Morgenausgabe Nr. 51_„ t A 26 47.Iahrgang Wöchentlich 85«onatLch ZJB6 9L Im voraus zahlbar. Postbezug 4L2 M. einschließlich 60 Pfg.Postzeitungs- und 72 Pfg. Postbestellgebühreu. Ausland»- abonvemem 6.— M. pro Monat. Der„Sonvörtc* ericheint wochentög» lich zweimal. Sonntag» und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abend". Illustrierte Beilagen.Volk und Zeit" und.Kinderfreund". Ferner .Unterhaltung und Wissen"..Frauen« stimme".„Stchnif..Blick in die Vücherwelt* und.Iugend-Lorwärts* Verliner VoKSblati Freitag 31 Januar 1930 Groß-Äerlin 10 Pf. Auswaris 15 pf. Die einspaltig» Nonporellleielle 80 Pfennig. Reklame'eile S.— Relchs» mark.„Kleine Anzeigen' das ettge- druckt« Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche da» erst« Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeilsmo:tt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen Ze!e 40 Pfennig. Anzeigenannahme imHaupi« »»Ichöjt Lindinstroß» 3. wocheiuäzlich von S'/i bis 17 Uhr. Sentvawesan der GozialdemokvaMchen Kartei DettikchstmdS Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Tönhos» S92— 2S7 Telegramm-Adr.: Soiialdemokroi Berlin. Vorwäris-Verlag G. m. b. H. Postscheckkonto: Berlin L7SLK.— Bankkonto: Bank der Arbeiter. Anqcsielllcn und Beamten. Wallsir. KS. Di B u Diic-Ges.. Tepositeykasie Ltndenkir S. Oer neue Kultusminister. Dr. Decker zurückgeireien.- Grimme sein Nachfolger. Der Preußische Ministerpräsident Dr. Braun empfing am Donnerstagnachmittag den Minister für Wissenschaft, 5tuast und Volksbildung. Professor 0. Dr. Becker, der ihm sein Rücktrittsgesuch überreichte. Minister- Präsident Braun nahm das Rücktrittsgesuch entgegen. Ministerpräsident Braun hat sodann zum Minister für Wissenschaft. Kunst und Volksbildung den gegen- ipärtigen Vizepräsidenten des Provinzialschnlkollegiums für die Provinz Brandenburg. Grimme, ernannt. Or. K. H. Becker. Der zurückgetreiew: preußische Kultusmiiiistcr Dr. Karl Heinrich Becker wurde am 12. April 1876 in Amsterdam als Sohn des Konsuls Becker geboren. Cr studierte in. Lausanne, Heidelberg und Berlin Theologie und orientalische Sprach«,,. 1S62 wurde er P r i v a t d o z e n t in Heidelberg: van 1S08 bis 1112 war er ordctitlicher Professor und Direktor d es Seminars für Geschichte und Kultur des Orients an dem in- zwischen zur Universität umgewandelten Koloniolinstitut in Ham- bürg: 1�13 wurde er Leiter des zu errichtenden orientalischen Seminars an der Universität Bonn. Dr. Becker war außerdem Begründer und Herausgeber der Zeitschrift„Der Islam" und Mit- arsieiter verschiedener Fachwerke für gsiamsorschung. Im Jahre IfllS kam er als Vortragender Rat ins preußische Kultusministerium und erhielt gleichzeitig einen Lehr- nuftrag als ordentlicher Honorarprofessor an der Berliner Universität Räch der Repolution wurde er unter dem Kultusminister' Haenisch Staatssekretär. Im April 1321 übernahm et als Fachminister im Kabinett Siegerwald das Kultusministerium. Äem kurzlebigen preußischen Kolnnett Marx vom IS. Februar 1525 gehörte er wieder als Kultusminister bis zu dessen Rücktritt am 21. Februar 1525 an, ging dann aber in gleicher Eigenschaft in das nach langer Krisis am 6. April desselben Jahres gebildete Kabinett Braun über. Adolf Grimme. Adolf Gr i m m e. der im 41. Lebensjahre steht und in Goslar am Harz geboren ist, studierte Philosophie und begann seine päda- gogische Laufbahn im Jahre 1515 als Oberlehrer in Hannooer. Itii Jahre 1523 wurde er an das P r o v i n z i a l f ch u l k o l- l e g i u m in Hannover versetzt und im Herbst 1523 zum Ober- st u d i c n r o t ernannt. Im Jahre 1925 wurde er als O b e r f ch u l- r a t nach Magdeburg berufen und trat 1527 in das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung als Hilfsarbeiter ein. Er wurde, dort 1528 zum Ministerialrat in der Abteilung hl 2 lhöhercs Schulwesen) ernannt und verwaltete.längere Zeit auch das Presiereserat des Ministeriums. Seine Ernennung zum Vize- Präsidenten des Provinzialschnlkollegiums der Provinz Brandenburg, in dem er— entsprechend der besonderen Struktur dieses Schulkollegiums— das gesamte Volks-, Mittelschul-, Berufs-, Fachschul- und höhere Schulwesen der Provinz zu verwalten hatte, beendete 1525 seine Tätigkeit im Kultusministerium. Staatsminister Grimme ist publizistisch mit Schriften in der Schriftenreihe der entschiedenen Schulreform er hervor- getreten, um entsprechend seiner Einstellung als religiöser Soziali st evangelischer Konfession den weltlichen Schulgedanten auch religiös zu untermauern. Cr hat weiter Schriften zur Reifeprüfung herausgegeben und vor kurzem«in neues Sammel- werk:„Wege zur Schulreform", zu dem Staotsminister Dr. Becker, Staotsmin-ister. a. D. Dr. Bomlitz und der Leiler der Abteilung für höheres Schulwesen im Preußischen Kultusministerium, Ministcrial- direktor Dr. Iahnk«, ein Vorwort geschrieben haben. Er ist ferner der pädagogischen Welt bekannt als Herausgeber der maßgebenden Fach- zettfchrist auf diesem Spezialgebiet, der„Monatsschrift für höher« Schulen". Sein soziales Interesse hat«r schon als Student in den Arbeltsunterrichtskursen an der Universität betätigt. Politisch gehört er der Sozialdemokratischen Partei an. Deckers Rücktrittsgesuch. Der Kultusminister Profesior Dr. Becker hat an ben preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun jolgendes Schreiben gerichtet: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident! Di« politische Entwicklung der.letzten Zeit hat mich zu der Ueberzeugung gebracht, daß die Ausfassung führender Parteien von der Bedeutung der großen kultu- rellen Ausgabe meines Ministeriums so stark von dem Geiste ab- weichr, den ich in langen Jahren mühevoller Arbeit iin Dienst der geistigen und politischen Erstarkung der deutschen Republik zu ver- wirklichen bemüht war, daß für mich eine gedeihliche Wirksamkeit nicht mehr gegeben ist. Ich lege deshalb hierdurch mein Amt nieder. Ihnen, Herr Ministerpräsident, danke ich bei diesem Anlaß für die persönliche und sachliche Unterstützung, die ich in den fünf Iahren meiner Ministerschast untsr Ihrem Präsidium oft bei Ihnen gesunden habe In hoher Verehrung Ihr ergebener gez.: Becker. Brauns Antwort. Der preußische Ministerpräsident hat�vn den ausscheidenden Staatsminister Praseftor D. Dr. Becker folgendes Schreiben gerichtet: „Sehr verehrter.Herr Minister' Bei Ihrem Ausscheiden aus dem Amt des preußischen Ministers für Wissenschaft. Kunst und Lolksbildung spreche ich Ihnen den Dank der Staatsregierung jür die wertvollen Dienste aus, die stc dem Vaterland« in schwerster Zeit der geistigen Umstellung und Neugestaltung durch Ihre Arbeiten aus dem Gebiet« des gesamten Unterrichtswesens geleistet haben. Ihr ideenreiches und richtungweisendes Werk hat sich noch über die Grenzen dieses für die kulturelle Entwicklung unseres Volkes über- aus bedeutsamen Ministeriums hinaus auf alle Gebiete des geistigen Lebens erstreckt. Sie haben sich durch diese umfassend« Arbeitt«in bleibendes Berdienst erworben. Mir persönlich ist es ein inneres Bedürfnis, Ihnen für die jahrelange verständnisvoll« und kollegiale Mitarbeit im Staatsministerium herzlichen Dank zu sagen! Ich ver- bleib« in alter unveränderter Hochachtung Ihr ergebener gez. Braun." Keine Große Koalition. Die Verhandlungen ergebnislos beendet. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Die Fraktion der Deutschen Volkspartei hat das Angebot des Ministerpräsidenten Dr. Brann, das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe und den Posten eines Ministers ohne Portefeuille zu über- nehmen, als unzureichend abgelehnt. Damit sind die Bemühungen des Ministerpräsidenten beendet. Oer Schritt des Zentrums. Montag Parteiführerbesprechung. Das Reichskabinett trat Donnerstag zusammen, um zu dem Schritt der Zentrumsfraktion Stellung zu nehmen. Es wurde beschlossen, für Montag eine Partei- führerbesprechung einzuberufen, in der die zustän- digen Referenten den Fraktionen über den Stand der S a a r- Verhandlungen Mitteilung machen sollen. Irgendwelche materiellen Beschlüsse zu den vom Zentrum aufgeworfenen Fragen wurden nicht gefaßt. Bayerische Bockspartei will Bedingungen stellen. München, 35. Januar.(Eigenbericht.) Die Besprechungen, die der bayerische Mimsterprässdent und der Vorsitzende der Bayerischen Volkspartei Ende der letzten Woche in Berlin mit den Führern und der Reichstagsscakkion des Zentrums gepflogen haben, führten am Mittwoch und Donners- tag in München zu gemeinsamen Sitzungen der Partei- leitung der Reichstegsiraktion und der Landiagsfraktion der Bayerischen BoH spartet. Das Ergebnis der Beratung war die einmütige Auffassung: „daß eine endgültige Stellungnahme zu dem Haager Abkommen solang« nicht möglich ist.-1» nicht feststeht, welch« Maßnahme» zur Gesundung der deutschen Finanzwirtschast geplant sind und welche Gruppen im Deutschen Reichetaa die Verantwortung für diese Maßnahmen tragen wollen. Die Bayerische Volkspartei stellt daher ebenso wie die Zentrumspartei die Forderung aus, daß die notwendigen Maßnahmen zur dauernden Gesundung der deutschen Finanzwirtschast im Reich und Ländern und Gemeinden aesichert werden, bevor die Entscheidung über das Haagcr Abkomemn fällt und wird an dieser Fovderung unverbrüchlich festhalten." Diesen Beschluß kommentiert die Bayerische-Volkspartei-Kor- respondenz dahin, daß die versuchte Klärung nicht nur eine allgemeine und unverbindliche sei, sondern daß auf Verpslichtungcn der Por- teien, die die Berantwortung für die Durchführung des Vaung- Planes übernehmen wollen und aus die vorherige par- lamentarische Verabschiedung ganz bestimmter finanzpolitischer Gesetze gedrungen werde. Es handle sich also nicht um eine allgemeine Lösung dehnbaren Inhalts, sondern um die nicht mißverständliche Anmeldung von B e d i n- g u n g e n, von deren Erfüllung die endgültige Ent- scheidung über das Haag er Abkommen abhängig gemacht wird. Artikel 15 im Unkerhans. Auf die Ansrage,»b die Regierung dafür sei. daß in passeniden Fällen wirksamer Gebrauch von Artikel 19 der Völkerbundssatzung sAbänderuna unanwendbar ge- wordener Verträge) gemacht wird, antwortete Henderson schriftlich mit„Ja". Oer Wechsel in Preußen. Eine politische Notwendigkeit. Die Verhandlungen über die Bildung der Großen Koali- tion in Preußen sind wieder einmal gescheitert. Die Volks- Partei hatte den preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun durch führende Persönlichkeiten wissen lassen, daß sie jetzt bereit wäre, das im Borjahr abgelehnte Angebot anzu- nehmen: Handclsminister und Minister ohne Portesieuillc. Daraufhin hat Braun ihr offiziell dieses Angebot gemacht, und die Volkspartei hat— abgelehnt! Es ist nicht leicht, zu» Vereinbarungen mit einer Fraktion zu kommen, die regcl- mätzig ihren eigenen Vorsitzenden desavouiert. Es bleibt demnach in Preußen bei der bisherigen Weimarer Koalition. Die Volkspartei macht sich Hoffnungen daraus, daß der Staatsgerichtshof am 14. Februar das preußische Wahlgesetz für ungültig erklären und dadurch die Mehrheit der Weimarer Koalition vernichten werde. Trügerischer Wahn! Das Wahlprllfungsgericht beim Reich und in Preußen hat die Wahl vom Mai 1928 für gültig er-- klärt. Dieses Urteil ist endgültig und unwid erruf- l i ch. Sollte der Staatsgerichtshof zu dem falschen Urteil kommen, daß irgendeine Bestimmung des preußischen Wahl- gesetzes— es stimmt bekanntlich wörtlich mit dem Reichs- Wahlgesetz überein— gegen die Verfassung verstieße, so er- gäbe sich daraus niemals eine andere Zusammensetzung des jetzigen Landtages, sondern höchstens eine Pflicbt für ihn, das Gesetz für die nächsten Wahlen zu ändern. Aber auch das wird Preußen schwerlich können, solange das Reichswahlgeseß nicht geändert ist. Innerhalb der Weimarer Koalition ist jetzt der Wechsel im Kultusministerium vorgenommen worden: An Stelle des zurückgetretenen parteilosen Dr. Becker ist Genosse Grimme. bisher Vizepräsident des Provinzialschul- ! o ll e g i U m s Berlin, zum Minister für Wissenschast, Kunst und Unterricht Ernannt worden. Die Sozialdemokratie hat seit den Wahlen von 1928 eins stärkere Vertretung im Preußsnkäbmett aesordert. Es war in der Tat völlig unerträglich, daß die 137 sozialdemokrati- schen Abgeordneten in der Regierung bisher schwächer vet- treten waren, als das halb so zahlreiche Zentrum oder die 21 Demokraten. Lediglich weil man annahm, daß die Große Koalition doch bald zustande kommen würde, ist die Er- nennunq des dritten sozialdemokratischen Ministers immer wieder hinausgeschoben worden. In der Zwischenzeit haben demokratische Blätter einen merkwürdigen Kamvf für Herrn Dr. Becker und gegen den sozialdemokratischen Kultusministerkandidaten Christoph König geführt. Die Sozialdemokratie mußte darauf verzichten, gegen den amtier-nden Kultusminister des Kabinetts Braun mit den gleichen Mitteln zu arbeiten, wie sie überhaupt die Methode der Verunglimpfung neidlos der Re- volvervresse überläßt. Heute ober kann geiagt werden, daß die Zusammenarbeit zwischen Herrn Dr. Becker und der sozial- demokratsschen Landtagsfraktion feit langem unmöglich geworden war. Sowohl wegen Beckers Personalpolitik — er berief fortwährend Deutschnationale ins Ministerium, aber keinen Sozialdemokraten—, als auckr wegen seiner fach- lichen Amtsführung. Seine beiden jünasten Erlasse für Kolonialorovaganda in den Schulen und gegen ge- meiniame Schulfeiern am 11. August waren nicht geeignet. den Widerstand gegen ibn zu vermindern. Was den Genossen König angeht, so hat kein anderer als Herr Minister Dr. Becker selbst ihm in die dienstliche Quali- fikotion geschrieben, daß er ein h e r v o r r a g e n d e r S ch u l- f a ch m a n n und ein außergewöhnlicher Schulpolitiker sei. der allen Weltanschauungen Gerechtigkeit zuteil werden lasse und Gegensäße mit besonderem Geschick überwinde. Jetzt vlötzlich haben die Demokraten entdeckt, daß Königs Ernennung zum Kultusminister die Belange der evangelstcken B'völkerungskreife bedrohe! Sie haben es durch diese Er- klänung ibres Abgeordneten Dr. Falk demZentrum un- möglich gemacht, seine stillschweigende Zustimmung zur Kandidatur König— war früher Katholik und ist Dissident— aufrechtzuerhalten. Die Verfassung verbietet be- kan'stlich, die Bekleidung von Staatsämtern vonderKon- lession abhängig, zu machen. Der reaktionäre Staatsgerichtshok bat entschieden daß zwar für den Schulunterricht konfxssionelle Bindungen bestehen, aber niemals für Schul Verwaltung und Schul a u f s i ch t. Hinter dielen Stoatsgerichtshof sind die Herren Demokraten zurückgefallen, und wer in der Politik einigermaßen Bescheid weiß, wird die Bemerkung der„Germania" richtig würdigen, daß d'e Demokraten sich vlötzstck, zur Vertretung der evangeli- schen Belanye aufgeworfen hätten. Die Haltung der Demokraten hat eine vorübergehende Krise in der Zentrumsfraktion hervorgerufen, die heute damit geerdet hat daß der Abgeordnete Dr. Heß mit 57 von 60 Stimmen zum Fraktionsvorsitzenden gewählt word-n ist. Offenbar haben ihm die Angriffe des„Berliner Tageblatt" nirbt mehr geschadet. Die Regierungsv-'r'iand- lungen selbst sind damit abgeschlossen, daß Genosse Grimme zum Kultus mini st er ernannt worden ist: er ist evangelisch, und die Herren Demokraten werden asso gewiß hoch befriedigt lein. Die Sozialdemokratie sieht endlich die allseits ge» gebene Ansage eingelöst, daß sie das Unternchtsmimsterotm • in Preußen erhalten soll. Um einer Personenfrage willen konnte sie dieses Ziel nicht aufgeben. Jeder Abgeord- nete des Preußischen Landtags— selbst deutschnationale Volksschulmänner had:n es irt diesen Tagen ausgesprochen— weiß ohnedies, daß König zum Kultusmin ster am besten qualifiziert war. Aber auch durch seine Ablehnung konnte man uns nicht in Verlegenheit setzen: die Soz'aldemolratie verfugt über genügend Männer, die vielleicht nicht in Schön- rederei, aber in praktischer Le.stung cheroorragev-bes aufweisen können. Im Genossen Grimme hat der preußische Ministerpräsi- dent einen Heroorragenden Schulmann von weitem Blick und hoher Bildung gefunden. Grimme ist m den Kapptagen zur Partei gekommen und hat sich se.tdem in der Schulabteilung der Regierung Magdeburg, als Ministerialrat im Unter- richtsministerium und als Vizepräsident des Provinzialschul- kollegiums außerordentlich bewährt. Sein eigentliches Fach- gebiet ist die höhere Schule: aber wir erwarten von feiner Tatkraft vor allem d�e fozialpädagogisä.en Reformen, die wir bisher im preußischen Unterrichtswesen schmerzlich vermißt haben. Die Oemokratenpresss zu Beckers Abgang. Zu dem Wechsel im Unterrichteministerium schreibt das„B e r- lin er Tageblatt", das, wie unsere Leser wissen, schon bisher in besonders eigenartiger und persönlich zugespitzter Weise die Sache Becker» geführt hatte: t„Wir haben bereits wiederholt und deutlich gesagt, aus. welchen Gründen wir die Methode unerträglich und skandalös finden, die einzelne„Parteiführer" Preußens, in erster Linie der Sozial- demokrat cheilmann, gegenüber einem Mann wie Dr. Becker bei Beginn der neuesten Koalitionsverhandiungen und während ihres Berlaufes für möglich und erlaubt hielten, und wir unter- streichen das bisher Gesagte noch ausdrücklich jetzt, wo diese Herren das von ihnen erstrebte Ziel erreicht haben.. Für Dr. Becker war im übrigen auch der Wunsch maß- gebend, dem Ministerpräsidenten die eigenartige und'über- aus unschöne Rolle zu erleichtern. In die Herr Braun durch den Ansturm des betriebsamen Herrn Heilmonn u n d d u r ch seine eigene Schwäche und Unterwürfigkeit ge- bracht wo rden ist. Der beste uno in der ganzen Welt ange- sehenste Kultusminister, den Preußen seit vielen Jahrzehnten ge- habt hat/ ist den Machenschaften kleine? Cliquen- geister erlegen, obgleich Wissenschast, Kunst und Lsfentliche Met- nung bei e nem früheren ähnlichen Versuch mit allem Nachdruck sein Verbleiben gefordert haben. Ueber die Dreistigkeit, mit dbr hier gegen alle Grundsätze und Gebote des.parlainentarisch-n Systems imd gegen die Interessen der deutschen Republik gehandelt ! wurde, und über dieses Musterbeispiel übelster F ra k t I o n s h« r r s ch a f t wird noch eiwges zu sagen sein." • Wir zitieren dies Erzeugnis gereizter' Ueberhebiichkeit Im vollen Wortlaut, damit min auch der letzte einsehen kann, daß dem bis- herigen Kultusminister Becker niemand so sehr geschadet hat und weiter schadet, wie seine sogenannten Freunde. Di« preußische Sozialdemokratie, die in dieser Frage voll kommen einmütig und geschlossen steht, ist in der t glücklichen Lage, das unmelodifch« Gekreisch der sonst so zart b«> joitetcn Schöngeister des„B. T." zu belächeln. � Wesentlich ruhiger und objektiver schreibt die„B o s s i s ch e Zeitung": „Das Scheiden Deckers kommt, politisch gesehen, nicht überraschend. Seit mehr als Jahresfrist wird er von der Sozialdemokratie belehdet. Nicht oTfcn im Landtag, ober in der Vertrqulickkeit des Fraktionezimmers. Tie So-ialdemskwtMi mvchen%n in der Hauptsache zun, Vorwurf, daß er nicht'genug für die Durchdringung .seines Ministeriums, der Universitäten und der niederen Schulen mit republikanischem Geiste ge- tan habe. Die Sozialdemokraten wollten an Stell« Dr. Beckers den Oberrcoierungsrat König als Unterrichtsmlnister. Diese Kandl- datur ist, wie man weiß, an dem WiKersvruch der Demokraten gescheitert, di« darauf hinwiesen, daß d'e evangelischen Kreise im Land« es nicht verstehen würden, wenn an der Spitze dös Unterrichtsministeriums neben einem Zcntrums-Staatcsekretär «in katholischer Dissident stehen würde." Ein„katholischer Dissident" ist offenbar die neuest« Entdeckung des frisch erwachten demokratischen Äonfesstonseisers. Weiter« demokratische Kreise werden— nach unserer Ueberzeugung— nicht verstehen. woher die Dcwokratische Partei neuerdings ihren Haß gegen die Dissidenten bezieht. Oemokraien gegen Demokraien. Die Vürgerblockbeteillgung gem ßbZMgt. l Stuttgart, 30. Januar.(Eigenbericht.) Die Ortsgruppe Stuttgart der Demokralischen Partei hielt am Mittwoch abend eine sehr gut besuchte Versammlung ab. Der neu« Wirtschaftsminister Dr. Maier hielt das einleitende Referat und setzte die Borteile und Vorzüge der Uebemahm« des WIrtschafbmiiti- sterinms durch die Demokratische Partei auseinander. Echan wäh- rend seiner Rede machte sich die Opposition in zahlreichen Zwischenrufen bemerkbar. Nach Maier sprach der frühere Staatspräsident Dr. H i« b e r. der ein vernichtendes Urteil über die Verbindung der Partei mit der Regierung fällte, in der Ba- zjlle vertreten ist. Er erinnerte an die mehrmals im Landtag ringe- brachten Mißtrauensvoten, die sich nicht gegen die Person Baz lle, sondern gegen das System Ba, zille gerichtet hätten, das heute noch unverändert fortbestehe. Man hätte gegenüber diesem System in der Opposition'bleiben und die Erfolge der Opposition auswerten müssen. Es sei unwghr, daß die Demokratische Partei ihre Selb- ständigkeit ausgegeben hatte und der Schwanz der Sozialdemokratie gewesen wäre. Die Demokratische Partei werde jetzt aufs schwerste belastet durch die Notwend.gkeit der Mitarbeit an dem Vazilleschen Schulgesetz und an seiner Lehrerbitduugsvorlage, die einfach unannehmbar seien. Aehnlich scharf äußerte sich Frau Dr. Kopp gegen die Regierungsbeteiligung. Postinspettor Wacker sprach gleichfalls für die Opposition und brachte eine Entschließung ein, die sowohl den Eintritt I n di e R e g i c r u n g an sich wie die Art. in der die ganze Ange- legenheit in der Partei behandelt wurde, bedauerte. Inzwischen war es beinahe M12 Uhr geworden und die Bersammlung-teilnchmer aus den Bororten drängten auf.Abstimmung. Als d'r Vorsitzende- die Abstimmung noch weiter zurückstellen wollte, erbob sich ein großer E n t r ü st u n g s st u r m. Nack» einer htftigen'Seschäfteordttunzs. debatt« wurde ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. Es war kurz yor 1 Uhr geworden.- als die geheim« Abstimmung vor sich ging. Obwohl die Bersammlungsteilyehmer aus den Boror en aus Verärgerung über di« Leitung die Bersammlung schon oerlasien hatten, wurde der Mißtrauensantrag mit 118 gegen 4 5 Stimmen angenommen. Es steht nach dem Verlauf dieser Bersammlung fest, daß die. Parteiorganisation in der Lattdes- Hauptstadt die von der Leitung vorgenommene politische Schwenkung mit überwältigender Mehrheit mißbilligt. Oer preußische Wohlfahrtsetat. Große Voltsnot— unzulängliche Mittel im Etat. Im Preußischen Landtag wurde am Donnerstag di« große Ausspräche über den Wohlsahrtsctat für 1910 fortgesetzt. Dabei bezeichne!« die Abgeordnete Frau Ehrl st mann(Soz.) die in diesem wichtigen Etat eingestellten Mittel als völlig nn- genügend. E?sparnisle an diesem Etat seien später sür den Gesamtetat außerordenllich bedenklich. Doch sei zu hoffen, daß das Plenum ebenso wie der Ausschuß dem sozialdemokratis hen Antrag zustimmen wird, die mit 600000 Mark eingesetzte Position für Kinderspetsunz um weitere ckOOOOO Mark zu erhöhen. Die hrhen Sterblichkeitsziffern sür 1929, die die des Jnflalionsjahres von 1928 noch übertrifst. sind recht bedenkliche Erscheinungen, die ebenso wie die Zunahme der Tuberkulose und der Geschlechtskrankheiten unter den Kindern«in Beweis-für die Verelendung weiter Volksschichten durch dle gegenwärtige schlechte Mrtschaslslage sind. Auch der Geburtenrückgang findet hier sein« ErNSrung und angesichts der Tatsache, daß im Durchschnitt Arbeiterfamilien immer noch mehr Kinder haben als wohlhabende Kreise, die schon längst. das Zweikindersystem eingeführt haben, ist«s eine Heuchelei, der Arbeiterschaft zuzumuten, für Nachwuchs zu sorgen. Jedenfalls. sind Bekämpfung der Wohnunasndt, Besierung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse wirksamer« Mittel zur Bekämpfung des Ge- burtcnrückganges als alle Anerkennungsurkunden für die Kinder- reichen. Gegenüber denjenigen, die den berüchtigten Z 218 aus aitgebflch moralischen und bcvAkerungspolitischen Gründen'ür notwendig halten, tonnte die Rednerin kurz und bündig erklären, daß die S-'-'aldemokratische Partei ihn nach wi« vor als den schlimmsten Klassenparagraphen des Strafgesetzbuches bekämpfen wird. W o h I f a h r t e m i n i st e r Dr. H i r t s i e f« r gab zum zweiten Abschnitt seines Etats„allgemein« Volkswohlfahrt" ein Bild von der umfangreichen Arbeit seines Ministeriums auf dem Gebiet« der Fürsorge sür die erwerbstätige Mutter die Kinder und über die Jugendpflege. Nach seinen Feststellungen mehren sich sowohl in der- Stadt als auch auf dem Land« die Aerfallserscheinungen in den Familien. Die wertschasfende Arbeilslosenfürsoro« Hab« wegen der traurigen Finanzlage nicht der Entwicklung des Arbeilsmarkt«? angepaßt werden können. Obwohl aber die Reichsüberweisung ge- kürzt und der preußische Fonds zwangsläufig herabgesetzt werden mußte, sei doch im ersten Vierteljahr des leimenden Etatsjahres di« Möglichkeit vorhanden gewesen, täglich 53 000 Arbeitslose und im zweiten Vierteljahr 37 000 zu beschäftigen. Za beträchtlichem Maße habe aber die Belastung der Gemeinde« durch diejenigen Erwerbslose« zugenommen, die der össenk- lichen wohlsahrlspjlege aahclmzesalleu sind. Auf dem der Krankenversicherung habe sich sein Ressort be- sonders mit den Beschwerden über Neuerrichtung von Jnnungs- lassen beschäftigen müssen. Ersreulicherweise sei jetzt das Handwerk selbst gegen die Gründung von Zwergkasscn. Entscheidend solle bei Neugrünsungen die Leistungsfähigkeit der Kasse sein. Interessant waren seine Feststellungen, daß Beschwerden über die Geschäftsführung von Ortskrankenkassien[ich meistens als völlig unberechtigt erwiesen haben.- Nach seiner Darstellung haben di« Ortskrankenkasscn sogar die niedrigsten Verckialtüngskosten. In bezug auf die Fürsorgeerziehung erklärte der Ministtr, daß er im Entlang mit der modernen Erzuhungswisssii- schast die körperliche Züchtigung in den Erziehungsanstalten sür Mädchen jeden Alters und für die schulentlassenen Jungen und'ür solche bis zu 8 Jahren verboten habe. Für die Knaben von 8 bis 14 Jahren sollen dagegen die Grundsätze Anwendung finden. di« für die Schulen gelten. Ebenso soll künstig den Zöglingen das Recht der Beschwerde zustehen. Dieses Vorgehen' des Ministers ist zu begrüßen, und beseitigt Uebelstände, die bei allen Etats- beratungen berechtigten Anlaß zur Klage gaben: Im Verlaufe der Debatte erheiterte der Abgeordnete Leonhardt von der Wirtschaftspartei das Haus durch ein« im- «rschöpfliche Fülle von Stilblüten, die er gewisscnhost von einem sorgfältig vorbereiteten Manuskript verlas.- Der Bauern- bündler S ch m i t t- L i m b u r g sah das Allheilmittel zur Er- ziehung der Jugend in der Schaffung eines Zlrbeitsdienstjahres und machte die Frauenenvcrbsarbest für den Geburtenrückgang vcr- antwortlich. Natürlich sah der Nationalsozialist Haake die Rettung in der nationalen Diktatur und in seinem Auftreien, angeregt durch di« Ministcrschaft seines Porteisreundes F r i ck in Thüringen, sllhit« er sich so stark, als ob Deutschland unmittelbar vor der Ausrufung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft stünde. Der 85jShrlge Auswertler Grai Posadowsky sah in der Inflation und In deren Urhebern wie Stinnes usw. die Grundursache für die Verelendung des Volkes und forderte ollen Ernstes einen Untersuchungsausschuß, damit die Schuldigen endlich zur Rechenschaft gezcgen werden können. Die Weiterberatung des Etats findet am Freitag, dem 31. Januar, mittags 12 Uhr, statt. Bazille-�egierunq für �oung-plan. Erklärung der würt'emb rgifchen Negierung. Stuttgart, 30. Januar(Eigenbericht.) Vei der Beratung des Etats im Finauzmisschutz des württembergischen Landtages teilte Staatspräsident Bolz aus die Frage eines sc-zialdemckratischen Abgeordneten mit, daß die württember- gischs Regierung für den Poung-Plan stimmen werde. Auf die wüster« Frag«, ob dieser Beschluß. i n m ü t i g gesaßt war- den sei, verweigerte et dje' Äuskunst:•'.............. In bezüg auf die VerM�ckchMg Nk Matlichjdn Verswalsttng teilt« der Staatspräsident mit, daß nach dem Gütachten des Reichsspar- kommissars je zwei bis drei Oberamtsbezirk« zusammengelegt werden sollen. Das entspreche auch dem im Mini- sterium des Innern ausgearbeiteten Plan, der aber aus politischen Gründen bisher nichck durchgesührt werden konnte, Der in der letzten Zeit mehrfach In der Press« erörterte Plan einer Zusammenlegung von Baden und Wllrttem- berg wird nach der weiteren Ausführung des Staatspräsidenten erst dann ein« praktische Bedeutung erlangen können wenn man in Baden auch von amtlichen Stellen aus feine Geneigtheit, der Frage näherzutreten, zu erkennen geben w«rde. »Eine Rede des Kinanzministers. Ausgleich des Etats- ober auch H.lfe für die Wirtschaft. Reichsfinanzminister Dr. Moldenhauer sprach gestern auf dem vom Verein der auswärtigen Press« veranstalteten Empfang in den Festräumen des Schöneberger Rathauses. Er schilderte zunächst die Entwicklungen, die von den ersten Sachoerständigenberatungen 'im vergangenen Jahre zur zweiten Haager Konferenz geführt haben. Er ging dann auf die E t a t s l a g e de s R e i ch e s ein und kam zu folgendem Schluß: Nach seiner Ueberzeugung müsse der Wirtschaft, deren zu st arte Anspannung zum Sinken der Konjunktur geführt oder sie mindestens verschärft hätte, geholfen werden und anderer» seit» müßten die Fehlbeträge gedeckt und ein ausge» gllchener Etat h e r g e st« ll t werden. Beide Ding« müßten nebeneinander versolgt werden, nur dann könne die deutsche Wirtschaft di« Kraft finden, die Derpflichtungen des Joung-Planes, d:« zwar ein« Erleichterung gegenüber dem Dawee-Plan, aber noch immer ein« schwere Vorbelastung der deutschen Wirtschaft vor allen Wirtschaften bilde, zu erfüllen. Zn'ck will Weimarer Verfassung schützen. Zitronen nutz. 0.45 0.35 Mandarinen piusd 0.25 Bananen 3 Pfand 0.95 Blutorangen 0__ Kiste 100 u. 150 SL � Wursiwaren Blut- u. Leberw. hallesche, Ffund 0.7� Dampfwurst pu. 1.00 Rotwurst.. Plond 1.00 Fielschwurst Pfund 1.15 Sülzwurst.. Plnnd 1.15 Würstchen Pfund 1.25 hlausm. Leberw. 1.25 Jagdwurst. ptuad 1.45 Mettwurst Sr. Art 1.45 Filetwurst. Pfand 1.65 Schinkenwurstpfd.1.65 Leberwurst icfnc 1.80 Teewurst.. Pfand 1.80 Zervelatu Salami holslcinische, k'iund i.OÜ Speck(«I1 1.15 auggr 1.55 Schinkenspeckpid.1.90 Nußschinken Piund 2.10 MiUlfBtr. KiunauitEr Ur. BlarltfjL Landleberwurst 0.95 Speckwurst piund 0.95 Berl. Mettwurst'it 1.15 Pon. u. Bierwurst 1.45 Fische Scheülisch pmnd. 0 16 Bleie frische.Pfand 0,20 Goldbars oh«S 0.20 Kabeljau��iO.20 Fisch-Filet pi'.». 0.38»» Qrü'.e Heringe_ Norweger, 3 Pfund 0.42»! Karpfen lebend.Pfd. 1.05 an Geflügel u. Wild gefroren, Pfund von$ � � Wolgahühner Puten Pfund von 0.90 VI Suppenhüh nerpw 0.98 Brathühner Piund1.10«n Enten p.und von 1.30» Fasar.enhähne 2.95»n L Quali.äi,-Tand 1.20 Hasen 1.08» Rehblätter cemi 1.35» 66� £56r Äifld: KONSERVEN Ji-.mg'S Schniflbohnen.. Junge Brechbohnen. Jg. or. u. Schnilibohn. l Haricois verh raiiiclfefn Gemüse-Erbsen..... »/i Oos, 0.58 0.60 0.65 1.00 0.58 •h Dose 0.65 0.54 0.58 Junge Erbsen>/, Dos« 0.40 0.68 Junge Erbsen mmeueia.. 0.78 Junge Erbsen seht fein... 1.45 Leipziger Allerlei.... 0.88 Gcmisdri. Gemüse mitieiiem 1.05 Gemischt. Gemüse sehriera 1.75 Jg. Erbsen mit getchn. Karotten 0.72. Stangen-Spargel mittelstark 2.85 Bruchspargel mittelstark... 2.70 Karoifen gesebniuea...... 0.40 Junge Karotten ganre.. Junger Spinat. Junge Kohlrabi m» oion Apfelmus»/. Dose... 2.60 0.52 Pflaumen............ 0.60 Pfiaumm', Frucht...... 0.76 Heidelbeeren........ 0.90 Aprikosen gaiue Frucbl.... 1.05 Mirabellen.......... 0.98 Rcincciaudcn........ 0.98 Preiselbeeren z/rkg Eim. 2.30 1.05 Saure Kirschen mit stein.. 1.15 Saure Kirschen ohne stein. 1.40 Birnen>/. Fracht, extra..... 1.20 Pfirsiche Fracht, gescin, rhein. 1.65 Konfitüre>/, Eimer Vlcrfrucht-Marm. 0.78 Pflaumen 0.92 Orangen, Aprikosen 1.10 Kirschen 1.30 Erdbeeren 1.35 Kolonialwaren Olympia-MehljJu'd 1.30 1.38 1.45 0.58 0.62 Bruohrais. Pw-d 0.13 Hafsrflccksn Pi-t. 0.21 Rauhreif-Mehl 5 Pfund-Beute! i.AO Sultaninen((j � 0,38 Korinthen Pid. o.e» 0.50 Mandeln P d.i.S0 2.40 Kartoffelmehl pfd. 0.19 Weizengrieß � 0.24 Eier-Schnittnudeln. Hund v.ot U,4D Makkaronip�jO.42 Konfitüren RuSS. Brot. Pfand 1.60 Vollmiichreliefffi 1.60 Schmelzrelief pu. 1.50 Goldbonbons-._n Mischung... Pfund � Olympia-Kakao 0.90 Dessert-Brezeln 0.90 Gemüse Weißkohl dan, pm. 0.04 Möhren EewascÄ 0.04 Zwiebeln. Piund 0.05 Rote Rüben piu-d 0.06 Rot-, Wirsingkohl 0.09 Sellerie Pfund 0.10 0.18 B.umenkohl 0.20» Rosenkohl 2 pm. 0 35 Schwarzwurzein 0.25 Rhabarber...... buodea. 2 Hund 0.35 0.40 Käse Camembertstkicst 0.1 8 6 Fort onen O.OS Limburger 0.45 1.00 Steinbusch. 0.65 0.95 Tilsiter Art Ä 0.78 Edamer 0.75 1.10 Schweizer diu., pm. 0.90 Tilsiter"Vll'vou 0.98 an Ho.ländervonLPM. 1.10 Münster«ont, ptd. 1.10 Schweizer Art,,. ohne Rinde I• I O Schweizer vm 1.28» Feffe Kokosfett i-pfd.-Tat 0.50 Margarine Pfund 0.50 Schweineschmalz 0.65 Molkerei-Butter 1.64 Tafelbutter 1.70 1.80 Dänische Butter 1.98 Wein Pra« für>1 Plaaehe wwaxiaa ohne ülaa, 1928 Wölisteiner._. Rheinhesse 0.80 1923HaInfe!dei Letten lieblicher 1 falzwein 0.95 1928 Nitteler 0�1.20 1928 Liebfraumilch blaue Kapsel, lieblich 1.60 1927 Oppenh. Goldberg rassig, gehallv. 1.75 1928 Clotten. Brauneberg beatcch. Mosel 1.80 1927NiersteinerDom- tal würzig, atahlig 2.00 BauuL prebmecler Rfllmeln: Domains St. Coloma spanischer Rotwein 1 ,00 1924 Chät. Reignac Boideauz 1,35 192lMSdoc-�°' 1.75 1922 Chät Cap de Haut hestech. Bold. 1,90 19206eaujolaisSup6- rieUP moll. Burgund. 1,90 1926 Graves Langel. ran sa-'e'' weißef•> nr\ r,Jn Bordeaux 2.00 1924 Chät Montrose St. Estephe, r\ Qrs Ii. Hochgewicha 2.90 Dtsch.Weinbrand A, Descieuz, aus Cha-_ nn ren ewem gebrannt. O.UU IDein b. Iplrituosen nnra Fat in bUUgea Preisen Gebrannter Kaffee Ä8«. Pfd. von Iso Spezial-Mischung 20% Bohnen- � 00 fcaffee, PhmdO.öO K)®ioü.OO WEISSE WOCHE Vorverkauf heute Freitag Siehe Illustrierte Beilage '"iö? M1''''■'■>'*'.*>."■'■•*' Wirerlüllen hiermit rlio schmerzliche Pflicht, anzuzeigen, daß der pensionierte Verwalter unseres Genesungsheims Herr August Daehne am 29. Januar 19S0 nach längerem schweren Leiden im 78. I.ebensjalire verstorben ist. Geber 25 Jahre war der Verstorbene Vorsitzender der Ortshrankenkasse für das kraurergewerbe zu Berlin, Gm diese Kasse, die er mit ungewöhnlicher Sachkenntnis, mit großer Gewissenhaftigkeit und ümsicht geleitet hat. hat er sich hohe Verdienste erworben. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Kasse war er Beisitzer ira Reichsversioherungsamt und gehörte außerdem dem Ausschuß der Landesversicherung Berlin an. Seinen Arbeitsbrüdem. den Versicherten, war der Verstorbene nicht nur ein allezeit bereiter Helfer, sondern er stand ihnen auch in allen Fragen der Sozialversicherung mit Kat und Tat zur Seit«. Nun hat der Schnitter Tod sein arbeitsreiches Lebenbeendet. Wirwisson es: Das Leben von August Daehne ist Mühe und Arbeit gewesen im Dienste der Sozialversicherung und der Versicherten und deshalb muß es köstlich gcwe.-en sein. Geber das Grab hinaus folgt dem verdienstvollen proletarischen Freund und Weggenossen unser Dank für seine gewissenhafte. treue und unermüdliche. Mitarbeit. In tiefer Trauer stehen wir an der Bahre des Verstorbenen, der uns unvergeßlich bleiben wird. Die Binfiscberung findet am Montag, dem 3. Februar 1930, 13'/, Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt. Der Vorstand der Ortskrankenkasse für das Maurergewerbe zu Berlin, Am M-Januar 1930 verschied r äch längerem schweren Leiden Herr August Daehne der uns viele Jahre als Vorsitzender der Ortskrankenkasse fßr das Maurergeweibe zu Berlin sowie als Verwalter des Genesungsheims nahe gestanden hat Sowohl als Vorgesetzter wie auch als Ko lege war der Ver- s'orbene uns sleis ein Vorbild ireues-er Pflichterfüllung Sein aufrechter, ehrlicher Charakter, sein Gerechtigkeits efühl und Insbesondere se n unermüdliches und erfolgreiches Wirken In der deutschen So ialversicherung brachten hm viel Anerkennung und sichern Ihm nicht nur be uns, sondern auch im Kreise der Versicherten ein treues und dankl ares Angedenken. Da« Personal der Ortskrankenkasse für das Manrergewerbe zu Berlin. Am 29 Januar verstarb nach schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden mein guter, lieber Mann und treuer Lebenskamerad, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater August Daehne Im 78. Lebensjahre. Dies zeigen In tiefer Trauer mit der Bitte um stille Teilnahme an Fran Ww. Luise Daehne, geb. Mucks Pani Daehne nebst Frau Agnes und Sohn Heinz Otto Daehne nebst Frau Gertrud und Kinder Alfred, Frieda und Arno Eiisabeth Daehne Bertin-Britz, Moses-Löwenthal-S:r 18. Die Einäscherung findet am Momag, dem 3. Februar 1930, IS1', LTir, im Krematotlum Berfin-Baumschulenweg, Kiefholzstr. 221, statt Hiermit die traurige Nachricht, daß am Dienstag, dem 28, fa-. ■nuar 1930, abends TV, Uhr, mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder, der Angestellte des Aibcitsnachweises Gormannstraße August Falkenberg Triitstraße 45, an Herzasthma plö zlieh verstorben Ist Die trauernden Hinterbliebenen Ww. Bocena Falkeeberg nebst Sohn GolUob Familie Reinhold Faikenberg] Familie Panl Lehmann I if:n,,r Familie Walter Faikenberg f 4,1 K1,",er Familie WUH Wloch J Ww. Bertha Hamgel als Schwester. Die Einäscherung findet am Montag, dem 3. Februar, abends 7 Uhr, im Kremator um Gerichtstraße statt Am 28. Januar 1939 verstarb unser lang- Jähriger Angestellter. Herr Heinrich Schumacher jm 61. Lebensjahte. Wir verlieren einen fleißigen und treuen Arbeiter, und werden wir sein Andenken stets in Ehren haften. Der Vor«'nun der onskroBkenuaste der L udiblnder und veiWOBdier fieweibe iu Berlin. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 2. Februar, nachmittags 3 Uhr, au! dem Cemeindefricdho. in Petershagen s att Am 28.'anuar 1937 verstarb nach schwerem Krankenlager unser lieber Ko.lege Heinrich Schumacher im Alter von 61 Jahren Imlan jährigen Zusammenarbeiten warerurfs Infolge seines o fenen und biederen Charakters ein guter Freund und braver Mitarbeiter Sein Andenken werden wir stets In Ehren hal,en" Die anßMle.len der OrtskroaKenha se der Bnddllader. Dlremen— Kränze für Freud und Cefd prefowerf f£lll222e22~i>e£rczz> TVcKkZZIn. Kufeer- Frfedrf cb- Sf rade 3C Mer Metallariielter VeM Verwaltunrssteile Berlin Todesar.zelsen S>n Mitglreberm»ur Nachricht, daß unlcr Kolleg«, der Former Wilhelm Klempin geh 19. Juli 1S6L am 28 Januar ge» ftotben irt. Die Seerdigung findet am Sonn- abend, dem L Februar. 15 Uhr, oon der Leichenhalle des Alten Soohien. tirchhole». Bergfir. 29. an» statt. ! B Am 29 Januar starb unser ilollege, der Fräser Wiltt Müller geb. 27. Februar-I90L Die Einäscherung findet am Mon tag, dem 8 Fedruar. 18 Uhr. im Kre» matorram Eerichtstraße statt. Ehre Ihrem Anbenlen! Rege Beteiligung erwartet Die Drtzverwalturrg. schwerem Kranfenrnaer mein innign. geiiebrer Zstann. unser Iren orgender Bater. me.n lieber Bruder. Schwager. Schwiegersohn. Schwiegervater und Grozvaier Leillrieii Zodamseder tm Alter von 60 I ihren Dieses zeiat tie. betrübt an im Namen aller Hin erdiiedenec Amanda Schumacher Die Vetsetzune� findet am Sonntag. dem 2. Februar, nachm 3 Uhr. auf dem Getuemdesriedhof m Pelers- haaen statt. y Nr. Sil» 47. Jahrgang Freiiog. A�. Januar 4SZS Im 5ta nungsluxussteuer haben wollen. Mit größter Genauigkeit muß bei der Aufstellung des Etats für lsi30 vorgegangen werden. Hierbei wird wohl auch die Frage der inneren Reorganisation der Verwaltung erörtert werden müssen. Neulich ist hier das stolze Manneswort gesprochen worden: Selbstverwaltung ist Selbstveraniworkung. ' Da die meisten Fraktionen die Absicht haben, diese Selbstverant- ' wortung beim Nachtragshaushalt zu vertagen, darf ich wohl mit dem Zuruf schllcß-n: Aus Wiedersehen beim Etat 19301(Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Bürgermeister Scholl, bekannte, daß der Erfolg des Magistrats ifiut Balancierung des Nachtragshaushaltsplans negativ war. Der �augenblickliche Finanzzustand sei zwar nicht katastrophal, ober sehr ernst. Der Redner mahnte zur Einigkeit in schwerer Stunde, daim 'werde bei dem an sich großen Vermögen der Stadt die 'augenblickliche Finanzkrisc überwunden werden können. Der : Magistrat hätte den Weg dazu gezeigt: dabei schwebten ihn durch- >us nicht sofort Stenererhöhungen vor.(Lärm bei den �Nationalsozialisten.) Man schlug zunächst Abstriche am Etat vor. -Wenn die Stadt die wenigen Monate bis zum neuen Etat durch- �!>alten kann, dann wird beim neuen Haushalt Ordnung in die �städtischen Finanzen gebracht werden können. Berlins innere Kassenlage sei gesund, nur die augenblickliche Kassennot müsse ' überwunden werden. Die Verwaltung der Stadt sei stellen- weise schwerfällig, kostspielig, sie werde reorganisiert werden wüssen. Der Bürgermeister verlas dann den an anderer Stelle des Blattes veröffentlichten Brief des Oberpräfidenten. Bor stark geleertem Hause sprach dann Stadtverordneter ikoenen. der kommunistische Reichstagsabgeordnete. Er hielt eine allgemein-politifche Rede, in der er den Kampf der Kommunistischen Partei gegen die Etats mit parlamentariscken und außerparlamentarischen Mitteln ankündigte. Die Arbeiterschaft hätte erkannt, daß die Pleite des kapitalistischen Spstems ihr keine Vorteil« bringen wird. Dia Kommunistische Partei wird die Straße erobern, sie wird Streiks entfesseln, die Streiks schüren, sie zu politischen Streiks steigern und so hie bolschewistische Diktatur herbeiführen.(Händeklatschen bei den Kommunisten.) utodtverordneter o. Zecklin(Dnat.) beantragte die Einsetzung eines treuhänderischen Ausschusses, der die Finanzlage Berlins prüfen und konsolidieren soll. Im übrigen lehne die deutschnationale Fraktion den Nachtragsetat ab. Die Wirtschaft dürfe picht für Sünden der alten Etatmehrheit büße». Die veutfchnalio- «alen fordern die rücksichtslose Enlkommunalijierung aller städtischen Werke, die nicht der Versorgung dienen. Dem Kämmerer warf v. Iecklin Mangel an Verantwortungsbewußtsein vor. Die Deutsch- nationalen strebt«» zur Macht im Magistrat, und sie werden dieses Streben nach Stadträten auch auf die Bewilligung des nächsten Etats anwenden.(Lebhaftes hört! hörtt bei den Sozial- demokrcten.)- Wir Deutschnationalen, schloß der Redner, werden aufs ganze gehen und wir werden uns durchsetzen! Stadt bau rat Genosse Wagner polemisierte außerordentlich wirkungsvoll-gegen den deuffchnationalen Vorredner. Stadtverordneter Schwarz(D. Vp.) machte sich über Herrn v. Iecklin lustig, der sich bei dem oerhällnis- rnäßig kleinen Nachtragsetat bereits aller Agitationsreden entledigt habe: was soll denn beim Hauptetat passieren?(Heiterkeit im Hause.) Die Deutschnationalen würden sich auf die Dauer der Verantwortung nicht entziehen könne n. aber sie werden billigerweise auch nicht die hundertprozentige Erfüllung ihrer Forderungen verlangen dürfen. Die früheren Etats seien keine„Schwindeletats" gewesen, die Defizits sind nicht zuletzt durch die Ausfälle bei den staatlichen Steuerüberweisungen entstanden. Die Bilancierung des Etats sei durch einen Feststellunosbeschluß nötig, die Umlage der Forderungen lehnten die Dolksparteiler ab. Es sprachen dann noch die Redner der Demokraten— diese gehören. Für die Abstimmung hatten die Nationalsozialisten die Wiederherstellung der Magistratehaushaltsvorlage(also so, wie der Nachtragshauzholt aussah, ehe er im Haushastsauesckmß vorbevaten wurde) und ihre Ablehnung beantragt. Dieser merk- würdige Antrag löste Heiterkeit und Empörung aus. Man rief den Nazis zu. sie leisteten sich Du mmensun genstreiche. Die Sozialdemokraten verlangten alz Antrag zum Nachtragsetat die Prüfung, ob eine H a ü s a n g e st e l l t e n st e u e r zur Deckung herangezogen werden kann. Das Zentrum stellte den Antrag, die ABG. solle die Hälfte des für 1930 abzulieserndon Zuschusses an die S tadt k a ss e bis zum 31. März abführen. Die Kommu- nisten stellten gegen den Magistrat em Mißtrauensvotum: im übrigen forderten sie: Ablehnung jeder Tariferhöhung, jeder Steuer, die die„Massen belasten", keine Ausgaben für Polizei. Flugzwecke, keine Pension für Oberbürgermsift« VLß, aller städtischen Gehäller bis auf ZOO M.(auch Abbau des großen Einkommens für Herrn Oberkominunisten, Stadtrat, Stadt- infpck�tor usw. Raddatz! Red.). Zur Deckung des Defizits schlugen die Kommunisten eine Reihe von Einnahmen vor, die eine Aenle- runa dK Reichs- und Staatsgesetze voraussetzen. So soll u. al der preußische Staat alle kurzfristigen Kredite Berlins übernehmen! Die Deutl'chnationalen forderten die Einsetzung einer Revisions- und Traihanöoespllschaft. Alle diese Anträge wurden abgelehnt bis auf den Amrp g des Zentrums. Sei den enkscheidendea ilbfltmmvage« wurden dann die Abstriche(Einsparungen) des Magistrats mit den Stimmen der Sozialdemokraten und der Mittelparteien genehmigt, die Steuorerhöhungcn— Gewerbe- und Grundvermögeassteuer— abgelehnt: damit bleibt an Stelle des Defizits von 79 Millionen ein solches von über 40 Millionen. Der ftachtragsetat ist also In bezug aus die Deckung der Ausgaben durch Abstriche am alten Etat angenommen, in bezug auf S-teuerfocderun. gen abgelehnt. Hyäne des Hypothekenmarktes. Zm Smoking ins Gefängnis. Der umfangreiche Betrugsprozeß gegen den.Hypotheken-. Vermittler" Adolf Otto D i t t m a n n ging vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts II unter Vorsitz von Land- gerichlsdirektor Sachs zu Ende. Dem Angeklagten wurden groß? Betrügereien zur Last gelegt, durch die er über 100 000 M. erschwindelt hatte. Diltmann führte ein Schlenunerleben und saß jeden Abend beim Sekt. An den sieben Bechandlungstagen erschien er jeden Tag in einem anderen eleganten Anzug mit dazu passendem Pelz oder Man- tel und Hut vor Gericht, am Dienstag sogar im Smoking, weil er, wie. er erklärt«, gleich nach der Sitzung eine Festlichkeit mitmachen müsse. Das Gericht machte Hm aber einen Strich durch die Rech- nung, denn Dittmann wurde in der Sitzung wegen Fluchtoer- dacht In Haft genommen und mußte nun, statt auf dem Ball, die Nacht in der Gefängniszelle verbringen. Staatsanwaltschaftsr.it Schmidt bezeichnet« den Angeklagten als eine„Hyäne des Hypothekenmarktes". Als er im Jahre 1926 nach Verbüßung einer vier- jährigen Strafe wegen versuchten schweren Raubes aus dem Zucht- hause kam, begründete Dittmann nach berühmtem Muster ein Lombardgeschäft. Das Lombardlager bestand aus wertlosen Kreissögen und Schuhcreme sowie einem unbrauchbaren Flugzeug, das später unrühmlich als Obstverkaufsstand endete. Die zweit« Gruppe der Betrügereien Dittmanns bewegte sich auf dem Gsbicte der Darlehnsoermittlung. Er verstand es, unter betrüge- rischen Vorspiegelungen Hypotheken- und Grundschuldbriese in die Hand zu bekommen, die er dann zu seinem eigenen Nutzen verwertete. Wie Zeugen in der Verhandlung bekundeten, flössen in dem Ver- mitilungsbüro des Angeklagten die Tränen der armen Opfer, wäh- rend er selbst ein Wohlleben führte. Viel« Leute haben ihre g«- samten Ersparnisse verloren. Der Angeklagte ging gegen- seine Opfer auf Grund der von ihnen unterschriebenen zweideutigen Verträge mit größter Härte vor. Wer in den zahlreichen Ziv.lpro- zessen gegen ihn aussagte, wurde wegen Meineids angezeigt. Scharf geißelle Staatsanwaltschaftsrat Schnüdt die Hilfe, die der Angeklagte bei seinen Verträgen durch den Rechtsanwalt Dr. Glln- ther und durch Iustizrat Wolfgram erhalten hatte. Das letzte Won fei in dieser Angelegenheit, so sagte der Staats- amvalt zum Schluß, noch nicht gesprochen. Das Urteil gegen Dittmann lautete wegen Betrugs durch Hypothekenfchwindel und Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherungen auf 3H Jahre G e- f ä n g n i s und 5 Jahr« Ehrverlust. Der Haftbefehl gegen den An- geklagten wurde aufrechterhalten. Der neue Robinson. Die Expedition des Berliner Arztes Dr. Karl Ritter. Das Geheimnis um Dr. Karl Ritler, der in Gesell- schasl einer Berlinerin von dem amerikanischen Sporksmann Macdonald auf der abgelegenen Darwin- Znsel auf. gesunden wurde, beglanl sich zu lichleu. Dr. Ritter hat nicht etwa ohne Wissen seiner Frau Deutschland verlassen, sondern die Reise nach der einsamen Ozean- Insel erfolgt« im vollen Einverständnis mit ihr. Die Forschungen des Arztes waren einmal auf die Frage der Rohkosternäh- r u n g gerichtet, zum anderen wollte er erforschen, wie der Zahn- ersatz durch ein künstliches Gebiß in weltabgelegenen Gegenden vor Erkrankungen des Kiefers zu schützen oermag. Seme Begleiterin ist eine frühere Patientin von ihm, die durch sein« BeHand- lungsweise vollkommen genas. Dr. Ritter hat sein ganzes Ver- mögen für die Expedition eingesetzt und auch eine Erbschaft, die ihm zugefallen war. aber noch nicht ausgezahlt werden konnte, für den Zweck der Fahrt mobllistert. kröteninseln, die, ohne daß sich der Name einbürgert«, seit 1892 offiziell Kolumbus-Jnseln genannt werden. Es ist ein Archipel im Stillen Ozean. Die Inseln unterstehen der Souveränität der Republik Ekuador und sind nur dünn bevölkert. Ein Versuch der Regierung von Ekuador, die Inseln zu einer Strafkolonie umzugestalten, scheiterte. Bisher waren die Inseln in der Haupt- fache«in Arbeitegebiet für Zoologen und Orntthologen. Die Inseln sollen nach Gerüchten der Wohnort des geheimnisvollen Robinson gewesen sein, dessen angebliche Höhle noch heut« g«. zeigt wird. Trotz der Einzelheiten, die bekannt werden, darf gesagt werden. daß der eigentliche Zweck der Expedition des Dr. Ritter noch immer recht verschwommen und undurchdringlich erscheint. Oer Anschlag auf den Studenien. Einer der Täter verhastet und geständig. Die Untersuchung der politischen Polizei w der Affäre Wessel hat durch die Verhaftung eines Täters eine weitere Klärung erfahren. Der 22jährige Student Ludwig Wessel wurde bekanntlich am 14. Januar, spät abends, m seiner Wohnung. Große Frankfurter Straße 62, von drei Männern überfallen und niedergeschossen. Der Haupttäter, ein ZSjähriger Tischler Albrecht G ö h l e r aus der Mulackstr. 13, hält sich irgendwo oec- borgen und bisher konnte fein Schlupfwinkel noch nicht ausfindig gemocht werden. Der in der Nacht zum Donnerstag Festgenommene ist ein 23jähriger Ernst Lange. Nach eingehendem Verhör hat Lange, der zuerst hartnäckig leugnete, von mehreren Zeugen jedoch als Mittäter zweifelsfrei wiedererkannt wurde, ein umfassendes Geständnis abgelegt. Aus seiner Aussage geht klar hervor, daß der Ueberfall auf Wessel schon einige Tage vorher verabredet und bis in alle Einzelheiten vorbereitet worden war. Die Er- Mittelungen haben ferner ergeben, daß als weiterer Mittäter ein unter dem Spitznamen„P i p e l" in der Umgebung der Münzstraße bekannter etwa 23jähriger Mann in Frage kommt. Er cht etwa 1,60 Meter groß, mittelschlank, hat dunkles Haar und war zuletzt mit einer blauen Schirmmütze und einem dunklen, gestreiften Anzug bekleidet. Unter Hinweis auf die ausgesetzten 500 M. Belohnung werden alle Personen, die über Göhler und„Pipel" zweckdienlich« Angaben machen können, nochmals gebeten, sich an die Abteilung im Polizeipräsidium, Kriminalkommissar Dr. Teichnxmn, Zimmer 239. Hausrus 31S, zu wenden. Zwei tödliche Unfälle. Gestern ereignete sich auf einem Neubau in der Grell« straße ein folgenschwerer Unfall. In der Höhe des zweiten Stock- Brunnenstraß« 38 beschäftigt. H. verlor plötzlich den Halt und stürzte auf die Siraße hinab, wo er mit schweren Kopfverletzungen bewußtlos liegen, blieb. Der Bsbunglückte starb auf dem Wege zum Krankenhaus.— Vor dem Haufe Frankfurter Allee 191 wurde die S4jährige Frau Auguste G i l l i s beim Ueberfchreiten des Fahrdammes von einem Prioatauto erfaßt und überfahren. Mit schweren Verletzungen wurde Frau G. ins Huberwskrankenhaus gebracht, wo sie kurz nach ihrer Einlieferung starb. Einfuhr von Papageien in vrcußen verbalen. Der Polizei- Präsident veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 4 eine oiehfeuchenpolizei- liehe Anordnung des Herrn Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten vom 14. d. M., durch die die Einfuhr von Papageie» und Sittichen in Preußen verboten wird. IsdiSktsr» Togal-Tabletten sind ein hervorragendes Mittel bei Rksuin», Clchii Ischias, Grippe, Nervsn» und Kopfschrnars, f rkältungskrankheUen. Laut notarieller Bestätigung an- erkennen über S000 Ärzte, darunter viele bedeutende Professoren, die gute Wirkung des Togal. Ein Versuch überzeugt! Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken. Preis RM. 1.40 0.40 Chin. 13,5 LihL 74,3 Acid. aceL sal ad 100 ArnyL Deuischnaiionales Geständnis. An Berlins Rot age ist nicht die Stadtverwaltung schuld. Im Preußischen Laicktag haben die Deutsch nationalen einen Urantrag eingebracht, in dem gesagt wird, daß die Finanz- not der Stadt Berlin in erster Linie auf den.ungeheuer- lichen Zuzug von Arbeits- und Wohnungslosen nach Berlin" zurück- zuführen ist,.der auf die Dauer jeden ordentlichen Haushaltsplan umwerfen wird". Diese deutschnationale Feststellung ist werwvll: Auch die schärfsten Gegner der heutigen Berliner Kommunalverwal- tung geben dadurch zu, daß der schlechte Stand der Berliner Finanzen nicht auf irgendeine Mißwirtschaft oder Unfähigkeit der Verwaltung, sondern auf Ursachen zurückzuführen ist, die ganz außerhalb des Einflusses und des Machtbereiches der Stadtverwaltung liegen, mag diese zusammengesetzt sein, wie sie will. Auf dies« tatsächlichen Zusammenhäng« ist schon auf dem Der» liner BezirlsparteUag der Sozialdemokratie mit aller Deutlichkeit hingewiesen worden. Der Kämmerer von Frankfurt a. M., Genosse Asch, hat offen zugegeben, daß die Lage Berlins gerade wegen des Zuzuges so vieler Ortsfremder be- sonders beurteilt werden muß. Der Stadtverordneten. Vorsteher, Genosse H a ß. hat deutlich ausgesprochen, daß Berlin ge- zwungsn ist. alljährlich für etwa 80 000 Menschen Unterkunft und Lebensmöglichteiten zu schassen. Der deutschnationale Hinweis auf den Masscnzuzug nach Berlin ist durchaus gerechtfertigt, hat doch der Zugangsüberschuß seit dem Jahre 1921 rund 528 000 Köpfe erreicht. Der deutschnationale Urantrag schlägt freilich zur Beseitigung dieses Notarides einen Weg vor, der nicht gangbar ist: Er will eine Zugangssperre nach Berlin. Dem steht die Reichs- Verfassung von Weimar entgegen. Sie besagt in Artikel III:.Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Reiche. Jeder hat das Recht, sich an beliebigem Orte des Reiches aufzuhalten und niederzulassen, Grundstücke zu erwerben und jeden Nahrungs- zweig zu betreiben. Einschränkungen bedürfen ein«; Reichsgesetzes." Di« Sozialdemokratie hat gegenüber diesem nicht durch- führbaren Antrag einen gangbaren Weg gewiesen. In einer Großen Anfrage verlangen die Berliner sozialdemokratischen Abgeordneten des Landtags, daß die Stadt Berlin für die Ausnahm« eines großen Teiles des Bevölkerungsüberschusses der östlichen Provinz«»«inen finanziellen Ausgleich erhält. Dieser kann nach der Ansicht der Sozialdemokratischen Partei ge- schaffen werden durch eine Neuregelung des L a st e n a u s g l e i ch s, der Berlin«inen größeren Anteil an seinem S t e u e r a u f- kommen beläßt. Auf die Notwendigkeit einer Neuregelung des Lastenausgleichs zwischen Staat und Kommunen ist auch auf dem Berliner Parteitag der Sozialdemokratie am vergangenen Sonntag mit aller Deutlichkeit hingewiesen worden. D«n Großstädten, und namentlich Berlin, wurden in den letzten Jahren zwar immer neue Lasten auf- gelegt, bei der Zuteilung der Einnahmen aus dem Steueraufkommen wurden sie zurückgesetzt. Hoffentlich trägt die sozialdemokratische Anfrage dazu bei, diesem anhaltbaren Zustand ein Ende zu machen. �Ans dem Leben meiner Tiere." So hieß das Thema, über das im Auftrag« der Urania im Haus der Technik die Photographin Käthe Hecht sprach. Sie er» örterte zuerst die Darstellung des Tieres in der Kunst. Di« Rednerin erinnerte an die Stellung des Tiere» in Sag« und Dichtung, um darauf hinzuweisen, daß wir in der heutigen Zeit der Technik in dieser Hinsicht manches verloren hätten. D'.e Borlührung der eigenen Photographien aber wurde zum Höhepunkt des genußreichen Abends. Augen, Herz und Hand sind die verschönende, nie oersagenden Htlfs- mittel dieser einzigartigen Photographin. Ihre Bilder sind kostbare Urkunden aus der Natur. Der Charakter des Tieres wird uns er- schlössen. Di« zahmen Rehe, die im treuen Verein mit kleine,! Menschenkindern durch den Wald gehen, sind ein zur Tatsache ge- wordenes deutsches Märchen. Andere zeigen ein spielendes Kind inst einem Storch. Das dunune Menschlein steckt den Schnabel des Tieres in den Mund, der große Vogel läßt es sich geduldig gefallen und in seinen Augen stcht:„Wie gut. daß ich so vernünfng bin. sonst kSimtest du kleiner Naseweis zu Schaden kommen." Ein ondermak sehm wir die große Freud« im ganzen Haus, als die werwolle russische Windhündin zehn Junge bekam. We kommen und begucken die Kleinen, der Rabe, die Katze, der Haushahn, der Dachs und die Rehe. Prächtig und hochinteressant sind ferner die Bilder, welche von der Aufzucht junger Ostern erzählen. Das ganze Bildmaterial und die Vortragsart übten tiefsten Eindruck bei den Hörern aus und die Urama hat sich durch dies« Veranstaltung ein Verdienst erworben. Multerschulkursus. Der vom Neuköllner Bezirksamt ein- gerichte's Elterntebrvang(M'stterfchulkursus) beginnt am Freitag, dem 31. Zanuar 1930, um 20 Uhr. in der Aula der 1. Mädchen- Mistelschule Neukölln. Donaustr. 127. Ein« besonder« Arnirldung ist nicht erforderlich; es genügt da» Erscheinen zum Kursu: stunde. Die Teilnahm« am Kursus ist unentgeltlich. Für die praktischen Uebungen wird eine Gebühr von 0,30 M. für Materialverbrauch erhoben, die den städtischen Pflegemüttern nach regelmäßigem Be- such zurückerstattet wird. Unbemittelten kann die Gebühr erlassen werden. Das Fest der goldenen Hochzell begingen vor kurzem unser Abonnent Robert Lange und Frau, Friedenstr. 43. Gest seinem Bestehen sind die beiden betagten Jubilars Leser des „Vorwärts".— Ihren 80. Geburstag feierte die„Vorwärts"- Leserin Frau Nelte, Chormer Str. 82, Hos III.— In seltener Rüstigkeit kann am 1. Februar der Amtsvorsteherstellvertreter von Oranienburg-Forst, Kaufmann Ntax B e i n l i ch, in Briese bei Berlin-Birkenwerder auf seine 50jährige kaufmännische Lauf- bahn zurückblicken. Die ässcnllichen Frageabende im önstikuk für Sexualwissenschaft (Ernst-Hacckel-vaal) finden unter Leitung von Sanitätsrat Dr. Magnus H i r s ch s e l d im Februar am ersten und dritten Montag(3. und 17. Februar) abends. 8 Uhr statt. Es wird ein Unkostenbeitrag von 20 Pf. erhoben. Arbeitslos« frei. ÄibeNsgemewichall!ür Jorj. schuh unk Naturkunde<£. 0. 109. Zlrfo- Wavdciunfl, Sonntag. L. stebruar: Besuch der Preußischen Landesanstalt iür stischcrei w Berlin-stricd'.Ichskaaen, Leest, ade. Vortrag deS Herrn Direktors Piof. Dr. Wundsch:»stischerei und Naturschutz" Trefft, untt: Vo, mittags 1(3 Ubr am Eingang der Landesanftalt, Bertin-FriebrichShagen, Teeftraß«. Mitglieder frei, Gäste 0,80 Rt. kiuseudungcu für diese Rubrik sind v e r l i» SW 88, Liudenüratze 3. parieinachnchien für Groß-Berlin stet» a» da» Bezirk»s«kr»t-rtai 2. Hot, i Steppe» recht», zu richten Iungsozialistische Vereinigung Groß-Derlin. Wir machen unsere Mitglieder auf den Vortrag des Genossen Heinrich Schulz:„Kunst und Brot" im Rahmen der Freie» sozialistischen Hochschule aufmerksam und fordern zum zahlreichen Besuch der Veranstaltung auf. Der Vortrag findet am Sonnabend, dem 1. Februar, > 9 Mi Uhr, im Plenarfaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str., statt. Eintritt 0,30 M. * Ii. fttti» Schiiueberg. greitoa, 81. Januar. 20 Uhr. veranstaltet die Huna. soiiatistisch« Bereiniauna bei W'll, Martin-Luther-Etr. es, eineu Derb«. abend. Wir bitten um recht zahlreiche UnterMhuna.— Der Areisuertreter. tag findet am Montau. 10. ffebruar. um 20 Uhr im Sesellschaftsdau» des Westrns, chauvtstrahe, statt. Lichtenberg. Der Kursus Itter.Deutsch« AuhcnpoNt'k" mutz wegen Verbinde- rung des Kl-rsusleiters Wolfaang Schwarz am ffreitag, 81. Januar, aus. fallen, gortsctzun« isrci'ag. 6. sscbruar. heule, Freikag, Zt. Zauuar. 24. Abt. D!« Bezirkssiihrer werden gebeten, sofort.Unser Weg" von ihren Srunvenkllhrern abzuholen. 28. Rbt.»Unser Weg" abholen von Walter. Metzer Str. 87. 47. Abt..Unser Weg" kann vom Genossen Mar-auke abgeholt werden. >25. Abt. Keitzense«. SN Uhr bei Gallas. Lehderstr. 122. ssunktionärsttzung. 180. Abt. Rclaickerdorf-vst. Sämtliche Mitglieder beteiligen sich an der Kreis» Versammlung im Cchsttzcnhaus. Morgen, Sonnabend. 1. Februar. 78. Abt. SchZucberg. t. Bezirk! 2dlö Übe n-milienabend i« Lokal Barth, Lochklrch. Eck« M-pumenteustratz«. Wir bitten nm recht zahlreiche. Er. scheinen. Auch die Eenoffen der anderen Bezirk« find cinge laben. 87. Abt. Marieuselde. Am l. ssebruar Gründung einer SA3.,Gruvp« Marien. seldr-Lichirnrade. Genossinnen und Genossen, die mithelfen wollen, melden sich bei Genossen Greulich, Berliner Str. 118, ober bei Genossen Walter ssranz, Lankwitz. W-uor.Wattsck.Str. 1. Mugbllitt-r und Material kann dort»unssangen werden. tZt. Abt. RiedcrichZnhausen. 20 Uhr Im Restaurant Robert ttllnbt. ffrleden«- platz, wichtige Sufonur.cnlunft aller ffunkf'onäte, Sonntag, Z. Februar. 74. Abt. gehlen dorf-Sild. 10 Uhr Beffchtigung he» neuen Rathaus««. Treff- vunkt Kirchstraß». 78. Abt. Dahlem. 10 Uhr Treffpuukt vor de« Rathau« Kehle ndorf«eck- Be- stchtlgung. s«t. Abt. Frlcdcnan. Winterfest I« Bii-qerfoal be. Ratbanse», M Lauterpla». Kuworlftisch-satirischer Abend. Tanz, Rezitationen, Gr, � S Mitwirkende: Elfrlkbe Wellmann. Albert Kallenberg, Kran, N Wendel, Artnr Döring, Dr. Mar Brie, Sillbler. Beginn 18 Uhr. Ein. i-ß U tritt einschllitzlich Tan, t M.-.....—..... � 82. Abt. Steglitz. Gemeinsamer Treffpunkt' zur. Bestchttgung de» Grotzkrast. Werkes Klingenberg V/i Uhr Rathau» Steglitz. Nach'üoler 7% Uhr Bahn. Hof griedenau.Wilmersdork. Die sfllhrung beginnt pünktlich 9 Uhr. Um Krieg und Frieden geht die Diskussion zwischen Kurt H i l l e r und Franz Schauwecker, also zw!sll;en dem Ver- treter des Pazifismus und des Nationalismus. Beide Gegner sind glänzende Dlalettiker, bewegen sick auf einer h:h-:n gedanklichen Ebene. Bestachtet der eine den Krieg als ein vom Schicksal gewolltes Cpcignis. so siebt der ander« den Grund in der Konjunkturtüchtigkest gewisser Kapitalisten, in dem Ehrgeiz des Mili- tärs und in der Dummheit der Mitläufer. Aber gerade hier, wo sich zwei in der BercLIamkeit gleich starte Graner gegenüberstehen. kann sich der Hörer allein von den Gründen überzeugen lassen, und diese sind für den Frieden stichhaltiger als für den Krieg, jedenfalls muß das Zcher von nationalistischen Vorurteilen frei« Hörer aner- kennen. Das Konzert, da» aus dem Schloß Monbijou über- tragen wird, steht im ersten Teil, der gesandt wird, unter Leitung Michael Taubes als Vertreter für den erkrankten Engländer Sir Thomas Beecham. In einer neuen Vrrtragsreihe„Gesicht der Zeitschrift" wird zuerst die„Wcltbühne" behandelt. C» ist ein Aus- riß über das Tätigkeitsgebiet,«ine Einführung in die Tendenzen und Bestrebungen. Aus dem neuen Rathaus in Schönebcrg wird im Rahmen de» Emvfangsabends der auswärtigen Presse die Rede des Reichsfinanzministers Molden Hauer über die Crgcdn sse vom Haag übertragen,«in Vortrag, der bereits vor einiger Zelt In ähn» licher Form im Radio gehalten wurde. F. Lad. 138.039. Abt. Pankow. SSap. und Werbeturucv der KTSB.. Abt. Packkow. 15 Uhr Turnhalle Mitlelschul-, Cinnaca SS-Zuholzer Str. 10. Bartei, aenosfiuue» uub-«euoffcu strd herzlickll eumelade». Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 18. Aroi» Weitzeusee. Heute, ffreltoa. 81. Zauuar. 19 Uhr, findet im Sitontflsfaal be» Wohlfahrtsamtes, Woolckpromcnabe 1. der 2. Avcnd des Vor. traciskursus der Gevosstn Todevhaaen über..ssamilienrecht" statt. Die Genossen und Genosssnucn, die den 1. Abend nicht besucht haben, finden noch Anschlutz. Zungsozialisieu. Wcrlebezirl Westen: Heute, STrcitan, 20 Uhr. bei Will, Martin. Luther- Stratzc 89, Wcruencranftultuna. Thema,.Politisch« Ausaabcu der funqen Scntrotioa. Sieziiatione», aSniilcothäfl«. Zun«« Parte-izenoff-n, Sportler, Ratnrfrrunde steh freundlichst einnclad-n. Gruppe Smönebero: Wir beteiliacn uns an der Derben eranstaltuna des ZSerocbczirks Westen. Gruppe Eharlottenbur», Wir betciliaeu un» an dem Werbcabcnb bcz W-rbebrzirks West:n. Gruppe Scddina-Gcsuudbri'nne«, Heimabend füllt hellte an». Rächst« ver» anstaltnng am Z. Februar In der Schule Wiesen» Eck« Bankstratze. Zimmer>1- Arbeltsgemeiuschaft der Sinderfreunde. Gruppe Weitzeusee, Aelterenaemelnschaft: Woraen. 1» Uhr. Im Zutzendheim Varkstr. 88. ttaiser-Geburtstaasieier. Tarteiaenossen und Eltern stnd herzlich willkommen. Geburlstage. Jubiläen usw. 28. Abt. Unserem Genosse» Fritz Beimano zu leine« 70. Gebort»- taac de herzlichsten Glückwünsche. 117. Abt. Lichtenbera. Am 81. Znnuar wird Genosse Fritz B« I a e r 88 Zabr« alt. 44 Zahre stedt Genosse Beracr qcwerkschaiuich und politisch in den oorderste» Reihen. Leiber ist es NN» nicht oeraöunt. mit unserem Fritz dreseu Taa festlich»u beachen, da er in Aosübuua seiner Tätiolcit al» Partei- lunltwnar im Dezember 1929 non-wem Auto Lbersahren wurde und zur Zeit im Urban.Srarlevhau, lieat. Hoffenllichi kehrt G-uoss« Beraer batt al» ae- iunbcr Man» wieder iu»ufere Reihen, damit er seine ihm so lieb acwoidene Tätiakelt al» Abteiluuasleitci w alter Frische wieder llbernchmeu kann. Sterbetafel der Groß« Berliner Partei- Organisation| 41. Abt. Unser««enosssn Maraaret« Wolf, aeb. kracht, Fttieln» ssratze 4. ist plätzlich verslorde». Ehre ihrem Andenlenl Einäscherona wird noch bctanntaeaeben. 54. Abt. Eharlottenbnra. Unser Genosse Ernst. Guerlckestr. 1-, ist am 27. Januar, verstorben. Ehre seinem Andenken! Ginüscheruna hat bereits stattaefunden. „„?tt Abt. Reulkll». Unser lanalöhrlars Mitalicd, der Tischler Genasse Mar Lüschow, H-rmannstr. 17, ist verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung erfolat am Fr-it-a, 1« Uhr. Taumschlllenwea. Rege Beteiligung erwünscht._____ Vortrage, Vereine und Versammlungen. # Reichsbanner„Schwarz.Rot-Gold". Dekchättsstel!»: Berlin S 14. Scdastianstr 87—38. Lok 2. Tr. Freitag, 81. Januar. Ti-rgartcu, Iunabanner: 20 Uhr Im grotzen Saal des Schultheitz-Batzsuhofer, Turmstr. 28. Satirischer Abend: ..Repolte bei Kuaenberg". Gäste willkrunmen.— Schssnebera-Friedeuau, Iuna- banuer: ISV, Uhr Eisenacher Ecke kauptstratze in Zivil zur Kahrt nach Ticn. aarten. Baumschulenwea: 20 Uhr Zohrc-versammluna bei Strcubel, Baum. schulen. Ecke Scheiblcrstratze. Taaeeordnuna, Ü'ericht des Borstande«. Rru- wählen. Lickterbera, Berfammlunaen um 20 Uhr: Kameradschaft Borhagen bei Stdder. Zung- Ecke Odcrstratze. Kam. Gustav Tempel bei üdnow. Frank- furter Alle» 288. Kam. Rumnlrlsbura bei Brunn. Türrschmidtstr. 49. Alle aktiven und vafssntn Kameraden haben ihr« zustäubia« Sitzuna zu besuchen. Amtsbezirk Echöneiche: 20 Uhr im Rest. Lind:»hof. Fichtenau. Mouatsver» fammluna. Wichtiae Taaeeordnuna. Jeder Kamerad mutz erscheinen.— Sonnabend. 1. Februar. Tempclbos, Bdser-Buben.Ball de» Svielmannszuge« im Restaurant Ma-tzi. Mariendorf. Ghousscestr. 805. Eintritt 1 M. LiOten» berg, Kamevadschaft Biesdorf: 20 Uhr Bensammluna bei Pora'h. Marzahner Stratz« 81.— Sonntag, 2. Februar. Webbiog(Ortsnereinl. Zunabanner: 7 Uhr Bhf. Gesundbrunnen, Zip!! mit Windjacke. Reulölln-Britz: Bflichtver» an.staltuna I» Rudow. Treffpunkt 141h Uhr Laltestcllc Rudow, Stubenrauch- stratze, Rachmittaasveranstaltuna. Bcainn 10 Uhr im Rest...Iuliusvarl". Rudow. Anaehoriac. welche später lommen. fahren bi, Endhaltesteve der 47. Eintritt 80 Pf. Treptow(Ortsvere.nl: Ab 15 Ubr Beiiammenlein mit An» aehöriaen in Friedrichsfeld- sSportvlatzl. Kaffrckllche. Sport. Untcrhaltuna. TauitStrabteilong! Führuna mit Anoehüriaen durch die Ausstclluna»Deut. scher Lebenswille" sDeutsche Republik). Treffpunkt 10 Uhr Scsundhelts» hau» am Urban 10— 1l Erscheine» für Sanitätskameraden Pklich'.— Wasserlportobteilpag, Zua V''ersvrec: Achtunal Kostümfest im Bootsbaus Wendenschlotz am 1. Februar fällt aus.— Frildrichthain, Kam. Büschina: Frei. tag. 81. Januar. 19)b Uhr. Gencralversammluna oller oltiocn und passtocn Kameraden bei Dlawcrt, Wrberstr. 24».— Wluterfportabteiluna: Da» revu- -tokairifche-Sinkrfcft-•««•-iSeflneAwfietn-toeeO-m'-ib-euf-deu 15. und 10— Februar verlegt. Der Slikursu» im Harz beginnt am 8. Februar. Rsich»?ortell Republik. Sonntag. 2. Februar. Sportplatz Fricbrsch,feltze: Bon 9—12 Uhr schietzen die.Lr-svercine Lichtenbera nnd Treptow, von 12 bl» 17 Uhr die Ortsvereine Berlin.Mltle und Fricirich-hain. Die solaenden?«>-e bi» einschl'etzlich Freitag bleiben d-n genannten Or'svcreinen gleichfalls frei. Berlin.Westcn: Schlitzen ab 10 Uhr auf den Sä'icßständen in Zehlendorf. Wachnower Chaussee. Zönenick lOrtsverein): 9 Uhr Versammlung in Wilhelms- Hof. Hiischgartenstr. 1. Anschliessend Schätzen. Reichebn-b der Ke'»g,beschädiatcn, Kriegsteilnehmer nnd Kriegrrhluter» bllebene». Ortsgruppe vtcrfprec. Generaloersammluna Dien»taa. 4. Februar, 20 Uhr. Im Restaura-t �Zum Krüger". RiederschSnemeide, Berliner Str. UO. Ccko Fennstrass«.— Ortsgrunp« Treptow-Baumichulenweg, Nächste BerfaMm. Iuna Mon'ga, 8. Februar. IQVt Uhr. im Lokal Grnst Hofimann, Kiess'o'zftr. 21. Taaeeordnuna wird in der Versammlung belanntgeaeben.— vrtogruope Westen: Sonntag. 2. Februar. 17 Uhr. Maskenball m't Ueberraschungen, Zahn, ärztchau». Bülowstr. 104. Der Reinertrag wird zur nächsten Weihnachis. beschcruna rcst'oz verwendet. Karten zu 1,2ö M. bei Bodenstedt, Kurfürsten. strasse 189. Grtt I. Arbeltee-Sa-arlter-Bund.«. v., Kolonne Berlin. Die Abteiluna Reinick-n» dorf hat am Donnerstag, 8. Februar, ihre Abteilungsversammlung in der Schul« L-'t-allee. Deutscher Arbel'er.Abstinen ter-Dnud, Ortsgruppe Berlin. Am Freitag, 81. Januar. I#V4 Uhr. im Konferenzzimmer des Eewerkichaftshauses rant). Zusammenkunft der Helfer in der Alkoholkrankensürsorg«. Wichtige Tagesordnung. Erscheinen aller notw-ndig. Bund Berlin für Einbeitslnr, s�rift. Ulbuna in allen Geschwind igkelten jeden Frel'aa von 20—22 Uhr im Französischen Gnmnastum. Rcichstaasuser 6, am?,ichetaa»aebLude, und jeden Dienstag van 20—21 Ubr im Echulhauie Utrechter Str. 80—81, am Weddina. Anfängeriurs« sowie Aufnahmen neuer Mitgl-eder zu jeder Zeit. Auskunft erteilt Fritz Plauschinn, Berlin-Zehlen. dorf. Scharsestr. 18. Tupographifche, Orchester. Diriaent Erich Gutzeit. Uebuna-abenb jeden Frcitaa, 20)4 bi» 22'4 Uhr, in Reulölln, Wcichsclstr. 8 lZbeal-Kasinp). Streicher und Rläser stet» w likomm-n. Esperanto-Geiellichaft Eharlottenbnra. Montag, 8. Februar, 20 Uhr Kondi» torei Wolter, SbarloUrnbura, Bismarckftr. 114 sknic), Klubzimmer. Konvcr- sations. und Uehungeabend. »■■■■■«■■■naaEeöeaBaBenaeeeeneeaeBeeBBeoimBemisea™«™«»™™ Verantwortlich Gr Politik, Dr. Cr et Geyer! Wirtschaft, S. Klinaelibierz Gep.erlschattobcwegung: Z. Stein«», Feuilleton: Dr. Zohn Schilow«kl: Lokale» und Sontziaco: Fritz Karstildt, Anzeioen: Tb.«loche: Ilmtlich in Berlil». Verlag: Vorwärts-Veckloa S. m b. L. Berlin Druck: Vorwärts-Buchdruckerei und V-rlaa«anstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW 88 Linbenltratz» L. Hierzu 8 Beilagen.»Unterhaltung und Wissen" nnd»Stadtbcilage". llerrellvlsier.«».»»»..»»..?«.. 25.— Paletots. 105.— to— o»—«#— 33.— Sportpelze..»«s— ,55.->2«.- HJ.— Ledpelze.....»«0.- s«o— 152.— Dameopelze..... 3«o— ,10- 72.— Damcnmäntel 12- Lodewnäotcl ,faT»r?-"o!3«— IS.- Gummlniäntel 32.- Vf.- 12.»o Ledermäntel.... ieo—„5— 75— Lederjacken......« 62.— | Bag/nn Sonnabend. I.Febr. Preise spottbillig I Windjacken �?i?.?;�o S»o«nadenjoppen ,-<°o o- 7.— Winter-poppen 9ib',- 13.so Knabcnulstcr gt. 0/1 12— 10.50 7.50 Eerr.-Manchesteranzüge S§:z 26.— Ä»anche6teranzügc En,o!'- is— 13.50 Sakkoanzüge Ii-"««- 29.— Knaben-Sportanzüge JfjJ'is- 15— Frackanzüge Ke',,pnflr T#._ 65.— Cutaways und Westen 20.— Phantasiewesten.. 7— 5�0 2.90 Pelzjoppen...... to— 00— 59— Chauffeurpelze>75—«5 125— Nacktpelze wes)« g»6r*uch»..... 48.— LodenpderIncn«rbur"55coaL4°fe. 2 00 Blaue Jackettanzüge 13 50 JüngUngs-SportanzügC38.-2i.. 15— Eiasegnungsanzüge" ZZ'- 22.50 Breeches t.H»ir. is.so 10.50 t.so 3.75 Lumherjack8mURMB;eT!ieS;?i 16.- Weiße Waren vnif uti». weit llBoa.1 Oberbett. Irddi f__ OCllgarUllUr.(un �.beitickt.». Idett Kili. B.95 Laken s»u»tueb, 200x1«0....... 2.30 Herren-Einsatzhemden...... I.so Untergar aituren 3.50 Sportpullover.VgofÄT'.1� 5.05 Strickwesten lO.so Pullover Äi:„Ma.,.ter' r* fu.tc. 9- Frcttier-Badetiicher 6.95 Frottier-Sadcmäntd ÄÄ 8.95 Frotticr-Handtüchcr i.Vo' i.io pt- Badeanzüge 6.95 Günstiga Kaufqelepenheit für Landwirte und JägeTTtSSZ[ Vorverkauf Freitag, den 31. Januar BERLIN N 4 BAER SOHN G Cfeanssccslr. 29-30 U-Bahn Stcttlner Bahnhof Erhöhte Leistungsfähigkeit durch unsere eigenen Spinnereien, Webereien, Bleichereien, sowie Gardinen, Wäsche- und Spitzenfabriken 80 cm br«itf storkfSdfge Quafi- 54 QX täten.. m O,Ä, 0,�6, BAUMWOLLWAREN KIaccaI»lnkock breit, kräftige Ge- O/Lt* 1�3©SS© I brauchsware m 0,44, 0,38, Renforce S° oÄ ö�o,� 38« ■ 80 cm breit, kräftige, erprobte OO B. UnOn Ware m 0,90, 0.75, 0.6<0.5Z. OOPL Nessel Wä 56pt Wäschebatist farfa.n.......... 1.05.0.85 SO"- I Smam bewährte Oualltät für Bett- WnOn wäsche, 160 cm br., m 1.85, 1,33. /LOM 1 30 cm breit, f.. m 1,60, 1.38, W 0,85 Ofa-Wäschestoffe lig.cnT Afl� fabrikst, ohn» Füllung.,., m 1,15, 0,88 OO- ■ J_.,_ a_.-L. kräftig« Strapozlerwor«, fiaUSlUCn ISO cS br»!t. m 1.55. 1.25, oeM 140 cm bmit,......... m 1,20, gut« War«, neu« Muster. uamasr fso cm br.it, m 2.10. 1,85. QC 1,35, 80 cm br.it,...... m IZ0. 1.15 03 Pf. gut. Qualität«!!, vor- tiaiDieinen lügl. bewährt, 150 CM 148 breit, m 2,10, 1,55, 140 cre breit,,. m 1,95• BETT-, TISCHWÄSCHE B AviieeAfur Kopfkissen, voll. Griß«, o ei ü g© guter Wäschestoff, m. Klöppel- OD.. •Insatz............. Stek ÖOPf. Einzel-KlssenÄÄ� ,« sotz und Fällchsm...........• BA**l#«I�AMkräft. Heustuch. 160x230 oeTTioKen 3�90, 150x225, 2.55. 015 740x225...............* Deckbettbezuge°3§x2oonon 015 5.95,4,85............. Linon-Garnitur]3Do�oo!2K.v ats sen, volle Große...... 9,55, 7�5 � Tischtucher kräftige Drellqualität 130n.6O 110/160 110/130 110/110 - siss- ilÄZ---- Tischtucher �tin�Ärd. KLEI DERSTOFFE Panama �SSS�'��mTSpt Voll- Voile �ou�Sr"..b'*m 8 5 pt Crepe Ccid 100cm»in. won.m 1� Rips Popeline Ä'ivSiiim 293 Crepe Caid.,3? c" 2B5 Köper- Barchend 39' gebleicht, schön gerauht. QuaN. täten..... m 0,85, 0,54 D AMEN-WÄSCHE Trägerhemd SS»"mi, 7. w Stickerei......... t2b Pf., 96 Pf.'*** Trägerhemd ............«.2,95,«. 1,95 Trägerhemd�rVÄ� arbeit. -. M.3£0,M.2,75 SEIDENSTOF Bemberg-Chiffon��t quoiltät, eo, 80 cm breit, unerhört billig. m \/ a I ee a we'0«• in den m ad. Färb V9IOUTin© hervorragende Qual. a. reiner Seide und reiner Wolle..., n> Crepe Georgettes ,1t reine co- 100 an br. Seiae, bes. gunstig.« m Crepe de Chine �7"� n br.,« F E ,SS 4« 4« 2« 580 285 'orbig besetzt oder raacnTnema r0jChe Kiöppei- und Stickerei-Garnlerung.... M. 2,Zc>, M. 1,9o 1« 225 l75 Nachthemd ÄXÄÄ 2« 100 cm br., extra schw. KieiderquaL m. 4,90 C*g«sn weiß Ue ca. 50 neuest. Vr©p© Farben. ca. lOOcm br. reinseidene Kleiderware....... m A jv-TMiwic Kunstseide i. höchster £%CJTvS I rOViS Vollendung, felnföd-. reiauiießend, weiß und alle Farben, größtes Sortiment, ca. 80 cm breit....... m GARDINEN Rouleau-Damast A�n-«o farbig, modern gemustert....... rn' Madras �oÄ.it0�� VTl*! I60 Gardinen-Mulle breit............,. m KJe.�UeU a m. el mit langem Ärmel raacmnema und Stickerei.West« 075 Bubiforro........... M. 3,73• Pyjama fart'i9 S35 Hemdhosen ............ M.1B5. MVÖ' UntArlrlAirl hunstseid«. oben und 9gs unten mit breiter Spitze*. Komplett Sd™.Sp!,"n: 750 HERREN ARTIKEL Umlegekragen Macca.dfach 38« Tanzhemd /TvS 250 Sporthemd«» ,.inM, icar0.BaH5, 425 Sporthemd 476 Gardinen-Voile �i0 ,00em 100/lc 4.sr '25 160 125,130 SCHURZEN ServiersehürzoSÄS oder Hohlsaum-Gamlcrung.......® � Ft. Ansteckschürze setz und Motiv, gute Qualität......( Berufs- und Hauskittel o60 aus kräftigem Hemdentuch, Vorderverschluß � SPITZEN Kloppeleinsätze S.Äd' o*„ arbeiten, Coupon ex 25 m# y r l. Bettstickerei 38 Pf. Stickereiträger pÄo�si; 25 pf. HANDARBEITEN Tischdecken 225 Tischdecken naTI5,xM0.Ui: 245 Tischdecken rÄÄcm'h: 4M ]80 -140 breit., m• Etamine?d'r*"m 88pf. Volant-Dekoration buntf, aco Flügel 255,80 cm, Behang 175/80 cm,., o D A4-4#4 Aelr a mit Volant, Etamln mit A00 DenaeCKe bf.gew, Einsatz. 290/200*♦ Kunstler-Gardine r�ö, ,»5 225 cm long und 1 Behang........• Biedermeier- Stoffe'SL'oo streift, 80 cm breit.......... m � Nachthemd 2« Tennishose ,öp*r Um form m.Tasdie, g. Qual. weiß Köper reit Umschlag, ganz verrug-«Hgg lieh waschbar............. � Tennishose bS,rQÄm.9c,.rn; 975 Voile-Dekoration weiß od.«cndfarblg, mit buntem W» flfl 3207Ö Fl59el 300�20, B,honS DAMENKONFEKTION Sport- flotle jugenc fesche Machart, gute 1275 Kuchengarnitur Wurfo'borte� 4tlg, ßesenvorhang 80xl50< vprgezeichn, Hau tuch m* TunD uwhd,«»iJg, Besenvorhang 80x1 50 cm Wondschoner 60x90 cm,T ischdecke 60x1 00cm Ha«idtuch 60xlJO cm••.••«zusammen b|f aus gutem Panama- ' stoff mit Faltenrock, flotle jugendliche Form...... 5.90. Sport-Kleid reinseiden. Toll«. Ausführung.,,., 0||acA aus Zutem Tricotcharmeuse mit Knopfgarnierung und Bändchen BSllfiXB au*Chinette, fesche Sportform mit WOÜ Faltengarnierung, Täschchen und seidener Kravgtte........ 7,90, Rluc a auft reinseidenem guten CrBpe de C�BIIo© chine, sehr aparte rorm, 12 75 KINDERKONFEKTION Sporthemden«z Knaben«jj weißem Panama Große 50' Jede weitere Größe 25 Pf. mehr 360 950 395 5S0 1075 KORSETTS CorselettS�Ä-1�. 450 Büstenhalter�:�'!"; T50 Strumpfhaltergürtel Tb Broch«, 4 Holter, zum Knöpfen..... MODEWAREN aus weißer Kunstseide Garnitur 0.u# Cr� d* ch'no, mit HBZ w�rivilwr elecjant. Brettonspitze gar-• niort, lange Form........... XAffSkGf'gk, aus Crepe de Chine, reich mit 04Ö ® � Valenciennespitz« garniert.. TRIKOTAGEN Hemdchen S[nDÄ.'eh.,Ma"0; 95« Hemdhosen JLeÄiin�d„o Bandfräger.............. I Schlüpfer£Ät�u.nr!d#,n 75f Prinzeßröcke �TÄn 95 pt PulInwAP � Dotten, ohne Arm, runwwwr Orig. Wein, weiß_mitJor: �73 biger Bordüre, 3.75, 2,45 Dauias schwere Qualität, für Bet laken,, 1,50 cm breit, m 1,60, 1,38,140cm' breit,...... m 1,25 Kieler Anzüge Ä"!*1% a« �_ �rdß*0 4 i�ein-moico 42 pf. Jede weitere Größe 50 Pf. mehr TAnnlelwl Aiel aus weißem Panama ■ enniSKieiO mit bunter Krawalle. in den Größen 55—50. Größe 55..... Jede weitere Größe 50 Pf. mehr 325 80 cm breit, fijr fein. Damenwäsche... 1,11,0,85,0,68 DAS GANZE KAUS EIN JAPANISCHES BLÜTENFEST IM VERKAUFSKELLER ORIGINAL JAPANISCHES TEEHAUS JAPANISCHE MUSIK KEIN VERKAUF AN WIEDERVERKÄUFERI VORVERKAUF AB F R E ITAG I MENGENAßGABE VORBEHALTEN! U-BAHNHOF HiRMANNPLAtZ• OER KARSTADT-BAHNHOF Ar. 5i* 47. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Freiing, Sil. Januar-tAAO Der Kredit der Gemeinden. Hemmungen, die die Volkswirtsthast schwer schädigen. Der Kredit der Gemeinden ist das Stiefkind nicht nur der Bffent- lichsn. sondern auch der privaten Kapitalpotitik. Di« Gründe, aus denen das d«r Fall ist. die unterirdischen Ziele, di« damit verfolgt werden, die Schuld der Verantwortlichen, haben wir oft genannt und bloßgestellt. Heute kommt es uns nur darauf an.' einig« Möglich» leiten aufzuzeigen, den kommunalen Kredit zu verbessern und die Klärung von Fragen anzuregen, die der Besserung des Gemeinde- kredits im Wege stehen. Marum sind Gemeindeanleiheu nicht lombardfähig? Die im Haag beschlossenen Aenderungen des Bankgesetzes brin- gen den Gemeinden wieder eine peinliche Ueberraschung. Diese Aenderungen sehen nämlich vor, daß langfristige Anleihen des Reichs und der Länder, ohne daß der Generalrat noch darüber gehört werden muß. bei der Reichsbonk beliehen werden dürfen. Für das Reich liegt insofern etwas Neues vor, als dl« seit 1924 notwendige Ermächtigung des Generalrats wegfällt und auch sonst all- Erschwerungen wegfallen, die bei der Lombardierung von Reichs- anleihen noch besondere Sicherheiten vorsahen. Für die Länder- anleihen ist die Lombardierung durch die Reichsbant neu, und selbst- oerständlich auch für die Finanzierung der Länder wichtig. Aber — die Beleihungsfähigkeit von langfristigen Kommunalan- leihen ist nicht vorgesehen. Das ist eine Ausnahme und ein« Härte gegenüber dm Kam- munen, die nicht mit wirtschaftlichen, sondern nur mit politischen Gründen erklärt werden kann. Es ist die alte offenkundig« Gegner- schast des Leiters der deutschen Kapital- und Anspolitit, des Reichs- bankpräsidenten Dr. Schacht, die auch hier eine Lücke zum Nachteil der Kommunen geschaffen hat. Sachliche Gründe gibt es für di« Schlechterstellung der Kommunalanleihen bei der Reichsbonk nicht. Die Ungerechtigkeit, die hier vorliegt, wird dadurch unterstrichen. daß beispielsweise Pfandbriefe von Hypothekenbanken bei der Reichs- dank beliehen werden können. Di« geldmäßigen Nachteile sind sehr empfindlich, di« sich bei dm Kommunen aus dieser Schlechterstellung ergeben.' Di« Lombardfähigkeit von Anleihm bei der Reichsbank hat für die E r w e r b« r. die sehr oft Banken oder große Jndustrieunter- nehenungm stnd, den Vorteil, daß diese auf dem billigsten Weg«, mmn sie plötzlich Gell? brauchen, durch Bcleihung sich das Geld bei der Reichsbank borgen können. Wer öffentliche Anleihen hat, hat also weniger Flüsslgkeits- oder Liquiditätssor- gen. Diese Bequemlichkeit und dieser Vorteil sind natürlich Geld wert und da« wirkt sich dadurch aus. daß lombardsähige Anleihen entweder einen höheren Kurs haben, und zwar auch bei der Begebung, oder aber in der Verzinsung billiger sind. Die Sommunm werdm also dadurch, daß nur Kommunalanleihen von der Rachsbanl nicht beliehm werden dürfen, geldmäßig und in ihrem Kredit völlig rmgerechterweise g e s ch L d i g t. Da, aber ist angesichts der gegenwärtigen besonder« schwierigen Fmanzlag« der Kommunen und der hohen Bedeutung der kommunalen Geld- und Kapitalbeschaf- fung für die Volkswirtschaft um so unerträglicher, als'es nur poli» tische Gründe sind, aus denen den Kommunen dieser Nqchteil er- wächst. Der deutsch« Gesetzgeber ist nun nach den im Haag beschlossenen Abänderungen des Reichsbankgesetzes in der Lag«, von sich aus. ohne die internationale Zustimmung verlangen zu müssen, eine Aenderung des Reichsban-kgesetzes herbeizuführen, die auch Kommunolanleihm lombardfähig macht. Es ist eine ganz dringende Aufgabe des Reichstags, sobald als möglich die Ungerechtigkeit gegenüber dm Kommunm zu beseitigen und den Kommunen und der Gesamtwirt- schast sen« Vorteile zu sichern, die sich aus der BeleihungssShigkeit von kommunalen Anleihm ergeben. Auch eine Sperre für öffenMche Werksanleihea? Mit dm internationalm Vereinbarungen im Haag ist noch eine andere für die Kommunen eminent wichtig« Frage verknüpft. Das sogenannte Mobllisierungsabkommen sieht die Auslegung einer Anleih« von 309 Millionm Dollar vor, von dm IM Millionen Dollar für Reichsbahn und Reichspost abgezweigt werden. Das Deutsche Reich hat sich verpflichtet, bis zum 1. Oktober 1930, eventuell bis zum 1. April 1931. keine Reichsanleihe im Ausland aufzunehmen. Diese Selbstbeschränkung des Reiches hat bei den össmtlichen Unternehmungen und insbesondere bei den Kommunen die berechtigte Besorgnis erweckt, ob diese Beschränkung des Reiches nicht auch zu einer Einschränkung der ausländischen Kapitalbeschaf- fung für die Gemeinden und insbesondere für olle ö f f« n t- lichen Unternehmungen führen wird, obwohl zu einer solchen Beschränkung aus dm Haager Vereinbarungen sich keine rechtliche Hand habe ergibt. Um so mehr fürchtet man eine Verschärfung des drosselnden Einflusses, den bisher die Reichsbank bei der Beratungsstelle für Auslandsanleihen ausgeübt hat. Dazu kommt ein« Dr. Schacht zugeschriebme Aeußerung, daß man aus- ländische Werksanleihen grundsätzlich einschränken und von dm Werkm die Selbstfinanzierung durch entsprechende Ab- schreibungm und Reservestellungen verlangen wolle. Die sich dar- aus für di« Tarifpolitik und die Finanzierung des kommunalen Haus- hakts sowie fiir die Auftrogsvevgebung an die Industrie ergebenden Gefahren liegen aus der Hand. Eine weiter« Drosselung der Kapitalbeschaffung für öffentliche Unternehmungen müßte auf dem A r- beitsmarkt auch in der Zukunft verheerende Wirkun- gen haben. Die Dorteil« der MobMflerungsankeihe des Reichs für dm dmt- schen Kredit, di« den Nochteil der Einschränkung des Reiches sür die Freiheit der Anleihebegedung im Auslas unter Umftändm auf- wiegen, haben wir schon dargestellt. Die ausländische Reichsanleihe ist villig, der deutsche Auslandskredit wird dadurch»er» bessert, und auch di« öffentlichen Werksanleihe» können nebe« dm privaten Jnaustrieanleihen von dieser Berbesserung profitieren. Dazu kommt, daß Deutschland nichts so sehr braucht als dm Zufluß von Kapital auf dem Wege der Anleihebegedung öffentlicher Werke im Ausland. Falls aber di« Reichsanleihefperr« auf dreiviertel bzw. eineinhalb Jahre— wieder aus politischen Gründe»— sich auch für die öffentlichen Werke hemmend auswirken würde, so unter» bliebe di« Ausnützung des durch die ausländisch« Reichsau- leihe verbesserten Kredits und der Gesamtwirtschaft würde eine vollständig überflüssige Belastung zugemutet. Auch hier hat der Reichstag«in« wichtige Aufgabe. Tee Frag« muß sobald als möglich geklärt werden— der ganze Komplex der Anleiheberotung gehört zu dieser Frage— ob und welche Hinder- niss« der Begebung von öffentlichm Werksanleihen im Austande in der nächstm Zeit begegnen werden. Die unterirdischen Privatisierungsversuche dauern fort. Wir habm mit großem Nachdruck die erpresserische M e- th o d« des privaten Bankkapitals und des in» und ausländischen Elektrokapitals bekämpft, bei Kreditgewährungen an die Gemeinden das Kreditgeschäft davon abhängig zu machen, daß entweder Aktien — meist von öffentlichen Kraftunternehmungen— verpfändet bzw. verkauft oder sonstige Borteile(Stromlieferungen und Verpachtung von Werken) verlangt werden. Wir konnten kürzlich wieder darauf hinweisen, daß die Gesellschaft sür elektrische Unternehmungen. die der belgifchm Sosina nahesteht, auch gegenüber der Stadt Dresden erklärt hat, daß«ine Kreditgewährung nicht in Frag« kommt bevor Dresden zum Verkauf seiner Werksattien bereit ist. Daß wäh- rend der Dezemberoerhandlungen mit der Stadt Berlin von der Deutsche Bank- und Diskontogesellschaft die Berpfändung von Bewagattien verlangt worden ist, haben wir ebenfalls mib� geteilt. � Diese unwürdige Methode, die ein rem kaufmännisches Kredit« geschäft zu wirtschasts- und tlassenpolltischm Zielen mißbraucht scheint aber von dm Privatbanken nicht ausgegeben zu werden. Wir habm von mehrerm Fällen im Reiche gehört, wo bei Kroditoer» Handlungen diese»„Entweder Werksaktien oder kein Geld" immer wieder zur kritifchm Frage wurde. Wir stellm auch heute mit Nachdruck fest, daß ein derartiges Vorgehm illoyal, unkaufmännifch und erpresserisch ist. Wann wird das private Bankkapiial und das private in- und ausländische Ctektrotapital mit diesen Methoden, derm sie sich schämen müssen, aufhören?' Schlechtere Wirtschast im Ausland. Nach dem Wochenbericht de» Konjunkturinstitut» für End« Januar hat die wirtschaftliche Aufwärtpbewegung im Ausland ihren Höhepunkt überschritten. Rur In kleineren Ländern wie Dänemark. Norwegen, Irland, Rumänien liegt ein« weiter« Besserung vor. günstig ist di« Lage noch in Frankreich. Holland, Schweden. ma Eßt gute Butter Gute Butter ist infolge des verriuger-. ten Absatzes, der gesteigerten In- laudserzeugung und der vermehrte» Auslaudszufuhreu im preise gefallen. Ole Ladenpreise für Pleß-Autter aller Sorten sind dem preisabschlage angevaßi und niedrig bemessen. SwAfowjge�� bei ist tSglich frisch in etwa 4000 Berliner MeiechandelsgeschSsten erhältlich. Der- kaufsffellen find surch dieses Plakat gekennzeichnet. Eßt gute Butter «tUMlIlNUtMUU! Euer Verslcherungiunternehrren, die Oewerksehitgich-Oenossenechafiliche Versicherungf. Aktiengesellschaft, ist die »rWsviiiitzygpzftLsi'yi-zkMelimsnnwvuwläse OOnstiee Versie! e-unssbedingungeni Holte Qewinn- anteileT Bei Unfaiiiod doppelte Versicherungssumme I Arbeiter, AnguleUle o. Beamte versichern sieb und ihre Angehörigen nur bei dem eignen Unternehmender Wolftsffttnrär&e Ansbnaft erteilen Qi pt: 66 Berlln-KÖP�nick, Kurillrsienanee 1.1 pt; 70 Berlin-Lichtenberg Hubenus- StrtÄe la, v. I lks- so Berlin-Rein ickendorf-West, itraße 20, 12; 84 Berlin- P�nkov. Gaillardstraße 26, Garten h. pt.; 390 Berlin-Spandau, QötalstraÜc 5. pt. und dar Vorstand der VolksfQrsorge. Hamburg 6, An der Alster 5�—5�_ l.Ä . ,• v,-pi m M L# U odiinhid Beispiele aus der Fülle der Angebote-bei bekannter Güte und bester Verarbeitung» Damen-Hemdbeinldeid h»wirkt, Mako- BaumwoD•, walß oder rosa. Ii» Sehrt» geknöpft............................................ Etaman-Nachthamd Uchstarblgar WJaehestpft m* ahtgoaSeMsr«aiBar StotNaralarung und Punltan....................... M Unterkleid Kunataalda, mit warmem»uttae. nicht ggSiegand, mit rundem Ausschnitt: In vlnlsn Fsiban.....* Fertige Kleider WalS oder farbig reinasidanar Tofla tfn ggts ml Sportform,"aua gutem watQanWasch-Popollaa...Ä Seidenglanx-Pepeilne fOr Hsrranhamden, Spertklaldar uaw, walB und weiß raK walßam Stratfan. Bralta SO cm............ m* Gesichtshandtuch WalB ralnlalnan Jacquard- oder wabo GröSa 46x100 cm............................... Reinleinen Tischtuch HauamaehargOta. Blumanmoataf.GröBa 186*1«# ens* Bettbezug Obarbettbarug, mit KnopfaehluS,«röfla t30*a» cm Gastrelfi Bett sehn(Gradal)............... AtV-SO, Mltlelfeln Wäschestoff, haftbare data............. jk Herren-Nachthemd t�Woem'vwrtoS H*md*nl*ch Taaehn und Herren-Oberhemd 240 620 5 60 650 210 po 590 650 650 9 75 Uuisskter ürosstes Sonderhaus flirleinen undV/Ssche Lniprigor Straß« 20-22• KurfürsTendamm 227 tiÄTfellof« VsschlechlSkung«« werben von Großbrnavnieik. JtolieN. Polen. Dereinigte Sloaten und Äonada gemeldet. Dös Konjunktur- insrilut meint, daß auf die Lander mit eindeutig günstigem Stand der Wirtschaftslage nur ein Fünftel der deutschen Ausfuhr entfalle, und es erwartet auf den Auslandsmärkten eine Berfchärfung der Aon> kurrenz und eine erleichterte Aufnahme von Aus- landskrediten. Die letztere wird sich Deutschland freilich in den Schorn- stein schreiben müsien, wen» die bisherige Erschwerung der ausländischen Kapitalbeschaffung fortdauert. Die Kaufkrast gehi zurückt Stark sinkende Umsätze des Texttleinzelhaudels. lRach Erhebungen des Reichsbundes des Textileinzelhandels be- trug der Umsatz in den Textilgeschasten für den Dezember 19 29 im Reichsdurchschnitt wertmäßig nur 94,1 Praz. des Umsatzes vom Dezember 1928. Das vierte Vierteljahr brachte einen Vergleichs- mäßigen Wertumsatz von 96/) Proz., das ganze Jahr 1929 einen .Durchschnitt von 97.6 Proz. der Umsätze des Vorjahres. Zunick- geführt wird dieser deutliche Rückgang auf die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftsloge. d. h. alfo auf die f i n k e n d« Massen- kaufkroft und die eigenartig« Winterwitterung in diesem Jahre. Nur die größeren Mittelbetriebe des Textilhandels waren in der Lage, im letzten Quartal und im ganzen Jahre 1929 den Umsatz der vorjährigen Bcrglcichszcit zu erreichen. Konjunkturforschung in England. LaSoar-Regierung schafft eitua Wirtschastsrat. r" Mit bemerkenswerter Energie versucht die Labour-Regie- rang, der Wirtscholtskris« in England zu Leib« zu gehen. Noch- dem die wichtigste Frage sür die Reorganisation de � Bergbaus. in« Gründung des Kohlensyndikats, so gut wie gelöst scheint, hat sie nunmehr«ine andere konjunkturpolitische Aufgab« in Angriff g«. Aommen. So ist setzt«in sogenannter Wirtschaftsrat gegründet worden, dessen Ausgab« die' fortgesetzte Beobachtung und Unter- suchung der Wirtschaft sowie dos' Studium der in England wie im britischen Weltreich vorhandenen wirtschaftlichen Hilfsquellen sein soll. Herner sollen die Auswirkungen der amtlichen W i r t f ch a f t s- und Steuerpolitik auf dos Wirtschoitsleben im Umkreis des ganzen britischen Reichs untersucht und allgemeine nationale wie mtcrnationate Wirtschaftsprobleine bearbeitet werden. Welche große Bedeutung die Regierung der Arbeit dieses Wirtschaltsrates beimißt, zeigt sich in der Zilsammensetzung dieser Körperschaft. Den Vorsitz soll der Premierminister, also Macdonald. führen. Ferner gehören ihr an der Finanzminister, der Wirtschasts- minister sowi« der Minister zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Landwirtschastsminister. Die Arbeiten dieses Wirtschaftsrates und feine Berichte werden als vertronlich behandelt, soweit der Ministerpräsident nicht die Veröffentlichung freigibt. Gesetzgeberische Befugnisse stehen dem Aüssckmß nicht zu, vielmehr ist er ausschließlich aus die Beranstaltung von Untersuchungen(Enqueten) und die Ausarbeitung von Bor- ichlägen beschränkt. Französische Diskontsenkung. Die Isolierung der Reichsbaak wird immer größer. Die Bant von Frontreich hat den WechfeMskont von ZU auf 3 Proz. ermäßigt und damft das allgemein« Zinsnioeau für Frank- reich herabgesetzt. Der bisher für die Beleihung von Wertpapieren geforderte Satz von öM Proz. wurde sogar um ein volles Prozent gesenkt. Seft fast genau zwei Jahren- hafte die Bant von grantreich an dem ohnehin sehr niedrigen Satz von St» Proz. bereits festgehalten. Trog der günstigen französisch«» Wirtschasts- lag« fft die Geldslüssiglest in Frankreich so groß, daß die Bank von Frankreich den von ihr zu gewährenden Kredit verbilligen muhte. wenn sie nicht jede Einurrkungsmöglichkeft auf dem französischen Geldmarkt verlieren wollte. Paris hat jetzt den niedrig st en Bankdiskont unter allen Notenbanken der Welt. Es ist nicht unwahrschein« [ich, daß die Schweiz, die schon seft über vier Jahren an dem Diskont von 314 Proz. festgehalten hat, ebenfalls auf 3 Proz. heruntergeht und es ist mst einiger Sicherheit zu erwarten, daß auch Brüssel mft seinen 3 Vi und Amsterdam mit seinen 4 Proz. bald eine Ermäßigung eintreten lassen werden. London hat auch am 30. Januar noch mit seinem Banksatz van 5 Proz. keine Aendernng eintreten lassen, obwohl man diese Aenderung seft langer Aeft erwartet, wobei freilich zu berücksichtigen ist, daß auch New Dnrl die Hoffnung, es werde von 4V4 auf 4 Proz. zurückgehen, bisher ent- täuscht hat. Di« Deutsch« Reichsbank hat schon gegonwärftg reinen normalen Diskontsatz mehr, worauf wir immer wieder hingewiesen haben. Di« Deutsche Reichsbant hat jetzt einen politischen Diskont: denn aus wirtschaftlichen und bankmäßigen Gründen hätte die Reichsbank den Satz von 6V4 Proz. längst ermäßigen müssen. Di« Isolierung der Reichsbank gegenüber dem deut- schen Geldmarkt tritt jetzt durch das Vorgehen Frankreichs und das wahrscheinliche Folgen anderer«uropässcher Länder auch gegen- über dem internationalen Geldmarkt ein. Die Spanne zwischen den deutschen und den ausländischen Banksätzen wird so groß, daß ausländische« Geld in Massen nach Deutschland strömen, die Flüssigkeit noch stärker vermehren und die Reichsbank noch arbeitsloser machen muß. als bisher. Die Reichsbank verbilligt den Kredft aber nicht. Die deutsche Wirtschast aber ist der Leid- tragende bei dieser Entwicklung. Die Arbeiter können ja hungern, die Maschinen verrosten! Höhere Gewinne für Knochen und Leim. Oer Abschluß der Scheidemandel A.« � 1.95 -OberheradenÄ�S 4.90 -Taghemden.. 4.,» � 3.50 Nachthemden 3.50 Taschentücher �m.a: 0.20 Taschentücher ttu Damen, s stuck 0,95 ■c- ganz besonders preiswert Taschentücher 0.25 Em Posten Oettdechen einb �75 3.50 Em Posten Oettdechen �'�7.50 6.50 Ein Posten einzelne Stores 0.73 4.50 3.25 Ein Posten Ouerheliänge... 1�5 0.75 Künstier-Oardinen 1.95 Künstier-Oardinen La0Tm£I<% 3.95 Oardinen-Muil Ha,bIW,rn' 120 0.75 Etamin Ha,bIwirn> ,5acra 0.75 VOll-VOiie ISO cm breit, weift.. Meter 2.25 8., Oranfemiraße ißäJ65 fL, Steinickendorfer Sir, 21 OmrUMmburg, Stosinenslr* n 0� frankfurter Mee SB APPARATE. XU BEQUEMEN TEILZAHLUNGEN 4�mmoßßafVjSpaxIcft£}atis�MSJL �/ healet, LiJiispiale usw. i � � �■ �11�- � � JL Unter 6- Lmden 12-14 D-Slite- lütagskoBiat zo Uh» 4, SaMi-Xsnat Ende 22 Uhr Staats-Qper PWlferfeMlit Vorst 19 Uhr DsnüloMDi Endegeg.ZZVjU. Freitag, 31. 1. staut oöbp Bismarck Str. Tornns M 20 Uhr Fedora Ende n. 2Zih U. Slaatl Sdaasph. et Intdirmsiitf SLURRlS ]ÜTO-4tL f. fc. n » Uhr Vanensteius Ted Ende n. 22", u. Staatl.Uiiilir'Tiieatei.Qüirillüi. 20 Uhr Kabale and Ucbe Ende 22n't Uhr i Hi I. TS gl. 5 u.S'Ji Uhr. Barbarossa 9256 Pr. 1-6 M. Woehentg 5 U. SO Pf.-S M. Maut* latrtar Tag! z S«llh. Csrtinl, IS KÄV-Sick. tastri»Mir. Mar VjIL Flcrmn ifiripB*. VoüUDtiiute Ikiwii-WivMl. 8 Uhr Ura ullChrnng Apollo, BronnsnstraBe VoIksstOck von Grodm«nn ond Hessel. fcil.- Ibnltdaha. ügia:.'}»MC fttöts StaalLSAilk-n. «Uhr RabalenÄ Tiniar or XSüBbaaertaana «»/. Uhr OleGaMIie Staatsoper ArnPLd RepubüV TV. Uhr DonGtOTanni sv Dhr- Ztr. 2819— üaoeben erlaubt Heilte wird zum letzten Male �eiferi SB Original La wranca Tlllar-Olr.s — oft koplait— rie erreicht— amJ daa Januar.Star-Programm! Morsen Premiere Casl» Paatüla In Ihren eensatlcnellen '.etstungen auf SPlerden,„Jong-Chlna", Neue asiatische Kunst. 3 Elliafs, tollkühne Leistungen an und auf der Bambusstenge. Martha ROhk, der Interna tioneie Tanzstsr—» Allbona— Oautscha J harter, die Besten dar Walt und 6 weilere Inlemal. Runslfträfte. a a a Sonnabend and Sennlag Je 3 Vnrttallungan ♦ Uhr ond 8M.- 4 Uhr kleine Preis« UgL» 0. 8» SathL i. 3 f. a" Alex. 8006 INTERNAT. VARIETt Morgen Premiere HMWWD Dlrekhan- Or. Martfa Zickel ern» Komische Oper fnedrligtstr.lfll Merkur 1«1»330. Nach Vollstindisem Umbau Täglich SV* Uhr. Hulla da Bulla Schwank roo Arnold und Bach mit Uuldo Thl«l»c t«r, Scfcnlz.Schfcth, Suro H ldebrafid Wotter Rtba. Flink. Bahmtf. Weo&k stngtao naQüilttai 4 Uhr: Prau ohne Kussl Lustspielhaus 8� P"r:a» Theater der billigon Preise: t-WPeWang oj-fl, I. Rangbälkon n. U Parkett 1ä). Orchestersesäe' 2 50. Programm tf. Garderobe Je- 0�5 3U i'Kdln Zwang). ***»»«-A s»««,-e«v Qr- Frtrkfurrer Str. 1*2. Die Komödie JI Blsmck. 241 4/7516 EUj Uhr Victoria von S. Maugham. Regle; MaxRemhardt Musik: Mlscha Spoiiansky. Direktion Jt. Raberl Kleie Deoisebas KOnstler-Tkett. Barbarossa 3937 SV. Uhr jM.mUrer von Franz Molnar Bit In Pälfeherj. htivt scupor IM« NM Oönhbff 170 Täglich»V. Uhr Die Straße mit Muri bsemm Regte Heinz Hilpert. NM 1 11* Täglich SV« Uhn Bold Slam Lemberd Musik von Gilbert K&ihe Dorcdt Leo Sdh40: 43!>o. Allabendlich 8>i, U. RolcKsKsIlv»,»TKsotvp AZends HZ ßimiüiill nsiüm. HZ SIcfflHer-SSnSer Bit ito mttoato Piagrami I »HetM.p hall» Mst xtOe piqp. Tel. Zen-rum 11263. Eintrittspreise 60 Pf-3M. Tita. Vorvk-IO-i KL 2091 Täglich VI* Uhr ««sugioi tn Daaisffleo Thoaign Menschen im Hotel vom Vicki Baum. legte: tatet Mbjgaii srtm« nmur. wir Sonntag, Z. fteßtuat »•l Kroll (baiehfyoia Arth"r#ffirrfdl Htuptgeviasa dar Tombola: 6 Cyi. Sieyt'SßimouAine und ein 6 m WlotCtßoOt BaMbalustlgungan toanion-Clute-focnnon= " am� taufenden Band ptämientans d* Eintrittskarten ij}.— 11.8.— M. glalchcaltlg Qutachalna für Autobedarl durch Sekretariat daa Oautaehen Auto-Club, Maua Winter- feldtatraBa CO. Tel Barbarossa 8037. der äroße Sossen-Flim MensfliCRarscnal Auf der Bühne EU UoUB&imdie AkkonKon-vlrtBOseB SS0X& COMP» Beginn: Wochentags S Uhr Sonnabends 5.30 Uhr Sonntags 3 Uhr Sonnabend, i Febr., 1130 Cbr GroeesN«8iiudMrcu IM SWUI ras* gel ona Billig? eross-saNto Alaxondarplat» Sdnroli ni ImU ml Ul uistspiemaus Friedrich rtr. 236. 3e;gmann2922/Z3. Tdgi:Ch«v» Lhr Liebe auf tien zveUan Bück mmnsi SmsiiUiotr, Q-Sats BemaigLtegilLlIII/U er.BocKmerisst 7 Weites. fieae IzkmLfsm Im izki SO iujrMe lkZlg. Einlaß: Woch�ntass 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Sonnabends und Sonniag"»: Großer ftäpenösli, Kleines Tneat. Merkur 1624 TägL«i/. Uhr Der Walzer yod beute Macht! . Max Adalbert. Er! a eiassger, Hilde WOrner, Hermann-Scha ireft. Metropol-Td. SV. Uhr Das Land des Läebelcs Vera Schwärt, Bldiard T.uber Musik von Franz Lehär. üperettenltaus Alte Jakobstr. cO/32 (Zentral- Thealer) Täglich S>l* Uhr Der Soldat der Morls faeak s. KouaTTcr Konb. Str. 6 TägL 8 Uhr auchSonnu oacbra-SÜ.; Elite- Sänger, Da* grolle Januar-Pro« r.J Das kann man 4 mal sehen! Msm UflütQranü! Pianeiariam —— am Zoo■■ Vcths- Judihujlui» itub B.5 Barbarossa I6TS 16". Uhr Die Winten. «terrbllder 18'/, Öhr Oer Plazet Jupiter. 20V- Uw Merk« Dringe 8 tsree(Ken oJEvnid Eimrltt I Mark. Kiudsr 50 Pf. Mittwochs halbe Kassenorrtse, \y EBEMSHMTTEUUUf REFFPUNKT DER HÄUSFRAUEN GROSS-BERLINS Ketoniatwaven Zucker f*»......... PMt 0*22 \Jekl Aw&h* Pfd, 0*22 Mehl K*>m>amn}-Pfi&L 4,40 Mehl!»-***■"SfiiLBa. 4J3B Erhsen••••••• pfd 0,49 Erbsen«-»««udxu». PU. 0.3S Erbsen 1**........«a 0.20 Erbsen tm»«-«tti'«.Pf 4 0.38 Linsen.......«4•.*» 0.28 Bohnen«*<{....«4««, 0.33 jReä BiwVca......»4 0.20 Kcis Bawfc»......... Pti 0.22 Sultaninen....... fie O.ÄS iConnthen........�?4 0.00 Rosinen»««*.,.. ra 0.08 MandelnM-'MOeism 0.80 Kokos..... W 0.03 Pflaumen.RA 0.08 Aprikosen erfnxWt.Ri 0.83 Piünellen v*"**™*. RA 0.90 Pfirsiche vtna..P/4 0 00 Rlngopfel........ p/a 0.83 .'UuUm...Pfd.■e.so KofiSe Santo*....Pfd. 1.00 Guatemala Pfd. 2.0# G&sl* iz, GsmUso Mandarinen. RA 0 0 OJSO Tafeläpfd...... j RA 0.35 Blumenhohl.. K«f/«n 0.20 Weißkohl........ P/4 0.02 Chicoree......... RA 0.20 ■Ananas......... RA 0.83 Rosenkohl........ RA 0.83 BuHev und Kdse\ Frfcoho und appotltifcha GonuBmittol In relchhaltlgor Auswahl gib?«5 dort 10 Obonraschond billig# daB da# WlrtschafHaold|ot«t und bestar Qualität endlich reichen wird Wuvsiwaxem Dänische Butter.. RA 0,93 AusUmdsbutter.'.Pii- 0 88 M olker eihutter....Pii. 0.03 Margarine........ RA 0.30 Rohschmal*......RA 0.03 Bratenschmal»...RA 9.80 Schweizer Art»RA Pix. 0.88 Rnn. Schweizer.'PI*- 0.20 freche Btut-* t«Ww ra 0 03 Schinteenpolnlvhe RA 0.00 Sachs. Blut-a LAaw Pidß.� 3trelchme> i warst-RA 0,28 St>acfeu�Tst....... RA 0.95 Sülzwurst........RA fi.Oß L&beruntr.'CW— wAhRA O.SN Gutdekenvurst« /u ha 0.00 Feine Leberwurst-.pi*- iUSS Wiener Würstchen** 0.05 Din. Schu'etscr..RA 0.30 d Dampjwirst.....RA 0.3« Edamer,«»/«.....RA 0,CS' FUiscnwurst-......RA Beri. Mettwurst.•. R4 0.00 Edamer, Mhlat....RA 0.80 Tilsiter Käse M*...RA 0.88 Tüsiter Käse«>/,.. RA 0.03 Holland-Käse uui.pu. 0,58 Blochhäsi TU�i.tVtRA 0.83 Beacon-Chester.,.P»k 0.88 Kräuterkäse...... Stck. 0.22 Tilsiter«.»i...xrar*. 0.SS Steinbuscher..... RA 0�8 Limburger»'J.....RA 0.35 Romadour*>%....Stck. 0.08 Frühstüdiskäse..'iUB, 0.88 «?!__ gesu ncl« War» 10 Stck........ 0.00 Fiscfea Schellfisch Pti 0.22 Cäbdjau• t. ra 0.28 Plötzen Uhmit. RA 0L3 Heringe tmw,. Pti. OJUS Goldbars* k-Ra 0.20 Schellfisch»«-.RA O.LS Sedachs• k.. ra 0.28 sdetwursi....... RA 0.88 Zsrvelat u. Salami RA 0.80 ZervdatururstcPttu ra 2.30 Braunschw z�kI�k PH 2.00 Gelt. SchinJien... RA 2.00 Gelt. Pökelnacken Pti 8.80 Rauchfleisch»»"!» RA 2.80 Rollschinken..... RA 2.80 Schu/einebfaten-..RA 3.20 WilcS u. Geflügel Hasentof,—»»»».RA»" 0.SS Rehrüchen»<-«-•• Ra 0.80 Suppenhühner.«P/A 0.9S Tauben.........'..Seck 0.03 Odcrbr. Gänset�« RA 0.89 Gänse-StUckm/MKh» RA 0.83 Fasanen....... st v" 0.83 Spinat!■«■*■'.»..«'A d. 0.30 Kohlrabi....«»»« 0.03 Sellerie Sifcrt«..'A 0.98 Rote Beete......'AR" 0.33 Pflaumen««•»«»»"ao. 0.88 MirobeHhOeaaeviD* 0.93 Reineclaudenitß�e•.',D,0JfS Kirschen mm-St*,>,Dl 0.93 Ananas e Se*�«'s iv 0.20 Gern Früchte«...'AO" 0.88 Aprikosen k-tA»»'A v» 0.83 f�rsiche kxif....»a» 0.83 Apfelgelee ♦— IRA-Gt 0.88 Orangen-Merma, m s ra 0.98 Vierfrucht-ümtd, i RA 0.88 Ananas-Konf-*<*•• RA 0.63 Erdbeer-Konf. hm. RA 0.80 Pflaumenmus.... RA 0.88 Bralfier Ingo- ur 0.88 Btomardehov.. 0.88 Utoine u. Spirituosen t» 0.88 (* 0.80 u�O.OO 0.00 1*0.20 Apfdwein...... Johannisbeerw.. Jarragona...... Muskat...... Malaga......... Douro Porhuetnl 2.00 Dürkheimer«• Ji*. 0.90 Uttel SR»». JWowR i*. 0.00 StMartinerGoiA» I* 0.00 LUbfraumilch i* 0.80 Bechtheimer....... R- 0.90 Edesheimer-Forst••R- 0.00 Zeller»cko»»*«*««■...PL 0.83 Dürkheimer....... R 0.90 Haut Barbier«R 0.20 Chat GrandMedocPt 0.80 Beaujolais.......»R 2.80 Haut Sautemes...R 2�0 Weinbr. u*.r 8.60 Weinbr.-Vmctai« i täjn 8.00 Rurn-vmdm.mss't.Pi�n 8.80 Nordhäuser n*- 1 u�-n 8 80 Apfelsinen. jra 0.35 KARSTADT U-BAHNHOF HERMANNPLATZ• DER KARSTADT- BAHNHOF » Kroße Traorinß-FäbriK ttarkfafttfugea�o«« Treuiinge direkt»o Private Bcaie«titaafM. i nbdicti. rcUlefftgt LMtK (SeAioran�Hee inttülfiez ans Vals- r-mS j?!aJ«s !: 1 - 1 000 Ws1!: zntk i!«a capasUKwaam. ann ssswwpa!! ao* '«'cd' mitte! e bis e mv. e.50. 'V». «Svter 14�0.. .sieht wlso.. mittel»t.so. schwer 28.*-. i»Ser auAtitxm Heist», oan arbeitet, tu lant. ";»n CbtUainbtitstAnl. in tomfnjuütn- ßeibbaa» IM.»ins Stenn*. nässend aniiBtelsmauVlc; ontrotis:) Me' Sanlitür ift stiffatl esfaUtem Matfigit,, EÄ�S WM »belle. Oes.(»ssbflm km» Wiese v. uuDaiusmuso V. PIUMV Str. 1» S, Knmufsser Dann 2 hsdutesantet jpeiiOldmltß- Üibbans Ceituc.-- ZU.T.I2.U.i8.FeI>r.l»)0| KUt« grefl« Iffolkswohl» WLotterleS «Mi Oowmao a. XFrinUmJm Gmzmmiwrto*m» KM 430000 OLl 50000 75000 SJÖOCOO MtTmSOOOO ».«40000 1»7m20000 l«i»»lRMD»yn»»«s»38M ÄirieE�EIi Verkäufe Demennelse «snfttaK« 1 LsmbstüVa •sclttb eiuSae .fttake IM__ Kenia actione ne ZaAtttanüüa» Sm- tialitüt blau,»aeiteibia, auf Seide <ü.— emstinaenÄÜnt. BnuckianZitpc {aiHtnmAnUI tÖnlttnt«. alle» ,a Snatt ■'«itatSuft t Qni. SentMincmn, entsuaerrM i.t-V'üe,«*- ■tbcra«. t-isaen* ttasWbnjT.a SSSy-SEad.«icke». i weifen. Ifaflett,»aia.Oteet. tofi,{»«olett AS,— z jä hu i >.«ein, aller Arl SeillaA. tHUnnievraß».». dixlhet StraÄeX Snatt- __________ in neuer eibbau, älafejtl halft 208-204 f£tl» NaLn. 8tte. Syintbacbtnaie- SiarbuSttn. Safaa, Aubebettn» ___. ftieinntnbel, ErsaMunastsbbel Art. Sanoiäbruie Snrantt». Sief». cuna auch rech au*»5iU ft»l Sau« Äff Alt 24 Kita',. Jtfbet Mufet et. bött«in usertuntlcs v-schenk.* «ib-l-Scht». alle« 4S— 4» eurnl"-. b�at öeMellot-terotiuL uz Kl BZ! ,: ij-- Mröküäi■■"•ri KUeniat« autle»u4U aea____ aSabaaani, llafftm A_____ SntifMtntmet. Bt lt Slaeoitr.n«, ! e«ttlin it., Saftanten. teile! bis Onbt Sanuat clt�t. StblaUImnut. ftitlch, 414», etd- «usfübrun�.«ut etet. iettcnjünajet, , 4 echt. 3 Mu box 4aa.—. innen»nlietl,«tat See fit» An« 375.-, Sluftbaum.Büfetl. StciUa SiUbtbeiltn, Sllchetlchtänk» SS.—. Nekiefchtstck, ffi--,»U SpU�eFw.-. Das nerrdamt ar Hattet nitntanb. Sicht, weiß. 1S5.-. UIU- uim. .Ät5atai»SÄ.*«l "' I. 475.-. ms~. ISO bttii«75,-. Sidt nolie« mit ftriftettailnlte. .....- tatit T85y-.«r. Stbfelk. scuraitt sSSaattä�AteiSiifch«' TS,—, Schreib, feffel. echtetKbetfcM. 28»-, Stur. aarbetaben 29J0. Pllifchföfas 96.—. «ubf betten. I» Material. 34.—. 45.—. .u»»t«btifche HS.-. R»brMbI« 5« unlifch« Bettftellen 4»�-. SO.— jt®ew_nut luraa_ Seit____' «ebleld.« Jahre«abfttafte 31 Sau». Rümmer achten. Scttmeimmet. atoft« Bibllnib«! mit lautaftfch Ruft kaum. finlnmat mit enalifditn Aftacn. tunbn Seberfeftel, 475.-, Vcbetfwble. Uayebet nut furze Eett�. -■Äiir-.irMtBU®'»?'-Meev-n--««7- W.— ftleibetfAränle 48.—. Che �Äb.. XQ.Jfe.m.t�n. aimaftÄ«Ä im unkelblau» Stni a»M! «etne «mite! rtUtbeJ. Federbetten. Intel. Grabe .Irankkaterftraße»4 fSttausberaetnlak). «f». M« «ebfelb. nurnrnet mit rundet__ tifch. Steden e. echte 575.-.«85,-., «ebfelb.» Sab« BabStabe 54. l achten. Anrichte? »it. Lei, I.iiliui, ss ii�fücdit. Wilsche us». 10 Monatsroteu. a»'»ttl PUk.t. kwitiick. VOTbui.M.11«.»4»nnch G. DlslMatls i Co. JBfi.i'Ä'.U. SSclKi-i. i alle Seiten, fabelhaft ' Lefüaus' Äleritfnia,- ! Hanali et-Sarbernne. i> aBEEEHÄl�L jääSSJPftÄWS« ict.:.jrp;:D.~K.....«'kg I�ind*0x n, leine 58»Ü7 Derkaut n»n teil» auf Selbe. 1, dfilbCZa ed» Staut neu» Äc" 50.—. SelMtitntel Snottnelse 85,—. Sebnelu 10a—. eembatbagtel__* ?!»#' flanafiewn" toenkl eetta«fne. •:a» tyif®e'be. und neu* Joieeraiutli;;. -wHiitRansas»,«beitietMtae,(TtaA. -t'Jat, lüftet,«alttnta.»auabanjtllat, t'.ba ffigut nässend. Ketten- und Scmennehe. enntrn aflia.«ein» e»s». �etoat». �SeMrua ist!ebt!»ftta»e 3 �.onftiae___ ;elfa Eeiljabinna auf' n taten. Maaitsretc: la eebn Vcaeent. auch auf «rein» auch rhu» iin«tf>. ite bit tmti Jahre JEbfi s«t'J' Sin«. Ka itia-lchäft: 4i»äU*." Schloß. ftraft» 107: 3. Geschält: ZteukiAn. See. mannnlak 7: S. Geschält: Velle.Auiance. Sit ab« OS Untetatundbadn: 4 Sneeial. Abtmlun«: lenkälln. iverutannnlaa 4: Äpllbult« Sttale JS. ■MMHäBKaua»MM S. G'rfchäft______ aeaenäbet Glttelanaet «ototna ftanfo »äW.temeilina,«aftsnienallee 58 NuKbaum-BitfetlO.«teb-naen. Schreib. fisch». Solaumbaue Zilefenauamabl L nennt»II»'MW tnsen. ____ PH Riese«____ Aablungsetreichtttuttg Baitntwaitafita.Stimlfllma*,""fc*. iaSbetttn. älafleatntaitaS'n. Cbaiftlan. Kältet, StacaatbetftcaM acht» awA »bn.«ein Laden. Oha*«nuablunn. Gpeiluimut«. Aolftetwaten. tuet» WWW WM Schlaft Serreneimmer__ waten,«ineeintöbti ufm. biDioen Steifen mit lanaftift Sateneablunatn librnfteafte 85. gCu"'" Gbausseeftiabe. Aucha «ine h:. Gr.. ftuna» nee, Ecke ttakn SU diele iilliae» Bteif» ans. Zvekleeiuimer 500.—, 800,—, 730,—, 875,—, 000 y— Schlaf, immer Md,- 725/—, 835.—. ObS/—. 1050.—. Ketten. Anavetlanf w«ten Rzumuna, auch aus .'Iimuer 500/—, 885/—. 700,—. 040�—, StÄit, wegen Abrift desSausts.bedeufend 1080�-.«llrt Kai«, lind«motten. Mo- bttebaefefete Preise. Möbel.£rmni»it» ritz Kirschotpij. Äflioften, SlaUler.. SröSadiaser CLlae 72a I,«icbariatraSa 2 S. MüiieratraO# 136 HO. 01396 FraoUUIar Str. TO RV. Periafearsar SliaSa 47 Ol ßroSe frankforief Str. 142 SO, OrasdaBer Straße ß SO. Rdpaolcker Strafe 62 SV. BlßdierstraOe ß CbarlottanbarB. WlBeradorfar Straße 69 Ar.» 4?. Jahrgang 131*�0 Freitag, Z-t. Zanuar ilsso Betriebsrätewahlen 1930. An die Arbeiter und Angesiettten Berlins! Dre unterzeichneten freiaewerkschaftlichen Spitzenorgoirs tionen richten hierdurch an all« trelgewerkjchaftlichen Arbeiter und Ange- st«llten Berlins die Aufforderung, die Vstriebsrätewahien 1930 vorzubereiten und spätestens bis zum IS. April dieses Jahres durchzuführen. Die kommenden Wahlen stehen unter einem beson- deren Zeichen: 10 Zohre Letriebsrätegeseh! 10 Jahre b«steht setzt die gesetzliche demokratische Betriebsverfassung. Für die Mitglieder der Betriebsoertretungcn bedeuteten diese Jahre einen u n e n t w e g t« n K a m p f. Cs hat lange gedauert, bis die Unternehmer lernten, sich mit der Vertretung ihrer Belegschaft aus- einanderzusetzen. Noch heut« müssen d'e Betriebsräte sich immer wieder gegen Uebergriffe ihrer Gsschäftsleitungen wehren. Der kommende Wahlkampf muß dazu beitrogen, die Stellung der Bctriebsvertretungen weiter zu festigen, ihren Einfluß zu ver- mehren. Betriebsräte und Gewerkschaften sind eine Einheit! Die Betriebsräte sind Funktionäre ihrer Verbände. Deren gewerkschaftliche Kraft und Geschlosienheit gibt ihnen erst Widerstandskraft gegen Unternehmer- und Partei'ntcrefsen. Besonders in diesem Jahre wird von der Kommunistischen Par- tei oersucht, die Betriebsräiewahlen für ihre politischen Zwecke auszunutzen. Gegen die freigewertschaktlichen Liften läßt die APD. zusammen mit den Unorganisierten. Gelben und anderen gewerkschoftsfeindlichen Gruppen sogenannte Oppositions- listen anfstellen. Selbst ihre bisherigen.roten" Betriebsräte wer- den als.traditionell" abgelehnt. Nicht die Erfahrung, pralt:sche Schulung und die wirkliche Eignung zum Betriebsratsamt, sondern der.revolutionäre große Mund" soll für die Aufstellung der Kandi- baten entscheidend sein. Ter Zusammenhang zwischen Betriebsräten und Gewerkschaften soll zerstört, die Betriebsrate der wirtschaftlichen Ucbermacht der Unternehmer ausgeliefert werden. Die freien Gewerkschaften fordern alle Kollegen auf, in Betriebs- Versammlungen nur sreigewerkschastliche Vorschlagslisten aufzustellen. Angehörige freigewerkschaftücher Verbände, die auf anderen als freigewerkschaftlichen Listen kandioieren, stellen sich dainit außerhalb der Organisation! Di« bisherigen Betriebsräte müssen alsbald, spätestens vier Wochen vor Ablauf ihrer Wahlperiode Wahlvorstände wählen. Die Wahlvorstandsmitglieder können Wahlmaterial und Jnformatio- nen zur Durchführung der Wahl von ihren Ortsocrwaltungen ein- holen. Kolleginnen und Kollegen! Denkt daran, daß nur derfrei- gewerkschaftliche Betriebsrat— durch die Organisation, die ihn stützt und sichert— eure Rechte gegen den Unternehmer wirksam wahrnehmen und vertreten kann. Wählt nur freige- werkschaftliche Listen! Allgemeiner Deutscher Gewerkschastsbond. Ortsausschuß Berlin. Bredow. Allgemeiner freier Angestellteobund. Ortskartell Berlin. Flatau. Petersdorf. Zum ,/revoluiionären" Bezirkskongreß. Was hinter der Mache fleckt. Die.Note Fahne" berichtete vor einigen Tagen über Verfamm- kungea beim Transforwatorenwerk der AEG. t n Oberfchöneweid«, in denen die Wahl von Delegierten zu dem neuen Kongreß vorgenmnmen wurde. Es ist nun interesiant, zu wissen, wie viele Arbeiter sich an diesen Versammlungen beteiligt haben und wer in Wirklichkeit hinter den Delegierten des Kongresses steht. In den ersten drei Versammlungen waren je 22, 15 und 17 Mann anwesend, die j e zwei Delegierte für den Kongreß gewählt haben. U-ber die vierte Versammlung berichtet das Blatt aus guten Gründen allerdings nichts. Diese Versammlung war wirklich interessant, denn sie war nicht nur von 17, sondern von 80 Mann besucht, die jedoch zu vier Fünftel SPD.-Genossen waren. Der romnrunistisch« Referent F i r l glaubt« auch in dieser Der- sammklMg, in der üblichen Weise auf die„Sozialfaschiften" schimpfen zu können. Ihm wurde jedoch nach seinen«rsten Schimpsworten klargemacht, daß unsere Genossen nicht gewillt sind, diese Schimpferei über sich ergehen zu lassen. F i r l Hot dann auch recht bald ein- gesehen, baß es keine» Zweck Hot, st 6) länger dem Widerspruch der Versammlung auszusetzen. Als unser« Genossen dos Wort verlangten, wurde es ihnen ver- weigert. Die beantragte Abstimmung ergab jedoch«ine groß« Mehrheit für unsere Genossen, die dann den kommunistischen Maulhelden In der Debatte gehörig heimleuchteten. Es sollte dann d'e Wahl der Delegierten zum KPD- Kongreß steigen. Da aber nur unsere Genossen vorgeschlagen wurden und dieselben selbstverständlich ablehnten, war ein« solche Wahl nicht möglich. Es wurde dann noch von einem unserer Genossen aus dem Betriebe den Arbeiterzersplitterern sehr deutlich die Meinung gesagt. Unsere Genossen haben es satt, die van den Schiedsspruch für die Wurstfabriken. Dis Ende April soll a les beim alten bleiben! Der Lohnkonflikt in den Berliner Wurstfabriken stand gestern vor dem Schlichtungsausschuß zur Beratung. Die Wurstfabrikanten gaben auch hier ihren Standpunkt, den sie in den freien Verhandlungen venreten hatten, nicht auf. Der Forderung der Arbei erschaft ihrer Betriebe auf Erhöhung der Fleischorgcscllcnlöhnc um 15 ps. pro Stunde und der Aufbesserung der übrigen Löhne im gleichen prozentualen Verhältnis, stellten die Unternehmer das Verlangen gegenüber,»och zwei neue niedriger bezahlte Gesellengruppen ein- zuführen, also die längst nicht mehr ausreichenden Löhne noch weiter zu verringern. Da diese unerhörte Forderung der Unter- nehmcr von den Organisationsvertretern zurückgewiesen wurde, mußten die Doroerhandlungcn ergebnislos abgebrochen werden. Nach mehrstündigen Beratungen der Schlichtungskammer fällte diese schließlich einen Schiedsspruch, wonach das zum 31. Januar gekündigte Lohnabkommen unverändert bis zum 30. April weiterlaufen soll. Die freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen aus den Berliner Wurstfabriken werden am Dienstag um lOK Uhr in den Residenzfestsälen zu dein Schicds- spruch Stellung nehmen. Es ist nicht damit zu rechnen, daß sich btcn vom Stapel gelassen. Sechzig Lahre a!i. So gewiß es kein Berdienst ist, sechs Jahrzehnte lang gelebt zu haben, so will es immerhin etwas bedeuten, wenn vier von diesen sechs Jahrzehnten im Dien st e der Arbeiterbewe- g u n g standen wie es bei Paul L i e r e der Fall ist. Er hat riete der recht kurzlebigen Generationen der F r i s« u r g e h i l f e n überdauert und in Berlin für sie gearbeitet. In der Gehilfen- organisation eines isolieitcn Kleingewerbes, das sich nur sehr langsam von seincr zünstlerijch-reattionärcn Tradition losgelöst hat, gab es zwar sehr viel Arbeit, ober wenig ziffernprunkende Erfolge. Die Berhältnisse im Friseurgewerbe waren, zumal in Berlin, vor vier und drei Jahrzehnten noch unter aller Kritik. Im März 1893 brachte der„Vorwärts" einig« Ergebnisse aus den Unter. suchungcn der Schlafstellen der Berliner Friseurgehilfcn, die eine Kommission der Gehilfen unter Führung von L i e r e vor- genommen hatte. Zu einem Streik im Friseurgewerb« kam es in Berlin erst im Jahre 1901. der durch das Kampfmittel der„fliegenden" Rasierstuben großes Aufsehen erregte. Leiter des Streiks war Paul Liers. Es war«in weiter, mühevoller Weg von der Sonntags- arbeit bis abends 8 Uhr zur vollständigen Sonntagsruhe im Friseurgewerbe, von der„Arbeitobereitschaft" an Wochentagen von 6 Uhr früh bis 10 Uhr abends, Sonnabends bis Mitternacht, bis zur tariflichen Regelung der Arbeitsbedingungen und der Abschaffung des Kost- und Logiszwanges. L i s r e stand am Ansang dieses Weges und hat in all den Kämpfen seinen Mann gestanden. Seit 1904 ist er Angestellter des Verbandes, ein Posten, auf dem auch heute noch kein« Seide zu spinnen ist. Wir wünschen dem Senior der Friseurgehllfenorganisation, daß er noch recht lange im Dienst« seines Verbandes wcitcrwirken kann. Nie poliere gegen„die Wirischast". Der Wohnungsbau wird sabotiert. Der Bezirksverein Groß-Verlin des Polier-, Werk- und Schacht- meisterbundcs hielt am Mittwoch in den Sophiensälen seine Jahres- generalo-rsammlung ab. Der Geschäftsführer, Genosse Fäsler. gab in feinem Geschäftsbericht für das Jahr 1929 zunächst einen kurzen Rückblick auf die wichtigsten politischen, gewerkschaftlichen und sozialpolitischen Geschehnisse des Vorjahres und unterzog dann, die augenblickliche wirsschafrliche Situation einer eingehenden Betrach- tung. Er wandte sich lchars gegen die übertriebene Flaumacherei der sogenannten Wirlschoslssührer, die anscheinend darauf abzielt. die augenblickliche Schwäche der Wirtschaft dazu zu benutzen, be- Peg. lodtlioTBjdwh für Herren, der Prebfchloger unseres Hauses Vera 31. Januar£ � s bis 8. Februar CXTrO Dlllig Preise für Tanzschuh Lockspangenschuh gefällige» Modell, unser Schlager«•••••• Lackspangenschuh mit schwarz Wildl.-Komb., L XV- oder Trorteur-Absatz La ck-oderschwarz Wildleder-Pumps, L XV- od er Trotteur-Absatz...- lackhalbschuh f. Herren, 1 �90 Original-öoodyear-Welt. I*+ Masken-Schuhe aus Satin in verschiedenen J Farben.,,.. nur Am Uwera-Strumpfe euch in bunt fQr Maskeraden in grofier Auswehf &CIE.AO» BURG ß.MGDBG. 130 eigene Verkaufsstellen, davon 22 in Groß-Berlin und Potsdam stimmte Forderungen der Unternehm«», namentlich aber Dxrsthl«U>b?iirI« Neukölln und Urban im Jugendheim Neu- ktilln. Böhmische Str. 1—4. 30Jan.i930,abds. 750 Owoikanlo&S heiser. O halb bedeckt 9w>lldg,«bededa*RegetV56raii|w)n sHstal(7 6ewtttet©Win(istille In den vergangenen Tagen ist kalt« Luft aus dem Polargebiet nach Rußland geströmt. Sie hat sich dann sowohl nach Süden wie nach Westen ausgedehnt und am Donnerstag Norwegen und Ost- preußen erreicht. In Ostpreußen lagen die Temperaturen am Abend zwischen 3 und 6 Grad Kälte, während sie sich 24 Stunden vorher . noch zwischen 2 und 3 Grad Wärme bewegt hatten. Die kalte Luft � breitet sich nicht übermäßig schnell aus. Wir müssen jedoch damit rechnen, daß sie uns im Laufe des Freitags erreichen wird. Ob sie auf längere Zeit das Wetter in unserem Bezirk beeinflussen wird, läßt sich noch nicht mit Sicherheit erkennen. * wetterausflchlen für Berlin und welkere Umgebung. Ziemlich trübe und neblig bei sinkenden Temperaturen und nordostlichen Winden. Allgemeine wekleraussichten für Deulsthland. Im Osten Sinken der Temperaturen bis unter dem Gefrierpunkt und stellenweise Aufheiterung, sonst trübe, Temperatur meist über dem Gefrierpunkt und vereinzelt Fchwacher Niederschlag. — Helmhathplah! Heim Daiuiger Str.«2:»Na RetSsverlallung'.— Hmsa»»» Heim€d)twnbfraftt. 7:„Die russische Revolutipn von l90S".— Nord» t: Heim Taiwigca Str. 62:.9. eichebau nee mrf» Arbeiteejugend".— ___ asplah: Seim Beommnstr. 1: Mitgliedernersammlung.— Baltenplah- Leim Tilstter Str. 4—5:„Tagespolitik".— frankfurter Biertel: Seim franl. furler Alle« 29-7: funktionärsthung.— Stralauer Birrtrl- s«im Goßlrrftr. 61: „Tagesvalitik".— Schäneberg I: Seim Sauptstr. 15:.Tagespolitik".— Ehar- lottrnbnrg-SLd: He!» auf dem Sportplag Eorthrftraße:„Geschichte der Ar- beitcrbcwegung".— Neukölln VI: Helm Treptower Str. 9S: 10»Minut»n» N-feratc.— Neukölln Vll: Schule Kaiser-friedrich-Straße:„{fragen,»um Sozia- lismus".— Banmschnleuseg: Heim Ernststr. 16:»Ein Etreifzug durch die Arbeiterbewegung der einzelnen Länder".— Zobannluthal! Nathans:{funk- tionärpersammlung.— Rirderschöneweid«: Eckiule Berliner Str. N: Mitglieder- Versammlung.— sfriedricksseld«: Heim in Karlshorst, Spmnastum.'Treslow- allce: Zeitungsabend.— Kaulsdorf: Schul« Adolfstr. 2S: Mitgllrdrrverfamm. lung. Neu-Lichtenbrrg! Heim Lanfsstraße: Kartcnlesen.— Brih I und ll: Die Bildungsobleute treffen üch im„Hufeisen" um 19 Ilbr.— Lichtenberg-Nord: Heim Dunttrstr. 44:„lfricdrich Sbert".--- Lalleschr» Tor: Heim Borckstr. 11. Seimleiterzimmer: 20 Uhr{fuuktionSrsikung. Erscheinen aller{funktionäre ist Pflicht. Werbebezirk Brdding: Arbeitsgemeinschaft Rudert findet im Krim Orth- straße statt. Werbe bezirk Rcnkölln: Ausgabe der{filmkarten uon IS- IS Uhr im Partei- bllro,{fuldastrnße. Alle Gruppen müssen erscheinen. Tambauriorp, Brenzlaner Berg: Morgen«mßervchenMche Mitg liebe roer. sammlung im SeiM Tanzigrr Str. 62. Erscheinen mit?nstrumcnten notwendig. Werbe bezirk Teltowlanal: Zllorgen. 29 Uhr. Grllndungsversammlung der Abt. Marienselde-Lichtenrad« im Seim Lichtenrade. U. Schule, Noonstraße. Senassen aus benachbarten Gruppen stnd eingeladen. Wcrdebezirk Pankow: Sanntag. 16 Uhr. W..R„Delegiertenionferenz: 18 Uhr W.-B..Mitgl!cderversammIung im Ke�m Görschstr. 14.„Aufgaben der vrole- tarischen Jugend." Refcrcntin Gcnasssn Tora{fabian. Oer neue»König von Portugal�. Portugal ist zwir schon sehr lange seiner Staatssvrm nach Re- publik, aber jn Berlin in der B u r g st r a ß e gibt es noch immer einen„König von Portugal'. Diesen Namen trägt die würdig« Herberge schon seit dem 18. Jahrhundert, damals kam eine portugie- fische Gesandtschaft zum König von Preußen und wurde dort ein- logiert. Seit ihrer Begründung im Jahre 1699 war dieje Logilr- statte oft der Schauplatz historischer Ereignisse. Ein Stück gutes echtes Berlin atmet noch in den Wänden dieses alten, ja ältesten Berliner Hotels. Fritz Reuter erzählt in seiner„Reise nach Bllli- gen' von dem vornehmen Portier dieses Hotels, dessen Livree den Bauern solche Achtung einflößte. Lessings„Minna von Barnhelm' spielt im„König von Portugal', den der Dichter bloß für das Si ck in einen König von Spanien verwandelt hat..Hauffs Novelle„Die Sängerin' ist hier entstanden und sowohl die Sängerin wie auch der arme Student sollen im König von Portugal gewohnt haben, aller- dings wird sowohl ihr„fürnehmes' Zimmer wie auch je ne Dach- kammer damals«in anderes Aussehen gehabt haben. Nach voll- endeter Renovation ist jetzt in jedem Zimmer fließendes Wasser. Davon wird wohl die verwöhnte Primaballerina des Alten Fritz, die Barberina, die auch dort an den Ufern der Spree in nächster Nähe des Schlosses gewohnt hat. genau so wenig geträumt haben wie von .dem Fahrstuhl und der Zentralheizung. Durch die. baulichen Ver- änderungen und Erweiterungen, die in den Händen der Architekten �Imberg und Friedmann gelegen haben, ist es gelungen,«in modernes Hotel zu schassen, dem der historisch- Charakter jedoch erhalten bleibt. Weiße Wochen bei Ties,. Weiße Ereignisse werfen ihre hellen Schatten voraus. Schon seit Tagen werden in den Kaufhäusern von Tietz die Vorbereitungen zur Weißen Woche getrhsfen. Hier sieht man. wie überdimensionale Buchstaben in weiß an der äußeren Hausfassade hochgezogen werden, dort stecken flinke Dekorateure Tausende und aber Taufende weiße Tüchlein zu verschiedenen Figitren und die Verkäuferinnen ordnen die weiße Herrlichkeit ihrer Tische aufs best«. Im Hauptgeschäft Leipziger Straße hat sich der Li cht hos zu einem wahren Märchenhain in weiß ver- wandelt. Zu einem 42 Meter langen, 22 Meter breiten schneeigen Wolkenhimmel schweben sübrigglänzende Paradiesvögel empor, �ßattwerk und Äugeln in Silber vervollständigen die hübsche Szenerie und zehn große Kandelaber, weiß verkleidet, mit je einer Glühbirne in 10 000.Wattstärke tauchen das ganze in ein glänz- volles Lichti Unten ouf den Verkaufstischen breitet sich dann das große Worenlager der. weißcn Sachen aus: Tisch-, Bett- und.Leib- wasch«. Spitzen. Binsen. Kleider, alles mit Ausnahmepreisen ver- sehen. In einer Ecke hat witzige Dekorateurkunst einen Miniatur- zoo in weiß geschaffen: Löwen. Tiger und Affen in spitzenumrieseltm Dessous. Ueberall, im ganzen Hause, wo weiße Ware zum Der- kauf gelangt, ist dieser Termin ein Wettbewerb der Dekorateure und Verkäufer. Weiße Wackle bei Wrrtbeim. Kein Betkank ffliefc mit rtnrt«Meten Sota- seit notbetr'ktt als die„Weiße Wackie". Etil Wachen Hessen umsangteiche lisCn und Kallis mit Wäsche und Wäsch-swss-n ein. die.beute aus Tischen nnd n Regalen aufgestapelt stnd. Mit Recht nennt Bertbeün dt«„Weiße Wache seinen größten Solitcapcrkauf des Salitts. der stets mit bernartagrndrn Stkaro- tianen aerfmnben ist, van denen diesmal die Dekaration im„Reuen Lichtbad am Leipziger Plag besonders auffällt. Der Ruf der großen Preisnnirdigkeit. den die„We ße Woche" bei Dsrtbeim feit ieber bat. dürft« deute durch nach billigere Preise bestätigt und sogar nach üdertraffen werden., Im{Rahmen der.Grünen und Weißen Wache" bringt da« bekannte. Moden. und Eportba-is S. Adam, Leipziger Ecke ifriedrlchftraß«, eine„Billige Woche mit äußerst günstigen Angeboten und gibt außerdem auf dies« Angebote und auf all« fertigen Waren noch»int. Ermäßigung von' 16 Praz. Sic Tenisch« Srammopdou-A.-G. bringt die ausgezeichneten.Grammophon"- Kurzapern ibisber erschienen:„Zar und Zimmermann",„Der Barbiet von Sevilla",„Die lustigen Weibe«". Sänsel und Gretel".„Der Troubadour", „kahengrin".„Ter{frclschüß".„Wilhelm Tell") oder die fabelhafte Kurzopere'te „Die{fiebermaus" zum Vorspiel. In knapp E'unden rollt das ganz« Werk mit elementarer Wucht der Geschehnisse ab. Die Auswahl der vorgeschlagenen .Erammaobau-Ausnabmen wird einem um so leichter fallen, als iede. oifizielle Verkaufsstelle der Deutschen Srammavbon. Aktiengesellschaft—„Sie Stimme seines Kerrn"— die Platten gern unveröindlich vorspielt. Eine seltene Gelegenheit, die sobald nicht w edcr gebo'en werden kann, ssnd die heute, ifreitag, beginnenden„8 billigen Wasche tage" der Landeehuter Leinen. und Gebildwcberej{f. B. Srünseld, Berlin, Leipziger Str. 20—22 und Kur- sürstendamm 227. Zu außcrordenilich billigen Preisen und solang« die Bor. röte reichen, erkalten Sie d e guten Erünseld-Waren, w. z. B. Ausstattungs- wüsche. Bc'twäsch«. Tischwäsche. Kauewäsche, Meterware, Damen.. Serten. und Kinderwäsche, Damenlieidung, Baschstossi usw. Wir verweisen aus die heutige Anzeige. Ein« Ssrderneranstsltnng! Am 1.{fcltrat beginnt bei Baer Sohn. Ehausseeste. 29— 30. ein Sonderverkaus allergrößten S'iles. Zum Zwecke der Einleitung zu demselben findet am 81. Januar ein Barverkauf statt. Di« ifirwa Barr Sohn weist darauf hin, haß sie zu dieser Sand-roeranstaitung dir Erzeugnisse ihrer Älcidcrwcrke. Gumlnimäntc'sabrik und d e in der Seim- arbeit versertint-n, zum Teil schon für das komm'ude{frühiahr bestimmten Sachen, auch solch« neuester Mode, zur Verfügung gestellt hat. Ulster. Paleto's. Svartpelzc, Gehvelz«, Tam.'ppelze, Dam'u.mäntel, Lodenmäntel für Damen und Serren, Eumm Mäntel. Ledermäntel, Winteriapren, iöla ichrsteranzllg«, blaue und farbige Sakkoan-Üge,{frackanzüge für Kellner, Smakinganzüge. Eutawap» und West'N, Phantasscfavp'n, Velziovpen. Ehausseurpelze. Ngchtpclzc, Knaben. iavvcn, Knabenulsier. Knabenmanä-esteranzüg». Kna''ensvarmnzüge. Skianzüge, Ladenpelerinen. fabermäiifcl für Knaben, weiß« Waren, wie Wasche. Tisch» tllcher. Wasck'anzllgiv Ctaisreste und viele andere Sacken bilden dir Waren- nattungen, die in der SanderperarNaltung zum größten Teil« eine ganz be- landete, zur Anregung der Kauflust geeignete Berücksichtigung ersabr:n haben. Es verlohnt sich wirklich, die' Gelegenheit zum günstigen Einkauf' wahrzu- nehmen...... Sfl Wir verwenden für unsere �öo.N-a�V' CIGA R E T X Iii iV die edelsten Tabake der Welt, die mindestens felL 3 Jahre alt sind. Nur deshalb besitzen unsere Cigarettcn alle hervorstedienden vi' _ Eigenschaften edler Produkte, besonders in hygienischer Beziehung. || MAKEDON CICARETTEN FABRIK G.M.B.H., MAINZ AM RHEIN Generalvertretung CARL SÜDEL, Berlin W 35, Potsdamer Strafe IIS, Telephon: BI, Kurfürst Freitag 31. Januar 1930 Unterhaltung unü ÄVissen Beilage des Vorwärts Dolkmar 3ro: Nolles Jjohal amAeqwalor Am Äafenwn, der Hauptstraße von Medan. flimmern jede Nacht drei Reihen großer, bunter Papierlaternen über der City-Bar, dem elegantesten und kostspieligsten Lokal Sumatras: Nacht für Nacht werden hier Unsummen im Kartenspiel und sür französischen Sekt, englische Schnäpse und Rheinwein umgesetzt, ununterbrochen rollen die Rikschas mit holländischen Tabak- Millionären. Japanmädchen, englischen Offizieren. Holzspekulanten, Mineningenieuren und Seeleuten an, monatelange Ersparnisse zer- rinnen hier in einigen Stunden— diese tolle Bar am Aequator ist mit keinem der europäischen Nachflokole zu oergleichen, denn fi« lockt ihr« rcruschjüchtlgen Opfer aus den Fiebersümpfen, Urwäldern und Bergwerken Sumatras, und die verrückte Stimmung dieser Spiel- und Saufhölle kann nur begreifen, wer einmal sechs Monate in einem elenden Bungalow oder auf den entlegenen Tabak- Pflanzungen gehaust hat. Nach einem der Feste des Sultans von Medon, die stets mit dem größten Pomp gefeiert werden, und zu denen sich alles drängt, was im Sultanat Medan Namen oder Geld besitzt, war die Bar schon vor Mitternacht überfüllt. Die Hawai-Band, echte Südsee- Musikanten in weißen Hosen, bunten Sarongs, um den Hals dicke, rote Korallenketten, bearbeitet« schweißtriefend ihre Tam-Tams, Banjos und Darmseiten, brüllte Hei-Hei-Hu-Hu, immer im Takt, den die braunen Burschen mit ihren Sitzgelegenheiten markieren, vor dem Eingang der Bar standen wie In jeder Nacht Haufen von Malaienmädchen, chinesischen Hausierern, Rikschaläufern und malaischen Kutschern, wurden von den gelben Kellnern mit Wasser- güssen und Schlägen vertrieben, standen gleich darauf wieder vor der Tür« und lauerten auf Verdienst. Nach Mitternacht fuhr Sir Bromlcy mit seiner Frau In einem großen, roten Alito vor. Schob sich fluchend durch das farbige Rudel und ließ sich den ersten Tisch neben der Musik frei machen. Das Paar war auf einer Vergnügungsreis« von London nach Japan unter- vxgs, hielt sich erst drei Tage in Medan auf und hatte durch aus- gezeichnete Empfehlungen Zutritt in den ersten englischen Kreis. Die junge, rotblonde, grünäugige Irin erregte schon beim Empfang des Sultans das größte Auflehen und war jetzt sofort Mittelpunkt des Intereffes der ganzen Bar. Ihr Gatte, ein schmalköpfiger, verlebter Fünfziger, lümmelte sich in einen Rohrstuhl, klemmte das Einglas in die linke Augen- höhle, musterte di« gaffenden Männer wie eine Horde zudringlicher Bettler, begann mit einer Serie Black und Wikhe. goß mächtig Gin nach, setzte mit Sekt fort und ließ seine jung« Frau mit den eng- tischen Offizieren tanzen. Sie war die einzige Weiß« in dem Lokal, das von den Damen her europäischen Kolonie Medan« streng gemieden wird, und tanzt« ununterbrochen. Jeder Boy sah, daß alle Männer verrücht nach ihr waren, nur Sir- Bromley schien nichts zu bemerken. Er kümmerte sich auch scheinbar nickt um den jungen, hellblonden Holländer, der schon zum dritten Male mit ihr tanzte und den schweißtriefenden Musikanten Geld zuwarf, damit sie noch schneller spielten— aber dann gellte plötzlich in den wildesten Lärm die heisere Stimme Bromleys: Lnfame Fttchheit!� '' Cr sprang auf, taumelte, rot vor Wut. die Augen vom Alkohol verschwommen, gegen das Paar, stieß mit der Faust derb gegen die Schulter seiner Frau, riß sie von ihrem Tänzer weg. drohte ihr mit der geballten Faust, schrie, als sich ihm einig« Offiziere ent- gegenstellten, daß der Holländer sie während des Tanzes auf die Stirn geküßt habe, und daß er sich jede Einmischung in seine An- gelegenhelten verbitte. Beleidigungen fielen, der junge Holländer wollte gegen ihn los, der holländische Menager der Bar trat da- zwischen, versuchte ihn zu beruhigen, aber das Geschrei wurde immer ärger, alles nahm Stellung gegen den vollkommen betrunkenen und vor Wut sinnlosen Engländer, der jetzt auf einen Sessel sprang und über die Köpfe brüllte: .All riebt! Diese Frau gehört der ganzen Bar! Wer mehr zahlt, hat fiel SO 000 Gulden zum ersten!" Man nahm dies« Roheit nicht ernst, hielt den Mann sür voll- trunken, alles sah nach der Irin: Sie war bei der ungeheuerlichen Beleidigung wie unter einem Peitschenhieb zusammengezuckt, totenblaß geworden, faßte sich aber sofort und trat in den Halbkreis ihrer Beschützer zurück. „Einverstanden!" Ihre Hände zitterten vor Haß. jeder der Männer merkte, daß die Frau jetzt Abrechnung mit dem Betrunkenen hielt. Di« ganze Bar war plötzlich still. Ein unförmig dicker Holländer, der trotz dem Lärm sein groß« Languste mit einer Kraft bearbeitet hatte, daß es wie von gebrochenen Knochen knockte, stand schwerfällig auf, trat langsam näher, hob di« Rechte, griff mit der Linken in seine bauchig« Briestasche, zog«in Scheckbuch heraus, schmierte Ziffern. warf den Scheck auf den Tisch Bromleys, ohne eine Miene zu ver- ziehen. „SO 000 zum zweiten— zum—* Der lunge Holländer schrie„60 000!", warf zehn Tausendgulden- noten vor den Engländer— man oersteigert Im malaflchen Archipel nach dem sogenannten amerikanischen System, die Differenz zwischen dem letzten Ruf und dem nächst höheren Angebot muß sofort aus- bezahlt werden! Der Alte, dem der Schweiß über die schwammigen Backen lief. hob nur einen Finger. „80 000!" Er zahlte in Banknoten, warf einen kurzen Blick gegen di« Frau. Sie oersuchte ihr« maßlose Bewegung zu verbergen, bat um Feuer für ihre Zigarette, ließ dabei den jungen Holländer nicht aus den Augen. Er hatte in der kurzen Paus«, die dem letzten An- gebot folgte, nach einer Rikscha für einen der Boys gerufen unü ihn nach dem nahegelegenen Hotel de Boer geschickt. „80 000 zum zweiten!" „81 000!" Der Dicke grinste, Sir Bromley verzog den Mund. Die eng- l'schen Offiziere flüsterten miteinander, dann trat etn Captain zu Bromley. sprach halblaut zu ihm. Bromley mustert« ihn von der Seite, erklärte dann schreiend, daß er hier nicht der Engländer Sir Bromley sei. der auf seine Ration Rücksicht zu nehmen Hab«, sondern daß er in dieser Absmthspelunke tun könne, was er wolle!" Er schlug aus den Tisch.„81000 zum zweiten!" „90 000!" „91 000!" 100 000!" Der Alt« warf fein Geld jetzt vor Bromley auf das Parkett, als ob ihm der jung« Rivale, der nur mehr einig« Banknoten in d« Hand hielt, ganz gleichgültig sei. Es ging bis 160 000— das Lokal war wie im Fieber, denn der Junge, der sich für dieses Abenteuer ruiniene. bot schon Ring« und seine Uhr an, Bromley lehnte ab. „Rur Banknoten ober Schecks! 160 000 zum zweiten— zum—" Der Boy stürzte atemlos herein, reichte dem jungen Holländer eine kleine Kassette, der Blonde schrie, während er sie öffnete und ein Scheckheft herausholte: „180 000!" Er riß ein Bündel Blätter aus dem Buch, hielt sie triumphierend gegen den Alten, der jetzt eine ärgerliche Grnnasie schnitt, abwinkte, zu seinem Tisch zurückging und sofort wieder seine Languste bearbeitet«. „180 000 zum zweiten— zum— 180 000 zum— dritten!" Die Irin stand schon bei der Türe, sah nicht mit einem Blick nach Bromley zurück, stieg mit dem Blonden in eine Rickscha. Sie fuhren nach seinem Bungalow in der Hindostraat.— Bromlcy trank seelenruhig noch eine Halbe Kognak. Nach einer Stund« fuhr er den gleichen Weg, sah stch vorsichtig um, ob ihm kein Fahrzeug folge, hielt vor dem Bungalow des jungen Holländers, der ihn schon erwartete: Man zählte zu Dritt die Bonknoten, überprüfte genau den Scheck, es wurde bei der Teilung der Beute Tag, drei Stunden später kassierte Bromley den Scheck ein und verschwand mit seiner schönen Frau aus Medan.— Zwei Tage später folgte ihnen ein Steckbrief: Sir Bromley war ein vielfach abgestraster Hochstapler, sein« Freundin hatte in Cvlombo den wertvollen Schmuck einer Osfizierssrau gestohlen, in Singapor« mit falschen Karten ein Vermögen gewonnen, l&ie Spur der beiden verlor sich in Penang. Man verhaftete)etzt den jungen Holländer, einen stadtbekannten Spieler, mußte ihn aber wegen Mangel an Beweisen für sein Einverständnis mit dem Paar wieder freilassen. Er sitzt nach wi« vor in seiner Absinthecke in der City-Bar, die mit ihren drei Reihen bunter Papierlaternen Rocht für Nacht alles lockt, was auf Sumatra Geld im Spiel oder für Frauen zu ver- lieren hat! A5. ffleffe(llew york): Sin amerikanifcher HtHammuimirkus Zirkusmagnat John Ringling, Besitzer der verschmolzenen Zirkusse John Ringling und Bornum u. Bailey, kaufte kürzlich einen Ring von fünf weiteren Zirkussen an. Damit verfügt er über das größte Zirkusunternehmen, das jemals bestand. Nicht weniger als 240 Eisenbahnwaggons sind erforderlich, um das Mo- terial dieser vereinten Zirkusmasse zu befördern. Das Personal betrug bisher ISOO Personen und beläuft sich jetzt nach der Ver- schmelzung aus 4000. Wie auf vielen anderen Gebieten des öffentlichen Lebens. werden auch im amerikanischen Zirtuswesen die kleinen Geschäfte von den großen Unternehmen ausgesogen. Im wirtschastlichen Kampf« bleibt ihnen kein« ander« Wahl, als bei einem kapital- träftigen Unternehmen Anschluß zu suchen, oder den Betrieb ein- zustellen. Di« unabhängigen, kleinen Schausteller führen ein ärm- liches Dasein. John Ringling ist der letzt« von sieben berühmten Brüdern. Der Vater war Sattler im Staat« Lowa Di« Familie hatte zwar mit dem Schaustellerberufe nichts zu tun, doch zeigten John und zwei seiner Brüder schon früh ein« starke Neigung sür das Zirkus- leben. Neben dem Haus«, in dem sie wohnten, befand sich«in großes, unbebautes Grundstück, und hier pflegte di« Jugend besonders am Sonnabend nachmittag Zirkus zu spielen Zwar nahmen zuweilen auch andere Kinder aus der Nachbarschaft daran teil, doch bildeten die Ringlings die Hauptlräfte, die Stars Zuweilen wurden die Borstellungen in Scheunen, Zelten oder Sälen gegeben Ein alter, gichtbrüchiger Schimmel, der irgendeinem armen Teuset'.n der Nachbarschaft gehörte, war der Liebling der Knaben, und auf dem Rücken dieses„Fa>oorilen"-unternahmen sie ihre ersten Hebungen als Kunstreiter. Die fünf jüngeren Brüder beschäftigten sich viel mit Musik, und zogen als Konzerttruppe umher, als sie noch kein Dutzend Jahr« zählten. Sie arbeiteten hart. Jeder hatte seine besonderen Pflichten. All« spielten im Orchester und waren abwechselnd auf der Bühne beschäftigt. Nachdem sie so einige Jahre auf Hintechöfen gespielt, stellten die beiden Brüder Ringling eine regelrechte Truppe zusammen und gaben gemischte Unterhaltungen. Zwei Sommer zogen sie umher, während die Burschen ihr Talent als Artisten entwickelten. John wurde Sänger und Clown. Nun gründeten sie einen Zeltzirkus, dessen Programm so gut wie ganz von den Brüdern bestritten wurde. In der folgenden Spielzeit konnten sie ihr« Vor- stellung durch ein dressiertes Pferd und einen Bären vermehren. Eines Tages kehrten st« mit dem Zirkus in ihre Vaterstadl McGregor zurück. Das kleine Zelt wurde auf einem Grundstück hinter einem Laden ausgebaut. Von einem Nachbarn liehen sie eine Wäscheleine, um das Zeltlaken festzubinden. Einige ansässig« Musiker willigten ein, vor der Abendvorstel- lung vor dem Zelt einige Stücke zu spielen, und eine im Fiedeln berühmte Persönlichkeit des Ortes verstärkte das Orchester Einer der Brüder lieh von einem Farmer einen Pflug, den er in seiner Nummer auf dem Kinn balancierte— es war der Hauptakt der Borstellung. Zwei andere Brüder turnten am Barren. Don hier setzte der Zirkus Ringling über den Mississippi. Drei klein« flache Boote trugen das ganze Inventar, und die Brüder ruderten sie selbst über den Fluß. Das waren die bescheidenen Anfänge des später so beriihmtcn Zirkus. Als das Unternehmen sich später Wagen leisten konnte, kamen den Gebrüdern die Keimtnisj« gut zustatten, die sie sich in des Vaters Werkstatt angeeignet. Sie konnten ihre Sachen selbst repa- rieren. Einer der Brüder hatte eine geschickte Näherin Vheireitei, und sie besorgt« iu den harten Jahren des Kampfes ums Dasein die Näh- und Mckarbeiten. Mit der Zell vergrößerte sich der Zirkus Ringling und konnte den Wettbewerb mit anderen aufnehmen. Dann kauften die Brüder andere Zirkusse an. bis sie schließlich in der Lage waren, das Unter- nehmen Barraim u. Bailey an sich zu bringen. Damit rückten sie im Zirkuswesen an die erste Stelle. Ueber die Ziele des gegenwärtigen Zirkusringes find sich die Eingeweihten nicht im klaren. Die sechs Zirkusse unter einer Leitung können gegenseitigen kostspieligen Wettbewerb vermeiden und an ällgemeinen Uttköstew sparen. Warum aber John Ring- •ling in seinem Alter, mli.all.dem. Gelbe und den vielseitigen Ge- schästsinteressen di« Last, einer Reihe. vyn Zirkussen aus sich nimmt, ist Fachleuten«in Rätsel. John Ringling besitzt besonderes Geschick im Dirigieren von Zirkussen durch das Land. Seine Kennntis im Eisenbahnwesen setzt hohe Eisenbahnbeamte ins Hintertreffen. Seine geographischen Kenntnisse des Landes sind erstaunlich Es geht der Scherz, daß er bei Nacht nur sein« Hand aus dem Fenster des Schnellzuges zu stecken braucht, um an der Luft festzustellen, wo er sich befindet. Einer seiner Brüder hingegen war dafür bekannt, daß er nach dem Namen des Ortes fragte, wenn die Zelte schon ausgebaut waren. Mederholt kauft« oder baute Ringling sogar«ine Eisenbahn, um seinen großen Zirkus besser befördern zu können. Auch als Künfthändler ist er bekannt. Obgleich er sein« Kenntnisse durch Selbststudium erworben, hat er eine der feinsten, kostspieligsten und ausgeglichensten Sammlungen der ganzen Welt zustande gebracht. Jllexander r. Sartier'lUaloiii: Sttl CJ'IUSCjflf Nicht das Erwachen, wenn es zum erstenmal die Augen öffnet und alle Lichter und Schatten«inläßt in seinen kleinen Körper. Das brausende Leben aber vorbcirollt an ihm wie ein gefährlicher, aber fremder Strom. Denn jetzt kann es noch alles Dunkle von sich abwehren mit einem kleinen Ruck der strampelnden Beinchen, und nur das Licht baut Farbenrnosaike auf der zarten frischen Netzhaut seiner Augen. Später erst kommt dieses Erwachen über ihn und nicht auf ein- mal. Viele Tag«, Wochen, Jahre währt das Erwachen des Kindes zur Qual, zum Leben. In der ersten Zeit atmet alles um ihn Sorg« und Aufmerk- samkeit, was in ihn einströmt, ist Liebe. Sie kommt aus dem Atem, aus der Sonn«, dem kühlen Licht des Tages, der Dämmerung eines kaum gekannten Raumes, dem Samtdunkel der Nacht. Es will Liebs. Dies ist fem einziges, unbewußtes, aus den Urteilen seiner Lebendigkeit quellendes Wollen. Daher fließt ihm Lieb« zu von überall. Nicht auf die Menschen, auf Batcr, Mutter, Geschwister erstreckt sich sein Wunsch nach Liebe. Die Dinge selbst sind ihm lebendig, «in glänzender Metallknopf kann ihm mehr bedeuten als alle Mutter- liebe. Nicht flehen, erkämpfen, erringen will es Menschenliebe. Es ist ein Herrscher, auf dessen Wink taufende Blutenknospen sprin- gen, und auf einen kleinen gurgelnden Laut oder hellen Luftschrci seiner Kehle sprudeln Quellen aus dem Nichts und überrieseln es mit jenem Glück, das ihm später verloren geht, wenn es erwacht ist..Dieses Glück heißt: Atmen, leben fein. Einfach sein! Umtost und umdonnert von der tausendfältigen Wirklichkett. vom hungrigen Menschendwsein, das noch besiegt, aber schon beutegierig lauert, irgendwo, in der Nähe. Und das Erwachen? Cs beginnt so: Das Kind spiell bereits. Reden kann es noch nicht. Es lallt und strampell mtt den kleinen Füßen, es kriecht auf allen Vieren im Zimmer umher oder auf dem Gong. Es erkennt Dater schon, wenn er von der Arbeit heimkehrt, den Geruch des Maschinenöls, der von Vaters Händen kommt, den blauen Kittel, seine tiefe, rollende Stimme und den kühlen Kitzel seiner Schnurrbortenden an dem zarten Röschen. Davon weiß es schon. Und daß Mutters Röcke so lustig hin und her fliegen, daß er sie haschen möchte, immer wieder. Und da. eines Tage, bringt ihm Mutter etwas mit: Ein rotes rundes Etwas, das in der Luft oben schwimmt und hin und her gezcrrt werden kann an der langen dünnen Schnur, die um sein Händchen gewickelt ist. Das Kind kann noch nicht sprechen, aber es versteht schon viele Worte, die man zu ihm spricht.' — Bal— lo— on, Bal— lo�on. Und dann kommt jemand, ein fremdes Kind, oder«in Onkrl, oder die Nachbarin, und nehmen ihm das bunte Ding fort, um Spaß zu machen, um zu sehen, wie es mit den kleinen Händchen danach hascht. Und das Ding entgleitet den Fingern und schwebt aufwärts, an den grauen Häusern des Miethauses entlang, immer weiter, immer höher, es ist nur mehr ein kleiner roter Punkt— und dann verschwindet es ganz. Das Kind starrt ihm nach. Das Kind weint, denn es ist etwas verloren gegangen, uu- widerbringlich fort, etwas Greifbares, Gewesenes, Gehabtes, ein Stück Leben. Seht ihr: So beginnt das Erwachen. Die Riaaarasällc haben nach den Feststellungen des Geographen Penck etwa 16000 bis 16 500 Jahre gebraucht, um ihre gewottige Schlucht auszugraben. Früher berechnete man dies« Zeit auf mehr als 30 000 Jahre. Pencks Ergebnis stimmt gut überein mit den Untersuchungen über den Eisrückgansi in Schweden, der vor un- gesähr 14 000 Jahren eingesetzt-haben soll. Danach hat also die Eiszeit in der Allen und Neuen Well chr End« etwa gleichzeitig genommen. Die längste hölzerne Eiseubahnbrücke der Welt befindet sich in Utah an der Zentralpazifikbahn(Vereinigte Staaten). Sie führt über den großen Salzsee und hat eine Länge von 48 Kilometer. Durch oiese Brücke wird der Umweg um das Nordufer des Sees um 88 Kilometer abgekürzt. Die Gesamtauflage der Zeitungen in den Vereinigten Staaten beträgt täglich rund 40 Millionen Exemplare. I OCH fr bringen m diesen bchen arenallerÄrf welche zJ.eTgens jijr diesen Zweck aufgesfepeff zu enorm billigen Preisen zum Verkauf! TISCHWÄSCHE Tis dilü eher touw.i« u. HOfllo 110/150 ISO/lft» 130)180 275 190(23 em 2� 235 275 420 Servlellen ei. 8Z/5Z>n».................. 8tfick4SPt. Reinleinene Tischtücher gnt« HinEmachorqnilitit, Jicqnirdgeweb» e». 190/180 IflO'ieO 130125 IM«0 18012»»m SF 4'(i85 6,s 9» (In OrOrifn bis 160,'390 em tun Leger) Servlellen en. oo/S) em.................. StockSSri T ischtücher«>.190/190 190,160 e» mJCherqn>IiUt,BeschmackYoIIe C25 C!5 Blamonmaster................. Siek») ö ee. 190/225 1MI80 180/23 180/280 180:320 cm .u.9a 8� l�55- 14'- 175" Servietten u. so, 80 cm.................. 8taok95Pf. KunsiseldeneTiscIitücherp3,t,n(.rbie. ». B. freie«, gold, bleu, A 90«»■ 130/190 em. C90 •». 130(130 em...Stack Tt WÄSCHESTOFFE Hemdenfuch "■""S™. 28, 45, 55 Makofudi 44,68,85 «80 cm br, für feine Leibwische.. Meter Pf. Nessel""'SS: 28, 36 Pf. Pt Louisianafudi e>. 80 cm breit, fhr SC 7C KlesenbesQge, Mtr. JtJ f»•# Louisianafudi 65, 85pi115 «. 180 cm breit, fSr Deekbettbczflge, Mtr. Damast 42- i-s far Kissenbcz Sge.. Meter 7 V Pf. I I Damast- 44-49- 94s für Leck bettbe»age. Meter 114» Haustudi«c 4 2- 44- volle Lakeubreite, Mtr. I I Dowlas 425 460 49- voll« Lakenbreite... Meter III Kopjkissen-Inlefte es. 80 em breit, feder- 41- 4 6- 42- diebt............... Meter III Dimitir�" breit, farKiesenbezage, Mtr. 48,75,95pf Stack> HAUSWÄSCHE" Sfubenhandtücher 70 web«,c>.48 I00cm,absepasst,gee.u.geb,8tck./ OPt Stubenhandlücher nc c*. 48/100 cm, abgepasst, ges. tl gebftnd-, Stck. t/Oft KüchenJiandtücher weiss Gersteakcirngewebe, mit roter Kant«. geslamt und gebändelt............... Stück XiOPt Küchenhandtücher dSiSUwSS, grao weiss gestreift, ca. 46|I00cm abgepasm CQ gesiomt und gebändert............... ttück OOPt Küchenhandiücher mit farbiger Kant«, ca. 4ßi'100 cm. gesäumt nQ und gebändelt........................ Stück ÖOPt Militärhandtücher oc ca. 48(100 em, gesiomt ond gebindert, Stack ÖOPt Wischtücher welu farbig kariert. gesinmt und gebändert, PI Beinleinea, Ff. Halbleinen... Stück von ZOan btück von OOaa Wischtücher ca. 58(58 cm OQ ca. 06(75 cd CO Stack OÖPt stock OÖPt Weisse Damen-W8t/, Dutd. 1 Da men-Taschenlüdier weist Makobatist, buntfarbig m.Hohipaniii, /* apart« modern« Muster.........'.'»Dtzd. 4 - GARDINEN Linou m. Ib. Kante, indan. J 25 schwere Qnal_. ca. J65 threnfarb.,>,,Dtzd. schwere Qual, ca 43 em gr, lj> Dtzd. Herren-Taschentücher Kle: Unser Speslaltnch.Cavallcr* weiss oder weiss- farbig, sehr gut« �85 MakoquaiitAt.... Dutzend Im Karton 4 T ülI-Fensferdekoralionen [ Elamine-Betfdecken j 2 heilig, reiche Handstoplaibeit, zimmcr.Fensterdekorafionen 590 3 teilig. solide /Z99 I Stlg., sehrßehw. 4 A75' 2heitig, reiche Handstoplaibeit, Stack 1 0'� QnaIiiat,Garnit O 1 Qnsllt, Oarnli. 1" I, hta(, 3 teilig, dauer- Stellig, vorneh-! rimmur-i______________________ hl'U Garai�ur 8 Garn'tnr 16 verschied. Faibon, garniert, Garnitur 8,71, Tüll-Halbvorhänge 450 1?sPw.Tel»(tet"Sr l25 l45 l80 mit Frans«, modern gemustert....Wtüek"r �, Tüll-Beffdccken ÄnK 875! e? mÄ.T,Ä l40 SÄ l95 STRUMPFE Für Damen« Echt ägyptisch Mako r*ar95 Bemberg tansüleh« Seide oder Deila 4 95 kOneGiche Seide.........................Paar I Für Herren« Mako oder Flor SeLSSSOR gemustert, oder reine Wolle geutrickt. Paar 7avPL Fantasie»na Flo» oder�oBe rnltkaußt. 4 95 Ucbee Seide.............................. Patz I TRIKOTAGEN Unferziehsdilüpfer zarte M B «. Pt t&r Damen, fein gewirkt, weiss n zarte A Q Farben"..................... Paar«, 75.*ffO Hemdchen oder VoUachsel... .Stück lt»f 55, 75, i PL Hemdhosen form mit Bandtrigern, weisse und rarto X H Farben........................... Stack»,# eXPL Hosen I65 rar DAS WARENHAUS BERLINS IN ALLEN STADTTEILEN Berlin muß versorgt werden! Die Hofenanlagen der Weltstadt. ÄNl diesem Thema veranskoltele der Retchsbund Deutscher Tech alt sdneu z weilen Vortragsabend im Hlms der Technik. Genosse Schöning von der„Behala' sprach über Berliner �äfen und Schiffahrt. Er unterstrich als lebensnotwendiges Prinzip der künftigen Entwicklung der Reichshauptstadt die Bedeutung der Berliner Häfen.?n den städtischen Anlagen werden von den 10 Millionen Tonnen rund 3 Millionen Tonnen umge- schlagen und zuni Teil vorübergehend gelagert. Die veralteten Hafen. anlagen genügten dem modernen Verkehr nicht mehr; 1913 wurde durch den O st h a f e n de? Grundstein zu einem modernen Hafen geiogl, dann folgte die großartige Anlag« des W e st h a f e n«. Der Verkehr in den städtischen Häfen, welcher 1934 rund 1 Million Tonnen betrug, stieg 1929 aus 31? Millionen Tonnen. Die Art der(Entwirf« lung des Verkehrs, die sich zu einem W e t t k a m p f zwischen Eisen. bahn und Binnenschiffahrt und als dritten neuen Konkurrenten, den Lastkraftwagenverkehr gestaltet hat, zeitigt für die Hafen« Wirtschaft ein ganz verändertes Bild. Das hochwertige Stückgut wird selten im Schiffsraum noch verfrachtet, es wird meist auf den schnellen ÄrafUastwageu nach Berlin geführt. Die Güter, welche auf dem Wasserwege nach Berlin befördert werden, bestehen zur Hälft« aus Baustoffen, zu einem Viertel aus Kohle und Brennstoffen, und nur 23 Proz. bleiben für die anderen GiAerartcn übrig. Für die Tech- iriker ergebe sich dos interessante Problem, den Güterverkehr fo zu organisieren, daß sich kein Leerlauf ergibt. Ein vorzüglicher Film der 2undssfllm-A.-G. führte durch die städtischen Hofenonlogcn mit ihren technischen Wunderwerken. Ais zweiter Redner des Abends sprach Markthallendirektor Mo r a ws k i über„Die Berliner Markthallen�. Aus diesem sehr oft schon abgehandelten Thema fällen nur die Zahlen genannt werden, die die Dewirtfchaftung BerlwS mit Rahrungszusuhr durch die Markthallen oufweifen kann. Neben den zwei Zentralmarkthallsn besitzt Berlin zehn kleinere Markthallen. 27 öffentliche Märkte und 59 Prioatmärkt« mit zusammen 268 Markttagen in der Woche. Die Zahl der Stände auf diesen Märkten beträgt etwa 23 000. Da man ssir jeden Stand in der Regel drei Beschäftigte rechnen kann, so üben auf den offenen Märkten etwa 73900 Personen den Handick au?, eine Zahl, die der Bevölkerung Frankfurt a. d. Oder gleichkommt. Fehlerhafte Straßenbahnwagen. Aus dem Betriebe gezogen und umgebaut. Einige Blätter brachten in sensationeller Aufmachung bis Mitteilung, daß bei der von der BVG. betriebenen Berliner Straßenbahn Millionen Verluste durch schwer« Fehler de, KonstrukLonsbüros bei der Schaffung der sogenannten„Schützen« wagen" entstanden seien. Hierzu teilt die BVG. mit, daß es sich bei den Schützenwagen um eine Konstruktion aus dem Jahre 1927 handelt. Die Wagen wurden von der Straßenbahn« Betriebs-GmbH. bestellt und im Juni v. 5. abgeliefert. Bei den Wagen haben sich Unzulänglichkeiten in der Brems- Vorrichtung und in der elektrischen Ausrüstung herausgestellt. Die BVG. hat deshalb die einzelnen Wogen vorüber. gehend aus dem Betrieb gezogen, um diese Mängel beseitigen zu lassen. Ein großer Teil dieser Wagen ist bereits wieder in den Betrieb eingestellt und verkehrt insbesondere auf den Ringlinien. zunächst ohne Anhänger, weil hier besonders hohe Geschwindigkeiten erzielt werden können. Die Behauptung, daß diese Schützenwagen nur noch als Beiwagen verwendet werden, trifft nicht zu. Sie erklärt sich daraus, daß Beiwagen des gleichen Typs im Verkehr find. Di« als Triebwagen konstruierten und gebauten Wagen werden jedenfalls nach wie vor ausschließlich in dieser Eigenschaft verwendet. Durch die notwendigen AeiüZenmgen der gelieferten Triebwagen sollen angeblich Schäden in Höh« von vielen Millionen für die BVG. entstanden sein. Hierzu ist zu sagen, daß die Umbaukosten den Lieferfirmen zur Last fallen, soweit es sich bei den vorzunehmenden Beränderungen um Beseitigung von Mangeln der elektrischen Ausrüstung handelt. Tie Gesamttosten des Umbaus stehen im Augenblick noch nicht fest. Die Kosten für die Beseitigung der konstruktiven Mängel, selbst wenn sie allein von der BVG. zu tragen wären, würden pro Wogen 1000 Mark, insgesamt also 3 00 000 M a r k, a u f teinenFall überschreiten. Starker Andrang zu den Sexten. Schnellste Anmelvung der Grundschüler erforderlich. Wie bisher festgestellt worden ist, wird die Abwanderung aus den vierten Grundlchulllassen nach den Sexten zu Ostern 1930 außer« ordenillch stark sein. Bei der Raumnot und dem Lehrermangel an den städtischen höheren Lehranstalten wird aber dem Bedürfnis nur in beschränktem Maße Rechnung getragen werden können. Den Erziehungsberech« ligten wird daher dringend geraten, die Anmeldung zur Auf« nähme sofort oorz�tchmen, damit die Kinder, wenn die Höchst« besuchsziffrr der betressenden Lehranstalt bereits erreicht ist. noch einer anderen Schuko überwiest» werden können. Aus der Arbeit der Bezirke. Oer kommunistische„Schlasbursche". 1. Bezirk— Witte. In der letzten Bezirksversammlung wurde Genosse Ries« mit graßer Mehrheit als Vorsteher wiedergewählt. Die Lommu- nisten präsentierten wie in ollen Bezirken ihren eigenen Kandidaten. der ober nicht einmal all« Stimmen seiner kommunistischen Freunde erhielt. Als Beisitzer wurde gewählt die Genossin Wolkstein und als Stellvertreter der Genosse Bernau. In d'e Bezirteschul- deputation delegierte die Bezstksoersanunlung den Genolsen H o r s ch als Bertreter des Verwaltungsbezirks Mitte. Es folgten die mit großer Spannung erwarteten Wahlen der unbesoldeten Bezirksamlsmitgkieder Um sich den Anspruch auf zwei Stadträte zu sichern, hatten die Kommunisten einen nachgerückten Stadtverordneten aus dem Bezirk Lichtenberg rasch als Schlaf- barschen im Bezirk Mitte anmelden und ihn der Bezirksversamm- lung Mitte zuteilen lassen. Amcheinend gibt es aber auch in der APD.-Fraktio» des Bezirks Mitte noch anständige Element«, die solche Schiebung nicht mitmachen. Die s o z i o l d e m ock r a- tische Liste erhielt zwei Summen über die Fraktion-stärle. die offenbar von Kommunisten abgegeben waren. Für die Kommunisten müssen dann die Nationalsozialisten gestimmt hoben, die mit den Deutschnationalen nach außen hin eine Listenverbindung einge- gangen waren. So wurde von der kommunistischen List« nur ge- wählt der sattsam bekannte Stadtverordnete W i s n e w s k i: die Soziokdemokratie behielt die beiden Stadträte Schmahl und Friedländer, die Fraktion Mitte stellt die Herren H a a k e und Neuendorf und die Deutschnatlonalen den Rektor Döring. Bei der Beratung der kommunistischen Agstationsanttäge, die mit den bekannten Ausfällen der kommtinsstischen Redner gegen unser« Partei gewürzt wurde, konte der Vorsteher nur nach die Be. schlußunfähi gleit des Hauses feststellen. D-e Kommunisten im Saal und auf der Tribüne tobten, weil ihre Aktion so klägllch verpufft war. Aus der Straße randalierten sie weiter, wobei es zu Zusammenstößen mit der Polizei kam. Volkswohlfahrt steht über Sparsamkeit! 2. Bezirk— Tiergarten. Lei der ersten Versammlung der Dezirksoerordneten blieb auch dem Kreis Tiergarten die langatmige Erklärung nicht erspart. tssn befehlsgemäß die K o m m u n i st e n in ollen Kreisen vorbringen. Bei der Vorsteherwahl stimmte der ganze Bürgerblock, von National« sozialisten bis Demokraten, für den Deutschnationalen G r o n a ß. Die Kommunisten stimmten wie immer für ihren Kandidaten und verhalsen dadurch Granaß mit 36 Stimmen gegen den Genossen B u blitz(15 Stimmen) zum Siege. Als Vorsteherstellvenreter wurde Rublitz mit 46 Stimmen der SPD. und den Bürgerlichen gewählt. Räch der schiüffctiriaßig erfolgten Wahl der ständigen Zlus« schüsse und Deputationen wurde bei einer Anzahl kommunistischer Anträge der Dringlichkeit widersprochen. Ferner brachte die SPD. eine Anfrage ein, die Auskunft oerlangt über Art und Umfang der im Bezirk Tiergarten angeordneten Sparmaßnahmen auf dem Gebiete des Gesundheitswesens und der Wohl- fahrt. Die Antwort des Bezirksansts steht noch aus. Lange und die Volksschulen. 3. Bezirk— Wedding. Die zweite Bezirksversammlung hatte die infolge der Beschluß- Unfähigkeit der vorigen Versammlung nicht zu Ende geführte Tages« ordnung zu erledigen. Die Sitzung gestaltete sich jedoch wieder zu einem Radaubenenz der Kommunistischen Parte!. Fast sämtliche neugemählten Mitglieder hatten den Befehl, sich in mehr oder weniger blutrünstigen Reden den Tribünenbesuchern vorzustellen. Unscre Redner verstanden es, die ganze Demagogie der Kommunisten zu enthüllen, die hinter ihren Anträgen steckt. Heulen ertönte, als unser Redner nachwies, daß in der Stadtverordnetenversammlung der Kommunist Lange sich gegen denLuxusbeimBauvonVolksschulen gewandt habe. Immerhin tonnte die Versammlung aber di« Tagesordnung erledigen.__ „Ist denn dasTheater noch nicht vorbei?" 2. Bezirk— Charlottenburg. Hatte die vorige Bezirkspersammlung die Anträge der KPD. in Sachen der Erwerbslosen zur schnellsten Erledigung dem Erwerbslosen-Ausschuß in Berlin überwiesen, so genügie das dem Agitationsbedürfnis der KPD. keineswegs; neue Anträge lagen vor, und di« bekanme Regie der KPD. sorgte für«inen großen Theater« toup. Der kommunistische Führer verriet sich, als er mit dem Aus« ruf:„3 st denn das Theater noch nicht vorbei?" durch den Vorraum stürmte. Kaum waren d!« Verhandlungen eröffnet, kaum hatte Genosse Dr. Kawerau die Ueberweisung der neuen Anträge an den Haus- Hall sausschuß zur schnellen Durchberawng empfohlen, als die KPD» der«ine solch« sachliche Erledigung höchst unerwünscht war, den üblichen Theaterdonner begann. In Folge davon widersprachen die Dentick' nationalen überhaupt der Dringlichkeit, und der Klamauk begann. Der Vorsteher unterbrach die Sitzung,«n den Aeltesten-Ausschuß einzuberufen. Wir beantragten, die Tribünen, die unter Anführung der Theaterkommmiisten von Erwerbslosen gestürmt worden waren, zunächst räumen zu lassen und dann die m-t Ausweisen Versehenen wieder hinauszulassen. Das wurde beschlossen. Nun setzte im Saal«in wohlorganisiertes Schimpf- l o n z e r t zwischen aufgeregten und sich hysterisch überschreienden Frauen im Wechsel mit der Tribüne ein. Die Tribüne weigerte sich aus Aufforderung der KPD. großenteils, den Anweisungen des Vor- ftahers Dr. Kunz nachzukommen. Schupo mußte kommen. Kaspar und Fieber rannten hin und her, um den Widerstand zu störten und das Schauspiel zu leiten. Endlich war Ordnung geschaffen, und die Verhandlungen gingen weiter. Noch hetzten die Kommunisten draußen weiter, als die Verhandlungen im Saal ihren Fortgang nahmen. Die Stadträt« wurden ohne Zettelwahl auf Grund allseitiger Zustimmung bestätigt, von der Sozialdemokratie die Stad'rä/e Will und Dr. S u ß m o n n. Der Ausschuß zur Wahl des Räch« folgers des derzeitigen Stadtrates Otto und des stellvertretenden Bürgermeisters wurde emgesetzt. Als die Frage der Tribünenkarten verhandelt wurde, stürmten die Kommunisten herein, tobten und versuchten, dem Varsteher di«' Klingel zu entreißen. 2üs einer ein Wasserglas schleuderte, hob der Vorsitzende die Sitzung auf. Konstituierung der Versammlung. 11. Bezirk— Echoneberg. In der ersten Sitzung der Bezirksversammlung nach der Neu- wähl verpflichtete Bürgermeister Berndt die nengewählten Bezirksverordneten durch Handschlag. Er wies in seiner Begrüßungsan« spräche aus die große Not der Genieinden hin. betont.- aber. daß zur Katastrophenstimmung kein Anlaß vorliege. Nack Ei isüh- rung übertrug er den Vorsitz an das älteste Mitalied der Dersamm. lung, dem Bezirksverordneten Cvers(Dnat.). Di« Wahl des Bor« stondes ergab folgendes Bild: Vorsteher wurde der Deulschnational« Evers, das Amt des Stellvertreters erh'ell unser Genosse Wilh-ckm Fritlch. zweiter Stellvertreter wurde der Boltspartei'er Dr. Teuferis Zu Beisitzern wurden gewählt: Frl. Wessel(Dnat.), Genossin K i r st, Leonhardt(Dem.). Buttler(Nat.). Die auf der Tagesordnung stehenden Punkte: Wahl der unbesol- beten Stadträte, Wahl der Deputationen und Wahl zweier besoldeter Stadträtel habt Ihr einen Tritt von Euer» bürgerlichen Freunden!" Die sozial« demokratische Fraktion nahm nicht weiter an der Wahl teil, wäh- rend die Kommunisten prinzipienfest sich noch drei„Tritte" ver° setze» ließen, indem sie zu jedem Wahlgang«men Kandidaten stellten- Zwei sozialdemokratisch« DNnglichkeit-anträge über Mißstände auf Linie 96 und die Finanzkrise der Stadt Verlin wurden anerkannt. Gegen die Mißstände, die sich bei beb Unterführung B zeigen, wurde auf unseren Antrag hin Abhllse zugesagt. Um den Beschwerden der Anwohner der neuausgebauten M a n t e u f f« l- straße nachzugehen, wurde eine Kommission eingesetzt. Angenom- men wurde serner die Vorlage, einen Wochen markt in der Rohrbecksrraße einzurichten. Als Clou der Sitzung kamen nun nicht weniger als zwölf Anträge und Anfragen der Kommunisten. Sie waren mechanisch abgesckrieben. Man ging entweder zur Tagesordnung über oder überwies die Anträge dem Haushalts- ousschuß.__ praktische Arbeit und Demagogie. 16. Bezirk- Köpenick. Nachdem am 22. d. M die neu gewaMte Bezirksverordnetenversammlung durch den stellvertretenden Bürgermeister Genossen Ehrlich eingejührt und verpflichtet worden war. trat am Mittwoch. dem 29. d. M. die Versammlung zur ersten Arbeitssitzung zusammen. Ms erster Punkt wurde die Dorstandswohl getätigt, die die Wiederwahl unseres Genossen Woick als Vorsteher, des Volksparteilers Seier als Stellvertreter und des Deutschnationalen Dr. Schulze als Schriftführer zeitigte. Dann verabschiedete die Bezirksversamm« SRltae WOCHE - ff»4 rD (IClICil xemust. Ciftv. 87.- Wlnier-U l«ter( Cheriot od. Ftaiscb......... 89.• QaDard.-Mantel, lapr. 89.» clo.Hwlft..Nlehol8onL(>n(3cD" I_ 5,. Spert-AnBU8riSteil.89.-98.« Loden Ans.» 2 ulL 89.» 8 l.» Loden-Mantel. Schlüp.'er- oä. off- Bote ner Form 4 2.-8*,- Knickerbocker.28.-29.« Spo.-tStrümof jein �oUe8.50 WEISSE WOCHE ■Jaman Momd» we;ö. 8.— Herren-». «» Sp»�cNrn««.l'ur0.2» ,>»vr«i»»-n.».ra Schlaf— n>ue, Flanell 12, SAibstblnder, a-vitrae Unit« 1.80 2.28». 3.78 4.80 naman-Mant«! od.UI»t-r uamen Scbneiderarti.«9.— Ko.tQm.rchnejder«rI). 8».- etrieicklaid...... a;— Pullevar.......»2.— Knaben«?»*«, J. 7— 10 82-, 11-14 38. Sommo;-od. Wlnt.ru leto J.e-882..9-l1 33.- 1Z.I430.» Pullowr, J.4J5 8.— 7-9 8— Jg-Herren-Ä�V.® Ulster..... 62»- 85. Chauffeur-* uA* Mantel, Wldpcord.. 110. Sporietrümof jew ICoUe8.50 Pullcver.......**•- wanj»., vraJFi:Qru.. und aufolle diese Pneise noch die ExfroermöSiqur.g vor/for« Auf die niednlgen Preise während den .Billigen Woche" für sä mi-llche waren eine weitere Ermäfbiqungvon BEDLINW8 LEIPZIGER,- ECKE FRIEOQICHSia umq hi» Sorfan»»er hat Fwchttwi-nplan der«ahndofftraß« w «Irunau, dl« Msweisung de» Rahnsdsaf-'r Platz«» in Friedrich». ?agen, als Erholunqsplatz, die Festsetzung von Strotzen und Bau» fluchtlinien der Friedrichshagener Strotze in Köpenick und einer Ortsteilgrenge in Friedrichshogen, die Bewilligung von Dorbehalls- mittel» für den jllusbou der Äoltsküch« auf dem früher Resagschen Grundstück in Cöpenick und die Beschlutzsassung über einen Gebäude- tausch mit dem Wosserbauamt in Köpenick, zustimmmd. chatte sich die Verabschiedung der Vorlagen in sachliäi-ruhigen Bohnen bewegt, so lösten die nun folgenden sieben Dringlichkeit»onträg« der Kommu- nisten, die als Bundreiseanträge allen Be�irtsoersammlungen und auch der Stadtverordnetenversammlung vorliegen, außer endlosen Begründung-reden der kommunistischen Redner temperamentvolle Zwischenfälle zwischen rechts- und lintsradikalen Elementen aus. Der Vorsteher Genosse Doick brach nach vierstündiger Dauer die Sitzung kurzerhand ab.__ Vaut die Krisenfürsorge aus! 17. Bezirk- Lichtenberg. Lange vor Beginn der eigentlichen Byirkvversammlung herrschte in den Sitzungssälen und auf den Korridoren des Rathauses eine Regsamkeit, von der nur der Eingewechte wußte, daß sie auf die noch immer nicht erfolgte endgültige Einigung in der Fraktion der Mitte wegen des Stadtratmandates zurückzuführen war. Kurz nach Eröffnung der Sitzung erklärte Genosse Stadtrat Thurm zu seinen in der letzten Sitzung der alten Bezirksversamm- lung gemachten Ausführungen, Mitglieder sämtlicher Fraktionen hätten die Gesolligteit des Stadtarztes in Anspruch genommen, daß bei drei der Genannten sein Hinweis nicht voll zutreffe. Bei der folgenden Wahl der unbesoldeten Stadtröte wurden zwei kommunistisch«, ein Zentrums- und deutschnationaler Kandidat gewählt sowie unser« Genossen Schubart, Jünemann und Heinrich. Einen breiten Raum der Tagesordnung nahmen die kommunistischen Erwerbslosenanträge«in. die wir in dem Bericht über die vorige Bezirksversammlung schon genügend gekennzeichnet haben. Sie stellen, wie Genosse Arndt nochmals ausdrücklich aus- führt«, nichts weiter dar, als«in« Verhöhnung der Not der Erwerbslosen. Di« aufhetzend« Not« und die In- konsequenz des Inhalts dieser Anträge hatten dann auch zur Folg«, daß sie sämtlich abgelehnt worden. Zur Annahme dagegen ge. langte der Antrag der sozialdemokratischen Fraktion: den Magistrat zu ersuchen, sosortmitdemLandesarbeits- amt Brandenburg zwecks Ausdehnung der Srifeafürsorge aus alle in der Arbeitslosen oerstcheruag ausgesteuerten Arbeitslosen in Verhandlungen treten. Die Versammlung selbst stand ganz im Zeichen kommunistischer Tribünenpolitik. umrahmt von hysterischem Geschrei und wildem Iichlen, das oftmals selbst die kommunistischen Redner übertönt«. Diese Volksvertreter stich«in Kapitel für sich. Sie gefallen sich neuer- ding» darin, gewisse Spracheigenschaften anderer Redner kindlich naiv nachzuahmen. Dem Unbeteiligten drängt sich unwillkürlich die Frag« aus, hat man es hier mit ungezogenen Buben zu tun oder mit Burschen, die noch in den Flegelsahren stecken? Für die Berliner Arbeiterschaft aber wird es höchste Zeit, von Vertretern dieser Art abzurücken. Kür ein schönes, modernes Kinderheim! IS. Bezirk— Weißeosee. In der«inführenden Sitzung der Bezirksverordnetenversamm- lung ging es zunächst friedlich zu. Doch zum Schluß wurde es lebendig, als die KPD. versuchte, nicht aus der Tagesordnung stehend« Demonstrationsanträge los zu werden. Da dies nicht gelang, singen die Kommunisten zu toben an. In der zweiten Sitzung wurde unser Genosse Artur Bautz mit 21 gegen 12 Stimmen zum Vor- steher gewählt. Stellvertreter wurde der Demokrat R i t s ch t e. Nach der Wahl des Aeltesten-, des Haushalts- und des Wahlaus- schusses standen zwei Dorlagen des Bezirksamtes auf Bewilligung aus gemeinschaftlichen Vorbehaltsmitteln von 2660 M. zur Beschaffung von Einrichtungsgegenständen für das Haus der Sinder und von 750 M. für Aufstellung eines Drahtzaunes auf dem Renn- bahngelände zur Beratung. Die Deutschnationalen bemängelten, daß im Hause der Kinder Kokosläufer angeschafft worden sind, und die Kommunisten lehnten die Bewilligung aus gemeinschaftlichen Vor- behaltsmitteln ab. Sie schickten deshalb eine ganze Serie von Rednern vor. Interessant war dabei, daß die Kommunisten Sturm dagegen liefen, daß zwei Erwerbslose beauftragt worden sind, die neu errichtete künstliche Eisbahn zu betreuen, deren Einnahmen ihnen restlos zufließen. Beide Porlagen wurden schließlich an- genommen. Eine lange Debatte löst» der kommunwische Antrag auf Gewährung einer einmaligen Dinterbeihllfe an Erwerbslose aus. Die KPD. oerlangt für jeden Haushaltungsvorstand 70 Mk., für jede unterhaltsberechtigt» Person 10 M. und für Ledig« 50 M. Dieser Antrag ist bereits in der Stadtverordnetenversammlung ab- gelehnt worden. Unser« Genossen Jahn, Faust und Schwarz wiesen nach, daß es den Kommunisten nur darauf ankomme, aus der Rot der Erwerbslosen politisch« Geschäft« zu machen. Aussiellungs« und Messeprogramm-1930. Der Gedanke der Berliner Fachausstellu»sen und Fachmessen hat auch für das Jahr 1350 seine alte Anziebungskrast ausgeübt und darüber hinaus weitere bedeutungsvolle Gruppen der deutschen Wirtschast für sich gewonnen. Gestützt auf den Willen und die Mitarbeit maßgebender Fachorganisatwaen, gelangen aus dem städtischen Ausstellungsgelände am Kaiserdamm insgesamt 15 Veranstaltungen auf den verschiedensten Gebieten zur Durch- sührung. Es finden statt: Vom 1. bis S. Februar: Die.ch. Grüne Woche Berfla 1930". Die Landestulturausstellung. Di« Lehrschau Holz. Die Jagd- ausstellung. Die Wassersportausstellung. Vom 23. bis 28, März: DU Reichsgass wirf swesse. Vom 11. bis 23. April: DU Möbel- und Einrichtungsschau Berlin 1930. Vom 23. Mai bis 3. August: DU Berliner Sotnmerfchao»Alle» Berlla". Vom 22. bi» 31. August: DU 7. Große venlsche Fankaas- stelluag 1930. Phonofchau Berlin 1930. Vom 28. August bis 2. September: DU BerNuer Möbelmessc. Vom 18. bis 21. September: DU Zulernallonale Lederschav Berlin 1930. Vom 18. September bi» 4. Oktober: DU modische Zahreeschau Berlla 1930.Leder und Mode". Dom 18. bis 26. Ottober: DU Sochkaastaurstelluag Berlla 1930. 1. Hälft« November: DU ZaternallonaU Auiomobll. and Motor- radaasstelluag. Es besteht die Möglichkeit, daß diese» bereits liberaus reichhaltige Ausstellungs. und Messeprogramm der Reich-hauptstadt für 1930 auf Grund schwebender Verhondlungen mit einigen Fachoerbänden noch ein« Erweiterung erfährt. UND WIIP Garne 70 (•trona, eat» QealitU........... Plä.*»» u WoIgahlUmer l._________ m l20« Hasen»«vu»..........................m«> I08 u Hirsch- und Wildschwetn- Heisch hilligst Obst u. Gemüse Amcrikon. TafelÄpId..,.• m95pt Apfelsinen fciose............. s tu.7dn Blutapfelsinen............. s m. 72pl Mandarinen................. s pu.72rt Bananen..................... s m 95pi. Rrim-Aepfel............... s pie. 45p:. Belle fleur................... apfa.35pt Musäpfel..................... 3 Pfd. 3ÄPt Ziironen.......«w 33 pi»n Weisskohl........................ pm. in Rof- oder Wirsingkohl..... tu. fipt Grankohl....................., pfd. 15«. Möhren(•wMeh.od.Rot«nop«n Pfd. 5p'- SoIIeri:.......................... Pfd. lOpt Rosenkohl..................... tu. 15«. Wurstwaren Rotwurst ubluUeb« Art....... Pfd. SSPi. Landleberwurst............... Pfd. S5pf. Dampiwurst....................Ptd. 95pl Sü swurst...................... m 9Spt Fetter Speck................... Pfd. 1,15 Speckwurst..................«.«d. 1,10 Hausmacherwurs!............ Pfd. 1,10 Knoblauchwurst.............. Pfd. 1,15 F.eisch wurst.................... pm- 1,15 Jagdwurst....................... Tti. 120 Mettwurst»»-» Bntniehw. Art. Pfd Ichs ff. Leberwurst,................ Pfd. 1,45 Hi'desheim r..................Pfd. 1,45 Schinkenpolnische........... Pfd. 1.45 Zervelat und Salami....... Pfd. 1,65 Teewurst....................... tu 1/0 Schinkenspeck................ Pfd. 1,52 Konserven Kaiserscholen.................. Junge Erbsen tauOSPL, Miu wa Junge Erbsen.................... Gemüseercsen.................. Karoten swjmin«»............... Kohlrabi i» mit gtsb... Berliner Allerlei................. Sellerie t» souima................. Gemischtes Gemüse>»i«»u»w. fg. Brecb- u. Schnittbohnen I.. Brechbohnen.................... Vt Dom . 1,65 .1,45 ..65 pl . 55pt . 40pl • 55pt .52rt . 1.00 . 1.10 ..75Pt . 60 pt FRISCHES FLEISCH Kalbehaxen............................. 74pl Kalbskanun ab« BetUf*.............. tu. 80 r: SchweinabanchabMBeiuc«......... ml, 18 Schwel neschlnken o.«Blatt ml, 22 Schwelnefca«ni».»rt«ft�«wi.A8rt«ia.pid. 1 ,32 Sehweinekotalett.......... m ▼<» 1 ,38 u Kassier miid......................... ptd. tob 1 ,28»» Scbweinerlppcn eq>s»»i»...........ptd. 1,12 Rücketafett bntfertig, ohne Seknrt»..Pfd. 98 Pt Hsnanaelvorderdeiseh.. m,««1,08»» GEFRIER RSader backen«»eh.»ha» Kaochaa......... Pia. SOpt Risiderbersen ow»......................... Pfd. Mpt HiaCcrluagca Wseh......................... Pfd. 48pt Euter frUeh..................................... Pfd. SÜPf. Schwein enteren w»�..................... pfd.1,18 Schwein e fcdpf e«.eh,«u........... Pfd. 86pl S u ppo h fleisch... Pfa. tob 7Bn»b BfnGerkomzn ptd.85pf. Gill Steh ohas ftBogh»a. Pfd. 1 ,1 0 Schmorfleisch r«Bt«.«iw» SB«-h-»..ml ,28 Schabefleisch o. Hackepeter pfd. 1,28 Bammelfceulesi. . pfd. 1,18 Eitis- u. Salze urken Hixed Plckles 95 3 Dosen 'Pf. Oelsardinen Marke„Hartle Oase 30 60-f. 85«. 1" rji�hra«dajijiHoMii»«.i�|_ KnnFitiiro sg ivonriiurBftR�jssn�:� (Kimer es. 2 Pfd.) Ananas........................ Rossenbrot aus reinem deutschen Rossen hersesteilt D.Ibu trat Orouei trat 25.50* FISCHE UND RÄUCHERWAREN �Schellfisch in(«u«».................. ptd. 16pl *Seelachs i*»«»»n....................... m 24pt *Ksbcl|au im.......................... m 26pt *Rotbare......»» pfd, 29pL »KshcllsnHlct....�...................m 42pf. *GrUne Beringe..............» pm- 88, 44pl . uipjijv sträng iJuBa<»r»l»h. fruktBrlv All«», bttkwer taa>, eell.-illitiM-Slr*»«, WUnundarfw Oiaaiuutrttu ����n��mmWRSWWWWEEEEVREEW! *Z ander cofrorea........................... Pfd. 60pl Bücklinge................................ m 30«. Sprotten.................................. m 4Spi Rlesenf Inndern....................... m 65pt SchelHiSCh geilachort................... Pfd. 40 Pt Seelachs gsrAacb«rt........................ TU. 32 Pf. SEHR BILLIGE WEIHE UN 0 SPIRITypSEH W»l»hrw«-*»f»tliiim-. K',........................ /V? 3". c» JtmAikt-llam-fertcbnltt, 880;0....................... 1 5'•••J Dsulto�er Wainbraad—, tO0,'#) «ItTai ki-:«»* Verccti al IL 40'l.\ na««« SpertaUrltaa! PL"* Pisis« ohae Flatche ........1 «••tJk«-".«l»-V«r8Ch»ltt«'/o> katatltrArrak-Varaskali, 40'i,) «33»«r OBubickeiheimer Be/fl .ogjo Oa�SpwIaliiAt«,.�.� JNQEM BILLIG! Coa;*»n-llklr5,Ch«iT)rBnfd/,Cold«.,C»ri{s»,*lia«eh. Bali o.Hab'.'j-I-Pl J,?I Or-XAoij, Slalabljsf, eO"/» gato Qaallty........■ oirl-K�VIO S«hr billtgl NerdhAuser tcon, alter, gerOe««, yoa Hsnoa.na BohmTdi»'»ed. Vi FL 3,7 1?, snta.CO 1928 er S�sfsrshalmer»ar Bowi« Plaaehe 78 pt 10 FItadrtn 750 «938 er loniTAo ■denkobaner Bcracb ifUaehsOSpf. 10rU»eh«n8� («rsdsrtar tiiaskiaskt________ Qrl�-Isael Samat, vor».