse gebunden und in ihren Ensschließupgen vollkommen frei", so hat sie in der von ihr zum 16. Januar«inberufenen ösfenttichen Versammlung das Gegenteil davon bewiesen. In dieser Versammlung lieh man eine nichtkommunistische Justizangestellte nicht zu Wort kommen und wies sie sogar aus dem Saal, wogegen der kommunillssche Reichstagsabgeordnete Torgler und der ebenfalls im Reichstag. aber nicht als Abgeordneter beschästipte Kommunist S edl e tz k i ungehindert ihre Hetzreden gegen die Gewerkschaften und öle sozial- demokratische Reichstagsfraktion halten konitten. Soviel zu der„Berichtigung" des Herrn Puhlmann, der auf einstimmigen Beschluß des Hauptbetriebsrates im preußischen Justizministerium seines Postens als Schriftführer im Betriebsrat enthoben worden ist, weil er zur Einleitung seiner gegen die freien Gewerkschaften gerichteten„Aktion" den Namen ixfs, Hauptbetriebs rate? mißbraucht hat. Einheit der Gastwirtsgehilfen. Die.Opposition� auf vem Aussterbeetat. Am Donnerstag vormittag fand im Gewerkschcsstshaus die Generalversammlung des Verbandes der Hotel-, Reftau- rcmt- und Cast-Angestellten statt, in der die Neuwahl der. Bi- vollmächtigten und Kassierer der Ortsoerwritung vorzunehmen war. Die Funktionäre hatten beretts in chrer Konserenz am 16. Januar mit IIS gegen 2 Stimmen beschlossen, der Generalversammlung die Wiederwahl der Bevollmächtigten und Kassierer vorzusc�sgen. Da die Kommunisten in dieser Konferenz anscheinend noch nicht im Besitze der Direkbioen aus der Kleinen Alexanderstr. waren, kamen sie mit ihren Gegenvorschlägen erst in der Genetaloersammtung. Sie stellten die üblichen Forderungen noch Urwahl unt einer dement» sprechenden Aenderung des Ortsstawts auf.. Dieser Antrag wurde nicht zur Abstimmung zugelassen, da er nicht die genügende Anzahl von Stimmen der Delegierten erhielt, die nach dem Statut zur Unterstützung eines solchen Antrages erforderlich sind. Die Abstimmung ergab mit 109 gegen 4 Stimmen die Wiederwahl der bisherigen beiden Bevollmächtigten, Genossen Saar und S ch n e i.- der und der beiden Kassierer, Genossen W a r n a t und G r u b e r t. Der Ausgang dieser Wahl zeigt, daß die Opposition" bei den Berliner Hotel-, Restaurant- und Caiö-Angestcllten völlig aus»> gespielt hat. Während sie im Jahre 1922 noch etwa 45 Proz. aller Stimmen in der Generalversammlung hatte, waren es im Vor- jähr nur noch rund 16 Proz. und in' diesem Jahr nur noch 3 Pro�. ~J...... ,1• Kommunistische Kämpfe bei den Schuhmachern Die Ortsoerwritung hat sich in zwei besonder«, Flugblätter.-! gegen die Schreibweise der„Roten Fahne" wenden müssen. Sie ver. sucht,«ine besonder« Fraktion der rechten Kommu. n i st« n zur Generriversamtnlung zu bilden. In einer äußerst gut besuchten Versammlung nahmen unsere Genossen kürzlich Stellung zu diesen Vorgängen. Beschlossen wurde, am Dienstag, dem 28. Januar, 17 Uhr, bei Blawert. Weberstr. 24a. eine weitere Versammlung zu oeranstallen, zu der hiermit alle Berliner Schuhmacher, die aus dem Boden der Amsterdamer Gewerk- schaftsinternationale stehen und gewillt sind, in allem Ernst die kam- munistischen Zersetzunqserscheinungen zu bekämpfen, eingeladen werden. Es wird ausführlich über die letzten Vorgänge in der Zahl- stell« gesprochen werden. Wir bitten, auf dies« Versammlung be. sonders hinzuwessen._ Gesperrter Gastwirtsbetrieb. Um Irrtümer zu vermeiden. wird mitgeteilt, daß das Lokal„Alte Ecke", Inhaber Müller- Körner, Alexandrinenstr. 39/40, nicht gesperrt ist. Die Sperre richtet sich vielmehr gegen das Lokal der Restaurant. Automaten G.m.b.H., Alexanderstr. 39/40. Es handeft sich also um einen Druckfehler. Zentralverband der Hotel-, Restaurant- und Eafe-Angestellten, Zweigverein Berlin. N. 24. Elsasser Str. 86/88 II. ««itlijiEt fttnantt»-ml Dl-nssaa. X« Uhr. B-rs-mmlun» alfr . Tart-w-nossen im Sl�unq-s-al. Dan,.»kr Str. St.?aa««>rdnun»: 5!abr-sb-richt und Ncinoahl des ffrattionsvorstandr». Es wird voll- wdliner Besuch erwartet. Der öratttaasnorftand. C. L-«»u T.«v.lw>,! Dienstag 16* Mir. B.rsammluna aller P-r'«.»«noss-n ,m LolaI Zupp. Tcmp-nri. griedrIch.WilXi-Im.Str. 90. C« find die ffienoffen aller Lnrcnichetricbe sTreptow Manfieinfirafi« usw.) einaeladen..zahlreichen Besuch erwartet Ter Krattisnsvorftand. «»t»»« SPD..Sattler nr.h.?»»»,'ener? Mo ata«. 17 llfir. arfifi- tiae ,9? erfflm«Jun_a_ aller ffienoHcn im Sewerischaftsdau». Enaewfer 24,25. Shcmani darf fehlen.__ Ter SraJttsnsMiJtanb. »cktn-a. SDT..»ntoa«nsll»eifiei! Dien«-««, lSZS Uhr«i»ti«e BctsammUma aller»atteiflenofsen im Lokal Schlefische tt mat, Neue tZriedrichstr. 1. Parteiauswei, mitbrinaen. Ter graktisasnarftant. El M H m m m »chmadilopff,»f�rii-astrafiel Bcrsawnrluaa aller S-arteiaenolsen mit Enw �lthisierlnden am Mlttwach. dem 29. Januar. 16 Uhr. in dir Ackcrstr. Iii SJot ta« de«®tn»fTcn Karl D-essel. Bciried-anaeleaenh-lten. Jeder(SenofI &,£„®«;VW£i£<»f?,n®runa und einen Ca» mirttinaen .ÄÄ Gelsen Ä�'-rschew?��" �el. Betrirb-angelca-nh-U-n. im f.,... Seute. folaende»eranftaltun-en: Um 10 Uhr Mädchentursu, im Zuaendheim des Deutschen Berlehrsbundes.®ew-rts-ha't-hau-. Cngel- User 24-75. Aukaan« v. vt. Dortraa:.Sckm* für Mut er und«ind". Reserentin: Ccnosfiu Lart-a— Um l5 Uhr»»ttsdtdnennorftelno» im Tdeate, dm Tlllemvlah.»arten find nach an der Zheaterlass« ,um»re le«o««0»f. !»»»b«a.— Um lS Uhr v'tkrel,.?>,qcndhc m Ltta-er Str. 18.«unter Ad-nd. — Um 19 Uhr«orb- und Rordaxlttrei»!?uaendl>e m Draun. C4 Uhr Leim Sauptstr. 1-..Mutzt aller Länder". Lc.tung: Senotzc Prot Decker. Morgen. 1914 Uhr. Gerbeherirknoorftands- tztzunn im Se'm Sauptstr. Ib. Die?uacndvertretr tznd eingeladen. Werbebezirl Deltomlaral» 14 Ubr Ke-m Dempelhof. Alte und neue Ab- te-liingsleiter mästen erscheinen. 12 14 Uhr Werdebezirksdelegiertenlonferen». 19 l!hr Werbedetirt-beimabcnd:.Wilhetm hat cheburtstag". Werbebezirl MeaTclin! 9 Uhr Seim Ännncr Strohe Werbeiezirltzdeleglerte». vera-iinlpr'n. Z« Uhr im Snnlbnu Dergstr. 147 pelitis�. satirische- Kabarett! .W Ikrln-.Dehrrtstagsscier".«irlatz 191-. Uhr. Eintrt't 6« Ps. Werbebezirl Lichtenberg: 18 Uhr 5Vm Suntcrftr. 44 Werbrbezirlsdcle- N'erieatonferenz. Zutritt nur mit Mitgliedsbuch. s-?. ein I.Mr. Rvief" Pflaster Jedoch ach'e dabei immer auf den Patemschua.Schlimmer Finger". Seit 80 Jahren kSuflich in Apotheken ä 45 P(. Gutachten Cher '-rj—"*•--------- durch Haas Kwiei's Iflaster-Fabrik, Berlin SW 68, AUxandrinenstraOe 29». lirWßMs. leineiiizojiiißiraiga dur?-h K*le''!-■",Mer-fa',r,k- Morgen, ZIlonkag, 27. Januar. 19K Uhr. vranienburger Tor: Schule Elisgdethtirchftr. 19. Dort rag:..Au» eigenen Erlebnisten".— Moabit II: Seim Lehrer Str. 18—19. lO-Minuten-Referate. — Schönhauser Berstadt: Schule Sannenburgcr Str.£0. Vortrag:»Die Saager Konferenz".— Stralauer Viertel! Seim Dotzlerstr. 61. Vortrag:..Politische Satire". Ziescrcnt: Lein» Löwi.— Charlotten bnrg. Nord: Seim Olbersstratze. Vortragt„Sektionen der sozialistischen Internat ongie.— Vatztow Iii fR.-F.): Seim liisstngcnstr. 48. Vortrag:.Was nrrlangt die SAZ. von ihren Mit» gliedern?" td Werbebezirl Teltowkanal: Sonnabend, 1. Februar. Srllndungsvcrsammlung der Abteilung Marienfelde-Lichtenradc im öeim Lichtenrade. 11. Schule, Sioonstratze. Genossen aus benachbarten Eruppcu tznd eingeladen. Stelle sein.— Wedding. Miiinoch. 29. Januar. 20 Uhr,«ichilge Sitzung shmi- lid>cr Sportler bei Sorgast, Uscrstr. 12.— Nculelln. Britz. Ptontag. 27. Januar. 20 Uhr. technischer Äurfus für sämtliche eechnische Filhrcr. beginnend mit dem Vorlraq bei Tieliier, Reuterstr. 47. Leiter: Kamerad Panels. Vortrüge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner.Schwan-Ros-Gold". Geschäktsstelle: Derlin S 14. Ecbastianstr 87—88 Los i. Tr Montast, 87. Januar. Mitte. Zungbanner. 20 Uhr Jugendheim Tieckstr. 18. Vortrag des Kameraden Pastor Fronte Uber Senrik Ibsen» Drama.Stützen der Gesellschaft", strenzberg. Jugend III. 20 Uhr Per- sammlung im Jugendheim Wrgngcistr. 128. Eharlottcnbnrg. Kameradschaft Spree. Versammlung bei Stork. Kaiscrin-Augusta-Allee 96. Rcumahl der Funk- tionärr. Steglitz skamerodschaft). Gnmnatzum Seesestratze. Saalschutz zur Ver- sammlung der DDP. Lidtenderg. Tnrnabend bei Iunamgnnschaft und Schutz- sporller in der Turnhalle Rummelsburger Str. 64, 1914 bi» 2114 Uhr. Er, scheinen älterer Kameraden erwünscht.— Prenzlauer Berg. Iungbonner. Diens'og, 28. Januar, 19?4 Uhr. vor dem Altersheim Dgnzigcr Stratze. zu- Diskussion mit der Arbritersugend. Alle Iungkamcraden müssen pünktlich zur kreis 5oiisiisti5eke»ocksckuie Arn kommenden Sennabend, dem 1. Fehroar, 1»>- Uhr, findet im groSen Saal des ehemaligen Herrenhauses, Berlin, Leipziger Straße 3, ein Vortrag des Genossen Heinrich$ ch n Ix• fierlla, statt über das Thema; Kunst und Brot. Karten zum Preise von SO Pfennig(einschl. Garderobe) sind an folgenden Stellen zu haben; Büro des Beziiksbildungsausschusses, Lindenstr Z, 2. Hof links. 2Trep"en; Arbeiterjugend Groß Berlin, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 2 Treppen; Buchhandlung J. H. W. Diea Nachf-, Lindenstr. 2: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten. Wallstr. 65; Deutscher Holzarbeiter- Verband, Am Köllnischen Park 2; Verband der graphischen Hilfsarbeiter, Ritterstraße Ecke Luisenufer: Zigarrengeschäft Horsch. Engelufer 24 25; AfA-Ortskaneli. Engelufer 24/25; Verlag des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker, Dreibundstr. S; Zentralverband der Angestellten, Hedemannstraße 12; Veilagsgesclischaft des AOGB-, Abteilung Soniment. Insel- Straße na; Frauensekretariat der SPD, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 2 Treppen; Bezirksausschuß für Arbeiterwonlfahrt, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 2 Treppen. Zntercsseaoerband der durch AutoMSbil» und andere Bertcbrspnföllc Gr- schäd>atc» 9. B. Geschäftsstelle Berlin NW. 40. Nathenowcr Str. 4(an, allen «riminalgerich». Sprechstunden und kostenlose Auslunfterteilung täglich»vn 17 bis 19 Ubr. Verein kstr Freidenlertum»nd Fenerbestattnng. 10. und 11. Kreis. Frei. denkcr der 20. Zahlgruppe. Am Dienstag, dem 28. Januar. 1914 Uhr. beteiligen stch alle Genossen an der Frakt.onsversommluna de» 18. Kreises bei F. Schell- base, Sieglitz. Ahornstr. 15a. 12. Kreis. Freidenkcrsraltisnsvcrsammiung am Dienslgg. dem 28. Januar, 1914 Uhr. bei Schellhase. Steglitz. Ahornstr. IW Tagesordnung; 1. Die bevorstehende Urwahl im BiF. FEV. 2. Ausstellung. unserer Kandidaten zur Gruppenleilung und Bezirloionscrenz. Reichtzbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Krieg« rhinler- bliebenr«, Ortsgruppe EhartottenbUrg. Generalversammlung am Dien»taa. dem 28. Januar, pünktlich 80 Uhr, in Eckmanns Festi'äien, Berlin�lhariottenburg L Echgrreustr. Z4i Tagesordnung; t. Jahresbericht: tzldes Kastzerer» Emil Mille, b) des Mitgliedes des Beirol» für Ab. und Kh. Waller Krohn. c) de» Vor. fitzenden Siegfried Czarlinski. 2. Neuwahl de« Lorstandes. Institut für Meercskunde. Oeffenililher Lichtbilderportraa am Dienstag, „Fischgründi 50 Pfennig. Vn'efkasten Ser Redaktion. M. Stz. 8. Beim Amtsgericht. S. Amtsgericht Berlin-MItte, Berlin S!W. 52, Nalhcnowcr Str. 7«. 8. Es lst ein Vorschntz von 15 M. an da» Gericht zu zahlen. Die weiteren Kosten lassen stch nicht vorher ziffernmätzig bestimmen. 4. Sängt von dem Gcsd>äftsgang des Derich'es ab.— F. R. 107. Der Se- mrindezuschlag zur GrundvermSgenesieuer. soweit er vom Hauswirt aus- die Mieter umgelegt werden kann, beträgt im Durchslhnitt 4 Prozent der Friedens, miete.—«r./- v. StaatL Sdunspi m ImriaMBHtt Jihm-A.-T. BlU 20 Uhr Ende 22V Uhr SO 30.UhL. Ende gegen 22V Uhr TUlleh 5 u.«V; Uhr. Btrbarcua 0250 PniM t-tzM. Wecbmltz. t U. 04 Pf.-3 M. S Swtfts.Cortlnl. 10 Fosisr-Glrlt, Austel AArtlmr.Mae W»ll. riorenetz AQrip uiw. pLAZa Tägi.» u.»» Sannt. 2. 5 g tu A ex- 8066 | INTERNAT- VARIETE Direktion Cr. Martin Zickel mm Komische Oper fnedrtdist/.IOi Uerkur 1401 4330 Nach vollständivem Umbau Täglich 8>,, Uhr Hulla di Bulla Schwank von A rnold und Bach mil Guido Tnlelsc er, ItzhtzU Sckretb.turt.H Idehrenil Watter Pa c. Flink Böhmer. Wansk soiaiig Bichmiitag 4 llllt: P', Uhr Victoria von S. Maugham. Regie Max Reinhardt Kleines Theat Merkur 1624 Tägl. S3/* Uhr DerWalzer ron heule Nacht! Max Adalbert. Eri a(jlassner, Iii de Wörner, Ucraienn-ScbajioB. Pianetarmm — am Zoo•an ftrlli;. iudcmuia ilnU 3.5 Barbarossa 587/ löV, Uhr Die U Inier- »ternbiICer 18'/« Uhr Oer Plane Jupiter. >0'< Uh MerkwOrdige S.crne(Rioes o Jwerji Eintritt I Mark. Kinder SO PI. Mittwochs halbe KasseupreijM. OperettenhaDS Alte Jakobstr. 20/32 (Zentral- Theater) Täglich 5U. Uhr Der Solde* der marib Sonytag nehm. 5 U Kleine Pjeise Fried erlieft ixmnIli'Wm f heiter m der gtzniyfrätzar StraBtz Täglich 8»/« Uhr Professor aerntisrdi von»rttar Sitaitihr Rrpt: kidw hratwürr Komödienbaus Täglich S'.'a Uhr Oer LOgner und d e nenne von CBTi 8WZ Meiropol-Tü. 8'/. Uhr Das Land des Lächelns Vera Sdiwars, Richard Tauber Musik von Franz Leb ä r Komische Oper Friedrichstr. 104. Merkur 1401,4330. Aliabendlich 8'/«U. SiwnV roa Innid und Bat. Lustspiemaus Friedrichs'r. 236 Bergmann 2922/23. Täglich 8t» Uhr Liebe auf den zveiten Blick Direktion >r. Roberl Kielt Deotsches Iflnsller-Theai Barbarossa 3937 8'/« Uhr Jr. zw?', dui" von Franz Molnai mit Mi< Pallsnitr]. Vtrtir: Souper Seriioer IUea�i Dönhotf 170 Täglich V, Uhr Die Strafie /ml ilbirt lelnz�fitflper PtilHiannonle 7'» Uhr KONZERT des Philharm. Orch 8irlg. ProL I. Priivii Eintritt l Mk. Frankfurter Allee 3I3>314 Hcnny Porten in Die Herrin und Ihr KnecM mit Igo Sym und Fritz Kampers Auf der Bühne Ctro�c internationale Variet�sdiau Beginn:________-■ Wochentags 5, 2, 9 Uhr Sonntags 3, i, 7, 9 Uhr"' Hotel � �srlio klgtznigw.; Curt Eliebntr V# I 1 V/ 1 tzm AnbalW tsbtzke Größtes Hotel des Kontinents 1 600 Zimmer/ 800 Betten' Zimmer von Mark 8.— an Inklusive (keine Zuschläge, keine Prozente)/ Sltzflächo für ca 2000 Pprsoncn Sehenswürdigkeit Berlins Russisch-Römische Bäder/ Heilbäder direkter Zugang vom Hotelzimmer TÄGuCK 0 UHR SONNABEND NACHAA.3UHR' s SnHTAG NACHM. 3UHR: KINOER U.ERWACHSENE 1 Kl MOE« SIS TU ERAA-A-SSIGTE PREISE 1-la�AMREN FREIES PÖNVRFTEN Füß KIHtEtiH HALBE PREISE OtVERkAUPtA-WERTHEIM aTEL.NORO.Ö�O Taiizl8iirer-Ilerliandi892 (irühersoiidartidi) IIIIHHIIIIIIIIIIIIIIIH'llllllllllliülllillll ROSE -THEATER«W" Teleph.: Alexander 3422 u. 3494 Nor noch bis Dienstag, den 28. Januar I9J0(tägl. 8.15) Heute 5.15 und 9 Uhr abends Die czerdaslürsiin Heute nachm. 2�0. Uhr Märchenvorstellung Der gestiefelte Kater U Bittwodi, 29. Jannr(ffigl. 6.15 Ohr) „Gasparone" Operette in 3 Akten v �illöcker empfiehlt den Gewerkschaften und Vereinen Tanzlehrer und Tänzle ter zu allen Festlichkeiten Richard Heinrich Bestellungen nehmen entgegen| ' ft"* iloteDilorfpiaT Vorvk.IO-2. Xf. 2091 Täglich 8>/. Uhr Sasttptcl des Dnatsdiea Theaters Menschen im Hotel von Vicki Baum. Iqie: Dustal üründgciiL svwno Blnflsr. i/ar- gareieRoepptze.Keoip. Kailwe.s, st« u-edt, v. talmav Tbibl a. Koit&.Toi Kottb. dir. 6 Tägl. 8 Uhr , auchSonnt. i nachm. 3U.: Elite- ' Sänger. Das große Januar-Progr.l Oaa kann man 9 mal sehen! Ente Ladslünntll! Der Sensatlons-Schlaoer! seine Hohen der Benler and da erdkt. banles Programm! Für unsere Leser! jutschem für l—« Personen Fauteuil nur 1.23 M., Sessel 1.75 M.. sonstige Preise: Parks« u. Rang 0.80 M. ".vbv l.»AW'r«N'!li«•**** Lolbriader Stratze 37. Refchshallen-Theater Abends(D sonaiag nadun. El Steifiner-Sänger Das große Januar-Hrogramm! lüin SciiuE:„ugts Vtidvesi" NdnilliS! hall» Pnhe, reltas froBt. Oönhorf-Bretti: 14 t raste stNimtzanii Tanzt Folinin-arftasin! Berliner II Ut'TriO Nftukölln. W Labaitr.74/7St. NO IS, Gr. FranKfurterStr. 30,tlti.7645 Artur Biedermann N 54. Ackerstraße 29, Vinela 1346 chlafzimmer-Schau -MikQWr? j ü-Baha Bennangplati tolä Sdrelz HasenMilt 10814 und GROSSER ALPENBALU 7 Rzpelleii.— Peat Dekorationen.— 50 bajrisdiB Madin.! ■ Einlaß: Wochentags 6 Uhr. Sonntags 4 Uhr. |•iniHininiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiniiiniiimiiiiiuHiiieiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiMiiuiiiiiiiiiiiiii Dienstag, den 28. Januar 1830 Braten von b ganzen Schweinen auf dam Rlasenlukullua und Prämierung des kleinsten ■ Posenmundes. m " Geldpreise: 50. 40, 30. 20, 10 RM. Lessing-IlieslBr Norden 10846 Täglich 8 Uhr fiflare oreyfus von Reb lisch und Herzor fUeater L Wuteos Täglich 8V« Uhr: Höfel Slam Lemberg Musik von Gilbert Käthe Dorsch Pfänder Versteigerung Die in denMonatenAprit, Mal, Juni 1929 versetzten Pfänder kommen, fowe t sie nicht « neuer, worden sind zur Versteigerung: Bei Adlig. II. Essaster Sir. 74. vom Mon- lag. dem>0. Febr. 1930.» Uhr ad und zwar: rsftPi aaep, pp. Kleider, Feizwertz«.«.'iscite Bi' Adlig L Iägerstr. 64 vom Monlag. dem>7. Fe: nur 1930, 9 Uhr ad und zwar: kahrisder. CerenstSiida der opiitz. hte.der, Teiiwarr.«tasciie. Kris all, Juwelen, loia- urd STtteruchen Für oeriallene Pfänder, welche erst nach demAuItiontzbeginn erneuert oder eingeioii werden, mutz desnmmungsgemah Auluono- gebühr berechiv t werden. «ssmchcc LslhsmL Ertlnder- Vorwärtutrebende 5000 Mark Belohnung Näheres kostenlos durch * Co, Bcroa IW. it OHNE ANZAHLUNG dei* BRUNNENSTRASSE 1 u. 2 FRANKFURTER ALLEE 350 KOTTflUSER DAMM 103 WILMERSDORFER STR. 165 Dieses Schlafzimmer I in imit Eiche. imlt Birke oder 1 weißlacklert, er-| halten Sie ebenfalls ohne Anzahlung gegen eine Monatsrate von nur M 25: Lieferung sofort frei Hausl ERSTE RATE zahlbar erst Im NXRZ '1 Porzellan Serie kobalttilanes Band Sal'eehannen............. e.� 95pt Teeianneo............... stock 95pr. Zacieröosen.............. stock 50*. MÜGbtOpie.................. stock SOpi. Tassen...................... stock SOrr. Kaileeserle modernes Bandmnster SaileeKaanen........... stock von 1.» Teekarnen............ stock 1S5225 MüClliÖnSe............. 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Februar 1830, nachm l Uhr. ipdl eilen» tm Befige der Orieoermaitung lein D e Wahl Srperver/amm ungen werden In der gelt vom 24. Februar 1930 bts». SRdrt 1830 abgehailen Etwa ge Neumeldiinaen zum 9t e- gierten mlifirn lpäleflen» dl» zum 10 März 1930 erledigt werden. Spielplan unfeter Bnllncablcllang. Zu der Woche vom 27. Jan. dl» 2. Februar t. fiertn Atue» S.tott tSelma Lageriöst 2 Kitlioie Glasdächer. 8 Z>umcre«le Zu der Doch« vom 3. bis 9. Februar: I. Dts nid t heiraten Dürfen. 2. Ruthlpeicherdatt 8 Anmoieske. Zu der Dache vom 19. bis.'8. Februar: I. Gehe.mn sie des Osten».Tveu Hebtn) 2 Techntlcher FUm. '8 Humoreste. Zu der Woche vom 17. bis 23 Februar: 1. gmtschei, 14 und t7(g 218). 2 Binbcarftlin. 8 Humoreske. Antragen wegen Uederlaflung und Be /uch ötz Adieilu/.g sind leiephcniltv oder lchrist ich an die Kuituradteituag(Büro/ Linlenftr. SS 15, g Immer 20) au richten. Am 3 Fedtuar. d'/.UHr. keine Bot- lleUung. vtc Qrttvcrvaltung. Seksnntmsckung betreffend Ab ielernng der Einkommen ftenetma ten. Jeder Atbe-Inehmer, tir den im fto'enbet ia te 1928 Eleuermotten vetm endet worden sind, isi oetpflid/tei. D ätesien» die zum 15. Februar 03-. eine Sien. rfnrte illt 1928 und die Elnlogedogen not den im Ka endrrladre 1929 oerwenbelen Steueimarlen an das Finanzamt ad- zuliefetn in dei rn Bezirk er zur geit der Abliefe- rung ietnen Wohnsib oder gewöbi lichen Au enthalt Hai Dabei Hai er die Nummer der Stenerlarie für 1930 und die Genre>nde- behörde, die diese Steuerlarle ausgestell hat. anzugeben. Ardelinehmer welche einen Ersiollnnqs- Mirag bei dem Finanzami idre« Woh- siiRe» com 10 Ottober 1929 stellen wollen tännen Mit ihm d e Einreichung der Steuer- karte 1928 und der E nia e anen cetd.nden. Die Aroeilge er sind verpfl.chiel. durch Anlch ag in den Arde»»- und Gelchäits- länmen au- die Adiie erungspflicht hin- uwei.en. Die Ein agebogen müssen com Ar-eiipeder ordnungsgemäß ausgelllll und anigerechnet lein Beritn. im Januar 1930. vi« kivavr8ent«g dos Landesssnonroenisdcaiile» BvrUn. Oeffentlfche AufTorderune- zur Bbgcbe ron Slcvercttidrvrpsr .0r dir zrOHIaHesvoeonlogung 1934 Die Slettete kiärungen tüt die Ein- ommenltrurr, RStpcnchnitlliucc und Um- ahlleuer sind in der geil vom 1. bis 15. Febrnar 1930 unter Benuhung der ucrgeichrledenen Bor- bmde a> zugeben. Sieue pflid kige. d e zui Adgobe einer Eiklärung veitfl chlet sind. erhallen oam Flnan am! ein-n Bardrua tilge andh Die durch das Einkommen «»uergelen. Kärpenchastlteuergeiet, und UmloRiteuerge/ek t egründe.e Berpflich: nng emi Sleuerertiäriingad-ugeden, auch wenn ein Bord, Utk nibt über andt rit, die b> itncet Hrt er-crdeilichentall» habrn die Steuerpflichtigen Vordrucke cor Ablaiti der Ei kiäiungs.tllt com F.nanzamt an- -.uiotdern. Berlin, den 8 Januar 1930. ver PrÄsldcnt de* LandesfinanaamU Berlin. Pateii -911118- Ort ttt. ed M. 25.- Orinj. Ii 24 SM. IntL bsteal. o. Fi'. Jag. J. ig. Slizn.anr. Beriis SV II. Uoltjiftiii Str. 19 i Orts MAefBnFe&swerlie der isüierD.Piafloor!eariieiterzQB.r.ifl Ve'annimackung. Die in der Ansschulisidung am 28 Rc- cemder>928 deschlo ene zweite Abänderun--- der SaKnng tsi com Obeicersicherungsamt am.6. Januar 1830 genehmigt. Drucksilicke derSaHnngeänderung kdnnen com 3 Fi-hruar 1930 im Kaffenlakat in Empiang genommen werden. Berlin, den 28 Januar 1938 ter Votftaub, Friedrich Kor-um. siellc Bcrsittender; Hermann Ehrlich, Schttitiilhrer. f Der s«le Hapltän- I KaiSlabflK A'rrereaobÄ; C. Köck er, Berlin �iiibiEDacni«kSiia8g22. Mala«.5881 MeoSie� SM? Wir fertiseu elesante aus m tffebraclnen SioCfen nach genauem MsB für M. 35.- rinsohiießhcb«mseier sümti.cbrn Zofuten.— Tadeiroaer Sitz. RoBbaarrerarbeitnns! nerrenk eiöer-Aoieriiünng Annahrncstei-en Osten r Frankfurler Allee 364 Westen: Augsburqer Strjßo 43 Zentrum; Rosens raße 7 Südosten; Bauirscliulw. Mantiitlaltr Str. 74 Nowawes bei Potsdam: Unoenstr. 34 Teati: Brunowstraße 49 .tfrvser großes. tVasch&urnier (Oer Wettkamp! der prominenten Wasihmaschloen) wird auf allgemeinen Wunsch und als Qrcfiter Ericiy im allgemeinen Interesse bis zur Landwirtschaftlichen Woche und„Grünen Wcche" einschl. verlängert Zur gleichen Zeit veranstalten wir In unserem Hause eine auBerordenlliche AussteMung aedecMe Tisch.'4 in der ca. 40 geschmackvoll dekorierte festliche Tafeln gezeigt werden. Wir laden höfl zum unverbindlichen Besuch ein. T.Glatlciatx& Berlin, Leipziger Strafte 122-123 1 TU. 43* 47. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Sonntag, 26. Zanuar �930 «nftBbnaflMi f6t Uefe Rudi« find 6 1 t 1 1■ SV<8. Siabatfttale X Parteinachrichten für Groß-Verliu ftrt»«» da» Settthferntarim e» Kot. 2 Stejwen recht», ja richten Achtung, Stadwerordnetenfraktion? Die nächst« Fraktlonsfitzung ist Montng. 27. Janzurr. 18 Uhr. * X«ttl». fftde Schula-meind« Berlw.Wittc.*>7. Iannar. 20 Mr. Kackeickier kof. s oscn bater Srr. T»rftant>»wal>l. Äi!»weis:®i;«Iiibc!arte. 1. httl« Ikiltt. Uienjtoo, 2S. Januar, um 19H Uf)t Sitzuna aller Stadt. und Beüirksverardncten un Zimmer des Jorschendkn der Be»ir'avcrsainm. lung. ftlbfUtftr. 6S. y I 2. tleei» Tie««arten. Achtueq. Blldn»«»lommiIsia»I Snnntaa, R. Zannar. pünktlich 17 Ilde, treffen sich olle B>ldail«»an»schubo»t. glteder dei Schmidt, Wielefstr. 17. PSnktliche»«rscheinen undediaqt eefardeelich.— Achtung, Ikreismitglieder! Snunta«, z«. Zannor,..Lnsti«»« & Unn>1 0» r»»~ o J CW i____ e' H b C' Abend" im Raäbiter Selellschaftthan«. Wielefstr. Zt. Mitmerkit.... Ermin Eekeeebera da» Berliner tanküastler.Oiehefter nnd da» deliebt« db«rt.Ma»».Qu-riett. aasl-nöfsa-a« 1« Uhr. Aas-»« ünktlich l«--. Uhr. S>atritt»k»ite» 7ä Pf. Tanzkartrn vi Pf. extra Um»adlreichen Besnch wird««beten. Aach die benachbarten kireis« find herzlichst eingeladen. — Laran,eige! WiUwach, A. Januar. 20 Uhr,«rweiterte ftrcisoot. Oanbsfidung mit den Beifigern und den 1. Abteilungsleitern bei strliacr, Putlitzftr. 10. Die Gefchäftsleitun« trifft sich pünktlich bereits um IS llhr zu einer Befprechung«bendart. 4. ilrei» Prenzlauer Berg. Aünrtng, Bezirk», nnd Stadtnerardnet«! Die für Montag, 27. Januar, angesagte Fraltionesignug kann erst um td-. Uhr beginnen insalg« einer sehr wichtigen nrallioasfidan« der Stadtneroednetia. 19. Stci» Zeblendorf. Die im lsreidenkerverband organisierten Eenasfen treffen sich am Dienstag, 28. Januar, um 10i4 Uhr im Lokal Schrllhafe, Steg! ig, Ahornflr. 10», zu einer wichtigen Berfammlung. Aufstellung zur Wahl der Grurpenleitungen und der Delegierten stlr die Berliner Bezirksk' nfercnzen. Partei, nnd oreidrnkcrmitgiicdsduch am Eaaliinggng narzeigcn. Q. ltrei, Treptow. Arn Diensiaa. dem 28. Januar. IS'h Uhr. im Le�al Stallt, Ztiiderfchän-iveid«, Berliner Str. 179, Sidung des Areisbildungsausfchusses. Di« AbteilungssSrsistcnden und Bilbungsobleute jeder Abteilung müssen vertreten sein. 19. strei» Köoeniek. Montag, 27. Januar, 19% Uhr, in HBucnirf. Rathaus, Zimmer.V3, ffraktwnssihung mit dem n«u.jcwählt«n �reisvarstand. Er. scheinen dringend erforderlich. Besondere Einladungen ergehen nicht. heute» Sonntag, 26. Januar. 8. Abt. M« starte o zum..Lustigen Abend" im Moabiter Sesellfchaftahaus di» 1Z wir heute, Sonntag, bei Richert. Steinmetzstr. Sba. abrechnen. starten, die bis dahin nicht abgerechnet find, müllen bezahlt werden. Älorgen. Montag. lS>- Ahr. fZ. Abt. Ab 19% Uhr Abrechnung der Dez!rk»sührer bei Kaeblke, Bergmann. straß««9. tZ7. Abt. Reinickenho rf-Wrst. 20 Uhr im Bolkshavs. Scharnwederstr. 114, junk- tionärstfwna. Alle Funktionäre der Partei, die Funktionäre der Schulnat. «caminschakt, SIternbeiräte und Lehrer der 9. Weltlichen Schule werden in» bellt tu Nitro Erscheinen gebrien. HO». Abt. Bitten»n. 19% Uhr veranstaltet die Frei« Turnerschaft Wittenau in der TurnhaU«, Wittenau. Rosrntbalcr Siraste, einen Drrbetilrnabend. Di« Parteigenosscnschaft wird auigelorchert. NÄ reckn zahlreich al. Zu. schauer bzw. Mitwirkend« einzufinden.— Rächst« BarstandssiSung g«. melnfam mit den Bezirks führ« rn am Mittwoch, b. Februar. Dienstag, 26. Januar. ist. Abt. Aempelbok. 20 Uhr Zahr-shauptversammlun« bei Pinger. Dsrfstr. ZO jahresoericht. Reu wähl de» Borstans«».,, 99. Abt. Bei«. Buckow. 19". Uhr Mitgliederversammlung in Bechers Gefell. 101. Abt. Tre»�»». 1v% Uhr bei' George ffrsther Rennbahnlokäs), Generalner- fammlung, Berichte, llleuwahleni.uchne Mitgliadsbnch kein Zrtlritt... 114. Abt. Lichtenberg. 21% Uhr im Üal.ai�Kygru.Jaüno, Snortoromcnoic 3, Zab labend der 4. Sruvpe. Mittwoch. 29. Januar. 14. A»f 19' j Uhr in. Schmidts Gesellschaftshaus. Fruchtftr. 26,, Mitglicdcr. Versammlung. s Donnerswg. 10. Januar. 194. Abt. Ricderichüncweide. Ilmltäudehalber findet die Borstandssihung bei Tamolla, Berliner Str. 28, am Donnerstag, 20. Januar, um 20 Uhr statt. ' Teilnahawhprechtigt sind: dl« 8 Mitglieder des Lorstandes, di« Bezirks- führet, der L'dmann der Revisoren. Jraoenveranstallungen. 4. strei» Prcuzlauei»erg. Abt. 27, 28, 20 nnd 81. Donnerstag. 30. Januar, 20 Uhr. im Ledigenheim, Pappelallce 10.(Sai-kochlehrvorfÜhrung. Ein- teUt frei. 1. strei» Sharlottenburg. Dienstag, 28. Januar, 19% Uhr, im Lrankenhaus, Bertiner Str. 137. Boriragsfaal, Kor tragt»Die Sesualverbrcän!» im Eni. warf des Sirafgeicgcs". Referent Gziioflc Dr. Mener-Braduc'. 9. steei» Wilmersdorf. Montag, 27. Januar, 19% Uhr, bei Zulka, Lauen. horgee Slrahe 21, Barrrag:„Die paliiischc Situation". Referent Hans Wohmod. 11. steei, Schiveheeg. Dienstag, 28. Januar- 19% Uhr, bei Will, Martin. Luchcr-Slräße 69, Funttionärinncuiistung. Reuwahl der Leitung. Montag. 27. Januar. 2. 1. Abt. Der Frouenabend sinbc!.in diesem Monat nicht am 4. Montag, 27. Januar, sanderu erst am Donnerstag, vi. Januar, 19% Uhr, int Saal 3 des L»n techr dundes, Sitverkichastshaus. Engelufer 24f2?>,, statt. Bortreg: .Der Pauim.Plan". Ref. Gerhard stramer. Stellungnahme zur Reuwöhl. 4. Att. 90 Iliw bei Brandis, Srrolaucr Str. 10, Bartrag:.Grundiähe und Forderungen dor Gazialdrmokratie". Refereniin Margarete Schenlalowsli. Reuwahi der Leitung. Z. Abt. 19% Ubr im Rvlenihaler Hof. Rofenthaler Str. Il—lZ. Vortrag: „Politische Satirc". Referent: Schauspieler Oswald Mudrack. Rruwah! der Leitcrln. «i. Ab«. 19% Ulir bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11, Bortrag:„Die Sttllmtg dar strankenkalfen zur Geburtenregelung". Rsferrnt Dr. med. Frlebcbrrgtr. 14. Abt. 19% Uhr im Swinemilnder Gesellschaftshaus, Swinemünber Sic. 42, Vortrag:„cgitccn, Groteeken. luftige L'eder". Re''crcnt Franz Hofc-nann. Rritwanl der Leitung. 19. Abt.>9% Uhr in der roten Schule. Gokenhurger Str. 2, Bortrag des Geitvise» lkurt«techert. 333 m 22. Abt. 19% Ilhr Im Pfeilerfaal der Hochfchulbrauerei, Amrumer t- M Strohe, Ecke Seestrabe, Lichtbildervortrag„Der Achtstundentag der Haus- b'.i D frau". Refereiitin Lisa Aldrecht. � 23. Abt. Pünktlich 19% Uhr bei Riiseler, Goldaprr Str. 9, Vortrag:„Warum fordern wir Arbeiter und Angestellten hohe Löhne!" Referent Genosse stooke. Die Genossen sind freundlichst eingeladen. 27. Abt. 20 Uhr bei Reetz, Sonnenburger Str. 1, Vortrag:„Erziehung zum sozialistischen Menschen". Referent Gottlieb Reese.. 31. Abt. 20 Uhr bei Goldschmidt, Stolvische Str. 36, Bortrag:.Bolkshurnor im stlassenfampf". Referent Hanns H. stamm. Die Funktionärinnen treffen sich bereits um 19 Uhr im aleichen Lokal. Neuwahl der Leiterin. 34. Abt. 19% Uhr im Lokal Pegar, Gubener Str. 19, Vortrag:»Die soziale und politische Stellung der Frau in Vergangenheit und Gegenwart". Refereniin Dr. Gerda Simons. Neuwahl der Leiterin. zs. Abt. 19% Uhr hei Guzkowski, Schreinerstr. 38, Vortrag!„Die Wohl. fahrt-pflegc im 5. streis". Referent Stadtrat Günther. 36. Abt. 19% Uhr bei Vufch. Tilsster Str.- 27. Vortrag:„Die Stellung der Frau in den einzelnen Parteien". Rcfcrent Paul Bernstein. Neuwahl der Leitung. 37. Abt. 20 Uhr im oberen Saal der Patzenhofer Brauerei, Landsberger Allee, Vortrag:„Das Recht der verhciratetcn Frau auf Arbeit". Rcfc. rentin Gertrud Hanna, M. d. L. 38. Abt. 19% Uhr bei Bartufch, Friedcnstr. 88, Vortrag:„Heiteres aus der schönen Literatur", Vortragender Genosse Henry Reiff. 40. Abt. 99 Ubr im Lokal Vöttcher. Haoclberaer Str. 9, Vortrag:.Die Reform des Gherechts". Referentin Dr. Hilde stirchheimer. Reuwahl der. Frauen. leitcrinncn. 41. Abk. 20 Uhr bei Erdmonn. Vekl-.Alllince.Sir. 74». Vortrag:..Griindkötzc und Forder.'nge» der Go'llaldnnokrati«".®ffcrcnttn Wari« st»nert. M. d- R. 42. Abt. 20 Uhr bei Söblke. Bergmannstr. 69. Bortrag:„Erziehung zum FriedenomiNen"! Ref.: Elfe Schribenh"ber. 43. Att. 19% Uhr bei strepp. Planus» 7Z 76, Vortrag:.Die soziale Stellung der Fra» im Svieoel der Literatur": Ref.: Margaret« Dortig. 44. Abt. 19%-Uhr bei Gwold. Stalitzrr Str 126, Dartrag:„Paung-Plan": Reff: Gerhard str-mer. Reuwohl. 46. Abt. 19% Uhr bei Adom. Lllbbener- Ecke GörFtzer Strasse/ Vortrag:»Un- fall, und JnvAibennersichcruna": Ret; sturt stieomann. 48. Abt. 20 Uhr im. Alerondriner", Aleronbrinenstr. 37». Vortrag:.Straf- ffchisresorm i-nd Voik»oes',udbeit": Rei: Genofssn Dr. stä'b« Frankenthal. Ehar'ottenbnrg. 51. Abt 19% Uhr bei Sche"boch. stönioin.Elssol>«th.Str. 6, Vortrao:.Daz Wirtfchafts'eld ber Hanskrau": Ref.: Minna Todenbogen. Rcunoohl der Lei'uno.— 52. Abt. Unser Frauen-Ikend fällt ous. Dafür beteiliaen sich olle Genosssnnen em streisf-auenabend sssehe streisnattzll. Rculatzn. 89. Ab'. 20 Ubr bei Groineck, Son�erstr. 10, Vortroa: Repar-oeionen Wer bezahlt ten st.tiea?"; Ref.: Ernst Neumann.— 91. Abt 19% Uhr bei Lüddecke. Fan'ane, Ecke storlsoaesenitrasse. Vomrag: D'e sozi-'s'ftsfchc Frau nnd ihr E'"kauf": Rot.: Genossin>Win?n Liolz.- 92. Ab'. 19% Uhr bei Sdiitotra, Elbe- Ecke Schanhoner Str. 1. Vortrag:.DI« R'iorm dr» St-af-ecknes": Ref.: Dr. Bernhard Adler.— 95. AM. 19% Ubr»ei(Brie. gel, Lesssnastr. 9, L'ckitbside-mort»»» de» G'noGen R'-'b». Die Franen der Genossen sind beiondees»inaeladen.— 96 Abt. 19% Uhr bei Hinsgen, Thomas, Eck» SoMtragr, Vor»»": Probleme dea Wietrechis und M-ete--. schuties": Res: Aeckiitekt Otw Most.— 98. Abt. 19% Uhr bei Teich, stneiebeckssr. 13.1. Vortrag:.Erzeihung in Schule und Familie": Ref.: Lehrer H'i:s st"nstman». 99. A>t. Britz. 19% Ubr im Jugendbeim, Rathaus, Ehausseeftr. 48. Vortrag: „Die Frau in der Dichtung", ernste und heitere Rezitationen der Genossin Friede! Hall. 101. Abt. Trent-«. 19% Ubr bei Doehlin». sttefbol». Ecke GlscnOaasse. gemüi- Uebes Veisoininensein. Ansnrache der Genosssn Luise stähler, M. d. L. 102. Abt. Ba�p-eK�ienmeg. 19% Uhr hei Hass, Baumschi'ienstr. 79. Vortraa: „Dos Wirtkäiaitzaeld der Hausfrau": Ref.: stlara Bohm-Schuch. M. d. R. ZNagl aer Fraucnleitnng. 119. Abt. Lichtenberg, iti Uhr bei Kart,. Möllendorf. Ecke Rittergut strysse. Reu- ways der Frauenfeiierin. Beipreckung der Fri'hiabrsarbeit. 133. Ab' Biichbol». 19% Uhr bei Kähne. Berliner Str. 89, Vortrag:„Sozia. lioischc Geünii"nasvfleae in der Familie": Ref.: Genossin Helene Michoelis. 139. Abt. Tegel. 20 Ubr im Jugendheim. Schönebtraer Str. 3 iVaracke), Vor. traa:„Die Lölle als Feind« der Hausfrau": Ref.: Dr. Dora Fabian. Neu. wobl der L«!ter>n. 139». Abt. Tenel„Freie Scholle". 20 Uhr Im Sitzungssaal:„Eine Stunde Humor": Vortragender: Genösse Franz Rcumann. Dienstag. 28. Januar. 1. Abt. BesichBanng der stonsumgenosseuichast. Treffonnkt ll Ulir vorm. Rvsentbaler. Ecke Gormanniirasse. Nqchzllgler tressen sich um 12 Ubr vown. direkt In der Ritterckuistrasse..... 16. Abt. 19% u he bei Krüger: Husstken» Ecke iScherinafrrass«! Aorteag:.�tameraib ichafuz-'h»": Ref.: Genosssn Schenkalawsii. R-uwahl der Leiterin. 17. Abt. 20 Uhr bei Klinge. SÄerstr. 14. Vortrag:„Arbeitslose. loersicherung": Ref.: Dorn Vergos.- 2«. Abt. 19'-.. Ubr � bei Stenzcl, Schweden ssr. 13. Vortrag:„Erziehung zum Sozialismus in Familie und Schnlc": Ref.: Lehrer Hans stum'tinann. 32. Abt 19% Uhr bei stromphardt. Beul- Singer-Str. 49. Jahresbericht. Nrn. wnhl der Leitet::,. 47. Abt. 19''j Uhr Im stanferenzzimmer der Schule Wnldcmarstr. 77,- Vortrag: „Die Reform des Ehercssits": Ref.: Dr. Walter Gatthardt. Reuwahl der fieitima. 67. Abt. Halens««. 20 Uhr bei Burzhacher, Bahnliossrestanrant, Vortrag:„Pro- bleme der Frauenbewegung": Ref.: Mathilde Wurm. M. d. R. 90. Abt. Renkolin. 20 Uhr hei Schabeiio, Weichsel- Ecke Donaustrasse. Vortrag: „50 Jahre Sozialdemokratie": Ref.: Ab. Koffmann. 120. Abt. Friebrichtsclde. 20 Uhr bei«ottkc. Eavriviitrasse Elke.Priizzenalle«, Vortrag:. Rationasisiernng des Kgnsbalts": Ref.: Hedwig Schwarz. 128. 130. Abt. Pankow. 19 Uhr. im„Türkischen Feit". Breite Strasse, wichtig«, kurze Besvrechnna der Gcnoilinncu. >31. Ab». Nledeelchöxh-usen. 19% Ubr In der Gemelnlchaitsfchule, Bismarck. strasse 11, Portrag:.Schwer erziehhare Kinder": Ref.: Rektor Jiechert. 137. Abt. Reioi-iendori-Wkst. 19% Ubr im.Voltshaus". Scharnweberstr. 114, Vortrag:„Der stamof um di« weltlich« Schule": Ref.: Rektor Vufack. 149j. Abt. Wittenau-Vorb. 20 Uhr Im Lokal Schulz am Bahnhof Wittenau-Nord, Vortrag:„Das Wirtschaftsgeld der Hansirau"! Ref.: Klara Bohm-Schuch, M. d. R. Mitkwoä). 29. Zannor. 62. Abt. S>emen»st»dt. 20 Uhr im Lokal.Heidekrug", Jnh. Marsand, Bortrag: „Grundsätze und Forbcrnngen der Sazialdcmokr.ztie": Res,: Lehrer sturt Lücke. 109. Abt. Friedrichehagen. ist Uhr im Stodttbcoter iMgrttvlotzi, Vortrag:„Die Frau in Veraanoenheit und Gegenwart": Ref.: Genossin Margarete Lartig. 122. Abt.?te»d»ri. I9't Uhr bei Dorath. Marzähsser Str. 31, Vortrag:„Lachen.- des AU- und Reu- Berlin": Ref.: Franz Hostnil-nn. Donnerstag. 30. Januar. 141. Abt. Rosc-ih-l. 2v Uhr bei Soffmann. Edelweissstr. Z. musikalischer Frauen- abend. Freitag. Zl. Januar. 138. Abt. Hermsbori. 19% ul>r Im Jugendheim, Roonstrasse, Bartrag:„Das WiLtschaftsgel�) d«r Ref.: A-lara Bohm-Schuch, M. d. R. Dezirksansschnh für Arbeitenvohlfahrt. 2. strei» Tiergarten. Montag, 27. Januar, 18% Uhr, im Sitzungszimmer des Bezirksamtes Tiergarten. Alt-Roabit 94, grosse FunktionärverfamnUung. Asse Funktionäre der Arbeitertoohlfabrt. Gerichtshilfe und Sefangtuenfürlorge- müssen erscheinen. Anschliessend daran sturius. Die Genosstn Adele Schreiber, M. d. L., spricht über„Säuglinge, und Wutterichutz". 6. strei, strenzberg. Dienstag, 28. Janrar. 19'% Uhr, bei Wolf, Gräfcstrasse, Ausschusssitzling, jede Abteilung muss vertreten sein. Die Jahresberichte stirb auch mitzubringen. 7. strei» llbarlotteniurg. Diens'ag, 28. Januar, Al Ubr, im Rathaus El>ar. lottenburg, Zimmer 3, Sitzung aller in der Wohlfahrtspslegc tätigen Gc., nosseniiunenl. Vortrag der Genossin Minna Todcnhagcn über»Sozial« Er- richtshils«" iForisctzung). 19. str«!» Pankow. Donnersing, 30. Januar, 20 Uhr. im Lokal türkisches Zelt, Pankow, Breite Strasse 1t, findet eine Sitzung der Arbe-teewohlfahrt statt. Alle Helfer und Wohlfahrtspfleger und-pflrgerinncn sind zu der Sitzung eingeladen. � Vereinigung sozialdemokratischer Juristen. £4 Einladung zur Konferenz am Mautog, dem 27. Jannar, 20 Uhr, 1% 62 im AOnschellaal de, Rhc'naold, Vatsdaucr Str. 3. Vortrag br» Genossen fei i�f W-lsgang Schwarz, Redalterrr de»„Vorwärts", über:»Die Frieden», k-:: ßlf»rgauisation der Welt". sHaog, London, Gens.» Sozialistische Studentenschaft, Ortsgruppe Berlin. 27. Ionuar 2tl Uhr: Morriftlschc Arbeitspemeillschast.— 27. �anu« ISS!). 20 Uhr: Philoso''hlsche Zsechschafr. Ausspreche Zur Studienreform.—7 28» Iani'sr 1S3V. 14 Uhr: Gcocrrovhischer Arbeitskreis. 28..Januar 1�». 20 Uhr: Ho�ioluziffenschaftliche �-chstbaf�. GrundsäKliche Stelluna iwr Kandels- volitik sOrt: Gxnfcr Verband. RW. 6, Schiffbauerdemm L).— 89. Ietruar 1�89. 13.4d Uhr: Ana1istis6>er Arbeitskreis.—.39. Icmtar, 29 Uhr: Sektion Handels» Hochschule.'Außerordentliche Mitoliederversammlüna.— 89. Ianu,"? 1939. 29 Ulir: Mathemotikcher Arbeitskreis.— 1. Februar 1C89. 9 Ubr: RomonistUcher Arbeits» kreis. Außerdem finden die foS>lL6)en Arbeitskreise der Sektion Kandels- bochschnle zu den üblichen Letten statt. S�ort�rupve: teden Dienstaa. 18 Ilhr, in der Turnhalle der Tai'bswmtnenschule. NW. 6, Albrcchtstr. 29. Verunstaltungs- ort: der.Tund". NW. 6, Albrechtstr, IL Zungsozialisten. Werbebezirl Westen Freitag, 31. Zanna«, 20 Uhr, bei Will. Schänebrrq, R-rtiu-Luther-Str. 69, Wrrbeneransstillnnq. Teilnahm« aller fie-oflen ist Piiickt. Gruppe Voduedorj. Dienstag. 28. Januar, pünktlich 20 Uhr, im Jugciri. heim Wachtelstr. 1, iagrspolltisch« Fragen. Gäste willkommen. Gruppe Frlcdrich,boin. Montag, 27. Januar, Werbeir c« mit dem kreis» dildnng.anslchnss im V'oloaic, immer de» Ardreoo-Realay-�nassums, stoppen- ftrasse 76. Programm: Ansprache, Musik, Rezitation««. Rcfcrent: Erich statt. »er, M. d. L. Veoinn rünktlich 20 Uhr. Alle jllnolaiial'stcn n-d stursusteU- nedmer sind rorpsl-chtct, bestimmt»a«ticheiurn. SAZ,. und Parteigenossen find herzlichst eirasladen. Gäste willlommen. Sruvpe Eharloltenburg. Mon tag. 27. Januar, 20 Ahr. im Jugenbhe ot Vosinenstr. 4, Arbe tsgcmeinschaft:»eoz alist säe Selbstl'mirh'.ing". Leiterin: Anna HarGch. SAJ.- und junge Parteigenossen find wVkomnien. Gruppe W�dding-G-elnr dbrnnuen: Heute, Sonntag. 19 Uhr. bei Dobrohlaw. Rein'ckenbork-Osr, Kopenbaaener. Str. 24, Ausspracheabend. Gruppe Lichtcnbera: Morgen. Mvntaa, pünktlich 20 Uhr, im Juge>'dhclm Gnnterstr. 44. Vortrag des Genossen Prof. Dririckc Über»Sozeassmiis uuki Äommrinisinus". Partei- und SAZ.-Genossen fawie Gäste sind freundlichst ein- geladen. Arbeilsgemeinschaft der kinderfreunde Groh-Berlin. strei» Mitte. Gmppe Maiieotii. Mittwoch. 29. Januar. 17% Uhr, Schul» Ruppiger Str. 48 iArkonaplatz), Turnen. Lotfalke». Monlag, 27. Januar, Basteln. Freitag, 31. Januar, Au-ipracheabepb. Jungfalken. Dienstag, 38. Januar. Leleu und Erzählen. Freitag. 31. Januar, Ausipracheadeiid, Nest. ialken. Montag, 27. Januar. Heimabend. Alle Beranssaliungen im Heim Elifdethkirchstr. 19 um 17% Uhr. Gruppe Wrissenlee. Morgen, Moniaa. 27. Januar, 19-14 Uhr, El'ernabend. Gäste urillkommen. Lichti'iloerrortraä über Nussland. Wir bitten alle Eltern» deren kindtr in das Jelt. oder Ferienlager mi'fahren lallen,, bessmmt zu erscheinen. Ausserdem ist e'n« rvfcktigc Gruppenangelegenbeit»u besprechen. Di« Kinder können an diesem Abend teilnehmen. Die Helfer müssen unbedingt erscheinen. lZ. strei» Tempelhof. Montag. 27. Januar, 20 Uhr, Eliernvcrsammlrmq bei 7»mmerening. Derapelhas. Berliner Str. UV. Di« Helfer tieficn sich«ine Stunde srüber 119 IlhiJ zu eiuer Besprechung. Kreis Witte. Achtung, Hel'er! Morgen, Montag. 2071 Uhr. Forlietzunq Her Arbeiisgeinrinichakt ntil M. üb wen stein im Heim Jelchenickee S:r. 24.-> - Jugenstgenosseir ü»d Eltern find G.lckoinmen. Gruppe Hnga Haafc. Gruppen. iiiibeird«' im Jugendhe'in Wa'fcnitr. t.8 jeden DicilZtgg und Sannabeno von r17',s.bis. 19% Uhr. Mittwochs Turnen in der Turnhalle Blumenftr. 77, 110».% 18 bis 20 Ilhr. strei» Friedrichshala. Dienstag, 28. Januar. 20 Ubr, D-eitelmeneritrass«, Grirerglpersammlunn. Alle Helfer»nb Obleme de» Kreises müsse» erscheinen» Jahresbericht, korstandswahl. Verschiedenes. Gimpe Friedlich Ebert. Heute UM 13'. Uhr Treffpunkt aller Gruvpenmit» glicder an der„Nöten Falleneeke", Grand,,, Eck« Kantiansträss«. Wir gcheu zum Heim der Kindcrfreundc, Baracken, Danziprp Str.- 62. Grnpe August Bebel. Jung, und Not« Falken. Dienstag..28. Januar, in» Heim Walbeuirrstrassc, Falkeu.pollveefammlung. Nestfalken. Mittwoch, 29. Januar,' von 17 bis 19 Uhr, ebenda Heimabend. Achtung, Küienhelieelurlu»! Montag, 27. Januar. 20 Uhr. Wassertprstr. 9, Thema:»Spiele im Freien". '««>» Prenzlonee Berg.Beissenler. Donnerstag. 30. Januar, 20 Uhr. Helierarbeüsgemeinschaft, Danzigc.r Str. 62.(Tänze, Gomnastik..sGleisner». Fittzi'ag, lll» Januar. 18 Uhr, Danziger Str. 62, Fufamutenkunft der Jeltlager« Vertrauensleute iHclier bzw. Kinder) mit Erich Fern. Sonntag, 2. Februar» keine Filmveranstaltung. stre!» NenlSiln. Heute, pünktlich 16 Uhr, in der«»la FtiedräHlt. 208,210, „Eine Stunde bei den Noten Fällen". Gewachsene 23 Pf., Kinder frei. strei» Weissensee-Hohenichänliauscn. Gemeinschaft. Dienstag in der Schul» r-.rftt«ch.» 17 fvi-a 1A ZlTs-a»Iß;- /72!.,„t.....>> Zxy�rr.L�___ baracke von 17 big 19 Uhr. Wir Icti«n Singspiele und Volkstänze. Don» Strasse. Bunter Nachmittag. nerstäg im Jugendheim Freirnwalder Geburtslage, Jubiläen usw. 29. Abt. Unser«« Genossin Lieschen Toppcrzer zu ibeem 30. Gednrietag« die herzliinsteu Glückwünsche. lib. Abt. Uuieeem bewahrte» Genossen Willi Steinauee, Frankinete« Allee 339, zn feinem 25!ädr>q°u Varteiiubiläum d e herzlichsten Gl»ck>riinich». Wir hoffen ihn noch viele Jahre al» Mitorbeiter in unienem streife d-grüsse» zu düricu. 43. Abt. Unserer langjährigen Genafsi» Helene Müller zu ihrem 67.»e. bneistage die herzlichste.-, Glückwünsche.- Unlerem langjährigen Senossrn Guftap Rale zv«einem»m 27. Januar stattfindenden 65. Seburtetoge die herz- Uchften Glückwünsche. Sterbetafel der Groß-Berliner Partei- Organisation� 7»?. Akt. ltharlottenburo.. Am fttctfofl, dem Ii. �ar.ncir, verftar?» nach lar.flcni schweren Lechen unser alter Parteigenosse Alois Stieffen�ofcr, Walter�. ftrashc 23. Wir vcrucren in ichm einen unserer� treuesien Genoffen. Effre seinem Aliicnken. Dio tZinäschcruna findet statt ani Mittwoch, dem 29. Januar, um 17 Uhr. im Krematorium Wilm-ersborf, Berliner Str. 191—193. %\ Zahle ich nicht zuviel Einkommensteuer? Fragen Sie einen Versicherung sf achmann! Von Ihrem steuerpflichtigen Einkommen können alljährlich bis 600 M für Sie selbst und weitere je 250 M für Ihre Ehefrau und jedes minderjährige Kind steuerfrei bleiben, wenn Sie diese Summen als Beitrag für eine Lebensversicherung einzahlen. Durch diese Ersparnis an Einkommensteuer haben Sic einen wesentlichen Teil Ihrer Versicherung, also Ihrer Zukunftsversorgung, kostenlos. ssch Wochenprogramm de Sonntag, 26. Januar: Ts Funfcgsnnna'-tflr. S: Für dca Vandwirt. S�S: StmdensJoCkaRÄplel der Potsdamer Oarnlaonlrirche. 9: Morgenfeier. V&cliließend: Glockengeläut des Berliner Doms. 30: Wettervorhersage. II: Eltörnstandc. 13-30: Parodien. 3?: RonzerL 14: Jrrgead stunde. 34-30? Schallplattenkonzert, ß: Aus Caux anr Montrodx: Ueherlraguiig dor Bobsleigh-Weltmeisterschaften. ß�S: Schall- plattcnkonzert 30.2?»: Aus Breslau: Gnteroaltirngskonzert. SS: Meinrich Mann liest ans dgerreo Werken. IS.*): Pna&iscbe Lieder. 19: Tagtsglossen. 19 JO: BlaÄorchesier-KonmL 20.15; Konzert- Danach: Tanzmusik. Montag 27. Januar: 7x Fuakrymnasük. 12 30: Wcttenncldungen für den Landwirt. 14t 9chaTl- plättenkoazert. ß.20: Die fraa In der Angestcllteaverslchening. 35-10: V/un- derland Indien. t6J05: Der gegenwärtige �tand der Meereskunde.. I6-i0: Konzert. 17 30: JugeadÄtünde. IS; Teemusik. 18.40: Die Triebkräfte des Lebens. 19: Der französische Arbeiter. 19.20: Zeltberichte. 20: Aas der Staatsoper Unter den L»uden:„Fra Diavolo", Oper von Aubcr. 22 JO; Penk- Tanzuntcrrlcht für Fortgeschritten». Danach Tanzmusik. Dienstag. 28. Januar: 7: fanlcgynansstik 9: ScJreüank- 12.®: Die Vierlelslnnde für den Land- »17«. 14: Schalipletlenkonrert. lüJO: Deaüehefi Fraoenleben in SOOweet- alrik«. IS.«/): Aasdrsclt&mittel der bildenden Ken«: sed künsf'ailKChe Persönlichkeit. 16: Olne Kaoe liest»n» eigenen Werken. 16.20; Ans Breslau: UnterhiiKBngsmiisik. 17.V): JngerdsMnde IS: Stunde mit EtDchern. IS.®: Dts Atom als Urhes tandteil. 19: Untirhaltongsmnsik. 20; Rückblick aal Platten, N.®t Sendespiele:„Weyreck", Trasödie von Büchner. Mittwoch. 29. Januar: 7: Fnnkrymnsatlk. I2J0i Wetttnneldnnjen für den Landwirt. M: Schatl- flattenkanzert. IS 40: Seiübmte Tbeaterskandale. t6J)S: Tochniacbc Wochen. Plauderet 16.®: Jneendbülmf- 17JO: Lieder. 18: Sylvia von Hardao liest ans eigenen Werken. 18.20: Unterhaltangsainslk. 19; Anlstleg oder Niedergang unserer Kaltni? 19®: Programm der aktnellen Abteilung- 20: Ans Hannover: Internationale Marschmusik, 21.10: Aau dem Theater des Westens;„Motel Stadt Lemberg" von Qilbert Danach Tanrmuslk. Donnerstag. 80. Januar: 7t runkgynoastlk. 9t Sciralfunk. 12.®: 0!e Viertels tunde für den Land- wir1- 14: Schallplattenkorrert. l»2v: Die altere Frau im Berufsleben. 18,40; Teicgrsphie und Telephon ie auf Sahifiea, 16 OS: Soll mein Junge Ingenieur werden? I6J0; KotuerL 17.®: Jugendstunde. 18: Dnterhalfuagsmusik. 18®: Programm der aktuellen Abtcllaag. 1NS0: Deutsche Volkslieder. 19.20: Krieg und Frieden. 20: Konzert. 21; Das Üe&lcbt der Zeitichrlit. 21 JO: Aas dem Neuen Rathaus In Schöneberg: Cmpfangsabend des Berliner Verbandes der auswärtigen Presse. UM: Fanktanrtuter rieht für Fortgeschrittene. Pamcu Tanzmusik. Freitag. 3L Januar: 7: Funkgymnastik. UM: Weftermeldnngni für den Lindwirt. 14t Schell- plattcnkonzert. 1.8.20: Amerikanische und deutsche HaushaltfQbrung. 18.40: In Sturm und Nebel auf hoher See. 16.08: Ftflhlahrsarbeiten im Oemflsegarten. 16.®; Unterhaltungsmusik 17.®: Weltanschauliche Betrachtungen eines Frei. dqnkers. IS: Jugendsien de. 18 M: Das neue Buch. 18.®; Flugzeug oder Luit chilf? 19t Ein Stöger— zehn Sprachen. 19.30: Schallplattenkonzert. 20: Gespräch zwischen Armin T, Wegner und Leonore Landau- 20-®: Sende- spiele: Jber arme Jonathza", Operette von Millöcker. Danach Abendunter- baltuag. Sonnabend, 1. Febrnar: 7: Ftmkgymnastlk. 10; Aus den Attsslellonsshalien am Kalserdamm; Er- Offnoegsfeier der ,A Grünen Woche in Berlin 19®". 12.®: Wettermeldungen für den Lapdwtrt 14: Schallplattenkonzert. LUD: Jagend.iunde. 18.48: Decisches Kulturleben tn Prag. 16J)5: Volksturnen, die Leichtathletik der Turnerschalt. 16,»: Unterhaltungsmusik. 18 10: Das Interview der Woche. 18 40: Geistige Inzucht. 194)8: Klaviervorträge. 19-®: Rechtsfragen dps Tages. 20: Aas der Philharmonie; Utlca Jubllee Singerz. 21: Berlin tanzt 22.13: Ucbcrtrturasjf: Opemball der Staatsoper, s Berliner Rundfunks. Königswnsterhausen. Sonntag, 26. Januar: Ab 7: Uebenragong aus Berlin- 15-»: Kind wid Zahnarzt IS: Ans Köln; Das Saargcblet unter dem Völkerbund. 18.,®; Toleranz, eine Forderung der Gegenwart. 1918: Dichterstnnde. 20: Deutschlandscndcr; Aus Köln: Damen- Sitzung der Kiraevalsgesellsehaft„Rheinländer". AnschüeJeod L'ebertragung aus Berlin, Montag, 27. Januar: 16: Französisch(kultarkundiich-literarlsche Stunde). 16.®: Uebortragnng aus Berlin. J7®: Klabuedlieder. 18: Der augenblickliche Stand des Volks- biidnngsweseps In Deutschland. 18-®: Englisch für Anfaäger 1858: Was will der ReichsausschnB für Bienenzucht. 19.®: Ueber baupolizeiliche Bestimmungen. Anschllefiend Uebertragung ans Berlin. Dienstag. 28. Januar: 16J): Uebertragung ans Leipzig. 17-»-. Johanna Wölfl zum 73. Oeburts. tage IS: Schöpferisches Musikerkennen. 1850: Französisch für Fortgeschrittene. 18 88: Der rassische Mensch im Spiegel der russischen Dichtung. 20: Dcutschlandsendar: L'ebertragung aas Berlin. 2050: Aus Leipzig:„Re- üuiem" von Verdi. AnschiieBend L'ebertragung aus Berlin. Mittwoch, 29. Januar; 16: Was der Dichter leistet. 1650: Uebertragung ans Hamburg. 17®: Balladen. 18: Von deutschen Weinbau. 18-®; Spanisch für Anfänger. 1658: Schätze des Meeres. 1950: Die Chemie Im Kampf gegen die Inlcktlenskrank- heilen. 20t Dculschlandscnder; Orchesterkonzert. 21.08: Aus Hamburg; Marschgesänge. AnschiieBend aus Hannover: Märsche. 2150: Wo liegen die Grenzen der staatsbürgerlichen Freiheit des Beamten? AnschiieBend Uebertragung aus Berlin. In ber Vonmstaüung„Jugend und Gegenwart' legt Hans Iürgei/Z Wlile einen Querschnitt durch di« Anschauungen solcher jugentlicher Autoren, die die Zeit bejahen. Wille hat sich an Awols Schriststeller aus den verschiedensten kulturellen und po- liiiscben Lagern gewandt. Die Antworten verliest er vor dem Mi- krophon. Fast alle Befragten loben an der Gegenwart di« Be- freiung von der Sentimentalität, die Feindschaft gegen alle Kon- oention. das Zerbröckeln des Autoritätsgefühls und den Komps gegen lächerliche Traditionen. Viele betonen den Drang nach Iu- gend, da» Bestreben, nur im Diesseits zu leben. Sie finden, dah die Gegenwort einstchtiger; gcirünfamer, geschmeidiger und zäher ist als vergangene Zeiten. Diese Veranstaltnnq gibt dem sjörer einen Einblick in das Seelenleben der jungen Generation und sie vermittelt ferner in knappen Sätzen die Erkenntnis von jenen Kräften, die heut« das Leben formen. Der Tenor Max Münsing singt mit guter Stimme und mit wenig Ausdruck moderne Schlager, die allerdings zeigen, dah die Sentimentalität doch nicht so ent. schieden ausgerottet worden ist, sondern noch inuner weit über pari notiert wird. Im Rahmen der Aktuellen Abieilung ziebt Reichs- lmanzministr M o l d« n h a u c r die Bilanz der Haager Konferenz. Gleichzeitig vermittelt er einen Ueberblick über die frühare Ver- Handlung und gibt knappe Erläuterungen über die finanziellen Bor- aünge. Der Vortrag wird auf all« deutschen Sender übertragen. Abends gute Unterhalt urigenrusi?, die der tüchtige Schnridt-Gentner mit seiner Kapelle ausführt. F. Seh. Donnerstag. 30. Januar: 16: Staatibörgerllche Erziehung. 16-30; Uebertra�nng aus Berlin. T7 DfChicfstun<3e. IS; Die Not der scli'Oslschen Grenzgebiete. 18.50: Spanisch IGr Forlgeschrltteae. ISwJß: Nutzen der Landarbeltsforschuag für den l and- virt. 19J0* Unternehmung nnä Steuer. 20; Dcuischlandsender: Aas S ock- hö!ni: Ockumenlschc Zasammcnarbelt, 20J0: Send*pleie;„Dei arme Joulth«'*, Operette von«Millöcker, Anschlleßepd Uebertragung aas Berlin. Freitag 31. Januar: 16: Wie der Dichter srl�eltet. 16-30; Uebertragung ans Leipzig. TTJBh Vergleichende Stllsntetsucbungen, 18c Des Wlrtschäftsjshr 19�9. 18.30: Englisch für Portgescnrittene. 18.651 Textilveredlung. l6-3rt; WiMeiÄchaitHcher Vortrag för Aerzte. 20: Dcatschlandseoder: Aus Breslau: VolkctflmllcJft Lieder. 21.10; Aus Breslau: Ursendung:„Joscfinc" oder ,X>er Küchenspiegei". Komödie von Fltkus. Assclillcöead üebtrtrifung aus BexH*. Sonnabend, l. Februar; 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17�30; Jahrtausende der Mozik. 17.�5: Tagesprcsse und Arbdtcrschafc. 18.20; Famlficnlcben des Dichters Mörike- IS. 40: Pranröslsch ffir Anfänger. 39.05: Stille Stunde. 20: Deutschlandscnden Mi: Holitscber durch die Welt 20 JO: Aus Breslau: Heitere Musik. An- sohlleflend Uebertragung aus Benin. Orpheum, Cha»lottenSurg. Charlottenburg hat ein nsues Äino-Larict� erhalten. In der Tauroggever E.cke Osnobrücker Stratz«, wo früher freies Feld war. erhebt sich jetzt«in stattlicher Kinoneubau mit allen modernen bau- und fiiintechnischen Einrichtungen. Der Innenraum, der 830 Sitzplätze enthält, ist in moderner blauer Wandmalerei ausgestattet! an der Decke entlanglaufende Lichtbänder geben dem Ganzen eine wormgetönte Rote. Die Bühne ist für Film- und Darieteoorlührungen«ingerichtet und enthält in bezug auf Raumgestaltung und technische Einrichtungen alles Eriorder- lich«. Die Preise sind niedrigst gehalten und bewegen sich zwischen 0,90 Mark und 1,70 Mark. Der Bau wurde nach Entwürfen des Zlrchtiekten Fritz Wilms von der Allgemeinen Baugssellschast Lenz u. Co. ausgeführt. Dos Eräffnungsprogramm bringt den Groß- film.�l>er Günstling von Schönbrunn'' und eine Dühnenschau ver- schiedener artistischer Darbietungen. Itene Zettunqskalaloge. Der Rudolf-llkosse-Zeitun gs- Katalog 1920 liegt m seiner S6. Ausgabe vor. Dieses bedeutende Nachschlagewerk des in- und ausländischen Presiewesens gibt m seinem Vorwort einen Ueberblick über di« internationale Per- zweiguna und die beispiellose Vielgestalrigkeit des Unternehmens Rudolf Moss«.— Auch von der A l o A n ze i g e n- A.- G. ist so- eben di« neue, und zwar di« 52. Ausgabe des Zeitungskataloges für das Jahr 1920 erschienen. Der neue unparteiisch zusammen- gestellte Jahrgang zeugt von der gewaltigen Schafsenskraft deutscher und ausländischer Verleger. Ein nam-mlichcs Verzeichnis samt- licher deutscher Fachzeitschriften wurde erstmalig ausgcnomimn. Die Möb«l.n»,s>cllu»a her altbekannte» gietna Lennert, Lothringer Sir. 55, eegreckt fitd übet 2tfifi Quabra'mtttc PobenflSdic u"b»fidt«ine fitohe 9!ut- axthT an Schlaf», Herten- und Speisezimmern beste: Gualiial. Betpaber» sehenswert nnb dl« flebitete nen. sarmenschöne» Speisezimmer in?'rte und Nusbaum, auhrrdcm finbct man«Le Arten uan Eiiu;elmi>b«ln unb glichen au pcrbfiltnlämÄSia niedriarn Ttd'en. Die tzlrrna aewhbrt auf Wunsch M-.' lunaAcrleichterunq. 5er alZcm Ist aber die Tct'cche bemerJen-wert. bog tzoR her niedriarn Preise noch ein Sonderrabatt von 10 Prozent Bewahrt»izb, cllerdina» nur bis Aua: Sl. Januar. Attchel» am gnrfSrftrzbann». Diese« beliebte Seide nba::« Im Nerliner Westen ist wiederum»u einer Pilaerftarte arostee Plasten Schaulustioe: ae» worden. Erstaunt stritt man sich die.Traar:.Wie ist ha» milcijch, jeftt un- mitte ioar nach dem Auzpentauf??a wird stchc: erwao aaw itefonbere« a!,ei»:/' Tatsächlich Ist da« der stall— Marienschau.— stn der Mitte de, Lichtho'e», maiestatisch ein weister Slrsant mit einer Pafadeta. Rinasumd-r Marien» toftüme au« all-r Well: storpsstudent. stlora. Mairost. Lueiser. Soubrette usw. und au« dem Gebiet bc» Phantastischen eine stilB» ppn oriai::ell«n Ar- reaunaen.(Sine Bcro'unasstelle für■Dloofen'ostfintt strat basstr. dag leben Äunbe von Michel««u! cnge-spen auf den Bällen erscheinen wirb. Ourcb eln'n jZheit lock wurde uns am 23. Januar Herr Betriebsdirektor Otto yickerath mitten aus seiner Arbeit heraus en rissen. Wir beklagen auts tiefste den ab zu frühen Verlust dieses unermüdlichen und geschäiaten Mitarbeiters, der sich durch sein verständnisvolles und tatkräftiges Wirken jederzeit große Wertschätzung und Verehrung erworben hat In lansjähriger Tätigkeit war der Heimgegangene durch Pflichttreue, vor ehme Denkungsart und hervorragende Leistungen stets e n Meh er des Erfolges unserer Werke. Des ausgezeichneten und verdienstreichen Mitarbeiters werden wir allezeit in Dankbarkeit gedenk. n. Berliner S.ädtische Gaswerke Akt. Ges. Oer Vorstand. Am 21. Januar verschied nach längerer Krankheit unser langjähriger, Kollege der pensionierte Krankenkaasenbeamte Alois SUeflenholer Wir verlieren in dem Verstorbenen einen lieben und stets hilfsbereiten Kollegen, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Der Betriebsrat and die Kolleßensdiatt (l.AJl8.0rlsRrankenKasseCharloltenbg. «am Berwanbien. streunten unb Betomien ö« traurig« Nachricht, bab mein lieber Man» unb guier treu- oraenb«: Laiei. Schmie, eipaier und SraSnatez Aigis Ztietteodofer im Freitag, de« 24. Zanuar Igch. poimniag» lOV, Übt, Im 67. Leb,»». labt na» Ichweren Leiden lanst ent- fchlaien ist. Z» tiefe: Trauer«etgen die» au WUwr L>n» SUefmboler, Kinder and Enkelkinder. Die Trauerieier findet am Mittwoch. dem zg Zanuor, nachm. 0 Übt, im SieraatBrtum©limczeborf, Berliner Strage 101.3, Natt. Bau SeUrlbri, fachen bitten mir Ad» stand KS nel�sczL Kaoh einem arbeitsreichen hebet: versohldd am Cl Januar unser langjähriger Hiterbeiter. Abteilungsvorstober i. E. Herr Alois Stie ftnhofer Der Dahingesohiedene Tiat in jahnsehntelangar. aufopfernder Tätigkeit und treuer Pflichterfüllung uns wert- - olle Dienste geleistet. Sein Andenken werden wir stete in Kbren halten. Cha-rlottenburg, den 26. Januar 1930. Der uorstand and die ueruieitung der Atigenielneo ortsHranKeniiasse euer ioKontuirg ßEtüsditi MetallaTliEltef VeM VcrvaKonrfsie'le Berlin Tocfesar zeige Ten Msttiilebern>u: Nachricht, dasj uttler Aollege. der NcchanUez Kart Zerrahn ceb 13, Mai 1863. cm 23 Januar»»- st eben ist. Shr« feine« Andenkeni Die Elnfi�chcrunfi findet am Dien»- Ich. beul 28...anuar. 17 Uhr, im stre- metsttum(Jctichiflrot« statt. Stege Beteiligung erwartet Die Ortjvurwalstmd. Sfatf besonderer MSiieflung I Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahm« bei der Cinäscherungsfeier meines lieben unvergeSlichen Gatten Max Kuhnt sage ich allen, die daran tcügenommen haben, insbesondere den Herren Rednern vom Verband för Freidenkernim und Feuerbestattung, der Konsumgenossenschaft, des Verkehrsbundes und dem Parteigenossen de.) 47. Abt für ihre trostreichen Worte meinen tleiemplundcntn Dank Marie Kuhnf, geb. Menth ey. Kaunvns.raBe 10. Am 24. Januar 1930 etil Ich hei lonft nach iur«m schweren istiben mein wnlgstge'.iebter Mann. Baier, Lchwieger- und Srshocter. der Maurer Johann Kurzbein im Aller von 58 Jchrra Die» zeigen licfbetzhbt an Fran PanUne Karabein. Rickard Braone, adxt Fran nach Kindern. Paul Branne, nebet Fran and Sohn. Esnma Tonst, geb. Braune. nebst Mann und Kind. S-Näschrrung am Dienstag. 28 Januar, 17 Übt. Im jfirem t Brumichuienweg Am 22. Januar IS.® enifchiiei naa jchwerer ltrantt,«it mtin» liebe Frau. gute Muster Hedwig Jerasch im Aller von 54 Jahren. Jrn Namen aller Hinterbliebenen Herrn. Jerejch. Beerdigung SRontog, 27. stau 1930, ncchrniitaga 2 Uhr. cheorgen-Fiiebhef, Landsbelger A ste. Am 24- Januar enifchiief ianst nach schwerem Lechen meine liebe grau unb Muster Ottilie Lorenz gab. Kodh Dtea«eigen ticlbettübt an Bado! Lore»» und T ochst er, «euKUn, O'erltc. 12. Ewäfcherung am 28 Jan- 18'/, Uhr im Kreuratarium Baunstchulrnwea. > P.rampiabttn, T nenrnstlin- burtg. Selchwulft, Seichwvre st«chien aller Art iP:otiaft«) est Ischias. Rhnima Gicht. Lenkiuhieiben. Arne- und KUft- ichmerzen. häufig b:» Folg« iaiichez einlegen, werben feil AO Jgbren ertragreich behandelt ohne Operation, Dg« Bern!. WW last ichmersts» m Dz. Strahls Arnbulotortum� m.b�. stir Betntran»« BezUn V 8, Munerftz. Ob»—- rtbrun- Sprech»: tag« stch 9—13 u. 3—5, aufeer Sonnabend nach- m Wog u. Sonntag, ttuatafi t u-�tpfpcll Iah Arn 23. Januar früh oetlchtcb Ianst nach ichwer-m stran'enlarer meine liebe tzrau. unsere gute Muster Hedwig Pape im Alter van 80 Jahren. Db«»'igt tiefbetriidt an namens der Hinterbliebenen Richard Pape NcakSiln, fct.lllerpromenzde S Sie Beerdigung findet am Bonners. tag. dem 30 Januar. I5b> Uhr, hon der Seichenhall« des Jatobifirchhchea. Herrnannstraüe. aus statt vsnk»sgung. ffllr die viele:: Newel c h ertlicher Testnahrne ar-ütilld) de« Hinfd'rtbe'.:« meiner lieben Frau, guten Must-r unb Sdiwefiet faa.n wir allen Ver» wanbien. Be'annstn. bea(Senplsen der Aon utn-Genofirn chail, bcn Kol- leginn-n unb Kollegen des MpcbtUr Ktantenbaufe« unb besonders dem jSertn Aebner für fein« irostr eichen Worte tmfmi herzlichsteu Sun!. 'XU tlesstaueruden Hlnterbfiebcnen Retnhold Bieber nebst Lochst.- und ächweiier. HZ Wird Dn Unblutig niemals Aufbewahrenf liGiraten'� Fortselzung folgt 1 Viele»einer Verehrerinnen hoben slA JorOber den Dubikopf zerbroAen. Warum helralel der mit Recht so beliebte Dr. Unblutig tttchl? Die Wohnungsnof, die so viele giQddiche Ehen verhütet, brauchte ihn nxhl zu hindern, denn er bewohnt dSeZellungsspaliea-inlenalv. thronlsdi. standhaft und innig Verehrt Ihn die Witwe Aurelie Zwldcfub, Besitzerin eines respektablen Vermögens und einer wohlbesetzten Hühnereugenfarm. Sie kleidet»ich einfa h aber gesdunadclos und besuiht Dr. Unblutig seit einiger Zell tftgilch, scheut Ihm mit thren sämtlichen HOhneieugen verführerisch in die gütigen Augen und flötet mit murmelnder Stimme i..Ach Doktor- cheol Kuktrol I" Gemeint ist natürlich nicht irgend eine der existierenden Nachahmungen. sondern das echle, hundertmi'l'onenfacb bewihrie Kukirol- Pflaster, das alle Hühneraugen. Hornhaut und Warzen schmerzlos und restlos entfernt. Für den Erfolg leistet die Kulcfrol-Fabrik volle Garantie. Bleibt er einmal ausnahmsweise aus. dann ei hallen hie anstandslos Ihr Geld zurück. Dos Kukfrol-Pflaster Ist»o dünn wie ein Löschblatt. Dadurch trägt es nicht auf vnd drückt auch nicht, was speztell für Domen von gröbler Wichtigkeit Ist. Fufisdimcrzcn, Brennen und Wundlauten OeselPgt das Kukirot-Fuabad. Es erfrischt und stfirkt die FQke und erhöht damit die Lefslungsfahlgkett. Bei müden und schmerzenden Füäen Isi das Kukirol- Fubbad eine wahre Wohltat. 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Die Gesellschaft droht zusammenzustürzen: die Kanaillen be- nutzen weder Tobak, Kaisee. noch Zucker. Und die Staatskasse zeigt einen Mangel von 27 Millionen Zollabgaben. Mogul. 14 und 27 macht 41 Millionen? Wo soll man dt« hernehmen? Wir müsien bann wohl Zoll auf Wein und Seid« legen? Der Minister? Taugt nicht! Dann wandert die Recht« aus. und dann verliert die Gesellschaft ihre stärkste Stütze. Ich muß mein Amt Eurer Mogul zur Verfügung stellen.(Ab.) (Der Minister für die DoÄxuen lomint) Mogul: Was bringst du für ein Uirglück? Der Minister: 0, Großmogul, welch einsaitigen Aesonna- tor hast du zu den Mißvergnügten gesandt? Mogul: Was hat er denn gemacht? Der Minister: Er hat ihnen königliche Vollmacht gegeben, daß sie sich f«ibst reformieren dürfen! Und jetzt sagen die M tz- oergnügren, si« wollen keinen Kriegedienft mehr leisten, weil es «n Gesetz und Evangelium verboten ist, zum Schwert zu grel'en. 3ch muß deshalb mein Amt Eurer Mogul zur Derfügimg stellen. (Saht.) Mogul: Das sängt an. bedenkluh zu werden. Die Gesell- schoft scheint nicht gerade aus Tugenden aufgebaut zu sein. W:r müssen diesen Reformator wohl verleugnen. (Der Minister für die Dynastie kommt.) Der Minister: O, Großmogul, Herrscher von Gottes Gnaden, die Gesellschaft ist in Auslösung begriffen. Dem Satan von Reformator ist es gelungen» die Mißvergnügten moralisch zu machen, und jetzt kündigen sie der Dynastie ihren Treuschwur, weil sie« für unmoralisch halten, die Dynastie zu unterstützen! Was soll man tun? Mogul: Wir haben das Heer? Der M'nister: Wir haben nicht das Heer! Dos ist auch inornlisch geworden.(Geht) Mogul: O. wehe dir, Lama, warum gabst du mir einen solchen Rat! Was sollen wir ansangen? (L-ama kommt.) Lama: Ja, nun ist das Unglück da. Der verdammt« Rococo hat ihnen die Erlaubnis gegeben, sich selbst zu reformieren. Nun sind st« aus der Staatskirche ausgetreten, well sie es für unmoralisch holten, eine Lahre zu unterstützen, an die sie nicht olauben. Mogul: Wie soll das enden? Lama: Wir muffen auswandern? Das ist alles. Keine Dynastie, kein Heer, keine Kirche! Die Grundlage der Gesellschaft scheint wirklich Immoralität zu sein. Mogul: Was soll man denn tun? Lama: Latz uns unmoralisch sein! Mogul: Nein, gibt es keinen Mittelweg? Wie wäre e?, wenn wir damit beginnen würden, die Gesellschaft zu reformieren? Lama: Das wäre vielleicht nicht so verkehrtl Mogul: Beachte, daß ich sage: wtrl Die Mißvergnügten dürfen sich mit so empfindlichen Dingen nicht besoffen. Lama: Toll Rococo wieder mitmachen, so muh ich au?- wandern. (Mogul pfeift.) (Rococo erscheint.) Mogul: Du bist ein Esel. Rococo! Ich verleugne dich! Lama: Wir verleugnen dich! SR o g u l: Aber ein kluger Monarch läßt nieman-den miß- vergnügt fortgehen. Sieh her Rococo! Rococo: Einen Orden! Mogul: Als Ausdruck meiner persönlichen Achtung für deinen guten Willen. Für deinen guten Verstand will ich nichts geben! Lama: Als Ausdruck meiner persönlichen Dankbarkeit.... (Will Rococo die Enodenmittcl überreichen.) Rococo: Danke(Geht.) Mogul: Dieser Reformator hat der Gesellschaft geschadet. Lama: Der verachtet die Gnadenmittel l Mogul: Beginnen wir jetzt unsere Bckchrungsarbeit an den reformierten Mißvergnügten! Es wird nicht so leicht sein, sie wieder zu demoralisieren, aber..... Lama: Im Namen des dreieinigen Gattes! An? Werk! Die Gesellschaft muh gerettet werden! Himmel und Erd« mögen ver- gcfjcn, aber die Gesellschaft soll bestehen? kAu! dcai NaHwß jttm crltenma? ilbertrearn per. TiiilliZ 3)ie äeiülcke Warleillaife von i8U8 Aus der Volksseele emporquellende Worte und Töne finden zu allen Zellen und bei allen Döllen, Anklang und Widerhall! Reim und Sang lassen die ungeordnete», ja undisziplinierten Massen sich zusammenschließen und zum Vormarsch formieren. Es war lange eine lächerliche Einseitigkeit, zu meinen, aufrüttelnde Börse, elcktr- störende Musik seien ein Privileg der Krlegsstimmung erzeugenden und Heldenbegeistcrung brauenden Dynastendichter. Sehen wir von wohlbezeugten Beispielen älterer Epochen hier ab. so bedarf es nur eines Hinweises auf den hinreißenden Rhythmus der französischen Reoolutionsdichter. auf unsere Herwcghs, Becks, Sallets, Frcilig- raths und viele anders. Ein glücklicher Fund spielte mir unlängst aus Akten der 48er Beweguirg, der Berliner Märzrevolution, ein Dokument von histori- scher Bedeutung und unzweifelhafter Originalität in die Hände: den ersten deutschen DolkSfaJmnus, die Bü r g e r Marseillaise von 18 4 8. Zum ehrenden Gedächtnis jenes glücklichen Augenblick.-- dichoers, zu ydutz und Frommen aller Dolksfreunde sei sie h,er wi der- gegeben. Doch zuvor noch ein aufklärendes Wort über den Dichter selbst, den„vormaligen Dioisionsprediger und Regiermigsaffefior" Dr. Friedrich(Rulemann) E y l c r t. Aus seinen, ereignisreichen Leben wissen wir wenigstens soviel durch die erhalten gebliebenen Polizeiakien, daß«r 150S zu Hamm an der Livpe als einziger Sohn jenes geistlichen Herrn geboren wurde, der bald hernach dank seinem unüber« trefflich schmiegsamen Rückgrat in die Stellung eines Vertrauten und Gcwiffensratcs König Friedrich Wilhelms III. von Prcuß'n ausrückte. Ich meine den 18Z2 zu Potsdam verstorbenen Oberhof- prcdiger, Staatsrat und evangelischen Bischof Dr. Rulemann Evl;rt, dessen„historische Fragmente" aus dem Leben dieses problomat fchen Herrschers wohl unstreirig auf den, Gebiete charakterloser Gurst- lingsllleratu, einen Tics punkt bedeuten. Der Sprößling Friedrich Rulemann besuchte— immer nach den Details des Fahndungs- blattes der königlichen Polizeidireklio» zu Hannover von 18Zl>— die Klosterschule zu Pforte bei Raun, bürg, studierte auf drei Uni- versitäten Theologie und brachte es schon im 21. Lebensjahre zum Dioisionsprediger in Frankfurt a. d. O. Von dort ging er als Hilfsarbeiter in Kirchen- und Schulsachen zur preußischen Regierung nach Bromberg und heiratete die Tochter seines Ehefprästdentuy aber es war nur eine Ehe von kurzer Dauer, da sie schon bald dar. auf durch das Berliner Kamniergericht wieder gelöst wurde. In- Zwilchen halt« Eylert ein Jahrzehnt dauerndes Wanderleben be- gönnen, das ihn über Leipzig, wo er„int 1900 Taler Einlage als stiller Ässociö einer Buchhandlung sich etablierte", bis nach Auurika führte. In der Neuen Well machte er, nach späteren eigenen An- gaben, wissenschaftliche Studien, gründete deutsche Schulen und Kirchen, bekleidete auch in Washington eine Professur, alles in allem eine Tätigkeit, die einem preußischen Herrn Polizeipräsidenten zu offener Anzweiflung Anlaß bietet. Anfangs der 40er Jahre tauchte Eylert wieder im Barerlande auf, war noch einmal, wenn auch nur für kurz« Zeit, m königlich preußischen Diensten, und zwar beim Prooinzialsteuerdireelorio zu Tanzig tätig, um sich dann scheinbar ausschließlich der bald immer stärker werdenden Volksbewegung zu widmen Dadurch verdarb er es nun gründlich mit den politifchm Machthaber».„In den Tagen der Revolution in Berlin hat Eylert sich— glaubwürdigen Nachrichten zufolge— durch freche Aufreizung der Massen zur Anarchie und zu groben Ex.zessen mehrfach hervor» getan." so heißt es unter dem Titel„Gcmcinshädlicher Umher- lreiber" im vorerwähnten PÄizcifahndungsblatt vom November 18ö0. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte Eylerr zum zweitenmal eine Reise oder besser gesagt. Flucht nach Amerika an gell t-m. Immer wieder versuchre Eylert später in Deutschland festen Fuß zu fassen, so als Anaenheilkondigu. Sprachlehrer, Kunsthändler usw. Vergeblich; von Ort zu Ort gehetzt, ofnrrl? gefim'l ch fest-mietzt flüchtete er 18S0 in den Schoß der„alleinseligmachcnd n" Kirche, indem er, der Sohn des evangelischen Bisckpfs, in Anchen-Vurtschctd zum Katholizismus übertrat. Der Polizei! treltor Engelcken zu Pols- dam verbot ihm in den preußischen Residenzen Be lin, Potsdam und Eharlottenburg jeglichen Aufenthckt und legte ihm den Der. zicht auf die preuh'schen llnternnenrechte dringend nahe. Da auch ein Gnadengesuch an des Königs Majestät,„nach 13 Iahren der bittersten Leiden und Prüfungen in seiner Vaterstadt den kurz N Rest des Lebenz in Ruh: verbrurgen zu dürfen", abgelchn: worden war. irrte unser unglücklicher Dichter weiter umher und scheint — nach einer Aktennotiz vom Jahre 1863— um diese Zell im Elend gestorben zu sein. So endete das Leben eines Freih-itsdtchterz und Kämpfers von 1848, über dessen äußere Erscheinung, allerdings im besten Mannesalter, es im Steckbrief heißt:„Er ist von stattlicher Statur, mit freier Stirn und frischer, sehr gesunder Gesschtssarbs. Selon« der« Kennzeichen sind gewandtes Benehmen sowie aufsollendc Sit- düng und Politur." Und nun folgt der Frc'.bellshynmus selbst: Eine deutsche Marseillaise van Dr. Friedrich Eylert. (Erschienen Berlin 1848 im Verlag von Leopold Schlesinger, Schloßfreihell Ztr. 8.) „Mll Gott für König und Vaterland?/— Hat man uns lange geknechtet. ..Mit Gott für König«nd Vaterlarid!*— Da hat man uns geächtet. Verschwind«, falsches Lügenwort. Geh unter auf«wige Zeiten! Ein ander Wort, ein heilig Wort, Das soll uns jetzt geleiten! Wir ehren Gott, wir lieben Gott. Doch— wir sind mündig worden' Wir wollen streiten, siegen jetzt Auch ohne Priesterorden. In mrs'rer heu gen Wcihenacht Verschwand des Königs Schimmer. Recht ihm und uns zu jeder Zeit; Doch für ihn kämpfen?— Nimm«! Verschwind«, falsches Lügenwort. Geh unter auf ewige Zeiten! Ein ander Worr, ein heilig Wort, Das soll uns jetzt geleiten! Das Vaterland! Wie zuckt die Hand Bei dieses Wortes Klang«! Fürs Vaterland, fürs Vaterland' Zu jedem ernsten Gange! Es iomint die Zeit— sie ist schon da, Wo wir dich, Schwert, bedürfen! Wer beten will, laß beten dann Und feine Weine schlürfen. Wir aber, wir, wir fassen dich.— Verderben dem Geschlechte! Wir aber, wir, wir fassen dich In unsere starke Rechte. Denn wo du bist, du deutschez Schwert, Verschwindet Knechtschaft immer. Zum Sieg« führst du, du, gefett Im F r c i h e i t s M o r g e n f ch i m«r e r. i;g. Da» Pretsralca der Medien. Der Versuch, die basten Medien der Welt durch die Aussetzung einer Namhaften Summe anzuspornen, eine Botichaft aus dem Jenseits richtig wiederzugeben, kann vor. läufig als gefchellrrl angesehen werden. 289 Medien hatten den V«» such unternommen, die Botschaft der Frau eines amerikanischen Arzt«», die diese bei Ihrem Tode niedergelegt und die später der Bibliothek dar Zeitschrift„The Scientific American" überreicht worden war, durch Verbindung mll dem Geist der verstorbenen zu entziffern. Obwohl mehrer« tausend Dollar ausgesetzt waren, hat sich das aus Anhängern der Spiritisten zusammengesetzte Preis» richierlollcglum nicht entschließen können, auch nur Teilbettäge an die Madien zu verteilen, da die eingereichten Deutungen mll dem InHall des niedergelegten Schriftstücks in keiner Weife auch nur an- nähernd zu vergleichen waren. Drei Millionen Analphobeken la Voten. Wie die„Goztta Worszawska" berichtet, gibt es zur Zeit in Volen nock» drei Millionen Analphabeten, das seien etwa 25 Proz. all» Einwohner im Aber von über zehn Iahren. In den Westproomzen betrooe die Anzahl der 'Analphabeten nur etwa 2 Proz.; in den östlichen Gebieten steige sie bis auf 75 Proz. �altirvrlffevtfeiiaf I und Technik ffiann in diesen Tagen der Elektrotechnische Verein in Verlnr sein öOjechriges Bestehen feiert, dann kann er und mit ihm alle Vertreter der Technik aus eine außerordentlich stürmische Entwicklung zurückblicken, die die Technik sei der Mitte deo 19. Lahrhunderts genommen hat. Sie ist einem einzigen i imstande zu danken, der alle Zweige der Technik gleichmäßig befruchtet hat, der engen Ber- bindung mit der Wissenschaft, lim jene Zeit standen in den ner- schiedensten Lagern Männer aus, die eine gründliche noturanssen- schaftliche Vorbildung mit stärkster Liebe zur Technik verbanden und für alle Fachgenossen führend murden. Die anschaulichste Darstellung jener Entwicklung hat der große Dichter-Jngemeur Mar v. E g t h in seinem Buche ,/chntcr P't'ig und Schraubstock" gegeben, wenn er schildert, wie er und sein Freund Stoß noch England kamen, erfüllt von dar wissenschasllichcn Vorbildung, die sie befähigte, Zlnsgaben von vornherein wissenschaftlich anzufassen und zu lösen, die in Eng- land nach immer rein empirisch bearbeitet wurden. Daß eine Brücke, die sargsällig berechnet war, mit einem Bruchteil der Eisen- menge auskommen konnte, di« die Kästen brauchten, die damals in England der jüngere Stephenson baute, wollte den konservativen Engländern zunächst gar nicht einleuchten, aber der Erfolg gab den Deutschen recht. Tatsächlich ist diese Entwicklung fast ganz von Deutschland ausgegangen. Vorbildlich für diese Männer ist e'ner der größten Techniker aller Zellen, Werner Siemens, der in feinen Lebenserinnerungen von sich sagt,„er sei durch seine Tätigkell zu der Ueberzeugung gekommen, daß naturwissenschaftliche Kenntnisse und wissenschaftliche Forschungsmcthoden berufen wären. die Technik zu einer noch gar nich: zu übersehenden Leistungsfähig- kell zu entwickeln". Diese Gesinnung hat er durch die Stiftung der Physikalisch- Technischen Reichsanstall bewährt, die er als.'rstes Institut ihrer Art in der ganzen West deutscher technischer Wissenschaft zu größtem Ansehen verHals. Er hat die Gesinnung bewährt in der Gründung des EleUrotechnilchcn Vereins in Berlin vor nunmehr hg Iahren, der gleichfalls zur Förderung technischer Wissenschaft außerordentlich viel getan hat, und sein Sohn, Wilhelm v. Siemens, half aus der gleichen Gesinnung vor nunmehr jshn Jahren mit, die Deutsch« Gesellschaft für Technische Physik zu gründen, die in ihrer kurzen Lebenszell auch schon außerordentlich viel dazu beigetrogen lvit, die Verbindung von Technik und Naturwissenschaft immer enger zu gestalten. Auch auf anderem Gebiet« hat Deutschland einen der größten technischen Wissenschailler aller Zellen auszuwessen, das ist E r ä st Abbe, der Begründer des Zeiß-Werkes in Jena, dem er nur aus Bescheidenhell nicht seinen Namen, sondern den seines Mllarbeiters, Karl Zeitz, verlieh. Ursprünglich Professor der Physik an der Universität Jena, wandte er sein Interesse bald der Verbesserung des Mikroskops zu, und zwar bezeichnenderweise zunächst aus kein theoretischem Wege. Er stellte die optische Bedingungen für di« .Höchstleistung der Mikroskopoptik auf und fand in dem damaligen Universllätsmechonikcr Karl Zeitz einen Helfer, der seine Ideen in di« Tot umsetzte. Später wandte sich Ernst Abbe noch den anderen Gebieten der optischen Technik zu und hat insbesondere durch die Gründung des Glaswerkes Schau und Genossen in Jena zusammen mit Dr. Otto Schott eine vollkommen neu« Epoche der Optik ein- geleitet. Halle sie bis dahin sich mühsam mit den in der Glas- Hüttentechnik hergestellten Glasiortsn beHelsen müssen und unter diesen gegebenen Bedingungen ihr« Instruments möglichst zu vcr- vollkommnzn gesucht, so voranlaßte Abbe erst einmal eine systematische Durchforschung des ganzen Gebietes der Glashüitenchemie, die Einwirkung verschiedener Zusätze und verschiedener Zusammen- setzungen auf die optischen Eigeirschaften, di« Herstellung möglichst sponnuno-frcier Gläser usw. Es gelang ihm danials, eine Fülle neuer Glassorten zu finden, die von den bisherigen vollkommen abweichende optische Eigenschaften hatten. Es war ein Schüler Abbes, Paul Rudolph, der auf dieser Grundlage das erste anastig- inatische Objektiv konstruierte und damll den heutigen hohen Stand der photographischen Technik ermöglichte. Noch eine drllte Persönlichkeit hat Deutschland zu diesem Kreise der Förderer einer wissenschastlichcn Technik gestellt, Heinrich Hertz, den Entdecker der elektrischen Welle. Der Engländer Maxwell hatte die Versuche seines großen Landsmannes Forodoy in mathematische Form gekleidet und aus seinen Gleichungen in genialer Voraussicht den Schluß gezogen, daß die Elektrizllät sich genau wie dos Licht in Wellsnform fortpflanzen müsse. Die experi- mentelle Bestätigung dieser Voraussicht lieferte Heinrich Hertz, und nicht mir, daß er dies« Wellen entdeckte,«r stellte auch alle ehre Eigenschaften, die sie in irgendwelcher Beziehung zum Licht« hatten, fest, Brechungs- und Zsrstreuungsoermögen, Spiegelung an Metall- gittern ufm Auf seinen Entdeckungen konnte Marconi aufbauen und die drahtlose Telegraphie schaffen, die im Grunde genommen weiter nichts war als die praktische Anwendung dessen, was Heinrich Hertz in seinem Laboratorium berells fertiggebracht hatte. Marconis Verdienst wird dadurch nicht verkleinert. In den deutschen Hochschulen ist die stärkste Pfleg« der Wissen- schaft eine Selbstverständlichkeit. Die Erfolge sprechen zu deml'ch dafür, daß die Ausgaben, die hierauf verwendet werden, dos am fritchtSarsten angelegte Kapital sind. Es gibt nichts llnrotionellerss, als ein« technisch« Aufgabe durch Probieren zu lösen. Selbst da, wo ein genialer Kopf höh interst eckt, dauert es oft lang», bis die richtige Lösung gefunden wird. Dipi.-Ins. Dr. Arftiur Hamm. Die erfle Papiergeldfälfchung in Greußen Im Anschluß an den Prozeß gegen die Tscherwonzenfälscher ist es wohl nicht ohne Interesse, daran zu erinnern, daß vor nahezu 12S Iahren, im Winter 1806/07 di« erste Fälschung preußischen Papiergeldes stattfand. Kurz vor Ausbruch des Krieges gegen Na- poleon I. mit den für die preußischen Waffen so unglücklichen Schlachten bei Jena und Aueiftädt hatte Friedrich Wllhelm lll. seine Zustimmung zum Druck des ersten preußischen Papiergeldes gegeben. Mll der Herstellung der Scheine wurde der damalige Kupferstecher Frick und der später auch als Volksschriftsteller bekannt gewordene Holzschiteider Gubitz beauftrogt. Als Gubitz die ersten Entwürfe sah. erkannte er sofort, daß ein Fälscher das neue preußische Papiergeld ohne sonderliche Mühe nachzuahmen vermöge, aber er fand bei der preußischen Regierung, vor allem bei dem Freiherrn vom Stein mit seinen Warnungen eine sehr ungnädige Aufnahme. Schon im Winter 1806/07 tauchten die ersten Fälschimoen aus. so daß der Freiherr vom Stein, kurz ehe er auf Befehl Napoleons Preußen verlassen mußte, Gühlitz zu sich kommen Uetz, um ihm zu erklären, daß er mit seinen Warnungen recht gehabt habe. Noch im gleichen Jahre wurde van den Franzosen, die damals unter dem General Clarke Berlin besetzt hielten, der Versuch einer systematischen Fälschung preußischen Papiergeldes gemacht. Denn der französische Finanzminister Esteve hatte dem preußischen Staats- schätz!Z 000 000 Taler für die Bedürfnisse der französischen Besatzung entnommen und wollte dies« Summe durch gefälschte preußische Scheine ersetzen. Zu diesem Zweck wurde Gublig in das Schloß geholt, wo ihm Esteve seine Absicht eröffnete und ihm zugleich die für die damaligen Verhältnisse außerordentlich hohe Summe von 20 000 Talern bot, wenn er an der Herstellung der falschen Schein« mitwirken wolle. Als Girblitz sich empört weigerte, ließ General Clarke ihn in Host nehmen, aus der er freilich nach nicht langer Zeit wieder befreit murd� Die Malaria in Deutschland. Eigentliche Malariaherde gibt es nur noch in der Gegend von Emden(Friesland> und von Pleß lObcrschkssicn). Im 16. Jahrhundert war Augsburg zeitweise«in Malariaherd, im 19. Iahrimndert Bermersheim, wo im Ioh"c 18Zg nicht weniger als 8188 Erkran.ungcn vorkamen. Bereinzälle Fälle gibt es jetzt noch im Rheinland und im Mauttal Im ganzen sind aber bei uns Malariaerkrankungen sellen, nicht etwa als ob die Fiebermücke Anophsles bei uns fehlte, sondern weil keine Kranken da sind, von denen sie übertragen werden kann. Es ist mit Sicher- hell anzunehmen, daß die Malaria in absehbarer Zell bei uns völlig erloschen sein wird. „9Cerr" �Kaufmann Einss Tages, ich weiß nicht,, wie es kam, war ich an einer Jagd betellipt. Zu dreien waren wir. Ja, jetzt weiß ich's wieder, der frühst« Dritte, ein Assessor, war gestorben, aus der Jagd herausgestorben. Gewiß, er hatte Frau und Kinder, hatte den Beruf, laute? Dinge, denen«s wahrhastig eher zukommt, daß man sogt, aus ihnen wäre er herausgestorben. Aber mir war er der Vordermann in unserer Jagd gewesen, weiter nichts. Die anderen beiden— nein, daß sie mich willkommen hießen. kann man nicht gerade lagen. Erst maßen sie mich mittels Blicken. Dann sahen sie mich halb. wegs sachverständig mit der Flinte umgeh n. Daraus rückten sie«in wenig näher. Danach sagte ich was über Unterschiede in den Spuren eines und desselben Wildes. Achtungsvolles Nicken. „Gestatten," rückt einer seinen Iogdhui:„Kommissionsrot Frie» singhaus." Auch der andere klappte mit den Iäg-rstiefeln, während sich sein Rücken— ich will strenge bei der Wahrhest bleiben— um zehn Bogengrade gegen mich herübcrneigte:„v. Tümmlmg, Major. � „Müller," sagte ich. Sie warteten. „Müller," wiederholte ich. Sie warteten gespannter. „Müller." sagte ich zum dritten llstale. Danu jagten wir zusammen. Wenn man dos. zusammen heißen kann, wo zwei zusamniengehen und sich unterhalten,-durch den stummen Dritten aher gläsern durchsehe». Was nicht gehindert hat, daß meine Beute zweimal größer war als ihre. „Glück," hörte ich verächtlich den Kommissionsrat flüstern. „Blödsinniges Schweineglück!" ergänzte halblaut der Major. Als der Blödsinn und das Schwein sich aber bei den nächsten Jagden wiederhollen, gaben sie sich«inen Ruck. Es ging nicht länger, mich zu schneiden, das Gerechligkcttsgeiühl in ihnen war erwacht. Sie berieten sich. Vom Gebüsch her wehten Worte:„Gewiß, famoser Mensch, indessen..."—„Scheußlich: Keinerlei Eharakter." Eharakter? Das war denn doch— „Wenn man nur wüßte, wie man ihn anreden soll..." Ah, der Charakter also: der ging mir titellvsen Menschen frei» sich ab. Ich war damals Kaufmann. Auf einmal kamen sie aus dem Gebüsch. War die Lösung jetzt gefunden? Strahlend schritten sie heran. Leutselig nickten sie mir zu:„Schönes Wetter heut, Herr Kaufmann...?' FriU Müller, Partenkirchen. 3>ie Wunder des Sukalißpbisbawns Die berühmten australischen Eukalypten sind turmhohe Bäume. die höchsten und stolzesten Bäume, die man überhaupt kennt. Ihr Wachstum ist erstaunlich. Achtzehn Monate alle Eukalypten sind schon 6 bis 8 Me er hoch, und ochtzigiährige an 100 Meter. Ader man hat 110 Meter hohe, ja sogar solche gemessen, deren Krone sich in 156 Meter Höhe schaukelle. Der Kölner Dom ist nur 1SZ Meter hoch. Bäume höher als ein Dvmmrm. Waldesalt«, die man auf 2000 Jahre geschätzt hat, mit turmdicken, glatten, hellen eisengrau eil oder cremefarbenen Stämmen, die mit Vorliebe hohl werden ynd dann Wohnungen iür Känguruhs und Beutelbären oder manch einen Diffchläufer bieten, so groß wie«in Wochenendhäuschen, kann man in diesem Busch zu Tausenden sehen. Alles ist staunenswm und fremd an dem Eukalyptusbaum. Sein hartes Holz,"das nicht umsonst den Namen Eisenrindc führt, das Oel. dos alle Blätter durch- dringt und die Moskitos verscheuchen soll, weshalb man den Baun, für fieberwidrig hält. Tatsache ist jedenfalls, daß man ein gutes Leuchtgas daraus bereiten kann und die Stach Melbourne cinst mit diesem Baumgas beleuchtete. Wunderbar ist auch die Erzählung von den schattenlosen Eukalyptenwäldern und tatsächlich wird durch d!« nahezu senkrechte Blattstelllmg der Schatten sehr vermindert. 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BQrozeit; 9—17 Uhr, Sonnabends 9— U Uhr, Sonntags 13— 17 Uhr Johannisthai, Am Grünen Anger Ecke Meberstraße(Baubüro). !G Höchstrekord( SßAüswalil-BaoL MielssenliB. Ii1/!: 53, 2:60, 214:7flMk.„ j NeukBlin, N.,»0.. Weiß mee, Tiep'ow, Te-epefh., Mi.-iesdf. I Stegh. I, Schmergen ort, Uehterfeld«, Spandau, ishannisth.- 1 PanVnw, karl.haral, Ho.ienschdnhs., Belnic/end., Pankow. I Wohnung»-Sekre'ariaf, Xommandantentlrißa 61(9— 1). Küchen roh eruaiil £2«**......... 155.— ISO.— Kftche lUr.......... 105— ZI«.- Rfttormkücbc Hüde..«.. Z7?.- 33 f.— Schlafzimmer Zimmer Rnlh, ISO cm, Eiche.. kompl. 999.— Zimts«- LU, itzo cm, Eiche.. kompl 1025.— Züscher Uoue. 20c cm, Birke koropl. l»r«__ Zlnmer UUy. ZOÜCm. Sfhl-iflack kora iL 1095.— Gr» hie Aus V-«hl bei huagries Frei en. Verslina Kommend antenst alte 57 Cf c«- töO em Kreit, für Knabea- OtOlTC........ Meter ca. 140 ein breit, far D*men OtOtre röcke.......... 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